Nr. 162. Gscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. In der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Inserttons- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonna und Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernsprech- Anschlug: Auit I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Musterstätten der Arbeiterfürforge. Donnerstag, den 14. Juli 1892. , nüßliche" Neuerung denken. Die vierzehntägige LohnExpedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. zahlung macht den Schreibern auf den Staatsbahn Politische Meberlicht. bureaus entfchieden zu viel Arbeit. Man bebente doch auch nur, wieviel Federn, Tinte, Papier und Zeit damit unnüt Berlin, den 13. Juli. Es war ein großes Wort, das der Kaiser zu Beginn vertrödelt wird! Bekommt der Arbeiter seinen Lohn nur Von der konservativen Programmrevision. Seit ber„ neuen Aera" aussprach: Die Staatswerkstätten einmal im Monat hingeworfen und borgt er auf diese Weise Monaten ist von der Neugestaltung des konservativen Brosollen Muſterſtätten der Arbeiterfürsorge sein. Er muß die dem Staate vier Wochen lang das verdiente Geld, so ist eine gramms die Rede, obwohl es in der Hauptsache recht gleichnatürlichen Schwierigkeiten welche sich der praktischen neue" Sparsamkeitsreform" durchgeführt. Der Materialien- giltig ist, wann der alte Heringssalat der Ritterschaft der Durchführung eines solchen Sates in unserer kapitalistischen verbrauch vermindert sich im Jahre um so und so schimmligen Bergangenheit ein wenig anders aufgeputzt Wirthschaft entgegenstellen, nicht so gekannt haben. Jeden viel Bogen Papier, Fläschchen Tinte, Stahlfedern, Streu- wird, als bisher. Wiel Bein macht den Weisen der Junkerfalls auch in sand oder Löschpapier. Das muß wohl beachtet werden. fchaft die Judenfrage". Theoretisch ist der Geldjude ihnen Preußen Dasjenige geblieben, was sie fast überall waren: Vielleicht hat man sogar die Ausschüsse der Eisenbahn- gar sehr verhaßt, praktisch leiht er ihnen Geld auf HypoAusbeutungsanstalten, wie jedes Privatunternehmen auch. arbeiter über die wichtige Reform gefragt und dieselben theken und Wechsel oder verheirathet seine Töchter an sie. In Preußen ist zum Beispiel jetzt nicht einmal haben fämmtlich zugestimmt. Bei ihrer Beschaffenheit wäre In der Kreuz- Zeitung"( Nr. 321 vom 13. Juli) wird über fünfprozentigen Lohnzuschlag für für die es nicht unmöglich. Eisenbahn- Werkstättenarbeiter etwas zu hören gewesen; die Anforderungen, die unsere Zeit an das Programm der Doch Scherz und Ironie beiseite! Bewahrheitet sich deutschen Konservativen stellt, langathmig geschrieben. Es wie ihn die bayerischen Arbeiter gleicher Kategorie die Nachricht der" Frankfurter Zeitung", so stünden die heißt dort:" Frei von unchristlichem Haß, aber offenen letzten Sonnabend angesichts der Theuerungsverhältnisse Arbeiter wieder einmal vor einem„ Muster staatlicher Für Blicks für den zersetzenden Einfluß, den das Judenthum auf Im Gegentheil: aus rheinischen sorge", das der bisherigen würdig wäre. Und aus guter die Denkungsart weiter Kreise in sittlicher, wirthschaftlicher Direktionsbezirken und dem Saar- Kohlenrevier werden neuer- Quelle scheint die Melbung zu stammen, denn ihre übrigen und finanzieller Hinsicht gewonnen hat, muß die konservative dings Mittheilungen gemacht, die darauf schließen lassen, Angaben sind richtig. In der That hat man die Partei ihre ganze Kraft baran sehen, diesen schädlichen Eindaß den Staatsarbeitern sogar Lohnkürzungen bevorstehen,„ Reform" schon früher vereinzelt eingeführt. In den fluß durch gesetzgeberische Maßnahmen, welche deutsche Treue während die preußischen Fabrikinspektoren eben berichten, bekannten, von einer wissenschaftlichen Gesellschaft heraus- und Redlichkeit wieder zur Geltung bringen, zu beseitigen daß bei ben jeßigen Lebensmittelpreisen ein Arbeiter mit gegebenen" Frankfurter Arbeiterbudgets" heißt es mit und dafür zu sorgen, daß das Prinzip des christlichen ſeinem Verdienst gerade nur die äußerste Nothdurft fristen Bezug auf den Haushalt eines dortigen Eisenbahnarbeiters: Staates auch namentlich bei der Beſegung aller autovon einem ausgezahlt erhielten. tönne. Im Anfange des Beobachtungsjahres( 1888) erfolgte die ritativen Stellungen zur Geltung tomme." In der Dafür haben die preußischen Staatsbahnarbeiter freilich Cohnzahlung in 14 tägigen Perioden. Plöglich im Laufe That, ein häuslicher Streit zwischen feudalen und Frühjahr eingeführten Arbeiterausschüsse. eine unendlich„ arbeiterfreundliche" Einrichtung, die in diesem des Jahres wurde der Lohn nur jeden Monat ausbezahlt, beschnittenen Hebräern, zwischen adeligen und jüdis Nur und man kann sich denken, wie störend diese Einrichtung, schen Spekulanten, Jobbern, Grundeigenthümern, eine hört offen- die den Beamten vielleicht Erleichterung, den Arbeitern niedliche Auseinandersetzung darüber, wer den Löwenbar, wozu sie beſtimmt waren, den, Echlaf des Gerechten. aber die Nothwendigkeit brachte, doppelten antheil an der Beute erhalten, wer im öffentlichen Leben Und um etwas Abwechslung in das eintönige Dasein der Kredit in Anspruch zu nehmen, auf die Arbeiter die erſte Geige spielen soll. Judeß die Fuselbarone Gedulder fiskalischer Profitsucht zu bringen, durchläuft familien wirkte. Es wäre interessant au wissen, ob diese find die unübertrefflichen Muster deutscher Treue die Staatswerkstätten jetzt eine andere Nachricht. Sie wird Neueinrichtung nach Befragen der Arbeiter und mit deren und Redlichkeit". Treue" bewiesen sie z. B., als fie 1806 lautet: Wie man in Arbeiterkreisen wissen will, wird auch wurde." der Frankfurter Zeitung" aus Elberfeld mitgetheilt und Bustimmung erfolgte, oder ohne sie einfach eingeführt feig und verrätherisch eine preußische Festung, einen WaffenDie Verfasser der Frankfurter Arbeiterplatz nach dem andern den Franzosen überlieferten und um hätten nur an die richtige Quelle gehen und den„ korsischen Emporkömmling" so knechtselig schmaroßten, verwaltungen demnächst eine einmalige – statt der bei der Eisenbahndirektion anfragen sollen sie hätten wie vorher um König Saul aus Kanonenland und seinen bisher üblichen zweimaligen Lohnabfertigung im jedenfalls eine sehr deutliche Antwort zur Aufnahme in ihre Nachfolger. Redlichkeit" bewiesen sie, als sie bei dem bes Monat e eingeführt werden, mit der Maßgabe allerdings, wissenschaftliche Darstellung erhalten. Damals wie heute scheren rufenen Wert der preußischen Bauernbefreiung die Landlente daß den Arbeitern, die einen besonderen Antrag stellen, in sich viele Verwaltungen der Staatsbetriebe den Teufel um die plünderten und schoren, Redlichkeit auch, als, fie um der Mitte des Monats eine Abſchlagszahlung gewährt Interessen der Arbeiter. Auch die zahme Remonstration in die Wette mit den semitischen Gründern die schmußigsten werden soll. In den Direktionsbezirken Berlin, Frankfurt den" Frankfurter Arbeiterbudgets" hat Nichts genützt. und schäbigsten Gründungen der Milliardenjahre ins Werk am Main und Erfurt ist dieses Verfahren schon seit Obgleich die„ Reform" gleichbedeutend mit der Beförderung seßten und mit ihren erlauchten Namen deckten. Der längerer Zeit gebräuchlich, vermuthlich soll es nun- der Borgwirthschaft und noch schlechterem Auskommen bei Bauer", liest man in der„ Kreuz- Zeitung",„ und überhaupt mehr in sämmtlichen auberen Bezirken den Staatsarbeitern ist, wird sie der Bureaukratie zu Liebe der Landmann ist in Bezug auf seine Erzeugniſſe gegen die ebenfalls zur Einführung kommen. der Arbeiter scheint diese Neuerung im geführt. Vielleicht hilft diese Mahnung in letzter Stunde; das Brotgetreide ist vor börsenmäßiger Spekulation zu be Allgemeinen nicht zu finden, fie würden jedenfalls das bis- och haben wir keine große Hoffnung. Denn im Staats wahren." Hat der Bauer- die mit Blut geschriebene Geherige Berfahren vorziehen, meinen aber, die einmalige Ab- betrieb herrscht neben der Bureaukratie ja auch noch die schichte des deutschen Landvolks, die auf jedem Blatt von werden und zwar aus Sparsamkeitsrücksichten." Soweit nehmen, obwohl die Staatsiverkstätten rechnung würde auch gegen ihren Widerspruch durchgeführt Sucht nach Profit, wie in jedem privatkapitalistischen Unter dem Landraub, der Gewaltherrschaft, den Missethaten des -" Musterstätten Adels erzählt, ist deß sicheres Zeugniß giebt es, so die Nachricht, und man ersieht aus ihr, daß es immer noch der Arbeiterfürsorge" sein sollten. fragen wir, beffere Freunde des Bauern, als die Junker? Er, der vom Getreidezoll keinen Nußen hat, wird vors geschoben, damit der Landmann" lies der Groß Beifall Den wahrscheinlich in allen preußischen Staatswerkstätten ein- billiger produzirende ausländische Konkurrenz zu schützen, Leute in der fiskalischen Arbeitsverwaltung giebt, die den alten Schlendrian hassen und dann und wann' mal an eine Feuilleton. Nadbrud verboten.) Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. Dann setzte er leise hinzu: Vor allen Dingen sprich nicht mit ihr. ( 12 Es ist Toubeau, sagte Babette, einen leisen Seufzer der Besorgniß unterdrückend. Er will wahrscheinlich etwas fagen. Jacquemin erhob sich und öffnete die Thür. Der Kranke hatte die Augen weit offen und schien etwas lebendiger geworden zu sein. Der Steiger näherte sich ihm und fragte mit einer Stimme, wie man zu einem Sterbenden spricht: Hast Du Durst? bald erschien er wüthend, bald nur geistesgestört. Zuweilen hatte man versucht, ihm vernünftig zuzureden, wenn er seine wilde Erregung nicht bewältigen konnte. Oft genug waren die Kinder vor ihm davongelaufen, wenn sie seiner ansichtig wurden, denn er sah schrecklich aus. Uebrigens war keines von Beiden sein gewöhnlicher Zustand. Vielmehr erschien er so nur bei selten auftretenden Anfällen. Gewöhnlich lebte er in einer Art eigenthümlichen Stumpffinus mit einem traurigen Lächeln auf den weitgeöffneten unsteten Augen, als ob er etwas fuche; dieser arme Mensch mit seinem bartlosen, blassen Gesicht, der langen Nase und dem großen, grinsenden Munde. Sein Der Verwundete schien nicht zu verstehen und Jacquemin Lippen dahin. Er glogte vor sich hin mit seinen fügte hinzu: Hast Du Schmerzen? Diesmal konnte man in Toubeau's Augen ein Aufnichts von dem, was sie sagt, und sie würde nichts von dem tönnen, Ausdruck zu geben schien und zugleich das Bestreben trugen dünne Beine, dabei war sein Rüden gekrümmt und so verstehe ich leuchten zu mageren Körper verstehen, was ich sagte. Freilich! Das würde doch komisch sein! Und das junge Mädchen lachte. Lache doch nicht so laut, der Arzt hat jeden Lärm verboten. find. Dann fragte er noch: Was hat sie zu Dir gefagt? Die Alte? fundgab, nach einer bestimmten Richtung hin zu sehen. die Brust hohl. Das langgezogene Gesicht hatte beinahe Das brachte Jacquemin sofort auf einen Gedanken. Er gar keine Stirne aufzuweisen; es war vom Kohlenstaub fast zeigte auf die Thür und sagte mit Nachdruck: ganz geschwärzt und nur von zwei grellen Bligen erhellt, Es wäre Dir lieb, wenn die Thür offen bliebe? welche aus den Augen hervorfunkelten, und von dem Bei diesen Worten hellte sich das Gesicht des Kranken Munde, wie von einer dicken rothen Linie zertheilt, der auf und in seinen Zügen wurde eine Anstrengung wahr einer blutigen Wunde glich. Toubeau, der im Dunkel nehmbar, als ob er ja sagen wolle. Jacquemin verstand ihn, empfangen ward, sah aus, wie ein Kind der Finsterniß. kehrte in das Wohnzimmer zurück und ließ die Thüre Man fonnte in diesem stupiden Blicke, in diesem Hirn, das offen. Das war das erste Mal in drei Wochen, daß sich keine Gedanken erleuchteten, in dem herzzerreißenden öden bei dem Schlepper die Andeutung einer Gedankensprache Lächeln, die Schrecken der sinnbetäubenden Ratastrophe und ữa, sie Ghi... Chi... Ich weiß nicht, ich glaube, daß es schreckliche Dinge offenbarte. In der darauffolgenden Nacht, als Jacquemin die Finsterniß der Schluchten unter der Erde wieder finden. fieht aus wie ein wildes Thier. Sie Schweige! aufstand, um nach ihm zu sehen, lag er mit geschloffenen Das war eines jener beklagenswerthen Geschöpfe, die auf Augen da und schien in einen glücklichen Schlaf verfallen den Wegen im Hennegau und Borinage umherirren. Den Müttern hat die Sonne gefehlt, den Kindern fehlt der Verstand. Am anderen Tag hat sie mir die Zähne gefletscht. Ich zu sein. habe davon geträumt Der Steiger unterbrach seine Tochter. Höre auf! Ein Seufzer ertönte aus dem Nebenzimmer. Vor dem Unglück, das Toubeau betroffen hatte, war Jndessen in solch einem umnachteten Geist, in diesen verdüsterten er eines jener elenden Wesen, denen man oft genug unter Naturen kann zuweilen noch ein Lichtstrahl Eingang finden, den Grubenarbeitern begegnet, zugleich wahnsinnig, blöd- und so empfand Zoubeau ein geheimnißvolles Entzücken, wenn finnig und wild. Er hatte etwas Hinterliftiges, Heimtückisches, er und sei es auch nur von ferne, Musit hörte, oder wenn grundbefizer Zur Meineidspeft. Die„ Germania" schreibt mit Bezug auf unsere, mit der vorstehenden Spizmarke versehene Notiz in der letzten Nummer: Neuem an die britischen Wähler appellirt wird, das wissen wir nicht und es ist uns auch gleichgiltig das Schwer gewicht der Situation liegt in der Thatsache, daß mit der allgemeinen Wahl des Sommers 1892 England in das Beichen des Achtstundentags eingetreten ist. Und in diesem Beichen werden die englischen Arbeiter siegen. berweilen an den Schutzöllen sich| Selbstabschlachtung nicht mehr blos ein persönlicher, sondern sucht, ob und wann das neue Parlament aufgelöst und von bereichert. Dem Handwerkerstande" will die fon- ein kulturgeschichtlicher Akt. fervative Partei die ernſteſte Fürsorge" widmen. Das Junkerthum hat schon vor mehreren Jahrhunderten be wiesen, wie es für das Handwerk sich absorgt. Einst blühte die Tuchmacherei im Kurfürstenthum Brandenburg. Allmälig wurde sie hart bedrängt durch den sächsischen Wettbewerb. Erwerbsbeslissen und geschäftsflug wie die adligen Herren von jeher waren, benutzten sie das ihnen zustehende Verkaufsrecht auf Wolle, um diesen Webstoff in Brandenburg aufzukaufen, dem heimischen Gewerbe zu entziehen und ihn an die sächsischen Tuchmacher zu verschachern. Mit schönen Worten wird der untergehende Kleinhandwerker von den Feudalen gelockt, um als Stimmvich zu dienen: im Uebrigen find sie Großkapitalisten vom reinsten Wasser. -W " In einer Besprechung der Klagen über die Zunahme der Meineide heißt es im Vorwärts":" Daß man, um einen Kameraden herauszureden, von der Wahrheit abweicht, ist zwar nicht zu billigen, aber doch auch kein Verbrechen, und gewiß lebt kein Mensch, der Solches nicht schon gethan hätte." Also ein Herausreden" eines Kameraden unter falschem Eide soll tein Verbrechen sein! " Aber wir befürworteten ja die Abschaffung des Eides für derartige Fälle. Und zwar gerade deshalb, weil dadurch eine Lappalie zu einem Verbrechen gemacht wird. Die neueste Depesche lautet: London, 13. Juli. Der Rücktritt des Rabinets Salisbury ist nunmehr endgiltig entschieden. Der„ Standard" prophezeit einen Zusammenbruch eines Rabinets Gladstone, sobald dieser die Homerule- Vorlage einbringe. Gladstone ist entschlossen, den Achtstundentag zu akzeptiren und sodann die Homerule Vorlage einzubringen. Das Wahl, resultat ist jetzt: 241 vereinigte Konservative, 257 Homeruler. Das Schicksal der Homerule ist nach wie vor zweifel haft; der Achtstundentag aber wird von den eng lischen Arbeitern errungen werden. V Die braven Gewerkvereinler! Unter dieser Spitzmarte theilten wir fürzlich( Nr. 157) eine Stelle aus dem Der Amnestie Antrag vor der französischen amtlichen Bericht für 1891 des königlich preußischen Kammer. In der französischen Deputirtenkammer ist der Die Gemeindeftenern in Spanien. Die Aufregung Gewerberathes für Breslau und Liegnitz mit, nach welcher tiefgründige Haß des Geldprobenthums gegen die Arbeiter unter der katalonischen Bevölkerung dauert fort und täglich die Gewerkvereinler einer dortigen Porzellanfabrik unter bewegung wieder einmal zum Ausdruck gekommen. Der werden neue Unruhen gemeldet. Am 12. Juli stürmte die Buhilfenahme ihres Berliner juristischen Beirathes", wie der Amnestie- Antrag wurde mit 253 gegen 98 Stimmen Menge die Bürgermeisterei von Dros, mißhandelte den Beamte ausdrücklich feststellte, den Entwurf einer abgelehnt. Ob Republik, ob Königthum, die Bürgerklasse Bürgermeister und steckte das Archiv in Brand. Sobald Arbeitsordnung ausgearbeitet hatten, deren Strafbestimist graufam wie ein Wolf gegen das kämpfende Proletariat, man die ungerechte Steuer auf die nothwendigen Lebensmungen sogar dem Arbeitgeber zu scharf" waren. Selbst dasselbe Proletariat, welches, wenn es siegreich war, gegen mittel aufhebt, wird die Masse sich beruhigen. verständlich kennzeichneten wir diese Jünger der Hirsch Duncker'schen Harmonieduselei ganz gehörig. Und siehe da -Herr Dr. Mar Hirsch, der Nährvater der deutschen Gewerkvereins"-Bewegung, wenn von einer solchen überhaupt noch in nennenswerthem Maße die Rede sein kann, fühlte fich gewaltig getroffen. Er schämt sich seiner einstigen Kinder und schreibt uns: seine Widersacher stets milde gewesen ist. Mit der Ablehnung der von der Arbeiterschaft geheischten Amnestie kam die dritte ordentliche Tagung der gegenwärtigen Gesetzgebungsperiode zu einem würdigen Schlusse. Auch ein König in der Vakanz. Wie die übrige Schuljugend, tritt auch der junge König von Serbien einen Erholungsurlaub an. Er besucht seinen Vater, der gegenwärtig in Ems sich„ erholt". Die Krisis in Belgien. Was zu erwarten war, ist eingetreten: die Klerikalen und die Liberalen haben sich aus Petersburg gemeldet: In ärztlichen Kreisen werden Von der Cholera. Der Kölnischen Zeitung" wird 1. Ich habe niemals bei Aufstellung einer Arbeits- dahin geeinigt, das allgemeine Wahlrecht nicht zu ge- Klagen darüber laut, daß es selbst in Petersburg an hinordnung mit Strafbestimmungen irgendwie Hilfe geleistet oder währen und der Arbeiterbewegung zu dessen Gunsten Wider- reichender Menge Desinfektionsmittel mangele, nur Chlor mitgewirkt. 2. An der Spitze der Nr. 10 bis 18 des Gewerk- stand zu leisten. An den Arbeitern ist es jetzt, mit allen talk sei vorhanden. Fast alle anderen Desinfektionsmittel vereins, Organ des Verbandes der deutschen Ge- ihnen zu Gebote stehenden Mitteln den Kampf zu führen, müssen vom Ausland bezogen werden, bei fortwährend werkvereine", befindet sich eine Artikelreihe, Die neuen und die Kräfte dergestalt zusammenzufassen und zu lenken, steigenden Preisen und hohem Einfuhrzoll." Arbeitsordnungen"( f. beifolgend), worin der gängliche daß ein, jeden Widerstand niederwerfender Druck von Außen" Wegfall von Strafbestimmungen empfohlen, gegen viele und " Parteinachrichten. harte Strafbestimmungen aber entschieden Front gemacht wird. geübt wird. Zu unserer Freude sehen wir, daß die belgischen Diefe Artikel sind von mir verfaßt. 3. Der frühere Gewerkverein Genoffen tüchtig an der Arbeit sind. Ueberall Versammlungen, der Porzellan 2c. Arbeiter hat, wie auch der Bor- Umzüge, Kundgebungen jeder Art. Und bei der Haltung wärts" f. 3. berichtet, im Ottober vorigen Jahres der Voltsmassen können die Machthaber sich keinen Augenden Austritt aus dem Verbande der deutschen Gewerk- blick darüber täuschen, daß die ungeheure Mehrzahl der vereine( Hirsch- Duncker) beschlossen". Staatsbürger das Allgemeine Wahlrecht verlangt. Ob sie Wiederum hat ein Staatsanwalt, diesmal ein Ham Bravo, Herr Dr. May Hirsch! Es freut uns außer es trotzdem aufs Aeußerste ankommen lassen werden? burger, in einer Gerichtsverhandlung die Sozialdemokratie als ordentlich, daß Sie, wie wir von unserem sozialistischen Von besonderem Interesse für uns ist, daß die Sozialisten 3üchterin des Meineide 3 charakterifirt. Dies geschah Standpunkt aus, mit solchen„ Gewerkvereinlern" auch nicht in ihren Resolutionen für das Allgemeine Wahlrecht auch in der Berhandlung des Hamburger Schwurgerichts am 12. Juli, entfernt etwas mehr zu thun haben wollen. So geht es die Beseitigung des Militarismus und die Unter- Die Sache, weswegen die Verhandlung stattfand, hat mit ſozial mit der Lehre von der Harmonie zwischen Kapital und drückung des verhaßten Kriegsdienstes"( suppression de demokratischen Dingen gar nichts zu thun, intereffirt uns also Arbeit". An ihren Früchten kann man sie hier erkennen! Ob l'odieuse service militaire) fordern. freilich Herr Dr. Max Hirsch die volle Konsequenz aus dieser Erfahrung mit seinen ehemaligen Kindern und mit einem juristischen Gewerkvereins- Beirath zieht, der unter den Augen des Alten in Berlin solche Dummheiten macht, das bezweifeln wir ein wenig. hier nicht. Nach dem Bericht des Hamburger„ Echo" nun wurde den Zeugen die Frage gestellt, ob sie Mitglieder der sozialdemo Die Bedeutung der englischen Wahlen. Ist auch fratischen Partei seien, was einige bejahten; und im Plaidoyer bemerkte dann der Staatsanwalt: Die meisten dieser Zeugen das Resultat noch nicht vollständig bekannt, und vermag feien Sozialdemokraten und halten sich infolge ihres Parteis auch heute noch keine der beiden ringenden Parteien zu sagen, programms() und vieler in den sozialdemokratischen Schriften(?) ob sie Siegerin ist oder Besiegte, so läßt sich doch die durch ausgesprochenen Grundsätze berechtigt, auf den geleisteten Gib die Neuwahlen geschaffene Lage bereits vollständig übersehen. unwahres sagen zu dürfen, da von der Partei der Eid Ein seltsamer Troft. Man spricht so viel von Es giebt in England feine regierungsfähige Mehrheit mehr als null und nichtig erklärt wird." Ihm, Er ist also ein großer Mann" trösten sich die die alten Parteien mit ihren alten Programmen find Es ist angesichts diefer fortwährenden unbegründeten hohe nicht anständigen Leute, die noch für Ihn schreiben. nicht mehr im Stande weiter zu wirthschaften. Die irische Berdächtigungen unferer Partei Nun wenn Er sich als Birtusclown engagiren ließe und Frage ist in den Hintergrund getreten und die soziale in Juſtizbehörde des Reiches den Staatsanwälten und sonstig herumreifte, oder wenn ihn der Staatsanwalt wegen der den Vordergrund. Leuten in dieser Beziehung den Redefluß hemmt. Andernfalls Die Homerule ist dem Achtſtundentag tönnte man es feinem Sozialdemokraten verdenken, wenn er unter dem Welfenfonds widerrechtlich entnommenen Summen und gewichen. Mögen die noch ausständigen Wahlen den denkbar Berufung auf jene Auffassung die Eidesleistung vers anderer unpolitischer Strafthaten am Kragen packte, dann günstigsten Berlauf für die Liberalen nehmen, an eine weigert. würde noch viel mehr von ihm gesprochen werden. Die Mehrheit für die Homerule ist nicht zu denken, und GladNichtanständigen müssen bedenken, daß es weder ein stone, der in früheren Zeiten erklärt hatte, durch die Home- Auflage wegen Hochverraths soll nach sächsischen Blättern Zeichen der Achtung noch der Bewunderung ist, wenn von rule würde„ England zertrümmert und vor der ganzen gegen diejenigen Personen eingeleitet sein, bei welchen in Halle Femand viel gesprochen wird. In den zwei Monaten Welt lächerlich gemacht", wird leichten Herzens das Wert- und in voriger Woche anarchistische Schriften gefunden wurden. von Mitte Mai bis Mitte Juni ist von Ravachol zehnmal Spielzeug wegwerfen, das ihm nichts mehr nützt. Unsere neuen Beit, daß die Breslauer Wer von unserer Seite mehr gesprochen worden als von Bismard, und jetzt Serren"( our new masters), wie ein liberaler Demagoge die tandivirt seitens der Freisinnigen Dr. Müller- Glogau, 3g Bur Reichstags- Nachwahl in Sagan Sprottau hat Ahlwardt eine mindestens ebenso große Zugkraft. Arbeiter genannt hat, melden sich; ein Wechsel ist ihnen net von Start Flemming's Verlag; früher war v. Bunsen ins Wenn wir die Selbstschändung und Selbstabschlachtung ausgestellt worden, ein etwas unbestimmter, formell nicht Auge gefaßt. Von unserer Seite kandidirt Stadtverordneter des Ex- Abgottes mit einer gewissen Aufmerksamkeit ver- ganz forretter Wechsel, allein immerhin ein Wechsel, und 3ubeil aus Berlin. Im Wahlkreise 2öwenberg ftellten bit folgen, so geschieht es nicht aus Intereffe für seine Person, nun sind sie da, präsentiren ihn und fordern Zahlung. Freifinnigen Dr. Ehlers, Chefredakteur der sondern weil der gesellschaftliche Fäulnißprozeß uns Bahlung von Herrn Gladstone? Nun, von der Re- Morgen- Beitung", als Kandidaten auf. interesfirt, den er so trefflich veranschaulicht. Die Selbst- gierung, und wenn Herr Gladstone sich weigert, dann kandidiren wird, ist noch nicht bekannt. schändung und Selbstabschlachtung eines beliebigen Hans ist Lord Salisbury da; und fintemalen der Wechseloder Kunz, Ravachol oder Bismarck läßt uns so falt, wie inhaber zu gleicher Zeit auch Exekutor ist, der den am 28. Dezember 1889 der Kalkbrennerei- Besitzer Herm. Drees Zu Verrätherdiensten gegen die Sozialdemokratie bot sich der Selbstmord einer Motte, die ins Licht fliegt, aber fäumigen Bahler zum Bahlen zwingen kann, und finte- in Grüne i. 2. der Polizei an. Die Märtische Arb.- 3tg. wenn dieser Hinz oder Kunz ein halbes Jahrhundert lang malen sowohl Gladstone als Salisbury zahlungsfähig sind, so wird der Wechsel gezahlt werden. Schreibens, das dieser biedere Westfälinger an den Gendarmen in der Regierung veröffentlicht in Nr. 80 vom 12. Juli 1892 den Inhalt eines der anerkannte Hauptvertreter des Kapitalismus in einem großen Kulturland war, so ist diese Selbstschändung und Ob Salisbury abdankt, ob er die Regierung fortzuführen Wolf in Iserlohn richtete. Danach erbot er sich, die Polizei nach * Jemand in seiner Nähe eine Melodie sang. Er blieb dann man zuweilen im Traume vernimmt. Sein Gemüth war Er hatte das Leben, das er geführt, die Personen und die stehen, riß die Augen weit auf und faltete seine Hände. so erleichtert, so frisch, wenn auch noch melancholisch gestimmt. Dinge, die ihn umgaben, vergessen. Er schien wieder an So war er immer gewesen, dieser Schlepper, der das Kind Er fühlte bei dem Liebe, das Babette diesen Morgen sang, gelangt auf dem Punkte, von dem das Kind ausgeht, und einer Wahnsinnigen war. Jetzt schien das Alles vorüber wie das Leben immer kräftiger wieder in ihm jich regte. man mußte ihn jetzt in der That wie ein Kind erziehen und nur ein ganz unentwickelter Mensch übrig geblieben. Das Geräusch, das vom Deffnen der Hausthüre her- Dank einem glücklichen räthselhaften Zufalle hatte dieselbe Als Jacquemin ihn schlafen sah, war er zuerst errührte, unterbrach bas junge Mädchen. Das war für Krise, die ihm die Grinnerung geraubt, auch seine geistige staunt, dann blieb er nachdenklich vor dem Schlafenden Toubeau als zerflöffe mit zauberhafter Geschwindigkeit sein Umnachtung zerstört. Allerdings hatten die dreißig Jahre stehen. Die abgezehrten Züge athmeten eine unbeschreibliche Paradies in's Nichts. Er stieß einen schwachen Schrei aus. welche er schon gelebt, gewisse Spuren hinterlassen, eine Ruhe und Unschuld. Ueber den geschlossenen Augen, die Beim Klange dieser Stimme, die Jacqnemin niemals gehört dunkle Borstellung langen fernen Duldens. Aber der arme tief in ihren Höhlen lagen, hingen die Augenlider wie hatte, war er eingetreten und näherte sich zitternd dem Echlepper erinnerte sich des Genaueren an nichts mehr. blaffe Flügel regungslos herab. Obwohl er nicht älter Stranfen. Weniger blaß und weniger verstört als sonst Bon seinem alten Leben in seiner elenden Behausung war, als dreißig Jahre, so hatte er doch schon Runzeln in lächelte Toubeau und sah ihn mit weit geöffneten Augen in der Nacht der Gruben, von dem unglücklichen Geschwäh seinem blaffen Geficht; aber die Züge des Schlafenden hatten an. Als Jacquemin fam streckte er einen seiner Arme aus seiner Mutter, von dem beleidigenden Lächeln, mit dem ihn ebenso viel vom Kinde wie vom Greise. und stammelte mit erhobenem Finger, mühsam die Lippen die anderen Bergleute, seine Kameraden, empfingen und vo Eine tiefe Bewegung ergriff Jacquemin. Er fühlte bewegend: den Steinen, die die Kinder ihm in den Weg warfen, war sich ebenso schmerzlich berührt, wie getröstet. Es be ihm nichts geblieben als der allgemeine Eindruck von Miß mächtigte sich seiner eine große Unruhe, Thränen( erfüllten Von diesem Tage an begann bei dem Schlepper die Ge- handlungen, von deren Grund er nichts mehr wußte. ſeine Augen, und es war ihm, als ob er in langen Zügen fundung. Er fing an zu verstehen und zu sprechen. Er rief er dann, beim Erwachen an diesem Morgen, sich in einen ein seltsam berauschendes Getränk schlürfte, von dem er nach Jacquemin. Einmal sprach er den Namen Babette aus. hübschen Zimmer nicht sagen fonnte, ob es schrecklich sei oder föstlich. Er Ein andermal bat er sie zu singen. Man sah, daß in ihm sichtern, betrachtete das wachsbleiche Gesicht, die frühzeitigen Runzeln, der Verſtand ſich zu regen begann. Indessen wunderte er wenn sie diese Mitleid erweckende Magerkeit, diese Schwäche, die zu sich noch nicht über die neuen Gesichter, die ihn umgaben, warum, unaussprechlich glücklich. einen sterbenden Menschen. das gleicher Beit erinnerte an ein neugeborenes Kind, wie an über die fremden Hände, die ihn bedienten, über das junge Für Jacquemin empfand er dieselbe Dankbarkeit wie ein ein schwerer Seufzer Jacquemin's Brust, nnd indem er plög- ihn pflegte; und über den Mann, der sich des Abends an Wenn ein Fremder diese Steinkohlengruben besucht, wundert Verwundeten. Musik. Als die zu ihm durch ihre Güte sprachen, auch be lich seine Hände vor die Augen preßte, fiel er, zitternd am sein Bett setzte. Jacquemin sprach immer von seiner Mutter, und hatte seine Schuhe tiffen und den Schuh dann an der Stelle, er sich über die Elenden, die sich ihm zu Füßen werfen, ganzen Leibe, auf die Knie, weinte bitterlich, und vergrub Sen Kopf in die Kissen des Bettes neben dem schlafenden mehrere Male angesichts des Kranken zu Babette gesagt: sie ihn mit ihrem Mund berührt haben, abwischen. Toubeau Hebe das für Ghilaine auf. hatte sich etwas von dieser sllavischen Unterwürfigkeit Spät am Morgen erwachte Toubeau. Er hatte die anklare Empfindung, als ob er zu einem besseren Leben auf- man bemerkte von einem Erinnern oder von irgend einer füßt, dieser aber hatte ihm verboten, das noch einmal et Aber Toubeau rührte sich nicht bei diesem Namen; wahrt. Eines Tages hatte er die Hand des Steigers ges erwedt ſei. Die Zöne schlugen nicht mehr so ganz ver- Gemüthsbewegung nichts. wonen an sein Dhr. Das Gefühl innerer Leere, der aus seinem Gedächtnisse gelöscht. Er hatte sogar seine konnte nicht hindern, daß jener seine Hand ergriff und Seine ganze Vergangenheit war thun. Toubeau gehorchte, jedoch nur zur Hälfte, und er Schwindel, den er empfunden hatte, war fast ganz verflogen, Mutter vergessen. Es giebt entsetzliche Erschütterungen, seinem Munde näherte, ohne sie indeß mit den Lippen und es schien ihm, als ob er in dem Hause eine Stimme denen der Körper widersteht, die aber allen Geist aus ihm berühren. Denn der Unglückliche glaubte wahrscheinlich fingen höre. Das, was bei Toubeau überraschen konnte, war, daß einflöße, und daß dieser damit ganz recht hätte. daß die Berührung seiner Lippen Jacquemin Widerwillen daß Toubeau es hören fönnte, trällerte bei der Arbeit ein Lied, er auf der einen Seite das Bewußtsein seiner früheren ( Fortsetzung folgt.) welches dem Kranten wie ein weitentfernter Gesang erschien. Existenz verloren hatte, dafür aber auf der anderen Seite Er glaubte eine jener himmlischen Stimmen zu hören, die einen Verstand gewonnen, wie er ihn nie vorher besessen hatte. Babette, die im Hinterzimmer war und nicht glaubte, 635 e 1000 n e en 3 er It e 1533232 er ie er te 1 ent ch ie 114 17. be Je e, te ne 9, 乌 וור 11 t 15 nt ch = 11 t. rt 1, C4 es er ie น ˇ n " bem Drte zu führen, wo angeblich die Sozialdemokraten sich ge- I wegen angeblicher Geheimbündelet verhaftet worden war, nach waggons den Angriff vorbereitet. Anarchisten, weldje bie Bes heim versammelten. Nur bat der tapfere Patriot Nur bat der tapfere Patriot denn nur mehr als fünfwöchentlicher Untersuchungshaft mangels jeglichen wegung für ihre Propaganda auszubenten versuchten, wurden ge aus patriotischer Pflicht" denunzirte er selbstverständlich- daß sein Thatbestandes wieder in Freiheit gefeßt. Daß die österreichische zwungen, die Stadt zu verlaffen. Unsere Ansicht, daß die UrName tieftes Geheimniß" bleibe. In dem Briefe befindet sich Freiheit" sich von der russischen kaum unterscheidet, ergiebt fich fache des Kampfes zwischen Polizei und Arbeitern nicht die noch die vielfagende Randbemerkung:" Wenn auch die Unter- aus Vorstehendem. tützung der Kriegervereine Nichts nuht, Schabet aber feinen Falls. Dann habe ich auch die Vorstandsmitglieder damit gemeint, oder auf dieser Weise bekäme mal Einsicht in die Gedanken der Vorstandsmitglieder? Ob patriotisch gesinnt?"- Der Denunziant war damals Präses des Untergrüner Kriegervereins. Nun, wir gratuliren den Kriegervereinen zu diesem Mitgliede! Es ist Fleisch von ihrem Fleisch, und Bein von ihrem Bein! Soziale Mebersicht. An die Delegirten der Berliner Streit Kontrollkommiffion! V Im Auftrage des gefchäftsführenden Ausschusses der Berl. Streit Kontrollkommission: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, Hof 1 Tr. " Das legteren waren, wird durch folgende Mittheilung der Frantf. Zeitung" bestätigt. Dieselbe schreibt im Abendblatt der Nr. 191 vom 9. Juli:" Es unterliegt feinem Zweifel mehr, daß die blutigen Rämpfe zwischen den Pinkerton'schen Privatpolizisten und Arbeitern in Homestead bei Pittsburg durch das Verfahren der Direttoren der Eisenwerke hervorgerufen wurden. Die Direktor en wollten die Löhne der geschicktesten Arbeiter in starker Weise herabsehen, und drohten mit deren Entlassung, wenn sie die Reduktion nicht annehmen wollten. Darauf erließen die Direktoren eine Be Tollfte Verfolgungssucht spricht aus einem Artikel, welchen bas Amtsblatt für Siebenlehn, Nossen und Umgebung darüber Genossen! Da Freitag Abend bei Deigmüller eine öffentliche der Eisen- und Stahlarbeiter fich gegenüber als nicht bestehend fanntmachung, worin sie ankündigten, daß sie den Gewerkverein verbrach, daß die Sozialdemokraten des 10. sächsischen Reichstags- Versammlung der Berliner Streit- Kontrollkommission stattfindet, betrachten. Sie weigerten sich, mit demselben in irgend welche Wahlkreises für den 17. Juli einen Ausflug nach Breitenbach in in welcher zu den Gewerbegerichts- Wahlen Stellung Verhandlungen zu treten. Auch eine Abordnung der Arbeiter zu den Sohr'schen Gasthof geplant und dies total von dem Wirth genommen werden soll, so ersucht der Unterzeichnete die Dele empfangen, lehnten die Direktoren der Jabrit ab. auch zugesagt erhalten haben, trotzdem derselbe zugleich Gemeinde- girten, sich bis zu dieser Versammlung möglichst genau darüber Schlimmste aber war, daß fie 300 Mann der Pinkerton- Privatvorstand in Breitenbach ist. Das wüthende Amtsblättlein schreibt zu informiren, wieviel Beschäftigte die von ihnen vertretene Ge- polizei, deren beide größten Bureaux fich in Newyork und Chicago barüber: Bei uns scheint man für das Gefährliche der Sozial- werkschaft zählt, damit auf Grund dieser Angaben festgestellt wer- befinden, und die sich zum größten Theil aus verkommenen Leuten demokratie, für ihre revolutionären, gesellschaftsstürzenden Be- ben kann, wie viel jede Gewerkschaft Kandidaten zur Gewerbe- rekrutiren, zum Schuße der ueuangeworbenen Arbeiter engagirten. strebungen tein Verständniß und Auge zu haben. Wie könnte gerichts- Wahl aufzustellen hat.( Näheres siehe Inserat Diese bewaffneten und halb stroIchartigen Pinkertones sonst geschehen, daß der Gemeindevorstand von Breitenbach, von heute.) Streitfräfte", sagt der( Newyorker) Herald" zutreffend, thun das Organ zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Zucht, der mehr, als nur die bedrohten Plätze zu schützen. Sie Partei des Umsturzes sein Lokal zur Verfügung stellt und sie veranlassen stets einen Rampf, sobald sie omfangen, bewirthet. Unbegreiflich für jeden, noch irgendwie von Ordnungs und ihre bloße Anwesenheit ist sofort ein Signal zu freigebigem finn durchbrungenen und auf Amtsehre haltenden Menschen, daß Gebrauch von Pulver und Kugel auf beiden Seiten, wie dies auch bei hier weder ein behördlicher noch moralischer Wint erfolgt!" An die Zimmerer Berlins und Umgegend! Der Gemeindevorstand von Breitenbach scheint demnach ein anRameraden! Da die letzte öffentliche Versammlung am ben großen Eisenbahnstreits in Pennsylvanien der Fall war. Eine Da die letzte öffentliche Versammlung am Bande gemietheter Privatdeteftivs, welche mit ſtändiger Mann zu sein. G3 würde uns freuen, wenn er den Sonntag, den 10. Juli, nicht genügend besucht war, um über die den besten Gewehren bewaffnet sind, Nachts auszusenden, hochwichtige Frage: Sind die Zimmerleute gewillt, den StundenDas könnte ihn in den Augen aller Vernünftigen nur ehren. rrückt gewordenen„ Ordnungs"-Fanatikern dauernd Trotz böte. on von 55 Bf. auf allen Bauten und Bläßen zu fordern, und war etwas Schlimmeres, als eine Nachlässigkeit, es war eine lohn welche Wege schlagen wir ein, um diese Forderung zur Durchgesetzwidrige und verbrecherische Handlung." land. In Schwarzburg- Rudolstadt besteht eine Ber: Bertrauensmänner beauftragt, in türzester Zeit noch eine öffent. Uebergabe der Polizisten in arger Weise an denselben vergriffen Zum Vereins- und Versammlungsrecht in Deutschführung zu bringen?" positive Beschlüsse zu fassen, wurden die Die aufgeregte Menge scheint sich dann allerdings nach der ordnung, deren§ 8 folgendermaßen lautet: Arbeiter- Bereine liche Versammlung mit derselben Tagesordnung in einen großen verschiedene Führer derfelben die Einstellung bes Stampfes gegen zu haben. In einer Massenversammlung der Arbeiter hatten Verbrüderungen, welche politische, sozialistische oder Saal einzuberufen. Nun, Kameraden, richten wir nochmals an Euch die ernste die auf den Booten im Flusse befindlichen Polizisten empfohlen, brianistische Zwecke verfolgen, werden andurch als ordnungs- Mahnung, in dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen, da es da fonſt Truppen erscheinen tönnten, gegen welche die Arbeiter widrig verboten." Es liegt auf der Hand, daß eine Berordnung, bocht nothwendig ist, daß dieselbe recht zahlreich besucht ist, weil unterliegen müßten. Es wurde vorgeschlagen, die Pinkerton'schen welche heutzutage politische Arbeitervereine sogar schlechtweg verbietet, Leute dem Sheriff zu übergeben und gegen sie eine Anklage auf so schleunig wie möglich abgeschafft werden muß. Darüber wer- Beschlüsse von weitgehender Bedeutung gefaßt werden sollen Mord zu erheben. Dieser Antrag fand Beifall und es begab sich ben alle politischen Parteien ausnahmslos dieselbe Meinung haben. und müssen, wenn wir den fortwährenden Lohnreduzirungen darauf eine Abordnung der Streifer auf die Kähne und verDieser Verordnung hat nun eine Behörde jenes Ländchens noch entgegentreten wollen. Bedenke jeder Zimmerer, daß, wenn wir eine Auslegung zu geben gewußt, die den Arbeiter politisch uns jetzt nicht regen, der bald heranrückende Winter um so ver- sprach den Polizisten sicheres Geleit, wenn sie ihre Waffen zurüdbalten würde. Der fürstliche Landrath Werner in Königsee ver- nochmals dringend, wacht auf und vertretet Gure Interessen, und Auf den Kähnen lagen 7 Detektivs todt bollständig rechtlos machen würde, wenn sie aufrecht er- hängnißvoller für uns werden wird. Darum ersuchen wir Euch lassen wollten. und 30 verwundet. Die Zusicherung sicheren Geleites erwies bot nämlich eine zum 10. Juli, Nachmittags 3 Uhr, nach Be indem Ihr Alle am Sonntag, den 17. Juli, in der Versammlung fich leider als unausführbar, denn auf dem Marsch nach dem endigung des Gottesdienstes in Mellenbach geplante Versammlung erscheint, welche bei Joel, Andreasstr. 21, stattfindet. Mit Gefängnisse wurden die Pinkerton'schen aufs Brutalſte don mit der Begründung, daß auch Arbeiterversammlungen mit bitten gleichzeitig, pünktlich um 10 Uhr zu erscheinen, da der Menge mißhandelt. Einige von ihnen waren so schwer gleichen Zweden"-wie sie in dem oben erwähnten§ 8 angeführt vielfach Beschwerden laut geworden sind, daß die Versammlungen verwundet, daß sie kaum gehen, gefchweige denn sich wehren als verboten gelten müssen, denn der weitere Begriff zu spät eröffnet werden. Um dem abzuhelfen wird die Ver- konnten. Vor dem Gebäude des Gewerkvereins der Eisen- und Berein" umfaßt auch den engeren Begriff„ Versammlung"." fammlung pünktlich um 10 Uhr eröffnet. Man muß so etwas lefen, um es für möglich zu halten. find Stablarbeiter mußten die Detektives ihre Hüte abnehmen und die Die Vertrauensmänner. auf dem Gebäude wehende Flagge begrüßen. Während dieser J. A.: E. Obst, Blumenthalstraße 8. Förmlichkeit wurden sie von den Weibern mit Stöcken und Regenschirmen unter Hohngeschrei geschlagen. Schließlich wurden In Mainz foll, wie die dortige Boltszeitung" hört, ein Bündniß sämmtlicher bürgerlichen Parteien abgeschlossen sein, Mufruf an die deutschen Drechsler und alle im fie für die Nacht in das Opernhaus gesperrt, ihre Rähne aber damit bei den Stadtverordneten Wahlen nicht etwa die schreckwurden von Streifern mit Del begossen und verbrannt. Die Drechslergewerbe beschäftigten Arbeiter Deutschlands! Die zentrale statistische Kommission der Vereinigung der Pinkerton'schen befinden sich jetzt im Gefängniß zu Pittsburg, wo lichen Sozialdemokraten ſiegen. Ein solches Bündniß wäre nur Drechsler und Berufsgenossen Deutschlands ist im Begriff, die ihnen der Prozeß gemacht werden foll. Jedenfalls sollte das natürlich. Demokraten, Freifinnige, Ultramontane, National- weite liberale, Sonſervative, fie spinnen auf Kosten der Arbeiter in alle zweite Statistik über Lohn- und Arbeitsverhältnisse im deutschen traurige Ereigniß den hochschutzöldnerischen Großindustriellen in ja denselben Faden. Drechslergewerbe in Angriff zu nehmen. Die statistischen Auf- den Vereinigten Staaten eine Warnung und den Gesetzgebern nahmen follen fich nun nicht nur auf die Mitglieder der Vereinigung, eine Mahnung sein, dem Unfug der„ Privat" polizei ein Ende zu Eine Versammlung von etwa 200 Parteigenoffen aus dem sondern möglichst auf alle Arbeiter im Drechslergewerbe erstrecken; denn machen." Wahlkreise Essen, die am Sonntag in Essen stattfand, ver- Urbeit und um so werth voller das gesammte Ergebnis. Um dies Weiter theilt die Kölnische Zeitung" mit: je mehr Material uns zur Verfügung steht, um so dankbarer ist die " Einzelne Polizisten sollen sich aus Furcht noch auf den urtheilte das Vorgehen des Herrn Jeup Gelsenkirchen und er- erreichen zu können, müssen wir Gelegenheit haben, uns mit Drechslern Schiffen selbst getödtet haben. Jim Ganzen find 284 Polizisten tannte an Stelle der von diesem herausgegebenen Beitung den in allen Orten, in denen unsere Organisation noch nicht vertreten ist, gefangen genommen worden. Nur mit Mühe ist es den in Dortmund erscheinenden Boltswillen" als Partei Organ an. in Verbindung zu sehen, um dieselben zur Betheiligung an Führern der Arbeiter gelungen, die eingeschlossenen Polizisten unferen statistischen Aufnahmen heranzuziehen. Wir richten daher zu retten. Sie legten in einer Versammlung ihren Genossen Den Boykott verbingen die Arbeiter Elberfelds über die hiermit an die Arbeiter im Drechslergewerbe, wie überhaupt an ans Herz, zu bedenken, daß Blut genug gefloffen fei. Der Brauereien Wicküler und Küpper, weil dieselben jene Brauer, alle Arbeiter die Bitte, uns Adressen von Drechslern mit Kampf müsse aufhören und dem Schiffe die Rückkehr nach entlassen hatten, die nicht aus dem deutschen Brauerverband auszutheilen. Pittsburg gestattet werden, denn sonst würden Truppen treten wollten. Schon einmal vor zwei Jahren traten wir mit der nach Homestead geschickt werden und die Niederlage der Arbeiter felben Bitte an die Arbeiterschaft heran, und nicht umsonst; es sicher sein. Troß dieser Rathschläge fuhren die erregten Massen Einen eklatanten Reinfall haben die sogenannten Drd- wurden uns eine ganz beträchtliche Anzahl von Adressen an- fort, die Schiffe mit Petroleum au bespritzen, und erst mit dem hungsparteien des Bielefelder Distrikts zu verzeichnen. Sie gegeben, durch die wir in den Stand gesezt wurden, in unserer Eingreifen des Leiters der Ausständigen, Hugh O'Donnel, gelang verhinderten eine am 4. Ottober v. 38. für Steinhagen gegen Statistit Berichte aus Orten zu bringen, die noch keine es, Schonung für die Polizisten zu erwirken, doch wurde auch plant geweſene Bersammlung, in welcher die Gelder vertheilt werden Mitglieder unserer Organisation ausweisen fonnten. Grmuthigt feine Rede mit dem allgemeinen Rufe unterbrochen:„ Wir wollen follten, welche die Bielefelder„ Bolkswacht" für die durch einen durch diesen Erfolg, wenden wir uns heute, wo unsere Drgani- fie dem Sheriff überliefern und wegen Mordes anklagen." Das Hagelschlag schwer geschädigte Bevölkerung dieses armen Ortes fation eine größere Ausdehnung angenommen hat, an die Ar- fand begeisterte Zustimmung und eine Abordnung begab sich auf gesammelt hatte. Man wollte nicht, daß die Bauern merkten, beiterschaft, mit der Hoffnung, daß Niemand die kleine Mühe die Schiffe. Die Polizisten wurden hierauf, wie gemeldet, in die Die Sozialdemokraten trügen das Herz auf dem rechten Flecke. fcheuen wird, uns jede Adresse von Kollegen, die er kennt, mit Stadt gebracht und im Opernhause eingesperrt. Das Komische Am 6. Juli nun erschien auf der Redaktion der Bielefelder autheilen. bei dem sonst so traurigen Vorkommniß besteht darin, daß der " Volkswacht" der Kolon und Wirth Herr August Recmeyer Also Kollegen, Arbeiter! Entsinnt Euch Ge Besitzer Herr Carnegie sich seit Jahren bemüht, die amerikanischen aus Steinhagen, legitimirt durch eine Kostenrechnung der Königl. fchäfte, in denen Ihr auf Eurer Wanderschaft beschäftigt ge- Berhältnisse vor den europäischen herauszustreichen; er hat sogar Gerichtskaffe zu Halle in Westfalen und gab folgende Erklärung ab: wesen, entsinnt Euch Eurer Nebensgefellen, von denen ein größeres Buch darüber veröffentlicht unter dem Titel: " Ich erkläre hierdurch, daß ich auf Veranlassung des Herrn Ihr vermuthet, daß sie sich noch im betreffenden Orte be- Triumphant Democracy( Die fieghafte Demokratie). Noch Kantor Wächter im vorigen Jahre mich bestimmen ließ, Schritte finden und fendet uns deren Adressen ein! Auch die Angehörigen sonderbarer ist es, daß ihm gerade an dem Tage, wo jene Ergegen meinen Miether Tischler Wogau zu thun, weil er eine anderer Gewerksorganisationen bitten wir um gefl. Beachtung eignisse sich auf seinen Werken in Homestead abspielten, in seinem laffen wollte. ozialistische Bersammlung auf meinen Grundstücken abhalten Dieses Aufrufes, namentlich da, wo Drechsler beschäftigt sind und Heimathlande Schottland das Ehrenbürgerrecht von Glasgow diefelben einer Organisation noch nicht angehören; auch an fie verliehen und dabei in der Anrede der städtischen Behörden das Herr Kantor Wächter bat mich feiner Beit himmelhoch, ich ergeht die Bitte, uns in diesem Falle durch Mittheilungen zu gute Verhältniß gerühmt wurde, in welchem er zu seinen Arbeitern möchte die Gefahr, die dadurch entstehen tönnte, wenn Sozialdemokraten in unsern Ort kommen, abwenden und versprach aus: unterstützen. drücklich, für alle Roften aufzukommen, die entstehen. Außerdem Davon gemerkt. Meine Wirthschaft geht seit dieser Zeit schlecht, ich fann, benn es so weiter geht, nicht mehr existiren. Von heute ab stelle ich den Arbeitern meine Totalitäten und Grundstücke zu Verfammlungen zur Verfügung. Eteinhagen resp. Bielefeld, den 6. Juli 1892. A. Reckmeyer." Halle, am 1. Juli 1892. Diezentrale statistische Kommission.ber Deutschlands. Bereinigung der Drechsler und Berufsgenossen Alle Anfragen und Sendungen find an den Vorsitzenden der Rommission zu richten, unter der Adresse: haben wird, bedarf keiner Erörterung. In welchem Auftrage der Herr Kantor Wächter gearbeitet bitteren Erfahrungen ihres Kollegen A. Reckmeyer zur vollinhaltlich: Mögen sich die Gastwirthe anderer Orte bie Warnung dienen lassen. Polizeiliches, Gerichtliches ze. Reichstags Abgeordneter Schippel hat am 12. Juli M feine neunmonatliche Gefängnißstrafe in Hohenelb bei Stollberg| angetreten. Ginen neuen Giund, Versammlungen aufzulösen, Bekanntmachung. Stehe." Wir haben die Qualifikation des Herrn Carnegie zum sozialen Friedensapostel seinerzeit genügend ins Helle gerückt, so Im baß eine weitere Kritit dieses Mannes überflüssig ist. Uebrigen ist die Thatsache, daß in der Union Banden gekaufter Bravos den, Staatsbürgern das Lebenslicht ausblafen können, wenn das im Interesse der Unternehmer liegt, eine Schande für dieses angeblich freie Staatswesen, wie sie größer gar nicht gedacht werden kann. P. Holzhausen, Halle a. S., Hirtengasse 15 I. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck Dieses gebeten. Die organisirten Glaser Deutschlands sind über die Schärfften Protest müssen wir gegen folgende Bekannt- Salle'schen Kollegen erbittert, welche sich vom Verband losmachung erheben, die in Nr. 79 des Osthavelländischen Kreis: fagten und eine loſe zentralisirte Organisation gründen wollen, blatts" vom 9. Juli 1892 veröffentlicht wird. Dieselbe lautet weil der Verband finanziell in schlimme Bedrängniß gekommen. Dabei haben die Halleschen Glafer finanziell feineswegs auf eigenen Füßen gestanden, sondern die Verbandskasse redlich mit ausschöpfen helfen. Die Zahlstelle Halle hat z. B. im Jahre der Haupttasse empfangen. Lediglich aus finanziellen Gründen 1891, wie der" Glaser" in Nr. 14 schreibt, 125 M. Zuschuß von einer Organisation den Rücken kehren, ist der schärfften Mißbilligung würdig. Die Halle'schen Glaser werden mit ihrem Vorgehen um so weniger Anklang finden, als sie ihre ZusammenLokal abhalten, weshalb Genosse Saulich, der neulich bei ihnen fünfte in einem von der Halle'schen Arbeiterschaft geboykotteten einen Bortrag über die lose Bentralisation halten sollte, denfelben verweigerte. Nauen, den 4. Juli 1892. Die in der hiesigen Verpflegungsstation sich aufhaltenden Wanderer können von Privaten in der Zeit von 7 bis 10/2 Uhr Vormittags beschäftigt werden. Pro Stunde wird ein Arbeitslohn von 10 Bf. erhoben. Das Arbeitslohn ist nicht an die Arbeiter direkt zu zahlen, sondern wird später von uns durch Vermittelung der Polizei- Exekutivbeamten eingezogen. Meldungen auf Ueberweisung von Arbeitern nimmt der Stationshalter Schneck zu jeder Zeit entgegen. von Baußen. " lung am 4. Juli forderte, als das Bureau gewählt war, der Borsigende Genosse Ortlam etwa anwesende Winderjährige zum Verlassen des Saales auf. Allem Anschein nach waren solche nicht da, da Niemand den Saal verließ, worauf der überwachende Beamte sich erhob und erklärte: Der Vorsitzende habe Der Vorstand der Verpflegungs- Station. Das sogenannte Pfuschen der Gehilfen, die Uebernahme ihm teinen passenden Plaß eingeräumt; ebenso seien die von Arbeit auf eigene Rechnung, wünschen die Maler und Es liegt auf der Hand, daß diefe billige Vermiethung 2a di rermeister 2übeds und Umgegend, abgestellt Arbeitsloser auf die Löhne der übrigen Arbeiter höchst ungünstig zu sehen. Sie traten zu diesem Zwecke am 9. Juli mit den Geforbere deshalb den Vorsitzenden auf, die Bersammlung zu einwirken muß. Der Vorstand der Nauener Verpflegungsstation bilfen zu einer Berathung zusammen. Gine Ginigung wurde schließen. Der Borsigende erhob bagegen Widerspruch, worauf richtet durch solche Wohlthäterei also nur Schaden an. Minde- jedoch nicht erzielt, weil die Gehilsen Erhöhung der Löhne verder Beamte die Versammlung auflöſte. Es ist wohl nicht stens sollte man den für die Krankenversicherung in Nauen fest- langten, um den durch Aufgabe des Pfuschens für sie eintretenden des Hergangs, die wir gefeßten ortsüblichen Tagelohn als Norm für den und bei häufig sehr niedrigem Lohn nicht zu ertragenden Ausfall Be" Fränt. Tagespost" entnehmen, der betreffende Beamte im Bohn annehmen; dieser wird pro Stunde ganz gewiß mehr als wieder wett machen zu können. Die Meister, welche mit ausBeschwerdewege rettifizirt werden wird. Indessen ändert die 10 Pf. ausmachen. Bemerkt sei noch, daß Herr von Baußen wärtiger Konkurrenz wohl kaum sehr zu rechnen haben werden nachträgliche Sühne des polizeilichen Mißgriffs nichts an der Bürgermeister von Nauen ist. Thatsache, daß selbst auf einen so geringfügigen Anlaß hin' in und deshalb dem Wunsche der Gehilfen sicher Rechnung tragen ausgesperrten Arbeiter fönnten, wenn unter ihnen Gemeinsinn vorhanden wäre, hätten der welche bie Was in diesem Falle in Bayern geschah, geschieht in ähnlicher eine Deputation an den Gouverneur von Pennsylvanien. Der Aufstellung eines vereinbarten angemessenen Lohntarifs forderten. Beise auch anderwärts. Alle diese ungehörigen Borkommniffe felbe fägte derfeben seine Vermittlung zu, lehnte indeffen die ge- Das wollten die turzsichtigen Träger des Handwerks" nicht und Art zu verbittern, daß man sich wahrlich nicht zu wundern braucht, Inzwischen sollen 8000 Mann Militär nach Homestead beordert| tragen sehr wesentlich dazu bei, dem Arbeiter das Leben in einer forberte zwangsweise Intervention bei den Unternehmern ab. so wird weiter gepfuscht werden. Wie man sich bettet, so wenn im arbeitenden Bolte die Unzufriedenheit mit den bestehenden worden sein. Die Ausständigen sind, wie der Telegraph befchläft man. Verhältniffen fortgefeht wächst. In Krakau wurde Genosse H. Kusaynsti, welcher richtet, vollständig friegsmäßig ausgerüstet Angriff der Pinkerton- Polizei, welche in nnd erwarten den gepanzerten Bahn Für den Inhalt der Juferate über. The liner trei- Sontrollfommiffion. Grosses Sommerfest, nimmt die Redaktion dem Publikum Am Freitag, den 15. Abends gegenüber keinerlei Verantwortung. Oeffentliche Versammlung sämmtlicher Delegirten Theater. Donnerstag, den 14. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Boccaccio. Kroll's Theater. Die Zauberflöte. Ostend- Theater. Der Trompeter von Sättingen. Bellealliance- Theater. Gefährliche Mädchen. Adolph Ernst- Theater. Ein alter Hallodri. im Lokale des Herrn Deigmüller, Alte Jakobstr, 48 a. Tages- Ordnung: 1. Die Arbeitsordnungen in den Brauereien Berlins und Anträge der Brauer. 2. Kassenbericht. 3. Die Gewerbegerichts- Wahlen in Berlin. 4. Verschiedene Anträge. 284/19 Die Verlesung der Präsenzlifte findet um 83/4 Uhr statt. Die Dele girten werden ersucht, sich möglichst genau zu informiren, wieviel Beschäftigte, Arbeiter und Arbeiterinnen, in den von ihnen vertretenen Gewerben Berlins beschäftigt werden, behufs Mittheilung an den Unterzeichneten. Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Streik- Kontrollkommission. J. A.: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, Hof I. Große öffentliche Versammlung Berl. Sommer- Theater sämmtl. Blätterinnen, Stärkerinnen, Wäscherinnen und aller ( Bock- Brauerei, Tempelhofer Banderen in der Wäschebranche beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Donnerstag, den 14. Juli: Posse. Vaudeville. Ballet. 1. Theil: Specialitäten 1. Ranges. 2. Theil: Ein moderner RasirSalon, Posse mit Gesang in 1 Akt von A. L'Arronge. Inscenirt von Paul Pauli.. 8. Theil: Drei Geschwister Neumann, Gesangs- Trio, Fischer u. Blum, genannt Schwach und Schwächer, Gesangs- Duettisten, Gebr. Schwarz, Miss Elvira. am Donnerstag, den 14. Juli, Abends 8 Uhr, des arrangirt von den Parteigenossen 3. Berl. Reichstags- Wahlkreises am Sonnabend, den 16. Juli, in der ,, Neuen Welt", Hasenhaide Nr. 108. Großes Garten- Konzert. Bal champêtre. Grosses Feuerwerk. Auftreten sämmtl. Spezialitäten, Kinderbelustigungen ete. Anfang 4 Uhr. Tu Entree 25 Pfennig. Billets in allen mit Plakaten versehenen Handlungen. Hierzu ladet freundlichst ein im Lokale des Herrn Nieft, Weberstraße Nr. 17. Freie Tagesordnung: 1. Das immer mehr um sich greifende Einführen der Gasplätterei mit besonderer Bezugnahme der von 32 Blätterinnen stattgefundenen Kündigung Schöneberg. Vereinigung der Bau- und Das Komitee. Freie Vereinigung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter Schönebergs und Umgegend. 2. Stiftungsfest. bei der Firma Magnus Alsleben( Borchardt) und das Berhalten der Am Sonnabend, den 16. Juli 1892, in Ramm's Lokal, Hauptstr. 81: Direttrice Frau Böhm. Wie verhalten wir uns demgegenüber? 2. Diskussion. Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche! Versäume Niemand am 14. Juli nach der Versammlung zu tommen, denn das Vorgehen der Plätterinnen obiger Firma muß uns in jeder Weise veranlassen, uns mit ihnen Zum Schluss: Gold und Silber. solidarisch zu erklären und ihnen in jeder Weise unsere moralische sowie materielle Grosses Ballet- Divertissement. Hilfe angedeihen zu lassen. Prima Ballerina: Marie Ala. 6 Solo- Tänzerinnen, ein Solo- 349/15 tänzer, Corps de Ballet 20 Damen. Sonnabend, den 16. Juli: Italienische Nacht. Gala- Vorstellung. PassagePanopticum. New! Zur Deckung der Unkosten findet eine Zellersammlung statt. Achtung! Der Einberufer. Achtung! Ball- Murik, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Festrede. Um 12 Uhr große Kaffeepause, verbunden mit Festpolonaise, komischen Vorträgen u. Ueberraschungen. HF Anfang 8 Uhr Abends. Stellmacher, Schmiede, Lackirer n. Sattler. 121/18) Große öffentliche Versammlung am Sonnabend, den 16. Juli, Abends 8½½ Uhr, in Schmiedel's Festfälen( früher Orpheum), Alte Jakobstraße Nr. 32. Tagesordnung: 481/5 1. Vortrag. Referent Dr. Lütgenau. 2. Diskussion. 3. Wie stärken Blaue Grotte wir unsere Organisationen? 4. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung werden hauptsächlich alle in der Wagenbaumit Wasser, Kähnen u. Branche beschäftigten Personen dringend eingeladen. Näheres die AnschlagDer Einberufer. H. Rautenhaus. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in fiebe lebennsgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Viktoria- Brauerei. Lützow- Straße 111/112. Im Konzertgarten resp. Saal) ( außer Läglich Sonnabends): Stettiner Sänger. Stets wechselnd. Programm. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfg. Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Plakate.) Moabiter Gesellschaftshaus, zaglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Alt- Moabit 80/81. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters.. Altes Schüßenhaus, Linienstr. 5, ( neu renovirt) empfiehlt sich den werthen Vereinen zu allen Festlichkeiten, sowie Versammlungen. 819 b Steppdecken!! größte Auswahl!! am billigsten in Emil Lefèvre's Fabrik, Berlin, Oranienſtr. 158.[ 1820L 1 Posten Schlafdecken mit einen reinw. Flecken Stück 4, 6, 8 und 10 Mart. Werth das Doppelte!! Illuftr. Preisliste gratis u. franto. Jede Uhr 2 zu repariren ( außer Bruch) unter Garantie toftet bei mir 1,50 Mk. Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren Naunynstr. 38, C. Wunsch,. b. Dranienplay, Staare 1,25, Wachteln, schlagend, 1 M., Zeifige 75 Pf., Kreuzschnabel 1 M. Alle Arten billig. Weiße Mäuse und Meerschweine werden gekauft. M. Redtmann, Stralauer- Platz 21, 1000b] Schlesischer Bahnhof. fäulen. Hierzu ladet Freunde und Genossen von Nah und Fern freundlichst ein Das Komitee. Billets, für Herren 50 Pf., Damen 30 Pf., sind vorher bei folgenden Herren und in den mit Plakaten belegten Lokalen zu haben. Julius Zierke, Rolonnenstraße 40; F. Hoffmeiser, Berlin, Großbeerenstraße 46; E. Kurzrock, Berlin, Culmstr. 28; W. Graberdt, Schwerinftr. 12; F. Dusselbach, fazien ftraße 8; G. Sigmann, Atazienstr. 10; Gust. Höne, Hauptstr. 30; R. Klinge, Grunewaldstr. 122. Große öffentl. Tischler- Bersammlung am Donnerstag, den 14. Juli, Verein Berliner Hausdiener. in der Berliner Ressource, Stommandantenstraße 57. Am Freitag, den 15. Juli, Abends 9 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenßraße 20: 4. ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über:" Hervorbringen und Vertheilung der Werthe in der sozialistischen Gesellschaft." 2. Diskussion. 3. Vierteljahres Bericht. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Vereinsangelegenheiten und 1014b Fragetaften. NB. Am Sonntag, den 17. Juli findet in der Aktien- Brauerei Tages Ordnung: 1. Die Krise im heutigen Tischlergewerbe. Referent R. Ahrens. 2 Diskussion. 3. Die Verhältnisse der Gebr. Weimann'schen Wertstatt in Charlottenburg. 4. Verschiedenes. 363/20 Der Vertrauensmann. Achtung, Posamentenbranche! Friedrichshain unser diesjähriges Sommerfest statt. Billets à 30 Bf. find Deffentliche Versammlung aller Arbeiter und Arbeiterinnen in dieser Versammlung, sowie im Bureau Alte Leipzigerstraße 1, und an der Kasse zu haben. Verlagsbuchhandlung des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. Soeben ist im Verlage von J. H. W. Dietz, Stuttgart, als 13. Band der Internationalen Bibliothek erschienen: Das Erfurter Programm in seinem grundsätzlichen Theil 1. erläutert von Karl Kautsky. VIII und 264 Seiten. Brofchirt M. 1,50, gebunden M. 2, Inhalts Verzeichniß: I. Der Untergang des Kleinbetriebs. 1. Kleinbetrieb und Privateigenthum. 2. Waare und Kapital. 3. Die tapitalistische Produktionsweise. 4. Der Todeskampf des Kleinbetriebs. II. Das Proletariat. 1. Proletarier und Handwerksgeselle. 2. Der Arbeitslohn. 3. Die Auflösung der Proletarierfamilie. 4. Die Prostitution. 5. Die industrielle Reservearmee. 6. Die wachsende Ausdehnung des Proletariats. Das taufmännische und das gebildete" Proletariat. III. Die Kapitalistenklasse. 1. Handel und Kredit. 2. Arbeitstheilung und Konkurrenz. 3. Der Profit. 4. Die Grundrente. 5. Die Steuern. 6. Das Sinfen des Profits. 7. Das Wachsthum der Großbetriebe. Die Kartelle. 8. Die wirthschaftlichen Krifen. 9. Die chronische Ueberproduktion. IV. Der Zukunftsstaat. 1. Soziale Reform und Revolution. 2. Privateigenthum und genossenschaftliches Eigenthum. 3. Die sozialistische Produktion. 4. Die wirthschaftliche Bedeutung des Staates. 5. Der Staatssozialismus und die Sozialdemokratie. 6. Der Aufbau des Zukunftsstaates. 7. Die Abschaffung der Familie. 8. Die Konfistation des Eigenthums. 9. Die Vertheilung der Produkte im Zukunftsstaat. 10. Der Sozialismus und die Freiheit. V. Der Klaffenkampf. 1. Der Sozialismus und die be fitzenden Klassen. 2. Gesinde und Bediententhum. 3. Das Lumpenproletariat. 4. Die Anfänge des Lohnproletariats. 5. Die Grhebung des Lohnproletariats. 6. Der Widerstreit der das Proletariat erhebenden und der es herabdrückenden Tendenzen. 7. Die Philan thropie und die Arbeiterschutz- Gesetzgebung. 8. Die Gewerkschaftsbewegung. 9. Der politische Kampf. 10. Die Arbeiterpartei. 11. Die Arbeiterbewegung und der Sozialismus. 12. Die Sozialdemokratie die Vereinigung von Arbeiterbewegung und Sozialismus. 13. Die Internationalität der Sozialdemokratie, 14. Die Sozialdemokratie und das Volt. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. . am Sonnabend, den 16. Juni, Abends prät. 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstrasse 75. Tages Ordnung:> 1. Bortrag über: ,, Die Gewerbe- Schiedsgerichte." Referent Herr 6. Kehler. 2. Diskussion. 3. Wichtige Gewerkschaftsangelegenheit. Ausserordentliche Mitgliederversammlung der Zentral- Krankenkasse der Maurer, Steinhauer, Studateure etc. ( Grundstein zur Einigkeit) am Donnerstag, den 14. Juli d. J., Abends 8%, Uhr, im Lokale des Herrn Brochnow.( fr. Orschel), Sebastianstraße Tagesordnung: 39. 1. Bericht der Delegirten von der 8. Generalversammlung. 2. Ver schiedenes. Die Verwaltung. [ 229/15] Achtung! Arbeiter- Gesangverein ,, Nord" Die Abfahrt der Dampfer zu unserem Sommer nachtsball verbunden mit Wasserkorso findet am 16. Juli von 8 bis 9% Uhr statt.. Zentral- Kranken- u. Sterbelasse der Maler u. verw. Berufsg. Filiale( Süden). Genossen, 495/8 Partie des Lese- und Diskutir- Klubs Donnerstag, 14. Juli, Abends 8 Uhr: ersucht, sich am 17. Juli cr., Morgens Johannes Wedde zu betheiligen, werden Mitglieder- Bersammlung 53/4 Uhr, im Klublokal Manteuffelftr. 60, Der Vorstand. pünktlich einzufinden. bei Wienecke, Alte Jakobstraße Nr. 83. 452/10 Tagesordnung: Kassenbericht. Bericht von der General- Versammlung, Ver schiedenes. 1010b Der Bevollmächtigte. Fachver. der Tischler. Freitag, den 15. Juli, Abends 8 Uhr: Vorstandssitung bei Norbert, Beuthstraße Nr. 22. Pünktliches Erscheinen ist nothwendig. Spandau. Deffentl. Volks- Versammlung für Männer und Frauen Nur 1 Mark foftet jede Uhr zu reinigen unter Garantie. Bei a. Reparaturen wird der Preis vorher gefagt. Lager aller Arten Uhren, Ketten, Ringe. Brillen nach ärztlicher Vorschrift. Neu: filb. Remontoir m Bildniß Bebel's 20. Otto Eleser, Uhrmacher( Fachmann), Naunynstr. 15, Ede Mariannenstr. Empfehle den Vereinen u. Genoffen meine Bilder, Sinnsprüche in Seidens Chenille( eig. Fabrikat) ,, Büsten( Cos am Dienstag, 19. Juli, Abends 8 Uhr, hoch, Stoclaternen, Anschaffung von loffal), Mary u. Laffalle, 62 Bentim im Saale der Spandauerberg- Braueret. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Redakteur Hoffmann aus Zeit. 2. Verschiedenes. 473/18 Der Einberufer, Saaldekoration 2c. 883b Max Richter, Berlin O., Grüner Weg 65. feparat mit Nebenraum Gr. Vereinszimmer, Tn. f. einige Tage, Gollnowstr. 40, G. Haß. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Enders in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 162. Tokales: Donnerstag, den 14. Juli 1892. 9. Jahrg. für beschäftigungslose Handlungsgehilfen einrichten, damit sie junger Mann Namens Eichner, einen Ausflug von Berlin nach nicht die Landstraßen zu bevölkern brauchen. der Köpenicker Haide und lagerten sich schließlich etwa eine halbe Achtung! Parteigenossen! Das.Lokal von WiedeStunde Wegs von Köpenick. Gegen 3 Uhr Morgens gaben die mann u. Manofsky, Adlershof, hat seinen Besizer gewiffem Sinne auch die Kanalisation zählen, wenngleich diefelbe In diesem Augenblicke tauchten drei unheimliche Burschen, von Zu den Berliner Sehenswürdigkeiten darf sich in ge- drei Wanderer ihrer frohen Stimmung durch ein Lied Ausdruck. wechselt, der vorläufige Inhaber, der bekannte Herr Rud. auch nicht offiziell als solche in den„ Führern durch Berlin" denen einer vielleicht 14, die beiden Genossen 18 bis 20 Jahre 8611ft ein, giebt sein Lokal zu sozialdemokratischen Ver- aufgenommen ist. Auch ist es nicht jedem Sterblichen vergönnt, zählen fonnten, in dem Gebüsch auf, wo sie wahrscheinlich fammlungen nicht her und ist dieses deshalb von der Liste der zur Besichtigung der unterirdischen Anlagen hinabzufteigen in Sommerwohnung bezogen hatten und verbaten sich das Singen. der für uns zu habenden Lokale zu streichen. Wir bitten Euch bas Labyrinth der Kanäle. Nur Auserwählten wird hierzu Ge- Die Ausflügler hatten indeß keine Luft, sich ihr Recht auf den bringend hierauf zu achten. Die Lokalkommission von Adlers- legenheit gegeben und die Nachrichten, die durch diese an die Gesang im freien Walde verkümmern zu lassen und sangen daher hof. J. A.: Friedrich Gallasch, Bismarckstr. 55, II. Oberfläche dringen, sind nur geeignet, daß die große Menge der munter fort. Trotzdem hatten sie sich eben erhoben und waren im Vom Vorftande des Vereins der Berliner Buchdrucker Kanalisationsanlagen erhält. Es verhält sich damit genau so, Wehre zu setzen. Ehe es aber dazu kam, hatte einer der AnUneingeweihten eine ganz falsche Vorstellung von den Berliner Begriffe, sich den auf sie eindringenden Strolchen gegenüber zur und Schriftgieker erhalten wir folgendes Schreiben: " als wenn Fremden Berlin gezeigt wird. Diese bekommen nur greifer einen geladenen Revolver aus der Tasche hervorGinen neuen Gewaltakt versucht der Vorstand des die Schönheiten und Lichtseiten der Stadt zu sehen, die Schatten- gezogen und auf Paul Koch gefeuert. Das Geschoß drang in Deutschen Buchdruckervereins, an dessen Spige der Leipziger feiten aber nicht. Die Besucher der Kanalisationsanlagen machen Die linken Weichtheile ein, und die drei Angreifer entflohen, Prinzipal Herr Bruno Klinkhardt steht, gegen die deutsche einen Spaziergang durch den 1,80 Meter hohen Hauptkanal, wo während Porre und Eichner mit dem Verwundeten zu thun organisirte Gehilfenschaft. Kaum ist die Generalversammlung in Alles fauber freundlich und erleuchtet ist, gewinnen natürlich hatten. Die letzteren Drei mußten nun den Weg bis zum Stuttgart beendet, da findet sich ein Herr August Coffier, den allerbesten Eindruck und vermeinen nun, daß es überall Rummelsburger Riet trotz der schweren Verlegung Koch's zu Fuß der in Leipzig Invalide ist, alle Rechte der Kaffe genießt so ist. Ganz anders aber sieht es, wie uns ein Fach- zurücklegen, von wo aus fie am Sonntag früh die Eisenbahn und dem Nichts geschmälert wird, welcher die Dreiftigkeit besißt, mann versichert, in den Nebenkanälen aus, die nur 0,90 meter nach Berlin benutzten und Koch in die elterliche Wohnung brachten. angeblich gefährdete Rechte der Mitglieder durch Anträge zur hoch und mit Schlamm und Wasser zur Hälfte angefüllt find, Der Vater war leider von Hause abwesend und kehrte erst am nächsten Generalversammlung auf folgende Weise wo fein anderer menschlicher Fuß hinkommt, als der des nächsten Mittwoch dahin zurück, konnte also in der richtigen fichern zu wollen. Er erließ folgendes Birkular: Kanalisationsarbeiters. Gin folcher Arbeiter, der aus einem Erkenntniß der Gefahr seinen Sohn erst am Donnerstag in Leipzig, am 7. Juli 1892. folchen Kanal 60 Eimer, eine Fuhre Sand in friechender Stellung, dem städtischen Krankenhause im Friedrichshain unterbringen. Der Vorstand des Deutschen Buchdruckervereins hat oft mit gefüllten Wasserstiefeln auf eine Entfernung von 20 bis Hier ist der junge Mann gestern Morgen der Verwundung er wiederholt während und nach dem Streit die Versicherung 30 Meter hervorholen, der da unten in Morast und Stickgasen, legen. Der Vorfall ist polizeilich anhängig gemacht worden und ausgesprochen, die Rechte der Mitglieder der Zentral- naß und schmutzig im Schweiße seines Angesichts, im Winter hat auch bereits zu Verhaftungen in dem benachbarten FriedrichsInvalidenfasse und Zentral- Kranken- und Begräbnißkaffe halb zu Eis erstarrt, die ganze Nacht durch arbeiten muß, ge- felde geführt. Doch mußten die Festgenommenen wieder auf wahrnehmen zu wollen. Mit Bezug auf diese Versicherung winnt erklärlicher Weise eine ganz andere Anschauung und ver- freien Fuß gesetzt werden, weil der Begleiter des Verstorbenen, und, da ich selbst die erforderlichen Unkosten zu tragen mag nicht so ohne Weiteres in das begeisterte Lob der Besucher, Alex Porre, welcher den häter und dessen Genossen mit Sichernicht in der Lage bin, ersuche ich den Vorstand ergebenst, welche einmal eine nächtliche Promenade durch das unter- heit wiedererkennen zu können angiebt, in ihnen die richtigen das beifolgende Birkular nebst Antrag den bei den deutschen irdische Berlin machen, einzustimmen. Daß die Arbeit in den Personen nicht zu bezeichnen vermochte. Buchdruckereibesizern beschäftigten Mitgliedern der ge- Kanalisations- Anlagen eine durchaus ungesunde und zum der Kollegen und des Meisters im Leichenschauhaufe die ganze ent- schuldigen Kutscher ist eingeleitet worden. Die Untersuchung wider den nannten Raffe zur Kennißnahme bezw. zur Unterzeichnung Theil gefährliche ist, liegt auf der Hand. Dabei läßt die Ein durch einen Pferde- Eisenbahn- Wagen entsetzlich zu unterbreiten zu wollen. Hochachtungsvoll August Coffier, Behandlung der Arbeiter sehr viel zu wünschen übrig. Unfer gerichtetes Kind ist am Montag in das Charlottenburger Leipzig- Reudnitz, Louisenstr. 5, 11." Gewährsmann theilt uns den vorgekommenen Fall mit, daß ein Krankenhaus eingeliefert worden. Der Hergang war folgender: Prinzipale Deutschlands: Hieran schließt sich folgendes Anschreiben an sämmtliche Arbeiter von einem Aufseher sogar geohrfeigt worden ist, weil er Am Montag Vormittag um 914 Uhr durchfuhren die Mitglieder sich eine gröbliche Beleidigung seitens des Aufsehers nicht ge- des Berliner Vereins Schneeglocke", welcher Langeftr. 108 tagt, " In Berfolg der während des Streiks von uns ge- fallen ließ. Obendrein wurde der Arbeiter noch gemeldet und in Kremsern und mit Musik Charlottenburg. Als der Zug die gebenen Zusicherung, die Rechte unserer Gehilfen(?) an ihm zur Strafe der ganze Lohn für eine Nachtarbeit in Abzug Spandauer Chauffee entlang fuhr, tam ihn ein durch den Kutscher der Zentral- Invalidenkaffe zu schützen, ersuchen wir Sie gebracht. Wollte er nicht gänzlich entlassen werden, mußte er es Heinrich Roselius geführter Pferde- Eisenbahn- Wagen der Linie fich gefallen lassen. Die Kanalisationsarbeiter haben wahrlich Spandauer Bock- Westend entgegen. Augenscheinlich wurde die ergebenst, das Zirkular und den Antrag des Herrn August ein wenig beneidenswerthes Loos und es erscheint wohl an Aufmerksamkeit des Kutschers durch die Musik abgelenkt, und er Coffier den in Ihrem Betriebe beschäftigten Mitgliedern der Zentral- Invalidenkasse mitzutheilen und im Interesse gebracht, neben den Lobeshymnen auf die Berliner Kanalisation bemerkte daher nicht, daß auf der Strecke zwischen der Lindendieser für die Gehilfenschaft so wichtigen Sache unter Mit- Die öffentliche Aufmerksamkeit auch einmal auf diese unbeachtet und Kastanien- Allee der sechsjährige Knabe Bernhard der Schuhbilfe geeigneter Personen, welche das Vertrauen der Ge- dem Wohle der Berliner Einwohnerschaft dienenden Proletarier macher Reinholz'schen Eheleute, Sophie- Charlottenstr. 112 in wohnhaft, hilfen genießen, dafür Sorge zu tragen, daß die betreffenden hinzulenken. und der Fahrrichtung stand gleichfalls Das Musik lauschte. Kind wurde Gehilfen den Antrag mit ihrer Unterschrift unterstüßen, umgestoßen, unter Ein Opfer der Arbeit wurde gestern Morgen der 33 Jahre fam die Räder und erlitt furchtbare Ver sowie daß der letztere nach erfolgter Unterzeichnung sobald alte Klempnergeselle Richard Herold. Auf dem Dache des Hinterlegungen. Der Unterleib als möglich und spätestens innerhalb drei Tagen unter gebäudes Kommandantenstr. 82 wurden feit einigen Tagen Aus- Darm durch das Rad aufgeschlißt, das Rückgrat beschädigt wurde vollständig zerdrückt, ein Benutzung des beifolgenden Kouverts an die Adresse des befferungsarbeiten vorgenommen, die der Klempnermeister Dietrich, und der rechte Oberschenkel zermalmt. Der Knabe wurde zuHerrn August Coffier zurückgesendet wird. Der Vorstand Charlottenstr. 74/75 übernommen hatte. Der Berunglückte hinter- nächst zu dem Dr. Fröhlich, Kastanien- Allee 2, und von dort des Deutschen Buchdruckervereins. Bruno Klinkhardt, Vor- läßt eine junge Frau und zwei Kinder. Die Kollegen des so jäh durch einen herbeigerufenen Feuerwehrwagen nach dem Krankenfigender. Dr. Paul Schmidt, Geschäftsführer." Dahingefchiedenen überbrachten der Wittwe die Trauerbotschaft hause gebracht. Eine Wiederherstellung ist ausgeschlossen, troßDiesem Anschreiben ist ein Zirkular mit der Unterschrift des in schonendster Weise, man kann sich aber den Schmerz der un- dem war der Kleine am Dienstag Vormittag unter den fürchter Sentral- Invalidenfasse zu Unterschriften auffordert, um die Kasse nach dem Geschmack der Prinzipale umzugestalten. Hervorheben feßliche Wahrheit erfuhr. Ueber den Unglücksfall selbst wird wohl wollen wir aus demselben blos den Satz, nach welchem behauptet niemals volle Klarheit geschaffen werden. Bürgerliche Blätter Polizeibericht. Am 12. ds. Mts. Morgens wurde auf dem wird, daß bei einer eventuellen Auflösung der Invalidenkasse das schieben natürlich jezt schon dem todten Arbeiter, ohne sich die Flur des Hauses Emdenerstraße 3 die Leiche eines neugeborenen gesammte Vermögen der Kasse dem Staate zufällt. Mühe der Prüfung genommen zu haben, jede Schuld zu. So Kindes aufgefunden. Ein Handelsmann versuchte Nachmittags Die Rechte der Mitglieder an der Invalidenkaffe sollen dem- viel ist sicher, daß die Sicherheitsleine aus dem Dachfenster hing. auf dem Flur des Hauses Kleine Hamburgerstr. 16 sich mittelst nach durch Herrn Klinkhardt gesichert werden, während anderer: Der unglückliche Arbeiter war von dem Dach in den Hof hinab verdünnter Karbolsäure zu vergiften. Er wurde noch lebend nach feits Leipziger Prinzipale die Mitglieder des Unterſtüßungsvereins gestürzt, wo er sofort todt liegen blieb. In seiner unmittelbaren dem jüdischen Krankenhause gebracht.- An der Ecke der BankDeutſcher Buchdrucker zwingen, bei Verlust der Kondition ihre nähe lag ein ein Meter großes Stück Zint, so daß angenom- und Wiesenstraße wurde ein 4jähriger Knabe von einem Müllburch jahrelange Steuern erworbenen Rechte durch Austritt aus men werden muß, daß sich entweder der Wind in das Zinkblech wagen überfahren und auf der Stelle getödtet. An der Belledemselben preiszugeben. gesetzt und ihn fo herabgerissen hatte, oder daß das Binkstück vom alliancebrücke sprang ein Dienstmädchen in den Landwehr- Kanal, Zur Orientirung der Leser bemerken wir, daß die General Dache herabfiel und er sich danach bückte und so in die Tiefe wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der durch Annahme eines Statuts in jeder Weise sicher gestellt hat. Menschen. berſammlung die Rechte der Mitglieder an der Invalidenfasse binabstürzte. Ein Verschulden an dem Unglücksfall trifft keinen Wohnung seiner Herrschaft gebracht. In der Mariannenstraße, Ecke der Naunynstraße, gerieth ein 4jähriger Knabe unter die Wir fönnen mit Genugthuung fonstatiren, daß es einen Theil Räder einer Droschte und wurde so bedeutend verlegt, daß seine Prinzipale giebt, welche sich an der Mache des Herrn Klinkhardt Ein gewerbsmäßiger Droschkenpreller ist nach Mit- Ueberführung nach dem Krankenhause Bethanien erforderlich theilung der„ Allg. Fahr- 3tg." Der Kaufmann und Restaurateur wurde. sizers des„ Berliner Fremdenblatts", Herr Gustav Schenk, der sich B..... Abends wurde ein 9jähriger Knabe vor dem Hause Derselbe unternimmt öfters mit" Damen" Spazier- Großbeerenstr. 45 von einer Droschte überfahren und erlitt anDroschten und sucht deren Kutscher ohne vorherige scheinend bedeutende Berlegungen am Unterleibe. Er wurde Mafel gegenüber ihren übrigen Kollegen behaftet würden. mit ihren Unterschriften zu unterstützen, wodurch sie mit einem Bezahlung zu versehen. Mit Vorliebe benutzt derselbe zur Aus- nach dem Krankenhause am Urban gebracht. In der Nacht gesammte und Jägerstraße der pub son bas mit zwei Ausgängen versehene, sum 1. ds. Mts. brannte in der Friedrichstraße 249 ein SchlafCafé National". zimmer aus. durch Entlassung aus dem seitherigen Arbeitsverhältniß büßen. wieder ausführen, nachdem er die betreffende Droschke seit 10 Uhr Denunziationsstückchen zu betheiligen, muß seine Standhaftigkeit Erst am 4. d. M., Morgens 7 Uhr, wollte B. das Manöver daß die Berliner Gehilfenschaft Abends vorher benugt hatte. Diesmal gelang ihm sein" Sport" diesen neuen Gewaltakt überall mit Verachtung zurückweist. nicht, denn der Kutscher war von seinen Kollegen, welche die GeBedeutung sein und wird der Staatsanwaltschaft Gelegenheit Rutscher gelang es so, den B. dingfest zu machen, als dieser läffig ift. dieser Manipulation Aehnlich ging es einem andern Kutscher mit B. Da " Gerichts- Beifung Ich habe, wie immer, wenn ich des Morgens am Kaffees Leitung dieser Verhandlung ertheilt werden. Es ist selbstDer Knabenmord in Xanten vor dem Schwurgericht hatte, in der Jägerstraße verließ und sich zur nächsten Pferdein Cleve. Bur Besprechung der Situation wird am Sonnabend eine bahn- Haltestelle begab. Als der Kutscher energisch Bezahlung Allgemeine Buchdruckerversammlung stattfinden und erwarten wir verlangte, erklärte B., fein Geld zu haben, sich aber von einem Achter Tag der Verhandlung. einen zahlreichen Besuch. Das Lokal wird im Vorwärts" und an Kellner etwas leihen zu wollen. Zu diesem Zwecke ging er wieder den Anschlagsäulen bekannt gegeben werden." Gegen 9/4 Uhr Vormittags eröffnet der Präsident, Land. mit nach dem Café zurück und ließ dem Kutscher zur Beschwich- gerichts- Direktor Kluth die Sigung mit dem Bemerken:" In der tigung eine Tasse Kaffe geben. Während dessen suchte er aber Kölnischen Volks- Zeitung" ist berichtet worden, ich hätte zu dem Biel Geschrei und wenig Wolle, dies gilt auch für wieder zu entkommen, entschlüpfte auch aus dem Lokal und war Herrn Rechtsanwalt Gammersbach zweimal gefagt: es ist nicht De Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, die von der bürgerlichen nu schleunigt in eine andere Droschte. Der Geprelite tannte nuut wahr, und Herr Rechtsanwalt Gammersbach habe gefagt:" sch Breſſe mit so gemischten Gefühlen gelobt wird. Ein Beispiel fer Loponjagenden Droſchte thach und schließlich gelang es diesen, ersuche den Vorwurf der Uuwahrheit zurückzunehmen, ch bt viele. Die weltberühmte Firma der„ Goldenen Sun- trob ber auf ihn niedersausenden Beitschenhiebe, mit in die dies vollständig unrichtig, ich ersuche daher den Berichterstatter fervirten 6000 Sommerpaletots, thut einem hochgeehrten Publikum die abenteuerliche Fahrt zu machen. Erst an der Ecke der etta e b n", männiglich betaunt durch ihre in flaſſiſcher Boesie Troschte zu Klettern und 1 an der Seite seines Durchgängers der„ Kölnischen Wolfs- Zeitung". Dies richtig zu stellen. burch tiſche ſize, so auch heute wiederum einen ganzen Stoß von Briefen ber gefehliche Sonntagsruhe in ihrem Töblichen Geſchäftsbetriebe, tonte die geſtſtellung des Brellers erfolgen. Diciem erhalten, in denen mir alle möglichen Ratschlage bere riefen beschränkt ist, daß sie ihr Bersonal hinfürder Sonnabends statt Zwecke mußte er mit zur Polizeiwache in der Bauhofstraße verständlich, daß ich alle diese Schreiben unbeachtet lasse, allein ein von 8 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends, jebt bis 12 Uhr folgen. „ Café National" ſein bekanntes Manöver nicht gelang, mir aus Neuß zugegangenes Telegramm fühle ich mich doch vermih um 7 Uhr angefangen, pamit Spoor, ing bie um 2 Uhr hatte er sich nach dem„ Café Royal" in der Beuthstraße fahren anlaßt, hier vorzulesen. Es lautet: In dem Prozeß Buschhoff Mittags anbrechende Ruhe gehörig vorbereitet ist. lassen. Doch auch hier wurde er von dem Kutscher wieder er- wären die Schwester und die beiden Töchter des Kaufmanns faßt, als er sich schon auf dem Flur des Hinterhauses befand, Schlößer hierselbst als Zeugen zu laden. Buschhoff hat nach herumlaufenden, die ja bekanntlich eine ganz beträchtliche Zahl Herrn B. zu beschäftigen haben, da derselbe bis Dato noch nicht Schlößer in Neuß gewohnt und bei dieser Gelegenheit haben die repräsentiren, wird nun auch die israelitische Wohlthätigkeit" ans Bezahlen gedacht hat. Für die Handlungsgehilfen speziell die in Berlin ftellenlos un auszurücken. Jedenfalls werden sich die Gerichte noch mit feiner Entlassung vier Wochen lang mit seiner Familie bei vorgeschlagenen Beugen Vieles über den Mord gehört." Unterins Treffen geführt. So war am Sonntag an den Anschlagzeichnet ist das Telegramm von„ Schmitts". fäulen recht auffällig und deutlich zu lesen, daß man in Berlin| Infolge einer von einer in Mitleidenschaft gezogenen Dieser Name in Neuß ist etwas bedenklich. Ich weiß nicht, Raufleute errichtet habe, in welchen den letzteren eine gewählte, gelungen, etwa zwanzig Schwindelgeschäfte zu entdecken und vor- antwortung allein nicht übernehmen und stelle anheim, Anträge Berliner Firma der ist, ich will aber bie Berhöchst standesgemäße" Rost für 10 refp. 20 Pf. pro Portion ver- läufig unschädlich zu machen, welche in deutschen Zeitungen, Dar- zu stellen. dehnten ihre ausbeuterische Thätigkeit selbst auf die beschäftigungs- anboten. Eine sogenannte Bankfirma Cosquer u. Co. in London Zeugen vorzuladen. abreicht wird. Antisemiten werden zwar behaupten, die Juden lehen ohne Sicherheit"," Atzeptkredite zu foulanten Bedingungen" lofen armen Kaufleute aus, aber wir, wir sind natürlich felfenfest leitete, wie der„ Conf." erfährt, die Machenschaften der Schwindeldavon überzeugt, daß derartige Unternehmen, ob von Christen oder firmen, fie unterhielt Zweiggeschäfte in allen Stadttheilen Londons Abend erhielt ich folgende Mittheilung aus Xanten: Frau Victor Juden, nicht der Profitsucht, sondern der Wohlthätigkeit, der und in den Provingen. reinen Nächstenliebe des Kapitals entspringen. Handlungsgehilfen, die mit dem Arbeiter durchaus nichts gemein Maurice Thierby, Walter Bau der Kemp, Peter Deman, Fumen jüdischen Kaufmanns Oster eintreten sehen. haben, der so tief unter ihnen rangirt, haben sich gefreut, als Lagarrique und Edward Frey, welche alle sogenannte Bant: Morgen war Beekmann schwer betrunken. fie am Sonntag die Plakate gelesen haben. Da hatten sie es ja geschäfte" unterhielten. " wieder einmal schwarz auf weiß, nein die Plakate waren roth, also schwarz auf roth, wie das Kapital wetteifert, um ihnen die in Verbindung standen Todtschlag. In der Nacht zum Sonntag, den 3. b. Mts., Oberstaatsanwalt: Jch beantrage, die vorgeschlagenen Der Gerichtshof beschließt dementsprechend. Bürgermeister Schleß( anten) theilt alsdann mit: Gestern Am folgenden Frau Overhagen fagte:" Gott, wenn das nur gut geht, der Mann hat so viel Geld!" Präs.: Wann soll Beekmann des Nachts bei Dfter ge Bürgermeister Schleß: Unlängst. Beit der Stellungslosigkeit so forgenlos wie irgend möglich zu machten einige junge Leute, unter diesen der 20 jährige Gelb- wesen sein? geftalten. Nächstens wird man wahrscheinlich palastartige Asyle gießer Paul Koch, ferner der Zapezirer Alex Porre und ein l Oberstaatsanwalt Samm: Die Bekundung des Beekmann| Präsidenten, daß ihm über den Steinmeh Rock nichts Nach. ist so wenig erheblich, daß ich bezüglich der Mittheilung des theiliges bekannt geworden sei. Herrn Bürgermeisters feinen Antrag zu stellen habe. Beekmann hat nur etwas bezüglich einer Mittheilung des Ullenboom befundet, es dürfte daher genügen, nochmals den Ullenboom zu be fragen. Klempner Ullenboom, der nunmehr in den Saal gerufen wird, bekundet auf Befragen des Präsidenten: Er habe am Peter- Paulstage Vormittags fein Pflegefind zu Buschhoff's mitgenommen. Er hätte das Kind an der Hand geführt. Ob das Kind mehrfach aus dem Hause gelaufen, wisse er nicht, die Möglichkeit gebe er aber zu. Präs.: Sie sollen zu Beekmann und Frau gesagt haben: Ich begreife nicht, wie Mölders so bestimmt behaupten kann: der kleine Hegmann sei in das Buschhoff'sche Haus gezogen worden, es kann doch eine Verwechselung mit meinem kleinen Pflegetind stattgefunden haben? Ullenboom: Das habe ich allerdings gesagt. Oberstaatsanwalt: Sind Sie denn der Meinung, daß Ihr Pflegekind mit dem mit dem kleinen Hegmann zu verwechseln war? ullenboom: Wer beide Kinder kannte, konnte sie allerbings nicht verwechseln. Oberstaatsanwalt: Ihr Kind war lleiner als der Teine Hegmann uitenboom: Jawohl. Oberstaatsanwalt: Der kleine Hegmann trug bereits Höschen, während Ihr Pflegekind noch ein Kleidchen trug? Úllenboom: Jawohl. Vertheidiger Rechtsanwalt Fleischhauer: Jch bemerte, daß Mölders bekundet hat, er habe beide Kinder nicht gekannt. Präs.: Das ist richtig. Bertheidiger Rechtsanwalt Fleischhauer: Ist es richtig, Herr Ullenboom, daß Sie Ihrer Erzählung an die Beekmann'schen Eheleute hinzufügten: Ich darf das nicht laut werden lassen, sonst werde ich noch mehr geschädigt und verfolgt? Zeuge: Jawohl. Es meldet sich alsdann nochmals Metzgermeister Abraham Bruckmann. Dieser befundet: Er erinnere fich nun des 20. Auguft 1891 ganz genau. Es sei damals über den Fall Buschhoff im Schlachthause nichts gesprochen worden, sondern nur über geschäftliche Angelegenheiten. Kaufmann Oster: Es sei unwahr, daß Beekmann des Nachts bei ihm gewesen sei. Overhagen habe ihm allerdings einmal er: zählt, daß er nach Cleve vorgeladen sei und habe ihn auch gefragt: wie er sich verhalten solle. Er habe ihm jedoch gesagt, daß er ihm bezüglich seiner Zeugenaussage teinerlei Rathschläge ertheilen könne. Beekmann sei aber niemals bei ihm gewesen. Schuster Beekmann: Er bestreite, des Nachts bei Oster gewefen zu sein, er habe vielleicht einmal mit Herrn Oster gesprochen, er habe aber nicht nothwendig, Judengeld anzunehmen. Er habe einmal 108 M. für Arbeiten erhalten und sich einen fleinen Rausch gekauft. Seine Schwiegermutter habe infolge dessen Angst bekommen, daß er das ganze Geld ausgeben könne und könne vielleicht gesagt haben, der hat jetzt das viele Geld bekommen, wenn das nur gut geht. Präs.: Haben Sie denn für Oster einmal gearbeitet? Beuge: Nein, ich habe wohl für mehrere andere Juden in Xanten, nicht aber für Oster gearbeitet. Frau Beekmann stellt entschieden in Abrede, am Sonnabend mit einem Juden längere Zeit über den Prozeß gesprochen zu haben. Sie habe wohl mit Michels gesprochen, über den Prozeß sei jedoch kein Wort gefallen. Der Botenmeister des hiesigen Landgerichts Ruppelt theilt alsdann mit, daß hier erzählt worden sei: eine Frau Seegers in Xanten habe am 19. Juni 1891 in das Buschhoff'sche Haus einen feingekleideten Herrn hineingehen sehen, Frau Seegers sei der Meinung, daß dies ein Jude war. Der Gerichtshof beschließt auf Antrag des Oberstaatsanwalts, Die Frau Seegers als Zeugin zu laden. Fräulein Marie Küppers bekundet: Sie erinnere fich, daß Üllenboom mit Gerißen in ihrer Gastwirthschaft gewesen feien, auf das zwischen denselben stattgefundene Gespräch habe sie aber nicht geachtet. Die Metzgermeister Hermann Bruckmann und Levy Paßmann befunden übereinstimmend, daß sie am 20. August 1891 eine Ruh, die sie soeben gekauft, geschlachtet haben, von Buschhoff haben sie jedoch nichts gesprochen. Die Schlachthausthür habe offen gestanden, den Schreinerlehrling Hölsten haben fie aber nicht gesehen. Präs.: Hölsten, die Herren haben sämmtlich beeidet, daß fie nicht ein Wort von Buschhoff gesprochen haben? Hölsten: Ich habe ganz genau gehört, daß die Leute fagten: Sie haben wohl schon viel herausbekommen, mehr sollen fie aber nicht herausbekommen, wir müssen dahin wirken, daß Buschhoff sich nicht verplappert". Berth. Rechtsanwalt Stapper: Jch ersuche, den Zeugen zu fragen, wer ihm seine Aussage aufgeschrieben hat? 3euge: Das habe ich mir selbst aufgeschrieben. 1 Oberstaatsanwalt: Liegt die Synagoge in Xanten in der Nähe der Buschhoff'schen Wohnung? 3euge: Nein, die Synagoge liegt von der Buschhoff'schen Wohnung ziemlich weit entfernt. Oberstaatsanwalt: Buschhoff, Sie haben uns gesagt, Sie hatten am Freitag vor dem Morde dem Wesendrup getündigt und den Steinmetz Kock dafür engagirt? Buschhoff: Jawohl. Oberstaatsanwalt: Wie kam es nun, daß Sie am Tage nach dem Morde den Wesendrup trotzdem bei sich arbeiten ließen? Buschhoff: Jch bin am Dienstag frühzeitig von Hause fortgegangen und erst Mittags nach Hause gekommen. Als ich bei meiner Nachhaufefunft hörte, daß Wefendrup im Schlacht hause arbeitete, habe ich sofort meiner Frau Vorwürfe gemacht, daß sie ihn hineingelassen habe. Oberstaatsanwalt: Sie hätten doch zu Wesendrup fagen tönnen: Machen Sie, daß Sie aus meiner Werkstatt hinauskommen? Präsident: Wie lange sind Sie in Xanten Bürger meister? Bürgermeister Schles: 30 Jahre. Präsident: Dann werden Sie die Xantener Bevölkerung kennen? Bürgermeister Schleß: Jawohl. zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung in Xanten die Präs.: Und Sie halten es für nothwendig, daß morgen Hilfe des Militärs in Anspruch genommen wird? Bürgermeister Schleß: Jawohl. Pras.: Ich werde danach das Erforderliche veranlassen. Erster Staatsanwalt Baumgard: Ich habe mitzutheilen, daß einem der Herren Geschworenen ein Schreiben zugegangen ist, in dem behauptet wird: In der Gastwirthschaft von Struck habe ullenboom zu einem gewissen Görigen gesagt:„ Buschhoff ist der Mörder". Ich beantrage: den Görigen und den Gastwirth Struc als Zeugen zu laden. Sache für aufgeklärt halten, widerspricht die Vertheidigung Bertheidiger Rechtsanwalt Stapper: Obwohl wir die allen diesen neuen Beweisanträgen nicht, um nicht den Ver hätten. dacht zu erregen, daß wir irgend eine Zeugenaussage zu fürchten Ullenboom für morgen Nachmittag als Zeugen zu laden. Der Gerichtshof beschließt: Görigen und Struck und auch Buschhoff: Wesendrup war an diesem Tage betrunken und in solchem Zustande ist er sehr jähzornig. Ich hatte zu befürchten, daß, wenn ich ihm die Thür gewiesen, er das Eisen so gelegt hätte, daß der Stein taput gegangen wäre, ich hätte ihm Es erscheint alsdann als Zeuge der praktische Arzt alsdann nicht einmal die Absichtlichkeit nachweisen können. Oberstaatsanwalt: Sie haben bisher bestritten, dem aus Anlaß einer Ballfestlichkeit auf dem Fürstenberg in anten Dr. van Housen( Emmerich): Ich bin am Peter- Paulstage Postbeamten Hader am Mittage des Peter Baulstages begegnet gewefen. Als der Mord bekannt wurde, begab ich mich in die zu sein. Haber erinnert sich aber ganz bestimmt, daß er Ihnen Küppers'sche Scheune. Es wird etwa 9 Uhr Abends gewesen am Peter- Baulstage Mittags auf dem Marktplatz begegnet sei fein, als ich in die Scheune fam. Bei meinem Eintreffen waren und auch mit Ihnen gesprochen habe? Buschhoff: Ich erinnere mich jetzt nicht, daß dies am Buchwald bereits dort. Ich bemerke, daß ich die Leiche nicht die Herren Bürgermeister Schleß, Dr. Steiner und Gerichtsaffeffor Peter- Paulstage war, ich war bisher der Meinung, daß es Sonn- weiter untersucht, mir auch die Verwundung nicht an tag gewesen sei. Oberstaatsanwalt: Am Peter- Paulstage Vormit- Spuren vorhanden waren und auch die Spreu unberührt gesehen habe. Ich fand blos, daß sehr wenig Blut tags foll ein feingekleideter Jude bei Ihnen gewesen sein? Aus diesem Umstande gewann ich die Ueberzeu Buschhoff: Das ist mir nicht erinnerlich. Oberstaatsanwalt: Wiffen Sie genau, wann Felle- alsdann, daß in den Händen des Kindes Spreu zufammengeballt gung, daß das Kind nicht am Fundort ermordet sei. Ich fab mann, genannt Matje Degen, bei Ihnen gewesen ist? war. Ich untersuchte die Spreu und fand, daß dieselbe mit der Buschhoff: Matje Degen ist am Sonntag vor dem Mord Spreu in der Scheune, auf der das Kind lag, identisch war. bei mir gewesen. sich gehabt? Oberstaatsanwalt: Hat der Mann eine Tasche bei Buschhoff: Das ist möglich. Erster Staatsanwalt Baumgard: In verschiedenen Zeitungen wird bemerkt, daß der ermordete Knabe wohl erst betäubt und alsdann geschlachtet worden sei. Ich bemerke ausdrücklich, daß an dem Ermordeten außer der großen Verwundung am Halse nur noch eine kleine Verwundung am Kinn fonstatirt worden sei. Der Präsident bemerkt, daß die Obduktionsprotokolle dies bestätigen. Es sollen nun noch einige Zeugen vernommen werden, die aber erst sämmtlich zum Nachmittag vorgeladen sind. Der Präsident vertagt infolge dessen gegen 11/2 Uhr Vormittags die Sigung bis 4 Uhr Nachmittags. war. Präs.: Durch diesen Umstand änderten Sie Ihre Meinung? 3euge: Jawohl, ich gewann dadurch die Ueberzeugung, daß, wenn vielleicht auch nicht die That in der Scheune begangen worden, der Knabe doch noch, als er in die Scheune gebracht wurde, gelebt haben muß. Präs.: Woraus entnehmen Sie das? Beuge: Weil ich die Ueberzeugung gewann, daß die Spreu noch bei Lebzeiten in die Hände des Kindes gekommen ist. Präf.: Sie sind aber der Meinung, daß der Mord viel leicht trotzdem nicht in der Scheune ausgeführt ist? 3euge: Nach dem, was ich nachträglich von den Sachverständigen gehört, halte ich den Fundort für den Thatort. Ein Geschworener: Halten Sie es für möglich, Herr Doktor, daß die That trotzdem nicht in der Scheune begangen, sondern der Knabe blos in der Scheune gestorben ist? Vertheidiger Rechtsanwalt Stapper: Wir können hier Nach Wiedereröffnung der Verhandlung nimmt der Präsident nicht mit Möglichkeiten rechnen. Wenn der Herr Doktor ein nochmals Beranlassung, die Berichterstatter zu ersuchen, den solches Gutachten abgeben soll, dann beantrage ich, demselben falschen Bericht in der Kölnischen Volkszeitung" betreffs der das Leichenbefunds- Protokoll, das Obduktions- Protokoll, das Guts Kontroverse des Präsidenten mit dem Rechtsanwalt Gammersbach achten des Medizinalkollegiums und die Kleidchen des Ermordeten vom Sonntag Nachmittag richtig zu stellen. Es ist das von mir vorzulegen. heute Vormittag bereits geschehen. Der Präsident bemerkt noch, daß in dem„ Klever Kreisblatt" der betreffende Passus richtig gestanden habe. Oberstaatsanwalt Hamm: Wir haben noch einen neuen Antrag zu stellen. Die Anklage ist hauptsächlich erhoben worden auf Grund des Zeugnisses des Mölders, das von dem Knaben Heister unterstützt wird. deserch Referendars Franong, hat das Zeugniß des Die Vernehmung des Herrn Landgerichts- Raths Brigius Mölders zweifellos in hohem Grade erschüttert. Die Befundungen des Herrn Untersuchungsrichters, Landgerichtsraths Brigius und des Herrn Referendars Franour stehen nicht in den Akten und waren uns bisher unbekannt. dem Knaben Heister beobachtete Hineinziehen des Knaben HegDie Herren haben uns gesagt, daß das von Mölders und mann in das Buschhoff'sche Haus in der von Mölders beschriebenen Weise gar nicht habe stattfinden können. Bei der großen Wichtigs feit der Sache halte ich es für erforderlich, daß wir uns die Sache an Ort und Stelle ansehen. Ich beantrage deshalb, daß liche Staatsanwaltschaft, die Herren Geschworenen, der Gerichtshof beschließe, daß der Gerichtshof, die königeinmal das Buschhoff'sche Haus anzusehen, andererseits aber theidiger und der Angeklagte sich nach Kanten begeben, um auch, um festzustellen: ob Mölders und der Knabe Heister von ihrem Standpunkte aus das Hineinziehen des Kindes in das den Herrn Landgerichtsrath Brixius, den Herrn Referendar Buschhoff'sche Haus haben sehen können. Ich beantrage außerdem Franour, den Mölders, den Knaben Heister und auch den Ver Bräf: Wie kommen Sie auf den Gedanken, sich das auf- boom mit eit beim Buge 7 Uhr 48 min. nach Xanten fahren seinem Pflegekinde nach Kanten zu laden. Wir könnten zuschreiben? Zeuge: Der Herr Bürgermeister Schleß hat mir das gesagt. Bürgermeister Schles: Ich habe das dem Zeugen jeden falls nicht gesagt. Es ist aber möglich, daß, als ich den Zeugen vernahm, ihm gefagt habe: merken Sie sich Ihre Bekundungen, damit Sie sich derselben, wenn Sie vor Gericht kommen, noch erinnern. Präs.: Bei wem find Sie in der Lehre? 3euge: Bei dem Schreinermeister Börgermann in Xanten. Bräf.: Ist dieser Börgermann nicht ein Schwager von Junkermann? Beuge: Jawohl. Dienstmagd Riesen: Sie habe bei dem Juden Koopmann Verhandlungen fortzusetzen. und gegen 4 Uhr Nachmittags wieder in Cleve sein, um die Präs.: Ich werde alle diese Dinge dem Herrn Doktor übergeben und diesen ersuchen, sich zum Zwecke der Information ins Richterzimmer zu begeben. Während sich Dr. van Housen mit den erwähnten Protokollen ins Richterzimmer begiebt, wird mit der Zeugen vernehmung fortgefahren. Es erscheint zunächst als Zeugin Frau Rips, geb. Schlößer, aus Neuß: Buschhoff habe im vergangenen Eltern gewohnt. Eines Morgens fei fie über den of gegege Winter einmal vier Wochen mit seiner Familie im Hauſe ihrer und habe gesehen, wie Buschhoff seine Hände in die Höhe ges streckt und sich den Kopf gehalten habe. Sie habe sich gesagt, entweder ist der Mann verrückt, oder er hat kein gutes wissen; später habe sie gehört, es sei das eine Manipulation, die die Juden beim Beten anwenden. Bräs.: Betete denn Buschhoff? Zeugin: Das weiß ich nicht. Höhe gehoben und sich den Kopf gehalten? Präs: Buschhoff, haben Sie einmal die Hände in die Buschhoff: Das ist möglich, Herr Präsident, ich hatte im vergangenen Winter bisweilen heftige Zahnschmerzen. Präf.: Gehört vielleicht eine solche Manipulation zu Ihren religiösen Gebräuchen? Buschhoff: Nein. Präs. Zengin, haben Sie außerdem noch etwas gehört oder gesehen? Beugin: Nein. Die folgende Zeugin ist die Schwester der Vorzeugin, Fräulein entdeckt wird, ba giebt es einen großen Ball und da bekomme im benten: Hermine Buschhoff, sagte mir einmal, wenn der Mörbeh ein neues Kleib. Ich werde alsdann in weißem Kleide auf dem Throne fizen, Mölders wird zu meinen Füßen liegen und ich werde auf ihm herumtanzen. Beuginnen vorgeschlagen hat? Präs.: Wissen Sie, wer Sie und Ihre Schwefter als Beugin: Nein. Meinung nach eine weitere Aufklärung nicht nothwendig ist, widerBertheid. Rechtsanwalt Gammersbach: Obwohl unserer Präs.: Wissen Sie uns sonst noch etwas zu erzählen, bas spricht die Bertheidigung dem Antrage des Herrn Oberstaatsanwalts auf diese Mordthat Bezug hat? nicht. Bei der großen Tragweite und außerordentlichen Wichtigkeit Beugin: Nein. des Falles ist es nothwendig, daß auch kein Schatten eines Zweifels übrig bleibt, und die Sache nach allen Richtungen hin aufgeklärt wird. Die Vertheidigung stellt daher die Entscheidung dem hohen Gerichtshofe anheim und ist ebenfalls der Meinung, daß die Herren Landgerichtsrath Brixius und Referendar Franoux der Ortsbesichtigung beiwohnen. Rechtsanwalt Gammersbach in Weeze gedient, sie habe einmal eines Tages gehört, wie ihr Bra f.: Ich kann bem Serrn Rechtsvopter Trammelte a Dienstherr zu seinem Bruder sagte:„ Er hat es gethan". David und Leonard Koopmann, die alsdann als Zeugen erscheinen, befunden übereinstimmend, daß eine solche Aeußerung ihnen unbekannt sei. Welch großes Aufsehen der Prozeß in der ganzen Welt erregt, geht aus dem Umstande hervor, daß ich täglich einen ganzen Stoß von Briefen aus dem In- und Auslande erhalte. Frau Löbschen, geb. Ofter: Sie habe einmal ihren Mann daß, wenn der Angeklagte morgen nach Xanten mitgenommen Bertheidiger Rechtsanwalt Stapper: Ich muß bemerken, aur Bahn in Xanten begleitet. Sie habe die Köchin Remy auch werden soll, ich es für erforderlich halte, die nöthigen Sicherheits auf dem Bahnhof gesehen, wisse aber nicht, was ihr Mann mit feinem Freunde Fröhlich gesprochen, jedenfalls habe sie ein maßregeln zu treffen, daß der Angeklagte von der Menge nicht Gespräch, wie es von Präs.: Kennen Sie in Neuß einen Mann, Namens Schmitts? 3eugin: Nein. Präs.: Es ist bedauerlich, daß die Verhandlung durch der beitragen, derartig aufgehalten wird. Die folgende Beugin ist Frau Seegers( anten). Juden zu Buschhoff gehen gefehen haben? Zeugin: Davon weiß ich nichts. Präs.: Sie sollen am Peter- Paulstage einen feingekleideten bei Bras: Haben Sie überhaupt einmal einen fremden Juben Buschhoff gesehen? fie habe auch nicht gesehen, daß ihr Mann mit Fröhlich sich an- gänge sich aus Anlaß des Mordes in Xanten zugetragen haben, aber nicht sagen: ob das am Peter- Paulstage war. und es ist nicht anzunehmen, daß die Erregung sich inzwischen Zeugin: Ich habe einmal in der Kirchstraße einen fremden Juden getroffen, der anscheinend zu Buschhoff ging, ich fann Es sind noch drei Zeugen, aus Anlaß eines anonymen Raufmann 25bschen: Er habe vielleicht seinem Unmuth gelegt hat. Die gegenwärtige Verhandlung hat im Gegentheil Schreibens, desselben Themas wegen vorgeladen, es wird jedoch allseitig auf die Bernehmung dieser Zeugen verzichtet. gestoßen habe. über die aus Anlaß des Knabenmordes in Szene gesetzte zweifellos die Erregung noch bedeutend vergrößert. Judenheze Ausdruck gegeben, jedenfalls habe er nicht gefagt: Präs.: Gesetzlich sind wir verpflichtet, den Angeklagten mit Buschhoff ist dumm, daß er die Leiche in die Scheune hat schaffen nach Xanten zu nehmen. laffen. vernommen. Verth. Rechtsanwalt Stapper: Es ist das selbstverständlich, maßregeln zu treffen, damit der Angeklagte von der Menge nicht Hierauf werden nochmals die medizinischen Sachverständigen Geh. Regierungs- und Medizinal- Rath Dr. Kirchgäßer Präsident: Haben Sie vielleicht das Wort Scheune" ich mache nur auf die Nothwendigkeit aufmerksam, Sicherheits- bekundet u. a.: Wir haben 400 Gramm frisches Ochsenblut gebraucht? Beuge: Das ist möglich, ich gebe ja zu, daß ich mich mißhandelt wird. und alsdann gefunden daß der auf Spreu gegossen Geschworener Graf v. 208: Der Herr Präsident hat gestern Ein Kind, wie das ermordete, hat aber 1,27 Liter Blut im Erdboden unter der Spreu nur zum Theil mit Blut bedeckt war. mit Fröhlich ganz offen über den Fall Buschhoff unterhalten mit Recht hervorgehoben, daß er die Bevölkerung von Cleve Körper. Es ist nun selbstverständlich, daß ein Theil des Blutes und Umgegend achten und schäßen gelernt habe, ich bin daher noch in dem Leichnam bleibt, danach kann der Ermordete etwa der Meinung, daß auch ohne besondere Sicherheitsmaßregeln die 0,95, also noch nicht ein volles Liter Blut verloren haben. Diefer habe. Präs.: Haben Sie sich gegenseitig angestoßen? Beuge: Absichtlich jedenfalls nicht. Präf.: Die Remy behauptet: Sie hätten sich, als Sie merkten, daß die Remy auf Ihre Unterhaltung aufmerksam wurde, in einer fremden Sprache unterhalten? 3euge: Ich bin einer fremden Sprache gar nicht mächtig. Präs: Die Jfraeliten können doch alle hebräisch sprechen? Beuge: Das ist ein Jrrthum, Herr Präsident; ich fann wohl hebräisch lesen, kann das Hebräische aber nicht einmal ins Deutsche übersehen und das wird wohl bei der großen Mehrheit ber Juden der Fall sein. Person des Angeklagten uicht gefährdet ist. Präf.: Meine geftrigen Bemerkungen bezogen sich auf die Bevölkerung von Cleve und Umgegend, die Kantener Bevölterung fenne ich nicht. Scheune. ständig an. Umstand erklärt die verhältnißmäßig geringe Blutmenge in der Profeffor Dr. Köfter schließt sich diesem Gutachten voll einen Menschen mordet, um ihm das Blut zu entziehen, halten Oberstaatsanwalt Hamm: Herr Professor! Wenn Jemand Bürgermeister Schleß: Ich halte es für nothwendig, daß Sie alsdann die Halsabschneidung für die geeignetste Form des Oberstaatsanwalt Hamm: Die Veranstaltung von Sicher heitsmaßregeln ist Sache des Vorsitzenden. behufs Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung in Xanten für morgen die Hilfe des Militärs in Anspruch genommen Bürgermeister Schleß bekundet alsdann auf Befragen des wird, Mordes? au dem Zwecke der Blutentziehung für die ungeeignetste Form, Profeffor Dr. Köster: Die Halsdurchschneidung halte ich die Wahrheit zu Tage fommt. 2039,- M., Ausgabe 1929,23 M., Ueberschuß 109,77 D., da durch das bei der Halsdurchschneidung bewirkte Spritzen der wendig, daß die Arbeiter sehr genau darüber wachen, daß hier f Der Vierteljahresbericht stellt sich wie folgt: Ginnahme größte Theil des Blutes verloren geht. Es erscheint alsdann wiederum Dr. med. van Housen Aus diesem Grunde ist es nothwendig, daß die Arbeiter der Bestand ultimo März 1892 1175,81 m., bleibt ein Rassenbestand und erklärt: Nach Einsichtnahme in die Obduktionsprotokolle 2c. Berufe, auf welche sich die Statistik erstrecken soll, aufgerüttelt von 1285,58 M. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Der fchließe ich mich dem Gutachten der medizinischen Sachverständigen werden, da sie heute aus ihren Arbeitshöhlen fast nicht heraus- Bericht über die Stellenvermittlung ergab fein günstiges Resultat, da vollständig an. Ich bin nun auch der Ueberzeugung, daß der kommen, und darum alle öffentlichen Borgänge nicht zu ihrer das abgelaufene Quartal hinsichtlich des Arbeitsangebots das Fundort der Thatort ist. Ich wiederhole, ich habe die Zeiche Kenntniß gelangen. Deswegen ersuchen wir die organisirten Ar- schlechteste ist, welches seit den vier Jahren zu verzeichnen, während nicht untersucht, ich wußte nicht, daß unter derselben eine Blut- beiter in allen Orten, Versammlungen einzuberufen, in denen auf welcher Zeit die organisirten Hausbiener einen Arbeitsnachweis lache gefunden wurde. diese statistischen Erhebungen aufmerksam gemacht und zur unterhalten. Hierauf wurden die Namen der von den WinterDie Verhandlung wird alsdann gegen 61/2 Uhr Abends auf korrekten Ausführung der zu machenden Angaben aufgefordert festen her mit Billets Restirenden verlesen, und man beschloß morgen Nachmittag, bis zur Rückkehr des Gerichtshofes u. f. w. wird. Es bietet sich hierdurch gleichzeitig Gelegenheit, unter bann, daß von den Nevisoren noch einmal versucht werden soll, aus Xanten, vertagt. diesen Arbeitern, die der Gewerkschaftsorganisation noch fern die bezüglichen Beträge einzuziehen; das Ergebniß ist der nächsten stehen, für diefe au agitiren und erwarten wir daher, daß alle Bersammlung mitzutheilen. Ein Antrag des Kollegen Walther Der 25jährige Musikdirektor Heinrich Meyer wurde organisirten Arbeiter sich der Sache annehmen. auf Amtsenthebung des ersten Vorsitzenden und des Stellen gestern der IV. Straftammer des Landgerichts I vorgeführt, um Die Generalfommission. vermittlers wurde einstimmig abgelehnt, dagegen der Antrag des fich wegen Betruges in zwei Fällen zu verantworten. Der AnVorstandes, den Kollegen Walther wegen seines Betragens in den getlagte gab zu, daß er im April mit geringen Mitteln nach Die Arbeiter Stuttgarts faßten am 10. Juli in einer Versammlungen auszuschließen, gegen 14 Stimmen angenommen. Berlin gekommen sei, um sich hier eine Stellung zu suchen, nach von den Gewerkschaften veranstalteten Versammlung eine Reso- Ferner beschloß man auf Antrag des Koll. Kaßler, daß die Mitglieder bem er die Kapelle, der er bis dahin in der proving vorgestanden, lution, in welcher es u. a. heißt, daß man in der neuen Gedes Verbandes bis auf Weiteres eine Extrasteuer von 5 Pf. pro babe auflösen müssen. Er gerieth in Noth und dadurch auf Ab werbe Ordnung bezüglich ihrer Anwendung nicht ein Kopf und Quartal zum Zwecke der Agitation zu zahlen haben. ege. Bei einem Kleiderhändler kaufte er einen Anzug, den er Arbeiter, sondern ein Unternehmer- Schutzgesetz und fofort zu zahlen versprach, wenn der Verkäufer ihm denselben ferner in der einseitigen ungefeßlichen Aufstellung der Ar- Steglitz. In einer außerordentlichen Generalversammlung zuschickte. Als der Anzug gebracht wurde, erklärte ber Angeklagte, beitsordnungen bezw. deren Zulaffung durch die Behörden des Arbeiter Bildungsvereins für Friedenau. Steglitz, die am daß er erst nach der Bant gehen müsse, um Geld abzuheben, der eine Benachtheiligung der Arbeiter erblicke. Die Verfammlung 5. Juli im Kurhaus zu Friedenau abgehalten wurde, sprach Bote möge nach zwei Stunden wiederkommen. 218 das legtere beauftragte den Vorstand der Vereinigten Gewerkschaften, Be Genosse Roland über Anarchismus und Sozialismus. Ferner Gefchah, hatte der Angeklagte feine Wohnung geräumt. schwerden über die Arbeitsordnungen seitens der Arbeiter entgegen erstattete Otto Bericht über bas am 26. Juni vom Arbeiter Echlimmer lag der zweite Fall. Der Angeklagte taufte bei zu nehmen und in geeigneter Weise zu vertreten, um den ein Bildungsverein abgehaltene, fehr gut verlaufene Volksfest, das einem Tröbler eine Offiziers- Uniform. Er zog sie an, begab fich zelnen Arbeiter zu schüßen. zu einem Goldwaarenhändler und stellte sich als Referendar Die Reichsregierung wird aus diesem Vorgehen ersehen b. Schlichting vor, der hier eine Uebung mitzumachen habe. Gr tönnen, daß sie übel berathen war, als sie der kapitalistischen erbat sich einige Brillantringe zur Auswahl und bezeichnete ein Reichstags- Majorität bei der Berathung der Gewerbenovelle fich in der Nähe belegenes Hotel als seine Wohnung. Der Kauf- so gefällig erwies und anderseits die Warnungen der sozialdemomann vertraute ihm 4 Hinge zum Gesammtwerthe von 1400 m. tratischen Abgeordneten in den Wind schlug. an, erfuhr aber bald, daß er einem Schwindler in die Hände gefallen sei. Der Angeklagte wurde noch an demselben Tage in einem seinen Restaurant verhaftet, die Ringe befanden sich noch in seinem Befih. Trotzdem der angerichtete Schaden somit nur ein geringer und der Angeklagte bisher unbestraft war, glaubte der Gerichtshof doch, die bedenkliche Neigung des Angeklagten zur Hochstapelei durch eine energische Strafe unterdrücken zu Versammlungen. aus noch verschönt wurde durch die Fesirede Jahn's, sowie durch die Vorträge von Frau Palm aus Berlin und welches 57,90 m. Ueberschuß ergab. Davon wurden 25 M. zur Agitation, 15 M. für Dekoration und 17,30 m. für die Partei- resp. Kreistaffe ausgeworfen. In der am 19. Juli im Kurhaus zu Friedenau stattfindenden Versammlung wird darüber berathen, in welcher Weise die Agitationstour vorzunehmen ist. Genossen, welche sich daran betheiligen wollen, sind gebeten, in dieser Versammlung zu erscheinen. In einer Versammlung der Steindrucker, Lithographen und verwandten Berufsgenossen referirte am 6. Juli Herr Die Generalversammlung der Freien Vereinigung Sillier über die Gewerkschaftsbewegung, den Gewerkschaftsfollen und erkannte daher auf neun Monate Gefängniß der Graveure und Bijeleure genehmigte am Juls die tongreß und den weiteren Ausbau der Organisations ver im graphischen Gewerbe beschäftigten Personen, wie er in dem Halbjahres- Rechnungen und Berichte. Der Kassenbestand beträgt Drei Neger aus West- Afrika, die Kellner Tom 78,59 M. Dem Kassirer Krause wurde Decharge ertheilt. Raut geplanten Kartell ins Auge gefaßt ist. Endgiltige Beschlüſſe malter, Louis Toby und John Allemont, standen geſtern Bericht des Kollegen 3 wirs über den Arbeitsnachweis hierüber zu faffen sei Sache der Generalversammlungen der in Gehen einer groben Ausschreitung vor der 129. Abtheilung des haben sich in der Zeit vom 1. Januar bis 1. Juli 72 Gehilfen Frage kommenden Organisationen. Jest handle es sich nur um Schöffengerichts. Da die Angeklagten nur des Engliſchen mächtig und 25 Meister gemeldet. 21 stellen find bejezt worden. Die Propaganda für diese Ideen in den Kollegenkreisen und in o mußte ein Dolmetscher als Mittelsperson benust werden. Außerhalb find noch Stellen für 3 Biſeleure un Braveur diesem Sinne zu wirken solle fich jeder Anwesende angelegentlich Ser Angeklagte Toby war am Abend des 9. Februar vor dem Die Bibliother wurde 78 Dal benut undue sur Aufgabe machen. Nach dem mit lebhaftem Beifall auf offen. hatte Hildebrand'ſchen Lokale in der Gisasserstraße als Vertheiler von einen Kaffenbestand von 14,60 m. Sierauf nahm die Versamme genommenen Referat erstattete Herr Schulz Bericht über die Steflamezetteln angestellt. Er will von den Vorübergehenden lung den Antrag des Kollegen Sälbig an, wonach der ver- und Hartmann verursacht hat. Danach betrugen die Einnahmen ver: Kosten, welche der Streit der Arbeiter der Firma Defterreich feiner dunklen Hautfarbe wegen häufig geneckt worden sein. Mit antwortliche Vorstand auf drei Personen beschränkt ist. In der 4278,76 M., bie Ausgaben 4268,70 M., was einen Ueberschuß von einem 15jährigen Burschen gerieth er in einen Wortstreit, der zu Grsakwahl wurde Rollege Ziele zum Vorsitzenden ge= Thatlichkeiten ausartete. nahm gegen ben Kollegen 10,06 M. ergiebt. Derfelbe wurde der Unterstützungskommission Ein vorübergehender Schlossergeselle wählt. Der Vorstand besteht danach überwiesen; ebenso erkannte man etwa noch einkommende Gelder den Angeklagten Partei, diefer rief seine Tiete, Vorsitzender, Wunderlich, Schriftführer, und tun Hildebrand'schen Lokale befindlichen Landsleute heraus und rause, Dem Vorstand stehen als Aus dieser Kommission zu. Die Namen der noch mit Liſten( und voralle drei fielen nun über den Schloffer her, bis diesem wieder schuß zur Seite die Kollegen Säl big, Schwahn, Urbach öffentlicht werden. Derr Scherer berichtete hierauf über die zur Halbis. nehmlich mit gezeichneten) rückständigen Personen sollen verendere Personen zur Hilfe famen. In dem Stampfe blieben die Rr3 bel, Müller, kleift, 3 wirk und Bergmeyer Ehwarzen Sieger, ſie hatten aber mit unerlaubten Waffen ge- Der folgende Buntt der Tagesordnung betreffend Grhöhung der Sammlung für den Buchdruckerstreit. Danach nahm die damit resp. thimpft, indem sie ihre Meffer gezogen hatten. Die Belegten mußten Prriforende Per Beiträge untung betreffend Group beauftragte Kommiſſion, 2924,85 Mt. ein und gab 2824,95 21. the Bunden in der Sanitätswache verbinden lassen. Die Ber- sur nächsten Bersammlung( Fortſegung der Generalversammlung) aus, worunter 100 m. für die Weber Nixdorfs. theidigungsart der Schwarzen war diefelbe, wie sie von vielen weißen Burtast er en gene there but mange ist somit ein Ueberschuß von 99,90 M. vorhanden. Herr Ungetlagten angewendet wird. Sie leugneten rundweg Alles ab. 3njaber ber Badeanstalt Germania", Michaelbrüde, at ble herer tonstatirte, daß die Steinbruder, zithographen für die und Berufsgenossen Berlins, da von ihnen noch andere Die Angeklagten Walter und Allemont wollten von der ganzen Mitglieder der Freien Vereinigung der Graveure und Biseleure Gelder als die aus dieser Sammlung stammenden den BuchGeschichte nichts wiffen und feiner von ihnen wollte jemals ein den Badepreis auf 10 Pf. herabgesetzt haben.( Das Mitgliedsbruckern zugegangen feien, etwa 3060 Wi. zu beren Unterſtüßung Meffer bei sich geführt haben. Der Gerichtshof verurtheilte die buch ist vorzuzeigen.) Weiter gab das Vergnügungskomitee zu je zwei Wochen, ven Angebucht, daß das viesjährige Sommerfest am 27. Qugust in aftens beigetragen haben. Die Versammlung ertheilte der Stomaniffion flagten Allemont zu einer Woche Gefängniß. Festfalen, Hafenhaide stattfindet. Aufgenommen wurden 3 Mit Decharge und überwies die 99,90 M. Ueberschuß dem Generalfonds der Steindrucker 2c. Aus der dann vorgenommenen pros glieder. visorischen Wahl der Kandidaten für die Kategorie der ArbeiterEiner Verhandlung gegen Schulz und Genoffen, welche fm 12. d. Mts. vor dem Landgericht I stattfand und mit Frei- In der Stuckateurversammlung vom 4. Juli sprach beisitzer zum Gewerbegericht gingen die Herren Friedewaldt Den Lithographen Sprechung der Angeklagten endete, lag turs folgender Thatbestand Kollege Kleinert zur Kongreßfrage und führte aus, wie( Drucker) und Rose( Schleifer) hervor. Brunde. Während einer Gigung des Zefeflubs Karl Mary wichtig die Beschichtung des Kongresses ist. Die Listen zum Ein- wurde es überlassen, in interner Zusammenkunft Jemand als Juli v. 3. im Grube'schen Zokale erschien der Schuhmann zeichnen liegen bei kleinert aus. Es wurde dann beschloffen, die Kandidaten aufzustellen. Nachdem noch ein Fall tadelnswerther fontes und erstattete Anzeige wegen Uebertretung der Polizei- Genossenschaftsmitglieder aus dem Verein auszuschließen; zwei Behandlung eines Lithographen durch den Besitzer eines Augsſtunde. Auf Grund der Aussagen bes sengen erfolgte f. 3. derfelben hatten ihren Austritt schriftlich selbst erklärt. Dem auf burger Kunstinstituts, Herrn torner, zur Sprache gebracht Berurtheilung. Die vom Rechtsanwalt Schöps hiergegen ein Anregung im Verein gegründeten Gesangverein der Stuckateure worden war, schloß die Versammlung mit einem Hoch auf die flub Karl Mary von drei Mitgliedern einer eingehenden Be- Darlehn. gelegte Berufung wurde verworfen und diese Thatsache im Lese- Berlins bewilligte man aus der Vereinslasse 50 Mart als allgemeine Arbeiterbewegung. fprechung unterzogen, verletzung beschuldigt wobei Eides und In einer öffentlichen Versammlung der Klempnes einer der Zeuge Im Verband der in Holzbearbeitungs Fabriken und sprach am 7. d. M. Genosse Dr. 3 adek für den am Erscheinen laßte den Polizeipräsidenten, Strafantrag zu stellen. worden sein soll. Dies veran auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen verhinderten Reichstags- Abgeordneten May Schippel über: In( Ortsverwaltung Berlin 1) hielt am 4. Juli Genosse P. Jahn Unsere Rechte und Pflichten in den Krankenkassen nach dem en zum 12. d. M. angefesten Termin wurde im Laufe der einen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag über" Moderne neuen Krankenkassen- Gesetz". In seinem etwa einstündigen VerBerhandlung durch die Beugen festgestellt, daß seinerzeit eine Arbeiterbewegung". Nachdem erstattete der Kassirer den Kassen- trage bezeichnete er die freie Wahl der Herzte als unUebertretung der Polizeiſtunde nicht stattgefunden habe, weil in bericht vom sweiten Quartal, wofür ihm Decharge ertheilt wurde. bedingte Nothwendigkeit, schilderte bie in den Krankendem Grube'schen Lokale nur Mitglieder und Gäste des Leseklubs In der Unfallstatistik sind im legten Quartal 48 Unfälle zu ver- taſſen herrschenden Uebelstände, wies zahlenmäßig und Sarl Marg und nicht Schankgäfte, anwesend gewesen wären. Der zeichnen gewesen, davon 40 leichter und 7 schwerer Natur; einer am Beispielen die Gefährdung der öffentlichen GesundStaatsanwalt beantragte gegen die 3 Redner wegen Beleidigung endete mit dem Tode. Alsdann theilte der Borsigende mit, daß fundheitspflege durch das 3wangsärztewefen nach Des Bengen je 50 M. Geldstrafe. R.-A. Freudenthal, welcher die die Annonce des Herrn Remling in Nr. 153 des Vorwärts", in beleuchtete bann die für Geschlechtstrante in den Krankenhäusern ingeflagten in dieser Sache vertrat, beantragte dagegen Ber- welcher es heißt, daß der Arbeitsnachweis aus der Boechstraße giltigen Bestimmungen. Zum Schluß richtete Dr. Zadek an alle tagung event. Freisprechung, lettere schon aus dem Grunde, weil nach Mariannen- Ufer 4 verlegt worden fei, nicht den Mitglieder der Zwangskaffen die Aufforderung, für Verbesserung out vielmehr von der von ihm gerüigten Uebelſtände nach besten Kräften einzutreten antrag zu stellen, weil eine Beleidigung des Beamten in feiner der Grrichtung eines Arbeitsnachweises Abstand genommen und dafür Sorge zu tragen, daß wir auch auf dem Gebiet des amtlichen Thätigkeit gar nicht vorgelegen habe. Der Gerichtshof und es bestehe nach wie vor allein nur der Ar Krantenwesens besseren Zuständen entgegensehen. An der Diskussion Mariannen- Ufer 4, bei betheiligten sich und sprachen im Sinne des Referenten die Kollegen Herrn Gehlof. Ferner wurde bekannt gegeben, daß am 17. Juli Drange und Dzina. Dann theilte der Vorsitzende mit, daß in Oderberg eine Bersammlung stattfindet( behufs Gründung einer die Ueberstundenarbeit bei der Firma Dietrich, Mariannenstr. 20, Verbandsfiliale, die Kollegen find ersucht, sich an derselben infolge des auf sie ausgeübten Druckes abgeschafft worden ist. recht zahlreich zu betheiligen Abfahrt vom Stettiner Bahnhof früh Sierauf wurde von der Versamunlung Kollege Dzina ein5 Uhr 45 Minuten. Die nächste Versammlung findet am timmig als Delegirter zur Fachkommission vorgeschlagen. 8. August statt. theidigers. Soziale Ltebersicht. Weiter machte der Vorsitzende bekannt, daß von jetzt ab die Im verw. bei Siegmund, 20, der nach wie vor zsallit. 7-8 fich befindet umb bas geplante Die Reichstags- Kommission für Arbeiterstatistik hat in st tistische Erhebungen über die Dauer der Beschäftigung der Derselbe ergab eine Einnahme von 129,99 M., eine Ausgabe von Sommerfest am 16. Juli in Treptow, Restaurant von Kümpel, ft. vom 28. bis 20. Juni abgehaltenen Gigungen befchloffen, Berlim Berein der Blätteri ber Bierteljahresbericht erstattet. Müllereien vorzunehmen. wurde entlastet. Der Vorsitzende forderte dann die Mitglieder missionen, sowie die Zahlstellen und Sitzungen des Vorstandes Bundesrath für Betriebe, in denen durch übermäßige Arbeitszeit straße, stattfindenden Sommervergnügen recht zahlreich zu be- Zum Schluß ersuchte der Vorsitzende, weitere Adressen von VerStach§ 120 e Absah 3 der Gewerbe- Ordnung fann der auf, sich an bem am 24. Juli in Schröder's Salon, Manteuffel werden den Mitgliedern durch Flugblätter bekannt gegeben werden. die Gesundheit der Arbeiter gefährdet wird, eine Beschränkung theiligen. Weiter wurden die Mitglieder ersucht, dafür zu forgen, trauensleuten einzelnen Werkstätten an ihn, Drange, der Arbeitsdauer eintreten lassen. Die statistischen Erhebungen daß feiner nach dem von den Fabrikanten, sondern nach Gitschinerstr. 72, gelangen zu lassen. der Kommission werden vorläufig nur dazu dienen, dem Bundes dem von dem Verein errichteten Arbeitsnachweis( Holzmarktden gegebenen verhältnisse, die Einrichtungen der Arbeits- und Schlafräume ergetheilt, daß sich jedes Mitglied, welches vom Arzt arbeitsunfähig verlas zunächst die auf den verschiedenen Bauten gezahlten Löhne, verb fich nicht, wie bies wünschenswerth wäre, auch auf die Lohn- al Arbeit lei. Betreffe der Stranfenunterjuügung wurde mit lung ab, um ihre Lohnverhältnisse zu besprechen. Herr Böttcher strecken. Die Erhebungen erfolgen durch Fragebogen, welche von geschrieben ist, am ersten Tage beim Vorsitzenden zu melden hat, soweit er sie ermitteln konnte. von 55 Bi., zwei von Fro Arbeitnehmer verabfolgt werden. Auch die Ginziehung der Mitglied in einem Jahre nur 11 Wochen Unterſtüßung und ums 50 f., je einer von 50 und 52½ von 30 und 45, Fragebogen erfolgt durch die Behörden. Es erhalten jedoch nicht dann wieder ein Jahr steuern, um Unterstüßung beanspruchen zu von 55 und 52/2 und von 55, 571/ a und 60 Pf. Die diefelben werden in den einzelnen Bundesstaaten an etwa zehn leben herrschenden Verhältnisse geschildert, wobei Frl. Jung im Böttcher, im Verhältniß zu denen, welche oft in Berlin Prozent der vorhandenen Betriebe abgegeben. Die Einziehung Namen der aus dieser Fabrik anwesenden anderen Blätterinnen gezahlt würden, immerhin Beit ist eine überaus turze und bei dem Mangel an gewerkschaft erklärte, daß man einmüthig entschlossen sei, nicht mit Gas zu der Diskussion nahm als erster Nebner Herr Kliemann lichen Organisationen in den gedachten Berufen wird wohl auch plätten. eine genügende Kontrolle über die forrette, wahrheitsgetreue Aus füllung der Bogen nicht in dem Maße vorhanden sein, wie dies genossen hielt am 5. Juli 1892 in Mundt's Salon seine dritte Lokalisten, was eine längere Debatte zwischen ihm und Herrn wünschenswerth wäre. Weil in den Betrieben, in denen eine Generalversammlung ab. ein des Kollegen Fritsche und der Hannes, Felschenbach und.& chu 13 andererseits ver Bragebogen perabbetter beschäftigt ist, nur an einen, daß die Frau des Kollegen Belle, in der üblichen Weise und nahm dann anlaßte, welch legtere fich für die Zentralisation aupre ben. by ben genannten Berufen beschäftigten arbeiter verüber machen, zur Kenntniß, daß das zweite Sommerfest am 24. Juli im Konzert- Herr& ch of a munterte die Anwesenden aulation aussprachen. Be die Ausfüllung der Bogen wahrheitsgetreu erfolgt. Da die park„ Bittoria". Frankfurter Allee 72, stattfindet und für ein möglich hielten, auf die Meister einen Druck auszuüben. The Behörden die Fragebogen auszugeben haben, so steht zu erwarten, reichhaltiges Programm Sorge getragen ist. Im Anschluß hieran schlüsse bezüglich der Lohn- oder Organisationsfrage wurden nicht Bustände herrschen, weil diefe als sie zuverläffigſten angesehen Gunsten der Arbeiter- Bildungsschule, welche an demselben Tage trauensmann 2utter, in nächster Zeit eine Versammlung einwerden. Nun ist aber nach dieser Richtung hin auf die Zuver- auch ein Fest abhält, zurückzutreten, da man längst zuvor mit zuberufen, in der er Bericht erstatten soll und welche die Neuwahl lässigkeit der Unternehmer wenig au bauen, weil dieselben dem Wirth des Konzert- Parts Bittoria" abgeschloffen hatte. eines Vertrauensmannes vorzunehmen hat. um die in den Bäckereien 2c. vorhandenen schauderhaften Sus nächsten drei Monate ausfallen, sowie daß drei Kollegen frant bestrebt sein werden, ihren Betrieb im rosigsten Lichte zu schildern, Ferner wurde mitgetheilt, daß die geselligen Abende für die Stände nicht an das Tageslicht zu bringen; daher ist es noth- I find und fünf Kollegen sich aufnehmen ließen, als gut zu bezeichnen. In zu einer längeren Ausführung über den Nußen der Vereinigung das Wort. Dabei schnitt er auch die Frage: Lokalisation oder Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufs. Bentralisation? an und behandelte dieselbe im Sinne der sogen. Die Versammlung ehrte zunächst das Müller einerseits und den Herren Scholz, Böttcher, Berichtigung zur Berichtigung. In Nr. 160 des„ Vors wärts" vom Dienstag, den 12. Juli, befindet sich eine Berichtigung, betreffend die achte Generalversammlung der Zentral- Krankenkasse sich beschäftigen, nicht in seinen Mußestunden nur dem Ver- J. E. Weglan.( Schluß.) V. Die Schuljahre.- Verschiedenes: Die der Maurer, Gipser u. s. w. Deutschlands„ Grundstein zur Einig- gnügen sich hingeben, sondern sich gegenseitig belehren, das ist Arbeit einer Woche in Birmingham.- Maschine und Arbeits feit". Dafelbst heißt es im letzten Satz:" Für weitere 27 Wochen: die Pflicht eines jeden Arbeiters. losigkeit. Feuilleton: Am Sarge eines Proletariers. Gedicht von J. Franz. Das Patent. Novelle von A. Otto Walster. VII. Heimleuchten. Mammons Einfluß. Soziale Studie von Edmund Schröpel. Literatur. 1. Klasse täglich 2,65 M., wöchentlich 15,60 m. u. f. w. nebst freiem Arzt und Medizin." Das ist ein Irrthum. Oben genannte Kaffe leistet nur während der ersten 13 Wochen freien Arzt und Medizin, während dieselbe in den letzten 27 Wochen das in der Berichtigung im letzten Satz normirte Verpflegungsgeld ohne Arzt und Medizin gewährt.( Wir bemerken hierzu, daß die erste Berichtigung uns von einem Mitgliede der Kaffe zuging, von dem wir annehmen mußten, daß es bestens informirt sei. Red. d.„ V.") Achtung, Schmiede Berlins und Umgegend. Deffentliche Versammfung am Donnerstag, den 14. Juli, Abends 8% Uhr, bei Schirmacher( früher Bolzmann), Andreasstr. 26, am Andreasplay. Tagesordnung: Gründung eines Kranten- Unterstüßungs- und Sterbetassen- Vereins der Schmiede. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8-10% Uhr: SüdVermischtes. Probehefte stehen zur Verfügung. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Buschhoff'schen Hauses und der Küppers'schen Scheune feitens des Xanten, 13. Juli. Heute fand hier die Besichtigung des Schule: Hagelsbergerstr. 43: Unterricht im Rechnen; Südost- Schule, ein und verschaffte sich so gewaltsam den erwünschten Durchgang. Schwurgerichts statt. Mölders und der Knabe Heister mußten Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Geschichte( alt); Oft- Schule, Martus: ftraße 31: Unterricht in Rechnen; Nord- Schule, Müllerstr. 179a; unter richt in Deutsch( mittlere) und Chemie. In alle Lehrfächer, mit Ausnahme Schayer. 9 Uhr. 1 Echo 2, Ein neuer Soldatenezzeß wird aus dem fächsischen Städtchen Annaberg berichtet. Neulich Sonntags rief dort ein Reiter großen Unwillen hervor, der sich gelegentlich des Schulfestes den Durchgang durch den Festzug dadurch zu er3wingen suchte, daß er mitten in die Kinder hineinritt. Als infolge dessen das Publikum dem Pferde in die Bügel fiel, schlug der Reiter mit der Beitsche auf die Leute Wie nun der Sehma- Bote" berichtet, haben die Nachforschungen der Polizeiverwaltung ergeben, daß der betreffende Reiter und genau angeben, an welcher Stelle sie das Hereinziehen des Kindes seine drei Gefährten Offiziere etnes fächfifchen Ulanen- Regiments gefehen hätten, und wie das Hereinziehen stattgefunden habe, waren, deren Namen man festgestellt hat. Die Sache ist zur daß das Hereinziehen des Kindes möglich war. weiteren Verfolgung der Militärbehörde übergeben worden. Sächsische Erziehungs"-Praktik. In Riesa haben, Bevölkerung verhielt sich vollkommen ruhig. Militärischer Schuh war nicht herangezogen worden. nach einer Mittheilung der Frankf. 3tg.", die städtischen Behörden beschlossen, daß fünftig im Armen- und Arbeits- längeren Plaidoyer erklärte der Oberstaatsanwalt Hamm, daß er Cleve, 18. Juli. Prozeß Buschhoff. In seinem heutigen hause förperliche 3üchtigungen nur noch" an männlichen, in forrektioneller Behandlung stehenden Personen nicht nur Buschhoff der That für nicht überführt erachte, sondern vorgenommen werden sollen. daß er sogar dessen Unschuld als nachgewiesen ansehe, weshalb Im Walde erschlagen und beraubt wurde zwischen er aus voller Ueberzeugung das Nichtschuldig beantrage. Malsch und Ettlingen in Baden der Landwirth Matthäus treise Sagan- Sprottau ist auf den 23. August d. J. feſtgeſet Sagan, 13. Juli. Die Reichstags- Erfahwahl im Wahl Schneider von Freiolsheim, angeblich von einem Handwerksburschen. wurden nur 9 gerettet. worden. Die Xantener der Mathematit und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- u. Diskutir klubs. Donnerstag. Diezgen, Abends 8% Uhr, bet Schröder, Wiesenstr. 39.— Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei Gieshoit. Süd- Ost, bet Toltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecte. Herwegh, Abends 8 Uhr, Reichenbergerstraße 54, Ecte Laufigerstraße, bet Aug. Geib, Donnerstag bei Zubeil, Naunynstraße 86, Abends Hasenclever, Abends 8% Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg Treptow. Emanzipation, Abends 8½ Uhr bei Spät, Weinstr. 28. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungs ftunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Annenstr. 9, bei Prog. Kornblume, Blumenstr. 54, bei Wuttte.- Früh= Tingsluft, Flottwellstr. 5, bet Bartel. Brezelschluß, Annenstr. 16, bei Reßner. Weiße Rose, Reinickendorf, Residenzstr. 101, bei Garus. Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstr. 9, bei Friefecte. Dorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- u. Auguftstr.- Ecke bei Schulz. Alte Schönhauserftr. 42, bei Reimann. Einigteit,( Sutmacher), Bappel Ein großer Wolkenbruch wird aus der Umgegend von Neugieriger treffen unausgesetzt in St. Gervais ein. Bis jet Sallanches( Haute- Savoie), 13. Juli. Große Schaaren Allee 3-4, bei Strauſe. 3utunft 1, Steglit, turhaus Friedenau. Harmonte, Tempelhof, Dorfftr. 10, bei Gerth. Beilchen blau, Kott Schliersee und Miesbach( Alt Bayern) gemeldet; der Schaden find gegen 75 Leichen aufgefunden, die Gesammtzahl der Ums buser Damm 39, bei Jatob.- 3utun ft. 2, Nied.- Schönhausen, Buchholzerstr. bet für die Bewohner ist namentlich jetzt zu Beginn der SommerHempel. Ostpreußischer Männer- Gesangverein, Holzmarktstr. 3 bet Deter. Admiralstraße 33, bei Lülow. Seeger'scher Gesangverein, Sange auf der Eisenbahn Schattlach Gmund unterbrochen; bei der 45 Ortseinwohner. Der Anblick der Trümmerstätte ist grauens Edelweiß, Melchiorstraße 15, bet Stehmann. Borar, saison groß. Nach den„ Neuesten Nachrichten" ist der Betrieb gekommenen schätzt man gegenwärtig auf 160, nämlich 75 aus wärtige Kurgäste, 40 Bedienstete der Kurhaus- Verwaltung und ftraße 65 bet Tempel von 9-11 Uhr.- Matglöckchen 2, G.-D., Reichenbergerstr. 16 bet Pätzold.- Eintracht, Glienicke bei Adlershof, bet teller. Schlierseer Mühle sind Leichen angeschwemmt. Ginigtett 2, Groß- Lichterfelde, Amalienstraße, bei Hann.- Hoff- Auch ein Geschäft. Wegen Fabrikation falscher öfter- haft. Sechszehn unbekleidete, entfeßlich entstellte Leichen liegen nung 3". Brandenburg, Neuft. Markt 2, bei Weydmers. Frete Sänger, reichischer Banknoten wurden mehrere Wiener Kaufleute verauf derselben noch nicht refognoszirt. Die übrigen AufLangeftr. 108, bet Nebelin. Butunft 3, Belten, bei W. Grunow. haftet, gefundenen find refognoszirt. Nordstern, Die Polizei ist damit be Kreuzberger Sarmonie, Lindenstr. 106, bet Poppe. Die Katastrophe von Chamounig wurde veranlaßt durch abzunehmen; auch werden die nicht rekognoszirten Leichname schäftigt, die Trauringe von den Fingern der Umgekommenen Müllerstr. 7 bei Heichardt. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 5 Uhr Treue Brüder, Ahrendt den Durchbruch des oberen Theiles des Sees. Die Höhe des photographirt. Gegenwärtig ist der Strom wieder in das Fluß Nachmittags, Barnimftr. 16, bei Heindorf. Straße 23. Libertee, Eisenbahnstraße 20 bei Siegmund. Liebertafel Wassers bei Bionney erreichte 30 Meter. Bisher find 120 Leichen bett zurückgetreten. Die ganze verwüstete Strecke, 150 Heftare Echo, Reichenberger: und Forsterstraßen- Ecke, bei Spindler. Borwärts 9, Charlotten- aufgefunden. Von 54 in dem Bade- Etablissement Beschäftigten umfassend, ist mit Schlamm und Felstrümmern bedeckt, von den Westend, Blumenthalstr. 5 bet Behrendt. burg, Schillerstr. 102 bet Stahl. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Ueber das Brandunglück in St. Johns berichtet der herabgewälzten Felsblöcken erreichen einzelne die Größe von Alle Zuschriften den Bund betreffend find zu richten an: Mar Geng, Berlin N., Belforterstraße 26, 1 Tr. Donnerstag: Geselliger Verein Fret Telegraph: 12 000 Personen tampiren obdachlos und halb verund Lustig bei Götze, Oranienstraße 153.- Bimmer- Schüßengesellschaft hungert in der Umgegend der Stadt. Zufuhren von Lebens( Depeschen des Bureau Herold.) Fein Korn bei Klatt, Boechstr. 51. Geselliger Verein Azalie, michael mitteln sind unterwegs. Die Regierung ordnete die Errichtung Xanten, 13. Juli. Prozeß Buschhoff. Die Ortsbesichtigung Brücke 1( zu den 3 Raben). Humoristischer Verein Pautenschwengel, bei Sommer, Stallschreiberstraße 58. Musikverein Animo, bei Schmidt, von Zelten an. 6 Personen sind bis jetzt ertrunken, 8 Erwachsene dauerte heute zwei Stunden; das Publikum war zahlreich an Wrangelftr. 141. Geselliger Berein Grüne Eiche( vor dem Halle'schen und 6 Kinder lebendig verbrannt. Der Gesammtschaden wird wesend, hielt sich aber respektvoll entfernt und ruhig; Militär Thor), bet Kazorte, Solmsstr. 1. Vergnügungsverein Hilaritas, bei Tempel, Breslauerstr. 27.Durch eine Feuersbrunst in der war nicht zugezogen. Die Straße, das Haus Buschhoffs, der Theaterverein Fideler Geift, bei Schneider, auf 20 Mill. Pfund geschätzt. Adalbertstr. 8. Mufitverein Osiris, bei Roll, Adalbertstr. 21. Stadt Tyszowce, Gouvernement Lublio, wurden über 150 Wohn- Porteweg, die Scheune und Küppers' Garten wurden besichtigt, Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer häuſer eingeäschert. Der Schaden ist sehr beträchtlich. Einige Mölders zeigte an anderen Kindern, wie er das Hineinziehen des Gesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görligerstraße 42.- Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins Hundert Familien find obdachlos. tleinen Hegmann in Buschhoffs Haus gesehen hatte. Außerdem für Weißensee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends Die Eruptionen des Aetna nehmen an den Ausbruchs- wurde die Lage der Leiche und deren erster Anblick gezeigt. G bet Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. Männer- Gefangverein ftellen fortwährend heftig zu. Die Lavamaffen find von Nicolosi fanden Feststellungen statt bezüglich der Entfernungen und der Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Fausimann, Reichenbergerstr. 73a. nur noch fünf, von Belpasso fieben Kilometer entfernt. Ein pracht- objektiven Möglichkeit des von den Zeugen angeblich Gefehenen. Musikverein Frisch Auf, Annenftr. 14, bei Ehrenberg. Theaterverein gelsing, Abends 9 Uhr, bet musehold, Landsberger- voller Kastanienwald in der Nähe des letzteren Ortes ist zerstört Die Geschworenen nahmen Alles genau und eingehend in Augens Privat- theaterverein, Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im worden. Die Bevölkerung flüchtet. Es haben sich fünf neue schein. Auch Knippenberg wurde in die Scheune geführt, benahm fich aber völlig gleichgiltig. Buschhoff war durchaus ruhig und Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag Krater gebildet. und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Pantstr. 26. folgte der ganzen Verhandlung mit Aufmerksamkeit. Geselliger Verein Freiheit, Abends 9 Uhr, bet Thierbach, Schwebter: Wien, 13. Juli. Die Behörde löfte die deutsch= nationalen ftraße 44. Geselliger Verein egina, Oranienstr. 121, bet Seifert. Studentenverbindungen an der Leobner Bergakademie auf. Geselliger Klub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, Annenstraße 9 bet 6. Proz. Berein ehemaliger 22. Gemeindeschüler, punti 9 Uhr, bei Schröder, Stegligerstr. 18. Pfropfenverein Wedding, abends 8% Uhr, bet Helterhoff, Antonstr. 5. Freundschaft, Abends 9 Uhr, Bergnügungs- Verein Renata jeden bet Busse, Schönhause. Allee 46. Donnerstag 9 Uhr Abends im Restaurant Götz, Dranienstr. 153. Rauchklub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, Staligerstr. 41. Rauchflub Walbesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant R. Kahlert, Reichenbergerstr. 113a.- Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, Rauchtlub Sternfpige, Abends in Nogge's Bierhaus, Kohlenufer 2. 11 ftraße 31. Märkischen Hof, Admiralstr. 18. Abends 9 Uhr, bei Berndt, Perlebergerstr. 17. " Ein schweizerischer Rekrut schrieb, wie das Bayerische Vaterland" mittheilt, in seinem Auffage über Wilhelm Tell: Der Wilhelm Täll war ein gebürtiger Thurgauer und liebte das Obst sehr. Darum schoß er einen Depfel mit dem Pfeil oben aben, was polizeiwidrig war. Der Landvogt Gitler wurde wild und wollte den Täll einstecken, aber er sprang aus dem Schiff und flöpfte in der hohlen Gas den Gizler oben aben, und das Land war frei von bolenzei." Gegenwartsbilder aus der bürgerlichen Gesellschaft. Bargteheide. Der Sohn eines benachbarten Hofbefizers 8% Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchflub Arcona, Abends hat nicht weniger als elf Mädchen geschwängert. Diese 9 Uhr, bei Sientenlinsti, Reichenbergerstr. 71. Rauchflub Arabi Pafcha Klub Dyne ſtreit, jeben Sittenreinheit hat den sauberen Patron 18 000 m. gekostet. Donnerstag Abend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brigerstr. 32. Rauchtlub Aber was thut das? 80 000 m. besitzt der Junge, 100 000 M. erbt er dazu, also fann er, nach seiner eigenen Aussage, bis zu Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84. Stat 40 000 M., daran" wenden. Der Bursche ist jetzt verheirathet, Club Rückwärts, Abends sy Uhr, bei Arndt, Pallisadenstr. 47. Diskutirnius der Haussiener. Donnerstag Abend 9 Uhr bet Sommer, aber das thut nichts, es gehört ja zum guten Ton, nebenbei eine fleine Liaison zu haben. Aber das Beste tommt noch. Das Rind eines Mädchens, schon einige Jahre alt, erkrankte, eine Operation wurde nöthig, drei Aerzte waren zugegen, das Kind starb und da der Herr Vater bis jetzt noch feinen Pfennig be= zahlt hat, so forderte der Vater des Mädchens jetzt 400 M. Doch dem fauberen Herrn war das zu viel und so mußte die Klage eingeleitet werden. Sozialdemokrat ist der Mann nicht, aber er an dessen patriotischer Gesinnung zweifeln wollte, der käme schön an.( Banter Nordwacht," Nr. 27 vom 3. Juli 1892.) Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flick. Grünftr. 21: Sigung. Sprechlaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. = Literarisches. 20 Rubikmetern. Wien, 13. Juli. Der polnische Forschungsreisende Hempel wurde auf der Reise nach Warschau von ruffischen Gendarmen verhaftet und nach Petersburg abgeliefert. London, 13. Juli. Gladstone ist in Midlothian mit der überraschend schwachen Majorität von 5845 gegen 5175 Stimmen gewählt. Derselbe erhielt 1883, wo fein Gegenfandidat auf geftellt war 4631 Stimmen. Die Ursache der schwachen Majorität wird in der Forderung Gladstone's" Trennung von Staat und Kirche" gesucht. Dieser schwache Erfolg gilt als eine schwere moralische Niederlage der Liberalen. Die Aus Pittsburg, 13. Juli. Die Staatstruppen hielten von den Ausständigen eingeholt ihren Einzug in Homestead. ständigen übergaben in feierlicher Weise die Carnegie- Werke. Die Stadt ist festlich geschmückt. Wilhelmshaven. Briefkaffen der Redaktion. Otto. Schiffsjungen- Abtheilungen befinden sich in Kiel und Acuftergerling. Sie können auf Schadenersatz Klagen, wenn Sie nachweisen können, daß Ihnen ein wirklicher Schaden entstanden ist. Coblenz. Unserer Ansicht nach sind Sie zur Theilung des Raffenbestandes berechtigt. Friedrichshagen. Am Sonnabend, 16. Juli, Abends 9 Uhr, findet ini Saale des Herrn Lerche( Rundtheil) eine öffentliche Bersammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt, in welcher Genosse Dr. 3 adet über„ Schwindsucht" sprechen wird. Arbeiter, Genossen, erscheint recht zahlreich in dieser Versammlung. F. K., Rigdorf. Sie müssen allerdings vorläufig zahlen, Ist doch der Arbeiter- Die Zeitschwingen", Monatsschrift für Volksbildung, unterlassen Sie es aber nicht, bei der Gemeindebehörde zu Bildungsverein bestrebt, in jeder Hinsicht für Aufklärung und Aufklärung und Unterhaltung. Verlag von J. Beranet, reklamiren. Bildung zu sorgen. Es ist Gure Pflicht, dem Verein Reichenberg, Böhmen, Friedländerstr. 11. Preis pro Heft S., Hallescheftr. 18. Wir danken Ihnen für Ihre Mits beizutreten. Agitiren und sich selber bilden, sei unfere 20 Kr. 40 Pfg. Losung. Bleibt nicht aus persönlichen und klein- Soeben erschien das 6. Heft, 3. Jahrgang. lichen Gründen dem Verein fern, wo es sich Inhalt: Wissen und Nichtwissen. Gedicht von Leopold sind be E. M. Wenn Sie Ihre Feuerversicherung nicht gekündigt haben, um eine eble Sache handelt: die Befreiung des Jacoby, Alexander Petöfi. Eine Studie von Manfred Wittich. folgen die meisten Gesellschaften die Praxis, derartige Ber Broletariats von allen drückenden Fesseln. Der Arbeiter in der kapitalistischen Gesellschaft von D. Zinner. ficherungspolicen einfach zu löschen; am besten ist es, Sie wenden Jeden Sonnabend Abend 9 Uhr bei Lerche( Rund theil) hält der( Schluß.) Die Wissenschaft und die gesellschaftliche Entwickelung fich direkt an die Generalagentur der Gesellschaft. Berein einen Diskutir- und Leseabend ab. Hier ist von Paul Breitum. IV. Die Volkswirthschaft als Grundlage der H. B. einem Jeden Gelegenheit gegeben, über alle Fragen zu diskutiren fozialen Entwickelung.- Die Chartisten. Von A. Behr. III.- gehoben. und sein Wissen zu bereichern. Nicht mit unnüßen Dingen Die körperliche und geistige Erziehung unserer Jugend. Von Charlottenburg. Wallstr. 46, Brauerei Gambrinus, Bismarditr. 23, empfiehlt helles Lagerbier( Gambrinusbräu) und dunkles Versandtbier ( Gambrinusversandt). 28261 am OranienZahnarzt Robert Wolf, Chausseestr. 123, burger Thor. Künstliche Zähne von 2 M. an, Plomben von 1,50 M. an, Schmerzloses Zahnziehen 1 M. Kassenmitglieder zahlen Kassenpreise. Sprechstunde von 8-7 hr. 2675L Allen Genossen und Freunden zur p Kenntniß, daß ich das Milch- und theilungen und werden dieselben bei Gelegenheit verwenden. Der fleine Belagerungszustand ist längst auf Spandau. Die Annonce toftet 2,60 m. Bachwaaren- Geschäft Stettiner Elegante HerrenBraße 61 fäuflich übernommen habe. 1015b 0. Tanzki. Zahnschmerz durch Nervtobten, Blomwird schmerzlos beseitigt biren, Zahnreinigen 2c. F. Wysocki, gepr. Heilgehilfe, Schönleinstraße 1. 1013b Andreasftr.23.H.p. Anzüge, sowie Damenkleider nur nach Maass, billigst, auch gegen Theilzahlung.[ 2719 Oranienstr. 126, 1. Die Beleidigung gegen Frau Schult Kinderwagen. Andreae... nehme ich zurück. A. Neumann. Brot Werkstellen rot aus der Genossenschafts- Bäckerei zu 5 und 8 Hobelbänken, Preis 210 und Altenberg's hem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig. Das Im Verlag des Vorwärts" vorräthig: Der Ursprung der Familie, des Privateigenthums und des Staats. Im Anschluß an Lewis H. Morgan's Forschungen von Fr. Engels. Preis brosch. M. 1.-, gebd. M. 1,50. sowie Milch u. Badwaare empfiehlt 300 M. zu vermiethen Residenzftr. 3, Schankgesch. vert. Hübner, Simeonftr. 24. Das größte Brot Anstalt, Neue Jakobstr. 9, Brunnenstr. 123, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36. firchstraße 3. Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spizen, Gard., Möbelst. gef. 1 Wt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 mt. p. Stück. HerrenAnzug gereinigt, gebügelt von 2,50 k. an. Reparaturen billigst. Neu! liefert die Bäckerei Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben. 2646L Kolonialwaaren- und Butter- Handlung A. Fiebach, Schwedterstrasse 20, Ecke Chorinerstraße, empfiehlt anerkannt vorzüglich schmeckende Kaffees, rob, à Pfd. von 1-1,50, gebrannt à Pfd. von 1,20-1,80 M., hochfeine Tafel- Grasbutter, täglich frisch, à Pfd. 1-1,10. 2705L Falkensteinstraße 7 Moabit swingliftr. 20, find Schöne Borderwohnungen 6746 ration zu vermiethen. großer Laden mit Wohnung als Restau- 2 Stuben u. Küche sofort zu verm. L. Schröder, Falckensteinstr. 10 alt, Nr. 20 neu. en Parteigenoffen empfehle mich zur Anfertigung eleganter HerrenGarderobe. Otto Beckurts, Seydelstraße 25, Hof 3 Tr.[ 9415 1012b Nankestr. 9. Gartenwohnung, 2fenstr. Stube, 2fenstr. Küche, Korridor, Keller u. Boden zum 1./10. 1892. 671b Grünauerstr. 25. Stube, Küche, auch 2 Stuben u. Küche von 77 Thlr. an zum 1./10. 1892. v. 1 Tr. Näheres bei Linke, Grünauerstr. 27, 671b Mehrere verheirathete Former finden bei gutem Lohn dauernde Beschäftigung beim Gussstahlwerk Arthur Koppel, 2722L] Wolgast. Cöslinerstr. 4 find Läden, Restauration, Wohnungen, Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, 1, 2 u. 3 Stuben, Küche, sowie große Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10| Stallung fof. billig zu vermiethen.[ 9676 Berantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Verkaufsstelle der Genossenschafts- Bäckerei.