n». 170. flbonntmentS'BtdlngBnoen: KSonnemmt«. Preis pränumerando: »terteljährl. 8,30 SW, monoH. 1,10 SRI, wöchentlich 28 Pfg. frei int Hau». Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntag». nmnmer mit illustrierter Sonntag». Vellage.Die Neue Welt' 10 Pfg. Post- Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. «ingetragen in die Post- Zeitung». Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich. Ungar» 2 Marl, für da» übrige«uSIand 8 Mari pro Monat. Tl. Zlchrg. «djelBt»glich auBtr lNoilig». Vevlinev VolksblÄkk. vi« snlttNons-Sedllhk betrügt für die sechsgespaltene Kolonel. gelle oder deren Raum 40 Pfg. für politische und gewerlschastliche Berein». und BerfammlungS-Anzeigen 28 Pfg. „Nleine Bmcigcn", da» erste(fett' gedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere wort 8 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bt» 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expeditton ist an Wochen- tagen bis 7 Uhr abend», an Sonn- und Festtagen bis s Uhr vormittags geöffnet. Telegramm-Adrefle: MS«xlalil(aiskni BtrUn". Zentralorgan der rozialdemokratifcben Partei Deutfehlands. Redaktion: 831. 68. Lindenstraese 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Expedition: 831. 68, Lindcnetraaa« 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Enttäuschungen. Ein Rückblick auf den Kongreß der christlichen Gewerkschaften. Der fünfte Kongreß der christlichen Gewerkschaften ist am Mitt woch zu Ende gegangen. An diesem Tage war die geschlossene Generalversammlung des Gesamtverbandes. Die Wahrheit ist zwar die höchste Tugend des christlichen Mannes, und sein Bekennermut ist über allem Zweifel erhaben, aber es giebt doch auch für Christenleute eine Wahrheit, die das Licht nicht verträgt, die nur hinter verschlossenen Thüren verhandelt werden kann. In der nicht öffentlichen Versammlung wird jedenfalls das Treiben der so genannten Berliner Richtung zur Sprache gekommen sein. Man begreift die Scheu der Christlichen, diese Dinge offen zu erörtern, wenn man weiß, daß diese Richtung sich gedeckt weiß durch die hohe Geistlich keit und die Centrumsfraktion. Ebenso versteht man es, daß die Erörterung über das Verhalten der Presse den christlichen Gewerb schaften gegenüber dem Tageslicht entzogen ward. Wenn in Essen die Redner in ihren Klagen über die Gleichgültigkeit, ja Feindselige keit der Presse in Arbeiterftagen, insbesondere der christlichen Gewerkschaftsbewegung gegenüber, eS unterließen, eine be stimmte Partei zu nennen, so wußte und merkte doch jeder, daß die CentrumSpresse gemeint war, von der eS nach der Ansicht des GewerlschaftSsekretärS Steger. Wald nicht fünf Blätter giebt, die sich der Sache der Arbeiter in ihren wirtschaftlichen Jnteressenkämpfen an- nehmen. Diese und die andre Frage eingehend vor der Oeffentlich keit zu verhandeln, ist eine kitzliche Sache; man hat vorläufig noch Grund auf beiden Seiten, einander zu schonen; sind die Beziehungen zwischen Centrum und chrisllichen Gewerkschaften auch lange nicht mehr die besten, so hält man es beiderseits doch für zu gewagt, die keimenden Gegensätze zum offenen Bruch zu treiben— daher die Behandlung dieser Fragen, die ins Politische gehen, fernab von der Oeffentlichkeit. Es waltete in Essen eine im Vergleich zu den früheren Ta gungen der christlichen Gewerkschaften recht gedrückte Stimmung. Die Referate wurden ohne äußerlich bemerkbares Interesse entgegcw genommen; kaum erhob sich eine Hand zum Beifall, der früher so reichlich tönte; kaum börte man ein Bravo oder sonst ein Zeichen besonderer Teilnahme. Inhaltlich boten die Referate allerdings weder etwas Neues noch Aufregendes, wenn auch anerkannt werden soll, daß die Referenten wie die Diskussionsredner gegen früher ein merklich höheres Maß von sachlicher wie rednerischer Schulung be> wiesen, wobei allerdings in Betracht zu ziehen ist, daß von den 60 Delegierten nur ein Teil— und dazu meist Gewerkschasts beanite— das Wort nahm. Sind nun die Verhandlungen, Debatten und Beschlüsse des christlichen Gewerkschaftskongresses nicht geeignet, besonderes Interesse zu erwecken, so eröffnen sich im Hintergrunde der öffentlichen Vor- gänge Ausblicke auf desto beachtenswertere Erscheinungen. Es ist alles so ganz anders gekommen als die Christlichen sich den Verlauf der Dinge gedacht haben. Die christlichen Gewerkschafren wurden ge- gründet, um dem Vordringen der Socialdemokratie in katholischen Gegenden, namentlich im Westen, wo die Bewegung entstand, Einhalt zu thun; man wollte die katholischen Arbeiter fernhalten von der Berührung mit den andersgesinnten Klassew brüdern; auch in wirtschaftlichen Dingen sollten sie, wie auf politischem und religiösem Gebiete, wider einander stehen. Und da das C e n t r u m mit Recht erkannt hatte, wie die wirtschaftliche Annäherung und Einigung auch bald zur politischen führt, schuf eS die christlichen Gewerkschaften. Die Rechnung war schlau, aber daS Ergebnis stimmte dennoch nicht I Die Socialdemokratie ist riesenhaft gewachsen und hat auch in >TeniriimSgegenden bedeutende Fortschritte gemacht— trotz der christ Tichen, richtiger: ultramontanen Gewerkschaftsbewegung. Die freien Gewerkschaften sind zu einer Höhe gediehen, an die man vor einigen Jahren noch nicht dachte, während die christlichen Gewerkschaften, die sich verniaßen, um ihre Fahne alles zu sammeln, was nicht social« demokratisch, was gläubig und gutgesinnt war, sie stehen auf 100 000 Mitglieder und haben dadurch, daß sie in einem Jahre der leb- Hastesten polittschen und wirtschaftlichen Bewegung ganze 8000 Mann zugenommen haben, aufs deutlichste bewiesen, daß sie auf dem toten Punkt angelangt sind. Und waS diese Hunderttausend von Mit' gliedern bedeutet, erkennt man daran, daß davon 60 000 auf die Ruhrbergleute und die Textilarbeiter kommen, so daß also 40 000 christlich organisierte Arbeiter sich auf die sämtlichen übrigen Berufe verteilen; daß weiter 80 Proz. der christlich organi- sierten Arbeiter in Rheinland- Westfalen sitzen. Man begreift die Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit der christlichen Gewerkschasts« bewegung und man begreift die ttübe Stimmung, die sich in Essen bemerkbar machte. Anfänglich genoffen die christlichen Gewerkschaften daS ergiebigste Wohlwollen des Centtums, des Klerus, der Behörden und der Unter- nehmer. Schon der manchmal verleugnete, manchmal zugestandene, immer aber erkennbare Zweck der christlichen Gewerkschaften, der Socialdemokratte und den als socialdemokrattsch geltenden Gewerk- schaften entgegenzuarbeiten, machte sie wert der Unterstützung aller Gutgesinnten. Aber das ist ander? geworden. Als sich zeigte, daß sie die Socialdemokratie nicht zum Stillstand bringen konnten, da wandelte sich die anfängliche Gunst in Gleichgültigkeit, die sich in offene oder versteckte Feindschaft verwandelte, als gar die christlichen Gewerkschaften, mitgezogen und getrieben von der übrigen Arbeiter- bewegung, aus.socialdemokratische" Wege gerieten, denn.Social- demokrat ist in den Augen gewisser Leute jeder Arbeiter, der fünf Pfennig mehr Lohn den Tag beansprucht"— sagte in Essen ein christlicher Arbeiter. Wollten die christlichen Gewerkschaften Arbeiterorganisationen wenigstens genannt zu werden verdienen, dann mußten sie sich mit Socialpolitik— wenn auch in der klerikal verwässerten Form— be schäfttgen; sie mutzten— schon der Agitation wegen— praftische Forderungen stellen, Lohnerhöhungen anstreben, sich an Ausständen beteiligen, kurz: alles das thun, was in den Augen jedes auf den Profit bedachten Mannes als„socialdemokratisch" gilt. Von der Zeit ab war es aber auch aus mit dem Wohlwollen der früheren Gönner. Das C e n t r u m, das als Partei schließlich auch nicht anders denkt, als die Gesamtheit der in ihm vereinigten Interessengruppen� wünscht die christliche Gewerkschaftsbewegung gegcnivärtig zu allen Teufeln. DaS wird bewiesen durch das Treiben der Berliner Rich tung, die der Zustimmung der Fraktion und des Episkopats sicher ist; das wird bewiesen durch das Verhalten der Centrumsprcsse, über deren schofle Hinterhältigkeit auf dein Essener Kongreß nur eine Stimme war; und es wird nicht widerlegt durch das Verhalten einiger Abgeordneten und Blätter des Centrums in den Großstädten des Westens, die sich der christlichen Gewerkschaftsbewegung an« nehmen, weil man von dieser Seite besorgt ist um die Reichstags Mandate der Industriestädte. Der Klerus stebt— mit vereinzelten Ausnahmen— den christlichen Gewerkschaften feindlich gegenüber, und zwar je höher hinauf, desto feindlicher..Wir im Münsterlande haben nicht unter den Socialdemokraten, sondern unter den Geistlichen zu leiden, die uns schliminer verfolgen als die Industriellen"— sagte ein Redner in Essen. Und der christliche Unternehmer, der Fabrikant wie der Zünftler, was sollten sie, deren Ziel der Profit ist, den christlichen Bruder Arbeiter anders behandeln, als den roten.Umstürzler", wenn er höheren Lohn, kürzere Arbeitszeit fordert, wenn er streikt und„hetzt" wie dieser auch. Sie haben von den christlichen Gewerk schaften erwartet, daß sie den„socialdemokratischen Streikvereinen entgegenarbeiten, statt mit ihnen gleiche Wege zu wandeln, daß sie mit dem gebotenen Hungerlohne sich begnügen, statt in Begehrlich' keit zu verfallen und dazu anzureizen. Und nun kommt in Essen gar einer von ihnen und rechnet mit einein geivissen Stolz seinen Leuten vor, daß die Chrisllichen mehr als die andern Organisationen an Streiks und Lohnbewegungen beteiligt gewesen seien I Daß unter solchen Umständen die Behörden ihre Haltung änderten, versteht sich von selber in einem Staate, wo der gute Beamte seine Rolle als Schützer der Ordnung und der Gesetze nicht anders auffassen darf, als im Sinne und im Interesse der Aus' beuter und Scharfmacher. Die Zeiten, wo Polizeikommissare Ehren Mitglieder von christlichen Gewerkschaften waren, sind vorüber. Heute werden, wie das in Essen immer wieder erklärt wurde, die christ lichen Arbeiter nicht anders behandelt als die Mitglieder der Vater' landslosen Rotte. In der That, die Christlichen haben alles gethan, sich das Wohl' wollen der maßgebenden Stellen und Personen zu verscherzen, au daS sie am Anfang so stolz waren. Noch zur Zeit der Zuchthaus' Vorlage kündete in Köln der Arbeitersckretär GieSbertS: Die christ lichen Arbeiter würden sich nicht an dem Protest gegen daS Werk der Regierung beteiligen; sie hätten die Hoffnung, daß es nicht so schlimm gemeint sei und sich alles zum besten wenden werde. Und heute verwirst derselbe Herr GiesbertS auf dem Kongreß in Essen die reichsgesetzliche Arbeitslosen- Versicherung, weil er in ihr den Tod der Arbeiterbewegung sieht, indem eine reaktionäre Regierung die ihr dadurch gegebene Macht aus die Vermittelung der Arbeit zur Vernichtung der Arbeiterorganisationen benutzen werde I Wie haben ehedem die Christlichen über die Höhe der Beiträge und die zahlreichen Beamten bei den freien Gewerkschaften gezetert, über die Arbeitergroschen und die Ausnutzung der Armen und Aermsten— und heute heißt es in Essen: Höhere Beiträge, mehr Beamte für die christlichen Gewerkschaften l Wie haben die Christlichen gewitzelt über die.Partei- weiber", die in der Agitation ftir die Gewerkschaftsbewegung thättg waren— und heute saß in Essen ein halbes Dtitzend weib- licher Delegierte, von denen sich vier an der Debatte be- teiligten, und zwar ganz wacker und geschickt I Wie haben die Christlichen im Bewußtsein ihrer Treue zu Thron und Altar gehöhnt über die Jnternattonalität der Social' demokratie— und heute ergeht von Essen der Ruf: Christliche Arbeiter aller Länder, vereinigt Euchl So giebt eS Wandlungen, Mauserungen und Enttäuschungen auf allen Wegen: beim Centrum, beim Klerus, beim Unternehmertitm und nicht zum wenigsten bei den christlichen Gewerkschaften. Mit tausend Masten schifften sie hinaus— und still, auf einem von der Socialdemokratte entliehenen Boot, kehren sie heim. Die eine Auf- gäbe: die Socialdemokratie zu überwinden und der klassenbewußten Gewerkschaftsbewegung Einhalt zu thun, haben sie ebensowenig zu er- füllen vermocht, wie die andre: die gläubige Arbeiterschaft in mächttger Masse unter der christlichen Fahne zu sammeln. Sie haben im Gegenteil — sieht man von einigen Agitattonsphrasen ab— sich der von ihnen als socialdemokrattsch bezeichneten Praxis anpaffen müssen, aus Selbsterhaltungstrieb. Was sie geleistet haben und was sie nicht geleistet haben— es ist in gleicher Weise eine Anerkennung der klassenbewußten Arbeiterbewegung, wie sie durch die Socialdemokratie vertreten ist. politische(lebersicdt. Berlin, den 21. Juli. Der Prozeß des Zaren. Königsberg, 21. Juli. sPrivatdepesche des„Vorwärts".) Die Beweisaufnahme wurde heute zwar zu Ende geführt, konnte aber nicht geschlossen werden, weil die Auskunst der russischen i Regierung über das Gegenseitigkeits-Gesetz immer noch nicht eingegangen ist. Trotzdem— wieder eine Merkwürdigkeit l— sollen Freitag die Plaidoyers gehalten werden, die bis zum Schluß der Beweisaufnahme nur als Eventual-Plaidoyers gelten kömien. Man griff im Interesse der Zeitersparnis zu diesem Notbehelf, nach- dem sowohl Staatsanwaltschaft wie Verteidigung erklärt hatten, daß die Auskunft Rußlands auf ihre Rechtsauffaffung keinen Einfluß habe. Die Staatsanwaltschaft will wirklich die Anklage in ihrem ganzen Umfange aufrecht erhalten. Sie sieht die Gegensettigkeit durch das Versprechen des russischen Botschafter? in seinem Strafantrage hinreichend verbürgt. Nach Erledigung der Schriftenprüfung gelang eS dem„Ersten Staatsanwalt", Max Lorenz, der einst in Königsberg als social- demokratischer Redakteur seine Carriere begann und jetzt als frei« williger Nebenstaatsanwalt jede Nummer seiner anttsocialdemokrattschen „Korrespondenz" in holdem Denunziantenwahn dem fungierenden Staatsanwalt zustellt, noch einen Schlag zu thun, der so heftig zurückwirkte, daß der Schläger die erlittenen Schwellungen mit Blei- wasser wird kühlen müssen. Ein staatsanwaltlicher Triumph sollte die Beweisaufnahme krönen und den ttefen nachhalttgen Ein- druck, den die Verteidiger sowie ihre Zeugen und Sach« verständigen bewirkt hatten, im letzten Augenblick wieder zerstören. Lange hatte der Staatsanwalt den Pfeil auf dem Bogen zurück- behalten. Nun schoß er loS— er traf und den Boden bedeckten die Leichen— der Max Lorenz und seiner Denunzianten—„Post". Der Triumph des Staatsanwalts wurde zu einem das Ende siegreich kränzenden Erfolg der Verteidigung. Der Erste Staatsanwalt beantragte plötzlich, nachdem das ganze Belastungsmaterial erschöpft war, die Verlesung jenes.Jskra"- Citats, welches Lorenz und die.Post' vor einigen Tagen veröffentlicht haben, um zu beweisen, daß auch die social- demokratische Arbs'terpartei Rußlands den TerroriSmuS fördere. Die Verteidigung erklä"te. sie müßte über diesen Antrag erst be« raten, und Haase fügte nt't lächelnder Gleichmüttgkeit die hübsche Enthüllung hinzu, er müsse ehrlicherweise bekennen, daß er von der neuen Information des Staatsanwalts verrns unierrichtet sei, denn er habe in seiner Stellung als Verteidiger erfahren, daß die politische Polizei Berlins den Staatsanwalt mit den.Post"« Artikeln versorgt habe. Der Erste Staatsanwalt wußte in der Verblüffung über diese gute Information des Verteidigers nur zu erwidern, daß er die.Post" lese. Der Aennste wird in der That überreichlich mit diesen Denunziattonen belästigt. Er erhält sie gleich dreifach zugestellt: von Lorenz, der Redaktton der.Post' und der polittschen Polizei, diesem geheimen Dreibund gegen die russisch-deuffche Freiheit. Die Verteidiger zogen sich zur Berawng zurück. Bald kehrten sie wieder, äußerst heiter und zufrieden, und beantragten, den ganzen Arttkel der.JSkra", dem das Citat entnommen war, zu verlesen. Da wurde der Erste Staatsanwalt stittzig. Er beriet sich mit dem Sach« verständigen Dr. Rost und zog alsdann stotternd seinen Antrag zurück, nachdem er den Sachverständigen ersucht hatte, die Bedeutung des russischen Wortes für.Blutvergießen" zu er- örteni. Der Staatsanwalt hat sich nämlich überzeugt, baß von dem Blute der Arbeiter, nicht des Zaren und der Zaren« diener, die Rede sei. Warum mußte auch der Erste Staatsanwalt den Lorenz und Ruhkopf auf den Leim gehen I Durch den staatsanwaltlichen Verzicht auf die Verlesung de? Citats ist nun die Oeffentlichkeit leider auch um die KennwiS des „Jskra"« Artikels gekommen, eines schönen Dankartikel» für die deutsche Socialdemokratie auS Anlaß der Ruffendebatten im Reichs« tage. Es wird darin der Sieg der russischen Revolution angekündigt und verheißen, daß, wenn die Freiheit Rußlands erkämpft sein werde, diese Freiheit auch nach Westeuropa hinübersttömen werde als Dank für die von Westeuropa den russischen Kämpfern er« wiesenen Dienste., Aber ein andres wurde heute ins Licht der gerichtlichen Oeffent« lichkeit gerückt. Wenn auch die terroristischen Schriften unter der Masse der socialdemokratischen Litteratur verschwinden, wenn sie auch— sofem es sich nicht bloß um einzelne Orientterungs- exemplare handelt— offenbar von unlauteren Elementen unter die rein socialdemokratischen Schriften zur höheren Ehre dieses ProzeffeS eingeschmuggelt sind, wenn auch die russische Socialdemokratte, wie die deutsche, den Terrorismus verwirst, so galt es doch, selbst diese VerziveiflungSthaten, diese persönlichen Notwehrakte gegen unmittelbare russische Brutalitäten menschlich begreifen zu lehren. In der nüchternen Sachlichkeit einer Dokuinentensammlung, ohne ein Wort der Krittk und gerade durch diese bloße Aneinander- reihung gewalttg erschütternd, gab B u ch h 0 l z unter seinem Zeugen« eide die Motive für die einzelnen russischen Attentate an: von der Ermordung Alexanders II. bis zum Attentat Hirsch LeckertS auf den Peitschcnhelden Wahl. Schließlich tauchten auch die Kischinewer Blutgreuel, Entsetzen verbreitend, empor. Im GerichtSsaal war eS lautlos still geworden. Die Mensch- lichkeit breitete ihre Flügel aus. Auch am Richterttsche blieb man nicht unbewegt. Nun verstand man alles, auch die wildesten Worte heißblütiger Empörer, die nicht gelernt haben, polittsch zu denken... Mögen sie urteilen, wie sie wollen— der russische Ab« olutismus bleibt der Verurteilte und mit ihm im Karren sitzen seine Helfershelfer und Förderer in Deutschland.„Dua res agitur"— um deine Sache handelt es sich— so schloß der preußische Justizminister Schönstedt seine Rede in der Rusiendebatte des Reichstages. Nein, wir iveisen den Schimpf zurück, daß eS unsre Sache sei, das System von Kischinew und Wilna, der PobjedonoSzew, l und Ssipjagin zu verteidigen. Welche furchtbare Selbst« bezichtigung, wenn der preußische Justizminister russische Barbarei und den Kampf gegen ihre Befreier als seine Sache auf sich nimmt, in deren Dienst er diesen Prozeß unter seine Protektton ge« nommen hat. Die Frage der Geheimbündelei wurde in den bisherigen Verhandlungen kaum gestreift. Am Ende der Beweisaufnahme aber erreichte die Verteidigung heute, nachdem sie dem Gericht das offizielle Zugeständnis abgerungen hatte, daß thatsächlich während der ganzen Voruntersuchung die Angeklagten nicht die Titel der beschlagnahmten Schriften erfahren haben, durch Verlesung eines Teils des nicht behandelten Aktenmatcrials vollständige Klarheit darüber: die amtlichen Stelle» wußten langst von der Schriften- Verbreitung. Sie haben auch gleich am Anfang des Verfahrens ausdrücklich erklärt, daß die Schriften einwandssrei seien. Das ist die„Geheimbündelei". Interessant war ein Telegramm der Züricher Polizei, die freiwillig erklärt hatte, ihr sei von einem nihilistischen Centralkomitee in der Schweiz nichts bekannt, als die natürlich fteisinnige„Köuigsberger Hartungsche Zeitung" im November v. I. die Schauergeschichte über den Vertrieb nihilistischer Schriften den erschrockenen Philistern der Volkspartei aufgebunden hatte. Die Verteidigung stellte auch fest, dah Staatssekretär v. Nicht- Hofen schon vor zwei Jahren ausdrücklich das Recht des Ver- triebs russischer Schriften im Jnlande anerkannt hatte. Inzwischen hat man im Russendienst Fortschritte gemacht, deren ganzes Maß der mit Spannung erwartete Strafantrag des Ersten Königsberger Staatsanlvalts bezeichnen wird.— „Triumph der Socialdemokratir". Es zeigt die Verwahrlosung der bürgerlichen Zeitungen, daß sie e r st jetzt kritische Worte gegen den Königsberger Prozeß finden. Man hat das ungeheuerliche Verfahren von Anbeginn an ohne Widerspruch sich entspinnen lassen. Man hat kaum die sich häufenden und fich steigernden Absonderlichkeiten dieses Verfahrens, deren jede einzelne den„liberalen Rechtsstaat" jämmerlich höhnte, in kurzen Zeilen verzeichnet. Man hat den preußischen Ministcrn im Ab- geordnetenhause, da sie den Russendienst vertraten, Beifall ge- spendet. Man hat stets gehofft, daß der Prozeß zu einer Niederlage der Socialdemokratie führen solle. Um dieses Erfolges willen hat fast die gesamte liberale Presse wohlgefällig jede Rechtskränkung und jede schniachvolle Demütigung Deutschlands gegenüber dem Zarismus geduldet und unterstützt. Wenn diese Presse jetzt endlich sich gegen den Königsberger Prozeß wendet, so wiederum nicht aus Gründen des Rechts und der nationalen Würde, die sie stets zu vertreten beliebt, sondern nur, weil jener„Erfolg" entschwindet. Weil der Prozeß zum Triumph der Socialdemokratie geworden ist, anstatt zur Niederlage zu werden, darum findet nun die Königsberger Aktion ebenso das Mißfallen dieser Presse, wie er bisher ihren offenen oder stillen Beifall fand. Nur der Verdruß, daß die Socialdemokratie aus diesem Prozesse stolz hervorgeht und daß die Verderber der Socialdemokratie nicht den erhofften Erfolg erreichen, diktiert die jetzige Kritik der Königs- berger Vorgänge. Die bürgerlichen Zeitungen bekunden den erzwungenen Wandel ihrer„Ueberzeugung" in der naiven Offenheit, die beweist, wie völlig das Empfinden dieser Schande verloren gegangen ist. Besonders kenn- zeichnend ist die Aeußerung der„Kölnischen Zeitung". Man erinnere sich, wie vor einigen Monaten die nationalliberale Partei im Reichstage und im preußischen Abgeordnetenhause dem Königs- berger Verfahren wie allem Russendienst der Regierung zustnnmte. Jetzt aber sagt daS leitende Blatt der Partei: „Nachdem die Auskunft des Auswärtigen Amtes das Nicht- bestehen eines Gegenseitigkeitsvertrages mit Rußland festgestellt, das Vorhandensein dahin zielender gesetz- kräftiger Bestimmungen in Rußland aber als nicht bekannt be- zeichüi» Hut, fcotc der Gerichishof den Beschluß, diesen letzten Punkt durch Anfrage bei der russischen Regle- rung aufklären zu lassen. Wenn auch das deutsche Auswärtige Amt die Anfrage des Königsberger Gerichts mit großer Raschheit, in weniger als 24 Stunden, beantwortete, so scheint doch keine Sicherheit dafür gegeben zu sein, daß auch die russische Regierung mit gleicher Schnelligkeit verfahren wird. Es könnte daher wohl eintreten, daß der Prozeß auf einem toten Punkt anlangt und unter Umständen vertagt werden mutz.(Davon sieht, wie mittlerweile bekannt wird, das Gericht ab. Red. d.„Vorw.".) Wir würde» ein solches Ergebnis tief beklagen: denn es liegt im allgemeinen Interesse, daß dieser Prozeß mit seinen recht unerfteulichrn Bcgleit- erscheinunge» so schnell als möglich, so oder so zu Ende geführt werde. Heute schon kann man es sich leider nicht verhehlen, daß die Aufsichtsbehörde bei seiner Ein- leitung nicht mit der nötigen Umsicht und Borsicht vorgegangen ist und sich über Gebühr auf die Mitteilungen des russischen Konsulats in Königsberg verlassen hat, die sich jetzt in wesentlichen Punkten, um einen höflichen Ausdruck zu gebrauchen, als irrtümlich herausstelle». Aber ab- gesehen von dieser mangelhasten Begründung der An- klage, ist auch bei den bisherigen Berhandlungcn nichts andres herausgekommen, als daß an der rnsfisch-prcußischen Grenze»in regel Schmuggel mit Schriftwerken getrieben wird, eine Thatsache, die auch vorher schon aller Welt bekannt war und zu deren Erhärtung daS Aufgebot eines großen Prozeßverfahrens nicht nötig gewesen wäre. Noch zu einer ganzen Reihe Erwägungen giebt dieser Prozeß Anlaß. Wir möchten aber mit ihnen vor- läufig zurückhalten, bis er durch einen Richtcrspruch zu Ende ge- führt sein wird. Alle beteiligten Faktoren sollten sich darüber klar werden, daß mit einer langen Verschleppung oder gar Vertagung des Prozesses nicht den staatlichen, sondern nur den social- demokratischen Interessen gedient sein würde. Man sollte also aus Mittel und Wege sinnen, den Prozeß zu be- schleunigen und eventuell Anlaß nehmen, den Stand der für den Prozeß ausschlaggebenden russischen gesetzlichen Bestimmungen nötigenfalls in andrer Art als durch russische anitliche Auskunft festzustellen." Die„Köln. Ztg.", deren Partei diesen Prozeß halb hoffend, halb freudig gewähren lassend entgegen sah, hat nun keinen andern Wunsch, als daß er nur recht schnell beendigt werde. Sie sieht jetzt «recht unerfreuliche Begleiterscheinungen", den Mangel„an Vorsicht und Umsicht" bei der Anklagebehörde. Und vor allem giebt sie zu — und dies ist festzuhalten— daß die„Geheimbündelei" eine Lächer- lichkeit ist, daß der Prozeß nichts andres ergeben hat, als was alle Welt und alle Behörden längst wußten, daß ein reger Schriften- schmuggel über die russische Grenze betrieben wird. Zu solcher Fest- stellung bedurfte es nicht eines großen Prozeßverfahrens. Also man endige das grausame Spiel—„sooderso". Es scheint, als ge- denke die„Köln. Ztg.". trotz ihrer jetzigen Meinung über den Prozeß. auch eine Verurteilung für möglich und erträglich zu halten! verzeichnet sei heute noch eine Aeußerung des CentrumS- blatteS„Mark. Volksstimme": „Der Verlauf der Verhandlungen im Königsberger Geheim- bund- und Hochverratsprozeß läßt mit ziemlich großer Gewißheit vermuten, daß sich dieser unglückselige Prozeß zu einer Blamage für die in Frage kommen de»Behörden und zu eincui Triumph für die Socialdemokratie gestalten wird... Um gegen preußische Unterthanen strafrechtlich vorzugeben, mutz man e r st in Rußland, dem man damit eine Gefälligkeit erweisen will, anfragen, ob man dazu auchberechtigt seil O du stolzes Deutsches Reich!..."_ Die Norderneyer HandrlsvertragS-Berhanblungen. Herr Witte ist wieder in Berlin angelangt, die„grundlegenden" Berpändigungsversuche in Norderney sind beendet, und bereits wissen einige Blätter, die sich gerne den Anschein geben, als hätten sie besondere Beziehungen zum Auswärtigen Amt, allerlei An- deutungen über die Ergebnisse der Bülow-Witteschen Konferenzen zu machen. Allen voran natürlich das„Berliner Tageblatt", das mit der Miene der Eingeweihtheit verkündet:„Der deutsch-russische Handelsvertrag ist in seinen entscheidenden Punkten fertiggestellt. In allen wichtigen Fragen ist zwischen dem Reichskanzler Grafen Bülow und dem Präsidenten des russischen Ministerkomitees Herrn v. Witte eine Einigung erzielt worden." Alle derartigen Angaben beruhen auf bloßen Kombinationen. Sicher ist nur, daß, da die Konferenz nicht kurzweg abgebrochen worden ist, sondern von den beiderseitigen Kommissaren die Ver- Handlungen in Berlin fortgesetzt werden sollen, irgend eine Basis für diese gefunden worden sein muß; welcher Art aber die Ver- ständigung ist, bleibt vorläufig das Geheimnis der Beteiligten, wenn auch manche Annahmen sehr nahe liegen, so z. B. daß die deutsche Regierung für die Zustimmung Rußlands zu den Getreide- Mimmalzöllen weitgehende Konzessionen in Bezug auf die Veterinär- maßregeln gegen Viehseuchen und in Betreff der Holzzölle zugestanden haben dürfte. Wie es heißt, wird Herr v. Witte vorläufig noch in Berlin bleiben, wahrscheinlich um, nachdem die deutsche Regierung sich mit der Aufnahme einer russischen Anleihe in Deutschland ein- verstanden erklärt hat, hierüber mit den betreffenden Bankhäusern ein Abkommen zu treffen. Wir werden wohl in aller Kürze im „Börsen-Courier" und andern Blättern wieder die bekannten Notizen über die günstige russische Finanzlage, die Zuverlässigkeit Rußlands als Schuldner und die Unerschöpflichkeit seiner natürlichen Hilfs- quellen auftauchen sehen, die jedesmal einer solchen Emission vorauf- gehen. Für die nötige Inspiration wird Herr von Mendelssohn- Bartholdy schon sorgen; er gebietet über die erforderlichen Stimu- lationsmittel. Interessant ist, daß noch vor drei Tagen die Verhandlungen auf der Kippe standen und Herr v. Witte von Norderney abzureisen gedachte; wie aber den„Münchcner Neuesten Nachrichten" aus Kopenhagen berichtet wird, traf plötzlich vom russischen Auswärtigen Amt eine Depesche ein, durch die Witte ermächtigt wurde, au breiterer Grundlage mit Bülow weiter zu verhandeln und weiter- gehende Konzessionen an Deutschland zu machen. Im Augenblick sei es der entschiedene Wunsch des Zaren, daß Rußland in wirtschafts- politischer Hinsicht zu einem vollständigen Einverständnis mit Deutschland gelange. Wo sollte auch wohl Rußland sonst einen „lieben Freund" in seiner Bedrängnis finden, der so dienstbeflissen wäre wie der germanische Nachbar. Detitfckes Reich. Agrarische Nentenqu-tschen. Herr v. d. Leven, der jünst in der„Deutschen Tageszeitung" einen Wutschrei gegen die Unfallrenten veröffentlichte, hat, so ver- sichert das Bündlerorgan, in ihrem Leserkreise«viel Beachtung und lebhaste Zustimmung" gefunden. Um dieser christlichen Kundschaft gerecht zu werden, gleichzeitig aber die bürgerliche Wahllegende — man braucht sie so notwendig fiir's Volk!— nicht allzusehr zu schädigen, sieht sie sich gleichwohl zu allerhand Verklausulierungen genötigt, um dann erst recht wieder zum Angriff überzugehen. Sie schreibt: So schwer es dem Landwirte wird, zumal in den Zeiten des Notstandes und des Tiefstandes der Preise, so trägt er doch die mit einer gesunden socialen Fürsorge notwendigerweise ver- bundenen Lasten willig und ruhig. Wir möchten einmal das Geschrei hören, das sich erheben würde, wenn ein großstädtischer Kaufmann oder Couponschncider an socialen Lasten im Verhältnis zu seinem Einkommen so viel zu trage» hätte wie der Landwirt I Worüber er sich beschwert und wogegen sich der Artikel wandte, ist die u»best reitbare Thatsache, daß oft Renten weiter gezahlt werden, zu deren fernerer Be- willig ung kein ausreichender Anlaß mehr vor- liegt. Ein weiterer Gegenstand berechtigter Klage ist die ebenso unbesteitbare Thatsache, daß das Unfallversicherungs- gesetz die Arbeiter unvorsichtiger gemacht hat und daß dadurch die Rentenlast wesentlich ver- mehrt wird. Wir haben in der Zusatzbemerkung, die wir dem Artikel anfügten, die Berechtigung der Klage im allgemeinen an- erkannt, möchten aber von vornherein davor warnen, etwa auf eine baldige Reform des Gesetzes in der gewünschten Richtung zu hoffen. Diese Hoffnung würde trügerisch sein. Eine Abänderung des Gesetzes ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten und würde auch bei dem herrschenden Zuge der Zeit nicht so ausfallen, wie es in dem Artikel gewünscht wurde. Unsres Erachtcns sollten die Landwirte zunächst ihr Bestreben daraus konzentrieren, daß die Berufsgenossenschaften die peinlichste Umsicht walten lassen. Die Berufsgenossenschaften sind zwar an die gesetzlichen Bestimmungen gebunden, sie haben aber die Möglichkeit, die Befugnis und die Pflicht, innerhalb der gesetzlichen Schranken dafür zu sorgen, daß das Gesetz nicht mißbraucht werde. Beispielsweise haben sie jetzt schon die Füglichkeit, durch Prüfung von Zeit zu Zeit festzustellen, ob die Rente noch in dem vollen Umfange werter oder überhaupt noch gewährt werden müsse. Die„Thatsache", daß oft Renten ohne ausreichenden Anlaß weiterbezahlt werden, ist nicht nur„unbestreitbar", sondern unwahr. Die Aufforderung an die Berufsgenossenschaften, die einseitige Ver- tretungen der Arbeitgeber sind, das ganze System der Rentenquetsche sorgfältig durchzuführen, kairn, wenn sie befolgt wird, nur zur Be- nachteiligung der Berechtigten und zu fortgesetzten Rechtsstreitigkeiten um das armselige bißchen Krüppeluickerstützung führen. Geradezu toll und eine schwere Selbstanklage ist die Behauptung, daß daS Unfallgesetz die Arbeiter unvorsichtig gemacht habe. Hat der gesunde Arbeiter wirklich im Dienste der Landwirte so wenig zu erwarten, daß er für die Aussicht, zwei Thaler monatlich ausgezahlt zu erhalten, seine Knochen riskieren wollte? Und was be- deutet daS herzbrechende Gestöhne über den„herrschenden Zug der Zeit" anders denn das Eingeständnis, daß sich kein Reichstag des allgemeinen Wahlrechts an die Erfüllrmg der agrarischen Wünsche wagen dürste. Erst wenn„Arminius" Recht bekommt, de» die „Deutsche Tageszeitung" so angelegentlich empfiehlt, und der social- demokratische„Mißbrauch", Arbeiterinteressen zu schützen und zu vertreten, beseitigt, wenn das socialpolitische Maskenspiel zu Ende ist, dann, ja dann wird es an der Zeit sein, von Gesetzes wegen über die Krüppel herzufallen, die sich im Herrendienste lahm ge- schunden haben, und die Knochen, die man ihnen vordem hinwarf, künftig lieber nach der Spodiumfabrik zu tragen. So will es christ- liche Sitte und deutsche Art!— Schönstedt ade? ES verlautet, der Minister der preußischen Justiz gedenke im Herbst dieses Jahres aus dem Amte zu scheiden; das hohe Alter und die mehr als bv jährige Dienstzeit würden diesen Entschluß ge- nügend erklärlich machen. Wir zweifeln an der Nachricht. Denn wenn auch alle Gesetz- entwürfe, die Herr Schönstedt in seiner langen ministeriellen Thätig- keit vertreten hat, scheiterten, so wird er dennoch nicht inmitten der Kontraktbruch-Blamage und des Königsberger Zusammenbruches Abschied nehmen. So jämmerlich will selbst der in Niederlagen Abgehärteste nicht scheiden.—_ Flottendcmonstratio» und NationalsocialismnS. Die„Berliner Zeitung" meint, unfrem Partei-Organ, der„Schleswig-Holsteinischen VolkSzeitung" sei die rechte Marine-Erlcnchtung gekommen, weil eS in einer Besprechung der russischen See- Ucbergriffe sich zivar gegen die weltpolitische Phantasterei der„Kölnischen Zeitung" wendet, es 'olle in Zukunft jedem deutschen Postdampfer ein Kreuzer mitgegeben tverden, weil es dann aber sagt: England und Deuffchland brauchen nur dem Russen ein« Flottendemonstration zu machen, wie sie sich Venezuela gegenüber leisteten. Natürlich sind mehr Schiffe zu verwenden.... Hier wäre ausnahmsweise Gelegenheit, unsrer nutzlosen marinistischcn Milliardenvcrgeudung eine ganz kleine nützliche Seite abzu- gewinnen." Die„Berliner Zeitung" ist beglückt, daß das socialdemokratische Organ wenigstens eine„ganz kleine nützliche Seite" den Marine- Vergeudungen abgewinnt. Zwar ist es in der jetzigen Situation ebenso überflüssig, an Flottendeinonstrationen vor Kronstadt wie, mit der„Kieler Zeitung", an Krenzcrentsendungcn zu denken. Aber der flotten- vermehrnngseiftige Nationalsocialismus zeigt sich hervorragend be- scheiden, wenn er aus einer Bemcrknng unsres Parteiblattes Freude trinkt, die gegen Flottenvermehrungen spricht. Flottenforderungen haben bekanntlich auch vom engsten Augenblicksgesichtspunkt nur Sinn, wenn England als der Feind gilt; mit England könnte Deutschland viele von den Nationalsocialen bewilligte Kriegsschiffe entbehren.— Die Jahresbilanz des Köller-KnrseS in Nordschleswig wurde auf den Generaivcrsamnilungen der dänischen Vereine, die am Sonntag und Montag in Sonderburg auf der Insel Alfen stattfanden, ge- zogen. Der dänische Sprachverein hat im verflossenen Jahr um ca. lOO Mitglieder zugenommen; er zählt jetzt 2625 Mitglieder und hat im Laufe des Jahres 11 566 Bücher in Nordschleswig verteilt. Der dänische Schulverein hat seinen Bestand von 3756 Mitgliedern trotz der heftigsten Verfolgungen aufrecht erhalten. Ca. 366 Mit- gliedcr sind im Laufe des Jahres gezwungen worden, ihren Austritt anzumelden, aber ebensoviele neue Kämpfer sind an deren Stelle getreten. Der Verein hat 226 Schüler auf dänische Schulen geschickt. Der dänische Wählerverein gewann im Jahre 1963 über 166 Mit- gliedcr und zählt jetzt deren 3266, die höchste Zahl, die seit 16 Jahren erreicht worden ist. Man sieht, unter Köllers„Geist" gedeiht die Dänenpartei fast noch besser, als unter Matthias selber.— Wegen Mißhandlung Untergebener hatten sich am Donnerstag der Sergeant Winter und der Unteroffizier Frauböse von der achten Compagnie des 4. Garde-Regiments z. F. vor dem Kriegsgericht der 1. Gardc-Division zu verantworten. Ter Sergeant Winter war beschuldigt, den Grenadier Meier mit einem Schlüsselbund ins Gesicht geschlagen zu haben, infolgedessen dem Miß- handelten das Blut aus Mund und Nase quoll. Dieser Vorfall hat sich zwar schon vor anderthalb Jahren ereignet, ist jedoch erst jetzt zur Kenntnis der vorgesetzten Behörde gelangt. Der Unteroffizier F. stieß deg Grenadier Busse, als dieser in der Jnstruktionsstunde un- aufmerksam war, vom Schemel, so daß B. gegen ein Spind fiel und blutende Verletzungen am Kopf erlitt. Den Grendaier Nagel schlug der Unteroffizier fünfmal vor die Brust und versetzte ihm Ohrfeigen. Den Grendaier Meier faßte F. am Kragen und warf ihn die Treppe hinunter, wobei sich der Mißhandelte Verletzungen am Arm zuzog. Die ganzen Vorfälle wurden er st bekannt im Verlaufe eines Standgerichts gegen den Grenadier Meier. Sergeant W. wollte sich auf nichts entsinnen können, gab aber schließlich den bestimmten Bekundungen der Zeugen gegenüber die Möglichkeit zu, die oben er- wähnten Mißhandlungen verübt zu haben. Auch der Unteroffizier' F. wurde durch Zeugenaussagen der Mißhandlung in sieben Fällen überftihrt und zu vierzehn Tagen mittleren Arr est verurteilt. W., welcher wegen Mißhandlung eines Untergebenen bereits einmal vorbestraft ist, erhielt ze h n Tage mittleren Arrest.-» Ein heiter' Lied! Der Russenkonsul fälschte nichts, Hat sich auch nicht geirrt. Er hat. so sagt der Staatsanwalt; Ganz einfach suppediticrt. Halli, halloh, Das nennt man so: Supp— edi— didi— tiert l Der Russenzar brach keinen Eid. Wer so was sagen wird! Er hat in Finnland nur daS Recht Ein bisserl suppeditiert. Halli, halloh. Das nennt man so: Supp— edi— didi— tiert! Und nirgendwo hat überhaupt Ein Unrecht existiert, Und alles, was wir leiden jetzt, Ist nur suppeditiert. Halli, halloh, Das nennt man so: Supp— edi— didi— tiert. Doch einmal, wenn so manches Wort All seinen Glanz verliert, Dann, an dem ernsten Tage hat Sich's aussuppeditiert l Halli. halloh. Das war mal so: Supp— edi— didi— tiert! F. 1* Husland. Frankreich. Paris, 21. Juli. Der Sachverständige Legrand, der von dem die Untersuchung ftihrenden Offizier Cassel in der Affaire d'Autriche mit der Prüfung der Buchführung des militärischen Nach- richtenbureaus betraut ist, hat an Cassel das Ersuchen gerichtet, dieser heiklen Aufgabe enthoben zu werden, weil Mitteilungen über die Radierungen vorzeitig von einem Blatte veröffentlicht worden seien und er sich gegen die Unterstellung schützen müsse, daß er an dieser Indiskretion irgendwie beteiligt sei. Er lehne daher die wichtige und streng vertrauliche Prüfung der Buchführung des Nachrichten- bureaus ab. Die„Humanite" will von gut unterrichteter Seite erfahren haben, die Frage, wer die unter d'Autriche eingetragenen 25 666 Frank erhalten habe, interessiere die Strafkammer des Kassations- Hofes nur noch sehr wenig. Der Beweis, daß die Zeugen- aussagen Czernushys falsche gewesen seien, sei bereits erbracht worden.— Zum Vatikanstreit. Paris, 21. Juli. Der Präfctt von Mayenne hat dem Bischof von Laval, G e a y. ein Telegramm des Ministerpräsi- d e n t c n, der zugleich Kultusminister ist, übermittelt, worin es heißt, der Rücktritt Geays würde die Regierung in eine falsche Lage bringen. Der Bischof würde dadurch seine Schuld eingestehen und jedes Rechts auf das Wohlwollen des Staates verlustig gehen. Der Bischof von Laval scheint trotz des Briefes, in dam mehrere Erz- bischöfe in ihn dringen, nach Rom zu gehen, entsprechend der Weisung des Ministers seine Diöcese nicht verlassen zu wollen. Aus Laval wird berichtet, daß der 24jährige Jesuit Pater Trebel in einem Brief den Papst unter Hinweis auf die Haltlosigkeit der gegen Geay erhobeneu Beschuldigungen gebeten habe, die gegen den Bischof getroffenen Maßnahmen zurückzuziehen, da diese den religiösen Frieden des Departements Mavcnn« und ganz Frankreichs in unheil- voller Weise bedrohen.— England. Ein Erfolg Chamierlains. Die auf Anregung Chamberlains Ende vorigen Jahres zusammengetretene, nicht offizielle, aus Ver- tretern des Handels und der Industrie zusammengesetzte Kommission, welche sich mit Vorschlägen für etwaige zweckmäßige Aenderungen des Zolltarifs befassen sollte, hat jetzt ihren ersten Bericht erscheinen lassen, der sich mit der Eisen- und Stahl-Jndustrie beschäftigt. Die Kommission schlägt 1. einen allgemeinen Tarif mit niedrigen Zoll- 'ätzen für dasjenige Ausland vor, welches britische Waren zu billigen Bedingungen zuläßt; 2. einen Vorzugstarif, welcher niedriger ist tüi der allgemeine Tarif, für diejenigen Kolonien, welche Groß- britannien einen angemessenen Vorzug gewähren und 3. einen Maximaltarif mit verhältnismäßig höheren Zöllen für solche Länder, welche britische Waren durch Tarife ausschließen, die Prohibitivzöllen gleichkommen. Doch soll hierbei die Möglichkeit gegeben werden, die Zölle auf dem Wege von Verhandlungen auf die Stufe des allge- meinen Tarifs herabzusetzen.— Rußland. Eine fori aldemokr«tische Demonstration. Warschau, 16. Juli.l Tode, man schoß auf unbewaffnete Scharen von Arbeitern und Bauern, man mordete in den Gefängnissen und in Folterkammern. Eine ganze Meute voi: Nichtswürdigen in der Art von Leuten wie P l e h w e, Wahl, Ssipjagin, Obolenski und Keller verhöhnten das russische Volk. Das Volk starb vor Hunger, wie niemals zuvor. Auch für die Zukunft hat Rußland, so lange der ZariSnius existieren wird, von der Selbstherrschaft nichts andres zu erwarten als Knute, Galgen, Censur und Ruten."— ES wird dann weiter entwickelt, daß die Reaktton nie so ftech hätte triumphieren können, wenn nicht die Revolutionäre schwere taktische Fehler begangen hätten. Nur die Agitation könnte die Re- gicrung beunruhigen, der Terror allein sie schrecken.„So würde die Negicriing von Tag zu Tag immer frecher." Die gemeine Unmensch- liche Reaktion hat schließlich Leute wie Ssipjagin, Obolenski und Nikolaus II. hervorgebracht. Deshalb müssen wir jetzt in der Partei die starken revolutionären Kräfte sammeln, un: in kürzester Ze:t mit den: Zarismus aufzuräumen. Das alte Banner der Volksfteiheitler müsse wieder erhoben Iverden. Mit sckiarfcr Polemik gegen die orthodox-marxistische Scholastik, lebhafter Verherrlichung der Helden- haften Revolutionäre und weiteren scharfen Angriffen gegen den Zarismus schließt der Aufruf mit den Worten:„Tod Nikolaus II. I Tod allen scheußlichen Subjekten! Es lebe die Freiheit I" Vert. Dr. Liebknecht: Der Schluß eines andren AuftufeS sagt aber klar:„Bei den gegebenen politischen Bedingungen unsrer Heimat muß die Parole lauten:„Vorwärts I Los I Alles andre wird sich finden." Die vorletzte in der Anklageschrift citierte Schrift heißt „Die Gewaltakte gegen die Inden". Darin wird u. a. gesagt:„Wer denn anders als dir Regicrnng trägt die Schuld an den Gewaltakten gegen die Juden? Wen anders als Nikolaus II. sollen wir für den Urheber der schrecklichen Metzeleien halten? Er ist nicht der einzige Mörder, aber er steht in der ersten Reihe der Mörder der unglücklichen Hebräer." Vert. Liebknecht bittet, aus einer Denkschrift, die das jüdische Schutzkomitee in Kischincw der Regierung übersandt habe, einiges Material vortragen zu dürfen, um zu beweisen, daß die russische Regierung an den Kischinewer Metzeleien mindestens mit- schuldig ist. Nach dieser Denkschrift teilt Sachverständiger Dr. B a l l o d mit, daß angesehene Zeitungen, wie die„Frankfurter Zeitung", die Wiener .Zeit", die„Times", sich im gleichen Sinne ausgesprochen hätten. In Bessarabien sei von jeher in der Bevölkerung alles ruhig ge- Wesen, ein Hab gegen die Juden habe nicht bestanden. Gerade in Bcssarabien sei da-Z Land so fruchtbar und die Bevölkerung so wohl- habend, dast alle Gesellschaftsschichten gut nebeneinander hätten be- stehen können; von einer Ausbeutung durch die Juden sei überhaupt keine Rede, Es fehle in Bessarabien auch völlig das Element der „Barfüßler�, das sonst besonders in den Hafenstädten die Anfälle auf die Juden in erster Reihe mitmache. Da plötzlich, etwa fünf Jahre vor dem großen Judenmorden, sei der„Bcssarabetz" von Kruschewan be- gründet worden, dessen skandalöse Demagogie mit schlimmeren Mitteln und heftigeren Ausdrücken gearbeitet hätte, als in Deutsch- land etwa Graf Pückler. Trotzdem im„Bcssarabetz" täglich Redensarten wie:„Tod allen Inden! Alle Juden müssen erwürgt werden I" gestanden haben, sei die Ccilsur nicht eingeschritten, und so habe dieses einzig zugelassene öffentliche Organ die Bevölkerung vollkommen vergiftet. Von den bevorstehenden Metzeleien sei schon lange vorher ganz öffentlich gesprochen worden. Weder der Polizei noch den Juden sei das ein Geheimnis gclvesen. Da den Inden aber von den Ne- gierungSbehörden die beruhigendsten Zusicherungen gemacht worden seien, hätten sie nicht an ihre eigne Verteidigung gedacht. An den Unruhen hätten sich Schutzleute und selbst Polizciofstzicre beteiligt, indem sie Inden entwaffneten und durch Zurufe:„Haut die Juden I" die rasende Menge noch an- gefeuert hätten. Als gegen Abend endlich die Polizei eingeschritten sei und Verhaftungen vorgenommen habe, hätten die Verhafteten ganz verwundert gegen ein solches Vorgehen protestiert:„es sei doch erlaubt, Juden zu hauen". Das Militär, das sonst bei jeder 5ileinigkeit einschreite, sei dreimal telegraphisch requiriert worden, ehe die erforderliche Genehmigung zur Verwendung einging. Verteidiger Dr. Liebknecht macht noch auf die in der vor- gelegten von Peter v, Struve herausgegebenen und eingeleiteten Denkschrift enthaltenen, schauerlichen Bilder von Kischincwer Leichen aufnierksam. Auf seine Veranlassung gicbt Zeuge B u ch h o l z eine Schilderung von der zwei Monate später erfolgten Judenverfolgung in Hömel, Auch dort fanden die Metzeleien unter ähnlichen Grauiamkciten statt. Auch dort entwaffnete die Polizei das jüdische Schutzkomitee usw. Die Juden, die sich zur Wehr setzten, wurden verhastet und sind bis zum heutigen Tage noch nicht wieder freigelassen worden. Mit einer in vielen Exemplaren bei den Angeklagten Klein und Kögst gefundenen Nummer der„ I s k r a" wird die Schriften- Verlesung beendet. Es wird darin in einem Leitartikel„Ueber den roten Kongreß im roten Land"(Dresdener Parteitag) bemerkt, daß drei Herrscher in dieser Woche in Wien gewesen seien: Eduard VIl,, Wichelm n. und Rica, und dann wird die Resolution einer slavisch- socialdemokratischen Versammlung in Wien wiedergegeben, die den Zaren und seine Helfershelfer als das größte Schandmal des Slaventunrs und seiner Kultur bezeichnet. So oft der Name des Zaren in jener Versammlung, in der alle slavischen Sprachen und Stämme vertreten waren, ausgesprochen worden, sei er mit lauten Rufen: Pfui I und: Nieder'mit dem Zaren I empfangen worden. Auf die Prüfung eines kleinen politischen Werkes:„Wie der Zar Achrejan sich bei Gott beklagen ging" wird allseitig verzichtet. da es bereits vor IS fahren erschienen ist, sich also gar nicht auf den jetzigen Zaren bezrehen kann. � Der Vorsitzende bittet nun die Anklage und die Ver- teidigung, alle etwa noch zu st eilenden Beweis- anträge vorzubringen. Verteidiger H a a s e: An Zeugen ist noch Untersuchungsrichter Landgerichtsrat Baum zu hören. Er soll bestätigen, was ich am ersten Tage behauptet habe, daß der Verteidigung und den Angeklagten während der ganzen Voruntersuchung weder die in- kriminiertcn Schriften vorgelegt» noch auch nur ihre Titel mit- geteilt worden sind. Ich lege nur deshalb Wert darauf, weil es dann möglich gewesen wäre, festzustellen» wie die 600 Nummern des „Norodowoletz" und die 300 Schriften von Burzeff an die Adressen Klein? und Nowagrotzkis haben kommen können. Ich habe vom 13. September an unablässig gebeten, mir diese Pakete zugänglich zu machen, gerade mit der Begründung, daß sie zur Aufklärung der Sach« läge beitragen sollten. Ich darf die Ueberzeugung aussprechen, daß, wenn dies geschehen wäre, durch Siiickfrage»ach Zürich die Spur des jetzt unbetanntcu Absenders sich hätte entdecken lassen. Vors.: Ich habe aus den Akten festgestellt, daß Sie in der That zahlreiche Anträge auf Vorlegung der Schriften gestellt haben, Ich nehme das ohne weiteres als bewiesen an. Vert. H a a f e: Dann können wir auf den Zeugen Baum verzichten. Ich bitte dann weiter aus dem Bericht der Reichstags- sitzung vom 10. März 1002 die Reden Bebels und des Staats- sekretars v. Richthofen zu verlesen. Damals sagte Bebel: Frau Kugel könnte doch nicht dafür bestraft werden, daß auf preußischem Boden ein Lager verbotener Schriften von ihr unterhalten worden wäre. Darauf erwiderte der Staatssekretär: Dafür allerdings nicht, aber die russischen Behörden behaupten, daß sie mit verbotenen Schriften nach Rußland herübergegangen sei. Und am 19. März fügte der Staats- selretär hinzu, das; niemand versuchen sollte, mit revolutionären Schriften nach Rußland hinüberzugehen, man übe dort nicht dieselbe Nachsicht wie bei uns. Freilich trete das Auswärtige Amt nach Möglichkeit auch für solche Personen ein. Aber allzu weit könne man darin nicht gehen.— Die Verlesung bestätigt diese Inhalts- angabe. Vert. H a a s e bittet, aus den Akten noch einige Auskünfte der Landratsämter und Steuerämter vorzulesen.— Es heißt da, man habe die Schriften durch einen Dolmetscher prüfen lassen. D a aber keine anarchi(tischen dar»inter gewesen, seien sie unbeanstandet dem Adressaten, Arbeiter Klein, ausgehändigt worden. Der Bericht stammt aus dem Jahre 1903. Es folgt ein Schreiben des Haupt st eueramtS in Königsberg an die Staatsanwaltschaft:„Auf Ihr Schreiben vom 23. Mai über den Eingang russisch-socialdemokratischer Schriften erwidern wir, daß wir über das Emtreffen verdächtiger Schriften schon wiederholt dem LandratSamt Mitteilung gemacht haben, worüber die Akten desselben Aufschluß geben werden. Ein Verfahren hat hier nicht geschwebt und nur einzelne Exemplare der Schriften sind dem Landratsamte übcrsandt worden. In einem Schreiben deS LandratSamtes M e m e l an die Staatsanwaltschaft wird dann ausgeführt, daß der Bericht über den Schmuggel lettischer und russischer Schriften aus dem Auslande direkt an das Gericht geschickt worden sei. aber für das Borliege» einer geheimen Verbindung hätten sich keinerlei Anhaltspunkte ergeben. Das Zollamt in Tilsit teilt der Staatsanwaltschaft mit, daß verbolcne Schriften von MertinS nicht eingegangen feien.— Die Berliner Zoll st eile hat ein Paket russischer Schriften aus Wien an Päyel beschlagnahmt, es aber wegen seines unbedenklichen Inhaltes wieder freigegeben.—- Schließlich lautet ein Telegramm der Züricher Polizeiverwaltung vom 8. November folgendermaßen: „Laut„Königsberger Hartungsche Ztg." sind dort ganze Stöße revolutionärer und nihilistischer Schriften beschlagnahmt worden, die von einem Züricher Aktionskomitee verschickt worden sein sollen. Wir bitten um Mitteilung von Anhaltspunkten, um nähere Nachforschungen anstellen zu können. Von oben genanntem Aktionskomitee ist hier nichts bekannt. Erbitten Drahtnachricht." Verteidiger Dr. Liebknecht bittet festzustellen, was in den noch uneröffnetcn großen Paketen enthalten ist, die im Gerichtssaal liegen. Er läßt sich bestätigen, daß sie lauter unbedenkliche socialdemokratische Schriften enthalten. Hl Erster Staatsanwalt Dr. Schütze: An, 29. Februar brachte die„Leipz. Volksztg." die Mitteilung, daß die vom Justizminister im Landtage verlesenen Citate gefälscht seien. Herr Sachverständiger Dr. Rost, das waren doch Ihre Uebcrsetzungen; haben Sie den Artikel nachgeprüft? Sachverst. Dr. R o st: Allerdings. Mir ist noch kein so leicht- fertiger Arttkel wie dieser vorgekommen. Nicht einmal die Grund- bedingungen einer Polemik sind erfüllt. Man hat sich nicht nach dem amtlichen Stenogramm darüber orientiert, was überhaupt gesagt worden ist, sondern sich einfach an einen Parlameutsbericht an- geschlossen. So wird gegen einen Satz gekämpft, der weder von mir noch von sonst jemand übersetzt worden ist:„Nikolaus II. soll bald am Laternenpfahl baumeln." In einem Fall hat der Minister aller- dings nur einen Satz aus meiner Uebersetzung herausgegriffen, aber auch da ist der Gedankengang Burzeffs im wesentlichen richtig wieder- gegeben. Vert. H a a s e: Sämtliche Angeklagten und Verteidiger haben während der ganzen Verhandlung nie bezweifelt, daß die Uebersetzung des Herrn Dr. Rost sachgemäß und verständlich ist. Der Artikel nahm wohl auch a». daß die citierte Uebersetzung von dem russischen Geueralkousul stammen. Vorsitzender: Wir wollen uns nicht weiter mit diesem Zeitungsartikel beschäftigen. Wie falsch die Reporter berichten, können wir jetzt täglich beobachten. Erster Staatsanwalt Dr. Schütze: Am vergangenen Sonntag hat die„Post" eine Uebersetzung aus der„Jskra" gebracht, die, wenn sie richtig ist, das Blatt als nicht so harmlos darstellt. Danach soll die„Jskra" am 2S. Februar 1904, um das Recht Rußlands auf aktive Beteiligung au der Bewegung zur Civilisation zu behaupten, den Aufruhr enipfohlen haben. Bert. Liebknecht: Gerade jetzt zum Schluß kommt der Versuch, die socialden, akratische Partei Rußlands zu treffen. Wir müssen um eine kleine Pause bitten, um uns über dieses neueste Beweismaterial zu orientieren. Vert. H a a s e: Ich wußte allerdings— das muß ich offen gestehen—, daß die„Post" diesen Artikel der Berliner politischen Polizei übersandt hatte und diese ihn hierher mitgeteilt hat.(Der Staatsanwalt ruft: Ich lese auch sonst die„Post"! Große Heiterkeit.) Ich koimte aber wirklich nicht annehmen, daß der Herr Staatsanwalt ihn hier vortragen würde. Nach Ablauf der Pause erklärt der Erste Staatsanwalt: Nachden, Herr Dr. Rost mich belehrt hat, daß die Uebersetzung zwar richtig ist, aber wegen des Wortes„Blutvergießen", daS hier soviel bedeutet wie«eignes Blutvergießen", doch einen andren Sinn giebt, ziehe ich meinen Antrag zurück.(Große Heiterkeit.) Vert. H a a s e: Die Motivierung gefällt uns zwar nicht, aber wir wollen nicht auf der Verlesung bestehen. Damit schließt die Beweisaufnahme, vorbehaltlich der noch zu erwartenden NnSknnft aus Petersburg über die Verbürgung der Gegenseitigkeit durch das russische Gesetz. Nachdem Staatsanwaltschaft und Verteidigung erklärt haben, daß die Auskunft Rußlands für ihre bereits feststehende Rechtsauffassung ohne Bedeutung sei, wird die ivcitere Verhandlung auf Freitag 9 Uhr mit der Festsetzung vertagt, daß dann die Plaidoyers beginnen sollen. Schluß 3 Uhr. In unserm Bericht ist gesagt worden, Professor v. Reußner sei Inhaber des AndreaSordens. Dies ist ein Irrtum, er ist Inhaber des Annenordens. Die Richtigstellung ist nötig, weil Professor v. Reußner in seiner Heimat in den Ruf einer lächerlichen Unwahrheit kommen könnte, da der Andreasorden nur an regierende Fürsten verliehen wird._ Soziales, Arbriterausschüffe auf Bahnhöfen und Gütcrbödrn sollen, wie die „Sociale Praxis" meldet, im Bereiche der preußischen Eisenbahn- Verwaltung ähnlich den in den BctriebSwerkftätten errichtet werden, welche Wünsche und etwaige Beschwerden allgemeiner Natur vor- tragen und über Fragen des Arbeitsverhältnisses und der Arbeiter- Wohlfahrt auf Verlangen der vorgesetzten Dienststelle gutachtliche Aeußerungen abgeben tollen. Versuchsiveise werden solche Arbeiter- ausschüsse zunächst auf dem Frankfurter Hauptbahnhofe und Güter- bahnhofe, dem Hanauer Ostbahnhofe und den Frankfurter Bahn- nieistereien gebildet. Die zu wählenden Leute müssen mindestens 30 Jahre alt und wenigstens fünf Jahre bei der Eisenbahn beschäftigt sein. Wahlberechtigt sind alle Eisenbahnarbeiter, welche ein Jahr bei der Bahn beschästtgt sind. So notwendig ArbeiterauSschüsse sind, so segensreich sie wirken können, werden sie doch so lauge nur Dekorationswert haben, als sie nicht eine selbständige, von der Betriebsleitung unabhängige Stellung genießen. Eine solche garanttert die von der preußische» Eiscnba'hnverwalwng hier gewählte Verfassungsform, die nur eine Einberufung des Ausschusses bei besonderen Gelegenheiten vorsieht, keineswegs. Auch wird nicht gemeldet, ob der überragende Einfluß des behördlichen Vertreters, der in den Arbeiterausschuß- Sitzungen der Betriebswerkstätten sich bisher geltend machte, bei diesen neu errichteten Ausschüssen eingeschränkt worden ist. Ein Musterbetrieb scheint derjenige der Bierbrauerei- Aktien- aesellschaft vormals Gebr. Müpel in St. Johann a. d. Saar zu sein. Deren Direktor, Herr Richard Schäfer, kaufinännischer und technischer Leiter des Betriebes, stand heute vor der Strafkammer des königlichen Landgerickits Saarbrücken unter der Anklage, Arbeiter unter 16 Jahren regelniäßig länger als die gesetzliche Arbeitszeit beschäftigt und ferner diese Jungen ohne irgend eine behördliche Genehmigung fortgesetzt zur Sountagsarbeit verwendet zu haben. Der Herr Direktor gicbt an, er habe von alledem nichts gewußt. Für die Abteilung des Flaschen- betriebes sei der Flaschenmeister Wurster veranlwortlich gewesen. Auf das Vorhalten von feiten des Herrn Präsidenten, er müsse doch am Lohntage Kenntnis erhalten haben, weil den Jungen doch o viele Ueberstunden bezahlt werden mußten, erwiderte der An- geklagte, die Jungen hätten dafür nichts bekommen. Nun wurden eine größere Anzahl der jugendlichen Arbeiter vernommen und alle bekundeten übereinstimmend, daß sie an den meisten Tagen mehr als zwölf Stunden, an vielen Tagen von morgens 3 Uhr bis abends 8 Uhr beschäftigt worden seien, sehr oft ohne Mittagspause. Außerdem hätten sie jeden Sonntag zur Arbeit erscheinen müssen, wenn sie nicht zum Teufel gejagt werden wollten, und für alle diese Mehrleistungen zahlte diese noble Firma keinen Pfennig Lohn. Trotzdem wurde der An- geklagte freigesprochen, da jetzt ein Verfahren gegen den Flaschen- meister eingeleitet werde und es sich dann ergeben müsse, in wie weit dem heute Angeklagten eine Schuld trifft. Huö Induftne und Handel. Der Saatenstnnd in Preußen stellte sich nach den amtlichen Er- Mittelungen uni die Mitte des laufenden Monats(1— sehr gut, 2— gut, 3— mittel, 4— gering.) Juli 1904 Juni 1904 Juli 1903 Winterweizen.. 2,6 2,5 2.8 Sommerweizen. 2,9 2,8 2,6 Winterspelz... 2,2 2,3 2,1 Winterroggen.. 2,6 2,6 2.6 Sommerroggen. 3,2 3,2 2,3 Sommergerste.. 2,9 3,0 2.6 tafer..... 3,1 2,9 2,7 artoffeln... 2,8 2,8 2,3 Klee..... 3,5 3.1 2,6 Luzerne.... 3,3 2,7 3,0 Wiesen.... 3.3 8,0 2,6 In den Bemerkungen der„Statistischen Korrespondenz" heißt es, nach der großen Dürre, welche in den östlichen Provinzen den Saaten verderblich zu werden drohte, seien im letzten Drittel des MonatS Juni in den meisten dieser Gegenden teilweise nicht uu- bedeutende Niederschläge erfolgt. Wenn freilich die Regenfälle in der schon vorgerückren Jahreszeit den erlittenen Schaden nicht hätten gutmachen können, seien die Früchte doch bor weiterer Verkümmerung bewahrt worden. Am kläglichsten lauteten die Berichte aus Schlesien, wo in manchen Gegenden monatelang kein nennenswerter Regen hingettoffen sei. Auch in den Provinzen Brandenburg, Posen und Sachsen sei vielerorten lauge kein Tropfen gefallen. Auch aus den westlichen Staatsgebieten känien zahlreiche Klagen über zu lange Trockenheit. Das Uebel sei durch nördliche Winde verschärft lvorden, die im ganzen Lande die Lust so abkühlten, daß kurz vor Eintritt der übermäßig heißen Tage Mitte Juli in Ost- und Westpreußen während der Nächte vom 13. Juli und 14. Juli das Thermometer unter Rull fiel. Viel Ernteschaden hatten auch im Anfange des Berichtsmonats in Begleitung von Gewittern niedergegangene Hagel- schlüge gebracht._ Tie deutsche Noheisenproduktion des Monats I u n i ist um rund 29 000 Tonnen hinter der des Mai zurückgeblieben: eine Folge der Abflauung des Marktes. Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustricller stellte sich nämlich die Roheisenerzeugung des Deutschen Reiches(einschließlich Luxem- burgs) im Monat Juni 1904 auf 863 785 Tonnen, darunter Gietzerei-Roheiscn 156 356 Tonnen, Bessemer-Roheisen 27 314 Tonnen, Thomas-Roheisen 537 878 Tonnen, Stahl- und Spiegeleisen 48 058 Tonnen und Puddel-Roheisen 67 179 Tonnen. Die Gesamt- erzeugung des ersten Halbjahres 1904 beträgt 4 990 413 Tonnen Roheisen gegen 4 934 532 Tonnen im Vorjahre, übertrifft die des- selben Zeitraumes 1903 also noch immer um 64 381 Tonnen. Tie Mchrerzcugung entfällt auf Gießerei-, Bessemer- und Thomas- Roheisen, während in Stahl- und Puodeleisen weniger hergestellt worden ist. Ein Schloßfabriken-Stzndikat. Die Schloßfabriken des bergischen Landes haben nach längeren Verhandlungen die Gründung eines Syndikats beschlossen. Sechzig Firmen sollen sich schon zum Beitritt bereit erklärt haben. Beabsichtigt ist die Einrichtung einer gemeinschaftlichen Einkaufsstelle für Roh- und Halbprodukte und eines gemeinschaftlichen Verkaufs- und AbsatzcomptoirS, sowie— felbstverständlichl— eine allgemeine Erhöhung der Preise, zunächst um 10 Prozent. Türkische Anleihe. Die„Franks. Ztg." meldet aus Konstantinopel von gestern: Die Türkei ist mit England in Verhandlung getreten, das bereit ist, eine dreiprozentige Anleihe, aus der die von der Türkei an Rußland noch zu zahlende Kriegsentschädigung auf ein- mal ausgezahlt werden soll, zu garantieren. Unter welchen weiteren Bedingungen dicS geschehen soll, ist jedoch noch nicht bekannt. letzte Nachrichten und Depefchen« Dresden, 21. Juli.(W. T. B.) Von zuständiger Seite wird gegenüber dem mehrfach umlaufenden Gerüchte, daß die Gräfin Viontignoso(frühere Kroiiprinzessin von Sachsen) demnächst eine Be- gegnung mit ihren Kindern haben werde, mitgeteilt, daß eine solche überhaupt uicht in Frage kommt und also auch nicht während des Aufenthalts des Kronprinzen Friedrich August von Sachsen und seiner Kinder in Bad Schmeck? erwartet werden kaim. Heidelberg, 21. Juli. Theater. Freitag, den 22. Juli. Ansang 7'/, Uhr: Neues königl. Opern< Theater. Der Zigeunerdaron. Brlle-Alliauce. Gastspiel von Emil Winter-Thmimls in diesem Genre einzig dastehenden sächsischen 15 Humoristen und Sängern. Zum«chlusi: Ein Polterabend- scherz bei Leutnants. Ansang 8 Uhr. Schiller O.(Wallner- Theater.) Die Jüdin. Westen. Liebeshandel. Central. Olle Kamellen. Läuschen und Rimds. Hanne Nütes Abschied. Jochen Päsel. Ein kleiner Beamter. Carl Weist. Von Berlin 0. bis zu den Hercro. Metropol. Ein tolles Jahr. Apollo. Venus auf Erden. Special!- täten. Staot-NheaterMoabit. Grosistadt- zauber. Neichshallcn. Gastspiel von Oskar JunghähnelZ humoristisch. Herren- geseilschast. Passage-Theater. Terka Senimeloff. Specialitäten. Ansang 5 Uhr. Urania. Taubenstraste 48/4S. Die Weltausstellung in St. Louis. An den Seen Oberitalicns. Jnvalidenstraste Z?/«!!. Stern- warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Urania. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater; Die Welteteliiing in Sl Louis. Hierauf: An den Seen Oberitalicns. Sternwarte S,«; Friodrichstr. 165. SehiHeF-Thealer 0. (Wallner-Tchcater). Morwiü-OPer. Freitagabend 8 Uhr: Dtv Stickkn. Sonnabendabend 8 Uhr Populäre Vorstcll. bei halben Preisen: Sonntagnachmittag 3 Uhr bei halben Preisen: N!« Flcdennaus. Sonntagabend 8 Uhr: Gastspiel Heinrich Botel. Fra Oiuvolo. Der Sommergarten ist eröffnet. Im Garten des SchiLer-TheaterS X. täglich geoLss klllijör-Xonrset. faMrll Die zusammongewechsenon Scliwestsrn Rosa u. Josefa. Centrai-Theater 8 Uhr: Cinakterabend ans JrH Reuters Werken: 1. Olle Kamellen! 2. Lauschen und Riemeis. 3. Hanne Aütes Abschied. 4. Jochen Pasel. 5. Bräsigs lehtes Stündlein. 6. Ein kleiner Beamter. Emil Richard, tgl. Hosschauspicler, a. G. Morgen und folgende Tage: Die» sckbcVorstelllmg. Apollo-Mos. V'/j Uhr: tlr. Oartcnkonsert. 8— G'/j Uhr: Das gr. Juli-Specialitäten-Programm. S'/- Uhr: Yenus auf Erden. Operette von Paul Lincke. ffieiierauMn von Robert Stelil!. Metropol-Theater Der orbsste Erfolg dieses Jabres: ins Jir. Gr. tlramatisoh- satirische Revue in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Victor HoUaender. Anfang 8 Uhr. Rauchen tiberall gestattet. Carl Weiss-Theater. ©roste Franlfurterstr. 132. »U- Noch bis zum 31. Juli täglich: Der Weg zum Herzen. Ansang 3 Uhr. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Weg zum Herzen. Im Garten täglich Vorstellung. Anfang Sst,Ubr. Sonnabend: Grostes SouimernachtSfest. Belle-JUIIanee-Theater. Im Theater abends 71/.. Uhr: Gastspiel von Emi! Winter-Tplans 15 Humoristen und Sängern 15 Jni Sommergarten von 6 Uhr ab: Curt Goldmann-Kenzert. Von 8 Uhr ob: Glänz. Specialitäten-ProorEmm, 23. Juli: Volkst. Sommern aentsfest. .rer nAI!«e7*9 Täglich: Vlneta. Pantomime: Ein ruhiges Zimmer zu«ermieten. Satancllo-Trio. Wardinis. Clown Steffi. Ball, Konzert, Specialitäten. Ans. 4 Uhr. Eintr. 30 Ps. Rum. PI. 56 Ps. W. Hoaeks Theater. Direktion: Roh. Dill. Brunnenstr. 16. Zum letztenmal: Verbotene Wege, od.: Getreue Nachbarn u. desgleichen. Letztes Austreten von Don Toledo. Ansang 5 Uhr. Kaffeeküche v. 3 Uhr ab. Lei Ichlechtem Wetter Borst, im Saal. Uft« ßäkremrcib, lebend. Ger tSjährige Riesenknabe Der lange Josef 217 ctm gross. SQT* Nada und Mnemos, Gedankenleser. Iderljclcbcn f u n d, Aga, die schwebende Jungfrau. Alles ohne Extra-Entree. Passage-Theater. 1&rka Senimsloff russische Tänzerin. ManiTa,japanisGfieTfuppe. Vierzehn erstklass. Nummern. Etablissement Kuggenhagen Horitzplatx. Täglich von 12—4 Uhr: Mittagstisch. Im grostcu schattigen Naturgarte» jeden Abend 8 Uhr: Konzart. Dienstags, Donnerstags, Sonntags: Führmann— Waide-Sänger. Sonnabends T a m v im Kaisersnal: B CT la Xm Hanssonci. Kottbuser Thor— Stat. der Hochbahn Täglich im Garten: Hofktnsims Norddeutsche Sänger. Sonntag, Montag, Donnerstag: Nach der Soiree: Tanz. _ Wochentags haben Vorzugstarten, auch die zu den Theater- abcnden ausgegebenen, Gültigkeit. HeiehZhallen-Theater. Gastspiel des berühmten Oskar Imtghähttel mit seiner humoristisch. Herren- Gesellschaft. Deossartigss, völlig arigin. Programm. Ans. 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Ltowstf. 111/112. T«l ir 1 1 c li Im<» arten oder Saal: Korsls Korädsutscbß Kumorlsten und Quartett=Sänger. Ans.: Woche 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. kons baden Gültigkeit. Fröhels Ällerlei-Theater fr. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Täglich: Konzert Theater, fpir' 15 neue Nummern Arbeit bringt Segen. Volksstück mit Ges. in 2 Akt. v. Braune. Extra- lanz. Tanzlehrer P. Hoppe. Ansang 4'/, Uhr. Entrce 30 Ps. Siez' Specialltltten-Heater, Landsberger Allee 78/79. Direkt Ningbahnstation. Ob schön! Täglich Ob Regen! im herrlichen Garten od. gr. Saal: Das neue u. beste Programm Berlins, u. a. mit stürmischem Beifall: 5» lUnlcntte die besten Akrobaten & IfülhUti j, der Weit, prolongiert. Der Weltfriede, Dressur und Ber» einigung von Todfeinden zu einem Tableau. The 2 Benares, sens. Lustfan greck-Att. F. Brand, Rennert-Stange, Senor dt Gerard! Die fesche Nannon. Der Väls'erstrcik. Greste aktuelle Pantomime, zc. rc. Kasfeeküche. Bulksdeluftigungen. Bis 2 Uhr:«all. Entree 26 Ps. Sonntags 36 Ps. neue freie Volksbühne. Morwits-Oper(Schiller-Theater 0.) Sonntaf-, den Sl. Jnil 1004, nachmittags 3 Uhr: Sä© Operette von J. Stranss. BiUets für Mitglieder a 90 Pf., Gäste a 1,10 M.(Parkett- Fautenil, I. Parkett und Logenplätze) sind an den ZahlsteUen von «obsien, Kommandantenstr. 62; Manfhold. Wrangelstr. 52; gkecbei', Gotzkowskystr. 9, sowie beim Kassierer zu haben. 150/13 I. A.: Heinrich Heft, Kassierer, Veteranenstr. 6. Jtsx Psm's Sommer-Theater aseahetde 13—15.— Artistische Leitung: Paul Milbitz. Täglicb: Gr. Konzsrt, Theater- v. Speciaiitäten-Vorsteüung. Jeden Monwg: Sommerfest.— Jeden Mittwoch: Die beliebten Kinderfeste.— Jeden Donnerstag: Elite-Tag. BMST" Die Kasseeknche ist täglich von 2 Uhr ab geöffnet.-Wg 2 hochelegante Kegelbahnen, Würselbuden, Konditorei, Blumenstand?c. _ In den Sälen:_ IM" Crr®sser Xlall.~?SSS Totten-Sehausi Karfürstendamm 15 Fernsprecher: Amt Wilmersdorf Mo. 343. Strassenbahn- Verbindung mit Linien 91, A, T, V, A/E. Täglich awet Voratellnngen, nm 4 und 8 Uhr. Bonntags drei Vorstellungen, um 3, ö'/a und 8 Uhr. Hie MMiÄWM der Well Die Flotte im Frieden nnd im Kriege, Beschiessung von Port Arthur durch die japanische Flotte. 4 Vollständig gedeckte Tribüne.+ Konzertmusik. ♦ Preise der Plätze für die 8 Uhr-Vorstellung: Mittelloge M. 4,10, Seitenloge M. 3,10, Parkett M. 2,10, I. Platz M. 1,60, II. Platz M. 1,10, Stehplatz 55 Pf.; in den Nachmittags-VorsteUungen: Mittelloge M. 3,10, Seitenloge M. 2,60, Parkett M. 1,60, I. Platz M. 1,10, II. Platz M. 0,85, Stehplatz M. 0,40 inklusive Programm. Zwei Kinder auf nicht num. Plätzen Eintritt auf ein Billet. Die Tageskasse ist von 10 Uhr vormittags an geöflnet. Vorverltanfskarten sind in den durch Plakate kenntlichen Geschäften v. Uocser& WolfT und im Warenhaus A. Werthelm zu haben. 15/20 MMBB—— IIIWII................ IM- Zum Ausschneiden. äSUk Dampfer- Extrafaliiten in i t«nslk von Mtchaelbrücke direkt nach WolterSdorfer Schleuse(Rieok-Werdee). Montag vorm. 9'/.. nachm. 2-/. Einfache Fahrt früh 40 Ps. Mittwoch �* Nachmittags hin und zurück 40 Ps. Donnerstag' Sonntags einfache Fahrt früh» Uhr Freitag„ 5<» Ps. Sonuabeub. den S3. Juli: Graste Korso-Bromenaden fahrt mit fünf Salondampsern und Aülitürmuiik nach Woltersdorser Schleuse(Rieck- Werder) und Rundfahrt aus dein Müggelsee. Abfahrt früh U Uhr Michaelbrücke. Einfache Fahrt 50 Pf. 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Zum Schluß: Zurück von den Hereros. Gr. GesangSposse mit Tanz v.M. Koch. Katree 30 Pf. Täglich:, Jeden Mitttvoch: Ssll.! Kinderfest. (Mus Sarrafanl. Grosster n. elegantester Zelt-Cirkas Europas. Täglich: Pferden ifiDh S, Dr. Simmel, Prinzen, Str. 41- Specialarzt für[13/8* Hant- nnd Harnleiden. 10—2, 5— 7. Sonntags 10—12 2— 4. OstbaSm-Park. Am KGstrinerplatz. RÜdersdor'erst. 71. Hermann Imbs. Täglich: Gr. Konzert, Theater und KpeeiaUtaten- Korstelluug. verlinerZZik-Irio. Felix Scheuer ll Kr»Imi«nik. I. �............. l'j»1 � /I / emi Täglich nachmittags ab 5 Uhr: illitlr- Doppel-Konzert Eintritt 1 M.. ab 6 Uhr 50 Pf. Kinder unter 10 Jah.en die Hälsie. Orts- Krankenkasse für dkA GttUkindtbtzirk Z�iebtenbevg. Cinladung zur .A.a»»erordeni:liel»en General- Versammlung am Sonnabend, b. ZO.Jnli 1904, abends HlL Uhr, im Lolale des Herrn Höflich, Frankfurter Chimssee 120. (Zimmer rechts vom Hauvteingang.) Tages-Ordnung: 1. Beschlugsaistmg über den Antrag des Kaisenvorstandes aus Abänderung der ZA 10, 12, 13, 14. 15. 18, 20, 21, 30, 31, 32 und 43 der Kassensatzmigeo. 2. Beschiustsassung über de» Autrag des Kasfenvorstandes aus Beschaffung geeigneter Bureauräume bezw. Be- willigimg der dazu erforderlichen Mittel. 3. Ersatzwahl zum Vorstande an Stelle des Tischlermeisters A. Pohl aus den Reihen der Herren Arbeitgeber(cfr.§ 41'Abs. 3 der Natzungen). 4. Kassenangelegenheiten. Der Punkt 3 der Tagesordnung wird unter Beobachtung der Be- stimnmngen des K 40'Abs. 7 und 8 der Kassensatznngen erledigt. Mit Rücksicht aus die austerordent- liche Wichtigkeit der Tagesordnung werden die Herren Delegierten um vollzähliges und pünliliches Erscheinen gebeten. 274/14 Der Torstand. Paul Levyn, 1. Vorsitzender, 51. Konatiieh — 10 Mark— liefere Anzüge Paletots nach Maß. Per Kasse auch billigste Preise. J. Tompofowski, fgjSsSrtfe. Sie kaulen am Besteniii °us Teilzahlung b« Mre& König, Warschauerstr. 72. (Wöchentlich nur 1 Mk.) Herren-, Damen- u. Wecker-Uhren, Regulateure, Breschen Ringe, Ketten. 51182* Maurer Ssüfscliniis. Zwciffverein Berlin. t zi Mitglied, d hiermtt 'lg; Den Mitgliedern Kenntnis, datz unser Maurer Hermann Rathmann wohnhast Sarau ersttaste 7 seinen tödlichen Verletzungen er- legen ist. 144/19 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am I Freitaanachmittag um 4st. Uhr j vom Krantenhause am Urban I j nach dem Emmaus-Kttchhose statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht| Die Rerbandsleitnng. Üeüiscber Melallarbeiter-Verbanti? Verwallungsstelle Berlin. Todes-Anseige. Den Kollegen zur Nachricht, daß; unser Mitglied, der Schloffer üteS Yogeireuter am 17. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Frei- j tag, den 22. z-uli, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Zwölf- Zipostel- Kirchhofes ln Schöneberg aus statt. Rege Beteiligung erwartet 118/7 Die Drisverwastung. Am 19. d. M. starb nach langen! ! schweren Leiden mein lieber Mann, t I unser guter Vater und Großvater i 1 Herr Friedlich Päizoidt. Die Beerdigung findet Freitag,! | den 22. d. M,, nachm. 3 Uhr,| vom Trauerhause Oudenarder- Isttaste 44 nach dem neuen Na- 1 zareth-Kttchhos statt. 58252| Die trauernden Hinterbliebenen. Herren-Kragen» reinleinen, garantiert 4 fach, verschiedene Faaons in allen Weiten. !k Mwü z Mk. und 3 Mk. 58 Pia. anschetten, prima, garant. 4!ach, V» Diiksnl! 1,80 u. 2,25 Mk. Oberhemden, Servileurs, Krawatten in größter Auswahl, Tricotagen, Strumpfe, Hosenträger, Handschuhe. Detailverkauf zu Engrospreisen. Ernst IHarcnse, Münzstr. LZ. raubaus. "-gERÜ� Empfehlen unser helles u. dunkles Tafelbier: Oambrinusbräu(Münchener) Nepomukbräu(Pilsener) Böhmisches Brauhaus NO. Eandsberjrer Allee 11/13. Frleden-Strasse 93. Fass- Abteilung; Flaschen-„ Unsre Orlginnl- Abzug- Fl a«clienl)äcre in Kolonlalwaren-Handlnngcn. T. VII. 5088, T. 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München Wien 760 762 760 761 763 761 WSW NNW SW N Still Sit II 1 heiter 2 wolkig llhetter Lwotttg -halb bd —Dunst Haparanda Petersburg Aberdcen Patts INNO > NW OSO Sttll 4bcdeckt Lbcdcckt 2bedeckt — wolttg 11 17 Wetter-Prognose fite Freitag, den 22. Juli 1S«4. Ziemlich warm und schwül, zeitweise wolkig bei schwachen südwestliche» Winden; keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbne:-«-»«. Bentseber BtetaUarbeiter- Verband Verwaltungsstelle BcrUn. Bnrean: Engrcl-Ffer 15, Zimmer 1—5. Fernsprecher: Amt IT. 3353. Laut Beschluß der Ortsverwaltung wird unsre Bibliothek am Souuabeud, de» SS. Juli er. aus mehrere Wochen zwecks Renovierung und Inventur geschlossen Unsren Mitgliedern zur Nachricht, daß in folgenden zwei Bezirken probeweise das Hauskassierer-Shstem eingeführt ist. Bezirk 1(Süd-Osten): Cuvrhstraste, E-senbahnftraste, Falekensteinstrasie, Görliherstrafle, Görliher-ttfer, Gröben-llfer, Hedmann-llfer, Lausitzer Platz, Lnbbencrstratze, Muskaucrstrasic 1—11 und 47—55, Oppelnerstratze, Dkalitzerstr. 45—97, Schlesische Stratze, Soraucrstratze, Wrangelstr. 23—112, Zeughofstratze. Bezirk II(lVorden): Arkonaplatz, Brnnnenstr. 58—138, Tcmminerstratze, Jasmnnderstratze, Gransccerstratze, Granu- stratze, Gleimstratze, Lortzingstratze, Uscdomstratze, Binctaplatz. Wolgasterstratze, Wollinerstratze, Wattstrafte, Putbuscrstratze, Ramler- strafte. Rügeuerstrafte, Ruppiucrstrafte, Divinemünderstrafte, Tchönholzerstrafte und Ttralsunderstrafte. 118/5*__ I>ie OrtsTervraltnng. Bauarbeiter Berlins und Umgegend! Uerlmnd der Kau-z Grd- und gewerdl. Hilfsarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Berlin und Umgegend. Sonntag, 24. Juli 1904, vorm. 10 Uhr, in den Jndustrie-Festsälen, Benthstr. 19: General-Bersammlnng. TageS. Ordnung: 1. Kassenbericht vom zweiten Quartal 1901. 2. Bericht von der Baukontrolle. 3. Die gegenwärtigen Ver- hältnisse in unser»: Gewerbe und unsre nächsten Ausgaben. 4. Die Absetzung des Kollegen W. Noack von der Kandidatenliste zur Wahl der Ortsverwaltung. 5. Verbandsangelegenheiten._ 33/17 fi?aF~ Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe keinen Eintritt.""iSBstJ Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Beutseher Holzarbeiter-Verband. Zahlstelle Berlin. Bureau: SO., Engel-User 15. Fernsprecher: Amt IV. 3578. Heute Freitag, abends 87, Uhr, im Gcwerkschaftshause, Engel-Ufer 13: Sitzung der Ortsverwaltung. Verband der Sattler. Ortsverwaltung Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Kranchen-Versammlungen Sonnabend, den 33., Montag, den 35., Dienstag, den 3«. und Mittwoch, den 37. Juli 1994 stattfinden. 157/6 IW- Wir richten an die Mitglieder das dringende Ersuchen, diese Versammlungen zahlreich und pünktlich zu besuchen, vis orisveevattung. Verband des technischen Bühnen-Personals. Sonnabend, den 23. Juli, abends 11 Uhr, im Gewerlschastshause, Engel-Ufer 15: General»Vevtammltmg. Tages-Ordnung: 1. Vorftandsbericht. 2. Kassenbericht. 3. Bericht der Delegierten vom Verbandstage. 4. Verbandsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen bittet 190/6_ Per Y erstand._ Tisetater- Verein zu Berlin. Sonnabend, den 23. Jnli, abends tU/z Uhr, Mclchiorstr. 15: M General-Versammlnng. � Tagesordnung: 1. Kassenbericht.»a» 2. Quartal. 2. Bericht der Bibliothekare. 3. Wahl eines Bibliothekars. 4. Vereinsangelegenheiten. DaS Mitgliedsbuch legitimiert._[199/1]_ Der Vorstand. Sonnabend, den 23. Juli: fMselieinlailft mit Musik nach Müggclwerder. Nach Ankunft- Sommernachts-Ball. Abfahrt 9'/. Uhr abends Michael-Briicke. Hin nnd zurück 59 Pf. 58242* H. Keddlg. Allgemeine zu Berlin Sonntag, de» 31. Juli 1994, vormittags O'l, Uhr, im Lokale des Herrn Dieks, Ackerstr. 123: General'Yersammiung. Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht pro 1903/1904 und Bericht der Revisoren. 2. Festsetzung der Entschädigung sür den Vorstand und die Revisoren. 3. Beschlußfassung, in welchen Zeitungen die Bekannt- machungen der Kasse stattzufinden haben. 4. Neuwahl für die aus- scheidenden Vorstandsmitglieder. Es scheiden aus: Der Vorsitzende Herr Acke, der stellvertretende Schristsührer Eerr Sitte und der Beisitzer Herr untze. 5. Verschiedenes. Der Eintritt ist nur gegen Bor- zeignng deS O.nitt«ngsbuches ge- stattet. 2862b Um pünktliches Erscheinen ersucht Per Torstand. I. A.: A. Acke, Vorsitzender, Schulzendorserstr. 6, in._ Eine ansserordentliche General-Versammlung der EseleseiieD Kränken- und Sterbekasse h 60 findet Montag, den 25. Juli d. I., abends 8 Uhr, im Kasscnlokal, Langestraße 30, statt. Tages-Ordnung: Kassenschreiber-Wahl u. Verschiedenes. Hierzu ladet die geehrten Mitglieder ergcbcnst ein 2559b* Per Vorstami. Dr. Schtinemann Specialarzt für Haut-, Harn-»nd ffrauenleiden, Se/ydelstr. 9. Wochentags'/,»»—'/,3.-/,«-'/,8. 81V. Lindeustraftc 99, Laden. Utltttti>khrlichf«rAttojlstgltr! Specialkartcn der näheren Umgebung Berlins. Bcrnau-Biesenthal, Lankc, LIcpnitz- und Wandlitz-See... 1,00 M. Buckow am Ächcrniützel-See(Mär- tische Schweiz) nebst Führer 0,75 M. Köpenick- Frtedrichshage», Wol- tersdorf- Erkner- Schmöckwitz- Kö- nigs-Wuslerhausen-Mittenwalbe 0,75 M. Ebcrswalde, Freienwalde-Odcrberg 1,25 M. Eberswalde. Jagdschloß Hubertus- stock. Kloster Chorin.. 1,00 M. Freienwalde und nächste Umgebung nebst Führer..... 1,00 M. Frcienwalde, Wriezen, Oderbcrg 1,00 M. Grunewald und westliche Vororte Berlins....... 1,00 SN. Potsdam, Stadtplan mit nächster Umgebung nebst Tourenverzeichnis 0,75 M. Potsdam und Werder. 1,00 M. Spreewald m. prallischem Touristen- sührer....... 0,75 M. Strausberg und der Blumenthal 1,00 M. Tegel- Heiligensee, Schulzendors, HermSdors, Haselhorst und Hacken. seldc........ 0,75 M. Ferner empfehlen als sehr praktisch: Taschenatlas von Berlin und Um- gebung, enthallend 21 Karten und Pläne mit Führer, leichthandliches Format....... 2,00 M. Wauderbuch für die Marl Brandenburg. 3 Bände. Zu- sammen....... 5,00 M. I. Teil: Nähere Umgebung Bcr- lins, umsaßt die Gegend von Potsdam, Spandau, Oranienburg, Königs-Wusterhmisen.. 1,50 M. II. Teil: Westliche Hälfte der Um- gebung Berlins bis Branden- bürg a. H., Stendal, Tangermünde, Neu-Rnppin, Neu-Strelitz 1,50 M. HI. Teil: Oestliche Hälfte der Um- gebung Berlins bis Eberswalde, Frankfurt a. O., Schwedt, Küstrin, Lübben, Spreewald, MuSkau 2,00M. Diesig Wanderbücher bieten prachtvolle Schilderungen der Mark, viele detaillierte Karten und Pläne und sind so dem Wanderer ein zuverlässiger Führer und Berater. 234/11* Beutscbe letallarbeiter-Uewhsehaft Verwaltungsstelle Berlin. Bureau und Arbeitsnachweis Rosenthalerstr. 57. Geöffnet von 9'/,— 3 und 4—8 Uhr. Telephon Hl, 1396. Montag, den 35. Juli, abends 8 Uhr, im Lokale„Zur Musiker. börse", Berlin C., Kaiser Wilhelmstr. 18m: General-Nersammluug —— für das zweite Quartal.—— Tages-Ordnung: 1. Bericht der Ortsverwaltung. 2. Bericht deS KaisicrerS und der Revisoren. 3. Statutenänderung. 4. Die Streiks und Aussperrungen in der Metallindustrie in der letzten Zeit. 5. Verschiedenes. Im Interesse der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich in der Versammlung zu erscheinen. Ohne Miigliedsbuch kein Eintritt. Tie Ortsverwaltung. Im weiteren ersuchen wir die Mitglieder, sür regen Vertrieb der Urania- Billets zu der Vorstellung am Sonntag, den 11. September, Sorge zu tragen. 280/14 0. 9. m m Mitglied des Arb.-Radsahrer-Bundes„Solidarität*. Mittwoch, den 37. Juli, abends 9 Uhr, im groften Saale der Arminhalle». Kommandanteustr. 39: Ordtlillilhe Ktnnnl-Nnsllinnllmlg. Tages-Ordnung: 1. GcschästlicheS. 2. Wahl des GauvorstmideS. 3. Vereinsangelcgenbeiten: a) Bericht des Vorstandes, d) Bericht der AbteilungSführcr. 4. Verschiedenes. Bundesabzeichen oder Anfnahmeschein legitimiert. In Anbetracht, daß diele General-Versammlung die maßgebendste zur Entloicklung unsres Vereins ist, erwartet das Erscheinen sämtlicher Mitglieder Der Vorstand. Sonntag, den 34. Jnli: Gemein*'ftreinstour n. d. Ärlieiter-Sportiest bei Friedrielishagen. Start: früh'Iß Uhr und mittags 12 Uhr in Treptow, Neue Krug- Allee 59, Restaurant Preuß.(Restaurant Preuß �Neu-Tivoli) befindet sich an der Chaussee zwischen Treptow und Nieder-Ichöneweide.) Gäste find willkommen. Auskunft über obigen Verein erteilt bereitwilligst sowie Aus- nahmen nimmt entgegen 13/3 A. O. Ritter, Chriftinenstraße 33 I. Achtung! Achtung! Gesang-Verein«Unverzagt- Soiuiabenb, den 23. Juli 1904, im Lokal„Artushof", Pcrlebcrgerstr. 29 n. Stendalerstr. 18: Kommer-Best verbunden mit Gesapninp b.w. fmibft'fadldstig. Stocklatcmen gratis. 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