Nr. 165. Grscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 17. Juli 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Genossenschaftlicher Schwindel. " Berlin, den 16. Juli. Vom deutschen Branntwein. Nach dem ReichsMit diesen Anzeiger"( Nr. 166 vom 16. Juli) betrug die Menge des Rapital von 25-50 000 M. zusammen, das ein Kinder- theuer" erhalten sie Nichtmitglieder?- die ferner das Anspiel ist gegen die Summen, welche Kapitalisten in ein- tragsrecht zur Generalversammlung durch eine rabulistische diese zelnen Fabriken oder Verkaufsgeschäften unter geriebener, Formel vereiteln zu wollen scheinen u. A. m. geschäftskundiger Leitung stecken haben. Min- Sachen reihen sich würdig dem Paragraphen über den Bor uns liegen die„ Satzungen" eines Vereins Soli- destens in einer ganzen Reihe großgewerblicher Branchen Zweck" der Genossenschaft an. darität" in Breslau, datirt vom Mai 1892. Dieser Berein ist mit jener Summe gar Nichts anzufangen, und die„ Satz- Traurig, daß solch ein Schwindel noch versucht werden bezeichnet sich als„ Genossenschaft für Herstellung und Ver- ungen" der„ Solidarität" find so klug abgefaßt, daß fie die kann! Die Breslauer Genossen werden ihn hoffentlich nicht lauf von Waaren auf gemeinsame Rechnung" und wendet Thätigkeit der Genossenschaft" nicht einmal auf eine be- mehr lange in ihrer Umgebung dulden, nicht einmal auf fich an„ Arbeiter" und" Parteigenossen". Die Genossen stimmte Branche beschränken, wie Bäckerei-, Brauerei 2c. bedrucktem Papier, tennen unsere Stellung zu den auch außerhalb von Breslau-Genossenschaften anderswo. Statt dessen steht die elende gemachten Versuchen, das Genossenschaftswesen den Arbeitern| Phrase in den Satzungen, daß die„ Waaren der dringendsten dienstbar zu machen. Auf Grund schwerwiegender Erfah- Voltsbedürfnisse in thunlichst rationeller Produktion" herungen haben wir den Parteigenossen stets gerathen, die gestellt werden sollen nebenbei ein sprachlicher Unsinn, Gründung von Genossenschaften, die ja hin und wieder, denn Bedürfnisse" haben keine Waaren, sie erfordern wenn Alles klappt, ihren Mitgliedern kleine Er- höchstens solche zu ihrer Befriedigung. Das U'n verant Politische Uebersicht. leichterungen bieten können, nicht mit unserer Parteifache wortlichste an den Satzungen ist aber jene Kühn3 verquicken und im Uebrigen sich die Geschäfts- heit des Verfassers, von einer Regelung der Proführung nicht zu leicht vorzustellen. Daß auch die duktion" und Hinderung der Ueberproduktion" durch die größte Blüthe wie sie Breslauer Genossenschaft sprechen. zum Beispiel in Belgien von Arbeitern erzielt Worten haben die Gründer ihrer Schöpfung glücklicherworden ist, an dem kapitalistischen System Nichts ändern weise von vornherein gleich selbst das Brandmal des und bessern kann, ist selbstverständlich, und auch hierfür Schwinde 13 aufgedrückt, der sich nicht schämt, unsere dient Belgien als praktisches Beispiel, wo die kapitalistische gute Sache zum Deckmantel eines faulen Unternehmens zu Ausbeutung allen Arbeitergenossenschaften zum Troß auf machen. Daß an der Planlosigkeit und Sinnlosigkeit der die höchste Spitze getrieben ist. Es brauchte also auch von gegenwärtigen kapitalistischen Wirthschaftsordnung auch die der Breslauer Genossenschaft Solidarität" keine besondere beftgeleitete Genossenschaft Nichts zu ändern vermag, da sie Rede weiter zu sein, wenn dieser Verein nicht in einer doch immer nur auf dem Boden jener kapitalistischen WirthForm aufträte, welche von vornherein die schärfste Kritik schaft stehen kann, ist jedem zielbewußten Genossen längst Fm Monat Juni 1892. herausfordert. Die Breslauer Genossenschaft geht also von vorn Dazu aus den Vormonaten des laufenden Betriebsjahres Die Satzungen der Genossenschaft enthalten nämlich herein mit einem beispiellos unverfrorenen in§ 2 unter„ Zweck des Vereins" folgenden Satz: Mißbrauch sozialistischer Forderungen vor, Bufammen vom Beginn des Betriebsjahres( 1. Oktober 1891) bis zum Schluffe des vorbezeichneten Monats des Genossenschaftswesens, wie flar. zu • • In demselben Zeitraum des Vorjahres.. " nach Entrichtung der Verbrauchs hergestellten abgabe in den freten Verkehr übergeführten Branntweins Hektoliter reinen Alkohols 185 111 160 223 2561 475 1 508 554 2 696 586 1 668 777 2 721 088 1 707 019 " Der Verein stellt sich ferner die Aufgabe, die Proud das muß genügen, um sie in den Augen aller Der Verein stellt sich ferner die Aufgabe, die Pro Parteigenossen auf's Schärffte zu verurtheilen. Freilich duktion zu reguliren und zu verhindern, daß durch Ueberproduktion mehr geschaffen wird, wird die Unverfrorenheit der Satzungen" noch übertrumpft als der Bedarf erfordert, und daß dadurch die durch die unerhörte Art und Weise, wie im Prospekt scheinWaarenpreise und die Arbeitslöhne immer mehr herabgedrückt bar der Gegnerschaft zielbewußter Sozialdemokraten ein und die Arbeiter durch lange Arbeitszeit und schlechte Löhne Zugeständniß dadurch gemacht wird, daß es heißt:„ Wir in menschenunwürdiger Weise ausgenutzt werden." find weit davon entfernt, zu glauben, daß der Wozu die Rentengüter dienen sollen. Ueber die Wir stehen nicht an, zu sagen, daß noch keine Arbeiter Berein Solidarität geeignet ist... wahrhaft soziagenossenschaft versucht hat, so dreisten Schwindellistische Wirthschaftsgestaltungen herbeizu- Absichten, welche den Anwälten der Rentengüter- Herrlichkeit in ihren Satzungen" zu treiben, wie es die Breslauer führen". Man wolle vielmehr in erster Linie nur reelle als Leitstern dienen, unterrichtet auch eine offiziöse, in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" Solidarität" thut, welche die dortige Boltswacht", und billige" Waaren liefern, also weiter Nichts, als einen Abgesehen das Breslauer Arbeiterorgan, als Organ benutzt und Konsumverein betreiben. Und diesem Geständniß gegen( Nr. 327 vom 16. Juli) mitgetheilte Notiz. Prospekte verbreitet, die bei Emil May gedruckt sind. über hat man die Stirn, in den viel wichtigeren Satzungen von der allgemeinen sozialpolitischen Bedeutung", heißt es Denn man höre: Die„ Regelung der Produktion" soll von einer„ Regelung der Produktion" zu sprechen? in dem ehrbaren Bindterblatt, welche der Errichtung zahldamit erzielt werden, was wir reicher landwirthschaftlicher Betriebe in der Form des daß Produttivgemeinschaften Diese Doppelzüngigkeit ist das Stärkste, an Rentenguts beiwohnt, scheint das letztere auch eine sozialund Verkaufsgeschäfte in allmäliger Aufeinanderfolge" bei genossenschaftlichen Gründungsversuchen noch errichtet werden, und diefe allmälige" Errichtung getroffen haben. Strousberg und die Spizzeder sind politisch nicht unwesentliche Bedeutung für die Ansässig= soll erfolgen aus Geschäftsantheilen von 5 M. und 50 Pf. Waisenkinder gegen die Urheber des Breslauer Schwindels, machung industrieller Arbeiterschaften zu Eintrittsgeld pro Person! Kein vernünftiger Arbeiter be- denn sie mißbrauchten doch nur die kapitalisten gewinnen. So ist der Plan in der Vorbereitung, ein in darf des Hinweises darauf, daß„ Produktivgemeinschaften" pra che für ihre Machenschaften, nicht das sozialistische unmittelbarer Nähe einer Fabrikstadt der Ostprovinzen an und Bertaufsgeschäfte", die neben den Riesenunternehmungen Arbeiterprogramm. Die sonstigen Paragraphen der der Bahn belegenes größeres Gut mit hierzu geeignetem Der Rapitalisten tonfurrenzfähig sein könnten, sich mit solchen Sagungen, die den Austritt sehr erschweren, als Recht der Boden in der Weise zu Reutengütern auszuthun, daß Mitteln nicht errichten lassen. Selbst wenn der Breslauer Mitglieder" das Kautschulversprechen geben," ihnen die letztere aus geeigneten Baustellen für Familienwohnungen wie der in der Stadt beschäftigten Arbeiter, Gärten und Verein 5-10 000 Mitglieder erlangen würde, käme erst ein Waaren billiger als Nichtmitgliedern" zu liefern " Feuilleton. Nachdrud verboten.) Das schlagende Wetter. Noman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. ( 15 Herr Lehrer, fragte Babette in seltsamer Befangenheit, wohnt der Vater des Herrn Marcel das ganze Jahr hier in Pont- sur- Sambre? Ja, aber augenblicklich ist er seit vier Monaten verreift. Frau Roquebert wohnt auch im Dorfe? Nur während der Hälfte des Jahres. Warum wohnt Herr Marcel nicht bei seinem Baker und seiner Mutter? Er ist Rechtsanwalt, antwortete Herr Petit- Wandru, indem er sich in seinem steifen Kragen hoch aufrichtete, dessen Spitzen ihm fast in die Backen drangen. Das war beinahe eine unwahrheit. Marcel war vorläufig blos Student der Sie fragte wieder: Babette nahm leise erbebend eines der Hefte und las darin mit so fieberhaftem Eifer, daß sie das Papier zer knitterte und daß man hätte glauben können, sie wolle sich Rechte. die Worte einprägen für ewig. Lesen Sie lefen Sie, munterte sie Herr PetitWaudru anf. und indem er mit seinem vor Alter schon zitternden Fingern den Linien folgte, las er selbst: Die Wörter amour, délice und orgue( Liebe, Luft und Orgel) sind männlich in der Einzahl und weiblich in der Mehrzahl. Man sagt: un doux amour( cine süße Liebe) and des folles amours( thörichte Liebschaften). Babette erröthete bis an die Ohren. Jedoch, fuhr der arglose Greis fort, ist amour in der Poësie Er unterbrach sich und rief Oh weh! und kratzte sich herzhaft den Kopf. Dieser Schlingel, da hat er über das e ein Trema ( Trennpunkte) gesetzt.*) Diesmal war es der alte Mann, der erröthete. ftehen: poésie. Im Französischen soll statt des Trema ein Accent aigu Aum. d. U. Er ist wohl sehr gelehrt? Wie ein Engel. Und was thut ein Rechtsanwalt? Ein Rechtsanwalt hält öffentlich Reden. Also hält Herr Marcel Reden? Deffentliche Reden vor Gericht, wiederholte Herr PetitWandru nachdrucksvoll. Der Greis und das junge Mädchen sahen sich einen Augenblick an. Beider Autliz strahlte. Wenn ich ihn hören könnte, dachte sie. Laut fagte sie; daß Jeder freudig lächelt, wenn sie vorübergeht, und so gut, daß Jeder sie seguet, wenn sie kommt, und troß alledem sieht sie immer traurig aus. Warum? Wer weiß? Jch vor Allem weiß nichts, sehen Sie. Und dann giebt es Dinge, die den Menschen bedrücken, ohne daß er selbst weiß, warum. Auch Marcel ist nicht immer so heiter, wie es ein hübscher junger Mann von zwanzig Jahren sein sollte. Herr Marcel? Gewiß? Und wenn ich daran denke, daß ich deshalb eines Tages einen Zwist mit dem kleinen Kerl hatte. Als er sich an diese unglaubliche Sache erinnerte, brach er in solches Gelächter aus, daß seine Augen feucht wurden. Und er fuhr fort: Wahrhaftig! Es war Abends, gegen 5 Uhr; nach der Schule ging ich nach dem Schloß und ich gab meinem Marcel Stunde. Und der 1var Ich habe ihn unterrichtet, jawohl! fleine Schelm sah immer so aus, als ob er mir nicht zuhörte. Sie wissen nicht, welchen Eindruck es auf einen macht, wenn man die unaufmerksamen Gesichter dieser Eines Tages wurde ich unnüßen Jungen sieht. Es int Sommer und ungeduldig. heiß. Meine Hände zitterten schon, ich hatte meine Brille ver gessen und war in schlechter Laune, da ich sah, daß ich zu tauben Wänden sprach, und schüttete die Tinte auf meine weißen Hosen. Ich wurde roth vor Aerger. Er lachte, der Fraz. Ach, der kleine Marcel, dieser kleine Schlingel war noch ein reines Kind. Er war freilich unaufmerksam, aber, sehen Sie, es war nicht dieselbe Unaufmerksamkeit, wie bei anderen Kindern. Er hatte, als er ganz klein war, schwarze, Eine vornehme Dame, Fräulein Jacquemin, so schön, traurige, träumerische Augen. Nachdenklich war er damals Wenn er so in Anspruch genommen ist, Herr Lehrer, wird er Ihnen wohl sobald feinen Besuch mehr machen? Poh tausend! Seine Mutter ist ja hier! ist Also wird er kommen? Er liebt sie wohl sehr? Wie sie wohl, die Mutter des Herrn Marcel? Herr Petit- Waudrn faltete die Hände. entsprechendem Ackerland bestehen. Bei der Aus- Halt macht, seine Arbeit beginnt, salbungsvoll für Leichen- I reich der Schweiz eine Herabsetzung der Tarife für etwa arbeitung des Planes ergab sich, daß es möglich sein wird, verbrennungs- Anstalten eifern! den Arbeitern ein solches, mit den erforderlichen Wohn- und fünfzig Handelsartikel zu, darunter für Käse, Seidenvaaren, Stickereien und Gewebe. Die Schweiz bewilligt Frankreich Wirthschaftsgebäuden besetztes Rentengut für eine Rente Scham und Gram. In einem Berliner Blatte liest den Konventionaltarif und eine Ermäßigung der Tariffäße zugänglich zu machen, welche den Miethspreis der städtischen man:" Bon unseren Antisemiten ist Scham und für etwa 30 Artikel. zum Theil recht wenig günstigen Wohnungen der Arbeiter Gram nicht zu erwarten..... Goethe's Wort, daß das und muß von Jahr zu Jahr erneuert werden. Die Uebereinkunft gilt auf 1 Jahr wenig übersteigt." Nicht blos schollenpflichtige Landarbeiter, Niederträchtige das Mächtige ist, bestätigt sich von Neuem. mit denen der gnädige Herr" nach Gutdünken verfährt, da Seit mehr als zehn Jahren hat man dieser Agitation gegensie von ihrem Zwergbesig nicht leben können, auf ihn also über eine Haltung bewahrt, die sich von wohlwollen hat der von der Regierung beantragten Erhöhung der Griechische Steuerkunft. Die griechische Kammer angewiesen sind, auch schollenpflichtige Fabritarbeiter willer Neutralität nicht unterschied. Man hat 3ölle zugestimmt, d. h. die große Masse noch mehr be der Reformeifer unserer Staatsmänner züchten. So steht dies gethan, weil man in dem Antisemitismus einen nicht lastet. Ganz wie bei uns! das Rentengutgesetz mit einem Bein im agrarischen, mit zu unterschäßenden Bundesgenossen gegen dem anderen im großgewerblichen Lager. Nüßen wird die den Freifinn erblickte. Und die Folgen dieses Fehlers Ein Schiedsgericht. Der französische Minister des spaßhafte Maßregel der Bourgeoisie trotzdem so gut wie treten jetzt in erschreckendem Maße zu Tage." Daß der Auswärtigen, Ribot, hatte am 16. Juli eine Besprechung gar nichts. Klingt der Unkenruf des altpreußischen Junkers, Ingrimm über die gegen den Antisemitismus beobachtete mit dem Gesandten der Vereinigten Staaten, Coolidge, und der die Rentengütler als Sendboten der Sozialdemokratie Haltung der Zeitung, aus welcher wir schöpften, so recht dem Vertreter des englischen Botschafters, Phipps, über die denunzirte, den Sombart, Sering und Genossen nicht be- von Herzen kommt, wer möchte daran zweifeln? Ist es Behringsmeer. Angelegenheit. Dem Vernehmen drohlich in die Ohren? doch das Organ des Berliner Deutschfreisinns, dem vor nach ist ein vollständiges Einvernehmen zwischen den be Gericht nachgewiesen wurde, daß es einem Redakteur den theiligten Mächten bezüglich des Schiedsgerichtes erzielt Laufpaß gab, weil er Jude ist. Ein Organ des Deutschs worden. Der Schiedsrichter soll am 17. Juli ernannt freisinns in der That, wenn auch sein Eigenthümer, der werden. Man sieht, wie leicht es bei gutem Willen ist, Geheime Justizrath Lessing, von dem Fünfmänner- Gericht Bwistigkeiten zwischen verschiedenen Staaten friedlich zum nach der Tendenz seines Blattes befragt, kurzerhand Austrage zu bringen. erklärte, daß er darüber die Aussage verweigere. Scham lesen wir: Bismarck. In einer Rede, die gedruckt vor uns liegt, Die wissenschaftliche Geschichte ist die gründlichste Lehrerin der Demokratie, weil sie die Prätenfionen der Aristokratie in ihrer Nichtigkeit darstellt. Sie läßt die Heroen, die Herenmeister verschwinden und bringt dafür den Menschen zur Geltung und Jeden zur Geltung. Nicht der Wunderkraft einiger Auserlesenen danken wir unsere Kultur- nein, die Menschheit ist emporgestiegen, wie die Koralleninseln der Süd- und sie hat Recht. afghanische Grenze überschritten und eine Stadt besetzt. fee emporsteigen, durch die Kollettivarbeit der Millionen und Milliarden von Individuen zahlloser Generationen. Oder Die Schweizer Neutralität. Auf dem eidgenössischen Als derselbe davon Meldung erstattet habe, hätte der Kaiser um ein anderes Gleichniß zu gebrauchen: Sie haben gewiß, Schüßenfest in Glarus hielt der Schweizer Bundespräsident trotz einer persönlichen Belohnung des Offiziers strenge meine Freunde, von den Infusionsthierchen gehört, die, Hauser eine Ausprache, in welcher er die Neutralitäts- Bestrafung desselben anbefohlen. winzig flein, nur durch das Vergrößerungsglas sichtbar, doch vermittelst ihrer Massenarbeit die Erdoberfläche verändert haben; Sie haben wohl auch gehört, daß Berlin zum Theil auf einer Schicht von Infusionsthierchen steht. Nun, wie diese Infusionsthierchen durch Tausende und Abertausende von Jahren wirken und schaffen mußten, um das Fundament für die Prachtbauten der neuen Kaiserstadt" zu bilden, so mußten Tausende und Abertausende von Menschengenerationen wirken und schaffen, um das Fundament unserer modernen Kultur zu bilden. Nicht dieser und jener Mensch hat uns auf die gegenwärtige Höhe gebracht, nein, es ist die Kollektivarbeit Aller; und angenommen, die sämmtlichen Wundermenschen, gute und böse, hätten nicht gelebt, wir wären genau so weit, wie wir sind. und Gram", sagt die„ Vossische Zeitung"( Nr. 327 vom Offiziös meldet man: In unterrichteten Kreisen verlautet, Rußland auf dem Wege nach Britisch- Judien. 16. Juli) ift von unseren Antisemiten nicht zu erwarten." ein russischer Rapitän habe mit einigen Stojaken die " Unsere Gegner erkennen dies unbewußt an, indem sie den Wilden gleich, welche ihre Gözen durchprügeln oder in Stücke schlagen, wenn sie ihnen nicht die verlangten Wunder thun ihre menschlichen Abgötter in den Roth werfen, sobald diese ihnen nicht mehr die erwarteten Dienste leisten. Bonaparte, der falsche Neffe des Onkels, gestern noch der größte Staatsmann" der Welt, heute liegt er, verachtet von seinen ehemaligen Anbetern, im Staub, und an seiner Stelle wird Bismarck als Abgott verehrt. Auf wie lange? Das wissen wir nicht; aber was wir wissen, ist, daß auch dieser Götze gestürzt werden wird, und daß ihn Die am heftigsten verdammen werden, die ihm heute am sklavischsten Weihrauch spenden. Unser Urtheil wird dann gerechter und maßvoller sein, denn wir werden keine Enttäuschung erlebt haben, und nach seinem Fall nicht besser und nicht schlechter von ihm denken als je gt." Diese Ausführung, welche für sich selbst spricht, ist entnommen der Festrede, gehalten zum Stiftungsfest des Crimmitschauer Volksvereins am 22. Oktober 1871 von Wilhelm Liebknecht und führt den Titel: 3 Truh und Sch u." " frage behandelte. Er sagte: Die friegsgerichtliche Untersuchung gegen denselben werde in Merw geführt." „ Man hat in jüngster Zeit die Neutralitäts- Stellung der Schält man den Kern aus dieser verschwommenen Nachricht Schweiz zum Gegenstand öffentlicher Erörterung und Bo heraus, so ergiebt sich, daß der muntere Guerillakrieg, den lemit gemacht. Man hat versucht, die Neutralität der Schweiz der Barismus gegen England in Asien führt, ununters als ein fadenscheiniges Ding hinzustellen, and Zweifel erhoben, brochen weitergeht. Schritt für Schritt rückt Rußland vor ob unfere Neutralität im Kriegsfalle vom Auslande noch besetzt einen wichtigen Punkt, eine Hochebene, einen Bergpaß respektivt würde; man hat sogar unsere Befestigungen am Gott nach dem andern. Schon tränken die Kosaten ihre Gäule hard, weil angeblich ausschließlich gegen Italien gerichtet, als in den Bächen der Hochebene von Pamir. Wenn der Welteine Verlegung der Neutralität hinstellen wollen. Wenn wir auch solchen Kundgebungen, die von maßgebender Seite bereits frieg entbrennt, wird er nicht blos an der Weichsel, sondern richtig gestellt worden sind, und der daran sich fnüpfenden auch in Hindustan geschlagen. Polemit eine größere Bedeutung nicht beilegen, so mag vielleicht gerade die Rednerbühne des eidgenössischen Schützenfestes Von der Cholera. Der„ Kölnischen Zeitung" wird fein ungeeigneter Ort sein, denselben turz und bündig entgegen- aus Petersburg gemeldet, daß nach dort vorliegenden, zu zutreten. Fest entschloffen, mit allen unseren Nachbarn im verlässigen kaufmännischen Berichten die Cholera bis nach Frieden zu leben und unsere Pflichten als neutraler Staat voll Odessa vorgedrungen sei.- In St. Duen( Frankreich) und ganz und mit Einsetzung unserer ganzen Wehrkraft zu erfüllen, find am 15. Juli fünf neue choleraähnliche Fälle vor verbitten wir uns vor allem solche Rathschläge und Winke und gekommen. Zwei Kinder sind gestorben. Augenblicklich be trägt die Zahl der Kranken 25. Allianzanerbietungen, fommen sie von welcher Seite sie wollen. Wir wollen Herren sein im eigenen Lande und wissen ohne Einflüsterungen von außen, was wir zu thun und zu lassen Unter dem Vorsitz des Zaren hat, wie Wolff's haben. Nicht umsonst haben wir keine Opfer gescheut, um Tlegraphisches Bureau mit geschäftiger Emfigkeit berichtet, unsere Armee nach den Anforderungen der modernen Kriegs- in Petersburg am 14. Juli eine Sigung von höheren wissenschaft auszubilden und dieselbe mit einer den Fort Beamten und Würdenträgern stattgefunden, in welcher die schritten der Waffentechnik entsprechenden trefflichen Kriegs- Frage berathen wurde, ob nicht für die Dauer der von waffe auszurüßen; nicht umsonst haben wir Millionen auf die der russischen Presse so start übertrieben dargestellten Befestigung des Gotthard verwendet. Wir haben damit den Cholera- Epidemie() die Entfendung eines Diktators festen Willen bekundet, unsere Neutralität zu wahren und in das Wolga- Gebiet zu empfehlen sei, wie solche zur Seit jebem in den Waffen entgegenzutreten, der die Grenzen unferes Landes zu überschreiten versucht. Und sollten wir der Pest in Wetlianstaja fich bewährt habe." Das Ber Durch einen solchen Angriff von außen aus unserer neutral fahren ist so einfach wie bewährt. Durch einen Grlaß wird defensiven Haltung hinausgedrängt und wider unseren Willen die Cholera einfach verboten; wer es nicht glaubt, fommt in den Strudel kriegerischer Ereignisse hineingerissen wer- nach Sibirien. Das Medizinal- Departement hat aus dem den, so wahren wir uns wiederum das freieste Recht der Auslande Desinfektionsmittel verschrieben und wird dieselben Selbstbestimmung, mit Wem und gegen Wen wir uns verbünden zum Selbstkostenpreise zur öffentlichen Benußung über lassen. Das ist mannhaft gesprochen und eines freien Gemein wollen." Es verlohnt sich übrigens festEin Denkzettel für die preußische Pfaffheit. Wie wesens würdig." Weltausstellung in Chicago. Aus Washington, die„ Straßb. Post" vernimmt, hat der Konsistorialpräsident Englische Wahlen. Bis zum 16. Juli waren ge- einstimmig, für die Weltausstellung in Chicago die volle Pfarrer Leblois beim Bürgermeisteramt einen Antrag auf wählt: 255 Konservative, 48 Unionisten, 256 Gladstoneaner, Sonntagsruhe gelten zu lassen und lehnte den Antrag, den der Bundeshauptstadt, wird gemeldet: Der Senat beschloß Errichtung einer Zeichenverbrennungss Barnelliten und 68 Antiparnelliten. Im Ganzen sind Verkauf geistiger Getränke während der Ausstellung zu vers Anstalt eingereicht. Begründet wird dies Gesuch durch bis jetzt 635 Wahlen entschieden. Die Liberalen werden bieten, ab." die Ueberfüllung der Kirchhöfe, Verunreinigung des Wassers die Mehrheit erlangen. und die durch die Ausdünstung der Kirchhöfe entstehende zustellen, daß Gladstone, der große alte Mann" in und Krankheit erzeugende verpestete Luft"." Von religiösem feinem alten Wahlkreise zwar gewählt worden ist, aber Standpunkte sei kein Bedenken gegen die Errichtung zu einen geradezu erstaunlichen Stimmenrückgang auferheben." Aus was für verkehrten Beweggründen die Leichen verbrennung z. B. in Preußen als nicht durchführbar bezeichnet wird, trotzdem die Gesundheitslehre diese Einrichtung heischt, ist wohl bekannt. Bielleicht wird die drohende Cholera- Seuche unsere hartnäckig sich sträubenden Schreibstubenherren zur Raison bringen. Und nicht unmöglich, daß Schweizerisch französisches Handelsabkommen. die Herren in Bäffchen und Talar, wenn nur erst der In dem Handelsabkommen Frankreichs mit der Schweiz, Kommabazillus, der auch an feinem geistlichen Darmkanal deffen Unterzeichnung unmittelbar bevorsteht, gesteht Frank was zuweisen hat. Bahlreiche Arbeiter haben dem alten Char latan, den eingefleischtesten Bourgeoispolitiker, der eine unfäglich faule Haltung gegenüber dem Achtstundentag eingenommen hat, kurzweg einen Fußtritt gegeben. D Parteinachrichten. amüsanten Mittheilung, daß der Münchener akademische Keine üble Empfehlung des Vorwärts" liegt in der Senat der Akademischen Lesehalle die Erneuerung des Abonne Gelehrten würden das unterlassen haben, wenn sie nicht wüßten, ments auf den Vorwärts" verboten hat. Die neuumal flugen daß der Vorwärts" ein Blatt ist, aus dem auch die Studenten größere Kenntniß über Welt und Menschen schöpfen können, als. schon und jetzt giebt es Tage, an denen er ernsthafter Mädchen wie betäubt und geblendet, und konnte nicht ein Der Steiger setzte seinen Weg wieder fort und trat ist, als ich. Und der noch Alles werden Wort hervorstammeln. Es wäre ihr unmöglich gewesen zu einen Augenblick später in sein Haus. tann; o, ich fenne ihn, ich kenne ihn sehr gut. Der junge sagen, ob das, was ihr widerfuhr, ein Unglücksfall war oder Er sah heftig erregt aus und unterdrückte eine Geberde Mann hat andere Lehrer gehabt, als mich; aber, Sapperlot, ein Glück. Jedes Mal, wenn sie von dem Greis weg- des Erstaunens, als er seine Tochter unter der Lampe wenn auch die Menschen am Ende groß werden, gegangen war, hatte es sie selbst überrascht, daß sie traurig fizend sah, mit einer Nadel in der Hand. Nun heiterte sich und ihr Brot selber effent, so schließt das doch nicht aus, war. Nun fühlte sie sich wie von einer schweren Last be- sein Gesicht wieder auf und er sagte: daß sie eine Amme gehabt und deren Milch getrunken haben, drückt, und fragte sich, wie der Traum, der ihr Flügel verund ich, sehen Sie wohl, ich liebe meinen kleinen Wiarcel. Wenn ich ihn wiedersehe, bin ich närrisch vor Freude, und ich umarme ihn und ich lache und weine wie ein Narr, nun da er gelehrt und groß ist. Sie umarmen ihn also? sagte Babette. Ob ich ihn umarme! rief Herr Petit- Wandru. Er lachte mit all den Falten seines alten Gesichtes, das roth ward vor Stolz unter seiner viereckigen Mütze und Babette hörte in froher Verwirrung dem Greise zu. Als sie nach Hause zurückkehrte, erfüllte sie ein eigen thümliches zartes Glücksgefühl. Jezt hatte sie eine Liebe! Aber sie selbst hatte keinen Liebhaber. Solch' eine geheimnißvolle Liebe, von der der Geliebte selbst nichts wußte; das war eine zauberhafte Liebe, unsichtbar, tiesinnerlich und unvergänglich. liehen, so plößlich eine Bürde werden konnte. Am nächsten Tage erschien im Dorfe ein junger Mann, und dieser war in der That der Spaziergänger von der Uferstraße. IV. Es war die Stunde, wo die Berglente wieder in die Gruben gehen; man sah sie daher eilig durch den Wald schreiten. Es gingen Männer, bedeckt mit kleinen schwarzen Müßen, selbst schwarz, die kleine Kaffeekannen trugen, mit schwerem Schritt vorüber. Mitten unter ihnen befand sich ein vierschrötiger Mann, dessen Stimme die der anderen übertönte, und in dem man ohne Mühe den Gastwirth Grellepois erkannte, den man zwischen den Zweigen auftauchen und wieder verschwinden sah. Es war gerade in jenem Augenblick in dem die Sonne vom Horizont Abschied nimmt. Auf dem Wege war es noch hell und im Walde schon beinahe Nacht. Drei Tage sah Herr Petit- Waudru Babette nicht wieder. Dann erschien sie auf's Neue in dem„ Weißen Haus". Wenn Jemand unfähig war, diese unschuldige Intrigue zu durchschauen, Ein neuer Schritt ertönte auf dem Wege und zur selben deren unmerkliche Fäden nur wie von Rosenblättern gewebt Beit, infolge einer jener akustischen Erscheinungen, deren waren, so war es der naive, sanfte alte Herr. Er erzählte man im Gebirge des öfteren begegnet, ertönten weithin aus unermüdlich, während sie unermüdlich zuhörte, und es der Gruppe, die durch das Thal ging, ganz deutlich die wurden auf der einen Seite lange Erzählungen, Geschichten Worte: und Schilderungen zu Tage gefördert, die anderseits auf gespannte Aufmerksamkeit, hie und da auf eine Frage Bürgermeister. und am häufigsten auf glückliches Stillschweigen trafen. So verstrich eine Woche, dann ein Monat. Dann, als eines Tages Babette mit klopfendem Herzen bei dem SchulLehrer eintrat, rief er frohlockend aus: Er ist da! Er ist gestern Abend um sieben Uhr von Brüssel her angekommen. Das berührte Babette wie ein elektrischer Schlag, und während vor Freude Herr Petit Waudru eine Menge verworrener Redensarten hervorsprudelte, war das junge Das ist die Tochter vom Steiger und der Sohn vom In diesem Moment blieb ein Mann, der allein zurückkehrte, stehen. Es war Jacquemin. Es drang ihm eiskalt wie ein Stich tief ins Herz. Er horchte hin: Was sollte das heißen? Aber gleichzeitig sah er die Zweige sich bewegen; er er fannte Toubeau. Toubeau, bist Du es, was machst Du da? Jst Babette nicht zu Hause? Ich weiß nicht, sagte der Schwachsinnige. Guten Abend, Babette. Babette wurde ganz blaß. Was fehlt Dir? fragte Jacquemin streng. Mir? sagte sie, die Augen zu ihm aufschlagend, mir fehlt nichts. Und sie sah ihren Vater an. allein waren, näherte sich ihr Jacquemin und sagte, die Der Abend war sehr traurig. Etwas später, als sie Stimme dämpfend: Sage mir, Babette, bist Du heute Nachmittag aus gegangen? Als Du nach Hause kamst, war ich hier, sagte sie aus weichend. Ja, aber vorher? Borher? Eine flammende Röthe übergoß ihr Gesicht.. Jacquemin fuhr fort: Toubeau glaubte Dich im Walde gesehen zu haben. Im Walde? An der„ Hose". E3 war so schwül. Ich wollte etwas frische Luft schöpfen. Ach, richtig, ja, ich bin da spazieren gegangen. Hast Du dort nicht den jungen Herrn Roquebert ge troffen? Welchen Herrn? Herrn Marcel. Nein, sagte sie. Sie log. Sie war den Weg entlang spazieren ges hatten miteinander gesprochen. gangen, war dort dem jungen Manne begegnet, und sie Ich dachte, sagte Jacquemin. Er gehörte zu den Männern, die sehr heftig werden können, die aber sonst fast zaghaft zurückhaltend sind. ( Fortsetzung folgt.) fich mit den Intereffen des mit der herrschenden Gesellschaft an einem Strange ziehenden offiziellen Gelehrtenthums verträgt. Auf Grund welchen Rechte 3 der Senat das Verbot gegen die noch dazu private Vereinigung erließ, wollen wir gar nicht erst untersuchen; die Freiheit der Wissenschaft, in deren Untersuchungskreis auch die sozialdemokratische Literatur gehört, ist auf deutschen Hochschulen ja nur leere Phrase. ** * Sammlung der Arbeitsordnungen. Unserm diesbezüglichen Vorschlag stimmten weiter zu: Buchbinder- Zeitung" ( Stuttgart)," Norddeutsche Volksstimme"( Oftensen),„ Schwäbische Tagwacht". Der Arbeiter- Sängerbund für die Provinz Sachsen, Thüringen und Anhalt wird am Sonntag, den 14. August d. I. im„ Konkordia- Palast" zu alle sein erstes Sängerfest veranstalten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Staat und Gemeinde eine durchgreifende Reform auf diesem Ge- Berufskollegen aus 39 Orten. Den Vorsitz führten die Herren biete verlangt wird, die nach folgenden Grundsäßen geschehen soll: Hunter- Lancashire und Horn aus Deutschland. 1, Nach Möglichkeit öffentliche Arbeiten ausführen zu lassen; Als Berichterstatter der Arbeiterpresse war zugelassen 2. bei Vergebung dieser Arbeiten die billigen Konkurrenten nicht Dr. Aveling. Die Hauptthätigkeit des Kongresses bestand mit zu berücksichtigen; 3. den Unternehmern einen Minimallohn neben der Berichterstattung der Delegirten( nach Nationen) in der und bestimmte Arbeitszeit vorzuschreiben, welcher für die örtlichen Berathung und Festsetzung eines Statuts für eine zu schaffende Bedürfnisse vollständig ausreichend ist; und endlich 4. den Ver- internationale Union, deren Name lauten soll: Internationale Glasfuch zu machen, öffentliche Arbeiten mit Umgehung der Unter- arbeiter- Union". Dieser Punkt der Tagesordnung wurde als erster nehmer auf städtische Kosten direkt auszuführen. nach der Berichterstattung des Sekretärs der bestehenden Union, Ein Redner meinte, daß man den Rath der Stadt Leipzig Greenwood, über das abgelaufene Geschäftsjahr 1891/92 auf die späteren Eventualitäten aufmerksam machen müsse, welche verhandelt. Ueber die Frage, ob auch diejenigen Glasarbeiter besonders im nächsten Winter Platz greifen könnten. Da voraus Englands, welche einer dort bestehenden Organisation nicht ansichtlich die Arbeitslosigkeit im kommenden Winter bei Weitem gehören, ebenfalls in die Union aufgenommen werden sollen, noch viel mehr auftreten werde, so müsse man bei eventueller entspann sich eine längere und lebhafte Debatte, in welcher sich Wiederholung der im vorigen Winter( z. B. Berlin) vorgekom- der eine Theil für Aufnahme, der andere dagegen erklärte. Die menen Auftritte die Behörden allein verantwortlich machen. englischen Delegirten erklärten, daß es im Wesen ihrer Organisationen Nach unserer Ansicht ist es Pflicht des Staates und der Ge- liege, auf die außerhalb derselben stehenden Berufsarbeiter einen meinde, zunächst in ihren Betrieben die Arbeitszeit zu verkürzen, moralischen Druck auszuüben. In einer Resolution wurde aus Sozialdemokratische Presse. In Salzburg May- so daß mehr Arbeiter Beschäftigung finden, und dann hat der gesprochen, daß es dem Council( Gewerkschaftsrath) zu überlassen sei, plan erscheinen neu:" Sozialdemokratische Blätter Staat, und zwar so schnell wie möglich, die Arbeitszeit für die in dergleichen Fällen die Aufnahme zu verweigern. Ginige der für das Landvolk." Dieselben werden monatlich einmal in Industrie und Landwirthschaft gefeßlich zu regeln, bezw. zu wichtigsten Bestimmungen, welche in das Statut aufgenommen zwangloser Folge ausgegeben und kosten für die ganze Zeit bis fürzen. Man bedenke nur, wie übermäßig lang z. B. in Braue- wurden, sind diejenigen, nach welchen der Union die GlasEnde dieses Jahres 50 Kreuzer. Herausgeber und verantwort- reien, Müllereien, der Landwirthschaft 2c. gearbeitet wird. Wenn arbeiter aller Branchen beitreten können; ferner, daß licher Redakteur ist Franz Egger. Gedruckt wird das Blatt für alle diese Arten der Thätigkeit der Arbeitstag wenigstens auf ein Kongreß Delegirter, welcher von weniger als 100 Auftrag bei W. Jacobi in Wien. die in der Industrie durchschnittlich übliche Arbeitszeit herab- gebern gewählt ist, 1 Stimme, ein solcher bis mit 200 Mandanten gesetzt wird, so dürfte schon eine bedeutende Zahl von Arbeitern 2 Stimmen und so fort auf dem Kongreß haben soll und daß zur untergebracht werden können. Außer der Inanspruchnahme des Theilnahme am Kongreß mit Sitz und Stimme Derjenige berechtigt Wegen Vergehens gegen§ 131 Str.-G.-B.( Verächtlich- Staates und der Gemeinde giebt es aber noch ein Mittel, um ist, welcher mit einem von Glasarbeitern ausgestellten Mandat machung von Staatseinrichtungen 2c.) wurde der Redakteur des die Arbeitslosigkeit zu mildern. Dieses Mittel besteht darin, daß versehen ist, gleichviel, ob die Wahl in öffentlicher VerSaalfelder Boltsblatts", Hemrich Beder, zu die Arbeiter felbst systematisch die Unternehmer darum sammlung stattgefunden hat oder ob das Mandat, von einer 50 M. Geld- bezw. 14 Tagen Gefängnißstrafe verurtheilt. Der angehen, an Stelle der Anordnung von Ueberfeier Gruppe von Berufskollegen ausgestellt worden ist. Staatsanwalt hatte 4 Wochen Gefängniß und Konfiskation der abend- Arbeit 2c. lieber Arbeitslose einzustellen. Mit den Revisoren berichteten dann über die Kaffenverhältnisse der Union, betreffenden Nummern beantragt. Unternehmern darüber ordentlich Zwiesprach geführt, wird in worauf dem Council Decharge ertheilt wurde. Es erfolgte dann Ein Strafverfahren wegen Preßvergehens, das gegen den nicht wenigen Fällen gewiß zum Ziele führen. Leider giebt die Berichterstattung nach Nationen. Ein Zirkular von englischen früheren Redakteur der„ hessischen Volksstimme", Landtags- Ab- es nur noch allzuviel Arbeiter, welche auf ihre Pflicht, Ueber Fabrikanten fam dabei zur Verlesung, nach welchem dieselben es geordneten Ph. Müller schwebte, ist auf Antrag der Staats- stunden im Interesse der Arbeitslosen zu vermeiden, nicht sich zur Pflicht machen, sich ebenfalls zu zentralisiren, bezw. anwaltschaft von der Darmstädter Strafkammer wegen Ver- die mindeste Rücksicht nehmen, trotzdem keineswegs immer zu international zu organisiren, und worin hierfür als Grund jährung niedergeschlagen worden, da die letzte richterliche Hand geringer Lohn sie dazu zwingt. Vielleicht hätte es Nutzen, wenn angegeben wird, daß sich die Glasarbeiter verbinden, um event. lung gegen den Angeflagten wegen der begangenen That am Die Gewerkschaften in ganz Deutschland die Arbeiter auf die Arbeitszeit zu verkürzen und die Löhne zu erhöhen. Dies 5. Dezember 1891 durch Aufruf der Sache zur mündlichen Ver- fordern, angesichts der besonders großen Noth, die im kommenden Birkular hatte die vorzügliche Wirkung, die Spannkraft des handlung und den wegen unentschuldigten Ausbleibens des Winter wieder zu erwarten ist, in der geschilderten Weise auf Kongresses zu erhöhen und etwaige bei Ginzelnen noch vorhanordnungsmäßig geladenen Angeklagten ergangenen Beschluß der die Arbeitslosen Rücksicht zu nehmen. dene Bedenken gegen den internationalen Zusammenschluß vollends zu zerstören. Der vierte und letzte Berhandlungstag be schäftigte sich vornehmlich mit Abstimmungen über die eingebrachten Refolutionen und Anträge. Von den Deutschen war eine Resolution eingebracht worden, in welcher der Kongreß ertlärt:„ Es ist Pflicht eines jeden in der Glasindustrie beschäftigten Arbeiters, allen bisher bestandenen Rastengeist und Branchenstolz in Philippsburg ein Ultramontaner unserem Parteigenossen Bitte Entschuldigen daß ich Ihnen belästige ich kann nicht abzulegen, sich als zur Arbeiterklasse gehörig zu Schuhmacher Rau einen schweren Stuhl auf den Kopf, nachdem anders der Hunger bringt feine Folgen wir haben garnichts zu betrachten und zu fühlen und mit seinen Arbeitsbrüdern ohne er vorher die Sozialdemokraten als Faullenzer u. s. w. bezeichnet, essen ich gehe mit meinen Kindern Ehlend zu grunde schon seit Unterschied der Branchen Hand in Hand gehend gemeinsam zu wogegen Rau fich natürlich verwahrt hatte. Die Gendarmerie 8 Tage haben wir keine Suppe fochen können nun habe ich das tämpfen gegen Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Unterdrückung und brachte den Vorfall zur Anzeige, und was geschah? Nicht der Reißen im Kopf kann kaum noch gehn bitte bitte retten Sie Verschlechterung seiner Lage in jeder Form. Zu diesem Zwecke Ultramontane, sondern Rau wurde vom ultramontanen Bürger- meine Kinder vom Hunger den lange können diefelben es nicht ist es nothwendig, daß jeder Arbeitsgenoffe der Zentralorganisation meister zu 3 m. verurtheilt, weil er Ruheſtörung und groben mehr durchmachen, bin ich es nicht werth so bitte thun Sie es feines Landes oder wo eine solche nicht besteht, der LokalorganiUnfug begangen haben sollte. Rau mußte erst ans Schöffengericht doch um die Kinder. Da ich Sie fortschicke um sich ein stückchen fation seines Bezirks beitrit, um zunächst im engeren Rahmen dieser gehen, um von der Strafe loszukommen. Brod zu bitten, bei den Meisten bekommen Sie nichts und sagen Organisation für Beseitigung der im Gewert herrschenden Uebel= Dem inhaftirten Redakteur der, Bielefelder Volts immer Ihr müßt nach den Schwestern gehen Das harte An- stände und für Erringung besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen wacht", Emil Groth, ist ein 14tägiger Strafaufschub gewährt reden sind Sie nicht gewohnt. Sie wollen nun lieber hungern zu wirken. Daneben hält es der Rongreß für nothwendig zu worden, damit er sich der Pflege seiner von einem Knaben ent- bitte bitte geben Sie den Jungen etwas Brod den wier haben erklären, daß es Pflicht der Berufsgenossen aller Länder ist, sich bundenen Frau widmen kann. gar nicht auch keine Hoffnung das ich Heute was verdiene auch international zu verbinden, sich durch gegenseitigen Meinungs laffen Sie meine armen Kinder nicht verhungern. austausch über die gemeinsamen Interessen zu verständigen und Hochachtungsvoll M." wo es gilt, dieselben durch gegenseitige materielle und moralische Unterstüßung zu fördern. Zu diesem Zwecke empfiehlt der KonBur Fabrikinspektion. Dortmunder Bourgeoisblätter greß den Anschluß an die Internationale Glasarbeiter- Union. brachten die Mittheilung, daß in den nächsten Tagen die dortigen Die Internationale Glasarbeiter- Union hat mit allen Mitteln gewerblichen Anlagen einer polizeilichen Revision, namentlich dahin zu wirken, daß die Glasarbeiter aller Länder für dieselbe nach der Richtung hin unterzogen würden, ob die gefeßlichen gewonnen werden." Die englischen Delegirten hatten eine der Vorschriften über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter überall hier im Auszuge wiedergegebenen ähnliche Resolution eingebracht, eingehalten werden. in welcher den Berufsgenossen der verschiedenen Länder Wenn es der Behörde darauf ankommt, die Gefeßeßverleger besonders die Gründung von Kampffonds zur Pflicht zu erwischen, so hat sie unangemeldet zu untersuchen. gemacht wird und in Anbetracht der schweren und gesundheitsschädlichen Arbeit der Glasarbeiter eine wöchent Deutsche Freiheit. Das Blaumontagfeiern der Arbeiter liche Arbeitszeit von höchstens achtundvierzig Stunden als erist, wie die Mannheimer Volksstimme" aus Kirchheim- ftrebenswerth bezeichnet wird. Ein Theil der Resolution, welcher bolanden meldet, vom Bezirksamt für dessen ganze Macht die Abschaffung der Akkordarbeit verlangt, wurde abgelehnt. Die sphäre verboten worden. Die Polizeidiener haben Montags die Beschickung des nationalen Glasarbeiter- Kongresses in Fourmies Wirthschaften zu besuchen und Blaumontagfeiernde zur Bestrafung( Frankreich) am 14. Juli wurde beschlossen und zu Delegirten Bevollmächtigter der Zahlstelle Friedrichshagen des Deutschen anzuzeigen. Jenen Leuten, welche von ihrem Gelde leben können, die Herren Greenwood und Börtel, letterer als Vertreter Tischler- Verbandes. ist das Blaumachen natürlich die ganze Woche gestattet. für Deutschland, gewählt. Am Schlusse seiner Abschiedsrede von der Zustimmung der zweiten Ständekammer abhängig gemachten gefänglichen Vorführung desselben stattgefunden hat, seit- Aus des Elends Tiefen. In einer Volksversammlung zu dem aber in der Sache infolge der nicht rechtzeitig bewirkten Vor- Staßfurt wurde am 4. Juli ein Brief verlesen, der einem lage der Akten nichts geschehen ist, was eine Unterbrechung der Genossen übermittelt worden war und folgenden Inhalt batte: Berjährung hätte herbeiführen können." Staßfurt, 22. Juni 1892. Bei einem Wirthshausgespräch über politische Dinge schlug Boziale Lteberlicht. Achtung, Tischler! Die Tischler Friedrichshagens ersuchen die Kollegen, den Zuzug nach der Werkstatt des Tischlermeisters G. Fechner fern zu halten, da dort Differenzen ausgebrochen find. Bisher arbeiteten daselbst die Kollegen zehn Stunden, nun sollen sie elf Stunden arbeiten, sind aber nicht gewillt, sich solches gefallen zu lassen und legen deshalb sämmtlich die Arbeit nieder. Wir bitten nochmals um Fernhaltung des Zuzugs. Mit follegialem Gruß Arthur Jüttner, An die Haus- und Geschäftsdiener Berlins! Raum ist das Gesetz betreffend die Sonntagsruhe in Kraft getreten, so müssen wir schon tonstatiren, daß ein großer Theil unferer Kollegen durch die Unternehmer gezwungen wurde, auf die wenigen Stunden Sonntagsruhe zu verzichten. Bleibt doch dem Arbeiter nur die Wahl, dem wenn auch ungefeßlichem Verlangen fich zu fügen oder- aufs Straßenpflaster geworfen zu werden. Um nun die weiteren Beschwerden zu sammeln und den felben lauten Ausdruck zu geben, haben wir zu Dienstag, Sehr werthe Schwester! " Wenn unfere Gegner wieder einmal von den Buchthaus- Bu- brachte der deutsche Delegirte Horn ein Hoch auf die interständen phantasiren, welche die Einführung des Sozialismus im hationale Vereinigung aus, in das die anderen Delegirten be= Gefolge haben würde, mögen ihnen unsere Parteigenossen nur geistert einstimmten. Der nächste internationale Glasarbeiterjenes Blaumontagsverbot unter die gerade, trumme oder auf Kongreß wird entweder in Frankreich oder in Belgien abgehalten gestülpte Nase halten. Submissionsblüthe. Betonirungsarbeiten zur Erbauung des Getreidespeichers im Mainzer Zollhafen: Höchstgebot 43 058,50 M.( bei einer anderen Mischung des Betons 39 500 m.), Mindestgebot 22 595 M., Differenz 20 468,50 m. den 19. Juli, eine große Versammlung der Ortsübliche Tagelöhne. Fürstenthum Lübeck: Männliche Hausdiener nach dem Saale des Alten Schützenhauses, Personen über 16 Jahren 1,60 M., unter 16 Jahren 0,80 m.; Linienstraße 5, einberufen, in welcher Dr. Bütgenau weibliche über 16 Jahren 1,10, unter 0,70 M. über die Bedeutung und die Möglichkeit der Verkürzung der werden. An die verehrlichen Vereinsvorstände. Die Unterzeichneten sind von dem Frauenausschuß für die Arbeitszeit sprechen wird und die Art der Anwendung resp. die Ehescheidungen. Nach Angaben der„ Statistischen Kor Kolumbische Weltausstellung zu Mitgliedern des Beiraths Umgebung der gesetzlichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe respondenz" haben in den Vereinigten Staaten von( Advisory Council) der Frauenabtheilung bes Weltbesprochen werden soll. Amerifa, Preußen und Frankreich die Ehescheidungen tongreffes, der sich der Weltausstellung in ChiKollegen! Wir ersuchen Euch deshalb dringend, alle Be- stärker zugenommen als die Bevölkerungszahl. Obenan steht cago( 1893) anfchließt, ernannt und ersucht worden, die nöthigen schwerden über die Umgehung der gesetzlichen Bestimmungen über Nord- Amerika, das diese Vorgänge bereits seit 1867 statistisch Schritte zu thun, um das Interesse der deutschen Frauen für die Sonntagsruhe mündlich oder schriftlich in dieser Versammlung feststellt. Es gab daselbst 1867 9937 Chefcheidungen jährlich und diesen Kongreß zu erwecken und ihre Mitwirkung zum Gelingen vorzubringen, und fordern ganz besonders diejenigen Hausdiener, 1886 bereits 25 535. Auf 100 000 bestehende Ghen entfielen deffelben zu veranlassen. Nachdem wir die beigefügten Dokumente gelesen, die uns welche noch feiner Bereinigung angehören, zum Erscheinen auf. während des Jahrzehntes von 1867--1876 164 und während des Rastlose und unausgesetzte Agitation haben uns einige Stunden weiteren von 1877-1886 218 geschiedene Ehen. Viel geringer über die Natur, den Zweckt und die Organisation des WeltRuhe am Sonntag gebracht; die Profitwuth einzelner Unter- find diese Ziffern in Preußen und in Frankreich. Im ersteren tongresses, wie auch der damit verbundenen Frauenabtheilung nehmer droht, uns dieselbe wieder zu verkürzen. Wir dürfen zählte man 1886: 8808, in legterem 2949 geschiedene Ghen. Auf Aufschluß geben, möchten wir Ihnen in Kürze darüber Folgendes barum die Hände nicht in den Schooß legen, sondern müssen 100 000 bestehende Ehen fielen durchschnittlich in Frankreich mittheilen: fräftig weiter arbeiten. 1886: 36, 1887: 46, 1888: 61, 1889: 62 und 1890: 71 Ghe- Der Frauenkongreß, welcher ein Theil des großen WeltKollegen! Wir sind heute eintausend zweihundert und drei scheidungen, in Preußen dagegen 1886: 79, 1887: 82, 1888: 88, fongreffes ist, bezweckt in erster Linie, einen Gesammt Mitglieder im Verband; unterſtügt Ihr unser Bestreben dadurch, 1889: 80 und 1890: 77. Preußen hatte demnach relativ mehr Ueberblick über alle Leistungen der Frauen auf wissenschaftlichem, daß Ihr Mitglieder werdet und Euch an den Versammlungen Ehescheidungen als Frankreich, wobei jedoch in Betracht zu ziehen fünstlerischem und gewerblichem Gebiet zu geben und ihre betheiligt, dann werden wir auch bald die gänzliche Beseitigung ist, daß es eine eigentliche Ehescheidung in Frankreich erst Stellung in der allgemeinen Arbeiter und Kulturbewegung klarder Sonntagsarbeit und die Verkürzung der täglichen Arbeitszeit feit 1884 giebt; vorher existirte nur die Trennung von Tisch zulegen. Das Ergebniß soll veröffentlicht werden und einem späteren Kongreß als Grundlage dienen, um die Thätigkeit und Also: Auf Kollegen zur Versammlung am und Bett. Dienstag, den 19. Juli, im Schüßenhaus, Linienstr. 5! Fortschritte der Frauen auf allen diesen Gebieten festzustellen. Die Thorstener( Oftroi), welcher 12 300 000 Einwohner Umstehende Fragen bitten wir zu beantworten und den Mit kollegialem Gruß von 1520 Gemeinden Frankreich 3, d. i. nahezu 1/8 aller Bogen im Laufe des Monats August an eine der Unterzeichneten Franzosen, unterworfen sind, belief sich im Jahre 1890 auf zu senden. 295 Millionen Franks, wovon fast 145 Millionen auf die Stadt 1. Name, Siz und Adresse des Vereins. 2. Datum der Paris entfallen; durchschnittlich kommen auf einen der der Thorsteuer Gründung. 3. Name und Adresse der Vorsitzenden und Schriftunterworfenen Städtebewohner 24 Franks, in Paris 61,8 Frants. führer. 4. Zweck und Ziele des Vereins, und wodurch gedenkt Von den 295 Millonen Franks Thorsteuer waren 72 auf Wein, der Verein dieselben zu erreichen? 5. Gegenwärtige Mitglieder27,2 auf destillirte Getränke, 16,2 auf Bier, 2 auf Obstwein zahl, und ist diese Sahl im letzten Jahre gestiegen oder gefallen ( Cider), zusammen also über 117 Millionen auf geistige Getränke 6. Höhe der Beiträge und sonstige Einkünfte. 7. Reichen die gelegt worden. Von den 145 Millionen Franks, welche die Thorsteuer Einkünfte aus zur Selbsterhaltung des Vereins? 8. Wie werden in Paris abwarf, kommen 65,76, also nicht viel weniger als die diese Whittel verwendet? 9. Besondere Bemerkungen. Hälfte, auf geistige Getränke, und zwar 47,5 auf Wein, 13,8 auf destillirte Getränke, 4 auf Bier, 0,28 auf Obstwein. Auf einen der 2 344 550 Einwohner von Paris entfallen also 20 Frants für Wein, 6 Franks für destillirtes Getränk, 1,75 Frants für Bier. Mehr als 3/4 der Thorsteuer werden in jenen 50 Städten Frank reichs, welche über 30 000 Einwohner zählen, erhoben und von rund 6 Millionen Menschen aufgebracht.( Statist. Bericht des franz. Finanzminist. 15. Jahrg. Nov. 1891.) erreicht haben. Der Vorstand des Verbandes der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgen. In Wien stellten sechs Dreher der Firma Melzer und Neuhardt, Lufirefabrit, VIII., Stolzenthalergasse 6, die Arbeit ein, weil sie von dem Werkführer Anton Schäffer, der Don der Dreherbranche selbst nichts verstehen soll, roh behandelt worden waren. In Temesvar streiken im Brauhaus in der Vorstadt Fabrit die Binder. Sie fordern Einführung der Sonntagsruhe, Abschaffung der Attordarbeit und Festfeßung eines Minimallohnes von 10-12 fl. per Woche. Die Behörden haben zu dem Streit bereits Stellung" genommen. Die mit der Post an langenden Gelder werden den Streifenden nicht ausgefolgt. Die Wiener Arb.- 3tg." meint dazu: Natürlich sind jedoch die Arbeiter, wie gewöhnlich, etwas früher aufgestanden; sie lassen fich die Gelder unter einer Decadresse schicken. Ein internationaler Glasarbeiter- Kongres tagte vom Vom Arbeitslosen- Elend. In Leipzig faßte eine Verfammlung von Arbeitslosen eine Resolution, in welcher die 5: bis zum 8. Juli d. J. in London. Es waren anwesend 25 jezige Art der Bertheilung städtischer und staatlicher Arbeiten Delegirte, darunter 19 englische, 3 deutsche, 1 dänischer und als direkte Schädigung der arbeitenden Klasse bezeichnet und von 2 franzöfifche. Die drei deutschen Delegirten vertraten 2100 Bentral- Vereine bitten wir noch um Antwort auf die Frage: Wie viele Filialen und an welchen Orten? Gemischte Vereine( mit männlichen und weiblichen Mitgliedern) bitten wir um Auskunft: Wie viele männliche und weibliche Mitglieder gehören dem Verein an? • Ottilie Bader, Berlin NO., Weberstraße 24, Hof 1 Tr. Frau Ihrer, Belten in der Mart. Frau v. Hofstetten, Berlin S., Dresdenerstraße 41, Hof 1 Tr. Frau Liebknecht, Charlottenburg, Kantstraße 160. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 17. Hasenhaide,] Bergmann- StraßenEdic. Th. Keller's Hofjäger, aide, Achtung! Achtung! Genossen des 4. Berliner Wahlkreises. Heute, Sonntag, den 17. Juli 1892: Im großen Saale: Ball. Großes Garten- Konzert. Marionetten- Theater. Volksbeluftigungen. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf., vorher 10 pr. Mittwoch, 20. Juli: Unwiderruflich letztes Kinderfest mit Gratisverloosung. A. Froelich. Am Sonntag, den 31. Juli d. J.: E Großes sozialdemokratisches teson to be. Chester, Weissensee. Zum Sternecker. SOMMER- FEST, Friedrich- Wilhelmstädt. Bettelstudent. Montag: Dieselbe Vorstellung. Heute, Sonntag: Kroll's Theater. Der Postillon von Gr. Land-, Wasser- und Front- Feuerwerk Lonjumeau. Montag: Die Jüdin. Ostend- Theater. der Herren Zeidler und Bock. 27371. Heinrich Heine. Auftreten Chevalier 0. Blondin, em 100 Fuß hohen, Hierauf: Das Sonntagskind. Montag: Dieselbe Vorstellung. des 500 Fuß 1. Thurmfeil. Fürstin Eveline de Wsevolovsky. Kapelle Garde- Dragoner, Bellealliance- Theater. Gefährliche Gr. Konzert, Kafirdirigent&. Boigt: Volksball, Illumination. Mädchen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Ein alter Hallodri. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kgl. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Entree 30 Pfennig, vorher 25 Pfg. Morgen, Montag, den 18. d. M.: Gr. Ernte- Dank- und Volksfest mit humorist. Erute- Festzug. Berl. Sommer- Theater Treptow. ,, Park- Schloss" Kümpel's Restaurant zum ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg). Sonntag, den 17. Juli: Spezialitäten 1. Ranges. Drei Geschw. Neumann, Gesangs- Trio. Georg Rösser, Gesangs- Humorist. Gebr. Schwarz, Mlle. Adrienne Ancion. Ein moderner Rasirsalon. Posse m. Gesang in 1 Akt v. L'Arronge. Zwölf Mädchen in Uniform. Burleske in 1 Akt von Angeli. Gold und Silber. Grosses Ballet- Divertissement. 10 Kegelbahnen. in Jmb's Ostbahnpark, Rüdersdorferstr. 71, arrangirt von den Genossen des 4. Berl. Reichstags- Wahlkreises. Billets find zu haben bei den bekannten Genossen und in allen mit Plakaten belegten Handlungen. 392,7 Das Komitee. Arbeiter- Bildungsschule Am Sonntag, den 24. Juli: Gr. Volks- Fest Grösster Garten. beluftigungen aller Art. Jeden Sonntag: im„ Müggelschlößchen", Friedrichshagen, unter Mitwirkung von 10 Gesang Volks- aus dem Mittelalter d. 19. Jahrhunderts, Treptow. Vereinen,( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes). US Der Der Auszug der Nörgeler frei nach Spangenberg. Konzert. NB. Der neuerbaute Saal, 1000 Personen fassend, ist zu Festlichkeiten 2c. von Mitte Juni ab an Vereine und Gesellschaften zu vergeben. B. Zornow's Restaurant, Neue Krug- Allee. Kegelbahnen, Kaffeeküche, Tanz- Salon.[ 2412Lebende Bilder auf dem Wasser.- Engen Richter's Zukunftsbilder. Mechanisches Wachsfiguren- Sabinet. Naturalien Museum. Verloosung von wissenschaftlichen Werken. Konzert und Volksbelustigungen aller Art. Billets à 25 Pfg., giltig für die Ueberfahrt, sind in allen Zahlstellen und in den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. Außerdem machen wir darauf aufmerksam, daß wir mit der Dampfund Retourfahrt 15 Pf. fostet. Ecke Knicker Landstrasse. Treptow. Ecke Köpnicker Landstrasse. Appelt's Restaurant ,, Feldschlösschen". Prima Ballerina: Marie Ala. 6 Solo. Jeden Sonntag Tany. Frei- Konzert. Kegelbahnen. Kaffeehüdhe ftraßenbahn- Gesellschaft ein Abkommen getroffen haben, wonach die Hin Tänzerinnen, ein Solotänzer, Corps de Ballet 20 Damen. Anfang: des Konzerts 51/2 Uhr, der Vorstellung 6%, Uhr. Täglich: Grosse Vorstellung. Viktoria- Brauerei. Lützow Straße 111/112. Im Konzertgarten: ( Sonnabends ausgeschl.):" Treptow Restaurant Karpfenteich. Jeden Sonntag: Tanz. Kaffeeküche täglich geöffnet. An den Wochentagen für Vereine, Hochzeitgesellschaften 2c. jederzeit zur Verfügung. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein An der VerbindungsBahn. Treptow. Otto. Köpenicker Landstraße. Seute sowie täglich Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Stettiner. Eagerbier 0,4 git. 15 Bf. Münchener 0,4 Lit. 20 Bf. 6 Kegelbahnen. W. Jacob. Sänger. Stets wechselnd. Jeden Sonntag u. Donnerstag Nachmittag: Frei- Concert. ParkJeden Sonntag: Tanz. Kegelbahnen. Treptow. strasse. Kaffeeküche. Gleichzeitig findet die Eröffnung des extra zu diesem Zweck erbauten 200 Quadratineter großen Pariser Tanzbodens statt. Der Vorstand. 488/16 Achtung, Maurer Berlins. Am Sonnabend, den 28, Juli, feiert der 428/16 Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins n. Umg. in den Gesammträumen der Brauerei„ Friedrichshain"( fr. Lips), am Königsthor, sein 10jähriges Stiftungsfest Programm. Bade's Volksgarten. Vorzügliches Weiß- u. Sairisch2023L unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins„ Lorbeerfranz" und des Gefang Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pfg. Vorverkauf Billets heute keine Giltigkeit. PassageFreireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 24. Juli 1892, Panopticum. im Lokale Königsbank", Große Frankfurterstraße 117: Neu! Blaue Grotte mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminal geschichte in siebe lebenn großen Gruppen. Castan's Grosses Sommerfest bestehend in Konzert, Theater- Vorstellung und Tanz unter gütiger Mitwirkung des Sängerdhors der Freireligiösen Gemeinde. Vereins Sängerchor der Töpfer"( Mitglieder des Arbeiter Sängerbundes), Dirigent Herr Becker. Konzert und Ball. Die Musik wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Berussmusiker" unter Leitung des Herrn G. Jante ausgeführt. " Jeffrede. Lebende Bilder. Anfang Nachmittag pünktlich 4 Uhr. Einlaßkarten für Herren( inkl. Lanz) 50 Pf., Damen 30 Pf., find in allen Zahlstellen des Vereins, sowie bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern und in den Vereinsversammlungen zu haben. Es ladet alle Kollegen von Nah und Fern dazu ein Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. straße 245, 1 Tr.; Eisert, Grüner Weg 58, 4 Tr.: Heber, ReichenbergerProgramme à 25 Pf.( egtl. Tanz) sind zu haben bei Decker, SchwedterHermann Jaensch. Billets sind zu haben bei folgenden Herren: H. Legeler, Kreuzberg straße 121, 1 Tr.; Maier, Stralsunderstraße 2; J. Oertel, Rykestraße 8; Pütter, ftraße 77; H. Krieg, Hochmeisterstr. 34, Hof; Karl Pfeil, Arndtstr. 11; Hanisch, Gerichtsstraße 28; Peege, Rüdersdorferstraße 48, sowie in den Geschäften von Nostizstr. 40; Karl Dienert, Melchiorstr. 36, 1 Tr.; H. Schulz, Rheinsberger Rubenow, Brunnenstr. 105; Börner, Ritterstr. 108; Schweitzer, Dresdenerstraße 31a;'. Knappe, Koppenstr. 27; 5. Holz, Münchebergerstr. 4: A. straße 32/53( City- Bassage); Vogtherr, Stephanstr. 27a; Amelung, 2aßmann- Bielieke, Thaerstr. 9; J. Karg, Friedrichsfelderstr. 27; H. Mätzte, Ober straße 12 und in allen Bersammlungen. bergerstraße 10; S. Fiedler, Invalidenstr. 143, Hof; H. Jänsch, Barnimstr. 20; 89/13 Das Komitee. F. Schulz, Nostizstr. 16, sowie in allen Versammlungen und Zahlstellen des Der Vorstand. H. Jänsch. Vereins. Panoptikum. Charlottenburg! Interſtüßungsverein der Maurer Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L ACTIEN- BRAUERED Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. FRIEDRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Dente, Sonntag: Grosses InstrumentalGroße öffentliche Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins für Teltow, Beeskow, Charlottenburg am Dienstag, den 19. Juli 1892, Abends 8%, Uhr, in der GambrinusBrauerei, Wallstr. 46 und Bisinarchstr. 23 a. Tages- Ordnung: M 1. Bortrag des Herrn Dr. Lütgenau Berlin über„ Darwinismus und Sozialismus". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Frauen können im Nebensaal Play nehmen. Sonntag, den 24. Juli: im im Westen Berlins. Großer Sommernachts- Ball am Sonnabend, den 23. Juli 1892, Etablissement ,, Königshof", Bülow Strasse No. 37. Um 12 Uhr Kaffeepause, während derselben Gesangsvorträge. Anfang 8 Uhr. Eude?? Billets, für Herren 50 Pf., für Damen 25 Pf., sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen sowie bei den Komiteemitgliedern zu haben. 487/3 Das Komitee. - Achtung! Maurer. Achtung! Grosses Sommerfest verbunden mit Instrumental- und Vokal- Konzert, ausgeführt von den Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufs- Musiker unter gütiger Mitwirkung der Gesangvereine Unverzagt", Moabit, Morgenroth" und Vorwärts" Charlottenburg( M. d. A.-S.-B.), Auftreten des berühmten Bolthumoristen Herrn Dsang, lebende Bilder, Kinder- Fackelzug, Stocklaternen gratis, Belustigungen aller Art. Im Saale Tanz( frei). Entree 25 Pf. ( Kinder frei). Anfang 3 hr. Stafseneröffnung 2 Uhr. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Die Räumlichkeiten sind festlich dekorirt. 56/1 Konzert Achtung! u. Sommerfest. [ 2731L Anfang 42 Uhr. Eintritt 30 Pf. Kinder frei. Programm unentgeltlich. Jeden Freitag: Gr. Militär- Prei- Konzert. Altes Schüßenhaus, Linienstr. 5, Der Vorstand und das Komitee. Reinickendorf! Sonntag, den 24. Juli, Achtung! in Böttcher's Seeschlösschen, Markstr. 1-2: Großes sozialdemokratisches Volksfest. Grosses Vokal- u. Instrumental- Konzert ( neu renovirt) empfiehlt sich den werthen ausgeführt v. Berufsmusikern, unter Mitwirkung des Sängerchors der Töpfer Vereinen zu allen Festlichkeiten, sowie Versammlungen. ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). 484/6 819 b Festrede. Vorträge. Kasperle- Theater. Lebendes Bild. Kinder- Belustigungen. Parteigenossen empfehle mein schön eingerichtetes Lokal zum gefälligen Be Billets 20 Pf. Anfang 3 Uhr. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Freundlichst eingeladen werden hierzu die Genossen des sechsten und such. Bereinszimmer als Bahlstelle für fünften Wahlkreises. Das Komitee. 40 Personen. Edmund Renter, 21812 Gwinemünderftr. 45. Vereinsabzeichen, Fahnen und Banner, Gr. Vereinszimmer, brat mit Schleifen, Tanzbänder und Tanzblumen, Schilder, Stempel, separat Nebenraum Schablonen und Gravirungen etc. empfiehlt den Genossen Gustav Kleist, Waldemar- Straße 48. 1. f. einige Tage, Gollnowstr. 40, G. Hab. 2720L 3 große öffentliche Versammlungen der Maurer Berlins und Umgegend finden am 19. Juli, Abends 8½ 1hr, in folgenden Lokalen statt: 1. in Joël's Salon, Andreasstraße 21, 2. im Lokale des Herrn Hensel, Invalidenstraße 1a, 3. in der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 48. Tagesordnung: 1. Durch welche Mittel und Wege sind unsere Errungenschaften aufrecht zu erhalten, die Lohnreduzirungen zu verhindern und die Schindereien auf den Bauten zu beseitigen? 2. Gewerkschaftliches. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in diesen Versammlungen zu erscheinen. Das Bureau zur Ueberwachung der Lohnbewegung. Wilhelm Roll. E. Dietrich, Staliẞerstr. 33. 428/17 Oeffentliche Versammlung der Cigarrenhändler und-Fabrikanten Berlins und Umgegend am Montag, den 18. Juli, Nachmittags 2 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79( oberer Saal). Tagesordnung: 1. Statutenberathung. 2. Wahl eines provisorischen Vorstandes. 3. Ber 478/4 schiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW Beuthstraße 2. Die Fünfer- Kommission. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 165. " Sonntag, den 17. Juli 1892. 9. Jahrg. Verhör über das Verhalten seines Bruders nach dem Bekannt sein wiedererlangt zu haben. Ueber die Persönlichkeit hat sich Lokalės. werden der graufigen Blutthat u. f. w. unterzogen worden. bisher nichts feststellen lassen. Die Germania" weiß auf unsere Zurechtweisung, daß Otto Wagenschütz hat danach viel unter Gewissensbissen zu fich das Denunziren für keine anständige Zeitung schicke, gleich leiden gehabt; den Nachtschlaf habe er gänzlich entbehrt, nach Die Leiche des Gelbgießers Roch, Mehnerstraße 17 wohnhaft. gleichwerbung viel welcher Partei dieselbe angehöre, nichts anderes zu erwidern, Verübung des Raubmordes sei er nächtlicherweile oft von welcher gelegentlich eines Ausfluges in der Köpnicker Haide von als daß sie sagt, es wäre ihr gar gleichgiltig, wie der auf die feinem Lager aufgestanden, unruhig im Zimmer auf- einem Unbekannten einen Revolverschuß in die linke Seite erhielt Untergrabung und Ausrottung der Religion bewußt und und abgelaufen und habe über heftigen nervösen Kopf- und im Krankenhause am Friedrichshain verstarb, ist dem polizeifyftematisch hinarbeitende„ Vorwärts" die Anrufung der Polizei schmerz geklagt. Er sei auch oftmals des Nachts auf die Straße lichen Schauhaufe überwiesen worden. Es handelt sich um die gegen das Buch„ Die Bibel in der Westentasche" nenne, und gegangen und dann ziel- und planlos in Berlin bis zum frühen gerichtsärzliche Feststellung der Todesursache, welcher Umstand unser Merger über die Denunziation der„ Germania" rühre daher, Morgen umbergegangen. Ferner sei erwähnt, daß Otto Wagen- von großer Bedeutung ist, weil er bei der Ermittelung des daß jene Schrift von Gesinnungsgenossen des Vorwärts" aus: Schütz seit dem Mordtage keinen Drehorgel- oder Harmonikaspieler Thäters und bei dem seiner wartenden Strafprozeß eine große gehe. Beide Behauptungen der Germania" find bummer mehr auf dem Hofe dulden mochte, auch bei dem geringsten Ge- Rolle spielt. Die Leichenöffnung hat heute Nachmittag von zwei Pfaffenschwaß. Die erwähnte Schrift ist nicht aus den Reihen räusch, beim Läuten der Wohnungstlingel u. f. w., schreckte er Uhr ab stattgefunden. unserer Gesinnungsgenossen, sondern aus den Kreisen gerade ängstlich zusammen und faßte sich mit beiden Händen häufig nach jener Leute hervorgegangen, welche unsere Partei in der nichts- seinem Halfe, als ob ihm der Gedanke durch den Kopf schöffe, würdigsten Weise bekämpfen und deshalb gelegentlich auch von dem Scharfrichter verfallen zu sein. Die unglückliche Mutter des der„ Germania" und ihren schwarzröckigen Geschwistern um Wagenschüß ist, feitdem ihr die That ihres Kindes bekannt ge schmeichelt werden. Daß jene Leute, welche das vermuthlich recht worden, sehr gealtert, die sonst ziemlich rüftige Frau schleicht jetzt geistlose Buch herausgeben, unsere Gegner sind, fann uns aber wie ein Schatten umher, ihr Haar ist völlig ergraut, und sie wird nicht hindern, die Denunziation der„ Germania" aufs schärfite oftmals von heftigen Weinkrämpfen befallen. zu brandmarken. Das gleiche Recht lassen wir Niemandem ungerügt schmälern, weder den Verfassern jenes Schmökers, noch Ahlwardt, noch gegebenen Falls auch der„ Germania". E3 bleibt dabei: Der größte Schuft im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant. des Restaurants Charlottenhof im Thiergarten ein obdachloser Bolizeibericht. Am 15. d. M. früh sprang in der Nähe Kaufmann in selbstmörderischer Absicht ins Wasser, wurde aber von unbekannt gebliebenen Bersonen herausgezogen und einer rankenanstalt zugeführt. von einem an dem Hause Thaerstr. 55 angebrachten Hängegerüst Krankenanstalt zugeführt. Vormittags fiel der Klempner Otto aus der Höhe des 1. Stockes auf den Hof hinab und erlitt daEin Einbenchsdiebstahl wurde in vorletzter Nacht in dem durch schwere innere Verlegungen. Gegen Mittag wurde an Geschäftslokal der Konfektionsfirma Gebrüder Jacoby, Komman- der Schleuseninsel die Leiche einer weiblichen Person aus dem Am Rosenthaler Thor gerieth gegen dantenſtr. 80, verübt. Die Diebe, welche die Thüre und sämmt- Landwehrkanal gezogen. liche Behältnisse erbrachen, nahmen Waaren im Werthe von etwa Abend eine Frau unter die Räder eines übermäßig schnell fah1000 M. und für ca. 20 M. Briefmarken mit. An Ort und renden Geschäftswagens und erlitt einen Bruch des linken UnterEin helbenmüthiger, kleiner Profetarier. Bürgerliche Stelle leerten sie eine Flasche Rognak in aller Ruhe, setzten die schenkels. Am 15. b. geriethen in einem Keller des Hauses KoppenBlätter schreiben: felbe nebst Gläsern auf den Boden, zwischen zwei Blauftifte, straße 13/14 mehrere mit Schwefeläther und Benzin gefüllte Vor Hunger ohnmächtig wurde vorgestern Abend welche wiederum ein kleines Papierpäckchen flantirten. Als man Ballons beim Abfüllen in Brand. Außerdem fanden an diesem dem Fichtenberge in Steglig ein fleiner stuabe aus Nirdorf das letztere auseinanderwickelte, fand man darin eine sogenannte Tage und in der darauffolgenden Nacht noch vier andere unaufgefunden, welcher mit Fliegenstöcken gehandelt hatte. Seine" Mefuſe", eine Glasröhre, in der auf Pergament die zehn Gebote bedeutende Brände statt. In der Nacht zum 16. d. M. wurde gesammte Waare hatte er für eine Mart verkauft, von dem Gelde enthalten sind und welche jüdische Familien an den Thürpfosten auf der Charlottenburger Chaussee, in der Nähe des Großen aber nichts für sich verbraucht, weil Mutter und Geschwister in zu befestigen pflegen. Dieses, wie man glaubt, glückbringende Sterns, der Fleischerlehrling Lufats aus Nauen, welcher für großer Noth find. Man nahm sich seiner hilfreich an und entließ Wahrzeichen hatten die Spitzbuben abgerissen und zerbrechen seinen Meister Fleisch in die Markthalle fuhr, von drei Männern ihn neugestärkt. und auf die Papierhülle, welche sie an Ort und Stelle vor überfallen, durch Knittelhiebe am Kopf verlegt und vom Wagen Was für eine Summe von Seelenstärke und Entjagung gefunden, mit Blauſtift die Worte„ antener Knabenmord- Fabrik" geworfen. Die Männer fuhren mit dem Wagen in der Richtung geschrieben. nach Berlin weiter. Lufats wurde auf der Sanitätswache in der ist in diesen wenigen Zeilen enthalten! Giebt es etwas ErLessingstraße verbunden und begab sich dann zu seinem Meister greifenderes als den sonnenverbrannten fleinen Barfüßler, der in die Markthalle. Der Wagen wurde später, aufsichtslos und mit dem Markstück in der Faust ohumächtig zusammenbricht, feiner Ladung beraubt, in der Hasenhaide aufgefunden. weil er seiner Mutter und seinen Geschwistern beistehen muß? auf Diebstahl und Fälschung auf der Deutschen Bauk. Wiederum ist in der Deutschen Bank eine Veruntreuung, wenn auch von kleinerem Umfange, entdeckt worden. Ein Angestellter der Kouponskasse dieser Bank hatte sich im Juni d. J. Koupons 3n groben Ausschreitnugen tam es, wie aus Spandau im Werthe von 160 m. widerrechtlich angeeignet und diesen Dieb mitgetheilt wird, vorgestern Abend auf dem dortigen Schüßenplatz. stahl durch falsche Buchungen zu verdecken gesucht. Die überaus Aus noch nicht aufgeklärter Veranlassung entstand daselbst eine plump bewerkstelligte Fälschung ist dieser Tage aufgefunden und Schlägerei zwischen Zivilisten und Soldaten. Da die Polizei den der ungetreue Beamte nach abgelegtem Geständniß fofort entlassen Grzedenten gegenüber machtlos war, mußte von der Hauptwache worden. eine Militärpatrouille requirirt werden, welcher es in GemeinGerichts- Beifung. Der An schaft mit den Polizeibeamten gelang, die Ruhe und Ordnung Giu schwerer Unglücksfall hat sich vorgestern Abend in Vor der V. Straffammer des Landgerichts fand am wieder herzustellen. Allerdings mußte blank gezogen und die der achten Stunde in der Hartwig'schen Sägemühle an der Freitag gegen den Restaurateur Thierbach eine Verhandlung statt Menschenmenge mit flacher Klinge auseinander getrieben werden. Köpenicker Chaussee ereignet. Dafelbst waren die Arbeiter Miglaff wegen gemeinschaftlicher schwerer Körperverlegung. zu Verlegungen irgend welcher Art ist es dabei glücklicherweise und Girndt damit beschäftigt, das große Vollgatter der Blockfäge geklagte war von dem Schöffengericht am 14. März d. J. in nicht gekommen; indeß sind mehrere Berhaftungen vorgenommen auszusehen, um ein Seitengatter für Fraiserei einzustellen. In dieser Sache zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt worden und worden. Unter den Berhafteten befand sich auch ein Soldat. diesem Augenblick glitt aus bisher unaufgeklärten Ursachen der hatte gegen dieses Urtheil Berufung eingelegt. Wir möchten beabgestellte Treibriemen von der todten Scheibe ab und setzte haupten, daß diefer Prozeß für unsere heutigen Rechtszustände Auf Leben und Tod. Dem Taubenboden des in der dadurch das Vollgatter in Bewegung. Der Arbeiter Mizlaff fehr bezeichnend iſt. Rummelsburgerstraße wohnenden Tischlermeisters Gottwaldt war wurde von der Säge erfaßt und in das Getriebe hineingezogen. Der: Der sozialdemokratische Lese- und Diskutirklub Johann Jakoby Der der Anklage zu Grunde liegende Thatbestand war folgen schon des Defteren ein nächtlicher Besuch abgestattet worden; Trogdem die Maschine sofort abgestellt wurde, hatte der Berfeine kostbaren Tauben verschwanden, ohne daß es gelang, des unglückte bereits so schwere Verlegungen erlitten, daß er sofort hielt am Abend des 30. November v. J. bei dem Angeklagten eine Marders, der nach Ansicht aller Hausbewohner ein ganz gewiegter mittelst Strantenwagens nach dem Krankenhause geschafft werden Bergnügen wurde kurz nach 11 Uhr von dem Polizeilieutenant BernVersammlung mit sich daranschließendem Vergnügen ab. Dieses Flatterfahrer sein mußte, habhaft zu werden. Vorgestern Abend mußte. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. in der zehnten Stunde bemerkte nun einer der Hausbewohner auf hard ungesetzmäßiger Weise, wie später dem Klub durch Schreiben dem Podest der vierten Treppe einen jungen Menschen, der sich Leichenfund. Gestern Morgen 4/4 Uhr wurde die Leiche des Polizeipräsidenten bestätigt worden ist, gestört oder zu stören mit einem Sacke unter dem Arm an der Thür des betr. Tauben einer etwa 25 Jahre alten unbekannten Frauensperson im Land- versucht. Nach Abzug des Polizeilieutenants blieben die Theilbodens zu schaffen machte; der Miether machte von seiner Wahr- wehrkanal unweit der Potsdamer Brücke durch den städtischen nehmer noch zusammen, als plößlich um 3 Uhr der Kriminalnehmung sofort Gottwaldi Mittheilung, die beiden Männer be- Nachtwächter F. aufgefunden und gelandet. Die Verstorbene hat schuhmann Henke mit noch einem Manne im Lofale erschien. gaben sich, nachdem sie die Hof- und die Hausthür abgeschlossen, anges dunkelblondes Haar, trägt eine blau- und weißgestreifte Dieser Mann, Namens Münch, der sich als Beamter aufspielte, nach dem Boden. Der Taubenmarder, die Gefahr, in der er Blouse, einen grünkarrirten Rock, grane Strümpfe und fast neue aber keine Legitimation vorzeigen konnte, ist nun nach dreischwebte, erkennend, faßte schnell einen auf dem Boden stehenden Knöpistiefel. Das Taschentuch trägt das Zeichen E. P. Außer maliger Aufforderung, das Lokal zu verlassen, da er gutwillig Biaffawabesen, flieg zur Dachluke hinaus und ließ sich auf dem einer leeren schwarzen Geldtasche und ein Paar Simili- Dhr- nicht ging, vom Angeklagten hinausgeworfen worden, ohne daß Besen die Wand hinab, ohne dabei Schaden zu nehmen. Als ringen wurde nichts bei der Todten vorgefunden, was auf die ihm dabei ein Haar gekrümmt worden wäre. Den betreffenden der„ Besenreiter" auf festem Boden angelangt, warf er sein Feststellung der Person von Einfluß sein könnte. Spuren äußerer Münch aber aus dem Lokal zu entfernen, dazu war Thierbach Stedenpferd" über den Baun und war auf Nimmerwiedersehen Gewaltanwendung sind nicht wahrzunehmen gewesen. genöthigt, wollte er sich nicht einer Polizeistraße ausverduftet. Von dem Burschen fehlt jede Spur. setzen, da nur Mitglieder oder Gäste des Klubs die Unbekannt verstorben. Am 13. d., um 121/2 Uhr Nach: Berechtigung hatten, nach 11 Uhr sich noch im Lokal aufzuhalten. Bum Manzel'schen Mord. In der Untersuchungsfache mittags, fiel beim Absteigen von dem Verdeck des Omnibus 39 So erhielt das Erscheinen des Hente in Gesellschaft des Münch wider den Stuckateurlehrling Otto Wagenschütz und Genossen der Linie Hallesches Thor- Schönhauser Thor ein unbekannter, nach dem vorangegangenen Besuch der Polizeilieutenants in den wegen Raubmordes scheint die Untersuchung noch nicht abgeschlossen etwa 55 Jahre alter Mann vor dem Grundstück Lindenstr. 14 Augen der Klubmitglieder eine ganz eigenartige Bedeutung. zu sein. Es haben vorgestern Mittag erneut Zeugenvernehmungen auf die Straße hinab, blieb besinnungslos liegen und wurde durch Später soll dann Münch auf dem Hausflur gottsjänumerlich veryon Leuten aus dem Wohnhause der Eltern des Raubmörders einen Schuhmann des 35. Polizeireviers mittelst Droschke nach hauen worden sein, doch konnte festgestellt werden, daß Thierbach Bagenschütz, Swinemünderstr. 125, durch den Untersuchungsrichter dem Krankenhause Am Urban gebracht. Dort verstarb er noch das Lokal nicht verlassen hatte. stattgefunden, auch ist der jüngere Bruder einem eingehenden an demselben Abend um 11 Uhr, ohne überhaupt das Bewußt- Im Bewußtsein seiner Unschuld hatte Thierbach in erster heut zu Tage ihren richtigen Lohn findet. Bei besonders Den ich des Nachts, die Fauft am Kragen, feierlichen Gelegenheiten erhält der schneidige Schußmann Unter den eichenen Tisch geschlagen R. C. Unsere heutigen Nachrichten und Mittheilungen Geld belohnen, so zeigt man sich in anderer Weise erkenntlichen Quantitäten gekocht: dort kannst Du nachdenken und cine Geldprämie; läßt sich die bewiesene Bravour nicht mit Plößensee ist so groß und" Stumfutsch" wird in unglaubgehören einigermaßen der Weltgeschichte an. Wer zur rechten lich, und begnügte man sich in früheren Zeiten damit, be- den Unterschied zu ergründen versuchen, der zwischen dem Zeit von dem Gefreiten Lück nichts erfahren hat, dem sonders pflichtgetreue Beamte( mit dem Allgemeinen Ehren- gewöhnlichen Menschen besteht, der in aufbrausender Leidendämmert mur allmälig das Verständniß für die anderen zeichen zu kennzeichnen, so haben sich in dieser Beziehung schaftlichkeit handelt, und zwischen dem, der mit kühlem weltbewegenden Ereignisse der Gegenwart auf, und erst im bie Zeiten sehr zu ihrem Vortheil geändert, und für das Kopf sorgsam die Umstände überlegt, wie er eine vielleicht Berlaufe der Zeit gewinnt man den Ueberblick, der uns Allgemeine Ehrenzeichen allein legt sich die ausführende vermeintliche Beleidigung mit dem Tode ahndet. Natürlich befähigt, alle Borkommnisse des öffentlichen Lebens ihrem Gewalt nicht mehr ins Mittel. Der Drang nach dem besteht ein Unterschied zwischen dem professionsmäßigen Raufganzen Werth nach zu schäzen. Aber sonnig ist das Leben materiellen hat auch die Zivilversorgungs- Berechtigten er- bold aus den feinen Kreisen und dem gewöhnlichen Schläger, und heiter sind die Lichtstrahlen, die durch Nacht und Nebel griffen, und baares Geld und Straflosigkeit wiegen das und wer das nicht glaubt, der nehme sich die Mühe, einmal die bunte Bändchen auf. Urtheile hochweiser Gerichtshöfe zu vergleichen. Sonntagsplauderet. zu uns dringen. Die Kerkermanern sind nicht angenehm. Der„ Rumsutsch" Hier Schneidigkeit- dort Schneidigkeit! Bei Nacht Allmälig nähert sich uns die Cholera und die Aktionäre hat unseres Wissens noch Niemand zu großen Thaten und benebelt sitzen ein paar akademisch gebildete, zukünftige chemischer Fabriken reiben sich die Hände, weil zum Des begeistert, und es ist daher nicht mehr wie recht und billig, Vertreter von Recht und Sitte in einem feinen Restaurant. infiziren wahrscheinlich ein gut Theil Chemikalien mehr verdie Träger der Kultur vor einem Langwierigen Genuß Natürlich darf zu den schweren Getränken schließlich auch braucht werden. So pflückt das Kapital auch von den dieser Delikatesse zu schützen. Die Initiative schwindet, ein kleines jeu nicht fehlen, beim Spiel geht aber leicht das Gräbern profitduftende Blumen, und sollte sich der gründie Alles verachtende Energie läßt nach, und was dem ge- Geld aus, wenn man im Verluste sitzt. Da werden erst äugige Gast aus Asien unseren Grenzen nähern, so wird wöhnlichen Verbrecher frommt, das gereicht dem erhabenen einige der landläufigen Anzüglichkeiten gewechselt, schließlich die unausbleibliche Völkerwanderung schon von selbst einSchutzmann zum Nachtheil. Daher kanen wir Erbsen auf hagelt es Ohrfeigen, und nach menschlichen Begriffen sollte treten, und als Kanonenfutter werden nur zahlungsunfähige dem Maskenflügel, bis uns die Erinnerung an ein die Szene damit, daß die feinen Herren von den Kellnern Mitbürger zurückbleiben. Doch nur nicht ängstlich Kotelette schwindet, aber - fagte die Anderen werden be- wie weiland der fremde Gast im Walfisch zu As- der Hahn zum Regenwurm, als er ihn verspeiste, vorläufig ist handelt wie ritterliche Gefangene, für welche die kalon vor die Thüre geworfen werden, füglich zu die Cholera noch nicht hier, und wir haben zu ihrer offiziellen Gefängnisse nicht erbaut find, 100 des Leibes Um Ende sein doch nein, damit fang schwindet und die Kräfte nachlassen. Wer sich an. fängt es erst Abwehr ja auch noch nicht einmal einen Oberbürgermeister, der Noch in später Nachtstunde eilen die Kartellträger nachher sich den Dank der Reichshauptstadt für glückliche ein warm bewahrt hat, empfindendes Herz für seine Mitmenschen von Einem zum Andern, damit nur ja Niemand dem An- Errettung aus Choleragefahr votiren lassen könnte. Häufig der begrüßt es daher es daher mit Freude, dern zuvorkommt, und am Tage darauf steht man sich schon wird außerdem die Cholera in der Zeit der Gurke dazu wenn Jemand dem Gefängniß entriunt, und sei es im Grunewald mit gezogenen Pistolen gegenüber. Einer gebraucht, um den Leser über die gähnenden Spalten an schließlich ein Schußmann, der anstatt in das gewöhnliche bleibt auf dem Kampfplay: was liegt daran? Der Ehre genehm hinweg zu täuschen, und um die heißeste Zeit des Loch auf die feine Festung geschickt wird. Jeder soll nach ist Genüge geschehen, die Schneidigkeit hat ihr Opfer- Jahres erscheint sie immer als drohendes Gespenst auf der Verdienst und Würdigkeit behandelt werden, und Gnade soll und der tadellose Ritter geht auf die Festung, weil er nach Bildfläche. Allerdings in diesem Jahre, wo man Bismarc bor Recht ergehen, das ist eine feine äußerliche Zucht, und allen Regeln des guten Tones seinen Gegner in das un- sehr gut als Lückenbüßer und Ersatz für die Cholera verschließlich ist ja auch ein Schuhmannssäbel noch lange kein bekannte Jenseits spedirte. Es ist etwas Schönes, etwas wenden kann, ist es nicht nothwendig, die schwarze Pest 1o gefährliches Werkzeug wie die förperverletzende Feder des Edles um die Schneidigkeit! Wer hat nicht schon Wirths- an die Wand zu malen. Doch kommt sie, so kommt siereichsfeindlichen Skribenten. Ernst ist das Leben, aber heiter haushändel gehabt? Das kann nur ein Philister sein, der trösten wir uns mit dem Refrain in dem alten Wanderlied: zu bleiben häufig eine Kunst, die nur mit Opfern erkauft von sich behaupten könnte, daß er, ohne jemals eine werden kann. Die Echneidigkeit drückt eben unserer ganzen bittere Meinungsverschiedenheit gehabt zu haben, seine KneipBeit ihren eigenartigen Stempel auf, und sie ist es abende verbracht hätte. Wehe Dir, armer Sterblicher, wenn die vor allen anderen menschlichen Tugenden Du Dich vergißt und nach dem Dichterwort handelst: auch, Jumheidi, jumheida Schnaps ist gut für Cholera.- der Gerichtshof erkannte. Redakteur der Instanz keinen Vertheidiger- ein Vertheidiger kostet immer Geld, Inoffen Hoffmann über„ Entstehung und Entwickelung des jetzigen Krisis nicht angebracht ist, die Form der Organisation zu und zwar mehr Geld, als die Staatsfasse hinterher erfest Gigenthums" beifällig an und unterzogen nach einer Diskussion ändern, die Kollegen vielmehr darauf bedacht sein müssen, Das Ergebnis der Verhandlung war, daß das Gericht durch die über das Referat ihre Lohn- und Arbeitsverhältnisse eingehender die alten Errungenschaften aufrecht zu erhalten, um der LohnBelastungszeugen Henke und Münch die Sache für vollkommen auf Erörterung. Nach den gemachten Angaben sind die Lohnver- brückerei einen Damm entgegenzusetzen, beschließt die heutige Vers geklärt hielt und auf die Vernehmung der von Thierbach auf seine hältnisse so schlechte, daß sie der Prostitution unter den Ar- sammlung auch ferner die bisherige Form beizubehalten und ist Roften mitgebrachten Entlastungszeugen verzichtete. Die Thatsache, beiterinnen Borschub leisten müssen. Als Firmen, welche niedrige jeder Kollege verpflichtet, fich regelmäßig an den Sammlungen daß Thierbach den Anwesenden zugeblingelt habe, wurde als Löhne zahlen, wurden genannt: Uthenhof, Adalbertstraße, und zum Generalfonds der Töpfer Deutschlands zu betheiligen und festgestellt betrachtet, und auf Grund dieser Thatsache derselbe zu Königsberger u. Nawahti, Wallstr. 24. Diese üblen Verhältnisse erwartet von den Kollegen Deutschlands, daß die Kollegen zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. müssen den Arbeitern und Arbeiterinnen jener Branche umfo- Berlins als gleichberechtigt anerkannt werden, sofern dieselben In der Berufung war der Angeklagte durch den Rechts mehr ein Sporn sein, sich der Organisation anzuschließen, um nachweisen, daß sie den Verpflichtungen den Kollegen Deutschanwalt Freudenthal vertreten. Es waren zwar diesmal eine durch diese sich bessere Existenzbedingungen zu verschaffen. lands und den örtlichen gegenüber ebenfalls nachgekommen find. stattliche Reihe von Entlastungszeugen geladen, zuerst jedoch wurden wiederum Henke und Münch vernommen, diesmal allerDer Fachverein der Klempner Berlins hielt am 12. Juli wird und die bisherige Legitimation für Wandernde dazu nicht dings auch durch den Herrn Rechtsanwalt. Das Ergebniß diefer eine Generalversammlung ab, welche leider sehr schwach besucht geeignet ist, beauftragt die heutige Versammlung den Vertrauens Vernehmung war wiederum, daß auf die Vernehmung der Ent- war. Dieselbe nahm zunächst den Situationsbericht des Kollegen mann, den General- Ausschuß zu veranlassen, daß über ganz lastungszeugen verzichtet wurde, sowohl von Seiten des Gerichts Ellendt entgegen. Danach hat der Verein drei große Ver- Deutschland eine einheitliche Legitimation für Wandernde ein als auch des Rechtsanwalts, weil die Sache durch die Be- fammlungen abgehalten, die trotz der schwachen Agitation sehr geführt wird. in denselben wurde über folgende Taftungszeugen genügend aufgeklärt sei, mit dem Unterschiede, gut besucht waren; Nach Annahme vorstehender Resolution wurde zur Er daß diesmal der Staatsanwalt tostenlose Freisprechung beantragte, Gegenstände gesprochen: Gewerkschaftsorganisation( Referent gänzungswahl des Zentral- Ausschusses geschritten und auf An ein Antrag, dem sich der Vertheidiger anschloß und gemäß welchem Reßler). Hat das arbeitende Volk zu demonftriren oder frag des Kollegen Jacobey folgende vier Personen einstimmig zu parlamentiren?( Referent Schweizer). Sozialismus und gewählt: David, Lausitzerstraße 51, Pierow, Dieffenbach Für den in Patentsachen arbeitenden Fabrikanten( so nennt Anarchismus( Ref. Mehner). Da der provisorische Vorstand Straße 35, Strause, Gitschinerstr. 16. und Manthe, Buttbuserstr. 17. er sich) Münch ist noch bezeichnend, daß er auf die Frage des seine Arbeiten beendet hatte, forderte Redner Jeden, der ein Amt Bum 2. Punkt der Tagesordnung: Wie verhalten wir uns zu der Rechtsanwalts Freudenthal, ob er schon vor fünf Jahren in einem im neuen Vorstande erhalten würde, zu gewissenhafter und Resolution, welche in der Gewerkschafts- Versammlung im Feenpolitischen Verein der Polizei Spigeldienste geleistet habe, sich u. 2. forrekter Erfüllung seiner daraus entspringenden Pflichten auf. Balast angenommen ist? wurde ein Antrag des Kollegen Thieme, zu einem Feste, zu dem nur geladene Gäste Zutritt hatten, auf Nach dem vom Kollegen Römpler gegebenen Kassenbericht hat auf Grund jener Resolution zwei Mitglieder zur Agitations Umwegen eine Ginlaßkarte verschafft und auf Grund dieser Ein- der Verein im abgelaufenen Vierteljahr 134 Mitglieder auf- Kommission der Gewerkschaften zu wählen, mit großer Majoritat laßkarte den Verein der Polizei denunzirt habe, die polizeibeamt genommen und trotz vieler Ausgaben immer noch 44,10 M. abgelehnt. Nach dem noch Kollege Thieme Bericht über die Ueberschuß erzielt, wenn man die 100 m. vom Vertrauensmann Kassenverhältnisse erstattet hatte, wurde an Stelle des Kollegen liche Antwort gab:" Darauf verweigere ich die Auskunft". mitrechnete. Der Redner wurde für die Richtigkeit des Berichts Keller als Revisor Kollege Daunert gewählt. Der Redakteur der hier erscheinenden sozialdemo- von den Revisoren entlastet. Den Bericht der Arbeitsnachweis Fratifchen polnischen Wochenschrift ,, Gazeta Robotnicza", Rommission erstattete Kollege Hahn. Danach trugen sich in Eine öffentliche Versammlung aller in der Wäsche Gebhard Thiel, stand gestern unter der Anklage der Beleidi- den drei Monaten 70 Unternehmer ein; 45 Stellen wurden be- branche beschäftigten Arbeiterinnen und Arbeiter hatte sich gung durch die Presse vor der achten Straskamer des Land- setzt, während die anderen wegen des noch nicht richtig geregelten am 14. d. M. abermals mit der immer mehr um sich greifenden gerichts I. Am 12. Dezember v. J. erschien in der genannten Arbeitsnachweises anderweitig besetzt worden sind. Hierauf Einführung der Gasplätterei zu beschäftigen, und zwar diesmal Beitschrift ein Artikel aus der Ortschaft Groß- Slask in Ober- wurden folgende Kollegen in den Vorstand gewählt: I. Vor- mit besonderer Bezugnahme auf die von 32 Blätterinnen statt Schlesien. Es wurde mitgetheilt, daß kürzlich in der Parochial sigender H. Winter, Boeckhstraße 11; II. II. Borsitzender gefundene Kündigung bei der Firma Magnus Alsleben versammlung der Prediger und bischöfliche Kommissar Nerlich für S. Müller, I. Schriftführer A. Lippig, II. Schriftführer Borchardt), wobei auch gegen das Verhalten der Direktrice Frau die Gründung einer Arbeiterfasse eingetreten sei. Hieran knüpfte. Tschöcke, I. Kassirer H. Schießer, Roblanckstr. 11, Böhm Stellung zu nehmen war. Herr Möhring fritisirte der Verfasser des Artikels eine für den Prediger Nerlich abfällige II. Raffirer G. Massow, Revisoren Hahn, Hoffmann, abermals, wie in der vorigen Versammlung, das Gutachten des Kritik. Derfelbe verfolge nur die Absicht, dafür zu sorgen, daß Sel chow. Herrn Dr. Jeserich, welches dahin geht, daß die Gasplätterei dem bei den Beerdigungen der Armen Mittel vorhanden seien, um menschlichen Körper nicht schädlich sei, vielmehr demselben noch Ethische Gesellschaft. Am 12. Juli fand eine ordentliche zuträglicher, als das Bolzenplätten wäre, auf welches Gutachten die kirchlichen Kosten zu decken, er wolle das Bolt verdummen und Unfrieden in den Familien stiften. Prediger Nerlich Generalversammlung statt, in welcher der Kassirer folgenden hin Herr Gewerberath v. Stülpnagel erklärt hat, daß er nichts Un Kaffenbericht verlas: Einnahmen für die Zeit vom 5. April bis machen könne, so lange nicht ärztlicherseits das Gegentheil tone machte dem der Staatsanwaltschaft Anzeige mit 5. Juli 474,91 M., Bestand vom 5. April cr. 252,41 M., zu- statirt werde. Herr Möhring blieb bei seiner Ansicht, daß die heinstellen, den verantwortlichen gegen Die Ausgaben in dieser Zeit betragen Gasplätterei unbedingt der Gesundheit der Blätterinnen nachtheilig Gazeta Nabotnicza" vorzugehen. Der Angeklagte bestritt, daß sammen 727,32 M. eine Beleidigung vorhanden sei, die angewandte Kritik sei um so 689,36 M., bleibt Bestand 37,96 M. Hierzu kommen ferner: An sei. Auch in der Fabrik von Magnus Alsleben( Borchardt) soll die berechtigter, weil Pfarrer Nerlich in jener Parochial- Ver- den Rendanten gezahlt 35,70 M., Ueberschuß der Versammlung Gasplätterei zur Einführung gelangen. Infolge dessen haben fammlung die„ Gazeta Rabotnicza" ein„ Teufelsblatt" genannt vom 10. Juli 5,15 M., 100 Stück Gutscheine zur Urania 25 M., 32 Blätterinnen dieser Firma gekündigt, da sie nicht gewilt find, und die Frauen ermahnt habe, dahin zu wirken, daß ihre Männer Broschüren im Werthe von 107,05 M., der eiserne Bestand be- die Arbeit an den Gaseisen aufzunehmen. Von der Direttrice Frau Böhm sind die Plätterinnen in ganz unqualifizirbarer es nicht hielten, er würde ihnen soust teine Absolution ertheilen. trägt 287,14 M., Summa 498 M. Der Bertheidiger Rechtsanwalt Freudenthal beantragte Ein- Die Vorstandswahl hatte folgendes Resultat: Buggen- Weise beleidigt worden. Die zahlreich besuchte Versammlung er stellung des Verfahrens, da der Strafantrag nicht rechtsgiltig hagen, 1. Vorsitzender; Meschte, 2. Vorsitzender; 3eidler, tlärte sich mit den Plätterinnen der Firma Magnus Alsleben gestellt sei. Pfarrer Nerlich verlange nicht mit flaren Worten 1. Schriftführer; Neumann, 2. Schriftführer; Becker,( Borchardt) solidarisch und die Anwesenden verpflichteten sich, die Die Bestrafung des Angeklagten, sondern er mache seinen Willen 1. Kassirer; Beckmann, Borg und Heitke, Hilfskafsirer; vorläufig nicht in Arbeit zu bringenden Plätterinnen so lange t von dem Ermessen des Staatsanwalts abhängig, indem er dem Donath, Rendant; Mattausch, Büring, Bandrée unterstüßen, bis alle in Arbeit gebracht sind. Die Handlungs felben„ anheimfielle", gegen den Verfasser des Artikels vorzugehen. und Dieppold, Ordner. Zu Revisoren wurden die Herren weise der Direttrice Frau Böhm fand allseitige energische Ber Staatsanwalt von Jaroczewski vertrat die Ansicht daß Schattschneider, Sehner und Zöllner gewählt. Die urtheilung. Frau Böhm ist jetzt Restaurateurfrau in der Höchſte Surch Erstattung der Anzeige Bibliothek wurde dem Herrn Meschte, Markgrafenftr. 3, IV., ftraße 22. Die Unterstützung der ausständigen Blätterinnen wurde Prediger Nerlich schon durch feinen Willen dokumentirt habe, daß der Verfasser des Artifels übertragen, weil Herr Salzwedel sein Amt als Bibliothekar pro Kopf und Woche auf 18,50 M. festgesetzt. Wie u. A. mit bestraft werden solle, falls die Staatsanwaltschaft ein öffentliches niedergelegt hatte. getheilt wurde, wird in einer Fabrik in der Saarbrückerstraße Intereffe für vorliegend erachte, worüber er als Laie ein Urtheil Eine öffentliche Versammlung der in den Berliner Mittagspause gewährt. Zu bemerken ist, daß jede Plätterin entgegen den gesetzlichen Bestimmungen den Arbeiterinnen keine fich nicht erlaube. Dies habe durch das Wort„ anheimstellen" ausgedrückt werden sollen. Der Bertheidiger entgegnete, daß in dem Musikinstrumenten Fabriken beschäftigten unterstügt wird, gleichgiltig, ob sie dem Vereine angehört oder Schreiben des Pfarrers Nerlich dem Staatsanwalt anheim- Arbeiter und Arbeiterinnen hörte am 13. Juli einen nicht. Mit der Aufforderung, daß jeder bereitwillig sein Scherfs gestellt werde, das Verfahren einzuleiten und eine Einleitung interessanten Vortrag des Genossen Robert Schmidt über lein zur Unterstützung der tapferen Plätterinnen beitragen möge, fönne nur erfolgen, wenn ein formgerechter Strafantrag vorwirthschaftlicher Aufschwung und wirthschaftliche Krisen". Das wurde die Versammlung geschlossen. Referat wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Der Verliege. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Die Billetausgabe Der Gerichtshof nahm zu dieser Streitfrage feine Stellung, trauensmann der Berliner Musikinstrumenten- Arbeiter, Herr zum Sängerfest in Friedrichshagen findet Montag, den 18. Jult, Abends on sondern vertagte bie Verhandlung, um den Pfarrer Merlich fom Meier, legte hierauf Rechnung über Einnahmen und Aus: 8 Uhr an in den Arminhallen, kommandantenſtr. 20, statt. Die Bertreter der die er in der Zeit vom 15. Mai bis Vereine legitimiren sich vor der Empfangnahme durch Vereinsmissarisch darüber vernehmen zu laffen, ob er die erwähnte gaben, Erstere betrugen ins: mitgliedstarte. Warnung vor der„ Gazeta Robonicza" ausgesprochen und sie ein Ende Juni zu verzeichnen hatte. gesammt 244,25 M., letztere 154,47 M. In den Händen Generalversammlung am Montag, den 18. Jult. Abends 8% Uhr, Dresdener Freie Vereinigung der Graveuve und Ziseleure. Fortsetzung bet " Teufelsblatt" genannt habe. Des Bertrauensmannes verbleiben 89,78 9. Demselben straße 45. ,, Fin de siècle" betitelt sich eine kleine Novellen- wurde Decharge ertheilt. Darauf entspann sich eine Diskussion fammlung, welche im Jahre 1890 im Verlage des Verliner Buch- darüber, ob die Werkstatt- Kontrollkommission in Zukunft eine händlers Zoberbier erschien und von dem in Wien wohnenden aus der Deffentlichkeit hervorgegangene, alfo in öffentlicher VerSchriftsteller Hermann Bahr verfaßt ist. Der Inhalt soll ein sammlung der Berufsgenossen gewählte sein soll, oder ob sie noch unzüchtiger sein und wurde deshalb gegen Verfasser und Ber- weiter aus dem Fachverein hervorzugehen habe. Es wurde be- Arbeiter- gildungsschul r. Sonntag Vormittag 10-12 Uhr: Armin hallen, Kommandantenstr. 20: Unterricht in der Nationalökonomie.leger Anklage erhoben. Die erste Strastammer hatte es ab- schlossen, der Kommission von nun ab öffentlichen Charakter zu abends 8%-10% Uhr: Süd- Schule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in gelehnt, gegen den Verfasser vorzugehen, auf die von der Staats- geben, und zwar dergestalt, daß jeder der drei Bezirke, Deutsch( Oberes): Süd- Ost schule, Reichenbergerfir. 133: Unterricht b anwaltschaft erhobene Beschwerde hob aber das Kammergericht in welche der Vertrauensmann für Berlin die Berliner Rechnen; Ost Schule, Martusstr. 31: Unterricht in Buchführung; Nor den ablehnenden Beschluß der Strafkammer auf, worauf gestern Vertrauensmänner- Organisation eingetheilt hat, Osten, Südosten Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Buchführung. In allen Lehrgegen Bahr vor der 2. Strafkammer des Landgerichts I ver- und Norden, in öffentlicher Versammlung eine eigene und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, eintreten. handelt wurde. Der Buchhändler Zoberbier ist verschwunden Werkstatt- Kontrollkommission wählt. Die Versammlung wählte Sozialdemokratische Lese- und Diskutieklubs. Sonntags. Mar und hat bisher nicht ermittelt werden können. Die Verlesung dann die Herren Menz, Freier und Karlbach als Kom- Kayser, Nachmittags 3 Uhr, Schneetoppe, Noſtizftr. 29. des Buches fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Der mission für den Osten; Im Verschiedenen sanktionirte die Ver- 2-4 uhr: Nebungsstunde. Aufnahme neuer witglieder. Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten eine Geldstrafe fammlung die am 11. Juni in einer Delegirtenversammlung an der Glas arbeiter zu Stralau„ Borwärts 7" Rummelsburg, bet Borgvon 150 M. und Beschlagnahme des Buches, während der Ver- genommene Resolution, betreffend die Nichtunterstützung solcher mann. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, theidiger, Rechtsanwalt Heine, für Freisprechung plaidirte, da Kollegen in Streitfällen, welche nicht einen bestimmten Beitrag 9 uyr: Uebungsstunde. Aufnahmie neuer Mitglieder. das Buch lange Zeit vertrieben worden sei, ohne Anstoß zu er- für die Organisation geleistet haben. Die Unterstützung für Geschleife, Naunynſtr. se bei Zubeil.- Sievert uft, Fichteftr. 29 bei strofe, maßregelte wurde von den Anwesenden für das 3. Quartal auf Siebertafel, der Maler und verw. Berufsgen. Annenstraße 14 Der Gerichtshof erkannte nach dem Antrage des Staats- 8 W. pro Woche festgesetzt und zum Schluß noch eine dreigliedrige armonie 2 Landsbergerſtraße Str. 31 bet muſehold. Moabiter Stebertafel, Arminiushallen. Kommiffion zur Arrangirung des Sommerfestes gewählt. Görligerstr. 68 bei Tolfsport, Blüthe, Brenzlauer- Adlee 26 bet Stiebel, Der Verein der Gummiarbeiter Berlins und Umgegend Bismardhöhe, Wilmersdorferstr. 30. Gangergruß, Friedrichshagen Sängerchor der Chirurgischen Branche, Alte Schönhauser Charlottenburg 57 Jahre Zuchthaus beantragte gestern der Staatsanwalt insgesammt gegen eine aus sieben Köpfen bestehende Diebes- und hielt am 13. Juli feine Generalversammlung ab, in welcher der bet Blant. Froh Hoffnung der Zimmerer Berlin West. Hehlergesellschaft, welche vor der zweiten Straffammer des Land- Kassirer Kollege Bernau den Kaffenbericht vom 2. Quartal Gleichheit. Pappel- Allee 3-4 bei Kruse. gerichts 1 stand. Es waren der Schriftsetzer Paul Jogszat, Schuh- vorlegte. Es wurde ihm dafür Decharge ertheilt. Alsdann bergerstr. 24 bet Bagbold. 3 le des freibett II, Straußberg, im Reſtaurant macher Hermann Benthin( Hehlerei), Gürtler Heinrich Jakob, fchritt man zur Neuwahl dreier Vorstandsmitglieder. Aus der Krüger. Kellner Franz Howe, Arbeiter Joseph Kubakki, Gürtler Emil selben gingen C. Scholz als 1. Vorsitzender, Gockemeyer Raumann. Dörnbraak( Hehlerei) und dessen Ehefrau Aana Dörnbraak( Hehlerei). als 1. und wenkel als 2. Schriftführer hervor. Zu Revisoren Die Angeklagten Jogszat, Jakob, Howe und Kubatli bildeten wurden Horn und Schinsky gewäbit. Die Anträge in eine Einbrecherbande, welche vom November v. J. bis Januar d. J. Betreff des Unterstützungsfonds wurden bis zur nächsten Mit eine ganze Reihe Einbrüche beging. Wenn einer von ihnen aus- gliederversammlung zurückgestellt. findig gemacht hatte, daß eine Wohnung an einem bestimmten Abende unbeaufsichtigt bleiben würde, so wurde ein Einbruch geplant Eine öffentliche Versammlung der Tischler, in welcher und mit Hilfe vorzüglich gearbeiteter Nachschlüssel und sonstiger Herr Ahrens über die ungünstige Lage im Tischlergewerbe" Diebes- Werkzeuge ausgeführt. Bei einem Dachdeckermeister fiel sprechen sollte, war zum 14. Juli einberufen, um besonders über dem Angeklagten besonders reiche Beute in die Hände. Ju zwei die Verhältnisse in der Weinmann'schen Fabrik, bezw. die Fällen plünderten die Angeklagten in der Friedrichstraße gelegene Sperre daselbst zu berathen. Wegen des überaus schwachen BeSchuhwaaren- Läden. Sie hoben die Rollläden hoch und öffneten suches der Versammlung nahm man vom ersten Punkt der Tagesdie Thüren mittelst Nachschlüssels. Um die Menge der gestohlenen ordnung Abstand. In der sehr eingehenden Diskussion, an welcher Waaren fortzufchaffen, bedienten die Angeklagten sich eines Hand- sich die Herren Ahrens, Schulz, Konrad, Mertens, wagens. Wenn auch nicht so hohe Strafen verhängt wurden, wie Glocke und König mehrfach betheiligten, wurde hervorder Staatsanwalt beantragt hatte, so wurden doch der Angeklagte gehoben, wie die Inhaber der Weinmann'schen Fabrit Jogszat zu dreizehn, die Angeklagte Benthin und Hove zu je fünf in Charlottenburg, angesichts der großen Arbeitslosigkeit im Fahren Zuchthaus, Jakob zu fünf Jahren, Kubaki zu vier Tischlergewerbe, austatt der bisherigen 9/ aſtündigen, durch ihre Fahren, Dörnbraak zu zwei Jahren und die Ehefrau Dörnbraak Arbeitsordnung eine 10stündige Arbeitszeit eingeführt und, da sich zu einer Woche Gefängniß verurtheilt. regen. anwalts. Versammlungen. 3- Bundes Freier Diskutier- Verein. Versammlung am Montag, den 18. Jult, bei Leopold, Martgrafensir. 88. Vortrag:" Chartistenbewegung". Vereinigung der Drechsler und Berufsgenossen Deutschlands, Ortsverwaltung Berlin. Bersammlung am Montag, den 18. Jult, abends 8% Uhr, bei Keßner, Annenstr. 16. bet Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Nr. 43 Reimann. Charlottenburger- Ufer bet Felsenburg, Montag Sonntag von Gefangverein Abends Norddeutsche Zonblüthe, yra 2, Charlotten Sängerhain, Retchen Frohe Hoffnung( der Zimmerer Berlin West), Kulmftr. 36 bet Schreiberstraße 29, sum Eichenen ters Myrthenblätter, Belforterstraße 15, bet Schneider. Brüderschaft( Hausdiener), StallSeidler. Sangesblüthen, Koppenstraße 35, bei Reller. Gesangverein Freiheit 2, Adlershof, bei Albrecht. Arbeiter Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu Theaterverein Boruffta bei Ockert, Beughofftraße 8. richten an Mar Geng, Berlin N. Belforterstr. 26, 1 Tr) Sonntag: Gefelltger Berein Neue Welt bei Strohschänt, Rytestr. 48. Theater- und Bergnügungs verein Elmenhorst bei Krüger, Dresdenerstr. 105( vor dem 1. und 15. je Monats). Turnverein Fichte", Lichtenberg, Schölzel's Seeschlößchen( Bum Theaterverein Barzantria" bet Hartmann, Danziger- und Hagenauer Tambourverein Ruf bei Sperling, Infelftr. 1( Sigung nach demen und 16). Turnverein Fichte, von- lor in Schölzel's Geeſchlößchen ( Hungriger Wolf), in Lichtenberg. straßen- Ecke. Rauchklub Blaue Quaste, Mücke, Wöhlerstr. 2. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Theaterverein ou is en städtischer Humor, Manteuffelftr. 9 bei Schröder gesellschaft ut fptet, Gifenbanjir. 20 bet tegmund. verein Alpenveilchen, Straußbergergerstr. 3 bet Birts. Gefang, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theaters eingestellt haben. Man habe durch die über die Fabrik verhängte gefellschaft alhalla, jeden Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Sperre auf die Deffentlichkeit einzuwirken versucht, da aber eine nur sehr geringe Zahl der Gehilfen organisirt waren, sei es unmöglich, die Sperre aufrecht zu erhalten und einen diesbezüglichen Beschluß zu fassen, da alle Versuche der organisirten Arbeiter, jene Arbeitsordnung rückgängig zu machen, fehlgeschlagen firaße 150. wären. Der Verband deutscher Textilarbeiter und Arbeiterinnen Berlins( Filiale der Weber) hielt am 12. d. M. eine VerSammlung ab, in welcher Kollege P. Petersdorf über die Verschmelzung der drei Berliner Filialen einen Vortrag hielt. Die nach der Rosenthalerstr. 38 eine öffentliche Versammlung einVersammlung erklärte sich mit den Ausführungen desselben ein- berufen, die äußerst zahlreich besucht war. Vor Eintritt in die verstanden und beschloß einstimmig die Vereinigung der drei Tagesordnung entstand über die Organisationsfrage eine lebhafte Filialen. In die Arbeitsnachweis- Kommission wurden die Kollegen und erregte Debatte, die schließlich zur Annahme folgender RefoHansche, Fleischer, Born, Poforny, Geer, Kühne, Erdmann und lution des Kollegen Thieme führte: Wegener gewählt und zum zweiten Kassirer Kollege Erler. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Blumen- und Puhkeder Branche hörten am 11. Juli einen Vortrag des GeBlaue Wöhlertstr. bet Mücke. Privat- Theater Bergnügungs Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Lautenbach, Cuvrystraße 77.Theater- und Vergnügungss vercin Barletin, heute Nachmittag 5 ühr bei Bade, Zeughofstraße 8. Theaterverein Concordia Zeughofstraße 8 bei Roch. Vergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Bersammlung Vergnügungsverein Nord, Nachmittags 6 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger Linten Privat- Theatergesellschaft Preciofa jeben Schleiermacherstr. 2. Abraham, Straßburgerstr. 5. Gefelliger Klub Namentos, jeden Montag bei Tambours und Bergnügungsverein Gut Seil, alle 14 Tage bei Wendt, Die Töpfer Berlins und Umgegend hatten zum 14. b. M. 3wiebelfische, Nixdorf, Abends 9 Uhr in Barta's total, Berliner Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Verein traße 120. Vergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bei Möring, Admiralstr. 18c. Bitherflub Freiheitsflänge, jeden Montag Abend bei G. Frante, Apoßeltiche 7 b. Pfeifentlub Felsenfest, Abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bei Schabrobt. Wrangelfir. 141. Rauchklub Brüderlich teit, Abends 9-11 Uhr bei Willi Schmidt Bernauerstr. 14. Rauchklub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, Friedrichsfelderftr. 27. Ruderverein Borwärts Gigung am Montag, den 27. Junt, 1. In Erwägung, daß der 7. deutsche Töpferkongreß auf Antrag der Fünferkommission beschlossen hat: es bleibt jeder Kollegenschaft in den einzelnen Orten überlassen, wie sich dieselben organisiren wollen", in fernerer Erwägung, daß es bei der D 51 it ST th Vermischtes. bedeutender. Der durch Verwüstung des Landes angerichtete Schaden ist einf Washington, 16. Juli. Die Staatstruppen nahmen den Hauptsiz der ausständigen Bergarbeiter nach heftigem Kampfe Ueber die Pinkerton'schen Geheimpolizisten macht die ein. Wallaha und Mullen sind ebenfalls im Besitz der ReEisenbahn- Unglück. Aus Breslau wird unterm 16. Juli Franti. 3tg." interessante Angaben. Danach ist diese sogenannte gierungstruppen. Die Ausständischen drohten die Bergwerke in berichtet: Die Lokomotive des Orientzuges ist heute Nacht 11 Uhr Geheimpolizei vor 15 Jahren in Pennsylvanien enstanden, als die Luft zu sprengen. Angeblich find bereits zwei derselben durch hinter der Station Löwen infolge Radreifenbruches entgleist, die Leute der Pennsylvania- Eisenbahn- Gesellschaft streikten und Dynamit zerstört und verschüttet. Die Zahl der Todten und wobei ein Back- und ein Postwagen umstürzten. Ein entgegen Eigenthum im Werthe von 20 Millionen Mark in Flammen auf- Verwundeten hat bis jetzt noch nicht festgestellt werden können. tommender Güterzug fuhr auf die beide Geleise sperrende Schnell- ging. Die Miliz zeigte sich unfähig", d. h. sie wird mit den Die Bergleute drohen weiteren Widerstand zu leisten und führten augsmaschine auf. 6 bis 8 Personen wurden verlegt und 14 Wagen Streikenden sympathisirt haben, und erst als reguläres Bundes- mehrere Direktoren als Geißeln mit sich. beschädigt. Der Postwagen und mehrere Gepäckwagen stürzten militär aufgeboten wurde, konnte die Ordnung" wiederhergestellt die Böschung hinab. Die Verwundeten wurden mit der Bahn werden. Als der Streit zu Ende war, beschloß eine Anzahl ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) nach Breslau geschafft und in dem dortigen Allerheiligenhofpital Kapitalisten, da auf Polizei und Militär kein Verlaß" sei, die heute von der Straftammer des hiesigen Landgerichts wegen Hamburg, 16. Juli. Der Kapitän William Jones wurde untergebracht. Von den Verletzten find besonders die Beamten ,, Pinkerton- Leute" ins Leben zu rufen. Allen Pinkerton an Kopf und Extremitäten schwer verwundet, am schwersten der war damals der Leiter der größten Detektiv- Agentur fahrlässiger Tödtung von drei Personen infolge Kenterns des Bremser Franke. Am Morgen desselben Tages entgleifte bei in den Staaten. Vereinigten Er hatte ein Windsfeld ein Güterzug. fleines englischen Segelschiffes„ Erato" im hiesigen Hafen zu viermonat Der Maschinenführer und Heizer Heer von fog. Geheimpolisten gesammelt lichem Gefängniß, unter Anrechnung von zwei Monaten Untermeistens ent: find todt. Der Weichensteller ließ sich von der zur Hilfe herbei laffene Sträflinge. Diese Zahl wurde dann auf das ſuchungshaft, verurtheilt. geeilten Maschine den Kopf abfahren. Doppelte gebracht und sorgsam im Waffengebrauch geübt. Der Nachträgliches zum Bismarck Rummel. Man schreibt Sold beträgt 5 Doll. den Tag und die Teute haben noch Neben Der" Frankf. 3tg." aus München:„ Gin gelungenes Wort aus einnahmen. Dafür muß aber der Pinkerton'sche Landsknecht auf Arbeitermund, welches hier die Runde macht, verdient, auch Befehl Jeden tödten, wenn es seine Vor weiteren Kreisen Stoff zum Lachen zu geben. Man weiß, daß gefesten befehlen. Wenn nun ein großer Ausstand ausder größte Deutsche" in der Nacht um 2 Uhr in München antam bricht, so telegraphiren die Fabrikanten einfach an Herrn Verletzt sind 3 Postfchaffner, 1 Backmeister, 1 Bremser, 2 Lokomotivund bei der Fahrt aus dem Bahnhofe mit gellen dem Binkerton und dieser schickt 100 bis 1000 feiner Mannen. Der führer und 1 Heizer." Pfeifen empfangen worden ist. Da die nämliche Aufmerksam Sheriff, gewöhnlich im Bunde mit den Fabri- Bericht starben am 13. d. M. in Astrachan 264, in Sfaratow 25, Petersburg, 16. Juli. Nach dem amtlichen Cholerafeit zuvor schon seitens der hinter den spalierbildenden Studenten tanten, beeidigt die Pinkerton'schen, wodurch sie Beamte und Turnern stehenden Massen den Damen und Herren zu Theil werden. Jahre lang haben die Pinkerton's wild gehauft, fried in 3aryzin 46, in ſamara 11, in Batu 57, im Dagestangebiete 25 geworden war, welche sich zum Empfange ins Innere des Bahn- liche Bürger niedergeschossen und allem Recht und Gesetz Hohn hofes begaben, sagte ein Student in Borahnung der kommenden gesprochen. Die Sache wurde schließlich so stark, daß in mehreren Dinge zu hinter ihm stehenden Arbeitern:" Sie, es fann noch Staaten Gesetze erlassen wurden, wonach Jeder, der Pinkerton'sche eine halbe Stunde dauern, bis er kommt, da können Sie nicht Detektivs importirt, sich strafbar macht. In Pennsylvanien, warten."" Ach was," war die Antwort, wir haben 12 Jahre dem industrielsten Staat, existirt ein solches Gesetz noch nicht lang warten fönnen, bis das Cozialisteng'set g'fallen ist, jest Wenn demnach diese tonzessionirte, vereidigte Mörderbande tönnen wir das halbe Stünderl auch noch warten." diesmal Mann für Mann gelyncht worden wäre, so würde ihr nur Recht geschehen sein. # Literarisches. Oppeln, 16. Juli. Das hiesige Betriebsamt macht bekannt: Seit 15. Juli 1892 11 Uhr Nachmittags ist infolge Entgleifung des Schnellzuges 5 der Güterverkehr auf der Strecke Löwen- Dambrau unterbrochen. Die Sperrung wird voraussichtlich 24 Stunden dauern. Die Reisenden müssen an der Unfallstelle umsteigen. und in Tiflis 3 Personen. Wahlumtriebe verkündete Urtheil lautet gegen Wilson sowie gegen Loches, 16. Juli. Das heute in dem Prozesse Wilson wegen Leroux, den Präsidenten des Wahlkomitees, wegen Wahlbestechungen auf je 1000 Franks Geldbuße. Eisenwerke haben den die Truppen in Homestead kommandirenden Pittsburg, 16. Juli. Die Eigenthümer der Carnegie'schen General benachrichtigt, daß die Arbeit am Montag wieder aufLiebeswahnsinn. Im Vororte Schönefeld bei Leipzig tödtete der Posthilfebote Espich aus Eifersucht seine Geliebte genommen werden wird. Die Truppen sind in der Stadt verBertha Naumann durch Revolverschüsse. Darauf richtete er die theilt, um etwaige Ausschreitungen der Streikenden zu verhindern. Waffe gegen sich selbst und versuchte sich die Kehle zu durchSchneiden. London, 16. Juli. Bisher steht das Wahlergebniß folgenderEr wurde schwer verletzt aber noch lebend ins Krankenhaus gebracht. Sozialpolitisches Gentralblatt( herausgegeben von Dr. maßen: 260 Ronfervative, 50 Unionisten, 266 Gladstoneaner, Wieder Einer. Der Zuchhändler Sorer aus Brünn, Heinrich Braun in Berlin). Inhalt der Nr. 29: Die 9 Parnelliten, 64 Antiparnelliten. Justin Mc. Carthy, der Führer Bensor der österreichisch ungarischen Bant, erschoß sich unweit Arbeiterstatistik der preußischen Gewerbe- Inspektoren- Berichte für der Antiparnelliten, ist in North Longford gewählt. Wien wegen Wechselfälschung im Betrage von das Jahr 1891. Von Dr. Mar Quard. Die sozialstatistischen 300 000 Gulden. Ergebnisse der schweizer Regierung im Herbste 1890. Von Dr. Ad. Noch ein patriotischer" Kapitalist. Im Jahre 1886 Braun. Arbeitsnachweis in Karlsruhe.- Minimallohn und starb Obergerichtspräsident Dr. Ulmer in Zürich, ein hervor Arbeitsvermittlung in Groß- Zürich. Zur Kritik der ArbeitsBriefkaffen der Redaktion. ragender Jurist und hochangesehener Mann. Seine Erben, ge- statistik der deutschen Gewerkvereine für das Jahr 1891.- Die wiß auch sehr achtbare Leute, traten befriedigt die nicht fleine Lage der Arbeiter im Wupperthale. Fabritarbeiter- Löhne in O. K., Elisabethufer. Wir tönnen Ihrer Angelegenheit Erbschaft an, scheinen aber seither unter einander in Streit ge- Sachsen- Altenburg. Statistik der Leipziger Buchdrucker- Lehr- nicht näher treten, da es sich nur um eine Privatangelegenheit zu rathen zu sein. Infolge dessen ist es herausgekommen, daß der linge. Forderung der Arbeitsstatistik für Paris.- Kommu handeln scheint. Setzen Sie sich mit den betreffenden Leuten nur würdige Verstorbene, der nur 160 000 Fres. versteuerte, in Wirt- nales Programm der französischen Arbeiterpartei. Organisation persönlich auseinander. lichkeit ein Vermögen von 800 000 Frcs. besessen hat. der Angestellten im Handelsgewerbe.- Möglichkeit der Arbeits- C. K., Beuffelste. Wenn diese Art der Unterstützung zu 70 000 Fres. Nachsteuer sind das Resultat! Ob die Erben ihre zeit- Berkürzung. Sonntagsruhe für die Landarbeiter der kgl. dem Reffort der Armenverwaltung gehört, so sind Sie, wenn Sie Steuerpflicht ehrlicher erfüllten, als der Grblasser, wird nicht ge- preußischen Domänen.- Beschränkung der Sonntagsarbeit auf die Unterſtüßung annehmen, zur Rückzahlung verpflichtet, sobald fagt. Etwas heraufgesetzt im Steuerregister hat man sie nun Schiffen. Entscheidung des schweizerischen Bundesraths über sich Ihre Verhältnisse soweit ändern, daß Sie zahlungsfähig sind. den Inhalt von Arbeitsordnungen. Die Berichte der schweize- Näheres wissen wir im Augenblick auch nicht. Vielleicht finden. Tod in den Flammen. Im Dorfe Grabowo bei Wreschen, rischen Fabrikinspektoren für 1890 und 1891. Von Kantons Sie einmal Beit, zu uns zu fommen; wir sind dann bereit, Ihnen ift eine ganze Familie, Mann, Frau und fünf Kinder, bei statistiker E. Näf. Die eingeschriebenen Hilfskaffen und die näheren Ausschluß zu geben. einer Nachts ausgebrochenen Feuersbrunst verbrannt. Krankenkassen Novelle. Krankenstatistik der oberschlesischen Knappschaftsvereine. Literatur. wohl. Der Räuberhauptmann Konjak, welcher seit zwölf Jahren die Gegend längs der Warschau- Wiener Eisenbahn unsicher machte, ist verhaftet worden, nachdem er seinen Bruder ermordet hatte. In St. Gervais sind wieder Leichen von Ortseinwohnern aufgefunden worden. Man nimmt an, daß die Gesammtzahl der Berunglückten 125 bis 130 betragen dürfte; unter denselben befinden sich etwa 35 bis 40 Badegäste. Der Ausbruch des Aetna nimmt an Stärke zu. Zwei Berge von etwa 250 Meter Höhe haben sich neu gebildet. Den Abdruck sämmtlicher Artikel ist Zeitungen und Zeitschriften gestattet, jedoch nur mit Angabe der Quelle. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Schweiduit, 16. Juli. Die Gewerbe- und Jndustrie- Ausftellung wurde heute unter zahlreicher Betheiligung eröffnet. Das größte Brot Frau M., Thaerstr. 4. Die arme Frau ist ein Opfer der heutigen gesellschaftlichen Zustände. Es wird schwer sein, ihr dauernd zu helfen. Zur Linderung der augenblicklichen Noth wollen wir gern unser Scherflein beitragen. Mit Bezug auf unsere neuliche Briefkastennotiz über die Schiffsjungen- Abtheilungen wird uns von einem Genossen in Bant berichtigend mitgetheilt, daß sich die eine Abtheilung in Friedrichsort bei Riel befindet. Der älteste Jahrgang befindet sich im Winter auf dem Schulschiff Mars. C. Müller, Koppenstr. 67. Wir bitten, das Papier immer nur auf einer Seite zu beschreiben. Achtung! Kein Laden. Verein der Lithographen, Unserm Freund und Genossen, dem Steindruder u. Berufsgenossen feinem morgigen Geburtstag ein bont: 30% fund 40 Pf., vorzügliche Suchen 1 Mart. Garantie rein amerikaniſche Maschinisten August Borchart zu ca. 4 Pfund 50 Pf., Schwarzbrot Nur eigene Fabrikation, 25 Zigarren Deutschlands. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Schleifer 446/17 Karl Kühn, am Donnerstag gestorben ist. Die Be 1050b und Konditorwaaren. Die Nörgler aus S.0. Na August, mach' man den Stoob von de Latschen. Unserm Genossen und Mitkämpfer für Freiheit und Recht Felig Weinberg 10566 erdigung findet am Sonntag, den zu seinem heutigen Wiegenfeste ein 17. 5. M., Abends 7 Uhr, von der breimaliges Hoch. Leichenhalle des neuen Zwölf- Apostel-| Kirchhofes( Schöneberg) aus statt. Um rege Betheiligung bittet Die Verwaltung Berlin. Todes- Anzeige. Die Genossen aus der Boyenstraße und alle Räthe. 1088b Tabate. A. Knöfel, 1. Geschäft: Gartenstr. 178. 2. Geschäft: Weinbergs- Weg 11d. Brotverkauf der GenossenschaftsBäckerei. C. Hubrich, Lübbenerstr. 22. Niederlage d. Genossenschaftsbäckerei. Milch und Backwaare sende frei in's A. Böttcher, Haus. 1062b Am Ostbahnhof 17, Keller. Größtes Lager Berlins Dem Pfeifenbruder Hugo Ofang zu Kinderwagen. Andreasfr.23.5. seinem morgenden Geburtstag die herzlichsten Wünsche senden 1059b Die Pfeifenbrüder. Für die heisliche Theilnahme an der Am 13. d. m. verstarb nach kaum Bstündiger Thätigkeit durch Absturz vom Dache unter lieber Kollege und Freund Beerdigung meines Bruders Johannes der Klempnergehilfe Richard Herold im Alter von 33 Jahren. 1082b fage hiermit allen Freunden und Be fannten meinen herzlichsten Dank. Wilhelm Denker. Derselbe hinterläßt eine Frau mit 1091b Staare 1,50, Finken, Wachteln, Lerchen Kreuzschnabel 1 Mt., Zeisige, Meisen 80 Pf., reelle Männchen. 27072 F. Schnelle, Stalizer- Straße 182. vei Kindern und bitten wir Kollegen und Bekannte sich recht zahlreich an| der Beerdigung, welche Sonntag, den Leichenhalle des neuen Jakoby- Kirch-| hofes in Britz stattfindet, zu betheiligen. Im Namen seiner Mitarbeiter und Kollegen Bruno Dietrich, Klempnermeister, Charlottenstr. 74/75.( bewährter Parteigen offe) Todes- Anzeige. Schnell und unerwartet entriß uns das unerbittliche Schicksal den treuforgenden Gatten, Water, Sohn und Schwager durch Ab sturz vom Dache, den Klempner Richard Herold im Alter von 33 Jahren, dies Beigt allen Bekannten und Freunden im Namen der Hinterbliebenen an die trauernde Wittwe 1081b Emma Herold. Die Beerdigung findet Sonntag, b. 17. b. M., Nachmittags 31/2 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakoby- Kirchhofs in Brig statt. Prakt. Arzt sucht für Herbst d. J. in Nord- oder Süd- Deutschland ausgiebige Praxis als Raffenarzt. Offerten sub R. 83 an die Expedition des„ Vorwärts". Arbeitsmarkt. Hobelbänke, gebr. Schraubzwingen, Schraubböcke, Kehlhobel stets vorräthig 1090b Langestraße 90, Grunow. Schankgeschäft( Laden, Baugegend) bill. verkäufl. Lynarstr. 4 am Wedding. Gut geschmiedete Blättbolzen zu Engros- Preiſen Steinſtr. 10. 1017b 1785 L Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg 5. F. Dinslage, Rottbuferstr. 4, Hof part. 2 Läden mit und ohne Wohnung zum 1. Oktbr. Brunnenstraße 131, an der Invalidenstraße, in lebhaftester Geschäftsgegend, zu vermiethen. Näheres: 1052b Busse, Invalidenstr. 157. Swinemünderstr. 45/46 billige Wohnungen: Vorderhaus 3 Tr. 2 Stuben u. Küche 380 M., Vorderhaus 4 Tr. 2 Stuben u. Küche 310 M., Hinterhaus 2fenstrige Stube u. Küche 186.[ 1051b Sophastoff- Reste in Phantasie, Rips, Damast, Plüsch spott billig. Muster franto. 26452 S. Unger, Berlin S. Oranienstr. 48. opha's und Matratzen, sowie jede Zapezirerarbeit fertigt gut und dauerhaft an 1048b Hartung, Königgräherstraße Nr. 67. Staare 1,25, Wachteln, schlagend 1 M., Beisige 75 Pf., Kreuzschnabel 1 M. Alle Arten billig. Junge Kanarienweib chen und Mehlwürmer werden gekauft. Nedtmann, Stralauer- Play 21, Grünauerstraße 25 1000b] Schlesischer Bahnhof. Stube u. Küche von 77 Sole. an zum 1. 10. 92. Näheres bei A. Linke, Grünauerstr. 27, hochpart. Werkstellen 1055b Rinderwagen, Reiseförbe, größtes zu 5 und 8 Hobelbänken, Preis 210 und Lager, bill. Breife, auch Theilzahlung, 300 M. zu vermiethen Residenzstr. 8, wird schmerzlos beseitigt biren, Zahnreinigen 2c. Zahnschmerz durch Nervtooten, Blom 1013b F. Wysocki, gepr. Heilgehilfe, Schönleinstraße 1. Oranienſtr. 3 im Korbgeschäft. 10346 nahe Schul- und Schwedenstraßen- Ecke E. Franke, Saarbrüderstr. 6. Fast neuer dreirädr. Kinderwagen 3. vert. Forsterstr. 46, v. 8 r. r.[ 10646 = 1085b Möbl. Schlafft. z. vm. Höchftestr. 38, Neidling.- Ringschiff, Sing.- Maschinen auf Theilz. Reparaturen billigst. of 3 Tr., Lenzner. Fein möbl. fepar. Zimmer für 2§. als Schlafft. 3. v. Dresdenerstr. 10 111, Bode. In der H. In der Pfandleihe 10876 Pommersche Küche N.O. Am Büsching Platz im Hause der Deutschen Apotheke: Großer Mittagstisch 30 Pf., Bouillon, Brat. u. Kartoff. Möbl. Zim. f. 1-2 Genossen 3. 1./8. od. Gemüse m. Fleisch. Abendtisch von Frantjurterstr. 130, Og. II, Bw. Burg. 1060b 6 Uhr ab, von 30-50 Pf. Um geneigten Zufpr. bittet W. Runge, Büschingstr. 15. Geübte Fliesenleger verl. N. Rosenfeld n. Cie., Kaiserhof. verlangen Zwei Destillationen find Umstände halber spottbillig bei halber Anzahlung fofort zu verkaufen. näh. Brunnenstr. 121, Komtoir. 10536 Bigarren- Geschäft, rentabel, mit Engros- Kundschaft fofort zu 10936 Play 20, Barbiergeschäft. N. Rosenfeld u. Cie., Raiserhof. 1045b I. p. Gerichtstr. 32, I, am Nettelbeckplatz, werden täglich die verfallenen Sachen unter Tage verkauft. Arbeitshofen, durch feste Arbeit berühmtes SeifhennersGen. f. frdl. Schlafft. Weberstr. 58 H. L. P. dorfer Fabrikat, Stoffe auf Handstühlen Möbl. Schlafft. für 2 Herr. Reichen gewebt, sind am billigsten direkt zu be bergerstr. 167 v. 2 Tr. I. 656M ziehen von 2730L G. Lamprecht, Seifhennersdorf i. S. Möbl. Schlafst. Brizerstr. 1 v. 1 Tr. Feste Arbeitsh. v. 1,30-4 m. Prob. frei. bei Wendt. 653M Für ein in der Proving Sachsen E. Strauss, Schneidermitr., theit, Dresdenerftr. 128/9 Quergeb. III. unentgeltlich. Much Sonntag.( 2656L Nur I Mark. Tüchtige Parketleger au verkaufen. Zu erfragen Bellealliance- Rottbuſerſtr. 2,§. 1 Tr. b. Gerlach.( 654M Jakobstr. 180. Gewissenhafter Rath Leere Schlafſt., Flureing., f. 2 Serr. Rechtsbureau des Königlichen AmtsF. 2 H. möbl. Schlafft., sep. 3. 1. Fern- in allen Angelegenheiten. Unbemittelten 2 Herren find. frdl. Schlafstelle( fep.) Blumenftr. 46, part.,[ 2702L empfiehlt sich zur Anfert. eleg. Herren- Naunynstr. 1, v. 3 Tr. Garderoben. Für guten Sitz u. saubere Arbeit wird garantirt. Lager v. Stoffen Damen Wienerstr. 20( Portal 2), part. Möbl. Zimmer f. 1 od. 2 Herren od. in grosser, geschmackvoller Auswahl. b. Wittwe Bayer. Roulante Zahlungsbedingungen! täglich erscheinendes Parteiblatt wird ein zweiter Redacteur 27402 Ortz- Krankenkaffe der Steindrucker gesucht. Offerten unter„ Redaktion" an Am 16. d. Mi. verstarb unser Mitglied und Lithographen zu Berlin. die Expedition des Vorwärts" erbeten. 1084b Sofort ein tücht. Zapezirer mit gut. Empfehlungen, d. sich a. im Gesch. nüßl. Die 1073b 1074b ber Litograph Herr Möbl. Zimmer zu verm. Maruniat, Emil Sommer. Empfehle mich den H. 3 5 Uhr, vom Trauerhause, Weber Annoncen- Annahme Frankfurterstr. 36. G. Richter, Aderstr. 159, v. IV. Dienstag, den 19. d. M., Nachmittags Dauernde Etellung, Off. R. 27. jeder Art. Reparaturen schnell u. billig Beerdigung findet ftatt am machen tann, f. e. Möbel. Magazin gef. zur Anfertigung von Herren- Garderobe Fischerstr. 26/27, 5. 8 Tr. Preis 10 M. Frdl. Schlafft. f. 2 Herren, Pr. 6 m. Straße 23, nach dem Kirchhof in Prinzenstr. 94, S. 4 Tr. L. Wilhelmsberg. theiligung bittet 1076b Trikot- Stepperinnen auf Blouſen vert. Schmerzloses Falckensteinstr. 22. Zahnz., Nervt. Süss, E. frdl. Schlafft. für 2 Hrn. RitterUm zahlreiche Be Der Vorstand. Stettinerstr. 37, v. 2 r. L. 10576 ftraße 110, Quergeb. 1 Tr. 1. 1041b Klagen, Eingaben, Reklamationen, fett Blumenftr.19 Ir. Auch Sonntags. Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einziehung von Forderungen. Pollak, jezt Empfehle den Vereinen u. Genossen meine Bilder, Sinnsprüche in SeidenBüsten Chenille( eig. Fabritat), Banten( Coloffal), Mary u. Lassalle, 62 Zentim. hoch, Stocklaternen," Anschaffung von Saaldekoration 2c. 883b Max Richter, Berlin O., Grüner Weg 65. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 20. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokal Gipsstr. 3, General- Versammlung. Tagesordnung: Montag, d. 18. Juli, Abbs. 8½ Uhr, bei Kuhlmey, Schönhauser- Attee 28 Verein deutscher Schuhmaher Grosse Versammlung ( Filiale Berlin). der Mäntelnäherinnen, Bügler u. Stepper. 8% Uhr, belende, Blumenſtr. 38: Tagesordnung: 1. Vortrag der Frau Emma Ihrer aus Velten. 2. Diskussion. 3. Die gesetzlichen Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung bezüglich der Werkstätten und Arbeitszeit. Referent 2. Pfeiffer. Diskussion. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Kassenbericht und Wahl der Revisoren. 4. Antrag auf Statutenänderung. 5. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. 386/11 Der Vorstand. 1 Nachfolgende Gewinne von der Verloosung beim Sommerfest 180/5 am Sonntag den 10. Juli find noch nicht abgeholt, Nr. 23, 71, 168, 175, Das Erscheinen aller Kollegen und Kolleginnen ist nothwendig. Die Agitationskommission. J. A.: Frau Bertha Wächter, Mäntelnäherin. 179, 359, 400, 494, 549, es können dieselben abgeholt werden bei Fritz Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Berndt, Neue Schönhauserstr. 18. Sozialdemokratischer Wahlverein für den VI. Berliner Reichstags- Wahlkreis. General- Versammlung am Dienstag, den 19. Juli d. J., Abends 8 Uhr, in ,, Knebel's Salon, Badstraße Nr. 58. Tagesordnung: 1. Die Bestrebung der modernen Handwerkerbewegung und ihr Verhältniß zur die Sozialdemokratie. Referent Genosse Rob. Wolf. 2. Diskussion. 3. Vierteljahres- und Kassenbericht. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 5. Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimirt. 424/8 Der Vorstand. Achtung! Maurer. Achtung! Donnerstag, den 21. Juli, Abends 8%, Uhr: Außerordentliche General- Versammlung Versammlung. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Generalver fammlung. Statutenberathung u. f. w. 2. Verschiedenes u. Fragekasten. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es zu erg Der Bevollmächtigte. scheinen. 294/8 Freie Vereinigung der am Montag, 18. Juli, Abds. 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Seifensieder Tages Ordnung: 1. Anträge auf Abänderung der Statuten. 2. Innere Vereinsangelegen- u. Berufsgenossen heiten. 3. Fragekasten. Mitgliedsbuch legitimirt. E 384/10 Der Vorstand. Sängerchor der Töpfer Berlins. Sonntag, den 14. August: Landpartie per Kremser nach Wannsee( Belitzhof). Berlins und Umgegend. Freitag, den 22. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Herrn Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung 1. Vortrag des Genossen Türk über: Der Kampf gegen das Verbrechen." 2. Diskussion. 3. Vierteljahresbericht vom Kassirer. 4. Entrichtung der Monatsbeiträge. Aufnahme neuer Mit Kollegen und Genossen sind hierzu eingeladen, haben sich spätestens bis glieder. 5. Verschiedenes. Pünktliches Dienstag, den 2. August zu melden und erfahren alles Nähere bei den Kollegen und zahlreiches Erscheinen ist Pflicht Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer biele, Seidenweg 35; Reichel, Buttbuſerſtr. 18; Niemer, Swinemünderſtr. 29; aller zielbewußten Kollegen. Gäste Rapputom, Bergstraße 38, sowie Dienstag Abend in der Uebungsstunde, Neue Friedrichstraße 44. Das Komitee. Stimmbegabte Kollegen, die gewillt sind, dem Verein beizutreten, finden ebenfalls in der Uebungsstunde Berücksichtigung. Berlins und Umgegend im Lokale des Herrn Scheffer, Inselstraße 10. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Julius Türk. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Jeder Maurer hat Zutritt. Neue Mitglieder werden in jeder Versammlung aufgenommen. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 428/18 Schöneberg. Generalversammlung 1080b Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen. des Arbeiter- Bildungsvereins für Schöneberg und Umgegend Große Versammlung am Dienstag, den 19. Juli, Abends 9 Uhr, Linienstr. 5( Altes Schützenhaus, grosser Saal). Tagesordnung: am Montag, den 18. Juli, Abends 8/2 Uhr, in der Schlossbrauerei zu Schöneberg. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Jahn: Ueber die Grundlagen der Volksbildung". 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom ersten Halbjahr, sowie vom zweiten Stiftungsfest des Vereins. 4. Anträge und Ver1. Vortrag:„ Die Verkürzung der Arbeitszeit." Ref.: Dr. Lütgenau. fchiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht für jeden Ge2. Aufnahme neuer Mitglieder und Ausgabe der Billets zum 24. Juli. 3. Wie nossen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Neue Mitglieder werden stets werden die gesetzlichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe auf die aufgenommen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Hausdiener angewandt resp. umgangen? 4. Diskussion über 108/20 Punkt 1 und 3. Jeder Hausdiener ist eingeladen, Gäste haben Zutritt. 442/11 Der Vorstand. Kollegen, wir ersuchen, alle Beschwerden, die Sonntagsruhe betreffend, mündlich oder schriftlich an diese Versammlung gelangen zu lassen. Freie Bereinigung aller in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenossen. Dienstag, den 19. d. M., Atends 8 Uhr, in Seefeldt's Salon, Grenadierstr. 33 General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht pro 2. Quartal. 2. Vortrag über Gewerbeschiedsgerichte. 3. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten. Zahlreichen Besuch erwartet. Der Vorstand. 132/8 Sanitäts- Verein f. Arbeiter beiderlei Geschlechts( E.§. 85). General- Versammlung am Mittwoch, den 27. d. M., Abends 81/2 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Fortsetzung der Statutenterathung. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. 260/10 Der Vorland. Musikinstrumenten- Arbeiter! Große öffentliche Versammlung am Montag, den 18. Juli, Abends 8 Uhr in Nagel's Lokal, Schwedterstr. 23. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zu der Üeberarbeit in den mechanischen Fabriken. 2. Wahl eines Werkstatt- Kontroleurs für den Norden. 3. Verschiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwünscht. 477.4 Der Vertrauensmann. Verein der ost- und westpreussischen Sozialisten Berlins u. Ümgegend. Gr. General- Dersammlung am Dienstag, den 19. Abends 8 Uhr in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Tagesordnung: 1. Die Lage der ländlichen Arbeiter in den östlichen Provinzen und die praktische Agitationsweise, um das Landproletariat für den Sozialismus zu gewinnen. Referent Franz Riefop. 2. Wahl des Vorstandes. 3. Unser Stiftungsfest. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen nothwendig. Gäste haben Zutritt. Die Mitglieder werden ersucht, ihre restirenden Beiträge zu entrichten.[ 257/20 Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Dienstag, den 19. Juli 1892, Abends 8 Uhr, Große Versammlung für den Osten in Seeger's Lokal, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Licht und Schattenseiten der Großproduktion". Ref.: Herr Apelt. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zahlreicher Besuch erwünscht. Der Vorstand. 479/17 Arbeiter- Bildungs- Schule. Versammlung am Montag, 18. Juli, Abends 8 Uhr, Rofenthalerstraße Nr. 38. Der Vorstand. J. A.: E. Freidank. Ethische Gesellschaft. willkommen. 467/5 Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken u. a. Holzplätzen besch. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschl. Filiale Berlin II( Nord). Versammlung am Dienstag, den 19. d. M., Abends 81/2 Uhr, Bergstr. 12. Tagesordnung: 1. Vortrag vom Zahnarzt Herrn Robert Wolf: Wie schützt man fich gegen die Schwindsucht? 2. Abrechnung vom letzten Quartal. 3. Verbands angelegenheiten. Zu dieser Versamm lung werden die Mitglieder ganz be fonders eingeladen. 166,9 Der Vorstand. Sonntag, den 17. Juli, Abends 8 Uhr, in den Armin- Halen, Graveure, Ciseleure! 1064b Kommandantenstraße 20: Vortrag des Stadtverordneten E. Vogtherr über: Der Begriff des Lebensglücks." 438/17 Nach dem Vortrag: Geselliges Vergnügen. Verlags- Buchhandlung des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. Soeben erschien: Tieferung 1 von Sozialpolitisches Handbuch. " Herausgegeben voll Dr. H. Lux- Magdeburg. Erscheint in 5 Lieferungen à 30 Pfennig. Dieselben gelangen in Zwischenräumen von 1 Tagen zur regelmäßigen Ausgabe. Komplett broschirte und ge bundene Exemplare werden in ca. 8 Tagen fertig gestellt sein und wollen sich die Besteller auf solche bis dahin gedulden. Das Sozialpolitische Handbuch" ist für jeden Genossen, der sich hervorragend an der Agitation betheiligt, öffentlich auftritt, und dem Gegner gegenüber schlagfertig sein muß, cin unentbehrliches Hilfsmittel. Der Verfasser hat, unterstützt von Mitarbeitern, mit diesem Werte ein Nachschlagebuch geschaffen, welches in den wichtigsten Fragen über die proletarische Bewegung, ihre treibenden Kräfte, ihre wirthschaftlichen und politischen Widerstandsmomente Aufschluß giebt. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von Auswärts bitten wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages.( Porto extra.) empfiehlt Volfsbuchhandel J. Müntz, Berlin N. 39, Reinickendorferstrasse 66 Arbeiterlieder des Berliner Arbeiter- Sänger- Bundes. Tempel's Festsäle, Langestraße 65. Allen Bekannten zur Nachricht, daß ich auf Anordnung des königlichen Polizei- Präsidiums mein Lokal um 11 Uhr schließen muß. Ich bitte daher meine werthen Gäste, sich mit ihrem Durst derartig einzurichten, daß er mit der Verfügung des Polizei- Präsidiums im richtigen Verhältniß steht. 2741L Restaurant Nordpark Müllerstrasse 161. G. Tempel. Montag, den 18. Juli, Abends 8% Uhr, Dresdenerstr. 45, Fortsetzung der. Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Anträge auf 10 refp. 15 Pf. wöchentlichen Beitrag. 3. Verschiedenes. 414/12 Der Vorstand. Verband deutscher Korbmacher ( Filiale Berlin). Montag, den 18. Juli, Abends S1/ 2 Uhr, bei RoII, Adalbertstr. 21: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über die Bedeutung der Gewerbegerichte. Referent: Stadtv. Zubeil. 2. Diskussion. 3. Abrechnung. 4. Verschiedenes. 196/6 In Anbetracht der wichtigen Zage ordnung bitten wir um recht zahlreiches Erscheinen. Der Vorstand. Konzert- Park ,, Viktoria" Frankfurter Allee 72. Größtes und schönstes Etablisse ment im Osten Berlins, mit prächtig schattigem Garten und großen Sälen.[ 24972 Jeden Sonntag Konzert, Vorstellung, Ball. Entree im Vorverkauf 10 Pf Wochentags Frei- Konzert. Kaffeeküche täglich von 2 Uhr. Weiß- Bier! Bairisch Bier 0,4 Liter 15 Pf. 1 Charlottenburg. Empfehle Freunden u. Genossen mein Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Vereins zimmer zu Versammlungen mindestens Krause, Bismarckstr. 74. 100 Personen fassend. Hermann 1049b Allen Freunden und Parteigenoffen empfehle mein Weiß- und Bairisch zu vergeben. Fritz Fröhlich, Naunynstr. Fest- Säle 26238 43. 26032 zur bevorstehenden Saison empfiehlt Weberstr. 17. B. Nieft, Weberstr. 17 gratis Die beste Weiße Bestes Weißbier 1. Bortrag des Servi Dr. Pinn über:„ Völkerwanderung und das feft und Prämienverloojung. Um im Norden( ohne Waſſerzuſay) giebt's im ohne Wassermusath Tagesordnung: Herrn Nationalitätsprinzip." 2. Fragebeantwortung. 3. Verschiedenes. Gäfte zahlen 10 Pf. Entree. E Hiermit schließt die Reihe der Vorträge des Herrn Dr. Pinn ab, dagegen 5 Uhr Kindertang mit Boubouregen. Bon 3 Uhr ab Familien- Kaffeekochen. Abends große Illumination und FackelEntree 10. f. 1065b H. Nade. 53 Zukunftsstaat", Kastanien- Allee Nr. 35. Für 3 Mark frei in's Haus: 16 Große oder 32 Kleine für 3 Mart Emil Böhl, liefert Frankfurter Allee 74. I wird Herr Dr. med. Hermann Weyl vom 1. August ab in 8 Vorträgen über polonaise bei bengalischer Beleuchtung. 16 große oder 32 kleine Weißen. Fernsprech- Anschluß Amt VII 1511. gesundheitliche Themata sprechen, deren besonderer Inhalt in den bezüglichen Inseraten des Vorwärts" wie bisher veröffentlicht werden wird. Wir machen auf diese Vorträge wegen ihrer Gemeinnüßlichkeit schon jetzt besonders aufDer Vorstand. merksam. [ 488/17] Vereinszimmer od. Zahlstelle( bis 19872 Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, 150 Personen) bei Jacob, Boeckhstr. 5| Kanarienhähne verk. Lothringerstr. 64. l Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Berantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 165. Versammlungen. und Sonntag, den 17. Juli 1892. 9. Jahrg. " In der mission vornehmen, damit endlich eine Einigkeit unter den Ber-( Arbeitgeber), Günther( Gehilfe), Stadtverordneter Klein, liner Gewerkschaftsgenossen in dieser Beziehung erreicht wird." Kofer( Arbeitgeber), Bossard( Arbeitgeber), Tröwitsch, In der Sigung der Delegirten zur Berliner StreifDa beschlossen worden war, die Versammlung um 111/2 Uhr ich ert( Gehilfe), Hellwig, ( Gehilfe), Hellwig, Brandt, Or und Kontrollkommission am 15. D. M. standen zunächst Angelegen- au schließen, bis dahin aber vollzählig den Verhand- Stolte( Arbeitgeber). Gingen die Meinungen der Redner heiten der Brauer zur Verhandlung. Faber berichtete zunächst lungen beizuwohnen, so wurden die Anträge der Barbiere betreffs verschiedener der angeregten Punkte auch auseinander, über die Interventionen des gefchäftsführenden Ausschusses bei Schneider bis zur nächsten Versammlung vertagt. fo war man sich mit einer Ausnahme doch darin einig, daß mit den Brauereien Rixdorf und Moabit. Während bei der letzteren In dieser wird auch über die Angelegenheit" Buchdruckerei 5 Stunden des Sonntags auszukommen sei und das verzögernde Brauerei die Intervention des Ausschusses von Erfolg gekrönt war, ver- Hilfsarbeiter kontra Krüger" der Delegirte der Buchdruckerei Berhalten der Behörden in dieser Frage gemißbilligt werden mochte der Ausschuß bei der Brauerei Nixdorf nichts zu erreichen, Hilfsarbeiter Aufklärung geben. Die Delegirten nahmen ferner müsse. Folgende Resolution fand einstimmige Annahme: da nicht zu beweisen war, daß der betreffende Arbeiter aus Kenntniß von folgendem Schreiben: In Erwägung, daß die Angestellten. im Barbier, Friseur politischen Gründen entlassen worden ist. Zu bemerken ist, daß neu durchgehenden Straße von der Acker- und Perrückenmachergewerbe eine tägliche Arbeitszeit von 15 bis der betreffende Arbeiter der Brauerei Moabit bereits wieder ent- nach der Hussitenstraße bei Schwarzkopf's Fabrit werden 17 Stunden haben; in fernerer Erwägung, daß das Einkommen lassen wurde. Ebenso hat der Ausschuß in Sachen der Arbeits- Erdarbeiten vorgenommen, welche dem Unternehmer Herrn durch die Einführung der Sonntagsruhe feine Ginbuße erleidet ordnungen in den Brauereien eine vermittelnde Thätigkeit ent- Girschner, Culmstr. 29, übertragen sind. Herr Girschner und jetzt die geeignetste Zeit zu ihrer Durchführung in unserem faltet. Weiter wurde mitgetheilt, daß die Unions- Brauerei jede nimmt fast sämmtliche Arbeiter in Afford an, mit der Gewerbe ist, protestirt die heutige Versammlung der GeBerhandlung mit dem Ausschusse abgelehnt und einen Arbeiter Aussicht, pro Tag 4 M. verdienen zu fönnen, aber leider hilfen ganz energisch gegen jede Verzögerung derselben und ergemaßregelt habe. Hilpert, als Vertreter der Brauer, ver- machen die Arbeiter am Sonnabend die Erfahrung, daß sie nur wartet von den in Betracht kommenden Behörden die schleunige breitete fich des Näheren über die Verhältnisse in den Brauereien, 12 M. pro Woche verdient haben; ja es ist sogar schon vor Anwendung der Bestimmungen betreffs der Sonntagsruhe auf unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitsordnungen und gekommen, daß welche noch weniger bekommen haben. Wenn das Barbier, Friseur- und Berrückenmacher- Gewerbe. Die Ber beantragte: " Die Berliner Arbeiterschaft zu ersuchen, das Bier nun die Arbeiter nicht weiter arbeiten und am nächsten Sonn- sammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten einber Unions Brauerei" so lange nicht zu trinken, bis der abend ihr Geld für den nicht ausgezahlten Sonnabend holen verstanden und hält eine fünfstündige Sonntagsarbeit für eine Brauergeselle Feldmeier wieder in Arbeit genommen und in wollen, so erhalten sie noch 1,20 M. oder gar nichts. Außer das Gewerbe nicht schädigende." feine frühere Beschäftigung wieder eingetreten ist, sowie seinen dem müssen die Arbeiter noch von 5 bis 8 Uhr auf Geld warten. Lohn von Tage seiner Entlassung an bis zur Wiedereinstellung Also möchte ich bitten, sämmtliche Erdarbeiter, besonders Schachter, erhalten hat, ferner bis die Brauerei- Direktion die von ihren hierauf aufmerksam zu machen. Arbeitern vorgelegte Arbeitsordnung anerkannt und schriftlich ver fichert hat, das freie Roalitionsrecht ihrer Arbeiter in feiner Weise zu beeinträchtigen." Nach reiflicher Erwägung aller in Betracht kommenden Verhältnisse wurde der Antrag der Brauer wie folgt umgeändert und in dieser Fassung einstimmig anDie Berliner Arbeiterschaft zu verpflichten, so lange kein Bier der Unions- Brauerei zu trinken und deren Lokale nicht zu besuchen, bis dieselbe die ihr von ihren Arbeitern vorgelegte Arbeitsordnung anerkannt und schriftlich versichert hat, daß Koalitionsrecht der Brauereiarbeiter in feiner Weise zu beeinträchtigen. Ferver spricht die Versammlung die Erwartung aus, daß der gemaßregelte Brauer Feldmeier wieder in seine alte Thätigkeit berufen wird." genominen: erDem Bureau der Versammlung wurde übertragen, bei den zuständigen Behörden das nöthige zu veranlassen. Mit einem stürmischen Hoch auf die Sonntagsruhe, die Organisation der Gehilfen und die allgemeine Arbeiterbewegung gingen die Anwesenden auseinander. = Richard Wich m'ann, Berlin, Ruppinerstr. 19." Berlins und Umgegend beschloß fürzlich auf Antrag Wilke's, Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer alles Nebensächliche aus den Protokollen und Berichten fortzu 11. 6. M. eine öffentliche Versammlung sämmtDie Agitationskommiffion der Vergolder hatte zum lassen und nur die Beschlüsse niederzuschreiben. Nach der vom licher im Vergolder Gewerbe Raffirer erstatteten Abrechnung betrug die Einnahme 902,24 M., Arbeiter und Arbeiterinnen einberufen, um Stellung beschäftigten die Ausgabe 393,87 M., mithin bleibt ein Bestand von 608,37. zu den Gewerbe- Gerichten zu nehmen. Zunächst gab Kollege Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. In den Ausschuß wählte Riechert Auskunft über die Kaffenangelegenheiten der Komman die Herren Franz Schulz, Nostizstr. 16, H. Mögte, mission: Infolge der allgemeinen Theilnahmlosigkeit ist die derbergerstr. 10, Karl Borpahl, Swinemünderstr. 30, Hein- Kommission nicht in der Lage, die übernommenen alten Verrich Arnhold, Königsbergerstr. 12, Hof 3 Tr.; zum Revisor pflichtungen früherer Kommissionen zu decken. Demzufolge erging Karl Saarmann, Lausigerstr. 21. In Sachen der Restanten an alle Kollegen die Aufforderung, die Agitationskommission nach wurde beschlossen, die Reſiſchulden niederzuschlagen und für die Kräften zu unterstützen. Zur Prüfung der Kassenangelegenheiten Zukunft feine Darlehen und Gerichtskosten- Vorschüsse zu geben, wählte die Versammlung die Kollegen Voges und Kramer. Die Kassenabrechnung seit der letzten Revision sondern, falls ein Kollege in Noth gerathe, ihm nach geschehener Dann erläuterte Stadtv. 3ubeil das Gesetz über die Gewerbestattete der Kassirer Millarg. Dem Berichte zufolge Untersuchung eine Unterstützung zu Theil werden zu lassen. gerichte, Licht- und Schattenseiten desselben veranschaulichend, stellte sich die Einnahme folgendermaßen: a) Marken- Einnahme Die Berliner Friseur. und Verrückenmachergehilfen die wichtigsten Bestimmungen vor Augen führend. Zum Schlusse 116 M. 50 Pf.; b) Extra- Einnahme 877 M. 80 Bf., Summa hielten am 11. Juli eine von etwa 300 Personen besuchte Ver- feines mit Beifall aufgenommenen Vortrages forderte er auch die 1694 M. 80 Pf. Die Ausgabe betrug 1981 M. 21 P. Hiervon fammlung ab, um die Sonntagsruhe in ihrem Gewerbe zu be- Bergolder zur regen Theilnahme an den bevorstehenden Wahlen entfallen auf unterstützung der Weißgerber 378 M., der Buch- sprechen. Es waren auf die an sie vom Einberufer ergangene der Beisitzer zum Gewerbegerichte auf. An Stelle der Herren brucker 125 M., der Handschuhmacher 50 M., der Weber 1210 M., Ginladung hin auch verhältnißmäßig viele Brinzipale erschienen. Seß und Schallenberger wurden Fräulein Henso und für Inserate 76,60 M., für Unterſtüßung Schlächter Schwarze Herr Stecznie w sty bielt das einleitende Referat. Derfelbe Derr Strunk in die Agitationskommission gewählt. ( Gefängniß) 60 M., Drucksachen, Papier 31 M. 2c. Mithin ergab wandte sich gegen den Beschluß der zuständigen Behörden, die fich ein Defizit von 286 W. 91 Pf. Auf Antrag der Revisions- Barbiere, Friseure 2c. erst mit dem 1. Januar 1898 den Bestim 11. Juli hielt Herr Cantorowicz( Lehrer der Schule) einen Arbeiter Bildungsschule. In der Versammlung am kommission wurde der Kassirer entlastet. mungen der Gewerbe Ordnung über die Sonntagsruhe zu unterDemnächst wurde in eine allgemeine Besprechung über die werfen. Hiermit könnten die Gehilfen und auch ein großer Theil der Weltalls", wosfir er lebhaften Beifall erntete. Den vorläufigen interessanten Vortrag über:" Entstehung und Untergang des Gewerbegerid) t3- Wahlen eingetreten. führende Ausschuß hat vorläufige statistische Vorarbeiten zur Aus- geeignetste Beitpunkt für die Einführung der fünfstündigen der Geschichte", bildet am Montag Abend 8 Uhr im selben Der geschäfts Unternehmer nicht einverstanden sein. Jetzt im Sommer sei der Weltalls", wofür er lebhaften Beifall erntete. Den vorläufigen Abschluß der Zyklusvorträge über:" Die Hauptepochen führung gebracht, welche mehr Anspruch auf Genauigkeit haben, Sonntagsarbeit, nicht im Winter. Daß man, entgegen den Beals diejenigen des Ausführungsausschusses des Bauarbeiter- Kartells. hauptungen der Innung, des Sonntags ohne Schacen für das Lokale ein Vortrag über die Völkerwanderung und das Natio= Der Ausschuß hob hervor, daß gegen die Leitung der Wahl- Gewerbe mit einer Arbeitszeit von 7 bis 10 Uhr und von 12nalitätsprinzip, gehalten von Herrn Dr. Pinn. Gäste zahlen bewegung durch die Streit- Kontrollkommiſſion feine Einwen bis 2 Uhr auskommen könne, hätte der erste Sonntag im Juli 10 Pf. Entree. Neue Mitglieder werden an der Kasse aufdungen erhoben feien und befürwortete behufs Agitation die bewiesen. Eine ganze Reihe selbständiger Kollegen hätte sich mit genommen. Einberufung öffentlicher Gewerkschaftsversamm ihren Kunden bezüglich der für den 1. Juli auch für das BarbierIungen. In einer Branchenversammlung der Gürtler, Drücker, Nach kurzer Debatte wurde die eingehende Be- und Friseurgewerbe erwarteten Sonntagsruhe ins Einvernehmen Schnittarbeiter und Gelbgießer des Verbandes aller in sprechung dieser Materie auf eine demnächst stattzuhabende gesetzt, und das Geschäft sei um 2 Uhr vollendet gewesen, der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend Delegirtenverfammlung vertagt. Zur Bewältigung der durch ohne daß petuniäre Verluste entstanden wären. die Gewerbegerichts- Wahlen hervorgerufenen Arbeiten verstärkte Redner, habe um 2 Uhr foviel eingenommen gehabt, wie nommenen Vortrag über:" Unsere wirthschaftliche Lage", an Er, hielt am 12. Juli Kollege Naether einen beifällig aufge man indessen den geschäftsführenden Ausschuß durch Völkel sonst um 6 Uhr. Man müsse jezt dagegen protestiren, daß erst welchen sich eine furze, aber rege Diskussion schloß. Unter Ber( Hutmacher) und Maffini( Buchdrucker). Besonders in Rücksicht am 1. Januar kommenden Jahres die Sonntagsruhe eintreten bandsangelegenheiten nahm die Versammlung einen Antrag an, auf die bevorstehenden Gewerbegerichts- Wahlen beschloß die Ver- soll, und von den betreffenden Behörden sie schon für jetzt ver- wonach für jene Branchen aller vier Wochen eine Versammlung fammlung einstimmig folgende Erklärung: langen. Die Ausführungen des Redners, der zum Schluß noch stattfinden soll, und zwar nicht mehr unter dem bisherigen Titel, # = Die Berliner Streit- Kontrollkommission erwartet mit aller eine sehr scharfe Kritik an der Innung übte, wurden mit fondern als Versammlung aller in den Lampen- und MetallBestimmtheit, daß die Bau- Arbeiter( Maurer, Zimmerleute 2c.) stürmischem Beifall aufgenommen. An der ausgedehnten waarenfabriken beschäftigten Arbeiter, da eine rege Agitation in Berlins in nächster Zeit die Beschichung der Streit- Kontrollkom- Debatte betheiligten sich die Herren Henze, Fischer diesen Fabriken noth thut. Ich habe keine Filialen und stehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Das Herren- u. Knaben- Garderoben- Geschäft Großer Umfat. von J. BÄER, Berlin N., August Schulze 35 Kommandanten- Strasse 35 AS 1. Etage[ 1954 L Trauringe: empfiehlt sein Lager in massiven Ringen, Bitte auf HausKetten, Korallen, Granaten etc. Kleiner Nußen. 2 Dukaten 21 M. nur Gesundbrunnen, Badstraße 18, Von 4 M. an empfiehlt, wie hinlänglich bekannt, seine in jeder Beziehung nur reellen Waaren, in neuesten Mustern und großartiger Auswahl. Eleg. Kammgarnanzüge 24, 27,30,33-42 M. Elegante Paletots 16, 18, 20, 24-30 M. Eleg. Jadetanzüge 19, 21, 24, 27-36 M. Elegante Hosen 5,25, 6, 7, 8, 9, 10-15 9. Reizende Knaben- Anzüge und-Paletots in jeder Größe und neuesten Façons. Arbeitssachen, äußerst dauerhaft gearbeitet, in jeder Preislage. Zu Bestellungen nach Maaß empfehle mein grosses Lager in- und ausländiEleganter fcher Stoffe in solidester Reelle BeSiz. Ausführung und zu aller 8 M. billigsten Preifen. dienung. Billigste Bezugs- eiserne Bettstellen quelle für und Matrahen. Fabrik von Detail Verkauf nur E. Sass, Köpenickerstr. 127, of pt. Ilustrirte Preistourante gratis u. franto. Nach Außerhalb von 30 M. ab bahnfrei No. zu achten. Prinz Handjerystr. 22, Rigdorf- Berlin, find billige freundliche Wohnungen mit Wasserleitung und Kloset schon von 144,- Mt. an, große Geschäftsläden, große helle Wertstätten, zu jedem Ge schäftsbetrieb passend, Pferdeställe und Remisen staunend billig zu vermiethen. Näheres beim Wirth. 992b Emil Tiersch, Uhrmacher, Senningsdorferstr. 24. Wohnungen: 2 St. u. Zub. 80 Thlr., 1 Stube u. Zub. 55, 60, 65 Thlr. 1047b frdl. fl. Wohnung. 1816 L 1. Ott. 3. vm., a. Stall f. 1 Pferd u. Remise Brunnenstr. 21-22reifenhagen Wißmannstr. 10 herrt. Ausf., ſof. od. Grosses Lager aller Arten Uhren, Goldwaaren und Ketten zu soliden Preisen. Reparaturen unter Garantie! Allen werthen Genossen empfehle meine preiswerthen Cigarren. T Nr. I à 5 Pf., Nr. 28 à 6 Pfennig, das Beste was es giebt. 200b Cöslinerstr. 4 find Läden, Restauration, Wohnungen, 1, 2 u. 3 Stuben, Küche, soroie große Stallung fof. billig zu vermiethen.[ 967b 0. Stadelmann, Manteuffelstraße 75. Billige Wohnungen mit ev. und am OranienZahnarzt Robert Wolf, Chausseestr. 123, burger Thor: 2 tb. u. Zub. 48-72£ blr. v. 1. Dkt. Künstliche Zähne von 2 M. an, Plomben von Rigdorf, Prinz Handjerystr. 50. 1,50 M. an, Schmerzioses Zahnziehen M. großer Laden mit Wohnung als ReſtauI Kassenmitglieder zahlen Kassenpreise. Sprechstunde von 8-7 jr. Uhren und Goldwaaren vormals I 2675L zu den denkbar billigsten Preisen. Musikwerke. Reparaturen streng 7 ration zu vermiethen. 1012b Möbl. Schlafstelle Manteuffelstr. 99, v. 3 Tr. b. Budack. Aufgang neb. d. Posamentier- Gesch. 1069b Theilnehm. z. Vorders., sep., 8 M., Wilh. Wegner, A. Th. Zech. reell unter Galante. Rottbus. Ufer 53, v. 2 Er. 1.( Adm.- Brücke). Invalidenstraße106. 93L Altenberg's gem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.Frol. Schlafft. n. vornh. f. 8 M. zu verm. Chamissoplag 7. 1070b Frol. Schlafft. f. Herrn, sep. Eing., Anstalt, Neue Jakobstr. 9, Brunnenstr. 123, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36, bei Wave. Thomas, Manteuffelstr. 44, Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spitzen. v. 3 2. Gard., Möbelſt. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mr. p. Stück. Herren: 1071b Sauber möbl. Schlafft. gleich oder z. Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 Mk. an. Reparaturen billigst. Neu! 1.Aug. b. König, Wasserthorstr.67, v. III. Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben. 2646L Charlottenburg. J. Semmel, praft. 3ahn- Arzt, Walfir. 46, Brauerei Gambrinus, Bismarðſtr. 23, Theilnehmer zu e. möbl. Schlafst. ges. b. G. Hansen, Mariannenstr. 48, 4 Tr. Frol. Schlafstelle für Herrn Krautsfiraße 39, 4 Tr. bei Regelin. 1068b Stube u. Rüche veränderungsh. sof. Oranienstr. 55, Moritzplatz. Spr. 9-1, 3-5. In der Poliklinik empfiehlt helles Lagerbier( Gambrinusbräu) und dunkles Versandtbier zu verm. Näh. Lübbenerstr. 22, Hof. für Unbemittelte 1-8, 5--6 Nachm.( tünstl. Zähne 2 Mart), ( Gambrinusversandt). 2826L 4 r. r.. 10666 Freund der Hausfrau! hinterlässt angenehmen Geruch. Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract spart Zeit. Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract spart Geld. Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract spart Arbeit. Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract schont die Wäsche. Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract Macht die Wäsche blendend weiss und Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract Jst auch das bequemste u. beste Mittel Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract zum Scheuern von Fussböden etc. Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract wird in den meisten Waschanstalten, Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract nutzt. Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract Hat sich in unzähligen Haushaltungen zum Reinigen von Glas und Porzellan. Hôtels, Restaurants, Spitälern etc. beunentbehrlich gemacht. Ein 20- Pfennig- Packet giebt aufgelöst 3 Pfund schöne, weiche, weiße Seife. Känslich, sowie Gratis- Probe- Padete zu erhalten in allen Golonialwaaren-, Droguen- und Seifenhandlungen. Deutsche Kaffeemischung à Pfund 40 Pfg. Unentbehrlich für jeden Haushalt. 2353L Diese Mischung giebt von 1 Toth 2 Liter vorzügliches Kaffeegetränk. Nur allein echt in der Fabrik von Feste Preise. A. Pennitz, Rosenthalerstr. 59. Uhren und Goldwaaren Max Busse 157. Invalidenstr. 157, zwischen Markthalle und Ackerstr. Gegründet 1877. Für silberne und goldene hren, Regulateure u. Weder direktester Bezug. Schweizer Fabrikpreise. Gold-, Silber-, Granatund Corallenwaaren in massenhafter Auswahl zu den denkbar billigsten Preifen. Die neuesten, geschmackvollsten Muster stets auf Lager. Maffiu silberne und Alfenide- Geräthe zu HochzeitsGeschenken. 17879 Spezialität: Goldene Ringe. In den Werkstätten werden die besten Arbeitskräfte Berlins beschäftigt, daher gewissenhasteste Ausführung von Reparaturen an Uhren und Golds achen bei billigster Berechnung. Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Laffalle, Mare u. A.) in Bigarrenspihen, Pfeifenköpfen, Shlipsnadeln, Manschettenknöpfen, Stöcken, Brochen. Büsten. En gros. En détail. 2274 L B. Günzel, jeht Lothringerstr. 53, am Rosenthaler Thor. Die rühmlichst bekannte Betten- Fabrik von 26702 R. Kirschberg 1b Spandauer Brücke 1b Gegr. 1870 verkauft streng reell Neue Bettfedern vorzüglich füllend Pfd.0,50bis zu den allerbest. nur 3, prima Halbdaunen 1,10 1,50 M. Chinesische von vorzüglicher Daunen Füllkraft 2,50, 3,- Mk., allerfeinste Schwanen- Daunen 4,50, 6,- Mk. grosse neue: Complette Betten, Oberbett, Unterbett, 2 Kopfkissen in guter Federfüllung 10, 12, 15, 20 M. bis zu den allerfeinsten Brautbetten, nur 30, 40, 50 M. Thiollzahl. gestattet. Matratzen Rosshaar, Indiafaser, Seegrasmatratzen nur 3,50M., Bettstellen 4,50, Feldbetten nur 8,50 Mk. Ungar- Wein. Ruster Ausbruch, Mediz. Tokayer v. Originalfaß, 1 gtr. 2,00, 10 gtr. 17,50. Für Blutarme vorzüglicher Rothwein, 1 1. 1,00, 10 FI. 9,00. Ungar- Rognak, vorzüglich à 1. 2,50, F. 1,25. 2664L Friedländer's Ungar- Weinhandl. St. Miklos, Berlin, Burgstraße Nr. 28. Filiale: Chauffeestraße 38. Allen Genossen empfehle mein Künstliche Zähne, Zahnziehen, plombiren etc. O. Arendt, Blumengeschäft und Kranzbinderei. Kein Feilschen tein Handeln, sondern streng feste, fehr billige Preise. Geschäfts- Häuser Uns.in Zahlen fichtb. Preise find Kontrolle und Schutz gegen Uebervortheilung. Andreasstr. 60( Eing. Kl. Andreasstr.[ 2199L 27362] A. Krause, Wienerstr. 11. Baer 24a. Chausseestr. 24a. Sohn 8. Brückenstr. 8. 16. Gr. Frankfurterstr. 16. [ 2565 L Sommer- Anzug 8, Gehrock- Anzug Gehrock- Anzug 40, Gehrock- Anzug 48, Sommer- Paletot Sommer- Paletot 14, Sommer- Palotot 18, Sommer- Paletot 21, Sommer- Jaquets 0,95| Knaben- Anzüge Sommer- Anzug 10,- Sommer- Jaquets 1,80 Knaben- Anzüge Sommer- Anzng 12, Sommer- Jaquets 2,- Knaben- Anzüge Sommer- Anzug 14, Sommer- Jaquets 2,50 Knaben- Anzüge Sommer- Anzug 18, Sommer- Jaquets 3,50 Schul- Anzüge Sommer- Anzug 24, Sommer- Jaquets Sommer- Anzug 27, Kammgarn- Anzug 30, Kammgarn- Anzug 33, Kammgarn- Anzug 39, Kammgarn- Anzug 42, 36, 1,70 1,90 2,10 2,50 2,80 4,75 Schul- Anzüge 3,20 Sommer- Beinkleid. 1,50 Schul- Anzüge 3,50 Sommer- Beinkleid. 2,75 Jünglings- Anzüge 5, Sommer- Beinkleid. 4,25 Jünglings- Anzüge 8, Sommer- Beinkleid. 5,- Jünglings- Anzüge 11, Kammgarn- Beinkl. 6,50 Jünglings- Anzüge 15, Kammgarn- Beinkl. 8, Maschinisten- Jaqu. 2, Kammgarn- Beinkl. 10, Maschinisten- Jaqu. 3, 12, Kammgarn- Beinkl. 12,- Maschinist.- Hosen 2, Engl. Leder- Hose 2,35 Maschinist.- Hosen 2,40 Engl. Leder- Hose 3,- Maler- Kittel Engl. Leder- Hose 4,50 Maler- Kittel 1,65 Arbeits- Hemden Piqué- Westen Sommer- Paletot 28,-| Piqué- Westen 3, 3,75 1,10 2,50 Arbeits- Blousen 1,60 Tadellose Maß- Anfertigung unter Leitung erster Meister in höchst modernen Façons Hofen nach Maah| Anzüge nach Maaß Valetots nach Mank 11 m. bis 21 m. 36. bis 60 m. 30 m. bis 45 M. Herren- u. KnabenBekleidung Jeder Preis ist in Bahlen an den Waaren ausgezeichnet Eigene Werkstätten Der Verkauf geschieht unt. ftrengst. Beobachtung reeller Grundsätze. R. Aeustergerling, Berlin S., Kottbuser Damm 12a. Empfehle mein Lager sämmtl. Uhren, Gold- und Silberwaaren, sowie meine beliebten Bebel- und Lassalle Uhren. Werkstatt für Reparatur und Neuarbeit. Alte Uhren und altes Gold nehme in Zahlung. 2227L Rathenower Brillen u. Pincenez " " in Alumin- Gold von 2,50 M. Nickel 2,00" Stahl 1,00 an. Beftes Theater- u. Reise- Glas Excelsior" 12 Mark! " R. Behrendts, Inhaber A. Tuchen, Optikus aus Rathenow, Berlin N., Lothringerstr. 28/29. Lieferant sämmtl, Krankenkassen. Freundliche und reelle Bedienung. Roh- Tabak! Größte Auswahl. Billigste Preise. Ernst Förster, Kaiserstraße Nr. 30. Noldwaaren billiger wie in jedem Laden. H. Richter, Optiker, Berlin, C. Spittelmarkt,( Wallstr. 1) und Weinbergsweg 15b, nahe am Rosenthaler Thor. Anerkannt beste und billigste Be zugsquelle aller optischen Artikel. Rathenower Alumingold- Brillen und Pincenez, " 1,50 2, 1, garant. nie schwarz werd. M. 2,50 Nickelbrillen u. Pincenez, do. allerfeinste Qualität Rathenower Stahlbrillen Alles mit den besten Rathenower Krystallgläsern I. Qual. versehen. Operngläser, rein achromat. M. 6. Neu! Richter's Opern- u. Reise glas: ,, Excelsior" inkl. Lederetui u. Riemen M. 12, übertrifft alles bisher Gebotene. Prompter Versandt nach außer halb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. Genaueste Fachkenntniss. 1862L Eigene Werkstatt. Bitte genau auf Straße und Nummer zu achten, um sich vor werthlosen Nachahmungen und Täuschung zu schützen. Gardinen. Nach beendeter Juventur offerire 900 Sardinen- Reſte in allen Genres zu 1-4 Fenster pass. unter Selbsttoftens vreis. Fern. empfehle als Spezialität: Fugl. Lill- Gardie men( 2 Seiten Band feston) in dauerhafter Waare, Meter schon von 45 Pf. an bis zu den Elegantesten. Bruno Güther, Fabrik i. Plauen i. S. Nr. 80 Grüner Weg 80 part. Gingang vom Flur( zwischen Andreasund Koppenstraße.) Proben nach außerhalb portofrei. Günstige Omnibus-, Pferde- und Stadt bahn- Verbindung. Telephon- Anschluß b 928. Stempel! Vereins- Abzeichen. H.GUTTMANN Stempel-, *( Schablonen-, SchilderFabrik Berlin N., Brunnenstr. 9. * Stempel! Gravirung von Inschriften etc. Specialität: Gold. Ringe 90021 Massiv goldene Trauringe in garantirt reinem 1 Dukaten 11 Mk Dukaten- Gold ohne jeglichen Zusatz 1% Dukaten 16 Mk 2 Dukaten 21 Mk Bauarbeiten u. Reparaturen gut, schnell u. billig Treppe Wagner Oranienstr. 63 Nahe Moritzplatz. Bitte auf Haus- No. zu achten Die Restbestände d. zurückgesetzten Teppiche mit kleinen Webefehlern verkaufe jetzt auch an Private!! à 5, 8, 12, 15, 25' 40-100 Mt. Gardinen, Tischdeck., Portièren etc. Teppich Emil Lefèvre Fabrik Berlin S., Oranienstr. 158. Waaren- Katalog! Reich illustrirt, 200 Seiten start, franto. Cohn's Hosenfabrik 7. Pallisadenstraße 7. arbeitet aus übrig gebliebenen Restern Knabenhosen von 1 M., Burschenhosen von 1,50 M., Herren- Arbeitshofen von 2 M. an, sowie einzelne Jacken und Burschen- Jackets. Knaben- Anzüge von ARONEN 1000 GARN ARDS Kinderwagen, größt.Lager Berlins ชิน Fabritpreisen Theilzahlung geftat tet. 200 Stütet Reise förbe billig zu Rauf und Miethe. Andreasstr. 53, parterre u. 1. Etage Bestes Nähgarn! Roh- Tabak empfiehlt zu den billigsten Preisen 1063b J. Fränkel, Berlin C, Klosterstr. 72. Hamburger Laden. Linienstr. 225, a. d. Grenadierstraße. Arbeits- Anzüge( festeste Näharbeit). Billigte Preise! J. Leiser. Elegante HerrenAnzüge, sowie Damenkleider nur nach Maass, billigst, auch. gegen Theilzahlung.[ 2739L Oranienstr. 126, 1. Bierverlag. unsere vorzüglichen, ver Wir empfehlen hierdurch 2 M., Burschen- Anzüge 4,50 M., Herren- mittelst neuester Maschinen und durch Stoffhosen in allen Weiten, sowie Anzüge nach Maaß spottbillig. Kranzbinderei und BlumenHandlung von J. Meyer, Wienerstr. 1( nur dort) Telephon Aunt 9, 9482. 1790 Buchdruckerei G. Kalisch, Grünauer straße 9, bittet Genossen u. Vereine um Aufträge. • 3 M. 3 M. 3 M. 3. Kohlensäure abgezogenen Biere, wie nachstehend( durch Wagen frei Haus): 30 Fl. Lagerbier 4/10 30 F1. Franziskaner 4/10 30 F. Pilsenerbier 4/10 30 1. Münchener Union 4/10 3 3 30 1. Exportbier 4/10. Werkstätten, Vereine 2c. haben größeren Rabatt. Hochachtungsvoll Rott& Zschack, W., Nollendorfstr. 23. Telephon: Amt 8 Nr. 2678. ontwortlicher Redakteur August Euders in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW.. Beuthstraße 2.