Nr. 169. Grscheint täglich außer Montage. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland s Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. 9. Jahrg. Vorwärts R Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern sprech- Anschluß: amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Unverbefferlich? Freitag, den 22. Juli 1892. " Gehen wir nun mit Geduld und Nachsicht Satz für Satz dieser Antwort mit Herrn Richter durch! Er spricht zunächst bezüglich des Ministerialerlaffes nur Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Zustände bestehen, wie sie in dem Erlaß des Handelsministers Beziehung innerhalb einer vernünftig begrenzten Frist entgekennzeichnet werden. Der Borwärts" freilich sucht sprechen. Das wäre weiter Nichts, als Ihre höchst zu= Wenn wir uns für gewöhnlich mit Eugen Richter als natürlich nur in den grellsten und dick sten Farben auf: treffende Aeußerung in die sozialpolitische Praxis überseht, dem Urtypus des wachechten Manchestermannes sehr kurz zutragen und stellt aus dem Bericht der Fabrikinspektoren zwei Herr Richter. Und da Sie ein abgesagter Feind des Spalten mit einem Duhend von Fällen zusammen, in denen und bündig auseinandersetzen, so haben wir unsere guten Gründe dazu. Der Mann wollte Nichts mehr lernen; diefelben über Mängel und über Uebertretungen in den grünen Tisches" sind, so müssen Sie sich ja unbändig Druckereien flagen. Was will denn dies befagen freuen über diese praktische Verwerthung Ihres Wissens. es genügte also, ihn jedes Mal mit seiner Nase auf die gegenüber den vielen Tausend Druckereien, welche der Beauf- Nun kommen wir aber zu einer etwas schwierigeren eigene Unwiffenheit zu stoßen, und für uns war die Sache fichtigung der Fabrikinspektoren unterliegen? Dort, wo Seite der Sache. Sie sind heute noch erzürnt darüber, bann erledigt. Neuerdings hat man aber auf gouvernemen die Verhältnisse nichts zu wünschen übrig daß die Segerpulte in der frivolften Weise verlassen wurden taler Seite gar bewegliche Klagen darüber gehört, daß der lassen, haben die Fabrikinspektoren natürlich auch keine auch in Räumen, die geradezu idealen Anforderungen in Freifinn nicht hoffähig sei; würde er noch ein Bischen Veranlassung, solches in ihren Berichten besonders hervor zu Bezug auf Lüftung und Reinigung entsprachen." Aber wir zahmer werden, so könne er doch vielleicht noch zur heben." hoffen Ihren ehrlichen Zorn zu besänftigen, denn die Frage ist Regierungspartei avanciren präjudiziell für den ganzen künftigen Arbeiterschutz in Buchund das Zentrum, die Schwarzen, aus ihrer herrschenden Stellung verdrängen druckereien. Haben Sie schon einmal etwas davon gehört, helfen. Wer weiß, ob diese Lockung nicht einen zarten Herr Richter, daß es nicht blos ideale", nein sogar zum Nachklang in der der Seele Seele Eugen Richter's gefunden von Untersuchungen der Lüftungs- und Reinigungs- Verhält Leben bitter nothwendige Dinge, wie Kartoffeln, Salz und bat; wer weiß, ob sich der Führer der Freiſinnigen uisse." Das kann zu Mißverständnissen Anlaß geben, nur Aehnliches giebt, die in gewissem Ausmaße genossen höchst nicht überlegt, wie er jenen Liebeswerbungen entgegenkommen deshalb sei der Gegenstand gleich von vornherein deutlicher gesund und nahrhaft, im Uebermaß genossen aber direkt fann. Und weil nun zu ſeiner Eigenschaft als Führer einer bezeichnet. Es handelt sich nach dem Erlaß um eventuelle schädlich für den Körper werden? Sehen Gie, gerade so Regierungspartei doch ein flein wenig fozialpolitisches Ber: Maßregeln auf Grund des§ 120 e der neuen Gewerbe- Ord- geht es den Buchdruckern mit den„ idealen" Arbeitsräumen. ständniß gehören müssen wird, so wollen wir etwas ver- mung und da kommen außerdem noch in Betracht: Ab- Neun Stunden möchten sie in denselben wohl aushalten, suchen, was wir seit Langem nicht mehr probirt haben: be- fürzung der Arbeitszeit und Vorschrift eines Mindest aber zehn sind ihnen zu viel- das Uebermaß von Bleibufs seiner Aufklärung mit Eugen Richter debattiren. An- luftraumes für jeden Arbeiter. Dies muß deshalb staub hat es ihnen angethan. Und nun bringen die ver laß dazu bietet uns eine Notiz, die uns sogleich mitten ins erwähnt werden, weil Arbeitsräume mit idealen" flirten Kerle auch noch solche Statistiken, wie sie der Erlaß Sozialpolitische führt und in welcher sich die Freifinnige Vorkehrungen für Lüftung und Reinigung aus des Handelsministers wiedergiebt und die beweisen, wie klein, zu niedrig u. s. w. für die in sehr sie, die Buchdrucker, von der Lungenschwindsucht bezimirt des preußischen Handelsministers, die Gesundheitsverhältnisse ihnen beschäftigte Arbeiterzahl sein können; ferner, weil werden wer kann da noch etwas dagegen sagen, Herr in ben Buchdruckereien betreffend, beschäftigte. Das ist so eventuell durch die Hygiene festgestellt werden könnte, daß Richter? Sie gewiß auch nichts mehr; es kam nur auf vielleicht etwas machen läßt. ein neutraler Gegenstand, aus dem sich zu unserem Zwede wegen des Bleistaubs ein allzulanger Aufenthalt auch in die Aufklärung an, daß der Bleistaub auch in den„ idealſten Lokalen, die Mindestlufträume, Lüftung und Reinigung Arbeitsräumen hartnäckig vorhanden ist, und ausweichen Zunächst soll Engen Richter das Wort in voller geradezu ideal" haben, nicht geduldet werden darf. Nicht könnten Sie der Frage nur dann noch, wenn Sie etwa in Ausdehnung erhalten. Er schrieb unterm 12. b. M. wort wahr, Herr Richter, gegen diese nothwendige Erweiterung der Druckerei der Freifinnigen Zeitung" aus Lauter Arbeiterder Frage ist doch nichts einzuwenden? Sie ist durch den freundlichkeit silberne Lettern einführten. Thun Sie das, Den Buchdruckerstreik versucht der Vorwärts" in der den wir rascher vorwärts kommen. Wortlaut des Ministerialerlasses selbst gegeben. Nun wer- der Wohlthätigkeit sind keine Schranken gesetzt; wir Proletarier müssen uns aber an das Blei und an eine vernünftige willkürlichsten Weise in Verbindung zu bringen mit dem jüngsten Erlaß des Handelsministers, welcher eine UnterTen Satz, daß wir den Ministerialerlaß in der will- Abkürzung der Arbeitszeit halten. Da wir uns nun so schön über die Hauptsache verfuchung der Lüftungs- und Reinigungsverhältnisse in den Buch- fürlichsten Weise" mit dem Buchdruckerstreik in Verbruckereien anordnete. Bei dem Buchdruckerstreit handelte es bindung gebracht hätten, werden Sie ja mit bekannter ständigen werden, wollen wir Ihnen die Aeußerung bezügfich bekanntlich um eine Verkürzung der Arbeitszeit um eine Loyalität ohne Weiteres zurücknehmen, Herr Richter; denn lich der Aufsicht der Fabrikinspektoren nicht allzusehr nachbalbe bis eine Stunde. Soweit die Druckereien schlecht ge- der Ministerialerlaß bezieht sich selbst auf den Streit und tragen. Sie ist ja nicht so wichtig, und wer seine Fabrit lüftet und gereinigt wurden, ist unseres Erachtens der fängt mit den Worten an: Während des letzten Buch- inspektoren Berichte unaufgeschnitten durch die Expedition Berbleib in denselben nicht bloß während 10 Stunden, sondern bruckerausstandes".... Und nun fahren Sie fort:" So- der Freisinu igen Zeitung" als antiquarische Bücher berhaupt nachtheilig. Die Buchdruckergehilfen, welche ſtreit weit die Druckereien schlecht gelüftet und gereinigt wurden, verkaufen läßt, der hat die Entschuldigung auf luftig waren, haben auch nicht den mindesten Unterschied darin Seite, die Sache wirklich nicht gewußt gemacht, ob es sich um eine gut oder schlecht ein ist unseres Erachtens der Verbleib in denselben nicht blos feiner haben. Die bestorganisirte Fabrikinspektion, die Berichtete Wertstätte handelte. Wir kennen Beispiele, wo während 10 Stunden, sondern überhaupt nachtheilig." zu in der frivolften Weise auch die Setzerpulte verlassen wurden Denken Sie sich, daß wir mit diesem Satze voll und ganz fächsische, konnte nämlich in jedem Jahre höchstens die in Räumen, die geradezu idealen Anforderungen in Bezug auf einverstanden sind! Wir schlagen Ihnen vor, denselben Hälfte der ihr unterstellten Betriebe revidiren, mancher Lüftung und Reinigung entsprachen. Sätte jemals der folgendermaßen in die Praxis zu übersetzen; denn auf das preußische Inspektor nicht ein Viertel- nicht wahr, Herr Unterſtüßungsverein partielle Streits mit Unterstützung der Ge- bloße Hinwerfen von Phrasen kommt es Ihnen doch nicht Richter, ba kann man nicht sagen, daß die vielen Tausend [ ammtheit der Gehilfen eingeleitet, um in einge Inen Druckereien an, Herr Richter! Sobald der Handelsminister den Entwurf Druckereien, welche der Beaufsichtigung unterliegen", desbeffere Lüftung und Reinigung zu erzwingen, so seiner Verordnung für Buchdruckereien veröffentlicht, ver- halb gute Bustände hätten, weil die Inspektoren Nichts würde er dabei allgemeinen Sympathien begegnet sein. Es ist natürlich auch eine willtürliche Grfin langen wir,„ Borwärts" und" Freifinnige Zeitung" zu über sie berichten! Sie werden loyal genug sein, das zudung des„ Vorwärts", daß die„ Freijinnige Zeitung"" bie sammen fategorisch die Aufnahme einer Bestimmung, nach zugestehen und hinzuzulernen. Wir machen es Ihnen leicht, Bustände in den deutschen Druckereien paradiesisch gemalt" welcher alle Buchdruckereien ganz einfach zu schließen Herr Richter, indem wir zum Schluß auch ein Unrecht zuWir haben niemals geleugnet, daß vielfach sind, welche den hygienischen Anforderungen nicht in jeder geben. Wir hatten gesagt, Sie hätten die Zustände in den lich Folgendes: hätte. Feuilleton. Rachbruc verboten.) Er Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. ( 19 verlassen! Indessen konnte er nur Babette und sich selbst retten um diesen Preis. Uebrigens durfte er sich selbst im Interesse der Unglücklichen, die er bis jetzt erhalten hatte, nicht entdecken. Er mußte fich von nun an vérbergen. Toubeau liebte ihn nur, weil er ihn nicht kannte. Er hatte es ihn ja sagen hören an dem Tage, als er in der elenden Hütte der Blöd sinnigen gewesen war. Er hatte sich eines Tages unter heißen Thränen gesagt, daß er nur fortfahren könne, ihn in heißer Liebe zu erziehen als sein Vater, unter der Bedingung, daß er ihn niemals sein Kind nannte. = Fronie zu erwidern mit der Fronie des Menschen und fürwahr! schlecht zu werden, weil er gut gewesen war. D, wie war sein Herz beklommen! Vor feinem Hinderniß hatte er je die Augen niedergeschlagen, aus Furcht, sich auch nur auf einen Augenblick von dem Stern abzuwenden, den man das Gute nennt, und mun sollte er fallen, zur Strafe, weil er den Himmel geschaut hatte. Er brach in Schluchzen aus, und ergriffen von einer erhabenen Regung sich aufzuopfern, schwor er, obgleich er allein gegenüberstand der Gewalt, dem Leben Angesichts der Morgenröthe, die ihn ermuthigte, bestrahlt vom feierlichen Glanze des ewigen Lichtes, immerdar treu zu den Er blieb noch lange am Fenster auf den Knieen liegen schlief lange, einen Schlaf, der so ähnlich war der Vernichtung, daß er selbst für Träume unzugänglich war. zurück. Er sah sich um. Auf dem Tische war das Licht Unglücklichen zu halten, deren Unglück er gewesen war, und Als es aber vier Uhr schlug, erwachte er plöglich und es im Leuchter im Ausgehen und flackerte hie und da schwach Lippen sagten: Ghilaine. war ihm, als ob er im Schlafe gesprochen hätte. Seine auf. Dieses Licht belästigte ihn, und er löschte es ganz aus, in Gedanken versunken Angesichts des Tages, der das Thal lauschte einen Augenblick dem Nachklingen der Uhr, er allmälig auf mit sich selbst zu sprechen. Er fühlte auf emporstieg. Dann fuhr er zusammen und schien sich zu be sich Sonne, die am Himmel stand auf, fleidete sich an, ging in das Zimmer und legte Schmerzen verursachen und der ebenso sein mochte, wie der ein Taschentuch gewickelt hatte, und ging schließlich zu innerte sich seines Entschlusses vom vergangenen Abend, seiner Stirne jenen eiskalten Schweiß, wie ihn große finnen, nahm sein Reisegepäck von einem Stühle, das er in schon die Hand auf den Thürgriff, als er plötzlich stehen Todesschweiß. blieb. einem hölzernen bemalten Arbeitstisch, der im Hintergrunde Für kurze Zeit hatte all sein Denken aufgehört, und des Zimmers stand und nahm aus einer Schublade alles Schnell wie eine Theaterdekoration vor der anderen er war noch schlaftrunken, als er die Uhr schlagen hörte. Geld, was darin war, bis auf drei Goldstücke, zählte es, perschwindet, waren ihm andere Gedanken gekommen. Er Er hob den Kopf, der Tag graute. Es schien ihm bei all machte eine Rolle daraus und ging. dachte an Ghilaine und Toubeau. Die eine sah er in ihrer seiner Abspannung, als ob es auch in seiner Seele wieder Er hatte immer eine kleine Summe Geldes zu Hause. elenden Hütte, zitternd, ohne Strümpfe und ohne Kleider, helle zu werden beginne. Er fühlte sich etwas weniger| Als er draußen war, ging er linkshin nach der großen Dorfstraße, die er an jenem Abend so mühselig im Schneeund den anderen umherirrend und mit seinen gebrochenen mung auf. Er erhob sich von seinem Lager und öffnete das gestöber mit Babette erflommen hatte mo to win Blut besudelt durch die Steinwürfe der Kinder. In seiner schaute hinaus in den anbrechenden Tag, hinüber nach den Beinen stolpernd, gepeinigt vom Hohngeschrei und mit Fenster weit, um die frische Morgenluft hineinzulassen, jenem Abend machte er vor dem Hause des Lehrers Halt. Berlaffenheit mußte er ja au ihn denken und zu ihm Sügeln, nach dem rauschenden Wald, nach den Wolken, und Aublick dieses Hauses sein Geschick etwas weniger schwer. schreien in seiner Qual. Was wollte er thun? Er wollte Thränen beneßten seine Wangen. War er doch nahe daran Trotz der frühen Stunde rief die Stimme des Alten fortgehen und Alles vergessen! Toubeau und Ghilaine gewesen, des Kampfes müde zu werden und die aöttliche herein". Herr Petit- Wandru empfing ihn mit jenem " So niedergeschlagen er war, erschien ihm doch beim Doch keine Bitterkeit! Wir wollen ja noch einmal auf Ihr ehrliches Bestreben rechnen, hinzuzulernen, Herr Nichter. Mit Er gebung harren wir auf Ihr Verdikt über diese Hoffnung! Politische Uebersicht. Berlin, den 21. Juli. Landgemeinde- Ordnung für Schleswig- Holstein. Der Reichs- Anzeiger"( Nr. 170 vom 21. Juli) veröffentlicht das Gesetz, betreffend die Einführung der Landgemeinde ordnung für die sieben östlichen Provinzen der Monarchie vom 3. Juli 1891 in der Provinz Schleswig- Holstein, vom 4. Juli 1892. Wilhelm Liebknecht. # 1 " Dieselben Druckereien gelegentlich des Streits paradiesisch" ge- mich unverzüglich in öffentlicher Volksversammlung. Der| Tyras, schildert. Das war ungenau aus dem Gedächtniß zitirt. Rampf mit geschlossenem Visir war mir von jeher verhaßt. Bachler vom Stöcker des Reichsboten" und vom Sie haben vielmehr auf einen Artikel des Vorwärts" vom der Staatsbürger Zeitung" bis zu den 19. November v. J., in dem nachgewiesen wurde, wie über gehört haben will, daß dieses mich seit fast 14 Tagen nicht Berliner Tageblatts" nimmt die Bourgeoispresse auf das Wenn v. Vollmar von einem Mitglied des Vorstandes Buschkleppern der„ Volkszeitung" und dem Lindauring des mäßig lang die Arbeitszeit vielfach noch sei und nach gesehen und gesprochen habe, und daß ich überhaupt in die Lebhafteste Partei für Vollmar. Klimsch' Statistik 20 pCt. der Buchdruckerfrauen mitverdienen Sizungen des Vorstandes so gut wie gar nicht täme", so Tagespost" meint, unsere Polemik sei überflüssig gewesen, Wenn die Fränkische müssen, weil das Einkommen der Männer nicht genügt, die weiß ich wirklich nicht, was mit dieser Mittheilung bezivedt so wird sie nach unserem gestrigen Artikel nicht unhin lapidaren Worte erwidert:" Um so verkehrter ist es, die ist. Soll mir etwa Pflichtversäumniß vorgeworfen werden? tönnen, dieses Urtheil zu berichtigen, und bei nochmaliger allgemeine Forderung des neunstündigen Arbeitstages auf- Aber ich habe nicht die Fähigkeit, in zwei Orten zu Durchsicht all des von uns Geschriebenen wird sie finden, zustellen."( Nr. 272 der Freis. 8tg." von 1891.) Unser gleicher Zeit zu sein; und wenn ich, wie dies namentlich daß unsere Kritik eine gerade im Interesse der noch uns Ausdruck, daß Sie die Arbeitsverhältnisse paradiesisch" ge- von Mitte Mai bis Anfangs Juli der Fall war, ge- geschulten Parteigenossen höchst nöthige grundsägliche und schildert hätten, war also noch viel zu zwungen bin, meine ganze Kraft der Redaktion zu widmen, leidenschaftslose Darlegung war. fann ich den Sitzungen des Parteivorstandes, die in einstundenweiter Entfernung von dem Redaktionslokal des Kolonialbeschwerden. Afrika verlangt neue Opfer Borwärts" stattfinden, beim besten Willen nicht regelmäßig an Mannschaften und Geldern. Dem deutschen Philifter beiwohnen. mußte bei Eröffnung der Kolonialpolitik noch geschmeichelt Soll mit der Bemerkung aber angedeutet sein, daß der werden mit den hohen Kulturaufgaben, die Deutschland in Parteivorstand in dieser Angelegenheit auf Seiten v. Boll- Afrika zu erfüllen hätte. Das Deutsche Reich sollte durchmar's sei, so wäre dies ein Irrthum; ein Mitglied des aus nicht bluten, blos um den Geldsack einiger HandelsVorstandes war von dem„ Regierungssozialismus", der aus herren zu füllen oder die Radaulust einiger Streber, die dem Artikel der Münchener Post" vom 6. d. M. spricht, ihre Karriere im Vaterland nicht schnell genug machen so wenig erbaut, daß ihm meine Zurückweisung nicht scharf fonnten, zu befriedigen, sondern es hatte auch ideale Aufgenug" erschien. gaben zu erfüllen, unter denen in erster Linie die Bekämpfung Daß dieser Artikel der Münchener Post", wie ich verdes Sklavenhandels stand. Jetzt wird in den Mittheilungen muthet hatte, wirklich von Vollmar zum Urheber hat, ist des Lieutenants Hermann lebhaft beklagt, daß wir die einzige wesentliche Thatsache, welche die lange, dem es mit den Arabern verdorben hätten. Kern der Frage sonst sorgfältig ausweichende Erklärung wären für die Deutschen in Ostafrika die ver von Vollmar's in der letzten Nummer der Münchener Post" wendbarsten und besten besten Bundesgenossen, und wir enthält. würden sehr gut mit ihnen stehen, wenn wir sie in Betreff Die Ausflickung der Militär Strafrechtspflege. brauche und mir nicht verderben lassen will. Weiteres nach meinen Ferien, die ich sehr nothwendig des Sklavenhandels unbelästigt ließen. Den arabischen Sklavenhändlern muß allerdings die europäische H Die Militär Strafprozeß- Ordnung dürfte eine der ersten Connewig- Leipzig, den 20. Juli 1892. manität" als der größte Schwindel erscheinen. Was die Vorlagen sein, die den Reichstag bei seinem WiederEuropäer in Afrika suchen, ist höchstens in der Form ver zusammentreten beschäftigen wird. Die Hoffnung, daß die schieden von den Unternehmungen der Araber. Bei diesen Regierungsvorlage die auf die Anpassung der militärischen Rechtspflege an die Anforderungen der bürgerlichen Rechts- des Genossen Fritsche( siehe Mittwoch- Nummer) with uns sie brauchen nicht den Luxus der Heuchelei. Auch DeutschErft Pens, dann Fritsche. Zu der Angelegenheit tritt die Jagd nach Beute nur mit größerer Offenheit hervor, anschauungen gerichteten Wünsche befriedigen werde, theilen noch mitgetheilt, daß den wiederholten Haftentlassungs- An- und neue Gelder bewilligen, um die in Afrika erlittenen wird land wird diesen Lurus bald aufgeben; es wird neues Blut wir kaum. Wir werden wohl nicht irre gehen, wenn wir trägen eine Bescheinigung des Arztes über die Schwere Scharten auszuwegen, und wird alle diese Opfer mit dem annehmen, daß das alte preußische Militärverfahren in der Krankheit der Frau Fritsche's und darüber beigefügt felben Erfolge bringen; es wird wieder einige Siege" ers seinen Grundzügen bestehen bleiben und nur eine weitere war, daß es wünschenswerth sei, daß Fritsche während der ringen, ein Dutzend Dörfer verbrennen, die Eingeborenen Ausdehnung auch auf Bayern erlangen wird. Ob das bis- Erkrankung seiner Frau in deren Nähe sei. Auf Grund der gleich wildem Bieh niedermezeln und herige Militär- Strafverfahren auch allen Anforderungen der formellen Bestimmung der Strafprozeß- Ordnung hatte das Niederlagen holen.modernen Rechtspflege widersprechen, ob es mit den Begriffen Ober- Landesgericht die Beschwerde gegen die Verweigerung des„ Rechtsstaats" noch so sehr im Gegensatz stehen möge und der Haftentlassung zurückgewiesen, aber ausdrücklich dieses auch mit den schlagendsten Gründen nachgewiesen wird, den Landgericht zu Magdeburg an heimgestellt, mit Die guten Fabrikanten werden von den Arbeitern mit Undank der Arbeiter gegen ihre das hat zur Sache gar nichts zu thun. Wir leben eben in einem Rücksicht auf die Erkrankung der Ehefrau des Fritsche den schnödem Undank belohnt. Die Wohlfahrtseinrichtungen", Militär staat und es kommt nur darauf an, was diesem Letzteren, so lange es der Zustand der Kranken er welche die Fabrikanten für die Arbeiter einrichten, werben, frommt. Unsere Militärorganisation, die zu erhalten und fordert 311 beurlauben. zu feftigen Nationalliberale und Freifinnige zu ihren er dieses Anheimstellen unter dem 16. Juli die einstweilige Arbeitern zurückgewiesen. Diese Leute verlangen nämlich Das Landgericht hat auf wie die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" beklagt, von den habensten Bestrebungen rechnen, kann kein öffentliches Rechts Ueberführung des Angeklagten Karl Fritsche in das einfach höheren Lohn und geringere Arbeitszeit und weisen verfahren ertragen, ohne daß die- Disziplin Gefahr läuft. tönigl. Amtsgericht zu Staßfurt und die Zuführung zu die Anerbietungen der Fabrikanten, ihnen selbst zu kochen Im Konflikt zwischen Rechtsbewußtsein und Disziplin ist seiner Franken GEhefrau angeordnet beziehungsweise gestattet. und große Speisesäle einzurichten, einfach zurück. das erstere kein maßgebender Faktor, und sich auf dasselbe Dieser Beschluß ist dem Vertheidiger drei Tage nach dem Arbeiter sind Mannes genug, um die Bevormundung der zu berufen, heißt einfach Phrasen dreschen, wenn man nicht Tode der Ehefrau zugestellt. Trotz des Anerbietens einer Fabrikanten entbehren zu können. gewillt ist, den Militarismus selbst mit allen Konsequenzen Raution ist dem Haftentlassungs- Antrag weiter nicht statt- Wohlfahrtseinrichtungen" der Fabrikanten find nur ein Alle die sogenannten zu bekämpfen. gegeben.Gängelband, an welches man die Arbeiter fesseln möchte. Erklärung Liebknecht's. Wollmar hat sich in der Dieselben Fabrikanten, die sich mit Händen und Füßen von uns am 21. Juli abgedruckten Erklärung bemüßigt ge- die Fränkische Tagespost", druckt in Nr. 168 vom fie auf jede Art und Weise zu umgehen suchen, spielen sich Staatsfozialismus. Das Nürnberger Parteiblatt, fträuben/ die gesetzlichen Schutzmaßregeln zu beobachten with sehen, unsern Genossen Liebknecht in unqualifizirbarer 20. Juli die Vollmar'sche Erklärung ab und schickt ihr die noch als Wohlthäter" auf! Weise persönlich anzugreifen, trotzdem der Vorwärts" in Behauptung voran, daß der seinen Erörterungen mit peinlicher Sorgfalt nur das höchst überflüssiger Weise" angefangen worden sei, während Streit" vom Vorwärts" Sachliche behandelt, alles Persönliche aber ausgeschieden fie zum Schluß sagt, der heutige landläufige Ausdruck die Todten", mit dieser Strauchritterphilosophie beginnt Leben ist Krieg, Frieden haben und halten nur hatte. Unser Kollege Liebknecht, der wie unsere Leser Staatssozialismus" tönne allerdings mit vollem Recht als die Kreuz- Zeitung" eine Abhandlung über„ Das Mittelmeer wiffen, am 15. Juli von hier abgereist ister befindet" Staatskapitalismus" bezeichnet werden, aber es gäbe eine und seine militär- politische Bedeutung". Für die Rinaldo fich augenblicklich in Connewigerläßt in der gestrigen große Anzahl Nummer des Leipziger Leuten, die unter Wählers" eine auch uns Staats Rinaldini's, Schinderhannes und deren feudale Kollegen fozialismus ein viel mittlerweile zugegangene Erklärung. Es heißt: meiter gezogenes Gebiet des giebt es keine andere Arbeit, als rauben, morden, plündern; wirthschaftlichen Lebens verstehen, die unter Umständen mit der Abschaffung der Kriege und der Raubzüge kämen die ganze sogenannte Sozialreform unter diese Rubrik die Schnapphanstugenden außer Uebung und außer Geltung. Die letzte Nummer der" Münchener Post"( vom zusammenfassen wollten, und daher sei es gut, wenn einmal mit den Raubrittern haben einst die Bürger kurzen Prozeß 19. d. Mits.) bringt eine gegen mich gerichtete Erklärung die Frage ruhig und leidenschaftslos erörtert und festgestellt gemacht; gegenwärtig hat sich die Bourgeoisie mit den Nachv. Bollmars in eigener Sache". Er theilt da mit, daß werde, was seitens unserer Partei denn eigentlich als Staats- fommen der Raubritter auf Halbpart verglichen, und beide die ihn betreffenden Ausführungen des Vorwärts" über sozialismus aufzufassen sei. Dazu hätte es aber nicht eines Theile gönnen dem Volke einen guten Aberlaß. Ob aber Staatssozialismus und Sozialdemokratie" von mir her solchen Banks bedurft, der nur geeignet sei, noch ungeschulte das Volk sich auf die Dauer mit der ihm zugedachten Rolle rühren, daß der Parteivorstand mit denselben nichts Parteigenossen zu verwirren und den Gegnern ein Ver- zufrieden geben und auf seine Kosten Jene lustig das zu thun habe, und daß eine Diskussion oder Polemit begnügen zu bereiten. Wir stellen zunächst fest, daß die leichte Leben gewinnen" laffen wird, das ist eine andere züglich unserer Stellung zum Staatssozialismus nicht bis Tagespost" durchaus nicht, wie mit ergößlichem Eifer Frage, auf die aber die Antwort nicht ausbleiben wird. zum Parteifongreß zu verschieben sei. bas Depeschenbureau Herold" in alle Winde lügt, die Bollmar'sche in der, Revue bleue" u. s. w. fe ft- Neuer Jammer der Agrarier. Das böse Ausland gelegte Auffassung des Staatssozialismus zahlt unsern deutschen Schutzzöllnern mit gleicher Münze theilt. Beiläufig: Vom Norddeutschen Allgemeinen heim, und darob erhebt der deutsche Landwirthschaftsrath Erklärung. Über das Alles ist ja in nicht mißzuverstehenden Worten längst vom Vorwärts" gesagt worden. Bu den betreffenden Ausführungen des„ Borwärts" bekannte ich " " Unmöglich! von Jacquemin wiederholle: warmen fast fieberhaften Händedruck, wie man ihn oft bei rührseligen Greisen bemerken kann. Dann nahm das Ge sicht des Lehrers den Ausdruck großer Betrübniß an; ein Ich verlasse das Land. Uebrigens geht die Arbeit unruhvolles Runzeln seiner Augenbrauen verdüsterte sein schlecht, die Arbeitslosigkeit könnte bis hierher dringen und ganzes faltiges Antlig und gepreßten Herzens rief er aus: dann Herr Jacquemin, ich bin an Allem Schuld. Ich weiß, Jacquemin ließ sich gern vom Lehrer unterbrechen, der was vorgegangen ist. Ja Babette und Marcel, ach das ihn mit einer Handbewegung einlud, sich zu setzen. Er ließ junge Bolt! Und, Saperlot! Sie sind der Bater! Und sich auf einen Stuhl nieder und da er sah, daß Petitich, ich bin nichts, als ein alter Dummtopf! Sehen Sie, Waudri bestürzt war und begierig, mehr zu hören, fuhr ich liebe meinen tleinen Marcel so, daß ich immer von ihm er fort: Aber das geht doch nicht! Verzeihung! In England? In England! Nach England! sprechen muß; das ist doch begreiflich. Und ich Ich habe eine vortheilhafte Stelle in England gehabe auch Sie und Fräulein Babette so lieb, daß funden ich es Jedermann sagen muß. Und da spricht man denn zu diesem einen jungen Menschen vom andern und meiner Treu, ich habe zu Marcel von Babette, und zu Babette von Marcel gesprochen, ohne mir etwas dabei zu denken, nur um von Denen zu reden, die ich lieb habe und von der Jugend zu Es gefällt Ihnen nicht mehr bei uns, Herr Jacquemin? reden zu der Jugend. Man erzählt doch jungen Menschen- sagte traurig der alte Herr, dessen müde Augen trübe zu findern von zwanzig Jahren feine Krankengeschichten. Konnte werden schienen; und er fügte in träumerischem Tone hinzu, ich wissen, daß ich mit meinem Geschwätz Del ins Feuer indem er vergaß, eine Brise zu nehmen, die er schon seit goß? Aber ich kenne meinen guten Marcel, lieber Herr einigen Sekunden zwischen den Fingern hielt: Jacquemin. Sie brauchen sich nicht zu beunruhigen. Er ist feiner von den unanständigen Menschen, die von unschick lichen Dingen reden, Saperlot, nein! Sie können versichert sein, daß es ebenso wäre, als ob Babette mit mir zusammen gekommen wäre. Herr Jacquemin, das ist wahr, das ist ganz bestimmt so. Aber das ist nicht Alles. Wissen Sie, daß Sie sich durch Ihre Lebhaftigkeit eine böse Geschichte auf den Hals geladen haben? Es scheint, daß Sie den Herrn Bürgermeister sonderbar angesehen haben. Und auch daran bin ich wieder Schuld! Heute Nacht, sehen Sie, habe ich deshalb nicht schlafen können.- Aber ich werde den Herrn Geschäftsführer aufsuchen und den Herrn Bürgermeister, ich werde zur Frau Bürgermeister gehen, ich werde an Marcel schreiben, ich werde Himmel und Hölle in Be wegung setzen. Herr Lehrer, unterbrach ihn Jacquemin, ich werde das Land verlassen. Dem Lehrer blieb vor Erstaunen der Mund offen stehen. ehe Herr Lehrer, nahm plöglich Jacquemin wieder das Wort, ich abreise möchte ich drei Dinge in Ordnung bringen, ich wage aber Niemanden darum zu bitten als Gie! Drei Dinge? Mit mir? Jacquemin nickte. Sprechen Sie, sagte Petit- Waudru. Würden Sie es auf sich nehmen, einer armen Frau im Dorfe, ebenso wie ihrem kränklichen Sohne, regelmäßig eine Unterstützung zukommen zu lassen? Gewiß! Das Gesicht des Lehrers drückte in diesem Moment das lebhafteste Erstaunen aus und Jacquemin dachte: Er ahnt noch gar nichts. Dann fuhr er fort: Das ist das Erste. Nun zum Zweiten. Ich bitte Sie darum, Niemandem zu sagen, weder der armen Frau noch ihrem Sohne, daß diese Unterstützung von mir kommt. Endlich dürfen Sie mich nicht nach dem Grund sich dann wieder Wohlthäter. Die meiner Handlungsweise fragen. Ohne mich näher zu kennen, müssen Sie mich einfach für einen zum Wohlthun bereiten Menschen halten, der seine Wohlthaten im Geheimen thut. Wollen Sie? Herr Petit- Waudru bewahrte einen Augenblick Still schweigen; in seinem Gesicht wechselte der Ausdruck. Er fah Jacquemin mit seinen alten sanften Augen an, dann näherte er sich ihm und reichte ihm die Hand. Sie können sagen, was Sie wollen, ich werde nach Nichts fragen. Diese Worte empfand Jacquemin wie einen Hoffnungs schimmer. Er nahm die Goldrolle aus seiner Tasche, überreichte sie dem Lehrer und sagte: Es sind dreihundert Franks. Dreihundert Frauts! Sich wundern war schon so viel wie fragen. Der Alte fühlte das, so daß er sich im Stillen den Vorwurf machte, nicht Wort gehalten zu haben. Er sagte: Berzeihung, fahren Sie fort! Haben Sie schon von einer Unglücklichen, Namens Ghilaine gehört? Ghilaine? Das ist ja die Blödsinnige. Es muß sofort zu ihr hingegangen werden. Gestern war sie halbtodt vor Hunger! Ich werde gehen, sagte der Lehrer. Sofort! noch heute früh, wiederholte Jacquemin. Er fuhr fort: Beurtheilen Sie selbst, wie viel Unterstügung sie und ihr Sohn braucht. Ich werde Ihnen übrigens meine Adresse mit theilen, und wenn das Geld zu Ende sein sollte, hoffe ich Ihnen weiteres schicken zu können. Und jetzt dante ich Ihnen dafür, daß Sie thun werden, um was ich Sie ges beten habe, und daß Sie nicht gefragt haben, warum ich es thue. Er erhob sich. Leben Sie wohl, Herr Petit- Waudru, ich danke Ihnen von Herzen. ( Fortsetzung folgt.)} Aussagen anstiften, be Robut dit and Förster. stimme" in Nr. 84 vom 19. Juli: in einer Eingabe an die deutsche Regierung furchtbare Klage. Ifigen Rechtsanwalt Klasing aufstellen, da der Superintendent lich zu verzagen. Ueberall geht es rüftig weiter, und so mögt England und Frankreich erschweren die Einfuhr deutschen Schmalenbach eine kandidatur bestimmt abgelehnt hat. Herr auch Ihr Genossen Schlesiens Gure Schuldigkeit thun. Also Viehes durch Maßnahmen gegen Seucheneinschleppung und Klafing ist aber einer handvoll Antisemiteriche im Wahlkreis vorwärts! burch hohe Zölle. Dagegen wird bejammert, daß durch die nicht antisemitisch genug, deshalb stellen fie Danneil neben dem Biehseuchen- Konvention mit Desterreich- Ungarn das Deutsche liberalen haben noch keinen Kandidaten gefunden, während die der Wahlzensus- Angelegenheit schreibt die„ Norddeutsche Volkstonservativen Kandidaten auf. Also: Heil! Die National- Ueber die skandalöse Haltung des Kieler Freisinns in Reich gehindert ist, sich gegen die österreichische Einfuhr ab- Freifinnigen Herrn Fabrikant Buskühl ausstellen." zusperren. Für die deutsche Zuckerproduktion, die zwar im Wachsthum, aber nicht in ebenso großem Wachsthum wic Zu der Juhaftirung des Genoffen Paul Jahn aus teit in den Kollegienfibungen erörterte Streitfrage zwischen Ein wahres Schauspiel für Götter bietet die jetzt mit Heftigdie französische begriffen ist, wird die Zahlung einer offenen Berlin, welche vom Gubener Landgericht theils wegen Magistrat und der Majorität im Stadtverordneten- Kollegium Prämie bei der Ausfuhr verlangt. Noch eine ganze Reihe Fluchtverdachts, theils wegen der ungeheuerlichen Vermuthung darüber, wer denn eigentlich Schuld daran ist, daß nun den Wünsche zählt die agrarische Eingabe auf; fie alle laufen verfügt wurde, daß von Jahn in seiner Gigen- 5000 Rieler Bürgern ihr wohlerworbenes und vielfach mit auf das Verlangen hinaus, daß die agrarischen Herren für befürchten wäre, er würde Zeugen zu unwahren Wer würde bei diesem Streit nicht an jene Heldenstreiche der schaft als fozialdemokratischem Agitator zu flingender Münze bezahltes Bürgerrecht geraubt werden soll. ihr unbeschränktes Ausbeutungsrecht die staatliche Gewähr leiftung verlangen. zu diesem Novum also bemerkt die in Frankfurt a. D. erscheinende Märtische Volksstimme": hoffnungsvollen Jugend erinnert, wodurch das Eigenthumsrecht eines Dritten beschädigt wurde, und die unser Volksmund in Staatsanwälte, um ihren öffentlicht nun auch Herr von Diest. Daber, bekannt gentlagen au bie aufrückſichten nicht näher zu bezeichnenden Namen zu beurtheilen Bismarck. Eine Abwehr Bismarckischer Lügen ver- Auflagen eine festere Unterlage zu geben, die Behauptung auf seiner derben Weise mit einem tlaſſiſchen aber aus Anstandsdurch seinen Kampf mit Bismard, in der Kreuz hielten fich infolge breiten Reugen feien Sozialdemokraten und pflegt und wobei die zur Verantwortung gezogenen Uebelthäter Beitung"( Nr. 336 vom 21. Juli). Der„ Säkularmensch" fozialdemokratischen Schriften ausgesprochener Grundsätze be- ein fürchterliches Geſchrei erheben und dem„ Anderen" die Schuld erlitt dabei als Gründergenosse und Förderer der Baukokratie rechtigt, auf den geleisteten Gid Ummahres jagen subfaße bezuzufchieben suchen. Bei der Erhöhung des Wahlzenfus von zu dürfen, eine furchtbare Schlappe. Den Versuch Bismard's, jeinen von der Partei, der Gid als nullitat 600 m. auf 1200 m. wurde eine geradezu auffallende Haft nichtig erklärt M. Nachfolger als Verschwörer in Verbindung mit Dieft mud werde" u. f. w., so ist es uns bis jetzt doch noch nicht bettant darin bekundet, diese das Publikum aufregende Frage so rasch der Reichsglocke" hinzustellen, weift er gründlich urück geworden, daß ein Gericht die fofortige, Berhaftung eines wie möglich zu erledigen. Umsonst war da die warnende Stimme Herr von Diest ist derselbe Mann, gegen den Bismarck einen gelagten er enn ber Gerichtshof er den„ eindringenden Sozialdemokraten" batte bei der erdrückenden Strafantrag wegen Beleidigung stellte, während er selbst auf ben arteien ficht geweſen, daß ber Gerichtshofer Majorität jebe rubige Besinnung und Ueberlegung gefangen ge eine Klage Diest's sich hinter seine Stellung als General Bflicht erachtet, einen Argeflagten wegen vermutheter Belgene nommen. Der einzige vibrirende Gedanke war, sich so rasch wie der Kavallerie verkroch. Jedenfalls ist Herr von Diest zwar beeinflussung fofort zu verhaften, der persönliche Charakter einerlei mit welchen Mitteln. Stadtverordneter Holm wollte den persönlichefter möglich der kommenden Arbeitervertreter zu entledigen, ganz ein sonderbarer Heiliger, aber immerhin ein Ehren beffelben die Beranlassung hierzu geboten hätte, taß aber die Bensus sofort auf 1500 M.( die durch die Städteordnung höchfte hätte, bas tie mann, dessen Wort mehr gilt, als alle Lügen des Bleich- Angehörigkeit zu einer bestimmten politischen zulässige Stufe) erhöht wissen. Nach einer Debatte, die an Zeit röder Freundes Bismard. Tenir der Bahnhofsfrage geleistet" worden ist, fand die Vorlage Bus Partei niemals beeinflussend auf den Richter wirken könne. Wir stehen auf dem Standpunkt, daß, sollte die Ansicht des und rednerischer Leistung lange nicht dem gleichkommt, was bei Amtliche Statistik. In unserer Rundschau- Notiz Gubener Gerichtshofes allgemeine Praxis werden, unser Richter- stimmung, und damit waren über 5000 Rieler Bürger ihrer komAmtliche Statistik( Nr. 168 vom 21. Juli ist im letzten ſtand an seinem Ansehen als unabhängiger Beamtenstand be- munalen Rechte verluftig. Bei der Bahnhofsirage handelte es Absatz, Beile 3 von oben nicht Mart, sondern Pfennig deutende gal ber Täter, vel in a belieweil die be ſich um den Vortheil einiger Interessenten, und der mußte gewahrt Zahl welche im Jahre 1890 ihre Einbuße erleiden wird, schon um zu lesen.Stimme Antonurikul 729für die Kandidaten unserer Partei abgegeben hat, in ein Gefühl werden, denn n in dieser Weise motivirt hat. sind " der Rechtsunsicherheit insofern gesetzt wird, als sie annehmen Die Währungsfrage in Oesterreich. Am 21. Juli muß, daß es für die Richter nicht schwer werden würde, wenn hat das Abgeordnetenhaus die Währungsvorsage in fie einmal den Rechtsgrundsatz aufstellen, daß, weil der Andritter Lesung angenommen. Meineid zu 2 des Landes- Dekonomieraths Bockelmann. Die Angst vor don " Hat man viel, so wird man bald Wer nur wenig hat, dem wird Noch viel mehr dazu bekommen. Auch das Wenige genommen." " geklagte fozialdemokratischer Agitator ist, zu befürchten stehe, er beeinflusse die Zeugen auch noch auch noch einen Schritt weiter Endlose Artikel und ungezählte Extrablätter lancirten die Der Polizeianarchismus rumort. Wolff telegraphirt:„ Paris, 21. Juli. Nach einer Meldung bentchat ist, ist er überhaupt unglaubwürdig. Bir wollen bei Jeder für sich Recht habe und die anderen nur InteressenDer offiziöse zu und zu sagen: Weil der Angeklagte oder Zeuge Sozial- hiesigen Tagesblätter ins Bublifum, um zu beweisen, daß des" Petit Parisien"" erhielt die französische Regierung in dieser Gelegenheit darauf hinweisen, daß es der Sozialdemokratie Politik verfolgten. Und was haben diese Zeitungen der vergangenen Woche ein Telegramm aus dem Auslande, niemals eingefallen ist, die Leistung eines Meineides für be- gethan, um am 26. Februar die Schädigung der unteren Klassen wonach eine Anzahl Anarchisten französischer Nationalität, rechtigt zu erklären, noch weniger aber fann sich ein Gozial- zu verhüten? Sie haben es rubig geschehen lassen, daß die momit Sprengmaschinen und Dynamit versehen, nach Paris demotrat auf Grund des Programms für berechtigt halten, einen Dernen Salomon's im Stadtverordneten- Kollegium das einzige Nicht durch die Sozialdemokratie wird Schäflein des armen Mannes das Wahlrecht schlachteten, abgereift seien. Infolge umfassender Nachforschungen feien bie Gefahr der Meineide hervorgerufen, sondern die häufige um ihre eigenen feiſten Kälber zu schonen. Man hat Denen, die in einem Pariser Hotel zwei von diesen Anarchisten ver- Leistung derselben ist begründet in der heutigen, mitunter sehr nur dieses Wenige hatten, auch das Wenige noch genommen. haftet und bei ihnen vorgefundene Chemikalien und Spreng- zwecklofen Ablegung desselben." Jene Zusatzbestimmung aber, wodurch die das Bürgerrecht bereits maschinen beschlagnahmt worden." Der alte Schwindel be- Es ist selbstverständlich, daß die höheren Instanzen der Auf- Befißenden dasselbe auch behalten sollten, war nur eine Ronzession ginnt von Neuem, Lockspitel und Thoren sind an der faffung des Gubener Landgerichts nicht beipflichten werden. an den Mittelstand, der bekanntlich heute noch der freisinnigen Arbeit. Es gilt auf der Hut zu sein und den Herren Fahne folgt. Für den Arbeiterstand hatte sie feinen pofitiven Provokateurs auf die unsauberen Finger zu klopfen. Situations Bericht über meine Agitationstour in Werth. Unter ihm ist das fluftuirende Glement so start verSchlesien. Um den Wünschen der Genossen möglichst Rechnung treten, daß schon nach wenig Jahren feine Bürger" sich bis zu Russisches Getreide- Ausfuhrverbot. Demnächst zu tragen, erfolgte nach Schluß der Reichstagsfession feitens einer folchen Zahl vermindert haben würden, die bei einer Stadt wird Sizung der russischen Getreidekommission stattfinden, der Parteileitung an unsere parlamentarischen Vertreter eine verordnetenwahl gar nicht mehr in Betracht gekommen wäre. welche sich mit der Aufhebung des Roggen- Ausfuhrverbots Aufforderung, eine Agitationstour während des Nichttagens des Nun aber jene Zusatzbestimmung gefallen ist und das Gesetz rückzu unternehmen. Ein solcher Auftrag erging auch an wirkende Kraft erhalten hat, jest sollen auch alle die kleineren beschäftigen dürfte. Wie verlautet, sollen alle betheiligten mich, und ich entschied mich für Schlesien. Es lag mir baran, eine Handwerker, Gewerbetreibenden, Beamten u. f. w., die bislang immer Minister für die Aufhebung sein. In" Interessenten Broving unferes Lande3 kennen zu lernen, wo die arbeitende Be- die Kerntruppen zum freifinnigen Heere stellten, ihr Bürgerrecht vertreifen" schließt man daraus, daß das Roggen- Ausfuhr- völkerung auf eine Stufe der niedrigsten Lebenshaltung lieren. Deshalb der Lärm jezt im freifinnigen Lager, wo man eine allge verbot noch im Juli wird aufgehoben werden. herabgedrückt ist. Und ich kann wohl sagen, daß das, was ich meine Ueberläuferei" ins andere Lager befürchtet. Deshalb jetzt aus eigener Anschauung fennen gelernt, bei weitem meine Vor- die Riesenanstrengung, um dem Magistrat die Verantwortung" Der Zarismus als Verschwörer. Das bulgarische stellung übertraf. Besonders in Oberschlesien ist die aufzuhalsen, weil er seinen abgeänderten Antrag unmittelbar vor Regierungsorgan, die in der Hauptstadt Sofia erscheinende 2 age der Arbeiter eine fieftraurige G3 ist der Abstimmung als einen einheitlichen bezeichnete und Abstim " Swoboda", veröffentlicht echt russische Aftenstücke, welche ich er fein Bufall, daß überall da, wo die mung über die einzelnen Theile nicht zulassen wollte", wie der zu einem amtlichen Schriftwechsel der russischen Vertretung Geistlichkeit, und besonders die katholische, Stadtverordnete Niepa in der Freitagssigung behauptete. Wenn in Bukarest mit dem asiatischen Departement in St. Peters- einen so großen Einfluß ausübt. die Arbeiter bem aber so ist, weshalb lehnte man dann nicht die ganze Borburg gehören. Die aus dem Herbst und Winter 1887 auch wirthschaftlich auf der niedrigsten Stufe lage ab? Entschuldigungsgründe wie:„ daß man am 26. Je herrührenden Schriftstücke zeigen, daß die stehen. Dazu fomint, daß Schlesien im Ganzen einen frucht- bruar leider zur Majorität und nicht zur Minorität gehört habe" russische baren Boden hat, wie denn die ganze Natur sich in einer Schön-( Stadtverordneter Daevel in der Sizung vom 24. Juni), oder Regierung gleich nach Ankunft des Prinzen Ferdinand heit und Fülle zeigt, daß daneben unser Ausbeutungs- und Unter- wie:„ daß man am 26. Februar nicht scharf genug aufgepaßt im Lande bestrebt gewesen ist, jede Gelegenheit zu drückungssystem in seiner ganzen Erbärmlichkeit zu Zage tritt. babe"( Professor Heller in der Sitzung vom 18. Juli) tönnen benutzen, um den Prinzen wieder aus Bulgarien zu ent- Der pfäffische Einfluß hat hier- ob mit oder ohne Absicht doch für die Jafager vom 26. Februar nur äußerst beschämend fernen. Das asiatische Departement fordert in diesen Alten- brauchen wir hier nicht zu entscheiden; wir haben hier blos mit sein. Das eigene Unrecht wird doch nicht dadurch beschönigt, stücken die russische Bertretung in Bukarest auf, jedes Unter der Thatsache zu rechnen die Arbeiter so recht für unser indem man den Vorsitzenden beschuldigt, burch parlamentarische nehmen gegen den Prinzen, welcher als außerhalb der Ge- Ausbeutungssystem zurecht gefnetet. " " Kniffe etwas durchgedrückt zu haben, was die Stadtverordneten Ein noch töstlicheres Schlaglicht wirft das sebze stehend angesehen werde, zu ermuthigen, und giebt eine Unter solchen Umständen konnte ich mir allzu große Soff- nicht wollten. Berhalten des Stadtverordneten Büll auf die VerhandAnleitung für Unterhandlungen mit Paniza, der bereits im nungen auf Erfolg für unsere Sache nicht machen. Wenn es lungen über die Bürgerrechtsfrage in den Kollegien. Am Jahre 1887 ſeine Dienſte aubot. Wiit Hilfe des slavischen materielle Frage ist, so giebt es doch eine Grenze, unter welcher 26. Februar ſtimmte er für die Entziehung des Bürgerauch richtig ist, daß die soziale Frage in erster Reihe eine Komitees sei die Bande eines gewissen Stabokow bewaffnet die Arbeiter nicht stehen dürfen, um für unsere Sache empfäng in der Stadtverordnetensizung vom 20. Juni und in der Stadtrechts, wovon Brodhuhn ja auch betroffen worden ist, und deren Organisation von Stelidow geleitet worden. Für lich zu sein. den Fall der Entfernung des Prinzen Ferdinand aus tollegienfißung vom 24. Juni stimmte er für Beibehaltung des Bulgarien habe Rußland das bulgarische Heer verdoppeln zum Theil überschritten zu sein. Pfäffische Heuchelei empfiehlt stattgehabten Sizung endlich stimmte er wieder für die Entlassung In Schlesien scheint diese Grenze der Empfänglichkeit bereits Bürgerrechts und des Mandats und in der am legten Freitag wollen, indem in jede Kompagnie zur Hälfte Russen ein- diesen, in ihrer Lebenshaltung so sehr herabgedrückten Arbeitern des Stadtverordneten Brodhuhn aus seinem Amte. Da in dieser gereiht werden sollten. Die bulgarische Sobranje follte nicht noch Sparsamteit. Das ist wohl der Gipfelpunkt des Sigung der Antrag des Magistrats, den Stadtverordneten Broddas Recht haben, einen anderen Kandidaten als den von Spottes und der Niedertracht! Ich kann wohl huhn aus seinem Amte zu entlassen, zum zweiten Male und zwar dem russischen Kommissar vorbezeichneten für den bulgarischen sagen, daß mein Haß gegen diefes Ausbeutungssystem durch das, biesmal mit 11 gegen 7 Stimmen abgelehnt worden ist( in der Thron zu wählen. Das wünschenswertheste Ziel sei jedoch, was ich in Schlesien gesehen habe, außerordentlich verschärft Sigung vom 24. Juni mit 10 gegen 4), so wird zweifellos über daß Bulgarien von einem russischen Statthalter regiert worden ist. den Antrag des Magistrats eine nochmalige Sigung einberufen der seine Weisungen von dem russischen Kaiser er Zeitungen gegen mich Alarm, Die sogenannten Stellvertreter Gottes" machten in ihren werden, um die schwebende Diffenz zu lösen. Vielleicht, daß dann halte. indem sie die in den die Abstimmungsmethode des Stadtverordneten Büll, die in einem fatholischen Gesellenvereinen organisirten Arbeiter aufforderten, eben erft gegründeten und noch unerfahrenen Arbeiterverein das Von der Cholera. Der österreichische Handels- Hamburg. Ja, fie forderten ganz unverblümt auf, eventuell mit bis zur höchsten Potenz getrieben worden ist, ihre Nachahmer den Frieden des Dorfes zu schüßen gegen den rothen Better aus größte Befremden erregen würde und wodurch die Inkonsequenz minister hat für Herkünfte aus den russischen Donauhäfen dem Knüttel diesen Schuß" auszuüben. An ihren Früchten finden und der Magistratsantrag angenommen werden wird. In eine stebentägige Beobachtung, sowie ärztliche Untersuchung sollt ihr sie erkennen!" Es hat sich aber kein Mensch diesem Falle wäre dann die Bürgerrechtsfrage in einer für die der aus den rumänischen Donauhäfen und den rumänischen zu derartigen Rohheiten verleiten lassen. freisinnige Majorität recht würdigen Weise zum Abschluß geHäfen des Schwarzen Meeres fommenden Seeschiffe au- Im Ganzen fanden 25 Versammlungen in bracht. Herr Redakteur Niepa aber, dem als Führer der freigeordnet. Der Wiener Magistrat ordnete eine fünf- vier Wochen statt, und da die Agitation hauptsächlich sinnigen Partei die Gefahren bekannt sind, die bei einer solchen tägige ärztliche Beobachtung aller hier ankommenden Russen für das flache Land bestimmt war, so hatten wir Sonntags ge- Abstimmung in verstärktem Maße seine Partei bedrohen, wird an. Das Lemberger( Desterreichisch- Polen) Amts- wöhnlich 2 Versammlungen. Einer Interpellation babe ich mich nach wie vor Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um dieses blatt bezeichnet die Nachricht von einem Cholera- Ausbruch unter nur einmal zu erfreuen gehabt, und zwar in Wüstegiersdorf refp. zu verhüten und dem Magistrat die Verantwortung an die RockBlumenau. Es geschah diese durch einen Herrn Pastor, einen schöße zu hängen. Glückt ihm dieses auch in der Zukunft, so den russischen Grenztruppen für unbegründet. Die Cholera weißen Raben unter feinesgleichen. Ferner burch den Nedakteur werden alle Beschlüsse des Kollegiums vom Magiftrat beanstandet ist jetzt auch im Kubangebiet( Rußland) aufgetreten. Es einer dortigen, angeblich freisinnigen Zeitung, wenn überhaupt und die Beschreitung des Klageweges nothwendig werden. Gefind daselbst bereits sechs Cholera- Todesfälle vorgekommen. bei dem Mann von politischer Farbe die Rede sein kann. Ein ändert wird freilich auch dadurch nichts an der Frage werden, Am 18. Juli find in Astrachan 195 Cholera- Erkrankungen echter und rechter Held des Freisinns, der durch die Art seines aber immerhin hat die freisinnige Majorität dann ihren Wählern und 132 Todesfälle vorgekommen, in Sfaratow 106 Er Austretens selbst den Unwillen seiner Anhänger fich auzog. gegenüber doch den Schein gewahrt, als wenn man dieses nicht fraufungen, in Barizyn 77 Erkrankungen, in Ssamara Der Herr war ein Lehrer, Der den Verfuch gewollt hätte. In Wirklichkeit sind sie aber die einzig Schuldigen, 75 Erkrankungen und 36 Todesfälle, in Simbirst vom 14. machte, zu beweisen, daß die reichen Leute doch wohl nicht so weil sie am 26. Februar„ nicht scharf genug aufgepaßt haben", bis 17. Juli 16 Erkrankungen und 6 Todesfälle; am 18. Juli ganz überflüssige Menschen wären, wie ich es darzustellen be- als sie die Erhöhung des Wahlzenfus beschlossen. Nur diesen liebte. Der Mann glaubte die Nüglichkeit der reichen Nichts- allein kann die Verantwortung dafür zugesprochen werden, daß in Kafan 6 Erkrankungen und 2 Todesfälle, in Woronesch thuer damit beweisen zu können, daß er auf die Konsumtions- bei den späteren Stadtverordneten- Wahlen auf die unteren Klassen 2 Erkrankungen, auf den Stationen der Woronesch- Rostow- fähigkeit derselben hinwies. Ich berries dem Mann seinen der Einwohner Kiels der Schlußrefrain des oben zitirten GeBahn 2 Erkrankungen; am 17. Juli in Rostow 64 Erkrankungen Irrthum, indem ich ihn unter anderem darauf hinwies, daß dichtes angewendet werden kann, und welcher in diesem Falle und 14 Todesfälle, in Asow 31 Erkrankungen und 18 Todes- nach seiner Anschauung der größte Verschwender ja der nüß- lauten würde: fälle. In Baku ist die Cholera im Abnehmen begriffen, es lichste Mensch in der Gesellschaft wäre. Die Herren haben schlechte erkrankten dort am 18. Juli 22 Personen, von denen Geschäfte in besagter Bersammlung gemacht, wie aus dem Ver13 starben. Die fünftägige Quarantäne für Herkünfte aus lauf derselben deutlich hervorging. Rumänien ist von der bulgarischen Regierung auf Winkel Schlesiens gekommen; wir haben dort überall, wenn auch Bei meiner Agitationstour bin ich in die entlegensten gehoben und durch eine eintägige ärztliche Beobachtung er- lein an Zahl, Genoffen. Es wird nun an die Genoffen liegen, Der erfte Parteitag für den 2. Meininger. Wahlkreis, fegt worden. Parteinachrichten. Bur Reichstags- Erfahwahl in Herford- Halle schreibt die Bielefelder Boltswacht":" Die Konservativen wollen den hie: Dritte Wenn Du aber gar nichts hast, Ach, so lasse Dich begraben Denn ein Recht zum Wählen, Lamp, Haben nur, die etwas haben. daß sie durch Verständigkeit und Einsicht werbend für unsere ber, wie schon berichtet, am 7. August in Lauscha( Böhm's Sache thätig sind. Jalusionen dürfen sich dieselben nicht hin- Hotel) abgehalten wird, hat folgende Tagesordnung: 1. Die geben, denn der Boden ist schwierig, einmal der pfäffische Ein- Organisation der Parteigenoffen im 2. Meininger Wahlkreis. fluß und was das Allerschlimmste, die tieftraurige Referent: Paul Seige, Stadtverordneter aus Pößneck. 2. Die ökonomische Lage der Standesgenossen. Ferner gitation. Referent: P. Ed. Webber, Landtags- Abgeordneter macht sich auch für unsere Freunde auf dem Lande die Abhängig- aus Sonneberg. 8. Die Arbeiterpresse im Wahlkreife. Referent: feit noch in weit größerem Grade geltend, wie in den Städten. Arthur Hofmann aus Saalfeld. 4. Neuwahl des Sentral- Wahl Trotzdem haben unsere Genoffen auch dort feine Ursache, Klein- fomitees. Für den Inhalt der Jujerate über nimmt die Nedaktion dem Publikum Große öffentliche Volksversammlung für Männer und Frauen Müggelschlößchen( Friedrichshagen), Sonntag, 7. aegenüber einerte: Derantwortung am Sonntag, Ben 24. Juli 2. 2., Mequittags 4½, Mher, in fokale Grosses Sänger- Fest Theater. Freitag, den 22. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Bettelstudent. Kroll's Theater. Das Nachtlager in Granada. Oftend- Theater. Heinrich Heine. Borher: Das Sonntagskind von Berlin. Bellealliance- Theater. Gefährliche Mädchen. d. Nachmittags im Herrn Schneider, Belforter- Straße Ur. 16. Tages Ordnung: 1. Wie war die Stellung der Frau in der Vergangenheit, und wie stellt fie sich in der Zukunft? Referent Zahnarzt Dr. Wolff. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 434/13 Im Einverständniß mit dem Bertranensmann: Der Einberufer. Fachverein der Tischler General- Versammlung Adolph Ernst- Theater. Gin alter am Montag, den 25. Juli ds. Js., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Norbert, Beuthstraße Nr. 22. Hallodri. Berl. Sommer- Theater ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg). Freitag, den 22. Juli: Spezialitäten I. Ranges. Drei Geschw. Neumann, Gesangs- Trio. Georg Rösser, Gesangs- Humorist, Gebr. Schwarz, Mlle. Adrienne Ancion, Dora Ebert, Curt Ellis. Zum 16. Male: Ein moderner Rasirsalon. Posse m. Gesang in 1 Akt v. L'Arronge. Inscenirt von Paul Pauli. Gold und Silber. Grosses Ballet- Divertissement. Prima Ballerina: Marie Ala. 6 SoloTänzerinnen, ein Solotänzer, Corps de Ballet 20 Damen. Morgen, Sonnabend, den 23. Juli: Italienische Nacht.- Corso. Sommernachts- Ball. Gala- Vorstellung.- Doppel- Konzert. Anfang: des Konzerts 61/2 Uhr, der Vorstellung 7, Uhr. Viktoria- Brauerei. Lützow Straße 111/112. d Im Konzertgarten refp. Saal) Läglich außer Sonnabends): Stettiner Zages Ordnung: 1. Bericht des Rendanten, des Vorstands, sowie des Arbeitsvermittlers und der Bevollmächtigten. 2. Anträge. 3. Vereinsangelegenheiten. des Arbeiter- Sängerbundes Berlins und Umgegend ( 162 Vereine mit 4500 Sängern). Großes Doppel- Konzert. Auf dem 225 Quadratm. großen Parijer Tanzplatz: Grosser Frei- Tanz. Anfang des Konzerts früh 7 Uhr. Anfang der Gesangsauflührungen Nachm. 4 Uhr. Billets 25 Pf. mit Ueberfahrt, Alles Nähere die Programme. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Für die Vereine sind Billets, gegen Vorzeigung der Vertreterkarte, gu haben bei: F. Schrader, Ackerstraße 81, bei Schreiber, Abends 7-9 Uhr. E. Schleuß, Buchholzerstraße 1. A. Neumann, Brunnenstraße 101 II. H. John, Wrangelstr. 57 III. A. May, Forsterstr. 43.- F. Kortum, Manteuffelstraße 70. R. Pescheck, Friedrichsfelderstraße 5, bei Tombach. Kurfürstenstr. 171. G. Däumig, Schöneberg, Bahnstr. 9. A. Hübner, G. Krause, Blumenstr. 52. N. Meyer, Mariannenstr. 2. H. Neumann, Hedemannstraße 11, Sof part. M. Schmidt, Staligerstraße 27, Hof III. 5. Hayka, Adalbertstr. 76, Hof I. D. Rasche, Mariannenstr. 34, Hof II. Die auswärtigen Vereine haben sich wegen Billets nur A. Kaiser, Ackerstr. 34, zu wenden. 413/13 Achtung! Im Interesse der Vereinigung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Reinickendorf! an 106/20 Achtung! Sonntag, den 24. Juli, E in Böttcher's Seeschlösschen, Markstr. 1-2: Achtung! Militär- und Lieferungs- Schneider! Großes sozialdemokratisches Volksfest. Große öffentliche Versammlung der Militär- und Lieferungs- Schneider am Sonnabend, Abends 8% Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Tages Ordnung: 1. Die 25-40 pCt. der Lohnabzüge im deutschen Offizierverein und Der Firma Berger und Collani. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung über die Verhandlungen der Arbeiter mit dem Direktorium. 419/14 Kollegen, in Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht, daß Jeder auf dem Plage ist und in der Versammlung erscheint. Die Zivilschneider des deutschen Offiziervereins sind hiermit eingeladen. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Zentral- Kranken- und Begräbnißkaffe der Buchbinder ( Verwaltungsstelle Berlin). Sonnabend, den 23. Juli er, Abends 82 Uhr, in den ArminHallen", Rommandantenstr. 20( Gartensaal rechts): B Hauptversammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung pro 2. Quartal 1892. 2. Bericht der Delegirten von der Generalversammlung. 3. Verschiedenes. Sänger. 440/13 Stets wechselnd. Programm. Achtung! Anfang 8 Uhr. Die Ortsverwaltung. Achtung! Bauarbeiter. Bauarbeiter. Sonntags 7 Uhr. Als: Brunnenmacher, Dachdecker, Klempner, Maler und Entree 50 Bfg. Lackirer, Steinmetzen, Stuckateure, Töpfer, Maurer, Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Platate. Putzer und Zimmerer. PassagePanopticum. am Mittwoch, den 27. Juli, Abends 8 Uhr, in Joël's Salon", Oeffentl. Versammlung Neu! 1126b Andrens Straße Nr. 21. Tages- Ordnung: Das Gewerbe- Schiedsgericht und Regelung der Frage Blaue Grotte wegen Aufstellung der Kandidatenliste zur Wahl der Beiſter. Der wichtigen Tagesordnung entsprechend ist es Pflicht eines Jeden der mit Wasser, Kähnen u. obigen Gewerkschaften Angehörenden in dieser Versammlung zu erscheinen. Beleuchtungseffekten. Der Ausführungs- Ausschuss des Berliner Bauarbeiter- Kartells. Neu! Gine Sriminal Musikinstrumenten- Arbeiter! geschichte in fieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Täglich Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Delegirten- Versammlung am Sonnabend, den 23. da. Mts., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Deigmüller, Alte Jakobstr. 48 a. Die Delegirtenbücher sind aur Revision mitzubringen. Ferner kommen die Billets zu dem am 30. d. M. bei Rümpel stattfindenden SommernachtsBall zur Ausgabe. Der Vertrauensmann. 477,5 Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend( Filiale Moabit). Am Sonnabend, den 23. d. M., Abends 8 Uhr, im kleinen Saale der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49: Grosse Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über:„ Die Ernährungs- und Einkommens- Verhältnisse der besiglosen Klasse. Referent Herr Millarg. Herren und Damen als Gäste willkommen. Nachher gemüthliches Altes Schüßenhaus, Linienstr. 5, Beisammensein mit Tanz. Um zahlreichen Befuch bittet ( neu renovirt) empfiehlt sich den werthen Bereinen zu allen Festlichkeiten, sowie Versammlungen. Franz Beyer, 819 6. Berlin N., Chauffeestr. 103. Billigste Bezugsquelle für Wein, Liqueure, Rum, Cognac, Fruchtsäfte. 2725L nebst Garten, 2 Kegel486/10 Die Bevollmächtigte. Achtung! Bau- Arbeiter. Achtung! Sonntag, den 24. Juli, Vormittags 11 Uhr: Deffentliche Versammlung sämmtl. Bauarbeiter Berl. u. Umg., als da sind: Steinträger, Wasserträger, Salkträger, Buzerträger, Töpferträger, Sandkarrer, Staker, Kallschläger u. s. w. bei Scheffer, Inselstr. 10. 14 Tages- Ordnung siehe Flugblatt. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Um das ErDer Einberufer. Destillation bahnen billig verfäuflich, scheinen sämmtlicher Kollegen in dieser Versammlung ersucht wegen Uebernahme eines Bigarren 126/16 Geschäfts Blumenstr. 49 im 3igarrenladen. 1130b Deftillation billig vertäuflich wegen Uebern. eines Zigarrengeschäfts Blumenftr. 49 im Bigarrenlaben. 1182b Lokaltische, Lampen, Keuken, billig zu vert. Gubenerstr. 57, 11316 4 Zr., bei Rühnel. Größtes Berlins Verein der Töpfer Rixdorfs und Umgegend. Sonnabend, den 23. Juli, Abends von 8 Uhr ab, in Hoffmann's Feßfälen, Bergstr. 133( Rivdorf): Erstes Stiftungsfest, verbunden mit Kinderwagen. Andreasar.23.5 Gesang, kom. Vorträgen und Festrede. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10 1125b Alle Kollegen von Nah und Fern sind hierzu freundlichst eingeladen. Der Vorstand. Grosses Vokal- u. Instrumental- Konzert 484/6 ausgeführt v. Berufsmusikern, unter Mitwirkung des Sängerchors der Töpfer ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Feftrede. Vorträge. Kasperle- Theater. Lebendes Bild. Kinder- Belustigungen. Billets 20 Pf. Anfang 3 Uhr. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Freundlichst eingeladen werden hierzu die Genossen des sechsten und fünften Wahlkreises. Das Komitee. Empfehle mein Garten- Restaurant für Gesellschaften und Vereine. Badeanstalt und Kegelbahn. Gute Küche. Gustav Schöne, Gastwirth, Rüdersdorf, Karlſtraße 8, 2549L] ( vormals Wwe. Erpel.) Verlags- Buchhandlung des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth Strasse No. 2. Folgende Gesetzes- Ausgaben unseres Berlages empfehlen wir zur Anschaffung: Kranken- Versicherungs- Gesch vom 15. Juni 1883 in der Fassung der Novelle vom 10. April 1892. Mit erläuternden Anmerkungen, einem Anhange, enthaltend: die Ausdehnung der Unfall- und Krankenversicherung, die Unfall- und Krankenversicherung der in land und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen, und das Gefeß über die eingeschriebenen Hilfskaffen, und alphabetischem Sachregister. Taschenformat.-Eleg. fart. 285 Seiten. Preis 1,20 Mt. Gesek, betreffend die Gewerbe- Gerichte. Vom 29. Juli 1890.Mit erläuternden Anmerkungen, einer Uebersicht des Inhalts des Gesetzes und alphabetischem Sachregister. Taschenformat. Eleg. fart. 96 Seiten.- Preis 50 Pi. Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich vom 21. Juni 1869 in der Fassung des Reichs- Gesetzes vom 1. Juli 1883 und unter Berücksichtigung der durch die Gesetze vom 8. Dezbr. 1884, 28. April 1886, 6. Juli 1887 und 1. Juni 1891 eingeführten Aenderungen. Mit erläuternden Anmerkungen und ausführlichem Sachregister. Zweite, durch die Ausführungs- Bestimmungen des Bundesraths vermehrte Auflage. Taschenformat. Elegant fart. 64 Seiten.- Preis 1 M. Verfassung des Deutschen Reichs nebst Wahlgesez für den Reihstag und Wahlreglement. Taschenformat. Elegant fart. 64 Seiten. Preis 30 Pfg. Die Invaliditätsund Altersversicherung der Arbeiter nach dem Reichsgesetz vom 22. Juni 1889 furz und übersichtlich dargestellt. Zum Handgebrauch für alle bei der Ausführung des Gesetzes Betheiligten. Mit ausführlichem Sachregister und den Uebergangs Bestimmungen des Gesetzes. 68 Seiten. Preis broschirt 25 Pfennig. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure. nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von Auswärts bitten wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages.( Porto extra.) Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthitraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 169. April. Unterm ,, nenen Kurs". 1. Frankfurt a. M. Frau Hofman und 14 Genoffinnen wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes auch in zweiter Instanz zu je 15 M. Geldstrafe verurtheilt; die Schließung der Vereine jedoch aufgehoben. " Trier. Genosse Scherr und 6 Mitangeklagte wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes insgesammt 180 m. Geldbuße und Schließung der dortigen 6 Fachvereine. Berlin. Genosse Jähnicke wegen Nichteinreichung der Mitgliederliste des Leseklubs„ Hasenclever" mit 10 M. Polizeiftrafe bedacht, vom Schöffengericht zu 15 M. event. 3 Tagen Gefängniß verurtheilt. 2. Grimmen i. P. Genosse Müller und Kleinhammer wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes 35 M. Geldstrafe. " " Tharandt. Vier Genoffen aus Rabenau von der Anklage des groben Unfugs( Flugblattvertheilung) freigesprochen. Berlin. Tapezier Biester wegen wiederholter Majestätsbeleidigung 1 Jahr Gefängniß. Weber Buhr wegen Aufreizung 4 Monate Gefängniß. 4. Tambach. Drechsler Heß wegen Majestätsbeleidigung 4 Monate Gefängniß. " » Hanan. Maurer Dörr von der Auflage der Majestäts beleidigung( der Kaifer wäre auch Sozialdemokrat") freisprochen. Staatsanwaltsantrag: 8 Monate Gefängniß. • St. Johann. Genoffe Emmel wegen Beleidigung des bekannten Druckers von Schlägel und Eisen", Eise nacher, in zweiter Instanz 25 M. Geldstrafe. Erste Instanz: 50 M. 6. Colmar. Genosse Lichtenauer wegen Weitergabe einer Beitung auf Grund des alten französischen Preß gesetzes 30 M. Geldstrafe. Genosse Kern aus Mühlhausen wegen Abgabe der Els.- Lothr. Volts- 3tg." an Nichtabonnenten, ebenfalls 40 M. Geldstrafe. 7. Wandsbeck. Die Genossinnen Jansen und Artz wegen unerlaubter Kollekte je 20 m. Geldstrafe. 8. Berlin. Freigesprochen Maurer Jezorke von der Anflage der Aufreizung, Maler Hohlwegler von der Anklage der Verbreitung unzüchtiger Schriften( durch Abdruck eines Feuilletons: Wie Fürsten sich amüsiren). 9. Halberstadt. Redakteur Berg von der„ Halberstädter Sonntags- Zeitung" wegen Beleidigung des Hans Blum 300 M. Geldstrafe. Staatsanwalts- Antrag Neun Monate Gefängniß. 11. Offenbach. Genosse Bender, Redakteur des Offenb. Abendbl.", wegen Pfaffenbeleidigung 6 Wochen Gefängniß. Staatsanwalts- Antrag 4 Wochen. 12. Magdeburg. Genoffe Fritsche aus Staßfurt wegen Polizeibeleidigung 150 M. Geldstrafe. " » Brandenburg. Genosse Ewald, Ewald, Redakteur der Brandenb. 3tg.", wegen Majestätsbeleidigung 4 Monate Gefängniß. Staatsanwalts- Antrag: 1 Jahr. Von der Antlage, zwei Polizisten beleidigt zu haben, wurde er frei gesprochen. Berlin. Tapezirer Biester wegen Aufreizung 3 Monate Gefängniß. Chemuig. Der Vorstand des Wahlvereins 40 M. Geldftrafe, weil er ein Mitglied aufgenommen, daß noch nicht volle 20 Jahre alt war. » Duisburg. Genosse Knoll aus Meiderich 2 Monate wegen Majestätsbeleidigung. 13. Chemnik. Genosse Binneberg, Redakteur des„ Beob." wegen Beamtenbeleidigung 6 Wochen Gefängniß. 14. Frankfurt a. M. Genossin Wabnitz wegen Verrufserklärung 3 Tage Gefängniß. Halle. Drei Genossen yon der Anklage unerlaubter Kollekte( Tellersammlung) freigesprochen. " Kaiserslautern. Genosse Klement wegen Beamten beleidigung 8 Tage Gefängniß. " B " Freitag, den 22. Juli 1892. April. 9. Jahrg. " gesehenen Vereinsvergnügen) 15 M. Geldstrafe. Weirich Genoffe Wilhelm Pfannkuch verläßt Ende dieses Monats und Marten freigesprochen. Kaffel, um in Hamburg die Redaktion der Neuen Tischler30.Augsburg. Genosse Breder, Redakteur der Volkszeitung" zu übernehmen. Die Kasseler Genossen bereiten dem Beitung", wegen Beleidigung eines Fabrikingenieurs drei bewährten Mitkämpfer am 24. Juli eine Abschiedsfeier auf dem Wochen Gefängniß. Raabe'schen Felsenkeller. Zufammen im Monat April 11 Jahre 6 Monate Zuchthaus, 5 Jahre 7 Monate 23 Tage Gefängniß und 2054 M. Geldstrafen. Parteinachrichten. Ein sozialdemokratischer Parteitag für den 22. fächsischen Reichstags- Wahlkreis findet am 24. Juli im Burgteller zu Elsterbergi. V. statt. Derfelbe wird über folgende Punkte verhandeln: 1. Bericht der Rechnungs- Prüfungsdeputation, 2. Antrag einiger Genoffen, die Vogtländische Voltszeitung" aum Parteiblatt für den oberen Bezirk zu erklären, 3. die Presse, 4. Organisation und Agitation. " " Sammlung der Arbeitsordnungen empfehlen ferner: Zu unferem Artikel Genoffenfchaftlicher Schwindel" Hannoverscher Boltswille", Hallesches Voltsblatt", Magde ( f. Nr. 165 vom 17. Juli), welcher die Breslauer Genossenschaft burger Boltsstimme", Chemnizer Beobachter"," Vogtländische " Soldarität" verwarf, weil deren Statut sich die unerfüll- Volkszeitung"( Falkenstein), Correspondent für Deutschlands bare Aufgabe stellt, in der heutigen tapitalistischen Wirthschafts- Hutmacher"( Altenburg). Rheinische Zeitung"( Köln). weise die Produktion zu reguliren und zu verhindern, daß durch Ueberproduktion mehr geschaffen wird, als der Bedarf erfordert", zu diesem Artikel nimmt die Breslauer Volkswacht" Stellung, indem sie in Nr. 168 vom 21. Juli schreibt: * " Und welches Gesetz enthält ein diesbezügliches Polizeiliches, Gerichtliches 2c. - Sächsisch e s. Ueber eine Chemnitzer Textilarbeiters Versammlung berichtet der dortige Beobachter" in Nr. 84 vom Vor allen Dingen müssen wir uns energisch gegen die ver- 19. Juli: Im Schlußwort gab die Referentin ihrer Verwunde blümte Beschuldigung unseres Bruderorgans verwahren, als ob rung Ausdruck, daß zwei Anwesende nicht sprechen durften, da die Volkswacht" direkt oder indirekt irgend welche Schwindler der überwachende Beamte meinte, es feien teine Textilarbeiter, begünstigt, gegen welche die Strousberg und die Spizzeder worauf der Beamte erklärte, er dulde keine Kritik seiner Handdie reinen Weisenknaben sind. Unser einziges Verbrechen" lungsweise, und die Versammlung furz vor Schluß auflöſte." in dieser Angelegenheit ist höchstens die Thatsache, daß Die polizeiliche Bevormundung der Arbeiter geht in Sachsen wir bisher gegen die Gründer der" Solidarität" und ihre Hinter wirklich ins Aschgraue. Was verschlägt es denn der„ Ordnung", männer nicht öffentlich aufgetreten find, und wenn der Schreiber wenn in einer Textilarbeiter- Versammlung zwei andere Arbeiter des Vorwärts"-Artikels die Breslauer Parteiverhältnisse einiger- sprechen? maßen gekaunt hätte, so würde er uns diese unsere Haltung nicht Verbot? -Wegen Fabrikantenbeleidigung verurtheilte das Biele zum Vorwurf machen, sondern zum Verdienst angerechnet haben. Wer die Entstehungsgeschichte der Solidarität" kennt, wird es felder Landgericht unsern Parteigenossen G. Robusch, wissen, daß die Gründer derselben in ihrer Sigung vom welcher seit der Inhaftirung Groth's verantwortlicher Redakteur 17. Mai d. I. den Beschluß faßten, innerhalb drei Wochen eine der dortigen Volkswacht" ist, zu 3 Monaten Gefängniß. -Der Redakteur des Proletariers aus dem Eulengebirge", Volksversammlung einzuberufen, welcher dieses Projekt unterbreitet werden soll. Auf diese Volksversammlung warten wir Genosse Feldmann, verläßt am 22. Juli das Reichenbacher noch heute! Dort wäre der Platz gewesen, die Unhaltbarkeit Gefängniß, wo er wegen Preßsünden 6 Monate lang inhaftirt Sein Vorgänger im Redaktionsamt, Genosse May jener Jdeen flarzulegen, welche in dem Prospekt und den Sta war. tuten der Solidarität" niedergelegt sind. Würden wir zur Be- Baginsti, muß, wie das genannte Parteiblatt mittheilt, noch fämpfung der Solidarität" die„ Volkswacht" benügt haben, so bis zum 27. Juni 1893 im Schweidnißer Gefängniß verharren. Auch ein Jubiläum! Genosse Kutzbach nahm hätten uns viele Genossen den Vorwurf persönlicher Gehässigkeit gemacht. Diesem mußten wir im Interesse des lieben Friedens am 19. Juli zum 25. Mal auf der Anklagebank Play, und zwar ausweichen und konnten das auch umso eher, als ja die ganze vor der Straffammer zu Effen. Er hatte nach der Anklage Gründung in hiesigen Parteitreifen eo ipso feinen Antlang ge- einen Polizeibeamten beleidigt, wofür er nun 50 M. Geldstrafe funden hat. Ob wir dabei mit einem„ Schwindel" zu thun zahlen soll. haben oder nicht, kommt lediglich auf die Deutung des Wortes an, das unseres Erachtens nach hier nicht am Blake ist. Wir unfererseits glauben in Anbetracht der dabei Betheiligten das Unternehmen lediglich als ein utopistisches bezeichnen zu dürfen." " " Lokales: Wir waren von vornherein nicht im Zweifel darüber, daß Der Berliner Arbeiterschaft zur Nachricht! Die Ver die Breslauer Volkswacht" jenes aussichtslose Unternehmen ebenso verwerfen würde wie wir, und so erledigt sich die Behandlungen mit der Direktion der Unionsbrauerei haben die Be fürchtung derselben, wir hätten sie der Begünstigung jener willigung sämmtlicher Forderungen der Arbeiter der UnionsGründung bezichtigen wollen. Ferner ist es uns nicht eingefallen, brauerei herbeigeführt. Nachfolgend theilen wir den Wortlaut der den Mitgliedern der Genossenschaft irgendwie persönlich zu nahe zu treten. Die Kritik richtete sich einfach gegen die Sache, nicht schriftlichen Erklärung der Direktion mit: gegen die Personen. . Erklärung. In der heute stattgehabten Parteiversammlung mit der Tagesordnung: Organisation und Verschiedenes, wurde nachstehende Resolution einstimmig angenommen und deren Veröffentlichung verfügt: Resolution. " Die Direktion der Berliner Unionsbrauerei verpflichtet fich, in keiner Weise das Koalitionsrecht ihrer Arbeiter zu beeinträchtigen, und gestattet ihnen das Lesen jeder Zeitung. Berliner Unionsbrauerei." Ferner tritt der Brauer Feldmeier wieder in seine alte Stellung ein. Es ist also durch die Bewilligung sämmtlicher Forderungen Von dem in Kaiserslautern abgehaltenen III. pfälzischen Arbeitertage wurde auf Antrag der Kaiserslauterner Partei- der Boykott hiermit aufgehoben. Der geschäftsführende Ausschuß genossen ein Schiedsgericht zur Schlichtung der Vereinsstreitigkeiten Berlin. Genosse Timm wegen Aufreizung 2 Monate am hiesigen Orte gewählt, welches sein Urtheil dahin ab= der Berliner Streit- Kontrolltommission. Gefängniß. gab, den hier herrschenden Vereinszwistigkeiten kann nur und J. A.: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, H. I. 14. Altona. Genosse Schneider, Redakteur der Nordd. auß damit Abhilfe dadurch geschaffen werden, daß sich sämmtWolfs 3tg.", wegen Beleidigung der Militärbehörden, liche politische Vereine auflösen und an deren Stelle nur ein Von einer eigenartigen Sonntagsruhe werden die Eisen300 M. Geldstrafe event. 20 Tage Gefängniß. Verein zu konstituiren ist. Soweit wurde dem Rechtsspruche des bahnstationen Baumschulen weg( zwischen Treptow und 16. Stade. Korbmacher Petri wegen Majestätsbeleidigung Schiedsgerichts Folge geleistet, indem sich sämmtliche politische Johannisthal Niederschönweide) und Glienicke 1 Jahr Gefängniß. Vereine, als Arbeiter- Wahlverein, Sozialdemokratischer Arbeiter( zwischen Adlershof und Grünau) betroffen. Während 20. Neustadt D.- Schl. Genosse Höflich von der Anklage der verein und Sozialdemokratischer Arbeiter- Bildungsverein( Storchen- nämlich an den Wochentagen auf den beiden genannten Majestätsbeleidigung freigesprochen. Staatsanwaltsantrag: thurm) auflöſten und durch Generalversammlungs- Beschluß ihren Stationen alle fahrplanmäßigen Büge halten, halten dieselben an 6 Monate Gefängniß. Anschluß an den neu gegründeten sozialdemokratischen Arbeiter" Tirschenreuth. Genosse Erhard und Siebenbürgen Bildungsverein vollzogen; sammt den Liquidations Kom- Sonntagen auf Station Glienicke überhaupt nicht, und wegen Schriftenverbreitung ohne Erlaubniß" je 100 M. miffionen mit Ausnahme des Kommissionsmitgliedes Wilhelm auf Station Baumschulen weg halten nur einige Büge, um den dortigen Anwohnern den Kirchenbesuch und die Rückkehr Müller sen., welcher das ihm anvertraute Eigenthum von demselben zu ermöglichen. Wenngleich auch dieser Umstand dem neuen Vereine vorenthielt und 22. Münden. Genosse Diehl und Wasserburger wegen des Vereins ge= im Fahrplane vermerkt ist, so wird derselbe doch sehr leicht übergroben Unfugs( Tragen einer rothen Fahne bei der vorstützt hierauf einerseits und Unkenntniß der Lage sehen, um so eher, als Wochentags alle Züge halten. Warum jährigen Maijeier) je 3 Tage Haft. Der Staatsanwalt be- der Sache durch die Genoffen anderseits benutzend, versucht, durch nun gerade Sonntags, wo der Verkehr nach dieser Gegend ein einen gleichnamigen Verein die Streitigkeiten weiter zu führen. weit größerer ist, als an Wochentagen, da die werkthätige Be In Anbetracht des oben Angeführten wurde in der heute, völkerung eben nur Sonntags Ausflüge machen kann, die Züge ben 17. Juli 1892, im Saalbau tagenden sozialdemokratischen auf diesen Stationen nicht halten, besagt der Fahrplan allerdings Parteiversammlung der Wilhelm Müller sen., Wirth zum Storchenthum, als der Partei, in jeder Weise, schon früher und nicht. Durch diese eigenartige Sonntagsruhe werden häufig Ausjezt in der Agitation, sowie der Weiterverbreitung der sozia- flüglern, die mit dieser fahrtechnischen Eigenthümlichkeit nicht hinreichend vertraut sind, große Ungelegenheiten bereitet und wäre listischen Idee hinderlich entgegentretend erachtet und beschlossen, denselben aus der sozialdemokratischen Partei im Interesse des Sonntagspublikums eine Beseitigung dieser Sonnauszuschließen und nicht mehr als Parteigen offe tagsruhe wohl zu wünſchen. anzuerkennen. " " Geldbuße. antragte nur je 3 Wochen! " Beine. 4 Genoffen wegen unerlaubter Rollette( Tellerfammlung) je 6 M. Gelostrafe auf Grund des alten hannoverschen Polizeistrafgesetzes. 23. Mannheim. Gen. Bielowsti, Redakteur des Offenburger Volksfreund", wegen Fabrikdirektor- Beleidigung Elberfeld. Gen. Stamm und Lenz aus Remscheid wegen Polizeibeleidigung 3 bez. 6 Wochen Gefängniß. 25. Leipzig. Das Reichsgericht verwarf die Revision der Genossen Schippel( 9 Monate Gefängniß wegen Ver ächtlichmachung von Staatseinrichtungen) und Rohrla ck ( 6 Monate wegen des gleichen Verbrechens). Berlin. Genosse 3ubeil wegen Aufreizung( Liederbuch) 100 M. Geldstrafe; Genosse Gnadt von der gleichen Anflage freigesprochen. 26. Meiningen. Genosse Hugo aus Schmalkalden wegen Bürgermeister- Beleidigung 3 Monate Gefängniß. Staatsanwaltsantrag: 6 Wochen Gefängniß. " • Erfurt. Genosse Hülle, Redakteur der Thür. Trib." Wegen Majorsbeleidigung 10 Tage Gefängniß. Die Ferner ist der Verein unter Leitung des Wilh. Müller und Ronsorten nicht als zur sozialdemokratischen Partei gehörend an zusehen. Die Versammlung beauftragt den Vertrauensmann, diese Resolution außer hier in Kaiserslautern, noch in dem Zentralblatte der Partei, Vorwärts", dem pfälzischen Partei- Organ, der Volksstimme", sowie in sämmtlichen Parteizeitungen zu veröffent lichen und für möglichst weite Verbreitung zu sorgen. Raiserslautern, den 17. Juli 1892. Im Austrag: Der Vertrauensmann: Nikolaus Kurz. Militärischer Boykott. In Harburg ist dem Militär u. A. der Besuch der Verkaufsstelle der Hamburger Tabatarbeiter Genossenschaft verboten worden. Das ,, Kleine Journal" scheint sich über die Sonntagss ruhe in hohem Maße zu alteriren. Das wäre an sich Sache des Organs des Herrn Spiß, aber derartige manchesterliche Stoß feufzer gehen den Börsenblättern nie ohne einen Seitenhieb auf So die Arbeiter, die einfach für ihr gutes Recht eintreten, ab. schreibt das Blatt gestern: " Ein Sonntagsruhe- Verein hat sich hier gebildet; er hat, wie wir hören, eine gerade nicht ganz reinliche Thätigkeit, insofern er sich alle Mittheilungen über Verstöße gegen die Sonntagsruhe durch junge Leute zutragen läßt und dann zur Anzeige bringt. Am Dienstag hatte der Verein eine Versammlung von Hausdienern einberufen, in welcher bereits verschiedene Firmen der Manufaktur Branche namhaft gemacht worden find. Die Chefs werden daher gut daran thun, unter allen Umständen die Vorschriften über die Sonntagsruhe einzuhalten." Vermuthlich ärgert sich das Blatt der Börsenjobber darüber, daß einzelne Firmen, die man vielleicht als Inserenten besitzt, Sum ,, Rückgang" der Sozialdemokratie. In Klaffen- etwas hergenmmen wurden. Es wäre viel anständiger, wenn 27. Leipzig. Genosse Wittich, Redakteur des Wähler", ba ch( Sachsen) fand neulich Sonntags nach fast einjähriger das Blatt feinen ausbeutungsluftigen Kunden ins Gewissen reden und Genosse Johnsen wegen Werkmeister- Beleidigung, Baufe eine Voltsversammlung statt, welche die Ausführungen des würde als die Arbeiter zu denunziren. ersterer zu 100, letzterer zu 50 M. Geldstrafe. sozialdemokratischen Referenten, Genossen Grenz aus Chemnitz, » Landsberg a. W. Der Vorsitzende der Zahlstelle des deutschen Tischlerverbandes, Marten, und 7 Mitglieder wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes( Erörterung eines politischen" Gegenstandes: Beseitigung der Affordarbeit!), ersterer 10 Tage Gefängniß, letztere insgesammt 120 M. event. 24 Tage Gefängniß. " " 28. Stuttgart. Genosse Geiger, Redakteur der Schw. mit stürmischem Beifall aufnahm. Zu dieser Versammlung waren Das Personal der Ludwig Löwe'schen Gewehrfabrik Tagw.", wegen Werkmeister- Beleidigung 25 M. Geldstrafe. nicht nur Einwohner aus Klaffenbach und Umgegend erschienen, in Martinikenfelde, so schreibt man uns, feierte am Sonn29. Magdeburg. Die Genossen Fritsche, Rücker, Boch, sondern auch aus weit entfernten Ortschaften, wie Gelenau, abend, den 16. Juli, in den Räumen der Spandauer- Bergbrauerei Taubel, Schneider, Schilling und Strohfuß Gornsdorf, Seifersdorf, Leukersdorf, Thalheim, Einsiedel und auf dem Spandauer Bock ihr diesjähriges Sommerfest. Es aus Staßfurt wegen Meineids je anderthalb Jahre Alt- Chemnih, hatten sich Freunde der Arbeiterfache eingefunden, mochten ca. 2500-3000 Personen insgesammt anwesend sein, und Zuchthaus. Frau Fahnert aus Bernburg 1 Jahr so daß die Bahl der Versammlungsbesucher sich auf ca. 800 bes die Direktion hatte sich aufs hohe Pferd gesetzt und 400 M. zu Zuchthaus. laufen haben mag. Mit einem donnernden Hoch auf die So- dem Fest hergegeben, immerhin eine ganz gewaltige Summe im 30. Hannover. Genosse Meister wegen Uebertretung des zialdemokratie fand die imposante Versammlung ihren Abschluß. Gegensaß zu den armen Aktionären, welche blos 18 pet. Dividende einstreichen. Vereinsgesetzes( Festrede bei einem als Versammlung an gemacht. und den Eindruck eines Arbeiters machte, vollends hinaus. Man legt ihn lang im Rahn nieder und öffnet die Kleider des Gereiteten, mit welchem das Boot dem Ufer zufstrebt. Ein Alp löste sich von der Bruſt der Hunderte, die der Rettung eines MenschenLebens beigewohnt hatten. Be Es kam somit auf den Kopf bei dem Vergnügen die ge- händler gegen ihn angestrengt hatten, in erster Instanz ein dieser Tage hier vor dem Schöffengericht, angeklagt wegen waltige Summe von 14 Pf., dafür wird den Arbeitern der Tag freisprechendes Urtheil erzielt, da das Schöffengericht eine Beleidigung des Gießermeisters Feldmayer in Bockenheim abgezogen, und man kann sagen, daß man sich für 14 Bf. auf leidigung objektiv nicht als vorliegend erachtete. Auf die von Privatflägers. Letterer fühlte sich durch einen Artikel der„ Voltseigene Fauft amüfirt hat. Der Defonom des Lokals soll bei der den Klägern eingelegte Berufung wurde die Sache gestern stimme" vom 23. August 1891 beleidigt, welcher unter der SpiAbrechnung mit dem Komitee eine süßfaure Miene gemacht haben, vor der siebenten Strastammer des Landgerichts I ver- marke: Bockenheim, 20. Auguft. Ein schurkischer Streiche da das Geschäft doch nicht ein so einträgliches gewesen ist, als er handelt. In der Nummer des„ Bolt" vom 16. Mai d. J. war schienen war. Es war darin ausgeführt, daß der Privatkläger gehofft hatte, denn ein größerer Theil von besonnenen Arbeitern ein Artikel aus dem Kreise Schlüchtern in Hessen zum Abdruck versucht habe, durch verschiedene Handlungen den Schloffer Biel, ist diesem Vergnügen fern geblieben und hat eben nicht mit gelangt. Es wurde darin geschildert, daß die jüdischen Händler der in demselben Geschäft arbeitete, dadurch zu schädigen, daß unleidliche Zustände hervorgerufen hätten. Drei jüdische Vieh- dem Biel, der eine Unfallrente bezog, diese gekürzt wurde. Feld händler wurden mit den Anfangsbuchstaben ihrer Namen genannt mayer ließ ihn nämlich eine schwere Last tragen, deren Gewicht Eine graufige Szene aus dem Leben der Weltstadt: Vor- und behauptet, daß dieselben den Kreis unter sich getheilt er nach der Feststellung des Schiedsgerichts für die betreffende geftern Nachmittag um fünfeinviertel Uhr fluthete ein dichtes hätten, damit Jeder ungestört in seinem Theile„ wirthschaften" Berufsgenossenschaft nicht bewältigen konnte. Allerdings hatte Viel, Menschengewimmel über die Weidendammerbrücke, da ertönte könne. Es sei dafür gesorgt, daß andere Juden ihnen nicht ins der sich jetzt auswärts befindet, und der an seinem jetzigen Wohnort plötzlich ein gellender Aufschrei, und aus zahlreichen Kehlen er- Gehege fämen, und so seien die Bauern nur auf den einen kommissarisch als Zeuge vernommen wurde, viele Mühe mit Schleppen scholl es: Silfe, ein Mann ist ins Wasser gesprungen!" Alles Abnehmer angewiesen. Diese Angaben bezogen die Vieh dieser Lasten und hätte dies nicht dauernd thun können. Noch vers brängt dem östlichen Brückengeländer zu, über das sich soeben händler Gebrüder Schiff und der Wiehhändler Levy Noßbaum auf schiedene andere Maßnahmen des Feldmayer wurden in dem Ar ein Mann hinabgeschwungen hat. Der Mann ist verschwunden, sich, sie stellten Strafantrag wegen Beleidigung. Ihr Vertreter, tifel angegeben, deren Zweck sich nicht klar stellen ließ, da der taucht auf und wird von der Strömung unter der Brücke hin- der Rechtsanwalt Holt, focht im gestrigen Termin das Urtheil Angeklagte erst am 30. April die Privatklagefchrift zugestellt ers durch auf die Westseite getrieben. Er schlägt frampfhaft um sich des Schöffengerichts an, während der Vertheidiger Rechtsanwalt hielt und deshalb den Einsender des Artikels, einen Arbeiter, der und sinkt abermals unter. Nur seinen gelben Strohhut sieht Schwindt für Aufrechterhaltung desselben eintrat. Beide zur betreffenden Zeit im gleichen Geschäfte angestellt war, nicht man noch auf dem Wasser schwimmen. Inzwischen sind die Rechtsanwälte beantragten, eventuel Beweise zu erheben, einer um Auskunft bitten konnte, weil dieser inzwischen verzogen ist zahlreichen Augenzeugen diefes entfeßlichen Borfalles ebenfalls feits, daß die Kläger den Artikel auf sich beziehen mußten, daß und sein Aufenthaltsort durch private Nachforschungen nicht zu auf die westliche Brückenfeite hinübergeströmt. Alles blickt in die darin aufgestellten Behauptungen unwahr seien und daß die ermitteln war. Deffentlich oder auf dem Gerichtswege wollte der athemloser Erregung über das Geländer in die Spree hinab. Kläger sich eines guten Leumundes erfreuten, andererseits, unter Beklagte den Einsender nicht aufsuchen lassen, um ihn nicht eben Durch die Hilferufe alarmirt, rudert in diesem Augenblick ein Berufung auf das Zeugniß des Landraths des Kreises Schlüchtern falls einer Bestrafung auszuseßen. Der Beklagte erklärte nach alter Schiffer mit einem leinen Kahn eilends heran. darüber, daß die geschilderten Zustände auf Wahrheit beruhen. Verlesung des inkriminirten Artikels, daß er zunächst die VerUnd jetzt taucht der Lebensüberdrüffige zum zweiten Mal Der Gerichtshof beschloß, Auskunft von den Behörden in Schlüchiährung geltend machen müsse. Das Amtsgericht babe ihm, auf, durch einen glücklichen Zufall dicht vor dem Kahn. tern darüber einzuholen, ob die Kläger den beanstandeten Artikel jedenfalls in Rücksicht auf seine Immunität als Abgeordneter, Der Schiffer beugt sich über den Rand des Kahnes und er- auf sich beziehen mußten und vertagte zu diesem Zwecke die bie klage erst am 30. April zugeschickt; aus den oben angreift den Mann am rechten Arm, den Halbertrunkenen etwas in Berhandlung. geführten Gründen könne er daher zu dem Artikel nichts weiter die Höhe ziehend. Er vermag jedoch nicht, das Rettungswert zu vollbringen. Der Lebensüberdrüssige, der angesichts des Todes bemerken. Der Einsender desselben sei ihm als glaubwürdiger Der Beleidigungsprozeßt, den der Kaufmann Blumenfeld Mann bekannt gewesen; er habe deshalb an dem Artikel lediglich plößlich wieder den Selbſterhaltungstrieb verspürt, flammert sich gegen den Redakteur der„ Staatsbürger- Zeitung", Dr. D. Bachler redaktionelle Henderungen gemacht. Leider habe er in der Gile mit beiden Händen an den Rand des Bootes und blickt mit angeſtrengt hat und der in der ersten Instanz mit der Ver- vergessen, den Schlußpassus wegzulassen und auch bei dem Korweitaufgerissenen, angstvollen Augen empor. Den Rettungsball, urtheilung des Beklagten zu einer Geldstrafe von 100 m. endete, rekturlesen übersehen, denselben zu streichen. Diesen Umstand be den Rettungsball!" rufen einige aus der Menge. Man löst schnell erfuhr gestern eine neue Auflage vor der siebenten Strafkammer bauere er sehr, denn den Vorwurf, der dem Kläger darin gemacht den Ball vom Geländer und wirft ihn hinunter. Der Ertrinkende des Landgerichts I, da der Verurtheilte gegen das erste Er wird, lekterer habe sich Urlaub zu einem Begräbniß genommen, In der Nummer der sei dagegen nach Mainz zum Karneval gefahren, müsse Beklagter selben steht ein Schutzmann. Jetzt sind sie ganz nahe und der Leitartikel, in welchem der Verfasser den verderblichen Einfluß figende erklärte hierauf, daß der Einwand der Verjäh Augenblicke nahten von mehreren Seiten Boote; auf einem der Staatsbürger- Zeitung" vom 10. November vor. J. erschien ein felbst als eine unwürdige Denunziation bezeichnen. Der VorLebensüberdrüffige hebt ein Bein aus dem Waffer und Klammert des Judenthums nachzuweisen suchte. Es tam darin folgender rung dadurch hinfällig werde, daß das Amtsgericht ein Ge sich damit an den Rand des Schuhmannsbootes fest. Starke Sat vor: Sprechen denn die Namen Blumenfeld, such an den Reichstag um Genehmigung der Strafverfolgung Arme ziehen den Mann, der etwa dreißig Jahre zählen mochte Manché, Wolf, Sommerfeld, Leipziger und wie fie im Januar d. J., ehe die Verjährung eintrat, gerichtet habe; alle heißen mögen, nicht deutlich genug?" Wegen durch diese richterliche Handlung sei dieselbe unterbrochen. Die der Zusammenstellung feines Namens mit ben genannten, fand sich der Kaufmann Blumenfeld, Mitinhaber der ergab die Bestätigung der thatsächlichen Angaben des Artikels ben übrigen Beugenaussage des Schlossers Viel wurde hierauf verlesen und Firma Ritter und Blumenfeld beleidigt. Im gestrigen Termine Der Anwalt des Klägers, Dr. Burgheim aus Bockenheim, ergriff beantragte der Beklagte in längerer Ausführung seine Frei- fobann das Wort und erklärte, wenn auch die thatsächlichen Ang sprechung. Der Artikel habe nur auf allgemeine Schäden hin- gaben zum Theil durch die Beugenaussage beſtätigt würden( wa Einen Selbstmordverfuch, der auf„ religiösen Wahnsinn" weisen und besonders den jetzt herrschenden Mammonismus und allerdings dadurch wesentlich beeinträchtigt würde, daß man voch zurückzuführen ist, beging am Dienstag Mittag das 32 jährige die Spekulationswuth geißeln sollen. Die Firma Ritter und muthen könne, Biel sei der Einsender des Artikels), so lägen doch Dienstmädchen Pauline R. Die K. war bis vor Jahresfrist in Blumenfeld sei selbst im„ Berliner Tageblatt" als eine solche auch einige formelle Beleidigungen vor, besonders in der Spi dem Augufta- Hospital als Wäscherin beschäftigt gewesen und hingestellt worden, welche durch wilde Spekulation in Getreide marke. Auch der Einwand der Verjährung sei hinfällig. Gr bee hatte bortfelbst Gelegenheit, öfters in der bortigen Kapelle innerhalb kurzer Zeit ein enormes Vermögen erworben habe. antrage daher die Bestrafung des Beklagten, weil eine absichtliche Predigten des amtirenden Anstaltsgeistlichen beizuwohnen. Die K. Wenn 111111 der Kläger al3 Typus der herrschenden Beleidigung vorliege. bildete sich nun ein, daß der Prediger ihr eine ganz besondere Spekulationswuth mit den übrigen Bankiers genannt werde, hohen Bestrafung nichts gelegen. Der Beklagte vertheidigte fe Es sei ihm jedoch an einer besonders Aufmerksamkeit schenke, und die Wahnvorstellungen des Mädchens welche allerdings unglücklich spekulirt hätten, so könne dies als mit dem Hinweise, daß die thatsächlichen Angaben des Artifele nahmen mit der Zeit immer größeren Umfang an, gulegt bildete eine Beleidigung nicht aufgefaßt werden. Außerdem bitte er, ihm durch die Aussagen des Biel erwiesen seien. Letzterer habe big sie sich ein, der betreffende Geistliche sei der Himmelsbräutigam den Schutz des§ 193 des Str.-G.-B. zuzubilligen. und werde baldigst um sie freien, zuvor aber müsse sie ihre Einsendung nicht gemacht; Der Vertreter des Klägers führte demgegenüber aus, daß fei ihm vielmehr bis zur Einsicht Sünden bekennen, deren Zahl fehr groß sei. Mit dem Gedanken, zweifellos die Zusammenstellung seines unbescholtenen Klienten nicht einmal dem Namen in die Klageschrift daß der Geistliche sie dann heirathen werde, verließ die K. das mit bestraften Personen beleidigend sei. Was würde wohl der Kläger als Zeuge vorgeschlagen. bekannt gewesen; auch habe ihn ja der Krankenhaus und zog zu ihrem in der Weißenburgerstraße Beklagte sagen, wenn man beispielsweise von einer Revolver: ihm auch so geändert worden, Die Spigmarke sei von wohnenden Bruder und nahm dann am 7. 6. M. die Stellung presse sprechen wolle, die auf die niedrigsten Leidenschaften des versönlich treffen solle, sondern nur die Handlung desselben; diese daß sie den Kläger nicht bei dem in der Tresckowstr. 16 wohnenden Bosamentier Leiden- Boltes spekulire und wenn man damit Namen wie Ahl- jei allerdings als verwerfliche zu bezeichnen, und die Preſſe der port als Dienstmädchen an. Hier benahm sich die K. aber so wardt, Dr. Bachler u. f. w. in Verbindung bringen wolle? Arbeiter habe nach seiner Ansicht die Pflicht, Derartiges an das auffallend, daß Herr 2. ihre Fortschaffung auf polizeilichem Wege Ob er das nicht für eine Beleidigung halten würde und mit Licht zu ziehen und zu brandmarken. Da also die Darstellung beantragen mußte; vorgestern Mittag aber erklärte das Mädchen Recht? Er beantrage daher Verwerfung der Berufung. Der sowohl als die Bezeichnung objektiv gehalten war, so bitte e bes ihrer Dienstherrin, daß sie ihrer großen Sünden wegen sterben Gerichtshof folgte den letzteren Ausführungen und bestätigte das Freisprechung. Nach einer furgen Grwiderung des Anwalts bo müsse und verließ bald darauf die Küche. Eine Stunde später erste Erkenntniß. Klägers und der Antwort des Beklagten zog sich der Gerichtshof Stallgebäudes blutend und bewußtlos vor; die Wahnsinnige hatte Die elenden Zustände auf dem Laude zeigten sich, wie zurück. Der Vorsitzende verkündete nach kurzer Berathung, be ſich mit einem Beil die linke Hand abzuschlagen versucht, sich der pommerische„ Volksbote" berichtet, so recht deutlich in vet das Gericht beschloffen habe, die Verjährung als unterbrochen der aber glücklicherweise teine lebensgefährliche Verlegungen zugefügt. Sihung der Stargarder Straſkammer vom 14. Juli. Ungeffagt anzunehmen und ebenso die formelle Beleidigung für erwieser Infolge des ſtarken Blutverluftes wurde die K. nach dem städtischen war der Bauernhofsbefizer Wilhelm Fick aus Bornhagen es anſehen müsse. Es verurtheilte daher den Beklagten zu einen ( Kreis Ven Naugard) wegen vorfäßlicher körperlicher Mißhandlung mit tödt: Geldstrafe von 30 M. und die Aufnahme des entscheidenden Ueber die Verhaftung des Grüneberg, der die Schüsse der 16 Jahre alte förperlich schwächliche Dienstjunge Hermann lichem Ausgange. Bei dem Angeklagten war zu Ostern v. Js. Theiles des Urtheils in der„ Volksstimme" auf Kosten des Bes flagten. im Victoria- Park abgab, erfahren wir folgendes: Vorgestern Pieper aus Nangard zugezogen. Der arme Junge hatte am Nachmittag kurz vor 5 Uhr trat ein Mann an den vor dem Ge- 18. Oktober beim Häckselschneiden von dem Angeklagten eine bäude des Polizeipräsidiums stehenden Posten und erkundigte sich solche Ohrfeige erhalten, daß er mit dem Kopfe an die Wand nach dem Zimmer des diensthabenden Kriminalfommissars. Der flog und infolge dessen ertranfte; er ist in der Nacht zum 21. NoFragesteller, der ein sehr aufgeregtes Wesen zur Schau trug, vember im Krankenhause zu Naugard an tuberkuloser Gehirnhautwurde zunächst nach dem Zimmer Nummer 41 gewiesen und von Entzündung gestorben. Die Staatsanwaltschaft führte diese Krankheit hier aus zu dem Kommiffar geleitet, dem er sofort bei dem Ve- auf die Mißhandlung durch den Angeklagten zurück. Es wurde treten des Dienstzimmers zurief:„ Ich bin der Gärtner in der Verhandlung auch festgestellt, daß der Junge schlecht be- Berein sowohl den Militär- wie Zivilarbeitern 25-40 pet. Doen An die Kollegen der Militär Lieferungs- und Zivil Grüneberg, verhaften Sie mich, weil ich auf Herrn handelt worden und daß selbst der Transport des Kranten nach Bohne abgezogen. Deiber wurden bis jegt die Verhandlunge Direktor Mächtig geschossen habe!" Der Beamte nahm Naugard in rücksichtsloser Weise erfolgt sei. Der Gerichtshof one abgezogenen Direktorium durch das letztere in die Länge den Attentäter sofort in Verhör und frug Berhör und frug ihn auch, nahm an, daß der Tod des Jungen durch die Mißhandlung nicht weshalb er die That eigentlich begangen. Grüneberg ant- erfolgt, sondern nur beschleunigt worden jet und Pesutheille tot gezogen, ja die Arbeiter sogar vertröstet, bis zu Mitte Auguſt, wortete:" Ich bin um mein Geld betrogen, man hat mir Angeklagten zu der geringen Etrafe von 50 M. event. 10 Tagen zu welcher Zeit der Zahlmeister, welchem die Leitung der betreffenden weniger Geld gegeben, als ich zu verlangen habe." Auf die Gefängniß. Die gleiche Strafe erhielt in derselben StraftammerEntgegnung des Stommissars, daß man doch deswegen feinen Sigung der Hofmeister Fr. Bromann aus Bortenhagen. Ihm warten. Menschen födte, äußerte sich Grüneberg weiter:„ Tödten wollte wurde die Schuld dafür beigemessen, daß durch Nichtverdedung d Ich lie nicht, aber sie sollten erfahren, was es heißt, einen Menschen der Kurbel an einer Dreschmaschine sich der Arbeiter Gent eine Kollegen hat ausgeübt wird. Our Besprechung dieſer thr, Kollegen, durch diese Verschleppung leidet aber unsere Sadje zur Berzweiflung bringen; überhaupt galt es hauptsächlich dem Schlüſſelbein- und Armverlegung zugezogen hatte. Derartige Untelegenheit findet a gonnabend, den 23. Juli, Abends 812 103 fand man die K. in der Ecke eines zu dem Grundstück gehörigen Krankenhaus Friedrichshain geschafft. Element, der ist aber ausgerückt und der Herr Direktor wollte glücksfälle kommen ziemlich häufig vor. mich festhalten." Auf Befragen antwortete Grüneberg weiter: wußte sie ja tödten tommen, ich habe es aber und beswegen so geschossen, er Soziale Leberlicht. nach Der Kaufmann E. Degener aus Stvinemünde war öffentliche Versammlung statt, zu welcher alle Militär- und Zivil: daß sie nur verletzt wurden." Grüneberg wurde gestern Mittag gerichts I erschienen, um sich auf eine wider ihn erhobene An- und von Berger u. Collani, Lindenstr. 25, dringend eingeladen Agitations Rommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. nach dem Untersuchungsgefängniß überführt. Derselbe ist ein flage des Betruges zu verantworten. Das Schöffengericht hatte werden. träftiger, jähzorniger, aber auch rachsüchtiger Mann, verheirathet ihn freigesprochen. aber der Staatsanwalt Berufung eingelegt. und Bater von drei Kindern. Seine Behauptung, daß er nur Im Oktober v. J. ließ der Angeklagte durch die hiesigen Blätter dem Obergärtner Glement einen Dentzettel geben wollte, scheint inferiren, daß er delikate Fettheringe in Posttollis von 10 Pfund, die Untersuchung insofern zu bestätigen, als er Bekannten gegen ca. 60 Stück enthaltend, für den Preis von 3,60 M. gegen über gegen Herrn Clement Drohungen ausgestoßen, sich jedoch uahme versende. Der Beamte Runow machte eine Bestellung über Herrn Direktor Mächtig niemals geäußert hat. und fand sich arg enttäuscht. Die ihm gesandte Blechdose enthielt Ueber eine Lohnbewegung von Dienstmädchen Frank ,, Unter den Dienstmädchen der Liebigstraße und der um Polizeibericht. Am 21. d. M. früh wurde ein Buch hiesigen Sachverständigen, Kaufmann Schulz, hier für 15 Pf. für 2 Stück meldet, eine Besprechung behufs Stellungnahme zur Sonntags 32 Stück Heringe einer Mittelmarke, welche nach dem Gutachten des liegenden Straßen fand, wie ein Berichterstatter allen Ernstes erhängt vorgefunden. Vormittags gegen 11 Uhr überfiel der betragen. Kunow schrieb an den Angeklagten einen Brief, worin aufstehen und von 3 Uhr ab bis 8 frei haben. Ferner Klagen Gartendirektor Mächtig, welcher mit zwei anderen Beamten in lautete dahin, daß er die Waare frei zurückschicken könne, er solle daß sie ihr Essen noch in den Dienst mitbrächten. frühere städtische Obergärtner Grüneberg aus Rache den städtischen er sich beschwerte und um. Entschädigung ersuchte. Die Antwort die Mädchen, daß sie von ihren Herrschaften nicht human mehrere Revolverschüsse den 2c. Mächtig schwer, den Obergärtner enthalte. Hierauf ging Runom nicht ein, sondern zeigte Degener mädchen der Verführung seitens der Hausherren it. gelungen war, zu flüchten, stellte sich gegen Abend freiwillig zur falsche Vorspiegelung, daß Degener fich in der Annonce" Fischerei ausgesetzt seien. Der Lohn wurde nicht blos als farg, sondern Knabe durch einen Bierwagen; Nachmittags an der Großen versetzt, daß derselbe den Fang der Heringe selbst Hamburgerstraße ein Mädchen durch einen Geschäftswagen, und betreiben lasse, während er thatsächlich nur im Lustgarten ein Steinträger durch eine Equipage überfahren, fet. Der Angefchuldigte bestritt, daß es ihm glücklicherweise aber sämmtlich nur unerheblich verlegt. Gegen Frrthumserregung zu thun gewesen. Abend sprang ein anscheinend geisteskranker Mann der Fischereibesitzer, laffe aber nur in den heimischen Gewässern Element weniger erheblich. Grüneberg, dem es nach der That wegen Betruges an. Die Anklage erblickt schon darin eine Berhaftung. als Sch and lohn bezeichnet; unter einem Monatslohn von sollen Schritte unternommen werden, selbst wenn man zur Arbeitses ihm um eine einstellung greifen müsse, dieses Ziel zu erreichen. Daß während Er sei thatsächlich dieser Zeit fein Zuzug komme, dafür glaubt man ausreichende Er sei thatsächlich mittel in der Hand zu haben. Die Bewegung erstreckt sich vor Weidendammer Brücke in selbstmörderischer Absicht in's Wasser, fischen und nicht Heringe, welche an der norwegischen und hol: läufig nur auf den genannten Stadttheil und ist noch nicht allan wurde aber alsbald herausgezogen und nach der Charitee ge- ländischen Küste gefangen würden. Die Verpackung der Heringe gemein geworden." bracht. An demselben Tage fand Köpniderstr. 47 ein unzum Poftversandt lasse er durch seine Leute besorgen; wenn eine Neue Hiobsposten aus dem Kohlenrevier. Auf Beche und Holzabfällen goß ein hinzugerufener Schußmann aus, ohne Frankatur und Nachnahmegebühr abrechne, so bleibe ihm nur worden, daß vom 1. August ab eine Lohnverminderung von Naunynftr. 16 in der Nacht entstandenen Brand von Spähnen Stück in eine Dose verpackt werden. Wenn er die Emballage, Sodann ist sämmtlichen, im Schichtlohn Arbeitenden mitgetheilt daß die Feuerwehr gerufen zu werten brauchte. Gerichts- Beitung. ein geringer Nutzen. Der Staatsanwalt führte aus, daß die 21 Pf. pro Schicht eintritt. Annoncen des Angeklagten darauf berechnet seien, das Publikum zu täuschen, er halte den Betrug deshalb für erwiesen und be In Locle( Schweiz) streiken die Tischler und Zimmer antrage dafür eine Geldstrafe von 20 Mart. Der Gerichtshof Leute. Sie fordern 45 Centimes Minimallohu pro Stunde und hielt die betrügerische Absicht nicht für erwiesen und bestätigte den Zehnstundentag. deshalb das erste freisprechende Urtheil. Frankfurt a. M. Der Redakteur der Frank- Hanau endließ die Brauerei Nikolay ihren bisherigen Das freie" Koalitionsrecht in der Praxis. In Beleidigungsklage, welche drei jüdische in Hessen wohnende Vieh: furter, Voltsstimme", Genosse Wilh. Schmidt, stand Obermälzer, weil derselbe Vorsitzender des dortigen Brauervereins POR ift. Die Brauergehilfen verlangten seine Wiedereinstellung, das wurde verweigert und so stellten 23 derselben die Arbeit ein. Es wird um Fernhalten des Zuzugs ersucht. Bur Sonntagsruhe. Der Münchener Magistrat ersucht die Kreisregierung darum, daß den Bäckereien, Feinbäckereien, Milchhandlungen nur von 8-10 Uhr Vormittags( Gottesdienst) das Offenhalten der Läden verboten werde, die Bader und Friseure auch von 8-10 Uhr offenhalten dürfen und den Käsehändlern, Delikatessenhändlern und Schweinemeßgern nur von 8-10 Uhr und von 2-4 Uhr das Offenhalten nicht gestattet fei. Die Frankf. 3tg." frägt hierzu:„ Warum gerade 2- 4 Uhr verpönt ist, die Zeit, in der hier die Leute ihre NachmittagsAusflüge beginnen und beim Schweinemegger ortsüblich einkaufen wollen, ist nicht recht einzusehen. Dieses Berreißen der Stunden ist nichts Halbes und nichts Ganzes." Unserer Ansicht nach ist diese ganze Münchener Sonntagsruhe das Papier nicht werth, auf dem sie verordnet wird. Der Geschäftsbericht der land und forstwirthschaft- I lichen Berufsgenossenschaft für Reuß i. 2., welcher fürzlich erschien, enthält einige nicht uninteressante Daten. Die Zahl der 3043 bis zu 1 Hektar Land umfaßten, beitragspflichtigen Betriebe für 1892 betrug 9245, von denen über 1-5 Hektar 3027= 48,8 pt. 1452= 23,4 " " 5-10 10-20 " 27 120319,4 " " 20-50 50 437= 7,0 " " " 83= 1,4 " Summa 6202= 100 pCt. Glafer und alle in der Glasbranche beschäftigten Arbeiter und abends 8% Uhr, bet Nieft, Weberstr. 17. Arbeiterinnen. Große öffentliche Versammlung am Sonnabend, den 23. Juli, Fachverein der Uhrmacher etc. Versammlung am Sonnabend, den 28. Juli, Abends 9 Uhr, bet Wienecke, Alte Jakobstr. 83. Bortrag des Herrn Hoffmann über: Waare und Geld". Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: SüdSchule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Buchführung( doppelte); SüdOstschule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( unterer); Ost= Schule, Markusstraße 31: Unterricht in Geschichte( mittlere); Nord= Schule, Müllerstraße 179a unterricht in Deutsch( unterer); Physiologie. In allen Lehrfächern, mit Ausnahme von Mathematik und Buchführung, fönnen Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. in Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8% Uhr, bei Grube, Mariendorferstr. 10. Westen, bei F. Kizing, Bülowstr. 52. Da landwirthschaftliche Betriebe mit weniger als 5 hektaren Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Uebungserfahrungsmäßig nicht mehr Getreide produziren, als der Bauer ſtunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser'scher zu seinem eigenen Unterhalte selbst braucht, so ergiebt sich aus tirchstr. 14, bet Mitolan.- Vorwärts 1, S.D. Adalbertstr. 21, bei Roll. Männerchor, , Schönhauser Allee 28, bet Kuhlmey. Nord, Elisabethjener Statistik, daß zwei Drittel der reußischen Bauern 2c. von kummei' scher Gesangverein, Langestraße 65, bet Tempel. Buch= den Getreidezöllen keinen Vortheil, sondern eher noch Schaden binder- Männerchor Berlins, Alte Satobftraße 68, bet 2. Richter Gemüthlichkeit haben, weil sie Getreide nicht verkaufen können, sondern solches( puter), Seydelstraße 30. Matglöckchen, Hochstr. 32a, bet Wilte. Iris, Naunynstraße 86, bei Bubeil. in zum Theil noch hinzukaufen müssen, um sich genügend Brot zu Balme, Welten, bei Schröder. Blaue Schleife, Schamlose Ausbeutung. Ein Kölner Schneider, welcher schaffen. Die Unfallstatistik jener Berufsgenossenschaft ist auch Bantow, Mühlenſtr. 24, bet Stöhr. Vorwärts 6,( Gem. Chor), Niederschon einige Wochen arbeitslos war, versuchte wie die Elberfelder von Interesse, sie giebt die Zahl der Unfälle nach der Tageszeit an, bei Fröhlich. Morgenroth 4, Köpenick, Müggelheimerstr. 3 bei Held. Schönweide, bet Siebenbaum. Sänger Freiheit, Naunynstr. 43, " Freie Presse" mittheilt für ein Herren Kleider Magazin zu in welcher sich dieselben ereigneten. Das Resultat ist, daß ebenso wahrheit, An der Zwölf- Aposteltirche 76, bet Framte. Karthaus= arbeiten. Als Lohn erhielt er( für einen Anzug größter Nummer) wie bei der Unfallstatistik der Industrie die Zahl der Unfälle iher Gefangverein, Sichtenbergerstr. 21, bet Heiſe. Moabit", für eine Hose 1 M.; eine Weste 1 M.; einen Rock 2 M. Der zunimmt mit dem Grade der Ermüdung des Arbeiters; danach bei koch. Wilhelmshavenerstraße 28, bet Brosch. Collegia, Beughofstraße 8, Anzug sollte sauber gemacht sein, auch hatte der Arbeiter noch ist die sogenannte Unvorsichtigkeit des Arbeiters meist nur natürdie Fornituren zu liefern, welche mit 50 Pig. zu berechnen sind. liche Folge der Ueberanspannung seiner Kräfte. Die Statistik stellt Der Arbeiter berechnet sodann für Sizplatz und Benutzung der sich folgendermaßen. Es verunglückten: Nähmaschine 1 M., es entstehen ihm also Auslagen von 1,50 M., so daß ihm vom Arbeitslohn noch 2,50 m. verbleiben. Auf die Fertigstellung eines solchen Anzuges verwendet ein gewandter Schneider 35 Stunden Arbeitszeit, er verdient also pro Stunde noch nicht einmal 8 Pfennige! Unternehmer- ,, Patriotismu8". Das„ Chemnizer Tageblatt" brachte folgendes Inserat:„ Italiener. 8-10 Maurer mit Führer werden für sofort zu Affordarbeit gesucht. Offerten erbeten unter 3. F. 102 Invalidenbank" Dresden." Dabei irren Schaaren von arbeitslosen deutschen Maurern vergebens nach Arbeit umher. früh von 4-5 Uhr 2 Mittags von 12-1 Uhr 4 5-6 3 " " Nachmittags 1-2 8 . " 6-7 5 2-3 13 " " " " " 7-8 10 3-4 19 " " " " 8-9 11 " 09 4-5 14 " 9-10 10-11 11-12 17 5-6 13 " " " " 17 14 Abends 6-7 " SP 8-9 8 1 " " " " " Man muß hierbei in Betracht ziehen, bemerkt der Hannoversche Volkswille", dem wir diese Mittheilung entnehmen, daß bei der Landwirthschaft frühzeitig angefangen wird zu arbeiten. Die Zunahme der Unglücksfälle hält an bis 11 Uhr und läßt Eine Statistik der in der Hutbrauche beschäftigten Ar- auf die zunehmende Ermüdung der Arbeiter schließen. Von beiter und Arbeiterinnen Deutschlands wird im" Correspondent" 11-12 dürfte die Verminderung davon herrühren, daß die Arder Hutmacher veröffentlicht. Danach sind in der" Seidenhut- beiter in der Arbeit bereits etwas nachlassen und sich auf den branche beschäftigt: Gelernte Arbeiter 774, ungelernte 16, Mittag vorbereiten. Von 1-2 Uhr, wo dieselben etwas ausArbeiterinnen 236, Lehrlinge 141; Gesammtzahl 1167. Hiervon geruht find, beträgt die Zahl der Unfälle 8, während sie von find Mitglieder des Unterstützungsvereins deutscher Hutmacher 367, 3-4 Uhr auf 19 steigt. Die Vesperzeit hat wieder eine kleine nicht organisirt sind demnach 800. Verminderung zur Folge. Daß von 6 Uhr ab die Zahl der Unfälle abnimmt, liegt wohl hauptsächlich darin, weil während des größten Theils im Jahre in dieser Zeit nur ein geringer Theil der Arbeiter beschäftigt ist. 1 " Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Freitag: Vergnügungsverein Grüne Tanne bei Saifer, Martusstr. 8. Tambour- Berein Borussia bei Zeichniß, Königsbergerstr, 24( Uebungsstunde). Tambour- Verein Ruf bei Sperling, Inselstr. 1.- Tambourverein Wirbel bei Müller, Gartenstr. 52. Theaterverein Acacie in Hoffaue Zuſchriften sind zu senden an Mar GenB, Berlin, Belforterstraße 26, 1. mann's Festfälen, Oranienstr. 180. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesangverein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein Wedding, Abends 8% Uhr, bei König, Gerichtsstraße 35. Männerchor Waldesrauschen, Abend 9 Uhr, bei Weigt, Markgrafenftr. 87. PrivatTheaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Buttbuferstr. 35. Musikveretu Zusch, Freitag Abend 9 Uhr, Restaurant Nebelin, Langefiraße 108.- Buchbinder Männerchor, Abends 9 Uhr, Restaurant Richter, Alte Jakobstr. 68. Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Zurnhalle des Zurnverein Gesundbrunnen Leffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Bergnügungsverein Gsperance, Abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 11-12, im Restaurant. Vergnügungsverein Beilchen, Abend 9% Uhr, bei Brauns, Drantenstr. 183 p. Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8% Uhr, bet Ritter, Mauerstr. 86. Unterhaltungsflub Schiller, jeden Freitag Abend s úhr im Restaurant Holzbächer, Dreisestr. 8. Sprechfaal. Quittung über die bei der Generalkommiffion der Die Redaktion stellt die Benußung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit vom 1. bis abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen 15. Juli 1892 eingegangenen Gelder. Quartalsbeitrag Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Haarhutbranche: Gelernte Arbeiter 1000, nicht gelernte 281, Arbeiterinnen 1000, Lehrlinge 63, in Summa 2344; organisirt find 900, feiner Organisation gehören an 1444. Stroh- und Damenfilzhutbranche: Gelernte Arbeiter 200, nicht gelernte 400, Arbeiterinnen 1650 und Lehrlinge 7, zusammen 2257; dem Verein gehören an 200, nicht organifirt find 2057. ( 1. Quartal 1892) des Verbandes der Formftecher 15,-. QuarWollhutbranche: Gelernte Arbeiter 300, nicht gelernte talsbeitrag( 2. Quartal 1892) des allgemeinen deutschen Sattler1000, Arbeiterinnen 2000, zusammen 3400; dem Unterstützungsvereins 62,50. Quartalsbeitrag( 2. Quartal 1892) des Vereins verein gehören an 500, feinem Verein 2900. der Matrosen Hamburgs und Umgegend 27,75. Hamburg, VerFilzwaarenbranche: Gelernte Arbeiter 350, nicht faufsstellen Inhaber der Tabakarbeiter- Genossenschaft 29,50. gelernte 217, Arbeiterinnen 22, Lehrlinge 24, Gesammtzahl 618; Quartalsbeitrag( 2. Quartal 1892) des Vereins der Kellner und Vereinsmitglieder 150, Nichtmitglieder demnach 463. Berufsgenossen Hamburgs 22,50. Quartalsbeitrag( 2. Quartal 1892) In der Statistik find insgesammt aufgeführt 9681 Personen, des Verbandes der Brauer 66,50. Quartalsbeitrag( 2. Quartal 1892) hiervon find 4908 Arbeiterinnen und 4778 männliche Arbeiter des Verbandes der Gold- und Silberarbeiter 78,25. Hamburg, inkl. 235 Lehrlingen. Der Correspondent" der Hutmacher beam gemüthlichen Biertisch, Wrangelfir. 80 2,50. Quartalsbeitrag merkt dazu: Ueberraschend ist die hohe Bahl der weiblichen( 2. Quartal 1892) des Vereins der Heizer und Trimmer Ham Arbeiter in unserem Gewerbe. 3000 der Arbeiterinnen mögen burgs und Umgegend 35,80. Bur Deckung des Defizits der G.-K. mit dem Garniren( Nähen) der Hüte beschäftigt sein, so bleiben vom Verein der Heizer 2c. Hamburgs 13,50. Quartalsbeitrag aber immer noch 2000 mit Filzen, Bimsen u. s. w. u. f. w. be:( 2. Quartal 1892) des Verbandes der Schneider schäftigte Arbeiterinnen, die Schritt für Schritt die theurere Schneiderinnen 236, und männliche Arbeitskraft verdrängen. Die hohe Zahl der ArA. Dammann, Kassirer, beiterinnen ist ein erneuter Beweis für die Nothwendigkeit der Organisirung derselben, indem sie au Zahl bereits die Arbeiter Hamburg, Zollvereins- Niederlage, Wilhelmstr. 13, 1 Tr. übersteigen und so zu einem Machtfaktor geworden sind, mit dem gerechnet werden muß. Die Hälfte der männlichen Arbeiter bilden den Unterstügungsverein deutscher Hutmacher, die andere Hälfte inkl. der Lehrlinge gehört feiner Organisation an, demnach giebt es auch hier noch viel zu thun. Kann nun auch diese Statistit auf Genauigkeit in allen Branchen feinen Anspruch machen, so giebt sie uns doch genaue Auskunft darüber, was wir in nächster Zukunft in unserem eigensten Interesse zu thun haben: Zu agi tiren und organisiren. Die deutsche überseeische Auswanderung über deutsche Häfen, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam stellte sich nach den Ermittlungen des Kaiserlichen Statistischen Amtes im Juni 1892 und im gleichen Zeitraum des Vorjahres folgendermaßen: Es wurden befördert im Juni über Bremen Hamburg andere deutsche Häfen( Stettin) Antwerpen Rotterdam Amsterdam · 1892 1891 4.800 3717 2804 2521 58 178 deutsche Häfen zusammen 7 662 1678 233 174 6 416 1400 198 27 Ueberhaupt 9 747 8111 A Versammlungen. Wahlvereins für den 3. Berliner Wahlkreis erstattete am Einer Generalversammlung des sozialdemokratischen 20. Juli der Kassirer Schulz den Kaffenbericht für das zweite Quartal. Die Einnahmen betrugen einschließlich eines Bestandes vom 1. Quartal 275,24 M., die Ausgaben 116,95 M., verbleibt ein Bestand von 158,29 M. Dem Genossen Schulz wurde Decharge ertheilt, worauf die Versammlung die Genossen Drescher, Lippmann und ergt zu Revisoren ernannte Einen dann verhandelten Antrag auf Aenderung eines Paragraphen im Statut zog Inhalt desselben identifizirt zu werden. Erklärung. Nr. 166 des Vorwärts" vom 19. Juli 1892 veröffentlicht ist, versucht Im Bericht der Filiale Berlin 2 der Maurer 2c., der in der bekannte Herr Kerst an indirekt dem zur Ueberwachung der Lohnbewegung der Maurer Berlins und Umgegend eingesetzten Bureau und speziell meiner Person, eins auszuwischen, indem er, obgleich Herr Kerstan gegen einwandsfreie Zeugen sich als Un abhängiger" bekannte, den Unabhängigkeitsteufel an die Wand malt und mich der Heuchelei bezichtigt, weil ich als„ Unabhängiger" in einem Aufruf die Berliner Arbeiterschaft mit Genossen angeredet habe. Auch soll der Aufruf von Unwahrheiten gegen den Verband stroßen. Die in dem betreffenden Aufruf auf den Verband bezughabenden Stellen lauten wörtlich: Uebrigens fann ja jetzt der Erfolg nicht ausbleiben, indem ja die hiesigen Führer des Verbandes auch ihre Truppen mobilifirt haben, so daß die Vertreter des Geldsacks von zwei Seiten Feuer" bekommen. Ob das Verhalten der Verbandsführer in der Bewegung ein förderndes ist, das ist jedoch eine andere Frage, deren Beurtheilung wir allen Genossen überlaffen. Die Maurer Berlins und Umgegend werden wiffen, ob sie Bewegung kämpfenden Genossen gefaßten Beschlüssen zu kämpfen nach den von 65 Verbandskollegen oder von 2000 ehrlich für die haben." Db Herr Kerstan Recht hat, kann danach jeder Lefer selbst entscheiden. Ich würde auf die Anzapfungen der Herren Kersian und Genossen mit gehobenem Fuße hinweggegangen sein, wenn aus dem Bericht nicht die Absicht hervorleuchtete, auch diejenigen, die mich mit ihrem Bertrauen beehrten und ins Bureau zur Leitung der Lohnbewegung wählten, herabzuwürdigen. der Antragsteller Weber Obgleich ich den Standpunkt vertrete, daß es in der Lohne nach längerer Debatte zurück. Im Verschiedenen be= bewegung nur darauf ankommt, daßJeder den Bertretern des Geldsacks richtete Genosse F. Berndt für den Vorstand über muthig und energisch entgegentritt und das ihm geschenkte den Entschluß, den dieser betreffs des Mitgliedes E. Bär( Mit- Vertrauen nicht mißbraucht, so will ich jedoch hiermit ertiären, inhaber der Firma Bär Sohn) gefaßt hat. Der Vorstand war daß ich zwar stets, so viel ich fonnte, hilfsbedürftige Familien, bekanntlich in einer früheren Versammlung beauftragt worden, deren Väter aus Handlungen, die ihrer Ueberzeugung entsprangen, zu untersuchen, ob der bekannte Beschluß einer Volksversammlung im Gefängniß schmachten müssen, unterstützt habe, ohne danach im VI. Wahlkreis in Sachen Bär kontra Schneiderkommission den Ausschluß des Herrn E. Bär aus dem Wahlverein nöthig mache. u fragen, welchen Parteistandpunkt dieselben vertreten, und daß Der Vorstand hat in zwei Sigungen von den gegen die Gebr. Bär ich auch gar kein Hehl daraus mache, daß ich auf dem Standerhobenen Vorwürfen nur den auf seine Richtigkeit geprüft, welcher punkt stehe, in der politischen sowie in der Gewerkschaftsbewegung sei möglichst energisch vorzugehen und daß ich endlich zu seiner Meinung nach von allen der einzige ist, der, wenn begründet, meiner Information nicht nur den„ Vorwärts", sondern auch den den Ausschluß des Herrn E. Bär nach sich ziehen könnte: den" Sozialist" lese Thatsache aber ist, daß ich aus der Borwurf nämlich, daß es Arbeitern der Firma von ihren Infozialdemokratischen Partei nicht ausgetreten bin und dem habern untersagt worden sei, sich gewerkschaftlich oder politisch Berein der" Unabhängigen" bis iegt noch nicht angehöre. zu bethätigen. Der Vorstand ist nun nach Vernehmung der Ueber alle weiteren Angriffe des Herrn Kerſtan und GeBerlin, den 21. Juli 1892. welche Wilhelm Roll, Staligerstr. 88. In dem in Nr. 168 veröffentlichten Versammlungsbericht Anderem: Aus deutschen Häfen wurden im Juni d. J. neben den vor genannten 7662 deutschen Auswanderern noch 18 667 Angehörige fremder Staaten befördert. Davon gingen über Bremen 7727, Hamburg 10 744, Stettin 196. Mit höchster Unparteilichkeit beutelt der Kapitalismus nöthigen Beugen zu der Ansicht gefommen, daß dies nicht das Bolt aus sowohl in Monarchien wie in Republiken. So Fall ist und schlug eine dementsprechende Resolution on, die noffen werde ich in Zukunft mit Nichtachtung hinweggehen. bringt der Basler„ Arbeiterfreund" aus dem Berwaltungsbericht nach längerer Debatte etwas verändert einstimmig von der der Regierung von Basel- Stadt folgende interessante Ziffern über Versammlung akzeptirt wurde. Sie lautet: die Einkommensverhältnisse: " Der Vorstand empfiehlt der Generalversammlung nach reiflicher Der Gemeindesteuer der Stadt Basel, welche sich nach dem Prüfung derjenigen Thatsachen, Jahres- Einkommen jeder Art berechnet, waren im vierten Quartal glied Bär vorgebracht wurden, denselben nicht aus dem der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche steht unter die einzelnen Quartale des Jahres zeigen nnter sich nur Wahlverein auszuschließen." Genosse Stadthagen refeganz geringe Unterschiede unterworfen: 17 886 Bürger und rirte dann kurz über die Staßfurt- Magdeburger Meineidsprozesse um Auskunft darüber, ob es richtig sei, daß in einem Viertel" Hierauf bat Herr Mundt den jetzigen Raffirer Herrn Djust Niedergelassene, 1697 Aufenthalter, in Summa 19 583 Personen: und beantragt, den Vorstand zu beauftragen, dem im Magde- jahresbericht im Jahre 1891 der Kassirer Herr Koopmann Die Steuerpflichtigen sind in 16 Klaffen eingetheilt, die wir burger Untersuchungsgefängnisse sitzenden Genossen Fritsche, 1000 Briestouverts mit dem Betrage von 110,40 m. liquidirt hier in acht Hauptgruppen zusammenfaffen, unter Berück- welchem es mit seiner Frau ähnlich erging, wie seiner Zeit dem habe. Herr Djust bejahte dies, erklärte aber dabei, es sei ihm sichtigung des Prozentsatzes der Steuerpflichtigen, welcher auf jede Genossen Peus, ein Beileidsschreiben zu senden. Der Antrag mündlich die Mittheilung gemacht worden, daß in dieser Summe Gruppe fällt: wurde einstimmig angenommen. Beschlossen wurde außerdem Unterstüßungsgelder inbegriffen wären. Belege jedoch seien hierEinkommen Steuerpflichtige noch, daß der Vorstand auf den Einladungen zu den VersammFr. lungen die Zeit als den Beginn derselben anzugeben habe, zu der für nicht vorhanden. Herr Mundt erwiderte, wenn ihm hierfür fie polizeilich angemeldet werden. Darauf gingen die Anwesenden Berein bemogelt worden sei. Sollten sich die Belege noch finden, nicht Belege vorgelegt würden, müsse er annehmen, daß der mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie aus- fo nehme er diese Worte zurück, jezt liege aber dazu keine Veranlassung vor." Zahl pCt. 800- 1 200 9 854 50,2 2360 12 Gruppe Klassen I. 2 1 200- 1 500 2 1 500- 2200 IV. 4-6 2 200-6000 2535 3478 18 17,6 V. 7-9 6 000- 20 000 968 VI. 10-12 VII. 13-14 20 000 60 000 5,35 1,41 60 000-150 000 VIII. 15-16 150 000 und mehr 298 69 0,34 21 0,1 einander. In einer Brauchenversammlung der Feilenhaner und Ich fühle mich veranlaßt, da, wie es weiter heißt, der Veraller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und ein sich auf drei Monate vertagt hat, gleich Auskunft über obige Umgegend, hielt fürzlich Dr. Lütgenau einen beifällig auf Rechnung zu bringen; es tönnten sonst die Ausführungen des genommenen Vortrag über„ Autoritäten", an den sich eine rege Herrn Mundt, ich hätte den Verein auf diese Weise um obige Diskussion anschloß. Zum Bunft: des alten Ber- Summe bemogelt", unter den Genoffen Berlins etwas Berwir Total 19 593 100 einsmaterials an den Metallarbeiter- Berband", ſtellte Kollege vung anrichten. Die angeführte Rechnung ist mir als damaligem Also reichlich die Hälfte hat ein Einkommen von blos 800 Krüger den Antrag, die Utensilien nicht dem Metallarbeiter- Ver- Kassirer des Vereins vom Vorsitzenden Herrn Grashold übergeben bis 1200 Fr., steht somit auf der Grenze des Hungers. Ueber band einzuhändigen, sondern den Feilenhauern zu überlassen. worden und lautet wörtlich: 1000 Briefkouverts 2c. 2c. 5,40 M., und 75 pCt., d. h. volle Dreiviertel, beziehen nur ganz geringe oder Dieser Antrag wurde mit zwei Stimmen Mehrheit angenommen, für drei Wochen Unterſtüßung Herrn Grashold 60 wt., für drei geringe Einkommen( I., II. und III. 800 bis 2200 Fr.). Dieses ferner beschloß man, aller sechs Wochen eine Branchen- Versamm Wochen Unterstützung Herrn Voigt 45 M. In Summa obige Berhältniß ist noch schlimmer, wenn man in Betracht zieht, daß lung stattfinden zu laffen. Nachdem noch Werkstattsangelegenheiten Summe. Im Kaffabuch steht: für Rechnung Herrn Grashold von diesen rund 15 000 Ginkommen jedenfalls mehrere Tausende vorgebracht waren, schloß die Versammlung. I aus dem Einkommen von Mann, Frau und Kindern sich zu fammensetzen. English Reading& Conversational Club ShakeUnd wenige 90 Personen, kaum einer auf 200, beziehen die speare. Meeting every Friday at 9 p. m. at Behrens ganz großen Einkommen( VII. und VIII. 60 000 Fr. und mehr) Restaurant, 62 Königstrasse. alſo ein winziger Bruchtheil, der auf der Menschheit Höhen abend, ben da. Sult, aben ammer, Generalversammlung am Sonn, wandelt!" der Berliner Schirmmacher. Jüdenstr. 68. 1000 Rouverts 2c. 2c. 110,40 m. Die Anfrage des Herrn Mundt hätten nun allerdings der Vorsitzende und die Revisoren des Vereins gleich erledigen können, denn erstens ist denselben sowie den Mitgliedern des Vereins bekannt, daß ich bei den Quartalsabrechnungen stets spezialisirte Berichte den Mitgliedern unterbreitete, und ferner, daß die Mitgliederversammlung, welche im Anfang Juni 1891 im Böhmischen Brauhaufe tagte, einstimmig beschloß, die Kollegen Grashold und Voigt als gemaßregelt zu betrachten, und so lange von Lastern, Ignorant von Haus aus, Idiot von jeher, versoffener Von der Gesammteinnahme entfallen 27 066 538 M. auf den pro Woche mit 20 resp. 15 M. zu unterstützen, bis dieselben Bapf, Branntweintolb, Bierlägel, Sündenkloak! Jeht das ist das Personen- und 57 253 170 M. auf den Güterverkehr. Von den wieder in Stellung sind. Selbiges ist geschehen und den Mit- leytemal. Wir sehen einander nimmer. Bei dem geringsten Ausgaben entfallen 12 679 140 m. 42 Pf. auf Besoldungen und gliedern bekannt. Die Revisoren haben in der Juliversammlung Exceß es darf zwar kein Exceß, sondern nur ein kleiner Fehler Gehalte der etatsmäßigen Beamten, 16 905 479 M. 97 Pf. auf bestätigt, daß sie Bücher und Belege in bester Ordnung vor sein! ist er ohne Gnade tafsirt. Er hat zwar diesmal tafsirt andere persönliche Ausgaben( Arbeitstöhne, Reisekosten u. f. w.). gefunden haben, und wurde mir einstimmige Decharge vom Vor- werden sollen; das hochpreisliche Geheime Rathskollegium hat Die Sächs. Arb.- 3lg." bemerkt hierzu: Dieses Zusammenwerfen figenden ertheilt. Mithin bin ich aller Verbindlichkeiten entlastet. aber diesmal noch Gnade vor Recht versteht er mich? vor des Arbeitslohnes mit den übrigen Unkosten" ist sehr zu be Ich führe noch an, daß ich am Mittwoch Abend in der Versamm: Recht ergehen lassen und befohlen, man folle Ihn noch mal dauern, man fann sich niemals ein flares Bild darüber machen, lung anwesend war, bevor sie eröffnet wurde, und hätte Hr. Mundt rechtschaffen pußen, wie hiemit geschiehet. Jetzt diximus et sal- was an Arbeitslöhnen gezahlt worden ist. Gelegenheit nehmen können, mich sofort um Aufklärung zu ersuchen. vavimus. Gang Er fort! Den 26. September 1759." SIDO Depeschen. Im Uebrigen weise ich auf die Abrechnungen hin, welche dem Borstande in jeder Quartalsversammlung als Abzug zu dem Der Kampf um die Taufnamen vor einigen vierzig Aftenmaterial von mir überwiesen wurden, sowie auf die Proto- Jahren. Der Kampf, welchen der Landrath des Hagener Kreises folle der stattgehabten Versammlungen. Ich halte es entschieden gegen die Vornamen Jean" und Louis" führt, ruft die Erfür besser, wenn man, bevor man von Bemogeln" spricht, fic innerung an eine furiofe Taufgeschichte wach, welche in den bei den betreffenden Personen sucht Auskunft zu verschaffen, Jahren 1849-53 in der Provinz Sachsen gespielt hat. Es lebte ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) dann wird auch solcher Knatsch in einer Versammlung nicht vor damals in Magdeburg ein sehr liberaler Handwerksmeister, dem Petersburg, 21. Juli. Heute früh 6 Uhr ist der von kommen können. Weiter führe ich an, daß ich das Geld nicht seine Frau im Frühjahr 1849 einen Knaben gebar, welchem er Mostau nach Nischny Novgorod fahrende Kurierzug zwischen ausgezahlt habe, fondern diese Rechnung in der Einnahme als in der Taufe wohl aus Unkenntniß der Wandlung, welche sich den Stationen Molodniki und Gorochowek verunglückt. Die von der städtischen Spartaffe gehoben buchte und so wieder in seit dem Frühjahr des Vorjahres vollzogen hatte die Namen Lokomotive und 5 Waggons sind zertrümmert, 8 Waggons der Ausgabe vermerkte. Zur Zeit wurde das Kapital des Ver- Waldeck Jakoby beilegen wollte. Der Prediger weigerte sich, das find entgleiſt. Getödtet wurde Niemand, der Maschinist, eins gekündigt, von der Sparkasse gehoben und blieb in den Kind auf diese unchristlichen Namen zu taufen und so unter ein Schmierer und ein Bremser wurden schwer, mehrere BerHänden des Herrn Grashold. Ferner bestand das Vermögen des blieb die Taufe. Es kam aber eine Mahnung von der Polizei, sonen sind leicht verwundet. Der Generalinspektor der EisenVereins nicht aus 577 M., sondern aus 854 M. An der Ver- es folgten Beschwerden an die vorgesetzten Behörden desbahnen, Wendrich, hat sich sofort an Ort und Stelle begeben, um sammlung selbst fonnte ich nicht theilnehmen, da ich des Mitt- Predigers und Returse aller Art, so daß, als im Herbst die Ursache des Unfalles festzustellen. wochs anderweitig dringend beschäftigt bin. Alles andere in 1850 der Vater starb und die Mutter nach einer kleinen Homestead, 21. Juli. Der Gouverneur von Bennsylvanien nächster Versammlung. Stadt in der Nähe von Magdeburg zog, der Knabe noch hat das Gesuch einer Abordnung von Bürgern Homesteads, daß Gustav Koopmann, Wollinerstr. 69. immer ungetauft war. Mit dem Tode des Mannes war aber die Truppen aus der Stadt zurückgezogen werden möchten, dahin nichts gebessert; die Mutter hielt starr an dem Willen ihres ver- beantwortet, daß die Soldaten bis auf Weiteres in der Stadt storbenen Mannes fest und wollte keinen anderen Namen vor- zurückbehalten werden müßten und daß er selbst nöthigenfalls den schlagen und der Vormund stand auf ihrer Seite. Da entschlossen ganzen Sommer hindurch hier verbleiben werde, um die Ordnung fich die Behörden zu einem Mittel, welches damals gefeilich er- aufrechtzuerhalten. laubt war; sie ernannten dem Kinde einen Taufvormund, welcher die Taufe desselben besorgen sollte. Man hatte als Taufvormund Ueber eine Soldatenmishandlung berichtet das Göt einen in dem Städtchen wohnenden alten Juristen gewählt, fand tinger Tageblatt" in Nr. 169 vom 21. Juli: Gine aber bald, daß man aus dem Regen in die Trause gekommen Soldatenmißhandlung soll, wie man uns mittheilt, am vergangenen war. Derselbe schlug nämlich, um, wie er sagte, den Willen Freitag auf dem hiesigen verzierplay vorgekommen sein. des todten Vaters zu ehren, dieselben Namen vor, und als ihn Ein Zivilist will gesehen haben, wie ein Feldwebel und ein das Konsistorium darauf aufforderte, christliche Taufnamen vor Lieutenant einen Soldaten von der 2. Kompagnie törperlich zuschlagen, antwortete er in aller Ergebenheit, daß er leider züchtigten. Der Zuschauer hat angeblich am nächsten Tage nicht alle christlichen Taufnamen tenne und deshalb auch dem Major von dem Vorkommniß Anzeige erstattet, worauf gegen teine Auswahl treffen fönne. Er bäte deshalb ein hohes den Lieutenant und den Feldwebel eine Untersuchung eingeleitet worden sein soll." Die vorsichtige Fassung der Notiz ist für die unfreien deutschen Presverhältnisse charakteristisch. Für unwahr scheinlich hat das Blatt die Nachricht nicht gehalten, sonst würde es diefelbe überhaupt nicht erwähnt haben. Vermischtkes. " " ( Depeschen des Bureau Herold.) fabrit stattgehabten Gasexplosion wurde ein Arbeiter getödtet und Ludwigshafen, 21. Juli. Bei einer in der hiesigen Anilin. einer schwer verlegt. W aus den rumänischen Donauhäfen und den Häfen des Schwarzen Wien, 21. Juli. Die Seebehörde verfügte für Provenienzen Meeres strenge ärztliche Visitation. Frameries ein Bergarbeiter Kongreß. Auf demselben foll Brüffel, 21. Juli. Am 14. und 15. August tagt in barüber berathen werden, wie die Konstituante am besten Ronsistorium, ihm ein Verzeichniß sämmtlicher chriftlichen Tauf zur schleunigen Votirung des allgemeinen Wahlrechts zu namen einzusenden, damit er seine Wahl danach treffen könne. Auf schleunigen Votirung des allgemeinen Wahlrechts zu zwingen ist. die Weigerung des Konsistoriums, diese Forderung zu erfüllen, wendete er sich mit der gleichen Bitte an das Oberkonsistorium und als auch dieses ihn abschlägig beschied, an das Ministerium. Die Nonnenraupe tritt in den mecklenburgischen Dieses erkannte sein Verlangen als berechtigt an und wies das Briefkasten der Redaktion. Waldungen in großer Menge auf. Der bereits angerichtete Konsistorium der Provinz Sachsen an, dem Betenten ein VerSchaden ist beträchtlich, namentlich in der Crivißer Gegend. zeichniß sämmtlicher männlichen christlichen Vornamen zur Bernau. Die Angelegenheit hat für einen größeren LeserSchiffsbrand. Der große Dampfer Gitta di Roma aus Renntnißnahme vorzulegen. Infolge dessen ging denn auch im freis fein Interesse. Genua ist nahe der brasilianischen Küste niedergebrannt. Die Herbst 1852 der Taufvormund ein dickes Attenstück mit dem Metkow. Wir sind bereit, Ihrer Angelegenheit näher zu Reisenden und die Besatzung sind dem Vernehmen nach gerettet. geforderten Namensverzeichniß zu, und nachdem er es durchgesehen, treten, doch bitten wir vorher um Ihren Besuch. Heuschreckenschwärme richten in den Bezirken Charkow meldete er dem Pfarrer, er habe, um seine volle Unparteilich C. H., Hamburg. und Sumla ungeheuren Schaden an. feit zu zeigen, einen Namen, der mit dem ersten und einen Namen, Wetter", über den Sie eingehendere Aufklärung wünschen, spricht Der Satz im Roman Schlagende Ans Teheran eingetroffene Nachrichten bestätigen die Mel- der mit dem letzten Buchstaben des Alphabets anfange, aus die Ansicht des Verfassers aus, daß vormals paradiesische Ge dung von dem Auftreten der asiatischen Best in den gewählt, und so schlage er denn vor, feinen Pflegebefohlenen genden, welche von tropischer Vegetation bedeckt waren, durch russisch persischen Grenzgebieten. Abraham Zebedäus zu taufen. So geschah es, und wenn der im den Klimawechsel der Jahrtausende all' ihrer Begetation beraubt Folgende kernige Verwarnung eines Pfäffleins erließ Jahre 1852 getaufte Knabe noch lebt, so wird er heute noch und zu nacktem Felsterrain umgeschaffen wurden, während die einst das württembergische Konsistorium: Menschen als Bergleute in dem zur Kohle versteinerten Rüc Das herzoglich württembergische Konsistorium zu Stuttgart, Die Gesammteinnahme der fächsischen Staats- Eisenstande ehemaliger Waldungen eine ähnliche zerstörende Thätigkeit Ronfiftorialrath Fromman, den Pfarrer Leonbronns, bahnen betrug im Jahre 1891 88 993 357 M.= 34 298 m. pro üben, wie die ift, welche in menschlichen Leichnamen durch die DA. Brackenheim, im Zabergäu! Kilometer; die Ausgaben betrugen 57 043 793 M. 21 985 M. auflösenden Einflüsse der Frühlingswitterung vollzogen wird. Pfarrer in Leonbronn! Nun kommt Er auch einmal wieder pro Kilometer Bahnlänge. Es giebt dies einen Ueberschuß von$. S., Schwartzkopffstr. 13. Nach mehrfachen, an vers vor das herzogliche Stonsistorium; heilloser Tropf, liederlicher Ge- 31 949 564 m. 12 313 M. pro Kilometer. Das mittlere An- schiedenen Stellen eingezogenen Informationen befinden Sie sich sell, Laster, habuirtes Easter, concatenirtes Laster, fechsund- lagekapital beträgt 677 423 227 M., es ergiebt sich sonach eine im Wesentlichen im Irrthum. Deshalb nicht aufnahmefähig. zwanzigjährig an einander hängendes Lafter, erschreckliche Catena Berzinsung von reichlich 4,71 pet. gegen 4,97 pet. im Jahre 1890. Sch., Bielefeld. Eingetroffen. Wird geprüft. an auf diese beiden Namen hören. Buss' Salon u. Garten, Gr. Frankfurterstr. 85.| Sonnabend, den 23. Juli 1892: Gr. Sommernachts- Ball, arrangirt von der Krankengeld- Zuschuss- u. BegräbnissKasse der Berliner Knopfarbeiter. I Um 12 Uhr: Fadel- Polonaise. Um 1 Uhr: Kaffee- Pause. Freunde und Gönner des Vereins sind freundlichst eingeladen. Anfang 8 Uhr.[ 11356] Herren Billet 50 Pf., Damen- Billet 30 Pf. Fachv. der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Vereins- Versammlung am Sonntag, 24. Juli, Vorm. 10 Uhr, Oranienftr. 180. Tagesordnung: 1. Bereinsangelegenheiten. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. Gäste find willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 173/16 Achtung! Stolpe. Achtung! Gr. Volksversammlung Sonnabend, den 23. Juli, Abends 8 Uhr, im Restaurant ,, Zum Fichtenhain". Tagesordnung: 1. Wer den Arbeitern seinen Lohn nicht giebt, ist ein Bluthund! Referent Reichstags Abgeordneter Arthur Stadthagen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Entree 10 Pfg. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Achtung! Genossen! 484/9 Am Sonntag, den 24. Juli, veranstaltet der Arbeiter- Bildungsverein von Schöneberg eine 498/4 Glaser und alle in der Glasbranche beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. Sonnabend, 22. Juli, Abends 81%, Uhr: Grosse öffentliche Versammlung bei Nieft, Weberstraße Nr. 17. Vortrag des Genossen Wach. Nach der Versammlung: Die Fest- Zeitung Allen Freunden die Anzeige, daß burtstag am 22. Juli iſt. Bitte die unseres Freundes W. Hein Ge zur Feier des 10jährigen Bestehens des Freunde ergebenst zu erscheinen, auch Vereins zur Wahrung der Interessen W. Hein, Abends 8 Uhr bei J. Trill, der Maurer Berlins und Umgegend Ziouskirchplatz 5. ( 8 Seiten start) ist für 10 Pf. durch alle Spediteure sowie durch die Expedition " " Danksagung. 1184b des Vorwärts" und des Bauhand- Für die vielen Beweise herzlicher werker" zu beziehen. In einem 2, Seiten Theilnahme und Unterstüßung bei dem langen Prolog werden die Kämpfe, Begräbniß unseres lieben Sohues Max welche die Maurer seit 1883 mit der fagen wir hiermit unseren Ges. Beisammensein m. Lanz. Polizei und dem Ausbeuterthum führten, Dank. Die Vertrauensmänner. geschildert; auch bieten die übrigen J. A.: R. Stampehl, Butbuferstraße 15. Gedichte, Fest- und Streiflieder, čin Tischler- Verein. Blick in's antisemitische Führerherz", " herzlichsten 1133b Gustav Regel nebst Frau und Kindern. 75 Pig., Wachteln( KreuzDer Kampf der alten und neuen Welt" Zeisige( chnübel).1 M., Staare 1,25. 11. f. w. allgemeines Interesse, so daß Alle Art. bill. M. Redtmann Sonnabend, den 23. Juli 1892, ich mir erlaube, diese Abends 9 Uhr: Fest- Zeitung Generalversammlung nicht nur allen Maurern, sondern allen Melchiorraße Nr. 15. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht vom 2. Vierteljahr. 2. Bericht über die Bibliothek. 3. Wahl eines Bibliothekars. Abrechnung von der Landpartie. 4. Erledigung eines Unterstüßungsgefuches. Nur Mitglieder haben Zutritt. 496/1 Der Vorstand. Allg. Kraufen- u. Sterbelasse der Metallarbeiter. E. H. 29 und ,, Vulkan" E. H. 89. Filiale Berlin 1. Versammlung Sonnabend, den 23. Juli, Abends 8 Uhr, Lichterfelderstr. 8 bei Winter. Tagesordnung: Kassenbericht und Verschiedenes. Der Bevollmächtigte. 1129b Agitationstour nach Trebbin. Bitte lesen Sie! Genossen, welche gewillt sind mitzumachen, tönnen sich am Sonnabend, Abends 8/2 Uhr, bei Siegeler, Golzhstr. 43, einfinden, eventuell sich am Sonntag früh, 5½½ Uhr, auf dem Anhalter Bahnhof einstellen. Abfahrt 5 Uhr 45 Minuten. Jedem, der billig und gut kaufen will empfehle mein sehr reichhaltiges Lager von circa 1000 Sommer- Paletots, 2000 Anzüge, sowie einzelne Röcke, Jaquetts, Hofen, Westen etc. am Oranien- Ferner Uhren, Ketten, Ringe, Die Kommission. Zahnarzt Robert Wolf, Chausseestr. 123, burger Thor. Künstliche Zähne von 2 M. an, Plomben von 1,50 M. an, Schmerzloses Zahnziehen I M. Kassenmitglieder zahlen Kassenpreise. Sprechstunde von 8-7 Uhr. D 2675L Reinickendorfer- Str. 69. Betten, Wäsche, Stiefel, Süte, Reise- u. Holzkoffer, Waschkessel zc. Sämmtliche Sachen in alt und neu, auch werden verfallene Pfänder verkauft. A. Wergien, Schneidermeister, gut und billig ausgeführt. mehreren angemessener Rabatt. 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