Nr. 209. Abonnements- Bedingungen: ű Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erfcheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 fg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr bormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Die Schlacht bei Lianjang dauert trotz der ungeheuerlichen Verluste noch immer fort, wenn sie nun auch in ihr legtes Stadium getreten sein dürfte. Dienstag, den 6. September 1904. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Aus Tokio liegen folgende die ruffischen Meldungen ergänzende Berluste auf 19 640, die französischen auf 7850; bei Röniggräs Nachrichten vor: Tolio, 3. September.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) und Verwundete. Die Verluste in der Schlacht von Leipzig hatten die Preußen 8894, die Desterreicher und Sachsen 23 598 Tote Die letzte Linie der zwischen den japanischen Stellungen und der betrugen auf seiten der Verbündeten 48 000, auf seiten der Franzosen Bahn im Norden von Lianjang befindlichen Hügel ist von General 45 000 Mann. Ist die Zahl der Geschütze bei Liaujang( 1800) Kuroki genommen worden. Es ist immer noch ein heftiger richtig angegeben, so reiht sich auch in dieser Hinsicht die Schlacht Kampf im Gange. London, 3. September. Eine Meldung des Reuterschen den größten an, die bisher verzeichnet sind. Bei Sedan gab es Bureaus" aus Petersburg besagt, die Russen hätten nur 1060 Kanonen, bei Gravelotte 1250. Mehr als 1300 GeLiaujang geräumt und dieses sei von den Japanern schüße, wie sie von Liaujang gemeldet werden, waren mur bei besetzt worden. Das erste sibirische Armeecorps unter General Königgräz, 1550, und bei Leipzig, über 2000, vorhanden. b. Stackelberg in der Stärke von 25 000 Mann sei west lich bon Liaujang durch die Japaner abgeschnitten worden. Die Kämpfe um Port Arthur. Tschifu, 4. September.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Tokio, 4. September.( Amtliche Meldung.) MarschaII Am 27. August begannen die Japaner den zweiten allgemeinen Oyama berichtet, daß am 3. d. Mts. abends 9 Uhr der Angriff auf Port Arthur. Dieser wurde unter Heißen japanische linke Flügel und das Centrum den Kämpfen bis zum 31. August fortgeführt. An diesem Tage zogen Angriff auf den Feind im Süden und Westen sich die Japaner überall zurück außer aus Palungschan. Am von Liaujang noch fortsetten. Alle Gebäude in der 30. August wurden verschiedene heftige Angriffe auf Beshan abNähe der Eisenbahnstation, anscheinend Lagerhäuser, wurden am geschlagen. Am 2. September um 3 Uhr morgens griffen die Japaner Sonnabend niedergebrannt. Tokio, 4. September, 1 Uhr nachmittags. Dhama telegraphiert: Nach dem Kampf, welcher diese Nacht und heute früh ftattfand, fiel uns Liaujang um 9 Uhr vormittags vollständig in die Hände. Unfre Verluste sollen groß sein, über die Lage am rechten Ufer des Taitseho habe ich keinen Bericht erhalten. Nur ein Wunder kann die Nussen noch vor der Ver= nichtung bewahren. Zwar ist es den südlich vom Taitseho stehenden Russen gelungen, den Fluß unter enormen Verlusten zu überschreiten. Aber die unter dem Oberbefehl Dhamas stehenden Armeen Dtus und Nodzus sind ihnen zum großen Teil auf den Fersen gefolgt. Und was noch schlimmer: die Armee Kurofis befindet sich, fünf Divisionen start, im Nordwesten und Norden der Russen, um der russischen Armee den Rückzug abzuschneiden. Die russischen Truppen, die Kuropatkin gegen Kuroki gesendet hatte, um ihn am Vordringen gegen die die Rückzugslinie nach Mukden bildende Eisenbahn Liaujang- Mukden zu hindern, find mit folossalen Verlusten zurückgeworfen worden, so daß Kuroki thatsächlich die Eisenbahn, d. h. Rüdzugslinie beheftig die linke Flanke der Russen an, zogen sich jedoch um 6 1hr herrschen dürfte. Nun ist zwar in verschiedenen Blättern die Vermorgens zurück, worauf die Beschießung wieder begann. Die mutung ausgesprochen worden, daß Kurokis Borstoß zu spät erfolgt Japaner feuerten namentlich von Shushiyen und Palungshan, die sei, da bereits ein erheblicher Teil der Russen nach Mukden abRussen von Antsushan und Erhlungshan. Nach russischen Schätzungen gezogen zu sein scheine, allein diese Vermutung findet in den letzten haben die Japaner bei dem allgemeinen Angriff 8000 Mann russischen Nachrichten keinerlei Bestätigung. verloren; die Russen sollen nach umlaufenden Gerüchten Jetzt endlich hat auch der Kriegsberichterstatter des Berliner 3000 Mann verloren haben. An dem Geschützkampfe beteiligte sich meldet ein Telegramm Kuropattins vom 3. September fpätere Tageblatt", Herr Oberst a. D. Gaedtke wieder ein Lebenszeichen auch mitunter die Artillerie der im Hafen liegenden amtliche russische Telegramme liegen zur Zeit nicht vor daß sich von ein großer Teil der russischen Armee südlich von Jantai sich gegeben. Sein letztes Telegramm war vor einer Woche Kriegsschiffe. aufgegeben und meldete, daß die Entscheidungsschlacht bei London, 5. September. Wie Daily Telegraph" aus befinde- und Jantei befindet sich offenbar in den Händen Liaujang begonnen habe. Ueber den Verlauf des ungeheuren schifu meldet, wird die Beschießung Port Arthurs Tag und Nacht Kurokis! Ferner wird vom 4. September über London ge- Ringens hat er seither keine Silbe veröffentlichen dürfen. Nun end- fortgefegt; an einem Tage fielen 120 Granaten in die Stadt, aber meldet, daß russische Verstärkungen aus Mukden ein- lich läßt er sich aus- Mukden folgendermaßen bernehmen: zumeist auf offene Pläge. Die russischen Kriegsschiffe getroffen feien, um Kurokis den Rückzug bedrohende Angriffe abbeschießen die japanischen Stellungen. Am 29. Auguſt Mulden, 4. September. Auch am 31. August wurden alle verließen die Schiffe Bajan"," Pereswjet"," Netivisan" und zuwehren. Die russischen Truppen werden also im Gegenteil von Angriffe Otus und Nodzus abgewiesen und noch starke Ballada" den Hafen und gingen zwei Meilen in See, ohne von den Norden her noch verstärkt, statt bereits zum Teil nach Norden ab- Kräfte in Reserve gehalten. Inzwischen sind Kurotis fünf Japanern angegriffen zu werden. Vom Lande aus fiel eine gezogen zu fein! Diese Verstärkungen werden aber schwerlich stark Divisionen über den Taitfeho gegangen, weshalb Granate auf das Linienschiff Bereswjet" und tötete 15 Mann. Die genug sein, um Kurotis Erfolge in Frage stellen zu können. General Kuropatkin am 1. September gegen ihn Reparaturen an den beschädigten Schiffen werden beständig fortmarschierte, einen Teil des Heeres in einer rückwärtigen gesetzt. Die Zufuhr an Lebensmitteln wird immer Stellung in Liaujang zurücklaffend. Alsbald ging Otu am Mittag ich wieriger. des 1. September von neuem vor, er bombardierte am Vielmehr Die russenfreundlichen Kriegsphilosophen unsrer Blätter urteilen wieder einmal optimistischer als Kuropatkin selbst. Dieser sowohl wie General Ssacharow scheinen allmählich die Schreckenstunde ihres ostasiatischen Sedans eingestehen zu wollen, ihre Berichte find ganz und gar nicht mehr optimistisch gefärbt. Diese Berichte Tauten: Petersburg, 3. September. Ein Telegramm General Kuropatkins an den Kaiser von heute besagt: In der Nacht zum 3. September ging der Feind zum Angriff über und bemächtigte sich des größten Zeils der von uns bei Sikwantun besetzt gehaltenen Stellungen. Unfre Truppen, die diese Stellungen bejezt hielten, zogen fich auf eine Nachhutstellung auf der Linie der Dörfer TschansutunChitschentsi auf dem halben Wege zwischen Liaujang und Sitwantun zurück. In derselben Nacht zog sich das erste sibirische Armeecorps, das in den letzten fünf Tagen schwere Verluste erlitten hat, und dem die Gefahr drohte, bon überlegenen " " 1., 2. und 3. früh die russische Stadt Lianjang, den durch die Mißerfolge bei Port Artur so niedergeschlagen, daß er Vom 4. September meldet dasselbe Blatt, General Nogi sei Bahnhof, die Schanzen und griff wiederholt energisch an. Die Verbindung zwischen Mukden und Lianjang Sturmfolonnen zu stellen. nur mit Mühe davon abgehalten worden sei, fich an die Spize der war bis zum 3. September mittags frei. Die Russen und Japaner machen in General Kuropatkin Tschifu amtlich bekannt, daß eine Pause in den Operationen vor tämpfte am 2. September 12 Kilometer füdöstlich bei Jantai Port Arthur eingetreten fei. Ein schweres russisches Marinegeschütz gegen Kuroki, der sich abwartend verhielt und am Abend sei geplagt; man glaube darin einen Beweis zu erblicken, daß die über den Taitieho zurückgegangen sein soll. Die Geschütze verbraucht sind. Verluste der Russen in den fünftägigen Kämpfen betragen etwa 10 000, die der Japaner 20 000 Mann. Der Ausgang der Kämpfe hängt vom Entschluß des russischen Feldherrn ab. Liaujang soll in der Nacht von den Russen aufgegeben sein, die in voller Drdnung über den Taitseho zurückgingen. Wie man sieht, find die Nachrichten, die Gaedtke seinem Blatt Finanzbeirat und einen von den Japanern empfohlenen Japanisch- koreanischer Vertrag. Tokio, 4. September.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Heute wurde der Text des am 22. August in Söul abgeschlossenen Bertrages zwischen Japan und Korea veröffentlicht. Danach verpflichtet sich Korea, einen von Japan empfohlenen Japaner als Streitkräften umgangen zu werden, um mehrere übermittelt, trotz der mehrfachen falschen Darstellung interessant Auswärtigen Amte anzustellen. Ausländer als diplomatischen Ratgeber im Alle finanziellen AnWerst westwärts zurüd. Unter diesen Umständen habe ich den Befeht genug. Wie wir aus den Telegrammen Kuropatkins und Ssacharows gelegenheiten sowie alle bedeutenden Maßnahmen in Bezug gegeben, Lianjang zu räumen und nach Norden zurüdzugehen. Petersburg, 3. September. General Sjacharow melbet dem vom 3. September ersahen, ist Kuroki durchaus nicht, wie auf die auswärtige Politik dürfen erst nach Anhören des bezüg Generalstab unter dem gestrigen Datum: Heute griffen unsre Gaedtke vom 2. September gerüchtweise meldet, über den lichen Beirats erledigt werden. Die koreanische Regierung verTruppen die Höhen bei Sitwantun, 16 Werst östlich von Taitseho zurückgegangen, sondern Kuropatkin hat im Gegenteil Kurokis pflichtet sich, vor Ablauf von Verträgen und Konventionen mit Liaujang auf dem rechten Ufer des Taitje- Flusses, an. Nach einem Truppen geworfen! Auch sind die von Kuropatkin bei Liaujang ge- fremden Mächten sowie vor der Erledigung sonstiger wichtiger hartnäckigen Kampfe wurde die ganze Gebirgstette im Westen von lassenen Truppen inzwischen zum Teil; über den Taitseho Silwantun von uns genommen. Gleichzeitig stellte sich heraus, geflüchtet, verfolgt von Dhama. daß wir zahlreichen japanischen Truppen gegen überstanden, die die Front von der Höhe bei den Steinkohlen- daß bis zum 3. September die Berbindung zwischen Liaujang und Dagegen meldet Gaedtke vom 4. September aus Mukden, gruben von Jantai bis zum Taitse- Flusse besetzt hielten. Die Abteilung des Generalmajors Drlow, welche die Steinkohlen- Mutben freigewesen sei. Am 4. September war sie also nicht mehr gruben bedte und sich etwas vorgewagt hatte, stieß frei! Dadurch wird indirekt bestätigt, daß es Kuroki geauf überlegene Streitkräfte auf einer starten Stellung und lungen ist, thatsächlich die Rückzugslinie abzu. wurde zum Rüdzuge genötigt. Generalmajor Drlow ist schneiden! diplomatischer Angelegenheiten, wie beispielsweise die Erteilung von Konzessionen an Ausländer sowie andre Vertragsabschlüsse mit Ausdiplomatischer Ratgeber, wie bereits gemeldet, Legationsrat Stevens ländern, den Rat Japans einzuholen. Als finanzieller Beirat ist der Direktor des Einkommenbureaus in Tokio Basata und als ernannt worden. Politifche Ueberlicht. Berlin, den 5. September. Liberale Jugendspiele. In Leipzig war ein Delegiertentag der nationalliberalen Jugendverwundet, aber die Gefahr einer Verfolgung der sich zur Station Wie aus der Datierung des Telegramms und seiner ganzen Jantai zurückziehenden Truppen durch den Gegner ist beseitigt. Faffung hervorgeht, befindet sich Gädtke seit mehreren Tagen in Es rückten die tapferen Regimenter des ersten Mukden! Auch das ist ein schlimmes Beichen für die sibirischen Armeecorps heran und General Frei- Russen, die teine Beugen ihres furchtbaren Bu herr von Stadelberg hielt die vorrückenden Japaner auf. Bei diesem Kampf wurde der ausgezeichnete fammenbruches haben wollten! Nachdem es Gäbtle vereine beisammen. Diese wilde" Organisation der nationalKommandeur des zweiten fibirischen Regiments Diersti schwer endlich gelungen war, unmittelbar einer sich entspinnenden Schlacht, liberalen" Jugend" von 50 Jahren aufwärts zählt noch nicht verwundet. Um 9 Uhr abends ließ der Kampf auf der ganzen der Entscheidungsschlacht beizuwohnen, wurde er von den Russen so- 10 000 Mitglieder im ganzen Steiche und lebt in den Traditionen Linie nach, es war nur Geſchüßfeuer bei Liaujang zu hören. Die fort, als sich die Lage für sie kritisch gestaltete, nach Mukden ab- des Kulturkampfes. Truppen der Garnison von Liaujang find, wie telegraphisch ge- geschoben, wo er mun Berichte abschicken darf, die selbst bereits durch Die Leipziger Veranstaltung diente einem Protest gegen den meldet wird, abmarschiert und haben einen zweiten Angriff von die amtlichen russischen Veröffentlichungen über- nationalliberal- konservativen Schulantrag, der sich für die KonDer Westfront unternommen, um die Streitkräfte des Feindes fests holt und rettifiziert werden! Armer Gädtte! zustellen. Durch das Vorrüden von zwei Regimentern wurde fessionsschule aussprach. Irgendwelche attiven Politiker der hierbei nach einem heißen Stampfe festgestellt, daß diesen beiden liche Einzelheiten. Bei der Flucht der Russen über den Hammacher hatte ein Glückwunschtelegramm geschickt und die Ueber die Schlacht bringen englische Blätter allerhand fürchter- offiziellen nationalliberalen Partei waren nicht vertreten. Der alte Regimentern mehr als zwei Divisionen gegenüberstanden. Der Gesamtverlust der Armee am heutigen Tage aitfeho sollen zahllose Mannschaften ertrunken Fraktion ein stummes Mitglied delegiert. Es wurden heftige Reden ist noch nicht genau festgestellt, nach den bereits vorliegenden sein. Man schäßt den russischen Verlust bereits auf 50 000 gegen die Meritalisierung der Schule gehalten, dann aber nicht etwa Angaben beträgt er aber mehr als 3000 Mann an Toten und Mann. die Trennung des Staates von der Kirche, sondern nur eine matte Einen Maßstab für die ungeheure Völkerschlacht liefern folgende Simultanschul- Resolution gefaßt. Mit 163 gegen 8 Stimmen einigte man sich auf folgende steht ein großer Teil der Armee einschließlich des ersten sibirischen Russen und Japaner miteinander kämpfen. Auch wenn diese Zahl Bei Liaujang sollen, wie behauptet wird, eine halbe Million Richtlinien": Corps südlich von der Zweigbahn, die von der Station Jantai, übertrieben ist, wird die toloffale Schlacht in den Annalen der Kriegs„ Die allgemeine Boltsschule ist eine weltliche Einrichtung, 17 Werst nördlich von Liaujang, zu den Gruben von deren Leitung ausschließlich dem Staat zusteht. Jantai führt. Die Japaner befanden sich zwar heute in geschichte mit den tämpfenden Massen und enormen Verlusten, die unmittelbarer Nähe von unsren Truppen, be- für die Ruffen bereits am Freitag schägungsweise mit 80 000, bie schränkten sich aber darauf, aus dem hohen Grase au Japaner mit 25 000 angegeben werden, fast einzig dastehen. Die schießen. Unfre in Liaujang stehenden Truppen Bossische Zeitung" bringt folgende Vergleiche: Bei Sedan standen feßen auf das rechte Ufer des Taitse- Flusses mur 244 000 Mann, bei Gravelotte 300 000; bei Königgräs über. Das Operationsgebiet der Truppen ist durchweg mit tämpften 220 982 Preußen gegen 215 134 Desterreicher und Sachsen. hohem Grafe bedeckt, welches unsre Attionen ungemein stört. Außer bei Königgräß ist nur ein einziges Mal eine Bahl von ( Für die Japaner eristiert natürlich dies böse Gras nicht! Rebaltion.) Der gestrige Rüdzug der Abteilung des General- mehr als 400 000 Kämpfern vereinigt gewesen, das war in majors Orlow erklärt sich hauptsächlich daraus, daß die Ab- ber ölferschlacht von Leipzig, wo die Verbündeten teilung von den Japanern aus dem hohen Steppengraje 301 500 Mann gegen 171 000 Franzosen verwenden konnten. beschossen wurde. Die Verluste dieser Abteilung sind bedeutend. Bei Sedan Hatten die Deutschen 8920, die Franzosen 17 000 Tote Ein Regiment hat allein 1500 Mann verloren. und Verwundete. Bei Gravelotte bezifferten sich die deutschen Verwundeten. Petersburg, 4. September. Ein Telegramm General Kuro- Bahlen: Battins an den Kaiser bom 3. September meldet: Heute " Die Schulaufsicht muß durch Staatsbeamte im Hauptamt ausgeübt werden; als Schulinspektoren dürfen lediglich Fachmänner eingestellt werden. Das Staatsinteresse fordert für die Volts- und Lehrerbildung eine allen Bekenntnissen gemeinsame Schule( Simultanschule). Dem Religionsunterricht, der unter Aufsicht des Staates nur durch von ihm zugelassene Lehrer erteilt wird, ist im Lehrplan in gebührendem Umfange Raum zu gewähren; entsprechend dem Grundfage der Gewissensfreiheit dürfen jedenfalls Kinder von Dissidenten gegen den Willen der Eltern zur Teilnahme am Religionsunterricht nicht angehalten werden. Gründliche Vorbildung und angemessene Besoldung müssen 1 Es hilft gar nichts, daß jetzt nachträglich an der Hand des Hof- Fechten" gegen die Socialdemokratie oder verbindet beide Thätig bem Lehrer die notwendige geistige und wirtschaftliche Unabhängig- kalenders die politische Bedeutung der Verlobung breit geschildert teiten miteinander. feit sichern." Auch in dieser Halbheit und Beschränkung bleibt die Resolution Papier. Das Centrum fürchtet sich vor diesen" Jungen" nicht im geringsten und schachert derweilen mit den alten Zollfumpanen weiter. Es war charakteristisch, daß die Leipziger Rebellion der„ Jungen" gegen die Fraktion damit begann, daß dem Berliner Verein ein scharfer Verweis zu Teil wurde, weil er auch nur hypothetisch im Kampf um die Schule ein Zusammen gehen mit der Socialdemokratie in Erwägung gezogen hatte. Die liberalen Jugendspiele bleiben unfruchtbarer Sport. Die echten Nationalliberalen werden auch fürder mit der Rechten und dem Centrum zusammengehen, und auch die Schule bleibt wie alle von der Bourgeoisie verratenen Kulturfragen eine Aufgabe des Proletariats, der Socialdemokratie a Ilein! " = Zur Erpreffungspolitik der Reedereien. Die National Beitung" entschließt sich endlich auf unfre Mitteilungen über die Praktiken der Reedereien das Schweigen zu brechen. Wenn die AusTassung aus dem Bureau Ballius, mit einem Tausendmarkschein begleitet, gekommen wäre, so könnte sie nicht unwahrer sein, als Sies das anständige" Blatt in freiwilliger Aufopferung für die Reedereien thut. Die„ National- Zeitung" schreibt wörtlich: " " Die Beförderung russischer Auswanderer durch Deutschland land hat vor etwa acht Tagen dem„ Vorwärts" zu einem Artikel Anlaß gegeben, in dem seit vielen Jahren bekannte, gesetzlich geregelte Thatsachen, über die dem Reichstag Jahr für Jahr Bericht abgelegt wird, als etwas ganz Neues und Ungeheuerliches enthüllt“ wurden. Wir haben damals die Blamage des ſocialdemokratischen Sensationsorgans gebührend festgestellt und seither in vollster Gelassenheit beobachtet, wie das Blatt sich mit wunderlichsten Sprüngen aus der Affaire zu ziehen suchte. In fürchterlichem Auflageton behandelt es die Angelegenheit weiter und glaubt vernichtendes Material zusammenzutragen, während es in Wahrheit, wenn man die Artikel aus dem Vorwärts" Jargon in die deutsche Sprache übersetzt, doch schließlich nur feststellt, daß auf dem Lehrter Bahnhof in Berlin Fürsorge getroffen ist, daß die russischen Auswanderer sich den getroffenen Kontrollmaßregeln nicht entziehen können. Wir haben uns für die leberschwemmung Deutschlands mit mittellofen slavischen Einwanderern, die für unser Volk obendrein starke sanitäre Gefahren mitbringen, bestens zu bedanken und messen im Gegensatz zum Vorwärts" der Regierung die Pflicht zu, dafür Sorge zu tragen, daß solche russischen Durchwanderer, die nur unter der Voraussetzung fofortiger Weiterwanderung nach Amerika zugelassen werden, sich nicht in Deutschland niederlassen, sondern thatsächlich auf dem vorgeschriebenen Weg das Land verlassen. Dabei ist nichts zu verschweigen und nichts zu vertuschen, während wir andrerseits keinerlei Verpflichtung anerkennen fönnen, auf jede noch so drohend vorgetragene Frage des Vorwärts" eine Antwort zu erteilen. Die socialdemokratische Presse ist im Fragestellen außerordentlich groß. Sollte ihr einmal der Stoff aus gehen, so mag sie den Genossen Bebel fragen, weshalb im Jahre 1898 trog feiner sicheren Prophezeiungen doch nicht der große Kladderadatsch eingetreten ist. Wahrscheinlich würde sie, wenn hierauf keine Antwort erfolgt, auch wieder die bürgerliche Presse verdächtigen, daß sie aus unlauteren Motiven mit ihrer Wissenschaft schweigend hinter dem Berge hält." wird, daß auf die neue Verschwägerung mit der russischen, dänischen, Die Welt am Montag" veröffentlicht heute einen solchen welfischen Dynastie hingewiesen wird. Es ist auch kein Trost, daß in Bettelbrief eines getverbsmäßigen Socialistenmörders, der als längeren Romanschilderungen die körperlichen Vorzüge der Braut Karikatur der laudesüblichen Umsturzbekämpfung mit frommen Ges und in psychologischen Ermittelungen die Zartheit des neuen, echten berden und hohen Verbindungen ganz luftig zu lesen. Ein„ Prediger Liebesbundes dargestellt wird. Durch die Unwissenheit vom Sonntag Dr. J. H. Wallfisch", Berlin, Neue Hochstr. 38, versendet gegenwärtig ist ein für allemal die hösische Allwissenheit August Scherls eran vermögende Lente folgende Briefe: schüttert und von diesem Schlage wird sich weder der Hof, noch August Scherl, noch am wenigsten die Redaktion des Scherlschen Großbetriebes jemals erholen. Der„ Lokal- Anzeiger" muß hinfort auf die Geltung verzichten, zu den interessanten Zeitungen zu gehören. Der Kulturscgen der Monarchic. Staatsform die Wölfer beglückt, gehört auch, daß die privaten VorZu den anmutigsten Errungenschaften, mit denen die monarchische gänge des Hofes in den Hirnen der getreuen Unterthanen offenbar ein eignes Denkcentrum im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Nur so läßt sich's erklären, daß Verlobungsgeschichten, die doch sonst über den Kreis der engeren Verwandten und Bekannten nicht hinausreichen, zum Gegenstand hochpolitischer Erwägungen gemacht werden. Die Chronique scandaleuse ist auf demselben Zweige gewachsen wie die loyale Begeisterung, die sich nach den Reporterberichten der bürgerlichen Presse bei der Nachricht von der Verlobung des elementarer Weise Luft gemacht preußischen Kronprinzen in haben soll. Zur Charakteristik von Byzanz und der Verödung des öffentlichen Geistes in einem monarchischen Staatswesen ist es nicht unangebracht, von einigen dieser Meinungsäußerungen Notiz zu nehmen. was wird nicht alles an weitausschauenden Betrachtungen aus dieser Familiennachricht herausgesonnen! Die mecklenburgischen Regierungshäuser der verschiedenen Richtungen bilden gegenwärtig eine Hauptquelle der dynastischen Verschwägerung in Europa. Ein Mecklenburger ist Prinzregent von Holland, eine Prinzessin aus dem Strelizer ause hat sich nach Montenegro verheiratet usw. Nach Kopenhagen, Petersburg und Gmunden zum Welfenhause führen diese dynastischen Fäden. Wollte man also ernsthafte Betrachtungen an solche Heiraten füpfen, so wäre der einzige ernsthafte Anlaß zu einer Erörterung die Internationale des Familien- Gottesgnadentus, die anscheinend in schneidendem Widerspruch zu dem nationalen Charakter der Monarchien steht. " Die Was aber stammelt verzückt die bürgerliche Presse? Norddeutsche Algemeine Zeitung" spricht von einem hochbedentfamen" Ereignis. In jedem deutschen Herzen rufe die nene innige Verbindung der Hohenzollern und der Mecklenburger die Erinnerung an die unvergeßliche Idealgestalt der Königin Luise hervor. Fromm fleht das Regierungsblatt den Segen der Vorsehung herab. Wir möchten glauben, daß das deutsche Volk inchr Anlaß hat, bei dieser Berbindung des Umstandes zu gedenken, daß Mecklenburg noch im 20. Jahrhundert keinerlei Verfassung hat. Das Berliner Tageblatt", das freifinnige, ist überglücklich, day eine deutsche Fürstentochter den Hohenzollernthron besteigt. Das Berlöbnis sei eine Fortsetzung der Bismarckschen Politik und das Blatt begründet in weitläufigen genealogischen Darstellungen die politische Tendenz der Brautwahl des Kronprinzen. Ew. Hochwohlgeboren wollen gütigst das folgende gestatten: Die drei Millionen socialdemokratische Stimmen bei der letzten Reichstagswahl geben viel zu denken! Offenbar ist jene Partei in unaufhaltsamem, rapidem Wachstum begriffen. Die bisherigen Maßnahmen dagegen haben sich als erfolglos erwiesen. Wo dies hinans will, ist ein offenes Geheimnis! Da gilt es noch einen letzten, aber radikalen Anlauf gegen den Umsturz zu nehmen. Ich habe einen ganz neuen eigenartigen Plan zu einer gründlichen, systematischen, bis in die kleinsten Einzelheiten gehenden Agitation zur Bekämpfung der socialdemokratischen Partei entworfen, an dessen praktische Durchführung ich nun herantrete. Nächsten Monat schon gedenke ich, meine erste Agitationsreise, so Gott will, anzutreten. Von meinem Vorhaben sind bis jetzt teils mündlich, teils schriftlich fast alle Herren Minister und andre hohe Herren unterrichtet, auch der Herr Reichskanzler. Ich habe dieser Tage noch Audienzen bei Seiner Erc. dem Herrn Justiz- und Sr. Exc. dem Herrn Kriegsminister. Wenngleich ich von Sr. Exc. dem Herrn Staatssekretär des Reichspostamtes Wirkl. Geheimen Rat Krätte freies Porto für alle diesbezüglichen Postsachen und von Sr. Excellenz dem Herrn Staatsminister Dr. v. Budde freien oder wesentlich ermäßigten Eisenbahnfahrpreis bekomme, so sind die Ausgaben für solch eine Riesenarbeit und Agitation doch immer noch überaus bedeutende. So muß ich z. B. auch, da die Reichsdruckerei nicht in der Lage ist, die nötigen Drucksachen herzustellen, eine fleine Druckerei für 7500 2. faufen, da die Agitation eine möglichst stille( geheime) sein soll und die Druckseiten mit größter Vorsicht, d. h. Verschwiegenheit behandelt werden müssen. Da offiziell vorläufig teine fouds für diese Sache zur Verfügung stehen, so bitte ich Ew. Hochwohlgeboren freundlichst und inständigst, diese höchst wichtige, patriotische Sache, die ja der Allgemeinheit zu Gute kommen soll, durch einen hochherzigen namhaften Beitrag gütigst fördern, ja ermöglichen zu wollen. Es wäre doch höchst bedauernswert, wenn die Sache am Geldpunkt scheitern sollte. Dies kann und darf doch nicht sein. Ich appelliere Euer Hochwohlgeboren mit Gewißheit vorauszusetzenden Patriotismus. ant Gern bin ich bereit, in meinen Berichten an die höchsten Staatsbeamten und auch später an Seine Majestät den Kaiser Ew. Hochwohlgeboren als hochherzigen Förderer der Sache zu nennen. Den gütigen Beitrag bitte unter genau dieser Bezeichnung: Dr. J. H. Wallfisch, Prediger" bei der Reichsbank hier oder einer deren auswärtigen Nebenstellen zu Gunsten meines Reichsbank- Giro- Kontos gütigst einzahlen und mich gleichzeitig zahlenmäßig von dieser Thatsache brieflich benachrichtigen zu wollen; falls Ew. Hochwohlgeboren selbst ebenfalls bei der Reichsbant Giro- Konto haben, durch Ueberweisung in üblicher Eine ausführliche Broschüre erscheint, sobald die Mittel es gestatten. Ich werde mir erlauben, Eiv. Hochwohlgeboren dieselbe zuzusenden. Hochachtungsvoll Form. Der Berliner Lokal- Anzeiger", der am Sonntag das Ereignis noch bestritt, politisiert am Montag, daß diese Verbindung das Verhältnis zu den Dynastien der Weltmächte Rußland und England noch an Innigkeit gewinnen lassen werde. Am Sonntag noch ahnungslos, weiß er am Montag bereits gerührt die ganze VorDie National- Zeitung" wiederholt einfach ihre Behauptung, geschichte der Verlobung haarklein zu berichten. Schon seit 1½ Jahren Ew. Hochwohlgeboren ergebenster daß die Praktiken gegenüber den russischen Auswanderern gesetz seien die beiden Brautlente heimlich verlobt gewesen. Man habe ( Unterschrift.) I ich geregelt feien. Wenn man vor 8 Tagen diese Behauptung für die offizielle Verlobung hinausgeschoben, um den jungen Herrschaften Der Schwindel des Schriftstücks ist offenbar. Einige Industrielle einen Irrtum der Unwissenheit halten fonnte, so ist sie jetzt eine Beit zur Prüfung ihrer Liebe und Gelegenheit zu geben, sich tiefer fennen follen unter Appell an ihre Socialistenangst und Ordenssehnsucht direkte unwahrheit; denn wir haben festgestellt, daß durch zu lernen. Und unnachahnlich schön stellt dieses Lieblingsblatt aller um ein paar Mark geprellt werden. das Gesetz die Handlungsweise der Reedereien nicht begründet ist, Streise der herrschenden Klaffen Betrachting darüber an, daß die Verlobung Daß der Mann von seinen Beziehungen zu den Ministern sondern daß sie vielmehr der gesetzlichen Regelung widerspricht. erst hätte am 20. September, wo die Braut 18 Jahre alt werde, schreibt, mag insofern richtig sein, als es ja jedem freisteht, mit Die National- Beitung" lügt ferner mit vollem Bewußtsein, erfolgen sollen. Dieser Zeitpunkt wäre auch für den Kronprinzen Ministern durch die Post in Verbindung zu treten. Daß aber daß die Machinationen der Reedereien den Zweck haben, Deutschland angenehmer gewesen, da er dann die Kaisermanöver hinter sich Herr Wallfisch Freipost und Freifahrt erhalten haben soll, ist ausgegen die Ueberschwemmung mit slavischen" mittellosen Ein- gehabt hätte. Indessen es sei ja schon häufig vorgekommen, daß den geschlossen, da es vollständig ungefeßlich wäre. Herr Wallfisch ist, wandrern zu schützen und gegen die mit einer solchen Einwanderung Liebenden die Zeit des Wartens zu lange währte. soviel wir wissen, noch kein Mitglied eines regierenden Hauses, und verbundenen gesundheitlichen Gefahren Vorsorge zu treffen. In den Auch die freisinnige Voffische Zeitung" widmet der Affaire selbst in solcher Eigenschaft müßte er wenigstens die Eisenbahnfahrt von uns geschilderten Fällen handelt es sich nicht darum, daß Russen einen Leitartikel, der auf" den Ton der in ihren Sereisen üblichen bezahlen. in Deutschland sich ansiedeln wollen, sondern, daß fie im Gegen Hochzeitszeitungen gestimmt ist:" Die Braut des deutschen KronHübsch freilich ist die Nachahmung der Methode Mirbach. Wie teil verhindert werden, Deutschland zu verlassen, sofern sie sich nicht prinzen ist derart mit den Reizen der Jugend und Anmut geschmückt, der erkrankte Oberhofmeister für Kirchen sammelte, indem er zu verentschließen, eine deutsche Fahrkarte nach Amerika zu kaufen. daß es begreiflich wäre, went an dem neuen Bunde die Liebe den stehen gab, daß die milden Gaben„ oben" bekannt werden würden, Jedes Wort der National Zeitung" ist also eine trasse entscheidenden Anteil und die Politik nur auf den Einspruch verzichtet so verfährt auch der arme Dr. Wallfisch, freilich mit solchem UnEntstellung der offenkundigen Wahrheit, die sie nicht zu hätte, da zu Bedenken keinerlei Anlaß vorlag." Das Organ der zahlungs- geschick, daß er wohl keine Seide spinnen wird. Teugnen wagt und deshalb an ihre Stelle freie Phantasien fähigen Berliner Bourgeoisie begrüßt im Namen des deutschen Volkes fuppeditiert". Aus zarter Rücksicht für ihre jüdischen Geldmänner die Verlobung mit um so größerer Teilnahme, je wichtiger die Ehe spricht übrigens die National- Beitung" von slavischen Einwandrern, des zukünftigen deutschen Kaisers für die Geschide des Vater während es sich in Wirklichkeit zumeist um jüdische Flüchtlinge landes werden kann". handelt, deren Armut und Zwangslage benugt wird, um für deutsche Reedereien Zwischendeckfutter zu beschaffen. V Glaubt die National- Beitung", daß ein ordnungsmäßig aus gestellter russischer Paß solche Wunderwirkung hat, daß die mit ihm ausgestatteten Auswanderer gesund genug sind, um schon in England Yanben zu können, während die Paßlosen so krankheitsverdächtig find, daß sie die Schiffe der deutschen Reedereien bis nach Amerika versenchen müssen? An diesem Problem mag die" Nat.Zeitung" ihren stumpfen Wig üben. Die interessante Zeitung. et 11 Husland. Uebrigens fönnen wir verraten, worin das funkelnagelneue Geheimnis der radikalen Vernichtung der Socialdemokratie besteht. enn wir nicht irren, ist das derselbe Herr Wallfisch, der, abgesehen von seiner Thätigkeit als Judenmissionar auch Agent für Seifens Die" Post" kompromittiert die monarchische Staatsform durch Pulver ist. Wir veröffentlichten kürzlich das Sendschreiben die Bemerkung, daß die Familienbeziehungen zwischen den Regenten- eines Dr. Wallfisch, der mit der Anpreifung feiner chriftlichen häusern immer noch einen nicht zu unterschäßenden Einfluß auf die Liebesthätigkeit dringliche Aufforderungen, sein Seifenpulver Politik üben. Auch dieses Blatt der brutalen Interessenwirtschaft des zu kaufen, verband. Offenbar ist dieses Seifenpulver auch das neue Großkapitalismus stattet seinen Glückwunsch mit der Gnade des Mittel gegen die Socialdemokratie. Es wird vermutlich von solcher Himmels aus, die sich auf das junge hohe Paar herabfenten möge. Bösartigkeit sein, daß jeder Socialdemokrat, der ein mit WallfischDie gefimmungsverwandten ,, Berliner Neueste Nachrichten" flechten schem Seifenpulver gewaschenes Hemd anzieht, sich in seine Atome ihrem Glückwunsch, immer im Geschäft, einen Angriff gegen die auflöst. Herrn Dr. Wallfischs geheimnisvoller Blan geht also dahin, Socialdemokratie ein!„ Das deutsche Volk ist trotz aller socialdemo- jeden Anhänger des Umsturzes einige Pfund feines Seifenpulvers Die Ausrede auf die janitären Bedenken könnte die deutschen fratischen Utopie und Verheßung noch monarchisch bis in die Knochen. gratis ins Haus zu schicken. Jeder Versuch fötet, und binnen Reedereien in ihrem wütenden Konkurrenzkampfe mit den englischen Jeder deutsche Patriot wird mit Freuden empfinden, wenn die oberste furzem ist das ganze rote Ungeziefer" mittels Seifenpulver ausLinien in die unangenehmste Situation bringen; denn bereits persönliche Spitze des Reiches stets neue Sproffen treibt zur Ver- gerottet! erwägt man in England den Gedanken, ob man nicht die jüngung und Blüte für heute und absehbare Zeiten." Dieses Organ von uns veröffentlichten Thatsachen als Vorwand gebrauchen der Bolenheze und nationalistischen Landbank Spekulanten begrüßt foll um die in englischen Häfen anlaufenden deutschen Combes über die Trennung von Staat und Kirche. Schiffe, die doch mit den scuchenverdächtigen Auswanderern gefüllt zugleich mit hoher Befriedigung die Thatsache, daß der deutsche Kronprinz als Gemahlin eine echte deutsche Prinzessin heim- Ministerpräsident Combes hielt auf einem, ihm zu Ehren sind, erneuter gesundheitlicher Kontrolle und gründlicher Desinfektion führen wird; da die Kaiserin Friedrich tot ist, erlaubt sich das Blatt veranstalteten Bankett in Aurerre, eine Rede, in der er den zu unterwerfen. Es ist klar, daß solche Maßnahmen für die deutschen von ihr zu bemerken, daß sie ihre englische Herkunft doch niemals Erfolg der Regierung bei den lezten Munizipal- und DepartementsLinien geradezu ruinös wirken könnten und die Ballinpresse würde abgestreift habe. Wir vermuten, daß die Berliner Neueste Nach- wahlen hervorhob und ausführte, die Regierung wolle die Unterschließlich mit ihren unwahren Hinweisen auf die sanitäre Not- richten" ihre Verlobungsphilosophie ebenso blank geputzt hätten, wenn ordnung aller Einrichtungen unter die Oberhoheit des republikaniwendigkeit ihren Auftraggebern einen tödlichen Schlag versehen. der Kronprinz sich just mit einer englischen Prinzessin verlobt fchen Laienstaates; die Regierung beabsichtige, Frankreich von jeder hätte. Abhängigkeit in Bezug auf die religiöse Macht zu befreien. unsre Handlungen, führte Combes aus, haben von Anfang an wohlbedacht dieses Ziel verfolgt, und deshalb erleiden wir besonders den Haß aller reaktionären Parteien, die durch die klerikale Neattion unter sich verbunden sind. Vor zwei Jahren gab es noch 16,904 Wir haben davon bereits 13 904 geschlossen und Ordensschulen. weitere 500 follen im Budgetjahr 1905 verweltlicht werden. Combes führt sodann aus, wie das Kaiserreich und die Monarchie sich mit dem Konkordat abfanden. Unter der dritten Republik hat die römische Kirche mit rücksichtsloser Kühnheit das Konkordat zur Vefestigung ihrer Gewalt ausgebeutet, indem sie es in allen Beftimmungen verletzte, welche die Rechte der civilen Staatsgewalt schützen sollten. Die Bischöfe lehnten sich lärmend gegen die Regierung, Behörden und Gesetze des Landes auf und Rom lehnte systematisch ab, anzuerkennen, daß die Regierung das Recht besitze, die Bischöfe zu ernennen. Rom hat ein System der Willkür eingeführt und maßregelt selbst Geistliche, weil sie die Landesgesetze achten. Diese Verlegungen des Konkordats haben fortgedauert und sich sogar verschlimmert, obwohl der Vatikan gewarnt war, daß es sich um die Eristenz des Konkordats drehe. In diesem Augenblick wäre die Geduld und das Schweigen unsrerseits nicht nur eine gefährliche Schwäche, sondern sogar ein offener Verzicht auf unsre Nechte sp wesen. Combes schließt: Wir waren gezwungen, entweder einen flammenden Protest zu erheben oder die Republik zu verraten. Die Kurie hat das Konkordatzerrissen, und mir persönlich liegt gewiß die Absicht fern, es wieder zusammenzufliden Das wäre verlorene 3eit und falsches Spiel gegenüber den Republi= anern. Unfre Republik wird sich also von der ir che trennen nach beiderseitigem Uebereins tommen. Das ist eine Ehescheidung aus gegenseitiger Abneigung mit der ernsten Unterlage, daß es sich um eine Verschiedenheit der radikalsten Grundsätze handelt. Unfre republikanische Partei wied Verhältnismäßig fühler benimmt sich die eigentliche konservative Unfre bürgerliche Preffe hat zwar weder Raum noch Laune, sich Presse. Die ,, Deutsche Tageszeitung" versteht die Verlobung offenbar mit der in der ganzen Welt aufsehenerregenden kapitalistischen Er- nicht mit den Getreidezöllen in Verbindung zu bringen und begnügt sich preffungspolitik gegenüber den russischen Auswanderen zu be- mit einem nüchternen Glückwunsch. Der Reichsbote" des Freiherrn schäftigen, dafür entwickelt sie aber einen ausschweifenden Tiefsinn, v. Mirbach ringt sich ebenfalls nur eine kurze Notiz ab. Er hebt um höfische Familienvorgänge unter dem Gesichtspunkt der Welt- hervor, daß Mecklenburg ein altes evangelisches Fürstengeschichte zu betrachten. Noch sind die papiernen Windeln nicht haus sei. Mit diesen Proben sei es genug. Solche Preßäußerungen an trocken, die dem Hetman aller Kosaken, dem Zarensäugling, untergelegt wurden, und schon werden von einem neuen Familienereignis zuführen ist nicht wertlos, wenn man sich in die Ursachen vertiefen will, die zu dem erschreckenden Niedergang des deutschen bürgerlichen alle Federn ergriffen. Wir haben bereits in der Sonntagsnummer im vermischten Teil Geistes führen, dessen klassisches Zeitalter erst vor einem Jahrhundert vermerkt, daß der Kronprinz von Preußen sich mit einer 18 jährigen blühte. Von dem revolutionären Feuersturm Schillers, dessen TodesPrinzessin von Mecklenburg- Schwerin verlobt hat. Das wird num tag im nächsten Jahre ein Jahrhundert vollendet, ist nichts übrig offiziell bestätigt. Diefes für die beteiligten Kreise sicher erfreuliche geblieben als die Tradition und die Verehrung des Hofmarschalls Ereignis hat nun aber in der Zeitungswelt zu einer großen und von Kalb! folgenschweren Katastrophe Anlaß gegeben, um derentwillen wir das Geschehnis noch einmal erwähnen. Am Sonntag nämlich hat der Der Kaiser hat am Sonntag in Altona einen Trinkspruch auf Berliner Lokal- Anzeiger", das in allen Hoffragen um seine Frau ausgebracht, den das Wolfffche Bureau telegraphisch verbestritten maßgebende Blatt, mit aller Würde und Bestimmtheit die breitet. Der Schluß lautete: Nachricht in Abrede gestellt. Am Montag früh mußte er durch Extra- Wenn ich mein Glas erhebe, um auf das Wohl der Provinz blätter sich selbst Lügen strafen. Was soll aus der deutschen Entwicklung werden, wenn nicht ein- Schleswig- Holstein zu trinken, ſo gilt es auch vornehmlich meiner als der edlen Tochter dieses schönen meermal der Lokal- Anzeiger" mehr in Hoffragen unterrichtet ist? Der umschlungenen Landes, als der ersten deutschen Frau, die Gott uns Lokal- Anzeiger", das einzige Blatt, das vom Kaiser von Anfang erhalten möge als Segenspenderin bis in ferne Beiten. Ihre bis zum Ende nicht nur in Ausschnitten gelesen werden soll, hat durch Majestät, die Kaiserin und Königin und mit ihr die Provinz hurra, sein somntägliches Dementi der erschreckten Deffentlichkeit gezeigt, burra, Hurra!" daß nicht nur Minister, sondern auch selbst August Scherl bisweilen ohne Anschluß an die hösischen Ereignisse ist. Wenn nun aber nicht einmal August Scherl weiß, was am Hofe vorgeht, so kann man auch zu dem Monarchismus dieses Blattes nicht mehr das genügende Vertrauen haben, weil er ja verdächtig ist, auf mangel haften Informationen über die monarchistischen Thatsachen zu beruhen. Ein neues Mittel gegen die Socialdemokratie. Die Socialistenbefämpfung entwickelt fich allmählich zu einem bürgerlichen Beruf. Wer trotz der Thürschilder, auf welchen wohlhabende Leute sich als Mitglieder des Vereins gegen Verarmung und Bettelei" gegen Attentate auf ihre private Wohlthätigkeit" zu sichern suchen, Einlaß bewirken will, der sammelt heute für Kirchenbauten, legt sich aufs ge= der Trennung zustimmen im Sinne des socialen Friedens und der religiösen Freiheit. Das Parlament wird einen vom Deputierten Briand vorbereiteten Entwurf erhalten, der eine gute Basis zur Debatte darstellt, weil er in versöhnlichem Sinne abgefaßt ist. Aber die klerikale Partei wird auf der Hut sein und alle Republikaner müssen sich in dieser Debatte weitherzig und wohlwollend erweisen. Dann wird die wirkliche Freiheit daraus hervorgehen unter der Souveränität des Staates. Man droht uns mit Entziehung des katholischen Protektorats im Orient. Diese Drohung schredt uns nicht. Das alte Frankreich stellte seine Macht in den Dienst der Kirche, die ihrer bedurfte. Wir achten heute unsre alten Vertragspflichten, aber das neue Frankreich hat nicht mehr den Ehrgeiz, die bevorzugte Tochter der Kirche zu sein. Es verdankt sein Ansehen seiner materiellen Macht und den Ideen der Menschlichkeit und Gerechtigkeit, womit es sich regiert und die ihm die Achtung der Welt verschaffen. Deshalb lassen wir uns durch keine Drohung unter das römische Joch beugen.( Stürmischer Applaus.) Combes betont, daß die übrigen Staaten auch im Orient wie überall ihre Angehörigen selbst beschützen, wodurch das französische Protektorat jeine Bedeutung vollends verloren habe. " Das Parlament," so endet Combes, könne noch vor Neujahr neben Sem Budget auch das Militärgeſeh und die Steform der Ginkommensteuer erledigen. Alsdann werde er sofort nachdrücklich die Diskussion über die Trennung des Staates und der Kirche verlangen und er hoffe auf die bisher bewährte Einigkeit aller Republikaner." Russische Judengefehe. Petersburg, 4. September. Ein kaiserlicher Erlaß ändert die Bestiamungen über die Aufenthaltsrechte der Juden bis zu einer allgemeinen Revision der Judengesete folgendermaßen ab: des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins starb Röser, dessen festgelegten Preise nicht mehr ändert. Würde trotzdem nun plötzlich Familie während seiner langen Haft er hatte, mit dem Vor- eine Herabsehung der Kohlenpreise durch das Syndikat vorgenommen, arrest über sieben Jahre hinter Schloß und Riegel gesessen viel so würden alle die Konsumenten und Händler, die ihre Aufträge für gelitten hatte, in Mülheim am Rhein. In Solingen hatte Röser, den Winter schon vergeben haben, in äußerst empfindlicher Weise der dem Rufe Lassalles schließlich gefolgt war, niemals seinen Wohn- benachteiligt werden. Das Kohlensyndikat würde scine besten und sit. Der alte Parteigenosse, von dem Quarck den von Lassalle an zuverlässigsten Abnehmer durch eine plötzliche Preisherabsetzung Röser gerichteten Brief erhielt, ist der noch heute in Karlsruhe schädigen. Dabei soll ganz unentschieden bleiben, ob die gegenwärtigen lebende Schleifer Karl Klein, der 1863 in Solingen die Gast- Preise des Kohlensyndikats der Marktlage angemessen sind oder nicht. wirtschaft zu den drei Gidgenossen" betrieb, in der sowohl Lassalle Selbst wenn man diese Frage verneint, muß doch dem Kohlenals die Gräfin Haßfeld mehrmals abgestiegen waren. syndikat als mildernder Umstand zugebilligt werden, daß es zur Zeit, da die Herbst- und Winterpreise festgesetzt wurden, unmöglich den In seinem Auffahe Socialdemokratie und Staatsform" überaus starken Rückgang des Absatzes voraussehen konnte. Wesentlich Nr. 206, 1. Beilage des Vorwärts" stellt Kautsky die Behauptung anders liegen die Verhältnisse im Kohlenhandel. Im Detailhandel - Jm auf: ich hätte im vorigen Jahre gemeint, die Staatsform sei ziemlich wurde in letzter Zeit die Kauflust der Verbraucher dadurch zu gleichgiltig". In Wahrheit ist das einzige, was ich damals in dieser animieren versucht, daß eine stärkere Preiserhöhung für den Winter Frage geäußert habe, folgender Sag in meiner Münchener Rede: in Aussicht gestellt wurde. In manchen Städten, wie z. B. in MagUnd dann sind wir doch keine bürgerlichen Nepublikaner, deren deburg, Nürnberg, Mannheim sind schon im Juli die Detailpreise Denken sich in der Staatsform erschöpft, sondern uns sind wichtiger gegenüber 1903 in die Höhe gegangen. Zu Preiserhöhungen gegennoch die gesellschaftlichen Einrichtungen."( Lehren und Folgen der über 1903 liegt aber weder im Groß- noch im Detailhandel ein zuletzten Reichstagswahlen S. 23.) Wer Deutsch verstehen kann und reichender Grund vor. Selbst wenn man berücksichtigt, daß der verstehen will, für den ist es ohne weiteres offenbar, wie weit der Kohlentransport infolge der teilweisen Einstellung der BinnenSinn jenes Sazes von der behaupteten Gleichgiltigkeit gegen die Schiffahrt entweder verzögert oder aber auch verteuert wird, so bleibt Staatsform entfernt ist, und daß er vielmehr wie ich auf dem doch zwischen den Kohlenpreisen am Produktionsorte und den GroßParteitag zu Dresden ausgeführt habe einfach die Auffassung der handelpreisen noch immer eine solche Spannung, daß angesichts der Partei von ihren Anfängen an wiedergiebt.( Dresdener Protokoll zunehmenden scharfen Konkurrenz auf dem Kohlenmarkte eine weitere S. 326.) Kautsky kennt diese meine Erklärung. Trotzdem hält er Belastung des Konsums dazu führen müßte, den Bezug englischer und es für zulässig, um für irgendeine Aufstellung eine Stüße zu finden, amerikanischer Kohle stark zu begünstigen." eine bereits in aller Form zurückgewiesene unwahrheit unbeirrt zu wiederholen. Ich beschränke mich darauf, diesen Thatbestand vor der Partei festzustellen. " Soiensaß, 4. September 1904. Vollmar. Die Correspondenz hat Recht, an eine Herabsetzung der Kohlenpreise durch das Syndikat ist vorerst nicht zu denken; andrerseits aber sind auch die Befürchtungen vor weiterer Steigerung der Preise im Kohlen- Großhandel nicht begründet, es müßte sich denn diesmal der Winter frühzeitig mit besonderer Härte einstellen. „ Hibernia." Auf die Anzeige der Verwaltung der HiberniaGesellschaft, daß die Generalversammlung die Verstaatlichungsofferte der Regierung abgelehnt habe, hat nach der„ Berl. Correspondenz" Herr Möller geantwortet: Berlin, den 2. September 1904. Das Verbot, außerhalb der Städte und Flecken innerhalb der Ansässigkeitszone sich anzusiedeln, findet keine Anwendung auf Juden m höherer Bildung nebst Frauen und Kindern, auf KaufZum Parteitage in Bremen beschloß die Kreiskonferenz des leute der enten Gilde und deren Familien; auf Kaufleute, die 9. Hannoverschen Kreises: 15 Jahre lang zur ersten Gilde zahlten, auf Handwerker, solange Ausgehend von der Ansicht, daß die Socialdemokratie und ihre fie ein Handwer treiben, und auf verabschiedete Untermilitärs. Parteitage ein Hort sind des freien, rücksichtslosen, aber fachlichen Diesen oben näher bezeichneten Juden wird gestattet, in Städten Meinungsaustausches von Genossen, ganz gleich, ob es sich um und Flecken Immobilien zu mieten, sowohl zum Wohnen, als auch taktische oder principielle Fragen handelt, und nicht ein Tummelplat Ich bestätige hierdurch den Eingang des gefälligen Schreibens zum Betreiben von Handel und Gewerbe. Juden, die eine reiche für persönliche Kampfesweise und persönliche Differenzen, daß die d. d. Düsseldorf, den 27. August d. Is., betreffend Beschlußfassung höhere Bildung erhalten haben und unbescholten sind, dürfen überall Verhandlungen des Parteitages anfeuernd wirken, dem Gegenwarts- der Generalversammlung über die Offerte der königlichen Staats Handel und Gewerbe treiben und können, wenn sie innerhalb der staat die menschenfreundliche Larve herunterreißen und den bren- regierung. Da diese Beschlußfassung aus Kreisen der Aktionäre int Ansässigkeitszone fünf Jahre zur ersten Gilde gezahlt haben, auch nendsten Forderungen des arbeitenden Volkes, seiner Empörung über Rechtswege angefochten worden ist, so muß ich zunächst den Ausgang außerhalb dieser Zone der Kaufmannschaft beitreten. Jüdische behördliche oder staatliche Mißgriffe Aus- und Nachdruck verleihen dieses Rechtsstreits abwarten, ehe ich den Beschluß als rechtsbeständig Kaufleute erster Gilde, die nicht volle zehn Jahre als solche gezahlt sollen, verurteilen es die Genossen des 9. hannoverschen Wahlkreises anerkennen kann. haben, dürfen ihren inneren Gouvernements wieder beitreten, ohne auf das allerschärfste, daß auf dem Parteitage in Dresden die kostDer Minister für Handel und Gewerbe. abermals fünf Jahre lang in der Ansässigkeitszone für die erste barste Zeit durch der Partei unwürdige, ihre Werbekraft untergez. Möller. Gilde gezahlt zu haben. Die Juden, die, wenn auch mit Unter- bindende und die Schaffensfreudigkeit der Genossen schwer beein- Die Antwort kann als Bestätigung dafür gelten, daß die Rebrechung, zehn Jahre lang außerhalb der Ansässigkeitszone als erste trächtigende persönliche Kampfesweise einzelner Führer vergeudet gierung zwar zunächst abzuwarten gedentt, wie das Gericht entGilde besteuert gewesen sind, erwerben das Recht, in den inneren worden ist. scheidet, aber an ihrem Verstaatlichungsplan festhält. Gouvernements den Stadtkommunen beizutreten, mitsamt ihren Familien. Die im ganzen Reiche lebenden Juden mit den Titeln Kommerzienrat und Manufakturrat dürfen mit ihren Familien im ganzen Reiche, auch Dörfer der Ansässigkeitszone nicht ausgeschloffen, leben; Juden, welche am Kriege im fernen Osten teilgenommen, Auszeichnungen erhalten und sich im aktiven Dienst tadellos geführt haben, dürfen im Reiche leben. Die jüdischen Kaufleute erster und zweiter Gilde erhalten das Recht, alle Städte der inneren Gouvernements zu Handels- und Gewerbszweden ohne Beschränkung zu besuchen, jedoch darf der Aufenthalt sechs resp. drei Monate im Jahre nicht übersteigen, auch können sie sich im Krankheitsfalle durch Kommis oder Bevollmächtigte vertreten lassen. Frauen von Juden mit höherer Bildung und mit dem Titel kommerzien- oder Manufakturrat erhalten lebenslänglich das Recht, im ganzen Reich zu leben; die Söhne solcher Juden bis zur Volljährigkeit oder Beendigung der Studien auf den Hochschulen, die Töchter bis zu ihrer Verheiratung. Alle Verfügungen der Kontrollhöfe über den Beitritt der Juden zum Kaufmanns- und Kleinbürgerstande in den Städten der inneren Gouvernements bleiben in Kraft, selbst wenn sie gesetzwidrigerweise erfolgt sein sollten. Die neuen Bestimmungen finden keine Anwendung auf Gegenden, wo für Juden besondere Beschränkungsmaßnahmen bestehen. Dieser Erlaß, der sich offenbar nur auf die reichen Juden bezieht, ist vom Telegraphen wieder so unklar mitgeteilt, daß sein Sinn und seine Tragweite erst erörtert werden kann, wenn der Wortlaut vorliegt. Rußland. Die Parteigenossen des 9. Hannoverschen Wahlkreises erwarten daher von dem Parteitage in Bremen, daß er Mittel und Wege finden werde, die eine streng sachliche Diskussion verbürgen und den Parteitag wieder zu einem Markstein der im Aufstieg begriffenen Arbeiterbewegung gestalten." Die Deutsch- Luxemburgische Bergwerks- und Hütten- Aktiengesellschaft will sich, wie verlautet, an die Aktien- Geſellſchaft driedlicher Nachbar" angliedern und zwar soll diese Verschmelzung in folgender Weise erfolgen. Zunächst soll das Aktienkapital der DeutschTotenliste der Partei. In Wurzen starb der Parteigenoffe 7 075 000 M. Stammaftien und 17 100 000 W. Vorzugsaktien zuLuxemburgischen Bergwerks- Gesellschaft, welches sich aus nom. Julius Künzel, gleich seinem längst verstorbenen Bruder Ernst werden. Hierauf wird das Aktienkapital der Deutsch- Luxemburgischen Julius Künzel. Schon Anfang der siebziger Jahre war sammensett, auf die Hälfte, nämlich auf 12 087 000 W. reduziert Künzel, dem Gründer der Reichsgerichts- Korrespondenz, in Leipzig Bergwerks- Gesellschaft um nom. 7 900 000 m. erhöht, wovon 5 000 000 eifrig für die Partei thätig. Danach war Künzel auch vorübergehend Mark Attien als Gegenwert gegen das 5 000 000 M. betragende berantwortlicher Redakteur des„ Volksstaates", als welcher er eine Aktienkapital der Aktien- Gesellschaft Friedlicher Nachbar" in längere Gefängnisstrafe zu verbüßen hatte. Später war er im Bahlung gegeben werden. Die restlichen 2 900 000 M. neuen Aktien Bureau unjres Genossen Rechtsanwalt Buttrich thätig. Als letzterer sollen zur Ausgestaltung des Betriebes dienen und zum Kurse von ein Zweigbureau in Wurzen errichtete, übertrug er Künzel die 200 Proz. ausgegeben werden. Stelle des Bureauvorstehers. Seit jener Zeit ist Künzel unermüdlich in Wurzen im Dienste der Partei thätig gewesen. Lange Jahre gehörte er in Wurzen dem Stadtverordneten- Kollegium an, das ihn auch zum Stadtrat wählte. Ein bescheidener und ruhiger Charakter hat sich der Verstorbene namentlich auch bei dem jungen Nachwuchs durch seine immer bereite Hingabe an die Partei, durch seine Begeisterung für unsre Sache die allgemeinſten Sympathien erworben. Soziales. Steckbriefe gegen polnische Arbeiter. Das Amtsblatt der Regierung zu Potsdam veröffentlicht in seiner Nr. 33 vom 19. August folgenden Steckbrief: Potsdam. " Folgende ausländisch- polnische Saisonarbeiter und Arbeiterinnen haben ihre Arbeitsstätten unter Kontraktbruch verlassen: Zur Einigung der französischen Genossen. folgen 17 Namen. Der Centralrat der socialistischen Partei Frankreichs Die Genannten sind festzunehmen und sofort aus dem Staats( Guesdisten) hat in seiner Sigung vom 30. August über den Be- gebiete auszuweisen. Vom Geschehenen ist unter Bezugnahme auf schluß des Amsterdamer Kongresses über die Einigung der diese Bekanntmachung hierher Nachricht zu geben. französischen Socialisten beraten. Die socialistische Partei FrankDer Regierungspräsident. Ueber das Schicksal des Mörders des Ministers Plehwe macht reichs erklärt sich nunmehr durch das Organ ihres Erekutivkomitees Polnische Arbeiter sind nur solange willkommen in Preußen, der Moskauer Korrespondent der Morning Post" bereit, voll ihre Pflicht zu thun und schon jetzt die französische Profit der Junker förderlich ist; nur polnisches Arbeitsvieh wird als sie wie geduldige Schafe alles über sich ergehen lassen, was dem feltfame Mitteilungen, die auf der Erzählung eines Einigung auf der Grundlage der durch die internationalen Non- geduldet. Sobald der Mensch in diesen Unglüdlichen erwacht, werden Petersburger Gendarmerie- Offiziers beruhen und auch eine Er- gresse beschlossenen Principien zu verwirklichen. Diese Erklärung, fie wie Verbrecher verfolgt und hinausgeworfen. Bemerkenswert flärung für das Gerücht bieten, Safonow, der Mörder, sei im der die größtmöglichste Verbreitung gegeben werden soll, soll dem ist, daß sich unter den Gütern, die selbst stumpfsinnigen polnischen Krankenhause gestorben. Wie der Gendarmerie- Offizier erzählt, erschien vor etwa 14 Tagen ein Mann in der Uniform eines Gendarmerie- internationalen socialistischen Bureau in Brüffel übermittelt werden, Arbeitern unerträglich wurden, die königliche Domäne Dahlem beOberst, begleitet von einem Militärarzt und einem Gendarm, in ebenso wie den Vorständen der verschiedenen socialistischen Parteien, findet. Es ist eigentlich noch ein Stück Humanitätsdusel, daß die dem Krankenhause und zeigte dort einen vom Justizminister die in Amsterdam vertreten waren. Bandarbeiter nicht mit einer eisernen Kugel am Fuße arbeiten Murawiew unterzeichneten Befehl vor, Safonow solle, sobald er müssen und nachts nicht eingeschlossen werden. Weshalb scheut man transportfähig sei, diesem Gendarmerie- Obersten ausgeliefert werden. denn dieses praktische Mittel? Der den Obersten begleitende Arzt untersuchte Sasonow und erklärte ihn für transportfähig, worauf er weggeschafft wurde. Man hörte Die Hochwasser- und Ueberschwemmungsschäden in Preußen im nichts mehr von ihm. Der von dem angeblichen Gendarmerie- einigen Monaten im rheinisch- westfälischen Kohlengebiet in raschem angeordnet ist, bezieht sich auf die Einbuße an Feldfrüchten, HeuFolgen der Zechenstilllegungen im Ruhrrevier. Schon als vor Jahre 1903. Die Erhebung über die Wasserschäden, welche seit 1899 Obersten vorgezeigte Ausweisungsbefehl erwies sich jedoch als eine Tempo ein Zechenantauf dem andren folgte, ist darauf hingewiesen ertrag und Weidenußung, seit 1900 ferner auf den an Gebäuden, Fälschung und die Meinungen sind jetzt geteilt, ob man es hier worden, daß die Stilllegung der Zechen nicht nur diese selbst, sondern Brücken, Stegen, Ufermauern, Bollwerken und sonstigen Ufermit einem Unternehmen der Freunde Safonows zu thun hat, um auch die nahegelegenen andren Gruben vor die Gefahr des Er- befestigungen sowie auf den durch Verlust von Vich entstandenen ihn zu befreien, oder ob die gefürchtete Dritte Abteilung" der faufens stelle. Jetzt wird dem„ Berl. Tageblatt" aus Bochum ge- Schaden. politischen Polizei Safonow auf diese Weise in ihre Macht gemeldet: Der Wasserdurchbruch auf Zeche Fröhliche Morgensonne" bracht hat. Berichte über die Wasserschäden des Jahres 1903 sind, wie die bei Wattenscheid gestaltet sich trotz aller Beschwichtigungsversuche Statistische Korrespondenz mitteilt, aus 6501 Gemeinden 12,1 v.. Amerika. immer mehr zu einer schweren Katastrophe für die Zeche. Auch sämtlicher Gemeindeverbände eingelaufen. Ihre Zusammenb. In Colorado, wo der Streit der Bergarbeiter noch immer fort- heute fonnte die Belegschaft ca. 1400 Mann noch nicht einstellung hat auf einer Fläche von 372 648 Heftar einen Schaden im dauert, hat sich die Lage insofern etwas verändert, als neben den fahren, und die Hoffnung, daß in der nächsten Woche der Betrieb Werte von 36 065 060 M. an Früchten und einen anderweitigen beiden kämpfenden Parteien, den organisierten Arbeitern und der wieder regelmäßig aufgenommen werden könne, wird von unter- Berlust von 7770 580. ergeben. An letterer Summe hatte die Unternehmer- Vereinigung, eine dritte Partei sich geltend macht. richteter Seite für sehr trügerisch gehalten. Die Hauptwasser- Versandung usw. des Bodens einen Anteil von 2 347 920 M. An Dieselbe hat sich gebildet aus den Reihen der arbeiterfeindlichen haltungsmaschine auf der 5. Tiefbausohle kann nicht benutzt werden, Gebäuden sind Zerstörungen im Werte von 1990 060 M., an Brüden Citizens Alliance selbst und verlangt energisch nach geordneten Zu- da diese Sohle vollständig unter Wasser steht. Daß unter diesen u. s. m. von 3317 140 M. vorgekommen. Der Viehbestand ist im ständen. Die Gewaltpolitik gegen die Streifer, die aller Gerechtigkeit Umständen die Maschine schon nach einigen Tagen völlig eingerostet Werte von 115 460 M. geschädigt worden. Hus Induftrie und Bandel. starker Arbeiterzuzug statt und die Folge ist, daß neben anderm auch die Mietpreise horrend steigen, während die erbärmlichsten Löcher als Wohnungen vermietet werden. Der Socialdemokratische Verein Schweinfurt hat nun beim Magistrat beantragt, er wolle, um die Wohnungsnot zu mildern, Miethäuser auf städtische Kosten errichten. Hohn spricht, wird von den mehr besonnenen Leuten als sehr und verdorben sein wird, bedarf keiner näheren Erläuterung. Die gefährlich erkannt, denn es wird damit nur Oel ins Feuer gegossen. Angelegenheit wird wahrscheinlich auch die Gerichte beschäftigen, da Wohnungsnot in der schärfsten Form tritt in der bahrischen Die willtürlichen Ueberfälle und Deportationen von Streitern und nach Ansicht von Fachleuten der Wasserdurchbruch auf Fröhliche Industriestadt Schweinfurt auf. Durch den erfreulichen Aufschwung, den Streitern Wohlgesinnten sollen aufhören und alle bestimmten Morgensonne" auf die Stilllegung der dem Bochumer Verein den verschiedene Geschäftszweige wieder genommen haben, findet ein Fälle vor ein Gericht gebracht werden, ehe Ausweisungen stattfinden. gehörenden Zeche" Marianne und Steinbank" zurückzuführen ist. Die Politiker, denen die Situation in Colorado viel Sorge macht, Durch diese Stilllegung wird nämlich auch die Herausschaffung des geben sich Mühe, Ruhe zu stiften, scheuen sich aber, zu Gunsten der Wassers unterbrochen, das dann andre Auswege sucht. einen oder der andern Seite bestimmt hervorzutreten. Die Streiker Kohlenpreise. Die ungünstige Lage des deutschen Kohlenmarktes stehen fest und werden von der Western Federation of Miners hat in der letzten Zeit einige Blätter veranlaßt, dem Kohlensyndikat materiell gut unterstützt. Die Hauptforderung dreht sich jetzt um die zur Vermehrung der Nachfrage eine Herabsehung der Kohlen- und Die Herren Bäckermeister wollen sich nur schwer zur Reinlichkeit Anerkennung der Gewerkschaften, und darauf müssen die Streifer Kokspreise zu empfehlen. Das" Berliner Tageblatt" wollte sogar erziehen lassen. Auch die Stadt Bamberg hat Vorschriften über die beharren, da sie sonst der schonungslosen Ausbeutung der Bergwerks- wissen, daß innerhalb des Mitgliederkreises des Synditats eine Zechen- Reinlichkeit in den Bäckereien erlassen, wodurch sie es bei den Herren befizer machtlos ausgeliefert sind. gruppe zu Preisermäßigungen bereit sei. Die Mitteilung flang recht bom Backtrog total verschüttet hat. Sie erhoben gegen die Vorunwahrscheinlich, da eine derartige Herabsetzung mit der bisher vom schriften Beschwerde, weil verschiedene Bestimmungen zu hart seien. Kohlensyndikat befolgten Preispolitit nicht im Einklang steht, zweitens als einen Hauptgrund führen sie ins Feld, daß bei den neuen Voraber auch das Syndikat nach seiner Geschäftspraxis, die auf den schriften von 79 Bäckereien nur 10 nicht zu beanstanden wären! Abschluß langjähriger Lieferungsverträge abzielt, faum im Stande Die Beschwerde wurde abgelehnt. ist, im Handumdrehen Preisreduktionen vorzunehmen. Die obligatorische Einführung des achten Schuljahres wurde vom Partei- Nachrichten. Lassalle als Diktator. Man schreibt uns: Aus der Frauenbewegung. Diese Auffassung vertritt jetzt auch die Jastrowsche Arbeits- Gemeindekollegium Kulbach einstimmig beschlossen. Die achte Klasse Der vom Genossen Quard veröffentlichte Brief Lassalles, die markt- Correspondenz", die in ihrer letzten Nummer meint: Wenn soll simultan sein und nur die Knaben aufnehmen. Man ist der Organisation betreffend, war nicht, wie irrtümlich angegeben ist, angedeutet werden soll, daß noch für den kommenden Winter die Ansicht, daß die achte Schulklasse die drei Fortbildungsschuljahre er= an einen Solinger Arbeiter Namens Röser, sondern an den im Möglichkeit einer Kohlenpreisermäßigung bestehe, so muß dieser Auf- fetzen könnte. Hierzu hat der Magistrat noch Stellung zu nehmen. Jahre 1852 im Kölner Kommunistenprozesse neben Dr. Becker, fassung ganz entschieden widersprochen werden. Bei der ganzen Art Leßner, Reiff, Bürgers und Nothjung zu sechs Jahren Ginsperrung der Geschäftsführung beim Kohlensyndikat ist es ausgeschlossen, die verurteilten Cigarrenmacher Roser aus Köln gerichtet. Breise früher als bis zum 1. April 1905 zu ändern. Würde innerLassalle hatte Röjer 1848 sowohl als ein sehr thätiges Mitglied des halb des Kohlensynditats selbst jetzt die Frage einer Preisveränderung Kölner Arbeitervereins, wie eines der mutigsten Emissäre des aufgerollt, so würde auf dem Kohlenmarkt eine große Unsicherheit Bankow. Der Verein für Frauen und Mädchen hält Donnerstag, späteren Kommunistenbundes kennen gelernt, weshalb er denselben entstehen. Man muß eben erwägen, daß ein großer Teil der Ab- den 8. September, abends 8 Uhr, bei Mierke, Berlinerstraße, seine im Jahre 1863 um Teilnahme an der neueingeleiteten Arbeiter- schlüsse für den Winter schon gethätigt ist und zwar auf Grund der regelmäßige Versammlung ab, in welcher Fräulein Lisch new sta bewegung ersucht hatte. Röfer machte mit andern alten Freunden zur Zeit für die Winterfampagne festgesetten Preise. Ja, es sind über:" Die geschlechtliche Belehrung der Jugend" Einwürfe gegen die geplante undemokratische Organisation, wodurch noch zu den Sommerpreisen große Abschlüsse mit Rüdficht darauf referieren wird. Gäste willkommen. Pünktliches und zahlreiches der Brief Lassalles zu stande kam. Kurze Zeit nach der Gründung gemacht worden, daß das Kohlensyndikat die von ihm für den Winter Erscheinen der Mitglieder erwartet Der Vorstand. GewcrhrcbaftUches. Berlin und ClmgegencU Arveiteriiiiienstrcik bei Siemens u. Halske. Der Streik nimmt Formen an, welche der Oeffentlichkeit nicht vorenthalten werden dürfen. Am 3. September er. erhielt eine Arbeiterin eine Karte folqen- den Inhalts: Fraulein...... Berlin. Bezugnehmend auf Ihr Schreiben von heute ersuchen wir Sie. sich Sonnabend, den 3. er., vorniittags von 9—10 Uhr, in unserin Lohuburea» vorzustellen. Sollten Sie auf der Strohe aufgehalten werden, nehmen Sie polizeiliche Hilfe, welche genügend vorhanden i st. in Anspruch. Hochachtungsvoll Siemens u. Halske A.-G. Lohn-Abt. Glühlampen-Werk. Wer in dieser Karte am Sonnabend noch eine Uebcrtreibnng der Firma sah, mußte sich am Montag, den 5. September er. eines Bessern belehren lassen. Die Polizei hatte das Dreieck Helmholzstraße, Salz-Ufer und Franklinstraße zu einer großen Polizeiwache eingerichtet. Es winmielte von Schutzleuten in Uniform und Civil. Die Hüter der Ordnung bewegten sich— nachdem die heute eingeladenen Streikeilden nicht im geringsten Miene machten, Streikbruch zu verüben,— mit einem nur durch die Postkarte er- klärlichen Schneid. Hier hm im wahren Sinne des Wortes die Polizei einseitig die Interessen des Unternehmertums„geschützt". Nicht weniger denn 12 Arbeiterinnen wurden als Streikposten sisticrt. Die meisten wurden mehrere Stunden auf der Wache festgehalten, zum Teil bis zehn Stunden, ohne jede Nahrung.' offen- bar um die Arbeiterinnen einzuschüchtern. Dabei beliebten einige Schntzlente die Arbeiterinnen mit Ihr und Euch anzureden. Für eventuelle spätere Prozesse wegen der zu er- wartenden Strafmandate ist die fast menschenleere Straße mehrere Male photographiert worden. Sollte die Polizei wirklich nicht anderweitig Arbeit genug haben, als daß sie streikenden, elend bezahlten Arbeiterinnen bei der Ausübung des Koalitionsrechts Schloierigkeiten bereitet? Sämtliche 177 Briefe mit Invalidenkarte, Zeugnis und der Auf- fordcrung am 5. September er. die Arbeit wieder aufzunehmen, sind auf Beschluß der Streikenden heut der Firma zugesandt worden. Alle Berliner Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, das Glüh- lantpeu-Werk von Siemens u. Halske streng zu meiden. Am Mitt- woch wird eine Versammlung der gesamten Siemens-Werke in der Kronen-Brauerei, Alt-Moabit 47/48, zu dem Streik Stellung nehmen. Die Tarifbcwegung der Bauklempner ist vorläufig beendigt, nachdem die drei Firmen, deren Unterschrift am Sonnabend noch fehlte, gestern morgen den Tarifvertrag ebenfalls unterschrieben haben. Zur Lohnbewegung der Kistcnmacher ist niitzuteilen. daß die Arbeitsniederlegung in den Fabriken, die bis Sonnabend noch nicht bewilligt hatten, heute eine fast einheitliche war. Auch im Laufe des gestrigen Tages wurde die Kommission nach verschiedenen Fabriken verlangt, sodaß bis jetzt 2S Firmen die Forderungen bewilligt haben. Die Zahl der Streikenden ist noch nicht bestimmt festgestellt, da die Strcikliste noch nicht fertig gestellt ist.— Alle Holzarbeiter sind ver- pflichtet, in Kistenfabriken keine Arbeit anzunehmen. Alles Nähere in der heute abend stattfindenden Versammlung. Siehe auch Inserat. Die Lohnerhöhungen im Bnchbindergewcrbe. Bei einer großen Anzahl Firmen ist gestern durch Vertreter des Buchbinder-Verbandes verhandelt worden. In den meisten Fällen ist es gelungen, die be- treffenden Arbeitgeber zur Anerkennung der neuen Lohnbedingungen zu veranlassen. Bei einzelnen Firmen werden die Verhandlungen heute noch fortgesetzt. Zur Lohnbewegung der Leder- und Papicrgalanteric-Arbeiter. Die Differenzen bei der Firma Dietrich sind gestern durch Verhandlungen, an denen die Freie Vereinigung der Lederwaren- Fabrikanten mitgewirkt hat, wesentlich zu Gunsten der Arbeiter beendigt worden, so daß die Arbeit heute wieder aufgenommen werden konnte.— Auch bei der Firma M a ck e n s e n sind die Differenzen der für die genannte Branche in Betracht kommenden Arbeiter gestern endgültig geregelt worden. Deutlebea Reich. Zum Lohnkampf im Königsberger Baugewerbe. Zum fünften- mal wurde den Arbeitgebern die Gelegenheit geboten, mit den Maurern in Verhandlungen zu treten. Diesmal waren es die Streikenden selbst, die an die Arbeitgeber ein Schreiben richteten und um Verhandlungen ersuchten. Aber sie erhielten keine Antwort. Da der Kampf nun schon über fünf Monate dauert und noch keine Aussicht auf ein Ende desselben ist, waren die Hauptvorstände der lokal- und ccntralorganisierten Verbände nach Königsberg ge- kommen, um gemeinsam mit den Filialvorständen zu beraten, ob es noch lohne, den Kampf weiterzuführen. Anwesend waren die Genoffen Bömelburg- Hamburg vom Centralvcrband der Maurer, Gustav Behrendt- Hamburg vom Centralverband der Bauhilfsarbeiter und Genosse Metzle- Berlin vom Lokalverband der Maurer. Es wurden sehr eingehende Beratungen� gepflogen, deren Ergebnis war, den Lohnkampf nicht zu beenden, sondern ihn unter allen Umständen weiter zu führen: koste es, was eS wolle I Es gelte vor allem, die Organisation hoch zu halten, und da dürfen keine Geldopfer gescheut werden. Auch die daraus folgenden Ver- fammluugen der streikenden Maurer schloffen sich einstimmig diesem Beschluß an. Es geht also weiter I Der Ausstand der Tapezierer- und Dekorateur- Gehilfen in Königsberg ist nach dem.Wölfischen Bureau" gestem beendet worden. Huotand. Zum Tockcrstreik in Marseille. Paris, 5. September. Der„Temps" meldet, der Präsident der Peninsular and Oriental Company Sir Thomas Sutherland habe zu verstehen gegeben, daß er, falls die Marseiller Ausstandsbewegung nicht bald beendet werde, sich genötigt sehen würde, die. Schiffe der Gesellschaft nicht mehr in Marseille, sondern in Genua anlaufen zu lassen. Marseille, b. September. Das Ausstandskomitee der Dockarbeiter wurde von der Genueser Arbeitsbörse verständigt, daß die dortigen Kohlenarbciter beschlossen hätten, mit den Marseiller Ausständigen insofern gemeinsame Sache zu machen, als sie sich weigern würden, au Bord der Schiffe zu arbeiten, die wegen des AuSstandes anstatt Marseille Genua anlaufen würden. Die Backer gaben der Be- völkerung bekannt, daß sie infolge der Schließung der Dampfmühlen nicht mehr auf Kredit verkaufen können und daß sie wegen Mehl- mangels vielleicht in Kürze genötigt sein würden, die Läden zu schließen. Die Genossenschaft der Dockarbeiter will die ausständigen Fuhrleute ermächtigen, den Transport des für die Bäckereien er- forderlichen Mehls zu besorgen.... Brest, 5. September. Die Dockarbeiter haben infolge der Weisung des Marseiller Ausstandskomitees die Arbeit eingestellt. Der Streik der Seeleute und Dockarbeiter in SLdfraukreich hat nun von Marseille nach(Jette übergegriffen. Die Läden blieben gestern vormittag dort geschloffen: aus den Ouais ruhte die Arbeit. Die Exekutivkommission des AuSstandeS empfiehlt den Ausständigen, sich ruhig zu verhalten._ Die Bäckergesellen in Nantes haben beschlossen, für den Fall, daß ihre Arbeitgeber ihnen nicht die geforderte Lohuerhöhung zu- gestehen, heute abend in den allgemeinen Ausstand zu treten. Der Ausstand der römischen Droschkenkutscher. Rom. t. Sep- tember.(Eig. Ber.j Der partielle Streik der römischen Droschken» Verantw. Redakteur: Franz Rehbein, Berlin. Inseratenteil vergntw.: kutscher hat sich am 31. August auf alle Arbeiter dieser Kategorie ausgedehnt. Die Zahl der Ausstäudigeu beträgt beinahe drei- tausend, da außer den für Rechnung"von Fuhrwerksbesitzern fahrenden Kutschern, auch die sogenannten„xadroncini�, die Besitzer von eignem Lohufuhrwerk, streiken. Auch die Kutscher der ummmeriertcn Mietsfuhrwerke haben aus Solidarität die Arbeit niedergelegt. Der Streik wird sehr streng durchgeführt. Der für das Straßeuleben Roms so ungemein charakteristische Fiaker- Verkehr ruht vollkommen. Auf einem längeren Rundgang durch die Stadt haben wir nur drei Droschken gesehen, von denen zwei einen Schutzmann zur Bedeckung hatten.— Die Droschkenkutscher ver langen dieHerabsetzungdertäglich an denBesitzer abzuführenden Summe von 3,75 Lire auf 3,59 Lire. Sie verlangen ferner, daß jedem Pferde von dem Besitzer 7 Kilo Hafer und 5 Kilo Heu geliefert werden und wollen die Kontrolle über die kontraktmäßige Fütterung der Pferde dem Tierschutzverein übertragen wissen. Die Kutscher be- haupten— und wir glauben ihnen gern— daß die Besitzer die Pserde ungenügend füttern lassen. Schließlich(vollen dicKutscher einen schriftlichen Vertrag auf Stempclpapier über die gegenseitigen Verbindlichkeiten. Sogar konservative Blätter, wie der„ G i o r n a l e d' I t a l i a", erklären die Forderungen der Streikenden' für berechtigt. Die Be- sitzer haben die Vermittelung des Präfekten und der Arbeitskammer rundweg abgelehnt. Die Kutscher sind in der Mehrheit organisiert: sie haben sich während des allgemeinen Streiks im vorigen Frühjahr ausgezeichnet gehalten.— Die Fleischer beschlossen, nach einem Telegramm von„Wolfis Bureau" aus Neiv Dork, den Ausstand, der sich gegen den Fleischer- trust richtete, einzustellen._ Gerichts-Zeitung» Die fromme Marie. Mit hoheitsvoller Würde betrat sie den Anklageraum der ersten Strafkammer des Landgerichts I und machte dem Gerichtshofe einen Knix, der jeder Hofdame alle Ehre gemacht haben würde; dann faltete sie die Hände wie zum Gebet und blickte unverwandt wie traumverloren gen Himmel. Erst die wiederholte Frage des Bor- sitzenden, ob sie die unverehelichte Marie Gundelach sei, brachte sie in die rauhe Wirklichkeit zurück. Sie machte, als sie diese Frage bejahte, ein Gesicht wie die fromme Helene, erbat sich in wehleidigem Tone zunächst einige Tropfen Baldrian„für ihre rebellischen Nerven" und dann den Ausschluß der Oeffentlichkeit, „wegen meiner teuren Augehörigen, die in allen Ehren dastehen. Gott wird's vergelten!" lind dann folgte ein längerer Sermon in theatralischer Pose und in geziertestem und blumenreichstem Deutsch, bis der Vorsitzende dem heuchlerischen Gethue durch die Bemerkung ein Ende machte:„Haben Sie sich nur nicht I Sie haben Ihren Eltern schon genug Schande bereitet!" Er hatte recht. Das Straf- register zeigte, daß die Angeklagte eine ganz raffinierte Hochstaplerin ist, die leiner Zeit unter sittenpolizeilicher Kontrolle gestanden hat und wegen versuchter Erpressung und Betrügereien mit zwei Jahren Gefängnis vorbestraft ist. Jetzt wurde sie wieder wegen zweier Betrugsfälle zur Verantwortung gezogen; außerdem wurde sie be- schuldigt, am 5. Juli d. I. in Charlottenburg einer Behörde gegen- über sich eines fremden Namens bedient zu haben. Wie die Vor- strafen der Angeklagten und die jetzt verhandelte Anklage ergeben, betreibt sie eine ganz besondere Specialität des Schwindels: Sie macht sich auf der Straße an junge Studenten und Offiziere heran, geriert sich als hochadelige Dame und weiß den ob der Ehre solcher feinen Bekanntschaft ganz aus dem Häuschen geratenden jungen Leuten Gelder in erheblichen Beträgen abzunehmen. So machte sie eines späten Abends in der Nähe des Potsdamer Bahnhofes die Bekanntschaft eines jungen Kandidaten der Medizin. Sie stellte sich ihm als die Gräfin Marguerite von Ratibor, Marquise de Beaumont vor und klagte ihm ihr Leid: sie habe den letzten Zug nach Friedenau verpatzt, habe zufälligerweise nicht Geld genug bei sich, um eine Droschke nehmen zu können und wisse gar nicht, was sie anfangen sollte. Der junge Mann war galant genug, ihr Nacht- quartier in seiner„Bude" anzubieten und die Frau„Gräfin" nahm das Anerbieten mit dem ihr eignen, das tiefste Mitgefühl weckenden Augenaufschlag an. Von nun an war es uin den jungen Mann ge- schehen. Die Märchen dieser„der französischen Seitenlienie der Ratibors angehörenden Marquise" waren so geschickt ersonnen, daß der junge Mediziner es als eine besondere Ehre betrachtete, mit ihr ihr in dauernder Verbindung bleiben und ihr einige Schulden bezahlen zu dürfen. Als Lockmittel spielte nämlich die Angeklagte eine reiche Cousine,„die Gräfin Eleonore Mongelard in Paris" aus und versprach dem jungen Mann, es so einzurichten, daß er diesen Goldfisch einfangen könnte. Erst als der junge Mann 2999 bis 3999 M. losgeworden war, merkte er, daß er einer Schwindlerin zum Opfer gefallen war. Das ihr dargebrachte Geld war die für seine Studien an drittem Orte hinterlegte Summe, die er sich zu ver- schaffen wußte.— In dem zweiten Falle hatte die Angeklagte sich einem jungen Mediziner in ähnlicher Weise genähert und mit ihm eine Liebschaft begonnen. Hier hatte sie sich den Namen„Else von Kröchcr" beigelegt, erzählte, daß ihr Vater tot sei, ihre Mutter in Metz lebe und wiederholt mit ihrer vornehmen Verwandtschaft renommiert. Sie war eine ausgezeichnete Komödiantin und be- nebelte die Sinne des jungen Mannes so, daß dieser es als sein höchstes Glück betrachtete, dieses Weib einmal heimführen zu dürfen. Dann kamen Wochen und Monate der grausamsten Gewissens- quälen. Die junge Dame hatte ihrem Anbeter eines Tages mit dem Ausdruck der höchsten Verzweiflung ein inhaltsschweres Ge- heimnis ins Ohr geflüstert und ihm nahegelegt, daß sie nun als Verworfene von ihrer Mutter verstoßen werden würde und darauf angewiesen seß durch ihn vor der Schande und dem Elend bewahrt �u werden. Der junge Mann machte sich in schlaflosen Nächten die bittersten Vorwürfe darüber, den Ruf eines jungen Mädchens so leichtsinnig vernichtet zu haben und schwor sich mit den heiligsten Eiden zu, all sein Hab und Gut zu opfern, um das Mädchen vor dem Untergänge zu bewahren. Und er hat seinen Schwur gehalten: er hat nach und nach eine Summe von etwa 5999 M. geopfert— das in Aussicht gestellte freudige Ereignis blieb aber aus und es stellte sich heraus, daß die Angeklagte auch hier mit der größten Ver- schlagenheit Komödie gespielt hatte.— Auch im Termine versuchte sie es ununterbrochen, durch allerlei pathetische Salbadereien sich als ein unglückliches, vom Geschick hart angefaßtes Geschöpf hin- zustellen und Mitleid für sich zu erregen. Der Liebe Müh' war aber umsonst: der Gerichtshof hatte die geriebene Schwindlerin völlig erkannt und verurteilte sie zu drei Jahren Zucht- Haus, 399 M. Geldstrafe evcnt. noch 29 Tagen Zuchthaus und wegen Führens falschen Namens zu zwei Wochen Hast, die durch die Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurden. Ein Straßenbahn-Unfall mit tödlichem Ausgange führte gestern den Ersatzfahrer Robert Gasdorf unter der Anklage der fahr- lässigen Tötung, fahrlässigen Körperverletzung und Transport. gcfährdung bor die zweite Ferienstrafkammer des Landgerichts ll. Das Unglück hatte sich am Sonntag, den 14. Februar, in Lichten- berg ereignet. Der Angeklagte führte an jenem Tage vormittags in der zwölften Stunde einen aus zwei Wagen bestehenden Zug der Linie Herzberge— Schönebexg. Da um jene Stunde gerade die Be- suchSzeit an der Irrenanstalt Herzberge beendet war, so waren die Wagen mit Leuten, die aus der Anstalt kamen, dicht besetzt. An der abschüssigen Stelle am Röderplatz fuhr die Bahn recht schnell und als in die Dorsstraße eingebogen wurde, gab eS bei der Kurve plötzlich einen starken Ruck, so daß die im Innern dcS Wagens sitzenden Personen von den Bänken geschleudert wurden. Schlimmer erging es zweien auf dem Hinterperron stehenden alten Frauen. Eine Schlächterfrau wurde vom Wagen geschleudert und erlitt eine sehr schmerzhaste Schulterquetjchung. Eine Rentenempsängerin, Christine Böhm, wurde mit solcher Wucht auf das Stratzcnpflaster geschleudert daß sie blutüberströmt liegen blieb. Sie war am Kops und innerlich so schwer verletzt, daß sie schon in der Nacht zum Montag im Krankenhause Friedrichshain verstorben ist.— Der Unfall wird dem Angeklagten zur Last gelegt. Es wird behauptet, daß er mit zu großer Schnelligkeit das Gefälle herabgefahren sei und die Schnellig- Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt keit auch beim Durchsahren der Kurve nicht gemildert habe, während er die Brcmsmittel hätte in Anwendung bringen müssen. Der An- geklagte behauptete dagegen, daß er rechtzeitig die Handbremse in Thätigkeit gesetzt und, als diese nicht genügend wirkte, die Strom- bremse in Anwendung gebracht habe. Letztere habe aber wider Er- warten versagt, wie dies häufiger vorkomme. Nach seiner Be- hauptung sei es bei den Fahrern der Straßenbahn allgemein be- kannt, daß die sogenannten Strombrcmsen gerade bei schneller Fahrt, wo sie am nötigsten gebraucht werden, versagen und daß, wenn dann später die Wagen im Depot untersucht werden— was bei langsamer Fahrt geschehe—, die Bremsen als gut funktionierend befunden würden. Betricbsinspektor P ö l s ch widersprach dieser Behauptung, die jedoch vom Verteidiger, Rechtsanwalt S k o l n y, aufrechterhalten wurde. Die Richtigkeit der Behauptung des An- geklagten sei schon in andren Gerichtsverhandlungen festgestellt und könne durch weitere Zeugen erhärtet werden.— Der Gerichtshof beschloß zum Zwecke weiterer Beweiserhebung, namentlich zur Auf- klärung der ausgestellten Behauptung von der verschiedenartigen Wirksamkeit der Strombremscn, die Verhandlung zu vertagen. Versammlungen. Tie Arbeiter und Arbeiterinnen der Maschinenfabrik von Dr. Paul Meyer in der Lynarstr. 5—6 beschäftigten sich in einer gut be- suchten Versammlung mit den unerhörten Mißständen dieses Be- tricbeS. Ter Referent Wuscht! führte an der Hand von Belegen den Versammelten die überaus schlechten Lohn- und Arbeitsverhält- nisse vor. Die Herren Meister, welche alle schriftlich eingeladen waren, glänzten durch Abwesenheit. Der Referent führte aus, daß daS Wachstum und die heutige Arbeiterzahl der Firma Meyer be- weisen, daß sie es verstanden hat, so viel wie möglich aus ihren Er- Zeugnissen herauszuholen, wo hingegen die Löhne der Arbeiter immer mehr herunter gegangen sind, so daß es vorgekommen ist, daß bei dem Meister Hensel eine Arbeiterin in 13 Stunden 1 M. 29 Pf. verdient hat. Es ist überhaupt an der Tagesordnung, daß die Arbei- tcrinnen mit 4, 5, 6 M. an 6 Arbeitstagen nach Hause gehen. Genau wie es bei den Arbeiterinnen aussieht, ist es auch bei den Arbeitern, welche zum großen Teil mit 19, 11 und 16 M. zufrieden sein müssen. Es ist sogar vorgekommen, daß ein Arbeiter, welcher 39 Pf. Stundenlohn hat, in einer Woche 19,95, in einer andern 12 M. verdiente. Als ec sich darüber bei dem Meister Hensel beschwerte, wurde er entlassen und bekam nun noch in 37 Stunden 3,69 M. heraus, also bedeutend unterm Lohn. Als einen besonderen Uebel- stand kennzeichnete es der Referent, daß von diesen: geringen Lohn die Arbeiter und Arbeiterinnen sogar noch die abgenutzten und ab- gebrochenen Werkzeuge bezahlen müssen. In der Diskussion wurde alles bestätigt, was deö Referent ausgeführt, zum Teil sogar noch schlimmeres mitgeteilt. In einer einstimmig angenommenen Resolution protestierten dann die Versammelten gegen die überaus schlechte und grobe Behandlung durch die Meister. Auch erklarten sie, daß die Löhne in einzelnen Abteilungen durchaus ungenügend srnd. Die Versammelten verpflichten sich, dem Deutschen Metallarbeiter- Verband beizutreten, um mit dessen Hilfe sich bessere Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu erringen. Vom Centralverband der Conditoren erhalten wir folgende Zu- ' Im Versammlungsbericht über die letzte öffentliche Versamm- lung der Conditoren ist eine Bemerkung des Referenten Weidler vom Schriftführer insofern nicht sinngemäß wiedergegeben, als er aus- geführt haben soll:„H e u t e h a i d i e s e r H e r r(Herr Obermeister Schmidt von der Bäckerinnung„Concordia"! bezw. seine Frau den Tarif unterzeichnet." Zunächst ist hier besonders zu betonen, daß es sich nicht um den Bäcker-, sondern um den Conditocen-Tarif handelt. Des weiteren wurde den Tatsachen ent- sprechend ausgeführt, daß die Scharfmacher der Innung, welche mit allen Mitteln die„bewilligten" Bäckermeister zum Wortbruch zwingen wollen, unter Umständen aus geschäftlichen Rücksichten ihre Unter- schrift gleichfalls geben würden. Beispielsweise hätten wir— der Centralverband der Conditoren— die Unterschrift des Obermeisters Schmidt, vollzogen von seiner lieben Gattin. Und das ging so zu: Ter Conditor des Betreffenden war mit in den Streik eingetreten und infolgedessen bchalf sich der Herr Obermeister mit„tagcweis" Arbeitenden. Hierbei erwischte er durch einen Stellenvcrmittler wieder ein Verbandsmitglied, welches morgens vor Antritt der Frau Meisterin den Tarif zur Unterschrist vorlegte. Und siehe dal Sie brauchte Ware— wußte auch, daß sie so leicht für den betreffenden Tag keine andre Kraft erhalten würde und unterschrieb mit süß- saurer Miene. Uns erschien es kaum glaublich und wir ließen nach einiger Zeit nachkontrollieren, ob die Unterschrift echt sei. In ihrer moralischen Größe gab sie zwar ihre Unterschrift zu, erklärte aber, diese hätte nur für den einzelnen Tag gegolten! Gleichviel— jedenfalls können die„Tarif", und„Sternchenbäcker" sich mit der Thatsachc trösten, daß auch andre Leute bemüht sind, geschäftlichen Nachteil von sich abzuhalten, und wenn eS um den Preis der Unter- schrift ist. Unterschrift bleibt Unterschrift. Schlächtergesclle»: Mittwoch, den 7. September, abends S Uhr, im Gesellichastshuule Berliner Musiker lgrotzer Saal), Kaiser Wilhelmstt. ISm: Versammlung. Tagesordnung: 1. Die Gesellen-Fürsorge der Berliner Fleischer-Jnnung im Lichte der Wahrheit.(Die Stellungnahm« der Innung am 31 August zu unfern Forderungen.) 2. Die Meisterpresse und die Ge- Heimnisse des Wurstkessels. 3. Diskusston und Verschiedenes. Verein Berliner Mechaniker. Mittwoch, den 7. September, abends gl/ Uhr, im Vercinslokal Noscnthalerstr. 33: Vortrag:c. Kaufmännische Krauken- und Stcrbckaffe von I88S IT. H. 71). Dienstag, den 6. September, abends 9 Uhr. im Restaurant Frädttch, Alte Jakobstr. 89: Sitzung._ Letzte Nachrichten und Depcfcben. Vom ostasiatischcn Kriegsschauplätze. Petersburg, S. September.(W. T. B.) General Kuropatkin meldet dem Kaiser unter dem heutigen Datum: Der Rückzug unsrer Truppen aus Liaujang nach dem rechten Ufer des Taitscflusies wurde in der Nacht zum 4. September in Ordnung beendet. Unbedeutende Versuche des Gegners, uns zu verfolgen, wurden durch unsre Arrieregarde vereitelt. Im Verlauf des 4. September verstärkten die Japaner ihre Stellung gegenüber unserm linken Flügel, indem sie sich von den Steinkohlengrubcn von Jantai nach Norden wie auch in der Richtung Bensihu-Mukden ausbreiteten. Wie festgestellt worden ist, seven die Japaner auf das rechte Ufer des Taitseslusses westlich von Bensihu über. Am 4. September fettten die Jajaner auf das rechte Ufer sowohl bei Liaujang wie in seiner Umgebung über. Shanghai, 5. September. sMelduna de?„Reuterschen' Bureau".) Die Mannschaften der russischen Schiffe„Askold" und„Grosovoi" bleiben in China und werden in Vertragshäfen, wo sich russische Konsulate befinden, wie Ticntsin, Tschifu, Hankau, Schanghai und Futschau einquartiert: eS ist nunmehr sicher, daß die„Askold" einen ungewöhnlich großen Borrat an Munition an Bord hatte, 189 Schuß für jedes Geschütz großen Kalibers und einen reichlichen Vorrat für die kleinkalibrigen Geschütze. Rom, 5. September.(W. T. B.) In Buggeru(Sardinien) kam eS nach einer Meldung der„Tribuna" zu einem Zusammenstoß zwischen anZständigen Grubenarbeitern und den Truppen. Die letzteren wurden mit Steinen beworfen, wodurch sieben Mann ver- letzt wurden; es wurden auch Schüsse gehört, die Truppen gaben darauf blinde Salven ab, waren aber, als der Steinhagel fort- dauerte, genötigt, scharf zu schießen. Drei Arbeiter wurden getötet, eine Anzahl andrerIverwundet. Tanger. 6. September.(Meldung dcS Reuterschen BureanS.), Eine Karawane, die Geld von Fez bringen sollte, wurde bei Akbal. hamra, ungefähr 25 Meilen von Tanger, angegriffen. Den Maultiertreibern gelang eS, sich nnt ungefähr 39 999 Piastern nach einem sicheren Platz zu flüchten, nur ein Maultier mit 6999 Piastern fiel in die Hände der Räuber._ Paul Singer LeCo.. Berlin S W. Hierzu Z Beilagen u.Unterhaltungsblatt Nr. 209. 21. Jahrgang. Anträge zum 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstog, 6. September 1904. socialdemokratischen Parteitage am 18. September und folgende Tage zu Bremen im Kasino, Auf den Häfen 106. Anträge zur Gefchäftsordnung. der Agitationskommission hat Sitz und beratende Stimme in den den wissenschaftlichen Socialismus in gemeinverständlicher Weise Sizungen des Parteivorstandes. Die Kommission tritt nach Bedarf, behandeln. mindestens aber einmal vierteljährlich zusammen. 40. Genosse Erb- Hamburg II: 21. Parteigenossen in Fürth: Alle Parteibroschüren sind in einem gleich großen Format sowie Zur Entlastung des Parteivorstandes ist eine Agitationskommission zur Schonung der Augen in Lateinschrift herauszugeben. zu bilden, die mit den Provinzial- und Landesvorständen der Partei stete Fühlung zu unterhalten hat. Aufgabe der Kommission ist die Organisation einer systematischen Agitation in Wort und Schrift, mit besonderer Berücksichtigung unfrer Forderungen an die bürgerliche Gesellschaft. Die Kommission wird von Genossen aus verschiedenen Landes 1. Die Genossen von Essen, Dortmund und Hammteilen gebildet, hat ihren Sitz am Orte des Parteivorstandes und ist Soest beantragen,§ 1 der Geschäftsordnung des Parteitages dem Vorsitzenden derselben Siz und Stimme im Parteivorstand einfolgenden Zusatz zu geben: zuräumen. Die Eintragungen in die Rednerliste erfolgen erst, nachdem die jeweiligen Punkte der Tagesordnung vom Vorsitzenden zur Verhandlung gestellt sind. V Anträge zur Cagesordnung. F V 22. Parteigenossen von Elberfeld: Der Parteivorstand ist gehalten, schon jetzt in den Landesteilen, wo ein besonderes Bedürfnis dazu vorhanden ist und die Personenfrage befriedigend gelöst werden kann, befoldete Parteisekretäre anzu stellen. 41. Die Parteigenossen Jacobsen und Wolf in Bankow: Eine Aufklärungsschrift über die Bestrebungen und das Ziel der Socialdemokratie in furzer, leicht faßlicher Ausführung, Fremdwörter möglichst vermeidend eine Art Katechismus der Social demokratie" in Form eines kleinen Heftchens mit gutem Druck, zu verfassen und dieselbe gratis in allen Bevölkerungsschichten zu verbreiten. Parlamentarische Chätigkeit. 42. Parteigenossen in Essen: Der Parteitag möge die Reichstagsfraktion beauftragen, in Bu funft sämtliche Kolonialforderungen abzulehnen. 43. Parteigenossen in Niederbarnim: Die Fraktion soll dahin wirken, daß die für Landarbeiter und 23. Parteigenossen in Hamm- Soest: Gefinde bestehenden Ausnahmegesetze beseitigt und diesen Arbeitern Einen Parteisekretär für das Agitationsgebiet im westlichen das Koalitionsrecht gesichert wird. Westfalen anzustellen. 24. Parteigenossen in Met: 2. Die Parteigenossen in Husum, Iserlohn, Flens. burg, Genosse Michaelis in Berlin II und 71 Genossen in Kiel beantragen auf die Tagesordnung zu setzen: Die Alkoholfrage. 3. Die Parteigenossen von Berlin I, II. III, IV, V, VI, Für den Wahlkreis Metz einen unabhängigen Genossen anBarmen, Elberfeld, Bremen, zustellen, der die Barteigeschäfte zu leiten hat. Die Mittel dazu find Dortmund, kattowis, Magdeburg, Jüterbog vom Parteitage zu bewilligen. Luckenwalde 3auch Belzig, 3. sächsischen Wahl- 25. Parteigenossen in Görlitz: freises, Offenbach, Potsdam- Spandau- Ost Havel- Der Parteitag fordert die Parteigenossen derjenigen Wahlland, Arnswalde Friedeberg, Stettin und Teltow freife, für welche teine Agitationsbezirke gebildet find, auf, bis zum Beestow Charlottenburg beantragen auf die Tages- nächsten Parteitage Agitationsverbände zu bilden oder sich bestehenden ordnung zu setzen: Die Schulfrage. Agitationsverbänden anzuschließen. Zu einem Agitationsbezirk ge4. Die Barteigenossen von Berlin, Nieder- Barnim, hören diejenigen Wahlkreise, welche durch den Parteivorstand Potsdam- Spandau Dst- Havelland beantragen auf die für die Reichstagswahlen zu einem Agitationsbezirk vereinigt wurden. Tagesordnung zu setzen: Koalitionsrecht und Kartelle. Die Beitragshöhe der einzelnen Wahlkreise bestimmt die Wahlkreis5. Die Parteigenossen von Dortmund beantragen auf die fonferenz. Jedoch ist von je 10 Pf. der erhobenen ordentlichen MitTagesordnung zu setzen: Der Russenkurs in Deutschland und die gliederbeiträge 1 Pf. an die Centraltasse in Berlin abzuliefern. politische Lage. Außerdem sind die Kreisorganisationen verpflichtet, die Gelder, welche 6. Die Parteigenoffen in Stettin beantragen auf die Tages- nicht zur Bestreitung der örtlichen Agitation und zur Dotierung eines ordnung zu setzen: Das Wahlrecht in den einzelnen Bundesstaaten. Wahlfonds nötig sind, an die Centralkasse abzuliefern." 7. Die Parteigenossen von Offenbach a. M. beantragen, auf bie Tagesordnung zu setzen: # Die politischen Zustände in Deutschland und Genossen Bebel als Referent hierfür zu bestimmen. V 8. Die Parteigenossen in Dresden A., Breslau, Essen, Jena, Elberfeld, Hamburg III beantragen: Die Organisation als Puntt 4 auf die Tagesordnung zu setzen. Gefchäftsbericht des Vorftandes. 9. Parteigenossen in Dresden- A.: Der Parteitag möge den Parteivorstand beauftragen, in den jährlichen Geschäftsbericht eine Statistik aufzunehmen, die ein Bild über die Bewegung in den einzelnen Wahlkreisen, die Zahl der politisch Organisierten, die Beitragshöhe in den Vereinen und die Abonnentenzahl der Parteiblätter geben soll. Taktik. 10. Parteigenossen in Dresden A.: Bei Aufstellung von Reichstags Kandidaten ist die Zustimmung der Provinzial- und Agitations- Komitees, eventuell des Partei borstandes erforderlich. 11. Parteigenossen von Berlin I und Potsdam- SpandauDst- Havelland: Die Besprechung der Aufstellung des Kandidaten erfolgt in einer Kreisfonferenz des Wahlkreises, zu der das Landes- resp. Provinzial- Agitationsfomitee einzuladen ist. Hat das Agitations Tomitee gegen den Kandidaten der Majorität Bedenken und schließt sich ein Viertel der Delegierten diesen Bedenken an, so kann das Agitationskomitee die Entscheidung des Parteivorstandes anrufen. Diese Anrufung muß sofort geschehen. 12. Parteigenossen Berlin II und Essen: Der Parteitag möge Stellung nehmen zu dem Verhalten Schippels in Roll- und Handelsfragen und event. dessen Ausschluß aus der Partei herbeiführen. 13. Parteigenossen des 3. Hamburger Wahltreises: Der Parteitag möge die Haltung des Genossen Schippel in der Schutzzoll- und Agrarfrage einer Prüfung unterziehen. Sollte fich dabei ergeben, daß Schippel mit den Anschauungen der Partei nicht mehr übereinstimmt, so ist derselbe aufzufordern, sein Mandat niederzulegen. 14. Parteigenossen von Pommern: 26. Parteigenossen in Wanne: Der Parteivorstand wird ersucht, die Agitation gegen die stärkste und demagogischte der bürgerlichen Parteien, des Centrums, in Bezirken mit zahlreicher katholischer Arbeiterbevölkerung noch energischer als bisher zu unterstützen." 27. Genosse Lüdke in Berlin II: Das in allen sogenannten Kulturstaaten wahrzunehmende ständige Anwachsen der stehenden Heere und das mit ihm verbundene lleber wuchern des militaristischen Geistes bedeutet eine große Gefahr für die zur Befreiung durch den Socialismus vorwärtsstrebende Arbeiterklasse in doppeltem Sinne; sowohl wegen der kultur- und humanitätsfeindlichen Tendenz des Militarismus überhaupt, wie auch wegen des Umstandes, daß die Armeen immer mehr zu Organifationen werden, die dazu berufen sind, die festesten Stüßpfeiler der heutigen Gesellschaftsordnung zu bilden. Aus diesem Grunde halten die Parteigenossen neben der Erfüllung ihrer sonstigen Aufgaben der Partei eine intensive, planmäßig betriebene Propaganda gegen den Militarismus und Marinismus für dringend geboten. Als erste Vorbedingung zur Einleitung dieser Propaganda be trachten sie die Realisierung der von dem internationalen Kongreß in Paris 1900 angenommenen Resolution, welche lautet:„ daß die socialistischen Parteien überall die Erziehung und Drganisierung der Jugend zum Zweck der Bekämpfung des Militarismus in Angriff zu nehmen und mit größtem Eifer zu betreiben haben." Preffe. 28. Parteigenossen in Durlach: An Stelle der eingegangenen Zeitschrift„ Die Hütte" eine andre Jugendzeitschrift zu gründen. Die Verbreitung derselben ist zur Pflicht der einzelnen Parteivereine zu machen. 29. Parteigenossen von Teltow Beeslow- CharLottenburg: Es ist eine Zeitschrift für die Jugend ins Leben zu rufen und ein eventuelles Defizit bei Herausgabe derselben durch Parteizuschuß zu decken. 30. Parteigenossen von Elberfeld: 44. Barteigenossen in Augsburg: Die socialdemokratische Fraktion des deutschen Reichstages wird beauftragt, die Reichsregierung aufzufordern, einen Gesezentivurf vorzulegen, welcher der schon seit 30 Jahren bestehenden Civil- Ehe den logischen Abschluß des Civil- Begräbnisses folgen läßt. Die Bes seitigung dieser Lücke liegt im Interesse des kulturellen Fortschritts. 45. Parteigenossen in a statt: Die Fraktion soll dahin wirken, dem Reichstage einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher besagt, daß alle nichtgesetzlichen Feiertage( als da find: Peter und Paul, Maria Himmelfahrt 2c.) auf Sonntage zu verlegen oder aber diejenigen Unternehmer, welche ihre Betriebe schließen, gesetzlich zu verpflichten, den ausfallenden Lohn zu bezahlen. 46. Die Parteigenossen J a cobsen und Wolf in Pankow: Der Reichstagsfraktion dringend zu empfehlen, dem Reichstag alljährlich einen Gefeßentwurf zu unterbreiten, der die Uebernahme von Grund und Boden, Fabriken, Bergwerken sowie aller Produktions-, Fabrikations- und Verkehrsmittel durch den Staat, gerechte Ver teilung der Arbeit und der erzeugten Güter an alle Staatsangehörige fordert. 47. Parteigenosse H. Wo If in Hamburg: Die Fraktion wird beauftragt: einen Gesezentwurf einzubringen, welcher bezweckt: 1. Aenderung der Eides formel bezw. Streichung der Worte„ bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden" und" So wahr mir Gott helfe". 2. Außerkraftsegung der gesetzlichen Bestimmungen, welche die Rechte der Nichtangehörigen einer religiösen Gemeinschaft wieder aufheben. 48. Parteigenossen in Pommern: Der pommersche Parteitag erklärt sich mit der Thätigkeit der socialdemokratischen Reichstags- Fraktion bis auf die Abstimmung bei den Kaufmannsgerichten einverstanden und wünscht, daß die Fraktion ähnlichen socialpolitischen Gesetzen, soweit dieselben nennenswerte Vorteile für die Arbeiter enthalten, ihre Zustimmung geben möge. Maifeier. 49. Parteigenossen des Kreises Potsdam Spandau Osthavelland: Es ist Pflicht jedes Klassenbewußten Arbeiters, den 1. Mai durch vollständige Arbeitsruhe zu feiern. 50. Parteigenossen in Essen: Der Parteitag möge beschließen, bezüglich der Maifeier die Arbeitsruhe am 1. Mai zu empfehlen. 51. Parteigenossen in Magdeburg: Als die vornehmste Art der Maifeier ist die Arbeitsruhe anzusehen. 52. Parteigenossen in 2unzenau; Die Maifeier ist auch ferner als höchster Feiertag des Klassenbewußten Proletariats zu betrachten. Alle Versuche, den Parteigenossen einzureden, die Maifeier habe ihren Zweck verfehlt und deshalb den Wert verloren, sind auf das entschiedenste zurückzuweisen. 53. Parteigenossen in Elberfeld: Die Buchhandlung Vorwärts hat die Verpflichtung, für eine gute vereins steht nach wie vor auf dem Boden der Beschlüsse der interJugendlitteratur zu sorgen. 31. Parteigenossen in Dresden- Neustadt: Redakteuren an Zeitungen, die im Parteiverlage erscheinen, ist die Mitarbeit gegen Honorar an andern Zeitungen, politischen und wissenschaftlichen Revuen, Genossenschaftsblättern usw. sowie die Herausgabe eigner Broschüren fernerhin nicht mehr zu gestatten. Die Verleger von Zeitschriften find gehalten, Arbeiten von angestellten Der am 28. August in Stettin tagende pommersche ProvinzialParteitag erflärt: So lange zu den preußischen Landtagswahlen das jezige Dreiflassen- Wahlsystem besteht oder ein ähnliches das Wolf in seiner Mehrheit vergewaltigende Wahlsystem gilt, ist die Redakteuren abzulehnen. Wahlbeteiligung mur dort zu empfehlen, wo sie aus agitatorischen Gründen müßlich erscheint. Der deutsche Parteitag möge daher beschließen, die allgemeine Verpflichtung zur Wahlbeteiligung aufzuheben und die Entscheidung hierüber den einzelnen Wahlkreisen überlassen. 15. Parteigenossen des 4. sächsischen Wahlkreises: Der Beschluß des Mainzer Parteitages, die zwangsweise Beteiligung bei den Landtagswahlen betreffend, ist aufzuheben. Die Beteiligung an den Landtagswahlen bleibt den einzelnen in Betracht kommenden Ländern überlassen. 16. Parteigenoffen Berlin IV: unterſtügen. Bei allen Wahlen und Stichwahlen ist der Freifinn nicht zu 17. Parteigenossen des III. Berliner Wahlkreises: Damit der frühere Parteitags- Beschln, bei Stichwahlen zwischen gegnerischen Barteien sich strikte der Wahl zu enthalten, nicht zur Farce wird, speciell gegenüber dem jämmerlichen Verhalten der Freifinnigen Boltspartei, ist strikteste Wahlenthaltung Ehrensache jedes Genossen. 18, Die Parteigenossen Jakobsen und Wolf in Bankow: Die Partei sieht die Freisimmige Volkspartei" nicht mehr als fleineres Uebel" an; dieselbe ist demnach bei Stichwahlen von unsrer Seite nicht mehr zu unterstützen, sondern nach Möglichkeit ein Sieg dieser Partei zu vereiteln. ,, Neue Welt". 32. Parteigenossen in Berlin IV: Um das Interesse für die„ Neue Welt" zu heben, sowie dem Mangel an einer socialistischen illustrierten Zeitung abzuhelfen, haben sich die Illustrationen der„ Neuen Welt" auch auf belehrende und interessante Begebenheiten zu erstrecken. Kalender. 33. Die Parteigenossen in Dttensen: Die Mitgliederversammlung des socialdemokratischen Boltsnationalen Kongresse und der deutschen Parteitage, die dahin gehen, daß die würdigste Feier des 1. Mai und wirksamste Demonstration für den Achtstundentag die Arbeitsruhe ist. 54. Parteigenossen in Breslau: In Uebereinstimmung mit den Beschlüssen des internationalen Arbeiterkongresses zu Paris 1889, Brüssel 1891, Zürich 1893, London 1896 und Paris 1900 macht es der Parteitag den Arbeitern und Arbeiterorganisationen zur Pflicht, am 1. Mai für die Klassenforderungen des Proletariats, insbesondere aber für einen ausreichenden Arbeiterschutz und für Verkürzung der Arbeitszeit durch Veranstaltung von Versammlungen am Abend des 1. Mai au demonstrieren. 55. Parteigenoffen in Friedberg- Büdingen: Der Parteivorstand wird beauftragt alljährlich am 1. Mai ein Flugblatt herauszugeben, in dem in für die Masse verständlicher Form die Forderungen der Arbeiter beleuchtet werden, damit Dasselbe in großen Massen verbreitet und damit mehr als seither für unsre Maiforderungen Propaganda gemacht werden kann. 56. Parteigenossen in Pommern und Teltow Beestow Charlottenburg: Vom nächsten Jahre ab alljährlich im„ Neuen Welt- Kalender" Gewerkschaften Deutschlands, des Reichs- Arbeiterfekretariats, fämt Die Maifeier in der bisherigen Form beizubehalten. die Adressen des Parteivorstandes, der Generalfommission der licher Partei und Gewerkschaftszeitungen Deutschlands, sämtlicher deutschen Arbeiterfekretariate, sowie die Adressen der der General- annover- Linden: fommission der Gewerkschaften Deutschlands angeschlossenen Gewerkfchaften zu veröffentlichen. 34. Parteigenosien in Uetersen: Den Preis des Arbeiter- Notizkalenders herabzusetzen. 35. Parteigenossen in Augsburg: 57. Parteigenosse Kniestedt und 88 Genossen in Es ist Pflicht jedes Klassenbewußten Arbeiters, den 1. Mai durch vollständige Arbeitsruhe zu feiern. 58. Parteigenosse alfter in Berlin VI: Um die demonstrative Wirkung der Maifeier zu erhöhen, empfiehlt der Parteitag den Genossen die Anlegung eines Demonstrations. Dem Arbeiter- Notizkalender ein Verzeichnis sämtlicher deutscher abzeichens. Mit der Anschaffung und Einführung desselben beaufParteizeitungen beizufügen. tragt der Parteitag den Parteivorstand. 59. Parteigenossen in Itzehoe: Broschüren. 36. Parteigenossen in Augsburg: 19. Barteigenossen in Nienburg a..: 1. Eine Broschüre soll herausgegeben werden, in welcher alle Da die Politik der Welfen( deutsch- hannoversche Partei) immer frassen Fälle von Wahlterrorismus und Wahlschwindeleien geschildert reaktionärer wird, ihr Verhalten bei Wahlen höchst reattionär ist, ist und die Strafen mitgeteilt werden, zu welchen die Schwindler verunsrerseits denselben gegenüber bei Wahlen, und speciell bei Stich- urteilt sind. In einem Anhange sind die Aeußerungen und Thaten wahlen, stritteste Stimmenthaltung zu befolgen. Agitation. 20. Die Parteigenossen in Nürnberg und Hamm Soeft: Bur Entlassung des Barteivorstandes ist eine Agitationskommission zu bilden, die mit den Provinzial- und Landesvorständen der Partei stete Fühlung zu unterhalten hat. Aufgabe der Kommission ist die Organisation einer systematischen Agitation in Wort und Schrift. Die Zahl der Mitglieder dieser Agitationskommission wird auf jedem Parteitag neu bestimmt; die Wahl derfelben überläßt er ebenso vielen Orten bezw. Landes organisationen, als die Kommission Mitglieder zählt. der Wahlrechtsgegner mitzuteilen. 2. In einer Broschüre, deren Kolumnen zweispaltig zu drucken find, sind Klaffemurteile gegenüberzustellen. Diese Broschüre ist gratis zu verteilen. 37. Parteigenossen in Bamberg: Von Zeit zu Zeit und namentlich in der Reichstagsfaifon find Abhandlungen über Reichstagsdebatten in der Form eines Flugs blattes herauszugeben, um die Arbeiter, einschließlich der Landbevölkerung, über die Verhandlungen der Gesezesmacherei auf dem Laufenden zu halten und die Vorzüge der socialdemokratischen Vertretung den Arbeitern vor Augen zu führen. 38. Parteigenossen in Berlin IV: Bei allen Maffen- Agitationsbroschüren ist auf der ersten oder legten Seite das socialdemokratische Programm nach Möglichkeit zum Abdruck zu bringen. 39. Parteigenossen in Bremen: Das Mandat der Agitationskommission endet auf dem Parteitage, der seiner Wahl folgt. Die Wahl der Orte, welche die Mitglieder zu bestimmen haben, erfolgt von neuem auf jedem Parteitage. Die Kommission erhält einen ständigen Sekretär, der vom Der Parteivorstand wird beauftragt, die Herausgabe von im Parteitage gewählt wird oder mit dessen Einverständnis vom Partei- Preise billigst gestellter Broschüren im Auge zu behalten, die die orstand und den Kontrolleuren ernannt werden kann. Der Sekretär verschiedenen theoretischen Fragen der politischen Dekonomie und Die Maifeier am ersten Sonntag im Mai stattfinden zu lassen. Kommunalpolitik. 60. Genosse Dr. Lindemann als Referent: Resolution: Die Gemeinde im heutigen Staate ist ein Verwaltungskörper, der den socialen Bedürfnissen einer an die begrenzte Lokalität ge bundenen Bevölkerung dient; sie ist zugleich Hilfsorgan der staat lichen Verwaltung. In beiden Eigenschaften unterliegt sie den aus der Klassenorganisation unsres Gesellschafts- und Staatslebens mit Notwendigkeit entspringenden Bestrebungen, ihre Verwaltungsthätigkeit im Interesse der Herrschenden Klassen und für deren Herrschaftszwede auszuüben. Nur durch die Aufhebung der Klassenherrschaft kann daher die demokratische Organisation der Gemeinde vollendet und die Bahn für eine Verwaltungsthätigkeit frei gemacht werden, welche die Wohlfahrt aller gleichermaßen fördert. Der Umfang der kommunalen Berwaltungsthätigkeit wird einerseits durch die Bedürfnisse bestimmt, welche das sociale Zusammenleben der Gemeindeangehörigen innerhalb der Gemeinde und im Rahmen der größeren Verwaltungskörper erzeugt, andrerseits durch ihre lokale Gebundenheit beschränkt. Im Gegensatz zu der heutigen im Dienste der herrschenden Klassen geschaffenen Verfassung und von ihren Interessen beherrschten Verwaltun der Gemeinde verlangt die Socialdemokratie die Um geftaltung des fommunalen Verfassungs- und Verwaltungswesens| lichen Organisation der Gemeinde- Arbeiter; Festsetzung der Löhne nach folgenden Grundsäßen: 1. Die Verwaltung der Gemeinde soll nur dem Gesetz und den Berichten unterworfen sein. Daraus folgt: a) Bildung des Wahlkörpers nach den Grundsäßen der Einwohnergemeinde; Aufhebung aller Befigprivilegien; Einkammersystem; Bildung der Gemeindevertretung durch allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlen. b) Beschränkung des staatlichen Aufsichtsrechtes auf das Recht der Beanstandung ungesetzlicher Verwaltungsatte der Gemeinden; Prüfung ihrer Gesetzmäßigkeit durch die ordentlichen Gerichte; Aufhebung der die Selbstverwaltung einschränkenden Befehlsgewalt der Staatsbehörden gegenüber den Gemeinden. 2. Das Gemeindesteuerwesen ist in seinen Grundzügen durch Staatsgesetz zu regeln. Die Deckung des kommunalen Bedarfs soll erfolgen durch: a) Staatliche Zuschüsse für die Aufgaben des Volksgesundheitswesens, des Schulwesens, der Armenpflege, des Wegebaus. b) Zuschläge zu den staatlichen Einkommens-, Vermögens- und Erbschaftssteuern. Wo derartige staatliche Steuern nicht eriſtieren, soll den Gemeinden das Recht zustehen, befodere kommunale Einkommens-, Vermögens- und Erbschaftssteuern auszubilden. 72. Parteigenossen in Düsseldorf: nach Gewerkschaftssätzen; Bildung von Lohnklassen und Lohnstalen Dem ersten Satz des Absatz 2§ 2 folgende Faffung zu geben: nach Dienstzeitdauer; Achtstundentag; Ferienurlaub mit Fortdauer Ueber die fernere Zugehörigkeit zur Partei eutſcheidet ein Schiedsder Lohnzahlung; Gründung einer Pensions-, Witwen- und Waisen- gericht, das der Parteivorstand beruft. Die Beisiger werden alljährlich tasse, an die flagbare Rechte gegeben werden, sowie Ausdehnung der von den Landesorganisationen gewählt und müssen zu den SchiedsKranken-, Alters- und Invaliditäts- Versicherung auf alle Gemeinde- gerichten ausgeloft werden. Arbeiter. 5. Die Ausgaben der Gemeinden sollen gedeckt werden: a) durch staatliche Zuschüsse für die Aufgaben des Voltsgesundheitswesens, des Schulwesens, der Armenpflege, des Wegebaues; b) durch etwaige Ueberschüsse der Gemeindebetriebe. Die Art und Höhe der Gebühren soll der Leistungsfähigkeit der einzelnen Voltsschichten angepaßt sein; c) durch Steuern, die den Einwohnern nach ihrem Einkommen und Besitz auferlegt werden.( Progressive Einkommen-, Vermögens-, Erbschafts- und Wertzuwachssteuer.) Organisation. 63. Der Parteivorstand: § 1. Zur Partei gehörig wird jede Person betrachtet, die sich zu den Grundsätzen des Parteiprogramme bekennt und die Partei dauernd durch Geldmittel unterstützt. Soweit nicht zwingende Gründe es unmöglich machen, muß jeder Parteiangehörige Mitglied einer socialdemokratischen Vereinsorganisation sein. c) Besteuerung des unverdienten Wertzuwachses an Grund und Boden. § 2. Zur Partei kann nicht gehören, wer sich eines groben Ver3. Für die kommunale Verwaltung sind folgende Grundsäße stoßes gegen die Grundsäße des Parteiprogramms oder die Beschlüsse maßgebend: Die Hälfte der Beisiger wird von der Organisation bezeichnet, die den Ausschluß beantragt, die andre Hälfte von dem durch diesen Antrag Betroffenen. Den Vorsitzenden bezeichnet der Parteivorstand. In Orten oder Wahlkreisen, in denen die Geschäfte der Partei durch eine Vereinsorganisation geführt werden, ist der Ausschluß eines Mitgliedes aus der betreffenden Organisation dem Ausschluß auf Grund des§ 2 des Organisationsstatuts Absatz 1 aus der Gesamtpartei gleich zu achten. Der Ausschluß darf daher nur im Wege des vorstehend festgesetzten schiedsgerichtlichen Verfahrens erfolgen. Gegen die Entscheidung des Schiedsgerichts steht den Beteiligten binnen vier Wochen nach Zustellung des schriftlichen Urteils die Berufung an die Kontrollkommission und gegen deren Entscheidung an den nächsten Parteitag zu. 73. Parteigenosse Franz Luth- Hamburg III: § 2 folgenden Zusatz zu geben: Von Wahlvereinen ausgeschlossene Mitglieder, deren Ausschluß im Beschwerdewege als nicht zu recht bestehend anerkannt, sind von dem betreffenden Wahlverein, von dem der Ausschluß erfolgt ist, wieder in ihre vollen Rechte einzusehen. 74. Parteigenossen in Nandow Greifenhagen: § 3 folgende Fassung zu geben: Zur Wahrnehmung der ParteiInteressen schließen sich die Parteigenossen eines jeden Wahlkreises zu einer politischen Organisation zusammen. Der jeweilige erste Vorsitzende derselben gilt während seiner Amtsperiode dem Parteiborstand gegenüber als Vertrauensperson. Nur in Kreisen oder Drten, wo eine derartige Organisation aus gesetzlichen oder andren triftigen Gründen unmöglich ist, dürfen andre Vertrauenspersonen gewählt werden. Die Art der Wahl bleibt den Parteigenoſſen dieſer Kreise oder Orte überlassen. 75. Parteigenossen des Wahlkreises ReichenbachNeurode: Die regelmäßigen deutschen Parteitage haben in Zwischenräumen von zwei Jahren stattzufinden. Ausnahmsweise kann in dringenden Fällen durch gemeinsamen für einen fürzeren Termin einberufen werden. 76. Parteigenossen des Kreises Nieder- Barnim: § 9 der Organisation so zu fassen, daß die Vertretung der Wahlkreise auf dem Parteitage der Anzahl der im Wahlkreise vorhandenen Mitglieder der socialdemokratischen Vereine entspricht. 77. Parteigenossen von Marburg: Gründung eines Fonds zur Bestreitung der Reisekosten der Delegierten zum Parteitag. 78. Parteigenossen von Essen: Als Delegierte zu den Parteitagen können nur solche Ges nosien gewählt werden, die in dem zu vertretenden Wahlkreis ihren Wohnsiz haben. 79. Parteigenossen von Eimsbüttel( Hamburg III): a) Die Einrichtung und der Betrieb der für die Erfüllung der der Parteiorganisation, oder wer sich einer ehrlosen Handlung schuldig Beschluß des Parteivorstandes und der Kontrollkommission ein Parteitag kommunalen Aufgaben notwendigen Anstalten soll durch die Ueber die fernere Zugehörigkeit der Partei entscheidet ein SchiedsGemeinden selbst erfolgen. Das gilt besonders für die gericht, das der Parteivorstand beruft. Der Antrag auf Einschung Betriebe, die die Benüßung kommunaler Verkehrsanstalten eines solchen Schiedsgerichts kann nur durch eine Parteiorganisation zur Voraussetzung haben und durch ihre Natur zu mono- gestellt werden. polistischer Ausbeutung neigen( Licht, Kraft- und Wärmecentralen, Straßenbahnen 2c.), sowie für die Einrichtungen des Volksgesundheitswesens( Reinigungswesen, der Ernährung, Förderung der Körperpflege, Bekämpfung der Krankheiten, Bestattungswesen), der Bolksbildung( Bibliotheken, Lesehallen 2c.), des Wohnungswesens. b) Das Princip der Unentgeltlichkeit der Benutzung ist bei allen Instituten des Volksgesundheitswesens und des Volksschulwesens durchzuführen. Im übrigen soll die Art und Höhe der Gebühren der Leistungsfähigkeit der die kommunalen Einrichtungen benüßenden Volkskassen angepaßt sein. 4. Auf dem Gebiete der kommunalen Arbeiterpolitik find folgende Forderungen an die Gemeinden zu richten: a) Einrichtung von Arbeitsämtern als Centralstellen Tommunaler Verzichtet ein Parteigenosse, gegen den ein Ausschlußantrag geArbeiterpolitik mit den Aufgaben der Arbeiterstatistik, des stellt wird, auf schiedsgerichtliche Verhandlung, oder unterläßt er es, Arbeitsnachweises, der Arbeitslosenfürsorge, der Auskunfts- innerhalb einer vom Parteivorstand zu bestimmenden Frist von erteilung und der Ueberwachung der socialpolitischen Ge- mindestens zwei Wochen Schiedsrichter zu ernennen, so gilt er ohne barung der Gemeindeverwaltung; Einfügung der sogenannten weiteres als ausgeschlossen. Lohntlausel in die Arbeits- und Lieferungsverträge der Gemeinden, sowie der von ihnen konzessionierten Privatunternehmungen, und Ablehnung der Streitklausel; strenge Maßregeln, um bei Vergebung und Abnahme von Gemeinde Arbeiten und Lieferungen allen Schädigungen vorzubeugen, die den Gemeinde- Interessen von den Bewerbern insbesondere durch die Ausnüßung einer offiziellen Stellung in der Gemeindevertretung zugefügt werden könnte. b) Einsetzung von Arbeiterausschüssen zur Vertretung der Intereffen der Gemeindearbeiter; Feststellung der Arbeitsordnungen und Arbeitsbedingungen und Heranziehung der ArbeiterAusschüsse und der gewerkschaftlichen Organisation der Gemeindearbeiter; Festsetzung der Löhne nach Getverkschaftsfäßen; Bildung von Lohnklassen und Lohnstalen nach Dienstzeitdauer; Achtstundentag; Ferienurlaub mit Fortdauer der Lohnzahlung; Gründung einer Pensions, Witwen- und Waisentasse, an die flagbare Rechte gegeben werden, sowie Ausdehnung der Kranken-, Alters- und Invaliditätsversicherung auf alle Gemeindearbeiter. Mit dem Tode, dem Austritt oder der Ausschließung aus der Partei verliert der frühere Parteigenosse jedes Necht, das er etwa gegen die Partei, gegen den Parteivorstand, gegen die Kontrollkommission oder gegen einzelne Parteigenossen aus seiner ParteiMitgliedschaft erworben hat. § 9. Der Parteitag bildet die oberste Vertretung der Partei. Zur Teilnahme an demselben sind berechtigt: 1. Die Delegierten der Partei aus den einzelnen Reichstagswahlkreisen mit der Einschränkung, daß kein Wahlkreis durch mehr als drei Personen vertreten sein darf. Insoweit nicht unter den gewählten Vertretern des Wahlkreises Frauen sich befinden, können weibliche Vertreter in besonderen Frauen versammlungen gewählt werden. 2. Die Delegierten der Reichstags- Fraktion, deren Zahl den vierten Teil der Fraktionsstärke nicht übersteigen darf. 3. Die Mitglieder des Parteivorstandes und der Kontrollfommission. Die Mitglieder der Reichstags- Fraktion haben in allen die parlamentarische und die Mitglieder des Parteivorstandes in allen Der Parteitag fordert die socialdemokratischen Gemeindevertreter die geschäftliche Leitung der Partei betreffenden Fragen nur beauf, ihre fommunale Thätigkeit im Rahmen dieser Grundsätze aus- ratende Stimme. zuüben. Sofern die Durchführung der vorstehenden Forderungen durch die mangelnde Leistungsfähigkeit der einzelnen Gemeinden in Frage gestellt wird, empfiehlt sich die Schaffung von Gemeindeverbänden. 61. Parteigenossen in Friedberg Büdingen: In der vom Genossen Dr. Lindemann vorgeschlagenen Resolution folgende Aenderungen vorzunehmen: In Absatz 2 c anstatt der vorgeschlagenen Fassung zu setzen: Besteuerung jeglichen unverdienten Wertzuwachses. Zu Abjazz 3 einen Punkt o hinzuzufügen, der ungefähr folgendermaßen lautet: In die Anstellungsverträge der pensionsberechtigten Beamten ist aufzunehmen: Verbot jeglicher Arbeiten für Private, die mit Bezügen verbunden sind und ferner den Gemeindebeamten ist untersagt, jegliche Spekulation mit Grund und Boden 2c. sowie auch jede Mithilfe und Begünstigung bei Verlust der Anstellung und Pension. Im Absatz 4b die Worte: Gründung einer Pensions, Wittenund Waisenkasse, an die klagbare Rechte gegeben werden zu streichen. Der Parteitag prüft die Legitimation seiner Teilnehmer, wählt seine Zeitung und bestimmt seine Geschäftsordnung selbst. Zur Gültigkeit der Beschlüsse des Parteitages ist eine Beschlußfassung durch die Mehrheit der Anwesenden ausreichend. Der Vorschlag der Parteileitung sucht die Fragen: a) der Zugehörigkeit zur Partei, b) das Ausschließungsverfahren, c) die Vertretung der Reichstagsfraktion auf dem Parteitag zu regeln. burg: = Jm§ 9 Abs. 1 des Organisationsstatuts hinter die Worte: Insoweit nicht unter den gewählten Vertretern des Wahlkreises Frauen sich befinden" zu setzen:„ und solche zur Teilnahme an den Organisationen gesetzlich verhindert sind, können" usw. 80. Parteigenossen von Breslau: Jm§ 9 Ziffer 2 des Organisationsstatuts ist die alte Fassung: Die Mitglieder der Reichstags- Fraktion find zur Teilnahme am Parteitag berechtigt", wieder herzustellen. 81. Parteigenossen des 11. Hannoverschen Wahlkreises( Osterode): Der Parteitag wolle§ 9 unsres Organisationsstatuts folgende Fassung geben: Der Parteitag ist die oberste Vertretung der Partei. Zur Teilnahme an demselben sind berechtigt: 1. Delegierte der Partei aus den einzelnen Reichstags- Wahlfreisen mit der Einschränkung, daß jeder Wahlkreis unter 1000 Mitgliedern der socialdemokratischen Partei einen Delegierten und über 1000 Mitgliedern zwei Delegierte zum Parteitag entsenden fann. 2. Die Mitglieder des Parteivorstandes und der Kontrollkommission. beratende und beschließende Stimme. Die Unkosten trägt die ParteiJeder Delegierte hat mit Mandat zu erscheinen und hat eine tasse. 82. Parteigenossen von Breslau: Entwurf eines Organisationsstatuts für die Socialdemokratische Partei Deutschlands. § 1. Die Socialdemokraten Deutschlands bilden einen Centralverband, der seinen Sitz in Berlin hat. Mitglied desselben kann jede Person werden, die den Grundsätzen des Parteigrogramms zustimmt und sich dem nachfolgenden Organisationsstatut unterwirft Ortsvereine und Wahlkreisvereine. § 2. In allen Orten Deutschlands, wo die gesetzlichen Vorschriften es zulassen, sollen Ortsvereine gegründet werden, die sich event. zu Wahlkreis- Organisationen mit einem gemeinsamen Vorsizenden zusammenschließen müssen. Der Dris- und Wahlkreis- Vorsitzende gilt als Vertrauensmann. An jedem Ort, sofern er nicht mehrere Wahlkreise umfaßt, darf nur ein Verein bestehen. Vereine mit größerer Mitgliederzahl können jedoch Unterabteilungen gründen. 64. Parteigenossen in Randow Greifenhagen, Jena und Stettin § 3. Die Ortsvereine beschließen ihre Sagungen selbständig. schließen sich den Vorschlägen des Parteivorstandes an. 65. Parteigenossen in Teltow Beeskow Charlotten Ihre Aufgabe besteht darin, die Verbreitung der socialdemokratischen Grundsäge zu fördern sowie die Wahlagitation zum Reichstage, Zum§ 1 des Organisationsstatut- Entwurfs ist hinzuzufügen: Landtage und zu den Gemeindewahlen vorzubereiten und zu leiten. Soweit nicht zwingende Gründe es unmöglich machen, muß jeder Januar. Der Vorsitzende hat seine Wahl mit Angabe der genauen § 4. Die Wahl der Vereinsvorstände geschieht alljährlich imt Partei- Angehörige Mitglied der socialdemokratischen Vereinsorgani- Adresse sofort dem Parteivorstand mitzuteilen, ebenso der Wahlkreisfation seines Wohnortes sein. 66. Parteigenossen in Fur chheim( Bayern): Vertrauensmann. Vertrauensmann zu ernennen. In Orten, in denen wegen Lokalmangel keine Versammlung statt62. Parteigenosse Ho chHanau: Dem§ 1 des Organisationsstatuts folgende Fassung zu geben: Die Gemeinde im heutigen Staate ist ein Verwaltungskörper, Die Socialdemokraten Deutschlands gliedern sich in Verbände. finden kann, haben die Genossen durch private Vereinbarung einen der den socialen Bedürfnissen einer an eine begrenzte Dertlichkeit ge- Die Errichtung dieser Verbände ist den Socialdemokraten der bundenen Bevölkerung dient; sie ist zugleich Hilfsorgan der staat- einzelnen Bundesstaaten überlassen. An der Spitze dieser Verbände§ 5. Da, wo aus gesetzlichen Gründen die in den vorstehenden lichen Verwaltung. In beiden Eigenschaften unterliegt sie den aus steht ein Centralvorstand mit dem Siz in Berlin, mit welchem die Paragraphen gegebenen Vorschriften unausführbar sind, haben die mit Notwendigkeit entspringenden Bestrebungen, ihre Verwaltungs- ift verpflichtet, für jedes seiner Mitglieder pro Vierteljahr 10 Pf. an zu treffen. der Klassenorganisation unsres Gesellschafts- und Staatslebens Leiter der einzelnen Berbände in Verbindung stehen. Jeder Verband Parteigenossen den örtlichen Verhältnissen entsprechende Einrichtungen thätigkeit im Interesse der herrschenden Klassen und für deren den Centralvorstand zu entrichten. Die Aufbringung der Mittel ist Herrschaftszwecke auszuüben. Diesen Bestrebungen entgegenzuwirken dem Verbande überlassen. und die Interessen der Arbeiterklasse auch in der Gemeinde gemäß 67. Parteigenossen in Randow Greifenhagen: den Grundsätzen des Programms der socialdemokratischen Partei Deutschlands zu vertreten, ist die Aufgabe der socialdemokratischen Partei. Daher fordert die socialdemokratische Partei: 1. Die Verwaltung der Gemeinde soll auf demokratischer GrundTage aufgebaut und nur dem Gesetz und den Gerichten unterworfen sein. § 1 folgenden Zusatz zu geben: Jede derartige Organisation ist verpflichtet, mindestens 25 Proz. der regelmäßigen Einnahmen monatlich oder vierteljährlich an den Parteivorstand abzuführen. 68. Parteigenossen in Bant: Einzelmitglieder. § 6. Wo ein Zweigverein des socialdemokratischen Parteiverbandes nicht besteht, haben die Mitglieder das Recht, sich dem nächsten Ortsverein zunächst im Wahlkreise- anzuschließen. Soweit das nicht geschieht, werden sie als Einzelmitglieder vom Hauptvorstande geführt. Das letztere geschieht auch mit den Mitgliedern in Bundesstaaten, in denen die Gründung socialdemokratischer Vereine unmöglich ist. Beiträge. § 8. Alljährlich findet ein Parteitag statt, der von dem Parteivorstande einzuberufen ist. Dem Absatz 1 des§ 2 folgenden Zusatz zu geben: Als grober Verstoß gegen die Grundsätze des Parteiprogramms § 7. Der Beitrag für die Hauptkasse beträgt pro Monat und a) Bildung des Wahlkörpers nach den Grundsägen der Ein- ist auch zu betrachten, wenn ein Parteigenoffe als Mitglied einer wohnergemeinde; Aufhebung aller Besiyprivilegien; Ginkammer Lohn- und Arbeitsbedingungen grundsätzlich bekämpft und sich an werden. Der Hauptvorstand überweist den Ortsvereinen einheitliche wohnergemeinde; Aufhebung aller Befizprivilegien; Ginkammer- Unternehmerorganisation die Bestrebungen der Arbeiter für günstigere Mitglied 10 Pf., die vom Ortsverein eingezogen und abgesandt system; Bildung der Gemeindeverwaltung durch allgemeine, gleiche, Unternehmungen beteiligt, welche auf eine Verschlechterung oder Be- Mitgliedsbücher und Beitragsmarken. Für arbeitslose und kranke direkte und geheime Wahlen. b) Beschränkung des staatlichen Aufsichtsrechtes auf das Recht feitigung des Reichstags- Wahlrechts und Koalitionsrechts hinzielen Mitglieder, denen der Ortsverein die Beiträge erläßt, bestehen der Hauptkasse gegenüber feine Verpflichtungen. oder in dem Kampfe zwischen Kapital und Arbeit Mittel anwendet, der Beanstandung ungesetzlicher Verwaltungsakte der Gemeinden; die gegen die gute Sitte verstoßen oder durch welche die Arbeiter in Die Höhe der Lokalbeiträge zu bestimmen, bleibt den DrtsPrüfung ihrer Gesetzmäßigkeit durch die ordentlichen Gerichte; Auf der Anwendung des Koalitionsrechts behindert werden. vereinen überlassen. hebung der die Selbstverwaltung einschränkenden Befehlsgewalt der Parteitag. 69. Parteigenossen in Braunschweig: Staatsbehörden gegenüber den Gemeinden. Daß in das Organisationsstatut eine Bestimmung aufgenommen 2. Die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Gemeinde foll durch die Gemeindeverwaltung gefördert werden. Insbesondere wird, die in unzweideutiger Weise den Weg des Wiederaufnahmefollen verbessert werden: die Verkehrsmittel, die Voltsbildung, der Verfahrens eines aus der Partei Ausgeschlossenen vorzeichnet. Arbeiterschuß, die Armen- und Waisenpflege, die öffentliche Ge- 70. Parteigenoffen in Berlin IV, Stettin und Potsdamfundheitspflege, die Wohnungen, die Krankenfürsorge, das Bestattungs- Spandau- Osthavelland: wesen. Ju ländlichen Gemeinden soll der Gemeindebesitz an Wald, In das neue Organisationsstatut ist unter§ 2 folgender Absatz Wiesen und Aeckern erhalten und möglichst vergrößert werden. anzufügen: Beantragt der Ausgeschlossene seine Wiederaufnahme in 3. Die Gemeinde soll selbst diejenigen Einrichtungen beschaffen die Partei- Organisation, so hat zunächst die betreffende Instanz, die und in Betrieb halten, welche zur Erfüllung der konumunalen Auf- seinen Ausschluß verfügte, über die Wiederaufnahme zu entscheiden; gaben nötig sind.( Krankenhäuser, Bildungsanstalten, Licht, Kraft- fodann kommen dieselben Instanzen in Betracht, wie bei dem Ausund Wärmecentralen, Straßenbahnen, Mietshäuser usw.) Soweit schluß. diese Forderung nicht durchgeführt ist, sollen die städtischen Arbeiten 71. Parteigenosse Halfter, Berlin VI: und Lieferungen unter der Verpflichtung der Unternehmer auf die Ueber die fernere Zugehörigkeit zur Partei entscheidet ein Lohnklausel und im übrigen so vergeben werden, daß die Be- Schiedsgericht, das der Parteivorstand beruft. Der Antrag auf Eingünstigung einzelner Personen ausgefchloffen und reelle Arbeit bei ſegung eines solchen Schiedsgerichts kann durch eine Partei angemessenen Preisen gesichert ist. Organisation oder einen Parteigenoffen gestellt werden. Im letzteren 4. Die Gemeinden sollen in ihren Betrieben die Lohn- und Falle muß der Antrag jedoch in einer Partei- Organisation zur DisArbeitsverhältnisse entsprechend den Forderungen der beteiligten fussion gestanden haben. Der Antrag muß schnellstens zur DisGewerkschaften regeln. So ist z. B. zu verlangen: Einsetzung bon fussion gestellt werden. Die Hälfte der Beisitzer wird von denArbeiterausschüssen zur Vertretung der Interessen der Gemeinde- jenigen bezeichnet, welche den Ausschluß beantragen, die andre Hälfte Arbeiter; Feststellung der Arbeitsordnungen und Arbeitsbedingungen von dem durch diesen Antrag Betroffenen. Den Vorsigenden beunter Heranziehung der Arbeiterausschüsse und der gewerkschaft- zeichnet der Parteivorstand. Hat der vorhergehende Parteitag über den Drt, an welchem der nächste Parteitag stattfinden soll, feine Bestimmung getroffen, so hat der Parteivorstand mit der Kontrollkommission und der Reichstagsfraktion hierüber sich zu verständigen. § 9. Die Einberufung des Parteitages muß spätestens vier Wochen vor dem Termin der Abhaltung desselben durch das Centralorgan der Partei mit Angabe der provisorischen Tagesordnung erfolgen. Die Einladung zur Beschickung des Parteitages ist mindestens dreimal in angemessenen Zwischenräumen zu wiederholen. Anträge der Parteigenossen für die Tagesordnung des Parteitages sind bei dem Parteivorstand einzureichen, der dieselben spätestens zehn Tage vor der Abhaltung des Parteitages durch das Centralorgan der Partei bekannt zu geben hat. § 10. Der Parteitag bildet die oberste Vertretung der Partei. Bur Teilnahme an demselben sind berechtigt: 1. Die gewählten Vertreter aus den einzelnen Orten, deren Anzahl nach Maßgabe der organisierten Genossen bestimmt wird. Jeder Wahlkreis hat jedoch das Recht, mindestens einen Vertreter zu entsenden.( Die Vertretung nach der Zahl der Organisierten kann erst geregelt werden, wenn wir eine Statistik über die socialdemokratische Partei- Organisation Besigen; bis dahin empfiehlt sich die Beibehaltung des alten Cam Systems.) 2. Die Delegierten der Reichstagsfraktion, deren Zahl den vierten Teil der Fraktionsstärke nicht übersteigen darf. 8. Die Mitglieder des Parteivorstandes und der Kontrollkommission. Die Mitglieder der Reichstagsfraktion haben in allen die parlamentarische und die Mitglieder des Parteivorstandes in allen die geschäftliche Leitung der Partei betreffenden Fragen nur beratende Stimme. Der Parteitag prüft die Legitimation seiner Teilnehmer, wählt feine Leitung und bestimmt seine Geschäftsordnung selbst. Zur Gültigkeit der Beschlüsse des Parteitages ist eine Beschlußfassung durch die Mehrheit der Anwesenden ausreichend. § 11. Zu den Aufgaben des Parteitages gehören: 1. Entgegennahme der Berichte über die Geschäftsthätigkeit des Parteivorstandes und der Kontrollkommission sowie über die parlamentarische Thätigkeit der Reichstags- Abgeordneten. 2. Die Bestimmung des Drtes, an welchem der Parteivorstand seinen Siz zu nehmen hat. 3. Die Wahl des Parteivorstandes und der Kontrollkommission. 4. Die Anstellung von besoldeten Parteisekretären nach dem Vorschlage des Parteivorstandes. 5. Die Beschlußfassung über die Partei- Organisation und alle das Parteileben berührenden Fragen. 6. Die Beschlußfassung über die eingegangenen Anträge. § 12. Ein außerordentlicher Parteitag fann einberufen werden: 1. auf einstimmigen Beschluß des Parteivorstandes; 2. auf Antrag der Mehrheit der Reichstags- Fraktion; 3. auf Antrag von mindestens 50 Ortsvereinen; 4. auf einstimmigen Beschluß der Kontrollkommission. Falls der Parteivorstand sich weigert, einen gestellten Antrag auf Einberufung eines außerordentlichen Parteitages stattzugeben, so ist derselbe durch die Reichstags- Fraktion einzuberufen. Als Verfammlungsort eines außerordentlichen Parteitages ist ein geographisch möglichst günstig gelegener Ort zu bestimmen. Die Einberufung des außerordentlichen Parteitages muß spätestens 14 Tage vor dem Termin der Abhaltung desselben durch das Centralorgan der Partei in wenigstens drei aufeinanderfolgenden Nummern mit Angabe der Tagesordnung erfolgen. Anträge der Parteigenossen sind spätestens 5 Tage vor der Abhaltung im Centralorgan zu veröffentlichen. Im übrigen gelten für die außerordentlichen Parteitage diefelben Bestimmungen wie für die ordentlichen Parteitage(§§ 8 bis 10). Partei- Vorstand. § 18. Der Parteivorstand besteht aus.. Personen und zwar aus 2 Vorsitzenden, 2 Schriftführern, 2 Kassierern und.. Bei sigern. Die Wahl der Vorsitzenden, Schriftführer, der Kassierer und Beisiger erfolgt durch den Parteitag mittelst Stimmzettel in einem Wahlgange und nach absoluter Mehrheit. Hat ein Kandidat die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen nicht erhalten, so findet Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten statt, auf welche die meisten Stimmen gefallen sind. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. Nach erfolgter Wahl hat der Parteivorstand seine Konstituierung vorzunehmen und dieselbe im Centralorgan der Partei bekannt zu machen. Der Parteivorstand verfügt nach eignem Ermessen über die vor handenen Gelder. Der Parteivorstand oder die Kontrollkommission können durch feinerlei Rechtsgeschäfte die einzelnen Parteigenossen oder die Partei verbindlich machen. Auch erwirbt kein Parteigenosse oder ein andrer durch Verträge mit dem Parteivorstand oder der Kontrolltommission ein flagbares Recht gegen diese oder ihre Mitglieder. Kein Parteigenosse hat ohne ausdrücklichen Beschluß des Parteitages ein flagbares Recht, die Geschäftsbücher oder Papiere des Barteivorstandes, der Kontrollkommission oder der Partei einzusehen oder sich aus ihnen Abschriften oder Auszüge anzufertigen oder eine Auskunft oder Uebersicht über den Stand des Parteivermögens zu verlangen. Hierdurch wird das Recht der Delegierten, während der Tagung des Parteitages Einsicht in die Bücher zu nehmen, nicht berührt. $ 14. Die Mitglieder des Parteivorstandes können für ihre Thätigkeit eine Besoldung beziehen. Die Höhe derselben wird durch den Parteitag festgesetzt. § 15. Der Parteivorstand besorgt die Parteigeschäfte, kontrolliert die principielle Haltung der Partei- Organe und muß dem Parteitag auf Anregung der betreffenden Ortsvereine Parteisekretäre für einzelne Landesteile vorschlagen, die aus Mangel an heimischen Kräften einer Unterstützung bedürfen. $§ 16. Scheidet ein Mitglied des Parteivorstandes aus, so ist die Vakanz durch eine von der Kontrollkommission vorzunehmende Neuwahl zu ergänzen. Kontrollkommission. Ueber die fernere Zugehörigkeit zur Partei entscheidet ein Schieds- Gewerkschaften gegenüber und ist den langjährigen, älteren Partei gericht, das der Parteivorstand beruft. Der Antrag auf Einsetzung mitgliedern, welche wegen ihrer Parteizugehörigkeit, agitatorisches eines solchen Schiedsgerichts kann nur durch eine Partei- Organisation Streben und Wirken für die Bestrebungen und Zwecke der Partei gestellt werden. brotlos geworden, in Not geraten sind und noch mit ihrer Familie Die Hälfte der Beisiger wird von der Organisation bezeichnet, Not leiden, das Vorrecht auf Anstellung zu geben. die den Ausschluß beantragt, die andre Hälfte von dem durch diesen 94. Parteigenossen von Hannover: Antrag Betroffenen. Den Vorsitzenden bezeichnet der Parteivorstand. Der Parteitag empfiehlt den Leitern von Parteidruckereien und Gegen die Entscheidung des Schiedsgerichts steht den Beteiligten solchen Privatdruckereien, die Druckaufträge von der Partei oder von binnen vier Wochen nach Zustellung des schriftlichen Urteils die Be- Gewerkschafts- Organisationen auszuführen haben, bei Abschlüssen von rufung an die Kontrollkommission und gegen deren Entscheidung an Verträgen über Papierlieferungen darauf zu achten, daß die Papierden nächsten Parteitag zu. lieferanten und Papierfabrikanten ihren Arbeitern die Ausübung Verzichtet ein Parteigenoffe, gegen den ein Ausschlußantrag des politischen und gewerkschaftlichen Vereinigungsrechts nicht gestellt wird, auf schiedsgerichtliche Verhandlung, oder unterläßt er wehren. es, innerhalb einer vom Parteivorstand zu bestimmenden Frist von 95. Parteigenossen in Braunschweig und Altenburg mindestens zwei Wochen Schiedsrichter zu ernennen, so gilt er ohne sprechen die Erwartung aus, daß in Zukunft die Meinungsweiteres als ausgeschlossen. äußerungen innerhalb der Partei in einer solchen Form zum Austrag gebracht werden, wie es in einer Partei, deren Angehörige es mit der Erringung der im Programm enthaltenen Ziele ernst meinen, die Pflicht jedes Einzelnen gebieterisch erfordert. Der zum Parteitag nach Bremen Delegierte erhält den Auftrag, zur Verhinderung ähn licher Vorkommnisse wie in Dresden in der entschiedensten Weise mitzuwirken. Mit dem Tode, dem Austritt oder der Ausschließung aus der Partei verliert der frühere Parteigenosse jedes Recht, das er etwa gegen die Partei, gegen den Parteivorstand, gegen die Kontrollkommission oder gegen einzelne Parteigenossen aus seiner Parteimitgliedschaft erworben hat. Abänderung der Organisation. durch einen Parteitag vorgenommen werden, doch muß die absolute § 22. Aenderungen an der Organisation der Partei können mur Mehrheit der anwesenden Vertreter sich dafür erklären. Anträge auf Abänderung der Organisation können nur beraten werden, wenn sie innerhalb der Fristen, welche die§§ 8 und 12 vor schreiben, zur öffentlichen Kenntnis der Parteigenossen gelangten. Eine Abweichung von der letzteren Bestimmung ist nur dann zulässig, wenn mindestens drei Viertel der anwesenden Vertreter auf einem Parteitag sich für die Abweichung entscheiden. 83. Parteigenoffen von Breslau und Elberfeld: Für den Fall der Ablehnung des Breslauer Entwurfs eines Organisationsstatuts: 1. Annahme des Vorstands- Vorschlags: Soweit nicht zwingende Gründe es unmöglich machen, muß jeder Parteiangehörige Mitglied einer socialdemokratischen Vereinsorganisation sein. 2. Einsegung einer Kommission zur Ausarbeitung eines neuen Organisationsstatuts, welches drei Monate vor dem nächsten Parteitag veröffentlicht werden muß. 3. Den Genossen wird empfohlen, an allen Orten socialdemofratische Vereine zu gründen und in Wahlkreis- und LandesOrganisationen den Unterbau für den socialdemokratischen Centralverband errichten. 84. Parteigenossen im Kreise Wanzleben: Für den Fall, daß eine Parteiorganisation festerer, centralistischer Form nach nicht geschaffen werden kann, wird der Parteivorstand in Verbindung mit einer vom Parteitag zu wählenden Kommission beauftragt, dem nächsten Parteitag einen OrganisationsEntwurf vorzulegen. Dieser Entwurf ist vier Monate vorher zu veröffentlichen und zur Diskussion zu stellen, 85. Parteigenossen in Jena: An Stelle der jetzigen lofen Organisation eine Central organisation über ganz Deutschland zu schaffen. Damit aber nach Möglichkeit Fehler vermieden werden, wählt der Bremer Parteitag eine Kommission, wobei die Genossen der einzelnen Bundesstaaten Berücksichtigung finden sollen. Die Kommission hat die Aufgabe, die Vorarbeiten für die geplante Centralorganisation in Angriff zu nehmen und dem Parteitag 1905 Bericht zu erstatten. 86. Parteigenossen in Marburg: Eine einheitliche Organisation zu schaffen und einheitlichen Parteibeitrag für das ganze Deutsche Reich zu erheben. 87. Parteigenossen in Elbing und Iserlohn: Der Parteitag möge den Organisationsvorschlag des Parteivorstandes ablehnen und ein Organisationsstatut auf Grund einer möglichst strengen Centralisation beschließen. V ラ 88. Parteigenossen von Teltow Beeskow Charlottenburg: Jeder Parteigenosse, welcher als Funktionär in der Partei thätig ift, ist verpflichtet, seiner Berufsorganisation anzugehören, soweit solche besteht. 89. Parteigenossen von Reichenbach Neurode: Die Partei- Versammlung verhält sich ablehnend zu den Breslauer Organisations- Anträgen in ihrer Gesamtheit, beantragt aber, den örtlichen Organisationen die Pflicht aufzuerlegen, mindestens 20 Proz. ihrer Beiträge an die Centralfasse der Partei abzuführen. 90. Parteigenossen vom III. Hamburger Wahlkreis ( a mm): den Barteitag zum Tummelplaz nebensächlicher Personenfragen zu 96. Genossen des Wahlkreises Wanzleben: Da es einer Partei wie der socialdemokratischen unwürdig ist, machen, ist es Pflicht aller Delegierten, das persönliche Moment bei allen Diskussionen auszuscheiden und durch praktische Arbeit die schädigenden Wirkungen des Dresdener Parteitages aufzuheben. 97. Parteigenossen in Pommern: Der Parteitag erwartet im Interesse des Ansehens unsrer Partei, daß in Bremen die Wiederholung der Dresdener Vorgänge, wo durch grobe Taktlosigkeit einzelner Genossen die Partei in schtverster Weise geschädigt ist, unterbleibt. Auseinandersetzungen zwischen Genossen haben sich in sachlicher und anständiger Form abzuspielen. 98. Parteigenossen im Braunschweig: Der Bremer Parteitag möge bestimmen, daß in jedem großen Parteiort im Anschluß an die Parteizeitung und ihr dienend möglichst große öffentliche Bibliotheken mit Lesezinumern an verkehrsreichen Straßen geschaffen werden, in der Erwägung, daß die Zeitungsleftüre allein in der Bildung der Arbeiter große Lücken läßt. Die Benutzung der Bibliothek müßte jedem Erwachsenen ohne Unterschied der Person gewährt sein. 99. Parteigenossen in Windischlauba und Umgegend: In Fragen der Bollpolitik und Handelsfreiheit unser Programm dahin zu erweitern: Nicht unbedingten, sondern nur bedingten Freis Handel zu fordern und über alle Staaten, die unsre Ausfuhrgüter und Waren nicht ebenfalls zollfrei einlassen wollen, die Grenzsperre zu verhängen, d. H. allen Gütern und waren, die wir innerhalb der deutschen Zollgrenze in genügender Menge selbst erzeugen können, Bollfreiheit gewähren. die Einfuhr so lange zu sperren, bis die andren Staaten auch uns Diese Forderung hat unsre Fraktion im Parlament etappenweise Erfolg ist das Volk außer in der Presse auch in öffentlichen Vermit allen zu Gebote stehenden Mitteln durchzusetzen und über deren fammlungen aufzuklären. Revision des Parteiprogramms und hat hierzu umfangreiches 100. Genoffe Erb- Hamburg II beantragt eine gründliche Material eingesandt. 101. Parteigenossen in Königsberg: In Anbetracht der ungeheuren Schädigungen, welche der Alkohol der Arbeiterschaft verursacht, indem er dadurch insbesondere zu einem großen Hindernis für die Verwirklichung unsrer Ziele wird, hält es der Parteitag im Interesse des Fortschreitens unsrer Bewegung für unbedingt erforderlich, den Alkoholmißbrauch in der Arbeiterschaft zu bekämpfen. Er fordert daher alle Parteigenossen und insbesondre alle Barteizeitungen auf, noch mehr als bisher die Arbeiter auf die Gefahren des Alkoholgenusses aufmerksam zu machen. 102. Barteigenosse Erb- Hamburg II: Reichs- Krankenkasse mit drei Klassen, bei 20, 40 und 60 Pf. wöchent Umgestaltung jämtlicher bestehender Krankenkassenarten zu einer lichem Beitrag( Arbeitgeber 1/3), und 9, 12 und 15 M. wöchentlichem Krankengelde. Jedem Arbeiter bezw. Arbeiterin soll es freistehen, welcher Klasse sie angehören wollen. Abschaffung der Krankenkontrolle, dafür ist jedoch jede Person, die eine krank gemeldete Person Inspektion. Betrieb von Apotheken und Heilanstalten in Selbstregie. beschäftigt, in Strafe zu nehmen. Aufsicht durch die GewerbeAnstellung von Aerzten mit festem Gehalt. Während Arbeitslosigkeit deckt die Invalidenversicherung die Beiträge zur. Krankenkasse. lich eine gedruckte Abrechnung den beteiligten Versicherten zum Selbst103. Die Verwaltungen der Invalidenversicherung haben jähr tostenpreise zur Verfügung zu stellen oder sonstwie bekannt geben. Die Abrechnung soll enthalten: 1. Wie viel Rentenempfänger unter die Abrechnung soll enthalten: 1. Wie viel Rentenempfänger unterstützt und wie viel abgewiesen wurden? Welche Einzelpersonen und welche Gesellschaften haben von der Invalidenversicherung Kapitalien erhalten und zu welchem Zwecke? 3. Welche Höhe haben die einzelnen Gehälter und wie hoch sind die Ausgaben für Verwaltung? 4. Einnahme und Ausgabe. 1. Der Parteitag möge eine Kommission einsetzen, der die Aufgabe zu teil wird, in Verbindung mit dem Parteivorstand für den im Jahre 1905 tagenden Parteitag ein Organisationsstatut als Vorlage auszuarbeiten, das in der Weise zu halten ist, daß es sich in seinen Grundzügen die gewerkschaftlichen Centralverbände zum Muster nimmt. Die Zahl der Mitglieder dieser Kommission ist so § 17. Bur Kontrollierung des Parteivorstandes sowie als Be- hoch zu bemessen, daß in ihr möglichst alle Landesteile Deutschlands rufungsinstanz über Beschwerden gegen den Parteivorstand wählt vertreten sind. Alle Anträge zum diesjährigen Parteitag, die sich der Parteitag eine Kontrollkommission von neun Mitgliedern. auf die Organisation der Partei beziehen, sind dieser Kommission Die Wahl der Kontrolleure erfolgt nach einfacher Mehrheit. als Material zu überweisen, dasselbe hat zu geschehen mit den An104. Für Staatsanstellungen in den Polizeibehörden und Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das Los. Zur Leitung ihrer trägen zum Organisationsstatut, die auf früheren Parteitagen un- Gendarmerien ist ein Staatsexamen einzuführen; nur wer ein solches Geschäfte wählt sich die Kontrollkommission einen Vorsitzenden, der erledigt geblieben oder dem Vorstand zur Erledigung überwiesen Gramen besteht, soll Anstellung erhalten. Dieses Examen muß flare Drt und Zeit der Sizungen bestimmt, soweit die Kontrollkommission find, thatsächlich aber unerledigt blieben. Instruktionen erhalten, damit die so oft vorkommenden gesezwidrigen nicht darüber beschließt. 2. Der Parteitag möge beschließen: Bis zur endgültigen Ein- Vergehen von seiten dieser Organe sowie die vielen Mißgriffe in Die Kontrolle muß mindestens vierteljährlich einmal statt- führung einer neuen Partei- Organisation auf der Grundlage eines der Behandlung des Vereins- und Versammlungsrechtes in Fortfall finden. Centralverbandes wird von den Parteigenoffen ein monatlicher Bei- kommen. Alle Einsendungen für die Kontrollkommission find an den trag von 15 Pf. erhoben. Die Beitragserhebung geschieht in der 105. Parteigenossen von Elbing, Potsdam, Spandau, Vorsitzenden derselben zu richten, der seine Adresse im Centralorgan Weise, daß vom Parteivorstand Marken zum Nennwerte von 15 Pf. Osthavelland: der Partei mitzuteilen hat. herausgegeben und an die Vorstände der örtlichen oder Landes- Die Partei möge unter den Proletariern, die zur Armee einAuf Antrag der Stontrollkommission oder des Parteivorstandes organisationen der Partei zum Vertrieb an die Parteigenossen ver- berufen werden, vor dem Eintritt in dieselbe in geeigneter Weise finden gemeinsame Sitzungen statt. abfolgt werden. Die Borstände der örtlichen oder Landes- Propaganda für die Ideen des Socialismus machen. Insbesondere Barteisekretäre. organisationen der Partei haben über die erhaltenen Marken all- find die künftigen Soldaten durch Broschüren über ihre Pflicht vierteljährlich mit dem Parteivorstand abzurechnen und für jede gegenüber dem sogenannten inneren Feinde" aufzuklären. In verkaufte Marke 10 Pfennig an den Parteikassierer abzuliefern, diesen Broschüren ist den Soldaten auch Nat zu erteilen, wie sie sich der Rest bon 5 Pfennig verbleibt den örtlichen oder angesichts der zahlreichen Soldatenmißhandlungen zu verhalten Landesorganisationen und können sie darüber frei verfügen. haben. In Landesteilen, wo weder örtliche noch Landesorganisationen der 106. Parteigenossen in Königsberg: Gesetzgebung wegen möglich sind, haben die Partei- Vertrauensleute die Funktionen, die hier den Vorständen der Organisationen zugewiesen sind, auszuführen. § 18. Die Parteisekretäre haben in Verbindung mit den einzelnen Ortsvereinen für eine rege und einheitliche Agitation und für den Ausbau der Partei- Organisation in den ihnen unterstellten Bezirken zu sorgen. Sie sind verpflichtet, am Schlusse jedes Vierteljahres dem Parteivorstand einen Bericht über ihre Thätigkeit einzureichen. Das Gehalt der Parteisekretäre wird vom Parteitag bestimmt. Centralorgan der Partei. § 19. Centralorgan der Partei ist der„ Vorwärts", Berliner Wolfsblatt. Die offiziellen Bekanntmachungen sind an hervorragender Stelle des redaktionellen Teils zu veröffentlichen. bestehen darf. Jeder Parteigenosse ist zur Entnahme von mindestens einer Beitragsmarte im Monat verpflichtet. Zum Ausweis seiner Parteizugehörigkeit und der gezahlten BeiZur Kontrolle der principiellen und taktischen Haltung des träge erhält jeder Parteigenosse eine Karte, die auf der einen Seite Centralorgans, sowie der Verwaltung desselben wählen die Partei- den Aufdruck erhält: genossen Berlins und der Vororte eine Preßfommission, die aus " Socialdemokratische Partei Deutschlands. höchstens zwei Mitgliedern für jeden beteiligten Reichstags- Wahlkreis Die andre Seite der Karte ist in zwölf gleichmäßige Rubriken, den Mitgliedskarte für Herrn Die Preßkommission entscheidet in Gemeinschaft mit dem 12 Monaten des Jahres entsprechend, einzuteilen, in welche die Barteivorstande über alle Angelegenheiten des Centralorgans, ins- Marken hineinzukleben find. Wer sechs Monatsbeiträge im Rück befondere über Anstellungen und Entlassungen im Personal der stande ist, wird als zur Partei zugehörig nicht mehr angesehen. Redaktion und Expedition. Bei etwaigen Meinungsverschiedenheiten Die Karten werden ebenfalls vom Parteivorstande herausgegeben. zwischen dem Parteivorstand und der Preßkommission entscheidet Die Kontrollkommission, der Parteivorstand und die Breßkommission in der Art zu gleichen Rechten, daß jedes dieser drei Organe je eine Stimme hat. Landes- Organisationen. § 20. Die Gründung von Landes- Organisationen für einzelne Bundesstaaten und Provinzen ist empfehlenswert. Der Parteivorstand hat das Recht, einen Teil seiner Geschäfte der Landes- Organisation mit deren Zustimmung zu übertragen und überweist ihr dann einen entsprechenden Teil der aus ihrem Bezirle ſtammenden Einnahmen. Bei Streitigkeiten entscheidet die Kontrolltommission, in zweiter Instanz der Parteitag. Verlust der Mitgliedschaft. § 21. Sur Partei tann nicht gehören, wer sich eines groben Berstoßes gegen die Grundfäße des Parteiprogramms, oder wer sich einer ehrlosen Handlung schuldig macht. Sonstige Anträge. 91. Parteigenossen von Essen: Der Parteitag wolle beschließen, daß die Referentengebühren einheitlich geregelt werden resp. vom Parteitag die Taggelder festgesezt werden. 92. Parteigenoffen von Berlin I: Der Parteitag möge für die Buchhandlung Vorwärts einen Gehaltstarif festießen, aus welchem das Anfangs- und Höchstgehalt sowie das stufenweise Steigen desselben bis zum Höchstgehalt nach der Dauer der Thätigkeit ersichtlich ist. Die achtstündige Arbeitszeit ist dabei zu berücksichtigen. 93. Parteigenosse Heinrich Wulf, Hamburg III: Bei Anstellung in Parteigeschäften ist darauf zu achten, daß die jenigen, welche säen, auch ernten; infolgedessen wahrt die Partei für ihre Mitglieder das Vorrecht auf Anstellung in Parteigeschäften den In Erwägung: daß das abscheuliche Willkürregiment in Rußland auf das ents schiedenste im Interesse der Kultur bekämpft werden muß, daß die russischen Genossen, welche diesen Kampf unter den schwersten Opfern führen, der Unterstützung auch der deutschen Socialdemokraten versichert sein dürfen; in Erwägung: daß die preußischen Justizbehörden denjenigen deutschen Parteis gentoffen, welche den russischen Genossen durch Mitwirkung bei deutschen Behörden behilflich gewesen sind, durch Erhebung einer An der Verbreitung von Agitationsschriften offen vor den Augen der flage von Geheimbündelei diese Mitwirkung zu unterbinden versucht haben, beschließt der Parteitag: 1. es ist eine selbstverständliche Pflicht internationaler Solidarität, den russischen Parteigenossen bei der Verbreitung von Druc schriften, sofern sie nicht gegen die deutschen Gesetze verstoßen, gefällig zu fein; 9 g 2. diesen Beschluß der Staatsregierung noch ausdrücklich bekannt zu machen. 107. Parteigenossen in Potsdam Spandau Ost. havelland schließen sich dem Antrag der Königsberger Genossen an: Der Parteitag möge durch eine Resolution den Zarismus brandmarkten und die Pflicht aller deutschen Socialdemokraten, unfren russischen Brüdern in ihrem schweren Stampfe nach Kräften, insbesondere bei dem Transport socialdemokratischer, in Deutschland nicht verbotener Litteratur nach Rußland beizustehen, ausdrücklich feststellen; diese Resolution ist mit Rücksicht auf§ 128 des deutschen Strafgesetzbuchs den zuständigen Behörden ausdrücklich bekannt zu geben. Parteitag 1905. 108. Parteigenossen in Breslau: Röhn gestundet wurden. Es sollte bei dieser Gelegenheit etwas In New York ist in der Attornehstraße ein großes Mietshaus Besonderes zur Sprache gebracht werden, doch wurde den bedenklichen niedergebrannt, wobei 14 Personen ums Leben famen Enthüllungen" durch eine Erklärung des Gemeindevorstehers ein und 20 verlegt wurden. Die Katastrophe ist darauf zurückzuführen, Der Parteitag beauftragt den Parteivorstand, während des Ende gemacht, wonach niemand aus der Gemeindevertretung mit der daß das Haus im Umbau war und daher die Feuernotleitern zur kommenden Jahres in geeigneter Weise die öffentliche Aufmerksamkeit Gesellschaft in unerlaubtem Verkehr gestanden oder Beschlüsse der Zeit beseitigt waren. auf die bevorstehende grundlegende Abänderung des Strafrechts zu Gemeindekörperschaften an sie verraten habe. Die Pflasterkonsense lenten und auf die Tagesordnung des nächsten Parteitages den für zwei Nebenstraßen der Frankfurter Allee wurden dem Kaufmann ftadt St. Louis gemeldet: Bei einem Zusammenstoß eines Eine Straßenbahnkatastrophe wird aus der WeltausstellungsPunkt„ Socialdemokratie und Strafrecht" zu feßen.. George und der Süddeutschen Immobilienbank erteilt. Trotzdem 109. Parteigenossen in Hamburg III( Samm), Berlin V, den Unternehmern Hunderttausende in die Tasche fließen, ohne daß Straßenbahnwagens mit einem Eisenbahnzuge an einer StraßenFreiburg i. B., J. Michaelis Berlin, Ortsgruppe fie sich im geringsten anzustrengen brauchen, mußte auf die Fors kreuzung wurden sieben Personen getötet und 25 verlegt. des Arbeiter Abstinentenbundes in Mannheim, berung eines namhaften Beitrages zur Versorgung des Ortsteils mit Die 700 wilden Pferde. In der Nacht zum Sonntag brach im Genosse C. Wolfstein- und M. Behnke Hamburg bean- Schulgelegenheit verzichtet werden. Ebenfalls ging der Unternehmer Manöverlager von Esser( England) eine Panik unter den Pferden tragen auf die Tagesordnung des nächsten Parteitages zu setzen:" Die George für einen an der Gemeinde verübten Streich ungerügt aus, als eines der Tiere erschossen wurde. Etwa 700 Pferde Alkoholfrage". aus. Um die Gemeinde zu zwingen, ihm bedingungslos den Pflaster- stürmten durch das Zeltlager der schlafenden Soldaten, von denen 110. Parteigenossen von Berlin V, Spandau und konsens für die Straße 35 zu überlassen, hatte dieser Herr sich einfach viele verlegt wurden. Der größte Teil der Tiere raste durch die Kiestedt Hannover Linden nebst 88 Genossen beantragen, geweigert, die Berliner Kanalisations- Verwaltung auf seinem Stadt; viele rannten gegen den Stacheldraht, wodurch sie sich schwer auf die Tagesordnung des nächsten Parteitages zu fezen:" Der Terrain arbeiten zu lassen und das, obwohl er bereits seit Juni zur verlegten; andre liefen in den See. Die Zahl der getöteten und Generalstreit". Auflaffung des Terrains verpflichtet war. Auch die Terraingesellschaft verletzten Tiere ist noch nicht festgestellt. 80 bis 100 werden vermißt, 111. Parteigenossen in in Spandau Potsdam Dst am Bahnhof Rummelsburg will sich davor sichern, daß sie zu havelland beantragen, auf die Tagesordnung des nächsten Partei- besonderen Gemeinde- Abgaben herangezogen werde. Dafür, daß die tages au segen:" Der politische Streit". Gesellschaft ein Grundstück von 5000 Quadratmeter für die Kläranlage der Gemeinde hergiebt, will sie für ihre Pflastertonsense bis 1907 einen Freibrief haben. Auch diesem Verlangen fügte sich die Gemeindevertretung. # 112. Parteigenossen in Dortmund beantragen, den nächsten Parteitag in Dortmund abzuhalten. 113. Parteigenossen in Jena beantragen, den nächsten Parteitag in Jena abzuhalten. 114. Parteigenossen in Baden beantragen, den nächsten Parteitag in Baden, wenn möglich in Karlsruhe abzuhalten. 115. Parteigenossen in Mannheim beantragen, den nächsten Parteitag in Mannheim abzuhalten. 116. Parteigenoffen in Nürnberg beantragen, den nächsten Parteitag in Nürnberg abzuhalten. 117. Parteigenossen in Stettin und der Provinzialparteitag von Pommern beantragen, den nächsten Parteitag in Stettin abzuhalten. Vermischtes. Berliner Partei- Angelegenheiten. machen wollen, ihr Verhältnis zu dem Oberlieutenant fortzufeßen Achtung, Parteigenoffen! Dienstag, den 13. September, abends 8 1hr, findet im großen Saale des Gewerkschaftshauses die Parteiversammlung statt, in welcher die Delegierten der Berliner Parteigenossen über den Internationalen Kongreß in Amsterdam Bericht erstatten werden. Wir ersuchen die Genossen, an diesem Tage andre Versammlungen nicht einzuberufen. Die Vertrauensleute von Berlin und Umgegend. Dritter Wahlkreis. Heute 8½ Uhr: Versammlung des Wahl: vereins in Frankes Festsälen, Sebastianstraße 39. Tagesordnung: Vortrag des Genossen H. Ströbel über:„ Ostasiatisches Menetekel". Diskussion. Gäste willkommen. Die Bombe in der Bedürfnisanstalt. Barcelona, 5. September. Ein Schuhmann brachte eine Bombe, welche er in einer Bedürfnisanstalt gefunden hatte, nach dem Justiz palast. Dort explodierte die Bombe und zerstörte einen Teil des Gebäudes. Personen wurden nicht verletzt. Marktpreise von Berlin am 3. September. Nach Ermittelungen des fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Centner: Weizen**), gute Sorte 17,75-17,73 m., mittel 17,71-17,69 M., geringe 17,67-17,65 M. bis 13,50 m., geringe 13,40-12,60 m. Safer*), gute Sorte 16,60-15,80., Roggen**), gute Sorte 13,80-00,00., mittel 00,00-00,00 m., geringe 00,00-00,00 m. Futtergerste*), gute Sorte 15,20-14,40 m., mittel 14,30 mittel 15,70-14,90 m., geringe 14,80-14,10 M. Erbsen, gelbe, zum Kochen 40,00-28,00 m. Speisebohnen, meiße 50,00-25,00 M. Linsen 60,00-25,00 Dr. Startoffeln, 12,00-7,00 M. Nichtstroh 4,50-4,16 M. Heu 9,60-6,50 m. Für 1 Kilogramm Butter 2,60-2,00 M. Eier per Schod 4,00-2,80 m. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Wetter- Prognose für Dienstag, den 6. September 1904. Etwas wärmer, vorwiegend heiter und troden bei mäßigen südöstlichen Berliner Betterbureau. Winden. Zur Flucht der Brinzessin Luise von Koburg wird der ChemPrinzessin sei nicht wegen Verschwendung entmündigt worden, man niger Allg. 8tg." von einem juristischen Mitarbeiter geschrieben: Die habe sie vielmehr wegen Geisteskrankheit interniert. Hätte man das erstere gethan, jo hätte das lediglich zur Folge gehabt, daß sie nicht mehr über ihr Vermögen verfügen dürfte, also feine Schulden weiter machen konnte. Gewissen Interessen habe das aber nicht genügt. Sie habe unschädlich gemacht werden müssen; man habe ihr unmöglich und deshalb die Internierung für nötig gehalten. Allerdings, Sachverständige hätten die Prinzessin für geistestrant erklärt, und es sei deshalb zu verstehen, daß die Richter die Aufhebung der Entmündigung abgelehnt hätten, aber die öffentliche Meinung halte die Prinzessin nicht für geisteskrant. Selbst wenn sie es wäre, habe keine Man habe zu einer solchen Maßregel nur im öffentlichen Interesse genügende Veranlassung zu einer Freiheitsberaubung vorgelegen. oder im Interesse der Prinzessin selbst schreiten dürfen. Ein öffentliches Interesse sei offenbar nicht vorhanden gewesen, denn die Gefahr, daß die Prinzessin ihr Verhältnis zu ihrem Geliebten fortOeffentlichkeit würde zweifellos nicht berührt worden sein durch die fette. Ebenso wenig sei sie gemeingefährlich im Sinne des Gesezes gewefen. Eine Schädigung dritter( von Geschäftsleuten) usw. sei ebenfalls nicht weiter zu befürchten gewesen, da ihre Rechtsgeschäfte Charlottenburg. Heute abend 8% Uhr findet im BoIts wegen ihrer Entmündung ungültig gewesen seien; sie habe gar keine hause, Rosinenstr. 3, eine Volksversammlung für Schulden mehr machen können. Man habe auch für ihre Person nicht Kongreß und die Frage des Generalstreits auf der Tages- gewiß fein Leid angethan. Ebenso wenig lasse sich die strenge Haft Männer und Frauen statt, in welcher der Amsterdamer zu fürchten gehabt; sie hätte sich in ihrem geisteskranken Zustande Ankaufstellen und Preis konnten leider nicht von uns ermittelt werden. ordnung steht. Das Referat hat Genosse Wilhelm Buchholz mit der Notwendigkeit der Heilung begründen. So fönne man suchen, übernommen. Angesichts der Thatsache, daß gerade die russischen soviel man wolle, man finde feinen zutreffenden Grund, fie cinVerhältnisse am ehesten die Idee eines Generalstreits wachrufen zusperren. Man sage, man hätte die Fortseßung des Standals verkönnten, ist die Meinung dieses ausgezeichneten Kenners der Zu- hüten müssen, aber wenn die Prinzessin ihr Verhältnis zu Mattachich stände in Rußland gewiß von Gewicht. Wir erwarten daher vielleicht auch wieder aufgenommen hätte, so wäre das vorläufig zahlreichen Besuch seitens der männlichen und weiblichen Partei- wenigstens, durch die Verurteilung Mattachichs zu sechs Jahren Kerker möglich gemacht gewesen. Schließlich wäre das aber, Nowawes. Mittwochabend 19 Uhr findet bei Otto Hiemte, namentlich in Desterreich, nicht das schlimmste gewesen. Um solche Wallstraße, eine Sigung des Wahlvereins mit folgender Tages- Standale zu vermeiden, hätte man dort schon in manchen noch ordnung statt: 1. Geschäftliches. 2. Ergänzungswahl des Vorstandes. schlimmeren Fällen vorgehen müssen. Der Vogtl. Anz." schreibt: 3. Kommunales( Armenpflege). 4. Berichterstattung von der" Wir haben für die hysterische Frau die echte Tochter ihres Vaters Generalversammlung des Central- Wahlvereins. 5. Berichterstattung Ausdruck, daß nunmehr recht bald durch unparteiische Behörden und nie biel übrig gehabt, aber wir geben darum doch der Hoffnung von der Provinzialfonferenz. 6. Verschiedenes. Der Vorstand. Aerzte unzweideutig festgestellt wird, welchen Wert die unerhörten Grünau. Heute Dienstag, abends 9 Uhr, hält der Wahlverein Anschuldigungen haben, die in dieser trüben Angelegenheit neuerfeine Mitgliederversammlung ab. Wegen der Wichtigkeit der Tages- dings erhoben werden. ordnung ist zahlreiches und pünktliches Erscheinen notwendig. genossen. Kommunales. Der neue Zeichen- Inspektor, den der Magistrat, wie gemeldet, zur Beaufsichtigung des Zeichen- Unterrichts an unsern GemeindeSchulen anzustellen beabsichtigt, soll nach der an die Stadtverordneten gelangten Magistrats- Vorlage jährlich etwa hundert Schulen revidieren( Berlin besitzt rund 275 Gemeindeschulen). Seine Thätigkeit wird, wie folgt, präcifiert: Der mit der neuen UnterrichtsMethode vertraute Zeichenlehrer soll durch eine sachverständige Aufsicht die willigen Lehrkräfte unterstützen, die widerstrebenden von den Vorzügen. der neuen Methode überzeugen und zu ihrer Durchführung anhalten". Weshalb die Stadt- Schulinspektoren die willigen und widerstrebenden Lehrer nicht unter die Arme greifen können, darüber besagt die Vorlage: Diese fönnten die Aufsicht nicht mit dem erforderlichen Nachdrude ausüben, da fie selbst keine fachmännische Ausbildung im Zeichnen genossen hätten. Für das neu zu schaffende Nebenamt ist ein Jahresgehalt von 3000 M. in Aussicht genommen. " Briefkaften der Redaktion. Abonnements: Quittung. A. Ohne Quittung eingehende Anfragen müssen unbeantwortet bleiben, Bei nachträglicher Einreichung der Quittung burgerstr. 49 bei Thidmer. ist die Frage zu wiederholen. Kaiser.( Rykestraße.) Adresse: WeißenBansch. J.-R. 146: 1. Bat. Senzburg, 2. Bat. Bischofsburg. A. A.( 30, Volkswohl.) Das können Sie er funden durch den Geheimen Regierungsrat Herrn Victor Böhmert in Dresden. Uns fehlt der Einblick in die Bücher und darum ein maßgebendes Urteil. Jugend. F. war aus der Pfalz delegiert. Näheres durch Herrn Joseph Ehrhart, Mr. d. R., in Ludwigshafen.- Martha 28. Simanowski, Engel- Ufer 15.( Gewerkschaftshaus, Zimmer 37.) R. 7, 5. S. 13 und 777.(. K.) Wenden Sie sich an Herrn Eugen 642. Nein. Sepp. Kommt nicht vor. K. K. Ein Pfund Fleisch. 62. 1. und 2. Das erfahren Sie durch Herrn Stadtv. Paul Hirsch, Charlottenburg, Rosinenſtr. 3. 3. Auskunft darüber können Sie erhalten durch Herrn Stadtv. Obst, Schöneberg, Ede der Martin Lutherstraße und der einingerstraße. In beiden Fällen frantiertes und adreffiertes Stuvert einlegen. 3. B. 99. Start Riesel, Reisebureau, Berlin, Unter den Linden 57. 13. 7500 Meter, 7%, Stilometer. H. Sch. Trebbin. Erstens ist Ihre Erklärung inhaltlos und zweitens sind Sie uns unbekannt und daher zur Abgabe solcher Erklärungen nicht genügend legitimiert. Wahlkreis Ruppin- Templin. Dienstag, den 6. d. M., abends 81 Uhr, bei Wilke, Brunnenstr. 188: Tages- Ordnung: Oeffentliche Versammlung aller aus dem Wahlkreis in Berlin arbeitenden Genossen. 1. Bericht von der Kreiskonferenz. Referent: Genosse Kiefel. Distuffion. 2. Bericht von der Brandenburger Provinzialfonferenz. Referent: Ge nosse Krafemann. Diskussion. 3. Verschiedenes. Ueber den Selbstmord eines Arztes im Gefängnis wird aus Stettin berichtet: Der wegen Verdachtes der Abtreibung der Leibesfrucht am 1. September in Bublik verhaftete und dem Gerichtsgefängnis zugeführte praktische Arzt Dr. Spiegel hat sich mittels eines kleinen bei sich verborgenen Messers im Gefängnis eine Verlegung in der Herzgegend beigebracht, an deren Folgen er verstarb. Er hinterläßt eine Witwe und 4 Kinder. Die Affaire erregt in der der Versammlung zu erscheinen. hiesigen Gegend und in ganz Pommern großes Aufsehen. Jufolge Genusses giftiger Bilze sind der„ Recklinghauser 8tg." zufolge am Sonnabend in Recklinghausen- Bruch acht Personen ertranft, von denen inzwischen drei im Krankenhause gestorben sind. Ein Liebesdrama in Kopenhagen. Ein entsetzliches Drama hat sich vorgestern in Kopenhagen ereignet. Der bekannte dänische Schriftsteller und Journalist Gustav Ehmann ist von seiner Geliebten ermordet worden. Es scheint sich hier der letzte Aft eines Liebesdramas abgespielt zu haben. Eßmann wohnte im Hotel und lebte von seiner Frau, mit der er in Scheidung lag, getrennt. Er unterhielt ein Liebesverhältnis mit der Studentin Hemmert. Das junge Mädchen erwartete, daß Eßmann fie nach seiner Ehescheidung Heiraten würde. Eßmann schien aber zu seiner Frau zurückkehren zu wollen. Diese Wendung war wahrscheinlich der Grund zur Ver3iveiflungsthat. Fräulein Hemmert hat sich dann selbst erschossen; sie war noch einige Stunden bewußtlos, ehe der Tod eintrat. Es ist Pflicht eines jeden in Berlin arbeitenden Genossen in J. A.: Ludwig Krasemann, Streisbertrauensmann. P. Dobrohlow, Mitglied der Agitationskommiffion. Reichshallen- Theater. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Sanssouci. Rottbuser Thor- Stat. der Hochbahn Beginn der TheaterAbende Dienstag, den 6. Septbr.: Bon der Reise zurüd. 9265 Dr. Glück, Pantstraße 52. HECHT BERL Stempel Fabrik bon[ 43702* Robert Hecht, Berlin S., Oranienftr. 142, liefert schnell und Sillig alle Arten Stempel in bester Ausführung. Kautschuk Typen„ Perfett zum Zusammensegen einzelner Wörter sowie ganzer Säge von 1,50 M. an # Kranz- und Blumenbinderei Der Störenfried. von Robert Meyer, Schauspiel in 4 Atten von nur Mariannen- Straße 2. Vereins- Kränze, Palmen- u. BlumenArrangements, Bouquets, Guirlanden Benedig. Mittwoch, den 7. Septbr.: Die Maurer von Berlin. Boltsstück m. Gef. v. Pohl. Die Vorstellungen finden usw. werden sein u. preiswert geliefert 3/ Pfund Brot 53% 1 ( Backware 6 Std. 10 Pf.) 50p. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag Hoffmanns Norddeutsche Albrechts Bäckereien: Sänger und Tanzkränzchen. Die Charlottenburger Stadtverordneten- Bersammlung hält am Mittwoch ihre erste Sizung nach den Ferien ab. Auf der Tagesordnung stehen nicht weniger als 40 verschiedene Punkte, darunter die Beratung des socialdemokratischen Antrags auf Aenderung des Gemeindewahlrechts und die BeschlußDie Kölner Dunkelmänner und Heinrich Heine. In der„ Köln. fassung über die Gültigkeit der im Juni vollzogenen Ersaßwahlen. 8tg." lesen wir: Die Rheinländer sind im allgemeinen nicht nur sehr Aus einer dieser Wahlen ist bekanntlich unser Genosse Liebe als dichterisch veranlagt, denn es werden wohl kaum irgendwo anders Stadtverordneter hervorgegangen. Eine Reihe von Vorlagen so viele Verse gemacht wie an den Ufern des Rheins, sondern sie betrifft die Verstärkung verschiedener Etatspositionen. Die inter- find auch überaus willig, den kleinsten Lokalpoeten üppige Lorbeeressanteste davon ist die betr. Verstärkung einzelner Titel im Etat der fränge zu reichen. Aber nur ihrem weitaus größten Dichter, der Armenverwaltung. Es sind hier Ueberschreitungen nötig wie fein andrer den Ruhm des Rheins in die Welt gesungen hat, gewesen bei den Posten Errichtung von Wärmehallen",„ bare Unter- will es immer noch nicht gelingen, so recht bei seinen Landsleuten stüßungen an die Insassen der Familienhäuser"," Verpflegung in Ehren zu kommen, obwohl er schon längst im Grabe ruht, was nächtlich obdachloser Personen im Polizei- Gewahrsam"," Erstattung menschlich schwach an ihm war, niemand mehr ärgert und der große an auswärtige Armenberbände"," Geburtshilfe"," Arzneien, Ver- fünstlerische und fulturgeschichtliche Wert seiner Erscheinung von Tag bandstoffe usw."," Beförderungsfoften, Särge, Beerdigungsfosten" zu Tag in glänzenderes Licht tritt. Bir meinen Heinrich Heine, und Unterbringung in Heilanstalten". Die Ueberschreitung dieser den Bielgepriesenen und Vielverfolgten. Hat da die Stadt Köln lettgenannten Position ist erklärlich, denn ein genauer Voranschlag irgendivo in der Neustadt ein Viertel zu einer Art Dichterwinkel ist hier niemals möglich, weil nicht nur die Zahl der Unter eingerichtet, in dem man Gellert, Uhland, Eichendorff, Freiligrath, jeden Dienstag und Mittwoch regelzubringenden, sondern auch die Dauer des Aufenthaltes im einzelnen Stintel und andern deutschen Boeten durch Straßenbenennungen mäßig ftatt. Falle niemals vorher zu bemessen ist. Ueber jeden einzelnen Fall eine kleine Ehre erweisen will. Da war nun eine neue Querstraße beschließt, soweit es sich um einen Kostenaufwand von über 100 2. zu benennen, und die Stadtverwaltung tam auf den Gedanken, es handelt, die Armendirektion. Im ganzen sind im abgelaufenen Jahre wäre nicht vom Uebel, wenn man sich bei dieser Gelegenheit auch 43 Kinder und 109 Erwachsene in Lungenheilstätten, 12 Personen einmal mit Heinrich Heine abfände. Ein Centrumsmitglied machte in Trinkerheilstätten und 4 in Genesungsheimen untergebracht dagegen in der Sizung den Vorschlag, angesichts des Umstandes, gewesen. Erfreulich ist es, daß bei andern Positionen des Armen- daß gerade in dieser Straße ein israelitisches Strankenhaus errichtet etats erhebliche Ersparnisse erzielt sind; läßt man die Ausgabe für werden solle, die Straße nach dem berühmten Naturforscher Professor die Verpflegung von Armentranten im städtischen Krankenhause, Röntgen zu benennen. Auf eine Anfrage, ob man etwa an dem deren Höhe für 1903 noch nicht berechnet ist, außer Acht, so ergiebt Namen Heines, der doch besser in das Dichterviertel passe als der sich eine Durchschnittsausgabe auf den Kopf der Bevölkerung für Röntgens, Anstoß nehme, antwortete der Centrumsredner, er habe 1903 von nur 3,44 M. gegen 3,79 M. im vorigen Jahre. Die Ursache Heines Namen überhaupt nicht genannt, er übe nur das Recht jedes darf in erster Reihe in der Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse Stadtverordneten aus, eigne Vorschläge machen zu dürfen. Darauf erblidt werden, wie auch die Zahl der eingegangenen Unterstüßungs- stimmten die Centrumsmitglieder der Stadtverordneten- Versammgesuche um mehr als 1500 hinter der des Jahres 1902 zurüd- lung geschlossen für die Benennung Röntgenstraße. Bisher war es geblieben ist. im allgemeinen nicht bekannt, daß Angehörige des Centrums eine besondere Begeisterung für die Lichtstrahlen der modernen NaturLichtenberg in den Händen der Grundstücksspekulanten. Zur wissenschaft hegten, aber vielleicht holt das Centrum eben nur langsam Kennzeichnung der Zustände in unserm Nachbarorte kann es dienen, versäumtes nach und will jetzt die Naturwissenschaften auf Kosten der daß in der lehten Sitzung der Gemeindevertretung nicht weniger wie Dichtkunst begünstigen, wie es ja in der That in liberalen Streifen neun von den zwölf Punkten der Tagesordnung der Terrain= spekulation dienten. Die Festsetzung der Baufluchtlinien für bor zwei und drei Jahrzehnten der Fall gewesen ist. Todessturz des Barons Carlo Erlanger. Nach einem TeleDie Roederstraße usw., die die Vernichtung des Dottischen Partes als der einzigen Lunge des Ortes in sich schließt, wurde von der gramm aus Salzburg stieß am Sonntag Baron Erlanger aus NiederTagesordnung abgesetzt. Einer Bertagung fiel ein Antrag anheim, Ingelsheim, der der alten Patrizierfamilie gleichen Namens, die in der die Festsetzung der Baufluchtlinie für eine Straße auf dem Wien und Frankfurt a. M. ansässig ist, entstammt, mit seinem AutoTerrain der Röhnschen Konkursmasse bezweckt. Von der beteiligten mobil auf einen Tramwaywagen, wobei Baron Erlanger tödlich Bant sollen 10 000 m. als Beitrag zur Verbreiterung der Gürtel verletzt wurde. Man brachte ihn nach der Villa seines Betters, des ftraße gefordert werden und außerdem 18 000 M. Pflasterkosten, die Baron Hahmerle, wo er Nachts gestorben ist. Perliner Prater Theater Wrangelftr. 135, Krautstraße 19, Falckensteinstr. 28, Lausitzerstr. 2. Markthalle Büdlerstr., Stand 222/23. Markthalle Andreasstr., Stand 16/18. Centrale: Boghagenerstr. 13. Kastanien Allee 7-9 Specialgeschäft für Uhren.000 Täglich Der rechte Weg. Hermann Wehling, Humor. Olly Marietta, Soubrette. Boeren- Schüzen van Niekerk ut. Du Plessis. Ein Liebes- Idyll, Pantomime. Niederlage der 56762* Kautabak- Fabrik Nottrodt& Comp., Kleinwerther bei Nordhausen. General- Vertreter: Bernhard Stümpel, Berlin NO., Immanuel- Stirchstr. 21. 59902* 1 neue Uhr Feder Ia 75 Pf. 1 neue Uhr- Kapsel 15 Pf. 1 neues Uhr- Glas • 10 Bf. 1 neuer Uhr- Ring 10 f. 1 neuer Uhr- Beiger 10 Bf. 1 neuer Uhr- Schlüssel. · 5 Pf. Neue Uhren in größt. Ausw. genau reguliert. E. Möbis, 82. Koppen- Strasse 82. Verantw. Redakteur: Franz Rehbein, Berlin. Für den Inseratenteil verantwv.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 209. 21. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 6. September 1904. Parteikonferenz für die Provinz Brandenburg. Am Sonntag hatten sich die Teilnehmer der Konferenz im festlich geschmückten großen Saale des Gewerkschaftshauses eingefunden. Unter den Delegierten befanden sich mehrere Frauen. Während die Polizei in den beiden Vorjahren die Teilnahme der weiblichen Delegierten verhindert hatte, weil nach polizeilicher Annahme die Konferenz eine Versammlung des Vereins Agitationskommission" sei, konnten die weiblichen Delegierten diesmal ungestört den VerHandlungen der Konferenz beiwohnen, die nicht von der Agitationsfommission, sondern vom Genossen Augustin als öffentliche Versammlung einberufen war, die der Einberufer um 12 Uhr eröffnete. Hierauf ließ der Gesangberein" Nordtvacht" einige stimmungsvolle Weisen ertönen, die lebhaften Beifall fanden. Die nunmehr vorgenommene Bureauwahi hatte folgendes Ergebnis: Dimmid- Berlin und Taubmann- Weißenfee Vorfigende, Jahn- Luckenwalde und Koblenz- Senftenberg Schriftführer. Eine Geschäftsordnung wurde ohne Debatte angenommen und dann eine Kommission zur Prüfung der Mandate gewählt. Der Konferenz liegt folgende Tagesordnung vor: 1. Bericht der Agitationskommission. Referent: Georg Davidjohn. 2. Agitation und Organisation. Referent: Arthur Stadthagen. 3. Die Presse. Referent: Gustav autant. 4. Die Verrufs- Erklärung der Landarbeiter. Referent: Arthur Stadthagen. 5. Anträge. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: erhält das Wort Bericht der Agitationskommission Davidsohn- Berlin: Bezüglich der Kassenverhältnisse verweist er auf den gedruckten Bericht, aus dem folgendes zu bemerken ist: Der Bestand vom Vorjahre beträgt 1365,39 M., eingenommen wurden: Aus den Berliner Wahlkreisen 8000 M., zur Reichstagswahl Agitation 1329,30 M., für Kalender 2355,50 M., für Inserate im Kalender 1856 M., für„ Die Fadel" 1352,34 M., Verschiedenes 5,95 M., zusammen 16 264,48 M. Ausgegeben wurden: für den Kalender Märkischer Landbote" 7199,60., für Broschüren und Flugblätter 219,37 M., für„ Die Fadel" 3492,95 M., für Agitation in der Provinz 2275,50 M., Buschüsse zur Reichstagswahl- Agitation 1325 M., für Referenten und Beschickung der Kreiskonferenzen 948,95 M., Porto 37,95 M., Verschiedenes 9,25 M., zusammen 15 508,59 m., bleibt ein Bestand von 755,89 M. Ueber die Thätigkeit der Agitationskommission führt der Redner unter anderm aus: Bei der Verbreitung von Flugblättern kam es häufig zu Eingriffen der Polizei und zu Anklagen gegen Parteigenossen, die jedoch meist mit Freisprechung endeten. Ein Zeichen, daß Die Agitation in Kreise gedrungen ist, wo wir bisher noch wenig Boden hatten. § 3. Die Agitationskommission für die Provinz Brandenburg be- dürfen nicht glauben, daß durch unfre 3 Millionen Reichstagsstimmen steht aus eine Weltwende eintreten werde. Nicht die Wahlen find die Hauptsache, a) 11 Mitgliedern, die in der bisherigen Weise durch die sondern die Kleinarbeit der Genossen, und diese haben sehr erheb8 Berliner Wahlkreise gewählt werden( und zwar von liches geleistet. Berlin IV und Berlin VI je 2, von den übrigen Kreisen Die vorjährige Konferenz hat durch die Annahme von zwei Anje 1 Mitglied, für Gesamt- Berlin ein juristischer Beirat). trägen sich dahin ausgesprochen, daß die Organisationsfrage in An Die 8 Berliner Kreise( Berlin I- VI, Teltow- Beeskow- griff genommen und die Frage erörtert werden soll, ob es notwendig Storkow- Charlottenburg und Niederbarnim) haben die erscheint, daß wir unsrer Organisation eine andre Form geben. Verpflichtung, außer in ihren Kreisen nach Maßgabe der Nach mehrfachen vergeblichen Versuchen der Behörde, ein Statut der von der Agitationskommission in Verbindung mit den ein- Kommission von uns zu erlangen und uns zu einem Verein zu zelnen Kreisen getroffenen Abreden Agitation und Organi- stempeln, hat das Kammergericht jetzt durch eine eigenartige juristische fation in den ihnen überwiesenen Bezirken zu fördern. Auslegung ausgesprochen, daß die Agitationskommission als ein Der Agitationskommission ist seitens der einzelnen Mit- Verein zu gelten hat. Diese Auffassung entspricht zwar den thatglieder über ihre Thätigkeit in den ihnen überwiesenen sächlichen Berhältnissen nicht, aber wir müssen uns ihr fügen. Das Kreisen Bericht zu erstatten; ist einer der Gründe, der uns bei der Frage der Organisation zur Nichtschnur dient. In der Hauptsache leitet uns jedoch nur der Gefichtspunkt: Was muß im Interesse der Agitation und Organisation ge than werden. Aus diesem Grunde hat die Agitationskommission den vorliegenden Antrag gestellt. b) der Agitationstommission gehören ferner an: je ein Vertreter der Wahlkreise Brandenburg- Westhavelland, PotsdamOsthabelland, Bauch- Belzig- Luckenwalde, Kottbus- Spremberg, Sorau- Forst und Landsberg- Soldin. Besondere Aufgabe dieser Kommissionsmitglieder ist, an allen Sigungen der Kommission mit Siz und Stimme teilzunehmen und insbesondere in der Kommission sich zu äußern, ob und in welcher Weise ihren Kreisen oder den Kreisen ihres Regierungsbezirks Hilfe geleistet werden tann. Die Kreis- Vertrauenspersonen aller 18 der Agitationsfommission unterstellten Kreise haben wie früher das Recht, an den Sizungen der Kommission in beratender Stimme teilzunehmen.. §. 4. Aufgaben der Agitationskommission: 1. Die Agitationskommission hat die Beschlüsse der Provinzialfonferenz auszuführen.. 2. Sie hat ferner die allgemeine für die 18 Streise ihres Bezirks bestimmte Agitation zu leiten. Es steht ihr das Recht zu, Agitationstouren für ihren Agitationsbezirk zu veranstalten, allgemeine Agitationsschriften herauszugeben und für einzelne Distrikte in besonderer Weise thätig zu fein. 8. Der Agitationskommission ist zu diesem Behufe eine ständige Uebersicht über den Stand der Bewegung in den 18 Kreisen seitens der einzelnen Kreise zu geben. Die Agitations tommission hat rege Fühlung mit den einzelnen Streifen zu halten und ist von diesen zu allen Kreiskonferenzen ( Generalversammlungen) und Sizungen der Preßkommissionen einzuladen. Unfre Bemühungen, überall Organisationen ins Leben zu rufen, haben Erfolg gehabt. Mit Ausnahme der Kreise Sternberg und Friede berg haben alle Kreise der Provinz Organisationen. Von verschiedenen Seiten werden jetzt Wünsche nach einer Centralisation der ParteiOrganisation laut. Unfre Ansicht über die Centralisation ist die: Das gemeinsame Ziel muß uns einigen, aber eine Organisations form, die von oben herab geschaffen wird, mag sie auch noch so gut ausgedacht sein, kann die gewünschte Einheitlichkeit nicht herbeiführen. 18 Kreise der Provinz Teltow- Beeskow und Nieder barnim sind dabei nicht mitgerechnet- haben eine Organisation, wenn dieselbe auch in manchen Kreisen unsern Wünschen nicht ents spricht. In diesen 18 Kreisen sind etwas über 10 000 organisierte Parteigenossen. Das erscheint uns zwar nicht ausreichend, es ist aber gegen früher doch ein erheblicher Fortschritt. Am besten organisiert ist der Kreis Kottbus- Spremberg. Dort wurden bei der leßten Reichstagswahl 9146 socialdemokratische Stimmen abgegeben, organisiert find 1391 Genossen, also 15 Broz. der Stimmen. Das ist mehr wie in den meisten Berliner Kreisen. Dieser Kreis wählt seine Vertreter auch nach Maßgabe der organisierten Genossen, nicht nach Maßgabe der Wahlstimmen. Als zweiter folgt der Kreis ZauchBelzig- Luckenwalde. Er hat bei 11070 Wahlstimmen 1483 organisierte Genossen, also 13 Proz.- Num führe ich zwei Beispiele nach der entgegengesetzten Richtung an: Potsdam- Spandau- Osthavelland hat bei 15 711 Wahlstimmen 1619 Organisierte, also etwas über 10 Broz. Diese Zahl ist relativ schlecht, weil ja das industrielle Velten einen großen Teil der Organisierten stellt. Man sollte den Schwerpunkt der Agitation nicht nur auf Spandau legen, sondern auch die ländlichen Orte berücksichtigen. Ein schlechtes Bild bietet auch der Kreis Frankfurt- Lebus. Obwohl er start industriell durch5. Die Agitationsfommission ist von allen polizeilichen und setzt ist, hat er doch nur 700 Organisierte, das find 5 Broz. der gerichtlichen Schritten gegen Parteigenossen zu unter- Reichstagswahlstimmen. richten und hat eventuell für geeigneten Rechtsschuß zu sorgen. Wir hatten den Provinzkreisen Gelegenheit gegeben, an den 6. Jede finanzielle Inanspruchnahme des Parteivorstandes-Sizungen der Agitationskommission teilzunehmen. Sie haben wenig zu welchem Zwecke es auch sei bedarf der Zustimmung Gebrauch davon gemacht. Das beweist wohl, daß die Anträge auf der Agitationsfommission. Aenderung der Organisation wenig an den bisherigen Verhältnissen ändern werden und daß es am besten ist, wenn wir es hinsichtlich der Organisation in der Hauptsache beim alten lassen. Wir haben geglaubt und haben das auch in unsrem Antrage ausgedrückt, daß, nachdem die Kreise von dem Recht, die Sigungen der Agitationskommiffion zu beschicken, keinen Gebrauch gemacht haben, wir aus jedem Negieringsbezirk drei Kreise verpflichten sollen, die Kommission zu beschicken. Ob das die in der Vorlage benannten Streise sein sollen oder andre, das ist uns gleichgültig. Redner bespricht die Einzelheiten der Vorlage der Kommission. In dem Statutenentwurf ist nur das festgelegt, was schon bisher herrschender Brauch war. Zum Antrage von SorauForst sagt der Redner: Der Gedante des Antrages ist schon früher aufgetaucht, daß die Agitationskommission überflüssig sei. Der Antrag läuft darauf hinaus, die relativ starten Kreise selbständig zu machen, ihnen die Mittel der zahlenden Genossen zuzuwenden und die schwachen Kreise nicht zu berücksichtigen. Was die Anstellung eines besoldeten Agitators betrifft, so darf man nicht glauben, ein Agitator aus Berlin werde große Erfolge erzielen. Das richtige ist, daß man Genossen aus den Kreisen, welche zur Agitation befähigt find, selbständig macht und ihnen so die Arbeit im Interesse der Partei ermöglicht. Unter Unterstützung der einzelnen Kreise hat die Agitationstommiffion für Sammlung und Verwertung von Agitationsmaterial zu sorgen. 7. Bei Aufstellung von Reichstagskandidaten und Landtagskandidaten ist lebereinstimmung der Agitationskommission mit den in Betracht kommenden Kreisen erforderlich. Das Vorschlagsrecht gebührt den Kreifen. derselben ist: Entgegennahme des Berichts der Agitationstommission über ihre Thätigkeit und den Stand der Partei, die Entscheidung über Aenderungen in der Organisation, Besprechung über Stand und Haltung der Parteipresse, Beschlußfaffung über Neugründung von Parteiblättern sowie endgültige Regelung aller Parteiangelegenheiten. Sorau Forst: Die Kommission hatte eine umfangreiche Korrespondenz zu er= ledigen. Es gingen ein: 368 Briefe, 114 Postkarten, 8 Telegramme. Es gingen aus: 387 Briefe, 78 Postfarten, 5 Telegramme. Die Kommission hat 153 Referenten in die Provinz entsandt. Die " Fackel" ist in 166 500 Exemplaren verbreitet worden, das macht pro Nummer 13 875 Exemplare. Zwei Nummern der Fadel" find zu einer Sonderagitation verwandt worden. Die eine behandelte§ 5. Alljährlich tritt die Provinzial- Konferenz zusammen. Aufgabe Das Kontrattbruchgesetz, die andre die Enquete über die Binnenfchiffahrt. Die Auflage des Kalenders, die sich voriges Jahr um 15 000 gesteigert hatte, ist in diesem Jahre um 30 000 Exemplare gestiegen, die Gesamtauflage beträgt 265 000. Ein besonderes Flugblatt für den Kreis Königsberg ist in einer Auflage von 17 000 auf Kosten der Kommission hergestellt und verbreitet worden. Im Streife Frankfurt- Lebus verursachte die letzte Hauptwahl einen Koftenaufwand von 2480,70 M., die Stichwahl einen solchen von 1980,20 m., insgesamt 4460,90 m., ein schöner Beweis von der Opferwilligkeit und Solidarität der Berliner Genossen, der hoffentlich dazu beitragen werde, die hier und da auftauchenden untergeordneten Streitigkeiten zu beseitigen. Voraussichtlich werde es in den Kreisen Ruppin- Templin und güllichau- Krossen ebenfalls infolge Protestes zu Nachwahlen kommen. der Es wäre eine dankbare Aufgabe, hier über die Ergebnisse der preußischen Landtagswahlen zu reden, aber es ist schwer, ein anschauliches Bild derselben zu entwerfen, denn die vorliegenden Beröffentlichungen sind so dürftig und lückenhaft, daß man sich über die Wahlresultate nicht genügend informieren kann. Im allgemeinen muß die Beteiligung unsrer Genossen in der Provinz an Landtagswahl als flau bezeichnet werden. Es giebt nur wenige Ausnahmen, für die das Gefagte nicht zutrifft. In einigen Dörfern find gute Resultate erzielt worden, während einige Mittelstädte hinter den gehegten Erwartungen zurüdblieben. Zu den ver schiedenen Ansichten über unsre fünftige Stellung zur Landtagswahl sagt Redner, daß wir an dem gefaßten Beschluß, uns an den Wahlen 311 beteiligen, festhalten müssen. Ein andrer Weg dürfe nicht eingeschlagen werden. Ein Schmerzenskind vieler Provinzkreise sind Die Gemeindewahlen. Es wird vielfach geflagt, daß geeignete Kandidaten nicht zu finden sind. Eine Gesamtübersicht über die Mitgliedsbeiträge und die Ausgaben der einzelnen Streise ließ sich nicht geben, weil Nachweise darüber nur teilweise vorliegen und es auch in dieser Hinsicht an der wünschenswerten Einheitlichkeit fehlt. Zum Schluß noch einige Bemerkungen. Aus der von der Kommiffion aufgestellten Referentenliste wurde Fanny Imle gestrichen, und Vittor Fränkt ersuchte selber um die Streichung seines Namens. Dem Schiedsgericht, welches fürzlich gegen den Genossen Wels zu verhandeln hatte, lag so geringes und so fleinliches Material vor, daß kein Schiedsgericht der Welt daraufhin zu einer Verurteilung gekommen wäre. Wenn man das Facit der Erfahrungen und der Arbeiten des legten Jahres zieht, so muß man sagen, wir haben vieles erreicht, aber es ist noch viel zu thun, zu agitieren und zu organisieren, damit wir Erfolge, wie wir sie bei der letzten Reichstagswahl hatten, auch auf andern Gebieten erzielen. Das wird erreicht werden, wenn alle Instanzen gemeinsam arbeiten und nach einem gemeinsamen Biele fireben, ohne daß man sich durch Mißtimmungen, wie sie hier und da vorgekommen sind, in der gemeinjamen Arbeit beeinträchtigen läßt.( Beifall.) Bur Diskussion meldete sich niemand. Es folgt der zweite Punkt der Tagesordnung: Agitation und Organisation. Hierzu liegen folgende Anträge vor: Die Agitationstommission beantragt: Die Provinzialfonferenz wolle folgendem Organisationsstatut zustimmen: Die Provinzialfonferenz wolle beschließen: Die Kreise der Niederlausitz mit Einschluß von Frankfurt- Lebus erhalten das Recht, einen Agitationsverband zu bilden zur besseren Pflege gemeinschaftlicher Interessen. Der Unterverband soll Bestandteil der Organisation der Provinz Brandenburg sein und die einzusetzende Agitationskommission des Unterverbandes soll mit der Agitationskommission der Provinz in Verbindung stehen, speciell auch mit Bezug auf die Herausgabe des Kalenders Märkischer Landbote" und die Herausgabe der Fackel". Falls der Unterverband die Herausgabe eines eignen periodischen Blattes vornehmen will, soll er dazu die Zustimmung der Agitationskommission der Provinz einholen. Dieser Beschluß soll auch seinem ganzen Inhalte nach gelten für diejenigen Kreise des Regierungsbezirks Potsdam, die genügende Selbständigkeit erlangt haben, um für sich einen Unter verband bilden zu können. Weiter erhält die Agitationskommission Auftrag, zu erwägen, ob die Anstellung eines befoldeten Agitators im Herzen der Neumart geeignet erscheint, dort die Agitation und Organisation zu berbessern." Der Antrag von Büllichau- Krossen verlangt die Anstellung eines befoldeten Borfizenden. Glauben Sie denn, daß ein Socialdemokrat für seine Partei mehr thut, wenn er bezahlt wird? Mit der umbezahlten Arbeit sind doch bisher erhebliche Erfolge erreicht worden. Oft wird von den Kreisen verlangt, Bebel, Singer oder sonst ein bekannter Parteigenosse müsse als Redner fommen. Den Genoffen muß klar gemacht werden, daß dies ein unerfüllbares Verlangen ist. Denkt Ihr denn, der besoldete Mann kann Euch den Bebel zur Stelle schaffen? Man soll doch nicht sozusagen nach Primadonnen verlangen. Eine Versammlung ist doch kein Theater, wo man sich unterhalten soll. Die Sache muß es sein, die die Genossen wollen, aber nicht die Person. Ein mit den Verhältnissen des Kreises vertrauter Genosse kann in der Regel mehr wirken, wie irgend ein Genosse mit bekanntem Namen. Central Wahlverein für Teltow Beeskow: Die brandenburgische Konferenz möge eine Kommission einsetzen, die die nötigen Schritte in die Wege zu leiten hat, um für Was den Antrag von Teltow- Beeskow betrifft, so scheint es, die Provinz Brandenburg eine einheitliche Organisation zu daß das Wort Centralisation die Genossen von Teltow- Beeskow anschaffen, an deren Spitze eine Provinzialkommission, zusammen- gesteckt hat, ohne daß sie wissen, was das eigentlich zu bedeuten gesezt aus Vertretern der einzelnen Wahlkreise der Provinz hat. Centralisieren Sie die einzelnen Kreise, aber wenden Sie sich Brandenburg, steht. gegen den bureaukratischen Zug, der von oben herab centralisieren Socialdemokratischer Wahlberein des Wahl- nehmen will. Zum Schluß ersucht der Redner um sachliche Diskussion und den Genossen, welche die Kleinarbeit machen, den Einfluß treifes 8üllichau- Grossen: 1. Der Vorfigende der Agitationstommission, sowie deren der vorliegenden Anträge. Mitglieder, find von der Provinzialfonferenz zu wählen. 2. Der Vorsitzende der Agitationskommission ist als befoldeter Beamter anzustellen und hat die Pflicht, die Agitation in der Provinz zu leiten und zu überwachen, sich ferner genau über die Verhältnisse in den einzelnen Streifen zu orientieren und für den passenden Referenten zu sorgen. 3. Jeder Wahlkreis hat 5 Prozent feiner Gesamteinnahme an die Agitationskommission abzuführen. 4. Bei Wahlen sind die einzelnen Kreise von der Agitationsfommission durch Gelder und Material zu unterstützen. Jedoch hat sich der Vorsitzende davon zu überzeugen, in welcher Höhe die Unterstützung notwendig ist. 5. Die Leiter der einzelnen Kreise im Regierungsbezirk haben alljährlich einmal zusammen zu fommen, um über die gegenseitige Unterstützung bei der Agitation, sowie über die Preffe zu beraten. Hierauf giebt die Mandatsprüfungs- Kommission ihren Bericht. Es find 28 Kreise durch 71 Delegierte vertreten, darunter acht Genoffinnen. Ferner sind 12 Kandidaten und ein Abgeordneter an wesend, sowie je 2 Vertreter der„ Brandenburger Zeitung" und der Märkischen Volksstimme". Der Vorsitzende stellt die Anträge zur Unterſtügung. Sie werden sämtlich unterstützt mit Ausnahme des Antrages von BüllichauStroffen, der teine ausreichende Unterstüßung findet. Nummehr beginnt die Diskussion. Wittrisch Forst: Stadthagen hat durch Heranziehung per fönlicher Angelegenheiten der Sache einen schlechten Dienst geleistet. Wir wollen nur sachlich diskutieren. Es ist nicht wahr, daß unsre wiederholt eingebrachten Anträge nur von einem Redakteur herrühren. Der ist viel mehr der Geschobene als der Schiebende. Daß unsre Anträge berechtigt sind, beweist der Antrag der Kommission, der ja in der Hauptsache das anerkennt, was unsre Anträge wollen. Nur Stadthagen als Referent zum zweiten Punkt der Tages- wollten wir nicht das bureaukratische Beiwerk des von Stadthagen ordnung führt aus, es tönne nicht seine Aufgabe sein, alles vor- vertretenen Antrages. Stadthagens Ausführungen waren ein Gemisch zuführen, was hinsichtlich der Agitation und Organisation auf von Anarchisterei und Autokratie. Redner wendet sich zu dem Anfrüheren Konferenzen beschlossen und durch die Genossen ausgeführt trage der Kommiffion und meint, es sei eine leberrumpelung, daß § 1. Jeder Reichstagswahlkreis bildet einen Organisationsbezirk wurde. Er müsse sich aber dagegen wenden, daß die Märkische dieser Antrag ohne Berücksichtigung der gebräuchlichen Formen hier für sich. Die Organisation hat alle Orte des gesamten Wahl Boltsstimme" vom 17. Juli d. J. schrieb: Wenn es der Provinzial- eingebracht sei. Der Antrag hätte doch erst in den Kreisen diskutiert freises zu umfassen. Die Agitationskommission für die Pro- tonferenz gelinge, einen befriedigenden Ausgleich der Interessen der werden müssen. Nachdem die Kommission während eines ganzen bing Brandenburg hat das Recht, zwecks Förderung der einzelnen Wahlkreise zu schaffen, so habe sie wenigstens einmal etwas Jahres den ihr von der vorigen Konferenz gewordenen Auftrag nicht Organisation einzugreifen. Auf den Kreiskonferenzen oder Ersprießliches geleistet. erfüllen konnte, beantrage ich, eine neue Kommission einzusehen, die Ich will nicht Generalversammlungen haben je ein Mitglied der Agitations sagt der Redner in denselben Ton ver- fich mit den Organisationsverhältnissen zu befassen hat. Um die fommission und je zwei Mitglieder des Kreiſes Sig und fallen, ich möchte nur den Redakteur, der das geschrieben hat, bitten, Berliner zu entlasten, ist das nötig, was der Antrag Sorau- Forst Stimme, dem der Kreis zur Bearbeitung überwiesen ist. fich anzusehen, was in der Provinz ohne seine Beihilfe geschehen ist. verlangt. Man möge mun diesen Antrag annehmen oder nicht, verBiele § 2. Die sechs Berliner Reichstagswahlkreise bilden mit Nieder- Ich weise diese Ausdrucksweise zurück und ersuche den, der sie ge- wirklicht wird er unter allen Umständen.( Bewegung.) Barnim und Teltow- Beeskow- Stortow- Charlottenburg geschrieben hat, hier aufzutreten und seine Anträge zu stellen. Streife, besonders die der Niederlaufis, find so gestellt, daß sie ihre meinsam einen gemeinsamen Agitationsbezirk nach Maßgabe Sonfequenterweise müßte er beantragen, daß die Agitations- Angelegenheiten selbständig betreiben tönnen. Wir verlangen für der bestehenden zwischen diesen Kreisen vereinbarten Ver- fommission abzuschaffen ist. uns nichts weiter, als was die Berliner Genossen als ihr gutes Recht hältnisse. Ich bin der Ansicht, in unsrer Provinz ist hinsichtlich der Agi-| ausüben. Wenn unsre Wünsche nicht verwirklicht werden, wenn wir tation jo erhebliches geleistet worden, daß wir wünschen können, es nicht mehr mit der Kommission gehen können, dann geht es gegen möchte in ganz Deutschland ebenso sein. Wir haben zu agitieren die Kommission.( Oho!) Wir werden unsre Parteiarbeit in der in Wort und Schrift und nicht zuletzt von Mund zu Mund. Wir Niederlaufis so gut es uns möglich ist, erledigen, wir bitten aber, Für die 18 andren Reichstags- Wahlkreise hat außer den einzelnen Wahlkreisen die Agitationskommission für die Pro vinz Brandenburg die Agitation und Organisation zu fördern. uns nicht dazwischen zu treten.- Redner empfiehlt den Antrag von Wiederholung von Anträgen vor, die fortgesetzt aus einigen Kreisen Der Schluß der Debatte wird angenommen. Die Abstimmung Teltow- Beeskow. gestellt werden. Auch der Antrag Schubert kann angenommen ergiebt die Annahme des Antrages der Agitations. Silberschmidt: Nach dem Referat Stadthagens fönne man werden. Sollten Aenderungen an der Organisation gewünscht tommission. Damit sind wie der Vorsitzende fonstatiert Befürchten, daß die Kreise auseinander getrieben, anstatt zusammen werden, welche durch Annahme des Statutenentwurfs geschaffen wird, alle andern Anträge gefallen. geschlossen werden. Unsre bisherige Form der Organisation ist be- so kann die von Schubert beantragte Kommission der nächsten Zum vierten Punkt der Tagesordnung: stimmt worden durch die Lage der Gesetzgebung. Jetzt hindert uns Konferenz entsprechende Aenderungen vorlegen. Redner legt unter nichts mehr, eine straffe Centralisation zu schaffen. Diese ist ein lebhaftem Beifall Verwahrung dagegen ein, daß Silberschmidt den Die Verrufserklärung der Landarbeiter Bedürfnis der Parteigenoffen. Wenn es nicht so wäre, wie fäme es verstorbenen Genossen Keßler, der ein verdienter Parteigenosse war, erhält das Wort der Referent dann, daß sich schon 40 Kreise eine straffe Organisation geschaffen hier gegen ihn, den Redner ausgespielt habe. Mit Bezug auf Stadthagen, der unter andrem ausführt: Wir können den haben. Unter den jetzigen Verhältnissen treten wir fast nur bei Wittrische Ausführungen sagte der Redner, die Kreise der Niederlaufis Agrariern und der Regierung dankbar sein, daß sie uns in dem den Wahlen an die Massen der Arbeiter heran, während seien durchaus nicht so selbständig, wie Wittrisch es hingestellt habe. Kontraktbruchgesetz ein so wertvolles Agitationsmaterial geliefert der übrigen Zeit sind sie sich selbst überlassen. Unter Persönlich bemerkt Silberschmidt, er habe den Genossen haben. Die Hauptaufgabe unsrer Konferenz sollte sein: Förderung diesen Umständen geht unsre Organisationsarbeit nicht in Reßler nicht verdächtigen wollen. Er habe nur gesagt, die Gründe, und Belebung der Agitation unter den Landarbeitern. Eine alldie Tiefe, wir erfassen nicht die Herzen die Herzen der Arbeiter, die gegen die Centralisation der Gewerkschaften angeführt worden gemeine Agitation erscheint notwendig. Ich nehme an, daß diese unsre Ideen fassen nicht Wurzel in den Köpfen. Das ist es, was sind, werden hier von Stadthagen wiederholt, sie sind aber ebenso- gitationsarbeit der Agitationskommission übertragen wird. Sollte uns zu unsern Anträgen veranlaßt und nicht die Sucht, alles von wenig durchschlagend wie die früher von Kepler auf gewerkschaftlichem der angenommene Antrag Schubert so verstanden werden, daß die oben herab zu kommandieren. Was Stadthagen gegen unsre An- Gebiete geltend gemachten. nach diesem Antrage eingefegte Kommission an Stelle der Agitationssichten hinsichtlich der Centralisation sagt, ist dasselbe, was wir fommission tritt, dann dürfte in diesem Jahre nichts mehr aus der früher von Kepler gegen die gewerkschaftliche Centralisation gehört Agitation unter den Landarbeitern werden. Wenn es aber hinsicht haben. Mit solchen Gründen kann man aber heute die Arbeiter lich der Agitationskommission beim alten bleiben soll, dann müssen nicht mehr überzeugen. Redner empfiehlt den Antrag Teltowdie Kreise, die sich von der Kommission absondern und ihre eignen Beeskow. Wir müssen die Frage der Organisation studieren, um Wege gehen, als außerhalb der Partei- Organisation stehend besomehr, da auch der Parteitag sich mit derselben befassen wird. trachtet werden. ( Beifall.) 9 Stadthagen erwidert hierauf in einer persönlichen Bemerkung, dann erfolgt die Abstimmung über die Anträge. Angenommen wird der Antrag Schubert mit großer Mehrheit. Die übrigen Anträge sind wie die Konferenz durch Abstimmung befundet insofern erledigt, als sie der zu wählenden Kommission überwiesen werden. Ueber die Zusammensetzung dieser Kommission entsteht eine Geschäftsordnungs- Debatte. Auf Antrag Stadthagens wird beschlossen: Die Kommission besteht aus den Kreisvertrauensleuten der 26 Kreise von Berlin und der Provinz. Zum dritten Punkt der Tagesordnung: Die Presse = Faber Frankfurt a. D.: Es ist nichts neues, daß hier gegen uns etwas vorgebracht wird. Ich will demgegenüber bemerken, daß unfre Organisation erst seit einem Jahre besteht und daß wir bei der letzten Hauptwahl unsre Arbeit aus eignen Mitteln bestritten haben. Die Unterstützung bei der Nachwahl erscheint selbstverständlich, sie wird ja auch in andern Kreisen bei solchen Angelegenheiten geübt. Im übrigen sind wir in unserm Kreise ebenso selbständig wie die Genossen andrer Kreise.- Zum Antrage der Agitations- Kommission meint referiert autant- Berlin. Er begründet den folgenden, von der der Redner, der Antrag beschränke die Selbständigkeit der Kreise. Agitationskommission eingebrachten Antrag: Er halte es für das beste, wenn die Konferenz alle Anträge ablehnt und eine Kommission einsetzt, die neue Vorschläge zur Organisation macht, wie es der Antrag Teltow- Beeskow wünscht. Die Sache fei noch nicht so eilig. Die grundlegenden Aenderungen, welche die Kommission befürwortet, können schon deshalb nicht angenommen werden, weil sie den Kreisen nicht vorgelegen haben. = Baech- Schwiebus wendet sich gegen eine auf die Verhältnisse seines Kreises bezügliche Ausführung Stadthagens. Ein Mann, der in Berlin wohnt und nicht Zeit hat, zu einem Referat zu kommen, könne nicht über die Verhältnisse des Kreises urteilen. Unfre Drganisation ist noch jung. Bei den letzten Wahlen haben 5000 Wähler nicht für uns gestimmt. Das sind nicht alles unsre Gegner, sondern Leute, die unter dem Drucke der Junker stehen. Ein solcher KampfHahn, wie Genosse Stadthagen ist, sollte mal zu uns kommen und unfren Junkern die Wahrheit sagent.( Heiterkeit.) Stadthagen stellt es so hin, als wollten wir uns mit andren Kreisen streiten. Das wollen wir nicht, wir wollen mit allen andren einig sein. Wir thun in jeder Hinsicht unsre Schuldigkeit, in Schwiebus haben wir bei der Landtagswahl alle Wahlmänner der dritten Abteilung durchgebracht. Da soll man nicht sagen, daß wir hinter andren Kreisen zurückstehen. Bei uns ist die Agitation viel schwerer als in Berlin. Das soll man doch bedenken. Die Kreise der Neumark sind am unterstützungsbedürftigsten. Diese ersuche ich deshalb, gegen die Anträge der Kommission zu stimmen. Redner ersucht um Annahme des Antrages Teltow- Beeskow. das Der Redner beleuchtet das Kontraktbruchgesetz. Elende Löhne, jämmerliche Wohnungen, schlechte Naturalverpflegungen haben die ländlichen Arbeiter in allen Teilen unsrer Provinz. Diese jämmersollen durch Gesetz lich gestellten Arbeiter geplante noch weiter in ihren Verhältnissen herabgedrückt und dem unersättlichen agrarischen Arbeitgeber auf Gnade und Ungnade zur denkbar größten Ausbeutung überliefert werden. Der Redner tennzeichnet einen unter Mitwirkung der Landwirtschaftskammer der Provinz Brandenburg zu stande gekommenen Arbeitsvertrag, der den galizischen Arbeitern vorgelegt wird und Bestimmungen enthält, 1. Für die in der Provinz Brandenburg erscheinenden Partei- die dem Reichsgesetz widersprechen. Selbst der galizische Landiag zeitungen( Märkische Volksstimme" und" Brandenburger Zeitung") hat die Arbeiter gewarnt, auf solche Anträge hineinzufallen. Die besteht je eine Preßkommission. Dieselbe ist so zusammenzusetzen, Leute, welche durch solche Anträge die Arbeiter bedrücken, fordern daß die Zahl ihrer Mitglieder sich nach der Zahl der Abonnenten ein Gesetz gegen den Kontraktbruch, ein Gesetz, welches verhindern in den einzelnen Kreisen richtet, und zwar ist auf je 600 soll, daß die Arbeiter der Hölle, die ihnen die agrarischen Ausbeuter Abonnenten eines Wahlkreises ein Preßkommissionsmitglied, für bereiten, entfliehen, ein Gesetz, welches die Arbeiter vogelfrei macht, die folgenden vollen 600 Abonnenten wieder ein Mitglied usw. ein Gesetz, welches dem Reichsgesetz widerspricht. In der einen oder von den Streifen einzusetzen. Kreise, deren Abonnentenzah! 600 andren Form wird ja die Borlage Gesetz werden. Wir erhalten nicht erreicht, haben das Recht, Zuziehung zu einzelnen Sizungen dadurch ein Agitationsmaterial, das geeignet ist, die Köpfe der der Preßkommission zweds mündlicher Darlegung ihrer Arbeiter zu revolutionieren. Wir müssen den Arbeitern zeigen, wie Wünsche zu beanspruchen. Die Agitationskommission für die rechtlos in jeder Hinsicht sie sind. Es ist eine irrige Annahme, wenn Provinz Brandenburg hat in der Preßkommission Sik man glaubt, die Landarbeiter haben kein Koalitionsrecht. Die geund Stimme. Aufgabe der Preßkommission ist: Die meinsame Arbeitseinstellung der Landarbeiter ist allerdings unter Wahrung der Partei- Juteressen an der Zeitung, insbesondere die Strafe gestellt, aber das Recht, sich zu vereinigen, haben sie. Wir Regelung aller Wünsche und Beschwerden über den Inhalt der müssen dafür agitieren, daß die Landarbeiter vom Koalitionsrecht Zeitung, über Redaktion und Verlag, Anstellung und Absetzung Gebrauch machen, wir müssen sie aus ihrer Indolenz und aus ihrer der Redaktions- und Verlagsbeamten, sowie Regelung der Gehalts- Ruhe aufheben und sie in den Klassenkampf treiben. Die Agitation verhältnisse. braucht nicht durch hervorragende Genossen betrieben werden. Partei2. Den Kreisen wird es wiederholt zur Pflicht gemacht, für genossen aus ländlichen Kreisen, die mit den Verhältnissen auf dem Lande die Einführung und weiteste Verbreitung der zur Zeit anerkannten vertraut sind, geben die besten Agitatoren ab. Für uns heißt es Partei- Organe zu wirken. Anerkannt sind außer dem„ Vorwärts" jezt: Hinaus aufs Land zu unsren gedrückten, geknechteten Arbeitsfür die Provinz Brandenburg die Märkische Voltsstimme", die brüdern. Wir müssen sie aufrütteln, aufpeitschen mit der Peitsche, Brandenburger Zeitung" und die Fackel". Das Halten der die uns unsre Gegner in die Hand gegeben haben.( Lebhafter " Fackel" entbindet keineswegs von der Verpflichtung, eins der Beifall.) täglich erscheinenden Partei- Organe zu halten. Der Vorsitzende verliest folgende Anträge, welche noch zu diesem Punkt eingegangen find: " „ Die Kreiskonferenz von Potsdam- Osthavelland bezeichnet das am 24. Auguft d. I. in der„ Brandenburger Zeitung" veröffentlichte Statut für die Preßkommission" als ganz unzureichend. Sie fordert als Minimum für den Wahlkreis Potsdam- Osthavelland ein Recht zur entscheidenden Mitwirkung bei Anstellung des politischen Redakteurs und zur Teilnahme an allen Sizungen der Preßkommission. Sie beauftragt die Kreisdelegierten, auf der Provinzialfonferenz nachdrücklich diesen Standpunkt zu vertreten." " Die Konferenz beschließt, die gedruckt vorliegenden Anträge zur Presse sowie die sonst aus den Kreisen der Provinz einlaufenden Wünsche in dieser Richtung gleichfalls der neu zu wählenden Kommission zur Erledigung zu überweisen, da dieselbe bei ihren Verhandlungen naturnotwendig auch eine Regelung der Preßverhält nisse vornehmen muß." Die Anträge finden die erforderliche Unterstützung. Die Diskussion wird eröffnet. Zu diesem Punkt liegt der folgende, ausreichend unterstützte Antrag vor: Prenzlau Angermünde: Die Kreiskonferenz ersucht die Provinzialfonferenz, zu beschließen: Ein das Kontrattbruch- Gesez in populärer Darstellung behandelndes Flugblatt ist den ländlichen Wahlkreisen zur Massen verbreitung zur Verfügung zu stellen. Zur Diskussion erhält das Wort Hirsch Charlottenburg: Wir sind ja in Stadthagens Referat beffer weggekommen wie andre Genossen, in der Sache ist er aber auch gegen unsern Antrag. Es scheint, als ob es Stadthagen unangenehm ist, daß wir unsren Antrag gestellt haben. Vielleicht ahnt er schon, daß unser Antrag hier angenommen wird. Stadthagen hätte besser gethan, erst die Begründung unsres Antrages zu hören, ehe er sich veranlaßt fühlte, ihn tot zu reden. Unser Antrag bezweckt nicht eine Centralisation wie die irgend eines Wahlkreises. Baich Schwiebus: Dieses Gesetz, welches uns StadtEs kommen fortgesetzt Anträge aus der Provinz, die beweisen, daß man mit der Zusammensetzung der Agitationskommission nicht zuhagen vorführte, existiert in Wirklichkeit schon seit langen Jahren, frieden ist. Wir wollen deshalb die Beratung der Organisationswenigstens wird in ländlichen Kreisen schon immer in dem Sinne frage nicht durch die Agitationskommission, sondern durch eine begehandelt, daß Abzüge vom Lohn gebilligt werden, daß die Arbeiter sondere Kommission. Wir denken uns die Organisation so, daß sie geprügelt und durch die Polizei in die Arbeit zurückgeführt werden. sich auf der Organisation der Wahlkreise aufzubauen hat. Ueber Redner befürwortet eine rege Agitation in dem vom Referenten denselben müßte eine Bezirkskommission und über dieser die empfohlenen Sinne. Nur wer in den Verhältnissen der Landarbeiter aufgewachsen ist, kann die Verhältnisse kennen und richtig beurteilen. Provinzialkommission stehen. Die Bezirke könnten so zusammengelegt Die Arbeitsverhältnisse auf dem Lande, namentlich der Kinder, find werden, daß nicht nur die geographischen, sondern auch die wirt viel ungesunder wie in der Industrie. Auf dem Lande kommandiert schaftlichen Verhältnisse der Kreise berücksichtigt werden. Daß nur der Gutsbefizer, manchmal auch seine Frau, die mit der Peitsche eine solche Organisation möglich ist, dafür bietet unser Wittrisch Forst: Der Einfluß auf die Haltung des Vor- in der Hand die Arbeiter antreibt. Kreis ein Beispiel. Er ist keine wirtschaftliche Einheit und hat doch wärts" wurde selbstverständlich den Berliner Genossen in Verbindung Schadow Kottbus: Auch wir haben gegen eine Hochburg eine gut funkonierende Centralisation. Der zu wählenden mit dem Parteivorstande überlassen. Ebenso selbstverständlich müsse der Junker zu kämpfen, besonders im Spreewalde. Wir haben eine Kommission müßte auch das vorliegende Organisationsstatut über- gefordert werden, daß sich die Berliner Genossen nicht einmischen in Kommission eingesetzt, welche die Agitation unter den Landarbeitern wiesen werden. Sie Angelegenheiten der beiden Parteiblätter für beide Regierungs- betreiben soll, und wir versprechen uns davon guten Erfolg, namentKrasemann Neu- Nuppin wendet sich gegen den Antrag bezirke der Provinz. Redner bespricht die Befugnisse der Preßlich nachdem uns das Kontraktbruch Gesetz so vorzügliches Teltow- Beeskow, sowie gegen den von Sorau- Forst. Der Kreis kommission der„ Märkischen Volksstimme" und meint, für die Agitationsmaterial geliefert hat. Aus eigner Erfahrung weiß ich, Ruppin Templin bedürfe der Unterstützung durch die Berliner Brandenburger Zeitung" fönne den Rathenower Genossen ein Mit- daß ein Landarbeiter auf dem Lande in der Agitation viel mehr Genossen, ohne dieselbe sei er gar nicht aktionsfähig. Da die bestimmungsrecht in rein geschäftlichen Angelegenheiten des Blattes Erfolg erzielen kann wie ein Redner aus Industriegebieten. Organisation auf das Zusammenwirken aller Streise aufgebaut ist, zugebilligt werden. Alle Kreise des Verbreitungsgebietes an der Krasemann Neu- Ruppin: In unsrem Kreise haben es die so dürften die Kreise nicht auseinandergerissen werden. Redner Breßkommission zu beteiligen sei nicht angängig, ebensowenig dürfe Agrarier verstanden, sich die Leutenot vom Halfe zu halten, indem ersucht um Ablehnung z. B. des Kommissionsantrages. Wenn man der Agitationskommission Siz und Stimme in der Preßkominission sie Berliner Waisenkinder in der unverantwortlichsten Weise bestimmten Kreisen das Recht der Mitwirkung einräume, so eingeräumt werden. ausbeuten. Die Kinder sind von der Berliner Waisenverwaltung den würden leicht Zwiftigkeiten entstehen, auch würde die so erweiterte Sydow Brandenburg spricht seine Verwunderung darüber Bauern in Pflege gegeben. Wie werden aber solche Kinder beAgitationsfommission ein zu schwerfälliger Apparat sein. Die Kom- aus, daß die Agitationskommission eine Vorlage bezüglich der Preß- handelt? Ich führe hier einige Fälle an, um die Aufmerksamkeit mission müsse in der Lage sein, schnell zusammenzutreten, um bei fommission eingebracht habe, durch welche die beteiligten Genoffen der Berliner Stadtverwaltung auf dieselben zu lenten. Der Bauer wichtigen Anlässen Beschlüsse zu fassen. Man möge deshalb alle ebenso überrascht worden seien, wie durch die Vorlage des Kemnitz in Keller bei Lindow übernahm ein 10jähriges Berliner Anträge ablehnen und es beim alten lassen. Drganisationsstatuts. Weiter wendet sich der Redner gegen den An- Waisenmädchen. Um 4 Uhr morgens muß das Kind aufstehen und Simon- Reppert führt aus, im Kreise Sternberg sei die Lage trag Osthavelland. Kreisen, die keine finanziellen Leistungen fünf Kühe melken, eine Arbeit, zu der die Kraft einer erwachsenen der Arbeiter so schlecht, daß sie regelmäßige Beiträge nicht zahlen für Blatt übernehmen, fönne tein Mitbestimmungs- Frau nötig ist. Nach dem Melken bekommt das Kind ein knappes fönnen. Auf den Gütern verdienen die Frauen pro Tag 30-40 Pf., recht in der Preßkommission eingeräumt werden. Die Frühstück und in der schulfreien Zeit wird es weiter mit schweren die Männer 75 Pf. bis 1 M. Bei so schlechtem Verdienst tönne man Streise, in denen die„ Brandenburger Zeitung" berbreitet ist, Arbeiten beschäftigt. Als das überangestrengte Kind einmal bei der feine Beiträge erwarten. Redner tritt dafür ein, daß es mit der hätten schon jetzt ein Mitbestimmungsrecht, aber soweit tönne Arbeit einschlief, kam der Bauer mit einem Prügel und schlug unAgitationsfommission so bleibt wie es bisher war. man nicht gehen, daß die Kreise über alle geschäftlichen Angelegen- barmherzig auf das arme Geschöpf ein. In Siebersdorf giebt es Schubert- Berlin: Eine Reorganisation unsrer Provinz ist heiten des Blattes mitzubestimmen haben, und daß dadurch die ebenfalls Leute, welche Berliner Waisenkinder zur Arbeit verwenden. notwendig. Die Kommission hat ja auch den Kreisen die straffere erworbenen Rechte der Brandenburger Genossen beeinträchtigt werden. Wenn diese Kinder einmal Dummheiten machen, wie sie bei Drganisation empfohlen. Wir kommen wohl am besten zum Ziel, Der Redner beantragt: wird der Pastor gerufen, und wenn wir alle vorliegenden Anträge einer Kommission überweisen, die in Gemeinschaft mit der Agitationskommission dann ein Organifationsstatut ausarbeitet. Der Entwurf der Agitationskommission tommt uns so überraschend, daß wir seine Tragweite nicht übersehen können. Durch Kommissionsberatung der vorliegenden Angelegenheit tommen wir den hier ausgesprochenen Wünschen entgegen. Redner beantragt: 0 Kindern vorkommen, dann Die Provinzialfonferenz beauftragt die Agitationskommission, der berabfolgt den Kindern Schläge. Das Elend auf dem Lande in nächster Zeit in geeigneter Weise eine Aussprache zwischen den ist fürchterlich. Wir müssen unter den Landarbeitern agifieren, intereffierten Kreisen und den bestehenden Preßkommissionen der am besten dadurch, daß wir wir die Fadel" wenigstens im Parteiblätter darüber herbeizuführen, in welcher Weise den ein- legten Vierteljahr allwöchentlich erscheinen lassen. Auf die Agitation zolnen Kreisen das Recht auf Siz und Stimme in den Preß- in Versammlungen können wir uns nicht beschränken, da wir in fommissionen einzuräumen ist." vielen Orten keine Säle bekommen. Karl Liebknecht ersucht um Ablehnung des Antrages Die Diskussion ist erschöpft. " Die Provinzialfonferenz beschließt die Einſegung einer Sydow. Der Antrag von Osthavelland sei den Brandenburger Schubert erhält das Wort zu einer Richtigstellung. Er beKommission, die in Gemeinschaft mit der Agitationskommiffion Genossen nicht überraschend gekommen, denn sie hätten die Wünsche merkt: Sein Antrag sei nicht so zu verstehen, wie Stadthagen die nötigen Schritte in die Wege zu leiten hat, um eine straffere der osthavelländischen Genossen lange gekannt. Die Zahl der andeutete. Der Antrag wolle die Agitationsfommission in feiner Organisation für die Provinz Brandenburg zu schaffen. Dieser Abonnenten in diesem Kreise rechtfertige das Verlangen, in der Weise beschränken, in dieser Hinsicht bleibe es selbstverständlich so Entwurf ist rechtzeitig vor der nächsten Provinzialfonferenz zu Preßkommission vertreten zu sein. Auch nach Annahme des Antrages wie es bisher war. veröffentlichen. Die vorliegenden Anträge sind der Kommission zu würden die Brandenburger Genossen das Uebergewicht in der Beüberweisen." M " Der Antrag Prenzlau- Angermünde wird einstimmig angenommen. Zum letzten Punkt der Tagesordnung liegen folgende Anträge des Socialdemokratischen Central- Wahlvereins für Teltow- BeeskowStorkow- Charlottenburg vor: 1. Am Kopf der Lokalliste sind die Worte Lokale, welche teinen Saal haben, sind frei" zu streichen. 2. Die Lokalliste ist einheitlich so zu gestalten, daß nur freie Lokale in derselben Aufnahme finden. Nach einer furzen Geschäftsordnungs- Debatte zwischen Stadts hagen und Hirsch werden beide Anträge, die keine ausreihende Unterstützung finden, der Lokalfommiffion überwiesen. stimmung über die Brandenburger Zeitung" haben. Lautant Berlin: Genosse Schubert sagt, die Vorlage der Edermann Rathenow bezeichnet den Antrag von OsthavelKommission habe ihn überrascht. Die Vorlage enthält doch aber land als unannehmbar und polemisiert gegen denselben. nichts Andres als das, was schon bisher für die Kommission maß Ewald Berlin führt aus: Nachdem das Verbreitungsgebiet gebend war, wenn auch nicht in Form eines geschriebenen Statuts. der Brandenburger Zeitung" sich weit über ihren ursprünglichen Weiter führt Redner aus, daß die Berliner mit den Genossen der Kreis ausgedehnt hat, sei es durchaus zu billigen, daß auch die Provinz zusammenarbeiten wollen, aber daß alle Kreise in der Genossen des jetzigen Verbreitungsgebiets Einfluß auf das Organ Agitationskommission vertreten sein sollen, das sei nicht möglich. beanspruchen. Das Recht, welches jetzt den Genossen außerhalb Ein Antrag auf Schluß der Diskussion wird angenommen. Brandenburgs eingeräumt werde, sei nur ein Scheinrecht, denn das Stadthagen erhält das Schlußwort. Auf die persönlichen Recht, Wünsche hinsichtlich der Haltung des Blattes zu äußern, habe Angriffe gehe ich im Interesse der Sache und der betreffenden doch schließlich jeder Abonnent. Redner ersucht um Annahme des Personen nicht ein. Was ist Sachliches angeführt, was besser wäre Antrages der Agitationskommission. Simon Reppen kritisiert einen statistischen Artikel der Märkiwie unfre Anträge? Nicht das mindeste. Ich ersuche um Ablehnung des Antrages Teltow- Beeskow, weil er den Kreisen ihre Selbst- schen Volksstimme". ständigkeit nehmen würde, denn die Centralisation, die sich auf der Rieger Spandau polemisiert gegen Eckermann und vertritt Zahl der organisierten Genossen aufbaut, würde Berlin den den Antrag Ofthavelland. In letzter Zeit sei ja der Inhalt der Wafferstand am 3. September. Elbe bei Ausfig 0,81 Meter, bei überwiegenden Einfluß in allen Vertretungen gewähren. Den Brandenburger Zeitung" besser geworden. Früher sei der Genosse Dresden 2,19 Meter, bei Magdeburg 0,07 Meter. Unstrut bei Dder bei Ratibor+ 0,80 Meter, bei Breslau 10 000 organisierten Genossen in 18 Provinzkreisen stehen Beus wie ein Herrgott betrachtet worden und die Haltung des Straußfurt+0,75 Meter. - 1,68 Meter, bei allein 16.000 im sechsten Berliner Kreise gegenüber. Blattes sei so gewesen, daß sie keinem zielbewußten Genossen gefallen Ober- Begel+4,50 Meter, bei Breslau Unter Begel Weichsel bei Brahemünde+1,82 Meter.. Man kann nicht alles bont der Centralisation erwarten. fonnte. Aus diesem Grunde erkläre sich das schon früher gestellte Frankfurt+0,31 Meter. So wie die Verhältnisse jest liegen, muß die Agitationskommission Verlangen der Genossen von Osthavelland, Einfluß auf die Haltung arte bei Posen-0,20 Meter. Nese bei Usch+ 0,32 Meter. ein geschriebenes Statut haben. Wir beugen dadurch auch der des Blattes zu bekommen. ja " 1 M " Hierauf schließt der Vorsitzende Dimmick um 8 Uhr die Konferenz mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Socialdemokratie. Männer- Gefangverein Socialdemokratischer Wahlverein „ Schildhorn". Sonnabend, den 3. d. M., starb nach längerem Leiden unser treuer, langjähriger Sangesbruder Emil Fitzner. Der Verein wird demselben ein treues Andenken bewahren. Beerdigung Mittwoch, den 7. d. M., nachmittags 5 Uhr, von der Halle des Himmelfahrt- Friedhofes, Nordend. Danksagung. 65/12 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau Martha Hanke sage ich allen Bekannten, Verwandten und Kollegen sowie den Genossen des 8. Bezirks und dem Gesangverein Frei" meinen herzlichsten Dant. 9385 Lichtenberg, 6. September 1904. Franz Hanke. Kranz- und Blumenbinderei bon H. Rodewald, Alexandrinenstrasse 1a. Kränze mit Widmungsschleifen, Arrang. zu Festlichkeiten, Bouquets, Topfgewächse jeder Art 2c. preiswert. Von der Reise zurück [ 9306 Dr. Ernst Gebert Arzt f. Hautleiden. Lindenstrasse 6. < on der Reise zurück[ 119/17 Dr. Julius Cohn Wallnertheaterstrasse 32. Dr. Schünemann Specialarzt für Haut, Harn und Frauenleiden, Seydelstr. 9. Wochentags 1/ 12-3, 6-28. PrinzenDr. Simmel, Str. 41, Specialarzt für[ 25/ 12* Haut- und Harnleiden. 10-2,5-7. Sonntags 10-12. 2-4. Möbelverkauf! III. Wahlkreis. für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis. Dienstag, den 6. September, abends 8½ Uhr, in Frankes Feffelen, Dienstag, den 6. September, abends 8½ Uhr, in Schmidts Gesellschaftshaus, Gartenstraße 6: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Fritz Kunert über: " Die Verrufserklärung der Landarbeiter und des Gesindes im preußischen Landtage". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. haben Zutritt. Gäfte auch Damen Bei Behandlung eines solch aktuellen Themas erwartet recht starken Besuch 248/14 Der Vorstand. Sebastianstr. 39: Versammlung des socialdemokr. Wahlvereins für den III. Kreis. Tages Ordnung: 212/2 1. Vortrag des Schriftstellers H. Ströbel über: Das oft asiatische Menetekel. 2. Diskussion. Gäste willkommen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Achtung! Kistenmacher! Achtung Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute, Dienstag, den 6. September, abends 82 Uhr, in den Andreas- Festsälen", Andreasstraße 21: 103/15 Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht über den Stand des Streiks. 2. Diskussion. Alle Kollegen, welche zu den neuen Bedingungen arbeiten, und alle streikenden müssen erscheinen. Die Lohnkommission. Ein gescheiter Ropf raücht Problam No 3 uptrafein 119L* Sofastoffe Riesenauswahl aller Qualitäten. Bolle Reste! Satteltaschen. Mocquettes. Plüsch Muster b.näher. Angabe franco. Emil Lefèvre, Berlin, 158, Oranienstr. In meiner Möbelfabrik, Gneisenau Straße 15, am Halleschen Thor, stehen viele Wohnungs- Einrichtungen, berliehen gewesene und neue Ausstattungen zum sehr billigen Verkauf. Zeilzahlung bei ganz geringer Anzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Durch große Gelegen heits- Einkäufe zu billigen Preisen liefere ich gediegene Einrichtungen für 150, 200, 300, 400 Mart, hochelegante von 500 bis 10000 Mart. Ganz besonders empfehlenswert ist der große Borrat verliehen gewesener und zurüdgesezter Möbel, die noch fast neu und im Preise bedeutend herabgesetzt find. Kleiderspind 24, Kommode 18, Sofa mit Auszug 30, Bettstelle mit Matraße 20, Muschelspinde, Vertikos 36, Salongarnitur, Plüschgarnituren 105, Muschelbettstellen mit Matratzen 40, geschnitte Büffetts, Bücherspinde, Baneeljofas mit Satteltaschen 85, Schreibtisch 40, Chaiselongue, Englische Schlafzimmer, Speisezimmer, Salons, auch Jugendstil, sehr billig. Gekaufte Möbel werden 3 Monate kostenfrei NB. Alle Bruchbänder mit elastiBruch- Pollmann empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, Suspensors, sowie sämtliche Artikel zur Krankenpflege. Eigne Werkstatt. Berlin C., Charlottenburg. Volks- Versammlung für Männer und Frauen Zablstelle Berlín. Bureau: SO., Engel- Ufer 15. Fernsprecher: IV, 3578. Mittwoch, den 7. Septbr. 1904, abends 8% Uhr: Vertrauensmänner- Versammlungen. Moabit: bei Jocksch, Turmstr. 84. Tagesordnung: 1. Bericht der Vertrauensleute. 2. Verbands. und ſalit- Angelegenheiten. 3. Verſchiedenes. Kolbergerstr. 23. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission und der Vertrauensmänner. Wedding und Gesundbrunnen: bei Serrn Raabe, am Dienstag, den 6. September, abends 8%, Uhr, im Volkshause, 2. Verbands- und Werkstatt- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Rosinenstr. 3. Tages Ordnung: 1. Der Amsterdamer Kongreß und der Generalstreit. Referent: Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: Genoffe Wilhelm Buchholz. 2. Diskussion. Wir erwarten zahlreiches Erscheinen. 204/3 Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis Zimmer 34. Amt IV, 3353. bei Wernau, Schwedterstr. 23-24. Tagesordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Wertstatt- Angelegenheiten. 3. Verbands- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Osten u. Nordosten: bei Mann, Strausbergerstr. 3. Tagesordnung: 1. Bericht der Obleute. 2. Werkstatt- Angelegenheiten. 3. Verbands- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Mitgliedsbuch und Karte legitimiert. Mittwoch, 7. September, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Südosten: bei C. Behrend, Manteuffelstr. 95. Engel- Ufer 15, Saal 7: KF Versammlung Tagesordnung: Werkstatt- und Verbands- Angelegenheiten. Vertrauensmänner- Karte und Mitgliedsbuch legitimiert. Die Mitglieder der Kontrollkommission werden ersucht, um 8 Uhr anwesend zu sein. aller in der Drahtindustrie beschäftigten Arbeiter Süden: bei Gliesing, Wafferthorstr. 68. Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Schriftstellers Herrn Baege über: Bibel und Babel. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Tagesordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Ver bands- und Werkstatt- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Westen und Süd- Westen: in Habels Brauerel, Berg. mannstr. 5-7. Tagesordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Ber bands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Former und Berufsgenossen Bezirk Friedrichsberg: bei Lutterbüne, Friedrich Berlins und Umgegend Mittwoch, 7. September, abends 8, Uhr, im Kösliner Hof, Röslinerstr. 8: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die zwischen Unternehmern und Arbeitern der Berliner Eisengießereien getroffenen Bereinbarungen. 2. Diskussion. Bahlreichen Besuch erwartet 120/7 Die Ortsverwaltung. Achtung! Glasschleifer! Achtung! Lieferants. Dris- u.Hilfs- Krankenkassen Dienstag, den 6. September, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, 30. Linien- Straße 30. aufbewahrt, durch eigne Gespanne ge- fchen Belotten, angenehm und weich liefert. Musterbuch gratis. 2152* am Körper. D er gewaltige Neubau des Geschäftshauses der Firma Th. Fork, Kretschmar& Co., An der Jannowißbrüde 3-4, schreitet rüftig fort. Obschon erst die Hintergebäude zum Teil fertig gestellt find, da für die mächtige Borderfront durch Abriß der bisherigen Gebäude Plaz geschaffen wird, so zeigt sich in dem bereits Fertiggestellten, daß der Baumeister es verstanden hat, einfache aber vornehme Gediegenheit mit dem Praktischen zu vereinen; Prunkendes, Proziges ist überall vermieden. Da hier nahezu ein ganzes Straßenviertel aus alten Häusern verschwind et, ist es nicht zu verwundern, daß die Baustätte von Passanten ftändig umlagert wird. Die Firma Th. Fork, Kretschmar& Co. richtet hier überhaupt existiert. Engel- Ufer 15, Saal I: Oeffentl. Versammlung Tagesordnung: 1. Bericht des Obmanns. 2. Werkstatt- Angelegen heiten. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Modell- und Fabrik- Cifchler bei Dieke, Ackerstraße 123. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Bericht der Vertrauens leute. 3. Verschiedenes. Die Kommiffion. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Stock- und Celluloid- Arbeiter bei Bareinz, Brückenstraße 7. Bilderrahmenmacher bei Augustin, Lindenstr. 69. 2agesordnung: 1. Bericht der Werkstatt- Kontrollkommission. 2. Werkstattsämtlicher Glasschleifer, Polierer und Beleger Berlins. differenzen. 3. Berschiedenes. Tages- Ordnung: 1. Stand unfrer Lohnbewegung. 2. Diskussion. Kollegen! Es ist Ehrenpflicht, daß jeder Einzelne in dieser so wichtigen Bersammlung erscheint. Mit kollegialem Gruß 9246+ Drechsler. Der Einberufer. Osten: bet Krause, Koppenstraße 41. Norden: bei Dietrich, Brunnenstraße 41. Arbeitervertreter- Verein Berlin. Die Kollegen von Wagemann, Brunnenstr. 183, sind hierdurch besonders geladen. ein Wrobellaufhaus ein, wie solches weder in Berlin noch in Deutschland Donnerstag, 8. September, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Südosten und Westen: bei Stramm, Ritterstraße 123. 2212 Jede Uhr zu reinigen kostet ¿ ¿ ¿ ÅÅÅÅÅ Jede Uhr Engel- Ufer 15: Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht aus den amtlichen Nachrichten( Rekurs- und Revisions- Entbei mir unter Garantie nur 1,50 Mk., außer Bruch. Kleine Repara- scheidungen). 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. turen billiger. Trauringe in jedem Gold und Doublé zu billigsten Façonpreisen in jeder Preislage und Nummern stets am Lager. Großes Ketten- Lager zu allen Preisen. 47122* Emil Rothert, Uhrmacher und Goldarbeiter, Andreas- Strasse 62. Frankfurter Allee 118. Nur 150 jede Uhre bei mir zu reparieren u. reinigen unter Garantie des Gutgehens( ohne Bruch), kleine Reparaturen billiger. Grosse Auswahl in Uhren u. Goldwaren zu billigsten Preisen. Goldene Damen- Remontoir, 10 Steine, v. 18,-, Goldene Herren- Doppelkapsel- Remontoir v. 50,-, Silberne Remontoir v. 9,-, Regulateure, Freischwinger, Wecker- u. Wanduhren. Goldene Herrenu. Damen- Ketten, Ringe, Schmucksachen in modernsten Façons für jeden Geschmack. Für jede bei mir gekaufte Uhr leiste 3 Jahre Garantie. Uhr38971* Karl Lux, re, Chausseestr. 34. SO. Berlin No. 16. H.& P. Uder, Engel- Ufer 5. Specialität: Nordhäuser Kautabak Fabrik- Lager sämtlicher gangbarer Kautabake. stets frisch zu billigsten Engros- Preisen. 5659L* Amt 4, 3014. Berlangen Sie ausdrücklich den so vorzüglich schmeckenden Dänischen Anker- Kautabak. -O - der Echt nur, wenn in jedem Stüd Schleifen oder Rollen Firmenzettel mit Anker liegt. Nachgeahmten Tabat ohne Bettel weise man zurüd. Zu beziehen für Wiederverkäufer nur durch 56612* Carl Röcker, Berlin, Grüner Weg 112, Amt VII, 3861. Sämtl. Schnupf: u. Rauchtabale, Nordh. Kautabak en gros. Josetti-, Garbáty- u. a. Cigaretten zu Original- Preisen. Gäste willkommen. 53/10 Der Vorstand. J. A.: F. Pieschel, Gartenstr. 51. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Verband der Schneider u. Schneiderinnen Filiale Berlin. 26 Mittwoch, den 7. September, abends 8%, Uhr, in der„ Berliner Ressource", Kommandantenstraße 57: Mitglieder Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Werkstattdifferenzen. 3. Verbands- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Jede Werkstatt muß vertreten sein; auch die in Tischlereien beschäftigten Drechsler haben einen Delegierten zu entsenden. Bau- Tischler abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tagesordnung: 1. Stellung der Bautischler zu den Vorschlägen der Tarifberatungs- Kommiffion. 2. Diskussion. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Stellmacher bei Pfeffer, Rosenthalerstr. 57. Tagesordnung: 1. Verbands- und Branchen- Angelegenheiten. 2. Dis. fuffion. 3. Verschiedenes. In Anbetracht der Wichtigkeit ist es notwendig, daß jede Werkstatt ver Die Kommission. Versammlung. treten ist. Tages- Ordnung: Festsälen, Koppenstraße 29: 1. Vortrag des Genoffen Sassenbach über: Die christliche Sonnabend, den 17. September, in Kellers gesamten Gewerkschaftsbewegung in Deutschland. 2. Wahl der unbesoldeten Mitglieder des Hauptvorstandes, der Revisoren für die Hauptkasse und der Prepkommission. 3. Wie erweitern und verbessern wir unsre Beitragstaffierung? 4. Bericht der Brandenburger Agitationsfommission. Die Mitglieder aller Branchen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Das Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe kein Zutritt! 163/7 Die Ortsverwaltung. 12. Stiftungsfest. Sinfonie- Konzert ausgeführt vom Neuen Berliner Tonkünstler- Orchester ( Dirigent: Franz Hollfelder). Mitwirkende: Frau Hertha Geipelt, Sopran; Herr Max Rothenbücher, Baryton; Herr Stonzertmeister Alexander Altmann, Bioline. Klavier Herr Freie Vereinigung der Bleiglaser und Glasmaler sowie der in dieser Branche beschäft. Personen. Begleitung: Der Theodor Prusse. Mittwoch, den 7. September, abends 8 Uhr: Außerordentliche Generalversammlung in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: 1. Barlamentarismus und Generalstreit. Referent: Genoffe Fritz Kater, Korreferent: Kollege Hermann Kündig. 2. Bericht der Kommission über die Verhandlungen betreffs Arbeitsnachweis. Es ist Ehrenpflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 73/11 Der Vorstand. S..: Arthur Rätsch. Programm: Lieder Andante aus der 11. a.: Duette aus dem Oratorium ,, Die Schöpfung" von Haydn; von Hildach etc.; Faust- Phantasie Violin- Solo 5. Sinfonie von Beethoven Zug der Frauen aus ,, Lohengrin" von Wagner Einleitung z. Op. ,, Loreley" von Bruch. Anfang 8 Uhr. Rauchen verboten. Billets a 50 Pf. auf allen Zahlstellen und im Gewerkschaftshause, Bimmer Nr. 11. 88/12 Programme und Liederterte gratis. Das Komitee. Portieren, Decken, Läufer lief. altes Specialhaus( kein AbzahlungsGeschäft) reellen Privaten ausnahmsw. auf Teilzahlung. Offerten unter M. 1 an die Expedition des Vorwärts". Teppiche, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 6. September. Anfang 7 Uhr: Urania. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Dienstagabend 8 Uhr Das Heiratsnest. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater) Dienstagabend 8 Uhr Johannisfeuer. Typographia. In dieser Woche finden die Uebungsstunden Von der Zugspitze zum Watzmann. Quftipiel in 3 Aufz. von Gustav Davis. Schauspiel in 4 uten von Hermann am Dienstag und Donnerstag für Sternwarte Invalidenstr. 57/62. Opernhaus. Hänsel und Gretel CASTAN'S Coppelia. Deutsches. Lady Windermeres Fächer. Berliner. Göz von Berlichingen. Leffing. Die Frau vom Meere. Westen. Der Freischütz. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Das Heiratsneft. 15 ANOPTICUM. Friedrichstr. 165. Rosa Schiller N. Friedrich Wilhelm das gelehrte Pferd! städtisches Theater). Johannisfeuer. Central. Tannhäuser- Parodie. Neues. Salome. Borher: Logit des Herzens, Residenz. Eine Hochzeitsnacht. Kleines. Des Pastors Nieke. Trianon. Shr zweiter Mann. Metropol. Ein tolles Jahr. Belle Alliance. Charleys Tante. Luisen. Von Stufe zu Stufe. Deutsche Voltsbühne. Die Räuber. Deutsch- Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Apollo. Venus auf Erden mit Hans, das denkende Pferd. Specialitäten. Herrnfeld Theater. Nur eine Nacht. Am andern Morgen. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Passage Theater. Dida. Speciali täten. Anfang 5 Uhr. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Von der Bugspitze zum Bazmann. Juvalidenstraße 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a- 5. Salome. Borher: Logik des Herzens. Anfang 8 Uhr. Mittwoch: Kabale und Liebe. Central- Theater Anfang 8 Uhr, Ende 10%, Uhr: Erster großer Erfolg in dieser Saison. Tannhäuser oder: Der Sängerkrieg. Burlesque Operette in 4 Atten bon Joh. Neftroy und Start Binder. Morgen und folgende Tage: Anfang 8 Uhr: Tannhäuser. OOLOCISCHER Z CARTEN Täglich nachmittags ab 4 Uhr: Großes Militär- Doppelkonzert. Gastspiel der Kapelle der MatrosenArtillerie aus Eurhaven unter Leitung des kaiserl. Mufildir. Stolle. Eintritt 1 M., ab 6 Uhr 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. In der Arena: Der See- Elefant bis 8 Uhr abends( b. elektr. Licht). Cirkus Sarrasani. Grösster u. elegantester Zelt- Cirkus Europas. Die grosse Bucharische Gaukler- Karawane. Hänschen, das kluge Pferd. X. Berliner Saison! Cirkus Busch Voranzeige! Hierdurch die ergebene Mitteilung, daß am Luisen- Theater. Sonnabend, 10. September, Abends 8 Uhr: Von Stufe zu Stufe Mittwoch: Das Käthchen von Heilbronn. Donnerstag zum erstenmal: Der Goldbauer. abends 71 Uhr, bie EröffnungsVorstellung Belle- Alliance- Theater. ftattfindet. Abends 8 Uhr: Charleys Tante. Guido Thielscher in der Titeltolle. Jm 3. Aft Bozéna Bradzky mit neuen Chansons von Dstar Strauß. National- Theater. Weinbergsweg 12a- 13b. fönigl. preuß. P. Busch, Rommonsrat. Mittwoch abend 8 Uhr: Das Heiratsnest. Donnerstagabend 8 Uhr: Medea. Sudermann. Mittwoch abend 8 Uhr: Johannisfeuer. Donnerstagabend 8 Uhr: Johannisfeuer. Teue Freie Volksbühne Die I. Serie der Vereins- Vorstellungen für das Spieljahr 1904/5 findet im Neuen Theater statt. Die Kindermörderin. Bürgerliches Trauerspiel von Heinrich Leopold Wagner. Die der II. Serie im Schiller- Theater N. König Lear. Tragödie von Shakespeare. Mitgliedsanmeldungen zur VI. Abteilung werden an allen Zahlstellen sowie beim Kassierer entgegengenommen. Das Einschreibegeld beträgt 1 M., der monatliche Vorstellungsbeitrag 80 Pf. Der Vorstand. 3..: Heinrich Neft, Veteranenstr. 6. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Vollständig neu ausgestattet! Täglich: Gr. internat. Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Special- Ansschank der Berliner Bock- Brauerei. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Das Sensations- September- Programm Victoria- Brauerei Paul Coradini The Barretts Lützowstr. 111/112. The Milfords. Hanni Deletrez. X Arthur Wolf. Außerdem Die Tochter des Heimgekehrten. Jm Saale: BALL. Entree 30 Pi. Numerierter Platz 50 Pf. Anfang 4%, Uhr. Trianon- Theater. Georgenstraße zwischen Friedrich- und Universitätsstraße. The zweiter Mann. Luftspiel in 3 Atten von André Sylvane und Maurice Froyez. Anfang 8 Uhr. Fröbels Allerlei- Theater fc. Puhlmann, Schönhauser Allee 148. Heute feine Vorstellung. Morgen Mittwoch: Großer Sonder- Abend. Grosser Extra- Tanz. 15 neue Attraktionen. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Bf. W. Noacks Theater. Preise der Plätze: Logenfiz 5 M., Barlett 3 M., Ballon 2 M., I. Blaz 1,50 M., II. Blaz 1 M., Galerie 50 Pf. An Wochentagen zahlen Kinder: Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Logenfit 8 M., Sperrfis 2 M., Balton 1,50 R., I. Blag 1 M., II. Blat 0,60 m. Militär vom Feldwebel abwärts an Wochentagen: Balton zahlen Eröffnungs- Vorstellung: 1,50., I. Blat 1 M., II. Plak 60 Pf. Figaros Hochzeit. Eröffnungstag wird noch bekannt gegeben. Abonnements werden bis 15. September täglich im Theater. bureau entgegengenommen. 25/ 13* Kleines Theater. 11nfer den Linden 44. Des Pastors Rieke. Anfang 8 Uhr. Mittwoch: Nachtasyl. Residenz- Theater. Dir.: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Galerie 30 Bf. Billets im Vorverkauf find täglich an der Cirkustasse, sowie im Invalidendan! Unter den Linden 24 und in der Billet- Abteilung des Waren baujes A. Wertheim, Leipziger- Strasse No. 132/133, au haben. 26/ 7* Deutsch- AmerikanischeS Theater. Köpenickerstr. 67. Zum Houte abend 8 Uhr! Gastspiel Adolf Philipp. Ueber'n 324. GROSSEN Male: TEICH Metropol- Theater Eine Hochzeitonacht. Josef Giampietro a. D. ( Une Nuit de Noces.) Schwank in 3 Aften von H. Kéroul und A. Barre. Casino Theater Lothringerstr.37. Anf.Wch.8, Sonnt.72. Gr. Erfolg d. glänzenden Programms. „ Die Kunst dem Volke". 9% Uhr: Henry Bender, Josef Josephi. Anton Grünfeld, Frid Frid. Der größte Erfolg dieses Jahres Mutter Grabert Ein tolles Jahr. Sonntagnachm. 4 Uhr: Der Denunziant. Gr. dramatisch- satirische Revue Apollo- Theater. 8 Uhr: Venus auf Erden Paul Lincke mit der Haus, das denkende Pferd, von Parodie vorgeführt von Robert Steidl und Martin Kettner. Ab 9, Uhr: Die neuen Attraktionen des großen September- Programms. in 5 Bildern. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Etablissement Buggenhagen täglich von 12-4: Mittagstisch. Moritzplatz. Im großen schattigen Natur, garten jeden Abend 8 Uhr: Konzert. Dienstags, Donnerstags, Sonntags: Führmann- Walde- Sänger. Sonnabends Tanz. im Kaiferfaal: Verantw, Redakteur: Franz Nehbein, Berlin, Für den Die oberen Zehntausend. Sittengemälde a. d. Berlin. Boltsleben. Dazu die erstklaffigen Specialitäten. Bei schlechtem Better Borst. im Saale. Anfang 6 Uhr. Staffeeküche v. 3 Uhr ab. Passage- Theater. Anfang d. Abendvorst. 8 Uhr. Anf. Sonnt. 3, Wochent. 5 Uhr. die Erschaffung eines Weibes aus dem Nichts. Pocahuntas, Dida die indische Nachtigall. Jean Paul, Komiker. Littke Carlsen, Karikaturen. Lucie Verdier, Vortragskünstl. 14 neue erstklassige Nummern. Palast- Theater. Bürgerliche Schauspiele. Burgstraße 22. Täglich im Garten oder Saal: Horsts den Gesamthor statt. 65/13 Der Vorstand. Scala- Theater. Linienftr. 132( a. d. Friedrichstr.) Sensationelles Programm! Löwy's Duell. Boffe mit Gesang in einem Aft, fowie 30 internation. Specialitäten. Anfang 7, Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. Diez' Db schön! Specialitäten- Theater, Gebrüder Herrnfeld- Theater. ( XIII. Berliner Winter- Saison.) Nur eine Nacht. 8wei Afte aus einer Ehe. Am andern Morgen. Nachspiel zu„ Nur eine Nacht". Beide Stücke mit den Autoren Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Anfang 8 Uhr. Kassen- Eröffnung 7 Uhr. Vorverkauf täglich 11-2 Uhr. Der große Naturgarten ist geöffnet. WINED BARTEN 765 Annie Dirkens Soubrette. Landsberger Allee 76/79. Pas de Deux oriental. Direkt Ringbahnstation. Tilly Bébé mit ihren 12 Löwen. Täglich Db Regen! Paula Worm, Operettensängerin. im herrlichen Garten od. gr. Saal: Ital.Harfenorchester, 23Harfenistinn. das nene fonkurrenzloſe Programm, Rudolf Segommer, Ventriloquist. 33 Sensations- Nummeru, u. a.: Severin und Mlle. Dorville in der Peter Bügler mit seinem konkurrenz- Pantomime Der Trunkenbold". losen Dressuraft: Nirvana, lebende Bilder. Die Klein- Familie, 3 Riesen- Bären und 1 Dogge, u. a. Ringlampf des Dompteurs mit den größten Bären. Orig. Darnet- Truppe( 5 Perf.), Atrobat. mit Sprung- Schleuderbrett. Zenta Demeter, die famose Soubrette. Ada u. Ottfried Relay, Duett neuefter Richtung". Köhley- Trio, fenfat. Hochturnkünstler. Anton Hildach, Humorist. Orig. The Elrados, fom. Redatt usw. Kaffeeküche. Boltsbelustigungen. Bis 2 1hr: Ba 11. Entree 20 Pf. Sonntags 30 f. Kenner Norddeutsche alloter Humoristen und Quartett- Sänger. Unf.: Woche 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Bons haben Gültigkeit. Radfahrer. Die 8 Cocktails, Tanz- Ensemble. Die Baggesens, komische Jongleure. Die 3 Meteors, Hochturner. Biograph, darstellend d. Ringkampf zwisch. Hackenschmidtu. Jenkins. Armin- Hallen, Kommandantenstraße 20. Große und kleine Festfäle find an einigen Sonnabenden und Sonntagen in den Monaten September, Ditober, November, Dezember, Ja muar 05, Februar und März fret. rauchen Zenith Cigaretten! 140 Ein Wink für jede Hausfrau! * Woran erkennt man eine gute Presskohle? Ein gutes Britett muß drei Haupteigenschaften haben: 1. große Heizkraft; ↑ 2. anhaltende Glut, ohne daß der Stein in fich erkaltet, d. h. sich mit einer Ascheschicht überzieht, wodurch er keine Hize mehr abgiebt, und 8. Geruchlosigkeit. Jede weitere Anforderung, wie Farbe und Menge der Asche, sowie das Aussehen der Briketts, ist Lurus und hat nicht den geringsten Wert. Um nun die Heizkraft zu ermitteln, benutzt man die Küchenmaschine( mit dem Stubenofen ist dies legt den Ofen bis unter die Ringe der Maschine voll und brennt dann vom Aſchenloche aus die Briketts nicht möglich), schlägt, je nach der Größe der Feuerung, 4-6 Stück 7zöller Briketts in fleine Stücke, mit einigen Bogen altem Papier an. Ein gutes Brikett zeigt sich nun dadurch, daß die Heizkraft desselben die Platten der Küchenmaschine rotglühend macht. Wenn nun auch die Platten nicht so rotglühend wie von Fielitz- Briketts werben, denn es kann selbstverständlich nicht jede Marke die erste sein, so muß die Glut auf ersteren aber doch sichtbar werden, wie das bei allen guten Marten, als: Victoria, Matador, Anker, Monopol, Henkelswerke, Ilse, Anna( meine II. Marte), Mariannenglück, Hedwigshütte, Clara etc. etc. der Fall ist. Nun fommt aber ad II: bie anhaltende Glut, und gerade diese ist von der allergrössten Wichtigkeit. Bas verlangt man von diefer und wie reguliert man dieselbe? Von der anhaltenden Glut verlangt man nicht nur das Glut halten der Briketts, damit das Feuer nicht ausgehe, sondern eine derartig anhaltende Hize- Entströmung, daß der Inhalt eines eingehängten Topfes mindestens noch ½ Stunde( bei Fielin- Briketts ca. 1 Stunden) weiter kocht; wird dies nicht erreicht, dann ist auch die Glut für die Hausfrau fast wertlos und das Brikett minderwertig, wie dies bei so vielen Marken der Fall ist. Selbstverständlich muß, wenn die Glut lange anhalten soll, der Zug der Maschine vermindert, darf aber auf teinen Fau ganz abgesperrt werden. Was nun die Geruchlosigkeit betrifft, so ist davon wenig zu sagen, weil diese ja mur dann stört, wenn man den Ofen von oben durch Herausnehmen der Ringe oder des eingehängten Topfes aufmacht, so daß dadurch der Abzug behindert ist; an diesem kleinen Uebel hat aber keine Marke aus dem ganzen Eröffnung: 10. September.enftenberger Reviere ſtart zu leiden. Gerade in den Novität. Zum 1. Male: Vom Himmel zur Hölle. Gr. Ausstattungspoffe mit Gesang und Balletts in vier Aften von G. Höppner und T. W. Geride. Mufit von A. Rensch. Balletts bon A. Chlebus. Jupiter: Dir. R. Winkler. Mit neuen Dekorat. u. Softümen. Anfang 8 Uhr. Preife: 0,50-2,00. Gustav WF Fielitz- Briketts vereinigen sich in ganz verblüffender Weise alle drei Eigenschaften derartig, daß meine ganzen Kunden zu der Ueberzeugung und dem Ausspruche famen:" Ja, folaje Kohlen hatten wir überhaupt noch nicht gebrannt; wir waren ja bis jetzt mit der„ Ilse" vollständig zufrieden, weil wir die ,, Fielitz" roch nicht tannten", und daß das Licht der IF Fielitz- Briketts noch bis vor wenigen Jahren unterm Scheffel stand, das hat das Werk der Intelligenz seiner früheren Abnehmer zu verdanken. Die Fielitz- Briketts stehen in ihrer Güte einzig da und werden von keiner andern Marke aus dem ganzen Senftenberger, Clettivizer, Ober- und Niederlaufiger Kohlen- Nayon erreicht, wovon fich jede Hausfrau durch die oben beschriebene Feuerprobe überzeugen fann. Behrens Indem ich hoffe, durch dieses Inferát jeder Hausfrau, welche beim Einkaufe von Briketts Wert Specialitäten auf die Bite derselben legt, bezüglich ber Fenerprobe ben richtigen Wint gegeben zu haben, empfehle ich mich gleichzeitig zur Lieferung von Brennmaterialien bei nur reellster Bedienung.- 1000 Stic 73öller Fielitz- Briketts foften bis ult. September cr. frei Steller gepact M. 8,-, in vollen Fuhren bon je 8000 Stüd à mille M. 7,50, hochtragen pro Fuhre und Treppe M. 0,60. Theater, Frankfurter Allee 85. 7zöller Anna- Briketts( gleiche Heigtraft wie Ilse, Henkelswerke etc. etc.) pro mille 50 f. Neue September- Engagements weniger. Diese Preise gelten nur für den Bezir! Norden und findet auch bei größeren Boften wie 18 000 Std( 6 Fuhren) oder noch mehr eine weitere Preisermäßigung nicht statt. Lieferungen nach andern Bezirken unterliegen einer weiteren Preisvereinbarung. Nen! Der kleinste Cake Walk- Tänzer d. Welt. Marga Manzoni m. ihrem lugen Hans. The Wiedemanns Original- Luftakt u. außerdem die übrigen Specialitäten. Anf. 7 Uhr. Sonntags 5%, Uhr. 992* Auch die Preise ab meinen Filialen bleiben bis ult. September er. bis auf den Coats unverändert. Edmund Beese, Comptoir: Schwedter Strasse 43. Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchbruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 209. 21. Jahrgang. Lokales. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 6. September 1904. Mit dem Abbruch der großen Freitreppe, die vom Lustgarten aus zu der Vorhalle des alten Museums emporführt, ist gestern begonnen worden, da sie von Grund aus erneuert werden soll. hausten. Kürzlich wollten abends um 11 Uhr zwei Radfahrer einen wohlflingender Stimme Koloraturen schmettert. Ebenfalls ist der berbotenen Weg über das Laubengelände fahren. Sauer wollte sie Tanzkomiker Little Carlsen ja nicht gerade neu für Berlin. Aber durchlassen, Riemann aber nicht. darüber in einen heftigen Streit. Sauer holte schließlich aus seiner durch seine von leiser Musik begleiteten Tänze, in denen er unnachDie beiden Männer gerieten seit den Tagen, wo er den Nixdorfer populär machte, amüsierte er Raube einen alten Säbel und streckte seinen Gegner durch einen ahmlich ist. Die Pistonbläserin Lucie Verdier ist in dieser Eigenschaft wuchtigen Hieb über den Kopf zu Boden. Die übrigen Lauben- aller Achtung wert; im Parodieren der Jvette Guilbert jedoch kam bewohner waren darüber so entrüstet, daß sie Sauer blutig schlugen. fie uns entfeßlich vor. Drollige Schnadahüpfeln singt die Jodlerin Er mußte mit Riemann zugleich in ein Krankenhaus gebracht werden. Mirzl Hofer; vortreffliche Leistungen auf dem Trapez vollbringt ein Dort führte der Säbelhieb zum Tode Riemanns, während Sauer Fräulein Carola und Reckkünstler allerersten Ranges haben wir in wieder hergestellt wurde. Als er vorgestern das Krankenhaus verließ, den Gebrüdern Finlay vor uns. Auch Herr Jork mit seinen wurde er verhaftet und nach Moabit in Untersuchungshaft gebracht. dressierten Forterriers tann sich sehen lassen. Das Zugftück des früh eine Frau in dem Hause Zionskirchstraße Nr. 53 machte. Auf mit Wasser gefüllten Glasbassin, das frei im hellen Lichte auf der Auf einen Kindesmord deutet ein Leichenfund hin, den Montag Monats September ist aber die Illusion Dida. In einem bis oben dem Vorboden des Quergebäudes lag ein Batet aus grauem Pac- Bühne steht, entwickelt sich ein weibliches Wesen und steigt frisch und papier. Es enthielt die schon start verwese Leiche eines neugeborenen bergnügt heraus. Eine optische Täuschung, die noch verblüffender Senaben, der erdrosselt zu sein scheint. Nach dem Gutachten eines ist als die frei in der Luft schwebende Dame, die seit langem im Arztes, der die Leiche besichtigte, hat das Kind gelebt. Aus dem Passage- Theater auftritt. Befund ist zu schließen, daß eine fachverständige Person, ein Arzt In der Berliner Secession ist der Ausstellung ein neues be= oder eine Hebamme bei der Geburt nicht zugegen war. Sonntag- deutendes Werk des englischen Walers Sargent einverleibt worden; abend um 6 Uhr war die Finderin an derselben Stelle, an der es stellt den Professor Joseph Jo a chim dar, und ist dem großen gestern morgen die Leiche lag; zu der Zeit befand sie sich noch nicht deutschen Musiker von seinen englischen Freunden verehrt worden, zur dort. Da aber die Verwesung schon erheblich vorgeschritten ist, so Erinnerung an sein erstes Auftreten in England. muß die Leiche vorher schon mehrere Tage irgendwo anders verborgen gewesen sein. Der Kommission zur Prüfung der Fähigkeiten des Klugen Hans" gehören dem Vernehmen nach an: Geheimrat Prof. Stumpf, Direktor Dr. Heck vom Zoologischen Garten, Kommissionsrat Busch, Graf von Kastell- Rüdinghausen, General Köring und andre. Herr Schillings wird der Kommission nicht angehören, ebensowenig die andern Herren, die mit dem Pferde experimentiert haben. Um Unberufene fernzuhalten und das Pferd vor Störungen zu bewahren, wird ein Zelt auf dem Hof errichtet, unter dem die Versuche mit dem Tiere während einiger Wochen hindurch vorgenommen werden sollen. Zunächst soll festgestellt werden, ob das Pferd irgendwelche, wenn auch unbeabsichtigte Hilfen erhält, ferner wird es nötig sein, festzustellen, ob bei dem„ flugen Hans" ein höher entwickeltes begriffliches Denkvermögen vorliegt, oder ob man es mit einer Suggestion zu thun hat. Die Herren, die der Kommission angehören, sind zum Teil keineswegs der Meinung des Herrn Schillings oder des Herrn von Osten. Krankenheiler laut Verfügung der königlichen Regierung. Wegen unlauteren Wettbewerbes stand der Kaufmann und Naturheilkundige Gartenbau- Ausstellung der Berliner Laubenkolonisten. Der Frik Westphal aus Lehnik vor der ersten Ferienstraffammer des Bund der Pflanzervereine Berlins und Umgegend veranstaltet am Landsgerichts II. Zwei schwere Straßenbahn- Unfälle, darunter einer mit tödlichem 11. und 12. September d. J. im Etablissement Buggenhagen am Der Angeklagte ist Besizer eines Naturheil- Ausgange, werden von vorgestern gemeldet. Gegen 8 Uhr abends Morigplatz eine Ausstellung von Gartenerzeugnissen der Berliner instituts Westphalia" in Lehnitz bei Oranienburg, in welchem er bog vor dem Hause Karlstraße 5 der in der Elsasserstraße 34 wohnende Laubenkolonisten sowie von Geflügel und Kaninchen. Für dieſe ein sogenanntes Pflanzenheilverfahren in Anwendung bringt. Die Droschtenkutscher Karl Kaiser mit der Droschte 1. Klaffe Nr. 711 etwa Beranstaltung haben verschiedene größere Vereine Ehrenpreise geglänzenden Erfolge dieses Verfahrens pries er in Zeitungsinseraten 3 Meter vor dem Straßenbahnwagen 2095 Linie 56 Richtung stiftet, so u. a. der Verein zur Förderung des Gartenbaues in den und veranlaßte dadurch die Aerztekammer der Provinz Brandenburg Danzigerstraße auf das Geleise. Der Straßenbahnfahrer ver- preußischen Staaten"( filberne Medaille), der Zweigverein Deutscher zur Stellung eines Strafantrages wegen unlauteren Wettbewerbes. mochte auf die kurze Distanz den Wagen nicht mehr zum Stehen Kaninchenzüchter Siz Berlin, außerdem sind dem Bunde von ber= Die 8. Straffammer verurteilte ihn jeiner Zeit zu 600 M. Geldstrafe, zu bringen. Bei dem darauf folgenden Zusammenstoß wurde die schiedenen Berliner Firmen Ehrenpreise zur Verfügung gestellt obschon er eine Reihe von Zeugen gestellt hatte, die bekundeten, daß Droschke umgeworfen und der Kutscher auf den Fahrdamm ge- worden. Die Ausstellung ist am ersten Tage von 12 Uhr geöffnet, sie durch das Heilverfahren des Angeklagten von langjährigen Zeiden schleudert. Besinnungslos wurde Kaiser nach der Charité geschafft, am zweiten Tage von 2 Uhr. befreit worden seien. Die Verurteilung erfolgte wegen der Form woselbst er gegen 1 Uhr nachts an den Folgen eines Schädelbruchs der Ankündigungen. In dem schriftlichen Erkenntnisse wurde als verstarb. Der zweite Unfall ereignete sich am Baltenplay, Ede Diese vom Gewerkschaftshause veranstalteten Führungen finden am Vorträge und Führungen in der Ausstellung der Seceffion. wahr unterstellt, daß der Angeklagte eine Anzahl von Seilerfolgen Weidenweg. Gegen 5 Uhr nachmittags versuchte der in der Urban- Montag, den 12., Dienstag, den 13. und nach Bedarf Mittwoch, den erzielt habe. Diesen Passus benutzte alsdann der Angeflagte, um straße 107 wohnhafte Kaufmann Wilhelm Baarz kurz vor dem Wagen 14. September, statt. Bortragende sind die Herren Dr. Mt a g in neuen Ankündigungen für sein Verfahren Propaganda zu machen. 1622 der Linie 65 Richtung Moritzplatz über das Geleise zu laufen. Osborn und Dr. Alexander Koch Hesse. Das AusIn einigen Ankündigungen hieß es:" Das Westphalsche Heilverfahren Er wurde umgestoßen und kam unter den Vorderperron vor dem stellungsgebäude wird um 8½ Uhr abends geöffnet; der Vortrag habe die wunderbarsten Heilerfolge aufzuweisen, bestätigt und an Schuhrahmen zu liegen. B. erlitt einen fomplicierten Bruch des beginnt um 8% Uhr. Eintrittskarten zum Preise von 40 Pf. find erkannt durch Gerichtsurteil." In einem andern Inserat hatte sich linken Schlüffelbeins, Hautabschürfungen, Quetschungen an Armen im Cigarrengeschäft von Horsch, Engelufer 15, zu haben. W. als„ Krantenheiler laut Verfügung der Königlichen Regierung" und Beinen, sowie eine flaffende Wunde am Hinterkopf. Es gelang, bezeichnet. Darin erblickte die Aerztekammer einen neuen Verstoß den Schwerverletzten aus seiner gefährlichen Lage zu befreien, bevor gegen das Gesetz betr. die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes die von Passanten herbeigerufene Feuerwehr zur Stelle war. B. und stellte wiederum Strafantrag. Der Gerichtshof hielt einen erhielt die erste Hilfe auf der Unfallstation und wurde dann nach solchen Verstoß auch für vorliegend und verurteilte den Angeklagten einem Krantenhause geschafft. zu 1000 M. Geldstrafe. Die Veröffentlichung des Urteilstenors auf Kosten des Angeklagten wurde angeordnet. Dasbach- Verfammlung polizeilich aufgelöst. Der Schriftsteller . us den N Hus den Nachbarorten. Es Die Citatelle von Spandau ist in der Nacht zum Sonntag von einem großen Brande heimgesucht worden, wodurch die Kriegsbäderei zerstört und bedeutende Vorräte an Proviant vernichtet wurden. Die Denkmäler der Großen Berliner. Die Vollendung der Adolf Brand- Charlottenburg sprach gestern abend vor einer Die Kriegsbäckerei, die insbesondere dazu diente, bei Belagerungen neuen Anlage am Großen Stern im Tiergarten ist für den nach den Induſtrie- Festfälen, Beuthstr. 19/20, einberufenen Volks- den Truppen Brot zu liefern, wurde zeitweise auch bei ſonſtigem 3. November bestimmt. An diesem Hubertustage soll auch der liebe". Als der Vortragende gerade ein Gedicht von Theognis aus mehreren Tagen wieder in Thätigkeit, um einen Teil des Brotbedarfs bersammlung über das Thema:„ Kaplan Dasbach und die Freundes- außergewöhnlich starkem Bedarf in Betrieb geſetzt. Sie war feit Hubertusbrunnen am Südende des Bellevueparkes zum ersten Male Megara vorlesen wollte, erklärte der anwesende Polizeilieutenant der jetzt zum Corpsmanöver ausrüdenden Truppen zu decken. seine Wasser sprudln lassen. Auch die beiden dekorativen Bänke des angeblich unzüchtigen Wortes Senabe" wegen die Versammlung wurde Tag und Nacht gearbeitet. Nachts 2 Uhr platten unter lautem gegenüber an der Hofjäger- Allee und die vier I agdgruppen für aufgelöst. Die Versammlung, die von ca. 700 Personen besucht Knall einige Dampfrohre. Im Augenblick war das Bäckereigebäude sollen am 3. November fertig dastehen. Diese Denkmäler sind befanntlich von der Großen Berliner im Austausch für die Vorteile gewesen ist, erhob lebhaften Protest gegen die gesetzlich wohl schwerlich in Dampf gehüllt und brannte an mehreren Stellen zu gleicher Zeit. gestiftet worden, die die Regierung durch Zulassung der Oberleitung au rechtfertigende Auflösung, verließ aber in mustergültiger Ordnung Die Flammen ergriffen auch schnell die in der Nähe lagernden Border Gesellschaft hat zukommen lassen. Aus diesem Grunde behalten auf Ermahnung des Vorsitzenden hin den Saal. räte an Mehl, sowie auch die bereits fertigen, nach Hunderten fie im Gegnfak zu vielen zurechtgehauenen Marmorblöcken einen Großer Speicherbrand. Gestern abend 7 Uhr entstand in der zählenden Brote. Da Feuersgefahr auch für die andern auf der bleibenden zeitgeschichtlichen Wert. Greifswalderstr. 212/213 auf dem Grundstück der Magnusschen Erben Citatelle befindlichen Baulichkeiten, z. B. die Artilleriefaserne, die Schlachtopfer. Große Trupps russisch polnischer Arbeiter ein Brand, der die Feuerwehr die ganze Nacht hindurch beschäftigte Schuppen mit den großen Kriegsvorräten an Proviant, Waffen und russisch- polnischer paffieren jest täglich Berlin. Sie tommen meistens von den Gütern und zeitweise die weite Umgebung in dicken, übelriechenden Qualm Munition der vollkommen massive Juliusthurm war nicht bebefürchtet werden konnte, so wurden die gesamten Feuerund Ziegeleien der Provinzen Brandenburg und Sachsen und begeben einhüllte. Das Grundstück gehört zu den umfangreichsten von ganz droht sich in ihre Heimat noch vor Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses Berlin, denn es umfaßt eine Fläche von sieben Morgen, und fein löschmitel der Garnison, der Fabriken und auch der Stadt alarmiert; zurüd, weil sie Order erhalten haben, sich zum Eintritt in das linter Seitenflügel erstreckt sich auf sieben Häuser der Immanuel- auch starke Truppenabteilungen wurden aufgeboten. Es gelang, eine russische Heer zu stellen. firchstraße. Auf ihm befinden sich neben der Pferdehandlung von weitere Ausbreitung des Feuers zu verhüten. Michaelis eine große Reihe von Fabrikbetrieben und VerkaufsDie Enthüllung des Robert Belle- Denkmals im Bittoria- Bart geschäften. Fast am äußersten Ende ist in einem großen 1stödigen die Polizei in Rathenow bei der letzten Sedanfeier in Anwendung Ein probates Mittel, um Ausschreitungen zu verhindern, hat findet am Montag, den 19. September, vormittags 11 Uhr statt. massiven Speicher die Lumpenhandlung von G. Caspary gebracht. Die„ Potsd. Corr." meldet darüber: Die Beerdigung der ermordeten kleinen Margarete Koschorek untergebracht und lagern hier Tausende von Centnern. In diesem Bei der Sedanfeier in Rathenow fanden schon seit Jahren hat am vorgestrigen Sonntagnachmittag am 26 Uhr auf dem evan- Speicher kam das Feuer aus und nahm bald einen großen Umfang des Abends auf dem Marktplatz große Zusammenrottungen von halbgelischen Kirchhofe in der Rölkestraße in Weißensee stattgefunden. an. Auf wiederholte Alarmierung eilten sofort die Löschzüge 1, 2, wüchsigen Burschen statt, welche lärmten, Feuerwerkskörper abSchon lange Zeit vorher waren die Pforten des Friedhofes gefchloffen 3, 5 und 8 zur Brandstelle und nahmen teils in der Greifswalder brannten und sonstigen Unfug vollführten, so daß die Polizei einworden, um eine allzu starte Massenansammlung des Publitums am straße, teils in der Immanuelkirchstraße Aufstellung. Bald waren schritt und auch die Feuerwehr ihre falten Wasserstrahlen entsandte. Grabe zu vermeiden. Trotzdem waren ca. 400 bis 500 Personen er- drei Dampfsprigen in voller Thätigkeit und mit acht Rohren wurden Mehrfache Prozesse waren dann stets das Nachspiel dieser widerlichen schienen. Der einfache Sarg war in der Leichenhalle aufgebahrt, wo- gewaltige Waffermengen den Flammen zugeführt. Der Rauch war Scenen, aber alle Bestrafungen fruchteten nichts, denn der Janhagel selbst die nächsten Angehörigen des auf so entsetzliche Weise ums aber zeitweise so erstickend, daß die Löschmannschaften nur unter fand sich von Jahr zu Jahr immer wieder ein, um zu lärmen und Leben gekommenen Kindes diesem das letzte Lebewohl sagten. Die großen Schwierigkeiten vordringen konnten. Die Pferde des Pferde- mit der Polizei anzubandeln. Auch in diesem Jahr begann bei Leichenrede hielt Herr Pastor Burgwiß aus Weißensee. In seiner händlers Michaelis waren beizeiten in Sicherheit gebracht. Eintritt der Dunkelheit auf dem Marktplab derfelbe Unfug, aber nicht Grabrede wies der Geistliche auf den entsetzlichen Mord an der Sehr gefährdet war das an dem brennenden Speicher anstoßende ein Polizeibeamter ließ sich sehen. Als dies die Radaubrüder merkten, Heinen Lucie Berlin hin, deren Eltern sich im Trauergefolge Grundstück des Fuhrherrn Oskar Haase, Immanuelfirchstr. 25( Ober- berzogen fie sich nach und nach von selber, weil sie befanden. meister der Fuhrherrninnung), in dessen Stallungen gegen 200 Pferde infolge der veränderten Taftit der Polizei um ihren Hauptzwed Die Verzweiflungsthat eines Ehepaares wird uns aus dem von Droschtenbefizern untergebracht find. Man beließ jedoch diese gekommen waren. Es ist anzunehmen, daß infolgedessen im nächsten Norden der Stadt gemeldet. In der Schönholzerstraße 22 wohnte Tiere in ihren Ställen, weil gerade von diesem Hofe aus Jahre überhaupt keine Ausschreitungen mehr statt. feit einem halben Jahre der 53 Jahre alte frühere Bäckergefelle der Hauptangriff der Feuerwehr erfolgte. Die an der Greifs- finden werden.' Ostar Habicht mit seiner ebenso alten Ehefrau Marie geb. walderstraße angelegten Schlauchleitungen erreichten eine un- Es würde wenig Ausschreitungen und wenig LandfriedensbruchsWeniger. Der Mann war als Gefelle sehr fleißig und sparsam ge- gewöhnliche Länge. Erst nach zweistündigem unausgefeßtem prozesse mehr geben, wenn die nach den Grundfäßen des Redeschen wesen und hatte es so weit gebracht, daß er sich ein Grünframgeschäft Wassergeben war die Macht des Feuers gebrochen, so daß Schießerlasses zur Schneidigkeit erzogene Polizei überall so gescheidt einrichten konnte. Dieses eröffnete er vor einem halben Jahre in der einige Löschzüge zurückgezogen werden konnten. Die übrigen handeln würde wie in Rathenow. Schönholzerstraße, nachdem er bis dahin mit seiner Frau in der blieben während der nun erfolgenden Aufräumungsarbeiten beim Ein Kohlenlager soll nicht weit von Berlin entdeckt worden sein. Wolgasterstraße gewohnt hatte. Aber alle seine Hoffnungen schlugen Wassergeben. Da die glimmenden Lumpenballen einzeln aus- In den Krähenbergen bei Caputh stieß man angeblich beim Anlegen eines tiefen Brunnens auf eine Kohlenschicht. Weitere Bohrungen ergaben, daß fich das Kohlenlager bis zum Forsthaus Lienewiß erstreckt, so daß man mit der Absicht umgeht, die Kohle zu fördern. fehl. Das Geschäft ging nicht und verschlang seine ganzen Er- einandergezogen werden mußten, fo gestaltete sich diese Arbeit sparnisse. Verzeiweifelt zeigte er oft den Nachbarn seine Ab- schwierig und dauerte die ganze Nacht hindurch. Die Entstehungsrechnungen, die nur Verluste aufwiesen. Die Sorgen und Auf- ursache ist noch nicht ermittelt. Branddirektor Giersberg wohnte regungen ihres Mannes wirften auf Frau Habicht so niederdrückend, mit einem auf einige Tage hier weilenden russischen BrandFriedenau. Ein häßlicher Auftritt, verursacht durch das undaß sie nervös wurde und ihr Geist sich zu umnachten begann. End- meister der Ablöschung bei. motiviert schroffe Auftreten des Totengräbers, spielte sich am lich beschlossen die Eheleute, allen Schivierigkeiten durch den gemein- Feuerbericht. Die Brandchronik der letzten 24 Stunden ist eine Sonntagnachmittag auf dem hiesigen Friedhofe ab. Ein zahlreiches famen Tod ein Ende zu machen. Als gestern morgen um 3½ Uhr ungewöhnlich reichhaltige, denn sie weist gegen 20 Alarmierungen Trauergefolge geleitete den Vorsitzenden des hiesigen socialdemokra der Wächter durch die Schönholzerstraße ging, nahm er an der auf. Sontagabend wurde die Wehr nach der Sieberstraße 10 ge- tischen Wahlvereins, Genoffen Jungnitsch, zur letzten Ruhe. Auf Stellerwohnung Habichts einen starten Gasgeruch wahr. Er rief den rufen, weil hier in einer Wohnung Feuer ausgekommen war. Bei Mitwirkung eines Geistlichen war verzichtet worden, dafür hatte der Schuhmann Drescher vom 89. Revier, der den Verwalter weckte und, ben vergeblichen Versuchen, die Flammen zu erstiden, erlitt eine Schöneberger Gefangverein" Rote Neffe" es übernommen, durch Borweil dieser keinen Schlüssel besaß, die Ladenscheibe an der Straße ein Frau und ein Mann Brandwunden an den Händen und im Gesicht. trag einiger Lieder die Feier zu einer würdigen zu gestalten. Einige schlug und durch die Deffnung in die Wohnung eindrang. Man fand Auch in der Kurfürstenstraße 19 und in der Kolbergerstraße 2 Kränze mit roten Schleifen und das Fehlen des Geistlichen schienen nun beide Eheleute in der mit Leuchtgas gefüllten Schlafftube mußten Wohnungsbrände abgelöscht werden. In allen drei Fällen den Totengräber schon nervös gemacht zu haben; als nun gar ein regungslos daliegen, den Mann im Bett, die Frau auf dem Sofa. wurden im Wesentlichen Möbel, Decken und Kleidungsstücke ver- Genosse dem Toten einen Nachruf von vielleicht zehn Worten widmete, Tem Arzt Dr. Bartels aus der Brunnenstraße 138, der schnell ge- nichtet. In der Elsasserstraße 49 mußte später ein Feuer abge- da stürzte der Mann auf den Frebler zu und schrie ihn an:„ Reden rufen wurde, gelang es, nach längeren Bemühungen Habicht in das löscht werden, das den Fußboden und die Baltenlage ergriffen hatte. dürfen hier nicht gehalten werden!" Und um der gottlosen GesellLeben zurückzurufen, während bei seiner Frau alle Wiederbelebungs- Gardinen und Bortieren gingen in der Boppstraße 3 in Flammen fchaft seine ganze Macht fühlen zu lassen, verbot er dem Gesangversuche erfolglos blieben. Der Mann wurde nach der Charité ge- auf, während in der Staligerstraße 8 Kohlen in einer Wertstelle berein, nach dem Hinabfenten des Sarges noch zu fingen. Mit bor bracht und erholte sich dort bis heute Mittag soweit, daß er außer brannten. Balken usw. hatten in der Sonnenstraße 6 Feuer ge- Aufregung zitternder Stimme verkündete er:" Mehr wie zwei Lieder Gefahr zu sein scheint. Die Revierpolizei verschloß den Keller, aus fangen. Mit der Beobachtung von Schornsteinbränden hatte die dürfen nicht gesungen werden; das genügt vollständig!" Als dem dem die Leiche der Frau nach dem Schauhause gebracht wurde. Wehr lange Zeit in der Fehrbellinerstraße 5 und in der Thaer- angeblich sehr frommen Chriften Vorhaltungen ob seines unchristlichen Böswillige Alarmierungen der Feuerwehr durch das Telephon straße 11 zu thun. Abends gegen 8 Uhr lief ein Alarm nach dem und unpassenden Benehmens gemacht wurden, schrie er, am offenen sind in den letzten Tagen zu wiederholten Malen vorgekommen. So Cirkus Sarasani ein. Es brannte aber nicht im eigentlichen Cirkus, Grabe stehend:" Wir sind hier nicht christlich, wir sind politisch 1" wurde fie in voriger Woche nach der Wilhelmstraße und gestern sondern hinter diesem, und zwar ein Vorratswagen mit Inhalt. Mit Er ist anscheinend der Meinung, baß er auf dem der politischen gegen Abend nur wenige Häuser davon entfernt nach der Koch einer Schlauchleitung tonnte die Gefahr innerhalb einer halben Gemeinde gehörigen Friedhofe nicht christlich" zu handeln braucht. straße 3 auf telephonischem Wege gerufen. In beiden Fällen lag Stunde beseitigt werden, ohne daß die Besucher des Cirkus biel Daß die Auseinandersetzungen mit dem nervösen Mann seitens aber feinerlei Feuersgefahr vor und so fonnten die Löschzüge davon merkten. Die Vorstellung nahm ruhig ihren Fortgang. Die Vorstellung nahm ruhig ihren Fortgang. unsrer Genossen so glimpflich verliefen, ist nur mit Rücksicht auf den wieder Kehrt machen. Allem Anschein nach handelt es sich um ein Wegen eines Straßenbahnunfalles wurde die Wehr vorher nach dem Ort und der Zurüdhaltung der Beteiligten zu danken. und dieselbe Person, die sich ein Vergnügen daraus macht, die Feuer- Baltenplak gerufen. Der Kaufmann Wilhelm Baark war von einem wehr unnötigerweise zu chifanieren. Ein derartiger Spaß fann aber Wagen der elektrischen Linie 65 überfahren worden und konnte trob Eingegangene Druckschriften. sehr unangenehme Folgen nach sich ziehen. Es ist doch kurzweg eine der größten Anstrengung nicht wieder aus seiner unglücklichen Lage Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diez Berlag) ist soeben das böswillige Alarmierung, über die die Gerichte jetzt empfindliche befreit werden. Die alarmierte Feuerwehr holte den Bedauerns- 49. Heft des 22. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir Strafen verhängen. Zur Entdeckung solcher Frebler wäre es bielleicht werten bald hervor. Er hatte so schwere Verlegungen davongetragen, hervor: Zur Naturgeschichte Jiegrims. Von Karl Stautsky. angebracht, wenn die Fernsprechämter sich in dergleichen Fällen die daß er einem Strantenhause zugeführt werden mußte. Die übrigen der Rentenansprüche bei der Invaliden- und Unfallversicherung. Bon Die deutschen Volksschullehrer. Bon Corvus. Nummer des Telephons merkten, von dem aus die Feuermeldung Alarmierungen, die noch im Laufe des Sonntags einliefen, waren 5. Mattutat. Jugendorganisationen. Von Dr. Ludwig Frant( Mannheim). auf ganz geringfügige Anlässe zurückzuführen. erfolgte. Pro Rühle. Bon Georg Davidjohn. Litterarische Rundschau: Albert Kalthoff, Die Totschlag in der Laubenkolonie. Die unverheirateten Arbeiter Rudolf Sauer aus der Rigaerstraße 12 und Emil Riemann am Ost- Das Baffage- Theater bringt in seinem September- Programm Enistehung des Christentums. Von F. M. Rotfeuer, Gedichte von Ernst Streowsfi. Von Franz Diederich. Notizen: Die macedonischen Komitees bahnhof 4 hatten in der Stolonie Friedrichshöhe zwischen der Elbinger- Bekanntes und Neues in recht bunter Abwechslung. Bekannt ist die und die internationale Socialdemokratie. Bon Milorad Popowitsch. Cine und Sniprodestraße jeder eine Laube, in der sie mit ihren Geliebten als indische Nachtigall auftretende Prinzessin Borahuntas, die mit gärtnereiftatistische Berufs- und Betriebszählung. Bon-rts. = Das Erlöschen Socialistische insegnungsgi Anzüge in den neueften façons in blau und schwarz Kammgarn und Cheviot. Julius Lindenbaum, Große Frankfurterstraße 141, Ecke Fruchtstraße. 43L* Größtes Etablissement des Ostens, Nordostens und Südostens. X Anerkannt reellste und billigste Bezugsquelle. X Ehrenpreise Ges. gold. Medailier Bilz Jesch SEN Trinkt Bilz Brause. Bestes alkoholfreies Frfrischungsgetränk.. Otto Starick, NO, Landsberger Allee 6-7 Tel VII 1666 Die Möbelfabrik von Adalbert Schulz Reichenbergerftr. 5 liefert Einrichtungen von 240 bis 5000 Mk. in nur anerkannt gediegener Ausführung zu äusserst billigen Preisen. Coulanteste Bedingungen. T.-A. IV 6877.[ 79L* Bimmer für 80 und 20 Personen, auch für GesangVereine. bereine. Neues Pianino. Dircksenstr. 39, I. Etage, Karl Grosser.( 3wischen Bahnhof Börse und Alexanderplat.) Telephon: Amt III, 1813. Berkehrslokal des Verbandes 2172* deutscher Gastwirtsgehilfen. Bekanntmachung. Hierdurch die ergebene Mitteilung, daß das früher Münselsche Wallstrasse 70-71, Lohtannin- Bad, New Collna. w. 6-8 W. durch den Eigentümer des Hauses in unsern Besitz übergegangen ist. Die Anstalt ist vollständig renoviert und werden daselbst neben den als Specialität abgegebenen Lohtanninbädern aus täglich frischer Abkochung auch medizin., elektr. Glühlicht- u. Dampfschwitzkastenbäder verabfolgt und zwar 2192* täglich für Damen u. Herren. Die früher verausgabten Billets werden in Zahlung genommen. Vereinigte Badeanstalten G. m. h. H., Schützenstr. 18. Einsegnungs- Anzüge von 12–27 Mk. Jedes Pfennig. Wort: 5. Das erste fettgedruckte Wort 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Pfandleihhaus Weidenweg 19 verkauft spottbillig verfallene Pfänder. Ferner: Betten, Bettwäsche, Bettinlette, Herrenuhren, Damenuhren, Herrenketten, Damentetten, Schmuck fachen, Trauringe, Jadettanzüge, Damenstiefel, Steppdeden, Gardinen, Teppiche, Regulateure, Freischwinger, Spiegel. Teppiche, Gardinen, Portieren, Tischdecken, Bilder spottbillig Leihhaus Neanderstraße 6. 25 Anzüge nach Mass von 25 MK. an. 30 Tage zur Probe! Grossartiges SportPortemonnaie Höhe 8 cm, Breite 8 cm, aus dauerhaftem, gutem Leder mit 2 Fächern( große Zahltasche mit doppeltem Berschluß, äußere Slappe m.hochfein. Pressung) per Stüd frei ins Haus gegen Einsendung von 1,20 M. ( auch Briefmarken). Nachnahme 20 Pf. mehr. Pracht- Katalog über Solinger Stahlwaren, Haushaltungsartikel, Waffen, Uhren, Gold- und Silberwaren, Bürstenwaren, Lederwaren, Schirme, Stöcke, Rauchutensilien, optische Waren, Spielwaren, Musikwaren, Sensen sowie viele Neuheiten versenden umsonst und franko 0 Kirberg& Comp. in Foche bei Solingen. Aeltestes Fabrikationsgeschäft Solinger Stahlwaren mit 100/18 Versand direkt an Private. Wiederverkäufern hohe Provision. Nur 12 Minuten vom Bahnhof Grünan entfernt wird ein neues Terrain am Fallenberge erschlossen. Nur bis zum 1. Oftober 1904 werden die ersten 100 Barzellen zu Ausnahmepreisen von 2222* 1 Mark an pro qm. netto Bauland unter günstigsten Zahlungsbedingungen verkauft. Hochbau und Land. hausbau gestattet. Näheres nachmittags von 3-7 Uhr im Restaurant Meier, Straße am Falkenberg 19, bei Grünau. M. Schulmeister, Kleine Anzeigen. Ringschiffchen, Bobbin, Schnell näher, ohne Anzahlung, Woche 1,00, gebrauchte 12,00. Stopniderstraße 60/61, Brenzlauerstraße 59/60 und Große + 97* Frankfurterstraße 43 Gardinenhans Große Frankfurter ftraße 9, parterre. + 37* Kinderbettstelle, Kinderwagen, Sportwagen, gebraucht, zurückgesetzt, spottbillig. Schneider, Kurfürstenstraße 172. 8136* Sportwagen mit Verdeck verkauft billigst Firch, Mirbachstraße 5. 9035* Nähmaschinen ohne Anzahlung, bis 10,00 Vergütung. Postkarte. Breitholz, Ackerstraße 10. 8756* Frankfurter Allee 10, am Ringbahnhof, Specialhaus für Nähmaschinen, ohne Anzahlung, Woche 1,00, alte werden hoch in Zahlung genommen, gebrauchte 10,00.3mei Jahre Garantie. Postkarte genügt. Wringmaschinen, Gummiwalzen, 36 Centimeter, unter Garantie, 18,00. Teilzahlungen Woche 1,00. Postkarte genügt. Stottloff, Stalizerstraße 108. Zinkwaschfäffer, Zur Einsegnung reizende Damenund Herrenuhren. Spottpreise. Köpniderstraße 60/61. +97 Schneidermeister. Dresdenerstr. 4 am Kotthuser Thor. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12Uhr, in der Hauptexpedition Lindenstrasse 69 bis 5 Uhr angenommen. Bandwürmer mit Stopf, frisch in Spiritus eventuell Wasser, kaufen a 2 Mart Linnaea, Invalidenstraße 105. Vereinszimmer, renoviert, vierzig Personen, Bianino Kommandantenstraße 65. 24828* Stenographic, Buchführung, Schreibmaschine, Sprachen. Salomon, Startstraße 26. 24178* 9376* Voltshumorist Gerhardy, Kott buserdamm 100. Volfshumorist Rügenerstraße 10. +122 Schmelzer", + 105* Stellenangebote. Hoher Verdienst bei leichter und angenehmer Beschäftigung. Offerten Chiffre G. 1 Expedition dieser Zeitung. Wickelmacher( 400 pro Tag) verlangt Weißensee, Prenzlauer Chaussee 10, Laden. + 133* Junger Mann verkauft sofort fünf Zimmer elegante Nußbaummöbel, Kücheneinrichtung spottbillig, auch einzeln. Händler verbeten. Linienftraße 107/108, I lints. 26/18 Chaiselongue 15, Trumeau spott billig. Schmitt, Annenstraße 50, Rechtsbureau! Brunnenstraße Steller. 26/9 vierzig. Langjähriger Prozeßbeistand, Betten, spottbillig, 18,00. Michel, Eingabengesuche, Raterteilung.( AllerDresdenerstraße 38. 939b billigft.) Laufbursche für ein Engros Sigwannen, Chaiselongue, Trumeau, Rohr Rechtsbureau!( Andreasplak), Geschäft( Centrum) per bald oder Teilstühle billig. Krimper, Schönhauser Grünerweg vierundneunzig. Lang 1. Oftober gesucht. Arbeitszeit 9 bis 3ober, in nur bester Ware. 24/ 19* zahlungen gestattet. Stottloff, Staliger Allee 187. 100/19 jähriges! Erfolgreichstes! 9346* 91 Stunden. Schriftliche Meldungen Patentanwalt Dammann, Dra- unter„ Laufbursche" abzugeben Große nienstraße 57, Morigplak. Nat in Frankfurterstraße 131 bei Bengels. Patentsachen. Vergolder- Lehrling sucht Leistenfabrik Fruchtstraße 63. 26/17 Tüchtigen Grundierer verlangt Biesenthalerstraße 21. 9286 Korbmacher auf Bambus und bessere Rohrmöbel sucht sofort Fechner, Fürstenstraße 3. Verfallene Pfänder jeder Art Spottbillig, vorzügliche Betten, Bettwäsche, Gardinen, Teppiche, Tisch decken, Steppdecken, Inlette, Hemden, Uhren 2c. Pfandleihhaus, Küstrinerplay 7. 2475 Hochvornehme Herren Anzüge, Baletots, Beinkleider, vorjährig, aus feinsten Maßstoffen, spottbillig. Deutsches Versandhaus, Jägerstraße 63, eine Treppe. H Ohne Anzahlung Spiegel 0,50 wöchentlich, Bettwäsche, Gardinen, Steppdecken, Teppiche, Uhren. Dorn, Alte Schönhauserstraße 59. Postkarte Straße 108. erbeten. 8526* 2242* 2480S* Abessinerbrunnen 8,00, Drudpumpen, gebrauchte Schläuche und Pumpen billigst. Erdbohrer unentgeltlich. W. Wolff, Pumpenfabrit, 2471 Alderstraße 113. ver 931b 935b schmelze. 119/ 18* Vermietungen. Wohnungen. Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Anzeigen kosten 40 Pf. pro Zeile. Schriftmaler 145/9 Betten, Steppdecken, RemontoirKolonialwaren-, Obst- und Geuhren, Regulateure, Uhrketten, Spie: Gaskocherhaus! Einlochgas- müsegeschäft, gutgehend, schöne Bohgel, Möbel spottbillig Leihhaus 9335* Möbeltischlerei liefert geschmad- focher! 0,80. 3weilochgaskocher! 3,00. mung, billige Miete, 650 Mart, ist Neanderstraße 6. 24/ 20* volle Wohnungseinrichtungen sowie Dreilochgaskocher! Gasbratöfen! 6,00 umständehalber zu verkaufen. StegZeugen gesucht. Wer am dritten Teilzahlung. Teppiche, Betten, einzelne Möbel. Moderne Küchen. Gasbügelapparat! Gasplätteisen spott- liz, Schildhornstraße 97. 100/20 Bfingitfeiertag in Marienluft war von Gardinen, Steppdecken, Portieren, Große Auswahl. Kein Laden, nur billig! Wohlauer, Wallnertheater Pianino, großartiges, 145,00, 10-13 Uhr und gesehen oder gehört Remontoiruhren, Bilder, Spiegel, Keller und Hinterräume. Teilzahlung. straße 32. 24798* Friedrichstraße 125, Janfe. 9426 hat, daß das Klavier verschlossen war Möbel, spottbillig. Leihhaus Neander- Harnad, Tischlermeister, Dresdener- Bronzegaskrouen! dreiflammig! ftraße 6. 24/ 16* ftraße 124. 2461 6,00. Gaslyren 12. SchaufensterWegen Todesfall kleine Tischlerei und der Wirt mir den Schlüssel ver9405 Möbelfabrik Dranienstraße 58, Gasbeleuchtung spottbillig. Wohlauer, ſpottbillig zu verkaufen Tiedstraße 30. weigerte, den bitte ich, schnell die Adresse an mich gelangen zu lassen. Eckdeftillation, alte, wegen Krant M. Zimpel, Franzstraße 17. 9326 Karton Arbeiterinnen, geübte, am Morigplak, direkt Fabrikgebäude, Wallnertheaterstraße 32. kein Laden. Wegen Aufgabe der heit sofort billig zu verkaufen, Brauerei Aufpolitern Matraße 4( Postkarte), berlangt Neumann, StallschreiberLieferungen an Wiederverkäufer gebe hilft. Blum, Jahnstraße 1. 26/ 5* Grenda, ftraße 23a. fomme jeden Stadtteil. jetzt direkt an Privatleute zu bedeuLiqueur, Bier, Kolonialwaren-, Steinmeßstraße 15. 929b Kartonarbeiterinnen und Lehrtend ermäßigten Preisen folgendes: Steingutwaren- Geschäft billig verfäuflich. Raabestraße 2 an Prenz- Rechtsbureau( Alexander- Blab), mädchen verlangt Winsstraße 62/63. Seleiderspind 23, Schlafsofa 30, Chaise9276 Kurzestrage achtzehn! Erfahrener lauer- Allee. longue 17, Bettstelle mit Matrage 19, Steppdecken billigst Febrit Große Prozeßbeistand! Chellagesachen, InterTrumeau 30, Muschelspind 27, Baneel- Frankfurterstraße 9, parterre.+ 37* Wald, Landparzellen, nahe Bahnfofa 50, Plüschsofa 42. Das 25jährige hof Fredersdorf, Quadratrute vier bentionen, Strafsachen! EingabenGrünkramgeschäft billig gefuche! Naterteilung. 2355 Bestehen meines Geschäftes bürgt für Gekaufte Möbel fönnen fäuflich Charlottenburg, Grolman Mart an, verkauft Otto Breseke, Goldsachen, Silber, Zahngebisse, Petershagen. Teppiche!( fehlerhafte) in allen Reellität. ſtraße 17. + 136* Teilzahlung ge Platin, Treffen, alte Uhren, Stanniol Größen für die Hälfte des Wertes fostenlos lagern. Mahagoni- Wirtſchaftseinrichtung, fauft Schneider, Brunnenstraße 137, An allen Orten 24838* Milchgeschäfts- Einrichtungen, im Teppichlager Brünn, Hadescher stattet. bestehend aus großem Kleiderschrank, Eingang Bernauerstraße, Gold Markt 4, Bahnhof Börse. 142/ 12* Möbel. Ganze Wohnungs- Ein- Milchkübel, Kannen, Maße, MilchVertiko, Säulentrumeau, Sofatisch, 9446* werden tüchtige Personen gesucht, die Teppiche, Gardinen, Plüschportieren, richtungen auf Teilzahlung sicheren fiebe, Wiegeschalen, Buttermaschinen 2c. Spiegelspind, 2 große Muschelbett- Möbel aufpoliert Klug, Frieden- fich auf leichte ehrliche Weise einen Steppdecken, Diwandecken, Läufer Leuten bei ganz geringer Anzahlung billigst. Jordan, Michaelkirchstraße 21. Walzenstühle, elegantes Taschensoja, Kanarienhähne, Selbstzucht, billig. stellen mit Matraken, Waschtoilette, straße 50. +49 großen Nebenverdienst verschaffen stoffe, Möbelstoffe spottbillig. Conrad zu billigen Preisen, liefert die Möbelwollen. Fachkenntnisse unnötig. Off. Fischer, Potsdamerstraße 100. 2486* fabrit August Krause, Schüßenstr. 72, Mahnke, Cuvryftraße 3, zweiter Auf- follen sofort im ganzen oder geteilt unt. M. B. 3842 ant Daube& Co. fein Laden, Verkauf vorn I und im gang. + 16* billig verfauft werden. Karl Graf, m. b. H., München. Gardinenreste spottbillig Gar Fabrikgebäude. 2481* Selten wiederkehrende Gelegen- Rigdorf, Neckarstraße 12, I. 26/14 dinen- Fabrik- Lager 80 Grüner Weg 80. Kein Laden. Eingang vom Flur.* Dringend sollen sämtliche Möbel beit, Bolsterstühle 3,-, Sleiderschrank einer großen Wohnung billig verkauft 14,-, Spiegel 2,-, MuschelfüchenSofabezüge, Reste, enorm billig. werden. Darunter geschnigtes Büffett rahmen 3, Nähmaschine 14,-, Teppichhaus Georg Lange, Chauffee- 110 Mart, Antleideschrank 84, Säulen- Chaiselongue 16,-, elegantes Taschen Verschiedenes. Straße 68/69( Wedding.) 24568* frumeau, geschliffen, 36, Herrenschreib- sofa 45,- elegante Salongarnitur Sofas, größte Auswahl, von tisch 48, hochfeine Rohrlehnstühle 4,50, 95,-, Schränke, Bilder, Steppdecken, Klavier Einzelunterricht billig, 21 Mart an, direkt in der Fabrit Muscheltleiderspind 26, geschnitte Teppich 5,- Gelegenheit für BrautBlumenstraße 35 b. 2361K Säulenschränke, elegantes Taschensofa leute. Gekauftes fann stehen. Wohnung Lehrer. Lichtenbergerstraße 12. Unfallsachen, Raterteilungen, EinMöbel, Teppiche. Durch Zufall 50, Paneelsofa 70, Bettstellen mit vermietbar. Köpniderstraße 126a, I. habe ich große Partien Waren wieder Matragen und Keillissen 27, Ruhebett Gelegenheitskäufe: Paletots, An- gabengesuche, Strafsachen. Voltsanwalt Gardinen, züge, Hosen, Kessel, Schirme, Betten, Betsch, Brunnenstraße 97. + 105* getauft. Offeriere deshalb, soweit der 25, Muschelspiegel 10, Borrat reicht, spottbillig: bochelegante, Bilder, Betten, Teppich, Steppdecken, Teppiche, Steppdeden, Gardinen spott Rechtskonsulent Hoppe, Elsaffer neue Nußbaumeinrichtungen sowie Plüschtischdecke 6. Dresdenerstraße 38, billig. Rude, Dranienstraße 131. straße 96( Rosenthaler Thor), feit anerkannt einzelne Möbelstücke, Büffette, Schreib- born II links. Jahren zuverlässigste, Operngläser, Koffer, Revolver, tische 26,00, Bücherschränke, Wasch4706 Möbelverkauf in meiner Möbelbilligste Bedienung. Zithern, Teschings, Harmonikas, toiletten, Ankleideschränke, Säulen fabrit Wallstraße 80-81, nahe SpittelGeigen spottbillig. Luce, Oranien Rechtsbureau, früherer Gerichtsfrumeaus 30,00, Salongarnituren, markt. Infolge des großen Umzugs ftrage 131. 9336* beamter, Schulstraße 2. + 91* Paneelsofas, Tische, Bettstellen, Ruhe- befinden sich am Lager viele zurüdRechtsbureau. Vorsteher, früherer, betten mit hocheleganten Diwan- gesezte und verliehen gewesene Möbel, Reißzenge, Uhren, Ketten, Ringe, deden 22,50, prachtvolle, ertragroße die mie neu find, Kleiderspind, Brillanten, Goldsachen, Regulatoren, Bücklerstraße 15( Lausitzer Blaz).+ 16* Salonteppiche 18,00 und 25,00, wunder Vertiko 27 Mart, Ausziehtisch 16, spottbillig. Lude, Oranienstraße 131. Aufpolsterung! Sofa 5,00, Matrage schöne Zimmerteppiche 8,00, Spachtel- Muschelbettstellen mit Federmatrazen 4,00, auch außerm Hause. Bachmann, Nähmaschinen aller Systeme, Blumenstraße 35 b. 2358 stores, reichgestickte Plüschportieren, und Keilfiffen 36, Taschensofa 50, ohne Anzahlung, wöchentlich 1,00. Fünf Steppdecken, Züllgardinen, Plüsch- Baneelsofa 70, Waschtoilette 20, Ruhe- Sahre Garantie. Nähmaschinenreparaturen wer Unterricht im tischdecken 5,00, Süchenmöbel, Pia- bett 25, ganze Einrichtungen billigst. Stiden, Stopfen gratis. Boftfarte den schnell und billig in meiner ninos, Bilder, Kronen, Uhren spott Transport frei. Ader eignen Werkstatt ausgeführt. BellWienerstraße 6, genügt. billig nur im großen Möbel- Verkaufs( Anhalter Bahnschuppen) Kleiderspind, Bettstellen, Tru- ftraße 113, Bellealliancestraße 78, mann, Gollnowstraße 26, nahe der speicher 2372* 9456 Landsbergerstraße. Mödernstraße 25, direkt Hochbahnhalte- meau, Sofa, fast neu, Röpnider- Frankfurter Auce 10. + 48* Abzahlung 0,50, Wäsche, Gardinen, Pfandleihe Schönhauser Allee 35, stelle. Ganze Warenlager, Konturs- ftraße 113a, I lints. Kadach, Mariannen- Fransedistraßen- Ece. Drei Ausgänge. massen, Wirtschaften faufe jederzeit Teppiche mit Farbenfehlern Fabrik. Kleiderstoffe. +122 Pfandleihe Markusstraße 27. 9076* und lasse dieselben zu coulanten niederlage Große Frankfurterstraße 9, straße 24.( Boftfarte.) Bedingungen versteigern. Gelaufte parterre. Einen noch sehr guten Konzert- Fahrräderankauf, Möbel, Pianino: Möbel lagern fostenlos. berfauft billig Bernau, Beleihung. Razlaff, Schönhauser Blinder Stuhlflechter bittet um Wegen Differenzen bei der Firma Fahrräder, Teilzahlungen, hundert- flügel 24878* Alee 163a. 2395st* Arbeit, Stühle werden abgeholt und O. Scholz, Lottumitraße, ist Kanarienhähne( preisgekrönt) ver- fünfzehn Mart, Invalidenstraße 148 Schwedterstraße 23. Staliters Vereinszimmer Milchgeschäft, gangbares, vers Pauft Rühl, Schöneberg, Bahn( Eingang Bergstraße), bergeben ohne Zuschlag zurüdgeliefert. Adresse Buzug bis auf weiteres fernzuhalten. +49 Elbingerstraße 14. +48+ Muladstraße 27, A. Gläser. 7400* 227/7 + 114* ftraße 40, Große Frankfurterstraße 56. fauft Graudenzerstraße 8. Die Ortsverwaltung. straße 43. Berantw, Redakteur: Franz Rehbein, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Berlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW 24685* 26,20* 27/ 1* +37 zu Rankestraße 9: Wohnung bon geübte, verlangt 9476 parterre, zum 1. 10. 04 zu vermieten, Heckert, Prinzenstr. 32. 3 Stuben und Küche, Gartenhaus Preis 600 Mark. 8735 Rankestraße 9: 8 große Zimmer, viel Zubehör, III. Etage, sogleich zu beziehen. Wohnungen von 2 und 3 Zimmer, für intelligente Leute durch Paul Laden, Zubehör in neuem Hause, Soldinerstraße an der Prinzen- Allee Gebhardt, Kottbus, Starlstr. 10. 8785 zum 1. Oftober zu vermieten. 26/ 16* 8726 Schlafstellen. Möblierte Schlafstelle vermietet Sacobey, Kolbergerstraße 26. Möblierte Schlafstelle, auch Teilnehmer zum möblierten Zimmer, 2741 Dresdenerstraße 58, III rechts. Schlafftelle bei Beder, Kronenstraße 33, Hof rechts. 8105* Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Tebenverdienft Tüchtiger Schriftenmaler für Schaufensterplakate, der Hervorragendes leistet, bei hohem Gehalt gesucht. Offerten mit Gehaltsansprüchen und Plakatmustern an Blumenthal & Gerson, Essen- Ruhr, Hett riettenstraße 21. Achtung, Vergolder!