Ar. 14S. HNnwmCTfS'BedlnaoognH alonnemtntS- Preis pränumerando! Bierteljähri. S,M MI.««natl> 1,w Mü, wdchenMch 28 Pfg. frei ins Hau». Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntag». nummer mit illustrierter Sonntags. Bellag«.Dt, Reu« Welt' l« Pfg. Post- Abannemenk 1,10 Marl pro Monat. Ewgetrasen in die Post-ZeitungS« PretSUfh. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich» Ungar» 2 Mark, für da» übrig««uSIan» I Mari pro Monat. A. ZuhrK. vichtist Öfliidi auBtr montagi. Vevliner VolksblÄkk. Dlt Tnlfrfl«n$'6f6ü1)r beträgt für die sechZgestmlten« Kolon«. geile-der deren Baum«V Pfg., für politische und gewerlschaftliche BereinS- und Versammlung». Anzeigen LS Pfg. „Kleine Anreisen", da» erste isest. gedruckte) Wort 10 Pfg,, jede» weitere Wort S Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis S Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expeditton ist an Wochen- tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und gesttagen bis 8 Uhr vormittag» geöffnet. relegramm- Adresse: ,,SoÄäItI«m»Il»t Berlin". Zentralorgan der roziatdemokratifchen Partei Deutfcblands. Redaktion: 8M. 68, Lindenetraaee 69. Kernst» rechcr: Amt IT, Nr. 1983. 1 Expedition: 8M. 68» Lindenetraeee 69. Fernsprecher: Amt IT. Nr. 1984. Hundert Tage„positiver Arbeit". Der elfte deutsche Reichstag hat sein Probejahr zurückgelegt. Dieser Reichstag setzt sich au? 73 Socialdemolraten und 819 Vertretern der bürgerlichen Parteien zusammen; diese Drei- hundertneunzehn, so bunt die Musterkarte ihrer Programme auch sonst fem mag, haben sich ihren Wählern alle als begeisterte Freunde der„positiven Arbeit" empfohlen und sich damit in Gegen- satz zur Socialdemokratie gestellt, die nur negiere und zerstöre. Für diese Wähler ist es besonders interessant zu erfahren, was die redlichen Dreihundertundneunzehn in dem ersten Fünftel ihrer positiven Arbeits' Periode geleistet haben. Es ist kein Zweifel darüber möglich, daß die ungeheure Mehr> heit des deutschen Volkes den Ausbau unsrer politischen Ver Hältnisse im Sinne vermehrter Freiheit ebenso sehr wünscht, wie das Eintreten der öffentlichen Gewalt zum Schutze der wirtschaftlich Schwachen: sociale Reformen. Nicht bloß die beiden frer sinnigen Fraktionen, sondern auch das Centrum und der National' liberalismus wissen nicht bester« Wahlagitation zu treiben, als in- dem sie diesen Wünschen des Volkes zum Scheine wenigstens ent- gegenkommen. Die Wahlen vom IS. und 23. Juni haben also den Volksvertretern nicht bloß das vage, phrasenhafte Programm der positiven Arbeit mit auf den Weg gegeben, sondern auch deutlich die Richtlinie gezeichnet, nach der sich diese positive Arbeit be wegen soll. Was aber hat der elfte Reichstag in diesem ersten Jahre seines Bestandes geleistet? Die einzigen von ihm beschlossenen Gesetze, die zwar in Wirklich keit keine nennenswerten Fortschritte zu nennen sind, aber doch die Richtlinie deS Fortschrittes einhalten, find das Gesetz betr. die Entschädigung für unschuldig erlittene Unter« suchungShaft, und das Gesetz betr. die Errichtung von Kauf mannSgerichten. Wären diese Gesetze nun auch so vollkommen, wie sie unvollkommen sind, so würden sie trotzdem die Behauptimg nicht rechtfertigen, daß in der erstjährigen positiven Arbeit deS elften Reichstag irgend etwas wie.ein großer Zug" gewesen wäre. Die Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft wird von der Socialdemokratie, der Feindin der positiven Arbeit, als ein selbstverständliches Gebot der Gerechtigkeit seit dem Jahre 1881 unaufhörlich gefordert. Nach dreiundzwanzigjähriger Brutzeit ist das Küken endlich aus dem Ei gekrochen— aber wie sieht es aus? Weit entfernt davon, jedem, der ohne erweisliche Schuld durch den Eingriff der Justiz Schaden an seiner Freiheit, feiner Gesundheit, seinem Erwerb genommen, einen Rechtsanspruch auf Entschädigung zu gewähren, bewohlthatet dieses Gesetz jene bisher unbestraften In- länder, deren U ns ch u l d in dem Verfahren wider sie an den Tag getreten ist I Es wirb mit diesem Stück positiver Arbeit wenig Staat zu machen sein. Denn erstens stammt die Anregung von der Social- demokratie; zweiten? wäre ihre wirkliche Durchführung nur etwas Selbstverständliches, das gethan zu haben, noch lange nicht rühmlich ist; drittens aber ist dieses Selbstverständliche nicht einmal gethan, sondern nur ewe groteske Karikatur von ihm geschaffen worden. WaS aber alles die dreihundertneunzehn Helden der positiven Arbeit nicht hindern wird, bei der nächsten Wahlagitation der erstaunten Welt zu verkünden:.Die Socialdemokratie, diese Feindin aller positiven Arbeit, stimmte u. a.: 1904: gegen die Entschädigung unschuldig' verhafteter!' Die KausmannSgerichte! In ihrem Programm fordert die Socialdemokratie llnentgeltlichkeit der Rechtspflege und des Rechts- beistandes. DaS Gesetz betreffend die Errichtung von Kaufmanns- gerichten will den Rechtsschutz der kaufmännischen Angestellten billiger und einfacher gestalten. Seine Notwendigkeit wird bedingt durch einen Zustand unsreS Gerichtswesens, dessen Beseitigung die Social- demokratie anstrebt. Von der ganzen Reform, die die Social- demokratie für alle will, soll auf dem Umweg einer komplizierten Sondergerichtsbarkeit— ein Teil ein Stückchen erhalten. Das winzige Reförmchen aber soll nicht obligatorisch durchgeführt werden, es schließt einen großen Teil der Angestellten, nämlich die Frauen von jedem Anteil an der Bildung der Bcrufsgerichte aus, und unterwirst sie der Gerichtsbarkeit ihrer männlichen Konkurrenten. Es verweigert den Angestellten unter 25 Jahren das aktive Wahlrecht, denen unter 30 Jahren das passive. Der Reichstag fordert für die weiblichen Angestellten wenigstens das aktive Wahlrecht; die Regierungen lehnen selbst diesen bescheidenen Wunsch, der selbst im rückständigen Oesterreich längst erfüllt ist, brutal ab. Sie sind bereit, das ganze Gesetz fallen zu lassen, die kostbare positive Arbeit zu.negieren und zu zerstören," wenn der Reichstag bei seinem Willen bleibt. Die bürgerliche Mehrheit beugt sich— mit Ausnahme der Freisinnigen— unter dieses Joch, während die Socialdemokratie aufrecht bleibt. In den bürgerlichen Wahl- aufrufen wird aber in Vervollständigung deS socialdemokratischen Sündenregisters zu lesen sein: „1904: gegen die Errichtung von KaufmannSgerichten!" Ja, diese socialdemokratischen Barbaren! Zwei Kolonialbahnen, ein ReblauSgesetz, die Ver- besterung der Rechtsstellung des herzoglich holsteinischen Hauses, seien ohne weitere Betrachtung dem Konto der positiven Arbeit gut geschrieben. Was aber der neue Reichstag sonst an positiver Arbeit leistete, kann schwerlich unter eine andre Rubrik gebracht werden denn unter die der parlamentarischen Kesselflickerci. Die positive Arbeit, die der Reichstag durch die Beschlußfassung über das M ü u z g e s e tz leistete, wird von den Regierungen.negiert" und.zerstört" als ein Opfer des weltgeschichtlichen Krieges um das Dreimarkstück. ES war köstlich zu sehen, wie diese Mehrheit einer Volksvertretung deS Thaler Dreieinigkeit als einen.Wunsch der Bevölkerung mit wahrem Löwenmut verfocht, um schließlich auch diese Schlacht zu verlieren. Der.Wunsch der Bevölkerung—"I Ward er etwa gehört, als diese Mehrheit die kleine Reichs- Finanzreform schu die die verfassungsmäßigen Rechte seiner Vertretung mindert und einer neuen Belastung der Massen die Wege ebnet? Der «Wunsch der Bevölkerung" I Wo ist er gehört worden, wie hat er sich geltend gemacht in dieser Volksvertretung. Gipfeln wirklich alle Sehnsüchte des deutschen Volkes in dem Wunsche nach einer bequemen Münze, die man nicht immer hat? Bleibt noch das Mittel- und Schaustück der positiven Arbeit der Etat. Die Braven haben ihn bewilligt, und die Reichsfeinde haben ihn abgelehnt I Sie wollen dem Reiche keinerlei Ausgabe gestatten!„Ginge es nach dem Willen der socialdemo Iratischen Etatsverweigerer, so gäbe es keine Beamten, die das Reich verwalten und kein Heer, das es beschützt." So erzählen die Männer der positiven Arbeit Leuten, die an die Existenz einer Partei glauben, die.alles zerstören" will. In Wahrheit aber bedeutet die Be willigung dieses Etats nicht die Erhaltung der öffentlichen walt schlechthin, wie man dem Volke gerne einreden möchte, sondern vielmehr die Erhaltung eines Systems der öffentlichen Gewalt, das es nicht will. Eine verfassungswidrige Zuschußanleihe ist von diesem Reichs- tage bis auf einen kleinen Rest beseitigt worden, nicht aus Gründen des Rechts— denn die verweigernden Parteien haben im borigen Reichstag für eine solche Zuschußanleihe gestimmt—, sondern aus Gründen parlamentarischer Taktik, um auf die Politik der Regierung in reaktionär- agrarischem Sinne einen Druck auszuiiben. Ein paar unbedeutende Abstriche sind gemacht worden— Negationen der «positiven Regierungsarbeit"— aber das System, das uns nach Südwestafrika geführt hat, hat die Mittel seines Unterhaltes und sein Vertrauensvotum erhalten. Und was bleibt übrig? Keffelflickerarbeit! Verlängerung des Handelsprovisoriums mit England. Verlängerung deS Gesetzes über die Friedenspräsenzstärke des Heeres Dann aber eine Flut von Initiativanträgen und Resolutionen, die nicht zur Beratung gelnngt sind, bei der jetzigen Arbeitsmethode des Reichstages gar nicht zur Beratung gelangen kö.nnen! Unter den beschlossenen Resolutionen eine, die die Einführung �von Tagegeldern fordert I Ein klägliches Bittgesuch, zum sounb sovielten Male eingebracht, hinter dem kein ernster Wille steht, seine günstige Erledigung zu erzwingen I Ist das alles wirklich die«positive Arbeit", die das Volk will? Hat es wirklich die Versprechungen der Dreihundertundneunzehn so aufgefaßt, daß es in dieser Art«positiven Arbeit" ihre Erfüllung erblicken könnte. Ist es wirklich in seiner Mehrheit so wunschlos, so zufrieden, so gesättigt, daß es von seiner Vertretung nichts anderes verlangte als ein behagliches Fortwursteln und Fortfretten in ausgetretenen Bahnen, eine Politik, die ängstlich auf die Er- Haltung alles dessen, was ist bedacht ist, und selbst schwärende Wunden mit Mixturen statt mit dem Messer behandelt? Und wenn er in Wahrheit nicht so träge, so stumpf und ergebungsvoll ist, wenn in seinen Wünschen tausend Keime des Fortschrittsquellen, ist er wirklich so kurzsichtig. Phrasen für bare Münze zu nehmen und seine Vertretung dauernd einem unftucht- baren Maulmachertum anzuvertrauen, das destomehr von„positiver Arbeit" spricht, je weniger es leistet!? In diesen hundert Tagen ist der Kampf gegen die Social- demokratie nur mit Redensarten geführt worden. Wenn man tausendmal erflärt hat, man müsse durch Abstellung wirklich vor- handener Uebelstände der Socialdemokratie das Wasser abgraben, 0 hat man solche Uebelstände, wo sie zu Tage traten, abgeleugnet, tatt sie zu beseitigen. Die Militärskandale, die Russenschande. die Crimmitschauer Gewaltthaten, die Barbarei im Strafvollzug— alles«Klatsch und Flunkerei!" Und fast allemal, wenn von solchen Dingen geredet wird, ballt sich die eine reaktionäre Masse von Mugdan bis Riepenhausen zu einem Klumpen zusammen, und der socialdcmokratische Kritiker sieht sich einem wutschnaubenden Haufen gegenübergestellt, der auf Argumente mit einem sinnlos vom Zaun gebrochenen Streit über den socialdemokratischen .Zukunftsstaat" antwortet. Dieser Zukunftsstaat, möchte er selbst das alberne Nirgendheim sein, als das er sich in den Köpfen dieser Gegner malt, würde als ein schwärmerischer Irrtum tausendmal verehrungswürdiger und 'ruchtbarer sein als die seichte Ziellosigkeit bürgerlicher Gegenwarts- Politik. Aber selbst abgesehen von den geistigen Höhen einer solchen wegficheren, für den bürgerlichen Klassenverstand unerreichbaren Endzielpolitik, nimmt sich das Gegenwartsprogramm der Social- demokratie, die Forderung«positiver Arbeit", die sie an den egenwartSstaat und an den Reichstag stellt, neben der Arbeit, die dieser Reichstag leistet, wie ein Bergriese neben einem Maulwurfshügel aus. Wenn sie aber von diesen Schätzen politischer Energie ein TaussndwMhnn auf ihre Mühle leiten, dann spreizen sie ich stolz und reden von«posittver Arbeit." Der elfte Reichstag treibt es. wie eS der zehnte trieb. Die Lektion vom IS. Juni 1903 hat nichts genützt. Ihr sollt nur hören, stärker beschwören! Eine furchtbare Niederlage, nicht bloß eine schwere Schlappe, sollen nach mehreren Meldungen aus Petersburg die Russen bei T e l i s s u erlitten haben. Daß die Verluste sehr schwere seien, ist ja in den amtlichen Berichten bereits zugegeben worden. Sie sollen aber für die Armee Stackelbergs geradezu vernichtende gewesen sein. Nach einer Petersburger Meldung des„Tag" sollen in der zweitägigen Schlacht 14 000 Russen gefallen oder verwundet sein! Nach einem Pariser Telegramm des- selben Blattes soll der russische Verlust 10 000 Mann bettagen, der ganze linke russische Flügel sei völlig niedergeworfen, die Armee Stackelbergs so gut wie zersprengt worden. In Petersburg herrsche in militärischen Kreisen ungeheuere Auftegung. Kuropatkin sei mit mehreren Divisionen sofort nach Eintreffen der Hiobspost aus Liaojeng abgegangen, um Stackelberg zu Hilfe zu eilen. Der Sieger vonTelissu, General Rod zu. sei Stackelberg jedoch dicht auf den Fersen, ja Steckelberg sei bereits abge- schnitten. Gleichzeitig wird gemeldet, daß auch die Avantgarde von KurokiS Armee sich bereits 15 englische Meilen südlich von T a s ch i k i a u im Kampf mit den Russen befinde. Ueber die augenblickliche Kriegslage wird uns aus London vom 16. Juni geschrieben: Je umfangreicher der strategische Aufmarsch wird, desto ver- wickelter wird die Lage für den Beobachter. Abgesehen von Port Arthur, läßt sich die gegenwärtige Lage etwa wie folgt darstellen: Kurokis Centrum ist Föngwangtschöng. dasjbefestigt wurde, da es als Operattonsbasis bestimnit zu sein scheint. Die Befestigung dieses Platzes darf auch als Beweis dienen, daß Kuroki den gefährlichen Motienpaß nicht angreifen, sondern um- gehen will. Dafür spricht die Ausdehnung seines rechten Flügels nach Saimatsi— einem wichttgen strategischen Punkte, der östlich vom Motienpaß und von Liaojeng und südlich von Mulden liegt. Wie aus russischen Berichten hervorgeht, wurde diese äußerste Spitze des japanischen rechten Flügels verstärkt. Eine weitere Ver- stärkung desselben würde darauf hindeuten, daß Kuroki seinen Hauptvorstoß gegen den linken russischen Flügel unternehmen will. Kurokis linker Flügel dehnt sich westlich bis Siuyen aus,— einem wichtigen Knotenpunkte von Wegen nach Taschitschao, wo die mandschurische Eisenbahn Charbin— Port Arthur eine Zwischenbahn nach Uinkau, dem Hafen von Niutschwang, hat; dann nach Hai- t s ch e n g, wo die Russen eine befessigte Stellung einnehmen; schließlich nach Kaiping, südlich von Tasch-tschao. In Siuyen stehen zwei japanische Divisionen. Auf der Linie Port AdamS— Pitfewo stehen weitere zwei japanische Divisionen. Zwischen Haitscheng und Port AdamS befindet sich eine russische Macht unter General Charkiewitsch, der die Aufgabe hatte, entweder Port Arthur zu entsetzen oder den Vormarsch deS japanischen linken Flügels und dessen Konzenttatton aufzuhalten. Bei einem solchen Versuch kam es zu dem zweitägigen schweren Treffen bei Talissu, bei dem General Gerngroß verwundet und Oberst Chwastunoff getötet wurde. Die Russen erlitten sehr schwere Ver- luste und mußtet den Rückzug antreten. Die Macht unter Charttewitsch wird nun wahrscheinlich von zwei Seiten angegriffen werden: von Siuyen/, Uhr beschäftigt werden, ist an Stelle der nach§ 137 Abs. 3 der Ge- werbe-Ordnung und nach Ziffer 5 Abs. 3 der Bekanntmachung vom 13. Juli 1900(Reichsge>etzbl. S. 563) zu gewährenden Pause um Mittag eine mindestens dreistündige Pause zu gewähren. Bisher bestand nur die Vorschrift unter Ziffer 1, so daß das Neue an der Bekanntmachung die Vorschrift der dreistündigen Mittagspause ist. Viel will das deswegen nicht besagen, weil ja die Gesamtdauer der Beschäftigung nach wie vor auf Grund des Ge- setzes nicht mehr wie 11 Stunden täglich, beziehungsweise 35 Stunden wöchentlich betragen darf. Da zwischen 4 und 10 Uhr 18 Stunden liegen, müssen sowieso mindestens sieben Stunden Ruhezeit gewährt werden. Es ist außerdem jetzt der Aushang der Vorschriften vor- geschrieben._ Versammlungen. Tie Zahlstelle Weißensee des Holzarbeitcr-Berbandes hielt am 15. Juni eine außerordentliche Mitgliederversammlung ab. Kollege S a r a ch aus Schöneberg erstattete den Bericht vom Verbandstag in Leipzig. In der Diskussion unterzog Kendel die Quer- treibereien der„Einigkeit" einer herben Kritik. Vor allem muß jetzt wieder der Verbandstag herhalten. Jedoch werden alle derartigen Angriffe Herrn Keßler nicht von Nutzen sein. Dann gab S ch r ö d e r einen Bericht über Streiks und Differenzen am Orte. Während bei Pohle der organisierte Kollege entlassen wurde,„weil er die Ge- schäftsintereffen nicht wahrt", wurde die Differenz bei Herzig und Banemann zu gunsten der Kollegen erledigt, nachdem die Möbel- poliere drei Tage gestreikt hatten. Etwas humorvoll auf der einen Seite, etwas abgebrüht auf der andern sah es aus, als der Herr Mctzkow mit seinen braven Friedrichsbergern heranrückte und zu polieren anfing. Doch währte dies nur einen halben Tag.— Bei der nun folgenden Bevollmächtigten-Wahl wurde, nachdem Schröder erklärte, daß er unter allen Umständen verzichte, Franz Schlemminger als erster Bevollmächtigter und Kittler als zweiter BcvollmächtiijKr zum 1. Juli gewählt. Zossen. Am Sonntag fand hier im Saal des Herrn Rüffer eine gut besuchte Volksversammlung statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter Z u b e i l über das Thema:»Der Kampf der Junker im preußischen Herrcnhause gegen das allgemeine Wahlrecht" sprach. Unter Punkt 2 der Tagesordnung wurden die hiesigen Schulverhält- nisse einer eingehenden Kritik unterworfen. Es genügt mitzuteilen, daß das Schulhaus im Jahre 1818 erbaut wurde, also 1904 doch nicht mehr den Ansprüchen genügen kann, die eine Verdreifachung der Einwohnerzahl gegen damals hervorgerufen hat. Einzelne Klassen sind derartig überfüllt, daß nicht einmal ein Gang frei bleibt. Will der Lehrer nach den hintersten Bänken, so mutz er über die Bänke hinweg turnen. Genosse Zubeil legte den Standpunkt unsrer Partei zur Schule dar. Er kennzeichnete so recht das Verhalten des hiesigen Magistrats wie der Schulinspektion. Obgleich beiden die Mängel der Schule längst bekannt sind und sie solche auch im per- sönlichen Gespräch zugegeben haben, wurde bisher nichts dagegen gethan. Für ein der Post zu erbauendes Gebäude von 93000 M. wurde schnell Rat wie Geld geschafft, weil es sich gut verzinst und in 41 Jahren amortisiert ist. Aber in der Schulfrage weiß man nicht oft genug zu betonen, daß Zossen arm ist und kein Geld hat. Es wurde beschloffen, eine Petition an den Magistrat zu richten, welche das Mieten von Räumen fordert, um den dringendsten Uebel- ständen vorläufig abzuhelfen. Letzte JVachncbten und Depefchen. München, 18. Juni.(W. T. B.) Die Kammer der ReichSräte stimmte heute der Resolutton der Kammer der Abgeordneten zu, worin die Staatsregierung ersucht wird, im Bundesrat dahin wirken zu wollen, daß baldmöglichst reichsgesetzliche Vorschriften nach Maß- gäbe des Reichsgesetzes über den Verkehr mit Wein erlassen werden, welche die Ueberwachung des Verkehrs mit Nahrunas- und Genuß- mittel» nach einheitlichen Grundsätzen regeln und besondere Beamte hierfür bestellen._ SchiffSunfakl. London, 18, Juni.(W. T. B> Nach amtlicher Meldung ist der Torpedobootzerstörer„Sparrowhawk" in der Mündung deS Iangtse» kiang auf einen Felsen gestoßen und untergegangen; die Mannschaft ist gerettet._ Vom russisch japanischen Kriegsschauplätze. Petersburg, 13. Juni.(W. T. B.) Ein Telegramm deS Statt- Halters Mexejew an den Verweser deS MarineininffteriumS vom 13. d. M. besagt: Laut Berichten, die vom Kouter-Admiral Witt- höfft aus Port Arthur bis zum 14. Juni eingegangen find, sind die AuSbefferungSarbeiten an den Schiffen sehr erfolg- reich beendet worden und zwar sowohl die Arbeiten an der Schlachtschiff- Abteilung unter dem Oberbefehl des Konter- Admirals Fürsten Uchtomski, als an den unter dem Befehl des Kapitäns 1. Ranges Reitzenstein stehenden Kreuzern, wie an den Torpedobooten. Alle Kommandanten haben bei den that» kräftig geleiteten Ausbesserungsarbeiten ausgezeichnete Umficht be- wiesen, ebenso der Hafenkommandant. Der Gesundheitszustand aller Mannschaften des Geschwaders ist äußerst befriedigend. Tokio, 18. Juni.(W. T. B.) Amtliche Meldung: Die Zeich- nungen auf die 100 Millionen gen bettagende zweite Emission von Schatzbonds belaufen sich auf mehr als 320 Millionen gen. Zur Dampferkatastrophe. New D o r k, 13. Juni.es, die letzte allgemeine Ver- sammlung, ab. Nach einem Referat von Mrs. Gilman folgt« der Hauptvortrag, den Frl. HeleneLange- Berlin über das Thema hielt:„Das Endziel der Frauenbewegun g". Der Vortrag, der in der Haupffache eine historische Darstellung der Frauenfrage war, klang in dem Gedanken aus: Die äußere Rechtsgleichheit der Ge- schlechter ist nur die notwendige Voraussetzung für das Endziel der Frauenbewegung: Bethätigung der Eigenart der Frau, Ausübung ihres Frauenberufs auf allen Gebieten des Lebens. Es gilt, aus der Welt des Mannes eine Welt beider Geschlechter zu machen. Wenn dieses Ziel erreicht ist, dann giebt es kein führendes G e- schlecht mehr, sondern nur führende Persönlichkeiten. (Rauschender Beifall.) Nun folgten die üblichen Komplimente, Abschiedsworte, Er- Wartungen für die Zukunft und dergleichen; dann wurde der Kongreß pünktlich zur programmmäßigen Zeit geschlossen. Ebenso pünktlich erschienen Arbeiter, um die geliehene Pracht des festlichen Schmuckes ans dem Kongretzlokal zu entfernen. Huö der frauenbewegung* Ums Frauen-Stimmrecht. Die focialdemokratischen Frauen Berlins hatten zum 17. Juni eine Volksversammlung nach Kellers großem Festsaal in der Koppen- straße einberufen, um Protest einzulegen gegen das Verhalten der Regierung und der Mehrheitsparteien in der Frage des Frauen� Stimmrechts zu den Kaufnmnnsgerichten. Etwa 1(XXI Personen, vor- wiegend Frauen, hatten sich trotz der drückenden Hitze eingefunden. Genossin Klara Zetkin, die das Referat übernahm, wurde wie immer stürmisch begrüßt. Die Frage des Frauen- Sttmmrechts, führte sie aus, könne für unsre Zeit nicht unter einem so einfachen Gesichtswinkel betrachtet werden, wie es einst ge- Wesen, wo man ausging vom Naturrecht, davon, daß, was gleich geboren sei, auch die gleichen Rechte haben müsse. Die grundsätz- liche allgemeine Bedeutung, die das Frauen- Stiminrecht für das weibliche Geschlecht überhaupt hat, in allen Ehren; indessen heutzutage werde der Kampf um das Frauen- Wahlrecht immer mehr in Be- rührung kommen mit dem Klassenkampfe ztvischen Proletariat und Bourgeoisie. Die Frage erstehe: Wie wird der Kampf ums Frauen- Wahlrecht Wirten' mit Bezug auf den Ausgang der Klassenkämpfe? Und die: Wird das Frauen- Wahlrecht in Erscheinung treten als ein gleiches, allgemeines, geheimes und direktes, daß auch die Massen der proletarischen Frauen politisch gleichberechtigt würden? Oder wird es ein beschränktes Wahlrecht sein?— Rednerin kommt dann auf die Vorgänge im Reichstag an- läßlich der Verhandlungen über die Kaufmannsgerichte zu sprechen, wo die bekannte Erklärung der Regierung die Mehrheitsparteien umfallen ließ und sie bewogen habe, das Gesetz zur Spottgeburt einer Reform zu macheu. Der Frau folle es„nicht anstehen", sich mit Politik zu beschäftigen, so habe einer unsrer Äuchstaatsmänner im Jargon ves Vierbankphilisters erklärt. Ein sehr unkluges, unvor- sichtiges Wort. Fürstentöchtern„stehe es an", der Ehe wegen ihre Religion zu wechseln wie ein Wäschestück; den Frauen der oberen Zehntausend„stehe es an", ihre„Selbständigkeit" zu verschachern: vielen Frauen und Töchtern des Kleinbürgertums stehe es an, ihr Brot erkämpfen zu müssen. Und den Frauen des Proletariats, was muß ihnen nicht alles anstehen! Es steht ihnen an, hochschwangeren Leibes auf Bauten herumznklettern, hoch- schwangeren Leibes vor heißen Oefen in Porzellanfabriken, in glut- ausströmenden Ziegeleien zu stehen. Es müsse Tausenden anstehen, ihren Unterhalt durch den Verkauf ihres Leibes und ihrer Jugend zu erwerben. Es stehe den Frauen der heutigen Ge- sellschaft an, durch allen Schmutz, durch alle Mühsal des Lebens zu wandern. Aber nicht anstehen solle es ihnen. ausgerüstet mit Wissen und politischen Rechten, den Kampf gegen Schmutz, Niedrigkeit, Häßlichkeit und Mühsal zu kämpfen! Nicht nur den weiblichen Angestellten habe man ihr gutes Recht vorenthalten, auch den Männern sei es beschrankt worden durch Heraufsetzung des Wahlaltcrs. Die Beseitigung des Frauenwahl- rechts im Gesetz sei geradezu eine Verhöhnung des dem Gesetz zu Grunde liegenden Gedankens, daß bei der Mannigfaltigkeit und der Eile der EntWickelung unsreS modernen Lebens hier nicht der Berufsrichter, sondern der Laie, der Sachverständige, zu urteilen berufen sei. Da müsse doch die Frau ebenso herangezogen werden wie der Mann. Ihr verweigere man jedoch die Mitwirkung in dem Augenblick, wo die Frau ans den, Gebiet des Handels eine ganz hervorragende Stellung eingenommen habe. Die Gegenüberstellung der Zahlen der Verufszählungen von 1882 und 1882 ergäbe ein Bild von dem Umfange und der Schnelligkeit des Eindringens der Frau in das Handelsgewerbe. In den 13 Jahren hätten zugenommen in Deutschland die weibliche Bevölkerung überhaupt um 18 Prozent, die erwerbSthätigen Frauen allgemein um 23 Prozent, die auf dem Gebiete des Handels erwerbsthätigen Frauen um 70 Prozent. Noch krasser trete der Umfang der Frauenarbeit im Handel m die Erscheinung, wem: man die Zahl der Angestellten des Handelsgewerbes betrachte. Da zeige sich, daß die Frauenarbeit reichlich um 270 Proz. im Laufe der 13 Jahre im Handelsgewerbe zugenommen habe. Rednerin schildert die Verhältnisse und die Arbeitsbedingungen der Handlungsgehilfinnen und meint, daß angesichts des Standes der Dinge es geradezu eine schreiende Notwendigkeit wäre, daß die Handlungsgehilfinnen das Wahlrecht zu den Kaufmannsgerichten erhielten und selber im Gericht mitwirken könnten. Die Verweigerung des Frauenwahlrechts zu diesen Gerichten werde nur er- klärlich, wenn man sie betrachte im Zusammenhange mit dem Kampfe, der gegen das aufstrebende Proletariat geführt werde. Nicht das weibliche Geschlecht, nein, die ausgebeuteten Massen der Proletarierinnen im Handelsgewerbe habe man treffen wollen. Die ganze Maßregel sei nur zu verstehen als ein kleiner Teil der Bestrebungen, die darauf hinausliefen, die politische Macht des Proletariats einzuschränken, hintanzuhalten. Auf die Handlung«- gehilfinnen habe man geschlagen, aber alle gemeint, die da sronden für Lohn, für ihr Brot. Deshalb müßten wir für die Handlungs- gehilfinnen eintreten. Wir protestierten aber nicht nur gegen ihre Entrechtung, wir protestierten auch grundsätzlich, weil es eine Verletzung der Rechtsgleichheit sei, die vor dem Gesetz für alle ohne Unterschied des Geschlechtes gelten solle. Wir forderten das Wahlrecht für die Frau ans allen Gebieten des öffent- lichen und staatlichen Lebens. Und nicht nur auf Grund unsres Gerechtigkeitsempfindens forderten wir es. sondern als eine sociale Notwendigkeit, als Kampfmittel, damit die Frauen der großen er- werbsthätigen Massen die großen Schlachten im Befreiungskampfe als Gleichberechtigte, als Gleichgerüstete mitzukämpfen vermögen. Praktisch zu werten sei das Wahlrecht in erster Linie als Mittel zur politischen und socialen Macht. Mau bedürfe der politischen Mittel, sich zu wehren, Reformen zu erkämpfen und die ganze heutige Gesellschaft der Ausbeutung eines Tages mittels der politischen Macht aus den Angeln zu heben und umzuschmieden. Rednerin geht dann auf die bürgerliche Frauenbewegung ein sowie auf einige Einzelheiten der jetzigen internationalen Frauentagungen. Sie weist treffend nach, daß diese Bewegung als Ganzes nie das allgemeine gleiche Frauen-Wahlrecht auf ihre Fahne schreiben werde. Der Stimmrechtsblind habe sich wohl gehütet, über die Art des erstrebten Frauen-Wahlrechts sich auszulassen. Wenn Frau Stritt sich für das allgemeine gleiche und geheime Wahlrecht erklärte, so sei das nur ihr persönlicher Standpunkt. Innerhalb der Reihen der bürgerlichen Frauenrechtlerinnen gebe es tiefe sociale Gegensätze, es seien unter ihnen die verschiedensten socialen Schichten vertreten. Darum sei damit zu rechnen, daß die bürgerliche Frauenwelt nicht geeinigt und geschlossen in den Kampf eintreten werde. Je mehr der Besitz dort vertreten sei, je mehr sinke das Interesse, je geringer sei die Energie; und je mehr der Besitz sinke, je niehr das Wahlrecht als politisches Machtmittel zum Schutze der wirtschaftlichen und socialen Interessen erscheine, je mehr steige das Interesse und die Energie im Kampfe. Der internationale Kongreß werde nicht wagen, in der Frage des allge- meinen, gleichen und geheimen Wahlrechts einen Beschluß zu fassen. Die Mehrheit erstrebe im Grunde nur ein Damenwahlrecht, nicht das Frauen- Wahlrecht. Sie erinnere an die englischen, amerikanischen und siandi- navischen Frauenrechtlerinnen, die sich direkt ablehnend gegenüber dem allgemeinen Wahlrecht ausgesprochen haben; und sie erinnere an die Petttton unsrer Radikalen, Frau Cauer an der Spitze, die um ein Gemeinde- Wahlrecht einkommen, das an eine bestimmte Steuersumme geknüpft sein sollte. Und Dr. Käthe Schirr- macher sei mit den gleichen Tiraden, wie unsre Gegner, über das allge- meine Wahlrecht in einem Vortrage hergefallen. Rednerin glossierte in ihrer sattrischen Weise ferner die Empsangskoinödien bei Biilow usw. Sie betonte weiter, daß selbst alles redliche Streben bürgerlicher Frauenrechtlerinnen auf dem Gebiete von Reformen zu Gunsten des weiblichen Geschlechts und der werkthätigen Frauen doch nur Halb- heit bleiben müsse, denn sie könnten nicht ans ihrer Haut als An- gehörige der herrschenden Klassen heraus. Große Bedeutung dürfe man deshalb ihrer Vorarbeit für den von uns zu führenden großen Kampf zur Ueberwindung der Klassen und der Klassenherrschaft nicht beimessen. Mit einem flammenden Aufruf zum Streit schloß Genossin Zetkin den oft von Beifallssalven unterbrochenen Vortrag. Unser Morgen- und .Abendgebet möge sein das Dichterwort Konrad Ferdinand Mayers: Mich reut die Stunde, die nicht Harnisch trug; Mich reut der Tag, der keine Wunde schlug; Mich reut, ich sag's mit zerknirschtem Sinn, Daß ich nicht dreifach kühn gewesen bin! Stürmischer, langandauernder Beifall durchbrauste den Saal. Genossin Alte belli aus Bologna, die Organisatorin der italienischen Lleisarbeiterinnen. von Frau Zetkin den Versammelten als eine der mutvollstcn Vorkämpferinncn des Socialismus vor- gestellt, nahm dann das Wort zu einer Ansprache, die Genossin Zetkin übersetzte. Mit südlichem Feuer gedachte Rednerin des ge- meinschaftlichen Strebens der Socialisten aller Länder und schilderte, wie in Italien auch die Frauen trotz aller Schwierigkeiten den Kanipf aufgenomnien hätten. Der Bewegmig der Reisarbeiterinnen be- sonders gedenkend, hob sie hervor, daß alle erzielten materiellen Er- folge doch durch die Gewinnung dieser Arbeiterinnen fiir den So- cialisimis übertroffen würden. Sie überbringt die Grüße der Reis- arbeiterinnen und erwartet von der Brüderlichkeit des Proletariats aller Länder, daß in ständigem Vorwärtsschreiten das siegreich« Proletariat eine Gesellschaft herbeifiibren werde, wo alle frei und glücklich lebten.(Stürmischer Beifall.) Genossin Kraus(Handlungsgehilfin) erklärt die Socialdemo- kratie für die einzige Partei, auf die sich ihre Berufsgenossinnen stützen könnten, und tritt warm für den Anschluß an den Central- verband der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen ein, der in Berlin die einzige Organisation im Berns sei, welche auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehe. Für die Handelsangestellten beider Geschlechter sei nur durch ein Zusammengehen mit der ge- samten Arbeiterschaft etwas zu erreichen.(Lebhafter Beifall.) Folgende Resolutton wurde einstimmig angenommen: „Die am 17. Juni in„Keller? Festsälen", Berlin, Versammelten protestieren itachdrücklichst dagegen, daß die volksfeindliche Reichs- tagsniajorität im Bunde mit der reaktionären Regierung das Gesetz über die Kaufmannsgerichte durch die Ablehnung des Frauenwahl- rechts und die Heraufsetzung der Altersgrenze für das aktive und passive Wahlrecht der Gehilsen zu einer Spottgeburt von Reform herabgewürdigt hat. Sie brandmarken die einschlägigen Bestimmungen als eine schwere Benachteiligung der Interessen der Handelsangestellten, als eine Ver- letzung der Rechtsgleichheit, die für alle, ohne Unterschied des Ge- schlechts, gelten soll. Sie erklären, daß die Socialdemokratie treu und ernst die Interessen und das Wohl der Angestellten im Handelsgewerbe ver- treten hat. Sie bekunden ihre Ueberzeugung, daß der Kampf um die volle politische Gleichberechtigung insbesondere um das Wahlrecht für die Gesamtheit des weiblichen Geschlechts mit dem Kampf des Prole- tariats um die Erweiterung und Befestigung ihres politischen Rechts zusammenfällt und nicht von der bürgerlichen Frauenbewegung, sondern von der organisierten, revoluttonären Arbeiterklasse siegreich durchgefochten wird." Mit begeisterten Hochrufen auf die internationale, völkerbefreiende Socialdemokratie, mit denen sich Hochrufe auf Genossin Zetkin ver- mischten, schloß die Versammlung. Schönebcrg. Der Verein ftir Frauen und Mädchen Schönebergs und Umgegend hielt Montag, den 13. Juni, seine regelmäßige jede» Monat im Klubhause, Hauptstr. 2/6, stattfindende Versammlung ab, in welcher Herr Dr. Sommerfeldt einen sehr lehrreichen Vortrag über Kindererziehung in gesundheitlicher Beziehung hielt, wofür dem Referenten am Schlüsse seines Vortrages reicher Beifall zu teil wurde. Hierauf entspann sich eine rege Diskussion, an welcher sich Herr Dr. Manrenbrecher und verschiedene Frauen beteiligten. In Vereinsangelegenheitcn wurde von der Versammlung be- schlössen, Sonntag, den 10. Juli, einen Ausflug nach Pichelswerder zum alten Freund zu unternehmen. Abfahrt früh 10 Uhr vom Bahnhof Ebersstraße bis Statton Grunewald, von da zu Fuß durch Wald und Heide bis Pichelswerder. Für Nachzügler Abfahrt nach- mittags 2 Uhr ebenfalls vom Bahnhof Ebersstraße bis Statton Grunewald, von dort zu Fuß nach Pichelswerder. Um recht zahl- reiche Beteiligung der Mitglieder und Gäste ersucht Der Vorstand. Rixdorf. Berein gewerblich thätiger Frauen und Mädchen von Rixdorf und Umgegend. Am 8. Juni fand im Lokal Thiel, Berg- straße, die regelmäßige Monatsversammlung statt. Dr. Elise Bawig hielt einen Vorttag über�„Frauenkrankheiten".— Bekannt gemacht wurde, daß der Bericht vom Heimarbeiter- Kongreß in Form einer Broschüre erschienen und fiir 25 Pf. zu haben sei. Bestellungen nimmt die Vorsitzende. Genossin Zickel, Lenaustr. 12/13. entgegen. — Die Juli-Versammlung fällt aus. Dafür findet am 10. Juli ein Familienausflug nach Johannisthal statt. Abmarsch 10 Uhr vomRichard- platz. Treffpunkt für Nachzügler 2 Uhr im Restaurant Rau, Johannisthal. Zahlreiche Beteiligung der Mitglieder wird erbeten. Gäste dazu willkommen. Der Vorstand. Eine Würdigung der Frauenarbeit und des Volksschuluntrrrichteö zugleich, wie sie der ostpreußische Junker nicht besser zustande brächte, leistet sich der Magistrat don Günzburg in Bayern. Wie bayrische Blätter melden, erhält dort eine Aushilfslehrerin an der Vollsschule ein Tagegeld von— einer Mark. Kuhmägde be- konimen mehr._ ßcrliner partel-Hn�elcgenbeltcn. Parteigenossen von Berlin, Teltow-Becskow, Nicder-Barnim und Potsdam-Osthavelland. Am Sonntag, den 3. Jnli 1904, erscheint die nächste Lokal- Liste. Wir ersuchen daher die Mitglieder der Lokalkommission von obigen Kreisen, die Neu-A»fnahmen und die genauen Aendernngen bis spätestens Donnerstag, den 23. Juni 1904, einsenden zu wollen und zwar für: Teltow-Becskow an den Genossen Hermann Schliebitz in Britz, Jahnstraße 2; Nirder-Barnim an den Genossen Robert Ricck in Rnmmelsburg, Kantstraße 22, parterre. PotSdam-Osthavelland an den Genossen Albert Neue in Spandau, Jagowstraße 9; Diverse Orte an den Genossen Gustav Fellwock in Eberswalde, Eisenbahnstraße 67; Berlin an den Genossen Wilhelm Hinz, 8. 14, Prinzenstraße 66. Die Lokalkommissions-Mitglieder wollen die Aenderungen und Neu-Auf nahmen für obige L i st e umgehend mitteilen, da spätere Einsendungen keine Berücksichtigung mehr finden können. Vielfach kommt es vor, daß Zuschriften in„Lokalangelegenheitcn" an die Redaktion oder Expedition des„Vorwärts" gesandt werden; zur schnellen Erledigung derselben ersuchen wir die Genossen, alle Anftagen und Zusendungen mir an den Genossen Wilhelm Hinz, Berlin 8. 14, Prinzenstr. 66, zu richten und nicht an den„Bor- wärts". Die Parteiblätter der oben genannten Kreise werden um Abdruck ersucht. Die Lokalkommission. Dritter Wahlkreis. Dienstag abends 3>/z Uhr Versammlung des Wahlvereins in Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstr. 75. Tages-Ordnnng: Vortrag des Genossen Dr. Maurenbrecher: Innere und äußere Politik. Diskussion. Gäste willkommen. Der Vorstand. Vierter Wahlkreis, Südost. Morgen Montag findet in Ludwigs Parkrestaurant, Treptow, unser diesjähriges Soinmerfest statt; wir ersuchen die Genossen, sich recht zahlreich mit ihren Familien daran zu beteiligen.(Siehe auch die heutige Annonce.) Die Vertrauensleute. Adlcrshof. Montag abends gftz Uhr findet im Lokale von Meisner eine Volksversammlung für Männer und Frauen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Unser Vereinsgesetz. Referent Dr. A. B e r n st e i n. 2. Verschiedenes. Da außerdem Bericht über die Verhandlungen mit den hiesigen Bäckermeistern erstattet wird, ist das Erscheinen jedes einzelnen, besonders der Frauen, dringend not- wendig. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Charlottenburg. Am Mittwoch findet abends S l/z Uhr im V o lkshause, Rosinenstraße 3, eine Volksversamm- l n n g statt, in welcher Genosse Dr. A r o n s über die preußische Schulgefetzgebung referieren wird. Die regelmäßige Wahl- vercinsversammlung fällt infolgedessen aus. Wir erwarten von den Mitgliedern des Wahlvereins, daß sie diese wichtige Volksversammlung sowohl selbst besuchen, als auch auf ihren regen Besuch, besonders auch seitens der Frauen, hin- wirken. Schöneberg. Dienstag findet bei Obst, Meiningerstr. S. die Versammlung des Wahlvereins statt.— Auf der TageS- ordnung steht ein Vortrag des Reichstagsabgeordneten Fritz Zu- beil:«Die Feinde des Wahlrechts". Französisch Buchholz. Dienstagabend SVa Uhr findet in Kähne» Festsaal die Mitgliederversammlung des socialdemo- Irabischen Vereins statt, in der Genosse Benno M a a ß- Berlin einen Vortrag über„Unser Parteiprogramm" halten wird. Grünau. Die nächste Wahlvereins- Versammlung findet am Dienstagabend Vs9 Uhr in der Grünen Ecke, Köpnickerftr. 88, statt. Genosse Küter-Schöneberg hat das Referat übernommen. Gleich- zeitig machen wir darauf aufmerksam, daß die Versammlungen von jetzt ab jeden Dienstag nach dem 1. und 16. im Monat stattfinden. Reinickendorf. Dienstagabend 8l/2 Uhr ist bei Franke, Eichborn- straße 13(West) die Mitgliederversammlung. Vortrag des Genossen Litfin. Abrechnung. Montagabend erfolgt die Handzettelverbreitung zu dieser Versammlung von den bekannten Lokalen aus. Rege Beteiligung ist wünschenswert. .ü Johannisthal. Die Mitglieder-Versammlung des Wahlvereins findet am Dienstag abends 8Vz Uhr bei Merlins, Roonstr. 2, statt. Die Genossen werden ersucht, über die noch ausstehenden Billets vom Ostervergnügen abzurechnen. Tcmpclhof. Dienstag abends 8 Uhr Volksversammlung bei Martin Müller, Berlinerstraße 41/42. Frl. Ida Altmann spricht über«Religion der Worte und Religion der Taten". Die für Dienstag fällige Monats-Versammlnng des Wahlvereins fällt aus. Der Vorstand. Zossen. Der Wahlverein hält Mttwochabend 8 Uhr bei Rüffer seine Versammlung ab. Vortrag des Genossen Lenz. Heute, Sonntagmittag 1 Uhr, von Rüffer aus: Ausflug. Spandau. Dienstagabend 8lj2 Uhr Mitgliederversammlung des Socialdemokratischen Arbeitervereins beim Parteigenossen E. Köpnick, Pichelsdorferstr. 39. Tagesordnung u. a.: Die bevorstehende Kreis- kvnferenz. Lichtenberg. Dienstag abends 8'/z Uhr hält der Wahlverein seine Monatsversammlung bei Höflich, Frankfurter Chaussee 120 ab, in der Genosse F r e i w a l d t- Pankow einen Vorträg:«Das Reichs- tagswahlrecht in Gefahr" halten wird. Gäste, auch Frauen haben Zutritt. Der Vorstand. Fricdrichsfclde-Karlshorst-Mahlsdorf. Dienstag den 21. Juni, abends 8 l/g Uhr: Versammlung des Wahlvereins im Lokale des Herrn Schulz(„Lindenpark"). Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wollheim über„Erdbeben und Vulkane". 2. Diskussion. 3. Abrech- nung von den Gemeindevertreter-Wahlen. 4. Verschiedenes. Die Genossen werden ersucht, recht zahlreich mit ihren Frauen in der Versamnilung zu erscheinen. Die Broschüre„Manteuffeleien gegen die Socialdemokratie" gelangt in der Versammlung gratis zur Ausgabe._ Lokales* Man soll sich nicht mit fremden Federn schmücken lassen! Dies Wort möchten wir Herrn Stadtrat Fischbeck inS Stammbuch schreiben und zivar aus Anlaß folgender Thatsache. In der Freitagssitzung der nach Kontraktbruchstrafen lüsternen preußischen Gesetzgeber, die an der Hinterftont des Herrenhauses ihre Heimstätte haben, plauderte der Pastor v. Bodelschwingh in dem ihm eignen drollig-naiven Parlamentsstil auch über die«Ber- liner Asyle". Der wackere alte Herr fand Worte hoher Befriedigung über die Einrichtungen und die Handhabung des Dienstes im Asyl für Ob- dachlose, als dessen Leiter er Herrn Stadtrat Fischbeck ansprach. Dieser, vermutlich recht verwundert und erfteut über die An- sprnchslosigkeit des Bielefelder Arbeitslosenpastors, quittierte dankend durch bescheidenes Schweigen über das begeisterte Lob seiner den Obdachlosen gewidmeten Thätigkeit. Dem guten alten Pastor ist aber leider ein Irrtum passiert, indem er das«Städtische Obdach für nächtliche Obdachlose" in der Fröbelstraße mit dem von dem„Berliner Asylvcrein für Obdachlose" aus freiwilligen Beiträgen nnd privaten Mitteln errichteten und ver- walteten«Mäuner- Asyl" in der Wiesenstraße verwechselt hat. In dieser Anstalt hat Herr v. Bodelschwingh einige Tage vor seiner Rede im Abgeordnetenhause mehrere Stunden geweilt, alle Einrichtungen geprüft und sich in sehr anerkennender Weise über das Gesehene geäußert. Erst im Verlaufe der Debatte scheinen dem alten Herrn die in der Berliner Stadtverordnetcn-Versammlung eingehend besprochenen Zustände im„Städtischen Obdach" in Erinnerung gekommen zu sein, denn nach dein Parlameutsbericht sprach er in seinem Schlußwort — unter Adressierung an den Stadtrat Fischbeck— tadelnd von den «Berliner Asylen", wobei er ohne Zweifel, und mit Recht, die unter Leitung Fischbecks stehende„städtische Obdachpflege" im Sinne hatte. Zur Hcrabmiiidernng der Säuglingssterblichkeit in Berlin hatte die von dem Magistrat und der Stadtverordneren-Versamntlung auf Antrag der Socialdeniokraten eingesetzte Deputation, die über Maß- regeln zur Erreichung dieses Zieles beraten sollte, durch Beschlutz eine Reihe von Vorschlägen empfohlen, die ihr größtenteils von den mit in der Deputation sitzenden Vertretern der socialdemokratischen Fraktion gemacht worden waren. Wir haben hierüber eine ans- führliche Darstellung veröffentlicht. Aus dem Rathause wird jetzt in einer merkwürdig kurzen und kahlen Notiz von einem halben Dutzend Zeilen gemeldet, daß der Magistrat diese Vorschläge der Deputation entgegengenommen und einer Kommission von 7 Rtagistratsmitgliedern zur Vorberatung überwiesen hat. Hinzu- gefügt wird, daß die erforderlichen Mittel in den Haushaltsetat für 1905 eingestellt werden sollen. Schon für 1905? So schnell pflegt die Verwaltungsmaschine der Stadt doch sonst nicht zu arbeiten! Die obligatorische Fortbildungsschule scheint nun doch endlich zur Thatsache werden zu sollen. Der Magistrat hat nämlich die Be- stimmung ini Ortsstatut gestrichen, wonach solche jungen Leute, die die erste Klasse einer Gemciudeschnle besucht haben, von der Ver- pflichtung zum Besuch der Fortbildungsschule befreit sind. Danach hätte von einem wirklichen Obligatorium keine Rede sein können. Das abgeänderte Ortsstatut wird der Stadtverordneten-Versammlung nächstens vorgelegt werden. Romane und Erzählungen für das arbeitende Volk bringt die illu- strierte Wochenschrift„In Freien Stunden", von der Heft 25 heute ausgegeben wird. Es bringt die Fortsetzung von Gerstäckers Roman „Die Flußpiraten des Missisippi"; als kleinen Beitrag enthält dieses Heft eine naturwissenschaftliche Skizze:„Eine Plauderei vom Süd- pol". Mit dem nächsten Heft schließt das laufende Quartal. Am 1. Juli beginnt ein neuer Roman und ein neues Abonnement. Der Verlag macht die Freunde, Leser und Leserinnen dieser gediegenen Unterhaltungsbibliothek darauf aufmerksam mit der Bitte, diese Ge- legenheit zu benutzen, um neue Abonnenten dafür zu werben. Be- stellungen nehmen schon jetzt alle Parteibuchhandlungen, Partei- kolporteure und die Postanstalten, in Berlin die Parteispeditionen und die übrigen ZcitungSspeditionen entgegen. Die Hefte erscheinen wöchentlich je 24 Seiten stark zu 10 Pfennig. Der Riesenbrand in Moabit hat zu vielen Erörterungen Ver- anlassung gegeben, und das mit Recht. In unmittelbarer Nähe der Brandstelle liegt eine Blockstation, deren Stellwerk eine Viertel Million Mark gekostet hat. Diese Blockstation wäre ein Raub der Flammen geworden, wenn die Feuerwehr dort nicht ihre Hauptmacht konzentriert hätte und die Windrichtung nicht so günstig gewesen wäre. Mehr als einmal wurde von den Eisenbahnbcamten das schlimmste für die Station befiirchtet, wobei darauf hingewiesen wurde, daß ohne diese Blockstation ein zuverlässiger, ordnungsmäßiger Betrieb nicht aufrecht erhalten werden könnte. Ferner ist auf das Fehlen jeder Löscheinrichtung auf dem Holzlagerplatz hingewiesen worden. Diesem Mangel an Hydranten ist es zuzuschreiben, daß die Feuerwehr erst 200 Meter, ja stellenweise 450 Meter lange Schlauchleitungen über die Bahngeleise hinweg legen mußte, wodurch vier Stunden lang jeder Eisenbahnverkehr an der Brandstelle und andern Orten unterbleiben mußte. Der Eisenbahnfiskus hätte nicht nur dort, sondern auch an andern Stellen schon längst für bessere Einrichtungen sorgen sollen. Bei dem großen Brande ans dem Lehrter Güterbahnhof hatte es sich schon gezeigt, daß es der Eisenbahn an solchen Einrichtungen fehlt, trotzdem sie durch die zahlreichen Pretzkohlenbrände usw. schon ge- boten sind. Auch die Eisenbahnverwaltung sollte in diese? Beziehung vorbeugen, damit sie vor großen Schäden bewahrt bleibt. Ferner ist beobachtet worden, daß während des Brandes eine Menge Schläuche geplatzt sind, wodurch die Wasserzufuhr auf kurze Zeit bis zur Ans- wechselung der Schläuche in der betreffenden Schlauchleitung stockte. Eine solche Stockung kann aber unter Umständen für die Rohrführer sehr verhängnisvoll werden. Ohne Wasser vor dem Feuer, oft ohne Rückendeckung sind die Leute einfach verloren. Das Platzen der Schläuche wird nun durch den hohen Druck, mit dem die Dampf- spritzen bei den langen Leitungen arbeiten müssen, erklärlich. Indes müßte untersucht werden, ob nicht ein noch besseres Material zur Vermeidung solcher Uebelstände beschafft werden könnte. Man muß der Eisenbahnverwaltung allerdings zu gute halten, daß sie genug mit S o c i a l i st e n t ö t u n g zu thun hat und daher an die hier gerügten Nebensächlichkeiten nicht denken kann. Der Charlottenburger Leichenfmid aufgeklärt. Die Persönlichkeit der in Charlottenburg am Verbindnngskanal am 3. Juni aufge- fnndcnen Leiche sowie die Ursache und der Urheber ihres Todes sind nunmehr polizeilich festgestellt worden. Die Tote ist die Putzmacherin R a d a t u s geb. Gumnielt, die 1861 in Berlin geboren und Bartel- traße 14 wohnhaft war. Sie lebte von ihren: Manne getrennt und ist am 2. Juni aus ihrem Hause fortgegangen, um sich zu dem Masseur Köhler in der Stephan- traße 22 zu begeben, derihr die Leibesfrucht abtreiben sollte. Nachdem bereits nach dieser Richtung hin mehrfach Ermittelungen angestellt und zahlreiche Zeugen vernommen waren, stellten die Zeugen in Abrede, daß die Radatus mit der Leiche identisch sei. Als nochmals auf die Sache zurückgekommen wurde, ergab sich, daß die Leiche thatsächlich die der Radatus ist. Die Nachforschungen bei Köhler haben erwiesen, daß Köhler die Operation an der Radatus vorge- nommen hat und daß diese kurze Zeit darauf gestorben i st. Köhler hat in seiner Angst, um die Leiche zu beseitigen, sie zerstückelt und einzelne Teile zu verbrennen gesucht,� andre ins Wasser geworfen. Er ist geständig.— Hierzu wird noch gemeldet: Schon früher war bei Besprechung dieses Kriminalfalls die Möglichkeit angedeutet worden, daß nicht ein Mord, sondern ein Verbrechen gegen daS keimende Leben mit tödlichem Ausgang vor- liege. Die Obduktion des Rumpfes ergab Spuren für ein derartiges Verbrechen. Die polizeilichen Ermittelungen lenkten den Verdacht auf den Masseur Köhler aus der Stephanstraße in Moabit. Köhler verschwand gleich nach der Entdeckung der Leiche. Er wandte sich nach Basel, kehrte aber bald wegen Mittellosigkeit nach Berlin zurück. Die Kriminalkommissare Penzig und Nasse, die einen Spuren gefolgt waren, nahmen ihn Sonnabendvormittag fest. Bald nach seiner Verhaftung legte er ein Geständnis ab. Frau Radatus starb ihm, als er seine verbotenen Mittel anwandte, unter den Händen. Aus Angst zerstückelte er die Leiche und schaffte sie sofort weg. Schon acht Stunden nach dem Tode und der Zer- tückelung wurde der Rumpf im Verbindungskanal gefunden. Frau Radatus wurde bald von ihren Angehörigen vermißt. Diese kamen auch wiederholt nach der Leichenhalle, konnten jedoch den Rumpf nicht recht agnoszieren. Erst durch das Geständnis des Verhafteten erfuhr man mit Bestimmtheit, wer die Tote war. l Köhler heißt mit Vornamen Martin und ist im Jahre 1877 zu Berlin geboren. Beim Militär war er Lazarettgehilfe. Dann wurde er Bäcker und schließlich Heilgehilfe und Masseur. In der hiesigen Klinik machte er einen Kursus in der Krankenpflege durch und hatte dabei Gelegenheit, mehreren Leichensektionen beizuwohnen. Daher war er im stände, die Gliedmaßen von der Leiche kunstgerecht ab- zulösen. Im Oktober vorigen Jahres bezog Köhler in der Stephan- straße 22 im 4. Stockwerk eine Wohnung von zwei Stuben und Küche. Vor vier Monaten verheiratete er sich mit einer Friseurin. Seil dieser Zeit prangen an seiner Hausthür zwei Schilder. Auf dem einen steht:„M. Köhler, geprüfter Heilgehilfe und Masseur", auf dem andren: F. M. Köhler, elektrisches Zahnziehen und Massiere». Von einem verdächtigen Franenverkehr in der Köhlerschen Wohnung haben die Hausgenossen nichts wahrgenommen. Bei der Musterung des Bekanntenkreises der Frau Radatus, die seit einem Jahre von ihrem Manne getrennt lebte und mit einem zehnjährigen Sohn im zweiten Stock des Hauses Bartelstr. 14 zwei Stuben und Kammer mit Küche bewohnte, stießen die Beamten auch auf ein Dienstmädchen. Dieses zeigte nach langem Beftagen den richtigen Weg. Es hatte sich selbst einmal an Köhler gewandt und auch der vermißten Frau ihn empfohlen. Da nun Köhler auch noch vermißt war und seine Frau im Stich gelassen hatte, so wußte man genug, Ivenn auch die Haussuchung nichts Belastendes zu Tage gefördert hatte. Frau Radatus war am 2. Juni vormittags von Hause weggegangen und nicht wieder gekommen.� Für die Beamten, die die Ernnttelungeu leiteten und ausführten, stand fest, daß sie unter den Händen Köhlers ihr Leben gelassen hatte. Tag und Nacht wurde nun die Wohnung des„Vermißten" beobachtet. Gestern vor- mittag kam der Erwartete an. Er ist ein mittelgroßer einfach ge- kleideter Mann mit glattrasiertem Gesicht. Seine Ueberraschung war groß, als ihn die Kriminalbeamten in seiner Wohnung empfingen nnd ihm die That auf den Kopf zusagten. Erst leugnete er hartimckig, während seine Frau beteuerte, daß sie von nichts wisse und in Weinkrämpse fiel. Köhler und seine Frau wurden nach dem Polizeipräsidium gebracht, um nach allen Einzelheiten geftagt zu werden. Frau Köhler scheint mit ihrer Behauptung, daß sie von der That keine Kenntnis gehabt habe, die Wahrheit gesagt zu haben und wird voraussichtlich bald wieder entlassen werden. Indessen find die Ermittelungen doch noch nicht abgeschlossen. Köhler ist in vollem Umfange geständig und giebt auch zu, die Leichenteile verbrannt zu haben, zum Teil in seiner Wohnung, zum Teil draußen. Den Rumpf schaffte er in einem Korbe weg. Er behauptet, durch seine Notlage auf den Weg des Verbrechens getrieben worden zu sein. Er habe als Heilgehilfe und Masseur keine Beschäftigung gehabt und sich deshalb zu dem straf- baren Gewerbe verleiten lassen. Nach der That sei er aus Angst vor der Entdeckung weggelaufen und bis Basel gefahren. Erst als ihm dort das Geld bis auf den Bewag für die Rückfahrt ausgegangen, sei er wieder zur Besinnung gekommen. Nun habe er in den Zeitungen von der Ermordung der Lucie Berlin und von einem andcrm Fall in Italien gelesen und gedacht, seine Sache werde nun „aussichtslos" wohl wenig mehr beachtet, so daß er ohne Gefahr nach Berlin zurückkehren könne. Die Vernehmungen werden voraus- sichtlich mindestens bis heute, Sonntag abends, dauern. Auf dem Felde des Benzins. Ter Mitbesitzer des Hotel de Rome in Berlin, Unter den Linden, Herr Wilhelm M ü h l i n g.. ist im städtischen Krankenhause in Homburg v. d. Höhe an den Folgen der Verletzungen, die er bei einem Automobilunfall erlitten hat, gestorben. Er war der älteste Sohn des schon vor einer Reihe von Jahren verstorbenen Begründers des Grand Hotel de Rome, Adolf Mühling, und leitete seit dessen Tode dieses gemeinschaftlich mit seiner Mutter.— In dem Befinden des bei demselben Unfall verletzten Herrn Uhl ist eine Besserung eingetreten. Folgendes Genrebild vom großen Benzintag wird vom„Verl. Tageblatt" aufgezeichnet:„Beim Zurückwiegen der Wagen kam es zu einem peinlichen Rencontre zwischen Thery und Jenatzy. Der siegreiche Franzose fand es nicht unter seiner Würde, den so ehren- voll unterlegenen Gegner durch hämische Bemerkungen zu reizen. Jenatzy blieb natürlich nicht die Antwort schuldig, ein Wort gab das andre, und ehe man es verhindern konnte, waren die beiden Gegner auf einander losgestürzt und bearbeiteten sich Mit den Fäusten. Nur mit Mühe gelang es den anwesenden Mitgliedern des Deutschen Automobilklubs, die beiden von einander zu trennen. Zu der Ermordung der Lucie Berlin ist wieder eine bemerkens- werte Mitteilung zu machen. Nach dem gegenwärttgen Stande der Untersuchung ist anzunehmen, daß das Mädchen in der Wohnung der Liebewut abgeschlachtet ist. Diese ist nun gestern aus dem Ge- wahrsam entlassen und in ihre Behausung zurückgekehrt. Di« Wohnung wurde nun noch einmal gründlich durchsticht und nun fiel der Liebcwut ein, daß ihr weißer Reisekorb fehlt. Es ist das ein kleiner Deckelkorb, der einen einzigen Griff zum Tragen oben auf dem Deckel hat, nicht wie größere Körbe zwei Griffe an den Schmal- feiten. Er ist etwa 60 Centimeter lang und 50 hoch, ein Korb, der als Handgepäck in einem Eisenbahnwagen leicht mitgenommen werden kann. Berger und Lenz wollen ihn gar nicht kennen und nie gesehen haben. Es muß angenommen werden, daß der Mörder mit diesem Korbe den Rumpf und die Pakete mit den übrigen Leichenteilen nach dem Wasser geschafft und ihn dann irgendwo weggeworfen hat. Wahrscheinlich hat ihn wohl schon jemand gs- funden, sei es im Wasser sei auf dem Lande. Da aber der Korb für die Untersuchung sehr wichtig ist, so wird der Finder gebeten, sich unverzüglich bei der Kriminalpolizei zu melden. Er jbraucht sich nicht etwa zu scheuen, weil er den Fund bisher verheimlicht hat. Denn es liegt keine Fundunterschlagung vor, da der Korb unter drei Mark wert ist. Wer der Kriminalpolizei den Korb bringt, erhält eine namhafte Summe von der ausgeschriebenen Be- lohnung. Weiter wird berichtet: Wenn nicht alle Zeichen trügen, so kann man nach dem jetzigen Stande der Untersuchung schon sagen, daß die Ueberführnng Bergers nur noch eine Frage kurzer Zeit est. Buch in diesem Falle wird die ebenso rührige und unverdrossene Mühe- waltung der Kriminalkommissare Wannowski und Wehner, und ihrer Beamten zu einem guten Ende führen. Berger, der sehr dreist und zuversichtlich war, solange er dem Untersuchungsrichter zu entgehen dachte, ist jetzt viel kleinlauter geworden. Nochmals sei darauf hin- gewiesen, daß auf die Ernsittlung des verschwundenen kleinen Reise- korbes mit dem Deckelgriff ein wesentlicher Teil der Belohnung ent« fallen wird. Die Geschichte mit diesem Korb ist Berger augenschein« lich sehr fatal. Erst wollte er von seiner Existenz gar nichts wissen. Jetzt kennt er ihn schon und stellt sein Verschwinden als eine „betrunkene Sache" dar. Während der Abwesenheit der Liebettut habe er ein Mädchen von der Jnvalidenstraße in der Trunkenheit mit in ihre Wohnung genommen und ihr am andern Morgen den Korb geschenkt. Das ist eine Angabe, die sich nicht prüfen läßt, so- lange der Korb nicht zum Vorschein gekommen ist, es sei denn, daß jenes Mädchen fich meldete. Verdächttg ist aber, daß Berger von dem Korb nichts wissen wollte und doch schon vorher die Liebetrut gebeten hatte, von der„besoffenen Geschichte" mit dem Korb nicht weiter zu sprechen. Seine Behauptung, daß er Lenz, auf den er den Verdacht lenkte, vorher nicht näher gekannt habe, fft be- stimmt widerlegt. Berger ist nachgewiesenermaßen seinem schänd- lichen Gewerbe sogar gemeinsam mit Lenz nachgegangen. Er be- suchte auch Schankwirtschaften mit ihm und bewegte sich dort mit ihm als einem guten Bekannten. In einer Wirtschaft besonders wurde beobachtet, daß sie sich zuletzt duzten, während sie sich anfangs mit„Sie" angeredet hatten. Luise v. Pöllnitz, die bekannte Charakterspielerin des Deuffchen Theaters, ist gestern einem schweren Leiden erlegen. Seit 1865 war sie, zuerst als Opernsängerin, an der Bühne thättg. Vorher war sie Hofdame bei der Kaiserin Augusta gewesen. In das Treiben der„Engelmacherinnen" wird durch eine Gerichts- Verhandlung hineingeleuchtet werden, die demnächst die 3. Straf- kammer des Landgerichts II beschästtgen wird. Angeklagt sind zwei in Schöneberg wohnende Frauen, die Aufwärterin Stiller ver- witwcte Liebe und deren Tochter, Arbeiterin Karoline Krüger geborene Liebe, die sich wegen Körperverletzimg mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung zu verantworten haben werden. Frau Stiller befißt die polizeiliche Erlaubnis, Pflegefinder zu halten,| Ueber die Entstehung des Brandes fonnte nichts ermittelt werden. I seien, dennoch eine rett bebauerliche Interefferofiglets Frau Krüger hat solche Erlaubnis nicht, da sie vielmals vorbestraft Vor einiger Zeit ist dort in die Fabrik von F. Witte eingebrochen unter ihnen Blaß gegriffen habe. Dieser Lauheit der Kollegen sei ist. Beide Frauen haben mun gemeinschaftlich die Uebernahme der worden. Gleichzeitig wurde die Feuerwehr nach dem Industriepalast es auch zuzuschreiben, daß gegenwärtig geradezu schauderhafte Bus Pflege für neugeborene Kinder geschäftsmäßig betrieben; Frau Krüger Berlin in der Lindenstraße 3 gerufen, wo es vor kurzem schon ein- stände auf den Bauten herrschen. So z. B. würden häufig Ueber scheint ungeachtet der mangelnden polizeilichen Erlaubnis die Seele mal gebrannt hat. Die Gefahr konnte bald beseitigt werden. Die Schreckensthat einer Mutter, über die wir berichteten, hat nun ein drittes Opfer gefordert. Das 9 Monate alte Töchterchen Katharina des Bierfahrers Grap ist Mutter und Bruder in den Tod gefolgt; es starb im Moabiter Krankenhaus an den Wirkungen des Giftes, das die Mutter ihm gereicht hatte. des Geschäfts gewesen zu sein. Von den ihnen überwiesenen Kindern, für welche die Eltern meist Dienstmädchen oder Arbeiterinnen teils eine einmalige Abfindungssumme, teils monatliches Pflegegeld zu zahlen hatten, sollen 30 Proz. immer nach sehr kurzer Zeit mit dem Tode abgegangen sein. Dies ist aufgefallen und wenn es auch nicht möglich war, im einzelnen nachzuprüfen, inwieweit die Behandlung der Angeklagten den schnellen Tod der armseligen Wieder ein Kind verbrüht. Die Frau des Posamentiers Schott Geschöpfe verursacht hat, so ist doch in etwa fünf Fällen der aus der Brunnenstr. 125 stellte auf einen Tisch, an dem ihr ein Jahr Kausalzusammenhang zwischen dem Absterben der Kinder und altes Töchterchen Käthe auf einem Stuhl saß, einen Topf mit der schmachvollen Vernachlässigung, die ihnen durch die Pflegerin" kochender Milch. As fie auf einen Augenblick nach der Küche Frau Krüger zu teil wurde, nachweisbar geworden. Die Gerichts- gegangen war, zog das Kind so lange an der Tischdecke, bis der verhandlung dürfte Bilder entrollen, wie sie seiner Zeit Hadländer Topf umfiel. Der Inhalt ergoß sich ihm über das Gesicht und den in seinem„ Europäischen Sklavenleben" bei der Schilderung der Hals und verbrühte es so schwer, daß es im Krankenhause starb. Thätigkeit solcher Engelmacherinnen gezeichnet hat. Es wird von Straßensperrung. Die Friedrichsbergerstraße von PallisadenAugenzeugen behauptet, daß in den zur Anklage stehenden Fällen bis Friedenstraße wird behufs Umpflasterung vom 20. d. Mts. ab die Kinder, die sämtlich sehr schnell gestorben sind, sich in einem bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt, ebenso das überaus schlechten Ernährungszustand befunden und sozusagen aus Allerander- Ufer von Invalidenstraße bis Alexander- Ufer 9 und die Haut und Knochen bestanden haben. Man habe die Kinder in Schmutz umkommen lassen, eine Badewanne oder ein sonstiges Hildebrandstraße vom 4. t. Mis. ab auf ca. drei Wochen. Behältnis zum Baden der Kinder sei nicht vorhanden gewesen, die Flasche, aus denen diese ihre Milch erhielten, habe vor Schmuz gestarrt und die Milch sei manchmal sauer gewesen, die Kinder hätten oft auf das jämmerlichste geschrieen, da sie oft halbe Tage lang ohne Pflege und Aufsicht sich selbst überlassen wurden, sie mußten in einem Waschkorb kampieren, und eine schmutzige alte Hose soll die Unterlage gebildet haben 2c. 2c. Der Termin, in welchem die Angeklagten durch Rechtsanwalt Dr. Bra ß verteidigt werden, findet am 5. Juli statt. Als Zeugen bezw. Sachverständige sind zu demselben u. a. geladen der Kreisarzt Dr. Stettler und die praktischen Aerzte, Dr. Roeder, Dr. Rabenow und Dr. Freund aus Schöneberg. Das gräflich Rebernsche Palais am Pariser Plak soll, wie der Confettionär" mitteilt, in ein Hotel umgewandelt werden. An seiner Stelle soll ein moderner Neubau entstehen. Der Umfang des für die Bebauung in Frage kommenden Plates beträgt 350 Gebiertbeträgt 4%, Millionen Mark. Herr Adlon befizt das Vorkaufsrecht alſo ein großer Kompler. Der Kaufpreis für das Palais ruten bis 1. Oktober. Der Verein für Voltskaffeestuben und Kaffeekarren hat die Anzahl seiner Karren um zwei vermehrt und hat außerdem in der Schönhauser Allee 141 eine neue Voltskaffeestube eingerichtet, zu welcher von dem anstoßenden Exerzierplaz ein Streifen für einen Garten überlassen wurde. Den jugendlichen Arbeitern und älteren Fortbildungsschülern ist durch Veranstaltung von Spielen 2c. Gelegenheit geboten, in systematischer Weise in ihrer freien Zeit den Körper auszutummeln und sich in verständiger Form eine empfehlenswerte Erholung zu gönnen. Der Arbeiter- Radfahrerbund Solidarität" veranstaltet heute in dem herrlich an Wald und Waffer gelegenen Moabiter Schüßendas insoweit von besonderer Bedeutung ist, als es unter dem Zeichen haus" in Blögensee das Stiftungsfest des neunten Gaues, der Einheit und Geschlossenheit aller zum Bunde gehörenden Vereine gefeiert wird. In Berlin haben sich 600 Bundesgenossen dem auf in Schöneberg bestehenden Vereine sich den Erfurter Grundfäßen Orten nur ein Bundesverein bestehen soll. Ebenso haben die beiden gemäß zusammengeschlossen; und wenn neun Vereine mit 200 Mit gliedern noch abseits stehen und sogar beabsichtigen sollen, unter dem Namen" Freiheit" einen neuen Bund zu gründen, so wird dies Vorhaben hoffentlich bald an einer besseren Ueberzeugung scheitern. Wir sind überzeugt, daß das heutige Fest nicht nur das Einheitsstreben unter den proletarischen Radfahrern wesentlich fördern, sondern auch dazu dienen wird, in der Arbeiterschaft Berlins im Da allgemeinen für das Radfahren mehr Interesse zu wecken. alles mögliche aufgeboten ist, um das Feſt intereſſant zu gestalten, wird ohne Zweifel auf zahlreichen Besuch zu rechnen sein. Leider stunden gearbeitet, die Behandlung durch die Poliere sei schlecht, auch lassen die sanitären Verhältnisse vieles zu wünschen übrig. seien die Baudeputierten auch nicht im stande, diese Uebelstände allein auszumerzen, wenn sie eine so lage Kollegenschaft um sich haben. Redner ersucht, alle kleinlichen Zwistigkeiten zu vermeiden, auch mit den Bauarbeitern ein besseres Verhältnis zu erstreben und ständig auf eine entsprechende Schulung der Kollegen hinzuarbeiten. Die Diskussionsredner sprachen sich alle in ähnlichem Sinne aus. schlossen wurde, die Baudeputierten- Versammlungen regelmäßig alle sechs Wochen abzuhalten. Ferner soll zum Freitag, den 24. d. M., eine öffentliche Maurer- Versammlung nach Kellers Saal einberufen werden, um Mißstände auf den Bauten zu besprechen; auch soll ein Flugblatt herausgegeben werden, das auf ein besseres Verhältnis mit den Bauarbeitern hinzuwirken bestimmt ist. Spandau.„ Staatsstreich und Revolution", so lautete das Thema, welches Genosse Karl Liebknecht in einer glänzend besuchten Volksversammlung am Dienstagabend in Spandau behandelte. Er stellte als feststehenden Grundsatz auf, daß es, so lange Gefeßlichkeit in Deutschland herrscht, keinen treueren Gefeßeshüter geben wird, als die Socialdemokratie. In dem Augenblick aber, wo eine„ Revolution von oben" einseht, wird das nackte, fefsel= lose Faustrecht, die brutale Macht an die Stelle der Gefeßlichkeit treten, und dann wird es davon abhängig sein, auf welcher Seite die kräftigsten Fäuste" sein werden. Das deutsche Volk darf sich nicht abschlachten lassen wie ein Lamm, und so wird die„ Revolution von oben" die Revolution von unten zur Folge haben. Der Schluß des Vortrages Klang in die Mahnung aus, fich überall mit der Idee des Generalstreits als der zwar sehr bedenklichen, aber auch letzten und wuchtigsten Waffe vertraut zu machen." Die Befreiung der arbeitenden Klasse kann nur das werk der Arbeitert lasse selbst sein," und wenn, so schloß Redner, die Arbeiter immer gerüstet sind, dann wird auch der minutenlanger Beifall.) große Augenblid ein großes Geschlecht finden.( Tofender, Folgende Resolution fand hierauf ohne Diskussion einstimmige Annahme: " Die heutige, von mehr als 1000 Personen besuchte Voltstagswahlrechts und also zur weiteren Senebelung der deutschen Arversammlung nimmt mit Entrüstung Kenntnis von den Plänen der Manteuffel und Konsorten zur Beseitigung des bestehenden Reichsbeiterklasse. Gegenüber den frechen Staatsstreichgelüften der Junker und ihrer kapitalistischen Verbündeten erklären die Versammelten mit voller Einmütigkeit, daß sie jederzeit bereit sein werden, das Grundrecht der deutschen Verfassung gegen je de Re= bolution von oben mit allen notwendigen Mitteln zu verteidigen. Die deutsche Arbeiterschaft muß in dem sicher über kurz oder Yang zu gewärtigenden Kampfe um die Verfassung in flammender Begeisterung, mit zäher Entschlossenheit und Ausbauer, unter Hintenansezung aller Opfer, die der einzelne zu bringen haben wird, den junkerlichen Wahlrechtsräubern entgegentreten, und sich einmütig um die Fahne der Socialdemokratie, als der einzigen und wahrhaftigen Verteidigerin der Volksrechte, scharen. Neue Mordgerüchte durchschwirrten Freitagabend einen Teil der Stadt. Auf einem Schutt- und Müllabladeplay in der Nähe des Bahnhofes Beusselstraße fanden Kinder, die dort spielten, die Knochen eines Menschentopfes und mehrere Beinknochen. Man brachte den unheimlichen Fund zunächst mit dem Fund eines Frauenrumpfes im Verbindungskanal in Zusammenhang. Da aber bald festgestellt wurde, daß außer dem Kopfe drei Unterschenkelfnochen balagen, so verbreitete sich rasch das Gerücht, daß ein neues Verbrechen entdeckt worden sei. Ohne die Aufregung, die nach den beiden Leichenfunden immer noch herrscht, wäre es wohl überhaupt Der Turnverein Fichte wird auch in diesem Sommer an sechs nicht aufgekommen, so aber fand es leicht Glauben. Die Be Sonntagen jene Kinderspiele veranstalten, die bereits in sichtigung ergab jedoch bald, daß der Fund mit dem Charlottenburger früheren Jahren bei Alt und Jung rege Teilnahme gefunden haben. Rumpf in feinem Zusammenhang steht, und daß auch ein neuer Der erste Spieltag ist heute, Sonntag, über acht Tage, von Die Versammlung spricht demnach die unerschütterliche Ansicht Mord nicht vorliegt. Die Knochen sind sämtlich schon eingetrocknet 8 bis 11% Uhr. Der Abmarsch von allen Sammelpläzen erfolgt um aus, daß allenthalben mit Entschiedenheit die hohe Bedeutung des und morsch. Sie haben wahrscheinlich wissenschaftlichen Zwecken 8 Uhr; nach Beendigung der Spiele werden die Kinder wieder Reichstagswahlrechts für die Arbeiterschaft und die Pflicht jedes gedient, und das wohl schon vor 25-30 Jahren. Man brachte sie nach den Pläzen zurückgebracht. nach den Plätzen zurückgebracht. Die Kinderspiele sind für die ein Arbeiters, zu seinem Schuße alles daranzusetzen in dieser kritischen nach dem Schauhauſe, um über ihre Herkunft weitere Ermittelungen zelnen Stadteile wie folgt angeordnet: Süden und Süd- Ost: Beit, tagtäglich zu proflamieren ist; ebenso ist aller Flaumacherei anzustellen. Wenn es schon an ſich nicht schön ist, mit Menschen- Großer Spielplatz im Treptower Park. Sammelplak: Ober- Frei- ein für allemal die Thür zu weisen, die nur geeignet ist, die Maſſen Knochen so umzugehen, so muß es als unverantwortlich leichtsinnig archenbrücke( Schles. Busch). Nord- Ost: Spielplatz im Friedrichs- der socialdemokratischen Arbeiter über den kritischen Ernst der bezeichnet werden, sich in Tagen der Aufregung über zivei Kapital- hain( wenn die städtische Part- Deputation die Erlaubnis erteilt). politischen Situation hinwegzutäuschen. Lange genug hat sich verbrechen ihrer auf diese Weise zu erledigen. Sammelplak: Unterkunftshalle am Spielplatz an der Werneucheners die deutsche Arbeiterklasse die dreisten Herausforderungen der junkerstraße. Norden: Sportplah Behmstraße. Sammelplatz: Bahnhof lichen Hochverräter gefallen lassen." Nord- West: Gesundbrunnen und Bahnhof Schönhauser Allee. Allgemeine Kranken und Sterbekaffe der Metallarbeiter Spielplatz Habsburger Ufer. Sammelplay: Bahnhof Beuſſelſtraße.( G. 8. 29, Samburg). Filiale Berlin 1. Sonntag, den 19. Juni, Orgelfonzert. Der königl. Wüttembergische Hof- Opernsänger vormittags 10 Uhr, in Habels Brauerei, Bergmannfti. 5-7: Mitglieder Herr Albin Günther, Frl. Lilly von Knebel- Döberib, Frau Martha versammlung. Tagesordnung: Wahl der Ortsverwaltung und Bericht des Söhne, Frl. Else, Gertrud und Rosa Päkold, der Bioloncellist Herr Delegierten von der Generalversammlung. Otto Tormin und Herr Norbert Förster werden den Dienelſchen Uebungsstunde in der Centrale, Dresdenerstr. 45. Vortrag über: Knochen. Arbeiter Samariterkolonne. Morgen, Montag, abends 9 Uhr: Orgelvortrag in der Marienkirche am Montag, den 20. Juni, abends brüche, Verrenkungen und Verstauchungen. Nachher praktische Uebungen. 7% Uhr, unterstüßen und im Verein mit Herrn Dienel Kompositionen Neue Teilnehmer fönnen noch eintreten. Gäste willkommen. Einschreibe. von Bach, Händel, Beethoven, Schubert, Frant, Becker, Stange, geld sowie Monatsbeitrag 25 Pf. Bibliothek steht unentgeltlich zur VerDienel u. a. bei freiem Eintritt aufführen. Auch während der fügung. Sommerferien wird Herr Dienel regelmäßig jeden Montagabend 7% Uhr einen Orgelvortrag halten. " Eine Tiefsee- Expedition" auf märkischen Gewässern erregte gestern Aufsehen bei Spaziergängern und Wasserfahrern. Auf der Oberspree bewegte sich ein Dampfer, der ab und zu stoppte und Netze und Geräte ins Wasser ließ. Es war die Gesellschaft für volkstümliche Naturkunde, die einen Sterndampfer gechartert hatte und nun unter Leitung des Prof. Dr. Kolkwitz eine Expedition zur Erforschung der geheimnisvollen Tiefen unternahm. An Bord befand fich eine gute Ausrüstung von wissenschaftlichen Apparaten. Plankton- Nez und Dredsche brachten manches interessante pflanzliche und tierische Süßwassergebilde herauf. Die erbeuteten Mikroorganismen wurden in der Kajüte unter dem Mikroskop beobachtet und erläutert. Das„ Forscherschiff" hatte dabei auf der Höhe des Müggelsees gestoppt. Erst um 8 Uhr abends trat man die Heimreise an. An Aus den Nachbarorten. Achtung! Schlächtergesellen. Dienstag, den 21. Juni, abends 9 Uhr, große Versammlung im Gesellschaftshaus Berliner Musiker"( gr. Saal), Kaiser Wilhelmstr. 18m. Tagesordnung: 1. Die bevorstehende Lohnbewegung der Hamburger Schlächtergesellen. Referent Kollege Jonny Gärtner, Bors fizender der Schlächtergesellen Hamburgs. 2. Der diesjährige Meister- Verbandstag in Nordhausen und die Regelung der Gesellen und Lehrlings. frage. 3. Gewerkschaftliches und Aufnahme neuer Mitglieder. Die Eingegangene Druckschriften. 9 Das Gordon Bennett- Automobil- Rennen wird bereits Sonntag Arbeiterrisiko. Durch einen Sturz vom Gerüst verunglückten abend in allen feinen Einzelheiten als lebende Photographie im gestern die Arbeiter Adolf Boutowo aus der Wilmersdorferstraße in Apollo Theater vorgeführt. Charlottenburg und Mar Helwig aus der Straußbergerstr. 6. dem Hause Skaliberstr. 99 wird ein hoher Reflamegiebel gestrichen. Die beiden Männer arbeiteten an einem Leitergerüst, das zu diesem Zweck aufgestellt wird. Hierbei geriet eine Leiter, auf der Poutow in einer Höhe von 25 Meter stand, ins Wanken. Er stürzte herab Ober Schöneweide. Allerlei Gerüchte über Verfehlungen des" Kommunale Braris", 8eitschrift für Kommunalpolitit und fiel auf ein Laufbrett, das fünf Meter unter seinem Stand Ortsvorstehers Eckhardt sind im Umlauf. Man beschuldigt, und Gemeinde Socialismus. Herausgeber Dr. Albert Südekum, bereits angebracht war. Dieses Brett, auf dem Helwig arbeitete, der" Boff. 8tg." zufolge, den genannten Herrn mannigfacher Ver- Berlin W. 15. Aus dem Inhalt der soeben erschienenen 12. Nummer des vierten Jahrgangs heben wir hervor einen Artikel von Gustav Hochbrach aber unter der Wucht des Sturzes, und nun fielen beide Ar- gehen, die eine Disciplinaruntersuchung und feine Hanau a. M. über: Kommunales aus den Berichten der Arbeitersekretäre beiter 20 Meter tief auf einen Holzplatz. Beide erlitten Verlegungen Suspension vom Amte notwendig gemacht hätten. Schon und Gewerkschaftskartelle. Eine Abhandlung von Dr. W. Hanauer- Frant an den Armen und Beinen und starke Verwundungen im Gesicht. seit Wochen durchschwirrten unkontrollierbare Gerüchte die Be- furt a. M. handelt von der Sterblichkeit in der Stadt und auf dem Lande. Von einem Balfen erschlagen wurde der 44 Jahre alte Arbeiter Karl völkerungstreise des Ortes. Man warf dem Gemeindevorsteher ver- Neben einem reichen Notizenteil ist ein juristischer Sprechsaal eingerichtet in Schüler aus der Wienerstr. 57. Schüler half auf einem Holzplatz schiedene Berfehlungen in seiner außerdienstlichen Lebensweise vor, dem alle Rechtsfragen aus dem Gemeindeleben kostenlos beantwortet werden. in der Brizerstr. 20 beim Aufstellen eines 1½ Meter hohen Bockes es wurde besonders von einem Liebesverhältnis des Herrn E. mit In einer Einladung zum Abonnement teilt die Redaktion mit, daß die zum Aufstapeln von Brettern. Der Bock tippte um und ein 3 Meter seinem Dienstmädchen gesprochen. Um diesen Gerüchten den Boden Einteilung der Rubriken etwas geändert wird, um die„ Kommunale Praris" langer Balken traf Sch. so unglücklich am Unterleib, daß er sich eine zu entziehen, so schreibt die Bossische Zeitung" weiter, hat Voffische Zeitung" weiter, hat noch reichhaltiger ausgestalten zu können. Kommunale Praxis" erscheint am 1. und 15. jeden Darmzerreißung zuzog und im Krankenhaus am Urban starb. Der sich die vorgesetzte Behörde veranlaßt gesehen, das Disciplinar- Monats, kostet vierteljährlich 1,50 M. Probenummern werden Verunglückte hinterläßt eine Frau und drei Kinder von 5 bis verfahren gegen den Gemeindevorsteher einzuleiten. Er ist einstweilen gratis und franko vom Verlag Berlin W. 15 versendet. 15 Jahren. seines Amtes enthoben worden und mit seiner Vertretung sind die Sociales Museum. Erster Jahresbericht. Herausgegeben vom VorHerren Kottmeier als Amtsvorsteher und Lehmann als Gemeinde- stand. 36 Seiten. Frankfurt a. M. 1904. Selbstverlag. Schwer verunglückt ist am Freitagabend auf dem Herzbergplak vorsteher betraut. Man glaubt dem erwähnten Blatt zufolge, daß Uebersichtskarte von Ostasien, 1: 5000000, mit 14 Beifarten in in Rirdorf der Kutscher Ernst Knoll aus der Lessingstr. 22. Knoll in furzer Zeit das Disciplinarverfahren eingestellt und Herr E. wieder großen Maßstäben sowie historischen, ethnographisch statistischen und miliist in der Großdestillation Eckstorff, Rottbuserdamm 11, in Stellung in sein Amt eingesetzt werden wird. So ganz felfenfest steht dieser Leinen 3,- M. Bien 1904. Verlag Artaria u. Co., Kohlmarkt 9. tärischen Tabellen, bearbeitet von Dr. Karl Peuder. Preis 1,40 M., auf und kam mit einem zweispännigen Destillationswagen die Herzberg- Glaube nach unsren Informationen doch nicht. Soweit unser straße entlang. Plötzlich wurden die Pferde scheu und gingen durch. Wissen reicht, hat das erwähnte Dienstmädchen den Ortsvorsteher wobei Knoll vom Bock auf das Straßenpflaster geschleudert wurde. wegen Sittlichkeitsverbrechens denunziert; sie warf dem verheirateten Der Bedauernswerte erlitt außer andern Verlegungen einen schweren Mann vor, Gewalt gegen sie angewendet zu haben. Der StaatsOberschenkelbruch und mußte nach dem Rigdorfer Krankenhaus ge- anwalt hat daraufhin eine Untersuchung angeordnet, deren Ergebnis bracht werden. N. ist verheiratet und Vater von 4 Kleinen Kindern. ihn zu der Ansicht brachte, daß für das behauptete Verbrechen der Opfer des Straßenverkehrs. Vom Bürgersteig wurde gestern Anklage gegen den Amtsvorsteher nicht erhoben werden könne. Das Notzucht nicht genügend Beweise vorlägen und daher eine öffentliche in der Landsbergerstraße, in der Nähe der Waßmannstraße, der 12jährige Schüler Karl Berger heruntergerissen und verletzt. Der Mädchen wollte daraufhin auf dem ihr allein übrig gebliebenen Knabe stand an der Bordschwelle des Bürgersteiges und sah in der Wage der Privatklage gegen den Amtsvorsteher vorgehen. Richtung nach dem Landsberger Thor hinunter, während vom Die Stadt Charlottenburg will eine Schulärztin anstellen. Sie Alexanderplatz her ein Fouragewagen des Rittergutes Lichtenberg ist insbesondere für die dortigen Anfänge eines Mädchen- Gymnasiums Kultur. Verlag der Thüringischen Verlags- Anstalt Eisenach und Leipzig. herannahte. Der kleine B. wurde von der etwas überstehenden bestimmt. Um den Frauen die höhere Bildung zugänglich zu machen, Ladung erfaßt, umgerissen und zwischen Vorder- und Hinterrad unter hat die Stadt Charlottenburg die Forderung von Mädchen- Gymnasien den Wagen geschleudert. Das rechte Hinterrad ging dem Kleinen dadurch verwirklicht, daß sie Realgymnasialklassen eingerichtet hat. über den rechten Unterschenkel hinweg, dessen Knochen buchstäblich An diesen soll die Schulärztin wirken, außerdem an sämtlichen höheren zermalmt wurde. Das verunglückte Kind wurde dem Krankenhaus Mädchenschulen der Stadt. Die fünftige Schulärztin von Charlotten- felbft geschrieben, datiert und unterschrieben sein. E. H. 25, Friedrichshain zugeführt, woselbst eine Amputation des verletzten burg soll eine Vergütung von 800 m. jährlich erhalten. Bewerbungen C. B., Köpenick, C. D. 14: Ja. N. K., Lichtenberg. Nein. Gliedes vorgenommen werden mußte. nimmt der Charlottenburger Magistrat bis zum 15. August entgegen. Beizufügen sind die Zeugnisse über die Vorbildung und eine Darstellung des Lebenslaufes.- 800 m. find nicht gerade viel. Verfammlungen. Die Umsatzsteuer im Dresdener Stadtparlament. Stenographischer Bericht über die Verhandlungen am 19. Mai 1904 über den Entwurf zu einer städtischen Umfassteuer nebst einer Einleitung: 8ur Kritit der umfassteuer. Von Hermann Fleißner. 84 Seiten 8°. Preis 30 Pf. Dresden 1904. Kaden u. Comp. in der Praxis. Preis 1, M. Leipzig 1904. Verlag von A. Beerholdt. Selbsthilfe. Für jeden Kaufenden und Verkaufenden zur Realisierung Frage der Ingenient- Ausbildung. Preis 80 Pf. Dresden 1904. D. V. Dr. Herm. Beck. Recht, Wirtschaft und Technik. Ein Beitrag zur Böhmert. Bericht der Gesellschaft für wirtschaftliche Ausbildung zu Frankfurt a. M. über das erste Geschäftsjahr 1903. Frankfurt a. M. 1904, Guiollettstr. 18. Wartburgstimmen. Nr. 5. Juni 1904. Halbmonatsschrift für deutsche Briefkaften der Redaktion. Hochstraße. Beide Fragen sind zu bejahen. Das Testament muß aber Juriftifcher Teil. Wegen eines großen Dachstuhlbrandes wurde am Sonnabend Die juriftifche Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends bon 7 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 br. nachmittag um 4 Uhr die 3. und 5. Compagnie nach der Schöne bergerstraße 4 gerufen. Die Flammen müssen dort, bevor sie beGesinde. 1. Die Nichteintragung eines Zeugnisses oder die Behinderung tann als strafbar erachtet werden. 2. Eine bestimmte Zeit ist im Gesez merkt wurden, schon eine geraume Zeit geschwelt haben, denn als nicht fixiert. A. K. 15. Eine Schadensersatzklage ist möglich, der Ausdie Feuerwehr wenige Minuten nach dem ersten Alarm an der gang aber recht zweifelhaft. Justitia 458. Der Chef ist keineswegs zu Brandstelle ankam, stand der Dachstuhl schon in großer Ausdehnung einer Auskunftserteilung an Dritte verpflichtet.- P. W. Zur Versicherung in Flammen. Das Feuer soll in den Bodenkammern ausgekommen Der Centralverband der Maurer hielt am Freitag im Gewerk- der Scheibe ist niemand, zum Ersatz der Wirt verpflichtet, falls nicht das sein, wo es an dem Hausrat der Mieter und den Brennmaterialien schaftshause eine Baudeputierten Versammlung ab. Gegenteil durch den Vertrag vereinbart ist. Solche Vereinbarungen find in reiche Nahrung fand. Die Besizerin des Hauses mußte es erleben, Seitens der Verbandsleitung wies Haase darauf hin, daß diese und um Berlin üblich. N. W. 02. Ein Paß wird in Amerika und der daß in einem ihrer andren Häufer vor einiger Zeit dreimal hinter Versammlung von den Baudeputierten zwar ungleich besser besucht Schweiz nicht gefordert, für längeren Aufenthalt ist die Mitnahme eines einander Feuer ausbrach. Die Feuerwehr unter Leitung des Brand- fei als wie dies in letzter Zeit sonst der Fall gewesen ist; immerhin Aufhebung des alten Urteils oder auf Anerkennung flagen. Basses zweckmäßig. Spandau 17. Sie müssen gegen die Mutter auf inspektors Reinhardt griff mit mehreren Schlauchleitungen an, und aber lasse die Zahl der Anwesenden noch darauf schließen, daß leider sollten auf Bahlung flagen. Die andren Schritte wären nuglos. es gelang ihr, trotz der großen Qualmentwicklung den Brand auf ein großer Teil der Bauten überhaupt ohne Deputierten sei. Hieraus. M. 100. Der Bassus der Arbeitsbedingungen ist rechtsgültig.- K. 6. den Dachstuhl zu beschränken. Der Dachstuhl muß erneuert werden. ergebe sich, daß, wenn die Maurer an sich auch sehr gut organisiert Solche Berorderung besteht zu Recht. 0.100. Gie ExtraWarenhaus list Montag Dienstag Preise A. Wertheim Mittwoch 600 droff shodnotnost t Reise- Artikel SIG wasserdicht m. Griff ca. 38 Pf. Garderoben- Coupé- Koffer gefirnisst Rindleder- Plaidriemen 1 Mtr. lang Rucksäcke Innentasche, Klappe mit Ledereinf. aus imprägniert Schilfleinen, mit 48/47 cm 1.60, 54/ 52cm 1.80, Aussent. 2.60 Grösse ca, Gr. ca. Innen- u. Leder m.Lederfutt. Reise- Necessaire u.Toilette- Einricht. 4.25 Rindleder- Necessaire". 8.75 Hutschachteln 5.50, 6.25, 7 Mk. Pluviusinstoff, gefüttert mit Riemen u. Schloss 1.10 Japan. Luftkissen mit Satinbezug Bügelkoffer aus Fichtenholz, m. gefirnisst. Segeltuch bezogen, Stofffutter Einsatz und Messingschlösser Länge ca. 80 90 100 cm 19 Mk. 23.50 28 Mk. Globus- Koffer aus Pflanzenfaserplatten Länge ca. 55 60 m. 2 Messingschlössern 65 70 cm 17.75 19 Mk. 21.75 24.50 2 Jahre Garantie für Haltbarkeit Länge ca. 55 60 65 cm 2.60 2.90 3.25 Mk. Handkoffer Länge ca. 50 2.50 braun, m. Ledereinfass: u. Schloss 55 60 cm 2.65 3.25 Mk. braun Panamastoff mit Faltenkoffer Stofffutter und Aussenriemen Länge ca. 55 60 65 cm 5.90 6.75 7.25 Mk. Koffertaschen starkes Rindleder. Aussenriem, Länge ca. 48 21 54 60 cm 23 26 Mk. Rindleder- Handtaschen engl. Form Länge ca. 36 89 42 cm 6 Mk, 6.75 7.50 Mk. Rindled. Handtaschen 9 Mk bis 11.25 Rindlackl weiss Damengürtel geschweift 45, Glacél, 85 Pf. 151dl dr Bade- Artikel Damen- Bade- Anzüge 110 120 cm ind Länge ca. 100 rot Kattun 1.30 1.45 1.60 bunt gemustert 1.50 1.60 1.70 Kinder- Bade- Anzüge 70 8090 cm Länge ca. 60 rot Kattun 90Pf. 1 Mk. 1.10 1.20 bunt gemustert 1.10 1.20 1.30 1.40 weiss Frottierstoff Bade- Mäntel Grösse ca. 150/160 cm 3.60 Mk. mit Ärmeln und Kappe Bade- Mäntel Grösse ca. 150/200 cm 7.50 Frottierhandtücher weiss 40,70,90 Pf, Damen- Schwimmtrikots 2.30, 2.50 1.90,2.10 Herren- Schwimmtrikots 1.40.1.70 Knaben- Schwimmtrikots 90 pr., 1.05 Badekappen 12, 22, 43, 1.45, 1.60 MädchenBunte Frottier- Laken Badepantoffel 60,95 Pf. 100/100 100/120 100/150 130/130 130/160 130/200 160/200 1.25 1.55 2MK. 2.15 2.75 3.40 4.50 Frottierhandschuhe Bunte Seiftücher 10, 18 Pf. Dtz, 60 Pf. soweit der Vorrat reicht: Sport- Artikel Lawn tennis- Racketts 4.75,6,7,7.50 Tennisbälle emailliert 40 u. 70 Pf. Tennisnetze 6 MK, u. 10.50 Mk. Rackettaschen 90 Pf. 1.60, 2.40мк, Rackettpressen 1.10 u, 1.35 Mk. Ballnetze 18 u. 37 Pf. 55 Pf. Ball- Aufheber 3, 4, 5 a. 6 Mk. Fussbälle für 6 mit und Hängematten ohne Spreizen 2.25, 3.75 Croquetts Kind 2.70, wachs, 5.25, 6.50 Fahrräder Marke Premier Herrenräder 117, 126, 140 Mk. Damenräder 130 Mk. Acetylen- Laternen 2.75,3.15,4,6MK, Oel- Laternen 90, 1.60, 2 Mk. Herren- Gummi- Mäntel verschied. Façons 21 MK. Herren- Wasch- Westen neueste Muster 2.25 weiss/ blau gestreift 11.50 Herren- Strand- Anzüge Lawn tennis- Stoff Herren- Lustre- Jacketts schwarz oder farbig 3.75 pisalding to in thi Ind gestreift Toilette- Artikel Mundwasser ,, Eucalyptus" 40, 70 pr. 1.10 Pfeffermünz- Zahnpulver Schachtel 13PE Toilette- Essig Flasche 70 u. 90 P. Lilienmilch weiss, rosa, gelb Flasche 68 Pf. Glycerin u. Sandmandelkleie sch. 20P. Eau de Cologne I grün F1 50 Pf. u. 1 MK. Eau de Cologne Il weiss 42, 90 Pf. 1.45 Bay- Rum Flasche 75 Pf. 1 MK., 1.80 Nerv- Bay- Rum Flasche 90 Pf. Stück 14 Pf. 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Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. it. 142. 21. w» 2 Jfilijt ks Jutmärts" Inlratt lalteliliitf. Die Zöllner hinter den Conliffen. In Fürth begann am Freitag der von uns vor einiger Zeit angekündigte Prozeß Münch-Ferber. Der nationalliberale Reichstags- Abgeordnete Kommerzienrat Walther Münch-Ferber, Mitinhaber der großen Webereifirma Münch in Hof, trat als Mitglied der Zolltarif-Kommission für Er- Mäßigung der Garnzölle und Erhöhung der Zölle für eingeführte Webereiwaren ein. Der Abgeordnete begründete dies Vorgehen mit dem Hinweis,„daß die Spinner Ausbeuter und Erdrosieler der Weber seien, daß insbesondere die Vogtländische Spinnerei ein im Golde schwimmendes Unternehmen sei, während die Weberei mit Verlust arbeite". Der Direktor der Vogtländischen Spinnerei, Rittergutsbesitzer Julius Schmid, brachte dies Verhalten des Abg. Münch-Ferber in einer nationalliberalen Wählerversammlung zur Sprache, mit dem Bemerken: das Vorgehen Miinch-Ferbers gegen die Spinner in der Zolltarif-Kommission sei lediglich ein privater Racheakt gegen ihn, weil er in einer Erbschaftsangelegenheit für die Erben von Rudolf Münch sen. eingetreten sei. Münch-Ferber habe nach dem Tode seines Socius, des Kommerzienrats Rudolf Münch sen., die Kinder des letzteren um den größten Teil ihres Vermögens bringen wollen. Nach längerem Drängen habe er nur das Barguthaben von 300 000 Mark abzüglich des angeblichen Deficits aus 1895 zurückzahlen wollen. Als er sah, daß die Erben betreffs Herauszahlung ihres Vermögens Ernst machten, habe er dieselben vor gerichtlichen Schritten gewarnt,„da sie dadurch ihr ganzes Vermögen verlieren könnten, zumal der Erblasser Rudolf Münch sen. jahrelang große Steuerhinterziehungen begangen hätte. Bei einem gerichtlichen Streit würden diese aufgedeckt werden; dadurch könnten aber die Erben ihr Vermögen bis auf den letzten Pfennig verlieren".— Tie Erben waren durch diese Drohung derartig eingeschüchtert, daß sie sich schließlich mit den angebotenen 300 000 M. zufrieden gaben. Er(Direktor Schmid) sei Berater der Münchschen Erben gewesen; infolge seines Eingreifens habe sich Walthev Münch-Ferber-schließ- lich entschlossen, 550 000 M. an die Erben herauszuzahlen. Münch-Ferber strengte gegen Schmid die Beleidigungsklage an. Das Schöffengericht lehnte den größten Teil des hon dem Be- klagten Schmid angebotenen Wahrheitsbeweises als unerheblich ab und verurteilte letzteren zu 250 M. Geldstrafe. Schmid hatte gegen dieses Urteil Berufung eingelegt. Vor der Strafkammer kam es deshalb zu erneuter Ver- Handlung. » Der Vorsitzende ermahnt die Zeugen in eindringlichster Weise, sich nicht durch politische Partei- oder persönliche Interessen ver- leiten zu lassen, irgendwie von der Wahrheit abzuweichen. Alsdann unternimmt der Vorsitzende einen Bergleichsversuch. Abg. Kommerzienrat Münch-Ferber erklärt jedoch mit voller Entschiedenheit, daß er sich auf einen Vergleich nicht einlassen könne. Aus den zur Verlesung gelangten Briefen geht hervor, daß zwischen dem Privatkläger und den Erben seines verstorbenen SociuS, Kommerzienrats Rudolf Münch sen., insbesondere des Rudolf Münch jun., eine zum Teil sehr gereizte Auseinandersetzung über die Auszahlung des Erbteiles stattgefunden hat. Es geht aus der Verlesung ferner hervor, daß die Erben des Kommerzienrats Rudolf Münch sen. den Privatkläger schließlich verklagt haben und daß das Gerietst den Erben das Recht zugestanden hat, Einsicht in die Bücher zu nehmen. Es ist jedoch schließlich zu einem Vergleich gekommen. Der Verteidiger Rechtsanwalt Fröhlich beantragt, aus den Büchern festzustellen, ob die 00 000 M. Reingewinn im Jahre 189S durch Geschäfte im letzten halben Jahre sich ergeben haben. Der Privatkläger hat nämlich im Juli 1395 den Erben eine Bilanz vor- gelegt, wonach in diesem Fahre ein V e r l u st von 100 000 M. entstanden war. Auf Grund dieser Bilanz sei die Auszahlung an die Erben erfolgt. Wenn nun. so bemerkt der Verteidiger, im zweiten Halbjahr 1895 ein Reingewinn von 60 000 M. erzielt worden sei, so müsse ein Gewinn von 100 000 M. sich ergeben haben, da dock) der angebliche Verlust von 100 000 M. zunächst gedeckt sein müsse, wenn ein Reingewinn von 60 000 M. sich ergeben soll. Sei aber schon im ersten Halbjahr 1395 nicht ei» Verlust, sondern ein Rein- gewinn erzielt worden, dann sei die vorgelegte Bilanz fasch gewesen und die Erben haben eine Nachzahlung zu verlangen. In einem zur Verlesung gelangten Erkenntnisse des Fürther Handelsgerichts heißt es: Kommerzienrat Walther Münch-Ferber l?at sich fortgesetzt geweigert, dem Vertreter der Familie des ver- storbencn Kommerzienrats Rudolf Münch sen.. Direktor Julius Schmid, Einsicht in die Bücher zu gewähren. Der Borsitzende: Es handelt sich in der Anklage einmal um die Auseinandersetzung des Privatklägers mit den Erben deS Rud. Münch sen. und um das Verhalten des Privatklägers im Reichstage, bezüglich dessen Sie diesem Charakterlosigkeit vor- gelvorfen haben. Angeklagter Schmid: Der Privatkläger hat eS in der Zolltarif-Kommission durchgesetzt, daß der Zoll von Spinnereiwaren von 12 auf 4 M. heruntergesetzt wurde. Der Privatkläger hat die Vertreter der Spinnerei-Jndustrie aufgefordert, seinen Antrag zu unterstützen, andernfalls werde er für volle Zollfreiheit der Spinnerei- waren Sorge tragen. Die Spinnerei-Jndustrie kam dadurch in eine so schlechte Lage, daß viele Spinnereien ihre Aktienkapital zu- sammenlegen mußten, um ihren Ruin abzuwenden. Es ist gewiß begreiflich, daß ich mich verpflichtet fühlte, gegen einen solchen Reichstags-Abgeordneten aufzutreten, zumal dieser für Weberei- waren hohe Zölle durchsetzte. Der Angeklagte geht im weiteren auf die Erbschaftsangelegenheit ein. Die Firma Münch sei 1377 gegründet worden, das Testament, auf das sich der Privatkläger bezog, datiere von 1302. Es sei un- zweifelhaft auch von einem Testament gesprochen worden, das an- geblich zwischen den Teilnehmern der Firma gemacht sein soll, in dem es heißt:„Wer sich meinem Willen widersetzt unt» prozessiert, den enterbe ich." Die Erben wurden aber in den Glauben ver- setzt, es sei ein Gesellschaftstestament vorhanden, wonach sich die Erben von Rudolf Münch sen. in großen Nachteil begeben, sobald sie einen Prozeß anstrengten. Im übrigen hatte der Privatkläger von einem Gesellschaftstestament nichts gesagt. Es sei zunächst den Erben gesagt worden: Wenn sie einen Prozeß anstrengen, so würden sie den letzten Pfennig ihres Vermögens verlieren, da der Ver- storbene viele Jahre sich großer Steuerhinterziehungen schuldig ge- macht habe. Es würden alsdann außerdem Dinge aufgedeckt werden, über die die Welt staunen würde, er. Kommerzienrat Münch-Ferber. könne es ja aushalten. Dies seien doch Drohungen im vollsten Sinne des Wortes. Er habe die Erben niemals aufgehetzt, sondern nur in ganz sachlicher Weise ihre Interessen wahrgenommen. Er habe auch in der Bilanz die Aufführung sehr wertvoller Grundstücke vermißt. Er habe es für seine Pflicht gehalten, zu verhindern, daß Rudolf Münch jun. nach dem Tode des Vaters hinausgeworfen werde wie ein Bettelsack. Man habe die Einsicht der Bücher ver- weigert, den Erben aber ein Geheimbuch vorgelegt, aus dem nichts zu ersehen war. Wenn die Erben die Vorlegung der Bücher vev- langten, sei ihnen stets gesagt worden:„Der Herr Kommerzienrat ist in Berlin oder in München, ohne die Genehmigung deS Herrn Kommerzienrats können wir die Bücher nicht herausgeben." Kom- merzienrat Walther Münch-Ferber sei zumeist zum Vergnügen ver- veist gewesen. Er müsse noch bemerken, daß, nachdem Kommerzienrat Walther Münch-Ferber sehr lange Zeit das Einsehen der Bücher verweigert hatte, er plötzlich die Erben mit einer Bilanz überrascht habe. Es sei wohl noch niemals in der Welt vorgekommen, daß, wenn ein Teilhaber eines großen Fabrikhauses gestorben war, der überlebende Socius ganz eigenmächtig ohne jede Hinzuziehung eine Bilanz aufstellte und sie den Erben zwecks Erbschaftsregulierung vor- legte. Er sei daher berechtigt gewesen, von einer unrichtigen Bilanz zu sprechen. Der einzige Umstand, daß die Waren zum Her- st c l l u n g s w e r t in die Bilanz gestellt worden seien, beweise. daß die Erben benachteiligt Iverden sollten. Um den wirklichen Wert festzustellen, hätten 20 Proz. a»f den Herstellungswert zugeschlagen werden müssen. Ein Zeuge habe in der Verhandlung vor dem Schöffengericht gesagt: 1395 seien die. Webereiwaren immer mehr gefallen. Er habe festgestellt, daß(895 vom 1. Januar bis 31. Dezember die Webereiware« unaufhörlich gestiegen seien. Es sei für das erste Halbjahr 1895 ein Verlust von 100 000 M., für das zweite Halbjahr dagegen ein Gewinn von 60 000 M. festgestellt worden. Danach hätte, da doch zunächst der Fehlbetrag des ersten Hahljahres 1895 gedeckt werden mußte, ein Gewinn von 160 000 M. erzielt worden sein müssen. Es werde joder Sachverständige be- künden, daß 1895 ein allgemeiner Aufschwung in der Wollwarcn- Industrie stattgefunden habe. Kommerzienrat Walther Münch-Ferber: Das Testament existiert, ich habe aber von dem Inhalt erst Ostern ds Js. Kenntnis erhalten. Ich war stets überzeugt, daß das Testament vorhanden ist, da ich nicht annehmen konnte, daß mein verstorbener Socius mich angelogen habe. Hätte ich aber den In- halt des Testaments früher gekannt, dann lvürde ich mich zu einer solchen Vergleichssumme nicht verstanden haben. Von Steuerhinter- ziehung habe ich mit Ru-dolf Münch jun. Iveder dem Wortlaut noch dem Sinne nach jemals gesprochen. Bei den gegenwärtigen Steuer- Verhältnissen ist eine Steuerhinterziehung unmöglich. 5kapitalstcuer hatte der Verstorbene nicht zu zahlen, denn er hatte kein Kapital, sondern nur Schulden. 1386 hat mein Vater dem Kommerzienrat Rudolf Münch sen. zum zweitenmal aus der Geldnot geholfen, inbem er ihm noch 150 000 M. geliehen hat. Und trotzdem hatte Rudolf Münch jun. die Sttrn, zu sagen: Ich habe in Geldsachen ein Herz hart wie Stahl. Zeuge Hofrat Dr. med. Max S t i e f l e r- Bad Steben: Ich bin der Schlviegersohn des verstorbenen Kommerzienrates Rudolf Münch sen. Kommerzienrat Walther Münch-Ferber sagte, als er in den Reichstag gewählt wurde, zu meinem Schwiegervater: Ich kann das Mandat nur annehmen, wenn Du die Führung des Ge- sckzäftes allein übernimmst. Um so kränkender war es für mich, daß Kommerzienrat Walther Münch-Ferber nach dem Tode seines Socius diesen geradezu beschimpft hat, indem er sagte: er habe im Geschäft immer gefaulenzt, er habe lediglich Buchstaben eingetragen usw. Direttor Julius Pchmid nahm sich in der uneigennützigsten Weise der Familie Münch bei der Erbschaftsregulierung an. Durch die Bilanz wurden wir eingeschüchtert, deshalb ließen wir uns auf einen Vergleich ein. In der Hauptsache haben wir uns aber der Familienehre halber verglichen. Meine Frau sagte: Wir wollen uns lieber mit der Hälfte begnügen und nicht durch einen Prozeß unsre Familienehre öffentlich preisgeben. Vorsitzender: Ist es richtig, daß Sie zu dem Privat- klüger einmal gesagt haben: Meinen Schwager Rudolf Münch jun. können Sie gar nicht gebrauchen, das ist ein Troddel.— Zeuge: Ich glaube nicht, daß ich eine solche Aeußerung gethan habe.— Vorsitzender: Sie geben aber die Möglichkeit zu, die Aeußerung gethan zu haben?— Zeuge: Das will ich nicht bestreiten. Ich hatte den Eindruck, als habe Kommerzienrat Münch-Ferber die Erben durch die Bemerkung bezüglich der Steuerhinterziehung ein- geschüchtert.— Fräulein Luise Münch, Tochter des verstorbenen Kommerzienrats Rudolf Münch: Sie seien in der Hauptsache auf den Vergleich eingegangen, da sie ihre Familienehre durch einen Prozeß nicht preisgeben wollten. Ihr Bruder Rudolf habe ihr ge- sagt: Kommerzienrat Münch-Ferber habe ihn durch die Drohung der Steuerhinterziehung einzuschüchtern gesucht. GericKts-Leitung. Ein großer FSlschungsprozeß beschäftigt seit drei Tagen das Schwurgericht beim Landgericht I. Der Maurer Karl N i e k e und die Maurersehefrau G a n s ch o w werden beschuldigt, eine Anzahl Sparkassenbücher der Stadt Berlin durch Eintragung erheblicher Beträge verfälscht und gegen Verpfändung der Bücher von einer großen Anzahl Geldgeber bedeutende Summen— insgesamt über 6000 Mark— entliehen zu haben. Den Vorsitz führt Landgerichts- rat S i m o n s o h n. die Anklagebehörde vertritt Staats- anlvalt N ö l d i n g. der Angeklagte Nieke wird vom Rechtsanwalt Max Cohn, Frau Ganschow vom Rechtsanwalt V o ch n e r verteidigt. Der Angeklagte Nieke war mit der Mitangeklagten Ebenau Ganschow und deren Ehemann eng befreundet. Nieke war Kassierer der Filiale des Centtalverbandes der Maurer Deutschlands. Im Juni 1902 ttat der Angeklagte Nieke— wie Frau Ganschow be- hauptet— an sie heran und suchte sie zu bestimmen, auf ein ihr gehöriges Sparkassenbuch eine größere Eintragung zu machen und ihm darauf Geld zu besorgen. Er gebrauche es dringend, um einen Fehlbettag zu decken. Frau Ganschow will sich lange ge- sträubt haben, die Fälschung vorzunehmen. Schließlich habe Nieke ihr erklärt, er werde, falls sie seinem Verlangen nicht entspreche, ihren Ehemann wegen eines schimpflichen Verbrechens zur Anzeige bringen. Darauf habe sie, deren Widerstandsfähigkeit schon dadurch etwas gebrochen war. weil sie sich in andern Umständen befand, seinem Drängen nachgegeben. Die Fälschung sei beinahe vollendet gewesen, da habe sie die Feder fortgcworfen und erklärt, sie schreibe nicht weiter. Nun habe Nieke die Fälschung vollendet. Auf das gefälschte Sparkassenbuch besorgte Frau Ganschow ihm von einer Leisttkow ein Darlehn von 1500 M. Bald kam die Fälschung heraus und Frau Ganschow war genötigt, dem weiteren Drängen Niekes nach- zugeben und neue Bücher zu fälschen, um die Mittel zur Befrie- digung der mit Anzeige drohenden Gläubiaerin zu beschaffen. Es wurden neue Bücher besorgt, ein kleinerer Bettag ivurde darauf ein- gezahlt und dann größere Eintragungen in geschickter Weise selbst bewirkt. So reihte sich denn eine Fälschung an die andre und ein Betrug löste den andern ab. Frau Ganschow war ein völlig willenloses Werkzeug in den Händen NiekeS geworden. Einer der Gläubiger, der Fabrikant Blum, wollte sich mit der bloßen Ver- Pfändung der Sparkassenbücher nicht begnügen, sondern verlangte notarielle Abtretung. Infolge dessen begaben sich die beiden An- geklagten zu dem Justizrat Crome und ließen dort, indem sie sich als Eheleute Ganschow ausgaben, die Abtretung vornehmen. Als Blum die Fälschung entdeckte und sein Geld nicht erhielt, brachte er die Sache zur Anzeige. Während die angeklagte Frau Ganschow von vornherein ein offenes Geständnis abgelegt hat, bestreitet Nieke, an den Fälschungen der Sparkassenbücher beteiligt zu sein, und ebenso, da« auf dieselben entliehene Geld erhalten zu haben. Zu einem Geständnis der vor dem Notar veranlaßten falschen Beur- knndung bequemte Nicke sich erst, nachdem ihm diese durch Zeugen nachgewiesen war. Als Nieke verhastet werden sollte, schoß er sich eine Kugel durch den Kopf, ohne jedoch seinen Zweck, sich zu töten, zu erreichen. In der Verhandlung behauptete er, daß er zu der Frau Ganschow in einem Liebesverhältnis gestanden habe, ivelches aber von der letzteren entschieden bestritten wurde. Ueberhaupt standen sich all« Augaben der beiden Angeklagten direkt entgegen, ihre Vernehmung war eine so eingehende, daß sie fast zwei SitzungStage Erst gestern konnte'mit der Vernehmung der etwaigen Zweifeln in betreff in Anspruch nahm weiteren Zeugen begonnen'werden. Um............ ,, der Zurechnungsfähigkeit der Frau Ganschow zu begegnen, wohnte der Gerichtsarzt Dr. Hoffnianu ihrer Vernehmung bei. Er begut- achtete, daß sie eine hysterische Frau und einer WillenSbceiuflusjung leicht zu unterwerfen sei. die von ihrer Handlung wohl nicht die richtige Borstellung gehabt habe. Als Schreibsachverständiger wohnt Schulrat a. D. Dr. Grabow der Verhandlung bei, Der Prozeß wird am Montag seinen Fortgang nehmen, ob er an diesem Tage zum Abschluß gelangt, ist fraglich. Die Geschwornen werden gegen 70 Fragen zu beantworten haben._ Vermifcktes. Die New Aorker Schiffskatastrophe. Das SchiffSunglück auf „General Slocum" hat ein Heer von Beamten in Bewegung gesetzt, die sich mit der Untersuchnng über die Ursachen der Katastrophe und der mangelhaften Rettungsaktion beschäftigen. Es herrscht, wie aus Neiv Jork gekabelt wird, allgemein« Empörung über das ge- fühllose Benehmen der Kapitäne verschiedener Schiffe, die dicht an dem Dampfer vorbeifuhren, ohne den Frauen und Kindern, die über Bord sprangen, die geringste Hilfe zu bringen. Zwei Dampfjachten passierten das Unglücksschiff, ohne sich um die mit dem Tode Kämpfenden zu kümmern. Eine Anzahl Taucher arbeitet an dem Wrack des niedergebrannten Dampfers. Bis jetzt sind die Leichen von 273 Kindern, 243 Frauen und 23 Männern geborgen. Aus- sagen verschiedener Schiffsangestellter ergaben, daß der Brand viel srüher ausbrach, als allgemein angenommen wurde, und daß der Kapitän das Schiff noch vier Meilen fahren ließ, bevor er es ans Land steuerte. Die ersten Begräbnisse gestern waren überwältigend durch ihre feierliche Stille, fast kein Laut war hörbar trotz der Riesenmenge. In dieser kinderreichsten Gegend New Zorks war kein Kind auf der Straße. Alle Fenster waren verhängt, nur manchmal verriet ein Lichtschein das Trauerhaus. Die Bergung der Opfer geht langsam von statten. Die Radkästen sind noch voll von Toten. Ein gewaltiges Unwetter hat nach der langen Dürre am Freitag verschiedene Landsttiche in Deutschland betroffen. Im ge- samten Rheinland, besonders aber im Eifelgebiet, hat es große Ver- hecrungen angerichtet. Zwanzig Minuten lang fielen Schloßen, wie Hühnereier so groß, die in Montjoje halbzöllige Scheiben zer- trümmerten; an vielen Orten hat der Blitz gezündet, strichweise sind die gesamten Feldfrüchte vernichtet. Auch aus dem Äergischen Lande kommen Hiobspostcn über Verheerungen, die Unwetter an- gerichtet haben. Unterhalb Opladen sind auf freiem Felde zwei Personen vom Blitz erschlagen worden; die gesamten Fernsprech- leitungen mit Nord- und Süddeutschland sind zerstört. Oberhalb Remagen kenterte auf dem Rhein ein mit sechs Personen be- setztes Boot; durch schleunige Hilfeleistung in der Nähe befindlicher Schiffer sind alle Personen gerettet worden. Auch über den Unterharz ging Freitagabend ein«n- geheures Unwetter mit langanhaltendem Gewitter und Wolken- bruch nieder. In den Straßen Blankenburgs stand das Wasser über V« Meter hoch. Taubeneigrotze Schloßen zerstörten zahlreiche Fensterscheiben und erschlugen Vögel. Der größte Teil der Obst- und Feldernte gilt als vernichtet. Mehrfach soll der Blitz gezündet haben. Auch im ganzen Oberharz gingen Freitagabend unter schweren Gelvittern gewaltige Hagelmassen nieder. Die Hagelstiicke erreichten beim Torfhans die Größe von Hühnereiern und ein Gewicht von 40 Gramm. In den Wäldern ist großer Schaden cm- gerichtet, die Beerenernte ist vernichtet, die Heuernte dürste durch die Hagelschläge sehr beeinträchtigt sein. In der Gegend von Schierke sind durch das Unwetter 400 Morgen Wald vernichtet worden. Die Brockenchauffeen sind unpassierbar. Ein Fesselbalon des Lnstschiffcr-Bataillons ist durch einen Blitz- strahl vernichtet worden. Durch das schwere Unwetter, das gestern im Westen des Reiches niederging, hat das Lustschifser-Bataillon, von dem ein Detachement zur Zeit auf dem Truppenübungsplatz Senne weilt, einen schlveren Verlust erlitten. Der Blitz schlug in einen Fesselballon und brachte ihn zur Explosion, wobei zwei Unteroffiziere und ein Mann schwer verletzt wurden. Ueber den baulichen Zustand des Kölner Domes werden beunruhigende Gerüchte laut. Durch die Untersuchungen des staat- lichen Ausschusses und des DombanmeisterS Hertel wurde, wie der „Tägl. Rundschau" geschrieben wird, festgestellt, daß schleunigst zu umfassenden Herstellungsarbeiten am Dom geschritten werden muß, deren Kosten den noch aus den Freilegungssammlungen zur Ver- fügung stehenden Betrag von 1 800 000 Mark vermutlich überschreiten iverden. Nock, 1901 hatte der damalige Dombaumeister erklärt, daß in 100 Jahren keine großen Ausbesserungen nötig sein tvürden. und der Dombauverein hatte seiner Zeit nach der kaiser- lichen Genehmigung beschlossen, von der obigen Summe 700 000 M. zur Errichtung eines Dombaudenkmals zu verwenden. Unter den augenblicklichen Verhältnissen beschloß der Verein, von einem solchen Denkmal endgültig abzusehen..., Ueber die Festnahme eines flüchtigen Bankiers wird aus Dresden vom Sonnabend berichtet: Der seit einiger Zeit flüchtige Bankier Jäger aus Tübingen wurde heute mittag hier ergriffen. Bei seiner Festnahme verwundete er sich mittels eines Taschen- messers. Er wurde vorläufig ins Krmffenhaus gebracht.:, Stiidtcbritilde in Rußland. Beim Brande der Städte Korosztyszew und Lubine(Rußland) sind mehr als 120 Menschen umgekommen. In Korosztyszew brach das Feuer nachts gegen 1 Uhr in einem Wohnhause des dichtbevölkerten Stadt- teils ans. In wenigen Minuten stand das Haus in Flammen, und der herrschende Sturm trug die Feuergarben von Haus zu Haus, von Sttaße zu Straße, so daß in kaum einer Stunde die ganze Stadt einem Flammenmeere glich. Viele Bewohner wurden von den Flammen im Bette überrascht und kamen so umS Leben. Bis jetzt wurden 117 verkohlte Leichname geborgen, doch wird befürchtet, daß sich unter dem Schutte noch viele Brandopfer befinden. In drei Stunden waren 200 Häuser völlig eingeäschert. 1300 Menschen sind obdachlos und kampieren im Freien. Da alle Vorräte an Lebensmitteln verbrannten, herrscht schreckliche Hungersnot. Der Schaden beläuft sich auf mehr als 4 Millionen Rubel. Bon einem gleich schweren Brandunglück wurde das Städtchen Lubine, Gou- vernement Woljen, heimgesucht, wo infolge des stürmischen Wetters 300 Häuser den Flammen zum Opfer fielen. 1200 Menschen sind obdachlos, die Not ist schrecklich und der Schaden wird auf eineinhalb Millionen Rubel geschätzt. Heute wird wieder ein neuer großer Brand aus Kowno gemeldet. Danach wären Freitag in Wilkomir gegen 700 Häuser eingeäschert. Marktpreise von Berlin am 17. Juni 1904 nach Ermittelungen des tgl. Poliieipräfidtum«. »Weizen, gut D.-Ctt. 17.40 17,38 Mittel„ 17,36 17,34 . gering, 17,32 17,30 »Roggen, gut, 13,25 13,24 mittel. 13,23 13.22 gering. 13,21 13,20 fGerste, gut. 14,50 13.20 mittel. 13.10 11.80 gering. 11,70 10,40 fHaser, gut. 15,00 14,20 . mittel. 14,10 13,40 gering„ 13,30 12,60 Rlchtstrvh. 4,00 8,82 Heu. 7,30 5,00 Erbsen. 40,00 28,00 Zpeisebohnen. 50,00 25,00 Zinsen. 80,00 25,00 * ab Bahn. t frei Wage» und ab Bah». Kartoffeln, neueD.-Ctr. Rlndsletsch, Keule 1 kg da. Bauch. Schweinefleisch Kalbfleisch Hnmmelsletlch Butter Eier Karpfen Aale Zander Hechte Barsche Schlei« Bleie 60 Stück 1 kg per Schock 7,00 1,80 1,40 1,80 1,80 1,80 2,60 3,60 2,00 2,80 8,00 2,20 2,00 2,80 1,40 10,00 5,00 1,20 1,10 1,00 1,20 1,20 2,00 2,40 1,40 1,40 1,20 1,20 0,80 1,20 0,80 3,00 III. Wahlkreis. Dienstag, den 21. Juni, abends 8%, Uhr: Versammlung des Wahlvereins in Feuersteins Festfälen, Alte Jakobstraße 75. Tages- Ordnung: Vortrag des Genossen Dr. Maurenbrecher über: Innere und äufsere Politik." Distuffion. Gäste willkommen. Für Frauen ist die Gallerie reserviert. Zahlreicher Besuch erwünscht. 240/13 Der Vorstand. Holzbildhauer! Montag, 20. Juni, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15: Vertrauensmänner- Versammlung. Wie stellen sich die Kollegen Berlins zu Tagesordnung: einer 10prozentigen Lohnerhöhung? Der wichtigen Tagesordnung halber ist jede Werkstatt verpflichtet, einen Vertreter zu dieser Die Agitationskommission. Versammlung zu entsenden. 21/7 Socialdemokratischer Wahlverein f. d. Bezirk Lichtenberg. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter Dienstag, den 21. Juni, abends 8, Uhr, im Lokale des Herrn Höflich, Frankfurter Chaussee 120: Mitglieder- Versammlung Zages Ordnung: 14/7 1.„ Das Reichstags- Wahlrecht in Gefahr". Referent: Georg FroiwaldtPankow. 2. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Central- Verband der Töpfer Deutschlands. Filiale Berlin. Berlins und Umgegend. Montag, den 20. Juni, abends 8 1hr, bei Graumann, Naunynstr. 27: 141/15 Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wollheim über:" Staatshilfe und Selbsthilfe". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste, auch Frauen willkommen. Regen Besuch erwartet Der Vorstand. Am Montag, den 27. Juni, abends 8 Uhr, findet für den Norden bet Beyer, Schönhauser Allee 33, eine Mitglieder: ZusammenFreitag, den 24. Juni, abends 6½ Uhr, im Gewerkschaftshause, kunft statt. Engel- Ufer 15: 3. D. Vertrauensmänner- Sigung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Der Wichtigkeit der zu erledigenden Tagesordnung wegen haben die Kollegen dafür Sorge zu tragen, daß jeder Bau vertreten ist, andernfalls Bekanntgabe derjenigen Bauten erfolgt, die diesen Beschlüssen entgegen handeln. Die Ortsverwaltung. Sonnabend, den 25. Juni 1904, in der Brauerei Friedrichshain ( früher Lipps), 15 Minuten vom Alexander- Platz: Grosses Sommer- Fest Konzert, Gesang, turnerischen Aufführungen. ( aufgeführt vom Turnverein" Fichte") Kinderbelustigungen und Fackelpolonaise. Im Saale: Grosser Ball. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Herren- Billet 50 Pfg., Damen- Billet 30 Pfg. Es ladet freundlichst ein 195/19 Das Komitee. Verwaltungsstelle Berlin. Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 3353. Sonntag, den 19. Juni, vormittags 10 Uhr, bei Sachse, Lindowerftr. 26: Versammlung 116/16 der Feilen- Arbeiter. Die Ortsverwaltung. Central- Verband der Dachdecker. Filiale Berlin. Mittwoch, den 22. Juni 1904, abends 8½ Uhr: e. G. m. b. H. Konsum- Verein Charlottenburg. Unsern werten Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß die Markenabgabe dieses Jahr stattfindet für die Nummern 1-1000 am 28. Juni 1000-1250 " 29. nachm. 1250-1500 1. Juli( 3-8 Uhr. 1500- Schluß 2. " Allgemeine Orts Krankenkasse zu Berlin. Montag, den 27. Juni 1904, abends 8 Uhr, in Dräsels Festsälen, Neue Friedrichstr. 35: Ausserordentliche General- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Definitive Beschlußfassung über die ärztliche Behandlung der Kassenmitglieder vom 1. Januar 1905 ab. 2. Regelung der Gehälter der Kaffenangestellten. 3. Verschiedenes. 274/6 Berlin, den 18. Juni 1904. Der Vorstand: Gustav Wolter, Borsigender. Achtung. Zur Cigarrenfabrikation fertig als Einlage zum Berarbeiten, sandfrei, gesund und munter, fchönes Aroma, empfehlen hoch feinen, geschnittenen St. FelixBrasil in jedem Quantum, per Pfund verzollt ab hier Mt. 1. Hengfoss& Maak Altona, Große Freiheit 22. Hamburg, Schweinemarkt 27. Berlin NO. Neu! Reibelstraße 34. Neu! Die kleinen Marken sind vorher Ottensen, Bismarckstraße 28. gegen größere umzutauschen. stellen wegen Inventur geſchloſſen. Am 30. Juni bleiben die VerkaufsAb 1. Juli foſten 1000 Stud fiebenzöllige Elisabeth- Salon- Brifetts, eine erstklassige Kohle, frei Keller 7 Mart. Um den großen Andrang zu vermeiden, werden die Mitglieder gebeten, Bestellungen auf Kohlen recht bald aufzugeben. Ferner bitten wir die Mitglieder, recht für den Verein zu agitieren und neue Mitglieder zu werben, damit der Verein immer mehr Vorteile bieten kann. 108/15 Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung Rohtabak bei Feind, Weinstraße Nr. 11. Zages- Ordnung: Größte Ausw. Billigste Preise. Guter Brand! Vorzügliche Qualität. 1. Diskussion über den Antrag Barenthien: Unfre einheitliche Filiale Sämt fabrikations- Utensilien wieder aufzuheben. 2. Verbandsangelegenheiten. 54/ 16* Der Vorstand. liche Neue Formen, sehr große Auswahl Deutscher Holzarbeiter- Verband. Spar- und Produktiv- Genoſſenſchaft Heinrich Franck, Zahlstelle Berlin. Branche der Modell- Fabriktischler. Donnerstag, 23. Juni, abends 8½ Uhr, bei Schmidt, Gartenstr. 6: Branchen- Versammlung. Zages Drdnung: B 1. Vortrag des Genossen Max Schütte: Die Schule von heute. 2. Branchen- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Pünktliches Erscheinen aller Kollegen erwartet Achtung! Berlin- Rixdorf. E. G. m. b. H. Montag, den 27. Juni cr., abends 8 Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: 0 185 Brunnenstr. 185. Rohtabak Max Otto, Filiale: 46832* Ordentliche General- Versammlung. 152 Brunnenstr. 152. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes über den Stand der Genossenschaft. 2. Bericht des Aufsichtsrats. 3. Anträge der Mitglieder.( Anträge der Mitglieder Billige Preise. Reiche Auswahl. Roh- Tabak 85/11 müssen mindestens drei Tage vorher beim Borstand schriftlich eingereicht fein.) Carl G. Lahmann, Die Kommission. Drechsler. Sonntag, den 26. Juni, mittags 1 Uhr: = Achtung! Nur das Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. L. Breslauer. E. Wutzky. Der Aufsichtsrat. Fr. Schulze, Borsitzender. Erklärung. 108/14 Es ist eine unwahrheit, daß ich die Bewilligung der Forderungen der 4679L* Berlin N., Brunnenstr. 195 offeriert billigst: Sumatra- Decken von 140-500 Pf. Java- Umblatt Besichtigung der Arbeiter Wohlfahrts- Ausstellung Bädergesellen zurüdgezogen oder bieſelben nicht eingehalten habe. Ich hatte Mexiko, grau.ff. Br.u.A in Charlottenburg. Treffpunkt: 12 Uhr im„ Volkshaus", Charlottenburg, Rosinenftr. 3. Kollegen andrer Branchen, welche sich daran beteiligen wollen, werden ersucht, dies dem Bureau mitzuteilen. Bahlreichen Besuch erwartet Die Kommission. Die Bücher der Bibliothek find spätestens bis zum 1. Juli abzuliefern. Verband der Tapezierer. Filiale Berlin. Mittwoch, den 22. Juni, abends 9 Uhr: Versammlung. 105-135 " " 85-150 " " Achtung, Genossen! Nur 5 Mark kostet die echte Böhnel System Nickel- Anfer Roskopf Patent- Uhr samt schöner Nickelkette und Futteral. Dieselbe Uhr mit Bild bon Ferd. Lassalle, Karl Marx oder Arb.. Verbrüderungs- Relief foftet 1 Mart mehr. 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Hochachtungsvoll Auf diese meine Originalpreise Johannes Seger, Bädermeister, gewähre, damit sich jeder von Wiesenstraße Nr. 28. meiner Preiswürdigkeit überzeugt, folgenden Bur vorstehenden Erklärung des Herrn Extra- Rabatt: Seger haben wir folgendes zu entwibern: 177/12 nach: veis. bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Bürger über: Wohnungselend". 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum Gautag und Wahl von zwei Delegierten. 4. Verbandsangelegenheiten. NB. Die nächste Bersammlung fällt voraussichtlich aus und findet statt deffen am Dienstag, den 12. Juli, abands 17 Uhr, eine Besichtigung der Ausstellung für Arbeiterwohlfahrts- Einrichtungen in Charlottenburg, Frauenhoferstraße, statt.( Drei Minuten vom Stnie.) Besichtigung unentgeltlich. Charlottenburg. Mittwoch, den 22. Juni, abends 8 Uhr, im Volkshause, Rofinenstraße 3: Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: Die preussische Schul- Gesetzgebung. 1. Referat des Genoffen Dr. Leo Arons- Berlin. 2. Diskussion. 203/ 9* Zahlreiches Erscheinen, besonders auch der Frauen, wird erwartet. Centralverband deutscher Brauerei- Arbeiter Berlin I( Brauer). Sonntag, den 19. Juni 1904, nachmittags präcise 2 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal I: Monats- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Bericht vom Verbandstag. 2. Innere Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 41/11 Der Vorstand. Tabakarbeiter Berlins! Um die Mitglieder des Deutschen Tabatarbeiter- Verbandes( Bahlstelle Berlin) vor eventuellem Schaden zu bewahren, machen die Unterzeichneten dieselben auf die letzte Bekanntmachung des Vorstandes in Bremen aufmerksam, wonach bis zum 30. Juni 6. J. alle Reste beglichen werden müssen, na am 1. Juli das neue Statut voll in Kraft tritt und die neuen Mitglieds bücher zur Ausgabe gelangen. Die Bevollmächtigten. J. A.: Sally Rosenthal. 187/6 Herr Seger hat die Bewilligung dadurch nicht eingehalten, daß er Arbeitskräfte vom Kommissionär bestellte und nicht von unsrem ArbeitsEr versuchte ferner, einzelne Leute wieder bei sich logieren zu lassen. Er wurde von unsrem Beauftragten darauf aufmerksam gemacht, daß ein derartiger Versuch von uns als Zurückziehung betrachtet würde. Darauf erklärte er wörtlich:" Nun, dann ziehe ich eben meine Bewilligung zurüc und fordere Sie auf, meine Räume zu verlassen". Auf die Aufforderung des Herrn Seger, sich die Schlafftube, die einem Salon gleiche, anzusehen, ging unser Beauftragter, der diese Muster- Schlafſtube" aus eigner Anschauung tannte, nicht ein, da nach den von Herrn Seger unterschriebenen Verpflichtungen kein Arbeiter dort schlafen durfte. Uebrigens ist der Betrieb des Herrn Seger uns und vielen Gesellen bekannt, indem dort unbeschränkte Arbeitszeit besteht und die Behandlung sehr viel zu wünschen übrig läßt. 298/3 Der Vorstand des Verbandes der Bäcker und Berufsgenossen Deutschlands. J. A.: Hetzschold. Den Verbands- und Parteigenossen zur Nachricht, daß ich 30% a. Umblatt 5%, a. Decken am 1. Montag) jed. 3% a. Einlage 3. 2. Mo" " " " Sportwagen 3.75 Mit Verdeck 9.50 Kinderbettstellen7.Großartige Auswahl Beft. Fab. Bill. Breise. musterb. gr. u.franto. Versand ab Fabrit. Auf Wunsch Ratens Reste nats modernster Herren- Anzug- Stoffe Roh- Tabak Decker. 5194 hell, gespickelt, schneeweiß brennend, 1. Länge Vollblatt 38282* a Mk. 2.80 verzollt. W. Hermann Müller, Berlin O., Alexanderstr. 22. Roh- Tabak. Große Auswahl, billigste Preise. Neue Michaelskirch- Plak 15, 2 Min. vom Gewerkschaftshaus, einen Formen: Original- Fabrikpreise. Schultheiß- Ausschank% 10 f. eröffnet habe. 5. J. Fränkel, Pro 5. 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Dies ist nur dann möglich, wenn es gelingt, das Kost- und Logiswesen dauernd aus allen Bäckereien zu beseitigen. Erst dann werden die Bäckerei- Arbeiter genau wie andre Arbeiter da wohnen und essen können, wo es ihnen gefällt, und erst dann sind sie in der Lage, sich ein eignes Heim gründen und sich verheiraten zu können. Unterstützt uns in dem Kampfe, das Errungene zu erhalten, und kauft nur Brot und andre Backwaren aus folgenden geregelten Bäckereien: Norden. Aderstr. 5, D. Dahlte. " 16, Eduard Goldader. " 47, H. Barz. 68, Eduard Goldader. " " 102, F. Müller. " 111, R. Kralle. 122, R. Dolli. " 128, H. Dffmeister. " 149, A. Zimpel. 171, P. Neudwig. Am Nordhafen 5, G. Nerlich. Angermünderstr. 3, Kirschen. Anklamerstr. 15, P. Schindner. 19, Eduard Goldader. 26, W. Deinert. 48, G. Nasse. 57, W. Eder. Antonstr. 48, 3. Oberhof. 3, R. Richter. Adolfstr. 1, A. Ballete. 11, Jennigkeit. 12b, Hänisch. Artillerieftr. 27, Neue Berl. Brotfabrit. 3, Eduard Goldacker. Badstr. 13, Schröder. " 26, D. Rieß. 37, Schimizi. 41, E. Baujod. Bohenstr. 14, 2. Ihle. 24, A. Kutschte. Belforterstr. 22, P. Weigt. Bellermannstr. 8/10, N. Heilmann. 81, E. Lietsch. Beeskowerstr. 25, D. Deubach. 68, D. Fidert. Bernauerstr. 3, C. Hempel. 40/41, C. Kunze. 47, E. Schiewed. 77, P. Müller. 97, G. Wachowski. Biesenthalerstr. 2, A. Menfing. Borfigftr. 12, P. Blod. 18, D. Bochoch. Brunnenstr. 2, Th. Mollweide. 41, H. Sorge. 56, D. Pirniz. " 82, D. Müller. " " 87, Röling. 96, Eduard Goldader. " " 129, " 110, Schaaf. " 121, R. Müller. " 154, E. Herrmann. " 161, Jakob Darlid. 178, Dörfler. Burgsdorfstr. 15, D. Kratochwill. Carmen Sylvaftr. 163, C. Feist. Chausseestr. 35, G. Schröder. 38, Eduard Goldacker. 68/70, G. Heidemann. Chorinerstr. 15, A. Niad. 34, R. Schwandt. Cremmenerstr. 15, A. Krüger. Coloniestr. 34, E. Mücke. 138, Blohne. Christburgerstr. 40, H. Meinte. Christinenstr. 3, E. Zitmin. 27, C. Schaal. Dalldorferstr. 13, J. Streucher. 16, Gebr. Hagen, Nachf. 38, F. Ibsch. Danzigerstr. 8, J. Maue. " 21, W. Singer. " 70, Rud. 72, K. Schulz. 76, D. Schmidt. Demminerftr. 18, Neue Berliner Genossensch.- Bäckerei. Greifenhagenerftr. 15, A. Niclasch. Griebenomstr. 8/9, F. Griebat. Grünthalerstr. 61, F. Altrock. 73, P. Kronberg. Grenzstr. 10, Corts u. Co. 13, Ziegelst. Graunstr. 5, Schenk. 22, Dohrmann, " " 28, Wolff. 37, Wuttke. Hagenauerstr. 13, F. Bemmer. 1a, Fr. Hante. Henningsdorferstr. 1, H. Stahl Hochmeisterstr. 1, E. Elbinger. 9, 2. Rapp. 20, P. Meher. Hochstädterstr. 23, B. Jambor. Hochstr. 40, F. Lochel. " 31, C. Fenske. Neue Hochstr. 18, Berl. Gen. Bäckerei. 28, D. Cohens. 24, H. Schulz. 35, Strafmeyer. 51, D. Lehmann. Husfitenstr. 15, M. Müller. 20, H. Linke. 28, A. Sommerfeld. 38, A. Schibilski. F. Kiesling. Jasmunderstr. 18, A. Döhring. Invalidenstr. 109, A. Stammer. 137, A. Bohn. 144, Eduard Goldader. Kamerunerstr. 57, M. Heinert. Kastanien- Allee 29, A. Teuerhorn. 46, A. Pienep. Putbuserstr. 24, B. Kunert. 46, R. Block. 51a, F. Klang. Prinzen- Allee 13, H. Balisa. 53, H. Schmidt. 57, K. Schwendi. 61, H. Mehls. 85, R. Struppe. Ramlerstr. 27, G. Seidel." 31, Th. Dahlenburg. 36, G. Hähn. Raumerstr. 55, K. Scharlod. Reinickendorferstr. 3, H. Kagelmann. " 20, P. Hanke. " 41, St. Wenzel. " 43a, C. Träger. " 47, H. Bloch. 69, Bintsch. Rheinsbergerstr. 26, Mar Lorenz. 35, A. Hanke. Rhinowerstr. 2, D. Schwinhagen. 7, C. Sprengel. Rykestr. 7, F. Viehmeyer. 17, B. Wiesener. 34, E. Vogler. Rügenerstr. 16, N. Heim. 22, W. Beranger. Ruppinerstr. 87, Baade. Rodenbergstr. 33, A. Lehmann. 39, Th. Holzkopf. Saarbrüderstr. 14, E. Lesniewig. Seeftr. 68a, A. Daum. " 68b, Müller. 68i, Mindt. Soldinerstr. 12, E. Ritter. Wiesenstr. 64, 3borowski. " " 31, 3. Schneemann. 19a, P. Schadrin. Wildenowerstr. 29, J. Beher, Winsstr. 56, D. Walter. Wolgasterstr. 4, G. Beuckert. 13, R. Dreyer. Wollinerstr. 23, J. Dahler. 31, R. Barrasch. " " 38, H. Opalke. 44, E. Raddag. " 50, P. Bicol. " " 58, F. George. Wöhlertstr. 24, V. Gemier. " Wörtherstr. 27, E. Lange. 34, Bühring. Wriezenerstr. 8, Heise. Zehdenickerstr. 13, W. Schumann. Zionskirchstr. 2, Regen. " 10, A. Klausing. 18, A. Hanis. Bionstirchplatz 1, Th. Mollweide. Nordosten. Barnimstr. 17, C. Dorendorp. Büschingstr. 18, A. Alfert. 29, B. Roloff. Elisabethstr. 15, W. Porath. Frankfurterstr. 108, Büttner. Osten. Andreasstr. 4, G. Fischer. 16, Hanke. 23, Brobst. 32, Wilhelma, Brotfabrik. 35, J. Schalm. Kleine Andreasstr. 7, Christall. Andreasplatz 3, 2. Böttcher. Beymerstr. 26, R. Schenkel. Blumenstr. 50a, Junkers Erben. 51a, E. Strause. 59, W. Dombrowsky. Borhagenerstr. 13, Albrechts Bäckerei. 33, P. Sturm. Bödiderstr. 36, H. Kliemann. Breslauerstr. 32, C. Brademann. Blumenthalftr. 19, K. Martin. 10, C. Hanke, Cadinerstr. 20, Mar Geisler. 14, D. Basch. " " P 4, D. Stedlin. Ebelingstr. 5, M. Blender. Eberthstr. 25, Sommerfeld. " 47, W. Zühlte. 59, A. Mante. Elbingerstr. 19, E. Piotrowski. Eldenaerstr. 2, J. Spöttlich. Eckertstr. 1, A. Scheer. 13, E. Hertig. G. Jadisch. St. Frankfurterſtr. 14, F. Mittelsdorf. Friedenstr. 47, B. Bartmann. Friedrichshain 6, C. Liebert. Georgenkirchstr. 7, D. Ziegler. 48, Weized. 44, D. 74, Türpe. Friedrichsbergerstr. 16, B. Schorrig. 20, W. Behrend. Friedrichsfelderstr. 17, St. Stauze. 26, Hering. 39, F. Bröge. Fruchtstr. 36, A. Gerland. Greifswalderstr. 46, A. Fielik. Swinemünderstr. 2, E. Haase. " 29, Staschel. 57, Aug. Künscher. 88, H. Stlingenftein. " 27, Dsw. Großmann. " 76, 3. Wegner. " 54, Palisched. " 12, Hanke. 202, H. Förster. 10, Eduard Goldacker. 58, C. Müller. " Heinersdorferstr. 12, P. Ramler. 66, R. Becker. " 80, Geßner. 33, R. Kleiner. " 82, M. Mannel. " 93, R. Schubert. " 21, J. Kreil. 糖 30, R. Baldin. N 106, C. Kunze. Koloniestr. 23, Dsberg. " 71, C. Richert. 105, J. Popp. 151, C. Scheer. Kolbergerstr. 1,. Wolter. 14, H. Bröge. 27, J. Braun. Ruglerstr. 8, 8. Biebell. Stopenhagenerstr. 74, P. Schön. Röslinerstr. 1, H. Tscholke. 22, Feistner. Aniprodestr. 122, A. Bohm. Liebenwalderstr. 10, E. Boleh. 31, M. Jädel. 60, Quaẞnica. Lhchenerstr. 4, P. Schwede. 17, B. Burrowsth. Liesenstr. 17, Müller. " Lynarstr. 1, Marquardt. " 4, Raslad. " 14, S. Pawlid. 29, Fr. Giert. Lothringerstr. 24, Mägdefrau. 64, W. Gand. Lottumftr. 2, Stamel. " 21, W. Lemphal. Lorkingstr. 17, D. Dahms. 31, A. Kempe. 33, M. Wermuth. " Marienburgerstr. 5, Scholz. 7, Wilh. Seemann. 32, E. Samuel. 48, P. Müller. 49b, A. Nowad. Marstr. 17, E. Schulze. Mezerstr. 2, Ch. Zeitler. 13, A. Hennig. " 29, A. Dopping. Müllerstr. 7, Ukath. " 11,. hiem. " 12c, J. Kamp. 23, F. Gutsch. " 32, H. Bluhm. " 33, Brotfabrit Wittler. 35, 2. Hoffmann. " 37, Fr. Beher. " 166a, Hanke. " 158c, Wittendorf. " 176, J. Haufe. 25, A. Grund. Drontheimerstr. 3b, E. Barth. Dunderstr. 2, Czerwenka. 7, M. Kamsch. 73, C. Janike. 78, F. Dehnert. Eberswalderstr. 21, M. Teschmer. Elbingerstr. 86, H. Haff. 90, Herm. Trapp. Elsafferstr. 35, G. Schröder. Ererzierstr. 19a. W. Soschel. Fennstr. 9, F. Start. 32, F. Spindler. 48, B. Gütlich. 51, A. Derrlich. Fehrbellinerstr. 15, M. Kunz. 27, M. Höfelbarth. 93,. Stolle. Fransedistr. 24, J. Niedergefäß. 31, S. Wittkopf. 45, Joh. Thiel. 50, Rostomeh. 53, Ed. Goldader. Freienwalderstr. 21, Fr. Schneider. 38, G. Haldenwanger. Fürstenbergerstr. 9, F. Kallweit. 15, G. Lawrenz. Gartenstr. 41, H. Schmidt. 61, E. Biehmeyer. 104, E. Lort. 115, W. Hennig. Gerichtstr. 14, Schwemmler. " 32, M. Kügow. " 45, Lippmann. " 53, E. Schönwise. 63, de la Motte. Gleimstr. 11, Th. Geisler. 19, D. Strache. 60, N. Metsch. Nazarethkirchstr. 45, A. Weiß. Dderbergerstr. 22, E. Wagner. 38, E. Baldin. 46, C. Schönherr. 49, E. Bohme. 61. C. Heida. Dudenarderstr. 44, P. König. Pappel- Allee 24, Ernst Pfeifer. 21, F. Fuhse. 18, J. Göden. 14, M. Höselbarth. " " " 104, R. Müller. 136, E. Dreßler. 16, A. Siedert. Pantstr. 21, H. Schröder. " 25, A. Neumann. 45, G. Goller. 53a, W. Rüdiger. Plantagenstr. 7, Bw. Reinide. Pflugstraße, J. Roselid. Prinz Eugenstr. 8, Reiche. 9, D. Senft. 20, D. Hörder. Prenzlauer Allee 11a, Ed. Goldader. " " 16, H. Siedert. " 24, Ed. Goldader. " 42, Wilh. Eckert. " 48, G. Bade. " 86, W. Naube. " 203, M. Herrmann. 230, C. Weise. 13 4, E. Meißner. 10, D. Müller. Putbuserstr. 14, H. Jaape. 18, E. Aurius. 21, P. Hanke. 119, C. Waderhagen. Sparrstr. 3, G. Frikkow. 6, E. Elsner. Schliemannstr. 11, R. Kühl. 24, Reisewitz. 30, H. Kühnemann. 46,. te Barth. Schlegelstr. 19, R. Miedner. Schönh. Allee 50, A. David. 63, A. Müller. 54, E. S. Sorecker. 81, M. Schmidt. 150, J. Koch. 158, P. Wede. 164, Chlaig. 177, Eduard Goldader. Schönholzerstr. 5, E. Mittelbach. Schulstr. 25, Schmidt. " 28, P. Barth. 37, J. Jöscher. 51, P. Krumbach. 110, A. Strikke. Schulzendorferstr. 14, Agricolei. Immanuelkirchstr. 10, S. Krause. 39, H. Dönite. Landsbergerftr. 94, A. Bludau. Landsberger Allee 157/58, G. Eggert. Landwehrstr. 12, H. Ded. Lippehnerstr. 8, H. Kruse. 26, R. Lange. Lichtenbergerstr. 21, J. Gößmann. Marienburgerstr. 7, A. Seemann. 24, 2. Schmidt. Neue Königstr. 23, P. Nitschke. 60, Ed. Goldader. 55/56, J. Schultasch. Pallisadenstr. 9, N. Schäle. 20, H. Kähne. Raabestr. 12, H. Böhme. Weinstr. 7, A. Leitmann. Woldenbergstr. 17, P. Bleh. NW. Moabit. Alt- Moabit 77, D. Blottner. Beusselstr. 24, H. Graf. " 42, A. Schmidt. 44, R. Schwämmlein. " 23, A. Franz. 74, Th. Krull. " 50, W. Wesche. 59, J. Sieg. " " Schwarzkopfstr. 7, G. Thomas. Schwedlerstr. 3, N. Mönchmeyer. 25, C. Landeck. 48, A. Löchel. 52, A. Hübner. 230, D. Stumm. 240, 2. Sorth. Schwesterstraße, Ede Griebenotstraße, Sophie Hirsch., Stargarderstr. 12a, A. Eckert. " " 63, E. Burger. 78, Bark u. Walter. Stettinerstr. 47, A. Krause. Stolpischestr. 64, P. Badtke. Stralsunderstr. 12, 2. Belzig. 28, Fr. Rüdert. 56, F. Biehlte. Straßburgerstr. 13, Gebhard. 28, R. Lipikki. 35. Hellmann. Streligerstr. 4, J. Hentschel. 21, Fr. Scheppau. 64, Brauner. 31, P. Schünemann. 101, Bienert. Tegelerstr. 11, H. Laue. 51, H. Miedwald. Tilfiterstr. 77, Ferd. Stahnsdorf. Ziedstr. 16, A. Jurka. Togostr. 81. A. Zander Tresdowstr. 44, L. Lehmann. 57, C. Mörschner. Triftstr. 2, M. Förster. 40, J. Kohn. " 43, H. Stähr. Usedomstr. 4, 2. Stollberg. 20, A. Sommerfeld. Utrechtstr. 8, 23. Sterften. Veteranenstr. 8, F. Dehlte. 10, A. Hartwig. 16, D. Gräger. 27, F. Lawerenz. " " " Boltastr. 35, Freidenreich. 42, A. Röhl. Völkerstr. 12, M. Thieze. Wattstr. 1, Dagott. " 21, Riebenstahl. Weinbergsweg 10, Bätsch. 7, Hante. Weddingstr. 7, H. Brendel. Weißenburgerstr. 42, A. Aßmus. 55, H. Nobling. Wichertstr. 5, H. Langivinkel. " 133, K. Krause. " 56, B. Pohle. Berlichingenstr. 1, W. Sander. 12, N. Mittelstraße. Bredowstr. 20, M. Schubert. 16, Th. Kähner. Birkenstr, 32, N. Backerhagen. Bremerstr. 56, D. Besterling. 60, J. Begter. Claudiusstr. 10, A. Tade. Drehsestr. 12, P. Bänsch. Emdenerstr. 21, F. Folzing. 17, H. Blume. 44, H. Linke. Gotkowskyftr. 6, G. Müller. 33, F. Drenste. Huttenstr. 41, A. Sternsdorff. 4, F. Rechenberg. Jagowstr. 10, F. Bartel. Kirchstr. 12, D. Fliegner. Lübeckerstr. 47, E. Schmidt. Dldenburgstr. 14, C. Beidert. Berlebergerstr. 7, E. George. Butligstr. 16, E. Schumann. Rostockerstr. 31, F. Kügler. 51, D. Hering. 40, Th. Beyer. 46, M. Polonius. Siemensstr. 17, F. Heyden. 7, C. Laabs. Sidingenstr. 41, R. Rönig. Stendalerstr. 5, Corts u. Co. Stephanstr. 55, F. Handtke. Stromstr. 33, J. Höhne. Turmstr. 67, Hanke. " 47, Ed. Goldader. Waldstr. 25, E. Jglisch. 42, R. Heinrich. 36, F. Bured. 46, Müller. Waldenserstr. 28, F. Treskom. Wicleffstr. 66, G. Spiedermann. 36, E. Aswaldt. 59, W. Werdermann. 21, Otto Heinrich. Wittstockerstr. 7, C. Giesmann. 25, V. Lakowski. Wilsnaderstr. 33. B. Hante. 15, Ed. Goldacer. Wilhelmshavenerstr. 17, Matthes. 33h, Rinfe. " 37, Scheridau. " 29, B. Niebisch. 46, Polenz. 73, A. Grüneberg. 83a, H. Hibet. Fürstenwalderstr. 7, R. Schüßendübel. 16, Smiesched. Frankfurter Allee 75, M. Bautsch. # " 108, Büttner. " 145, 8. Engel. 179, Horstmeher. Gr. Frankfurterstr. 2,. Prager. 85, Ed. Goldacer. 129, M. Treppenhauer. Gabelsbergerstr. 8, A. Weise. Gaudystr. 9, J. Bauer. Graudenzerstr. 12, G. Sperrling. Grüner Weg 54, Sehne. 63, Hante. " " 75, E. Wolff. 115, Spüllmann. Gubenerstr. 27, Louis Feuer. 42, S. Darmstädt. 49, C. Hönke. 57, Deuß. " Hausburgstr. 5, J. Mehl. 26, Schneider. Heidenfeldstr. 11, Heffe. 21, Salms. Hohenlohestr. 3, Sufer. Holzmarktstr. 50a, F. Stod. 55, J. Rieboldt. Hübnerstr. 6, Riegler. 14, G. Treu. Ifflandstr. 2, F. Stachowski. Insterburgerstr. 5, C. Stathe. 12, A. Manthe. Kaiserstr. 46, G. Scheurel. Kochhannstr. 35, F. Sieling. 34, W. Bruse. 43, Joseph Grogowski. Roppenstr. 23, G. Werner. 49, Ladislaus Staroffa. 88, Rudolf Woblick. 99, D. Siedersleben. Kopernikusstr. 3, Vorwärts- Brotfabrit. 9, A. Wiemann. Königsbergerstr. 9, P. Zimmer. 18, D. Lute. 30, D. Lohndorf. 35, J. Sommerfeld. Krautstr. 10, Albrecht. 25, J. Freudenhammer. 15, C. Babel. 41, Paul Brehmer. " 46, Gerlach. 3, Eduard Goldader. Küstriner Platz 2, D. Börner. Kreuzigerstr. 1, Hante. Landsbergerstr. 146, D. Schwarze. Allee 123, P. Rohwisel. " 43, Gruschka. 57, A. Ramin. Langenbedstr. 12, E. Rewald. Langestr. 21, G. Hildebrandt. 25, G. Fischer. 40, M. Kohling. 46, A. Rappmann. " 49, Ermisch. 78, E. Wanjed. 13, Ed. Goldacer. 106, H. Hartmann. Lichtenbergerstr. 6, F. Scheel. Liebigstr. 38, Hante. 1, A. Matuschte. 15, Bauer. Markusstr. 38, 2. Stoppe. 15, W. Stütze. Kleine Markusstr. 12/13, Lehmann. Memelerstr. 7, E. Knode. 52, F. Mehlbose. 55, E. Schröder. Mirbachstr. 14, Genossensch. Volksbrot. 59, G. Donize. " 20, J. Mir. 29, J. Jenschke. Matternstr. 2, 23. Beglin. 13, H. Dörner. Münchebergerstr. 15, D. Laut. 32, E. Albrecht. Mühlenstr. 1, C. Merkel. 32, Hornig. 35, A. Müller. 68, Gädel. Am Ostbahnhof 1, N. Adam. Pallisadenstr. 44, B. Martin. " 58, H. Hecht. 76, Michalski. 84, S. Sinzel. 100, F. Kuntrow. Petersburgerstr. 2, E. Wiedekind. 32, Schwarbe. 47, C. Schneider. 66, Alb. Thiel. 21, P. Mertens. Bosenerstr. 2, St. Chmer. 16, H. Bietsch. Bintfäftr. 4, R. Gorgens. Prostauerstr. 20, H. Dames. 21, F. Walz. 38, G. Gabelmann. Richthofenstr. 5, R. Belm. 18, E. Magnes. 33, H. Neumann. Stigaerstr. 138, B. Burkat. Romintenerstr. 20, J. Stower. 44, C. Andrä. 57, M. Gorgens." Rüdersdorferstr. 20, W. Böder. " 52, Mathilde Bachhäuser 62, Heinr. Büttner, 67, Anna Krocker. Samariterstr. 2, F. Fischer. " " 8, Schneider. 11, Fr. Hanke. 21, D. Schöning. Schreinerstr. 4, R. Langfriz. 57, Louise Ramisch. 60, R. Steffen. Straußbergerstr. 1, C. Reglin. 33, C. Schiede. 17, A. Pirschel. 5, F. Schubert. 46, Fr. Müller. Straßmannstr. 8, Ernst Feller. 24, Hein. Stralauer Platz 18/19, Heida. Stralauer Allee 17, A. Lipski. 23, H. Winnenberg. 20, Papenbrod. Thaerstr. 11, Fr. Reinite. 20, S. Schwarz. Tilfiterstr. 26, A. Geßner. 34, Stopig. 77, F. Stansdorf. 91, Hanke. Thornerstr. 67, P. Reich. Wallnertheaterstr. 10, L. Fränkel. Warschauerstr. 1, Heinr. Godike. 4, J. Rülfe. 8, 2. Precht. " 27, H. Lüda. " 30,. Derr. " 60, H. Schulze. " 69, D. Liebig. " 76, F. Anals. 82, W. Biewe. Weberstr. 36, Ed. Goldader. Weidenweg 7, Herm. Müller. 25, Moltrecht. 37, Reumüz. 57, Hause. 74, Selose. 82, D. Lakau. 87, R. Kirschmeyer. Wilhelm Stolzeftr. 2, D. Schachfal Belleftr. 2, Franke. 35, R. Bachmann. 43, Giese. Borndorferstr. 8, 2. Göbel. 20, P. Leichtenberger. 27, Nietsching. 34, Maaß. 55, Richter. Südost. Adalbertstr. 85, W. Schulz. 93, R. Finger. 66, F. Hoppe. Admiralstr. 10, Bunte. 37, Rabatt- Sparverein. Alexandrinenstr. 46, F. Riebenstahl Annenstr. 41, F. Niemeyer. 5, E. Kadelbach. Brizerstr. 7, J. Targatsch. 41, 2. Dsterhagen. 21, E. Frip. Cubrystr. 22, D. Schörnig. 42, C. Müller. 1073 " 37, G. Raaz. 44, F. Lebus. " Lithauerstr. 14, F. Hildebrandt. Löwestr. 1, Kahlfup. 18, Ernst. Rebuserstr. 11, R. Bienert. Markusstr. 9, S. Keil. 5, W. Fiebig. 28, Jsmer. Faldensteinstr. 37, A. Manthey. 43, C. Weber. " 45, Hanke. " " 27, R. Zopp. 16, A. Danelait. " 11, M. Schneeberger. " 20, Stulinsky. 27, Mohlnau. " 28, Albrecht. Forsterstr. 42, Broked. " 20, Rabatt- Sparverein. 3, G. Marks. Görlizerstr. 63, Diefenbach. " " " 68, Rabatt- Sparverein. 86, Schnert. 55, Fischer. Görliger Ufer 32, Nowosadko. Grünauerstr. 21, B. Maiwald. 12, H. Buß. " 26, R. Barack. Gräfestr. 12, Nabatt- Spar- Berein. 35, Rabatt- Spar- Verein. Glogauerstr. 2, M. Koban. 26, H. Großmann. 28, Rabatt- Spar- Berein. Gubenerstr. 32, R. Ladewig. Rottbuser Damm 35, C. Müller. " 20, G. Böhme. 2, N. Halbauer. Rottbuser Ufer 21, G. Wenzel. Hafenheide 49, D. Hartmann. Jerusalemerstr. 3/4, R. Richter. Jahnstr. 21, Köhler. " Oranienstr. 4, W. Tremus. 110/111, A. Tacke. 186, Hanke. Ritterstr. 15, Herm. Trapp. Stallschreiberstr. 32a, Hante. Stalizerstr. 95, H. Stammwig. Schmidstr. 8a, C. Lange. Schönleinstr. 27, D. Hollunder. 21, C. Anders. 6, E. Drauschke. Solmeftr. 27, S. Kranz. Urbanstr. 1, Neubarth. " 49,. Hein. 83, R. Schnedlein. Wasserthorstr. 16, Lautenschläger. Südwesten. Streuzbergstr. 38, N. Hesse. Stronenstr. M. Golzftr. 31, D. Bloffner. Gustav Freytagstr. 9, H. Bed. Grunewaldstr. 129, D. Blottner. 110, Hauptstr. 53, F. Staiser. " " " " 85, B. Leyming. 93, E. Schoffler. 102/3, F. Fischer. 126, R. Steuer. Hohenfriedbergstr. 21, Friedr. Temp. " " 5, E. Obiglo. 19, D. Blottner. Hohenstauffenstr. 7, A. Lehmann. Kaiser Friedrichstr. 14,&. Pietschmann. 11, Beter. Kolonnenstr. 46, E. Tozlowsky. Kerimhildstr. 1, D. Reinemann. Kurfürstenstr. 9, D. Blottner. Kyffhäuserstr. 9, G. Schwemmer. 11, Bohndorf. Marstr. 27, H. Bobel. Meiningerstr. 9, E. Naudhus. 59, C. Schulz, intronen: 124, D. Blottner, Rollendorfftr. 28, 8. Maiberg Stottbuserstr. 21, 6. Wenzel. Köpnickerstr. 23, Hanke. " 114, S. Weil. Laudahn. Mödernity. Margrafenstr. 73, R. Richter. Mariendorferstr. 3, J. Steinke. Mittenwalderstr. 44, G. Schröder. 11577/78, 1911 Moſtigit. 9, 2. Bodisch. 31b, F. Pflugt. Laufigerstr. 16, C. Städler. " 25, A. Kauf. 47, Schmidt.3 34, P. Schüße. 2, Albrecht. Liegniterstr. 7/8, M. Janthe. " 22, Rabatt- Sparverein. 28, G. Mieth. Lübbenerstr. 10, Fr. Behlau. " " 17, F. Schmieding. 24, C. Witschel. Manteuffelstr. 45, Bobel. 61, A. Stolla. 67, A. Lippert. 87, 2. Schirrmeister. 90, E. Lelfeit. " 49, Aug. Micheli. Wilhelmstr. 133, N. Richter. Prinz Georgstr. 7, P. Bockisch. Sedanstr. 6/7, F. Lehmann. 18, B. Prante. 22, L. " Johannes, 34, E. Brauer. " " 36, J. Lehmann. Willibald Alerisstr. 39, G. Hold. Yorkstr. 40, D. Blottner. 39, E. Niemann. " 83, H. Wurst. Siegfriedftr. 4, Josef Wagner. 65, A. Trümpler. Zimmerstr. 84, R. Richter. Bossenerstr. 41, D. Blottner. Westen, Blumenthalstr. 6a, Gerdwiz. Dennewigstr. 6, D. Blottner. 33, M. Jahn. Friedrich Wilhelmstr. 20, A. Zapp. Markgrafenstr. 74, G. Rothe. Neue Steinmetstr. 1, Karl Beglin. Nürnbergerstr. 29, G. Kakowsky. Stegligerstr. 71, D. Schaper. Steinmetstr. 27, M. Poche. 43, D. Hoher. Groß- Görschenstr. 8, D. Gaedide. " 99, A. Brauer. " 103, 2. Rahmann. Stirchbachstr. 14, D. Gaedide. Kurfürstenstr. 9, D. Blottner. Mariannenstr. 5, W. Toerlik. 27, R. Lutosch. Mustauerstr. 6, P. Teios. 18, Sanatkowski. 28, Heinzelmann. 34, C. Schulz. Michaelfirchstr. 29, Istri- Brotfabrik. Naunynstr. 1, E. Barth. " 64, E. Heilmann. " 68, H. Neumann. " 90, ante. Dhmgasse 9, Nowofatto. Oppelnerstr. 4, Schent. 20, S. Stephan. 24, C. Röder. 35, A. Krause. 46, Rabatt- Sparverein. " " 49, Maß. Dranienftr. 11, N. Morik. 196, F. Thieme. Prinzenstr. 99, Mieste. 59, Ed. Goldader. Püdlerstr. 42, E. Fromberg. 48, N. Heide. Blan- lifer 92a, Otto Grigolett. Reichenbergerstr. 58, A. Maher. " 61, C. Schulz. 64, B. Gehride. 68, H. Weber. 82, A. Mayer. 95a, F. Tichente. 101, Wagner. 111, Ch. Schrin. 114, A. Hülsberg. 138, A. Rost. 146, Bergmann. 153, G. Benter. 158, Rabatt- Sparber. 185, J. Rudnid. Ratiborftr. 2, Rabatt- Spar- Berein. 17, 3. Nüder. Staligerstr. 1, Friz Richter. 59c, E. Menzel 63, Dehmel. " " 101, C. Plenert. " 109, A. Söhler. " 124, E. Huth. 138, Sahlmann. Sorauerstr. 1, H. König. 8, D. Wagenknecht. 18, M. Eule. Schmidstr. 8a, C. Lange. Schlesischestr. 19, C. Tennert. Wienerstr. 8, Bobel. 32,. Klammet. 36, Th. Jackson. 49, H. Heinrich. 56, A. Laugwig. 58, F. Bachstein. Wrangelstr. 9, A. Wohler. " 21, G. Gumtau. 45, R. Heß. 77, E. Genzmann. 82, F. Meifter. Beughofftr. 8, A. Helbich. Süden. Adalbertstr. 66, F. Hoppe. Admiralftr. 30, M. Heinroth. Alte Jakobstr. 79, Eugen Mosch. 7, H. Lüd. 88, Klautsch. Blücherstr. 16, D. Blottner. Bergmannstr. 14a, Bolenz. 104, D. Blottner. 10, D. Snofnes. Boechstr. 37, Wodekki. 46, H. Schulze. Bärwaldstr. 47, B. Dehmelt. Brandenburgstr. 21, A. Becker. Camphausenftr. 6, J. Bindler, Dieffenbachstr. 58a, F. Nitschke. 6, J. Binder. 27, 2. Brikkar. 52, C. Kelch. Dresdenerstr. 81, C. Stodmann. " 6, Ed. Goldacker. 104, S. Herse. Fidicinstr. 14, Aug. Preuß. Fichteftr. 22, H. Bergner, 26, Richard Schwarz. Fürstenstr. 8, R. Loudwin. Gneisenaustr. 96, Ulbrich. Gräfeftr. 14a, G. Heinig. 10, Fr. Strauſe. 67, J. Brendel. " 25, Böttcher u. Co. " 4, A. Raedi. Grimmstr. 1, Hentsch. Centrum. Alexanderstr. 28, W. Hittig. 26, Arnold. Kleine Alexanderstr. 21, Eduard acer. " Amalienstr. 7, 2. Küschner. 20, Witansky. Mexandrinenstr. 28, M. Hilbich. Dragonerstr. 15, D. Hante. 36, N. Neumann. Elsasserstr. 92, H. Better. 19, Thuiges. Steinmetstr. 22, D. Blottner. 42, D. Blottner. Tempelhoferstr. 8, Hampe. 5, 28. Danide. Wartburgstr. 3, E. Horstmeier. Winterfeldtstr. 20, H. Pomerente. Biethenstr. 3, R. Hoffmann. Hankes Großbäderet. Berolina Brotfabrik. Rixdorf. Bergstr. 32, R. Riesling. " 16, D. Wienede. " 27, D. Gabbert. " 129, H. Mast. 143, R. Liebenow. 80, A. Spandel. Berlinerstr. 20, A. Voigtänder. " " 105, W. Winzer. 16, W. Willhaus. Gold- Boddinſtr. 64, F. Godowa. Kel. Frankfurterstr. 14, Mittelstädt. Gipsstr. 7, Listen. Grenadierstr. 47, E. Hannisch. Kl. Hamburgerstr. 9, E. Nelle. Linienſtr. 54, G. Schneider. 65, P. Hanke. " " 72, Jendrid. " 156/157,. Remniz. Lothringerstr. 16, J. Schmit. Mendelssohnstr. 9, J. Neumann. Muladstr. 10, A. Beiske. Dranienburgerstr. 39, M. Strud. 84, Hanke. Sophiestraße, Aschingers Bierquelle. Steinstr. 18, Otto Minuth. Alte Schönhauserstr. 33, Ed. Goldacker. Charlottenburg. Ansbacherstr. 25, A. Kühnast. Cauerstr. 17, G. Schulz. Courbiereftr. 9, K. Dunker. Chriftstr. 18, B. Liebe. Dantelmannstr. 46, Lehmann. Erasmusstr. 12, Schmidt u. Hamersti. Floraftr. 10, Maaß. Friedrich Karlsplak 1a, W. Nitsche. Goethestr. 25, G. Schott. 79, W. Weigand. Guerideftr. 40, B. Torgeler. Huttenstr. 32/33, C. Schäffer. Kantstr. 24, Görnig. " 40, A. Lübtke. 61, 2. Förster. Kanalstr. 15, G. Lenke. Kaiser Friedrichstr. 59, S. Larisch. Kirchstr. 35, E. Knorr. Knobelsdorffftr. 8, H. Schmidt. 42, B. Bley. Krummeftr. 20, D. Schulz. Leibnizstr. 62, D. Mörbe. Motstr. 19, D. Blottner. Nehringstr. 3, C. Brandt. Nettelbedftr. 14, D. Blottner. Bestalozziftr. 76, J. Spitbart. Rüdertstr. 3, D. Wilde. Plößeufeestr. 12, A. Thiele. Sophie Charlottenstr. 15a, Paul Dähne. 80, H. Proell. 93, H. Gramm. " Spandauerstr. 20, B. Lud. Spreeftr. 46, Porath. Schillerstr. 83, N. Roth, Scharrenstr. 28, 2. Schmidt. Schlüterstr. 17, E. Kraus. Stuttgarter Platz 15, A. Nitsche. Tauroggenerftr. 10, G. Jandke. Wallstr. 8, P. Reiche. 85, A. Ulbrig. Wilmersdorferstr. 59, M. Funt. " " 70, W. Gaidke. 158, D. Geisler. Nude Schöneberg. Ansbacherstr. 8, D. Blottner. Akazienstr. 12, Wwe. Herbst. Albert str. 12, A. Borbet. Augsburgerstr. 36, D. Blottner. Bahnstr. 21, A. Lehmann. " 40, D. Sterling. " 46, D. Blottner. 47, R. Schwämmlein. Brunhildstr. 9, Fach. Belzigerstr. 61, B. Kernchen. Dennewigstr. 6, D. Blottner. Ebersstr. 85, Rauchschnabel. Feurigstr. 67, E. Merfert. 54, F. Michaelis. Frankenstr. 7, B. Neumann. 2, Eduard Hanke. Frik" Reuterstr. 9, H. Gorf. Gothenstr. 11, D. Blottner, Gothenstr. 21, E. Brauer. 44, M. Sperlich. Golzstr. 2, J. Burst, fr. Hanke. Delbrückstr. 65, R. Seiler. Donaustr. 112, C. Schlott. Elsenstr. 82. F. Pietsch. Elbestr. 6, N. Kierstädter. Emserstr. 44, M. Jeschal. Erfftr. 4, A. Speiseforn. 15, G. Maadt.. Thüringerftr. 18, C. Bürfel. 36, C. Adamed. Warthestr. 9, Fr. Czicior. 68, H. Dallinger. Walterstr. 18, Karl Pritschow. Weserstr. 30/31, E. Köhler. 206, C. Stamensti. 31, Golsch. Weiseftr. 73/74, W. Kafube. Wipperstr. 12, Fr. Krell. Wißmannstr. 7, J. Troffer. 29, P. Krüger. Biethenstr. 20, M. Lehmann. 36, Zahn. 41, E. Banlow. " " 57, K. Jeltrug. " 75, A. Klein. " 81, E. Hentschel. Britz. Budowerftr. 8, 2. Spielhagen. Budower Chaussee 4, H. Wagner. Bürgerstr. 12, K. Diedhoff. 24, D. Weihrauch. 50, A. Friese. Chauffeeftr. 17, Witwe Clausniter. " 36b, G. Rambohr. 43, G. Schädel. 50, M. Fischer. 68, Otto Markwart. 31 68/70, G. Seidemann. Faltstr. 3, Rabatt Sparverein S.-D. 21, M. Lehmann. " " 25, 3. Berside. Friedelstr. 3, L. Marmul. Fuldastr. 10, E. Kroker. Glasowstr. 32, Curt Kunz. Goethestr. 19, Szimanski. Hasenheide 117/118, H. Meher. Hermannstr. 226, J. Bomhardt. 231, Friedrich. 210, A. Brise. 61, H. Janeď. 2016, L. Reinhardt. 196, A. Schwente. 143, F. Schoninger. Hermann- Platz 7, H. Apelt. Herthastr. 2/3, H. Hilmer. Herzbergstr. 28, W. Stange. Hobrechtstr. 71, H. Grünhagen. 1, P. Nenbauer. Hohenzollern- Platz 13, F. Dornbusch. 11, W. Schmidt. 18, D. Martus. " " " Jansastr. 2, D. Hacer. Jägerstr. 77, E. Haase. 70, P. Hahn. Juliusstr. 65, J. Scholz. 19, W. Ossa. Kaiser Friedrichstr. 175, J. Weigmann. 204/205, L. Hagen. 29, G. Ludwig. 12, A. Braun. 7, A. Herrmann. Karlsgartenstr. 19, H. Sadow. Kirchhofstr. 2, Rabatt- Sparverein S.O. 46, J. Breffa. Kirchstr. 46, J. Strefta, Knesebecstr. 68, R. Richter. 38, C. Gruhlke. " 41, M. Belzig. 33, R. Gallert. 146, A. Hentschel. Rottbuser Damm 101, A. Beckmann. Lessingstr. 22, A. Jahnke. 07 30, Fr. Hoppe. 34, Rohloff. Lohmühlenstr. 70, H. Apitsch. 65/66, P. Thrum. Mainzerstr. 1/2, B. Banner. 56, Joh. Breuner. Münchenerstr. 17/18, t. Friedrich. 31, Albert Vogt. 44, S. Weigelt. Pannierstr. 9, P. Stenjel. 4, D. Görk. " 34, J. Reich. 18, S. Junker. Pflügerstr. 11. W. Ohlhoff. Prinz Handjerystr. 22, W. Bennewitz. 24, E. Brug. 38, D. Lauchte. " 58, J. Bartsch. " 75, D. Lemte. " " 70, G. Haberland. 83, D. Grubert. Reuterstr. 32, A. Rabikki. " 76, P. Bernice. " 81, J. Wielgosz. " 94, F. Bosse. " 104. Handtke. Richardstr. 23, Ehrentraut. " 63, E. Lüdide. Plat 16, P. Blasius. Ringbahnstr. 25, Scholz. Selchowerstr. 4, M. Lehmann. Steinmetstr. 23, C. Kummer. 77, S. Braun. " " 101, Pannwig. " 152, A. Wiangke. 114, C. Radtke. " Jahnstr. 45, D. Schulze. Rudowerstr. 6, A. Haupt. Werderstr. 89, Fr. Barniko. " Alt- und Neu- Weissensee. Berlinerstr. 1, D. Hohenschild. 87, J. Harenburg. Charlottenburgerstr. 78, R. Bid. 79, H. Dahm. 79, A. Schadwinkel 93, A. Gollin. 98, E. Engel. Elsaßftr. 15, G. König. Faltenbergerstr. 46, J. Frösch. Feldmannstr. 94, D. Lehmann. Friedrichstr. 1, Fr. Noth. Friesidestr. 22, H. Bohndorff. Gäblerstr. 8, F. Christukat. 60, Stiefebusch. Große Seestr. 26, F. Köhler. Gustav Adolfstr. 7, Ernst Engel. 116, A. Beher, 152, P. Klinner. 156, Lud. Mägdefrau. " " Heinersdorfer Weg 11, G. Schneider. " 24, R. Engel. 37, H. Schulz. 48, P. Sikorski. Kaiser Wilhelmstr. 27, 2. Höhne. 37, B. Achterhagen. Uhlandstr. 3, W. Lubach. König- Chaussee 34, F. Wiedemann. 46, P. Springer. 22, J. Dahn. 52, C. Bogt. Kronprinzenstr. 13, G. Holz. Langhansstr. 55, 3. Stöhr. 94, G. Höhne. 133, R. Jhren. 142, G. Kafischke. Lothringerstr. 12, A. Schent. 31, A. Kempe. Lehderstr. 112, D. Strunz. Parkstr. 7, A. Lauffe. Pistoriusstr. 95, J. Knust. Brenzlauer Chaussee 3/4, M. Kohler. 20, B. Pätzold. Rölfeftr. 17a,. Boschinky. 127, W. Vogel. Sedanstr. 35a, S. Moschler. 63, E. Dahn. Straße 2, D. Bauer. Straßburgstr. 20, H. Höhne. Streustr. 2, J. Bauer. Wilhelmstr. 23, E. Schwarz. 30, E. Großkopf. Wörthstr. 24, A. Popp. Dalldorf. Bahnhofstr. 9, F. Korstädt. Hermsdorferstr. 1, A. Gutschow. Oranienburgerstr. 10, E. Jahn. 21, B. Basch. Dranienburger Chauffee 17e, G. Trost. Rosenthalstr. 2a, H. Karstädt. 3, W. Frost. 4a, A. Blättner. 9, Ch. Prächter. Triftstr. 11, D. Richter. " " Stralau. Alt- Stralau 49, C. Hartwig. 56, P. Frant. Dorfstr. 10, H. Schäfer. Reinickendorf. Antonienftr. 56, Fr. Hoffmann. Auguste Victoria- Allee 53, C. Hinrich. Amendestr. 104, Fr. Schmidt. Berlinerstr. 14, Hattwig. " 42,. Guthsmuths. 134, W. Gottschalt. Bürgerstr. 20, Popp. Eichbornstr. 12, Behrend. " " 35, H. Ziesmer. 39, D. Fliegner. 72, D. Röhler. Gesellschaftsstr. 31, H. Soblik. Grüner Weg 51, M. Modrom. 52, N. Milster. Hausotterstraße, N. Witte. Herbststr. 24, Fr. Kottenhahn. Holländerstr. 125, C. Nitschke. Justusstr. 14, Modrow. 29, H. Stahle. Markstr. 5, A. Scheer. Bankower Allee 72, W. Köpke. Provinzftr. 28, H. Schenkel. 51, Herm. Baumgärtel. 72, E. König. " " 24, A. Suder. " 39, R. Senftleben. " " 80, J. Schwarz. " 94, P. Nother. 86, E. Braun. " " 121,. Löwigt. Residensstr. 61, Busse. " 129, Rab.- Sparverein SO. " 75/76, St. Zimmer. " 131, J. Runge. " 150, E. Liebing. Thomasstr. 6/7, St. Lobbes. Schönwalderstr. 119, F. Leinau. " Scharnweberstr. 135, F. Naujad. 37, W. Arndt. 118, C. Stege. Schwedenstr. 16, Hebrock. Pankow. 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Plaschner. Hauptstr. 82, Ww. Herds. Kantstr. 1, E. Böhme. " 13, A. Spöttlich. 47, R. Schubert. Neue Prinz Albertstr. 3, Fr. Hensel. " 25, P. Seidel. " 30, G. Hahn. 48, M. Luntwig. Neue Bahnhofstr. 9, D. Fritsche. 27, R. Hanisch. Sonntagstr. 36, B. Joachim. Schillerstr. 27, B. Mickelburg.e Türrschmidtstr. 21, A. Westphahl. 31, G. Schön. 40, Th. Böhme. Friedrichsberg. Blumenthalstr. 10, E. Hanke. 24, St. Biedermann. 27, H. Holland. Friedrich Karlstr. 14, G. Adomeit. Kreuzigerstr. 20, A. Wenger. Pfarrstr. 38, L. Heßler. Rummelsburgerfir. 22, C. Dpik. 38, Werner. Scharnweberstr. 37, 28. Stöpfe. 71, Gerer. Mainzerstr. 24, 2. Schmidt. Alt- Glienicke. Rudowerstr. 57, M. Lange. 76, Hermann Werner. 2. Beufter. Mühlenbeck. Paul Groß. A. Hende. Gross- Ziethen. Chauffeeſtr. 37, A. Warner. Selchow b. Teltow. Bahnhofstr. 2, J. Berniz. E. Weege. Wasse. Schönerlinde. Wassmannsdorf. G. Stengel. Franz. Buchholz. Berlinerstr. 43, W. Mai. Bantowerstr. 4, H. Ulrich. W. Preuß. Perwenitz b. Paaren. W. 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Nur aus obigen Bäckereien wolle jede Hausfrau Backwaren kaufen, wenn sie mithelfen will, den Bäckerei- Arbeitern dauernd menschenwürdige Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erhalten! Der Vorstand des Verbandes der Bäcker und Berufsgenossen Deutschlands. ( Mitgliedschaft Berlin.) Verantwo. Redakteur:' Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 142. 21. Jahrgang. " = 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Verfammlungen. Sonntag, 19. Juni 1904. faim das Wort. Als Mensch, wie er sagte, nicht als Vertreter der Firma. leichtfertige. Es sind Fälle nachgewiesen worden, wo einzelne Er sei kein Blutsauger, wie man nach den Ausführungen der Partien auf solchen Bauten den baupolizeilichen Anforderungen in Redner meinen könnte. Als junger Mann sei er sogar Socialdemokrat feiner Weise entsprochen haben. Das schlimmste aber ist, daß die Zahlreiche Arbeiterinnen und Arbeiter der Wäsche- und Krawatten- und Vorwärts"-Leser gewesen. Redner singt dann ein Loblied auf Accordmaurer sich stets als Arbeitswillige anbieten, wo von den branche waren am 15. Juni der Einladung zu einer öffentlichen die Arbeiterfreundlichkeit seiner Firma und auf seine eigne Arbeiter übrigen Mourern irgend ein Bau gesperrt wird. Sie dienen dem Bersammlung gefolgt, die in den Lunasälen, Neue Königstraße, statt freundlichkeit. Er habe schon in dem einen Jahre seiner Thätigkeit Unternehmertum daher als willige Schußtruppe gegen ihre Arbeitsfand. Das weibliche Element bildete die überwiegende Mehrheit in verschiedene Lohnverbesserungen eingeführt. dem bis in den letzten Winkel gefüllten Saal. Außer einem Vortrag Gegenüberstellung von Zahlenreihen nachzuweisen. Das sucht er durch kollegen. Der Referent empfahl, nochmals den ernsten Versuch des Reichstags- Abgeordneten Adolfoffmann über den Kampf feinen Worten Glauben darf, wird er nächstens die Löhne der wieder in die Organisation zurückzuführen. Wenn man zu machen, die Accordmaurer durch vernünftige Ueberredung Man müsse mit ums Dasein", der stürmischen Beifall fand, stand auf der Tages Plätterinnen erhöhen. Ihre Arbeit sei, meinte er, eine schwere Arbeit ihnen rechnen, denn ihre Zahl vermindere sich nicht, sondern wachse; ordnung: Die letzten Vorgänge bei der Firma Sternberg junior." und die Blätterinnen müßten deshalb viel verdienen. Der angeblich seien doch anläßlich einer Baukontrolle oberflächlich ca. 800 Accord Dazu nahm Zuschneider Keller das Wort. Er schilderte, wie in Gemaßregelte sei entlassen, weil er immer„ Unruhe gestiftet" habe. maurer gezählt worden. Was die übrigen Mißstände anbelange, so. der genannten Weltfirma unter dem neuen Es sei im übrigen gesetzmäßig" verfahren worden. Die Firma seien dieselben größtenteils dem eignen Verschulden der Direktor Bry die Einführung der Accordarbeit der Zuschneider wolle Herr in ihrem Hause sein, zugleich sei fie aber die Maurer zu verdanken. Es sei seit der letzten Verlängerung des vor sich gegangen ist und wie nach einiger Zeit auch von den Freundin und Beschützerin ihrer Arbeiter. Sowie er unter Tarifvertrages eine Gleichgültigkeit und Schlappheit in den Reihen Accorbarbeitern, entgegen den vereinbarten Bedingungen, ironischem Gelächter der Anwesenden geendet hatte, verschwand der Maurer eingeriffen, wie sie früher einfach undenkbar die Verrichtung von Nebenarbeiten verlangt worden sei, die man Von dem früheren, so erhebend mustergültigen Herr Bry. Kein Zureden half. Hergt führte treffend erschienen wäre. bei der Firma den Zuschneidern aufgehalft hatte. Es handelt sich aus, daß sich solche Tabellen, wie sie Brh vorgetragen, Busammenhalt sei bei dem größten Teile der Kollegen ganz dabei um Lumpen stopfen, Ausfegen, Stärke schleppen, Kisten packen u. dgl. spielend leicht aufstellen ließen, ohne daß sie etwas bewiesen, gleich, ob lokaler oder centraler Richtung Die beiden neuen Zuschneider, die man als tüchtige Kräfte zur Ein- und das warme Herz der Firma dokumentiere sich darin, daß mehr etwas zu bemerken. Sie gehören zwar der Organisation führung der Accordarbeit von einer andern Firma weggelotft hatte, die Arbeiter der Firma im Gegensatz zu den Versprechungen Bry's an, das sei aber auch rein alles; jeder wühle auf eigne wehrten sich gegen die Nebenarbeiten. Und ein andrer Accord nicht angehört, sondern hinausgeworfen würden, wenn sie ihre Fauft darauf los, ohne sich zuschneider folgte ihrem Beispiel. Kündigungen seien die Folge gewünsche vorbringen wollten. um seinen Nebenkollegen zu Zum Schluß gloffierte Adolf fümmern. Das feien einfach unhaltbare Zustände, wesen. Als erster sei Brüdert gekündigt worden, weil er„ unzufrieden" offmann den getreuen Fridolin" der Firma Sternberg jun., die dringend einer gründlichen enderung be sei. Bei der Firma Sternberg jun. werde also als Unzufriedener der sich so schnell aus dem Staube gemacht hat, unter vielfacher dürfen, wenn die Berliner Maurer ihren früheren entlassen, wer sich den Bruch vereinbarter Arbeitsbedingungen nicht Heiterkeit und lebhaftem Beifall der Versammlung. guten Ruf nicht gänzlich einbüßen wollen. gefallen lasse. Eine Kommission der Kollegen in der Fabrik wollte In einer einstimmig angenommenen Resolution sprach die Ver- In der Diskussion wurden eine Reihe von Einzelheiten vor beim Chef vorstellig werden; sie sei zurückgewiesen worden, und B. selber habe man auch nicht vorgelassen. Das sei die Firma Stern- sammlung aus, daß die Zustände bei der Firma Sternberg jun. nicht gebracht, die ein ziemlich trübes Licht auf die Unkollegialität berg jun., die sich auf ihre Humanität so viel zu gute thue. Der zum Wohle der Gesamtheit sind, und die Versammelten verpflichteten unter den Maurern warfen, auch ließ sich daran ermessen, wie weit ein Verband habe die Kündigung und Entlassung als Maßregelung angesehen. sich zum Eintritt in den Verband der Wäsche und Krawattenbranche, Teil der Maurer innerlich bereits der Organisation ent banut Wurde doch mitgeteilt, daß auf 1100 Bauten In den Werkstubenjigungen, die sich mit jenen Angelegenheiten be- damit endlich auch bei jener Firma bessere Zustände eingeführt fremdet ist. würden. nur 300 Baudeputierte gezählt wurden, während sagungsgemäß auf faßten, habe sich ein Spizel gefunden, der der Firma alles hinterbracht habe, was verhandelt wurde. Eine öffentliche Maurer- Versammlung, die vom Lokalverein der Es besteht bei vielen Maurern bereits eine große Abneigung gegen jedem einzelnen Bau ein Deputierter vorhanden sein soll! Redner kommt weiter auf die bekannten Lehrverträge mit den Maurer einberufen und von gegen 2000 Personen besucht war, die Annahme eines Postens als Baudeputierter, weil dieser, da er Blätterinnen zu sprechen, wodurch diese auf zwei Jahre bei Fest- wurde am Mittwoch in den" Germaniasälen" abgehalten. Der fegung einer Kontraktbruchstrafe von 60 m. verpflichtet würden, Referent Gehl behandelte in seinem Vortrage ausführlich die die Rechte der Organisation den Unternehmern gegenüber wahrzus nehmen hat, von den Bolieren meistens entlassen wird, ohne daß während die Firma feinerlei Garantie übernehme. Natürlich gebe gegenwärtigen Mißstände auf den Bauten. Danach nehmen hat, von den Polieren meistens entlassen wird, ohne daß es öfter Prozesse vor dem Gewerbegericht. Vor nicht langer Zeit sei laffen nicht nur die sanitären Verhältnisse in Bezug auf Baubuden, die Kollegen auf dem Bau gegen folche Maße die Firma Sternberg jun. mit einer Kontrattbruchsflage gegen eine Aborte 2c. außerordentlich viel zu wünschen übrig, sondern auch regelungen auch nur das geringste thun. Stumpf Blätterin abgewiesen worden, indem sich das Gericht auf den Stand die Schutzvorrichtungen zur Verhütung von Unfällen sind häufig und gleichgültig lassen sie es vielfach geschehen, punkt stellte, daß Plätterinnen im Durchschnitt 15 M. ver- äußerst mangelhaft. Als ein Hauptübel aber wurde die stetig daß ihr Deputierter von dem Bolier womöglich bienen müßten, was die beklagte Blätterin niemals verdient gesteigerte Anstrengung, das überhandnehmende Haften und Jagen Schimpfworte bom Bau gejagt wird. noch unter einer Flut roher und höhnischer Sämtliche habe. In einer andren Stellung verdiente die Blätterin sofort bei der Arbeit bezeichnet, verbunden mit einer vielfach rohen 17 M., ein Beweis, daß der geringe Berdienst vorher nicht ihre und rüpelhaften Behandlung der Maurer durch die Poliere. Es Redner waren sich darin einig, daß diese Zustände lediglich auf die Schuld gewesen sei. Bei Sternberg seien ihr für ein Oberhemd sei dies hauptsächlich eine Folge der Vertragsbestimmung, daß jeder einschläfernde Wirkung des Tarifvertrages" zurüidzuführen feien. 16 Pf. Lohn gezahlt worden, für eine Arbeit, die mehr als eine Maurer 750 Steine pro Tag zu verarbeiten habe. Aeltere Leute, die Kollegen ermahnt werden, sich ihrer Pflichten der Organisation Zur Annahme gelangte alsdann eine längere Resolution, in der Stunde in Anspruch genommen habe. Diese und andre Mißstände die nicht so viel leisten können, werden entlassen; gewandte kräftige und der Arbeitsgenossen gegenüber wieder bewußt zu werden, um bei Sternberg jun. wären längst beseitigt, wenn die Kollegen dort Leute aber bekommen ein paar Pfennige Lohn mehr wie die Durch mit der früheren Energie auf die Abstellung der eingerissenen Mißbeffer zusammen hielten und mehr zur Organisation hielten. schnittsmaurer und werden dadurch oftmals zu indirekten Antreibern Frau Regensberg schloß sich diesen Ausführungen an und stellte auf dem Bau. Eine eingehende Würdigung fand auch das unkollegialische Stände im Berufe hinwirken zu können und dadurch wieder zu einer fest, daß die Wäschenäherinnen bei der Firma noch Material Treiben der Accordmaurer. Da die Arbeiten nicht von einem einzelnen Ferner sollen in nächster Zeit zahlreiche Agitationsversammlungen bernunftgemäßen Arbeitsmethode auf den Bauten zu kommen. zugeben müßten. Bei einer habe das in einem Jahr 102 m., fondern von einer ganzen Kolonne übernommen werden, so treibt natürlich Ferner sollen in nächster Zeit zahlreiche Agitationsversammlungen abgehalten werden, um die Kollegen aller Bezirke aus der beeiner andren 92 M. und bei einer britten 76 W. einer den andern zu vermehrter Arbeitsleiſtung. Eine Zeit lang ausgemacht. Was die Blätterinnen- Lehrlinge angehe, so würden wird dadurch wohl ein leberverdienst erzielt, doch bald erfolgen dauerlichen Gleichgültigkeit wieder aufzurütteln. diese auch zu Laufgängen 2c. benutzt, anstatt daß man sie durch dann Preisreduktionen infolge eigner Unterbietung. So erhalten die einen tüchtigen Meister systematisch unterweisen lasse. Wenn man Accordmaurer jetzt nur 6-7 Mark für das Tausend vermauerter Letzteres thäte, würde man teinen Grund haben zu Klagen, wie der Steine, während in einer Resolution der Maurer bom die Blätterinnen lernten nichts. Nachdem Pafewalt sich noch Jahre 1873 dieser Accordsatz auf 6 Thaler, also das fritisch über die Vorkommnisse bei der Firma ausgelassen hatte, nahm Dreifache festgelegt war. Infolge dieser selbstverschuldeten Herr Bry, der Direktor der Wäsche- Abteilung von Sternberg jun.,| Preisdrückung ist die Ausführung der Accordbauten eine geradezu bei 55662* " 1 Eingegangene Druckfchriften. Foerster, Lebenstunde. Für Knaben und Mädchen. Preis geb. 3, M. Berlin 1904. Verlag Georg Reimer, Lützowstr. 107/8. Sociales Archiv. Gruppen- und Stichwort. Verzeichnis, sowie Ver zeichnis der vom Socialen Museum gehaltenen Zeitungen. ELEGANTE STIEFELS CREDIT Nach beendeter Saison Ausnahmepreise Eine Partie imit. SmyrnaTeppiche ein farbenprächtiges ganz neues Gewebe in echt oriental. Mustern " 1 " a 29 90X165 cm M. 4,65( Wert 6,50) 130X195 7,85 " 11,50) 12,25 n. 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Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Undine. Montag: Die Walküre. Anfang 7 Uhr. Neues Opern Theater. Der Herr Profeffor. Nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Der Zigeunerbaron. Deutiches. Rose Bernd. Nachm. 22 Uhr: Rosenmontag. Montag: Monna Vanna. Lessing. Zapfenstreich. Montag: Dieselbe Borstellung. Belle Alliance. Der Kleine Kürassier. Hierauf: Die Automaten- Am. Montag: Dieselbe Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Berliner. Mamzelle Nitouche. Montag: Dieselbe Borstellung. Westen. Im bunten Rod. Nachm. 22 Uhr: Alt- Heidelberg. Montag: Jm bunten Rod. W Schiller 0.( Wallner Theater.) Oberon, König der Elfen. Nachm. 3 Uhr: Das Nachtlager in Granada. Montag: Der Freischüb. Schiller N.( Friedrich- Wilhelmstädt.) Morituri.( Teja. Fritzchen. Das Ewig- Männliche.) Nachm. 3 Uhr: Pauline. Montag: Morituri.( Teja. Frißchen. Das Ewig- Männliche.) Neues. Einen Jug will er sich machen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kleines. Nachtasyl Montag: Dieselbe Borstellung. Residenz. Die 300 Tage. 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Sonntagabend 8 Uhr: Oberon, König der Elfen. Montagabend 8 Uhr: Der Freischütz. Der Sommergarten ist Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonntagnachmittag 3Uhr: Pauline. Sonntagabend 8 Uhr: Morituri ( Teja, Fritzchen, Das Ewig- Männliche). Montagabend 8 Uhr: Morituri ( Teja, Fritzchen, Das Ewig- Männliche). Im Garten täglich gr. Militär- Konzert. Vierter Wahlkreis( Sid- 6st) Am Montag, den 20. Juni 1904: Urania. Schweizer- Garten Grosses Sommer- Fest Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Von der Zugspitze zum Watzmann. Montag 8 Uhr: Dies. Vorstellung. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Täglich: Theater- und JOOLOGISCHER Specialitäten- Vorstellung. CARTEN Z Heute Sonntag 50 Pf. Eintritt: Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Ram Militär- Doppelkonzert. ab 4 Uhr: In der Arena: Letter Sonntag der Raubtier- Schule. Borstellungen: 12, 4, 6, 7 Uhr. Eintritt: 30 Bf., Kinder die Hälfte. CASTAN'S ANOPTICUM. PANA Friedrichstr. 165. 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Am Sonnabend, den 25. Juni, im Moabiter SchützenSommer- Fest. Berliner Arbeiter- Radfahrer- Verein.“ Konzert. Auftreten des Berliner Ulk- Trio. Feuerwerk. Kinder- Fackelzug. Anfang nachmittags 4 Uhr. Billet 30 Pf. Um zahlreichen Besuch bittet Tanz. 108/16 Das Komitee. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. hat für den Sommer 1905 seine Gesamträumlichkeiten an den Sonntagen an verehrliche Vereine, Gewerkschaften 2c. zu vergeben. Für die WinterSaison 1905/06 steht der obere Saal( Kaiser- Saal) an den Sonn: abenden zur Verfügung. 55572* Reichels Special- Mittel töten unfehlbar Wanzen, Schwaben, Motten und jede Brut. Verstärktes ,, Wanzenfluid" Fl. 50 Pf., 1,, 2 ,, Ltr. 5,- M. Special Schwabenpulver ,, Poudre Martial" 50 Pf., 1,-, 2 ,, Pfd. 4 M. Special Mottenpulver 50 Pf., 1,-, 2,-, Pfd. 3 M. Mottenvertilgungs- Tinktur 1,50 und 2,50 M. Alleiniger Bundesverein des Arb.- Radfahrer- Anerkennungen aus aller Welt. Bundes ,, Solidarität“. 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Drei dieser Vereinchen sind seit kurzem an der Mitglieder- Schwindsucht gestorben( haben sich aufgelöſt). Weitere 3 Vereine haben überhaupt zu der Sache noch nicht Stellung genommen. Sieben Vereine, und zwar„ Courier 1900"," Boran I"," Norden 1900"," Gloria"," Fahr wohl 1900"," Glüd auf 1900" Hound Stern 1903" mit ca. 170 Mitgliedern haben wohl den Sinn unsres Bundesnamen„ Solidarität" von den Parteigenossen Stralau- Rummelsburg. noch niemals richtig begriffen gehabt, denn fie fügten sich dem Beschluſſe nicht und sind aus dem Bunde Witwe Schonerts Neuseeland, Stralau, am Rummelsburger See, Gesamträume. Sonntag, den 26. Juni 1904: Großes Volks- Sommer- fest beranſtaltet Konzert. Specialitäten. Theater. Turnerische Aufführungen von Mitgliedern der freien Turnerschaft Stralau- Rummelsburg. Mitwirkung der Boltssänger- Gesellschaft Lewandowski. Verlosung. X Kasperle- Theater. X Fackelzug. Jedes Kind erhält in Begleitung der Eltern eine Stodlaterne gratis. Jm Saale: Grosser Ball. Herrn 50 ẞf. Zum Schluß: Grosses Brillant- Feuerwerk. Entree an der Kaffe 20 Pf., Vorverkauf 15 Pf. " ausgeschieden. " Daß diesen Vereinchen der Hauptzwed Vereins- Meierei und Spielerei ist, beweist, daß diese 170 Genossen" beschlossen haben, einen neuen Arbeiter- Radfahrer- Bund mit dem wirklich schönen Namen„ Freiheit" zu gründen. Schade um das schöne Wort, welches hier so gemißbraucht wird. Nur fünf Vereine mit circa 600 Mitgliedern besaßen Solidaritätsgefühl genug, um die Bundestags- Beschlüsse zu achten, Anfang 4 Uhr. und haben sich demgemäß zu oben bezeichnetem Verein zusammengeschlossen. Wir fordern nun alle Billets sind in allen bekannten Lokalen sowie bei allen bekannten Ge- Sportsgenossinnen und Genossen, welche unserm Bunde noch fern stehen, auf, sich in unsre Reihen zu noffen zu haben. 222/11 Ernst Konzert- Garten Friedrichsberg Das Komitee. Höflichs fstellen, und fich dem Arbeiter- Radfahrer- Bund„ Solidarität" anzuschließen, um so an dem großen Biel, welches fich der Bund gestedt hat, mitzuarbeiten. Das Eintrittsgeld inklusive Bundes- Eintritt beträgt 75 Pf., wofür das Bundes- Abzeichen geliefert Ball- Salon Frankfurter Chaussee 120 25 Pf. influfive Bundesbeitrag. wird. Der monatliche Beitrag beträgt für männliche Mitglieder 35 Pf. und für weibliche Mitglieder Jeden Sonntag: Konzert u. Specialitäten- Vorstellung. Im Saale: Grosser Ball. Der Vorstand. Meldungen nehmen bis auf weiteres entgegen: 28 53952 Karl Fischer, NW., Waldstr. 8. Leo Ostrowski, O., Warschauerstr. 72. Martin Labbe, N., Swinemünderstr. 69. Jeden Mittwoch: Tanz Reunion. Küche und Keller in bekannter Güte. Hierzu ladet freundlichst ein Ernst Höflich. Brandenburgische Straße 100. Wilmersdorf. Restaurant Selke. Angenehmer Familien- Aufenthalt. Musikalische Unterhaltung. Vereinszimmer( 80 Personen). Billardzimmer. DEF Warme Küche zu soliden Preisen. 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Solche Ausdrücke würden von den Berg- Ein unbeschriebenes Blatt. leuten auch gar nicht als Beleidigung aufgefaßt(?), wenn ihnen Deutsches Theater. Sonntagnachmittag: Rosenmontag.( Anfang gar nicht die Befugnis, in solcher Weise nebensächliche Dinge so Glode. Freitag: Rosenmontag. Sonnabend: Der Meister. Sonntagnachdas nicht durch die Zeitung vorgesagt würde. Der Angeklagte habe 2, Uhr) Sonntagabend: Roje Bernd. Montag: Monna Vanna. Diens tag: Die Weber. Mittwoch: Rose Bernd. Donnerstag: Die versunkene aufzubauschen und darum habe das Gericht eine Freiheitsstrafe von mittag: Der Pfarrer von Stirchfeld.( Anfang 2%, Uhr.) Sonntagabend: zibei Monaten für angebracht erachtet. Die Weber. Montag: Monna Banna. Der Fortschritt unsrer Zeit aufreizend. Der Vorstand der Auf Grund des fliegenden Gerichtsstandes hatte sich Genoffe Bahlstelle des Tabatarbeiter- Verbandes in Birnbaum wollte zum Beimpeter, Redakteur der„ Deutschen Bergarbeiter- Beitung", Vereinsfeste das Couplet„ Der Fortschritt unsrer Zeit" und das im am 16. Juni vor dem Schöffengericht zu St. Avold( Lothringen) Verlage von Lipinski, Leipzig, erschienene Theaterstück von Nebe wegen Beleidigung von 52 Grubenbeamten der Saar- und Mosel- 3u alt" aufführen. Er hatte aber die Rechnung ohne die dortige gesellschaft( Thyssen) zu berantivorten. In Nr. 37 vom Polizeiverwaltung gemacht, denn durch eine Verfügung vom 15. Juni 19. September vorigen Jahres brachte die Bergarbeiter- Zeitung" wurde die Aufführung untersagt, weil beide Stücke aufreizend einen Artikel, in dem behauptet wurde, daß sich Beamten genannter wirken". Jedes Vorstandsmitglied foll 20 Mark blechen, wenn es Gesellschaft von ihren Arbeitern„ beschmieren" ließen, indem sie von anders handelt, als der Polizeiwille bestimmt. Das Theaterstück ihnen Geschenke annähmen oder sich Arbeiten berrichten ließen, die schildert die Entlassung eines im Dienste ergrauten Arbeiters, damit fie entweder gar nicht bezahlten oder sonst als geleistete Schichten er jüngeren Kräften Platz machen soll. Eine Strankheit bildet den anfchrieben; dabei seien einige Beamte gegen ihre Arbeiter sehr Vorwand zur Entlassung. Ein Vorgang, der sich häufig genug ab inhuman, überhaupt lasse die Behandlung viel zu wünschen übrig. spielt, wird gegeißelt und das wirkt aufreizend. In andern Orten Einem Arbeiter, der um Vorschuß vorstellig geworden sei, habe der konnte das Stück unbeanstandet aufgeführt werden. Steiger Brunsbach gesagt:" Sie bekommen Vorschuß gesch. ssen." Eine solche Antwort tönne nur ein Mann erteilen, der auf dem ,, Unfre Arbeitsbrüder im Polizeirocke", diese in der Erfurter Bildungsniveau der Saar- und Moselgrubenbeamten stände. Hier- Tribüne" in Beziehung auf die Erfurter Polizeibeamten gebrauchte durch fühlten sich die sämtlichen Beamten beleidigt und stellten Straf- Wendung sollte eine Beleidigung dieser Beamten darstellen. Es antrag gegen den verantwortlichen Redakteur der Bergarbeiter- wurde eine Strafaktion eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft ist jedoch Zeitung". zu der Ueberzeugung gekommen, daß eigentlich in der Einleitung Die Vernehmung einer langen Reihe von Zeugen ergiebt, daß einer solchen Beleidigungsklage die beleidigende Unterstellung läge, der Steiger Brun 3 ba ch jenen Ausdruck thatsächlich gebraucht hat daß Polizeibeamte nicht arbeiteten. Sie hat deshalb die Erhebung Brunsbach und daß der Steiger Lange sich von Bergleuten Weißtraut hat der Anklage abgelehnt. bringen lassen; ebenso hat er sich mehrfach von den Arbeitern Privatarbeiten verrichten lassen, den Arbeitern dafür aber eine Schicht angeschrieben. Der Steiger Scholz hat sich ebenfalls Arbeiten lassen. Arbeiter, die Vorschuß haben wollten, " Wochen- Spielplan der Berliner Theater. Dienstag, wittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend, Sonntag, Montag: Königliches Opernhaus. Sonntag: Undine. Montag: Die Walküre. Geschlossen. = Neues königl. Opern Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Fledermaus. Sonntagabend: Der Herr Professor. Montag: Der Zigeunerbaron. Dienstag: Die Fledermaus. Mittwoch: Orpheus in der Unterwelt. Donnerstag: Die Geisha. Freitag: Die Puppe. Sonnabend und Sonntag: Das süße Mädel. Sonntagnachmittag: Der Zigeunerbaron. Montag: Der Herr Professor. Mitouche. Dienstag: Der jüngste Lieutenant. Mittwoch, Donnerstag, FreiBerliner Theater. Sonntag: Mamzelle Nitouche. Montag: Mamzelle tag: Mamzelle Nitouche. Sonnabend: Der jüngste Lieutenant. Sonntag: Mamzelle Nitouche. Montag: Der jüngste Lieutenant. Leffing- Theater. Allabendlich: Zapfenstreich. Neues Theater. Allabendlich: Einen Jur will er sich machen. Theater des Westens. Sonntagnachmittag: Alt- Heidelberg.( Anfang 2 Uhr.) Sonntagabend: Im bunten Rock. Montag ,: Im bunten Rod. Freitag: Waterkant. Sonnabend: Alt- Heidelberg. Dienstag: Maria Theresia. Mittwoch, Donnerstag: Jm bunten Rod. Alt- Heidelberg.( Anfang 2½ Uhr.) Sonntagnachmittag: bunten Rock. Sonntagabend und Montag: Im Residenz- Theater. Allabendlich: Die 300 Tage. Kleines Theater. Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch: Nachtashl. Donnerstag: Fräulein Julie. Freitag, Sonnabend: Nachtasyl. Sonntag: Der Märtyrer. Liebesträume. Montag: Nachtasyl. Belle- Alliance Theater. Allabendlich: Der fleine Stürassier. Automaten- Am. alten Mamsell. abendlich: Der Weg zum Herzen. Carl Weiß Theater. Sonntagnachmittag: Das Geheimnis der Central Theater. Sonntag: Der Raub der Sabinerinnen. Montag: Deborah. Dienstag: Der Naub der Sabinerinnen. Mittwoch: Hofgunst. Donnerstag: Der Raub der Sabinerinnen. Freitag: Onkel Bräfig. Somm abend: Nathan der Welse. Sonntag und Montag: Der selige Toupinel. Apollo Theater. Allabendlich: Liebesgötter. Specialitäten. Anfang 8 Uhr. Metropol Theater. Allabendlich: Ein tolles Jahr. Anfang 8 Uhr. Wintergarten. Heloise Titcomb. Specialitätent. Anfang 8 Uhr. Baffage Theater. Jim Jam. Anfang 5 Uhr, Sonntags 3 Uhr. Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Von der Zugspitze bis zum Wahmann. Ab Donnerstag: Die Insel Rügen. Anfang 8 Uhr. Witterungsübersicht vom 18. Juni 1904, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 5° C. 4° R. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. Bot Do auf Bechenconto machen lam geprügelt und mit Füßen sind von den getreten worden! Selbst der Direktor Flade giebt zu, daß es wegen Vorschuß- Forderungen zwischen Arbeitern und Beamten mehrfach zu handgreiflichen Reibereien" gekommen sei, das könne aber nicht als schlechte Behandlung" bezeichnet werden. Das Gericht berurteilte den Angeklagten zu zwei Monaten Gefängnis wegen öffentlicher Beleidigung. Es sei zwar erwiesen, Schiller Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntagnachmittag: daß einige ungehörigkeiten" vorgekommen seien, doch dürfe, man Das Nachtlager in Granada.( Anfang 3 Uhr.) Sonntagabend: Oberon. Swinemde. 758 SD darum nicht generell von allen Beamten" behaupten, daß sie sich Montag: Der Freischüß. Dienstag: Der Postillon von Lonjumeau. Mitt- Hamburg 756 ND ungehörig gegen ihre Arbeiter benommen hätten. IIzuviel woch: Oberon. Donnerstag: Martha. Freitag: Unbestimmt. Sonnabend: Berlin 757 SGD 3 bedeckt Frankf.a.M. 760 S2Regen Wert habe das Gericht den Zeugenaussagen Die Fledermaus. Sonntag: Unbestimmt. Montag: Unbestimmt. 764 23 6Regett Schiller Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag München nicht beilegen können, da alle Beugen 760 D 1 heiter finnungsgenossen des Angeklagten seien. Wenn nachmittag: Bauline.( Anfang 3 Uhr.) Sonntagabend: Morituri. Montag: Morituri. Dienstag: Ein unbeschriebenes Blatt. Mittwoch: Ein unwirklich einige ungehörige Ausdrücke, wie:„ Sie bekommen Vorschuß beschriebenes Blatt. Donnerstag: Morituri. Freitag: Morituri Wetter- Prognose für Sonntag, den 19. Juni 1904. Sonne Etwas fühler, zeitweise aufflarend, aber sehr veränderlich mit leichten gesch. ssen!" von diesem oder jenem Beamten gefallen seien, so müsse abend: Ein unbeschriebenes Blatt. Sonntagnachmittag: Die Wildeate. I Regenfällen und ziemlich frischen westlichen Winden. Zur Feier unsrer silbernen Hochzeit am 21. Juni laden wir unsre Freunde und Bekannten freundlichst ein. Ge= Socialdemokrat. Wahlverein Karl Risch und Frau, L.d.4.Berl. Reichstagswahlkreis. Roppenftr. 13. 20976 Socialdemokratisch. Wahlverein für den 6.Berliner Reichstagswahlkreis. Todes- Anzeigen. Am 16. Juni verstarb infolge 25sturzes unser Mitglied, Zimmerer Emil Schulz Putbuserstr. 34. Gleichfalls am 16. Junt verstarb unser Mitglied, Droschkenkutscher Richard Keh an Herzverfettung. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung des Genossen Schulz findet heute Sonntag, nachmittags 5 Uhr, von der Halle des Himmelfahrt Kirchhofes in Nordend, die des Genossen Keh Sonntagnachmittag 2 Uhr von der Halle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. 247/11 ( Süd- Ost.) Den Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, daß unser Genosse, der Bergolder 243/12 Adalbert Hiltmann wohnhaft Bücklerstraße 47 ( Stadtbezirk 101) plöglich gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntagnachmittag um 4 Uhr von der Leichenhalle des EmmausKirchhofes ftatt. Um zahlreiche Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Borstand. Allen Freunden, Bekannten und Deutscher aro Holzarbeiter- Verband. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, bodenleger eder ParkettFritz Wohlfart am am 16. Juni plötzlich verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag um 5 Uhr von der Leichenhalle des streuzKirchhofes in Um reg i Martendorf aus statt. rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Central- Kranken- u.Sterbekasse der Zimmerer. E. H. Nr. 2, Hamburg. Oertliche Verwaltungsstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Zimmerer Emil Schulz am 15. d. M. durch einen Betriebsunfall infall plöklich verstorben iſt. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 19. 5. M., nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle der Himmelfahrts- Gemeinde in NiederSchönhausen aus statt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand.( Bez. II.) 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