Nr. 159. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Berufsgenossenschaftliches. Sonntag, den 10. Juli 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Politische Leberlicht. Unfallverhütung und Versicherung zu drücken. Jetzt sieht mußten" mehr alg die Hälfte, nämlich es aus, als würden die Revisionen gründlich Ordnung 339, verschleppt und verzögert wurden, und zwar dadurch, Der Gleichgiltigkeit fapitalistischer Blätter für Arbeiterschaffen. Wer läßt sich dadurch täuschen! Wenn es Ernst daß die Rentenfeststellung anfänglich so niedrig erfolgte, fragen ist es zuzuschreiben, daß ganz skandalöse sein sollte, und zwar Ernft auf die Dauer, so hätten die daß die Arbeiter Berufung einlegen mußten. Das heißt Dinge aus der deutschen Ziegelei Beruf 3- Unfallberufsgenossenschaften fich nicht das Recht vorbehalten, aber in berufsgenossenschaftlicher Sprache ausgedrückt, daß genossenschaft öffentlich unbesprochen geblieben sind, durch die sogenannten„ Beauftragten sich selbst zu die Versicherung„ in jedem Falle" die Koften trägt. Und welche Ende vorigen Monats auf einer Delegirtenversamm revidiren. Dann hätten von Anfang an die über ihnen dann die dummdreiste Wendung:„ passirt dem Arbeiter lung dieser Unternehmerzunft in Köln zu Tage traten. stehenden Fabrik- und Gewerbe Inspektoren mit der Etwas, so kann er spazieren gehen." Wahrscheinlich mit Hiermit soll die nothwendige öffentliche Besprechung gründ- alleinigen und gründlichen Aufsicht über die Durch zerschlagenen Knochen; oder soll das eine zarte Anspielung lich nachgeholt werden, und zwar an der Hand der Berichte, führung der Unfallversicherung betraut werden müssen, auf das Spazieren fahren der Herren Ziegeleibefizer sein? die Versammlung brachte. Das schwarze Blatt hat natür- hütet. Und man weiß warum. Jetzt stellt man sich an, geheuerlichkeiten, sieht ihnen ruhig und gelassen zu und lich im Uebrigen ebensowenig Stellung zu den in seinen als wolle man die Welt umreißen und gründliche Beffe- rühmt sich auch noch ihrer Arbeiterfürsorge. Diese Heuchelei Berichten erwähnten Standalen genommen, wie irgend ein rung schaffen; in 2 Jahren ist bei den Herren Berufs- wird das Maß der Verantwortlichkeit bald zum Ueberlaufen anderes kapitalistisches. genossenschaftlern alles wieder wie früher, verloddert und bringen. Allgemein herrsche wohl die Ueberzeugung, daß es so vernachlässigt, was Arbeiterschutzmaßregeln angeht. Dafür wie bisher nicht weitergehen könne"- das waren die ist man ja Unternehmerzunft. Worte, die ein Ziegelei Berufsgenossenschaftler in Köln Und weil diese Herren so viel Mist im eigenen Stalle feinen Kollegen ins Gesicht sagte; und der Mann hatte haben, so müssen sie die Aufmerksamkeit etwas ableuten, Recht. Er wußte seine Behauptung auch zu beweisen. Damit die Sache nicht für Näherkommende zu sehr- riecht. Gieben Jahre besteht jetzt das Unfallversicherungs- Gesetz- Wie können sie diese Ablenkung der öffentlichen Aufmerksam. auf dem Papiere; in der Wirklichkeit lachen die Unter- feit aber besser bewerkstelligen, als durch Schimpfereien auf Berlin, den 9. Juli. nehmer einfach über seine Vorschriften und schlagen ihnen die Arbeiter, die ihnen ja jederzeit zur Hand find? Das wurde dem ein Schnippchen; Ein Opfer des Militarismus ist der im zweiten fie waren ja so schlau, sich auch auf dem Delegirtentage der Ziegeleiberufsgenossenschaft Jahr dienende Musketier Reboullon von der 11. Komdie famose berufsgenossenschaftliche Organi in Köln gründlich besorgt. Der Vorsitzende äußerte: ir, pagnie des 7. thüringischen Jufanterie- Regiments Nr. 96 fation, ein echtes Meisterstück Bismard'scher Kapitalisten- die wir in der Genossenschaft uns verbunden haben, find geworden, welcher sich am 5. Juli erschossen hat. Am politit, 8u ihren eigenen Aufsehern über eigenen Unterlassungsfünden zu machen. Lassen ihre zwar von Anfang an arbeiterfreundlich gewesen, aber heute 1. Juli d. J. bezog die Kompagnie auf einer Schießübung wir scheue ich mich doch nicht, offen zu sagen: jene Gefeßgebung begriffen, Quartiere in Meura, Schwarzburg- Rudolstadt, um aber den schon genannten Ziegelei Berufsgenossenschaftler, hat auf die Arbeiter ganz bie entgegengesetzte Wirkung ge- in der dortigen Gegend zu exerzieren. Der Reboullon, bas enfant terrible ſeiner Kollegen, selbst reden. Er be: habt, als man erwartet hat; fie wirkt demorali welchem vom Hauptmann der Kompagnie, ein sehr gutes richtete:" In den seit ber vorigen Delegirtenversammlung firend() in jeder Beziehung.( Lebhafte Beugniß ausgestellt wurde, machte bis zum Dienstag allen revibirten" Betrieben fehlten bei 30 pCt. bie Unfall 3ustimmung.) Die Sorglosigkeit der Arbeiter wird Dienst mit und klagte an diesem Tage Nachmittags seinen berhütungs- Vorschriften, bei 33 pt. die 2 o hub it cher, genährt durch das Bewußtsein, daß die Unfall, Kranken- Borgesetzten, daß er sich unwohl fühle und beim Aufrichten bei 35 pGt. Die erforderlichen Schuh vorkehrungen. und Juvaiibitätskaffen in jedem Falle die Kosten aus liegender Stellung heftige Magenschmerzen empfinde. Ferner wurden in einzelnen Betrieben Summen von 10 000 tragen. Die Unfälle haben sich nicht verringert, sondern Der aufsichtsführende Offizier, dessen Namen unser Gewährsis 31 000 Mart als zu wenig nachgewiesene vermehrt, nicht zum geringsten deshalb, weil ber Ar- mann, ein naher Verwandter des Todten, noch ermitteln schäßung von Seiten der Genossenschaft vorgenommen wird, ich spaziren Die Fragebogen, wonach die Ein- beiter sich sagt: passirt Etwas, dann kann wird, hat das Ersuchen des Reboullon, ihn wegen Erkrangehen.(!) Vertrauensärzte haben fung aus dem Dienst zu entlassen, abgelehnt und ihn gemaren bei 50 pCt. unrichtig beantwortet. Der wiederholt geklagt, daß Arbeiter ihre durch einen Unfall zwungen, obgleich er sich nur unter starken Schmerzen von waren meist nicht nach Vorschrift, vielfach wurde zu vergrößern trachten. Besizwechsel wurde nicht angezeigt, die Gräbereien zugezogene Krankheiten oder Verlegungen zu verlängern und der Erde, auf welcher er zu Uebungszwecken gelagert war, Darum müssen wir ganz erheben konnte, den Dienst bis zu Ende mitzumachen. durch sogar Arbeiter vor- Nach beendetem Dienst schleppte sich R. in sein Quartier; unrichtig angegeben. Revidirt sind bisher 4061 Be- gehen, welche sich der Arbeit zu entziehen suchen, und mög- die Kameraden gingen aus, er blieb im Hause und klagte triebe, somit bleiben noch 8500 Betriebe zu revidiren. lichst solche fern halten, die mit Schäden behaftet find." Dies zu von Schmerzen gepeinigt seinen Miethslenten, daß er das Durchschnittlich kostet die Revision eines Betriebes 8,59 M. jagen, hat ein Mann die Stirn, der kurz vorher das Sünden Soldatenleben satt habe“ und„ lieber sterben möchte". 330 Betriebe wurden ermittelt, welche bisher nicht register der Unternehmer mit anhörte, der weiß, daß es das Eine ganz kurze Zeit später hörten die Hausbewohner angemeldet waren. find Von den einzelnen Sektionen höchste Bemühen seiner Berufsgenossenschaftler ist, sich um einen Schuß fallen, und fanden, in dem Abort eingeriegelt, die Aufgaben aufgefaßt der Revision sehr verschieden jede Unfallverhütungs- Vorkehrung, die Geld foſtet, herum- den Rekruten als Leiche; der junge Mann hatte sich mit worden, manchmal wurde sogar durch zudrücken! Wo gegen 629 Unternehmer 4555 Mart Strafen einer Platzpatrone, durch einen Schuß in den Hals getödtet. Dieſe Feſtſtellungen genügen. Offener tann mal ben veils weil jenſt bez staudal, zu groß gewesen wäre, da spricht konstatiren, dem über Schmerzen klagenden Soldaten, nicht ſtändigen Bankrott vera berufsgenossenschaftlichen Unfalls viejer Herr Zeiter einer Berufsgenossenschaft von der zu Theil geworden; das Ausbleiben derselben, sowie der persicherung nicht proflamiren. Die eblen, Berufsgenossen" Demoralisation" der Arbeiter. Aus dem Jahresbericht der Zwang, weiter Dienſt thun zu müssen, haben den hierdurch ſehen eben einfach ihre Hauptkunſt darin, die Genossenschaft Genoſſenſchaft geht hervor, daß von ben 734 Fällen, in welchen des Lebens überbrüffig, gewordenen jungen Mann wen nach Möglichkeit zu bemogeln und sich von allen Laſten der Entschädigungen für verunglückte Arbeiter festgestellt werden Tod getrieben und ein blühendes Menschenleben vernichtet. Feuilleton. Mabrua verboten.] Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. VII. [ 9 ihren Kindern zu geben pflegen. Brave Arbeiter hatten sie bei sich aufgenommen; der Mann war Abräumer, die Fran Näherin; sie gaben ihr einen Namen, und Ghilaine aß seit fieben Jahren ihr mageres Bischen Brot und wärmte fich an dem fargen Feuer ihrer feuchten, dunklen Wohnung, als der Mann und die Frau starben, beide in einem Monat, er in der Grube, sie am Typhus. trüben Augen und grauen Haare als ein leidenschaftliches Weib, das in seiner heftigen lärmenden Heiterkeit mit heiserer Stimme viel zu reden und mit den Männern in ihrer Kueipe zu trinken pflegte. Es gab wenige Bergleute in Pont- sur- Sambre, die bei Mutter Barbe nicht Stammgäste waren, und Pierre Malen gehörte zu ihnen. Finster, menschenschen, blöde, wie er war, fette er sich stets allein in eine Ecke, trank und betrant sich. Die Wirthin hatte eines Tages teine Lust mehr sich noch länger die schlechte Laune des jungen Menschen so ruhig mit anzusehen. Sie stieß ihm daher mit dem Ellbogen in Ghilaine konnte etwa sechzehn Jahre alt sein. Sie die Seite und sagte: Ihr seht immer aus, als ob Ihr verliebt wärt! Ich bin's. Sie wurde dann Schlepperin. Sie war ein armseliges, kränkliches Ding und weder hübsch noch häßlich. Sie blickte so furchtsam drein und hatte eine arme, kleine, aber gar nicht üble Figur. Barbe blieb überrascht stehen. Wie das redet! Da muß er sich natürlich besaufen! Und sie stemmte die Fäuste in die Hüfte: Ja! Wie heißt sie? Ghilaine! Bor ungefähr dreißig Jahren, um das Jahr 1844, war ging jeden Tag nach der Grube. Ueberall wo man sie sab, sehr jung und sah sehr elend aus, zeigte dabei jedoch eine eines ängstlichen, schwächlichen Wesens, das sich kaum ge Pierre Malen Schlepper in Pont- sur- Sambre. Er war noch im Walde wie auf dem Felde, machte sie den Eindruck sonderbare Eigenthümlichkeit; er machte nämlich den Ein- traute, den Kopf umzudrehen, und nur, wenn sie sich manchmal brud eines recht intelligenten Burschen, was er aber allein glaubte, unbewacht von den Blicken Fremder, blieb sie noch gar nicht war. Wenn man ihm im Wirthshaus fizen stehen, um ein Gebet zu verrichten, am Fuße eines Kreuzes Also eine Liebschaft? fah, den Kopf auf die Ellbogen geftüßt, mit nachdenklichem oder am Rande des Weges. Da schien es ihr eines Mor Blick und schweigsam, das Gesicht fein und lebendig, konnte gens, als sie fortging, als ob sie an der Gassenecke einen man fast glauben, daß er aus höherem Stande stamme und Mann warten sehe. Dann war Jemand hinter ihr her ge in's Bolt dieser Bergleute hinabgesunken sei. Aber er war gangen, und von diesem Tage an fam es ihr imnier so vor, ein noch ganz unentwickelter Mensch, ein gut beanlagter am Tage sowie des Abends, als ob sie an der Straßenecte Wildling, der eine rohe, undeutliche Sprache redete und in einen Schatten erblicke und einen Schritt sich folgen höre. dem man, wenn man sein Auge aufmerksam betrachtete, Ah, die kenn' ich. Die Kleine von da oben, die da Bu jener Zeit gingen die Bergleute gern ihren Schoppen hinten wohnt. Wie? Wahrhaftig, die elternlose Ghilaine. einen Kopf erkannte, der nie etwas gelernt, einen Geist, der Wein oder ihr Glas französischen Branntwein trinken Das reine Nichts-nie einen Gedanken gehabt hatte. diese Ghilaine. in eine Schenke in dem oberen Dorfe, welche einer Frau Malen hatte seine Ranne geleert und war gegangen. Mädchen, Namens Ghilaine, das keine Eltern hatte und wurde. Sie war eine alte wallonische Landschönheit,| selben Zeit ein sehr In den nächsten Tagen kam er wieder. Eines Nachmittags schüttelte Barbe, ermuthigt durch Wer ist Ghilaine? Ghilaine! von einer unbekannten Mutter zur Welt gebracht worden bäurisch derb und verweltt, dabei halb verwildert und arg sein auffeimendes Vertrauen, Malen, der zu schlafen schien. war. Von ihren ersten Lebensjahren wußte tein Mensch verdorben; denn auch sie hatte früher das liederliche ziehung der Armen erhalten, wie sie die ehrlichen Leute Vertraulichkeit an den Tag und erwies sich ihrer' etwas zu erzählen. In späterer Zeit hatte sie jene Er Grubenleben geführt. Jetzt legte sie eine Art brutaler Nun, Pierre? Was denn? Was giebt's Neues mit Ghilaine? Auf telegraphische Anzeige seitens des Bataillons war es p den Brüdern ermöglicht, der Beerdigung beizuwohnen; dieselbe fand am 8. d. M., Morgens 4/2 Uhr, statt; die ungewöhnliche Zeit wurde damit begründet, daß nach landesgesehlichen Bestimmungen Selbstmörder" mur am frühen Morgen beerdigt werden dürfen; auf das Ausuchen der Brüder, eine militärgerichtliche Untersuchung einzuleiten, hat der Oberst des Regiments welcher am Tage der Beerdigung in der Nähe warden Bescheid ertheilt, daß ihm von der Kompagnie die Meldung geworden, der R. hätte sich erschossen, weil er mit seinen Eltern in Unfrieden lebe" und daß Mißhandlungen der Soldaten bei der 11. Kompagnie seines Regiments nicht vorkommen können". Was den ersten Theil der Behauptung des RegimentsKommandeurs anlangt, so liegen uns Beweise dafür vor, daß das Verhältniß des R. zu seinen Eltern ein durchaus friedliches war; die Briefe, die wir gesehen, zeugen von Kindesliebe und Dankbarkeit für Zuwendungen, welche dem R. während der Dienstzeit von den Eltern und Brüdern gemacht sind. Die Meinung des Herrn Oberst, daß Mißhandlungen bei der 11. Kompagnie seines Regiments unmöglich seien und nicht vortcammen können, wird sich hoffentlich durch eine genaue Untersuchung als richtig erweisen. Nach unseren Informationen hat sich der Musketier Rebonllon erschossen, um sich der Pein des Soldatenlebens, welches ihn zwang, trot heftiger förperlicher Schmerzen Dienst zu thun, zu entziehen.Der Minister des Junern gez. Herrfurth. Der Kriegs- Minister gez. v. Ra Itenborn. An den Königlichen Oberpräsidenten, Wirkl. Geheimen Nath Herrn von Seydewis, Exzellenz, Breslau. M. d. J. I, M. J. 71 Kr. M. 3691. C. 3. Bestimmungen in den Vereinssatzungen zum Ausdruck ge- befangenen der langen Rede kurzer Sinn die Auffassung langt find. einbürgern, daß er nicht aus freien Stücken gegangen, Wir ersuchen Euer Excelleng ganz ergebenft, in diesem sondern schimpflich, wie ein Lakai davongejagt worden sei, Sinne die Ihnen unterstellten Behörden mit entsprechender der ein Service aus Meißner Porzellan zerbrochen oder der Weifung zu versehen und gefälligst darauf hinzuwirken, daß auch die in Ihrem Berwaltungsbezirk bereits bestehenden Bigarrenkifte seines Herrn zu viel, Importirte" entfremdet hat. Kriegervereine entsprechende Bestimmungen in ihre Statuten Daß ein Bismarck nicht freiwillig von dem Posten wich, den er aufnehmen. nicht blos für lebenslänglich, sondern für erblich hielt, bedarf feiner besonderen Versicherung. Wer Jahrzehnte lang allmächtiger Hausmeier war, geht nicht aus eigenem Entschluß ins Kloster des Privatlebens. Aber nur in spaßhafter Geistesverwirrung fann der schäbigste Interessenpolitiker, der raffgierigste Häuptling aller Nepoten, der rücksichtsloseste Egoist, der je im öffentlichen Leben eine Rolle gespielt hat, die fabelhafte Mär aushecken, er habe sich gegen seine EntBorstehende Abschrift übersende ich zur gefälligen lassung gesträubt im Staatsinteresse", sein Gewissen" Kenntniß und weiteren Veranlassung, sowie mit dem ergebensten das Bismarckische Gewissen!- hätte ihm befohlen, dem Ersuchen, sämmtliche Kriegervereine dortigen Kreises auf- Waterlande" nicht fahnenflüchtig" zu werden. Was seine zufordern, die Aufnahme der in vorstehendem Erlasse erwähnten Drohung zum Schlusse anlangt, daß er auf die zwei AktenBestimmungen in ihre Vereinsstatuten zu beschließen. stücke des Reichs- Anzeigers" die Antwort nicht schuldig Binnen zwei Monaten wollen Sie mir diejenigen Krieger bleiben werde, so ist abzuwarten, was der alte Renommift vereine gefälligst namhaft machen, welche sich hierzu nicht ver- denn in Wirklichkeit thun wird. Ob er nicht auch diesen stehen wollen." Der Regierungs- Präsident Erguß des Kleser- Blattes mit Entrüstung ablehnt? Bei Bismarc ist Alles möglich, nur nichts Gentlemanlifes. Der Regierungs- Präsident. Biegnitz, den 24. Februar 1891. gez. Prinz Handjery. • • Geheim!" An sämmtliche Herren Landräthe des Bezirks. Man urtheile doch! Bismarck, der vor einigen Tagen rund heraus gesagt, er glaube, daß Caprivi der Kandidat Solch eine Urkunde überrascht uns nicht. Aber für die des Zentrums weit früher gewesen sei, als der des Kaisers, große Masse ist es gut, schwarz auf weiß zu sehen, wie es da die antibismarck'schen Beziehungen des jetzigen Reichsgemacht wird. fanzlers zum Zentrum bis in die Zeit der Reichsglocke" zurückreichen", eine Insinuation, auf welche die erste amt= " Der Wink von Oben. Kürzlich ist ein Handschuh- Russischer Roggen und Voffische Zeitung". Liche Büchtigung im Reichs- Anzeiger" erfolgte, hat jetzt macher aus des Militärverein Hagenau in Die. Boffische Zeitung" fordert bekanntlich( siehe Boc- den traurigen Muth, in den Hamburger Nachrichten" zu Schlesien ausgeschloffen worden," weil", wie es in dem an wärts" Nr. 157 vom 8. Juli), daß der auf russischen schreiben:" Wir haben in unserem ersten Artikel von Be den Ausgeschlossenen gerichteten wundersamen Schreibebrief Roggen gelegte Fünfmart- Zoll nur gegen bestimmte„ Gegen- ftrebungen des Herrn v. Caprivi garnicht gesprochen, sondes Vereinsvorstandes hieß," Sie, obgleich schon dadurch, leistungen" herabgesetzt werde. Nun erklärt in feierlicher dern nur von Stimmungen und Bestrebungen der Zentrumswo Sie im Böhmischen Lokale sozialdemokratische Aeuße Weise die" Freisinnige Beitung"( Nr. 158 vom partei, welcher der General ein willkommener Nachfolger zungen gethan haben sollten(!) beim Verhöre(!!) aber 9. Juli), aß die freisinnige Partei aus: des Fürsten Bismarck gewesen sei." Stolz lob' ich mir den nicht flargelegt wurde(!!), doch gewarnt wurden, dennoch nahm 31os Ansichten, wie sie in der Spanier. " bei einer sozialdemokratischen Wiaifeier, ferner bei zwei Bossischen Zeitung" in dem betreffenden Ergöglich ist die Nüpelkomödie, in welcher der demonstrativen sezialdemokratischen Begräbnissen, sowie auch fr titel enthalten waxin, nicht theilt. Mir Horribiliscribifar Bismarck feine alte Freundin, die Röln. bei einer Verjaisimlung, bei welcher sozialdemokratischer Bortrag gehalten wurde, Theil genommen haben, wodurch viffen nicht, ob diese Erklärung partei- offiziell ist und wir Beitung", durchprügelt, wofür diese ihm feifend ein" Gefäß Bortrag gehalten wurde, Theil genommen haben, wodurch werden sehen, ob der Großsiegel- Bewahrer des Deutsch- voll zweifelhafter Flüssigkeit über die Eisenstien schüttet. Sie wiederholentlich Ihre sozialdemokratische Gesinnung freisinns seine Leute so fest im Bügel hält, um im Namen Man höre! bokomentirt haben." Es versteht sich, daß so gut wie in der Gesammtpartei die Bossische Zeitung" in dieser Sache Sachsen, wo dieser muntere Boykott üppig gedeiht, auch fich von den Rockschößen zu schütteln. Jedenfalls ist es I. Bismard in den Hamburger Nach hier System in dem Vorgehen der tapfern Krieger nicht ohne Interesse, daß wir diese Erklärung provozirt vereinler liegt. Die Breslauer Volkswacht"( Nr. 153 vom haben. Geheim! D richten": Die Rölnische Zeitung" hat wohl noch immer das Be dürfniß, das sie vor längerer Zeit dazu bewog, in Bezug auf den Fürsten Bismarck zu behaupten, er laufe nörgelnd und polternd hinter dem Reichswagen her". Wir wissen nicht, welche Rolle achtbarer ist: die des Polterers" hinter dem Wagen, oder die des Bettlers, der mit dem Hute in der Hand hinter dem Wagen herläuft, um irgend ein Almosen von " 3. Juli) ist in der Lage, folgendes geheime Regierungs Restript zu veröffentlichen, das mit eindring- Bismard. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung", licher Beredtsamkeit die Lage der Dinge auch in Preußen das von Dr. Kleser redigirte Bismarck- Organ, ist von kennzeichnet. Es lautet; ihrem Chef bekanntlich dieser Tage verleugnet worden. Abschrift. Was nicht hindert, daß Bismarck am 9. Juli wieder das Berlin, den 24. Januar 1891. Blatt als Sprachrohr benutzt. offiziöser Begünstigung zu erhalten." Das Depeschenbureau Die in neuerer Zeit bei Gelegenheit der Verhandlungen Herold" meldet:" Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung" II. Rölnische Zeitung"( Nr. 549 vom betreffend Maßregeln zur Abwehr des Eindringens sozialkommt auf das angebliche" Entlassungsgesuch Bismard's 9. Juli): demokratischer Elemente in die Kriegervereine gemachten Die Beschimpfung, mit dem Hute in der Hand um irgend Wahrnehmungen haben die Nothwendigkeit ergeben, nach zurück und sagt, General Hahute sei am 17. März Morgens ein Almosen offiziöser Begünstigung zu betteln, trifft die„ töl Möglichkeit in geeigneter Weise auf diese Vereine dahin ein mit dem direkten Auftrag des Kaisers zu Bismarc genische Zeitung" nicht. Wenn es wahr ist, daß die" Hamburger zuwirken, daß dieselben in ihre Statuten besondere, auf Bater kommen, der Kaiser erwarte das Entlassungsgesuch. Hierauf Nachrichten" nahe Beziehungen zum Fürsten Bismarck unterhalten landsliebe und Königstreue bezügliche Bestimmungen auf- habe Bismarck erklärt, er würde es aus rein politischen Erund es scheint wahr zu sein, denn einer ihrer Redakteure nehmen. Wir sehen uns deshalb veranlaßt, die in unserem wägungen für eine Gewiffenlosigkeit gegenüber dem Kaiser Ausschreiben vois: 10. Dezember 1889 enthaltenen Vorschriften wie dem Vaterlande halten, unter den gegebenen Verhälthat vor einiger Zeit allerdings vergeblich den Versuch gemacht, dahin zu ergänzen, daß die Erlaubniß zur Führung einer niffen fahnenflüchtig zu werden. die Hilfe der Kölnischen Zeitung" in einem Preßfeldzug für Als selben Tages den Fürsten Bismarck zu gewinnen, dann fann sich das Fahne an Kriegervereine fünftighin nur dann ertheilt werden Hamburger Blatt von seinem Auftraggeber selbst Auskunft über wird, wenn der betreffende Verein, abgesehen von der Gr- Lucanus mit dem direkten Befehl des Kaisers bis zu die Beziehungen der Kölnischen Zeitung" zum Fürsten Bis füllung der forst vorgeschriebenen Bedingungen, in die einer bestimmten Stunde seine Entlaffung einzureichen, Vereinsfagungen folgende Bestimmung aufgenommen hat: erschien, konnte Bismarck nur entgegnen, daß es ihm nicht marck einholen. Er wird ihm sagen, daß er, Fürst Bismard, stets in allen nationalen Sachen die Unterstüßung der Kölni Mitglieder, welche sich durch ihr Verhalten mit dem möglich sei, in solch furzer Zeit ein Schriftstück von solcher Trag schen Zeitung" sehr werth geschätzt habe; er wird ihm ferner „ Zwecke des Vereins in Widerspruch setzen, in Sonderheit weite auzufertigen. Bismarck schrieb darauf vom 18. zum fagen, daß die Kölnische Zeitung" öfter Dinge, die ihr von solche, welche der Anforderung der Pflege und Bethätigung 19. März eine eigenhändige Eingabe an den Kaiser, worin ihm, dem Fürsten Bismarck, zur Veröffentlichung angeboten " Der Liebe und Treue zu Kaiser und Reich nicht ent- er die politische Lage und die Gründe erörterte, welche wurden, standhaft zurückgewiesen habe. Vielleicht wird er ihm " sprechen, siad aus dem Verein auszuschließen." ihm den Rücktritt trotz seiner Jahre und seiner Ge- bas auch nicht sagen, wenn er sich aber nicht mehr erinnern In jedem Falle, in welchem ein Kriegerverein diese Besundheits- Verhältnisse als im Staatsintereffe allein nicht er- follte, so ist die Kölnische Zeitung" im Stande, die Nachweise ftimmung in die Statuten aufgenommen hat, ist der Vereinszu liefern." vorstand in geeigneter Weise( Durch schriftliche Verfügung oder laubt erscheinen ließen. Der Kaiser erhielt dieses umfang durch Eröffnung zu Protokoll) dahin zu verständigen, daß die reiche Schriftstück erst am 20. März Mittags zu Händen, Wenn zwei Sp- aßmacher sich raufen, erfährt der ehrobrigkeitliche Bestätigung des Vereins zurückgezogen wird, wenn worauf wenige Stunden später Bismarck ſeine Entlassung liche Mann allerlei Erbauliches." der Vorstand bezw. der Verein dieser Vorschrift nicht nach in dem bekannten Wortlaut erhielt. Zwei Monate später schrieb Caprivi an die deutschen Botschafter und Gesandten Berlogenheit. Bezüglich der Nixdorfer Versammlung Einer gefälligen Anzeige darüber, daß und wie diefer ben in Reichs- Anzeiger" veröffentlichten Erlaß, sie möchten wird in gegnerischen Blättern behauptet, bie Opposition" Anordnung Folge gegeben ist, fehen wir in jedem Falle, in als Regierungsauffaffung verbreiten, daß den Anschauungen fei sehr zahlreich vertreten gewesen, und die„ Unabhängigen welchem die Fahnenführung befürwortet wird, ganz ergebenst Bismard's ein altueller Werth nicht beigemessen werden hätten radaut, weil Liebknecht sie für Anarchisten" erklärt Außerdem empfiehlt es sich aber auch, daß in Zukunft den dürfe. Uebrigens werde Bismarck die Antwort auf die habe. Liebknecht hat sich in seinem zweistündigen Vortrage neu zu gründenben Striegervereinen die ortspolizeiliche lehten Veröffentlichungen des Reichs Anzeigers" nicht auch nicht einen einzigen Augenblick mit sogenannten„ Un Bestätigung erst dann ertheilt wird, wenn die vorbezeichneten schuldig bleiben." Bismarck will das ist für den Unabhängigen" beschäftigt- wozu auch? Und für„ Anarchisten" tommt. entgegen. Der Schlepper schüttelte den Kopf. Geht doch! sagte die Frau. Sie ging fort, fehrte aber nach einer Minute zurück. Wollen wir plaudern? Bin's zufrieden. Ihr fahrt heute Abend ein? Ja! Wo arbeitet Ihr, Pierre? Im Schacht Nummer fünf. Welcher Flöh? Nummer fünfzehn. Gut! Was wollt Ihr trinken? Französischen. Sie feyte eine Flasche Branntwein und zwei Gläser auf den Tisch, füllte sie und setzte sich Malen gegenüber, der plöglich ganz roth geworden war und sie mit erregtem Blick fragte: Was würdet Ihr an meiner Stelle thun, Mutter? Aber das kommt doch auf Euch an, Pierre. Er sagte darauf mit unsicherer Stimme: Ghilaine ist heute Abend in der Grube. Die Wirthin zuckte die Achseln. Einfaltspinsel! Was kann man mit einem Mädchen machen, wenn es stock finster ist, 600 Fuß tief unter der Erde? fagte er einfältig: Es ist nicht dunkel! Es war Winter. Pierre ging bei Hagelwetter durch Für sie ist die Grube dasselbe, wie für jene das Meer. den Wald. Bei dem kalten Wirbelwind stiegen aus seinem Die Schlepperinnen, Frauen oder Mädchen, gehen hinein, Kopfe heiße Dämpfe auf; in seiner Trunkenheit verwirrten niederhockend in dem fäfigartigen Gefäß, das sie in die ihm die Stiche der Schneenadeln die Sinne noch mehr, er Tiefe der Schachte befördert, vollen die Wagen, beladen fie ftammelte wunderliche Worte vor sich hin, tolle Sachen, mit Kohlen und ziehen sie auf dem Bauche friechend in die und plöglich hielt er bei einem der Worte, die seinem schwarzen Gänge, schweißgebadet, eine Lampe zwischen den Munde entwischt waren, inne. Auf den düfteren schwarzen Hügeln, die das Hennegau durchziehen, zwischen Saint Ghislain und Mons, giebt es Bläge, wo man in die Erde nur mit einem Stocke ein Loch ftoßen und dem ausströmenden Gafe ein brennendes Licht nähern darf, um aus dem Loche eine kleine blaffe Flamme irrlichtähnlich aus dem Boden hervorzüngeln zu sehen. Als Hauch der Bersetzung vorsintfluthlicher Wälder dringt das böse Wetter manchmal bis an die Oberfläche der Erde. bie bem Bähnen. Die fürchterliche Tiefe, der Kampf mit den Schlägen der Hacke und mit den Stößen der Nägel gegen die Gesteinsschichten, die einstürzen oder sich abblättern; gesammte Thätigkeit der entblößten, schweißtriefenden Arbeiter in der feuchten Atmosphäre, unter dem herabfickernden Wasser, mitten in der unheimlichen Finsterniß, hier und da grell beleuchtet von blutigen Lichtstreifen der Grubenlampen, die den hervor springenden Felstanten das Aussehen zerrissener Eingeweide schwermüthige Bevölkerung des Nordens. Aber den einen verleihen, wirkt berauschend und sinnenlähmend auf die Schrecken werden sie nicht los, das unheildrohende Feuer, Es ist das Unbekannte, das Entfeßlichen, der Blitz der die furchtbare Morgenröthe, welche ihren Schatten in Brand unsichtbaren Sense des Todes. Es ist die im Verborgenen es Euch umschwebt, welches Euch im Schlafe erstickt, indem schwebende Drohung, ber unablässige, überwältigende Hauch, es an Euch herankriecht, das, während es zu schlummern etwas bemerkt. Es tanzt heute wie ein unheilverkündender scheint, sich ausbreitet und nur auf die Gelegenheit lauert Loszubrechen, und dessen Erwachen auftritt wie das Erd Das böse Wetter tennt die Bevölkerung der Kohlen bistrikte unter keinem gelehrten Namen, der ihm den Schrecken nimmt und es erklärt. der der Erde entweicht und von dem der Mensch kaum Im Auge des Schleppers bliste es auf. Dann aber Eurer Lampe, um bei ihrem Verlöschen ihr sofort au entgeht. Das ist es, was die Rückkehr des Bergmannes Tag fliehen. Es braust morgen daher wie ein wüthen der Sturm, für Tag ebenso ungewiß macht, wie die alljährlich einmal reißt die Erde auf, zermalmt, verdreht und verrenkt alles, erfolgende Heimkehr des Geemannes. Es ist der böse was sich auf ihr und in ihr befindet, ein feuerspeiendes Un- Geist, der in der Finsterniß schwebt, das Licht der Unter gewitter, das die Höhlen des Gesteins zerspaltet und es zer- welt, das im Berborgenen schimmert und den Tod bring Splittert. Dann schläft es, man vergißt es, Niemand spricht wie das Licht, das am Himmel emporblüht, das Leben e mehr von ihm und die Bergleute beruhigen sich und athmen schafft und erhält. wieder freier. Nicht dunkel? S' ist doch' ne Lampe da! Stoßt sie um, wenn die Euch genirt! Der Schlepper schauderte: Hudas böse Wetter? Barbe antwortete zunächst mit einem Ausruf der Ver achtung. Dann stand sie auf und sagte: Die Männer find Dummföpfe. Es giebt keine bösen Wetter in Nummer fünf. Ihr seid betrunken. Sie ging an den Schenktisch zurück. Die Stunde des Schichtwechsels nahte, die Nacht brach herein, und Pierre Malen ging zur Grube. Der Flöß ist groß und wird trefflich gelüftet; sie haben der auf " Ein düstres Wort, ein unfeliger Einfall war es gewefen, nichts mehr zu befürchten. Dann aber zündet eines Tages getaucht war. Das böse Wetter! Der Grubenarbeiter ve einer seine Pfeife an und zehn, zwanzig, fünfzig, barrte in seiner Unentschloffenheit, sein Auge blieb trübe, hundert, zweihundert Opfer verschwinden in einem einzigen und in der Betrunkenheit stammelten die Lippen abgebrochent urplöglichen Aufblizen. Das belgische Bolf liebt das Leben in den Gruben so, Walde lagerte es wie Trauer, und das Kreuz oben am Silben. Die Dunkelheit brach bereits herein; über dem wie das Bolt an der Rüfte bas Leben auf dem Meere. Wege, das auf dem Hügel stand, ähnelte unter dem dämm fann er schon deshalb keine der Anwesenden erklärt haben, jekt schweigen und der Mit- und Nachwelt das Urtheil über Gerichtshof hat denselben unter Annahme milder der Umweil er ja ausführte, daß es in Deutschland nie„ Anarchisten" laffen." -O stände zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt. Gewiß ein lehrreicher Beitrag zur Naturgeschichte der anarchistischen" 11 in dem Sinne einer politischen Partei gegeben hat. Was Das„ Leipziger Tageblatt" mag sich trösten. Seinem die zahlreiche Vertretung der" Opposition" betrifft, so re-„ Herkules" wird nichts geschehen, was er nicht sich selber zu- Dynamiterei. duzirt sie sich auf die 14 bis 17 Mann, die gegen das fügt. Er hat mit solchem Erfolg an die Verachtung und sozialdemokratische Bureau, und die 3 Mann, die gegen die das Mitleid seiner Gegner appellirt, daß ihm Immunität des Breßgesezes gewählte Kommission hat ihre Arbeiten Das franzöfifche Preßgefek. Die zur Verf Härfung Schlußresolution stimmten. Ob es ein unabhängiges"( Straffreiheit) sicher ist die Immunität der Unzu-die Immunität der Unzuoder ein abhängiges" Geschrei war, durch" das diese brei rechnungsfähigkeit. Den paar gläubigen Seelen, vollendet, und die Regierung bemüht sich nun, die Pille, Mann die Auflösung der Versammlung zu erwirken suchten, die das Versprechen des einstigen Hausmeiers, er werde icht welche die Rammer verschlucken soll, derselben möglichst undas wissen wir nicht. Als Kuriosum sei noch mitgetheilt, in den Reichstag gehen", ernst nehmen, ertheilt die„ Kölnische schuldig und begehrenswerth erscheinen zu lassen. Tas neue deß der Lügenbericht der Bourgeoispresse über die Rigdorfer Bolts- Zeitung" eine kleine Belehrung:„ Er hat nie kommen Geſetz, versichert sie, wird der Regierung keine neize Waffe Bersammlung aus dem Lager der sogenannten unab wollen, will nicht kommen, und kann nicht kommen". Das gegen ihre Gegner liefern, nur wird es die Gesellschaft" hängigen Sozialisten" stammt, und daß die nämlichen ist richtig. Wenn er im Reichstag das verlogene und etwas besser gegen ihre Feinde" bewaffnen." Als Hauptindustriösen Herren, die sich übrigens schon früher mit der- alberne Zeug anbringen wollte, womit er seine Burrah- veränderungen schlägt die Kommission folgende vor: Erstens, artigen Geschäftsplanen trugen, ein förmliches Korrespondenz- Kanaille" beim Glas Bier, Wein oder Schnaps zu entzücken bisher bestrafte das Gesetz die Aufforderung zum Word, zur bureau errichtet haben, welches der Bourgeoispresse mund- pflegte, dann würde er parlamentarisch gelyncht werden. Plünderung, zur Brandstiftung oder zu einem Terbrechen gerechte Lügen und Schimpfereien über die Sozialdemokratie Ja mehr als gelyncht. Sein Loos wäre natürlich immer gegen die Sicherheit des Staats, auch wenn der Aufforderung Liefert. Die Radikalen spielen und für reaktionäres parlamentarisch das Schicksal des Marsyas, der sich die nicht Folge geleistet wurde; jetzt soll gleichfalls die AufBourgeoisgeld" Roth auf die Sozialdemokratie werfen Saut bei lebendigem Leib mußte abziehen lassen was forderung zum Diebstahl oder zu Dynamitattentatzen bestraft werden. Zweitens sollen die Strafen, welche auf der Aufein nettes Metier! Da ist die Prostitution der Straße noch sicherlich kein Vergnügen. tausendmal anständiger. reizung des Militärs zu Ungehorsam und Aufruhr standen, Noch einmal das Przibramer Grubenunglück. Unser verschärft werden. Drittens, bisher war es nicht erlaubt, die Auch Du mein Sohn! wird der nun wieder zur Ruhe Wiener Bruderblatt, die Arbeiter Zeitung", schreibt wegen politischer Preßvergehen Angeklagten vor ihrer Vergebettete„ widerspenstige Todte" gedacht haben, als ihm auch von zu dem Prozeß: Man hat also wirklich Schuldige" für urtheilung zu verhaften und ihre Schriften zu beschlagrahmen; ben Neuesten Nachrichten", die ihn in München Die entsegliche Brzibramer Ratastrophe fonstruirt. Es soll das soll jetzt aufhören, wenn es sich um direkte Aufforderung als Ortus- Held herumführten und seinen dortigen„ Triumph- fichergestellt" worden sein: Seriz habe einen glimmenden zu Diebstahl, Word, Brandstiftung, Plünderurig oder zug" leiteten, der obligate Eselstritt versetzt ward. Der Dochtreft durch unvorsichtiges Hantiren in den Fülltrichter Dynamit- Attentate handelt. Ueber einen Punkt hat man Olle hat ja nichts mehr to seggen" und wird auch nie mehr des Kellerraumes des 29. Horizonts im Marien- Schachte sich noch nicht einigen können, nämlich ob die Werbrechen wat to feggen" haben das ist der sauberen Gesellschaft, hinabgeworfen. Havelka hat dies gesehen, beide Genannte gegen die Sicherheit des Staates in dieselbe Kategorie wie die bis zuletzt auf die Wiederkehr der wunderschönen haben den Dochtreft in der Tiefe eine Weile glimmen ge- Die letztgenannten Verbrechen fallen sollen. Kommission und Schienenfälscher-, Spigel- und Reptil- Nera gehofft hatte, sehen, dann wurde es dunkel. Kurz nachdem die Angeklagten Regierung schlagen vor, zwischen Verbrechen gegen die nun endlich klar geworden. Mit einem Leichnam fann man den Füllort verlassen hatten, soll das Feuer in diesem äußere und solchen gegen die innere Giderheit des fich nicht nur nicht verbünden, es sind überhaupt keine Ge- Füllorte ausgebrochen sein. Kriz und Havelta haben es Staates zu unterscheiden. Für letztere sollen die alten Be schäfte mit ihm zu machen; und auch der Mohr hat unterlassen, die Anzeige zu erstatten, daß ein glimmender ftimmungen in Kraft bleiben, während bei Verbrechen gegen feine Schuldigkeit gethan. Und bald wird sich erfüllen, Dochtreft in den erwähnten Kellerraum hinabgefallen fei. Die äußere Staatssicherheit sofortige Verhaftung und Schriftenwas wir vor zwanzig Jahren gesagt: die Zeit wird Kadlec und Noffek wollen überhaupt von der beschlagnahme der Regierung gestattet sein soll. tommen, wo die Bourgeoisie ihren nutzlos und läftig Dochtgeschichte nichts wissen. Endlich haben das Schicksal des Gesetzentwurfs in der Kammer sein wird, gewordenen Gößen verachtungsvoll bei Seite wirft und wo die Angeklagten dem Untersuchungsrichter die wich- läßt sich schwer voraussagen; wahrscheinlich werd en noch wir genöthigt sein werden, ihn gegen die Beschimpfungen tigsten Theile des Sachverhalts verschwiegen. Das einige im Dienst der Regierung stehende Ehrenn tänner" feiner ehemaligen Unbeter zu vertheidigen, die in ihm das Landgericht verurtheilte sämmtliche vier Angeklagte. etwas zu arbeiten haben, um auf die Kammer den röthigen Produkt ihrer eigenen Erbärmlichkeit verleugnen und mit Die Schuldigen find also da, und in angemessener" Weise Druck von Außen" auszuüben. Füßen treten. Daß dieser rohe preußische Junter sich ein bestraft worden. Sie verschulden die Größe dieser Kata- Die englischen Parlamentswahlen werden, wie bilden konnte, der Träger moderner Ideen, der Schöpfer des strophe, deshalb harte Bestrafung. Klar ist es zu Tage geartet Deutschlands.Welches neuen Deutschlands zu sein, wer ist daran schuld, wer kommen, daß nicht die schlechten, dem Fortschritte der Neu- wir schon gestern andeuteten, in keinem Fall eine große anders als das feige Bedientenpad, das ihm zum Halbgott zeit hohnsprechenden Einrichtungen des Bergwerks schulb Majorität ergeben. Thatsächlich erweisen sich die zwei machte? Und wer anders als dieses feige Bedientenpack hat find an dem Umfang der Katastrophe. Die Bergdirektion lämpfenden Barteien oder Parteitheile an Zahl und Einalle die schlechten und häßlichen Eigenschaften, die er jetzt, hat ihre Schuldigkeit gethan, sie wird angemessen belohnt fluß so ziemlich gleich, und hieraus ergiebt sich eine für Jedem fichtbar, zur Schau trägt, in ihn groß gezogen und werden für ihre Thätigkeit zur Zeit der Katastrophe. Go Die Arbeiter sehr günstige Lage. Daß die Gladstoneaner als Tugenden gefeiert? Der Göße ist das Geschöpf seiner will es die Gerechtigkeit. Im Uebrigen wird alles beim Fortschritte gemacht haben, verdanken sie einzig den WirAnbeter und ihrer werth. Wie der Herr, so der Knecht, Alten bleiben. Dieselbe schwerfällige Signaleinrichtung, fung ihrer in legter Stunde gegebenen Versprechungen be und wie der Knecht so der Herr! denn Telephon oder Telegraph einzurichten, ist unmöglich, züglich des Achtſtundentages. Und jede Partei, welche sich es würden ja die Bestandtheile gestohlen werden. Auch an am Ruder behaupten will, muß den Arbeitern entgegenkommen. Man wird sich erinnern, daß die BehnDie Norddeutsche Allgemeine Zeitung" nennt in den Beförderungsmaschinen werden keine Aenderungen voreiner, unsere neuliche Bemerkung über Staatssozialismus genommen, denn es müßte zu viel Geld aufgewendet werden, ſtunden bill vor 50 Jahren das Produkt des Wettbesprechenden Notiz den Vorwärts" das offizielle Drgan wenn einschneidende Neueinrichtungen durchgeführt würden. streites zwischen Liberalen und Konservativen war. Jetzt des Parteivorstandes". Wenn Herr Pindter lesen kann, wenn wieder einmal nach längerer Zeit eine Katastrophe sind die Verhältnisse ähnlich, und wenn die englischen dann betrachte er sich den Titel unseres Blattes, da steht eintreten wird, dann wird man schon rechtzeitig wieder Arbeiter die Situation, welche sie beherrschen, mit dem zu mit deutlichen Lettern: Borwärts, Berliner Boltsblatt, Schuldiger" habhaft werben. Und die Gerechtigkeit allen Zeiten von ihnen bewiesenen Geschick ausnutzen, so Zentral- Drgan ber sozialdemokratischen wird abermals ihres Amtes walten." erkämpfen sie sich diesmal die Achtstundenbill Weihwaffer- Bomben. Wenn man den anarchistischen Ein füßer Schwäher. Zu den bösartigften Des Der Bismarck- Ning. Wie ein Schwarm Spaßen, in Wauwau dazu braucht, um den unaufgeklärten Vollsmaffen magogen im Lande der Yankees gehört ein gewiffer die ein Schrotschuß gefallen ist, flattert das Radauvolt, das vor den Sozialdemokraten Grauen einzuflößen, so last ch Andrew Carnegie, vielfacher Dollarmillionär, Bebei dem Bronunciamento des" Altkanzlers" den lärmenden das der Bourgeois behaglich schmunzelnd gefallen. Boll figer bedeutender Eisenwerke in Pennsylvanien, Schön- und Chor bildete. Daß der Heros" so fräftig beim Kragen fittlicher Entrüstung aber erhebt er sich, sobald man daffelbe Stumpredner und Held der Feder. Bor etlichen Jahren sepackt ward, hat diesen Schreipuppen einen unbeschreib- Manöver ihm selbst gegenüber in Anwendung bringt. Letzteres hat dieser Nuznießer und Sykophant des Kapitalismus ein Noten Caprivi's, die der" Reichs- Anzeiger", veröffentlicht) Tours, sondern, wie jest gerichtlich festgestellt worden ist, verhimmelnder Lobgesang auf den dort bereits vollendeten Ti stöbut das„ Leipz. Tageblatt", das sich von allen national auch in Gaulchery( isne) vorgekommen, beide Male Sieg der Demokratie, auf die holde Eintracht zwischen Kaliberalen Blättern bisher noch am tapfersten gehalten von klerikaler Geite. Um die Republikaner in Beruf vital und Arbeit, von Anfang bis zu Ende ein tendenziöses " bon diesen Aftenstücken und ihrer Veröffentlichung bis zur zu bringen und so das Seelenheil der Gemeinde zu retten, Wachwert war. Unsere Leser sind von den Zusammenstößen Unstrengung einer Klage wegen Landesverra th's mußten einige Dynamit- Attentate erfolgen. Gine Kartusche der ausständigen Eiſenarbeiter in Homestead bei Pittsburg ist nur ein Schritt. Wird auch dieser Schritt noch unter- plaste am 28. April, also dicht vor den Wahlen, in den Genüge unterrichtet. Der Haupteigenthümer jener Werke vor in ben mit dem Lumpengefindel des Pinkerton- Spizel- Bureaus zur nommen werden? Wer mag es sagen in diesem Straßen von Saulchery, und am anderen Tage fand man Augenblide der Bestürzung? Nur das Gine sieht eine andere mit halbverkohltem Docht an der Mauer bes nun, in denen der Streit ausgebrochen ist, der Hauptheter, der man mit erschreckender Klarheit: daß dem Fürsten Bismarck Rathhauses. Bu gleicher Zeit erhielt der Maire von die Mente der Geheimpolizisten gegen die Arbeiter losgegenüber eine Stoß- ins Herz- Lattik befolgt Saulchery, der Borsitzende des antiklerikalen Gemeinderathes, gelaffen hat, gegen die Arbeiter, die keine Lust haben, sich werden soll, die ihn im Inlande und im Auslande als einen Brief mit Todesdrohungen, unterzeichnet: Anarchie". Abzüge von ihrem Lohn gefallen zu lassen, weil infoge der Produktionsanarchie die Stahl- und Eisenpreise sinken, ist Frevler an seinem eigenen Werke erscheinen läßt. Ob der Der Verdacht fiel sofort auf die frommen Brüder im Herrn kein Anderer als der edle, der volksfreundliche, der redselige, Fürst auf diesen Stoß antworten wird, läßt sich bei seiner und richtig, der Kirchendiener und Glöckner, Paul Natur nicht absehen. Nach unserer Weinung dürfte er Benoble, ist geständig, die Attentate verübt zu aber vom deutschen Liberalismus seiner Beit in den Himmel ge Von der Cholera. Die Cholera ist bereits in Frankhobene und in unser geliebtes Deutsch" übertragene Andrew Carnegie. Sowohl im Senat wie im Repräsenrigen Himmel mitten zwischen den entlaubten Bäumen Nun löschte er seine Lampe aus. Barfuß und lautlos tantenhaus zu Washington sind am 6. Juli Anträge zur einem verfalften Gerippe, das die Sonne gedörrt hatte. bückte er sich, erschauernd, um einzubringen in den Quer: Einsegung eines Ausschusses zur Untersuchung der Unruhen Malen sette seinen Weg fort, unverständliche Redens gang. Bor ihm befand sich Ghilaine ganz in seiner Nähe; in Homestead gestellt worden. arten vor sich hinmurmelnd, die zuweilen jenes schreckliche sie bückte sich über einen Haufen Kohlen, um sie mit einer Wort unterbrach, und dem alsdann Augenblicke des schweren Schaufel, die sie in den Händen hielt, in einen Echweigens folgten. Er näherte sich dem Hügel. Die große Tragkorb zu laden, der an dem Gestein lehnte. Ihre Brust reich, und es heißt für uns auf der Hut sein. Am 8. Juli blecherne Kaffeekanne, die er bei sich trug, schaukelte in seiner hob sich unter kurzen Klagelanten. Sie war faun bekleidet, ereigneten sich 4 Cholera- Todesfälle in Courbevoie, 1 in Hand hin und her und stieß bei jedem Schritt lärmend an und gebadet im zauberischen Halbdunkel der Grube, machte Clichy, 1 in Butaue, 2 in Asnières, 5 in Saint- Quen. fein Bein. Da sah er in geringer Entfernung eine Gestalt, ihr nackter, weißer Körper einen fiunberückenden Gindruck. Seitens gesundheitspolizeilichen Komitees wurden je zwei Aerzte mit zwei Polizeikommissären mit der Beaufsichtigung die am Fuße des Kreuzes kniete, sich erheben und über den Die Lampe der Schlepperin stand auf der Erde mitten der infizirten Orte beauftragt. Die russische RegieGipfelpunkt des Weges verschwinden. auf dem Wege, und Malen betrachtete feuchend bald das rung versendet einen amtlichen, also künstlich zurecht geEs war eine Schlepperin, die ihr Gebet verrichtete, ehe Mädchen, bald die Lampe. Die Trunkenheit, die er aus dem machten und vertuschenden Bericht, in dem es heißt: In fie zur Grube ging, und Malen hatte trotz der herein Wirthshaus mitgebracht, war fort. Es befeelte ihn nur noch der Stasan starb, wahrscheinlich an der asiatischen Cholera," ein brechenden Dunkelheit das arme Mädchen erkannt, das die Rausch bald furchtsamer, bald tolldreister Begierde, und Kondukteur der Pferde Eisenbahn; andere Krankheitsfälle Schenkwirthin Ghilaine, das reine Nichts, genannt hatte. Dennoch bändigte ihn noch die Furcht, und die Angst ließ sind daselbst nicht vorgekommen. Alle Vorsichtsmaßregeln Die Ueberraschung hemmte seine Schritte, dann aber lief er ihn erbleichen. wieder schnell, als ob er plöglich wieder dem Aufflackern find getroffen. In Ssaratow sind an demselben Tage 5 PerWarum erhellte die kleine Lampe die Grube? Wenn fonen neuerdings erkrankt, 3 genesen und 11 gestorben; es wilden Begehrens folgen müßte, daß in seinen fieber- fie verlöscht, wird er Muth haben. Oh, wenn es dunkel bleiben mithin noch 40 Krauke. In Simbirst giebt es teine haften Vorstellungen auftauchte. Wege wird! Hier, tief unter der Erde wird ihn nichts verrathen. Cholerakranken. In Astrachan waren am 25. in den Spis er dann dicht vor fich den schwarzen Kein Mensch sieht ihn mehr, er wird frei, er wird Herr tälern 38 und auf der Rhede 74 Kranke. In Baku find Schatten der Schlepperin wieder gesehen, um ihn bei einer und Meister sein. Und neben der ruhig arbeitenden Ghi am 24. Juni in den Spitälern 37 Kranke neu aufgenommen Biegung des Weges wieder aus den Augen zu verlieren. Laine flackerte die kleine Lampe mitten im Wege, eine worden. Genesen find 6 und gestorben 18 Personen. Der In größter Eile fie verfolgend, war er am Schacht an- stumme Hüterin am Eingang der engen Kohlenader. Krankenstand beziffert sich mithin noch auf 179. Außer gekommen und hinabgefahren, und als er unten war und Blöglich sprang Malen auf und stieß mit einem Fuß- halb der Spitäler starben 94. Jn Tiflis starben in dem sich die Rohlenarbeiter vertheilten und in den dunklen tritt die Lampe in den offenen Stollen. Cholera- Hospital 2 Personen; es verbleiben daselbst noch Stollen verschwanden, heftete sich sein Auge auf einen Das war schrecklich! Es ward finstere Nacht im Gange. sieben. Einzelne Fälle sind auch in anderen Städten des Das Mädchen fühlte sich am Arme ergriffen und eine Hand to Bhilaine auf dem Wege nach, den sie eingeschlagen ihre nackten Glieder berühren. Sie schrie laut auf und stieß mühsam die Worte hervor: Wer seid Ihr? hatte hatte. Unten am Feuchte, drückende, einschläfernde, aller Willenskraft beraubende Nebel hüllten Malen ein. Er athmete schwer, auf sein Geficht ergoß sich ein Hauch des Sommers, seine| Lippen glühten, als ob es in diesen Tiefen Ausdünstungen ber Wollust gäbe, Schwärme fliegender Küsse, Ueberreste Die Stimme des Mannes antwortete nur leise: Ghilaine! Kaukasus vorgekommen. In Petersburg find für eine strenge Anwendung der Sanitätsvorschriften in jedem der 38 Polizeibezirke besondere Kommissionen aus wenigftens 2 Sanitätsfuratoren, einem Arzt und einem Polizeibeamten bestehend, unter der Oberleitung eines speziellen Sanitätsamts gebildet. Für die Sanitätsmaßregeln sind von dem Munizipalrath Sie fuhr fort sich nach Leibeskräften zu sträuben und 200 000 Rubel angewiesen worden." Wer seid Jhr? von Joyllen, die zur Zeit der Höhlenmenschen von Sints fragte von neuem angftvoll fluthen unterbrochen wurden. Trunken von der brennend heißen Luft, rings umgeben von Finsterniß, Dann auf einmal sprach die Schlepperin nichts mehr. niedrigen Gang entlang gehend, sah er auf einmal im Man hörte das Geräusch eines fallenden Körpers, das blauen Lichtkreise einer Lampe ein mattes Schattenbild sich Brasseln von Kohlen und das Keuchen zweier Menschen. bewegen. ( Fortsetzung folgt.) Briefkaffen der Expedition. Wir bitten den Kassirer des Verbandes der Bürstenmacher, Filiale Berlin, gelegentlich um feinen Besuch. Für den Inhalt der Inserate überJeden Sonntag: Neue Welt. Bergfloß- Brauerei, Safenhaide. Ball. Brillant- Feuerwerk der Byrotechniker Herren nimmt die Redaktion dem Publikum Bon 4 Uhr Konzert.- Spezialitäten. gegenüber keinerlei Verantwortung. Nachm. ab: Theater. Sonntag, den 10. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Boccaccio. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater. Die Kellnerinnen von Berlin. Das Sonntagskind von Berlin. Montag: Diefelbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Gefährliche Mädchen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Ein alter Hallodri Montag: Dieselbe Vorstellung. Kroll's Theater. Fra Diavolo. Montag: Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Puppentheater, Kaffeeküche, Rutschbahnen, Volksbelustigungen. Leichnitz und Bau. Liebesabenteuer im Garten, große Pantomime. Entree 25 Pf., im Vorverkauf 20 Pf. Mittwoch Kinderfest. Donnerstag, zum 1. Male wiederholt: Ein Nachtfest in Japan. Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide, Bergmann- StraßenEcke. Hente, Sonntag, den 10. Juli 1892: Sozialdemokratischer Wahlverein für den IV. Berliner Reichstags- Wahlkreis. General- Versammlung am Dienstag, den 12. Juli ds. Js., Abends 8 Uhr, in der Urania", Wrangel Strasse No. 10-11. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Blaschko. 2, Diskussion. 3. Raffens bericht. 4. Rechenschaftsbericht. 5. Wahl des Vorstandes. 6. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. 887/20 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Großes Garten- Konzert. Im großen Saale: für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Marionetten- Theater. Volksbeluftigungen. Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., vorher 10 Pf. A. Frölich. Mittwoch, 13. Juli cr.: Letztes großes Kinderfest und Gratis- Verloosung. Schloss Weissensee. Zum Sternecker. Heute: Volks- Sonntag. Entree: An der Kaffe 30 Pfennig, vorher 25 Pfennig. Auftreten Chevalier 0. Blondin, 500 Fuß 1. Thurmſeil. des Dienstag, den 12. Juli, Abends 8 Uhr, in ,, Schneider's Salon", Belforter Straße Nr. 15: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Borchardt über: Wesen und Entstehung des Kapitals". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. 5. Fragetaften. Gäste haben Zutritt. 424/7 Der Vorstand. Berl. Sommer- Theater Gr. Land-, Wasser- und Front- Feuerwerk Zweiter Reichstags- Wahlkreis. ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg). Sonntag, den 10. Juli: Posse, Vaudeville. Ballet, der Herren Zeidler und Bock. 2718L Gr. Militär- Konzert. See- Theater. Volks- Ball. Volksbelnstigungen. Illumination. Wasser- Velociped- Corso. Auf dem Pariser Tanzplatz im Trianon: Konzert u. Ballmusik der 1. ungar. National- Kapelle Horvath Emil. Montag, den 11. Juli: Großes Sommerfest des Bezirks- Verein Alt- Cölln". 2. Teil: Ein moderner Rasir- Montag, den 11. Juli: Großes Sommerfest des Bezirks- Verein„ Alt- Cölln". 1. Thsil: Specialitäten 1. Ranges. Salon, Posse mit Gesang in An der 1 Akt von A. L'Arronge. Inscenirt Verbindungsvoon Paul Pauli.. 3. Theil: Geschwister Neumann, und Schwächer. Gebr. Schwarz. Miss Elvira. Bahn. Treptow. Köpenicker Landstraße. ff. Lagerbier 0,42it. 15 Pf. Münchener 0,4 Lit. 20 Pf. 6 Kegelbahnen. W. Jacob. Jeden Sonntag u. Donnerstag Nachmittag: Frei- Concert. Das von der sozialdemokratischen Partei arrangirte grosse Sommerfest, welches am Sonntag, den 3. Juli, in der Schloßbrauerei Schöneberg abgehalten werden sollte, jedoch verboten wurde, findet nunmehr bestimmt am Sonnabend, d. 20. August in d. Gesammt- Lokalitäten der Brauerei„ Tivoli" Fischer u. Blum, gen. Schwach Ausschank der Berliner Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. am Kreuzberg statt. Das Programm bleibt daffelbe und behalten die bereits ausgegebenen Billets ihre Giftigkeit. Die Gesangvereine, welche bereits ihre gütige Mitwirkung zugesagt haben, bitte hiervon gefälligst Notiz zu nehmen. Die Genossen namentlich des zweiten Wahlkreises werden um recht regen Billetvertrieb gebeten, um das Fest nun erst recht zu Für gediegene Arrangements ist bestens Sorge getragen. Alles Nähere später durch Inserate. 451/6: Der Vertrauensmann. Zum Schluss: Gold und Silber. Grosses Ballet- Divertissement. Prima Ballerina: Marie Ala. 6 Solo- Tänzerinnen, Corps de Ballet 20 Damen. Anfang: des Konzerts 51/2 Uhr, der Vorstellung 612 Uhr. Täglich: Grosse Vorstellung. Restaurant Karpfenteich. bem zu machen, was es sein soll, ein Bolksfest im wahren Sinne des Wortes. Jeden Sonntag: Tanz. Treptow Restaurant Karpfenteich. Kaffeeküche täglich geöffnet. An den Wochentagen für Vereine, Hochzeitgesellschaften 2c. jederzeit zur Verfügung. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Otto. Kümpel's Restaurant zum Passage- Treptow. ,, Park- Schloss" Panopticum. Neu! Grösster Garten. 10 Regelbahnen. Blaue Grotte ontert. NB. Der neuerbaute Saal, 1000 Personen fassend, ist zu Festmit Wasser, Rähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminal geschichte in fiebe lebennsgroßen Gruppen. beluftigungen aller Art. Jeden Sonntag: lichkeiten 2c. von Mitte Juni ab an Vereira und Gesellschaften zu vergeben. ParkJeden Sonntag: Tanz. Treptow. strasse. Kaffeeküche. Kegelbahnen. Bade's Volksgarten. Vorzügliches Weiß- u. Saiviſ Parkstrasse, 2023L Grosses Sommerfest, arrangirt von den Parteigenoffen des 3. Berl. Reichstags- Wahlkreises am Sonnabend, den 16. Juli, in der ,, Neuen Welt", Hafenhaide Nr. 108. Großes Garten- Konzert. Eoke Köpnicker Landstrasse. Treptow. Ecke Köpnicker Landstrasse. Bal champêtre. Castan's Appelt's Restaurant„ Feldschlösschen". Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Jeden Sonntag Tanz. Frei- Konzert. Kegelbahnen. Kaffeeküche. Treptow. B. Zornow's Restaurant, Neue Krug- Allee. Charlottenburg, Brauerei Gambrinus Kegelbahnen, Kaffeeküche, Tanz- Salon.[ 2412L Wallstr. 46, Bismarcktr. 22. Grösstes Konzert- Etablissement, Garten und Säle für 2000 Personen. Täglich: Gr. Konzert, Theater Glettrische Beleuchtung. Familien können Kaffee kochen. 2 Riesen- Kegelbahnen. und Spezialitäten. Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Anfang 4 Uhr. 2289L Altes Schützenhaus, Linienstr. 5, neu renovirt) empfiehlt sich den werthen Vereinen zu allen Festlichkeiten, sowie ( Versammlungen. ACTIEN- BRAULI FRIEDRICHSHAIN Aktien819 b Brauerei Friedrichshain am Königsthor. Heute, Sonntag: Grosses Instrumentalu. Konzert Vereinen bestens empfohlen, auch Sonntags. Adalbertstraße 8. 681b 2512 L Adalbertstraße 8. Restaurant, Garten und Kegelbahn empfiehlt Freunden, und Bekannten Dienstag und Donnerstag: Frei- Konzert. Chr. Sauermann. 2 Kegelbahnen sind noch an Klubs zu vergeben. Gute Küche 2c. 2c. Grosses Feuerwerk. Auftreten sämmtl. Spezialitäten, Kinderbelustigungen etc. Anfang 4 Uhr. E Entree 25 Pfennig. Billets in allen mit Plakaten versehenen Handlungen. Hierzu ladet freundlichst ein Das Komitee. Deffentliche Versammlung der Töpfer Berlins und Umg. F am Donnerstag, den 14. Juli, Abends 6 Uhr, im Saale des Herrn Philipp, Rosenthalerstr. 88. Tagesordnung: 1. Ergänzungswahl des Zentral- Ausschusses. 2. Wie verhalten wir uns zu der Resolution, welche in der Gewerkschafts- Versammlung im Feen- Palast angenommen ist? 3. Gewerkschaftliches. 411/15 Im Interesse der Sache ersuche die Kollegen zahlreich zu erscheinen. Carl Thieme. Achtung, Charlottenburg. Fachberein der Tischler( Norden). Den Parteigenossen zur Nachricht, daß uns das Lokal von Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39, zu sozialdemokratischen Versammlungen nicht mehr zur Verfügung steht, weil der Wirth Herr Franke jetzt wieder das Militär hat. J. A.: A. Röttger, Wilmersdorferstr. 65. Freie Vereinigung Sommerfest der Bivil- Berufsmusiker. Anfang 4 Uhr.[ 2710L Eintritt 30 Pf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Jeden Freitag: Gr. Militär- Frei- Konzert. Parteigenossen empfehle mein schön eingerichtetes Lokal zum gefälligen Be such. Vereinszimmer als Zahlstelle für 40 Personen. Edmund Renter, 21818 Swinemünderftr. 45. # Dienstag, den 12. Juli, Vormittags 9%, Uhr: Außerordentl. General- Versammlung bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tages- Ordnung: " Versammlung am Dienstag, den 12. Juli, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Heren Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28. Tagesordnung: 1. 28ie stellen sich die Kollegen zur neuen Innungs Arbeitsordnung? Referent: Kollege Millarg. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes und Fragekasten. Kollegen, wir hoffen, daß Ihr den Vorwurf, bei den Tischlern Berlins sei alles Interesse an der Gewerkschaftsbewegung verschwunden, durch zahlreichen Besuch dieser Versammlung energisch zurückweist. Der Bevollmächtigte. 413/10 Arbeiter- Bildungsschule. Montag, den 11. Juli, Abends 8 Uhr, Rosenthalersr. 381 Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über: Entstehung und unter gang des Weltalls. Ref. Herr Cantorowicz. 2. Fragen. 3. Vers schiedenes. Gäste zahlen 10 Pf. Entree. Der für morgen angekündigte Vor trag über Bölterwanderung und das Nationalitäts- Prinzip" findet wegen Vers hinderung des Herrn Dr. Pinn erst nächsten Montag ftatt. Der Vorstand. 1. Unsere Geschäftskommission und Wie hat die Tette ihres Amtes 488/13 gewaltet? Allen Freunden und Parteigenossen 2. Antrag: Wahl eines Rendanten. empfehle mein Weiß und Bairisch- 3. Antrag: Wahl von Vereins- Dirigenten. Bier- Lokal. Vereinszimmer m. Pianino 4. Verschiedenes. zu vergeben. 26232 Frik Fröhlich, Naunynstr. 48. Ein Bereinszimmer mit Klavier 457/10 NB. Alle Diejenigen, welche unserer Geschäftskommission Arbeiter- Bildungsschule Achtung! Generalversammlung. Achtung! im Vierteljahr April- Juni Musikaufträge machten( besonders am Dienstag, den 12. Juli, Abends 1/29 Uhr, in Nieft's Salon, zu verg. b. Niederschuh, Fürbringerstr. 7. Begräbnißmusiken), und bei welchen die Herren der Gestraße 23. träge Weberstrasse 17. Tages Ordnung: Bericht des Vorstandes. Kassenbericht. An des Vorstandes. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung wird um pünktliches und zahlreiches Erscheinen gebeten. 488/14 Vereinszimmer( 50 Pers.) Simeon- schäftskommission( E. Riek und W. Schulz), ferner Herr 26048 G. Jahnke als Dirigenten fungirten, werden zu dieser Versammlung höflichst eingeladen, um wichtige Aufschlüsse Der Vorstand. E. j. verh. Mann bittet einen edlen Staare Kreuzschnabel 1 Mr., Zeisige, zu geben. 26032 heit u. Zinsen vom Selbstbart. 100 bis Gr. Vereinszimmer, feparat mit 30 Mart. Sicherheit: gute Wirthschaft. Meiſen 80 h, reet. 1, 3 Feft- Säle Menschenfreund um ein Darlehen von zur bevorstehenden Saison empfiehlt Ein verh. Genosse sucht gegen Sicher Nebenraum Abzahlung nach Uebereinkunft. Adr. u. gratis Weberstr. 17. B. Nieft, Weberstr. 17 150 m. Off. sub F, F. Exp. d.„ Vorw.". f. einige Tage, Gollnowfir. 40, G. Haß. H. R. Postamt Rathenowerstr. erbeten. 27072 Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Der Vorstand. 1,50, Finken, Wachteln, Lerchen, F. Schnelle, Staliger- Straße 132. Hierzu zw Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 159. mann ſielle. um der Sonntag, den 10. Juli 1892. 9. Jahrg. Die Vertrauensmänner der Berg Die„ Berichtigung" des Postamts 3 bestritt, daß einem Post- aus fremden" Bezirken. Zur Lage der Postbeamten. hilfeboten der Urlaub abgeschlagen worden sei, als er an das arbeiter in Du hielten eine gefchloffene Versammlung ab, um " In den Leipziger Postämtern Nr. 13 und 3", schrieb Sterbelager feiner Frau eilen wollte; der Urlaub sei dem Post- für die Berg- und Hüttenarbeiter Desterreichs Verbandsstatuten neulich die„ Leipziger Gerichts- Zeitung,"" besteht die Bestimmung, hilfsboten sofort, und ohne daß ihm daraus Kosten erwachsen auszuarbeiten. In der Versammlung erschien der Teplizer daß die Unterbeamten unter welchen Umständen auch immer wären, bewilligt worden; die Bewilligung von Urlaub an Beamte Bezirkskommissar Graf Wallis und als er alles in Ordnung ge= einen Urlaub nicht erhalten, wenn sie nicht und Unterbeamte erfolge nach denselben Bestimmungen wie bei funden, erklärte er, man habe im Bergarbeiter Fachblatt„ Na einen Erfagmann stellen. Selbst auf einige Stunden den übrigen Postämtern. zdar" die Versammlung angekündigt und deshalb müsse er sie nicht und auch nicht, wenn das dringendste Bedürfniß zu einer Hierzu wurde der Leipziger Gerichtszeitung" von ihrem als eine öffentliche erklären. Die Einberufer ihrerseits wiesen Beurlaubung vorliegt. In dieser Beziehung liegen uns folgende Gewährsmann sowohl mündlich wie in dem vorerwähnten Schrift nach, daß die Versammlung nur auf geladene Gäste beschränkt Borkommnisse als verbürgt vor: stück erklärt, daß dem betreffenden Beamten( Fall unter 4) der sei und daß allen gefeßlichen Anforderungen entsprochen wurde. Einem Briefträger war die 15jährige Tochter ge- erbetene Urlaub abgeschlagen worden ist und daß er im Dienst Graf Wallis beharrte aber darauf, daß die Versammlung eine storben. Der erbetene Urlaub auf zwei Stunden, Einem Briefträger war die 15jährige Tochter ge bleiben mußte, weil er feinen Ersatzmann so schnell erreichen öffentliche sei und erklärte, daß ihn das Gesetz gar nichts angehe Beerdigung beizuwohnen, wurde dem Vater nur unter der Be- tonnte, daß also seine Frau starb, ehe er nach Hause kam. und daß er zu befehlen habe. Trotz des Protestes der Einbingung bewilligt, daß er einen, von ihm zu bezahlenden Ersatz- siger Gerichts- Zeitung" Unzutreffendes berichtet habe." Wir Bolizeibeamten, daß ihn das Gesetz nichts angehe, rief unter den Nach Allem läßt sich schwerlich annehmen, daß die Leips berufer löfte er die Versammlung auf. Die Bemerkung des Ein Posthilfebote hatte Nachtdienst gehabt und wollte sich am glauben ihr. Eine Kritik an jene Vorkommnisse zu knüpfen, ist Bersammelten große Heiterkeit hervor, was den Hüter des Ge folgenden Tage trauen lassen. Der für Vormittag auf wenn je, so gewißlich hier überflüffig. Die Reichspoſt- Verwaltung feges veranlaßte, den Versammelten auch noch das Lachen zu eine Stunde und für Nachmittag auf zwei Stunden erbetene wird gut thun, an die Postämter generelle Anweisungen nach verbieten. Urlaub, um sich trauen zu lassen, resp. um wenigstens eine zwei- bei Familienereignissen, wie den in Rede stehenden, der Urlaub der Richtung hin ergehen zu lassen, daß den Beamten mindestens Gin dritter Fall bezieht sich insofern auf den kürzlich ver- anstandslos, und ohne daß dem Betreffenden Kosten daraus erDas schickt sich einfach für Poſt als Hilssbote angestellter Sohn um furzen Urlaub bat, um eine Reichsanstalt. Im Uebrigen können die Postbeamten der Beerdigung beiwohnen zu können. Es wurde ihm eben aus der Schilderung der Leipziger Gerichtszeitung" die Lehre falls abgeschlagen. ziehen, daß sie bei den Wahlen gar nichts Bernünftigeres thun Und der vierte Fall betrifft das Postamt 3, an dem eben- fönnen, als Sozialdemokraten zu wählen. Wenn die übrigen falls tein Urlaub gewährt wird. Hier waren einem Post- Hilfe- Barteien sich ihrer gehörig annehmen würden, wären Bortonim- am ersten Pfingstfeiertag im Lokal von Lieffert, Dafen= boten zwei Kinder gestorben und bald darauf lag auch nisse wie die geschilderten nicht möglich. die Frau auf dem Sterbebette. Als diese aber nach ihrem Manne sandte, und dieser einige Stunden Urlaub erbat, wurde ihm derselbe abgeschlagen. Als dann später der Mann nach Hause kam, war die Galtin todt! Der Schmerz des Mannes, seine Frau vor ihrem Hinscheiden nicht mehr sprechen zu können, läßt sich denken." Tautete: Parteinachrichten. Lokales. Wie uns Genosse Feist mittheilt, wurde derfelbe, als er haide und Jahnstraßen Ede, sozialistische Schriften zum Verkauf anbot, nicht nur von dem betreffenden Wirth in höchst ungeziemender Weise aus dem Lokal verwiesen, sondern wegen Belästigung der Gäste" beim nächsten Schuhmannsposten denunzirt und infolge dessen in eine Strafe von 3 M. genommen. Aehnlich erging es demselben Genossen in der Destillation von Wendt, Prinzenstraße, Ecke Morigplatz an der Stallschreiberstraße. Der größte Theil der anwesenden Gäste verließ nach der Ausweisung des Genossen das Lokal. " Ju den konservativen Zeitungen liest man feit einigen Tagen einen Aufruf des Vorstandes des Augufta- Viktoria- Stifts zur Beisteuerung von Geldspenden behufs Gründung eines Feierabendheims" an einem romantisch gelegenen Punkte des In Flein( Württemberg) wurde ein sozialdemokratischer Havelberger Dom- Plateaus. hatte das Blatt Arbeiterverein gegründet. Mit der Veröffentlichung des Vorstehenden hatte die Leipz. Neuer Sieg. Bei den Gemeinderathswahlen in Klein Gerichtszeitung" über 14 Tage gewartet, weil sie erst von dem Anheim( Hessen) wurden die Kandidaten des Arbeiter- Wahldeshalb befragten Poftamt Antwort darüber haben wollte, ob vereins gewählt. Die streng ultramontanen Kandidaten brachten jene Angaben auf Wahrheit beruhten. Da die Antwort aber es auf nur 30-40 Stimmen, während die Kandidaten unserer " Für Ihre Mittheilung vom 18. d. M. danke ich Partei 92-157 Stimmen erhielten." Ihnen verbindlichst. Sie gestatten mir wohl, daß ich von der felben in der mir geeignet erscheinenden Weife Gebrauch mache. Kaiserl. Postamt 13. Hänel, Postdirektor" Herr Pastor Mohr fordert von deutschgesinnten evangelischen feine Veranlassung mehr, mit der Veröffentlichung zu zögern. Männern nur noch einige 30 000 M. Dann soll das Liebeswerk Auf Grund des Breßgesetzes verlangte darauf der PostPolizeiliches, Gerichtliches 2c. beginnen. direktor Hänel die Aufnahme einer Berichtigung", worin die oben -Eine Haussuchung nach anarchistischen Schriften ist, wie Es ist gewiß ein sehr löbliches Beginnen von dem Herrn erwähnten Mittheilungen sämmtlich als unwahr bezeichnet das Hallesche Boltsblatt" mittheilt, in alle bei etwa einem Pastor, daß er seine freie Beit mit folch schönen Projekten aus wurden. Seitens des Postamts 3 ging dann ebenfalls eine Be- Dutzend politisch bekannter Persönlichkeiten, größtentheils„ Unabfüllt, und ganz gewiß bleibt im heutigen Staat in Bezug auf richtigung ein. Die„ Leipz. Gerichtsztg." druckte die Berichtigung ab, hängigen", jedoch auch einigen unserer Parteigenossen, vorgenommen Fürsorge für unversorgte Wittwen und Töchter noch so gut wie da der betr. Redakteur, welcher die Mittheilungen veröffentlicht hatte, worden. Beschlagnahmt hat die Polizei bei einigen Personen Alles zu thun. abwesend war und man deshalb nicht wußte, ob er nicht doch einzelne Exemplare anarchistischer Schriften, namentlich der Lon- Diese Thatsache aber ist eine Anklage gegen die heutige Ges vielleicht mystifizirt worden war. Darauf fandte der Postbeamte, doner Autonomie". Beim Genossen Albrecht konfiszirte man sellschaft, wie sie wuchtiger gar nicht gedacht werden kann; und welcher dem Redakteur die Mittheilungen gemacht hatte, der auch eine Broschüre, welche den Achtstundentag behandelt. da sollte der Herr Pastor doch, wenn er den Klingelbeutel für sein Leipziger Gerichts- Zeitung" eine Erklärung folgenden Inhalts ein: Freigesprochen wurde in Stendal der Genosse Feierabend- Heim" im Lande umgehen läßt, die Sozialdemokratie Görges, welcher die Polizeibehörde beleidigt haben sollte. aus dem Spiele lassen, welche an dem Elend der Wittwen und Der Redaktion der Leipziger Gerichts- Zeitung" bestätige Desterreichische Polizeiwirthschaft. Das Waisen so unschuldig ist, wie ein neugeborenes Kind. Es ist ich hiermit, daß ich in Gemeinschaft mit dem Stadtpostboten..... Wiener Reichsgericht hat am 4. Juli auf die Beschwerde der aus einfach kindisch, wenn der Pastor seine Reklame mit den Worten den 18. Mai d. J. mündlich Herrn Chefredakteur Werner die- der Bezirkshauptmannschaft Bruck a. d. M. ausgewiesenen Grazer beginnt: jenigen Angaben gemacht habe, welche in dem, in der Nr. 45 der Genossen Krainer und Kohlhofer entschieden, daß durch Hoch gehen in unserer Zeit die Wogen des Umsturzes! genannten Beitung unter der Spizmarke:" Ist das nicht doch diese auch von der Grazer Statthalterei bestätigte Ausweisung Thut man sich einerseits zusammen, um die Fundamente von etwas zu hart?" veröffentlichten Artikel enthalten sind. Und so eine Verlegung des staatsgrundsätzlich gewährleisteten Rechtes der Thron und Altar zu untergraben, und die bestehende Staats- und wie ich jene Angaben am 18. Mai unter der Versicherung ihrer persönlichen Freizügigkeit stattgefunden hat. In derselben Sigung Gesellschaftsordnung zu Falle zu bringen, so hat doch andererseits vollen Wahrheit gemacht habe, so erkläre ich auch heute unter wurde der gleichartigen Beschwerde eines aus der Pilsener die selbstverleugnende Liebe die Pflicht, durch Werke des Lichts eidesstattlicher Versicherung, daß es wahr ist Bezirkshauptmannschaft ausgewiesenen Bergmanns stattgegeben. Den finsteren Geist der Tiefe und Selbstsucht zu überwinden." 1. daß seitens des Vorstehers des Posiamts 13 dem Brief- In drei Fällen ist demnach den Polizeibehörden gesetzwidriges Nun möchten wir den Herrn Pastor fragen, was der träger Busch, der behuss Beerdigung seiner 15jährigen Tochter Vorgehen durch den höchsten Gerichtshof in Desterreich nach- finstere Geist der Tiefe damit zu schaffen hat, daß 25 pt. groei Stunden Urlanb begehrte, dieser Urlaub mir unter der Be- gewiesen. Natürlich wird das die österreichische Polizei nicht aller heirathsfähigen Töchter des Landes unverheirathet bleiben und bingung gewährt worden ist, einen Ersatzmann zu stellen; abhalten, nach wie vor die Arbeiter im Interesse des Kapitals daß, wie er sagt, 5 Millionen Wittiven, geschiedene Ehefrauen 2c. nicht der um Urlaub bat, um an der Beerdigung seines verstorbenen| 2. daß desgleichen dem Posthilfsboteu Heidler geschehen ist, zu vergewaltigen. Das bringt der Rechtsstaat" so mit sich. im Stande sind, sich zu ernähren? Uns däucht, an all dem Vaters, des Briefträgers Heidler, theilzunehmen; - Desterreichische Polizeichitanen. Die Be- Jammer und Elend hat die Weltauffassung der staatserhaltenden zirkshauptmannschaft Hising verbot das Halten von czechischen christlichen"( und unsertwegen auch der jüdischen) Voltskreise 3. daß auch en Posthilfeboten Heckmann der für 2 Nach- Vorträgen in Versammlungen und Vereinen unter dem Vorwande, ganz allein Schuld, nicht der Geist der Tiefe." Uebermittagsstunden erbetene Urlaub verweigert worden ist, die der sie habe keinen der czechischen Sprache mächtigen Beamten zur haupt keine Geister aus der vierten Dimension, sondern reale selbe benutzen wollte, um sich trauen zu lassen, und Verfügung, der in diesen Versammlungen die Aufsicht führen Menschen, Menschen, die von der Lehre der Pfaffen und der 4. daß seitens des Vorstehers des Postamt 3 dem Posthilfe- tönne. Dabei wohnen in Hizing und Umgebung tausende von Weltauffassung der heutigen Gesellschaft start angetränkelt find. boten Rittler verweigert worten ist, nach Hause zu gehen, um an Czechen, die nun durch jene Polizeichikane um ihr Versammlungs- Im Uebrigen ist das Feierabendprojekt" des Herrn Pfarrer das Sterbebett seiner nach ihm verlangenden Frau treten zu recht geprellt sind. Das Landespräsidium von Krain erklärte Rohr genau so tonfus gedacht, wie seine Bettelreklamen verfaßt auf eine wegen eines Ver- find. Wenn er z. B. von der Ansicht ausgeht, daß ein Mädchen, hilfsbote nach der Dienstbeendigung nach Hause gekommen war. fammlungsverbotes eingereichte Beschwerde, man betrachte die- bas von Haus aus nichts hat, bei den heutigen Löhnen bis zu ihrem Dem Genannten waren kurz vorher 2 Kinder gestorben. selbe als gegenstandslos, weil sie erst nach dem für jene Ver- 50. Lebensjahre die Pflichten, welche das vierte Gebot ihm auferlegt, Noch daß mir noch mehrere andere Fälle von sammlung in Aussicht genommenen Tage eingebracht sei und treu erfüllen und dennoch 2000 M. Lohn ersparen kann, oder Urlaubsverweigerungen der genannten Poſtämter, wenn auch bei einige Tage nachher, eine anderweite Versammlung, mit dem eine Beamtenwittie gar 6000 M., welche Summen fie nämlich minder dringenden Fällen, bekannt sind, bestätige ich das vor- gleichen Thema, wie dem der verbotenen, gestattet worden sei.. theilweise oder ganz als Eintrittsgeld an das Stift einzahlen stehende, mir Vorgelesene, durch meine Expeditionschefs Schumann gegebene Unterschrift. Leipzig, 9. Juni 1892." Gegenwart des In Faltenau an der Eger feierte der Arbeiter- Bildungs- müssen, so zeugt diese Anschauung von einer Naivetät und Unverein sein achtes Gründungsfest; der Bezirkshauptmann tenntniß der wirklichen Verhältnisse, die unerläßlich ist, um den verbot die Zulassung von Delegirten bezw. Gesinnungsgenossen Befähigungsnachweis für soziale Kurpfuscherei zu erbringen. Etwas vom Spiritismus. Von Paul Liesegang. schreiben werden, so dürfen sie neben den dunklen Schatten, die sind, Benn fünftige Zeiten die Geschichte unseres Jahrhunderts Naturwissenschaft und die soziale Bewegung. Sie werden die verkauft in hat, und daß der Aberglaube, die dunkle Furcht vor übersinn sitt um einen Tisch herum, das Medium unter ihnen. Fühlt Zweifel stattfindet lichen ungreifbaren Mächten auf deren Ruf die Geister erscheinen, nennt man ein Medium, fernt, ohne daß eine Verlegung des Verschlusses wahrzunehmen d. h. einen Vermittler. Bevor ich nun schildere, wie die Geister ist u. s. w. Eine andere Bekundung der Geister geschieht da sich offenbaren, will ich erwähnen, daß Tausende von Personen durch, daß das in Schlaf versenkte Medium zu sprechen anfängt aus allen Kulturländern Europas und Amerikas dem Spiritismus mit seiner eigenen oder einer veränderten Stimme, aber nicht als anhängen, daß Hunderte von Büchern über ihn erschienen die Person, die es ist, sondern als ein Verstorbener, der durch den Bereinigten Staaten von Nordamerika den Mund des Mediums seine Wünsche, Weiffagungen, schon im Jahre 1870 füber 100 000 spiritistische Bücher Lehren u. f. w. ertheilt. Oft erkennt auch das Medium, in - eine große Anzahl von Zeitschriften nur für die diesem Zustand Krankheiten von Personen, die in der Nähe find, des Spiritismus herausgegeben werden, und daß es und giebt Mittel zu ihrer Heilung an. Endlich kann das Medium me andere in der Sicherheit dessen, was sie gewinnen wird; sie ein besonderes„ Geſchäft", ein Beruſ, iſt, Medium zu sein, und die Geiſter auch bewegen, in förperhafter, ſichtbarer Geſtalt zu bieden die Befreiung des Denkens erzählen, die von der einen, manchmal ein recht einträglicher. In Deutschland sind Verlin erscheinen. Ich will einen Fall der legteren Urt näher bedie Befreiung des Gesammtlebens, die von der anderen aus- und München die Hauptfiße des Spiritismus. gegangen ist. Sie werden unseren Entelu sagen, daß zuerst in| schreiben, einmal, weil in dieser der Spiritismus seine augenunserem Jahrhundert die Ueberzeugung von der durchgängigen u. A. folgendermaßen. Der Verkehr mit den Geistern geschicht auf vielerlei Weise, fälligste Form gewinnt, und dann, weil die Person, die ihn mir Die Gesellschaft, die eine spiritistische erzählte, ebenso wie die, unter denen er vorgegangen ist, absolut Gesetzmäßigkeit der Natur alle Echichten des Volkes durchdrungen Sigung abhalten will drei oder beliebig mehr Personen glaubwürdig ist, so daß über die berichteten Thatsachen fein nur, wie wir sehen werden, über die ErUeberbleibsel kindlicher das letztere die Anwesenheit eines Geistes, so theilt es diesem flärung derselben. Der Fall wurde mir vor einigen Jahren in Schritt für Schritt gewichen mit, daß das Abe hergesagt werden wird und daß er, der Geist, Frankfurt a. M. erzählt und ich lasse den Berichterstatter selbst will und die seine Aussagen bilden follen. Wenn" In einer fleinen deutschen Residenzstadt, wo ich vor also, So wird es sich vielleicht für den Blick eines künftigen Geschichts- man schreibers darstellen, der nur den großen Zug der Zeit sieht, nur Buchstaben kommt, so ertönt ein Klopfen im Tisch oder im Fuß von dem ich schon gehört hatte, daß er sich mit spiritistischen Ver zu einem bestimmten längerer Zeit lebte, machte ich die Bekanntschaft eines Herrn D., wir noch mitten darin stehen, bemerken noch allerhand Gegen- vorn angefangen, so der zweite Buchstabe u. s. w. gewonnen, bis und Reinheit des Charakters, zudem durch seine glänzende Verbewegungen und Seitenströmungen, auftauchende und bald wieder ein vollkommener Satz gebildet ist, der die Antwort auf die dem mögenslage vor jedem Verdacht geschützt, durch Gaukeleien irgend untergehende Erscheinungen, die ganz anderen Charakter tragen, Geist vorgelegte Frage ist. Oder es wird dem Geist vorgeschlagen, einen Vortheil gewinnen zu wollen. Nachdem wir einander näher ge als jener Hauptzug unserer Zeit, die aber für den Beobachter bei Fragen, die Ja oder Nein erfordern, ein einmaliges Klopfen treten waren, erhielt ich eines Tages eine Einladung von ihm zu uns zeigen, daß die Zeiten nicht so einheitlich sind, wie sie haft" ertönen zu lassen. Daran schließen sich dann häufig Sput- maßen vorbereitet. neben die große soziale Strömung die Reaktion stellt, das eigen Anwesenden oft empfindlich treffen, Fenster werden zerbrochen, Professoren, Aerzte, Abgeordnete u. f. w., turz lauter Personen, nachher dem zusammenfassenden Blick erscheinen mögen. Wie sich erscheinungen: Gegenstände fliegen im Zimmer umber, die die möblirtes Zimmer, in dem sich die Gesellschaft zusammenfand finnige Festhalten oder Zurückfallen in vergangene politische Kultur- Knoten in Fäden geschürzt oder gelöst, kurz es erfolgen von denen von vornherein nicht anzunehmen war, daß sie so Berioden, so finden wir neben jenem Fortschritt der Naturwissen Kraftäußerungen, die schaft, neben der gewachsenen Einsicht in die strenge Gefeßlichkeit scheinen. Epochen des Menschengeschlechtes ist, außer bei denen, die an seiner Erhaltung ein sehr sinnen- bei den Buchstaben klopfen soll, die er aufgeschrieben haben sprechen: Die von von Man tam zunächst in ein gewöhnlich unsichtbaren Wesen auszugehen leicht auf eine Taschenspielerei hereinfallen würden. Neben diesem auch oft so, Zimmer lag ein anderes, fleineres, das nur eine einzige Thür den früher und zwar zu dem eben genannten Zimmer hatte. Die Fenster man und Begreifbarkeit alles Geschehens, den Glauben an Geister ver- daß das Medium in dem Zustande, storbener Menschen, die zur Erde zurückkommen oder überhaupt magnetischen Schlaf nannte, Säße schreibt, die die Geister desselben waren geschlossen, an Möbeln enthielt es nur einen ge immer um uns sind, und durch Vermittlung besonders dazu ver- ihm diktiren oder bei denen sie ihm die Hand führen. Ferner wöhnlichen Tisch und ein Paar Stühle. Wie untersuchten dieser anlagter Bersonen uns Mittheilungen über das diesseits und werden in Gegenwart des Mediums zwei leere Schiefertafeln an Bimmer genau, es war völlig unmöglich, daß Jemand in dasselbenfuls Jenfeits machen. Diesen Glauben und die Beschäftigung mit einander gebunden und versiegelt, deren Innenseiten man nachher anders gelangen konnte, als von dem vorderen Zimmer aus diefen Angelegenheiten nennt man Spiritismus, und eine Person, I beschrieben vorfindet, aus verklebten Schachteln Gegenstände ent- Nachdem wir uns wieder in dieses begeben und jenes zweifell gra. " " Das ganze Projekt hat für uns nur soweit Interesse, als es Fest nun erst recht zu dem zu machen, was es sem soll, ein Zumuthung jedoch höchlichst entrüstet und wurde sehr grob. Ein zeigt, wie bankrott und verfallen die heutige Gesellschaft ist. Mit Boltsfest im wahren Sinne des Wortes. Für gediegene Schuhmann forderte beide Parteien auf, ihm nach der Revierwache Werfen der selbstverleugnenden Liebe, d. h. mit Almosen, will Arrangements ist bestens Sorge getragen und wird alles Nähere zu folgen. Die Kundin hatte sich seiner Zeit als eine Frau Olga fie einen Zustand beseitigen, der tief im Wesen des vermorschten noch später im Inseratentheil des Vorwärts" bekannt gemacht. Ohnstein ausgegeben und erzählt, sie stamme aus sehr guter Kapitalismus wurzelt und wie ein hydrisches Ungeheuer von Tag Familie und ein Bruder von ihr sei Hauptmann. Donnerstag zu Tag eine unendliche Fülle neuen Glends und Jammers aus Der Gesangverein Grüne Eiche"( Mitglied des Ar- nun gab die angebliche Frau Ohnstein nach dem Börs. Cour." fich heraus gebiert. beiter- Sängerbundes) veranstaltet zur Feier des 50jährigen Ge- an, sie sei Fräulein; Mittwoch sei sie erst aus Italien zurüc fellenjubiläums seines Mitgliedes, des Gürtlers Herrmann gekommen und wohne hier bei einem Juwelier Sch. am Schloß Bezüglich der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe hat Matuscheck am Sonntag, den 10. d. Mts. ein großes Votal- und play. Auf der Wache wurde sie festgehalten, man erkannte in bas Polizeipräsidium, wie uns von zuständiger Seite mitgetheilt Instrumentaltonzert. Die Gesangvereine Freiheit I"," Froh- ihr eine ganz gefährliche Hochstaplerin, gegen die noch mehrere wird, insbesondere über die Behandlung zweier Punkte, welche Hoffnung" und" Hand in Hand" haben in liedenswürdiger Anklagen wegen Betruges, Meineids c. schweben und die schon mehrfach auch in der Presse erörtert worden sind, feinen Organen Bereitwilligkeit ihre Mitwirtung zugesagt. Genosse Theodor mehrere Monate von der Behörde gesucht wird. Wie polizeilich folgende Weifung gegeben: 1. Der Betrieb des Gast- und Schank Megner wird die Festrede halten. Die Feierlichkeit wird in festgestellt wurde, ist die Verhaftete in der That ein Fräulein wirthschafts- Gewerbes, welcher nach§ 105c der Gewerbe- Ordnung Wiersing's Salon und Garten in Rixdorf, Knesebeckstr. 77 und Ohnstein. Sie hatte sich vor mehreren Monaten schon nach von den Bestimmungen über die Sonntagsruhe berührt wird, be- Hermannstr. 87, abgehalten. Nach dem Konzert findet im Saale Italien abgemeldet, ist aber die ganze Zeit über in Berlin ge greift es in sich, daß diejenigen zum Genuß fertigen Speisen und Ball ftatt. Es ist zu wünschen, daß dem Veteranen der Arbeit wesen. Sie ist identisch mit jenem Fräulein Ohnstein, welche im Getränke, welche im Lokale an anwesende Gäste verabfolgt ein froher Tag bereitet werde, und daß die Erträge der Festlich- Februar, wie es damals hieß, aus Liebesgram zwei Revolver werden, auch an Personen, welche es vorziehen oder genöthigt feit so reichliche sein mögen, daß dem Jubilar wenigstens für schüsse auf sich abgefeuert hat. find, außerhalb der Gastwirthschaften die dort eingeführten einige Zeit die Sorgen des Lebens entrückt werden. Genußmittel zu verzehren, gegen Entgelt überlassen zu werden der gesetzlichen Lage Eine exemplarische Büchtigung wurde am Donnerstag pflegen. Nur in dieser der Infolge der Eisenbahn- Unfälle zwischen Halensee und Abend einem jener frechen Patrone zu Theil, deren Gewohnheit entsprechenden Begrenzung Begrenzung ist der sogenannte Verkauf Charlottenburg laufen bei der Direktion der Stadtbahn An- es ist, anständige Damen auf offener Straße mit unsittlichen An über die Straße" im Betriebe der Gastwirthschaften für einen zeigen in großer Menge ein, nach denen Hüte, Kleider u. f. w. trägen zu verfolgen. An der Kreuzung der Blücher- und Gneisenau Bestandtheil der letzteren und demnach als von der Sonntagsruhe beschädigt worden sind. Die an sich regreßpflichtige Behörde straße wurde die Gattin eines Handwerkers P., eine junge, hübsche nicht betroffen zu erachten. Jeder Handel dagegen mit Lebens- muß nun jeden Ginzelfall genau prüfen, weil es nicht aus- Frau, während ihr Ehemann etwas zurückgeblieben war, von mitteln und Waaren irgend welcher Art, welche auch in geschlossen ist, daß dem Schwindel Thür und Thor geöffnet wer einem jungen Elegant belästigt. Obgleich sich die Frau diese eigentlichen faufmännischen Geschäften verkauft werden, insbeson ben tann. Die Meldenden erhalten demgemäß die Aufforderung, Annäherung voll Entrüftung verbat, segte der freche Mensch seine bere der mit Bäcker- und Fleischwaaren, ist im Verkehr nach nachzuweisen, wo und wann sie die beschädigten Gegenstände ge- Bewerbungen in zynisch- lächelnder Weise fort und faßte die ges außen als ein mit der Gastwirthschaft nicht zusammenhängender tauft haben. ängstigte Frau schließlich um die Taille. Da, wie ein Blitz aus lediglich darauf an, zu beurtheilen, ob der Begriff einer um Handelsbetrieb anzusehen. Es kommt also im einzelnen Falle Panit in der Schule. Die„ Todtenhand", daß schreckliche heiterer Luft, faufte plöglich eine breite, schwielige Hand durch Genuß fertigen" Speise, beziehungsweise eines zum sofortigen Gespenst," welches vor zwei Jahren sein Unwesen in den Berliner die Luft, eine schallende Ohrfeige brannte im nächsten Moment Genuß bestimmten" Getränks vorliegt. Bigarren, deren Verab- Schulen trieb, hat nichtsnuzige Nacheiferer gefunden. Vorgestern auf der Wange des jungen Roue und ein wahrer Hagelschauer reichung innerhalb der Gastwirthschaft an anwesende Gäste zum Mädchenschule eine Banik ab. Sie nahm ihren Anfang in einer leidigte P., denn dieser war der Austheilende, den frechen Buben spielte sich in ber in der Mühlenstraße zu Rirdorf gelegenen Don wuchtigen Sieben folgte hinterher. Schließlich warf der be alsbaldigen Genusse, zum Gastwirthsbetriebe gehört, dürfen nach außen nicht verkauft werden. 2. Der Handel mit Milch" in Parterre belegenen Klasse. Dort waren, wie angenommen wird, mit dem Gesicht in einen Kehrichthaufen und zog dann mit der feiner durch die Verordnung vom 20. v. M. festgesetzten Beam Morgen vor Beginn des Unterrichts zwei Jungen vom Gattin ruhig feines Weges. Der Durchgeprügelte machte sich schränkung ist derjenige Handel, welcher von Milchhändlern, die ofe aus eingeftiegen und hatten die hintere Seite der auf einem dann schleunigst aus dem Staube. nicht Produzenten find, und von letteren mit dem Verkaufe der Ständer stehenden Tafel mit einem Todtenkopf bemalt. Darunter Großes Aufsehen verursacht die gestern Mittag erfolgte Milch an Händler betrieben wird. Hieraus folgt, daß die direkte war geschrieben:" Wer den auslöscht, muß sterben." Als nun Verhaftung des Bibliothekars Dr. phil. Kl. wegen eines groben Berabreichung der zum alsbaldigen Genuffe bestimmten Milch an zwifchen 9 und 10 Uhr die Tafel umgedreht werden mußte, be: Sittlichkeitsverbrechens. Wir erfahren darüber Folgendes: Die merkten die Mädchen die Zeichnung. Es entstand nun eine Konsumenten innerhalb der Molkereien zum Molkereibetriebe, also schreckliche Szene. Unter lautem Schreien und Streischen stürzte wöljährige Tochter des in der Straße Un den Zelten feilnicht zum eigentlichen Handelsgewerbe zu rechnen ist. alles nach der Thür und dem Fenster, um ins Freie zu gelangen. Bank des Thiergartens faß und auf ihren Vater wartete, von haltenden Kuchenhändlers wurde gestern Mittag, als sie auf einer Die„ Germania" monirt unsere Stellungnahme zu den Alle Borstellungen des betreffenden Lehrers blieben erfolglos. einem Herrn angesprochen, der das Kind zu einem Spaziergang Mittlerweile waren die Rufe Todtenkopf"," Es spukt" auch in in Borkommnissen, die sich in der Berliner Genossenschaftsbäckerei die anderen Klassen gedrungen. Und so geschah benn das uns in den Thiergarten aufforderte und die Kleine, nachdem er ihr abgespielt haben. Vermuthlich um zu beweisen, daß sie vom Un Gostalismus ebensowenig versteht, wie das übrige gegnerische glaubliche, jämmtliche Schülerinnen der Schule waren alsbald ein Markstück gezeigt in ein nahebelegenes Gebüsch lodie. staatliches Unternehmen im Stleinen schon so viele„ Bourgeois auehren. Geur mit Mühe gelang es den gehrern und den herbei mehr die Flucht ergriff. Es gelang jedoch den Fremden in der Beitungsgeschwister, schreibt sie:„ Wir meinen, wenn ein zukunft vor dem Schulhause und weigerten sich, in die Klassen zurück Passanten hatten jedoch die darauffolgende Szene von einem Seitenwege aus gesehen und eilten dem Unhold nach, der nun Mängel" zeigt, dürfte das große Gange davon auch schwerlich geholten Eltern, die Schülerinnen zur Rückkehr in die Schule Nähe der Baulstraßen- Brücke zu falſen, und nach dem Polizeifrei sein." Die Germania" enthebt uns dadurch selbst der Wider bewegen. Revier in der Königin Augustastraße gebracht, gestand der Wuf ling, welcher verheirathet und Bater mehrerer Kinder ist, die That ein. zu legung, denn es ist eine alte Geschichte, daß die heutigen Ge- Die Sonnenscheibe zeigt jetzt eine Fleckengruppe von solcher nossenschaften nicht zukunftsstaatliche Unternehmungen im Größe, daß man sie mit dem freien, nur durch ein Blendglas Kleinen", sondern Formen der jetzigen tapitalistischen Produktion geschüßten Auge sehen kann. Man darf sich über die in den find und nur sein tönnen, wenn sie bestehen wollen. Folglich legten Monaten besonders starke Fleckenentwickelung auf der Sonne vorsichtiges Umgehen mit einem Spirituskocher, wird uns aus Ein fchweres Brandunglück, hervorgerufen durch un sprechen ihre Mängel und Mißgriffe nicht gegen die sozialistische nicht wundern, denn wir gehen einem sogenannten Maximum dem Osten Berlins gemeldet. In dem dritten Stockwerk bes Gesellschaft der Zukunft, sondern lediglich gegen die bürger der Sonnenthätigkeit entgegen, d. b. einer Zeit, in welcher die Bauses Frankfurter Allee 73 wohnt der als Berkäufer auf dem liche Gesellschaft der Gegenwart. Wenn die Germania" sich an eine bestimmte BPeriode mit Zu- und Abnahme gebundene Biebhof angestellte Händler Gger. Seine Frau war Freitag dann herausnimmt, die Genossenschafts- Bäckerei als rothe" Fleckenbildung ihren Höhepunkt erreicht; das diesmalige Maximum Morgen um 9 Uhr an einem Spirituskocher in der Küche be Bäckerei zu bezeichnen, um dadurch die Sozialdemokratie für die foll in das Jahr 1898 fallen. Immerhin ist es nicht häufig, schäftigt und beging die Unvorsichtigkeit, diesen nachzufüllen, ohne selbe haftbar zu machen, was von jeher unferfeits kühl abgelehnt daß schon im Jahre vor dem Maximum so viele außergewöhn- daß sie die Flamme vorher ausgelöscht hatte. Die Folge war, worden ist, so wollen wir dem leitenden Organ des Stieritalismus lich große Flecke auftreten, wie wir seit Februar 1892 verzeichnen baß der Spiritus Feuer faßte und die Flasche in der Hand der nur erwidern, daß wir dann mit gleichem Recht die katholische konnten. Kirche für jenen Pfarrer verantwortlich machen könnten, der, wie 11 Frau Eger explodirte. Der brennende Inhalt ergoß sich über Kurth der Bote von der Saar" berichtet, legthin in der General- Ein Restaurateur in Nummelsburg, in dessen Garten Die leichten Kleider der Frau und fette sie in Brand. Die versammlung des Kirchenbauvereins, dessen Vorstand er war, wöchentlich mehrere Male von der Stapelle eines Garde- Regiments Flammen schlugen bald so hoch auf, daß sie selbst die Küchen hinausgegangen wurde mit dem Bemerken:„ Wir können keinen Stongerte veranstaltet werden, hat vor einigen Tagen eine becke in Mitleidenschaft zogen, und als Frau Eger aus Borstand gebrauchen, der als katholischer Pfarrer Mädchen ver- tlaffische Musikkritik verzapft. Am vorigen Sonntag fand in der Küche lief, um in ihre ftraßenwärts belegene Schlaf führt und für einen Sohn zu forgen hat."" Wir könnten diefen dem Garten wie gewöhnlich ein Konzert der Regiments- Kapelle" ammer zu flüchten, bezeichneten die Flammen an der Decke del Trumpf um so eher ausspielen, als jener würdige Geistliche noch statt. Gin funftsinniger Berliner fragte am Montag den Wirth Weg, welchen sie genommen hatte. Die Auswärterin Frau heute Pfarrer ist. des Etablissements, den er in Geschäftsangelegenheiten besuchte: sprang der brennenden Frau zu Hilfe und suchte durch Auflegen Nun, mein Freund, wie war gestern das Konzert? Wurde von Teppichen und Betten die Flammen zu ersticken. Dieses Das von der Sozialdemokratischen Partei des zweiten Tichtiges geleistet?" Sechs Tonnen und ein Achtel!" er- Mittel half jedoch nicht, auch Betten und Zeppiche geriethen in Brand, so daß sich auch Frau Kurth nicht unerhebliche Ver Berliner Reichstags Wahlkreises arrangirte Sommerfest, widerte der kritische Wirth. welches am Sonntag, den 3. Juli, in der Schloßbrauerei gu legungen an Armen und Händen zuzog. Frau Eger ist durch Schöneberg abgehalten werden sollte, aber verboten wurde, findet Unter großem Gefolge wurde am Donnerstag eine fein- das Feuer entfehlich zugerichtet worden; sie ist faft am gangen nunmehr am Sonnabend, den 20. August 1892 in den Gesammt gekleidete stattliche Dame am Dönhoffplatz nach der Polizeiwache Rörper verkohlt. Beide Frauen wurden auf Veranlassung bes lokalitäten der Brauerei Tivoli" am Kreuzberg bestimmt statt. in der Kronenstraße gebracht. Der Besitzer eines Möbelgeschäfts Dr. Fornet, welcher die erste Hilfe leistete, in das städtische Das Programm bleibt baffelbe und behalten die bereits aus in der Krausenstraße hatte auf dem Dönhoffplage eine Dame in Krantenhaus am Friedrichshain überführt. Frau Eger liegt hier gegebenen Billets ihre Giltigkeit. Die Gefangvereine„ Harmonia", Begleitung eines Herrn bemerkt, die er als eine frühere„ Kundin" so schwer darnieder, daß man stündlich ihren Tod erwarten muß. " Nothe Nelte"( Schöneberg), Frühlingsluft", Wahrheit", wiedererkannte. Die„ Dame" hatte vor etwa Jahresfrist Möbel Kreuzberger Harmonie"," Liedertafel Westend"," Phönig"," Froh auf Leibkontrakt genommen, war aber, bald nachdem sie die Polizeibericht. Am 8. d. M. Vormittags wurde ein Soffnung"," Freiheit I" und„ Waldkapelle", welche bereits ihre Möbel erhalten hatte, verschwunden und nicht mehr aufzufinden, Schankwirth in seiner Wohnung in der Lothringerstraße erhängt gütige Mitwirkung zugesagt hatten, werden nochmals gebeten, diefelbe fodaß er bis zum heutigen Tage kein Geld für seine Waare er vorgefunden. Als die verehelichte Schlächtermeister Eger in auf dieses Fest zu übertragen. Die Genossen, namentlich des zweiten halten. Der Möbelhändler trat an die Dame heran und fragte ihrer Küche Frankfurter Allee 78 einen brennenden Spirituskocher Wahlkreises, werden um recht regen Billetvertrieb gebeten, um das fie nach ihrer jetzigen Adresse. Die Angeredete war über diese nachfüllen wollte, fing der Juhalt der Kanne Feuer und setzte -um nach von ben bis bas unternehmen zu brauchen, Leer zurückgelaffen hatten, wurde die Thür durch einen Vorhang felbft betrogen wurde, so ist nur anzunehmen, daß die Gebiet unternehmen verschlossen. D. setzte sich auf einen Lehnstuhl und verfiel nach eigentlichen Berurfacher der Erscheinung in irgend welchen, herigen Proben nur völlig überflüssige und alberne Kindereien einiger Zeit in einen Zustand völliger Erstarrung die Glieder meinem Berichterstatter nicht bekannten Beziehungen zu D. hervorgebracht hat I wobei es noch ganz dahingestellt bleiben abgespreizt, zum Zerbrechen steif, die Haut hart gespannt, nicht standen und an dem Geifterglauben desselben ein Interesse fann, wie vieles an oder mehr auf den Knochen verschiebbar. Zugleich ertönte ein Stlopfen hatten, um ihn mit Hilfe dessen zum Werkzeuge ge- falsch sein mag. in einem Tisch. Einer der Anwesenden verabredete mit dem wisser, wahrscheinlich ausbeuterischer Zwecke zu machen. Beifte das vorhin beschriebene Klopffyftem und auf die Frage, Sehen wir also von solchen Fällen ab, auch von denen, scheinungen, aber feineswegs nur in ihnen, sondern noch t Eines ist ja allerdings sicher: in den spiritistischen Gr wet er wäre, antwortete der Geist mittelst desselben: Ich bin die durch unbewußte Selbsttäuschung, durch krankhaft nervösé chefen anderen wirten Naturfräfte, die wir noch nicht erkannt der Fürst H." der vor Kurzem verstorbene Regent des Landes. Vorgänge und ähnlich erklärbar sind, so bleibt allerdings eine Auf die Aufforderung, törperlich zu erscheinen, antwortete er:„ Ich Anzahl übrig, die auf diese Weise nicht erklärt werden Bönnen haben. Es ist erst etwas über 200 Jahre her, daß wir von de möchte gern erscheinen, aber mein Feind Y. und andere verhindern und über die bisher bekannten Naturkräfte hinauszugehen scheinen. Schwerkraft wiffen, die die Bewegungen der Himmelstörper ber wirft, noch nicht 200 Jahre, daß wir mich." Bugleich sah man, wie der Vorhang, der das leere Neben Wie hat man sich nun zu diesen zu verhalten? Ich glaube, daß elektrischen zimmer abschloß, sich start bewegte, wie wenn jemand dagegen man vor allen Dingen berechtigt ist, das ganze Gebiet so lange unzählige Kräfte der Wer kann zweifeln, daß noch ſtieße, aber heftiger und heftiger, endlich streckte fich eine Hand und ein finnlos und gleichgiltig find wie alles bisher davon Berichtete, der Zukunft bekannt sein werden? Unzähliges noch Geheimniß Arm hervor. Ich habe zu dem Fürsten in persönlichen Be- Alle Aussagen, die in den spiritistischen Sitzungen ziehungen gestanden und noch furze Zeit vorher ihm bei Tisch Schreiben oder sonst gewonnen werden, ngen durch Schopfen oder ungeachteten Naturkräften vorbringen, sondern immer auf att Ob sie nun gegenüber gefeffen, wobei mir seine ganz besonders gestaltete deutungslos. von Geistern stammen oder bisherigen angewiesen bleiben werden, wäre ebenso beschränkt Hand aufgefallen war; und diese war unverkennbar dieselbe, nicht: solche Thorheiten fümmert man sich nicht, wie der, daß unfere sozialen Verhältnisse immer so bleiben werden, wie sie jetzt sind. Wie wir aber den Fortschritt auch mit den gleichen Ringen an den Fingern. Sie ftreckte sich mögen fie kommen, woher sie wollen. Wenn uns also aus dein Borhang hervor und warf ein Papier in die diesem Wege einmal neue Wahrheiten entbeat, wiffenfchait dieser nicht von dem Gingreifen üternatürlicher Mächte, ten Glube. In demselben Augenblick aber griffen eine große Anzahl liche Probleme gelöst, wichtige Greigniffe richtig vorausgefagt haben, sondern von der Entwickelung schon gelegter Reime, virt ganz außerhalb der Erfahrung Erfahrung ftünden, ช่ น anderer Hände aus dem Vorhang heraus und riffen jene gewalt fein werden dann wird es Zeit sein, sich damit zu beschäftigen. Der günstigeren Kombination der Kräfte, die auch sonst gewirlt fam zurück. Das Papier enthielt ein Gedicht, von der Wenn man eine ganze bewährte, in sich zusammenhängende Weltmir gleichfalls sehr wohl bekannten Handschrift so wird auch der Fortschritt der Erkenntniß nicht des anschauung, wie die naturwissenschaftliche ist, über den Haufen davon kommen, daß man unerhörte Wesen einführt, die, ohne Fürsten geschrieben. Damit war die Erscheinung be- werfen foll denn das verlangt der Geiſterglaube, dann muß deve Berbindung mit der bisherigen Erkenntniß, nach ihrem D. tam langsam wieder zu sich, allerdings völlig es sich lohnen. Man ist von den Grundfäßen des wissenschaft- lieben die Dinge in der Welt arrangiren, sondern davon, erfchöpft und abgemattet. Das andere Zimmer wurde nachher lichen Dentens aus berechtigt, auch an unerklärten Dingen vor man auf den bisher erprobten Wegen der Erfahrung fortschreitet. D. beigewohnt, doch ist es nie wieder zu einer sichtbaren weisen, daß sie etwas anderes können, als uns Dinge erzählen, Geistern schiebt, und erst da fortschreitet, wo man die Ursachen geschlossen. Ich habe längere Zeit nachher wieder Sitzungen bei Aufklärungen versprechen. Die„ Geister" sollen erst einmal be: da still steht, wo man die Ereignisse auf die Wirkungen von die wir auch ohne die umständliche Methode des Klopfens wissen, materieller Vorgänge auch nur im Materiellen sucht. Geiftererscheinung gekommen." Soweit mein Gewährsmann, dessen Persönlichkeit jeden noch anderes, als wie ungezogene Kinder Scheiben zerbrechen Zeiten hindurch hat man geglaubt, daß die Gestirne Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit ausschließt. Und es muß über- oder Stühle umwerfen; dann wird es Zeit sein, sich um haupt betont werden, daß die spiritistischen Erscheinungen von die Ursachen der Erscheinung zu fümmern und zu fragen, ob durch besondere Geister in ihren Bahnen geführt würden, und die wahre Erkenntniß der Sternbewegungen begann unerklärte Borgänge ruhig bei erft, als statt dessen diejenigen Kräfte, die wir auch auf der Erde wahrnehmen, als ihre Ursache erkannt wurden. Wie wir zeugt haben. Nun ist freilich ein großer Theil derselben von uns reizen, die Mühe der Erforschung daranzusehen. Es kommt über die Gestirngeister, so wird man einst über den Spiritismus des 19. Jahrhunderts denken, vornherein auszufcheiden, der auf Taschenspielerei und bewußtem dazu, daß die Geister ja nur kommen, wenn sie gerufen werden. scheinungen, die man sich noch nicht aus bekannten Betruge beruht. Go find a. 2. Die törperhaften Geifter: Das gewöhnliche, alltägliche Leben wird von ihnen nicht unter även fonute, verursachende Geister schuf. erscheinungen, wie die oben beschriebene, feineswegs fo vielfach be- brochen und innerhalb dieses kommen keine Erscheinungen vor, zeugt, daß man darauf als eine ernsthafte Sache einzugehen die man auf den Einfluß von Geistern zurückführen müßte. Die endet. den ausgezeichnetsten, zuverlässigften Beobachtern festgestellt sie von Geistern oder sonst woher kommen. im Leben tausend wurden, daß eine Anzahl der größten Gelehrten, Meister ja wenn fie Wir lassen nicht burch ihren Inhalt haben erwarten Be daß Lange Kräften Er er's Dies ist das eigentlich Thörichte, ja Unglaubliche des Spiri brauchte. In dem erzählten Falle ging das Ereigniß, wie ich spiritistische Welt ist eine Welt für sich, neben der die irdische, tismus: daß er seine angebliche Erklärung des Klopfens, des Weber tönnen also durch das Fenster hinein und wieder herausgekommen die in diese überhaupt nicht eingreift, wenn sie nicht besonders genau so ficher hält, wie die Thatsachen selbst, daß er uns weis -fein und daß das Fenster vorher und nachher geschlossen war, ist gerufen wird. Wir haben aber wahrhaftig mit dem Greifbaren machen will, wenu Unbegreifliches vorgeht, tönnte es eben nur ht mit den Gauklern und Tischrückens, Fernwirkung daß Geister ur ein Taschenspielerstreich. Da nun Herr D. zweifellos und Erfahrungsmäßigen, mit seiner Erforschung und Gestaltung von Geistern fommen, um nicht Entdeckungsreisen ter einer Dede steckte, sondern genug zu thun, um I in ein ( Schluß folgt.) Be für gewicht verloren. die Kleider der Frau in Brand, so daß sie lebensgefährliche p Den Berichten der Gewerberäthe für die Regierungs-| gehörende Mitglieder bei ihrem Ausscheiden der SterbeBrandwunden am ganzen Körper erlitt und nach dem Kranken- bezirke Breslau und 2iegniz über das Jahr 1891 ent- tasse weiter angehören fönnen. Ebenso deren Frauen. hause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Die der Vernehmen wir Folgendes: Die neue Branntweinsteuer- Gefeßgebung Die Mitgliederzahl der Frauen Sterbefasse betrug am unglückten zu Hilfe eilende Aufwärterin trug hierbei ebenfalls hat manche Brennereien, um lebensfähig zu bleiben, zur Um Ende des ersten Quartals dieses Jahres 1963 Mitbedeutende Verlegungen an den Armen und Händen davon und wandlung in Dampfbrennereien genöthigt. Einer Delfabrik ge- glieder. Infolge des Revisionsberichtes erfolgte die Entlastung mußte nach demselben Krankenhause gebracht werden. nügt infolge der Anschaffung neuer englischer Maschinen ein des Vorstandes auch für diese Kaffe. Mit einer Mahnung des Vor dem Hause Potsdamerstraße Nr. 68 fiel ein Kutscher Fünftel der bisherigen Arbeiter, so daß vier Fünftel überflüssig Kaffenvorsitzenden Themar an die Anwesenden, nach Kräften für beim Besteigen des befindlichen Eiswagens zur Erde, von ihm geführten, in der Fahrt wurden. Zugegeben wird, daß der Stand der Industrie günstig, die Interessen der Kasse zu wirken, um die Hoffnung auf Gr wurde überfahren und d. h. der Unternehmergewinn bedeutend ist. Zunahme der jugend haltung derfelben möglichst zu erfüllen, und mit einem Hoch auf am Fuß so bedeutend verlegt, daß seine Ueberführung nach lichen Arbeiter soll sich nur ergeben haben in Industrien, die ein die Arbeiterfache, von Seiten des Versammlungsvorsitzenden der Charitee erforderlich wurde. Mittags erschoß sich ein Ge- geordnetes Lehrlingswesen" besitzen. Giebt es Industrien mit Dietrich ausgebracht, schloß dann die Bersammlung. schäftsreisender auf der Treppe des Hauses Schönhauser Allee 51 geordnetem Lehrlingswesen? Worin besteht diese Ordnung des mittels Revolvers. Abends stürzte ein Mädchen aus dem Flur Lehrlingswesens? Daß besonders in Maschinenfabriken und Für Friedrichsberg und Umgegend war zum 8. Juli fenster im fünften Stock des Hauses Krausenstraße 8 auf den Hof Druckereien vielfach zu viel Lehrlinge vorhanden waren, wird eine Boltsversammlung einberufen, welche darüber behinab und verstarb auf der Stelle. Es hatte sich auf die Brüstung zugegeben. Die Zahl der beschäftigten jungen Mädchen unter rieth, ob für Friedrichsberg, Lichtenberg und Umgegend eine des offenen Fensters gesetzt und dabei anscheinend das Gleich- 14 Jahren hat eine Vermehrung von 55 erfahren. In 22 An- Sanitätswache nothwendig set. Zunächst erstattete Herr Dr. BirnBei dem Versuche, auf dem Dache des Hauses lagen des Regierungsbezirks Liegnitz wurden Verstöße gegen die baum ein kurzes Referat über das Sanitätswachen- Wesen. Er Berlebergerstraße 15 Tauben zu stehlen, stürzte ein Arbeiter auf die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter betreffenden Schußgefeße schilderte die Einrichtung der Berliner Sanitätswachen und sprach das Dach eines auf dem Nachbargrundstück Rathenowerstraße 51 und Verordnungen ermittelt und schonend gerügt.( Wie die Meinung aus, daß eine vorerst sehr einfach eingerichtete stehenden Schuppens hinab und erlitt anscheinend schwere innere zart der Bericht hier klingt!) Die Zahl der beschäftigten Sanitätswache- etwa ein Aerstenachweis für die NachtBerlegungen, die feine Ueberführung nach dem Krankenhause Arbeiter ftieg um 10 pGt.( im Regierungsbezirk Breslau um 7 für Friedrichsberg und Umgegend von Vortheil sein könnte. Moabit erforderlich machten. Abends und am darauffolgenden und im Regierungsbezirt Liegnig um 15 pet.) Diefe Zunahme Die Mittel zum Unterhalt einer solchen Einrichtung ließen sich Morgen fanden zwei Kleine Brände statt. betrifft hauptsächlich die handwerksmäßigen Betriebe, was daher auf privatem Wege schon aufbringen. Das Haupthinderniß Tommit, daß einmal durch die Versicherungspflicht mehr hand- wäre, daß die anderen Aerzte des in Betracht kommenden wertsmäßige Betriebe bekannt wurden, und daß in den Fabrik Territoriums die Nothwendigkeit verneinten. Nach einer kurzen betrieben menschliche Arbeitskraft vielfach durch Maschinen fiber Geschäftsordnungs- Debatte beschloß die Versammlung, das Bureau flüffig wird. Den Arbeitsordnungen follen einige Fabritbefizer mit der Einberufung einer weiteren Versammlung zu beauftragen, Gerichts- Beifung. fympathisch gegenüberstehen. Aber welchen Arbeitsordnungen? Der 3 welcher die Aerzte und Gemeinderaths- Mitglieder schriftlich Direktor einer Porzellanfabrit hatte bekanntlich fick mit seinen Ar- cingeladen werden sollen. Wilhelmsberg Hohen Schönhausen. Der hiesige Fuß beitern( Gewerkvereinlern) dahin verständigt, daß lettere unter Mitgendarm Uchtenhagen hatte anläßlich der hierorts veranstalteten wirtung eines Juristen eine Arbeitsordnung ausarbeiteten. Maifeier gegen fünf Parteigenoffen eine Anzeige wegen Ab- fo entstandene Arbeitsordnung entsprach nur in einem Punkte nicht den Wünschen der Arbeit geber, fie hatte zu erstattet und war den Betheiligten daraufhin von der Drts Icharfe tra fbestimmungen!( Famose Gewerkvereinler!) Di Polizeibehörde ein Strafmandat in Höhe von je zehn Mark zuWeber haben schlechte Löhne, aber sie würden mehr leisten und eine gesündere Lebens gestellt worden. Das vermeintliche Verbrechen hatte augenschein- daher auch mehr verdienen, wenn sie lich darin bestanden, daß dem Gendarm zu dem gedachten weise führten(!). Von den Sortirerinnen in Bigarrenfabriken sollen Bergnügen der Zutritt verweigert worden war. Gegen diesen der Backerinnen in Zündholzfabriken bei aufreibender Thaligicit einzelne bis zu 30 M. wöchentlich verdienen. Der tägliche Rohn Strafbefehl war feitens der davon Betroffenen Widerspruch erhoben worden. In dem am 1. Juli stattgehabten diesbezüglichen wird auf 80 Pf. bis 1,20 M. im günstigsten Falle angegeben. gerichtlichen Termine beantragte der Staatsanwalt kurzerhand Ueber den internationalen Kongreß der Glasarbeiter, die Freisprechung, und der Gerichtshof erkannte auch demgemäß. welcher gegenwärtig in London tagt, liegt folgende Mittheilung Sonst gut unterrichtete Leute wollten vor dem Termine wissen, der„ Allg. Korr." vor: Der Kongreß soll jährlich tagen. Jeder daß der Gendarm U. die Absicht hegte, falls die Sozialdemokraten Distrikt und jedes gand hat dem internationalen Nath regelnicht bestraft würden, seinen Dienst zu quittiren. Da derselbe mäßig Bericht zu erstatten. Die Berichte sind erforderlichenfalls aber nach wie vor seinen Dienst versicht, muß wohl dieses Gerücht zu übersetzen und zu veröffentlichen. Ein auf dem Kongreß verauf einem Irrthum beruhen. lesener Bericht über die Versammlung der Glasfabrikanten erregte ungemeines Intereffe. Die Fabrikanten sehen die Macht der internationalen Verbindung der Arbeiter ein und haben bcschlossen, einen ähnlichen Verband der Glashüttenbesitzer zu gründen. Hierauf wurden die Berichte der einzelnen Distrikte verlesen; die für Deutschland erstatteten Horn aus Dresden, Fischer aus Berlin und Ruf aus Oldenburg. Soziale Llebersicht. An die Putzer Berlins und Umgegend!! Kollegen! Unsere legte Versammlung vom 20. v. M. hat ans Mißstände so trasfer Art offenbart, daß wir uns zu ganz energifcher Stellungnahme zusammenschließen müssen. Das Unternehmerthum versucht, und zwar schon mittheilweisem Erfolg, sowohl an unseren Lohnfäßen, wie auch an unserer Arbeitszeit zu tütteln. Allgemeine deutsche Kranken- und Begräbnißitaffe für Weber, Die Wirker, gärber, spinner etc.( G. S. 67.) Bersammlung am Sonntag, den 10. Juli, Mittag 12 Uhr, Große Frankfurterstr. 133. Raffenbericht. BeBarbiere, Friseure, Perrückenmacher Berlins und umgegend. Montag, ben 11. gutt, Abends to uhr, in Gratwell's Bierhallen, KommandantenStraße 77-79. Referat: Die Behörden und unsere Sonntagsruhe. Privat- Theater- und Vergnügungsverein gesing 2". Sonntag, den 10. Juli, Abends 6 Uhr, in Lehmann's Salon, Alexandrinenstraße 32: iyung. 10. Jult, Nachmittags 5 Uhr, in Knebel's Salon, Babfir. 68( Gesundbrunnen). Allgemeiner Arbeiterinnenverein sämmtlicher Berufszweige Berlins und umgegend.( Filiale Norden.) unbe Große Versammlung Sonntag, den richterftaltung über die Generalversammlung. Zur Embryologie der Prostitution. Der Leipziger Wähler" veröffentlicht nachstehend wiedergegebenes Schreiben, bas ein Unternehmer an ein Arbeit suchendes Mädchen richtete. Das Schreiben lautet: ,, An Fräulein N. N. " In Bezug auf unsere heutige Unterredung theile ich Ihnen nit, daß ich, wenn Sie mit Folgendem einverstanden sind, Sie Kollegen! Jeber von Euch sei sich jetzt deffen bewußt, was sum 1. Juli in die Trinkhalle in.... fest engagire. Sie überer in so vielen Versammlungen gelobt hat. Halten wir aufnehmen Alles baar per Kaffe auf Ihre eigene Rechnung, erhalten unferen durchgefochtenen Lohn, so wird auch an unserer Arbeits- dann noch 10 m. wöchentlichen Lohn. Kost und Logis ist Ihre zeit Niemand rütteln tönnen. Oder sollen wir uns von dem eigene Angelegenheit. Dann muß ich Ihnen noch mittheilen, nimmersatten Kapital eine Errungenschaft nach der andern ent- daß, weil meine Frau seit vorigem Jahre jeden intimen Verkehr Bis hierher und nicht weiter! reißen lassen? Nimmermehr! Rufen wir ihm unerschrocken zu: mit mir infolge ihres Gesundheitszustandes vermeiden muß, ich nur ein Mädchen berücksichtige, mit der ich gelegentlich Da sich unser Gewerbe mehr und mehr zur Saisonarbeit auch näheren Verkehr pflegen fann; ich stelle es entwickelt, ersuche ich noch die in Arbeit stehenden Kollegen, so Ihnen nun anheim. Stellung ist so reichlich bezahlt und haben viel wie möglich die Beschäftigungslosen mit ein Gie auch so noch Ihren guten Extraverdienst und werde ich es austellen. Es ist Menschenpflicht, zunächst die schon wocher.lang bann auch einrichten, daß Sie noch extra Etwas Beschäftigungslosen erst einzustellen, und demgemäß endlich mitrübrigen fönnen; dann haben Sie noch mehr freie dem alten Brauch zu brechen, wonach für Kollegen, welche oft 3eit im Restaurant. In erste Linie ist aber gestellt, noch 1-2 Wochen Arbeit haben, Stellen offen gelassen werden. daß Alles prompt und reell besorgt wird. Sind Wenn wir dergleichen Mißstände außmerzen, werden wir einen Sie mit Obigem einverstanden, so geben Sie mir bis morgen früh guten Schritt vorwärts kommen, und es wird dann auch die oft per Brief Nachricht oder ich frage heute Abend noch einmal bei unsinnige Jagd nach Arbeit nachlassen durch welche nur das Ihnen nach. Ihrer event. Beantwortung entgegensehend zeichnet Unternehmerthum Bortheil hat. Bum Schluß ersuche ich die fich hochachtend und ergebenft... Kollegen, Mann für Mann in der am Montag, den 11. Juli, Dieser Schandbrief giebt zugleich eine treffende Charakteristik Nachmittags 4 Uhr, in der Berliner Refsource, Kommandanten vieler bürgerlicher Ghen. fraße 57, stattfindenden öffentlichen Bersammlung zu erscheinen. Die Tagesordnung derselben lautet: Die wirthschaftliche Lage in unferem Gewerbe; Bericht des Vertrauensmannes; und: Welche Mittel sind anzuwenden, den Uebelständen entgegen-| zutreten? B. Förster, Bertrauensmann. Versammlungen. Bortrag des Herrn Dr. Herr. Weyl über: Die Kunst, nicht trant zu werden. Fachverein der in Buchbindercien, der Papier- und Leberwaarenfammlung bei Feuerstein, Alte Jatobstr. 75. Bortrag des Genoffen Wach. Industrie beschäftigten Arbeiter. Montag, den 11. Juli, Vereins- BerDen Bundesangehörigen hierdurch zur Nachricht, daß Billets zu Caſtan's Banoptitum von jest ab zum ermäßigten Preise von 66 Pf.( giltig auch zur straße 48, Sot rechts 8 Tr., zu haben find. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Schreckenstammer und zum Frrgarten) bei Alfred Forsberg, Stommandanten Montag Sonntag von Gefangverein Arbe iter- Bildungsschule. Sonntag Vormittag 10-12 Uhr: Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Unterricht in der Nationalötonomie.. Abends 8%-10% Uhr: üb- dule, bagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( oberes): Süd- Osschule, Reichenbergerfir. 133: Unterricht in Rechnen; Dt Schule, Martusstr. 31: Unterricht in Buchführung; Nord= Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Buchführung. In allen Lehrfächern, mit Ausnahine Mathematik und Buchführung, töinen noch Schüler und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, eintreten. Sozialdemokratifdje gefe- und Diohutirklubs. Sonntags. Mar Kayser, Nachmittags 3 Uhr, Schneekoppe, Mostizstr. 29. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 2-4 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. ber Glas atbeiter zu Stralau„ Borwärts 7" Rummelsburg, bet Borgmann. uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer witglieder. Arbeiter- Sängerbund Berlins und gegend. Montag, Abends Norddeutsche Schleife, Naunynftr. 86 bet Bubett. 2ieberlust, Fichtefrr. 29 bei Krösche. Liedertafel der Maler und verw. Berufsgen. Annenstraße 14 Ehrenberg. Moabiter Biebertafel, Arminiushallen. Tonblüthe, armonie Bandsbergerstraße Nr. 81 bet wusehold. Börligerftr. 58 bet Toltsdorf. Blüthe, Prenzlauer- Allee 26 bei Riedel. Sängerchor der Chirurgischen Branche, Alte Schönhauser= Straße Nr. 43 Bet Reimann. Morgenroth 2, Charlottenburg Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80.-- Gängergruß, Friedrichshagen bet Blant. Froh' Hoffnung der Bimmerer Berlin West. 2yra 2, Charlotten= Gleichheit, Pappel- Allee 3-4 bet truse. Charlottenburger Ufer sb bei Benzin. Sangerhatn, Reichenbergerstr. 24 bet paghold. 3 te besfreiheit II, Straußberg, im Reſtaurant Kruger. Frohe Hoffnung( der Bimmerer Berlin West), Kulmstr. 36 bet Myrthenblätter, Belforterstraße 15, bei Schneider. Raumann. Brüderschaft( Hausbiener), Stallelfenburg, Stoppenstraße 43c. schreiberstraße 29 bei Schöning. Süd- Ost 2, Cuvrystr. 48, bei Geibler. anges blüthen, Koppenstraße 35, bet seller. Arbeiter Gesangverein Freiheit 2", Adlershof, bei Albrecht. bet Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ( Alle Zuschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu richten an Mar Geng, Berlin N. Belforterstr. 26, 1 Tr.) Sonntag: Gefelliger Verein Theaterverein Borussia bei Ockert, Beughofstraße 8. Theater und BergnügungsNeue Welt bet Strohfchänt, Rytestr. 48. verein Elmenhorst bei Krüger, Dresdenerstr. 105( vor dem 1. und 15. jeden Monats). Turnverein Ft chte", Bichtenberg, Schölzel's Seeschlößchen( 8um hungrigen Wolf"). Nachmittags von 4-6 Uhr: Boltsthümliches Turnen. Theaterverein" Barzan tria" bei Hartmann, Danziger- und Hagenauerftraßen- Ecke. Tambourverein Stuf bei Sperling, Inselstr. 1( Sigung nach bem 1. und 15). Turnverein Fichte, von 4-6 Uhr in Schölzel's Seeschlößchen ( Hungriger Wolf), in Lichtenberg. Rauchklub Blaue Quaste, Mücke, Wöhlerstr. 2. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Montag: Theaterverein Proletariat bei Stöhn, Naunynstr. 88. Theaterverein Soutsen städtischer Sumor, Manteuffelstr. 9 bei Schröder. Privat- Theater= Rauchflub Blaue Quaft e, Wöhlertstr. 2 bet Mücke. gesellschaft Lustspiel, Eisenbahnstr. 20 bei Siegmund. Vergnügungsverein Alpenveilchen, Straußbergergerstr. 3 bet Birks. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theatergefellschaft Walhalla, feden Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Privat- Theatergesellschaft Brectofa jeben Bautenbach, Cuvrystraße 77. Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Theater- und Vergnügungsverein Barletin, heute Nachmittag 5 ühr bei Bade, Beughofstraße 8. Bergnügungsverein Norb, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger. 14 Tage Versammlung SintenTambour- und Vergnügungsverein Gut Seil, alle 14 Tage bei Wendt, Bergnügungsverein Germania, alle Mit kollegialem Gruß Arbeiter- Bildungsschule. In der am Montag in der Wegen Abzugs vom verabredeten Akkordlohn stellten, Rosenthalerstraße 38 stattgehabten Bersammlung sprach Herr Dr. wie das Hallesche Volksblatt" berichtet, am Montag in Salle Binn unter lebhaftem Beifall über„ Die Entstehung des Feudal- Theaterverein& on corbta Beugboffiraße 8 bet koch. die Maurer des Restaurationsbaues auf der Beißnis die Arbeit und des Bunstwesens". Morgen Abend spricht Herr Cantorowicz nach Obgleich der Unternehmer dann die abgezogenen Beträge über„ Entstehung und Untergang des Weltalls" im selben gota nachzahlte und den verabredeten Lohn auch jerner zu bezahlen Gäste zahlen 10 Pf. Entree. Mitglieder haben freien Eintritt. besprach, konnte die Arbeit doch nicht wieder aufgenommen Der für Morgen von Dr. Pinn angekündigte Bortrag findet, forderte, der die Bewegung geleitet hatte. werden, da der Unternehmer die Entlassung eines Arbeiters wegen Verhinderung desselben, erst nächsten Montag statt. Die straße 150. Schleiermacherfir. 2. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Verein zwiebellife, Rigdorf, Abends 39 Uhr in Barta's Lotal, BerlinerGeneralversammlung wird Dienstag, den 12. Juli, Abends 8 Uhr, raße 120. Bergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bei Möring, Admiralstr. 18c. Geselliger Klub Namenlos, jeben Montag bei Weberstr. 17 bei Nieft abgehalten. Abraham, Straßburgerstr. 6. Bitherflub Freiheitettänge, jeben Montag Abend bei E. Frante, Die achte Generalversammlung der Zentral- Kranken- Apofteltirche 7 b. Pfeifentlub Felfen fest, Abends 9 Uhr, Graubenzerstraße 15, Restaurant Dreißig. Rauchklub Brüberlichteit, Abends 9-11 Uhr bet Willt Schmidt Rauchflub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Nauchtlub Elvtra, Abends e Uhr bet Lehmann, Montag, den 27. Ueber den Streik der Glasperlenarbeiter im fergebirge berichtet die Wiener Arbeiter- Beitung":" Die Hehl und Sterbekaffe der Maurer, Steinhauer, Stuckateure und beiter und Arbeiterinnen find immer noch gezwungen, weiter Berufsgenossen,„ Grundstein, zur Einigkeit“( E.§. Vtr. 7, aitona) zu streiten, da die Gyporteure der Meinung isa sein scheinen, beschloß am Sonnabend ihre einstweiligen Berathungen und b wenigstens dieſem tleinen Theil der Streifenden Teine Ston: faßte den Beschluß, sich nur als vertagt zu betrachten, sobald Bernauerfir. 14. Biffionen machen zu dürfen. Ja, man botten enn es son von Seiten der Behörde Ginwendungen gegen die von ber Bar Friedrichsfelderfix. 37. pitals, daß dieser Rest der Streifenden die Arbeit wieder bebin- fammlung angenommene Statutenvorlage erfolgen sollten; es abends 8 ur, bei Bodenberg, Kommanbankenſtr. 10/11. te woont, gungslos aufnehmen müffe, weil die Nothlage der Betreffenden würde dann der abermalige Zusammentritt der Delegirten erbeat belannt ist. Doch auch hier täuschen sich die Rapitalisten, folgen. Bu berichtigen ist mit Bezug auf den vorigen Bericht, u wenn nun der Streit schon 6 Bochen nett, faptatie baß von den Hamburg- Altonaer Delegirten nur Schula und Arbeiter feineswegs entmuthigt, im Gegentheil hat sich diesen die Hartwig für Weiterführung der Kaffe eingetreten find, BömmelUeberzeugung mehr und mehr aufgedrängt, daß sie ohne voll- burg tommenen Sieg bie Arbeit nicht wieder aufnehmen dürfen, daß hat die Kommission in Betreff Erhöhung der Beiträge feine fie dieses nicht nur ihrer Existenz, sondern auch ihrer Ehre direkten Warnung! und Meier haben dagegen gesprochen. Außerdem Vermischtes. Aus Leipzig, 8. Juli, wird geschrieben: Jm hiesigen Café ist es der Vorschläge gemacht, sondern nur beglaubigt, In Schweidnitz verurtheilte das Schwurgericht den Steinschuldig find." daß die in der vom Vorstand diesbezüglich gemachten Borlage arbeiter August Seifert aus Eisdorf( Kreis Striegau), der dem angestellten Berechnungen richtig sind. Die Beitragsfäße sind Steinarbeiter Amand Leppelt aus Striegau in der falschen Anfür die erste und zweite Klasse auf 2,50 refp. 2,30 W. festgesetzt. nahme, er sei durch ihn bei seinem Prinzipal angeschwärzt und borg( Jütland), Rispengade, haben die Arbeit niedergelegt. werden könne, als die Vorlage des Vorstandes dies vorgesehen Arsenik in das Mittagessen geschüttet hat, so daß Leppelt an Die Horndrechsler des Herrn Martin Möller in A a 1- Bei der Frage, ob die Krankenentfchädigung nicht höher angesezt deshalb aus dem Tagelohn in die Affordarbeit gestellt worden, von Längen geschnitten und sämmtliche Materialien auf die erstatter Bömmelburg den Bericht derfelben gegeben, beschlossen, 15 Jahren. Werkstatt gebracht. Herr Möller verlangt von den Gesellen, daß die wöchentlichen Entschädigungsbeträge für die I. Klasse vereinsvorstand unterhandeln, und auch nicht mit seinen Gesellen, auf 8,10 M. und für die IV. Klasse auf 5,22 M. nebst gekommen, welcher möglicher Weise noch ein diplomatisches Nach wollten, fönne or liber fabellen be auf bezw. 110, 100, 80 und 72 Mart festgefeht. Gin Antrag und die benachbarten deutschen Kleinſtaaten, Herr Jacquot, gerieth tommen, als er haben wolle der Mitgliedschaft Ottensen, eine freiwillige Auflösung der Kasse nämlich mit einigen Gästen des genannten Restaurants in Streit ebenso die Dänen, Schweden und Norweger, welche in Deutsch zu ermöglichen, wurde abgelehnt und schließlich das ganze Statut Deutschland. Es tam infolge dessen zu einem heftigen Streit, der Ich warne hiermit sämmtliche deutsche Hornbrechsler, und nur durch Urabstimmung der Mitglieder nach dem neuen Statut und verstieg sich dabei zu gröblichen Beschimpfungen gegen dienst beträgt nur 10 bis 12 Kronen( 11,20 m. bis 13,40 M.) der freien Krankenkassen zur Regelung der Arzt- und Medizin- werden sollte. Hierzu nahm man die Hilfe der Polizei in An10 fagt er. P. Clausen, Vorsitzender des Fachvereins der Drechsler von Aalborg und Umgegend. folgte die Wahl des Ausschusses und des Vorstandes, bei wurde alsdann auf die Polizeiwache gebracht, vor welcher sich welcher der bisherige Vorsigende der Kasse Themar wieder der Tumult fortsette. Nach Feststellung der Personalien wurde gewählt wurde. Der Bericht über die Frauen- Sterbefaffe der Jacquot wieder freigelassen und per Droschte in seine WohMaurer 2c. lautete günstig. Er ergab, daß am Schluß des nung gebracht. Der Vorfall erregt hier allenthalben großes brechsler Ehrenfache, bei dem Herrn Möller bis auf Weiteres fich bis zum Schluß des ersten Quartals d. J. auf 15 716,08. Nach dieser Schilderung ist es für jeden deutschen Horn Jahres 1891 ein Bestand von 15 878,60 m. vorhanden war, der Aussehen. Aus Paris, wohin der Borfall bereits gemeldet worden, er nichts Arbeit au treten, erhöht hat. Dabei wurde betont, daß der Krankentasse an- geht folgendes Telegramm: Der Zwischenfall des Generalfonfuls Beu Adr.: Kayerödsgade 11, Aalborg. 品 " , Unrechtmäßige Erbschaft. Der Pfarrer Pinel von Bretteville, der am 14. Januar ds. Js. von einer inzwischen ver- 30 Unionisten, 157 Gladstoneaner, 4 Parnelliten, 23 Antiparnelliten. London, 9. Juli. Bisher sind gewählt 185 Konservative, storbenen Frau, der er während ihrer Krankheit geistlichen Bei- Die Ministeriellen gewannen 20, die Gladstoneaner 48 Size. stand leistete, 20 000 Frcs. in Antheilscheinen der Benediktiner Generalanwalt Webster wurde wiedergewahlt. Abtei Fékamp als Geschenk erhalten hatte, wurde vom Gericht in Havre zur Auslieferung dieser Werthpapiere an die rechtmäßigen Erben der Verstorbenen verurtheilt. Literarisches. ( Depeschen des Bureau Herold.) Jacquot in dem Café Bauer in Leipzig wird von allen polis| Serbfte nach Bulgarien gekommen fei und ein kuzowalachisches deutendem Holzlager. Alles brannte bis auf den Grund nieber tischen Kreisen als gleichgiltiger Wirthshausstreit betrachtet, felbft Mädchen, Namens Raval, geheirathet hat. Der Aufenthalt von den Festungswerken und den Militär Etablissements find die boulangistische Presse verzichtet auf die Ausbeutung des anderer Mitglieder der Bande wurde gleichfalls von der Polizei nur die Mauern stehen geblieben. Viele Menschen sind obdachlos. Falles. behörde in Erfahrung gebracht, mehrere Hehler wurden verhaftet. Die dadurch betroffenen Versicherungs- Gesellschaften sind zumeist Nach einer neuerlichen Nachricht ist Jaquot von der fran-- Nach einer anderen Nachricht ist Athanas umzingelt. norwegische. zösischen Regierung seines Postens entsegt worden. Durch Entgleisung eines von Miskolcz nach Budapest London, 9. Juli. Ueber einen besonders rohen Soldatenegzeß, der sich fahrenden Buges wurden ein Heizer getödtet und der Lokomotiv: 26 Unionisten, 145 Gladstoneaner, 4 Parnelliten und 15 AntiBis jetzt sind 176 Konservative, in Glogau abspielte, entnimmt die Breslauer Volkswacht" führer sowie ein Arzt schwer verwundet. Außerdem sind mehrere parnelliten gewählt. Die Ministeriellen haben 19, die Gladstoneaner dem„ Niederschlesischen Anzeiger" folgende Angaben:„ Am Sonn- Passagiere leicht verlegt. 48 Size gewonnen. tag Abend gegen 10 Uhr fehrten die Wurstmacher Gebr. Bartsch und der Schlachthof- Verwalter Siegemund mit ihren Frauen und einem Kinde von Noßwiß nach der Stadt zurück. Aus dem Gast hofe zum„ Grünen Baum" tamen mehrere Ordonnanzen von Kriegsschülern in dem Augenblicke heraus, als jene Leute vor überschritten. Durch die Ünachtsamkeit eines Soldaten wurde von dessen Schleppfäbel das Kind getroffen, das zu weinen beCleve, 9. Juli. Prozeß Buschhoff. Bei Fortsetzung der gann. Bartsch rügte den Soldaten, der nun nach der uns zuVerhandlung am heutigen Vormittag erklärte der als Zeuge ge gegangenen Darstellung sich dadurch so gereizt fühlte, daß er blank ladene Bürgermeister Schleß von Xanten, er vermisse bisher eine zog und den Fleischer angriff. Die anderen Soldaten, etwa ein Erwähnung über den von dem Kriminal- Kommissar Wolff und Dugend an der Zahl, sekundirten sofort ihrem Kameraden und dem Polizeibeamten Schloer bei Buschhoff beschlagnahmten Sad, hieben mit blanter Waffe auf die sich aus Mangel an Verund machte darauf den Ober- Staatsanwalt Hamm aufmerksam. theidigungsmitteln nur schwach wehrenden drei Zivilisten ein. Der Sack wurde darauf nachträglich unter der Emballage der Der eine der Gebrüder Bartsch wurde an Kopf und Armen er- Sozialpolitisches Centralblatt( herausgegeben von Dr. Asservaten vorgefunden und vorgezeigt; er fab blutgefleckt aus und heblich verwundet; auch der andere trug Verlegungen davon. Hinrich Braun, Verlag von J. Guttentag in Berlin). es war etwas Kaaf( Spreu) drin. Die Zeugen Schleß und Siegemund fam glimpflicher weg. Der eine der militärischen Die soeben erschienene Nummer 28 enthält u. A.: Zur Aus- Schloer bekunden: Frau Buschhoff sei verwirrt geworden hei " Helden" wurde verhaftet. wanderungsfrage in Rußland. Von P. v. Struve.- Die Guts ihrer Vernehmung in Xanten, als sie den Sack gesehen. Der ländliche Dichter Christian Wagner in dem zertrümmerungen in Bayern. Von Dr. Arthur Cohen. Ar- Sie erklärte damals, es sei dies ein Sack, der über eine Tonne württembergischen Dorfe Warmbronn hat aus der Schiller- beiter- Ausschüsse in Desterreich.- Minimallöhne für städtische gehangen worden, wenn Fleisch darin geräuchert wurde. Des stiftung für das Jahr 1892 ein Ehrenhonorar von 500 M., für Angestellte in Zürich. Zur Entwickelung der Hausindustrie in Angeklagte fagt daffelbe aus; das Fleisch sei in ziner Tonne ge 1893 und 1894 Zuwendungen von je 300 m. zuerfannt erhalten Breußen. Von Dr. Mag Quarck. Arbeitslosigkeit in Chemnitz. rauchert worden, weil der Kamin abgebrochen gewesen sei. Auf und zwar in beifälliger Anerkennung seiner eigenartigen und Eine englische Denkschrift über die Arbeitslosigkeit.- Arbeits- die Frage, ob Blut om Fleisch sei, wenn es zum Räuchern in feltenen Begabung". Schon der verstorbene Karl Gerok hatte ordnungen als Streitanlässe. Innungsbewegung im Fleischer- die Tonne gebracht worden, entgegnet der Angeklagte, das tönne auf das starte Talent des„ Bäuerle von Schönbuch" hingewiesen. gewerbe. Arbeiterschutzmaßregeln für die Wiener Verkehrs- fein, vielleicht sei es etwas Salzlauge, woraus das Fleisch ge ( Wagner's Dichtungen sind unter dem Titel„ Sonntagsgänge" anlagen. Arbeitszeit der englischen Eisenbahnbediensteten.nommen werde, die dann röthlich fei. Das Gericht beschloß, in drei Theilen bei Greiner u. Pfeiffer in Stuttgart erschienen.) Die Ergebnisse der österreichischen Krankenversicherung im Jahre durch einen Chemiker prüfen zu lassen, ob die Flecken an dem Gestorben in Graz Arnold Busson, Professor der Ge- 1890. Von Dr. Adolf Braun.- Reform der deutschen Unfall- Sack Blut seien. schichte an der dortigen Universität. versicherung. Normalstatut der Ortskrankenkassen im Deutschen Todesurtheil. Das Schwurgericht von Westflandern ver- Reich. Hygienische Untersuchungen der Buchdruckereien in urtheilte die 40jährige Ehefrau eines Arbeiters aus Waermerde Preußen. Abdruck sämmtlicher Artikel ist Zeitungen und Beitzum Tode, die ihr Haus angesteckt hatte, um ihr sechsjähriges fchriften gestattet, jedoch nur mit Angabe der Quelle. Söhnchen aus der Welt zu schaffen, welche Absicht sie auch erreichte. Die Reiche des Kindes war in einem Bett auf dem Speicher vollständig verkohlt aufgefunden worden. Niedergebrannt ist in Altona die Korn- Dampfmühle von J. P. Lange Söhne, in Breslau der große Maschinenschuppen im Zentralbahnhof. Skaudalöfe Zustände scheinen an der russischen Grenze zu herrschen. Wenigstens meldet wie die Frantf. 3tg." mittheilt der Przoglond" aus Kamienec Podolski, daß die öfterreichischen Reisenden auf der Wagenfahrt an der russischen Grenze neuesteus von Kosaken überfallen, geplündert und verwundet werden. Der Lemberger Bürger Jakubowski wurde jüngst auf der Fahrt das Opfer eines solchen Ueberfalles; es war ihm nur mit knapper Noth gelungen, sein Leben zu retten. Letzthin wurden zwei jüdische Kaufleute von Tscherkessen angehalten und der Baarschaft von 800 Rubel beraubt. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Cleve, den 9. Juli. In der heutigen Nachmittagssitzung theilte der Präsident mit, daß, da die Verhandlung doch noch einige Tage in Anspruch nehmen dürfte, Sonntags feine Sigung stattfinden wird. Dr. Steiner erklärte, er habe das Kind und auch den Fundort nur oberflächlich besichtigt und sei auch nicht bei der Obduktion zugegen gewesen; nachdem er die Gutachten der medizinischen Sachverständigen gehört habe, schließe er sich denselben vollständig an und halte ebenfalls den Fundort für den Thatort. Drei Meggermeister bekundeten übereinstimmend, daß der bei Buschhoff vorgefundene Sack teine Blutspuren aufweise und die rothbraunen Flecke Räucherflecke seien. Die nächste Sigung findet Montag statt. Wien, 9. Juli. In der Umgebung der Stadt wurden neuerlich drei Fälle von Cholera nostras fonstatirt. London, 9. Juli. Der„ Standard" erklärt, die Niederlage der Nationalisten und Gladstoneaner in Jrland beweise klar, daß die Homerule in Irland selbst jedeu Boden verloren habe. Die Gladstoneaner müßten die Hoffnung, ans Ruder an gelangen, aufgeben. Die liberalen Blätter gestehen die schwere Niederlage in Irland zu. Frische Bankwerthe stiegen infolge der Wahl erfolge der Konservativen um 4 Prozent. Portonovo, 9. Juli. Die Dahomeer erstürmten Badagny, brannten die katholischen Missionen nieder und ließen 6 bel gische Patres und 3 weiße Schwestern den Tod auf dem Scheiter baufen erleiden. Der Kommandant Riou machte einen Ausfall mit seinen Truppen, holte die Dahomeer ein und schlug dieselben nach einstündigem Kampfe in die Flucht. Die Dahomeer ließen 100 Todte und 30 Verwundete auf der Wahlstatt. Die Ver wundeten wurden von den schwarzen Hilfstruppen geköpft. Rom. mandant Riou ist ziemlich schwer verwundet. Athanas in Schwulität. Die Polizeibehörde in Dubnizza ( Bulgarien) verhaftete in der Nähe der türkischen Grenze sieben Personen von der unter Führung des Athanas stehenden RäuberBriefkaffen der Redaktion. bande, welche im Mai 1891 sechs deutsche Reisende gefangen K. S., Wienerstraße. Der Direktor der Reichsdruckerei ist nahm. Unter den Verhafteten befindet sich der zweite Häuptling Bern, 9. Juli. Im Hafen von Duchy am Genfer See der Geheime Ober- Regierungsrath Busse. der Bande Namens Dimo Todorow Banja, der Vertraute des plagte hente Mittag der Kessel des Dampfers Montblanc". Bis K. P. Ihre Frage ist in der Form, wie Sie uns diefelbe Athanas. Alle Betheiligten erkannten ihn im Laufe der Unter jetzt sind 10 Todte fonstatirt; die Angaben über die Zahl der vorlegen, unverständlich. Zu mündlicher Auskunftsertheilung find suchung als denjenigen an, welcher den Eisenbahn- Zug bei Verwundeten schwanken zwischen 30 und 50. Tschadaldja aufgehalten und sechs Personen gefangen genommen Kristiansund, 9. Juli. Von gestern Nachmittag bis heute M. K. Die sozialdemokratische Fraktion des Reichstages hat. Ferner wurde ein gewisser Athanassow verhaftet; derfelbe früh wüthete hierselbst eine große Feuersbrunst und zerstörte hat einstimmig gegen das Alters- und Invaliditätsversiche gehörte der Bande an, welche die Verwandten des Sultans Ahmed nahezu die Hälfte des bestgebauten Stadttheils, mehrere hundert rungs Gesez, ein Produkt der Bismarckischen„ Sozialreform" Bey und Sali Bey gefangen fortschleppte. Die Behörde brachte Häuser, darunter die„ Norges Bank", die Sparkasse, das Post- gestimmt. Der Gesetzentwurf ist von der Reichsregierung ein auch in Erfahrung, daß der Bandenchef Athanas im legten haus, das Stiftamtmannshaus, ein großes Sägewert mit be- gebracht worden. Blumen-, Putfeder- und Perl- Arbeiter und-Arbeiterinnen. 3wei große öffentliche Versammlungen Montag, 11. Juli, Abds. 8 Uhr, in der Berl. Ressource", Kommandantenstr. 57. Zages Drdnung: 87/5 wir bereit. Freie Volksbühne. Unferer Mutter, Schwiegers u. Groß mutter, der Ww. Gozel zu ihrem heutigen 70. Geburtstage ein brei Streligerstraße wackelt. Donnerstag, den 14. Juli cr., Abends 8 Uhr, findet in mal bonnerndes Hoch, daß die ganze Joel's Festsälen, Andreasstr. 21, die Jahres- Generalversammlung 956b 9546 H. H. H. Tr. Vogel. Die Beleidigung, welche ich durch 1. Entstehung und Entwickelung des Eigenthums. Ref.: Hr. Hoffmann. des Vorstandes, des Ausschusses, der Revisoren und der Ordner. 3. Antrag Herrn Mertins gegen den Tischler statt. Tagesordnung: 1. Diskussion über den Jahresbericht. 2. Wahl eine Aeußerung zu dem Fabrikanten 2. Unsere Lohn- und Arbeitsverhältnisse. 3. Verschiedenes. auf Statutenänderung. 4. Verschiedenes. Mittwoch, 13. Juli, in der Königsbank", Gr. Frankfurterstr. 117. Eintritt frei. Die Einberuferinnen. Maler! Generalversammlung d. Vereinig. d. Maler c. Fil. V.( Nord) am Montag, den 11. Juli cr., Abends 8 Uhr, bei Nicolay, Elisabethkirchstr. 14. Tages- Ordnung: 1. Vierteljährlicher Kaffenbericht. 2. Wahl mehrerer VerwaltungsBeamten. 3. Fragekasten. 210/5 Grosse öffentliche Der Vorstand. Schneider- u. Schneiderinnen- Versammlung am Dienstag, den 12. Juli, Abends 8%, Uhr, in den ,, Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: Es liegt im Intereffe jedes einzelnen Mitgliedes, in dieser nehme ich hiermit zurück. Herrn Ernst Kaul ausgesprochen habe, Versammlung zu erscheinen. Der Eintritt ist nur Mitgliedern gegen Vor- 688b M. Lange. zeigung der Mitgliedskarte gestattet. Der Vorstand. Die Beleidigung gegen Hrn. Kirstein Verband der in der Kürer Mitgliederversammlung nehme ich zurück.[ 675b] P. Bölke. branche beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen. Montag, den 11. d. Mts., Abends 8/2 Uhr, Neue Friedrichstraße 44 bei Röllig: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Quartals- sowie Jahresabrechnung. 2. Wahl der Ortsverwaltung. 3. Gewerkschaftliches. 444/10 Die Ortsverwaltung. des. Unterstützungs- Verein deutscher Tabatarbeiter am Filiale Berlin Kranzbinderei und Blumen Handlung 17902 von J. Meyer, Wienerstr. 1( nur bort) Telephon Amt 9, 9482. Zahnz., Nervt. Süss, Dienstag, den 12. Juli 1892, Schmerzloses Falckensteinstr. 22. Abends präz. 81/2 Uhr, bei Herrn Seefeldt, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, 1. Abrechnung vom 2. Quart. 1892. Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10 2. Die dem Vorstand in Vorschlag zu Zentral- Kranken- u. Sterbekasse bringenden Bevollmächtigten und ston- Kinderwagen. Brößtes age 23... der Maler . verw. Berufsgenoff. Dentschl. Versammlung 1. Moderne Kultur und moderne Barbarei." Letzter Vortrag des Kollegen J. Zimm vor seinem Strafantritt. 2. Diskussion. 3. Wie treffen wir eine Regelung darin, daß alle Arbeiter erfahren, welche Löhne die Geschäfte zahlen. 4. Wahl eines Stellvertreters für J. Timm, eines Mitgliedes zur Agitations- der tommission und eines Delegirten zur Streit- Kontrollkommission. Bu zahlreichem Erscheinen fordert auf 180/4 Die Agitationskommission. Gr. öffentliche Protest- Versammlung der Filiale 5, SW., im Raffenlokal, am Montag, Abends 82 Uhr. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Bericht von der Generalversammn674b lung. 3. Verschiedenes. Barbier, Friseur- und Perrückenmacher- Gehilfen Berlins und Umgegend am Montag, den 11. Juli, Abends 10 Uhr, im oberen Saale der Gratweil'schen Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79. Zagesordnung: 1. Unsere Sonntagsruhe und die Behörden. Referent: Herr Stadtverordneter Klein. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Arbeitgeber find dringend eingeladen. Kollegen! Um eine Beschleunigung der Einführung der Sonntagsruhe zu ermöglichen, ist es solidarische Pflicht, zahlreich zu erscheinen. Der Einberafer: T. Steczniewsky, Annenstr. 48. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 10. Juli, Abends 8 Uhr, 969b Der Vorstand. Achtung, Lackirer! General- Versammlung am Montag, den 11. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Wollschläger, Blumenstraße 78. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Wolff über: Handwerkerbewegung und Sozialdemofratie. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 1. Quartal. 4. Verschiedenes. nommen. 214/15 trolleure. 3. Vortrag über die Einführung der Arbeiter- Schuhmarke in der Tabaksbranche. Referent: Reichs- 40-50 Pers., auch als Zahlstelle oder Vereinszimmer mit Pianino für tags Abgeordneter Meister. 4. Ber- Arbeitsnachweis zu vergeben. schiedenes. 310/1 Der Borsitzende des Vereins, Kollege 595b W. Greifer, Oranienftr. 109. Junge, Bremen, ist ebenfalls anwesend. Zwei g. erh. Spulräder bill. 3. verf. Gäste haben Zutritt. Jedes Mitglied Köpenick, Schönerlinderstr. 4, I, Rönig. Der Bevollmächtigte. Alte Stiefel Kinder reell und binig hat die Pflicht, zu erscheinen. Bau- Arbeiter- Verein Naunynstraße 2. der Rosenthaler Vorstadt. für Herren, Damen und billig. 693b E. gutgeh. Tischlerei m. Arbeit bill. Sonntag, den 17. Juli, Vorm. 11 Uhr, 3. vert. Theils. gest. Brandenburgstr. 27, in Wilke's Lokal, Hochstr. 32a. Hof Seitenflg., part. r. Versammlung Tagesordnung: Vereinsangelegenheiten.( Abrechnung vom Monat April.) Verschiedenes und Fragekasten. Gäste können durch Mitglieder eingeführt werden. Neue Mitglieder werden aufgenommen. J. A.: W. Genz, Schriftführer, Rechtsbureau des königlichen Amts richters a. D., Alte Jakobstr. 130. Gewissenhafter Rath unentgeltlich. Auch Sonntag.[ 2656L herrl. Auss., fof. od Wißmannstr. 10 f. fedt. rt. Wohnung 1. Dft. 3. vm., a. Stall f. 1 Pferd u. Remise Neue Mitglieder werden aufge- 123/8 Bernauerstr. 114c. Prächtige Der Vorstand. Allen Genossen empfehle und Wohnungen zu 55, 60, 65 Thlr. Hennigsdorfers Bekannten straße 24 bei Berning. mein 854 b in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße Nr. 77/79: Vortrag des Herrn Meyner über: Was entsittlicht und zerstört die Familie. Nach dem Vortrag gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Den Parteigenoffen empfehle mich zur Milch- und Backwaaren- Geschäft. Suche Theiln. 3. frd. mbl. 3. 3. 15. ob. 1. 683b R. Krause, Melchiorstr. 17. 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Gerichts- Beifung. Der Knabenmord in Xanten vor dem Schwurgericht in Cleve. Sonntag, den 10. Juli 1892. Bertheidiger: Was bezweckten Sie aber mit den Gutachten? Die persönlichen Angriffe des Clever Kreisblatt", in denen, ich wiederhole es, von einem Schächtschnitt nichts gestanden, konnten Ihnen doch keine Veranlassung dazu geben? Präs.: Herr Vertheidiger, ich weiß nicht, ob diese Frage Fünfter Tag der Verhandlung. noch zur Sache gehört. Der Präsident, Landgerichts- Direktor Kluth eröffnet gegen Oberstaatsanwalt Hamm: Der Herr Kaplan Bresser ist 94 Uhr Vormittags die Sigung mit folgenden Worten: The als Beuge geladen worden, da Junkermann bestritt, das Gutachten wir in die Verhandlung eintreten, habe ich auf einen wesent- verfaßt und überhaupt vor der Veröffentlichung von demselben lichen Jrthum in einem Zeitungsbericht aufmerksam zu machen. etwas gewußt zu haben. Die Beweisaufnahme hat ergeben, daß Herrn Hugo Friedländer, der den Bericht für das„ Clever Junkermann ein sehr unzuverlässiger Zeuge, ein großer Kreisblatt" und viele andere Beitungen schreibt, deffen Berichte Schwäger ist, der mehr spricht, als er verantworten kann und das sonst sehr genau, sorgfältig und forrekt sind, ist ein wesentlicher was er heute bekundet, morgen widerlegt, mithin, sei es wiffent Irrthum unterlausen. Herr Friedländer läßt die Zeugin Heg- lich, sei es unwissentlich, vielfach die unwahrheit sagt. Damit ist mann auf meine Frage: Ob sie Blut an den Händen des Busch- aber die Vernehmung des Zeugen Kaplan Bresser erschöpft. hoff gesehen habe, mit Ja antworten. Es ist das selbstverständlich ein arger Irrthum. Auf weiteres Befragen bekundet noch Kaplan Bresser, daß er feineswegs Kinder, die über die Sache etwas wußten, vernommen, sondern sie nur aufgefordert habe, die volle Wahrheit zu sagen. Ich fühle mich umsomehr verpflichtet, diesen Irrthum zu berichtigen, da derselbe einmal geeignet ist, die Herren Geschworenen zu beeinflussen, und anderentheils ein falsches Bild in der weiteren Deffentlichkeit hervorzurufen. Es ist selbst verständlich, daß die Herren Geschworenen nicht Alles im Kopfe behalten können und es liegt die Möglichkeit vor, daß die Herren Geschworenen zur Auffrischung ihres Gedächtnisses sich die Berichte noch einmal durchlesen. Aber auch, mit Rücksicht auf das große Aussehen, den der Prozeß in der ganzen Welt erregt, ist diefer Irrthum bedauerlich und ich ersuche den Herrn Friedländer daher, einmal vorzutreten.( Dies geschieht.) Präs.: Herr Friedländer, Ihre Berichte sind mit großer Sorgfalt geschrieben, ich muß Sie aber fragen, wie dieser offenbare Irrthum in Ihren Bericht kommen fonnte? M Journalist Hugo Friedländer Berlin: Ich erlaube mir zu bemerken, Herr Präsident, daß ich Zeugin Hegmann Ihre Frage, ob Buschhoff beblutete Hände gehabt, habe verneinen laffen, der Seher hat aber leider aus dem„ Nein" ein" Ja" ge= macht und meine Korrektur, aus Anlaß der großen Gile, mit der die Berichte hergestellt werden müssen, wohl nicht berücksichtigt. Ich werde selbstverständlich sofort die erforderliche Berichtigung Dornehmen. Präf.: Herr Gerichtsschreiber, haben Sie die Güte, die bes treffende Stelle aus dem Protokoll festzustellen. Der Gerichtsschreiber verliest die betreffende Stelle aus dem amtlichen Protokoll, wonach die Zeugin Hegmann die Frage des Präsidenten: ob sie gesehen habe, daß Buschhoff beblutete Hände gehabt, verneint habe. Ein Geschworener bemerkt, daß ihm der erwähnte Irrthum in dem Friedländer'schen Bericht ebenfalls aufgefallen ist. Pras.: Ich ersuche Sie also, Herr Friedländer, die erforderliche Berichtigung vorzunehmen. Friedländer: Gewiß, Herr Präsident, ich bin sogar fehr dankbar, daß Sie mich auf diesen Druckfehler, den ich nachträglich garnicht mehr bemerkt habe, aufmerksam gemacht haben. Bertheidiger Rechtsanwalt Fleischhauer: Im Anschluß hieran erlaube ich mir, darauf aufmerksam zu machen, daß verschiedene andere Zeitungsberichte von Unwahrheiten und tenbenziösen Entstellungen strohen. Ich hoffe, daß diese Berichte ebenfalls feinerlei Einfluß üben werden. Präs. Ich muß die andern Herren Berichterstatter er fuchen, ebenfalls möglichst fachlich und sorgfältig zu berichten, wie 33 die Wichtigkeit des Falles erfordert. Außerdem wird mir der Wunsch ausgesprochen, die Herren Berichterstatter zu ersuchen, dem Gericht wenn möglich ihre Berichte, behuss Ginverleibung in Die Gerichtsbibliother, zu übersenden. Wir treten nunmehr in die Verhandlung ein. Der erste Zeuge ist Kaplan Bresser( Xanten). Bote"? Präs.: Hert Kaplan, Sie sind Redakteur des" Xantener einen großen Einfluß auf das Blatt. 3euge: Redakteur nicht, blos Mitarbeiter, ich habe aber Tagelöhner Schmelzer: Seine Fenster führen nach dem sogen. Porteweg. Er habe am Peter- Paulstage von 4 bis gegen 6 Uhr am Fenster gesessen, zum Fenster hinausgesehen und nichts Auffälliges wahrgenommen. Frau Schmelzer: Sie sei am Peter- Paulstage den ganzen Tag über zu Hause gewesen, habe oftmals zum Fenster hinausgesehen, aber nichts Auffallendes wahrgenommen. Am folgenden Tage habe Frau Buschhoff nichts gegessen, sie habe gehört, daß dieselbe an Magenschmerzen gelitten habe. Sie habe am Tage nach Peter und Baul gewaschen, habe infolge dessen viel auf dem Sofe zu thun gehabt. Sie habe gesehen, daß das Buschhoff'sche Schlachthaus fest zu war; ob dasselbe vernagelt gewesen, wisse sie nicht. Präf.: Haben Sie im vorigen Jahre den Keller des Buschhoff gereinigt Beugin: Nein, ich weiß aber, daß der Keller Ostern gereinigt und mit Sand bestreut worden ist. Präs.: Woher wissen Sie das? 3eugin: Ich kann von dem Hofe aus in den Keller hineinPräs.: Ich will hierbei bemerken, daß der Herr Staatsanwalt den Keller sauber vorgefunden hat. fehen. Erster Staatsanwalt Baumgard bestätigt das. Präs.: Buschhoff, wozu benußen Sie den Keller? Buschhoff: Zur Aufbewahrung von Gemüse, Kartoffeln 2c. Präs: Wann wurde der Keller das legte Mal gereinigt? Buschhoff: Der Keller wird stets zu unserem Osterfest gründlich gereinigt. 9. Jahrg. Präs.: Haben Sie denn auch den Ihnen hier gegenüberstehenden Zeugen Isaak in dem Küppers'schen Garten auf- und abgehen sehen? Mallmann: Nein, das konnte ich von meinem Fenster aus nicht sehen. Präs.: Aber Sie bleiben dabei, daß Sie gesehen haben, wie die Hermine Buschhoff entweder viertel vor oder viertel nach drei Uhr etwas sackartiges in die Küppers'sche Scheune getragen hat? 3euge: Jawohl, das weiß ich ganz genau. Präs: Haben Sie das Gesicht der Hermine gesehen? Mallmann: Nein, aber ich habe sie trotzdem genau erkannt. Präs.: Sollten Sie sich nicht in der Person geirrt haben? Zeuge: Nein. Präf.: Sahen Sie die Hermine in die Küppers'sche Scheune hineingehen? Beuge: Das habe ich nicht gesehen, ich sah aber, daß sie zur Scheune ging. Präs.: Die Hermine Buschhoff hat, wie zeugeneidlich bestätigt ist, am Vormittag Schnaps geholt und bei dieser Gelegenheit die Flasche unter ihrer Schürze getragen, sollten Sie viel leicht den Vormittag mit dem Nachmittag verwechselt haben? 3euge: Nein, Herr Präsident, ich weiß ganz genau, daß es am Nachmittag gewesen ist. Präs.: Herr Isaat, sind Sie an jenem Nachmittag in dem Küppers'schen Garten gewesen? 3euge: Nein. Präf.: Sie wissen das ganz bestimmt? Beuge: Jawohl, ganz bestimmt. Präf.: Sie bleiben auch bei Ihrer bereits gemachten Aussage, daß Hermine Buschhoff zwischen 2 bis 4 Uhr Nachmittags das Haus nicht verlassen hat? Beuge: Jawohl. Auf Antrag des Staatsanwalts werden die Aussagen beider Zeugen protokollirt. Nachdem dies geschehen, fordert der Präsident die Zeugen wiederholt auf, ehe sie das Protokoll unterschreiben, sich genau zu überlegen, ob Alles genau mit der Wahrheit übereinstimme, ba der Herr Staatsanwalt zweifellos bezüglich dieser Aussagen weitere Schritte thun werde. Es sei jetzt noch Beit, Aenderungen vorzunehmen. Jfaat erklärt, daß er bei seiner Aussage beharre. Mallmann berichtigt noch einige unwesentliche Stellen in dem Protokoll, hält aber im Allgemeinen ebenfalls seine Aussagen aufrecht. Beide Zeugen unterschreiben alsdann das Protokoll. Kaufmann Ofter bekundet, daß im Jahre 1891 das jüdische Auf Antrag des Staatsanwalts beschließt der Gerichtshof: Osterfest Ende April gewesen ist und derartige gründliche Reini- Frau Windhuis, Fräulein Huiskens, den Carl Alst, Fräulein gungen stets vor diesem Feste geschehen müssen. Marie Küppers und Fräulein Lina Bräuer als Zeugen zu laden. Frau Schmiß: Sie sei am Peter Paulstage gegen Es wird hierauf der Zeitungs- Berichterstatter Gustav Meyer111/2 Uhr Vormittags über den Porteweg zu Mallmann gegangen, Berlin vorgerufen. habe aber nichts Auffälliges wahrgenommen. Präs.: Herr Meyer, Sie haben sich einem Mit Der folgende Zeuge ist der Kaufmann Siegmund Isaat. gliede des hiesigen Landgerichts gegenüber ungebührlich beDieser bekundet: Er habe früher in Xanten gewohnt, jei aber nommen. Es ist selbstverständlich, daß Sie bei dem beschränkten aus Anlaß der vielen Krawalle gegen die Juden aus Kanten Raume nur einen Stuhl beanspruchen können. Als geſtern nun fortgezogen. Er sei am Peter- Paulstage Nachmittags gegen 2 Uhr der Untersuchungsrichter am hiesigen Landgericht, Herr Gerichtsmit Fräulein Bertha Kahn zu Buschhoff gekommen und habe assessor Sieberger den von Ihnen beschlagnahmten zweiten Stuhl dort Buschhoff, die Hermine Buschhoff und den Siegmund Busch- einnehmen wollte, haben Sie dem Herrn das Besetzen hoff angetroffen. Frau Buschhoff set frank gewesen fund habe des Stuhles mit groben Worten verweigert. Herr Affeffor im oberen Zimmer auf dem Sopha gelegen. Sieberger hat sich Ihnen vorgestellt und Ihnen gesagt, Bis 4 Uhr Nachmittags, so fuhr Zeuge Jfaat wörtlich fort, daß er als Untersuchungsrichter wohl ein Anrecht habe, blieb ich bei Buschhoff. Während dieser Beit, also von 2 bis den Berhandlungen beizuwohnen. Darauf haben Sie er gegen 4 Uhr hat Hermine Buschhoff nur zweimal auf höchstens widert: Es ist mir sehr gleichgiltig, wer Sie sind. Der Gerichtsje eine Minute das Zimmer verlassen. Das eine Mal geschah es, hof hat aus Anlaß dieses Ihres ungebührlichen Benehmens beweil das Mädchen uns Kaffee tochen wollte. Da wir aber den schlossen: Ihnen die Eintrittskarte zu entziehen. Kaffee nicht haben wollten und deshalb das Mädchen zurückriefen, so fehrte es auch sogleich zurück. Das zweite Mal verließ Hermine Buschhoff das Zimmer, um ihrer Mutter, die wie er wähnt, im oberen Zimmer auf dem Sopha lag, eine Photographie zu zeigen, tehrte aber auch diesmal nach Verlauf von etwa einer Präs. Ist es möglich, daß die Hermine aus dem Hause hinaus auf den Hof gegangen ist über die Ermordung des Knaben Hegmann veröffentlicht worden. Minute zurück. Bräs.: In dem„ Xantener Boten" sind einige Gutachten Es würde sich empfehlen, dieselben hier zu verlesen. 3enge: Nein, ich weiß mit voller Bestimmtheit, daß Hermine nur zwei Mal das Zimmer verlassen, nicht aber aus dem Hause gegangen ist. Berichterstatter Gustav Meyer: Ich muß bemerken, Herr Präsident, daß ich den Herrn Untersuchungsrichter nicht gefannt habe. Präs.: Ich habe Ihnen ja bereits bemerkt, daß Herr Assessor Sieberger sich Ihnen vorgestellt hat. Ich fordere Sie also auf, Ihre Eintrittskarte herauszugeben. Meyer: Ich habe eine Eintrittstarte gar nicht erhalten; ich wiederhole aber, daß ich den Herrn Assessor Sieberger nicht gekannt habe. Präs.: Ein Mitglied des Landgerichts wird dem Gerichtshof nicht die Unwahrheit sagen. Gerichtsdiener: Dieser Herr hat nicht mehr das Recht, im Xantener Boten" enthaltenen Gutachten, wonach der HeilDer Vertheidiger Rechtsanwalt Fleisch hauer verliest die gehilfe ber Stadtverordnete Rüppers erklärt hatten, daß der Leichnam blutleer war, daß sehr wenig Blut in der Scheune vorhanden ge-| Präf.: Mallmann treten Sie einmal vor. Dieser Zeuge wesen bekundet nun mit vollster Bestimmtheit, daß Hermine Buschhoff im Innenraum zu verweilen, sondern muß sich in den ZuhörerJunkermann, wer hat dies Gutachten geschrieben? Präs.: Es handelt sich lediglich um das Gutachten des zwischen 2 und 4 Uhr Nachmittags das Zimmer nicht verlassen raum begeben. hat, während Sie behauptet haben, Sie hätten die Hermine ent- Es wird alsdann nochmals die Dienstmagd Dora Moll verBeuge: Ich habe auf Grund von persönlichen Mittheilungen weder viertel vor, oder viertel nach drei Uhr mit einem fac- nommen, die zuerst die Leiche bemerkt hat. schnitt ein sogen. Schächtschnitt war, zumal Junkermann mir sagte: gehen sehen? des Funtermann in einem Leitartikel geschrieben, daß der Hals- artigen Gegenstande unter der Schürze in die Küppers'sche Scheune Die Zeugin befundet, daß sie am Peter- Paulstage Morgens und Mittags die Scheune gereinigt, aber feinerlei Blutspuren Si habe Mallmann: Ich bleibe bei meiner Aussage und habe wahrgenommen habe. diefes Artikels im, Glever streisblatt? angegriffen, infolge deſſen noch zu sagen: am Sonntag vor acht Tagen, den 26. Juni, ſprach Danach tritt eine längere Pause ein. forderte ich den Junkermann auf, zu mir zu fommen, und nun ich in Gegenwart eines Karl Alst mit Fräulein Huiskens. Unser Berichterstatter schreibt uns noch Folgendes: Beschreibung kann ich nur sagen, daß der Schnitt ein Schächt-| geichen, aber nach der mir von Küppers und Rennings gemachten Berhandlung keine Einladung erhalten habe. Auf die am Eingange erwähnte Berichtigung des Herrn Sie( die Windhuis) habe gesehen, wie am Nachmittage ein Präsidenten muß ich erklären, daß ich bei nochmaliger Durchsicht Jude, Namens Isaak, auf dem Küppers'schen Hose auf und abging und zwar speziell des Berichts vom Nachmittage des zweiten BerInfolge beffen ein Gutachten entworfen, habe es dem Junfer- und mit der Hand nach der Buschhoff'schen Wohnung zu gewinki handlungstages festgestellt habe, daß der gerügte Irrthum nicht dann vorgelesen, dieser hat dasselbe alsdann abgeschrieben und habe. Die Windhuis hatte den Eindruck, als gebe der Jude der in meinem Bericht enthalten ist. Das ganze Vorkominniß läßt sich och ist das Gutachten im Kantener Bote veröffentlicht Hermine das Zeichen, daß, die Zuft rein sei und sie jest under höchstens aus dem Umstande erklären, daß ich über die Bernehmung merkt zur Küppers'schen Scheune gehen könne. Ich ging infolge des Ehemanns Hegmann vielleicht nicht ausführlich genug berichtet Charakter des Junkermann? Berth. Rechtsanwalt Fleischhauer: Rannten Sie den dessen sofort mit Karl Alst zu der Frau Windhuis und fragte habe. Ich will nun nachträglich noch anführen, daß der Präsident diese: ob die Erzählung der Huiskens auf Wahrheit auch den Ehemann Hegmann ausdrücklich gefragt hat: Ob er flächlich gekannt, aber da er in der Mordsache eine sehr rege Alft die Erzählung der Huiskens bestätigt und hinzugefügt: Frage hat der Zeuge, gleich seiner Ehefrau, mit Nein beantKaplan Bresser: Ich habe den Junkermann nur ober- beruhe. mir in Gegenwart des start gesehen an den Buschhoff's Blut tlebe. Die worden. äußerte u. f. w., so nahm ich an, er habe sich den Halsschnitt an- habe. Wenn ich vor Gericht erscheinen würde, könnte ich diese gesehen. Rappers, Rennings und Junkermann aufgefordert, Gutachten ab- wahres auszusagen, Sie haben vor Ihrer Vernehmung einen Eid Vertheidiger Rechtsanwalt Fleischhauer: Sie haben den Soziale Leberlicht. wundere mich, daß ich keine Vorladung erhalten wortet. meine Wahrnehmung mit gutem Gewissen beschwören. Staatsanwalt: Ich warne Sie, Mallmann, etwas ungeleistet, daß Sie die reine Wahrheit sagen werden. Nun kann Kreisblate: Allerdings. Aus Anlaß des Angriffes im„ Clever ich Ihnen mittheilen, daß die Windhuis vernommen worden ist Kreisblatt" hielt ich es im Interesse der Wahrheit für nothwendig, und befundet hat: fie sei am Peter- Paulstage frank gewesen, habe versammlung zu Stuttgart Bertheidiger Rechtsanwalt Fleischhauer: Hat denn nicht sehen können, was sich auf dem Hofe zugetragen hat. sugeben? die Gutachten einzufordern. Standen? in dem Clever Kreisblatt" etwas von einem Schächtschnitt ge-| fönlich im Clever Kreisblatt" angegriffen worden. Beuge: Das weiß ich nicht mehr, jedenfalls bin ich per ausdrücklich, fch in dem„ Clever fontaine Schacht Schnitt geftanden hat. aplan Bresser: Ich wiederhole, daß mich hauptsächlich den ganzen Tag über zu Bett gelegen und habe infolge dessen Mallmann: Ich fann nur sagen, was mir Frau Windhius in Gegenwart des Karl Alst mitgetheilt hat. Präs.: Wer ist dieser Karl Alst? Beuge: Es ist ein junger Mann von 18 Jahren. Der Beuge giebt die genaue Adresse des Karl Alst an und bemerkt noch, daß Fräulein Marie Küppers, Tochter des Stadtverordneten Küppers, ihm erzählt habe sie habe den Juden, der am Peter Paulstage Nachmittags in ihrem Garten auf- und abgegangen sei, " Die deutschen Buchdrucker faßten auf ihrer Generalbezüglich der Gestaltung ihrer Organisation noch folgende Beschlüsse: Der an Stelle des aufzulösenden Unterstützungsvereins deutscher Buchdrucker neu zu errichtende Verband der deutschen Buchdrucker" gewährt seinen Mitgliedern Unterstützung bei Differenzen mit dem Unternehmerthum( auch Rechtsschutz), ferner Unterstüßung bei Arbeitslosigkeit( auf der Reise und am Drte), bei zeitweiliger Arbeitsunfähigkeit( Krankheit), bei dauernder Arbeitsunfähigkeit ( Invaliditäy). Die Gintheilung der Organiſation in Gaule, zirke und Mitgliedschaften wird beibehalten. Es können jedoch unter Umständen und mit Zustimmung des Verbandsvorstandes Gauverein absehen; dieselben haben in diesem Fall einen BeStadtv. Küppers, hierüber befragt, befundet: Mallmann vollmächtigten zu wählen, welcher vom Verbandsvorstande zu von der Mitgliedschaft für nicht gestellt, sondern diesen Vorgang von einem Fräulein Lina aufnahmefähig erklärt wird( früher mußte er als„ Gehilfe" anerkannt sein); die Aufnahme der Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen lehnte man ab, meil eine felbfei. Die miß- ständige Organisation dieser Branchen Neuaufgenommenen haben durch Unterzei die persönlichen Angriffe des Clever Kreisblatt" veranlaßt haben, gefragt: was er hier wolle. Der Jude habe geantwortet: Ich will einzelne Mitglieder in beliebiger Anzahl vom Anschluß an einen festzustellen, daß der Halsschnitt ein Schächtschnitt war. Ich be mir blos den Tabak ansehen. die Juden gewarnt und aus diesem Anlaß der Judenkaplan" müsse sich irren. Seine Tochter habe an diesem Tage feinen bestätigen ist. Siz des Verbandes ist Berlin. Aufgenommen merte dabei ausdrücklich, daß ich stets vor den Exzessen gegen| genannt wurde. Jch tröstete mich aber mit dem heiligen Werner, Juden im Garten auf- und abgehen sehen, auch eine solche Frage wird jeder Buchdrucker, der mir gewissermaßen als Vorbild dient. Präf.: Mallmann, wie ist das? Präsident: Es ist ja bekannt, daß der heilige Werner Bräuer gehört. gegen die Judenverfolgungen aufgetreten ist, diesen ließen Sie fich als Vorbild dienen? Beuge: Jawohl. Mallmann: Dann habe ich das Fräulein Küppers verstanden. Ich habe es aber von Frl. Küppers. " Cines Statut als für sich bindend anzuerkennen. Weiter wurden| Mitgliederversammlung über das Thema:" Hervorbringung der Flugblattes beauftragt worden sei, daß dieselben zu recht zahlreichem noch folgende wichtigeren Beschlüsse gefaßt: Den Mitgliedern die Werthe und Vertheilung der Produktion in der sozialistischen Anschluß an die Vereinigung bewegen soll, von welcher sie sich Auflösung des Vereins zu empfehlen; ferner den Vorstand zu be- Gesellschaft." Der Vortrag wurde von der Versammlung mit jeht der Mehrzahl nach fern hielten. Das diesjährige Sommerfest auftragen, hierzu umgehend die ftatutarisch vorgeschriebenen größtem Interesse angehört. Dienstag den 12. Juli findet in der Maler und Lacirer findet am 13. August in der Neuen Welt, Schritte einzuleiten und auf Grund des aus den Berathungen Hoffmann's großem Saal eine Generalversammlung des Vereins Hasenhaide, statt. 3u recht freger Betheiligung an demselben hervorgegangenen Statuts die Konftituirung einer neuen Organi statt. Die Mitglieder werden gebeten, recht zahlreich in derselben wird hiermit eingeladen. fation in die Wege zu leiten; der Vorstand ist berechtigt, jedem zu erscheinen, da über einen sehr wichtigen Bunft zu berathen ist. dem alten Verein bis zur Auflösung desselben angehörenden Mitund Tattit # " verwandten Betrieben be= Literarisches. gliede das Eintrittsgeld in den neuen Verein zu erlassen, ebenso Eine öffentliche Versammlung aller in Buchdie Dauer der Angehörigkeit zum alten Verein in Bezug auf bindereien und etwaige Gewährung von Unterstützungen in Anrechnung zu schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen tagte am bringen; Der Redakteur des Fachblattes Correspondent" 29. Juni, um endgiltig die Frage zu erörtern, ob die hier behat in allen Fragen, welche sich auf die Leitung stehenden Vereine sich zu einem großen Verein verschmelzen K. G. Dobler, Ein neues Weltall, begründet durch des Verbandes beziehen, den statutgemäßen wollen. Zunächst sprach Abg. Auer über Arbeiterbewegung die Erfindung des Rometographen und durch eine vergleichende Beschlüssen Des Vorstandes ชิน entsprechen, in allen und Organisation", zum Schluß erklärend, jedenfalls sei Astro- Embryologie. Leipzig, Wilh. Friedrich( 1892). weiteren Fragen jedoch vollständig unabhängig zu handeln; der es zunächst wichtiger, daß sich die Arbeiter überhaupt organisiren, Der optische Kometograph, ein astro- physikalischer Apparat, freien Meinungsäußerung der Mitglieder darf im„ Correspondent" als daß sie sich fortwährend darüber streiten, welche Dr der nach der stolzen Versicherung im Vorwort an Bedeutung kein Hinderniß in den Weg gelegt werden. Dem Vorstand ist ganiſation die beste fei. Hierauf theilte der Korreferent der Spektralanalyse und dem Fernrohr in Nichts nachsteht", foll Vollmacht ertheilt, behufs Regelung der Tarifverhältnisse, unter Herr Pickert Namens der Kommission mit, daß die den Beweis liefern, daß Kometen optische Erscheinungen, feine Zustimmung der Mitglieder des Vereins, Vereinbarungen mit den Frage der Vereinigung in befriedigender Weise ge: Körper find, daß lediglich die spiegelnde Metallhülle dem begrenzten Brinzipalen zu treffen. Die Gehilfenmitglieder der ehemaligen löst fei, indem sich die noch bestehenden Vereine zu Weltall eine scheinbare Endlosigkeit verleiht", und ein neues WeltTariskommission hatten ihre Mandate in die Hände des Vor- Gunsten des großen Vereins auflösen würden, da jetzt auch Ar- system begründen. In einem zweiten Theile„ Vergleichende Astrostandes niedergelegt. Weiter wurde der Vorstand beauftragt, mit beiterinnen als Mitglieder dem Verband angehören dürfen. Der Embryologie" werden dann die„ Elementarformen des Weltalls" den Vorständen der übrigen graphischen Vereine Verträge abzu- Durchschnittsbeitrag werde sich auf 50 Pfg. pro Monat belaufen. mit den Elementarformen des organischen Reichs, insbesondere schließen über die gegenseitige Unterstützung in Streitfällen; die Versammlungen sollen allwöchentlich stattfinden. Um eine ge- des Menschen, verglichen. Wie der Furchungsprozeß bei der in der„ Buchbinder Beitung" niedergelegten Grundzüge eines nauere Kontrolle über sämmtliche Berufe und Werkstätten, sowie Eizelle durch das Eindringen des Samenfadens eingeleitet wird, folchen Vertrages sollen hierbei als Grundlage der Verständigung eine durchgreifende und träftige Organisation zu erzielen, foll fo ist auch unser Sonnensystem eine im begonnenen oder vor dienen. Diese Angelegenheit ist möglichst bald zum Abschluß zu das Bertrauensmänner System eingeführt werden. geschrittenen Furchungsstadium befindliche universelle Gizelle und bringen; der Vorstand hat deshalb weitgehende Vollmacht er. Auch werde man den bereits auf dem Halberstädter Kongreß aus- es muß bei derselben der Furchungsprozeß durch das Eindringen halten. Die jeßigen Borstandsmitglieder und der Redakteur des gesprochenen Gedanken: eine Union für alle im graphischen des Samenfadens eingeleitet worden sein"." Für die Organismen " Correspondent" wurden einstimmig wiedergewählt und zum Ort Gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zu gründen, find die oberen Planetenschichten Nahrungsdotter, für die Sonne ter nächsten Generalversammlung Leipzig bestimmt. während der fünftigen Agitation in genauere Erwägung ziehen. find die Planeten Bildungs- und Nahrungsdotter zugleich". dementsprechend empfahl Redner folgende Resolution, welche Das Ziel der Sonne ist die Entwickelung zu einem höheren, Die Juvaliditäts- und Altersversicherungs. Anstalt auch nach kurzer Besprechung, an welcher sich die Herren mächtigeren, menschlichen Organismus". Weiterer Anführungen Schleswig- Holstein hat laut der jetzt vorliegenden ersten Jahres- Morbach, Treu, Freudenreich, Wibter, Pickert bedarf es nicht, um darzuthun, daß die Arbeit nicht auf dem rechnung pro 1891 eine Einnahme von 5 202 833,86 m. und eine und Wietherisch betheiligten, einstimmig angenommen Grunde der Wissenschaft, sondern auf dem der Phantastit er Ausgabe von 3 218 301,21 M. gehabt. Der Ueberschuß beträgt wurde. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Papier- und Leder- wachsen ist. Dagegen sei Freunden derartig unfreiwillig humo daher 1 984 482,65 M. In der Summe der Ausgaben sind in waaren- Industrie verpflichten sich, energisch dafür einzutreten, daß ristischer Leftüre nicht verhehlt, daß Herr Dobler noch einige begriffen eine Anzahl Schuldverschreibungen für gewährte Dar- sich fämmtliche hier am Ort bestehende Vereine dieser Berufs Werte mit ähnlich bahnbrechenden Entdeckungen ankündigt. lehen an fünf Stadtkommunen und zwei Kreisgemeinden im zweige auflösen und gemeinsam einen Verein von Arbeitern und Gesammtbetrage von 1990 000 m. Die folloffale Einnahme und Arbeiterinnen gründen, welcher sich der Zentralisation anschließt. Unter dem Titel ,, Europäische Wanderbilder" erscheinen der Ueberschuß erklären sich aus Folgendem: Nach den gesetz- Außerdem verpflichten sich alle Anwesenden, für die weitere Ver- bei Orel Füßli in Zürich fleine illustrirte Büchlein, welche lichen Bestimmungen und rechnerischen Grundlagen soll die vollkommnung der Zentralisation, sowie auch für Gründung der dem Touristen als Begleiter bei seinen Fahrten dienen sollen. G Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt Schleswig- Holstein Union aller im graphischen Gewerbe vertretenen Berufszweige liegen uns vor:" Spiez und Kanderthal im Berner Oberland", von Ernst Müller, und„ Kursaal Maloja in Oberengadin und In einer kombinirten Versammlung der Maler, feine Umgebungen", von Wilh. Altenburg, beide Schriften mit Ladirer und Anstreicher referirte am 1. Juli Herr Illustrationen und einer Karte. Diese Wanderbüchlein find recht Riesop über den im Vereinsorgan der Maler, Lacirer und praktisch und deshalb zu empfehlen. Anstreicher bekanntgegebenen Bericht vom Provinzialtag zu Stettin, und führte des Weiteren aus, daß der Grund der großen Arbeitslosigkeit nur darin zu suchen ist, daß die Kollegen unter sich selbst un einig sind, bezw. noch zu sehr der Organisation fern stehen. Bei spielsweise herrschen in den Ost- und Westprovinzen Mißstände, welche in feiner anderen Provinz angetroffen würden. Troßdem hätten sich die dortigen Kollegen nicht am Provinzialtag be Sinrichtung. In Valence( Frankreich) wurde ein theiligt, obwohl derfelbe hauptsächlich ihretwegen einberufen Deutscher bingerichtet, den man für identisch mit dem Deutschen worden sei. Die Entschädigung der Delegirten zum Provinzialtag Hadel hielt, welcher einen Trappistenpater ermordet hat. Der mit 9 M. wurde nach längerer Debatte einstimmig gutgeheißen. Berurtheilte zeigte auf dem Schaffot außerordentliche Kaltblütig Kollege Schüler führte dann an, daß er vom Provinzialtag feit und verlangte noch, daß man eine Autopsie feines Leichnams mit der Ausarbeitung eines speziell für die Lackirer bestimmten vornehme, damit man sehe, daß er nicht Hadel sei. " in zehn Jahren einen Fonds von 18 000 000. ansammeln, um Sorge tragen zu wollen." so stets das ganze sämmtliche Invaliden- und Altersrenten darstellende Kapital zur Verfügung zu haben. Versammlungen. Der Bau- Arbeiter- Verein der Rosenthaler Vorstadt ehrte in seiner Versammlung am 26. Juni das Andenken des verstorbenen Kollegen Alwin Saarmann in der üblichen Weise und nahm dann die Abrechnung pro Februar und März entgegen, welche für richtig befunden wurde. Im sozialdemokratischen Verein„ Vorwärts" zu Rigdorf sprach am 28. Juni Genosse Julius Türt vor einer gutbesuchten Vermischtes. Arbeiter- Bildungsschule Gr. Sommerfest Am Sonntag, den 24. Juli: Gr. Volks- Fest aus dem Mittelalter d. 19. Jahrhunderts, im Müggelschlößchen", Friedrichshagen, unter Mitwirkung von 10 Gefang Vereinen, Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes. Der Auszug der Nörgeler frei nach Spangenberg. Lebende Bilder auf dem Waffer. Eugen Richter's Zukunftsbilder. Mechanisches Wachsfiguren- Kabinet. Naturalien Museum. Verloosung von wissenschaftlichen Werken. Konzert und Voltsbelustigungen aller Art. Billets à 25 Big., giltig für die Ueberfahrt, find in allen Zahlstellen und in den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. Außerdem machen wir darauf aufmerksam, daß wir mit der Dampfstraßenbahn- Gesellschaft ein Abkommen getroffen haben, wonach die Hinund Retourfahrt 15# 7. toftet. Gleichzeitig findet die Eröffnung des extra zu diesem Zweck erbauten 200 Quadratmeter großen Pariser Tanzbodens statt. Der Vorstand. veranstaltet von den Parteigenossen des V. Berl. ReichstagsWahlkreises am Sonntag, den 10. Juli, in der Brauerei Friedrichshain am Königsthor. Orts- Krankenkasse ber Handschuhmacher und verw. Gewerbe zu Berlin. Bekanntmachung. Mit Genehmigung des Bezirks- Aus Schuffes vom 15. Juni d. J. treten folgende Aenderungen des Statuts ein: I. 8u§ 29: Die wöchentlichen Beiträge betragen Gr. Instrumental- Konzert u. Gesangsvorträge für die legtere ausgeführt von mehreren Gesangvereinen( M. d. Arb.-S.). Verschiedene Volksbeluftigungen und Kegelschieben. E Abends: Kinder- Fackelpolonaise. Im Saale von 7 Uhr ab: Großer Ball. Entree 25 Pf. Billets find in allen mit Blakaten belegten Handlungen 1. bei den Komiteemitgliedern Friz Berndt, N. Schönhauferstr. 18; Fr. Krüger, Sirtenstr. 10( Destillation); Rob. Drescher, Linienstr. 50, zu haben. 852/18 Das Komitee. Achtung! Maler! 1. Klaffe 2. 3. " 4. " 2. Bu§ 62: . 45 Bf. 27" 24 18 " 966 b Alle die Raffe betreffenden Bekannt machungen werden im Vorwärts", Berliner Volksblatt, erlaffen. NB. Wortlaut stehe Nachtrag 4 des Statuts. Berlin, den 10. Juli 1892, Vorstand. 488/15 Gr. Generalversammlung der Filiale 1.( Süd) ges. Berthold Hollubarsch, Borfigenber. Der Beerdigungs- Verein Berliner Zimmerlente feiert sein 15. Stiftungs- Felt am Sonnabend, den 16. Juli 1892 in Th. Keller's Hoffäger, Hasenhaide bestehend in Konzert, Gesang, komischen Vorträgen und Ball, wozu die Mitglieder und Freunde des Vereins eingeladen und gebeten werden, recht zahlreich zu erscheinen. Die Baufen werden vom Gefangverein ,, Kreuzberg"( M. b. A.-S.-B.) unter Leitung feines Dirigenten Herrn Bombelke ausgeführt. Abends findet großer Fackeling durch den Garten statt, wozu die Kinder am Eingang eine Stoclaterne gratis erhalten. Anfang des Konzerts 5 Uhr. Programme à 20 Pf., Kinder frei, find bei den unterzeichneten Romite emitgliedern und an der Kasse zu haben. Jm Saale: Grosser Sommernachtsball. 212/5 am Mittwoch, den 13. Juli cr., Abends 81/2 Uhr, bei Gründel, Dresdener- Straße 116, Tages- Ordnung: 1. Vierteljahres- Bericht. 2. Vortrag. 3. Filial- Angelegenheiten. Um recht pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Fachver. der Klempner Berlins u. Umgegend. Ordentliche Generalversammlung 8. am Dienstag, den 12. Juli 1892, Abends 8 Uhr, bei Boly, früher Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: 1. Borstands- und Situationsbericht des Vereins. M 2. Diskussion. Zentral- Kranken- u. Sterbelasse der Maler ( Filiale IV Berlin W). Montag, b. 11. Juft, abends 8/3 1hr Versammlung. L.- D.: 1. Raffenbericht. 2. Bericht der Delegirten. 3. Lokalfrage. 4. Ber schiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird ge 220/8 Rassenbericht. 4. Bericht der Arbeitsnachweis Rommission. 5. Wahl des beten. gesaminten Borstands und der Kommissionen. 6. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. 500/1 Fachverein der Fachverein der Firmenschilder Branche. Versammlung Herren, welche daran Theil nehmen, zahlen 50 Pf., Damen 10 pr. nach. Klebb, Mariendorferstr. 2, Gie che, Andreasstr. 59, 3 Tr., Girte, Adalbertstr. 81, vorn part., Mahn, Mariannenstr. 29, 3 Tr., Dorn, Belforterstr. 20, 8 Tr., Bremer, Stromstr. 86, Seitenfl. 2 Tr., Dietrich, glieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. am Dienstag, den 12. Juli cr., Abends 8 Uhr, in Stachel's Restaurant. Raupachstr. 6, Hof geradezu. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Neue MitFreie Vereinigung der Papierindustrie. Sonntag, den 10. Juli, Nach mittags 3 thr: Geselliges Bei sammensein, verbunden mit Tanz und großem Kaffeekochen bei Kuhlmey Schönhauser Allee 28. NB. Die beabsichtigte Damenpartie findet nicht statt. 267/9 Willibald- Alerisstr. 40, Quergeb. 2 Tr., Gruse, Höchstestr. 18, Schacht, Pflicht eines jeden Mitgliedes ist pünktlich zu erscheinen. Quittungs- Deffentliche Versammlung Prenzlauer Allee 282. Außerdem bei den Herren Würtemberg, Teltower- buch mitbringen. straße 84 und Banbelow, Langestr. 18, im Restaurant. Das Komiter. J. A.: Augußt Klebb, Mariendorferstr. 2. 850/11 Avis! Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 3 Uhr an geöffnet. Achtung! Achtung! Moabit. Achtung! [ 678b] Reinickendorf! Sonntag, den 24. Juli, Der Vorstand. Achtung! in Böttcher's Seeschlösschen, Markstr. 1-2: Große öffentl. Volksversammlung Großes sozialdemokratisches Boltsfest. am Mittwoch, den 13. Juli 1892, Abends 8 Uhr, in der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-48. Zagesordnung: 1. Werdirbt Politik den Charakter? Referent Stadtv. Herr Vogtherr. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Frauen sind besonders zu dieser Versammlung eingeladen. Der Vertrauensmann. der 478/11 Cigarrenhändler Berlins und Umgegend am Montag, 11. Juli, Nachm. 2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung: 1. Warum müffen wir uns organisiren? 2. Ev. Gründung eines Vereins. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Er scheinen ersucht Der Einberufer. Grosses Vokal- u. Instrumental- Konzert ausgeführt v. Berufsmusikern, unter Mitwirkung des Säugerchors der Töpfer Achtung! ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). 484/6 Allg. Arbeiterinnen- Verein. Festrede. Vorträge. Kasperle- Theater. Lebendes Bild. Kinder- Beluftigungen. Heute groß. Ausflug nach Friedrichshagen Anfang 3 hr. Billets 20 Bf. 963b fünften Wahlkreises. Müggelschlößchen). Treffpunkt Schlef Bahnhof früh 1/8 Uhr. Rege Theil Freundlichst eingeladen werden hierzu die Genoffen des fechften und nahme der Mitglieder sowie von Gäften. Die Raffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. E Das Komitee. erwünscht. 486/7 Ich habe keine Filialen und stehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Achtung! Das Herren- u. Knaben- Garderoben- Geschäft Königsbank, Grosse Frankfurter Strasse No. 117. Großer Umjah. von J. BAER, Berlin N., Kleiner Nutzen. nur Gesundbrunnen, Badstraße 18, empfiehlt, wie hinlänglich bekannt, seine in jeder Beziehung nur reellen Waaren, in neuesten Mustern und großartiger Auswahl. Sonntag, den 10. Juli 1892: II. Stiftungs- Fest bes Vereins Deutscher Schuhmacher ( 3ahlstelle Berlin) bestehend in Vocal- u. Instrumental- Concert ausgeführt von Berufsmusikern. Unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Kornblume", Mitglied des ArbeiterSängerbundes, unter Leitung seines Dirigenten Herrn F. Patscan. Wilhelm Liebknecht. Im Saale: Großer Ball. Eleg. Kammgarnanzüge 24, 27, 30, 33-42 M. Die Festrede hält der Reichstags= Abgeordnete Genosse Elegante Paletots 16, 18, 20, 24-30 M. Eleg. Jadetanzüge 19, 21, 24, 27-36 M. Elegante Hosen 5,25, 6, 7, 8, 9, 10-15 M. Reizende Knaben- Anzüge und-Paletots in jeder Größe und neuesten Façons. Arbeitssachen, äußerst dauerhaft gearbeitet, in jeder Preislage. Zu Bestellungen nach Maaß empfehle mein grosses Lager in- und ausländiEleganter fcher Stoffe in solidester Reelle Be Sig. Ausführung und zu allerbilligsten Preisen. dienung. am OranienZahnarzt Robert Wolf, Chausseestr. 123, burger Thor. Künstliche Zähne von 2 M. an, Plomben von 1,50 M. an, Schmerzloses Zahnziehen 1 M. Kassenmitglieder zahlen Kassenpreise. Sprechstunde von 8-7 hr. E Vereinsabzeichen, Fahnen und Banner, 2675L Schleifen, Tanzbänder und Tanzblumen, Schilder, Stempel, Schablonen und Gravirungen etc. empfiehlt den Genoffen Gustav Kleist, Waldemar- Straße 48. 2720L Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Gröffnung 2 Uhr. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Programme find zu haben im Verkehrslokal bei Herrn Gründel Dresdenerstr. 116, und bei den Kollegen Bapte, Manteuffelstr. 81, Keller A. Fleischer, Höchſteſtr. 11, II.;& enz. Auguftstr. 3a, Sof prt.; Rörtel Forsterstr. 7, Keller, und in allen mit Plakaten belegten Lokalen. Zu zahlreichem Besuch ladet ein 294/6 Das Komitee. NB. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Saale statt. Achtung! Schuhmacher! ,, Elysium", Landsberger Allee 39-41. Montag, den 11. Juli 1892: Großes Sommerfest des Vereins zur Wahrg. d. Interessen der Schuhmacher. Von 3 Uhr ab: Grosses Garten- Konzert, unter Mitwirkung des Gesangvereins Freier Männerchor".- VolksBeluftigungen aller Art. Bei Bei einbrechender Dunkelheit KinderFachelzug, Bonbonregen, sowie großes Feuerwerk. Die Raffeeküche ist von 4 Uhr ab geöffnet. Bou 7 Uhr ab im prachtvoll dekorirten Saal: Grosser Sommernachts- Ball. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Charlottenburg. Billets à 25 Pfg. sind zu haben bei den Kollegen Pluschte, Wilsnackerftraße 42, Hof 1 Tr.; Mat, Wilsnackerstr. 42, Hof 1 Tr.; Sündermann, Franzstr. 8, Hof 4 Tr.; Landgraf, Neuenburgerstr. 17a, Hof 3 Tr.; Jätschmann, Oranienftr. 175, 3 Tr.; Tomatschef, Georgenkirchfir. 57, Hof 4 Tr. Um recht zahlreiches Erscheinen der Kollegen und Genossen ersucht Das Komitee. Wallstr. 46, Brauerei Gambrinus, Bismarckstr. 23, empfiehlt helles Lagerbier( Gambrinusbräu) und dunkles Versandtbier 278/5 ( Gambrinusversandt). Zu herabgesetzten Preisen verkauft der vorgerückten Saison wegen der 2826L Kleider- Baron, Belthans für fertige Herren- u. Knaben- Bekleidung, 59, Landsbergerstraße 59, direkte Ecke des Georgenkirch- Platzes, sein reich assortirtes Lager unter nachstehendem Preisfourant: Ueber 12 000 englische Jaquet- und Rock Anzüge 6, 8, 10, 12, 15, 18, 22, 24 M. Brima. 15 000 Sommer Baletots jetzt im Ausverkauf zu halben Preisen 6, 8, 10, 12, 15, 20 Mark Prima. 6000 Sofen und Westen 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10 M. Prima. Wasserdichte Staub- und Reisemäntel von 3 M. an, Havelocks- und Pellerinen- Mäntel von 8 M. an. Engl. Touristen- und Reise- Anzüge von 5, 6, 8, 10, 12 M. Prima Alpacca- und Turutuch- Jaquets( prämiirt als Hinableiter) von 1 M. an. Ruaben und Burschen- Anzüge jent spottbillig. Sonntags geöffnet früh von 7-10 und Mittags von 12-2 Uhr. 2717L Billigste und reellite Einkaufsquelle Berlins. Das Beste für den denkbar billigsten Preis. Achtung! Filzschuh- Arbeiter! Konzert- Park ,, Viktoria" Frankfurter Allee 72. Größtes und schönstes Etablisse ment im Osten Berlins, mit prächtig schattigem Garten und großen Sälen.[ 24972 Jeden Sonntag E Konzert, Vorstellung, Ball. Entree im Vorverkauf 10 Pf. Wochentags Frei- Konzert. Raffeeküche täglich von 2 Uhr. Weiß- Bier! Bairisch Bier 0,4 Liter 15 Pf. = Seeschlößchen Reinickendorf. Nächster Ausflugsort von Berlin. 2 gr. Gärten. 2 verdeckte Regelbahnen. Große Kaffeeküche. Volksbeluftigungen. Tanzkränzchen. Vereinen besonders zur Veranstaltung von Vergnügungen zu empfehlen. Böttcher, Restaur. Hermannshöhe, Rixdorf, Hermannstraße 167. Jeden Montag und Donnerstag: Ausschieben auf Kegelbahn und Billard: Wurst, Schinken, Uhren, Wild und Geflügel. Alle Freunde und Genossen ladet er gebenft ein 682b F. Jaroszowsky, Restaurateur. 1 Glas Bier toftet 10 Pfennig. 1 große Weiße 20 " Die beste Weiße im Norden( ohne Wasserzufat) giebt's im ,, Zukunftsstaat", Kastanien- Allee Nr. 35. 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