Nr. 164. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Buschhoff. Sonnabend, den 16. Juli 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. mit der Obmann das Urtel gesprochen jetzt gerade erst an- zuführen, einen elenden Frieden mit den bei uns nur zu hübe? Wie, wenn diese Händel blos ein Zwischen- lebensfrischen und zähen Mächten des Feudalismus und der Geht ein geschichtliches Zeitalter zur Rüste, so mehren spiel gewesen wären, für die Gleichgiltigen ein Selbstherrschaft geschlossen und die Massen schutzlos der fich die Zeichen des Niederganges. Noch peitscht der Wirbel- die Neugier aufstachelndes Reizmittel, für die Be- geistigen und politischen Unterdrückung ausgeliefert hat. Sturm die Fluth nicht auf, doch schon ballen sich die Wolken theiligten eine Auseinandersetzung unter vielen, ein Nachdem das Bündniß mit Pfaff und Junker dräuend zusammen. Ehe das große Wetter die alte, längst Wint, eine neue Lehre für uns, die kühlen, unbefangenen Staatsschreiber und Korporal verbrieft und besiegelt war, zermorschte, in ihren Grundvesten zerrüttete Ordnung mit Buschauer? verkam die bürgerliche Klasse bei dem gewinnreichen Geeinem einzigen Schlage darniederwirft, drückt die Luft ge- Nicht darauf kommt es an, mag auch diese Seite der schäft der wirthschaftlichen Ausbeutung. Was die Bourgeoisie witterschwül, und das nahende Verhängniß lastet wie ein Frage noch so lebhaft herausgerückt werden, daß der Jude anderer Gemeinwesen ruhmvoll erkämpft und zum dauernden Alp auf der halb träumenden Menschheit. nicht verbrannt worden ist. Vielmehr, daß überhaupt die Gemeinbesitz gemacht, das ist ein verhängnißvolles VerAnders empfinden und denken die, welche Träger der Frage aufgeworfen, daß zum Scheiterhaufen schon das Holz mächtniß, den deutschen Arbeitern zugefallen, und sie haben neuen Gedanken, Vorkämpfer der Zukunft find, als jene, herbeigeschleppt wurde, das ist der Kern der Sache. Nichts die Boltsrechte erst zu erringen. In schmählicher Flucht die mit klammernden Organen an dem Gegenwärtigen anderes. hat der satte Bürger den Schild fortgeworfen und ist haften, weil dieses allein ihre Macht, ihren Einfluß, ihre Im letzten Jahrzehnt des neunzehnten Jahrhunderts entwichen: so haben wir auf der Wahlstatt auch diese Schlacht Borrechte, ihr Glück ihnen verbürgt. So gewiß für die wandelt sich ein Mordprozeß in einen Religionsprozeß, und zu schlagen. herrschende Klasse ihr eigenes Bestehen oberste Voraussetzung dieser Religionsprozeß spielt sich vor einem deutschen Ge- Aber der Verrath der Bourgeoisie zerstörte nicht nur ist, so sicher ist es auch, daß sie die Vorzeichen des Unterricht ab. Sachverständige müssen dazu berufen werden, die Grundlagen für ihr politisches Dasein. Er übergab das gangs, die Merkmale der Auflösung nicht als solche versteht, um nachzuweisen, daß die Juden feinen Ritualmord Volk auf Gnade und Ungnade der Reaktion, die, in Schule weil sie dieselben nicht verstehen kann, nicht verstehen darf. So begehen. Man schreibt das Jahr 1892, der Schau- und Kirche allmächtig, mit sicherer Hand ihr Meisterstück regt sich in ihrem Lager geschäftig und trügerisch der Haufe play des Ereignisses ist eine preußische Stadt? Aber machte, die Verdummung der breiten Schichten als gutes der Zeichendeuter, und, betrogene Betrüger, wandeln die in Wirklichkeit find wir int ein halbes Jahr Werkzeug der Knechtschaft zum leitenden Grundsatz ihres lächelnden Wahrsager der Gewalthaber, den Flug der Bögel tausend zurückversetzt. Das sei ein Unding? Aber Wirkens erhob und mit Nägeln und Zähnen gegen jeden zu Gunsten der Herren auszulegen. Sollen sie etwa den der Prozeß hat wirklich im Jahre 1349 stattgefunden. Zum Versuch sich wehrte, die Geister aufzurütteln, die Vorurtheile Busammenhang der Dinge erfassen und künden das was ist? Osterfest brauchen die Hebräer das Blut von Christenkindern. und verrotteten Ueberlieferungen zu entwurzeln, eine neue Hinter ihnen rüstet sich die Arbeiterklasse zum Entscheidungs- Heimlich locken sie das unselige Geschöpf in das Haus. Weltanschauung zu verbreiten. Weil die Lohnknechtschaft lampje, und die Wahrheit sagen hieße die Abdankungs- hat nicht der brave Christ, der auf dem Wege von der den Besitzenden nothwendig war, billigte und nügte sie die urkunde unterzeichnen. Darum mit angstblaffen Lippen ein Schenke durch das Judenviertel eilte, die weiße Hand ge- geistige Knechtschaft. Nur daß ihre Verbündeten, flüger und Jubellied fingen und einen Reigen auf dem Grunde tanzen, sehen? Und die arme, blasse Leiche findet ihr nahe beim weitsichtiger als jene, ihre Macht rasch befestigten und die Volksben unterirdische, nicht mehr zu bändigende Kräfte grollend Judenhaus. Das Volt steht auf, es schlägt und zerstört. bildung bis zu einem Punkte hemmten und beengten, daß erschüttern, das ist der Weisheit letzter Schluß. Was? Nicht nur unsere Kinder tödten sie, der schwarze dem Bürgerthum, das für seine ökonomischen Zwecke einer Hat nicht die bürgerliche Klasse allen Grund, sich dieser Tod verheert das Land. Haben nicht die Juden unsere bestimmten Wissensstufe der Arbeiter bedarf, vor seiner Welt zu freuen? Nahm nicht der Prozeß Buschhoff den Brunnen vergiftet? Sahst du nicht den alten Hebräer Gottähnlichkeit bange wurde. ach! so heiß ersehnten Ausgang? Feiert nicht die Auf- Abends an dem Marktbrunnen vorüberschleichen? Ja, ich, Ist es nöthig nachzuweisen, daß bei einer gewissen tlärung, die Bildung, die Menschlichkeit, der erhabene wir alle sahen's. Ein weißes Pulver hat er hineingestreut, Höhe der Aufklärung die Vorgänge in Xanten unmöglich Grundsatz der Duldsamkeit, die Nächstenliebe einen angstvoll schaute er sich um, seine Lippen murmelten Flüche sind? Bedarf es einer Darlegung dafür, daß in den Beglänzenden Sieg? Hat nicht der Wahrspruch der gegen uns, und die Arme streckte er zum Gebete aus. zirken, wo die Arbeiterschaft sich zum Klassenbewußtsein erGeschworenen die die Mächte der Finsterniß gebannt? totten wir uns zusammen! Schlagt sie todt, die Mörder! hoben hat, das Xantener Ereigniß nicht denkbar ist? Denn Run, so öffnet euch euch, ihr Schleusen unversieg- Geplünderte Häuser, erschlagene Juden. Die Ueberlebenden für den vom Geist der Arbeiterbewegung erfüllten Prolelicher Beredtsamkeit, thut euch auf, unerschöpfliche werden aus der Stadt vertrieben und schmunzelnd beschlag- tarier ist der Vorstellungskreis, innerhalb dessen sich ein Betteltästen, Die den strebsamen Zeitungsschreiber nahmt der ehrbare Rath ihr Hab und Gut, und die Geschlechter überwältigend großer Bruchtheil jener niederrheinischen etwas wadren Sinnsprüchen mit Naturnothwendigkeit bewegt, Sinnsprüchen versorgen, so des Patriziats seßen sich in den Judenhäusern fest, weiter zu Boltsmasse Und dies Bei allen längst Üeberwundenes. lasse dich wieder ausplündern, guter Nathan! Das willküren und zu herrschen über das Volk. gerade verleiht lichte neunzehnte Jahrhundert trug es über das finstre Schutzgeistern der Mächtigen, die Geschichte von Xanten und ihm die Möglichkeit, die Verkettung der Dinge, die Mittelalter davon, Pfaffen und Junker fielen unter den Cleve ereignete sich 1349. Ihr sagt 1892, aber das ist nur hier in Betracht kommen, zu erkennen und statt hageldichten Streichen der liberalen Kämpen, der Aber ein Schreibfehler der Weltgeschichte. über die verblendeten Eiferer sich wohlfeil zu entrüsten, die glaube ist wissenschaftlich vernichtet. Denn Buschhoff ist Ein Schreibfehler der Weltgeschichte? Jedennoch die Ent- Ursachen bloßzulegen, unter deren Zwang die Bevölkerung freigesprochen. wickelung irrt sich nicht. Wie nach unwandelbarer Regel jenes weltentlegenen Erdenwinkels dachte und handelte. So wäre in der That dieser Streithandel für das die kleinsten Theile um den krystallischen Mittelpunkt an- Da die bürgerliche Kafte die Bedingungen hat Bürgerthum erfolgreich ausgetragen? In dem Schmelz- schießen, so geht jene ihren Weg unter dem ehernen Zwange schaffen helfen, unter denen der Prozeß Buschhoff erft mögtiegel der peinlich genauen Untersuchung, die vor den geschichtlicher Naturgesetze. So mußten unsere Besitzenden lich wurde, hat sie nicht das geringste Recht über den AberEchranken des Clever Gerichts stattgehabt, wäre nur das ihr 1349 erleben, weil sie das geworden sind, als glauben, die Verfolgungswuth, die Unwissenheit zu Lautre Gold des gesellschaftlichen Fortschritts zu Tage ge- was sie heute sich darstellen. Unfertig, verkümmert, schmälen und Himmel und Hölle gegen die Fürsprecher tommen? Die Schlacken, die dabei ausgeschieden wurden, entartet erscheint das deutsche Bürgerthum unserer Tage, und Bamierherren des jüngsten Kreuzzuges zu bewegen. ei nun, auf die Schutthalde mit ihnen! Aber wenn mun da es in feigem Verzicht auf die ihm zugefallene Sie übergab die Volksschule der Geistlichkeit, den Feinden Der Prozeß noch gar nicht zu Ende wäre und trotzdem Aufgabe, das Werk nämlich der bürgerlichen Freiheit durch der Aufklärung, den Anwälten des Rückschritts. Erntet reichlich mit Feuilleton. Nadbrud verboten.] Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. ( 14 im Schlafe von einer Explosion überrascht wird. Mit nachdem er die Schwelle überschritten hatte, unbemerkt einem Schlage regte sich in ihm die Erinnerung fast an im Dunkel stehen blieb, sagte sie wieder wie zu sich selbst: Alles, was er erlebt. Sein Gedächtniß war eingetreten in Er schläft, er ist frank; wenn er wieder gesund ist, die Arbeit der Auferstehung. wird er seinen Vater suchen. Es giebt phantastische Kupferstiche, auf denen man die Diese Worte waren für Toubeau wie ein Bliz, der in Todten sich abquälen sieht, den Deckel ihres Sarges aufzu- dunkler Nacht plößlich das bisher Unsichtbare tragisch heben und dem Grabe zu entfliehen, das sie zermalmt. beleuchtet. Alles tauchte in seinem Gedächtniß wieder Etwas Aehnliches ging in diesem Augenblick im Geiste auf ein Schimmer des Lichtes ging in seinem Toubeau's vor. Die Vergangenheit regte sich, düstere Bilder Kopfe auf. Diese Worte, mit denen ihn seine Mutter einUebersetzt von B. und A. G. lebten unter dem Schleier der Vergessenheit in ihm auf, er geschläfert, die er von frühester Jugend an immer und ewig glich einem Menschen, der aus dem Grabe aufersteht und gehört, dieser tragische Refrain des Jrrsinns seiner Mutter Aber dieses schwache Geräusch konnte in ihr keinen von seinem Dunkel noch umfangen ist. Anfänglich stand er die für ihn die Welt und das Leben bedeuteten, hallten so Gedanken erwecken, und es hatte sich mit dem anderen ba wie geblendet, wie vom Blige getroffen. Dann kam furchtbar in ihm wieder, daß sie sein verschwundenes GeLärm von der Dorfstraße vermischt. Damn, als Jacquemin Leben in ihn, ex erbleichte, hob die Arme auf, als ob er sie dächtniß wachriefen. Und aus seinem Wunde kam es nicht stärker anklopfte, war sie erschrocken und hatte einen Schrei seiner Mutter entgegenstrecken wolle. Er ahute wohl wie ein Schrei, sondern mehr wie ein Todesröcheln: Bei dem Licht, das durch die offene Thür in das Erd- Vergangenheit gegenüberstand, aber er mußte es in Er wankte, streckte die Arme aus, warf die beiden geschoß fiel, sah der Steiger den mageren Schattenriß seinem Gedächtniß erst wieder finden. In seiner Stöcke, auf die er sich gestützt hatte, von sich und sand im Bhilaines, die am Kopfende des Bettes saß und strickte und Gedankenblindheit tappte er Schmutz des Kellerlochs zusammen. bei einem Kranken Wache zu halten schien. seine zitternden Hände ausgestoßen. dunkel, daß ihm da ein großes Stück seiner eigenen umher; Die Mutter. Dunkel int Ghilaine stand auf, aber ruhig und seltsamer Weise schienen die unbestimmten Erinnerungen ergreifen und festhalten zu wollen, die ihn ohne Ueberraschung. Sie faltete ihre mageren zitternden Hände, neigte sich zu Toubeau und sagte mit weicher Stimme: umschwebten. Bist Du es, Kind? Warum bist Du aufgestanden? Dann bengte sie sich nieder, nahm seine Hand, 30g ste sah weder Jacquemin, der wie versteinert auf der Schwelle Aber die Blödsinnige wandte den Kopf nicht um; sie der elenden Behausung stehen geblieben war, noch Toubeau, Bebend schritt er vorwärts; den Blick starr auf die in dem eben die Erinnerung wachgerüttelt ward und der am ganzen Leibe zitterte. weibliche Gestalt gerichtet, die er da sizen sah. Die Asche, Ein geheimnißvoller Kampf erschütterte in der That die die vom Ofen herabgefallen war, fuisterte unter seinen an sich und der Verwundete richtete sich auf, als ob eine Seele des Schleppers. Es war ein Kampf gleich jenem, noch nicht bemerkt zu haben, daß Jemand da war. Als es holfen hätte, ihren Sohn vom Boden zu erheben. Füßen, und trotz dieses Geräusches schien die Wahnsinnige geheimnißvolle Macht dieser armen schwachen Mutter ge der da ausgefochten wird, wenn ein zur Flucht aber schärfer knisterte, sagte sie mit heiserer Stimme, ohne bereiter Geist im ringt, der ihn zurückhalten dent Todeskampf mit Das will. Körper elende fich zu rühren: Loch, die schon fast ganz vergessene Mutter, all das Elend und Macht keinen Lärm, weckt ihn nicht. Und nach einem Augenblick des Schweigens, während auf, und es war ihm zu Muthe, wie einem Menschen, der dessen der Schlepper sich nicht mehr rührte und Jacquemin, Da plöglich funkelten ihre Augen und ihr wachsgelbes Gesicht nahm einen wilden Ausdruck an. Jacquemin war im Schatten näher gekommen, er war es, der Tonbeau aufhob und jetzt erblickte ihn die Wahns sinnige. Und sie zeigte mit ihrem leichenhaften Finger auf -OVAO sie nun, was sie gefäet, darf sie sich deshalb be- geübt wird? Die Hammerstein und Stöcker sind feinere[ worden ist. Von einer„ Entscheidung der maßgebendsten Klagen? Wer fesselte den gemeinen Mann an Köpfe, als die Liberalen, und ihre Absichten sind die besten Faktoren in Bayern" ist also gar keine Rede gewesen, und Händen und Füßen, wer warf sich der Arbeiter für die jetzige Gewaltherrschaft. eine solche hat in der That noch nicht stattfinden können. flaffe, die Sitte und Bildung auf ihre Fahne schrieb, die Glaubt ihr der tönenden Redekunst, die euch weis- Die Fragen, um die es sich im gegenwärtigen Stadium der den Wust des Wahns bis auf's Messer bekämpft, zornwüthig machen will, mit dem Abschluß des Buschhoffischen Prozesses Angelegenheit handelt, find: 1. Hat die Kommission in der in den Weg? sei die Herrschaft des Vorurtheils gebrochen, da ja der That jenen von uns mitgetheilten Entwurf vollendet? Darum läßt sich mit gutem Grunde sagen, daß die wissenschaftliche und gerichtliche Beweis für seine Hinfällig- 2. Ist dies unter Mitwirkung und Zustimmung der Lutherischen und ultramontanen Rechtgläubigen, die diesen feit erbracht sei? über die Geschichtsflitterer, welche bayerischen Delegirten geschehen? Auf Grund guter Nach Strauß in trautem Verein wider den Liberalismus aus den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen und vergessen, richten haben die Münchener„ Neuesten Nachrichten" beide fechten, nur auf ihren Schein stehen. Will etwa der Wider daß mit der Fortdauer der materiellen Bedingungen des Fragen bejaht und halten, wie sie gegenüber dem Dementirungs facher sich weigern, ihnen das Pfund Fleisch zu lassen, das Vorurtheils dieses fortbestehen und fortzeugen wird, mit der versuch erklären, ihre Mittheilung aufrecht, woraus fich fie zu fordern ein geschichtliches Recht haben? Troy aller gleichen Kraft wie jene geistigen Seuchen des Mittelalters, dann die weitere Frage ergiebt, ob die bayerischen Koms Einsprüche, folgerichtig verfährt einzig und allein die die als die Geschichte der Geißler, des Kinderkreuzzugs 2c. missionsmitglieder ihr Mandat ohne Zustimmung der„ maß fromme Ritterschaft, die das Fähnlein der uns aufbewahrt sind. Fortwirkend mit einer Gewalt, die gebenden" militärischen Kreise Bayerns gegeben haben. Diese " Kreuz Zeitung", des Reichsboten", der„ Germania" den Blick trübt, Wahrheit und Dichtung urtheilslos mischt, Frage ist so lange zu verneinen, als der bayerische Kriegsminister sich sammelt. Während das liberale Bürgerthum eine ganze Bevölkerung unter den Zwang einer endemischen nicht in bündiger Weise das Gegentheil erklärt. Eine solche für eine verlorene Sache ficht, wissen die Vertheidiger des Hypnose stellt, die der sorgsamen Aufmerksamkeit des Er- Erklärung behufs Beruhigung der Bevölkerung wird durch Alten genau, was sie wollen, und wenn sie die Blutmärchen forschers der Volksseele werth ist. Denn der soziale In den verunglückten offiziösen Beschwichtigungsversuch nicht Schritt für Schritt vertheidigen und im besten Fall statt grimm über die Noth der Zeit glüht fort, und die In- nur nicht überflüssig gemacht, sondern im Gegentheil erſt des Ritualmordes den Blutmord setzen, so schlagen sie sich stinkte der Volksmasse werden sich Bahn brechen trotz aller recht unerläßlich. Aber kommen wird sie nicht. Wir kennen für etwas Handgreifliches, Derb- Stoffliches, für das, was Reden, Beschlüsse und Wahrsprüche. unsere Safferling und Genossen. Ein Faschingsscherz ist den Schlüssel bildet für Glaube, Liebe, Hoffnung, für ihren Auf welche Bahn diese Instinkte zu leiten sind? Die es, wenn der deutschfreisinnige Peterles- Verein" Freisinn Besitzstand. Hier ist faßbare, lebenswarme Wesenheit, hier ist Sozialdemokratie giebt darauf die Antwort. Je tiefer der in Nürnberg den Humbug einer Massenpetition" an den ein Boden, auf dem sich streiten läßt, hier lernt man verstehen, Sozialismus Wurzel schlägt, desto erleuchteter, gesitteter und Reichstag zu Gunsten des bayerischen Militärprozeß warum die entschlossenen, ihren Grundsätzen treuen Partei- besser wird die Masse werden. Ist statt der Wahngebilde verfahrens" in Bayern organisiren will. Aber die deutschgruppen der Rechten und des Zentrums so entschieden im die sonnige Klarheit der Einsicht ihr aufgezwungen, dann fretsinnigen Landtags- Abgeordneten sammt den mit ihnen Prozeß Buschhoff Stellung genommen haben. wird sie von den Vorurtheilen sich losreißen. burch Parteitagsbeschluß kartellirten nationalliberalen Land Nicht einen Zipfel ihrer Gewalt wollen sie preisgeben, Die Fäulnißflecken am Körper des Kapitalismus treten boten haben ruhig das Scheinversprechen der Regierung da sie klärlich einsehen, daß Machgiebigkeit die Herrschaft über immer deutlicher zu Tage. Wohin wir blicken, Verfall und für baare Münze genommen. Bauernfang, nichts als die Geister verlieren heißt. Denn die Geister wohnen in Bersetzung. Zwischen zwei Polen bewegt sich die bürgerliche Bauernfang! sündigen Leibern, die Leiber aber find unterthan den Herren Gesellschaft, auf dem einen Pol der Prozeß Heinze, dieser Welt, und sind die Köpfe umgewälzt, möchten eines dieses echte Erzeugniß des Kapitalismus, auf dem anderen Entschlich! Nach der munteren Weise, die der Tages wohl auch die Hände rebelliren. Vorurtheile und Bol der Prozeß Buschhoff, nicht minder ein treues Abbild Agent der Grubeuritter, Dr. Reismann- Grone, den tapita Wahnglauben sind Waffen in der Rüstkammer der Mächtigen, der Geschichte unseres Bürgerthums. listischen Soldschreibern vorgespielt hat, läßt sich lustig sind Schuß und Schirm gegen den Austurm der modernen Ein neckischer Zufall hat es gefügt, daß der Wahr- tanzen. Das satte Organ der Börsenspekulanten, der Ideen. Darum ist auch der Ritualmord ein werthvolles spruch im Prozeß Buschhoff gefällt wurde am hundertund- Kohlen- und Eisenbarone, wo weiland Dr. Schweizer Stück des Hausraths unserer Feudalherren und Klerikalen. Dritten Jahrestage des Falls der Bastille. Jedoch fehlte die sächliche Unterlage für gewisse Vor- Am 14. Juli 1789 der revolutionäre dritte Stand, die National- Zeitung"( Nr. 421 vom 15. Juli), leitartikelt Schweiger seine Lobgesänge auf faule Gründungen dichtete, stellungsreihen, so würden sie sich auf die Dauer niemals der die Zwingburg des feudalen Zeitalters, das Bollwert über die neueste Entwickelung der englischen Gewerkvereine". behaupten fönnen. Eine Zeit lang könnten sie gewiß kraft der Selbstherrschaft in Trümmer schlug. Wehleidig klagt sie zum Schluß: Diese Beispiele mögen dem Trägheitsgefeß, das auch im Geistesleben gilt, fich Am 14. Juli 1892 das Ende des Prozesses Buschhoff, genügen! Sie zeigen Jedem, der sehen will, daß in den zähe noch behaupten. Nun quillt der Judenhas, dessen der offenbarte, wie die Geister der Vergangenheit unter uns englischen Gewerkvereinen die sozialdemokratischen Frrlehren tragische Spielart in Xanten und Cleve zur Erscheinung umgehen, der zeigt, daß die deutsche Bourgeoisie schon die nicht nur Wurzel gefaßt haben, sondern bereits in voller fam, aus den wirthschaftlichen Verhältnissen. Wie, so wäre Früchte ihres Schachergeschäftes mit der Reaktion erntet. Blüthe stehen. Mögen sich an diesem Entwickelungsgange der Fall Buschhoff zwar nicht zu rechtfertigen, aber doch zu Noch ist die Bastille der Massenverdummung und Diejenigen eine Lehre nehmen, welche die englischen Arbeiterentschuldigen? Gemach! Wir sind die Kritiker, die gleich sozialen Unterdrückung nicht gefallen. Daß ihr 14. Juli organisationen schlechtweg auf Deutschland zu übertragen dem Chor des griechischen Trauerspiels das sachliche Urtheil kommen wird, dafür bürgt das Proletariat, das Freiheit wünschen." Wer kann auch etwas schlechtweg" empfehlen, fällen, die Dinge begreifen sollen. Am Niederrhein und Bildung auf dem Schutthausen dieser Zwingburg wird was keinen Schlußschein, keine Betheiligung und keinen so gut wie in anderen Bezirken verfällt die Klein- erstehen lassen. bauernschaft, die in jenen Gegenden vorherrscht, gehen das Kleinhandwerk, der Krämer, allmälig im Wettbewerb mit den großen Unternehmungen jämmerlich zu Grunde. Uuter den Darleihern, den Hypothekengläubigern, den Wucherern spielt der Jude eine große, an vielen Orten eine sehr bedeutsame Rolle. Und es ist billig, wieder und wieder festzustellen, daß das Geldjudenthum das Berlin, den 15. Juli. beweglichste, auffälligfte, am meisten hervorstechende Element Die neue Militär- Strafprozeßordunng. Von der des kapitalismus ist, daß darum der fleine Mann, noch bayerischen Regierung ist ein Beschwichtigungs- Hofrath nicht vorgeschritten genug, um die gesellschaftlichen Vor- mobil gemacht worden in Sachen des von uns bereits ge- Staatssozialismus und Sozialdemokratie. Unsere gänge zu erfaffen, den Geldjuden für den Kapitalisten über kennzeichneten Entwurfs, der das bayerische Militärgericht, Bemerkung, daß wir vor dem Kongreß die Frage des haupt versieht. Der kleine Mann, einsichtslos und erbittert, daß befte das wir haben, mit Zustimmung der bayerischen Staatssozialismus und unsere Stellung zu demselben be begeht kein Verbrechen, wenn er Ursache und Wirkung ver- Bevollmächtigten dem preußischen Verfahren geopfert hat. handeln werden, ist seltsamer Weise dahin verstanden worden, wechselt und vermeint, der Kampf gegen den Geldjuden sei Das Ministerium hat dem bayerischen Landtag freilich er- wir wollten diese Frage erst auf dem Kongreß behandeln. seine Rettung, anstatt die herrschende Kapitalswirthschaft klärt, es halte an den„ wichtigen" Bestimmungen der Auf dem Kongreß werden die Delegirten sich mit ber bayerischen Prozeßordnungen fest. Daß die Kammer, Libe- Frage zu beschäftigen haben; selbstverständliche Pflicht ber als die Wurzel des Uebels auszureuten. Politische tebersicht. Anzeigengewinn abwirft. Sonst aber ist das Zugeständniß, daß die englischen Arbeiterverbände sozialdemokratisch wer den, recht erfreulich für den Fortschritt der Arbeiterfache. Denn wenn das verlogenste Blatt der Geldsackpreffe ans fängt, die Wahrheit nicht blos zu erkennen, sondern auch, unter dem lebhaften Beifallsgeheul des Norddeutschen Allgemeinen Tyras( Nr. 326 vom 15. Juli) zu sagen, dann hat die Sozialisten, seuche" die britischen Gewerkvereinler schon bis ins innerste Mark versehrt. " Dieser Irrthum ist eine Vorstufe zur Erkenntniß, und rale und Zentrum, mit dieser Kautschuk- Zusage sich zufrieden Redaktion des Vorwärts" ist es, dies schon vor die Reaktion wird scheitern, sobald Kleinbauern, Kleinhand- gab, ist bei dem Charakter dieses Parlaments nur zu be- dem Kongreß zu thun, und zwar„ rein grundsäßlich, aber werker, furz die Gefolgschaft des antisemitisch gefärbten greiflich. Der Offiziöse versichert nun, daß die maß auch in vollster Schärfe" - wie wir es in unserer Nummer Konservatismus und des Antisemitismus, sich von diesem gebendsten Faktoren in Bayern eine Entscheidung über voni vorigen Dienstag gesagt haben. Irrthum befreit haben. Borderhand aber beutet die Ritter die Stellungnahme Bayerns zu einem für die Vorlage an schaft der schimmligen Vergangenheit die für sie günstige den Reichstag bestimmten Entwurf einer Reichs- Militär- Das Denunziantenthum. Wenn die Germania" Gachlage aus, führt ihre Mannen in den Streit wider den Strafprozeßordnung noch nicht getroffen haben und zu treffen nicht Blutmordspolitik treibt, übt sie sich in dem gleich sozialen und politischen Fortschritt und lenkt durch ihre noch nicht veranlaßt worden sind." Da wird, schreibt treffend sauberen Handwerk der Angeberei. So ruft sie( Nr. 118 geschickte Schwenkung die Aufmerksamkeit vom Kapitalismus die Frankfurter 3tg."( Nr. 196 vom 14. Juli), nach echter vom 15. Juli) Polizei und Staatsanwalt zu Hilfe gegen ab. Hep! Sep! ist das Feldgeschrei. Empört sich die Offiziösenart wieder einmal etwas widerlegt, was nicht be- ein uns unbekanntes kleines„ Die Bibel in der Westentasche bürgerliche Intelligenz dagegen? Aber die Rufer im Streit hauptet worden ist, während das Behauptete fein fänberlich betiteltes Blatt" das„ eine so schmähliche Verhöhnung und verdienten die Bürgerkrone. Denn Jeder, welcher die un- umgangen wird wie man vermuthen muß, weil eben Herabwürdigung der hl. Schrift und der christlichen Lehre aufgeklärte Maffe Hep! Hep! rufen läßt, damit sie den eine Widerlegung nicht möglich ist. Es ist bekanntlich nur überhaupt" sei,„ wie sie uns( D. b. den freiwilligen Spigeln wahren Feind nicht sehe, ist ein Beschüßer der heutigen behauptet worden, daß der Entwurf des„ Reform" gefeges, in der Redaktion der„ Germania") kaum jemals vor Augen Geſellſchaft. Weshalb so sehr sich in Harnisch bringen wie er eventuell an den Bundesrath und an den Reichstag gekommen ist." Aus ihrem Leserkreise, pfalmodirt, ba laffen über einen Betrug, der zu Gunsten der Herrschenden gelangen soll, von der militärischen Kommission fertiggestellt fromme Blatt, sei ihr has Schriftchen mit der Anfrage ihu hin und sagte, das erste Mal mit schleppender Stimme, zum zweiten Male aber schnell und rauh: Wer ist da?... Wer ist da? Toubean wandte sich erstaunt um und sagte: Herr Jacquemin. Die Schwachsinnige ließ ihren Arm herabfallen. Ueber. ihr Gesicht flammte ein Blitz des Hasses und sie wieder holte, indem fie auf ihren Sohn blickte: Mein Kind!. Mein Kind! Und er ging mühsam wie ein Kind, das noch waukt, auf ihn zu. ist Er hat mich geheilt! Ich trinken! Eines Tages hörte ich in seinem Hause singen - ja, ich erinnere mich! wahr? mein Vater Morgen ist Sonnabend, Herr Jacquemin. Morgen! Ter Schulmeister war im ganzen Lande der einzige war bei ihm! Er stand Nachts auf und brachte mir zu ging. Eines Tages hatte er ihn sogar zu sich eingeladen. Nach Schluß seiner Schulstunde kam der Lehrer. Mein Vater, nicht Jacquemin war noch nicht von der Grube zurück. Der alte - das ist ein Mensch, der sich Herr war sehr bewegt, denn vor einigen Minuten war ihm etwas Außerordentliches begegnet. Die Schüler hatten sich gegen ihn empört; und obgleich er im Herzen Mitleid mit Wenn Du stirbst, hat er Dich getödtet, er, mein hatte die ganze Klasse dazu verurtheilt, einmal den Indikativ verbirgt, der Böses thut, den man nicht sieht! Wenn Du leidest, Mutter, so ist's seine Schuld! Es wurde still. Außer sich vor Verwirrung, blickte seine Vater! -Und Sieht des Beitworts haben" abzuschreiben. " 1 = Toubeau seine Mutter an, alle seine Glieder zitterten und Ja, ich erinnere mich wohl! bebten, er konnte die rechten Worte noch nicht finden und Du, Herr Jacquemin hat nie etwas Böses gethan. Bei fein Mund murmelte unzusammenhängende Silben. Plöß Alles!-lich verdüsterte sich das Gesicht Ghilaine's noch mehr und ihm habe ich eine helle Rammer. Er giebtmir Alles! Herr Petit Waudru, sagte Babette, geben Sie mir mit stärkerer Stimme als eben vorher, schrie sie von Neuem, D, wenn ich einen Namen wüßte, einen Namen, den was die Hand nach dem dunklen Winkel gerichtet, wo Jacquemin man dem giebt, den man liebt, eine Name, den man nicht Ihnen heute Abend fehlt. dem lieben Gott giebt, ein Name, der das Gegentheil wäre vom Namen des Vaters, ihm würde ich ihn geben, ja! So aus, als ob sich seine blauen Augen mit Thränen füllten. Der Schulmeister lächelte wie immer; aber es fah dabei würde ich Sie nennen, Herr Jacquemin, Herr Jacquemin! Fräulein, ich war eben böse! Mit meinen Gaffens geht's gar nicht mehr. Und er fügte hinzu: Ach, so war es damals nicht bei meinem kleinen Marcel! kleiner Marcel? Gie sprechen so oft von ihm, Herr Lehrer; wie ist denn stand: Wer ist da? wandte sich erschrocken um. Der Blick Ghilaine's hatte eine Der Steiger antwortete auch diesmal nicht und Toubeau Es war Nacht Toubeau sah sich um, Jacquemin war nicht mehr da. iungen Boll Staunen und Schrecken sah sich der Schlepper ringsum, stotterte einige undentliche Worte, richtete die Augen auf seine Mutter und eilte, stolpernd, nach der offenen Thür. Ihr Groß, rief der alte Herr, so groß! Er hob die Hand, als ob er einen Dragoner meffen seltsame Schärfe angenommen und schien auf den düsteren Wänden des Erdgeschosses Erinnerungen zu verfolgen, von denen sie zu sich selbst sprach: Ich habe ihn nicht gesehen Die Blödsinnige hatte ihrem Sohne mit jenem ausIch habe meine Nägel in seinen Hals eingegraben bruckslosen Geficht zugehört, als ob sie nur die Stimme, Heut Nacht, Toubeau, Du hast gut geschlafen Du nicht aber die Worte höre. Dann hatte sich in ihrem blassen Ich habe Dich athmen gehört in Deinem Geficht auf eine Sekunde ein schwacher Blitz der Vernunft bist geheilt Geh nur, geh!-- Du Er ist gezeichnet! gezeigt, aber dieser Reflex eines lichten Moments verflog alten Bater Petit- Waudru werden? Du wirst ihn leicht erkennen!-Bett - Sieh nach! Der Lichtstrahl, den die Thür eindringen ließ, be= weiter heit an. Sie ließ Toubeau hinausgehen, machte einige Schritte wollte und lachte auf einmal wieder luftig auf. Toubeau hörte neben dem Ofen sigend zu. Kommt er noch nach Pont- sur- Sambre? fragte Babette. Wenn das nicht geschähe, was sollte dann aus dem Das letzte Mal war er Ende November hier und fuht ihren Lippen. Sie kreuzte plößlich ihre rungligen Hände immer von Neuem anfing, und unaufhörlich zitternd, die Ich habe ihn zum Zug begleitet. über der Brust, und es war als ob sie sich auf Jacquemin Lippen von einem Gebet bewegt, das man nicht hörte, setzte wie ein Geier fosstürzen wolle. Die Geberde, die das armi sie sich wieder an das Fußende des leeren Lagers. selige, magere Geschöpf machte, war so entsetzlich wild, daß der Steiger unwillkürlich rasch zurücktrat und daß Toubean einen Schrei ausstieß. leuchtete voll das Gesicht der Blödsinnigen, Geifer entquoll zu ihrem Ofen hin, nahm dann ihr Strickzeug, das sie am 15. des nächsten Monats um Punkt 3 Uhr wieder ab Mutter, das ist er nicht! III. Babette dachte nach. Um 3 Uhr am 15. Dezember. Dann stieß sie ein lautes Ah" aus. Herr Petit- Wauden, wann werden Sie bei mir zu fort, ein schöner, guter und gelehrter junger Mann. Das ist, fuhr Petit- Waudru mit weit geöffneten Augen Abend essen? Er brach in ein Gelächter aus. 57 überfandt worden, ob denn der Vertrieb derartiger| träger brutal behandelt worden waren, nahm man diesmal die in leichten, den Körperkräften angemessenen Verrichtungen, über gotteslästerlicher Schriften gestattet sei." Sie erklärt darauf: fozialdemokratischen Zeitungen und Broschüren mit Begier entage z. B. in Botengängen, Reinigen der Wagen, Kessel, Lampen Das ist selbstverständlich nicht der Fall, und die bis gegen. und Pläge, Abschneiden und Aufsehen der Naßpreßsteine, im Abjeht unbeanstandet gebliebene Kolportage des giftigen Mach nehmen und Aufsetzen der Briquettes, im Bergeaustlauben und werks, welches bestimmt ist, dem Volke die Religion und Vorzügliche Dienste dürfte bei der Landagitation fonftigen einfachen Hilfeleistungen, unter Tage hauptsächlich den Glauben zu rauben, zweifellos nur dem Umstande zu folgende Bolizeiverordnung leisten, die im Amtsblatt des Kreiſses im Schieben der Förderwagen, Säubern der Förderstrecken, in zuschreiben, daß Polizei und Staatsanwaltschaft noch keine Apenrade fürzlich veröffentlicht wurde. Dieselbe lautet: Kenntniß davon erhalten haben." Darauf nennt sie den Verlag, in dem das Büchelchen erschienen ist. Wir kennen es, wie gesagt, nicht, doch dies ift auch gleichgültig gegenüber der grundsätzlichen Frage. Wie diese zu beantworten ist, leuchtet ein. Eine an ständige Beitung, welcher Partei sie auch angehöre, denunzirt nicht. Tyras und Genoffen. Die That der Blitzschwaben hat die badischen Nationalliberalen nicht schlafen lassen. Go wollen auch fie am 24. Juli in Kissingen ein großes Bauchrutschen vor Bismard veranstalten. H besser verstehen als er, recht böse sein. Tyras soll auf seine Kollegen, die das Kriechen noch " Zur Verhütung des nächtlichen Umhertreibens der Dienstboten u. f. w. verordne ich auf Grund des§ 5 der Allerhöchsten Verordnung vom 20. September 1867 und des§ 54 der Kreisordnung vom 26. Mai 1888 für den Umfang des Amtsbezirks Bjolderup unter Zustimmung des Amtsausschuſſez wie folgt: ber Gefellen und Lehrlinge auf den Dorf- resp. Landstraßen nach der Bedienung der Wetterthüren, Trocknen der Förderhunde beim Erzbergbau u. s. 1o." 196 Gerichts- Beitung. § 1. Das Umbertreiben der Dienstboten, Knechte, Mägde, sowie 9 Uhr Abends ist verboten.§ 2. Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot. werden mit einer Geldstrafe von 1-9 M. oder Trübe Erfahrungen mit einem Rechtskonsulenten hat Haft bis zu 3 Tagen bestraft.§ 3. Diese Polizeiverordnung der Eigenthümer Henze gemacht, welcher gestern in einer AnklageDer Amtsvorsteher P. Kjers." 0009 fritt mit dem 1. Juli d. I. in Kraft. Neuwerk, 27. Mai 1892. sache gegen den ehemaligen Schiffbauer Gustav Rothe vor der J. britten Straftammer des Landgerichts I. als Zeuge auftrat. Rothe war der Untreue, des Betruges und der Urkundenfälschung Für die Reichstags- Ersatzwahl in Herford- Halle ist, wie die Freif: 3tg." mittheilt, Seitens der Freifinnigen der Fabritbefizer Gottlieb Bustühl in Halle i. W. als Kandidat aufgestellt worden. Belgisches. Berichte aus dem belgischen Kohlenbecken fonstatiren den besorgnißerregenden hygienischen Zustand der Arbeiter. Die Arbeiter fordern in großen Versanimlungen energische gesundheitliche Maßregeln der Regierung. Wie es lange wird die Bourgeoisie sich gegen die politische und die Soziale Leberlicht. tate zte foziale Reform stemmen? " 2 beschuldigt. Er befaßt sich seit Aufgabe seines früheren Geschäftes ständen 2c. Der Zeuge Henze übertrug ihm die Einziehung von mit der Anstrengung von Klagen, Einziehung von Außenmehreren Forderungen. Eine derfelben betrug 2000 m. Der Zeuge will mit dem Angeklagten die Abmachung getroffen haben, daß derfelbe von der Forderung in Höhe von 2000 M. sich 300 M. für feine Bemühungen einbehalten sollte. Rothe stellte seinem Auftraggeber vor, daß es im Jnteresse der Beschleunigung der Sache liege, wenn ihm sämmtliche Forderungen gedirt würden. Henze ging darauf ein und übergab dem Angeklagten auch drei BlankoUnterschriften, über welche derselbe später etwa nöthig werdende Englische Wahlen. Bis zum Morgen des 15. Julifeischverbrauch auf den Kopf der Bevölkerung in Meiningen erschien Rothe bei seinem Auftraggeber und zählte ihm 1850 M. faftet. Jm Monat Juni famen an Bollmachts- Bescheinigungen schreiben wollte. Nach längerer Zeit waren 580 Wahlen bekannt; davon entfallen auf die 5,3 Kilogramm, Eisfeld 5,2, Pößneck 5, Rudolstadt 4,7, Saalfeld auf. Fünfzig Mart habe er einem Schreiber gegeben und 600 m. Konservativen 243, die Unionisten 44, die Gladstoneaner 235, 3,7, Gräfenthal 8,4 Rilogramm. die Parnelliten 7 und die Anti- Barnelliten 51. Von den habe er dem Schuldner von den 2000 Mart erlassen, sodaß Henze beiden Gruppen zählen die Ministeriellen sonach jetzt 287, Weberlöhne. In Glauchau halten die Weber Wochen noch 1350 M. erhalte, povon wiederum 300 m. für die Bedie Liberalen 293 Size. Die Konservativen gewannen bis: verdienste von 5-6 m. schon für„ recht annehmbare". Der mühungen des Angeklagten in Abzug zu bringen feien. Henze damit zufrieden erklären. Er erfuhr erfuhr aber Chemnitzer Beobachter", der dies berichtet, theilt noch mit, daß mußte sich damit her 15, die Unionisten 7, die Gladstoneaner 70 Size. Im ein Arbeiter troß allen Fleißes in vier Wochen nur 10 m. 70 Bf. päter, baß der Schuldner an Rothe nicht nur den ganzen stehen jetzt noch 90 Wahlen aus. nur vollen Betrag, sondern auch noch reichlich 100 Mark verdiente. Zinsen gezahlt habe. Auch bei den übrigen Geschäften, die Rothe Der Bock als Gärtner. Durch seine Soldschreiber Allgemeine Knappschafts- Pensionskaffe für das für den Beugen abgewickelt hat, soll ersterer sich unreell beläßt der neue italienische Finanzminiſter Grimaldi erklären, tönigreich wachſen hatte Ende 1891 29-002 aktive Mit- nommen haben. Als Henze ihn wegen der angeblich veruntreuten er gedenke besondere Maßregeln gegen gewisse Bankhäuser glieder und zahlte in jenem Jahre folgende Unterstüßungen: an 600 M. zur Rede stellte, unterbreitete Rothe ihm ein Papier, das in Mailand, Genua, Turin und Rom zu ergreifen und 3608 Invaliden 692 013 M. 34 Pf., an 5546 Wittwen 845 885 M. feine, Henze's, Unterschrift trug. Darnach quittirte er über den beren Wechselspekulationen zu hintertreiben." Als ob der 41 Pf, an 2926 Waisen 68 469 M. 18 Bf., ferner 16532 M. Betrag von 1850 M. und erklärte fich für voll befriedigt. Diefer Klaffenstaat ohne Banten und Börsen lebensfähig wäre? Sterbegeld und 222 M. 71 Bf. Kurtoften, zusammen 1 128 122 m. lettere Zusas soll nach der Behauptung des Henze nachträglich Bermuthlich wird Grimaldi einige kleine Diebe hängen, 86 reichsgefeßliche Altersrenten und verlagsweise für die Punktes wurde der Zeuge im Termine so schwankend, daß er die auf daß die großen Spizbuben um so bequemer stehlen Anappschafts- Berufsgenossenschaft 230 709 W. 61 Bf. Unfall- Antlage wegen Urkundenfälschung fallen ließ. Auch mußten renten, so daß sich alle ausgezahlten Unterstützungen zusammen mehrere zur Anklage stehenden Fälle ausgeschieden werden. Fufel in Afrika. auf 1360 706. 11 Pf. beliefen. Die vereinnahmten laufenden Wegen der Fälle, die der Staatsanwalt für erwiesen hielt, beöffentlicht eine Verordnung, lant welcher der Einfuhr- Bergen betrug, am Anfange des Jahres 1891 9640 790 m. Jahr neun Monaten. Der Bertheidiger begründete feinen Das Deutsche Kolonialblatt" ver- Beträge bezifferten sich aufammen auf 1 882 999 M. 30 Pf. Das antragte derselbe eine Gefängnisstrafe von einem soll auf Spirituosen im Zo gogebiet erhöht 5 Pf. und am Jahresschluß 10 674 643 m. 6 f. Antrag auf Freisprechung darauf, daß der Zeuge jich thatsächlich wird. Und zwar soll fortan ein Boll von 12 Mark für in einigen Punkten widersprochen und deshalb den Anspruch auf 100 Liter von 560 Alkoholgehalt erhoben werden; das Kirche in Würzburg waren von Baumeistern 6 Offerten eingeklagten der ihm zur Last gelegten strafbaren Handlungen zwar Submissionsblüthe. Zum Bau der zweiten protestantischen Glaubwürdigkeit verloren habe. Der Gerichtshof hielt den AnBleiche gilt für die im Schutzgebiet erzeugten Spirituosen. gegangen. Das höchste Gebot betrug 359 000 m., bas niedrigste nach wie vor für verdächtig, aber das Zeugniß des Zeugen Henze Aber die Eingeborenen, welche der christlich- deutsche 241 000 m. tönne feiner Ungenauigkeit und Unbestimmtheit wegen zur BerSchnapsbrenner mit seinem Erzeugniß zivilifirt, werden diesen Zoll im Preise des Feuerwassers mitbezahlen, und Die Jugend im Dienste des Kapitals. Die Zahl der urtheilung des Angeklagten nicht ausreichen. Es mußte deshalb bie Kultur, deren Gendboten die chriflichen Europe, mb, auf den Bergwerken, lineup auf bei auf Freisprechung erkannt werden, tann unter dem Zeichen des Teſtillixtolbens ich weiter anstalten Breußens beschäftigten jugendlichen Arbeiter hat im Nicht identisch. Die wegen Verbrechen wider teimendes twickeln. Wo die Muhamedaner herrschen, verkommt der Jahre 1891 wiederum eine Zunahme, wenn auch in geringerem Leben am 28. Juni d. Js. verurtheilte Frau Bedmann ist nicht Meger nicht im Suff. Das ist ein Vorrecht des Christen- me die männlichen jugendlichen Arbeiter im Alter von 14 bis was wir zur Verhütung unliebsamer Personenverwechselung hierMaße wie im Vorjahre erfahren. Die Bermehrung traf aber identisch mit der Hebamme Frau Marie Beckmann, Krautstr. 35, 16 Jahren, während die Altersklasse von 12 bis 14 Jahren und mit tonstatiren. beide Altersklassen der jugendlichen Arbeiterinnen gegen das VorVon der Cholera. Nach„ amtlichen Berichten" starben jahr eine Abnahme zeigen. An der Zunahme ist fast ausschließan 12. Juli in Aſtrachan in den Hospitälern 100, außerlicher Steinbergbau der besonders bze Ober- 01) halb derselben 177 Personen; in Ssamara starben 11, in Bergamtsbezirk Dortmund betheiligt." Die Kritik dessen können Sfaratow 24, in Barizyn 46 Personen. tönnen. thums.Parteinachrichten. 64 Pf. Außerdem zahlte die Rasse an 48 Personen 6873 M. von dem Angeklagten hinzugefügt sein. In Betreff des letzteren ** Briefkaffen der Redaktion. wir uns ersparen, da dieselbe von der Norddeutschen Allgem. Zeitung", der diese Notiz entnommen ist, selber geliefert wird, indem sie ahnungslos schreibt:„ Die Vermehrung dürfte einerseits F. W., Schwelm. 1. Wenn Wochenlohn ausgemacht ist, in den verhältnismäßig hohen Löhnen, die auch den jugendlichen fo braucht sich der Arbeiter einen Abzug für die Feiertage nicht Arbeitern gezahlt wurden, andererseits in dem Bestreben der gefallen zu lassen. 2. Es giebt teine gefeßliche Vorschrift, Bechenverwaltungen, angesichts der hohen wonach der Arbeitgeber nach erfolgter Kündigung dem Arbeiter Löhne für Erwachsene durch Annahme jugendfreie Beit zur Beschaffung einer anderen Arbeitsstelle lassen muß. licher Arbeiter Ersparnisse zu erzielen, ihre 3. Ein solcher Kontrattbruch ist überhaupt nicht strafbar, wohl aber nach der Entscheidung des Reichsgerichts die öffentliche in Schlesien in vielen Boltsversammlungen über die Bestrebungen Sur Agitation. Reichstags- Abgeordneter Förster sprach Ertlärung finden." Was die verhältnißmäßig hohen Löhne" der jugendlichen Aufforderung zum Kontraktbruch. Wenn der Fabrikant den Arhar Arbeiter anlangt, so foll nach der amtlichen Lohnstatistik der ver- beitern freigestellt hat, auch ohne Kündigung die Arbeit niedermossen ist dadurch wieder um ein erhebliches Stück gefördert biente reine Lohn im Jahre 1891 durchschnittlich betragen haben: zulegen, so ist die Aufforderung zur Betheiligung am Streit worben. Reichstags- Abgeordneter Ginger sprach in alle beim Steinkohlenbergbau in Oberschlesien 1,08 M., in Nieber: Strafle Ficins. Der Mann haftet nicht für Prozeßtoften, zu deren liche Magdeburg; die„ Unabhängigen erlitten dabei grünbichlesien 1,02 M., im Bezirk Dortmund 1,23 W., auf den töniglichen Saarbrücker Gruben 1,37 M., beim Braunkohlenbergbau Bahlung feine Ehefrau vor ihrer Verheirathung verurtheilt Mitrang, Kaufbeuren, Kempten und Memmingen am Sonntag werkschaft 1,42, des Oberharzes 0,60 M., beim Salzbergbau im Gine Agitationstour, welche 50 Parteigenossen aus Irsee, im Bezirk Halle 1,37 M., beim Erzbergbau der Mansfelder Ge- worden ist. nach Obergünzburg unternahmen, hatte guten Erfolg. In Bezirk Halle 1,23 M. allen wie die„ Nordd. Aug. 3tg." versichert, Niederlagen. die Geschichte hätte ich fast vergessen. Salt! Ich erinnere mich an den einen Tag, Saperlot, Hoffnung, dann sank sie müde und ermattet unmerklich in Schlaf. A. S. 128. Sie müssen die in dem neuen Leibkontrakt feftgefesten Raten zahlen. Gie können sonst auf deren Zahlung und überdies auf Herausgabe der Sachen verklagt werden. vielleicht nöthig gehabt, wenn sie einen jungen Mann hätte aufsuchen wollen. Zwei lange Tage fann Babette darüber nach. Endlich, eines Morgens, als sie von der Blödsinnigen zurückkehrte, klopfte fie an die Thür- bes„ Weißen Hauses", Bubate bute gutmüthige Gesicht des Lehrers ihr freundlich zulächelte, Die Thür ward geöffnet und der alte Herr hielt inne. Am nächsten Morgen wachte sie jäh auf. Sie war Jacquemin trat ein; Babette erhob sich rasch und ganz erstaunt, daß fie eingeschlafen war. Es war heller ging ihrem Vater entgegen. Das Abendessen ward auf- Tag und schönes Wetter. Sie hatte sich ausgeruht. Sie Getragen und der Schulmeister, wurde inſtig und der 30g die Vorhänge an den Fenstern in die Höhe und ihre Steiger plauderte, und während Jacqnemin sprach, leuchtete Glücksgedanken kehrten im Sonnenschein wieder." vergaß sie alle ihre Pläne und gescheidten Redensarten, die Toubeau's Gesicht, der still zuhörte, hell auf. Wie thöricht war sie, daß sie Tags vorher gezweifelt sie in den zwei Tagen ausgeflügelt hatte und verfiel auf Herr Petit- hatte. Ja, der dessen nichts Besseres, als auf die abgebroschene Anrede: Waudru den Namen Marcel's plötzlich in die Unterhaltung. Borübergehende, den sie immer vor sich sah, das Lächeln, Herr Petit- Waudru, ich komme, um zu sehen, wie es Unter dem Vorwand etwas holen zu müssen, erhob sie sich das noch nicht in ihren Augen erloschen- das war Ihnen geht. geht./ ganz verlegen, rückte mit den Stühlen, zog Echubladen auf Marcel!- Dh, welch ein Glück! Aber sie war nun einmal bei dem Greise. Hierher und machte alles mögliche Geräusch. Dann kam ihr eine Idee: Warum ging sie hatte sie kommen wollen, es überkam sie wie eine Art süßer würdevoll auf seinem Sessel hin und herbewegte, während ihr Vater nicht da war? Es schlug neun Uhr. an Herr Petit- Wandru, der sich nicht zu Herrn Petit- Waudru, allein, am Tage, wenn Genugthuung. Im Uebrigen hätte nichts in der Welt Der Schullehrer würde sie jetzt dazu vermocht, Marcels Namen auszusprechen. feine Rede zuweilen durch einen kleinen Schluck unterbrochen sicher das Gespräch auf Marcel bringen. Der gute Alte Sie heuchelte ein großes Intereſſe flize für benen aus auf: 9 Sachen, die Einrichtung CHAT tonnte ihm zuhören. Das wäre ihr schon Freude genug bestand und die sehr einfach war, wie man sich erinnern Es war schon spät. Er verabschiedete sich. gewesen, denn das, was sie wünschte, war nicht etwa Marcel wird. Sie betrachtete aufmerksam das Geschirr auf dem Der Name Marcel erweckte in ihr Träumereien. Süße, wirre und er ein reicher Herr. Und wenn er sich ihr genähert kümmerte und kam endlich bei dem Bilde an, das über dem In diesem Abend schlief Babette exft sehr spät ein. wiederzusehen. Nein! Sie war nur ein armes Mädchen, Buffet, um das sie sich in Wahrheit nur sehr wenig beNeun Uhr! wie ein Echwarm von Glücksgedanken. Marcel war groß, fern von aller Welt gelebt, sich fast immer nur mit fich un war, war auch groß. Marcel befand sich im Dezember hier barg sich Furchtsamkeit und Keuschheit. Aber schon war sie Petit- Waudru ausrief: und der junge Mann, der eines Tages hier vorübergegangen selbst unterhalten, und hinter ihrem findlich dreisten Wesen sie wollte nicht, daß man es bemerkte, als plöglich Herr gelacht hatte; sie wußte es recht gut. TP der Einbildung einer Liebe; fie trachtete danach, seinen der junge Mann, dem sie begegnet war, war ganz bestimmt sie wollte sein Wesen ohne seinen Körper. diesen Namen erzählen zu hören, Dh, sie verlangte nicht viel und ihr Traum war sehr bederselbe, von dem der Lehrer gesprochen hatte. Ja, das war Marcel, wie er ihn nannte. Und das ist mein großer Marcel! Ein Schauer überlief Babette; alle Fragen, die sie eine nach der anderen dem Lehrer hatte vorlegen wollen, tanzten wire in ihrem Kopfe herum, und sie sagte garnichts. Es blieb ihr übrigens keine Beit übrig, viel zu sprechen, öffnete ihn und rief, ein Packet staubiger und ganz vergilbter Papiere schwingend: Träume haben die Wirkung eines Kaleidoskops; sie scheiden. Es war ja ein Greis, der ihr von einem jungen denn Herr Petit- Wandru ging eiligst zu einem Wandschrank, stellen eine Folge von Trugbildern dar, die sich gegenseitig Manne erzählen sollte. vernichten. Bald erscheint uns Alles blau, bald wieder Schwarz. Zweifel stiegen in Babette auf. Ohne daß sie| Sie überlegte sich's reiflich. Obgleich sie Herrn Petit- Waudru noch niemals allein Hier sind die Notizen aus der Grammatit, die er nach ( Fortsetzung folgt.) wußte warum, sagte sie sich, daß es unmöglich wäre, daß besucht hatte, war es im Grunde doch sehr natürlich, daß meiner Anleitung niedergeschrieben hat, als er noch nicht darauf aber war sie fest überzeugt von der Unmöglichkeit, eine höchst bedeutliche Angelegenheit. Sie suchte einen VorSer Unbekannte, der sie so beschäftigte, Marcel sei, gleich fte es that. Jetzt aber verwandelte sich dieser Besuch in 12 Jahre alt war. daß er es nicht sei. Eine Zeit lang schwebte sie in einem wand, fie entwarf Pläne, verschwendete solch eine Menge Sustand der Traurigkeit, der Unentschlossenheit und der von Gründen für den Besuch bei dem alten Mann, als siel Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 16. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Bettelstudent. Kroll's Theater. Latme. Oftend- Theater. Im Schillingshof. Bellenlliance- Theater. Gefährliche Mädchen. Adolph Ernst- Theater. Ein alter Hallodri. Hasenhaide Verband Kliem's Volksgarten, No. 14 15. befeänigten Arbeiter Montag, den 18. Juli( Guter Montag): Großes Sommer- Fest der in Buchbindereien, der Papier- und Lederwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, bestehend in Konzert, Theater, Ball in beiden Sälen. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten, Kinder- Fackelpolonaise etc. etc. Programm 20 Pfg. Tanz für Herren 50 Pfg. Anfang 4 Uhr. Bei ungünstiger Witterung Schuh für 2000 Personen. Programme find zu haben in allen Zahlstellen der Bentral- Krankenkaffe, dem Arbeitsnachweis Dresdenerstr. 116, fowie in allen mit Berl. Sommer- Theater Blataten belegten Handlungen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg). Sonnabend, den 16. Juli: Italienische Nacht. Gala- Vorstellung Doppel- Konzert Spezialitäten 1. Ranges. Drei Geschw. Neumann, Gebr. Schwarz, Mlle. Adrienne Ancion, Georg Rösser, Dora Ebert, Curt Ellis. Ein moderner Rasirsalon. Posse in 1 Akt. Zwöf Mädchen in Uniform, Burleske. Gold und Silber. Ballet- Divertissement von Marie Ala. Prachtvolle Illumination des ganzen Etablissements und des AussichtsThurmes. Anfang: des Konzerts 6 Uhr, der Vorstellung 7 Uhr. Täglich: Grosse Vorstellung. PassagePanopticum. Blaue Grotte Neu! mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in fiebe lebenn großen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Anfang 4 Uhr. 2289L 440/12 Grosses Sommerfest, arrangirt von den Parteigenomen des 3. Berl. Reichstags- Wahlkreises am Sonnabend, den 16. Juli, in der ,, Neuen Welt", Hafenhaide Nr. 108. Großes Garten- Konzert. Bal champêtre. Grosses Feuerwerk. Auftreten sämmtl. Spezialitäten, Kinderbelustigungen etc. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pfennig. Billets sind in allen mit Plakaten versehenen Handlungen, sowie heute admittags an der Kaffe zu haben. Hierzu ladet freundlichst ein Das Komitee. Fachverein der Tischler. Montag, den 18. Juli 1892: 12. Stiftungs- Fest im ,, Elysium", Landsberger Allee Nr. 40, bestehend in Heinrich Jans, Du bist der beste, der im Vergolder- u. verwandten Aber nur in gelben Schuh'n und weißer Gewerben Weste, und Arbeiterinnen Deutschlands Daß Du den Nothstand nicht sollst spüren, ( Filiale Berlin). Kommt die rothe 3, um Dir zu gratuliren. Darum sei fein Knicker, Montag, den 18. Juli, Abends präzise 9 Uhr, Inselstr. 10 bei Scheffer: Monats- Bersammlung. Tagesordnung: Du wirst trotzdem doch noch dicker. 1037b] Die rothe 3, Berlin I. Dem Vorsitzenden des Vereins der Plätterinnen und verwandten Berufs 1. Vortrag des Herrn Türk über: genoffen Berlins Sibirien. 2. Diskussion. 3. Kaffen fest und Berschiedenes. Das Erscheinen bericht. 4. Abrechnung vom StiftungsAller ist nöthig. 259/18 Herrn Emil Möhring zu feinem heutigen Geburtstage ein brei Frau Stuckardt, Frau E. Schulz. 327/8 fach donnerndes Hoch im Namen sämmtDie Ortsverwaltung. licher Mitglieder NB. Alle, welche noch vom Stiftungs fest abzurechnen haben, werden ersucht dies bis zur Versammlung zu er ledigen, widrigenfalls sie der Deffentlichteit übergeben werden. Die Herren Otta, R. Lassan, Christian u. Scholz werden nochmals aufgefordert, die Bücher der Bibliothek abzuliefern. D. O. Zentral- Kranken- und Begräbnisskasse der Sattler und Berufsgen. Deutschlands. ,, Hoffnung".( E. H. 64.) Montag, 18. Juli, Abends 81/2 Uhr: Quartals- Versammlung bei Wienecke, Alte Jakobstraße Nr. 88. Tagesordnung: 1. Kassenbericht pro 2. Quartal 1892. 2. Erfahwahlen des Vorstandes. 3. Verschiedenes. 289/7 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. Todesanzeige. Allen Verwandten und Genossen zur Nachricht, daß mein Bruder, der Stein met Carl Raab, am Mittwoch, den 13. d3. Mts., Mittags 3/2 Uhr, sanft entschlafen ist an der Proletarier Krankheit. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. Juli, Nachm. 3 Uhr, vom städtischen Krankenhause Moabit aus statt. 1036b Die trauernden Hinterbliebenen: gez. Paul Raab. Orts- Krankenkasse d. Steindrucker u. Lithographen zu Berlin. Am 12. d. M. verstarb unser Mit glied der Lithograph Herr Leopold Kraatz. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 16. d. M., Nachm. 42 Uhr, von der Leichenhalle des Dreifaltigkeits Kirchhofes, Bergmannstraße aus statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Meinen herzlich. Dank allen Freunden, Sonntag, den 17. Juli, Borm. 10%, Uhr: dem Personal der Firma Alex Lindner Bekannten u. Verwandten, insbesondere Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner Knopfarbeiter. Ordentliche 1044b Generalversammlung die meiner mir unvergeßlichen Frall bei Schirmacher( früher Bolzmann), Andreasstraße Nr. 26. Tagesordnung: 1. Vortrag des Stadtv. Herrn Otto Klein über: Die soziale Lage. 2. Distussion. 3. Vierteljährlicher Kassenbericht. 4. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Pflicht. Der Vorstand. und dem Gesangverein meiner Kollegen, Ehre erwiesen haben. Maria Fauft, geb. Geyger, die letzte 1040b Der trauernde Gatte: Wilhelm Faust. Genossen, 192/1 welche gewillt sind, sich an der Agitations Johannes Wedde zu betheiligen, werden erfucht, sich am 17. Juli cr., Morgens 53/4 Uhr, im Klublokal Manteuffelstr. 60, 452/10 gr. Garten- Konzert, Theater- Vorstellung Vereinigung der Drechsler pünktlich einzufinden. und Sommernachts- Ball. Auftreten der Sängerinnen Bertha Schumann und Marie Gontard, Gesangsvorträge vom Gesangverein Liedesfreiheit. Die sowie der Herren Max Wadzeck und Wilh. Dolatkewicz. Großer Kinder- Fackelzug. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr ab geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr Nachmittags. Billets à 25 Pf. find auf allen Zahlstellen des Vereins, sowie bei folgenden Herren zu haben: Roblenzer, Adalbertstr. 96, Hof 1 Tr.; Millarg, Lehrterstr. 22, 2 Tr.; Schulz, Brizerstr. 42, 4 Tr.; Grunert, Manteuffelstr. 64, 2. Hof 4 Tr.; Conrad, Bärwaldstr. 53, Quergeb. 2 Tr.; Miefe, Adalbertstr. 9, 4 Tr.; Glocke, Lausigerstr. 52, 3 Tr.; Kühn, Möckernstr. 120, part.; Hoppe, Rigdorf, Berlinerstr. 84-85; Mews, Mariannenstr. 13, 4 Tr.; Klawitter, Oppelner traße 16: Greschte, Bücklerstr. 58; Thiel, Boechstr. 13, 1. Aufgang 4 Tr.; Siebert, Koppenstr. 27, 1 Tr.; Zwanzig, Boffenerstr. 41; Maaß, Schwedter ftraße 1, 3 Tr.; Wiedemann, Wallstr. 7/8( Arbeitsnachweis). 819 b 418/11 Altes Schützenhaus, Linienſtr. 5, ( neu renovirt) empfiehlt sich den werthen Vereinen zu allen Festlichkeiten, sowie Versammlungen. Neue Krug Allee. Treptow. 3 Min. hinter d. Paradies Garten. Der Vorstand. Oeffentliche Versammlung. und verw. Berufsg. Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Montag, den 18. Juli, Abends 81/2 Uhr: Versammlung Der Vorstand. Reinickendorf. Gesangverein ,, Weiße Rose". bei Kessner, Annen- Straße 16. Gemüthl. Beisammensein beim Go, Sonntag, den 17. d. M., Nachm Tagesordnung: noffen Emil Kirsch, Residenzstr. 20, 1. Geschäftliches. 2. Entwurf der wozu Sangesbrüder u. Genossen freund. General- Kommission betreffend Kartell- lichst eingeladen sind. Schattiger Garten. Verträge. Referent: Rollege Dost. Regelbahn. Kaffeeküche. 3. Diskussion. 4. Bericht und Wahl des Arbeitsvermittlers. 5. Verschiedenes. Der Zentral- Arbeitsnachweis des Der Borstand. Berbandes aller in der Metall491/2 Freireligiöse Gemeinde. Rosenthaler- Straße Nr. 38. Sonntag, Vormittags 1014 Uhr: Vortrag von Dr. Bruno Wille: ,, Solidarität". Gäste sehr willkommen. 89/12 Achtung! Bender's Restaurant. der Cigarrenhändler und-Fabrikanten Militär- u. Lieferungs, Jeden Sonntag: Tanz. Kaffeeküche ( 60 Pf.). 3 große Regelbahnen. Berlins und Umgegend am Montag, den 18. Juli, Nachmittags 2 Uhr, in Gratweil's Seute: Gr. Sommernachts- Ball Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79( oberer Saal). arrangirtvom Mufit- Dilettanten- Verein Animo. Anfang 812 Uhr. Tagesordnung: 1085b Industrie beschäft. Arbeiter Berlins und Umgegend befindet sich Wallstraße 7-8. ( Fernsprecher Amt I Nr. 2636.) bis 12 Uhr Vorm. und von 3-6 Uhr Derselbe ist täglich geöffnet von 7 Nachm. Die Arbeitsvermittelung ge fchieht für sämmtliche Branchen ber Metallindustrie, und zwar für Arbeit geber wie für Arbeitnehmer unentgelt lich. Die Ausgabe der offenen Stellen tatt für Klempner, Rohrleger und Gehilfen Vorm. von 8-9, Nachm. von 8-4 Uhr, für Schlosser, Dreher, Sonntag findet ein Ausflug des 9-10, Nachm. von 4-5 Uhr, für Mechaniker und Schmiede Vorm. von Schneider! obengenannten Vereins nach Johannisthal 473/4 ftatt. Treffpunkt präz. 10 Uhr auf dem mittags von 10-11, Nachm. von 5 bis 1. Statutenberathung. 2. Wahl eines provisorischen Vorstandes. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Fünfer- Kommission. Station Stolpe. Centralverb. deutscher Maurer u. j. w. Restaurant, Fichtenhain". Empfehle den Berliner Vereinen, ( Zahlstelle Berlin II). Gesellschaften und sonstigen Ausflüglern Am Sonntag, den 17. Juli 1892, Vormittags 10 Uhr, im Lokale mein idyllisch im Walde gelegenes ,, Königshof, Bülowstraße Nr. 37: Restaurant. 2 nett renovirte Gate Versammlung. schattiger Garten mit 2 Kegelbahnen Hallen, Kaffeeküche, Turn Geräthschaften, Kinder- Spielplätze 2c. B Tages- Ordnung: " 1. Vortrag des Genossen P. Jahn über: Die moderne Arbeiterbewegung." 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Gäste haben Zutritt. Die örtliche Verwaltung. Anerkannt gute Speisen und Ge- 382/10 tränke. Große massive Ausspannung. Hochachtungsvoll M. Jssing. Franz Beyer, Berlin N., Chauffeeftr. 103. Billigste Bezugsquelle für Wein, Liqueure, Rum, Cognac, Fruchtsäfte. Sonnabend. 2725L Großes Gänse- Ausspielen und Buchdrucker. Oeffentliche Buchdrucker- Versammlung am Sonnabend, den 16. Juli, Abends 9 Uhr, Schießen b. G. Wächter, Briberstr. 22. im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13. Ein Theilnehmer zum Vorderzimmer, sep., 8 M., Rottbuser User 53, v. 2 Tr, I., an der Admirals- Brücke. Arbeitsmarkt. 1034b Tages- Ordnung: Bahnhof in Johannisthal( Nieder Schönweide). Nachzügler Treffpunkt bei Senftleben( Johannisthal). Um rege Betheiligung wird gebeten. Der Vorstand. 419/13 Gürtler, Drücker, Former, Schleifer. sowie für sämmtliche Hilfsarbeiter Bor 6 Uhr. Arbeitgebern wie Arbeitneh mern zur Benutzung bestens empfohlen. Der Vorstand. 479/8 Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Verlagsbuchhandlung des„ Vorwärts“ Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Der Grundsätze und Forderungen Sozialdemokratie. Erläuterungen Erfurter Programm von Karl Kautsky und Bruno Schönlank. und HF 64 Seiten. Groß- Oktav. Preis geheftet 10 Pfennig. E Wie die Liebknecht'sche Broschüre Was die Sozialdemokraten find was sie wollen" die Erklärung unseres alten( Gothaer) Programms bildete, so handelt es sich bei der vorliegenden Schrift um die Erläuterung unseres den Dienst der Partei stellt, sollte sich die Maffenverbreitung dieser Broschüre, die dazu angethan ist, für unsere Sache neue Anhänger zu gewinnen, an 1. Stellungnahme zu dem neuesten Gewaltakt der Leipziger gelegen fein laffen. Brinzipalsführer Klinkhardt und Genossen. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Be δ in a Hierzu zwei Beilagen. e Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen 149/8 ftellungen entgegen. 2. Verschiedenes. Bei Aufträgen von Auswärts ersuchen wir um gleichzeitige Beifügung Der wichtigen Tagesordnung wegen sind alle Kollegen auf das des Betrages.( Porto extra.) Dringlichste eingeladen. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von May Beding in Berlin SW, Beuthstraße 2. Mechaniker- Beh.v.Kommandantenstr.41: Der Einberufer. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 164. Tokales. Sonnabend, den 16. Juli 1892. 9. Jahrg. Das ersten Blick von allen ähnlichen Gebilden unterscheidet, rührt legenen Ort bei Berlin? Der Ausschuß beschloß ein. offenbar von der unmittelbaren Zurückstrahlung des nächtlichen stimmig trotzdem ein Sängerfest abzuhalten und zwar am Genoffe Griepentrog aus dem fünften Wahlkreis schreibt Bolar- Sonnenscheins her, welcher diese Wolken infolge ihrer großen 7. August in in Friedrichshagen, Müggelschlößchen. ung: In Nr. 160 vom 12. d. M. befindet sich ein Aufruf, Höhe noch trifft. Die Bedeutung dieser Wolken und ihrer jähr- Arrangement ist dem Vorstand und den 10 Kontroleuren überwelcher die Betheiligung der Genossen an einer Agitationstour lichen Wanderungen ist für wichtige kosmische und meteorologische tragen worden. in die Mark zu erwecken bezweckt. Die Provinzial- Agitation wird Probleme eine so große, daß ihre Erforschung einer viel umfassenbetrieben wird. von dem dazu bestimmten Komitee geleitet. Diesem Komitee sind deren Förderung bedürfte. Man würde nach dem in den nächsten Zur Warnung des Publikums theilt das königl. Polizeis Maßnahmen, wie sie in dem in Rede ſtehenden Aufruf in Aus- Jahren bevorstehenden gänzlichen Dahinschwinden der Erscheinung präsidiums Folgendes mit: Vielfach werden hier Flaschen- Berficht genommen werden, unbekannt, und es fann auch nicht ge- diese Bernachlässigung auf's Schmerzlichste bedauern. Da nach schlußkorten aus bleihaltigen Zinnlegirungen im hiesigen Gestattet werden, daß von Personen oder Klube, die der Kontrolle der neuesten Wahrnehmung von F. S. Archenhold auch in dem werbebetriebe feilgehalten, deren Bleigehalt auf die in Flaschen bes Romitees nicht unterſtehen, auf eigene Faust eine Agitation wahrnehmbarkeit der Erscheinung gerechnet werden darf, werden oder Genußmittel schädlich einwirken kann, so daß durch den GeVor allen Dingen ist es für eine geregelte Ugitation nothwendig, daß eine sorgfältige Sichtung der zur Ber- hiermit insbesondere die Seefahrer ersucht, auf dieselbe zu achten nuß oder ihre Verwendung bei der Zubereitung von Speisen und theilung gelangenden Schriften stattfinden muß. Eine solche fann und ihre Berichte darüber an die deutsche Seewarte oder die Getränken die menschliche Gesundheit gefährdet ist. Es wird aber nur von dem dazu bestimmten Komitee vorgenommen werden, Berliner Sternwarte einzusenden. daher vor diesen Verschlüssen öffentlich gewarnt. welches der Gesammtpartei für die sachgemäße Ausführung der Agitation verantwortlich ist. Angesichts der neuen Ausbreitung der Cholera dürfte Von dem Drechslermeister Herrn Ang. Hirthe Reichens ein kurzer Ueberblick der früheren Epidemieen Interesse haben, bergerstraße 34 geht uns Folgendes mit der Bitte um Aufnahme Ausbeutung des Arbeiters durch den Arbeiter. Zu und ihre Verhütung, sich ergiebt. Der Ort ihres endemischen Be- Ravené Söhne, Wallstraße 93, begeben, um Muster vorzuzeigen, wie er aus Riedel's neuem Werke über die Cholera, ihr Wesen zu: Am 25. Februar cr. hatte ich mich in das Geschäft von diesem Gegenstand schreibt uns Genosse W. Pätze 1, Vertrauens- stehens ist bekanntlich das Ganges- Delta, von wo die Seuche ihre und wurde zu diesem Zweck in eine andere Abtheilung gewiesen, mann der Berliner Former: Gine Unfitte, die trotz aller Agitation und Aufklärung noch demie wüthete 1817-1823 und wurde im September des lezten das Unglück hatte, zu stürzen. Da ich nun blutete, wurde mir immer unter den Arbeitern zu finden, ist die des sogenannten Jahres bis nach Astrachan verschleppt; sie erlosch im Oktober bei zugeflüstert, daß dort schon mehrere Leute gefallen seien und " Einstandgebens" oder des sogenannten„ Gesellenschmauses", eine Eintritt strenger Kälte und trat im nächsten Frühling nicht wieder Niemand es zur Anzeige gebracht habe. Ich möchte nun darum Unfitte, die in ihren Wirkungen für die Geber auf unsere auf. Die zweite Pandemie 1826-1837, wurde von Rußland aus bitten, daß sich diejenigen Personen bei mir melden, welche dort modernen Verhältnisse paßt, wie die Faust aufs Auge. Junungsmeister haben mit ihren Bestrebungen, das Reis einer nach Danzig; 1831 zeigte sie sich zum ersten Mal in Berlin( Damals Die auf preußisches Gebiet verpflanzt, und zwar auf dem Seeweg ebenfalls in diesem Gange gefallen find. längst vergangenen Beitepoche auf unsere modernen Verhältnisse erlag ihr der große Philosoph Hegel), gleichzeitig trat sie auch in Noch jetzt machen sich die Folgen des wolkenbruchzu pfropfen, nur Heiterkeit und Niederlagen geerntet; eben so Hamburg und Stettin auf. Die Seuche kam dann nach England artigen Regens an vielen Stellen der Stadt bemerkbar. Auf wenig dürfen Arbeiter eine Sitte fultiviren, die nur in früherer und 1832 durch irische Auswanderer nach Nordamerika. In Europa den tiefer liegenden Kirchhöfen hatten die Todtengräber und ihre Beit zu verstehen war. Es ist ja begreiflich, daß, wer die Lehr- herrschte sie noch in großer Verbreitung bis 1887. Die dritte Hilfskräfte große Mühe und Arbeit, die zerstörten Gräber wieder zeit beendet hat und Gehilfe geworden, den Zeitpunkt dieses Gr Bandemie umfaßte die Jahre 1848-1861; fie gewann eine große in Stand zu bringen, da einige Grabhügel vollständig unterspült eignisses durch eine Festlichkeit auszeichnet. Das ist aber ein Ausdehnung und gelangte 1848 im Anfang des Sommers wieder und ihrer Anpflanzungen beraubt worden sind. Namentlich Umstand, der ganz allein den betreffenden Glücklichen" selbst von Rußland nach Deutschland, zuerst nach Bommern, Sachsen haben der Georgen- Kirchhof am Königs- Thor, der Nikolaietwas angeht; mindestens muß er allein die Art der Feier und und Brandenburg, etwas später nach Bremen, Hannover und Kirchhof am Prenzlauer Thor und der Matthái- und Zwölfdie Kosten derselben bestimmen, damit sie mit dem Werth, den er Braunschweig, im Herbste nach Posen, Ost- und Westpreußen apostel- Kirchhof in Schöneberg große Zerstörungen aufzuweisen. selbst auf den Wechsel in seinem Leben legt, im Einklang stehen. und Schlesien. 1852 erlangte die Cholera in Europa und Asien In der Yorkstraße wurden noch heut aus mehreren Kellern die Durchaus zu verwerfen ist, wenn Arbeiter dem auslernenden Lehr- eine größere Intensität; in Deutschland waren in den Jahren eingedrungenen Wassermassen mittelst Pumpen beseitigt. ling oder einem eben anfangenden Kollegen vorschreiben, daß der Ein- 1858, 1855 und 1859 an einzelnen Punkten schwere Epidemieen. ist " 10 Uhr ein Mann ge mit Dem stand oder Gesellenschmaus sound so viel kosten muß. Unter den heutigen Die vierte Pandemie war 1863-1875. Im Jahre 1865 wurde Ein noch unaufgeklärter Vorfall wird aus Spandau, Berhältnissen fann jemand seine Stelle wöchentlich, ja täglich sie durch Bilger nach Metta verschleppt, von da nach Suez und wie folgt, gemeldet: Bu dem praktischen Arzte Dr. med. Ralfstein wechseln und dann käme einer garnicht aus dem„ Einstandgeben" Egypten und durch den Schiffsverkehr nach Konstantinopel, daselbst wurde vorgestern Abend heraus, und für den auslernenden Lehrling ist das Gefellewerden Malta, Ancona, Marseille und Valencia. Von diesen Küsten- führt, welcher, dem Anzeiger f. d. Havell." zufolge, angab, daß ein Zeitpunkt, der mit sehr gemischten Gefühlen betrachtet wird, städten aus verbreitete sich die Seuche über die Türkei, von da er der Arbeiter Greber sei und Radelandstraße 5 wohne. Er sei weil der„ Junggeselle" in der Regel sofort einem neuen Lehrling aus über Rußland, Italien, Süd- Frankreich und Spanien. in der Stadtforst ruhig seines Weges gegangen, als plöglich ein Play machen muß. In legterem Falle ist dann selbst das Be Die nicht erwähnten Staaten Europas blieben bis 1865 Mann in der Uniform eines Hilfsjägers und eine andere männ wußtsein, 30 M. für seinen„ Schmaus" gegeben zu haben, teine fast verschont, bis auf eine kleine, beschränkt gebliebene liche Person auf ihn zutraten. Der Jäger habe ihn darauf mit Entschädigung für die Brotlosigkeit. Ein solcher Borfall spielt gegen- Epidemie in Altenburg, wohin sie von Odessa eingeschleppt den Worten angeredet: wärtig in der Eisengießerei von Keyling u. Thomas. Dort war. lernen 8 Lehrlinge aus, und die Former sind nach reiflicher in Deutschland und Desterreich; in den Rheinlanden über daß er in diesem Falle zum Stadtförster geführt zu werden Im Jahre 1866 herrschte sie in großer Ausdehnung vorgekommen; tommen Sie einmal mit". Er habe erwidert, Ueberlegung zu dem Schluß gekommen, daß 30 M. pro Lehrling dauerte die Seuche den Winter' und war noch 1867 ziemlich wünsche. Hierauf wäre der Jäger aber nicht eingegangen, mindestens erforderlich seien, um jenem Vorgang die nöthige heftig. In den nächsten Jahren trat sie auch in Amerita auf, sondern habe ihm( Greber) Weihe zu geben. Als Gegenwerth wird den Lehrlingen zum dabei zum ersten Mal an der Westküste Südamerikas mit Aus- Gewehrkolben verseyt, worauf er, mit einer Wunde am Kopf, einen Schlag Zeichen ihrer Mannbarkeit eine Fabrik wird Pfeife verehrt. In besagter nahme von Chile. 1871 fand wieder eine neue Einschleppung niederfiel. Er habe sich nach einiger Zeit wieder erhoben und wie das auch in vielen anderen üblich von Rußland nach Deutschland statt, wo sie 1872 und 1878 wollte flüchten; da legte der Jäger auf ihn an und feuerte einen den Lehrlingen während der Dauer der Lehrzeit von ihrem herrschte. Die fünfte Pandemie begann mit einem heftigen Aus- Schuß ab: die Schrotkugeln, 10 Stück, waren ihm in den Oberwöchentlichen Berdienst etwas einbehalten und die betreffende Summe bruch der Seuche in Egypten; ihre Entstehungsgeschichte ist nicht und Unterschenkel gedrungen. Herr Dr. Kalkstein überzeugte sich, am Tage des Auslernens dem jungen Mann ausgehändigt. genau festgestellt. 1884 erschien sie plöglich in Toulon, von da was die Verletzungen anbetrifft, von der Richtigkeit der Angaben Bei dem Umstand, daß, wie oben bemerkt, in vielen Betrieben ging fie nach Marseille, von dort nach Neapel und verbreitete sich des Wannes; derselbe hatte eine nicht unbedeutende Wunde anr die Auslernenden häufig sofort entlassen werden, soll diese in diesem wie im nächsten Jahre in Italien. 1885 herrschte in Kopf und Verletzungen durch Schrotkugeln in linken Bein, der Summe jedenfalls dazu dienen, dem jungen Mann bei seinem Spanien eine mörderische Epidemie. In der ersten Hälfte von Verwundete war durch Blutverlust sehr erschöpft. Der Arzt entGefellenwerden einige Baarmittel in die Hand zu geben. Und 1886 trat die Cholera in Spanien und Frankreich nur noch in fernte die Schroikörner und verband die Wunden, worauf der selbst, wenn die Firma Keyling u. Thomas eine rühmliche Aus einigen Küstenstrichen auf, während sie in Italien wieder eine Mann nach seiner Wohnung geschafft wurde. Die Untersuchung nahme macht, indem fie die jungen Leute nicht sofort entläßt, größere Verbreitung erlangte. Von hier ging sie nach Triest und dürfte bald Licht in die mysteriöse Angelegenheit bringen. sollten die älteren Kollegen davon Abstand nehmen, die sauer wurde weiter nach Ungarn verschleppt. In Deutschland fam 1866 verdienten Groschen der jungen Kollegen einer Schrulle wegen ein Fall in Breslau zur Beobachtung, ferner herrschte eine kleine vertrinken zu helfen, denn die Söhne von Kommerzienräthen und Epidemie mit 14 Todesfällen in der Nachbarschaft von Mainz. herbei!" Mit diesen Worten lief in der letzten Nacht gegen ,, lm Himmels willen, schaffen Sie mir einen Arzt Millionären reißen sich nicht danach, Former zu werden – es Die jetzige Pandemie, deren Verlauf bekannt ist, nahm im Winter 11 Uhr eine Frau händeringend und voll Berzweiflung vor dem sind immer Kinder armer Leute, die dieses schwere Handwerk er- 1890/91 ihren Ausgangspunkt in den syrischen Vilajets Beirut Hause Friedrichstr. 112b einher. Dort betreibt in einem Laden lernen, und deshalb wird das Geld sicher zu etwas Besserem zu und Damascus. gebrauchen sein, als in ein paar Stunden durch die Gurgel von Leuten der Kaufmann J. W. seit längerer Zeit ein Garderobengeschäft. Seit einiger Zeit leidet er an einem Herzfehler, welcher öfters gejagt zu werden, die sich ihr Bier ganz gut allein kaufen können. Die Zustände am Mühlensteg werden anscheinend immer zu Ohnmachtsanfällen führt, in denen W. dann wie in der Sicherlich ist es tausend Mal besser, man macht die jungen Leute gefahrdrohender, so daß es dem Publikum, welches mittels der Todtenftarre daliegt. Ein solcher Anfall hatte sich auch vorgestern, mit ihrer Klassenlage vertraut und sorgt so dafür, daß auch dieser Pferdebahn den Steg paffirt, nicht zu verübeln ist, wenn dasselbe Donnerstag Abend, furz nach Schluß des Geschäfts eingestellt, Rachwuchs bald in den Reihen des kämpfenden Arbeiterstandes harte Besorgniß für Leben und Gesundheit verspürt. Zur Rechten und die ängstliche Ehefrau hatte den Pförtner des Hauses, den feine Schuldigkeit thut. Das sollten die Former von Keyling u. wie zur Linken scheinen die Mauern herabzufinden zur Linken Schuhmachermeister Sch., beschworen, ihr sofort einen Arzt zu Thomas ganz besonders beherzigen. ragt die Hälfte der Front des Mühlendammgebäudes ohne jede beschaffen, da ihr Mann im Sterben liege. Nachdem Sch. fast Unterstützung in gewaltiger Höhe empor, zur Rechten die frei eine volle Stunde vergebens nach ärztlicher Hilfe gesucht hatte, brachte Auf den Ortskrankenkassen ruht bekanntlich zu viel gelegte, von zahlreichen Rissen durchsetzte Giebelwand des im er den Oranienburgerstraße 18 wohnhaften Dr. Dengel zur Schatten! Gine solche Schattenfeite hat eine arme Familie in Abbruch begriffenen Seitenflügels des Hauses Breitestr. 24. Die Stelle. Nun ergab es sich aber, daß die Frau in ihrer Angst fehr unliebfamer Weise kennen lernen müssen. Der Kutscher letterwähnte Wand ist an der schmalen Durchschnittsfläche gegen topflos davongerannt war und annide war langjähriges Mitglied der betreffenden Orts- das Nachbröckeln des Mauerwerkes nothdürftig abgesteift. Da hatte, so daß der Arzt keinen Zutritt zn dem Kranken erlangen die Wohnung verschlossen Reantentasse. Im Januar d. J. erfrankte derselbe an einem den Mühlenfteg täglich ein halbes Tausend Pierdebahnwagen fonnte. Eine Viertelstunde später brachten Personen, welche fich Brustleiden, welches schließlich zur Proletarierkrankheit ausartete. pafsiren, so ist es leicht möglich, daß die durch den Fahrverkehr infolge des Jammerns der Frau gleichfalls auf die Suche nach Er wurde erwerbsunfähig. Die Ortskaffe zahlte 13 Wochen entstehenden Erschütterungen ein Umkippen der Mauermassen einem Arzt begeben hatten, Dr. Bendix aus der Friedrichstr. 131 Krankenunterstüßung. Zwei Monate lebte er mit seiner Familie veranlaffen. Golchen gefahrdrohenden Möglichkeiten sollte, wie herbei, welcher mit dem ersteren zusammen vor der Thür die sozusagen von Nichts, da die geringen Verdienfte seiner Frau, die die Voff. Btg." mit Recht bemerkt, schon zur Beruhigung des Ankunft der Ehefrau erwartete, da auch das Dienstmädchen zu jetzt obendrein noch eine franke Mutter und ein frankes Kind im Bublikums durch schleuniges Niederreißen der betreffenden Verwandten des Kranken nach der Kaiser Wilhelmstraße geschickt Hause hat und selber siech und elend ist, von der Krankheit ver- Mauern vorgebeugt werden. Schlungen wurden. Vorsicht ist bekanntlich die Mutter worden war. Endlich wurde die am Schiffbauerdamm umherAm 3. d. M. wurde Wannicke von seinen der Weisheit, und die Bauleute des Mühlendammpalastes haben irrende Frau, welche an der Nachtglocke des Dr. Biesenthal ge= Leiden erlöst, nachdem er noch Tags zuvor auf seinen Wunsch sicherlich seine Veranlassung, diese Borsicht außer Acht zu läutet hatte, durch einen Herren aufgesunden und nach ihrer aus seiner Wohnung, Wienerstr. 52, nach der Charitee überführt laffen. Wohnung zurückgebracht, und die Aerzte konnten nun an das worden war. Die hinterbliebene Wittwe gedachte nun ihrem Manne| ein geziemendes Begräbniß zu Theil werden lassen und zwar Eine imposante Schaar von ca. 2000 Sängern war Wert gehen. Die doppelt vorhandene Hilfe erwies sich indeß als mit Hilfe des Sterbegeldes, welches den Hinterbliebenen des W. am vergangenen Sonntag im Saale der Brauerei Friedrichshain zu spät; denn der Tod war nach dem ärztlichen Ausspruch in Höhe von 75 M. zustand. Frau W. begab sich zur Erhebung versammelt, um an der auberaumten Uebungsstunde gesanglich bereits vor einer Stunde eingetreten. Die Stimmung der Frau, Gefes Betrages nach dem Filialbureau der Stasse, Köpnickerstr. 54. theilzunehmen. Die Leitung hatten 3 Herren, welche an welche vor ihrem Manne bereits die Kinder durch den Tod ver? Sier erhielt sie indeffen statt des Geldes den sonderbaren Rath, Daten zum Bundesdirigenten vorgeschlagen waren, übernommen loren hatte, war eine troftloſe. ihren Mann von der Armendirektion beerdigen und zwar die Dirigenten Kurz, Malmène und Gutau. Die Im Schlafe auf den Schienen überfahren. Ein schwerer u laffen, die Raffe habe schon so viele Schulden. Herren Malmène und Kurz, welche den meisten Sangesbrüdern Unglücksfall hat sich vorgestern Mittag auf Bahnhof„ FriedrichEmpört über dieses Unsinnen reichte Frau W. die betr. Papiere noch unbekannt waren, leiteten die beiden ersten Lieder, das straße" zugetragen. Der daselbst beschäftigte Streckenarbeiter Hauptbureau der Kaffe, Moltenmarkt 4, ein. Hier wurden Arbeiter- Baterlandslied und die Bundeshymne. Es ist unstreit August Röhl, der schon mehrere Male im Dienst verunglückt ist, die Papiere geprüft und erhielt Frau M. Die Zusicherung, daß bar, daß beide Herren in musikalischer Beziehung etwas Tüchtiges hatte sich während der Mittagspause auf das sogenannte„ todte sich das Begräbniß des Verstorbenen. 1 das Geld ins Haus geschickt würde. Daraufhin verzögerte 3 leisten verstehen. Es gehört vor allem eine besondere Energie Geleife" zum Schlafen niedergelegt. Während dieser Zeit hatten Da aber das Geld auf und Einarbeitung dazu, um eine so große Zahl von Sängern, die Bahnarbeiter einen leeren Gepäckwagen auf diesen Schienenlich nothgedrungen wie sie der Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend reprästrang zu schieben und es ist fast unerklärlich, daß die Männer veranlaßt, endlich am 9. d. M. das Begräbniß des am 3. d. M. fentirt, voll und ganz zu beherrschen. In dieser Beziehung do- den Schlummernden nicht bemerkten. Die Räder des sich lang= Berstorbenen auf eigene Hand zu veranlassen. Bis dato hat minirte Herr Gutau, weil er den Arbeiter- Sängerbund bereits fam fortbewegenden Waggons gingen über beide Hände des R. Frau W. noch kein Geld erhalten und befindet sich in bitterster ein Jahr als Bundesdirigent geleitet Noth. Warum zahlt die Kasse das statutenmäßige Sterbegeld Herr Gutau hatte. Nachdem hinweg, so daß dieselben über dem Gelenk von den Armen abdie Lieder Das Mutterherz" und die Marseillaise" dirigirt hatte, getrennt wurden. Er wurde nach dem nächstbelegenen Krankenfand eine außerordent hause geschafft. liche Ausschußfißung statt mit der Tagesordnung: Wahl nicht? " Jahren bei uns in den Junis und Juli- Nächten und ebenso auf Als Bundesdirigent wurde mit 24 Stimmen abfoluter Majorität sich Mittwoch Nachmittag ein aufregender Vorgang abgespielt. Die leuchtenden Nachtwolfen, welche seit fünf bis sechs des Bundesdirigenten und Besprechung des des Sängerfestes. Im Damenbad des Müggelfee's zu Friedrichshagen hat der füdlichen Erdhalbtugel in den Dezember- Nächten( den Herr Gutau wiedergewählt. Hierauf erstattete der Vorsitzende Eine Dame, des Schwimmens untundig, hatte sich zu weit in dea dortigen Sommer Nächten) wahrgenommen wurden, aber all- Bericht über das nicht genehmigte Sängerfest bei Wilhelminen- See hinausgewagt; fie verlor den Boden und begann zu finken. mälig immer feltener und spärlicher erschienen sind, wurden, wie hof. Demnach hat es der dortige Amtsvorsteher in Köpenick für Auf ihre Hilferufe schwamm ihre Freundin, ein Fräulein M. aus Nacht vom 8. zum 9. Juli von Herrn F. S. Archenhold auf resp. Landraths des Niederbarnimer Kreises deni Fest auf Grund klammert, daß sie sich nicht mehr bewegen fonnte und ebenfalls " Reichs- Anzeiger" schreibt, im laufenden Jahre zuerst in der nothwendig gehalten, im Namen des Berliner Polizeipräsidiums Berlin, herbei, diese aber wurde von der Einkenden so sest untBerlin beobachtet und photographirt. Es wurde festgestellt, daß versagen. Da durch den Arbeiter- Sängerbund die öffentliche wieder festen Fuß, Fräulein M. indessen hatte das Bewußtsein westlichen Norivegen bis gegen Bergen hin erstreckten. Auch werden könnte, hat wohl jeder Sangesbruder das Recht zu aus, wo dieser Vorgang bemerkt wurde, sprang eine dritte Dame, diesem Jahre scheinen erst nach Mitternacht gegen fragen, ist denn der Radfahrerkorso, welcher durch die Straßen halb entkleidet, in den See und holte die Bewußtlose heraus. Dieser Berlins veranstaltet wird, oder das Bundesschießen der Schüßen- Nur mit großer Mühe gelang es den vereinten Anstrengungen Nordhorizont einzutreten. Das gesellschaft weniger die öffentliche Sicherheit 2c. gefährdend, als der Badegäste, sowie des inzwischen aus dem Herrenhade herbeiin zwei Uhr die günstigsten Sichtbarkeitsbedingungen merkwürdigen Wolfen am derselben, welches sie auf den der Arbeiter- Sängerbund mit seinem Sängerfest an einem ent- geholten Bademeisters, Fräulein M. ins Leben zurückzurufen. Jedenfalls Zwei Selbstmorde werden vom vorgeftrigen Tage gemeldet.[ aber nähere Beziehungen zwischen Beiden nicht statt- J die Juden aus Deutschland getrieben und die Zeiten des Augustus Nachmittags betrat der 26 Jahre alte verheirathete Lederzurichter gefunden haben, geht aus der Bemerkung des Ullen wieder herbeigeführt werden, habeant sibi. Meine Aufgabe als Paul Hoffmann das Schanklokal von Ohmann, Mariannen- Ufer 5, boom hervor, der befragt, об er etwa mit der Kriminalvertheidiger ist eine ganz andere. Allein erwägen Sie, setzte sich in ein abseits belegenes Zimmer und bestellte sich ein Hermine Buschhoff ein Liebesverhältniß unterhalten, geantwortet meine Herren, wenn es dem Buschhoff nicht gelungen wäre, in Glas Bier. Er war sehr aufgeregt und erzählte, daß er seinem bat:" Nie und nimmer, denn Hermine Buschhoff ist eine Jüdin so überzeugender Weise sein Alibi nachzuweisen, was hätte dann Schwager, einem gelernten Klempner, zur Uebernahme des und ich bin Christ". Es ist wahr, Ullenboom hat sich einmal diese Heße zur Folge haben können. Ich wende mich nun zu Sperls" in Treptow die Summe von fünftausend Mark ge- etwas zu Schulden kommen lassen, allein er hat dies Vergehen dem eigentlichen Thatbestande. Ich fann mich dabei kurz liehen habe, dieses Geld aber, nachdem H. sein Lokal nicht sehr bald wieder gut gemacht. Ullenboom soll allerdings verfassen, da die Herren Vertreter der Anklagebehörde diesen fast habe halten können, nicht wieder erhalten könne. Den Verlust fchiedentlich sich ungünstig über Buschhoff ausgesprochen haben. erschöpfend beleuchtet haben. Ich will daher nicht noch einmal werde er nicht überleben. Hoffmann verließ darauf das Ullenboom hat jedoch hier erklärt, er habe dies nur gethan, um auf den Alibiweis des Buschhoff zurückkommen. Gaftzimmer auf einige Augenblicke und trat dann mit den sich vor Verfolgungen und weiteren wirthschaftlichen Schädigungen halte ich es für sehr vortheilhaft, daß wir uns gestern Worten:" So, nun habe ich mich vergiftet", wieder ein. Er zu schützen, hier vor Gericht habe er aber immer die Wahrheit den Thatort angesehen haben, wir haben dadurch eigentlich brach auch alsbald zusammen und verstarb, ehe ihm Silfe gebracht gesagt. Herr Bürgermeister Schleß hat uns im Uebrigen be- erst ein anschauliches Bild erhalten. Ich vermisse die Aufklärung, werden konnte. In seinem Besitz wurde ein Fläschchen vor- kundet, daß er dem Ullenboom einen Meineid nicht zutraue. Der aus welchem Grunde die Dienstmagd Dora Moll am Abende gefunden, dessen Inhalt aus einem startwirkenden Gift bestanden Staatsanwalt beleuchtet noch weiter den Leumund anderer Ent- einige Schritte weiter in der Scheune gegangen ist, als sie nothhaben muß. Die Leiche ist dem Schauhause zugeführt worden. lastungszeugen und bemerkt im weiteren Verlaufe, daß die ein wendig hatte. Wenn die Moll, wie immer, nur bis zum StrohDer zweite Selbstmord hat sich in der Charitee zugetragen. gehendsten Ermittelungen ergeben haben, daß auch nicht ein lager gegangen wäre, dann hätte sie den Leichnam nicht sehen Dort stürzte sich der Wilsnackerstraße wohnhafte, verheirathete fremder Jude den Mord begangen habe. Ich will dabei noch tönnen. Schloffer Friedrich Blunsti in einem Anfall von Schivermuth bemerken, daß der Verdacht entstand, die fremden Juden haben Präs.:( den Vertheidiger unterbrechend): Sie werden sich aus einem Fenster des dritten Stockwerks auf den gepflasterten einen Luftmord begangen. Der vielgenannte Matje Degen, der erinnern, Herr Rechtsanwalt, daß die Moll uns fagte: fie ſei Hof hinab und verstarb alsbald an den erlittenen Berlegungen. im Uebrigen kein Jude, sondern ein Katholik ist, feines jüdischen deshalb näher getreten, da sie die Leiche für Hühner gehalten, die B. befand sich erst seit einigen Tagen in der Charitee und bildete Aussehens wegen aber für einen jüdischen Schnorrer gehalten in der Spreu faßen. sich ein, daß seine Krankheit unheilbar sei. wurde, war umsomehr des Lustmordes verdächtig, weil behauptet Bertheidiger Rechtsanwalt Stapper( fortfahrens): Das wurde, er sei an den vor einigen Jahren in Essen vorgekommenen ist mir bekannt, Herr Präsident. Allein fest steht, daß sie ohne Polizeibericht. Am 14. d. M. früh wurde in einem Keller Lustmorden betheiligt gewesen. Ich komme daher zu dem Schluß, einige Schritte weiter zu gehen, auch die etwa dort sizenden des Hauses Alexander- User 4 ein dort beschäftigter Weinküfer daß Buschhoff auch nicht der Mitwissenschaft des Mordes ver- Hühner nicht hätte sehen können. M. H.! Es ist eine alte erhängt vorgefunden. Vormittags fiel der auf dem Grundstück dächtig ist. friminalistische Regel, daß wenn die Schuldfrage zweifelhaft er Ryfeftr. 22 mit Herstellung eines Schutzdaches beschäftigte Ar- Wäre Buschhoff der Mörder oder auch nur Mitwisser des scheint, die Frage aufgeworfen wird: Kann man dem Angebeiter Conradt von demselben herab und erlitt dadurch innere Mordes, dann wäre sein Auftreten am Tage des Mordes jeden- tlagten die That zutrauen. Ich habe nicht nothwendig, Ihnen Verlegungen. Gegen Mittag balgten sich in der Gneisenau falls nicht ein solch unbefangenes gewesen, man müßte denn noch eine Schilderung von dem Angeklagten zu geben, er dürfte Straße zwei Arbeiter im Scherz. Der Arbeiter Czolte fiel dabei annehmen, daß er ein ganz raffinirter Mörder ist. Sie haben ja Ihnen durch die zehntägige. Verhandlung hinlänglich bekannt ge zu Boden und brach den rechten Unterschenkel. Nachmittags den Mann vor fich, ich überlasse dies daber Ihrem worden sein. Ich will Sie bloß an den wahrhaft dramatischen fiel am Engel- Ufer ein achtjähriger Knabe beim Spielen Urtheile. Bedauerlich ist es ja, daß durch diese Vorgang mit dem Sack erinnern. Ich muß gestehen, als der aus Unvorsichtigkeit in den Luisenstädtischen Kanal, und Verhandlung die Mordthat keine Aufklärung erfahren Sack mit den rothbraunen Flecken dem Angeklagten vorgelegt Abends aus ähnlichem Anlaß ein sechsjähriger Knabe an der hat. Aufgeklärt ist aber die Unschuld des Buschhoff. wurde, da glaubte ich fast selbst, es tönnten irgend welche An Forsterstraße in den Landwehr- Kanal. Beide Knaben wurden Dieser ist weder der Mörder noch der Mordgehilfe noch haltspunkte für die Schuld des Angeklagten festgestellt werden. ohne Schaden erlitten zu haben, alsbald aus dem Wasser ge- der Mitwisser. zogen und ihren Angehörigen zugeführt.- Nachmittags vergiftete Herren Geschworenen, daß wir es hier nicht mit einem Non fich in einem Schantlokale am Mariannenufer ein Arbeiter. liquet zu thun haben. Auf dem Neubau Schleswiger Ufer 33 stürzte gegen Abend ein Klempnergeselle infolge eigener unvorsichtigkeit vom vierten Stock herab und verstarb auf der Stelle infolge Schädelbruches. Abends brach auf dem Alexanderplatz ein etwa 40 Jahre alter Mann infolge von Blutsturz bewußtlos zusammen. Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Am 14. b. M. und in der Nacht zum 15. d. Mts. wurde die Feuer wehr dreimal zu unbedeutenden Bränden alarmirt. Gerichts- Beitung. Der Knabenmord in Xanten vor dem Schwurgericht in Cleve. Behnter Tag der Verhandlung. Der Präsident, Land- Gerichtsdirektor Kluth eröffnet gegen 914 Uhr Vormittags die Sigung. ermitteln. Es ist gesagt worden, die Sache bleibt unaufgeklärt, weil es sich um einen Juden handelt. Nein, meine Herren Geschworenen! nicht, weil es sich um einen Juden handelt, ist die Sache unaufgeklärt, fondern weil die Sache unklar ist, deshalb hat man zu einem Juden gegriffen. flagte vortrat und auf die Frage des Präsidenten, wie er die rothbraunen Flecke an dem Sack erkläre, die natürlichste Antwort Daß das Verbrechen nicht aufgeklärt ist, bedaure ich ganz von der Welt gab: er habe den Sack bei der Fleischräucherung außerordentlich und zwar umjomehr, da ich mir gleich nach Ent- benutzt und die verdächtigen Flecken feien Rauchflecken. Aber deckung der That alle Mühe gab, Klarheit in die Sache zu außerdem ist doch auch der Lebenswandel des Angeklagten bringen, den Thäter zu ermitteln. Ich habe sofort in dem in in Betracht zu ziehen. Xanten erscheinenden„ Bote für Stadt und Land" einen Aufruf aus Aulaß des Sterbetages seines Vaters des Morgens an die Bevölkerung erlassen, die Thätigkeit der Behörde nicht und Abends in die Synagoge ging, daß er dieses Sterbetages durch religiöse Erregungen zu stören. Leider hatte diese meine wegen bis Mittag fastete, daß er, ehe er sich mit seiner Familie Bitte feinen Erfolg. Ich hoffe, daß, wenn die religiöse Er zu Tische fezte, betete. Jemand, der so pietätvoll feiner vers regung sich wieder gelegt und die Behörde in der Lage ist, klar storbenen Eltern gedenkt und als Lohn dafür die Liebe seiner zu sehen, es doch noch gelingen wird, den wirklich Schuldigen zu Kinder erweckt, ist nicht das Holz, aus dem Mörder geschnißt werden. Der Vertheidiger geht noch des Näheren auf die Be fundungen des Zeugen Mölders ein und sucht den Nachweis zu führen, daß die große Erregung in Xanten die Leute zu einer fren dee geführt hat, an die sie selbst glaubten. Ebenso sei es dem Mölders ergangen, dieser habe sich förmlich eingeredet, daß er das Hineinziehen des Kindes gesehen habe, während er int Man behauptete, es sei von einem Juden ein Ritualmord Wirklichkeit vielleicht gesehen, wie das nillenboom'sche kind in begangen worden. Dazu bedarf es feiner weiteren Motive, es das Buschhoff'sche Haus gezogen worden sei. bedarf blos allgemeiner Verdächtigungen. Allein Sie meine Dafür spreche auch der Umstand, daß Mölders so spät mit Herren Geschworenen haben die Pflicht, Alles was außerhalb feiner Wahrnehmung hervortrat. Aehnlich verhalte es sich Erster Staatsanwalt Baumgard: Meine Herren Ge- dieses Saales vorgeht, unbeachtet zu lassen, sondern lediglich auf mit der Bekundung des Knaben Heister. So aufgeweckt dieser schworenen: Ich habe schon gestern gesagt, eine Reihe von In- Grund der Thatsachen, die Sie selbst mit eigenen Augen und Knabe auch sein möge, so habe diefer zweifellos ebenfalls unter bizien sind zum Beweise der Schuld des Angeklagten herangezogen Ohren gehört und gesehen, Ihr Urtheil abzugeben. dem Druck der allgemeinen Erregung und auch erst einige Beit worden, ich habe Ihnen gestern bereits auseinandergesetzt, daß Auf Grund der Beweis aufnahme kann ich nicht anders, als nach dem Morde seine Wahrnehmungen mitgetheilt. diesen Indizien, wie die Verhandlung ergeben, jede objektive und auf Pflicht und Gewissen den Antrag auf Nichtschuldig zu theidiger geht noch näher auf die Beweisaufnahme ein und fubjektive Grundlage fehlt. Allein es ist von Buschhoff in glaub- stellen. Ich bitte Sie, meine Herren Geschworenen, sprechen schließt mit den Worten: Ich theile nicht die Hoffnung des haftester Weise nachgewiesen, wo er sich am Peter- Baulstage 1891 Sie den Angeklagten frei.( Halblantes Bravo im Auditorium.) Herrn Staatsanwalts, daß nach Schluß dieser Verhandlung die aufgehalten hat. Es dürfte Ihnen erinnerlich sein, daß Buschhoff Berth. Hechtsanwalt Stapper( Düsseldorf): Meine Herren Setze beendet sein wird, wir werden aber nach Abgabe Ihres aus Anlaß des Sterbetages seines Vaters Morgens gegen 51/2 1hr Geschworenen! Wenn ich in die Wertheidigung für Buschhoff ein- Wahrspruches sagen können: Die Wahrheit hat gesiegt! in die Synagoge gegangen ist. Er ist gegen 81/2 Uhr Morgens trete, dann erinnere ich zunächst an die Worte des Herrn Präsidenten Bertheidiger Rechtsanwalt Fleischhauer( Eleve): 3 nach Hause gekommen. Alsdann hat er verschiedene Geschäfts- bei Gröffnung der Sigung, nur nach bestem Wissen und Gewissen dürfte Ihnen bekannt sein m. H. Geschworenen, daß ich aus gänge gemacht. Gegen 91/2 Uhr Vormittags ist er wieder nach 3hr Urtheil abzugeben. Als in Düsseldorf noch die alte rheinische Anlaß der Uebernahme der Vertheidigung in der unerhörtesten Hause gekommen, hat im mittleren Zimmer mit den Zeugen Kriminalordnung bestand, bis zum 1. Oftober 1879 hatte der Weise angegriffen worden bin. Selbst im Abgeordnetenhause Rod und Trang verschiedene geschäftliche Angelegenheiten Vorsitzende die Pflicht, den Geschworenen den Art. 812 der hat ein Mann, teffen Stellung voraussetzen sollte, daß er besprochen. Etwa gegen 10 Uhr ist ullenboom mit seinem Pflege- Kriminalordnung vorzulesen, der folgenden Wortlaut hatte:„ Sie wenigstens bei der Wahrheit bleibt, mich in der unqualifizi find zu Buschhoff gekommen. Gegen 10/2 Uhr Vormittags ist schwören und geloben vor Gott und vor den Menschen, mit der barsten Weise verdächtigt. Ich kann Ihnen die Versicherung Buschhoff wieder fortgegangen und gegen 12 Uhr wieder nach gewissenhaftesten Aufmerksamkeit die Belastungsgründe zu prüfen, geben, meine Herren Geschworenen, daß ich troy all dieser Hause gekommen. Buschhoff hat durch einwandsfreie Zeugen welche gegen den Angeklagten vorgebracht werden sollen; nicht zu Berunglimpsungen es für meine höchste Ghre gehalten habe, ganz genau nachgewiesen, wo er sich während dieser Zeit auf verrathen das Interesse des Angeklagten, noch das der bürger- gerade den Angeklagten Buschhoff, deffen Unschuld von Anfang gehalten hat. Eine ganze Reihe von Beugen haben ihn während lichen Gesellschaft, welche ihn antlagt; mit Niemandem Rüdsprache so klar zu Tage lag, zu vertheidigen. Meine zehnjährige Thätig. Dieser Zeit gesehen. Daß die Zeitangaben stimmen, dafür bürgt zu nehmen, bevor sie Ihren Ausspruch gethan haben, nicht zu feit als hiesiger Anwalt enthebt mich der Mühe, mich Ihnen der Umstand, daß die Zeugen die Zeit nach dem Läuten zum hören auf die Stimme des Hasses oder der Bosheit, noch auf die gegenüber noch weiter zu rechtfertigen, umſomehr, da die Ehre Hochamt berechneten. Dies Läuten geht aber in pünktlichster der Furcht oder der Zuneigung; sich zu entscheiden nach den Be- der Angreifer nicht höher steht, als ihre Angriffe. Ich kann Weise vor sich. Gegen 1 Uhr Mittags hat Buschhoff mit seiner lastungsgründen und den Vertheidigungsmitteln, nach Ihrem Ge- Ihnen aber auch die Versicherung geben, daß ich nie und nimmer Familie Mittag gegessen. wissen und Ihrer innigsten Ueberzeugung, mit der Unparteilich einen Mann vertheidigen würde, von dem ich auch nur vers Er hat alsdann ein fleines Mittagsschläfchen gehalten und feit und Festigkeit, die einem braven und freien Manne muthen könnte, daß Blut an seinen Fingern flebt. Wäre ich hierauf die Beitung gelesen. Gegen 2 Uhr Nachmittags ist geziemen". Meine Herren Geschworenen! Wenn Sie, woran ich von der Unschuld des Buschhoff nicht überzeugt, hätte ich in Siegmund Isaat und das Fräulein Kahn zu Buschhoff nicht zweifle, in diesem Sinne Ihr Amt auffassen, dann kann dieser Beziehung auch nur noch einen Zweifel, ich stände ficher gekommen und sind bis 4 Uhr Nachmittags dort ge- Ihr Urtheil nur auf Nichtschuldig lauten. lich nicht an dieser Stelle. Sie werden sich zu erinnern wissen, blieben. Gegen 8 Uhr Nachmittags ist Buschhoff zur Pumpen Dieser Tag wird ein Ghrentag für Sie sein, denn Sie geben meine Herren, daß, als im Dezember v. J. die Haftentlassung des Kirmes gegangen, ist bei dieser bis 5 Uhr geblieben, ist alsdann einem anständigen, schwer geprüften Manne die Freiheit, einer Angeklagten erfolgte, sich ein Sturm der Entrüftung in der antiin die Gastwirthschaft zu Schaut gegangen und dort geblieben Familie den Gatten und Bater, einer Gemeinde ein Mitglied semitischen Presse erhob, obwohl mit dieser Haftentlassung bas bis die Nachricht von der Auffindung der Leiche eintraf. Sie er- wieder, das bisher in der unerhörtesten Weise dem Haß und der Verfahren noch nicht eingestellt war. Zu dieser Hetze gefellte sich innern sich, daß auch genau nachgewiesen wurde, wo sich Frau Berfolgung eines urtheitslosen Böbels ausgesetzt war. Sofort der Messerbefund des Kreisphysikus Dr. Bauer. Dies war die Buschhoff den ganzen Tag über aufgehalten hat. Ja, ich muß als die That entdeckt wurde, da stand es bei der Menge feft, es Veranlassung, daß die Wiederverhaftung Buschhoff's und schließ gestehen, in meiner langjährigen, triminalistischen Praxis ist mir müsse ein Ritualmord geschehen sein. Das alte, mittelalterliche lich auch die Gröffnung des Hauptverfahrens beschlossen wurde. noch kein Fall passirt, wo der Alibibeweis in so überzeugender Märchen, das man schon längst begraben glaubte, war wieder Legtercs geschah nicht, weil man an seine Schuld glaubte, fon Weise gelungen ist. Es ist auch genau festgestellt worden, wo sich aufgetaucht. Die Hauptursache war, daß Dr. Steiner fest- dern weil man der Welt den Beweis liefern wollte, daß an all der fleine Siegmund Buschhoff den Tag über aufgehalten hat. stellte, daß fein Blut oder zu wenig Blut bei der den Verdächtigungen kein wahres Wort ist. Und die Verhandlung, Es fällt damit auch der Verdacht, daß Siegmund Buschhoff der Leiche gefunden wurde. Mit Bligesschnelle verbreitete deren Leitung an Unpartetlichkeit jedenfalls nichts zu wünschen Thäter sein könnte. Bekanntlich hat ganz besonders der Zenge sich das Blutmärchen durch ganz Deutschland und wurde übrig ließ, hat die Unschuld des Buschhoff in glänzendster Weife Mallmann die Behauptung aufgestellt: Siegmund Buschhoff von Herrn Dr. van Housen sofort nach Emmerich ge- nachgewiefen. Der Herr Erste Staatsanwalt hatte Recht, wenn tönnte der Mörder sein. Es muß außerdem berücksichtigt werden, tragen. Sie erinnern sich, meine Herren Geschworenen, daß er fagte: Mit größerer Genauigkeit hat noch niemals ein Anbaß, wenn in der Wohnung des Buschhoff der Mord ausgeführt Herr Dr. van Housen erst, nachdem er die Obduktionsbefunde geklagter sein Alibi nachgewiesen. Und wie benahm sich der worden wäre, angesichts der kleinen Räumlichkeiten und der hier eingesehen, die Erklärung abgegeben hat: Nun habe ich mich ngeklagte? Er, der so sehr Verfolgte und Geschmähte, der leichten Bauart des Buschhoff'schen Hauses doch Jemand ein überzeugt: ich halte auch den Fundort für den Thatort; ich habe unter der furchtbaren Antlage, einen Mord begangen Schreien, Wimmern oder Wehklagen hätte hören müssen. zur Zeit mein Urtheil auf Grund oberflächlicher Besichtigung haben, sich seit so langer Zeit in Untersuchungshaft be Nun könnte man sagen: der Mord fann im Keller statt- abgegeben. Es ist ja noch ein anderes Motiv für den Mord findet, er hat nicht ein hartes Wort gegen die ihn belastenden gefunden haben. Sie haben gehört, daß uns eine Waschfrau be- angegeben worden. fundete: sie habe den Keller furz vor dem jüdischen Osterfeste Beugen, die aus jedem Vorkommniß Kapital zu schlagen suchten, Sie erinnern sich, daß Herr Kriminalkommissar Wolff der die gereinigt und sie wiffe ganz genau, daß nach dieser Zeit eine Meinung gewesen ist: Buschhoff habe den Knaben getödtet, weil Theilnamlosigkeit auf. Jedenfalls hat die Verhandlung ergeben, Reinigung des Kellers nicht stattgefunden hat. Aber abgesehen er ihm den fleinen Schaden am Grabstein zugefügt habe. Eine daß kein Zeuge den Segmann'schen Eheleuten so viel Theilnahme davon, so hat gestern der Augenschein ergeben, daß der Keller folche Annahme kann wohl die Phantasie eines Dichters sein, der bekundet hat, als gerade der Angeklagte. Dieser hat sich aber sehr wenig zur Ausführung einer solchen That geeignet war. einen Kriminalroman zu schreiben beabsichtigt, der Richter kann auch als ein in jeder Beziehung wahrheitsliebender Mann er Sie haben sich überzeugt, daß man vom Nachbarhause aus Alles, aber eine solche Wermuthung nie und nimmer für wahr halten. wiesen. was im Keller gesprochen wurde, sehr genau hören und zum Ich muß ausdrücklich bemerken, meine Herren, daß gleich Nicht eine unwahrheit konnte ihm nachgewiesen werden. Theil auch in den Keller hineinsehen konnte. Allein Niemand nach Entdeckung der That die Behörden sich alle Mühe ge- Als ihm gesagt wurde: er solle bei unerheblichen Dingen doch hat irgend etwas Berdächtiges gehört oder gefehen. Und daß geben haben, den Thäter zu ermitteln. Herr Landgerichtsrath lieber zugestehen und sich nicht auf's Leugnen legen, da ant der ermordete Knabe geschrieen und geweint haben muß, das ist Bririus hat ebenfalls, das beweisen die vielen von ihm vor wortete er, ich kann doch nichts zugeben, was nicht wahr ist. doch selbstverständlich. Daß eine vorherige Betäubung statt genommenen Bernehmungen, alles mögliche gethan, um Klarheit gefunden, haben die medizinischen Sachverständigen absolut au schaffen. Wäre der Mord nicht sofort zum Objekt einer fort; Der Vertheidiger geht hierauf des Näheren auf die Be in Abrede gestellt. Da überein Glaubenshetze gemacht worden, wer weiß, ob es nicht gelungen Ich kann die Hoffnung des Herrn Ersten Staatsanwalts nun die Aerzte stimmend bekundet haben, daß der Mord am Fund wäre, schon nach den ersten 8-14 Tagen den Mörder zu ent- auch nicht theilen, daß die antisemitische Hege mit diesen ort stattgefunden hat, so ist auch nicht einzusehen, weshalb decken. Sie werden sich erinnern, meine Herren Geschworenen, Prozeß ein Ende haben wird. Der kleine Hegmann in das Buschhoff'sche Haus hineingezogen daß in einer geradezu unerhörten, bisher noch nicht dagewesenen weiter gelogen werden. Es ist eine daß, Ich fürchte, es wird worden sein soll. Viel näher hätte es doch gelegen: das Kind Weise die Gerichtsbehörden aus Anlaß dieses Verbrechens an- um eine Wahrheit zu verwischen, mindestens 7 Lügen nothin den Porteweg zu ziehen und es alsdann in die Küppers'sche gegriffen worden sind. wendig sind. Ich bin aber der Meinung, es sind 7 mal 70 Lügen Scheune zu führen. Sie erinnern sich vielleicht, meine Herren, jener Sigung des nothwendig, um das Lügengebäude der Antisemiten aufrecht au Ich komme somit zu dem Resultat, daß der fleine Hegmann Abgeordnetenhauses, in der der Abgeordnete Rickert vorlas, daß erhalten. Allein die große Sorgfalt und Aufmerksamkeit, mit der weder in das Buschhoff'sche Haus gezogen, noch bort versteckt ge- eine Zeitung geschrieben habe:" Es liegt ein Ritualmord vor, Sie, meine Herren Geschworenen, den Verhandlungen gefolgt halten und daß der Mord in der Küppers'schen Scheune be- Buschhoff und kein Anderer ist der Mörder." Wenn man erwägt, wie sind, giebt mir die Gewähr, daß, wenn auch die Lügen nicht ver gangen worden ist. Dies steht bombenfest. Ich wende mich nun alle Bemühungen der Behörden, den Schuldigen zu ermitteln, stummen werden, so doch in diesem Saale Recht und Gerechtig zu dem Zeugen Ullenboom. Herr Bürgermeister Schleß hat be- durch das Blutmärchen getrübt worden sind, dann muß man die feit geübt werden wird. Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß fundet: Gr kenne den Ullenboom nicht genau, den Water, der ein Ueberzeugung gewinnen, daß System in dieser Hege liegt. mit diesem Prozeß das alte Blutmärchen aus der Welt ver hochachtbarer Mann war, habe er beffer gefannt, allein er habe Die Leute hatten gar kein Interesse, daß der wirklich Schuldige schwinden wird. Wenn Sie aus diesem Saale fortgehen, über Ullenboom niemals etwas Nachtheiliges gehört, nur sei der ermittelt werde, die That an sich war ihnen aber ein will bann ersuche ich Sie, das Bild eines Mannes in Ihr Herz freundschaftliche Berkehr zwischen Uilenboom und dem Buschhoff tommenes Agitationsmittel. Es ist hier nicht meine Aufgabe, mitzunehmen, der, obwohl feit so langer Zeit der Freie aufgefallen. Allein biefer freundschaftliche Verkehr ist doch eine Rede gegen das Treiben der Antisemiten zu halten. Wenn beit beraubt, feiner Familie entriffen, und durch eine die nahe Nachbarschaft Beider erklärlich. Daß die Leute es als ihre Aufgabe betrachten, dahin zu wirken, daß wüste Hebe genöthigt sein wird, das bittere Brot des Almosens Durch Die Sigung ist geschlossen. B zu essen, sein Geschick mit Ergebung getragen hat, weil er weiß,[ versität zu Innsbruck, indem er die Abgabe eines Gutachtens baß er unschuldig ist, weil er weiß, daß die Wahrheit an den über den Ritualmord ablehnte, legieren als Schwindel beTag kommen muß und daß in Preußen noch Recht und Gezeichnete. Das Publikum begleitet das freisprechende Urtheil mit einem stürmischen Bravo. rechtigkeit geübt wird. Ich erinnere Sie im Weiteren daran, daß Herr Professor Buschhoff weint heftig. Dr. Nöldecke eine Reihe hervorragender Orientalisten wie den Nach etwa einer Stunde reiste Buschhoff mit seiner Familie Geh. Regierungs- Rath Profeffor Dr. de Lagarde u. f. w. nannte, von hier ab. Auf dem Bahnhof war infolge deffen ein furchtdie sich in derselben Weise wie er über den Ritualmord aus- barer Andrang, zu irgend welchen Rubestörungen ist es nicht gesprochen haben. Sie haben endlich von Herrn Profeffor gekommen. Dr. Nöldecke gehört, daß der Talmud nicht blos den Blutgenuß an sich verbietet, sondern sogar vorschreibt, selbst den Schein zu vermeiden, als ob man Blut genieße. Professor Dr. Delitzsch hat begutachtet, daß weder im Zohar noch im Sefer Halkutim etwas von einem Ritualmorde enthalten sei. Ich kann meine Bertheidigung um so mehr abkürzen, da die Bertreter der Anklagebehörde in diesem Prozeß das schönste Recht Der Staatsanwaltschaft ausgeübt haben, das nicht blos darin besteht, den Schuldigen zu verfolgen, sondern auch dem unschuldig Verfolgten ihren Schuh zu gewähren. Es tritt hierauf eine längere Pause ein. Nach Wiedereröffnung der Verhandlung ist der Zuhörerraum und die Tribünen Kopf an Kopf gefüllt, so daß im buch stäblichen Sinne des Wortes fein Apfel zur Erde gehen tonnte. Ich muß nun hervorheben, daß kein Zeuge dem Buschhoff hörigkeit ermöglicht, mit der gespanntesten Aufmerksamkeit den Plaidoyers folgter hält unaufhörlich seine Hand hinter dem Ohrbricht oftmals in Thränen aus. Präsident: Angeklagter Buschhoff, haben Sie noch etwas Ihrer Bertheidigung anzuführen? Buschhoff: Nein, Herr Präsident. zu Versammlungen. G3 nimmt sofort das Wort Vertheidiger Rechtsanwalt ein anderes Motiv als den Ritualmord untergeschoben hat. Es Eine öffentliche Versammlung der Puzzer Berlins, ammersbach( Köln): Meine Herren Geschworenen, der Fall ist uns allerdings von berufener Seite gesagt worden, zur Auf- welche am Montag Nachmittag von etwa 1000 Personen besucht Buschhoff, der uns 10 Tage lang beschäftigt hat, geht seinem rechterhaltung der Anklage bedarf es feines Motive. Bei einem war, fette die in der Versammlung am 20. Juni begonnene Ende entgegen. Es unterliegt feinem Zweifel, daß der Prozeß Spizbuben, einem Raufbold mag wohl dieser Grundsatz mit Diskussion über das Thema fort:„ Die wirthschaftliche Lage in in den Spalten der Zeitungen noch lange Zeit Gegenstand der Recht zur Anwendung gelangen, allein wenn man einen Mann unserem Gewerbe, und welche Mittel find anzuwenden, den UebelErörterung sein wird. Auch die Bevölkerung in Xanten dürfte wie den Angeklagten Buschhoff eines so schweren Verbrechens wie ständen entgegen zu treten?" Der Vertrauensmann Förster fich noch lange mit der Angelegenheit beschäftigen, für uns ist des vorliegenden beschuldigt, dann entsteht doch unwillkürlich die theilte mit, daß über die bisher eingegangenen Beschwerden noch jedoch nach wenigen Stunden die Angelegenheit durch Ihren Frage, was ist wohl die Ursache des Verbrechens? Das von dem nicht gesprochen werden könne, und empfahl die Wahl einer Wahrspruch erledigt. Meine Herren, als die Verhandlung be- Kriminalkommissar Wolff vermuthete Motiv ist schon aus psycho- Kommission, welche zunächst die Verhältnisse auf den Kasernengann, da haben wir, die wir die Akten kannten, die Freisprechung logischen Gründen zu verwerfen. Es ist einmal undenkbar, daß der bauten in Moabit, bei der Firma Held u. Franke, sowie erwartet, nachdem wir aber die Beweisaufnahme gehört, ist diese Angeklagte den Knaben geschlagen und um zu verhüten, daß dies in Zukunft alle eingegangenen Beschwerden untersuchen und als Erwartung bei uns zur Gewißheit geworden. nicht herauskomme, den Knaben ermordet hat und andererseits Material der Versammlung unterbreiten soll. Eine Anfrage des Die Herren Vertreter der Staatsanwaltschaft und meine beiden ist nicht anzunehmen, daß der Knabe, wenn er mißhandelt worden, Kollegen Schulz, ob die betr. Person, welche als KolonnenHerren Kollegen haben den Gang der Beweisaufnahme in so er sprach und willenlos geworden wäre, sondern er hätte zweifellos führer auf dem Bau thätig war, auch bekannt sei, beantwortete schöpfender Weise beleuchtet, die Beweisaufnahme hat im Uebrigen geschrieen und geweint. Ersterer dahin, daß es ein Herr Kube sei; Gärtner meinte, daß ein derartiges Ergebniß gehabt, daß ich es nicht für nöthig halte, Sie Dieser Ansicht ist auch Herr Geheimrath Bellmann. Nie man bei 18 Pf. für den Quadratmeter wohl nicht mehr 54 M., noch mit einer langen Rede aufzuhalten. Ich will nur zwei mand hat aber den Knaben weinen oder schreien gehört. Ich wie einige sich rühmen, pro Woche verdienen könne, jedenfalls Buntte beleuchten, die in der Verhandlung eine Rolle gespielt erachte es für überflüssig, nochmals auf den objektiven Thatbestand verstehe sich dieser Verdienst für zwei Mann zusammen. Es haben. M. H. Ein Hauptpunkt der Verhandlung war das Gut einzugehen. Der Angeklagte hat nicht bloß in der überzeugendsten entspann sich dann eine äußerst lebhafte Auseinandersetzung achten des Herrn Kreisphysikus Dr. Bauer über das Messer, das Weise sein Alibi nachgewiesen, es ist ihm selbst von seinen er über das immermehr überhand nehmende Kolonnenwesen, wobei, angeblich bei Ausübung des Mordes gebraucht wurde. Sie bittertsten Feinden das Zeugniß eines gutmüthigen, braven und wie Dähne mittheilt, nur drei Mark pro Tag verdient werden wissen, daß das Gutachten die Wiederverhaftung des Angeklagten ehrlichen Mannes ausgestellt worden. Sie sind außerdem selbst fönnten. Auch die Affordarbeit müsse möglichst beseitigt und veranlaßt und zum Theil auch die Veranlassung zur Erhebung Beuge gewesen, wie der Angeklagte beim Anblick seines an dem Tagelohn von 7 M. festgehalten werden, um die Arbeitsder Anklage gegeben hat. zerstörten Besitzthums in Thränen ausbrach und wie er in losen von der Straße auf den Bau zu bringen, man möge den in Herr Kreisphyfikus Dr. Barter hat sein Gutachten allerdings ber unbefangensten Weise jede Auskunft So übel den Kreisen der Kollegen noch stark wuchernden Egoismus beaufrecht erhalten, daß der Mord mit dem bei Buschhoff beschlag- es ihm auch ergangen ist, er hatte kein Wort des Hasses oder des kämpfen, dann werde nicht nur der Anschluß an den allgemeinen nahmten Messer Nr. 13 ausgeführt ist. Es ist nicht unwahr- Bornes, weil er weiß, daß er unschuldig ist und weil er Gott- deutschen Maurerverband möglich sein, sondern man werde auch fcheinlich, daß das Gutachten des Herrn Dr. Bauer ebenfalls dazu vertrauen hat. Als ich ihm sagte, daß nun die öffentliche Ver- die der Organisation fernstehenden Kollegen heranziehen und ihnen beigetragen hat, die Sachlage 3 trüben. Sie werden sich er- handlung stattfinden werde, da sagte er mir: Gott sei Dank, da Vertrauen einflößen, damit nicht, wie es jetzt häufig vorkomme, innern meine Herren, daß die medizinischen Sachverständigen mit wird meine Unschuld zu Tage treten. Sie, die Richter der That sich die Maurer nebenbei für geringeren Lohn als Buyer verBestimmtheit feststellten, daß der Halsschnitt fein Schächtschnitt, frage, sind nun berufen, über das Schicksal Buschhoff's zu ent- dingen. Während die Zahl der Bauten zurückgegangen sei und nicht einmal ein Meggerschnitt war. Die medizinischen Sachscheiden. Ich spreche im Einverständniß mit den Herren Ver- voraussichtlich sich in den nächsten Jahren nicht heben würde, verständigen bekunden, daß der Schächtschnitt stets senfrecht nach tretern der Staatsanwaltschaft und mit meinen Herren wäre die Zahl der Kollegen um das Doppelte gestiegen. Bei der der Luftröhre zu ansehe, während der Halsschnitt des Ermordeten Kollegen, wenn ich sage: Ihr Wahrspruch kanu nur überaus anstrengenden Thätigkeit, welche Rheumatismus und zeigte, daß das Messer schräg eingesetzt war. Die medizinischen lauten:„ Auf Ehre und Gewiffen bezeuge ich vor Gott und den andere schwere Krankheiten im Gefolge habe, sei Aufklärung und Sachverständigen begutachteten endlich, daß das Meffer Mr. 13 Menschen, der Angeklagte Buschhoff ist unschuldig." Ginigkeit erforderlich, um nicht wieder auf den Standpunkt von absolut ungeeignet zur Ausführung des Mordes war, daß viel- Der Angeklagte Buschhoff, der, soweit es ihm seine Schwer- 1889 herabzufinden. Es folgte nun eine Auseinandersetzung über mehr anzunehmen ist, der Halsschnitt sei mit einem Brotmesser den 1889 verloren gegangenen Streit und über die Haltung der ausgeführt worden. damaligen Leiter desselben, zwischen Gertig und Radloff Hätte Herr Kreisphyfikus Dr. Bauer sein Gutachten nicht einerseits und Buchholz und Dietrich andererseits, abgegeben, dann wären Sie höchstwahrscheinlich mit der An welch letteren Beiden sich, unter Zurückweisung der ge gelegenheit nicht beschäftigt worden, denn das Gutachten des Dr. machten Vorwürfe, die Herren Dähne, Gröschte, Schulz Bauer war die Hauptursache, daß die Anklage erhoben wurde. u. A. anschlossen; man möge endlich einmal den alten Streit Aber noch ein anderes Moment ist es, das ich beleuchten muß, Ein zum Himmel schreiendes, schweres Verbrechen, so bemerkt zwischen Pußern und Maurern begraben, und sich gemeinsam da es ebenfalls einen Theil der Verhandlung gebildet hat, es ist der Präsident bei der hierauf folgenden Rechtsbelehrung, ist Ihrer unter Wahrung der beiderseitigen gemeinsamen Interessen dent dieses das immer wieder auftauchende Märchen: die Juden Beurtheilung unterbreitet. Das Gesetz verbietet mir, in eine Bentralverband der Maurer anschließen. Buchholz hob be brauchen zu Heils- oder rituellen Zwecken Christenblut. GB ist Würdigung der Beweismittel einzutreten. Ich glaube auch, die sonders hervor, daß er speziell nur gegen den Anschluß an die Ihnen bekannt, daß die Bevölkerung in Xanten, höchst wahr Verhandlung in einer Weise geleitet zu haben, daß Niemand er Berliner Maurer gewesen sei und auf diesem Standpunkt scheinlich veranlaßt durch das Gutachten der Herren Dr. Steiner rathen kann, ob ich für Freisprechung oder für Verurtheilung des auch heute noch verharre; wenn erst die Berliner Maurer ihre und van Housen sofort die Behauptung aufstellte: es ist ein Angeklagten bin. Ich will jedoch bemerken, daß das Gericht bei Sonderstellung aufgäben, sei die ganze Streitfrage mit einem Ritualmord begangen worden. Es unterliegt keinem Zweifel, daß dieser Berhandlung ein von allen anderen Verhandlungen ab- Whale gelöst. Als Vertrauensmann wurde Förster N.W., dieses Gerücht das Haupthemmniß für eine erfolgreiche Thätigkeit weichendes Verfahren beobachtet hat. Während sonst, sobald die übeckerstraße 43; 5. Neumann, W.; Radloffi S.O.; bildete, die Sache zu klären. Als wir hörten, daß die Anklage öffentliche Verhandlung begonnen, neue Beweise nicht mehr zu Hohendorff S.O. und Deumich N. als Mitglieder der erhoben worden sei, da war ich mit meinen Kollegen der Uebergelassen werden, find wir mit Rücksicht auf die große Tragweite Kommission gewählt, welche das Material für die künftige zeugung, daß die Staatsanwaltschaft nicht den Boltsaberglauben und die Wichtigkeit des Falles, auf alle uns im Laufe der Ver- Agitation den verschiedenen Stadtgegenden entsprechend herbeides Blutmärchens theile, sondern daß sie andere Gründe handlung angebotenen Beweise eingegangen. schaffen und die Agitation selbst in die Hand nehmen wird. Die Anfür die Erhebung der Anklage habe. Für die Staatsanwalt- Alle diese Beweise haben sich als eitel Dunft erwiesen. Die gelegenheit Förster und Grothmann wird, da Grothmann schaft war, davon waren wir von vornherein überzeugt, ein anonymen Briefschreiber werden vielleicht ihre Freude daran nicht anwesend, in einer der nächsten Versammlungen erledigt wissenschaftliches Gutachten über den Ritualmord nicht er haben, daß es ihnen gelungen ist, den Gerichtshof derartig hinter's werden. Nachstehende Resolution fand einstimmige forderlich. Licht zu führen. Ich gönne ihnen diese Freude. Wir haben die Annahme: Allein Sie haben gesehen, meine Herren, das im Hinter Genugthuung, daß wir in dem Prozeß, der in der ganzen Welt Die heute in der Berliner Ressource tagende öffentliche Bergrunde der Zeugenaussagen der Ritualmord stand. Man konnte das größte Aufsehen erregt, nichts versäumt haben, daß wir weder sammlung der Puzer Berlins und Umgegend erklärt: In Erwä es dem Zeugen Mallmann nachfühlen, daß er im Herzen die Mühe noch Zeit gescheut haben, um Aufklärung zu schaffen. gung, daß bei der allgemeinen wirthschaftlichen Krise, bedingt Ueberzeugung von dem Ritualmorde hatte und aus diesem Ich freue mich, daß auch die Herren Geschworenen mit der durch die kapitalistische Produktionsweise, der Schwindel im Bau Grunde den Buschhoff für den Thäter hielt. Das angebliche größten Aufmerksamkeit dem Gange der Verhandlung gefolgt gewerbe in aller Moral spottender Weise sich breit macht, die Fehlen des Blutes bei der Leiche und der angebliche Schächtschnitt sind. Dies giebt mir die Gewähr, daß Sie, meine Herren Ge- Arbeiter in der raffinirtesten Weise ausgebeutet und hierin ohne war die Beranlassung, daß dieser alte Volksaberglaube auftauchen schworenen meine bei Eröffnung der Verhandlung an Sie ge- jeglichen Schutz seitens der heutigen Gefeßgebung gelassen werden, fonnte. Das Märchen ist so thöricht, daß ich kurz darüber richtete Ermahnung: nur auf der Grundlage der Verhandlung ist die Umwandlung der heutigen fapitalistischen Produktionshinweggehen könnte, wenn ich nicht wüßte, daß dasselbe in den nach bestem Wissen und Gewissen Ihren Wahrspruch abzugeben, weise in die genossenschaftliche auf sozialistischer Grundlage Köpfen der unwissenden Bevölkerung spukt und zu politischen befolgen werden. Sie wissen, daß die politischen und sozialen durchaus nothwendig; ferner ist es Pflicht eines jeden Parteizwecken genährt wird. Wenn man uns Christen vorwerfen Gegenfäße sich immer mehr verschärfen, daß die Bevölkerung Kollegen, welcher sich mit Busarbeit beschäftigt, an dem von den würde: wir brauchen das Blut Andersgläubiger und müffen da- Deutschlands zum Theil aus Judenfreunden, zum Theil aus Puzern Berlins wiederholt beschlossenen neunstündigen Arbeitstag her Morde begehen, dann würde ich antworten: In unseren Judengegnern besteht. Den Ausdruck„ Antisemiten" will ich nicht von Morgens 7 bis Abends 6 Uhr mit den üblichen Frühstücks-, Grundgesehen, in den Zehn Geboten steht:" Du sollst nicht gebrauchen. Allein die Wogen des Parteigetriebes dürfen nicht Mittags- und Besperpausen) sowie dem bisher üblichen Lohnfah tödten. Damit ist eigentlich die ganze Beschulbigung widerlegt. bis an den Richtertisch heranreichen. von 7 M. pro Tag unter allen Umständen festzuhalten. Da Wir dürfen aber nicht vergessen, daß wir Christen die Zehn" Der Richter steht auf einer höheren Warte als auf ferner das System der Puzmeisterschaft, deren Mitglieder unter Gebote erst seit 1900 Jahren unser eigen nennen, während die der Sinne der Partei." Dieses Dichterwort muß auch Ihnen dem Schein der Kollegialität ihre Mitarbeiter oft noch um den vom Juden die Zehn Gebote seit 3000 Jahren haben. És kommt aber als Richtschnur dienen. Vor dem Richterstuhle find alle Unternehmer gezahlten Lohn prellen, durchaus verwerflich ist, noch hinzu, daß den Juden der Blutgenuß überhaupt verboten Menschen gleich. Der Richter hat nicht danach zu fragen, ob der erblickt die Versammlung nur im Anschluß Aller an die Organi ist. In dem auch jedem Christen zugänglichen alten Testament ist Angeklagte ein Jude oder ein Christ ist, er soll ohne Ansehen fation das einzige Mittel, dem entgegen zu treten. Die Verzu lesen:" Ihr sollt kein Blut essen, wer Blut ißt, der soll aus der Person urtheilen und sich von dem Parteigetriebe der sammlung beschließt demgemäß, zur Klarlegung und Ueberwachung gerottet werden aus meinem Volke, ich werde mein Antlig von ihm ab- Außenwelt nicht beeinflussen lassen. Sie haben eine Reihe von der hervorgetretenen Uebelstände, dem Vertrauensmann eine wenden." Es ist charakteristisch, daß in China und Madagaskar Buschriften erhalten, ich bin aber überzeugt, Sie werden keinerlei Rommission von vier Kollegen zur Seite zu stellen, deren Recht von der dortigen Bevölkerung dieselbe Anschuldigung gegen die fremden Einfluß auf sich einwirken laffen. Sie haben die und Pflicht es ist, die etwaigen Beschwerden zu untersuchen, die Christen erhoben wird und als Ursache der Christenverfolgung Pflicht, sowohl der Anklage als auch dem Angeklagten gerecht zu Namen der betreffenden Unternehmer bezw. Kollegen zu veröffentbient. Und ehe das Christenthum seinen Siegeslauf antrat, werden und zwar lediglich auf Grund der Ihnen vorgeführten lichen und geeignete Borschläge zu etwa nothwendig werdenden the es die herrschende Religion war, da haben die Römer den Berhandlung. Repressivmaßregeln zur Durchführung obiger Beschlüsse zu machen." Christen dasselbe Märchen angedichtet und zahllose Christen Ich hielt es für nöthig, dies hervorzuheben, um damit gleichzeitig den Standpunkt des Gerichtshofes kundzugeben. Der Eine öffentliche Versammlung der Maler und Anbrauchen, ist bei uns im 18. Jahrhundert aufgetaucht. Damals Präsident giebt im Weiteren den Geschworenen die vorgeschriebene streicher Berlins, welche von etwa 1000 Personen besucht war, genoß aber der unglückliche Angeklagte noch nicht den Schutz, Rechtsbelehrung und bemerkt diesen, daß der Antrag des Staats- fand am Sonntag Vormittag statt. Im Anschluß an die bereits Den er heute hat. Da trat die größte Macht der damaligen anwalts auf Nichtschuldig sie nicht verpflichte, dem Antrage bei vor etwa drei Wochen stattgehabte Versammlung sollte in dieser Beit, der Bapft auf, um dies wärchen zu widerlegen und die zustimmen. Der Präsident schließt die Rechtsbelehrung mit den Bersammlung Stellung genommen werden gegen die in jüngster Juden vor Verfolgungen zu schützen. Worten: Nun lege ich das Schicksal der Anklage und des. An- Zeit im Malergewerbe sich häufenden Lohnreduktionen. W. denen dieser Voltsaberglaube mit der größten Entschiedenheit Liebknecht hatte das Referat übernommen. Derfelbe bemerkte Ich könnte Ihnen zahlreiche päpstliche Bullen vorlegen, in geklagten vertrauensvoll in Ihre Hände. Der Geschworene Graf v. Loe frägt: Ob die Geschworenen zunächst, man folle nicht glauben, daß in der Arbeiterbewegung bekämpft wird. In den Jahren 1247 und 1253 hat eventuell die Frage wegen Beihilfe oder Mitwissenschaft fon- die Gewerkschaften erst in zweiter Linie fämen, diese Ansicht sei Innoncenz IV. sich mit sehr heftigen Worten gegen den struiren können. Der Präsident bemerkt, daß die Geschworenen falfch; aus seinen eigenen, in England während seines dortigen Boltsaberglauben gewendet. Ich will Sie mit dem Berlesen der lediglich die ihnen vorliegende Schuldfrage zu beantworten jahrelangen Aufenthalts, insbesondere bei den Trade Unions ge Bullen nicht behelligen, es würde dies schließlich stundenlang auf- haben. machten Erfahrungen schließend, sei er aber stets der Meinung halten. Allein sei dem 13. Jahrhundert ist das Märchen nicht| Die Geschworenen ziehen sich hierauf zur Berathung zurück. gewesen, daß die einseitige gewerkschaftliche Bewegung zur mehr aus der Welt verschwunden. Nach etwa einer halben Stunde kehren die Geschworenen Bersumpfung führe, dafür seien die Trade Unions in England Es ist immer wieder aufgetaucht und hat zu Judenverfol- zurück und es verkündet der Obmann, Graf von Loe, unter ge- der beste Beweis. Diese seien feineswegs, wie mancher noch gungen Beranlaffung gegeben, Wiederholt haben sich Gelehrte spanntester Aufmerksamkeit des zahlreichen Bublifums: Auf Ehre glauben möge, Kinder der Neuzeit, sondern ihr Ursprung reiche damit beschäftigt und Gutachten abgegeben. Sie haben von dem und Gewissen bezeuge ich vor Gott und den Menschen: Der unter verschiedenen Formen bis ins Mittelalter. Aber die als Sachverständigen hier erschienenen Professor Dr. Nöldecke Wahrspruch der Geschworenen lautet auf die Frage: Ist der durch Einführung der Dampfmaschine in den Betrieb gehört, daß im Jahre 1714 die theologische Fakultät der Univer- Angeklagte Adolf Buschhoff schuldig, am 29. Juni 1891 den ber Industrie entstandene entstandene Revolution habe namentlich fität zu Leipzig auf Veranlassung des Landesherrn ein Gutachten Knaben Johann Hegmann zu Xanten vorfäglich getödtet zu in England eine gesellschaftliche Umwälzung, zunächst bei den dahin abgegeben hat, daß der Ritualmord in den religiösen Satzungen haben und zwar, indem er die Tödtung mit Ueberlegung aus arbeitenden Klassen herbeigeführt und neue Ideen erzeugt und der Juden nicht vorgeschrieben sei und daß keine Anhaltspunkte für führte: dadurch die Gewerkschaften verjüngt. Das Kapital hatte in Engdiesen Boltsaberglauben in der jüdischen Literatur vorhanden land gegen Ende des vorigen Jahrhunderts, durch die Entwickelung seien. In dem im Jahre 1883 vor dem Wiener Landgericht| Nunmehr wird Buschhoff wieder auf die Anklagebant ge- der Großindustrie eine Revolution erzeugt, die alle gesellschaftund diesem vom Gerichtsschreiber der Wahrspruch vor lichen Verhältnisse umänderte. Die Folge davon war, daß sich, österreichischen Abgeordneten Block traten Professor Dr. Nölbecke gelesen. veranlaßt durch die vom Kapital geschaffene Gesetzgebung, auf und Lizentiat Wünsche als Sachverständige auf. Die Vertreter der Statsanwaltschaft erklären, daß sie keine Seiten der Arbeiter geheime Gesellschaften bildeten, wie sie in Beide Sachverständige gaben dasselbe Gutachten ab. Sie Anträge zu stellen haben. dem von Disraeli verfaßten, auch früher im Volksblatt" ers haben gehört, daß Herr Professor Dr. Nöldecke sagte:„ Ebenso j Sierauf verkündet der Präsident, Landgerichts Direktor schienenen Roman Sybil" in geschichtlicher Treue geschildert sind, Kluth: Im Namen Seiner Majestät des Königs hat der Ge- und deren Mitglieder sich durch allerlei geheime Zeremonien, wie Gisenbahnwesen, behaupten ben Bestimmtheit fann ich sagen: im richtshof für Recht erkannt, daß, nachdem die Herren Geschworenen sie ähnlich bei den fälschlich bis zu den alten Egyptern zurückTalmud steht nichts vom Ritualmord." Sie haben ferner gehört, die Schuldfrage verneint haben, der Angeklagte Buschhoff von der geführten Freimaurerorden üblich sind, einander verpflichteten. daß Herr Profeffor Dr. Nöldede die immer wiederkehrende Be Anklage des Mordes freizusprechen und die kosten des Verfahrens mit Hilfe der Gesetzgebung, die den Fabrikanten diente, knebelte bas hauptung, daß den Juden der Ritualmord geboten fet, als frivol der Staatskasse aufzuerlegen feien. Kapital durch die Anti- Kombination Laws- Gefeße gegen Arbeiter bezeichnete. Sie haben ferner von Herrn Professor Dr. Nöldecke Außerdem hat der Gerichtshof beschlossen, den Angeklagten vereinigungen das Koalitionsrecht, um den Widerstand fofort aus der Haft zu entlassen. der Arbeiter gegen die um jene Beit aufkommende und rasch überhand Nein. % " und . Dem Dr. dem nehmende Frauen- und Kinderarbeit, sowie gegen die Verlängerung weiterung und den Ausbau der Organisation, und zwar nach| Wirth in Streit gekommen waren, dem legteren den Säbel auf Der Arbeitszeit zu brechen. Der Born der geheimen Befellenverbände allen Richtungen hin thätig zu sein. Selbst ist der Mann. In die Brust. Die anwesenden Zivilisten beförderten darauf die galt namentlich den als Schwarze Schafe und Scab3" bezeich der Hand der Arbeiterklasse liegt ihr Schicksal. Die Kraft ist da, beiden Soldaten einfach an die frische Luft. neten Arbeitern, die außerhalb der Organisation standen, den aber sie schlummert, sie ist unentwickelt. Sie muß entwickelt Tod in den Flammen. Bei Groß- Wartenberg Streitbrechern und solchen Mitgliedern, welche gegen die werden. Und das zu thun, ist Ihre Pflicht. Agitation. Er gerieth am 11. Juli die Bude eines Kirschhüters in Brand, wobei Sagungen verstießen und das Intereffe ihrer Genossen schädigten. sichung, Organisation, das find die Mittel der Befreiung. Dieser zwei fleine Kinder, die in derselben schliefen, elendiglich umkamen. Die Gegner der Organisation wurden rattened", d. h. wie Mittel jich zu bedienen, das ist die wahre, echte Selbsthilfe, die Zur Vorsicht bei der Forderung von Zengengebühren Ratten aus ihren Nestern herausgejagt, das Werkzeug zerstört ec. cinzige eines Sozialdemokraten würdige Selbsthilfe Das ist der mahnt eine Verhandlung des Schöffengerichts in Sommerfeld. Der Kampf mit der Polizei war ein äußerst heftiger; Buchthaus Triumph der Arbeiterklasse!( Lang anhaltender Beifall.) Der Ziegelei- Arbeiter V. war im Februar vor dem dortigen strafen und Todesstrafen durch Erhängen steigerten den Terro Hohlwegler als Rorreferent entwickelt in seinen Aus Amtsgericht in einer Prozeßfache als Beuge vernommen worden rismus, man verhängte von Seiten der geheimen Verbindungen führungen das Bestreben der Maler in der gegenwärtigen Lohn- und hatte 75 Pf. Zeugengebühr lequidirt und empfangen, ob ebenfalls Todesurtheile, welche streng ausgeführt wurden, ein bewegung: die Aufrechterhaltung des bereits im Jahre 1889 er wohl er an dem betreffenden Tage als erkranktes Mitglied der Verstoß gegen die Sagungen der Verbände wurde nach Art der langten Stundenlohnes: für Maler 50 Pf. und Anstreicher 15 Pf., Ortstrankenkasse Unterstützung erhalten hatte. Auf Anzeige Behmgerichte mit Todesstraße geahndet, kurz dem Terrorismus fernes Beseitigung der Affordarbeit und des Zwischen wurde gegen B. die Anflage erhoben, sich zum Nachtheil des von Oben entsprach der Terrorismus von Unten. Die Zumcister- Systems. Zu diesem Zwecke empfiehlt er die Wahl einer Fiskus einen rechtswidrigen Vermögensvortheil von 75 f. ver stände wurden unerträglich. Der Bürgerkrieg einerseits Commission, welche über alle die Bauten, welche gegen diese For- fchafft zu haben. Das Gericht erkannte ihn des Betrugs schuldig denn Bürgerkrieg mar es die Zerstörung des derung sind die Sperre verhängt, nicht, wie es im vorigen Bericht und nun muß er auf 14 Tage in's Gefängniß wandern. Lebensmarts der Nation durch Frauen- und Kinderarbeit hieß, da wo das Abziehpapier" in Anwendung gebracht ist. Die Hinrichtungen und kein Ende. In Augsburg wurde und endlos verlängerte Arbeitszeit, brachten England an den reiteren Redner Heidemann, Laersch, Riesop, Busch am 15. Juli der Raubmörder Labender hingerichtet. Rand des Untergangs. Denkende Politiker begriffen dies, und Gröpel weisen in ihren Ausführungen noch besonders Wieder Einer, und kein kleiner. Der Kassirer der und dank der unermüdlichen Agitation eines Robert Owen auf die traurigen Verhältnisse in den Provinzstädten hin, von serbischen Klassenlotterie, Nikolaus Bupitsch, ist nach des Baters der modernen Fabrikgesetzgebung, wurden Fabrit denen nur Danzig ein vergleichsweise günstiges Bild biete, da Veruntreuung großer noch nicht rechnungsmäßig festgestellter Gesetze zum Arbeiterschuß erzwungen, und 1825 die Aufhebung die dortigen Meifter dem Druck der Gehilfen nachgegeben haben. Summen entflohen. der Gesetze gegen das Koalitionsrecht erwirkt. Lange aber Be: einen jährlichen Ginkommen von etiva 800 M. und drei- Ueber den Cholera- Krawall in A strach an veröffentlicht bauerte 3, ehe das auf dem Papier bestehende Koalitionsrecht is viermonatlicher Arbeitslosigkeit, sei es Pflicht eines Jeden, die„ Kölnische Zeitung" eine längere Depesche. Nach derselben auch gegen alle Anfechtungen gesichert war. Das Koalitionsrecht für die Organisation zu wirken und die Versammlungen besser zog Nachmittags das Volk vor das Cholera- Krankenhaus, ver ist der beste Arbeiterschutz. Freies Koalitionsrecht und fein zu besuchen. Mitgetheilt wurde u. A., daß eine hiesige Doppel jagte die im Hofe an den Baracken arbeitenden Zimmerleute ftaatlicher Arbeiterschuß ist weit besser, als staatlicher Arbeiter firma von nur 3 Gehilfen cristire, ohne daß die beiden Inhaber und zerstörte das Innere des Krankenhauses. Kranke und schutz und fein Koalitionsrecht. Wir wollen aber Beides: mitarbeiten, von denen ein Jeder feine jährliche Badereise Leichen wurden auf die Straße geschleppt. Koalitionsrecht und staatlichen Arbeiterschutz. Redner spricht sun unternehme. Der Antrag: Wahl eines Vertrauensmannes, der Schokolow wurde der Schädel eingeschlagen. Ein Heil von der Geschichte der englischen Gesetzgebung bis zur Einführung zugleich Mitglied einer fünfgliederigen Kommission ist, um die gehilfe, welcher fich durch aus einen Sprung der Zehnstundenbill und verweist auf da3 Mary'sche Rapital", etwaigen unlauteren Elemente wie in der früheren Bewegung Fenster retten wollte, wurde von den draußen Stehenden aufdas diese Kämpfe klassisch darstellt. Durch die Zehnstundenbill nicht aufkommen zu lassen, wird für eine spätere Versammlung gefangen und erschlagen. Als dann plötzlich das Gerücht vers wurde die physische Existenz der englischen Arbeiterklasse gesichert. vertagt. Mit allen gegen eine Stimme gelangte nach breitet wurde, die Aerzte hätten die Menschen an Händen und Bei den englischen beitern, die sich seit Mufhebung der Knebel stehende Resolution zur Annahme:„ Die heute am 10. Juli Füßen gefesselt lebend begraben lassen, zündete das Bolt Abends gesetze gegen das Koalitionsrecht vollständiger politischer Freiheit in der Berliner Ressource tagende Bersammlung der 7 Uhr das Krankenhaus an. Die herbei eilende Feuerwehr wurde erfreuen, bewegte der Emanzipationskampf, weil der Staat nich: Maler und Anstreicher Berlins erklärt sich mit den Ausführungen mit einem Steinhagel empfangen und am Löschen verhindert. Das zum Angriff herausforderte, sich vorwiegend auf gewerkschaft des Referenten Liebknecht, sowie mit der bisherigen Taktit Volt tanzte johlend um das Feuer herum. Die dortigen Zeitungen lichem Gebiete, und die Gewerkschaften die Trades Unions der deutschen Sozialdemokratie in Bezug auf die politische und konnten am 5. Juli nicht erscheinen. gelangten zu einer Bollendung, wie in keinem anderen Lande der gewerkschaftliche Bewegung voll und ganz einverstanden, und Welt. Die lokalen Organisationen vereinigten sich zu provinsialen crachtet es als Pflicht eines Jeden, der politischen und gewerk und nationalen, die einzelnen Gewerbe traten zu Verbänden und schaftlichen Organisation beizutreten und für dieselbe zu agitiren." Kartellen zusammen, und nun hat auch der nationale Nahmen lit einem brausenden dreifachen Hoch auf die internationale sich überall zu eng erwiesen, und es werden internationale Organi sozialdemokratische Arbeiterbewegung und mit dem Gefang der fationen angestrebt. Marseillaise wurde die imposante Versammlung geschlossen. Arbeiter- Bildungsschule, Nordfjale. Sonntag, den 17. Juli, Abends z uhr, Müllerstr. 179a: Vortrag des Herrn Joel über Darwinismus( 3. Der Praktisches Christenthum. Die in Burgstädt( Sachsen) Kampf ums Dafein). fireligiöse Gemeinde in Berlin. Sonntag, den 17. Jult, Bor in Sirschfeld" wohnte ein junges Ehepaar, welches wohl erscheinende Volts stimme" schreibt: Bei einem Hausbesitzer mittags 10 Uhr, Rosenthalerstr. 38 Bortrag: Solidarität. Ethische Gesellschaft. Bersammlung am Sonntag, den 17. Jult, Abends standesamtlich, aber eingetretener Umstände halber noch nicht Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenir. 20. Vortrag des Stadtverord- tirchlich getraut worden war. Die junge Frau war nämlich längere neten Bogthere über den Begriff des Lebensglücks. Oeffentliche Polen- Versammlung am Sonntag, den 17. Juli, Vor- Zeit frank. Ob dies der Geistliche des Ortes gewußt hat, mittags 11 nhr, ini Lotale des Herrn Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Bortrag: ist fraglich. Ein Brief, den derselbe an den Hausbesizer, Die englischen Arbeiter beginnen das einzusehen. Neben den Sonnabend, den 16. Juli, Abends 9 Uhr, Brunnenſtr. 9. Verein Sildung und Geselligkeit Berlin. Generalversammlung am zeugt von dem Gegentheil. Der Brief lautet:" Hochgeehrter Herr welcher zugleich Kirchenvorstands- Mitglied ist, gerichtet hat, alten zünftlerischen Gewerkschaften haben sich die neuen sozia Vereinigung der Drechsler und Berufsgenossen Deutschlands,.! Es thut mir wirklich leid, daß die"( Name) bis heute listischen herausgebildet, deren tüchtigste Führer Burns und zahlstelle für Stirborf und lingegend: Bersammlung am Sonnabend, den die Trauung noch nicht nachgeholt haben. Es ist dies in unserer Keir Hardie bei der gegenwärtigen Parlamentswahl gefiegt, abends 8½ Uhr, im Lotale des Herri Biedermann, Prinz Handjery- Gemeinde der erste Fall, daß sich ein Paar nicht trauen läßt, haben, während Broadhurst, der Hauptvertreter des alten Verband der Porzellanmaler und verwandler Berufsgenossen und bedauere ich sehr, daß Sie solche Leute, durch welche das dazu Systems, erlegen ist. Deutschlands. Monatsversammlung am 16. Juli, Abends Uhr, bei Nol, gekommen ist, in Ihr Haus aufgenommen haben. Ma chen balbertstr. 21. Sie turzen Prozeß mit den Leuten und weisen Sie sie wieder hinaus. Sie bekommen allemal Leute, die dem Rufe unserer Gemeinde nicht nachtheilig sind. Die ganze Gemeinde ärgert sich über den Fall. Hirschfeld, den 1. April 1891. Ergebenst Pastor Langer." Die alten Trades Unions wurden einseitig; sie führten zwar den Klassenkampf der Arbeit gegen das Kapital, gingen aber von der irrigen und thörichten Boraussetzung aus, das Kapital auf dem Boden des tapitalistischen Klassenstaats und der tapitalistischen Produktion selbst schlagen zu können, was ein Widerfinn ist. Der politische Kampf muß den gewerk fchaftlichen ergänzen, die Arbeiterklasse muß sich die politische Macht erkämpfen, die Klinke der Gesetzgebung, die jetzt von der Rapitalistenklasse monopolisirt ist, in die Hand nehmen. 8 Die sozialistische Bewegung. Referent F. Mertowsti.. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. 29, Samburg), Filiale Berlin 6. Bersammlung am Sonntag, den 17. Jult, Bor mittags 10% Uhr, bei Meißner, Gartenstr. 162. Kaffenbericht. Der Statuten entwurf des Vorstandes. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Ortsverwaltung Berlin 5. Bersammlung am Sonnabend, den 16. Juli, Abends 8% Uhr, im Lotale des Herrn Behrend, Blumenthalstr. 5. klassen, Berlin 5. sabit. Bersammlung am Sonntag, Vormittags Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins sämmtlicher Berufs10% Uhr, bet Blocksdorf, Rathenowerstr. 76. Bentral- Kranken- und Sterbekane Nr. 29 mnd Zentral- Krankenund Sterbekaffe Balkan Nr. 89 der Metallabeiter, Filiale Schöne berg. Jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. jeden Monats jezt Sedanstr. 10 Hoffmann. Die Thätigkeit des Vesuvs wächst. Reichlicher Lavas ausfluß strönt gegen Atrio del Cavallo. Gemüthliches aus Amerika. Dieser Tage wurde ein Eisenbahnzug der Linie Missouri- Kansas und Texas von einer Schaar von Verlarvten angegriffen. Der Zug mußte halten, mehrere Polizeibeamte wurden getödtet, die Geldkisten gesprengt und etwa 40 000 Dollars geraubt. Depeschen. ( Wolff's Telegrapheu- Bureau.) Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. 29, Hamburg), Filiale Berlin 3. Berfammlung am Montag, den 18. Juli. Abends Uhr, London, 15. Juli. Bisher sind gewählt 253 Konservative, tanteuffelstr. 90. Rassenbericht, Verlegung der Bahlstelle. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( G. S. 29 47 Unionisten, 259 Gladstoneaner, 7 Parnelliten, 58 Antiparnel und 89, Hamburg), Filiale Berlin 6. Versammlung am Sonnabend, den 16. Jult, liten. In Forest of Dean wurde der Glodstoneaner Sir Charles Abends 8½ nhr, bei Reimann, Alte Schönhauserstr. 42. Freie Vereinigung felbhändiger Barbiers, Friseure und Verrückter:- Dilte mit 5360 Stimmen gewählt gegen 2942 Stimmen, welche macher Berlins und Umgegend, Generalversammlung am Montag, den auf den Unionisten Wemyß entfielen. is. Juli, Abends 10 Uhr, bei Philipp, Rofenthalerstr. 38. Verein deutscher Schuhmacher, Filiale Berlin. Versammlung ant berathung u. f. w. Marfusfir. 31: Unterricht in Deutsch( unt.); Nordschule, Müllerstraße Auch auf dem Gebiet des Genossenschaftswesen3 haben die englischen Arbeiter Bedeutendes geleistet, waren sie bahnbrechend. Bereits in den dreißiger Jahren hatten sich die Genossenschaften, welche Schulte Delisch als fein Geistesprodukt bezeichnete, in England start entwickelt, und das Original war besser als die verpfuschte Nachahmung von Schulze- Delißsch in Deutschland. In der Organisation find die englischen Arbeiter Meister. Und sind sie auch noch nicht eine selbständige politische Partei, so baben sie die politischen Parteiverhältnisse doch trefflich aus zunuzen verstanden. Dank der vortrefflichen Organisation der englischen Arbeiter wurde den beiden Parteien der herrschenden Klasse vor 50 Jahren der Zehnstundentag abgerungen. In ähn licher Weise bereitet sich bei den gegenwärtigen Wahlen in England der Sieg des Ach ist undertage3 vor, den der alte Gladstone rst verleugnete; jest aber hat er, da der Sicg der Liberalen ohne die Arbeiter aussichislos erscheint, sein Bourgeois Programm, wie man in England sagt selbst aufgegessen, indem er seit einigen Tagen für den Achistundentag eintritt, was Loudon, 15. Juli. Nach einer Meldung des Reuter'schen die Tories natürlich zwingen wird, das Gleiche zu thun, am den genügenden Rückhalt zu bekommen. Die englischen Arbeiter sind tag, den 18. Juli, Abends 8½ ühr, bet Hente, Blumenstr. 38. Statuten- Bureaus" aus Spokane im Territorium Washington versuchen zahlreiche Minenarbeiter aus Wallace und Mullan den Weiter jetzt Herren der Situation. Sie herrschen noch nicht direkt, aber Allgemeine Kranken- und Sterbeltaffe der Metallarbeiter( E. 29). indirett, indem der Sieg auf die Seite fällt, der sie sich zuwenden. Filiale Rirrorf. Versammlung am Sonnabend, den 16. Juli, Abends sumarsch der von Missoula nach Wardner gesandten Truppen aufbei Schaller, Berlinerstr. 117. Kaffenbericht. zuhalten. Das Leben der Eigenthümer der Gruben von Wallace Wären die englischen Arbeiter politisch eben so gut organisirt, Arbeiter- gildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. Südscheine bedroht. Von den Streifenden seien zwölf nicht zum wie die deutschen, und die deutschen gewertschaftlich so gut Schule, Bagelsbergerstr. 48: Unterricht in Deutsch( unt.); Süd- Ost Syndikat gehörige Arbeiter und der Grubendirektor von Gem wie die englischen, dann wäre uns Beiden geholfen. Redner ute, Deichenbergerfir. 133; Unterricht in Buchführung; hude getödtet worden. Aus Alena wird berichtet, daß daselbst die kommt dann auf die Brüsseler Kongreßbeschlüsse zu sprechen. Der Mr. 1799: Rein Unterricht. In allen Zehrfächern, mit Ausnahme Mathematit Ruhe wieder hergestellt sei. Ueber Homestead ist der Belagerungs Charakter der internationalen Produktion bedinge auch die inter- und Buchführung, können noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe zustand verhängt worden. nationale Organisation, wie sie in jenen Beschlüssen vorgeschlagen des Semesters, eintreten. Dentscher sozialdemokratischer Lefeklub in Paris. Cafe de la Nach einer Meldung des" Standard" aus Buenos- Ayres find sei. Und die Arbeiter haben nur auf sich selbst zu rechnen. Nouvelle Bofte", Ecke von Rue Montmatre und Rue Etienne Starcel, Ein- in der Provinz La Plata Unruhen ausgebrochen. Freiwillig dankt die besigende Klasse nicht ab, und daß vom gang Rue Etienne Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Versammlung; Klaffenstaat nichts zu erwarten, das beweise das deutsche Ar- reiche Bibliother, Beitungen, deutscher Unterricht. Der deutsche Arbeiter, der beiterschutz Gesetz". Nach dem von Mary und Engels bereits fremb nach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspunkt, Rath und Be im Kommunistischen Manifeft" aufgestellten Grundsatz:„ Die Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends Befreiung der Arbeiter kann nur das Wert der Arbeiterklasse selbst 9 Uhr: Nebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Etche, Rirborf, Hermann- und Knesebeckfir.- Ecke bei Beyerle. Lyranta, Landsbergersein!" ist der Gedanke, daß der Klassenkampf auf dem Boden der Straße 31 bei Musehold. Sanges. Echo, Naunynstraße so, bei Bubell. heutigen Gesellschaft ausgefochten werden kann, unlogisch, und Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 49 bei Tollkühn. Gludu, bet Bhöuir. Bülowſtraße 65 bet alle derartigen Verfuche sind fläglich gescheitert. Bei uns innebel, Badstraße 58( Gesundbrunnen). Bredlow. Teltow in Teltow, Schwarzer Adler.- Esmeralda, StönigsDeutschland lasse denn auch der sogenannte Arbeiterschutz" noch bergerstr. 24. Biedertrans in Brandenburg, Mengert's Boits arten. Köln, 15. Juli. Troy Ablengnens der Petersburger amt Alles zu wünschen übrig; er ist ein Arbeitgeber Schuh und ein Hand in Hand 2, Friedrichsberg, Bummelsburgerur. 21, bet Deckert. lichen Kreise konstatirt ein Petersburger Telegramm der„ Köln. richtiges Kind des Klaffenstaats. Die Zahl der Fabrikinspektoren alle Bufchriften, den Bund Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. 3tg." auf Grund zuverlässiger kaufmännischer Berichte, daß die fei viel zu gering, um eine genügende Kontrolle in sämmtlichen sind zu richten án Mar Geuz, Berlin N., Belforterstr. 26, 12r. Sonn- Cholera bereits bis Odessa vorgedrungen sei. Betrieben ausüben zu können; dasselbe ist mit der Arbeiterstatistit abend: Theaterverein" Iphigenta", bei stramer, Rixdorf, Herrmann- Warfchan, 15. Juli. Angesichts der im Südosten Rußlands Arbeiter- Tambour- Verein Vorwärts" Rigdorf, Herrmann- herrschenden Cholera verfügt der heutige Tagesbefehl des Oberder Fall. Der jetzt ins Leben gerufenen Reichskommission, welche ftraße 140. und Wandzlickstraßen- Ecke bet Rober. Rauchklub Anita" bei Reyle, polizeimeisters die umfassendsten Vorsichtsmaßregeln gegen Gins man als die Spitze des Reims betrachten kann, fehle augenblick weberstr. 15. Geselliger Berein Neue Welt" bet Strohschänt, Bytest. 48. lich jede gesunde Grundlage; durch Druck von Außen, d. h. durch Geselliger Verein, Nord" bei Krüger, Fennftr. 5.- Theater- und Artisten- schleppung der Epidemie. Bergnügungsverein Budapest, 15. Juli. Das Abgeordnetenhaus akzeptirte un die Kraft der Arbeiter laffe sich aber der Keil eintreiben. Durch Druck flub Jugendkraft 2" bei Werner, Hetmftr. 2.Lustige 13 bei Schalnack, Dresdenerfir. 28. Tambourverein Deutsche verändert sämmtliche Valutavorlagen.( Allgemeine Eljenrufe.) von Außen könne fiberhaupt allein etwas erreicht werden. Bu iche bei Niederschuh, Fürbringerstr. 7.- Rauchklub Dornröschen bet Vergnügungsverein Grüne Schleife bet wirksamem Druck" gehöre aber Kraft. Der einzelne Arbeiter Strechy, Schulstraße 104. London, 15. Juli. Privatnachrichten aus Moskau konstatiren Tambourverein Boruffia bei Zeichniß, Königs: daselbst das zweifellose Auftreten der Cholera. In den letzten sei nichts. Bon Seiten der Arbeiter sei es der reine Selbstmord, Sperling, Infelstraße 1. bergerstr. 24( Siyung) Bergnügungsverein Helgoland a bet wiegels, zwei Tagen sind 17 Zivilisten und im Innern der Stadt 42 Solwenn in Anbetracht der internationalen tapitalistischen Groß: Stralauerftr. 67. produktion der Einzelne glaube, auf eigene Faust für sein Wohl Gelong Turn- und gesellige Vereine. Honnabend, Paut daten der Garde erkrankt. forgen zu können. Nur durch Einigung sei etwas zu erreichen, Nickel'scher Musikverein Allegro bei Spindler, Neichenbergerſtraße 118, Washington, 15. Juli. Nachrichten, welche aus dem Aus Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Zusammenstöße der Ausständigen mit der bewaffneten Macht, standsgebiete von Idaho hierher gelangten, melden wiederholte nur durch Zusammenfassung der Kräfte, durch Organisation: gewerkschaftlich uno politisch. Das Eine thun und das Andere von 8-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. nicht laffen. Die gewerkschaftliche und die politische Bewegung zeichniß, Königsbergerstr. 24.- Privattheatergesellschaft„ Schneeglöden", gab. Die Ausständischen beherrschen die Bahnlinien und zer Bühnenverband Normania jeden lepten Sonnabend im Monat bet bei welcher es mehrere Todte und zahlreiche Verwundete gehören zu einander. Jede ist ohne die andere unvollständig und abends 9 Uhr bei Schulz, Brummenſtr. 116. Theaterverein Berliner unfähig, das Ziel zu erreichen. Die gewerkschaftliche Bewegung Bar jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9 Uhr bei Beid, köpe- störten die Eisenbahnbrücken, um Verstärkungen für die Staats truppen fernzuhalten. Die Truppen ziehen sich zurück, um Ver giebt die Arinee, die politische das Kampfziel. stärkung abzuwarten. " M " lehrung. Ecke Forsterstraße. nickerstraße 68. der geselligen Arbeitervereine betreffend, " Bergnügungsverein alta 9% thr bet D. Heindorf, Barnimftr. 16.. Bergnigungsverein& uftige Jugend Abends suyr, im Restaurant Lautenbach, Cuvryftr. 3.- Vergnügungsverein. Lustige Becher Abends Bergnügungsverein Jugendfreunde, jeben ½ Uhr Mendelssohnfir. 9.Sonnabend Abend 9-11 Uhr bei Schulz, Prenzlauer Allee. Geselligkeitsverein Pallisaden Eiche, Abends 9 Uhr, PallifadenDanst Forening Freia( Dänischer Verein ftraße 103 bet Radte. Freia), Lindenstraße 106 bei Poppe.- Werein ehemaliger Schüler ber 30. Gemeindeschule, bents 9 Uhr, Restaurant Wurl, Koppenftraße 58. Gefelliger Berein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Boite, Kolbergerfir. 23. étattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinftr. 22. Stattlub Revolution Abends Reichenbergerstr. 73, bei Fausimann. Rauch! lub Dornröschen, Abends 9 Uhr; Schulstraße 104 beim Me ftaurateur Strech. Washington, 15. Juli. Eine Truppenabtheilung von 1000 Mann hat den Befehl erhalten, sich in das Ausstandsgebiet von Mullan zu begeben, um die dortigen Streitkräfte zu verstärken. ( Depeschen des Bureau Herold.) Hamburg, 15. Juli. Der erste Ingenieur des aus Brasilien angekommenen, gegenwärtig in Eurhaven unter Quarantäne liegenden Dampfers Santos" ist am gelben Fieber gestorben. " Briefhaffen der Redaktion. Herm. Fischer, Fermersleben. Dr. Bruno Wille, Friedrichs hagen bei Berlin. fönnen wir uns nicht einlaffen. Weißenburg( Bayern). Auf die Empfehlung von Firmen Schwelm. Wiederholen Sie Ihre Anfragen. Die gewerkschaftliche Organisation giebt die Kräfte, ist der unwiderstehliche Dampfhammer die politische Organisation schwingt den Dampfhammer, lenkt ihn auf den richtigen Punkt. Beide Bewegungen mit einander verbunden, ermöglichen es, daß der ganze Industriebetrieb zu geeigneter Zeit, d. h. im Augenblic, wo die Arbeiterklaffe die politische Macht erobert hat, sofort in unsere Hände übergehen und ohne Unterbrechung weiter geführt werden kann. Jedenfalls aber gilt es, die Kräfte zusammen: zufaffen, zu agitiren, zu erziehen, zu organisiren! wie das die Losung der neuen englischen Gewerkschaften ist. Agitiren: den Mahn- und Weckruf des Sozialismus ertönen laffen! Erziehen: Klarheit schaffen in den Röpfen, tlaffenund zielbewußt machen, die Ursachen des Elends und der KnechtM. H. Strafrechtlich ist garnichts zu machen. Sie haben nur das schaft bloßlegen, denn nur die Hand des Denkenden, des Wissen mit Rücksicht auf die Mittellosigkeit des Schuldners den tann die Ketten abnehmen. Und organisiren: die allerdings fragwürdige Recht, denselben auf Rückzahlung der Kräfte zusammenfaffen, die vereinzelt Nichts find, geeinigt ihm gegebenen Beträge zu verklagen. Die Forderung verjährt 30 Jahren. Alles. Nur Einigung, nur Einheit giebt Kraft, giebt Säbelaffäre. In der Grimm'schen Wirthschaft zu Gotha, Südost 300. Während des ganzen Sonntags. Macht, giebt den Sieg! Bei uns in Deutschland und namentlich in Berlin, wo die gewertschaftliche Bewegung noch sehr im Argen Grabenstraße, setzte, wie das„ Gothaische Boltsblatt" berichtet, Abonnent Lichtenbergerstraße. Die Kündigung ist rechtss liegt, ist es doppelte Pflicht eines jeden Arbeiters, für die Er: am Sonnabend Abend einer von zwei Sergeanten, die mit dem beständig. Berantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Bu mündlicher Auskunftsertheilung sind wir bereit. K. F., Picklerstraße. Wir können Niemand empfehlen. Hof, Admiralstr. 18c. Vermischtes. in 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volftsblatt. Nr. 164. Parteinachrichten. Unser Vorschlag betreffs der Veranstaltung einer Samm lung von Arbeitsordnungen wird von folgenden Parteizeitungen befürwortet bezw. zur Diskussion gestellt:„ Freie Presse", Glberfeld, Stettiner Boltsbote", Burgstädter Boltsstimme"," Hamburger Echo", Mannheimer Boltsstimme". Bon Gewerkschaftsblättern sprach sich bis jetzt Bon Gewertschaftsblättern sprach sich bis jetzt der Korrespondent für Deutschlands Buchdrucker" dafür aus. " stattet war. Sonnabend, den 16. Juli 1892. Verfügung vom 17. Juli 1891 der Polizeiverwaltung zu Zeit außer Kraft zu setzen sei. 9. Jahrg. Zur Kritik des Kapitals. Die vereinigten Gewerk schaften Mannheims faßten über die Aussperrung der Flink'schen Former in ihrer Sigung vom 8. Juli nachstehende bezeichnende Resolution: D Eine weitere Klage des Vorsitzenden des Arbeiter- Bildungsvereins zu Zeiß, Schuhmacher Junghans, betraf eine Berfügung der Polizeiverwaltung von Zeitz vom 9. Juli 1891, laut welcher dem Vereine ein angemeldetes" Tanzkränzchen finden, tritt das Machtverhältniß des wirthschaftlich Starken " Infolge der wirthschaftlichen Krise, in der wir uns bemit Damen" verboten worden war. Das Verbot war damit be- gegenüber dem wirthschaftlich Schwachen in stärkerem Maße zu gründet worden, daß der Verein ein politischer Verein fei. Tage, als in Zeiten normalen Geschäftsganges. Diese ungleiche Solchen seien nach den bestehenden Gesetzesvorschriften gemüth- Machtstärke benutzte der Fabrikantenverein Mannheim in der von liche Abende, Tanz- und sonstige Lustbarkeiten, an denen Frauen ihm gemeinschaftlich und dem Arbeiter gegenüber einseitig In Antisemitismus, wie andere Kommis voyageurs in Theil nehmen sollen, nicht gestattet. Gegen dieses Verbot war ausgearbeiteten Arbeitsordnung" für die Mannheimer Fabrit Wolle, Käse oder sonst einer Waare, bereist gegenwärtig ein lage erhoben worden mit der Begründung, daß eine gesetzliche betriebe. Angesichts der herrschenden Krise beugt sich die organiVorschrift nicht bestehe, welche ein derartiges Verbot rechtfertige. firte Arbeiterschaft Mannheims, unter Preisgabe vieler Dr. Danneil die ostfriesischen Distrikte; es ist dies derselbe Die beklagte Polizeiverwaltung machte geltend, daß der Verein gefeßlich ihr gewährleisteter Rechte unter die Herr, über den seinerzeit schon unsere erzgebirgischen Partei- als ein politischer Verein im Sinne des Gesetzes vom 11. März 1850 aufgezwungene Arbeitsordnung mit dem Gefühl ihrer Lage, die genossen einen interessanten Bericht veröffentlichten. Auf seiner anzusehen sei, da der§ 2 des Vereinsstatuts laute:" Der Verein sich unwesentlich von derjenigen eines MosaiFahrt kam er auch nach Jever. Dort arrangirte er eine Ver- bezweckt die Fortbildung seiner Mitglieder in politischer und schen Biegelbrenners Alt Egyptens unterfammlung, zu welcher der Einlaß nur gegen 30 Pf. Entree ge- wissenschaftlicher Beziehung." Auch aus dem ganzen Auftreten i che i det. Der Arbeiter hat Pflichten, aber feine Rechte," Der Vortrag, den er hielt, bot neben dem üblichen des Vereins ginge deffen politische und zwar sozialwar das Leitmotiv der Verfasser dieser advokatischen ArbeitsSchimpfen auf die Juden das ebenso übliche Schimpfen auf die demokratische Tendenz hervor. Derselbe unterliege demnach ordnung, welche geeignet erscheint, den Rechtsweg von Sozialdemokratie. Unser Parteigenosse Ebert aus Bremen der Bestimmung des§ 8 a. a. D., wonach Frauenspersonen die Seiten der Arbeiter in den feltensten Fällen schickte den Apostel des Antisemitismus derart nach Hause, daß Theilnahme an den Versammlungen und Vereinigungen verboten mit Erfolg betreten zu können. Die Vertreter der Gewerkdieser sowohl Böckel als Ahlwardt verleugnete. Auf den Vorwurf, daß Danneil mit seinen Vorträgen ein Geschäft bezwecke, ei. Der Bezirksausschuß zu Merseburg erachtete die angefochtene schaften Mannheims sprechen hiermit ihr Bedauern aus über den Polizeiverfügung für zutreffend, indem er seiner Entscheidung Ausspruch des Großherz. Badischen Fabrikinspektors Herrn Oberbenn sonst ließe er sich doch nicht 60 M. für einen solchen gleichfalls den§ 8 a. a. D. des Vereinsgesetzes vom 11. März Regierungsraths Wörishoffer gelegentlich der Unterhandlungen bezahlen, erwiderte er, das sei unwahr; nur seine Vaterlandsliebe 1850 zu Grunde legte und begründend weiter ausführte: Nach zwischen den ausgesperrten Formern und der Firma Flink:„ Die treibe ihn zur Agitation. Da erschien ein Mann auf der Redner- dem diese Beschränkungen( des§ 8) eingehend und überzeugend Arbeitsordnung des Fabrikantenvereins Mannheim sei die beste Redner- 1850 " Norderney, Zentralhotel. Werther Herr! Herr Ricken aus behandelnden Erkenntnisse des Oberverwaltungsgerichtes vom im Lande Baden."- Den ausgesperrten Formern der Flink'schen 23. November 1889 macht das Gesetz auch für solche Gießerei wird hiermit für ihr mannhaftes, von einigem Erfolg Borgfeld theilte mir mit, daß, wie überall, so auch in Esens anti- Versammlungen, welche ausschließlich anderen Zwecken als begleitetes thatkräftiges Eintreten sowohl, wie für die Wahrung semitische Versammlungen erwünscht seien. Am 12./7. ist in denen politischer Erörterungen dienen sollen, wie„ Frauen- der Interessen der gesammten Arbeiterschaft Mannheims der Dank Jever, 14./7. Kornum, 15./7. Großensehn u. s. w. Am 13./7. Abende"," Lese- Abende"," gesellige Zusammenkünfte"," deflama- ausgesprochen." Mittwoch, um 5 Uhr, hätte ich Zeit und bitte mir umgehend torische Abendunterhaltungen" u. dergl. mehr keine Ausnahme. Nachricht zu senden. Thema würde sein: Nußen oder schaden Die angefochtene Verfügung der Polizeiverwaltung zu Zeit ist unsere Juden?" Inserate und polizeiliche Anzeige müßten rechtzeitig geschehen. Das Honorar für den Vortrag ist 60 M., mit daher zu Recht erlassen und war wie geschehen zu erkennen. Inserat 70 M. Unkosten. Sie würden, rathe ich Ihnen, Entree vom Oberverwaltungsgerichte bestätigt. Dieses Erkenntniß des Bezirksausschusses zu Merseburg wurde von 30 oder 50 Pf. nehmen müssen und sich mit einigen Herren vorher besprechen, welche sich in das Defizit theilen würden, falls an der Kaffe teine 70 m. einkommen. Hochachtungsvoll Dr. Danneil." Soziale Lebersicht. wenn er die Mannheimer Arbeitsordnung als die beste Badens Herr Wörishoffer wird sicher die Wahrheit gesprochen haben, bezeichnete. Wenn aber die Arbeiter selbst für diese best e" Arbeitsordnung nur flammende Entrüstung haben, so läßt sich ahnen, welch Ungeheuerliches erst die übrigen Arbeitsordnungen Badens enthalten werden, und da die Verhältnisse Badens obwohl es ein liberaler Musterstaat", also ein Land ist, in dem es den Kapitalisten äußerst gut geht faum schlechter sein können, als die Verhältnisse anderer deutscher Staaten, so wird die Voff. 3tg." doch wohl einsehen müssen, wie sehr wir ins Schwarze trafen, als wir die deutsche Arbeiterschaft ersuchten, uns von überall her den Inhalt der Arbeitsordnungen bekannt zu geben. " " Das Ende vom Liede war, daß der industriöse Antisemitenapostel von der Versammlung ausgepfiffen wurde, worauf er Person er war Vorsitzender, Schriftführer und Referent in einer -die Versaminlung schloß und die Anwesenden aufAufruf zum Drechslertag! forderte, sofort, den Saal zu verlassen, da er denselben gemiethet Arbeiter und Arbeiterinnen des Drechslerfaches! Die Wiener hätte. Aber auch damit hatte er kein Glück. Der überwachende Organisation der Drechsler hat mit Zustimmung der Provinz- Aus Darmstadt wird uns geschrieben: Während die großen Beamte erklärte nämlich, daß die Leute, welche im Saale seien, genoffen der Drechsler den Beschluß gefaßt, daß am 14. bis Städte Heffens Mainz und Offenbach, und sogar einige kleine 30 Pf. Entree bezahlt hätten und in erster Linie das Recht 15. August ein Fachtag in Wien stattfinden soll. Wir laden Orte bei Mainz, Kastel und Mombach, längst ein Gewerbegericht hätten, hier zu bleiben. Wer noch ein Glas Bier trinken wollte, hiermit alle Kollegen der Drechslerbranche, welche sich an der besitzen, die Haupt- und Residenzstadt des Großherzogs von tönnte das ruhig besorgen. So stand er nun da, der teutsche Beschickung desselben betheiligen können, ein, ihre Zustimmung Seffen besitzt feins. Alle Bemühungen der hiesigen GewerkJüngling Danneil, wie ein von allen Seiten begossener Pudel und bis längstens 30. Juli an die Redaktion des Fachblatt der schaften bei der Bürgermeisterei und den Stadtverordneten um puzte beschämt mit dem Rockzipfel seinen trüb gewordenen Drechsler", VI Schmalzhofgaffe 12, bekannt zu geben. Klemmer. Alle Arbeiterblätter werden um Nachdruck gebeten! Soweit die Mittheilung, wie wir sie in der Bremer Bürgerzeitung" lafen. Bur Charakteristik dieses Dr. Danneil, der sich erlaubt, über unsere Partei die frivolsten Lügen zu folportiren, fei zum Schluß noch ein Brief mitgetheilt, den die„ Ostfriesische Presse" über ihn veröffentlichte. Derselbe lautet: Bielefeld, den 30. Juni 1892. Geehrter Herr! Auf Ihr an Herrn Kaßenstein und mich gerichtetes Schreiben erividere ich Ihnen gleichzeitig Namens des Herrn Katzenstein ganz ergebenft Folgendes: " Das Komitee. die Errichtung eines solchen waren bis jetzt vergeblich; sie er hielten immer nur Versprechungen, die nicht erfüllt wurden. Vor einigen Tagen hat nun eine öffentliche Volksversammlung, in Der Delegirtentag des deutschen Brauerverbandes, welcher der Landtagsabgeordnete Müller über die Nothwendigkeit eines Gewerbegerichts referirte, beschlossen, zum letzten Male auf welcher aim 8. Juli in Braunschweig eröffnet wurde, war von dem Betitionswege die Bürgermeisterei zur Errichtung eines 19 Delegirten besucht, die 2660 organisirte Brauer vertraten. Der Kaffenbericht wies eine Einnahme von 2718,46 M. und eine solchen aufzufordern. Sollte wiederum dieser Aufforderung keine Ausgabe von 2587,70 M. auf. Die Berathung eines neuen Ver- Folge geleistet werden, so soll die Regierung aufgefordert werden, bands statuts führte zu dem Beschluß, die lose Zentralisation die städtische Behörde zur Errichtung eines Gewerbegerichts zu aufzugeben und die Organisation in einen Zentralverband zwingen, wie dies nach dem Gesetze zulässig ist. deutscher Brauer umzuwandeln. Der Titel des Verbandsorgans Das Breslauer Gewerkschafts- Kartell ersucht den Dr. Danneil ist ein wegen Trunksucht abgefeßter evangelischer soll hinfort lauten: Bentralorgan der deutschen Brauer". Magistrat um Errichtung von Volksbädern, welche zu jeder Geistlicher. Er wurde nach seiner Absetzung von seinem Vater, Die Aufnahme der Brauerei Arbeiter in die Ver- Jahreszeit benutzt werden können und dem Badebedürfniß der einem Superintendenten, als Pflegling an Herrn Bodelschwingh einigung wurde als vorläufig unzweckmäßig abgelehnt, aber zirka 350 000 Einwohner zählenden Stadt ausreichend Rechnung verwiesen, mußte aber die Bodelschwingh'sche Anstalt verlassen, für die Zukunft in Aussicht gestellt. Aus den Ergebnissen der tragen. als er sich der antisemitischen Bewegung anschloß. Seitdem wohnt weiteren Statutenberathung ist noch folgendes hervorzuheben: er zeitweise hier in der Stadt. Er ist als notorischer Trinker in Die Stelle im§ 1, welche als Zweck des Vereins Unterstützung Bielefeld bekannt und aus den meisten hiesigen Restaurants in Krankheits- und Sterbefällen bezeichnet, wurde gestrichen und kanntlich, soweit es sich um die Bezugnahme auf die Arbeiterhinausgewiesen worden. Auch hat er sich gegen zwei hochachtbare statt ihrer gesetzt: Unterstützung bei Arbeitslosigkeit in außer bewegung handelt, meist nichts weniger als zweifelsohne. Die christliche Damen ein unfittliches Verhalten zu schulden kommen ordentlichen Nothfällen; ferner Gewährung von Rechtsschuß. Klasseninteressen der Unternehmer, deren Organe die Handelslassen. Anständige Menschen verkehren infolge dessen hier über- Die Regelung des Arbeitsnachweis- Wesens durch Errichtung und Gewerbekammern sind, kommen in diesen Berichten zum haupt nicht mit ihm. eigener Nachweise überließ man einstimmig den Mitgliedern der breiträumlichsten Ausdruck, während die Interessen der Arbeiter Für Vorstehendes übernehme ich jede Berantwortung auch einzelnen Orte. Der monatliche Beitrag wurde von 40 auf gar zu oft so nebenbei oder nur dann etwas ausführlicher Erder Presse gegenüber. Sie können also die Sache verwerthen. 80 Pf. erhöht, wovon 25 pet. den Lokalverwaltungen verwähnung finden, wenn es gilt, gegen die„ unverschämte BegehrHochachtungsvoll bleiben und wofür die Mitglieder das Verbandsorgan in lichkeit" des arbeitenden Volkes Front zu machen. So hat, wie gez. F. Coblenz." Zukunft unentgeltlich erhalten sollen. Die Schaffung eines wir in der Fränkischen Tagespost" lesen, die Handels- und Generalfonds zur Unterstützung von Streiks soll in der Weise ge- Gewerbekammer für Mittelfranken in ihrem Jahresbericht folschehen, daß es jedem einzelnen Orte, wo sich ein Zweigverein gendes behauptet: vereins Gerichts- Beitung. Die Handels- und Gewerbekammer- Berichte find be des Zentralverbandes befindet, überlassen ist, durch freiwillige" Fast sämmtliche Geschäfte der Reißzeug Branche Beiträge hierzu beizusteuern. Das Geld ist an den Vorsitzenden gingen bis zum Monat Ottober ziemlich flott, von welcher Zeit an einer Zentral Streitfommission, die am Orte des Verbands- sich eine plößlich fühlbare Stockung bemerkbar machte, so daß der vorstandes ihren Sitz hat und von der das Sammelmaterial zu größere Theil der Fabrikanten sich veranlaßt sah, Leute zu entlassen Aus dem Ober- Verwaltungsgerichte. Für das Vereins- beziehen ist, abzuliefern. Nach dem dann angenommenen Streif- oder fürzere Arbeitszeit einzuführen. Die auf das Aeußerste gewesen in Preußen von allgemeinem Interesse sind zwei Klagen, Reglement sollen größere Streits vermieden und nur solche der drückten Preise gestatten es eben nicht, ein größeres Lager herzudie seitens des Vorsitzenden des Arbeiter- Bildungsvereins zu Zeit Arbeiter einzelner Brauereien befürwortet werden. Vor allem soll legen, da durch letzteres der ohnehin geringe Nutzen vollends aufwider die dortige Polizeiverwaltung anläßlich zweier erlaffener bei Differenzen mit den Unternehmern ein Einvernehmen init gezehrt würde. Die auffallende Erscheinung, daß gerade in der den Verein betreffenden Verfügungen geführt wurden und die den übrigen organisirten Arbeitern herbeizuführen gesucht werden, Hauptsaison die Geschäfte plößlich nachließen, ist nur den fortam 9. d. M. vor dem Ober- Verwaltungsgerichte, Erster Senat um sich deren Unterstützung in Form von Boykotts 2c. zu sichern. währenden Unruhen in unseren Arbeiterkreisen zuzuschreiben, ( Berlin) als Berufungsinstanz verhandelt wurden. Am 17. Juli Swei oder mehr Streits dürfen zugleich nicht stattfinden, es sei welche durch ihr solidarisches Vorgehen( Fachverein) jeden Abein Abwehrstreit eintritt, in welchem Falle schluß größerer Geschäfte erschweren, sowie auch ihre letzten For1891 hatte die Polizeiverwaltung zu Zeiß eine dahingehende Ber- denn, daß ein Abwehrstreit fügung erlassen, daß, da der Arbeiter- Bildungsverein zu Zeit weitere Streits unterbleiben müssen. Zum Zwecke der in derungen, 10 pCt. Lohnerhöhung mit zehnstündiger Arbeitszeit als ein politischer Verein im Sinne des Gesetzes vom nächster Zeit zu entfaltenden Agitation wurde eine Agitations- und Bezahlung aller gesetzlichen Feiertage, sehr erdrückend auf 11. März 1850 von ihr angesehen werde, alle Zusammenkünfte fommission gewählt. Betreffs des angestrebten Kartells der das Unternehmen wirken." Die Fränk. Tagespost" rückt das Falsche dieser Berichtstunden nur nach erfolgter polizeilicher Anmeldung tagen dürfen tag, daß vorläufig noch die Vorbedingungen hierzu fehlten, jedoch erstattung gebührend ins Licht. Sie sagt: Die Branche der Reißzeugmacher ist seit Jahren durch die fügung war seitens des Borsigenden des Arbeiter- Bildungs- den Brauern Alles gethan werden solle, dies zu fördern. Als Arbeiter nicht mehr„ beunruhigt" worden, sondern mit Rücksicht zu Zeit, Schuhmacher Junghans, beim Bezirks- Vorsitzender wurde Wiehle einstimmig wiedergewählt. Nach auf die schlechte" Geschäftszeit sind nirgends Lohnausschusse zu Merseburg Klage erhoben und die Aufhebung der einstimmiger Annahme einer Refolution, in der die deutsche erhöhungen beansprucht worden. Daß die Arbeiter fich gedachten polizeilichen Berjügung beantragt worden. Kläger Arbeiterschaft, speziell aber die Frankfurter aufgefordert wurde, eine weitere Lohn drüderei nicht gefallen ließen, ist selbstbestritt die Anwendbarkeit des Gesetzes vom 11. März 1850, den ftreifenden Brauerei- Urbeitern in Frankfurt durch ihre Unter verständlich. Seit dem Lohntarif von 1889, der von Arbeitern 1 a. a. O. für die Vorstandssitzungen, Gesangs- und sonstigen ſtützung zum Siege zu verhelfen, schloß der Delegirtentag mit und Unternehmern gemeinschaftlich ausgearbeitet und anerkannt Unterrichtsstunden. Vorstandssigungen und sonstige fleine Zu einem Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung. worden ist, haben keine Lohnerhöhungen mehr stattgefunden, im sammenfünfte eines Vereins tönnten nicht als Bersammlungen Die längste Arbeitszeit, dazu den niedrigsten Lohn Gegentheil sind einzelne Artikel niedriger berechnet worden. Der un Sinne des Vereinsgesetzes angesehen werden. Der Bezirks- haben in München die Brauerei- Arbeiter. Wie in Artifelschreiber sagt uns vielleicht, warum 1876, 1884 und 1885, ausschuß entschied: Vorstandsfizungen eines anerkannt politischen der Münchener Boſt" zu lesen, wurde in einer Berhandlung des wo niedrige Löhne geherrscht haben, die Aufträge ausgeblieben Vereins seien regelmäßige Versammlungen, in denen öffentliche Gewerbegerichts konstatirt, daß der Kläger, ein Mälzer, bei sind? In den Jahren 1890 und 1891, find die Geschäfte troi ben täglich 21 Stunden Arbeitszeit pro Woche 18' Mt. Lohnerhöhung flott gegangen, und in diesem Jahre sind die Weiteres könne dies auch von Unterrichtsstunden augenommen 20 b n erhielt; dazu war das sogenannte Aufzugsgeld ein- amerikanischen Bestellungen ausgeblieben, aber doch nicht werden. Doch sei zu erwägen, daß die Erörterung öffentlicher ohn infolge des hier geltenden Lohntarifs. An anderen Plätzen bedungen. Angelegenheiten sehr wohl auch in die Form von Gesangs gehen die Geschäfte in der Reißzeugbranche ebenfalls Die Zentralfaffenkasse der Maler wird dem§ 75 des fehr schlecht, trok niedrigerer Löhne, wie sie hier bezahlt Gefangstexten und sonstigen Unterrichtsstoffes Gesetzes angepaẞt, bleibt also als eingeschriebene Hilfskaffe weiter werden. Statt den schlechten Geschäftsgang in der allgemeinen werden könne, ganz abgesehen davon, daß bestehen. Auf der in Halle stattgehabten Generalversammlung Stockung, die in allen Branchen zu finden ist, zu suchen, müssen nichts im 28ege fiche, bei Gelegenheit von Unterrichtsstunden, dieser Stasse erhielt der Auflösungsantrag 18 Stimmen, während sich die Arbeiter der Reißzeugbrauche ganz unqualifizirbare Borfelbst wenn ihr Stoff ein ganz unpolitischer sein sollte, nebenher 17 für Beibehaltung der Kaffe abgegeben wurden. Zur Auf- würfe machen lassen. Es mag dies jeden in der Branche beJm vorliegenden Falle sei anzunehmen gewesen, daß in den nöthig. auch öffentliche Angelegenheiten zu erörtern oder zu berathen. Tösung der Kasse sind aber vier Fünftel der abgegebenen Stimmen schäftigten Arbeiter veranlassen, an der geschaffenen Organisation festzuhalten. Es werden jetzt schon Versuche gemacht, diese Orga: nisation zu zerstören; derartigen Bersuchen muß aber in der heiten zur Erörterung oder Berathung kommen sollten und diese| Die Zentral- Kranken- und Begräbnißfasse für Frauen energischsten Weise begegnet werden. Die Auslassungen des und Mädchen Deutschlands wird den Bestimmungen der unbekannten Scribifayes sollen wahrscheinlich die kleinen Meister polizeilichen Ueberwachung gemäß§ 4 der Verordnung unter- Krankenkassengesetz- Novelle angepaßt. Der bezügliche Beschluß gegen die Arbeiter aufheben; diese sehen zwar ihren lägen und daß die angegriffene Polizeiverfügung demnach zu- wurde auf der Generalversammlung mit 21 gegen 8 Stimmen Untergang tagtäglich vor Augen, lassen sich aber zum treffend sei. Das Ober- Verwaltungsgericht entschied, daß die gefaßt. Theil immer noch bethören, indem fie den Ver von gefleibet ber des sicherungen der Großfabrikanten glauben, daß die Ar- shörte am 5. Juli einen Bortrag des Stadtverordneten D. Kleinstion und pläbirte für Umgestaltung der Kaffe in eine beiter schuld an dem schlechten Geschäftsgang und an über Gewerbefchiedsgerichte" mit lebhaftem Beifall an. An der Familien- Sterbekasse; trotzdem er Gründer der Kaffe und ursprüng dem Untergange des Kleingewerbes find. In der Reißzeug- lebhaften Debatte darüber betheiligten sich die Herren Knopp, lich der Ansicht war, daß dies der einzige Ort unseres Zusammen Branche ist es aber wie in allen anderen Branchen der Fall, daß Rühl, Stein, Gaßmann, Egert, Lips und Böttcher gebens gewesen, sei er heute anderer Ansicht. Ihm schloß sich die Großproduktion die Kleinproduktion aufsaugt, nur wollen die E3 wurde das Schiedsgerichtswesen im Allgemeinen und das auch Kollege Utes an. Die Ausführungen Grauer's gaben noch Großindustriellen diesen Vorgang vertuschen und gefallen sich Gewerbegerichtswesen im Besonderen seiner bisherigen Lang: Anlaß zu weiterer Auseinandersetzung, worauf die Resolution darin, die Kleinmeister gegen die Arbeiter aufzuheben." wierigkeit wegen scharf fritisirt. Auch trat man energisch für Hollschewsky's zurückgezogen und ein Antrag des Kollegen Winter, Arbeiter ein zwingendes Interesse daran, daß Unserer Ansicht nach bietet sich in den Handels- und Ge- die bestehende Organisation ein, für welche man als be- die Kasse weiter bestehen zu lassen, gegen 12 Stimmen angenommen werbekammer- Berichten für die beruflichen Arbeiterorganisationen sonders erwünscht eine größere Theilnahme der im Berufe wurde. Zur Ausarbeitung der Statuten wählte man dann eine ein reiches Arbeitsfeld insoweit, als es sich um die Kontrolle thätigen Kutscher bezeichnete. Nach dem Schlußworte des Kommission von 7 Mitgliedern, welche aus den Kollegen Putzer, der Behauptungen handelt, die in diesen Berichten über Referenten wurden die Herren Nühl und Fischer der Streit Hamann, Dobrat, Segebrecht, Heidenreich, Schreiber und Borchert die Arbeiterbewegung aufgestellt werden. Da diese Be- Kontrollkommission als Kandidaten zum Gewerbegericht vor- besteht. richte den Staatsbehörden als Material zur Beurtheilung der be- geschlagen. Dann kritisirte Herr Egert Uebelstände, welche in ruflichen Verhältnisse dienen und dienen müssen, so haben die einigen im Norden Berlins gelegenen Schneidemühlen 2c. herrschen. Weißensee. Am 9. Juli hielt der Sozialdemokratische diese Es wurden u. A. genannt die Firmen Schaul, Kampffmeier und Arbeiterverein im Müller'schen Lokale eine Generalversammlung Berichte nichts Unwahres enthalten. Prüft alfo eine Schneidemühle in der Ackerstr. 45. Bei Schaul foll trot ab, in welcher der Kassirer Löhnert den Rechenschaftsbericht jede berufliche Arbeitervereinigung den Bericht der Handels- zwölfstündiger Arbeitszeit der Wochenlohn nur 15-16 m. be vom II. Quartal erstattete. Es wurde ihm hierfür Decharge er und Geiverbekammer ihres Ortes oder Bezirks, so tragen, der Stundenlohn 221/2 Pf. Die Die Fabrit von theilt. Aus der Vorstandswahl gingen hervor Jakobs als werden unrichtigkeiten bald ermittelt sein, das Resultat der Kampffmeier in Moabit soll besonders große Uebelstände Vorsitzender, Löhnert als Rassirer, Mai II. als Schriftführer. Prüfung in den Arbeiterblättern veröffentlicht und dem zu aufweisen. Hervorgehoben wurde, daß ein schon 30 Jahre in den Bu Bibliothekaren wurden Wend und Rosenfeld, zu Ne ständigen Ministerium zugestellt, wird bald die Berichterstattung Diensten dieser Firma stehender Arbeiter es erst auf 30 Pfennig visoren Reinhardt, Poffelt und Mayer gewählt. Die der Handels- und Gewerbekammern sich in den Bahnen bewegen, Stundenlohn gebracht habe. Die Söhne der anderen Arbeiter Ginführung von Leseabenden wurde bis zur nächsten General wie sie staatlich eingefeßten Organen allein angemessen sind. seien dementsprechend niedriger. Bedauert wurde, daß gerade die versammlung vertagt. Unter Verschiedenem wurde besonders die Arbeiter diefer und anderer Fabriken, die sich am schlechtesten Nothwendigkeit eines Bücherspindes betont. Ueber die Schaffung eines Gewerbegerichts berieth dieser stehen, sich fast garnicht an der Vereinigung betheiligen, und nicht Die dortige„ Boits- einmal die Aufstellung einer Statiſtik über Lohn- und Arbeits- vereins für Hummelsburg und Umgegend sprach am 9. d. Die Tage der Augsburger Magistrat. Rummelsburg. In der Vereinsversammlung des Arbeiter Zeitung"( Nr. 154 vom 12. Juli) veröffentlicht einen interessanten verhältnisse unterſtüßten. Dadurch erschienen dann die Verhältnisse Genosse 2 h al aus Reinickendorf über Geschichtsfälschung. Dit Bericht darüber. Danach hat der Magistrat im vorigen Jahre im Berufe immer günstiger als wie file thatsächlich find. Bersammlung folgte dem Vortrag mit der größten Aufmerkſamto 29 Unternehmer und 16 Arbeiter mittels Birkulars über die Be Ferner theilte der Vorsitzende mit, daß die heutige Beerdigung und sollte Dem Beferenten reichen Beifall. An der Diskussion dürfnißfrage ausgeforscht. Die Unternehmer( darunter 7 In des Kollegen R. Seiler unliebfam dadurch gestört sei, daß betheiligten sich zwei Rebner, die sich im Sinne des Referenter nungen) verneinten, soweit sie überhaupt antworteten, sämmtlich vom Charitee- Küfter die Beerdigung nicht weiter gemeldet, infolge aussprachen. Daraus erstattete Genoffe Bro ch wit Bericht fiber die Bedürfnißfrage, die Arbeiter bejahten sie sämmtlich. Unter deffen auch die Leiche nicht freigegeben wurde. Der Küster ent- den Barteilongreß der Proving Brandenburg. Ein Antrag, ch den Neinfagern befand sich auch die Handels- und Gewerbekammer fchuldigte sich damit, daß ein Formular, welches von ihm aus- Malopartie zu unternehmen, wurde abgelehnt, da voraussichtlich für Schwaben und Neuburg, welche ihr Votum mit der Be- gestellt und vom Rendanten der Charitee quittirt wird, ihm der Arbeiter- Sängerbund Berlins ein Fest außerhalb abhalten wird. fürchtung geistreichst begründete, es würden sich durch das Gewerbe- nochmals vorgelegt werden müsse, was nicht geschehen sei. gericht Parteieinflüsse der schlimmsten Art besonders bei den Thatsache soll aber sein, daß der Küster besagtes Formular schon Wahlen bemerkbar machen. Die Innungen fürchteten dies natür- am 4. Juli mit seiner Namensunterschrift unterzeichnet hat, also lich auch. Gin Unternehmer erklärte gar, das Gewerbegericht sei schon einen Tag vor der festgesetzten Beerdigung. Sarg und deshalb unnöthig, weil Streitigkeiten über 100 M. ja vor den Leichenwagen sind nicht beim Küster bestellt worden. ordentlichen Gerichten zum Austrag gebracht werden könnten! Die Arbeiter dagegen führten als Gründe für das Gewerbegericht Der Verein Berliner Droschfenfntfcher hielt am 8. Juli Theil wurde. ihm genoffen Berling und Umgegen hielt am 9. Juli eine General Der Fachverein der Uhrmacher und verwandten Berufs versammlung ab, in welcher Herr Dr. Pinn über das Bildung monopol in der heutigen Gesellschaft zur vollsten Zufriedenheit an: Mißtrauen gegen die ordentlichen Richter, weil diese mit ge- feine zweite diesjährige vierteljährliche Mitgliederversammlung wagner und Nät her im Sinne des Referenten. Eine hierauf werblichen Streitigkeiten weniger zu thun haben, weshalb sich in den Arminhallen ab, die recht zahlreich besucht war. Nach vom Kollegen Nät her eingebrachte und einstimmig angenommene die Arbeiter von einem eigens zu diesem Zwecke eingefeßten Ge- dem das Protokoll der Mitgliederversammlung für das erste Resolution hatte folgenden Inhalt: richte mehr versprechen; ferner finde bei den Gewerbegerichten Quartal zur Verlefung gebracht und angenommen worden war, eine schnellere Erledigung des Streites als bei den ordentlichen ehrten die Anwesenden das Andenken breier im verflossenen führungen des Referenten einverstanden, und es verpflichten sich „ Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Au Gerichten ſtatt, und die Hauptsache sei, es brauche nicht der Koften- Bierteljahre verstortener Mitglieder durch Erheben von den Die Univeſenben, Bourgeoiszeitungen, wie den„ Lokal- Anzeigen, vorschuß wie bei den ordentlichen Gerichten erlegt zu werden. Mancher Plägen. Im Anschluffe hieran erstattete der erste Vereins- u. j. w., nicht mehr zu unterstützen, sondern nur solche Zeitungen, Arbeiter hielte es auch unter seiner Würde, die Erlangung des Armen- vorsitzende, Herr W. Schütte, den Bericht über die Thätigkeit welche das Interesse der Arbeiter wahrnehmen." rechtes nachzusuchen, um bei dem ordentlichen Gerichte flagen zu des Vereins im zweiten Vierteljahre. Demselben ist zu enttomten, so infißte denn mancher Arbeiter auf den Austrag beruf- nehmen, daß im Vereinsbureau, Schüßenftr. 58, 117 Protofolle Hew Hierauf gab der Rassirer den Kassenbericht vom verflossenen ficher Streitigkeiten verzichten, weil ihm die Mittel dazu fehlen. in Fahrgelder- Angelegenheiten zc. aufgenommen, sowie 587 Briefe Die Ausgaben auf 66,75 pr.; n am 31. März 1892 ein Raffer Der Referent ves Augsburger Magistrats hatte nun aus ver- und Karten abgelaſſen worden find. Im Fundbureau wurden bestand von 61,24 M. vorhanden war, so befinden sich ertheilt. schiebenen Städten, wo Gewerbegerichte bestehen, Erkundigungen 374 Fundsachen abgeliefert. Won den Berlierern wurden 115 Raffe 86,49 M. Hierauf wurde dem Kaſſirer Decharge erthe, bet bie Bedürfnißfrage, wie auch über die Einrichtungen und Fundsachen reklamirt und dafür 460,60 M. Finderlohn gezahlt. Der Die Abrechnung vom Stiftungsfest ergab 185,85 M. Ginger, Wirtungen der Gewerbegerichte eingeholt, so z. B. aus Frankfurt a. M., vom Verein unterhaltene Dienſtnachweis für Droschkentutſcher wies Diefer ſtand eine Ausgabe von 181,80 m. gegenüber; der eie Hamburg, Nürnberg, München, Ulm u. f. w.; überall ist erklärt im verflossenen Vierteljahre 70 vatante Stellen auf. Bon diesen schl von 4,05 31. urbe der Bibliothettasse übergeben. Die worden, daß die Bedürfnißfrage vorhanden war und daß seit konnten 36 Stellen durch Vereinsmitglieder besetzt werden. Neu nächste Versammlung findet am 23. Juli statt. dem Bestehen der Gewerbegerichte das Verhältniß zwischen Ar aufgenommen wurden 41 Mitglieder. Dem Vereine gehörten am beiter und Unternehmer ein günstigeres geworden sei und Schlusse des zweiten Vierteljahres 1178 Witglieder an. Das bat globet Gewiffenhaftigkeit und Pflichttreue figenden war beantragt worden, daß bag Beſteliget Housejenis D. Diefelbe bot einen Bortrag des Genoffen Ber baß besonders die sozialdemokratischen Beisiger Bereinsvermögen bezifferte fich auf 4743 wt. 60 g. Die freie Vereinigung der Getreideträger und Speicher the Urtheil fällen. Der erwähnte Referent war der Ueber- obligatorisch zur Einführung gebrachte Fachergalt ehf bas versammlung abgelt und Ziele er gewerkschaftlichen or zengung, daß in Augsburg der größte Theil der Beiſißer von der mehr aus der Vereinstaſſe, jondern von den Mitgliedern gesagt engine, der mit großem Beifall aufgenommen wurdt, Cozialdemokratie, geſtellt werden würde, fab darin aber nichts werben felle. Blach, längerer Debatte wurde Dieser at in ber, Distaflon berheitssten jich Die Kollegen Mii nch and Gefährliches,„ weil dieſe Leute mit großer Objektivität urtheilen zweiten Male abgelehnt. Wie alljährlich wird der Verein auch Otto in Ginne bes beferenten und forderten hauptsächlich zu würden", und empfahl die Errichtung eines Gewerbegerichts, was in diesem Jahre eine Landpartie veranstalten. Verschiedene regen Agitation auf. Hierauf verlas der Kassirer den Kaffendes Augsburger, flicht wohlthuend ab von dem gegentheiligen Rulnig, nur ein gofal zu wählen, welches auf der Zufalliſte 65,25 22. Beſtand ergab. Durch die Reviſoren wurde bekunder, Berfahren des Hal ber städter Magistrats, der erit durch steht. Die Versammlung einigte sich dahin, am Freitag, den baß Alles in beſter Ordnung sei, worauf man dem Kassiner den Minister gezwungen werden muß, dem gleichartigen Wunsche 29. d. Mts. eine Kremjerpartie nach dem Müggelschlößchen bei Decharge ertheilte. Bum zweiten Raffirer wurde Kollege Herrmann der Arbeiter zu willfahren. Das preußische Ministerium wollen Friedrichshagen zu veranstalten. Zur Besprechung stand ferner Plötz gewählt. wir deswegen auf die Verhandlung des Augsburger Magistrats die Taxameter Frage. Der Vorsitzende versprach sich von der hiermit ganz besonders aufmerksam gemacht haben. denn auch der Magistrat einstimmig beschloß. Diese Handlung Offerten waren eingegangen. Beschlossen wurde = Einführung der Tagameter entschiedene Vortheile für die Kutscher Die Stockarbeiter hielten am 10. Juli eine öffentliche Ber In Autwerpen findet demnächst ein Stongreß aller in der Die Versammlung war entgegengesetter inſicht und beschloß fol: Sozialdemokratie als Produkt wirthschaftlicher Entwickelung in Bezug Arbeitsverdienst, Arbeitszeit, Bestrafungen u. f. w. sammlung ab, in welcher Kandidat Hoffmann über die Holzindustrie beschäftigten Arbeiter statt, zwecks An- gende Resolution: referirte. Der Redner behandelte ausführlich und in interessanter bahnung einer internationalen Verständigung über Abschaffung Weise einzelnen Abschnitte im wirthschaftspolitischen Leben der Stuck- und Affordarbeit; Berkürzung der Arbeitszeit u. a. m. des Wereins Berliner Droschtenkutscher hat nach genauer Prüfung gesellschaftlichen Zuständen nachzuweisen, daß die menschliche deln Die heutige in den„ Armin Hallen" tagende Versammlunger Menschheit, um dann an den heutigen wirthschaftlichen ge Entbehrungslöhne. Berliner Gußstabl. Fabrik und Eisen- der thatsächlichen Verhältnisse im Droschten Fuhrgewerbe diesellschaft ſich nothwendiger Weise zur sozialistischen entwickeln gießerei Hugo Hartung, Aktiengesellschaft, Dividende: 6 pet. Ueberzeugung gewonnen, daß die Einführung des Tarameters muß. An den Vortrag, welcher mit lebhaftem Beifall auf Berliner Werkzeugmaschinen- Fabrit, Attiengesellschaft, vormals in feiner Weise geeignet ist, irgend welche Vortheile für die genommen wurde, knüpfte sich eine längere Diskussion. Sonntag, 2. Sentfer, Reingewinn: 139 866 M., Dividende: 10 pet. Interessen des Verkehrs oder des Droschten- Fuhrgewerbes zu den 17. Juli, findet eine Landpartie der Stockarbeiter nach Zuckerfabrik Körbisdorf, Dividende: 18 pCt.-Buckerfabrit schaffen. Die Versammlung ist vielmehr überzeugt, daß das Adlershof statt. Strasburg( Ndermark), Dividende: 241.2 pet. Dortmunder ganze Unternehmen nur den Zweck hat, die Droschken- Fuhrherrn Bergbau Gesellschaft, Dividende: 6 pet. Rheinisch- Westfälische und Kutscher zu schädigen und einzelnen gewinnsüchtigen Unter- Eine öffentliche Versammlung der Zimmerer Berlins Sprengstoff- Aktiengesellschaft, Dividende: 7 pet. König Friedrich nehmern die Taschen zu füllen, und macht es die heutige Ber- und Umgegend beschäftigte sich am 10. Juli cr. mit der Frage: Auguft- Butte, Pottschappel bei Tresden, Dividende: 8 pet.-fammlung jedem Droschkenkutscher und Fuhrherrn zur Pflicht," Ob es jetzt, in der verhältnißmäßig besten Zeit der Bauperiode, Metallwaaren Fabrit vorm. Fr. Zickerick, Wolfenbüttel, Dividende: solchem gewinnfüchtigen Unternehmen entschieden entgegen zu angebracht wäre, auf allen Bauten und Pläßen den Stundenlohn 15 pGt. Rheinische Anthrazit Kohlenwerke, Kupferdreherei, treten." von 35 Pfg. zu fordern". Man beschloß, nachdem einige Kollegen Antragsteller dieser Resolution war Fuhrherr Kulnig. das Für und Wider in dieser Angelegenheit hervorgehoben hatten Dividende: 7 pét. Erzgebirgische Dynamitfabrik, Dividende: 8,5 pCt. Maschinenbau- Aktiengesellschaft, vorm. Beck u. Henkel Die Herausgabe der neuen Wegemesser wird voraussichtlich am und nachdem festgestellt worden war, daß von etwa 6000 in Berlin in Raffel, Dividende: 10 pet.-- Braunschweigische Maschinenbau- 1. Oktober d. J. erfolgen. Ein neues Droschtenreglement steht beschäftigten Zimmerleuten in der Versammlung nur ca. 200 an Hüttenwert, nicht zu erwarten. An den Wahlen zum Gewerbe- Schiedsgerichte wesend waren, nach einem Antrage des Kollegen Geffrou Anstalt, Aktiengesellschaft, Dividende: 8 pet. Eifengießerei und Maschinenfabrik in Michelstadt, Dividende: werden sich die Droschkenfutscher gleich den übrigen Arbeitern diesen Punkt von der Tagesordnung abzusetzen und einer des betheiligen und in einer öffentlichen Versammlung s. 3. Kandi- nächst einzuberufenden großen Versammlung zur Berathung und 15 pot. daten nominiren. Angeregt wurde auch eine Sonntagsruhe im Beschlußfassung zu überlassen. Gleichzeitig wurde beschlossen, vier Branntweinkonsum in Deutschland. Der Verbrauch an Verkehrsgewerbe dergestalt, daß Sonntags abwechselnd die graden Bezirks- Vertrauensleute zu wählen, welche festzustellen und der reinem Alkohol zu Trinkbranntwein ist in den acht Monaten von und ungeraden Nummern fahren. Die Bediensteten der Omnibus- nächsten Versammlung mitzutheilen haben, welche Löhne auf bot Oftober 1891 bis Dat 1892 um 3 pGt. zurückgegangen. In dieser und Pferdebahn- Gesellschaften hätten doch einige freie Tage im verschiedenen Plätzen und Bauten gezahlt werden. Gewählt Zeit wurden 1508 554 Hektoliter reinen Alkohols nach Ent- Monat, die Droschkentutscher aber niemals. Echon im vorigen wurden für den Norden: Kollege Merfer, Müllerstr. 7a; für richtung der Verbrauchsabgaben in den inneren freien Verkehr Jahre ist seitens des damaligen Vorstandes dahin petitionirt den Süden: Löchert, Kottbuser Damm 99, vorn 2 Tr., bet übergeführt, mithin 46 621 Hektoliter weniger, als im gleichen worden, daß jeder Arbeiter im Droschten- Fuhrgewerbe wöchentlich Winzler; für den Osten: Klewe, Blumenstr. 36a, Hof part.; Zeitraume des Jahres 1890/91. Die Gesammterzeugung beziffert einen freien Tag( 24 Stunden) haben und dieser freie Tag alle für den Westen: Stolle, Nollendorfstr. 7, Hof 3 Tr. fich dagegen für die jüngste achtmonatliche Periode auf 2 561 475 3 Wochen auf einen Sonntag fallen solle. Mit einem Hoch auf Sektoliter, das sind 11 750 Hektoliter mehr als im gleichen Zeit das fernere Wachsen, Blühen und Gedeihen des Vereins wurde Die Freie Vereinigung der Ban- Arbeiter Berlins hielt die Versammlung um 2 Uhr Nachts geschlossen. am 10. Juli ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. In raume v. J. Die Kranken- und Sterbekasse der Berliner Handderselben gab Kollege Oskar Sprenger als erster Kassirer diener( E. H. 61) hielt am 8. D. M. ihre 3. ordentliche General- 85,50 M., Ginnahme pro II. Quartal 115,40 M., Summa versammlung ab. Es waren 304 Personen anwesend. Zunächst 201,20 M., Ausgabe pro II. Quartal 131,67 m., verbleibt mithin theilte der Vorsitzende mit, daß die Kollegen Karl Gehlhaar, ein Bestand von 69,53 M. Die Richtigkeit der Abrechnung wurde Fischer und Haschert im legten Vierteljahr gestorben sind; die durch die Revisoren Neufert und Kohlstädt bestätigt un Bersammlung ehrte das Andenken derselben durch Erheben von dem Kassirer, nachdem er noch den ganzen Jahresbericht verlesen Der Kaffenbericht ergab folgendes Resultat: hatte Decharge ertheilt. Dann verlas der Borsitzende, Kollege Einnahme 22 589,38 W., Ausgabe 6238,13 M., mithin Vermögen W. Wernau, den Rechenschaftsbericht des Vorstandes und legte ausgestreutes falsches Gerücht zurück. Hierauf folgte die Ab- gab der Vorsitzende den Bericht des Vorstandes über das Weiterstützungen in dem betreffenden Jahr seiner Amtsthätigkeit gehalten Der Kaffe. Der Schwerpunkt der Novelle bezw. erledigt worden sind. Der Bericht wurde ohne Widerspruch rechnung vom Stiftungsfest, welches einen Ueberschuß von 30,94 m. bestehen nach seiner Meinung int der ergeben hat. Die dann vorgelegte Abrechnung vom 1. Quartal liegt müßten die britten Jahrgangs fonstatirte einen Ueberschuß von 20,24 M. hier Anmeldepflicht, von der Versammlung anerkannt und hierauf zur Wahl des Mitglieder den Vorstand unterstüßen. gesammten Vorstandes, der Fachkommission und der Bahls Bei der Jahresabrechnung erstattete der Kassirer in klarer, deut. Nach Prüfung des könne die bei licher Weise Bericht über die Summen, welche er an den Haupt- von 40 Pf. pro Woche ein Krankengeld von 10 M., sowie freien Vorstand: efter vorstand gesandt hat und wies nach, daß seit dem Amtsantritt des Arzt und Medizin gewähren. Der Kassirer bemerkte, daß die perzierstr. 4b; zweiter Vorsitzender Paul Höppner, Willibald jetzigen ersten Bevollmächtigten sehr sparsam gewirthschaftet wurde. legte Versammlung zwar beschlossen Die Revisoren hatten alles in bester Ordnung vorgefunden, und schußtaffe umzuwandeln, nach den damaligen Berichten wäre auch zweiter Kassirer Dstar Böttcher, Frankfurter Allee 129; erster so wurde dem Kaffirer Decharge ertheilt. Aus der Wahl der Jeber der Meinung gewesen, daß es nicht anders gehe; die Schriftführer Paul Schröder, Roloniestr. 148; zweiter Schrift gefamunten Ortsverwaltung gingen hervor: 1. Bevollmächtigter ovelle enthalte aber auch Vortheile für die Hilfstassen, so daß führer Julius Wendt, Lucauerstr. 12; Revisoren Otto Dittmann( wiedergewählt), 2. Bevollmächtigter opsch, tein Grund vorliege, die Flinte ins Korn zu werfen. Was die Arendt, Friedenstr. 78; Hartleib, Arndtstr. 39; Hermann 1. Raffirer Hübner( wiedergewählt), 2. Saffirer Bietfch Beiträge betreffe, so fei allerdings nur 1,25 M. monatlich gezahlt, Dobberschük, Weibenweg 20. Babistelle für Nord: mann, 1. Schriftführer Freier( wiedergewählt), 2. Schrift- die Erhöhung derselben wäre aber schon seit zwei Jahren geplant Paul Teich; Zahlstelle für Südwest: Hartleib, tafsirt alle führer und Berichterstatter 23 eife, Beisitzerin Fel. Tamsen, und nur, um die Novelle erſt abzuwarten, wiederholt zurück- Sonntage nach dem 15. bei Gastwirth Albert Föthchenhauer, Revisoren Modrow, Wietaschet und Nietlei, Aus- gestellt worden. Für das Weiterbestehen der Kasse traten dann wohnhaft Friesen- und Willibald Alexisstraßen- Ecke; Bahlstelle schußmitglied Beuthner. Mit einem Hoch auf das Gedeihen ein die Kollegen Hollschewsky, welcher eine diesbezügliche Reso- Ost: Ostar Böttcher, tafsirt jeden Sonntag nach dem 15. bei schußmitglied Beuthner. Mit einem Hoch auf das Gedeihen lution einbrachte, Baul, Wappler, Hamann, Rakowski, Buzer, Gastwirth Babel, Frankfurter Allee 90; Bahlstelle Südost: Kerger, des Verbandes schloß die Versammlung. Ruhnite, Märtens, Runge und Bickert. Gegen deren Ansichten tafsirt jeden Sonntag nach dem 15. bei Gastwirth Bohl, Grüner Beg die Kollegen Uteẞ und Oswald Grauer; Die Fachkommission wurde auf fünf Personen reduzirt Eine Versammlung der in Holzbearbeitung8- Fabriken Sprachen and auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter( auch Kutscher) Letzterer wendete sich scharf gegen Hollschewsky's Versammlungen. Ju der Kürschuerversammlung am 4. Juli wurde das den Plägen. Mitglied Feldmann instimmig aus dem Verband ausDit: erster Vorsitzender Wilhelm Gaßmann, Ruppinerstr. 29; P. Kaser. Thaerstr. 55; F. Herrmann, Sinterbliebenen eines verstorbenen Mitgliedes wurden 50 Mark| Zur Frage weiblicher Kandidaturen. Marie Ferré. Tempelhofer Berg 3; C. Derebber, Sorauerstr. 28; G. ausgezahlt. Der Rassirer erhielt Decharge. Nach dem Bericht Feuilleton: Die Nachbarn. Ein Märchen von Schtschedrin. Aus Flöter, Faldenſteinſtr. 37. Weiter wurde von der Versamm des Obmanns der Arbeitsvermittlungs Kommission, Kollegen dem Russischen von A. T. Arbeiterinnenbewegung. Kleine lung beschlossen, die Angelegenheit des Kollegen Gutsch, welcher Schönau, suchten im zweiten Quartal 84 Kollegen bei der Nachrichten. werden. persönlich erschienen war, bis zur nächsten, über 14 Tage statt Kommission um Arbeit nach, wovon leider nur 18 durch die Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der findenden öffentlichen Bauarbeiter- Versammlung zu vertagen. Kommission solche erhalten konnten, während 65 sich durch eigne Nummer 10 Pf. durch die Post bezogen( eingetragen in der Hierauf machte Kollege Paul Schröder, den Mitgliedern be- Bemühung Arbeit verschafften. Bei der nun vorgenommenen Reichspost- Zeitungsliste für 1892 unter Nr. 2564 a) beträgt der tannt, daß das blaue Erkennungszeichen der Gastwirthsgehilfen Neuwahl der Vermittlungskommission konnten nur 5 Kollegen Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter feine Giltigkeit verloren und das rothe an deffen Stelle ge- gewählt werden, da nicht mehr viel Mitglieder anwesend waren; Kreuzband 85 Pf. treten ist, was man im Interesse der Sache beobachten möge. Sie fehlenden zwei sollen in der nächsten Versammlung gewählt Inseratenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. Eine öffentliche Versammlung von Zigarrenhändlern Wir erhalten soeben Heft 14 des Lieferungswertes: Die Berlins und Umgegend tagte am 11. d. Wt. und erörterte die Im Sozialdemokratischen Agitationsverein für die Deutsche Revolution, Geschichte der deutschen Bewegung von Frage der Organisation. Ginberufer war Bigarrenhändler Kreise Wittenberg, Schweinig, Torgau und 1848 und 1849" von Wilhelm Blos.( Stuttgart, J. H. W. Diet' Rogge und zwar im Austrage einer Anzahl von Personen, 2 ieben werda hielt am 13. Juli Genosse Saupt einen Verlag.) welche sich in der ersten großen Protestversammlung gegen die Vortrag über„ Die politische Lage und die Sozialdemokratie" in Das vorliegende Heft beschreibt die Voltserhebung in Wien Sonntagsruhe zusammengethan hatten, da sie sich mit dem dort welchem er zugleich die traurige Lage der ländlichen Arbeiter be- und deren Niederwerfung.- An Illustrationen enthält das Heft: felbst gegründeten Verein nicht einverstanden erklären konnten. Sprach. Die Versammlung schloß mit einem breimaligen don- Latour's Ende, Kampf vor der Sophienbrücke in Wien, Robert Die Frage, warum die Zigarrenhändler sich organisiren müssen, nernden Hoch auf die Sozialdemokratie. erörterte Herr Fiedler. Derselbe betonte besonders, daß die entzogen werde. อิน verfolgen, Stellung zu Blum's Hinrichtung, ferner die Porträts von Wenzel Messenhauser, Joseph Bem und Arthur Görgen. Außerdem ist dem Hefte eine Bolizei- Verordnung betreffend die Sonntagsruhe fein Reichsgesetz Die Freie Volksbühne" hielt am 14. Juli eine von getreue Nachbildung des letzten Briefes von Robert Blum an seine ſei. Dieses schreibe dem Arbeiter eine Sonntagsruhe vor, nicht 600 bis 700 Personen besuchte Generalversammlung ab, deren Frau beigegeben. aber dem Geschäftsmanne. Der Kleine Geschäftsmann habe durch erster Tagesordnungspunkt der Geschäftsbericht des Vorstandes Das Werk wird in ca. 22 Lieferungen à zwei Bogen Großben jetzigen beschränkten Geschäftsbetrieb ganz empfindlich zu bildete. Der Bericht fonstatirte eine erfreuliche Zunahme der oktav komplet vorliegen. Alle 14 Tage erscheint ein Heft zum leiden und sei in seiner Existenz mehr wie bedroht. Um allen Mitglieder; die Zahl derselben beträgt 2567. Auch der Kaffen- Preise von 20 Pf. Eventualitäten entgegentreten zu können, müsse eine Vereinigung bericht stellt sich diesmal günstiger als im Vorjahre. Die Ge Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diey' geschaffen werden nach Art der kleinen Geschäftsleute. Mit den großen fammteinnahme betrug 17 385,79 m., die Gesammtausgabe Verlag) ist soeben das 42. Heft des 10. Jahrgangs erschienen. Geschäftsleuten könnten die kleinen Geschäftsleute nicht zusammen- 16 807,15 M. Der verbleibende Bestand von 578,64 M. entfällt aus dem Inhalt heben wir hervor: Die von Weftphalen. gehen. Vor allem müffe auch dahin gewirkt werden, daß den mit 367,49 M. auf die erfte und mit 211,15 M. auf die zweite Die Hungersnoth in Rußland.- Die Arbeiterbewegung in den Restaurateuren der Verkauf von Tabaksprodukten an Sonntagen, Abtheilung. Dem Kassirer Herrn Wild berger wurde Decharge Bereinigten Staaten. 1877 bis 1885 Von F. A. Sorge.( Schluß.) wo die Zigarrenhändler ihre Geschäfte geschlossen haben müssen, ertheilt und dann die Wahl des Vorstandes vorgenommen. Herr Dr. Bucher, Bismarck und v. Poschinger. Von Ferd. Wolff. Der Vorsitzende, Herr Rogge, war der 2ille, welcher erst erklärt hatte, das Amt des Vorsitzenden Literarische Rundschau. Feuilleton: Dunkle Mächte. Roman Meinung, daß der Händler ebenso gut seinen Sonntag haben nur unter der Bedingung wieder anzunehmen, daß die anderen von Elise Langer. wolle und müsse, wie der Arbeiter. Die Sonntagsruhe sei dem Vorstandsmitglieder Zeute seien, mit denen er zusammen ersprießnach eher zu verlängern, als zu verkürzen. Eine even lich arbeiten tönne, nahm die Kandidatur bedingungslos an, Das Erfurter Programm in seinem grundfählichen tuelle Vereinigung hätte große Aufgaben vor sich. Ein- nachdem gegen eine Stimme folgende von ihm gestellte Resolution Theil, erläutert von Karl Kautsky( Stuttgart, J. H. W. Dietz' mal etwaigen Chifanen entgegenzutreten, Angriffe Verlag). VIII und 264 Seiten. Broschirt Mt. 1,50, gebunden zu angenommen war: widerlegen, Ungesetzlichkeiten Der Verein erklärt sein Einverständniß mit der bisherigen Mt. 2,-. ber beabsichtigten Kontrollmarte zu nehmen u. bgl. m. Herr künstlerischen und technischen Leitung desselben." 1. Der Untergang des Kleinbetriebs. 1. KleinAntric berichtigte Herrn Fiedler zunächst dahin, daß die Herr Wille wurde nun( die anderen Kandidaten ver- betrieb und Privateigenthum. 2. Waare und Kapital. 3. Die Sonntagsruhe fein Polizeigesetz, ſondern ein Reichggeses sei. Gin zichteten) einstimmig oder fast einstimmig zum Borsitzenden wieder- kapitalistische Produktionsweise. 4. Der Todeskampf des KleinBerbot des Zigarrenverkaufs durch Gastwirthe sei nicht angängig, gewählt. Die darauf folgende Wahl des Kassirers führte zu betriebs. da dies eine Aenderung der Gewerbe- Ordnung zur Voraus einer sehr erregten Debatte und mehrmals zu stürmischen Szenen, 2. Das Proletariat. 1. Proletarier und Handwerksfegung habe. Eine Vereinigung würde in erster Linie auch deren eine die Vertagung der Versammlung auf einige Minuten geselle. 2. Der Arbeitslohn. 3. Die Auflösung der Proletariereinen Rechtsschutz einzurichten haben. Gegen die Sonntagsruhe nöthig machte. Es handelte sich hierbei um die Kandidatur des familie. 4. Die Prostitution. 5. Die industrielle Reserve- Armee. hätte der Berein aber unter keinen Umständen anzukämpfen. Herrn J. Türt, der von einigen Rednern angegriffen wurde 6. Die wachsende Ausdehnung des Proletariats. Das taufHerr Fiedler begrüßte darauf die Sonntagsruhe mit Freuden, und sich gegen diefe Angriffe vertheidigte. Nach vielem Hin- und männische und das„ gebildete" Broletariat. ebenso einen Verein zur Abwehr etwaiger Unzuträglichkeiten. Widerreden beschloß die Besammlung, das Gehalt des Kassirers 3. Die Kapitalistentlasse. 1. Handel und Kredit. tagsruhe, ebenso wie Herr Dennewitz stand ebenfalls auf dem Boden der Sonn- auf 90 M. festzusehen, und wählte dann Herrn Türk zum 2. Arbeitstheilung und Konkurrenz. 3. Der Profit. 4. Die auch Herr afforte und Herr Kassirer. Sein Gegenfandidat, Herr Bernhard Kampff Grundrente. Schweizer. Gine Regelung des Bigarrenverlaufs seitens der meyer, zu beffen Gunsten Wildberger verzichtet hatte, unterlag 7. Das Wachsthum der Großbetriebe. Die Kartelle. 8. Die Restaurateure hielt letterer Bedner für möglich durch einiges und wurde hierauf für das Schriftführer- Amt gewählt. In den wirthschaftlichen Krisen. 9. Die chronische Ueberproduktion. zuſammengehen. Im Uebrigen verbreitete er sich über die Auf- Ausschuß kamen die Herren 2. Bölsche, J. Hart, 4. Der Zukunftsstaat, 1. Soziale Reform und gaben des zu gründenden Bereins. Gegen die beabsichtigte G. 2e debour, R. Dehmel, Lichtenstein, Zeitler, Revolution. 2. Brivateigenthum und genossenschaftliches EigenBereinsgründung machte sich keine Stimme geltend. Auch war die Schmiedel und Denker. Nachdem noch beschlossen worden thum. 3. Die sozialistische Produktion. Die wirthschaftliche Allgemeine Ansicht, daß die persönlichen Interessen denen der war, den alten Vorstand bis zum 1. Oktober weiter fungiren zu Bedeutung des Staates. 5. Der Staatssozialismus und die Sobullgemeinheit unterzuordnen seien, daß aber die Rechtsungleich: lassen, wurde die Versammlung der vorgerückten Zeit wegen zialdemokratie. 6. Der Aufbau des Zukunftsstaates. 7. Die Abheit, wie sie jetzt beſteht und wodurch der Schundkontürreng Vor- vertagt, ohne daß die Wahl der Ordner vorgenommen war. fchub geleistet werde, zu beseitigen sei. Die Vereinsgründung wurde demnach beschlossen und zwar eines Vereins von Bigarrenhändlern und Fabrikanten. Mit der Ausarbeitung der VereinsHerren Rogge, Fafforfe, Schröder, Zieß und Levy betraut und die Versammlung, welche von gegen fünfzig Per sonen auf die Sozialdemokratie geschlossen. Sprechfaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; ste wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. 5. Die Steuern. 6. Das Sinken des Profits. schaffung der Familie. 8. Die Ronfistation des Eigenthums. 9. Die Vertheilung der Produkte im Zukunftsstaat. 10. Der Sozialismus und die Freiheit. 5. Der Klassentampf. 1. Der Sozialismus und die besitzenden Klassen. 2. Gesinde und Bediententhum. 3. Das Lumpenproletariat. 4. Die Anfänge des Lohnproletariats. 5. Die Erhebung des Lohnproletariats. 6. Der Widerstreit der 7. Die Philantropie und die Arbeiterschutz- Gesetzgebung. 8. Die das Proletariat erhebenden und der es herabdrückenden Tendenzen. 10. Die Ar Gewerkschaftsbewegung. 9. Der politische Kampf. beiterpartei. 11. Die Arbeiterbewegung und der Sozialismus. 12. Die Sozialdemokratie die Vereinigung von Arbeiterbewegung und Sozialismus. 13. Die Internationalität der Sozialdemokratie. 14. Die Sozialdemokratie und das Volk. Vermischtes. Das Schulzeugniß eines Königs. Wie man dem„ Neuen Generalversammlung der Arbeiter- Bildungsschule am 12. Juli. Ter Vorsitzende, Genosse Matutat, erstattete zuAn die Mitglieder näc ft Bericht über das abgelaufene Quartal, indem er besonders sämmtlicher Orts Krantentassen Berlins! herrorhob, daß die Echule bei einer Mitgliederzahl von 8000 die Schon lange beschäftigen sich die Berliner Orts- Krankenkassen früheren Echwierigkeiten überwunden und auch bereits einen mit der Frage, ob die freie Arztwahl bei ihnen durchführbar ist, großen Theil des Darlehne zurückgezahlt habe.( Demnach sind ohne bisher zu einem bestimmten Entschluß gekommen zu sein. die in den letzten Tagen von mehreren gegnerischen Zeitungen Die unterzeichnete Kommission hat nun zum Sonntag, den gebrachten Mittheilungen, wonach der Vorsitzende(!) Bogt: 17. d. M., Vormittags 9 Uhr, eine öffentliche Versammlung der herr" in Anbetracht der ungünstigen Verhältnisse, zu Sammlungen Mitglieder sämmtlicher Orts- Krankenkassen Berlins nach der für die Bildungsschule aufgefordert habe, einfache Verleumdungen Berliner Ressource", Kommandantenstr. 57, einberufen, in welcher und als solche jedenfalls derselben trüben Quelle entsprungen, bas Thema: Ist die freie Arztwahl bei den Orts- Krankenkaffen wie die früheren.) Es fanden drei öffentliche Versammlungen, Berlins durchführbar? eingehend behandelt wird. fonie 12 Bytlusvorträge statt; in diesem Quartal werden eben- Da das gegenwärtig bestehende System der ärztlichen Be- Wiener Tagblatt" aus Belgrad schreibt, haben die Lehrer des falls solche stattfinden, und zwar wird u. 2. Liebknecht handlung zu vielfachen Klagen und Beschwerden von Seiten der Königs Alexander nach Beendigung der Brüfungen unter dem über die französische Revolution" und Herr Weyl über öffent- Raffenmitglieder geführt hat, so ist es Pflicht der Mitglieder aller Borsige des Gouverneurs eine Konferenz abgehalten, in welcher liche Hygiene sprechen. Der vom Kassirer Gumpel verlesene Drtskaffen, in dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen, da das nachfolgende Beugniß für den Königlichen Schüler ausgefertigt Raffenbe richt wies einen Bestand von 1121,82 M. auf; dem Kassirer nur durch die Agitation der Kassenmitglieder eine Benderung des wurde:" Se. Majestät König Alexander hat die Prüfung aus wurde einstimmig Entlastung ertheilt. den Studiengegenständen folgendermaßen abgelegt: 1. Moralvon Seiten anderer Vereine waren auch im vergangenen Quartal Also, Mitglieder, thut Eure Pflicht, mache ein Jeder seine theologie, vorgetragen vom Seminar- Rektor Firmilian, wöchentlich ganz bedeutende und legten Zeugniß ab für das Interesse, Kollegen auf diese Versammlung aufmerksam und erscheint Mann eine Stunde, ausgezeichnet; 2. französische Sprache, Prof. Magrocz, welches die Arbeiterschaft Berlins für die Arbeiter- Bildungsschule für Mann; zeigt, daß Ihr endlich gewillt feib, bas bisherige wöchentlich eine Stunde, ausgezeichnet; 8. Stereometrie und begt. Bu Revisoren wurden die Genossen Rosenberg und System von Eich abzuschütteln! Trigonometrie, Prof. Stojkovics, wöchentlich drei Stunden, außSchmalfeld ernannt. Ein Antrag des Vorstandes: für gezeichnet; 4. englische Sprache, Prof. Medics, wöchentlich eine Nachtarbeiter einen Tagesturfus für vorläufig vier Stunde, ausgezeichnet; 5. Logit, Professor Schlivics, wöchentlich eine Stunde, ausgezeichnet; 6. deutsche Sprache, Professor Römer, Unterrichtsfächer bei genügender Schüleranzahl einzurichten, wurde * Achtung, Rixdorf! einstimmig angenommen; ein Antrag Jahn: die Hälfte der wöchentlich zwei Stunden, ausgezeichnet; 7. allgemeine Literatur Vorstandsmitglieder scheiden halbjährig aus, um durch NeuParteigenossen! Wie ich in Erfahrung gebracht habe, be- geschichte, Professor Staatsrath P. Georgevics, zwei Stunden gewählte auf ein Jahr ergänzt zu werden, fand nicht die hin- absichtigen die Herren von der sogenannten„ unabhängigen", wöchentlich, ausgezeichnet; 8. römisches Recht, Professor Staatsreichende Unterſtüßung von 50 Stimmen, um auf die Tages- besser ausgedrückt: nichtsbesagenden" Partei zu Sonntag, den rath Gerschics, vier Stunden wöchentlich, ausgezeichnet; 9. FeldOrdnung der nächsten Generalversammlung gesetzt zu werden; 17. Juli eine öffentliche Boltsversammlung einzuberufen, in befestigungslehre, Professor Major Stankovics, eine Stunde desgleichen wurde ein Antrag Leicht: das unterrichtsgeld für welcher an dem von unserem Genossen W. Zie binecht so ein- wöchentlich, sehr gut; 10. ferbische Literatur- Geschichte, Prosessor folche Schüler, die nur an einem Unterrichtsturfus theilnehmen, gehend und fachlich gehaltenen Referat über Kommunismus, Boskovics, eine Stunde wöchentlich, ausgezeichnet; 11. Tattit, Professor Major Pavlovics, drei Stunden wöchentlich, ausauf monatlich 25 statt 50 Bf. festzusetzen, abgelehnt, da man Sozialismus und Anarchismus Stritit" geübt werden soll. Die Zuwendungen bisherigen Zustandes herbeigeführt werden kann. Die Neuner Rommission. J. A.: Rudolf Aßmann, Hussitenſtr. 83. allgemein der Ansicht war, daß das Unterrichtsgeld ohnehin Parteigenossen! Da zu dieser Versammlung der Abgeordnete gezeichnet; 12. allgemeine Weltgeschichte, Professor Lovcsevics, niedrig genug sei, wenn die Schule bestehen soll. Die Anregung: Liebknecht wahrscheinlich eingeladen werden wird, damit das zwei Stunden wöchentlich, ausgezeichnet; 13. lateinische menn erforderlich, eine Gesangabtheilung innerhalb der Schule Sodom und Gomorrha der„ Unabhängigen" infolge des üblichen Sprache, Professor J. Georgevics, eine Stunde wöchenteinzurichten, wurde unter Hinweis auf die zahlreichen hier schwachen Besuchs, durch Die Prüfungen fanden in obiger den sich ihre Bersammlungen lich, ausgezeichnet. bestehenden Gesangvereine, ebenfalls abgelehnt. Eine Anfrage auszeichnen, nicht wieder zur Ebbe werde, werde, so gebe Reihenfolge statt und dauerten für jeden Gegenstand eine Stunde. des wurde vom ich hierdurch die Erklärung ab, daß keiner unserer Den Prüfungen wohnten bei die Regenten, der Metropolit, der in dieser Versammlung 120 wände vorhanden seien, welche täglich von Morgens wird, da, nach dem Thun und Treiben der„ Unabhängigen" zu denten der Stupschtina, der Unterrichtsminister, der Justizminister, 8 bis Abends 10 Uhr in der Südost- Schule, Reichen- urtheilen, von denselben nie und nimmer die Interessen des flaffen- der Präsident und der Vice- Präsident des Staatsraths, die Vorbergerstraße 133, von Mitgliedern entlehnt werden können. Der bewußten Proletariats, der nach vollem Menschenrechte für Alle münder Sr. Majestät des Königs und der Rektor der Hochschule. strebenden Sozialdemokratie gefördert werden. Belgrad, 25. Juni( 7. Juli) 1892. Der Gouverneur Sr. Majestät Bormittag von 9 bis 12 Uhr, ein Besuch im Bota- Darum, Parteigenossen, hoffe und erwarte ich von Euch, daß des Königs: Oberst im Generalstabe Jovan Mischkovics." bischen Garten unter Führung des Lehrers stattfindet Ihr durch Guer Nichterscheinen dafür sorgt, daß die geplante Ber- Alfo 12 ausgezeichnet" und 1 fehr gut"! Wackerer Alexander! Pünktliches Erscheinen ist nothwendig. Nach dem noch auf sammlung das wird, was die ganze„ Bewegung" per unab- Jest blos noch ein bischen Feldbefestigungslehre nachgebüffelt, daß das am 24. Juli in Friedrichshagen( Müggelschlößchen) statt hängigen ist ein Nichts. findende Waldjest hingewiesen war, wurde die Versammlung mit| Mit sozialdemokratischem Gruß einem kräftigen dreifachen Hoch auf die Arbeiter- Bildungsschule| geschlossen. " R. Köppen, Vertrauensmann für Nixdorf. Literarisches. Die Kranken und Sterbe- Unterstützungskaffe der Berliner Hansdiener hielt fürzlich ihre dritte Generalversammlung die Rasse über einen Bestand von 5084,95 M. bei einer Mitgliederzahl von 225 verfügt. Zum zweiten Vorsitzenden wurde dann einstimmig Kollege Matuczewski per Afflamation gewählt. Der Antrag des Kollegen Koch, die Raffe weiter be Berliner Volks. Tribüne, Sozialpolitisches Wochenblatt. ftehen zu lassen und die Statuten demgemäß zu ändern, wogegen Vierteljahr 1 M. 50 Pf., monatlich 50 Pf. Jnhalt der Nummer 29 Kollege Neumann beantragte, sie in eine Buschußtaffe umzu- vom 16. Juli 1892: Aus der Woche. Das Schwigsystem in wandeln, wurde nach längerer Debatte mit allen gegen zwei der Berliner Bekleidungs- Industrie. II.- Bürgerlicher Humbug. Stimmen angenommen und hierauf eine Kommission von fünf| Aus dem Berichte der schweizerischen Fabrikinspektoren. Mitgliedern zur Umänderung der Statuten gewählt. Von der Bewegung. Vom Schlachtfelde.- Gewerkschaftliches 2c. Gedicht. Novelle. Herbert Spencer. III. Freie Volks Um- bühne. Im Verein der Einsetzer( Tischler) Berlins und Um bühne. Einiges über ökonomische Gegenfäße und Arbeitergegend gab fürzlich der Kassirer Kollege Knabe den Kaffenbericht Organisation.( Fortsetzung.)- Aus Frankreich. vom zweiten Quartal 1892 bekannt, wonach sich die Gesammt| Einnahme auf 364,99 M. belief, der sich eine Gesammtausgabe| Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der J. H. W. Diet' Verlag) ist uns soeben vermögen am Schlusse des Quartals 173,14 M. Krankenunter- die Nr. 14 des 2. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt ftügung wurde an vier Kollegen( à 12 M.) verabsolgt. Den dieser Nummer heben wir hervor: Heuchlerische Fürsorge. -" auch Herr Major Stankovics ein Ginsehen hat und die Leistungen seines Böglings nicht blos sehr gut, sondern ausgezeichnet sindet, und die menschliche Vollkommenheit horftet im Schatten des serbischen Königsthrons! Briefkaffen der Redaktion. P. St., Schriftfeuer, Nostizstraße. Eine Versehung in ein anderes Regiment dürfte für Sie wohl zu den Unmöglich feiten gehören. Die Bemerkung auf dem Losungsschein ist uns unbekannt. Jäger- Regimenter giebt es in Preußen überhaupt nicht, nur Bataillone. Jedes Armeekorps hat deren eins.- Der Artikel soll bei Gelegenheit verwendet werden. V. C. G. Nein, das ist nicht richtig. P. G. 1. Wenden Sie sich an die zuständige Sektion der betreffenden Berufsgenossenschaft oder an das Polizeipräsidium und verlangen Sie baldige Entscheidung auf Ihren UnfallsrentenAntrag. Event. beschweren Sie sich beim Reichs- Versicherungsamt. R. A. 100. Der Wirth ist nicht verpflichtet, den Miether wegen schlechten Geschäftsganges vom Kontrakte zu entbinden. T. E. F. Der Nähmaschinen Fabrikant muß von Ihnen die Maschine zurücknehmen und Ihnen 6 M. zurückzahlen. Achtung! Genossen des 4. Wahlkreises. Am 16. Juli findet das dritte Stiftungsfest des Gesangvereins ,, Alpenglocke" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes) bei Nieft, Weberstr. 17, statt, wozu wir alle Freunde und Gönner des Vereins hiermit einladen. Billets à 30 f. sind zu haben bei Anders, Falkensteinstr. 5; 2od, Friedrichsbergerstr. 11; Bohl, Rüdersdorferstr. 8; Advernat, Fruchtstr. 39; 3 abel, Frankfurter- Allee, Ecke Möglinerstraße; C. Kramer's Reſtaurant Brocken Tegeler Landstrasse. Herrmannstraße 140, neben den Kirchhöfen, früher Hasenhaide. Empf. sich allen Kirchhofsbesuch. Allen Freunden und Genossen empfehle ich mein herrliches, schattiges, unmittelbar am Tannenwalde geleg Garten lokal. Gemüthl.Familienaufenthalt. Um frbl. Zuspruch bittet F. Lohman Pankow. Borchardt's Vereinshaus Schulzestrasse 28.- Station Nordbahn. Empfehle nach wie vor mein ver Größter Saal der Umgegend. Allen Ausflüglern bestens empfohlen.[ 2641L Kolonialwaaren- und Butter- Handlung Bruffeit, Fruchtstraße 48. Herren, die am Tang theilnehmen, zahlen dem verehrten Publikum. Vorwärts, 50 Pf. nach. [ 1038b] Das Komitee. Heute, Sonnabend, den 16. Juli 1892: Grosser Sommernachts- Ball, veranstaltet vom Gefangverein ,, Kreuzberger Harmonie" ( Mitglied des A.-S.-B.) im neuen Saale der ,, Unions- Brauerei" in der Hafenhaide. Mufik, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung Damen 30 Pfg. 495,9 der Zivil- Berufsmusiker. Anfang 8 Uhr. Herren 50 Pf. Freunde und Gönner des Vereins sind freundlichst eingeladen. Das Komitee. Achtung, Hausdiener! Konzert- Park ,, Viktoria", Frankfurter- Allee Nr. 72-73. Am Sonntag, den 24. Juli 1892: Großes Sommer- Fest, bestehend in Gartenkonzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Arrangirt von Herrn Rosche größertes Lokal, franz. Billard 2c. Volks- Tribüne, Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen liegen aus.[ 1142L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. H. Stramm's Restaur. 123. Ritterstraße 123. Großes Fremdenlogis, Herberge und Arbeitsnachweis der Vereine der Glaser und Klempner, sowie Verkehrslokal und Herberge der Goldarbeiter, Korbmacher, Tischler, Schneider und Bildhauer. Gleichzeitig empfehle meinen reichhaltigen Frühstück-, Mittag- und Abendtisch à la Carte zu foliden Breisen. Ausschank von vorzüglichem Weiß- u. Bairisch- Bier.[ 23552 Wannsee. Café Alsen, in unmittelbarer Nähe des Flensburger Löwen, herrlich am Wald und Wasser gelegen, empfiehlt Vereinen und Gesellfchaften feine zwei großen Säle, Kegelbahnen u. s. w. zur gefl. Benußung. Einige Sonnabende sind noch frei. zu Gunsten des Verbandes der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgen. Robert Bloch. In beiden Sälen: Großer Ball. O Herren, welche daran theil- 2559L nehmen, zahlen 50 Pf. nach. Kinderbelustigung. Preistegelschieben. DamenVereinszimmer od. Zahlstelle( bis Tanz mit Bonbonregen. Kaffeeküche. Entree 25 Pf. Kaffeneröffnung 3 Uhr. 50 Personen) bei Jacob, Boeckhstr. 5. Anfang des Konzerts 4 Uhr, des Tanzes 6 Uhr. Konzert und Tanzmusik wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker" Schankgesch. verf. Hübner, Simeonstr. 24. ausgeführt. 442/10 Freunden und Genossen empfehle meine Cigarren eigener FabriFreie Volksbühne..ke, Zweite Abtheilung( grüne Karten). Morgen, Sonntag, den 17. Juli, Nachmittags präzise 12 Uhr, findet im Belle- Alliance- Theater die zehnte und letzte Vorstellung im zweiten Vereinsjahr statt. Zur Aufführung gelangt: Der Erbförter. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Otto Ludwig. Das Ausloosen der Plätze beginnt um 121/2 Uhr und wird präy. 11/2 Uhr geschlossen. Die Mitglieder werden höflicht ersucht, frühzeitig zu erscheinen, da während des erken Akts, um die unliebsamen Störungen zu vermeiden, die Plähe nicht aufgesucht werden können. Billets à 25 Pf. zu dem am 14. Augnt stattfindenden BUF Waldfest sind im Theater bei den Ordnern, sowie in sämmtlichen Zahlstellen des Vereins zu haben. Der Vorstand. 1039b E BUS Rummelsburg. Genossenschafts- Brot empfiehlt G. Rehm. Alleinige Niederlage für Rummelsburg Lessingstraße 6 und 7. Möbel, 2734 L tation. 522b] C. Reinicke, Manteuffelstr. 9. 1028b Nur Mark. Klagen, Eingaben, Reklamationen, Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einziehung von Forderungen. Pollak, jezt Blumenftr.19 IIr. Auch Sonntags. A. Fiebach, Schwedterstrasse 20, Ecke Chorinerstraße, empfiehlt anerkannt vorzüglich schmeckende Kaffees, roh, à Pfd. von 1-1,50, gebrannt à Pfd. von 1,20-1,80 m., hochfeine Tafel- Grasbutter, täglich frisch, à Pfd. 1-1,10 m. Verkaufsstelle der Genossenschafts- Bäckerei. Gr. Ausverkauf! Halbe Preise! 27051 Un das folossale Riesenlager schleunigst zu räumen, muß jetzt für baar Geld zu fabelhaft billigen Preisen ausverkauft werden. 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