Ur.SW. Hbonncmcnfs-Bedingungcn- Slonnementä> Preis pränumerando i Bierteljährl. 8,30 W., monatl. 1,10 Mki, wöchenttich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer S Pfg. Sonntags- nummer mit illustrierter Sonntags- Beilage.Die Neue Welt» 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post-ZeiwngS» Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich> Ungarn S Marl, für das übrige Ausland B Marl pro Monat. 21. Jahrg. CridKint tilg»» auBtr Mittag». Vevlinev VolksblcM. vle Insertion»-eedkhk beträgt für die sechsgespaltene Kolon U- geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche BereinS- und Versammlungs-Anzeigen 25 Pfg. �Ateln« Hnzttgtn", das erste(seit- gedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Jnlerate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen- tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr dormittags geöffnet. Telegramm- Adresse! „SozUlddnolint Benin". Zentralorgan der foziatdeniohrati leben Partei Deutfchlands. Redaktion: SM. 68» Linden Strasse 6g, aferufprecher: Amt IV, Nr. 1983. Sonntag, den 25, September 1904. Expedition: SM. 68» Lindenstrasse 69. isernsprecher: Amt IV. Nr. 1981. Neue Kraft. Vor Fahresftist mußten wir an dieser Stelle die Vorgänge unsrcs Parteitages eingehender Kritik unterziehen. Wenn der Ver lauf des letzten Jahres die Richtigkeit dieser Selbstprüftmg voll er- wiesen hat, so sind wir nun in der Lage, dein Ergebnis von Bremen in aller Freudigkeit zuzustimmen. Als am Sonnabend mittag der Parteitag auseinanderging, da erhob sich der Freiheitssang unsrer Marseillaise aus dem vollen frohen Gefühl, daß gute Arbeit geschaffen wurde, daß die Partei frohen Hauptes und in neuer Kraft zu neuen Thaten marschiert. Und diese frohe Befriedigung über Verlauf und Erfolg des Parteitages wird weit hinausströmen in die ganze deutsche Arbeiterschaft. Als der Parteitag begann, glaubte die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bereits die künftige Vennchwngsrede des Neichsscherzkanzler Bülow vorbereiten zu sollen: der Parteitag werde zwischen der Scylla des Parteihaders und der Charybdis der Langeweile kämpfen, die Partei habe ihr positives Programm ein- gebüßt. Die alten Ideale hätten ihre Leuchtkraft verloren, die Gegner in erster Linie dürften sich Freude und Anregung versprechen. Der Parteitag hat all solch geschwätziges Hoffen gründlich vernichtet. Programm und Ideale stehen fester denn je, und zu dem einzigen schlimmen Parteizwist, der den Parteitag bemühte, durfte Karl Kautsky das abschließende Wort feststellen, daß gerade dieser Zwist um Schippe! die völlige Einmütigkeit unsrer Partei in.einer der wichtigsten Fragen unsrer aktuellen Politik zu machtvollem Ausdruck gebracht hat. Alle andern Meinungsverschiedenheiten aber, die unsren Gegnern Anlaß zu Hoffnungsseligkeiten boten, sind zum Teil überwunden oder sie sind von allen verbitternden Verschärfungen befreit und auf ihren fach lichen Gehalt zurückgeführt. Man darf darum einigennaßen be gierig sein, wie es unsren Gegnern gelingen soll, nach der Zu- sicherung des Regierungsorgans Freude und Anregung aus den Be- ratungen in Bremen zu fischen. Vielleicht wird sie sich damit trösten, daß der Parteitag„langweilig* gewesen sei. Gewiß: s i e mögen fich gelangweilt fühlen, da ihnen„interessant* nur gilt, Ivas irgend� wie ausnutzbar gegen die Socialdeniokratie erscheint. Der deutschen Arbeiterschaft hingegen ist die tüchtige Sachlich- keit, in der unser Kongreß gearbeitet hat, ganz kurzweilig, sie ge winnt viel Freude und viele Anregungen aus dem Parteitage. Gerade die letzte Sitzung des Parteitages brachte noch ein überaus reichliches und erfreuliches Ergebnis. Die Berichterstattung über den internationalen Kongreß in Amsterdam ge staltete fich zu einer nicht durch laute Actente hervortretenden, aber sachlich äußerst wertvollen Bekundung der großen Einigkeit des Socialismus, des deutschen nicht altein, sondern auch des internationalen Socialismus, dessen Geschicke für unsre deutsche Zukunft von stets wachsender Bedeutung werden. Oft genug wurden die Befürchtungen von Parteispaltungen, welche sorgende Parteigenossen aus unsren Meinungskämpfen für die Einigkeit unsrer Partei schöpften, durch den Hinweis auf die Spaltungen im Ausland, insbesondere in Frankreich begründet; es hieß geradezu, man könne an Frankreich studieren, in welches Ver derben eine grundsatzlose Taktik ftihre. Die erregende Uebertreibuug dieser Befürchtungen ist nun vollends offensichtlich geworden, und Bebel hat die Bemühungen freudig bewillkommnet, die jetzt in Frankreich seitens der jauresistischen Partei zur Beseitigung der lähmenden inneren Konflikte aufgewendet werden. Bebel versprach alle mögliche Mitwirkung der deutschen Socialdeniokratie an diesen Bemühungen. Wenn für Frankreich, wo die Gegensätze der verschiedenen Tendenzen in der Arbeiterbewegung außerordentlich viel tiefere sind, die Einigkeit möglich erscheint und in Aussicht gestellt wird, so wäre es Wahnwitz, in Deutschland die Existenzkämpfe, welche die Socialdemokratie gegen den feudalistisch- kapitalistischen Feind führt, durch hitzige Bruderfehde zu erschweren. Bebels erneut bekundete und vom Parteitag bestätigte Ueberzeugung von der Möglichkeit und Gewißheit eines einheitlichen Kampfes der ganzen Socialdemokratie muß für die nächsten Entwicklungen die günstigsten Folgen zeitigen. Auch sonst brachte der letzte Verhandlungstag wirkungsvolle Kundgebungen. In scharfen Resolutionen nahm der Parteitag Stellung gegen einige der empörendsten Vorgänge, die in letzter Zeit die deutsche Oeffentlichkeit aufwühlten. Flammender Protest wurde erhoben gegen die immer wiederkehrenden Fälle von Soldaten- Mißhandlungen und gegen das militaristische System, dem sie entwachsen. Da alle Zusicherungen der Militärbehörden nichts gefruchtet, so wendet sich der Parteitag unmittelbar an die Jugend im Waffenrock und ruft das Ehrgefühl aller auf, diese rohen und ehrlosen Zustände zu beseitigen. Ferner wurden die preußisch- deutsche Russenschmach, die Königsberger Justiz, das Verfahren der Ballinschen Auswandererpolizei durch entrüsteten Protest gcbrandmarkt. Es wurde der Reichstags-Fraktion die Aufgabe gestellt, auf ein Reichsgesetz zur Schaffung eines der modernen Kultur würdigen Fremdenrechts zu dringen. Endlich wurde auch die Schulfrage in knappen Zügen vor die deutsche Oeffentlichkeit gestellt. Es wurde beklmdet, daß die Socialdemokratie sich der ge- waltigen Kulturaufgabe voll bewußt ist, die Volksschule, die Erziehung der Jugend, in der alle Zukunft ruht, aus der Pfafferei und der kapitalistischen Beherrschung zu er- lösen. Diese Aufgabe zwingt sich der Partei stets machtvoller auf und wenn ihre umfassende Behandlung, die wir für diesen Parteitag schon gewünscht und vorgeschlagen hatten, nicht erreicht wurde, so haben unsre Anregungen gleichwohl günstige« Erfolg erlangt. Die Frage ist aufgenommen und sie wird mit gesteigertem Nachdruck fortgeführt werden. Aus vielen prettßischen Kreisen wird bereits das Verlangen laut nach schleunigen umfassenden Vorbereitungen für den nahen Winterfeldzug, zu dem das angekündigte Ver- kirchlichungs-Gesetz der preußischen Regierung herausfordert. Was der Parteitag im allgemeinen an Arbeiten gelefftet, daS hat der Vorsitzende Genosse D i e tz, der das ehrenvolle Amt so meisterlich verwaltete, im Schlußwort zusammengefaßt. Außer der notwendigen Besprechung und Ordnung der Partei- verwaltungs-Geschäfte sind mannigfache Anregungen für die weitere Ausgestaltung der Parteithätigkeit auf allen Lebensgebieten ausgestreut worden: eine festere leistungsfähigere Organisatton wurde eingeleitet; durch besondere, dem Parteivorstand beigegebene Sekre täre sollen in schwierige Agitationsgebiete unsre Ideen getragen werden; die Erfüllung der proletarischen Jugend mit socialistischem Kulturgeist wurde eingeschärft; für die Bethätigung auf allen Ge- bieten des Gemeindelebens wurde die Richtschnur gegeben. Viel- fältig bereichert, in neuer und gesteigerter Aktions- kraft geht die socialdemokratische Partei aus dem Parteitag hervor. Einst schien die deutsche Hansa bestiinmt, ein freiheitliches Bürgertum in Deutschland vorzubereiten, doch längst ist dies auf- strebende Bürgertum verfallen und seine neuen Ankömmlinge wurden unterthan den feudalen Mächten, die alle kapitalistischen Machtmittel sich zu eigen gemacht haben und das deutsche Volk in wirtschaftlicher und geistiger Versklavung bedrücken. Die rote Hansa, die jetzt in Bremen getagt, sie ist die Erbin des verdorbenen Bürger- tums geworden, sie steuert mutvoll in das offene Meer der großen Kämpfe, durch Wind und Wetter hin zu herrlicher Zukunft, wo allen Menschen Freiheit wird und Wohlfahrt und Menschenwürde! Leistungsfähigkeit der bestimmte enge Grenzen Vom oftasiatischen Kriegsschauplatz» ES erscheint immer wahrscheinlicher, daß es thatsächlich in der nächsten Zeit bei M u k d e n oder T i e l i n g zu einer neuen großen Schlacht zwischen den Russen und den Japanern kommen wird. Eine solche Schlacht dürfte nur dann nicht stattfinden, wenn die Russen einer erneuten Entscheidung ausweichen und sich weiter zurückziehen. Die Japaner scheinen sich mit der ernsten Absicht zu tragen, Kuropatkin von neuem eine große Nieder läge zu bereiten. Ob die Russen standhalten werden, bleibt abzu warten, lieber Paris wird gemeldet, daß die Russen neue Ver stärkungen erhalten hätten und die Hügelketten südöstlich von Mulden mit Stacheldraht und Wolfsgruben in Verteidigungszustand setzten. Doch werde hier nur ein Teil der Russen Widerstand leisten. Von dem Gelingen oder Mißlingen dieser ersten Ver- teidigungsalte werde es abhängen, ob Kuropatkin mit seinem gesamten Heere eine entscheidende Schlacht annehme oder nicht. Die Japaner versuchen zur Zeit ein großes UmgchungSmanover. General Kuroki rückt mit starker Macht vom Osten her gegen Mulden und Tieling vor. Die japanische Kavallerie soll bereits in der Nähe von Tieling angelangt sein. Ueber die Verluste der Schlacht bei Liaujang laufen noch immer von einander abweichende Nachrichten ein. Der japanische Verlust wird amtlich auf 21000 Mann angegeben. Von den Russen sollen sich 22 000 Verwundete in ärztlicher Behandlung befinden. Die wahren Verlustziffern werden erst nach B e- endigung des Krieges bekannt werden. Russische Friedenssehnsucht?* Während Rußland immer wieder mit der Abfahrt seiner baltischen Flotte droht, während es prahlt, daß der letzte Mann auf der Strecke bleiben müsse, bevor man sich zu einem Frieden mit den Japanern verstehen werde, kursieren anderweitige Meldungen, wonach das Friedensbedürfnis der maßgebenden Kreise in Rußland bereits ein sehr großes sein soll. Daß dies Friedensbedürfnis wirklich vorhanden sein kann, ist gar nicht unwahrscheinlich, denn in Rußland weiß man ganz genau, daß die Prahlerei mit der Entsendung ungezählter neuer Truppen, p einfach lächerlich ist, denn Ruhland kann nur so viel Truppen nach der Mandschurei entsenden, als es dort verpflegen kann. Die Zahl der innerhalb der Verpflegungsmöglichkeiten liegenden Truppen ist aber keine derartige, daß sie nicht auch von den Japanern erreicht, wenn nicht überboten werden könnte. Selbst angenommen, Rußland vermöchte eine halbe Million Soldaten in der Mandschurei auf die Beine zu bringen, so ist auch Japan in der Lage, eine ebenso große Zahl dorthin zu entsenden. Die Ver- pflegungsmöglichkeitcn für Japan sind dabei aber außer- ordentlich viel günstiger als für Rußland. Die Symptome für die russische Friedensliebe bestehen darin, daß der Fürst M e s ch t s ch e r s k y im„G r a s h d a n i n" die Friedensparole ausgegeben hat. Der„Grashdanin" ist aber das eigentliche Hofjournal, das nur von denjenigen gelesen wird, die die bei Hofe herrschende Windrichtung kennen lernen wollen. Seine 1200 Abonnenten rekrutieren sich in erster Linie aus den hohen Beamten: Gouverneuren, Polizeimeistern, Generalen usw. Es ist also ganz ausgeschlossen, daß dieses Blatt Ansichten vertreten darf, die nicht die Billigung der Rcgierungskreisc haben. Auch ist Fürst Meschtschersky nicht der erste Beste, sondern ein intimer persönlicher Freund des Zaren, der jedenfalls ganz genau von den Stimmungen des Hofes unterrichtet ist. Außerdem wird die Meldung verbreitet, daß am 13. v. M. unter dem Vorsitz des Zaren in Peterhof eine Konferenz stattgefunden habe, an der unter anderm der Großadmiral der russischen Flotte Großfürst lexej Alexandrowitsch, der Graf Lamsdorf, der Kriegsminister Sacharow und noch verschiedene andre hohe Würdenträger teilgenommen haben sollen. Diese Herren hätten estgestellt, daß Japan wohl in der Lage sei, seine mandschurische Armee noch bedeutend zu verstärken, daß aber der Verstärkung der russischen Armee durch d i e sibirischen Bahn ganz gesetzt seien. ES wäre danach gar nicht ausgeschlossen, daß es in Ostasien früher zum Friedensschluß käme, als man anzunehmen geneigt war. Allerdings dürfte eine neue Niederlage KuropatkinS und der Fall Port Arthurs die Friedensliebe der offiziellen russi- scheu Kreise entschieden noch erhöhen. Oku über die Schlacht bei Liaujang. London, 24. September. Die„Times""veröffentlichen über, die Schlacht bei Liaujang einen amtlichen Bericht des Generals Oku. Es heißt darin in Bezug auf den letzten Angriff des Generals Oku auf Liaujang, daß die Russen ihren Widerstand am 3. September noch hartnäckig fortsetzten. Die japanische Artillerie ging darauf bis Gewehrschußweite an die russischen Stellungen heran, um Breschen zu schießen und die Maschinengewehre zuin Schweigen zu bringen. Das Feuer schien Unordnung bei einem Teil des Feindes anzurichten, welcher aber trotzdem seine Stellung nicht räumte. Die japanische Artillerie konzentrierte deshalb abermals ihr Feuer auf die feindliche Stellung. Die Infanterie war in- zwischen bis auf 200 Meter an die russischen Truppen heran- gekrochen. Am Abend eröffnete die japanische Artillerie ein Schnell- feuer, während die Infanterie auf der ganzen Linie zum Sturm vorging. ES entbrannte ein Kampf, der bis in die Nacht dauerte. Um 1273 Uhr nachts wurden die Stellungen der Russen auf der ganzen Linie unter brausendem Jubelgeschrei der Japaner genommen. Am 4. September um 2 Uhr morgens besetzte ein Teil der Armee General Okus eine Station vor Liaujang, ein anderer Teil ging zur Belagerung der nordwestlichen Stadt vor. Der Feind setzte hinter sich die Brücke in Brand. Die Japaner vermochten jedoch das Feuer nicht zu löschen, weil die Russen die Brücke andauernd be- schössen. London, 24. September. Den„Times* wird aus Tokio von gestern gemeldet, der englischeMarine-Attachs General N i c 0 l s 0 n trete auf das entschiedenste den Behaup« tungen über schlechte Behandlung der Korrefpon- denten und Attaches durch die Japaner entgegen. Die Japaner hätten nicht zuvorkommender sein und nicht mehr Ver» trauen zeigen können, als sie es thaten. Der General spricht seine höchste Bewunderung über die Leistungen der russischen Pioniere aus und bezeichnet es als außer- ordentlich, daß die Japaner die Schanzen bei Liaujang zu stürmen vermochten. Zur Lage von Port Arthur. London, 24. September. Dem„Reuterschen Bureau* wird aus Tsingtau vom 24. September gemeldet, ein dort weilender russischer Marme-Offizicr habe die offizielle Nachricht von dem Auftreten der Cholera in Port Arthur erhalten. Bis zum 19. d. M. seien nur wenige Fälle zu verzeichnen gewesen, aber man fürchte sehr, daß die Krankheit epidemisch werde. Paris, 24. September. Der Petersburger Korrespondent des „Matin" berichtet, ein wichtiges Telegramm, welches dem General st ab noch nicht übermittelt wurde, fei gestern aus Port Arthur beim Zaren eingetroffen. Wie in Hoflreisen mitgeteilt«verde, beziehe sich dieses Telegramm auf die Lage von Port Arthur und habe am Hofe große Besorgnis hervorgerufen. Nach dem Telegramm sollen die Japaner zur Zeit mit dem allgeineinen Sturn, auf die Festung begonnen haben. Diese«verde gleichzeitig von drei Seiten angegriffen und zwar mit Unterstützung der Flotte. Die Japaner seien entschlossen, diesmal alles aufzubieten, um die Festung zu Fall zu bringen, Zahlreiche Minen seien bereits explodiert und hätten ganze japanische Bataillone vernichtet. General Fock zeichne sich besonders aus. Er stehe in der Front und schieße auf die Japaner, da, wo es diesen gelungen sei, nach gelvaltigen Verlusten in die Nähe der Russen zu gelangen. Das vereinigte Geschwader nehme an der Beschießung teil. Die Belagerten kämpfen inmitten eines höllischen Geschützfeuers. Von den Löwenhügeln werden die ----- �_ Jaget v übersäet. General Stössel und muntere die Verteidiger auf. Festungswerke von Jien Japanern mit einem Hagel von Geschossen össet begebe sich von einein Fort zmn andern politische(lebersickt. Berlin, den 24. September. Missionare und Kolonialpolitik.*\ Die„Kölnische Zeitung" teilt mit, daß in der That auf Drängen der katholischen Mission am 6. Januar 1904 eine Verordnung über das Ehcrecht unter den Eingeborenen von dem Gouvernement in Neu-Guinea erlassen worden fei. In dieser Verordnung, deren Geltungsbereich sich allerdings nur auf Teile dieser Kolonie bezieht, wird verordnet, daß Eingeborene wegen Ehebruchs und Doppelehe bestraft werden können. Allerdings gilt diese Verordnung nur für ch r i st l i ch gewordene Eingeborene. Ob auf Grund dieser Verordnung häufigere Bestrafungen eingetreten sind, vermag die„Kölnische Zeitung" nicht festzustellen. Die„Kölnische Zeitung" bezeichnet diese Ver» ordnung als höchst bedenklich, da für die Verwaltung ent- schieden noch nicht die Zeit gekommen sei, derartige tiefe Eingriffe in das Familienleben der Eingeborenen vorzunehmen. Außerdem stellten sich die katholischen Mffsionare selbst dadurch ein A r m u t S» zeugnis auS, daß sie die Gesetzgebung anriefen. Sie bewiese« damit nur, daß ihre Missionsthätigkeit nicht ausreiche, den Ein» geborenen die christlichen Sittlichkeitsanschauungen einzuflößen. Es ist in der That ungeheuerlich, daß das deutsche Gouvernement sich zu einer derartigen Moralgcsetzgebung hat verleiten lassen. Jeder Ethnologe weiß, daß die Eheforinen in innigstem Zusammenhang stehen mit den ökonomischen Verhältnissen. Bevor diese ökonomischen Verhältnisse die entsprechende Umgestaltung erfahren haben, bedeutet das Gebot der Einehe den empfindlichsten Ein» griff in daS Wirtschaftsleben der Eingeborenen. Schon aus diesem.Grunde ftnd solche WstiMMUngen» selbst wenn 0 fle nur für christliche Gingeborene Geltung haben sollen, hielten; doch haben wir bisher jeglichen Angriff auf den„ Plutus" zu beobachten, während die andern beiden Spionschiffe im Großen durchaus verwerflich. Aber abgesehen davon sind gerade in einem vermieden, da, wenn der Herausgeber auch unsrer Partei angehört, Belt, Kattegat und in der Ostsee herumfahren. Das Schiff fatholischen Blatte vor wenigen Tagen Schilderungen über das un- das Blatt fein Partei- Organ ist, für dessen Aeußerungen sbjörnen" läuft, wie festgestellt wurde, in verschiedenen Häfen fittliche Treiben der deutschen Kolonisatoren veröffentlicht worden, die Partei die Verantwortung trägt. Selbst auf versteckte Ausfälle an, um Chiffretelegramme zu empfangen und pfangen und die jedenfalls viel eher eine Gesetzgebung gegen Ehebruch und andre gegen uns haben wir nicht reagiert. Es widerstrebte uns, auf abzusenden. Außerdem wird berichtet, daß am Strande ſittliche Erzesse der Weißen herausforderten, als die sogenannte Parteitag arg zerzaust worden war und dem später ein Partei- Stagens ein ununterbrochener Wachtdienst durchgeführt Unfittlichkeit der Eingeborenen, die bei diesen nur einer alten schiedsgericht zwar keine ehrloſe Gesinnung, wohl aber eine wird. Tag und Nacht spähen die Strandvögte ins Meer hinaus. Tradition entspricht. Bevor deutsche Kolonialbeamte in so thörichter wenig gefestigte Ueberzeugung" und eine ernstliche Einer dieser Strandbögte erzählte, daß er schon a cht Tage und und übereilter Weise die Unsittlichkeit der Gingeborenen zu be- Schädigung des Ansehens unsrer Partei attestiert hatte. Erst als vor Nächte diesen Wachtdienst ununterbrochen ausgeübt habe. Das kämpfen versuchen, sollen sie erst einmal mit Energie den standalösen ungefähr 14 Tagen das Bernhardsche Blatt sich wieder einen Ausfall gegen Essen wird den Leuten hinaus an den Strand gebracht, damit sie sittlichen Grzessen unsrer deutschen Kulturträger entgegentreten! unsrer Presse leistete und sich dabei als Principienwächter unsrer keinen Augenblick den Dienst versäumen. Auch die Missionare handelten vernünftiger, wenn sie diesen Kampf Barteigrundsätze aufspielte, glaubten wir zu einer Zurückweisung der Es treffen fast täglich Nachrichten ein über geheimnisvolle in allererster Linie in Angriff nähmen! Anrempelung berpflichtet zu sein. Schiffe, die in den skandinavischen Fahrwassern herumfahren und die „ Herr Möller", meinte damals das Blatt, ist auf dem besten offenbar der russischen Spionage dienen. So berichtete unser norWege, sich durch seine Kraftmeierei zu einem populären Mann zu wegisches Bruderorgan Ny Tid" unter anderm von einer unter entwickeln. Und selbst seine schärfften Gegner tadeln nicht, was er Die Handelsvertragsverhandlungen zwischen Desterreich und Italien sind endlich, wie aus Wien gemeldet wird, zu einem Abschluß gelangt. Die neuen Abmachungen bestehen aus einem provisorischen Vertrag, der am 15. Oftober in Kraft tritt und bis Ende 1905 in Geltung bleiben soll, und einem dann an dessen Stelle tretenden eigentlichen festen Vertrag, der sich auf 10 oder 12 Jahre erstrecken wird. Ueber den Inhalt der Verträge ist bisher Sicheres noch nicht bekannt geworden, doch verlautet, daß die Weinzollvergünstigung Ende dieses Jahres erlischt. Die Auswandererfrage soll in der That Gegenstand der Verhandlungen zwischen dem Reichskanzler und den Reedereidirektoren Ballin und Wiegand gewesen sein, indessen in einem Zusammenhange, der lediglich die Mehrung des Profits der Gesellschaften im Sinne hat. Die Konkurrenz der Schiffahrtsgesellschaften untereinander spielt nämlich eine nicht unwesentliche Rolle bei den Maßregeln gegen die Auswanderer und so, wie bei uns die Auswanderer gepreßt werden sollen, um mit der Hamburg- Amerika- Linie oder dem Norddeutschen Lloyd zu fahren, so werden in Ungarn die Auswanderer gepreßt, mit der dort einzig privilegierten Cunard-Linie zu fahren. Es soll deshalb, wie berichtet wird, in der erwähnten Konferenz„ unter anderm" darüber verhandelt worden sein, inwieweit durch den neuen Handelsvertrag mit Desterreich- Ungarn der Zurückweisung ungarischer Auswanderer, die mit Fahrkarten für die deutschen Linien versehen find, durch die ungarische Regierung entgegengetreten und auch sonst eine Beschränkung der Thätigkeit der deutschen Schiffahrts- Gesellschaften im Auslande verhütet werden kann. Db sonst noch über die Mißhandlung der Auswanderer durch die Handhabung des Kontrollsystems in den deutschen Kontrollanstalten verhandelt worden ist, was für den Reichskanzler recht nahe gelegen hätte, wird nicht verraten. indon Die nordatlantische Dampferlinienkonferenz, die gegenwärtig in Frankfurt a. M. abgehalten wird, beschloß in ihrer heutigen Sizung, den Zwischendeckspreis für ungarische Auswanderer auf 40 M. her abzuseßen. id m Nicht Rok, nicht Reisige. Die Norddeutsche Allgemeine" bezeichnet in einer langen Betrachtung über unsren Parteitag, das heutige militärische Syſtem als„ die sich erste Stüße unsrer monarchischen Staatsordnung". Das entspricht doch ganz und gar nicht der offiziellen Legende, nach der die„ Liebe des freien Mann's" den Fürstenthron stüße wie Fels im Meer. 6 In dem Artikel wird der Socialdemokratie auch der Vorwurf gemacht, sie hätte sich einer schweren Unterlassungsfünde schuldig gemacht, indem sie den Kampf gegen den Alkohol noch nicht in der der„ Norddeutschen" zusagenden Stärke aufgenommen habe. Die Norddeutsche" scheint demnach die Absicht zu haben, dafür zu sorgen, daß in Zukunft nicht wieder socialdemokratische Agitatoren durch Verhaftung und Bedrohung mit Ausweisung aus Preußen an dem Kampfe gegen den Alkohol verhindert werden. Bei ihren Beziehungen dürfte das nicht ohne Wirkung bleiben. Die Einleitung zu den Artikel der„ Norddeutschen" läßt die Vermutung aufkommen, daß sie überhaupt eine positive Förderung der Socialdemokratie für sehr wünschenswert hält. Sie meint nämlich, die Beschlüsse über die Anträge auf antimilitärische Jugendpropaganda und zum Fall Schippel fönnten nicht als positiv fördernde Ergebnisse im höheren Sinne" bezeichnet werden.de Wir erwarten die Vorschläge der„ Norddeutschen" und versprechen eine gewissenhafte Prüfung no se ,, Es giebt viel Dinge" usw. Dem armen H. v. G., der die „ Berliner Zeitung" mit Originalspäßen über den Parteitag in Bremen befruchtet, hat der Parteitag ein neues Rätsel aufgegeben. Der Parteitag hat bekanntlich in die Organisationskommission als Vertreter für Berlin den Genossen Freythaler gewählt. Und das ist nun das Rätsel. Freythaler? H. v. G. tippt sich an die Nase. Freythaler? Hab ich doch noch gar nicht gehört. Und das soll nunt der berufene Vertreter für Berlin sein? Wie kommt man gerade auf den? Ha, ich habs! Hat Guillotine für Schippel präpariert. Nun mehr Art Parteiberühmtheit. Muß man sich also jetzt merken; wird noch Rolle spielen. Ist doch zu dumm von dieser Socialdemokratie, daß da immer wieder Leute auftauchen und was sein wollen, ohne daß H. v. G. ihnen vorher den Stempel der Größe aufgedrückt. In Zukunft also zuvor bei H. v. G. melden! Zu den inkonsequentesten Leuten werden die Socialdemokraten vom„ Berl. Tageblatt" und der Freis. 3tg." geworfen. Das sollen wir dadurch verdient haben, daß eine Versammlung von Gewerbegerichts- Beijihern in Rheinland- Westfalen in einer Resolution die fatultative Verhältniswahl für die Gewerbegericht. verworfen habe, weil sie ausschließlich zu einer Schwächung der modernen Gewerkschaften benutzt werde. will, sondern bezweifeln lediglich, daß er die Stärke besitzen wird, deutscher Flagge fahrenden und aus Hamburg stammenden seine Worte wahr zu machen. Und merkwürdig. sehr merkwürdig: Dampfyacht„ Sabine", die kürzlich vom russischen Konsul in Arendal auch in einzelnen socialdemokratischen Organen zeigt sich unverhohlen in Norwegen angekauft wurde. Das Schiff fährt nun in den der Wunsch nach einem Antikartellgesez. Jedenfalls sucht man Fjorden und Fahrwassern bei Arendal herum, meidet aber die durch Hohn und Spott Herrn Möller und seine Ministerkollegen gewöhnlichen Fahrstraßen. Ein Mann der Besayung hat das Schiff zur That zu reizen. Das geschieht zur selben Stunde, wo der schon verlassen, weil ihm die Fahrten zu sonderbar vorkamen. internationale Socialistenkongreß zu Amsterdam völlig Rußland. Beendigung des Maurerfireits in Warschau. tonsequent durch eine Resolution erklärt, daß die Socialdemokraten aller Länder für eine Antitrust- Gesetzgebung nicht zu haben seien. Und diese Dränger sind nicht etwa einige Zweifler und Revisionisten. Nein, richtige Radikale und wasch= Russisch- Polen, 19. September.( Eig. Ber.) Der allgemeine echte Revolutionäre wollen gleichwie die wild- Maurerausstand in Warschau endete nach mehr als zweiwöchiger gewordenen Philister im bürgerlichen Lager die Dauer mit einer teilweisen Bewilligung der UnterArt an die Institutionen legen, die als Vorstufen nehmer und der Meister. Die Zeit, während der alleiner gefellschaftlich geregelten Produktion wöchentlich die Lohnauszahlung erfolgt, soll fünftighin als effektive gelten müssen." Arbeitszeit bezahlt werden, bisher hatten die Arbeiter gewöhnlich stjops). Darauf antworteten wir durchaus sachlich im letzten„ Wirtschaft- jedesmal auf ihre Entlohnung eine bis zwei Stunden zu warten, lichen Wochenbericht"( Nr. 219 des„ Vorwärts"): die ihnen nicht vergütet wurden. Am Vorabende der Sonn- und Wie es scheint, ist der Sinn des Amsterdamer Beschlusses dem Feiertage wird die Arbeitszeit um eine Stunde weniger dauern Verfasser nicht ganz klar geworden. Die Resolution verlangt nicht, und der Lohn wird um 25-30 Kopelen( 55-65 Pf.) pro Tag daß keinerlei Maßnahmen zur Regelung des Kartellivesens unter- erhöht werden. Im ganzen ist es nicht viel und es ist nommen werden, mag dieses sich gestalten, wie es will; sie wendet nur ein kleiner Teil der ursprünglich verlangten Zugeständnisse, der fich nur gegen die Bestrebungen, durch derartige Gesetze, wie die von den Unternehmern erzwungen werden konnte, aber trotzdem, amerikanische Sherman- Bill, die Entstehung und Ausbreitung der faßt man ins Auge die ganze Situation und veranschaulicht man Trusts oder Kartelle hindern zu wollen. Teutlich heißt es in der sich, daß die tote Saison im Baugewerbe bereits vor der Thür steht, Amsterdamer Resolution,„ daß die socialistischen Parteien aller daß es unter den Warschauer Maurern eine regelrechte GewerkschaftsLänder sich von jeder Beteiligung an Gesetzgebungsversuchen, organisation nach westeuropäischem Muster oder auch nur eine halbwelche das Aufkommen der Unternehmer Verbände zu vers wegs starte Fachorganisation mit einer ständigen Streitkasse, die die hindern oder ihr Wachstum einzuschränken suchen, fernzuhalten Arbeiter ma ise und nicht, wie es der Fall ist, nur die agitatorisch haben." thätigen Genossen umfassen würde, weder giebt, noch, angesichts = Soviel wir wissen, hat aber kein Parteiblatt während des der politischen Bedingungen, geben kann, so kann man auch Hibernia- Konflikts die Forderung einer Verhinderung des Zusammen mit dem erzielten halben Erfolg durchaus zufrieden sein. der Streifenden während des siebzehntägigen schlusses der Unternehmer zu Kartellen erhoben. Die Forderung Die Haltung Obwohl hier eine betraf immer nur die Erweiterung des staatlichen Aufsichtsrechts Kampfes war einfach bewundernswert. oder die Abwehr bestimmter Preistreibereien. Die Stellungnahme neuntausendköpfige, lokal nicht konzentrierte Arbeiter der socialdemokratischen Presse zur Hibernia- Angelegenheit war masse im Stampfe stand, die erst vor kurzem während des ersten so forrett, wie sie nur sein konnte. Weder haben sich unsre Partei- Maurerstreiks im Frühling dieses Jahres in den Kreis der socia blätter durch die Erklärungen Möllers und Kirdors, noch durch die liſtiſchen Agitation gezogen wurde und deren größerer Teil sich bis provozierende Persönlichkeit des Herrn Guttmann" und die„ Klugen auf den heutigen Tag noch aus unaufgeklärten Arbeitern zuſammenTricks" des Herrn Karl Fürstenberg beirren lassen; sie haben setzt, war dennoch die Zahl der Streitbrecher verschwindend klein, ja gleichmäßig die Ungeschicklichkeit der Möllerschen Verstaatlichungs- fogar faum nennenswert. aktion wie die Anmaßung der rheinisch- westfälischen Montan Biel hat dazu allerdings die geschickte Leitung des Warschauer Industriellen und ihrer Alliierten aus der Berliner Hochfinanz Komitees der Socialdemokratie Russisch- Polens und Littauens beigekennzeichnet. getragen, das verstanden hat, durch fast jeden Tag bald hier bald en ins Sort Einen Stich ins Komische erhält nebenbei die Anrempelung noch Sort abgehaltene Versammlungen mit politischen Neden unter freiem dadurch, daß vor ungefähr vier Wochen dasselbe Finanzblatt in Himmel und besonders durch ständig sich wiederholende Straßeneinem„ Hibernia" überschriebenen Artikel meinte:„ Man mag demonstrationen die Streifenden zusammenhalten. bei allen übrigen Unternehmungen die hohen Gewinne mit dem Der soeben beendete Lohnkampf wird zweifellos tiefe Spuren großen Aufwand von Intelligenz rechtfertigen, die zu ihrer Er- auch im politischen Bewußtsein der Warschauer Arbeiterschaft hinterzielung notwendig ist. Beim Kohlenbergbau rückt das und ähnlassen. Die Streifenden fehrten mit ungebrochenem Kampfesmute liches bei weitem in den Hintergrund gegenüber dem hohen Wert, zur Arbeit zurück und versprechen sich schon jetzt von einer folden das, von der Allgemeinheit empfangene, Monopolgefchent hat. genden Ausstandsbewegung bei günstigerer Konjunktur die volle Davon gebührt der Allgemeinheit zum mindesten ein Teil wieder Durchsetzung ihrer Forderungen. zurück. Entweder der Staat bestimmt Maximal- Kohlenpreise oder er stuft die Einkommensteuer für Einkommensteuer für Kohlenbergiverte so ab, daß bei steigender Dividende auch ein steigender Prozentsaz an den Staat fällt." Wir fennen kein einziges Parteiblatt, das sich durch den Hibernia- Streit zu so weitgehenden Forderungen, wie einer Festsetzung von Marimalpreisen und staatlichen Dividenden- Beschneidungen hätte verleiten lassen." Auf diese Zurückweisung seiner unqualifizierbaren Anmaßung antwortet Herr Georg Bernhard im Briefkasten" der letzten Nummer feines Plutus", da er sachlich nichts zu erwidern vermag, mit folgender Schimpferei: " tho Kohlenbergiverkeit Partei- Nachrichten. Die Selbstbezichtigung des Genossen Emmel in Mülhausen i. Elf. hat nicht den gewünschten Erfolg gehabt. In dem Beleidigungsverfahren, das Emmel seiner Zeit gegen Weßbecher angestrengt hatte, ist von zwei Instanzen als festgestellt angesehen worden, daß Weßbecher den Vorwurf des Betruges gegen Emmel zu Recht erhoben habe und Weßbecher ist in diesem Punkte von der Anklage der Beleidigung freigesprochen worden. Darauf hat Emmel gegen sich " X. Y. Z. Daß in der letzten Wirtschaftlichen Wochenschau des Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gemacht und die Einleitung Herrn Tat" der Plutus und meine Person beschimpft und verdäch- eines Strafverfahrens gegen sich beantragt. Jetzt hat er von der tigt und meine Anschauungen über die Kartellgesetzgebung entstelt Staatsanwaltschaft die Mitteilung erhalten, daß die Einleitung des wiedergegeben werden, hat mich nicht gewundert. Eine sachliche Polemit Strafverfahrens als aussichtslos" abgelehnt werde. An Weßbecher lohnt sich schon um deswillen nicht, weil die ausgetrockneten Band- ist auf seine Anfrage in der gleichen Sache eine Zuschrift der Staatswürmer, die Herr„ Tat" allwöchentlich als„ Wirtschaftliche Wochenschau" anwaltschaft gelangt, daß die Strafverfolgung Emmels mangels serviert, weder gelesen noch ernst genommen werden. Allerdings Beweises" eingestellt werde. düntt es mich tieftraurig und entbehrt jedes Stiches ins Komische, Emmel hat darauf beim Oberstaatsanwalt Beschwerde erhoben. daß in einer erstklassigen socialdemokratischen Zeitung ein Ignorant Totenliste der Partei. In Breslau starb der Genosse Wilhelm fich als handelspolitischer Sachverständiger aufspielen darf, dem es weigelt, der schon in jungen Jahren während des Socialistengelegentlich, wie mein Fall zeigt, nicht darauf ankommt, ein bißchen gesetzes für die Partei wirfte, an einer langwierigen Strankheit, die zu fälschen und zu unterschlagen." ihn in den letzten Jahren an der Partei- Arbeit hinderte. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. - Strafhaft durch Untersuchungshaft verlängert. Genoffe Morawski ist, während er eine ihm zuerkannte Gefängnisstrafe in Stattowiz„ verbüßte", anläßlich eines neuen Strafverfahrens nach Beuthen in Untersuchungshaft überführt worden. Diese Unter suchungshaft, welche drei Monate währte, wurde dem Genossen bei Wiederholte Ander neuen Verurteilung nicht angerechnet. träge auf Anrechnung der Untersuchungshaft sind jetzt aus Kattowig telegraphiert wird endgültig abgelehnt. Es soll also dabei bleiben, daß die in diesem Falle gewiß sinnlose Analwendung der Untersuchungshaft dem Verurteilten als eine Extras zugabe zur Strafe verbleibt. Wir verzichten darauf, uns auf das Niveau des Herrn Bernhard zu stellen und im gleichen" Tone" zu antworten. Als Dresdener Parteitag und dem SchiedsErgänzung der vom gericht gelieferten Charakteristik des betreffenden Herrn glauben wir aber diese neueste Probe seiner" Parteimoral" den Lesern nicht vor enthalten zu dürfen. Es hat schon seinen Reiz, einen mit diesem Argument belegten Chronit der Majestätsbeleidigungen. In betrunkenem Zustande Vorwurf der Inkonsequenz aus freisinnigem Munde zu hören. Frei- soll ein Arbeiter in einem Wirtshaus zu Materborn, Kreis Cleve, sinnige Männer sind ja bekanntlich so fonsequent, daß sie alle ihre eine Majestätsbeleidigung begangen haben. Die Straffammer zu politischen Forderungen dort, wo sie die Macht haben, mit größter Eleve verhängte eine Gefängnisstrafe von 2 Monaten über den AnSeelenruhe verleugnen. Freisinnige Politiker sind konsequent für geklagten. Verhandelt wurde bei verschlossenen Thüren. das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht wo sie nichts zu sagen haben, und sie sind ebenso konsequent dagegen, wo sie die Macht haben. Drum sind auch Freisinnige zu allererst be= rufen, andern Leuten Inkonsequenz vorzuwerfen. genommen worden. Husland. Um Dänemarks Neutralität" wie uns In den Schlingen des Vereinsgefezes glaubte die Magdeburger Polizei drei Vorstandsmitglieder des dortigen Frauen- und Der oldenburgische Justizminister hat jetzt die Flucht in die im russisch- japanischen Kriege zu wahren, sollen, wie einzelne Mädchen- Bildungsvereins gefangen zu haben. Die drei Genoſſinnen Deffentlichkeit ergriffen. Er hat eine Erklärung veröffentlicht, in der dänische Blätter meinen, die Polizei- Verfolgungen ihres Vereins, die der Polizei nicht gemeldet war, angeblich öffentsollten je 30 Mart Strafe zahlen, weil sie in einer Versammlung Strafanirages gegen den„ Residenzboten" gezögert hat. Er meint, gegen den japanischen Gesandtschaftsattaché au liche Angelegenheiten erörtert haben. Die Erörterung öffentlicher er sich darüber ausläßt, weshalb er so lange mit der Stellung des dänische Blätter meinen, er habe sich darauf verlassen, daß man ihm in dem ersten Prozesse Berlin veranstaltet worden sein! Daß diese Ver- Angelegenheiten bestand nach polizeilicher Auffassung, die auch das geglaubt habe und erst, nachdem er jegt gesehen, welchen Umfang felgung eine eklatante Verlegung der Neutralität gegen Japan Schöffengericht bestätigte, darin, daß die Vorsitzende zur Beteiligung die Sache in der Presse angenommen habe, habe er die Not- bedeutet, ist klar. Noch bedenklicher wird die Sache dadurch, daß die an einer damals bevorstehenden Arbeitslosenzählung aufforderte, wendigkeit der Stellung des Strafantrags eingesehen. dänische Polizei es duldet, daß in den dänischen Fahr= daß eine Vertrauensperson zur Arbeiterschutzkommission gewählt, und Sonst pflegen Minister empfindsamer zu sein. waffern seit mehreren Tagen Schiffe herum- die Lektüre der„ Volfsstimme" empfohlen wurde. Als vierter Auch der Redakteur Schwehnert ist nun in Untersuchungshaft fahren, von denen niemand als die Eingeweihten llebelthäter" war auch noch der Wirt, in dessen Lokal die Verweiß, welchem 3wede sie dienen, und von denen man sammlung stattfand, in Strafe genommen worden. Das LandEin wenig nachgegeben hat die Sächsische Eisenbahnverwaltung nach allem, was man weiß, annehmen muß, daß sie im Dienste gericht, bei dem die Verurteilten Berufung einlegten, teilte die Ansicht der Polizei und des Schöffengerichts über den Begriff, öffentliche trotz ihrer grundsätzlichen Erklärungen den Wünschen der sächsischen Rußlands im Großen Belt und in den nordischen Fahrwaffern Angelegenheiten" nicht und sprach alle Angeklagten frei. Unternehmer. Sie hat angeordnet, daß Gütern, die sich auf dem herumspionieren. Es ist nämlich ein abenteuerliches Gerücht im Wafferwege befinden, ohne auf diesem weiter befördert werden zu Umlauf, wonach Japan in England Unterseeboote gekauft haben- Singen ist keine Einwirkung auf öffentliche Angelegens können, dieselben Tarifermäßigungen zugestanden werden, wie sie soll, dazu bestimmt, die russische Ostseeflotte in den Grund zu selbstverständlich. Nicht so den Hütern der öffentlichen Ordnung heiten. Das erscheint dem„ beschränkten Unterthanenverstand" von den preußisch- hessischen Staatsbahnen derartigen Gütern zu von den preußisch- hessischen Staatsbahnen derartigen Gütern zu bohren, bevor sie den Atlantischen Ocean erreicht, und man scheint und Sicherheit im preußischen Staate. Der unergründlichen Polizeigebilligt find.tumbl in Rußland so ängstlich und nervös geworden zu sein, daß man weisheit erscheint auch der harmlose Sängertreis als politischer Eine Konferenz von Eisenbahnministern verhandelt in Heidel biefem thörichten Gerede Glauben schenkt. berg über die ersten Schritte zur Anbahnung einer Eisenbahn- dieſem thörichten Gerede Glauben schenkt. Es sind besonders drei Verein, wenn es Socialdemokraten sind, die die Kunst des Gesanges Eisenbahn- Dampfer, die diese Spionage betreiben: Der dänische Dampfer pflegen. betriebsgemeinschaft. Mjölnir", der schwedische Jsbjörnen" und der norwegische Turist". Durch polizeiliche Verfügung war dem Parteigenossen Weber Ein Beitrag zum„ guten Zon". Der Parteitag in Bremen be- Der" Turist" ist fürzlich von den schwedischen Zollbehörden beschlag- Biegsa aufgegeben worden, ein Mitgliederverzeichnis des Männerschäftigte sich gestern mit dem„ Ton" der„ Leipziger Volkszeitung" nahmt worden, weil man aus den Schiffspapieren nicht ersehen gesangvereins zu Rasberg dem Amtsvorsteher einzureichen. P. ist Wir können zu diesem Kapitel einen weiteren Beitrag liefern- dies- nahmt Vorsitzender des Vereins und zugleich auch Vorsitzender des in Rasmal von revisionistischer Seite. Es handelt sich um die Börsen- fonnte, was er eigentlich in schwedischem Fahrwasser zu thun hatte. berg bestehenden socialdemokratischen Vereins. Hierauf stüßte auch Wochenschrift Plutus" und ihren Herausgeber Georg Bernhard. Das Schiff wurde jedoch wieder freigegeben, nachdem den Behörden, der Anitsvorsteher im wesentlichen seine Verfügung. Er meinte in Vielfach find wir in dieser Zeitschrift Auslassungen begegnet, bie wir man weiß nicht was für Aufklärungen gegeben worden waren. einem späteren Bericht an den Landrat, es sei wegen P.3 Stellung vom socialistischen Standpunkt aus für unrichtig oder bedenklich Dieses Schiff hat besonders die Aufgabe, die nördlichen Fahrwasser in der socialdemokratischen Partei, und weil viele Mitglieder des " 17 " Gesangvereins auch dem Socialdemokratischen Verein des Orts an- 1 Leber- Jena: Es ist das zweite Mal, daß ich auf einem Parteitag| immer und immer wieder diskutiert werden. Die hier gegebenen gehörten, zu befürchten, daß der Verein unter dem für Jena Propaganda mache. Jena ist heute nicht mehr der Ort, Anregungen werden zweifellos ihre Wirkung ausüben. Heute morgen Deckmantel der Pflege des Gesanges und der wie vor zehn Jahren. Er hat sich industriell außerordentlich ent- haben wir das Referat uufres ewig jungen Bebel entgegengenommen, Geselligkeit eine Einwirkung auf öffentliche wickelt, und es besteht dort eine Parteibewegung, die allen An- und der Parteitag hat sich im wesentlichen mit seinen Ausführungen Angelegenheiten bezwecke. Genosse P. beschwerte sich auf sprüchen der Genossen gerecht werden kann.( Buruf Bebels: Sehr einverstanden erklärt. Deutlich geht daraus hervor, daß die die wiederholte Aufforderung des Amtsvorstehers beim Landrat, richtig!) Es ist mir gesagt worden: Ach, Ihr in Jena habt ja gar deutsche Socialdemokratie international ist, wie feine socialnachdem die für den Fall der Unterlassung angedrohte Erekutivstrafe fein Geld!( Große Heiterfeit.) Das muß ich ganz entschieden zurück- demokratische Partei irgend eines andern Landes.( Beifall.) Die von 10 und 30 M. polizeilich festgesetzt worden war. Der dritten weisen.( Bravo! und große Heiterkeit.) Das ist eine Beleidigung für verschiedenen Anträge sind nicht zu kurz gekommen. Wir haben Aufforderung hatte der Polizeiverweser die Androhung einer Strafe uns.( Erneute Heiterkeit.) Wir haben die Kosten der letzten Wahl wieder bewiesen, daß die Partei alles, was dem Fortschritt dient, in von 60 M. beigegeben. Der Landrat wies die Beschwerde P.s ab selbst aufgebracht( Bravo!), da werden wir doch auch die Kosten des die Hand nimmt. Die Socialdemokratie ist eben verpflichtet, die und auch der Regierungspräsident zu Merseburg beschied ihn ab- Parteitags aufbringen können( Bravo!). Dann ist mir gesagt worden, führende Rolle in allen solchen Fragen zu übernehmen. Das, was weisend. Nunmehr klagte P. beim Ober- Verwaltungsgericht gegen wir hätten keine Wohnmgen( Heiterkeit). Auch das ist nicht wahr. eigentlich Pflicht des Liberalismus wäre, müssen wir erfüllen, unt den Regierungspräsidenten. Das Ober- Verwaltungsgericht hob den Wir haben über tausend Studenten, die zur Zeit des Parteitages die Stagnation zu beseitigen und dem Fortschritt zum Recht zu verBescheid des Regierungspräsidenten auf und setzte die polizeiliche nicht anwesend find. Dann bekommen Sie also eine Menge schöner helfen.( Sehr wahr!) Verfügung auf Einreichung des Mitgliederverzeichnisses außer Privatwohnungen, besser als Hotelzimmer. Und nun zum Hauptpunkt. So kann man sagen, daß der Parteitag von Bremen in fleißiger Kraft. Begründend wurde ausgeführt: Thatsachen, welche dafür Wir haben seit Jahren ein Lokal, das von der Zeißschen Stiftung Arbeit der guten Sache gedient hat. Neue Gedanken sind ausgestreut, sprechen, daß der Verein im Widerspruch mit dem Statut sich mit einer gebaut ist und den Socialdemokraten zu allen Versammlungen zur die hoffentlich reiche Ernte zeitigen werden. Diejenigen allerdings Einwirkung auf öffentliche Angelege heiten beschäftige, lägen nicht Verfügung steht. Das Lokal, in dem wir hier tagen, hat ja etwas und das trifft die bürgerlichen Parteien, die glaubten, daß vor. Die Forderung, das Mitgliederverzeichnis einzureichen, sei voraus vor allen, in denen in den letzten Jahren Kongresse ab- es hier zu interessanten Auseinandersetzungen kommen würde, haben deshalb nicht berechtigt. gehalten sind. Aber das von Jena ist noch bedeutend ihre Rechnung nicht gefunden. Aber wir können es ja niemals recht schöner und besser.( Zuruf Bebels: Sehr wahr!) Ich bitte machen. Sind wir interessant, dann friegen wir was aufs Dach Sie daher, nach Jena zu kommen. Es geht nicht, daß wir immer( Heiterkeit), und erledigen wir in ruhiger Weise die Geschäfte, dann aus dem Norden nach dem Süden ziehen, umgekehrt müssen wir friegen wir auch was.( Sehr richtig!) Dann sagt man: Wir auch einmal nach Mitteldeutschland ziehen. Nehmen Sie unsren haben geglaubt, Ihr würdet hier Bäume aus der Erde reißen, Antrag einstimmig an.( Lebhafter Beifall.) das ist nicht gesehen, Ihr seid langweilig.( Laute Heiterkeit.) Parteitag der socialdemokratischen Partei Deutschlands. ( Schluß aus der 1. Beilage.) erreichen, dazu Aus Induftrie und Handel. und Dönnecke- Mühlhausen( Thüringen): Jm vorigen Jahre haben In dieser Stimmung können Sie die bürgerliche Presse allerorts Dr. Liebknecht: Ueber die Resolutionen 106 und 107 brauche wir den sächsischen Genossen, vor zwei Jahren den süddeutschen jetzt antreffen. Ginge es nach uns, hätten wir zu entscheiden, so ich kein Wort der Begründung mehr zu verlieren. Ich halte es für Rechnung getragen. Das Gerechtigkeitsgefühl muß Sie veranlassen, würde uns der Weg zu unsren Zielen durch blühendes Gefilde führen, selbstverständlich, daß diese Resolutionen einstimmig angenommen auch mal den Wunsch der Genossen aus Mitteldeutschland, speciell wo Arbeit, Kunst und Wissenschaft uns das Leben verſchönen. Unfre werden. Nur einige Bemerkungen zur Begründung des Bern- aus Thüringen, zu erfüllen. Ich bitte Sie dringend, den nächsten Gegner freilich wünschen, daß unser Weg durch blutige Schlachtfelder steinschen Amendements. Ich habe mich im vorigen Parteitag in Jena abzuhalten.( Lebhafter Beifall.) und über Barrikaden führt.( Sehr richtig!) Aber den Gefallen thun Herbst aus Anlaß der Fälle Krassitow und Sche= Vorsitzender Dich: Ich glaube, es wird in Ihrem Sinne fiegen, wir ihnen nicht. Wir halten es mit unsrem alten Vorkämpfer foldin mit allen in Betracht kommenden daß ich jetzt den Vertretern der verschiedenen in Frage kommenden Friedrich Engels, der da gesagt hat:„ Bei der Gesetzmäßigkeit der deutschen Behörden in Verbindung gesetzt, um Städte der Reihe nach das Wort gebe, damit jeder die Schönheit Socialdemokratie bekommt die Bewegung rote Wangen und dralle deren Auffassung zu erfahren, und habe gehört, daß die feiner Stadt hervorheben kann.( Große Heiterfeit.) Sie werden Lenden." Das ist richtig. Wir kommen sicher in den Socialismus übereinstimmende Auffassung sowohl der Gerichte wie der Kriminal- dann in der Lage sein, sich das Beste wählen zu können. hinein; denn seiner Armee, die nach Millionen zählt, kanıt und Verwaltungsbehörden dahin geht, daß Ausländer nicht( Heiterkeit.) die alte, morsch gewordene Gesellschaft feinen Widers einmal die verfassungsmäßigen Grundrechte, das das Recht der Lehmann- Mannheim: Ich will der Welt nicht das Schauspiel stand mehr leisteit.( Lebhafter Beifall.) Um unser Ziel Wohnung, der freien Persönlichkeit usw. haben, die dem Ein- bieten, daß wir gegenseitig die von uns vertretenen Orte über den zu gehört Agitation, Organisation heimischen, selbst wenn er der größte Verbrecher grünen Klee hinaus loben( Heiterkeit) und beschränke mich darauf, zu feltene Opferfreudigkeit. Diese wollen wir auch bethätigen im ist, ohne weiteres zustehen. Die Behörden sprechen fagen, daß auch wir in Mannheim eine gute und starte Drganisation nächsten Jahre und immerdar. Das bekräftigen wir durch ein drei fich das Recht zu, bei Ausländern Tag und Nacht beliebig Haus- haben, daß wir Lokalitäten besitzen, und daß wir dem Parteitag etwas faches Hoch auf das Blühen und Gedeihen der deutschen Socialsuchungen zu veranstalten, sie zu jeder Zeit zu verhaften, ihnen ihr Gutes bieten können. Ich habe nicht nötig. Mannheim besonders demokratie. Sie lebe hoch!( Die Delegierten stimmen dreimal Eigentum zu nehmen und sie unbegrenzt in Haft zu behalten. Sie herauszuftreichen. Wir haben mit unserm Antrage bis zur Fertig in das Hoch ein und fingen stehend den ersten Vers der Arbeiterdeduzieren nämlich: Wir müssen prüfen, ob jemand ein lästiger stellung unsrer städtischen Festhalle gewartet, jetzt aber glauben wir marseillaise.) Ausländer ist, und dazu sind wir berechtigt, ohne daß uns das Ge- Anspruch darauf zu haben, daß auch Baden mal an Der Parteitag ist geschlossen. setz irgend welche Schranke auferlegt. Angesichts solcher Zustände die Reihe kommt.( Sehr richtig!) Wir müssen auch mal die Schluß 1½ Uhr. müssen wir mit aller Energie die Einführung genügender Garantien füdwestdeutsche Ecke berücksichtigen. Ist das, was über Jena gesagt für Ausländer verlangen. Es muß für Ausweisungen ein ge- worden ist, wahr, dann wird, wenn wir im nächsten Jahre dort ordnetes Verfahren festgesetzt werden. Solche Ausweisungen sind ja tagen, der Parteitag womöglich zu dem Entschluß kommen, für viel schlimmer, als wenn jemand vor den Strafrichter geführt wird. immer in Jena zu fagen.( Heiterkeit.) Schon aus diesem Grunde Gegen das unerhörte, ausbeuterische und erpresserische Verfahren bitte ich Sie, das nächste Mal nach Mannheim zu gehen. Dann richteten vorgestern von der Uebernahme des Bankhauses Robert Bank für Handel und Industrie( Darmstädter Bank). Wir bes der beiden Schiffahrtsgesellschaften müssen wir gerade hier in hätten wir auch nichts dagegen, für immer in Jena zu bleiben. Warschauer u. Co. durch die Darmstädter Bank. Die Verwaltung Bremen aufs schärfste protestieren. Es muß festgestellt werden, daß( Stürmische Heiterkeit.) dieses Instituts beruft jetzt eine außerordentliche Generalversammlung, diese Maßnahmen nicht im geringsten durch die Erklärungen der Löwenstein- Nürnberg( mit Beifall begrüßt): Es bedarf wohl nicht welche über die Erhöhung des Grundkapitals um 22 Millionen Mart Rational- Zeitung", der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" und vieler Worte, um den Antrag der Nürnberger Genossen zu begründen. und die damit zusammenhängenden Statutenänderungen Beschluß des Hamburgischen Korrespondenten" gerechtfertigt sind. Man hat Es versteht sich von selbst, daß die Nürnberger Genossen es sich nicht gesagt, eine Ueberwachung sei aus ſanitären Gründen notwendig. Das nur zur hohen Ehre anrechnen würden, wenn der Parteitag in Nürn- faffen soll, auf den 26. Oktober nach Darmstadt ein. Von diesen fann nicht zutreffen, denn das sanitäre Interesse fann niemals ver- berg abgehalten wird, sondern auch, daß sie alles aufbieten würden, des Bezugsrechts der Aktionäre dem Geh. Kommerzienrat Hugo Attien soll ein Teilbetrag von nominell 8 775 000 M. unter Ausschluß langen, daß Russen, die seit Jahren in Deutschland gelebt haben, um den Vertretern des werkthätigen Volkes den Aufenthalt so andann, wenn sie nach Amerika auswandern wollen, der Untersuchung genehm wie möglich zu machen. Zu beachten dürfte auch die Oppenheim zu Berlin zum Kurs von 120 Proz gewährt werden; der Restbetrag von nom. 13 225 000 m. wird an ein Konsortium unterworfen werden. Es heißt, die Kosten eines event. Rück günstige Lage Nürnbergs als Kongreßort sein. Dazu kommt, zum Kurse von 120 Proz. mit der Verpflichtung begeben, die transportes von Amerika müßten vermieden werden. Deshalb daß die ehemalige freie Reichsstadt Nürnberg des Inter- Kosten der Kapitalserhöhung um diese nom. 13 225 000 wt. bis zum seien die Verträge mit den Gesellschaften abgeschlossen. Auch essanten und Schönen so viel bietet, daß auch aus diesem das trifft absolut nicht zu. bei allen Russen, die nicht vierter Klasse oder Zwischendeck fahren. 1868 tagte in Nürnberg ein Arbeiterkongreß, auf dem es unter der für die restlichen nom. 25 000 M. wird das Bezugsrecht ausDie Untersuchung fällt weg Grunde die Wahl Nürnbergs gerechtfertigt wäre. Schon im Jahre Betrage von 2½ Proz. zu tragen und nom. 13 200 000 M. den alten Aktionären zum Kurse von 125 Proz. zum Bezuge anzubieten; Diese Passagiere sind feuchenfrei, aber die andern sind in jeder Führung seiner Vorkämpfer, namentlich Liebknechts und Bebels, ge- geschlossen. Beziehung verdächtig. Ich sehe auch absolut nicht ein, weshalb, lungen ist, die Harmonieapostel aus dem Arbeiterverein herauszuwenn es sich nur darum handelt, petuniäre Lasten zu vermeiden, drängen, sodaß die massen- und zielbewußten Arbeitervertreter das Harpener Bergbau- Gesellschaft. In der gestrigen Aufsichtsratsabsolut den beiden deutschen Gesellschaften ein Monopol übertragen Feld behaupteten. Für den Parteitag wäre es ein erhabenes Ge- Sigung der Harpener Bergban- Aftiengesellschaft wurde die Bilanz werden soll. Wenn z. B. irgend ein Russe mit einer englischen oder fühl, zu sehen, wie nicht nur aus verhältnismäßig fleinen Anfängen für das Geschäftsjahr 1903/04 festgestellt und beschlossen, der Generalholländischen Linie fahren will und da nicht angenommen die Dreimillionenpartei sich herausgebildet hat, sondern wie auch versammlung, die am 29. Oktober stattfinden soll, die Verteilung wird, so erwächst Deutschland doch keinerlei Verpflichtung. Nürnberg zu einer socialdemokratischen Hochburg geworden ist. einer Dividende von 11 Proz.( 4 Proz. Dividende und 7 Proz. Hier tritt deutlich hervor, daß durch diese Maßnahmen in( Bravo!) Möge sich der Parteitag daher einstimmig für Nürnberg Superdividende) vorzuschlagen. Wirklichkeit lediglich reaktionäre Interessen verfolgt werden sollen. entscheiden.( Beifall.) Einerseits hat man ein lebhaftes Interesse daran, diese großen Horn- Stettin: Bisher ist dem Wunsch der Stettiner, auch mal lich dem Fürsten Donnersmarck gehört, gegen das Rheinisch- westDer Kampf des Hochofenwerkes Krafft in Kontzwick, das bekannt deutschen Unternehmungen im Gegensatz zu den ausländischen zu unter- in Pommern den Parteitag abzuhalten, noch nicht entsprochen worden, fälische Kohlensyndikat gewinnt mehr und mehr an Ausdehnung. stützen: es ist das eine Art Schutzzoll für unfre deutschen Schiffahrts- und voraussichtlich wird es ja wohl auch heute nicht geschehen. Das hauptsächliche Kampfgebiet war bisher derjenige Teil Sachsens, fälische Kohlensyndikat gewinnt mehr und mehr an Ausdehnung. gesellschaften. Auf der andren Seite hat man das lebhafteste Interesse daran,( Heiterkeit.) Um nicht in Vergessenheit zu kommen( Heiterkeit), den das rheinisch- westfälische Roheisensyndikat als seine Domäne auch Väterchen einen Gefallen zu thun. Wenn jemand einen richtigen, stellen wir immer von neuem den Antrag. In Stettin können wir bearbeitet hat. Hier ist es dem Kraffter Werk auch gelungen, mit legitimen Baß hat, mit dem er ohne Gefährdung wieder nach Ruß- Ihnen alles bieten, was Sie beanspruchen können. Wir haben vorgestern einem Sturz der Preise das Syndikat bedeutend aus dem Geschäft zu land zurückkehren kann, so wird er unter Umständen von den eine wunderschöne Fahrt nach Helgoland gemacht. In Stettin können wir drängen. Nun tauchte neuerdings die Version auf, das rheinisch Schiffsgesellschaften mit einem beliebigen Billet abgefunden. Sonst Ihnen ebensolche Fahrt versprechen( Stürmische Heiterkeit) und zwar nach westfälische Kohlensyndikat werde den Kampf zu Gunsten des Roh aber verlangt man, daß er ein Billet nach Amerika nimmt, und der Insel dügen, und ich kann jetzt schon erklären, daß wir auch eisensyndikates entscheiden, indem es dem Kraffter Werk die Kohlen- und wenn er das nicht will, wird er an die Grenze zurücktransportiert. Dafür Sorge tragen werden, daß wir nicht so viel Seekranke haben, Kokslieferung entziehen wird. Der„ Brest. Gen.- Anz." nahm GeDie Leute haben also die Wahl: Entweder Ihr zahlt Lösegeld an wie auf der Fahrt nach Helgoland.( Erneute große Heiterkeit.) Ballin oder aber Ihr müßt nach Rußland zurück und werdet, sofern legenheit, sich an Ort und Stelle über die dadurch entstehende StVors. Dich: Wir kommen zur Abstimmung. Wer in der Ihr Deserteure seid, auf diese Weise in die Gewalt des Zarismus Minderheit bleibt, muß sich schon darauf gefaßt machen, in den tuation maßgebend zu informieren und teilt folgende Auskunft mit: Das Kraffter Werk ist absolut nicht auf das Kohlensyndikat gejagt, mit andren Worten: Entweder ein Extraprofit für nächsten Jahren mal an die Reihe zu kommen.( Seiterfeit.) Ballin oder Liebesdienst für den Zarismus. Daß das Der Parteitag beschließt, den nächsten Parteitag in Jena ab- angewiesen. Es hat bereits seinen Hauptbedarf für 1905 in England eingedeckt. Einmal durch diese Emanzipation vom Kohlens schmachvoll ist, darüber ist kein Wort zu verlieren. Ich zuhalten. Die Geschäfte des Parteitages sind erledigt. syndikat an keinerlei Nücksichten mehr gebunden, ist das Kraffter möchte darauf hinweisen, daß dieselben Behörden, die Vorsitzender Dick: Der Parteitag ist am Schluß seiner gewerk in letzter Zeit dazu übergegangen, das Roheisensyndikat im diesen Auswanderern solche Schwierigkeiten bereiten, die Grenze schäftlichen Angelegenheiten und wir haben alles ordnungsmäßig erHerzen seines eigensten Absatzgebietes zu zu bekämpfen. Das sperrangelweit aufmachen, wenn es sich darum handelt, russische ledigt. Ich glaube nunmehr in Ihrem Sinne zu handeln, wenn ich Werk hat große Abschlüsse nach Süddeutschland gemacht Arbeiter, die für Junker und Großindustrielle billige Arbeit liefern, den Bremer Genossen herzlichsten Dank ausspreche für die liebenseinzulaffen. Man kann also auch anders! Man hat gesagt, es be- würdige Art, mit welcher sie uns empfangen haben.( Lebhafte Roheisensyndikates vollständig werfen werden. und zivar zu Preisen, die den gegenwärtigen Preis des Das Kraffter stehe die Möglichkeit, Abhilfe zu schaffen, da das Auswanderungs- Zustimmung), für das herrliche Parkfest, für den herrlichen Saal, wird Roheisen gesetz dem Reiche das Recht verleiht, die Auswanderer- Agenturen den sie so wunderbar ausgeschmückt haben, und endlich auch für die Rotterdam gehen, mitverfrachtet, und von dort in das rheinische auf eigenen die Erzdampfern, nach zu beaufsichtigen. Aber das ist ja gerade das Standalöse, daß diese prächtige Helgolandfahrt.( Beifall.) Da hat sich wieder einmal ge- Absatzgebiet überführt. Dabei läßt der aus den Kampfpreisen und ganzen Machenschaften vor den Augen und mit Unterstützung der zeigt, daß Seewasser beruhigt.( Große Heiterfeit.) Polizei geschehen. Da kann, wenn nicht die Gesezgebung ein- Geftatten Sie mir eine furze Uebersicht über unsre Geschäfte. der Verfrachtung verbleibende Preis ab Wert dem Kraffter Wert inGestatten Sie mir eine kurze Uebersicht über unsre Geschäfte. folge seiner günstigen Rohstoffeindeckung immer noch einen, wenn greift, nur eine Hilfe kommen, nämlich vom Auslande. Amerika hat Sie haben eine Aenderung der Tagesordnung abgelehnt, und es hat auch bescheidenen Nutzen. Das Werk ist entschlossen, den Kampf auf Ballin und Genossen ja schon einen bösen Schrecken eingejagt, sich gezeigt, daß das gut war, denn sonst w indem es damit drohte, es würden nur noch Personen aufgenommen unserer Zeit ausgekommen. Sie haben darauf sichtet, heut schon das Kraffter Werk zu der pon diesem gemachten Bedingung aufwir kaum mit dieser ausgedehnten Basis fortzusetzen, bis das Roheisensyndikat werden, die auf amerikanischen Schiffen transportiert sind. Die zu bestimmen, was auf die Tagesordnung des nächsten Parteitages nimmt. Diese Bedingung lautet, daß das Syndikat dem straffter Sache ist ja, wenn es sich wirklich um sanitäre Rücksichten handelt, kommen soll. Auch das ist weise gehandelt, denn wir können nicht wissen, werk als Beteiligungsziffer dessen volle Produktion so leicht zu beseitigen: es braucht nur eine Kontrolle von Reichs was bis zum nächsten Jahre alles passiert. Wir haben sodann die Berichte wegen eingeführt und das Monopol der beiden Gesellschaften auf des Vorstandes und der Kontrollkommission entgegengenommen, die au billigt. gehoben zu werden. Diese unerhörte Verquickung der Profitinteressen im allgemeinen gut lauteten, und ich glaube, wir sind beiden einzelner Gesellschaften mit der Ausübung obrigkeitlicher Befugnisse Körperschaften für Ihre Mühewaltung tiefen Dank schuldig.( Beifall.) ist es ja, gegen die wir in erster Linie Front machen müssen. Das Unangenehm war nur die Mülhausener und Bielefelder Affaire. ist das Skandalöse an der Sache! Nehmen Sie die Anträge ein- Aber nachdem das hier öffentlich gerügt ist, wird hoffentlich die Kontrollstimmig an und dokumentieren Sie dadurch, daß es nach unsrer fommission sich mit derartigen Dingen nicht wieder zu befassen Auffassung genug ist der Liebedienerei und Kriecherei vor dem haben.( Sehr gut 1) Auch mit der Thätigkeit der Reichstagsfraktion Barismus, und daß wir nicht wünschen, daß das Ausland mit Fingern hat sich der Parteitag im allgemeinen einverstanden erklärt. erteilung in Alters-, Invaliden-, Kranken- und Unfallversicherung, auf uns weift. Es ist Pflicht der Socialdemokratie, den russischen Der Fall Schippel ist nun hoffentlich erledigt. Die jetzige Situation gewerblichen Streitigkeiten( aus dem Arbeitsverhältnis), Fabrik- und Genossen, soweit es die deutschen Geseze zulassen, Hilfe zu leisten. wird Schippel veranlassen, vorsichtiger zu werden. In der Frage: Gewerbe- Inspektion( Arbeiterschutz) und auf dem Gebiete der CivilDie einstimmige Annahme der Anträge wird dazu dienen, sie als Brotzölle oder nicht, da giebt es nur ein Entweder, oder!( Sehr prozeß- Ordnung nach wie vor nur auf unserm Sekretariat( Berliner einmütige Ueberzeugung der deutschen Socialdemokratie zum Aus- richtig!) Das wird sich Schippel hinter die Ohren schreiben, und ich Gewerkschaftskommission) an jedermann, männlich und weib. druck zu bringen.( Beifall.) glaube, wir werden nicht noch einmal über einen solchen Fall zu sind. Gewerkschaftliches. Achtung! Gewerkschaften! Auf die vielfachen Anfragen erwidern wir, daß die Auskunftss Bernstein: Ich bin gebeten worden, mit einigen Worten der verhandeln haben. Die Organisationsfrage war, wie die vielen lich, völlig unentgeltlich von den Sekretären geschieht. Alle Dänenpolitik zu gedenken und der skandalösen Abschiebung von Be- Anträge beweisen, allmählich zu einer brennenden geworden. andern Auskunfts- Bureaus haben mit der Berliner Arbeiterschaft wohnern Nordschleswigs, deren Eltern schon auf deutschem Boden Wir glauben, daß die Kommission die Angelegenheit in nichts gemein. Die Auskunftserteilung erfolgt an den Wochentagen Yebten, die aber ausgewiesen wurden, weil sie nicht naturalisiert befriedigender Weise lösen und daß sie neue Stufen hauen wird, auf vormittags von 11 bis 12% Uhr und nachmittags von Auch gegen diese skandalöse Aufenthaltsbeschränkung pro- denen wir weiter und höher emporsteigen können.( Beifall.) Auch testieren wir durch unsre Resolution, um deren einstimmige Annahme die Frage der Maifeier fand eine befriedigende Lösung. In der 6 bis 7 Uhr. Wir ersuchen höflichst, die veränderte Bureauich Sie bitte. Frage der Kommunalpolitik, einem der schwierigsten Gebiete, ist es zeit zu beachten. Damit schließt die Debatte. vorläufig durch die Annahme der Resolution Lindemann zum Abschluß gekommen. Aber diese Frage wird nicht ruhen. Da sie so aktuell ist und so tief eingreift in alle unsre politischen Maßnahmen, wird sie Der Antrag 106 wird mit der Resolution Bernstein- Bebel einstimmig angenommen, Antrag 107 ist durch diese Beschlußfassung erledigt. Weitere Anträge liegen nicht vor. Der Parteitag schreitet zur Wahl des Ortes für den nächsten Parteitag. Die hierzu gestellten Anträge 113, 115, 116 und 117*) werden unterstügt, 112 und 114 dagegen nicht. 115. Parteigenossen in Mannheim beantragen, den nächsten Parteitag in Mannheim abzuhalten. 116. Parteigenossen in Nürnberg beantragen, den nächsten Parteitag in Nürnberg abzuhalten. 117. Parteigenoffen in Stettin und der Provinzialparteitag *) 113. Parteigenossen in Jena besutragen, den nächsten Partei- von Pommern beantragen, den nächsten Parteitag in Stettin abtag in Jena abzuhalten. zuhalten. Sonntags ist das Bureau geschlossen. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. Berlin und amgegend. Ueber die Stellungnahme der Metallindustriellen zum Streit der Drüder und Gürtler berichtet die Arbeitgeber- Zeitung": Die Vereinigung Berliner Metallwaren- Fabri tanten hatte in dieser Woche zwei außerordentliche Generalversammlungen einberufen, um zu den Forderungen der Drücker, Gürtler und Schleifer Stellung zu nehmen. In der Versammlung am 20. d. Mts., welche von ca. 140 Firmen besucht war, wurde| Betriebe zurück, wo er als Fettschmelzer thätig war. Er beanspruchte| gefordert. Die Bewegung der Schlächtergesellen ist nun in vollem Gange. Den Meistern sind mit der Bitte, sich darüber innerhalb acht Tagen nach Empfang der Zuschrift zu erklären, folgende Forderungen zu= folgende gegangen: 1. Abschaffung der Sonntagskündigung und Entlassung und Verlegung der Kündigung auf Mittwoch zwischen 2 und 4 Uhr nachmittags. 2. Die Arbeitsvermittelung erfolgt durch den Arbeitsnachweis Dragonerstr. 15, Hof links 1 Tr., und ist für Meister und Gesellen unentgeltlich. 8. Junehaltung der gesetzlichen Sonntagsruhe, resp. nur dreistündige Sonntagsarbeit. 4. Einführung der zwölfstündigen täglichen Arbeitszeit ein schließlich der Essenspausen. Stunde. " " 13 Bei Accordarbeit foll ein tüchtiger Arbeiter. bekannt gegeben, daß einer Anzahl größerer Fabriken Forderungen deshalb von der Fleischerei- Berufsgenossenschaft eine Unfallrente. mindestens den festgesezten normalen Tagelohn erreichen können zur unterschriftlichen Anerkennung vorgelegt seien, die sich mit den Der Unfall batte darin bestanden, daß ein andrer Arbeiter durch ohne Ueberzeitarbeit. Für weniger leistungsfähige sowie für sehr vorjährig gestellten Forderungen decken. Die Versammlung war der unvorsichtiges Umstoßen die Thür eines Kohlentippewagens zum junge oder alte Arbeiter sind jeweilen besondere, von der festgesetzten Ansicht, daß diese Forderungen nicht bewilligt werden können und Aufspringen gebracht hatte und daß Kläger durch die aufklappende Norm unabhängige Löhne zu vereinbaren. In jedem Betrieb soll faßte folgende Resolution: Thür zu Boden gestoßen wurde, wo er ohnmächtig liegen blieb. Nach jedenfalls die Mehrzahl der beschäftigten Arbeiter aus solchen Leuten " Die am 20. September cr. im Saale der Börse tagende einigen Tagen fonnte er die Arbeit wieder aufnehmen. Schenk be- bestehen, welche den normalen Tagelohn verdienen. Bei gleicher Generalversammlung der Versammlung der Berliner Metall- hauptete nun, die epileptischen Anfälle, an denen er leidet, seien das Leistungsfähigkeit sind vorzugsweise solche Arbeiter zu beschäftigen, waren- Fabrikanten beschließt, zu morgen, den 21. cr., eine zweite erste Mal etwa ein halbes Jahr nach jenem Unfall aufgetreten und welche im Stanton oder dessen unmittelbarer Umgebung wohnen. Generalversammlung einzuberufen zwecks Beschlußfassung über hingen ursächlich damit zusammen, seien entschädigungspflichtige Vorbehalten sind die Vorschriften die Vorschriften über Beschäftigung bon folgenden Antrag: Falls die Gürtler und Schleifer Folgen eines Betriebsunfalles. Arbeitslosen. Sodann wird weiter vorgeschrieben, daß sämtliche bei einzelnen Mitgliedern die Arbeit nieder- Die Berufsgenossenschaft lehnte es ab, Sch. eine Rente zu ge- Arbeiter durch ihre Meister gegen Unfall zu versichern Tegen, sind am 22. d. M. 50 pCt. und am Donnerstag währen, indem sie bestritt, daß die Epilepsie auf den Unfall zurück- find, worüber die Behörde die Kontrolle üben wird. Bei der Verin acht Tagen, den 29. d. M., weitere 20 Proz. der zuführen sei. Das Schiedsgericht zu Merseburg erkannte jedoch gebung von Arbeiten sind die zwischen den Meistern und Arbeitern zur Beit in den Betrieben der Vereinigung beden ursächlichen Zusammenhang zwischen der Strankheit und dem getroffenen Vereinbarungen über die Arbeitszeiten und Löhne maßfchäftigten Arbeiter zu entlassen. Die Versammlung Unfall an und verurteilte die Berufsgenossenschaft zur Renten gebend. Wo zwischen Arbeitern und Meistern keine solche Ver bedauert, aus formalen Gründen diesen Beschluß nicht schon heute gewährung. einbarung erzielt werden kann, bestimmt die vergebende Behörde die fassen zu können." Auf den Rekurs der Berufsgenossenschaft kam dann die Sache Dauer der Arbeitszeit und die Tagelöhne, welche als GrundIn der darauf folgenden Versammlung am 21. cr. wurde mit vor das Reichs- Versicherungsamt. Dieses erhob noch lage für die ausgeschriebene Leistung zu betrachten find. allen gegen eine Stimme die sofortige Entlassung von 50 Proz. einmal Beweis. Ein Zeuge bekundete, daß Kläger bereits drei Der Behörde, welche eine Arbeit zu vergeben hat, steht das der Arbeiter und von weiteren 20 Proz. in acht Tagen beschlossen. Wochen nach dem Unfall den ersten Krampfanfall bei der Arbeit Recht zu, durch einen Beamten das Innehalten der vereinbarten Der Streit der Luguspapierarbeiter und Arbeiterinnen dauert bekommen habe. Es wurden auch Zeugen darüber vernommen, ob Arbeitszeiten und Tagelöhne seitens der Meister überwachen zu unverändert fort. Bis jetzt haben sich die Fabrikanten noch nicht Kläger ein Trinker sei. Einige meinten, erheblich hätte er nicht lassen und lettere sind verpflichtet, die zur Ausübung einer solchen zur Anerkennung der Organisation ihrer Arbeiter bequemen fönnen, getrunken. Der Geschäftsführer Klockau dagegen fand, daß Schent Stontrolle erforderliche Auskunft zu geben. Wenn ein Meister bei obwohl der Vorsitzende ihrer Vereinigung geneigt ist, diese selbst besonders schlimm trinte. Die Krampfanfälle wären wohl immer der Ausführung öffentlicher Arbeiten oder Lieferungen den hinsichtlich verständliche Voraussetzung zweckmäßiger Einigungsverhandlungen darauf zurückzuführen, wenn Kläger an den Tagen vorher viel der Arbeitszeit und der Normallöhne eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen. Gestern vormittag hat eine Unterredung zwischen dem trinke. Er habe ihn deshalb öfter verwarnt. nicht nachkommt, so ist er durch die vergebende Behörde Borfizenden der Vereinigung chromolithographischer Anstalten, Fabri- Professor Dr. Brahmann, der in einem Gutachten für die Vor- erstmals zu verwarnen. Jm Wiederholungsfalle kann ihm durch fant Hellriegel, und dem Bevollmächtigten Brückner vom Buchbinder- instanz gesagt hatte, Epilepsie„ könne" auf Unfälle, wie den des den Regierungsrat die Weiterführung der bereits begonnenen verband stattgefunden, in der sich Herr Hellriegel für seine Person bereit Klägers, zurückgeführt werden, wurde vom Reichs- Versiche Arbeiten entzogen werden und er ist jedenfalls auf die Dauer von erklärte, Einigungsverhandlungen mit den Mitgliedern der Lohn- rungsamt noch einmal speciell befragt. Er antwortete, 1-5 Jahren von der Betverbung um Arbeiten oder Lieferungen für tommission unter Hinzuziehung des Vorsitzenden der Zahlstelle des auch im vorliegenden Falle müsse mit im vorliegenden Falle müsse mit der Möglichkeit" öffentliche Verwaltungen auszuschließen. Buchbinderverbandes anzubahnen. Am Nachmittag lief jedoch im des ursächlichen Zusammenhanges mit dem Unfall ge- Schließlich sei erwähnt, daß die Frage, ob der Zuschlag der Bureau der Buchbinder die Nachricht ein, daß die Fabrikanten rechnet werden. Ob aber eine große Wahrscheinlichkeit", eine billigsten Offerte gegeben oder das sogenannte Mittelpreisverfahren derartige Verhandlungen nach wie aban Gewißheit grenzende Wahrscheinlichkeit gegeben sei, acceptiert werden soll, in dem Sinne gelöst wurde, daß der Zuschlag Iehnten. Vermutlich werden die vom Streit betroffenen fönne er nicht entscheiden. Er empfehle die Aufnahme des Klägers nach billigem Ermessen demjenigen Angebot zu erteilen ist, welches Firmen nun versuchen, ihre, größtenteils sehr drängenden Arbeiten in in die Universitätsklinik zu Halle. Kläger wurde dann auch dort die Gewähr für die Leistung einer meisterhaften und vorschriftsandern Fabriken herstellen zu lassen. Dadurch kann, da die nicht beobachtet und behandelt. Einen Krampfanfall erlitt Schent nicht gemäßen Arbeit bietet. am Streit beteiligten Arbeiter und Arbeiterinnen der Luruspapier- während der Behandlung in der Anstalt. Auf Grund des vor- In der dem Entwurf beigegebenen Begründung wird hinsichtlich branche beschlossen haben, wie es ja selbstverständlich ist, teine liegenden Materials und der Beobachtung kamen die Aerzte der der Fürsorge für die Arbeiter ut. a. gefagt:„ Die öffentliche Ver Streitarbeit zu verrichten, der Kampf eine weit größere linit zu der Ueberzeugung, daß die Möglichkeit bestehe, daß die waltung darf es, das ist der Grundgedanke, der hier zum Ausdruck Ausdehnung annehmen. Die Organisation der Arbeiter ist darauf epileptischen Anfälle des Klägers auf vieles Trinten zurück- gebracht werden soll, nicht zulassen, daß bei den für sie bestimmten vorbereitet. Die erste Streitunterſtügung ist gestern ausgezahlt zuführen seien, womit man wegen der Aussage des Arbeitgebers Arbeiten die Arbeiter unter gesundheitsschädlichen oder sonst drückenden worden. Morgen vormittag findet im Gewerkschaftshaus eine Ber- bezw. Geschäftsführers) Klockau rechnen müsse; aber auch Arbeitsbedingungen leiden." fammlung der Streifenden statt. die andre Möglichkeit sei vorhanden, daß die epileptischen Anfälle Es bleibt nun abzuwarten, in welcher Form der Entwurf mit dem Betriebsunfall ursächlich zusammen hingen. Es sei ummög- schließlich als Gesetz aus dem Schoße des Großen Rates hervorgehen lich, jetzt noch zu entscheiden, welche von den beiden Möglichkeiten wird. Die Mittelstandsleute und Großkapitalisten, die in demselben mehr in Betracht komme. die große Mehrheit bilden, haben wiederholt schon ihre Fähigkeit bes Das Reichs- Versicherungsamt hob das Urteil des Schiedsgerichts wiesen, aus einer guten Borlage ein schlechtes Gesetz zu machen. wieder auf und wies den Kläger mit seinem Rentenanspruch endgültig ab. Um einen Anspruch zu begründen, müßte mindestens Ungültige Sanitäts- Polizeiverordnung. Eine Polizeiverordnung die an Sicherheit grenzende 23 ahrscheinlichkeit" eines vom 1. August 1887 verbietet den an Diphtheritis erfrankten Ber ursächlichen Zusammenhanges mit dem Unfall dargethan sein, sonen, sich ohne polizeiliche Erlaubnis von einem Drt nach einem während man hier nach dem Gutachten über die Möglichkeit" andern zu begeben. Das an Diphtheritis leidende Dienstmädchen eines solchen nicht hinauskomme. Die Möglichkeit genüge nicht. Faßbinder hatte ohne Erlaubnis der Polizei seinen Dienstort verlassen und seine Eltern int Remscheid aufgesucht. Gewerbliche Rechtsprechung in Oberschlefien. Die sprichwörtliche Die sprichwörtliche Sie wurde deshalb in zweiter Instanz wegen Uebertretung jener Rückständigkeit des oberschlesischen Industriegebietes in socialen Verordnung zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Landgericht erklärte Dingen findet charakteristischen Ausdruck auch in der Rechtsprechung die Verordnung für rechtsgültig, weil sie im Interesse der öffentlichen 5. Bezahlung der notwendigen Ueberstunden mit 50 Pf. pro dieser Gerichte, die Verweigerung der Auszahlung rückständigen als Revisionsinstanz hob das Urteil indessen auf und sprach die Ans So ist es ständige Braris Gesandheitspflege erlassen sei. Der Straffenat des Kammergerichts 6. Zahlung eines Mindestlohnes von 10 M. wöchentlich neben ohnes bei unbefugtem Verlassen der Arbeit ohne weiteres als geklagte mit folgender Begründung frei: Durch das Sanitätsreglement Kost und Logis. gerechtfertigt zu erklären. Die Gewerbe- Ordnung sagt aus von 1885 sei der Kreis der Krankheiten, gegen welche UeberwachungsIhn durch Polizeidrücklich, daß solche Lohneinbehaltung als maßregeln erlaubt seien, fest umschrieben. Schadensersatz Dem Verbande sind bereits eine große Anzahl von Be für widerrechtliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses nur dann berordnung zu erweitern, sei unzulässig. Diphtheritis sei im willigungen zugegangen! gestattet ist, und zwar nur in Höhe Sanitätsreglement nicht genannt, die Polizeiverordnung vom der für den einen gekündigt hatte, um dadurch die Abschaffung der Sonntags- war, im andern Falle aber der Arbeitgeber nur im Wege besondrer sonen Beschränkungen unterwerfe. schlachtungen zu erzwingen. In einer Versammlung, die am Freitag- Klage Entschädigung wegen rechtswidrigen Verlassens der Arbeit abend im Elysium stattfand, wurde die Streikankündigung der vom Arbeiter fordern darf. Darum fümmern sich die oberschlesischen Eingegangene Druckfchriften. Christlichen für ein Schein manöver erklärt; der Streit habe keine Gewerbegerichte gar nicht, sondern sprechen einfach den Arbeitgebern der Waldemar Mitscherlich. Entstehung das Recht zu, den fälligen Lohn in Höhe eines Wochenverdienstes moralische Berechtigung, nachdem die Innung sich principiell gegen einzubehalten, wenn nach der Ansicht bes Gerichts die Arbeit un- bewegung. Preis 1 M. Berlin 1904. Puttkammer u. Mühlbrecht, FranzöſiſcheSonntagsschlachtungen erklärt habe. Die Junung weiß nun ftraße 28. ganz genau, wie sie mit den christlichen Bundesbrüdern fertig wird: befugt berlassen wurde. Kürzlich verließen eine Anzahl Maurer in Dr. Heinz Potthoff. Die Organisation des Privatbeamtenstandes. fie erkennt deren Forderungen„ principiell" an, um in der Praxis Kattowitz ihren Bau um 6 Uhr abends, weil sie nicht mehr bis 61 Uhr 35 Seiten. Herausgegeben vom Deutschen Brennmeister. arbeiten wollten. Am andern Morgen wurden sie vom Unter- Bunde, Schönhauser Allee 411 a, III. nehmer entlassen, die Auszahlung des rückständigen Lohnes aber Oskar Pariffins. Genossenschaftliches für Gewerbetreibende 2c., auch Mit dem Centralverband der Fleischer dürfte fie weniger bequem verweigert. Die Klage der Maurer auf Zahlung des Lohnes wurde etwas über Bürgen und Bürgschaften. Preis 20 Pf. Grunewald- Berlin 1904. fertig werden! Der Streit der Glasschleifer. Die Vereinigung der Glas- Unrecht die Arbeit verlassen hätten und daher dem Beklagten als vom Gewerbegericht in Kattowitz zurückgewiesen, da die Kläger zu A. Troschel, Gillstraße 5. Entschädigung für jeden Tag der gesetzlichen Arbeitszeit bis zu einer Letzte Nachrichten und Depefchen. mit den Vertretern der Streitenden vor dem Woche der Betrag des ortsüblichen Tagelohnes zustehe. Und dabei Einigungsamt des Gewerbegerichts zu verhandeln, rechnete das Gericht dann nicht etwa den sechs fachen Betrag des sich jedoch ohne Mitwirkung des Einigungsamtes zu Tagelohnes für eine Arbeitswoche, sondern den siebenfachen verhandeln bereit erklärt. Drei von den Firmen, die die Forde einer Kalenderwoche dem Unternehmer als Entschädigung an! rungen unterschriftlich anerkannt hatten, haben diesen mit der Da sich der Unternehmer auch weigerte, den Arbeitern EntlassungsArbeiterorganisation geschloffenen Vertrag gebrochen, um scheine zu geben, auf welche sie ja gesetzlichen Anspruch haben und Mitglied der Unternehmerorganisation zu werden. Die Arbeiter ohne welche sie in Oberschlesien von andern Unternehmern nicht bedieser Firmen haben sofort und einmütig die Arbeit wieder nieder- fchäftigt werden, flagten sie dann auch wegen Erteilung dieser Scheine, Römlinge und Freidenker. gelegt. Wenn Unternehmer in dieser Weise vertragsbrüchig werden, wurden vom Gewerbegericht aber auch mit dieser Klage abgewiesen, Rom, 24. September.( B. H.) Wie bereits berichtet, findet der kann man es den Streifenden nicht verdenken, wenn sie auf eine wobei der Vorsitzende ihnen erklärte, sie sollten zu dem Beklagten nächstjährige Freidenker- Kongreß in Paris statt. Für 1906 find Festlegung ihres Tarifs vor dem Einigungsamt bestehen. Uebrigens wieder in Arbeit gehen!" Barcelona und Buenos Aires in Aussicht genommen. Der Vatikan Halten die Streifenden einmütig im Kampfe aus. Auch scheint es Das Gewerbegericht in Zabrze wies die Klage eines Maurers ist entrüstet über den Erfolg des Kongresses und bereitet eine Protestnicht an Unterstützungsmitteln zu fehlen. Die Streifunterſtügung ist wegen fündigungsloser Entlassung ab, nachdem der beflagte Maurer- note an die katholischen Regierungen vor. erhöht worden und auch ein Mietszuschuß ist zum 1. Oktober in meister erklärt hatte, der Kläger heze die andern bei Aussicht genommen. ihm beschäftigten Arbeiter auf, und zum Beweise dafür Russische Beamtenwirtschaft. ein Flugblatt des Maurerverbandes vorlegte, das zur London, 24. September.( B. H.) In Petersburger MilitärDer Streit. der Bauschlosser und Konstruktionsarbeiter in Leipzig Organisation auffordert und vom Kläger zugestandener- treisen hat die Enthüllung, daß durch die Schuld eines höheren dauert unverändert fort. Es sind noch 240 Mann im Ausstande; maßen in der Arbeitspause an die Kollegen verteilt worden war. Verwaltungsbeamten viele Torpedos anstatt mit Pulver mit Sand 215 arbeiten in 48 Betrieben zu den neuen Bedingungen. Die In der schriftlichen Urteilsbegründung heißt es wörtlich: gefüllt waren, peinlich berührt. 17 Waggons waren mit solchen Firma Fritsche hat sich hilfesuchend an verschiedene Regimenter Durch die Verteilung des Flugblattes hat Kläger unter den Torpedos gefüllt. Die Herstellung eines mit Pulver gefüllten Torinner- und außerhalb Leipzigs um Zuweisung von Arbeitskräften Arbeiten des Beklagten unzufriedenheit mit dem Zwecke der Erpedos toftet 600 Rubel. gewandt. Aber auch diese Hoffnung der Unternehmer wird zu reichung besserer Arbeitsbedingungen unter Her Schanden werden. Ein Teil der bis jetzt entlassenen Reservisten haben, vorrufung einer Streitbewegung zu erregen, also die Der Nachfolger Blehwes und die Breffe. nachdem sie von den Streifenden über den Sachverhalt aufgeklärt Mitarbeiter zu Handlungen zu verleiten versucht, Wilna, 24. September.( W. T. B.) Bei ement Empfange worden waren, sofort die ihnen ausgehändigten Arbeitszettel für die welche gegen die guten Sitten verstoßen. Beklagter von Vertretern der Presse hielt der Minister des Innern, Swiato Firmen Fritsche und Mosenthin zerrissen. war somit auf Grund§ 123 Biffer 7 der Gewerbeordnung berechtigt, polfmirsky, eine Ansprache, in welcher er die große Bedeutung der Das Arbeitsverhältnis ohne Innehaltung einer Kündigungsfrist zu Presse, besonders der Provinzialpreffe, betonte; er fei stets der lösen." Ansicht gewesen, daß eine Presse, die aufrichtig den Da eine Berufung gegen solche unerhörten Urteile an eine höhere wahren Bedürfnissen der Bevölkerung diene, Instanz nicht möglich ist, so ist es notwendig, folche Rechtsprechung" einen enormen Nuben stiften könne und die Reweiteren Streifen bekannt zu geben, um dadurch vielleicht eine beffre gierung in ihrer schweren Aufgabe unterſtüße." Ich war stets ein Beachtung der bestehenden Geseze seitens der oberschlesischen Herren Freund der Provinzialpresse," so schloß der Minister;" wenn sie Gewerberichter zu erreichen. offen, aufrichtig und wohlgesinnt wahre Bedürfnisse zum Ausdruck bringt, werde ich auch fernerhin ihr Freund bleiben."( Was Die gesetzliche Regelung des Submissionswesens in der Schweiz. der Minister unter den wahren Bedürfnissen der Bevölkerung ber= beschäftigen sich in der Schweiz seit Jahren die Arbeiter und die gefinnt"" die Regierung in ihrer schweren Aufgabe" zur brutalen Mit der Frage der gesetzlichen Regelung des Submissionswesens steht, zeigt zur Genüge der Hinweis darauf, daß die Presse wohlUnternehmer, deren Forderungen in den meisten Punkten mehr oder Unterdrückung des russischen Voltes unterstützen soll; nur dann weniger weit auseinandergehen und die mur einig sind in der Be- bleibt er ihr Freund. Eine echte und rechte Ministeransprache, wie fie nicht nur in Rußland üblich ist. D. R.), tämpfung der Schmuskonturrenz. Die gefeßliche Regelung des Submissionswesen wird für Ge Die Gigarrenarbeiterinnen Londons find in einen Ausstand gemeinden, Kantone und den Bund angestrebt. Gegenwärtig liegt ein Amerikanische Kultur auf den Philippinen. treten. Der Ausstand ist fast allgemein. Der Fabrittrust war bis- Entwurf der Basler Regierung vor, während im Kanton Zürich noch New York, 24. September.( B. H.) Nach einer der World" her ohne Erfolg bemüht, neue Arbeitskräfte zum Ersatz für die die Vorberatungen unter Zuzug von Vertretern der Arbeiter und zugegangenen Privatmeldung aus den Philippinen haben amerika Streifenden zu beschaffen. Es besteht die Absicht, falls die Unter- der Unternehmer im Gange sind. Der Basler Gesezentwurf fezt nische Soldaten 250 Moros getötet. nehmer nicht bald nachgeben, an die Arbeiter der übrigen Branchen die Minimalsumme für die Vergebung öffentlicher Arbeiten auf einen Aufruf zu erlassen, sich mit den ausständigen Cigarren- 5000 Frank fest und sieht die Zulässigkeit der Beschränkung der Kopenhagen, 24. September.( W. T. B.) Professor Finsen, der arbeiterinnen solidarisch zu erklären und gleichfalls in den Ausstand Bewerbung auf das Gebiet des Kantons Baselstadt vor. Nur solche Erfinder der Licht- Therapie( des Finsen- Verfahrens) ist heute nachau treten. Meister und Unternehmer erhalten öffentliche Arbeiten zur Ausführung, mittag gestorben. eines durch8urüdgehuft ist der christliche Bund der Fleischergesellen, schnittlichen Wochenlohnes, wenn das vorher ausbebungen 1. Auguſt 1887 also ungültig, soweit sie diphtheritiskrante Pers auf dieselben zu pfeifen! schleiferei- Besitzer Berlins und der Vororte hat es abgelehnt, Deutsches Reich. Eine neue Aussperrung scheint in Pirmasens bevorzustehen. Dort ist in der Koppschen Schuhfabrik ein Konflikt ausgebrochen, der den Verein deutscher Schuhmacher veranlaßte, die Sperre über die Fabrik zu verhängen. Nach der nationalliberalen Pirmasenser Beitung" beabsichtigt nun der Fabrikantenverein, die Schließung der Fabriken vorzunehmen, wenn die Sperre über die Koppsche Fabrit nicht aufgehoben wird. Husland. " Die Steinhauer- Aussperrung in Bohuslân. Der bei den letzten Verhandlungen von den Unternehmern gemachte Einigungsvorschlag ist durch Urabstimmung der Ausständigen mit 793 gegen 19 Stimmen abgelehnt worden. Der große Kampf in der Steinindustrie an der Westküste Schwedens dauert also fort. Soziales. Berlin 1904. deutschen Frauen Ein neuer Bilfe- Roman. Wien, 24. September.( B. H.) Jm Wiener Verlag erscheint demnächst ein neuer Roman des Lieutenants Bilse unter dem Titel: Lieb Baterland". " welche den Vorschriften über die Fürsorge für die Arbeiter Genüge leisten. New York, 24. September. Bei Newmarket( Tennessee) stieß Die Weitervergebung von Arbeiten an andre Unternehmer in Unter- heute ein von Snorville nach Salisbury in Nordkarolina abgegangener accord ist nicht gestattet. Der letzte Abschnitt ist der Fürsorge für Personenzug mit einem andern Personenzug zusammen. Durch die Wahrscheinlichkeit und Möglichkeit im Streit um die Unfallrente. Die Arbeiter" gewidmet. Zunächst wird für jede Berufsart der Ab- Getvalt des Zusammenstoßes wurden drei Wagen beider Züge, von Der Fleischer Schent aus Halle an der Saale führte fein schluß von für öffentliche Arbeiten geltenden Vereinbarungen denen der erstere start besetzt war, zertrümmert. Man spricht von epileptisches Leiden auf einen Betriebsunfall in einem Halleschen( Tarifvertrag) zwischen den Arbeitern und den Meistern fünfzig Toten und 75 Verwundeten. Verantw. Redakteur: Franz Rehbein, Berlin. Inferatenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 226. 21. Jahrgang. Parteitag 1. Beilage des„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 25. September 1904. der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Bremen, den 24. September 1904. Fünfter Verhandlungstag. Vormittags- Sigung. Ebert eröffnet um 9 Uhr die Sigung mit der Verlesung eines Begrüßungstelegramms der Bromberger Genossen. Dem Bureau sind zwei Flugblätter zur Verteilung an die Delegierten zugegangen, das eine vom Kartell der lokalorganifierten Gewerkschaften Hamburgs und Umgegend, das andre von Theobald Courtois Mülhausen. Das Bureau lehnt die Verteilung dieser Flugblätter ab. D Der Parteitag tritt in die Tagesordnung ein: Der internationale Kongres in Amsterdam. Referent Bebel: leicht zu Mißverständnissen Anlaß. Ganz falsch ist es aber engagiert, daß er nicht mehr zurück könne. Niemand habe dem wenn Genosse Duard in Frankfurt die Sache hinterher so dar verehrten Führer" ein Mißtrauensvotum ausstellen wollen. Bebel stellt, als habe man die Kommissionen eingesezt, hätte aber wohl auch sagen können:„ Ich bin nur Euer Vertreter um gewissermaßen zunächst die Hauptleute in und werde mich nach dem Ergebnis der Abstimmung richten". Das Konbentiteln hinter verschlossenen Thüren befei nicht geschehen und so hätten sich die meisten Delegierten raten zu lassen. Davon war keine Rede, als mit Einmütigkeit gescheut, Bebel zu desavouieren. In dieser Resolution ist in der auch von der deutschen Delegation gestellte Antrag auf Ein- wunderbarer Weise Wahres und Falsches gemischt und zwar so, daß fegung einer Kommission speciell über die Taktiffrage angenommen sich im Ganzen ein ganz falsches Bild ergiebt, das wurde. Man ging vielmehr davon aus, daß es nicht gut sei, wenn namentlich für die deutschen Delegierten ungünstig ist; denn die die erhitzten Köpfe, in erster Linie der Franzosen, deren Naturell wir werden ja hier als willenlose Werkzeuge hingestellt werden. Ich ja auf verschiedenen Kongressen zu bewundern Gelegenheit hatten, muß es mir überhaupt ernstlich verbitten, daß mir derartige im Plenum wieder aufeinanderprallten mit ihren scharfen Gegensätzen, Speichelleckereien, wie sie sich hier mein Freund Quard hat zu sondern daß es vielleicht besser sei, ihnen erst Gelegenheit zu geben, Schulden kommen lassen, in der Presse vor Augen treten. Ich sich an den Debatten in der Kommission abzukühlen. Zu aller bin ein Parteigenosse wie jeder andre und will nichts andres sein. Ueberraschung aber fand ein solcher Zusammenstoß der Geister in Damit basta!( Sehr gut! Beifall.) Da wird über Personenfultus einer explosiven Form überhaupt nicht statt, bis auf einen fleinen gesprochen, aber diejenigen, die am meisten darüber wettern, sind Zwischenfall ganz zuletzt. Ich habe vielmehr noch niemals auf selbst schuld daran. Quarck spricht von den Groschen der Arbeiter, einem Kongresse Verhandlungen beigewohnt, wo in so ruhiger, deren Meinung er zu vertreten gehabt habe. Aber er hatte objektiver, leidenschaftsloser Weise hüben wie drüben in geradezu doch vor Beginn der Kommissionsberatung GeDie Aufgabe einer Vertretung auf einem internationalen Arbeiter- glänzender Art drei Tage lang zu je acht bis zehn Stunden ein legenheit gehabt, in unsrer Sigung zwei oder Fongreß ist feineswegs eine leichte. Die Verschiedenheiten der Raffe, Stedetournier über die wichtigsten Principien der Partei und der dreimal seinen Standpunkt zu verteidigen. In der der Nationalität, vor allen Dingen der Sprache, des Temperaments, Taktik geführt worden wäre wie in dieser Kommission. Der kleine Kommission haben wir lediglich das Mandat ausgeführt, das uns in die Verschiedenheit der kulturellen Zustände, unter denen die einzelnen Saal war die ganze Zeit bis zum Ersticken gefüllt, natürlich dieser Sitzung gegeben war. Ilebrigens konnte Quard von seinen Delegierten leben, machen es zur Selbstverständlichkeit, daß auf wohnten auch viele unsrer deutschen Genossen diesen Verhandlungen Wählern gar fein bindendes Mandat haben; er konnte gar nicht solchen Zusammenfünften viel leichter als auf nationalen Kongressen bei. Hätten wir das geahnt, so hätten wir vor allen wissen, wie die Wählerschaft über all diese Fragen denken würde. Meinungsverschiedenheiten zu Tage treten. Kommt nun noch hinzu, Dingen für eine gründliche Berichterstattung, In solchen Fällen hat der Delegierte nachher zu vertreten, wie er daß eine maßgebende Nation, wie wir es seit einer Reihe von wie für die Plenarverhandlungen, gesorgt, damit diese gehandelt hat. Gegen diese hart an Demagogie reichende Art, von den Jahren bei unsren französischen Freunden gesehen haben, in ernsten prachtvollen Verhandlungen auch draußen in Arbeitergroschen zu reden, lege ich energischsten Protest ein. Als die Meinungsverschiedenheiten lebt, so ist natürlich die größte Gefahr den weitesten Kreisen der Genossen hätten 3 tägigen Kommissionsverhandlungen zu Ende waren, sagten wir vorhanden, daß unter Umständen sehr unangenehme Kämpfe entstehen gründlich erörtert werden können. Daß es an einer uns: Es wird faum noch möglich sein, daß die deutsche Delegation können. Das haben wir 1900 in Paris am ausgiebigsten kennen folchen Berichterstattung fehlte, haben Sie ja im„ Vorwärts" deutlich noch einmal extra berät. Am vierten Tage fanden dann die Plenargelernt, und ich mache gar kein Hehl daraus, daß ich als ich nach gemerkt. Das Resultat der Kommissionsberatung war, wie Sie debatten über die Taktik statt. Nebenbei bemerkt: Man hat da Amsterdam ging, die Befürchtung hegte, es könnte ähnliches wissen, daß die Resolution Adler- Vandervelde mit einer ziemlichen immer von einem Rededuell Bebel- Jaurès gesprochen. Ich betone, wie schon in Paris vorkommen. Allerdings war ja ein wichtiger Mehrheit abgelehnt wurde und daß die Dresdener Resolution, die daß wir ganz ohne unser Zuthun in den Vordergrund geschoben Stein des Anstoßes, der 1900 eine Hauptrolle gespielt hatte, der von seiten der Guesdisten dem Kongreß als Resolution für die Taktik wurden. Das ergab sich in der Kommission von selbst. Nun sagt Fall Millerand, durch den Rücktritt des Mannes beiseite geschoben, aller Länder empfohlen wurde, zur Annahme gelangte. Eine Reihe Quard, er habe unterschriften sammeln müssen. Von diesen Unteraber die Grundfrage, die innerhalb der französischen und der inter- wichtiger Fragen wurde im übrigen in den andern Kommissionen schriften habe ich nichts gesehen und Kautsky wird sie wohl auch nationalen Socialdemokratie dadurch aufgeworfen war, ob die Social- erledigt. So wurde nach einem vorzüglichen Referat Wolfenbuhrs nicht gesehen haben. Dagegen tamen allerdings mehrere Delegierte demokratie an einer bürgerlichen Regierung teilnehmen dürfe, hat nach eine Resolution über die Socialpolitit angenommen, zu der persönlich zu mir und sagten, es besteht der Wunsch, daß wir gewirkt, die Differenzen find bestehen geblieben, und es ist ja ein alter Solonialpolitik, bei deren Erörterung die Geister schärfer nochmals verhandeln. Ich sagte: Gut, wird gemacht. Erfahrungssaß, daß durch die Länge der Zeit solche Gegenfäße nicht aufeinanderplatten, wurde eine Resolution angenommen; die unserm Zufällig stand Adler in meiner Nähe und ich sagte ihm: überbrückt werden. Bu allgemeiner Freude haben die Verhandlungen stets eingenommenen Standpunkt entspricht. Die Erörterungen über Wir ziehen uns nochmals zurüd, worauf Adler erwiderte: des Amsterdamer Kongresses bei allen Delegierten Befriedigung die Trusts weiter nahmen einen solchen Umfang an, daß die Aber, ich bitte Euch, bleibt doch, bis ich gesprochen habe, ich komme hervorgerufen und einen Verlauf genommen, wie ihn wohl| Frage der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit nicht zu Ende geführt gleich zu Wort. Wir blieben also so lange und traten dann niemand erwartet hatte. Dazu hat Verschiedenes beigetragen, und bis zum nächsten Kongreß vertagt werden mußte; ebenso erging zusammen. Eingehend wurde nochmals alles pro und contra erin erster Linie der. feste Wille aller Beteiligten, alles zu es auf Vorschlag Keir Hardies der Ein- und Auswanderungsfrage. örtert. Im Laufe dieser Verhandlungen erklärte ich, darüber könne bermeiden, was zu ernsten Konflikten führen könnte. Auch hier war man durchaus nicht einverstanden mit den Vor- kein Zweifel sein, daß, wenn der Antrag Quard, die Resolution Adler Daß dieser Wille allseitig vorhanden war, fonnte man vorher nicht schlägen der Kommission. Besonders die Neger- und Kulifrage anzunehmen, angenommen würde, ich bitten müßte, einen andren wissen. Dazu kam, daß unsre holländischen Genossen es meisterhaft führte zu Meinungsverschiedenheiten. Es wurde eine Resolution damit zu betrauen, die entsprechende Erklärung im Plenum abverstanden hatten, das ganze Arrangement des Kongresses in einer Paplow angenommen, die sich gegen die Absperrungspolitik zugeben. Das war ganz natürlich, denn nach meiner Stellungnahme Weise zu treffen, wie es vorher auf keinem internationalen Kongreß mendet, wie sie einzelne Gewerkschaften gegenüber ausländischen in der Kommission fonnte man mir die Abgabe einer solchen Erder Fall war. Daß die holländischen Genossen aufs liebenswürdigste Arbeitsgenossen beobachten. So verlangen z. B. englische Gewert- flärung nicht zumuten. Ich sagte weiter, ich habe mit Kautsky doch und bereitwilligste jeden mur denkbaren Wunsch des Kongresses und schaften von ausländischen Berufsgenossen 200 m. Eintrittsgeld. in der Kommission die Dresdener Resolution erfolgreich ber der Delegierten erfüllten, hat in höchstem Grade wohlthuend auf Genosse Bernstein, der ja in diesen Dingen bewanderter ist, macht treten, was sollen denn die andern Nationen, die mit alle gewirkt. Dazu kam endlich, daß auch das äußere Arrangement mich eben darauf aufmerksam, daß diese englischen Gewerkschaften uns gestimmt haben, von uns denken, wenn wirjest des Kongresses in jeder Beziehung allen Ansprüchen genügte. zugleich Krankenkassen haben, so daß abweichend von unfren Gewerk- für das Amendement Adler stimmen. Nun hatte ich Außerdem fanden die Verhandlungen in einem prachtvollen palast schaften mit der Zahlung dieses Eintrittsgeldes auch das Recht auf am Abend vorher zu Vandervelde im Gespräch geäußert, ich hätte artigen Gebäude statt. Auch in diesen Aeußerlichkeiten kam die Krankenunterstützung gewonnen wird. es doch in Ordnung gefunden, wenn man uns von dem ungeheure Entwicklung, die der Socialismus in den letzten Jahr Die weitere Frage war die des Generalstreiks. Ich habe Amendement Abler, von seiner Einbringung zehnten genommen hat, zum Ausdruck. In diesen mit allen Be- feine Neigung, bei diesem Stadium unsrer Beratungen auf den Kenntnis gegeben hätte; vielleicht hätten wir quemlichkeiten ausgestatteten Räumen tagte eine Schar von Deles Generalstreit einzugehen. Einmal haben Sie beschlossen, die Frage uns dann berständigen können. Vandervelde war darüber gierten aus allen Kulturländern in einer Vollzählig auf die Tagesordnung des nächsten Parteitages zu setzen. Und ganz erstaunt und sagte, er habe gedacht, Adler hätte uns unterfeit, wie sie niemals vorher ein internationaler angesichts der jüngsten Borgänge in Italien und der großen Ver- richtet. Ich fragte also Adler und sagte auch ihm, daß eine VerKongreß aufzuweisen hatte. Dabei war freilich die sammlungen in Berlin werden wir nicht umhin können, an die ständigung möglich gewesen wäre, da sein Amendement fachlich von Stärke der Vertretung der einzelnen Länder ganz verschieden. Erörterung dieser Frage heranzugehen. Zweitens aber dürfte es der Dresdener Resolution ja nicht abweiche. Allerdings nach der Deutschland, das bisher stets die stärkste Delegation gehabt hatte, sich empfehlen, die Generalstreit Frage in der Art, wie es von einem Teil der Redner verteidigt fam diesmal erst an dritter Stelle. Vor allem war ganz außer Preise, in den Zeitschriften gründlich zu erörtern. worden sei, müsse es als gegen die Dresdener Resolution geordentlich erfreulich die ungemein starke Vertretung Dann werde ich auch Gelegenheit finden, mit meinem Freunde richtet aufgefaßt werden. Adler war die Sache sehr under englischen Arbeiter. Nicht weniger als 105 englische Dr. Friedeberg ein Hühnchen zu rupfen.( Heiterfeit.) Er ist hier, angenehm, er meinte, er hätte geglaubt, uns dafür gewinnen Delegierte waren erschienen, die allerdings vier verschiedene sehr er hat wohl schon heute Appetit darauf.( Heiterkeit.) Aber er wird zu können. Diese Vorgänge habe ich in der Sizung unsrer Deleungleichartige Gruppen vertraten. Am stärksten waren die Trades sich gedulden müssen. Allerdings gebe ich zu, seinen Irrtum durch gation mitgeteilt, ich habe auch erzählt, daß wir, wenn unfre Unions vertreten, deren Mitglieder bekanntlich in ihrer Mehrheit weit meinen Parteitagsartikel in der Neuen Zeit" verschuldet zu haben. Resolution in der Minderheit geblieben wäre, für die Resolution entfernt sind, fich zum Socialismus zu bekennen. Trotzdem habe ich es( Dr. Friedeberg: Sehr richtig!) Adler gestimmt haben würden. Bei der Abstimmung stimmten dann für ganz besonders erfreulich gehalten, daß die Nun zur Maifeierfrage. In der ursprünglichen Resolution nicht mehr als 13 Delegierte für den Antrag Quard. So waren die Trabes Unions auf diese Weise ihr lebhaftes stand der letzte Satz des Tertes, der Ihnen gestern vorgelegen, nicht. Vorgänge, und der Bericht der Genossin Zetkin, den Quard angreift, Interesse bekundeten. Die zweitstärkste Delegation hatte Ein Teil der Delegierten war der Meinung, daß das garnichts entsprach vollständig der Wahrheit. Merkwürdig mußten die Mittel Frankreich, das in drei Gruppen gespalten war; an dritter Stelle schade, daß das im Gegenteil ein Verteil sei, weil dann die Ge- berühren, durch die man einen Teil der kleineren Nationen zu famen wir mit 67 Delegierten, von denen 40 von der Partei, 27 von werkschaften erst recht freie Hand hätten, wie weit sie gehen sollten. gewinnen versuchte. Als zuletzt der Vertreter Japans feine Stimme den Gewerkschaften entfandt waren; auch die Gewerkschaften waren Der andere Teil meinte, es sei notwendig, das bestimmt zu formu- abgab, stimmte er auf einmal vor lauter- ich will einmal sagen also ausnehmend stark vertreten. Es folgte die holländische, belgische, lieren, und so haben wir uns denn nach längerer Debatte zu dem Scheu nicht mehr wie bisher englisch, sondern deutsch ab. Hätte ruffische Delegation und daran schlossen sich die schwächeren Dele- Busaz entschlossen und die Kommission hat den deutschen Zusatz zu Katayama für die Resolution Adler gestimmt, dann wäre gationen der andren Länder an. Im ganzen hatte der Kongreß ihrer Resolution ohne weiteres acceptiert. seine Stimme natürlich als sehr wertvoll hingestellt worden, 450 Teilnehmer. Es hat verschiedentlich Widerspruch hervorgerufen, Der lezte und Hauptgegenstand war die Frage der Zattit. als die Stimme einer großen Nation, die sich gerade in daß alle diefe so ungleichartigen Delegationen die gleiche Die Guèsdiften hatten beantragt, unsre Dresdener Resolution dem den letzten Monaten als eine der ersten Nationen Stimmenzahl erhielten. Es ist ja gewiß merkwürdig, daß die internationalen Stongreß vorzulegen, sie stand zur Debatte. Die gezeigt habe.( Heiterkeit.) Die Entscheidung gegen die stärkste socialistische Partei der Welt, die deutsche, immer Debatte hatte circa 12 Tage gedauert, von unsrer Seite Resolution Vandervelde fiel mit 22 gegen 22 Stimmen, alsdann genau dieselbe Stimmenzahl hat wie die argen hatte als erster Redner Kautsky, und bor und nach ihm wurde die Dresdener Resolution mit erheblicher Mehrheit antinische, serbische oder italienische Partei. Man hat eine ganze Reihe andrer Redner, für die Dresdener genommen. später, als es bei einer Abstimmung gewissermaßen auf Hieb Resolution gesprochen, andre hatten sie entschieden bekämpft. Am Nun noch eins. Was uns in der Kommissinn wohlthuend beund Stich ging und der Vertreter von Japan den Ausschlag Mittag des zweiten Tages wurde ein Amendement Vandervelde ein- rührte, war, daß Renandel, ein Jaurèsist, erklärte, er gehöre zum zu Ungunsten der Resolution Adler- Vandervelde gab, darüber ge- gebracht, das sich nachher als ein Amendement Adler- Vandervelde linken jaurèsistischen Flügel und jaurèsistischen Flügel und sei mit der Taktik bon frittelt und gefpöttelt. Ich muß aber betonen, daß das inter- herausstellte, das die Dresdener Resolution ihrem Hauptinhalt nach Jaurès nicht einverstanden. Er appellierte an den Kongreß, daß nationale Burcau sich in langen Beratungen den Kopf darüber zer- aufrecht erhält, sie aber insofern ändert, als das, was für fremde er darauf hinwirke, daß eine scharfe Resolution in dem Sinne anbrochen hatte, wie ein einigermaßen gerechter Abstimmungsmodus ge- Länder sich nicht eignet, herausgenommen wurde. Es wurde mun genommen werde, daß die französischen feindlichen Gruppen sich funden werden könnte, aber es ist nicht gelungen und so blieb es bei dies Amendement mit nnsrer Resolution zum Gegenstand der leb- einigen müßten. Dieser Anregung gaben wir Folge und faßten eine dem früheren Modus. Uebrigens wäre nach meiner Ueberzeugung haften Erörterungen pro und contra. Ich war ich mache daraus dementsprechende Resolution, die von der Kommission und im das Resultat ganz dasselbe gewesen.( Sehr richtig!) gar kein Hehl etwas piquiert. In dem Bericht von Quard, Plenum zu unsrer Genugthung einstimmig angenommen Leider waren die Vorarbeiten zum Kongreß in vieler Beziehung den der Vorwärts", wofür ich ihm sehr dankbar bin, seinen Haupt- wurde. Natürlich war trotzdem eine gewisse Stepfis am mangelhaft. Es trifft dieser Vorwurf aber nicht etwa die holländischen inhalt nach abdruckte denn sonst hätte ich keine Kenntnis Plate. Ich habe damals gleich daran erinnert, wie lange Genossen, sondern die unzulängliche Organisation des davon bekommen ist es so dargestellt, als wenn die deutschen die Einigung bei uns in Deutschland gedauert hat. internationalen Bureaus, jener Korporation, die aus Delegierten durch unsre Entscheidung für die Dresdner Resolution die Einigung der französischen Genossen besonders erschwert, ist Vertretern aller Nationen zusammengesetzt, zeitweilig in Brüssel zu überrascht waren. Das ist nicht der Fall. Ich teilte bereits in der Umstand, daß die bie Parteiführer nur eine fammentritt, die Tagesordnung festsetzt usw. Der Sekretär dieses der ersten ersten Delegationssitung am Sonntag früh daß die kleine organisierte Masse hinter sich haben. Ständen Bureaus, Genoffe Serwy, zweifellos ein sehr braver und fleißiger Guèsdisten die Dresdener Resolution beantragt hätten, ich er- große Massen hinter den Führern, so wären fie schon längst geMann, hat aber den großen Fehler, daß er nur französisch, nicht flärte was der vollen Wahrheit entspricht daß wir, weder zwungen worden, die Kämpfe einzustellen und sich zu vertragen. aber deutsch und englisch versteht, und es haben ihm offenbar auch Kautsky, noch ich, noch ein andrer deutscher Parteigenosse von diesem Trotzdem sagte ich, so feierlich vor dem Kongreß und der ganzen in Brüssel teine Genossen zur Verfügung gestanden, die ihn in dieser Vorgehen die geringste Kenntnis hatten, wir seien überrascht, aber nach Welt abgegebene Erklärungen könnten nicht ohne Resultat bleiben Beziehung ersehen konnten. Die Folge ivar, daß alle dem die Resolution von andrer Seite beantragt wäre, sei es selbstverständ- und der Umstand, daß die Führer der verschiedenen Gruppen eine Referate, soweit fie vorbereitet waren, und alle Refolutionen in fran- lich, daß wir sie acceptieren, umjomehr, da sie nach meinerlleberzeugung auch ganze Woche friedlich nebeneinander getagt hätten, müsse zösischer Sprache erschienen und daß, soweit Resolutionen deutsch auf internationale Verhältnisse zutrifft. Quard und einige andre eine gute Wirkung ausüben. Wir haben es ja auch bei gedruckt waren, unfer gutes, liebes Deutsch in einer Weise mißhandelt widersprachen, sie meinten, wir sollten uns nicht binden. Andre uns in Deutschland erfahren, daß unsre Einigung fehr worden ist( Heiterkeit), daß man gar nicht im stande war, seine haben gegen Duard gesprochen. Unter andern ich lege Gewicht wesentlich dadurch erleichtert wurde, daß sich die verschiedenen eignen Worte wiederzuerkennen. Wir hatten daher eigentlich die darauf, das ausdrücklich zu konstatieren war es Richard Richtungen 1869 in Elberfeld persönlich kennen lernten. Als man Absicht, die Verlegung des internationalen Bureaus von Brüssel nach Fischer, der erklärte, davon tönne feine Rede sein, nach dem Kongreß die ersten Artikel von Jaurès in der Amsterdam zu beantragen, wo uns die Verhältnisse günstiger zu daß wir gegen die Dresdener Resolution stimmen, humanité" las, befam man ja allerdings den Eindruck, als liegen schienen, aber zur Zeit schienen die Holländer wenig geneigt, die müßten tvir annehmen. Die Delegation beschloß wenn bei Jaurès teine besonders große Neigung das Bureau zu übernehmen, und andrerseits erklärten sich die dann, für die Resolution einzutreten. Ich stelle das zur Einigung vorhanden sei. Und doch hat die Idee belgischen Genossen sofort bereit, die gerügten fest im Gegensatz zu der Schilderung der Schilderung von Quard. Auch der Einigung, wie ich mit großer Genugthuung fonstatiere, Uebelstände abzustellen. Eben werde ich noch darauf auf- bie weiteren Vorgänge hat Quard ganz falsch dargestellt. Er auch bei Jaurès Wurzel gefaßt. Er hat in einem feiner merksam gemacht, daß auch von dem deutschen Bericht über die Partei- schreibt, es sei den Delegierten, die doch mit den Groschen der Ar- legten Artikel den Gedanken entwidelt, daß man zunächst eine und Gewerkschaftsbewegung nichts gedruckt worden war, obgleich er beiter nach Amsterdam entsandi worden seien, nach Beendigung der sogenannte etappenweise Verständigung erzielen müsse, rechtzeitig eintraf und es dem Bureau an Geldmitteln durchaus Stommissionsverhandlung zunächst gar nicht möglich gewesen, daß es auf diese Weise wohl möglich sei, allmählich zu einer vollnicht fehlte. in einer nochmaligen Delegationssigung den ständigen Einigung zu kommen. Es wird nun die Aufgabe auch der Weiter erties sich als notwendig, Kommissionen zur Vorbereitung| Standpunkt ihrer Wähler zu vertreten. Erst turz deutschen Parteigenossen, namentlich derjenigen, die für französische der einzelnen Materien zu bilden. Diese Einrichtung nahm aller vor der entscheidenden Abstimmung sei es gelungen, eine Blätter mitarbeiten, sein, alles zu unterlassen, was geeignet fein dings einen etwas andren Charakter an als man zuerst erwartete. furze Aussprache herbeizuführen; er habe aber erst Unter- kann, die Einigung irgend wie zu erschweren. Vor kurzem ging mir Es ergaben sich so viele Meinungsverschiedenheiten in den Kommissio- schriften unter den deutschen Delegierten sammeln müssen, ganz twie ein Cirkular zu, in dem Pressensé und Vaillant und andre nen, daß das Plenum 2 Tage überhaupt nicht zusammenkommen man es unter den Demokraten des Frankfurter Stadtparlaments französische Genossen die Gründung einer neuen Revue, fonnte. Aber es gelang doch auf diese Weise, die Verhand- machen müsse, um Bebel und Kautsky dazu zu veranlassen, uns zu die am 1. Oftober erscheinen soll, La Vie Socialiste", an lungen im Plenum besser und erfolgreicher zu gestalten. Es ist immer einer Rücksprache Gelegenheit zu geben. In dieser letzten Ab- fündigen, die ganz besonders dem Zwecke dienen foll, mißlich, wenn die Redner in so wichtigen Fragen wie der Taktik- stimmung habe Bebel dann sofort die Vertrauensfrage die beiden französischen Richtungen zu versöhnen. frage ganz unvorbereitet auf die Tribüse treten, das giebt dann gestellt; er habe erklärt, er sei für die Dresdener Resolution so Ich habe mich, dazu aufgefordert, zur Mitarbeit bereit erklärt. Der " Was Bebel: nächsten internationalen Ich kann nur Preis der Zeitschrift soll im Auslande für drei Monate 4 Fr., für verföhnliche Stimmung verstärkt hat. Bebels Bemerkung über die aufzunehmen, die zugereisten mußten England wieder verlassen, ob ein halbes Jahr 6 Fr. und für ein Jahr 12 Fr. betragen. Ich englischen Gewerkschaften veranlaßt mich zu einer Ergänzung. Ich wohl Arbeit genug vorhanden war. Wir sollten darauf dringen, möchte namentlich den Redaktionen der Parteiblätter und auch ein habe schon vorher darauf aufmerksam gemacht, daß sie Unter- daß diese Frage einmal eingehend auf dem nächsten Kongreß bezelnen Parteigenossen empfehlen, das Blatt durch Abonnement zu stüßungsfonds, Sterbe-, Kranken-, Invalidenkassen haben. Aber das sprochen wird.( Sehr richtig!) Wir Bauarbeiter müssen große unterſtügen. genügt zur Erklärung des hohen Eintrittsgeldes durchaus Summen aufwenden, um den Streifbruch durch Ausländer zu vers Eine weitere erfreuliche Thatsache ist, daß selbst auf die ver- nicht und ist kein Grund, um diese Zustände auch in Zukunft hindern, nicht nur indifferenter Arbeiter, sondern auch solcher, von schiedenen russischen Gruppen der Amsterdamer Kongreß einen sehr aufrecht zu erhalten. Ja man fann feststellen, daß englische Gewerk- denen wir wissen, daß sie in ihrer Heimat organisiert sind, die sich wohlthätigen Einfluß ausgeübt hat, so daß ein Teil derjenigen, die schaften Aufnahmevorschriften besitzen, die ausländische Arbeiter aber bei uns über die Gefeße der internationalen Solidarität hinwegals Totfeinde nach Amsterdam gekommen sind, eingesehen haben, geradezu zwingen, Streifbrecher zu werden.( Hört! hört!) So fezzen.( Beifall.) daß es angesichts der Verhältnisse in Rußland absolut notwendig nehmen einige englische Gewerkschaften mur Mitglieder auf, die einen Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor. ist, gemeinsame Sache gegen den gemeinsamen Feind zu machen. bestimmten Minimallohn beziehen; kommen auswärtige Arbeiter nach Das Schlußwort erhält Also, auch nach dieser Richtung hin ist der internationale Kongreß England, wo andre Arbeitsmethoden herrschen, so verdienen sie in von den wohlthätigsten Folgen begleitet gewesen. Es sind dann der ersten Zeit nicht den vollen Lohn. Sie können so nicht Mitnoch Resolutionen betreffend die englische Kolonialpolitik, zu Gunsten glieder der Gewerkschaften werden, und auf diese Weise werden Die Frage, die Bömelburg angeregt hat, wird den des Frauenstimmrechts und zu Gunsten der russischen jüdischen Streitbrecher großgezogen. Das Verfahren der englischen GewerkKongreß beschäftigen. Arbeiter angenommen und eine Sympathie- Erklärung zu Gunsten schaften soll also in feiner Weise beschönigt oder verteidigt werden. Hoffentlich werden wir dann einmal gründlich mit denen der italienischen Genossen beschloffen worden, die infolge der letzten Es müssen Vorkehrungen getroffen werden, die es den ausländischen gefühl so wenig bethätigen.( Bravo!) Ein Wort gegen abrechnen, die das internationale SolidaritätsVerfolgungen noch im Gefängnis saßen. Außerdem hat an einem Arbeitern ermöglichen, sofort Gewerkschaftler zu werden.( 3u- ader. Welche Wirkung es auf die französischen Genossen gehabt Abend eine interparlamentarische Konferenz getagt, wo man sich ſtimmung.) darüber verständigte, daß eine solche Zusammenkunft Vorsitzender Ebert: Wer seinen Stimmzettel für die Wahl des hätte, wenn anstatt der Dresdener Resolution das Amendement von Parlamentsvertretern der verschiedenen Parteivorstandes noch nicht abgegeben hat, muß ihn jetzt sofort bei Adler- Vandervelde angenommen wäre, lasse ich dahingestellt, um Nationen regelmäßig stattfinden und daß der Mandatsprüfungskommission abgeben. Die Abstimmung wird konstatieren, daß ich mit dem Resultat des Kongresses einverstanden ungelegte Gier brauchen wir uns nicht zu kümmern. auch zu diesem 3wed ein Sekretariat, das unsre sofort geschlossen. holländischen Genossen übernommen haben, be= Meyer- Frankfurt a. M.: Ms Vorsitzender jener Versammlung, in der bin. Ich habe erklärt, daß sachlich die Resolution Adler- Vandervelde gründet werden solle. Es wird Aufgabe unsrer Reichstags- Quarck gesprochen, muß ich für seine Ausführungen um mildernde Um- nichts weiter als die Dresdener Resolution bedeutet, aber ich habe frattion sein, Vertreter zu entsenden. Sie aber, Genossen, haben stände plädieren. Die Form, in der das Monstrum in die Zeitung gekommen hinzugefügt, daß durch die Art und Weise, wie sie hinter die Aufgabe, heute noch zwei Vertreter für das internationale Komitee, ist, will ich nicht verteidigen. Aber die Darstellung Onards in jener wurde, die Sache unwillkürlich das Ansehen einer Niederlage unserm Rücken eingebracht und wie sie verteidigt dem bisher Auer und Singer und in Vertretung von Auer Kautsky Versammlung klang durchaus nicht so gehässig und abfällig, wie es für uns bekommen würde, wenn wir von unsrer Resolution Abstand angehörten, zu wählen. der Bericht in der Zeitung darstellt. Quarck hat nur im allgemeinen Delegation ist Stuttgart als Ort für den nächsten internationalen einem größeren Forum stattgefunden hätten, den zwei deutschen das auch Adler mitgeteilt. Wie sehr Adler selbst sich dagegen geNoch eine kurze Schlußbemerkung! Auf Antrag der deutschen bedauert, daß die Verhandlungen in der Taktikkommission nicht vor genommen hätten. Wenn dies Gefühl bei Bader nicht vorhanden war, so ist das seine Sache, ich habe dies Gefühl gehabt und habe war, so ist das seine Sache, ich habe dies Gefühl gehabt und habe Kongreß 1907 gewählt worden. Infolge unsrer traurigen Zustände Delegierten aber hat er feinen Vorwurf gemacht. Auf wagten wir bisher nicht, nach Deutschland einen internationalen die Frage der Abstimmung und der Unterschriftensammlung wollte wehrt hat, daß man seinem Amendement einen falschen Sinn giebt, Kongreß einzuberufen. Wir wußten, daß die maßgebendste deutsche Quarck durchaus nicht eingehen. Er hatte nur das Referat geht daraus hervor, daß er im Plenum in der nachdrücklichsten Weise Regierung sich in den Fesseln Rußlands befand.( Sehr richtig!) der Genoffin Zetkin vor und meinte dazu: wenn das Stimmen- Jaurès persönlich angriff und durch seine Abstimmung gewissermaßen Gewiß, die Verhandlungen würden selbst in Berlin keinen Gegenstand verhältnis in der deutschen Delegation so dargestellt wird, dann sein eignes Amendement diskreditiert hat. Weil ich nicht wünsche, daß ich des Anstoßes bilden; kein Zweifel, daß alles, was in Amsterdam und muß ich doch darauf hinweisen, daß wir nach den Verhandlungen gegen meinen Freund Adler ausgespielt werden könnte, füge ich hinzu, daß früher auf andren Kongressen gesagt wurde, auch in Deutschland gefagt der Taltit Kommission eine Sigung der deutschen Delegation gerade Adler es war, der im Gegensatz zu andern Rednern in werden kann, ohne ein Eingreifen von seiten eines Staatsanwalts möglich gehabt haben, wo uns von den Ergebnissen berichtet und Be- der Kommission erklärte:" Ich betrachte die Taktik, die zu machen( Sehr wahr!) ob ein Eingreifen seitens der Polizei, schluß gefaßt werden sollte. Allerdings hat er die geschmack- teit."" Ja," fügte er hinzu, ich kann erklären, daß die anonyme Jaurès befolgt, mit großem Unbehagen und großer Aengstlichist eine andre Frage. Vielleicht würde man sich auch ein wenig lose Aeußerung gethan, daß er erst wie in der Frankfurter Teilnahme an der Regierung mich noch weit gefährlicher dünkt, als die schämen; wenn man sich vor uns nicht schämt, schämt man sich viel Stadtverordneten- Bersammlung Unterschriften sammeln mußte, um offizielle Teilnahme unter der Regierung Millerands." Er hat sich leicht vor der internationalen Welt.( Sehr gut!) Ich hoffe wenigftens, die Abhaltung der Delegationssitzung herbeizuführen. Gegen diese also so scharf gegen die Taktik von Jaurès erklärt, daß ich ihm daß man bei uns noch nicht alle Scham verloren hat.( Sehr gut! Aeußerung ist bereits in der Versammlung Widerspruch erhoben wort für Wort beipflichten könnte. Und wie richtig mein Gefühl Nut, wir haben Stuttgart vorgeschlagen, die Hauptstadt jenes worden. Ich bedaure, daß Bebel es nicht unterlassen konnte mitzu- war, das will ich Ihnen beweisen. Kaum hatten wir den Saal beLandes, in dem relativ noch das größte Maß von Freiheit herrscht. teilen, daß er die Frankfurter" Volksstimme" überhaupt nicht lese. treten, da hatte schon einer unsrer Delegierten aus der Fraktion Wir haben, wie gesagt, bisher nicht gewagt, einen internationalen Kongreß Das macht in Frankfurt einen außerordentlich üblen Eindrud. pleinc carrière eine Menge von Geschichten erzählt, die sehr bei uns einzuberufen, weil unsre Regierung, im Banne des Russen( Heiterkeit.) tendenziös dargestellt waren. Da famen in Habicht- Limburg: In jener Versammlung in Frankfurt a. M. Zeit die Vertreter von fünf, sechs Nationen, die für die Dresdener turses schmachtend, in Gefälligkeiten gegen die russische Regierung ganz furzer sich überbietend, fähig gewesen wäre, die Männer, die ihrer Thaten hat Quard noch mehr gesagt, als in der„ Volksstimme" gestanden ist. Resolution eingetreten waren, in der höchsten Aufregung und fragten: und Handlungen wegen in der eignen Heimat verfolgt Quard meint es aber nicht so, wir sind froh und stolz auf ihn. Ja, ist es denn wahr, daß Ihr Deutsche jetzt für Vandervelde werden, den russischen Schergen auszuliefern.( Sehr richtig!) Aber er hat auch gegen Molkenbuhr Angriffe gerichtet und das ist stimmen wollt?( Sehr wahr!) Ich betone, daß es ganz etwas Wir hoffen, die württembergische Regierung wird noch so viel schon in der Versammlung gerügt worden. Das lassen sich die andres ist, ob man auf einem Kongreß, wo alle dieselbe Sprache Rückgrat haben, daß sie auch fünftig solchen Wünschen nicht entgegen- Frankfurter Genossen nicht gefallen und es liegt nur au der Frant sprechen, verhandelt oder auf einem internationalen Kongreß. Wenn tommt. Wir haben uns gesagt, man kann außerdem furter Volksstimme", daß die Meinung dieser andern Genossen nicht man da nicht ausführlich Zeit hat, die Leute zu überzeugen, ist es das schwäbische Ländle erreichen, ohne daß zum Ausdruck gekommen ist.( Hört, hört!) man nötig hat, eins der übrigen deutschen Vater= Bader- Magdeburg: Ich bestätige gleichfalls, daß es in der ganz unmöglich, eine Verständigung zu erzielen. Da habe ich schon Länder und Vaterländle zu durchkreuzen. Kurz, wir deutschen Delegation durchaus demokratisch hergegangen ist und daß wird es viel schlimmer. Nun sagt Bader zu mir: Sie erklären heute, manchmal gejagt: Laßt die Dinge laufen, denn wenn ihr anfangt, werden es darauf ankommen lassen, wir werden den internationalen die Darstellung des Genossen Bebel durchaus der Wahrheit ent- Sie wollen Genosse sein wie jeder andre, und doch haben Sie sich Kongreß 1907 in Stuttgart sehen. Damit ist den Stuttgartern, aber spricht. Am Sonntag ist in der Delegationsversammlung jedem geweigert, das Mundstück der Delegation zu sein? Ja, da mache auch den deutschen Genossen im allgemeinen die ehrenvolle Aufgabe Gegner der Resolution Gelegenheit gegeben worden, seine Auffassung ich doch einen Unterschied. Wenn mir ein Auftrag gegeben wird, geworden, die betreffenden Arrangements zu treffen. Ich denke, zu vertreten. Quarck und Bernstein haben auch gegen die Uebertragung dann steht seine Annahme in meinem Willen, auch als einfacher Parteigenossen, darin werden Sie alle mit mir übereinstimmen, daß der Dresdener Resolution gesprochen. Das wurde damals abgelehnt, aber Genosse. Hätte die Delegation anders entschieden, als ich es wir alles thun wollen, was wir nach unsren geistigen, unsren dann verschob sich die Stimmung nach den dreitägigen Debatten in der wünschte, dann hätte ich mich selbstverständlich gefügt, aber noch förperlichen und vor allem nach unsren finanziellen Fähigkeiten zu Tattiffommission, so daß der Wunsch entstanden ist, eine neue weiter zu gehen und eine Erklärung abzugeben, die im Gegensatz Leisten im stande sind, um unsren internationalen Brüdern 1907 Sigung abzuhalten. Von Stimmenſammein habe ich nichts gemerkt. steht zu allent, was ich gesagt und gethan habe, das kann man mir einen Empfang zu bereiten, einen Kongreß zu bieten, an dem sie Allerdings hat mir Quard persönlich erklärt, daß er erst die Delegierten doch nicht zumuten.( Sehr richtig!) Wenn Bader sich in diese so weit es an uns liegt, ihre helle Freude haben sollen.( Lebhafter versammlung in der Dämmerstunde veranlaßt habe. Im Gegensas Situation hineindenkt, dann wird er vielleicht die Dinge auch etwas Beifall.) zum Sonntag war am Freitagnachmittag die Stimmung derartig, anders beurteilen. Es iß auf Anseele hingewiesen. Anseele war daß man sich nicht auf die Dresdener Resolution ver- der einzige auf dem Kongreß, der nicht nur die Taktik von Ed. Bernstein: Ich kann als Mitglied der Minderheit steifen, sondern dem Amendement Adler Vandervelde zu Jaurès verteidigte, sondern noch über ihn hinaus die Mitteilungen Bebels über die Vorgänge in der deutschen stimmen wollte.. Da erklärte Bebel, und er wurde darin von ging. Ich habe allerdings bei der raschen Art, wie er Delegation durchaus bestätigen.( hört! hört!) So weit ich an Richard Fischer unterstützt, er könne nun, wo man sich tagelang in spricht, ihn nicht genau verstanden, aber als ich nachher den Sizungen der Delegation teilgenommen habe, ist alles dort so der Taktifkommission und stundenlang im Plenum für die Dresdener feine Rede las, da fand ich, daß er eine ganze Reihe von Einzugegangen, wie Bebel es dargestellt hat. Ich habe in der Resolution eingesetzt habe, sich jetzt nicht mehr zurückziehen wänden gegen die Dresdener Resolution machte, die gar nicht zu Delegation dagegen gesprochen, daß wir uns auf die Dresdener und die Resolution Adler- Vandervelde als die unsrige übernehmen. treffen; er stellte Dinge nach Annahme der Resolution nicht mehr erklären, daß die Dresdener Resolution in vielen Teilen speziell eine Felonie gegen andre Nationen. Ich habe damals widersprochen, kann, weil wir sie Tag für Tag üben. Es ist dann endlich von deutsche Verhältnisse betreffe. Am letzten Tage erklärte Bebel in aber als Bebel erklärte, daß er nicht für die deutsche Delegation diese zwei Frankfurter Delegierten über das Referat von Quard_ge= der Delegation: Wir sind gebunden den andern Nationen gegen Erklärung abgeben könne, habe ich, trotzdem ich für das Amendement prochen; es war interessant, daß sich beide schnurstrad's gegenüberüber, die die Hoffnung hegen, daß wir die Dresdener Resolution Adler- Vandervelde eingetreten war, Abstand davon genommen, diese standen.( Sehr richtig!) Meyer hat ausdrücklich erklärt, der Bericht nicht im Stich lassen werden. Ich bestritt das. An der Abstimmung Ansicht durch meine Abstimmung zu dokumentieren. in der Delegation konnte ich nicht teilnehmen, da ich als Redner in persönlich engagiert war, mußte gerade er diese Erklärung im Namen über den Vortrag sei ein Monstrum gewesen. Ja, hatte denn Quard als Redakteur keinen Einfluß, die Aufnahme eines solchen der Plenarsigung des Kongresses gerade vorgemerkt war. Ich der deutschen Delegation abgeben, oder sie konnte überhaupt nicht Monstrums in sein Blatt zu verhindern? Dem Vorivärts" bestätige weiter: undemokratisch ist in der Delegation abgegeben werden. Da Bebel sich weigerte, war für mich persönlich einen Vorwurf machen zu wollen, wäre das größte Unnicht verfahren worden.( Hört! hört!) Ich habe bedauert, die Sache entschieden und für andre auch. Bebel hat erklärt, daß ihm recht, denn ich habe durch die Freundlichkeit von Vollmar daß die Dresdener Resolution international angenommen worden Schmeicheleien zuwider seien, er wolle Parteigenosse und nicht mehr den Originalartikel von Quard bekommen und damit den Auszug ist, weil sie international nicht paßt. Ich habe in Dresden gegen fein. Da habe ich allerdings nicht verstanden, wie Bebel als aus dent„ Vorwärts" verglichen, und dieser Auszug deckt sich an der sie opponiert, aber selbst wenn man sich auf den Standpunkt einfacher Parteigenosse sich einem eventuellen Mehrheitsbeschluß der betreffenden Stelle Wort für Wort mit dem Artikel der„ Frankfurter fie in Dresden angenommen haben, so deutschen Delegation nicht fügen zu wollen erklären fonnte, wie er Volksstimme". Ich habe mich an den Bericht gehalten, ich weiß, müssen doch selbst diese zugeben, daß sie auf Voraus- es abzulehnen vermochte, im Namen der deutschen Delegation Quard ist ein sehr eifriger Redakteur das sei zu seinem Lobe setzungen zugeschnitten ist, die für andre Länder nicht bestehen. zu sagen, der hätte sich nach dreitägigen Taktikgesagt, von dem ich bisher annahm, daß taum etwas in sein davon überzeugt, daß Für diese kann die Resolution viel Schaden anrichten. Das hat debatte ste dem internationalen Blatt hineinkommt, was er vorher nicht kontrolliert hat. Und daß auch Anseele ausgesprochen, und nach Schluß des Kongreffes hat ein Gedanken in der Socialdemokratie einen bessern Dienſt leiſte, nun gar der Bericht über seine eigne Rede, über eine so wichtige altes Mitglied der Internationalen, der hochverdiente Mitbegründer wenn sie sich auf die Resolution Adler- Vandervelde zurückzöge. Es nede, von ihm nicht gelesen sein sollte, das glaube ich, offen ge= der belgischen Arbeiterbewegung, Louis Bertrand, geschrieben, wenn ist bei uns immer Sitte gewesen, daß man sich als Demokrat Mehr- standen, nicht. Der andre Redner aus Frankfurt hat ja auch gesagt, in dieser Weise weiter verfahren werde, tommen wir von neuem heitsbeschlüssen zu fügen hat und ich kann gar nicht einsehen, wie es sei noch viel schlimmer gewesen, als aus dem Bericht hervor zu einer Spaltung der Internationale. Ich freue mich konstatieren bei den Bruderparteien der Eindruck der Felonie entstehen sollte, ging. Nun, da sei man zufrieden, daß nicht mehr gesagt worden zu können, daß Bebel in Amsterdam wie schon in Baris eine durch- wenn wir uns auf die Resolution Adler- Vandervelde geeinigt hätten. ist, denn dann wäre ich ja gezwungen, noch mehr zu sagen. aus versöhnliche Haltung angenommen hat, so daß die Befürchtungen Sachlich stand diese Resolution auf demselben Boden wie die Für das Jnternationale Bureau werden als Vertreter Auer, Bertrands hoffentlich nicht eintreten werden. Dresdener Resolution. Nur sollten nicht die deutschen Verhältnisse Bebel und Singer vorgeschlagen. Gewählt werden Bebel und Singer, Noch einige Worte über den Abstimmungsmodus auf auf andre Länder übertragen werden. Wir waren der Meinung, daß den internationalen Kongressen. Ich gebe zu, daß es gerade weil die Dresdener Resolution nicht ihrem Wortlaut absolut unmöglich ist, wie die Dinge liegen, einen Modus sondern ihrem sachlichen Inhalt nach übernommen war, den Vereinbarung unter für die internationalen Abstimmungen zu finden, der allen dem Frieden und Bruder= Wenn Beteiligten gerecht wird. am das unmöglich ist, sollte parteien besten gedient werden würde. Hierzu kommt man Abstimmungen, die die Gemüter erregen, vermeiden, noch, daß nicht Deutschland. sondern die Guesdisten die Dresdener follte man bei Resolutionen Rücksicht auf beide Teile Resolution vorgeschlagen hatten. In der Delegationssizung war es nehmen. Bebel hat durch seine Mitteilung von dem Kampf um öfter betont worden, daß die Guesdisten Ruf und Autorität der Die Anträge 16, 17, 18 und 19,*) die sich auf die StichwahlKatayama die Verhältnisse ja klassisch illustriert. Es sind aber noch deutschen Socialdemokratie für sich in Anspruch nehmen wollten, um Taktik beziehen, finden die genügende Unterstüßung, die auf Jugendandre Unregelmäßigkeiten im Amsterdam vorgekommen, denen doch gegenüber den Jaurèsistea in Vorteil zu kommen. Gegen ihren Willen und vereine bezüglichen Anträge 27, 120 und 121 werden nicht unterin Zukunft vorgebeugt werden muß. So hatte die organisierte ohne ihr Zuthun sollten die deutschen Delegierten gleichfam als Vor- stützt, ebensowenig die verschiedene Materien behandelnden Annorivegische Socialdemokratie einen Vertreter entfandt, Als zweiter spann von den Guesdisten benutzt worden.( Hört! hört!) Weshalb träge 91, 92, 93, 94, 98 und 100. Vertreter Norwegens aber war der Delegierte eines socialistischen Bebel die Erklärung abgelehnt hat, bleibt mir unbegreiflich. Nun träge 91, 92, 93, 94, 98 und 100. Jugendbundes anivesend, der seiner Nationalität nach Rusie war hat Bebel die Wirkung der Annahme der Dresdener Resolution und auch beständig unter den russischen Delegierten faß. Bei der als sehr günstig hingestellt. Ich will hoffen, daß seine Abstimmung beanspruchte er die zweite Stimme Norwegens und Annahme fich bewahrheiten wird! Wäre aber die Resolution Adlerstimmte entgegengesetzt zu dem Vertreter der norwegischen organi- Vandervelde angenommen worden, wäre unstreitig ihre Wirkung fierten Partei.( Kautsky: Sein Mandat war aber von noch größer gewesen, da sie eine größere Stimmenzahl auf sich ver- 17. Parteigenossen des III. Berliner Wahlkreises: bornherein anerkannt!) Aehnliche Verhältnisse liegen einigt hätte. Bekanntlich wurde die Dresdener Resolution mit 27 Damit der frühere Parteitags- Beschluß, bei Stichwahlen auch bei den Polen vor. Ich will nicht verschweigen, daß Stimmen gegen 12 Enthaltungen und 5 Nein angenommen. Bei zwischen gegnerischen Parteien sich strikte der Wahl zu enthalten, nicht unter ihnen eine außerordentliche Mißstimmung herrschte, die der Dresdener Resolution ist also im Plenum eine große Zersplitte zur Farce werde, speciell gegenüber dem jämmerlichen Verhalten der sich zum Teil auch auf die deutsche Delegation mit übertrug, rung eingetreten. Impoierend wirkt das nicht. Freisinnigen Volkspartei, ist stritteste Wahlenthaltung Ehrensache weil der Vertreterin einer kleinen Sektion Gelegenheit gegeben Bömmelburg: Ich bedauere, daß auf dem Amsterdamer Kongreß jedes Genossen. wurde, gegenüber der großen organisierten Partei ihre keine Gelegenheit war, die Ein- und Auswanderung eingehend zu 18. Die Parteigenossen Jakobsen und Wolf in Stimme als gleichwertig in die Wagschale zu werfen. besprechen. Das Verhalten mancher ausländischen Gewerkschafts- Bankow: Diese Anomalien müssen in Zukunft beseitigt werden. Mit Freuden organisation gegen die eingewanderten Arbeiter hätte sehr gründliche Die Partei sieht die Freisinnige Volkspartei nicht mehr als Konstatiere ich, daß Bebel unparteiisch und sachlich referiert hat. Erörterung verdient. In England werden thatsächlich äußerst kleineres Uebel" an; dieselbe ist demnach bei Stichwahlen von Eintrittsgelder erhoben. Die ( Pfannkuch: Haben Sie es etwa anders erwartet? hohe Bernsteinsche Be- unfrer Seite nicht mehr zu unterstützen, sondern nach Möglichkeit Heiterkeit.) Nein, durchaus nicht. Aber Bebel irrt sich, wenn er merkung sollte diese Thatsache etwas abschwächen, aber in ein Sieg dieser Partei zu vereiteln. meint, daß Jaurès nicht mit verföhnlichen Absichten nach Amsterdam Wirklichkeit liegen die Dinge so, daß diese hohen Eintrittsgelder den 19. Parteigenossen in Nienburg a. W.: gekommen sei. In seinem letzten Artikel in der Humanité" vor dem eingewanderten Arbeitern den Eintritt in die Gewerkschafts- Organi- Da die Politik der Welfen( deutsch- hannoversche Partei) Stongreß hebt er hervor, daß die Spaltung in Frankreich bei fation geradezu versperren. So haben in St. Louis die Organi- immer reaktionärer wird, ihr Verhalten bei Wahlen höchſt reaktionär weitem nicht so groß fei, wie man annehme. Die Guesdiften fationen vor Beginn der Ausstellungsarbeit ihre Mitgliederlisten ge- ist, ist unsrerseits denselben gegenüber bei Wahlen, und speziell bei und Baillant stimmten im Parlament fast in allen Fragen schlossen, so daß es keinem Eingewanderten möglich ist, auf Stichwahlen, striftefte Stimmenthaltung zu befolgen. genau so wie die Jaurèsisten. Gefährt fort:„ Wir gehen zum genommen zu werden.( Hört! hört! Bebel: Die reinen Zünftler!) 95. Parteigenossen in Braunschweig und Altenburg Kongreß in der Abficht, die Versöhnung, soweit als es möglich ist, an- und als vor einigen Jahren in Dänemark die große Bau- sprechen die Erwartung aus, daß in Zukunft die Meinungsäuße zubahnen". Ich freue mich, daß der Kongreß in Amsterdam diese arbeiter- Aussperrung war, beschlossen die Engländer, keine Dänen rungen innerhalb der Partei in einer solchen Form zum Austrag Die Debatte wird eröffnet. " fie der So wie Bebel nachdem Bebel erklärt hat, daß Auer auf seine Wiederwahl kein Gewicht legte. Es folgt Punkt VIII der Tagesordnung: Sonstige Anträge. Die Anträge zerfallen in verschiedene Gruppen. 16. Parteigenossen, Berlin IV: Bei allen Wahlen und Stichwahlen ist der Freifinn nicht zu unterstützen. Die Anträge 96 und 97 werden nicht unterstützt, Antrag 95 und die Resolution gegen die„ Leipziger Volkszeitung" finden die ausreichende Unterstützung. Weiter wurden unterstützt der Antrag Rabenstein betreffend[ die Soldatenmißhandlungen nebst der Resolution, die dazu gestellt ist, die Resolution Bettin- Schulz betreffend die Schulfrage, die Resolution Michels- Kautsky betreffend den Kampf der italienischen Genossen( unter der der Name Bömelburg als Antragsteller versehentlich steht, die Anträge 106,*) 107 nebst der Resolution BebelBernstein betreffend das Fremdenrecht. Es wird die gemeinschaftliche Debatte über die Anträge 16, 17, 18 und 19 eröffnet. Dr. Arons Berlin beantragt Uebergang zur Tagesordnung. Ueber solche Anträge verhandle man am besten, wenn die Wahlen vor der Thür stehen und man die Situation überschauen könne. Heute schon Beschlüsse zu fassen, die erst in 4 Jahren aktuell sind, sei nicht erwünscht.( Bebel: Aehnliche Beschlüsse sind auch früher gefaßt, aber nicht gehalten worden.) = einer Diek: Die Anträge 95*), 96 und 97 find eigentlich keine An- erhalten. 1 Stimme entfiel auf Heinrich Braun. Zu Schriftführern sind| Sache machen, sondern wünschten nur Gelegenheit zu haben, unfren träge, fondern nur Beruhigungsresolutionen.( Heiterkeit.) Wir gewählt Auer mit 250, Moltenbuhr mit 250, Pfannkuch mit abweichenden Standpunkt zum Ausdruck zu bringen. brauchen darüber nicht abzustimmen, ich werde aber die Unter- 249 Stimmen. Schwarz und Stadthagen erhielten je eine Stimme. Ebert: Ich möchte gegen das Vorgehen der Berliner Genoffen stügungsfrage stellen. Auch die Resolution gegen die„ Leipziger zu Kontrolleuren sind gewählt Meister mit 243, Brühne mit entschieden Einspruch erheben. Wenn die Genossen zu einem Punkt Volkszeitung" gehört hierher. 237, Kaden, Geck, Könen mit 235, Ehrhart mit 232, Bock mit 230, der Tagesordnung etwas zu sagen haben, haben sie sich rechtzeitig Frau Zetkin mit 205 und Pfarr mit 202 Stimmen. Außerdem er- zum Worte zu melden und nicht erst dann, wenn die Sache abhielten Berthold 69, Storch 67, Lienau 370, Frau Zietz 3, Bruhns geschlossen ist, unter ganz falscher Motivierung eine Erklärung zu und Schöpflin je 2, Weist, Segis, Ebert, Leutert, Arons, Hug, Hoff- Protokoll abzugeben.( Lebhafte Zustimmung.) mann- Hamburg, Duard, Freiwaldt je 1 Stimme. Bittorf- Berlin konstatiert, daß nur ein verschwindend Meister dankt im Namen der Kontrollkommission für das durch kleiner Teil der Berliner Delegierten die Erklärung die Wiederwahl bewiesene Vertrauen und beantragt sodann im Auf- unterschrieben habe. trage der Kontrollkommission, die Gehälter der Sekretäre und Kassierer Es folgt die Verhandlung über die bereits mitgeteilten voit 3600 auf 4200 wt. zu erhöhen. Seit Stuttgart hat feine Anträge 106 und 107*)( Unterstützung der russischen FreiheitsErhöhung der Gehälter mehr stattgefunden. In allen Zeitungen bestrebungen) und des dazu gestellten Amendements Bernstein11. f. iv. find Erhöhungen bewilligt worden, die Bebel( Schaffung eines modernen Fremdenrechts). Kontrollfommission hofft daher, daß ihr Vorschlag allgemeine Billi- Bernstein begründet sein Amendement. Die Praxis unsrer gung finden wird. Das von uns vorgeschlagene Gehalt entspricht Ausweisungen und Auslieferungen ist Ihnen ja allen bekannt. Es Sem Einkommen der besser gestellten Redakteure in unsrer Partei, famen Ausiveisungen ausländischer Korrespondenten vor, die ledigwir glauben, daß die Thätigkeit unsrer Kassierer und Sekretäre lich aus dem Grunde erfolgt sind, weil die betreffenden Personen die der der Redakteure durchaus gleichwertig ist.( Zustimmung.) deutsche Regierung fritisiert hatten. Es wird mit Ohne Widerspruch findet der Antrag der Kontrollkommission Willkür verfahren, die die Ausländer vollkommen Annahme. rechtlos macht, und wir haben ja aus dem„ Vorwärts" Frau ziet berichtet hierauf über die Beschwerden. Die Ge- ersehen, wie die in Berlin ankommenden russischen Ausnossen Jakobsen und Wolf beschwerten sich über die Zurückweisung wanderer den Auswanderungsagenten überliefert und mit Hilfe der zweier Anträge durch den Parteivorstand. In dem einen Fall han- Polizei bestimmten Schiffsgesellschaften zugewiesen werden. belt es sich um einen Vorschlag, in dem Antrag und Begründung nicht Rechtlosigkeit der Fremden in Deutschland ist so groß, daß das beauseinandergehalten find, weshalb wir die Beschwerde zurückwiesen. fannte Lehrbuch des Staatsrechts von Laband überIn dem zweiten Fall geben wir der Beschwerde statt, indem wir den haupt nichts über das Fremdenrecht enthält. Das Es folgt die Angelegenheit der Leipziger Boltszeitung". er verlangte das sind Zustände, die in einer ganzen Reihe moderner Staaten Linau zieht seinen Antrag zu Gunsten des Antrages Grünwaldt Eintreten der Frattion für eine gefeßliche Anerkennung des Rechts auf längst überwunden sind. Es iſt ja ſelbſtverſtändlich, Arbeit wurde dann dadurch erledigt, daß ihm der Parteitag die daß ein absolutes Recht des Fremden unter den heutigen baldt iſt Vorsitzender Diek: Der Antrag Grünwaldt ist in etwas ver- erforderliche Unterstützung versagte. Frau Hedwig Hedwig Gubela Verhältnissen nirgendwo existiert, aber es existieren doch änderter Form dem Bureau zugegangen, unterschrieben von 116 beschwerte sich über einen Beschluß der Berliner Genossen, in in andern Ländern Vorschriften, die Ausländer wenigstens Delegierten. Es heißt nicht mehr, daß die Notiz" voll tiefster Ent- dem diese erklärten, daß sie die Mitarbeit der Frau Gubela gegen die größte Willtür schützen. In Dänemark tann ein rüstung", sondern mit Entrüstung" zurückgewiesen wird.( Große nicht wünschten. In Uebereinstimmung mit der Kontrollkommission Ausländer, wenn er zwei Jahre im Lande lebt, nur noch wegen Heiterkeit.) Nun ist uns von der Redaktion der„ Leipziger Volks- waren wir der Ansicht, daß wir den einzelnen Organisationen feine schwerer Verbrechen ausgewiesen werden, und wenn er zeitung" folgendes Telegramm zugegangen: Vorschriften darüber machen dürfen, wen sie zur Mitarbeit heran- fünf Jahre im Lande ist, überhaupt nicht mehr. Nors ziehen wollen und wen nicht. Wir wiesen also die Beschwerde wegen läßt Ausweisungen nur durch einen Att des zurück. Schließlich hatten wir uns auch wieder mit dem Ministeriums zu, in Belgien muß jede Ausweisung der Kammer vorFall Kerrl zu beschäftigen. Sterrl wurde 1897 aus seiner Drgani- gelegt werden. Am weitestgehenden ist der Fremdenschutz in Engfation in Delmenhorst ausgeschlossen. Er versäumte es, rechtzeitig land, wo eine Ausweisung überhaupt nur durch Beschluß der VolksBerufung einzulegen und hat seitdem auf allen Parteitagen um vertretung erfolgen kann, und auch das nur in den ersten 7 Jahren Wiederaufnahme des Verfahrens gebeten. Wir haben uns bemüht, des Aufenthalts. Es ist notwendig, daß wir ein Fremdenrecht ereine Verständigung zwischen ihm und den Delmenhorster Genossen halten, wie es unsren modernen Kultur- und Verkehrsverhältnissen zu erzielen und es ist uns das auf der Grundlage folgender Resolution entspricht. gelungen, der wir dem Parteitag zuzustimmen bitten: ( Schluß im Hauptblatt.) Dick: Es ist noch ein Amendement Bader eingegangen, in Antrag 16 die Worte in der Regel" einzufügen.( Lachen.) Entsprechend dem Antrag Arons geht der Parteitag über die Anträge 16, 17, 18 und 19 zur Tagesordnung über. Antrag 95 wird ohne Debatte abgelehnt. zurück. " Die Notiz über Südekum ist von einem einzelnen Redakteur in Druck gegeben worden, der eine unmotivierte und versteckte Anspielung Sidekums auf die Dresdener Vorgänge im Interesse der Zeitung zurückweisen zu sollen glaubte, aber dabei, wie er nach reiflicher Ueberlegung anerkennt, zu weit gegangen ist und die Notiz unter dem Ausdruck seines Bedauerns nach Form und Inhalt zurücknimmt.( Beifall.) Die Gesamtredaktion, die den Druck verhindert haben würde, wenn ihr das Manuskript vorgelesen hätte, schließt sich, insofern sie der Partei für den Gesamtinhalt der Zeitung verantwortlich ist, dem Be dauern ihres Kollegen an."( Beifall.) Da der Antrag Grünwaldt sich überhaupt zur Abstimmung wenig eignet, sondern den Zweck hat, die Anschauung der 116 Delegierten auszudrücken, so glaube ich, daß es genügt, wenn wir die Anschauung der Antragsteller und das Telegramm zur Kenntnis nehmen und damit die Angelegenheit für erledigt erklären.( Beifall und Zustimmung.) Auf Wunsch der Redaktion der„ Leipziger Volkszeitung" bringe ich noch folgende Erklärung der Zeitung zur Kenntnis des Parteitages: " Nach dem Berichte der Parteipreffe hat Genosse Schippel in der Mittwoch- Sitzung des Parteitages sich mehrfach in unrichtiger Weise auf die Leipziger Volkszeitung" oder ihre Angehörigen bezogen. Wir ersuchen ergebenst, die folgende Berichtigung zur Kenntnis des 1. Die Rechtfertigungsbroschüre des Genossen Mehring hat nicht 3 bis 4 Monate zu ihrer Fertigstellung bedurft. Sie ist bereits in der fünften Woche nach Schluß des Dresdner Parteitages von dem unterzeichneten Verlage im Druck veröffentlicht worden. 2. Ein ein mit dt. gezeichneter Artikel, der in der Kritik der Parteischiedsgerichte von" Wanzentaltik und dergleichen" gesprochen und die Partei verhöhnt haben soll, ist niemals in unserm Blatte erschienen." Wir kommen nunmehr zu der Resolution Rabenstein Vollmar Bebel und zu der Resolution Kagenstein( betr. Militärmißhandlungen). Zu der Resolution Rabenstein Vollmar Bebel ist folgender Zusagantrag Meist- Köln eingelaufen: Der Barteitag erhebt entschieden Protest gegen die in letzter Zeit immer mehr geübte Praris der Militärgerichte, den Ausschluß der Deffentlichkeit bei ihren Verhandlungen herbeizuführen. Der Parteitag stellt fest, daß solche Heimlichkeit den schlimmsten Vermutungen Raum giebt und den Beweis liefert, für die Unerträglichkeit der militärischen Sonderinteressen mit den anerkannten Rechtsgrundsägen unsrer Zeit." !) auf 19210X Aus Induſtrie und Handel. Die Die Kommission spricht aus, daß die Delmenhorster Genossen aus der nicht flaren Buchführung den Schluß ziehen konnten, daß die Partei geschädigt worden ist. Um den Frieden in der Partei in Delmenhorst wieder herzustellen, hat die Kommission den beteiligten Parteien- den Vertretern der Delmenhorster Genossen einerseits, dem Genossen Kerri andrerseits folgenden Vorschlag unterbreitet: Genosse Kerrl wird in den socialdemokratischen Kursmakler und freier Makler. Seit langem fchon besteht Verein aufgenommen, nachdem er der Kommission die Erklärung zwischen den Kursmaklern und den freien selbständigen Maklern an abgegeben hat, nach der Aufnahme alles zu vermeiden, der Berliner Börse bittere Fehde. Der Kampf zwischen den Großen was zu Differenzen Anlaß geben könnte. Die Vertreter der Delmen und Kleinen spiegelt sich nämlich wie auf andern wirtschaftlichen Gebieten horster Genossen verpflichten sich, dahin zu wirken, daß wegen so auch auf dem des Maklerwesens ab. Die Kursmakler möchten gern der fraglichen Angelegenheit keine Angriffe mehr erhoben werden. Die Feststellung der Kurse, die heute unter Mitwirkung des BörsenDie Angelegenheit ist von beiden Parteien nun als vollständig vorstandes erfolgt, allein vornehmen und in die Lage kommen, erledigt zu betrachten." Beide Parteien gaben unter Hervorkehrung die freien Maller aus dem Geschäfte möglichst herauszudrängen. des Friedensbedürfnisses der Kommission die gewünschte Erklärung Als ein Mittel dazu soll der von der Maklerkammer ab. Der Parteitag erwartet nunmehr von den Delmenhorster Ge- ausgearbeitete Entwurf einer neuen Maklerordnung dienen. nossen, daß sie die Aufnahme des Genossen Kerrl in den focial- Gegen diese Ordnung haben die freien Makler in folgender an den demokratischen Verein nach den üblichen Formalitäten vollziehen. Handelsminister gerichteten Resolution Stellung genommen: Adolf Schulz: Jahrelang hat der Fall Kerrl die Delmenhorster" Der Vorstand findet für die Aenderung der bisherigen geGenossen beschäftigt und ihnen oft geschadet. Es ehrt die Deimen- feßlich festgelegten Kursfeststellung feinen Grund, da die bisherige Horster Genossen, daß sie dieser Resolution zugestimmt haben. Art der Kursfeststellung, wie auch seitens des Börsenvorstandes Hoffentlich wird Kerrl in Zukunft alles vermeiden, was zu neuen richtig ausgeführt ist, zu Unzuträglichkeiten nicht geführt Differenzen Anlaß geben könnte. Nehmen Sie die Resolution an. und durch ihre Unparteilichkeit und Zuverlässigkeit allen Die Resolution wird angenommen. Der Bericht der Frau Zieß Streifen genügt hat. Der Entwurf der Maklerkammer ist wird im übrigen zur Kenntnis genommen. der Ausfluß des Wunsches, die Kompetenzen derselben im einseitigen Interesse der Kursmakler zu erweitern und läuft auf die Schaffung eines Monopols für dieselben hinaus. Der Entwurf liegt nicht im Interesse der Allgemeinheit und ist in einzelnen Punkten ganz besonders erdacht, um die Thätigkeit der unbeeideten Vermittler, welche für den Börsenverkehr unentbehrlich ist, auszuschalten und damit die Existenz mehrerer hundert Gewerbetreibender und deren Familien zu ruinieren." Vorsitzender Diet teilt mit, daß die Kontrollkommission sich konstituiert und die Genossen Eberhard und Wengels zugewählt hat. ( Burufe: Und wer ist Vorsitzender ,?) Ach so, ich werde noch aufgefordert, die ganz selbstverständliche Mitteilung zu machen, daß Weister zum Vorsitzenden der Kontrollkommission gewählt ist.( Große heiterkeit und Beifall.) Hierauf wird der gestern mitgeteifte Antrag Schulz- Bettin betreffend Schulfrage zur Verhandlung gestellt. daß der Aufsichtsrat der Hibernia beschlossen hat, eine außerordentDresdner Bank ein Schreiben gerichtet, in welcher sie dieser anzeigt, Die Verwaltung der Bergwerksgesellschaft Hibernia hat an die folgende Punkte zu setzen: liche Generalversammlung einzuberufen und auf deren Tagesordnung 1. Nochmalige Beschlußfassung über das Angebot des königlich tage wurde von verschiedenen Seiten ausgesprochen, daß die Zeit für Schulz- Bremen empfiehlt die Resolution. Schon vor dem ParteiKakenstein begründet seine Resolution, zu der den Anstoß eine kürzlich sei, und daß es genüge, im gegenwärtigen Augenblick durch eine die Vorbereitung einer großen Debatte über die Schulfrage zu kurz erschienene Notiz des Vorwärts" über eine besonders schwere Soldaten- furze und scharfe Resolution dazu Stellung zu nehmen. In diesem Mißhandlung gegeben habe. Der betreffende Unteroffizier, der seine Sinne ist die Resolution abgefaßt. Wir Leute gezwungen hat, Gewehröl vom Boden aufzuleden ſowie das Gegner der Stonſeſſionsschule, fer jobberständlich preußischen Miniſters für Handel und Gewerbe vom 29. Juli 1904 der und vom 2. September 1904. Spucknapf zu leeren( Lebhafte Pfuil- Rufe), wurde zu 1½½ Jahren Ge- Sinuultanſchule. Was wir verlangen, nicht aus antireligiösen Gründen, 2. Abänderung des ersten Sazes von§ 16 des Gesellschaftsfängnis und Degradation verurteilt.( Nuf: Biel zu wenig!) Hätte der sondern weil wir die Religion für Privatsache erklären, ist die völlige vertrages durch Erhöhung der zulässigen Höchstzahl der Aufsichtsratsso Gemißhandelte dem Unteroffizier einen Schlag verjeßt, so wäre Beseitigung des Religionsunterrichts aus der Schule. Wir betrachten mitglieder und Feststellung dieser Höchstzahl. die Strafe zehnmal so scharf gewesen.( Lebhaftes Sehr wahr aber die Neligionsfrage nicht als eine Schulfrage, sondern erstreben, mitglieder und Feststellung dieser Höchstzahl. Die Aufforderungen, die wir in dem zweiten Absatz der Resolution anknüpfend an Comenius und Pestalozzi, eine allgemeine Reform Frage der Kapitalserhöhung auf die Tagesordnung zu setzen. Dagegen lehnt die Verwaltung der Hibernia ab, nochmals die an unfre Rekruten richten, werden für eigentliche Parteigenossen über- des Unterrichtswesens und wir sind stolz darauf, uns hierbei auf flüssig sein, aber vielleicht gegenüber jungen Leuten, die noch nicht Goethe berufen zu können, der im„ Wilhelm Meister" eine so herrrecht wissen, wie sie sich verhalten sollen, nützlich werden können. liche Utopie der zukünftigen Erziehung dargelegt hat. Die Gedanken, Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die NoheisenDeutsche Roheisen- Produktion. Nach den Ermittelungen des Schließlich möchte ich Ihnen auch noch die Resolution, die ich per- die dieser Utopie zu Grunde liegen, hat auch Mary anerkannt und Erzeugung Deutschlands und Luxemburgs im August 1904 insgesanit sönlich gestellt habe, empfehlen. Ich glaube, daß der Bericht des Partei- zu flarer Formulierung gebracht. Auf irgend welche Einzel- nur auf 851 651 Tonnen gegen 875 829 Tonnen im August 1903. vorſtandes nicht übermäßig belastet werden würde, wenn die heiten geht unsre Resolution absichtlich nicht ein, weil darüber Es wurden erzeugt 153 576 Tonnen Gießerei- Roheisen, 31 826 Tonnen schwersten und charakteristischsten Mißhandlungen in ihn aufgenommen hoffentlich ein späterer Kongreß debattieren wird. Im letzten Absatz Bessemer- Noheisen, 539 031 Tonnen Thomas- Roheisen, 53 353 Tonnen würden. Nehmen Sie die Resolution an, es wird darin dokumentiert, sprechen wir aus, daß eine wirkliche Lösung der Erziehungsfragen Stahl- und Spiegeleisen und 73 865 Tonnen Puddel- Roheisen. Die daß die Socialdemokratie als die Partei der Menschlichkeit es für erst mit der Lösung der socialen Frage möglich ist. Darum kann bisherige Gesamterzeugung der ersten acht Monate des Jahres 1904 ihre Hauptaufgabe erklärt, die ehrlose Schändung der menschlichen von einer bürgerlichen Partei die Löſung der Schulfrage erwartet mit 6 607 301 Tommen ist noch etwas größer toe die des gleicher Persönlichkeit fortgesetzt zu bekämpfen.( Beifall.) Pfannkuch erklärt sich für die Resolution Kagenstein- VollmarBebel, aber gegen die Resolution Katzenstein, die den Parteibericht viel zu sehr belasten würde. ( Kazenstein zieht den Antrag zurück.) Dann kann ich mir weitere Ausführungen ersparen.( Heiterfeit.) die Wahlen. Meist empfiehlt seinen Zusatz. Jahrelang haben wir für die Deffentlichkeit des Verfahrens gekämpft. Jest will man sie auf Umivegen beseitigen und dagegen müssen wir protestieren. Einstimmig wird der Antrag Kazenstein- Bebel- Vollmar mit dem Busaz Meist angenommen. Hierauf erstattet die Mandats- Prüfungskommission Bericht über Frau ziek( als Berichterstatterin): Es sind abgegeben 266 Stimmen, davon waren 15 ungültig, weil für die Kontrolleure mehr als 9 Namen aufgeschrieben waren. Gewählt sind zu Vorsitzenden Singer mit 250, Bebel mit 249 Stimmen; außerdem erhielten Vollmar und Bernstein je 1 Stimme. Als Kassierer hat Gerisch 250 Stimmen gebracht werden, wie es in einer Partei, deren Angehörige es mit der Erringung der im Progamm enthaltenen Ziele ernst meinen, die Pflicht jedes einzelnen gebieterisch erfordert. Der zum Parteitag nach Bremen Delegierte erhält den Auftrag, zur Verhinderung ähn= licher Vorkommnisse wie in Dresden in der entschiedensten Weise mitzuwirken. werden, sondern von Socialdemokratie.( Beifall.) Die Resolution wird mit großer Mehrheit angenommen. Der Parteitag verhandelt sodann über folgende Resolution Michels: Jahresteils 6 675 704 Tonnen. Abgenommen hat Roheisen- Erzeugung nur in einigen Teilen Rheinland- Westfalens, im Siegerlande, Hannover und Braunschweig, sonst ist sie in allen Gebieten der Eisenindustrie gestiegen. 106. Parteigenossen in Königsberg: ab Der Parteitag der deutschen Socialdemokratie beglückwünscht die italienischen Genossen zu ihrem tapferen und siegreichen, durch den politischen Massenstreit ausgefochtenen Kampf aufs herzlichste." Michels begründet den Antrag unter Zurüdziehung der Worte: ,, und siegreichen, durch den politischen Massenstreit ausgefochtenen". In Erwägung: Es wurde uns mitgeteilt, daß diese Worte mißverstanden und daß das abscheuliche Willkürregiment in Rußland auf das enteine neue Generalstreit- Debatte veranlassen könnten. Das haben schiedenste im Interesse der Kultur bekämpft werden muß, daß die wir natürlich nicht beabsichtigt, und da die Worte für den Sinn russischen Genossen, welche diesen Kampf unter den schwersten Opfern der Resolution unwesentlich sind, ziehen wir sie zurüd. Genossen! führen, der Unterstügung auch der deutschen Socialdemokraten ver Wir sind eine internationale Partei, da thut es gut, wenn einer den sichert sein dürfen; andern ermutigt. Unfrer italienischen Genossen Leid ist unser Leid, ihre Feinde sind unsre Feinde. Nehmen Sie also diesen Glückwunsch einstimmig an! Der Antrag wird angenommen. Vorsitzender Dick verliest folgende ihm zugegangene Erflärung: " Durch einen von dem Vorsitzenden Genossen Diez vorgenommenen Abstimmungsmodus wurde uns die Möglichkeit genommen, gegen die Erhöhung der Gehälter der Parteisekretäre zu stimmen. Wir erklären behalb, daß wir bei einem andren Abstimmungsmodus gegen diese Erhöhung gestimmt hätten." Schneider. Karl König. Hahn. Voigt. Jansen. Antric. habe nichts dage daß die preußischen Justizbehörden denjenigen deutschen Parteigenossen, in Erwägung: welche den russischen Genossen durch Mitwirkung bei der Verbreitung von Agitationsschriften offen vor den Augen der deutschen Behörden behilflich getvefen sind, durch Erhebung einer Anklage von Geheimbündelei diese Mitwirkung zu unterbinden versucht haben, beschließt der Parteitag: 91. es, ift eine 1. es ist eine selbstverständliche Pflicht internationaler Solidarität, den russischen Parteigenossen bei der Verbreitung von Druckschriften, sofern sie nicht gegen die deutschen Geseze verstoßen, gefällig zu ſein; gierung noch ausbrücklich 2. diesen Beschluß der Staatsregierung noch ausdrücklich bekannt zu machen. 4107. Barteigenossen in Potsdam- Spandau- Osthavelland schließen sich dem Antrag der Königsberger Genossen an: *) Antrag 106 siehe Nr. 223 des Vorwärts" erste Seite. 107. Parteigenossen in Potsdam- Spandau- Osthaberland ſchließen sich dem Antrag der Königsberger Ge- Jentsch. Ewald. Schubert. noffen Ich habe nichts dagegen einzuivenden, wenn unsre GeschäftsDer Parteitag möge durch eine Resolution den Zarismus brand- führung bemängelt wird, aber in diesem Falle haben die Genossen Der Parteitag möge durch eine Resolution den Barismus brandmarken und die Pflicht aller deutschen Socialdemokraten, unsren recht. Ich habe wiederholt gefragt, ob Widerspruch gegen den marken und die Pflicht aller deutschen Socialdemokraten, unsren russischen Brüdern in ihrem schweren Kampfe nach Kräften, ins- Antrag erhoben werde, und erst als das nicht geschah, ihn für russischen Brüdern in ihrem schweren Kampfe nach Kräften, insbebesondere bei dem Transport socialdemokratischer, in Deutschland angenommen erklärt. sondere bei dem Transport socialdemokratischer, in Deutschland nicht nicht berbotener Litteratur nach Rußland beizustehen, ausdrücklich Antrick: Da wir dem Antrag ohne Zustimmung unsrer Mandat- verbotener Litteratur nach Rußland beizustehen, ausdrücklich festfeststellen; diese Resolution ist mit Rücksicht auf§ 128 des Deutschen geber nicht beitreten konnten, hätten wir dagegen gestimmt, wenn stellen; diese Resolution ist mit Rücksicht auf§ 128 des Deutschen Strafgesetzbuchs den zuständigen Behörden ausdrücklich bekannt zu der Vorsitzende uns durch den üblichen Abstimmungsmodus dazu Strafgesetzbuchs den zuständigen Behörden ausdrücklich bekannt zu geben, Gelegenheit gegeben hätte. Wir wollten keine Staatsaktion aus der geben. Kennen Sie unser Rabatt- System? No. 346201. Gesetzlich geschützt. RABATT- KARTE Waarenhaus A.Jandorf& C Berlin Belle- All iancestr. 1-2 Spittelmarkt 16-17 Gr.Frankfurterstr.113 ANWEISUNG. Wir verabfolgen auf Wunsch bei Baareinkäufen für je 25 Pf. des bezahlten Betrages eine RabattMarke. Diese Marke klebe man in die auf der Innenseite der Rabatt- Karte vorgedruckten Felder. Sobald die Felder besetzt sind, wirddie Rabatt- Karte von uns mit 1 Mark in baar eingelöst. Uon d.Rabatt- Uergünstigungen find wenige Artikel ausgenommen Wer bei Jandorf kauft spart Geld! A. JANDORF& Co. SPITTELMARKT 16/17 Ecke Leipziger Strasse BELLE ALLIANCE- STR. 1/2 Am Blücherplatz GROSSE FRANKFURTER- STR. 113 Ecke Andreas- Strasse BRUNNEN- STR. 19/21 Ecke Veteranen- Strasse Von Montag den 26. September bis Sonnabend den 1. Oktober soweit der Vorrat reicht. Nähnadeln Kurzwaren Brief 25 Stück 1 Pr. 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Dienstagabend 81, Uhr Versammlung des Aber vom plattdeutschen Humor wollen wir zum Schluß Wahlvereins im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Tages- noch eine Probe geben. Sie geht die Berliner an, insbesondere ordnung: Vortrag des Herrn Magnus Schwantje:„ Die wissenschaft- die Mitglieder des wegen seines proletarischen Prozentums bei der nehmer schreibt uns, daß das Publikum vielfach den nötigen Takt liche Tier- und Menschenfolter( Vivisektion) und ihre Gefahren für Bourgeoisie in Verruf geratenen Ruderklubs Vorwärts: die Arbeiterklasse". Diskussion. Frauen haben auf der Galerie Zutritt. Friedenau. Mittwochabend 8 Uhr findet im Gesellschaftshaus, Rheinstr. 14, die Mitgliederversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: Bericht des Genossen Wollermann- Schöneberg über den Bremer Parteitag. Lichtenberg. Dienstagabend 81/2 Uhr findet in Höflichs Schwarzem Adler, Frankfurter Chaussee 120, eine Versammlung des Wahlvereins statt, in der Genosse Sonnenburg- Friedrichshagen den Bes richt vom Parteitag in Bremen geben wird.. Nieder Schönhausen. Bezirk Pantow. Dienstagabend 81 Uhr: Wahlvereins- Versammlung, Lindenstr. 43. Vortrag des Ingenieurs Genossen Grempe: Aufgaben der kommunalen Technik. Abrechnung vom Sommerfest. Schöneberg. Am Dienstag, den 27. September, findet im Obst schen Saale, Meiningerstr. 8, die Versammlung des Wahlvereins statt. Auf der Tagesordnung steht die Berichterstattung vom Parteitag in Bremen. Der Schmargendorfer Wahlverein hält am Dienstagabend 8 Uhr im Restaurant Sanssouci seine ordentliche Mitgliederversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht u. a.: Bericht von den Gemeindevertreter- Sigungen. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Der Vorstand. " Lokales. De rode Hinnert. Die Damen des Ruderklubs, die hierorts trotz aller Wißbegierde nicht herausbekommen sollten, was ein„ Achtern" ist, mögen beim Roden Hinnerk" in Bremen selbst nachfragen. noch bekannt gemacht wird, oder können an der Theaterkasse zurückgegeben werden. Pietät. Das Kl. Journal" schreibt: Gelegentlich der Beiansammlung recht unerfreuliche und bellagenswerte Scenen auf dem sehung Emil Thomas haben sich angesichts der enormen MenschenFriedhofe der Kaiser Wilhelm- Gedächtniskirche abgespielt. Ein Teilvermissen ließ, der allein schon durch den ernsten Ort geboten ,, Wat snackt se denn jetzt unmer von Damen- Achtern, schien. Ohne jede Pietät drängte und stieß sich die Menge, wat is dat eegentlich?"-" Do doch nech fo! Du weeßt doch, wat'n ohne in irgend einer Weise den Ermahnungen des KirchhofsAchtern is!"„ Aber worum schriewt se dat denn ummer platt- personals Gehör zu schenken. Bedauerlichermeise zeichnete sich die bütsch?"- Up hochdütsch klingt jem dat woll to unanständig." Damenwelt durch aufdringliche Neugierde besonders aus. So stiegen einzelne Damen auf Grabhügel, unbekümmert um den ,, Dat kann fin." steine wurden erklettert und eingezäunte Grabstellen geöffnet oder Blumenschmuck, der von sorgsamer Hand dort gepflegt wurde, Grabbestiegen, um von derart erhöhter Stelle aus einen besseren Ausblick zu haben. Erregte Scenen spielten sich auch zwischen solchen Personen ab, die auf dem Friedhofe Gräber in Pflege haben und nun sehen Die städtischen Heimstätten werden in absehbarer Zeit die Ver- mußten, wie wenig pietätvoll die Neugierigen das Recht der Vermehrung erfahren, die seit langem nötig war und von social- storbenen mißachteten. Als ein Kuriosum sei ferner noch erwähnt, demokratischer Seite immer und immer wieder gefordert worden ist. Im daß es dem Geistlichen, Herrn Pfarrer Krummacher, angesichts der Winter oder zum Frühjahr wird die neue Heimstätte für Lungen- tausendköpfigen Menge erst nach längeren Bemühungen und auf Umfranke Männer fertig sein, die in Buch gebaut wird. Inzwischen wegen gelang, überhaupt in die Grabkapelle zu gelangen, da die ist mit den Verhandlungen über eine weitere Vermehrung beregulären Zugänge versperrt waren. gonnen worden. Es wird geplant, eine zweite Heimstätte für meiſters Dr. Stei de tagte gestern das Plenum der Bau- Deputation. Sigung der Baudeputation. Unter dem Vorsitz des Bürgergenesende Frauen ins Leben zu rufen. Der Magistrat hatte Die Deputation genehmigte den neuen Baufluchtlinienplan für die zunächst an die Errichtung einer neuen Anstalt zu 75 Betten ge- Abteilungen XII und XIII des Bebauungsplanes, wo nunmehr mit dacht. Doch hat das Heimstätten- Kuratorium sich dahin ausgesprochen, der Ausführung des Radialsystems XI und dann mit der Bebauung daß es empfehlenswert sei, bei dieser Gelegenheit gleich einen Ersatz begonnen werden soll. Ferner stimmte die Deputation der Anlage zu schaffen für die im Herbst 1887 in Blankenburg eröffnete erste von Fußwegen über die neu projektierten Gartenflächen usw. des Berliner Heimstätte, deren Baulichkeiten ohnedies einer baldigen Dranienplages im Zuge der Dresdener- und Naunynstraße bis zur Erneuerung bedürfen. Vom Kuratorium ist der Vorschlag gemacht Brücke zu. Für die Verlängerung der Steffelstraße durch den worden, dort eine größere Heimstätte zu 150 Betten zu bauen, die fleinerung des Plages K an der Revalerstraße zugestimmt. Ferner Invalidenpark wurden Baufluchtlinien Invalidenpark wurden Baufluchtlinien festgesezt und der Verdie alte Blankenburger Heimstätte für genesende Frauen ersetzt und genehmigte die Deputation die Aufnahme einer neuen Straße 58b zugleich die neue Heimstätte für genesende Frauen in sich schließt. zwischen der Badstraße und der neu angelegten Straße 62a von der Der Magistrat steht diesem Gedanken freundlich gegenüber. Es ist Banks nach der Hoch- bez. Behmstraße. Diese neue Straße soll den zu wünschen, daß auch in der Stadtverordneten- Versammlung, wenn bekannten ehemaligen Weimannschen Volksgarten der Bebauung erdiese um ihre Zustimmung ersucht wird, sich eine Mehrheit dafür schließen. Der Volksgarten wird dann eingehen müssen. Mit dem findet. Volksgarten, dessen Geschichte eng mit der Entwicklung des Gesundbrunnens verknüpft ist, würde eine Erholungsstätte verschwinden, die Jahrzehnte lang von Hunderttausenden besucht worden ist and doch dem Berliner aus dem Westen vollständig fremd war. Silfe( Sanitätswachen, Unfallstationen und Rettungswachen) hat Erste Hilfe. Uns wird geschrieben: Der Verband für erfte sich die Aufgabe gestellt, im Einvernehmen mit Polizei, Magistrat, verbesserungsbedürftigen Krankentransportwesens Berlins und seiner Kultusministerium und Rotem Kreuz eine Neugestaltung des sehr Vororte durchzuführen. Der Polizeipräsident hat nun den gewerblichen Transportunternehmern, die bisher die behördlichen Krankentransporte ausführten, die mit ihnen geschlossenen Verträge zum 1. Januar 1905 gekündigt, um diese Transporte dem Verbande für erste Hilfe Borsigender: Professor v. Bergmann zu übertragen. Die Specialtransportkommission des Verbandes wird ins werden. Die zur Zeit noch vorhandenen großen Ansteckungsgefahren besondere dafür Sorge tragen, daß die Preise der Transporte billiger sollen vermieden, die Wagen im Interesse der Patienten zived= mäßiger ausgestattet und die Begleitmannschaften besser geschult Es ist arg übertrieben, wenn ein Weiser aus alter Beit fagt, daß man dort, wo es Schwarzbrot zu essen giebt, nicht lachen könne. Aber die schwere, feuchte Luft an Elbe und Weser wirkt doch auf das Gemüt des Menschen ein. Sie läßt keinen scharfen Sarkasmus, Die Droschke zweiter Klaffe ist ebenso wie die ohne Fahrpreisauch keine Schnodderigkeit aufkommen, aber dem Ursprung ihres anzeiger in Berlin auf den Aussterbe- Etat gesetzt. Dies zeigt jetzt Namens nach pflegt sie eine Pflanze, die in Berlin wenigstens nur auch das neue Verzeichnis der Halteplähe, das vom Volizeipräsidium fümmerlich fortkommt: den echten Humor. Der plattdeutsche Humor zur Einführung am 1. Oktober aufgestellt worden ist. Es umfaßt ist kein behender Bursche, der elegante Fechterkunststücke treibt; er nicht nur den Landespolizeibezirk Berlin mit Charlottenburg, Hilfe( Sanitätswachen, Unfallstationen und Rettungswachen) hat überlegt lange, bevor er sich zu erkennen giebt. Aber wir wissen Schöneberg und Rigdorf, sondern auch Wilmersdorf, Weißensee, aus plattdeutschen Dichtern, daß er sich unter Brüdern sehen lassen Droschkenwesen sind insgesamt 1010 Haltepläße vorgesehen. Davon Friedrichsberg und Lichtenberg. Für dieses ganze Groß- Berlin im tann. Allerdings fetzt er als selbstverständlich voraus erstens, daß ist jetzt mehr als die Hälfte ausschließlich für Droschten erster Klasse der Hörer einen Brocken plattdeutsch versteht, zweitens aber, daß er mit Fahrpreisanzeiger bestimmt. Es sind deren 527. Sie verteilen nichts frumm nimmt. sich auf sämtliche genannten Orte. Haltepläße für fog. schwarze So ist denn ein gar gewaltiger Unterschied zwischen dem funken- Droschten, d. h. ohne Fahrpreisanzeiger giebt es nur 147. Charsprühenden Großen Mißberständnis", das in Dresden lottenburg hat deren nur 4, Schöneberg 3 und ganz Rirdorf 1, voriges Jahr die einzige Erquicung war, und dem Roden während es in den andren Vororten überhaupt keine schwarzen Hinnert", den die Bremer, und zwar sie ganz allein, den dort giebt es etwa doppelt so viel, 324, da auch die Gepäckdroschken, die es Droschkentutscher giebt. Haltepläße für Droschten zweiter Klasse zum Parteitag versammelten Männern und Frauen vorgeführt immer geben wird, mitgezählt werden, auch werden hier die Droschten mit und ohne Fahrpreisanzeiger nicht unterschieden. In Berlin Der„ Rode Hinnert" trägt den Bremer Roland als Wahrzeichen giebt es 305 solcher Bläge, in Charlottenburg 9, in Schöneberg 7, am Kopf. Den Roland, der von„ August" mit künstlerischem Sinn in Rigdorf 2 und in Weißensee 1. rot angestrichen wird und mit vergnügtem Schmunzeln diese NeuDie„ General- Schuhliste", welche der Bund Berliner Grundeinkleidung über sich ergehen läßt. Dann kommt Hinnert mit seinen befizervereine vor neun Jahren herausgegeben hat, enthält nach der Ausfällen gegen all und jeden in der Partei. Um sie vom Stapel neuesten Statistit 6543 Namen„ nicht empfehlenswerter Mieter". zu lassen, muß unser Freund sich vorher ein wenig präparieren; ein Die in dieser Schwarzen Liste aufgeführten Personen sind meist " Briehm", auch swarten Krusen" genannt, hinter die folche Mieter, welche mit der Mietszahlung im Rückstande geblieben „ Ausen" geschoben, gehört bor allen Dingen dazu. Dann sind. Sobald sie ihren Verpflichtungen nachgekommen sind, werden fann's losgehen. Sie alle kriegen dann ihr Teil: Bebel, Zubeil, sie von der Lifte wieder gestrichen. Derartige Streichungen waren Hoffmann, Antrick, Schippel, Peus, und wer sich sonst noch zeichnen( vorausgefeßt, daß die betreffenden Hauswirte überall die in den letzten drei Nachträgen"( Dezember 1901/3) nur 28 zu berin letzter Zeit mausig gemacht hat. Auch die Parteigenofsinnen Löschung der Mietsschuldner pflichtgemäß beantragt haben). Dagegen fommen nicht zu kurz. Aber ein Esel, der etwas übel nimmt! Und tamen 35 Mieter, die schon in früheren Jahren in der Schußliste wenn wir uns unsern Hinnert erst genau angesehen haben, dann verzeichnet waren, im neuesten Nachtrag zur Anmeldung, also im lernen wir die Treuherzigkeit schätzen, mit der er die Parteitags- ersten Rückfalle". Ueber die" General- Schußliste gegen nicht delegierten einleitend begrüßt hat: empfehlenswerte Hauswirte", welche der Mieterverein sich zulegen wollte, verlautet noch immer nichts; an„ Material" für eine solche mangelt's sicherlich nicht. haben. Ramt alle rin, ji von'n Parteivorstand, Un of ji annern, wi gewt jo de Hand. Et hat en bäten langen mit jo duurt, Wi hefft en dächten Strämel up jo luurt. Nä, Kinners, dat ji uns of mal beehrt, Warraftig, dat is aller Ehren wert. Nu tann't nich fehlen, nu geit allens got, Bergät't man eent nich: lemmer ruhig Bloot. Us' ole forsche Roland Holt de Wacht, Dat ji jo nich so wie in Dresden kracht. Bi us, bar geit dat ummer sinnig to, Berdrägijo Rinners, malt hier leen Halloh! Dat is so Mode an de Waterkant: Erst wat wi dreemal matt, dat het Best and. Wenn ji jo allens dreemal äberleggt, Dann tamt ji woll bi Lütjen sacht torecht. Wie hefft hier use eegene Republik, Senat und Borgerschaft matt de Musik, Dat is ne Luft, wie de blietot fein in Taft, Un Swartbrot ward bi us ok duchtig backt! Ja, ja, us Bremen, dat is noch en Stadt, Dar sprätt de Lüde hochdütsch un of platt. Wi handelt mit Toback, Boomwull und Butt, Und af und to geit mal so'n Kerl kaput. Denn neit he ut mit all dat schöne Geld, Wat matt so'n Quart us? Wi find nich vergrellt. Wi lacht und matt en ganz tofräen Gesicht, Wil use Tokunft up dat Water liggt. Wat wät ji binnen dar in Bayerland Und Swaben denn von use Waterkant? Mennt ji, wi fahrden up'n Appelfahn? Jawoll, dar mät ji na de Spree hengahn. Kennt ji dat Bremer Natschonalgericht Bruunkohl und Pinkel? Ja, dat is nich licht, Dat is en Aeten recht na Seemannsbrut, Lat ji dat aber leewer ut'n Buuk. Et gift bi uns of allerhand to sehn, us Wall und Borgerpart de find woll schön, Befiett jo aber of dat Buutendoor, Und wenn ji Tied hefft, fahrt int Dübelsmoor. Un wenn ji fertig sied, dann stärkt jo mol, Ganz glief mit oder ohne Alkohol. Ji könt hier dohn un loten, wat jo paßt, Wer garnig drinkt, dat is en drögen Gast. Wat ji beraen und besluten bot, Dat wat wi, dat hett immer Hand und Foot. Denn flaue Dufferts find bi jo genog, Und wer't am besten kann, de kriggt en Hoch! So weit sich jetzt der Parteitag beurteilen läßt, haben seine Mitglieder die hier eindringlich gegebenen Ratschläge beachtet und werden. Mordverfuch am eignen Bruder. Ein furchtbares Drama hat sich der„ Berl. 3tg." zufolge gestern um die Mittagszeit in der Wolfffchen Feilenhauerfabrik, Chauffeeſtr. 48, abgespielt. Dort waren in einer Werkstatt die beiden Brüder Krüger, der eine als Meister, der andre als Geselle beschäftigt. Zwischen den Brüdern scheinen jedoch ohne daß die Fabriksleitung oder die Arbeiter davon Kenntnis hatten Differenzen ernster Natur bestanden zu haben, die gestern mittag sich zu einem blutigen Vorfall gestaleten. Die beiden Brüder waren über die Mittagszeit allein in der Werkſtatt einen der Brüder röchelnd auf dem Boden liegen. Aus einer Kopfzurückgeblieben. Als später ein dritter Arbeiter erschien, fand er wunde siderte Blut auf den Boden der Werkstatt nieder. Der allem Anscheine nach Schwerverletzte konnte sich noch durch einige Worte verständlich machen, aus denen zu entnehmen war, daß er das Opfer eines von seinem Bruder an ihm verübten Revolverattentates ge= worden. Der Thäter war in der Fabrik nicht mehr aufzufinden und hat allem Anscheine nach einen Fluchtversuch unternommen. Der Verletzte war bei Anlegung des Verbandes bewußtlos ges Warnung vor Losschwindlern. Aus Amsterdam erhalten worden. Er wurde schleunigst nach dem Krankenhause geschafft, wir folgende Zuschrift: Seit einiger Zeit warnen verschiedene zur selben Zeit waren auch schon Polizeibeamte zur Aufnahme des Beitungen, Polizeibehörden usw. vor ausländischen, hauptsächlich Thatbestandes an dem Orte des tragischen Ereignisses erschienen. Amsterdamer 2osschwindlern; auch das Berliner Polizeipräsidium hat fürzlich verschiedentlich auf dieses Strauchrittertum aufmerksam gemacht und vor einer Beteiligung an den von jenen Hochstaplern arrangierten Serienlosgesellschaften gewarnt. Diese Serienlose und Prämienpapiere, auf die man Anteile und Promessen herausgiebt, sind oftmals gar nicht vorhanden. Aber auch, wenn sie thatsächlich existieren, müssen die Teilnehmer durchschnittlich das mehrfache, oft das zehnfache und noch mehr für sie bezahlen. In Aachen wurde vor einigen Wochen der Agent einer solchen Schwindelgesellschaft mit 3 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust bestraft; auch sonst wurden in verschiedenen Städten sehr hohe Strafen verhängt. Aber immer noch lassen sich Leute, meistens Arbeiter, verlocken, Agenturen von diesen Gaunern zu übernehmen, wie sich denn auch die von diesen Banken" geschröpften Leute größtenteils aus Arbeiterkreisen rekrutieren. Gegenwärtig cirkulieren Arg gefleddert wurde vorgestern Abend um 7 Uhr ein junger Beitungsbeilagen, welche Promessen auf Ottomanische Staatseifen- Mann aus Charlottenburg, der sich herzkrant auf einer Bank Unter bahn- Lose anbieten und wonach Bestellungen darauf von einem den Linden am Pariser Platz niederlassen mußte und eine Zeitlang Herrn E. in der Jerusalemerstraße in Berlin entgegengenommen bewußtlos war. Als er wieder zu sich fam, bemühten sich zwei gutwerden. E. ist Agent der Prämien- Effektenbank A.-G. zu Amster gekleidete Männer um ihn, führten ihn zum Brandenburger Thor dam; vor dieser Bank besonders kann nicht eindringlich genug gewarnt und brachten ihn von dort in einer Droschte bis in die Nähe seiner werden. Das ganze Unternehmen beruht auf Schwindel. Ihr Wohnung. Der junge Mann war so schwach, daß er sich um die Inhaber ist ein wegen Betrugs oft vorbestrafter und aus Deutsch- Vorgänge nicht weiter fümmerte und nicht einmal weiß, wer die land geflüchteter Gauner Namens 2. K. F. Stroebel, der auch noch Droichte bezahlt hat. In seiner Wohnung angekommen, entdeckte wegen seiner von den Niederlanden aus begangenen Betrügereien Steckbrieflich von Deutschland aus verfolgt wird. Diese Attien- er, daß man ihm seinen Militärpaß und seinen Brustbeutel mit zwei Hundertmarkscheinen, 2 3wanzig- und 2 Behnmarkstücken, 18weimarkgesellschaft" arbeitet augenblicklich mit Cirkularen, die in einer stück mit dem Bilde Kaiser Friedrichs und ein silbernes Armband Auflage von 3 Millionen hergestellt sind, sowie mit einem großen gestohlen hatte. Heer von Agenten fieberhaft in fast allen Gegenden Deutschlands. Wem seine fauer verdienten Groschen lieb find, sehe sich vor. Jeden falls aber nehme man keine Nachnahmen aus Amsterdam an. " Mit der Beseitigung des Scheunenviertels ist praktisch der Anfang gemacht worden. Der Magistrat hat mit Zustimmung der Stadtverordneten das in der Linienstraße 227/228, Ede Füjilierund Amalienstraße 1 belegene, ferner das Bartelstraße 3 belegene und das Grundstück Kleine Alexanderstraße 29 fäuflich erworben. Von einer Anzahl andrer Eigentümer sind dem Magistrat Angebote gemacht worden. Gestern, Sonnabend, sollte das National Theater am Weinbergsweg mit dem Troubadour" eröffnet werden. Es fam aber anders. Die Behörde untersagte aus baupolizeilichen Gründen die Vorstellung. Sollte die Direktion eines neuen Theaters nicht früher als im letzten Augenblid von der Polizei über etta vorhandene bautechnische Mängel unterrichtet werden können? Ende des Sportparks Friedenau. Das der Stadt Berlin ge= hörige große Terrain in Friedenau, auf dem lange Jahre die Meister vom Cement Herr waren, ist jetzt verkauft worden, und zwar an die Berlinische Bodengesellschaft für den Preis von 2 875 000 M. Ursprünglich hatte die Stadt den Besiz für 2 550 000 m. zum Vers fauf gestellt. Der Ausschuß, der sich dann mit dieser Angelegenheit beschäftigte, beschloß aber eine öffentliche Ausschreibung, bei der die Berlinische Bodengesellschaft mit dem höchsten Gebot bertreten war. Der Sportpark Friedenau schließt also mit dieser Saison seine Pforten, denn schon am 15. Dezember muß der jetzige Bächter das Gelände geräumt haben. Der Rennbahndirettor Knorr steht wegen Erwerbes eines neuen Terrains zu gleichem Zwecke in Unterhandlungen; voraussichtlich werden diese in furzem zum Abschluß kommen. " hatte, ereignete sich Freitagabend. Wir erhalten darüber folgende Ein Eisenbahn- Unfall, der zum Glück feine ernsten Folgen amtliche Meldung: Gestern abend fand auf dem Güterverbindungsgeleife Tempelhof- Ringbahnhof- Anhalter Güterbahnhof ein Zus fammenstoß abgelaufener Wagen mit stehenden Wagen statt. Die bom höher gelegenen Damm abgestürzten Güterwagen sperren das Vorortgeleise Potsdamer Bahnhof- Groß- Lichterfelde- Ost. Ein= geleisiger Betrieb wird auf dieser Strecke aufrechterhalten. Personen find nicht verletzt. Das gesperrte Geleise wird voraussichtlich heute wieder fahrbar sein." In einem Bericht heißt es ferner: Ein Bufall brachte es mit sich, daß ein von der Station Papestraße furze Beit vor dem Unfall abgelassener elektischer Personenzug infolge Sturzschlusses zum Stehen gebracht wurde. Wäre dies nicht der Fall gewesen, so hätte leicht ein unbeschreibliches Unglück passieren fönnen. Eine Lokomotive führte den Berfonenzug nach dem Potsdamer Bahnhof. Sodann wurde der Betrieb auf der Strecke GroßLichterfelde mit Dampf eingeleifig fortgeführt. Die Direktion des Theaters schreibt uns: Die Behörde unterzog gestern( Sonnabend) mittag das National Theater einer Ein Baunnfall ereignete sich vorgestern auf dem Bau des Unters neuerlichen Besichtigung und sah sich veranlaßt, die Abhaltung von nehmers Biehmann am Kurfürstendamm 161. Dort stürzte der Borstellungen in dem neuen Hause bis auf weiteres noch nicht Maurer Ernst Oehlte aus der Höhe der zweiten Etage ab und zu gestatten. Als Grund dieser Verfügung wurden Mängel ver- erlitt schwere Verlegungen. Der Verunglückte, der 21 Jahre alt tehrssicherheit und baupolizeilicher Natur angeführt, die man in ist, fand Aufnahme im Krankenhause Westend. Der Unfall wäre, einigen Tagen beseitigen zu können hofft. Die gelösten Billets be- tie uns der Maurerverband mitteilt, weniger schlimm abgelaufen, halten ihre Gültigkeit für die Eröffnungs- Vorstellung, deren Termin I wenn der Bau ein vorschriftsmäßiges Schutzdach gehabt hätte. Ertrunkenes Schifferkind. Ueber Bord gestürzt und ertrunken] tst gestern in der Nähe des Müggelsees das vierjährige Töchterchen bes Schiffseigners Schulz, welches sich auf ber Bille ihres waters befand. Das Kind spielte auf dem Deck, näherte sich hierbei zu sehr dem Bord und stürzte, ohne daß jemand von der Bemannung etivas merkte, ins Wasser. Der auf Deck befindliche Hund schlug an und sprang dem Kinde nach, doch bemühte sich das kleine Tier vergeblich, die Kleider des Mädchens zu erfassen. Durch das Gebaren des Hundes waren die Eltern auf den Unglücksfall aufmerksam geworden, doch blieben die von dem Vater angestellten Rettungsversuche erfolglos. Erst nach etwa einhalbstündigen Bemühungen gelang es, die Leiche des Kindes zu bergen. Im Belle- Alliance- Theater sahen wir am Freitag einen alten Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. räfig brieder auf die Bühne Langere Beit hat birler Künſter Meistersinger von Nürnberg.( Anfang 7 Uhr.) Dienstag: Manon. Bekannten wieder. Herr August untermann trat als Onfel Königliches Opernhaus. Sonntag: Der Freischüß. Montag: Die seinen plattdeutschen Lieblingsdichter nur in Recitationen verherr- Mittwoch: Hänsel und Gretel. Coppelia. Donnerstag: Tristan und Isolde. licht; jetzt führt ihn der Gedanke, sein fünfzigjähriges Künstlerleben( Anjang 7 Uhr.) Freitag: Bar und Zimmermann. Sonnabend: Der zu feiern, auf die Bretter zurück. Junkermann spielte die ihm einzig Barbier von Sevilla. Sonntag: Bajazzi. Coppelia., Montag: Rienzi. liegende Gestalt aus der Stromtied mit dem prächtigen Humor, in( Anfang 7 Uhr.) dem ihm so leicht keiner gleich kommen wird; und auch vom Alter des Künstlers ist beim Lampenlicht nichts zu verspüren. Die übrigen Künstler kamen dem Gaste leider weder an Gestaltungskraft gleich, noch nahmen sie es im Plattdeutschen mit ihm auf. Montag ist das eigentliche Jubiläum des Herrn Junkermann. Aus den Nachbarorten. Neues Königl. Opern- Theater. Sonntag: Wie die Alten fungen. Montag: Romeo und Julia. Dienstag: Sappho. Mittwoch: Ein kritischer Sonnabend: Egmont.( Anfang 7 Uhr.) Tag. Donnerstag: König Heinrich V. Freitag: Ein fritischer Tag. Sonntag: Ein kritischer Tag. Montag: Maria Stuart.( Anfang 7 Uhr.) Deutsches Theater. Vom Sonntag, den 25. September bis Montag, den 3. Oktober: Kettenglieder. Berliner Theater. Sonntag: Lette Stunden. Montag: Zapfenstreich. Dienstag: Letzte Stunden. Mittwoch: Jm bunten Rod. Donnerstag: Zapfenstreich. Freitag: Onkel Wanja. Sonnabend: Zapfenstreich. Sonntag: Onkel Wanja. Montag: Zapfenstreich. Urania. Im Bannkreis der Jungfrau" heißt der reich ausgestattete Vortrag, der gestern Mittag zum ersten Male in der Urania vorgeführt wurde. Diesmal gab es keine farbigen Photo- Aus dem Bau der Arbeiterwohnhäuser" in Spandau durch den graphien, sondern die Kunst des Dekorationsmalers trat nach altem Militärfiskus wird nun doch wohl nichts werden, denn jetzt ist diesem Leffing- Theater. Sonntagnachmittag 22 Uhr: Monna Vanna. Brauch wieder in ihre Rechte. H. Harden haben der Urania seit ihrem Bestehen zur Seite ge- Gegner erstanden. Die Deputation lehnt die Erteilung der Bau- Traumulus. Freitag: Die Frau vom Meere. Die Herren W. Kranz und Projekt erfreulicherweise auch in der städtischen Baupolizei ein Sonntagabend: Traumulus. Montag: Die Frau vom Meere. Dienstag: Traumulus. Mittwoch: Der Richter von Zalamea. Donnerstag: Sonnabend: Traumulus. standen und auch jetzt sind von ihnen Bilder hervorgezaubert worden, erlaubnis mit Recht ab, da das in Aussicht genommene Bauterrain Sonntagnachmittag 2, Uhr: Rose Bernd. Sonntagabend: Traumulus. die, soweit es überhaupt menschenmöglich ist, auf der Bühne in voller an feiner regulierten Straße liegt, und darum zunächst mit Montag: Die Frau vom Meere. Natürlichkeit die erhabene Pracht der Alpen veranschaulichen. In Kanalisation sowie mit Gasleitung versorgt werden muß. Im Theater des Westens. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Wild. ihren großen Vorträgen giebt die Urania ja weit mehr als bloße Interesse der Arbeiter liegen solche Art Arbeiterwohnhäuser" schüß. Sonntagabend: Die Fledermaus. Montag: La Traviata. Dekorationseffekte; Wandelbilder wechseln ab mit landschaftlichen sicherlich nicht. Da hat der Militärfistus doch eine viel günstigere Dienstag: Der Wildschuh. Mittwoch: Gasparone. Donnerstag: La Scenerien, in denen nicht allein Mondschein, Alpenglühen, Sturm Gelegenheit, sein Wohlwollen für seine Spandauer Arbeiter zu be- Traviata. Freitag: Die Fledermaus. Sonnabend: Der Freischüz. Sonntag und Schneegestöber, sondern auch eine Wasserfahrt so natürlich vor- weisen Sonntagabend: Undine. Monindem er deren Lohnforderungen bewilligt, und nachmittag 3 Uhr: Der Troubadour. geführt wird, als es sich überhaupt mit echtem Wasser darstellen läßt. anch das Bestreben der Stadt, die immer dringender benötigten tag: Tell. Neues Theater. Sonntag: Erdgeist. Montag: Der Strom. Und das ist das Schöne bei so einer Urania- Vorstellung: Nicht Walderholungsstätten für kranke und sieche Arbeiter zu errichten, that- Dienstag: Minna von Barnhelm. Mittwoch: Erdgeist. Donnerstag: allein die auserwählte Schar derer kommt auf ihre Stosten, die schon träftig finanziell unterstützt. Salome. Freitag: Minna von Barnhelm. Sonnabend bis Montag: wirklich die Pracht der Alpen mit eignen Augen gesehen hat, sondern Unbestimmt. auch die große Menge, die an die Fabrik, an die Werkstatt ge= Rigdorf. Auf schreckliche Weise ist das 2jährige Söhnchen des Schiller- Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntagnachmittag 3 Uhr: bannt ist, der es in der Sorge ums tägliche Brot als Vermessenheit Töpfers Karl Schwarz, Prinz Handjerystraße 9, ums Leben ge- Die Jungfrau von Orleans. Sonntagabend: Johannisfeuer. Montag: erscheinen muß, an eine Erholungsreise zu denken. Auch wer die kommen. Frau Sch. besuchte mit ihrem Knaben eine Nachbarin. John Gabriel Borkmann. Dienstag und Mittwoch: Johannisfeuer. Freitag: Das Heiratsneft. Wasserfälle von Mehringen, die Aareschlucht, das Gletscherlabyrinth Als das Kind kurze Zeit ohne Aufsicht in der Küche blieb, während Donnerstag: John Gabriel Borkmann. der Jungfrau, nur im Bilde sieht, ohne sie in Wirklichkeit zu kennen, beide Frauen nach dem anstoßenden Wohnzimmer gegangen waren, Sonnabend: In Behandlung. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Johannisfeuer. erhält durch den vortrefflichen Vortrag des Herrn Dr. Schwahn fand es unter dem Küchentisch eine Flasche mit Salzsäure und trant Sonntagabend: In Behandlung. Montag: Medea. Schiller- Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag sein Wissen auf angenehme Weise bereichert. Und wenn der lett- von dem Gift. Auf das Geſchrei des Kleinen eilte die Mutter herbei, nachmittag 3 Uhr: Die Kinder der Excellenz. Sonntagabend: Die genannten Kategorie der Zuschauer beim Anhören der Erläuterungen und als sie sah, was geschehen, lief fie eilends mit dem Kinde nach Streuzelschreiber. Montag und Dienstag: Die Kreuzelschreiber. Mittwoch: der Gedanke aufsteigt, daß ein gesellschaftlicher Zustand zu erstreben der nahen Unfallstation, wo der Magen des Knaben ausgepumpt Medea. Donnerstag: Die Kreuzelschreiber. Freitag: Johannisfeuer." wäre, in dem jeder, dem es nicht an törperlicher Kraft gebricht, wurde. Trotz aller Sorgfalt war das Kind aber nicht mehr zu retten; Sonnabend: Die Kreuzelschreiber. Sonntagnachmittag 3 Uhr: König sich seine Alpenreise leisten könnte, so ist auch das kein Unglück. es starb wenige Stunden darauf unter heftigen Qualen. Lear. Sonntagabend: Pension Schöller. Montag: In Behandlung. Wir glauben, daß die zahlreichen Arbeiter, die ständig die Urania Der Oftober- Zuzug nach Rirdorf scheint großen Umfang anzu- Residenz- Theater. Sonntagnachmittag 3 Ühr: Nora. Von Sonntag besuchen, in dem neuen Vortrag mannigfache Anregung finden. nehmen. Man kann dies schon daraus ersehen, daß die städtische abend, den 25. September, bis Sonnabendabend, den 1. Oktober: Eine Gasanstalt soviel Bestellungen auf Gasautomaten und Gas- Hochzeitsnacht. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die 300 Tage. Montag: Eine Der Berliner Zoologische Garten hat von Herrn Herbst, in messer hat, daß sie, obwohl ununterbrochen 15 Rohrlegerkolonnen Hochzeitsnacht. Firma Gratenau u. Co., aus Concepcion in Chile wieder ein sehr beschäftigt sind, die Arbeiten gar nicht bewältigen kann. Allein in Dienstag: Nachtasyl. Mittwoch: Des Pastors Rieke. Kleines Theater. Sonntag: Des Pastors Riefe. Montag: Elektra. Donnerstag und interessantes Geschenk in Gestalt einer chilenischen Tiger diesem Monat wurden bisher 500 Gasmesser und zahlreiche Freitag: Nachtashl. Sonnabend bis Montag: Unbestimmt. tage erhalten, eine Art, die hier noch nie lebend gezeigt werden-Automaten aufgestellt, es liegen aber noch Bestellungen auf 300 Gas- Trianon Theater. Von Sonntag, den 25. September, bis Montag, fonnte. Das zierliche Tier, felis guigna ist sein wissenschaftlicher messer und 150 Automaten bor. den 3. Oktober: Ihr zweiter Mann. Name, unterscheidet sich durch seine braune Grundfarbe und die sehr fleinen schwarzen Flecke leicht von den verwandten Formen. von denen die Geoffroys- Tigertage wohl die in unsern zoologischen Gärten häufigste ist. Es sei dabei erwähnt, daß die Tigerkazen nicht etwa die Tigerzeichnung, also Querstreifen aufweisen, sondern nach Leopardenart gefleckt sind. Die Bezeichnung„ getigert" statt geflect rührt wohl daher, daß die Spanier in Südamerika den dortigen pantherähnlichen, gefleckten Jaguar als" Tiger" bezeichneten. Die verhältnismäßig zahme Katze bewohnt einen Käfig des fleinen Raubtierhauses. Die Freie Volfsbühne veranstaltet unter Mitwirkung der Berliner Tonfünstler- Kapelle, Dirigent Herr Karl Vach, und des Geigensolisten Alfred Wittenberg am Sonnabend, den 8. Oktober, 8 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain ein großes Mendelssohn- und Beethoven- Konzert zur Feier des Herbstfestes mit darauffolgendem Festball für die Mitglieder. Fest marten a 60 Pf. inkl. Programm find noch bei rechtzeitiger Bestellung in allen 3ahlstellen zu haben. In Schöneberg soll endlich mit der Errichtung von städtischen Badeanstalten begonnen werden, für die in der neuen Anleihe bereits ein Betrag von 240,000 Mark vermerkt ist. Man will keine große Badeanstalt bauen, sondern es sind nach dem System des Professor assar in verschiedenen Stadtteilen kleinere Anstalten vorgesehen, von denen' in nächster Zeit zwei errichtet werden sollen. Eine davon wird in der Nähe des Bahnhofes Ebersstraße zu stehen kommen, die andere hingegen in Alt- Schöneberg auf der sogenannten Insel. Gerichts- Zeitung. = = Belle Alliance Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Dame aus Trouville. Sonntagabend bis Dienstag: Onkel Bräfig. Mittwoch bis Sonnabend: Die Revue der Chansons. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Wilderer. Sonntagabend und Montag: Die Revue der Chansons. Luisen Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Verschwender. Montag: Der Goldbauer. Dienstag: Sonntagabend: Ehrliche Arbeit. Mein Leopold. Mittwoch: Der Verschwender. Donnerstag: Mein Leopold. Freitag: Sappho. Sonnabend: Hasemanns Töchter. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Romeo und Julia. Sonntagabend: Mein Leopold. Montag: Ehrliche Arbeit. Deutsche Volksbühne. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Räuber. Sonntagabend bis Dienstag: Genoveva. Mittwoch bis Freitag: Der G'wissenswurm. Sonnabend: Die Räuber. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Aennchen von Tharau. Sonntagabend: Genoveva. Montag: Der G'wissenswurm. Sonntagabend bis Sonnabendabend: Der Weibertönig. Sonntagnachmittag Thalia- Theater. Sonntagnachmittag 3, Uhr: Charleys Tante. 32 Uhr: Charleys Tante. Sonntagabend und Montag: Der Weiberkönig. Central- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Geisha. Sonntag Montag: Die schöne Helena. Dienstag: Die abend: Die Fledermaus. Geisha. Mittwoch: Der Vogelhändler. Donnerstag: Tannhäuser. Freitag: Der Zigeunerbaron. Sonnabend: Die schöne Helena. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Zigeunerbaron. Montag: Unbestimmt. Orgelfonzert. Dtto Dienel giebt Montag, den 26. September, abends 71% Uhr, in der Marien- Kirche ein Bach- Konzert bei freiem Eintritt unter Mitwirkung von Frl. Hedwig Kaufmann( Sopran), Die protektionierte preußische Kunst. Aus Breslau wird berichtet: Frl. Wally Paasch( Violine), Herrn Ludwig Schubert( Tenor), Herrn Mit einer interessanten Beleidigungsklage hatte sich das hiesige Paul Sager( Bratsche) und Herrn Rob. Schwiesselmann. Schöffengericht zu beschäftigen. Der hiesige Kunstmaler Oskar Sihmann veröffentlichte am 10. Februar d. J. unter der Ueberschrift" Verfehlte Kunstpolitik" einen Artikel, der die bekannte Vorgeschichte der Beschickung der deutschen Kunstausstellung in St. Louis besprach. In dem Artikel wurde gegen den Lokalverein Berlin der Anton von Werner scharfe Angriffe gerichtet. Der Hauptvorstand Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft und seinen Vorsitzenden der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft schrieb hierauf an Sigmann einen Brief, in dem es hieß, daß er sich der Ehre nicht würdig gezeigt habe, den Juroren anzugehören, und deshalb aus„ Goethe" eröffnet den Cyklus der volkstümlichen Kunstabende geschlossen worden sei. Unterzeichnet war das Schreiben vom Hofder Stadt Charlottenburg am Sonntag, den 2. Oktober, in der Kaiser rat Professor Hans Kießling und Architekt Georg von Mayenburg Friedrichschule am Savignyplak. Für das Programmi, welches den in Dresden. Sizmann strengte nun gegen diese beide Herren eine größten deutschen Dichter in seiner herrlichen Vielseitigkeit als Privatklage wegen Beleidigung an. Die Vertreter der Beklagten, Lyriker, Dramatiker und Philosoph zeigen soll, haben sich der Kom- Rechtsanwalte Dr. Klöckner und Sonnemann aus Dresden, bean- Hans, das denkende Pferd. mission allererste Künstler zur Verfügung gestellt. Der Kartenverkauftragten die Freisprechung, da sie in Wahrnehmung berechtigter Deutsch- Amerikanisches Theater. Allabendlich: Ueber'n großen hat in den Charlottenburger Buchhandlungen und bekannten Ver- Interessen gehandelt hätten. Derselben Ansicht war auch das Gericht; faufsstellen begonnen. Die Preise sind 0,50 M., nur einige numme- es sprach die Beklagten frei und legte dem Kläger die Kosten zur rierte Reihen à 1 M. sind auf Wunsch eingerichtet worden. Möbel ganze Wohnungs- Einrichtungen, Zimmerund Küchen- Einrichtungen, sowie jedes Stück einzeln zu den billigsten Preisen in guter, gediegener Arbeit empfiehlt[ 722* Wilh. Lambrecht, Berlin SW., Simeonstrasse 19, Verlangen Sie, bitte, illustr. Preisliste. an der Alten Jakobstraße. Größtes Kaufhaus des Nordens für Herren- und Knaben- Bekleidung. 12 Schaufenster Front. Größte Auswahl, streng reelle Bedienung bei billigen, festen Preisen. 408L* Moritz Gross, Kastanien- Allee 42. Wer sich auf dieses Inserat bezieht, erhält 5 Proz. 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( Filiale Berlin.) Todes- Anzeige. Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser Kommissionsmitglied Karl Lehmann am Donnerstag, den 22., an der Proletarierkrankheit im 35. Lebens jahre gestorben ist. Ein ehrendes und unvergeßliches Andenken für seine strebsame und mühevolle Thätigkeit für die Befreiung seiner Mitmenschen be wahrt ihm die Mitgliedschaft Berlin. Die Beerdigung findet Sonntag, den 25. September, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Charité aus statt. Um rege Beteiligung bittet 39/6 Der Vorstand. am NB. Die Bersammlung am Sonntag, den 25. September, fällt der Beerdigung wegen aus. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Georg Brümmer am 22. d. M. gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 25. September cr., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Moabiter Strankenhauses aus nach dem Heilands- Kirchhofe in Plößenfee statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Felix Isecke am 21. b. M. gestorben ist. 121/12 Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und unser guter Vater, der Schlosser Georg Brümmer nach furzen, schweren Leiden im 33. Lebensjahre am 22. September gestorben ist. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernde Witwe Anna Brümmer geb. Lachter und Kinder. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. September, nachmittags 3 Uhr, vom Krankenhaus Moabit aus statt. 4552 Central- Kranken- u. Sterhekasse der deutschen Wagenhauer. Bezirk Berlin 10. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied, der Schloffer August Jahn am 22. d. M. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. M., nachmittags 51%, Uhr, von der Leichenhalle des Friedens Kirchhofes in NiederSchönhausen aus statt. Die Ortsverwaltung. Für die innigfte Teilnahme und die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich allen, insbesondere seinen Kollegen der Waffen- und Munitionsfabrik, dem Wahlverein sowie dem MetallarbeiterVerband meinen herzlichsten Dank. 15286 Witwe Thiem und Kinder. Preise beliebige Teil. zahlung. InvalidenZahn- Klinik. Olga Jacobson, strasse 145 Verantwo. Redakteur: Central- Krankenkasse der Tapezierer u. verw. Berufe Deutschlands. Filiale Berlin I. Am 21. d. M. verstarb unser 14686 Mitglied, Herr Max Lottmann nach schwerem Leiden im Alter von 43 Jahren. Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 25. d. M., nachmittags 42 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Zwölfapostel Friedhofes, Schöneberg, Tempelhoferstraße, aus statt. Die Ortsverwaltung. J. A.: C. Spandau. Stukkateure! 2 Am Donnerstag, den 22. Sept., verstarb unser Kollege Robert Lau im 25. Lebensjahre an der Proletarierkrankheit nach langem, schwerem Leiden. 175/5 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute nachmittag um 3 Uhr von der Charité- Leichenhalle aus nach dem Charité Friedhof, Müller- und Seestraßen- Ecke, statt.- Zahlreiche Teilnahme am Trauerzuge erivartet Die Ortsverwaltung des Centralverbandes der Stukkateure Deutschlands. Filiale Berlin. Für die vielen Beweise der Liebe und Teilnahme, die uns bei der Beerdigung unfres lieben Mannes, Bruders und Schwagers Otto Rehn zu teil wurden, sagen wir allen, insbesondere dem Raucher- Klub Bergißmeinnicht II" sowie dem Prediger Herrn Rohde für die frostreichen Worte am Grabe des Entschlafenen unsern innigsten Dant. 15296 Im Namen der Hinterbliebenen Louis Meyer. Verlag Max Richter, Berlin W. 30, Speyererstr, 27. Soeben erschien: 3fes Tausend Die Harnleiden ihre Gefahren, Verhütung und Beseitigung von Dr. med. Schaper, Berlin, Königgrätzerstr. 27. Preis 1 Mark. Herbstaletots in den neuesten 12M. 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Un Verfammlungen. Sonntag, mindestens bei Arbeiten außerhalb der Vororte, wenn der Gehilfe der Versammlung folgende Resolution vor: Da in der gemeinsamen dort schlafen muß. Fahrgeld und Fahrzeit sind zu vergüten. Für Sizung mit der Freien Vereinigung der Inhaber von Stuckgeschäften Auslagen sind Belege zu bringen. Für die Berechnung der Säße die Forderungen bezüglich des von den Bildhauern aufgestellten Von der Lohnbewegung der Modelleure und Antrager( Bild- ist der Betriebsfit des Unternehmers maßgebend. Bei Ueberstunden Tarifs bis auf die Punkte:„ Arbeitszeit, Accordverdienst und Termin hauer). Gestern abend hatten die Bildhauer der Gips- und Modell- bis 8 Uhr sollen 25 Proz., nach 8 Uhr und Sonntags 50 Proz. Bu- des Inkrafttretens" unterschriftlich bewilligt sind, beschließt die Verbranche in den Arminhallen eine gut besuchte Versammlung, um den schlag gezahlt werden. Ueberstunden am Bau sind nur zu machen, sammlung, bezüglich dieser drei Punkte die Entscheidung des Bericht über die kurz vor der Versammlung erfolgten Verhandlungen wenn in der Stellenbermittelung keine Gehilfen zu haben sind. Wo Einigungsamts anzuerkennen. Dagegen wird die Kommission verihrer Kommission mit den Vertretern der Unternehmervereinigung beffere Verhältnisse bestehen, sollen sie von den tariflichen Verpflichtet, bor dem Einigungsamt mit aller Energie für die Festlegung entgegen zu nehmen. Hartung, Welter u. a. berichteten. Die einbarungen nicht berührt werden. Einige andre Punkte betreffen der 7½stündigen Arbeitszeit im Tarif einzutreten." Nach einer Unternehmer wollen im Tarif jetzt nur die achtstündige und nicht die Stellenbermittelung, die Löhne der Ausgelernten, das Rüsten. Debatte wurde die Resolution fast einstimmig angenom= die geforderte 7½stündige Arbeitszeit aufnehmen. Die Minimal zugestanden wurde auch, daß an gewöhnlichen Werktagen. um 4% men und der Streit abgelehnt. löhne von 36 M. für Gipsbildhauer und Modelleure und von 48 M. Uhr Feierabend eintritt. Die beiderseitigen Kommissionen erkannten Eine Anzahl Firmen haben den ganzen Tarif der Gehilfen für Antrager wurden zugestanden. Es sind die Säße, für welche sich unterschriftlich obige Punkte als Tarifbedingungen an, mit Aus bereits durch Unterschrift bewilligt. Es wurde darauf verwiesen, die Gehilfen in einer ihrer lezten Versammlungen erklärt hatten. nahme der Arbeitszeit, der Accordarbeit und daß dies bessere Verhältnisse" im Sinne der Vereinbarung sind, sie Accordarbeit soll vermieden werden. Wo sie unumgänglich ist, gesteht des Termins für das Intrafttreten des Tarifs. also durch den mit der Unternehmer- Vereinigung abzuschließenden die Vereinigung der Unternehmer nicht, wie gefordert, Garantierung eines Accord- Wochenverdienstes von 60 M., sondern nur Punkte durch Schiedsspruch des in kürzester Zeit anzurufenden schnellstens, möglichst Sonnabend( heute) zu versuchen, für den eines solchen von 48 M. zu. Bewilligt wird ein Zuschlag von 1 M. Einigungsamts des Gewerbegerichtes geregelt werden und die Par- Tarifvorschlag der Gehilfen von den einzelnen Brinzipalen nach für Arbeiten außerhalb der Stadt- und Ringbahn, außerdem 2 M. teien sich dem Schiedsspruch unterwerfen. Die Kommission schlägt schriftliche Anerkennung zu verlangen. 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Der Weiberkönig. Nachmittags 32 Uhr: Charleys Tante. Montag: Der Weiberkönig. Belle Alliance. Onkel Bräfig. Nachmittags 3 Uhr: Die Dame von Trouville. Montag: Onkel Bräfig. Deutsche Volksbühne. Genoveva. Nachmittags 3 Uhr: Die Räuber. Montag: Genoveva. Central. Die Fledermaus. Nachmittags 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Die schöne Helena. Schiller Anfang 8 Uhr: 0.( Wallner Theater.) Johannisfeuer. Nachmittags 3 Uhr: Die Jungfrau Urania.. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Im Bannkreis der Jungfrau. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). ter Trianon- Theater. Schweizer Garten Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater) Georgenstraße zwischen Friedrich- und Sonntagnachmittag 3Uhr: Sonntagnachmittag 3 Uhr: Universitätsstraße. Die Jungfrau von Orleans. Die Kinder der Excellenz. Ihr zweiter Mann. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Gine romantische Tragödie in einem Luftsp. in 4. Aufz. b. G. v. Wolzogen u. 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( Eysoldt, Steinrück, Waßmann, Licho, Kayßler, Vallentin.) Prolog, gesprochen von Frank Wedekind Montag: Der Strom. Dienstag: Minna von Barnhelm. Belle- Alliance- Theater. ANOPTICUM. Dresdenerstr. 72/73. Direktion: Kren& Schönfeld. Belle- Allianceftr. 7/8. Friedrichstr. 165. Rosa das gelehrte Pferd! Berliner Aquarium Unter den Linden 68a Eingang Schadow- Strasse No. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis: Welt 25 Pfg. Reichhaltigste Ausstellung der an lebenden Seetieren, Reptilien etc. 32/20 Montag: John Gabriel Bortman. Deutsch- Amerikanische Schiller N.( Friedrich Wilhelm- Theater. Köpnickerstr. 67. städtisches Theater). Die Kreuzel92 greiber: 8 3 1hr: Die Stimber ber 343, Nachmittags Kinder Excellenz. Montag: Die Kreuzelschreiber. Neues. Erdgeist. Montag: Der Strom. Kleines. Des Pastors Rieke. Montag: Elektra. National. Der Troubadour. Nachmittags: Bar und Zimmermann. Montag: Bar und Zimmermann. Residenz. Eine Hochzeitsnacht.. Nachmittags 3 Uhr: Nora. Montag: Eine Hochzeitsnacht. Casino. 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Abends 7 Uhr: Zum 50 jährigen Bühnenjubiläum. Gastsp.: Aug. Junkermann als Onkel Bräfig. Montag und Dienstag: Dasselbe Gastspiel. Ab Mittwoch: Gastspiel Mlle. Pierny Etoile de Paris: Die Revue der Chansons, ferner: ,, La Peur", Mimodrama in 2 Bild. Letzter Tag!!! 32/18 und Maurice Froyez. Anfang 8 Uhr. l Gebrüder Jeden Sonntag: Ball. Herrnfeld- Theater mit oder ohne Bühne an Zum 195. Male der größte Herrnfeld- Schlager Nur eine Nacht. 2 Akte aus einer Ehe und Am andern Morgen. Nachspiel zu„ Nur eine Nacht" mit Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Anfang auch Sonntags- 8 Uhr. Palast- Theater. Bürgerliche Schauspiele. Burgstraße 22. Jubiläums Saison. Zehn Jahre. Vom Himmel zur Hölle. Um 8, Uhr: Novität: Große Ausstattungsposse mit Gesang Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. An Wochentagen ist der Saal Vereine zu vergeben. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Böhme, Blättner, Bäckmann, Walden, Schrader). Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Weimanns Volksgarten- Theater. Badstraße 56, Gesundbrunnen. Sonntag, den 25. September, abends 7 Uhr: und Tanz in 3 Bildern von Höppner Die Haubenlerche. und Gericke. Musik von Rentsch. Balletts von Chlebus. Jupiter: Direktor R. Winkler. Vorher: Niesenschaunummern ersten Ranges. Anfang 8 Uhr. Kasseneröffnung 7 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Flotten- Schauspiele Scala- Theater. Kurfürstendamm 153/156. Straßenbahnlinien A, A/ E, T, V, 91. Die größten Wasser- Schauspiele der Welt. In die Luftsprengen von Kriegsschiffen. Heute Sonntag: 3 grosse Abschieds Vorstellungen. Um 3, 5, und 8 Uhr. Jeder Besucher hat in der 3 Uhr- Vorstellung Kinder, 10 in der 5, Uhr- Vorstellung 1 Kind frei. bi National- Theater Cirkus Schumann. Weinbergsweg 12a- 13b. Sonntag, den 25. September 1904, nachmittags 3 Uhr bei ermäß. Preisen: Zar und Zimmermann Abends 7%, Uhr: Der Troubadour. Montag: Bar und Zimmermann. Passage- Theater. Anfang d. Abendvorst. 8 Uhr. Nehm. 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Vortrag des Herrn Magnus Schwantje: Die wissenschaftliche Tier- und Menschenfolter( Vivisektion) und ihre Gefahren für die Arbeiterklasse". 2. Diskussion. Frauen haben Zutritt. Gäste willkommen. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein 240/ 19* Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Dienstag, 27. September, abends 8, Uhr, bei Herrn Wodrich, Spreestraße 13: Oeffentl. socialdemokrat. Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn E. Boeske. 2. Diskussion. Der Einberufer. 204/5 Schöneberg! Socialdemokratischer Wahlverein. Dienstag, den 27. September, abends 8%, Uhr, im Obstschen Lokale, Meiningerstr. 8: Treptow. Bade's Volksgarten 1. d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( So.) f. d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( SO.) Versammlung. Haltestelle d. elektrischen Parkstraße. Strassenbahn( Siemens). Jeden Sonntag: Gr. Ball. Vereinen bestens empfohlen. Amt IV 1278. Hochelegant eingerichtetes Winterlokal. Billard. Vereinszimmer. Restaurant Pferdebucht bei Köpenick Dienstag, den 27. September, abends präcise 812 Uhr: Außerordentliche Generalversammlung im Saale des Herrn Graumann, Naunynftr. 27. Tagesordnung: 26/3 Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung vom Bremer Parteitag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein 2201 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den Bezirk Lichtenberg. 1. Statuten- Beratung. 2. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Fritz Kunert über: und das Gesinde im preußischen Landtage." 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Die Verrufserklärung gegen die Landarbeiter 14/11 Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. empfiehlt sich den Vereinen, Parteien, Gewerkschaften, Gesellschaften, Fabriken und Schulen zu Landpartien. Herrlich im Eichenwald gelegen, gemütlicher Aufenthalt, solide Preise.[ 56292*] W. Wolter. Brandenburgische Straße 100. 244/9 Wilmersdorf. Restaurant Selke. Angenehmer Familien- Aufenthalt. 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Oeffentliche Metallarbeiter- Versammlung vom 28. September bis inkl. 6. Oktober 1904. Aktien- Brauerei Friedrichshain No. 16/23. Eröffnung Mittwoch, den 28. September, nachmittags 5 Uhr. 1. Bericht über die Einigungsverhandlungen mit dem Hauptvorstand des Centralverbandes und wie stellen sich die Mitglieder dazu? 2. Stellungnahme zur Gewerbegerichtswahl und Aufstellung eines Kandidaten. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. 132/1 Kollegen, Kolleginnen! Da die Beschlüsse, die in dieser Versammlung gefaßt werden sollen, von weitgehender Bedeutung sind, ist es eine unabnweisbare Pflicht jedes einzelnen, zu erscheinen. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Bautifchler. Achtung! Montag, den 26. September cr., abends 8 Uhr: Branchen- Versammlung der Bautischler im ,, Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15( Saal IV). Tages- Ordnung: 1. Stand unfrer Tarifberatung. 2. Diskussion. 89/ 14* Das Erscheinen sämtlicher Kollegen erwünscht. Der Obmann. Branche der Korbmacher. Montag, den 26. d. Mts., abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Saal VIII: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Miethte. Thema wird in der Berjammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Branchenangelegen Achtung! für Tegel und Borsigwalde im Lokale des Herrn Trapp, Tegel, Bahnhof- Straße Nr. 1. Tages- Ordnung: 121/3 1. Krieg oder Frieden in der Metallindustrie? Referent: H. Scheffler. 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. orstand. Achtung! Achtung! Maurer! Achtung! Achtung! Central- Krankenkasse der Maurer, Bigler, Stepper, Zuschneider und Mäntelmäherinnen! Pontag, den 20 Alexanderfir. 270( unterer Gaal); en Garten, 26. September, Uhr, im Englischen Saal):" Geffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die gegenwärtige Lage in der Damenkonfektion unter besonderer Berücksichtigung der Bügler, Stepper und Zuschneider. Referent: Kollege Ritter. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen obengenannter Gruppen sowie auch die Mäntelnäherinnen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Einberufer. 163/10 Gipser( Weißbinder) und Stukkateure Deutschl. som ,, Grundstein Einigkeit". 17. Oftober as das wirteau der Kaffe Engelſer 15 nur an BogenWochenDen Mitgliedern zur geft. Stenninis, baß laut Verſammlungsbeschluß tagen vormittags von 8-1 Uhr geöffnet Nachmittags bleibt das Bureau geschlossen. 149/16 Die örtliche Verwaltung. NB. Die Zahlstelle im Norden befindet sich vom 2. Dft. ab Schwedterstr. 24. Berl. Naturheilv. Reform, Ostbezirk. Männer- Vortrag nächsten und jeden Dienstag, abends 8 Uhr, Brauerei Germania, Frankfurter Allee 53: Der Kampf gegen die Syphilis und die Frauenleiden erklärt an Lichtbildern vom prakt. Naturheilkundigen Grundmann. Sprechstunden für Stranke jeder Art Köpenickerstr. 72, 6-7 Uhr. Nähe Stadtbahnhof Warschauerstraße. Gäste 8-9, 3-4. Eintritt und Broschüre 20 Pf. Achtung! Schuhmacher. Achtung! opernihnstraße 29, wake wilfommen. ( großer Saal), Beuthstr. 19/20: heiten. 4. Berschiedenes.- Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Montag, 26. September, abends 8 Uhr. in den Induſtrie- Festfälen Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter Versammlung I und Arbeiterinnen Deutschlands. Achtung! Zu dieser Versammlung haben Gäste Zutritt. Die Kommission. Achtung! der Mitglieder der TIAHODAchtung! T ( Zahlstelle Berlin.) Achtung: Ab 27. September 1904 befindet sich das Bureau unsrer hiesigen Verwaltungsstelle im Hause Linienstr. 215, III, zwischen Rücker- und 8 bis mittags 1 Uhr und von 4 bis abends 8 Uhr geöffnet. Daselbst Stock- und Celluloid- Arbeiter! Schuhmacher- Zwangsinnungs- Krankenkasse. Stüder amo Gormannfrabe. Dasselbe it täglich von morgens s Montag, den 26. September 1904, abends 8, Uhr, in den " Andreas- Festfälen", Andreasftr. 21: Tages Ordnung: Branchen- Versammlung.chsvolle Haltung der Auffichtsbehörde 8 denſelben. Referent: Stollege 30. September 8-9 Uhr.) Die Ortsverwaltung. J. A.: Konrad Bruns. 1. Protest gegen die Bestimmungen des Zwangsstatuts und die wider befindet sich auch die Bibliothek.( Erster Ausgabe- Abend Freitag, den 64/11 Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Waldeck Manasse Hamacher. 2. Diskussion. 3. Verschiedene Kassenangelegenheiten. über:" Der Kampf um's Dasein". 2. Diskussion. 3. Branchenangelegen reichen Besuch der Kassenmitglieder ersucht. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung wird um zahlheiten. 4. Verschiedenes. Mittwoch, den 28. September 1904, abends 8 Uhr, im„ Gewerkschafts: haus", Engel- Ufer 15, Saal I: Der Obmann. 170/14 Der Gesellenausschuß. J. V.: G. Walter, Branchen- Versammlung der Tischmacher. Central- Verband der Töpfer Deutschlands. Tagesordnung: Wie gestalten sich die gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Branche? Da die Versammlung von wichtiger Bedeutung für die Branche sein wird, ist es Pflicht eines jeden in dieser Branche beschäftigten Kollegen, zu erscheinen. Der Einberufer. Mittwoch, den 28. September, abends 8 Uhr, im Volkshaus, Charlottenburg, Rosinenstr. 3: Branchen- Versammlung Edergraff Parkettleger. Bortrag über: Tariftreue Parkettleger auf Wanderschaft. Referent und weitere Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 52/110 Det Obmann. Vorzugspreise für Gardinen und Stores weiss, crème u. ockerfarben abgep. Fenster= 2 Shawls. Echt engl. u. Brüssel- 250 Relief- Tüll- Stores, neue 200 Till m. Band eingef. 12 bis 50 m. Batist- Auflage 18 bis Prima Spachtel- Tüll 9 M. Secess.- Muster 5 bis M. M. Applik. m. Spinnen 12 bis Echte Spachtel- Stores, 525 Point lace-, Stella- und Filiale Berfin. Dienstag, den 27. September, abends 6% Uhr: Mitglieder- Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( großer Saal): Tages Ordnung: 1. Bericht über die gemeinschaftliche Sigung mit dem Centralvorstand vom 17. August 1904. Referent: Stollege Lother. 2. Fensterfrage. 3. Er ledigung der zurückgestellten Anträge. 4. Abrechnung vom Sommerbergnügen. 5. Gewerkschaftliches. Um zahlreichen Besuch bittet 196/10 Der Vorstand. ähmaschinen bedeutend billiger, neue hocharmige Familien Nähmaschine, elegante Ausstattung und 5 Jahre Garantie 37,00 W. Central- Bobbin 75,00. Um Vergleich mit jeder Konkurrenz wird gebeten. Kataloge gratis u. frei. BERLIN, 4192* Ernst Machnow, Arcona- Platz 1. 12 Dr. med. A. Smith'sohes Ambulatorium für Herz- und Nervenkranke 910 BERLIN W. 32 Potsdamerstr. 52. Funktionelle Untersuchung und Behandlung. Prospekt frei durch die Verwaltung Achtung! Tischler Berlins! Möbelverkauf! In meiner Möbelfabrik, Gneisenaus straße 15, am Halleschen Thor, stehen Dienstag, 27. September, abends 8 Uhr, in den Andreas- Festsälen, Andreasstr. 21: viele Wohnungs- Einrichtungen, verOeffentliche Versammlung. Zagesordnung: 1.„ Die Taktik der Unternehmer in der gegenwärtigen Situation und die Haltung der Ortsverwaltung des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes dazu." Rent: Hürtler. 2. Diskussion. Kollegen, erscheint alle, ganz gleich ob Ihr im Verbande, im Fachverein oder Gewerkverein organisiert seid! Der Einberufer: Rob. Winkler. Central- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sektion der Gips- und Cementbranche. Bändchen, Handarb. 25 bis 87 Lacet- Stores a Erbstüll, 600 Donnerstag, den 29. September 1904, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Echt Erbstüll, reich m. M. M. Vorjährige Muster und Restbestände jetzt zum Umzuge fast für die Hälfte des Preises. Teppich- Haus 374L* B. Hurwitz, Rotes Schloß, vis- a- vis dem National- Denkmal. Engel- Ufer 15( großer Saal): General- Versammlung für alle in der liehen gewesene und neue Auss stattungen zum sehr billigen Verkauf. Teilzahlung bei ganz geringer Anzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. 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Die bevorstehende Bautenkontrolle. 3. Gewerkschaftliches. Der wichtigen Tages- Ordnung wegen ist es notwendig, dass jeder Kollege in der Versammlung Mitgliedsbuch legitimiert. Ohne dasselbe kein Zutritt. Telephon I. 8311. Reiche Auswahl in farbigen Roleaux, Bonnes femmes und Brise Bises, Madras- Stores, Bettdecken, Zierdecken und Läufern. 148/20 erscheint. Der Vorstand. + ygien.Bedarfsartik. Illustr. Preisl. frei. Gustav Engel, Berlin 72, Potsdamerstraße 131. Lieferant des Rabatt- u. Spar- Vereins ,, Norden" Größtes Specialhaus für Damenhüte Brunnenstr. 114. JOSEPH COHN. Brunnenstr. 114. Die Eröffnung meines neu ausgebauten Ateliers findet am Sonnabend, den 1. Oktober, statt, und erhält jeder 131906 Käufer einen eleganten großen Hutkarton gratis. 112 to Neueingang eines Gelegenheitskaufes von ca. 4800 Stück hochmoderner langhaariger und sehr chic garnierter ,, Englischer Hüte", garantiert keine Tuchhüte, 95 Pf. bis 2.95 M. 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Oktober, abends 8 Uhr: Berichterstattung von der Frauen- Konferenz und 812 vom Parteitage in Bremen in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Im Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse hielt am Dienstag Dr. Benzig einen Vortrag über Gesinnungsbildung in der Schule. Nach den interessanten Ausführungen fand eine Diskussion statt. Den nächsten Vortrag über die Schulfrage wird Herr Dr. Zadek halten mit besonderer Berücksichtigung der gesundheitsgemäßen Anforderungen an die Schule. Aurich, 24. September. Der Zimmermann Haß aus Dizumrerlaat wurde wegen Blutschande an seinen drei Töchtern verhaftet. Budapest, 24. September. Jm Zipser Komitat herrscht seit einem Schiffsrumpf lange auf dem Grunde des Meeres lag, bis der Rumpf auseinanderbrach und das Faß zum schwimmen fam. Stichproben haben ergeben, daß der Wein noch tadellos ist. kommen zahlreiche neue Erfrankungen hinzu. Die Zahl der augen- Wege erfroren ist. Die Typhusseuche in Detmold nimmt immer mehr zu. Täglich einigen Tagen eine derartige Kälte, daß der Hausierer Moja auf dem blicklich Erkrankten betrug ohne das Militär heute Morgen 509; New York, 24. September. Im Staate Washington hat ein Die Vertrauensperson. die Zahl der Todesfälle mit Einschluß des Militärs 19. Der Mangel großes Erdbeben stattgefunden, in dem größten See des Staates an Aerzten und namentlich an Strankenpflegerinnen wird immer entstanden zwei Inseln. fühlbarer. Das geschäftliche Leben beginnt zu stocken. Die Stadt hat sich jetzt an das Reichsgesundheitsamt um Entsendung eines fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Centner: Weizen**), gute Sorte Marktpreise von Berlin am 23. September. Nach Ermittelungen des Fachmannes gewandt. In der Stadtverordnetensißung am Donners- 17,70-17,68 M., mittel 17,66-17,64 M., geringe 17,62-17,60. tag teilte Oberbürgermeister Wittje mit, daß es trok aller Be- Roggen**), gute Sorte 13,90-13,89., mittel 13,88-13,87 M., geringe mühungen noch immer nicht gelungen sei, auch nur den geringsten bis 13,80 m., geringe 13,70-12,90 M. Hafer*), gute Sorte 16,50-15,70 r., 13,86-13,85 M. Futtergerste*), gute Sorte 15,60-14,70 M., mittel 14,60 Anhaltspunkt für die Ursache der Seuche zu finden. Die Sachber- mittel 15,60-14,90 R., geringe 14,80-14,10 9. Erbsen, gelbe, zum Stochen ständigen ständen vor einem Rätsel. Gesundheitspolizeiliche Be- 40,00-28,00 W. Speisebohnen, weiße 50,00-25,00 M. Linjen 60,00-25,00. sichtigungen in den Betrieben der Bäcker und Schlächter haben nach Startoffeln 11,00-7,00 m. Richtstroh 4,32-4,00 M. Heu 9,20-6,80 M. Mitteilungen des Oberbürgermeisters verschiedentlich große Unsauber- Für 1 Stilogramm Butter 2,80-2,00 M. Eier per Schock 4,00-3,00 M. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. keit bei der Aufbewahrung der Ware zu Tage gefördert. In der Besprechung wurde u. a. darüber Klage geführt, daß der Vorstand des Evangelischen Vereinshauses es abgelehnt habe, das Gebäude als Krankenpflegestätte einrichten zu lassen. Da das Landkrantenbaus und auch die neu errichtete Baracke mit Kranken vollständig angefüllt sind und die Zahl der Kranken täglich erheblich zunimmt, einrichten zu lassen und der Baugewerkschule und der Tischlerfachso beschloß die Versammlung, die neue Gewerbeschule als Lazarett schule anheim zu geben, den Unterricht in der alten Baugelverkschule aufzunehmen. Allgemeine Familien- Sterbekasse. Heute Zahltag: Aderstraße 123 Lei Dieke und Marianenstr. 48 bei Liebehenschel, von 3-6 Uhr. Verein zielbewußter Straßenhändler. Sonntag, den 25. September, nachmittags 2 Uhr: Volksversammlung im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c. Arbeiter: Samariterkolonne. Heute vormittag 11 Uhr im Hörsaale des Pathologischen Museums, Eingang vom Allerander- Ufer: Vortrag des Privatdocenten Dr. Kaiserling über Knochenbrüche, Knochenfraß, Knochentuberkulose. Nachdem: Ausflug nach Friedrichsfelde. Treffpunkt bei Bube, Brinzen- Allee 30. Morgen, Montag, abends 9 Uhr, Dresdenerstr. 45: Bortrag der praktischen Aerztin Frl. Dr. Profè über Gesundheitspflege des täglichen Lebens, II. Teil. Gäste willkommen. Neue Teilnehmer zum neuen Kursus, welcher am 10. Oktober beginnt, lönnen sich schon jetzt anmelden. Schlächtergesellen und Verkäuferinnen! Sonntag, den 25. September 1904, nachmittags 5 Uhr: Versammlung der Schlächtergesellen und Verkäuferinnen in den Arminhallen( großer Saal), Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Frl. Helene Grünberg über: Was lehrt uns der heutige Kampf ums Dasein?" 2. Privater Stellenschacher und unentgeltlicher Arbeitsnachweis. 3. Verschiedenes. Vermischtes. Auch eine Gabe des Meeres. 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Einem Teil unsrer heutigen Auflage für den Süden und Südwesten liegt ein Prospekt der Möbelfabrik Max Grossmann, Oranienstr. 65, bei. erantw. Redakteur: Franz Nehbein, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW