Nr. 167. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage ,, Neue belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Gingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. 1 Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern spred- Anschlußt: amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ein Interview mit Reir Hardie. Mittwoch, den 20. Juli 1892. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. der Ablösung des städtischen Grund besizes zu Gunsten der stätten, Eisenbahnen und Bergwerke; besserer Schutz für einzelnen Bächter*), wogegen ich entschieden bin, afzeptive Seeleute; Einrichtung eines Arbeitsbureaus( im Ministeich das ganze Newcastler Programm und werde für das- rium); gewerbliche Schiedsgerichte; Koalitionsrecht für alle selbe eintreten. Aber das Newcastler Programm genügt Staatsbeamten. Ein Berichterstatter des radikalen Londoner Daily nicht, und wenn in Zukunft irgend ein Bersuch gemacht Das ist eine etwas lange Liste." Chronicle" hat fürzlich den neugewählten sozialistischen werden sollte, die Arbeiterfragen in den Hintergrund zu Abgeordneten Keir Hardie interviewt, und wir denken, es drängen, so werden wir jedes mögliche Mittel ergreifen, wird die Leser des„ Vorwärts" interessiren, die Ant- sie, unbekümmert um Parteirücksichten, vor das Haus zu worten, welche derselbe auf die ihm gestellten Fragen gab, bringen." tennen zu lernen. " Fragen wie-?" " Ja, aber die Ereignisse vollziehen sich heuzutage schnell. Es sind nur einige Jahre her, seit ich die Frage des Achtstundengesetzes blos für Bergarbeiter auf dem Trades Unionstongreß zur Sprache gebracht habe und ausgelacht wurde. Heute bildet sie eine Frage, von der man fast sagen kann, Keir Hardie, dies sei vorausgeschickt, ist von Geburt die der Arbeitslosen z. B. Wir werden vielleicht daß sie das Schicksal von Regierungen entscheidet." Schotte und von Beruf Bergarbeiter. Sein Wohnort war schon in nächster Zeit einer neuen allgemeinen Geschäftsstockung Damit endete das Interview. Die deutschen Genossen bisher Cumnock in der Grafschaft Ayrshire, und als Ver- gegenüber stehen. Was soll mit den Hunderttausenden ge- werden in dem Programm Keir Hardie's manches vermissen, treter der dortigen Bergarbeiter ist er seit einigen Jahren schehen, die alsdann außer Arbeit geworfen werden? Sie was auf unsern Programmen steht, und manche Forderung eine bekannte Persönlichkeit auf englischen Gewerkschafts- können sich darauf verlassen, daß dieselben nach dem Umsich finden, deren Werth für die Arbeiterklasse ihnen proble Aber es würde zu weit führen, hier schwung in der hiesigen Arbeiterbewegung zeugt nichts mehr, nicht stillschweigend werden Hunger sterben wollen. Wir darauf einzugehen und darum sei nur kurz auf die verals die Thatsache, daß während jetzt keir hardie ins werden versuchen, welche Regierung immer das Heft in die schiedenartigen Verhältnisse hingewiesen, sowie auf die ThatBarlament einzieht und Henry Broadhurst aus dem Hand bekommt, sie zu zwingen, die Frage anzupacken und sache, daß wir im Wesentlichen hier immer noch im Anfang selben verschwindet, dieser noch vor vier Jahren Keir zwar ernsthaft. Ferner wäre zu nennen die Landfrage, die der sozialdemokratischen Bewegung stehen. Hardie auf einem Gewerkschaftskongresse unter der Mehr Frage der gesetzlichen Beschränkung der Arbeitszeit und die heit als unbefugten Eindringling" abfanzeln durfte. Errichtung von munizipalen( Gemeinde-) Werkstätten. Alle Nun das Interview des Chronicle": diese Dinge beabsichtigen wir beständig auf der Tagesordnung " Haben Sie diesen großen Triumph erwartet?" zu halten." " Ja. Ich war fest von unserem Erfolg überzeugt. Was würde unsere langjährige Agitation und unser Eintreten für das Prinzip der von der Kontrolle der( bürger lichen) politischen Parteien unabhängigen Arbeitervertretung für Nuzen gehabt haben, wenn wir nicht einmal in einem Wahlkreise wie West Ham siegen und zwar mit Leichtigkeit fiegen könnten?" R Lord Croß ſigt." " Und welches ist Ihr Programm?" Hier haben Sie eines mit drei Rubriken, das ich für Politische Lebersicht. ein Wahlflugblatt aufgestellt habe: Politisch. Homerule; Stimmrecht für alle ErBerlin, den 19. Juli. wachsenen; Reform der Wahlregistrirung; Zahlung von Diäten Magdeburger Meineidsprozeß Fritsche und Genoffen. Erst Peus, dann Fritsche! Unsere Leser kennen den an die Abgeordneten und Deckung der Wahlfoften aus öffent- Das Urtheil der Straflammer ist vom Reichsgericht bekanntlichen Mitteln; Festsetzung der Wahlen auf den Sonnabend und lich aufgehoben und eine neue Verhandlung anberaumt Aber Ihr Triumph ist ein Triumph für den bürgerlichen Erklärung des Wahltages zu einem geschlichen Feiertag; worden. Während Fritsche's Haft ist seine Frau entbunden Radikalismus." dreijährige Parlamente; Einführung von Stichiahlen; Refe- worden. Die Niederkunft war infolge der furchtbaren AufJa, bis zu einem gewissen Grade; aber er zeigt auch, rendum; Abschaffung des Hauses der Lords; Neberweisung regungen eine sehr schivere. Die Wöchnerin erkrankte am daß die Arbeiter der Schlagworte vom„ Grand Old Man" der Kontrolle über Polizei, Wasser, Gas, Trambahnen, Kindbettfieber und lag 14 Tage darnieder. und dem Großen Regenschirm" müde sind. Sie sind es Docks zc. an die Grafschaftsräthe; alle progressiven Forde Entlassungsgesuch Fritsche's, der an das Sterbelager seiner Ein Hafts fatt, sich heiser zu schreien, weil Lord Kimberley Lord Cadogan im Sesse I Gattin eilen wollte, wurde abgelehnt. Am 12. Juli Bobogan verdrängt hat oder Herr Shaw Lefevre inner rungen des Londoner Graffchaftsraths. Sozial. Das direkte Veto in Bezug auf den Handel hatte er Termin vor dem Staßfurter Schöffengericht, mit geistigen Getränken; Keine Entschädigung an die Schant- und hier hatte er Gelegenheit, auf turze Zeit sein sterbendes Und welche Wirkung erwarten Sie von Ihrem Erstätten Juhaber; Schließung der Schaukstätten an Sonn- Weib ihr Tod erfolgte am 18. d. M.folge?" noch einmal zu tagen; Vermehrung der öffentlichen Anlagen und Spielplätze; sehen. Nach dem Fall Peus der Fall Fritsche! " Ich hoffe, daß wir bald die Bildung einer neuen und Bau von Lese- und Erholungshallen, von gesunden Wohdurchaus unabhängigen Arbeiterpartei im Parlament er nungen und Bade- und Waschhäusern; Veranstaltung öffent- Konservativer Parteitag. Wird die Durchsicht und leben werden; wir mögen zuerst wenige sein, aber wir licher Konzerte; Unentgeltliche Erziehung; Entstaatlichung Umgestaltung des Programms der Rechten, von der so unwerden eine große Zahl von Radikalen neuerer Richtung, der Kirche. die sich endlich viel gesprochen und geschrieben worden ist, nun doch Dom laissez- faire Liberalismus emanzipirt Dekonomisch. Rückerstattung des Bodens an die vorgenommen werden? Die Konservative Korrespondenz" haben, zu uns herüber ziehen. Ferner wird die Nachricht Nation; Achtstundengeset; Beschäftigung für die Arbeits- theilt mit, daß ein allgemeiner konservativer Parteitag stattmeiner Wahl auf andere Wahlkreise, wo Arbeiterstimmen losen; Alters- und Juvaliditäts Pensionen für die Ar- finden müsse und werde; unbestimmt sei vorläufig nur der überwiegen, zurückwirken, und ich werde wahrhaftig nicht beiter'; Progressive Einkommenftenter; ein sehr überrascht sein, wenn dies die letzte Allgemeine Wahl Haftpflicht Gesetz; wirksame scharfes Beitpunkt der Einberufung. Dann werde der Zweikampf ist, die auf Grund der bisherigen Parteischablonen ausInspektion der Werk Helldorf- Hammerstein wohl auch zum Austrage kommen. gefochten wird." Nur immer hübsch deutlich. In einer Privatbeleidigungsfache wird der Angeklagte verhaftet und erst gegen die unerhört hohe Bürgschaft von 15 000 m. auf freien Fuß gesetzt. Eine höhere Instanz verfügt die Wieder" M *) Die sogenannte" Leasehold Enfranchisament". Dieselbe liberalen Brogramims?" Aber Sie sind kein Gegner der Hauptpunkte des würde an Stelle der heutigen großen Grundbesitzer eine Menge fleiner Grundbefizer sehen, während die Sozialisten natürlich den Dnein, sicherlich nicht. Mit alleiniger Ausnahme Boden für die Allgemeinheit reklamiren. Feuilleton. Macbrud verboten.) Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. ( 17 Und er fügte mit dem Tone endgiltiger Entscheidung hinzu: Ich mag die Arbeiter nicht, über die sich alle Welt beschwert, und die viel von sich reden machen. Alle Welt! Und von sich reden machen! Herr Bürgermeister... Warum schicken Sie mich fort? Deshalb. -Eine noch intensivere Röthe begann in Herrn Roqueberts Geficht zu steigen. Aber Jacquemin, der fühlte, wie die Verzweiflung ihm ins Gehirn stieg, wurde dadurch nur noch mehr erbittert und wiederholte: Also, wahrhaftig, Sie jagen mich fort, Herr BürgerJacquemin war so erregt, daß er die Müze, die er in seiner zitternden Hand hielt, an sein Bein anschlagen meister!... Mich!. fühlte. Der bin ich, Herr Bürgermeister. Herr Roquebert fuhr fort: Gemeindehause holen. Sie werden sich unverzüglich Ihr Arbeitsbuch vom Sie und Ihre Tochter, unterbrach ihn plöglich Roquebert schreiend. Und er drehte sich um und wies ihm mit dem Finger die Thür. Jacquemin wieder zu sich gebracht. Er nahm seine Müze ab, neigte den Kopf und sagte zitternd: Ich werde gehen. Ich bitte Sie um Verzeihung, Herr Bürgermeister. Und während er ging und von dem Lakaien begleitet wieder in den Hof kam, schien es ihm, als ob er aufwache in einem Abgrund. V. Als Jacquemin sich allein in dem tiefen Schweigen des Waldes fand, das zwar trübe stimmt, zugleich aber be ruhigt, setzte er sich am Fuße eines Baumes nieder und blieb dort stundenlang in verzweifeltes Grübeln verfunken sitzen. Er zögerte, nach Hause zurückzukehren; er wagte nicht, sein Heim zu betreten. Was war eigentlich geschehen? Was hatte er gethan? War er wahnsinnig? Er hätte sich am liebsten in die Erde eingewühlt, wenn das möglich gewesen wäre, er wollte versinken, verschwinden, sterben. Es wurde Nacht; er stand Jacquemin erblaßte. Er hatte verstanden. Aber in seinem Innern regte sich der Geist des Widerspruchs und Herz, zugleich aber hatte ihn ein furchtbarer Muth erfaßt. auf und ging wieder in das Dorf zurück. er sagte furz aber ehrerbietig: Weshalb? Jacquemin's Geduld war durch die lange moralische Fieberglut erschöpft, es war ihm so unendlich weh umis Er fühlte sich fast wahnsinnig, und blieb mitten im Zimmer Er hatte keinen Tabak mehr bei fich und trat, um sich stehen, ohne sich von der Stelle zu rühren, setzte seine Mütze welchen zu kaufen, in eine Gastwirthschaft. Der Wirth Bei dieser Frage sah er, wie der Fleischwulst, der vom fah plötzlich hoch Jaufgerichtet und blaß den Mann vor und es war im Gegensaße zu der sonstigen Schweigsamkeit auf den Kopf, kreuzte die Arme und Herr Roquebert fegte gerade einigen Bürgern ihre Schoppen auf den Tisch, feines Anzuges hinüberquoll, sich flammend roth färbte. Starrheit angenommen hatte. feiſten Stiernacken des Bürgermeisters über den Kragen sich stehen, dessen sonst so bescheidenes Auge eine unheimliche der Belgier ein furchtbares Stimmengewirr in der Kneipe, Herr Roquebert kehrte ihm den Rücken und sagte grob: Sie werden aus der Grube weggejagt. dem aber die Ankunft des Steigers ein plögliches Ende Erschrocken erhob er sich hastig und drückte mit dem machte. Bei seinem Erscheinen wurde es todtenstill und der Finger auf den Knopf einer elektrischen Klingel. Ein Wirth, mit dem er sonst recht gut bekannt war, that, als Stimme, die bittend und zornig zugleich flang, tönnen Sie Herr Roquebert sagte mit teuchender Stimme: Herr Diener erschien sofort in der Thür des Arbeitszimmers und ob er ihn nicht mehr kenne. Sehr beunruhigt, nahm sich über meine Dienste beklagen? Jacquemin seinen Tabat und ging, ohne aufzusehen, hinaus. Und nun, als er die Straße hinabschritt, überkam ihn erst recht tief schmerzlich das Gefühl völliger Berlassenheit. Bürgermeister, sagte Jacquemin mit einer Herr Roquebert brummte, ohne sich umzuwenden: Scheeren Sie sich! Werft diesen Mann sofort hinaus! Das Läuten, das er vornommen, die Thür, die sich geöffnet hatte und der Lakai, der erschienen war, hatten Augenscheinlich wußte man schon, was ihm passirt verhaftung, und eine Raution von 50 000 m. ist noth- führen ist, überhaupt alle die, welche in der ländlichen Unteroffiziers Bernadotte, der jetzt die schwedische Krone wendig, um die Freilassung des Beschuldigten zu erwirken. Agitation hervorragend thätig sind, sollten sich das„ Hand- trägt, weiß aus seiner Familiengeschichte vom Glückswechsel Es handelt sich, wie unsere Leser wissen, um den Ahl- buch"( Preis gebunden 2,50 M.) aufchaffen. Da die darin zu singen und zu sagen. Zu fingen auch, sintemal er in wardt'schen Fall. Der deutschfreisinnigen Presse, die mit entwickelten Ansichten den Niederschlag der junker- seinen Mußestunden Reime schmiedet. brünstigem Eifer die Geschäfte des Geldjudenthums wie des lichen Weisheit bilden, so bietet es eine vor" Rapitalismus überhaupt besorgt, ist die Entlassung ein treffliche Handhabe im Kampfe gegen diese Gegner, Im alten Geleise. Auf der Bahn des Staats Greuel; fie zetert über die wüste Agitation" des Anti- die ihr schwarz auf weiß festgelegtes Glaubensbekenntniß nicht bankrotts giebt es auch für Italien fein Halten mehr. femiten und läßt Rechtsstaat Rechtsstaat, bürgerliche verleugnen können. Als ein Bröbchen für die herzerfrischende Der neue Schahminister Grimaldi theilt mit, daß der Freiheit bürgerliche Freiheit sein. Ihr Gehaben entspricht Offenheit ihrer Absichten sei der Schlußabsatz des Artikels: Fehlbetrag des öffentlichen Haushalts für das Rechnungs Wünschen und Ansichten des liberalen Klüngels. Wie die Sozialdemokratie"( S. 307) angeführt: jahr 1892/93 sich auf 21 Millionen Lire belaufe. Wie das Schulverwaltung den Rektor 3. D. mit Disziplinarstrafen Ob nicht aber daneben( neben der sozialen Reform" der Loch zugestopft werden soll? Durch neue Steuern, natür bedroht hat, ist bekannt. Nun liest man in der Frei- Regierung!!) die staatliche Verpflichtung, die bisher lich indirekte. Außerdem sind die durch Eisenbahnbauten sinnigen Zeitung"( Nr. 166 vom 19. Juli):" noch von der sozialdemokratischen Agitation verschonten benöthigten 30 Millionen durch Ausgabe von Schuldtiteln Streise möglichst gegen sie zu schüßen, eine Berzu beschaffen. Neue Abgaben und neue Schulden. Der stärkung der hierfür gegebenen Machtmittel, ins Krach kommt näher und näher. besondere auf dem Gebiete des Preß- und Vereins= „ Man sieht also, Ahlwardt weiß die Freiheit, die ihm. durch die Kautionsstellung von 50 000 M. gewährt ist, wohl für sich auszunutzen. Der Fall Ahlwardt bietet unwillkürlich Anlaß zu einem Vergleich mit dem Prozeß Polfe, in welchem gleichfalls die Freilassung gegen Rautionsstellung und zwar in beliebiger Höhe verlangt wurde. Damals wurde der Antrag der Vertheidigung wegen angeblicher Kollusionsgefahr abgelehnt. Seitdem scheint die Auffassung bei den Gerichten eine mildere geworden zu fein; man nimmt bei Ahlwardt, troßdem derfelbe nichts Eigenes einzubüßen hat, weder Fluchtverdacht noch Rollusionsgefahr an." nationalliberal: Wir weisen unsere israelitiultramontan: wesens erfordert, wird wesentlich von der weiteren Haltung Dafür haben die Minister Giolitti und Genala und Entwickelung jener Agitation abhängen und sich verin einer Festsibung des Allgemeinen Arbeiter" vereins mit muthlich schon in nächster Zukunft entscheiden den kühnsten Versprechungen nicht gegeizt. Ist es nicht müssen." spaßhaft, wenn Giolitti, ein bürgerlicher Musterpolitiker, Als Schutz gegen die Landagitation eine Neuauflage wie ihn der durchtriebenste Börsenjobber, der Unternehmer des Ausnahmegesetzes, das ist in nächster Zukunft" nach ihn sich besser nicht wünschen kann, das Versprechen aus der löblichen Meinung der Ritterschaft zu entscheiden". bem Aermel schüttelte, die Regierung wolle die Lage der Aber zur Entscheidung, hocheble Helldorff, Mirbach und Arbeiter in Stadt und Land heben"? Ob mit neun- oder Natürlich ist dies keine herzhafte Aufforderung an die Konsorten, gehören 3 wei! achtmillimetrigen Gewehren, mit Karabinieri( Gendarmen) Gerichte, sich des Uebelthäters wieder zu bemächtigen und ihn hinter Schloß und Riegel zu setzen. Wenn das liberale Die diebische Elster. In unserem Leitartikel:" Posta- Sungeraufstände und der Lockspitzel stüßt sich die soziale oder Soldaten, vergaß er zu sagen. Denn im Lande der Herz für den braven Bolke schlägt, deffen Machenschaften lische Sparsamkeit"( Nr. 166 vom 19. Juli) theilten wir Reform" auf die Bajonette und eine feile Richtertlique, deshalb zweifelsohne find, weil sie am Strafgesetzbuch haar- u. A. ein amtliches Aktenstü cf des Oberpostdirektors die sich im Interesse der Besitzenden prostituirt. Was sollen scharf vorbeigingen, so ist das Folge allgemeiner Nächsten Rehbock in Magdeburg mit. Die Berliner Volks- Zeitung", die von Pellagra und Malaria gepeinigten Landarbeiter liebe. Und wehe demt, welcher sagt, daß eine Katze eine unverfroren wie irgend ein podolischer Taschendieb, stibigt der römischen Kampagna, was die fizilischen Schwefel Katze und R- ollet ein Schelm ist! diefe Mittheilung, ohne dem bei an ständigen Blättern gruben- Arbeiter noch murren, wenn Giolitti erklärt, Anzeigea. In Geldsachen nennen. Der Kampf um die selbstverständlich geübten Brauche gemäß ihre Duelle zu die Regierung„ hoffe allen Arbeitern Arbeit und enthört die Gemüthlichkeit auf, der Juferatentheil aber ist der nn 3 folgende Berfügung ze. zur Kenntniß gebracht( folgt Sie schreibt( Nr. 167 vom 20. Juli): Es wird sprechenden Lohn verschaffen zu können"? Springquell des Heils für Gerechte und Ungerechte, für das Attenstück)." Uns nimmt dieser Diebstahl freilich nicht die in Botojchan lebten, find von der rumänischen Reg Nationalliberale und frumbe Zentrumsleute. Man urtheile: Wunder. Das Organ des Herrn Vollrath, früher unter Rumänische Staatsretter. Drei jüdische Sozialisten, Das Organ des Herrn Vollrath, früher unter Düsseldorfer Zeitung. Düsseldorfer Boltsblatt, anderer Leitung das einzige wirklich demokratische Organ, rung ausgewiesen worden. König Karl's Thrönchen „ Wir haben schon vor Jahren tritt nur auch in diesem Betracht in die geliebten Fuß steht nun wieder felsenfest, so lange„ Väterchen" will, schen Mitbürger auf das traurige zu" Anfang der Berliner anti- ſtapfen des Eugen Richter, dem die Bossische Zeitung" vor nämlich. Heggewerbe der ultramontanen femitischen Regungen den Anti- Fahr und Tag den fortgesetzten literarischen Raub aufBreffe hin, welche zwar den An- femitismus für eine Rohheit, gemußt hat, ohne daß der Ehrenmann darauf zu muckjen Belts chew, der heute seinen Abschluß findet, ist die Der Zarismus an der Arbeit. Im Prozeß zeigen und Druck Aufträgen der für unchriftlich und unkatholisch wagte. israelitischen Mitbürger begierig erflärt; es ist demnach eitel Lüge Theilnahme der russischen Regierung an den Butschen und nachjagt, dagegen luftig in das und Verleumdung, uns des ge- haben es für angemessen gehalten, ein Gesuch um seine Baare- Fusaugel. Die näheren Freunde Fusangel's Attentaten der bulgarischen Flüchtlinge klar nachgewiesen antisemitische Horn bläst. An heimen Antisemitismus zu beEin Wiener Blatt veröffentlicht den Wortlaut Stelle der hinsichtlich ihres Kultus schuldigen. Es ist Lüge und Begnadigung einzureichen. Es ist aber, da zu deffen einer Rechnungslegung über die an die bulgarischen Ber so gröblich verdächtigten Jirae- Berleumdung, daß wir je von Berücksichtigung nicht genügende Gründe vorhanden seien", schwörer und Emigranten bezahlten russischen Gelder. Es liten würden wir den Bentrums- einem Ritualmord in Kanten ge- abgelehnt worden. Der Bochumer Stempel: heißt darin: blättern jede Geschäftsverbindung sprochen, daß wir die Jfraeliten prozeß beginnt am 25. Juli. Die Untersuchung war fündigen das wäre für diesen ihres Kultus wegen gröblich eingeleitet gegen 17 Meister des Bochumer Vereins, gegen Geschäfts- Katholizismus, welcher verdächtigt hätten. Genau das die ultramontane Weltanschau- Gegentheil ist wahr. Wir haben 16 wird das Hauptverfahren eröffnet werden, außerdem unserer Ansicht, daß wir an gegen die Ingenieure Bering und Gremme. Die Ueber Ritualmorde durchaus nicht weisung des Prozesses von Bochum nach Essen ist auf überglauben, offen und nachdrücklich einstimmenden Antrag des Ersten Staatsanwalts, Schlüter, Raum gegeben. Wenn Herr und des Vertheidigers, Rechtsanwalts Kohn, erfolgt, und Schwuchow( der aus Baden fatt- zwar wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit". Den fam bekannte Redakteur der Aulaß gaben die stürmischen Volksversammlungen Düsseldorfer Zeitung") noch den Bochum für und gegen Fusangel." Geladen sind gegen Schein eines anständigen Mannes 140 8eugen, retten will, so hat er die Pflicht, Baare! Als Zeuge, nicht auf der Anklagebaut, erscheint der darunter auch Herr Kommerzienrath entweder seine Behauptungen zu beweisen, oder seine Verleum Leiter des Werkes, das die Stempel gefälscht hat. Dies dungen zurückzunehmen. Solange Kind, kein Engel ist so rein, laßt Eurer Huld empfohlen das eine oder das andere nicht sein!" geschehen ist, erklären wir ihn für einen ehrlosen Verleumder." ung zum großen Theile ja doch nur der materiellen Vortheile wegen verficht, die härteste Strafe." " in Englische Wahlen. Das nunmehrige Wahlergebniß stellt sich wie folgt: 261 Konservative, 50 Unionisten, 272 Gladstoneaner, 9 Parnelliten, 68 Antiparnelliten. Die Konservativen gewannen 17, die Unionisten 8, die Gladftoneaner 76 Size. in Norwegen. Das„ Konservative Handbuch". Kürzlich sind im Verlag von Hermann Walther Winte für die konservative Agitation erschienen unter Mitwirkung der parlamentarischen Vertretung der konservativen Parteien". Ohne Rücksicht auf die reinliche Scheidung" haben Bausteine zu Herabsehung der Zivilliste diesem Buch herbeigetragen die Abgeordneten Dr. Arendt, Während unsere teutschen Landtage mit rührender Bereitvon Kardorff- Wabüz, Dr. Ritter Waldenburg, willigkeit die fürstlichen, großherzoglichen und königlichen der Agent des Fürsten Pleß vor Allem in Bergwerksfragen, Bivillisten erhöhen, wobei Ultramontane, Nationalliberale Freiherr von Bedliß- Neukirch, betriebsamer Mit- und Deutschfreisinnige Hand in Hand gehen, sind die arbeiter der Berliner Politischen Nachrichten", die bisher Norweger widerhaarig und wollen die Zivilliste herabGenannten sämmtlich freikonservativ, ferner die deutsch- setzen. In der Sitzung des norwegischen Storthings konservativen Abgeordneten von Manteuffel: Croffen( Deichstages) vom 18. Juli lief der Antrag ein, bei Einund Graf von Mirba ch- Sorquitten. Man hat es mit tritt eines Thronwechsels die Einkünfte des Königs um einem amtlichen Katechismus der agrarisch- reaktionären 100 000 kronen jährlich zu mindern. Immer tiefer geht Politik zu thun. Unsere Vertrauensmänner in den Bezirken, die republikanische Bewegung in Skandinavien. Und der in welchen gegen konservative Kandidaten der Kampf zu Nachkomme des napoleonischen Glückssoldaten, des weiland Er blieb stehen und vernahm zwischen dem Rascheln des Reisigs auf den Steinen hindurch die Worte: Der Mann hatte so ein Benehmen Es war eine weibliche Stimme; sie fuhr nach einer Weile fort: worden. Diplomatische kaiserlich russische Agentie Nr. 206. Bukarest, 2. Juli 1887. An das Departement des t. Hauses. Rechnungslegung. In Uebereinstimmung des geheimen Telegramms des Herrn Ministers des Aeußern vom 30. Juai d. J. übersendet die kaiserlich diplomatische Agentie mit Gegenwärtigem eine furze Rechnung über die Ausgaben, die aus den Summen des Ottus pationsfonds für die Organisation der Na tionalbewegung in Bulgarien entnommen wurden und für die Bedürfnisse des Departements der kaiser lichen Polizei verausgabt wurden, und hat die Ehre, unterthänigst zu bitten, werden. das Departement geruhe die Verfügung zu treffen, daß der Kaffe der diplomatischen Agentie die verausgabten Summen auf Rechnung des De partements der kaiserlichen Polizei im Betrage von 65 000 Fr. als Ergänzung der Summe des Offupationsfonds rückerstattet Kurze Rechnungslegung der Ausgaben, welche entnommen wurden aus den Summen des Offupations fonds für die Organisation der Nationalbewegung in Bulgarien und der Ausgaben, entnommen aus den Summen des Offu pationsfonds für die Bedürfnisse des Departements der taiser lichen Polizei am 1. Juli 1887. 1. Ausgegeben den Mit gliedern des Revolution stomitees in Bus farest für die Erhaltung der Offiziere und der anderen Emigranten, laut Telegramm des Ministers des Aeußern vom 15. Dezember 1886 120 000 Ft 2. laut Telegramm des Herrn Vorstandes des asiatischen Departements vom 10. Januar d. J. ausgegeben für die Erhaltung des Komitees in Giurgewo und in Rust s chut 75 000 Fr., 3. durch Nebolsin und Todopow dem Kapitän Krstew nach Silistria abgesendet 10 000 4. dem Thomas Kirdgiem zur Absendung nach Rust s chut zur Verfügung des Majors Uzunow übergeben 45 000, 5. für die Mitwirkung bei der Bildung des Revo lutions Romitee's für bulgarische Nationals bewegungen 60 000, 6.... für denselben Gegenstand 20 000, 7. den Rapitän Bohlmann, der an der Rust sch uter Revolution Antheil genommen hat, zum Zwecke seiner als ob wagte war, und die Leute beeilten sich, ihm den Rücken zu kehren. Als ich den Mann zum ersten Mal sah, kriegte ich in der elenden Behausung Ghilaine's und eine Stimme, Seit vierzehn Tagen hatten sie ihn schon beobachtet, Jeder Ihnen einen Schreck; ich habe immer gesagt, daß es da sie er wieder erkannte, rochelte mehr als daß sie murmelte: hatte seine Lebensweise belauert, hatte Vermuthungen gehegt am Ende noch was geben würde. Er schickte Erbarmt Euch, gebt mir zu essen. und neugierig seiner Vergangenheit nachgeforscht. Man dieser Frau immer eine Portion von seinem Essen, Kaffee, Für Jacquemin war das in dieser Minute entsetzlich. hatte über gewisse Eigenthümlichkeiten in seiner Lebens- Butter und Alles. Es macht das mehr als fünf ganze Die Worte drangen ihm eiskalt in's Herz. Außer sich, mit weise geredet und wahrscheinlich auch über seine Wohl- Sous. Alle Morgen schickt er ihr Sahne und Milchbrot zitternden Händen machte er eine Geberde, thätigkeit. Gott allein wußte, was alles schon geredet, ge- zum Frühstück. Ohne Grund ist man nicht so barmherzig, er bei sich noch etwas suchte und doch murmelt und für skandalöse Geschichten herumgetragen und man geht hernach nicht zu solchen Leuten, um sie um er nicht einmal mehr ein Almosen zu geben, worden waren, seit er die Zielscheibe dieser boshaften und Rath zu fragen. selbst wenn er darum gebeten wurde. Und da er sich zus müßigen Aufmerksamkeit war. Die Klatschbase unterbrach sich und einen Augenblick gleich auch erinnerte, daß er kein Geld bei sich hatte, je Die Nacht brach herein und niedergeschlagen wie er hörte Jacquemin weiter nichts, als daß die beiden Stimmen fuchte er zu entfliehen. Aber ein schwacher Schritt folgte war, hatte er, ohne darauf zu achten, das Geräusch tehren- leise weiter schwäßten. Dann schlossen sich zwei Thüren, dem seinen. Dann verließen ihn die Kräfte und sein Herz der Besen vernommen, mit denen Haushälterinnen, die sich und es ward wieder ganz still im Dorfe. flopfte so heftig, daß er stehen blieb. Er horchte. verspätet hatten, in einem einsamen Gäßchen das Pflaster Die Bestürzung Jacquemins war furchtbar; er legte reinigten. Auf einmal hörte er sprechen. Die Nachtluft fäuselte, als sei sie von heftigen Seufzern die Hand an die Stiene, und es war ihm, als ob er ein belebt; im Wehen eines nervenerregenden Windes vernahm glühendes Kohlenbecken anrühre. er das Surren kleiner Staubwirbel, so daß Jacquemin Er befand sich in einer der Querstraßen des Ober- wähnte, es sei vielleicht nur der Wind, der ihn vers dorses. Eine Weile stand er in seiner Angst wie an folge. gewurzelt ganz verstört mitten auf der verlassenen schweigsamen Straße, die von niedrigen Häusern eingesäumt war. feuchendes Athmen drang an sein Ohr und eine schwache, Aber nein, ein strauchelnder Schritt verfolgte ihn, Er fühlte, wie in seiner Seele der Schrecken wuchs, er entfräftete Stimme wiederholte: sah das furchtbarste Unglück über sich hereinbrechen und düster vor sich hin brütend nahm er seinen Weg wieder auf. Das war der Zusammenbruch seines Lebensgebäudes. Seine Reue war umsonst und all' das Gute, voll Das ist auch eine Sache, die nicht mit rechten Dingen dem er geträumt, all seine Buße, all seine Bemühungen, zugeht. Man nimmt nicht so mir nichts dir nichts Kranke alle Hoffnungen, die Jugend seiner Tochter, das Schicksal Jacquemin ging weiter. Der Nachtwind wehte daher bei sich auf. S'ist kein Bergnügen, vier ganze Monate lang des wiedergefundenen Kindes, aus dem er beinahe einen in so furzen Stößen, als würde er von den Flügelschlägen einen bei sich zu beherbergen, noch dazu so einen Menschen, glücklichen Wienschen gemacht hatte alles das verfallen, erschreckter Vögel bewegt. In dem einen Augenblicke strich der weder reden noch etwas arbeiten kann, nichts, garnichts. zerbrochen, alles hatte Schiffbruch gelitten in diesem er an kleinen Gärten entlang, von denen her das Gewiffe Leute behaupten, daß das Jacquemins Junge ist Augenblick. Er ging, und bei jedem Schritt hatte er die Empfin- Trocknen aufgehängten Wäsche entgegendrang; und dann flatschende Zusammenschlagen der an den Sträuchern zum Und ich sage, daß Jacquemin weiter feinen Grund haben fann ihn bei sich zu behalten, und daß man sich mit so was dung, als ob er in einen Abgrund stürze; da fühlte er, wie wieder trug er aus halb geöffneten Thüren durch rothe nicht aufregt, wenn einen das Blut nicht dazu treibt, und er jo in dem träumerischen Zustand eines Nachtwandlers Lichtspalten hindurch das Geschrei zorniger Weiberstimmen daß man nicht für einen wie für einen Sohn sorgt oder seinen Weg dahinschritt, plötzlich eine Hand, die seinen Arm und das Schluchzen von Kindern, vermischt mit entsetzlichem für so etwas, wenn man sich nicht für seinen Vater oder streifte. Jacquemin wandte sich schaudernd um und sah dicht hinter den Mauern der kleinen schwarzen Gasse hervorbrang, Schimpfen daher, jenes Zähneknirschen des Elends, das für dessen Schwester hält. neben sich eine armselige Gestalt, die einem schattenhaften die von einem faden Kohlengeruch erfüllt war. Bilder Feßen glich, der sich leises Gestöhn entrang. Einmal schon schlimmster Entartung waren es, die ihm auf seiner Flucht war Jacquemin ein ähnliches Gespenst erschienen, es war entgegentraten. Und er erinnerte fich der kleinen Schlepperin Mag er Steiger sein, so viel er will, wenn er einmal mein Haus beträte, würde ich außer mir sein. Jacquemin erblaßte. Es entstand eine Pause, in der man nur Besengeraschel hörte. Dann deklamirte die Stimme einer wallonischen Klatschbase weiter: Oder sonst Jemanden von der Familie, unterbrach ein anderer Besen, welcher nun seinerseits zu kehren aufhörte und das Wort ergriff. Etwas zu essen! Ganz leise stotterte er: Ich habe Nichts. Die Stimme antwortete: Ich habe Hunger. 40 000, 11. auf Grundlage desselben Telegramms und auf Rech- 14. Juli die Antwort erfolgte:„ Noch im Zweifel, ob das Blatt Freitags- Sitzung der städtischen Kollegien es Mandats des " das ist das Seilung und für andere Bedürfnisse ausgefolgt 15 000, 9, faut furter Zeitung" noch einmal beleuchtet. Derselben schrieb ihr die Legende zerstört, wonach es in Sachsen eine Gemeindefreiheit Telegramm des asiatischen Departements vom 10. Febr. 1887 Münchener Korrespondent in Erwiderung auf die Berichtigung geben sollte. Eine schöne Gemeindefreiheit, wo die Behörden dem Major Gruew und Sapitän Benderew au des Ausschusses der Akademischen Lefsehalle: die Gemeindevertretungen berärt bevormunden können, wie es in Verfügung ohne Rechnungslegung ausgefolgt 60 000,. bein" In der Lesehalle liegt ein fleißig benüßtes Ginschreibbuch Döhlen geschah! russischen pensionirten Stabs- Rittmeister Peter Nebolsins für Desiderien und Anfragen auf, welche prompt von der VorMittel zur Rückkehr nach Rußland 4000, 10. laut Telegram standschaft durch Randbemerkung beantwortet werden. Nachdem Der Kieler Liberalismus hat noch immer nicht den Muth des Herrn Adlatus des Ministers des Neußern vom 10. März feit 30. Juni eine neue Nummer des„ Vorwärts" nicht mehr auf gefunden, die Konsequenzen des Verraths zu tragen, welchen er 1887 auf Rechnung der fais. Polizei... für die Mitwirkung, gelegen, erschien unterm 12. Juli im Beschwerdebuch eine Anfrage, durch Erhöhung des kommunalen Wahlzenfus am Proletariat welche sie unseren Agenten der geheimen Polizei erwiesen haben, auf welche unter dem Stempel der Vorstandschaft unterm verübte. Wie das Hamburger Echo" berichtet, fam in der nung der f. Polizei an Herrn... zum selben Zwecke ausgefolgt angeschafft werden soll, nach dem dasselbe der Akad. bliebene Frage betreffend die Aberkennung des Mandats des 20 000, 12. dem Rathe Chr. Stamatow als Mittel zur Mückesehalle vom Senat verboten worden ist." Stadtverordneten Brodhuhn zur nochmaligen Verhandlung. Es fehr nach Rußland 4000, 13. auf Verfügung des Komitces in Nachdem die Notiz von dem Verbot in der Frankfurter 3tg." wurde wieder lebhaft für und gegen den Magistratsantrag ge= Bukarest dem Velitschko Pencew am 1. Juli d. J. übergeben erschienen war, erklärte das zuständige Vorstandsmitglied im Be- sprochen, welcher konsequenterweise die Entlaffung Brodhuhn's 6400, 14. ebenfalls dem Chr. Ivanow 6000, 15. dem Emi- fchwerdebuch, es handle sich um einen Irrthum, nicht der jetzige forderte. Redakteur Alexander Niepa gab an, es habe nicht in granten Dr. Drumnow zur Abreise nach Plevna ausgegeben Senat habe das Blatt verboten, sondern dem früheren Ausschuß seiner Absicht gelegen, daß der Beschluß bezüglich der Erhöhung 4000, 16. dem Ruftschufer Kaufmann und Emigranten Georg habe ein Professor erklärt, er wünsche, daß der Vorwärts" nicht des Wahlzensus solche Konsequenzen nach sich ziehe, wie die EntGerow als Anleihe 8000, 17. dem Emigranten Penko Ger aufgelegt werde. Deshalb ständen Vorwärts" und" Münchener lassung eines Stadtverordneten aus seinem Amte. Nach eintowski in der Eigenschaft als Mitglied des Rustschuke- Post" nicht auf der offiziellen Zeitungsliste. Auf eine weitere gehenderer Debatte wurde schließlich die Entlassung Brodhuhu's Revolutionsfomitees( als Unterstützung gegeben 4000. Rekrimination im Beschwerdebuch erfolgte die Erklärung des betr. mit 11 gegen 7 Stimmen abgelehnt. Der Magiftrat stimmte ein18. demselben Gerkowski in der Angelegenheit des Mantow Vorstandsmitgliedes, daß am 15. Juni auf den Vorwärts" stimmig für die Entlassung; es entstand somit wiederum Diffenz 8000, 19. Taut Telegramm des Direktors des Departements der wieder abonnirt, derfelbe aber ebensowenig wie die" Münchener und die Frage wird im Verwaltungsstreitwege erledigt werden. Halbheit, Unmännlichkeit im Guten und Bösen Staatspolizei dem Sekretär der bulgarischen diplomatischen Post" auf die offizielle Zeitungsliste gesetzt worden sei. Auf eine Agentschaft in Bukarest Char. Vladigerow gegeben 5000, abermalige Refrimination bringt das Beschwerdebuch folgen- Charakteristikum des Liberalismus. Das Odium seiner Thaten bebel alle if bas 20. demselben Bladigerow auf die Quittung des Staatsrathes den Vorstandsbescheid:„ Einen Tag, bevor die Sache in den auf Andere abwälzen, wie im vorliegenden Falle auf das OberMischcento 2000, 21. dem Emigranten Milarow in der Aus Beitungen herumgezogen worden, ist auf den Vorwärts" verwaltungsgericht, das ist so ganz die Art dieser Partei. Der gelegenheit des Mantow 4000, 22. verschiedene Ausgaben abonnirt und sofort eine Berichtigung an die Beitungen von ihr erwünschte Effekt wird natürlich nicht erzielt werden, bei Versenden der Proklamationen und Zeitungen nach versendet worden. Dieser Tage wird eine Berstänfoweit er auf die rechtlos gemachten Voltsmassen in Rücksicht auf Bulgarien 30 000, 23, ausgegeben 20 000, 24. als Unter- digung mit dem Cenat verfucht und hoffentlich auch die nächste Reichstagswahl beabsichtigt war. Das Kieler Proletariat stützung gegeben den Familien der in Rustschut verurtheilten im günstigen Sinne erzielt werden." An der Hand dieser offiziellen aller Kategorien, dem durch das Verschulden des Liberalismus Offiziere und anderen Personen, die durch die Revolution am Erklärungen mögen Sie den Charakter der Ihnen zugegangenen das tommunale Wahlrecht genommen wurde, wird nunmehr 19. Februar 1887 Schaden erlitten, 25 000, 25. als Unterstützung Berichtigung beurtheilen. Was das mit der offiziellen Zeitungs- wissen, daß es Selbstmord wäre, wenn es einem Kandidaten den Offizieren und anderen Emigranten zur Reise nach Ruß liste" heißen soll, ist nicht recht erklärlich. Münchener Post" dieser Partei bei der nächsten Reichstagswahl seine Stimme geben land zu verschiedenen Zeiten ausgegeben 62 000, 26. Laut und Vorwärts" hingen bisher offen an den Halterhaken, die wollte. Telegramm des Vorstandes des asiatischen Departements vom Münchener Post" auch heute noch. Den Vorwärts" fonnte ich 1. Juni d. J. übergeben an das Komitee des slavischen Wohl- heute noch nicht finden." Aus Heffen. In einer Berichtigung, welche die„ Mainzer thätigkeitsvereins in Odessa für einmalige Unterstüßung der Es darf nach dieser Mittheilung der Frankfurterin nun wohl Volts- Zeitung" veröffentlicht, theilt die Administration der GroßFreiwilligen 75 000, Summa 762 000 Frants." als erwiesen gelten, daß der Akademische Senat oder Mitglieder des herzoglichen Hofmeierei zu Darmstadt mit, daß der Bedarf es einer Erläuterung zu dieser Urkunde? Dieser selben der Akademischen Lesehalle das Halten des Vorwärts" und der beim Rübenhäufeln verwendete Pflug, der von Menschen gezogen Barismus ift der Schirmherr der Ordnung. Dieser Zarismus Münchener Post" in irgend einer Form untersagt haben, Niemand wird, ein Handarbeitsgeräth fei. Die Arbeitszeit sei nicht auf 12, geräth außer Rand und Band, wenn das bedrückte russische ber Betheiligten sich aber getraut, das einzugestehen. Dös g'freut sondern auf 10 Stunden bemeffen, und dann heißt es weiter: Bolt mit allen Waffen gegen seine Bedränger kämpft. uns. Denn danach ist klar, daß das Ansehen der sozialdemo-„ Der Lohn von 1,80 M., der sich übrigens in der Hofmeierei Welch ein Unglück wäre es, wenn der Draht", der uns fratischen Presse bereits die Autorität der Universitätsgewaltigen gerade so wie in anderen Unternehmungen burd mit Rußland verband, wirklich abgerissen" wäre, wie der auszuhalten vermag selbst im Kreise der„ Musenföhne". feile Bediente des Barenthums, Bismarck, in Wien behauptet hat. Aber Graf Caprivi beeiferte sich laut zu verkünden, daß die deutsche Reichsregierung wohl auch heute ein gutes Führungszeugniß aufweisen könne, ausgestellt in der Geheimfanzlei Alexander III! " " Die Arbeiter Barmens haben sich dem Elberfelder Boykott der Brauereien Küpper und Wicküler angeschlossen. Die Elberfelder Gewerkschafts- Kommission wird alle diejenigen Gewerkschaften aus dem Gewerkschaftskartell aus schließen, welche ihre Versammlungen in Lokalen abhalten, deren Inhaber boykottirtes Bier verschänten i 100 m 17 das Verhältniß zwischen Angebot und Nachfrage regelt, ist zum Mindesten ebenso hoch, wie er bei gleicher Leistung in anderen Landwirthschaften gezahlt wird." Interessant, wenn auch nicht neu, ist in dieser Berichigung das Geständniß, daß auch in dem genannten großherzoglichen Betriebe das Verhältniß des Unternehmers zum Arbeiter nicht mehr patriarchalisch, sondern ein rein kapitalistisches ist. Die Sozialdemokratie des 12. badischen Reichstage. Von der Cholera. Nach amtlichen Meldungen wurden in Rußland an Cholerafällen konstatirt: In Zur Agitation. Der sozialdemokratische Verein zu Wahlkreises hielt am Sonntag in Heidelberg eine ParteiAftrachan am 15. Juli 391 Erkrankungen und 225 Lobes Ottensen beschloß, 4000 Exemplare der das Erfurter Pro- onferenz ab, auf welcher fast tein Ort des Wahlkreises unfälle, am 16. Juli 269 Erkrankungen und 218 Todesfälle. gramm erläuternden Broschüre Kautsky's und Schoenfant's vertreten war. Selbst die entlegenſten Dörfer des Odenwaldes In Sfaratow am 15. Juli 82 Erkrankungen, 43 Todesfälle, m 6. schleswig- Holsteinischen Reichstags- Wahlkreise auf Vereins- batten Delegirte entfandt. Im Ganzen waren gegen 400 Parteiife auf 2 genossen erschienen. Die Konferenz nahm einen Organisationsplan für den genannten Kreis an, welchem das Organisationsam 16. Juli 90 Erkrankungen, 62 Todesfälle. In Barizyn tosten zur Vertheilung zu bringen. am 15. Juli 89 Erkrankungen, 54 Todesfälle. In Szamara Die Sammlung der Arbeitsordnungen empfehlen weiter: statut des 46. badischen Landtags- Wahlkreises zu Grunde liegt. am 15. Juli 51 Erkrankungen, 20 Todesfälle, am 16. Jul„ Bergische Arbeiterstimme"( Solingen), Elsaß- Lothringische Bolts. Danach wird der 12. badische Reichstags- Wahlkreis in die 62 Erkrankungen, 32 Todesfälle. In Kafan am 15. Juli zeitung"," Thüringer Tribüne",„ Märkische Volksstimme"( Frant- Agitationsbezirke Heidelberg, St. Ilgen und Mosbach ein? Erkrankungen, 3 Todesfälle, am 16. Juli 5 Erkrankungen, furt a. 6.), Bielefelder Volkswacht".„ Norddeutsche Bolts timme" getheilt. Weiter wurde die Herausgabe eines Flugblattes und 3 Todesfälle. ( Geestemünde)," Boltsblatt für Anhalt", Augsburger Volks- die periodische Verbreitung von Agitationsnummern der Boltsstimme" beschlossen. Die Mannheimer Voltsstimme" zieht aus Um 17. Juli fand in Wien eine amtliche Berathung Beitung"," Sächsische Arbeiter- Beitung." dem Besuche und dem Verlaufe der Konferenz den Schluß, daß megen weiterer Vorkehrungen gegen die EinSchleppung der Cholera statt. Nach Mittheilungen Gemeindevertreter- Tage. Wie die, Gächſ. Urb.- 3ig." berichtet, Kreise auf einige Tausend Stimmen Zuwachs rechnen könne. Nachträgliches vom sächsischen sozialdemokratischen unsere Partei bei der nächsten Reichstagswahl im 12. badischen des Botschafters in Petersburg, Grafen Wolkenstein, soll hatte seiner Zeit der Allgemeine Arbeiterverein für den Plauen'schen die Cholera bereits unter den russischen Truppen an der Grund und Umgebung die Verwaltungen der Gemeinden( eines Im 2. Pfälzischen Wahlkreise, und zwar in Haßösterreichischen Grenze herrschen. Die brasilianische Bezirks durch Zirkular aufgefordert, für eine geeignete Vertretung Io ch, fette am Sonntag eine sozialdemokratische Parteikonferenz Regierung hat für die Zufuhren aus Frankreich, Rußland, der Gemeinden auf dem Landgemeinde- Tage zu sorgen. Das zwecks befferer Betreibung der Agitation zwei Bezirkskomitee's Afrika und den Ländern am Mittelländischen Meere eine scheint ganz besonders dem Gemeindevorstand in Döhlen un- ein, deren Size Neustadt und Landau sind. Die nächste Konferenz mehrtägige Beobachtung angeordnet.- Die fünftägige bequem gewesen zu sein. Er ließ diese Buschrift des Arbeiter- foll im September zu Edenkoben stattfinden. Quarantäne für Zuführen aus rumänischen Häfen Begleitschreiben herumgehen, worin erklärt war, daß die königvereins bei den Mitgliedern des Gemeinderaths mit einem Polizeiliches, Gerichtliches 2c. und der Dobrudsch a wurde von Bulgarien wieder her- liche Amtshauptmannschaft die Gemeindevorstände ihres Bezirks-Sächsisches. In Bühlau hat nach der Sächsischen gestellt. In den bulgarischen Donauhäfen ist mit der Er angewiefen habe, einen etwaigen, auf die Beschichung des Arbeiter- Zeitung" der Gemeindevorstand dem Einberufer einer richtung von Lazarethen begonnen worden. Die gesund- Allgemeinen Gemeindevertreter Tages für Land- Versammlung die von demselben verlangte Bescheinigung der heitspolizeiliche Ausräucherung aller die portugiesisch: gemeinden Sachsens" gerichteten Beschluß eines Gemeinde- Dispositionsfähigkeit deshalb verweigert, weil der Gesuchsteller Grenze Ueberschreitenden und in dem Hafen Landenden, raths nicht zur Ausführung zu bringen. Dann hieß infolge ungünstiger Erwerbsverhältnisse im Winter noch mit fowie sämmtlicher ankommenden Waaren und Gepäckstücke es in dem Begleitschreiben, der Arbeiterverein sei nicht berechtigt, einigen Mark vorjähriger Steuern im Rückstande war. hat heute begonnen. Außerdem sind umfassende Schutz für die Gemeinde Döhlen in irgend einer Angelegenheit einen hatte der Gemeindevorstand fein Recht, aber was thut's? Gin maßregeln für das ganze Land angeordnet.Vertreter abzuordnen( dies hatte der Verein in Aussicht gestellt Gemeinde- oder Staatsbeamter hat auch im Unrecht immer( noch für den Fall, daß die Gemeinde fich weigere) und nach§ 132 fo lange Recht, als die höhere Behörde ihn noch nicht rettifizirt des Strafgesetzbuches werde Jeder, der sich ein öffentliches Amt hat. Und das macht unter allen Umständen Lauferet, für welche anmaßt, mit Gefängniß bis zu einem Jahre oder Geldstrafe bis den Beschwerdeführer Niemand entschädigt. zu 300 M. belegt. Man hat sich also in Sachsen viel Mühe gegeben, um den fozialdemokratischen Gemeindevertreter- Tag zu vereiteln. Trohdem Parteinachrichten. = die Die Haltung der Münchener Universitätsgewaltigen war die Mühe umsonst. Unsere sächsischen Parteigen offen ergegen die sozialdemokratische Presse wird in der Frankreichten ihren Zweck und die gegnerischen Maßnahmen haben nur Holla, wer seid Ihr? Und nach einer Pause: Wer ist gefallen? aid jja midag Dazu Ghilaine, der er aufgelauert hatte, als sie dereinst zwischen Das Gäßchen führte gerade gegenüber von Grellepois' wenig öffnete. Nun nahm er sie in die Arine, zog sie au denselben Mauern dahinschritt, und die Abends, als sie zur Schenke auf die große Straße, und Jacquemin war ganz sich und hob sie auf, während der Kopf der Schwachsinnigen Grube ging, vor dem Kreuz am Wege zitternd auf die nahe bei dem Wirthshause angelangt, durch deffen Glasthür feuchend hintenüber fiel, als die Thür der Schenke geöffnet Knie gesunken war. Vor seinem Geiste stand wieder das und Fenster helles Licht auf die Straße fiel. Dieser Licht wurde. Kind, bas er damals gesehen hatte, als er selbst noch ein schimmer erweckte in ihm den Gedanken, daß er wieder einJacquemin, der sich mit seiner Last aufrichten- wollte, Kind war, und das nun auf denselben Wegen umherirrte geholt werden könnte bei dieser Beleuchtung, die hell genug niete noch mit dem einen Bein auf der Erde und stützte im Winter, barfuß, mit offenen, blutenden Frostbeulen und war, um erkannt zu werden, und das jagte ihm umsomehr mit dem andern den Kopf der Wahnsinnigen. Seine Stirn den Vorübergehenden seine Hand entgegenstreckte und zitternd Schrecken ein, weil er sich hier vor dem Wirthshause dieses war mit faltem Schweiß bedeckt, er fühlte es in seiner vor Frost murmelte: Grellepois befand. Schleunigst wendete er sich und über Brust pochen, wie mit einem Hammer. Ich habe Hunger. Habt Erbarmen! schritt geschwind das beleuchtete Stück der Straße und hielt Ein schwerfälliger Schritt kam die Stufen des WirthsUnd hinter sich hörte er immer das Geräusch eines an, aber er sah Niemanden und fühlte sich im ersten Angen- hauses herab, während die Schwingungen einer Laterne auf Schrittes, der anhielt und schwankte und dann wieder lief blick etwas erleichtert. Aber bald klang es von der Gaffe der gegenüberliegenden Mauer wiederstrahlten, und die tiefe und dann, wenn sie wieder zu Athem gekommen war, hörte her wie das Rascheln von Weiberröcken. Die magere Ge- Stimme Grellepois' rief in die Straße: man sie unverständliche Worte stammeln. Und die Bettlerin stalt Ghilaine's tam zum Vorschein, lief auf das Licht zu, näherte sich ihm schnell und sagte mit erlöschender Stimme: und auf einmal, als sich Jacquemin in einem Winkel versteckte, Bu essen, zu essen! hörte er sie auf das Pflaster aufschlagen. Von Angst gejagt beschleunigte Jacquemin seine Flucht. Ein furchtbares Entsetzen packte ihn. Er wagte sich Alle Reime des Wahnsinns, die in seiner Seele schlummerten, aus dem Winkel hervor, in den er sich versteckt hatte und alle die Spuren verzweiflungsvoller Erinnerungen, furcht fah nach jener Seite hin, wo das Wirthshaus stand. barer Schicksalsschläge und plötzlich hereinbrechenden Ein lebloses Etwas lag mitten auf der Straße. Ganz Schreckens entfalteten in seinem Auge den unheimlichen in der Nähe konnte man darin vielleicht ein menschliches Schein eines düstern Regenbogens und bereiteten ihm in Wesen erkennen, das da hingefallen war und dalag mit biesem Augenblicke unbeschreibliche, unaussprechliche Pein. ausgebreiteten Armen, das Gesicht der Erde zugekehrt als Es tobte in seinem Innern ein furchtbarer Sturm, der ihn ob es mit verzweiflungsvoller Inbrunst betete. Aber das vorwärts trieb wie der Nachtwind, der die Scherben und da erschien selbst in der Entfernung weniger Schritte noch Dann wandte er sich zu Jacquemin, der der Wirthdie zerbrochenen Trümmer von den Kehrichthaufen der wie ein unbeſtimmbares Etwas, wie ein wüfter, formloser schaft den Rücken kehrte, leuchtete ihm ins Gesicht und Straße fortsegt, so daß er nichts mehr hörte und sich ein Haufen, der am nächsten Tage bei der Reinigung der Straße redete, daß ihm Niemand mehr folgte. Und dann ward er beseitigt werden mußte. Alles, was es an Leiden, an Elend schwach und mäßigte seinen Lauf. Im nächsten Momente und Verhängniß in einem Menschenleben gegeben, hatte Grellepois fuhr zurück, bezivang aber seine Ueberraschung aber bemerkte er wieder den ihn verfolgenden Schritt und dieses Wesen dahin gebracht, daß es nicht mehr war als ein und sagte in etwas manierlicherem Zone: noch mehr geängstigt als zuvor, lief er weiter. Er ging noch weiter vor, hielt an und schrie von Neuem: It's ein Freund? Jacquemin, der immer noch in seiner knienden Stellung verharrte, antwortete nicht. Die Blödsinnige athmete schwach. Erstaunt und fluchend näherte sich der Schankwirth mit seiner Laterne und sagte: Sieh da, eine Frau. fragte: Und Du, Bursche, wer bist Du? Ach so, Ihr seid's, Steiger. Bei dem Worte Steiger glaubte Jacquemin wahrzunehmen, daß Ghilaine leise erbebte. Nach kurzem Schweigen fragte Grellepois neugierig: kläglicher kleiner Bündel schaudererregender Lumpen, auf Für den Vorübergehenden, der diesem Manne begegnet welche ein Lichtstreifen, der von der Fensterscheibe jener wäre, der von einer armen Bettlerin, die nicht größer war Kneipe kam, die gleichgiltigen Sterne am Himmel hinwies. als ein Kind, gejagt wurde, wäre diese Flucht ganz un- Das Licht, das über die Straße flimmerte beunruhigte erklärlich gewesen, so tragisch wie sie war und so entfeßlich, Jacquemin. Trotzdem näherte er sich ihr und überumal als sich Jacquemin plöglich erinnerte, daß Babette schritt den Raum, der ihn von der Bettlerin denn da? seit drei Tagen Ghilaine feine Nahrung mehr gebracht trennte, fniete neben der Unglücklichen nieder, über- Jacquemin erhob den Kopf, sah den Wirth feft an hatte. In dem Schrecken, der ihn zuerst überfallen, hatte zeugte sich, daß es wirklich Ghilaine war, neigte sich und sagte: Ohne Euch zu nahe zu treten, aber was machen wir er nicht daran gedacht, jetzt erinnerte er sich an Alles. zu ihrem Munde und hörte sie leise athmen. Dann berührte Ich sah diese arme Frau auf der Straße hinfallen und Er ging langsamer. er ihre Hände, und es schien ihm, als ob sie die Augen ein ich tam, um sie aufzuheben.( Fortsetzung folgt.) Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 20. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Bettelstudent. Kroll's Theater. Die Nachtwandlerin. Oftend- Theater. Heinrich Heine. Vorher: Das Sonntagskind von Berlin. ball. Bellealliance- Theater. Der Kasino Adolph Ernst- Theater. Ein alter Hallodri. Berl. Sommer- Theater ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg). Mittwoch, den 20. Juli: Spezialitäten 1. Ranges. Drei Geschw. Neumann, Gesangs- Trio. Georg Rösser, Gesangs- Humorist, Gebr. Schwarz, Mlle. Adrienne Ancion, Dora Ebert, Curt Ellis. Zum 15. Male: Ein moderner Rasirsalon. Posse m. Gesang in 1 Akt v. L'Arronge. Inscenirt von Paul Pauli. Gold und Silber. Grosses Ballet- Divertissement. Prima Ballerina: Marie Ala. 6 SoloTänzerinnen, ein Solotänzer, Corps de Ballet 20 Damen. Anfang: des Konzerts 6, Uhr, der Vorstellung 72 Uhr, Täglich: Grosse Vorstellung. Viktoria- Brauerei. Lüßow Straße 111/112. Im Konzertgarten refp. Saal) Läglich außer Sonnabends): Stettiner Sänger. Stets wechselnd. Programm. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pfg. Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Platate. PassagePanopticum. Neu! Blaue Grotte mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffetten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in fiebe lebennsgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Moabiter Gesellschaftshaus, Täglich: Gr. Konzert, Theater Alt- Moabit 80/81. und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Altes Schüßenhaus, Linienstr. 5, ( neu renovirt) empfiehlt sich den werthen Vereinen zu allen Festlichkeiten, sowie Versammlungen. Franz Beyer, 819 b. Berlin N., Chauffeeftr. 103. Billigste Bezugsquelle für Wein, Liqueure, Rum, Cognac, Fruchtsäfte. 2725L Gr. Vereinszimmer, separat mit Nebenraum n. f. einige Tage, Gollnowstr. 40, G. Haß. Butter- Handlung en gros von en detail P. Schulze 1. Geschäft: Friesenstraße 21. 2. Geschäft: Zoffenerstraße 43. Freunde und Genossen bitte ich um gütigen Zuspruch. Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabritation, 25 Zigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabake. Rippentabat 2 Pfd. 60 fg. 1785 L 5. F. 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Neue Welt, Bergiloß- Brauerei, Hafenhaide. 94, 549, Diefelben können in Empfang genommen werden bei Fritz Berndt, Jeden Mittwoch: Ferien- Kinderfest mit gr. Gratisverloosung. Hauptgewinn: Ein Achtung! lebendes Schaf. Bonbonregen. Puppentheater. Stangenklettern. Wettlaufen. Fackelzug. Von 4 Uhr Nach. ab: Konzert. Spezialitäten. Rixdorf. Achtung! Mittwoch, den 20. Juli, Abends präz. 8 Uhr: vital Große öffentliche Boltsversammlung Entree: Erwachsene 15 Pf., Kinder 10 Pf., die Mütze, Geschenk u. Freiloos erh. Darstellend ein im Lokale Herrn Hoffmann, Bergftraße 133. Donnerstag: Montre- Feuerwerk, Nachtfest in Japan. Diese Versammlung bildet die Fortſegung der am 6. Juli vertagten Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegen d. Die Ausgabe der Billets zum Sängerfest findet heute, Mittwoch, 20. Juli, in den Arminhallen, Kommandanten ftraße 20, statt. Die Ausgabe erfolgt nur gegen Vorzeigung der Vertreter- Karte. Bolts- Versammlung. E Tagesordnung: 1. Diskussion über den vom Genossen W. Liebknecht gehaltenen Vortrag über„ Kommunismus, Sozialismus und Anarchismus." 2. Bericht der Lokal- Kommission. 3. Bericht und Abrechnung der Wahl Kommission. 4. Bericht und Abrechnung des Mai- Komitees. 5. Bericht des Vertrauensmannes. 6. Verschiedenes. : Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung sind alle Arbeiter Rigdorfs hierzu eingeladen. Parteigen offen, erscheint alle in dieser Versammlung. 498/3 Der Vertrauensmann: R. Köppen. 106/19 Allgemeiner deutscher Tapezirer- Verein. Freie Volksbühne. Morgen, Donnerkag, den 21. Juli, Abends 8 Uhr, bei Joël, Andreasstraße Nr. 21: ( Filiale Berlin.) General- Versammlung am Donnerstag, den 21. Juli, Abends 8% Uhr, im Restaurant Feuerstein, Alte Jakobstraße Nr. 75. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom II. Quartal. 2. Zeitung Quittungsbuch legitimirt. Aufnahmen vor Beginn der Versammlung Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Fortsetzung der Jahres- Generalversammlung. Angelegenheit. 8. Innere Vereinsangelegenheiten und Fragetaften. Tagesordnung: 1. Wahl der Revisoren und Ordner. 2. Antrag auf Statutenänderung. 3. Verschiedenes. Zu der am Sonntag für die dritte Abtheilung stattfindenden lehten Aufführung des Erbförster können 300 Mitglieder gegen Nachzahlung von 60 Pf. fidy die Vorstellung noch einmal ansehen. 1106b Der Vorstand. Versandt nach Auswärts gegen Nachnahme. Fortfehung des großen Saison- Ausverkaufes. Um in allen Abtheilungen zu räumen, haben wir die Preise berartig reduzirt, daß Jedermann veranlaßt wird, unsere Lager in 1109b Die Ortsverwaltung. Maler. Vereinigung der Maler 2c. Filiale 1( Süden). Donnerstag, den 21. Juli 1892, Abends 8 Uhr: General- Versammlung im Lokale des Herrn Gründel, Dresdenerstr. 116. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn. 2. Filial angelegenheiten. 212/7 Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. fertigen Lierren- u. 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Elektrische Beleuchtung. Telephon Amt I. 7641. am Donnerstag, den 21. Juli, Abends 8 Uhr, im ,, Lonisenstädtischen Klubhause", Aunenstraße Nr. 16. Lages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Vogtherr über:" Gewerbegerichte." 2. Di fuffion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes.- Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen. 479/18 Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule Am Sonntag, den 24. Juli: Cr. Volks- Fest aus dem Mittelalter d. 19. Jahrhunderts, im„ Müggelschlößchen", Friedrichshagen, unter Mitwirkung von 10 Gesang Vereinen,( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes). Der Auszug der Närgeler frei nach Spangenberg. Lebende Bilder auf dem Waffer.- Eugen Richter's Zukunftsbilder. wissenschaftlichen Werken. Konzert und Boltsbelustigungen aller Art. Naturalien Museum. Verloosung von Billets à 25 Pfg., giltig für die Heberfahrt, find in allen Zahlstellen und in den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. Außerdem machen wir darauf aufmerksam, daß wir mit der Dampfstraßenbahn- Gesellschaft ein Abkommen getroffen haben, wonach die HinGleichzeitig findet die Eröffnung des extra zu diesem Zweck erbauten und Retourfahrt 15 f. foſtet. 200 Quadratmeter großen Pariser Tanzbodens statt. Der Vorstand. 488/16 Aufruf an alle Berliner Arbeiter! Am 15. d. Mts. ist von sämmtlichen Delegirten der Berliner Streif Kontrollkommission der Boykott über die Unions- Brauerei( Hasenhaide) ver hängt worden, weil dieselbe das freie Koalitionsrecht ihrer Arbeiter in jeder Beziehung zu unterdrücken sucht und Maßregelungen vornimmt, sowie mit dem Ausschuß der Berliner Streif Rontrollkommission in teinerlei Berhandlungen treten wollte. Jedem zielbewußten Arbeiter sei es an's Herz gelegt, tein Bier von der Unions- Brauerei zu trinken, sowie deren Lokale zu nicht besuchen. 1110b Brauerverein der Provinz Brandenburg. J. Semmel, praft. 3ahu- Arzt, für Unbemittelte 1-3, 5--6 Nachm.( tünstl. Zähne 2 Mark). 42512M Oranienstr. 55, Moritzplatz. Spr. 9-1, 3-5. Jn der Poliklinik C. Königsfeld, Uhren- u. Goldwaaren- Geschäft. Spezialität: Ringe, größte Auswahl. Reparaturen gut und billig. 2685L Reinickendorfer- Str. 69. Kolonialwaaren- und Butter- Handlung Ece Chorinerstraße, A. Fiebach, Schwedterstrasse 20, empfiehlt anerkannt vorzüglich schmeckende Kaffees, roh, à Pfd. von 1-1,50, gebrannt à Pio. von 1,20-1,80 M., hochfeine Tafel- Grasbutter, täglich frisch, à Pfd. 1-1,10 M. Verkaufsstelle der Genossenschafts- Bäckerei. 2705L Brauerei Borussia, Niederschöneweide, Johannisthal, Oberipree. Jeden Sonntag und Mittwoch: Gr. Militärkonzert u. Raffeeküche ist geöffnet. Berantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW. Beuthstraße 2. [ 2560L] Ball Fr. Dolinski. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 167. Boykott- Lifte für die Berliner Lokale. Folgende Lokale sind nicht zu haben: 1. Wahlkreis. Präfel, Reue Friedrichstr. 35. Kroll's Etablissement, Sommerfiraße. Belt Nr. 1. Brandenburger Haus, Mohrenste. 47. Gustav Richter, Burgstr. 12( Hotel König von Portugal). Gesellschaftshaus, Niederwallſtr. 20. Altstädter Hof, stailer Wilhelmi de capat, Pouget Heus, Leipzigerstr. 45. Hinspeter, rausenfir. 10. Mittwoch, den 20. Juli 1892. Kronprinzen- Garten, Chauffee Nr. 3. Westphal's Schwarzer Adler, Frank furter Chauffee. Sufolt's Ealon, Frankfurter Allee 176. Friedrichsfelde: Kein Gaal. Bu empfehlen: Momber, Wilhelmstraße. Kamerun, Frankfurter Chauffee. Müller, Berliner- und Schloßstraßen- Ecke. Spandau: 6. Franz, Mittelstr. 5a. Steglit: H. Mohr, Dintherstr. 10. Stralau: Carl Seiz, Dorfstr. 6a, St. Straußberg: Schwabe, Stofenstr. 13. 9. Jahrg. Tegel: Otto Martini, Schlosser, Spandauerstr. 4. Teltow: W. Dettmann. Tempelhof: A. Birt, Kaiserin Augustafir. 41. Belten: J. M. August Paris, Friedrichstr. 82. Weißenfer: S. Gampe, Sedanstr. 5. Behlendorf: Otto Bielte, Machnowerstr. 30. Sichtenberg. Schwarz' Konzert- Garten. Kirchbach, Prinzen- Allee. N. Belten, Frankfurter Chaussee. Sämmtliche Arbeiterblätter liegen aus. Gölzel's Seeschlößchen( früher Hungriger Wolf"), An der Landsberger Chauffee. Friedrichshagen. P. Ribolsin, Müggelschlößchen. G. Schmidt, Waldhans. W. Schmidt, Katserhof. Schreiner, waldtater. F. Flges, Geſellſchaftshaus. S. Böttcher, Friedrichsgarten. A. Blante, Restaurant. R. Richter, Beinridy's Festfäle, Blücherstr. 61. Schröder, Stegligerstr. 18. 2. Wahlkreis, Friedrichstädtisches Kasino, Märtens, Friedrichstr. 236. Gisteller. W. Lerche, Restaurant am Rundtheil. E. Peznick, Deutsches Haus. C. Conrad, Neichstrone. 2. Wandrey, Neichsgarten. P. Remperling, FischerDie Lokalkommissions- Mitglieder der Umgegend von Berlin. Reffource, W. Güßer, Mödernjir. 114. dotade gerinceft, phile bütte. Th. Wolf, Brauerei- Ausschant. G. Wulff, Bad Bellevue, schonknecht werden ersucht, zuschriften, die Lokalfrage betreffend, nur den harmonie, Bernburgerstraße. Reſtaurant„ Sur Sehmtute", in reuzberg( ver- und Simmermann, Wilhelmsbad. E. Schulze, Seefchlößchen. Unterzeichneten einzuschicken; die Verantwortung über die richtige Ans Restaurants ferner zu empfehlen: Aug. Magdeburg, Saidepar. Aufstellung der Liste tragen die Einsender selbst. Direkte Ab3. Wahlkreis, Keller, Röpniderstr. 96/97. Buggenhagen, am Mortsplay.. blert. W. Berenstecher. G. Magdeburg. W. Kurfis. E. Zachow. 4. Wahlkreis. Heiße, Ctaligerstr. 54. Fiebig, Gr. Frankfurterstr. 27/28.. Gademad. 28. Kalesti. A. Rackow. W. Bandelom. G. Nöftet. machungen mit Wirthen der Umgegend von Berlin in LokalGeffen, Landsberger Allee 150. Martint, Gr. Sunt furteziku, jo( fr. Bengel).. Schulze. F. Damis, Vertreter E. Büttner. bambra, Wallner- Theaterstr. 15. Zech's Cale, Alexanderftr. 27C. Röntg3. Jones, Angelegenheiten lehnt die hiesige Lokalkommission ab; dieselben fabi- Rafino, Solzmartistr. 72. Königstädtisches Kasino, Gr. Frankfurterstr. 76. Nicht zu haben an Sälen: Franz Lerche. An Restaurants Hohmann, haben sich in dieser Angelegenheit an die dortigen Kommissionsplay. Siemund, Linienftr. 9. 5. Wahlkreis. Echweizergarten. Brüning, Grand- Hotel Alexander Röpniderstraße. Frige, Scharnweberstraße. Hohmann, Rainsoorferstraße mitglieder zu wenden. meterstr. 9. Lindner, Rosenthalerstr. 12. Seinrich, Ballsalon, Joachimstr. 21. Neumann, Bintenftr. 19. Ahrens, Wein- 8. Carius, Wilhelmstraße, sowie die drei Kantinen der Berliner Wasserwerte Müggelsee. Tonhalle, Friedrichstr. 112. Fiebig, letne Auguststr. 14. Diefener, Landsal. Schönebeds. Gräß, Restaurant. bergerfir. 40. Saal des Handwerkervereins, Sophienſtr. 15. Erkner. Kein Lotal. längerte Raybachstraße). 6. Wahlkreis. Buhlmann, Schönhauser Allee. Kalbo, Berliner Prater, Schönhauser Allee, Kastanien- Allee. Artushof, Perlebergerstr. 23. Schwarz, Hohenzollern- Saal, Bandelstr. 35. Schulz, Stettinerfir. 57. Bw. Schirm, Badstr. 19. Gottschalt, Badstr. 23. Marienbad, Gesundbrunnen. Germania- Festfäle( Inhaber Stein), Chauffeepraße. Moabiter Kasino, Wilsnackerstr. 63. Coihmann, Brunnenstr. 34. Vittoria- Ballsalon, Brunnenstr. 145. Fröhlich, Schön hauser Allee 161. Weimann's Bolfsgarten, Gesundbrunnen. Gens, Elfafferstr. 9. Elsaffer Ballsalon, Elsasserstr. 15, Wefelind, Thurmfir. 25-26. Feldschlößchen, Müllerstr. 142. Chauffeestraße. Bum„ Schultheiß"( früher Etsteller), Chauffeestraße. Schloß Schönholz. Norddeutsche Braueret, Unterschrieben, ihre Lokale zu Versammlungen unentgeltlich herzugeben, haben folgende Wirthe: A. Feindt, Weinstr. 11. H. Rade, Müllerstr. 161. Event. Streitigkeiten mit Birthen find den Mitgliedern der Lokalkommiffion mitzutheilen, alle anderen Beröffentlichungen cr fuchen wir unbedingt zu unterlassen, da die Kommission erst alle Streitfragen prüfen muß, um die Verantwortung übernehmen au Die Lokalkommission. tönnen. J. A.: Julius Wernau, Rosenstr. 30. # Lokalliste für die Umgegend Berlins. Wir veröffentlichen unten die Adressen der Lokal- KommissionsPartien 2c. zu arrangiren haben, sich zuvor an die Genossen wenden tönnen, um sich über die zu solchen Zwecken geeigneten Lokalitäten verständigen zu können. Liste genau durchzusehen, von einzelnen Orten find die Lokale Um Irrthümer zu vermeiden, ersuchen wir die Genossen, die aufgeführt, welche zu haben sind, und die gesperrt resp. nicht zu haben sind. Kreis Celiom- Secehow- Charlottenburg. Adlershof. Arbeiterblätter liegen aus bei: M. Albrecht, Restaurant; G. Reller; Miffera; Suble; Borfanste. Gefpert sind: Wöustein's Lustgarten( früher Wiedemann u. Manossty); Beopold's Bahnhofs- Reftaurant; Stippekohl's Restaurant: Schwabe's Gesell fchaftshaus; Mecklenburg's Speisehaus; J. Adermann's Restauration. Brik. Rudolf( früher Müller), Chausseestraße. Walter, Rofen- See Terrasse. Schöneberg, Werderstraße. Chymers, Chausseestraße. Gültier, Rudowerstraße. Adam( Buschkrug). Borwärts" und ( Buschkrug), Bolte, Wilhelmstraße. Schöneberg, Werberstraße. Boltsblatt" liegen aus bei Wugler. Gültner. Adam Walter, Walter, Bürgerstraße. Born. Müller, Werderstraße. Klähne( vormals Engels), Gaal zu Bersammlungen. Richter, Rudowerstraße. Charlottenburg. Gambrinus- Brauerci", Ballfir. 46. Bären- Brauerei", Epreeftr. 3c. Hermann Krause, Bismarckstr. 74. „ Spandauer Bock- Brauerei". Baat' Restaurant, Kantstr. 53. Rosinenstr. 3. Shre Gäle geben nicht zu Bersammlungen: Etablissement Gschische, Salon, Berlinerfir. 89. Grewold's Gesellschaftshaus, Berlinerstr. 100. Papriz Pohl's Ealon, Berlinerstr. 86. Spandauer Berg. Firl's Restaurant, Spandauer Berg. Café Grunewald, Trisethau's Salon, Sophie- Charlottenstr. 94. ,, Schüßenhaus". Friedenau. Spremberg( Kurhaus). Baat. Grünauer Boltsgarten. Grünau.„ Rathshalle"( G. Heder), Friedrichstr. 1. Grünau- Schmöckwik. Paul Mehfeld. Ravenstein. am Schönebeck- Schönrishe. Kein Zotal. Liebenthal. Gast: virth Thiele. E. Kurzte. Hohen- Schönhausen. Weber, Jaenide, Ruß, Steuer. Chauffee. Wilhelmsberg. Scholz, Trinkhaus, Wolf, Hanac an der Landsberger Die Wirthe, die ihre Solale nicht hergeben und fein Parteiblatt ausHohen- Reuendorf( an der Nordbahn). Jwert( früher Schmohl). Stolpe. M. Issing, Restaurant zum Fichtenhain. alchow. Lindecke. legen, sind: Daum, Stebenwirth, Boigt, Koste. Oranienburg. Süsfe's Restaurant, Ranalstraße. Pankow. Borchardt's Vereinshaus, Schulzestr. 27." Bum Thürmchen" ( früher Sandow), Kaiser Friedrichstraße. Noch zu empfehlen: Milte u. Wiemer, Kaiser Friedrichstraße. Störr, Blauärmel, Mühlenstraße. Pröbrock, Kreuzstraße. Wittwe Schröder, Richter, Bellevue( Ringel), Breitestraße. Bärwaldt's Gesellschaftshaus, Spandauerstraße. Linder's Lokal und Bollandfcraße. Schöhman, Schönholzerstraße. aus, verweigert aber seinen Saal zu Versammlungen, ist also zu meiden. Stralau. Gräft. Reischach' sche Braueret. Wilh. Gaster jun., Restaurant. Krause, Restaurant. Echellenberg, Alte Taverne. Rummelsburg. Weigel's Ballsalon. G. Walter, Hauptstr. 15. Borch Köpenicker Haide. mann's Ballfalon und Garten, Hauptstr. 11. Rummel, Weg nach der Als gesperrt sind zu betrachten: Ment,( Café Bellevue). Rammler ( früher Wagner's Ruh), an der Köpenicker Paide. Albertstraße. Müller, Neue Prinz Rüdersdorf( Kallberge): Gasthof Sur Berghalle", Schulstraße. Koppen's Restaurant Glückauf", Dampferstation, Seestraße. Duhse, Bigarrenfabritant, mann, Gasthof, Saal und Garten. Redenstraße. Gustav Schöne, Gastwirth( vorm. Wwe. Erpel). Woltersdorfer Schleuse. Naffes Dreieck( Stebbierhalle). Wwe. Leh Casdorf. Gasthof zum Deutschen Hause( Eaal). Hermsdorf. Rein Lotal. J. A.: Die Lotaltommiffion. J. Wernau, Rosenstr. 30; W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11; D. 3abel, Frankfurter Allee 90. Lokales. Zur Apotheken- Frage erhalten wir aus Apothekerkreisen eine diese Materie behandelnde Zuschrift, von deren gänzlicher Veröffentlichung wir leider absehen müssen, aus welcher wir aber einiges mittheilen wollen, was besonders geeignet erscheint, die vorstehende Frage zu beleuchten. So heißt es u. A. in dem Für uns gesperrt: Sello, Berlinerstraße. Schriftstücke: Krause und Rahn, Zanzlokale, Wollantstraße. Sehr viel Weisheit dürfte nicht dazu gehören, um einzusehen, Nieder- Schönhausen. Bu empfehlen: Sempel, Buchholzerstr. 8. daß der eigentliche Zweck des Privilegiums, Sicherstellung eines Sämmtliche andere Lotale sind für uns gesperrt. Kolonis Schönhol. Bajabn's Lotal. Jacktsch legt zwar den„ Vorwärts" Geschäftsgewinnes", durch das Anerbieten der nach Besiz dräns genden Apotheker im Verzicht auf den möglichst größten Theil desselben, also durch Bewilligung einer möglichst hohen Kaufsunime, völlig illusorisch geworden ist. Dadurch ist auch eine Lage geschaffen, die Niemanden befriedigt. Die Regierungen find unzufrieden, das beweisen die Maßnahmen derselben, als da sind: Erhöhung der Tayen, Vermehrung der Konzessionen, Freigabe von Medikamenten, verschärfte Kontrolle u. f. w. Die Aerzte sind unzufrieden und sehen entweder scheel auf den vermeintlich hohen Ge winn, der den Apotheker einer anstrengenden Thätigkeit überhebt und die er auf sein Personal abwälzen kann, oder, weil der geschüßte Apothefer keine Konkurrenz zu fürchten hat, sich Jenen nicht genügend subordinirt fühlt; das Personal ist erst recht nicht zufrieden und Waidmannsluft. Gastwirth Berbe, gegenüber der Lampenfabrik. erträgt feine traurige Existenz bei fünfzehn- und mehrstündigem mendeſtr. 1. Reinickendorf( öftlich): Böttcher's Seeschlößchen, Martstr. 1/2. Lüdice, Dienst in körperlicher und geistiger Anstrengung bei oft gestörter Neubauer, Hausotterstr. 81. F. Budewiß, Residenzstr. 41. Nachtruhe entweder mit jenem Stumpfsinn, den die langdauernde Brovinzfir. 45. Kleines Schüßenhaus", Provinz- und Bürgerstraßen- Ecte. H. Budewiß, Hausotterstr. 4. Bente's Storchnest", Nordbahnstr. 1. Gebeler, Ausbeuterei erzeugt, weil es keinen Ausweg aus der Sklaverei Ferner find den Genossen folgende Lokale zu empfehlen: Emil Kirsch, mit seinem Lumpengehalt, der mangelhaften förperlichen VerMesidenzftr. 20, Paul Karus, Residensstr. 101a. Straße 12. Hartmann, Gesellschaftspflegung, schlechten Wohnungen 2c. sieht, oder es erträgt diese Nicht zu haben find: Restaurant Kaiser Friedrich" vorm. M. Süß. zukunftlose Lage mit der Sorglosigkeit der Jugend, die sich ihre haus, Residenzstr. 63. Wiersing, Hauptstraße( altes Dorf.) Sandhagen, Konzession 2c. zurecht legt. Das Publikum endlich ist erst recht Meinide, Residensstr. 108. Golbacker, Residensstr. 30. F. Müller's Schüßen- Bukunft mit allerhand rosigen Hoffnungen auf eine reiche Heirath, Hauptstraße( altes Dorf.) Reinickendorf( weftlich). Czarnowski, Eichbornstr. 69, fleiner Saal. unzufrieden, besonders Krankenkassen 2c., welche dem PriviBu empfehlen find Lohmann( Brocken), Scharnweberstraße. P. Kohl- legium Zu Liebe die Medikamente zu hohen Preisen fchmidt, Scharnweberstr. 17. Wagner, Berlinerstr. 52. den Apotheken beziehen müssen, daß den LebensTegel. Bu empfehlen: Schulz,( Saal), Schloßstraße. Rentner, Spandauerstraße. Bump's See- Restaurant, Seegaffe 18b.( Sn legteren beiben unterhalt für eine Menge Nichtsthuer aufbringen muß, Tiegt der Vorwärts" ebenfalls aus.) deren einzige Thätigkeit der Verzicht auf ein erkauftes, nicht 8umeiden sind: Jude, Hauptstraße. Cauer, Hauptstraße, slippen- einmal durch Thätigkeit oder Tüchtigkeit erworbenes Vorrecht ftein Seeschlößchen", Spandauerstr. 4.( Sämmtlich Saalbefizer.) Letterer ist besonders zu meiden, weil seinetwegen drei Arbeiter gemaßregelt wurden. war. Der Werth dieses Vorrechtes oder Privilegiums ist erblich, Weißensee. Weichert, Gustav- Adolfstr. 142. Café Rettig, Berlinerstr. 11, aber nicht allein in direkter Abstammung, sondern bis in die Inh. Otto Heinrich. Erhardt, Langhansstr. 27. Dusedann, Charlottenburger xte Potenz der Verwandtschaft, der sich noch durch Heirathen ftraße 150. Glebs, Charlottenburger- und Röltestraßen- Ecte. Gengbeil, Hugo Domnick, Königs- Chauffee 49. Dewein's Gesellschaftshaus, Königs- Chauffee. Sternecker's nachhelfen läßt. Die Findigkeit und Aufsuchung solcher Geldquellen ist so groß, daß bis jetzt noch kaum ein Privilegium dem Fistus verfallen ist. Daß sie aber, und zwar je früher desto besser und billiger, an die Kommune, Stadtgemeinde, verfallen, ist die einzig richtige Lösung der Apotheken- Frage. Die Lösung ist auch bereits von sozialistischer Seite vorgeschlagen; es wurde die Unzuverlässigkeit der Apotheken betreffs der Güte der Waaren ins Feld geführt. Man könnte einwenden, daß die Uebernahme der Apotheken seitens der Kommune eine große finanzielle Last wäre; aber erstens muß die Kommune ohnehin die Zinsen für Das in Apotheken angelegte Kapital in Gestalt theurer Arzneien tragen, zweitens würde durch den Verkauf der ApothekenGrundstücke, die zu theuer für den Betrieb sind, auch zu weitschweifig angelegt durch große Vorrathsräume, Laboratorien 2c., sich noch ein leidlicher Gewinn erzielen laffen. Die Apotheken der Kommune würden einfache Dispensiranstalten sein, was auch die jetzigen Privatapotheken nur noch sind. Fast alle Präparate werden vom Großkapital in einigen chemischen und Farbenfabriken und von einigen Spezialitäten- Fabrikanten hergestellt. Es ist hier den Verwaltungsbehörden Gelegenheit geboten, die Beseitigung von Schäden herbeizuführen, welche von der Regierung, den Aerzten, dem Publikum, dem Apothekenpersonal und auch von den Privilegien- Inhabern nicht zum Mindesten empfunden werden und nur einer Reihe von Nichtsthuern zu Gute kommen. ( Aurras). Schmöwik. Restaurant Segler- Schlößchen. Restaurant zur Palme Wieber- Schönweide. Den Eaal giebt her: Boruffia- Braueret. Nicht au haben ist: Schweizerhaus von Mally. u empfehlen find: Sinz, Ciebenbaum, Thiele, Strecker, Hoffmann, welche unsere Blätter auslegen. Johannisthal. Den Gaal giebt her: Cenfileben, Boltsgarten. Nicht zu haben sind: Parlow, Koch, Lenge, Steinschefsty, Senneberg. Bukow. Rein Botal. Braueret. Kothe, See- Terrasse, Berlinerftr. 144. Bu empfehlen: Bum Pfeifen- Müller, Königs- Chaussee 38. Böhling, Sanghansstraße 106. Rob, Lothringerstraße 12. Backhaus, Prenzlauer Chauffee. Kit- Landsberg. Neubauer. Kreis Ober- Barnim. Siefenthal. Restaurant Wernigt. Eberswalde. Restaurant Sur Mühle". Gastwirth Freter, Südenstraße. Schulz, Konditorei- und Café, Bismarck- und Schweizerstraßen- Ede. Sveienwalde. Gasthof" Bum goldenen Anter". Strausberg. Restaurant W. Krüger, Writenersir. 9. Bernhart Röhring, Folgende Lokalinhaber geben ihre Säle nicht zu unseren her:. Weber, Staffechaus.& Commer, Schügenhaus. Gerfamönungen, Hotel Bum deutschen Katser". Eugen Städtefeld, Hotel. W. Scheibner, Gaft: Grünauer- hof zur Sonne. 5. Langbein, Gasthof zum goldenen Stern. Sudrow bei Müncheberg. Karl Kloy, Gasthof zur Märkischen Schweiz. Kreis Potsdam- Ofthavelland. öpenick. Kein Saal. Die Wirthe, welche thre Säle nicht zu Versammlungen hergeben, find folgende: Kautsch, Kaiserhof; Scheer, Wilhelmsgarien. Großeftr. 66. Berkner u. Rudowerstr.- Ede; Gerisch, Sindenstraße, nahe bei Sadowa; Klein, Wive. Schulz, Müggelsheimerstraße; Ludwig, Martenstraße. Straße 6; Schmidt, Zu den drei Linden"; Babel, Grünauerstr. 25; Leberecht, Glienickerstr. 22; Schulz, Schönerlinderstr. 3a; Dertel, Bahnhofstraße; Stub, Schloßstraße; Marfan, Purmann, Grünstraße; Briz, Altenmartt; Troppens, Rosenstraße; Linsener, Kiez; Schulz, gegenüber der Turnhalle; Tauchert, Müggelheimerstraße. Tabbert, Sirschgarten, eine halbe Stunde von Köpenick entfernt, an der legt brichshagener Chauffee, giebt seine gofalttäten zu Bersammlungen und Bouwärts" aus. Mariendorf. Blocksdorf's Lokal, Chauffeestraße. Birthe, welche die Arbeiter- Zeitungen auslegen, sind: Restaurant E. Sielgert, Restaurant Wiv. Stollzenburg und Restaurant Schramm. lungen hergeben, sind folgende: Restaurant Wio. Schensch, Restaurant St. Haack, Restaurant Freiberg, Restaurant F. Haack, Restaurant Stockel. Groß- Lichterfelde. Kein Saal. Dtto Zöllner, Bigarrengeschäft, Lantmigerstraße. Su empfehlen: A. Hamm, Restaurant; A. Abraham, Restaurant: Howawes. Gärtner, Wallstraße. Birdorf. Bergschloß- Braueret, Hasenhaide. Bereinsbraueret, Jägerstraße. Mane's Bariété- Theater, Hermannstr. 18. Summer's Salon, Berlinerstr. 136. Hoffmann's Festfäle, Bergstr. 133. Niesegt's Salon, Bergstr. 129. Barta, Deutsches Wirthshaus, Bergstr. 120. Stolzenburg's Kaiser Wilhelmsbad, Potsdam. Brandenburger Kommunitation 16. Nicht zu befuchen sind die Lokale um Sanssouct, Konzerthaus Mauerstraße, Mühlenberg- Grotte, Café Heere, Lenneftraße und das Lofal von Schade, zimmerſtraße. Auf biefe totale haben die Berliner Genoffen genau Icht zu geben. Größere Gesellschaften sollen bet der Kommission vorher ihren Velten. W. Grunow, Wilhelmftr. 19. G. Schröder, Breitestr. 7. Der Vorwärts" und das Boltsblatt" Itegen aus bei Beyer, H. Bemlien, S. Kettner, 2. Schulz, 2. Arendt, T. Wendland, St. Stümer, Kersten, Waubke. Besuch anmelden. Marwit bei Welten. W. Noelte( Saalinhaber). Spandan. Spandauer Bock. Der Vorwärts" liegt aus bei Hoppe, Schönwalderstr. 48. Nadke, " Neumeisterstr. 5. Nauen. Bu empfehlen: Ernst Demuth's Restaurant. Videloberge. Albert Weger, Reichsgarten. Pichelswerder. Adolf Wintel, Restaurant Wilhelmshöhe. aus Ein Berichterstatter schreibt uns: Die letzte Mittheilung in Betreff der Mäntelnäherin Frl. Agnes Wabniz ist nicht ganz zutreffend. Sie befindet sich seit Sonnabend nicht mehr im Untersuchungsgefängnisse, sondern in der Charitee. Als die GeDie Adressen der Lokalfommissions- Mitglieder der Umgegend fangene am 4. Tage nach ihrer Verhaftung noch nicht zu be Canner Chauffee. Wiersing's Salon, Knesebeckstr. 77. Ww. Apolt, Knesebeck Wirthshaus Schmargendorf( P. Kübler), Warne- von Berlin sind folgende: Straße 15. Schmargendorf. münderstraße. Arbeiter blätter Itegen aus bei: Walter( Restauration und Garten), Breitestraße. Deutsches Haus( Herm. Belz), Breitestraße.( Dort ist awar ein Saal vorhanden, aber der Inhaber giebt ihn aus Furcht vor PolizeiIn folgenden Lotalen dürfen weder Versammlungen abgehalten werden, aus: Wirthshaus zum Schwan( Jarette). maßregeln nicht her.) noch liegen Arbeiterblätter Restaurant Sansfouet( Petting). Schwarzer Adler( rägenbrink). Waldkater ( Gotsch), Warnemünderstraße. Wilder Eber( Echmidt), Warnemünderstraße. Forsthaus( Löther), Warnemünderstraße. Waldschlößchen, Warnemünderstraße. Gesellschaftshaus( Faltenberg), Warnemünderstraße. Steglik. Kein Botal. ( früher Heckendorf). Jakob, Grunewaldstr. 110. Schöneberg. Schloßbrauerei( Saal u. Garten), Haupstr. 64/65. W. Ramm Tempelhof. Der Vorwärts" liegt aus bei Heilmann, Wesenberg, Dube, Erhart, Weidler, Wiegand. Bischof, rant. Nitsch's Restaurant. Otto( früher Henze), Restaurant zum KarpfenTreptow. Zornow's Restaurant. Bender's Restaurant. Jacob's Restau teich. Babe's Boltsgarten. H. Kümpel, Alter Treptower Weg. Restaurant zur Baumschule. Appelt, Restaurant zum Feldschlößchen. Wannsee. Wirthshaus Wannsee( Beelithof), Schröder. rant, Berliner: und Augustastraßen- Ecke. Vittoria Garten, Wilhelmsaue. Restaurateur Gräz, Brandenburgischestr. 106. Wilmersdorf. Mölter's Voltsgarten, Berlinerstr. 40. Schulze's Restau liegen bei genannten Wirthen aus. Jehlendorf. Kein Gaal vorhanden. " Vorwärts" und" Boltsblatt" Bu emfehlen: Warnife, Teltowerstr. 23. Haupt, Potsdamerstraße. Borwärts" liegt nur aus bei Fahrenholz, Hauptstraße. Beuthen- Handels Ablage. Mt. Schrobach. bet du Brain, Derg, Kupsch. Teltow. Kein Gaal. Vorwärts" und" Boltsblatt" Itegen aus Kreis- Nieder- Barnim. Bernan. Schüßenhaus, Elysium, Bersammlungslokale. Garg, Wallstr. 2. Sering, Mühlenstr. 4. Kluge, Kronenstr. 4. Tom, Berlinerstraße. Hermfor, Tuchmacherstraße. Beeger, Königstraße, am Marft. Rückert, Weinbergstraße. Bohre, Kaiserstraße. Friedrichsberg. Spizig's Ballsalon, Frankfurter Allee 198. Müller's Adlershof: Fr. Gallasch, Bismarckstr. 55, 2 Tr. Bernan: G. Schröder, Mühlenstr. 4. Borgedorf b. Birkenwerder: G. Mertens, Töpfer. Brih: J. Böven, Jahnstr. 6. Sudiow bei Müncheberg: Friz Siemon, Schneidermeister. Charlottenburg: A. Röttger, Wilmersdorferstr. 65. Dentsch- Wilmersdorf. Gustav Reuter. Freienwalde a..: Franz Kirchert, Bahnhofstr. 16. W. Merter, Fischerstr. 3. Friedrichshagen: Carl Maiwald, Bigarrenfabrikant, do. weberstraße 22. Groß- Lichterfelde: R. Pohlmeyer, Berlinerstr. 68. Grünau: H. Schneider, Röpenickerstr. 103. Hermsdorf: H. Schmidt, Tegelerftr. 2. Hohen- Schönhausen: Neubauer. Johannisthal: Gustav Elze, Dorfstraße. Königs- Wusterhausen: Martgraf, Rottbuferstr. 2. Köpenick: F. Richter, Müggelsheimerstr. 3. Langwik: W. Zander, Prinz Wilhelmstr. 1. Lichtenberg und Friedrichsfelde: W. Schleininger. Mals bei Oranienburg: 8ander, Schuhmacher. Mariendorf: W. Otto, Steinmetz, Bergstr. 30. Marvik b. Belten: A. Lehmann, Töpfer. Nauen: H. Kohn, Wallgasse 10. Nowawes: Neumann, Streußstr. 4. Oranienburg: Th. Mohaupt, Mühlenstr. 8. Pankow: E. Bilz, Schulzestr. 15. Potsdam: A. Krause, Brandenburger Kommunikation 16. Reinickendorf: R. Duchateau, Amendestr. 1. DO. bo. wegen war, irgend welche Nahrung zu sich zu nehmen, sah die Gefängnißverwaltung ein, daß Zwangsmaßregeln angewendet werden müßten. Die Verwaltung wollte aber nicht die Verantwortung auf sich nehmen, welche Nahrung dem bereits durch 4tägiges Fasten angegriffenen Körper einzuflößen sei und hat die Wabuit deshalb nach der Charitee überführen lassen, wo ihre Ernährung zwangsweise in der mitgetheilten Weise geschieht. Die Verurtheilte hat den Rechtsanwalt Stadthagen mit der EinScharn- legung der Revision beauftragt und derselbe hat die vorläufige Entlaffung der Wabniß aus der Haft beantragt. Ihrem Vertheidiger gegenüber hat die Gefangene versichert, daß sie ihrem Gelöbnisse, im Gefängnisse nichts zu sich zu nehmen, treu bleiben werde, weil sie von der Ansicht durchdrungen sei, daß das Bestehen der Gefängnisse überhaupt ein Unrecht sei. A. Hammer, Berlin N., Postamt Tegeler Landstraße, Scharnweberftr. 40, I. Adolf Thal, Provinzstr. 107. Rivdorf: B. Schent, nesebecstr. 10, Rummelsburg: A. Thilice, Türrschmidtstr. 23, 2 Tr. Rüdersdorf( Saltberge): Matthes. Schmargendorf: Paul Peters, Heiligendammerstraße. Paul Werner, Ringstr. 11. Schöneberg: 6. Däumig, Bahnstr. 9. Do. Eine empfehlenswerthe ,, Dienstherrschaft". 17 Dienst mädchen in einem Vierteljahr zu haben, diese gewiß respektable Leistung hat eine in der Linienstraße wohnhafte Herrschaft" zu Wege gebracht. Damit ist eigentlich bereits alles gesagt und es bedarf nicht erst der Veröffentlichung der herzbewegenden Leidensgeschichte eines dieser armen Opfer, die uns zur Verfügung gestellt ist. Haben doch so Viele unter der Brutalität der Gebildeten" zu leiden und ist dies doch eine so bekannte Thatsache, daß es sich erübrigt, einzelne Fälle aus der langen Kette gleicher und ähnlicher herauszugreifen. Die heutige Dienstbotenwirthschaft der Bourgeoisie ist ein Ueberbleibsel der alten Leibeigenschaft, beschüßt durch die veraltete und brutale Gesinde- Drdnung. Die Dienstboten find machtlos gegenüber der Willkür ihrer Herrschaften. Hier wird nicht eher Besserung werden, als bis die Gesinde- Ordnung gefallen und die Dienstboten freie Arbeiter und organisirt sind. " wegen Bur Statistik der Fleischpreise. Der„ Statistischen Kor- 1 Wegen angeblicher Beleidigung des Regierung 3-1 ftanden: erst einräumen, dann widerrufen." Diefen Rettungs respondenz" zufolge betrugen im Juni die Durchschnittspreise in präsidenten zu Potsdam und des Polizeiprä- anter ergreift der Beschuldigte und giebt nun zu Protokoll, daß Deutschland für 1 Kilogr. Rindfleisch 129 Bf.( im Mai gleich- fidenten von Berlin hatte sich der Reichstags- Abgeordnete er die fraglichen 100 m. mitgenommen habe, um sie für die falls 129 Pf., in Berlin im Juni 130 Pf.); für 1 Kilogramm Rechtsanwalt Stadthagen vor Schweinefleisch 134 Pf.( im Mai 132 Pf., in Berlin im Juni Oranienburg zu verantworten. Nach Aussage des Gendarmen nachher aber mangels Baarmittel zu nothwendigen Ausgaben dem Schöffengericht in Familie seines verstorbenen Bruders zu verwenden, daß er sie 135 Pf.); für 1 Kilogramm Kalbfleisch 125 Pf.( im Mai foll der Angeklagte in einer am 17. Januar d. I. in Zehlendorf verwendet habe. Nach Abgabe dieses Geständnisses wurde M. 123 Bf., in Berlin im Juni 182 Pf.); für 1 Kilogr. Hammel abgehaltenen öffentlichen Versammlung die Regierungsverordnung vor den Richter geführt, und diesem antwortete er auf die Frage, fleisch 125 Pf.( ebenso viel im Mai, in Berlin im Juni 123 Pf.). bezüglich der Tellersammlung besprochen und dieselbe als eine ob er das Geständniß aufrecht erhalte, mit Ja. Dann wurde er Die Preise sind also im ganzen im Juni noch gestiegen. unsinnige" und" wahnwißige" bezeichnet haben, da sie dem Ge- aus der Haft entlassen. Trotzdem M. dieses Geständniß alsbald Durch eine entfehliche Liebestragödie sind zwei Familien 3000 m., das dem Polizeipräsidenten von Berlin vom Verband hoben feße widerspreche. Ferner habe er über das Geschenk von widerrufen, wurde gegen ihn die Antlage wegen Diebstahls ers in große Bekümmerniß versetzt worden. Der in einem hiesigen Berliner Metallindustriellen überwiesen sei, um sie unter die am fachen nicht entsprechenden Berichts des Polizeikommissars, und er fogar auf Grund eines den That Ministerium angestellte Geheime Kalkulator H. lebt in dritter 1. Mai 1890 übermäßig angestrengten Polizeibeamten zu ver- daß Ghe und besitzt aus der ersten einen Sohn, aus der zweiten zwei theilen, gesprochen, die Annahme des Geschenkes für strafbar er- Kollusionsgefahr in Uutersuchungshaft ge er feinen Neffen zu beeinflussen suche, Söhne und zwei Töchter, von denen die ältere, Martha, dreiund- klärt und hierbei angeblich beleidigende Aeußerungen gegen den nom men. Vor dem Schöffengericht in E. brachte M. die zwanzig Jahre zählte, die jüngere, Lisbeth, das neunzehnte Polizeipräsidenten gethan. Der Angeklagte erklärte, daß er wohl Geschichte mit dem Zettel nicht vor, um den Polizeibeamten zu Lebensjahr nahezu vollendet hat. Bei dieser Familie, welche in die betreffenden Thatsachen kritisirt und der M.- Straße wohnt, verkehrte seit einigen Jahren ein ent- mäßigkeit dargethan ihre Unrecht schonen, der ihn gebeten hatte, ihn nicht unglücklich zu machen. fernter Berwandter, der neunundzwanzig Jahre alte Buchhalter welche der Gendarm bekundet, in der Form und dem Zusammen- rufenen Geständnisses zu zwei Monaten Ges aber keineswegs die Aeußerungen, als er aber von diesem lediglich auf Grund des wider. Alfred L., Sohn des in der Nähe von Kottbus lebenden pen- hange gethan habe. Der Amtsanwalt hielt die Aussage des fängniß verurtheilt und in haft behalten fionirten Postsekretärs 2. Der junge L. hatte mit dem Gendarms für maßgebend und beantragte drei Monate Ge- wurde, trat sein Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Flatau in der ältesten H. im Herbste vorigen Jahres in dem Hause Morig fängniß. Das Gericht nahm an, daß die Behauptung der Rechts- Berufungsinstanz mit der Mittheilung dieser auffallenden That straße Nr. 5 ein Weingeschäft aufgemacht und bis zum Frühjahr ungiltigkeit der betreffenden Regierungs Verordnung nicht be- fache hervor. Derselbe hatte nicht nur den Erfolg, die baldige d. J. betrieben. Der junge S. hat sich dann in das Ausland be leidigend, sondern wahr sei, die gemachten Aeußerungen dagegen, Entlassung seines Klienten aus der Untersuchungshaft zu be geben. Während des gegenseitigen Verkehrs hatte 2., welcher seit wenn sie auch nicht in dem Sinne, wie der Gendarm bekundete, wirken, sondern der Strafkammer die Ueberzeugung beizubringen, dem Aufhören des Weingeschäftes als Buchhalter in dem Trifo- sondern in ironischer Weise gethan feien, doch Beleidigungen des daß der Polizeibeamte, welcher sich der Thatsachen nicht mehr tagengeschäft von Julius Jofti, Ritterstr. 78, angestellt war, eine Regierungspräsidenten und Polizeipräsidenten darstellten, und er wollte erinnern können, die qu. Aeußerung gethan und den Neigung zu Lisbeth H. gefaßt und auch Erwiderung seiner Liebe tannte auf eine Geldstrafe von je 150 M. für jede der beiden ominösen Zettel dem Angeklagten vorgehalten hat. Es erfolgte gefunden. Nachdem der Vater Anfangs wegen der großen Jugend Beleidigungen. Ueber die Behauptung, daß der Polizeipräsident daher deffen Freisprechung. seiner Tochter die Einwilligung zu einem öffentlichen Verlöbniß durch Annahme des Geschenkes sich strafbar gemacht, entschied das vorenthalten hatte, war er in der letzten Zeit willfähriger ge- Gericht nicht, da dieselbe nicht unter Anklage gestellt war. Der worden, und das junge Brautpaar wartete mit Ungeduld auf den Angeklagte hat gegen das Urtheil Berufung eingelegt. tommenden 3. August, an welchem Tage, dem Geburtstage der jungen Dame, die Verlobung festlich begangen werden sollte. Die Eine vergnügte Ehe scheint ein gewisser Wilhelm Grafe ältere Schwester der Braut hatte schon lange dem Verhältniß mit zu führen. Vor einiger Zeit wurde er wegen Mißhandlung feiner Scheelen Augen zugesehen. Es wurde ihr seit Ende vorigen Ehefrau zu einer Geldstrafe von 50 M. verurtheilt. Diese GenugJahres das elterliche Haus verleidet; sie bezog in der thuung genügte der Mißhandelten nicht, sie äußerte zu einer Madaistraße ein Zimmer und wußte den Bräutigam Nachbarin, daß sie ihrem Manne bei Gelegenheit, wenn er einmal ihrer Schwester, welchen sie ihrerseits auch liebte, dazu zu be- ausginge, dermaßen auf den Zylinderhut schlagen würde, daß stimmen, sich in ein intimes Liebesverhältniß mit ihr einzulassen. Diese Kopfbedeckung einer Zieh- Harmonika ähnlich sehen sollte. Trotzdem konnte L. von seiner Braut nicht lassen. So hatte das Eines Tages machte Frau Grafe diese Drohung wahr. Sie beDoppelverhältniß, welches bei den Leuten, die darum wußten, mußte dazu einen Schrubberstiel, mit dem sie ihren Ehemann mit schon längst Kopfschütteln erregt hatte, eine geraume Zeit ge- folcher Gewalt auf den Zylinderhut schlug, daß sie nicht nur ihre dauert, bis vor kurzem der Vater der beiden Töchter Kenntniß ausgesprochene Absicht vollständig erreichte, sondern dem Gedavon erhielt und sich bei seiner ältesten Tochter darüber ver- troffenen auch noch eine tlaffende Kopfwunde zufügte. Nun stellte gewifferte. Nachdem diese am letzten Mittwoch 2. von dem der Ehemann den Strafantrag, worauf Frau Grafe vom väterlichen Besuche in das Geschäft hin Nachricht gesandt hatte, Schöffengericht unter Annahme mildernder Umstände zu 50 M. wartete auch der unglückliche Bater schon auf der Straße, bis Geldstrafe verurtheilt wurde. Ihre hiergegen eingelegte Berufung 2. fam. Es fielen bei dem Zusammentreffen harte Worte und wurde gestern von der VI. Strafkammer des Landgerichts I ver2. fehrte gegen 1 Uhr in der äußersten Erregung nach worfen. seiner in der Zoffenerstraße belegenen Wohnung zurück. 31 Soziale Neberlicht. Achtung, Textilarbeiter! Die Arbeitsniederlegung der Webergesellen der Werkstelle von Braun, Rigdorf, Biethenstr. 3, ist zu Ungunsten der Ar beiter ausgefallen. Durch Zuzug von Berlin sind die Pläge der Ausständigen wieder vollständig befeßt. Verband aller in der Textilbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, Filiale Rixdorf. Volks- 3tg." aus Effen meldet, wurde auf 3 e che Herkules Arbeiterentlaffungen und kein Ende! Wie die„ Köln. einer großen Zahl von Bergleuten gekündigt, darunter vielen Familienvätern. Wovon die Entlassenen nun leben sollen, was fümmert's den Kapitalismus? Sein Plan schien gefaßt au sein. Als seine Wirthin ihn Hottehäh! Der Schlächtermeister Rudolf Blasse sollte Graubach im Remsthal. Wegen Lohndifferenzen und uns fragte, warum er das Mittagessen verschmähe und so unruhig sich derzeit wegen Betruges vor dem Schöffengericht verantworten. angemessener Behandlung haben, wie der Schwäb. Tagwacht" fei, antwortete er:„ Noch ein paar Stunden, dann habe ich Es handelte sich um Pferdefleisch, welches der Angeklagte für mitgetheilt wird, sämmtliche Schleifer und Polirer ber Ruhe." Nachdem er dann an seine Braut und deren Bater Rindfleisch verkauft hatte. Da sich herausstellte, daß Blasse etallwaaren fabrit Kälble die Arbeit gekündigt. Da Briefe geschrieben hatte, verließ er mit den Worten:„ Adieu, wegen gleichen Betruges schon dreimal vorbestraft war und event. Herr Kälble gegenwärtig in den Beitungen Arbeiter sucht, so Frau S., laffen Sie es sich gut gehen!" fein Zimmer, ohne wieder eine Zuchthausstrafe zu gewärtigen hatte, so erklärte das wird auf Vorstehendes besonders aufmerksam gemacht. zurückzukehren. Bekannte haben bemerkt, daß 2. mit Martha H. Schöffengericht sich für unzuständig, worauf gestern die zweite zusammen alsbald über den Belleallianceplaß ging. Zwei Tage Ferienstrajkammer des Landgerichts I in der Sache zu verhandeln vollständigen Siege der Arbeiter geendet. Die Tischler Breß Der Tischlerstreit in Gr. Becsteret hat mit einem darauf wurde die Leiche des jungen Mädchens und am Sonntag hatte. Blaffe zog es vor, ein offenes Geständniß abzulegen. Er burgs haben die Verkürzung der Arbeitszeit um täglich eine Vormittag, wie auch im Polizeibericht erwähnt, diejenige L.'s an hatte wiederum in zwei Fällen in der Markthalle den Käufern, Stunde durchgesetzt. der unteren Freiarche unweit des Zoologischen Gartens aus dem welche Rindfleisch verlangten, anstatt dessen Pferdefleisch gegeben Waffer gezogen. Beide hatten gemeinsam Selbstmord begangen. und dabei versichert, daß die Waare vom Rind stamme. Der Bei der Leiche L.'s fand man eine Bleistiftnotiz, aus welcher Staatsanwalt beantragte zwar, den Angeklagten noch einmal mit binder der Bierbrauerei in Teme 3 var berichtet die Buda Ueber die Ursache des bereits gemeldeten Streits der Faß. hervorging, daß Schreiber und Martha H. den Tod im Wasser einer Zuchthausstrafe zu verschonen, aber doch bei der Nichts- pester Arbeiterpresse" Näheres. Danach kamen diese Arbeiter gesucht haben. würdigkeit des Betruges auf eine Gefängnißstraße von einem bei täglich 14ündiger Arbeitszeit( von 1/24 Uhr früh bis 7 Uhr Jahre und zweijährigen Chrverlust zu erkennen. Das Urtheil Abends) und Sonntagsarbeit auf monatlich 40-45 fl. Sie stellen Ein noch nicht aufgeklärter Fall beschäftigt Staatsanwalt lautete auf fechs Monate Gefängniß und Ehrverlust auf die nun folgende Forderungen: Abschaffung der Affordarbeit, Gins schaft und Kriminalpolizei. Am 15. ds. Mts. früh Morgens um Dauer von zwei Jahren. 5 Uhr verstarb die 21 Jahre alte Schneiderin Mathilde Czeslinski führung der Sonntagsruhe, Einschränkung der Arbeitszeit von in der Wohnung ihrer Eltern Am Ostbahnhof 11 eines plötzlichen Der sonderbaren Gepflogenheit eines Hauswirths Wochenlohnes von 10 fl. Auf die grob ablehnende Antwort bes 6 Uhr früh bis 6 Uhr Abends, Einführung eines Minimal Todes. Da die Todesursache nicht festgestellt werden konnte, hatten die Eheleute Stichmer es zu verdanken, daß sie gestern Direktors Bözelbauer legten 16 Faßbinder sofort die Arbeit nieder, wurde die Leiche zweds gerichtsärztlicher Deffnung dem Schau- unter der Anllage des strafbaren Eigennuges vor der siebenten bloß 3 Bierausführer, 2 Oberbinder und 5 Burschen verblieben hause überwiesen. Die polizeilichen Ermittelungen haben ergeben, Strafkammer des Landgerichts I zu erscheinen hatten. Durch die weiter. Zuzug ist strengstens fernzuhalten; Unterstüßung nothdaß die Verstorbene magenkrank war und sich durch eine in der Beweisaufnahme wurde folgender Thatbestand festgestellt: Die wendig. Rönigsbergerstraße wohnhafte Heilkünstlerin behandeln" ließ. Angeklagten hatten eine Wohnung in einem Hause inne, das Diese verordnete nicht blos Tropfen, sondern wandte auch Elek- dem in der Buchholzerstraße wohnenden Rentner Rollwing getrizität an. Da es nicht ausgeschloffen ist, daß die Maßnahmen hörte. Am 27. Dezember kündigten sie ihre Wohnung zum Budapest hat mit einem theilweisen Sieg der Arbeiter insofern Der Streif der Steinmegen am Parlamentsbau zu der Heilkünstlerin mit dem Tode der G. in Verbindung zu bringen 1. April. Der Brief kam mit dem Vermerk zurück, daß der geendet, als dieselben die Forderung nach einem Minimallohn find, so ist die Leichenöffnung seitens der Staatsanwaltschaft ver- Adresfat Rollwing die Annahme verweigert habe. Am 22. März und dementsprechender Kontozahlung fallen lassen mußten, fügt worden. fämmt dagegen folgendes erreichten: 1. Gleichmäßige Austheilung der Zu dem Vorfall im Friedrichshain, über den wir gestern der Sachen untersagte, da er von einer berichtet haben, theilt eine Lokalkorrespondenz mit, daß sich die Kündigung erfolgten benken"( 3u- und Wegführen der Stücke auf den Arbeitsstandbis jetzt unbekannt gebliebene etwa 30 Jahre alte Frau absicht- dem Gerichtshose den von ihnen abgesandten Kündigungs- kommt; zur Bezahlung der Tagelöhner tragen die Steinme Die Angeklagten unterbreiteten platz jedes Steinmetz), was einer 20prozentigen Lohnerhöhung gleichlich in den kleinen Teich gestürzt habe, um ihrem Leben ein Ende brief. Der Zeuge Kollwing begründete seine Weigerung, gehilfen 3 pet. bei; 3. das Komitee der Gehilfen bildet den zu machen. Bei der Leiche, deren Wäsche mit M. S. gezeichnet den Brief anzunehmen, damit, daß er grundsätzlich keine Briefe ständigen Arbeiterausschuß zur Beilegung etwaiger Differenzen; ift, wurde ein gelber Rohrhandforb, eine leere Geldtasche, ein annehme, die nicht mit dem Vermerk des Absenders versehen 4. der Werkzeug- Schmied ist verpflichtet, die ihm übergebenen Stück Seife und nur ein kleiner Ohrring gefunden. Der letztere feien. Der Staatsanwalt beantragte felbst die Freisprechung der Werkzeuge innerhalb längstens einer Woche herzurichten und für scheint die Veranlassung zu der Annahme gewesen zu sein, daß Angeklagten. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Stadthagen, trat deren rascheste Ausfolgung Sorge zu tragen; 5. die Hilfspoliere man es mit einer Straßenräuberin zu thun habe. dafür ein, daß den Angeklagten eine bessere Genugthuung ge- haben sich den Arbeitern gegenüber höflich zu benehmen. Gine Ueber das plöhliche Verschwinden eines Italieners ist der With den Brief nicht annehme, so ändere dies nichts zu Un- Ordnung, vom Unternehmer und dem Gehilfen- Komitee unter bühre. Zweifellos hätten diefelben rechtzeitig gekündigt. Wenn im Sinne obiger Errungenschaften ausgearbeitete Werkstatt das Polizei- Präsidium durch den italienischen Geschäftsträger ver- gunsten des Miethers. Bei gehöriger Prüfung hätte die Anklage fertigt, wird demnächst in Druck gelegt und in den Werkstätten ständigt worden. Der aus Carrara stammende, 50 Jahre alte gar nicht erhoben werden dürfen. Marmorhändler Erminio Beretta begab sich im Anfange des Kosten des Verfahrens, einschließlich der den Angeklagten er beendigt ist der Streit der Wei cheifengießer der Firma Er beantrage deshalb, die des neuen Parlamentsbaues affichirt werden. Noch nicht Monats Februar d. Js. nach Berlin, um hier Heilung feines wachfenen Rosten und der Vertheidigungskosten der Staatskasse 3. 2. Brunner in Budapest, weshalb Buzug nach wie vor Dhrenleidens zu suchen. Seit dieser Zeit hat man von dem aufzuerlegen. Nach diesem Antrage erkannte der Gerichtshof. Kranken nichts mehr gehört. Die hiesige Behörde ist nun um strengftens fernzuhalten. Nachforschungen nach dem Bermißten ersucht worden, und es ist die Möglichkeit betont worden, daß Beretta aus Schwermuth selbst Sand an sich gelegt haben tönne. Er ist fräftig gebaut, hat eine röthliche Gesichtsfarbe, rothblondes Haar und einen ebensolchen Bart. Polizeibericht. Am 18. d. M. wurde gegen Mittag am Zeughause eine Frau durch einen Postpacketwagen und an de: Rosenthaler und Gipsstraßen- Ecke ein Arbeiter durch einen Omnibus überfahren, glücklicherweise aber wurden Beide nur unerheblich verlegt. An demselben Tage fanden zwei un bedeutende Brände statt. Gerichts- Beitung. zogen die Angeklagten unter Mitnahme ihrer lichen Möbel, obgleich Kollwing ihnen die Fortschaffung Affordarbeiten; 2. Einstellung von 30 Tagelöhnern zum Auf eine nichts wisse. Ueber den mangelnden Werth eines polizeilichen, selbst gerichtlichen Geständnisses giebt eine Ver- Agitationskomitee der Kaufleute Rheinlands für Sonntag, den Die Handlungsgehilfen der Rheinprovinz werden vom handlung Zeugniß, welche vor der ersten Straffaminer des Ber 24. Juli, Vormittags 11 Uhr zu einer Konferenz eingeladen, liner Landgerichts II stattfand. Aus Rücksicht für die Bethei- die im Lokal Rodenbusch, Neumarkt 43 in R 3 In, stattfindet und ligten begnügen wir uns mit der Angabe der Anfangsbuchstaben. zum Berliner Delegirtentage Stellung nehmen soll. Am 24. Dezember v. J. nahm der Kaufmann M. in E. fich das Leben, weil er dem Kompagnon Unterschlagungen nicht länger zu verdecken vermochte. Am Todestage war noch ein Betrag von heimer Bigarrenhändler hat das Bezirksamt folgendes Zur Sonntagsruhe. Auf eine Petition der Manns ca. 100 Mart vereinnahmt worden, die sich aber nicht vorfanden. bestimmt: Ein Bruder des Selbstmörders batte seinem Neffen eingeschärft, den Lenten mitzutheilen, fein Bater hätte in einem Schränfchen größeren Quantitäten in Wirthschaften an gewöhnlichen 1. Der Verkauf von Zigarren, Zigaretten, Tabaken in große Anzahl Goldstücke aufbewahrt gehabt. Zweck dieses Verfahrens liegt zwar flar am Tage Der Sonn- und Festtagen ist nur während der Stunden von 6-9 lhr es Vormittags und 11-1 Uhr Mittags gestattet. Zu den übrigen follte dem Selbstmörder der Makel der Untreue genommen werden, es hatte aber die verhängnißschwersten fprechend fleinen Quantitäten zum Genuß in der Wirth begangenen Stunden dürfen Zigarren u. s. w. in Wirthschaften nur in ent Folgen für den betreffenden Bruder, welcher sich eines aus- fchaft felbft abgegeben werden; die Abgabe größerer Mengen gezeichneten Rufes unter feinen Mitbürgern erfreut. Als der wäre als Verkauf innerhalb des Handelsgewerbes anzusehen und felbe am Sylvestertage, an welchem der Verstorbene beerdigt ist verboten. wurde, in E. erschien, wurde er von dem Polizeikommissar des offene Verkaufsstellen haben, ist der Verkauf von Waaren jeder 2. Soweit Friseure, Barbiere u. f. w. Wegen Gotteslästerung stand der Genoffe Buchbinder Orts um sein Erscheinen auf dem Bureau ersucht. Dort wurde Art nur während der oben bezeichneten offenen Verkaufsstunden Jahn aus Berlin am 19. d. M. vor der Strafkammer in dem M. eröffnet, daß er im Verdachte stehe, die von seinem( 6-9 und 11-1 Uhr) zulässig. 3. Zuwiderhandlungen gegen Guben. Er hatte in Gassen und Sommerfeld Vorträge ge- Bruder am 24. Dezember zu vereinnahmten diese Anordnungen werden mit Geldstrafen bis zu 600 m. oder halten, in denen er unter Anderem den kirchlichen Gottesglauben 100 m art entwendet zu haben. Darob natürlich große mit Haft bestraft. durch den Hinweis auf die Uuvollkommenheiten der Welt be- Entrüstung! Jest erklärte der Kommissar den nur tämpft hatte. Obgleich Jahn im Allgemeinen ein sehr vorwegen Preßvergehens mit Geldstrafen belegt Schweizerischer Gewerkschaftsbund. Das Bundeskomitee fichtiger Redner ist, hatten doch der Berichterstatter eines bürger- gewefen en M. für verhaftet und nahm ein sehr hat seinen Vorst and folgendermaßen konstituirt: E. Consett, lichen Blattes und noch einige andere Buhörer an einigen der eingehendes Verhör mit ihm auf, in welchem der Be- Präsident; E. Manz, Vizepräsident; E. Hug, protokollirender gebrauchten Ausdrücke„ Aergerniß genommen". Der Staatsanwalt schuldigte die ihm zur Last gelegte Handlung mit Aktuar; E. Beck, Sekretär; A. Mert, Kassirer. Adressen: für beantragte 2 Jahre Gefängniß(!). Das Gericht beschloß zunächst aller Entschiedenheit bestritt. Man wird sich nun wohl die Korrespondenzen E. Beck, Spitalgaffe 10, Bürich; für Gelder. noch einige andere Beugen zu vernehmen und zu diesem Zweck die Situation eines geachteten Familienvaters ausmalen tönnen, der Mert, Zähringerstr. 47, Zürich. Der Vorstand hält jeden Diens Berhandlung zu vertagen, nahm aber den Genossen Jahn in Unter- an der Beerdigung seines selbstmörderisch aus dem Leben ge- ag Sigung. fuchungshaft, theils wegen Fluchtverdachts, theils, weil von ihm in schiedenen Bruders, dem er zahlreiche Wohlthaten erwiesen hat, seiner Eigenschaft als sozialdemokratischer Agitator zu befürchten sei, theilnehmen will, so jäh daran verhindert und in der Sylvesterdaß er Zeugen zu unwahren Aussagen anstiften würde". Die nacht ins Polizeigewahrsam gesteckt wird! Dieser Schicksalsschlag Untersuchungshaft trifft den Genossen Jahn um so unverdienter, hat dem Betroffenen fast alles Bewußtsein geraubt. In der Frühe als er die Ladung derfelben Zeugen bereits vor 14 Tagen durch des Neujahrstages wurde seine Vernehmung fortgesetzt und dem feinen Bertheidiger Dr. Wolfgang Heine- Berlin hatte beantragen Beschuldigten die Ueberführung in das Untersuchungsgefängniß laffen. Damals hatte das Gericht die Ladung ohne jede Be- in Aussicht gestellt. Da äußerte der Untergebene des Polizei- in voriger Nummer veröffentlicht wurde, geht uns von Seiten Bur Berichtigung der Berliner Unionsbrauerei, die gründung abgelehnt. Gegen die so merkwürdig motivirte Berfommiffats: es gäbe ein Drittel, dieser Schmach zu entgehen. Der des Brauervereins der Provinz Brandenburg Beamte hält tem Aermsten einen Zettel hin, auf dem die Worte folgende Aufklärung zu: haftung wird natürlich Beschwerde eingelegt. Versammlungen. b S 9 +4 " Der Brauer Feldmeier hatte in der öffentlichen Versammlung Die hiesige Zahlstelle des Verbandes der Porzellan- durch den Verein Stellung genommen wissen wollte, sondern zu ber Berliner Brauergehilfen, die Anfang Juli bei Joel statt maler und verwandter Berufsgenossen Deutschlands hielt am der Marke und ihrer Einführung; er sei ein Freund derselben fand, erklärt, daß seine Kollegen, die Brauer der Berliner Unions- 16. Juli eine Mitgliederversammlung ab, in welcher der Vor- und habe höchstens einige Härten in den Verleihungsbedingungen, brauerei, mit der daselbst eingeführten Arbeitsordnung nicht fißende Kollege Gebauer zunächst mittheilte, daß es nicht wie sie von der Kommission der Tabatarbeiter aufgestellt sind, einverstanden wären. Die von den Brauern Berlins betreffs der möglich gewesen wäre, einen Referenten zu bekommen. Es folgte als der Milderung bedürftig bezeichnet und die Beseitigung der Arbeitsordnungen bereits gewählt gewesene Kommission erhielt die Abrechnung über das verfloffene Quartal, welche bis auf selben von Unterhandlungen des zu gründenden Vereins mit der nun den Auftrag, unter Anderem auch mit der Unionsbrauerei einen kleinen Fehler für richtig befunden wurde. Hierauf wurde Markenkommission erwartet. Herr Fiedler betont, daß der zu verhandeln. Die Verhandlungen waren überall von Erfolg, Kollege Ed. Papst zum Kassirer gewählt und dann Bericht über Hauptzweck des Vereins sein sollte, die Schäden der Sonnmit Ausnahme der Unionsbrauerei, deren Zeitung auch später den Stand der Bibliothek sowie über den Fonds derselben gegeben. tagsruhe zu beseitigen, diese selbst aber nicht anzutasten. Die noch der Streit- Kontrollkommission erklärte, sich auf Nichts ein- Den Glasmachern Fürths, welche in einem Aufruf um Unter- Arrangeure der Versammlung von der vorigen Woche und der eben laffen zu können. Deshalb wurde von der Streit- Kontroll- ftüßung nachsuchten, bewilligte man 20 M.; ferner soll der Ver- stattfindenden hätten sich ja gerade dem gegründeten kapitaliſtiſchen fommission über die Unionsbrauerei der Boykott verhängt. Der trauensmann zur Unterstüßung Ausständiger sein Wöglichstes Verein nicht zugewandt und einen anderen ins Leben zu Brauer Feldmeier nun, welcher in der oben erwähnten Ver- beitragen. Beschlossen wurde ferner, die Versammlungsprotokolle rufen versucht, weil der erstere auf eine Verlängerung fammlung für seine Kollegen eingetreten war, wurde im Vorwärts" und im Fachgenossen" zu veröffentlichen. Den der Sonntagsarbeit hinarbeitet. Herr Antric erblickt den ev. von seinem bis dahin inne gehabten Posten darauf Schluß der Berathungen bildete eine längere Diskussion über Nutzen des vorbereiteten Vereins neben Anderem auch in rein auf einen schlechter bezahlten verfekt, worin feine das in Aussicht gestellte Stiftungsfest, das am 24. September geschäftlichen Vortheil, z. B. beim Bezug der Waare. Vou Kollegen eben nur eine Maßregelung erblicken konnten, da stattfindet.. Fleinbürgerlichen Bestrebungen könne man dabei, wie es Börner derfelbe bereits 6 Jahre lang in derselben Brauerei zur Zufrieden gethan, nicht reden. Wären solche in der letzten Versammlung heit seiner Vorgesetzten gearbeitet hat, was ihm übrigens auch In einer öffentlichen Versammlung der Schmiede, zu Tage getreten, hätte er, Redner, fich energisch dagegen gevom Leiter der Brauerei im Abgangszeugniß bestätigt ist. Wenn Stellmacher u. f. w. sprach am Sonnabend Genosse Bütgenau wandt. A. S ch weißer äußerte sich in ähnlichem Sinne wie die Brauerei jetzt erklärt, Feldmeier sei entlassen worden, weil er über Organisation. Der Vortrag wurde mit Beifall aufgenommen. 2ntrick, zweifelte bei dem schwachen Besuch der Versammunberechtigter Weise einen Schlüffel zu einem verbotenen Aus- An der sich anschließenden Diskussion, welche mehrere Ginzel- lung aber an dem Gintreten der vom Verein erwarteten Vorgang bei sich führte und vom Nachtwächter Kroll bei einer Un- punkte des politischen Programms und des Gewerkschaftslebens theile, die eben nur bei großer Betheiligung den Mitgliedern ehrlichkeit angehalten wurde, indem er Bier versteckt forttrug und behandelte, betheiligten sich die Herren Rautenbaus, erwüchsen. Stahl verbreitet sich über die Kontrollmarke, dies dem p. Kroll auch eingestanden" habe, so ist die Bezichti- Prüß, Schießler, Meßmann, Menzel, Stein da Antrick sich als prinzipiellen Gegner derselben bekannt hatte. gung, welche hierin für Feldmeier liegt, folgendermaßen zurück- und der Referent. Ein Antrag Menzel, eine Agitations- Das Resultat der Debatte war die Annahme folgender von Börner zuweisen: kommission zu wählen, in welcher die verwandten Berufe gestellten Resolution: In Anbetracht, daß durch die Gründung 1. Das Verbot des betreffenden Ausgangs ist von den Ar- daß diese Kommission in der nächsten Versammlung gewählt politischen sowohl, wie auch der gewerkschaftlichen sozialdemokra sämmtlich vertreten sind, fand mit der Abänderung Annahme, von Interessenvereinen" Selbständiger die Kräfte derselben der beitern nie ernsthaft genommen worden, was schon daraus her wird. Zu wünschen ist, daß in den künftigen Versammlungen tischen Bewegung entzogen werden und daß damit außerdem die vorgeht, daß mit Feldmeier zu gleicher Zeit ein paar Arbeiter die Kollegen zeitiger erscheinen. denselben Weg passirten, die nicht entlassen worden sind; der Vereinsspielerei großgezogen wird, beschließt die Versammlung, Ausgang wurde nur benutzt, um den nächsten Weg zur Wohnung Im Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner von der Gründung eines Interessentenvereins der Bigarrenfabri fanten und- Händler Abstand zu nehmen." zu erreichen. Auch die übrigen Arbeiter hatten sich zu dem Knopfarbeiter sprach am 17. d. M. Stadtverordneter Otto Zweck Schlüffel anfertigen lassen, und es ist nicht zu bezweifeln, Klein unter reichem Beifall über„ Die soziale Lage". In der Die Musikinstrumenten- Arbeiter hielten am 18. Juli eine daß dies der Brauereiliitung bekannt gewesen ist. Diskussion schlossen sich seinen Ausführungen die Kollegen öffentliche Versammlung ab, die zu der Ueberarbeit in den 2. Was das Bier anbelangt, so ist zu bemerken, daß die Schneider und Schubert an. Hierauf verlas Kollege mechanischen Fabriken Stellung nehmen sollte. Der VertrauensBrauer nach der Arbeitsordnung täglich 4 Liter Bier als Haus- Kinzel den Kassenbericht. Danach betrug die Einnahme mann stellte fest, daß in der Musikinstrumenten- Branche noch trunt zu beanspruchen haben. Nicht jeder Brauer trinkt nun 174,60 m., die Ausgabe 77,30 M., hierzu Bestand vom letzten vielfach die Ueberstundenarbeit Brauch ist, und zwar in einigen diefes Quantum in der Brauerei selbst; es wäre deshalb wohl Vierteljahre 328,65 M., bleibt Kassenbestand 425,95 M. Der Fabriken so stark, daß es vorkommt, daß einzelne Arbeiter bis erklärlich und jedenfalls kein Verbrechen, wenn er den Nest dessen, Kassirer erhielt Decharge. Nachdem noch einige weniger wichtige zu 101 Stunden in der Woche arbeiten. Die Versammlung war was er zu beanspruchen hat, mit nach Hause nähme, wobei in Angelegenheiten erledigt waren und der Vorsitzende die neu auf nur schwach besucht; zu bedauern war namentlich, daß gerade diesem Falle zu bemerken ist, daß Feldmeier nicht nachgewiesen genommenen Mitglieder willkommen geheißen hatte, wurde die die Kollegen aus denjenigen Fabriken, in denen noch vielwurde, er habe Bier bei sich getragen. Der Wächter hat ihm Versammlung geschlossen.se fach verbesserungsbedürftige Zustände herrschen, in Der nur gesagt: Feldmeier, es darf kein Bier mehr mit nach Hause Versammlung nur in sehr geringer Anzahl vertreten waren. genommen werden, worauf Feldmeier erwiderte: Nun, es ist gut, Die Filiale II Berlin des Zentralverbandes Nachdem Kollege Sparfeld die heutige Wirthschaftsweise und die es darf nur bekannt gegeben werden. Daraus geht also hervor, der Maurer Deutschland 3 2c. hielt am 17. b. M. eine traurige Lage der Arbeiter fritifirt hatte, forderte er unter Hindaß man früher gegen das Mitnachhausenehmen von Bier nichts Wanderversammlung ab, in welcher Genosse Jahn über die weis auf die amerikanischen Arbeiter, speziell die der Musikeingewandt hat." geschichtliche Entwickelung des wissenschaftlichen Sozialismus instrumenten- Branche, die Kollegen auf, ihr gefeßliches Recht, sich referirte. Er erntete für seine interessante Ausführungen reichen zur Erringung besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen zu organi Beifall. firen, auch in vollstem Maße auszunuzen. Hierauf fand folgende Resolution einstimmige Annahme: " Allgemeine Kranken- und Stevbekasse der deutschen Drechsler Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Bersammlung das Margarethenfeft. Der sozialdemokratische Verein Vorwärts in Rigdorf bielt am 12. Juli eine Generalversammlung ab. Zunächst tam der Fall W. Krüger wider Juncker zur Verhandlung. Da durch Fabrikarbeiter Berlins( Eingetragene Hilfskaffe Nr. 13) hielt Die Kranken- und Begräbnißkaffe der Bau- und Die heutige Versammlung erkennt die Befreiung der Arbeiterbeiderseitige Beugen befundet war, daß die betreffende Anklage Krüger's gegen Juncker auf Wahrheit beruht, beschloß die Ver- am 17, Juli ihre lehte, ordnungsmäßig bekannt gemachte außer- laffe nur in der Organisation und zwar nicht in der einseitigen sammlung, das Mitglied Juncker wegen Denunziation aus dem ordentliche Generalversammlung mit folgender Tagesordnung ab: politischen, sondern auch in der gewerkschaftlichen, da beide fich 1. Auflösung der Raffe; 2. Distuffion. Der Vorsigende Herr ergänzen müffen, um den Sozialismus zum Siege zu führen." Verein auszuschließen. Hierauf wurde eine Kommission gewählt, Gadega st eröffnete die Versammlung um 11 Uhr. Nachdem Die Regelung der Ueberstundenarbeit und das eventuelle welche die Anschuldigung Nichnow's gegen Krüger untersuchen die Revisoren die Mitgliedsbücher revidirt hatten, erhielt der Vorgeben gegen die betreffenden Fabriken wurde auf Antrag foll. Der Kassirer erstattete dann seinen Rechnungsbericht über stellvertretende Schriftführer Dered der das Wort zur Ver- des Kollegen Laube dem Vertrauensmann überlassen und dann Wurbs ermahnte noch die restirenden Mitglieder, baldigst ihre Dasselbe wurde ohne Widerspruch angenommen. Hierauf richtete Bark und Reinice beigegeben. Vor Schluß der Bersammlung Ginnahmen und Ausgaben und erhielt dafür Decharge. Genoffe lefung des Protokolls der Generalversammlung vom 8. Juli. Kollege Ulbricht, Eberswalderstr. 32, zum Werkstatt- Kontrolleur für den Norden gewählt und ihm zur Unterstützung die Kollegen rückständigen Beiträge zu bezahlen. Es folgte der Bericht des der Vorsitzende an die von 50 Mitgliedern besuchte Bersammlung forderte der Vertrauensmann die Kollegen auf, wo dies noch nicht Borstandes. Danach haben während der Berichtsperiode 5 Ver- die Frage, ob sie gewillt sei, die Kaffe vom heutigen Tage ab geschehen, Delegirte in den einzelnen Fabriken zu wählen und fammlungen stattgefunden, wovon 4 die Nationalökonomie zum zu schließen oder erst vom 1. August ab. Herr Scheel Thema hatten. Referenten waren Dr. Lütgenau und Julius beantragte das erstere, Baulitat das lettere; biefer war rechtzeitig, damit dieselben an der Delegirtenversammlung Türk. Ferner wurden 7 Vorstandsfizungen abgehalten. Nach Antrag wurde von Herrn Nöbing unterſtüßt, worauf Herr theilnehmen können, welche Sonnabend, den 23. d. M., bei Deig30 Bericht des Bibliothekars lafen 18 Mitglieder zuſammen Schegel seinen Antrag zurückzog. Es wurde nun der Antrag müller, Alte Jakobstraße, stattfindet. Bände. Im Besitz des Vereins sind jetzt 117 Bände. Die Mitgliederzahl ist von 207 auf 252 gestiegen. Da der bisherige Paulikat einstimmig angenommen, danach wird also die Kasse Borsitzende, Genosse Richnow, sein Amt als Vorsitzender nieder- vom 1. August ab geschlossen. Ferner richtete der Vorsitzende die u, F. w.( E. H. Nr. 86), örtliche Berwaltungsstelle Berlin B. Witglieberlegte, wurde Genosse Wurb3 bis zur nächsten Generalversamm Frage an die Versammlung, was nach Sicherstellung der gegen versammlung am Mittwoch, den 20. Juli, Abends 8X Uhr, Mariannenlung für dieses Amt gewählt und dann ein Komitee eingefeßt, schehen solle. Hierzu beantragte Herr Nöding, dasselbe dem mit Damen am Mittwoch, den 20. Jult, Abertos sy Uhr, in den Arminhallen, wärtigen Kranken mit dem übrig bleibenden Kassenvermögen ge- ftraße 31-32. Bericht der Delegirten über die legte Generalversammlung. das zum Besten des franken Mitgliedes Hargendorf ein Fest zu neu zu gründenden Zuschußverein zu überweisen. Diesen Antrag Kommandantenftr. 20. veranstalten hat. Die nächste Vereinsversammlung findet am wollten die Herren Rennthaler und Paulitat dahin er: 20. Sult, in Friedrichsberg, Gasthof zum schwarzen Adler, Frankfurter Klub der Wanderfreunde. Wanderversammlung am Mittwoch, den Dienstag, den 26. Juli in Hoffmann's Saal, Bergstr. 183, statt. weitert haben, daß denjenigen Mitgliedern, welche sich nicht damit Chauffee 37, unweit Station Friedrichsberg ber Ringbahn. Gäste haben Zutritt. einverstanden erklären, ihr Theil auszuzahlen sei; mit diesem Zu- diener. Kaffenlofal Neue Friedrichstr. 44 bei Nöllig. Sigung jeden Mittwoch, Kranken- und Sterbe- Unterstützungskaffe der Berliner Hausdie Eine stark besuchte öffentliche Hausdiener- Versammlung, saß wurde der Antrag Nöding ebenfalls einstimmig an diener. Kaffenloral Me die am 12. Juli in der Ressource tagte, betraute zunächst die genommen. Dann stellte man dem Borstande eine Liquidations- Verein ehemaliger Bad- Schmiedeberger und Umgegend. Gigung Revisoren der Preßkommission auch mit der Revision des Ver- fommission von drei Mitgliedern zur Seite, welche aus den Abends 8% uhr beim Sandsmann Bannier, Stralauerfir, so. Wericht über trauensmannes und hörte dann einen Vortrag des Genossen Herren Rennthaler, Knaat und Gutsch besteht. Mit Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends s%-10% Uhr: SüdBernau, welcher über das Thema sprach:" Die Streitfrage Dankesworten an sämmtliche Vorstandsmitglieder, sowie an die Schule, Sagelsbergerſtr. 43: Unterricht in Geschichte( neu); Süd- f= der Organisationsform der deutschen Gewerkschaftsbewegung und Mitglieder des Ausschusses für die Unterstützung in der Ge- schule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( oberes), DSchule, Martusftr. 31: Unterricht in Deutsch( mittel); Nord- Schule, welcher Richtung schließen sich die Hausdiener Berlins an?" fchäftsleitung schloß der Vorsitzende die Versammlung. Müllerstraße 179 a: Unterricht in Deutsch( oberes); Rechnen. In allen Der Referent bezeichnete die Lokalorganisation als die derzeit Lehrfächern, mit Ausnahme von Mathematit und Buchführung, fönnen noch befte und empfahl, für dieselbe auf der demnächst stattfindenden Eine öffentliche Versammlung der Bimmerlente Schüler und Schülerinnen, auch jest im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklube. Mittwoch. Vereinte raft, Abend Konferenz der Arbeiter des Handelsgewerbes zu wirken. Der nächste Berlins, welche zahlreich besucht war, beschäftigte sich auch am s uhr, bet stein, Schönleinstraße 6. Johann Jacoby, bet Otto Redner, Genosse Türk, brachte dann folgenden Antrag ein:„ Die 2c. 17. Juli mit der Frage, ob es jetzt nicht angebracht wäre, den hierbach, Schwedterstr. 44. Mittwoch vor dem 15. Versammlung der Hausdiener beschließt eine Kommission zu ernennen, Mindestlohn von 55 Pf. auf sämmtlichen Bauten und Plätzen zu jeden Monats, Abends 8 Uhr, bei Bechlin, Sornſtr. o. Geſundbrunnen, Abends 8% Uhr, bei Haferland, Bellermannstr. 87.- Gleich welche die Aufgabe hat, das Reichsamt des Innern zu ersuchen, die fordern. Die meiffen Redner schilderten die allgemeine Lage im heit, Abends 8 Uhr bei Stramm, Ritterſtraße 128. manzipation, Forschungen der Reichskommission für Arbeiterstatistik auch auf Bimmerergewerbe als momentan günstige, warnten aber vor Abends 8 Uhr, bet Wagner, Alte Schüßenstr. 6. Heine, Nixdorf, Die Arbeitszeit der Hausdiener, Backer, Komtoirboten auszudehnen." einem etwaigen unbesonnenen Vorgehen, ersuchten vielmehr abends 8 Uhr, bei Beiler, Knesebeck- und Herrmannstraßen- Ede. Als Wegweiser zu einer einheitlichen Organisation empfahl Redner ihre jeden Mittwoch s uhr, bei Bernb. Raabe, Ruppiner- und SchönholzerstraßenKollegen, für eine fräftige Agitation unter der Ecke. Otto Reimer jeden Mittwoch bei A. Brosch, Wilhelmshavnereine fonfequente Fachzeitung; er glaubte, daß die Handlungs: großen Masse der noch indifferenten Bimmerer zu sorgen. Nach straße 23. gehilfen und Hausdiener Hamburgs und Dresdens, welche die einer ziemlich lebhaften Debatte wurde folgende Resolution fast im Bereinskalender sind zu richten an Friedrich Korium, Manteuffelstr. 70. Arbeiter- Sängerbund Serlius und Umggegend. Alle Aenderungen Konferenz jedenfalls beschicken würden, dazu ihre Zustimmung einstimmig angenommen: Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwvody. Uebungsgäben, und erläuterte auf Grund einer von ihm gefertigten Auf- Die heutige Versammlung macht es zur Pflicht aller Ber- ftunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Biedesfreiheit, Blumenstraße 38, bei Henfe. stellung, daß und in welcher Weise die Zeitung existenzfähig sei. liner" Bimmerer dahin zu wirken Weiter stellte er hierzu folgenden Antrag:" Die heutige öffentFreya,( Gem. Chor), Alte SchönhauserSilaritas, Hochstraße 32 a, bei 1. daß die Sammlungen zum Generalfonds energisch betrieben fraße 22-23, Bößow's Braueret. Wilfe. Deutsche Eich e, Blumenstraße 46, bei Went. Echo1 Versammlung ber ihre werden, damit die Vertrauensmänner in die Lage versetzt wer- Banton, Schulzefir. 27. erche, Bernauerstr. 72, Restaurant zum ,, BeitDelegirten, auf der Konferenz für die Gründung einer den, die Agitation zur Besserstellung unserer wirthschaftlichen geist". Gesangverein der Steinmetzen, Johannisstr. 20, bet Müller. Männer- Gesangverein der Kürschner, D. 2. D. Br. Berlin, Neue Beitung zu stimmen, welche die Interessen aller im Handels- Lage kräftig zu entfalten, Friedrichstraße 44, bet Röllig. Steinnette, Stöslinerstraße 17, bei 2. werden sämmtliche Kameraden, welche einen Stundenlohn Wendt.- yra 1, Raupachstr. 6, bet Stachel.- Euphonia, bet Hermann, hilfinnen, Geschäftsdiener, Packer 2c. vertritt. Die Versammelten unter 55 Pfg. erhalten, aufgefordert, auf ihren Pläzen dahin zu Schneeglöden 2, Potsdam, Brandenburger Kommuitation 16, bei Elifabethstr. 30.- Hand in hand 1, Martannenstr. 31-32, bet Doberstein.verpflichten sich, auf die Zeitung zu abonniren. Die anwesenden wirken, daß der Stundenlohn auf mindestens 55 Pfg. erhöht Stafer. Unverdroffen, Abends 8% Uhr, bei Sachs, Lindowerstr. 26. Mitglieder der Hausbienervereine verpflichten sich, für die obliga- werde, torische Einführung der Zeitung Sorge zu tragen." Genosse 3. Streitigkeiten, welche infolge dieser Forderungen entstehen, Friedenau im Kurhaus.- Vorwärts 5, Friedrichshagen, Sundtheit, bei Lerche. find sofort den Vertrauensmännern mitzutheilen, um event. weitere felbt. Freundest reue( Gemischter Chor), Grenadierstr. 33, bei GeeIn der Debatte wurde für und gegen die Bentralisation ge- Maßregeln zu besprechen, sprochen; die Mehrzahl erklärte sich zunächst für Lokalorganisation 4. ist es Pflicht aller Kameraden, den Vertrauensmännern noch mit Vertrauensmännersystem. Die oben erwähnten Anträge im Laufe dieser Woche anzugeben, welcher Lohn bei denjenigen wurden dann angenommen und man beauftragte das Bureau, Unternehmern, bei welchen fie in Arbeit stehen, gezahlt wird." den für das Reichsamt des Innern bestimmten Antrag demselben Nachdem der Vorsißende die Adressen der Bezirks- Vertrauenszu übermitteln. Als Delegirte für die Konferenz wurden ge- männer, welche auch in Nr. 164 des„ Vorwärts" in dem Bericht wählt die Herren Dewald Grauer, Hamann, über die lehte Versammlung der Zimmerer angegeben sind, bekannt gemacht hatte, wurde die Versammlung geschlossen. liche Nord, Flöter'scher Gesangverein, Koppenstraße 48c, bet Lorenz. Mütli, Lorbeertranz, Barnimfir. 16, bei Seindorf. Südost 1, Röpnicerfir. 191, Restaurant. Hoffnung 1, Friedrichsberg, Friedrich startstraße 34, bet Schulze. Rothe Merre, Schöneberg, Golzstraße 43, bet Siegeler. Freiheit, Moabit, Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47-49. Steinfeger Sänger chor, KaftantenAllee 28 bei Maiwald. Offenbacher Sängertrans, Oranien ftraße 153, bei Göße. Gesangverein der Kupferschmiede, WeinWergißmein nicht, Schulstraße 29, im Weddingvaße 11 bei Feind. Kasino. Brandenburger Männer- Gesangverein in Branden= burg, Mengert's Boltsgarten.- Concordia", Gitschinerstraße 92, bei A. Noy I. Arbeiter Gesangverein, Brit", Briz, Werderstraße bet Schöneberg. Deutscher Männerfang", Belforterstraße 15, bet Schneider. Gefangverein& otosblume, Kleine Kurstraße 10 bei Kanzow. Gesangverein Freiheitstiänge, Stallschreiberstr. 29 zum Eichenen Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bur Verein - Rauchklub Raßler, A. Kuhntte, Plath und Runge. In einer öffentlichen Versammlung der Posamentier Eine von dreißig Personen besuchte Versammlung Urbeiter und Arbeiterinnen sollte am 16. Juli Herr Keßler von Bigarrenhändlern und Fabrikanten tagte Stab. Männer- Gesangverein Sibertee 1, Wrangelstr. 84 bei Ullrich. über„ Gewerbe- Schiedsgerichte" referiren, da dieselbe aber anfangs am 18. Juli unter dem Vorsitz des Herrn Fafforte. Es sollte schriften find au richten an Mar Genk, Berlin N, Belfortersir. 26, 1 Tr.) schwach besucht war, verzichtete Herr Keßler auf das Referat und der in einer früheren Versammlung beschlossene Verein( siehe Mittwoch: Berein Fribolin, bei Wolff, Brunnenſtr. 36a. Theaterberließ das lokal. Infolge dessen wurde über den zweiten Punkt Versammlungsbericht in Nr. 164 des„ Borwärts") tonstituirt und Bergnügungsverein Bultanta, bet Tager, Gartenftr. 13/14. der Tagesordnung:" Verkürzung der Arbeitszeit durch die Fa- werden; jedoch wurde gleich zu Beginn der Versammlung ein or bei Gupte, Schul- und Reinickendorferstraßen- Gate. Kreuzfidel, bet Gumlich, Neichenbergerftr. 149. Bergnügungsverein brikanten", verhandelt und von den Herren Alschner, Antrag des Herrn Börner angenommen: nochmals darüber zu Sellblau bei Flick, Simonftr. 23. Theater und VergnügungsGlaser, Plüschke, Leuschner und Berger I und II distutiren, ob überhaupt ein Verein wie der projektirte, nöthig verein Durch Nacht zum Bicht, bei Zubeil, Naunynftr. 80. hervorgehoben, daß sämmtliche Uebertretungen seitens der Fasei. Die Debatte gestaltete sich zu einer ziemlich langen Geselliger Berein limbim, bet Bredlow, Bülowstr. 65. Humoristischer Verein Pipifar, bei Strösche, Fichtestraße Nr. 29. Pollack brikanten der Agitationskommission angezeigt und in jeder Ver- und theilweise erregten. Es nahmen daran Theil die klub Lustige Brüder, bei Lucwald, Dianteuffelstr. 46. Statflub Ffaat, Lewy, Fiedler, Bushelgrün, bet Fürstenau, Reichenberger- und Manteuffelſtra ßenTouristentlub Nachtfalter, bei Burmann, Frankfurter Allee 56 Mothes und( Sigung nach dem 15. jeden Monats). Rauchklub Eiserne Pfeife, legenheit zur Anzeige zu geben. Der von Berger verlesene Stahl. Herr Börner wandte sich in längerer Ausführung bei Soffmann, Triſtſtraße 1. Theater und Artistentlub Jugendkraft 2 Raffenbericht vom vorigen Quartal wurde für richtig befunden. gegen die Gründung eines Vereins der Händler und Fabrikanten. bei werner, Seinstr. 2.( Uebungsstunde.) Arbeiter- Tambourverein Vor= Gin Antrag Berger: Bur Unterstützung Gemaßregelter einen Wenn man, wie in der vorigen Bersammlung behauptet worden wärts bei Rober, Sermann- und Banzlichstraßen- Ecke( Rigdorf.) TheaterGeneralfonds zu gründen, desgleichen Fragebogen betreffs der wäre, gegen die Kontrollmarke der Tabackarbeiter Stellung nehmen traße 6s, bei Tempel. längerer Diskussion angenommen. Arbeitsverhältnisse an die Werkstätten zu versenden, wird nach wolle, dann könnten die Betreffenden dem in der großen Ver- Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwody. Gefangverein Hierauf referirte Genosse sammlung bei Keller gegründeten kapitalistischen Verein beitreten. Mufitverein Vorwärts, Abenbs 8 bis 10% Uhr, Große FrankfurterNach eingehender Dis. Diejenigen aber, welche überzeugte Genossen find, sollten ihre praße 99, 1 Tr.- Männer- Gefangverein wa tofa peite 2, Abends 9 Uhr, tuffion über diesen Punkt wurde noch eine Resolution angenommen, Kräfte lieber voll und ganz ihrer respektiven Gewerkschaft oder Restaurant Kayser, Stalizerſtr. 23. das Bier der„ Unionsbrauerei" und der„ Norddeutschen" bis auf der politischen Partei zuwenden. Herr Rogge berichtigt teuffelftr. 9. Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurani Schröder, ManWeiteres nicht zu trinken. Herrn Börner dahin, daß er, Rogge, nicht gegen die Marke abend 9-11 Uhr Abends bei Lade, 8eughofftr. 8.- Turnverein Gesund Kraftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und Sonn in 飯 Ecke. verein Proletariat bei Kühn, Naunynstr. 38. Unverzagt 1, Lange= Knospe, Abends 9 Uhr, im teftaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. Abends 9 Uhr Uebungsfiunde bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Theater- und Vergnügungs- Verein Humanitas Abends 9% Uhr bei Need, Lothringerstr. 94. Täger, Gartenftr. 13/14. verein Frei Weg", Abend 9 Uhr bei Rees, Michaelstirchstr. 39. Rauchklub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Stierstein, Admiralsir. 33. Mauchklub 2 affalle, Abends, bei 2ock, Friedrichsbergerstr. 11.-- Rauchtlub Rothe Nefte, bet Steuer, Weinfir. 22. Humoristischer auch souci, Boechstraße 61. Rauchflub Ohne 3wang, Abends 9 uhr, bei Späth, Weinstr. 28.- Rauchlub Grüne Duafte, abends 9 Uhr, bei Echlüter, Kleine Markusftr. 10. Rauchflub Bultán, Abends 9 uhr bei bet Muß, Jostyfir. 8.- Rauchttub gutgesinnter Freunde, Abends tlub, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görlitzerstr. 42. Rauchflub Sans: Ahmer Gräfestr. 82. näher zu treten. Wiesbaden, den 13. Juli 1892. J. A.: Kretel. brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8-10% Uhr abends fich nach der Verhaftung sofort an den Landesdirektor und erhielt| übernehme als überzeugter Anarchist die vollständige Verantwort in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39. Kraftturnverein Berolina, barauf folgendes Schreiben: lichkeit für seine absichtlich begangenen Dynamitattentate. Gr haffe die Bourgeoisie, weil sie die Arbeiter unschuldig in das Theaterverein Bultania Abends 9 Uhr bei Auf Ihr Gesuch vom 11. Juli d. J. um Rückgabe Ihres Gefängniß werfe und Weiber und Kinder niederkartätsche. Nur Gefelliger Vergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant bortselbst zwecks Unterbringung in einer hiesigen Anstalt in die Anarchie könne das soziale Problem lösen. Schriftliche wie Sommer, Grünftraße 21. Humoristischer Verein Arminia, Dresdener Haft[ genommenen Sohnes Wilhelm Sch. erwidere ich, mündliche Propaganda wirkten zu langsam, nur die Propaganda Garten, Dresdenerstraße 45.- Kreuafibel, bet Gumlich, Reichenberger- daß mir ein Gerichtsbeschluß über den Knaben bis jetzt nicht zu- der That tönne eine schnelle Lösung herbeiführen. Der Anstraße 149.- Fidele Brüder, bet. Mroſe, Lachmannstr. 5.- Touristen- gegangen ist und ich daher nicht in der Lage bin, der Sache geklagte verherrlicht dann noch in längerer Rede, ohne von dem Präsidenten unterbrochen zu werden, die Anarchie. Es fragt sich nun, wie lange das Kind in dieser Lage Budapest, 19. Juli. Auf einer Besitzung in der Nähe von bleiben muß? Die Mutter durfte es zwar täglich besuchen, aber Großwardein entstand zwischen dem Gutsbesitzer und seinen jeder Versuch, es zu befreien, war bis jetzt, wie gesagt, ver- Feldarbeitern Streit. Die Gendarmerie mußte interveniren. Die geblich; Niemand will darüber entscheiden können und müßte der Arbeiter griffen hierauf die Gendarmen mit Senſen und Heus Senabe sonach unter den Fittigen der heiligen Hermandad gabeln an. Die Gendarmen machten von der Schußwaffe Gee heranwachsen. Allerdings eine höchst sonderbare Erziehungs- brauch; 12 Arbeiter und ein Gendarm wurden getödtet, viele Wir können nicht wissen, ob die Eltern den Hergang der Warschau, 19. Juli. Der Generalgouverneur Gurko vers Redaktion der Frankfurter Volksstimme" richtig geschildert haben. längerte für die ausländischen Fabrikbeamten in Polen, welche Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringer Wie dem aber auch sei, eins ist unumstößlich in der zu- der russischen Sprache nicht mächtig sind und deshalb zum tünftigen fozialdemokratischen Gesellschaft 1. Januar 1893 Bolen verlassen sollten, auf wiederholte Petition fann es nicht vorkommen, daß man ein 72 Jahr altes der Fabrikanten die Aufenthaltserlaubniß auf 5 Jahre. Bübchen trotz aller Einsprüche der Eltern in Polizei- Tanger, 19. Juli. Die fremden Konsuln beriethen über die gewahrsam hält; das ist nur in der bürgerlichen Gesellschaft bei der gegenwärtigen Lage zu ergreifenden Maßregeln, weil die Der Gegenwart möglich. Hat so ein kleines Wesen nicht auch Truppen des Sultans das Leben der Christen bedrohen und ohne ein Recht auf persönliche Freiheit? Ansehen der Person plündern, morden und brennen. verneur von Tanger ist vollständig machtlos. Es werden Flotten verstärkungen in Zanger erwartet. Rauchklub, Goldene Quaste", Abends 9 Uhr 8 1hr bei Neumann, Höchfieſtr. 28. Rauchklub Sch motes- Werte, Waffer und Inselstraßen- Ecke beim Restaurateur Sperling Abends 9 Uhr. Rauch flub Vorwärts ED.", jeden Mittwoch Waldemarstr. 74 bei George. Statflub Treff, Abends 8 Uhr, bei Otto Babel, Frankfurter Allee 90. ftraße 101. Vermischkes. Etwas ganz, ganz Sonderbares berichtet aus Frant furt a. M. die dortige Volksstimme" unterm 18. Juli: Am Sonntag, den 10. Juli, früh Morgens 6 Uhr, wurde der sieben und ein halb Jahr alte Sohn des Schreiners Sch., in der Neuhofstraße dahier wohnhaft, von zwei Polizisten geholt und in bas Polizeigefängniß abgeführt, woselbst sich das Kind noch heute( 18. Juli) Vormittag befand. Alle Bitten der Eltern, das Kind freizugeben, waren bis jetzt erfolglos. Herr Polizei- Assessor Jaite, welcher angeblich die Verhaftung verfügt haben soll, erklärte, daß er in der Sache nichts entscheiden anstalt! Kapitän William Jones wurde von der Strafkammer des Hamburger Landgerichts wegen fahrlässiger Tödtung von drei Personen infolge Kenterns des englischen Segelschiffes Erato im dortigen Hafen zu viermonatlichem Gefängniß unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft verurtheilt. in Schlesien wird eine verfaulte Schwelle bezeichnet. Als Ursache der Entgleifung des Orientzuges bei Löwen Braunschweiger Handelskammer im Auftrage der RegieZur Weltausstellung. Auf eine Anfrage, welche die rung an die Großindustriellen des Landes gerichtet hat, haben fich diefelben durchweg für das Projekt einer Weltausstellung in Berlin erklärt. Nuch die Erfurter Polizei warnt vor dem„ Band tönne; das Kind müsse einer Zwangserziehungsanstalt überwiesen werden. Die Ursache dieser Maßregel wurde uns von den Eltern des Knaben wie folgt geschildert: Vor etwa zwei wurm- Dottor" Richard Mohrmann. in einem Spezereiladen, wohin es zu einem Einkaufe geschickt unterſeeischen Bulfans am 7. Juni wird durch in Sydnei einDer Untergang der Insel Sangir durch Ausbruch eines wurde, ein Zäfelchen Chokolade vom Ladentische. Die Stief getroffene weitere Nachrichten bestätigt. Sechs fim Hafen der mutter des Knaben ersetzte den nur wenige Pfennige betragenden Insel befindlich gewesene Schiffe find verschollen und wahrSchaden und zeigte den Fall dem Lehrer des Kindes, in der fcheinlich mit untergegangen. Merianschule, an, damit er dieses eindringlich ermahne und für Ueber die Höhenverhältnisse der Städte, Orte und fortwährend gegenüber seinen Mitschülern in verschiedener Weise lungen: 1. Söhenlage der Städte und Drte: Ludwigshafen 94, den Frevel bestrafe. Seit dieser Zeit klagte der Knabe, daß er Berge der Pfalz macht die„ 3w. 3tg." folgende Mittheigemaßregelt würde. Beim Aufenthalt im Schulgarten durfte er Speyer 104, Neustadt 182, Dürkheim 130, Landau 1411/2, Eden 3. B. nicht mitspielen, sondern mußte sich abseits an einen Baum foben 147, Grünstadt 167, Bergzabern 1691/2, Annweiler 180/2, stellen und wurde bestraft, wenn er versuchte, sich vom Plage zu Rusel 226, Zweibrücken 228, Kaiserslautern 242, Kaltenbach 2421/2, rühren. Als die Stiefmutter wegen eines Vergehens bestraft Homburg 243, Kirchheimbolanden 250, Gleisweiler 270, Dannen wurde, gab der Lehrer dem Kinde den Zeitungsausschnitt über fels 406, Pirmasens: a) Bahnhof 368, b) Exerzierplatz 389 und die Verhandlung, mit dem Auftrage, die Mutter möge fich das c) Horeb 438 Meter, 2. Höhenlage der Berge: Ehrenburg 189, einrahmen lassen. Es läßt sich begreifen, daß lettere Ludwigshöhe 306, Altenbamberg 315, Moschellandsberg 324, darüber erregt wurde, in die Schule eilte und dem Lehrer Schloß Dahn 888, Marburg 382, Lindelbrunnerschloß 385, Kreuz 338, darüber heftige Vorwürfe machte. Dieser beschwerte fich berg( w. Triefch.) 390, Lemberg bei Obermoschel 423, Räshofen deshalb bei bem Neftor, welcher die Frau zu sich 452, pr. Kahlenberg 452, Madenburg 467, Trifels 496, Peters tommen ließ und ihr das Vorgehen gegen den Klassentopf bei Dürkheim 497, Königsberg bei Wolfftein 525, Weinbiet lehrer verwies, mit dem Bemerken, sie hätte sich bei ihm, dem bei Neustadt 555, Drachenfels 572, Potzberg 564, Wegelnburg 574, Reftor, beschweren müffen. Letzterer machte hierauf Anzeige bei Rehberg 578, Drensfelfen 583, Teufelsberg bei Gleisweiler 602, dem Vormundschaftsgericht mit dem Antrage, das Kind einer Eschenkopf( Johanniskreuz) 612, Schänkel 615, Kalmit( MaiZwangsanstalt zu überweisen. Bei der Verhandlung vor dem ge- fammer) 684, Donnersberg: Thurm 680 und Königstuhl 695 Meter nannten Gericht im Februar dieses Jahres sagte der Klassen- über der Meeresfläche. lehrer aus, der Knabe habe öfters in verschiedenen Handlungen Obit u. dgl. gestohlen, wogegen die Eltern erklären, daß den betreffenden Händlern hiervon nichts erinnerlich sei. Weiter ertlärte der Lehrer, das Kind sei jetzt noch zu retten; wenn es aber noch länger bei seiner Stiefmutter bliebe, würde es sicher fittlich verdorben. Der Vater sei den ganzen Tag bei seiner Arbeit außer dem Hause und könne sich deshalb um den Knaben nicht genügend fümmern. Außerdein sei letzterer stets verwahrlost in Bremen, 18. Juli. Mit dem Postdampfer tamen hier Kleidung u. f. w. zur Schule gekommen. Auch dieses wird von 137 russisch jüdische Kolonisten aus der Kolonie Mauricio in den Eltern entschieden bestritten; sie erklären, das Gegentheil Argentinien in elendestem Zustande an. Nach ihren Berichten ist durch Zeugen beweisen zu können. Der Mann ver. Die Lage der dortigen Kolonisten entsetzlich. Sie werden wie sichert, daß er mit seiner Frau in bestem Einvernehmen Sklaven behandelt, von Soldaten bewacht und aufs gröbste mißlebe, diefelbe sei häuslich und behandle die Stiefkinder handelt. Auf Veranlassung des Barons Hirsch wurden fie nach sehr liebevoll. Das Gericht beschloß, den Knaben einer Europa zurückgebracht. Das hiesige Komitee für russisch- jüdische Erziehungsanstalt zu zu überweisen. Die Eltern brachten Auswanderer schafft sie theils nach New- York, theils nach Ruß ihn hierauf nach Trier zu seiner Großmutter und, als er Heim- land zurück. Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) weh bekam, auf einige Wochen zu Verwandten bei Aschaffenburg. Lüttich, 19. Juli. Anarchistenprozeß. Der Justizpalast ist Als das Kind auch dort wieder nach seinen Eltern verlangte, militärisch befeßt. Gendarmerie und Polizei füllen den Bunahmen es diese abermals zu sich, machten bei der Schulbehörde schauerraum fast vollständig. Außerdem sind kaum 50 Personen davon Anzeige und ersuchten, den Knaben einer anderen Schule zugelassen. Die ausländische Presse ist in dem für sie refervirten zu überweisen, was jedoch abgeschlagen wurde. Die Eltern aber Raum sehr stark vertreten. Die Gröffnung fand unter großem wollten das Kind nicht weiter in die Merianschule gehen lassen, Beremoniell statt. Der Generalprokurator vertritt persönlich die sondern es lieber einer Erziehungsanstalt anvertrauen. So be: Anklage. Der Gerichtshof erklärt entgegen dem Antrag des Verfand sich der Knabe seit April ohne Schulunterricht zu Hause, theidigers Royer, die Angeklagten Moineau und de Bolff, sowie alle bis er in Polizeigewahrsam gebracht wurde. Der Vater wandte übrigen für gemeine Verbrecher, Exlieutenant Moineau erklärt, er Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Lasalle, Marr u. 3.) in Bigarrenspiken, Pfeifenköpfen, Shliponadeln, Manschettenknöpfen, Stöcken, Brochen. Büsten. En gros. En détail. 2274 L B. Günzel, jeht Lothringerstr. 53, am Rosenthaler Thor. am OranienGenosse Polack wir gratutiren hier Und wünschen das Beste Dir! Und kämpfen ruhig weiter Die 8. im Isten heiter. ( 1043b verwundet. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Der Gon Wien, 19. Juli. Die Revision der aus Rußland kommen den Reisenden und ihres Gepäcks wegen der Gefahr der Ein Schleppung der Cholera ist auf den Stationen Szczakowa, Brody, Podwoloczyska und Nowofielica bereits in Wirksamkeit getreten. Christiania, 19. Juli. Der König hat heute Mittag den ehemaligen Ministerpräsidenten Emil Stang mit der Bildung eines neuen Rabinets beauftragt. 52 Unionisten, 274 Gladstoneaner, 9 Barnelliten und 71 AntiLoudon, 19. Juli. Bisher sind gewählt: 262 Ronfervative, einen Sychon verwüstet worden. Mehrere Personen tamen dabei parnelliten. Rovigo, 19. Jult. Die Ortschaft Polesella am Po ist durch um's Leben. Die Regierung hat Militär zur Hilfeleistung dorthin abgehen lassen. Alexandrien, 19. Juli. Heute ist von dem deutschen Ge gelegenheiten eine Handelskonvention zwischen Deutschland und neralkonsul und dem egyptischen Minister der auswärtigen Ang Egypten unterzeichnet worden. Briefkasten der Redaktion. An den Vorstand der„, Solidarität", Breslau. Unsere Brundfäßliche, fachliche Kritit hat mit Ihnen persönlich sich gat nicht befaßt. Wir halten unsere Ausführungen ganz und un getheilt aufrecht. lagen. A. G. 85. Sie können heute noch Schuld und Zinsen eins haben, tönnen Sie einseitig von dem Vertrage nicht mehr zurüde Weißensee 101. Nachdem Sie den Kontrakt unterschrieben treten. Ziehen Sie die gute Lehre aus dem Vorgang, daß Sie in Zukunft die Augen beffer aufmachen. D.R., Rathenowerstraße. Ihre Anfrage eignet sich nicht zur Beantwortung im Briefkasten. Kommen Sie gelegentlich zu uns oder wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt. Alter Abonnent B 81. Eine derartige Aeußerung ent bindet Sie nicht vom Kontrakt. M. T., Friedrichstraße. Wenden Sie sich beschwerde führend an das Kommando des betreffenden Truppentheils. Einen Erfolg können wir Ihnen allerdings nicht garantiren, da derartige Flegeleien häufig für schneidig gehalten werden. 6 Uhr ab. A. Winter, Boechstr. 11, und Waldemar Fabrowsky, Hochstr. 1. Wir bitten um Ihren Besuch für die Zeit von Abends P. W., Charlottenburg. Schwindel! Taschen zu! 3. S. Es giebt feine gesegliche Bestimmung, daß die Mieth fündigung bis Mittags 12 Uhr im Besitze des Vermiethers fein muß. Briefkaffen der Expedition. Wir ersuchen den Kassirer des Vereins der Holz- und Bretter träger um gefl. genaue Angabe seiner Adresse. J. Sch., hier. Lassalle's Aufsatz über Lessing ist in der neuen Gesammtausgabe von Lassalle's Reden und Schriften, herausgegeben von Ed. Bernstein, enthalten. 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Dktbr. im Restaurant des Herrn Kuhlmey, Brunnenstraße 131, an der Invalidenstraße, in lebhaftester Geschäftsgegend, zu vermiethen. Näheres: 1052b Busse, Invalidenstr. 157. Schönhauser Allee 28. Tagesordnung: Die Gleichstellung beider Geschlechter." 1. Vortrag des Fräulein Bader über: Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste sehr willkommen. 406/7 Der Vorstand. Grünauerstraße 25 1. 10. 92. Stube u. Küche von 77 Thlr. an zum Grünauerstr. 27, hochpart. Näheres bei A. Linke Das grösste Brot für 50 Pf. liefert 1055b [ 2494L sagen wir allen Verwandten und Be- Beim Sommerfest d. Tapezirer i. e.Eifenfannten, insbesondere seinen Kollegen, verloren worden. Der Finder wird erbahnfahrkarte a. b. Namen O. Zack Albrecht's Bäckerei, d. 0. unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Straße 18/19, abzugeben. sucht, dieselbe bei Freigang, Schützen- Wrangelstr. 8, Geschwister Raab. Danksagung. 1107b Für die vielen Beweise herzlicher 1108b Theilnahme und Unterſtüßung bei dem Elegante HerrenBegräbniß meines lieben Mannes 1111b Richard Herold sage ich hiermit meinen herzlichsten Dank. Emma verw. Herold. dorfer Fabrikat, Stoffe auf Handstühlen Empfehle mein Geschäft in friscдen gewebt, sind am billigsten direkt zu be- Blumen und Kränzen. ziehen von 2780L G. Lamprecht, Seifhennersdorf is. Robert Feste Arbeitsh. v. 1,30-4 M. Prob. frei. 533 L Anzüge, sowie Damenkleider nur nach Maass, billigst, auch gegen Theilzahlung.[ 2739L Oranienstr. 126, 1. Robert Meyer, Rechtsbureau Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. Langes tr. 26 Falkensteinstr. 28. In der Pfandleihe Gerichtstr. 32, I, am Nettelbeckplay, werden täglich die verfallenen Sachen unter Tage verkauft. Arbeitsmarkt. Tüchtiger Karton- Buschneider, der guts gleich die Stelle eines Werkführers ver richters a. D., Alte fieht, gesucht. 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