Ur. SIS. übsnnemenk-kecklngungen: Abonnements. Preis pränumerando Z «ierteljährt. 330 Ml, monatl. 1,10 Ml, wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Psg. EonntagS- nummer mit illustrierter EonntagS- Beilage.Die Neue Welt' 10 Pfg, Post- Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post-ZcitungS- Preisliste. Unter Kreuzband für Teutschland und Oesterreich- Ungarn S Marl, für das übrige«uSIand Z Marl pro Monat 21. Jahrg. Crlditlnt täglich ioBtr SIOBtags. Devlinev VolksblÄkk. Die TnfertlonS'GebQlfr betrögt für die sechsgespaltene Kolonel- zeile oder deren Raum 40 Pfg,, für politische und gewerlschaftlichc Vereins» und BersammlungS-Anzeigen 26 Pfg. „Kleine Unreigen", das erste isett- gedruckte) Wort 10 Pfg,, jedes weitere Wort 6 Pfg, Worte über 15 Buchstaben zöhlen für zwei Worte, Inserate fiir die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen» tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn» und Festtagen bis s Uhr vormittags geöffnet Telegramm- Adresse: ,.S»»UIätii>olt»t Bcflin", Zentralorgan der fozialdemokratt fchen parte! Deutfchlanda. Redaktion: 8 LI. 68, Jandenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1083. Sonnabend, den 17* September 1904* Expedition: 8 LI. 68» Jandenstrasse 69. Fernsprecher: Ami IV. Nr. 1381. Verunglückte klerikal-kapitalistische Machtprobe. Aus dem Ruhrgebiet wird uns geschrieben: „Das socialdemolratische Gesindel hat gesiegt." Mit„Piraten",„roten Subjekten",„moralisch verkommenen Subjekten",„ehrlosen Hallunken" will es der Herr Centrumsabgeordnete Brust bei der am 10. September -stattgefundenen Knappschaftsältestenwahl zu thun gehabt haben. „DaS socialdemolratische Gesindel hat gesiegt", konstatiert die neueste Nummer des„Christlichen Bergknappen". Wie nian sieht, an Deutlichkeit der Sprache läßt der klerikale Zögling es nicht fehlen. Billigen wir ihm mildernde Umstände zu, denn die am 10. Sepien, ber den klerikal-kapitalistischen Bundesgenossen im Ruhrgebiet bereitete Niederlage ist vernichtend; erst recht in ihren weiteren Folgen. Eine solche Knappschaftswahl hat Deutschland noch nicht erlebt wie die am 10, September im Ruhrgebiet. Schon ftüher sind heftige Känchfe lim die Aeltestensitze geführt worden, aber sie reichten nicht entfernt an die vorwöchige heran. Am letzten Sonnabend sind fast 130(XXI Bergleute an den Wahltischen erschienen! Ein Gedränge wie bei der Reichstagswahl, in sehr vielen Sprengeln haben 70 bis 90 Proz. aller Wähler ihr Wahlrecht ausgeübt. So etwas ist hier noch nicht erlebt worden. Dem Wahltage ging aber auch eine unerhörte Agitation voraus. Die Gegner des„alten" Bergarbeiter-Verbandes haben dafür gesorgt, daß diesen Knappschaftswahlen ihr rein beruflicher Charakter genommen, ihnen ein rein parteipolitischer Stempel aufgedrückt wurde. Der Vorstand des Bergarbeiter- Verbandes hat von vornherein erklärt, die Knappschaftswahlen hätten mit der religiösen oder parteipolitischen Gesinnung der Wähler nichts zu thun; es handle sich um interne Berufsfragen, die ohne Herein- zerrung religiöser oder parteipolitischer Differenzpunkte im Sinne der Kassenreform entschieden werden müßten. Diesen Stand- Punkt hat die Verbandsagitation nicht verlassen. Anders die Gegner. Ohne weiteres unterschieden sie zwischen „socialdemolratische" und„christliche" Kandidaten. Den gewerk- schastlichen Standpunkt der Verbandsleitung nannten der„Berg- knappe" und die ihn unterstützenden klerikalen, nationalliberalen und „unparteiischen" Blätter„pure Heuchelei". Und dann gings loS mit Flugblättern, die ihresgleichen nicht finden. Einige Kraftproben aus den vom Centrums-Abgeordneten Brust, dem Centralvorsitzenden aller„christlichen Gewerkvereine Deutschlands", geschriebenen Flugblättern sollen hier mitgeteilt werden zur Kennzeichnung des Geistes, welchen die centrums- christliche Erziehung züchtet. Man höre die ultramontane Sitten- predigt: „Erbärmlichste Heuchelei zum Zwecke de? abscheulichsten Volks- betrugs."„Schmählichster Arbeiterverrat der Socialdemokraten." „Ehrlose Heuchler."„Verräterisches Gefindel".„Großschnauzige Socialdemokraten...... schon klein kriegen."„Ehrlose und gemeine Schwindelei".„Socialdemolratische Kloake."— Von den verstorbenen Verbandsführern G lade Witz und Schürholt heißt es, sie hätten„socialdemolratische Schwin- deleien und Gaukeleien" verübt.„Gesindelhafte",„gemütsver- rohende",„verwildernde Gesinnung der Socialdemokraten." Die„social- demokratische Bergarbeiter-Zeiwng" lehre, der„Mensch stamme vom Affen ab". Der Verband sei eine„Zuchtschule für Selbstmörder". „Messerstechereien, Totschlag. Mord, erschreckliche Anzahl der Selbst- morde" sei die Frucht der Socialdemokratie. Der„Strick oder die Revolverkugel" sei schließlich„die Erlösung vom qualvollen Erden- dasein' der vom„socialdemokratischen Verbände" verführten„un- glücklichen Arbeiter".„Am 10. September muß es sich zeigen, wer siegt, die Atheisten und die. welche einen Chimpanse oder Orang- Utang als ihren Stammvater anerkennen, wie solches von den Ge- nassen geschehen ist, oder die Anhänger der christlichen Welt- anschauung I l I' Diese klerikalen Stilproben werden genügen; der sie von sich gab, ist der C e n t r u m s a b g e 0 r d n e t e B r ust, der berühmteste christliche Gewerkvereinsführer aller Zeiten. Wir haben diesen Unflat nur registriert, weil in üblicher Weise nach den Wahlen die klerikale Preffe behauptet, die„verleumderische Kampfesweise der Socialdemokraten' habe die Niederlage BnistS verschuldet. Eine Prämie für denjenigen, der in der„Bergarbeiter- Zeitung", in den VerbandS-Flugblättern oder in der socialdemokratischen Parteipresse auch nur ähnlich solche Roheiten findet, von denen die klerikalen Flugblätter wimmeln I Wegen dieser Schmutzblätter ist seitens der hauptsächlich insultierten Verbandsführer gerichtliche Klage eingereicht; das gerichlliche Wahlnachspiel wird den klerikalen Zögling vollends demaskieren. Gegenüber der Behauptung, der Zechengewerkverein sei der„infam Angegriffene", konstatieren wir: Am 16. Januar 1904 erließ der Vorstand deS Bergarbeiter-Verbandes seinen ersten Aufruf zur Aeltestenwahl. Darin wird den Verbandsmitgliedern empfohlen, in für sie aussichtslosen Sprengeln für den Gewerkvereins- Kandidaten zu stimmen:„Unter allen Umständen gegen die Zechenpartei." Der Verbandsvorstand versuchte also trotz alledem die Brücke der Verständigung zwischen den beiden Okganisationen zu betreten. Als Antwort darauf begann der„Bergknappe" mit einer Wüsten Artikelserie über:„Socialdemolratische Schwindeleien". .socialdemolratische Schwindeleien über Knappschaftswahlen". Statt wenigstens ein passives Zusammenarbeiten der Organisationen zu bewirken, brachte die Gewerkvereins-Leitung am zweiten Pfingptag m einer vertraulichen Konferenz ihrer Aeltesten ein Bündnis derselben mit den sonst bekämpften Zechen« ä l t e st e n zuwege I Da kam offen zu Tage: Herr Brust wollte mit Hilfe der Zechenverwaltungen die Verbändler„an die Wand drücken". Er begann auch sofort damit, indem er seinen Aeltesten verbot, mit den Verbandsältesten zu tagen, und dafür sorgte, daß wider Gebrauch und Statut die Verbands- ältesten im Kassenvorstand von den Brustianern vergewaltigt wurden. Die Verbändler wurden von allen Ausschüssen und Sonderkommissionen ausgeschlossen, nur Brustianer traten in die Aemtcr ein. Den Gipfel er- stiegen die bekanntlich toleranten CentrumSjünger, als sie in den Wahlprüfungs-Ausschuß des Kassenvorstandes, dem die Entscheidung über etwaige Wahlproteste unterliegt, keinen einzigen Verbändler wählten, so daß die Gegenpartei un- vertreten ist in dem Prüfungsausschuß, obgleich im jetzigen Kassenvorstand") sechs Verbändler und neun Brustianer sitzen. Also wurde„klerikale Toleranz" geübt. Ein Schulbeispiel zur Beurteilung dessen, was aus der„Parität" der Staatsbürger wird, wenn in Deutschland der Ultramontauisnms jemals zur unbedingten Herrschaft gelangt. Der Bergarbeiterverband hatte demnach um seine Existenz zu kämpfen, nichts mehr und nichts weniger! Herr Brust drohte im Gefühl seines kommenden Sieges unverblümt, er würde das „Rotwild"„an die Wand drücken", kein Verbändler sollte mehr mitreden in der Kassenverwaltung, das„Rotwild" sollte„zur Strecke gebracht" werden. Nun wußte das„Rotwild" ganz genau, warum es sich handelte. Am'IS. August erließ der Verbandsvorstand seinen zweiten Aufruf, der zum Kam pfe für die Existenz des Verbandes Alarm schlug, dem Wahlkampfe die Richtung gab„gegen den Zechengewerkverein". Das Resultat dieses Kampfes erhielt demnach principielle Bedeutung für die i n n e r p 0 l i t i s ch e Lage Deutschlands. Indem der Gegner das Feldgeschrei«Gegen das Rotwild" abgab, rief er die Entscheidung der Ruhr- Bergleute über ihre Stellung zur Socialdemo- k r a t i e an! Und die RuHr-Knappen haben unsren Bremer Parteitag prächtig eingeläutet. Wahlberechtigt sind nur die„ständigen" aktiven und invaliden Mitglieder der Knappschaftskasse über 21 Jahre. 1902(neuere speciellere Zahlen kommen erst demnächst heraus) waren von den (durchschnittlich) 247 707 Kassenmitgliedern 137 270„ständig". 1903 betrug die Gesamtzahl 260 341, die„Ständigen" berechnen wir nach dem Verhältnis der Vorjahre auf rund 150 000. Hinzukommen noch über 10 000 wahlberechtigte Invaliden. Von circa 160 000 Wählern sind am Sonnabend fast 130 Der japanische Offizier. der in Skagen die baltische Flotte erwartete und nach der Berliner Gesandtschaft Telegramme sandte, wurde als Spion verhaftet. Verantw. Kpdgkteur: Frimz B�hbein, Zxklm, Jnfergtenteil�erglltw.: ii. Glscke. Berlin. Druck u. Verlag; PsiwäctS Buchhr. u, Perlagsaostalt Paul Singer Si.Cp„Bulifl2AV. KieM-PettagSk Nr. 219. 21. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 17. September 1904. Reüffer, Generalsekretär des reformistischen Buchdruder Der französische Gewerkschaftskongreß. Berbandes, beschwert sich über die Feindseligkeit, die innerhalb der 25. d. M. iſt das Centralbureau geschlossen. In dieser Zeit Dritte Sigung. Vormittag 9 Uhr. Zehlendorf. Dienstag findet bei Giese, Teltowerstr. 23, die Versammlung des Wahlvereins statt. Genosse Hildebrandt spricht über: Die Agrarherrschaft im deutschen Industriestaat". Gäste willCentral- Wahlverein Teltow- Charlottenburg. Vom 17. bis zum Konföderation gegen seine Organisation vorherrscht. Die Mitglieder wolle man alle Aufträge, Anfragen, Briefe 2c. an den zweiten VorBourges, 14. September.( Eig. Ber.) des tonföderativen Vorstandes haben auf ihren Agitationsreisen sigenden, Genossen Emil Bonste, Rigdorf, Stopfstr. 28, richten. Der Dritter Berhandlungstag. gegen die Buchdrucker Stimmung gemacht. Das ist eine Verlegung Centralvorstand. J. A.: W. Eberhard, Charlottenburg, Rosinenstr. 3. der Statuten, die gerade tm Interesse der Einheitlichkeit Borsiz: Renard Textilverband, Andrieur- Metall- unsre Beschwerden haben bei dem Vorstand fein Gehör gefunden. Versammlung des Wahlvereins Sonntag, den 18. d. M., ausfällt. politische Diskussion innerhalb der Konföderation verbieten. Neuenhagen( Ostbahn). Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß die arbeiter, Mauger- Holzhauer. Jeden Morgen wird ein gedruckter analytischer Bericht über die Der Vorstand hat sich dabei als inquisitorisches Komitee" be= Verhandlungen des voraufgegangenen Tages verteilt. Dieser Bericht nommen, indem er suchte, alle intimen Einzelheiten unsres Verbandes bildet heute den Gegenstand zahlreicher Berichtigungen beztv. Proteste auszugraben. Unser Verbrechen ist, die von den Anarchisten als unnamentlich seitens reformistischer Delegierten. Coupot- Mechaniker, fehlbares Dogma gepredigte direkte Aktion" sowie den GeneralReformist, beantragt, die vom konföderalen Vorstand ernannten vier streit zu verwerfen. Wir haben aber immer unsre gewerkschaftlichen Protokollführer durch die Wahl zwei weiterer Sekretäre zu ergänzen, Pflichten auch gegenüber der Konföderation erfüllt. Wir haben damit alle Richtungen, d. h. auch die reformistische Richtung, an der manches erreicht mit unsrer Methode, durch den Drud unsrer DrFertigstellung des Protokolls mitarbeiten. Die Protokolldebatte ganisation, ohne jede Regierungshilfe, aber wir verzichten nicht auf nimmt einen lebhaften Charakter an. Coquart protestiert energisch unsre Methode bekämpft, so habt Ihr die Ueberlegenheit der Eurigen die gesetzgeberische Einmischung, so bescheiden sie sein mag. Wenn Ihr gegen die persönliche Animosität der Debatte; man möge doch offen durch Argumente und Thaten zu beweisen, nicht durch Verdächtigungen und fachlich die taftischen Gegensäge ausfechten! Das Protokoll und Schmähungen. Das Protokoll wird nebst den Berichtigungen angenommen. Die Erfahrung wird zwischen den beiden Auf Antrag von Coupot, Reüffer u. a. wird einstimmig nisse überschritten, indem er aus Tendenzgründen Zwietracht in die verbreitung statt. Pflicht jedes Parteigenoffen ist es, sich zu Methoden entscheiden. Der Vorstand hat die Grenzen seiner BefugBeschlossen, dem englischen Gewerkschaftstongreß in Reiben der Konföderation fäete. Leeds eine Begrüßungsdepesche zu senden. Der Antrag Coupot betreffs der Wahl zwei neuer Protokollführer wurde nach furzer Debatte mit großer Mehrheit angenommen Man schreitet zu dieser Wahl. Bon revolutionärer Seite wird demonstrativ Coupot als Kandidat vorgeschlagen. Epupot erklärt, leider nicht annehmen zu können, da er an den Debatten sich eifrig beteiligen müsse. Es werden gewählt Maroton und Jules Es werden gewählt Maroton und Jules Levasseur. Mandatsprüfung. Die Fortsetzung der Mandatsprüfung zeigt dasselbe Bild wie gestern. Es entspinnen sich langwierige und teils erregte Debatten über Einzelfälle. 0 11 Zweitens wird das Organ„ Voir du Peuple" tendenziös redigiert werden vielfach unterdrückt oder verunstaltet. Beleidigende polemische zum Nachteile gewisser Organisationen. Eingesandte Berichtigungen Artikel, besonders gegen die Buchdrucker, nehmen im Blatte zu viel Platz ein, Polemiken, die als" gewerkschaftlicher Klatsch" zu befollte, ausschließlich von organisierten Arbeitern redigiert. zeichnen sind. Auch wird die„ Voix du Peuple" nicht, wie es sein Drittens hat der Vorstand eine Kleine Sonderorganisation der Bergarbeiter aufgenommen und den großen und alten Bergarbeiterverband von der Konföderation ferngehalten. Biertens hat der Vorstand in Verlegung der Statuten die Kleine dem Buchdruckerverband ausgetreten war. Sonderorganisation der Korrektoren aufgenommen, nachdem diese aus mus, Freiheit und Autonomie der einzelnen Drganisationen fest Redner erinnert an den Artikel 27 der Statuten, die Föderalisstellen. Was bleibt davon dem Buchdruckerverbande gegenüber? letzung der Statuten und der Einigkeitsbeschlüsse von Montpellier Zum Schluß beantragt Reüffer eine Resolution, worin die Verseitens des tonföderalen Vorstandes konstatiert und der einfache Uebergang zur Tagesordnung über die Vorstandsberichte vorgeschlagen wird. Die Resolution ist namentlich auch von den EisenBahnern und Mechanikern unterzeichnet. tommen. Mariendorf. Der Wahlverein hält im Tivoli", Tempelhof, am Sonntagnachmittag 4 Uhr feine Versammlung ab. Genosse Albrecht Fülle spricht über:„ Boltsstaat oder Junkerstaat?" Nach der Versammlung gemütliches Beisammensein. nach der Sebanstr. 53, part., verlegt. In Weißensee wird die Parteispedition am 1. Oktober Adlershof. Sonntagvormittag 8 Uhr findet eine Iugblattbeteiligen. Treffpunkt 7 Uhr morgens bei den Bezirksführern oder im Lokal von A. Lau, Bismarckstr. 10. Lokales. Straßennamen und Klaffengegensatz. , Straßennamen und Klassengegensatz"?! Ei, was haben denn diese beiden Dinge mit einander zu thun? Es ist die„ Vossische Beitung", in der darauf aufmerksam gemacht wird, daß hier gewisse Beziehungen vorhanden seien. Bon Interesse ist der Fall der Pariser Handels angestellten, die in zwei Drganisationen gespalten sind, wobei die Kommission die beiderseitigen Mandate tassiert hat. Die Spaltung entspricht dem Gegensatz der Tendenzen. Die revolutionäre Sonderorganisation gehört dem Pariser Gewerkschaftsfartell( Arbeitsbörse) an, nicht aber dem Landesverband der Handelsangestellten und folglich auch nicht der konföderalen Sektion der Berufsverbände. Beausoleil( Revolutionär) behauptet, seine Organisation werde in den Verband nicht aufgenommen thatsächlich wegen ihrer revolutionären Tendenz, denn das Bestehen von zwei Angestellten Gewerkschaften in einer Stadt wie Paris fei durchaus begreiflich; es wäre unmöglich, die so zahl reichen Angestellten von Paris dem Credo einer einzigen Drganisation zu unterwerfen". Seine Gewerkschaft, die in Bezug auf ihre thatsächliche Aktion der offiziellen Verbandsgewerkschaft zeitlich voraufgehe, fönne und wolle sich nicht zu Gunsten dieser letzteren auflösen. Er verlangt die Anerkennung seines Mandats. Haltung des Vorstandes gegenüber dem alten Bergarbeiter- Verband. Hardy- Schmiedeverband, Reformist, kritisiert eingehend die Die reformistische Verbandsgewerkschaft gehört ihrerseits der Billeval Korrektoren: Auch die Buchbrucker- Referenten benußen fonföderalen Sektion der Berufsverbände an, nicht aber der Pariser gewerkschaftliche Versammlungen zur Kritik der revolutionären Richtung. Arbeitsbörse und folglich auch nicht der fonföderalen Sektion der Die harmoniebuselige Taktil der Buchbrucker steht im Widerspruch zu den Arbeitsbörsen. Die Pariser Arbeitsbörse verweigert nämlich Statuten der Konföderation, die zum Zweck derselben die Aufhebung die Zulaffung der Verbandsgewerkschaft, so lange nicht die des Lohnsystems erhebt. so lange nicht die des Lohnsystems erhebt. Redner führt ferner Fälle an, wo die weniger verdienstvollen in nicht zu knapper Zahl vertreten. Was Pariser( revolutionäre) Sonderorganisation in den Landesverband Buchdrucker zugleich Mitglieder der Gewerkschaft und der Unter- soll man von all' ihnen sagen, um zu zeigen, wie im Zeitalter der der Angestellten aufgenommen wird. Lucas, reformistischer An- nehmer- Organisation find. Das Organ des Buchdruckerverbandes gestellter, protestiert gegen die Darlegungen Beausoleils und erklärt wird in gemäßigt- tendenziösem Sinne redigiert und behandelt verschärfung der Klassengegensäge verdienstvolle Männer geehrt fich bereit, es bei dem Kassierungsbeschluß der Kommission bewenden parteiisch die revolutionäre Minderheit der Buchdrucker. Redner werden? citiert unter ironischem Beifall der Linken ultra gemäßigte Wir denken hier nicht etwa an die gekrönten Häupter und Artikel des Buchdruckerorgans. Das alles steht in direttem Wider- sonstigen Mitglieder regierender Familien. Bei denen versteht es sich spruch zu den Grundlagen und Zweden der Konföderation. ganz von selber, daß sie Verdienste haben, die an den Straßeneden ( Stürmischer Beifall links.) Unser Recht und unsre Pflicht ist es, ausgeschrien werden müssen. Auch bei Staatsmännern, Militärs dieser Taftit entgegenzutreten und auf die Angriffe zu antworten. und ähnlichen Persönlichkeiten aus der Hofsphäre, deren Andenken Hier auf diesem Kongreß befassen wir uns nicht mit den besonderen der Nachwelt durch Straßennamen überliefert wird, werden die des Proletariats. Wir haben also hier die Mittel der proletarischen fie dem aufschauenden Straßenpassanten erzählen sollen. Hätte Interessen der einzelnen Berufe, sondern mit den Gesamtinteressen Namenschilder Historiker nicht in Verlegenheit sein, was sie über Befreiung, die großen socialen Probleme zu beraten, nicht uns in fleinen Streitigkeiten innerhalb der einzelnen Organisationen zu ver- höchsten und allerhöchsten Schichten umgeschaut, so wäre alles gut man bei der Suche nach Straßennamen sich immer nur in diesen lieren.( Anhaltender Beifall links.) und schön. In den letzten Wochen ist in dem genannten Blatt der von privater Seite ausgegangene Borschlag erörtert worden, die Be Bedeutung der Straßennamen aufzuklären. Zuvörderst wird an völkerung der Großstädte und speciell Berlins über Ursprung und diejenigen Straßen gedacht, bei deren Taufe irgend eine mehr oder wird empfohlen, den an den Straßenecken angebrachten Namenweniger verdienstvolle Persönlichkeit Gevatter gestanden hat. Es schildern ein paar kurze Angaben beizufügen, die den Passanten Darüber belehren, wer denn der war, dem zu Ehren die Straße so benannt worden ist. Im Zeitalter der Verschärfung der KlassenReformisten mehrfach durch lebhaften Beifall unterstützt. Keüffer wurde in vollständiger Ruhe angehört und von den gegensäge" fei es nötig, zu zeigen, wie verdienstvolle Männer geehrt werden, gleichviel, welchen Standes sie wären". die Buchdrucker durch einen Delegierten vertreten sind, der in der stimmen auch wir ihm zu. Wenn es sich darum handelt, AufBougot- Reims teilt mit, daß in der Arbeitsbörse von Reims Der Vorschlag ist an sich gar nicht übel, und im Princip Bretagne gelbe Gewerkschaften gegründet hat. indes, daß man in denjenigen Kreisen, die über Straßennamen zu flärung zu verbreiten, werden wir stets mit dabei sein. Wir fürchten entscheiden haben, sich nicht in gleichem Maße für jenen Aufklärungsvorschlag begeistern wird. Die Sache hat nämlich einen unangenehmen Haten. Unter besagten mehr oder weniger verdienstvollen Persönlichteiten, die da als Taufpaten fungiert haben, sind leider die Statuten. zu lassen. Der Kongreß verwirft mit der Kommission die Mandate der beiden streitenden Gewerkschaften. In der weiteren Debatte fuchen die Inhaber der bestrittenen Mandate ziemlich einförmig das Sonderdasein ihrer Organisation zu rechtfertigen und verlangen eine nachsichtige Handhabung der Das Mandat der Marine- Arsenalarbeiter von Brest, Toulon und Lorient wird ausnahmsweise, trop der Statuten, für gültig erHärt. Einige toeitere Mandate werden anerkannt, nachdem bewiesen wurde, daß die betreffenden Organisationen die Zulassungsbedingungen zum Kongreß erfüllt haben. Der Rest der bestrittenen Mandate wird kassiert. Weiter giebt Redner Aufklärung über die Ursachen der Gründung des Sonderverbandes der Korrektoren; es handelt. sich im Grunde Die Statutenverletzung zu Gunsten der erwähnten Marine- Arbeiter um den so häufigen Streit zwischen industriellen und Berufs- die neueste Beit hinein den Fehler gemacht, auch ganz gewöhnliche Leider hat man aber in früheren Jahrzehnten und noch bis in zeitigt einen Antrag, auch die- bereits faffierten- Mandate der Pariser verbänden. Auch die Mechaniker( Reformisten) haben ja einen eignen Sterbliche der Ehre eines Straßentaufpaten zu würdigen MitEisenbahner und Angestellten für gültig zu erklären. Dieser Antrag Berufsverband, anstatt dem industriellen Verband der Metallarbeiter bürger, die in den betreffenden Straßen den meisten Grundbesitz erregt heftige Auftritte. 2ata pie, Revolutionär, beschuldigt die beizutreten. Was den Mechanikern recht ist, muß den Korrektoren Antragsteller, die er„ Gegner" nennt, ein geschicktes Manöver" vor billig sein. Desgleichen haben die Korrektoren von Berlin be- hatten. Wir haben erst vor mehreren Wochen in einer Betrachtung Sigungsschluß insceniert zu haben. Guérard, Reformist, pro- fchloffen, einen eignen Landesverband zu gründen. Was den deutschen über Straßentaufen darauf hingewiesen, daß man in Berlin noch testiert dagegen unter heftigen Unterbrechungen von links, welche Storrettoren recht ist, muß den französischen billig sein.( Lebhafter gegenwärtig Straßen nach Personen benennt, deren einziges VerGegenproteste rechts hervorrufen. Ein reformistischer Delegierter ruft: Beifall links.) dienst darin besteht, daß sie durch die Anlegung dieser Straßen noch Wenn man Guérard nicht sprechen läßt, so wird niemand sprechen!" Groiffulhes, Sekretär, spricht gegen den Antrag: die Arsenal- bruder: Meine Kritiken gegen den Buchdruckerverband find den Ar- fie auf den Namenschildern berichten? Soll man sie rühmen: Er Yvetot, Sekretär der Arbeitsbörsen- Sektion, früherer Buch- reicher geworden sind, als sie es schon waren. Was kann man über arbeiter, die in diretter Regie arbeiten, wurden in den Marine beitern seit langem bekannt. Ein Gewerkschaftsbeamter darf nicht wurde in dieser Straße reich?" verband aus berufstechnischen Gründen nicht aufgenommen, zum Bureaukraten herabsinken, der sich nur um die Kanzlei- Arbeit fie werden aber Direkt bom tonföderalen Komitee als bekümmert. Er hat die Pflicht, fich an der Propaganda zu beaufklären wollte, daß bloßer Reichtum genügt, um zu den verdienstWir wären es zufrieden, wenn man so die Bevölkerung darüber ein besonderer Verband in die Konföderation aufgenommen teiligen. Gerade deshalb, denke ich, wird man zu einem werden. Es liege also thatsächlich keine Statutenverlegung bor Vertrauensposten berufen. in der Anerkennung der bezüglichen Mandate. Hierauf wird bruderverband? Und was tritisierte ich am Buch- bollen Männern gezählt zu werden. Aber den maßgebenden Kreisen Seine exklusive Sorge um Unter wird das wahrscheinlich durchaus nicht erwünscht sein. Und auch der das der Antrag abgelehnt. stützungswesen, was die Aktion einer Gewerkschaft nicht Mann, der in der„ Voss. 8tg." die Sache angeregt hat, der durch Schluß der Vormittagssigung 121 Uhr. erschöpfen darf. Und dann habe ich Geldsammlungen veranstaltet seinen Vorschlag die Klaffengegensäge mildern zu können glaubt, Bourges, 14. September.( Eig. Ber.) zu Gunsten des( antimilitaristischen) Soldaten- Handbuchs". Nun, dürfte sich schwerlich damit einverstanden erklären. das ist wohl ebenso zulässig, wie für das Album zu Gunsten der schöne Idee, die wir in Berlin leider wohl niemals verwirklicht sehen Dritter Verhandlungstag. russisch- japanischen Verwundeten Inscribenten zu sammeln. ( Diese werden. Bierte Sigung. Nachmittag 8 Uhr. Andeutung auf eine Aftion des Buchdruckerverbandes wird links mit Vorsitz: Delandres, Buchdrucker; Milhaud, Landarbeiter; stürmischem, langanhaltendem Beifall aufgenommen.) In meinen In Sachen der Fortführung der Hochbahn ist dem Vernehmen Bousquet, Nahrungsmittel- Industrie. Versammlungen habe ich stets den Widerspruch seitens der Gegner nach eine Konferenz zwischen Vertretern des Magistrats und der Der Vorsitzende verliest ein Begrüßungsschreiben der Seine- gewünscht und verlangt. Man hat mich auf die Anklagebant ge- Hochbahn- Gesellschaft in Aussicht genommen, an welcher in Ver Föderation der P. S. F.( Jaurèfiften). jezt auf Grund von Zwischenträger- Mitteilungen. Die Wahrheit tretung des in Amerika weilenden Stadtbaurats Krause der Stadt Hierauf schreitet man zur Wahl einer Kontroll- Komist, daß es sich um zwei gegensätzliche Richtungen handelt. Die Re- Bauinspektor Kgl. Baurat Gottheiner teilnehmen wird. Die mission zur Prüfung des Kaffentvesens der Konföderation. formisten, wie Keifer, haben einen religiösen, unduldsamen Geist. Verhandlungen wird, wie verlautet, Oberbürgermeister Kirschner Robert, Raffterer, und Bousquet dringen darauf, daß die( Widerspruch rechts.) Wir verlangen und bethätigen das Recht der selbst leiten, dem vom Magistrat noch die Stadträte Bohm und Kontrollkommission sich sofort versammelt, da sie eine umfangreiche freien Aussprache, der freien Kritik.( Lebhafter Beifall.) Alberti affistieren werden. Da, wie wir schon früher berichteten, Arbeit zu bewältigen habe: es sei aber notwendig, diese Arbeit Lévy, Vorstandsmitglied, verteidigt sich gegen die Angriffe beide Parteien über die Trace der Erweiterungslinie, wie über die rechtzeitig und gründlich zu erledigen, angesichts der von gewisser des Buchdruckerorgans wider seine Versammlungsreden, indem er Streuzung der beiderseitigen Tunnelbauten in der Markgrafenstraße Seite gegen die Konföderation erhobenen falschen Beschuldigung, die die Zeugnisse der Vorsitzenden der betreffenden Versammlungen( am Gendarmenmarkt) so ziemlich einig sind, so wird der Schwer Agitation gegen den privaten Arbeitsnachweis mit nationalistischem anruft. punkt der Verhandlungen die Durchführung der Unterpflasterbahn Gelde bestritten zu haben. Die Andeutung bezieht sich auf Jaurès. Einige weitere Redner sprechen für und wider über verschiedene durch den Häuserblock zwischen Hausvoigteiplab und Spittelmarkt Ein rechtsstehender Delegierter ruft:„ Jaurès hat die ihm zu Einzelheiten. bilden. Es ist dies überhaupt der springende Buntt" des ganzen geschriebene Aeußerung dementiert!" Um 7 Uhr wird die Debatte auf morgen vertagt. Unternehmens, von dem seine Eristensfrage abhängt. Die Angelegen heit hat sich, wie wir hören, inzwischen so weit geklärt, daß bon der ursprünglich beabsichtigten Verbreiterung der Niederwallstraße Die Mandatsprüfung ist noch immer nicht vollständig erledigt. Abgesehen von den 42 reservierten Mandaten, die nach Maße dasjenige Versailler 4 gabe der einlaufenden Informationen erledigt werden follen, bleibt Berliner Partei- Angelegenheiten. wegen der Stoſtenfrage Abstand genommen worden ist. Es ſteht alſo nur noch die zweite Lösung zur Debatte, ob man die UnterpflasterCoiffeure- Gewerkschaft zu beraten, die aus der dortigen Arbeitsbörse Zur Lokalliste. Friedenau. Der Rauchklub„ Edelweiß" ber- bahn unter eine neu anzulegende Barallelstraße legen oder ausgeschlossen wurde. Ursache des Ausschlusses, die Weigerung der anstaltet heute im Kaiser Wilhelms Garten ein Vergnügen. Die sie ohne eine solche durch den bezeichneten Häuserblod legen will. Gewerkschaft, ihren Arbeitsnachweis in der Arbeitsbörse zu bewert Beteiligten werden darauf aufmerksam gemacht, daß das Lokal der Die neue Straße, welche zur Entlastung des Spittelmarktes und der ſtelligen, sowie die Veranstaltung einer Konferenz über das nicht- Arbeiterschaft zu Versammlungen nicht zur Verfügung steht. Wir cipzigerstraße dringend notwendig ist, würde etwa halb so viel getvertschaftliche Thema des Malthusianismus. Der Arbeitsbörsen ersuchen daher, unter allen Umständen das Vergnügen streng zu werden von sachverständiger Seite auf ca. 6 bis 7 Millionen Toften, wie bie Verbreiterung der Niederwallstraße; die Kosten Berband hat seinerseits die Versailler Arbeitsbörse suspendiert, weil meiden. Die Lokalkommiffion. fie die Agitation gegen den privaten! Arbeitsnachweis gehemmti Mart veranschlagt. Die Unternehmerin verlangt einen beträcht= und den streikenden Bäckergesellen ein Versammlungslokal ver- Erster Wahlkreis. Dienstagabend 81%, Uhr bei Dräsel, Neue lichen Zuschuß von der Stadtgemeinde. weigert hat. Friedrichstr. 35: Versammlung des Wahlvereins. Der Fall erregt eine längere und heftige Debatte. Sie schließt Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Frig Kunert über: Die Kündigungstermin ist eine in den„ Bl. f. Nechtspfl." mitgeteilte mit der beiderseitigen Eintvilligung in ein Kompromiß, das den Berrufserklärung der Landarbeiter und des landgerichtliche Entscheidung beachtenswert, wonach die sün. Stonflitt schlichtet. Damit wird auch das bestrittene Mandat wider- Gesindes im preußischen Landtag". Diskussion. spruchslos anerkannt. Gäste, auch Frauen, haben Zutritt. Berichte der Vorstände. Man beginnt gleich mit der Debatte über die gedruckt vor liegenden Berichte, beren wesentlichen Inhalt ich bereits mitgeteilt Бабе " Die neueste Rechtstiftelei. Für den bevorstehenden WohnungsDer Vorstand. digung eines zwischen einem Hauswirt und zwei Eheleuten ge= meinsam geschlossenen Mietsvertrages rechtswirlsam nicht vom The Charlottenburg. Morgen, Sonntag, macht der zweite Bezirk mann allein erfolgen kann, vielmehr von beiden Eheleuten erklärt eine Herrenpartie nach Hafenfelde. Abmarsch morgens 9 Uhr von werden muß. Das Amtsgericht hatte in einem über diese Frage entBade, Nehringstr. 25. Die Parteigenossen sind dazu freundlichst ein- brannten Mietsstreite dahin entschieden, daß, da nur der Ehemann geladen. die Kündigung erklärt hatte, überhaupt gar keine Kündigung im Es kann uns ja nur Recht sein, wenn auch in Civilprozessen die Unhaltbarkeit der gelehrten" Justiz aller Welt offenbar wird. Sinne Bes Gefeßes sorgelegen habe. Das Landgericht ist derselben 1 Soldaten einen Bajonettstich ins Auge empfing. So begründete er 1 Grundstüdes. Dasselbe grenzt im Süden an den umfangreichen Ansicht getoefen. Es hat dabei aber auch erwogen, ob bei den engen ein Theatergeschäfts- Bureau und eine Theaterzeitung, war aber Holzplatz von R. Mendelsohn, und da das Flugfeuer die dort auf Lebensverhältnissen, die im Wesen der Ehe begründet zu sein pflegen, daneben auch schriftstellerisch für die Bühne thätig. geftapelten Hölzer gefährdete, so ließ Brandinspektor Dransfeld sofort nicht vermutet werden kann, daß die Kündigung durch den Ehemann allein die der Frau als ſelbſtverſtändlich in sich schließt. In dieser alias Graf Salviac hat auch in Berlin eine ganz interessante Ver- diesen mit einer Dampfsprize fortwährend unter Wasser. Zum Glück Der wegen Hochverrats und Betruges verfolgte Georg Steffen auch eine mechanische Leiter auf diesen Holzplatz auffahren und hielt Ehemannes und giebt sie auf, wenn er sie aufgiebt. Nach§ 1333 gangenheit hinter sich. Er ist, wie wir erfahren, ein Stiefsohn des war das fünfte Stockwerk nach oben hin massiv gewölbt, so daß ein B. G.-B. find die Ehegatten einander zur ehelichen Lebensgemein- Polizeidirektors Meerscheidt- Hüllessem, der als eines der Opfer des Durchbrennen der Decke und ein Ueberspringen des Feuers nach den B. G.-B. find die Ehegatten einander zur ehelichen Lebensgemein- Sternberg- Prozesses darunterliegenden Stockwerken nicht zu befürchten war. Erst nach schaft verpflichtet. Diese ist nur möglich, wenn die Ehegatten zu- Sternberg- Prozesses am 20. Dezember 1900 durch Selbstmord endete. fast zweistündigem unausgesetzten Wassergeben galt die Gefahr als Steffen war ursprünglich ebenfalls im Bolizeidienst untergebracht, beseitigt. Das Dachgeschoß des Quergebäudes und Seitenflügels sammen wohnen. Nach§ 1354 B. G.-B. bestimmt der Ehemann die Wohnung. Aus alledem möchte man folgern, daß die Kündigung, doch that er in dieser Funktion nicht gut und mußte den Dienst beseitigt. Das Dachgeschoß des Quergebäudes und Seitenflügels ist total zerstört. Branddirektor Giersberg war persönlich welche der Ehemann allein ausspricht, für die Ehefrau mit zu gelten quittieren. Dann ist er allmählich zum Hochstapler geworden. längere Zeit am Brandplage anwesend und übernahm die Ablöschungshat, auch ohne daß dies nach außen hin erkennbar ist. Indessen haben Eine Bande internationaler Taschendiebe, die Berlin schon leitung. diese Bestimmungen nur rechtliche Wirkung im Verhältnisse der Ehe- länger unsicher macht, wurde gestern nachmittag auf frischer That gatten zu einander. Daß die Ehefrau sich der Bestimmung des ergriffen und auf geraume Zeit unschädlich gemacht. Drei ehemalige Einsam und verlassen, hat der 67 Jahre alte Rohrleger Gottlieb Ehemannes unterwirft, dafür spricht wohl eine gewisse Wahr- Schneider aus Warschau, der 19 Jahre alte Chappel Rothstein, der Iümchen aus der Wollinerstr. 35 Hand an sich gelegt. Blümchens scheinlichkeit; eine Vermutung kann jedoch nicht darauf ge- 28jährige Elias Laib und der ein Jahr ältere Friedrich Rückeisen, Frau ist schon seit fünf Jahren im städtischen Siechenhauſe. Ebenso gründet werden, um so weniger, als das B. G.-B. die Verwaltungs- legten sich gemeinsam auf den Taschendiebstahl. Wiederholt wurden lange haufte er für sich allein in einer Stube im vierten Stock des befugnis des Mannes gegenüber der Frau durchaus nicht als all- sie abgefaßt, aber keine Strafe schreckte sie ab. Nüdeisen fam erst vor Hauses Wollinerstr. 35. Der betagte Mann war sehr arbeitsam gemeine Vertretungsmacht geregelt, sondern erheblichen Gin- furzem aus dem Zuchthause, zu dem er in Dresden verurteilt worden und suchte immer wieder Beschäftigung, fand sie aber bei seinem schränkungen unterworfen hat. Für die Ehefrau ist in den§§ 1357, war. Gleich wandte er sich wieder nach Berlin und traf sich wieder Alter nur schwer. In den letzten Tagen ließ er sich nicht mehr 1450, 1540 B. G.-B. eine Vertretung des Ehemannes ausgesprochen, mit seinen alten Freunden und Diebesgenossen. In der Leipziger- sehen. Nachbarn veranlaßten den Hauswirt, seine Stube öffnen zu für den Ehemann fehlt es an solcher Bestimmung. straße wurden sie gestern von Kriminalbeamten bei der Arbeit" lassen, und nun fand man Blümchen als Leiche an einem Kleiderbeobachtet und festgenommen. Mehrere Portemonnaies fonnten den haken hängen. Seine Papiere hatte er geordnet und in eine HolzBestohlenen mit unvermindertem Inhalt zugestellt werden. fiste gelegt. Auf dem Deckel der Kiste klebte ein Zettel mit den Abschiedsworten:„ Ich bin einsam und verlassen, meine Frau ist im Der Stadtverordneten- Bersammlung ist eine umfangreiche Zum Wohnungswechsel teilt das Polizeipräsidium mit: Mit Siechenhaus. Ich habe selbst an die Armentommission geschrieben Magistratsvorlage über die Einführung des obligatorischen Fort Bezug auf die Polizei- Verordnung vom 26. März 1870, betreffend und bin abgewiesen, deshalb habe ich mir das Leben genommen. bildungs- Schulunterrichts zugegangen. Voraussichtlich die Umzugstermine beim Wohnungswechsel( Intelligenzblatt Nr. 74 Der alte Mann erhielt im Juni, Juli und August d. J. je 15 Mark wird die Vorlage die Stadtverordneten- Versammlung in der nächsten vom Jahre 1870), wird zur öffentlichen Stenntnis gebracht, daß der und am 10. d. Mts. wieder 6 M. Armenunterstügung. Sigung beschäftigen, falls der Antrag der Stadtverordneten Haber- am 1. Oftober d. J. beginnende Umzug bei kleinen, aus höchstens land, Cassel und Genoffen wegen der Stellungnahme zum zwei Zimmern mit Zubehör bestehenden Wohnungen an demselben folgender Mitteilung: Nachdem sowohl die Berliner BuchbinderDie Berliner Buchbinder- Innung ersucht uns um Aufnahme Wohnungs- Gesezentwurf zurückgestellt wird. Tage, bei mittleren, aus drei oder vier Zimmern nebst Zubehör bestehenden Wohnungen Ein Umstürzler als Jugendbildner. Eine intereſſante Ernennung fällt, an welchem nach§ 3 des Gesetzes vom 30. Juni 1834( Geſetz- Handelsminister in dem Erlasse vom 12. Februar d. J. IIIb 9738/03 da der 2. Oktober auf einen Sonntag Innung als auch der Berliner Magistrat den von dem Herrn hat der Berliner Magistrat vollzogen. wie gemeldet wird, wurde Sammlung Seite 92) die Umzugspflicht ruht am 3. Oftober, an die Ausgestaltung der Fachschule für Buchbinder geknüpften BeProfessor Lutz- Korodi, der früher in Siebenbürgen thätig war, mittags 12 Uhr, und bei großen, mehr als vier Wohnzimmer um- dingungen zugestimmt haben, wird die Klaſſe für Kunst bud zum Oberlehrer am hiesigen Königſtädtischen Realgymnaſium erfassenden 3. Tuf nannt. Profeffor Storobi ist vor einiger Zeit in seiner Heimat infolge fassenden Wohnungen am 4. Oktober, mittags 12 Uhr, beendet sein binderei an dieser Schule am 5. Oktober d. J. eröffnet. Als Lehrer für diese Klasse sind seitens der Innung der Buchbinder Paul feines Eintretens für die Deutschen von den Ungarn in Acht und muß. Kersten und der Maler und Zeichner Sütterlin berufen. Der UnterBann gethan und vom Gericht verurteilt worden. Er begab Ein merkwürdiger Borfall scheint sich unlängst auf dem Bahnhof richt wird erteilt in den Räumen der Fachschule, Wasserthorstr. 4, sich hierauf nach Berlin in Sicherheit. Jungfernheide abgespielt zu haben. Der L.-A." wird um Ver- und zwar für das Winterhalbjahr in der Zeit vom 5. Oktober bis Nach dem unparteiischen Urteil der ungarischen Richter ist der öffentlichung folgenden Zeugengefuchs gebeten: Die Damen, die am 8. Dezember 1904 und vom 10. Januar bis 20. März 1905: 1. Lehrer Professor Lug offenbar ein Vaterlandsfeind und Umstürzler, Freitag, 9. d. M., abends in der neunten Stunde auf Station Kersten: praktischen und theoretischen Unterricht in der Kunstbuchder ins Gefängnis gehört und nicht auf den Lehrstuhl, Jungfernheide zusahen, wie ein Mann dadurch einen Beinbruch binderei und künstlerischen Lederarbeiten, im Schuljahr 20 Wochen, weil er das Katheder doch nur zur Aufhegung der Jugend erlitt, daß ihm sein sieben Jahre alter Sohn aus dem Ab- täglich 3½ Stunden, vormittags 8-12 Uhr gegen das heiligste was der Ungar kennt, mißbrauchen teil, während der Zug abfuhr, zugeworfen wurde(?), werden wöchentlich, im Schulhalbjahr 420 Stunden; 2. Lehrer Sütterlin: würde. Wir Socialdemokraten scheren uns bekanntlich den gebeten, ihre Adressen an Frau Bertha Neumann, Waldemarstr. 23, Beichenunterricht, im Schulhalbjahr 20 Wochen Unterricht, wöchent Teufel um die in politischen Prozessen von angeblich unparteiischen abzugeben. lich 8 Stunden, einmal wöchentlich nachmittags 2-4= 160 Stunden Richtern zum besten gegebenen Ansichten und wollen auch dem Proim Schulhalbjahr. Der Unterrichtsplan wird demnächst veröffent licht. Schulgeld wird versuchsweise 30 M. für den Schüler und das Schulhalbjahr erhoben. Leder, Gold und Seide haben die Schüler selbst zu bezahlen, alles übrige Material ſtellt die Schulverwaltung. Aufgenommen werden Meister, Gesellen und Lehrlinge des Buch1 21 Stunden lerischer Veranlagung darbringen. Meldungen nimmt der Dirigent, Obermeister Slaby, Berlin SW. 11, Großbeerenstr. 86, entgegen. Orgelfonzert. Der Drgelvortrag in der Marienkirche am Montag, den 19. September, abends 74 Uhr, ist ein Bach- Abend und wird ausgeführt durch Musikdirektor Otto Dienel, Frl. Hedwig aufmann, Frl. Else Wetter, die Violinistin Frl. Wally Paasch, den Tenoristen Herrn Ludwig Schubert, den Bratschisten Herrn Paul Sager und Herrn Robert Schwiesselmann. Der Eintritt ist frei. Das Internationale Central Bureau zur Bekämpfung der Tuberkulose hat seine Geschäftsräume von Charlottenburg nach Berlin W., Eichhornstr. 9, verlegt. Ein Selbst mord unter erschwerenden Umständen. Eine anständig feſſor Lutz das neue Amt gern gönnen, wenn er im übrigen fähig gekleidete Frau in einem grauen Jadett betrat gestern abend 8 Uhr ist, es auszuüben. Wohl aber soll uns verlangen, ob die Re- das Grundstück Friedrichstr. 3. Sie ging in die erste Etage des gierung nicht ein Haar darin findet, daß ein opfermütiger Ver- Hauſes, ſtellte sich an den Treppenpodest, nahm ein Messer und teidiger des Deutschtums, ein Mann, dessen Patriotismus sich nicht schnitt sich an beiden Armen die Bulsadern auf. Da ihr wohl die nur im Biertrinfen und Hurrabrüllen zeigt, in ein öffentliches Berblutung zu langsam ging, verband sie sich die schweren Wunden bindergewerbes aus dem ganzen Deutschen Reich, jedoch müssen sie Amt berufen worden ist. In Preußen kann ein Staatsbürger selbst mit Taschentüchern und stürzte sich auf den Hausflur hinab. Der bor ihrer Aufnahme den Nachweis besondrer Befähigung und fünfim polizeitechnischen Sinne unbescholten sein, die Bevölkerung mag Tod der Unglücklichen trat sofort ein. ihn sogar des höchsten Ehrenamtes würdig gehalten haben, das im Lande zu vergeben ist, und er darf dennoch nicht einmal in einer Bei der Arbeit vom Blutsturz befallen wurden der 31 Jahre alte Schul deputation als Mitglied sigen, geschweige denn ein vom Metallschleifer Otto Eisermann aus der Ruppinerstr. 18 in der BlechStaat oder der Gemeindeverwaltung zu vergebendes Amt ausüben. warenfabrik Industrie, Waldemarstr. 29 und der 41 Jahre alte Und hier soll einem von der ungarischen Gerechtigkeit wegen vater- Kohlenarbeiter Ferdinand Bähr aus der Fennstr. 45 auf dem Kohlenlandsloser Gesinnung p. p. zu Gefängnis verurteilten Ausländer ein plaze von Jacobi in der Fennstr. 22-26. Eisermann starb bereits Amt übertragen werden, das einem inländischen Gelehrten, wenn er auf dem Wege nach dem Krankenhause am Urban, Bähr, der sich im zufällig Socialdemokrat ist, von der Regierung vorenthalten Fallen das ganze Gesicht aufschlug, wurde in einem Koppschen wird? Der lammfromme Berliner Magistrat hat in seiner Arglosig- Rettungswagen nach dem Moabiter Krankenhause gebracht. feit der Regierung ein schlimmes Kuckucsei ins Nest gelegt. Ein mißglückter Coup. Jm Bankgeschäft von Ludwig Müller Unser Parteigenoffe, der frühere Stadtverordnete Dr. Freuden- u. Co., Breitestr. 5, wurde gestern früh angeblich von dem Chef des berg, der aus Gesundheitsrücksichten sein Mandat niedergelegt hat Hauses, der zu einem Oberlieutenant Böhme gerufen worden war, und dann nach Aegypten verzog, um dort Heilung zu suchen, ist nach antelephoniert, ein Wechsel von Böhme werde präsentiert werden und hier zurückgekehrt. Leider ist der Gesundheitszustand unfres folle zur Auszahlung gelangen. Den Bankbeamten kam die Sache Freundes nicht derart, daß er in der nächsten Zeit an eine Wieder verdächtig vor, sie holten für alle Fälle einen Kriminalpolizisten. aufnahme feiner öffentlichen Thätigkeit denken kann. Bald darauf kam denn auch ein junges Mädchen von 14-15 Jahren Zur Regulierung der Unionsstraße im Stadtteil Moabit W. iit und legte einen Wechsel über 24 000 m. vor, der auf die Stutt Zur Regulierung der Unionsstraße im Stadtteil Moabit W. ist garter Verlagsbuchhandlung Wildt ausgestellt war. Die Beamten es erforderlich, daß von drei Grundstücken, die an dieser Straße thaten io, als ob sie das Geld in ein Bortefeuille verschlössen, gaben liegen, das zur Regulierung erforderliche Straßenland abgetreten dieses dem Mädchen und schickten den Kriminalisten hinter diesem wird. Die Grundbefizer haben sich zur unentgeltlichen Abtretung her. In der Nähe des Roten Schlosses wurde das Kind von einem bereit erklärt, wenn die Stadtgemeinde die Pflasterkosten übernimmt. Es wird durch diese Regulierung die längst erwünschte Verbindung mit der Siemens-, Quißow-, Oldenburger-, Bremer- und Birken straße hergestellt und dadurch die Negulierung des Union- Plages gefördert. jungen Mann erwartet. Dieser wurde sofort verhaftet. Auf der Wache nannte er sich zunächst Böhme aus Bayern und er logiere im Anhaltischen Hof. Dann aber sagte er, dieser Name sei nicht der feinige, er habe den Wechsel von einem fremden Herrn zur Einziehung erhalten. An einer Unterschrift des Wechsels war eine Radierung vorgenommen worden. Der Student der Rechte Bruno Sentspiel in Charlottenburg, der durch seine Denunziation dem Arzt Dr. Hirschfeld zu 200 M. Geldstrafe verholfen hat, ist wegen eines Artikels Pastor Philipps Ein gefährlicher Kautionsschwindler ist der Kaufmann May und die Sittlichkeit" bei der Staatsanwaltschaft vorstellig geworden. baum, der im Mai d. J. ein„ Litterarisches Bureau" in der Der Schriftsteller Brandt soll sich hierin der Beleidigung des Behdenickerstr. 28 eröffnete und bald nach kautionsfähigem Personal Denunzianten schuldig gemacht haben. Wie Herr Brandt uns mit- inserierte. Er engagierte einen jeden, der in der Lage war, Kaution teilt, ist ihm in der Angelegenheit jetzt die Anklageschrift zugestellt zu hinterlegen. Die Unterbringung des Personals bereitete ihm worden. Durch die wissenschaftliche Enquete des Dr. Hirschfeld feinerlei Schwierigkeiten. Er beschäftigte nicht mehr als fünf Buch haben sich, wie erinnerlich sein wird, noch drei andre Studenten halter, die täglich je anderthalb bis zwei Stunden arbeiteten. Sie hatten nichts weiter zu thun, als Briefe und Cirkulare zu couberbeleidigt gefühlt. Obgleich diese Herren ebenfalls in dem Artikel angegriffen waren, haben sie doch von einem Strafantrag abgesehen. tieren. Die Arbeitszeit bei den einzelnen jungen Leuten wußte W. so einzuteilen, daß ein Buchhalter von der Eristenz des andern nichts Die Abonnements- Preiserhöhung bei der Straßenbahn. In der wußte. Als das Personal auf Auszahlung des Gehalts drängte, verGemeindevertreter- Sigung in Neu- Weißensee wurde von den Ge- schwand Mahbaum mit den gesamten Rautionsbeträgen in der Höhe meindevertretern Mewes und Genossen folgender Antrag ein- von über 4000 M. Maybaum, der früher schon ähnliche Kautionsgebracht:„ Die Gemeindevertretung von Neu- Weißenfee protestiert schwindeleien verübt hatte, jedoch für geistestrant befunden und gegen die von der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft mit infolgedessen nicht bestraft worden war, wurde in Leipzig ermittelt dem 1. Oktober 1904 in Aussicht genommene Tariferhöhung für und festgenommen. Nach dem Untersuchungsgefängnis in Moabit Monatstarten. Sie erblickt darin eine wirtschaftliche Schädigung fast übergeführt, spielte M. den wilden Mann mit solchem Geschick, daß der gesamten Ortsbevölkerung, da der weitaus größte Teil derselben er zur Beobachtung seines Geisteszustandes nach Herzberge gebracht in ständigem Wechselverkehr mit Berlin steht. Die Lage Weißensees wurde. unmittelbar vor den nordöstlichen Thoren Berlins hat alle Lebens= Im wissenschaftlichen Theater der Urania findet heute die letzte Sonntags- Wiederholung des Vortrags Die Weltausstellung von St. Louis" statt; derselbe wird dann nur noch am Montag, Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend gegeben, ebenso der im Anschluß daran gehaltene Vortrag„ Der Gardasee". Am Dienstag wird der Vortrag " Von der Zugspize bis zum Waßmann" und am Freitag der Vortrag Die Insel Rügen" zum legtenmal zur Darstellung gelangen. Die kommende Woche bringt die Erst- Aufführungen des ſcenisch ausgestatteten Bortrags" Im Bannkreis der Jungfrau". Am Sonn abend, den 24. d. Mts., spricht Herr Dr. Donath noch einmal im Hörsaal der Urania, Taubenstraße, über„ Radium". Hus den Nachbarorten. = Vom Charlottenburger Schiller Theater. Die Direktion des Schiller- Theaters teilt mit: In diesen Tagen war Herr Professor Littmann, der künstlerische Vertreter der Firma Heilmann u. Litt mann, dessen Pläne die Preisrichter zur Ausführung empfohlen haben, hier, um mit den städtischen Behörden von Charlottenburg und den Bertretern des Schiller- Theaters die weiteren Maßnahmen zu besprechen. In einer Sigung, an der auch der Geheime Baurat Schwechten und Herr Professor Wessel teilnahmen, wurden von den Theater- Sachverständigen mancherlei Vorschläge gemacht, die Herr Professor Littmann in Erwägung zu ziehen gern bereit war. Herr Professor Littmann wird auf Grund dieser mehrstündigen Beratung eine etwas veränderte Stizze ausarbeiten. Ganz besonders eingehend wurde die Frage der Akustik behandelt. Der Erbauer des Münchener Prinz Regenten- Theaters lud die Vertreter der Stadtgemeinde und der Schiller- Theater- Aktiengesellschaft zum Besuche einer Schauspiel- Vorstellung im Prinz Regenten- Theater ein, um auf diese Weise gewisse Bedenken zu zerstreuen, die gegen den rein amphitheatralischen Aufbau von mancher Seite geltend gemacht wurden. Es wurde allseitig festgestellt, daß der Bau des Schiller Theaters nicht überſtürzt werden solle, auch wenn dadurch die Er. Die Personen- Dampfschiffahrt der Stern- Gesellschaft auf der Die in dem Vertrage, den die Schiller- Theater- Attiengesellschaft mit öffnung über den Herbst 1905 hinausgeschoben werden müßte. bedingungen an einen mit Berlin leicht und billig herzustellenden Unterspree und der Havel wird am nächsten Sonntag zum letztenmal der Stadtgemeinde Charlottenburg geschlossen hat, vorgesehene Ers Personenverkehr geknüpft. Die Gemeindevertretung fann die von der Straßenbahn- Gesellschaft versuchte Begründung einer Preis- nach dem Sommer- Fahrplan ausgeführt. Am 19. September tritt höhung des Aktienkapitals um 110 000 m. ist bereits durchgeführt. steigerung nicht anerkennen; sie hält es für ihre Pflicht, gegen die der Herbst- Fahrplan in Kraft. Die Fahrten beschränken sich dann Die Deutsche Bank hat im Interesse des Zustandekommens des Chargeplante Tariferhöhung ernstlich ihren ablehnenden Standpunkt auf den Verkehr zwischen Wannsee und Potsdam. Die Abfahrt lottenburger Schiller- Theaters die gesamten Attien übernommen und hervorzuheben. Mewes. Koniz. Appelrath. Schmiedecke. Lam- erfolgt am Staiser- Pavillon um 2, 3 und 5 Uhr. Von der sich bereit erklärt, fie zum Erwerbspreis zur Verfügung von Rebertus." Der Gemeindevorsteher Feldtmann erklärte diesen Protest Langen Brücke in Botsdam gehen die Dampfer nachmittags 2, 2 flettanten zu stellen. Von zahlreichen Bürgern Charlottenburgs find für sehr angebracht, um so mehr, als vorgestern die Große Berliner und 5 Uhr nach Wannsee. Sie legen auf den Zwischenstationen bereits Attienzeichnungen eingegangen. Weitere Zeichnungen werden Die Fahrzeit von der Direktion des Schiller- Theaters entgegen genommen. ihm erst Mitteilung von der Preiserhöhung gemacht habe. Ohne Glienicke, Sakrow, Moorlake und Pfaueninsel an. Debatte gelangte die Protesterklärung einstimmig zur Annahme. beträgt 1 Stunde 10 Minuten. Auf dem Wannsee finden nach wie Aktien werden als Inhaber- Attien in der Höhe von 1000 M. und Sie wird der Direktion der Großen Berliner Straßenbahn- Gesell- bor Ueberfahrten zwischen dem Kaiser- Pavillon und dem Schwedischen als Namens- Aftien in der Höhe von 500 M. als fünfprozentige Vorzugs- Attien ausgegeben. Mit jeden 500 M. des neuen Aktienkapitals schaft und dem Berliner Magistrat übermittelt werden. Das Denkmal für Robert Zelle ist gestern im Victoria- Park Großfeuer in einer Riftenfabrik. Gestern abend bald nach 7 Uhr ist, nach dem Beschluß der Generalversammlung, ein fester Anspruch öftlich vom Wasserfall unweit der Kreuzbergstraße aufgestellt worden. tam in der Laufigerstr. 31 in der Ristenfabrik von Bernhard Fuhg berbunden auf alljährliche Gewährung je eines Abonnements- Heftes Auf einem hohen, aus weißem Marmor bestehenden Postament, ein großer Brand zum Ausbruch, der die Feuerwehr bis in die zu dem neu zu errichtenden Charlottenburger Schiller- Theater, entdas faft 212 Meter mißt, erhebt sich die von Professor Otto Lessing späten Abendstunden beschäftigte. Die Fabrit benutzt alle Räume haltend 20-22 Anweisungen auf die 20-22 Abonnements- Bor modellierte überlebensgroße Büfte des Verewigten aus gleichem des sechsstöckigen Quergebäudes und Seitenflügels zu Arbeitsstätten. stellungen des Jahres in einem Abonnementswerte von 1,40 M. für Material. An der Vorderseite des Postaments liest man die Worte: Als nun furz vor 7 Uhr im fünften Stod noch gearbeitet wurde, jedes Billet. Außerdem genießen die Aftien eine Vorzugs- Dividende Robert Zelle, Oberbürgermeister von Berlin 1892-1896." Um das schlugen plößlich helle Flammen durch die Fenster des Dachgeschosses. bis zu 5 Proz. und zwar vom Tage der Ausgabe der Aktien an. Die Denkmal wird ein kleiner Schmuckplatz angelegt. Die Arbeiter flüchteten schleunigst ins Freie und sorgten für die auf die Vorzugs- Attien zu gewährenden Jahres- Abonnements Zur Erhöhung der Feuersicherheit in den Theatern sind auf Allarmierung der Feuerwehr. Diese erschien alsbald mit den Lösch- werden mit 25 M. jährlich für jedes Einzel- Abonnement von je Pavillon statt in Abständen von 20 Minuten. Die Das polizeiliche Anordnung alle Beleuchtungsarten, welche die Möglichkeit ügen 5, 6, 8, 11 und 18. Die Leitung übernahm zunächst Brand Abonnements- Heft giebt bekanntlich das Recht auf einen Sitz im einer Explosionsgefahr bieten, zu beseitigen. Infolge dessen sind die inspektor Dransfeld. Das Feuer breitete sich mit unheimlicher Theater in jeder zweiten Woche und zwar stets am gleichen Wochennach beiden hin aus, da in dem von ihm sämt- griffenen durch eine besondere elektrische Lichtanlage zu ersetzen. Die sämt- griffenen Dachgeschosse in der Hauptsache große Posten von Holz- tage. Der Inhaber einer 500 Mart- Attie genießt demnach den Vors lichen Ausgänge in den Theatern müssen wolle lagerten. Die emporschießenden Flammen wurden namentlich teil, den alle Abonnenten des Schiller- Theaters haben: daß er für durch ein großes, auffälliges Emailleschild gekennzeichnet werden. Die Beleuchtung nach der Südseite hin, wo das Gebäude frei steht, in weiter Ent- alle seine Theaterbesuche die Mühe der Beschaffung der Eintrittsdies die große Annehmlichkeit, jedesmal auf dem gleichen Blake zu der Schilder erfolgt durch elektrische Glühbirnen auf automatischem fernung wahrgenommen, und von allen Seiten strömten Neu- farten, die Zahlung von Bettel und Garderobe erspart, und hat über= gierige nach der Laufigerstraße. Obgleich die Wehr sofort zwei ſitzen. Wege. mechanische Leitern auf dem Hofe aufstellte und über diese Der befannte Theateragent Ludwig Grelinger ist gestern früh hinweg mit zehn Schlauchleitungen vorging, fonnte doch dem Feuer Der Vorstand des Grundbefizer- und Verschönungsvereins in Eichplötzlich verstorben. Erelinger ist 68 Jahre alt geworden. Er war anfangs nicht wirksam beigekommen werden, weil die Flammen nicht walde schreibt uns: In Nr. 210 Ihrer Zeitung vom 7. September d. J. früher selbst ein guter Schauspieler, mußte aber seine theatralische von oben herab angegriffen werden konnten. Die großen mechanischen bringen Sie einen Artikel über die Gemeindevorsteherwahl in EichLaufbahn aufgeben, da er 1870 durch die Ungeschicklichkeit eines Leitern reichten nicht bis zur vollen Dachhöhe des sechsstöckigen walde, dessen Urheber Sie falsch informiert hat, denn nicht die Grundbefizer des Drts forde rten die Gemeindevertreter| einem Krankenhause überwiesen werden. Die Streitfrage ver-| Harden zur Zeit über jeden Verdacht erhaben, ändert an dem Sachs auf, dem Schöffen 2. bei der Wahl ihre Stimme zu geben, sondern anlaßte eine sehr lange Beratung des Gerichtshofes, die aber zu einem verhalt gar nichts. die in der dazu einberufenen öffentlichen Versammlung versammelten pofitiven Ergebnis nicht führte. Auch der hierzu vernommene Wähler, welche meist aus Mietern und nicht nur aus Grund- Hausinspektor Ulrich konnte in dieser Beziehung Entscheidendes lässigkeit des Herrn Harden oder seiner bewußten Beugung der Ich würde mir auch diese Feststellung der ungewöhnlichen Fahrs besizern bestand, ersuchten die Gemeindevertreter durch eine Re- nicht befunden. Der Gerichtshof beschloß infolgedessen, die Sache zu Wahrheit erspart haben, wenn ich nicht meiner Stellung im öffentsolution ihren Wünschen nachzukommen. Es ist daher auch falsch, daß vertagen und eine amtlich Auskunft vom Polizeipräsidium zu lichen Leben eine positive Berichtigung schuldig wäre. Herr Harden der Schöffe 2. der alleinige Kandidat" nur der Grundbesizer ge- erfordern, ob und auf Grund welcher gesetzlichen Bestimmungen fagt( Bukunft" vom 17. September, Seite 438):" Ich würdige wesen sein soll, denn er war auch Kandidat der Mieter. solche der Sittenpolizei unterstehenden Dirnen als„ Gefangene" der vollkommen die Motive... des Proletariers Südekum, der der... Ein Raub der Flammen wurde in der vergangenen Nacht die betreffenden Krankenstation überwiesen werden können. alte Windmühle in Neu- Zittau bei Erkner. Das Feuer tam gegen schon für die Kronprinzessin von Sachsen, die sich dankbar Das Entweichen eines Gefangenen aus dem Gefängnis zu Tegel erwies, fast so feurig eintrat uſw. Wenn Herr Harden die 2 Uhr früh aus und verbreitete sich in dem Gehölz der alten Bock- wurde dem Gefangenenaufseher Ja e di de zur Last gelegt, der sich tertianerhafte Geschmacklosigkeit begeht, in einen Relativsab einen mühle mit großer Geschwindigkeit. Sechs Feuerwehren, die aus dem gestern wegen Vergehens gegen§ 120 des Strafgesetzbuchs vor der andern einzuschachteln, dann plant er gewiß eine besondere Büberei. Orte ſelbſt und der Nachbarschaft erſchienen, konnten gegen das ent- zweiten Straffammer des Landgerichts II zu verantworten hatte. Sier liegt jie auf der Hand. Nur läßt Herr Harden in einem unfehlte. Die blieben auf dein ausrichten, als es ihnen an Waſſer Jaedicke iſt ſeit 30 Jahren im Dienſt und hat dieſen immer ſorgſan: gewiffen Dunkel, ob die„ Dankbarkeit“ der früheren Kronprinzeffin unter seiner Aufsicht damit beschäftigt, auf dem um die Anstalt herum- Dem Verleumderſtückchen, so jedem schmierigen Verdachte das Thor haufen zusammengebrochenen Holzmassen ausgebrannt waren. statteten. Gerichts- Zeitung. 1 1 Weber Trautmann seine Schwiegermutter, die verehelichte Invalide Zu dem Doppelmord in Kottbus, wo, wie wir berichteten, der Reg und ein vierjähriges Kind durch Erdrosseln tötete, wird der „ Volkszeitung" gemeldet, daß gestern die Obduktion beider Leichen stattgefunden hat. Diese hat folgendes Ergebnis gehabt: Bei der Leiche der 62jährigen Frau Rex wurden nicht weniger als fieben Rippenbrüche, außerdem ein furchtbarer Fußtritt am Unterleibe konstatiert. Der Tod ist allem Anschein nach durch Erwürgen mit den Händen herbeigeführt worden. Die Schnur ist erst nach dem Tode um den Hals der alten Frau gelegt worden. Der vierjährige Knabe hat seinen Tod durch Ersticken gefunden. Anscheinend hat ihm der Mörder so lange Mund und Nase gewaltsam zugehalten, bis er tot war. Gestern wurde der Mordbube gefesselt vor die Leichen seine Schuld. Trautmann ist allgemein als ein gewaltthätiger, dem geführt; hierbei bestritt er trotz eindringlichsten Zuspruchs hartnäckig Trunte ergebener, arbeitsscheuer Mensch bekannt und hat bereits wegen Teilnahme an einer Mefferstecherei eine einjährige Gefängnisstrafe verbüßt. Die von Frau Reg in einem sichern Versteckt aufbewahrte Geldsumme, die den Mörder zur Ausführung seiner scheußlichen That verleitet hat, ist unversehrt aufgefunden worden. Russisches. Am Donnerstag entstanden im Gefängnis zu Nikolajew, als die Verwaltung Ausschreitungen gegen einen Sträfling verhindern wollte, Unordnungen, die mit den Waffen unterdrückt wurden. Ein Sträfling wurde getötet und drei ver wundet; auch ein Aufseher erlitt Verlegungen. Ein aufgespießtes Kind. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete führenden Umfassungsweg Gras auszurupfen. Für die Tedürfnisse zu öffnen, mache ich mit der Erklärung ein Ende, daß ich von der sich vorgestern in der Wilhelmsaue zu Wilmersdorf. Mehrere solcher im Freien arbeitenden Gefangenen ist von der Direktion früheren Kronprinzessin von Sachsen niemals einen wie immer ge= Kinder kletterten auf das Dach des unmittelbar hinter dem Gitter befind- ein Abort hergestellt worden. Am genannten Tage erklärte einer der arteten Dank erwartet, erbeten, erhalten oder versprochen erhalten lichen Stalles und wollten sich das aus dem Obstgarten herüber- sechs Strafgefangenen, Namens Wilde, daß er austreten müsse und habe. Vielleicht beruhigt sich dabei auch das in edler Entrüftung hängende Obst aneignen. Sie wurden aber wohl bemerkt und er- begab sich langsam nach dem Abort. In der Nähe des letteren warf über mein verworfenes Treiben hochaufschäumende Gemüt des Herrn griffen die Flucht. Hierbei verunglückte ein zehnjähriger Junge, in- er plötzlich seine Schürze weg, sprang über den nicht sehr hohen Maximilian Harden alias Wittkowski." dem er sich infolge eines Fehltrittes auf die eisernen Spizen des Stachelzaun, der das Arbeitsfeld umschließt und war im Nu ver- Die internationale Konferenz zur Bekämpfung des MädchenGitters aufspießte. Die Verlegung war trotz der sofort hinzugezogenen schwunden. Der Aufseher war in einer üblen Situation. Eine handels nahm, wie aus Zürich gemeldet wird, nach einem Referat ärztlichen Hilfe so schwer, daß sie den Tod bald darauf zur Folge Feuerwaffe, durch deren Gebrauch er den Flüchtling niederstrecken des Majors a. D. Wagener eine Resolution an, in der für alle hatte. Die unglücklichen Eltern, in der Mehligstr. 6 wohnhaft, find fonnte, stand ihm nicht zur Verfügung und wenn er ihm selbst nach- Länder die schärfsten gesetzgeberischen Maßnahmen gegen Zuhälter sehr zu bedauern, zumal sie nicht in günstigen Verhältnissen leben. eilte, dann lief er Gefahr, daß die übrigen jüni Strafgefangenen und ihr Gewerbe verlangt werden. Die Sache läge sehr einfach, Ein Schlaganfall machte gestern abend dem Leben der Gattin Reißaus nahmen. So blieb ihm nichts übrig, als die letzteren in die wenn man damit in der Prostitutionsfrage einen Schritt vorwärts eines Großschlächtermeisters ein plötzliches Ende, als beide dem Oberaufseher gestern im Termin bekundete, daß seines Erachtens den Anstalt zu führen und dort den Bortail zu melden. Obgleich der kommen könnte. Rechtsanwalt Brückmann in der Friedrichstraße einen Besuch ab- Angeklagten eine Schuld nicht treffe, beantragte der Staatsanwalt doch 20 M. Geldstrafe, da der Angeklagte den Gefangenen in struktionswidrig außer Augen gelassen habe. Der Gerichtshof sprach jedoch den Angeklagten frei, da m Berschmilden auf dessen Ecite nicht erkennbar sei. Wenn die Verwaltung für die im Freien arbeiMit einer Art Doktorfrage hatte sich gestern die erste Ferien- tenden Gefangenen cinen bort errichte, so könne man tem ftraftammer des Landgerichts I weidlich abzuquälen. Der Schlosser geklagten feinen Vorwurf darcus machen, daß er duldete, daß sich ein Biedermann, ein alter gebrechlicher Mann, der sich selbst nur Gefangener dorthin vegab. Wenn überhaupt ein Verschulden vor. mühsam fortbewegen kann, wurde wegen Gefangenen- Be- liege, so sei es nach Ansicht des Gerichts viel cher auf Seiten freiung zur Verantwortung gezogen. Dem städtischen Obdach in der Direktion zu erblicken, die für eine ausreichende Zahl von der Fröbelstraße ist bekanntlich eine Station für Geschlechtskrante Aufsichtsbeamten bei derartigen Arbeiter sorgen müßte. angegliedert, in welche unter andren auch die unter sittenpolizeilicher Kontrolle stehenden Dirnen im Krankheitsfalle durch die Polizei Komitees und Die oft erwähnte Umfrage des wissenschaftlich- humanitären befördert und dort bis zu ihrer Heilung festgehalten werden. Der Dr. med. Magnus Hirschfeld wegen Beleidigung einiger Studenten die daraus hervorgegangene Verurteilung des Angeklagte, ein Insasse der Hauptanstalt, hat nun zwei solchen wird am 4. November d. J. den 2. Kriminalfenat des Reichsgerichts Dirnen einen Liebesdienst geleistet, der ihm die obige Anklage eingetragen hat. Den beiden Mädchen gefiel es in der Krankenstation beschäftigen. ganz und gar nicht und sie fannen auf Mittel und Wege, wie sie die goldene Freiheit wieder erlangen könnten. Der Angeklagte, der in feiner freien Bewegung nicht beschränkt war, erschien ihnen als geeigneter Helfershelfer und sie verstanden, ihm einen Kasfiber in die Herr Harden an der Arbeit. Genosse Dr. Sü dekum bittet Hand zu spielen, in welchem sie ihm die Bitte ans Herz legten, eine uns um die Aufnahme folgender Zeilen:" Ich würde keine volle verschlossene Thür unauffällig zu öffnen und ihnen so den Austritt Genugthuung über den Erfolg meiner bescheidenen Bemühungen aus der Anstalt zu ermöglichen. Der Angeklagte, als gelernter bei der Flucht der Prinzessin von Koburg empfunden haben, wenn Schloffer, feilte fich denn auch einen Schlüssel zurecht, öffnete die ich bei dieser Gelegenheit nicht von Herrn Harden angeferkelt worden betreffende Thür von außen und die beiden Mädchen entwichen aus wäre. Es hat lange gedauert, bis er eine Gelegenheit fand, die Eine Fenersbrunst, die im Dorfe 3 eyer bei Elbing wütete, der Anstalt. Die Freude dauerte aber nicht lange: die Flüchtlinge ihm günstig schien, mir etwas anzuhängen; ich selbst hoffe nur, daß hat 8 große Gehöfte und die bei der Schule gelegenen Wirtschaftswurden sehr bald wieder festgenommen und ihr Freiheitsdrang ich giftigen Verleumdern in meinem Leben nie einen schlechteren gebäude in Asche gelegt. Viel Vieh ist mit verbrannt. Die Elbinger wurde durch eine von der Polizei über sie verhängte Haftstrafe ge- Anlaß geben möge, über mich herzufallen. Feuerwehr beteiligte sich aufs wirksamste an der Bewältigung des ahndet, da sie sich den sittenpolizeilichen Kontrollvorschriften ent- Die Darstellung, die Herr Harden von dem Vorleben der Prin- Feuers., zogen hatten. Ihren Helfershelfer wollte der Staatsanwalt mit zessin und vom Prozeß Mattafich giebt, hätte von den sicheren Herren drei Monaten Gefängnis bestraft wissen, da er keinen Zweifel daran Bachrach und Barber in Wien nicht tendenziöser gefärbt werden Feuersbrunst viele Gebäude zerstört. Dent" Standard" zuNach einer Meldung aus Halifag hat dort gestern eine große hatte, daß solche von der Polizei im allgemeinen Interesse der können, enthält übrigens direkte Unwahrheiten. Wer sich für die Strankenſtation überwiesene Dirnen während ihres Aufenthalts da- Sache interessiert, den bitte ich, zu der Broschüre unfres Wiener folge sind bei dem Brande 6 Personen ums Leben gekommen. felbft als Gefangene zu betrachten seien. Der Verteidiger Refe- Barfeigenossen Frizz Austerlitz zu greifen:" Ein Militärurteil in rendar Haack bekämpfte diese Ansicht durch eine Reihe interessanter Desterreich. Nach gerichtlichen Atten. Wien 1902. Verlag von juristischer Ausführungen, die darauf hinausliefen, daß nirgends Ignaz Brand." Darin wird et unter anderm auch den Nachweis eine gesetzliche Bestimmung zu finden sei, wonach derartige der finden, daß ein von Herrn Harden als Zeuge aufgerufener und als fittenpolizeilichen Kontrolle unterstellte Frauenzimmer als„ Ge- Sociologe und Philosoph von ganz ungewöhnlicher Intelligenz und fangene" im Sinne des§ 120 des Strafgesetzbuchs zu gelten haben. stolzestem Selbstbewußtsein" gepriesener österreichischer General ein Sie seien lediglich der polizeilichen Kontrolle unterworfen, haben die Militärgerichtsurteil unterschrieben hat, das ihm im österreichischen darauf bezüglchen Vorschriften zu erfüllen und wenn sie dagegen Reichsrate den Vorwurf ungewöhnlicher Fahrlässigkeit oder bewußter fehlen, verwirken fie eine Polizeistrafe, es fehle aber jede gesetzliche Beugung des Rechts eintrug. Daß dieser General Razenhofer MitGrundlage, wonach fie als„ Gefangene" zu betrachten seien, wenn sie arbeiter der Zukunft" ist und infolgedessen offenbar für Herrn Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeigen. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schloffer Karl Gläsmer am Iam 13. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 17. September cr., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Dudenarderstr. 44 aus statt. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schleifer Emil Leist am am 14. d. Mts. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 17. September cr., nachmittags 4 Uhr, von der Leichen Halle des Central- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Rege Beteiligung erwartet 120/20 Die Ortsverwaltung. Allgemeine Kranken- u. Sterhekasse der deutschen Drechsler E. H. Nr. 86. Verwaltungsstelle Berlin D. Am 14. d. m. verstarb unser Mitglied August Fritze Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 18. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalie des Georgen- Kirchhofs in Weißensee aus ftatt. 12406 Die Ortsverwaltung. Central- Verband d. Zimmerer Deutschlands Zahlstelle Berlin u. Umgegend Hiermit die Nachricht, daß am Mittwoch unser Mitglied Hermann Böhm im Alter von 37 Jahren plöblich verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 18.September, nachmittags 4Uhr, von der Leichenhalle des Auferstehungs- Kirchhofes in Weißenfee aus statt. Um rege Teilnahme bittet 255/6 Der Vorstand. Hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, der Schloffer Paul Möbus nach langen, schweren Leiden im nicht vollendeten 51. Lebensjahre am Donnerstag früh 7 Uhr sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 18. September, nachmittags 41, Uhr, vom Trauer hause, Rostoderstr. 35, aus nach dem Heilands- Friedhof in Plößensee statt. 3392 Um stille Teilnahme bittet im Namen der trauernden Hinter bliebenen Witwe Marie Möbus. Von der Reise zurüd: [ 12295 Dr. Lachmann, Specialarzt für Hals-, Nasen- und Ohrenleiden, Brunnenstr. 115, II. $ 130 " dmate. Vermischtes. " Invaliden- Unterstützungskasse Wohnungseinrichtungen d.Steindrucker u. Lithographen. Die Beerdigung des am 15. September cr. verstorbenen Steindruders 12245 Wilhelm Hoeck findet statt am Sonntag, den 18. Sept., nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des SimeonsKirchhofes in Brik( Mariendorfer Beg). Das Komitee. Restaurateure! und gurtelose Polsterwaren w. Abbild. liefert Diese Matratze nur M. 27 fr. Haus. Berlin 0. Lebuserstraße 15, am Strausberg. Pl. Paul Müller. Maurer Zimmerer. Stollege beabsichtigt völlig kostenlos in der rationellen Herstellung von Rum, Cognac und Nordhäuser- Bürze Zeichenkursus. 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Die Protokolle bieten ein reiches Material zur Geschichte der Partet, threr Kämpfe, ihrer Grundsätze und ihrer Tattit. Nachstehend heben wir die Hauptpunkte der Berhandlungen aus der jeweiligen Tagesordnung in wöchentliche Teilzahlung liefere summarischer Inhaltsangabe hervor. Salle. 1890. Reuorganisation; Programmrede Liebknechts; Stel lung zu Streits und Boykotts; Auseinandersekung mit den Un abhängigen" Erfurt. 1891. Feftfehung des Programms; Programmentwürfe; Ausschluß ber Unabhängigen; Eine Markberber eleg. fertige Herren- Moden. Bestellungen n. Maß, tadell. Ausf. Werkstatt im Haufe. 50 J. Kurzberg, Neue Königstr. 47. Taktik der Partei. 50 f. Berlin. 1892. Staatssocialismus; Genossenschaftswesen, Boykott, Kontrollmarke. Köln. 1893. Gewerkschaftsbewegung; Antisemitismus; Wahlrecht und Be teiligung an preußischen Landtags wahlen. 40 Bf. Frankfurt. 1894. Budgetbewilli gungs- Frage in den Landtagen; Agrarfrage; Trust, Ringe und Kartelle, 25 f. Breslau. 1895. Agrarprogramm; Ab 1. Oktober an der Jannowitzbrücke 1 am Bahnhof Jannowitzbr. Haben Sie Wanzen oder Schwaben Sausindustrie. 30 Pf.; gebb. 50 Bf. dann ist es Ihre Schuld Gotha. 1896. Frauenagitation; Berwenden Sie Doffers' echtes SpezialLitteratur- Debatte. 30 Bf mittel, welches Wanzen u. Schwaben Hamburg. 1897. Preuß. Landtags- nebft Brut fofort tötet. Steine Fieden! wahlen; Militarismus. Bolle Garantie. Bet Behörden c. im Brosch. 35 Pf.; gebb. 60 f. Bebrauch. Flasche à 0.50, 1.- ober 8.-M. Stuttgart. 1898. Roalitionsrecht; Sprigapparate leihmeise. Rur echt in ben Drogerien von: Bergarbeiterschutz; Preuß. Landtags wahlen; Zoll- und Handelspolitit. R. Hoffers Reichenbergerfir. 65 und Brosch. 35 Bf.; geb. 60 f. Hannover. 1899. Bernstein- Debatte; Roppenstr. 9. Fernsprecher. Buchthausvorlage; Militärfrage. Heute 50 1. Mainz. 1900. Weltpolitik; BerTattit die berühmten Grüß würstchen, Stüd 10 Pf3 Stüd 25 Pf. Brunnen Straße tehrs- und Handelspolitit; at Wurstmeyer, the πr. 6. bei den Landtagswahlen; Anhang: Bericht über die Frauenkonferenz. glänzende Beliebtheit, wie mein Reine Käseforte erfährt eine solch 50 Pf. Lübeck. 1901. Bergriffen. München. 1902. Bergriffen. Haushaltungs-( Restaur.)- Käse Dresden. 1903. Taktik der Partei; hochfeinen, fetten und nie entleid. Ge wegen seines fich stets gleich bleibenden, Reichstagswahlen; frage; Viceprafidial Die revisionistischen Be ftrebungen. fchmades. 4, Ro. Netto.( 6 Stüd-) 75 Pf.; gebd. 1 M. Poftfollo in Staniolpadung, fr. Nach nahme M. 5, G. Maisch Nachf., Memmingen( baber. Allgäu). Josef Fischer Rohlen- Großhandlung Berlin 0.34, Brombergerst.19/ 20. Kinderwagen Breife ab Blat bon 10 Ctr. an neu! hochelegant! Dunverwüstlich und beispiellos billig, weil direkt v. der ältesten, größten sächsischen Kinderwagenfabrik J. Tretbar, Grimma 184 Mein Katalog Dein Ratgeber. 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Selbsthilfe und einer verwaltungsrechtlichen Regelung des Kartell- bei allen übrigen Unternehmungen die hohen Gewinne mit dem wesens. großen Aufwand von Intelligenz rechtfertigen, die zu ihrer Erzielung Die Debatte über diese verschiedenen Ansichten war auf dem notwendig ist. Beim Kohlenbergbau rückt das und ähnliches bei Juristentag sehr heftig, besonders gerieten der Berichterstatter, weitem in den Hintergrund gegenüber dem hohen Wert, den Settionschef Dr. Klein( Wien) und Dr. Scharlach( Hamburg) sehr das, von der Allgemeinheit empfangene, Monopolgeschent hat. scharf aneinander. Angenommen wurde jedoch mit großer Mehrheit Davon gebührt der Allgemeinheit zum mindesten ein Teil wieder zurüd. Entweder der Staat bestimmt fchließlich folgende, von Dr. Klein beantragte Resolution: Der Juristentag ist der Ansicht, daß die Ordnung der Fragen, Magimal- Kohlenpreise, oder er stuft die Eindie bisher durch den Kartellierungsprozeß und die Thätigkeit der tommensteuer für Sohlenbergwerte so ab, daß Kartelle hervorgerufen wurde, hauptsächlich der Verwaltungspolitik bei steigender Dividende auch ein steigender und der Wirtschafts- Gesezgebung zufällt. Er hält jedoch ein Prozentjaz an den Staat fällt." Wir kennen fein staatliches Eingreifen gegen etwaige übertriebene wirtschaftliche einziges Parteiblatt, daß sich durch den Hibernia- Streit zu so weitPreissteigerungen und die Gewährung gleicher Koalitionsfreiheit, gehenden Forderungen, wie einer Festsetzung von Marimalpreisen fowie die Rechtsfähigkeit, welche die Organisationen der Unter- und staatlichen Dividenden- Beschneidungen hätte verleiten lassen. nehmer genießen, an die Arbeitnehmer für unerläßlich! Was die eigentlich rechtliche Behandlung der Kartel anbelangt, so hält der Juriftentag die gefegliche Anerkennung des rechtsgültigen Be standes der Kartelle für notwendig und ist der Ueberzeugung, daß auch im Bereiche des Kartells Normen und Geist des herrschenden Privatrechts uneingeschränkt zur Herrschaft kommen und jeder- widmete den Freitagvormittag vollständig der Frage der Behandlung mann stets der volle und gleiche Schutz seiner Intereffen und seiner des Hautkrebses. Vielfach ist die Meinung vertreten, daß es Persönlichkeit gewährt werden solle, wie im übrigen Rechtsverkehr. In- specifische Erreger der als Krebs bezeichneten Geschwülste giebt, wiefern zu diesem Zweck Aenderungen und Ergänzungen des wenngleich dieselben mit Sicherheit bisher nicht nachgewiesen sind. geltenden Rechts erforderlich sind, hat sich nach der Besonderheit Dem gegenüber nahm Dr. Unna- Hamburg eine kritische Sichtung der einzelnen territorialen Rechtsordnungen zu bestimmen." von Krebs- Präparaten vor, in denen sich Veränderungen des Kernerzielten Tat. Der fünfte internationale Dermatologen- Kongreß = # Hat schon ohnehin die öffentliche Meinung, aufgerüttelt durch den Kampf der rheinisch- westfälischen Bergwerks- und Hüttenmagnaten gegen die Verstaatlichung der Hibernia, sich in lezter Beit fehr angelegentlich mit den Kartellen beschäftigt, so wurde in letter Woche dieses Interesse noch durch die Verhandlungen des deutschen Juristentages in Innsbrud gesteigert, dessen wichtigsten Beratungsgegenstand diesmal die Frage der gesetzlichen Regelung der Kartelle bildete. Zunächst wenig beachtet, hat diese Frage in den letzten Jahren eine stetig steigende Bedeutung erlangt. Die Organisation der Kartelle ist eine immer straffere geworden. Fast jedes Syndikat, dessen Dauer in den letzten Jahren abgelaufen war, hat fich nicht einfach auf der früheren Basis neuorganisiert, sondern zu einer strafferen Organisationsform gegriffen, die im Intereffe der Kampfgeschlossenheit die Macht der Kartellleitung auf Kosten der Selbständigkeit der Mitglieder stärkte. Wir können uns im wesentlichen mit den in diesem Beschluß zells sich zeigten, die den als Krebserreger gedeuteten parafitären Und mit dieser fefteren Organisation ist zugleich bie Monopol- erhobenen Forderungen einverstanden erklären; nur erscheinen fie Strebseinschlüssen zwar sehr ähnlich, aber zweifellose Lebens. Herrschaft der Kartelle und ihr Einfluß auf das Gesamtwirtschafts- uns nicht ausreichend und nicht bestimmt genug. Vor allem muß äußerungen der Zellen selbst sind. Unna wollte natürlich nicht bes getriebe gewachsen. Allerdings ersteht dem Kartellgedanken bereits vollste Publizität verlangt werden. Nicht nur müssen die haupten, daß der Krebserreger und damit Krebsübertragung nicht in den Truftbeftrebungen eine Konkurrenz. Die Produktions- Kartelle unter Strafandrohung gesetzlich verpflichtet werden, ihre existiere, machte aber doch nachdrücklich darauf aufmerksam, daß einschränkungen und Absatzbestimmungen, welche in manchen Kartellen Statuten, Vertragsbestimmungen und sämtlichen Beschlüsse zu ver- jedenfalls alle Krebsforscher auf diese Zellkern- Veränderungen be= die großen leistungsfähigen Werke in ihrer Bewegungsfreiheit und öffentlichen, sondern es muß auch allen jenen Startellen, die sich nicht sonders achten müßten. der Ausmuzung ihrer produktionellen Ueberlegenheit hindern, werden mit bloßen Preisfestsegungen begnügen, sondern Einkaufs- und Vers Die weiteren Verhandlungen drehten sich um die Frage der diesen bereits läftig. Schon sehen wir in der Kohlen-, Eisen- und taufsstellen errichtet haben oder mit sogenannten Verkaufscomptoiren Einteilung und Erkennung der krebsartigen Geschwülste, besonders Elektricitätsindustrie die Tendenz zur Bildung truftartiger Ber- und Gesellschaften in Verbindung stehen, d. h. also allen jenen, die aber um ihre Behandlung. In neuerer Zeit versucht man mehrfach, einigungen hervortreten, und es ist nicht unwahrscheinlich, daß die in irgend einer Form Einfluß auf den Absatz ihrer Mitglieder aus den Hautkrebs ohne chirurgischen Eingriff durch Bestrahlung mit nächste Stufe der wirtschaftlichen Entwidlung uns statt der auf üben, die Verpflichtung auferlegt werden, alljährlich öffentlich genaue Finfin Licht, Röntgen- Strahlen, Radium Strahlen zu heilen, immer weitere industrielle Gebiete sich ausdehnenden Regelung der Rechnung abzulegen und in dieser den Umfang des in- und aus- Methoden, die der Abneigung der Kranken vor dem entstellenden Produktion durch die Kartelle, von welchen noch vor wenigen Jahren ländischen Abfazes, die in und ausländischen Erlöspreise Messer entgegen kommen. Dem gegenüber betonten Prof. v. Bergs manche Optimisten träumten, ein Nebeneinanderbestehen von( nicht nur die Richt oder Normalpreise), den mann und Dr. Schlesinger, Direktor und Assistent an der Syndikaten und Trusts mit scharfen Konkurrenztämpfen beider gegen- Kartellgetvinn( mit Einschluß der durch etwaige bes chirurgischen Universitäts- Alinit, daß der Beweis noch fehle, daß einander bringen wird. fondere Umlagen" erzielten Einkünfte) sowie die An- durch Röntgen- Behandlung jemals Hautkrebs dauernd geheilt sei, Borläufig ist diese Entwicklung, die in den meisten Fällen mit legung des etwa vorhandenen Kartellvermögens in Wert- wohl aber sei wegen dieser Behandlung der richtige Zeitpunkt für dem Siege der höheren wirtschaftlichen Organisationsform, mit dem objekten( speciell in Aktien eigner oder fremder Betriebe) genau an- den rettenden operativen Eingriff zuweilen versäumt worden. Das Siege der Trusts enden dürfte, aber noch gewissermaßen Zukunfts- zugeben, und zwar selbstverständlich auch dann, wenn die Kartell Bublifum fürchtet sich vor dem Messer vor allem deswegen, weil das fpefulation wenigstens für das Gros der bürgerlichen Geschäfts- verwaltungen bezw. Verkaufscomptoire fich formell als besondere Vorurteil verbreitet sei, die Operation bringe doch keine Heilung; treise, während für sie die Zunahme der Synditate und ihr steigender Aktiengesellschaften oder Gesellschaften mit beschränkter Haftung fon- wäre in weiteren Streifen bekannt, wie häufig die radikale Heilung Einfluß auf das Wirtschaftsleben eine Thatsache ist, die ihnen viel stituieren. Ob zur Durchführung dieser Maßregeln die Anlegung sei, so würde diese Furcht bald verschwinden. In der Universitätsfach recht schmerzlich am eignen Leibe demonstriert wird. Es ist besonderer staatlicher Kartellregister, wie sie die zweite Fassung des Klinik find in den Jahren 1894-1901 171 Fälle von Hautkrebs deshalb durchaus erklärlich, wenn fie nach gefeßlicher Abhilfe rufen. österreichischen Kartellgesetz- Entwurfes und der neue ungarische Gesetz- operiert worden; davon endeten 122, b. i. 71,3 Proz. mit vollAber auch in den Arbeiterkreisen stellt man sich heute den entwurf verlangen, angebracht ist, das ist eine Frage für sich. Jeden- fommener Heilung, d. h. nach mehr als drei Jahren war kein Recidiv Kartellen und Syndikaten vielfach kritischer gegenüber, als früher. falls muß die Zusammensetzung und die Geschäftsführung der( Erneuerung des Krebses) aufgetreten. 18 Fälle waren unsicher, Als vor einem Jahrzehnt die Kartellierungsbestrebungen schnell um Startelle oder Syndikate in weit ausgedehnterem Maße als heute. h. die betreffenden Patienten starben an andern Krankheiten als fich griffen, war man nur allzu sehr geneigt, die Kartelle als Anfäge der öffentlichen Kontrolle unterstellt werden; und außerdem Krebs, bevor die dreijährige Wartezeit beendet war, so daß man nicht und Uebergangsgebilde zur socialistischen Wirtschaftsform zu be muß unbedingt als Ausgleich des den Unternehmern ge- eiß, ob Recidive ausgeschlossen waren, und nur in 28 Fällen, das trachten. Diese Auffassung hat eine gewiffe Berechtigung, wenn auch währten Rechts, sich zur Erreichung höherer Profite zu Verbänden ist in 15,8 Proz., kam es zu Recidiven. nur innerhalb bestimmter enger Grenzen. Es ist durchaus nötig, zusammenzuschließen, auch den Arbeitern die böllige denn die Strahlen wirken nur an den oberflächlichen Schichten, Daß die Röntgen- Behandlung versage, sei auch ganz natürlich; neuentstehende wirtschaftliche Umbildungen nicht nur nach ihrem Soalitionsfreiheit eingeräumt und gegen Anwährend die eiterigen Geschwüre in der Tiefe weiter wucherten. gegenwärtigen Gehalt, sondern auch auch nach ihrer Tendenz griffe der Kartelle durch rechtliche Garantien m: ihrer Bedeutung für die weitere Entwidlung zu sichergestellt werden. Ferner ist zu erwägen, ob nicht der Dr. Schlesinger betonte ausdrücklich, daß ihm brei derartige Fälle nur darf dabei über die wahrscheinlich spätere Regierung bezw. einer neu zu bildenden Kartell- Aufsichtsbehörde die borgelegen hätten, die vor der Röntgen- Behandlung sicher noch hätten Wirkung nicht diejenige auf das heutige Wirtschaftsleben Verpflichtung aufzuerlegen ist, in allen Fällen, in welchen die Startelle operiert werden können, die aber nunmehr, als sie in die Klinik außer Betracht bleiben. Die zunehmende Uebermacht der ihre monopolistische Stellung zu schädlichen Preistreibereien aus- Röntgen- Therapie bleiben also nur die inoperablen Fälle, in denen tamen, für die Operation zu weit vorgeschritten waren. Für die Kartelle sowie die Erkenntnis, daß die behauptete sogenannte nugen oder den Inlandsmarkt zu Gunsten ihrer Konkurrenzstellung der Krante seinem traurigen Schicksal überlassen werden muß, wo " Produktionsregelung absolut nicht ausreicht, Krisen auf den Auslandsmärkten wucherisch ausbeuten, die den beaber die Behandlung mit Röntgen- oder Radium- Strahlen dem und Wirtschaftsstörungen zu verhindern, und daß im Grunde treffenden fartellierten Branchen gewährten bestranten Erleichterung bringen tann, indem sie die oberflächlichen die Kartelle nichts andres find, als Unternehmertoalitionen sonderen Frachtvergünstigungen sowie die den zur Erhöhung des Profits, hat jedoch auch in den Import gleicher Produkte aus dem Auslande Geschwüre zur Vernarbung bringt. intelligenteren Arbeitertreisen die Auffassung wesentlich verändert. hindernden Bollfäge zeitweilig außer Straft zu Standpunkt Professor b. Bergmanns darstellen, fanden nicht unDie Ausführungen Dr. Schlesingers, die jedenfalls auch den Man sagt sich heute, daß wenn die Tendenz der Kartelle dahin iegen. geht, einerseits durch Preiserhöhungen und andrerseits durch HerabSolche Forderungen sind vom socialistischen Standpunkt durchaus bildungen auf gute Erfolge der Röntgen- Behandlung hingewiesen, geteilte Zustimmung. Mehrfach wurden unter Vorzeigung von Abbrüdung der Produktionskosten den Unternehmerprofit zu steigern, berechtigt. Die Anerkennung der Thatsache, daß die Startelle in die zum mindesten zu weiteren Versuchen ermuntern. Brofessor Die Startelle nicht bei den Löhnen, dem wichtigsten Teil der unfren heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen begründete Koalitionen Besser, Direttor der Hautklinik der Charité, hob nachdrücklich Produktionskosten, stehen bleiben, sondern, sobald sie sich find, bedingt feineswegs, daß man fie ganz nach ihrem hervor, daß der Vorwurf der Verschleppung der Krankheit durch die genügend lonfolibiert haben, auch diese zu Belieben schalten und walten läßt, ebensowenig wie die Röntgen- Behandlung unberechtigt sei, sofern man für ste lediglich bermindern suchen werden. Außerdem aber ers Anerkennung der Notwendigkeit des Attienwesens bedingt, daß man die als Ulcus rodens bekannte Form( ein nur die oberflächlichen giebt sich immer deutlicher, daß die neuen Statuten auf dessen gesetzliche Regelung vollständig verzichtet und nach dem Hautschichten ergreifender Krebs) in Anspruch nehme. Hier heile Der Kartelle, zum Beispiel des Kohlensyndikats, geeignet Princip des" Laisser faire, laisser alles" jeder Attiengesellschaft fie eben so sicher, wie das Meffer des Chirurgen, und zwar ohne find, den Arbeitern die Durchführung von Streits außerordentlich überläßt, zu machen, was sie will. Ein erst vor faum Jahresfrist entstellende Narben zurüd zu lassen. Tiefer liegende Fälle folle man zu erschweren nicht nur durch Aufnahme sogenannter Streit entstandenes Finanz- Sensationsblatt hat allerdings jüngst die Haltung, allerdings, wenn noch irgend eine Aussicht auf Rettung vorhanden paragraphen in die Syndifatsverträge, durch welche die kartellierten welche die socialdemokratische Presse zu der Hibernia- Angelegenheit Werte beim Ausbruch eines Streits von allen Lieferungsverpflichtungen eingenommen hat, bemängelt und die von einigen Parteiblättern be- lei, sofort an den Chirurgen weisen. entbunden werden, oder durch Ansammlung starter Reserve und fürwortete Forderung eines Startellgesetzes für einen Rückfall in u. a. wies Dr. Holatnecht Wien auch auf die Behandlung mit Herrn Prof. Lesser schlossen sich verschiedene Redner an; Kampffonds, sondern fast noch mehr infolge der llebernahme des liberale Anschauungen erklärt. Obgleich gerade dieses Blatt nach den Um- Nadium- Strahlen hin, die wegen ihrer größeren Bequemlichkeit die Warenvertriebes durch die Startellleitung bezw. durch von ihr ein- ständen, unter denen es entstanden ist, sich am allerwenigsten zum Röntgen- Behandlung wohl verbrängen werde. gerichtete Verkaufscomptoire. Denn dadurch, daß das einzelne Principienwächter eignet, flagt es die Parteipresse turziveg des Dagegen führte Dr. Herzheimer- Frankfurt a. M. ver= Wert nichts mehr mit mit dem Absatz feiner Produkte zu Principienverrats an: thun hat, daß diese Arbeit ihm vom Kartell abgenommen wird, ist es von der Gefahr befreit, bei einem länger anhaltenden Streit einen Teil seiner Kundschaft zu verlieren. Unter dem System der freien Konkurrenz wird meist die Fabrit, deren Arbeiter streifen, geschäftlich mehr oder weniger geschädigt, da sie nicht nur die übernommenen Aufträge nicht auszuführen vermag, sondern ihr auch mancher Kunde von der Konkurrenz abgejagt wird. Das Syndikatswert aber ift oft in diefer Beziehung ganz unverwundbar. Denn bei manchen Syndikaten steht es gar nicht in direktem Verkehr Verkehr mit einem bestimmten Rundenkreis. erhält seine Bestellungen bon einer Verkaufsstelle, dem einzelnen Werte die ihm zugebilligte Anteilsquote an dem Gesamtabsatz abzunehmen und für deren Unterbringung bei der Kundschaft zu forgen hat. Und wenn die Verkaufsstelle dem betreffenden Werte zubilligt, die Warenmenge, die dieses in einem Quartal oder Halbjahr infolge des Ausstandes zu wenig abgeliefert hat, später nachzuliefern, dann mögen die Arbeiter ruhig streifen; weder verliert das Wert etwas von seiner Kundschaft, noch wird sein Jahresabjay dadurch in erheblichem Maße verkürzt. beurteilen; " Es welche schiedene Fälle scheinbar guter Erfolge mit Röntgen- Behandlung an, Herr Möller", meint es, ist auf dem besten Wege, sich durch bei denen schon nach verhältnismäßig furzer Zeit tiefer liegende feine Straftmeierei zu einem populären Mann zu entwickeln. Und Mucherungen auftraten, die bald zum Tode führten, und Geheimrat felbft feine schärfften Gegner tadeln nicht, was er will, sondern Beiel- Cannstatt sagte geradezu:" Ich fürchte, der hier aus bezweifeln lediglich, daß er die Stärke befizen wird, seine Worte gestoßene Ruf, Ulcus rodens gehört der Röntgen- Behandlung, wird wahr zu machen. Und merkwürdig, sehr merkwürdig: auch in manchem Patienten das Leben fosten, wenn er später doch dem einzelnen socialdemokratischen Drganen zeigt sich unverhohlen Chirurgen überwiesen werden muß, und das verhängnisvolle 8u der Wunsch nach einem Antifartellgesetz. Jedenfalls fucht man spät!" ertönt. Wer will denn im voraus wissen, ob ein bestimmter durch Hohn und Spott Herrn Möller und seine Ministerkollegen all von Ulcus rodens gefährlich verlaufen wird oder nicht. Wenn zur That zu reizen. Das geschieht zur selben Stunde, wo der ich von zehn Patienten neun ohne Verunstaltung heilen kann, den internationale Socialistentongreß zu zu Amsterdam völlig zehnten aber zu Grunde gehen lassen muß, und ich kann andrerfeits fonsequent durch eine Resolution erklärt, daß die Social fämtliche zehn unter Zurüdlaffung einer Narbe operativ heilen, so demokraten aller Länder für eine Antitrust- Gesetzgebung nicht zu muß ich als Arzt das letztere thun." haben seien. Und diese Dränger sind nicht etwa einige Zweifler Der reiche Beifall, den er fand, bewies, daß die meisten Derma und Revisionisten. Nein, richtige Radikale und waschechte Revo- tologen diesen Standpuntt teilen; andrerseits ist die Strahlenlutionäre wollen gleichwie die wildgewordenen Philister im bürger- Behandlung noch zu jungen Datums, um jetzt schon abschließende lichen Lager die Art an die Institutionen legen, die als Vorstufen Urteile für die Zukunft zu erlauben. einer gesellschaftlich geregelten Produktion gelten müssen." Humanistische Gemeinde, Niederwallstr. 12, in der Aula der Friedrichwerderschen Oberrealschule. Sonntagvormittag 10%, Uhr: Bortrag von Herrn Dr. Rudolf Benzig über:„ Das Selbst als Erlöser." 2.„ Der Mensch ein Schöpfer." Geselliger Verein ehemaliger Beeliner B. I. 1904. 9 Uhr: Batzenhofer, Alexanderstraße 64. Sonnabend, den 1. Oktober d. J.: Herbstvergnügen in den Fortung- Sälen, Straußbergerſt. 3. Wie es scheint, ist der Sinn des Amsterdamer Beschlusses dem Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 18. Septbr. ,, borm. 8hr, Verfasser nicht ganz klar geworden. Die Resolution berlangt nicht, in der Schul Aula, Kleine Frankfurterstr. 6: Bersammlung. Freireligiose Diese Richtung, die das Kartellwesen genommen hat, habe in daß keinerlei Maßnahmen zur Regelung des Kartellwesens unter Borlesung. Um 10 Uhr vormittags ebendaselbst: Bortrag des Herrn dem letzten Jahre mehr und mehr zur Erörterung der Frage geführt, nommen werden, mag dieses fich gestalten, wie es will; fie wendet Walded Manasse:" Lichtbringer in dunkler Zeit." Gäste, Damen und wie die sogenannten Auswüchse" der Kartelle, ihre Preis- sich nur gegen die Bestrebungen, durch derartige Gefeße, wie die Herren, sehr willkommen. treibereien, ihre Boykottierung außenstehender Werke, ihre Bedrohung amerikanische Sherman- Bill, die Entstehung und Ausbreitung der des Koalitionsrechtes der Arbeiter usw., durch gesetzliche Maßnahmen Trusts oder Kartelle hindern zu wollen. Deutlich heißt es in der mehr oder weniger verhindert werden könnten. Amsterdamer Resolution,„ daß die socialistischen Parteien aller Auch der vorlegte Juristentag hat sich bereits mit dieser Länder sich von jeder Beteiligung an Gesetzgebungsversuchen, Frage befaßt, doch zeigte sich, daß die Teilnehmer meist nur sehr welche das Aufkommen berunternehmer- Berbände beshalb die Grörterung bis zu dem 27. Juristentas, bet biele uberinbern oder ihr Wachstum einzuschränken der suchen, fernzuhalten haben." Woche in Innsbrud abgehalten worden ist, bertagt und die AusSoviel wir wissen, hat aber kein Barteiblatt während des arbeitung verschiedener neuer Gutachten veranlaßt. Fünf derartige Hibernia- Konflikts die Forderung einer Verhinderung des ZusammenGutachten waren diesmal dem Juristentage eingereicht. Eins, das des schlusses der Unternehmer zu Kartellen erhoben. Die Forderung beDr. Scharlach, des Juftitiars mehrerer Startelle, lehnt einfach alle traf immer nur die Erweiterung des staatlichen Aufsichtsrechts oder gejeglichen Eingriffe ab.. Auch der Syndikus der Handelskammer zu die Abwehr bestimmter Preistreibereien. Die Stellungnahme der Berlin, Landgerichtsrat a. D. Dove, hält eigentliche rechtliche Maß socialdemokratischen Presse zur Hibernia- Angelegenheit war fo forrekt, nahmen nicht für angebracht; er empfiehlt wirtschaftliche Maßregeln, wie sie nur sein fonnte. Weber haben sich unfre Parteiblätter durch Marktpreise von Berlin am 15. September. Nach Ermittelungen des vornehmlich auf dem Gebiet des Zoll- und Steuerwesens. Der dritte die Erklärungen Möllers und Kirdorfs, noch durch die„ provozierende tal. Bolizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Centner: Weizen**), gute Sorte Gutachter, Oberlandesgerichtsrat Schneider, glaubt, daß schon heute Persönlichkeit des Herrn Guttmann" und die klugen Tricks" des 17,65-17,63 m., mittel 17,61-17,59 m., geringe 17,57-17,55 m. bas Gesetz( vornehmlich die§§ 152 und 153 der Gewerbe- Ordnung Herrn Karl Fürstenberg beirren lassen; fie haben gleichmäßig die Roggen), gute Sorte 13,86-13,84., mittel 13,83-13,82 M., und§ 188 des Bürgerlichen Gesetzbuches) genügend rechtliche Hand- Ungeschicklichkeit der Möllerschen Verstaatlichungsaktion wie die An- 13,81-13,80 M. Futtergerfte), gute Sorte 15,60-14,80 R., mittel 14,70 haben gegen den„ Kartell- llebermut" bieten, wenn sie nur richtig mazung der rheinisch- westfälichen Montan- Industriellen und ihrer bis 13,90 M., geringe 13,80-13,00 M. Hafer*), gute Sorte 16,50-15,70 2., interpretiert und angewendet würden. Dagegen halten Professor Alliierten aus der Berliner Hochfinanz gekennzeichnet. mittel 15,60-14,80 M., geringe 14,70-13,90. Erbsen, gelbe, zum Kochen Einen Stich ins Komische erhält nebenbei die Anrempelung noch Startoffeln 11,00-8,00 M. Nichtstroh 0,00-0,00 m. Her 0,00-0,00 m. 40,00-28,00 m. Speisebohnen, weiße 50,00-25,00 M. Linfen 60,00-25,00 m. Waentig- Münster und Professor Landesberger- Wien zwar ein Eins greifen für erforderlich, finden aber, daß das Heilmittel dadurch, daß vor ungefähr vier Wochen dasselbe Finanzblatt in Für 1 Stilogramm Butter 2,80-2,00 22. Eier per Schod 4,00-2,80 22. weniger auf dem Wege der Gesetzgebung liegt, als in wirtschaftlicher einem Hibernia" überschriebenen Artikel meinte: Man mag Frei Bagen und abj Bahn.*) b Bahn. " Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter ( E. H. 29, Hamburg). Am Sonnabend, den 17. September: Ber fammlungen. Berlin 3 bei Bergner, Reichenbergerstr. 157. Berlin 4 bei Markowski, Andreasstr. 26. Berlin 6 bei Diefe, Aderftr. 123. Berlin 9 bei burg im Bollshaus. Rummelsburg bei Tempel- Borhagen, Ede Neue Gundlach, Waldenserstr. 24. Nixdorf bet Thiel, Bergstr. 151. Charlotten Bahnhofstraße. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, 17. September. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Bajazzi.( Pagliacci.) Coppelia. Neues königl. Opern Theater. Im stillen Gäßchen.( QualityStreet.) Deutsches. Kettenglieder. Berliner. Zapfenstreich. Leffing. Der Richter von Zalamea. Weften. Der Zigeunerbaron. Central. Tannhäuser- Parodie. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Die Kreuzelschreiber. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). John Gabriel Bortman. Neues. Kabale und Liebe. Kleines. Fräulein Julie. Residenz. Eine Hochzeitsnacht. Trianon. Ihr zweiter Mann. Belle- Alliance. Trouville. Die Dame aus Luisen. Der Goldbauer. Deutsche Volksbühne. Die Räuber. Metropol. Ein tolles Jahr. Deutsch- Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Apollo. Venus auf Erden mit Hans, das denkende Pferd. Specialitäten. Herrnfeld Theater. Nur eine Nacht. Am andern Morgen. Wintergarten. Specialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Passage Theater. Dida. Speciali täten. Anfang 5 Uhr. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Die Weltausstellung in St. Louis. Hierauf: Der Gardasee. Im Hörsaal 8 Uhr, Dr. Donath: Radium". Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Central- Theater Heute Anfang 8 Uhr: Gastspiel der Opernfängerin Emmy Raabe- Burg. Urania. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Die Weltausstellung in St. Louis. Hierauf: Der Gardasee. Im Hörsaal 8 Uhr: Dr. Donath: , Radium". 99 Sternwarte Invalidenstr. 57/62. JOOLOGISCHER Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonnabendabend 8 Uhr: Zum erstenmal: Die Kreuzelschreiber. Bauernkomödie in 3 Akten von Ludwig Anzengruber. Sonntagnachmittag 3Uhr: Johannisfeuer. Sonntagabend 8 Uhr: Die Kreuzelschreiber. Montagabend 8 Uhr: Medea. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater) Sonnabendabend 8 Uhr: John Gabriel Borkman. Schauspiel in 4 Aufz. v. Henrik Ibsen. Sonntagnachmittag 3Uhr: Die Räuber. Sonntagabend 8 Uhr: John Gabriel Borkman. Montagabend 8 Uhr: Johannisfeuer. Passage- Theater. Palast- Theater. Anfang d. Abendvorst. 8 Uhr. Wochent. 5, Anf. Sonnt. 3 Uhr. die Erschaffung Dida eines Weibes aus dem Nichts. s dem Ni Pocahuntas, Nachtigall. die indische Jean Paul, Komiker. The Finlays. Lucie Verdier, Vortragskünstl. 14 erstklassige Nummern. Z CARTEN Kleines Theater. Neues Theater. W. Noacks Theater. Täglich ab nachmittags 4 Uhr: Militär- Doppel- Konzert. Eintritt 1 M., ab 6 Uhr 50 Bf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. In der Arena: Der See- Elefant. Eintritt vom Garten 20 Pf., von der Straße 30 Bf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Besichtigung b. 8 Uhr abds. b. elektr. Beleuchtiing. CASTAN'S Bereinigte Bühnen unter der Leitung von Max Reinhardt. Anfang 8 11 hr. Nachtasyl. Sonntag: Des Pastors Rieke. Montag: Elektra. Dienstag: Nachtasyl. Mittwoch: Des Pastors Rieke. Thalia- Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Eröffnung der Wintersaison Extra- Elite- Borstellung: Kabale und Liebe. Der Galeerensflave ( Durieux, Wangel, Höflich, v. Winterstein, Waßmann, Steinrück, Vallentin.) Sonntag: Salome. Montag: Kabale und Liebe. Belle- Alliance- Theater. Schauspiel in 5 Aften v. B. Campbell. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bf. Ball. Gebrüder Dresdenerftr. 72/73. Direttion: Kren& Schönfeld. Belle- Alliancefit. 7/8. Herrnfeld- Theater PANOPTICUM. Novi Friedrichstr. 165. Rosa das gelehrte Pferd! Heute abend 72 Uhr: Im neuerbauten Hause. Novität! 3. Male: Novität! Heute und folgende Tage abends 8 Uhr: Bum 187. Male der größte Herrnfeld- Schlager Der Weibertönig. Die Dame aus Trouville Nur eine Nacht. Große Ausstattungsposse mit Gesang Herbert Paulmüller, Bozena Bradsky, und Tanz in 4 Aften. Musik von Heinz Gordon, Else Wannovius in den Hauptrollen. Jul. Einödshofer, Dir.: M. Schmidt. Vorverkauf v. 10-2 an der Theaterkasse und an den bekannten Verkaufsstellen. 6. Berliner Saison. Jubiläums: Saison anläßlich des 20jährigen Bestehens bes Cirkus Cirkus Albert Schumann Sarrasani. Grösster u. elegantester Zelt- Cirkus Europas. Sonntag, den 18. September: Die zwei letzten Vorstellungen Tannhäuser. Cirkus Busch. Burlesque- Operette in 4 Aften von Joh. Nestroy und Karl Binder. Sonntagnachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Abends 72 Uhr: Tannhäuser. Luisen- Theater. Der Goldbaner. Sonntagnachmittag: Von Stufe zu Stufe. Abends: Drittes Gastspiel Emil Thomas. Hasemanns Töchter. Deutsche Volksbühne. Jm Carl Weiß- Theater Gr. Frankfurterstr. 132. Die Räuber. Anfang 8 Uhr. 17. September 1904, abends 71 Uhr: Erster Brunt- und Parade- Abend. D8um 1. Male: vormals Renz. Karl- Straße. Sonnabend, den 17. September cr., abends präcise 71 Uhr: Große Gala- Eröffnungs- Vorstellung. Auftreten von Künstlern und Künstlerinnen nur allerersten Ranges. Direktor Alb. Schumann mit feinen neu für Berlin gefchaffenen Dreffuren. Unter andern: Mr. Pernelet mit seinen 40 Krokodilen. G. Lurich, Südwelt- Afrika. Russlands Weltchampion, Athlet und Weltmeisterschafts- Ringer genannt der Samson 15 Polarbären, dress. und vorgeführt b. Mr. Henriksen. Herrn Ernst Schumanns Original- Pferdedreffuren. Die berühmte franzöfifche Reiterfamilie Lécusson und die vorzüglichsten Programm- Nummern. Avis! Sonntag: 2 große GalaVorstellungen, 4 und 7 Uhr. National Theater. Weinbergsweg 12a- 13b. Eröffnungs- Vorstellung: Figaros Hochzeit. Eröffnungstag wird noch bekannt gegeben. Abonnements werden bis 15. September täglich im Theater25/ 13* 26. 8 1hr: bureau entgegengenommen. Sonntagnachm. 3 Uhr fleine Preise: Aennchen von Tharau. Die Räuber. des XX. Jahrhunderts. 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Winkler. Vorher: Riesenschaunummern ersten Ranges. Anfang 8 Uhr. Kassen- Eröffnung 7 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Otto Pritzkow's Abnormitäten- Ausstellung Münzstr. 16, am Alexanderpl. Feodora, das Weib mit den Löwentatzen. Lebend! Lebend! 32 Jahre alt, 70 ctm. gross. Charlestro, das rätselhafte medizinische Wunder. Neu! Die kunstvoll plastisch tätowierte Dame. Eintritt 10 Pf. Gustav Behrens SpecialitätenTheater, Frankfurter. Allee 85. Neue September- Engagements Neu! Der kleinste Cake Walk- Tänzer d. Welt. Marga Manzoni m. ihrem flugen Hans. The Wiedemanns Original- Luftakt u. außerdem die übrigen Specialitäten. Anf. 7 Uhr. Sonntags 52 Uhr. Reichshallen- Theater. Täglich: Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Urania. Alles Nähere Tages- Plakate. Bernhard Rose- Theater Wrangelstrasse 10/11. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Vollständig neu ausgestattet! Täglich: x Gesundbrunnen, Badstraße 58. Morgen Sonntag, 18. 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Sonnabend, 17. September 1904. Direktoren Kren und Schönfeld. Sie wollten den altbewährten Julius Einödshofer, zeigt es in jedem seiner vier Atte, daß Traditionen des Theaters treit bleiben, und der Neid muß gestehen: mit altem Brauch nicht gebrochen worden ist. Mag der Inhalt auch sie sind es geblieben. Mit scharfem Blick hat vor fünfzehn Jahren nebensächlich sein, so sei doch erivähnt, daß Josephine Dora, Das neue Thalia- Theater. Man kennt das Haus kaum wieder, Herr Adolf Ernst an dieser Stätte erkannt, was einem durch Finanz- die ans Haus gewöhnte Soubrette von ehedem, als Direttrice einer fo hübsch ist es nach dem Neubau geworden. Schon daß der Hof spekulationen und Geschäftssorgen ermüdeten, im übrigen aber gut italienischen Künstlertruppe in äußerst gewagten Kostümen auftritt, vor dem Theater bergrößert worden ist, fällt angenehm auf, und die zahlungsfähigen Menschen frommt. Trikots, viel Trikots und dazu daß Tielscher in ortsüblicher Weise den verfluchten Kerl herausFassade, die keinerlei prozigen Brunt aufweist, präsentiert sich mit noch etwas Tingeltangelsang und dito Blödsinn; was darüber ist, fehrt, Helmerding ihm treu zur Seite steht und in Lina einem niedlichen Relief als einzigen Schmuck in anheimelnder Ruhe. das ist vom Lebel! Die konfequente Durchführung dieses Pro Abarbanell und Helene Ballot zwei Damen von frischem Drinnen aber ist es dem Publifum so angenehm wie nur möglich gramms hat den früheren Komiker nicht allein zum begüterten Talent gewonnen sind. gemacht. Eine stattliche Vorhalle, leicht erreichbare Garderoben, so- Rentier gemacht, sondern ihm auch ehrenvolle Auszeichnungen ins wie breite Thüren und Treppen lassen auch bei starkem Besuch ein Haus getragen, unter denen die herzoglich koburgische Medaille für sehr peinlichen Längen belastet, die auch durch massenhafte BlumenDas Stück war bei der ersten Aufführung leider mit einigen Gedränge kaum auffonimen. Der Zuschauerraum jedoch mit der in Kunst und Wissenschaft wohl die ermutigendste war. Den jezigen spenden nicht recht verdeckt werden konnten. Für den Fall, daß die Weiß und Gold gehaltenen Decke, den Wänden im dunkelroten Direktoren ist leider für ihr im gleichen Geiste gehaltenes Wirken Direktion sich nicht schon nach ziemlich kurzer Zeit wieder an ein Eammetton, ist ein Schmuckkasten; falls sich mit Stuck überhaupt noch keine so eklatante Genugthuung zu teil geworden, trotzdem das neues Drama heranmachen will, muß sie für strammeres Spiel und der Eindruck unaufdringlicher Gediegenheit hervorrufen läßt, ist es unter ihrer Dbhut in die Welt gefekte Lied vom kleinen Cohn allein etliche derbe Kürzungen sorgen und ferner bedenken, daß Wortwize hier geschehen. schon die höchsten Ansprüche rechtfertigt. wie die, was ein Stammtisch ist, bereits von den ältesten Berliner Führt so die Kunst des Architekten den Herrn des Hauses Das neue Trikotstück vom Donnerstag heißt, wie nebenher Weißbierwirten dem berühmten Buche Knallerbsen" entnommen förmlich in Versuchung, auch auf der Bühne etivas Ordentliches bemerkt sei, Der Weiberkönig"; gedichtet von Jean Kren, worden sind. zu bieten, so ist um so beachtenswerter die Standhaftigkeit der Alfred Schönfeld und Leopold Ely, komponiert von 00. Achtung! Kistenmacher! Achtung! Moabit! VI. Wahlkreis. Moabit! Heute Sonnabend, den 17. September, abends 8 Uhr, in den Andreas Festsälen, Andreasstraße 21: ammlung. Oeffentliche Versammlung. Tages Drdnung: D 1. Bericht der Lohnkommission über den Stand der Lohnbewegung. 2. Anträge derselben. Pflicht aller Kollegen ist es, zu erscheinen. 103/19 Die Lohnkommission, Holz- Bildhauer! Heute, Sonnabend, den 17. September in den Gesamt- Räumen der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49: ** Großes Herbit- Feit*** veranstaltet von den focialdemokratifchen Parteigenoffen Moabits. Konzert, Gesang, 248/17 Bir fordern sämtliche Kollegen auf, vom 15. September ab eine Lohnerhöhung( ausgeführt vom Gesangverein„ Vereinte Sangesbrüder Moabit", Mitglieder des Arbeiter- Sänger- Bundes). von 5 Prozent zu verlangen, soweit sie diese nicht schon erhalten haben. Diese steht ihnen Iaut Vereinbarung unsrer Organisation mit der Freien Vereinigung der Holzindustriellen, der Berliner Tischlerinnung und dem Verein selbständiger Bildhauer zu. Die Kollegen sind verpflichtet, das Resultat so schnell als möglich im Bureau, Engel- Ufer 15, Zimmer 27, mitzuteilen. Die Agitations- Kommission der Bildhaner Berlins. 22/15 Auftreten der berühmten Volksfänger- Gesellschaft H. Lewandowski. Turnerische Aufführungen von Mitgliedern des Turnvereins Fichte" und Ball. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Anfang nachmittags 6 Uhr. Entree 25 Pf. Billets im Vorverkauf 20 Pf. Herren, welche am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Das Komitee. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsftelle Berlin: Engel- Ufer 15. Arbeitsnachweis: Bimmer 34. Amt 4, 3353. Hauptbureau: Zimmer 1-5. Amt 4, 9679. Achtung, Gürtler und Drücker! Sonntag, den 18. September cr., vormittags 10 Uhr, in der ,, Neuen Welt“, Hasenheide Nr. 108/114: Versammlung. 120/19 Tagesordnung: 1. Was gedenken wir diese. Herbst zu thun? Referent: Cohen. 2. Diskussion. Kollegen! Zu dieser Versammlung werden teine Laufzettel verteilt. Trogdem aber erwarten wir auf das bestimmteste, daß jeder Kollege zur Stelle ist. Achtung! Die Ortsverwaltung. Verband der Möbelpolierer. Montag, 19. September, abends 812 Uhr, bei Keller, Koppenstr. 29: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen C. Wermuth über: Mary' ökonomische Lehren. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 147/13 Mittwoch, den 21. September, abends 8 1hr, bei Wasewik, Friedrichsbergerstr. 19: Centralisierte Kommissions- Sitzung. Sonnabend, den 8. Oktober, in Kellers Festsälen, Roppenstr. 29: 21. Stiftungs- Fest. Billets find in allen Zahlstellen, bei den Kassierern sowie beim Vor fizzenden zu haben. NB. Kollegen, welche aus unsrer Verbands- Bibliothek Bücher entlichen haben, werden ersucht, selbige bis 15. Oktober zurüd zu bringen. Der Vorstand. Atung Deutscher Metallarheiter- Verband Centralverband deutscher Brauerei- Arbeiter Vergolder. Verband d. im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Filiale Berlin. Montag, den 19. September, abends präc. 8 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20 ( großer Saal): Mitglieder Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Ingenieurs Herrn Grempe über: Beleuchtung und Heizung im Haushalt des Arbeiters". 2. Diskussion. 3. Abrechnung von der Urania- Borstellung und vom Streik. 4. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. 227/8 Central- Krankenkasse der Maurer Grundstein zur Einigkeit. Sonntag, den 18. September, vorm. 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Versammlung. Zagesordnung: 1. Wahl der Hilfskaffierer. 2. Veränderung der Bureauftunden. 3. Verschiedenes. 149/ 5* Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. Verband der Maschinisten und Heizer ( Verwaltungsstelle Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis Zimmer 34. Amt IV, 3353. Sonntag, den 18. d. m., vormittags 10 Uhr, bei Sachse, Lindowerstr. 26: Versammlung der Feilenarbeiter. Montag, den 19. d. M., abends 8 Uhr, bei Buggenhagen am Moritplay: Konferenz der gesamten Vertrauensleute Berlins. Tages- Ordnung: Stellungnahme zu den Gewerbegerichtswahlen. Ohne Karte und Mitgliedsbuch kein Zutritt. 120/18 Montag, den 19. d. M., abends 8 Uhr, in den„ Andreas- Festfälen", ( früher Stechert) Andreasstr. 21: Versammlung der Metallschleifer, Galvaniseure und Hilfsarbeiter. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zur diesjährigen Lohnbewegung. Referent: Stollege Wücke. 2. Diskussion. Kollegen! Es gilt jekt Stellung zu nehmen zur Tarifbewegung, feiner darf fehlen. Die Kollegen aus allen Werkstätten müssen vertreten sein. Die Ortsverwaltung. Deutscher Buchbinder- Verband. Zahlstelle Berlin. Montag, den 19. September, abends 8 Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15: Außerordentliche Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Die bevorstehenden Gewerbegerichts- Wahlen und Aufstellung der Kandidaten. 24/20 2. Stellungnahme zum Lokalbeitrag. 3. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Die Ortsverwaltung. Morgen Sonntag, den 18. September 1904, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Volkslieder- Abend Zweigverein Berlin, Sektion I.( Brauer.) Sonntag, den 18. Septbr., nachm. 2 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 1): Vereins- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Buchholz über:„ Die socialistische Gesellschaft". 2. Abrechnung der letzten Ürania- Vorstellung. 3. Innere Vereins- Angelegen heiten. 4. Verschiedenes. Zahlreicher Besuch erwünscht. Vom 1. Oktober cr. ab befindet sich unser Vereinsbureau C. 54, Rücker- Strasse 5, vorn eine Treppe. Der Vorstand. Reederei Nobiling. 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