Nr. 166. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Viertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer -Nummer mit 5 Pfg. Sonntags= illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sern fprech- Anschluß: amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. in Postalische Sparsamkeit. I 10578. Dienstag, den 19. Juli 1892. " M Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. fie den Aber auch dies der Sekretärprüfung geben, wie Rostbar ist dieses Schriftstück; bezeichnend, wenn man legung nicht einen anderen Ausdruck gebrauchen dürfte, die Worte, Militärauwärtern zugestanden wird? Ein Beitrag zu den nächsten Etat- Debatten daß der Grund der Nichtbestreitung des Lebensunterhalts genügt der Postverwaltung noch nicht. Auch Assistenten ,, weniger in der Unzulänglichkeit der Tagegelder, als sind noch zu theuer und die Verwaltung ist dazu überUns wird geschrieben: Von den traurigen Verhältnissen des unteren Boftbeamten barin zu suchen sei, daß die Betreffenden ihre Lebenshaltung gegangen, mehr mechanische, aber den eigentlichen Beamten standes, der zur Klasse der Bostassistenten gehörenden Beamten dem Dienſteinkommen nicht anzupassen verstehen und nament vorbehaltene Beschäftigungen Unterbeamten zu überweisen. jowie der Poftunterbeamten, legen die in der Neuzeit häufiger lich für Wohnung und Beköstigung einen zu hohen Auf- So werden seit einigen Jahren die Drucksachen in der Drucksachen- Abfertigungsstelle beim Briefpostamte in Berlin von ab der Preſſe erscheinenden Mittheilungen beredtes Zeugniß wand machen"( von monatlich 60- fechzig ab. Sie sind aber auch ein vollgiltiger Beweis dafür, daß Mark einen zu hohen Aufwand machen!!). Beamten und Unterbeamten gemeinschaftlich bearbeitet, d. h. das Verständniß der ungeheuerlichen Ausuuhung ihrer ArWenn die unteren Beamtengruppen hungern, wenn der in der Weise, daß Beamte und Unterbeamte sich in die beitskraft immer weitere Kreise dieser Beamtenschichten er- Verdienst nicht langt, wenn eine Unterbilanz zu verzeichnen Dienstgeschäfte gleichmäßig theilen. Diese Neuregelung greift. Nur ein Blinder, und zu den Sehenden scheint ist, so liegt es nach der Auficht der auf federreichen Betten konnte getrost durchgeführt werden, denn das städtische Herr von Stephan hierin nicht zu gehören, kann sich über sanft ruhenden Bourgeois stets einzig und allein nur daran, Unterbeamtenpersonal repräsentirt eine Intelligenz, die es die Stimmung dieser Kreise täuschen. daß die Betreffenden ihre Lebenshaltung dem Einkommen befähigt,( bei der Arbeitstheilung in den großen Städten) nicht anzupassen verstehen". Das ist sehr einfach ge- manche Beamtenbeschäftigung mit Erfolg wahrzunehmen. Ueber diese fortwurstelnde Blindheit wollen wir aus fagt; aber ein kaiserlicher Ober Postdirektor sollte Und schließlich ist dies auch ein Weg, den begabteren Unterdem uns zu Gebote stehenden Stoffe heute nur Folgendes doch wissen, daß, was Kost und Wohnung anbetrifft, ein beamten das Einrücken in bessere Stellen zu ermöglichen. bringen: Heruntergehen unter einen gewissen Punkt der Lebens- Aber wenn man diese Maßregel im Interesse der UnterMagdeburg, den 16. Juni 1892. haltung nicht möglich ist, ohne den Hungerriemen enger zu beamtenklasse nur begrüßen tann, so sollte hieraus für die Konsequenz ergeben, Es ist neuerdings mehrfach vorgekommen, daß jüngere schnallen. Warum spricht Herr Rehbock dies nicht ganz Postverwaltung sich auch die Beamte( Postgehilfen) ihre Versetzung von den jeweiligen Amts- offen aus? Warum zieht er um diesen Ausdruck herum? andererseits den Assistenten, schon in Rücksicht auf die die Einrangirung der Unterbeamten erfolgte orten mit der Begründung nachgesucht haben, es sei ihnen der Warum sagt er am Ende des dritten Absatzes nicht ganz durch Theuerungsverhältnisse halber nicht möglich, einfach:..... vorausgesetzt, daß die Betheiligten zu Beschränkung der Beamtenstellen ein Gebiet zu erschließen, ihren Lebensunterhalt aus den gewährten Tagegeldern zu be hungern verstehen? auf dem diese Kategorie ihrerseits ihre Fähigkeiten darthun ftreiten. Der Grund für die letztere Erscheinung dürfte Daß die Zeiten fich geändert haben, daß, während früher und vermöge dessen bessere Stellen erlaugen könnte: wir weniger in der Unzulänglichkeit der Tage- der für Wohnung und Koft ausgeworfene Betrag ausreichte, meinen die fakultative Postsekretär- Prüfung". Geht die seit gelder, als darin zu suchen sein, daß die Betreffenden bies heute nicht mehr, oder nur in sehr seltenen Fällen einiger Zeit im Assistentenstande offen zu Tage tretende ihre Lebenshaltung dem Diensteinkommen nicht anzupassen verstehen und namentlich für und auch dann nur auf Kosten des Körpers möglich ist, das Bewegung aus den elenden Verhältnissen desselben hervor, Wohnung und Betöftigung einen zu hohen zu bedenken fällt Herrn Rehbock nicht im Traume ein. ist das Streben nach Rangerhöhung kein Haschen nach Aufwand machen. Sind ihm Gerichtsverhandlungen, wie in Dresden und äußeren Ehren, ist mit einem Worte diese Bewegung eine Insbesondere scheinen die Ausgaben für die Beköstigung in neuerer Zeit in Elberfeld, die eine namenlose Fülle ökonomische, und das ist sie, so wird die Behörde in denjenigen Fällen, wo die Mahlzeiten in Gasthäusern ein- gesellschaftlichen Glends im unteren Bostbeamtenstande zu wohl oder übel sich zu einer im wahren Sinne des in zeitgemäßen Reform angedeuteter genommen werden, einen über das richtige Verhältniß hinaus Tage förderten, ein Buch mit sieben Siegeln? Es mangelt Wortes gehenden Betrag des Diensteinkommens in Anspruch zu nach seiner Ansicht einzig und allein nur an der Fähigkeit, Richtung entschließen müssen. Wenn sie glaubt, durch Eine Verminderung der bez. Ausgaben wird zu erreichen die körperlichen Bedürfnisse dem Einkommen anzupaffen". Palliativmittel, z. B. durch Errichtung einer neuen Blocksein, wenn die jungen Beamten in Privathäusern ein Unter- Wahrlich, wir müssen gestehen, vor der Höhe der sich in station, der Betriebssekretär Charge, den Assistentenin eine Пеце Zwitterstellung zu versehen tommen finden können, wo ihnen für eine monatliche Ver- diesen einfachen Worten fundgebenden wirthschaftlichen stand und dadurch die Bewegung hemmen oder unterdrücken gütung von 85-45 M. neben der Wohnung eine Beköstigung Weisheit stehen wir gebeugt. Es verbleibt den Beamten alsdann selbst Würdig reiht sich der Ausspruch, daß ,, ein Betrag von zu können, dann irrt sie sich gewaltig. Doch dies mur bei dem geringsten Tagegeldsatze von 2 M. ein Betrag 15-17 M. monatlich zur Bestreitung der übrigen Lebens- nebenbei! Was den Unterbeamten mit der Verrichtung dieser 15 bis 17 M. monatlich, welcher zur Bebedürfnisse ausreichend sei", den vorerwähnten Ausführungen streitung der übrigen Lebensbedürfnisse au. Für Kleidung( doppelte, Bivil und Uniform), Stiefel, höheren Thätigkeit unbedingt zugestanden werden mußte, als ausreichend erachtet werden muß, voraus Wäsche, Portokosten, geistige Nahrung und last not least was sie bei allerbescheidenstem Sinne zu fordern berechtigt gesetzt, daß die Betheiligten ihre Ansprüche den Ginkommensverhältnissen entsprechend ein-( das Leyte, nicht Geringfte)-für Förderung des Jungfernheims find, das wäre eine Erhöhung ihres Einkommens. Während Bardon Töchterhort- alles in allem--- 15-17 M.!! den anderen im Sortirdienste verwendeten Unterbeamten nehmen. gewährt wird. auschränken wissen. stehen. Ich veranlasse die Herren Amtsvorsteher, die in Betracht Allerdings, wenn Herr Rehbock ein so ausgezeichneter Dekonom doch noch eine, allerdings ganz geringfügige petuniäre Verden angestellten monatlich 10 M., den nichttommenden jungen Beamten von dem Inhalte gegenwärtiger ist, daß er selbst mit diesem winzigen Betrage seine übrigen" günstigung, Berfügung in Kenntniß zu setzen und den Betheiligten bei der Bedürfnisse zu befriedigen im Stande ist, dann haben wir angestellten 15 M. geboten wird, wird den in vorErmittelung von Familien pp., welche zur Aufnahme junger ihm Unrecht gethan. Aber so lange er uns den Beweis erwähnter Drucksachen- Abfertigungsstelle in Beamtenstellen Beamter in Kost und Wohnung geeignet und bereit sind er- dafür schuldig bleibt, so lange erlaubt er uns wohl, bei verwendeten Unterbeamten diese so lächerlich geringe Geforderlichenfalls persönlich mit Rath und That zur Seite zu unserer entgegengesetzten Ansicht zu bleiben und seine baltserhöhung nicht gewährt. Herr von von Stephan's Sparsamkeit ist bekannt. Kenntniß der sozialen Verhältnisse und Bedürfnisse seiner unteren Beamten für eine nicht ausreichende zu halten. Bekannt sind die Ueberschüsse, die sein Reffort ab= Schon lange ist es das Bestreben der Postverwaltung, wirft, die aber in der Hauptsache durch mangelhafte, möglichst billiges Menschenmaterial sich zu verschaffen und ungenügende Besoldung der unteren Beamtenkategorien, zu erhalten. Den Dienst, den die Sekretäre machen, ver- durch Versagung ganz einfacher, humaner Reformen hervor richten die Assistenten ja ebenso gut,- und billiger. gebracht werden; bekannt ist das Wohlwollen, mit dem den Weshalb also den Assistenten die Berechtigung zur Ab- Unterbeamten ein Erholungsurlaub nicht gewährt wird, Ueber das Ergebniß der desfallsigen Bemühungen der Herren Amtsvorsteher wollen die kaiserlichen Aemter pp. in der ersten Hälfte des Monats September berichten. Der taiserliche Ober- Postdirektor. An die Postämter I und II, Rehbock. Telegraphenämter Magdeburg und Halberstadt. Feuilleton. Nachdrud verboten.) Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. ( 16 Woher kam diese Neugierde? Er ging nach dem Schacht, fuhr hinab, kam am Abend wieder herauf und dachte noch nach über das Vorkommuiß vom Morgen und beunruhigte sich darüber, nahm sich vor, danach zu forschen, ob man ihn beobachte, und es schien ihm an den folgenden Tagen, als ob man ihn mit verdächtiger Miene betrachte. Einmal war es ihm sogar so vorgekommen, als ob man sich mit den Ellenbogen gestoßen hätte. sich auch sehen ließ, er glaubte überall auf seinem Wege sehr deutlich den Spott zu bemerken und wähnte ihn selbst hervorlugen zu sehen zwischen den Vorhängen, die an den Fenstern aufgezogen wurden, wenn er auf der großen Straße von der Grube her heimkehrte, denn durch die Gassen des Dorfes wagte er nicht mehr zu gehen. Jacquemin fiel aus einer Beunruhigung in die andere. Der neue Weg, den er machte, nöthigte ihn, an dem Gäßchen vorbeizugehen, in welchem Ghilaine wohnte. GeAugenscheinlich war in Bezug auf ihn irgend ein Gewöhnlich war dieser Theil des Dorfes verlassen. Gleich rede im Schwange über irgend eine Sache, von der er nichts wußte, die aber vielleicht unbegründet war und ihn hätte aufklären können über die unbestimmte Sorge, die ihn beam ersten Abend hatte er Herrn Grellepois hier getroffen; ebenso am nächsten Tag und an einem der folgenden Tage nahm er wahr, wie der Schaukwirth in die Sackgasse ging und die Richtung nach der Wohnung der Blödsinnigen einschlug. Er fürchtete sich ebenso, Babette nach solchen Angelegen beiten zu fragen, wie Babette sich fürchtete, von ihm befragt zu werden. Er fragte nicht weiter, sagte gute Nacht drückte. und folgte ihr schweigend mit den Augen, als sie sich in Der junge Mann, von dem ihm Babette schon früher Daß dieser Mensch um die elende Behausung herum ihr Bimmer zurückzog. Dann als sie fort war, und er sich einmal gesprochen hatte, die Worte, die er Abends auf dem allein sah, überkam ihn eine tiefe Traurigkeit. Er be- Wege aus dem Walde gehört hatte, die Aufregung, das strich, flößte ihm Furcht ein. Indeffen hatte er seit beinahe trachtete fich das Zimmer, die Lampe, den Ofen, von dem Erröthen, dann die Blässe des jungen Mädchens, die Anfünf Monaten eine gewisse Sicherheit gewonnen in Bezug ein melancholisches Geräusch ausging, und mitten aus all wesenheit von Mareel Roquebert hier im Orte, der Skandal, auf das in düsterer Tiefe begrabene Geheimniß, auf welches diesen Sachen hervor, die unser Daheim" bilden, und aus den eine überraschte Zusammenkunft zwischen Babette und sein Leben aufgebaut war, wie auf unauffindbaren Katadenen in gewissen Augenblicken ganz leise die Stimme den Sohne des Bürgermeisters hervorrufen mußte, die komben. Das Zusammentreffen mit dem Schankwirth Grellepois häuslichen Behagens zu uns spricht, schien ihm noch ein sonderbare Neugier und die aufmerksame Beobachtung, dunkles Ereigniß sein Leben zu bedrohen, mit dem wieder beren Gegenstand er seit einiger Zeit zu sein schien, alles erschütterte dieselbe zwar nicht völlig, nichtsdestoweniger bedas Unglück bei ihm einkehren wolle. das bedrückte Jacquemin's Geist, es erschien ihm wie eine unruhigte er sich darüber. Jener war ein Feind, der ein Das Auftauchen In der Nacht schlief er unruhig. Am nächsten Morgen Warnung, suchte ihn immer wieder heim und erzeugte bald Jnteresse daran hatte, ihn zu verderben. ging er wie gewöhnlich frühzeitig nach der Grube. Im in ihm eine unheilbare Angst, die den Unglücklichen von dieses schlechten Menschen in seiner Nachbarschaft, die UnWalde überholte ihn eine Gruppe von Bergleuten, und er Tag zu Tag schmerzhafter peinigte. ruhe verfolgte ihn, die Sorge quält ihn, feindliche ausbemerkte, daß sie ihn alle von der Seite ansahen und sich Die Gewißheit seiner Schande lastete so unerbittlich auf weichende Blicke erwarteten ihn dort und unwillkommene einer nach dem andern rascher als sonst entfernten. Das ihm, er war schließlich so überzeugt davon, daß die Leute Begegnungen hier. tam ihm sehr sonderbar vor. unter einander lächelten und sich Zeichen machten, wo er Im Mai sind hier in der Gegend oft schon die Abende bekannt, wie eifrig die Postverwaltung sich bemüht, dem Mit welchem Stolz die sieben Schwaben der Volkspartei auf[ Marineministerium, Burde an, hat in letzter Zeit viel von öfterreichischerseits gegebenen Beispiele der Regelung der den Prachtterl Lotte blicken müssen, der leider ihr Fähnlein sich sprechen machen; er war zum Berichterstatter der Kommission Nachtdienst- Gebühren nicht zu folgen. Bekannt ist das nicht hat verstärken können, ihr Fähnlein, das vom Profoßen ernannt worden, welche ihr Gutachten über die Erneuerung Alles. Aber bekannt ist auch, wie andererseits mit dem der Freifinnigen Zeitung" einen Bruderschmatz nach dem des Privilegs der französischen Bank abzugeben hatte. Herr Gelde nicht gespart wird, wenn es sich um die Maßregelung andern erhalten hat(!). Aus der pechschwarzen Schwärze der. Burdeau war auf einmal zum eifrigen Berfechter des Privi Der Verbandsangehörigen handelt, oder wenn Herr Ministerial Anschwärzerei kommt der arme Lotte in die Partikularisten- legs geworden, nachdem er dasselbe noch vor kurzer Zeit direktor Sachse Dienstreisen bis nach den Küsten des Stillen Tinte. Pech, nichts als Bech! heftig angegriffen hatte. Seine Haltung in dieser Ange Ozeans macht. Und bekannt ist noch manches Andere. legenheit verwickelte ihn in den befannten Prozeß mit dem Die Schmiere Bismarck auf der Wanderschaft. Antisemiten Eduard Drumont, der ihm vorwarf, er Wir sind nur neugierig, zu wissen, wie lange Herr Ohne Beifallslärm kann der alte Komödiant von Friedrichs- handele direkt im Auftrage Rothschilds. Drumont konnte für von Stephan diese Zustände, bei denen Aſſiſtenten und ruh nicht leben. Nachdem eine von Jenaer Tyras- Neidern seine Behauptung natürlich keine juristisch zwingenden Be Unterbeamte die Zeche bezahlen, weiterzuführen gedenkt, wie gesandte Abordnung ihn zu einem Besuche der weise liefern und wurde wegen Ehrabschneidung verurtheilt. lange man von seiner so fruchtbringenden" Thätigkeit noch thüringischen Universitätsstadt eingeladen hat, konnte er Bei der letzten Ministerkrisis hatte sich Burdeau mit dem wird sagen können: " Wir wundern uns über all' diese Verhältnisse nicht. Brahlend, zahlend, steht er da, Wenn man abschließt den Etat!" Berlin, den 18. Juli. tommt. 0 auch nicht fernbleiben. Begeisterte Bourgeois, verzückte Schlächter von Fourmies, Constans, solidarisch erklärt Backfische, hysterische alte Weiber beider Geschlechter, bunt- und weigerte sich also, in das Ministerium Loubet einzus bemühte Studenten werden ihn anwedeln und hoch! treten, als man Constans nicht mit aufnahm.- An den Neu schreien, das Volk wird abseits stehen oder dem„ Säkular- wahlen für die Generalräthe werden sich die menschen" einen Empfang bereiten, wie im Juni zu Sozialdemokraten überall betheiligen, wo ihre Kandidaten München. Daß der als Politiker durchaus verdrehte, einige Aussicht auf Erfolg haben. Für diese Wahlen gilt reaktionär beschränkte Professor Häckel zu ben das allgemeine direkte Stimmrecht; jedes Departement ist Politische Ueberlicht. Beugniß dafür, wie ein ausgezeichneter Naturforscher, treter wählt; diese Generalräthe haben dann die Verwaltun Hauptmachern des Bismarck- Rummels gehört, ist ein in eine Anzahl Kantone eingetheilt, deren jeder einen Berder für den wissenschaftlichen Fortschritt auf seinem Gebiete des Departements in ihrer Hand. Wie der Vorwärts" schon Der Teufel. Munter führen unsere Gegner, recht- Großes geleistet, politisch eine komische Gestalt sein kann. mittheilte, ist Genosse Culine, der noch" immer im Kerfer gläubige Lutheraner und ultramontane Heißsporne, gegen tragen, b. h. hier für den Rückschlag eines Menschen mit sondere Aussicht auf Erfolg haben namentlich die Genoffen Auch ein Beleg für den Atavismus, in's Sozialistische über schmachtet, einer der sozialdemokratischen Kandidaten. Beuns den Kampf mit geistigen Waffen". Aus unserer Ju Calais haben die Sozial reichen Sammlung sei heute ein Pröbchen klerikaler Geistes- modernen Ideen in's Stock- Reaktionäre. Aber der Koulissen- von Marseille. traft mitgetheilt. Es schallt heraus aus den„ Stimmen reißer Bismarck karrt mit seiner Schmiere munter durch's demokaten beschlossen, diesmal von einer Wahlbetheiligung am Rhein"( Nr. 27 vom 15. Juli),( Ergänzungshefte Reich. Klatscht, Spießbürger, klatscht, der größte Deutsche" abzusehen, um so eifriger aber für die allgemeinen Abzum Rheinischen Bauer"), herausgegeben vom Rheinischen geordnetenwahlen, welche im nächsten Jahre stattfinden, zu arbeiten. Bauernverein". Redakteur ist der hochedle Freiherr Felix Der Generalrath des Seine Departements Französisches. Aus Paris wird uns unterm besitzt schon jetzt eine, wenn auch nicht direkt sozialdemo vou Loë. Da liest man( S. 421): Nein! Nein! Nicht der Lohn und nicht der sichere und 15. Juli geschrieben: Gestern hat das offizielle Frankreich kratisch, so doch revolutionär und arbeiterfreundlich gesinnte beffere Erwerb von Brot, treibt in der Regel die Landarbeiter mit allem Pomp den Gedenktag des Bastille Mehrheit. in die Stadtwo bekanntlich fast allgemein Arbeitslosigkeit ft ur mes gefeiert. Am Vorabend ein glänzender Fackelherrscht und geringerer und unsicherer Verdienst ist sondern zug vor dem prachtvoll illuminirten Pariser Rathhaus, am Rittmeister Nercy, welcher auf einer öffentlichen Bersamm Rittmeister Neren. Wir haben erwähnt, daß der die Arbeitsschen und die Genußsucht, der Drang nach zügel- 14. Juli ſelbſt die ganze Stadt beflaggt, mitten zwischen lung erklärte, er würde nicht auf ausständische Arbeiter loser Freiheit und nach tausenderlei Vergnügen. Das aber den republikanischen trikoloren Abzeichen das absolutistische wollen und dürfen die rothen Hezer nicht sagen, weil sie für Banner der Romanoffs, große Parade der Truppen, zahl einbauen lassen, die Uniform ausziehen mußte. Mercy ist ihre schlechte Sache nur dann Anhänger gewinnen können, reiche Ordensverleihungen, Gratisvorstellungen in den fein junger Offizier, der sich die Langeweile des Garnisons wenn fie, stets den niedrigsten Leidenschaften Theatern, am Abend ſtrahlende Illumination aller Gebäude, lebens durch Reden zu verkürzen sucht. Er hat den Krieg des Volkes schmeicheln. Nun! Der Teufel verfährt bekanntlich in derselben Weise, und der ist ebenso wenig eine unübersehbare Menschenmenge auf den Straßen, Mufit von 1870 mitgemacht, wurde bei Soiffons gefangen, enttam, und Tanz im Freien bis spät in die Nacht hinein! Nichts kehrte zurück und focht auch bei Sedan. Einer Bauernfamilie entsproffen, hat er sich die Liebe zum Bolke be Das Organ für Blutmorde und Denunziationen, die ist versäumt worden, um die Feier des Nationalfeftes zu familie entsproffen, hat er sich die Liebe zum Bolle be Germania", die im Prozesse Buschhoff eine so einer großartigen zu gestalten. Und doch ist den herrschenden wahrt. Diesem Gefühl hat er ehrlich Ausdruck verliehen und unwürdig gemacht! Die würdevoller Thätigkeit entfaltet, kann den von Loe darüber Klaffen die Freude wieder einmal vergällt worden. Das dadurch sich eines Kommandos belehren, werden niedrigsten Leidenschaften des Volkes Gespenst des Klassentampfes erhebt sich vor ihren Züricher Post"( Nr. 161 vom 17. Juli) schreibt dazu: sich seinerzeit schmeichelt". und Frommen Sozialdemokraten die Feier des 14. Juli Aber die Junker und Pfaffen, zu deren Nutz Augen immer drohender. Schon im vorigen Jahre hatten die Berfassungsverlegung auflehnte, ist deshalb in die Kammer und Bourgeoisfeier bezeichnet - von den Loe und Genossen am Narrenſeil geführt wer den, halten den Hunger und Durst, die Noth und das Elend, beiter aufgefordert, sich an derfelben nicht zu be- welche Rittmeister Nercy für den Verluft seines Dolmans die schlechte Behandlung und die segensreiche Gesinde- Drd theiligen. Dieses Mal hat besonders ein Brief Auf- mit einem Mandat entschädigen. Die radikale Preffe nung nicht für die treibenden Ursachen der Landflucht der sehen und Entrüftung in den Bourgeoisreihen erregt, den hat fich Nercy's sehr lau angenommen und das ist be ländlichen Arbeiterschaft. Arbeitsschen" und" Genußsucht", vierzehn Gewerkschaften von St. Nazare an den Maire zeichnend. Als der deutsche Kaiser einer Schaar Rekruten das sind nicht etwa die hervorstechenden Tugenden jener der Stadt gerichtet haben. Dieselben erklären, die Gorge, auseindersetzte, sie hätten sich nur an seinen Befehl zu halten blaublütigen und großbürgerlichen Nichtsthuer, die vom den 14. Juli zu feiern, der Bourgeoisie überlassen zu wollen, und wenn es sein müßte, auf ihre eigenen Familien angehörigen zu feuern, da wälzte sich eine Fluth von Schweiß und Blut der Arbeiter leben, sondern des darben da diese allein Vortheil aus der Erſtürmung der Bastille grimmigen Angriffen und Sarkasmen durch die Pariser den und sich abrackernden Landvolks. Und zum Schluß gezogen habe; da sie sich jetzt noch für ebenso beeinträchtigt eine bescheidene Frage: Ist der Teufel", der Herrn von hielten wie im Jahre 1789, würden sie sich jeder Kund- Blätter; nun, da ein französischer Offizier erklärt, er würde Loë so sehr zuivider, gar der Teufel des Pater Aurelian, gebung enthalten und von nun an den ersten Mai als einer solch barbarischen Ordre nicht gehorchen, laffen fie des würdigen Klosterbruders von Wemding? ihren einzigen Festtag anerkennen, den die Arbeiter der ihn ruhig maßregeln. Die russische Freundschaft wirkt!" ganzen Welt dazu auserwählt hätten, um ihre Forderungen Wahlrechtsreform in Belgien. Aus Brüssel Der augeschwärzte Lotke. Das nachstehende er zu formuliren und um ihre Todten von Fourmies zu be- meldet unterm 18. Juli das Depeschenbureau Herold": bauliche Geschichtchen, das die Runde durch die bürgerliche weinen. Dieser Brief wirkte auf die Bourgeoispresse wie" Die Radikalen und Sozialdemokraten beschlossen gleich Bresse macht, kennzeichnet unser deutsches sich radikal ge- das rothe Tuch auf den Stier. Mit täppischer Wuth fielen zeitig die Einbringung des Antrags Janson, das allgemeine Stuttgarter Bourgeoisie dem württembergischen König ein schaften her und schrieen: die Arbeiter sagen sich von den in großer Zahl verbreitet und Versammlungen veranstaltet Fest. Der Geheimvath Karl Lotte", heißt es nun, freiheitlichen Ueberlieferungen der großen Revolution los und werden, um die Kammer zur Bewilligung des allgemeinen ber 1890 in Stuttgart voltsparteilicher wollen zum alten Regime" zurückkehren. Ein anderes Wahlrechtes zu zwingen." Reichstags Kandidat war, fühlte das Bedürfniß, Ereigniß, das die Bourgeoisie am Nationalfesttage arg verdem König mit echt demokratischem Männerftolz vor schnupfte, war die Eröffnung des internationalen Glas- Lütticher Dynamitarden Prozeß. Wolff's TeleKönigsthronen zu nahen, indem er sagte:" Majestät! Ich arbeiter- Kongresses zu Fourmies am 14. Juli. Das Erste, graphisches Bureau meldet unterm 18. Juli aus Lüttich: bin bei Ihnen angeschwärzt worden, als ob ich Demokrat was die eingetroffenen Delegirten thaten, war ein Besuch Heute Vormittag 10 Uhr begann vor dem hiesigen Schwurwäre. Ich bin aber kein Demokrat; ich bin Partikularist." des Kirchhofes, wo die Opfer des 1. Mai 1891 ruhen. gericht die Verhandlung des Prozesses gegen die Anarchisten Auf die Antwort des sichtlich unangenehm berührten Die Parifer Zentral- Arbeitsbörse, die sich Moineau, Wolffs und 14 Mitangeklagte wegen der in den Königs: Was meinen Sie damit?" erklärte Herr immer mehr zum Sammelpunkt der sozialistischen Be- Monaten März bis Mai dieses Jahres begangenen Lotke:" Ich meine, daß immer Württemberg in strebungen entwickelt, hat sich ebenso wie die Arbeiterschaft Dynamitattentate. 24 Belastungs- und 80 Entlastungs erster Linie fommen und seine Selbständigkeit nicht von Fourmies von der Nationalfeier ferngehalten; die gleiche zeugen sind vorgeladen. Nach Ausloosung der Geschworenen angetastet werden soll." Darauf erwiderte der König mit Nachricht kommt von Marseille, wo die sozialdemo- werden noch zwei Hilfsgeschworene ausgelooft. scharf abweisendem Tone:" Ich bin kein Bartikularist; fratische Stadtverwaltung offiziell ihre Betheiligung am führt Präsident Schürmanns, die Antlage vertritt Staatsdieser Begriff ist mir fremd," Württemberg vertrete ich!"" Feste abgelehnt hat.- Der Nachfolger Cavaignac's im anvalt Detrooz." als eine die schön, und man kann im Dorfe Gruppen von Leuten be- hätte. Mit den kleinen zitternden Händen drehte und zergegnen, die nach dem Abendessen vor ihren Thüren fuitterte sie eine Näharbeit und über ihre Wangen hin plaudern. Jacquemin, der das Bedürfniß empfand, wie liefen zwei bläulich leuchtende Streifen bis hinauf unter die Alle, die die Unruhe verfolgt, sich zu zerstreuen, hatte die dunklen Augenwimpern. Gewohnheit auszugehen. Sie hatte schon öfters nach der Wanduhr gesehen, als Er durchstreifte Pont- sur- Sambre und gab Acht, was sich die Thür öffnete und Jacquemin eintrat. die Leute, die vor ihren Häusern standen, sprachen. Babette wandte sich ihrem Vater zu, schlug die Augen Eines Abends hörte er ganz in seiner Nähe den Namen zu ihm auf und fah, wie erregt er war. Ihr Herz begann seiner Tochter zugleich mit dem Mareels aussprechen. heftig zu klopfen und sie brachte kein Wort über die Lippen. Jacquemin setzte sich indessen, ohne etwas zu sagen, neben den Ofen. Eine Zeit lang herrschte in dem kleinen Zimmer ein unheimliches Stillschweigen, dann fuhr Jacquemin seine Tochter an: Künftig, Babette, wirst Du nicht mehr allein aus dem Es war dunkel und man konnte hören, ohne gesehen zu werden. Jacquemin lauschte voll Angst. Man zischelte und lachte zuweilen und hin und wieder drangen Worte an sein Dhr, die ihm den Schweiß auf die Stirn trieben. Jacquemin waufte im ersten Augenblick so, als wäre er mit der Brust an einen Balken angerannt und stand einige Hause gehen. Sekunden unbeweglich da, als wäre er betäubt. Als er Seine bebende Stimme flang bei diesen Worten so wieder zu vollem Bewußtsein kam, horchte er, noch nieder- fireng, daß es Babette eisig durchschauerte. Im ersten geschmettert und bleich, eine Weile hin. Man fuhr fort zu Augenblick fagte sie nichts, dann stammelte sie erröthend: reden und zu lachen, aber er konnte nichts mehr unter- Wie soll ich die Einkäufe für die Wirthschaft bescheiden als Heiterkeitsausbrüche über leise Erzählungen und jene halberstickten Schreie des Vergnügens, die man bei den Frauen auf dem Lande manchmal hören kann, wenn sie mit einander in der Stille des Dorfes plaudern. Er blieb wie angewurzelt fast eine Viertelstunde im Dunkel mitten auf der Straße stehen, dann schlich er leise von dannen, wie betäubt mit maschinenmäßiger Starrheit vor sich hinblickend. sorgen? Jacquemin antwortete nicht; sie warf einen schreckerfüllten Blick auf ihren Vater. Seit dem Zusammentreffen mit Marcel war es Babette ganz wunderfam zu Muthe, fie fühlte sich so niedergeschlagen und unbehaglich, sie war zu weilen so wehmüthig gestimmt und Nachts hatte sie schreckliche und doch so süße Träume. Einen Augenblick empfand sie ein tiefes Weh, dann Er ging langsam bis zur Sambre, und da sah er, wie ging sie zu ihrem Vater und in Schluchzen ausbrechend legte er immerfort so vor sich hinstarrte, von Weitem ein Fenster sie ihren Kopf auf seine Schulter. in seinem Hause erleuchtet. Babette, was hast Du gethan? fragte er. Abend hast Du im Walde Herrn Marcel Roquebert ge troffen, ist das wahr? Neulich Toubeau war um diese Zeit bereits schlafen gegangen und hinter dieser hellen Scheibe harrte Babette. Der Vater Jacquemin fühlte an seiner Bruft den brennend heißen blieb bewegt stehen. Das Herz ward ihm weich, als ihm aus dem dunklen Hause dieses sanfte Licht entgegenstrahlte, Kopf seiner Tochter, die ein leises" Ja" flüsterte. Warum haft Du mir damals mit Nein" geantwortet? hier in der beruhigenden Abendstille am geräuschlosen Ufer. Im Zimmer saß am Tisch unter der Lampe, über ihre Die Leute aus dem Dorfe haben Dich gesehen. Wieder ward es still, dann flüsterte Babette, ohne sich Arbeit geneigt, das junge Mädchen und erwartete ihren Vater. Sie sah abgespannt aus, ihre Gesichtsfarbe schien zu rühren: seltsam verändert und von der Seite her wie röthlich marmorirt. Ihre heißen Lippen zuckten, als ob sie geweint Verzeih Jacquemin erbleichte und schwieg eine Weile. Dann = Den Vorsitz richtete er sie auf, sah ihr tief in die Augen und fragte mit zitternder Stimme und gepreßtem Herzen: Warum bittest Du mich um Verzeihung? Hast Du Unrecht gethan? sich Diesmal zögerte Babette nicht. Nein, sagte sie. Jacqumin fügte kein Wort hinzu, dann aber wollte er. von seinem Seelenschmerz befreien. Er verließ seinen Platz und fragte, rasch zu einem anderen Gesprächsgegen stand übergehend, mit möglichst ruhiger Stimme: Warst Du heute bei Ghilaine? Babette seufzte. Nein, sagte sie. Erstaunt fragte Jacquemin weiter: Du gehst doch jeden Tag zu ihr? Und gestern? Babette schüttelte den Kopf. Nein? wiederholte Jacquemin. Und sich ihr nähernd, fragte er: Was soll das heißen? Ich wage es nicht mehr. Jacquemin erblaßte auf's neue. Warum nicht? Neulich war sie vor ihrer Thür, als ich kam und ließ mich nicht hinein. Sie war schrecklich. Man kann sie doch nicht Hungers sterben lassen. Sie wirft Alles weg, was ich ihr bringe. Du hattest mir gesagt, daß sie zufrieden zu sein schiene, wenn Du kämst. Babette stieß einen Seufzer aus, nahm ihre Arbeit wieder auf und antwortete: Aber jetzt nicht mehr. Hat fie irgend etwas zu Dir gesagt? fragte er weiter. Ja, fie spricht immer von einem Mann... ich weiß nicht, was ihr im Kopf herumgeht... Und dann scheint fie jest weniger unglücklich zu sein; es giebt Leute im Orte, die sie besuchen kommen. Jacquemin's Besorgniß wuchs. Einen Augenblic lang war er still; dann fragte er zitternd und mit dem Finger nach der Kammer deutend, in der Toubeau schltef: Ist er drin? Ohne Zweifel, fagte Babette. Englische Wahlen. Von den Barlamentswahlen arteinachrichten. halle durchaus widerspricht. Morgenbr ver In vielen Städten wird die Kleinindustrie immer mehr und und kann nichts thun, um ihr Leben vor dem Moloch Rapital zu waren bis Sonntag, den 17. d. M., früh 652 bekannt; es Schüßen. Sie fällt unter den Schlägen der Konkurrenz, welche ftehen also noch die Ergebnisse von 18 Bezirken aus. Das bisherige Ergebniß lautete: 260 Konservative, 50 Unionisten, erklärt in einer an die„ Münchener Boſt" gerichteten Sufchrift, ihrer Existenz bedroht und ihr Verschwinden als Klaffe nur eine Der Ausschuß der Münchener Akademischen Lefehalle ihren geringen Befih zugleich zerstört und auffaugt. Sie ist in 268 Gladstoneaner, 9 Parnelliten, 65 Antiparnelliten. Die daß der akademische Senat seit Bestehen der Lesehalle niemals Frage der Zeit. Ronservativen haben 17, die Unionisten 8, die Gladstoneaner das Abonnement einer Zeitung, also auch nicht des Vorwärts" mehr durch die Großindustrie ersetzt. Die Handwerker werden gegenüber bemerkt die Münchener Bost", Mc. Carthy, ist am Sonnabend in North- Longford gewählt frage, warum der„ Borwärts" nicht mehr weiter abonnirt wird, die Aktien- Gesellschaften haben sich in der letzten Beit sehr rapide Size gewonnen. Der Führer der Antiparnelliten, Juſtin verboten habe. Den geber 2tabemiſchen Rejeballe auf die An ihrer geringen Broduktionsmittel enteignet und werden Fabrikdaß im Beschwerdebuch arbeiter. Das Rapital tonzentrirt sich in wenigen Händen und worden. Schottland hat überwiegend liberal gewählt und die Antwort steht, daß das Weiterabonnement vom Senate verwird 51 Liberale und 22 konservative und liberal- unionistische boten sei, was der Buſchrift von Seiten des Ausschusses der Lese- entwickelt. Abgeordnete in das neue Parlament senden. Die Lage der Bauern hat sich feit der Befreiung vom türkischen Die Franti. 3tg.", welche im Morgenblatt der Sonntags- Joch bedeutend verschlimmert. Ein großer Theil des Ackerlandes weldje im Schiedsgericht. Zum französischen Schieds- nummer bie Nachricht gebracht hatte, daß der Akademische Genat gehört nur noch dem Namen, dem Gesetze nach den Bebauern, richter für die Behringsmeer- Angelegenheit hat der des Auslegen des„ Vorwärts" in der Akademischen Lesehalle Landschaftskaffen und verschiedener Wucherer, welche nach den in Wirklichkeit aber ist er Eigenthum der Hypothekenbanken, der Präsident der französischen Republik Carnot den Genator beanstande"- was mit dem Berbot ber Erneuerung des Baron Courcelles, ehemaligen französischen Botschafter öffentlicht folgende Bufchrift: Abonnements wohl so ziemlich gleichbedeutend wäre amtlichen Berichten der Distriktsräthe unseren armen Bauern bis in Berlin, ernannt. 300 pCt. Zinsen abnehmen. Einer verehrlichen Redaktion erlauben wir uns mitzutheilen, Die Bauern sind gezwungen, ihre Ernten zu verkaufen, um Sibirisches. Die aus Sibirien einlaufenden Nach- ruht, indem die betreffende Zeitung wohl abonnirt ift, jedoch eine Zwangsversteigerung ihrer Güter vornimmt, um die Staatsdaß die Notiz betreff." Vorwärts" auf einem Mißverständniß be fich Geld zu verschaffen, und sehr oft ist es die Regierung, welche richten find, wie in der letzten Nummer von Frei- nicht auf der offiziellen Beitungstilte aufgeführt mit auch ſteuern zu erhalten, welche immer brückender werben. zu lesen, betrübend wie immer." Unseren also ein Mißverständniß ob. Hochachtend zeichnet die Akademische Land, steht es fest, daß eine schlechte Ernte, ebenso wie in RußFür Bulgarien, welches vor Allem ein Ackerbau treibendes Lesern ist die Geschichte der Verbannten zu Balagansk noch Zesehalle. J. A.: Ferd. Lurz, cand. jur., 3. 3. Vorſtand." in Erinnerung, jener Schaar muthiger Männer und Frauen, Die Frankfurter Zeitung" sagt zu dieser Berichtigung: land, eine schreckliche Hungersnoth herbeiführen kann. die, obwohl selbst in Feindeshand, gegen die Hinrichtung Immerhin ein merkwürdiges Mißverständniß." Jedenfalls ist, ist auch unser industrielles Proletariat noch gering an Zahl. Die Großindustrie ist noch wenig entwickelt und infolge deffen ihrer Schicksalsgefährten zu Jakutsk Protest zu erheben fügen wir hinzu, die Sache oberfaul. wagten. Diese Verbannten thaten sich zusammen und Aber die unvermeidliche Vernichtung der Kleinindustrie, welche faßten eine geharnischte Erklärung ab, die sie, mit ihrer male näher heran und es wire etwas ber Arbeitern, die keinen festen Wohnfiß haben, auf die Straße, und Aus Heffen. In Mainz rücken die Stadtverordneten sich täglich vor unseren Augen vollzieht, wirst Sunderte von Wahlen immer jett Namensunterschrift versehen, in mehreren Hunderten von„ Bouwärts" schon mittheilte- allgemein publit, daß die berüchen diese sind es bekanntlich, welche ein wirkliches Proletariat bilden, Abschriften herstellten und hierauf an alle Staatsbeamten, ben Parteien, Nationalliberale, Ultramontane, Demokraten und auf welches wir bei unserer sozialistischen Propaganda haupthervorragenden öffentlichen Personen, sowie Zeitungs- Freisinnige, einen Backt geschlossen haben auf Grund ihres bis- fächlich rechnen. redaktionen, deren Adressen bekannt waren, versandten. Die herigen Besisstandes, um die verhaßten Sozialdemokraten vom In unseren Fabriken kennt die kapitalistische Ausbeutung keine Berfasser wurden sofort arretirt und in Irkutst in Unter- Stadthause fernzuhalten. Da Jeder, der wählen will, nach der Grenzen. Die Arbeiter arbeiten 15-18 Stunden täglich und ere uchungshaft gesetzt. Die Verhaftungen fanden im Juli beffischen Städte- Ordnung ein Jahr vorher auf dem Stadthause halten für diese harte Arbeit nur einen sehr dürftigen Zohn. 1889 ftatt; nach 2/ 2jähriger Einsperrung ist ihnen jetzt die Grtlärung abgegeben haben muß, daß er von seinem Wahl- Man bedenke nur, daß drei Viertel der Arbeiterschaft in unseren endlich der Prozeß gemacht worden und lautet das Urtheit recht Gebrauch zu machen beabsichtige, und Biele hierbei saum- Fabriken junge Mädchen von 10-20 Jahren und grauen bilden. für alle auf 3wangsarbeit in den Bergwerken. Soweit fein felig verfahren, so verliert ein großer Theil der Wahlberechtigten Der Lohn dieser Mädchen beträgt 30 Bentimes bis 1 Frank tägWahlrecht. Die hessische Kammer wird dem- lich für eine Arbeitszeit von 15-18 Stunden. Diese armen uns Namen bekannt geworden, sind folgende Personen unter nächst eine neute Gemeinde- Ordnung Kinder arbeiten die Nacht hindurch ohne Unterbrechung. berathen, worin den Verurtheilten: Lieutenant Kranichfeld, Student Jwanoff, diese lästige Bestimmung gestrichen ist. Gelingt es nun Kein gesetzlicher Schuh existirt für die Arbeiter. Die Länge Dschiloff, Grabowsky, sowie die Frauen Ulanowsky und den hiesigen Bourgeoisparteien nochmals, durch gemein- der Arbeitszeit hängt vollständig vom Willen der Kapitalisten Nowakowsty. Die Arbeit in den Bergwerfen, bie furcht- fames Borgehen die Sozialdemokraten von den Seſſeln des ab. Der zehnstündige Arbeitstag ist in der Praxis, nicht durch bare Ratorga", bedeutet den sicheren Untergang. Väter Stadthaufes fernzuhalten, so ist dies doch nur noch eine Galgenfrist das Gesetz nur in den Buchdruckereien eingeführt. furcht- Stadthaufes it in turzen Worten die ökonomische Lage unseres Das chen" ist ein Musterbild edler Menschlichkeit, und was er von drei Jahren, denn dann wird der Sieg den Arbeitern erblühen. Aus Kastel bei Mainz läßt sich auch eine hübsche Illustration Landes. thut oder durch seine Schergen und Henker thun läßt, ist zur Konzentration des Rapitals beibringen. Dort bezahlen, tros richten, welche für die ausgebeutete Klasse in unserer Gesellschaft wohlgethan. Die politischen Parteien können nichts gegen diese Lage aus tann! So lange wie er's treibt und treiben der vorhandenen kleinbürgerlichen Verhältnisse, von den überhaupt richten, welche für die ausgebeutete Klaffe in unserer Gesellschaft aufzubringenden 75 880 M. Kommunalsteuern 29 Personen immer unerträglicher wird; und diese Ohnmacht beweist nur, 41 480 M., während der Rest von 34 400 M. von den übrigen daß allein aus den Sozialisten, welche fest und unerschütterlich Von der Cholera. Aus Kasan( Rußland) wird 2577 Steuerpflichtigen aufgebracht wird. Aus Darmstadt ihre Grundsäge proklamiren, sich die Partei für die ökonomische gemeldet, bis zum 14. Juli seien durch Dampfer 6 Kranke ist zu berichten, daß dort in der Hofmeierei zum Häufeln der und soziale Emanzipation des Bolfes rekrutiren wird. zugeführt, 5 seien gestorben. Auf der Rostow Woronesch Buckerrüben Menschen vor den Pflug gespannt werden, um das Uebrigens ist diese Partei schon auf dem Wege, sich zu bahn feien bis zum 13. Juli 13 Cholera- Erkrankungen Bertreten der Pflanzen zu verhindern. Der Tagelohn für diese organisiren. festgestellt, und zwar bei Reisenden, die aus den Cholera- Wohlgemerkt, die Hofmeierei ist kein Privat, sondern ein groß- unseres Landes und der europäische Sozialismus, welcher aus Arbeit ist bei zwölfstündiger Arbeitszeit sage und schreibe 1,80 M. Die rapide Entwickelung der ökonomischen Verhältniffe gegenden kamen. Die Gesammtzahl der Erkrankten in herzoglicher Betrieb! dem Westen durch unsere studirende Jugend zu uns gebracht Rostow beziffere sich auf 48; von diesen seien 13 gestorben. why wird, haben unsere sozialistische Bewegung ins Leben gerufen, In Asow, wo 60 Personen erkrankt seien, habe bei 18 bie Krankheit einen tödtlichen Ausgang genommen. Die Sammlung von Arbeitsordnungen durch eine Zentral- von welcher bis 1886 bei uns nicht eine Spur zu finden war. Die stelle empfehlen ferner: Frankfurter Boltsstimme"," Münchener In vielen Städten, selbst in Dörfern, haben sich zahlreiche serbische Regierung hat für alle aus Rußland über Bost", märk. Arbeiter- Zeitung"( ferlohn), Breslauerre. Gruppen gebildet, um die sozialistischen Ideen zu verbreiten und Bulgarien und Rumänien nach Serbien kommenden Reisen- wacht"," Der Töpfer"( Halle a. S.), Bremer Bürgerzeitung". die Arbeiterschaft zu organisiren. den und Waaren eine fiebentägige Quarantäne angeordnet. Im vergangenen Jahre haben wir das Programm der Außerdem wurde die jüngst verfügte vierundzwanzigstündige Der Sozialismus in Bulgarien. Ueber dieses Thema bulgarischen sozialistischen Partei ausgearbeitet, welches alle Quarantäne und die Desinfizirung des aus Numänien schreibt Genoffe N. E. Gabrovsky in Zirnova an, La fozialistischen Gruppen des Landes in eine Föderativorganisation zusammenfassen soll. tommenden Gepäcks auf die aus diesem Lande kommenden question sociale": Personen, besonders die Arbeiter", Seit seiner Befreiung von der türkischen Herrschaft, welche Wir haben eine Monatsschrift: Den"( ber Tag) und ver „ besonders die Arbeiter", wie der offiziöse ungefähr 500 Jahre währte, hat sich Bulgarien in jeder Be- breiten eine Menge Broschüren aus der„ bulgarischen sozialdemo Telegraphenjunge emphatisch hervorhebt, deffen Gönner die ziehung sehr start verändert. Es macht sich jetzt eine tiefgreifende fratischen Bibliothek" unter der Bevölkerung. Unsere energische wohlfeilen Arbeitskräfte doch sonst zum Fressen gern ökonomische Revolution geltend, welche alle veralteten Formen Propaganda hat im vergangenen Jahre die Verfolgung unserer haben, ausgedehnt. Die Einfuhr und Durchführ von des sozialen Lebens über den Haufen wirft. Die patriarchalifchen Regierung provozirt, welche die Sozialisten beschuldigen wollte, Hadern, alten Kleidern, altem Tauwerk, sowie gebrauchter Grundlagen unseres sozialen Gebäudes sind vollständig erschüttert an der Ermordung des Ministers Beltschew theilgenommen zu Leibwäsche und Bettzeuge aus Rußland ist von der öfter- westlichen und können nicht mehr den neuen ökonomischen Tendenzen des haben. Aber nach einigen Untersuchungen und Verhaftungen reichischen Regierung durch Ministerialverordnung im westlichen Europa Stand halten. Unser Land steht bereits unter hat sie fich doch überzeugen müssen, daß wir nichts mit den Einvernehmen mit der ungarischen Regierung verboten industrie, den Kleinhandel und den Kleinbesitz vernichtet. dem Einfluß der kapitalistischen Produktion, welche die Klein- Mördern gemein haben und daß unsere Tattit uns verbietet, uns worden. in einen Entscheidungskampf zu stürzen, bevor wir genügend or Die bulgarische Bourgeoisie, welche zuvor nicht als eine be- ganifirt find. Ueber die französische Grenze sind von der flimunte Voltsflaffe exiftirte, organisirt sich jetzt, ganz nach der aber wir sind fest überzeugt, daß sie nur gedeihen fann unter Unsere Bewegung ist eben so jung, wie das Land selbst, spanischen Wegierung strenge Quarantänemaßregeln felben Art und Weise, wie die Bourgeoisie des übrigen Europa. bem Banner des internationalen Sozialismus. Wir nehmen verhängt worden, dieselbe ist vollständig gesperrt. Der Sie ahmt ihren älteren Schwestern nach, indem sie den Staat großen Antheil an den Fortschritten der internationalen Sozial Minister des Innern ordnete die umfassendsten gesundheit monopolifirt, diese Frohnveste der Völker. demokratie, weil die Lebensinteressen der sozialistischen Bewegung lichen Maßregeln, besonders für die Hafenstädte an. Die Die volkswirthschaftliche Politik unserer Regierung ist voll- Bulgariens eng verknüpft sind mit dem Triumphe des Sozialis Hafenstadt San Sebastian wird ganz besonders streng über- ständig in Uebereinstimmung init den Interessen der Bourgeoisie. mus in der ganzen Welt. Wir verfolgen jeden Tag die letzten Die Gewalthaber haben die Großindustrie gehegt und gepflegt, Kämpfe unserer Brüder im Ofzident, und ihre Siege find die indem sie Schutzzolsysteme einführten und unseren Rapitalisten unfrigen. alle möglichen Privilegien einräumten. Ich hoffe, daß wir ihnen bald werden Beweisen tönnen, Die Kleinbourgeoisie, welche sich aus den verschiedenen Hand- daß unsere sozialistische Propaganda in Bulgarien guten Erfolg werfern, den Kleinhändlern und den Kleinbauern refrutiet, und gehabt hat. welche ehemals sehr mächtig war, liegt jetzt in den letzten Bügen wacht.Er hat nicht gesagt, daß er uns verlassen wollte? Ueberrascht fah Babette ihren Bater an. Jacquemin, der in düstere Gedanken versunken war und das Auge starr auf die Zimmerthür richtete, schien sich nicht darüber zu beunruhigen, daß keine Antwort erfolgte. Seine Seele schien abwesend und es war, als wenn er angftvoll auf irgend ein geheimnißvolles Geräusch oder auf eine innere Stimme lauschte. Plötzlich fuhr er zusammen. Babette, hörst Du, klopft es nicht? Ich glaube, ja, sagte sie mit etwas furchtsamer Geberde. Hausthür. In der That ertönte ein scharfes Klopfen an der Wer kann das sein, murmelte das Mädchen. Es muß geöffnet werden, sagte Jacquemin sich erhebend. " brauen zuweilen bemerklich machte, in diesem Moment so tief und scharf erschien, wie sie dieselbe noch nie gesehen hatte. Einige Minuten später brannte kein Licht mehr in dem kleinen Hause an der Uferstraße. IV. Am nächsten Tage ging Jacquemin nach dem Schlosse und fragte nach dem Bürgermeister. Der Beamte, der ihm gestern Abend die Nachricht gebracht hatte, war da und fagte einfach: Polizeiliches, Gerichtliches ze. di Rorbmacher und der Schuhmacher Johann Brügemann aus Deus -Der Kupferschmied Johann Schweine, der Sattler Wilhelm waren beschuldigt, am 12. April d. J. Druckschriften auf öffent licher Straße vertheilt zu haben, ohne hierzu die Erlaubniß der Polizeibehörde zu besigen. Der Vorsitzende des Gerichtshofes fragte: Sind Sie Sozialdemokraten?" Jawohl!" lautete die Antwort. Ueberzeugte?"" Jawohl!" tlang es wie aus Ginem Munde. Die Drei hatten eine sozialdemokratische Schrift von theilt. Da ihnen nicht nachgewiesen werden konnte, daß die Ver Haus zu Haus getragen und bis in die höchsten Stockwerke ver theilung auf öffentlicher Straße geschehen war, erfolgte FreiSprechung. Es ist gut, warten Sie. Darauf sagte er dem Diener- Sächsische 3. Zum 10. Juli hatte die Dresdener ciwas ins Dhr. Dieser betrachtete daraufhin den Steiger Verwaltungsstelle der Zimmerer Zentral- Krankenkasse in Radebeul neugierig, ging hinaus, erschien nach einer Minute wieder ein Fest veranstaltet und dazu auch Tangerlaubniß erhalten. Die und sagte: 1107 Amtshauptmannschaft machte jedoch, wie die Sächs. Arb. 8tg." Sie können kommen! vmittheilt, die Tanzerlaubniß wieder rückgängig, weil das Fest in einem öffentlichen Blatte inserirt worden war. Dadurch sollte In einem geräumigen Saal, der als Arbeitszimmer das Tanzvergnügen öffentlichen Charakter erhalten haben. Das eingerichtet war, und dessen Ausstattung dereinstige Bracht Inferat lautete jedoch auf den Namen der Verwaltungsstelle und verrieth, jetzt aber die Spuren vieler Arbeit aufwies, faß war nur zur Einladung der Mitglieder und deren Angehöriger ein starker Mann mit strengem Gesicht und düsterem Ge- bestimmt, weil viele Mitglieder in der Zwischenzeit nicht in die sichtsausdruck an einem großen Tisch, auf dem Stöße von Bahlstelle gekommen waren. Briefen und Papieren aufgehäuft und an dessen Rand fügte: Steinfohlenproben wohlgeordnet dalagen. Der Mann war Ich sah Licht und glaubte Sie noch sprechen zu häßlich, hatte ein blasses Gesicht, auf dent von Zeit zu Zeit Er ging zur Thür, öffnete und fragte: Wer ist da? Im selben Augenblick erkannte er einen Beamten der Rohlenbergwerke, der sich höflich entschuldigte und hinzufönnen. Jacquemin und Babette beobachteten Schweigen. Ich komme vom Herrn Bürgermeister? Vom Herrn Bürgermeister?, Ja! Er ist also zurück? Seit einigen Tagen. Ich habe den Auftrag Ihnen mitzutheilen, daß der Herr Bürgermeister Sie morgen Nachmittag zu sprechen wünscht. Diese Nachricht, so wenig sie auch auf sich zu haben brauchte, schmetterte Jacquemin nieder. Er wußte nichts zu Entworten, nichts zu sagen. Er begleitete den Beamten hinaus, der grüßte, und er wiederholte mechanisch: Morgen Nachmittag. Als Jacquemin wieder hereintrat und schweigend mitten im Zimmer stand, sah Babette, daß er leichenblaß war und daß die senkrechte Falte, die sich zwischen seinen Augen-! eine heftige Röthe, wie es schien als Ausdruck zorniger Erregung, aufflammte. Dabei warfer breitschultrig und robuft, hatte große Hände und dicke Backen, spärliche, pomadisirte Haare, schwarze, etwas schielende Augen und war mittelgroß und fettleibig. Er trug einen hellen Anzug und eine schwere goldene Kette. Das war Herr Roquebert. inglob Boziale Soziale teberlicht. Zur Sonntagsruhe. Die Generalversammlung des Vereins deutscher Papierfabrikanten beschloß, wie wir im„ Gorre spondent" der Buchdrucker lesen, in bezug auf die in Aussicht stehende kaiserliche Verordnung betreffend das Verbot der SonnEr drehte der Thür des Arbeitszimmers den Rücken und tagsarbeit, schon vom 1. Juli ab eine 24 stündige Sonntagsruhe fein grobes, blaffes Gesicht ließen die Gedanken, die ihm maschinen der Beitritt erklärt worden sei. Bis zu dem gedachten eintreten zu lassen, wenn bis dahin für 75 pet. aller Papierim Augenblick durch den Kopf gingen, noch mürrischer und Tage war aber auf die Anfrage des Vorstandes nur für aufgeregter wie gewöhnlich erscheinen, als Jacquemin ein- 860 Papiermaschinen Busage eingegangen und so bleibt es beim trat. Als er die Thür schließen hörte, brehte er sich halb Alten, bis durch die gedachte Verordnung die Herren gezwungen in seinem Sessel um und sagte mit rauher Stimme und mit werden, ihren Arbeitern den Sonntag freizugeben, was voraus seinem zusammengekniffenen Munde, der so groß war, sichtlich für den 1. Oktober geschieht. Ohne Zwang thut's das baß er fast immer nur mit der einen Seite desselben zu Unternehmerthum nun einmal nicht. sprechen schien: Sie sind der Steiger Jean Jacquemin? ( Fortsetzung folgt.) Die St. Gallener Coiffeure haben es durchgefeht, daß man ihnen für Sonntag Nachmittags Arbeitsruhe gewährt. Ihre Züricher Kollegen stellen dieselbe Forderung. Für den Inhalt der Inserate überEin strammer Sozialdemokrat bef uns angekommen. Große öffentl. Bolksversammlung Steie Bereinigung der Zivil- femme Galabemate it Berufsmusiker. nimmt die Redaktion dem Publikum Dienstag, den 19. Juli, Ab. 8 Uhr, in Schloss Weissensee. Sente, Dienstag, 19. Juli, Nachin. 1½Uhr gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 19. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Bettelstudent. Kroll's Theater. Alessandro Stra della. Oftend- Theater. Heinrich Heine. Hierauf: Das Sonntagskind. Bellealliance- Theater. Gefährliche Mädchen. Adolph Ernst- Theater. Ein alter Hallodri. Berl. Sommer- Theater ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg). Dienstag, den 19. Juli: Vorstellung in 5 Abtheilungen. Spezialitäten 1. Ranges. Drei Geschw. Neumann, Gesangs- Trio. Gebr. Schwarz, Mlle. Adrienne Ancion. Georg Rösser, Gesangs- Humorist. Dora Ebert, Curt Ellis. Zum 14. Male: Ein moderner Rasirsalon. Posse m. Gesang in 1 Akt v. L'Arronge. Inscenirt von Paul Pauli. Gold und Silber. Grosses Ballet- Divertissement. Prima Ballerina: Marie Ala. 6 SoloTänzerinnen, ein Solotänzer, Corps de Ballet 20 Damen. Fantoches- Theater des Mr. Winn. Anfang: des Konzerts 6 Uhr, der Vorstellung 7%, Uhr. Täglich: Grosse Vorstellung. Viktoria- Brauerei. Lützow Straße 111/112. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Paul Singer über„ Sozialismus und Anarchismus". 2. Diskussion. 3. Besprechung kommunaler Angelegenheiten. 4848 Der Vertrauensmann. Deutscher Tischler- Verband ( Zahlstelle Berlin). Versammlungen für den Norden, Moabit und Wedding am Mittwody, den 20. Juli, Abends 812 Uhr, im Lokale von Geissler, Fennstr. und Tegelerweg- Ecke. Für den Osten am Dienstag, den 26. Juli, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Schirrmacher, Andreasstrasse 26. Tagesordnung: Gäste haben Zutritt, 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird ersucht. 464/14 Die Ortsverwaltung. Fachverein der Stellmacher Berlins und Umgegend. ordentliche Mitglieder- Versammlung bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Tagesordnung: 1098b Edwin Katz u. Frau Berlin- Schöneberg. Orts- Krankenkasse der Steindrucker und Lithographen zu Berlin. Am 17. Juli cr. verstarb unser Mit glied, der Lithograh Herr Theoder Mettke. 1. Bericht der Geschäftsordnungs- Die Beerdigung findet statt am Rommission. 2. Ersatzwahl zur Ge- Mittwoch, den 20. d. M., Nachm. schäftsordnungs- Kommission. 3. End- 4 Uhr, von der Leichenhalle des Dreigiltige Beschlußfassung in Betreff des faltigkeitskirchhofes, Bergmannstr., aus. Um zahlreiche Betheiligung bittet Rendantenposten. 4. Verschiedenes. 446/19 Der Vorstand. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10 457/11 Der Vorstand. Achtung! 11120b Die Theilnehmer der dampfer- Kinderwagen. Bröstesager Berlin partie des Rauchklub Kernspize Wäsche wird billig gewaschen. am Sonntag, den 17. Juli, werden dringend ersucht, etwaige Berluste an An- 1099b gehörigen oder Kleidungsstücken und Frau Sicha, Rüdersdorferstr. 27 III. Werthfachen im Vereinslokale, Rüders. Arbeitshosen, rühmtes Seifhennersdorferstr. 8 bei Böhl anzumelden. 2730L durch feste Arbeit bedorfer Fabrikat, Stoffe auf Handstühlen Achtung! gewebt, sind am billigsten direkt zu be Genossen u. Kollegen vom Wedding! ziehen von Empfehle mich den Genossen und G. Lamprecht, Seifhennersdorf i. S. Kollegen vom Wedding zur pünktlichen Feste Arbeitsh. v. 1,30-4 m. Prob. fret. Lieferung des Vorwärts", sowie 2 Läden Broschüren. Indem ich die Genossen mit und ohne Wohnung zum 1. Ottbr. und Kollegen bitte, mich in meinem Unternehmen zu unterstützen, weil ich Brunnenstraße 131, an der Invaliden nicht mehr in meinem Beruf arbeiten Straße, in lebhaftester Geschäftsgegend, 1095 b zu vermiethen. Näheres: tann, zeichne achtungsvoll 1052b Am Mittwoch, den 20. Juli d. J., Abends 8% Uhr, im Lokale sämmtlicher Arbeiterblätter des Herrn Keller, Bergstraße Nr. 68: " General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Vorlesung aus der Broschüre: Nieder mit den Sozialdemokraten." 3. Bericht der Arbeitskommission. Gleichzeitig werden die Mitglieder ersucht, wenn möglich, mit den Billets ab= zurechnen. Um zahlreichen Besuch bittet 481/6 Der Vorstand. J. Messmann, Schönhauser Allee 80. Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands( Bahlstelle Berlin). Derlammlung Carl Weisse, Tegelerstr. 27. opha's und Matratzen, sowie jede Tapezirerarbeit fertigt gut und dauerhaft an 1048b Hartung, Königgräherstraße Nr. 67. Swinemünderstr. 45/46 billige Wohnungen: Borderhaus 3 Tr. 2 Stuben u. Küche 330 M., Vorderhaus 4 Tr. 2fenstrige Stube u. Rüche 186 M.[ 10516 Busse, Invalidenstr. 157. Im Verlag des„ Vorwärts" vorräthig: Das Elend der Philosophic. Antwort auf Proudhon's" Philosophie des Elends" von Karl Marx. Im Konzertgarten resp. Saal) am Mittwoch, den 20. Juli 1892, Abends 8% Uhr, im Lokale 2- Stuben u. Rüche 310 M., Hinterhaus Deutsch von Eduard Bernstein und des Herrn Philipp, Rosenthalerstraße 38. ( außer Lüglich Sonnabends): Tagesordnung: 1. Vortrag über:" Die Falb'sche Theorie." Referent Herr Dr. KantoStettiner rowicz. 2. Diskussion." 3. Abrechnung vom Stiftungsfest und Wahl des Vergnügungskomitees zum Winterfest. 4. Bericht der Bibliothekare. 5. VerAufnahme nener Mitglieder. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Sänger. fchiedenes und Fragekasten. Stets wechselnd. Programm. 446/18 Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pig. Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Plakate. PassagePanopticum. Neu! Die Verwaltung. Arbeiter- Bildungsschule Am Sonntag, den 24. Juli: Gr. Volks- Fest Blaue Grotte aus dem Mittelalter d. 19. Jahrhunderts, mit Waffer, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in fiebe lebennsgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Monbit 80/81. im Müggelschlößchen", Friedrichshagen, unter Mitwirkung von 10 GesangVereinen,( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes). Der Auszug der Nörgeler frei nach Spangenberg. # Lebende Bilder auf dem Waffer.- Eugen Richter's Zukunftsbilder. Mechanisches Wachsfiguren- Kabinet. Naturalien Museum. Verloosung von wissenschaftlichen Werken. Konzert und Voltsbeluftigungen aller Art. Billets à 25 Pfg., giltig für die Ueberfahrt, sind in allen Zahlstellen und in den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. Außerdem machen wir darauf aufmerksam, daß wir mit der Dampfstraßenbahn- Gesellschaft ein Abkommen getroffen haben, wonach die Hinund Retourfahrt 15 f. fostet. Gleichzeitig findet die Eröffnung des extra zu diesem Zweck erbauten 200 Quadratmeter großen Pariser Tanzbodens statt. Der Vorstand. 488/16 Zentralverein der Bildhauer Dentschlds. Täglich: Gr. Konzert, Theater 460/10 und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L ( Ganverein Berlin, Annenstr. 16.) Stellenvermittelung: 12 Steinbildhauer für außerhalb. Sonntags Vorm. von 10-11 Uhr. Abends von 8-9 Uhr. Tempel's Festsäle, Langestraße 65. Allen Bekannten zur Nachricht, daß ich auf Anordnung des töniglichen Entree 30 Pfg. Polizei- Präsidiums mein Lotal um 11 Uhr schließen muß. Ich bitte daher Hellmuth Peters. meine werthen Gäste, sich mit ihrem Durst derartig einzurichten, daß er mit der Verfügung des Polizei- Präsidiums im richtigen Verhältniß steht. G. Tempel. Altes Schüßenhaus, Linienftr. 5, 2741 ( neu renovirt) empfiehlt sich den werthen Vereinen zu allen Festlichkeiten, sowie Bersammlungen. Telegramm- Adresse: Franz Beyer, 819 b. Berlin N., Chauffeeftr. 103. Billigste Bezugsquelle für Wein, Liqueure, Rum, Cognac, Fruchtsäfte. Waffengötz, Berlin. H. Götz& Co., Waffenfabrikanten. Berlin, Friedrichstr. 208. 2725L Revolver 5 bis 75 M.( Specialität). Teschins( grösst. Sortim.) Gewehrform. M. 6,50 bis M. 50.Luftgewehre( schönes Geschenk) für Bolzen u. Kugeln& bis 35 M. Jagdearabin. Schrot u.Kug. v.14 M. an Centralfeuer- Doppeldinten Ia im Schuss M. 34,-bis M. 250,-. 3jähr. Garantie. Umtausch gestattet. Nachnahme oder Vorausbezahlung. 111. Preisbücher gratis u. franco. Achtung! Kein Laden. Fernsprecher Amt 1, 4154. Charlottenburg. Wallstr. 46, Brauerei Gambrinus, Bismardstr. 23, empfiehlt helles Lagerbier( Gambrinusbräu) und dunkles Versandtbie ( Gambrinusversandt). 2826L Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Laffalle, Mare n. 3.) in Zigarrenspiken, Pfeifenköpfen, Shlipsundeln, Manschettenknöpfen, Stöcken, Brochen. Büsten. En gros. En détail. 2274 L B. Günzel, jeht Lothringerstr. 53, am Rosenthaler Thor. Kolonialwaaren- und Butter- Handlung A. Fiebach, Schwedterstrasse 20, empfiehlt anerkannt vorzüglich schmeckende Kaffees, roh, à Pfd. von 1-1,50, gebrannt à Pfd. von 1,20-1.80 M., hochfeine Tafel- Grasbutter, täglich frisch, à Pfd. 1-1,10 m. HF Verkaufsstelle der Genossenschafts- Bäckerei. 2705L am Oranien2675L Zahnarzt Robert Wolf, Chausseestr. 123, burger Thor. Künstliche Zähne von 2 M. an, Plomben von 1,50 M. an, Schmerzloses Zahnziehen M. Kassenmitglieder zahlen Kassenpreise. Sprechstunde von 8-7 hr. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. Grünkram- Geschäft mit neuer Destillation bill. verkäufl., wegen 5. E. Diuolage, Rolle, Holz u. Kohlen, gangbar, ist bill. Uebern. ein. Gigarr.- Gesch. Blumen1121b Rottbuferstr. 4, Hof part. 3. vert. Bergenann, Gremmerstr.1, S. 11. straße 49, Gigarrenladen. Nur eigene Fabrikation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Zabale. 1785L Karl Kautsky. Schlafft. f. 2 Herr. Buhke, Friedrich- Mit Vorwort und Noten von Fr. Engels. Preis broschirt 1,50 M., straße 39 Querg. III. gebunden 2 M. 1096b Bessere Schlafft., Flureing., f. 2 Herr. Rottbuserstr.2, H. 12r. b. Gerlach.[ 654m Das Werk ist unentbehrlich für Jeden, der den wissenschaftlichen Sozialismus studiren will. Arbeitsmarkt. udje als Seher, Korrektor, Expedient, eventuell Metteur oder Faktor per Anfang August Stellung im Parteiblatt. Bis zu meiner Inhafich tation: Verwendung finden. Gefl. Zuschriften unter ,, Korrektor" an die Der Ursprung der und des Staats. auch redaktionell und in der Agi- Familie, des Privateigenthums Expedition d. Bi. Tücht. Kaufmann, der im Zeitungs- und Druckereimesen praktisch thätig gewesen und zur selbständigen Leitung einer Druckerei mit Beitungsverlag befähigt, wird gesucht. Offerten unter A. O. an die Expedition des Vorwärts." " Geübte Carton- Arbeiterinnen verlangt Stralauerstr. 37. F. Souvreux. 1097b Ein Stahlgravenr mit 500 m. tann als Sozius eintreten. Offerten beliebe man unter„ Aluminium" an die Exp. d. 8tg. zu richten. Im Anschluß an Lewis H. Morgan's Forschungen von Fr. Engels. Preis brosch. M. 1.-, gebb. M. 1,50. Soziale Weckrufe Gedichte von Fritz Kunert. 96 Seiten. Preis 40 Pfennig. Berlags- Buchhandlung des Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth Strasse No. 2. Soeben erschien: Tieferung 1 von Sozialpolitisches Handbuch. Herausgegeben von E Dr. H. Lux- Magdeburg. Erscheint in 5 Lieferungen à 30 Pfennig. Diefelben gelangen in Zwischenräumen von 14 Tagen zur regelmäßigen Ausgabe. Komplett broschirte und ge bundene Exemplare werden in ca. 8 Tagen fertig gestellt sein und wollen sich die Besteller auf solche bis dahin gedulden. Das„ Sozialpolitische Handbuch" ist für jeden Genossen, der sich hervorragend an der Agitation betheiligt, öffentlich auftritt, und dem Gegner gegenüber schlagfertig sein muß, ein unentbehrliches Hilfsmittel. Der Verfasser hat, unterstützt von Mitarbeitern, mit diesem Werke ein Nachschlagebuch gefchaffen, welches in den wichtigsten Fragen über die proletarische Bewegung, ihre treibenden Kräfte, ihre wirthschaftlichen und politischen Widerstandsmomente Ausschluß giebt. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. I Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von Auswärts bitten wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages.( Porto extra.) Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SWBeuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 166. Frei- Rußland. Dienstag, den 19. Juli 1892. Lokales. 9. Jahrg. von der wir uns in jüngster Zeit mehrfach überzeugen konnten, Danach scheint bei Frl. Wabniß die nervöse Ueberreizung, einen so bedauerlichen Grad erreicht zu haben, daß eine NervenB. 1. Erklärung von Grund und Boden als Eigenthum Heilanstalt für sie jedenfalls der zweckentsprechendere Aufenthalt wäre als die Gefängnißzelle. Denn bei einem Genossen in normalem Gesundheitszustand wäre unter den heutigen Verhält nissen der Gedanke des Hungerstreifes nach Art der Opfer der zarischen Grausamkeit einfach ausgeschlossen. fasten, wie eine progressive Einkommensteuer, Abschaffung der 3. Mittel und Wege zur gerechten Vertheilung der Steuerindirekten Steuern 2c. zum Ausdruck kommt; weil sie aber heute die einzig praktisch denkbare ist, stellen wir uns auf diesen StandUnter dem Titel Free Russia" erscheint seit einigen Jahren bie ganze gesellschaftliche und staatliche Organisation im Ein- nung vom Ausstand der Buchdrucker, um in durchsichtiger Weise punft. Die Aufgabe des Verfassungsrathes muß darin bestehen, Die ,, Berliner Zeitung" benußte seiner Zeit die Abrech in London eine Monatsschrift, die sich speziell mit der Aufklärung verständniß mit den Forderungen der Wählerschaft zu revidiren. Die angebliche geringe pekuniäre Leistung der Setzer des VorEnglands und West- Europas über die russischen Zustände befaßt. Die Herausgeber und Mitarbeiter des Blattes sind hauptsächlich halten wir, als Sozialisten, es für unsere Pflicht, unser Pro- stellt und können nun noch mittheilen, daß, wie aus dem heutigen III. Unbeschadet unseres Eintretens für diese allgemeine Sache wärts" mitzutheilen. Wir haben damals die Sache richtig geRuffen und zwar find Männer der verschiedensten Parteirichtung gramm vor das Volk zu bringen. Wir werden dieses Programm Versammlungsbericht der Buchdrucker ersichtlich, infolge eines zufammengetreten um das Unternehmen zu fördern. Bei der Natur des russischen Despotismus, der mit unerbittagitiven zur Zeit der Wahl und wir werden es vertheidigen im Setzer um 180 M. zu niedrig angegeben sind. Letztere betragen verkünden vor dem politischen Umsturz, wir werden für dasselbe Rechenfehlers der Streitkommission die Beiträge der Vorwärts"= licher Grausamkeit jeden Träger eines freien Gedankens verfolgt, Verfassungsrath. Dieses unser Programm fordert: fei er Liberaler, Demokrat oder Sozialist, ist es erklärlich, daß demnach 2303,35 M. und somit die Summe der Bading'schen Männer dieser verschiedenen Richtungen sich verbinden, um ge- A. 1. Gine dauernde Boltsvertretung mit vollständiger Macht- Offizin überhaupt 3306,15 m. meinsam den gemeinsamen Feind zu bekämpfen. Ist dieser ge- befugniß für die allgemeinen Staatsgeschäfte. stürzt, dann erſt trennen sich ihre Wege und wird für die 2. Allgemeines Stimm- und Wahlrecht für Alle ohne Unter- im Gefängnisse zwangsweise ernährt wird, da sie, ihrem Gelöb Ein Berichterstatter schreibt uns, daß Fräulein Wabnih russischen Sozialisten alsdann dieselbe Taktik maßgebend sein, die schied des Standes und des Besitzes. für ihre Genossen in West- Europa heute maßgebend ist. 3. Preß-, Vereins- und Versammlungsfreiheit und ungehinderte nehmen und ihr Gesundheitszustand bei längerem Fasten Gefahr ungehindertenisse getreu, sich weigerte, irgend welche Nahrung zu sich zu. Bei dieser eigenthümlichen politischen Lage Rußlands, wo es Wahlagitation. fich darum handelt, zunächst die ersten Grundlagen für einen 4. Ausgedehnte Autonomie der Provinzen, garantirt durchlief. Während zwei Beamte die Gefangene halten, flößt ein modernen Kulturstaat zu schaffen, ist es erklärlich, daß auch die Volkswahl aller Beamten, Unabhängigkeit des Mir( Bauer dritter ihr mittelst eines Gummischlauches die in eine breiartige ( Bauern Form gebrachte Nahrung ein. Männer anderer Nationen, die in dem heutigen Rußland einen gemeinde) und ökonomische Freiheit des Bolkes. Feind aller Kultur und allen sozialen und politischen Fortschritts 5. Ersetzung des stehenden Heeres durch eine Territorialerblicken, die Herausgabe von" Free Russia" unterstüßen. Ins- armee. besondere sind es eine größere Bahl Freunde der russischen Freiheit in England und Amerika, die sich als Gesellschaft der des Boltes. Freunde der russischen Freiheit zu regelmäßiger materieller Unterftüßung des Unternehmens vereinigt haben. 2. Mittel und Wege zur Vergesellschaftung aller Werkstätten Das Unternehmen hat nun insofern in neuerer Zeit eine Er- und Fabriken zum freien Gebrauch der in denselben beschäftigten Arbeiter. weiterung erfahren, als die genannte Monatsschrift nunmehr unter dem Titel Frei Rußland" auch in deutscher Sprache erscheint, und Kondukteur Buchholz der Allgemeinen Omnibus- Aktiengesellschaft, Durch einen schuftigen Denunziantenstreich verlor der var in Zürich. Damit erwächst für uns Deutsche und insbesondere für uns Sozialdemokraten die Pflicht, das Unternehmen ebenfalls Linie Botanischer Garten- Oranienplatz seine Stellung. Beim Billet, mit allen Kräften zu unterstützen. Deutschland ist der unmittel C. Bolle Rede- und Gewissensfreiheit; obligatorische un- verkauf hatte derselbe aus Versehen ein Billet zu viel abgerissen bare Nachbarstaat Rußlands, Deutschland ist infolge davon mehr entgeltliche Boltsschule 2c. und foupirt, ein hinzugestiegener Herr" bemerkte, daß das Billet als die meisten anderen Staaten an der inneren Entwickelung Rußlands interessirt. Wir werden an diesem Programm festhalten, und zwar an welches er erhielt, bereits abgerissen war, und sprach dem KonDie panslavistischen Bestrebungen des jeder einzelnen Forderung desselben, denn nur in der Ausführung dufteur gegenüber die Verdächtigung aus, daß er die Fahrscheine Difiziellen Rußland, feine Feindseligkeit gegen die europäische des ganzen Programmes sehen wir die Garantie für die politische zweimal verkaufe, worüber ihn jedoch der Kondukteur sofort in Rultur, feine politische, soziale und ökonomische Abschließung und ökonomische Freiheit und die normale Entwicklung des genügender Weise aufklären konnte. Trotzdem fühlte sich der speziell gegen Deutschland find hervorgegangen aus dem Be Volkes. „ Herr" bewogen, an die Direktion eine Anzeige zu richten, infolge streben, das zarische Rußland auf seinen gegenwärtigen Grunddessen der betreffende Kondukteur am Mittwoch früh ohne weitere lagen zu erhalten und es zu einer Macht zu machen, mit der Untersuchung sofort entlassen wurde. man eines Tages das revolutionäre Westeuropa niederzuwerfen vermag. Wieder einmal ist über ein schweres Dampferunglück zu Der Zweck unserer Propaganda ist, die Jdee einer politischen berichten. Am Sonntag Abend, wenige Minuten vor 11 Uhr, Wir Deutsche und speziell wieder wir deutschen Sozialdemokraten Revolution als Mittel einer sozialen Reform, sowie unser Partei tam von Friedrichshagen her der Dampfer Augusta Viktoria" müssen also den Wunsch haben, daß es gelinge, einerlei mit programm populär zu machen. Die Kritik der heutigen Form auf die neugebaute Brücke bei Köpenick zu gefahren, um diese welchen Mitteln, dieses autokratische Rußland zu vernichten; ber Gesellschaft, die Begründung und Erklärung revolutionärer durch den Mitteldurchlaß zu passiren. Welche Umstände es ver wir müssen alle Bestrebungen unterstützen, die auf dieses Ziel Methoden, sowie sozialer Reformen sind ausgezeichnete Pro- anlaßt haben, ist bis jetzt nicht erwiesen: furz, der Dampfer gerichtet sind und jedes Mittel willkomnren heißen, das Erfolg pagandamittel. Die Propaganda muß in allen Bevölkerungssteuerte nicht auf den Mittel-, sondern den rechten Seitendurchlaß verspricht. Kann Rußland nicht von Innen revolutionirt werden, flaffen betrieben werden. Bor Allem muß das Vertrauen der hin und streifte hier den Pfeiler so start, daß ihm Stücke des so muß die Revolution von Außen nach Innen getragen werden. Industrie- Arbeiter in den Städten gewonnen werden, damit ihre Bordertheiles und die Bank an der rechten Seite weggerissen Wer dieses unternimmt, ist unser Freund und Bundesgenosse. attive Betheiligung bei einer allgemeinen Erhebung gesichert ist. wurden. Auf dem Dampfer befand sich der Rauchklub KernEs ist nun die Aufgabe von Frei Rußland" diesen revo: Während wir die Massen vorwärts zu bringen suchen, ist es noth- spige", eine Gesellschaft von etwa 200 Personen mit Musik. lutionären Kampf gegen das heutige Rußland zu führen. Einmal wendig, aus den Arbeitern die fortgeschrittenen Genossen heraus- Etwa 16 bis 18 Personen wurden ins Wasser geriffen, aber follen vom Auslande aus die Gedanken nach Rußland verbreitet zulesen und diese zu selbständigen Führern der Arbeiterbewegung wieder herausgefischt. Man hatte gehofft, daß Niemanden sonst werden, für deren Verbreitung im Innern dort die Mittel fehlen, heranzubilden. dann sollen durch die Mittheilungen über russische Zustände und ein Unfall getroffen habe. Leider war die Annahme aber eine Der Zweck der Agitation besteht in der Organisation von vorschnelle; denn nach Köpnick wurden gestern früh zwei Personen ihre kritische Beleuchtung die Sympathien für das offizielle Ruß- energischen Protesten des Volkes gegen die bestehende Gesellschafts- als vermißt gemeldet. Es wurde sofort nachgefischt und man fand bald Sympathie mit den Männern, die diesen Kampf führen, gefördert dem Parteiprogramm im Einklang stehen, insbesondere die der das Ehepaar Dstar Schmidt, Am Ostbahnhof 20 wohnhaft, erwerden. Hiernach ist also die Stellung, die wir als Sozialdemo- Einberufung einer gesetzgebenden Nationalversammlung. traten einzunehmen haben, gegeben. Wer es nach seinen Mitteln fannt wurden. Die jungen Leute, die einen so jähen Tod erlitten Solche Proteste müssen in der Form von Voltsversammlungen, hatten, sollen erst seit 8 Tagen verheirathet gewesen sein. Verletzt tann, unterstüge das Blatt und informire sich über die Zustände Arbeiterdemonstrationen, von Petitionen und Eingaben, von find noch eine Anzahl anderer Mitfahrenden worden, glücklicherund das Leben eines Staats, der nach der Weltherrschaft strebt Steuerverweigerung 2c. stattfinden. und in seiner gegenwärtigen Verfassung ein Todfeind Deutschlands ift.) Juniheft Im Nachstehenden veröffentlichen wir einen Artikel aus dem von Frei Rußland" der das Programm der„ Narodnaia olia" enthält und für unsere Partei von besonderem Interesse fein dürfte: Das Programm der Narodnaia Wolia vorzubereiten. IV. Zur Berfolgung dieser unserer Ziele wird die Thätigkeit unserer Partei die folgende sein: 1. Propaganda und Agitation. weife aber nur leicht. 2. Destruktive und terroristische Thätigkeit. Bon betheiligter Seite wird uns Folgendes mitgetheilt: Der Terrorismus, bestehend in der Beseitigung der schlechtesten Der Rauchklub Kernspize" fuhr in der 11. Stunde vom SeeRegierungsmitglieder und in der Bestrafung der infamsten Geschlößchen Friedrichshagen mit einem Dampfer der Stern'schen Ge- Der waltthaten und Ausschreitungen der Regierung, ist einzig und Gesellschaft ab. Bis zur Friedrichshagen- Köpenicker Brücke ging allein Selbsthilfe. Wir halten den" Terrorismus" in Fällen, wo die Fahrt ordnungsmäßig vor sich. Dort fuhr der Dampfer sonst kein Mittel verfängt, für selbstverständlich. 3. Geheime Gesellschaften und deren zentralisirte Organisation. Brücke, nicht durch das Mitteljoch. In der Mitte des Bogens mit ziemlicher Schnelligkeit durch den rechten Bogen der in turzer Zusammenfassung. Die Bildung von kleinen geheimen Gesellschaften, deren angekommen, stieß der Dampfer mit dem Bugspriet ans Unter obigem Titel giebt die Narodnaia Woliagruppe aufs iede sich mit einem besondern Ziele der Partei zu befassen haben Gemäuer, wobei die rechte vordere Sigbank abbrach und mit Neue das Programm heraus, welches ehedem vom Exekutivkomitee wird, ist nothwendig zur Erledigung der manigfaltigen Geschäfte ungefähr vierzig Personen ins Wasser stürzte. Durch den Aufder Partei Narodnaia Wolia aufgestellt worden war. An den und Aufgaben der Partei und zur Herauſchulung der Mitglieder. schrei eilten sofort Schiffer herbei, die, soweit es sich vorläufig Grundprinzipien der Narodnaia Molia ist nichts geändert worden, um aber einheitlich vorgehen zu können, besonders während der in der Dunkelheit ermitteln ließ, alle Personen, bis auf die beiden wohl aber wurden einige zeitgemäße Modifikationen vorgenommen. Vorbereitung der Revolution, müssen diese kleinen Gesellschaften erwähnten unglücklichen Eheleute auf Trodene brachten. Der Natürlich wird es einer Partei, nicht einer Heinen Gruppe auf gemeinschaftlicher Basis entweder einheitlich oder söderativ Kapitän Vogt hat zu Protokoll der Gesellschaft" Stern" erklärt, obliegen, das Programm allseitig auszuführen, d. h. die Revolution organisirt sein. 4. Erlangung wichtiger Posten und Verbindungen in der sämmtlich nicht gebrannt hätten. Der Vorstand des Vereins war daß an der Brücke die für die Schiffer bestimmten Lampen Indem sie dieses Programm vor die Deffentlichkeit bringt, Verwaltung, in der Armee, in der Gesellschaft und im Volk. berfolgt die Gruppe den Zweck, das Anwachsen der revolutionären Um die Partei zu befähigen, alle Aufgaben erfolgreich gestern früh in der neunten Stunde in Köpenick bei dem PolizeiIdeen und besonders veljenigen ver Navcontaia Wolia zu stärken. durchzuführen, ist es höchst nothwendig, mit allen Schichten des nach Ertrunkenen gefischt habe; der Vorstand möchte, wenn er mit allen inspektor, welcher angeblich erklärt haben soll, daß man noch nicht Noch heute wird die Narodnaia Wolia sortwährend als mit Boltes auf vertrautem Fuß zu stehen. Im Hinblick auf eine wolle, selbst mit nachsehen. Man nahm nun beim Fischer König bem Terrorismus identisch in ein und denselben Ziegel geworfen, Revolution ist es von größter Wichtigkeit, zu wissen, wie die einen Kahn und suchte von 10-1 Uhr, und fand nun an der und doch kann Jedermann sehen, daß die Prinzipien der Narod: Armee und die Verwaltung sich verhalten werden. Dein Bauern Brücke die beiden Leichen. Nun erschien der Bürgermeister und naia Wolia und deren Taktik in Naun und Zeit zwei verschiedene ſtand muß die Partei ihre besondere Aufmerksamkeit widmen; ertheilte dem Schiffer König den Auftrag, bis 3 Uhr weiter zu Dinge find. sie muß unter den fortgeschrittensten Bauern sich Gesinnungs- fuchen. revolutionären Kräfte zu einer großen Partei zu vereinigen. Hier Vorgehen der Bauern und Arbeiter zuwege bringen, besonders da, Köpenick fand sich, als man ausgestiegen war, ein etwa 9-10 Jahre Eine Frau verlor infolge des Unfalls den Verstand. In Das Hauptbestreben der Narodnaia Wolia ist, alle genossen und Vertrauensmänner gewinnen und so ein gemeinsames das Programm: wo die Bevölkerung der neuen Ordnung günstig gesinnt ist. 3 alter Knabe ein, von welchem der Köpenicker Gensdarm 1. Was unsere Grundprinzipien anbelangt, so sind wir diesem Zweck ist jedes Parteimitglied verpflichtet, eine solche feststellte, daß er nicht nach Köpenick gehörte. Das Kind Sozialisten. Wir sind überzeugt, daß nur in der sozialistischen Haltung zu beobachten, vermöge welcher es die Interessen desi fonnte weder Namen noch Wohnung angeben. Alle, Gesellschaft Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit zur Wahrheit Bauernstandes mit Erfolg verfechten kann; der Parteigenosse muß welche Angehörige, die an jener Barthie theilnahmen, Höhepunkt ihrer Wohlfahrt und ihres Glückes erreichen wird. helfen er muß vermissen, wollen sich bei Böhl, Rüdersdorferstr. 8, melden. beibringen, daß er ein ehrenhafter Mann und der Vertheidiger( Siehe Inserat in heutiger Nummer.) Alle Theilnehmer an der wir Weise für die Partei und ihre Partie begaben sich am Sonntag Abend per Bahn nach Hause. glauben, daß eine dauerhafte und fortschreitende Entwickelung Biele Propaganda zu machen. Rußlands nur möglich ist, wenn sich das Volk frei und unge hindert bewegen kann, wenn jeder neue Gedanke, bevor er in die öffentlichen Urtheils und des Willens des Volkes erscheint. Manifestationen cine allgemeine Bewegung zu unterdrücken sucht, des Verkehrs, daß das Personal der Gesellschaft Stern", deren Boltes und der Wille des Volkes. 5. Organisation und Ausführung der Revolution. In Anbetracht der gedrückten Lage des Volkes und in AnUns erscheint der Unfall noch nicht genügend aufgeklärt und auch den Beklagenswerthen, die ums Leben gekommen sind, nicht wir fordern, daß eine gründliche Untersuchung stattfindet. Wenn Sicherheit " Moment zu beginnen, ohne abzuwarten, bis das Volk loszu- Bezug auf seine Fahrtüchtigkeit einer eingehenden sachverständigen Partei es sich, die im Hlären, halten wir es für unsere Pflicht, demselben eine freie sein, die günstigste Gelegenheit, wie z. B. bei Voltsaufläufen oder Verhältnisse auf der Köpenicker Brücke dem Interesse der Strom II. 1. Indem wir den Sozialismus als unser Programm er- fchlagen befähigt ist. Auf diese Weise wird es der Partei möglich Prüfung unterzogen wird. Ebenso scheint es uns, als ob die Bahn zu schaffen und die Motive zu einer Revolution flar zu Legen. einer Finanzkrisis, zu ergreifen. oder 6. Wahlagitation behuss Einberufung einer National- polizei besonders empfohlen werden müßten. Versammlung. dem drückenden Joche der herrschenden Zustände auf dem Wege Darum ist unser nächstes Ziel die Befreiung des Volkes von Polizeilich geschlossen wurde am letzten Sonnabend das In welcher Weise mun die Revolution auftreten Geschäft des Schlächtermeisters P. Schmidt, Flottwellstr. 10, und einer politischen Revolution. Gine provisorische Regierung, wird, was auch das Resultat eines offenen Aufstandes kurz darauf wurden das Schmidt'sche Ehepaar und der Gefelle deren erster Aft die Befreiung aller politischen Gefangenen sein| einer Verschwörung sein möge, in erster Linie ist verhaftet. Als Ursache dieser Aussehen erregenden Schließung es Pflicht der Partei, für die Einberufung einer National- des Geschäfts stellt die Allgemeine Fleischer- Zeitung" durch die Wiedereinführung der autokratischen Staatsform endgiltig versammlung einzustehen und derselben die Gewalt der pro- eigene Recherchen das Folgende fest: Wie der Polizeibericht vom zu verhindern und die politische Freiheit sicher zu stellen. visorischen Regierung zu übergeben. Und gerade bei diesen lezten Sonnabend bereits furz gemeldet hatte, war der FleischerSobald diese Arbeit gethan ist, hat die provisorische Wahlen muß die Partei mit allen Kräften gegen die Kandidaten lehrling Lukas aus Nauen nahe dem Großen Stern von drei Regierung ihre Gewalt einer gesetzgebenden Versammlung ab- der Ausbeuter des Volfes auftreten und ihr möglichstes thun, Männern überfallen, durch Knittelhiebe betäubt und vom Wagen um den wirklichen Freunden des Volkes den Eintritt zu geworfen worden. Der Wagen wurde später, seiner Ladung bes 2. Wir sind der Ueberzeugung, daß der Wille des Volfes in sichern.*) raubt, in der Hafenhaide vorgefunden. Der etwa 17 Jahre alte einem durch das allgemeine Stimmrecht gewählten VerfassungsFranz Lukas aus Nauen ist bei dem Fleischermeister Rudolph rath richtig zum Ausdruck komme und ehrlich durchgeführt werFischer daselbst in der Lehre und fährt alliwöchentlich zwveinial den kann, wenn wir uns auch nicht verhehlen, daß dies nicht*) Das Juniheft von Frei Rußland" enthält folgende Ar- mit einer Ladung Fleisch nach Berlin, wo ihn sein Meister an der die höchste Form ist, in welcher der Wille des Volkes titel: Das Massakre in Lodz. Revolutionäre Proklamation aus Bentralmarkthalle erwartet. In der Nacht zum Sonnabend wurde der geheimen Presse. Programm der Narodnaia Wolia. er nun von drei unbekannten Männern im Thiergarten ange" Frei Rußland" erscheint in Zürich und ist durch die Die Narodnaia Wolia- Gruppe an die Jungen. Nachrichten sprochen, dieselben baten ihn, er möge ihnen auf seinem Wagen Buchhandlung des schweizerischen Grütlivereins" in Zürich aus Sibirien. Die russische Politik zu Hause und im Ausland einen Platz einräumen. Der Lehrling lehnte dieses Andiese Adresse genügt für 3 M. per Jahr zu beziehen. Der von Professor Dragomanoff. Russische Notizen.- Russische fuchen entschieden ab, da rief einer der Männer:" Warte, mein Betrag fann in Briefmarken eingesandt werden. Arbeiter in der revolutionären Bewegung von C. V. Plechanoff. Junge, das will ich Dir besorgen!" und schon hieb er ihn zutreten. M Gerichts- Beifung. Versammlungen. Wenn die Was mit einem dicken Knüttel über den Kopf, so daß er bewußtlo3| Waffer gezogen. Selbstmord ist nach einer bei der Leiche vor- von halb Gerste, halb Korn und Kartoffel. Anfangs Winter with zusammenfaut. Nun traten die beiden anderen Räuber in Aktion, gefundenen Bleistiftnotiz unzweifelhaft. Nachmittags wurde ein Schweinchen geschlachtet, wenns gut geht, noch eins im Früh fie zogen den Bewußtlosen vom Wagen herab, gaben ihm noch ein obdachloser Arbeiter in einem Schuppen des Grundstücks jahr. Die Hauptfost bilden Kartoffeln in allen möglichen Zus ein paar kräftige Tritte und ließen ihn auf der Chauffee liegen 3ionskirchstraße 29 erhängt vorgefunden. Er hatte furz vorher bereitungsarten." Der Beobachter bemerkt zu seinen Situtions. dann fuhren sie mit dem schwer beladenen Wagen schleunigst von den Versuch gemacht, sich selbst die Kehle zu durchschneiden. bildern, seine Schilderungen seien treu dem Leben entnommen. dannen. Auf dem Wagen befanden sich acht Rinderviertel, fünf Abends wurde in der Lehrterstraße das vor eine Kehrmaschine Um das Bild einigermaßen freundlich zu gestalten, habe er nur Kälber, vier halbe Schweine, diverse Köpfe, Bungen 2c.; die gespannte Pferd scheu und ging durch. Der Kutscher fiel dabei das Leben fleißiger, sparsamer Bauern dargestellt. Weniger Ladung repräsentirte einen Werth von rund 700 M. Mit dieser unter die Maschine und wurde an der Brust so schwer durch fleißige und sparsame gehen alle zu Grunde. Es sind mir Orte Beute fuhren dann die Unbekannten durch die Bellevuestraße Quetschungen verlegt, daß er nach der Charitee gebracht werden bekannt, in denen vor 20-30 Jahren sehr reiche Bauernfamilien am Potsdamer Bahnhof vorbei nach der Flottwellstraße; mußte. In der Nacht zum 18. d. M. wurden bei einem in hausten. Geht heute hin! Da stehen die leeren Bauernhäuser. wo der Raub bei dem Schlächtermeister Schmidt, Flott einem Tanzlokal in der Proskauerstraße 37/38 entstandenen Streit Die Bauern sind zu Grunde gegangen." wellstraße 10 abgeladen wurde; das leere Fuhrwerk der Kutscher Schmidt und der Arbeiter Krause durch Messerstiche brachten die Spizzbuben dann nach der Yorkstraße, wo verlegt, namentlich ersterer so schwer am Unterleib und linken Ueber Herabsehung der Gedinge flagen, wie man der sie es seinem Schicksal überließen. Inzwischen hatte sich Oberschenkel, daß er nach dem Krankenhause am Friedrichshain Franfurter Beitung" schreibt, im ganzen rheinisch- westder Lehrling aus seiner Bewußtlosigleit aufgerafft; zwei Männer, gebracht werden mußte. Am 17. d. M. sand Kustrinerplatz 2 fälischen Kohlenrevier die Bergleute. So wurde welche ihm hierbei hilfreich zur Seite waren, wiesen ihm dann ein unbedeutender Schornsteinbrand statt. in einer in Essen abgehaltenen Versammlung der Belegschaft der den Weg nach der Sanitätswache in der Lessingstraße, wo er sich Zeche Herfules mitgetheilt, früher seien für einen großen Wagen feine Munden, die Banditen hatten ihm drei große Löcher in den 85 Pf. gezahlt worden, jeht erhalte man nur 40, 50, ja auch wohl Ropf geschlagen, verbinden ließ. Um 32 Uhr Morgens fam er ' mal 60 Pf. Bisher habe man geglaubt, die Wagen enthielten hiernach in der Zentral- Markthalle an, um seinem Meister Bericht mur 12 Scheffel; nun aber sei durch Nachmessen erwiesen, daß zu erstatten. Aber dieser hatte schon ein Telegramm seitens des dieselben 1438 Scheffel enthalten. Auch die jetzige Bauführung Polizeireviers in der Grimmstraße erhalten, daß sein Fuhrwert in den Gruben wurde scharf kritisirt. Dieselbe sei unpraktisch, herrenlos in der Yorkstraße aufgefunden und von der Polizei in zu fostspielig und zu lebensgefährlich. Jetzt würden Sohlenstrede, Verwahrung genommen sei. Die Räuber waren sehr Eines argen Schwindels war der Töpfer Ernst Harder Pfeiler und Ort II zusammen genommen, während früher erst leicht zu ermitteln, denn bereits acht Tage früher war beschuldigt, welcher gestern der ersten Ferien- Straftammer des Ort getrieben und dann die Pfeiler zurückgeholt worden wären. der Kriminalpolizei eine Denunziation zugegangen, daß der Landgerichts I vorgeführt wurde. Der Angeklagte will früher Erstattung der Gezähstücke von Seiten der Arbeiter und über die Ferner beschwerte man sich über das zu frühe Anfahren, über' Schlächter Neumann die Absicht ausgesprochen habe, mit einigen dem Kriminalkommissar Grühmacher Vigilantendienste geleistet Behandlung durch ungeschulte Beamte. Auch die schlechten Fahrten guten Freunden ein aus Nauen kommendes Fuhrwerk mit Fleisch und dabei Erfahrungen und Kenntnisse gesammelt haben, die er des Nachts zu überfallen und zu berauben. Auch war die bereits zu mehrfachen Betrügereien benutzt hat und die auch in in manchen Gruben wurden erwähnt. Bum Schluffe geißelte Kriminalpolizei verständigt worden, daß Neumann mit dem In- den beiden Betrugsfällen eine Rolle spielen, die ihm jetzt zur Laſt Ultramontanen sich angesichts solcher Zustände einbilden, die man das Denunziantenthum unter den Bergleuten. haber der Schlächterei Flottwellstr. 10 bereits ein Abkommen gelegt wurden. Am 28. Februar d. J. erhielt der Fabritbesitzer Bergleute der Sozialdemokratie fernhalten zu können, so unters betreffs Verkaufs des Fleisches getroffen habe; Schmidt wurde Anton Lehmann von dem Angeklagten, der sich einen fremden daher von der Polizei ständig obfervirt. Diese Denunziation war Namen beilegte, ein Schreiben, worin der Absender dem Adressaten liegen sie einer für uns sehr amüsanten Täuschung. von der Stiefschwester des Neumann, Frau Badynski, Wolliner mittheilte, daß er den Beweis dafür liefern könne, daß in intelligent ist unter den Bergleuten, das muß sich unter solchen straße 14, ausgegangen, bei der Neumann früher gewohnt hatte; seiner zu zu Nieder- Schönweide belegenen Fabrik umfang- Verhältnissen früher oder später unserer Partei anschließen; die später waren die Geschwister in Feindschaft auseinander gegangen. reiche Diebstähle ausgeführt worden seien und daß in der dummen und egoistischen Elemente suchen sich durch Liebedienerei Nachdem nun der Raub zur Kenntniß der Behörde gelangt war, kommenden Nacht wieder ein großer Diebstahl geplant sei. Da bei den Bergverwaltungen eine bessere Existenz zu sichern, schließlich wurde sofort bei dem Schlächtermeister Schmidt in der Flottwell der Schreiber sich darauf beries, daß er vor etwa fünf Jahren in werden aber auch sie einsehen, daß das eine verfehlte Spekulation straße Haussuchung gehalten und die geraubte Ladung fast einer ähnlichen Angelegenheit, wenn auch erfolglos, für den ist, und fich dann gleichfalls um das rothe Banner schaaren. vollzählig bis auf einige bereits abgehauene Kalbskeulen in der Adressaten ihätig gewesen und da der Letztere sich dieses UmWerkstatt auf der Erde liegend vorgefunden. Das Fleisch standes entfann, so glaubte er, die Sache nicht von der Handwerksverein der Eisen, Metall, Hilfs- und In Brünn feiert am 24. Juli der Fach- und Ges wurde nun, nachdem es von dem Schlächtermeister Fischer aus weisen zu sollen, sondern forderte den Angeklagten zu einer Be- deren Nauen als sein Eigenthum rekognoszirt worden war, demselben sprechung auf. Der Angeklagte beharrte auf seinen Behaup 20 jährigen Bestehens in Schreibwald's RestaurationsMitarbeiter Mähren 3" das Feft feines ausgehändigt und nachdem es die Untersuchungsstation paffirt tungen, hüllte sich aber sonst in den Mantel des Geheimnisses und garten unter Theilnahme sämmtlicher Brünner Arbeitervereine. hatte, in den sieben Stadtbahn Bögen( Fleisch Engrosmarkt) behauptete, an Ort und Stelle thätig sein zu müssen. Lehmann zum Verkauf gestellt. Da der Markt fast zu Ende war, mußte gab ihm 4 M. und schickte ihn zu seinem Sohne, der die Fabrik in Fischer billigere Preise stellen, so daß er die Waare zwar sehr Nieder- Echönweide leitete. Diesem gegenüber machte der Anschnell verkaufte, aber immerhin einen Schaden von 150 M. er geflagte ebenfalls nur unbestimmte Andeutungen, schickte aber litten hat. Sowohl Neumann, als ein bei dem Schlächtermeister noch einmal einen Boten mit einem Brief an Herrn Lehmann sen., Zieger- Nauen etwa vierzehn Tage beschäftigt gewesener Gefelle, in welchem er um einen Vorschuß von 20 Wt. bat, da er des deffen Name uns augenblicklich noch nicht bekannt ist, sowie Geldes dringend bedürfe, um seine Vorbereitungen zur ErmitteSchmidt und Frau befinden sich in Untersuchungshaft. Der lung der Diebe treffen zu können. Das Geld wurde ihm be- Die Filiale Berlin II der Maurer ze. Deutschlands Geselle des Schmidt ist jedoch wieder aus der Haft entlassen willigt. In der Nacht ließ sich in der Fabrik nichts Verdächtiges hielt am 6. d. Mts.( der nachstehende Bericht ging uns erst Ende worden, nachdem sich herausstellte, daß er von dem Vorgang blicken. Der Angeklagte behauptete, daß der Fabrikleiter die der letzten Woche zu) ihre ordentliche Mitgliederversammlung ab. nichts gewußt hat. Das Schmidt'sche Geschäft ist Montag wieder Sache verrathen habe, weil er den Wächter und noch andere Der Vorsitzende begrüßte zunächst die in der Versammlung er eröffnet worden; die Polizei hat seiner hier zu Besuch weilenden Personen ins Geheimniß gezogen. Ant folgenden Tage wandte schienenen, zur 8. Generalversammlung der Kaffe in Berlin an Echwägerin aus Thorn den Schlüffel zugestellt. Die Schwägerin der Angeklagte sich mit einem Schreiben ähnlichen Inhalts anwesenden Delegirten. Hierauf erhielt Herr Bömelburg- Hamburg des Schmidt veranstaltet nun den Ausverkauf der vorhandenen den Fabrikbesitzer Röhl. Hier beanspruchte er eine Belohnung zu seinem Vortrage das Wort. Redner sprach über die Lage Vorräthe. Es scheint, als ob außer Neumann und dem Zieger- von 200 M. Bevor Röhl sich entschied, war der Angeklagte ver- der Arbeiter im Allgemeinen und der im Baugewerbe beschäftigten schen Gesellen der Schlächtermeister Schmidt auch an dem Raube haftet worden, da sein Auftreten in der Lehmann'schen An- speziell" und erledigte sich seiner Aufgabe in dreiviertelstündigem selbst betheiligt war. gelegenheit Verdacht erregt hatte. Jm Verhandlungstermine Vortrage in ausgezeichneter Weise. Er beleuchtete alle Umstände, Unfreiwilliger Tod einer flüchtenden Straßenräuberin. machte der Angeklagte so viele Winkelzüge und stellte so ver- welche schädigend auf das Gewerbe und die Arbeiter wirken, wie Vorgestern Abend in der achten Stunde hatte sich ein etwa schiedene Beweisanträge, daß der Gerichtshof schließlich die Ver- unterm heutigen System das Maschinenwesen, das Eingreifen deffelben in das Baugewerbe, den Bauschwindel, die Arbeits zwanzigjähriges junges Mädchen in den Anlagen des Friedrich3. handlung vertagen mußte, um neue Bengen zu vernehmen. ordnungen, den Versuch der Unternehmer, durch lange Arbeits hains, nahe dem Denkmal am Landsberger Play, an ein kleines Nicht identisch. Herr Karl Münch, Straßburgerstraße 19 zeit die Aufklärung unter den Arbeitern zu hemmen und dadurch Kind, das einige Einkäufe besorgen sollte, herangedrängt und wohnhaft, ersucht uns um die Mittheilung, daß er mit dem in die Lohnreduktionen zu fördern u. s. w. und wie dem entgegenzu dasselbe beraubt. Der Vorgang war aber von dem dort Nr. 165 erwähnten Herrn Münch nicht identisch ist.- Ebenso treten resp. abzuhelfen sei. An der Diskussion betheiligten fich patrouillirenden Schuhmann sowie einigen Passanten beobachtet ersucht uns der Eigenthümer A. Henze, Krautstr. 42, um die im selben Sinne die Herren Bonn- Frankfurt, Meyer- Hamburg, worden und sie machten sich sofort an die Verfolgung des mit Mittheilung, daß er mit dem in unserer Nummer vom 16. d. Mr. Tieste- Hannover und Silberschmidt, welche troß ber schweren feiner Beute flüchtenden Mädchens. Die Diebin wollte, um erwähnten Eigenthümer Henze nicht identisch ist. Stellung der Filiale die Mitglieder ermahnten, an dem Zentrals einen genügenden Vorsprung vor ihren Verfolgern zu gewinnen, verband festzuhalten. Kerstan und Macijewsti beklagten sich noch den bei der Büste des alten Fritz befindlichen Teich durcheilen, über die Handlungsweise der Parteipresse, welche zum Theil durch glitt aber, als sie bereits die Mitte des Tümpels überschritten Reßler beeinflußt erscheine, da die Berichte unserer Versammlungen hatte, auf dem moraftigen Grunde aus, verlor das Gleichgewicht öfter den Lokalisten zur Begutachtung unterbreitet würden.( Wir und fiel rücklings ins Wasser. Alle ihre Anstrengungen, wieder glauben im Interesse der gesammten Parteipreffe zu handeln, empor zu kommen, waren vergeblich; sie ertrank vor den Augen wenn wir diese Behauptung als in ihrem ganzen Umfange einer unterdeß zusammengelaufenen zahlreichen Menschenmenge, unglaublich auf das allerentschiedenste zurückweisen. Red. d.„ B.") von der aber Niemand gewagt hatte, der mit dem Tode Ringendann noch den im Vorwärts" den zu Hilfe zu kommen. Auch der Schußmann vermochte nur Die Töpfer werden erfucht, den Zuzug nach der kittler Herr Kerſtan erwähnte veröffentlichten von Roll und Dietrich unterzeichneten die Leiche des Mädchens mittelst einer Stange aus dem Teich fchen Ofenfabrik in Nürnberg fernzuhalten. Die Leitung derselben Aufruf, beginnend dem Worte Genossen" welcher herauszuholen. Auf einer aus dem nahe gelegenen städtischen hat Lohnabzüge von 25-40 pet. vorgenommen. von Unwahrheiten gegen den Zentralverband stroße, und Krankenhause requirirten Bahre wurde die Todte dann dorthin Vor Arbeitsantritt in der Firma Rudolf Preis- sprach seine Verwunderung darüber aus, daß der Unter gebracht. Die angestellten Wiederbelebungsversuche blieben erwerf, Basel, warut der Vorstand des dortigen Schloffer zeichnete Roll, welcher bekanntlich nicht auf dem Boden dez folglos. Die Persönlichkeit der Extrunkenen war bis jetzt noch fachvereins Die organisirten Schlosser. Die Firma läßt noch Parteiprogramms stehe, fondern zu den„ Unabhängigen" gehöre die Arbeiter Berlins noch heuchlerisch mit" Genossen" anrufe. Bei In einem offenen Konzertgarten vergiftet wurde in der der nun folgenden Wahl der Delegirten zum Verbandstage er Nacht zum Sonntag eine Frau aufgefunden. Am Sonnabend Ein deutscher Schuhmacherkongres findet in Frant- hielten Kerstan 33, Klingenberg 24, Schuß 17, Gröppler 9 und Abend beging der konservative Bürgerverein Wedding in dem furt a. M. Montag, den 26. September, Vormittags 8 Uhr, Gräschte 1 Stimme. Die hierauf erstattete Abrechnung Lokal zum Feldschlößchen", Müllerstr. 142, eine Festlichkeit. im Gasthaus zum Rebstock", Kruggasse 4, mit folgender Tages: Raffirers über das dritte Quartal ergab inklusive des alten Etwa um 10/2 Uhr, nachdem das Konzert im Garten zu Ende ordnung flatt: 1. Die Organisation der in der Schuhindustrie Bestandes eine Einnahme von 471,20 m. und inkl. 300 M., war, wurde dieser geschlossen, so daß der Aus- und Eingang nur und im Schuhmachergewerbe thätigen Arbeiter und Arbeiterinnen, welche an die Hauptkasse gesandt wurden, eine Einnahme von durch das Lofal hindurch erfolgen fonnte. Als nun gegen in Berücksichtigung der Beschlüsse des Halberstädter Gewerkschafts- 399,63 M., mithin verblieb ein Bestand von 71,57 m. Dem 31/2 Uhr früh eine an dem Fest theilnehmende Dame den Garten fongresses. Referent: Herr Reichstags- Abgeordneter W. Bock- Sassirer wurde Decharge ertheilt. betrat, fab sie an einem Tische eine Frau auf dem Ersboden liegen. Gotha. 2. Die zweckmäßigsten Mittel zur Erreichung einer Die freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker hielt Der Buchdruckerei- Besiger Hesse und der Buffetier es Lotals besseren Existenz der Schuhmacher. Referent: Herr J. SiebertLindner eilten sofort hinzu und fanden, daß die Frau beseits todt Nürnberg. 3. Wahl eines Vertrauensmannes resp. Schiedsrichters am 12. d. M. eine außerordentliche Generalversammlung ab, war. Neben ihr lag eine Menge weißen Pulvers, eine Selterwasser in Streitangelegenheiten. 4. Anträge aus der Mitte des Kon welche mittelmäßig besucht war. Eingeladen waren zu dieser flasche und ein dazu gehöriges Glas, in welchem augenscheinlich greffes. Alle Anfragen bezüglich des Kongresses find an Michael Versammlung alle diejenigen, welche die Vereinigung im Viertel ein Theil des Pulvers mit Wasser zusammengerührt worden war. if cher in Frankfurt a. M., Schnurrgasse 19, zu richten. jahr April- Juni durch Uebertragung von Musikaufträgen an die Geschäftskommission materiell unterstützt haben. Dieser Eins Außerdem hatte die Unbekannte schwarze Kirschen mit dem weißen Pulver bestreut und anscheinend davon gegeffen. Welcher ſtande. An seine Stelle tritt der Großgrundbesitz, welcher Grund referirte über das Thema:„ Unsere Geschäftskommission und wie Unaushaltsam bergab geht es mit dem deutschen Bauern- ladung hatten mehrere Herren entsprochen. Kollege Schonert Art das Gift ist, steht noch nicht fest. Nachdem ein Arzt den und Boden nach kapitalistischen Grundfäßen bewirthschaftet. Das hat die letzte ihres Amtes gewaltet?" Er fam zunächst auf die Tod festgestellt hatte, wurde die Leiche dem Schauhause zugeführt. Es handelt sich um eine etwa dreißig Jahre alte Frau mit geht auch aus den Bauernbriefen hervor, welche die Pfälzer Ursachen zu sprechen, welche seiner Zeit Veranlassung gaben, dunkelblondem Haar. Ihre Kleidung besteht aus einem runden Beitung" aus dem Westrich veröffentlicht. In diesen" Briefen neben dem feit 15 Jahren bestehenden Berein Berliner Musiker" schwarzen Hut mit schwarzer Schleife, einem dunklen Regen- nächst fonstatirt, daß vor 15 Jahren in dem betreffenden, etwa hob hervor, daß man von dem alten Musikverein erkannt habe, wird ein noch gut fituirtes Dorf als Probe genommen und zu- noch die Gründung einer freien Bereinigung vorzunehmen, und mantel mit gelbgeränderten Knöpfen, einem roth und schwarz ge- 700 Einwohner zählenden Dorfe 58 Bauern vorhanden waren, daß er den heutigen Zeitverhältnissen nicht entspreche und es, un fireiſten Kleid, blauen Handschuhen und Bugstiefeln. Bei der heute dagegen nur 42 anzutreffen sind. Der Beobachter schildert den Musikern eine bessere wirthschaftliche Lage zu erringen, deshalb Todten wurde eine metallene, in der Mitte rund ausgeschnittene die Lage der verschiedenen Kategorien Bauern und kommt zu dem nothwendig sei, Broche gefunden, welche quer über dem Ausschnitt eine Taube Schlusse, daß die Bauern, welche von ihrem eigenen Schmalz als Arbeiter, was der Musiker thatsächlich nur sei, mit bet allen Künstlerdünkel abzulegen und fich und auf dem Rande die Umschrift„ Dieu vous garde" trägt; leben, ganz und gar ausgestorben find. Alle sind mehr oder übrigen Arbeiterschaft solidarisch zu verbinden, um so auf dem ferner eine kleine Geldtasche, eine Sutnadel mit gelbem Kopf und weniger auf Nebenverdienst angewiesen. Gin bestimmter Pferde- Boden der modernen Arbeiterbewegung für eine wirtschaftliche zwei Taschentücher mit roth und gelber Kante und dem Zeichen bauer der dortigen Gegend hat bei einem Besitzstande von Besserstellung sowohl der Musiker als der ganzen Arbeiterschaft 33. St. Bie die Berstorbene, über deren Berfon bislang nichts er- 3 Bferden, 4 Rüben, 3 Rindern, 2 Kälbern, 42 Morgen zu kämpfen. Und da man von einer Kampfesweise dieser e mittelt werden konnte, in den Garten gekommen ist, konnte nicht an ährlich einen Durchschnitts. Ueberschuß von etwa bei dem alten Bereine nichts wahrgenommen habe, sondern viel festgestellt werden. 96,50 M., vorausgesetzt, daß das Jahr gut ist. Da dies mehr inne geworden sei, daß in demselben nicht die Interessen Polizeibericht. Am 16. d. M. früh wurde an der Pots- aber nicht oft der Fall ist, so ist er auf Nebenverdienste angewiesen, sämmtlicher Mitglieder, sondern nur diejenigen einiger Weniger damerbrücke die Leiche einer unbekannten Frauensperson aus dem die ihm in unserem Falle 400 M. einbringen. Daber ist die berücksichtigt wurden, fo gründete man eine neue Vereinigung, in Waffer gezogen. Beim Ausstellen einer Stangenrüstung auf Lebensweise eine höchst dürftige. Der betreffende Bauer gönnt welcher jene Uebel keinen Boden finden sollten. Leider hätten sich dem Grundstück Königin- Augustastr. 23-27 verunglückte gegen fich feit seiner Verheirathung nur selten ein Glas Bier; er muß aber auch in dieser neuen Vereinigung Elemente eingefunden, Mittag ein Maurer dadurch, daß er aus der Höhe von etwa fich abrackern Tag und Nacht, und dabei fagt unser Gewährs welche zur Erreichung ihrer selbstsüchtigen Zwecke sich selbst 8 Metern auf den Hof hinabstürzte. Er wurde nach dem mann, nur wenige Bauern stellen sich so günstig, wie dieser hier. nicht scheuten, das Vertrauen, daß ihnen der Verein durch Ueber Elisabeth- Krankenhause gebracht.- Beim Baffiren der Wallner Der Ochsenbauer mit 9 bis 10 Hektar Land, 1 Baar Ochsen, tragung von Aemtern entgegenbrachte, zu mißbrauchen. Redner Theaterstraße verstarb um dieselbe Zeit ein Arbeiter infolge eines Rühe und Ninder, nimmt in einem speziellen Falle in einem erläutert dann den Zweck der Geschäftskommiſſion und bringt Blutsturzes. – Der Führer eines Milchwagens gerieth Nach Durchschnitte jahre 568 M. ein und giebt 948 m. aus, er arbeitet an der Hand von Belastungsmaterial ben Beweis: daß sich die mittags in der Flensburgerstraße bei dem Versuche, sein scheu also ständig mit Verlust; seine Landwirthschaft lohnt nicht mehr. Herren der Geschäftskommission( E. Riet und W. Schulz) a gewordenes Pferd aufzuhalten, unter die Wagenräder und erlitt Auch hier muß das Fehlende durch Nebenverdienste beigeschafft folche Unregelmäßigkeiten der schwersten Art haben zu Schulben Gegen Abend werden; Familie muß mitarbeiten. dadurch einen Bruch des linken Unterschenkels. Noch kommen lassen, daß sie bei Abschließung von Musikaufträgen durch sogenannten Kuhbauern, Redensarten, wie„ der Berein stellt nur schlechte, die Herren ertränkte fich eine noch nicht ermittelte Frauensperson in dem schlimmer fleinen Teich am Friedrichshain. An demselben Tage fand welche Landwirthschaft Treibenden privatim" aber gute Musik" u. s. w. die Musilauftraggeber zu Rosenthalerstr. 1 em unbedeutendes Feuer statt. Am 17. d. M. bilden. Ueber diese bemerkt der Briefschreiber:„ Das Eigenthum veranlassen wußten, von ihrem ursprünglichen Vorhaben: be ein früh wurde in einem Restaurant in der Müllerstraße eine eines solchen besteht gewöhnlich in einem vernachläffigten Hause, Bere in die Musitbestellung zu machen, Abstand zu nehmen und vor zwei armen Kühen, einen oder zwei Rindern, wovon alle ein bis jenen Herren die Musikaufträge privatim zu übertragen. Frauensperson todt an einem Gartentische figend gefunden. Nach ärztlichem Gutachten hatte sich dieselbe ver- zwei Jahre eins verkauft wird. Brotfrüchte werden so viele ge- Ferner haben sich die Herren zu vielen Konzerten eigenmächtig giftet. Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. An der un- pflanzt, als man in der Familie nöthig hat, oft auch weniger als Dirigenten aufstellen lassen, wie aus den Inferaten teren Freiarche wurde die Leiche eines Kaufmanns aus dem Dabei gewöhnlich viel Kinder. Als Brot dient ein Gemengsel im„ Vorwärts" nicht festzustellen. Soziale Lteberlicht. 11 Stunden arbeiten. W die gauze ist die Lage der die Mehrzahl aller des ersichtlich, theilweise ohne zur Leitung eines Ronzerts die Be fähigung zu befizen. Als Dritter behandelt werde, sei bewiesen, daß die Frau sich auch politische des Vorwärts" aufzuführen vergessen worden sei. Diese Rate im Bunde stehe der Kollege G. Jahnte im G. Jahnke im Ver- Macht zu erobern hätte. Rednerin besprach noch die Prostitution, beträgt 180 M. dacht, mit den Herren der Geschäftskommission Hand in Hand die durch die schreckliche Noth gezüchtet wird, und empfahl den Herr Massini, Delegirter zur Streit Kontrollkommission, gearbeitet zu haben. Da Jahnke nicht anwesend, wird seine An- Frauen, sich fleißig um das öffentliche Leben zu fümmern. Eine gab der Versammlung den gefaßten Beschluß der Streit- Kontrollgelegenheit vertagt. Bei der Diskussion meldet sich zunächst als Resolution im Sinne des Vortrages wurde einstimmig ange- fommission in Sachen der Brauer( Unions- Brauerei) bekannt. Gast ein Herr Simon, welcher bestätigt, daß Schulz bei Ab- nommen. Hierauf nahm die Versammlung die Abrechnungen über Die Versammlung beschloß: schluß eines Musikgeschäfte zu ihm ebenfalls Aeußerungen, wie die Gemeinde- und Gewerbegerichtswahlen und das Maifest entdie vom Redner erwähnten, als: privatim: gute Musik gegen und ertheilte den Kassirern Decharge. Mit einem Hoch auf Berein: schlechte Musit", gethan hat, um das Musikgeschäft für die Sozialdemokratie ging man auseinander. fich zu ergattern, und somit den anderen Vereinsmitgliedern und so " In Anbetracht nach Anhörung des Thatbestandes, daß die Unions- Brauerei( Hasenhaide) ihrem Personal das Roalitionsrecht in jeder Weise illusorisch macht, sich dem von den Delegirten der Berliner Streif- Kontrollfommission einftimmig gefaßten Beschluß, den Boykott über die UnionsBrauerei zu verhängen, anzuschließen und mit allen Mitteln dahin zu wirken, daß den Arbeitern dieser Brauerei ihr Koalitionsrecht gewahrt werde." Anläßlich mehrerer Vorkommnisse wurde den Berliner Buchdruckern ans Herz gelegt, dort, wo Kollegen die Kondition verlassen haben, nicht sofort sich zahlreich anzubieten. Mit einem dreifachen Hoch auf die Einigkeit wurde hierauf die Bersammlung geschlossen. Riet und Schulz, welche sich nun zum Wort melden, fördern fräftig zum Generalfonds beizusteuern. Unter Verschiedenen Orts- Krankenkassen durchführbar sei. Derfelbe erläuterte die " Generalversammlung erstattet, deren Beschlüsse den Lesern bereits NO man gegenüber geschäftlich im Vortheil zu sein. Gastwirth Wernau, Steglit. Am 14. Juli erstattete in einer öffentlichen Verwelcher zu der Versammlung besonders geladen war, bringt noch sammlung der Maur er von Stegliz, Friedenau und Umgegend mehr belastendes Material gegen die Geschäftskommission vor Kollege Nähring Bericht über die jeßige Lohnbewegung. und betont: daß man hierin unbedingt Wandel schaffen müsse, Das Resultat war, daß von 12 Meistern, an die feitens der Kolfalls die Vereinigung vorwärts schreiten soll. Es sei genug legen Forderungen gestellt worden waren, 4 den verlangten Misgünstiges über die Freie Vereinigung in die Berliner Stundenlohn von 55 Pf. zahlen, 2 bewilligen vom nächsten Zahl Arbeiterschaft gedrungen, so daß es ihm schwer falle, tage ab, die Uebrigen zahlen einen Lohn von 50-55 Pfg. Es für den Verein zu agitiren, so gern er auch wolle, wurden seitens der Kollegen die Mißstände, welche noch auf leicht vielen Bauten vorhanden sind, scharf kritisirt, worauf folgende es ihm auch werden würde, wenn Alles im Verein mustergiltig vor sich gehe. Redner spricht dann Resolution einstimmig zur Annahme gelangte: noch sein Mißfallen aus über das beharrliche Schweigen des Die in der heutigen Versammlung anwesenden Kollegen ver Für die Mitglieder sämmtlicher Orts- Krankenkassen anwesenden Herrn W. Schulz, welcher gerade durch dieses pflichten sich Mann für Mann, in derZohnbewegung weiter fortzufahren Berlins fand am 17. b. M. eine öffentliche Versammlung statt, Schweigen beweise, wie schuldig er sei. Hierauf bringen die und auf den einzelnen Bauten, wo ein Lohn von 55 Pf. noch welche das Thema der freien Aerztewahl ventilirte. In einem Kollegen Berger, Walther, Wulffen u. 2. weiteres nicht durchschnittlich gezahlt wird, ihre Namensunterschrift zu erschöpfenden Vortrage behandelte Herr Dr. Rubinstein, Belastungsmaterial gegen die Geschäftskommission vor. Die Herren geben. Gleichzeitig verpflichten sich sämmtliche Kollegen, that praft. Arzt, die spezielle Frage, ob die freie Arztwahl bei den nichts Wesentliches zu ihrer Entlastung zu Tage. Der anwesende beantragte Kollege Stahn, die Kollegen Senf, Tornow, Baste unzulängliche Einrichtung des Gewerks- Krankenvereins, mit der Gastwirth Rogge erklärt, daß es im zweiten Wahlkreis voll- und den Polier Röhling zur nächsten Bersammlung brieflich ein sowohl die Rassenmitglieder bezw. Kranken, wie auch die Aerzte ständig gleichgiltig sei, wer von den Vereinsmitgliedern bei dem zuladen, damit dieselben bekunden, ob es auf Wahrheit beruht, berechtigter Weise unzufrieden seien und daß durch diese Einrichtung Sommerfest des zweiten Wahlkreises die Musik dirigire; von baß der Antragsteller seinen früheren Polier begünstigt habe. in sehr vielen Fällen der Zweck des KrankenversicherungsSpeziellen Wünschen des Herrn Jahnke könne daher keine Rede gesetzes, dem armen Arbeiter in Krankheitsfällen auch sorgsame fein, auch habe sich derselbe schon früher unanständig bewegt. In einer außerordentlichen Mitglieder Versammlung ärztliche Behandlung und Pflege zu sichern, nicht erreicht worden Nun gelangt nachfolgende, von Vogel gestellte, gegen 2 Stimmen der Zentral- Krantentasse der Maurer, Steinsei. Die Schuld hieran treffe nicht das Gesez, sondern die Handangenommene Resolution zur Abstimmung: hauer u. f. w. Deutschlands( Bahlstelle Berlin) wurde habung desselben. Diesen Uebelständen könne vorgebeugt werden " Die Versammlung ist davon überzeugt, daß die Geschäfts: am 14. Juli von den Delegirten Bericht über die 8. ordentliche durch freie Arztwahl, die so zu verstehen sei, daß eine Ver Tommission bestehend aus den Kollegen E. Riel und W. Schulz bekannt sind. In der Diskussion wurde das Gintreten der Ver- Krantentassen zur Behandlung ihrer Kranken nach freier Wahl Niek von Aerzten sich unter vereinbarten Bedingungen den ihren Posten als Geschäftskommissions- Mitglieder nur in ihrem treter der kleinen Zahlstellen für das Weiterbestehen der Kasse derselben zur Verfügung stelle. Gegner der freien Arztwahl persönlichen Interesse ausgenügt haben: sie entzieht den Herrn das ihnen vom Verein bisher entgegengebrachte Ver- fritisirt; man hätte sich doch bewußt sein müssen, daß die infolge seien in erster Linie die Kassenvorstände, welche befürchteten, daß trauen, und hält sie zur Bekleidung jedwelchen Amtes im Verein dessen nöthigen enorm hohen Beiträge von den Mitgliedern nicht die Kosten die Kräfte der Kassen übersteigen würden. In feiner in der Zukunft für unwürdig." aufgebracht werden können, und dann würde nach kurzer Zeit Widerlegung der Gründe gegen die freie Arztwahl hob der Vorwegen Mangels an Mitgliedern die Kasse liquidiren müssen. Gegen den Herrn W. Schulz stellt Kollege Vogel, weil Die Delegirten Klingenberg, Wilte, Wilknik und tragende besonders hervor, daß viele Kassenvorstände mit der Schulz ganz besonders schwer belaflet, Ausschlußantrag, welcher Silberschmidt gaben zu bedenken, daß sämmtliche Kassen- Beit sogenannte Kassenmenschen" würden und den Zweck der mit 24 gegen 23 Stimmen angenommen wird. Viele Kollegen ob freie oder Ortstassen Viele Kollegen ob freie oder Ortskaffen dieselben hohen Beiträge fordern Beispiele der alten Maschinenbauer- Krankenkasse vergegenwärtigte dieselben hohen Beiträge fordern Kaffen, das Arbeiterwohl, aus den Augen verlören. An dent enthalten sich der Abstimmung. Hiernach fand nach einigen müßten, wenn fie bestehen wollen. Wenn man Worten der Begründung die Wahl eines Rendanten statt, aus nun der Vortragende, daß sich die freie Arztwahl im Verhältnisse Stets mit dem Austritt drohe, so solle man, da welcher Kollege H. Loppe als gewählt hervorging. Zur Wahl sämmtliche nicht theurer stelle als das System der Zwangsärzte, daß Arbeiter versichert sein müßten, bedenken, finanzielle Gründe gegen die freie Arztwahl für die OrtsDon Vereinsdirigenten" gab es wieder längere Debatten. daß dort, hingehen wolle, dieselben Ver- Krankenkassen nicht vorlägen, dieselbe also sehr wohl durchführSchonert befürwortet den Antrag, während die Kollegen hältnisse obwalten, man also womöglich vom Regen in die bar sei und damit allseitige Zufriedenheit erweckt werden würde, Graß und Blanche fsty denselben aufs heftigste bekämpfen. Traufe tomme. Darum wollten wir nicht sofort den Muth ver- ausgenommen höchstens bei einigen Kassenvorständen, welche eine Die Angelegenheit wird schließlich zur eingehenden Berathung liren, sondern nach wie vor für die Kaffe eintreten; follte sich Einbuße ihrer Machtfülle nicht zu verwinden vermöchten. Am an den Borstand verwiesen und hiernach die Versammlung mit dann herausstellen, daß wir nicht existiren fönnen, so hätten wir Schlusse seines Vortrages beleuchtete der Vortragende den sozialeinem Hoch auf das Gedeihen des Vereins geschlossen. wenigstens die Gewißheit, alles versucht zu haben. Groth: politischen Werth des Krankenversicherungs- Gesetzes, zeigte, daß mann meinte, die Wirkung, welche das Sozialistengefeß auf ben Arbeitern allein die Verwaltung der Kaffen zustehe, daß die Eine gut besuchte Mitglieder- Versammlung des Unter das Proletariat hervorgebracht habe, werde das Krankenkassen- Hineinziehung der Unternehmer und deren Beitragspflicht unfügungs- Vereins deutscher Tabakarbeiter, Bahlstelle Berlin, gesetz auf die Mitglieder der freien Kaffe hervorbringen, wenn gehörig fei, fondern lektere lediglich die Pflicht hätten, dem Artagte hier am 12. d. Mts. Nachdem die Abrechnung vom zweiten man es richtig anwende und sofern man sich nicht ins Bockshorn beiter höheren Lohn zu zahlen, damit derselbe seine Kaffenbeiträge Quartal und die Bezeichnung der dem Vorstand in Vorschlag jagen lasse, wie es den Anschein habe. Silberschmidt allein bezahlen könne. Auch sei der Einfluß der Unternehmer zu bringenden Bevollmächtigten und Kontrolleure Erledigung gestellte diese Theorie als unhaltbar hin, indem seiner Meinung auf die Krankenkassen den Interessen der Arbeiter nicht entfunden hatte, erhielt der Vorsitzende des Ausschusses, Kollege nach die Wirkungen beider Gesetze auf die Arbeiter sich in keiner sprechend. Redner empfahl, für die freie Arztwahl die Agitation $. Meister, zu seinem Vortrage über die Einführung der Ar Weise vereinbaren lassen. Nachdem noch mehrere Fragen be- mit Gifer und Energie aufzunehmen.( Beifall.) beiter- Schußmarte in der Tabakbranche das Wort. Redner gab treffs der Kaffe von den Delegirten beantwortet waren, erfolgte zunächst seine Verwunderung darüber kund, daß an dem Orte, Schluß der Bersammlung. An der Hand statistischen Materials der Alten Maschinender doch eigentlich die Wiege dieser Maßregel ist, noch getheilte bauer- Krankenkasse veranschaulichte dann der Leiter der VerAnsichten hierüber vorhanden sind. Die rapide Entwickelung des Die öffentliche Buchdrucker- Versammlung, welche behufs sammlung, Herr Aßmann, den Nußen der freien Arztwahl Rapitals mache auch in unserer Branche den Kampf uni Beffer Stellungnahme zu dem neuesten Gewaltakte der Leipziger und daß die Kaffen bei diesem System nicht schlechter fahren. gestaltung der Arbeitsverhältnisse in der bisher geübten Weise Brinzipalsführer Klinkhardt und Genossen am 16. d. Mts. nach( Sattlertasse), Albert( Neue Maschinenbauer- Krankenkasse), nach Die Herren Klitschke( Maurerkasse), Tannhausen nahezu zur Unmöglichkeit, weshalb es nothwendig gewesen sei, dem Saale des Böhmischen Brauhauses einberufen worden war, daß wir uns nach geeigneteren Rampfesmitteln umfahen; ein hatte den großen Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Ueber zwei Schmidt( Tischlerkasse), Faber( Goldschmiedekaffe), Neusolches solle nun die kontroll- Marke sein. Wenn, wie auch von tausend Personen waren anwesend. Referent Herr Bested mann( Neue Maschinenbauerfasse) sprachen sich unter eingehenDen Gegnern in Berlin behauptet wird, durch dieses Mittel zuerst sprach sein Bedauern darüber aus, daß die Gehilfenschaft von der Würdigung der bestehenden Berhältnisse für freie Aerztewahl wirklich einzelne Arbeiter wirthschaftlich geschädigt würden, so fei Neuem mit einem derartigen Thema sich zu beschäftigen habe und für die Möglichkeit der Durchführung derselben aus, sobas eben weiter nichts, als was von allen sozialreformatorischen und daß es erforderlich sei, sich energisch Ruhe zu verschaffen bald die Mitglieder dies wollen. Andere Vertreter des Maßregeln gefagt werden könne. Die Beschränkung der Frauen- gegen die Prinzipale, welche sich um Dinge fümmern, die sie gleichen Standpuntes verzichteten auf das Wort, um Gegner zum arbeit, die Einführung des achtstündigen Arbeitstages wirkten burchaus nichts angehen. Er habe geglaubt, daß die Prinzipale Worte tommen zu lassen. Zu diesen gehörten die Herren zunächst ebenso auf den Einzelnen wie die Echußmarte, und doch fich begnügen würden mit den Machinationen gegen die Gehilfen- owalewski( Schuhmacherkasse), Rückert( Allgemeine Drtsfete bie zielbewußte Arbeiterschaft alles daran, daß solchen schaft während des letzten Ausstandes. Diese Erwartung sei eine faffe) in Rücksicht auf die weiblichen Raffenmitglieder, Püsche I Forderungen Gesekeskraft gegeben wird. Wir appellirten mit irrige gewesen, wie der neue Gewaltaft beweise. Die aften-( Klempner), welch Letterer für freie Arztwahl mit Medizinleistung unferer Maßregel an das Solidaritätsgefühl aller Arbeiter und mäßige Darstellung desselben ist in Nr. 162 des Vorwärts" ver- war. Herr Aßmann widerlegte verschiedene Angriffe auf die hofften dadurch, ohne unsere Anforderungen zu hoch zu schrauben, öffentlicht worden. Referent war der Ansicht, daß der Invalide Alte Waschinenbauer- Strankenkasse, während Herr Grundmann die Lage der Tabatarbeiter im allgemeinen zu heben und ins Coffier nur die vorgeschobene Person der Prinzipale sei, welche sich( Vorsitzender des Naturheilverein II) seinen diesbezüglichen Standbesondere die Organisation derselben zu stärken und zu fördern. schon lange mit dem Gedanken tragen, ihrerseits Invalidentassen punkt vertrat. Herr Busch hold war ein entschiedener Gegner In der Diskussion wurden seitens der Gegner der Schußmarte die zu gründen, durch die Rücksicht auf den Kostenpunkt aber davon der angestrebten" freien" Arstwahl, die er in der gegebenen Form Schon so oft gehörten Einwände wieder vorgeführt, z. B., daß abgehalten worden sind. Die Prinzipale hielten offenbar den nicht als solche anerkennen konnte. Herr Aßmann richtete an die diese Maßregel die Organisation eher schwächen als stärken werde, Beitpunkt für gekommen, diese Kaffe für ihre Schüßlinge nugbar Raffenmitglieder das dringende Ersuchen, Alles daran zu ſehen, indem der verheirathete Arbeiter ohne die Nachfeierabend- Arbeit zu machen resp. die Invalidenkasse in ihre Hände zu bekommen. um die Frage der freien Arztwahl auf die Tagesordnung der nicht mehr in der Lage sein würde, die Beiträge zu dieser zu An dem gesunden Sinne der Verbandsmitglieder werde dieses nächsten Generalversammlungen zu bringen. Wenn die aneschwingen. Kollege Herrmann, prinzipieller Gegner der Unterfangen scheitern, wenngleich die Prinzipale auch eine Ans gestrebte freie Arztwahl auch noch nicht der Schußmarte, motivirte feinen Standpunkt damit, daß er in der zahl Unterschriften zu dem Antrage Coffier erhalten würden. Die freien Arztwahl entspreche, so sei sie doch ein Schritt dem Gewerks Einführung derselben keinen Vortheil erblicken könne, sondern der Vor- aus der Offizin des„ Berliner Fremdenblattes" entlassenen dazu. Unter allen Umständen müsse aus Mit allen gegen vier Der Kontrollmarke geschützt wissen. Durch den Kollegen Dt to wurde fiber des" Fremdenblattes", sondern durch einen Sohn desselben, welcher sich die Anwesenden mit den Ausführungen des Referenten theil nur ein scheinbarer fei, deshalb wolle er die Zabalarbeiter vor Kollegen sind, wie der Referent berichtigte, nicht durch den Be Krankenverein ausgeschieden werden. Otto Stimmen wurde schließlich eine Resolution angenommen, in dann der Versammlung mitgetheilt, daß nicht nur die Kollegen, Hans Schent, entlassen worden. In dem Entlassungszeugniß ondern auch angeblich gesinnungsverwandte Bigarrenhändler in wird ausdrücklich hervorgehoben, daß der Betreffende entgegen einverstanden erklären und sich verpflichten, dafür Sorge zu tragen, ihrer Versammlung ein Bollwerk gegen die ungerechtfertigten ber bestehenden Arbeitsordnung dem Unterstützungsverein deutscher daß in ihren Kassen sobald wie möglich die freie Aerztewahl einBestrebungen errichten wollten, die in dem Reglement für die Buchdrucker angehörte". Die neu engagirten Kräfte sind nur geführt wird. Schuhmarke enthalten sein sollen. Der Zigarrenhändler Rogge unter der Bedingung eingestellt worden, daß sie den Antrag Berichtigung. Laut Bericht über die Versammlung des verwahrte sich, eine dahingehende Aeußerung gethan zu haben Coffier unterschreiben. Redner gab unter der lautesten Bu Wahlvereins im sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreise vom dieselbe wurde indessen von dem Schriftführer der statt ftimmung der Versammlung der Neberzeugung Ausdruck, daß die 12. Jult dieses Jahres ist es lebhaft bedauert worden, daß der gehabten Händlerversammlung bestätigt, sondern erklärte, er Beit kommen werde, 100 mit den Prinzipalen ab Bericht der Metallarbeiter- Bersammlung, in welcher der Genosse Jei kein Gegner der Schußmarte, tönne sich vielmehr nur mit den gerechnet werden würde. Herr Döblin rechtfertigte Singer sprach und von Seiten der Unabhängigen" vielfach an881 und 6 der Bestimmungen des Reglements nicht einverstanden die Beschlüffe der Generalversammlung und wies die gegriffen worden ist, noch nicht gebracht wurde. Ich bedauere erflären. In seinem Schlußwort hob Rollege Meister mit Anfechtungen Coffiers als unberechtigt zurück. Die Leipziger lebhaft, daß man den Mitgliedern, welche sich in den GewerkGenugthuung hervor, daß auch in der heutigen Diskussion tein Kollegenschaft babe gleichfalls gegen das Gebahren des schaftsversammlungen an der Diskussion betheiligen, ihre politische prinzipieller Gegner aufgetreten sei. Sollten in dem Reglement Herrn Klinkhardt proteftirt. In der betreffenden Versammlung Ueberzeugung zur Charakteristik hinstellt. Ich will in aller erster fich einzelne Bestimmungen in der Praxis nicht bewähren, so fei übrigens ein Schreiben des Herrn Coffier eingelaufen, laut Linie bemerken, daß diejenigen Kollegen, welche den Antrag in der tönnten diese allmälig geändert werden. In die örtlichen Streitig welchem Herr Coffter seinen Antrag zurückgezogen hat.( Ungeheure Weddingpart- Bersammlung stellten, Mitglieder der sozialdemokratifeiten mische er sich nicht, boch könne er es nicht unterlassen, der Seiterkeit.) Das Fiasko des Herrn Klinkhardt sei damit besiegelt. fchen Bartei und Mitglieder des 6. Wahlvereins sind; in zweiter Linie Bersammlung zum Schluß die ernste Mahnung ans Herz zu Daß die Bewegung den Gehilfen genützt und auch den Behörden will ich bemerken, daß in der Ressource- Versammlung nur Kollegen, legen, daß auch bei der in Nede stehenden Angelegenheit wie bei die Augen darüber geöffnet habe, wo Mißstände zu suchen sind, d. h. also Mitglieder des Metallarbeiter- Verbandes gesprochen allem, was die Arbeiter unternehmen, Einigkeit die Hauptsache beweise die Antwort des hiesigen Polizeipräsidiums auf das haben, deren Beiträge genau in derselben Weise verwendet wer let; ohne diese fein Erfolg, mit dieser: Sieg auf der ganzen Gesuch eines Buchdruckereibesitzers um Verlängerung der Arbeits- ben, wie die der übrigen Mitglieder. Es ist überhaupt, so lange zeit der Arbeiterinnen. Das Polizeipräsidium lehnt diesen Antrag der Verband besteht, noch Niemandem eingefallen, den Kollegen ab und stellt es dem Antragsteller anheim, mehr Arbeitskräfte ihre politische Ueberzeugung zum Vorwurf zu machen; es ist In Weißensee fand am 18. Juli eine sozialdemokratische einzustellen und nicht mehr Aufträge anzunehmen, als er zu be uns also vollständig gleich, ob diefer oder jener Kollege Unab Bersammlung statt, in welcher nach einem sehr beifällig aufwältigen im Stande sei.( Allgemeines Bravo.) Redner war hängiger" oder Anarchist ist, für uns giebt es nur„ Kollegen". genommenen Vortrage Bubeil's eine Filiale des Berliner gleichfalls der Ansicht, daß in Zukunft jedwede Rücksicht gegen Ich wünsche, daß in Zukunft derartige Bemerkungen, die nur Allgemeinen Arbeiterinnen- Vereins gegründet wurde. Die Verbie Brinzipalschaft schwinden müsse, und ermahnte im Uebrigen dazu dienen, Haß und Zwietracht zu sähen, fortfallen. Mit Gruß fammlung schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf zur Einigkeit, Bur Sache sprachen ferner die Herren Rosen- Gustav Wegener, Berlin N., Reinickendorferstr. 20c, zur bie Sozialdemokratie. berg, Silberberg, Salomon u. A. Beit 1. Vorsitzender des Verbandes. Linie! idealen Schöneberg. Am 14. b. Wits. tagte hier eine öffentliche Herr Besteck beantragte folgende Resolution: and Boltsversammlung, in welcher Frl. Baader aus Berlin über Die am 16. Juli im Böhmischen Brauhaufe tagende Berliner Von der Berliner Ituionsbrauerei geht uns folgende Die Frau und der Sozialismus" sprach. Anwesend waren er- Gehilfenschaft weist den Versuch des Buchdruckerinvaliden August Buschrift zum Bericht über die letzte Versammlung der Berliner freulicherweise viel Frauen. Mit der gesellschaftlichen Stellung Coffier und feiner Hintermänner, die nur von Mitgliedern des Streit- Kontrollkommission zu: Der Frau der Vergangenheit beginnend, kam Frl. Baader schließ- u. 2. D. B. unter schweren Opfern gegründete und fortgeführte lich auf die Jektzeit zu sprechen und bewies, wie nöthig es sei, Bentral- Invalidenkasse für die Mitglieder des U. V. D. B. der In Nr. 165 Ihres Blattes vom 17. Juli bringen Sie daß die heutigen Frauen in den politischen und gewerkschaftlichen Prinzipalleitung auszuliefern, auf das Entschiedenste zurück, eine" Nachricht, daß die Berliner Unions- Brauerei durch Beschluß Rämpfen gegen die ausbeutende Kapitalsherrschaft sich den Männern fonstatirt gleichzeitig, daß die Zeitung des Deutschen Buchbauer der Streiffommission boykottirt ist, weil der Brauer Feldmeier anzuschließen haben. Man liebe es, die Forderungen der Frau Bereins durch fortgesetztes gewaltthätiges Vorgehen gegen die gemaßregelt sein soll zc. auf Gleichberechtigung mit dem Hinweis auf ihre Stellung als organisirte Gehilfenschaft und deren humanitäre Kassen den Den Beschluß des Boykotts lesen wir zuerst aus Ihrer Güterin der Familie, der edlen Gitte, der Weiblichkeit zurückzu Frieden im Buchdruckgewerbe systematisch zu stören versucht, und Beitung, eine anderweitige Nachricht ist uns nicht bekannt. Die weisen. Thatsächlich aber fühle man sich dadurch nicht verhindert, erwartet von dem einfichtsvolleren Theile der Prinzipalität, daß Entlassung des Brauers Feldmeier ist richtig, derselbe wurde aber die Frau wirthschaftlich auszubeuten und ihr die schwersten Lasten er diesem maßlosen, allem Rechtsgefühle hohnsprechenden Treiben nicht aus dem angegebenen Grunde, sondern barum entlaffen, aufzuerlegen. Durch die schwere Beschäftigung der Frauen in den feiner Leitung endlich entgegentritt." weil er unberechtigter Weise einen Schlüssel zu einem verbotenen Bergwerfen, Ziegeleien, Fabriken und auf Bauten, sowie durch Diefe Resolution wurde einstimmig angenommen.( Bravo!) Ausgang bei sich führte und von unserem Nachtwächter Kroll bei bie Hierauf berichtigte Herr Faber die Streitabrechnung dahin, einer Unehrlichkeit angehalten wurde, indem er Bier versteckt der Steveraahluna habe und ebenso wie er vor dem Strafrichter daß in der gedruckten Abrechnung die 10. Wochenrate der Seger forttrug und dies dem p. Kroll auch eingestanden hat." 8 Uhr, in Gratwell's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. 19. Juli, Abends 8 1hr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. über die Form unserer fünftigen Vergnügungen. Steichenbergerfir. 133: Ost- Schule, Markusstraße 31: Unterricht in Physiologie; Nord: Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Geschichte( mittlere). treten. " " Ok- und Westpreußen. Generalversammlung am Dienstag, Abends herausgeben. So mußte die Fuhre unverrichteter Sache| nisse etwa blos für die Angehörigen des proletariats erbaut sein? Arbeiter- Bildungsverein zu Friedrichsberg. Generalversammlung zurückkehren, während die arme Frau vergebens jammerte Das wäre ein Zustand, den sich das deutsche Proletariat nicht heute Abend im Schwarzen Adler", Frankfurter Chauffee. Vortrag des Ge- und die Umstehenden rathlos in Berzweiflung waren. gefallen lassen würde, wie wir den Münchener Neuesten Nachnossen W. Wach- Berlin: Der Sozialismus ein Produkt geschichtlicher Ent- Eine dritte Fuhre wurde sofort abgesandt und dem Fuhrmann richten" nicht verschweigen wollen. wickelung. Deutscher Senefelder- Bund, Mitgliedschaft Berlin. Dienstag, den Geld für Arzt und Apotheke mitgegeben. Endlich um 4 Uhr Gegenwartsbild aus der bürgerlichen Gesellschaft. Nachmittags tam der eine Arzt, erklärte aber nach vorheriger Zentralverein der Bildhauer Deutschlands, Gauverein Berlin. Ber- Untersuchung, er könne allein nichts machen. Sofort schicht der Altona, 9. Juli. Vor Hunger und Entbehrungen entfräftet sammlung am Dienstag, Abends 8 Uhr. Wahl eines Kaffirers. Disfuffion Gemeindevorsteher eine vierte Fuhre nach dem zweiten Arzt, ſtürzte gestern Abend auf dem Gählersplatz eine von der Infe, Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend 8%-10% Uhr: Gübschule welcher denn auch gegen 10 Uhr Abends ankam. Bevor er aber Sylt stammende Nähterin zu Boden. Sie war nicht im Stande, Sagelsbergerſtr. 43: Unterricht in Deutsch( mittleres); Subof- Schule: dazu kam, in das Haus der Leidenden zu treten, gerieth er mit sich durch eigene Kraft wieder hochrichten zu können. Man pacte Unterricht in Deutſch( mititeres), Mathematit; den draußen Stehenden in einen Streit und auch der Kranken sie schließlich polizeilicherseits in eine Droschke und brachte sie noch Schüler und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, ein Thätigkeit hatte keinen Erfolg. Gegen Morgen hauchte die sitante fich damit durchhungern. Troß solcher trauriger Borkommnisse, allen Lehrfächern, mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, fönnen Seelenzustand derselben keineswegs günstig einwirkte. Die ärztliche Beit nur einen täglichen Verdienst von 30-40 Pig. und mußte Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Johannes Wedde, s uhr, ihr Leben aus; auch ihre Leibesfrucht erblickte nicht lebend das von welchen nicht der tausendste Theil an die Deffentlichkeit kommt, bet J. Winkler, Manteuffelstr. 60. Agitationsverein Lassalle, Abends Licht der Welt. ist unsere Welt nach den Begriffen unserer Gegner die beste der 8% 1hr, bei Schayer, Reichenbergerstr. 54.- Lese- u. Diskutirtlub Spinoza, Welten.( Banter Nordwacht", Nr. 29 vom 17. Juli.) Abds. 8% Uhr, bet Tripte, Reichenbergerstr. 47. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.-Freundschaft 1, bet Dewald Berliner Brunnenstraße 114. Harmonia, Flottwell Straße 5 bei Bartels.- Dlympia, Alte Jakobstr. 68 bei Richter.- Schild horn, Usedomftr. 33 bei Miete. Fidelitas, Bergstr.68 bet steller.- IIe gro, Wrangelfir. 141, bei Schmidt.- Alpenglode, Grüner Weg 29, bei Saeger. Berliner Buch drucker, Alte Jatobfir. 83 bet Wienecke. Bruderherz, Straußbergerstr. 3 bei Birt. Shn'scher Humor, Straußbergerstraße 3 bei wirt. Unverzagt 2, Moabit, Stronen- Brauerei. Hoffnung 2, Deutsch Wilmersdorf, Brandenburgftraße bet Gräb. Waldtapelle 1, Stallschreiberstr. 29 8. etfernen Stab. Ar better: Mat bund, Nowawes, Wallstraße bei Gärtner. Sängertette, Schönleinfir. 6 bet D. Klein. Kreuzberg, Lichterfelderstraße 7-8 bei Winter.- Alte Linde, Mariannenstr. 31-82 bel Doberstein. Borwärts 4, Bathenow, Restaurant Walhalla". Ginigtett 2, Landsbergerstraße 31 bei Musehold. Gorgenlos, Köslinerstraße 17 bet Wendt. Gefangverein der Böttcher Steineiche, Jüdenstr. 55 bei Trieschmann. Vorwärts 8, Marwig, bet Wilhelm Nölte. Vorwärts 2. Schönhauser Allee 28 bei Kuhliney. Freies Lied 2, Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165, bei Feder. Sänger Chor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44, bei Nöllig. Wiederhalt, Eisenbahnfiraße 20 bei Siegmund. Bufriedenheit, Gneisenaustraße ss bei tärger. Sängerfreiheit, 9 Uhr, bet Fröh lich, Naunynstr. 44. Freiheitsgruß, Schönhauser Allee 46 bei Busse. Echo 3. Zehlendorf,„ Anglersruh" Alsenstraße bei Ehmke.- Gefangverein ftraße 46, Gesellschaftshaus Ostend. Freiheit 1, Kulmir. 36 bet RauGefangverein Rothe Nelle 2, bet Raabe, Ruppiner und SchönholzerSilaria, Blumenstraße 46 bei Went, Senefelder, bet althoff, Brüderstr. 26. mann. Johanni, Rüdersdorfer= Vorwärts 3, Friedrichsfelde, Bilhelmiftr. 10 bet Womber. ftraßen- Ecke. Schneeglöckchen 1, Hermannplay 39 bei Jafob. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an Mar Geng, Berlin N., Belforterstr. 26, 1 Tr. Dienstag-Theaterverein Blumenlese bei Ringe, Dresdenerstr. 106. Tambourverein Deutsche Eiche bei Niederschuh, Fürbringerfir. 7.( Uebungsstunde). Geselliger Verein Mehr Sicht bei Babel, Frankfurter Allee 90 Tambour- Werein Borussia bei Leichniß, Königsbergerfir. 24( lebungsstunde). Tambourverein Ruf bei Sperling, Inselstr. 1( Uebungsstunde). Tambourverein Wirbel, bet Müller, Gaitenstr. 52( Uebungsfiunde).- Rauchflub Graue Wolfe bet Ratte, Admiralfir. 18c. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von 8X- 10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10. Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, köpnicker= buferfir. 35, bei Schulz. Berliner Turngen offenfchaft. Die o. Männerabtheilung turnt jeben Theater- Berein the 11 o 2 Abends 9 uhr, bei Tägers, Gartenstr. 13-14 straße 158 bei Buchs. Privattycaterverein Grescendo, abends, ButtEinen merkwürdigen Tod fand der Gutsbesitzer Semus aus Breßenheim. Derselbe wurde wie man wenigstens vermuthet an einem Uebergange der Rhein- Nahethal- Bahn von dem Kettenschlagbaum, der bei Annäherung eines Zuges von einem entfernt davon postirten Bahnbeamten gelenkt wird, erschlagen. Die Leiche zeigte eine Verlegung der Hirnschale und einen Armbruch. Literarisches. Anleitung zur Verminderung der Arzneikosten bei den Das achte deutsche Turnfest findet im Jahre 1894 in Krankenkassen von Dr. F. Landmann. Für den Gebrauc Breslau statt. der Kassenvorstände. Elberfeld, gedruckt bei Grimpe. Selbst Eisenbahn- Unfälle. Im Monat Mai d. I. find auf verlag des Verfaffers. 1892. 1 M., bei Abnahme von mehr als deutschen Eisenbahnen 3 Ent- fünf Exemplaren Einzelpreis 50 Pf. ausschließlich Bayerns Nach einer allgemeinen gleisungen und 4 Zusammenstöße auf freier Bahn, 25 Ent- Betrachtung über den Einfluß der Gesellschaftseinrichtungen auf gleisungen und 13 Zusammenstöße in Bahnhöfen und 169 andere Gesundheit und Krankheiten der Menschen begiebt sich der VerUnfälle vorgekommen. Im ganzen find 186 Personen, größten- faffer an die bescheidenere Aufgabe, die heute ohne eine Aende theils durch eigenes Verschulden, verunglückt. 3 davon wurden rung des Gesetzes möglichen Ersparnisse an Arzneikosten für die getödtet, 11 verlegt. 5 Verletzungen ereigneten sich im Ver: Krankenkassen darzulegen. Die Mittel sind: Rücksicht auf die waltungsbezirke der königl. Eisenbahndirektion( linksrheinisch) zu der doppelten Einzelgabe, so, daß der Patient immer ein halbes Aichung der Arzneigefäße bei den Verschreibungen; Verschreibung Köln, 1 in dem rechtsrheinischen Bezirke. Verhältnißmäßig( bei 33 929,99 Kilometer Betriebslänge) die meisten Unfälle sind auf Pulver nimmt; Bevorzugung fertiger Arzneien; Magistrats der Main- Neckar- Eisenbahn und in den Verwaltungsbezirken formeln; Vermeidung neuer Mittel; Zulassung der Droguenhandbahnen auf der hessischen Ludwigs- Eisenbahn und auf der Saale- artikeln; direkter Bezug der Verbandsstoffe; eigenes Weinlager, Erfurt und Köln( rechtsrheinisch) zu verzeichnen, bei Privat- lungen zur Lieferung von Medikamenten und Krankenbedarfs Durch Benutzung dieser Rathschläge werden nach der Berechnung des Verfaffers ca. 30 pet. gespart. Die Schrift zu studiren wird für Krankenkassenvorstände nüßlich sein. bahn. W . Depeschen. Chinesen unter der deutschen Kriegsflagge. Unter diesem Stichwort wird uns aus Hamburg geschrieben: Der Dampfer Lawang von der Hamburger Kinsing- Linie" war vor kurzem von der kaiserlich deutschen Marinebehörde gechartert worden, um von Wilhelmshaven aus die Ablösungsmannschaften für die deutschen Kriegsschiffe Leipzig" und" Alexandrine" nach Strautstr. 48.- Etattlub Kreuz Solo bei Mühle, Krautstr. 2. PrivatTheatergesellschaft Lustspiel bet Hoffmann, Oranienftr. 180. Colombo auf der Insel Ceylon zu bringen und die abgelösten Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gefangverein Mannschaften von dort zurück in die Heimath. Auf beiden Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bei Keßner, Annenstraße 16.- Diusikverein ( Depeschen des Bureau Herold.) Nord 8-11 Uhr, Wriezenerjir. 6, bet Sendte. Richter'scher Fahrten waren ca. 400 Mann deutscher Marineleute am Bord Gefangverein tagt jeden Dienstag Abend 9 Uhr, im Märtischen Hof, des" Lawang", von den unterſten Chargen bis zu den höchsten auch in Wolst und Chwalinst Aufstände infolge der Choleras Köln, 18. Juli. Die„ K. 3tg." meldet aus Petersburg, daß Marine Offizieren. Die Mannschaften mußten an Bord ererdie deutsche Marinemusit spielte:„ Heil Dir im Sieger wurde. Die Vermuthung, daß alle diese Ausschreitungen von zieren, Morgens wurde Reveille getrommelt und gepfiffen, epidemie stattfanden, wobei ein Arzt von dem Pöbel aus dem Wagen gerissen und mit Steinen und Knüppeln todtgeschlagen ein Bosten mit gezogenem Seitengewehr, die deutsche Kriegs- würden, bestätigt eine aus Nischney- Nowgorod kommende Me franz", vor dem nie leer werdenden Arrefiloche stand stets noch unbekannten Wühlern einheitlich vorbereitet und geleitet flagge wehte stolz vom Topp, furzum der Dampfer Lawang" bung, wonach dort Nachts ein Aufruf angeschlagen wurde, der war während der Fahrt hin und zurück, nach und von Ostindien, die Aufforderung enthielt, dem Beispiele der anderen WolgaBergnügungsverein Amicitia, s uhr, bei Schönnagel, Barnimsir. 47. Bergnügungsverein Reichstrone, abends s uhr, in Reichert's Fest vollständig ein deutsches Kriegsschiff. Unten aber in den Kessel- städte zu folgen und Aerzte, sowie Beamte der Polizei todtzu fälen, Müllerstr. 7. Geselliger Berein Brüderfchaft, im Restaurant räumen und den Kohlenbunkern walteten ihres Amtes als Heizer schlagen. Hinter diesen Greueln steckten nihilistische Umtriebe, Deutscher Reichsadler, Beuffelstr. 9. Vergnügungsverein Saturnalia, und Trimmer die bezopften Söhne des Reiches der Mitte. Die heute Abend 9 Uhr, Hlaupachstr. 6. Bergnügungsverein Fidelio. Alle Dienstag Abends Uhr Sigung mit Damen bei Seifert, Oranienstr. 21. Dampfer der„ Kinsing Linie" führen nur noch chinesisches Heizer: welche die Lage gefchickt auszunuzen verständen. Reichenbergerstr. 24, bet Echröder.- Rauchlub Eldorado, Abends 8 Uhr, bestellt ist. Der Dampfer„ Lawvang" fuhr unter deutscher Kriegs- greifung von Maßnahmen gegen die Einschleppung der Cholera Orientalischer Rauchklub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, personal, jeder 30 Mann, für welche ein eigener chinesischer Koch bevollmächtigten hat die Bewilligung von 50 000 kronen zur Gr Stockholm, 18. Juli. Der engere Ausschuß der Stadt Böckhstr. 51. Rauchflub Bruberbund. Abends 9 Uhr, Laufigerstr. 50, flagge. Die Chinesen fuhren also von einem deutschen beantragt. A13 Quarantäneplatz für alle nach Stockholm kom bei Grande. Rauchtiub Zeitgeist, Abends 9 Uhr bei Kaspar, Restaurant Kriegshafen aus im Dienste der deutschen Marine und menden Schiffe ist die eine Meile innerhalb Sandhamn belegene zum Beitgeist, Bernauerstr. 72.- Rauchtlub Ambalema, Abend 9 Uhr, wurden mit dem Gelde der deutschen Steuerzahler bezahlt, Bucht„ Hasselöfladen" ausersehen, wo 70 bis 80 Schiffe bequemen 9 Uhr, Manteuffelstr. 112 bei Pohl. Rauchtlub Gemüthlichkeit 2, während deutsche Heizer in unseren Häsen sich oft vergeblich Ankerplay haben. Alle Schiffe sollen einer dreitägigen Obser vationsquarantäne unterworfen werden. im Steftaurant W. Schulze, Dibahnhof 7. Rauchtlub Dämmerwolte, Reichenbei gerfir. 73a, bei Faustmann. Rauchtlub Portorico, Abends Abends 9 Uhr bei Achsel, Köpenickerstr. 161. Tambourverein 9tothe Melte, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, bei Thiele, Brandenburgstr. 56. Touristentlub Wanderlust, Abends 9 Uhr, bei Wiehrat, Fransedistraße und Schönhauser Allee Ede. Vermischtes. um eine Heuer bemühen und arbeitslos bleiben! den ganzen Pyrenäengrenzen hat heute die von der Sanitäts Barcelona, 18. Juli. In den spanischen Häfen so wie an behörde verfügte Ausräucherung aller aus Frankreich fommenden Reisenden, ihrer Gepäcke, sowie aller aus Frankreich kommenden Waaren begonnen. Ein leerer Luftballon fiel, wie aus London berichtet wurde, Dienstag voriger Woche in einem Garten zu Keewil in Wiltshire nieder. Es war dies der Ballon" Jupiter", in dem am Montag vorher die französischen Luftschiffer Perlier und de Mayer sowie der Direktor der höheren Lusschifffahrtsschule, Georges Besançon, von Havre aus aufgestiegen waren. Der Ballon wurde zuletzt am Dienstag morgen 3 Uhr von der Insel Wight aus bemerkt. Die Luftschiffer selbst wurden am Morgen desselben Tages in der fünften Stunde, im Kanal la Manche treibend, vom deutschen Dreimaster Germania angetroffen und Rochelle gehenden französischen Schaluppe und diese setzte sie am Genossen: Moineau gestand ein, die meisten der in Lüttich vor gerettet. Die ,, Germania" übergab die Luftschiffer einer nach Lüttich, 18. Juli. Anarchistenprozeß gegen Moineau und Sonnabend bei Camaret- sur- Mer ans Land. des Born Pittsburg, 18. Juli. In den Biberfabriken beginnen heute die Nicht- Syndikatsarbeiter die Arbeit. Die Werke sind militärisch befeht. Die Arbeiter treffen unter Militärbedeckung ein. Zu sammenstöße werden befürchtet. ( Wolff's Telegraphen- Burean.) gangen habe. von Aus Mainz verichtete unter 11. Juli die Franks. 3tg.": " Heute Abend hat sich der zu einer Landwehrübung als unteroffizier einberufene Gerichtsaffeffor Clemens aus Worms, 2. Komp. 117. Inftr. Regts., erschossen. Es heißt, Gl. habe darüber geflagt, daß der Dienst so schwer sei. Ein anderer Landwehrmann des nämlichen Regiments soll sich erhängt haben." Infolge dieser Versunkene Insel. Aus Sydney meldet das Herold'sche zu haben, leugnete aber entschieden die Existenz eines Komplottes Notiz ist dem genannten Blatte von dem Bruder des Todten Telegraphenbureau: Gin von der Insel Timori kommender oder einer anarchistischen Werbindung, und erging fich in langen folgende Zuschrift zugegangen: Der Artikel im Abendblatt Nr. 194 betr. den Tod des Gerichts- Celebes und Mindanão gelegen, sei durch den Ausbruch eines Anarchisten. Die Angeklagten Esch, Beaujean, Guilmot gestanden Affeffors Clemens aus Worms ist insofern unrichtig, daß als unterſeeischen Bulkans vollständig zerstört. Die Insel mitsammt nur eine indirekte Betheiligung an den Attentaten zu, insofern Grund, welcher den zu den schönsten Hoffnungen berechtigenden 12 000 Bewohnern sei spurlos verschwunden, wahrscheinlich seien sie, ohne es zu wissen, Dynamit in Verwahrung genommen und jungen Mann zu dem bedauernswerthen Schritt veranlaßt haben alle Bewohner umgekommen. Der Kapitän des betreffenden die angeblichen Attentäter begleitet hätten. Der Angeklagte soll, Klagen und Beschwerden wegen des militärischen Dienstes Dampfers fagte aus, daß er während der Fahrt die Spur meilen- Lacroix, welcher seine Mitwirkung bei einzelnen Attentaten und angegeben sind. Gerichtsaffessor Clemens war vielmehr schon weit schwimmender vulkanischer Trümmer beobachtet habe. Dynamitdiebstählen zugestand, wurde von den übrigen Mitseit einigen Jahren in hohem Grade nervenleidend und sein un- Im Bann des Klassenintereffes. Wenn ein bis aufs allei angeklagten bezichtigt, daß er die Stelle eines Agent provocateur Ableben steht mit der militärischen Uebung nur insofern in Zusammenhang, als diese Einberufung erfolgte, Blut ausgefogener belgischer Arbeiter sich an seinem Beiniger, und ohne Borwissen irgend eines der übrigen Angeklagten das dem Unternehmer, dadurch rächt, daß er dessen Werkstatt Attentat gegen Die Wohnung des Staatsanwalts Beltjens bes obwohl derselbe im Besige von ärztlichen Zeugnissen im jadjen darüber war, daß sein Zustand eine militärische Uebung nicht Romanen durch Dynamit zererlaube. Diese Zeugnisse haben den kompetenten Militärbehörden trümmert, so ist den deutschen Bourgeoiszeitungen feine Strafe vorgelegen, find von denselben aber in teiner Art und hoch genug, welche dies Verbrechen fühnt, das wir übrigens selber fervative, 50 Unionisten, 271 Gladstoneaner,& Barnelliten und Weise berücksichtigt worden, was ihn in seinem nie entschuldigen. In den Grenzboten" wurde dieser Tage sogar 67 Antiparnelliten; es sind nur noch 12 Wahlen zu vollziehen. London, den 18. Juli. Bisher find gewählt: 261 Kon Zustande vollends zur Verzweiflung brachte. Hochachtungsvoll verursache, den Kopf zwischen die Füße legen". Wenn dagegen Berfolg einer dem Premier Marquis v. Salisbury gestern furzweg verlangt, man müsse Jedem, der eine Explosion absichtlich Wie das„ Reuter'sche Bureau" meldet, hätte das Kabinet in Friß Clemens. Angehörige" der Bourgeoisie ein solches Verbrechen begehen, so der Rönigin ertheilten Audienz beschlossen, von der Einreichung In Mombach( Hessen) ist mittelst Drteschelle bekannt ge- beurtheilt deren Preffe die Sache mit dem ganzen Aufwand fenti- seiner Demission wegen des ungünstigen Ausfalles der Wahlen macht worden, daß die Wirthe von Sonnabend Abend 11 Uhr mentaler Humanität, welcher das Bürgerthum stets dann aus vorläufig Abstand zu nehmen. bis Sonntag Nachmittag 8 Uhr feinerlei Getränke verzeichnet, wenn es sich einerseits um sein eigen Fleisch und Blut, vor dem neuen Barlamente erscheinen und abwarten, ob das Die Minister würden vielmehr schänken dürften. Die Wirthe wandten sich sofort ans Kreisamt, anderseits um den Geldbeutel der Allgemeinheit handelt. So welches jene merkwürdige Maßregel einer hohen Ortspolizei wurden dieser Tage zwei Spann und Rickert einer andern Resolution dem Kabinet ein Mißtrauensvotum Parlament in einem Amendement zur Adresse oder in irgend natürlich nicht aufrechterhalten wird, um so weniger, als auch beißen die Rüpel vom Münchener Landgericht ertheile. die Heffen keine afrikanische Wüstensöimme sind, die allenfalls ohne zum Mindestmaß von je einem Jahr Gefängniß ver= geistige Getränke auszukommen wissen. weil sie mittelst Sprengstoffen eine Explosion der Tembe des Häuptlings Sikti wird durch amtlichen Bericht Dareffalam, 18. Juli. Die Nachricht von der Einnahme im Ofen des Klassenzimmers veranlaßt hatten, um dadurch das des Stationschef von Tabora, Tr. Schwesinger, bestätigt. Lieutenant Der Frankfurter Da liche Bandwurmeiltänstler Richard Mohr Klassenzimmer in einen folchen Zustand von Unordnung zu Graf Schweinit und die Lazarethgehilfen Jurok und Weidner mann auch hier in Frankfurt eine Filiale hat, und da er, trok bringen, daß der Unterricht ausfallen müsse, und sie Ferien betämen. Die Burschen handelten gewissermaßen nur im Geiste aufhört, Reklame zu machen, so wird das Publikum hierdurch der Bourgeoisie, indem sie auf Kosten Anderer sich das Leben nachdrücklich vor dem Treiben des Mohemann und seiner Helfers Ausgang, den die beiden Rüpel nicht vermuthet hatten. Gie angenehmer machen wollten. Das Vergnügen nahm aber einen helfer gewarnt. wurden vom Besuche aller bayerischen Studienanstalten für 14. Juli enthält folgende Mittheilung: Die Frau eines Arbeiters Strafe verurtheilt, außerdem müffen ihre Eltern noch einige Arme Leute und Aerzte. Die Poſener Zeitung" vom immer ausgeschlossen und vom Gericht zu der oben bezeichneten in dem neun Kilometer von Lautenburg gelegenen Neuhoff tam hundert Mark Schadenersatz leisten. Die Münchener Neuesten in Abwesenheit ihres Mannes in Geburtsnoth. Der Gemeinde Nachrichten" fügen nun der Mittheilung dieses Vorkommnisses vorsteher erfuhr davon und schickte eiligst eine Gemeindefuhre die rührfame Bemerkung hingu: Schwer müssen die Nummer ein. A. St., Blumenstraße. Senden Sie uns die betreffende nach der Hebeamme, welche denn auch um 7 Uhr früh eintraf. beiden jugendlichen Sünder für den dummen Streich Da diese aber feststellte, daß ohne ärztliche Hilfe nichts auszu- büßen, schwerer noch die Eltern, welche ihren ganzen Plan 2. H. Kriegel und H. Huras. Es ist der Kontrolle halber richten sei, wurde sofort eine zweite Fuhre abgesandt, um einen hinsichtlich der Zukunft ihrer Söhne zerstört sehen. Schon aus übergeben. Arzt zu holen, weil Gefahr vorhanden war. Der Fuhrmann Rücksicht auf die hart geprüften Eltern dürfte hinsichtlich der fand endlich die beiden in der Nachbarstadt wohnenden Aerzte schweren Freiheitsstrafe das schönste Recht der Krone, die Gnade, find, tönnen diefelben dort hergestellt werden. H. T. P. Wenn die Gegenstände in Amerika nicht patentirt im K.'schen Geschäftslotale. Der eine derfelben war bereit mit in Wirksamkeit treten, denn troß der richtigen Anwendung des A. N. Man braucht zum zweiten Male nur zu manifestiren, zufahren, er verlangte aber die Fuhre sollte eine Stunde warten, Gesetzes ist doch ein Jahr Gefängniß eine recht schwere Strafe wenn man in der Zwischenzeit Vermögen erworben hat. Wenn er werde erst zu Mittag speisen. Als die Stunde vergangen, für einen Streich dummer Jungen!" Wir sind gewiß die Lehten, solches in der neuen Ladung nicht behauptet ist, so genügt eine wurde der Fuhrmann gefragt, ob er auch Geld mithabe. Als welche an schwerer Bestrafung eines Menschen Freude empfinden; schriftliche Anzeige an das Gericht unter Angabe des früheren er dies verneinte mit dem Hinweis, die Gemeindekasse werde das aber gegen die Berwäfferei des Rechtes, wie sie jenes Bourgeois Aktenzeichens oder des Zeitpunktes, wann der Eid geleistet wor bezahlen, der Gemeindevorsteher habe die Fuhre geschickt, wurde blatt wünscht, weil es sich um Angehörige seiner Kaste handelt, deren den ist. ihm der Bescheid, er solle erst 30 Mart besorgen und bezahlen. Interessen es vertritt, müssen wir auf's Allerschärfste protestiren. besorgen erfchriebene Burschen, die aus purem Uebermuth Gut und Leben Underer in u B. Staligerstraße. Es ist den Restaurateuren gestattet, Auch die Apotheke wollte die vom Arzt Medizin( für 4,60 Mart) ohne vorherige Bezahlung nicht Gefahr brachten, verdienen kein Mitleid. Oder sollen die Gefäng- verkaufen. Beranavortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. leicht verwundet. Briefkasten der Redaktion. Rendsburg. Die Photographen gehören zu den Gewerb ruhe noch aus.