Nr. 223. Abonnements- Bedingungen: 0 Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Pfg., jebes weitere Wort 5 Pfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Vom Parteitage. den Donnerstag, den 22. September 1904. Politische Ueberlicht. Berlin, den 21. September. Gegen den Russenkurs und die Ballin- Wirtschaft. Dem Parteitage in Bremen liegt eine durch den Königsberger Prozeß veranlaßte Resolution der Königsberger Genossen vor dieses Wortlauts: In Erwägung: daß das abscheuliche Willfürregiment in Rußland auf das entschiedenste im Interesse der Kultur bekämpft werden muß, daß die russischen Genossen, welche diesen Kampf unter den schwersten Opfern führen, der Unterstüßung auch der deutschen Socialdemofraten versichert sein dürfen; in Erwägung: Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. das marinistische Wettrüsten für notwendig halten, sie doch die Vermehrung der Panzerschiffe, der sogenannten Schlachtschiffe, im marinistischen Interesse abzulehnen haben. Eine Ministerialfonferenz hat sich mit der Ausführung des Antſiedelungsgefeges beschäftigt. Dabei soll auch nach einer vorausgegangenen Darstellung der" Nationalliberalen Korrespondenz" die Konkurrenz der privaten Güterschlächter gegen die amtliche Güterschlächterei eine Rolle gespielt haben. Einen harmlofen Sport haben die Alldeutschen erfunden. Sie wollen die Liebesgaben, die den Soldaten nach Südwest- Afrika ge= schickt werden sollen, mit Verschen versehen, durch die den Soldaten die Liebesgaben schmackhafter gemacht und zugleich verschiedene patriotische Zwede erreicht werden sollen, als: Kolonialbegeisterung, Hererovernichtung, Socialistenvernichtung, Bilse- und Beyerleindaß die preußischen Juftizbehörden denjenigen deutschen Partei- bernichtung und was sonst ein alldeutsches Herz noch erfreuen mag. genossen, welche den russischen Genossen durch Mitwirkung bei der Die Liebesgabenspender werden zu heftigster dichterischer Anstrengung Verbreitung von Agitationsschriften offen vor den Augen der in patriotischer Pfefferkuchenpoesie aufgefordert. Dem Sammeldeutschen Behörden behilflich gewesen sind, durch Erhebung einer aufruf werden einige anregende Muster beigegeben. 3. B.: Anklage von Geheimbündelei diese Mitwirkung zu unterbinden " Troß Bilse, Baudissin, Beyerlein, versucht haben, beschließt der Parteitag: 1. es ist eine selbstverständliche Pflicht internationaler Solidarität, den russischen Parteigenossen bei der Verbreitung von Druckschriften, sofern sie nicht gegen die deutschen Geseze verstoßen, gefällig zu fein; 2. diesen Beschluß der Staatsregierung noch ausdrücklich bekannt zu machen. Zu dieser Resolution haben Bebel und Bernstein am Mittwoch auf dem Barteitage folgenden, gegen die Ballin- Wirtschaft gerichteten Zusatz beantragt: haut Deutschlands Feinde kurz und Klein!" ,, Wenn Keile kriegt der Herero, schmerzt es Herrn Bebel- fragt nicht wol" * ,, So wahr die Heimat Dich nimmer vergißt, Gedenke, daß Du ein Deutscher bist!" Wir vermissen in diesen billigen Späßen einige Hinweise auf kapitalistischen Ausraubung armer Neger. den Zusammenhang zwischen dem christlichen Weihnachtsfeste und der Herr Münch- Ferber, der durch den Beleidigungsprozeß mit seinen Des weiteren ersucht der Parteitag die socialdemokratische Reichs- läßt die Meldung, er werde sein Mandat niederlegen, als Erfindung Verwandten heillos bloßgestellte Reichstags- Abgeordnete für Hof, tags- Fraktion, einen Gesezentwurf einzubringen zur Schaffung eines der modernen Kultur entsprechenden Rechts der Fremden im bezeichnen. Er wird sein Mandat in alten Ehren weiterführen. Deutschen Reiche und insbesondere zur Sicherung von Ausländern Germanisierung. Inowrazlaw, die alte polnische Stadt, wird in gegen die feit längerer Zeit befolgte und neuerdings verschärfte, Zukunft& ohensalza heißen. So beschlossen die Stadtverordneten verwerfliche Pragis der Auswandererpolizei, fie durch Nötigung auf Antrag des Magistrats gegen die Stimmen der polnischen Mitzum Lösen von Fahrkarten nach bestimmten Ländern bestimmten glieder. Reedern in die Hände zu spielen und sie im Falle der Weigerung ihrem Heimatslande auszuliefern. Der Bankrott des Panzerschiffes. Der Panzer schützt die Schiffe gegen große Geschosse nicht. Die Wirkung der großen Geschütze der Panzerschiffe und gepanzerten Kreuzer auf die Erdbatterien ist gleich Null, dagegen zwingen die großen Geschütze der Forts die gepanzerten Fahrzeuge zum sofortigen Rückzuge. Ein scheusäliger Stellvertreter Gottes" ist der Unteroffizier Warschau von der 7. Compagnie des badischen Fuß- ArtillerieRegiments Nr. 14, ein junger Mensch von 24 Jahren. Der achtstündige Normalarbeitstag des Parteitages wurde heute vollständig der Schippel- Frage gewidmet. Die ganze Debatte verlief durchaus ruhig und fachlich. Es wurde kaum ein schärferes Wort gesagt. An feiner Stelle entstand eine erregtere Scene. Klar kam das Grundmotiv zum Ausdruck, aus dem die Parteigenossen die Erledigung dieser Frage forderten. Nicht um die Stellung Schippels zur Handelspolitik handelte es sich in erster Linie, sondern um die Frage der politischen Moral, die Festigkeit und Eindeutigkeit der Handlungen erheischt. Der Eindruck war allgemein, daß es Schippel, dem sein Abgeordnetenmandat besondere Verant wortung auferlegt, an dieser Zuverlässigkeit in bedenklicher und gefährlicher Weise habe fehlen lassen. Obwohl Schippel in seiner ersten Verteidigungsrede sich als Gegner der Agrarzölle ausdrücklich bekannt hatte, blieb auch diese Erklärung immer noch so zweifelhaft, daß verschiedene Redner, und zwar ganz begründet, an ihn die direkte Frage richteten, wie er sich zu den Agrarzöllen stelle. Schippel bekämpft die Mehrzahl der auch von der Socialdemokratie ver wandten Argumente gegen die Agrarzölle, trotzdem kommt er zu dem gleichen Schluß, wie die Gesamtpartei: der ab= soluten Verwerfung. Das Proletariat, das ist die Brüde zwischen Widersprüchen, das foll wenigstens die Brücke darstellen, kann nicht für Agrarzölle sein, weil es erstens durch sie als durch eine brutale Kopfstetter belastet ist, und weil sie zweitens dazu dienen, die schlimmsten Feinde des Proletariats zu unterhalten. Würde Schippel diese Auffassung überall hervortreten lassen, so würde man zwar auch dann seine Ueberschätzung und relative Verteidigung der schutzzöllnerischen Beweisgründe nicht teilen, aber da zwar nicht die Motive, so doch das Ergebnis mit der allgemeinen Auffassung der Socialdemokratie über= einstimmen würden, so wäre fein Grund zur Mißstimmung gegeben. Aber Schippels psychologisches Rätsel ist es, daß er die Lebenskraft der bürgerlich- agrarischen Zöllnerei, das Zollbündnis zwischen Industrie und Landwirtschaft liebevoll, verständnisinnig und ausführlich darstellt, dagegen das socialdemokratische Schlußargument so eilig, flüchtig oder gar ironisch ansieht, daß der Verdacht aufkommen muß, das Endbekenntnis sei nicht ernst gemeint, es sei nur eine spöttische Berbeugung. Es läßt sich allerdings ein logischer Zusammenhang zwischen der Kritik der Freihandelsargumente und der trotzdem von ihm Nicht bloß, daß er sich zahllose Schimpfereien, Brügeleien und In der direkt als offizielles Organ des Marine Schindereien der Refruten durch raffinierte Strafübungen zu Schulden bekannten Verwerfung der Agrarzölle konstruieren, aber weil eben ministeriums geltenden französischen Fachzeitung„ Marine- kommen ließ, zwang er die Leute auch zu allerhand efelerregenden die Umbiegung so schroff und unvermittelt erfolgt, muß der Eindruck Française" veröffentlicht ein Militärschriftsteller, Alfred Duquet, seit Handlungen. Dem Kanonier Grimm war es beim Gewehrreinigen eines Sprunges entstehen, daß Schippel, der intellektuell im agrarischen einiger Beit Abhandlungen über die aus dem russisch- japanischen passiert, das Fläschchen mit Gewehröl umzuschütten. Warschau stellte Lager stehe, sich im letzten Augenblick noch zur Socialdemokratie Seekrieg zu ziehenden Lehren. In einem dieser Artikel, der unter das Verlangen an ihn, das schmutzige Del, das nach Petroleum bekennt. Daher auch das wiederholt in der Debatte zum Ausdruck dem Titel:„ Der Bankrott des Panzerschiffes" erschien, kommt roch und schmeckte, aufzuleden. Als Grimm diesem Befehle nicht gekommene Gefühl, daß Schippel innerlich nicht mehr zu uns gehöre Duquet zu folgenden Ergebnissen: nachtam, trattierte er ihn mit Schlägen, bis der Rekrut in seiner Beund nur sich noch nicht entschließen könnte, das zu bekennen. drängnis das Del aufleckte und hinunterschluckte. Nach dem Genuß wurde er frank. Derselbe Mann mußte eines Tages den Rest seines Schippels Selbstverteidigung galt im wesentlichen der Schilderung schmutzigen Waschwassers austrinken. Ein andrer mußte den Spuckder thatsächlichen Vorgänge, die den diesmaligen Fall Schippel napf auslecken. Einen Mann forderte Warschau auf, dem Kohleneimer accumulierten. Er berief sich darauf, daß sein Vortrag im dritten einen Heringskopf zu entnehmen und ihn zu essen. Der arme Teufel Wahlkreis Berlins fein Pronunciamento gegen die Bollpolitik der Partei mochte nicht; da nahm Warschau den Heringskopf, drückte ihm dem sein sollte, daß er wider Willen und Absicht in den Streit gedrängt Mann in den Mund und zwang ihn, den Heringstopf zu tauen und worden sei. Einig war sich der Parteitag darin, daß nicht behinunterzuschlucken! Die Behandlung der Rekruten seitens ihres absichtigt werde, Schippel zum Austritt aus der Partei zu verpflege. Mit einer alten Bahnbürste, die zum Gewehrreinigen benut Sorporalschaftsführers Warschau erstreckte sich ferner auf die Bahnanlassen. Aber auch eine Mandatsniederlegung wurde von der wurde, fuhr Warschan einem Manne in den Mund und säuberte die großen Mehrheit nicht für erforderlich gehalten; nur eine nicht Brotschublade". genügend unterstützte Resolution Katzenstein, die übrigens durchaus wohlwollend begründet wurde, wollte es für die allein befriedigende Lösung erklären, daß Schippel seinen vorgeschobenen Posten in der In der That find diese Urteile, in so scharfem Widerspruch sie Partei verlasse. Ebensowenig Anklang fand die andre extreme Re- auch zu den bisherigen marinistischen Auffassungen stehen mögen, solution, in der sich Bernstein befriedigt über die Erklärungen teineswegs so absurd, wie sie auf den ersten Augenblick Schippels äußerte und den Uebergang zur Tagesordnung erscheinen mögen. Haben doch in der That die Panzer beantragte. SD blieben zwei Resolutionen übrig: die von schiffe in dem russisch japanischen Kriege nur eine ges Päplow, die sich mit der einfachen Mißbilligung be- ringe Rolle gespielt. Die sechs Panzerschiffe in Port Arthur gnügte, und die Bebels, die in stärkerer Form die Miß- haben nicht den geringsten Erfolg den Japanern gegenüber zu erbilligung aussprach. Zu Bebels Resolution beantragten Frey zielen vermocht. Aber auch umgekehrt haben die japanischen Banzerthaler und Genossen ein Amendement, das Schippel eine Art fchiffe der russischen Flotte mur relativ geringe Verluste beigebracht. Itimatum stellte und so Bebels Resolution ber- Es hat sich herausgestellt, erstens, daß die moderne Banzerung, mag schärfte, andrerseits aber auch Gelegenheit gab, daß der Parteis fie noch so start sein, die Beschädigungen der Schiffe durch Granaten tag seine Auffassung über den Grad und die Konsequenzen der Miß nicht verhindert. Andrerseits hat sich aber auch gezeigt, daß selbst billigung genauer specialisieren konnte. Nachdem die Resolution die schwersten Verlegungen durch die Riesentanonen der Panzerschiffe Bäplow mit großer Mehrheit abgelehnt, wurde die Resolution Bebel nicht in der Lage waren, auch nur ein leichteres Schiff zum Sinken in namentlicher Abstimmung mit 234 gegen 44 Stimmen bei einer zu bringen. Die Einrichtung, die Schiffskörper durch Schotten in und nördlich. Fiedler zum Eingreifen von Waterberg bereit. Enthaltung angenommen; die Minderheit setzte sich aus drei eine Reihe völlig von einander getrennter wasserdichter Abteilungen Gruppen zusammen: denen, welchen die Resolution nicht weit zu zerlegen, verhinderte, daß selbst unter der Wasserlinie bei genug ging, folchen, die formale Bedenken gegen gebrachte Leds das Sinken des Schiffes zur Folge hatten. Nur die Einzelheiten der Fassung hatten, endlich aus den Gegnern folossalen Verletzungen durch Torpedos brachten die Schiffe zum Sinten. einer schärferen Form der Mißbilligung über- Beigt sich aber, daß einerseits der Banzerschutz der Linienschiffe haupt. Das Amendement Freythaler wurde schließlich mit 150 gegen unzulänglich ist, daß andrerseits aber auch die schwersten Geschüße 126 Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen. Mit der Minder- der Linienschiffe zur Vernichtung von Schiffen nicht ausreichen, heit stimmte ein großer Teil der Fraktion; mit der Mehrheit Bebel, der so ist damit der Wert der Panzerkolosse vollständig in Frage dadurch deklarierte, daß auch seine Resolution den Sinn des gestellt. Amendements einschloß. Ausdrücklich wurde noch vom Referenten Wie wir schon oben fagten, find alle wesentlichen Erfolge des Die Einigung der franzöfifchen Partei im Schlußwort betont, daß auch das Amendement nicht bedeuten Seekrieges teils durch die Torpedoboote, teils durch die Kreuzer er war Gegenstand der Verhandlungen innerhalb der socialistischen jolle, daß Schippel zur Niederlegung seines Mandats zielt worden. Die drei Wladiwostok- Streuzer haben den Japanern Föderation der Seine( Jaurèsisten). Zu einem Abschluß wurde die genötigt werde. So hat nun der Parteitag den Fall Schippel mehr Schaden zugefügt als alle russischen Panzerschiffe, und um Diskussion nicht gebracht, sondern die Abstimmung wurde vertagt; glücklich überwunden, es ist einmütig festgestellt denn niemand gekehrt waren es auch die japanischen Kreuzer, welche die gefähr die Ausführung einiger Redner war jedoch bemerkenswert genug, hat das Berhalten Schippels gebilligt- daß es die Lebensfrage lichen schnellfahrenden Kreuzer der Russen schließlich unschädlich um hier wiedergegeben zu werden. Gaubrilli, der zuerst das der Socialdemokratie ist, daß die Männer ihres Vertrauens nicht machten. Mit einem Wort: der Wert der großen Linienschiffe, dieser Wort nahm, spricht sich für die Einigung aus; man müsse Disbon schwankender Zerrissenheit der leber folossal teuren Riesenbauten, auf die die Seemächte so stola waren, ciplin zeigen und Mittel und Wege suchen, rn die Einigung zeugung und von zweideutiger Unsicherheit in hat sich als ein ganz minimaler herausgestellt. Wahrscheinlich herbeizuführen. Die Hindernisse sieht er in der Zattit, der Aktion sein dürfen. Aber er hat auch zugleich werden auch die Ansichten über den Schutz, den ein Panzer über welche die Majorität der parlamentarischen Gruppe die Hoffnung nicht aufgegeben, daß Schippel nicht der Partei ver- haupt gewährt, einer gründlichen Revision unterzogen werden befolgt und in der ständigen Mitarbeit an der Loren zu gehen braucht. Auch das war die allgemeine müssent. Politit des bürgerlichen Ministeriums. Aber Empfindung, daß es nun genug fei der Fälle" und die Partei- Die Socialdemokratie hat sich immer sehr steptisch über den auch die gues distische Partet misse Stonzessionen tage sich ganz und gar erquicklicherer und fruchtbarerer Arbeit hin- Wert der Linienschiffe geäußert. Aber auch die bürgerlichen Streise machen. Orry dagegen tritt für die Weiterbefolgung geben können. werden zu der Einsicht kommen müssen, daß, wenn sie schon einmal der jegigen Tattit ein. Er erinnert daran, daß Die großen, mächtig ausgerüsteten und verteidigten Fahrzeuge sichern keineswegs die Herrschaft auf dem Meere. Die Herrschaft auf dem Meere gehört der nicht gepangerten Flotte, die eine solche Schnelligkeit befigt, daß kein Panzerschiff, ob groß oder klein, sie einholen oder ihr aus weichen kann. Jedes Panzerschiff ist schädlich oder unnük. " Der viehische Kerl wurde vom Gouvernementsgericht in Straßburg zu 1 Jahren Gefängnis und Degradation verurteilt. Stoden der südwestafrikanischen Operationen. parafane: Die Meldungen über die Abzugsrichtung des General v. Trotha meldet unter dem 14. September aus Feindes gehen auseinander. Der Abzug nach Südosten ist anscheinend im Stoden. Der Zusammenhang der S a pitäne joll sich nach Aussage von Gefangenen Iodern. Dies ist keineswegs erwiesen. Gleichfalls nach Aussagen von Gefangenen befinden sich Salatiel Samuel Maharero sowie Michael waren am 1.(?) September und Tjetjo noch in der Gegend von Otjosondjou und noch bei Otjinene. Deimling mit Wahlen bei Epuliro- Kall fontein, mit Meister heute Kanduwe, Estorff bei Sturmfeld, später Otarupoko, Boltmann bei Owinaua- Naua. Reizenstein sperrt die Linie Otjimbinde bis Okosondufu. Aufklärung längs des Gpukirofluffes, ferner auf Klein- Okahandja- Epata- Otjofondjou Die Abteilungen müssen unbedingt ihre Verpflegung ergänzen, beren Nachführung bei dem schnellen Abzug des Feindes, dem raschen Folgen unsrer Truppen und den zu durchschreitenden Durststreden flache Terrain ist fa st unmöglich, daher sind die Meldungen überaus schwierig ist. Die Signol verbindung durch das na chrüdwärts erschwert und nur durch Offiziers. patrouillen zu bewerkstelligen. Husland. Frankreich. die parlamentarische Gruppe auf Anweisung des inter- zölle mit Mühe und Not, mit Ach und Krach aufrechthalten, was in 1 sondern wir schieben damit einen Riegel vor, daß Schippel weiterhin föderalen Komitees mit den republikanischen Gruppen in Verbindung Mitteleuropa schon lange war und was schon längst zusammen- unter dem Mantel der Meinungsfreiheit Uneinigkeit in die Partei getreten sei. Er ist überzeugt, daß, wenn der Block beseitigt wird, gebrochen und nicht mehr sein würde, wenn gar nichts seitens der bringt. wenn die socialistischen Deputierten diesen verlassen, das Ministerium mitteleuropäischen Staaten geschehen wäre." Wenn dieser Sab Langer- Chemnitz: Es ist behauptet worden, das Vertrauensvotum, fallen wird; damit würden alle Gesetze, welche das Proletariat mit zichtig ist, dann ist das eine Verurteilung der Haltung das die Chemnitzer Genossen Schippel ausstellten, sei von Schipper ebenso großer Ungeduld erwarte wie die Einigkeit, auf den Gegnerschaft gegen Agrarzölle die Landwirtschaft zusammengebrochen Versammlung Schippel beauftragt, eine Resolution zu formulieren. der Fraktion in der Zollfrage.( Sehr richtig!) Wenn durch unsre selbst abgefaßt worden. Allerdings haben wir vor der ersten St. Nimmerleinstag verschoben. Jegou wünscht die Ginigkeit so- wäre, wenn wir schuld wären an dem Zusammenbruch der Land( Hört! hört!) Das that Schippel. Sein Vorschlag wurde bald wie möglich herbeigeführt. Der Nationalrat müsse die Depu- wirtschaft. Ja, eine stärkere Antlage gegen die Social- aber dann nach allen Richtungen erwogen und schließlich in tierten auffordern, die Verbindung mit dem Block zu demokratie könnte man sich gar nicht vorstellen. wesentlich andrer Form angenommen; in der Versammlung Lösen. Man müsse sich den Beschlüssen der inter- Nebenbei bemerkt ist es gar nicht wahr, daß Agrarzölle, bloß die am 30. August dagegen war Schippel an der dort angenommenen nationalen Kongresse unterwerfen; das hindere Agrarzölle den Zusammenbruch der Landwirtschaft verhindert haben. Resolution absolut nicht beteiligt. Wenn Sie die Resolution Bebels nicht, daß man jedesmal, wenn die Republik in Gefahr giebt in Europa Länder, die feine Agrarzölle haben, England, mit dem dazu gestellten Amendement annehmen, so wird in Zukunft fei, diese verteidige. Nach dem Versuche Holland, Dänemark, und zu den Ländern, deren Landwirtschaft heute jeder Genosse, der auf wissenschaftlichem Gebiete thätig ist, sich Versuche ministerieller doch am blühendsten ist, gehören gerade diese beiden legtgenannten hüten müssen, neue Gedanken auszusprechen.( Rufe: nein!) Politik müsse man zur Politik des Klassenfreihändlerischen Staaten. tampfes zurückkehren und sich ohne Hintergedanken der Jawohl, er wird sich schließlich hüten müssen, Ansichten auszusprechen, Dresdner Resolution unteriverfen. Es ist nicht richtig, daß nur die Agrarzölle den Zusammenbruch die der Mehrheit nicht gefallen. Ich bitte Sie, im Interesse unsrer Longuet beämpft die der Landwirtschaft verhindert haben. Gerade das Gegenteil ist der Partei und unsers Wahlkreises davon Abstand zu nehmen, die ReArgumente Orrys, namentlich die Auffassung, daß das Fall. Schwerer als in Dänemark und Holland muß allerdings die solution Bebels oder irgend eine andre anzunehmen. Ich bitte Sie, Ministerium fallen werde, wenn die socialistischen Deputierten den Landwirtschaft in England kämpfen, weil sie den Anprall der über zur Tagesordnung überzugehen. Block verlassen. Er habe nicht den Wunsch, den Fall des jezigen fecifchen Produkte am ersten auszuhalten hatte. Aber die englische Ministeriums herbeizuführen, wenn die Socialisten außerhalb des Landwirtschaft ist nicht zu Grunde gegangen. Es trat nur eine Blocks find. Auf alle Fälle müsse man mit dem politischen System wirtschaft steht mindestens so gut da wie die deutsche, trotzdem diese Krisis ein, die heute überwunden ist. Die heutige englische Landder Zusammenarbeit brechen, bei welchem die socialistische durch Zölle geschützt ist. Es Battei alles gabe, aber nichts empfange. Das eine Members Burchgemacht. Die englische Landwirtschaft hat nur parlamentarische Milieu und die permanente Mit- in Bezug auf den Körnerbau, arbeit an bürgerlichem Block schwäche das Klassen den bewußtsein der Deputierten. Die Entscheidung über die vorliegenden Resolutionen wurde, wie schon erwähnt, vertagt. Rußland. st Von der russischen Grenze wird uns geschrieben: Die näheren Nachrichten über die Judenkrawalle in Sosnowice, der russischen Grenzstadt, bestätigen die Ansicht, daß die russische Polizei nichts gethan hat, um die Unruhen einzudämmen. Parteitag der socialdemokratischen Partei Deutschlands. ( Schluß aus der 1. Beilage.), Kautsky: Ich habe mich nur zum Wort gemeldet, weil mein Ton gegen über Schippel bemängelt worden und gesagt worden ist, wenn man schon den Ton verurteilen wolle, so müsse man auch den von Parvus, mir u. a. verurteilen. Wäre dieser Passius in der Bebelschen Ne solution so aufzufassen, daß Schippel wegen des Zones getadelt werden soll, den er gegen einzeine von uns angeschlagen hat, dann würde ich allerdings auch dafür sein, daß dieser Passus gestrichen wird. Ich meine, die Art und Weise, wie wir unsre Fehden aus fechten, überläßt man uns am besten; jeder von uns ist Mannes genug, sich seiner Haut zu wehren und ich persönlich habe nie zu denen gehört, die wehleidig den Ton beklagen, in dem fie angegriffen werden. Ich fasse den Passus ber anders auf. Nicht der Ton Schippels gegen einzelne feiner Kritiker soll getadelt werden, sondern der Ton, den er gegen die Masse der Parteigenossen angeschlagen hat, und das ist etwas ganz andres. Dieser Ton Schippels steht in Widerspruch mit allen Parteitraditionen. In Dresden sind gewiß viele harte Worte gefallen, aber daß dort jemand mit Geringschäzung von der Partei gesprochen hätte, ist mir nicht bekannt. Ebensowenig kann das von einem der Kritifer Schippels behauptet werden. Schippel aber schreibt 3. B. in einem seiner Artikel in der Chemnizer„ Volksstimme", den Umstand, daß er vielfach für einen Agrarfchutzöllner gehalten wird, könne er nur dadurch erklären, daß die Genoffen in den Redaktionen überhaupt nur kurze Artikel, aber keine Bücher lesen, so daß sie sich über Dinge gar nicht an, wenn man sich nur überhaupt entrüste; das sei immer ein Beweis von Parteieifer und Gesinnungstüchtigkeit. Hier werden nicht einzelne Genossen kritisiert; nein, die ganze Partei wird als eine Herde hingestellt, in der Entrüstung verlangt wird über Dinge, von denen man nichts versteht. Tiefer kann man die Partei nicht einschätzen. Selbst die Anständigen unter unfren Gegnern haben uns derartiges nie nachgesagt. aber eines und entrüsteten, von denen sie nichts verstehen. Aber darauf fomme es vor neue Siege erringe Begrüßungsschreiben der Genossen von jenige, der als Antwort immer die bekannten letzten Säße aus dem Buche Cunow: Es handelt sich nicht um die Frage: Freihandel oder Schutzzoll, sondern um das Verhalten Schippels. Schippel meint, wir Referat über den Vortrag im 3. Berliner Wahlkreise gebracht hätte. würden die ganze Debatte nicht gehabt haben, wenn der ,, Vorw." nicht das Ich glaube, daß dadurch wenig geändert wäre. Das Mißtrauen gegen Der Rückgang ist eingetreten Schippel besteht schon lange Zeit, mindestens schon seit dem Breslauer die Viehzucht ist in Parteitage. Der Vortrag war nur gewissermaßen der lette Tropfen, Bordergrund gerückt. Außerdem find die Pachtzinsen der das Faß zum Ueberlaufen brachte. Die Wirkung des Referats herunter gegangen. Die Großgrundbesizer können heute aus hätte Schippel einfach beseitigen können, wenn er es sofort berichtigt Sem englischen Volfe nicht mehr soviel herausziehen wie früher. und mitgeteilt hätte, was er in Wahrheit gesagt hat. Statt Das ist die Not der Landwirtschaft in England, daß die Groß- dessen schwieg er sich vollständig aus. Erst grundbesitzer heute nicht mehr so wie früher auf Kosten der Arbeiter nach einigen Tagen schwelgen können. Das ist nicht etwas, worüber wir uns zu grämen aber fam eine Berichtigung. 1. Diese ließ haben, sondern was wir mit Freuden begrüßen.( Sehr richtig!) Wir Warum hat er nicht damals in einer oder anderthalb Spalten seinen im Unklaren, welches denn feine Auffassung sei. würden uns freuen, wenn in Deutschland dasselbe einträte.( Sehr Standpunkt dargelegt? Nachdem er die Berichtigung veröffentlicht wahr!) und wann war denn in Deutschland die Not der Landwirt hat, schwieg er mehrere Monate, bis die Fraktion ihre Resolution In diesen Tagen war der stellvertretende Gouverneur aus schaft am größten? Petritau am Thatort. Die Vertreter der jüdischen Gemeinde wurden waren. Seit der Caprivischen Zollreform, seitdem die Zölle etwas zu antworten, hat er wieder nicht einen kurzen Artikel geschrieben. Gerade als die Agrarzölle am höchsten beschloß. Auch dann zögerte er noch. Als er sich aber daran machte, vorstellig und flagten über die Unthätigkeit der Polizei. Da warf ermäßigt sind, hat sich die Landwirtschaft wieder etwas gehoben. der Landrat des Kreises Danilczuk ein: Ja, warum haben Sie Da kamen zunächst in über 40 Spalten alle möglichen Erörterungen, mich nicht benachrichtigt? Ein Vertreter entgegnete: Ich habe Gedeihen der Landwirtschaft notwendig ist. Im Gegenteil; daß in nicht im Traum eingefallen, Agrarschutzöllner zu sein. Vorher hatte er Auch da finden wir wieder, daß der Zoll durchaus nicht zum und dann erst folgte zum Schluß die bekannte Ausrede: Es ist mir Ihnen doch am Tage des Krawalls selbst gegen 6 Uhr telephoniert einer Zeit, wo die Agrarzölle herabgesetzt werden, die Landwirtschaft monatelang Artikel über Artikel geschrieben zum Gandium aller Gegner, und um Hilfe gebeten! Der Landrat: Ja, ich muß aber eine in die Höhe geht, ist kein Zufall. In jedem Zeitalter giebt es einen ließ sich aber durch den Spott der Gegner nicht irritieren, sondern fuhr offizielle Meldung von der Polizei haben, um einzugreifen. Die Juden bestimmten Produktionszweig, der den Charakter der Gesellschaft be- fort, immer weiteres Material gegen die Partei aufzuhäufen. v. Elm wandten sich auch an das benachbarte Kosakenkommando mit der stimmt. Heute ist es nicht die Landwirtschaft, sondern sagte, der Bericht habe vor der Drucklegung Schippel vorgelegt Bitte um Hilfe. Da wurde ihnen erwidert, sie würden nur kommen, die Industrie. Von wenn die Kosten hierfür im voraus bezahlt werden würden. In das Gedeihen der ganzen Gesellschaft ab. Wo die Industrie Wir haben in Berlin und den Vororten manchmal an einem Abend dem Gedeihen der Industrie hängt werden müssen. Das ist aus journalistischen Gründen unmöglich. Alt- Sosnowig wurde eine Jüdin mit Messern bearbeitet. In demselben zurückgeht, geht auch die Landwirtschaft zurück. Hause wohnt ein Polizeiwachtmeister. Als man ihn um Hilfe bat, zölle find Die Agrar- 15 bis 20 Versammlungen. Wenn wir da alle Referate allen erwiderte er, er könne nur dann eingreifen, wenn er den kategorischen wicklung der Industrie. der mächtigsten Mittel zur Ent Rednern erst vorlegen wollten, würden wir manchen Bericht erst Sie hemmen infolgedessen die Entwicklung nach 8 bis 14 Tagen bringen können. Befehl von seiner Behörde habe. Der Landrat Danilczuk ist im der Landwirtschaft und wirken also gegen die Landwirtschaft. Wir ganzen Grenzrevier als ein überaus bestechlicher Beamter bekannt. müssen sie bekämpfen nicht nur Antrick: Schippel hat heute morgen gesagt, es müffe ein Ende Er ist auch derselbe, der im Jahre 1897 an der Ermordung Wäre aber der Standpunkt Schippels richtig, müßten gewünscht, daß Schippel zu dieser Ansicht schon vor Jahren gelangt vom Konsumentenstandpunkt aus. gemacht werden. Das unterschreibe ich voll und ganz und hätte nur einiger streikenden Hüttenleute in Huta Bankowa teilgenommen wir für Agrarzölle eintreten, und so hätte sich die Partei wäre, dann hätte er der Partei viel erger und Verdruß erspart. hat. taigad as eine große Versündigung zu Schulden kommen Sch selbst, der ich mit Schippel jahrelang freundschaftlich verkehrt Lassen durch ihren Kampf gegen die Agrarzölle. und von ihm gelernt habe, bin durch sein Verhalten zu der Ansicht Es ist nicht richtig, daß es sich nur um wissenschaftliche Spekulationen gekommen, daß Schippel innerlich mit den GrundSchippels handelt. Schippel als Mann der Wissenschaft tommt hier anschauungen der Partei seit langer Zeit gebrochen nicht in Frage. Hätte Schippel bloß sein Buch geschrieben als Mann hat, und daß er nur nicht den Mut hat, dies offentlich auszusprechen. der Wissenschaft, wir würden ihn laufen lassen. Aber er ist ebenso Diefe mangelnde Offenheit ist nach meiner Auffaffung der einzige socialistischer Abgeordneter und beeinflußt die Grund für die Zweideutigkeit Schippels. Wäre das nicht der Fall, entwickelt, die, wenn sie angenommen würden, unsre Partei voll- ich das Buch mehrmals gelesen und mich mit ihm wiederholt darüber Propaganda unsrer Partei. Und weil er Gesichtspunkte fo hätte Schippel sein Buch nicht geschrieben. Schippel weiß, daß ständig auf falsche Bahnen leiten müssen, die, auch wenn sie nicht an unterhalten habe. Schippel hätte ferner sein Verhalten im Reichsgenommen, aber von den Gegnern kolportiert werden, die Partei tage während der Zollfämpfe anders einrichten müssen. Schippel aufs schwerste schädigen müßten, deshalb müssen wir ist es, der den Gegnern das Scheinargument geliefert gegen ihn auftreten und keinen Zweifel lassen, wie wir über ihn hat, man dürfe die 3olffrage nicht betrachten vom heute zu beschäftigen haben, ich hoffe, daß sie wenigstens ein persönliches sondern man müsse sie wesentlich vom Standpunkt denken. Aber so unangenehm auch die ganze Frage ist, mit der wir uns Standpunkt der Arbeiter als Konsumenten allein, Moment gezeitigt hat. Es war sehr erfreulich zu sehen, daß, wie der Arbeiter als Produzenten betrachten. Graf verschieden auch die Ansichten der Redner find, doch nur eine einzige Bofadowsky und der lange Möller haben dieses Argument begierig Stimme darüber herrscht, daß seine Anschauung, daß der Agrarzoll aufgegriffen. Während von uns im Reichstage der Kampf bis zur in der heutigen bürgerlichen Gesellschaft notwendig ist, einmütig Erschöpfung geführt wurde, saß Schippel ruhig und gelassen in zurückgewiesen ist. Unire Gegner haben gehofft, daß Schippel seinem Seffel und lachte sich ins Fäustchen. Er hatte keine Hand einen neuen Steil zwischen uns treiben, daß er ein neues gerührt und uns in feiner Weise geholfen. Ich babe wiederholt Werkzeug sein würde, um Uneinigkeit in die Partei zu bringen. nach meinen Reden zu Schippel gesagt: jest müßten Sie gegen wir haben ja in den letzten Jahren schwere Differenzen gehabt. mia sprechen, er hat dafür nur ein ruhiges äche In gehabt. ber mun sehen wir, daß in der praktischen Frage, die uns be- Ich fann hier auf das Scheinargument nicht eingehen. Wer sich schäftigt, in der wir die wichtigsten Kämpfe auszufechten haben, dafür interessiert, findet in unfren Reichstagsreden Material genug. die Einigkeit größer ist als jemals. Und gerade der Fall Schippel ch hat dazu beigetragen, daß diese Einigkeit zu Tage tritt. lediglich die ganze Frage von Standpunkt der Arbeiter selbst habeja oft oft tagelang geredet, wo ich Schippel selbst hat sich vor dem einmütigen Edift gebeugt als Produzenten behandelt habe. v. Elm fogt, man hätte die Anund sich als reumütiger Sünder bekannt. kenne stvar Eure Gründe nicht, aber ich bin mit Euch gegen den ich habe gleich nach dem Erscheinen des Buches mit verschiedenen Er sagt: Ich lage gegen Schippel früher erheben müssen. Ganz recht! Und Agrarzoll. Diese Einmütigkeit bürgt dafür, daß wir auf dem Gebiete Genoffen darüber gesprochen, ob man Schippel nicht zwingen müſſe, der Handelspolitik nach wie vor die Führung haben und nach wie seinen Standpunkt klar darzulegen, damit er uns nicht immer wieder vor neue Siege erringen werden.( Lebhafter Beifall.) entgegengehalten werden könne. Stadthagen war da immer ders Dresden- Alistadt.d Schippels vorlas. Ich muß sagen, mich überlief es immer heiß und falt, wenn dies Argument vorgebracht wurde. Da habe ich mich denn auf die Hosen gesetzt, studiert und immer wieder studiert, um diese Frage von Schippels Produzentenstandpunkt zu untersuchen. Intvieweit Schippel dabei mit mir einverstanden war, weiß ich nicht. So viel über den Ton. Da ich einmal das Wort habe, will Der Parteitag erklärt den vom Genossen Schippel in der Dem Wunsche Schippels, zu Ende zu kommen, werden wir, glaube ich auch noch einige Worte über die Sache verlieren. Das ist allerFrage der Zoll- und Handelspolitit eingenommenen Standpunkt ich, am besten entsprechen durch Annahme der Refolution dings nicht leicht, denn wenn man Schippel paden will, so weiß unvereinbar mit der handelspolitischen Grindverfassung der Bebel mit dem Amendement Freythaler. Damit man nicht, wo man packen soll. Seine heutige Rede war Bartei. Er ist weit entfernt von jeder Beschränkung der freien würden wir Schippel nicht ausschließen, sondern nur den Gesamtsachlich genau so inhaltlos wie die 47 Spalten, Meinung und Meinungsäußerung innerhalb der Partei, erklärt willen der Partei zum Ausdruck bringen, daß wir von einem die er in der Chemnizer Volksstimme" geschrieben jedoch die Stellung eines Abgeordneten, der in wichtigen Grund Abgeordneten verlangen, daß er nicht der Partei fortwährend hat. Es handelt sich um die Agrarzölle. Das ist die Grundlage, fragen der praktischen Politik zu der grundsätzlichen Auffassung der Verlegenheiten bereitet. Ich pflege auf die Worte der die uns erregt und über die Schippel sich äußern soll. Wenn ich Gesamtpartei in scharfem Widerspruch steht, für politisch und Gegner wenig zu geben. Aber ich habe eine Aeußerung mich aber recht erinnere, hat Schippel in seiner ganzen heutigen moralisch unhaltbar und fordert den Genossen Richters im Gedächtnis, dessen Zeitung die Meinung aus Nede das Wort Agrarzölle überhaupt nicht in den Mund genommen Schippel zur Niederlegung seines Reichstag 8 spricht, tein Gegner habe die Partei schlimmer oder, wenn er es that, so ist er jedenfalls nicht darauf eingegangen. Mandats auf." verhöhnen können, als Schippel, und daß, wenn Er meint vielleicht, seine Erklärung, es sei ihm nicht im Traume Diefe Resolution findet nicht die nötige Unter die Partei sich das gefallen lasse, beide einander wert eingefallen, Agrarschutzöllner zu sein, genüge. Rein, das genügt stützung. feien. Ich hoffe, wenn Schippel die Hand aufs Herz legt und sich nicht. Zu einer kurzen Erklärung kann auch ein Papagei abgerichtet Stücklen- Altenburg: Schippel behauptet, daß die ganze Be- noch einmal prüft, wird er s selbst danken, daß wir ihn durch werden. Dazu braucht, man feinen Reichstagsabgeordneten. Ein wegung gegen ihn von einzelnen Hetzern und Stänkern ausgehe. Annahme der Resolution Bebel endlich aus dieser Affaire befreien. Reichstagsabgeordneter muß nicht nur erklären:„ Das ist mein Es ist allerdings richtig, daß man in Sachsen sich öffentlich mit der Frau ziek- Hamburg: Schippel hat heute morgen vers Standpunkt," sondern diesen Standpunkt auch begründen und auch Sache wenig beschäftigt hat. Es sind dort eben die Fragen langt, daß der Parteitag flipp und klar Stellung richtig begründen. Wir sind eine Partei der Propaganda und sind der 3ollpolitik noch nicht eingehend erörtert nimmt. Wenn wir die Nesolution Bebel mit dem Amendement verloren von dem Augenblick an, wo wir nicht Gründe auführen worden. Daß die Chemnitzer Genossen Schippel ein Vertrauens Freythaler annehmen, dann haben wir klipp und klar fönnen für unsern Standpunkt. Aus Rüdsichten der Propaganda votum ausgesprochen haben, ist ganz natürlich. Aber daraus darf gesagt, was wir wünschen. Ich möchte Sie deshalb haben wir uns gegen Schippel erhoben und verlangt, daß er sich nicht etwa geschlossen werden, daß die Chemnitzer die Seiten bitten, der Aufforderung Schippels dadurch Rechnung zu tragen, äußert. Nun hat er gesagt: Er habe seine eigne Meinung überspringe Schippels billigten. Die Chemißer Genossen haben daß Sie die Resolution Sie die Resolution mit dem Amendement annehmen. haupt nicht geäußert; feine Grundzüge" feien nur ein den Genossen Schippel ebenso mißverstanden, wie die ganze Partei. In der Resolution ist flar ausgesprochen, was wir an der Haltung historischer Abriß der Entwicklung der handelspolitischen Sie waren bis zu dem Schlußartikel Schippels der Ansicht, Schippels kritisieren, und in dem Amendement ist deutlich gesagt, Strömungen. Da ist es allerdings merkwürdig, daß der Social- Schippel sei allerdings Agrarzöllner. Ich habe in welche Konsequenzen er zu ziehen hat, wenn er fortfährt, so zu demokrat Schippel in seiner Schilderung des Ideenganges in der der Polemik den Boden der Sachlichkeit nie verlassen. Aber die handeln wie bisher. Es ist heute morgen nachgewiesen, Entwicklung der Handelspolitik gerade dort abbricht, wo er auf die Methode Schippels muß verurteilt werden. Hätte Schippel in der in welcher Weise Schippel Zweideutigkeiten ausgesprochen, in Handelspolitik seiner eignen Bartei zu sprechen tommt.( Sehr gut!) Fraktion erklärt, daß er kein Agrarzöllner sei, oder hätte er diese welcher Weise er Unklarheiten in die Massen getragen hat. Man sollte meinen, daß das auch noch ein Teil der Geschichte der Erklärung an den Schluß seiner 47 Spalten gestellt, so hätte die Besonders hat Bebel eine Stelle aus Schippets Artikeln citiert, daß Handelspolitik ist, und für die Socialdemokratie sogar der wichtigste Affaire nicht diesen Umfang angenommen. Schippel sollte doch der der Bund zwischen Industrie und Landwirtschaft in Teil. Darüber hat Schippel kein Wort gesagt. Weiter ist es auch letzte sein, der sich über Aufhängen beklagt. Wer so in Mitteleuropa eine Notwendigkeit für die bürgernicht einmal richtig, daß seine Grundzüge" bloß ein historisches den Wald hineinruft, darf sich nicht wundern, wenn es liche Gesellschaft sei und ein Produkt enormer Lebenskraft Buch sind, nein, das Buch enthält neben einer Darstellung von entsprechend wieder herausschallt. Die Aeußerung Schippels, daß darsielle. v. Elm hat gemeint, Schippel stelle damit den StandGründen auch statistisches Material, und dies statistische Material sein Vortrag nur für einen fleinen Streis bestimmt gewesen sei, punkt der bürgerlichen Parteien dar: ebensogut wie das Militär spricht einzig und allein zu Gunsten der Agrarzölle.( Sehr richtig!) sieht sehr nach einer Moral mit doppeltem Boden notwendig für die bürgerlichen Parteien sei, sei auch dieser Bund In dem Vortrag, der die Grundlage der ganzen Diskussion bildet, aus: ein Standpunkt für einen kleinen Kreis, eine Schablone für zwischen Industrie und Landwirtschaft eine Notwendigkeit. hat Schippel dann dasselbe ausgeführt wie in seinem Buch und die große Masse. Für die Agrarzölle wird die Partei nie zu haben nach meiner Ansicht hat v. Elm außerordentlich daneben gehauen. auch in den 47 Spalten der Chemnizer Boltsstimme", wo man doch sein. Die Frage der Industriezölle liegt ja etwas anders. Den Er hat zwei Dinge verglichen, die gar nicht mit einander zu verannehmen darf, daß er endlich mal feine eignen Gedanken ausdrückt, Eiſenzoll zum Beispiel spürt der Arbeiter wenig, der Eisenzoll gleichen sind. Die Forderung hoher Industrie- und vor allem hoher daß er sich nicht bloß als Phonograph gefühlt hat, in den man ist aber eine Stüße des kapitalistischen Systems und deshalb Agrarzölle wird nur erhoben im Interesse einer kleinen Clique von eine agrarische Walze hineinlegt, sondern als Mensch müssen wir ihn ablehnen. leber den Standpunkt Schippels Leuten, die auch politisch unsre allerärgsten Gegner sind( sehr richtig!), mit eignen Gedanken und eignem Hirn, auch da hat er sind wir noch immer nicht klar. Statt den Agrariern Argumente nicht in Interesse der allgemeinen bürgerlichen Gesellschaft. Wenn Material angeführt, das mit Naturnotwendigkeit für Agrarzölle zu liefern, hätte er lieber diese Argumente widerlegen sollen. die Bourgeoisie sagt, wir haben das Militär nötig, und wir dann spricht, und zwar ganz in der Weise wie in seinen Grundzügen". Ich bitte das Amendement Freythaler anzu erklären, wir wollen das Militär nicht beseitigt wissen, sondern mir Er hat da z. B. den Sak ausgesprochen, daß diese modernen Agrar- nehmen. Es bedeutet keinen Ausschluß Schippels aus der Partei, das Milizsystem an seine Stelle setzen, so ist das etwas andres, als " " Schluß 1 Uhr. loss sid Nachmittags- Sigung Um 3 1hr 10 Min. eröffnet der Vorsitzende Ebert die Sigung. Katenstein beantragt folgende Resolution: Aber " wenn wir völlige Beseitigung dessen fordern, was mur er dazu aufgefordert in der Landeskonferenz. Er hat es Standpunkt nach wie vor vertrete ich wie bei dem Zollkampf und einer kleinen Clique zu gute kommt, die dadurch ihre aber abgelehnt und hat Wert auf die Feststellung gelegt, daß er nicht im Wahlfampf vor der Partei. Diese Erklärung wurde von mir politische Macht stärkt und die Reaktion unterstützt.( Sehr provoziert habe. Zweifellos wahr ist, daß er nicht die Absicht hatte, am Abend aus freier Initiative der Fraktion vorgelegt und stand am richtig!) Es ist mit Recht betont worden, daß Schippel alle das Referat im dritten Berliner Wahlkreise zu halten. Aber ivenn nächsten Tage im Vorwärts". Der Vorwärts"-Redakteur brauchte diejenigen Gründe zusammengetragen hat, welche die Haltung der er dort nicht gesprochen hätte, würde er bei einer andern Ge- davon nichts zu wissen. Als dann der Vorwärts"-Berichterstatter Agrarzöllner rechtfertigen.( Sehr wahr!) Es ist mit Recht betont worden, legenheit dieselbe Rede gehalten haben, das Resultat wäre aus jener Versammlung seine Gegenerklärung veröffentlichte, habe wenn er als Socialdemokrat handeln wollte, hätte er mit dasselbe. Im ganzen Erzgebirge hat Schippel schlimm gewirkt. ich wiederholt erklärt, es läge feine mala fides auf seiner Seite vor. derselben Ausführlichkeit unfre Argumente zusammentragen In der Zeit der Protestfundgebungen gegen den Zolltarif ist in Cunow weiß daron nichts. Er braucht auch von folgender Erklärung und sagen müssen: Das ist unser Standpunkt!( Sehr wahr!) Chemnitz ruhig ausgesprochen worden- ich weiß das aus eigner Er- als Vorwärts"-Redakteur nichts zu wissen, die am 2. Februar 1904 Nun sagt Schippel: Ihr haut auf mein Buch los, aber im Schlußfahrung wir sind derselben Meinung wie Schippel. Der Chem- erschien: Genosse Schippel schreibt uns: Jch möchte zum Frieden fat meines Buches ist auch unser Standpunkt dargelegt. An- nitzer Delegierte Langer hat hier erklärt, Schippel hat recht, noch um ein letztes Wort bitten. Ich habe es, soweit möglich, stets genommen, das wäre Thatsache, so bitte ich doch eines nicht zu verwer Handelsverträge will, muß auch Zölle wollen, und andre Parteigenossen abgelehnt, Zeitungsreferate über meine Aeußerungen richtig au gessen. Wenn Schippel sagt: Das ist der Standpunkt, den wir als haben dort erklärt, wir stehen noch immer auf Schippels Standpunkt. Das stellen, weil darin meist eine, wenn auch ganz unbeabsichtigte Partei vertreten, und wenn er vorher in seinem Buche diesen Stand- fann im fächsischen Manchester widerspruchslos gesagt rändung des Berichterstatters liegt, der so wie so eine der uniantpunkt fortwährend verhöhnt hat, so hat er damit gesagt: Dieser Stand- werden, ohne daß die Arbeiter Protest erheben! Und darin, daß barsten Positionen in unserm Zeitungswesen einnimmt, ja oft eine punkt, den ich am Schluß wiedergebe, ist ein unrichtiger.( Sehr gut!) diese Meinung ruhig hingenommen wurde, sehe ich die Gefahr, bloß ungewollte Nüanzierung von Worten hinreicht, einen Gedanken Außerdem sagt Schippel, unmittelbar bevor er am Schlusse seines Buches daß Schippel die Partei aufs schwerste des organisiert. v. Gim wesentlich zu berändern. So habe ich dem Genossen den Konsumentenstandpunkt darlegt:„ Erst seit den Agrarzöllen ist meint, die Vergangenheit Schippels fönne nicht die Grundlage Reinte das Interesse der Arbeiterschaft schädigen. Nach meiner Meinung hat zu einer Zeit 11 " " Heute gegenüber jeden Vorwurf ausdrücklich bestritten. der reine Konsumentenstandpunkt wieder zum vollen Siege gelangt". des heutigen Verfahrens bilden. Im Gegenteil, die Vergangenheit Meines Erachtens wäre an seinem Berichte nicht viel mehr Und dann kommt das, was nach Schippels Ansicht der Konsumenten- Schippels beweist ja gerade, daß er unzuverlässig ist, daß er nicht auszusehen gewesen, als was bei jedem Referate unvermeidlich standpunkt ist, dann kommt das, was thatsächlich unser Partei- zu dem steht, was er sagt. Immer und immer wieder ist in den ist, wenn es zwei Thatsachen mehr hätte hervortreten lassen. standpunkt ist. Sonst aber hat Schippel in seinem ganzen Buche" Monatsheften" und in der„ Neuen Zeit" von Schippel mit der ihm Erstens gewinnt der„ Vorwärts"-Bericht durch seine Korrektur den diesen Konsumentenstandpunkt heruntergeriffen und verhöhnt.( Sehr eignen Gemütlichkeit erklärt worden: Neer, Genossen, die Sache ist Anschein des beabsichtigt Sensationellen, während bisher über richtig!) Er sagt u. a. Entscheidet sich die Arbeiterklasse eines ja gar nicht so arg! Sudefüm meinte, das richtigste wäre gewesen, wenn theoretische Vorträge in fleinen geschlossenen MitgliederversammLandes für den Freihandel, so wird ihre Stellung nur dann richtig Schippels Artikel den Delegierten zugänglich gemacht worden wären. lungen faum ein Wort gesagt wurde. Ich betone deshalb nochmals, sein, wenn sie erfolgt im Hinblick auf die Produktion und Aber warum hat Schippel nicht selbst darauf ge- was ich bereits in der Versammlung gleichfalls betonte, daß ich für den Arbeitsmarkt, nicht aber in oberflächlicher Konsumenten- drungen? Die Artikel waren ja schon in Form einer Broschüre Dienstag nur als Lückenbüßer für einen verhinderten Fraktionsschwärmerei für einen niedrigen Preissiand. Am Schluß gesezt. Auch in Chemnitz hat man erwogen, die Artikel als Broschüre genossen einsprang, noch dazu mit der Erwartung, daß die Erfaßt er dann den Konsumentenstandpunkt in wenigen Sätzen zu veröffentlichen. Ich meine, wenn jeder Delegierte diese Artikel ledigung des vorangehenden geschäftlichen Teiles den Vereinsabend zuſammen. Entweder ist das Schippels Standpunkt nicht, und er gelesen hätte, würde die Stimmung gegen Schippel noch unvollständig ausfüllen würde. Zweitens läßt der Bericht meine breit jagt ja auch nirgends, daß es sein Standpunkt ist, günstiger gewesen sein, als sie ist. Ich halte mich nicht für berufen, ausgeführten Eingangsworte zu sehr zurückſtehen. Man kann Zolloder aber, ivenn es sein Standpunkt wäre, hätte er eine führende Rolle zu spielen; aber als ich die 47 Spalten gelesen hatte, fragen einfach kritisch gemessen an unsern Partei- Anschauungen es klipp und klar sagen müssen und vorher nicht diesen Hohn und empfand ich die Pflicht, hinauszugehen und zu sagen, wie die Dinge behandeln. Damit will ich Sie heute nicht weiter aufhalten. Spott ausschütten dürfen. Denn damit hätte er dann sich stehen. Schippel ist mir stets freundlich und liebenswürdig entgegen- Darüber sind wir alle einig und als organisierte Parteigenossen felbst verhöhnt. Körsten hat gestern gemeint, es ist nur ein gekommen. Persönlich war mir die Sache sehr unangenehm, denn alle aufgeflärt. Man muß aber auch die treibenden organischen außerordentliches Hindernis für unire Agitation, wenn umire Gegner uns ich bin auch etwas altväterisch, und bor den Alten Kräfte, die Denkweise, die Stärke der wirtschaftspolitischen vorwerfen, daß wir durch unsre Haltung zu den socialvolitischen Gesezen habe ich immer großen Respekt. Schippel war schon Strömungen bei unsern Gegnern studieren, denn sonst kommt man für das Proletariat thätig. wo ich noch zu einer ganz falschen Schäßung ihrer Widerstandskraft und zu uns unsre ablehnende Haltung gegenüber den Gesezentwürfen, die die Schulbank drückte, aber trotz aller persönlichen Liebenswürdigkeit einer falschen Schäzung der Lauterkeit des Bündnisses zwischen nicht einmal unsre minimalſten Forderungen entsprechen, noch Schippels, trotz aller seiner Verdienste um die Partei können wir Industriellen und Agrariern. Darauf möchte ich heute abend Ihre niemals geschädigt. Wir haben, wenn unsre Gegner uns das vor- diese Dinge nicht weiter dulden, sonst erhalten wir die schwersten Aufmerksamkeit lenken, und ich bitte Sie, das nicht aus dem Auge hielten, Gelegenheit bekommen, die Massen aufzuklären und ihnen zu Nackenschläge und andre könnten sich auf Schipper zu verlieren. Wäre das im Bericht vielleicht durch reichliche sagen: Seht mal, das haben wir gewollt. Aber dasselbe Bürger- berufen. Die Resolution sagt auch einigen andren Genossen, Sperrung und fetten Drud unterstützt derart herausgearbeitet, tum, das uns jetzt Vorwürfe macht, hat es verhindert, daß unsre daß wir endlich einmal Ruhe haben wollen. Stimmen Sie der daß dieser Vorbehalt als deutliche Umrahmung und Einschränkung weitergehenden Forderungen erfüllt sind.( Sehr richtig!) Aber Resolution Bebel mit dem Amendement Freythaler zu.( Beifall.) des Ganzen gewirkt hätte, so fonnte wohl jede Unannehmlichkeit ettvas ganz andres ist es, wenn wir uns im Kampf mit unsern Vorsitzender Ebert teilt mit, daß beantragt ist, in dem letzten berhindert werden. Statt dessen verschwindet die Vorbemerkung schlimmsten politischen Gegnern, den preußischen Junkern, be- Absay der Bebelschen Resolution in der 3. Zeile von oben die Worte im Vorwärts" so gut wie ganz, und die Sperrungen werden finden und dann auf einmal einer unsrer Reichstags- Abgeordneten und Parteigenossen" zu streichen. Aeußerungen zu teil, die nur unter diesem ausdrücklichen Vortommt und uns Knüppel zwischen die Beine wirft. Das schadet uns, Babel erklärt, felber die Absicht gehabt zu haben, diese behalt gelten. Der Redner begann, heißt es im Berichte, allerdas hemmt uns, das hindert uns, ja das raubt den Massen das Streichung vorzunehmen, und nimmt die vorgeschlagene Aenderung dings unentschieden und vielleicht auch mißverständlich mit der BeVertrauen zu uns.( Sehr richtig!) Deshalb müssen wir erklären, in der Resolution auf. mertung, er wolle die handelspolitischen Strömungen besprechen, wer folchen Standpunkt einnimmt, wie Schippel, und diesen StandKatzenstein: Sie können mir glauben, daß ich mich zu meinem mit denen wir zu rechnen haben, ohne daß er sie von unserm partei punkt auch noch in Zukunft einzunehmen gewillt ist, der muß auch Antrage nicht leichten Herzens entschlossen habe. Die Resolution Bebel politischen Standpunkte kritisieren wolle. Hier ist die sedes materiae, die Konsequenzen der Resolution im Verein mit dem Amendement enthält eine Reihe der schärfsten Mißbilligungen, die wie Beitschenhiebe also schon am nächsten Tage gab ich diese Erklärung ab. und 3 oder 4 Zeilen hätten den ganzen Zwischenfall erledigen können. Freythaler ziehen. Ich hoffe, daß die Resolution angenommen und knallen, aber sie zieht doch keinerlei Konsequenzen aus diesem Vorwurf, aber fommt der„ Vorwärts"-Redakteur hergefahren und hält mir daß Schippel dann die Konsequenzen ziehen wird. Thut er und das Amendement Freythaler winkt zwar mit dem Baumpfahl, Vorlesungen, ich hätte alles weitere durch eine Erklärung beseitigen das nach der einen Richtung hin, indem er klipp und klar aber irgend eine Konsequenz wird auch nicht gezogen. erklärt, was er heute hier nicht gethan hat, daß er kein Schutz- Sehr verletzt hat es mich, wenn Genossin Zietz von Schippel ver- onnen, ich hätte aber keine Erklärung abgegeben, das könne er als zöllner ist, so soll uns das freuen. Thut er so sind wir davon befreit, daß einer aus unsren Reihen uns fein Schutzölner. es nicht, langt, er soll klipp und klar sagen: ich habe mich gebessert und bin" Vorwärts"-Redakteur beschwören. Das kann Schippel nicht sagen. Er hat seine Behauptungen aufgestellt werden, nicht einfache Behauptungen Nun lassen Sie mich zu einer andern Art übergehen, wie hier hemmt und schädigt. Schippel hat nicht bewiesen, daß wir Ansichten Jahre hindurch verbreitet, und da dürfen Sie ihm jetzt ihin Unrecht thun, wenn wir ihm sagen, er habe den Schutz- nicht die Pistole auf die Brust setzen und sagen: Dente so oder so. man sagt ja so manches in einer Rede- sondern Anklage. zöllnern Waffen geliefert. Er ist selbst der ärgste Schutzöllner. Ich sage vielmehr: Du denkst so, darum ziehe die Konsequenzen. feit. punkte ohne einen Funken von Gewissenhaftig. Ja, er hat nachzuweisen gesucht, daß die Leute, die ihn anklagen, In diesem Sinne war mein Antrag gestellt. Das Bureau Da kommt Schöpflin, der war selber dabei auf der selbst auf einem ähnlichen Standpunkt stehen. Er hat nicht in flaren glaubte, er wäre nicht genügend Landeskonferenz. Ein fefter, aufrechter Mann hätte ja so viel Mut unterstützt; mehrere Worten, aber in seiner bekannten Zweideutigkeit nachgewiesen, daß Genossen waren andrer Meinung. Ich halte die Stellung und das gefällt mir nicht bei Schippel. Aber nein! In der Fraktion gehabt und hätte auf der Landeskonferenz selbst gesagt: Das er im innersten Herzen Schutzzöllner ist. Entweder er erklärt: ich Schippels in der That für politisch und bin es nicht, und handelt darnach; oder aber, wenn er das nicht moralisch unhaltbar, solange er Abgeordneter hebt man dann den Finger in die Höhe, wie in der Schule und erkann, hoffe ich, daß er selbst die Konsequenzen zieht. ist; politisch unhaltbar zweifellos, denn man hat ihn von der Ich habe gleich erklärt, das ist nicht richtig; ich habe nicht gesagt, flärt: Schippel hat auf der Landeskonferenz die Fraktion brüskiert! Ein Antrag auf Schluß der Debatte, von Lipinski begründet gegnerischen Seite vielfach citiert, und er hat stillschweigen müssen; ich werde nicht antworten, sondern ich werde es mir überlegen, ob und von v. Elm bekämpft, wird abgelehnt. moralisch haltlos, da er in seiner Vertrauensstellung mit Bartel- Dortmund: Ich befürchte, daß wir zu keinem be- feinem Namen alle Aktionen der Partei decken muß, wenn er Parteigenossen, ich hatte wohl Grund, auf der Landeskonferenz ich antworte. Darüber verweigere ich jetzt jede Auskunft. Und, friedigenden Abschluß mit dem Falle Schippel gelangen werden. Die auch innerlich nicht mit ihnen übereinstimmt. Resolutionen bringen feine Klärung; die einzige, die fie gebracht hätte, nicht, warum er sich aus dieser Situation nicht die mich aufforderte, eingehend meinen Standpunkt darzulegen. Ich verstehe empfindlich zu sein. Es war 3 Wochen nach der Fraktionsresolution, die Katzensteinsche, hat leider nicht die nötige Unterstützung gefunden. Längst herausgezogen hat, indem er fagte: ich bin Es war davon gesprochen, ich solle eine Broschüre schreiben. Ja, Die Empörung der Genossen im Lande ist sehr groß. Mit der Parteigen offe, ich will weiter wissenschaftlich für die Parteigenossen, eine Broschüre schreibt man nicht in 3 Wochen, noch Haltung der Arbeiterzeitung" hat sich eine Wahl- Partei arbeiten, aber ich kann nicht die Partei nach dazu, wenn man es nicht berufsmäßig thut, sondern noch nebenbei treis Konferenz einstimmig einverstanden erklärt. außen hin vertreten. Südekum hat durchaus Beachten Sie nicht die Autorität Schippels. Er mag als Journalist der Parteitag hat nicht das Recht, jemand auszuschließen, andres während der Zeit that, zu seiner Rechtfertigungsbroschüre recht, seine Beschäftigung hat. Selbst Mehring hat, obgleich er nichts Hunderten seiner Kollegen überlegen sein, aber wir dürfen nicht die wenn fein Schiedsgericht, vorausgegangen ift. Aber Spitzbubentaktik der Gegner befolgen und nur die kleinen Diebe handelt sich gar nicht um den Ausschluß, wenigstens Beschluß gefaßt haben es 3-4 Monate gebraucht. Wenn die Fraktionskollegen einen solchen hängen und die großen laufen lassen. Das Parteiprogramm muß für verlangt ihn teine der Resolutionen. Es ist bei verlange ich auch, daß sie mir die genügende Zeit lassen, und Schöpflin war mit in der Sizung jeden gelten, und das sagt unzweideutig: Wir sind gegen Agrarzölle diesen moralischen Verurteilungen auch von einer Beleidigung zumal bei einer so undankbaren Materie, wo die Gegner nur darauf und gegen indirekte Steuern.( Sehr richtig.) Mag Schippel er- des Parteitages die Rede gewesen. flären: ich bin Schußzöllner, dann wissen wir, woran wir sind, oder Herz wird verlegt, wenn da ein neuer§ 95 für Majestäts- fichtig sein, und da kommt man auf die Landeskonferenz und Mein demokratisches warten, wie sie die Sache ausnutzen können, muß man sehr vors mag er hier hintreten und sagen: ich habe einen großen Bock ge- beleidigungen der Partei eingeführt wird. Mein Antrag sollte durchaus macht mir Vorwürfe, weshalb ich denn noch nicht geschrieben hätte, schossen, ich widerrufe.( Zustimmung.) feine Aberkennung eines Ehrenrechts bedeuten. Wenn aber in einem ich wollte mich wohl wieder drücken. Darauf habe ich allerdings recht Dr. Südekum: Wenn die Absicht bestand, so ausführlich auf bürgerlichen Staate das Ministerium mit der Mehr fräftig geantwortet. Wie kommt man dazu, so kurz nach dem Fraks den Fall Schippel einzugehen, hätte man erivarten sollen, daß das heit des Parlaments nicht übereinstimmt, tritt es zurück. Und tionsbeschluß mich hier zur Rede zu stellen. Soll der Krakehl denn gesamte Material, vor allem die 47 Spalten, die Schippel in der wenn ein Parteigenossen sich in den Grundanschauungen mit der ewig und alle Tage weiter gehen? Wie kommt man dazu, hier Boltsstimme" veröffentlicht hat, den Delegierten vorgelegt worden großen Mehrheit der Parteigenossen nicht deckt, fann er nicht mehr wieder Vorwürfe zu erheben? Uebrigens habe ich gleich hinzu wären. Eine ganze Reihe von Delegierten ist im Saal, die das politischer Führer sein.( Sehr richtig!) Material sich nicht beschaffen konnte, es aber gern in Händen gefügt: ich werde es thun. Ich habe mir glücklicherweise alle diese Ein erneuter Antrag auf Schluß der Debatte wird, nachdem Erklärungen, bevor ich hierher kam, angesehen. Da habe ich folgende haben möchte.( Sehr richtig!) Nun wirft man Schippel Beckmann dafür, Frau Zettin- Stuttgart dagegen gesprochen, mit Notizen aus Zeitungen über die Landeskonferenz gefunden, Notizen, nicht nur seinen Vortrag im 3. Berliner Wahlkreise vor, man großer Mehrheit angenommen. Der Parteitag erklärt sich damit die doch von mir vollständig unabhängig sind. Da heißt es in der hält ihm seine Vorstrafen sozusagen bor und erzählt, einverstanden, daß Schippel in seiner Sache das Schlußwort erhält. Bossischen Zeitung" in dem Bericht über die Landeswie oft er der Partei Unbequemlichkeiten und Verlegenheiten Schippel: bereitet hat. Haben die Genossen recht, dann liegt der Fall doch so: fonferenz vom 7. April 1904 Nr. 162: Die Fraktion hat mich aufSchippel ist ein psychologisches Rätsel, und die Partei Wünsche und Forderungen zurückkommen, obwohl ich meinen sollte, leicht, aber ich werde es versuchen. Ich kann bei dem nächsten ParteiIch will noch kurz einige Thatsachen richtigstellen und auf einige gefordert, mich einmal ganz flar auszusprechen." Das ist nicht so foll es lösen. Es giebt aber noch mehr psychologische daß das, was ich früher geschrieben und gesagt habe, auch recht tag verlangen, daß der Fraktionsbeschluß aufgehoben wird. Ob ich Rätsel in unsern Reihen, die ungelöst sind. Was man zur Lösung vorschlägt, erscheint durchaus ungeeignet dazu. Das anspruchsvollen Genossen genügen könnte. Zuerst einmal eine kleine es thun werde, weiß ich zur Stunde nicht bestimmt. Ich glaube Amendement Freythaler zur Resolution Bebel ist nichts anders, als Nebensache, die aber doch unter Umständen eine recht persönliche aber, ich werde es versuchen, zunächst in Schriften oder in der Presse Es ist von Bebe I gesagt, ich hätte seiner die Sache klarzumachen. der Ausschluß Schippels aus der Partei( Widerspruch Freythalers), Gehässigkeit sein kann. wofür der Parteitag aber die Verantwortung nicht übernehmen, sondern Beit beim parlamentarischen Handbuch bei der Behandlung der„ Die Fraktion hat mich aufgefordert, mich über die Zollfrage einLeipziger Voltszeitung" vom 7. April 1904 Nr. 79: Militärfrage eine Stelle aus dem fie auf Schippel abwälzen möchte. Bartel verlangt, man folle Schippel Abc Buch" herausgenommen. Ich habe mit Richard Fischer mal gründlich auszusprechen. Das ist nicht leicht.( Zwischenruf.) dem freisinnigen „ Abc- Buch" behandeln wie jedem andern. Diefer Meinung bin ich auch darüber gesprochen, er hat mich ausdrücklich ermächtigt, zu erklären, Denn ich habe mich schon oft darüber ausgesprochen, und klarer Nun aber enthält das Organisationsstatut ganz genaue Vorschriften über den Ausschluß. Es muß eine ehrlose Handlung oder eine daß nach seiner Ansicht in dieser Stelle nicht etwas gegen den Partei- als früher könnte ich es kaum thun, aber ich will es doch verSchädigung der Partei nachgewiesen sein. Die Genossen, die für erinnern. Damit kann wohl die Sache für die Oeffentlichkeit erledigt standpunkt gewesen wäre. Ich glaube, auch Bebel wird sich daran suchen. das Amendement find, glauben ja zweifellos, daß Schippel die Partei sein. Wenn wir das im kleinen Streise besprochen hätten, hätte sich Vorwärts" vom 8. April 1904 Nr. 82 wörtlich dasselbe. geschädigt hat. Dann steht ihnen ja der Weg offen, den Ausschlußantrag die Sache auf die einfachste Weise erledigt. Dann weiter noch: Daß wörtlich dasselbe. Chemnizer Volksstimme" vom 7. April 1904 Nr. 79 zu stellen und ein Schiedsgericht gegen Schippel zu beantragen.( Lebh. so leicht Behauptungen aufgestellt werden, wie es hier von einer Daraufhin hat die Fraktion erklärt, das geht nicht. Aber da Widerspruch; Rufe: Der Parteitag ist souverän!) Ge wiß, er kann die ganze Parteiverfassung umstoßen und durch eine durch meine Erklärungen mit Nennung des Datums widerlegen zu brüstieren, hätte ich erklärt, ich werde es nicht thun. Reihe von Rednern geschehen ist, die sich einfach schwarz auf weiß fommt man hierher und behauptet ganz ruhig: bloß um die Fraktion neue ersetzen, aber wenn Sie auf einem Parteitage einen Genossen lassen, hätte ich allerdings selbst nach den Erfahrungen der letzten ausschließen, so entziehen Sie ihm direkt die Wohlthaten, die das Wochen kaum für mgölich gehalten. Den Gipfel hat ja Genosse heute Nun komme ich zu meinem Freunde Antrick, der wohl als mein Parteistatut vorsicht; Sie stellen ihn sofort vor die letzte Instanz, statt voru not erreicht. Er ist als Vertreter der Vorwärts"-Redaktion Ich will Ihnen ganz offen mein Verhältnis zu Antrick darlegen. präsumtiver Erbe hier gesprochen hat. die erste.( Sehr richtig!) Jeder Genosse hat auf drei Instanzen Anspruch, hier, gebraucht also gewissermaßen ein Vorrecht; aber Privilegien Antrid hat nie ein Wort der scharfen kritit über mein zuerst ein Schiedsgericht, dann die Kontroleure, dann der Parteitag. legen doch auch Pflichten auf, und da hätte ich in allererster Linie Buch geäußert, er hat wohl dies und jenes darin bez weifelt, Vor dem Schiedsgerichte ist die viel größere Wahrscheinlichkeit vor erwartet, daß er, bevor er hier auftrat, wenigstens erst im Vor- aber daß er davon gesprochen hätte, mit einem solchen Buche stehe handen, daß die Sache nach allen Seiten erwogen, das ganze wärts" die Behauptungen nachprüfte. Aber da fommt er mit Be- man außerhalb der Partei- niemals! Ich weiß auch nicht, Material durchgearbeitet und ein gerechtes Urteil gefunden wird. hauptungen, die vollständig den Thatsachen und der Wahrheit ins daß er mir im Reichstage jemals Vorhaltungen gemacht hat über mein Durch die Annahme der Resolution aber die Verantwortlichkeit Geficht schlagen. Erst behauptet er, ich hätte nicht sofort eine Er Verhalten im Zollkampf.( Zwischenruf Antrids: Das ist start!) Schippel aufzubürden, ist ein Verfahren, das ich nicht billigen flärung abgegeben. Ich habe am Tage, wo der Bericht Ich habe mit ihm wie vorher weiter verkehrt, besonders eng be kann. Ich kann darin nur eine solche Zweideutigkeit sehen, wie erschienen, noch abends in der Fraktion meine freundet waren wir nie. Ich habe ihn im großen ganzen nur auf sie an Schippel getadelt wird. Freythaler meint, ich hätte sein Erklärung formuliert, am nächsten Loge früh stand sie den Parteitagen gesehen. Seit Jahren bin ich ja auf Amendement nicht ordentlich gelesen. Es steht allerdings nicht darin, im Vorwärts". Das weiß Cuno nicht. Er behauptet, alles wäre keinem Parteitage gesehen worden. Er hat gesagt, daß Schippel ausgeschlossen wird, aber es wird ihm überlassen, die anders gekommen, wenn Schippel erklärt hätte Konsequenzen zu ziehen, und sieht es doch als beste Lösung an, Ich habe behauptet, diese Erklärung enthielt nicht Ihren Stand- er hätte viel daraus gelernt; ich weiß auch das nicht. ( Buruf Cunows: er hätte mein Buch gelesen; ich weiß es nicht. Er hat gesagt, er legt sein Mandat nieder und verläßt die Partei. Gönnen Sie punkt!) Warten Sie nur ruhig abl Was habe ich also erklärt?( Heiterkeit.) Schippel für seinen letzten Gang die Rechtswohlthaten, die jeder hat. ch habe, um einer Legendenbildung vorzubeugen, bereits im Nehmen Sie weder die Resolution Bebel, noch das Amendement Reichstage den Versammlungsbericht im Vorwärts" als irre= schaftlichster Weise mit mir verkehrt. Zur Wahlzeit hat Antrick noch bei der Stichwahl in freundFreythaler an, sondern gehen Sie den Weg, den Ihnen Arons führend bezeichnet, was übrigens nicht den geringsten Vorwurf schaft seinerseits bemerkt. Ich habe nie eine Feinds Wie fann man min empfohlen hat. hierher gegen den Berichterstatter einschließen soll. Der Bericht erweckt kommen und die Dinge fo darstellen, als hätte man - Schöpflin- Leipzig: Schippel hat in Chemnitz selbst erklärt, daß besonders dadurch ein ganz falsches Bild, daß Anschauungen, die ich sich schon seit Jahren langsam zurückziehen müssen. Sein er von der Frattion aufgefordert wurde- und das ist doch als die heute in den parlamentarischen Mehrheiten Gewiffen habe ihm geboten geboten ich verstehe das nicht gedrängt, seine Stellung zu präzifieren. In Chemnitz wurde ausgehenden schilderte, als meine Auffassungen erscheinen. Meinen( Antrid: Hannover!) es mag sein, daß Antrick in Hannover in der 9 " 111111: Gewerkschaftliches. Die Lohnbewegung in der Gelbmetall- Industrie. Milizfrage einmal gesagt hat: Ach, Schippel, Sie brauchen hier treten des industriellen Besitzes für Agrarzölle für selbstnichts zu machen! Aber daß er in der Frage, um die es sich mörderisch, kurzsichtig oder für nicht weitblickend und notwendig hier handelt, der Handelspolitik, mir jemals Vorstellungen halten, das industrielle Proletariat wird die Brotzölle stets gemacht hat, davon weiß ich nichts, und ich müßte es doch wissen. nicht nur als ungeeignetes Mittel der Hilfe, sondern als den gewissenUnd nun sind die Aeußerungen von Enders angezogen, wenige losesten Brotwucher der vereinten Volksfeinde verwerfen. Hier löschen In der Versammlung, welche die streifenden Gürtler und von Ihnen fennen ja den Genossen Enders. Er legt großen Wert alle nicht nur denkbaren, sondern auch wirklich bemerkbaren Unter- Drücker gestern vormittag abhielten, konnte festgestellt werden, daß darauf, und das ist sehr hübsch von ihm, seine Redaktion absolut schiede in der mehr theoretischen allgemeinen Auffassung der Handels- in allen Fabriken, wo der Tarif vorgelegt und nicht bewilligt worden selbständig zu führen. Seit Jahr und Tag habe ich mich nie auch nur politischen Grundfragen aus vor den dringenden konkreten Ent- ist, die Arbeiter nahezu vollzählig die Arbeit niederlegten. Die mit einer Zeile oder einem Worte in seine Redaktionsführung eingemischt. fcheidungen der nächsten Gegenwart, und mehr bedarf eine politische wenigen, welche sich dem Streit nicht anschlossen, bilden einen so Er hat ausdrücklich gesagt, er wisse zwar nicht, wie Schippel denft, Partei zu ihrer Thätigkeit nicht." fleinen Bruchteil der Arbeiter, daß sie zur Aufrechterhaltung des aber er denke sich das so und so. Ich habe nie intim mit ihm über Da habe ich also die Gründe hervorgehoben, aus denen ich Gürtler und Drücker beträgt 570. Betriebes auch nicht entfernt ausreichen. Die Zahl der streikenden Bollfragen gesprochen. Er hat manches in der Bollfrage geschrieben, wofür von dem Standpunkt der Arbeiterklasse aus zu einer ablehnenden Gürtler und Drücker beträgt 570. ich mit Unrecht verantwortlich gemacht wurde. Ich achte seinen Sonder- Haltung komme. Aber trotzdem ich das wieder und wieder citiert Saal versammelt. Bekanntlich haben die Arbeiter dieser Branchen Gestern abend waren die Schleifer und Galvaniseure in Kellers lingsstandpunkt, ich kann dafür aber nicht verantwortlich gemacht werden. habe, heißt es immer wieder: Wenn wir nur wüßten, ob Schippel Mir wird aber wieder vorgeworfen: ich treibe eine Moral mit gegen die Agrarzölle ist. Ich habe das mum oft genug gesagt und ebenfalls einen Tarif eingereicht, dessen Bewilligung bis gestern abend doppeltem Boden, weil ich in kleinem Streise mitunter etwas sage, bin sogar so weit gegangen, daß ich gesagt habe: nur ein gefordert wurde. 7 Betriebe hatten bis dahin den Tarif unterschrieben. Wie in der Versammlung mitgeteilt wurde, folgen viele Fabrikanten was ich draußen nicht sage. Ja, macht denn das nicht jeder von vollendeter Knabe fann mir unterstellen wollen, daß ich 11118?( Rufe: Nein!) Muß das nich: jeder so machen? Wie oft jemals für Agrarzölle eingetreten nur widerwillig der Führung der Kühnemänner, an deren Beschlüsse wäre. Das ist mir vertritt nicht jemand in der Fraktion den Standpunkt der Gegner, iimmmer im Traum eingefallen. Da fragt man Wem sie nur durch Zwangsmaßregeln, hinterlegte Sichtwechsel und derer wird aber überstimmt. Dann sagt man doch das draußen hat Schippel erflärt, daß gleichen gebunden sind. Unter diesen Umständen, und da auch die er gegen Agrarzölle ist? nicht, aber in kleinem Kreise. Wenn in der Fraktion die Nun, ich erkläre dies nochmals. Wenn Sie noch mehr wissen wollen, Schleifer und Galvaniseure mit in den Lohnkampf eintreten, wird Die Ver Sprache wieder darauf kommt, hat man das Recht, auch stellen Sie bestimmte Fragen! Aber wenn ich das erkläre, bitte ich, auf einen sicheren Erfolg der Bewegung gerechnet. wieder ſeinen Standpunkt geltend zu machen, wenn dieser daß Sie diese Erklärung auch ernst nehmen. Auch über meine Zurüd- fammlung erneuerte den Beschluß, wonach die Schleifer und Standpunkt sich überhaupt innerhalb des Parteiprogramms hält. haltung beim Zollkampf habe ich mich ganz offen in der Chemnizer Galvaniseure am heutigen Donnerstag in allen Betrieben, wo der Deffentlich aber darf man diesen Standpunkt nicht vertreten, weil er Voltsstimme" ausgesprochen. Ich glaube, wer es nicht geradezu Ich glaube, wer es nicht geradezu Tarif nicht anerkannt ist, die Arbeit niederlegen. für die Partei unannehmbar ist. Es war mir klar, daß gewisse auf einen großen Streitfall abgesehen hat, muß mir nachfühlen, daß Zum Streit der Hausdiener und Packer der Firma Ashelm ist Reußerungen zwar durchaus zulässig sind, daß sie fich innerhalb ich mich zurückgehalten habe, da ich doch manche der Gründe nicht des Parteiprogramms halten. Aber das ist doch nicht richtig, sie teilte. Ich halte es einfach für anständig. Daß ich gegen meine zu berichten, daß eine Versammlung des gesamten Personals eine in der den Streifenden vollste in die Deffentlichkeit zu bringen, weil sie dam zu Knüppeln Ueberzeugung reden soll, wird niemand verlangen. Es passiert ja Resolution angenommen hat, werden, die der Partei zwischen die Beine geworfen werden. sehr oft, daß jemand in der Fraktion überstimmt wird, dann ist er Sympathie erklärt wurde und der Arbeiterausschuß beauftragt Ich habe in den Fraktionssigungen förmlich gebeten, doch die Sache eben still. Er hat kein Recht, gegen den Beschluß der Fraktion auf- wurde, heute bei der Firma zur Herbeiführung einer Einigungszur Ruhe kommen zu lassen, die ganze Geschichte ist ja tein Unglück. zutreten. Dazu war ja kein Grund für mich vorhanden. Daß man verhandlung vorstellig zu werden. Es ist eine Anschauung, die in ausländischen Parteifreisen überall in solchen Fällen eine gewisse Zurüdhaltung übt, ist nicht zu verIn Sachen des Streits bei der Firma Siemens u. Halske finden vertreten ist und die auch in unsern Streisen vertreten meiden. Das sind Lagen, in die jeder kommen kann. Da ist keine heute mittag Verhandlungen vor dem Einigungsamt des Gewerbes werden darf, weil sie dem Programm nicht widerspricht. Unehrlichkeit dabei. Noch eins wollen Sie bedenken. Ich habe die gerichts statt. Es ist zu hoffen, daß es dabei zu einem befriedigenden Ich habe gebeten, bis die Handelsverträge abgeschlossen Schlußstelle in meinen Grundzügen" eigentlich deshalb geschrieben, Abschluß der Angelegenheit fommt, da bei der Stimmung der sind, doch feinen Stratehl zu machen; die Aussprache ist um etwaigen Gegnern, die sich auf mich berufen würden, entgegen Arbeiterschaft es im andern Falle zu Weiterungen fommen fönnte, froßdem erfolgt, ich gebe zu, sie war angesichts der Situation nicht treten zu fönnen; sie ist ja förmlich dazu formuliert, den Gegnern die zu heftigen Erschütterungen in der gesamten in Betracht kommenzu vermeiden. Aber die Absicht, die Partei zu schädigen, habe ich ins Geficht geschlagen zu werden, aber Voraussetzung ist, daß nicht den Industrie führen. nicht gehabt. Wir sollten doch bei Parteigenoffen immer nach Parteigenossen da sind, die längst vor den Gegnern erklärt haben, Die Bewegung der Glasarbeiter dehnt sich immer mehr aus, der Absicht urteilen. Gegnern gegenüber soll man gewiß baß sie die Stelle nicht ernst nehmen. Dadurch haben Sie mir diese da eine Anzahl Firmen dem Arbeitgeber- Berband beigetreten sind jede schwache Stelle ausnutzen, aber wenn man das Partei- legte Waffe selbst aus der Hand geschlagen. Wenn Sie das auf und ihre Bewilligungen zurückgezogen haben. Streitbrecher sind in genossen gegenüber thut, kommt es dahin, daß jede kleine Meinungs- Schritt und Tritt jedem Genossen gegenüber thun wollten, werden so geringer Anzahl vorhanden, daß dieselben auf den Stand der verschiedenheit immer in große Differenzen ausartet, und das Partei- Sie jeden zwingen, zu schweigen. Jeden Augenblick hätte man mir Bewegung keinen Einfluß ausüben können. Auch die Anfertigung leben würde darunter leiden. Moral mit doppeltem Boden habe ich doch entgegenhalten können: Dein Genosse in der Neuen Zeit" und von Streitarbeit außerhalb Berlins will den betreffenden Firmen nicht getrieben und ist nie meine Absicht gewesen. Und, Genossen, messen Dein Genosse im Vorwärts" haben ja selbst an dem Ernst Deiner nicht gelingen. So haben die Glasarbeiter in Fürth und in Dresden Sie doch auch nicht so sehr mit doppeltem Maß. Man hat mir immer Ver- Worte nicht geglaubt. Ja, da hört es eben auf. Und wer hat die die Anfertigung von Streifarbeit verweigert. Trotz der günstigen höhnung der Partei vorgeworfen, aber der einzige Beweis, den man Partei fortwährend in solche Lage gebracht? Wer hat jedes Wort, Lage des Streiks wollen die Arbeiter das Gewerbegericht als angeführt hat, war meine Aeußerung: Wenn man sich entrüstet, ist man das mißdeutet werden kann, mißdeutet? Wer hat die Gegner mit der Einigungsamt anrufen, um dadurch ihre Friedensliebe zu dokumenimmer ein guter Barteigenosse! Ob das in jenem Zusammenhange Nase auf Buntte gestoßen, die sie vielleicht gegen uns ausnüßen tieren. Sie haben jedoch gleicherzeit beschlossen, sich bei etwaigen ein so großes Bergehen war, will ich dahingestellt sein lassen. fonnten? Ich habe diesen Weg nicht betreten, aber andre haben wir Berhandlungen nicht dem Unternehmertum auf Gnade und UnAber wie halten Sie es denn bei andern? Antrick hat vorhin die ihn im legten Jahre fortwährend gehen sehen. Wenn Sie den Weg gnade auszuliefern, sondern ihre Minimalforderungen aufrecht zu " Freifinnige Zeitung" citiert. Das imponiert mir in feiner Weise. weiter gehen, wenn Sie Aeußerungen von Genossen so interpretieren, erhalten. Die Freifinnige Zeitung" citiert auch Kautsky und Bernstein wie die Gegner es haben wollen, dann bringen Sie jeden in die Eine Maßregelung in der„ Istri"-Brotfabrik. Schon längst gegen die Partei, und sie hat seiner Zeit ganz besonders citiert die age, in die ich gekommen bin. Ich bin ja nicht im stande, Sie Artikel der Leipziger Boltszeitung" gegen die Ent- daran zu hindern, aber wir sollten doch gegenseitig mehr Rücksicht wurde in dieser angeblich unter ärztlicher Ueberwachung stehenden scheidung der Parteischiedsgerichte, namentlich den mit„ dt." unternehmen. Ich habe nicht behauptet, daß alles, was ich gethan habe, Musterbäckerei den geseßlichen Bestimmungen über die Arbeitszeit zeichneten Artikel, der von jedem als Verhöhnung, als Fronisierung richtig ist. Mir geht es wie jedem Schriftsteller und Redner, daß betvegung glaubten die Bäcker nicht allzu energisch auftreten zu in Bäckereien nicht entsprochen. Aber in Anbetracht ihrer Lohnman hinterher manches anders gewünscht hätte. Die Erklärung, daß unsrer Partei aufgefaßt ist und nicht etwa bloß einzelner Genossen, ich nicht für Agrarzölle bin, habe ich abgegeben. Wenn Sie sie nicht sondern der Partei- Instanzen. Wer hat damals seine Stimme hören wollen, kann ich Sie nicht daran hindern. Aber auf der andern dagegen erhoben? Ich glaube, was da in jenem Artikel gestanden Seite sorgen sie auch dafür, daß diese Art des parteigenössischen hat von Wanzen taktik und dergleichen, das geht mehrere Stampfes, die die Gegner geradezu mit der Nase darauf stößt, daß Tausend Prozent über das hinaus, was ich geschrieben. hier vielleicht Stellen sind, die man anders auslegen kann, aufhört. Daß ich jetzt eine handelspolitische Debatte eröffne, werden Sie nicht Ich denke, wir werden dann immer noch mit einander auskommen können.( Lebhafter Beifall.) 0 " " mehr erwarten. Aber das werden Sie erwarten das ist ja von tonnen, da ja während derselben die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der" stri"-Brotfabrik ebenfalls geregelt werden mußten. Thatsächlich hat die Firma auch als eine der ersten die Gesellenforderungen bewilligt und ehrenwörtlich unterschrieben. Man sollte nun meinen, daß eine solche Fabrit, die angeblich von Ingenieuren, Rechtsanwälten, Aerzten usw. geleitet wird, es mit dem einmal gegebenen Ehrenvort ernster nehmen würde, wie der größte vielen gewünscht worden daß ich klipp und klar mich über meine Teil der Berliner Bäckermeister. Aber weit gefehlt! Wohl bezahlte Stellung äußere. Genosse Düwell und Genoffin Ziez haben geDas Schlußwort als Referent erhält Ledebour, das wir ebenso man den festgesetzten Lohn, Ueberstunden aber nur mit 30 f. fordert, ich solle doch einmal kategorisch erklären, ich sei kein Schuß wie die persönlichen Bemerkungen wegen Raummangel bis morgen statt 60 Pf. die Stunde. In 12 Stunden Marimalarbeitszeit mußten Zöllner. Wie kommt man dazu, eine solche Erklärung von mir zurückstellen müssen. 4 Arbeiter 1100 Brote herstellen, ein Bensum, das unter andern zu verlangen? Schutzöllner haben wir immer unter Nach einer kurzen Geschäftsordnungsdebatte wird beschlossen, Verhältnissen von 6 Arbeitern mit dem äußersten Kraftaufwand uns gehabt. Auf dem Stuttgarter Parteitage ist es als durch zuerst über die Resolution Bernstein, dann über die Resolution geliefert werden kann und auch fast in keiner Bäckerei verlangt wird. auts berechtigt anerkannt, daß man principiell in gewissen Bäplow, dann über die Resolution Bebel und schließlich über das An ein kurzes Ausruhen während diefer 12 Stunden war überFällen in den internationalen Verkehr regulierend ein Amendement Freythaler abzustimmen. haupt nicht zu denken. Zum Essen war gar keine Zeit. Aber damit greifen darf. Das nennt man eben Schutzzoll. Auch Kautsky Die Refolutionen Bernstein und Päplow werden a 5- nicht genug. Wöchentlich viermal im Durchschnitt mußten die Arist mur als Opportumist principieller Gegner von Schutzzöllen. gelehnt. beiter Ueberstunden machen, und zwar so, daß stündlich weitere Er sagt: in Deutschland liegen die Verhältnisse so, daß wir ohne In der namentlichen Abstimmung wird die Resolution Bebel 100 Brote geliefert werden konnten. Dafür erhielten die Arbeiter Industrie- keine Agrarzölle haben können. Aber principiell ist mit 234 gegen 44 Stimmen bei einer Enthaltung angenommen. Die genannten 30 Pf. Ueberstundenlohn bezahlt. Sehr oft dehnten er nicht gegen Schutzölle. Seine Grundsäße hören bei Bodenbach Mit Nein stimmen: sich die Ueberstunden sogar bis zu 17 Stunden aus, so daß nicht auf. Auf dem österreichischen Parteitag hat er jogar Resolutionen Arons, Bernstein, Dr. Heinrich Braun, Dies Heddernheim, einmal die Sstündige gefeßliche Ruhezeit eingehalten wurde. mit beschließen helfen, in denen steht: Principiell können wir die Dreesbach, Ehrhardt, v. Elm, Esser aus Aachen, Fendrich. Edmund Vor drei Wochen wurde nun den Arbeitern eröffnet, daß das Schußzölle nicht verwerfen. Dann kann man aber doch nicht verlangen, Fischer, Genzen aus Stralsund, Dr. Gradnauer, Grenz aus Leipzig, Normalpenfum von täglich 1100 Broten in ein Wochenpensum von daß ich principiell sagen soll, ob ich Schutzzölle verwerfe, und er- Heitmann aus Oldenburg, Hildenbrand aus Stuttgart, Holzapfel 6600 Broten umgewandelt und von den zu zahlenden Ueberstunden klären, daß wir, wenn ich das nicht sage, getrennte Leute sind. aus Dresden, Hofmann aus Saalfeld, Horn aus Stettin, Hug aus die Hälfte des Tagelohnes für einen Aushilfsgesellen abgezogen Genoffin Ziez, als ich in Stuttgart mein Referat hielt, war es mir Bant, Dr. Jasper aus Braunschweig, Kasch aus Wandsbet, Kagen werden sollte. Die Organisation wandte sich nun in der höflichsten eine ganz besondere Freude, daß ich von mehreren Seiten darin stein, Keidet aus Pirmasens, Klüß aus Breslau, Knieriem aus Weise an die Direktion und bat um Abstellung der trasfesten UebelZustimmung fand, daß unter Umständen doch ein Schutzzoll zu München, Körsten, Krasemann, Langer aus Chemnik, Lindemann, stände. Der Erfolg des Schreibens war ein überraschender. Zwei lässig sein könne. Ein Redner, der sich im allgemeinen auf Mahlte, Meis aus Gelsenkirchen, Dr. Michels, Mothes aus Chemnitz, Arbeiter erhielten am Dienstag plöblich ihre Entlassung. Man den Freihandelsstandpunkt stellte, schloß mit den Worten: Niegel aus Bichopau, Päplow, Repp aus Friedberg, Scherf aus wolle fich bom socialdemokratischen Bäder= Ich ersuche Sie also, der Kautstyschen Resolution zuzustimmen, Langenchursdorf, Schippel, Schmid aus München, Schöpflin, Schulz gesellen- Verband keine Vorschriften machen aber einen Baffus einzuschieben, der unsre Abgeordneten ermächtigt, aus Delmenhorst, Dr. Südetum, Vater aus Noffen und Vollmar. Lassen. Die übrigen wurden Streitbrecher. So halten diese gegebenen Falles unbeschadet unsrer principiellen Stellung auch für Der Stimme enthält sich Cohn aus Breslau. Entschuldigt find: Serren, die sich mit pomphafter Reklame auch bei der Arbeiterschaft Schutzölle zu stimmen, und dieser Redner war die Genofsin Finsel aus Bromberg, Paul Hoffmann aus Hamburg, Thiele aus einführten, ihr gegebenes Ehrenwort. Den Bädern aber sei es zur Bieß.( Große Heiterkeit.) Ja, so geht es.( Frau 8ies: Aber Halle und Molkenbuhr. Pflicht gemacht, diesen Musterbetrieb" zu meiden. баз nicht für die Agrarzölle, Sie haben vorher von Schutzöllen gesprochen!) Das Ergebnis der namentlichen Abstimmung über Achtung, Leistenvergolder! In Fürth i. B. sind die PoliturMeine Stellung ist im Grunde genommen doch sehr einfach. Ich Amendement Freythaler ist seine Annahme mit 150 gegen 126 habe in meiner geschichtlichen Darstellung dazu bin ich als Stimmen bei zwei Enthaltungen( Gerisch und Pfannkuch) und der arbeiter( Farbigmacher) und die Grundierer in den Streit ein= Wissenschaftler einfach verpflichtet infolge des folossalen Umfelben Zahl Entschuldigter wie bei der ersten Abstimmung. Mit getreten. Zuzug ist darum streng fernzuhalten. Der Hauptvorstand des Verbandes der Vergolder. schwunges in der Handelspolitik auf dem europäischen Kontinent die Nein stimmen zunächst von den 44, die vorhin die Resolution Bebel Frage gestellt: Wie kommt es, daß das ganze Bürger- abgelehnt, alle mit Ausnahme von Grenz, Kagenstein, Dr. Michels und Die Tarifbewegung der Handels, Transport- und Berkehrsdas früher gegen die Agrarzölle war, ſeit Ende Schöpflin, die jezt mit Ja stimmen. Außerdem stimmen mit Nein: Adelung arbeiter in Fürth ist von Erfolg gewesen, da sämtliche Unternehmer, der 70er Jahre überall sich so sehr gewandelt hat in allen aus Mainz, Bärer aus Harburg, Beeck aus Lauenburg, Bedmann aus bis auf zwei, eine Tarifvereinbarung mit dem Verbande der ArLändern? Ich habe gemeint, das müsse tiefe Ursachen haben, Gießen, Bérard, Bolljes aus Leſum, Bock aus Gotha, Böhme aus beiter abgeschloffen haben, durch den die aufgestellten Forderungen und die habe ich geschildert und daraus geschloffen, daß, so Eisenberg, Böhle aus Straßburg, Blos, Bömelburg, Brey aus im wesentlichen erfüllt werden. lange diese neuen Verhältnisse bestehen, das Bürgertum aus Hannover, Buder aus Forst, Buddeberg aus Bant, Burgau aus verschiedenen Gründen an den Agraraöllen festhalten wird. Aue, Burgund aus Breslau, Cohn aus Breslau, Diez, Dönnede aus tum, Und solange wird auch die Induſtrie daran festhalten. Kautsky Mühlhausen i. Thir., Dorn, aus Müttern, Deute aus one, Letzte Nachrichten und Depefchen. Not Zur Lage in Italien. Rom, 21. November. Die Gruppen der Radikalen, der ReZu den füdamerikanischen Wirren. Buenos Aires, 21. September.( W. T. B.) Nach Meldungen sagt, ich hätte keinen Grund angegeben, sondern nur gesagt, ich bin Ebert aus Bremen, Eilers aus Bielefeld, Gilfen aus Ottensen, Gegner der Agrarzölle. Ich habe wörtlich geschrieben:" Als einen Faber aus Frankfurt, Fauth aus Weylar, Feldmann aus Langenfür ihn bedeutsamen Grund führt Kautsky an, daß der Zoll auf- bielau, Richard Fischer, Förster aus Hamburg, Fritsche aus Berlin, gebracht wird in Form einer Stopfsteuer, die alle, ob reich oder arm, Frohme, Gramsdorf aus Görlitz, Grünhagen aus Danzig, Grünberg, publikaner und der Socialisten der Deputiertenkammer hielten gleich belastet, ja, Mermere mehr als Reiche". Na also: Hanchen aus Guben, Herbst aus Spremberg, Horst aus Durlach, heute nachmittag eine mehrstündige Beratung ab, alt der Warum soll ich allein nicht in der Lage sein, die schwere inſche aus Lägerdorf, Jakob aus Bant, Jakobsen aus Lod- 55 Deputierte teilnahmen, es wurde beschlossen im Hinblick und Hilfsbedürftigkeit der Landwirtschaft, tvie Kautsky stedt, Jakobsen aus Hadersleben, Junghans aus Limbach. anzuerkennen und die Wirkung der Zölle rein thatsächlich, ähnlich Kaufmann aus Niederzwönig, Kenngott aus Eßlingen, Klampfer zu fordern, und wenn diese nicht erfolgen sollte, am 16. Oftober auf die innere Lage die sofortige Einberufung des Parlaments wie Zoller, zu beurteilen; aber dennoch Armi in Arm mit Kautsky aus Birndorf, König aus Berlin, Kratsch aus Brandenburg. eine neue Versammlung abzuhalten, einige Mitglieder der äußersten und Zoller die specifische Form der heutigen Staatshilfe, nämlich Hilfe Küfner aus Delsnig, Lehmann aus Mannheim, Lemenkow aus Linken gaben im Laufe der Debatte Erklärungen ab, in den ste durch Agrarzölle, entschieben abzulehnen, und deshalb abzulehnen, weil Hamburg, Leinert aus Hannover, Lienau aus Neumünster, Löwen die Haltung der äußersten Linken mißbilligten. In parlamentarischen die Mittel zur Abhilfe nach einem am meisten für Arbeiter durchaus un- stein aus Nürnberg, Leiſter aus Johanngeorgenstadt, Lisinger aus Streifen wird allgemein angenommen, daß die Einberufung des gerechten Modus aufgebracht werden. Sogar bei der Arbeiter Minden, Müller aus Hameln, Muellenftäbt aus Nauen, Diberbissen parlaments zur gewöhnlichen Zeit erfolgen wird. versicherung, bei gefeßgeberischen Anläufen zu durchaus berechtigten aus Bielefeld, Osterroth aus St. Johann, Paulus aus Radebeul, proletarischen Zielen( Gegenwartszielen) haben wir Socialdemokraten Frau Boetzsch aus Connewig, Nackt aus Nürnberg, Rhein aus Bremen, oft genug die Negation hervorgekehrt, weil uns die Art der Auf- Reißhaus, Niem aus Dresden, Sachse aus Bochum, Schaumburg bringung der Mittel nicht gefiel. Dann, denke ich, wird es als aus Hamburg, Schmalfeldt, Schmidt aus Graboro, Schulz aus durchaus konsequent angesehen werden müssen, wenn ich aus Bojen, Segiz, Silberschmidt aus Berlin, Schlegel aus Eklingen, dem gleichen Gesichtspunkt der Agrarkrisis in andrer Weise Starofson aus Rostock, Stille aus Bergedorf, Stubbe aus Hamburg, begegnet fehen möchte wie seitens der Agrarzöllner. Ich Thoene aus Kassel, Tuzauer, Betterlein aus Helmarshausen, Vorthabe darium und aus naheliegenden allgemeinen politischen mann aus Metz, Alma Wartenburg aus Ditenſen, Wasner aus Gründen am Schluß meiner Handelspolitik geschrieben, und würde Stuttgart, Weinheber aus Hamburg, Weißmannt aus Halle, Widn heute höchstens die Stellung über den Brotwucher in Klarerer Weise aus Mülhausen i. E. und Zucht aus Berlin. fassen: Wie sollten die arbeitenden Massen in den Städten in den Zwischen der ersten und der Feststellung des Ergebnisses der in ihrer heutigen Sigung die merkwürdige Haltung der Regierung Brotzöllen etwas andres fehen als Stockprügel auf den Magen, wie zweiten Abstimmung wird nach längerer Debatte beschloffen, das sollten sie an dem Schicksal ihrer schlimmsten politischen Peiniger und Fendrichsche Mandat für gültig zu erklären. Zugleich spricht der Feinde, die sie überall an der Spiße der Agrarbewegung sehen, das geringste Parteitag den Wunsch aus, daß in Zukunft Mandate auf solche Weise Interesse nehmen? Wir mögen uns über die Ursachen der Agrarkrisen nicht mehr zu stande kommen mögen. streiten, soviel wir wollen, wir mögen die Höhe des landwirtschaft- Hierauf schließt die Sigung. lichen Notstandes hoch oder niedrig einschäßen, wir mögen das Ein-! Am morgigen Tage, Donnerstag, fallen die Sigungen aus. Berantw. Redakteur: Franz Rehbein, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt aus Montevideo hatte ein Abgeordneter der Regierung mit dem Führer der Aufständischen Basilio Munoz in Bage eine Zusammenfunft, in welcher die vom Präsidenten der Republik formulierten Friedensbedingungen im Princip angenommen und ein Waffentillstand geschlossen wurde. Der Friede scheint gesichert. Dresden, 21. September.( B. H.) Die Handelskammer bedauerte zu den industriellen Rotstand- Tarifen; dadurch seien berechtigte Erwartungen getäuscht und die Industrie schwer geschädigt worden. Die Regierung habe die Gelegenheit verfäumt zu zeigen, welchen Wert die Selbständigkeit der sächsischen Staatsbahnen habe. Die vers schiedenartige Behandlung der Industrie und der Landwirtschaft müsse die schwersten Bedenken hervorrufen. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 223. 21. Jahrgang. 1. KilGk ks.lotitiitls" ficiliiitr MbliliiB. Donnerstag, 22. September 1904. Parteitag der socialdemokratischkn Partei Dentschlands. Bremen, den 21. September 1904. Dritter Verhnndluilgst>,g. Vormittags-Sitzung. Vorsitzender Dich eröffnet die Sitzung kurz nach 9 Uhr und teilt mit, daff Auer folgendes Telegramni an den Parteitag gerichtet hat:„Besten Dank für Euren Glückwunsch, hoffentlich erfüllt sich derselbe bald und bin ich wieder im stände, für die Partei zu wirken. Hoch die internationale und die deutsche Socialdemokratie! Auer." (Lebhaste Bravo!-Rufe.) Es wird in die Tagesordnung eingetreten. Zur Verhandlung steht der Fall S ch i p p e l. Schippe!: Parteigenossen! Ich werde Sie vielleicht in gewissem Sinne enttäuschen, wenn Sie eine sogenannte graste Verteidigungsrede er- warten. Vielleicht werde ich nicht cinnial die volle Stunde, die Sie niir zu bewilligen die Güte hatten, ausnutzen. Sie dürfen mir das nicht übel nehmen. Wenn man sechs Monate hindurch in einem solchen Streit steht, wenn man anfangs die Sache zu be- s ch lv i ch t i a e it versucht hat, um den Frieden herzustellen, wenn man Erklärung auf Erklärung abgegeben hat, die von vornherein dahin gingen, daß die Beschuldigungen gegen mich falsch sind, daß ich in Zollfragen auf dem Standpunkt der Partei stehe und weiter bereit bin, ihn zu vertreten, wenn man dann einen „Bandwurm von 47 Spalten"— wie mir so oft vorgehalten worden ist— produziert hat und dann noch nicht einmal erreicht, daß die Genossen zugeben: Nun ja, wir wissen jetzt, woran wir sind— dann dürfen Sie mir das uicht übel nehmen. Wie kommen wir dann überhaupt zu einem Ende, wenn m dieser Weise die Acußenmgen eines Genossen einfach ignoriert werden, und wenn nach der Melodie„Wer das Lied nicht mehr weiter kann, der fängt dann von vorne an", einfach die alten Beschuldigungen wieder erhoben werden. Aber ich habe selbstverständlich die Pflicht, Sie noch einmal zu orientieren über das, was geschehen ist; aber ich werde es so kurz wie möglich thun. Denn wenn meine Erklärungen in S oder 8 Monaten nichts geholfen haben, dann werden sie wohl auch heute nicht mehr viel helfennnd wir müssen sehen, daß wir zu einem Ende kommen; das scheint mir die Hauptsache zu zein. Mag das Ende für mich weniger oder mehr unerfreulich sein, die Hauptsache ist, daß wir zum Schluß kommen.(Rufe: Sehr richtig I) Ja, Parteigenossen, um erst einmal auf das Referat Ledebours zurückzukommen. Ich gebe zu, ivir haben es mit Fraktionsreferaten nie so streng genoinmen. wie im Parlament etwa bei Kommissionsreferaten, daß der Referent selber nicht parteiisch sein soll, sondern durch sein Referat nur orientieren soll über die Strömungen, die in der Fraktion oder im Reichstag in der Kom- Mission sich geltend gemacht haben. Ich will deshalb auch Ledebour keinen Vorwurf machen, aber betonen muß ich doch: ein objektives Referat über das, wie es in der Fraktion gelaufen ist, war es nun denn d o ch n i ch t. Da war doch viel zu viel subjektiver Standpunkt, viel zu viel subjektive Verurteilung mit dabei. Wenn Ledebour objektiv referieren wollte, hätte er nicht das Recht gehabt, immer von „Fraktion" zu sprechen.(Sehr richtig I) Es hat dort Minderheiten und Mehrheiten gegeben und die Minderheiten waren keine kleinen. Die FraktionScrklärung ist angenommen mit einige» 30 gegen verschiedene 20 Stimmen. Das ist eine ganz ansehnliche Minderheit, das hätte man doch wenigsten« erwähnen sollen. Dann wurde ein zweiter Beschluß gefaßt, ob man diese Erklärung veröffentlichen sollte; also ob man die Sache schärfer oder milder in der Oeffentlichkeit behandeln sollte. Dies wurde angenommen mit 28 gegen 26 Stimmen, zwei Stimmen hätten ausgereicht und die Sache wäre in der Oeffentlichkeit in ganz andrem und weniger grellem Lichte erschienen. Auch das hätte vielleicht Ledebour erwähnen sollen. Es gab eine starke Strömung. die sagte: bei einer so wichtigen Sache, die uns vielleicht in Streitereien auf Jahre hinaus verwickelt, sollte man doch die Gesamtfraktton extra einladen. Das wurde abgelehnt, aber man weiß ja, die Süddeutschen sind es vor allem, die iveniger in Berkin sein können, weil sie zum Teil in den Landtagen festgehalten werden. Vielleicht wäre sonst dasStimmen- Verhältnis doch anders gewesen. Also Sie sehen, die Dinge liegen nicht so einfach, daß die Frattion etwa wie ein Mann in dieser Frage gegen mich gestanden hätte. Auch das ist weiter charakteristisch: Wo ist denn die Entrüstung nun am größten gewesen? Da etwa, wo meine Artikel er- schienen sind, da wo die E h e in n i tz e r„ V o l k S st i m m e" verbreitet ist und gelesen wird? Mit großer Aufmerksamkeit sind gerade die Artikel gelesen worden. Ist da die Enttiistung auf- geschäumt, hat da die Volksseele gekocht? Nein. Die Chemnitzer „Volksstimme" hat eine sehr große Verbreitung, sie wird gelesen im Wahlkreise 19. Döbeln, 16. Mittweida, 16. Cheinnitz, 17. Glauchau- Meerane, 19.Stollberg-Schnecberg, 20. Zschopau-Marienbcrg, 21. Annaberg-Schwarzenberg. Ich lese die Zeitting sehr aufmerksam, auch alle Versammlungsberichte, Iveil es das Blatt ist, das in meinem Wahl- kreise verbreitet ist. Da aber hat keiner aufgeschäumt vor Entrüstung. Da ist einmal S t ü ck l e n in den 16. Wahlkreis gekonnnen, da ist S ch ö p f l i n hingekommen und hat wahr- scheinlich ungefähr dieselbe Rede gehalten, wie gestern hier auf dem Parteitage, aber solche Aeutzerungen sind spurlos aic den Versammlungen vorübergegangen, es ist nirgends einBeschluß gegen mich gefaßt. Also gerade, wo die Genossen am meisten hätten auffchäumen müssen, ist nichts davon zu sehen gewesen, nichts von Entrüstung über meinen Ton, über das, was ich sachlich da entwickelt hatte. Auf der andern Seite aber ist wieder sehr charakteristisch: In Hamburg hat man einen Beschluß gegen mich gefaßt, dort hat man verlangt, daß gegen mich vorgegangen werde. Aber gerade im „Hamburger Echo" habe ich gelesen, daß die Redner dort in den Versammlungen betont haben: ja eigentlich wissen wir ja gar nicht, was los ist, das„Hamburger Echo" hat uns darüber nichts mitgeteilt, das müssen Ivir erst auf dem Parteitage erfahren. Also das ist der Unterschied. Dort haben sie nichts erfahren, da entrüsten sie sich; in Chemnitz aber und überall, wo die„Volksstimme" verbreitet ist, wo man meine Artikel mit Aufmerksamkeit gelesen hat, wo man sie vor sich hatte, Woche für Woche, Monat für Monat, da ist nichts davon wahrgenommen worden. Im Gegenteil, es ist dort öfter vorgekommen, day bekannte Parteigenossen, Referenten offen dafür«ingetreten sind, daß der Fall Schippe! objektiv behandelt werden soll und daß kein Grund zu einem Ketzergericht vorliege. In dem 17. Wahl- kreise, wo Auer gewählt ist, einem unsrer ältesten und berühmtesten Wahlkreise, der den Genossen Scherf als Delegierten hierher geschickt hat, hat einer der gesuchtesten Redner dort, der Genosse Knauf folgende Ausführungen gemacht mit Bezug auf den Fall Schippe!: Die Hauptsache ist, daß die Verhandlungen sachlich geführt werden. Vor allen Dingen dürfe man bei abweichenden Meinungen nicht immer gleich das Schlimmste befürchten. Die Meinungs- sreiheit müsse unter allen Umständen hochgehalten werden. Er be- greife deshalb auch nicht, wenn man gegenüber dem Genossen Schippe! wegen seiner abweichenden Meinung bezüglich der Handels- Politik so schwerwiegende Vorwürfe erheben und mit Ausschluß drohen könne. Die Socialdemokratie sei keine Partei des absoluten Freihandels und auch die Fraktion habe sich nie ans diesen extremen Standpunkt gestellt, auch nicht stellen können. Diese Erklärung habe kein Geringerer als unser alter Wilhelm Liebknecht im sächsischen Landtage gegeben, ähnlich habe sich auch schon Genosse Bracke� geäußert. Schippe! habe ganz recht, wenn er den Grundsatz aufstelle: Wer Handelsverträge wolle, müsse not- gedrungen auch Zölle wollen. Wir seien Vertreter der V e r t r a g s p o l i t i k. Wenn aber über solch wichtige Punkte noch Unklarheit herrsche, so müsse man eben dafür sorgen, daß mehr Aufklärung geschaffen werde. Dann dürfe man aber nicht gleich aus dem Häuschen geraten— über die Sache selbst wollen wir uns ja jetzt nicht streiten, es handelt sich jetzt nur um die Entrüstung— wenn theoretische Auseinandersetzunge» stattfinden. Diese sachlichen Auseinandersetzungen schadeten der Partei nicht, wohl aber, wenn man abweichende Meinungen nicht dulden wolle. Gewiß, auch die Ausführungen Schippels— das ist das einzige, was da etwa bemängelt wird— hätten sachlicher sein können, für ihn komme aber als Entschuldigung in Frage, daß er in ganz ungerechtfertigter Weise angegriffen und zu seinen theoretischen Darlegungen gezwungen worden sei. So also entrüstet man sich dort, wo man mich kennt, und so in Hamburg, wo man mich nicht kennt.'Man entrüstet sich, man be- dauert, daß nichts im„Hamburger Echo" gestanden hat, aber man glaubt, es müsse doch etwas geschehen.— Parteigenossen, legen Sie mal die Hand aufs Herz:Wie viele von Ihnen, die bereit sind, mich zu verurteilen oder scharf zu kritisieren, haben die Artikel gesehen, wie viele haben die Artikel gelesen, wie viele haben Nummer für Nummer verfolgt, ob mein Ton schlechter war oder der Ton der Gegner. Denn das müssen Sie doch auch be- denken, beim Hobeln fallen immer Späne, die Abwehr- maßregeln richten sich doch auch nach dem Verhalten der Gegner, das ist doch selbstverständlich. Wenn Sie die Dinge so gelesen und verfolgt haben— dann gut, das Urteil wird für'mich gewiß schwer wiegen, aber ich glaube, wenn Sie ernst an die Dinge herangehen wollen, so wird es Ihnen so ähnlich gehen, wie es den Hamburgern gegangen ist, wo man sich sagen mutzte: Was eigentlich los ist, wissen wir nicht, darüber sind wir nicht orientiert. Wie so die Stimmungen wechseln, dafür ist folgender Vorgang charakteristisch. Ich habe' gestern mittag mit Hoch privatim ge- sprachen und er hat dann am Nachmittag hier von der Tribüne den- selben Standpunkt vertreten, wie mir gegenüber am Mittag. Als ich aber am Mittag mit ihm sprach, war niemand mehr verblüfft über das, was mir Hoch sagte, als ich selber. Denn im Reichstag waren die Dinge so: Eines schönen Tages kam ein Fraktionsfreund auf mich zu und sagte: H o ch i st ii b e r I h r B u ch g a n z e n t z ü ck t, er wird es Ihnen wahrscheinlich auch noch selbst sagen. Nach ein paar Tagen traf ich Hoch. Das erste, was er that, war, daß er mir sein Entzücken über mein Buch aussprach. Aber über meine Rede im dritten Berliner Wahlkreise entrüstet sich Hoch, obwohl Kautsky nachgewiesen hat, daß genau dasselbe, was ich da gesagt habe, in meinem Buche steht. Ich vermag mir solchen Widerspruch nicht zu erklären. In dem Buch, das ja den Mittelpunkt der Anklage bildet, steht doch nur ausführlicher und kräftiger betont dasselbe, was man mir zum Vorwurf macht. An dem Buch hat man seine Freude, und dann steigt man hier auf die Tribüne und hält die Anklagerede. Das reimt sich nicht zusammen. Und wenn es immer heißt:„Die Gegner haben uns gelobt; daß sie den Schippe! öfter loben, das ist ein Beweis von seiner Grundschlechtigkeit"— ja, Genosse Hoch, denken Sie daran, wie Sie in der Z o II t a r i f- K o m m i s s i o n saßen, da haben Sie den Standpunkt vertreten— und das ist auch von den Gegnern ausgenutzt worden— da haben Sie den Standpunkt vertreten, wer Handelsverträge haben will, der muß auch einen Unter Handlungstarif, der muß auch Zölle haben. Da stand Graf Posadowsky auf und lobte unsrcn Genossen Hoch über den grünen Klee.(Heiterkeit.) Daraus mache ich Hoch nicht den geringsten Vorwurf, das entspricht ja in vieler Beziehung ganz meiner Stellungnahme. Aber dann soll man doch einen andren Genossen nicht deshalb angreifen, weil er um ähnlicher Anschauungen willen auch mal von den Gegnern gelobt wird. Ich bin dem Lob nicht nachgelaufen, aber ich fürchte mich auch nicht davor, ich kann mir doch meine Anschauungen nicht von den Gegnern vorschreiben lassen, ich kann mir doch nicht, wenn sie mich loben, flugs eine andre Anschauung bilden. Hamburg III möchte, wenn etwas bewiesen wird— das ist ein ganz loyales Vorgehen— scharfe Maßnahmen gegen mich ergreifen. Hamburg lU ist mit vertreten durch Päplow; das ist ein alter Bekannter von mir aus Chemnitz, ich habe stets seine Entwicklung sehr aufmerksam verfolgt, und ich glaube, er wird auch meiner noch nicht ganz vergessen haben. Päplow vertritt be- kanntlich mit am allerenergischsten den Standpunkt, auch für die Ware Arbeitskraft können sich einmal die weltwirtschaftlichen Konkurrenzverhältnisse, die internationalen Konkurrenzverhältnisse bei der heutigen rapiden Entwicklung des Weltverkehrs und des MenschenverkchrS sehr leicht und' sehr rasch dahin ändern. daß wir den internationalen Freihandel in der Ware Arbeitskraft nicht mehr dulden können, daß wir da Beschränkungen, daß wir Absperrungen haben müssen— es braucht ja kein Schutzzoll zu sein, sondern eine andre Art des Protektionismus. Päplow wird extra hierher geschickt, um mich wegen meines Protektionismus zu verurteilen, für die Ware Arbeitskraft aber behält er sich vor, heute und morgen schon Protekttonist zu werden, wenn andre Konkurrenzverhältnisse eintreten sollten. Päplow vertritt ungefähr denselben Standpunkt wie die Arbeiter in Südafrika, die von jedem Kandidaten verlangen, daß er dafür eintritt, die Jndier auszu- schließen, die Chinesen auszuschließen, die Schwarzen- Arbeit in ge- wisser Beziehung einzudämmen. Zugleich aber vertritt Päplow Hamburg HI, das mich als Protektionisten am schärfsten verurteilen möchte. Nun ist gestern eine wunderbare Anschauung kundgegeben, zuerst in milder Weise von Ledebour, dann in schärferer Weise von Schöpflin, den wir ja als Vertreter der schärferen Tonart kennen, über mein Buch: Die Grundzüge der Handelspolittk. Ja, ich weiß nicht, hat Schöpflin das Buch überhaupt mal in der Hand gehabt? Er scheint sich da so etwas vorzustellen, als sei die Handelspolitik von Schippe! so eine R e z e p t e n s a m m l u n g, w i e in a n s i ch die besten Schlagworte gegen die Agrarier zu recht machen solle. Und da Schöpflin nicht genug Schlagworte und Rezepte findet, so ist das Buch nichts wert, ja es ist sogar gefährlich, denn es schafft Unklarheit. Ich möchte Ihnen raten, Genossen, sich das Buch doch einmal anzusehen; das wird niemand etlvas schaden. Sie werden in mancher Beziehung Anregung finden; über manches werden Sie sich vielleicht ärgern; Sie werden manchmal andrer Meinung sein— aber Sie werden nichts finden, was Sie entrüsten könnte. Was will das Buch denn eigentlich? Mit den heutigen Zollfragc» hat es überhaupt direkt nichts zu thun. Jeder Wissenschaftler, der ein wissenschaftliches Buch herauSgiebt, stellt sich doch die Aufgabe selbst. Ich bin nicht verpflichtet, einen Leitfaden für die Agitation zu schreiben, wenn ich mich nur innerhalb des Rahmens der Partei halte. Das Buch soll eine Geschichte der handelspolitischen Strömungen im Laufe des 19. Jahrhunderts sein, eine rein geschichtliche Arbeit, die darstellt, lvie diese Strömungen entstanden sind und welche theoretischen Formulierungen sie gefunden haben. Das erste Kapitel des Buches stellt dar, wie im Anfang des 19. Jahrhunderts in England der Freihandel emporgewachsen ist. Hätte ich da Rezepte gegen die Agrarier hineinbringen müssen? Das zweite Kapitel schildert die großen Gegenströmungen, die haupffächlich in Amerika und dann auf dem Kontinent entstanden. England wollte den Freihandel international haben, aber überall, wo nun auf dem Kontinent eine Industrie emporwuchs, die noch schwach, kinderhaft, hilflos war, entstanden schutzzöllnerische Bewegungen. Man sagte: Wir werden einfach niedergetreten und auf den rein agrarischen Produktionsstandpunkt zurückgeworfen, wenn wir es England nachmachen. Natürlich handelte es sich damals nur um Jndustrieschutz. Das dritte Kapitel behandelt die kurze Periode des Freihandels, die wir zwischen 186V und 1870 auf dem Kontinent hatten. Auch diese Darstellung hat nichts mit den heutigen Fragen zu thun. Im vierten Kapitel wird dann die Frage erörtert: Wie kommt es, daß wir seit dem Ende der 70er Jahre allüberall einen so gewaltigen Umschwung aller Anschauungen über die ganze Handelspolitik wahrnehmen, daß die früher von den bürgerlichen Parteien so verfemten Agrarzölle jetzt trotz aller Ueberlicferungen accepttert werden? Das muß doch eine Ursache haben I Gerade wir Socialdcmokraten sollten unS doch eigentlich freuen, wenn auch mal einer kommt und offen sagt: Hier liegen ganz neuartige Erschcinuugcn vor. die wir ans absehbare Zeit nicht ändern tonnen. Und da habe ich allerdings die Anschauung vertreten: So leicht wird diese Schutzzollmauer nicht um- fallen. Wir sind andrer Meinung als die herrschenden Strömungen, auch ich Bin e s, aber wir müssen mit den Thatsachen rechnen. Wie kann man mir daraus einen Vorwurf machen? Weil ich„unklar" gewesen bin? Ich kann es nicht ändern, wenn man mich unklar findet. Andre sagen, ich sei zweideutig. Ja. wenn jemand so eine feindliche Strömung lange Zeit unterschätzt hat und es tritt dann jemand dagegen auf, so wird das immer„zweideutig" gefunden. Mit einem solchen Vorwurf kann man den Gegner diskreditieren, aber widerlegt hat man ihn damit noch nicht! Was ist denn für mich das Empörendste an der ganzen Geschichte? Das Buch, das den Mittelpunkt der ganzen Anklage bildet, ist vor 3 Jahren erschienen. Gewiß, es sind Artikel dagegen er- schienen. Das geht bei jedem Buch so. Irgend ein Autor, bei dem sich andre Anschauungen in langen Fahren festgewurzelt haben, wird durch das Buch nicht bekehrt werden. ES giebt auch Arttkel, bei denen der Autor gar nicht bekehren will, und es giebt auch Artikel, die nur geschrieben sind, um einen Autor zu diskreditieren. Solche Artikel, Genossen, l i e st man nicht. Ich habe sie nicht gelesen, bis heute noch nicht. Und ich verbitte mir das (Bebel: Na, n a l), daß mir zugemutet wird, ich hätte diese Artikel lesen müssen. Nein, so steht die Sache denn doch nicht. Wenn Leute, die mich gar nicht gelesen haben, trotzdem über mich urteilen, dann werde ich auch wohl sagen dürfen: die betreffenden krittschen Arttkel habe ich auch nicht gelesen. In der Partei haben sie auch gar keine Wirkung gehabt. Niemand ist aufgestanden und hat gesagt: hier ist eine Anklage erhoben worden, die muß jetzt zur Entscheidung ge- bracht werden. Haben Sie so etwas wahrgenommen? Ich habe nichts davon gemertt. Dann kamen die Zollkämpfe im Reichstage. Ist da jemand aufgetreten mit der Behauptung, daß ich in die Fraktion nicht mehr hineinpasse? Niemand ist auf- gestanden. Daun haben wir Wahlen gehabt. Ich bin in Chemnitz einstimmig wieder aufgestellt worden. Das hat man gewußt und hätte man Widerspruch erheben wollen, so wäre die Möglichkeit dazu vorhanden gewesen. Wir wissen ja, daß es in solchen Fragen nicht auf das formelle Recht ankommt; die Möglich- keit lag jedenfalls vor. Wissen Sie etwas davon, daß einer auf- gestanden wäre und gesagt hätte, um einen Auerschen Ausdruck zu gebrauchen:„Lassen Sie Schippe! die Klinke von außen zumachen!"? Ich habe nichts davon gehört. Wir sind dann im Reichstag zusammen- getreten; ich wurde wieder als Schriftführer präsentiert und habe sämtliche Fraktionsstimmen dafür bekommen, hat damals jemand gesagt: Schippe! hat das Buch geschrieben, er ist nicht mehr würdig. der Fraktion anzugehören? Ich habe nichts davon gehört, llnd als ich dann meinen Vortrag hielt, war es nun wirklich notwendig, daß um jeden Preis dieser Streit entfesselt werden mußte? Ich habe den Bortrag gehalten in kleinem, geschlossenem Kreise. Ms ich darauf hinwies, hat man gesagt, ich wolle mich verkriechen. Nein, ich habe mich nie verkrochen; man wirst mir ja gerade vor, daß ich wie ein Grobian aufgetreten sei. Ich gebe zu, die Partei kann verlangen, daß ein Genosse zeitweise beiseite geht, wenn er mit der Anschauung der Mehrheit nicht übereinstimmt. Aber ich war gar nicht der Meinung, daß der Fall vorlag, daß daraus ftir mich ein Kampf entstehen müsse zum Biegen oder Brechen. Weiter kann man auch verlangen, daß ein Genosse nicht geflissentlich der Partei Knüppel zwflchen die Beine wirst. Wie die Dinge lagen, kann von einer solchen Absicht wirklich nicht die Rede sein. Die Sache stand so: Schöpflin sollte mc dem Abend im dritten Berliner Wahl- kreis eine Rede halten. Weil aber die Reichstagssitzuug an dem Tage ausfiel, reiste er nach Hause und der Vorstand des Kreises kam in große Verlegenheit. Ich wurde mit Bitten bestürmt, einzuspringen, und weil ich schon so oft abgelehnt hatte, sagte ich schließlich zu. Damals wurde gerade der Mittel- europäische Wirtschaftsverein gegründet, und ich schlug vor, daß ich über diese Fragen sprechen wolle. So ist der Vortrag entstanden. Hätte ich gewußt, daß über den Borttag ein Bericht veröffentlicht werden sollte, so hätte ich dem Berichterstatter— ich kannte ihn nicht— gesagt: Ich bin hier nur als Lückenbüßer, die Sache könnte in der Oeffentlichkeit doch irgendwie ausgenützt werden(Hört! hört!). Thun Sie mir den Gefallen und lassen Sie das. Wir find in einem kleinen Kreise, da kann man schon mal ettvaS sagen, was, wenn eS in die Oeffentlichkeit gebracht wird, Mißtöne und Zweideutigkeit erregen kann."(Hört, hört l) So war die Sache und da kann man doch nicht behaupten, daß ich die Absicht gehabt hätte, der Partei Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Und nach der Absicht müssen Sie urteilen. Wenn mir ein falscher Zungenschlag oder so etwas passiert wäre: von der Absicht, einen Streit zu provozieren, kann wirklich nicht gesprochen werden. Und wenn diese Absicht nicht vorliegt— sie kann nicht vorliegen—, so sollte man sie auch nicht unterstellen. Nun konnne ich auf das Verhalten der Fraktion. Hätte ich gewußt, daß der„Vorwärts" einen Bericht über den Vorttag bringen würde, so hätte ich zum mindesten gebeten, daß er mir vorher vor- gelegt würde. In der Frattion wurde von allen Seiten offen aus- gesprochen: Wenn man einen so sensationellen Bericht bringt mit Stellen, die offenbar so nicht gelautet haben können,' dann müßte der Bericht dem Redner unbedingt vorgelegt werden. Ich glaube, durch zwei Sätze und die Aendcrung von sechs oder sieben Worten hätte der ganze Bericht eine korrektere Form be- kommen können, so daß kein großes Unglück hätte entstehen können. Ledebour sagte gestern, die Fraktton hätte mich erst zwingen müssen zu der Erklärung, daß ich gegen Agrarzölle sei, natürlich als Forde« rung der Socialdcmottatie. Das ist nicht richtig. An demselben Tage, an dem der Vorwärtsbericht erschien, waren wir abeyds in der Fraktion zusammen. Damals war die Stimmung allgemein: Die Sache ist nicht hübsch, aber nach' den Auf- klärungen, die erfolgt sind, müssen wir sehen darüber hinweg zu kommen. Man wollte über- Haupt nichts gegen mich unternehmen. Im Laufe der Debatte hatte Pfannkuch— ich glaube, er war es— das Wort fallen lassen: „Wenn Schippe! eine Erklärung abgiebt, er teile den gegnerischen Standpunkt der Partei gegen den Zolltarif, so würde die Sache am besten erledigt." Ein Beschluß wurde in dieser Beziehung nicht gefaßt, ich griff den Vorschlag, der mir gefiel, aber auf, und Stadthagen hatte die Freundlichkeit, eine entsprechende Erklärung zu formulieren. Und so fanden Sic denn am nächsten Tage meine Erklärung im „Vorwärts", die mit den Worten schließt:„Nach wie vor vertrete ich die beim Zollkampf und im Wahltampf von der Partei und mir be- thätigten Anschauungen". Damit sollte die Sache erledigt sein; das war die allgemeine Stimmung. Dann aber kamen die Hinweise a n f m e i n B u ch. Es wurden Aeutzerungen von mir citiert wie die, daß der Zoll keine verteuernde Wirkung habe— eine Be- Häuptling, die in dieser Form einfach geschmacklos ist—; es kamen immer neue Anzapfungen. Man wollte die Sache auf der andern Seite nicht zur Ruhe kommen lassen, und so mußte schließ- Das erlaubt sich hier dem Genossen May Schippel jemand zu sagen, fortwährend gegen uns ausspielen, aber er hat nicht den Mut, lich die Fraktion auch etwas thun. Fch mache der es weder an Begabung noch an Specialkenntnissen mit ihm zu sagen, ich kann nicht mehr durch Dick und Dünn mit Euch gehen der Fraktion feinen Vorwurf. Sie hätte vielleicht sagen können: aufnimmt, der weder ,, allweise" noch ein noch ein Parteilicht" ist, und muß deshalb die Konsequenzen ziehen. Das fällt ihm gar nicht Beweist mal Eure Vorwürfe!" Aber wenn sich draußen so viel der aber vor Schippel einen großen Vorzug voraus hat, ein. Wir alle haben keine Lust, in der Partei zu stänkern, wir Mißtrauen angesammelt hat, so kommt die Frgktion schließlich dazu, den nämlich, daß er nach wie bor ein lassen und wissen, daß es notwendig ist, gerade in Zollfragen die größte Einheit daß sie etwas thun zu müssen glaubt. So fam die Resolution der zielbewußter Socialdemokrat ist." Habe ich angesichts zu bewahren.( Sehr richtig!) Mancher Genosse, der es 1895 nicht Fraktion zu stande. Wenn Sie sich diesen Sachverhalt überlegen, so I cher Auslassungen nicht recht, wenn ich meinen verstand, wie Bebel sagen konnte: er sei mit Schippel als Mensch so können Sie nicht sagen, ich hätte den Streit provozieren wollen. Ton um ein paar Nuancen verschärfe? Wenn die fertig, wird heute fagen, daß Bebel recht gehabt hat. An Stelle Im Gegenteil, ich habe alles gethan, um den Streit beizulegen. Dinge so von vornherein angegriffen werden, bevor es zu einer von Schippel würde ich den Mut haben, zu sagen: ich gehöre Es ist doch auch nicht angenehm, jeden Tag erklären zu müssen, ich Aussprache kommt, wenn die Parteigenossen nicht das Bedürfnis innerlich nicht mehr zu Euch, ich gehe meiner Wege, ich kann nicht stehe in diesen Dingen durchaus nicht der praktischen Haltung der haben, abzuwarten, wie die Erklärungen ausfallen, sondern gleich mehr mit Euch marschieren.( Lebhafter Beifall.) Bartei gegnerisch gegenüber. Und wenn man das erklärt hat, und losschlagen, mun, dann darf man sich nicht beschweren, wenn auch V " glücklicherweise. Selbst rettende Gegenprogramme gegen Eduard Bernstein: jeden Tag von neuem kommen dieselben Angriffe, mun, das geht mein Ton etwas fräftig geworden ist. Ich weiß nicht recht, weseinem schließlich gegen den Mann. Fortwährend diese beweislosen halb die Resolution Bebel nur den Ton der einen Seite tadelt. Ich habe mich einschreiben lassen, um gegen die Resolutionen Anschuldigungen, dann Erklärungen von mir und immer dabei die Dann enthält die Bebelsche Resolution noch eine Stelle, zu sprechen, nicht etwa, weil ich den Standpunkt Schippels teile, Empfindung: morgen gehts wieder los! Ich bin bis an die Grenze die Sie unmöglich so annehmen können. Es heißt da: sondern, weil die Resolutionen nur Aeußerlichkeiten betreffen und des Möglichen gegangen, vielleicht noch darüber hinaus. Trotzdem Wenn schließlich der Genosse Schippel, durch die Fraktion zu flarer Schippels Auftreten eine gewisse Zweideutigkeit liegt, aber das ist nicht das, worauf es ankommt. Ich will nicht leugnen, daß in ist der Streit weiter gegangen, den in seinen Einzelheiten zu schildern Stellungnahme gedrängt, erklärte, daß er Gegner der Agrarzölle nur eine Aeußerlichkeit. Biel wichtiger ist, daß der Standpunkt gar nicht möglich ist. fei..." Zu meiner ersten Erklärung bin ich durch Schippels ein theoretisch falscher und zweideutiger ist. Auch die Art, Ich wende mich deshalb der Resolution Bebel zu. Welche aus nicht gedrängt worden. Ich selber habe mich frei wie er hier die Frage behandelt hat, hat das von neuem bekräftigt. Stellung Sie dazu nehmen werden, ist Ihre Sache. Ich weise Sie willig bereit erklärt, eine versöhnliche Erklärung abzugeben. Dazu Er hat unter anderm Päplow angeführt als einen Genossen, nur auf einige Punkte hin, die Sie unmöglich an- fommt die Stelle über den Ton. Wenn Sie den Ton der einen der zu der Ueberzeugung gelangt ist, daß unter Umständen nehmen können. Da wird mir zunächst mein Ton vorgeworfen. Seite kritisieren, dann sollten Sie, da es sich um einen die ware Arbeitskraft geschützt werden muß gegen die Kon= Ein Jahr nach dem Dresdener Parteitag derjenige zu sein, dem in Streit hin und her gehandelt hat, entweder den Ton der Länder kurrenz von Arbeitern andrer erster Linie in der Partei der schlechte Ton vorgeworfen wird, das andren Seite auch fritisieren( Sehr richtig!), oder Sie sollten auf dem Arbeitsmarkt. Das etwas ist aber habe ich nicht erwartet. Ich glaube nicht zu denjenigen zu gehören, dies Moment weglassen, denn das führt in der Außenwelt worum es sich in der Handelspolitik handelt.( Sehr richtig!) ganz andres als das, die sich am lautesten gegen Parteigenossen äußern. Aber bedenken zu ganz falschen Vorstellungen. Auf die Sache selbst will Sie: ich habe auch eine Leber, über die mal eine Laus läuft. ich nicht eingehen, die müssen Sie ja selbst entscheiden können. Warum Ich will damit nicht etwa sagen, daß ich all das gut heiße, was ( Heiterkeit.) Wissen Sie, was gegen mich geschrieben worden ist? soll ich es bestreiten, daß ich in der Agrarfrage von Grund aus vom Arbeitsmarkt abzuhalten. Die deutsche Technik und die deutsche in den verschiedensten Ländern geschehen ist, um fremde Arbeiter Wenn Sie meinen Ton tadeln, warum nehmen Sie den Ton der meinen Standpunkt geändert habe? Liegt etwas vor, was ich bestreite, Industrie sind im allgemeinen so entwickelt, daß sie keines Schuhandern nicht mit hinein!( Sehr richtig!) Warum nur immer dann nageln Sie das an! Dann würde Ihre Resolution wenigstens zolles bedürfen. Schußzölle sind wirtschaftlich betrachtet doch schließz= den Ton desjenigen, der angegriffen, der heraus- nach außen wirken, wenn sie auch nicht so gemeint ist. Aber niemand lich eine Verteuerung der fachlichen Produktionskosten, und wir alle gefordert worden ist, der sich verteidigen muß gegen hat ja bereitwilliger die Aenderung seines Standpunktes in gewissen beweislose Berdächtigungen. Ich will Ihnen mal ein paar Stellen Fragen zugegeben als ich. Ich habe in der Chemnizer Volks- haben doch ein Interesse daran, die sachlichen Produktionskosten berlesen. Da giebt der Genosse Parvus eine Korrespondenz fimme" vom 10. August geschrieben: Folgern darf man aus möglichst zu vermindern. Wir wissen weiter, daß der Agrarzoll Heraus, die ich bis dahin nicht gekannt habe, die meinen Darlegungen allerdings, daß für die Partei die Agrarfrage für kleine Landwirte, je mehr sie sich ihrer Klaſſenlage nach den Korrespondenz: Aus der Weltpolitik". Darin schreibt er am wohl noch nicht als gelöft" zu betrachten ist. Kommt sie, was in keiner Arbeitern nähern, gleichgültig, ja jogar schädlich ist. Die Arbeiter30. Januar 1904 und die Dortmunder„ Arbeiter Zeitung" hat Weise eilt, wieder einmal ernstlich zur Erörterung, sowohl hinsichtlich klasse muß eine durchaus einheitliche Handelspolitik betreiben aus ihrer diese Beleidigungen und Beschimpfungen wortgetreu nachgedruckt. Der thatsächlichen Feststellungen über die Tage der Landwirt ganzen Stellung in der modernen Gesellschaft heraus. Daß die bürgerEs heißt da: schaft, wie hinsichtlich der Möglichkeit socialistischer Heilmittel lichen Parteien, wie Schippel feststellt, die Fahne des Freihandels Mar Schippel hielt in Berlin eine große Rede über Handels- gegen etwa auzuerkennende Notstände- so unterliegt es für mich haben fallen lassen, ist begreiflich, einmal weil sie überhaupt reaktiopolitik. Der Vorwärts" brachte einen langen Bericht darüber. feinem Zweifel, daß wir vieles besser machen werden wie 1895. närer geworden sind, teils auch, weil sie die Kraft verloren haben, Dieser Vericht enthielt von der ersten bis zur letzten Zeile nichts Ich selber bin ein lebender Zeuge manches Meinungsumschwunges fehrs auf die Arbeiterklasse übergegangen. für ihre Ideen einzutreten. Deshalb ist die Fahne des freien Verals stockagrarische Ausführungen( Sehr richtig!) über Agrarzölle, auf diesem Gebiete, und auch andre haben unterdes mancherlei Schippel diesen Standpunkt nicht hat, aber aus solchen theoretischen Ich bedauere, daß über Landwirtschaftsnot, über Handelsverträge. Ganz und gar im gelernt. Das geht uns nun einmal allen so oder doch den meisten Auffassungen kann man niemandem von vornherein einen Vorwurf Sinne eines Grafen Kaniz. Dann publizierte Schippel eine Verich von uns tigung im Vorwärts", wonach seine Ausführungen zwar durchaus den bürgerlichen Agrarschutz auszuhecken, dazu bin ich selbstverständlich machen. Andrerseits darf man dazu auch nicht schweigen. Ich verAnsichten der andren Parteien zum Ausdruck bringen wollen, huldige in solchen Dingen noch immer dem altväterischen Grundsatz, Mainz und München zum Ausdruck kommt. Also, genau im Bericht wiedergegeben seien, mur habe er damit bloß die nicht verpflichtet, dazu bin ich ferner sehr wenig veranlagt. Ich misse in den Resolutionen die Betonung des Stand. punktes der Partei, wie er in den Beschlüssen von seine Ansichten aber seien die Ansichten der Partei. Wir gestatten daß Programme und programmatische Kundgebungen mur Kollektiv- theoretisch trennt mich sehr viel in dieser Frage von Schippel, ich uns, dieses Dementi den Papierkorb zu schmeißen. arbeit, nur das Ergebnis vorangegangener vielseitiger Aussprachen Hätte Schippel gesagt, er sei es gar nicht gewesen, der den Vortrag und Verständigungsversuche innerhalb der Partei sein können und stehe vielleicht am schärfsten von allen Genossen gegen ihn, aber gehalten hat, die Versammlung habe nicht stattgefunden, der Bericht sein sollen, daß sie darum zunächst ein in der Partei allſeitig improvisiert?) in einer geschlossenen Bersammlung seine theoretischen daraus, daß er in einem improvisierten Vortrag( Buruf: jei gar nicht im Vorwärts" erschienen, sondern in der, Deutschen empfundenes Bedürfnis nach einer bestimmten Stellungnahme Tageszeitung", so würde man vielleicht an seiner geistigen zur Grundlage haben müssen. Seit dem Jahre 1895 habe ich davon Anschauungen vorgebracht hat, ist ihm kein Vorwurf zu Jutatiheit, aber nicht an seiner Aufrichtigkeit zweifeln. Schippel nichts mehr verspürt. Das wird sicher eines schönen Tages abermals die Deffentlichkeit gezogen, er ist aufgefordert worden, Stellung zu machen. Die Sache ist gegen seinen Willen und seine Absicht in würde gut thun, in der Zukunft, unt Mißdeutungen anders werden. Bis dahin jedoch kann unsereiner vernünftigerweise nehmen. Die Art, wie Schippel seinen Standpunkt entwickelt hat, vorzubeugen, an die Genossen, die von ihm ein Referat verlangen, weiter nichts wollen, wie Aufklärung über die maßgebendsten hat auch mir nicht gefallen, er hätte schon etwas deuterst die Anfrage zu richten: Von welchem Standpunkte agrarischen Entwicklungserscheinungen mit verbreiten zu helfen, um wollt ihr, daß ich die Frage behandle? Vom auf diese Weise spätere Diskussionen zu erleichtern und spätere Vor- licher sprechen und von vornherein seinen Standpunkt öffent agrarischen, vom ultramontanen oder vom antisemitischen? Oder schläge vorzubereiten. Heute schon mehr zu thun, hieße Eier be- das haben wir aber auch heute nicht erfahren!) Schippel hätte auch lich fundgeben ( Bebel: Das verlangen wir ja, noch anders? In der Ankündigung wird es dann ungefähr brüten, ehe sie gelegt sind." im Ton anders sein können, aber ich weise darauf hin, daß uns heißen: Mar Schippel spricht über Justiz vom Standpunkte Frizz Nun, Genossen, wenn einer so offen ausspricht, daß er seinen sonst immer gesagt wird, alte Weiber beschweren sich über den Ton, Friedmanns" eine Geistreichigkeit ersten Ranges-„ Den Standpunkt geändert hat, dann sollen wir auch hier nicht diese Kulminationspunkt des Ganzen bildet eine Verherrlichung des Aenderung annageln wollen, als wenn sie einen Vorwurf bedeutete. eine fräftige Partei kann auch einen fräftigen Ton vertragen. neuen Zolltarifs" meine Rede eine Verherrlichung des neuen( Zuruf von Bebel.) Ich gebe zu, das mag ja nicht die. Absicht Also, man soll auf den Ton nicht so viel Gewicht legen, oder aber, wenn man ihn rügt, dann soll man ihn ,, man soll nicht sagen: Mit dem neuen Zolltarif sein, aber Sie wissen ja, wie solche Resolutionen außen beurteilt ist nichts anzufangen. Damit ist sehr viel anzufangen. Wer werden, und wegen dieser Wirkung nach außen sollten Sie die An- worden, ihm ist sogar von Kautsky unrecht ge= bei allen rügen. Schippel ist doch auch scharf angegriffen spricht denn da? Ist es Bassermann? Ist es Pojadowsky? nagelung fallen lassen. Oder find Sie es gar wirklich Genosse Mar Und nun zum Schluß! Das richtet sich gegen Schöpflin, schehen, insofern als er ihm Widersprüche vorwarf, wo feine Schippel? Existieren Sie denn leibhaftig und lebendig? der hier mit solcher Verve gegen mich gesprochen hat; er hat erklärt, widersprüche vorhanden waren. Ich teile, wie gesagt, den Standsocialdemo- selbst die Resolution Bebel ohne das Amendement Freythaler sei punt von Schippel nicht, und ich halte es weiter für notwendig, kratisches Reichstagsmandat, hinter dem sich der Geist des nicht annehmbar, und er hat hinzugefügt, ob Schippel dann daß der Parteitag nochmals seine Stellung zur Verkehrs- und verstorbenen Freiherrn von Wangenheim verbirgt? Da haben die Konsequenzen ziehen wird, das steht dahin. Handelspolitik und zur gegenwärtigen Zollpolitik, bekräftigt. Ich wir nun gegen den 3olltarif getämpft und ge- Nun, Genossen, darüber zerbreche ich mir zunächst den Kopf nicht, ich habe auch nichts dagegen, wenn der Parteitag einen Tadel auswütet, Obstruktion getrieben, beinahe eine Staatskrisis zu stande habe die Gewohnheit, daß ich mir nicht über Dinge, die vielleicht spricht über den Ton, aber nicht über den Ton allein von Schippel, gebracht, und jezt erfahren wir, daß das alles einmal kommen fönnten, über Beschlüsse, die vielleicht einmal fondern über den Ton von allen.( Sehr richtig!) Schippel befand umsonst war, daß wir ruhig der Zolltarifvorlage hätten zu- angenommen sein könnten, schon im voraus den Kopf zerbreche sich in einer sehr schwierigen Zage, man hätte ihn nicht zwingen stimmen, oder jedenfalls, wie bei der Herero- Vorlage, uns der über die Konsequenzen, die ich daraus ziehen soll. Darauf kann ich nicht gemacht werden. Ich empfehle Ihnen die Annahme folgender dürfen zu sprechen. Aus seinem Schweigen kann ihm ein Vorwurf Abstimmung enthalten, neutral bleiben können! Ihnen im Augenblick feine Antwort geben. Aber, Sie haben von Das ist nun Schippel!" meiner Zweideutigkeit gesprochen. Num, Genossen, wenn Sie das Der Parteitag mißbilligt den Ton, in dem die Polemik Es ist immerhin ein Trost, daß in derselben Nummer der durch das Amendement bezwecken, was Schöpflin ganz offen als Ab28p." gerade so gegen die Fraktion wegen ihrer Abstimmung sicht ausgesprochen hat, dann haben Sie hente mal den Mut, dann zwischen Schippel und einigen Parteigenossen in der Zollfrage über die Herero- Vorlage losgegangen wird. geführt wurde; Es ist ein Trost für feien Sie nicht zweideutig, dann verlangen Sie das, was Sie er bekräftigt aufs neue die Resolution des Mainzer Parteiden Glenden, mit andern zusammen abgeschlachtet zu werden. Ein wollen. Und verlangen Sie das, was Sie wollen, dann werden wir tages von 1900 in Bezug auf die Grundsätze der Verkehrs- und schöner Ton war das nicht, und mein Ton war doch um verschiedene uns weiter sprechen.( Vereinzelter Beifall.) Grade schöner. Handelspolitik und des Münchener Parteitages von 1902 über die waren aber noch lange nicht die schönsten Töne, die Parvus riskiert gegenwärtige Zollpolitik der Reichsregierung: Zolltarifs! " int Oder ist es vielleicht Hur noch ein Ich bitte, mir das Gegenteil zu beweisen. Das 〃 Sindermann- Dresden: Resolution: " fönnen. er nimmt von der Erklärung des Genossen Schippel, daß er entschiedener Gegner der Agrarzölle ist, Kenntnis und geht damit über diese Angelegenheit zur Tagesordnung über." ( Lachen.) Bäplow- Hamburg: bat. Und seine gefälligen Helfershelfer haben es nachgedruckt. Das Der Wunsch, Klarheit zu schaffen, besteht unter den Genossen ist Parteidisciplin", das ist die Förderung des guten Verhältnisses fast aller Wahlkeise, und es ist ja auch ganz selbstverständlich, unter den Parteigenossen". So heißt es in der Dortmunder daß wir Schippel gegenüber mal eine flare Stellung einnehmen müssen. Arbeiterzeitung vom 10. 2. 1904: Die Geschichte liegt doch nicht so einfach, wie Schippel sie darzustellen be„ Schippel macht sich nichts daraus. Es ist ihm überhaupt liebt. Ledebour hat durchaus objektiv berichtet; wir haben seitens der alles egal. Das Gefühl der allgemeinen Wurstigkeit bescelt ihn. Fraktion von Schippel eine Erklärung darüber verlangt, ob er noch Schippel hat recht, wenn er mich als alten Freund reklamiert, Man weist ihm nach, daß er alte agrarische Ladenhüter produziert, auf dem Standpunkt steht, den er zur Zeit des Kampfes gegen den ich gehöre zu denen, die ihn vor 15 Jahren auf den Sattel gehoben, deren Nichtigkeit längst aufgedeckt, von ihm selbst erkannt ist, daß er Zollwucher einnahm. Diese Klärung ist nicht erfolgt. Es ist in den d. H. als Reichstagskandidaten für Chemnitz aufgestellt haben, und Citate fälscht."( Nuf: Sehr richtig!) Nu, Citate fälschen wir ja alle. letzten Monaten ein bedauerlicher Unfug damit getrieben worden, ich bin in gewisser Beziehung auch heute noch Schippelianer, Citate müssen immer im Zusammenhang betrachtet werden daß man sich Vertrauensvoten von Wahlfreifen ausstellen läßt. obwohl ich nicht alles, was er geschrieben hat, mit ver,, daß er die Univahrheit sagt, das rührt ihn nicht. Er ist un( Sehr richtig!). will. Die Chemnitzer haben Schippel ein Vertrauens antworten Ich sage auch, daß die handelspolitischen verletzbar, denn er hat jedes moralische Empfinden verloren. Man votum erteilt, noch bevor er gesagt hat, welchen Standpunkt er eigent- Fragen diskutiert werden können in dem Sinne, wie Schippel es fann ihm, wie dem unverivundbaren Ali im Variété Stricknadeln lich einnimmt. Ich habe sogar gehört, daß er die Vertrauens- gethan hat. Was ich ihm vorwerfe, ist, daß er die politische durch die Wangen ziehen und brennendes Werg in den Mund resolution selbst geschrieben und sie nur durch einen andren Genossen Situation nicht beachtet, daß er gerade als die Partei im Kampfe stecken.( Heiterkeit.) Er fühlt es nicht. Was man auch hat einbringen lassen.( Lebhaftes hört! hört!) Welchen Wert haben gegen den Zolltarif stand, diese Fragen aufgeworfen hat. Schippel über ihn schreibt, er liest es nicht. Alles ist denn solche Vertrauensvoten noch? Ich glaube, auch die Chemnitzer fagt, ich sei Protektionist. Ich bin in Amsterdam keineswegs nichtig. Er ist jenseits von Gut und Böse. werden das mysteriöse Verhalten Schippels zu würdigen wissen und protektionistisch aufgetreten, ich habe nur gesagt, daß ich das Wort Er Icbt in einem Nirwana, deutsch, in denselben Weg betreten, den der Parteitag heute durch die Resolution von Mary: Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!" nicht so aufeinem Dusel. Mit Halbgeschlossenen, verschlafenen Augen Bebel und das Amendement Frehthaler ihnen anzeigt. Die fasse, daß ausländische Arbeiter in ungezählten Scharen ohne fieht er fich die Welt an fie erscheint ihm Resolution Bebel geht mir nicht weit genug, wir Rücksicht auf die Zustände bei uns nach Deutschland kommen dürften, Klein, unbedeutend, und was wir andern treiben, wofür müssen Schippel zeigen, was er zu thun und zu lassen hat, und das ich habe gesagt, wir müssen die internationale Freizügigkeit an geivir uns ereifern, erhitzen, unnüß und erbärmlich. Wahr kommt in dem Amendement zum Ausdruck. Schippel macht den schweren wisse Bedingungen knüpfen. Wer so unter der internationalen Freiheit, Wissenschaft alles ist unsicher, schwankend, vergänglich. Kampf gegen den Zollwucher nicht mit, er läßt sich nicht blicken, er giebt zügigkeit gelitten hat, wie wir Bauhandwerker unter dem Zuzug der Revolution, Socialismus, politische Macht, Weltumwälzung, den Gegnern Material gegen uns, und heute kommt er hierher und Italiener, der darf wohl mit Recht verlangen, daß die internationale SoliPrincip Hallucinationen, Utopien, Zeitvertreib! Jedes Ding liefert dasselbe traurige Schauspiel wie in seinen Artikeln in der darität auch von den übrigen Arbeitern gefördert wird. Genau so, wie läßt sich verschieden darstellen je nach dem Gesichtspunkt. Tritt Chemnizer Boltsstimme".( Schr richtig!) Wenn ich einmal die wir uns jetzt unter Umständen wehren müssen gegen die massens man ihm entgegen, sucht man ihn zu überzeugen, so höhnt er Notwendigkeit von Schutzöllen einsehe, dann ziehe ich auch die hafte Einwanderung von Arbeitern, können wir auch zu der Anbloß: Das alles kann er ebenso gut wie wir, und wenn wir es Konsequenzen daraus. Gegen das mysteriöse Verhalten von Schippel schauung gelangen, daß die Ware an und für sich geschügt werden wünschen, fönne er es auch anders darstellen.( Ruf: Reider muß der Parteitag endlich Stellung nehmen. Zur Zeit des Wahl- muß. Ich will darauf nicht weiter eingehen, sondern sehr richtig!) Er zeichnet eine Karikatur der fampfes im 20. fächsischen Wahlkreise, wo Göhre eine so taktlose nur betonen, daß der Standpunkt von Bernstein auch " Volksmiliz und agitiert mit uns gegen das Rolle spielte, als die bürgerlichen Parteien die Stellung von Schippel nicht der richtige ist. Will man die Ware Arbeitskraft stehende Heer; er schreibt ein schutzöllnerisches gegen uns ausnußten, hat sich Schippel trotz der Aufforderung, schüßen, dann muß man unter Umständen auch so weit gehen, daß Buch und agitiert mit uns gegen die Schutzölle. zu sprechen, nicht gerührt. Er liest nichts, er hört nichts, er weiß man die Ware selbst schützt. Ob der Zeitpunkt dazu gekommen ist, Er glaubt weder an das eine noch an das andre: weder an das, nichts, und dabei ist er fähig, uns eine ganze Reihe von Citaten will ich nicht erörtern. was wir thun, noch an das, was er schreibt. Der Mann ist zu vorzuführen, die zu seinen Gunsten sprechen.( Sehr gut!) Auf In der Resolution Bebel ist von dem Ton die Rede, aber man bedauern. Er fannte einst bessere Zeiten." der sächsischen Landeskonferenz sagte er, er fümmere sich um muß doch berücksichtigen, welcher Ton vorher angeschlagen ist. Und Was sagt nun die Dortmunder Arbeiterzeitung" die Streitigkeiten in der Partei nicht. Erst rollte er eine leider hat ja das Wort noch immer Geltung: Wie es in den Wald dazu?: Soweit Parvus. Wir haben gestern schon unsrer Hoff- Streitfrage auf, und wenn dann die Genossen Klarheit verlangen, hinein schallt, so schallt es wieder heraus. Kautsky, der sich ja Schippel nung Ausdruck gegeben und wiederholen das auch heute, daß die dann sagt er: Ach, Ihr wollt ja bloß stänkern, ich lasse mich darauf besonders vorgenommen hat, hat in dieser Beziehung auch sehr viel Fraktion alle Befürchtungen zu Schanden machen wird, indem sie nicht ein, denn jedesmal fangen diese Stänkereien an mit einer gesündigt. Und Bebel ich schätze ihn sehr hoch, ich bin resolut zwischen sich und Schippel das Tischtuch zerschneidet." Und Auseinandersetzung über die materialistische Geschichtsauffassung und fachlich in fast allem mit ihm einverstanden, mir ist sein bei andrer Gelegenheit schreibt dasselbe Blatt: Schippel hat den sie enden mit einer bredigen Rinnsteingeschichte.( Pfui!) Er hat Standpunkt mitunter sogar noch nicht scharf genug ehernen Boden der marristischen Denkweise verlassen, und feine Erklärung abgegeben, obwohl nichts leichter gewesen wäre, als der Ton, den er manchmal anschlägt, gefällt mir nicht. nun hat er gar feinen Boden mehr unter den einfach zu sagen: ich verwerfe alle Lebensmittel zölle, ich verwerfe alle Der Ton, er in Dresden angeschlagen hat, wird Füßen, er jinft sinkt ins Bodenlose. Gerade im Falle Agrarzölle in Deutschland! Statt das zu erklären, hat er nachher mir niemals gefallen. Also, wenn man soviel vom schlechten Ton Schippel zeigt sich aufs neue deutlich, wie selbst die größte Begabung die Genossen in der höhnendsten Art und Weise heruntergerissen. Das redet, so soll man auch andern diesen Vorivurf machen. Ich und die umfassendsten Specialkenntnisse nicht vor völligem politisch- darf in der Partei nicht Brauch werden, die Genossen müssen Schippel halte deshalb sowohl die Resolution Bebel als auch wissenschaftlichen Schiffbruch schüßen, wenn man nicht geleitet wird zu erkennen geben, daß wenn er nicht mehr fähig ist, die neue das Amendement Freythaler für unannehmbar. Wollen wir von dem Kompaß einer fest fundierten Theorie, wenn man nicht Weltanschauung gegen die alte zu vertreten, in der Partei kein Platz Schippel einen Tadel aussprechen, so fann das nur in unverwandt blickt auf den Leuchtturm eines zielflaren Programms. mehr für ihn ist. Schippel läßt es zu, daß die Gegner ihn der milden Form geschehen, wie ich es in meiner " aber " Resolution beantragt habe. Wäre keine andre Resolution vor- list in der socialdemokratischen Reichstagsfraktion fein Plaz mehr. nicht in oberflächlicher Weise, wie Schippel das darstellt, geschlagen, so könnte ich die meinige sogar zurückziehen und be-( Sehr richtig!) Er müßte sich selbst sagen: ich bin innerlich zer- behandelt ist was ja auch eine Schmach für die Fraktion wäre antragen, daß die Sache durch die Aussprache hier als erledigt fallen mit meinen Kollegen und müßte daraus die Konsequenzen sondern daß sehr gründlich beraten wurde. Da heißt es: angesehen wird. Ich würde eigentlich noch der Resolution Bernstein ziehen. Schippel hat bei den ganzen Zollkämpfen ruhig beiseite ge- Nach Entgegennahme des vom Fraktionsvorstand erstatteten den Vorzug geben. standen. Er hat zwar unsern Aufruf unterschrieben insofern als Berichtes in der Angelegenheit Schippel- Kautsky und unter Berück Da ich aber nach der Stimmung, wie sie sich bisher hier gezeigt er nicht gegen die Benutzung seines Namens protestiert hat, den fichtigung der in derselben Angelegenheit stattgehabten Erörterung hat, nicht wage, anzunehmen, daß diese versöhnliche Resolution an- Aufruf, in dem mit glühenden Worten zum Kampfe gegen den in der Parteipresse erklärt die Fraktion: genommen wird, so muß ich vorläufig meine Resolution aufrecht 3olltarif aufgefordert wurde, aber er sieht unthätig zu, wie man in 1. Die Art und Weise, wie Schippel sowohl in litterarischen erhalten, die noch etwas schärfer ist. Ich würde es für sehr den wilden Zollkämpfen seinen Kameraden die Köpfe einschlägt und Arbeiten als in Vorträgen die Agrarzölle behandelt, steht im Widerwünschenswert halten, wenn Bebel seine Resolution mit Gewalt gegen sie losgeht. Da war Schippel bereits innerlich spruch mit der von der Partei beschlossenen Taktik und ist geeignet, zurückziehen würde.( Bebel: Unmöglich!) Dann könnten zerfallen mit den ganzen Traditionen, mit dem Programm der Unklarheit und Zersplitterung in dem Kampfe gegen die Lebensmittelwir alle Resolutionen verwerfen und uns auf die Bernsteins Partei. zölle zu erzeugen. verständigen.( Lachen.) Wir wollen doch nicht so intolerant Noch einige Worte über die Resolutionen. Aus der ganzen 2. Trotzdem Schippel behauptet, bei seinen Aeußerungen nur sein und so böse Scharfrichterei treiben. E3 ist doch Situation geht hervor, daß wir uns aber aussprechen müssen. Ich über die Ansichten der Gegner referiert zu haben, führten seine Ausnicht zu leugnen, daß Schippel heute ganz un will fein Ketzergericht, ich will niemandem zumuten, daß er etwas führungen zu der Annahme, daß er seine eignen Ansichten über die zwei deutig seine Meinung gesagt hat. andres sagen soll, als er denkt. Wenn aber Schippel dann schreibt Agrarzölle zum Ausdruck gebracht hat. Noch kurz zu dem Antrage von Hamburg III. Schippel meinte ind ausspricht, was er denkt aber meint, das höre 3. Der Umstand, daß Schippel sich bei den parlamentarischen mir gegenüber, die Hamburger Genossen hätten mich wohl zu dem feiner da hört sich doch alles auf, diese Art der Beschlüssen dem Votum der Fraktion angeschlossen hat, ändert nichts Zwecke hergeschickt, um ihn abschlachten zu helfen. Das trifft nicht Politik darf nicht gutgeheißen werden. Schippel hat in an der Thatsache, daß seine in Wort und Schrift geäußerte zu. Ich weiß nicht, wie die Resolution von Hamburg III zu seinem Berliner Vortrage wenn auch nicht absichtlich gegen die Meinung über die Agrarzölle den Gegnern Gelegenheit stande gekommen ist; ich habe sie erst tennen gelernt, als Partei gehandelt, so doch thatsächlich das Tischtuch zwischen sich und gegeben hat, die Stellung der Partei zu diesen Fragen fte hier im Druck vorgelegt wurde. Die Genossen der Fraktion zerschnitten. Ich glaube nicht, daß er nicht gewußt zu bekämpfen. haben mir nichts davon gesagt, ich habe keinen Auftrag haben sollte, was daraus entsteht. Dazu halte ich ihn für viel zu 4. Das unklare und zu Mißdeutungen führende Verhalten von ihnen. Ich würde einen folchen Auftrag auch zurück- flug.( Der Vorsitzende macht den Redner darauf aufmerksam, daß Schippels in der Zollfrage ist mit einer wirksamen Vertretung der gewiesen haben. Ich hätte den Hamburger Genossen meinen Stand- die Redezeit abgelaufen sei.) Aus alledem ergiebt sich entweder von der Partei wiederholt festgelegten Stellung zu dieser Frage punkt dargelegt, daß ich es nicht nur für möglich, sondern sogar für erklärt Schippel klipp und klar: ich stehe auf dem Boden des unvereinbar und führt zu einem für die Partei und die Fraktion nüglich halte, wenn theoretische Erörterungen darüber gepflogen Kampfes gegen die Agrarzölle mit Euch diese Erklärung unerträglichen Zustand. werden, ob wir nicht schließlich doch einmal protektionistisch, schutz- hat er heute nicht abgegeben. Thut er das nicht, so 5. Es ist erforderlich, daß Schippel ungefäumt Veranlassung zöllnerisch werden müssen. Ich bitte Sie, nicht immer den schärfsten fann eben Schippel nicht mehr innerhalb der Fraktion gegen die nimmt, auf flare und unanfechtbare Weise der Deffentlichkeit gegen Ton anzuschlagen, feien wir doch tolerant und versöhnlich. Geben Agrarier fämpfen, weil er innerlich selbst Agrarier ist. Ich kann über festzustellen, welche grundsätzliche Stellung er den Agrarzöllen wir Schippel Gelegenheit seine Fehler innerhalb der Partei wieder also nicht die Resolution Bernstein empfehlen, sondern bitte die gegenüber einnimmt. Die Fraktion fordert in Rücksicht auf die Notgut zu machen. Resolution Bebel mit dem Zusatz von Freythaler anzunehmen. wendigkeit einheitlicher und übereinstimmender Propagierung der Es wird hierauf die Unterstütungsfrage für die Re=( Bravo!) Parteibeschlüsse Schippel auf, die 3ollfrage fortan nur auf solution Bernstein gestellt; sie wird genügend unterDüwell- Dortmund: eine jede Mißdeutung ausschließende Weise zu ſtützt. behandeln. Als früherer Redakteur der„ Dormunder Arbeiterzeitung" muß Jentsch- Berlin IV: Ich muß meine gestrigen Ausführungen etwas ich einige Worte gegen Schippels Angriffe fagen. Wir haben mir von etwa eine zweifelhafte Mehrheit, sondern die übergroße In dieser ganz klaren und deutlichen Weise hat damals nicht ergänzen. Die Genossen sind mit Recht der Ansicht, daß Schippel in der„ Voltsstimme" wie auch in den„ Socialistischen ihm verlangt, daß er seine Meinung klar und deutlich fagt. Wenn Monatsheften" wie die Katze um den heißen Brei gegangen ist. Er Schippel verlangt, daß nur diejenigen über ihn urteilen, die sein Mehrheit der Fraktion in der Frage beschlossen. Nur darüber waren Meinungsverschiedenheiten vorhanden, ob die Resolution zu stellt es so dar, als ob er alle Gegner in der Partei zur Strecke Buch gelesen haben, so wäre die Konsequenz dieser Auffassung, daß wir veröffentlichen fei. In dieser Frage gab es eine starte von unfren 3 000 000 Wählern so manche Null streichen müßten, Minorität, die die Veröffentlichung nicht wollte, während die Majorität gebracht hat. Seine Darlegungen gipfeln darin, daß es für die denn es haben auch nicht all diese drei Millionen Marr gelesen. sie beschloß. Daraufhin hatte Schippel jetzt die Verpflichtung, in deutsche Regierung unumgänglich war, die Zollpolitik zu Er verbittet es sich, daß man von ihm verlangt, alles zu einer ihm ganz anheimgegebenen Form eine Klarstellung zwischen sich inaugurieren. Er liefert also den Vertretern der lesen, was gegen ihn geschrieben wird, aber er vergißt nicht und der Fraktion und der Partei zu schaffen. Da, Parteigenossen, heutigen Staats- und Gesellschaftsordnung den Beweis, daß sie auf dem richtigen Wege find. sorgfältig alles zu sammeln, was sich an persönlichen An- passierte es, daß Schippel erklärte, er wisse überhaupt noch nicht, ob er griffen findet. Doch nicht das persönliche Moment wird ihm Hinterher fagt er dann, er identifiziere sich nicht mit diesem Stand- vor allem zum Vorwurf gemacht, sondern daß er die Partei veriert sich diesem Beschluſſe der Fraktion fügen werde.( Hört! hört 1) Wir bunft der Gegner, den er eben gerechtfertigt hat. Das verstehen hat, wie auch heute morgen wieder. Er sagt, ich stehe auf dem aber fagten: das geht nicht. Was beſchloſſen iſt, muß auch durchdie Parteigenossen im Lande nicht. Gehört ein Mann, der beweist, Boden des Programms, aber ich habe meine Anschauungen geändert, geführt werden. Wir beſtehen darauf, daß Sie diesem Beschluß der daß unsre Gegner mit ihrer Politik recht haben, noch in unsre fann Euch aber noch nicht sagen, was eigentlich fos ist, höchstens im Graftion nachkommen. Nach einiger Zeit es dauerte zientlich in der Chemnitzer„ Volfsstimme", die 47 Spalten ausfüllten, und Dienst der Sache des Proletariats und nicht in den Dienst der Wäre das richtig, dann dürften wir auch keine Streikposten aus- wo Schippel in 46" Spalten wiederum, und von seinem Standpunkt seinen Vertretern, daß sie ihre wissenschaftlichen Kenntnisse in den ganz kleinen Streife. Er hat auf Paplows Anschauung hingewiesen. lange begannen dann die acht, in Wirklichkeit elf Artikel Schippels Gegner stellten.( Bebel: Sehr richtig!) Gegen den Individualismus ſtellen, denn das ist auch eine Beschränkung in der freien Anwendung in glänzender Weise, die herrschende Agrarzollfreiheit rechtfertigte, bis Schippels haben wir nichts, aber als Abgeerdneter muß er seinen der Arbeitskraft. Wenn Schippel schließlich meinte, der Parteitag folle er dannt am Schluß erklärte: ich bin weder für Agrarzölle, noch für Individualismus beschränken. Er ist verpflichtet, seine Studien im nicht zweideutig sein, so weiß er doch ganz gut, daß der Parteitag den herrschenden Zolltarif. Im Grunde genommen also waren wir Interesse der Partei zu verwerten. Thut er das nicht, so muß er von formal nicht das Recht hat, das zu thun, was er ihm als Konsequenz genan jo fing wie vorher. Auch heute nach der ganzen Rede weiß dieser Stellung zurücktreten und im Hintergrunde der empfiehlt. Vielleicht ſtützt er gerade darauf seine Drohung: Dann denn einer von Ihnen, wie Schippel mun in Wahrheit zu der um Annahme der Resolution Bebel mit dem Berliner Amendement. Der wertvollste Effekt der heutigen Aussprache wird sein, daß die Partei seinen wissenschaftlichen Neigungen huldigen. Ich bitte Sie sprechen wir uns weiter! Meiner Ansicht nach kommt es nicht so fehr darauf an, welche Resolution hier angenommen wird, sondern Frage steht? ( Beifall.) Zubeil- Berlin: Wir haben wieder das alte Bild erlebt, daß Genossen im Lande erkennen, nicht von oben vom Parteitag fann Schippel sich hier als der Angegriffene hinstellt, er ist nicht das das Heil kommen, sondern von unten aus müssen die unhaltbaren Zustände reformiert werden. Schaffen wir nicht Ordnung von unten Karnickel das angefangen hat, er ist durch den Ton der andren ge aus, so werden wir mit Schippel heute fertig und morgen fängt die reizt. Er ist auch der ganz Naive, der im geschlossenen Kreise" Sache wieder an. vor 400 Personen im dritten Berliner Wahlkreis einen Vortrag gehalten hat. Ja, Schippel hat die Stirn gehabt vor den Barteitag zu treten und zu behaupten, er habe Schulter Reihen? Ich bin nicht der Meinung. Das Volk verlangt von Bebel: Ja inwieweit denn als Schutzöllner? Von Agrarzöllen will Er hat sich ausdrücklich als Schutzöllner erklärt. er nichts wissen, die er in Stuttgart rechtfertigte, von Industries ollen nichts, die er in Stuttgart und in seinem Buche gerechtfertigt hat. Wenn er die Herrschende Agrarpolitik als Politik von enormer Lebenskraft hinstellt, dann war es seine Pflicht als socialdemo fratischer Schriftsteller, das zu sagen, wie wir mit diesen Zuständen fertig werden sollen, und welche Stellung wir demgegenüber einzunehmen Es ist heute sowohl von Schippel wie von andrer Seite wieder haben. Denn dann kann, was wir bisher gethan haben, unmöglich dazu an Schulter den Zollkampf mit uns gefämpft, während beliebt worden, die Dinge so darzustellen, als handle es sich hier dienen, diesen Zustand zu erschüttern. Aber wie gesagt, bis zu diesem er uns niemals in irgend einer Kommissionsberatung auch um einen Angriff auf die Meinungsfreiheit. Schon gestern hat Augenblick sind wir darüber vollständig im unklaren. Nun hat er nur im geringsten unterstützt hat, ja wo er zu den Abstimmungen erst Ledebour klar und scharf dargethan, daß das nicht der Fall sich darauf berufen, warum man ihn bei dieser Sachlage wieder zu telephonisch herbeigeholt werden mußte. In einem Buche seine An- ist. Man kann die beantragten Resolutionen mit der Lupe den Wahlen aufgestellt, warum man ihn später in die Fraktion auffichten niederzulegen ist wahrlich leichter und bequemer, als öffentlich darauf hin untersuchen, ob da irgend ein Wort von Unter- genommen und sogar zum Schriftführerposten vorgeschlagen habe. im Reichstag seine Ansichten zu vertreten. Ich spreche es offen aus: drückung der Meinungsfreiheit darin ist, man wird feines Das beweist doch nur, wie außerordentlich tolerant wir in Dazu ist Schippel zu feige. Schippel beklagt sich über den Ton der finden. Darum hat es sich bisher überhaupt nicht gedreht. Ich der Fraktion waren( Sehr richtig!), welche Nachsicht wir dort Gegner. Was schreibt er aber in der„ Volksstimme" über Kautsky: behaupte, es giebt überhaupt keine Partei, in der so viel Meinungs- übten. Es ist einfach nicht wahr, daß hier im VorderNur ein vollendeter Knabe oder Krakehler um jeden Preis kann in freiheit herrscht wie gerade in der Socialdemokratie. Es versteht sich grunde der Verhandlung ſein Buch stand. Davon ist einem solchen Falle noch das Princip ausspielen." Hier aber stellt ganz von selbst, daß jeder Parteigenosse, der glaubt eine bisherige kaum die Nede gewesen. Wie lagen denn die Dinge? er sich als das unschuldige Opferlamm des Tones hin. Wir Grundanschauung der Partei angreifen zu müssen, weil er auf Wir hatten glücklich den Wahlkampf hinter uns. Wir wollen keinen abschlachten, aber wir wollen, daß die Doppel Grund seiner besseren wissenschaftlichen Ueberzeugung sie für hatten trot aller Unannehmlichkeiten, die uns Schippels seele Schippels, seine Doppelzüngigkeit endlich erledigt hält, das Recht dazu haben muß.( Sehr richtig!) Stellungnahme verursacht hatte, einen großartigen Sieg erfochten. mal aus der Partei entfernt wird. Wer nicht mit uns Aber dann darf er sich nicht allein damit begnügen, zu Schippel selbst war gewählt, ohne daß einer von uns hätte das gehen will, der muß gegen uns sein. Wenn er selbst die Kon- kritisieren, sondern muß zugleich sagen, wie es besser zu machen ist. geringste gegen seine Wahl unternommen. sequenzen seines unqualifizierbaren Verhaltens nicht zieht, müssen Bei Schippel aber liegt die Sache ganz eigentümlich. Er schreibt Also dachten wir, es ist gut; er hat ja gesehen, was er anwir ihm die Wege weisen. Ich stehe auf dem Standpunkte der Re- große Bücher, lange Artikel und hält Reden, in denen er von gerichtet hat, er wird vorsichtig sein, und wenn er nicht offen solution Bebel mit dem Amendement, über die der Parteitag in A bis 3 die gegenwärtig herrschende Wirtschaftspolitik als not sagen will, was er denkt, wenigstens schweigen. Da kam aufs namentlicher Abstimmung sich entscheiden muß. Mit Annahme der wendig und im höchsten Interesse der herrschenden Gesellschaft neue jenes Referat, wie ein Bliz aus heiterem Himmel. Resolution Bernstein, die den Belz waschen will, ohne ihn naß zu gelegen rechtfertigt.( Sehr richtig!) Sehr charakteristisch ist Es stellte sich heraus, daß er fortfuhr, für seine Ideen und Anmachen, wird das Ganze auslaufen, wie das Hornberger Schießen. folgender Satz: Er sei zu der Ansicht gekommen, daß das Neu- schauungen Propaganda zu machen. Er stellt die Dinge so dar ( Sehr richtig!) gewordene nämlich die Wirtschaftspolitik, die gegenwärtig herrscht- und auch Bernstein hat in sonderbarer Weise ihn unterstüßt, als Ulrich Offenbach: Auch ich will nicht, daß die Sache ausläuft, der Bund zwischen Industrie und Landwirtschaft für die bürgerliche wenn er in den zweimal 24 Stunden gar nicht in der Lage gewesen wie das Hornberger Schießen. Wir müssen jeden Versuch, agrarische Gesellschaft in Mitteleuropa eine Notwendigkeit und ein Zeichen von wäre, sich genau zu überlegen, was er da reden will. Ja, zum Neigungen bei uns einzubürgern, energisch zurückweisen auch einem enormer Lebenskraft sei. Werte Genossen! Wenn ein Social- Teufel auch, Parteigenossen, wo immer ich als Parteigenosse rede, im Genossen gegenüber, der lange Zeit der Radikalste der Radikalinskis demokrat einen derartigen Satz als Postulat für die Rechtfertigung Vorstandssitze, in Konventionen, in Parteivereinen, in Volksversammgewesen ist.( Sehr richtig!) Jetzt steht er direkt im Lager der herrschenden Zustände, der bürgerlichen Gesellschaft ausspricht lungen ich rede doch überall als Socialdemokrat.( Sehr richtig!) Ber Klapper und Genossen. Schippel ist mir als Mensch und nicht zu gleicher Zeit die schärfste Kritik anwendet, um nach- Das ist nur wieder ein charakteristisches Zeichen für die Taktit, die stets sehr sympathisch gewesen, aber wir haben es hier zuweisen, daß das falsch ist, dann verstehe ich einfach den social- dieser Mann in den 18 Jahren seiner öffentlichen Thätigkeit in allen nicht mit dem Menschen Schippel zu thun, sondern mit dem demokratischen Schriftsteller nicht mehr.( Sehr richtig!) Wie kann entscheidenden Fragen beobachtet, daß er nie wagt, ernsthaft zu sagen, Politiker Schippel. Der Politiker Schippel hat sich selbst der Mann, der diesen Satz ausspricht, der das für eine Lebens- was seine wirkliche innere Ueberzeugung ist, daß er, zur Rede gestellt, überholt und es ist der Gelehrte, der Silbenstecher, der notwendigkeit der bürgerlichen Gesellschaft, in der wir doch leben, immer wieder auszuweichen sucht. Er hat sich selbst das Pseudonym Stubenhocker Schippel herausgekommen. Er glaubt, mit einerseits hält, wie kann der in Wirklichkeit noch ernsthaft diesen Zustand be- iegrimm" beigelegt, ich gebe ihm den guten Rat, den Namen und andrerseits lassen sich solche Fragen lösen. Solche Fragen wie fämpfen. Das ist ja ein Ding der Unmöglichkeit, das ist eben eine Schippel abzulegen und" segrimm" als echten Familiennamen ans die Zollfrage lassen sich aber nicht mit Lawendeltraut und Thymian von diesen Zweideutigkeiten, die ich in meiner Resolution annagle. zunehmen. Das würde seine Stellung und seine Rolle durchaus erledigen, mit Rosenwasser auch nicht( Heiterkeit) und noch weniger Ich will nun zunächst einmal auf die Dinge in der Fraktion charakterisieren. Ich erinnere Sie daran, daß dieser Mann, mit dem mit Bescheidenheit, sie müssen als reine Machtfragen behandelt eingehen. Ich hoffe, daß mir das in meiner Rede zu gute gehalten wir es heute zu thun haben, einstmals in der Partei auf dem werden und wir haben die Pflicht, unsre ganze Kraft daran zu setzen, wird, da ich als Vorsitzender der Fraktion doch das richtig stellen muß, äußersten linken Flügel stand, daß er sich fortgesetzt alle paar Jahre um eine derartige Politik zu verhindern. Bernstein meinte, wenn um nachzuweisen, daß, was Schippel über die Vorgänge in der Fraktion entwickelt hat, daß es nicht wenige feiner intimsten Genossen giebt, man sonst in allen Fragen einig ist, dürfte diese Frage nicht dazu ausgeführt hat, in jeder Richtung falsch ist.( Sehr richtig!) Zunächst habe die sagen: innerlich gehört er im Grunde gar nicht mehr zu uns. führen, daß man Schippel die Klinke von außen zumacht. Ja, ich zu konstatieren, daß all das, was Schippel Ihnen hier des langen und Ich erinnere an die Stellung zur Stadtverordnetenwahl. wenn es nur die eine Frage wäre! Ich erinnere Sie aber an breiten erzählt hat, wie er zu jenem Vortrage gekommen und wie er nicht an die Verlegenheit, in die er uns da in Berlin versetzt hat. Jeh Schippels Auffassung über Militarismus und Miliz. Ich gestehe gewünscht habe, daß er veröffentlicht werde daß all das in der erinnere an die bekannte Stellung auf dem St. Gallener offen, Schippel scheint mir durchaus konsequent zu sein insofern breitesten und gründlichsten Weise in der Fraktion gesagt worden ist Parteitage, die Verlegenheiten, die er der Partei 1890 bei der als er vielleicht noch ein abschließendes Urteil über die neben vielen andrem. Die Sachlage ist die folgende: Als jenes Maifeier bereitete, wo die ganze Fraktion extra in Halle zuMiliz und die Agrarzölle hat und deshalb uns auch nicht Referat im„ Vorwärts" erschien es war während der Tagung des sammentam, um ihm recht gründlich den Kopf zu waschen. denkt, was er über die Agrarzölle wirklich denkt. Ich habe aus Reichstages waren die im Reichstag anwesenden Parteigenossen Ich erinnere an sein mehr als merkwürdiges, im vollsten Sinne Schippels Munde heute nicht gehört, daß er ein Gegner der Agrar- einfach außer sich. Soll ich Ihnen sagen was ich gesagt habe zu zweideutiges Verhalten in Breslau in der Agrarfrage. zölle sei, er hat zwar die Erklärung verlesen, die er auf Veranlassung einem meiner Freunde:" Hast Du den Bericht gelesen?"" Ja." Er wird in die Kommission gewählt, berät mit mir gemeinsam das der Fraktion mit Hilfe Stadthagens abgegeben hat, aber er hat" Ja, weißt Du, wie ich den beurteile: Schippel will ein Pronunziamento Programm, macht einige wenige Widersprüche, stimmt für das bei einem erheblichen Teil = " nicht klipp und klar erklärt: Ich stehe auf dem Standpunkt, auf gegen die Partei machen, er will aus der Partei heraus, aber er will Programm, und dann, als er merkt, der in Breslau als Geguer dem Ihr steht, die Agrarzölle sind ein Unglück für die Arbeiter, und herausgeschmissen sein, sonst kann ich mir den Vortrag gar der Partei die Stimmung dagegen ist, tritt deshalb müssen wir sie bekämpfen. Ich meinerseits erkläre es für nicht erklären!" Da sagte der andre, der sonst gar nicht desselben in höhnender, herabsetzender und verletzender Weise auf eine Illusion, daß die Frage der Agrarzölle je ausscheiden wird aus immer auf meinem Standpunkt steht: Dieselbe Anschauung habe und bekämpft aufs entschiedenste, wofür er noch am Tage zuvor in dem politischen Kampf. So lange die preußischen Junker am Ruder auch ich. Nun kam die Gegenerklärung Schippels, die den Inhalt engerer Sigung der Fraktion gestimmt hat. Das ist keine Zweis find, wird ihre Räuberpolitik nicht aufhören. Wie ihre Vorfahren an sich nicht bestritt, aber sagte, das sei nicht sein Standpunkt. Darauf deutigkeit, nein! Was soll man von einem Manne der Intelligenz als Wegelagerer an der Straße lagen, so benutzen ihre Epigonen erklärte der Genosse Kautsky in seiner Gegenerklärung: Was da denken, der in dieser Weise umtippt und das Vertrauen der Genossen die Klinke der Gesetzgebung, um aus dem Volle herauszuholen, was Schippel in diesem Referat gesagt hat, das ist wirklich die in schnödester Weise mißbraucht. Ich erinnere Sie weiter an den ihnen möglich ist.( Frau Zieg: Um Ihre Macht zu stärken!) Es Ueberzeugung Schippels denn genau dasselbe dasselbe steht in Artikel in den Monatsheften" über Friedrich Engels Stellung zur steht fest, daß die Agrarzölle fich in aufsteigender Richtung bewegen seinem Buche. Darauf erörterten wir in der Fraktion Miliz und an den Ton, und da kommen wir darauf, wie er dort werden, so lange jene Leute am Ruder sind, die materielle die Angelegenheit und der Vorstand wnrde beauftragt, das einer Parteiprogramm verhöhnt in Weise, wie, fo Jeder nachfolgende Junker wird wieder gewissermaßen als eine Art Untersuchungsbehörde die Genossen Schippel lange die Partei besteht, noch nie ein Genosse es gethan hat. mehr verschuldet sein und wird Hilfe vom Staat verlangen in Form und Kautsky vorzuladen und mit ihnen über die Sache einen Aus- Das ist auch keine zwveideutige Haltung, nein. Es wird ihm der von höheren Getreidezöllen. Jede Lohnerhöhung, die wir der bürger- tausch der Meinungen herbeizuführen. Das Resultat war voraus Auftrag gegeben, ein parlamentarisches Handbuch herauszugeben. lichen Gesellschaft abringen, wird durch die Verteuerung der Lebens- zusehen, es blieb alles hüben wie drüben beim Alten, wir waren wir im Parteivorstande waren mittlerweile mißtrauisch mittel wieder illusorisch gemacht, und so müssen wir den Kampf sehr schnell fertig. Alsdann haben wir in der nächsten Fraktionssigung geworden. Im Frühjahr 1897 hatte Schippel einen solchen Aufimmer wieder von iteuent anfangen. Die Vorgänge in über die Vorgänge Bericht erstattet. Nachdem abermals die ganze Sache trag bekommen. Es hatte ein Jahr gedauert. Mittlerweile war Italien zeigen uns, wohin wir steuern. Die General in der Fraktion hin- und herdiskutiert war, kam man zu der Ueber Stuttgart herangekommen, wo er sich zu Gunsten der Zollpolitik Boguslawski und Genossen sind nicht vereinzelt in Deutsch zeugung, es sei endlich notwendig, daß Klarheit geschafft ausgesprochen hatte, dam Hamburg, ivo er die berühmte land; wenn die deutsche Arbeiterklasse nicht so discipliniert werde, und nun bitte ich Sie, den Wortlaut des Beschlusses der Kanonenrede hielt. Der alte Liebknecht und ich waren damals wäre, hätten wir schon ganz andre Dinge erlebt. Für Schippel Fraktion zu beachten, der Ihnen deutlich seigt, daß der Fall so naib( Zuruf: Leider!) ihn in Schutz zu nehmen. Kolonial- und Zollpolitik. der Verleger war, betraut. Ich über Militär und Marine Wir sagten unS: er hat ja doch mit uns gestimmt. Aber war eS seine Ueberzengnng? DaZ zeigte sich bei dem famosen Artikel über Engels und daS Milizsystcm. Da zeigte sich, was sein wahrer Standpunkt lvar. Sein parlamentarisches Handbuch, das die Partei schweres Geld gekostet hat, ist für den Geschichtsschreiber der Partei vollständig unbrauchbar, weil es durchaus irreführend ist in Bezug auf die Stellung der Partei zu den Haupt fragen der Militär-, Marine"~'' Damit wurde Richard Fischer, der bekam den Auftrag, die Artikel zu kontrollieren. Eines Tages wurde mir ein langes Manuskript überreicht, volle 4 Seiten darin waren aus dem Richterschcn ABC-Buch ohne Quellenangabe ausgeschnitten und ein geklebt. Ich sagte im Vorstande:„Das ist ja ganz un- möglich!" Richard Fischer mochte wohl glauben, ich hätte schon so manchen Span mit Schippe! gehabt und wäre vielleicht etwas parteiisch. Er wollte deshalb das Manuskript selbst lesen. Rachher sagte aber auch er:„Jawohl, cS ist ganz richtig, die Artikel sind unannehmbar. Wir forderten also Schippe! ailf, die Sache umzuarbeiten. Und nun kam eine neue Arbeit, die Wort s ii'r Wort dem entsprach, was wir verlangen m u st t c n. Da konnte er also auf einmal auch anders. Ja, wenn man das alles hinter sich hat und sich dann noch hinstellt und sagt, er sei nicht zweideutig, so weist ich nicht, woher er die Stirn zu einem derartigen Auftreten ninimt. Nun hat man in meiner Resolution die Sätze Über den Ton Schippels beanstandet. Es ist richtig, dast der Ton in unsrer Partei sehr häufig ein sehr unangenehmer ist. Der Partcivorstand selbst hat ja im Laufe dieses Frühjahres sich veranlastt gesehen, die bekannte Erklärung zu veröffentlichen, worin er einige Blätter, ohne sie zu nennen, sozusagen zur Ordimna rief. Ich will auch gar nicht leugnen, dast ich s e l b st zuweilen in der Hitze des Kampfes gegen den einen oder andren Genossen im Tone über die Schnur gehauen habe. Aber es ist ein großer Unter- schied, 06 ich in der Hitze des Gefechts von Mund zu Mniid in der Erregung über die Schnur haue(Sehr richtig!) oder ob ich mich zu Hause kühl hinsetze und da Artikel über Artikel schreibe, in denen nicht nur die Gegner Schippels, sondern die ganze Partei in dieser Weise kritisiert wird. Sofern die Sätze in meiner Resolution die Person des Gegners Schippel betrifft, gebe ich sie frei, aber was Schippel in seinen Artikeln in der Chemnitzer„Volts- stimme", die ich sehr genau gelesen habe, an zahlreichen Stellen gegen die Partei selbst gesagt hat, niust mit Notwendigkeit Ver- bitterung erregen und die Partei in der Achtung der Gegner heruntersetzen. Schippel sagt:„Habt Ihr denn überhaupt alles gelesen, was .n dieser Sache geschrieben worden ist?" Ich glmibe auch -ast die groste Mehrheit von Ihnen das nicht alles gelejen hat. Ich sin selbst nicht sicher, ob ich alles gelesen habe,' obwohl ich mir ie gröstte Mühe gegeben habe. Das eine oder andre mag mir rotzdem entgangen sein. Aber solveit ich die Presse verfolgt habe, /aben wenigstens unsre grosten Blätter über die ganze Sache fortlaufend objektiv referiert, die entscheidenden Stellen a»S den Artikeln Schippels au �ezogen und ihre Meinung dazu gesagt. Sie konnten -wch nicht die ganzen 47 Spalten abdriukenl Also der Parteitag st nach meiner Ueberzengimg in reichlichstem Mäste über die Sache .uformiert, wie er vielleicht niemals zuvor in einer Frage informiert oar. Der Parteitag ist vollkommen in der Lage aus- .usprechen, dast es nötig ist, Schippel in die Schranken zu rufen. Wir wollen ihn nicht a u s s ch l i e h e n. Manche Genossen sagen, er wird gezwungen sein, sich von uns zu trennen. Ich würde das offen gestanden bedauern. Aber es ist nicht zu viel gesagt. Seit 48 Jahren haben wir alle ''"~ in Schi"*"" .mar Jahre einen Fall Schippel. Da ist es Zeit, endlich einmal ein Ende zu machen. Wir haben gelvist eine ganze Anzahl von Partei- genossen unter unS, die in manchen Punkten von der Mehrheit der Partei abweichen, Genosse Bernstein steht unter ihnen gewist nicht in letzter Linie. Aber haben wir denn auch nur einen einzigen andern Parteigenossen, mit dem wir unS fortgesetzt in dieser Weise beschäftigen müssen, wie mit dem Genossen Schippel? Obgleich Schippel gcwih seine Meinung oft genug gewechselt hat, schreibt er, und das ist das Verletzende, immer von oben herab im Tone der absolutesten Sicherheit und Unfehlbarkeit. Das können die Parteigenossen am wenigsten vertragen. Wo sollten wir denn hinkommen, wenn wir mit zehn Schippels in der Partei zu thun hätten? Das würde notwendigerweise vollständige Zer rüttimg in die Partei bringen, das würde mit Rotloendigkeit Spaltungen erzeugen, die wir nicht wollen. Was wir verlangen, ist, .'ast ein Mann, der sich Socialdemokrat nennt, sich so zum Partei progranim stellt und sicki so benimmt, dast wir jederzeit wissen, dast wir es mit einem Parteigenossen zu thun haben. �Lebhafter Beifall.) v. Elm Bebel meinte, der Parteitag sei vielleicht noch nie über eine Frage so gut informiert gewesen wie über den Fall Schippel. Wenn das der Fall wäre, mllstte eS ganz ausgeschlossen sein, dast hier Parteigenossen von der Intelligenz des Genossen Ulrich erklären können, Schippels Buch über Handelspolitik und seine Artikel in der Chemnitzer„Volksstimme" seien nichts weiter als eine Befürwortung der Agrarzölle. Ich gehöre zu den wenigen, die Schippels Artikel gelesen haben. Sein Buch über Handelspolitik habe ich freilich auch nichtgelefen fHeiterkeit) und es werden hier wohl nur wenige sein, die es gelesen haben. Aber ich bin entgegen der allgemeinen Auffassung zu der Ansicht gekommen, dast Schippel von unserm Standpunkt aus keineswegs die Agrarzölle be- fürwortet, sondern nur sagt: Vom Standpunkt der b ü r ß e r- l i ch e n Gesellschaft aus sind Agrarzölle eine Notwendigkeit. Das ist nach meinem Daftirhalten ei» Majestäts- verbrechen, kein Verbrechen gegen die Partei. Bebel erklärt, dast, wenn jemand sajje, die Politik der Agrar- und Jndustriezölle sei eine Politik von enormer Lebens- kraft für die heutige Gesellschaft, so sei schon das unter allen Um- ständen zu verurteilen und zu verdanmien. Dieser Ansicht bin ich nicht. Wir sagen doch auch, der Militarismus ist vom Standpunkte der heutigen Gesellschaft ans eine Notwendigkeit. (Bebel: Die wir ändern wollen I) Trotzdem bekämpfen wir ihn, wie Schippel auch die Agrarzölle von unserm Standpunkt aus bekämpft. Am Schlust seines BuchcZ führt Schippel ausdrücklich aus, dast die Arbeiter in den Brotzöllen unmöglich etwas anders sehen können als Stockprllgel ans ihren Magen. Wie sollte die Arbeiterschaft an dem wirtschaftlichen Schicksal ihrer schlimmsten Peiniger und Feinde auch nur das geringste Interesse nehmen. Man möge über die Ursachen der Agrarkrise streiten, so viel man. will und den landwirtschaftlichen Notstand hoch oder niedrig einschätzen, das industrielle Proletariat werde die Kopsstener der Brotzölle stets als gewissenlose Brotsteucr der vereinigten Volksfeinde vcrlversen. Das must doch festgestellt werden, dast Schippel trotz aller theoretischen Abweichungen zu dcniselbcn praktischen Standpunkt kommt wie wir: W�r müssen die Agrarzölle bekämpfen. Ich kann auch nicht hindern, dast Schippel in seinem Gedankengang inkonsequent ist. Sein Gedankengang ist vielmehr durchaus durchdacht und konsequent. Ich stimme nicht mit Schippel überein. Darin ssimnie ich ihm zu, dast für den Grotzgrundbcsitz die Agrarzölle not- wendig sind. Gewist, sie wirken nur für eine Generation. Aber können wir cS denn den Agrariern verdenken, wenn sie sagen:„Nach uns die Sündflut!"? In Bezug auf die Landwirtschaft im ganzen bin ich allerdings ganz andrer Ansicht als Schippel. Ich meine, daß ftir den Kleinbauern der Agrarzoll geradezu Selbsiiuord ist. Es ist nicht richtig, dast wir, wie behauptet worden ist, in der Fraktion in Bezug auf den Fall Schippel einmütig gewesen wären. Dazu hätte zunächst mal gehört, daß die Fraktionsgenossen das Buch Schippels gelesen hätten. Das war aber wahrscheinlich nur bei sehr wenigen der Fall. Mir wurde sogar gesagt, dast nicht einmal in der von der Fraktion eingesetzten Kommission alle Mit- glieder das Buch kannten. Vorher vorgelegt worden wäre. DaS ist nicht geschehen und deshalb halte ich es für durchaus falsch, auf diesem Bericht eine groste Anklage aufzubauen. Nun sagt man: Schippel hat den Gegnern Waffen geliefert. Wem unter uns ist nicht schon dieser Vorwurf gemacht worden? In meinem Wahlkreis, der durch- weg ländlich ist, ist da? Buch Schippels während des im Wahlkampfe überhaupt nicht erwähnt worden, dagegen wurden Aussprüche von Stadthagen, Ledcbour und Bebel uns entgegen- gehalten, so dast man eventuell auch sagen könnte, dast diese Genossen Waffen für unsre Gegner geliefert haben. Wenn Schippels Buch derartig wäre, dast man behaupten könnte, Schippel habe a b- sichtlich den Gegnern Waffen liefern wollen, dann hätte man seiner Zeit, als das Buch gedruckt wurde und er- schien, diese Anklage erheben müssen. Aber heute, nachdem Jahre vergangen sind, nachdem die Wahlen gewesen sind, aufzustehen und zu erklären, das Buch sei zweideutig und Schippel sei wegen dieses Buches zu verurteilen, das ist falsch und ich bin der Meinung, dast Sie im Begriff sind, auf dem Parteitage ein grostes Unrecht zu begehen.— Man bat die Vergangenheit Schippels angeführt und alle Sünden aufgezählt, die Schippel be- gangen hat, und ich bin gcwist der letzte, der zu den Beivunderern Schippels gehört. Ich kann nur Leute loben und schätzen, die den Mut der Konsequenz zu jeder Zeit haben, und Schippel habe ich bereits in Stuttgart, als er sein Referat Über Zollpolitik hielt, gewagt: warum w e i ch e n S i e z u r ü ck? Aber ich meine, wir haben nicht über die Vergangenheit Scksippels und seine Sünden zu urteilen, sondern über einen ganz konkreten Fall. Und in diesem liegt kein Anlast zu einer Verurteilung.— Dann ist über den Ton Schippels gesprochen worden. Wenii wir alle, die in den letzten Jahren einen gehässigen Ton gegen ihre Gegner angeschlagen haben, vor das Forum des Parteitages citieren wollten, so sästen auch noch andre Genossen aus der Anklagebank. Und wenn man den Ton verurteilen will, den auch ich ver- urteile, dann mutz nian es allgemein thun. Deshalb stinime ich der Resolution Bernstein zu. Es ist schlimm, sehr schlimm, dast bei allen diesen Diskussionen immer das persönliche Moment hervor gekehrt wird. Auf mich macht es den Eindruck, als wenn es sich auch darum drehte, das persönliche Moment zu betonen. Man entscheidet und verurteilt, ohne die Sache selbst zu kennen. Ich bin überzeugt, wenn diese 47 Spalten Ihnen allen zugänglich wären und Sie ruhig und leidenschaftslos die Sache prüfen könnten, dann würden Sie mit mir zu dem Er- gebnis kommen, dast eS absolut falsch ist, Schippel ein Misttrauens Votum seitens des Parteitages auszustellen. Dr. AronS stimnit der Resolution Päplow zu. Zunächst aus einem äusterlichen Grunde. Je weiter die Diskussion vorgeschritten ist, desto klarer wird cS den bisher Unentschiedenen geworden sein, dast eine scharfe Aktion gegen Schippel au' diesem Parteitag erfolge» must. Aber eine derartige Exekution gegen einen Genossen, der seit langen Jahren und in schweren Zeiten zur Partei gestanden hat, ist eine mistliche Sache und es ist wünschenswert, dast wir in unsrem Beschlüsse auch äuherlich zum Ausdruck bringen, dast uns diese Abschlachtung keine Freude macht, sondern dast wir sie scharf und deutlich, aber auch kurz und ohne Rebenwerk erledigen. Von diesem Standpunft aus must ich natürlich die Resolution Bernstein bekämpfen. Bernstein will sich für befriedigt durch die Aeusterungen Schippels erklären. Das ist ans keinen Fall möglich. Was die Resolusion Bebel betrifft, so ist sie schon äusterlich viel zu lang. Im Absatz I erscheint mir der Schlustsatz vollkommen überflüssig. Was sollen wir denn in der Resolution auf die Gegner Rücksicht nehmen? Etwa in dem Sinne, dast Schippel den Gegnern Material geliefert hat insofern, als sie sich aus ihn als auf einen von der großen Masse der andern Genossen abweichenden Genossen berufen können? Ja, das werden die Gegner jedesmal thun können, wenn ein Genosse von der Meinung der übrigen abweicht, und dies Recht wollen wir doch, wie Bebel ausdrücklich erklärt hat. einem jeden von uns einräumen. Der Absatz II fügt in außerordentlicher Länge, schwer übersichtlich, eine Reihe von'Thal sachen und Urteilen aneinander, die mit vollem Recht hier in der Diskussion zur Besprechung gekommen sind, die aber in eine Reso lution um so weniger hineiugehören, als sie den Gegenstand keines Wegs erschöpfen. Sie haben die Anklagen von Bebel gegen Schippel gehört, und es lassen sich dem vielleicht noch mehr Anklagen hinzu fügen, aber sie im Rahmen einer Resolution zu erschöpfen, ist unmöglich. Ganz und gar aber möchte ich mich gegen den Absatz III der Resolution Bebel aussprechen, der den Ton behandelt. Man kann sich auch nicht auf den Standpunkt Bern steinS stellen und den Ton im allgemeinen tadeln. Gewist ist es ganz gut. wenn hier mal ausgesprochen wird, wir wollen einen besseren Ton haben, aber das in einer Resolusion festzulegen zur Freude der Gegner, das halte ich für durchaus unzweckmäßig. Und nun gar„hoch fahrender" Ton! Ich weist nicht, was das heißen soll.(Bebel: Na!) Seben Sie mal die Apostelgeschichte an!(Heiterkeit.) Wir sind ja in der Religion alle ganz außerordentlich bewandert dank unsrer Volksschule.(Sehr gut! und groste Heiterkeit.) Die Apostel waren austerordentlich bescheiden, aber diese Bcscheidenbeit hinderte sie gar nicht, wenn Jakobns auf Paulus und feine Anhänger oder Paulis auf Jakobus und feine Anhänger zu sprechen kam, reinzuhanen, dast die Funken flogen(Heiterkeit), sie waren alle durchdrungen von dem gleichen grosten Gedanken, sie bildeten eine groste Gemeinde, aber wenn sie in Gegensätze gerieten über irgend welche für damalige Verhältnisse wissenschaftliche Fragen, dann singen sie an. sich zu frotzeln, dann kamen sie höher und höher, bis schließlich jeder auf dem hohen Pferd fast und auf die andren verächtlich herabblickte. Solche Diiige werden immer vorkommen, wir werden sie nicht andern, aber in eine Resolution gehört eine Mistbilligung derselben nicht hinein. Noch schlimmer ist die Re solutton Bebel durch das Amendement Freythaler geworden. Eine derartige bedingte Begnadigung oder Verurteilung haben wir hier nicht auszusprechen, mau hat es ruhig dem Genossen Schippel. man hat eS ruhig einer so grosten und anerkannt bewährten Parteigenossenschaft wie der von Chemnitz zu überlassen, was sie aus dem Tadel herauslesen wollen, den der Parteitag ausspricht. Wollen Sie aber, dast Schippel aus der Partei heraus mutz, so sprechen Sie das— darin kann ich Schippel nur beipflichten— auch offen aus! Dann sagen Sie offen, er kann der Partei nicht mehr angehören, oder er kann keine Ehrenämter mehr bekleiden. Diese bedingte Form, die gewissermaßen die Chemnitzer Orgamsation von hinten herum zwackt, ihre Schuldigkeit zu thun. halte ich des Parteitags nicht für würdig. Wollen Sie sich aber nicht dazu verstehen, Schippel eines Vertrauenspostens für un- würdig zu erklären, dann bleibt nur übrig, einmal den Standpunkt Schippels zu mistbilligen und zweitens, der Person Schippels einen Tadel auszusprechen, und daS thut in glänzender und kürzester Weise die Resolusion Päplow, der ich Sie möglichst einmütig zuzu- stimmen bitte. Hoch-Hanau: Ich verwahre mich zunächst dagegen, daß Schippel mich als Mitschuldigen anführt, um für sich mildernde Umstände zu erwirken. Zu diesem Resultat ist er nur gekommen, indem er der Wahrheit nicht die Ehre gegeben hat.(Ruf: Wie so oft) l DaS Eine ist richtig: in der Zollkommission hat Graf Posadowsky gesagt, ich hätte dem Satze zugestimmt: wer Handelsverträge wolle, müsse auch Zölle wollen. Ich habe daraufhin sofort erklärt, daß dies eine mißverständliche Auffafung meiner Worte sei. Es handelte sich in der Zollkommission damals uni Zollsätze, die so un- sinnig waren, dast sie von keiner Seite ernst genommen werden konnten. Einer der Geheimräte erklärte denn auch: sie sind nicht ernst gemeint, sie sollen nur Kompensationsobjekte(Pfannkuch: Schacherobjekte I) sein, wir brauchen sie, um den Gegnern etwas zu bieten. Darauf habe ich erwidert: Das ist keine durchschlagende Ant- wort: ebenso gut wie wir wissen, die andren Staaten, die unsre Einfuhrstatistik ebenso genau kennen wie wir, daß diese Zölle nicht ernst geineint und daß ihnen mit einer Herabsetzung dieser Zölle nichts geboten würde. Und ich fuhr fort: Wenn Sie wirklich Handels- Verträge wollen, dann müssen Sic nicht diese unmöglichen Zölle, Nun der Vortrag Schippels! Eins hätte Schippel unter allen sondern die entscheidenden Wucherzölle auf Lebensmittel herunter Umständen verlangen können, nämlich, daß ihm der„VorwärtS'berichtl fetzen. Ich habe eine Erklärung im„Vorwärt s" ver � Verantw. Redakteur äffen tlicht, die von den bürgerlichen Blättern natürlich unter- schlagen worden ist. Wenn nicht aus bösem Willen, so hat doch Schippel mit unbegreiflicher Fahrlässigkeit kein Wort davon gesagt, daß ich sofort berichtigt habe. Dann hat Schippel versucht, mich als einen Menschen hinzu« stellen, der bald so, bald so rede. Er hat gesagt: als Hoch mein Buch gelesen hatte, war er entzückt davon. Das stimmt. Heute noch bin ich in gewissem Sinne von diesemBuch entzückt, indem ich einesehr ernste und verdienstliche Arbeit erblicke, weil es die nichts als freihändlerischen Argumente der bürgerlichen Seite, die allzu oft auch von uns ange- wendet werden, begrenzt, und zeigt, wie man vom Standpunkt der bürgerlichen Gesellschaft zu Schutzzöllen komnit. Das halte ich für eine verdienstvolle Arbeit, ohne alles darin zu unterschreiben, und das habe ich vor allen FraksionSkollegen, mit denen ich über das Buch sprach, anerkannt. Aber ist das nun ein Freibrief für Schippel, nachdem er das Buch geschrieben, sortgesetzt Krakehl zu machen und die Partei zu schädigen? (Sehr richtig!) Wir halten doch hier kein Ketzergericht gegen daS Buch Schippels ab! Da würde ich nicht mitmachen. Das sehe nicht als Aufgabe eines Parteitages an. Und das erklärt auch, wes- halb vor drei Jahren, als das Schippeische Buch erschien, alles ruhig blieb. Schippel fragt, warum kommt Ihr erst jetzt. Es war ja gar keine Veranlassung Lärm zu machen. Was hat sich aber dann abgespielt? Schippel hat in seinem Buche doch nur die eine Seite der Frage beleuchtet und hat dann in sehr kurzer Weise unsre» Standpunkt angedeutet. Das war nur die eine Hälfte. Er mußte mit derselben Gründlichkeit, mit der er an die agrarischen Elemente herangetreten war, nun auch nachweisen: für uns Arbeiter kann daS nicht gelten. Er hat noch viel Schlimmeres gethan. Wir führten den Zollwucherkampf. Wo blieb da Schippel?(Sehr richtig!) Wo hat er niit iciner hervorragenden Kraft eingegriffen? Er hat nicht daran gedacht. Wie oft wurde er uns im Plenum in der Kominission entgegengehalten. Posadowsky hatte sein Bach aufgeschlagen vor sich. Ich habe seiner Zeit protestiert. Aber wo ist Schippel geblieben und hat protestiert?(Sehr richtig!) Darum dreht es sich. Dem Fast den Boden ausgeschlagen hat aber sein Vortrag. Ich halte Schippel für einen geschickten und kenntnisreichen Redner. Aber heute hat er sein Auftreten ini dritten Berliner Wahlkreise auf das aller- Er sagt, ich habe in einem kleinen Kreise gewußt hätte, daß sich die Ocffentlichkeit dann hätte ich es anders gemacht, daß der Vortrag ein gewisses Mist- schärfste selbst verurteilt. gesprochen: ja, wenn ich damit befassen würde, denn es ist ja richtig ist es trauen und falsche Auffassungen hervorrufen konnte. Ja, denn die Aufgabe solcher Vorträge, Mißocrstäiidniffe zu schaffen? Er mußte wissen, was er anrichtete. Nicht um seine Wissenschaft« lichen Anschauungen handelt es sich, sondern darum, daß ein Mann, der eine führende Stellung einnimmt, uns im Kampfe schwer ge- schädigt hat. DaS dürfen, das brauchen lvir uns nicht gefallen zu lassen.(Lebhafte Znsttmmung.) Wie traurig die Situation für ihn ist, zeigt sein Austreten. Er giebt zu, schädlich gewirkt zu haben, und seine besten Freunde geben es zu. Er sagt nur, er habe nicht die Absicht gehabt. Da müssen wir unS aber fragen: Ist ein Mann geeignet, eine führende Stellung einzunehmen, wenn er die Tragweite seiner Handlungen nicht übersehen kann?(Lebhafte Zu- slimmu.ig.) Ein Mann von seiner geistigen Bedeutung muß sich wie ein Schulbube hinstellen und sagen: Ich hab's nicht so ge< meint. Von diesem Standpunkte ans sind die Resolutronen zu beurteilen. Die Bernstcinsche führt die Konfusion auf den Gipfel. (Ruf: Wie immer 1) Weshalb sollen wir unsre Stellung zu der Zollfrage bestätigen, die Schippel selber teilt. Weil einer eine Dummheit gemacht hat. brauchen wir doch nicht zu sagen, wir wollen sie nicht machen. Damit würde der Streit auf ein andres Gebiet ge- führt werden. Nicht um Takt, Disciplin und politischen Anstand würde es sich handeln, sondern um ein Ketzergericht gegen eine andre Meinung. Diese Taktik können"wir allerdings häufig beobachten. Wenn einer eine Dummheit gemacht hat und sie nicht eingestehen will, dann stellt er sich hin und sagt: Ihr wollt ein Ketzergericht abhalten. Nicht um die Airfichte» Schippels handelt eS sich, sondern uni sein Austreten. Von diesem Standpunkt aus gefällt mir Bebels Resolution auch nicht. Er wird sie wohl selber nicht für ein Meister- werk halten.(Bebel: Machen Sie es doch I Heiterkeit.) Ich bin kein Meister.(Die Redezeit ist abgelaufen.) Also nur noch so viel. An den Einzelheiten der Bebclschen Resolution ist sehr viel auszu- setzen. Für mich handelt es sich nicht darum, Schippel einen ge- linden Tadel auszusprechen, sondern zu sagen: er ist nicht geeignet, nicht sähig, an leitender Stelle zu stehen. (Sehr richtig!) Mit dem milden Tadel kommen wir nicht weiter. Da haben wir morgen wieder denselben Krakehl. Eigentlich genügt das Freythalersche Amendement. Es enthält eine Aberkennung der Ehrenämter— Schippel ans der Partei herauszuschmeißen, davon ist keine Rede.— Ich habe das Zutrauen, Schippel wird die Konsequenzen ziehen, wenn er nur eine Spur von Würde in sich trägt.(Sehr richtig I) Grcnz-Leipzig: Ich will nur einige Richsigstellungen bringen. Schippel hat sich darauf berufen, daß in dem Verbreitungsgebiet der Chemnitzer„Volksstimme" nichts von einer Erregung gegen ihn zu spüren gewesen wäre. Ja, er hat einen Ge- nossen herangezogen, der sich mit ihm einverstanden erklärt habe, den Genossen Kaufniann. Ich bin ein aufmerksanier Leser der„Bolksstim.ue".(Rufe: Es ist der Genosse Knauf- Mecrane). Dieser Genosse Knauf ist der einzige geblieben.— lind Schippel darf sich nichts darauf zu gute halten. In den Kreisen an der böhmischen Grenze steht uns kein Ver- sammlimgslokal zur Verfügung. Alle diese Kreise aber haben eine Preß- kommission für die„Volksstimme" aus den Vertrauensleuten aller Kreise zusammengesetzt. In ihr ist wiederholt über die Schreibweise der Chemn. Volksstimme" gesprochen Ivorden, und eS hat nur an einem • ä d ch e ii gehangen, dann hätte der Redakteur des Blattes, senosseAugust Enders, quittieren müssen.(Hört l hört!) Wenn man von einer Meinung in diesen Kreisen sprechen will, dann ist daS gerade Gegenteil von dem wahr, was Schippel darüber gesagt hat.(Ruf: Wie imnier!) Wenn Gelegenheit zu Versammlungen wäre, dann würde Schippel ebenso verurteilt werden, wie er in andern Versammlungen verurteilt worden ist.(Geyer: Und wie auch in der Landesversammlung!) Ja, auch auf der Landeskonferenz ist die Frage angeschnitten worden. Dort hatte er Gelegenheit, seinen Standpunkt auseinanderzusetzen. Statt dessen hat er gemeint, er hätte keine Veranlassung dazu, er müsse sich das erst überlegen, genau so, wie er es sich überlegen wollte, als die Fraktion das Verlangen an ihn stellte. Ekm hat gesagt, ihm seien Aeusterungen Ledebours als Knüppel zwischen die Beine geworfen worden. In meinem Wahlbezirk, dem zweiten ächsischen, aber versuchte der Anttsemit Zimmermann sofort in der ersten Versammlung, uns Schippel aufs Butterbrot zu schmieren. Wir haben ihm freilich in die Suppe gespuckt.(Heiterkeit.) Heute handelt es sich nicht um die alten Sünden, sondern um das neue Vorgehen Schippels. Alle Genossen, die in der praktischen Agitation stehen, haben sich nicht allzuviel mit seinen wissenschaftlich spintisierenden Auseinandersetzungen und denen 'einer Gegner befaßt. Aktuell wird so etwas erst, wenn es in Versammlungen vorgetragen wird und uns die Agitation erschwert. Von diesem Augenblick an datiert erst das Vorgehen gegen Schippel.— Mit der Bebelschen Resolution bin ich einverstanden bis ouf� den letzten Teil, wo vom Ton die Rede ist. Diese Stelle sollte beseitigt werden und dafür das Amendement Freythaler gesetzt werden.� Welche Konsequenzen Schippel oder die Chemnitzer ziehen werden, ja, damit haben wir nichts zu thun. Der Parteitag hat nur die Aufgabe. eine Anschauungen unumwunden auszusprechen, ohne Hinter- thüren offen zu lassen. Der Betreffende hat dann die Konsequenzen zu ziehen, die er für richtig hält. (Schluß im Hauptblatt.) Franz Rehbein, Berlin. Für den Inseratenteil verantw,: Th. Glocke, Berlin. Druck». Verlag-Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanjtalt Paul Singer& Co., Verl« SW. Nr. 223. 21. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Donnerstag, 22. September 1904. Vom ostasiatischen Kriegsschauplay. Steht eine neue Schlacht bei Mukden bevor? Nach englischen Meldungen soll General Kuroti mit 100 000 Mann den Hunfluß überschritten haben und die russische Stellung bei Mukden von Dsten her bedrohen. Ein Reuter" Telegramm aus Mukden vom 21. September lautet: " Die Schlacht steht unmittelbar bevor; die Japaner rücken in einer Stärke von 8 bis 9 Divisionen vor; das hohe Getreide ist überall gemäht und es bietet sich daher ein weites Schußfeld über die flache Ebene. Direkt vor der Front der russischen Stellungen befindet sich der Hunfluß. Bestätigung durch offizielle Nachrichten hat diese Nachricht bis jetzt nicht gefunden, sowohl aus Petersburg wie aus Tolio berichtet man nur über Vorpostengefechte der vorrüdenden Japaner mit den Russen. " Ueber die Lage von Port Arthur Partei- Nachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. " werden; zur schnellen Erledigung derselben ersuchen wir die Ge nossen und Lokalkommissions- Mitglieder alle Anfragen und Zufendungen nur an den Genossen Wilhelm Hinz, Berlin S. 14, Prinzenstr. 66, zu richten und nicht an den Vorwärts". Die Parteiblätter der oben genannten Kreise werden um Abdruck ersucht. Die Lokalkommission für Berlin und Umgegend. Lokales. Not und Krankheit. Prof. Dr. Gustav Behrend tritt von seiner Stelle als leitender Arzt der Anstalt für Geschlechtstranke im städtischen Obdach in der Fröbelstraße zurück. Dr. Behrend hat diese Anstalt seit ihrer Begründung Ende 1890 geleitet. Die goldene Hochzeit gilt als ein Ziel, das zu erreichen in Berlin nicht vielen Ehepaaren vergönnt sei. Die Statistit zeigt aber, daß die Ehen von mehr als fünfzigjähriger Dauer hier doch noch häufiger find, als im allgemeinen angenommen wird. Im Jahre 1903 wurden in Berlin 9577 Chen durch den Tod eines der Chegatten gelöst. Bei 7784 dieser Ghen wurde die Dauer ermittelt, und da ergab sich, daß 160 Ehepaare bereits die goldene Hochzeit hinter sich hatten, als der Tod sie von einander riß. 160 Chen hatten das 50. Jahr überdauert, 6 davon sogar das 60. Jahr. Die längste Ehedauer war in einem Fall 64 Jahre und in einem andern Fall 68 Jahre. Die 64jährige Ehe wurde gelöst durch den Tod des Mannes, der im Alter von 96 Jahren starb und seine Lebensgefährtin ist in Berlin sehr selten. Der 68jährigen Ehe wurde ein Ziel ge als 87jährige Witwe zurückließ. Eine Ehedauer von 68 Jahren setzt durch den Tod der Frau, die als 88jährige starb. Der hinterbliebene Witwer stand im Alter von 96 Jahren. am Donnerstag u. a. mit folgenden Gegenständen der Tagesordnung Die Stadtverordneten- Versammlung hat sich in ihrer Sizung zu befassen: Wahl je eines Mitgliedes: in den Ausschuß für die des Wahl von Bericht eine Krankheit bringt Not, wenigstens dem, der seinen Lebensunterhalt nur durch Arbeit erwerben kann. Aber auch die Umkehrung gilt: Not bringt Krankheit und die Krankheit steigert dann noch die schon vorhandene Not. Es sind nicht die Häuser der Wohlhabenden, in denen Krankheit am häufigsten einkehrt, nicht die wird gemeldet: Thüren der Reichen, an denen der Tod zuerst anklopft. Wo gesund Tschifu, 20. September.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) zur Bestreitung des Unentbehrlichsten ausreicht, wo manchmal trotz heitzerrüttende Arbeit mit einem Lohn vergolten wird, der kaum Die Japaner haben während der letzten 19 Tage ihre Vorbereitungen allen Fleißes Entbehrungen über Entbehrungen ertragen werden für den gegenwärtigen Angriff auf Port Arthur getroffen, der sich gegen die Nordostfront richtet. Den Japanern tommt es darauf müssen, da ist dem Sensenmann die Bahn geebnet. an, das Ritwanschan- und Erlunschan- Fort und die Zwischen- Auf die Beziehungen, die zwischen Armut und Krankheit, Wahlen von unbefoldeten Gemeindebeamten, in die Arbeitshauss forts zu nehmen. Der Angriff gegen Ende August dauerte in zwischen Not und Tod bestehen, ist oft hingewiesen worden. Für Verwaltung, in die Deputation für die städtische Feuersocietät, in Wirklichkeit zehn Tage. Obgleich die Japaner auf der Berlin lassen sie sich zahlenmäßig nachweisen aus einer Statistit, die Markthallen- Deputation, in das Kuratorium der Otto- Stiftung, ganzen Linie zurüdgetrieben wurden, behielten die das Berliner Statistische Amt seinem soeben erschienenen in die Deputation für die innere Ausschmückung des Rathauses, in fie doch vier fleine Befestigungen im Nordosten. Jahresbericht über die Bevölkerungsbewegung Berlins im Jahre das Kuratorium der Reuter- Stiftung, in die StraßenreinigungsZwei davon liegen nur fünfzig Meter von dem 1903 diesmal neu eingefügt hat. Der Bericht gruppiert für einige Deputation und in das Kuratorium der Webeschule. Erlunshan- Fort entfernt. Die Rufsen verschießen täglich Todesursachen die Sterbefälle nach der Größe der zwei Mitgliedern in die Gewerbe Deputation. 1000 Granaten, hauptsächlich gegen die vier erwähnten Schanzen. Wohnung und nach der Bahl ihrer Bewohner. 35 Rechnungen und Wie der Nowi Krai" berichtet, finden nachts Ausfälle gegen diese zwei Todesursachen find es, die hier das meiste Interesse bean beantwortung zum Jahresabschlusse für das Etatsjahr 1902 der erstattung Ausschusses für Rechnungssachen betreffend eine Resolution sowie die NotatenSchanzen statt. Tschifu, 20. September.( Meldung des Reuterschen Bureaus.") spruchen: die Lungenschwindsucht, die namentlich von den Personen Stadthaupttasse und der Verwaltung des städtischen Ablades Alle aus Dalny eintreffenden Japaner legen große Achtung vor der mittleren Alters in Berlin alljährlich an 4000 hinrafft, und die wesens. Antrag von Mitgliedern der Versammlung, den Magistrat Widerstandskraft der Russen in Port Arthur an den Tag. Der Ende Darmkatarrhe, denen in der heißeren Jahreszeit je nach der Inten- zu ersuchen, möglichst gemeinsam mit andren Städten geeignete August gemachte Versuch, das Ritwanschan- Fort zu stürmen, hat den sität der Hibe 2000-3000 Kinder erliegen. Schritte zur Abwendung der Gefahren einzuleiten, welche durch BeJapanern ein ganzes Regiment gekostet. An Qungenschwindsucht( einschl. Lungenleiden und Abstimmungen des neuen Wohnungsgefeßvorschlages, inszehrung) gingen im Jahre 1903 in Berlin 3981 Personen zu Grunde. befondere durch die beabsichtigten Aenderungen des Fluchtlinien1882 davon starben in öffentlichen Krankenpflegeanstalten und brohen.- Vorlagen betreffend die Einrichtung einer Baradenschule gesetzes vom Jahre 1875 der Selbstverwaltung der Kommunen Kliniken, 2099 in Wohnungen. Von diesen 2099 Personen hausten am Leopoldplatze, die erfolgte Bauabnahme der neuen Turn2 in Wohnungen, die nur aus Küche bestanden, 866 in Wohnungen Halle für die 35. und 61./148. Gemeindeschule in der Bernauer- Ein Maifeier- Prozeß. In Halle hatten sich fürzlich nicht mit nur einem Zimmer, 850 in Wohnungen mit zwei Zimmern, also straße 89/90 und Stralsunderstraße 54, weniger als 18 Personen, darunter der Vertrauensmann Genosse allein 1718 in fleinsten Wohnungen. Dagegen wurden aus Woh- Fluchtlinie auf der Nordfeite des Markgrafendammes und Festsetzung - die Aufhebung der Reiwand, der Parteikassierer, der Gutsbesitzer Teubner, der die Maiwiese zur Verfügung gestellt hatte, und ein Kapellmeister, der nungen mit drei Zimmern nur 248, aus Wohnungen mit vier einer neuen Fluchtlinie auf derfelben Straßenstrecke, die Teilung das Fest durch das Musitaufführungen, bei denen ein höheres Bimmern nur 75, aus Wohnungen mit fünf, sechs, sieben und mehr der Stadtbezirke 167b, 177, 190a, 190c, 246a und 247a, Interesse der Kunst nicht obwaltete, verschönerte, vor dem Schöffen- Bimmern zusammen nur 58 Lungenschwindsuchts- Sterbefälle ge- bessere Ausstattung der Särge für die auf städtische Kosten zu bes gericht zu verantworten. Sämtliche Genoffen, die als Bierzapfer fungiert, meldet. Diese Zahlen reden eine deutliche Sprache. Es ist leider kommission, die vorläufige Regulierung der Ließenburgerstraße gestattenden Zeichen, die Teilung des Bezirks der 125. ArmenBier, Limonade, Selterwasser, Würstchen, Südfrüchte 2c. verabreicht nur zu richtig, wenn man die Lungenschwindsucht die Proletarier zwischen Bleibtreu und Wielandstraße in Charlottenburg, die hatten, waren zur Stelle. Die Angeklagten sollten ohne Schanktonzession frankheit nennt. Bier verkauft, ohne Gewerbeschein das Gewerbe im Umherziehen" Einführung der Pflicht- Fortbildungsschule in Berlin, Die Lungenschwindsucht holt ihre Opfer fast nur aus den die Annahme des Geschenkes des Professors Dr. Straßmann, ausgeübt und den Sonntag entheiligt haben. Unfre Genossen wiefen Leinen und fleinsten Wohnungen, in denen eben die den Vorentwurf zum Neubau einer städtischen Fleischber darauf hin, daß bei der Maifeier eine gewerbliche, auf Gewinn Minderbemittelten und die Armen hausen. Und gerade diese Woh- nichtungs- und Verwertungsanstalt, bie Verwendung einer zielende Thätigkeit nicht entfaltet worden ist, und die Funktionäre lediglich im Intereffe der Partei gehandelt hätten. Die Angestellten nungen find trotz aller Kleinheit und Beengtheit in der Regel stärker an der Sonnenburgerstraße belegenen städtischen Landfläche für hätten nur ein anständiges Taglohn erhalten. Die sämtlichen Eß befest als die geräumigen Wohnungen der Wohlhabenden. In den das Etatsjahr 1903 sowie die außer dem Etat geleisteten Ausgaben, Gemeindeschulzwecke, den Jahresabschluß der Stadthauptkasse für und Trinkwaren sind auf Rechnung des socialdemokratischen Vereins Wohnungen der 2099 zu Hause an Lungenschwindsucht Verstorbenen bestellt und die erzielten Ueberschiffe sind für Musik, Umzäunung wohnten zusammen 9452 Personen. Da waren kleine Wohnungen, Ede Füsilierstraße und Kleine Alexanderstraße 29,- die Petition den Verkauf der Grundstücke Bartelstraße 3, Linienstraße 227/228, der Wiese, Pacht 2c. verausgabt worden. Der Staatsanwalt wollte in denen bis gegen ein Dukend Personen sich zusammengepfercht eines Lehrers um Anstellung als Gemeindeschullehrer und die Be das nicht glauben und beantragte gegen 17 Angeklagte 1296 M. hatten. Und in ihrer Mitte lebte und starb ein Schwindfüchtiger! willigung von Ruhegeld für einen leitenden Arzt. Berichterstattung Geldstrafe. Das Gericht verurteilte mur 6 Angeklagte zu insgesamt Unter den 850 Zweizimmer- Wohnungen, in denen Schwindfüchtige betreffend die Wahl je eines bürgerlichen Mitgliedes für die Ersatz65 M. Geldstrafe. starben, waren nur 2 mit je einem Bewohner und 75 mit je zwei fommissionen II, IV und VI, eines stellvertretenden bürgerlichen Ein aufgelöster Wirtshausbefuch. Bewohnern, aber 149 mit je drei, 173 mit je vier, 178 mit je fünf, Mitgliedes für die Ersazkommission II, von zwei Bürgerdeputierten Anläßlich der Reichstags- Stichwahlen hatten unsre Partet: 129 mit je sechs, 66 mit je fieben, 39 mit je acht, 26 mit je neun, für die Gewerbedeputation und eines Tagators für die Pferde- Ausgenoffen in Udenhain bei Hanau eine öffentliche Wählerversammlung 12 mit je zehn Bewohnern. Unter den 866 Ginzimmer- Wohnungen hebungskommission I. einberufen. Die Versammlung, welche in einer Scheune stattfand, waren nur 23 mit je einem Bewohner, aber 145 mit je zwei Be- Ueber den elektrischen Treidelbetrieb auf dem Teltow- Kanal wird wurde von Gendarmen aufgelöst. Eine größere Anzahl der Teil- wohnern, 228 mit je drei, 169 mit je vier, 153 mit je fünf, 78 mitgeteilt: Der Kanal geht bekanntlich von der Dahme bei Grünau nehmer begab sich in mehrere Gastwirtschaften des Orts. Der mit je sechs, 45 mit je fieben, 12 mit je acht, 7 mit je neun, 3 mit und von der Oberspree über Teltow nach dem Griebnitzsee. Eine Einberufer der Versammlung und der Referent Dr. Quard gingen in je zehn, 3 mit je elf Bewohnern. Man stelle sich das vor: Ein- Abzweigung führt nach dem Wannsee. Der Schleppbetrieb erfolgt die Gastwirtschaft von Veit, wo schon mehrere Personen anwesend zimmer- Wohnungen, in denen bis elf Personen hausen, und darunter ausschließlich durch elektrische Lokomotiven, die auf einem Doppelwaren, die mit der aufgelösten Versammlung nichts zu thun hatten. ein Schwindsüchtiger! geleis fahren. Die Abnahme des Stromes erfolgt durch zwei Arme, Nach und nach füllte sich das Gastzimmer. An allen Tischen wurde Bei den Darmtatarrh- Sterbefällen zeigt die Statistik gesehen ist. Das Schleppseil ist an einer Art von Kran befestigt. da auch für die Rückleitung ein zweiter Draht der Oberleitung vorbesprochen. Natürlich wurde auch die bevorstehende Stichwahl in den dieselben Zustände. An Darmfatarrh( einschl. Brechdurchfall, Die von der Oder durch den Oder- Spree- Kanal und die Wendische Kreis der Betrachtungen gezogen. Dr. Quard sprach auch davon Magen- Darmentzündungen usw.) starben im Jahre 1903 in Berlin Spree fommenden Schleppzüge werden bei Grünau geteilt. Die und ließ sich über die Personen der Kandidaten aus. Ferner er- 3148 Kinder des ersten Lebensjahres, 423 in Anstalten usw., 2725 Fahrzeuge, die den neuen Kanal benutzen wollen, werden an der zählte er mancherlei aus seinem Leben. Inzwischen war auch der in Wohnungen. Von den letzteren wohnten 14 in bloßen Wohn- oberen Mündung von der Schlepplokomotive übernommen. Gendarm herbeigeeilt. Quards Unterhaltung hielt er wegen ihres füchen, 1792 in Wohnungen mit nur einem Zimmer, 754 in Sanal selbst wird, abgesehen von einer kleinen Strecke beim Griebnißfee lauten Tones für eine Rede und löste„ die Versammlung" auf. Wohnungen mit zwei Zimmern, also allein 2560 in Kleinsten jedem Abschnitt findet ein Wechsel der Lokomotive statt. Die Führer in vier Abschnitte von je etwa 8 Kilometern Länge zerlegt. Zwischen Seinem Verlangen, alsbald das Lokal zu verlassen, folgten die An- Wohnungen. Es kommen dann auf Wohnungen mit drei Zimmern befahren mit ihrer Lokomotive so stets nur eine verhältnismäßig wesenden nicht gleich. Sie wurden festgestellt und die Folge war, nur noch 122 Sterbefälle, auf Wohnungen mit vier Zimmern nur fleine Strecke, die sie genau kennen lernen. Am Abend werden die daß sich demnächst 22 Angeklagte, darunter Quard und der Einberufer, vor dem Schöffengericht wegen Uebertretung des Vereins- 30, auf Wohnungen mit fünf und mehr Zimmern nur 13. Nicht Lokomotiven in den für jede Strecke vorgesehenen Schuppen gebracht. gefeßes zu verantworten hatten. Sie wurden jedoch frei wahr, hier ist der Gegensak zwischen arm und reich noch traffer? Die Leerfahrten sind so verhältnismäßig furz und betragen im Durch gesprochen und das Landgericht Hanau bestätigte das Urteil. Auch hinsichtlich der Beengtheit der Wohnungen schnitt nur vier Kilometer. Die Schleppzüge sollen zwei östliche Es nahm an, daß die Anwesenden gekommen seien, sich zu erfrischen liegen hier die Verhältnisse noch schlimmer als bei den Schwind- oder westliche Normalkähne oder vier Finowtähne von 700 bis und nicht, um die aufgelöste Versammlung fortzusetzen. Auch sei aus fuchts- Sterbefällen. In den Wohnungen, aus denen der Tod sich 1200 Tonnen Nuglast betragen. Als Fahrgeschwindigkeit sind vier dem Zusammensein feine neue Versammlung geworden. Gs fei die 2725 Säuglinge herausholte, wohnten zusammen 13500 Per- Kilometer in der Stunde vorgesehen, so daß eine Reisegeschwindigkeit ferner nicht festzustellen, ob Dr. Quard sich bewußt gewesen sei, sonen! Und es waren, wie gesagt, fast nur fleine Wohnungen, ba bon etwa 3,8 Kilometer entsteht. Die Durchfahrt durch den elektrisch daß ein größerer Kreis ihn hören werde, und ob er dies bezweďte, ia die sommerlichen Verdauungsfrankheiten fast nur die Kinder der schließlich des Aufenthalts beim Durchschleusen 10% Stunden. Die befahrenen Teil des Kanals von 34,1 Kilometer beansprucht einwenn auch der Gendarm seine Sprache laut fand. Wenn zu ber= neinen sei, daß im Gastzimmer Veits eine Versammlung stattfand, eng wohnenden ärmeren Bevölkerung hinraffen. Unter den 754 tägliche Betriebszeit wird zu 13 Stunden angenommen. Für den so konnte auch keine Versammlung aufgelöst werden und die An- Zweizimmer- Wohnungen waren 1 mit zwei Bewohnern, 67 mit drei, Fahrplan ist ein geringster Zugabstand von 1 Stunde festgesetzt. Sonst wesenden hätten sich nicht entfernen brauchen. Die Revision der 140 mit bier, 158 mit fünf, 137 mit sechs, 100 mit sieben, 67 mit wird bei Bedarf gefahren. An jeder Mündung des Kanals erhält je Staatsanwaltschaft wurde vom Kammergericht verworfen. Außer acht, 46 mit neun, 23 mit zehn, 6 mit elf, 6 mit zwölf, 2 mit drei- ein Verkehrsleiter seinen Dienstsiz. Sämtliche Dienststellen des den Kosten wurden auch die notwendigen Auslagen der Angeklagten zehn, 1 mit fünfzehn Bewohnern, unter den 1792 Ginzimmer- Kanals sind unter sich sowie mit Wernsdorf und Brandenburg durch der Staatskaffe auferlegt. Dem Gendarm erwächst natürlich wegen seines unberechtigten vier, 389 mit fünf, 228 mit fechs, 122 mit fieben, 72 mit acht, 23 Wohnungen waren 47 mit zwei Bewohnern, 384 mit drei, 498 mit Fernsprecher verbunden. Die Betriebseinrichtungen werden von den Eingreifens in die Unterhaltung der Wirtshausbesucher und den mit neun, 16 mit zehn, 3 mit elf, 3 mit zwölf Bewohnern( und Tauben- bezw. Mohren- und Markgrafenstraße an den Laternen be Siemens- Schuckert- Werken ausgeführt. Geschäftsbetrieb des Gastwirtes tein Nachteil. Neue Straßenschilder sind jetzt probeweise an der Ecke der 7 ohne Angabe der Bewohnerzahl). In solchen Wohnungen" leben die Kinder des Proletariats, in solchen Wohnungen" fiechen sie hin. festigt worden. Sie bestehen aus einem großen, weißen Emailschild die Kinder des Proletariats, in solchen Wohnungen" fiechen sie hin. in schmiedeeiserner Zorberumrahmung, mit dem Namen der Straße Diese Zahlen enthüllen den Klassengegensas, der durch und zwei darüber und darunter befindlichen fleineren Schildern, auf die Gesellschaft geht, in seiner ganzen Furchtbarkeit. Not bringt denen der Postbezirk und die Hausnummern des in Frage kommenden Krankheit und frühen Toddas zeigen sie so deutlich, daß es auch Straßenteiles verzeichnet sind. Diese Einrichtung besteht in Chardem Blödesten klar werden muß. lottenburg schon seit längerer Zeit. die Auflösung der Versammlung in zwangloser Weise lebhaft Berliner Partei- Angelegenheiten. Parteigenossen von Berlin, Teltow- Beeskow, Nieder- Barnim und Potsdam- Osthavelland. wollen und zwar für: Am Sonntag, den 9. Oktober 1904, erscheint die nächste LokalLifte. Wir ersuchen daher die Mitglieder der Lokalkommission von obigen Kreisen, die Neu- Aufnahmen und die genauen Aenderungen bis spätestens Donnerstag, den 29. September 1904, einsenden zu Teltow- Beeskow an den Genossen Hermann Schliebik in Brik, Jahnstraße 2; Rieber- Barnim an den Genossen Robert Ried in Rummelsburg, Kantstraße 22, parterre; Potsdam- Osthavelland an den Genossen Karl Linz in Spandau Mittelstraße 13; Diverse Orte an den Genossen Gustav Nowag in Strausberg( Stadt), Waltmühlenstraße; Berlin an den Genossen Wilhelm Hinz, S. 14, Prinzenstraße 66. Die Lotaltommissions- Mitglieder wollen die genauen Aenderungen und Neu- Aufnahmen für obige Liste umgehend mitteilen, da spätere Einsendungen teine Berücksichtigung mehr finden können. Bielfach kommt es vor, daß Zuschriften in ,, Lokalangelegenheiten" an die Redaktion oder Expedition des Vorwärts" gesandt " " Das Märchen von der Selbstverwaltung. Die Stadtverordneten Der Das Leichenbegängnis von Emil Thomas erfolgt heute, Justizrat Cassel, Vorsitzender der Fraktion der Linken, Bankdirektor Donnerstagnachmittag 5 Uhr von der Leichenhalle des Friedhofes Mommsen, Vorsitzender der Freien Fraktion, Fabrikant Dinse, der Kaiser Wilhelm- Gedächtniskirche aus. Der Friedhof liegt am Vorsitzender der Neuen Linken, Stadtverordneten- Vorsteher Dr. Fürstenbrunner Weg in Westend. Langerhans, Stadtverordneten- Vorsteher- Stellvertreter Michelet und In der Angelegenheit der falschen Fleischstempel erhalten wir fast sämtliche Mitglieder der genannten drei Fraktionen haben von dem Schlächtermeister Herrn Hugo Koch in Reinickendorf, folgenden Antrag bei der Stadtverordneten- Versammlung ein- Amendestraße 94, die folgende Zuschrift:" In der Zeit vom 8. bis gebracht:" Die Stadtverordneten- Versammlung wolle beschließen, 10. Auguft wurde in verschiedenen Zeitungen die Nachricht gebracht, den Magistrat um Auskunft zu ersuchen, ob es richtig ist, daß die daß von außerhalb, namentlich von Reinickendorf, tuberkuloses und follegiums die Benutzung der Gemeindeschulgrundstücke zu andern stempelt, in Berlin zum Verlauf eingeführt wird. Auch der„ Vorfönigliche Regierung durch eine Verfügung des Provinzial- Schul- andres frantes Fleisch, welches mit einem falschen Stempel ge als Elementarschulzwecken von der vorhergängigen Genehmi wärts" brachte eine Notiz. In dieser Notiz wurde ich namentlich gung der Schulaufsichtsbehörde abhängig gemacht hat, benannt, und zwar, wie es scheint, infolge einer Namens und welche Schritte im Falle der Aufrechterhaltung einer solchen verwechselung. Es wurde von mir gesagt, daß bei mir in einem Verfügung der Magistrat zur Wahrung der Rechte der Stadt- eisernen Kasten Fleisch gefunden worden sei, welches gänzlich vergemeinde und der Selbstverwaltung zu ergreifen gedenkt?" Be- borben und mit Maden durchsetzt gewesen sei. Dieser Fall bezieht fanntlich werden jetzt auch die Schulräume oft zu Wahlzwecken, zur fich aber auf den Schlächtermeister Korb. Bei mir fand folgendes bhaltung von Waisenraissigungen und von Versammlungen ge- statt: Der Fleischbeschauer Rehberg hatte bei mir etliches Fleisch meinnüßiger Vereine usw., Einschäßungsfommissionen und von als verdächtig befunden und mir den Rat gegeben, es von Herrn Turnvereinen benutzt. Der Magistrat müßte also in Zukunft auch in Professor Eggeling nochmals untersuchen zu lassen. Ehe nun Herr all diesen und andern Fällen für die Benutzung seiner Schulen erst Professor Eggeling fam, fand die bekannte Razzia statt, und so die Genehmigung nachsuchen. wurde natürlich dies von Rehberg beanstandete Fleisch bei mir ge= Deutsche Volksbühne. = = 000 funden. Und dies mußte ja gefunden werden, denn ich darf doch Bei der inneren Umgestaltung des föniglichen Schauspielhauses Sünder benutzt, die von auswärts nach Spandau transportiert tein Fleisch, das beanstandet ist, fortschaffen. Was den Fall Korb wird jetzt auch während der Nacht bei elektrischem Licht gearbeitet wurden, um hingerichtet zu werden. Die dem Beil des Henkers betrifft, so liegt die Sache ganz einfach. In Reinickendorf ist jeder werden. Am 1. Januar 1905 soll das Theater wieder eröffnet werden. verfallenen Verbrecher trafen tags vorher ein und verblieben die Schlächtermeister gezwungen, einen Behälter zu haben, in welchem die Mjälle gesammelt werden müſſen. Diese Behälter werden von Sudermanns" Johannisfeuer" mit Elſe Wafa als Maritte und Erich engen, von meterstarken Mauern umgegebenen düsteren Raum. Das Theater. Im Schiller- Theater O. wird heute, Donnerstag, letzte Nacht ihres Lebens in dem bezeichneten Gewahrsam, einem Abdeckerei geleert. Daß diese Leerungen nicht pünktlich ge= uralte Bauwerk wird jegt abgebrochen und zur Vergrößerung der schehen, weiß jeder Schlächter. Wenn nun, namentlich bei einer Biegel als Georg wiederholt. Das Schiller Theater N. Hike wie in diesem Jahre, die Kästen nicht pünktlich geleert werden, bringt heute, Donnerstag, Grillparzers Medea" mit Anna Feld- Klostermühle verwendet. Sein letzter unfreiwilliger Infaiſe war der Im Apollo- hit gama Felde wegen seines Attentats auf Friedrich Wilhelm 11. Sufaffe bar Ser so gehen diese Abfälle in Fäulnis über und bilden sich auch Maden. hammer in der Titelrolle. Also hier liegt die Schuld an der Abdeckerei. Auch darauf möchte ich Bremière der neuen Burleske„ Berliner Luft" auf Mittwoch, 28. Cept., urteilte Bürgermeister Tschech. Suiss hinweisen, daß bei keinem Schlächter in Reinickendorf ein falscher verlegt worden. Die Musik ist von Lincke, der Text von B. Jacobson. Lichtenberg. Die im Frühjahr 1905 stattfindenden Ersazwahren Stempel gefunden worden ist. Wenn in andern Vororten falsche " Genoveva" geht am Freitag und zur Gemeindevertretung werfen ihre Schatten voraus. Neben den Stempel gefunden worden sind, so dürften diese nicht zum Ab- Sonntagabend ebenfalls in Scene. Einzelne Längen sind beseitigt dem Turnus nach ausscheidenden Vertretern werden für zwei aus stempeln von tranfem Fleisch, sondern lediglich dazu benutzt worden worden, so daß das Stück die gewöhnliche Theaterzeit nicht über dem Orte verzogene und für ein verstorbenes Mitglied auch zwei sein, um eine doppelte lintersuchungsgebühr zu ersparen. Daß schreitet. In Belle- Alliance Theater kommt heute Vertreter zu wählen sein, deren Mandate mun schon in der zweiten Herr Rehberg sein Amt auf das gewissenhafteste versehen hat, Donnerstagabend„ Die Dame aus Trouville" zur Aufführung; morgen Instanz für ungültig erklärt sind. Ein Wähler der zweiten Klaſſe dürfte wohl das Amt in Reinickendorf sowie Herr Professor Eggeling Freitag beginnt August Junkermann sein nur auf drei Abende be- hat, mit Vollmachten von Forensen ausgerüstet, sich nicht damit bestätigen. Es handelt sich nun für uns Reinickendorfer Schlächter rechnetes Gastspiel mit„ Onkel Bräfig". In dem berühmten Reuterſtück begnügt, die papiernen Wähler der ersten Klasse zu vertreten und darum, daß eine unparteiische Zeitung vorstehenden Sachverhalt wird dem beliebten Künstler das gesamte Personal zur Seite stehen. deren Stimmen für sich in die Wagschale zu werfen, sondern er tlarlegt, damit das Publikum sicht, in welcher Weise wir durch die Die neue Herrnfeld- Komödie, an der die Direktoren nahm auch an der Bildung des Wahlvorstandes in der bevorzugten damaligen Berichte geschädigt worden sind. Denn die Berichte gegenwärtig arbeiten, macht die besten Fortschritte, so daß voraus- Klasse teil und saß ferner als Beisiger am Wahltische, troßdem seine waren alle so gehalten außer im Vorwärts", daß wir ge- sichtlich schon Mitte Oftober das Stück, das diesmal ein Dreiakter Vollmacht" für ungültig erklärt wurde. Sein und seines„ Mitschäftlich einen nicht wieder gut zu machenden Schaden erlitten wird, seine Uraufführung erleben dürfte. Lustspielhaus. gewählten" Mandat ist vom Kreisausschuß und nun auch vom haben. Ich bitte im Namen sämtlicher Reinickendorfer Schlächter Gestern vormittag fand die Abnahme des Theaters statt. Das Bezirksausschuß für ungültig erklärt worden, aber um Veröffentlichung dieser Zuschrift." Lustspielhaus wird nunmehr definitiv am 1. Oftober cr. mit Hart- vertreter sind die Herren doch. " Im Tuberkulose- Museum, das sich im Vordergebäude des ReichsWohlfahrtsmuseums in Charlottenburg, Fraunhoferstraße, befindet, hat vorübergehend ein Modell der Kinderfürsorge- Anstalten des Roten Kreuzes in Hohentychen Aufstellung gefunden, das für das neue Tuberkulose- Museum in Karlsruhe bestimmt ist. da od eldh Eine allgemeine Erhöhung der Verkaufspreise von Tischlereifabrikaten wurde in der gestrigen Generalversammlung der Berliner Tischlermeister und Holzindustriellen in den Konkordia- Festsälen beschlossen. Auf den zur Zeit benutten Preislisten sollen die VerTaufspreise sofort um 10 Proz. erhöht werden. Gemeindes lebens Komödie„ Ein wahrhaft guter Mensch" eröffnet. Bei einem Sturz vom Bangerüst tödlich verunglückt ist der D Gerichts- Zeitung. Die 5. städtische Fortbildungsschule und die 11. Abteilung des dreißigjährige Maurer Oswald Baschke. P. arbeitete in GroßGewerbesaales, Hagelsbergerstr. 34, wurden im legten Sommer- Lichterfelde auf einem Neubau an der Ecke Knesebeckstraße und Halbjahr von 837 Schülern besucht, die in 67 Kursen von 34 Lehrern Potsdamer Chaussee. Während seine Arbeitskollegen sämtlich auf unterrichtet wurden. Das neue Winter Halbjahr beginnt am einer andren Stelle des umfangreichen Baues zu thun hatten, war teilt im Deutschen, Rechnen, Schönschreiben, faufmännischen Rechnen, in die Tiefe gestürzt zu sein, wo ihn die Mitarbeiter leblos aufMittwoch, den 12. Oktober cr. Unentgeltlicher Unterricht wird er P. auf der Hoffeite beschäftigt. Er scheint infolge eines Fehltritts faufmännischer Storrespondenz, Freihand-, Ornament, Projektions- fanden. Ein sofort herbeigerufener Arzt konnte dem Verunglückten zeichnen, einfacher und doppelter Buchführung, Physil, Chemie, Algebra, nicht mehr helfen, denn er starb unter seinen Händen. P. hinterläßt Geometrie und Trigonometrie. Für Französisch, Englisch, Fach- eine Frau und vier unmündige Kinder. zeichnen für Mechaniker, Kunstschmiede und Maschinenbauer sind je Die vom Verbande der Friedhofsbeamten Deutschlands ge- 4 M., für Maschinenschreiben und Stenographie je 2 M., für Mo- den Feldfrüchten erheblichen Schaden gethan. Grüne Bohnen, Nachtfröste haben in der Umgegend Berlins in den letzten Tagen Tegentlich der zur Zeit hier stattfindenden Verbandsversammlung dellieren 1 M. pro Halbjahr zu zahlen. Anmeldungen werden von Kürbisblätter, Kartoffelstanden 2c. sind vielfach erfroren. Teilweise veranstaltete a chausstellung, die das gesamte Friedhofs- jetzt ab täglich durch Niektor Berndt, Hagelsbergerstr. 34, zu jeder hatte sich auch schon Eis gebildet. Angesichts dieser Nachtfröste macht und Beerdigungswesen umfaßt, ist gestern vormittag in den Beit entgegengenommen. Germaniasälen, Chausseestraße 103, eröffnet worden. Neu für es einen sonderbaren Eindruck, daß in Werder a. H. verschiedene Berlin ist der von einer Wiener Firma ausgestellte automatisch Station auf Helgoland eine Gesellschaft herrlicher Blumentiere Nachdem das Berliner Aquarium durch die königl. Biologische Obstbäume zum zweitenmal in voller Blüte stehen. funktionierende Versenkungsapparat. Sobald der Sarg auf die empfangen, hat nun auch die Adria- Station Rovigno eine Sammlung drei Traggurte gestellt worden ist, genügt das Heben eines Knopfes, prächtiger Aftinino eingesandt. Während der erste Transport Hauptum den Gesamtmechanismus in Thätigkeit zu sehen, wobei durch fächlich aus Seenelfen bestand, lieferte die Adria verschiedene Arten eine Bremsvorrichtung die Sinkgeschwindigkeit beliebig reguliert der in Farben und Formen so mannigfaltigen Blumenpolypen ein, werden kann. Ist der Sarg unten angelangt, so öffnen sich die so daß das große Seerosenbecken die reizvollste Besatzung aufweist. Schöffengericht als Privattläger gegen den Rechtsanwalt Dr. Sieg Der Reichstags- Abgeordnete Werner trat gestern vor dem Gurten selbstthätig und werden in den Mechanismus wieder zurück- Als eine Zierde seines Behälters giebt sich auch der in mehreren mann auf, dem er vorwarf, in einemt vor dem Civilgericht ges gerollt. Eine Königsberger Firma führt einen Wasserautomaten Eremplaren von Rovigno mit angelangte Schriftbarsch, welcher diese haltenen Plaidoyer durch eine Bemerkung ihn beleidigt zu haben. vor, der bequem an die Wasserleitung des Kirchhofes angeschlossen Bezeichnung wegen der an Schriftzüge erinnernden bläulichen Linien Rechtsanwalt Dr. Siegmann vertritt die Victoria"- Versiche= werden kann und gegen Einwurf eines 1 Pfennigstückes, ohne zu auf den Kopfieiten führt, außerdem aber in Orange, Oliven- rungs- Gesellschaft in verschiedenen Prozessen, die diese angestrengt sprißen, 10 Liter Wasser liefert. Weiter sieht man auf der Ausstellung Trauerdekorationen, Kirchhofspläne, Grabgitter, Blumen, Zuwachs erfahren durch zwei nordamerikanische Riesensalamander, Personen zu Felde gezogen und haben ihr den Vorwurf der Un farbe und Blau prangt. Die Amphibien- Abteilung hat einen hat. Gegen die„ Victoria" find bekanntlich in letzter Zeit mehrere Ruhebänke, Bildwerke und dergleichen. die ob ihres ungeschlachten Aeußern und ihres Aufenthalts in reellität bei Beleihungen gemacht. Insbesondere war von dem Schrifts Die Tage der Trabrennbahn auf Westend sind gezählt. Das schlammigen Flußbetten„ Schlammteufel" genannt werden. Obgleich Terrain gehört mit zum großen Geländekomplex der fünftigen Villen- fie in Bau und Tracht ganz Salamander und Molch sind und in Kolonie Neu- Westend, die sich zwischen Spandauer Bock und Spandauer der Länge sich dem japanischen Familiengenossen nähern, von dem Chaussee im Norden und der Döberiger Heerstraße im Süden er einige über meterlange Riesen im Aquarium vorhanden sind, so strecken wird. Die Vorarbeiten für die Bebauung dieses Gebietes weicht der Amerikaner hinsichtlich der Fortpflanzung von unsren find zur Zeit im südwestlichen Teil bis unmittelbar an die Ostseite Wassermolchen ab und ähnelt hierin den Kröten, indem er nicht wie der Trabrennbahn, die Eschen- Allee, gediehen. Während ir diesem jene seine Gier einzeln an Blätter klebt, sondern sie in kleinen AbTeil die Straßenregulierung bereits im nächsten Jahre in Angriff ständen in zähe Gallertmasse einbettet, so daß das Ganze wie bei genommen wird, soll das Gelände der jezigen Trabrennbahn erst den Kröten eine mehrreihige Schnur oder einen Strang bildet, der, wie zu Beginn des Jahres 1906 für Bebauungszwecke hergerichtet werden. man im Aquarium beobachtete, zwischen den Pflanzen am BodenInfolgedessen sieht sich die Leitung der Trabrennbahn schon jetzt grunde ausgespannt wird. veranlaßt, Umschau nach einem neuen Gelände zu halten; zur Beit berhandelt sie unter anderm wegen Pachtung eines 500 Morgen großen Gebietes, das bereits im Weichbild von Spandau in der großen Gebietes, das bereits im Weichbild von Spandau in der Nähe vom Bock liegt. Ein Brand des Bohlenbelages der Großbeeren- Brücke beschäftigte gestern in aller Frühe die Feuerwehr. Das Feuer, das wahr scheinlich durch ein weggeworfenes Streichholz entstanden ist, war so zeitig bemerkt worden, daß die Flammen nur unbedeutenden Schaden anrichten und in furzer Zeit durch Ausgießen gelöscht tverden konnten. Die Besuchszeit der königlichen Museen ist für die Wintermonate gamon- Museum, die Nationalgalerie, das Museum für Völlerkunde folgendermaßen festgesetzt: Das Alte und Neue Muſeum, das Perund das Kunstgewerbe- Museum find während der Monate Oftober bis März an den Wochentagen mit Ausnahme der Montage, die Nationalgallerie mit Ausnahme der Dienstage, von 10 bis 3' Uhr, Sonntags und an den zweiten Feiertagen der hohen Feste während der Monate Oktober und März von 12 bis 5 Uhr, November und Februar von 12 bis 4 Uhr, Dezember und Januar von 12 bis 3 Uhr für das Publikum geöffnet. Das Kaiser Friedrich- Museum wird nach der für die zweite Hälfte des Oktober in Aussicht stehenden Eröffnung dem Publifum in denselben Zeiten wie das Alte und Neue Museum zugänglich sein. Aus den Nachbarorten. " " " " steller Toporsti eine Broschüre gegen die„ Victoria" erschienen, die auf den Straßen ausgeboten wurde. Gegen die Verbreitung der Broschüre hatte die„ Victoria" die Hilfe der Gerichte angerufen und die Beschlagnahme der Schrift erreicht. Bald darauf hat der Abg. Werner im Reichstage bei der Beratung des Etats des Reichsamts des Junern die„ Victoria"-Angelegenheit zur Sprache gebracht und dabei zahlreiche Stellen aus der beschlagnahmten Broschüre verlesen. Diese Rede des Abg. Werner wurde dann wieder als Broschüre auf den Straßen ausgerufen, und auf diese Weise gelangte ein großer Teil des Inhalts der beschlagnahmten Schrift unter das Publikum. Dagegen konnte nichts gemacht werden, denn es handelte sich um die wahrheitsgetreue Wiedergabe Die Victoria" strengte darauf wegen der beiden Broschüren gegen den der Rede eines Reichstags- Abgeordneten. Verfasser eine Entschädigungsklage an. In einem am 11. April stattgefundenen Termin gab der Rechtsanwalt Dr. Siegmann eine eingehende Schilderung von der Vorgeschichte dieses Prozesses und kam dabei auch auf das Vorgehen des Abg. Werner im Reichstage zu sprechen. Er soll dabei gesagt haben: das sei bezahlte Arbeit" gewesen. Darauf gründet sich die Privatklage. Rechtsanwalt Dr. Siegmann bestritt dies und glaubte, nur die Wendung bestellte Arbeit" gebraucht zu haben. Er habe damit nur ausdrücken Ein böses Unglück ist einem Stockarbeiter zugestoken. Er war wollen, daß der Abg. Werner nicht aus dem Gewissen eines Volks. am 1. September von einer Krankheit genesen, versuchte an dem vertreters heraus, der bestimmte Mängel bloßlegen will, sondern Tage wieder zu arbeiten, mußte jedoch wegen Entkräftung die Arbeit zu andren parteipolitischen Zwecken unter dem Schuße seiner wieder aufgeben. Unterwegs fühlte er eine Ohnmacht herannahen und legte nun sein wertvolles Werkzeug in einer Gastwirtschaft Immunität auf Umwegen das, was eben erft polizeilich verboten war, wieder unter das Publikum habe bringen wollen. Er sei darin nieder. Der Arme kann sich aber jetzt nicht mehr erinnern, in welcher Straße das Lokal gelegen ist, und alle seine Bemühungen, In der gestrigen Situng der Charlottenburger Stadtverordneten- durch die Thatsache bestärkt, daß Abg. Werner beim Verlesen der wieder zu seinem Eigentum zu kommen, waren umsonst. Vielleicht Bersammlung begann die Tagesordnung mit der Einführung von Stellen aus der Broschüre, gerade die Stelle weggelassen habe, in veranlaßt diese Veröffentlichung den in Betracht kommenden drei vor den Ferien gewählten neuen Mitgliedern, unter denen welcher mitgeteilt wurde, daß sich das Aufsichtsamt schon mit dieser Restaurateur, dem hart betroffenen Arbeiter das Werkzeug wieder sich Genoffe Biebe als Zwölfter in der socialdemokratischen Victoria- Angelegenheit beschäftigt und gegen die Beleihungen nichts In der gestrigen Verhandlung wurde zuzustellen. Er heißt Johann Nowack und wohnt Brunnenstraße 94, Fraktion befand. Auch die andern Fraktionen haben sich durch diese zu erinnern gefunden habe. Seitenflügel 4 Tr. Nachwahlen auf volle Dußend abgerundet. So haben von den festgestellt, daß Rechtsanwalt Jüngst in jenem Termine vor dem Civil72 Stadtverordneten- Mandaten die konservativ- liberal schillernde gericht beantragt hatte, die von ihm stenographierte Aeußerung feines Abgefaßt wurde von einem Kriminalbeamten der Gelegenheits- Fraktion der Unpolitischen, früher Ströhlerianer, und die Fraktion Prozeßgegners Dr. Siegmann zu Protokoll zu nehmen, was abarbeiter Unverzagt, der einen schwunghaften Handel mit Frei- der Liberalen, deren Liberalismus allerdings, wie Genosse Hirsch gelehnt wurde. Dr. Siegmann hatte sofort erklärt, daß er seines bankfleisch trieb. Der Kriminalbeamte hatte nach längerer ihnen neulich mit Recht zurief, in letzter Zeit noch unter Eugen Wissens nicht von„ bezahlter", sondern von„ bestellter" Arbeit ge= Beobachtung festgestellt, daß Unverzagt, der in der Waldstraße 59 Richter gesunken ist, jetzt jede zwei Dugend Stimmen, ferner die sprochen habe, und der damalige Vorsitzende und ein Beifizer ein Zimmer bewohnt, drei- bis viermal im Laufe des Tages, sobald unpolitisch- hausagrarische Fraktion Alt- Charlottenburg ein Dußend glaubten, ihm darin recht geben zu müssen. Dagegen bekundeten frisches Fleisch in der Freibankverkaufsstelle Waldenserstraße 27, und die Socialdemokraten vorläufig auch ein Dußend Stimmen. gestern vier Zeugen, daß der Ausdruck„ bezahlte Arbeit" gefallen der der frühere Schlächtermeister Rühle vorsteht, ankam, solches Ein Antrag betreffend die Einleitung des Enteignungsverfahrens be- fei. Der vernommene Schriftsteller Toporsti erklärte auf Befragen, abholte. Bei der Haussuchung, die die Polizei bei Unverzagt vor treffs eines Streifen Landes, der zur Anlegung eines Vorflut- daß er sich überhaupt nicht an den Abgeordneten Werner gewandt nahm, wurden, wie die" Allg. Fleischer- 3tg." mitteilt, 104 Pfund fanals zwischen Westend und der Stadt- und Ringbahn benötigt habe, um auf diesem Umwege den Inhalt seiner Broschüre doch in die Rindfleisch( Oberschale) gefunden, wovon 101 Pfund im Kachel- wird, und ein weiterer Antrag betreffend den Neubau der Char- Deffentlichkeit bringen zu können.- R.-A. Jüngst beantragte für den ofen sich befanden, der im Innern ausgemauert war, und als lottenburger Brücke wurden Ausschüssen überwiesen. Die übrigen Privatkläger, für den der gebrauchte Ausdruck zweifellos beleidigend sei, Vorratstammer diente. Unverzagt gestand, daß er schon seit einem Anträge, die Nachbewilligungen und Straßenregulierungen be- eine angemessene Bestrafung. Der Privatkläger schloß sich diesem Jahre einen Handel mit Freibantfleisch betreibe; Rühle behalte, treffen, wurden genehmigt. Die Beantwortung einer Interpellation Antrage an und führte aus: In beiden Versionen liege eine schwere wenn frisches Fleisch eingehe, ein größeres Quantum für ihn zurück, des Stadtv. Dr. 3epler( Soc.), ob der Magistrat Kenntnis hat Beleidigung. Einem Boltsvertreter, der öffentliche Uebelſtände rüge, das er nach und nach abholte und an Restaurateure absetzte. Das bon den Belästigungen, welchen Charlottenburger Bürger dürfe man nicht sofort unterstellen, daß er bestellte Arbeit" geliefert Fleisch wurde beschlagnahmt und die Anzeige der Aufsichtsbehörde Siemenssche Arbeiterinnen) seitens der Polizei habe, d. h. sich weniger von seiner Ueberzeugung als von der Rücerstattet. Die allgemeinen Bestimmungen über den Vertrieb von ausgesetzt sind, und was er dagegen zu thun gedenkt, lehnte der ficht auf gewiffe Parteizivede habe leiten laffen. Auch ein RechtsFreibantfleisch vermögen eben nach Lage der Verhältnisse in Berlin Oberbürgermeister ab, da es dem Magistrat nicht mög- anwalt dürfe dies nicht unter dem Schuße des§ 193 thun, im nicht zu verhindern, daß mit solchem Fleisch ein die Meister schwer lich sei, auf das Verhalten der Polizei ein- Gegenteil müsse ein so redegewandter Mann und Kenner des Rechts schädigender Mißbrauch getrieben wird. zuwirken. Der Antrag auf Besprechung der Interpellation seine Zunge doppelt im Zaume halten. Der PrivatKupferdiebstähle sind in der letzten Zeit in einem großen wurde nicht genügend unterstützt. Doch wird sie in der nächsten angeklagte nahm dagegen den Schutz des§ 193 St.-G.-B. für sich in Anspruch. Restaurant der Friedrichstadt verübt worden, wahrscheinlich von Sibung in Form eines Antrages wieder eingebracht werden. Er habe lediglich die Interessen der von ihm verHausdieben, die sich wohl unter dem zahlreichen, oft wechselnden Bei der Neuwahl eines Stadtbaurats erhielt der bisherige Baurat tretenen Partei wahrgenommen und wenn ihm dabei ein andrer Bersonal befunden haben. Bei einer Prüfung des Geschirrs entdeckte Brettschneider von 48 abgegebenen Stimmen 38, eine fiel Ausdruck untergelaufen sein sollte, als er beabsichtigte, so habe ihm man jetzt, daß von den Kupfernen Kesseln und Pfannen, die in einem auf Baurat Rascher und 9 Zettel wurden unbeschrieben ab- dabei jede beleidigende Absicht ferngelegen. Nach seinen Informationen nicht verschlossenen Raum lagen, für etiva 2000 m. fehlen. Die gegeben, ein Zeichen, daß ein Teil der Versammlung mit Brett- habe er nur andeuten wollen, daß hier ein Voltsvertreter nicht aus Diebe haben ohne Zweifel nicht die ganze Beute auf einmal, sondern schneiders Thätigkeit als Arbeitgeber nicht zufrieden ist. bedrängtem Gewissen heraus in die Deffentlichkeit getreten sei, sondern aus andern Motiven sei es aus antisemitischer stückweise weggeschleppt. Bis jetzt ist von den Sachen noch nichts Auf dem Terrain der Baugenossenschaft Paradies" bei Tendenz, unt neuen feiner Partei wieder zum Vorschein gekommen. Es ist wohl anzunehmen, daß Faltenthal- Grünau haben Montagnacht Einbrecher gehaust. Sie liefern, Agitationsstoff zu die Geschirre durch Zusammenschlagen unkenntlich gemacht und haben einige 20 Lauben und Häuschen demoliert, die Thüren ausfei es auf Grund früherer Plänkeleien, die die lediglich als Metall an Althändler verkauft worden sind. ,, Victoria" mit den Antisemiten gehabt habe. Der Beklagte gehoben, Scheiben zertrümmert und den gesamten Hausrat, berief sich auch auf den Grafen Posadowski, der das Feuerbericht. Mittwoch früh gegen 4 Uhr wurde die Wehr nach liegenden Laubenkolonie Faltenthal sind in der letzten Zeit der unterworfen und auf das Bedentliche hingewiesen habe, PrivatBetten usw. durcheinander geworfen. Auch in der unweit davon Vorgehen des Privatklägers einer vernichtenden Kritik im Reichstage der Großbeeren- Brücke, die über den Schiffahrtskanal führt, ge- artige Einbrüche verübt worden. Auffällig ist dabei, daß bei den gesellschaften so ohne weiteres im Reichstage öffentlich anzugreifen. rufen, weil hier der Bohlenbelag, jedenfalls durch achtloses Weg- legterwähnten Einbrüchen, außer Kleinigkeiten, nichts gestohlen Reichstagsabgeordneter Werner erwiderte darauf: Graf Posawerfen eines brennenden Streichholzes, in Brand geraten war. worden ist, so daß die Vermutung naheliegt, daß es sich um R ache= Der 11. Löschzug konnte die Gefahr leicht beseitigen. dowsky würde jene Rede wohl nicht gehalten haben, wenn sich inZur ſelben Akte von Leuten handelt, die den Berlinern, fast ausschließlich zwischen schon der Wiener Victoria Prozeß abgespielt Zeit war in der Weydingerstraße 6 in einem Keller Feuer aus Barteigenossen, nicht wohl wollen. Der Grundbesigerverein Falken- hätte. Uebrigens habe Graf Posadowsky zwischen der zweiten und gekommen, das allerlei Gerümpel und Verpackungsmaterial er- thal hat auf die Ermittelung der Thäter eine Belohnung von Dritten Lesung des Etats eine auf die Beleihungen bezügliche Vergriffen hatte. Gardinen gingen in der Breitenstraße 28 in einer 30 M. ausgesetzt, und bittet die Genossen aus Alt- Glinicke und Wohnung in Flammen auf, während in der Kronenstraße 11 alter Nachbarorten, etwaige Beobachtungen an Friedr. Kubat nach Klägers) Ausführungen zu betrachten sei. fügung erlassen, was. wohl als eine Folge seiner( des Hausrat brannte. Ein Schornsteinbrand mußte abends in der Berlin, Jakobikirchstraße 2, oder nach Faltenthal, Faltenhäuschen, hielt für festgestellt, daß Der Gerichtshof Frankfurter Allee 56 beobachtet werden. Zweimal wurde der erste Angeklagten in feinem mitzuteilen. Löschzug im Laufe des gestrigen Tages wieder nach der AmalienPlaidoyer die Wendung„ bezahlte" Arbeit untergelaufen sei, den er straße 2/3 gerufen, wo am vergangenen Sonntag ein großes Feuer Eine unheimliche Stätte verschwindet jetzt in Spandau von der aber sofort dahin erläutert habe, daß er bestellte" Arbeit habe wütete. In beiden Fällen brannten Zumpenballen in einem Bildfläche. In einer abgelegenen, früher an die inzwischen nieder- sagen wollen. Der Angeklagte, der zweifelhaft das Interesse der Speicher, doch konnte die Gefahr in furzer Zeit immer beseitigt gelegte Stadtmauer grenzenden Straße stand ein kleines, unansehn von ihm vertretenen Partei wahrnahm, habe in gutem Glauben ges werden. Die übrigen Alarmierungen, die noch in den letzten liches Gebäude, das zuleßt einem Barbier gehörte. Vordem war es handelt, als er die Entwicklungsgeschichte des Prozesses vortrug und 24 Stunden einliefen, waren auf blinden Lärm" zurückzuführen. Eigentum des Fiskus und wurde zur Unterbringung derjenigen armen auf das Vorgehen des Klägers hinwies, die Form lasse eine dem = Beleidigende Absicht nicht erkennen und deshalb stehe dem Au- 1geklagten der Schutz des§ 193 zur Seite. Er wurde freigesprochen. Nursi New York. " Briefkaften der Redaktion. unanfechtbarer Bescheid im gegenteiligen Sinne vorliegt, können Sie aus triftigen Gründen Entlassung beanspruchen. Stellen Sie den Antrag auf Entlassung und fragen Sie im Falle einer Ablehnung unter Mitteilung des Bescheids das Weitere nach. Anspruch auf Reisekosten steht Ihnen nicht zu. 2. Sie sollten protestieren lassen und dann klagen. W. M. 100. Nein 2. 300. 1. Soweit ersichtlich liegt strafbare Wechselfälschung vor. O. B. 104. Weder nach dem Gesez noch nach der Praxis ist jemand, der zum Lobe berufeilt ist, zu fragen, ob er noch einen Wunsch habe. Tode Ebenso wenig ist vorgeschrieben, daß seine Wünsche zu erfüllen sind. Landparzelle. 1. Mit einer Klage würden Sie schwerlich durchdringen. Eine Vermittelungsgebühr gilt nur dann als stillschweigend vereinbart, wenn die Bermittelung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu er warten war. Demnach ist für Empfehlungen durch gewerbsmäßige Vere mittler in der Regel Provision zu zahlen, nicht aber für die Empfehlung Inserat amerikanischen Ursprungs in der Beilage durch andre. 2. Das uneheliche Stind beerbt nur dann seinen Erzeuger, Neuen Welt" über die Macht und die ungeheuerliche Bedeutung wenn es adoptiert oder ausdrücklich als Erbe eingesett ist. Ob das Schrift des Magnetismus und Hypnotismus will gründlich gewürdigt sein. Wir ſtück, dessen Sie Erwähnung thun, testamentarische Straft hat, läßt sich ohne tönnen Sie nur vor dem„ Kursus" und den damit verbundenen großen Kenntnis des Wortlautes und der Form desselben nicht beurteilen. Ausgaben warnen. Es ist nackter Reflame- Schwindel, wenn behauptet Karl Jacob. Die Möglichkeit liegt Wilmersdorf. Ein Anspruch steht Ihrer Frau nicht zu. wird, daß von der Einführung in die„ Kurse" Stellung, Vorwärtskommen bor. æ. Sie irren. und Lebensglück des einzelnen Menschen abhängt. Fallen Sie auf diese. T. 100, Hollmach, M. R. Ja. E. P. 220, Liegnių. Nein. G. 5," Vorwärts"-Leser 102, A. T. 99. Dem finderlosen egoistische Gaunerei trotzdem sie ihr Nek im Inseratenteil der„ Neuen Witwer steht die Hälfte des Nachlasses zu. Ueberdies erhält er aber 23 e It" ausspannt nicht hinein. Es ist nicht zum ersten mal, daß wir die als Voraus alle zur Wirtschaft gehörigen Gegenstände und alle Hochzeitswarnende Stimme erheben. geschenke. Sind Sie nicht in der Lage, mit Ihrem Schwiegersohn fich ohne Gericht zu einigen, so fönnen Sie sich an das Amtsgericht wenden. W. K., Oudenarderstr. 45. Nein, Sie können nur nach vorhergehender flagen und dann die Zwangsvollstreckung in das Pfand vornehmen lassen. A. B. 1. Durch Abkraßen und schwarze Seife. 2. Nein.. A. Wedlow. 1. Ja. 2. Nein. eventuell mittels öffentlicher Zustellung einflagen. W. S., Brandenburg. Sie könnten Ihre Forderung Emil Bloch. Zur Beröffentlichung eignet sich die Angelegenheit nicht. Wollen Sie flagen, Im gestrigen Termin blieb der Angeklagte dabei, daß ihm das Geld gestohlen worden sei. Die Zeugenvernehmung fiel nicht zu seinen Gunsten aus. Ein Bild aus dem Bauleben wurde in der Verhandlung vor Der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Werthauer, erklärte, sich bei Augen geführt, die gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts I dem Ergebnis dieser Beweisaufnahme nicht beruhigen zu können. stattfand. Der Zimmermeister Reinhold Sch to arz hatte sich wegen Er stellte neue Beweisanträge, denen der Gerichtshof stattgab. Die betrügerischen Bankrotts zu verantworten. Der Angeklagte war bis Verhandlung mußte deshalb vertagt werden. zum Jahre 1903 Zimmerpolier, dann machte er sich selbständig und ging unter die Bauherren. Er kaufte von einer Terraingesellschaft ein Grundstück in Lichtenberg für 58 000 M. Da er selbst Vermögen nicht besaß, borgte ihm eine Firma, für die er früher gearbeitet m. Da e hatte, die zur Anzahlung und Bezahlung des Stempels erforderliche Summe von 2800 M. Die Mecklenburgische Hypotheken- und Wechselbank gab die Baugelder her, die entsprechend dem Fortschreiten der des Baues gezahlt und nach den zwischen Schwarz und seinen Bauhandwerkern getroffenen Vereinbarungen zur Deckung der Bauschulden verwendet werden sollten. Schwarz erhielt die Raten auch pünktlich, aber mit seinen Abzahlungen an die Bauhandwerker blieb er bald im Rückstande. Bereits im März v. J. stellte er seine Bahlungen völlig ein. Inzwischen war der Bau soweit vorgeschritten, daß am 4. März v. J. die Bauabnahme erfolgen konnte. Zu diesem Zeitpunkte wurde eine weitere Baurate von 9000 M. fällig und von Schwarz auch abgehoben. Dies Geld soll er nicht zur Befriedigung feiner Gläubiger verwendet, sondern es beiseite ge= Angaben über den Verbleib des Geldes find aber widersprechend gewesen und verdienen wenig Glauben. Anfangs behauptete er, daß er das Geld in einer Nacht auf liederliche Weise durchgebracht habe. Dies wurde ihm nicht geglaubt, da er in dem Rufe steht, ein solider nüchterner Mann zu sein und mit seiner Frau in glücklicher Ehe zu leben. Dazu kam, daß er bestimmte Angaben über Zeit und Drt, wo das Geld abhanden gekommen sein sollte, nicht machen konnte. Darauf gab er an, ihm sei das Geld in der Nacht zum 13. März in einem Hotel in der Krausenstraße, wo er unter falschem Namen mit einer Frauensperson genächtigt habe, gestohlen worden. Er wußte aber weder den falschen Namen noch das Hotel anzugeben, und ebensowenig hat er Schritte zur Wiedererlangung des Geldes gethan. Dagegen wurde festgestellt, daß er nach Empfang des Geldes eine Reise nach Hamburg und Kiel gemacht hatte. schafft haben. Der Angeklagte bestritt dies zwar, feine Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Urania. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Androhung das Pfand öffentlich verkaufen oder Ihre Forderung erst einvon 7½ bis 9½ Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. H. O. 27. Sie könnten die Vertilgung selbst bewirken lassen und die Rechnung gegen den Wirt einklagen, falls die Aufforderung erfolglos bleibt, innerhalb einer angemessenen Zeit die Beseitigung des Mangels herbei des Vorlebens hätte auf Nichtigkeit geflagt werden können. zuführen. F. K. 1. Nein. 2. Nur innerhalb sechs Wochen nach Kenntnis 3. Selbst redend: weiter zusammenleben. 4. Jawohl. F. W. 55. Sie können mit Aussicht auf Erfolg auf Schadensersatz flagen. unzulässig und unmöglich zwei Zwangskassen, also 3. B. zwei Orts- KrankenKramer. Es ist fassen, anzugehören. Man gehört nur einer, und zwar infolge der Be schäftigung, durch Gesetz an. Wohl können Sie aber einer Zwangskasse und einer Zuschußkaffe angehören. M. M. 1000. 1. Nein. 2. Ja. werden stets als angemessener Mindestsatz für das Sechswochenbett erachtet. Alter Abonnent Charlottenburg. 1. und 4. Nein, etwa 60 Mart 2. Nein. 3. Der Mann hat voll zu zahlen. Sauft 49. Liegt in der That ein Privilegium vor, so hat die Ueberlassung unentgeltlich zu erfolgen. Sonst ist Ersatz zu beanspruchen. F. L. Solange nicht ein rechtskräftiger Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Donnerstagabend 8 Uhr: Johannisfeuer. Die Weltausstellung in St. Louis. Schauspiel in 4 Atten von Hermann Hierauf: Der Gardasee. Donnerstag, 22. September. Sternwarte InvalidenAnfang 72 Uhr: Opernhaus. Romeo und Julia. Neues tönigl. Opern Theater. Der eingebildete Stranke. Deutsches. Stettenglieder. Berliner. Leyte Stunden. Leffing. Der Richter von Zalamea. Westen. Wilhelm Tell. Thalia. Der Weiberkönig. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Johannisfeuer. P str. 57/62. Sudermann. Freitagabend 8 Uhr: Die Krenzelschreiber. Sonnabendabend 8 Uhr: Das Heiratsnest. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater) Donnerstagabend 8 Uhr: Medea. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Franz Grillparzer. Freitagabend 8 Uhr: John Gabriel Borkman. Sonnabendabend 8 Uhr: Johannisfeuer. CASTAN'S Kleines Theater Neues Theater. ANOPTICUM. Friedrichstr. 165. Rosa Schiller N.( Friedrich Wilhelm- das gelehrte Pferd! städtisches Theater). Medea. Neues. Stabale und Liebe. Kleines. Nachtasyl. Residenz. Eine Hochzeitsnacht. Central. Tannhäuser- Parodie. Casino. Mutter Gräbert. Trianon. Ihr zweiter Mann. Belle- Alliance. Die Dame aus Trouville. Luisen. Hasemanns Töchter. Deutsche Volksbühne. Die Räuber. Metropol. Ein tolles Jahr. Deutsch- Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Apollo. Benus auf Erden mit Hans, das denkende Pferd. Specialitäten. Herrnfeld Theater. Nur eine Nacht. Am andern Morgen. Wintergarten. Specialitäten. JOOLOGISCHER CARTEN Täglich ab nachmittags 4 Uhr: Militär- Konzert. Eintritt 1 M., 6 Uhr 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. In der Arena: See- Elefant. Eintritt vom Garten 20 Pf., von der Straße 30 Pf., Kinder d. Hälfte. Besichtigung bis 8 Uhr abends bei elektrischem Licht. Reichshallen. Stettiner Sänger. Trianon- Theater. Passage Theater. Dida. Specialitäten. Anfang 5 Uhr. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Die Weltausstellung in St. Louis. Der Gardasee. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Georgenstraße zwischen Friedrich- und Universitätsstraße. Ihr zweiter Mann. Lustspiel in 3 Aften von André Sylvane und Maurice Froyez. Anfang 8 Uhr. Central- Theater National- Theater Heute Anjang 8 Uhr. Weinbergsweg 12a- 13b. Tannhäuser. Sonnabend, den 24. September er.: Burlesque- Operette in 3 Aften von Joh. Nestroy und Karl Binder. Freitag: Die Geisha. Sonnabend: Zigeunerbaron. Sonntagnachm.: Die Geisha. Abends: Die Fledermaus. Luisen- Theater. Ehrliche Arbeit. Freitag: Der Verschwender. Sonnabend: Käthchen v. Heilbronn. Eröffnungs- Vorstellung: Der Troubadour. Anjang 8 Uhr. Sonntagnachm.: Zar und Zimmermann. Abends: Der Troubadour. Apollo- Theater. 8 Uhr: Sonntagnachm.: Der Berſchivender. Venus auf Erden Abends: Ehrliche Arbeit. Montag: Der Goldbauer. von Paul Lincke mit der Parodie Deutsch- Amerikanische Kans, das kluge Pferd. Köpenickerstr. 67. Heute: Gastspiel Adolf Philipp. Zum Ueber'n GROSSEN 340. TEICH Male: Anf. 8 Uhr. Ende 10 Uhr 30. Sonntag, den 25., nachm. 3 Uhr: Ueber'n grossen Teich. Ab 9 Uhr: Der große Specialitäten- Teil: Teims Truppe X Martin Kettner. Harry Lamore X Les Bonnes. Mile. Daguerre X Kosmograph. Metropol- Theater Josef Giampietro a. D. Bender. Josephi. X Casino- Theater Grünfeld. Frid- Frid. Lothringerſtr. 37. Anf. ch.8, Sonnt.7% Einziges Theater Berlins im Genre der alten Wallner"-Bühne. Mutter Gräbert. Boltsstück m. Ges. in 3 Att. v. Reiflingen. Vorher der erstklassige bunte Teil. Sonntagnachm. 4 1hr: Der Denunziant. Der größte Erfolg dieses Jahres Ein tolles Jahr Gr. dramatisch- satirische Revue in 5 Bildern. Bove Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Deutsche Volksbühne, W. Noacks Theater. Carl Weiß- Theat., Gr. Frants. Str. 132. Die Räuber. Anfang 8 Uhr. Freitag: Genoveva. Sonnabend: Alennchen von Tharau. Sonntagnahm.: Die Räuber. Abends: Genoveva. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Die wilde Kaze. Gesangsposse in 4 Aften v. Mannstädt. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Ball. Die Säle find noch an einigen Sonnabenden für Vereinsfestlichkeiten frei. Vereinigte Bühnen unter der Leitung von Max Reinhardt. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Freitag: Des Pastors Rieke. Sonnabend: Nachtasyl. Sonntag: Des Pastors Rieke. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Direktion: Täglich abends 7½ Uhr: Kabale und Liebe. ( Höflich, Durieux, Wangel, Steinrück, v. Winterstein, Waßmann.) Freitag: Erdgeist. so bevollmächtigen Sie einen Anwalt. O. R. 100. Nein. N. 100. Sind Sie volljährig, so würde mit Aussicht auf Erfolg gegen Sie geklagt werden können. 2. M. 20. Wem die Forderung in der bereits zu Lebzeiten dem einen übertragene Forderung feinen Anspruch. Ob eine That geschenkt ist, dem gehört sie auch. Es haben die übrigen Erben auf die rechtsgültige Schenkung in der That vorliegt, läßt sich aus Ihrer Mitteilung nicht erkennen. Rechtskraft. Berufung und Revision in Strafe also spätestens am nächsten Montag bei dem Gericht, das ihn verurteilt hat, achen ist innerhalb einer Woche nach Verkündung des Urteils einzulegen. Die Berufung oder Revision eines am Montag Verdonnerten muß eingegangen sein. Wilh. Morik. Die Polizeibehörde ist die sogenannte Censurbehörde. Cirkus Schumann. Heute, Donnerstag, den 22. Septbr., abends präc. 72 Uhr: Elite- Abend. Gala- Programm. U. a.: Aribert, Vollblüter, in der hohen Schule à la jardinière geritten v. Fr. Dora Schumann. Die Sensation d. XX. Jahrhunderts. Der französische Forscher Mons. Pernelet mit seinen 40 Krokodilen. Sisters Cottrell Powell. Die besten englischen Reitkünstler. Soeurs Miniggio. Die besten französ. Reitfünstlerinnen. Cirkus Busch. 22. September, abends 7, Uhr: Südweft- Afrika. 15 Polarbären, dress. und vorgef. von Mr. Henriksen. Herrn E. Schumanns Die berühmte Original- Dressuren. Steeple- Chaise des Dir. Busch, ohne Reiter mit Konkurrenzspringen bis über 10 Pferde u. die vorzügl. Progr.- Nrn. Passage- Theater. Anfang d. Abendvorst. 8 Uhr. Nchm. Wochent. 5, Sonnt. 3 Uhr. die Erschaffung eines Weibes aus dem Nichts. Dida Im Marstall des Grafen X. Pocahuntas, die indische Pferde- Pantomime, dargestellt von Belle- Alliance- Theater. Berben. Sensationeller neuester Kren& Schönfeld. Belle- Alliancestr. 7/8. Heute abend 8 Uhr zum letztenmal: Der Weiberkönig. Die Dame Dressuraft des Direktors Albert Schumann. Herr Albert Carré, Sohn des föniglich niederländischen Cirkusdirektors Dškar Carré, mit seinen Freiheitsdreſsuren. Der Welt- Champion Georg Zurich mit seinen phänomenalen Leistungen. Große Ausstattungspoffe mit Gesange aus Trunking mit ſeinen p und Tanz in 4 Akten. Sonntag, 25. Sept., nachm. 3%, Uhr: Bühnenjubiläum: Gastspiel August Pegase II. Sprung über ſechs Charleys Tante. Morgen Freitag: Zum 50 jährigen Junkermann als Onkel Bräsig. Freie Volksbühne anubiol od nem b Die Vorstellungen müssen eine halbe Stunde früher wie im Vorjahre: pünktlich um 2 Uhr beginnen. Die Mitglieder werden dringend gebeten, 2, Uhr spätestens zu erscheinen. Sonntag, 25. September, nachm. 2 Uhr: 4. Abteilung. 1. Abteilung. Götz von Berlichingen. Die Komödie der Liebe. 3. Serie im Berliner Theater: lebende Pferde. Lincoln ut. Capt. Boyton, Sprung über 2 Meter hohe feste Barriere. Die besten Springpferde d. Gegenwart. Residenz- Theater. Dir.: Richard Alexander. uct Heute und folgende Tage 8 Uhr: Nachtigall. Jean Paul, Komiker. The Finlays. Lucie Verdier, Vortragskünstl. 14 erstklassige Nummern. Scala- Theater. Linienftr. 132( a. d. Friedrichstr.) Sensationelles Programm! Löwys Duell. Bosse mit Gesang in einem Aft, fowie 30 internation. Specialitäten. Anfang 72 Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. Eine Hochzeitsnacht. Etablissement Buggenhagen ( Une Nuit de Noces.) Schwank in 3 Aften von H. Kéroul und A. Barre. Sonntagnachm. 3 Uhr: Nora. Palast- Theater. Jubiläums- Saison. Heute um 8, Uhr die große Aus stattungspoffe: Heinrich Laube: Die Karlsschüler Vom Himmel zur Hölle. Erfter Kunft- Abend Montag, den 31. Oktober 1904, abends 8 Uhr, im Bürgersaale des Rathauses. Mörike- Hugo Wolff- Abend. Herbstfest Sonnabend, 8. Oktober, in der Brauerei Friedrichshain. Grosses Sinfonie- Konzert. Berliner Sinfonie- Orchester, u. a. Konzert E- moll für Violine. Solist Konzertmeister Alfred Wittenberg. Festmarken a 60 Pf. mit Programm in allen Zahlstellen zu haben. General-Verfammlung Donnerstag, den 29. September, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15. Tagesordnung: Vortrag Herr Simon Katzenstein über: Das Verbrechen im Drama. Geschäftsbericht des Vorstandes, Diskussion und Verschiedenes. Die neuen Mitgliedskarten müssen abgeholt und mit der eigenhändigen Unterschrift des Mitgliedes versehen werden. Die in den Karten enthaltenen Daten der Veranstaltungen sind maßgebend. 229/3 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Vollständig neu ausgestattet! Täglich: Gr. internat. Künstlerkonzerte. Theater- Abteilung. Special- Ausschank der Berliner Bock Brauerei. Vorher das erstklassige Specialitäten- Programm und Konzert. Anfang 8 Uhr. Einlaß 7 Uhr. Freitag, den 23. September, 8 Uhr: Erster Elitetag. Moritzplatz. Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. Im großen schattigen Naturs garten jeden Abend 8 Uhr: Konzert. Dienstags, Donnerstags, Sonntags: Führmann- Walde- Sänger. Sonnabends Tanz. im Kaisersaal: Stadt- Theater Moabit, Allt- Moabit 47/49. Gastspiel des Bernh. Rose- Theaters. Der große Prophet. Große Poffe mit Gesang und Tanz in 4 Aften von Treptow. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Der Sohn der Wildnis inf. 8 ur. Entree 30, num. BI. 50 Pf. mit namhaften Gästen. Gebrüder Sonntag, den 25. September cr.: Bajazzo und Familie. Herrnfeld- Theater Otto Pritzkows Zum 192. Male der größte Herrnfeld- Schlager Nur eine Nacht. 2 Afte aus einer Ehe und Am andern Morgen. Nachspiel zu„ Nur eine Nacht" mit Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Anfang auch Sonntags- 8 Uhr. Sanssouci. Kottbuser Thor Stat. der Hochbahn Donnerst., Sonnt., Mont.: Hoffmanns Abnormitäten Ausstellung Münzstr. 16, am Alexanderpl Feodora, das Weib mit den Löwentatzen. Lebend! Lebend! 32 Jahre alt, 70 ctm. groß. Charlestro, das rätselhafte medizinische Wunder. Neu! Die kunstvoll plastisch tätowierte Dame. Eintritt 10 Pf. Weimanns Volksgarten- Theater. Badstraße 56, Gesundbrunnen. Norddeutsche Sänger. EntscheidungsNach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Jeden Dienstag und Mittwoch: Theater Abend. Alle ausstehenden Vorzugsfarten gelten. Hühner, Enten, Tauben, Gänse, Puten, Ringkämpfe. Konzert. Theater: und Speciali täten Vorstellung. X Kücken x Kücken XE. Möbis, Uhren, Koppenstr. 82.* Zuchttücken, gar. beste Winterleg. offer. F. Wegner, Mariannenstr. 34, SO. Central- Verband d. Zimmerer Deutschlands Zahlstelle Berlin u. Umgegend Hiermit die Nachricht, daß am Sonnabend unser Mitglied Rudolf Löhl berstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 22. Septbr., nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Auferstehungs- Kirchhofes in Weißen fee aus ftatt. Um rege Teilnahme bittet Der Vorstand. WINGI BARTEN 76 5 Pas de Deux oriental. Tilly Bébé mit ihren 12 Löwen. Paula Worm, Operettensängerin. Rudolf Segommer, Ventriloquist. Severin und Mlle. Dorville in der Pantomime" Der Trunkenbold", Harmony Four, Nirvana, Die Klein- Familie, Gesangsquartett. lebende Bilder. Radfahrer. Jane Pernyn, Pariser Sängerin. Die 6 Cocktails, Tanz- Ensemble. The Asahis, japanische Akrobaten. Die 3 Meteors, Hochturner. Biograph, darstellend d. Ringkampf zwisch. Hackenschmidtu. Jenkins. Victoria- Brauerei Lützowstr. 111/112. Täglich im Garten oder Saal: Horsts Modelleure. V. und VI. Wahlkreis reitag, den 23. September, abends 8, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Oeffentliche Modelleur- Versammlung. Tages Ordnung: Berichterstattung über die letten Berhandlungen mit den Prinzipalen und Beschlußfaffung. Das Erscheinen jedes Kollegen ist dringend notwendig. 22/18 Die Kommission. Gewerkschaft der Maler Berlins und Umgegend. Freitag, den 23. September, abends 8%, Uhr: ( 30. Kommunal- Wahlbezirk). reitag, den 23. September 1904, abends 8½ 1hr, im„ Rosenthaler Hof", Rosenthalerstraße 11/18: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Freisinnsthaten im Roten Hause. Referent: Stadtverordneter Franz Kotzke. 2. Distuffion und Ausstellung eines Kandidaten für den 30. Kommunal- Wahlbezirt. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen der Parteigenossen des 5. und 6. Kreises erwarten Die Vertrauensleute. Flugblatt Verbreitung am Sonntag, den 25. September, 18 Uhr früh im 5. Streife von den Lokalen: Wirth. Auguftstr. 51, Wittehow, l. Hamburgerstr. 27( Eingang Elsasserstraße); im 6. Kreise von den Lotalen: Merker, Bergstr. 10, Hoppe, Aderstr. 21. Mitglieder- Versammlung für den Bezirk Norden Achtung! im Lokale des Herrn Dietrich, Brunnenstr. 41. S Tages Ordnung: 1. Der Generalstreit. Referent: Genosse M. Strasser. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 155/3 Kollegen, erscheint alle in dieser Versammlung, da wichtige Angelegenheiten erörtert werden. Fabrik von Hugo Carl Hagenbruchi.Mühlhausen Thüringen. in Achtung! Luxuspapier- Branche! Die Verwaltung. Heute Donnerstag, 22. September, abends 8 Uhr, im großen Saale von Keller, Mühlhäufer Kautabak bon Hugo Carl Hagenbruch, Mühlhausen i. Th. nur echt, wenn die Röllchen den beigedruckten Bettel enthalten, worauf gefäll. genau zu achten bitten. Vertreter für Berlin und Umgegend: August Kleinert, Berlin SW., Großbeerenstraße 39. 58142* in Thüringen. bruchi Mühlhausen Hugo Carl HagenFabrik von Berliner Ressource Kommandanten Strasse 57. Koppen- Straße Nr. 29: Oeffentliche Versammlung aller in der Luxuspapier- Branche befchäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. Zages Drdnung: 1. Der Herrenstandpunkt der Berliner Zuguspapier Fabrikanten. Referent: Kollege Brückner. 2. 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Der wichtigen Tagesordnung wegen darf fein Kollege in der Versammlung fehlen. 124/18 Die Ortsverwaltung der Bereinigung der Maler. F. Nahrstedt Gegründet 1872. SO., Wrangelstraße 40/41, an der Skalitzerstraße. Gr. Räumungs- Ausverkauf! Bis zur Eröffnung der bedeutend vergrösserten Geschäftsräume gebe auf alle Einkäufe mit Ausnahme von Nähgarnen 10% Rabatt in bar oder Doppelmarken. Günstigste Gelegenheit Geld zu sparen beim Einkauf von: 236L Kleiderstoffen, Wäsche, Tricotagen, Wollwaren, Möbelstoffen, Gardinen, Läuferstoffen, Steppdecken, Teppichen, Blusen, Kinder- Kleidchen, Knaben- Anzügen, Damen- und Kinder- Jacketts, Hüten etc. Einige Restbestände zu Spottpreisen. Verantw. Redakteur: Frans Rehbe n, Perlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 223. 21. Jahrgang. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 22. September 1904. Verfammlungen. D Er 1 der Kampf nehme die Persönlichkeit jedes Einzelnen in Anspruch; jeder ausgetreten seien, weil sie die proportionelle Beteiligung der müsse seinen Mann stehen und niemand könne sich auf einen Ver-| Delegation ablehnten; vielmehr seien gerade sie es gewesen, welche die treter verlassen. Dr. Friedeberg wies zum Schluß darauf hin, daß proportionelle Vertretung wollten. Im folgenden Jahre, 1900, habe Die Bersammlung des socialdemokratischen Wahlvereins für den man bei einem Generalstreit allerdings werde Opfer bringen müssen. sich die Aufstellung der Kandidaten mit proportioneller Beteiligung vierten Berliner Wahlkreis( Osten), welche am 20. September im Der Generalstreit fange friedlich an. Was dann komme, wenn man des Kartells ohne Streitigkeit vollzogen. Im Jahre 1902 habe das Etablissement„ Königsbank" in der Frankfurterstraße tagte, war uns zwingen wolle, zu arbeiten, oder wenn der Hunger fich ein- Kartell feine Kandidatenliste nebst einem Begleitschreiben der Geaußerordentlich start besucht. Auf der Tagesordnung stand ein stelle auf die Gesetze des Klassenstaats würden werkschaftskommission wiederum rechtzeitig zugesandt; Liste und Vortrag des Genossen Dr. Friedeberg über:" Parlamentarismus wir pfeiffen babei. Den Parlamentarismus werde man Begleitschreiben aber habe die Kommission dem Kartell 12 Tage vor und Generalstreit". Zunächst erhielt latau das Wort, um das uns nehmen, in den rein wirtschaftlichen Kämpfen dränge der Wahl ohne jede Antwort wieder zurückgeschickt. Nachdem sich Andenken des kürzlich in Halle verstorbenen alten Parteigenoffen Generalstreits werde sich die Arbeiterschaft eines Tages scharen, befaßten, habe man im Kartell erwartet, daß diesmal die Aufstellung man uns dem Generalstreit zu. Um das Banner des nun in diesem Jahre die Berliner Vertrauensleute mit der Frage Tischlers W. Grothe zu feiern. Grothe sei vor und auch noch unter dem Socialistengesetz gewissermaßen der Kopf der wenn die Organisationsentwicklung u. a. es ermöglichen, die Waffe der Kandidaten ohne Vergewaltigung der Kartellgewerkschaften socialdemokratischen Bewegung des Berliner Ostens gewesen, mit Erfolg zu gebrauchen.( Lebhafter Beifall.) vor sich gehen werde. Der Redner ging des weiteren auf die bis man ihn bon seiner franken Frau hinweggerissen Hugo Pozich als erster Diskussionsredner gesteht dem Ge- Einigungsbestrebungen der Vertrauensleute ein und bemerkte, daß und ausgewiesen habe. Nach den warm empfundenen nossen Friedeberg als selbstverständlich das Recht zu, seine An- die Kartellvertreter den Vorschlag der Vertrauensleute, die KandiWorten Flataus erhoben sich die Versammelten zu Ehren des ver- schauungen zu vertreten, bekämpft sie aber. Die Lokalorganisierten daten in gemeinsamen Versammlungen der einzelnen Berufe aufstorbenen alten Mitkämpfers. Ebenso wurde das Andenken des hätten zuletzt keinen Grund mehr gehabt, sich von der großen Schar zustellen, mit Recht abgelehnt hätten, da ja in solchen Versammlungen türzlich abgeschiedenen Mitgliedes Petit geehrt. der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter fernzuhalten. Da hätten die Mitglieder der Kartellgewerkschaften zweifellos durch die Masse Dr. Friedeberg leitete fein Referat mit einigen persönlichen sie nun in der Generalstreikidee einen neuen Grund gefunden und der Centralverbändler majorisiert worden wären; übrigens Bemerkungen ein. Zunächst wolle er seinen Dank aussprechen dafür, den Genossen Friedeberg benutzt, fie zu bertreten. Das hätten die Kartellvertreter, wenn sie diesem Vorschlage daß ihm die Genossen des Ostens vor etwa drei Jahren das Stadt möge wohl den Unwillen gegen Friedeberg, über den wirklich zustimmten gar nicht wissen wissen können, ob er berordnetenmandat für den 22. Bezirk übertragen hätten. Damals er sich so beklage, mit verursacht haben, wenn auch auch von den Kommissionsvertretern angenommen worden handelte es sich darum, einen Platz in der Krankenhausdeputation für die Friedeberg nichts mit dem Sonderstreben der Lokalorgani wäre. Die Behauptung, die Beisiger der Kartellrichtung könnten socialdemokratische Fraktion zu erobern, was denn auch gelungen sei, fation zu thun habe. Redner giebt Friedeberg zu, daß der Druck versuchen, in Tarifftreitfällen eine andre Auslegung geltend zu machen, da die Gegner ihm gegenüber ihre Bedenken fallen ließen. Viele bon außen sicher dazu beigetragen habe, daß die Socialreform im wies der Redner mit scharfen Worten als eine schwere Beleidigung von den Genossen wüßten, daß er sonst die Aufforderungen der Ge- Reichstage zu stande gekommen sei. Wenn Friedeberg aber die par- zurück und erklärte, die Beisiger aus den Reihen der Kartellgetertnossen, Mandate zu übernehmen, mit der Bitte abgelehnt, ihn lamentarische Bethätigung überhaupt nicht wolle, so möchte Redner schaften hätten bis jetzt ihr Amt stets einwandsfrei verwaltet und höchstens in unsicheren Kreisen oder Bezirken aufzustellen, wo er, ihn doch mal fragen, ob er in Versammlungen und in der Presse es sei noch feinerlei Beschwerde über fie laut geworden. Ebenso Preſſe ohne gewählt zu werden, der Partei agitatorisch nüßen könne. Wenn auch nur den zehnten Teil dessen sagen könnte, was im Reichstage wies der Redner den Vorwurf des Streifbruchs er nun jezt das Stadtverordnetenmandat aus verschiedenen Gründen möglich. In Deutschland sei es sehr schwer, die öffentliche Meinung Töpfer der Kartellrichtung zurück und bemerkte hinsichtlich der niedergelegt habe, so werde doch seine ganze Kraft den Interessen aufzupeitschen. Wenn aber Bebel oder ein andrer im Reichstage bei im Bericht von der Ausschußsizung der Gewerkschaftskommission und dem Dienst des Proletariats gewidmet fein. voller Redefreiheit die schärfste Kritik übe und dies ungehindert ge erwähnten Sympathien für Dr. Friedebergs Generalstreiksmüsse sein Bedauern darüber aussprechen, daß man in letter druckt werden könnte, dann bleibe eine Wirkung nicht aus. Pößsch Agitation, daß diese Sache eigentlich gar nichts mit den Kandidaturen Zeit über sein wirken so sehr abfällig gesprochen und so wenig führt Beispiele an. Friedeberg sage, wir seien die Gesetzlichen, die zu den Gewerbegerichts- Wahlen zu thun habe. Was die nach jenem Berständnis gezeigt habe für das, was er mit der jetzigen Agitation andern ſetzten sich über die Gefeße weg. Ja, warum denn? Weil Bericht für die Startellgewerkschaften symptomatische Neigung zum bezwecke. Wenn ein Parteigenosse principiell die Meinung vertrete nicht wir die Macht hätten, wohl aber sie! Friedeberg lege zuviel Anarchismus anbetrifft, so wurde sowohl vom Referenten als auch und begründe, daß eine bisher historisch notwendige Taftit einer Geipicht auf die äußere Demonstration der Maifeier. Viel wichtiger von Diskussionsrednern hervorgehoben, daß ja gerade die Kartellandern weichen müßte, so müßten doch die Genossen prüfen, was sei die Verkürzung der Arbeitszeit. Falsch sei es, so zu thun, als gewerkschaften die socialdemokratische Auffassung betonten, und borgetragen werde. Statt dessen hätten die meisten sofort ein ab- ob nur einige Führer in den Gewerkschaften eine andre Form der daß die auf ihren Kongressen gefaßten Refolutionen befälliges Ürteil abgegeben. Natürlich sei es selbstverständlich, daß Maifeier wünschten; sie würden vielmehr durch die Mitglieder ge- wiefen, daß fie fie auf dem Boden des Parteiprogramms eine so wichtige Waffe, wie es der Parlamentarismus bisher war, weiter blidten, feien mit Friedeberg vollkommen einig darin, nicht ange in öffentlicher Versammlung erklärt, seine Gesinnungsgenoffen drängt. Die Führer der großen Gewerkschaften und alle, welche stehen. Demgemäß habe denn auch jüngst der Anarchist nicht ohne weiteres unbenutzt bleiben könne. Es sei klar, daß man sie bloß zu organisieren, sondern auch zu bilden, vollwertige Menschen würden sich gern dem Kartell anschließen, wenn aus dessen Programm nach dem Auftauchen andrer Auffassungen über die wichtigsten Kampfmittel noch eine ganze Zeit werde gebrauchen müssen. Aber ein Anfang müsse zu schaffen, die zu erziehen, die lediglich aus rein der Paffus, der zur politischen Organisation verpflichte, gestrichen doch gemacht werden mit der Erörterung einer solchen Frage. Man materiellen Gründen in die Gewerkschaften tämen. Da werde. Unter diesen Umständen liege es den anarchistisch gesinnten habe behauptet, er hätte bei den Lokalorganisierten damit an müßten wir aber auch berücksichtigen, was in den Schulen Arbeitern natürlich näher, sich den in der Gewerkschaftskommission gefangen, und man habe ihm solches gerade besonders verübelt. unterlassen wurde. Auch auf diesem Gebiete müßten wir uns also vertretenen Organisationen anzuschließen. Dem Vorwurf, planDiese Behauptung sei aber gar nicht wahr. Seit zwei Jahren bethätigen und Forderungen stellen. Da brauchten wir schon wieder mäßig und systematisch Bersplitterung der wirtschaftlichen trete er öffentlich für die fragliche Anschauung ein. Das erste Mal den Parlamentarismus in Staat und Kommune! Beides sei von Organisationen der Arbeiter zu betreiben, gegenüber wurde habe er im fünften Berliner Reichstagswahlkreise die Schäden des nöten: der ökonomische Kampf und der parlamentarische. Bezüglich bemerkt, daß die Centralverbände selbst in Berufen, wo Barlamentarismus aufgewiesen und für den Generalstreit und für des Generalstreiks meint Redner, dies näher ausführend, daß er an eine starke Zotalorganisation bestehe, auf Bersplitterung hingewirkt die strikte Durchführung der Maifeier Stellung genommen. Seitdem den thatsächlichen Verhältnissen scheitern müßte. Die Kapitalisten hätten. Im weiteren Verlauf der Diskussion äußerten sich fämthabe er in vielen politischen Versammlungen in Berlin und auswärts würden ihn aushalten, nicht aber die Proletarier. Nun deute ja liche Redner im Sinne der Ausführungen des Referenten. Das sowie in Gewerkschaftsversammlungen, auch in Centralverbänden darüber Friedeberg an, daß die Arbeiter, die der Hunger quäle, dann schon Vorgehen der Gewerkschaftskommission wurde als Vergewaltigung gesprochen. Und jetzt hätten sich die Lokalorganisierten an ihn gewandt, wissen würden, wie Nahrung zu verschaffen sei; der Hunger würde bezeichnet und von ihrer Resolution wurde erklärt, daß sie auf Berum ihn als Vertreter des Generalstreits nach Amsterdam zu senden, fie zu aktivem Handeln treiben. Die Herrschenden verfügten in- drehung der Thatsachen aufgebaut sei. wo diese Frage zur Erörterung stand. Ausdrücklich habe er ihnen dessen doch vorläufig noch über die ganzen Machtmittel. Die Darauf befaßte man sich mit den Vorbereitungen zu den geschrieben, daß er nicht dafür zu haben wäre, den Streit zwischen Generalstreifler würden schließlich niederkartätscht. Generalstreiffer würden schließlich niederfartätscht. wir Gewerbegerichtswahlen. Lokalisten und Centralisten auszufechten. Und man habe geant- einen Generalstreik aber das ganze Proletariat so durchseucht hätten, um Bund für Menschenrechte. Heute abend 8%, Uhr Beuthftr. 19/20 I: wortet, daß man das von ihm gar nicht verlange. Darauf habe er machen zu fönnen, dann Lieb- Vortrag: Gustav Baumbach über: Religion und Ethit. Freie Diskussion. das Mandat für die Vertretung des Generalstreiks und der stritten Generalstreit nicht mehr. Das schädlichste der Agitation für den fnechts Wort bleibe immer noch wahr brauchten wir den Eintritt für Gäste 10 Bf. Durchführung des ersten Mai angenommen. Ihm gegenüber mache Bitherklub Menzenhauer"( gem. Chor). Donnerstag, den 22. Sepe fich ein Mangel an Objektivität breit. Er werde überall für seine Generalstreit ſei jedoch, daß die Arbeiter sich dann um nichts andres Ueberzeugung eintreten, wo fümmern, sondern sich sagen würden: wenn der große Kladderadatsch man ihn als Referenten haben wolle. Friedeberg ging dann zum eigentlichen Thema über und kommt, machen wir ihn mit, das genügt. Es werde dem Proletariat bertrat seinen bekannten Standpunkt. Nach seiner Ansicht werden die Kleinarbeit berekelt, die äußerst wichtig sei für ein ständiges 3. Berschiedenes. die Kräfte der Führer durch den Parlamentarismus zu sehr gebunden, Borwärtskommen. Die Arbeiterschaft müsse überall dabei sein. zu viel für Dinge der heutigen Gesellschaft in Anspruch genommen ( Beifall.) Marktpreise von Berlin am 20. September. Nach Ermittelungen des und in entsprechendem Maße dem Klassenkampf entzogen. AndrerBüchner und Unger bekämpften unter zum Teil lebhafter gl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Centner: Weizen**), gute Sorte feits bedinge der Parlamentarismus als ein Vertretungssystem eine Zustimmung eines Teils der Versammlung ebenfalls den Friedebergichen Roggen), gute Sorte 13,90-13,89., mittel 13,88-13,87 M., geringe 17,65-17,62 M., mittel 17,59-17,56 M., geringe 17,53-17,50. gewisse Erschlaffung der Arbeitermassen im Kampfe. Man neige Standpunkt. Ihre Ausführungen hielten sich im wesentlichen im Ge- 13,86-13,85. Futtergerste), gute Sorte 15,60-14,70 M., mittel 14,60 Sazu, sich auf die Vertreter zu verlassen. Aber als das Wichtigste antengange derjenigen des Vorredners Poetsch. Unger bedauert bis 13,80 M., geringe 13,70-12,90 m. Safer"), gute Sorte 16,50-15,70 m., einer früheren Versammlung erscheint es dem Redner, daß man sich bei der Mitschaffung der tief, daß Friedeberg in das mittel 15,60-14,80., geringe 14,70-13,90 M. Erbsen, gelbe, zum Stochen ., Gesetze auf den absoluten Rechtsboden des Klassenstaats stelle und Lesen anarchistischer Blätter und ein Zusammengehen mit den An- 40,00-28,00 m. Speisebohnen, weiße 50,00-25,00 M. Linjen 60,00-25,00 Mr. daß so das Proletariat verbunden werde mit der Gesetzlichkeit Wenn das aber so weiter gehe, werde wohl die Socialdemokratie Für 1 Kilogramm Butter 2,80-2,00 M. Gier per Schock 4,00-2,80 W. archisten angeraten habe. Friedeberg sage, er fämpfe für uns. Startoffeln 11,00-8,00 M. Nichtstroh 4,32-4,00 m. Heu 9,10-6,70 M. des Klassenstaats. Reine Klasse sei jetzt so gesetzlich, als das Proletariat. Das sei die Gefeßlichkeit, hinter der der Polizei- tauschten dann noch einige persönliche Bemerfungen bezw. Be für die Mitarbeit danken. Dr. Friedeberg und Pötzsch*) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. fnüppel ſtehe. Und es sei die Gefeßlichkeit, die auf lange Wafferstand am 20. September. Elbe bei Aussig 0,42 Meter, bei Zeit das Proletariat verhindern werde, seinen Willen richtigungen aus. Friedeberg erklärte unter andrem, daß er aller- Dresden ชิน 2,03 Wieter, bei Magdeburg+0,16 Meter. Unstrut bei bethätigen. Es sei zu befürchten, daß es vor lauter Geseglichkeit dings der Meinung sei und dafür eintrete, daß Socialdemokraten Straußfurt+0,75 Meter. Dder bei Ratibor+1,78 Meter, bei Breslau selbst dann, wenn es die Macht ergreifen könnte, den Willen nicht Idee des Generalstreits fönnte das und Anarchisten im Klassenkampfe zusammengehörten. Die Ober- Begel+5,20 Meter, bei Breslau Unter Begel 0,40 Meter, bei befunden werde, sondern den geeigneten Zeitpunkt vorübergehen einigende Band ſein. Frankfurt+0,15 Meter. Weichsel bei Brahemünde+1,90 Meter. Barthe laffe. Eine Folge der Erziehung unsres Parlamentarismus. Redner Friedeberg bestreitet, die Verkürzung der Arbeitszeit zu unterschätzen. 23 art he bei Bosen- 0,22 Meter. Rete bei Usch+0,34 Weter. verweist im Zusammenhange damit auf die Bassivität der, wie er Es sind noch eine Anzahl Redner in der Liste verzeichnet. Friede Die weitere Tebatte wird bis zur nächsten Versammlung vertagt. meint, zu Dreiviertel socialdemokratisch gesonnenen Arbeiter Sachsens gegenüber dem Wahlrechtsraub. Er giebt zu, daß ja im Parlament berg wird dann auch den Einwendungen gegen seine Ausführungen manche Erfolge erzielt seien; das sei aber nur geschehen, weil die entgegentreten. Seit der letzten Versammlung sind 96 neue MitGegner untereinander uneins waren. Die Möglichkeit parlamen- glieder aufgenommen worden. tarischer Erfolge werde bei der Zuspigung des Klassenkampfes, werde Eine Vorständefigung des Berliner Gewerkschaftskartells, die am mit dem zunehmenden Zusammenschluß der Gegner immer mehr Dienstag bei Patt in der Dragonerstraße stattfand, befaßte sich mit schwinden. Zudem liege ja auch der Schwerpunkt des Parlamen- der in Nr. 218 des„ Vorwärts" veröffentlichten Resolution des Aus- Swinembe. 771 D tarismus in den Machtverhältnissen außerhalb des Parlaments. Alles schusses der Gewerkschaftskommission über die Kandidatenfrage zu Berlin Hamburg 771 DND drängt nach Meinung des Referenten zur Anerkennung des General- den Gewerbegerichtswahlen. Hinrichsen, der die Verhandlungen Frantf.a.m. 766 N streits als vorzüglichen Kampfmittels. Man werde ihn aber nicht einleitete, schilderte auf Grund des ersten Jahresberichts des Ge- München nur einst notwendig gebrauchen, die Jdee des Generalstreits sei auch wertschaftskartells die Ereignisse, die vor fünf Jahren zum Bien das wichtigste Erziehungsmittel. Sie habe eine hohe Bedeutung, in Austritt aus der Gewerkschaftskommission geführt haben, dem sie hinweise auf den Wert der Organisation. Der ökonomische und bemerkte, es sei unrichtig, daß diese Gewerkschaften Wenn tember, abends 8 Uhr, Andreasstr. 3: Sibung. Verband der Friseurgehilfen Deutschlands( Zweigverein Berlin). Donnerstag, den 22. d. M., abends 10 Uhr, bei Pfeffer, Rosenthalerstr. 57: Mitglieder- Berfammlung. Tages- Ordnung: 1. Krankenkasse. 2. Vortrag. Witterungsübersicht vom 21. September 1904, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer fland mm Wind richtung Windstarte 770D 764 D Better 2 bedeckt 2halb bd. Zemb. n. T. 5° C. 4° R. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Better Temp. n. C. 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