Nr. 135. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Volksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ., Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Reaktionäres aus Württemberg. Sonnabend, den 11. Juni 1904. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. zteckten; sie stimmten gegen alle völlige Beseitigung der Kirchlichen bruch der Sandenbanken kommen sah, sollte der Freiherr v. Mirbach Schulaufsicht, weil sie nicht Utopien nachjagen, sondern nur das den Leitern einer ähnlichen, längst auch als verdächtig bekannten Erreichbare fordern" wollten. Nun haben sie zum wohlverdienten Bank, der Pommernbant, so viel Vertrauen geschenkt haben, daß er Spott ob ihrer matten Feigherzigkeit auch den Schaden. im Glauben an ihre märchenhaften Reichtümer und ihrer ebenso Auch der billige Kniff, die drei fatholischen, dem Königshause märchenhaften Wohlthätigkeit Hunderttausende für Kirchenbauten angehörigen Prinzen als die eigentlichen Missethäter hinzustellen, harmlos annehmen konnte! Politische Ueberlicht. Berlin, den 10. Juni. Rhinozeros?" " So ein Rhinozeros" ist unwahrscheinlich, das giebt es nicht. Wir glauben nicht, daß selbst ein Hofmarschall so naib ist. Herr Budde hat sicher die Verführungskunst der Pommernbank- Direktoren eben so sehr überschäßt, wie die Intelligenz des Kammerherrn der Kaiserin beleidigend unterschätzt. 370 * Die Presse über die Hofbantmysterien. Gerade diejenigen Parteien, die stets am Tautesten von Ordnung und Sittlichkeit rufen, schweigen vollständig zu dem namenlosen Hofbankstandal. Wo steckt„ Kreuz- Zeitung", wo" Reichsbote", um den Hofbankstandal. Wo stedt Kreuz- Zeitung", wo„ Neichsbote", um den Kirchenbauhelden zu schützen? Man schreibt uns aus Stuttgart vom 9. d. M.: Gestern und heute war in den beiden Kammern der württembergischen Landtage die Reaktion Trumpf. Die Rammer der Abgeordneten beriet über die socialpolitischen Anträge, welche von der social- weil sie der Abstimmung ferngeblieben sind, ist kennzeichnend Die Pommernbank natürlich hatte damals allen Anlaß ihren demokratischen Fraktion zur Verbesserung der Lage der Staatseisen- für die volksparteiliche Demagogie, die nicht wagt, ernsthaft Kredit zu stärken, da der Kurssturz der Sandenpapiere auch ihre bahnarbeiter eingebracht waren. Die Anträge forderten die Ab mit der Institution der Ersten Kammer selbst anzubinden und sich Existenz bedrohte. Die Direktoren handelten sicher kiug und im schaffung der Accordarbeit und die Einführung an eine zufällige Nebensächlichkeit flammert. Der Socialdemokratie Interesse der Bant, als sie sich der Gunst des Freiherrn v. Mirbach des Neunstundentages in den Werkstätten der Staats- aber werden die beiden Abstimmungen in den beiden Kammern versicherten und dem Himmel, der nicht durch papierne Pfandbriefe eisenbahnen. Sie stießen auf den Widerstand nicht nur Anlaß zu einem träftigen agitatorischen Vorstoß gegen die geistige betrogen sein will, reichlich Bargeld opferten. Aber durfte der seitens der Regierung, sondern auch aller bürgerlichen und wirtschaftliche Reaktion bieten; insbesondere der Kampf gegen Kammerherr der Kaiserin so arglos sein, in diesen kritischen Parteien. Die Hauptredner gegen die Anträge waren die die Erste Kammer wird mit aller Schärfe wieder aufgenommen 8eitläuften über den Empfang von Hunderttausenden zu Demokraten Schickhardt und Henning, die die abgegriffensten werden. Wohlthätigkeitszwecken zu quittieren? Einwände gegen die durchaus nicht übertriebenen Forderungen erhoben. Insbesondere quälte sie die Sorge, daß die Begehrlichkeit der Arbeiter der Privatindustrie geweckt werden könnte, wenn die Staatswerkstätten mit der Verkürzung der Arbeitszeit den Anfang machen. Suchten die parlamentarischen Vertreter der süddeutschen Demokratie durch einige billige und zu nichts verpflichtende Phrasen immerhin noch den Schein der Arbeiterfreundlichkeit zu wahren, so läßt ihr Breßorgan, der„ Beobachter", auch die letzte Hülle fallen, indem er heute ganz nach Scharfmacherart darauf hinweist, die Staatsarbeiter hätten niemals Unzufriedenheit mit ihrer Lage gezeigt, und das Vorgehen der Socialdemokraten in diesem Fall sei ein Schulbeispiel dafür, wie von außen künstlich Unzufriedenheit in die Reihen zufriedener Arbeiter hineingetragen werde. Trotz einer ausgezeichneten, von gründlicher Beherrschung des Stoffes zeugenden Rede des Genossen Hildenbrand wurde der socialdemokratische Antrag, die Forderungen betreffend Abschaffung der Accordarbeit und Verkürzung der Arbeitszeit der Regierung zur Berücksichtigung" zu Auch der Pommernbankdirektor Schulz, der am Mittwoch den überweisen, mit allen gegen die socialdemokratischen Stimmen ab- Wunsch zu haben schien, der Freiherr v. Mirbach möge unter seinem gelehnt. Zeugeneid ihn, den Angeklagten, als diskreten Ehrenmann anerkennen, hat offenbar keine geringe Meinung von der geistigen BeIm Mittelpunkt des Interesses aber steht das Scheitern der gabung des Kammerherrn der Kaiserin, sonst würde er nicht bei ihm der Bommernbank die unbefugterweise von den Direktoren gemachten Die„ Kölnische Boltszeitung" erhebt die Frage, ob die Gläubiger Schulvorlage in der Ersten Kammer. Was zu erwarten war, ist ein- ein so feines Verständnis für die zartesten Andeutungen seiner Ver- Geschenke nicht vom Freiherrn v. Mirbach zurückfordern getreten: die Standesherren haben gestern das von der Regierung teidigung vorausgesetzt haben. Anders der Geheimrat Budde. Er können; der Landwirtschaftsminister v. Podbielsti, der ein geforderte Kleine Zugeständnis, die Schulinspektion nicht mehr als äußerte über die Verführung des Freiherrn v. Mirbach Anschauungen, Rückforderungsrecht für die unter seiner Aufsicht- entwendeten ein Monopol der Geistlichkeit zu reservieren, sondern auch auf nach denen, wenn sie zutreffend wären, der unſelige Kammerherr Gelder beztveifelt hat, tann kaum juristische Autorität genug bechristlichem Boden stehenden Pädagogen" den Weg zur Schul- wirklich das sein müßte, wofür er die Socialdemokraten hält. Ja, anspruchen, um diese Frage entscheiden zu wollen. inspektion frei zu machen, abgelehnt. Vergebens be- wir glauben fogar, daß ein einigermaßen normales Rhinozeros sich schworen die Minister v. Weizsäder und v. Breit durch den Vorwurf solcher Vertrauensseligkeit beleidigt fühlen ling mit beweglichen Worten die katholischen Standes- würde. Freiherr v. Mirbach hält die Socialdemokraten für Rhinozeroffe. wir selbst kennen den Kammerherrn der Kaiserin persönlich aus seiner Zeugenschaft beim Kaiserinselprozeß. Beiläufig: Wie natürlich und selbstverständlich erscheint doch dieser Höflingsplan der Kaiserinsel, die von den Verschworenen des Aus- der- Welt- Schwagens als unerhörteste Ausgeburt tollster Abenteuerlichkeit zu llnrecht und zum Teil auch wider besseres Wissen verhöhnt wurde, neben der Konto- Kalypse" der Pommernbank! Freiherr v. Mirbach machte damals auf uns nicht den Eindruck gerade überragender Intelligenz. Immerhin schien er doch durchaus verfügungsfähig und nicht als ein Socialdemokrat nach seiner kammerherrlichen Vorstellung. Die liberale Presse hält es für unausweichlich, daß Freiherr v. Mirbach sich zum Wort meldet. Bezeichnend ist ein Artikel der ossischen Zeitung". Sie preist den Segen der Deffentlich feit und fordert Aufklärung, auf daß nicht der Partei des Herrn daß die Befürchtung vor socialdemokratischer Agitation und ihrem Bebel ein zugkräftiger Agitationsstoff belassen wird". Es ist erfreulich, Erfolg den Liberalismus drängt, das zu verlangen, was ihm sonst anscheinend weniger dringlich wäre. Uebrigens wird die„ Kölnische Volkszeitung" die Moral evangelischer Kirchenbauer gänzlich verkennen. Die hochgestellten Persönlich feiten, welche von fremdem, rechtswidrig ihnen übergebenem Gelde Der Reichstag Herren, von ihrem Widerstande abzulassen; vergebens ver- Aber Herr Budde, den ein merkwürdiges Geschick zu tieferen wohlthätigkeiten erwiesen und Kirchen gebaut haben, werden sicherten die Minister, daß auch nach Durchführung der Einblicken in die Hintergründe der frommen Sitte und zu Aussagen natürlich nicht die Klagen der Geschädigten abwarten. Es ist selbst" Reform" die Konfeffionalität des Unterrichts keinerlei Anfechtung über seine Wissenschaft plöglich bestimmte, sagte von dem Freiherrn verständlich, daß sie das unsaubere Geld zurückgeben werden. Sollte erfahren werde, und daß nur in dem Falle, wo geeignete geist- v. Mirbach nach unsern stenographischen Aufzeichnungen: die Deffentlichkeit davon nichts vernehmen, so soll man nicht verliche Inspektoren nicht zu finden seien, Laien herangezogen werden„ Wenn das wahr ist, was ich ermittelt habe... so hat der Herr gessen, daß diese Frommen gute Werke stets in andachtsvoller Stille würden. Fürst Quadt erklärte namens der katholischen Fürsten Angeklagte, wie er seinen gesamten Aufsichtsrat und seine Mitverrichten. und Prinzen, es handle fich für sie um eine Gewissensfrage, jedes direktoren durch seine außerordentliche Geschäftsgewandtheit und weitere Verhandeln sei überflüssig. Was habe, meinte er, Sachsen Beredsamkeit fasciniert hat, auch einen vornehmen, hochgestellten von den angeblich besseren Schulverhältniffen? Das Resultat sei, daß Mann über seinen und seiner Bank Reichtum irregeführt und vor-" mit einer einzigen Ausnahme lauter Socialdemokraten in den Reichstag gegeben, daß er in der Lage sei, im großen Maßstabe Wohlthätigkeit erledigte am Freitag in einer verhältnismäßig furzen Sigung gewählt wurden. Nach einer kurzen, aber lebhaften Debatte, in deren großen Stils zu üben, und daß er sie üben fönne und üben wolle." den Rest des Gesetzentwurfs über die Bildung von KaufVerlauf sämtliche sechs von der Regierung ernannten„ lebens- Ist diese Auffassung des Geheimrats Budde möglich? Kann mannsgerichten, dessen Beratung er gestern in der länglichen" Mitglieder der Ersten Kammer das Wort für den Re- man an so viel Leichtgläubigkeit, so viel Beschränktheit glauben? Debatte über das Frauenwahlrecht und das Wahlalter abgierungsentwurf ergriffen, wurde bei der Abstimmung ein Antrag Oder muß man nicht vielmehr zu der milderen Auffassung tommen, gebrochen hatte. Wie schon gestern dargestellt, waren das Quadt mit 18 gegen 11 Stimmen angenommen, der die Laien daß der Kammerherr der Kaiserin vorübergehend durch Satans Centrum und die Nationalliberalen in dieser Frage wieder der Schulaufsicht ausschließt. Der Ministerpräsident Tücke" verwirrt worden war? umgefallen und hatten unter Preisgabe des aktiven Frauenv. Breitling gab hierauf die Erklärung ab, daß unter solchen Die Frage ist bisher nicht erörtert worden: Was man denn wahlrechts und des Wahlalters von einundzwanzig Jahren Umständen der Rest des Entwurfes für ihn keinen Wert mehr habe in Kompromißanträgen die Wiederherstellung der Regierungsund er die Vorlage zurüďziehe. borlage beantragt. Vergebens versuchte der socialpolitische Leuchtturm des Centrums", Herr Trimborn, unter diese Art„ positiver" Socialpolitik zu verteidigen. Der freiallerlei Ausfällen gegen die Parteien der Linken finnige Abgeordnete Träger verspottete in heiterer Form und Genosse Lipinski widerlegte in ernsten Ausführungen feine Scheingründe mit Leichtigkeit. Schließlich konnte das bon " allgemein über die Pommernbank dachte zu jener Zeit, als Freiherr v. Mirbach über den Empfang Hunderttausender quittierte? Die Majorität, die sich gegen die Vorlage ergab, war gar nicht Vom 11. bis 16. Ottober 1900 find 350 000 M. auf das Conto im Hauſe anwesend. Nur sieben von den zwölf katholischen Fürsten be- des Freiherrn v. Mirbach bei der Pommernbank eingezahlt. In diesen mühten sich persönlich zu der Sigung; die fünf übrigen verwandelten selben Tagen wurde die Pommernbant Hofbant. Abgehoben wurden sich in sogenannte„ Geisterstimmen", das heißt, fie übertrugen ihr von diesem Conto 25 000 m. am 3. November 1900, 327 353,30 m. Stimmrecht an ihre gefinnungsverwandten Kollegen. Bur Majorität am 28. Dezember 1900. schlug sich ein einziger Evangelischer, der holländische Graf In diesen selben Ottobertagen 1900 aber geschah noch etwas andres, Centrum nicht einmal die Frucht seines Verrats ernten. Da Bentind, ein Pietist, der jährlich kaum vier Wochen in und dieses andre Ereignis macht es geradezu zur Unmöglichkeit, die Linke in großer Zahl anwesend war, während das Centrum Deutschland berbringt, seinen ständigen Wohnsis in daß selbst ein unwissendes Kind noch an den strahlenden Glanz von und die Rechte für dieses Gesetz zum Schutze wirtschaftlich Holland hat, aber als„ geborner" Gesetzgeber von Württemberg Hypothekenbanken glauben konnte, geschweige denn der erfahrene und die Rechte für dieses Gesetz zum Schuhe wirtschaftlich fein Stimmrecht ausübt, wenn Not an Mann ist. Schwacher nur geringes Interesse hatten, wurden die Komdas möglich sei. Kammerherr der Kaiserin. " Die Niederlage der Regierung ist ihre eigne Schuld. Ihre Ueber die Unsolidität der Hypothekenbanken war man schon promißanträge abgelehnt und die Kommissionsbeschlüsse schwellen. Ein gut Teil der Schuld trifft aber auch die württem- Beleihungsschwindel nachgewiesen hatte. Immerhin blieb dieſe ſemiten; einmal erklärten sie, sie würden nach Annahme der Halbheit und zaghaftigkeit ließ den adeligen Herren den Kamm unterrichtet, seitdem der junge Gelehrte Dr. Voigt 1899 den fast durchweg aufrecht erhalten. Recht merkwürdig war dabei die Stellung der Antibergische Demokratie, die seit Jahren nur Hohn und Spott für die Kenntnis in engeren Kreisen, und man braucht nicht anzunehmen, semiten; einmal erklärten sie, sie würden nach Annahme der Socialdemokratie hat, wenn sie den rücksichtslosen Kampf gegen die daß ein Hofherr gelehrte Schriften liest. Aber am 21. August 1900 Kompromißvorschläge gegen das ganze Gesez stimmen, das Erste Kammer predigte. Noch bei den letzten Landtagswahlen, wo begann die Frantfurter Beitung" ihre Artikel gegen die andre mal gaben sie die Bereitwilligkeit zu erkennen, fich in die Socialdemokratie die Forderung der Beseitigung der Ersten Sanden- Banten. Und diese erregten allgemeine Aufmerksamkeit, und irgend einer Form dem Kompromiß bei der dritten Lesung Kammer in den Vordergrund stellte, höhnten Führer der Volks- fie können auch dem Frhrn. v. Mirbach nicht entgangen sein, der anzuschließen. partei, die Socialdemokratie möge doch einen Weg" zeigen, wie von ihm verwaltete Vermögen ihm verwaltete Bermögen dort angelegt die zahlreichen von Auch bei den übrigen Paragraphen gelang es wenigstens, hatte! Man pflegt sich doch für die Banken zu interessieren, bei schlechterungen abzuwehren, wenn auch unsre Verbesserungsder Rechten vorgeschlagenen VerUnd im Vorjahre wurde mit Zustimmung der Bolts denen man Gelder stehen hat! partei die Steuerreform Gesez, welche der Ersten Kammer ein Da die Sanden- Banken auf die Angriffe nicht reagierten, wurde vorschläge nicht durchdrangen. Leider steht die dritte Lesung Steuerbewilligungsrecht verschaffte, das sie bisher nicht besaß. das Publikum mißtrauisch. Und in denselben Oktobertagen 1900, da noch aus, zu der die Rechte und das Centrum wohl die geEs steht daher der süddeutschen Demokratie schlecht an, wenn sie auf das Conto des Frhrn. v. Mirbach die Hunderttausende nügende Zahl von Abgeordneten zusammentrommeln werden, Heute wegen der gestrigen Abstimmung Wehe über die Erste Kammer eingezahlt wurden und die Pommernbank durch den Hoftitel vergoldet um das Gesetz doch noch zu verschlechtern. ruft. Wer soll an den Ernst ihres wilden, teutschen Manneszornes wurde, trat jener unaufhaltsame Sturz der Sandenpapiere ein, der Sonnabend stehen Wahlprüfungen und Petitionen auf der glauben? Die durchlauchtigen Herren haben diese Steifleinenen bald zum Zusammenbruch führte! Schon am 26. und 28. November Tagesordnung. ganz richtig eingeschäßt, wenn sie ohne viel Federlesen ihnen die 1900 tam es zu jenen stürmischen Generalversammlungen über Am Montag soll die Plenarsizung ausfallen. schallende Ohrfeige der Verwerfung der Schulvorlage versetzten. die Sandenbanken, in denen der Untergang für jeden klar vor Augen Denn die Schulvorlage war kein Regierungselaborat, sondern eben- stand. Im Abgeordnetenhause falls ein Produkt volksparteilicher Halbheit. Die Volks Und Herr v. Mirbach war über den Stand der Sandenbanken holte sich am Freitag der Justizminister Schönstedt parteiler stimmten bei der Beratung der Vorlage in der ausgezeichnet unterrichtet, so gut, daß er noch vor der Katastrophe wieder mal eine empfindliche Niederlage. Er erStammer der Abgeordneten gegen die von den Socialdemokraten das dort angelegte Bermögen der Kaiserin rechtzeitig retten tonnte. Elärte die in zweiter Lesung zum Gefeßentwurf über die eingebrachten Anträge, die eine wirkliche Reform der Schule be- In denselben Tagen aber, da der Freiherr den Zusammen- Dienstaufsicht bei den größeren Amtsgerichten gefaßten Be Ausland. Schweiz. Der Anschlag eines Geistesgestörten. fchlüffe für unannehmbar, und infolgedessen lehnte das Haus,| Centrumsantrage auf Schaffung der Selektenschule einem Ausschuß zu ohne sich in weitere Debatten einzulassen, einstimmig nicht überweisen, der die ganze Frage eingehend prüfen soll. Dieser Antrag nur den genannten Gesezentwurf, sondern auch den über die wurde angenommen, was man einen immerhin bemerkenswerten Regelung der Richtergehälter in dritter Lesung ab. Herr Erfolg der socialdemokratischen Fraktion bezeichnen darf. In derselben Sigung wählte die Bürgerschaft auch zum erstenSchönstedt ist jetzt bereits länger als ein Jahrzehnt im Amte, Bern, 10. Juni. Heute mittag 1 Uhr gab ein seit einiger Zeit aber es ist ihm in dieser ganzen Zeit nicht gelungen, auch mal einen Socialdemokraten, den Genossen Stolten, in den Budget- sich in Bern aufhaltender Russe auf den russischen Gesandten Schadowsky einen Revolverschuß ab, der den Gesandten in den Kopf nur ein einziges Gesetz durchzubringen. Trotzdem besitzt ausschuß. Ueberhaupt hat man sich dazu verstanden, in jeden traf. Der Gesandte konnte sich noch selbst nach dem Hotel Berner er in hohem Maße das Vertrauen des reaktionären Landtages. bürgerschaftlichen Ausschuß einen Socialdemokraten hineinzuziehen, Hof, wo er logiert, begeben; die Verwundung scheint schwer Dieser Volksvertretung" ist jede noch so winzige Reform bis obwohl wir von 160 Sigen der Bürgerschaft nur 13 inne haben. 3u sein. Als Urheber des Anschlags wurde dann Ingenieur Baron in die tiefste Seele verhaßt und deshalb schenkt sie Herrn Jlnizky, der sich seit zwei Jahren in Bern aufhält, festgestellt. Er Das preußische Lotteriegesetz ist in der Kommission mit allen hatte vor längerer Zeit in einer Zeitung Beschwerde über russische Schönstedt, der personifizierten Reaktion, unbedingtes Vertrauen, auch wenn sie ihm seine Gesetze vor die Füße wirft. gegen eine Stimme angenommen worden. Es soll vier Wochen nach Behörden wegen Vorenthaltung ihm angeblich gehörender Güter der Veröffentlichung in Kraft treten. erhoben und hatte, wie es heißt, einen Prozeß verloren; man glaubt, Am Sonnabend steht neben kleineren Vorlagen und daß er geisteskrant ist. Der Gesandte wird von Professor Kocher Petitionen der Gesezentwurf betreffend die Erhöhung des behandelt; unmittelbare Lebensgefahr besteht nicht. Kapitals der Seehandlung auf der Tagesordnung. " * Deutfches Reich. Der Fall Trotha. Kurz nach der Ernennung des Generallieutenants v. Trotha, der von Südwestafrika ungefähr so viel weiß wie ein Eskimo, zum Generalissimus gegen die Hereros, stand im bravem„ Lokal- Anzeiger" eine gar seltsame Kabelmeldung aus Südwestafrika. Danach habe der Gouverneur Leutwein erklärt, daß er sein Amt niederlegen werde, wenn Trotha anrücke, und daß man dann einen Aufstand aller Schwarzen fürchte. and Wir warfen die Frage auf: Wie kommt dies Telegramm in den„ Lokal- Anzeiger"? Offenbar doch nur mit Wissen und Wunsch des Auswärtigen Amts. Militär- Bestechungsprozeß. zu treiben. Das Zarentum gegen die verwundeten Soldaten. Ein russisches Geheimdokument von fulturhistorischem Intereffe wird in der letzten Nummer des„ Oswobozdenie" der Deffentlichkeit übergeben. Das Dokument lautet: Ministerium der Junern Angelegenheiten. Wirtschaftsdepartement. Unglaubliche Durchstechereien und Bestechungen, wie sie nach Bern, 10. Juni. Der Bundesrat hat heute nachmittag in einer dem Ausspruche des Gerichtshofes noch niemals in Sachsen und Ertrafißung beschlossen, Jinisky der Bundesanwaltschaft zu überweisen. auch wohl faum in Deutschland vorgekonimen sind, kamen vor der Ferner hat der Bundesrat den Bundespräsidenten Comtesse be2. Strafkammer des Landgerichts Dresden zu Tage. Im auftragt, sich sofort im Berner Hof, wo der Gesandte Quartier geSommer 1903 wurde der einzige Sohn des reichen Freigutsbesitzers nommen hat, nach dem Befinden des Patienten zu erkundigen und Oswald Bellmann in Sayda bei Freiberg für das 12. Infanterie- der Familie sowie dem russischen Ministerium des Aeußern teleRegiment Nr. 177 zu Dresden ausgehoben. Der junge Rekrut und graphisch seine Teilnahme auszudrücken. Es ist Professor Kocher dessen Vater setzten alle Hebel in Bewegung, um Bellmann d. I. gelungen, die Kugel zu entfernen und man hofft auf einen normalen das Kasernenleben zu ersparen. Als alle Gesuche um Befreiung Genesungsprozeß, vorausgesetzt, daß keine Entzündung eintritt. vom Militärdienst abschlägig beschieden worden waren und auch der König das letzte Wort gesprochen hatte, traten die beiden Frankreich. 8 Bellmanns mit dem Bezirtsfeldwebel bei der 64. Infanterie- Paris, 10. Juni. Deputiertentammer. Charles Bos Brigade Paul Emil Ullmann aus Krottendorf bei Annaberg in( rad. Soc.) bringt eine Interpellation ein über die neuen Tarife für Verbindung und stellten an diesen das Ansinnen, den jungen Bell- die Gerichtskosten, welche die Lasten der kleinen prozessierenden mann in die Liste der zweijährigen Rekruten zu bringen und ihn Leute vermehren würden. Er verlangt Abschaffung dieser Kostenzum zweijährigen Train umzuschreiben. Dabei ließ der zwanzig erhöhung und wirft dem Ministerpräsidenten Combes vor, eine jährige Bellmann einige Goldstücke durch seine Finger gleiten. Vater Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" brachte und Sohn waren an den Richtigen gekommen. Der Feldwebel, der Politit des Verblüffenwollens und des Sand in die Augen Streuens sofort in dem ihr neuerdings eignen platt ironisch- bemühten Bülow- die ganzen Aushebungsgeschäfte zu besorgen hatte, zeigte sich willRußland.d Ton ein Dementi unsrer bescheidenen Hypothese. In der Wilhelm- fährig. straße habe man von dem Telegramm erst aus dem„ Lokal- Anzeiger" Im Herbst 1903 kam Bellmann d. J. abermals zum Feldwebel erfahren. Und der„ Lokal- Anzeiger" erklärte seinerseits, daß das und verlangte, daß lezterer ihn zum einjährigen Dienste beim Telegramm unmittelbar von der Redaktion in die Druckerei gesandt Train umschreiben solle. Gegen ein Geschenk von 30 M. und die sei, aber er verriet nicht, wenn wir uns recht entsinnen, wer das Aussicht auf weitere Geldunterstützung erwies sich der Feldwebel wiederum gefügig; er drahtete im Auftrage des Bezirkskommandos Telegramm vor der Redaktion gehabt hat. fogar an das Trainbataillon in Pirna, daß Bellmann zum einjährigen Dienst umgeschrieben worden sei. Die Drahtmeldung fälschte der Feldwebel mit dem Namen des Generals v. Stieglitz. Rekrut Bellmann war mit einem male„ Einjähriger" und als solcher An den Herrn Gouverneur von Kaluga. auch vor versammelter Mannschaft aufgerufen worden. Als AbInfolge der Uebereinkunft zwischen den Bevollmächtigten der findung für diese Gefälligkeit gewährte der Vater dem Feldwebel und andren Gouvernements zum Verwundeten bis 1907 ein zinsloses„ Darlehen" von 400 m. Lange dauerte die Landschaften von Moskau Hilfe für die Zwede der Organisation der " Einjährigen" Herrlichkeit des jungen Bellmann nicht. und Kranten im Kriege wurde in Moskau eine Beratung der LandAuf eine an das Kriegsministerium gelangte Beschwerde wegen schaften veranstaltet, in welcher die verschiedenen Fragen der der erfolgten Umschreibung verlangte das Generalkommando von der 64. Infanterie- Brigade Aufklärung. Diese Eingänge hatte der Organisation der Hilfe für die Verwundeten durch die Landschaften Feldwebel weder gebucht noch seinen Borgesetzten vorgelegt, vielmehr besprochen und die Grundlagen zur Vereinheitlichung der Thätigkeit bersteckt und zurückgehalten, und als Mahnschreiben einliefen, wieder der landschaftlichen Sanitärabteilung für den fernen Often festgesetzt zu Urkundenfälschungen seine Zuflucht genommen. Säbelrasselnd wurden. fam er eines Tages zu dem Gemeindevorstand Adam in Sayda und verlangte eine Bescheinigung und Beglaubigung, daß Bellmann ein Gesuch um Umschreibung beim Vorstand eingereicht habe, und daß dieses auch genehmigt worden sei. Der Gemeindevorstand sagte: Dann muß ich Lügen schreiben", aber er that, was Ullmann verfangte. Somit fam auch dieser Beamte wegen falscher Beurkundung mit auf die Anklagebank. Wenn„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ und„ Lokal- Anzeiger" sich gegenseitig bekräftigen, daß der„ Vorwärts" wieder einmal einen Riesenschwindel in die Welt gesetzt hat, so wissen wir allemal, daß wir die Wahrheit an ihrer empfindlichsten Stelle getroffen haben müssen. D " Jetzt schreibt nun die Zukunft", daß jenes„ Dementi" der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" mindestens objektiv unwahr" gewesen sei. 290 19 „ Denn der Bericht war vorher in der Wilhelmstraße gelesen worden; Herr Dannhauer hat in Windhut sogar gesagt, er habe dafür gesorgt, daß seine Depesche zuerst im Amt" gelesen werde. Und sie wurde nicht etwa von einem Geheimrat gelesen, sondern vom Kanzler selbst, bevor sie gedruckt wurde. Von dem Kanzler, der 24 Stunden vorher im Reichstag Trothas Ernennung für nötig erklärt hatte und nun die Veröffentlichung eines Berichtes erlaubte, dessen Zweck nur sein konnte, Trothas Entsendung zu hindern; eines Berichtes, der die Ausführung des vom Kaiser gefaßten Entschluffes ,, eine eminente Gefahr für ganz Deutsch- Südwestafrika" nannte. Daß offiziöse Angaben manchmal falsch find, falsch sein müssen, Das Gericht fällt ein strenges Urteil, um derartige unerhörte ist nur den Naivsten neu; Kluge Leute sorgen aber dafür, daß die Durchstechereien und Bestechungen für die Folge unmöglich zu Unwahrheit ihrer Angaben nicht öffentlich festgestellt werden kann. machen. Feldwebel Ullmann wurde wegen Bestechung, schwerer und Und auf die politischen Zustände, in denen wir leben, fällt ein einfacher Urkundenfälschung, Anstiftung eines Beamten zur Beunfreundlich grelles Licht, wenn wir, nach der schroffen Ab- glaubigung einer falschen Urkunde zu 1 Jahr 10 Monaten Gefängnis, Gradverlust und Versetzung in die 2. Klasse des Soldatenstandes leugnung, erfahren, daß der Reichskanzler sich einer verurteilt, Bellmann d. J. erhielt sechs Monate, sein Vater drei Beitung der einzigen, die, wie uns erzählt ward, der und der Gemeindevorstand Adam einen Monat Gefängnis. Kaiser täglich, nicht nur in zugerichteter Form, sondern in ihrer urwüchfigen Schönheit sieht bedient, um einen kaiserlichen Boltsvertreter. Landrat Graf v. Keyserlingt zu Neustadt Entschluß, den er im Kronrat nicht zu hindern vermochte, durch ist durch königlichen Erlaz als Mitglied mit erblicher Berechtigung ins Herrenhaus berufen worden. das Telegramm eines Berichterstatters zu bekämpfen, den er öffentlich noch am selben Tage barsch für falsch unterrichtet erklären läßt." Uns will scheinen, daß das die Conto- K- Moral ins Politische übersetzt ist. Hübsch aber wirkt dann allemal, wenn das über socialdemokratische Lügen schilt. Ach, wenn unsre Regierenden einmal cinen öffentlichen Kongreß veranstalten würden und aussprechen, was ist. Das Protokoll! Die Einheitsschule. Abteilung III. 17. April 1904. Nr. 2/2688. Als Cirkular. Streng vertraulich. Jm vollen Mitgefühl für die Triebfedern, welche die örtlichen mußte ich dennoch Initiatoren in ihren Bestrebungen leiten, dem Roten Kreuz mit Mitteln und mit vielen Mühen zu helfen berücksichtigen, daß durch die gesetzlichen Bestimmungen der Thätigfeitskreis der Landschaften durch ihre Gouvernements- beziv. Bezirks, grenzen beschränkt ist... und daß deshalb die erörterte Thätigkeit der Landschaften als eine mit dem Geseze im Widerspruch stehende erklärt werden muß. Angesichts dessen habe ich es für unabweisbar gehalten, Maßregeln in Aussicht zu nehmen, welche darauf hinausgehen, daß die gemeinsame Thätigkeit der Landschaften in der Frage der Hilfeleistung für die Verwundeten einerseits nicht außerhalb der Aufsicht der Gouvernementsverwaltung stehe und die ihr durch das Gesez gezogenen Grenzen nicht überschreite und daß fie andrerseits in der Zukunft zu ähnlichen Uebereintünften der Landschaften in irgend welchen andern Fällen nicht dienen dürfe. Nach meinem unterthänigsten Bericht hat Se. Majestät am 15. April allerhöchst gestattet, meine Borschläge in dieser Sache zur Ausführung zu bringen. Das Lamm Gottes und die polnische Sprache. Der katholische In Ausführung des Allerhöchsten Befehls habe ich den Gouverneur Arbeiterverein im oberschlesischen Industrie- Orte Lipine wollte zur von Moskau beauftragt, die bei dem Moskauer Landschaftsamt Fronleichnamsprozession eine Ehrenpforte bauen. Die frommen organisierte Beratung mit der größten Aufmerksamkeit zu beobachten Proletarier ließen als Inschrift an der Ehrenpforte in Polnisch, ihrer und die Bevollmächtigten der Landschaften zu verpflichten, dem Muttersprache, folgenden erbaulichen Bibelspruch anfertigen: kommt das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt trägt.- Bleibe die Sicherheit zu geben, daß weitere Uebereinkünfte mit Landschaften, Muttersprache, folgenden erbaulichen Bibelspruch anfertigen:" Es Gouverneur alle Vorschläge zur Ausführung mitzuteilen und ihm bei uns, Jeju, bete mit deinen Kindern." Sie hatten aber nicht mit die sich bisher der Moskauer Organisation nicht angeschlossen haben, der zweifellos auch frommen, aber selbstverständlich treu deutsch- unzulässig sind. gesinnten Obrigkeit gerechnet, die ihnen die Genehmigung zur Auf- Gleichzeitig schlage ich Euer Hochwohlgeboren vor: 1. Darauf stellung der Ehrenpforte nur dann erteilen wollte, wenn die Bibel- zu achten, daß in die von den Landschaften eingerichtete SanitärIn der Hamburger Bürgerschaft kam in der letzten Sigung ein fprüche in deutscher Sprache erscheinen würden. Die Leute abteilung keine Personen zugelassen werden, deren Wohlverhalten in Antrag der socialdemokratischen Fraktion auf vollständige Reorgani- mußten also die in jener gefährlichen Sprache geschriebenen Sprüche irgend welcher Beziehung zweifelhaft erscheint. 2. Die Ausführung sation des Hamburger Schulwesens, Einführung der allgemeinen beiseite lassen und das Lamm Gottes in deutscher Sprache bitten, der Beschlüsse der Landstände über eine Uebereinkunft mit Land obligatorischen Einheitsschule unter organischer Angliederung der bei ihnen zu bleiben und mit ihnen zu beten natürlich auch ständen andrer Gouvernements aus irgend welchen andren Gründen höheren Schulen zur Verhandlung. Unmittelbaren Anlaß zu diesem in deutscher Sprache, denn anders würde es ein preußischer Polizei ist nicht zuzulaffen beamter auch Jesu selbst nicht erlauben. Antrage bot ein Antrag aus dem Centrum, versuchsweise der VolksDie Wirkung eines Verbots. Die reichsländische Regierung hat schule eine dreistufige Selekta mit Unterricht in fremden Sprachen den Bariser„ Matin" verboten, weil er unangenehme Schilderungen aufzubauen, um so einen Teil der Boltsschüler mit besserer Bildung über reichsländische Zustände gebracht hat. auszustatten. Dank der selbstlosen, aufopfernden Thätigkeit der Ueber die Folgen dieses thörichten Verbots lassen sich die„ Berl. Hamburger Volksschul- Lehrerschaft, vor allem dank der radikal Neueste Nachrichten" aus Metz berichten: fortschrittlichen Gesinnung, der bis auf eine geringe Minorität diese Lehrerschaft auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens und besonders in der Pädagogik huldigt, stehen die Hamburger Volksschulen auf einem sehr hohen Niveau. Gezeichnet: Der Minister für innere Angelegenheiten. Staatssekretär Blehwe. Die Furcht des Absolutismus vor einer etwaigen ständigen Uebereinkunft der Landstände in denen sich vor dem Krieg teilist das Leitmotiv des Dokuweise eine liberale Opposition regte ments, das die Aktion für Erweiterung der Krankenpflege start lähmt. Die Nummern mit den Schmähartikeln" sind aufs neue ge- Der russische Absolutismus hat mit dem Humanitätsgedanken so druckt und werden in allen französischen Orten an der Grenze in wenig gemeinsam, daß er selbst bei der Auswahl der Aerzte nicht Riesenplakaten zum Kauf angeboten. Obgleich die Bolbeamten auf die Tüchtigkeit, sondern auf das politische Wohlverhalten zu scharf aufpassen, kommen doch Exemplare hierher. Die Polizei sehen befiehlt! Die kranken und verwundeten Soldaten müssen es glaubt, daß dem Verfasser der Artikel von hier aus das büßen! material geliefert worden sei, und recherchiert eifrig in dieser Angelegenheit. " Danach fcheinen die Artikel, die wir nicht kennen, doch auch Wahrheiten erzählt zu haben. Sonst würde man nicht nach dem Material" fahnden. " 1 Die Organisation des Volksschulwesens läßt jedoch seit Jahren Arbeiterdemonftrationen in Finnland. Am Sonntag haben in vieles zu wünschen übrig. Es fehlt an einem modernen Unterrichtsgesetz, es mangelt vor allem an einer energischen Weiterentwicklung Helsingfors, Viborg, Abo, Kotka, Tammerfors und mehreren andern des Bildungszieles, die von der heutigen Zeit kategorisch verlangt Orten Finnlands große Demonstrationen gegen die russische hewaltherrschaft stattgefunden. In Helsingfors, wo ungefähr wird. Mittelschulen, wie in Preußen, fennt man in Hamburg nicht. 8000 Personen daran teilnahmen, wurde folgende Resolution an Daher kommt es, daß vielfach tüchtige Hamburger Volksschüler BeSechs Wochen unter Hereros. Die Braunschweiger genommen: werbern aus preußischen Mittelschulen namentlich in der Handels- Nenesten Nachrichten" berichten:„ Die Frau des am 14. Január Mitbürger! Da wir wieder in zahlreichen Scharen unter Gottes branche hintan gesezt werden. Diese Thatsache hat einen Hamburger dieses Jahres auf seinem Besigtum in Waterberg in Deutsch freiem Himmel, unter der Fahne der Freiheit, Gleichheit und BrüderLehrer auf die Idee gebracht, durch Angliederung einer dreiflassigen Südwestafrika ermordeten Kaufmanns Sonnenberg, die ihre lichkeit versammelt sind, ist es unsre Pflicht, den Schimpf abzuwaschen, Selekta an die bisherige Volksschule in einzelnen Schulen das Rettung nur ihrer schwarzen Dienerin, dann aber auch der in der Behauptung liegt, daß das finnische Volt mit Gleichmut Bildungsziel beträchtlich weiterzuſteden, vor allem den Absolventen dem Missionar Gich verdankt, ist dieser Tage bei ihren Eltern das nun herrschende Regiment erträgt, den Raub und die Ver Die Frau, die mit geudung von Staatsmitteln, wie sie jetzt in unserm Lande bedieser Selekten den Uebergang in die höheren Schulen zu ermög- im benachbarten Wendeburg eingetroffen. lichen. Einige Bürgervereine haben die Idee aufgegriffen, weil sie eignen Augen anschauen mußte, wie die Hereros ihren Mann, der frieben werden. Diese Behauptung ist eine freche Lüge. Im von ihrer Verwirklichung eine Kräftigung des kleinen Bürgertums, gerade feinen Mittagsschlaf hielt, erfchlugen, ist von der Bande Gegenteil gärt im Bolle eine wachsende Unzufriedenheit, die des Häuptlings David bom 24. Februar bis 7. April nicht verschwinden wird, bevor nicht die Gesezlosigkeit und des Mittelstandes, erhoffen und sie zu einem Antrage in der Bürger- mitherumgeschleppt worden, bis sie endlich bei Oviumbo die Freiheit Gewalt aufhört. Wir fordern Aufhebung aller ungesetzlichen Wir fordern, daß die Diftatorsmacht, die schaft verdichtet. erhielt, wo Samuel Maharero seine gefamten Streitfräfte konzentriert Verordnungen! aufgehoben werde, Die übergroße Mehrheit der Hamburger Lehrerschaft ist jedoch hatte. Alle diese Irrfahrten mußte das damals drei Monate alte dem Generalgouverneur gegeben wurde, eine entschiedene Gegnerin dieses Projekts. Sie steht, wie ihr Kind der Frau Sonnenberg mitmachen, das trozdem prächtig gedieh daß unsre landesverwiesenen Mitbürger zurückberufen, Finnlands Stände einberufen werden zum Landtag. Vertreter Harro Köhnde jüngst auf dem Königsberger Lehrer- und mit der Milch ernährt wurde, die die mitgeführte Kuh gab. daß tage, durchaus auf dem Boden der allgemeinen obligatorischen Die Hereros, die schon Blut gesehen hatten, waren, wie die Frau Wir fordern, daß unsre in Gefängnissen schmachtenden schuldEinheitsschule, an die sich das höhere Schulwesen in der Weise erzählt, die fanatischten. Ihre Bestialität war so groß, daß sie zu- losen Kameraden auf freien Fuß gesetzt werden, und daß alle weilen des Abends, wenn die Ochsen ins Lager geführt wurden, Mitbürger wieder in den Genuß ihrer gesetzlichen Rechte kommen. organisch angliedern soll, daß die befähigten Schüler, eventuell auf zwischen die Herde stürzten und den Tieren in die Stehle stachen.(?) Wir fordern für finnische Bürger vollständige Vereinigungs-, VerKosten des Staates, die den gemeinsamen Unterbau absolviert haben, Sehr groß war des Missionärs Einfluß, der seit 31 Jahren bei sammlungs-, Rede- und Preßfreiheit! in die höheren Klassen oder Schulen aufgenommen werden müssen. Waterberg lebt. Eine unheimliche Bekanntschaft machte Frau Nieder mit der Willkür und Unterdrückung! Nieder mit Blehwe, Das ist die Auffassung, die auch die Socialdemokratie vertritt Sonnenberg bei Oviumbo in dem Lager, als alle Häuptlinge mit Bobrikoff und ihrem Werkzeug: unserm kriechenden Senat! Es lebe und dieses Princip legte die socialdemokratische Fraktion der Bürger- ihren Leuten vereinigt waren. Sie sah dort wiederholt die Brüder die Freiheit!" Türkei. schaft in einem Antrage nieder, der Ablehnung des Antrages auf des von dem Prinzen Prosper Arenberg ermordeten Willy Cain, die Konstantinopel, 10. Juni. Die Botschafter Englands, Frankreichs Schaffung der Selektenschule und eine umfassende Reorganisation von fast weißer Gesichtsfarbe waren und die sie mit finsteren, haßerfüllten Blicken musterten, was bei den einzigen Weißen", die sie und Rußlands haben gestern der Pforte den dringenden Rat erteilt, des Schulwesens im oben dargelegten Sinne forderte. Unser Genoffe Stolten vertrat in einer großen, von tiefer unter den Hereros trafen, seltsam, aber auch wieder erklärlich an- bei der Unterdrückung der armenischen Unruhen im Wilajet Bitlis Die Pforte versprach, mutet, wenn man die Umstände kennt, unter denen Ausschreitungen zu verhindern. Sachkenntnis getragenen Rede den Antrag unter großer Aufmerksam- Gain sein Leben lassen mußte. Auch Bastards traf Frau ihre in dieser Angelegenheit erlassenen Befehle energisch zu er keit der gesamten Bürgerschaft. Die Rede machte sichtlich großen Sonnenberg im Lager Samuels. Sie erklärten, fie feien zur neuern. Sie wurden mit Der bulgarische Agent Natschowitsch gab auf der Pforte Eindruck, und sowohl von der Fraktion der Linken, wie auch von der Heeresfolge von den Hereros gezwungen worden. Rechten wurde beantragt, den socialdemokratischen Antrag neben dem dem Anfertigen von Waffen und Munition beschäftigt." und im Namen seiner Regierung entschiedene Erklärungen ab, wonach Parlamentarifches. = fofort die strengsten Maßregeln in Bulgarien ergriffen werden sollen, I Abg. Roeren( C.) bestreitet, daß bei der jeßigen Verfassung ein Bergmann Ley aus Hangardt bekundet: Jch habe beobachtet, durch welche die Uebersendung von Explosivstoffen von Bulgarien Gesetz wie das vorliegende erlassen werden könnte. Es stehe in wie Steiger Dörr den Bergmann Weiß mit den Blicken vernach der Türkei verhindert werden kann. Da feststeht, daß die Widerspruch zu der durch Artikel 4 garantierten verfassungsmäßigen folgte, so, daß ihm Aufgabe des Pakets nach Gewgheli aus Bulgarien erfolgte, wird Gleichheit und zum Freizügigkeitsgesets. ein Umtauschen des Stimmzettels die Pforte auf Wunsch der bulgarischen Regierung derselben die Abg. v. Klising( f.) wendet sich gegen den Abg. Roeren. Schon unbeobachtet nicht möglich war; ob Weiß infolge dieser BeFrachtbriefe ausliefern, damit man durch die Schrift den Verbrecher öfter seien Ansiedelungen wegen Wilddiebstahls u. dgl. versagt obachtung anders gewählt hat, als er wollte, ist mir nicht bekannt. ermitteln kann. worden, auch viele andre Beschränkungen der vollen Nugung Fahrsteiger David aus Dudweiler bekundet: Obersteiger Schröder gebe es in Baupolizei Verordnungen ust. Der Staat fagte mir im Dezember 1901: Als ich hörte, daß Sie hierher verhabe ein Recht, die Nutzung zu verhindern, wenn fie segt wurden, habe ich gefragt, warum man mir denn einen so wütenden den nationalen Zielen widerspreche und eine Gefahr für das Bestehen Centrumsmann herschicke. Jm Januar 1902 machte ich dem InDie Budgetkommission des Reichstags beschäftigte sich am des Reiches in sich berge. Weder eine Aenderung der preußischen spektor Hoeh von dieser Bemerkung des Schröder Mitteilung. Freitag mit der Erledigung einer Resolution Gröber, worin die noch der Reichsverfassung sei zuzugeben. Höchstens läge eine Ver- Hoeh sagte mir: Sie können ja in nächster Zeit zeigen, daß Regierung ersucht wird, im Interesse der heimischen Landwirtschaft letzung des Freizügigkeitsgesetzes vor. Soweit wie der Abg. Roeren Sie waschecht sind. Bei den eigenartigen Verhältnissen im dahin zu wirken, daß denjenigen Gemeinden, die in außergewöhn- könne man aber in der Deutung des Gesetzes nicht gehen. licher Weise von Einquartierungslasten betroffen werden, Minister des Innern Freiherr v. Hammerstein: Die ganze be- Saargebiete haben nur diejenigen Beamten Aussicht vorwärts Buschläge zu den üblichen Entschädigungssägen vom Reiche gezahlt fondere Gesetzgebung in den Ostmarken sei hervorgerufen durch zu kommen, die waschecht sind. Auf meine Bemerkung, ich hätte zu werden. Unter Darlegung der Schäden des bestehenden Ein- das politische Betragen der Polen, diese hätten es nicht meiner vorgesezten Behörde das Vertrauen, daß sie nicht nach der quartierungswesens begründete der Abgeordnete Erzberger verstanden, lediglich wirtschaftliche Ziele зи verfolgen politischen Gesinnung allein urteilen würde, sagte Hoeh, das diese Resolution und schlug vor, es zunächst bei dem und ihre politischen Ambitionen hintanzusetzen. Dem müßte ist aber nun einmal so. Bei Gelegenheit eines Kommerses sagte allgemeinen Sage( von 80 Pf.) der Entschädigung mit Rück- energisch entgegengetreten werden, zunächst nicht durch Unter- mir der Inspektor Lissenhoff: David, wissen Sie, daß man Sie ficht auf die Finanzlage zu belaffen, aber in Orten, die drückung der Polen, sondern durch Förderung des Deutschtums, deshalb inuten könnte( wegen der politischen Gesinnung). Auf innerhalb sechs Jahren mehrfach von Einquartierungen betroffen wie auch das Gesetz von 1886 dieſe allein gewollt habe. näheres Befragen giebt Zeuge zu, an Geheimrat Hilger einen Brief werden, 90 Pf. beim zweiten Mal, 110 beim dritten Mal pro Mann Der Abg. v. Dziembowski habe die angeführten Beund Tag zu bezahlen. Ein Regierungs- Kommissar er- ftimmungen nicht richtig angewendet. Er habe auch von„ mehr oder geschrieben zu haben, daß er aufgehört habe Centrumsmann zu flärte, daß die Regierung fich mit der Frage der Er- minder staatstreu" gesprochen; das könne die Regierung nicht zu sein und jetzt nationalliberal sei, er habe dies gethan, weil er es höhung der Entschädigungssäge bereits beschäftigt habe. geben. Der Minister wendet sich dann gegen die Schlußfolgerung nach den Aeußerungen Lissenhoffs für besser gehalten habe. Die Durchführung des angeregten Gedankens fei keineswegs des Abg. Peltasohn: principiis obsta. Hier habe man nur mit der Schmerzen habe es ihm allerdings gemacht, als einfach. Abgeordneter Graf v. Oriola wies darauf hin, Vorlage zu thun, was später werden würde, müsse dem späteren er nationalliberal wählte. daß in Hessen vielfach die Gemeinden zu den Verpflegungssägen Landtage überlassen bleiben. Auch dieses Gesetz versage nicht jedem Berginspektor Hoch bekundet: David beklagte sich bei mir, Zuschläge leisteten. Das dürfe nicht so weiter gehen. Aber der Polen die Ansiedelung, sondern nur, was im öffentlichen Interesse daß er politisch falsch beurteilt würde und darauf ist meinerVorschlag Erzbergers sei nicht annehmbar. Geheimrat Herz legte geboten fei. feits die Wendung von„ waschecht" gefallen. Auf die Worte, daß die Entwicklung der geseglichen Vorschriften dar. Abg. Prinz Geh. Justizrat Wedow tritt den Ausführungen des Abgeordneten Arenberg führte eine Reihe von Mißständen an und wies be- Peltasohn entgegen, daß den Polen überhaupt der Erwerb von nur die vorwärts kämen, die waschecht seien, kann ich mich nicht befonders darauf hin, daß in den Manövern durch Mitführung Grundeigentum versagt werde. Das vorliegende Gesetz sei rechtlich finnen. von Equipagen usw. ein verwerflicher Lurus getrieben würde; durchaus zulässig. Das sei aus den Erwägungen des Justiz- Bergrat Liffenhoff: Bei einer geselligen Feier gab David seiner da müsse gespart werden, schon um die Manöver kriegs- ministeriums hervorgegangen. Auch die Gleichheit vor dem Geseze politischen Gesinnung Ausdruck und ich schnitt diese Erörterung ab. mäßiger zu gestalten. Um die Verpflegungsfäße erhöhen zu werde nicht verletzt. Am folgenden Tage bin ich auf die Angelegenheit noch einmal können, solle man an andern Stellen sparen, so zum Beispiel Abg. v. Heyting( t.) hält die Zulässigkeit der Eigentums- zurückgekommen, habe aber kein Gewicht darauf gelegt, wie daraus bei den geradezu unsinnig hohen Wohnungsmieten für die Woh- beschränkung auch gegenüber dem Freizügigkeitsgesetz für gegeben. hervorgeht, daß ich als David sein Fahrsteigerexamen machen wollte, nungen der kommandierenden Generale; es sei unglaublich, daß nicht gegen die Polen allein sei das Gesetz gerichtet, es sei ihm unterstützt habe. man einem Manne mit einem Gehalte von 30 000 m. eine Wohnung auch für die angrenzenden Provinzen, besonders für Oberschlesien David bleibt dabei, daß Lissenhoff ihm abends gesagt, dafür für ebenfalls 30 000 M. zur Verfügung stelle. Abg. Bache m bedeutungsvoll. schilderte die unhaltbaren Zustände in der Eifel, die durch die Quartier- Abg. Roeren: Jede einzelne polnische Ansiedelung wider- fönne man ihn knuten. laften geradezu ausgepowert werde. spreche den Zielen des Gesetzes von 1886. Der Justiz Materialvertalter Scherer hat das Ende des betreffenden GeVeranlaßt durch den Gang der Diskussion änderten die Ver- minister habe gesagt, das Gesetz richte sich gegen das sprächs gehört, weiß aber nichts von der Aeußerung betreffs knuten. treter des Centrums ihre Resolution dahin ab, daß sie principiell Polentum, nicht gegen die Polen. Woraus bestehe denn Bergmann Schaate aus Elversberg befundet: 1901 am Tage eine Revision des Gesetzes über die Manöverentschädigungen das Polentum? Stelle man sich auf den Standpunkt der Re- nach der Reichstagswahl fragte mich mein Fahrsteiger: Was haben bon 1875 und eine Erhöhung der Verpflegungsfäße gierung, so ändere man doch die Verfassung. Schon beim Gesez von Sie denn gestern bei der Wahl gemacht? Ich antwortete, ich hätte forderten und diese Forderung an Stelle der früheren Eingangsworte 1886 feien schwere verfassungsmäßige Bedenken erhoben, dieses gut gewählt. Er sagte dann weiter, wir sollten uns doch nicht festen. Abg. Singer polemisierte gegen die Regierungsvertreter, Gesez aber gehe noch viel weiter. die ihre Position durch ihre wiederholten Reden nur verschlechtert Geheimrat Wedow tritt dem Abg. Noeren hinsichtlich des Art. 4 gängeln lassen von den Weibsleuten, sonst sollten diese mal sehen, hätten. Bei einer zeitgemäßen Regelung der Entschädigungssätze R.-V. entgegen. was Ihr am Lohntage für Geld mit nach Hause bringt. Einige fäme höchstens ein Aufwand von 2 Millionen Mark in Frage. Der Monate später wurde ich verlegt an schlechtere Arbeit. abgeänderten Resolution würden die Socialdemokraten zustimmen, weil wir nicht wollten, daß Pflichten des Reiches auf weniger leistungsfähige Schultern abgewälzt würden. Es käme wesentlich darauf an, die Säße selbst zu erhöhen. Nach längerer Diskussion wurde die beränderte Resolution einstimmig angenommen. Die Arbeiten der Budgetkommission find damit bis auf weiteres abgeschlossen. Die Wahlprüfungskommiffion des Abgeordnetenhauses hat die Wahl der Abgg. Dr. Wolff- Gorki( t.) und Peltasohn( frs. Vg., 5. Bromberg) für ungültig erklärt. Partei- Nachrichten. Abg. Dr. v. Dziembowski( Bole) geht nochmals ausführlich auf die Erwerbs- und Eigentumsbeschränkungen und auf den Begriff des öffentlichen Intereſſes" ein. Geheimrat Wedow geht wiederholt auf die Zulässigkeit des Entwurfs ein. " Der Nebenkläger erklärt, daß diese Verlegung erfolgt sei, weil Zeuge nicht vorschriftsmäßig gearbeitet habe. Steiger Kiefer und Bergmann Wagmann bekunden, daß einem Bergmann Müller die Strafe von 2 Mark wegen frechen BeAbg. v. Czarlinski( Pole): Die polnischen Abgeordneten, die gewählten Vertreter, hätten immer erklärt, auf dem Boden der Vernehmens gegen den Schlafhausmeister Bremer doch vorher bekannt er hier nochmals namens seiner Fraktionsgenossen und weise alle Beit in einem Komitee, das eine Petition für Ausdehnung des fassung zu stehen, wollten diese aber auch hochhalten. Dieses erkläre gegeben sei, was Müller bestritten hat. Bergwerksdirektions- Sekretär Stümpfel bekundet: Ich war seiner andern Unterschiebungen zurück. Minister v. Hammerstein: Die polnischen Abgeordneten be- Militärpensionsgefezes auf die Civilbeamten vorbereiten sollte. tonten immer diesen Standpunkt hier, sie sollten es aber auch in Herr Hilger ließ mich kommen und sagte, er verspreche sich der Heimat thun. Der Minister verweist auf die Sofolvereine und feinen Vorteil von der Petition. Ich gewann den Eindruck, daß geht weiter auf den Artikel 4 der Reichsverfassung ein. Nicht Herr Hilger die Beteiligung nicht gerne sehe und aus Dankbarkeit um Erwerb und Eigentum, sondern Anlegung von Polenkolonien handelte ich dementsprechend. Auf meine Frage, ob es Herrn Hilger Die Angriffe auf die Selbstverwaltung der Krankenkassen, handle es sich. Auch diese seien unter Umständen zulässig, aber wie diese bei den Aerztestreiks in Köln, Solingen und Leipzig seitens der nicht unter den deutschen Anficdelungen. angenehm sei, wenn andre Beamten von seiner Anschauung Aufsichtsbehörden ausgeübt wurden, wollte die socialdemokratische Abg. Dr. Keil( natt.) hat keinerlei Bedenken bezüglich der Ver- informiert würden, erfolgte die Bejahung und ich habe dann Fraktion zum Gegenstand der Besprechung im Reichstage machen und faffung. Das Gesetz behandle alle gleich. Die Verfassung tönne den Herren entsprechende Mitteilung gemacht. Einer der Herren wählte, wie dieses seinerzeit mitgeteilt ist, einen Ausschuß zur Vor- Deutsche, Dänen u. a. m. treffen. hat sich trotzdem weiter beteiligt, es ist ihm aber nichts bereitung der Frage. Bei näherer Prüfung der Angelegenheit stellte sich Abg. v. Wenzel( f.) findet ebenfalls kein Bedenken in dem Ent- geschehen. heraus, daß man die Debatte nicht auf die Arztfrage beschränken wurf. Die jetzigen Zustände in Bosen seien unhaltbar. Die Polen dürfen, da zahllose andre, zum Teil noch schlimmere Eingriffe in feien an allem schuld. Bei jeder Wahl in Kirche, Gemeinde 2c. weiß aber nicht anzugeben, Hilger hat die von Heine überreichten Lohnzettel prüfen lassen, die Selbstverwaltung erfolgt find. Die Fälle, die aus den Aerzte- würde nicht nach der Befähigung, sondern nach der Nationalität so niedrig waren. die betreffenden Löhne fonflitten hervorgegangen find, eignen sich jetzt noch nicht zur Be- gefragt. In seinem Verhältnis zum christlichen sprechung im Reichstage, zumal das Verfahren noch nicht ab= Abg. Biereck( ft.) folgt in juristischer Beziehung den Aus- Gewerkverein bemerkt er: es wurde seiner Beit gefliffentlich Abg. Viereck( ft.) folgt in juristischer Beziehung den Aus- das Gerücht verbreitet, daß es die Verwaltung gern sähe oder geschlossen ist und möglicherweise noch Remedur durch Entscheidung führungen des Abg. Dr. Keil. der höchsten Verwaltungsgerichte geschaffen wird. Unsre Genossen Abg. Dr. Heißig( C.) legt dar, die eigentliche Landbevölkerung nichts dagegen habe, wenn die Versammlung besucht oder die tamen zu der Ansicht, daß augenblicklich durch eine Interpellation im in Oberschlesien, die durch das Gesetz getroffen werde, habe deutsch Mitgliedschaft des Vereins erworben würde. Darauf ist bekanntReichstage an dem Verlauf der schwebenden Streitigkeiten zwischen gewählt. gegeben, daß dies falsch sei, daß die Verwaltung nicht den Wunsch Aerzten und Aufsichtsbehörden mit den Krankenkassen nichts geändert Zur Geschäftsordnung meldet Abg. Dr. v. Dziembowski Be- habe, die Bergleute möchten dem Gewerkverein beitreten; Warnung Wenn wir über die Materie diskutieren, dann dürfen wir una prechung der Zwedmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit 2c. des Gesetzes an, oder Verbot ist nicht erlassen. einen schriftlichen Geschäftsordnungs. Antrag, nicht auf einzelne Mängel des Gesetzes beschränken, sondern wir Dr. Heißig die Besprechung der wirtschaftlichen Folgen für Obermüssen eine gründliche Reform des Gesetzes fordern, durch welche schlesien. wird. die Krankenversicherung dahin gebracht wird, daß sie ihren angeblichen Nächste Sigung Dienstag, 14. Juni, 11½ Uhr. 8wed erfüllt und das Selbstverwaltungsrecht der Versicherten in jeder Richtung sichergestellt wird. Da nun der feste Entschluß bei der Regierung und der Mehrheit des Reichstags besteht, den Reichstag vor dem 18. Juni zu ver tagen, so waren unsre Genossen gezwungen, auch die Debatte über diese Frage bis zum Herbst zu verschieben. Bis dahin werden wahrscheinlich die endgültigen Erkenntnisse über die schwebenden Fragen borliegen. Nach eingehender Debatte faßte die Fraktion den Beschluß in dem jezigen Abschnitt der Session von der Einbringung einer Interpellation betreffend die Arztfrage Abstand zu nehmen und im Herbst die ganze Krankenkassenfrage zur Debatte zu bringen. Dann wird auch die Arztfrage gründlicher, als dies jetzt möglich wäre, erörtert werden können, da alsdann voraussichtlich auch die von der Regierung versprochene Zusammenstellung der Kontrakte, welche die Krankenkassen mit den Aerzten geschlossen haben, vorliegen wird. Saarabien vor Gericht. ( Privat- Depeschen des„ Vorwärts".) St. Johann, 10. Juni 1904. Sechster Verhandlungstag. Freitag. Vormittagssigung. Zu Beginn der um 9 Uhr eröffneten Vormittagssigung wurden zunächst beiderseitig Anträge auf Zeugenladung gestellt. Nebenkläger Hilger teilt mit, daß für Grubenwächter Alles, Fahrsteiger David, Geheimrat Hilger und Sekretär Stümpfel die Genehmigung, auszusagen, eingetroffen sei. Dr. Hausmann aus Völklingen bekundet zunächst, daß die Bergleute Waldau und Altmeier, die angeblich infolge der Wahl Unannehmlichkeiten gehabt haben und sich deshalb pensionieren ließen, pensioniert worden sind wegen andauernder Krankheit. Die schweizerische Arbeiterpresse umfaßt gegenwärtig dreißig Blätter und zwar 14 politische, wovon 3 täglich, 2 wöchentlich dreimal, 5 wöchentlich zweimal und 4 wöchentlich einmal erscheinen; Der Steinhauer Speicher aus Püttlingen bekundet: Mir haben von den 13 Gewerkschaftsblättern erscheinen 7 wöchentlich und 6 alle die betreffenden Leute gesagt, sie hätten leichte Vertrauensposten 14 Tage; das Genossenschaftswesen wird durch 2 aller 14 Tage erscheinende Blätter, die politische Satyre durch ein Monatsblatt infolge der Wahl verloren und hätten sich deshalb pensionieren („ Der neue Postillon") vertreten, außerdem erscheinen der„ Grütli- lassen. 1895 ist den Bergleuten der Besuch in seiner Wirtschaft bei talender" und der„ Schweizer Arbeiter- Notizkalender". Strafe der Maßregelung verboten worden. Eine Beschwerde bei dem Geheimrat Hilger war erfolglos. Von Hilger wird dies zugegeben. warum tanntmachung fagten, mun wisse jeder, was er zu thun habe. Angeklagter Krämer teilt mit, daß die Steiger nach der Bea Hilger: Dazu habe ich keinen Auftrag gegeben. Kaufmann Simon, Fabrikbefizer Bopelius, Vorsitzender der Hauptstelle für Scharfmacherei, D. B. Raufmann, Großkaufmann Liefenbruck, Schreinermeister Bürger be funden, daß sie Unregelmäßigkeiten bei der Wahl nicht bemerkt, Beobachtung ausgeschlossen; sie halten die Lebensverhältnisse der Bergleute sind gute; die" Bergmannsdamen" thun es in den letzten Jahren nicht mehr ohne weiße Handschuhe am Sonntag. Pfarrer Dr. Royer- Sulzbach wird gefragt, ob er von der Kanzel erklärt habe, die Katholiken, die nicht Centrum gewählt, müßten dies mit ihren Gewissen abmachen. Er bestreitet, nationalliberal" gesagt zu haben; er habe mur von denen gesprochen, die der katholischen Kirche ihre Grundrechte nehmen wollten. Heine erklärt, er habe an diesen Feststellungen absolut fein Interesse, Angeklagter habe nichts geschrieben, wozu diese Festftellungen nötig seien. Schlafhausmeister Bremer bekundet, bei dem Gespräch mit dem Gendarm Walliczek habe er nicht gesagt: Wenn Dregler Schmidtsches Bier hätte, würde er kein Geschäft machen, da dasselbe in der Kantine drei Pfennige billiger verkauft würde. Der Namen des Bergrats Wippert sei überhaupt bei dieser Gelegenheit nicht genannt, sondern in späterer Unterredung in anderm Zusammenhang. Walliczek bleibt bei seinen Bekundungen, Bremer habe gesagt: der Chef wolle nicht haben, daß Dregler verkaufe, weil er nicht Schmidtsches Bier habe.( Der Chef ist Bergrat Wippert.) Letzterer kann nicht zur Zeugnisabgabe erscheinen, da telegraphisch gemeldet ist, er sei verreist. Nachdem auf Antrag des Nebenklägers die Vorstrafen Dreglers verlesen worden sind, wird die Sigung um 1½ Uhr auf 4½ Uhr vertagt. Die heutige Nachmittags- Sizung Die preußische Ansiedelungsvorlage. Speicher: Der Bergmann Blum soll für die Spionage in meiner Berlin, 10. Juni. Die Kommission des Abgeordneten- Wirtschaft 20 M. vom Geheimrat Hilger erhalten haben. Hauses zur Beratung des neuen Ansiedelungsgeseges Hilger: Ich stelle fest, daß nach den Akten die Mutter des Blum trat heute in die Beratung dieses Gefeßes ein. Die Kommission um jene Zeit 50 M. Unterstüßung bekommen hat. Ferner find die beginnt mit der Beratung des§ 13b( Ansiedelung der Polen). Bergleute vor dem Besuch der Speicherschen Wirtschaft gewarnt Abg. v. Dziembowski- Bomian( Bole) führt an der Hand der worden; ein ausdrückliches Verbot ist nicht erlassen. In dem Lokal Kommissions und Plenarberatungen des Reichstags zum Bürger- lag unter anderm der Wahre Jacob" auf. lichen Gesetzbuch aus, daß die Vorlage mit dem Bürgerlichen Gesetz- Speicher: Der Wahre Jacob" lag nicht auf, wie überhaupt beginnt um 4½ Uhr. Der frühere Steiger Paulie aus Sulzbach buch(§§ 62 und 111 des Einführungsgesetzes) unvereinbar fei. teine socialdemokratischen Zeitungen; wenn durch jemanden, wie Herr befundet: Mir ist in 1898 von dem Obersteiger Jakob der Befehl Ferner werde der Art. 4 der Reichsverfassung verlegt. Das Gesetz enthalte Mängel an Offenheit und Klarheit. Es sei mit großer Hilger behauptet, der Wahre Jacob" in das Lokal gebracht worden ist, geworden, im Wahllokal aufzupassen, ob und wen die Berglente wählten, Haft gemacht und enthalte daher auch juristisch technisch und so ohne meine Kenntnis. Ein meist aus Bergleuten bestehender redaktionell viele Fehler. Unterstützungsverein sowie ein Unterstützungsverein hat mein Lokal es sei der bezügliche Befehl von der Inspektion gekommen. Geh. Ober- Regierungsrat Sachs weist die Vorwürfe des Vor- verlassen, wie die Vorstandsmitglieder sagten, weil sie nicht Der Staatsanwalt beanstandet die weitere Vernehmung, da redners besonders bezüglich des§ 62 zurück. in meiner Wirtschaft verkehren dürften; die Leute, die Beuge als früherer Beamter nicht das Recht habe, über die Vor Abg. Peltasohn( frf. Vg.) glaubt nicht, daß eine formelle Ver- in der Versammlung riefen, in meinem Lokal zu bleiben, gänge, wenn es sich um einen amtlichen Befehl handle, auszusagen faffungsverletzung vorliegt; es sei auch öffentliches Interesse sind zur Strafe zur Arbeit an die Bahn kommandiert ohne Genehmigung der früheren Dienstbehörde(§§ 53 der Straf. für den Entwurf vorhanden, die Stärkung des Deutschtums in Bosen. Formell sollten auch die Polen nicht anders behandelt worden, wo sie bedeutend weniger verdienten als sonst( 2,50 M. bis werden wie die Deutschen. Aber in thatsächlicher Beziehung habe 2,80 m.), und sie mußten bis 42 Schichten im Monat machen. Dr. v. Dziembowsti recht. Man müsse sich gegen den ersten Schritt Erst nachdem ich meine Stellung als Gemeinderatsmitglied freiwenden. Es hätte offen ausgesprochen werden sollen, daß das Gesetz willig niedergelegt hatte, besserte sich der Besuch meiner Wirtschaft bezwecke, die Ansiedelungen der Polen zu verbieten. wieder langsam. prozeß- Ordnung). Nebenkläger giebt auf die Frage des Vorsitzenden, ob er etwas dazu zu sagen habe, keine Erklärung ab. Das Gericht beschließt: Die weitere Vernehmung Baulies darüber, ob ihm von der vorgesetzten Behörde Auftrag geworden ist, die Bergleute bei der Wahl zu beobachten, wird für unzulässig er- Sommer- und Herbstmonate infolge der ausgedehnten Bauthätigkeit| Plakate prangten, die den erholungsuchenden Publikum mitteilten, Elärt, solange die Genehmigung nicht beigebracht ist. Das Gericht zunimmt, so ist im laufenden Jahr auf einen besseren Geschäfts- daß das obengenannte Lokal der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung steht. Obwohl dieses den nadten Thatsachen entspricht, so sette doch hat keine Veranlassung, die Genehmigung einzuholen, da es den abschluß zu rechnen. fraglichen Buntt für unerheblich erachtet. Heine Hat Zeuge beobachtet, daß die Bergleute von Beamten kontrolliert wurden, wie sie wählten, oder hat er selbst solche Beobachtungen angestellt? Zeuge darf über diesen Punkt aussagen, da es nicht Dienstgeheimnis ist. Zeuge: Ich beobachtete, ob die Leute einen Centrumszettel oder einen nationalliberalen Zettel nahmen, und ging ihnen dann nach, um zu sehen, ob sie den Bettel nicht vertauschten. Ich that das besonders bei solchen Leuten, die centrumsverdächtig waren, und machte mir dann entsprechende Notizen. Staatsanwalt: wußte der einzelne Wähler, daß er beobachtet Staatsanwalt: wußte der einzelne Wähler, daß er beobachtet Zeuge: Ei ja, ganz sicher. wurde? Die Anwalte des Nebenklägers stellen fest, daß Beuge infolge eines Disciplinarberfahrens entlassen ist, weil er verdächtig war, ein Verhältnis mit einer Frau zu haben. Versäumung von Dienstzeit giebt Zeuge zu. Die betreffende Wirtschaft( um die Wirtsfrau handelt es sich) will er nur wie jeder Für den Grubenwächter Alles ist Genehmigung zur Aussage vorhanden. Er sagt aus: Ich weiß mich nicht zu erinnern daß Herr Bergrat Krümmer mich zwischen Haupt- und Stichwahl aufgefordert hat, bei der Stichwahl liberal zu wählen. andre Gast besucht haben. gefragt. Heine: Sind Sie in dieser Sache vernommen worden? Zenge: Nein, nein, überhaupt nicht, kein Mensch hat mich ausOberbergrat Krümmer aus Bonn, früher Bergrat in Sulzbach, bekundet: Ich habe den Alles ins Bureau kommen lassen, weil eine Beschwerde borlag, daß Alles andre Arbeiter belästigt hatte, indem er ihnen Centrumszettel anbot. Was ich im einzelnen gefagt habe, weiß ich nicht mehr. Ich weiß aber bestimmt, daß ich ihn nicht aufgefordert habe, liberal zu stimmen. Heine: Hat Alles denn die Leute bedroht oder so etwas? Krümmer: Bedroht nicht, aber belästigt, indem er zum Bettelnehmen zuredete. Heine: Haben Sie denn auch mal einen Bergmann vorgenommen, der Centrumsleuten zuredete nationalliberale Zettel zu nehmen? Krümmer: Ich griff nur ein, wenn eine Beschwerde vorlag; eine solche Beschwerde ist mir aber nicht vorgekommen.( Heiterkeit.) Beuge Steiger Kaul aus Wiebelskirchen soll über Beobachtungen bei der Wahl in Wiebelskirchen vernommen werden; er verschanzt sich hinter das Dienstgeheimnis. Heine: Es handelt sich hier um kein Dienstgeheimnis, sondern darum, ob Sie bei der 98er Wahl beobachten konnten oder beobachtet haben, wie die Leute wählten. Die Lage der Maschinenindustrie hat sich in den letzten Monaten die Haasebrauerei, die Inhaberin dieses Lokals ist, ihren ganzen nur wenig geändert. Von einer durchgreifenden Befferung kann Apparat an Kellnern usw. in Bewegung, um diese Blafate zu zerjedenfalls, wie die Arbeitsmarkts- Korrespondenz" schreibt, gegenüber fehen und den Rest mit schwarzer Farbe zu bestreichen. Hervor dem Vorjahre nicht gesprochen werden. Hat sich auch in den größeren ragend bei dieser That arbeiteten der Bigarrenfabritant Sethner Betrieben die Zahl der Beschäftigten etwas erhöht, so wird dies doch und dessen Gehilfe am Orte, Inhaber des Zigarrengeschäfts durch den schleppenden Eingang von neuen Aufträgen ziemlich wett- vis- a- vis vom Bahnhof. gemacht. Um größere Lieferungen zu erhalten, geht man mit den den Rohstoff- und Halbfabrikatpreisen als unauskömmlich bezeichnet Preisen auf ein Niveau herunter, das gegenüber den wieder anziehen Letzte Nachrichten und Depeschen. wird. Vor allem hält auf dem Gebiete des Dampfmaschinenbaues Nürnberg, 10. Juni.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) In der die schlechte Geschäftslage noch immer an. Bezeichnend für die Spielwarenbranche Nürnbergs( Flaschner und Metalldrücker) wurde prekäre Lage ist der Umstand, daß manche Betriebe sich der Herstellung der Streit mit 10 Majorität beschlossen. Vorher stattgefundene dadurch wenigstens mehr Arbeitsgelegenheit zu erhalten. Auch die Resultat. Weitere Verhandlungen in Aussicht. 3000 Personen ſind neuer Spezialitäten zuwenden, in der ausgesprochenen Hoffnung, Verhandlungen mit den Industriellen hatten fein annehmbares Herstellung von Spezialmaschinen für einzelne Gewerbe geht in bei dem Streit beteiligt. mattem Tempo vor sich. Die Neuanschaffungen der Zuckerfabriken find nicht erheblich, ebenso lassen die Aufträge aus dem Textilgewerbe Hamburg, 10. Juni.( W. T. B.) Heute nachmittag fand eine zu wünschen übrig, wodurch z. B. der Beschäftigungsgrad in Chemnik Versammlung der ausständigen Brauerei- Arbeiter statt; in dieser beeinträchtigt wird. Etwas besser ist die Nachfrage nach landwirt wurden Resolutionen eingebracht, die sich gegen die Bemerkung des schaftlichen Maschinen, doch genügt sie feineswegs, um sämtliche in Schiedsgerichtsspruchs wandten; genehmigen fönne man diesen nur, Frage kommenden Betriebe auch zu beschäftigen. Im Werkzeugmaschinenbau zeigt sich auch kein Muster des Berliner eingerichtet werde und wenn die Arbeitgeber nur einigermaßen normal wenn ein wirklich paritätischer Arbeitsnachweis und nicht nach dem Fortschritt, manche Betriebe wenden sich unter großen Opfern neuen sich verpflichten, die jetzt Ausständigen binnen einer furzen Frist Fabritationsgebieten zu. Verhältnismäßig am befriedigendsten ist wieder einzustellen. noch der Lokomotiv- und Wagenbau beschäftigt, bei dem neben den Aufträgen aus dem Inland auch erhebliche Auslandsbestellungen vorzu Grubenunglück. liegen. In der Elektricitätsindustrie sind die Großbetriebe gut be- Mek, 10. Juni.( W. T. B.) In den Gruben der Saar- und schäftigt. Mittlere und kleinere Betriebe weisen dagegen, soweit sie Mofel- Bergwerksgesellschaft zu Karlingen bei Spittel an der mit den Großbetrieben in Konkurrenz treten, eine unerfreuliche Lothringischen Grenze erfolgte heute nach Abgabe eines SprengLage auf. Namentlich ist die Beschäftigung in elektrischen schusses eine Explosion schlagender Wetter. Ein Steiger war sofort Licht, Kraft- und Signalanlagen infolge des fortwährend ver- tot, drei Mann sind tödlich verlegt, die Verunglückten find bis jetzt schärften Wettbewerbs bei den kleineren Betrieben ungünstig. Auch noch nicht geborgen; außerdem sind zwei Mann leicht verlegt. Die die kleineren Accumulatorenwerke können kaum mehr ihren Betrieb Arbeit in den Gruben ist nicht gestört. weiterführen. Charakteristisch ist die Liquidation eines solchen Werkes in Rheinland- Westfalen, das nach Erledigung der noch vorhandenen Aufträge den Betrieb stilllegt, da der Kampf gegen die auf Herbeiführung eines Monopols abzielenden Bestrebungen des Großkapitals aussichtslos sei. zu Mainz, 10. Juni.( B. H.) Seit etwa 14 Tagen wird gegen den außerordentlich Benghauptmann Kühnemund eine Untersuchung geheim betrieben. Es soll sich um bedeutende Betrügereien mit Unterschlagungen handeln. Wien, 10. Juni.( W. T. B.) Die österreichische Quotendeputation Der Schiffahrtskrieg zwischen der englischen Cunard- Linie und stimmte nach längerer Debatte mit 7 gegen 6 Stimmen dem Vorihren kontinentalen Konkurrentinnen hat bereits eine Reihe Er- schlage der ungarischen Quotendeputation auf Beibehaltung der mäßigungen der Passagierpreise zur Folge gehabt. Wie aus London bisherigen Quote zu. gemeldet wird, bietet der Norddeutsche Lloyd Zwischendeckspassage von Belgrad, 10. Juni.( B. H.) Die Regierung verbot für morgen einem beliebigen Punkte Großbritanniens nach Boston 53%, Schilling an. Er will damit der Cunard- Linie im Verkehr die aus Anlaß des Jahrestages der Ermordung des Königspaares Liverpool- Boston Konkurrenz machen. Die Hamburg- Amerita- Linie geplanten Konzerte wie auch die Bälle im Offizierstajino. Ein sucht ebenfalls die Auswandererbeförderung von Schottland nach projektiertes Offizierskonzert findet erst am 15. Juni ſtatt. Borislaw, 10. Juni.( B. H.) Die Arbeiter der hiesigen PetroleumAmerika an sich zu ziehen. Sie will Zwischendeckspassagiere für 40 Schilling befördern und wird den Verkehr über Leith leiten. Die gruben find in Streit getreten. Venedig, 9. Juni.( W. T. B.) Heute nachmittag brach in einer in Hamburg aufgenommenen Auswanderer müssen für die Fahrt hiesigen Möbelfabrik Feuer aus, das sich auch auf die umliegenden bis Leith bezahlen. Auch die Red Star Line sowie die American Line, beide Mit- Gebäude, darunter eine Weberei, ausdehnte. Den Anstrengungen der glieder des Schiffahrtstrusts, haben für die Ueberfahrt Liverpool- Feuerwehr gelang es schließlich, den Brand auf die Möbelfabrik und New York den Preis bis auf 40 Schilling( 41 M.) ermäßigt, und find nicht zu Schaden gekommen. Man befürchtete, daß das Feuer die Weberei zu beschränken, welche vernichtet wurden. Menschen zugleich haben die genannten beiden deutschen Linien im Verein mit den übrigen kontinentalen Linien die alte Skandia- Linie wieder aktiv infolge des heftigen Sturmes fich auf die Kirche San Giorgio gestaltet, um dem skandinavischen Geschäfte der Cunard- Linie, das Maggiore ausdehnen würde und ließ deshalb die Gemälde den betreffenden Linien bis vor einigen Monaten infolge der Be- Carpaccios aus derselben entfernen. Glücklicherweise gelang es, das Auf erneute präcise Frage, ob Beobachtungen durch andre Be- ſtimmungen der nordatlantischen Konferenz nicht geöffnet war, Feuer zu löschen; über die Entstehung des Brandes ist noch nichts amte oder ihm gemacht worden seien, antwortet er wieder: darüber Konkurrenz zu machen. darf ich wohl nicht aussagen. Schließlich sagt er: nein, man fonnte nicht sehen, wie die Leute wählten. Heine: Sind Sie bei Ihrer Ankunft im Gerichtsgebäude nicht von zwei Beamten auf dem Flur in Empfang genommen worden. Hat man Sie nicht in ein besonderes Zimmer geleitet und dort mit Ihnen über die Sache gesprochen? Zenge: Solange ich keine Genehmigung habe, kann ich darüber Zenge: Solange ich keine Genehmigung habe, kann ich darüber nichts aussagen. Nach längerer Rede und Gegenrede zwischen Vorsitzenden, Verteidigung und Nebenkläger sagt Benge: Ich kann mich nicht erinnern. Zeuge: Ich habe mich bloß bei meinem Vorgesetzten gemeldet. Gendarm Wieser bekundet: Am vergangenen Sonntag hat in Altenwald eine Glasmacherversammlung stattgefunden, in der außer dem Referenten ein Arbeiter sprach und sagte: Die Bergleute müßten die Hälfte verdienen, dann würden sie wohl in die Organisation gehen. Staatsanwalt: Er meinte, daß die Unzufriedenheit der Arbeiter wünschenswert wäre, um sie in die Verbände zu bekommen? Zeuge: Jawohl. Hilfssteiger Bit soll befunden, ob er nicht von der Bergverwaltung beauftragt gewesen sei, in eine auf den 27. März d. J. anberaumte Bergarbeiter- Versammlung zu gehen. Er sagt: Ich traf auf einem Spaziergang einen Kollegen und bin auf dessen Einladung mitgefahren zu dem Versammlungslokal. Die Versammlung fand aber nicht statt. Heine: Der Wagen soll von der Grube gestellt gewesen sein. Zeuge: Das weiß ich nicht. = festgestellt. Französische Deputiertenkammer. Der Stahlwerksverband ist jetzt, nachdem ihm die Ausführung des Plans, mit den englischen Stahlwerken ein Preiskartell abzu- Paris, 10. Juni.( W. T. B.) Justizminister Ballé erklärt, schließen, mißlungen ist, mit aller Energie dabei, die Londoner Ver- die Tarife für die Gerichtskosten seien von seinem Amtsvorgänger treter der dem deutschen Stahlwerksverbande angehörenden Werte aufgestellt worden, und berichtigt einige von Bos angeführte Zahlen. zur Gründung einer gemeinschaftlichen Verkaufsagentur zu ver- Bos und Jaurès rufen sich unter dem Lärm der Rechten einige anlaffen, die als Limited- Gesellschaft( Gesellschaft mit beschränkter Bemerkungen zu. Millerand( Soc.) erklärt, der Justizminister Haftung) registriert werden sollte. Es hat sich denn auch eine Vallé, der 14 Monate Zeit gebraucht habe, ehe er die Tarife genehmigte, Stommission unter dem Vorsitz des Vertreters der Firma Krupp in fönne die Verantwortung nicht auf seinen Vorgänger abwälzen; die London gebildet, die die nötigen Vorarbeiten in die Hand genommen Regierung sei für diese Tarife verantwortlich. Redner fügt hinzu, hatte. Indessen scheint die Hoffnung der Verkaufsagentur auf eine zweifellos werde man zur Verteidigung der Regierung wieder anrasche und in ihrem Sinne günstige Erledigung dieser Angelegenheit, führen, daß das von der Regierung unternommene Wert der Verweltwie die" Rheinisch- Westfälische Zeitung" berichtet, nicht so bald in lichung und der Gesetzgebung auf socialem Gebiet in Frage Erfüllung gehen zu sollen. Man hatte dem Stahlwerksverband einen gestellt werde, wenn man die Regierung stürze.( Bewegung.) Vorschlag für die Gestaltung der Geschäftsbeziehungen zwischen der Wenn man aber näher zusehe, dann seien die angeblich von der und Augens Verkaufsagentur und dem Verbande unterbreitet. Der Stahlwerks- Regierung eingeführten Reformen verband ich aber darauf nicht eingegangen, sondern hat seinerseits täuschung.( Beifall rechts und im Centrum. Murren links.) Ministereinen Vertragsentwurf vorgelegt, der den Londoner Agenten eine präsident Combes erwidert, der einzige Fehler der Regierung sei, große Enttäuschung gebracht hat. Nach diesem Entwurf wird zunächst daß sie schon zu lange bestehe. Die Opposition komme nicht mehr die Provision der Agenten auf/ Proz. herabgesetzt. Ferner ist von der Rechten oder vom Centrum, sondern von den Mitgliedern das Londoner Verkaufssyndikat gehalten, seine Attien bei einer des früheren Ministeriums Waldeck- Rousseau, das die jetzigen Minister deutschen Bank zu hinterlegen. Der Verbant behält sich weiter das drei Jahre lang verteidigt hätten.( Lebhafter Beifall links.) Es sei Recht vor, im Bureaupersonal der Londoner Verkaufsagentur be- unwürdig von Millerand, die Regierung wegen einer Gerichtskostenliebige Menderungen vorzunehmen, sowie von den bei einer deutschen frage zu stürzen zu suchen.( Beifall.) Bank hinterlegten Aktien nach Gutdünken Stücke an dritte zu übertragen, eventuell auch das Syndikat zur pro rata- llebernahme solcher Aftien anzuhalten und die Vertretungsbefugnis mit dreimonatlicher Kündigung zu löschen. Darauf aber wollen die englischen Vertretungen der deutschen Stahlwerke absolut nicht eingehen. nur Rauch Baris, 10. Juni.( W. T. B.) Senat. Le Provost de aunay( Monarchist) bringt den Wettmarsch der Soldaten vom 29. Mai zur Sprache. Kriegsminister André erklärt, wie er es auch in der Kammer gethan hat: er dedauere, die Genehmigung zu diesem Marsch erteilt zu haben. De Lamarzelle( Nationalist) erwidert dem Kriegsminister, es sei bedauerlich, daß der Minister die Gesuche um Genehmigung des Marsches nicht abgewiesen habe. Die Linte beantragt hierauf die einfache Tagesordnung, welche mit 181 gegen 88 Stimmen angenommen wird. Bom ostasiatischen Krieg. Bergmann Weiß, auf dessen Vernehmung die Verteidigung, nicht aber der Nebenkläger verzichtet, weiß nichts von Wahlkontrolle. Bergmann Schmidt Neunkirchen bekundet, daß Bergmann Lang Die amerikanische Eisenindustrie steht heute wieder auf dem bom Steiger Giesemann geschlagen worden sei. felben Fleck, wo sie zu Beginn des Jahres stand. Die im März Bergmann Lang bestätigt, daß Giesemann ihm mit dem Meter- einfeßende Frühjahrsbelebung des Marktes ist einer erneuten Abstock( fräftiger Stod, den die Steiger tragen) ein paar„ übergezogen" flauung gewichen. Obgleich im Mai 20 000 Tonnen Roheisen weniger produziert worden sind als im April, haben die Vorräte um 100 000 habe; es wäre nicht so schlimm gewesen.( Heiterkeit.) Tonnen zugenommen. Es wurden im Mai 1 534 000 Tonnen RohHeine fragt, ob der Saarbrücker Knappschaftsverein beteiligt sei eisen produziert, wovon auf die United States Steel Corporation Mukden, 10. Juni.( Meldung der„ Russischen, Telegraphenan der Petition, die Abschaffung der geheimen Wahl bei den Aeltesten- 973 000 Tonnen entfielen, während im April die Produktion Agentur".) Die Armee des Generals Kuroki beginnt ihre Vorwärtswahlen fordere. 1 554 000 Tonnen betrug. Die wöchentliche Produktion stellte sich Hilger erklärt, soviel er wisse, sei dieselbe nur von dem kleineren am 1. Juni auf 336 000 Tonnen gegen 366 000 Tonnen am 1. Mai. bewegung. Die russischen Vorposten sind im Gebiet von Mamadzy ( Mamagai?) und Tienschan auf beträchtliche japanische Streitkräfte Knappschaftsvereine ausgegangen; der Verein für die fiskalischen Die chemische Fabrik Grünau, Landshoff u. Meyer Aktiengesellschaft, in Grünau bei Berlin, veröffentlicht gestoßen. Jeden Tag finden Scharmützel zwischen den beiderseitigen Die vom Staatsanwalt beantragte Verlesung einer Anzahl ihren Jahresbericht. Die Gesellschaft erzielte in dem verflossenen Vorposten statt. Die russischen Truppen gehen langsam vor den überArtikel aus der Dasbach- Presse wird durch Gerichtsbeschluß ab- Geschäftsjahre eine Bruttoeinnahme von 1 252 898 M.( im Vor- legenen feindlichen Streitkräften zurück. jahre 1 295 122 M.). Nach Bestreitung der Unkosten mit 743 337 gelehnt, da dem Gericht die Haltung der Bresse aus eigner An- Mart( 791 918 M.) und der Abschreibungen mit 160 884 M. schauung bekannt sei. Der Vertreter des Nebenklägers sagt, die( 159 525 M.) verbleibt ein Reingewinn von 348 676 M.( 344 119 Aussage Paulis: die Inspektion habe die Kontrolle bei der Wahl Mark), aus dem 10 Proz. Dividende ausgeschüttet werden sollen. angeordnet, könnten sie nicht unwidersprochen hingehen lassen, weshalb sie den Bergrat Krümmer zu morgen früh laden würden. Gruben sei, wenn er nicht irre, nicht beteiligt. Schluß der Sigung 6 Uhr. Morgen Vormittag Vernehmung einiger Zeugen, dann beginnen die Plaidoyers, die allem Anschein nach morgen erledigt werden. Aus Induftrie und Handel. Verfammlungen. Tokio, 10. Juni.( W. T. B.)[ Amtliche Meldung.] General Kurofi berichtet: Eine unsrer Abteilungen hat am 7. Juni Saimatfi befeßt. Unfre Verluste waren: 3 Mann tot, 24 Mann verwundet, während der Feind 23 Tote auf dem Schlachtfelde zurückließ, außer zwei Offizieren und fünf Mann, die gefangen genommen wurden. General Kurokis Armee, die mit den in Takuschan ge= landeten Truppen gemeinsam operiert, hat am 7. Juni Hsiujen besetzt und den Feind auf Tomutschöng und Kaiping zurüdgedrängt. Der Feind zählte 4000 Mann Kavallerie mit 6 Geschüßen. Unfre Verlufte betrugen: 3 Mann tot, ein Lieutenant, ein Unterlieutenant und 28 Mann leicht verwundet. Heine: Jch teile mit, daß ich dann auch für Pauli die Ge nehmigung zur vollen Aussage haben möchte.( Bum Bertreter des Nieder- Schöneweide. Der Wahlverein hielt am 2. Juni seine Nebenklägers): Wollen Sie die mitbesorgen, Herr Kollege? Versammlung bei Spadale ab. In Ermangelung eines Referenten Rechtsanwalt Trier: Ich möchte nicht in Ihre Befugnisse ein wurde als 1. Punkt„ Das Gefinderecht seit dem 16. Jahrhundert" zur greifen, Herr Kollege. Vorlesung gebracht, die das Interesse der Mitglieder erregte, schon Loudon, 10. Juni.( W. T. B.) Der Korrespondent des angesichts der Bäderbewegung, da diejenigen, die der Gefindeordnung Reuterschen Bureaus" im japanischen Hauptquartier in der unterstellt sind, auch den Bäckergehilfen und Arbeitern nicht viel Mandschurei telegraphiert heute über Fusan: Seit einiger Zeit nachgeben. Mit besonderer Entrüstung wurde das Verhalten der werden von der ersten Armee sehr wichtige Operationen unterNieder- Schöneweider Bäckermeister aufgenommen; auch wurde darauf nommen. Die Armee marschiert seit zwei Tagen in vier Kolonnen hingewiesen, die nötigen Folgerungen aus dem Streit zu ziehen. Es vorwärts und unternimmt Rekognoscierungen auf den Straßen nach haben in Ober- Schöneweide 5 Bäckermeister die gerechten Forde- Liaujang, Haitschöng, Saimatsi und Hsiujen. Die Japaner haben rungen der Gehilfen anerkannt. Anders in Nieder- Schöneweide, bereits einige Städte befekt, deren russische Garnisonen, in Stärke wo sich der Bäckermeister Begnid erlaubte, seine Gehilfen angesichts von je mehreren hundert Mann mit Geschützen, nach heftigem Die westfälische Cementindustrie hat auch im Jahre 1903, wenn der Forderungen zu entlassen; hingegen es ihm ein leichtes war, sich Kampfe zum Abzug genötigt wurden. Die Verluste der Japaner gleich dieses im ganzen etwas günstiger war als das voraufgegangene willige und vielleicht auch billige Arbeitskräfte zu verschaffen. Der betragen 65 Mann. Jahr, noch sehr schlechte Geschäfte gemacht. Von den 10 größten Schwiegersohn ist Feldwebel bei dem Franz Garde- Grenadierwestfälischen Cementwerfen, mit einem Gesamtaktienkapital von Regiment, von wo sich ja auch zwei arbeitswillige Soldaten ein- New York, 10. Juni.( B. H.) Militär schloß die einzige noch 25,15 und einem Anlagefapital von 6,74 Millionen Mart, hat nur ein gefunden hatten. Nachdem die Forderungen, soweit wie notwendig im Cripple- Creek- Distrikt befindliche Grube, um alle GewerkschaftsGestern wurden insgesamt einziges Werk eine Dividende verteilt und nur drei haben einen war, von den Meistern bewilligt waren, konnten die Herren Militärs mitglieder entfernen zu können. Gewinn erzielt, während sieben ihre Jahresrechnung mit einem Ver- auch wirklichen Bäckern wieder Platz machen. Aber allzu schwierig 80 Gewerkschaftsparteiler fortgeschafft. Die Bürgeralliierten und die Tuft schlossen, der sich insgesamt auf 1,13 Millionen Mark beläuft. ist es am Orte auch nicht, sich Brot und Backware aus Ober- Schöne Minenbefizer erließen eine Proflamation, derzufolge alle Gewerk Seit einigen Monaten ist die Lage etwas günstiger geworden. weide zu bestellen. Desgleichen wurde der Lokaltampf, welcher schaftsparteiler entfernt werden sollen. Maskierte Männer drangen Der Absatz geht schneller von statten und die Preise haben angezogen. gegenwärtig gegen das Lokal Kyffhäuser geführt wird, besprochen. in die Redaktion eines arbeiterfreundlichen Blattes, vertrieben die Da erfahrungsgemäß die Nachfrage nach Cement während der Es wurde mit Genugthuung begrüßt, daß zu Pfingsten an allen Eden| Redakteure und Sezer und demolierten die Druckerei. Verantwy. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen. Nr. 135. 21. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. 95. Sigung. Freitag, den 10. Juni 1904, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky. 21 Dies Wort Staatssekretär Graf Posadowsky: Abg. Lipinski( Soc.): Sonnabend, 11. Juni 1904. Abg. Trimborn( C.): scharfen Widerspruch der Regierung durchgesetzt. Also ein gesprochen. Herr Trimborn war sehr neugierig, wie wir stimmen Kompromiß liegt in der That vor, und ohne Kompromisse geht würden. Er wird schon warten müssen bis zur 3. Lesung, dann wird es nun einmal bei unsrer heutigen Verfassung nicht ab. Wir sind er unsre Stellungnahme zum ganzen Gesez erfahren. Herr Lattmann in feinem Punkte hinter das Gewerbegericht zurückgegangen. Die wußte gestern noch nicht, was für was für eine Stellung seine Herren Socialdemokraten möchte ich einmal direkt fragen, ob sie das Freunde zum Gesetz einnehmen werden. Das ist sehr undankbar Gesetz wollen oder ob sie es nicht wollen. Ich bin überzeugt, in von ihm gegen den deutsch- nationalen Handlungsgehilfen- Verband, Die zweite Beratung des Gesetzentwurfs betreffend die Kaufmanns- Kompromißantrag angenommen würde! ihrem Herzen denken sie, wenn doch nur das Gesetz mit dem durch dessen Unterstützung er doch wesentlich gewählt ist. Dieser gerichte wird bei den Paragraphen, die das Wahlrecht zu den denn nicht offen? Warum fagen Sie das Verband hat in einer Petition den größten Nachdruck darauf gelegt, Gerichten regeln, fortgesetzt. Es ist immer dasselbe, wie bei allen socials daß die Kommissionsbeschlüsse in der zweiten und dritten Lesung politischen Gefeßen; wir müssen die Sache zu stande bringen und beibehalten werden möchten. Ich bitte Sie dringend, von den Abg. Träger( frs. Vp.): hinterher müssen wir dann von Ihnen hören: ja, wenn wir nicht Kompromißanträgen zurückzutreten und unsern Antrag, zum mindesten Eigentlich ist alles bereits gesagt, was zu der Sache zu sagen aber in der That die Wohlthaten dem Wolfe zuführt, das sind die Socialdemokraten.) wären, dann wäre überhaupt feine Socialpolitik. Wer aber die Beschlüsse der Kommission anzunehmen.( Beifall bei den ist, aber gegen gewisse Vorkommnisse kann nicht scharf und oft genug protestiert werden. Der Kompromißantrag hat uns pofitiv arbeitenden bürgerlichen Parteien.( Sehr richtig! im Centrum. Abg. Böckler( Wirtsch. Vg.): eine sehr unangenehme Ueberraschung bereitet. Am meisten Widerspruch bei den Socialdemokraten.) Es wird gesagt, lassen wir Meine Freunde sind seit gestern zu der Ueberzeugung gekommen, hat mich geschmerzt, daß auch Herr Trimborn ihn unterschrieben hat. doch das Gesetz scheitern, in einem oder zwei Jahren muß die Ne- daß wir kaum für die durch den Kompromißantrag veränderte VorHerr Trimborn war bisher ein socialpolitischer Leuchtturm( Heiter- gierung mit einem neuen kommen. Wer so argumentiert, kennt die lage werden stimmen können. Rückhaltlos und freudig hat der keit), der Leuchtturm hat sich aber auf einmal gedreht und die Richter Situation sehr schlecht, die Gegnerschaft gegen dieses Gesetz ist immer deutsch- nationale Handlungsgehilfenverband die Verbesserungen der nach innen gefehrt. Auch Leuchttürme wadeln manchmal.( Heiterkeit.) stärker geworden; der Anschluß an die Gewerbegerichte ist nur jest Kommission begrüßt, und man wird in den Kreisen der Herr Trimborn hat ein heiteres und ein nasses Auge, das naffe zu erreichen oder nie; daher sage ich mir, der Sperling in der Hand Handlungsgehilfen über diesen plöglichen Rückzug sehr entNoch gestern abend haben mir die Führer Opfer bringt, und mit dem heiteren Auge blidt er getröstet auf Politik.( Lachen bei den Socialdem.) Ich behaupte, daß auch die des deutsch- nationalen Verbandes gesagt: Jekt müssen Sie den Reft, der ihm gnädigst überlassen wird.( Seiterkeit und Frauen mit dem Gesetze zufrieden fein können. Wenn sie auch gegen das Gesetz stimmen, zu den Kaufmannsgerichten, wie Sehr gut! Tints.) Er sagt, es geht auch so. das Wahlrecht nicht haben, so haben sie doch den Vorteil, von ihren fie sich nach dem Kompromißantrag gestalten werden, haben wir ist eines der verderblichsten, die ich kenne.( Sehr richtig! links.) Berufsgenossen abgeurteilt zu werden. Wenn es nach Herrn Träger fein Vertrauen. Vor allem die Herauffezung des Wahlalters auf Writ diesem Worte find die fühnsten Hoffnungen, die ginge, bekämen fie gar nichts. Also vom Standpunkte eines 30 Jahre ist für die Handlungsgehilfen unannehmbar, nennt man idealsten Pläne begraben. Gewiß, es geht auch fo; es ist eine praktischen Socialpolitikers, nicht vom Standpunkte eines dichterisch doch mit Recht den Handlungsgehilfenstand den Stand der jungen lange Zeit ohne Verfaffung gegangen, und es tommen ja auch heute veranlagten Socialpolitikers erscheint die Vorlage auch für die Leute. In den kleinen Geschäften giebt es überhaupt fast keine noch Dinge vor, die uns bezweifeln laffen, ob wir überhaupt eine Handlungsgehilfen annehmbar. Freilich, Sie( nach links) werden Gehilfen mit dreißig Jahren, es kommen da höchstens die RayonBerfassung haben!( Sehr richtig! links.) Die lange Kette der parla- jekt als die Helden" gefeiert, wahrscheinlich schon auf dem inter- chefs der großen Warenhäuser in Betracht.- Daß bei dieser mentarischen Thätigkeit des Reichstages ist vielfach variiert durch nationalen Frauenkongreß( Heiterkeit), aber wenn das Gesetz jahre Gelegenheit auch das Frauenwahlrecht fällt, kann uns nicht weiter Kompromißtnoten.( Heiterkeit) Dieser neueste Kompromiß aber verdient lang fegensreich gewirkt hat, dann wird man fagen: Damals berühren. Wenn man es erlebt hat, wie beim Kampfe um das feinen Namen wahrlich. Mit ihm kompromittieren Sie sich und Ihre Sache. strahlten die Herren Träger, Dove, Müller- Meiningen in der Glorie Warenhaussteuer Gesetz unter der Führung der Haustnechte und ( Heiterkeit und Sehr richtig! links.) Es hat sich gewissermaßen das unentwegter Tapferkeit. Der Lauf der Zeit hat doch gelehrt, daß Backer von Wertheim und Tieß die jungen Damen die Redner der Gewohnheitsrecht herausgebildet, daß die Volksvertretung der die Klügeren und Weiseren die um Herrn Trimborn waren.( Große andern Richtung niederquietschten, wird man zu der Rechtsprechung Stegierung unter allen Umständen nachgiebt. Die Regierung sagt: Heiterkeit.) durch die weiblichen Handlungsgehilfen kein besonderes Vertrauen Das tonzediere ich, Gründe gebe ich nicht an, Ihr müßt Euch fügen. haben können. Die Unannehmbarkeitserklärungen von seiten der Und die Reichstagsmehrheit ist auch so gutmütig sich zu fügen und Es ist eine thatsächliche Unrichtigkeit, wenn man behauptet, daß Regierung haben sich in letzter Zeit so gehäuft, daß wir endlich der Regiernng die Verantwortung abzunehmen. Es wird gesagt, durch den Kompromißantrag die Regierungsvorlage wiederhergestellt einmal entschieden dagegen Stellung nehmen müssen. Wir werden die Kaufmannsgerichte müssen zu stande kommen; aber die Regierung wird. Es bleiben noch sehr viele Aenderungen übrig, die die Re- dahin kommen müssen, gewisse Lieblingsvorlagen der Regierung einhat daran doch das gleiche Interesse wie der Reichstag.( Sehr richtig! links.) gierung zwar bekämpft, aber aller Voraussicht nach annehmen wird, mal gründlich ins Wasser fallen zu lassen.( Bravo! bei den AntiTäuschen Sie sich darüber nicht: Wenn die Kaufmannsgerichte in wenn nach dem Kompromißantrag beschlossen wird. Herr Dove femiten.) dieser verschlechterten Gestalt angenommen werden, dann werden hat gestern sehr energisch für das aftive und passive Abg. Dove( frs. Vg.): die Klagen der Enttäuschten und der Benachteiligten sich nicht gegen Frauen- Wahlrecht gesprochen. Wenn er ganz offen fein Ich muß dem Abg. Trimborn das Recht bestreiten, mich als die Regierung wenden, sondern gegen den Reichstag, der so schwach würde, würde er zugeben, daß, wenn das ganze Gesetz einen Gegner der Vorlage zu bezeichnen. Herr Trimborn kann die gewesen ist. Das Wort: Schwachheit, Dein Name ist Weib!" wird im Orkus verschwände, er sich darüber fein graues Haar Probe aufs Erempel machen: Wenn er seine Anträge zurückzieht, man dann umwandeln: Schwachheit, Dein Name ist Reichstag!" wachsen lassen würde.( Große Heiterkeit, in die Abg. Dove, der will ich gern für die Kommissionsbeschlüsse stimmen. An und für sich ( Heiterkeit und Sehr gut! lints.) Von 89 verbündeten kauf- fich nur eines sehr spärlichen Haarwuchses erfreut, mit einstimmt.) nehme ich auch lieber den Sperling in der Hand, als die Taube auf, männischen Vereinen weiblicher Angestellten ist dem Reichs- Es wird behauptet, wenn die Frauen das aktive Wahlrecht nicht dem Dache. Nur darf der Sperling nicht so nackt sein, auf den ver tage eine Erklärung zugegangen, wonach jene die Kauf- hätten, so würden die Männer als ihre Konkurrenten zu ihren Un- zichte ich!( Heiterkeit und Sehr richtig! links.) mannsgerichte nicht als wirkliche Berufsvertretung anerkennen gunsten entscheiden. Wenn das richtig wäre, dann würde daraus tönnen, wenn ihnen das aktive und passive Wahlrecht nicht nur eins folgen, daß nämlich Laien überhaupt nicht befähigt find, Abg. Dr. Müller- Meiningen( frf: Vp.): gegeben wird. Und sie haben vollkommen recht damit. Das ein Richteramt zu üben. Ich habe zu der Gewissenhaftigkeit Wenn der Kompromißantrag angenommen wird, so werden wir Ziel dieses Gesetzes ist doch gerade der Schutz der Schwachen, jeder deutscher Männer, die ihr Brot ehrlich erwerben, ein größeres uns noch sehr überlegen müssen, ob die Annahme der Vorlage im soll von seinesgleichen abgeurteilt werden. In gewissen fauf- Butrauen. Ich halte den Schritt, der hier gethan werden soll, für ganzen möglich ist. Es ist durchaus nicht richtig, daß wir der Vormännischen Branchen bilden die weiblichen Angestellten die Majorität. außerordentlich wichtig, um so mehr, da nicht vorauszusehen ist, lage ein Bein stellen wollen, wie Herr Trimborn meinte. Gerade Es giebt weibliche Angestellte, die von ihren Prinzipalen zu Pro- wann die Reform eintreten wird, die auf civilrechtlichem Gebiete auf unfre Anregung sind verschiedene Verbesserungen in das Gesetz furisten gemacht, mit äußerstem Vertrauen beehrt und in die geplant ist und die, wenn sie früher eingetreten wäre, wahrscheinlich gekommen. Also wir sind bereit, positiv zu arbeiten, freilich nicht schwierigsten, verwickeltsten Sachen eingeweiht werden. Diese Damen alle Sondergerichte überflüssig gemacht hätte. Ich kann Ihnen nur unter allen Umständen positiv, ganz gleichgültig, was dabei herausfollen nicht fähig sein, als Beifizer bei Kaufmannsgerichten bringend raten, den Kompromißantrag anzunehmen, wenn Sie wirt- fommt, wie es das Centrum macht, das doch nur seine Tattit verzu fungieren? Wer mir da die Logit nachweist, dem lich und fachlich den Volkskreisen helfen wollen, für die das Gesetz folgt, um der Regierung immer flar machen zu können: Wir sind verspreche ich eine außerordentliche Belohnung, die aber nicht als gemacht ist. Sie wissen ja, das Gefeß wird intra et extra muros die allein positive, die allein maßgebende Partei. Wette, sondern als Auslobung gelten soll.( Große Heiterkeit.) Es bekämpft. giebt ja einzelne männliche Angestellte, die galant und einsichtig genug find, die Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts anzus Herr Dobe hat auf dem Handelstag eine Resolution zur AnDer socialpolitische Leuchtturm", der Herr Trimborn nach Herrn nahme empfohlen, welche die Borlegung dieses Gesetzes bedauerte. erkennen. Die Mehrzahl derselben aber steht ihren weiblichen Träger ist, leuchtet nicht sehr anhaltend und ist in Wahrheit ein un- Uebrigens hat auch Herr Mommsen den Zwischenruf gemacht: Wenn Kollegen geradezu feindlich gegenüber. Der große Hamburger Verein geheures Frrlicht. Denn wenn der Kompromißantrag angenommen das Gefeß scheiterte, wäre es auch kein Schaden. Ich fonstatiere von 1858 hat es sogar geivagt, die Sittlichkeit der weiblichen Ange- wird, dann wird ein Gesetz beschlossen, dessen Ausführung praktisch auch, daß von der socialdemokratischen Partei eine präcise Antwort stellten anzuzweifeln.( Hört! hört! links.) Als Grund seiner ablehnenden in der Luft schwebt. Herr Trimborn meinte, wenn jegt die Vorlage auf meine Frage, ob sie eventuell das ganze Gesetz scheitern lassen Haltung führt er aus:" Wir haben zu befürchten, daß infolge der Beteili- scheitere, sei nicht abzusehen, ob überhaupt jemals noch Kaufmanns- würde, nicht erfolgt ist. gung der Frauen an den Beifizerwahlen das für die Handlungsgehilfen gerichte den Reichstag beschäftigen würden. Aber die ganze fociale fchäbliche Eindringen der weiblichen Angestellten in taufmännische Gesetzgebung wäre bedeutend weiter, wenn nicht eine Reihe von Betriebe noch weitere Förderung erfahren und die Gegenfäße zwischen Parteien den Mut befäßen, gerade dann zurückzuweichen, wenn der Ich kann nur wiederholen, daß ich allerdings kein Freund des männlichen und weiblichen Angestellten verstärkt würden". Da haben entscheidende Moment gekommen ist, etwas zu erlangen und hinter Rompromißantrages, wohl aber ein Freund der KommissionsSie die Konkurrenzfurcht. Aber nicht durch die Gewährung des den Coulissen abzuschließen. Wenn Windthorst nach dieser Taktik beschlüsse bin. Stimmrechts, sondern gerade durch die Berjagung desselben wird der verfahren wäre, hätten Sie( zum Centrum) die Maigefege noch in Gegensatz zwischen den männlichen und weiblichen Angestellten immer vollem Umfange.( Sehr richtig! bei den Socialdemokraten.) Lipineti gesagt hat, wir behalten uns unsre Stellung zum Gefeß Herr Trimborn hat wohl überhört, daß mein Fraktionsgenosse Graf Posadowsky meinte, daß die Befürchtung, die männlichen AnDas Wesen der Berufsgerichte liegt doch gerade darin, daß jeder gestellten fönnten ungerecht gegen ihre weiblichen Kollegen urteilen, für die dritte Lesung vor. Dann wird er freilich die Antwort so von Leuten, die mit seinen Verhältnissen auf das innigste vertraut gegen die Laiengerichte überhaupt sprechen würde. Es ist aber nur flipp und flar bekommen, daß er sie verstehen wird. find, abgeurteilt wird. Erhalten die Frauen das Wahlrecht nicht, so darauf hingewiesen worden, daß zwischen Mann und Frau im laufist es begreiflich, wenn sie mit äußerstem Mißtrauen gegen die männischen Berufe ein besonders großes Mißtrauen besteht, und daß Abg. Mommsen( frs. Vg.): Kaufmannsgerichte erfüllt werden. Gründe gegen das Frauen- dieser Gegensatz sich auch auf die richterliche Thätigkeit übertragen Ich habe allerdings den Zwischenruf gethan wenn das Gesetz wahlrecht sind von keiner Seite angeführt worden. Die Regierung würde. Wer die Handlungsgehilfen- Bewegung kennt, weiß, daß dieser fallen würde, so wäre es fein Schade", ich habe aber den stellt sich einfach auf den Standpunkt sic volo, sic jubeo!( Sehr Gegensatz vorhanden ist. Was bringt der Bundesrat gegen die Erteilung Rompromißantrag damit gemeint und nicht die Kommissionswahr! links.) Die Regierung scheint weitere Ansprüche der Frau des Frauen- Wahlrechts eigentlich vor! In der Kommission hat der beschlüsse. zu fürchten, wenn fie hier das Wahlrecht erhält. Staatssekretär nach dem Berichte ausgeführt, die Regierung könnte Damit schließt die Diskussion. Aber das Frauen- Wahlrecht zu den kaufmännischen Gerichten der Frau teine politische und richterliche Funktion übertragen. Das In der Abstimmung werden zunächst die gleichlautenden socialist doch noch kein Rechtstitel auf das politische Wahlrecht. Oder paffive Wahlrecht der Frau wäre ja allerdings eine richterliche demokratischen und freisinnigen Anträge auf Gewährung des passiven meint die Regierung, am Ende könnte gar eine Frau Staatssekretär Funktion, aber das attive Wahlrecht hat weder mit der Politit, noch Wahlrechts an die weiblichen Handlungsgehilfen gegen die Stimmen der oder Reichskanzler werden? Wer das ausdenken kann, den beneide mit dem Richteramte etwas zu thun, sondern gewährt der Frau blos Socialdemokraten, Freisinnigen und des Abg. Semler( natl.) abgelehnt. ich um die Stärke seiner Phantasie. Es gehört geiviß viel Ge- die Möglichkeit, unter den Kandidaten denjenigen auszusuchen, der Die Kompromißanträge auf Herauffehung des passiven Wahlalters schmeidigkeit dazu, folche Posten zu bekleiden, und die Frauen stehen ihr am geeignetsten erscheint, ihre Intereffen wahrzunehmen. bon 25 auf 30 Jahre, des aktiven Wahlalters von 21 auf 25 Jahre in dem Rufe, diese Geschmeidigkeit zu befizen.( Heiterkeit.) Die Es handelt sich also nur um die Wahrnehmung materieller und auf Beseitigung des aktiven Wahlrechts der weiblichen HandlungsErfahrung aber zeigt, daß auch Männer sie besigen.( Große Heiter- Interessen. Es ist weiter behauptet worden der Zeit- gehilfen werden abgelehnt gegen die Stimmen der Konservativen, des feit.) Der Weltkongreß der Frauen, der gerade jezt in Berlin zu- punkt fei noch nicht gekommen, den Frauen das Wahlrecht Centrums und der Nationalliberalen. Für die Kommissionsbeschlüsse sammentritt, wird Ihrer Entscheidung über das Stimmrecht der weib- zu geben. Wenn wir aber immer warten wollten, bis die social- stimmen hier die sehr zahlreich vertretenen Socialdemokraten, Freilichen Angestellten besondere Aufmerksamkeit schenken. Fällt diese politische Weisheit im Bundesrat Boden gewonnen hat, so tönnten finnigen und Antisemiten. Die Kommissionsbeschlüsse sind danach Entscheidung im Sinne des Kompromißantrages, so ist das ein wir lange warten. Bekanntlich besteht das aktive Frauen- Wahlrecht durchgängig aufrechterhalten. Fauftschlag ins Gesicht des Kongresses. An Versicherungen theoretischen bei den Gewerbegerichten in Italien und Desterreich und hat sich Die folgenden Paragraphen werden debattelos angenommen. Wohlwollens haben Sie es ja nicht fehlen lassen. Aber bebor dieses durchaus bewährt. Die Nichtbewilligung des Wahlrechtes an die § 15 handelt vom Berfahren. theoretische Wohlwollen sich in die geringste Handlung umfegt, wird, Frauen würde das Mißtrauen zwischen den weiblichen und männAbg. Itschert( C.) so fürchte ich, der blondeste Scheitel einer jungen Verkäuferin längst lichen Angestellten nur erhöhen und in den Agitationen würde der beantragt hierzu, daß Rechtsanwalte vor dem Kaufmannsgericht ergraut fein.( Große Heiterkeit und lebhafter Beifall links.) Gegensatz noch stärker als bisher hervortreten. Alle Verbände der zugelassen werden sollen bei Prozessen wegen der Konkurrenzklauset, taufmännischen Angestellten von rechts und links find darin oder wenn eine der Parteien am Sitz des Gerichts weder wohnt noch eine Wenn Herr Träger einmal spricht, hört ihm jeder im Hause mit einig, daß das passive Wahlalter das 25. Lebensjahr sein muß. Handelsniederlassung hält. Redner erklärt, daß in seiner Partei außerordentlicher Freude zu. Wäre er alt, würde ich sagen: In einer Petition vom 12. Februar d. J. haben deutsche Verbände viele dem Gefeßentwurf widerstrebten wegen der weiteren AbsondeDiesen Alten höre ich immer gern.( Seiterkeit und Zustimmung.) taufmännischer Vereine, der Verein von 1858" und der Verband rung eines Standesgerichts, wegen der Einbeziehung der KonkurrenzSo sehr ich ihn schäße, will ich einen Gang mit ihm wagen. Die deutscher Handlungsgehilfen" übereinstimmend darauf hingewiesen, tlausel und wegen des Ausschlusses der Rechtsanwalte. Wenn im Herauffehung des paffiven Wahlalters von 25 auf 30 Jahre halten daß unter 447 140 männlichen Handlungsgehilfen 308 032 im Alter Kompromißantrag eine mittlere Linie gesucht worden ist, so ist das, wir alle für sehr bedenklich. Die Auswahl der Beisiger wird dadurch bis zu 30 Jahren und 227 561 im Alter bis zu 28 Jahren sich be- wenn überhaupt ein Umfall, ein Umfall zu Gunsten der Handlungsaußerordentlich beschränkt, ja in kleineren Drten tönnen Verlegen- fanden. Nach dem Regierungsentwurf würden also 69 Proz. aller gehilfen. Auch der vorliegende Antrag enthält keinen Umfall, sondern heiten entstehen. Aber die Berantwortung dafür trifft die Regierung Handlungsgehilfen vom passiven und 51 Proz. vom aktiven Wahl will das Gesez denjenigen annehmbar machen, die gegen die Einind wir wollen wegen dieses Mangels nicht das ganze Gesetz zu recht ausgeschlossen fein.( Hört! hört! bei den Socialdemokraten.) beziehung der Konkurrenzklausel sind. Fall bringen.( Lachen links.) Als ich Ihnen jüngst zurief: Folgen Nimmt man noch die Bestimmung des zweijährigen Wohnsizes hinzu, Sie den Beschlüssen der Kommission, war es der rechte Weg; wenn daß nur Handlungsgehilfen bis zu einem Einkommen von 5000 Mark Sie aber jetzt der Kommission folgen und die Kompromißanträge wählen sollen, fo ergiebt sich, daß es an vielen Orten gar nicht ablehnen wollten, wäre es der Weg des Werderbens.( Lachen links.) möglich sein wird, genügend Beifizer zu stellen. Wenn Sie die Die Herren Müller- Meiningen und Dove haben es sehr billig, den Kaufmannsgerichte in ihrer Eristenz nicht in die Luft stellen wollen, Cato zu spielen, da sie im Herzen Gegner der Vorlage sind. Das müssen Sie das paffive Wahlalter auf das 25. Lebensjahr fest- begründet diesen Antrag und verweist auf die Petitionen der Handlungs- Gehilfen- Verbände aller Richtungen, die einhellig den Ausschluß ist bei den Kommissionsberatungen deutlich hervorgetreten... setzen. Bei den Gewerbegerichts- Wahlen ist das passive Wahlalter der Rechtsanwalte und die Herauffezung der Berufungssumme verallerdings auf das 30. Jahr festgefegt und beim Gerichts langt hätten. Durch die Teilnahme der Rechtsanwalte würden die Präsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, Sie dürfen verfassungsgesetz ist es ebenso. Andrerseits aber ist es Thatsache, nicht intime Vorgänge aus der Kommission mitteilen.( Große daß im kaufmännischen Berufe bei der Hinaufschraubung des paffiven ſchiedsrichterlichen Aufgaben der Kaufmannsgerichte leiden. Der AnHeiterkeit.) Wahlalters gar nicht genug geeignete Personen zu Beisigern gefunden trag Itschert müsse daher abgelehnt werden. Ein Streit darüber, Abg. Trimborn( fortfahrend): werden können. In Desterreich und Italien tritt die Wahlfähigkeit und welche Partei die Mehrheit der Handlungsgehilfen hinter sich habe, Herr Müller- Meiningen meinte, der Reichstag sei mur noch ein bas attive Wahlrecht bereits mit der Volljährigkeit ein. Auch in einer fei sehr müssig. Die Hauptsache sei, das Gesetz vernünftig zu ge Automat, der die Vorlagen der Regierung so wiedergebe, wie sie Petition der Weltesten der Berliner Kaufmannschaft heißt es: Die stalten und dies Biel erstrebten die socialdemokratischen Anträge. an ihn fämen. Das wird doch den Thatsachen nicht gerecht. Wir Handlungsgehilfen sind mit 21 Jahren wohl im stande, in angemessener( Bravo! bei den Socialdemokraten.) haben allerdings Wesentliches tongediert, was uns gewiß fehr schwer Weise ihre Interessen zu vertreten. Ebenso hat sich die fürzlich in Abg. Dr. Müller- Meiningen( frs. Vp.): geworden ist, aber andrerseits haben wir eine Reihe wesentlicher Magdeburg stattgehabte Generalversammlung des Centralverbandes der Beim Reichsgericht bekämpft die Socialdemokratie die HeraufBunkte, wie zum Beispiel das Proportional- Wahlsystem, gegen den Handlungsgehilfen für die Herabsetzung des wahlfähigen Alters aus- setzung der Revisionssumme und hier bei dem Kaufmannsmehr verschärft werden.( Sehr richtig! links.) Abg. Trimborn( C.): Abg. Dove( frf. Vg.): Abg. Singer( Soc.): Die Socialdemokraten beantragen zu diesem Paragraphen die Berufungssumme von 300 auf 500 m. zu erhöhen. Abg. Lipinski( Soc.) gericht will fie die Revisionssumme schablonenmäßig erhöhen. Ob das fächsische Kultusministerium wirklich eine solche Ver-| Unsinn? Aber komm mit, lieber Leser, und du kannst mit eignen Sehr wahr im Centrum.) Da die Konkurrenzklausel mit in den ordnung erlassen hat, ist nicht zu ermitteln, da dessen Verordnungen Augen sehen, wie das vielbegehrte Edelweiß aus den Felsenrizen Kreis der Aufgaben der Kaufmannsgerichte gezogen ist, liegt es nicht veröffentlicht werden. Andrerseits ist auch nicht gut an herborlugt; du kannst die Alpenrose blühen sehen und die zahllosen durchaus im Interesse der Arbeitnehmer, daß die Rechtsanwalte zunehmen, daß der Lehrer das Kultusministerium wider besseres Blumen, die dem Wanderer Augenweide und den Alpenherden fette hierbei nicht ausgeschlossen werden. Redner ersucht um Annahme Wissen einer Handlung beschuldigen sollte, die offenbar un- Nahrung find. Wenn der wie bisher umständliche Wächter am Eindes Antrages Itschert. geseglich ist. Abg. Lattmann( Antis.) tritt für den Antrag der Socialdemokraten ein und bekämpft den Antrag Itschert. Man solle doch nicht alle Fortschritte, die in der Kommissionsberatung erzielt worden seien, wieder herausbringen. Selbst den wärmsten Freunden des Gesetzes, die sich vielleicht doch noch dem Kompromiß in irgend einer Form angeschlossen hätten ( hört! hört! bei den Socialdemokraten), werde es dadurch unmöglich gemacht, dem Gesetz zuzustimmen. Geheimrat Cafpar: Es liegt eine Unbilligkeit gegen die Interessenten darin, bei den schwierigen Rechtsfragen der Konkurrenzklausel die Rechtsanwalte ausschließen zu wollen. Man sollte deshalb entweder die Regierungsvorlage wiederherstellen oder den Antrag Itschert annehmen. Abg. Henning( f.) spricht sich gegen den Antrag Auer aus. Dem Antrag Itschert stehe er persönlich sympathisch gegenüber. Als Unterantrag zu diesem Antrag möchte ich aber beantragen, daß Rechtsanwalte auch zugelassen werden sollen, wenn die eine Partei weiblichen Geschlechts ist. Abg. Kirsch( C.) wendet sich gegen diesen Antrag. Die Erfahrungen bei den Gewerbegerichten bewiesen, daß die Frauen meist weit geschäftsgewandter feien als die Männer. Abg. Semler( natl.): Wir sind principiell gegen die Zulassung von Rechtsanwalten und wünschen aber vor allem nicht, daß Vertreter von Vereinen zu einer Art Winkeladvokatur bei den Kaufmannsgerichten zugelassen Abg. Lipinski( Soc.): werden. gang des neuen Botanischen Gartens einem erst den Eingang Der Arbeitstag als Arbeitseinheit. gestattet hat, wird noch weit mehr als alles dies dem Auge offenbar. meister Behrend die gesetzliche Kündigungsfrist ausgeschlossen worden des Märchenlandes Japan, die Flora Amerikas vom rauhen Canada Der Rohrleger E., für dessen Arbeitsverhältnis beim Schlosser- Die sibirische Tundra liegt vor uns ausgebreitet, die Blütenpracht und dorthin, wo in drückend feuchter war, wurde eines abends vom Arbeitgeber zum nächsten Morgen bis zu den Anden nach dem Geschäftslokal bestellt. Als E. erſchien, erhielt er ſeine Luft der Pfeffer wächst. Dann wieder kommt die wasserhielt E. nicht für berechtigt, obwohl die Kündigungsfrist aus- zahlreichen Formen erscheint und plötzlich wieder wandeln wir unter Papiere und wurde entlassen. Diese Entlassung am frühen Morgen arme Wüste, die die nur Kakteen gedeihen läßt; die Aloe in geschlossen war. Er flagte beim Berliner Gewerbegericht und be anspruchte volle Bezahlung des Entlassungstages. Der Beklagte berief den Palmen der Riviera. Wer will die Pflanzen alle mit Namen fich demgegenüber auf den Kündigungsausschluß. Die Kammer III nennen, die sich hier, nach der Art wie nach ihrer Heimat gruppiert, unter dem Vorsiz des Gewerberichters Dr. Schalhorn verurteilte den ein Stelldichein geben, und wer würde als Gelehrter, der alle Beklagten zur Zahlung des vollen Tagelohns. Begründend wurde Namen im Kopfe hätte, nicht sein Publikum mit der Aufzählung, ausgeführt: Es sei gang und gäbe und durch die Praris des Ge- der Systematisierung und der Erklärung der Lebensbedingungen bis werbegerichts anerkannt, daß bei Kündigungsausschluß Arbeitsnieder zum Gähnen ermüden? die Arbeitseinheit. Im speciellen Falle sei hier der Gehilfe zum ist, in das wir in unsrem Leben nicht mehr eindringen werden, legungen und Entlassungen abends erfolgten. Der Arbeitstag sei Darum und weil uns die Wissenschaft der Botanik ein Geheimnis andern Tage hinbestellt worden, ohne daß von seiner Entlassung die Rede gewesen sei. Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben wollen wir ablassen von solchem verfänglichen Thun und unsre Leser habe er annehmen müssen, man werde ihn beschäftigen. Das falle auffordern, aus eigner Anschauung in Dahlem zu lernen. noch besonders ins Gewicht. Uebrigens sehe auch das Bürgerliche Wer die ersten Schritte in den Garten lenkt, wird ein wenig Gesetzbuch den Arbeitstag als Arbeitseinheit an. Bei furzen enttäuscht sein. Es ist alles noch so neu, alles erst im Werden beDienstverhältnissen sette es die Kündigung von einem Tag zum griffen und auf weiten Flächen wächst noch Gras in seiner andern fest. Wenn der Arbeitsvertrag des Klägers die Kündigung Ursprünglichkeit. So ganz anders wie im alten botanischen Garten, ausschließe", dann heiße das nur, die durch die Gewerbe- Ordnung wo uralte schattenspendende Bäume zum Lustwandeln einladen. In festgesezte vierzehntägige Kündigungsfrist sei ausgeschlossen; es be deute nicht, daß jemand stündlich oder in jedem Augenblick entlassen werden könne. Die Entlassung des Klägers am Morgen verpflichte den Beklagten trotz des Kündigungsausschlusses zur Zahlung des vollen Lohnes für den betreffenden Tag. Ich bin durchaus nicht von der Voraussetzung ausgegangen, Der zweite österreichische Krankenkassentag wird vom 26. d. Mts. daß die Arbeiter bei den Gewerbegerichten immer recht bekommen. Unberechtigte Ansprüche der Arbeiter werden von den Getverbe- ab in Wien abgehalten werden. Bis jetzt sind etwa 400 Delegierte gerichten ebenso abgewiesen wie solche der Arbeitgeber. angemeldet. Damit schließt die Diskussion. Die Anträge Auer( Soc.) und Itschert( C.) werden abgelehnt. Berliner Partei- Angelegenbeiten. Für den Unterantrag Henning stimmt nur der Abg. Arendt; als das der Antragsteller sieht, setzt er sich schnell wieder.( Stürmische Heiterkeit.)§ 15 wird unverändert nach den Kommissionsbeschlüssen angenommen. § 16 handelt von dem Recht der Kaufmannsgerichte, Gutachten zu erstatten und Anträge an die Behörden zu stellen. Abg. Henning( f.) begründet einen Antrag seiner Partei, den Kaufmannsgerichten das Recht zur Stellung von Anträgen zu entziehen. Der Antrag wird gegen die Stimmen der Rechten debattelos abgelehnt, der§ 16 unverändert angenommen. § 17, der eine vorläufige Entscheidung kaufmännischer Streit fragen durch den Gemeindevorsteher zuläßt, wird debattelos angenommen. § 18 ist von der Kommission neu eingefügt worden. Er verleiht den Kaufmannsgerichten das Recht, als Vergleichsämter zu fungieren. Der Paragraph wird mit einer vom Abg. Trimborn beantragten redaktionellen Henderung debattelos angenommen, ebenso der Rest des Gesetzes. Auch die Resolution, die von der Kommission vor geschlagen ist und Reform des Amtsgerichtsverfahrens, Beschleunigung und Verbilligung, fordert, wird einstimmig angenommen. Danach vertagt sich das Haus. Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr.( Wahlprüfungen, Petitionen.) Der Präsident teilt mit, daß Montag keine Plenarsizung stattfinden wird, um der Ausschmückungskommission vor der Vertagung noch Zeit zu einer Sigung zu geben. Schluß 5 Uhr. Soziales. Aerzte und Krankenkaffen. Das sächsische Ministerium des Innern hat in seiner, gestern im Depeschenteile noch erwähnten Entscheidung in Sachen der Leipziger Orts- Krankenkasse das Vorgehen der Kreishauptmannschaft 1 Zur Lokal- Lifte. Arbeiter! Parteigenossen! Gewerkschaften! Vereine! Achtet bei dem morgenden Besuch nach außerhalb genau auf die Lokal- Lifte, verkehrt nur in Lokalen, welche in der Liste vom 17. April, sowie in den Nachträgen verzeichnet stehen, denn nur deren Wirte geben ihre Lofalitäten der Arbeiterschaft zu Bersammlungen 2c. her. Charlottenburg. Das in Nr. 119 vom 22. Mai als frei bezeichnete Lokal" Germania- Säle", Spreestr. 13,( Inhaber Wodrich) ist jetzt wieder von der Lokal- Lifte zu streichen, weil der Inhaber feine Unterschrift zurückgezogen hat. Das Lokal ist infolgedeffen wieder gesperrt. Eichwalde. Das Lokal von May Wendt, zum Waldschlößchen", steht der Arbeiterschaft zu Versammlungen 2c. jest nicht mehr zur Verfügung; wir ersuchen daher die Ausflügler nach Eichwalde hiervon Notiz zu nehmen und das Lokal streng zu meiden. Bemerkt sei noch, daß der Inhaber dieses Lokals auch Inhaber von Wendts Klubhaus, Am Königsgraben 14a, in Berlin( V. Wahlkreis) ist. Nieder- Schönhausen. Das Lokal von Thiele, Eingang Bismardund Kaiserin Augustastraße ist jetzt als gesperrt zu betrachten, da es zu Versammlungen usw. nicht mehr zur Verfügung steht. In dem Lokal ist Militärmusik und der Kapellmeister hat dem Herrn Thiele erklärt, daß ihm die Militärmusik entzogen würde, wenn er feinen Saal zu Arbeiterversammlungen hergäbe. Man meide dieses Lokal aufs strengste. Gesperrt sind nun die Lokale von Thiele, Liedemit und Donath, alle andern Lokale dagegen sind frei. Berlin. Wir ersuchen diejenigen Bercine, Gewerkschaften, Klubs 2c., welche in diesem Jahre noch einen Dampfer von der Dampfschiffsreederei Robert Tismer, Nieder- Schöneweide, mieten wollen oder schon gemietet haben, sich mit dem Genossen Wilhelm Hinz, Prinzenstr. 66, in Verbindung zu setzen. Am Sonntag den 3. Juli erscheint die neue Lokal- Lifte. Näheres in der Sonntagsnummer. Die Lokal Rommission. Dahlem brennt die Sonne und wirbelt der Wind den märkischen Sand uns ins Antlig. Als Hauptsache gelten dem Laien im Botanischen Garten die Palmenhäuser: diese aber sind erst zum Teil vollendet und harren zumeist noch der inneren„ Ausstattung". Und die Bäume! Alle erst neu eingesetzt und von Liliputanergröße, als follten sie absichtlich zu den fünf Weltteilen, im verkleinerten Maßstabe, die wir durchwandern, im Verhältnis stehen. Aber diese Kleine Enttäuschung liegt hinter uns, sobald wir in den Alpen sind. In der Gebirgsanlage haben Wissenschaft und Gartenkunst ein Werk geschaffen, das zu stundenlangem Verweilen, zu immer neuer Bewunderung anregt. Die Intelligenz eines Preußenkönigs. Ueber die Anfänge der ersten Berliner Eisenbahn nach Potsdam enthält die eben erschienene Denkschrift über die Schnellbahn Berlin- Hamburg lehrreiche Mitteilungen. Bei der Begründung des Unternehmens sagte König Friedrich Wilhelm III:" Kann mir feine große Glückseligkeit vorstellen, ob man einige Stunden früher in Potsdam ankommt oder nicht." Generalpostmeister v. Nagler meinte:" Dummes Zeug! Ich lasse täglich diverse Sechssizposten nach Potsdam gehen, und es fizt niemand drinnen. Nun wollen die Leute gar eine Eisenbahn dahin bauen! Wenn Sie Ihr Geld absolut los werden wollen, so werfen Sie es doch lieber gleich zum Fenster hinaus, ehe Sie es zu solchem unsinnigen Unternehmen hergeben!" 1835 hatte Nagler den Ausfall der Einnahmen der Post bei der Personenbeförderung auf 17 000 Thaler veranschlagt. Nach dem damaligen Sage ergiebt sich, daß die Zahl der Reisenden 17 000 im Jahre betrug. Damit würde sich natürlich keine Eisenbahn bezahlt gemacht haben. Die Gründer der Bahn erwarteten aber 118 000 Reisende im Jahr. 1838 wurde die Bahn eröffnet. Schon im ersten Betriebsjahr 1839 wurden 664 828 Reisende befördert. Der Verkehr mit Naglers Sechssizposten war um das Neununddreißigfache, die Erwartungen der Bahnunternehmer um das Fünfeinhalbfache übertroffen. In der öffentlichen Meinung trat allmählich ein Umschwung ein. Selbst König Friedrich Wilhelm III. fing an, die Eisenbahn zu benutzen. Schon der nachmalige König Friedrich Wilhelm IV. hatte als Stronprinz bei einer Fahrt auf der Lokomotive der Potsdamer Bahn gesagt:" Diesen Karren, der durch die Welt läuft, hält kein Menschenarm mehr auf." Später lautete dies Wort bekanntlich:" Den Socialismus in seinem Lauf hält weder Dachs noch Esel auf." In der Aerztezunft spielt Prof. Schweninger eine ähnliche Rolle wie der schwarze Mann bei den kleinen Kindern. Wie die fleinen Kinder sich ängstlich unter die Schürze der Großmutter flüchten, wenn sie das Ungeheuer in der Nähe vermuten, so klammern die Zunftmediziner sich an den Staat, wenn es dem Leiter des Lichterfelder Kreiskrankenhauses eins zu versetzen gilt. Und das ist kürzlich anscheinend insoweit geschehen, als aus unersichtlichen Gründen dem erwähnten Krankenhause nicht die Berechtigung zur Ausbildung von Medizinern für das praktische Jahr gewährt wurde. Darüber herrscht eitel Freude in der Zunftmedizin und der Vorstand des Geschäftsausschusses der ärztlichen Standesvereine hat für die nächste Sizung Der Vorstand. den Antrag gestellt, daß der Geschäftsausschuß seine Befriedigung über diese Maßregel zum Ausdrud bringen möge. Die Bünftler waren sehr schlecht auf den Staat zu sprechen, als er dem schwarzen Mann ein öffentliches Krankenhaus anvertraute und sie haben sich redlich Mühe gegeben, ihn zu diskreditieren. Dem frommen Streben scheint jetzt erst ein bißchen Erfolg zu winken und darum Wonnebeben und Hallelujah. Sachlich betrachtet ist der Kampf gegen Schweninger ebenso zu bewerten wie der frühere Kampf gegen die Aerztinnen, die rundweg als turpfuscherinnen beschimpft wurden, und wie der jezige Rampf gegen die Ortstassen, in welchem ja der Staat in großen Wasserstiebeln voranschreitet und für die Aerzte„ Siege" erficht. Man mag sonst vom Prof. Schweninger und seiner Heilmethode denken, was man will; aber der Kampf der Zunftmedizin gegen ihn kann unmöglich als Heldenthat gepriesen werden. Erster Wahlkreis. Am Dienstag, den 14. Juni, abends 8 Uhr, nicht nur formell für unanfechtbar erklärt was nach Lage des findet bei Dräsel, Neue Friedrichstr. 35, eine Wahlvereins Gesetzes nicht anders zu erwarten war, sie hat es auch materiell Versammlung statt, in welcher Genosse Scheidemann einen durchaus gebilligt. Auch das Ministerium stellt sich auf den Stand- Vortrag:" Der innere Feind an der Arbeit" halten wird. Zahlpunkt, daß die Maßregelung der Kasse notwendig war. Es unter- reiches Erscheinen ist erwünscht. Gäste, auch Damen, haben Zutritt. läßt allerdings, diese Notwendigkeit materiell zu begründen. Es steht kein Wort davon in der Entscheidung, was be= Dritter Wahlkreis. Morgen Sonntag findet ein Familienwiese, daß die angestellten Distriktsärzte nicht in der Lage ausflug der Wahlvereinsmitglieder nach Hirschgarten, Restaurant Buwert" Zum Aussichtsturm" statt. Rege Beteiligung erwartet gewesen wären, die Kassenmitglieder ausreichend mit ärztlicher Hilfe Der Vorstand. zu versehen. Diesen Nachweis könnte ja das Ministerium ebensoDritter Wahlkreis. Dienstag, den 14. d. M., abends 8 Uhr, wenig führen, wie ihn die Kreishauptmannschaft führen tönnte, findet im großen Saale von Buggenhagen, Morigplay, eine denn wenn sich diese Behörden erst auf Erörterung des wirklichen Volksversammlung statt, in der die Genossin Lily Braun Sachstandes, auf zahlenmäßige Untersuchung der durchschnittlichen über: Frauenstimmrecht und Socialdemokratie sprechen wird. Außer Leistungsfähigkeit der Aerzte einließen, dann würde sofort flar, daß dem Diskussion. In Anbetracht des internationalen Frauentongresses das ganze Verfahren gegen die Kaffe jeder materiellen Grundlage und der Aktualität dieser Frage erwarten zahlreichen Besuch der entbehrt. Deshalb kann man auch trotz der formellen Korrektheit Genossinnen, Genossen und Gäste des Verfahrens mit Fug und Recht sagen, es war ein Liebesdienst gegen die Aerzte, der nur geleistet worden ist, weil die Leidtragenden Arbeiter sind. So wird auch die in Aussicht gestellte Abschiebung der Distriktsärzte auf Grund des§ 626 B.-G.-B.( wichtiger Grund) als that sächlich und rechtlich zulässig bezeichnet. Das königlich fächsische Ministerium übersieht nur in seinem Paragrapheneifer, daß Verträge auch auf Treu und Glauben abgeschlossen werden. Wenn der bloße Wille eines Dritten, hier der alten Leipziger Aerzte, als ein wichtiger Grund im Sinne des§ 626 B.-G.-B. gelten dürfte, dann hörte Treu und Glauben im Vertragsabschlusse vollständig auf, dann wäre der § 626 B.-G.-B. ein Mittel, jede Vertragstreue auszuschließen; eine solche Anwendung des§ 626 wäre unfittlich im höchsten Grade. Die Vertrauensleute. Um Königs- Wusterhausen. Sonntagnachmittag 3 Uhr bei 2ange ( Siegestranz"): Mitgliederversammlung des Wahlvereins. Der Vorstand. zahlreichen Besuch bittet Die illustrierte Romanbibliothek In Freien Stunden" ist jetzt bis zum 24. eft erschienen, das heute zur Ausgabe gelangt. Es Boffen. Sonntagnachmittag 3 Uhr findet bei Rüffer eine bringt die Fortsetzung des Gerstäderfchen Romans„ Die Flußpiraten Versammlung statt, in der Reichstags- Abgeordneter zu beit des Mississippi" und daneben eine heitere Geschichte von A. Silber. einen Vortrag hält und ferner die hiesigen Schulzustände zur stein:„ Der Bleibdraus", sowie eine Stizze aus der Tierwelt: Sprache kommen. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Lokales.. Die Dahlemer Alpen. Das Gelände der Mark trägt auch in der Umgegend Berlins Im Reichstage wird ja über solche Gesezesauslegung ein Wort einen wellenförmigen Charakter; Senkungen, durch die sich vielfach zu reden sein. Da aber überdies auf Wunsch der Aerzte die National- ein Sumpf, der Fenn, hindurchzieht, werden abgelöst von Anhöhen, liberalen eine Abänderung des Krankenversicherungs- Gefeßes hin- auf denen, je nach der Beschaffenheit des Bodens, die Kiefer, der sichtlich der Aerztebestellung verlangen, so wird sich ja Gelegenheit Roggen oder auch gar nichts gedeiht. Im Grunewald fann der bieten, auch über den jetzigen§ 56a, der zu dieser Materie gehört, Wanderer sich stellenweise das Harzgebirge vorgaufeln; aber auch ein Wort zu reden. Es wird eine Abänderung dieses Paragraphen hinter Wilmersdorf schon und besonders bei Steglig fällt der er nach der Richtung verlangt werden müssen, daß die Aufsichtsbehörde wähnte Landschaftscharakter in die Augen. Der Fichtenberg, auf die auf Grund dieses Paragraphen getroffenen Maßregeln auch deffen Abhängen außer hübschen Billen auch die schmucklose königl. eine markante Erhöhung und materiell begründen müsse, und daß sie auch materiell anfechtbar Blindenanstalt steht, ist so feien und zwar nicht im Beschwerde-, sondern im Klagewege. Sächsischer Kinderschuh? „ Liebesleben in der Vogelwelt des Südpolarmeeres". Daneben " Dies und Jenes"," Wizz und Scherz". Wöchentlich erscheint ein 24 Seiten starkes Heft zum Preise von 10 Pf., das in allen Parteibuchhandlungen, bei den Parteikolporteuren, bei den Austrägern unsrer Parteizeitungen, in Berlin auch in den Parteispeditionen und bei jedem Zeitungsspediteur und in der Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68, Lindenstr. 69, zu haben ist. Der neue Roman begann am 1. Januar, die Hefte werden noch jetzt von Heft 1 an nachgeliefert. Wir empfehlen unsern Lesern das Abonnement. Der Maler als Erfinder. Im Glashof des Polizeipräsidiums wurde heute vormittag 11 Uhr ein neuer Schußapparat für Automobile vorgeführt, der sowohl das Ueberfahren wie Zusammenstöße berhüten soll. Der Erfinder dieses Geschwidigkeitsmelders" ist der bekannte Maler Hans Dahl. Anwesend waren der Polizeipräsident b. Borries, Ober- Regierungsrat Dumrath, Regierungsund Baurat Truhlsen vom Ministerium der öffentlichen Arbeiten, giebt sogar Gelegenheit zu beobachten, wie der Charakter Herren vom Automobilklub u. a. Als Versuchsobjekt diente ein der Mark sich in wahrhaft gigantische Formen auswächst. Militärautomobil, ein Dürkopp- Tonneau des Selbstfahrerkommandos, Denn in der Nachbarschaft nimmt das Gelände ziemlich un- von dem Hauptmann Meyer, ein Lieutenant und mehrere MannDas Automobil wurde von einem Ein Volksschullehrer in Sand bei Freiberg in Sachsen schrieb bermittelt ganz groteste Gestalt an; der Mensch in seinem Wage- schaften zur Stelle waren. an den Vater eines Knaben, der dort unser Parteiblatt austrägt, mut, dem nichts mehr heilig ist, und der sich die Erde nach seinem Sergeanten geführt. Der Apparat ist an jenem Fahrzeug feit folgenden Brief: Willen bildet, hat hier augenscheinlich seine Hand im Spiel. Was 7. Mai in Betrieb, und es sind damit bereits mehr als 2000 KiloLaut Verordnung des Kgl. Kultusministeriums vom Januar 1904 dem Auge bis dahin als harmlose Wellenlinie erschien, deren Weber- meter durchfahren worden, und zwar bis zu 60 Kilometer in der Stunde; der Geschwindigkeitsmelder hat dabei ohne Störung ist Kindern unter 16 Jahren das Austragen folgender Zeitungen windung nur den radfahrenden Damen etliche Schweißtropfen toftete, funktioniert. Der Erfinder erklärte persönlich der Gesellschaft. verboten:„ Arbeiterzeitung"," Volksfreund"," Der arme Lazarus". erweitert sich mehr und mehr; die Hochebene wird abgelöst von seinen Apparat. Der durch Patent geschützte Geschwindigkeitsmelder Die Lehrer find angewiesen, solches dem Betreffenden mitzuteilen, Gebirgsrücken, hinter diesen erscheinen die zadigen Spigen der Alpen giebt Signale, die bei Tag und Nacht weithin sichtbar sind, und im andren Falle es aber der kgl. Bezirksschulinspektion anzuzeigen. und diese wieder eröffnen den Ausblick auf die unerschlossene Hoch- ermöglicht eine zuverlässige und leicht zu erkennende Kontrolle der Falls Lehrer die Anzeige unterlassen, fann gegen sie strafweise vorgegangen werden. Ihnen dies nochmals zur letzten Kenntnis- gebirgs natur des Himalaya, die der Maler Wereschtschagin uns in Fahrgeschwindigkeit. R. Grung. einem bewundernswürdigen Bilde offenbart hat. NB. Das Tragen andrer Zeitungen, wie z. B. des Freiberger Aber wir sind doch über den ersten April, der solche PhantasAnzeigers", ist gestattet. magorien entschuldbar erscheinen ließe, längst hinaus; was soll der nahme. Der zu gestern angesetzte Termin in der Beleidigungsfache des Redakteurs Dr. Wittenberg gegen den Redakteur Georg Bernhardt ist aufgehoben worden und soll erst später stattfinden. Wesentliche Berkehrsneuerungen sind im Betriebe der Großen in die Epoche des Marsjahres schwarzer Mann, der hinter dem Sofatisch oder hinter der Gardine hervorkam und nach mir langte.- Vert.: Und andre Personen wenn Sie ein derartiges Gesicht hatten, so fingen Sie furchtbar an fahen diese Gestalt nicht? 3eugin: Nein. Vert.: Und sahen diese Gestalt nicht? zu schreien? 3eugin: Ja.- Vert.: Ist es richtig, daß Sie Rüden zeigend, ausgerufen haben: Da ist er wieder! 3eugin: einmal vor der Frau Grieger standen und plötzlich hinter deren Ja, das ist wahr. Vert.: Hat Frau Grieger Sie dann nicht als ein dummes Mädchen gescholten und Sie auf den Mund geschlagen, 3eugin: Ja, das hat sie gethan. soeben dem Verteidiger gemachten Angaben der reinsten Wahrheit Auch dem Vorsitzenden gegenüber behauptete die Zeugin, daß die entsprächen. zwvei Erdenjahren einteilen läßt, I geschlagen und dabei sei es allerdings iviederholt vorgekommen, daß Berliner Straßenbahn mit dem heutigen Tage vorgenommen denn alle zwei Jahre ist irgend ein wichtiger Merkstein in dieser die Nase blutete. Die haarsträubende Sache mit dem Hundekot beworden. Auf den Linien 32( Charlottenstraße- Reinickendorf), 35, Geschichte zu verzeichnen. Wir stehen im Jahre 1904, und hoffe ich, ftritt die Angeklagte mit Entschiedenheit, das sei eins von den vielen 36, 37( Kreuzberg- Reinickendorf resp. Schönholz resp. Demminer- daß es unserm Streben gelingen wird, noch in diesem Jahre die Hirngespinsten des Mädchens. Der angeklagte Ehemann wollte Straße) und 41( General Bapeſtraße- Demminerstraße) ist der 7 fehlenden 14 000 m. aufzubringen, um den Neubau der Bortrags- letzteres nur einmal geschlagen haben. Zum gestrigen Termin war resp. 15 Minuten- Verkehr eingeführt und damit der Gleichheits- Fahr- halle in Angriff nehmen zu können, denn wenn die Summe von die Zeugin Grube auf Staatskosten von Ostpreußen nach Berlin be= plan in dem gesamten Netz der Straßenbahn- Gesellschaft geschlossen. 30 000 M. vorhanden ist, so sind uns Unterstügungen in Aussicht fördert worden. Unter ihrem Eide hielt sie alle Angaben der Anklage Der nördliche Endpunkt der Linie 48 ist gleichzeitig von der Demminer- gestellt, welche die weiteren Kosten als gedeckt erscheinen lassen". aufrecht. Darauf unterivarf straße aus durch die Brunnen- und Badstraße nach dem Gesundder Verteidiger Rechtsanwalt brunnen Ecke Exerzierſtraße verlegt. Die Linien 37 und 41 werden Marienkirche am Montag, den 13. Juni, abends 7 Uhr, ist es wahr, daß Sie häufig Geſpenſter ſahen? Orgelfonzert. Den Orgelvortrag von Dtto Dienel in der Dr. Werthauer die Zeugin einem Verhör. Sagen Sie mal, Zeugin, 3eugin: Ja, das ist wahr. Vert.: Lügen Sie uns auch nichts vor? ſtunden bis Bahnhof Schönholz resp. Reinickendorf durchgeführt, so der Violinist Herr May Lange, Herr Paul Schnyder und der Grell- 3eugin: Nein, ganz gewiß nicht.- Bert.: In welcher Gestalt daß zu diesen Zeiten für jene Vororte ein 7 Minuten- Verkehr daß zu diesen Zeiten für jene Vororte ein 7 Minuten- Verkehr Verein unter Leitung von Herrn Hans Pisoke durch Gesang und erschien denn das Gespenst? beſteht. Die Zuge der Straßenbahnlinie 10( Gozkowskystraße 3eugin: 3umeist war es ein Pappel- Allee) fahren von heute ab zwischen Strom- und Invaliden- Spiel von Arien, Liedern, Duetten, vier, sechs- und achtstimmigen Chören, Violin- und Orgelstücken von Bach, Händel, Haydn, Righini, straße durch die Straße Alt- Moabit. Cherubini, Mendelssohn, Neithardt, Grell, Becker, Dienel u. a. Der Ueber die Dächer entkamen zwei Einbrecher, die gestern morgen Eintritt ist frei. um 5 Uhr die Leder- Großhandlung von Ständer u. Stehmann in der Alten Jakobstr. 91 heimsuchten. Zwei junge Burschen öffneten flug nach Friedrichshagen- Schöneiche. Abfahrt vormittags 8,38 Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 12. Juni 1904: Aus mit Dietrichen die Hausthür und die Ladenkellerthür am Flur, Friedrichstraße, 8,43 Alexanderplatz, 8,50 Schlesischer Bahnhof nach zerschnitten mit einem Sichelmesser, das sie im Keller fanden, vier- Friedrichshagen. Frühstück daselbst im Restaurant W. Wilde, zehn Centner Leder im Werte von 800 M., um es leichter weg- Friedrichstr. 74. Abmarsch nach Schöneiche 211 Uhr. Nachzügler weil Sie so heftig schrieen? schaffen zu können, packten es auf einen Handwagen des Gasrohr- fahren bis Station Rahnsdorf und gehen die Chaussee links bom Legers Schulz, der auf dem Hofe stand, berbargen es unter einer Bahnhof entlang( 25 Minuten). Treffpunkt Restaurant„ Waldschloß" mitgebrachten Decke und wollten mit der Beute davonfahren. Jetzt( C. Clasen). Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Gäste will fah eine Nichte des Klempnermeisters Köppen vom Fenster ihres Schlafzimmers aus das Treiben der fremden Männer und Der Unterricht in Redeübung für Fortrief ihnen zu, was sie mit dem Handwagen vor hätten. geschrittene fällt an diesem Tage aus. Die Einbrecher erwiderten, sie möge nur feine Angst haben, sie Die Freien Fortbildungskurse für Arbeiter, welche von der social würden den Wagen gleich zurückbringen. Das Mädchen weckte aber wissenschaftlichen Abteilung der Wildenschaft an der Technischen Hochihren Onkel und lief selbst die Treppe hinunter den Spizbuben ent- schule veranstaltet werden, haben für ihren nächsten Einzelvortrag, gegen. Einer von ihnen drohte ihr mit dem Messer und der andre der am 15. Juni veranstaltet wird, einen Vortragenden in der stieß sie beiseite. Da aber unterdessen auch der Onkel und auf Person des Dr. L. Hirschberg von der Humboldt- Akademie geDem Antrag des Verteidigers auf Freisprechung erklärte der Hilferufe vier Schuhmänner vom 27. Revier famen, so ließen die funden. Der Vortrag, der durch eine große Zahl von Erläuterungen Gerichtshof nicht stattgeben zu können, denn wenn die Angeklagten Einbrecher die Beute im Stich, warfen das Messer auf die Straße am Klavier, durch Gesang und Recitationen ein sehr leicht verständ- auch erzieherische Zwecke verfolgt hätten, so seien sie doch bei Ausund rannten davon. Von den Schußmännern verfolgt, öffneten fie liches Bild der Entwicklung unsrer Volkspoesie geben wird, dürfte übung des ihnen zustehenden Züchtigungsrechts zu weit gegangen. mit einem Dietrich die Thür des Eckhauses Stallschreiberstraße 40, durch den Wechsel von Ernst und Humor in dem Volksgesang unfrer Die Ehefrau Grieger wurde unter Zubilligung mildernder Umstände stürmten die Treppe hinauf, liefen über die Dächer dreier Nachbar Vorfahren äußerst fesselnd werden. häuser und verschwanden dann spurlos. Die Absuchung der Häuser pünktlich 8 Uhr in der Aula der Ober- Realschule, Charlottenburg, war gerade weil es sich um ein beschränktes Mädchen handelte, Der Vortrag findet abends zu 100, der Ehemann zu 20 M. Geldstrafe verurteilt. Daß die Prügelmethode der Griegerschen Eheleute skandalös Schloßstraße 27, statt und ist für jeden, auch wenn er nicht un- war mittelbar mit den Kursen zu thun hat, für 15 Pf. mit Programm bedarf wohl keiner Erläuterung. Um so beachtenswerter ist die zugänglich. Milde des Gerichtshofs. Man vergleiche auch mit diesem Falle die hohen Gefängnisstrafen, die in Streif= prozessen über Arbeiter verhängt werden. blieb ohne Erfolg. kommen. -Aus den Nachbarorten. Der Staatsanwalt verkannte nicht, daß die Zeugin an einer Beschränktheit leide, die an Geisteskrankheit grenze ihr aber eine solche Behandlung zu teil werden zu lassen, wie es seitens der Angeklagten geschehen sei, spreche aller Menschlichkeit Hohn. Er beantragte gegen die Ehefrau Grieger 3 Monate, gegen den Ehemann 14 Tage Gefängnis. Verfammlungen. Durch einen zerriffenen Stiefel um das Leben gekommen ist der 60 Jahre alte Almosenempfänger Karl Bugge aus der Forsterstr. 8. Der Mann war früher Schloffer. Vor einem Jahre rührte ihn der Schlag, so daß er auf der rechten Seite, die Hand eingeschlossen, gelähmt blieb. Da er nicht mehr arbeiten konnte, so erhielt er 18 M. monatlich Armenunterstügung. Da diese nicht einmal zum Charlottenburg. Bei der heute stattgefundenen StadtverordnetenLebensunterhalt ausreichten, so konnte er auf die Kleidung gar nichts wahl im zweiten Bezirk siegte unser Genosse Paul Liebe, welcher verwenden. Daher kam es, daß er zulegt in ganz abgerissenen 649 Stimmen erhielt, mit einer Mehrheit von 22 Stimmen über Der Verband deutscher Gastwirtsgehilfen( Ortsverwaltung Stiefeln gehen mußte. Als er am 1. d. M. sein Almofen geholt seine bürgerlichen Gegenkandidaten. Von diesen erhielt der Frei- Berlin) hielt seine Mitgliederversammlung am 3. Juni in Voigts hatte und in seine Kellerwohnung zurückkehren wollte, blieb er mit sinnige Holtorff 387 Stimmen, während es der Unpolitische" Dove Saal, Ritterstraße, ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrten einer zerrissenen Stiefelsohle an der Treppe hängen und stürzte gar nur auf 240 Stimmen brachte. Trotz aller Anstrengungen ist es die Anwesenden das Ableben der Mitglieder Schönebeck und topfüber neun Stufen tief in den Keller hinab. Unter schweren Ver- den Gegnern nicht gelungen, uns den Bezirk zu entreißen. Baumgürtel in üblicher Weise. 3eiske erstattete hierauf legungen am Hinterkopfe wurde der Verunglückte nach Bethanien Bericht als Delegierter über die Thätigkeit der Gewerkgebracht, wo er vorgestern starb. Die Rigdorfer Stadtverordneten- Bersammlung vollzog in ihrer schaftstommiffion im letzten Jahre, unter Berücksichtigung Eine kleine Komödie. Der Raubanfall auf den Berliner Ge- Magistratsmitgliedern. Sigung am Donnerstagnachmittag die Wahl von zwei unbesoldeten der Streifs und Lohnbewegungen, soweit diese von allgemeinem schäftsreisenden Perera hat sich, wie jetzt aus Hamburg gemeldet Kandidatenfrage bei der bürgerlichen Mehrheit einiges Bauchgrimmen von den Gastwirtsgehilfen beantragte und angenommene Resolution Dem Anschein nach hat die Interesse. Nachdem er auf die seitens der Gewerkschaftskommission wird, als eitel Schwindel herausgestellt. Der junge Portugiese, der hervorgerufen, aber schließlich hat man doch glücklich eine Liste von eingegangen, die den organisierten Gastwirtsangestellten gegenüber bei einer Firma in der Leipzigerstraße thätig ist, hat sich zu dem vier Kandidaten zusammengebracht. Gewählt wurde an Stelle des den Arbeitgebern bei Abhaltung von Festlichkeiten und Versammbei einer Firma in der Leipzigerstraße thätig ist, hat sich zu dem Geständnis bequemt, daß er den lleberfall, bei dem ihm angeblich verstorbenen Stadtrats Dr. Zimmer der Stadtverordnete Wilfchte lungen seitens der Arbeiterschaft moralische Unterstübung sichert, er1200 Mark entwendet wurden, fingiert und sich die Schußwunde mit 20 und für den ausgeschiedenen Stadtrat Dr. Poppe der Stadt- mahnte er, in erster Linie die Bäder in ihrem Kampfe thatkräftig felbst beigebracht hat. Er wählte hierbei vorsichtshalber jere Brust verordnete Mier mit 19 von 33 abgegebenen Stimmen. Der der durch Hausagitation zu unterstützen. Nachdem er noch den feite zum Ziel, auf der er ſein dickes Notizbuch wußte, so daß die Versammlung nicht angehörende Arzt Dr. Stahn erhielt im ersten Streit der Vergolder, die den Kampf gegen die HausRevolverkugel in diesem stecken blieb. Hierauf barg er die Waffe Wahlgang 12, im zweiten 14 Stimmen, die mit Ausnahme von industrie führen, hervorgehoben und um deren Unterſtüßung erwieder in seiner Tasche, legte sich schwerverwundet" auf den Flur zweien, im letzteren Falle von der socialdemokratischen Fraktion, ab- suchte, sprach er den Wunsch aus, an seine Stelle für die Folge einen des betreffenden Hauses und stellte sich bewußtlos. Als Motiv zu gegeben wurden in der Erwägung, daß es durchaus notwendig ist, im andern Kollegen als Delegierten für die Gewerkschaftskommission der" That" wurde folgendes ermittelt: Perera hatte in der letzten Magistratskollegium auch einen auf dem Gebiete der Gesundheits- zu wählen, indem er mit Organisationsarbeiten zur Genüge beZeit viele Schulden kontrahiert, die zu bezahlen sich seine Mutter hartnädig weigerte; diese verwaltet für ihn ein Kapital von Pflege erfahrenen Fachmann zu haben. Daß nicht in Berücksichtigung lastet sei. In der Diskussion wurde bedeutet, daß man mit dem 200 000 Mart. Da der Sohn demnächst mündig wird, stand ihm nach bürgerlichen Mischmasch- Fraktion die Rollen verteilt werden, beweist betreffend die Gewerkschaftskommission einverstanden ist und be= folcher treffenden Erwägungen, sondern nach andern Gründen in der Verhalten des Delegierten 3eiste in den verschiedenen Fragen portugiesischem Gesetz zunächst die Auszahlung von 50 000 Mart bevor. Diese Summe verlangte er jetzt von der Mutter. Als diese wieder einmal der Ausgang dieser Wahl. schließt die Versammlung einstimmig, 3eiste wieder für die Geaber bei ihrer Beigerung beharrte, weil sie befürchtete, der Sohn die Anlegung der Plazterrains O und X in den Kölnischen und linger wieder bestimmt. Unter Vereinsangelegenheiten wurde das Jm weiteren Verlauf der Sigung genehmigte die Versammlung werkschaftskommission zu delegieren. Als Vertreter wurde Ströh= würde bei seinem leichtfertigen Lebenswandel auch die 50 000 Mark Rirdorfer Wiesen als öffentliche Schmud pläge. Es ist hierzu Mitglied Adolf Szymansky wegen Verstoß gegen die Vorin kurzer Zeit verjubeln, verfiel er auf das Märchen vom Raubmord- Versuch. Auf diese Weise glaubte er, das Geld von seiner einer Stadtanleihe von 900 000 m. zur Erweiterung der städtischen geschlossen. Endlich beschloß man, die Dampferparthie für ein Kostenaufwand von 28 000 m. erforderlich. Der Aufnahme schriften des Organisationsstatuts aus dem Verband Mutter erpressen zu können. Da durch das Komödienspiel des leicht as an sta It wurde zugestimmt. Die städtische Sparkasse über dieses Jahr nach Hessenwinkel, am Dämmeritsee, Rapmunds Gesellfertigen jungen Mannes niemand geschädigt ist, dürfte er straffrei nimmt die Anleihe gegen eine 31, prozentige Verzinsung und eine schaftshaus, zu veranstalten. ausgehen. 5prozentige Tilgung. Die Vorlagen betreffend die Abänderung Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 12. Juni, vorm. 88% Uhr, Wegen Sittlichkeitsverbrechens ist der 28 Jahre alte Schlächter- der Baus und Straßenfluchtlinien für die Straße 84b in der Schul- Aula, Kleine Frankfurterstr. 6: Versammlung. Freireligiöse geselle Paul Eckert verhaftet worden, der im Hause Müllerstr. 163( an der böhmischen Kirche am Richardplay), die Regulierung Borlejung." Um 10% Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Fräulein bei dem Schlächtermeister Tröger in Arbeit stand. Er hatte sich an der Straße 13 und der Donaustraße von der Straße 13 Jda Altmann:„ Zufall, Schicksal oder Geset?" Gäste, Damen und Herren, der 13jährigen Pflegetochter des im selben Hause wohnenden Zimmer- bis zum Triftwege( Tellstraße) und den Bau einer 3 Meter breiten sehr willkommen. Montag, den 13. Juni, abends 8, Uhr pünktlich, manns 3. vergangen. Am Donnerstag wurde Eckert auf Veranlassung Fußgängerbrücke über den Schiffahrtskanal im Zuge der Straße 13 Sebaſtianstr. 39:„ Beschließende Bersammlung". Wichtige Tagesordnung. des Zimmerers festgenommen. wurden debattelos angenommen. Der nächste Beratungspunkt betrafe bollberechtigten Mitglieder sind auf das bringendste eingeladen. den Bau einer neuen Gemeindeschule auf dem Grundstück Weiße Quittung legitimiert. Wie das Riefenfernrohr im Treptower Park zu stande tam, Elbeftr. 11/12. Die Schule soll nach dem vorgelegten Entwurf aus darüber berichtete Direktor Archenhold auf dem Stiftungsfest des einem 32 flafjigen Vorder- und einem 19 klassigen Hintergebäude beVereins von Freunden der Treptow- Sternwarte folgendes: Es war stehen und erfordert einen Kostenaufwand von 520 000 M. Leider im Jahre 1892 auf der damaligen Grunewald- Sternwarte( einem läßt die Größe des Grundstücks den Bau einer Turnhalle nicht zu. Zweiginstitut der fönigl. Sternwarte) als es Direktor Archenhold Es muß daher Aufgabe der Stadt bei noch zu vollziehenden Grund- daß man auf einem Manuskript etwas Raum für Korrekturen lassen muß. gelang, auf einer Himmelsphotographie einen Nebelfleck zu ent- stücksantäufen sein, dem Bedürfnis nach solchen für den Unterricht Hecken, der bisher in dieser Ausdehnung noch unbekannt war und umentbehrlichen Anstalten in energischer Weise Rechnung zu tragen. nach allen Anzeichen eine Nebelwelt von ungeheurer Größe dar- Der Vorlage wurde zugestimmt. bon man Briefkasten der Redaktion. aus= N. K., Potsdam. Als Mann„ vom Bau" sollten Sie wohl wissen, Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends bou 7 bis 9½ 1hr abends ftatt. Geöffnet: 7 br. stellen mußte. Der Fleck hob sich gerade nur als ein Hauch von Einen gräßlichen Tod erlitt am Mittwoch in Wannsee der bei Heirat ist kein Grund zur vorzeitigen Lösung eines Mietsvertrages gegen K. 3ich. 77. Der Ausschluß der Kündigungsfrist ist gültig. C. J. der Platte ab und viele der Gelehrten behaupteten, daß dem Fleischermeister Urbach in Potsdam thätige Geselle Rau. Er Sen Willen des Vermieters. H. M. 04. 1. Ja. 2. Ja. Den Antrag dem Fled überhaupt nichts zu entdecken sei; ehe fuhr mit zwei mutigen Pferden mit dem Geschäftswagen seines richten Sie an den Vorstand der Berufsgenossenschaft. In der Praxis wird der Sache nähertreten fönne, müßten Beobachtungen vorliegen. Da ergab sich, daß kein in Deutschland befindliches Fern- Meisters in ruhigem Tempo die Chaussee entlang, als plöglich die leider die Geltendmachung der Unfallrente für Buchbinder sehr erschwert. Tiere scheuten und im wilden Lauf durchgingen. Dabei wurde der S. H. 50. Ist das in die Ehe gebrachte Kind ein unehelich geborenes, rohr die Größe und Schärfe besaß, die zur Beobachtung des Fleckes Wagen mit großer Wucht gegen einen Baum geschleudert, wobei so können Sie ihm Ihren Namen beilegen, erwerben aber dadurch nicht nötig war. Es blieb nichts übrig, als die Photographie nach Rau herabfiel und zwischen Städer und Baum eingequetscht wurde. Baterrechte. Das Kind können Sie adoptieren, auch wenn Sie noch nicht Amerika an das Lick- Observatorium zu senden. Dort angestellte Dem Aermsten wurde dabei der Leib aufgerissen, so daß die Ein- 50 Jahre alt find, falls Ihnen Dispens erteilt wird. M. 1100. Nein. und -R. Dz. 70. Nein: Sie haben nur das Recht, Ihre Forderung nebst Archenholds und wiesen deutlich das Vorhandensein jener großen geweide hervorquollen, auch erlitt er eine klaffende Kopfwunde und 4 Proz. Verzugszinsen von dem Tage der Fälligkeit ab einzuflagen und dann Vollstreckung vorzunehmen. Sie kommen besser und billiger fort, wenn Sie in irgend einer Art sich mit der Schuldnerin einigen. Pant F. 1. Jn 30 Jahren. 2. Ja. 3. Etwa 3 M. H. 3. Lohnabzug ist unzulässig. Unklar. Beim Aufrüden in eine höhere Stellung( Werk meister) gilt in der Regel die alte Abrede über Ausschluß jeder Kündigungsfrist weiter, weil kein neues Arbeitsverhältnis begründet, sondern nur das alte in einigen, wenn auch wesentlichen Punkten geändert ist. Indes kann aus den Umständen das Gegenteil folgen: ist z. B. für alle Arbeiter einer Fabrik Ausschluß der Kündigungsfrist vereinbart, nicht aber für die Wertmeister, so würde auch für den zum Wertmeister ernannten Arbeiter dieselbe Kündigungsfrist wie für die andern Werkmeister gelten. Bei Ausbedingung einer Kündigungsfrist ist die Minimalfrist ein Monat, die mangels andrer Abrede eintretende gefeßliche Frist sechs Wochen zum Duartalserften. brach beide Beine, sowie einen Arm. Er wurde zwar noch lebend nach dem Oberlin- Krankenhaus in Nowawes gebracht, ist dortselbst aber unter den Händen der Aerzte verstorben. Gerichts- Zeitung. 140 -Der Rebelwelt in ungemessenen Weiten nach. In aller Stille beschloß Direktor Archenhold nunmehr, ein großes Fernrohr zu erbauen, da er sich sagte, es ist beschämend für Deutschland, daß hier- wo die Wiege der Mechanik und Optik stand nicht ein einziges, zu derartigen Forschungen ausreichendes Fernrohr existiert. Zahlreiche Reisen nach Jena waren nötig, deren Ergebnis aber war, daß im Jahre 1894 das Zeißwerk in Jena den Guß der großen Linse ausführte, ohne daß ihm irgend welche Garantien für das geplante Unternehmen geboten Die Erziehungsmethode der Griegerschen Eheleute. werden konnten, lediglich aus Interesse für die Wissenschaft und im Ein trauriges Kulturbild wurde in einer Verhandlung entrollt, Vertrauen auf die Thatkraft Archenholds. Die Firma C. Hoppe welche geſtern vor der 132. Abteilung des Schöffengerichts stattfand. übernahm die Ausführung der Eisenkonstruktion, Siemens und Halste Die Kaufmann Griegerschen Eheleute waren beschuldigt, ihr bie der elektrischen Anlage, und im August 1896 konnte der eiserne 15jähriges Dienstmädchen Jda Grube fortgesetzt in der brutalsten R. B. 74. 1. Zum Einbehalten des Lohnes hatte der Chef tein Recht. Koloß mit seinem großen Glasauge der Deffentlichkeit übergeben Weise gemißhandelt zu haben. Die Anklage behauptete, daß besonders Das Recht auf Zahlung des Lohnes verjährt in zwei Jahren. 2. Zum werden. Mit stolzer Freude durften die Erbauer und Be- die Ehefrau Grieger sich dabei hervorgethan habe. Sie soll das kaum Ersatz der Waren sind Sie verpflichtet, weil diese durch Ihre Fahrlässigkeit gründer sich fagen, daß das Fernrohr alle Erwartungen dem Kindesalter entwachsene Mädchen fast täglich Nase und Mund abhanden gekommen sind. Die Fahrlässigkeit liegt in dem Nichtverschließen. erfüllte, die man gehegt hatte. Nach Schluß der Gewerbe- blutig geschlagen und ihm einmal sogar Hundeerkremente in den 3. Ihr Verhalten gegenüber den Stunden war ein regelwidriges und kann als ein strafbares( Untreue und Urkundenfälschung) erachtet werden. Ausstellung im Jahre 1896 trat eine Schwierigkeit ein, welche und gestopft haben. Das tägliche Weinen und Wimmern der Miß- Brief Ihres früheren Chess enthält, soweit ersichtlich, nichts Strafbares. das Weiterbestehen des Rohres in Frage stellte: Der Strom wurde handelten wurde zuletzt den Nachbarn zuviel, fie führten Beschwerde A. N. Das Taubenhälter und Taubenschießrecht ist in den verschiedenen abgeschnitten, und es galt nunmehr, eine eigne Kraftanlage zu bauen. darüber bei der Polizei. Auf Betreiben der Behörde wurde das Gegenden verschieden. In H. ist das Abschießen nicht erlaubt. Auch diese Schwierigkeit wurde überwunden, allein nun war es vor Mädchen wieder nach seiner Heimat, einem kleinen Ort im Ostpreußi- 1. Geringe Körperfehler, die voraussichtlich nicht zur Unbrauchbarkeitsallem nötig, einen festen Stamm zu werben, der das Weiterbestehen schen, geschickt. Die Angeklagten bestritten nicht, das Mädchen häufig, erklärung führen werden. 2. Alimente sind zu zahlen. Es find für den des jungen Instituts ermöglichte, zu diesem Zwecke wurde der fast täglich geschlagen zu haben, es sei aber zu erzieherischen Zwecken Unterhalt des Kindes nötige Mimente zu zahlen. Die Höhe hängt vom Verein von Freunden der Treptow- Sternwarte" im Jahre 1898 be- nötig gewesen. Sie seien mit den Eltern der Ida Grube befreundet, Ermessen des Gerichts ab, 15 bis 25 M. monatlich find für Berlin an gemessen. E. Gr. 17. Die Erben haften nur in Höhe des Nachlaffes, gründet. Der Verein entwickelte sich binnen furzer Zeit überraschend, da sie aus demselben Orte stammten. Nachdem Ida eingefegnet( Ersaß der Beerdigungskosten gehört dazu nicht), wenn Sie die Rechts so daß es wünschenswert erschien, in der illustrierten Halbmonats- worden, hätten die Angeklagten sie auf Bitten der Eltern zu sich ge- wohlthat des Inventars sich sichern. Einigung erscheint deshalb ratsam. schrift„ Das Weltall" ein geeignetes Vereinsorgan zu schaffen, dessen nommen, um ihr etwas Hausarbeit und gesellschaftlichen Schliff bei- Jahnstr. 100. Ist die Schuld gegen Sie rechtsträftig ausgeklagt, so tann 1. Heft im Jahre 1900 erschien. Inzwischen wurde der 1896 nur leicht zubringen. Sie hätte ein ganz merkwürdiges Benehmen gezeigt, die erst in 30 Jahren Verjährung eintreten. Ist nur ein Bahlungsbefehl eraus Holzwert aufgeführte Umbau des Fernrohres altersschtbach und im größten Albernheiten und Lügen vorgebracht und dann stundenlang lassen, so fönnen Sie gegen diefen beim Gericht Widerspruch erheben. Jahre 1902 entstand der Plan, dieses Gebäude neu und massiv auf mit weit geöffnetem Munde geschrieen. Alle Versuche, sie durch b diesem Fall Verjährug vorliegt, hängt Art der Forderung( Darlehen? Warenschuld? Mietsschuld? zuführen. Zu diesem Zwecke wurde der Fonds für den Neubau gütliches Zureden zu beruhigen, seien vergeblich gewesen. Da sei was sonst?) und davon ab, ob Sie inzwischen anerkannt haben. der Vortragshalle" angelegt, der jetzt die Höhe von 16 000 M. er- der Angeklagten schließlich die Geduld ausgegangen, sie sei zur G. p. 48. Sie können auf Ersatz des Schadens flagen. A. B. 100. reicht hat. Man sieht führte der Redner aus„ daß die Züchtigung geschritten. Mit der Rückseite ihrer Hand habe sie das 1. Nein. 2. Ja: Sie müssen die Wahrheit als Zeuge sagen. Dazu gehört Entwicklungsgeschichte imfres Instituts und Vereins sich immer wieder schreiende Mädchen fortgesetzt auf den offenen Mund und die Nase auch, nichts zu verschweigen z. B. das Datum. 3. Das ist möglich. " in A. B. 44. oder Arbeiter Norden: Swinemünderstr. 44. Chorinerstr. 46. Buttmannstr. 19. Willdenowstr. 30. Gartenstr. 3. Moabit: Wiclefftr. 31. Emdenerstr. 45. Havelbergerstr. 6. Rostockerstr. 21. unterstützt ausschliesslich nur die Konsum- Vereine die auf dem Boden des Centralverbandes stehen. Kauft nur in den nachstehenden Verkaufsstellen: Schlächterei: 2ittstockerstr. 8. Nordosten: Winsstr. 64. Osten: Ebelingstr. 14. Krautstr. 7. Liebigstr. 7. Zorndorferstr. 62. Münchebergerstr. 32. Osten. Südosten: Stralauer Allee 20A. Soranerstr. 10. Pücklerstr. 31. Falckensteinstr. 6. Forsterstr. 4. Michaelskirchplak 4. Grünkramgeschäfte: Forsterstr. 20. Glogauerstr. 3. Milchgeschäft: Glogauerstr. 27. Bäckereien, Konditoreien, Niederlagen: Lieguiterstr. 22. Forsterstr. 20. Admiralstr. 37. Reichenbergerstr. 158. Görlitzerstr. 68. Glogauerstr. 28. Ratiborstr. 2. Oppelnerftr. 46. Schlächtereien: Glogauerstr. 28. Falckensteinstr. 18. Lieguiterstr. 24. Manteuffelstr. 55. Staligerstr. 81. Oppelnerstr. 28. Süden: Gräfeftr. 40. Kottbuser Damm 9. Bäckereien: Gräfeftr. 12. Gräfeftr. 35. Schlächterei: Gräfeftr. 13. Südwesten: Arndtstr. 5. Südwesten: Hagelsbergerstr. 20. Schöneberg: Apostel Paulusstr. 27. Gothenstr. 1. Charlottenburg: Wilmersdorferstr. 27. Tauroggenerftr. 10. Potsdamerstr. 12. Steglitz. Am Markt 2. Gross- Lichterfelde: Dürerstr. 37. Tempelhof: Berlinerstr. 76. Britz: Werderstr. 33. Rixdorf: Zietenstr. 31. Sobrechtstr. 82, Rosenstr. 4. Bäckereien: Steinmetstr. 129. Faltstr. 3. Kirchhofstr. 2. Schlächterei: Kottbuser Damm 96. TreptowBaumschulenweg: Ober- Schöneweide: Baumschulenstr. 36. Edisonstr. 4. Johannisthal: Köpnicker, Ecke Friedrichstraße. Rummelsburg: Türrschmidtstr. 6. FriedrichsbergLichtenberg: Mainzerftr. 4. Frankfurter Chauffee 48/49. Anmeldungen von Mitgliedern werden in jeder Verkaufsstelle entgegengenommen. Brennabor find alle Teile der FAHRRAD fie vereinigen in sich alle Wunderbar leichter Lauf und fen Strassen, Unbegrenzte Dauer rand Weberall Vertretungen. 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A Dampfer- Extrafahrten A bon der Michael- Brücke jeden Tag, außer Sonnabend, vormittags 9 Uhr. Einfache Fahrt 30 Bf. Nachm. 2 Uhr hin und zurück 30 f. Jeden Sonntagvormittag 9 Uhr und Nachmittag 2 Uhr nach Woltersdorfer Schleuse mit Musik. Einfache Fahrt 50 Pf. Teleph. Amt VII. 2841. [ 5375L R. Tismer. Achtung, Bäckerstreik! Folgende Bäckermeister haben die Bewilligung der Forderungen zurückgezogen: Moabit. B. Nakki, Emdenerstr. 50. W. Riusch, Waldstr. 7. 5. Liebke, Stephanftr. 51. Th. Neumann, Oldenburgerstr. 19. Georg Hein, Jagowite. 20. P. Warzynack, Lehrterstr. 31. Karl Schwarz, Havelbergerstr. 24. G. Naujoc, Quigomstr. 190. Franz Bauch, Lübeckerstr. 52. Franz Metcke, Bandelstr. 27. Hugo Berg, Oldenburgerstr. 23, Wilh. Knetsch, Lübeckerstr. 24. Nob. Praeger, Bandelstr. 36. Bodenstein, Wilhelmshavenerstr. 12. Adolf Reisewitz, Wiclefftr. 27. Wilh. Godt, Emdenerstr. 54. Ferd. Pfeiffer, Perlebergerstr. 44. Wilh. Ballin, Stromstr. 55. Herm. Koller, Bredowstr. 43. H.Schmelzer, Wilhelmshavenerstr.39. Hugo Hildebrandt, Birkenstr. 19. Rub. Giesmann, Oldenburgerstr. 8. G. Klimple, Duikonstr. 125. Osten: E. Weber, Breslauerstr. 11. Karl Opalke, Frankfurter Allee 80. August Hoffmann, Petersburger: straße 38. Seblatscheck. Blumenstr. 64. Franke, Koppenſtr. 20. Larisch, Landsberger Allee 37. Brückner, Eberthstr. 52. M. Hek, Koppenstr. 70. Jericho, Büschingstr. 17. Knüpfer, Weberstraße 1/2. W. Schlick, Gr. Frankfurterstr. 38. B. Gentmann, Baßmannstr. 20. G. Drescher, Lebuserstr. 2. Heinr. Buschner, Weberstr. 52. B. Kretschmer, Gr. Frankfurterst. 74. A. Ladahn, Weberstr. 30. H. Wendland, Grüner Weg 88. Krawezewski, Weberstr. 47. Giehse, Landsberger Allee 8. Karl Heide, Andreasstr. 51. Günther, Grüner Weg 27. W. Ernst, Löwestr. 18. Engel, Hausburgstr. 12. Mehl, Hausburgstr. 5. Klose, Weidenweg 74. Hoffmann, Gubenerstr. 61. Meinhard, Pintschstr. 13. K. Haat, Gr. Frankfurterstr. 110. Gelhof, Cotheniusstr. 16. Liefeberg, Elbingerstr. 13. J. Grosch, Mehnerstr. 11. Wodke, Barnimstr. 42. Wernice, Tilfiterstr. 23. Klaufing, Ebelingstr. 10. Dzininan, Höchfteftr. 11. Dzininan, Barnimftr. 35. Papke, Frankfurter Allee 40. Flemming, Kniprodeftr. 9. Darmstädt, Gubenerftr. 42. Wilh. Schulz, Gozgłowskyftr. 10. J. Auster, Waldenserstr. 41. E. Baubert, Holzmarktstr. 36 a. Michalski, Rüdersdorferstr. 2. Sommerfeld, Koppenstr. 8. Ludewig, Gubenerstr. 32. Südosten. J. Kinzel, Wrangelstr. 25. C. Töpfer, Mustauerstr. 11. C. Hampel, Eisenbahnstr. 13. F. Haupt, Eisenbahnstr. 3. E. Kaiser, Mustauerstr. 54. Andreas Mufiol, Alt- Moabit 42. S. Geier, Hollmannstr. 7. M. Paat, Zwingliftr. 22. Ferd. Dürre, Turmstr. 62. Franz Weinrich, Beusselstr. 87. Georg Holländer, Wilsnackerstr. 37. Hirschberg, Binzendorfftr. 8. Fr.Köderis, Wilhelmshavenerftr.38c. Abolf Kläden, Bredowoftr. 12. Th. Gufig. Didenburgerstr. 12. Hubert Manz, Beusselstr. 7, Kummeran, Alt- Moabit 87. Schint, Kirchstr. 14. Schönbrodt, Goßkowskyftr. 23. Karl Wagner, Schenkendorfstr. 4. Kühn, Chamissoplak 6. Albert Koch, Stalizerstr. 19. G. Kindermann, Dresdenerstr. 131. Gustav Wenzel, Rottbuserstr. 21. 3. Rutnic, Reichenbergerstr. 185. Rummler, 71. Mar Schönefeld, Dresdenerstr. 54. E. Elias, Wöhlert, Fransedistr. 7. P. Kaschel, Greifswalderstr. 29. Beek, Heinersdorferstr. 27. Springer, Battstr. 10. Lewin, Neue Königstr. 5. Woldenbergerstr. 22. Winsstr. 11. Winkler, Dunderstr. 23. Verweigert die Herausgabe unsres Plakats. Schmidt, Stolpischestr. 4. Badke, 64. 6. Krzanowsky, Laufizer Platz 13. Lud. Sinzpeter, Gartenstr. 100. R. Claus. Baldemarstr. 76. Werner, Büdlerstr. 23. P. Gabler, Mustauerstr. 13. 7. Gillard, Manteuffelstr. 19. C. Hoffmann, Manteuffelstr. 11. A. Stresow, Wrangelstr. 126. M. Wohler, Wrangelstr. 9. C. Laudahn, Köpniderstr. 172. N. Heide, Görlizer Ufer 2. E. Hübner, Eisenbahnstr. 31. G. Nagel, Büdlerstr. 8. Fiedler, Schlesischestr. 23. Barduhn, Naimynstr. 40. " Markthalle Püdlerstraße, 3 Stände: Nr. 204, 205, 206. Lerche, Waldemarstr. 62. C. Schulz, Musfauerstr. 34. Rottbuser Ufer 59. Nicolas, Bienerstr. 66. Menitheim, Wrangelstr. 69, Norden. W. Senft, Schwedterstr. 21, Schliephate, Huffitenstr. 64. Unkrodt, Aderstr. 70. Wittstock, Usedomftr. 12a. Ernst Schruttte, Linienstr. 199. Hofrichter, Strelizerstr. 15. Wippich, Lorkingftr. 6. Künzl, Fehrbellinerstr. 35. Neumann, Aderstr. 133. Mollweide, Zionskirchplatz 1. Wolff, Graunstr. 28. Reisch, Brunnenstr. 187. Heublein, Rügenerstr. 3. Stuchly, Voltastr. 49. Dietrich, Bellermannstr. 81. Zahl, Briezenerstr. 13. Hirsch, Buttmannstr. 20. Krause, Thurneyfferstr. 5. Klickermann, Badstr. 59. Westen. G. Breitkopf, Mödernftr. 111. Niemi, Kochstr. 38. Rüh low, 48 Berger, Schüßenstr. 64. Lehmann, Teltowerstr. 38. Benz 40. Lucascewski, Mödernstr. 110. Walter, Körnerstr. 11. A. Rohrlock, Kirchbachstr. 5. Krat, Gleditschstr. 29. Specht, Butttamerstr. 20. Podehl, Lüzowftr. 75. Süden. G. Wittenhagen, Scharnhorststr. 35. Böhmte, Schleiermacherstr. 11. N. Schulz, Lottumstr. 13a. Mierte, Prinzenstr. 99, Otto Bethke, Dresdenerstr. 64. M. Barthan, Wasserthorstr. 12. Otto Bödewig, 71. A. Weiner, Wafferthorstr. 49. W. Struck, 38. 5. Liesegang, Prinzenstr. 75. Sauer, 38. 29. 90. G. Kretschmer, H. Trappe, Riterstr. 15. Boleh, Hasenheide 69. A. Helbing, 8eughofftr. 8. Joh. Wendicke, Brandenburgstr. 6. 20. Rex, Prinzenstr. 112. Schmidt, Prinzenstr. 10. P. Przybyla, Hagelsbergerstr. 29. Otto, Sebastianſtr. 82. Fr. Gronemann, Alte Jakobftr. 120a. Bohl, Markgrafenstr. 3. Dehmelt, Bärwaldstr. 47. Micheli, Noftigstraße 49. Neubarth, Urbanstr. 1. Adolf Schulz, Gräfeftr. 19. 2. Royl, Rottbuser User 62a. Ruhrt, Fidicinstraße 6. Doebelt, Willibald Alerisstraße 17 Billing, Urbanftr. 104. Centrum. E. Thebe, Auguststr. 22. Fr. Hoeft, Brüderstr. 36. Mahlendorf, Grenadierstr. 34. Karl Vogler, Auguststr. 54. Otto Trumpf, Gipsstr. 17. M. Gruneberg, Burgstraße 14. Bernhard Danner, Kaiserstr. 18. Gustav Scheurel, Kaiserstr. 46. Schöppe, Grunerstr. 27. Löffler, Steinſtr. 22. A. Zinfe, Linienstr. 120. Wohlgezogen, Linienstr. 4. Schumann, Linienftr. 11. Panneberg, Reibelftr. 5. Frigge, Linienſtr. 87. Schöneberg. Karl Krusche, Sedanstr. 61. Scholter, Bahnstr. 17. Wetze, Barbaroffaftr. 78. Reizig, Grunewaldstr. 47. Bruno Rudolf, Gleditschstr. 3. E. Hante, Frankenstr. 2. D. Schubert, Golfstr. 13a. K. Schöppe, Grunewaldstr. 114. M. Böhling, Ebersstr. 42. 6. Wermke, Ebersstr. 14. G. Bub, Helmstr. 2. G. Glaubik, Coburgerstr. 7. Fischer, Hauptstr. 102/103. M. Gebhard, Siegfriedstr. 10. Pospich, Hohenfriedbergstr. 15. P. Kindermann, Sedanstr. 30. R. Schulz, Sedanstr. 49. Rauschnabel, Ebersstr. 85. Charlottenburg. Peter Eichhorn, Berlinerftr. 50. Hermann Witte, Joachimsthalerstraße 39/40. R. Birkholz, Bleibtreustr. 41. Otto Grundmann, Rosinenstr. 10. Sebald Bänisch, Kaiser Friedrichftraße 59. Johann Spitbart, Pestalozzistr. 76. Paul Lehmann, Pestalozzistr. 69. 5. Schmidt, Knobelsdorffstr. 8. Abolf Daniel, Schloßftr. 20. Hermann Otto, Spielhagenstr. 14. May Bartsch, Holbendorffstr. 18. F. Walther, Bestalozzijtr. 12, G. Kühne, Weimarerstr. 14. W. Sorries, Christstr. 15. Frik Modersohn, Dandelmannst. 12. Albert Heinrich, Bismardftr. 43. Wilhelm Schloffer, Sophie Char lottenstr. 99. Wilhelm Tremus, Drangenſtr. 4. B. Lück, Spandauerstr. 20. Schierse, Staiser Friedrich ftraße 47. B. Mack, Potsdamerstr. 10a. Hrm. Haubold, Stuttgarter- Blak 21. E. Eichhorn, Schillerstr. 114. J. Witt, Potsdamerstr. 43. C. Loffe, Wilmersdorferstr. 156. J. Jofat, Rosinenstr. 12c. D. Reimann, Schloßstr. 35. G. Manske, Potsdamerstr. 14. B. Dähne, Sophie Charlotten. ftraße 15a. W. Spieß, Wilmersdorferstr. 66a. 23. Guftte, Wilmersdorferstr. 117. E. Haase, Floraftr. 10. E. Klose, Schlüterstr. 12. D. Block, Wilmersdorferstr. 133. D. Geißler, Wilmersdorferstr. 158. W. Nuckwied, Sophie Charlottenstraße 89. C. Wolff, Friedrich Karlstr. 12. G. Randzio, Wallstr. 24. Z. Donner, Chriftstr. 33. Joh. Liebke, Pestalozzistr. 82. Pauline Razky, Scharrenstr. 8. 5. Stief, Wilmersdorferstr. 127. Otto Bachmann, Englischestr. 29. R. Krause, Krummeftr. 42. J. Lug, Pestalozzistr. 98. Rixdorf. Lehmann, Richardstr. 31/32. Pritschow, Walterstr. 18. Grünau. A. Euen, Köpniderstraße. Weissensee. Füting, Parkstr. 97. E. Brand, Sedanstr. 52. Schneider, Lothringerstr. 5. C. Feldmann, Sedanstr. 28. Rothkegel, Lehderstr. 119. Reinickendorf. A. Schmidt, Residenzstr. 48. Lichtenberg. Nagel, Wilhelmftr. 75. Friedrichsberg. Bruno Kretschmer, Gürtelstr. 27. Friedrich, Wartenbergftr. 2. Rummelsburg. W. Joachim. R. Scholz. W. Lange. Pankow. Müller, Mühlenstr. 32. Ofterhagen, Breiteftr. 15, Schmidt, Berlinerstraße. Mariendorf. Jaenice, Ritterstr. 40 u. Breiteftr. 20. Meierwald, Apostel Paulusstr. 15. 16. Uhlmann, Kaiser Friedrichstr. 9. Weftfahl, Chauffeestraße. Vom Sonntag, dem 12. Juni ab werden wir nur noch die Liste der bewilligten Bäckereien veröffentlichen. 299/4 Bäckermeister und Wiederverkäufer, die in den früheren Listen nicht verzeichnet waren, bitten wir, fich bis Sonnabendmittag 12 Uhr zu überzeugen, ob sie in Die Streikleitung. der Liste verzeichnet find. Verantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 135. 21. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 11. Juni 1904. Verbandstag der Schuhmacher. burger Bäcker, Schuhmacher, Schmiede-, Schlosser, Barbier, Einer von ihnen ist jedoch schon freigelassen. Sollte es zum Prozeß Tischler, Schneider, Schlächter, Maler-, Glaser, Konditoren-, kommen, so können Augenzeugen befunden, daß die drei unschuldig find. Kupferschmiede und Rohrleger, Klempner- und Fuhrherrn- Die Bauhilfsarbeiter streifen nun schon 11 Wochen und immer noch ist Am Freitag, dem fünften Verhandlungstage, wurde die am Innungen. Auch einige Stadtverordnete sowie der Stadtrat das Ende des Streits nicht abzusehen. 29 Firmen haben die Forderungen Donnerstag begonnene Erörterung über die Verlegung des Vorstands- Mielen z haben sich ihnen in trauter Seelenharmonie angeschlossen. bewilligt. Bon 1300 Bauhilfsarbeitern arbeiten 401 zu den neuen fizes fortgesetzt. Die für die Verlegung vorgebrachten sachlichen A Gründe traten weit zurück hinter den damit in Zusammenhang Wie die Zurückziehungen zu stande kommen. Bedingungen. Im Streit befinden sich 447 und 200 verrichten Erdund sonstige Arbeiten. Von 300 tonnte nichts festgestellt werden, stehenden Momenten, die im Vordergrund der Debatte standen. Die Auf dem Verbandsbureau der Bäckergesellen sind bisher etiva weil die vor den Bauten postierten Schuhleute den persönliche Seite dieser Angelegenheit besteht darin, daß der Verbands- 360 Mitteilungen von Meistern eingegangen, daß sie die Bewilligung die Statistik aufnehmenden Arbeitern den Zutritt sekretär Rölle seinen Vorstandskollegen, dem Hauptvorfizenden Simon wieder zurückziehen. Als sich bei diesen Meistern gleich darauf die zu den Neubauten verwehrten. und dem Hauptkassierer Reuß, Pflichtverletzungen vorwarf, die er in Wirkung des Boykotts in verstärktem Maße geltend machte, da er- Unter den Italienern gärt es. Ein Trupp ist fürzlich abgereift, der Donnerstagjitzung durch eine Reihe von Einzelheiten Härten 97 der Weiſter, ihre Unterschriften unter den und die andren haben erklärt, nicht unter diesen Bedingungen weiter begründete. Nachdem Eimon und Reuß sich zu den von zurückziehungen müßten von andrer Seite un- arbeiten zu wollen, weil sie bei wenig Essen und Lohn wie Kölle erhobenen, zum Teil schweren Anschuldigungen bedingt gefälscht sein, denn sie hätten überhaupt keine Sklaven behandelt würden. äußert hatten, sagte der Redakteur des Fachblattes, Bod Briefe an den Verbandsvorstand geschrieben, auch dächten sie gar nicht Gotha, nach der Anklagerede Köllers habe die Generalversammlung unter dem Eindrud gestanden, daß eine verwerfliche Korruption im Borstande herrsche. Nach den Gegenäußerungen der Angeschuldigten sei nunmehr sicher, daß von den von Kölle erhobenen Anschuldigungen nichts übrig geblieben sei. Der kreißende Berg habe eine Maus geboren, und die Kraft der Worte, mit denen Kölle seine Anklage vortrug, habe nur den Mangel von Gründen verdecken sollen. Nichts habe sich ergeben, was dafür sprechen könnte, daß eine Korruption im Vorstande herrsche. ge= Die nachfolgenden zahlreichen Diskussionsredner gaben fast ohne Ausnahme derselben Ansicht Ausdruck. Gölle Frankfurt a. M. meinte, bon dem ganzen Anklagematerial Kölles sei nur soviel übrig geblieben: Simon, der auch Vorsitzender einer Krankentasse ist, hat im Vereinsbureau Krantenmeldungen entgegengenommen, und der Raffierer Reuß hat manchmal während der Bureaustunden einen Gang in sein in demselben Hause befindliches Schuhwarengeschäft gemacht. werden. daran, die getroffenen Abmachungen zu durchbrechen. Weitere Der Zimmererstreit in Düsseldorf ist nach 13 wöchentlicher Dauer 66 Meister wiederum beteuerten, ihnen sei die Unterschrift unter die beendet. Eine stark besuchte Zimmerer- Versammlung beschloß, über Burückziehungen von Mitgliedern des Boykott- Abbie Unternehmer, die noch nicht bewilligt haben( es handelt sich um wehr ausschusses geradezu abgepreßt worden, einige fleine Strauter, die insgesamt 17 Arbeiter beschäftigen) die aus eignem Antrieb würden sie die Bewilligung nicht zurückgezogen Sperre zu verhängen. Es ist also ein voller Erfolg erzielt. Be haben. Sie unterschrieben denn auch sämtlich sofort aufs neue. Bon schlossen wurde ferner, die noch Ausständigen, etwa 17 Mann, so dem Boykott- Abwehrausschuß ist einigen Meistern nach deren eigner lange zu unterstützen, bis sie zu den neuen Bedingungen unterAussage sogar Gelb angeboten worden, damit sie nur ihr Wort dem gebracht sind. Bäckerverbande gegenüber wieder brechen sollten. Als den Ausschuß- Der Streit der Steinseher und Rammer in Dortmund ist mit mitgliedern jedoch gesagt wurde, sie müßten schon so viel Geld zahlen, einem teilweisen Erfolge für die Arbeiter heute beendet worden. als die Bäckerei gekostet habe, wenn sich der Wortbruch rentieren solle, Am Montag wird die Arbeit wieder aufgenommen. da ließen sie schließlich von ihren Bemühungen ab. An solchen Manipulationen zeigt sich recht drastisch, wie niedrig die maßgebenden Innungsherren den Wert eines Ehrenwortes einschätzen. Das Ehrenwort eines modernen" Bädermeisters ist thatsächlich nur so viel wert wie eine Frühstücksschrippe; denn nur frisch ist sie gut, nach einem Tage ist sie unbrauchbar, und nach zwei Tagen nicht mehr zu genießen. Die Rebensart von der socialdemokratischen Machtprobe" Husland. Die englischen Gewerkschaften im Jahre 1903. Nach dem vor furzem erschienenen amtlichen Bericht über die englischen Trades Unions waren Ende vorigen Jahres 1535 184 Arbeiter in gewerkschaftlichen Verbänden organisiert. Gegenüber dem Jahre 1902 beDer Vorsitzende des Ausschusses befürwortete die Verlegung des deutet dies nur eine Zunahme von 8315 Mitgliedern. Viel stärker Vorstandes von Nürnberg, gleichgültig wohin. Die namentliche als die Mitgliederzahl sind dagegen die Fonds der Gewerkschaften Abstimmung ergab, daß sich 7 Delegierte für, 58 gegen die Ver- hat am vergangenen Mittwoch auf dem Gewerbegericht eine Würdigung gestiegen. Die 589 Trades Unions verfügten am Ende des Jahres legung des Vorstandssizes erklärten. Der Vorstand bleibt erfahren, die den Herrn Ober- Innungstrautern und sonstigen Scharf 1908 insgesamt über 4 809 388 Pfd. Sterl.( über 96 Millionen Mark) also in Nürnberg. Das Bureau soll aber, nach einem machern recht arg in die Glieder fahren dürfte. Am genannten Tage gegen nur 4442 000( 88 840 000 m.) im Jahre vorher. Auf den Beschluß der Generalversammlung, in ein andres Haus verlegt fand auf dem Einigungsamt die erste Sigung der Schlichtungs- Kopf eines jeden Mitgliedes entfallen aus den vorhandenen Fonds tommiffion für diejenigen Bädereien statt, die mit den Gesellen fürzlich durchschnittlich 62,65 Mark. Die Frage der Vergrößerung und Ausgestaltung des Schuh einen Tarif abgeschlossen haben. Es wurde dort das aus drei Meistern Die Zunahme ist, gemessen an der der deutschen Gewerkschaften, macher- Fachblatt", die hierauf zur Verhandlung stand, wurde bem und drei Gesellen bestehende Kuratorium für den paritätischen äußerst gering; wie es scheint, haben die Trades Unions ihren Höhe Borstand in Gemeinschaft mit dem Ausschuß und dem Redakteur zur Arbeitsnachweis gewählt, der dem städtischen Nachweisbureau in der punkt erreicht; wenigens solveit Arbeiterschichten in Frage kommen, Erledigung überwiesen. Gormannstraße angeliebert werden soll. Bei dieser Gelegenheit auf deren Geivinnung die Unions bisher allein Wert gelegt haben. Hierauf famen die Kommissionsvorschläge zur Arbeitslosen äußerte fich der Vorsitzende, Magistratsrat v. Schul 3, etwa folgen- Dagegen bleiben auch in England noch ungeheure Massen, naments und Krantenunterstügung zur Verhandlung. Sie fanden dermaßen: Es werde von den Innungsführern stets gesagt, daß die lich ungelernter Arbeiter zu organisieren übrig. teinen Anklang. Nachdem auch die Vorlage des Hauptvorstandes Forderungen der Bäckergesellen eine socialdemokratische auch in England noch nicht gelungen, die Arbeiterinnen in ihrer abgelehnt worden war, wurde auf Antrag von Weife Weißenfels Macht probe darstellen. Demgegenüber verweise er auf den vor Mehrheit zur gewerkschaftlichen Organisation heranzuziehen. beschlossen, drei Klassen für Beitrag und Unterstützung vor dem Gewerbegericht festgelegten alten Tarif vom Jahre 1900. In zusehen und zwar sollen die Beiträge wöchentlich 20, Punkt 6 jenes Tarife haben sich die Innungsvorstände der Bäder 35, 50 f. betragen. Die Arbeitslosen- Unterstützung soll für damals ausdrüdlich verpflichtet, fich über geeignete Mittel 40 Tage im Jahre gewährt werden und wöchentlich je nach und Wege schlüssig zu werden, wonach die Abschaffung von Kost und der Beitragsklaffe fich auf 3 M., 4,50 m., 7,80 m. belaufen. Logis nicht nur für die verheirateten Gesellen und solchen, die in Die Krantenunterstützung soll für 78 Tage im Jahre gewährt werden größeren Betrieben arbeiten, sondern auch für alle und wöchentlich 3,00 m., 3,30 m., 6,60 m. betragen. Den Wöchne übrigen Gefellen eingeführt werden solle. Dies fei jedoch rinnen soll in allen Kelaffen eine Unterstützung von 6,00 2. gewährt nicht geschehen. Within handle es sich jest auch um teine werden. Die Reise- Unterstützung wurde auf eine Mart pro Tag socialdemokratische Machtprobe, sondern es werde festgesetzt, fie soll jedoch nur nach Burüdlegung von 25 Kilometer von den Gefellen nur dasjenige durchzuführen beabsichtigt, was damals ausgezahlt werden. von den Meistern bereits versprochen( aber nicht innegehalten) wurde. Ueber die Tarifgemeinschaften referierten der Verbandsredakteur Bock Gotha und der Hauptvorsitzende Simon. Sie betonten, daß fie, entgegen den Behauptungen der Unternehmerpresse, in dieser Frage einer Meinung seien. Referenten eingebrachte Resolution wurde ohne Debatte angenommen. Eine von beiden Sie lautet: br Am Donnerstag fanden nun zivei von dem Gesellenverbande berg statt. In Rirdorf handelte es sich um die Abwehr eines ber einberufene Versammlungen in Rirdorf und Schöne brängen wollte. Herzlich schlecht ist dabei der Obermeister der Rig schlechterten Tarifs, den die dortige Innung den Gesellen aufdorfer Innung gefahren. Sein" Tarif war nämlich den Berliner Scharfmachern zu arbeiterfreundlich, den Gesellen aber zu reaktionär. Als nun die Gesellen die Annahme dieses Tarifs ablehnten und die Berliner Freunde den Obermeister Markus auch noch mit Vorwürfen überschütteten, legte dieser aus Verdruß über sein vertanntes Genie sein Amt als Obermeister nieder. " " Das Bestreben des Unternehmertums, die Folgen der mit der modernen Produktion verbundenen schrankenlosen Stonkurrenz auf die Arbeiter abzuwälzen, in Verbindung mit der Geltendmachung eines len Herrentums seitens eines großen Teils der Arbeitgeber gegenüber den Arbeitern hat in den letzten Jahren zu zahlreichen und schweren wirtschaftlichen Kämpfen geführt. Diese Kämpfe zu mindern und teilweise ganz zu beseitigen, giebt uns nur das Mittel der gegenseitigen Vereinbarung des Arbeitsvertrages auf Die Schöneberger Versammlung war eine öffentliche. Nach längere Dauer. In allen denjenigen Gewerben, in welchen einem Referat esscholds über die Ursachen des Bohkotts und Tarifvereinbarungen abgeschlossen wurden die Zahl einer scharfen Kritik des Wortbruchs einer Anzahl derselben hat sich in den letzten Jahren verdreifacht haben Arbeit- Schöneberger Bädermeister nahm die stark besuchte Vergeber und Arbeitnehmer den Nugen der stabilen Arbeitsverträge sammlung einstimmig eine Resolution an, in der sich die Anwesenden schäßen gelernt und sind zu Erneuerungen der Verträge geschritten. zur nachdrücklichsten moralischen Unterstützung der Bäckergesellen verSogar Regierungen und Behörden haben den hohen Wert der Tarif- pflichteten. vereinbarung dadurch anerkannt, daß sie die zu vergebenden Arbeitsund Wenn die Ferner ist es Für neutrale und gegen konfessionelle Gewerkschaften hat sich der Verband evangelisch- socialer Arbeitervereine der Schweiz auf seinem jüngst in Bern abgehaltenen| Delegiertentag erklärt. In einer Resolution wurde die Zustimmung zu der Stellung, die der zu Ostern in Luzern abgehaltene Gewerkschaftskongreß in der Frage der Neutralität eingenommen hat, ausgesprochen und die Gründung fonfessioneller Gewerkschaften als eine Schwächung der schweizerischen Gewerkschaftsbewegung bezeichnet. Ferner werden die Mitglieder des evangelisch- socialen Arbeiterverbandes aufgefordert, sich an den bestehenden unpolitischen und interfonfeffionellen Gewerkschaften zu beteiligen sowie gegen allfällige Verlegungen der Neutralität der Gewerkschaften sich in diesen selber zu wehren. Die Aussperrung in der Antwerpener Diamantindustrie. Am vorschläge mit den vom Vorstand der Prinzipalsvereinigung ge Mittwoch hat eine Verbandsversammlung der Diamantarbeiter Antwerpens die vom Verbandsvorstand gemachten Einigungs274 Stimmen, bei 21 Stimmenthaltungen. Werden die Vorschläge wünschten Abänderungen angenommen, und zwar mit 2196 gegen 274 Stimmen, bei 21 Stimmenthaltungen. Werden die Vorschläge nun auch von der Mitgliederversammlung der Prinzipalsvereinigung gutgeheißen, so kann die Arbeit in Antiverpen am Montag wieder aufgenommen werden. Aus der Frauenbewegung. Köpenid. Am Montag hielt der Frauen- und Mädchen- Bildungsverein für Köpenick und Umgegend eine gutbesuchte Generalversammlung ab, in welcher Genosse Johannes Rein einen Vortrag hielt über Arbeiterwohnungsnot. Da die bisherige Vorsitzende ihr Amt niedergelegt hat, wurde Frau Schlicht an deren Stelle und Frau Koppe als zweite Schriftführerin gewählt; alle andren Vorstände behielten ihr Amt. Zum Schluß forderte die Vorsitzende noch auf, fich an dem vom Verein veranstalteten Ausflug Sonntag, den 12. Juni, recht rege zu beteiligen. Treffpunkt nachmittags 2 Uhr in den Lokalen Rochlig und Helling. Eingegangene Druckfchriften. aufträge nur an Firmen erteilen, welche den Tarif, too ein solcher Der Bautischlerstreit in Steglik und Groß- Lichterfelde ist nach besteht, durchführen. Auch für die deutsche Schuhindustrie und circa 17 wöchentlicher Dauer beendet resp. seitens der Gesellen mit das Schuhmachergewerbe ist eine Tarifgemeinschaft eine 86 gegen 18 Stimmen aufgehoben. Wir berichteten in voriger dringende Notwendigkeit geworden. Die zahlreichen Lohn Woche, daß die Unternehmer in lezter Zeit sich doch noch zur Ankämpfe, die furchtbare Schmutzkonkurrenz fönnen nur durch knüpfung von Verhandlungen verstanden haben, doch blieben fie auf festgelegte, gegenseitig bereinbarte Arbeitsbedingungen ein- den Standpunkt stehen, zunächst nicht mehr als 2 Broz. bewilligen geschränkt werden. Die von Eigennutz und Kurzsichtigkeit diftierten zu können und erst nach Verlauf eines Jahres weitere 2 Proz. zu- waltung und Volkswirtschaft. München 1904. J. Schweizer Berlag( Arthur Annalen des Deutschen Neiches( Nr. 6) für Gefeßgebung, Ber Einwendungen der Unternehmerpresse gegen Tarifgemeinschaften sind zulegen. Diese Busage einer späteren Zulage war für die Gefellen wert- Sellier). Inhalt: Beendigung der Regentschaft in Bayern durch die Thatsache, daß solche in dem Mutterlande der Schuh- los, da die Herren selbst erklärten, die Baukonjunktur hätte ihren Höhe bei Lebzeiten des Königs, von Professor Dr. Anton Dhroff in industrie, Amerika, sowie in andern Ländern bestehen, längst wider- punkt erreicht. Was sie jetzt nicht thun wollten, würde in einer kommenden München. 8wei Fragen des herzoglich sächsischen Thronlegt. Die Generalversammlung beschließt, der Vorstand und die fchlechteren Periode ganz gewiß gezahlt worden sein. folgerechtes von Prof. Dr. Conrad Bornhat in Berlin. Die Bes einzelnen Filialen haben die Pflicht, wo immer nur die Möglichkeit nichtannahme der 2 Broz. Berwunderung hervorrufen sollte, fo diene beutung der Boltswirtschaftslehre für die Rechts. besteht, Tarife abzuschließen und mit Energie auf die Vervollkomm- zur Aufklärung, daß wir dieses Zugeständnis als teinen Erfolg an- wiffenschaft, von Privatbozent Dr. phil. et jur. Adolf Weber in Bonn. nung des Tarifsystems hinzuarbeiten. Grundbedingung für Durch- fehen konnten, da schon 12 von 30 in Betracht kommenden Wert von Dr. jur. Fritz Berolzheimer in München. Die Beiladung im Das Bermögen. Juristische Festlegung einiger Wirtschaftsgrundbegriffe führung und Aufrechterhaltung getroffener Vereinbarungen ist aber stellen zum aufgestellten vollen Nettotarif arbeiten. Würden nun preußischen Berwaltungsprozeßrechte von Referendar Georg eine starte Organisation und ist es deshalb Pflicht jedes Kollegen, die 33 noch streitenden Gesellen auf obiges Angebot eingegangen Belse in Torgau. Stizzen und Notizen. Zur Aufhebung des§ 2 derselben beizutreten." sein, so müßten die Löhne der ca. 100 bereits zu den neuen Be- des Jesuitengejeges und zur Frage der Santtionsfähigkeit eines vom Reichsdingungen arbeitenden Kollegen von 7 auf 2 Broz. heruntergesett tag gutgeheißenen Gesezentwurfes. Aus den Gejezblättern. werden, da sämtliche Meister, die vorher schon bewilligt haben, ihr Bugeständnis an die Bedingung geknüpft haben, daß, falls später ein Tarif vereinbart würde, dieser auch ihnen zu gute kommen solle. Nach obiger Beschlußfassung find also die Betriebe wieder frei gegeben, doch wurden die vom Streit übrig gebliebenen Kollegen verpflichtet, sofern sie in die alten Betriebe zurückgehen, zu den bewilligten 2 Broz. noch weitere 3 Broz hinzuzufordern, sonst aber Roggen, gut nicht anzufangen, sondern sich außerhalb Stegliz Arbeit zu suchen. Die Streiffommission. Gewerkschaftliches. Berlin und amgegend. Marktpreise von Berlin am 9. Juni 1904 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. Weizen, gut D.- Gtr.| 17,15| 17,33 Startoffeln, neue D.- Ctr. 17,31 17,29 Rindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch Schweinefleisch Kalbfleisch 12,98 12,97 Sammelfleisch Butter 14,20 13,00 mittel gering " 17,27 17,25 " 7,00 5,00 1,80 1,20 1,40 1,10 " 13,00 12,99 1,60 1,00 " mittel 1,80 1,20 " " gering " 12,95 12,95 1,80 1,20 + Gerfte, gut 2,60 2,00 " mittel gering 12,90 11,70 11,60 10,40 Eier Starpfen 60 Stüd 3,60 2,40 1 kg 2,00 1,40 15,00 14,20 Male " 2,80 1,40 " mittel gering 14,10 13,30 Bander 3,00 1,20 " echte " 2,40 1,00 2,00 1,00 280 1,40 1,40 0,80 Barsche 13,20 12,40 4,00 3,66 7,10 5,00 Schleie 40,00 28,00 Bleie 50,00 25,00 Strebse 60,00 25,00 * ab Bahn. † frei Wagen und ab Bahn. pet Shod 16,00 3,00 Die Ergänzungswahlen für den Gesellenausschuß bei der Sandwerkskammer beschäftigten am 9. Juni eine Konferenz der Altgesellen der Innungsgruppen V( Bauhandwerk- 9 Jnnungen), VI( Holzgewerbe und verwandte Berufe 10 Junungen) und VII( Metallgewerbe 13 Junungen). Die Zusammenkunft hatte im wesentlichen den Zwed, eine Einigung über die Kandidaten zu erzielen. Es stellte auf die Deutfches Reich. Gruppe V den Rohrleger Edmund Morig und als Stellvertreter den Maler May Bartel, die Gruppe VI den Tapezierer Otto Wie bereits telegraphisch mitgeteilt, thafer, gut Zimmererftreit in Danzig. Wie bereits telegraphisch mitgeteilt, Wels und als Stellvertreter den Drechsler Emil Köppen, die find die Zimmerer in Danzig in den Ausstand getreten. Bereits Gruppe VII den Schlosser August Rosenberg und als Stell- im März wurde den Arbeitgebern im Baugewerbe der Lohntarif Die zugestellt. Jedoch hatte nur einer derfelben den Mut, eine Antwort Richtstroh vertreter den Gelb- und Zinngießer Georg Matthes. Er erklärte, daß er sich dem Beschluß der Innung Heu Schneider, die für sich die Gruppe IV bilden, werden die Angelegen zu geben. heit noch unter sich erledigen. anschließen würde. Später wurde an die Innung nochmals ein Erbsen Speisebohnen Ersuchen um Anwort gerichtet, aber mit dem gleichen Erfolg wie zuvor. Linsen Zum Kampf im Bäckergewerbe. Die Forderung der Zimmerer ist im wesentlichen 45 Bf. pro Am 7. Juni Gegenwärtig machen alle Innungsvorstände mobil, um den be- Stunde, ferner Aufschläge für leberstumden 2c. brängten Bäcker- Bunftmeistern Hilfe in ihrer Not zu bringen. In fand nun eine Zimmererversammlung statt, in der auch der einem Flugblatte richten sie ein„ ernstes Wort an ihre Mitbürger", zweite Vorsitzende Ede- Hamburg anwesend war. Es wurde von der großen Mehrzahl gegen 22 Stimmen der Streit proklamiert. in dem fie es als unerhört bezeichnen, daß selbst ein Teil unfrer Situation ist außerordentlich günstig und hoffen die Streifenden auf bürgerlichen Hausfrauen dem Boytott geneigt" ist. Sie beschwören den Sieg. jedermann, sich doch kräftig der armen boykottierten Bädermeister anzunehmen, deren Selbständigkeit unter allen Umständen von der die Arbeit niedergelegt. Von den 439 vor dem Streit arbeitenden Zimmerern haben 330 Von den dem chriftlichen BauarbeiterSocialdemokratie„ vernichtet" werden solle. Denn wenn erst das Verband angehörigen Zimmerern, ca. 100 Mann, ist ein großer Teil Swinembe. 763 DGD 2wollig 14 Haparanda 764 Bädergetverbe ruiniert und in socialistische Verwaltung übergegangen sei, dann würden auch bald die andern Zweige der Nahrungsmittel- nicht in den Ausstand getreten, jedoch wollen diese sich in einer Samburg 760 DGD 5bebedt 13 Betersburg 761 D morgen stattfindenden Versammlung den Streifenden anschließen. Berlin gewerbe" folgen und schließlich in rascher Folge auch alle andern von den 41 am Ort befindlichen Baugeschäften haben heute vier Frank.a. M. 757 S 14 Aberdeen 766 N Gewerbe von der Socialdemokratie aufgesaugt werden". Deshalb 4 bedeckt 15 Baris 758 S 2 bedeckt müssen die Bäckermeister unterstützt werden, denn das freie Spiel Geschäfte die Forderungen anerkannt. Zuzug fernhalten. 761 SD 2bebedt 13 Centralverband der Zimmerer, Zahlstelle Danzig. der Kräfte darf zum Zwecke der Erringung der Herrschaft einer Wetter- Prognose für Sonnabend, den 11. Juni 1904. revolutionären Partei nicht unterbunden werden!" Dieser Unsinn Zur Lage im Königsberger Baugewerbe. Unter den jüngst beim Ziemlich fühl, zeitweise aufllarend, vorwiegend trübe mit etwas Regen ist unterzeichnet von den Obermeistern der Berliner und Charlotten- Straßentrawall Verhafteten befinden sich auch drei Bauhilfsarbeiter. I und mäßigen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. " Die Witterungsübersicht vom 10. Juni 1904, morgens 8 1hr. Stationen Barometer. München 759 S Wien Bind richtung Bindstärke Wetter Zentp. n. E. 5°. 4° N. Stationen 4 bedeckt 15 Cort 2bedeckt Barometer stand mm Bind richtung Windstarte Better 2beiter Temp. n. T. o Do 10 3bebedt 8 13 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 11. Juni.. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Bajazzi. Neues Opern- Theater. Der Bettelstudent. Deutsches. Nora. Berliner. Mamzelle Nitouche. Leffing. Zapfenstreich. Belle- Alliance. Sam'rad Lehmann. Anfang 8 Uhr. Weften. Im bunten Rod. Schiller 0.( Wallner Theater.) Ein unbeschriebenes Blatt. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Pension Schöller. Neues. Einen Jug will er sich machen. Kleines. Nachtasyl. Residenz. Die 300 Tage. Central. Papageno. Carl Weiß. Bineta. Metropol. Ein tolles Jahr. Winter- Garten. Specialitäten. Apollo. Liebesgötter. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Passage Theater. Specialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr: Die Insel Rügen. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Ein unbeschriebenes Blatt. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Ehre. Sonntagabend 8 Uhr: Der Geizige. Hierauf: Der eingeb. Kranke. Montagabend 8 Uhr: Ein unbeschriebenes Blatt. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Pension Schöller. Sonntagnachmittag 3Uhr: Was ihr wollt. Sonntagabend 8 1hr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montagabend 8 Uhr: Das Heiratsnest. Im Garten täglich gr. Militär- Konzert Max Kliem's Sommer- Theater Hasenheide 13-15. Artistische Leitung: Paul Milbitz. Charlottenburg. Sonntag, den 12. Juni 1904, im Volkshause, Rosinenstraße 3: Sommer- Fest des Wahlvereins. 0 Konzert, Auftreten des Ulk: Trios, Kinder- Fackelzug und Tanz. Herren, die am Tanze teilnehmen, zahlen 50 Bf. nach. Anfang nachmittags 4 Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet Jeden Sonntag 250/ 10* Billets 25 Pf. Das Komitee. Täglich: Gr. Konzert, Theater- u. Specialitäten- Vorstellung. Extrafahrt A Jeden Montag: Sommerfest. Kinderfeste. Jeden Mittwoch: Die beliebten Jeden Donnerstag: Elite- Tag. Die Kaffeeküche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet. 2 Hochelegante Kegelbahnen, Würfelbuden, Konditorei, Blumenstand 2c. In den Sälen: Grosser Ball. nach Seebad und Restaurant Abjahrt Michaelbrücke. Für Vereine und Gesellschaften in der Woche freie Fahrt. Einige Sonntage noch frei. Keddig, Müggelwerder.[ 55252* Breis 40 Bf. Müggelwerder. Willy Trapps Urania. Diez' Specialitäten Theater. Restaurant zur Untergrundbahn.repow Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Die Insel Rügen. Invalidenstraße 57/62. Stern Sternwarte warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Invalidenstr. 57/62. CASTAN'S Landsberger Direkt Ringbahnstation. Db schön! Täglich Db Regen! im herrlichen Garten od. gr. Saal: Das konkurrenzlose Juni- Programm, 11. Juni cr.: 5460L* Grosse Italienische Nacht Feenhafte Beleuchtung. ca. 36 erstklaffige Nummern Elite- Konzert. Sommernachts- Ball. mit stürmischem Beifall, u. a. Neu für Berlin: Marco et Tatgana. The Orig.- Beirotis, Burleske ercentric. 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Heute: Grosses Sommerfest verbunden mit Gartenkonzert u. Theatervorstellung. Auftreten sämtlicher engagierten Specialitäten. Paul Coradini. Loro- Quartett. Anfang 4 Uhr. ossmanns Gr. Sommernachts- Ball. Konzert- Garten, SW., Kreuzbergstr. 48. Jeden Sonntag: Frei- Konzert und Ball. 1081 Montag: Eichlers Quartettsänger. Entree 30, numerierter Plaz 50 Pf. Passage- Theater. Anf. Sonntag 3, Wochentags 5 Bons haben Gültigkeit. Nathan Wand, 129 Stalikerstr. 129. Die schönsten 53152* Herren- Sommer- Paletots in neu, und Anzüge sowie fpecie Monats- Garderobe von Savalieren getragene Sachen, fast neu, für jede Figur passend, speciell Bauch anzüge sind in großer Auswahl stets zu staunend billigen Preisen zu haben. 5 Uhr, Anfang der Abend- Nathan Wand, vorstellung 8 Uhr. Alfred Bender Original- Humorist.. Mittwoch: Militär- Konzert 14 erstklassige Nummern. 129 Staligerstr. 129. Hochbahnſtation Kottbuserthor. Bitte auf Hausnummer zu achten. 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In Anbetracht des Internationalen Frauen- Kongresses und der Aktuellität dieser Frage erwarten zahlreichen Besuch mal oz 1 Die Vertrauensleute. 261209111 Holzbildhauer legitimiert. 238/8 Um zahlreiche Beteiligung wird ersucht. Der Vorstand. Verband der Möbelpolierer. Montag, den 13. Juni, abends 81, Uhr, Hussitenstr. 40: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Wollheim über:" Staatshilfe und Selbst: Das Erscheinen aller Kollegen mit ihren Frauen ist erwünscht. des Westen, Südwesten u. Süden.hilfe". 2. Distufion. 3. Berſchiedenes, 02 Montag, den 13. Juni, abends 8 Uhr, im Lokal Habels Brauerei- Ausschank, Bergmannstr. 5-7: Lederhose Allein- Verkauf. Sehr starkes Leder in praktischen grauen u. braunen Streifen, auch einfarbig. Am Bund aus einem Stück gearbeitet. Sehr feste Kappnähte. Haltbarste Pilot- Taschen. Große Flicken umsonst. 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Juni 1904, bormittags punkt 10 Uhr, im Lokal des Herrn Tolksdorf, Görligerstraße 58: Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 1. Festsetzung der Gehälter. 2. Wahl der Drtsverwaltung sowie der Beitragssammler. 3. Regelung der Krankengelegenheiten. Bauanschläger Berlins und Umgegend. fontrolle und sonstige Kaffen- AnTages- Ordnung: 1. Bas Berhalten der Arbeitgeber zu unsrer Tariffrage und welche Folgerungen ergeben sich daraus für uns. Referent Cohen. 2. Diskussion. Alle Berufskollegen, ob organisiert oder nicht, sind zu dieser Versaminlung eingeladen. Sämtliche Bauarbeiter werden ersucht, die auf den Bauten arbeitenden Anschläger auf diese Versammlung aufmerksam zu machen. Montag, den 13. Juni, abends 8%, Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr: 23: Versammlung Der Former und Berufsgenossen Berlins u. Umg. Tages- Ordnung: 1. Unfre Berufsstatistik und deren Ergebnis. Referent Kollege Hermann Zernicke. 2. Diskussion. 3. Differenzen in den verschiedenen Gießereien. 4. Berbandsangelegenheiten und Berschiedenes. 116/9 Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß in dieser Versammlung die Broschüre über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Former und Gießereihilfsarbeiter Deutschlands zur Ausgabe gelangt. Montag, den 13. Juni, abends 8, Uhr, bei Herrn Zühlke, Dennewitftr. 13: Bezirks- Versammlung für Westen und Schöneberg. Zages Drdnung: 1. Vortrag. 2. Distusfion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Ver. fchiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Montag, den 13. Juni, abends 8%, Uhr, in den Germania- Sälen, Chauffeeftr. 103: Bezirks- Versammlung für den Norden. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Chajes: Tuberkulose und Metallarbeiter. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Zahlreicher Befuch wird erwartet. Sonnabend, den 18. Juni 1904 Großes Sommer- feft im Bernhard Rofe- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Direktion: Bernh. Rose Stapellmeister Emil Müller Regie: Heinr. Richter veranstaltet von den Vertrauensleuten des Nordens. Die Kaffeeküche ist von 2-5 Uhr geöffnet. Um 9 Uhr: Fackel- Polonaise, wozu jedes Kind eine Stodlaterne gratis erhält. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung 4%, Uhr. Billet 20 Pf. Die Ortsverwaltung. Central- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und andrer gewerblicher Arbeiter. ( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 3 Hamburg.) Oertliche Verwaltung Berlin F. Sonntag, den 12. Juni 1904, vormittags 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung 1 bei Wernau, Schwedterstr. 23/24. Tagesordnung: 1. Wahl der gesamten Ortsverwaltung, der Beitragsammler und des Vertrauensarztes. 2. Verschiedenes. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 18. Juni unser diesjähriges Sommerfest zum Besten unsrer Invaliden in Fröbels Allerlei Theater, Schönhauser Allee 148, stattfindet. Des Sommerfestes wegen werden die Beiträge Montag, den 20. Juni, abends 8 Uhr, in unsren Zahlstellen entgegengenommen. 183/6 Die Ortsverwaltung. Central- Verband der Dachdecker. Filiale Berlin. Sonntag, den 12. Juni, vormittags 10 Uhr, bei Feind, Weinstr. 11: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zum Streiffonds. 2. Ürabstimmung zur Arbeitslofen- Unterstügung. 3. Berbandsangelegenheiten. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Der Vorstand. 54/15 Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 184/7 Die Ortsverwaltung. Eine Mark wöchentliche Teilzahlung liefere eleg. fertige Herren- Moden. Bestellungen n. Maß, tadell. Ausf. Werkstatt im Hause. J. Kurzberg, Neue Königstr. 47. Direkt am Alexanderplatz. wartet 85/6 Montag, den 13. Jnni, abends 8 Uhr, im. Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 2: AUAXAVZUA En gros. Export. En detail. Chauffeeftr.24a/ 25. Brückenstr.11. Gr. Frankfurterstr. 20. Die 23. Preisliste 1904 wird kostenlos und portofrei zugesandt. 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