Nr. 170. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonne und Fefttagen bis 9 ihr Vormittags geöffnet. Gern fprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Fraktion Koscielski- Admiralski. Aus Posen wird uns geschrieben: Noch nicht lange ist es her, daß die poluische Fraktion eine oppositionelle Partei war. Im Jahre 1846 noch revolutionär, wurde sie nicht viel später oppositionell. Diese Umwandlung ist in dem wirthschaftlichen Berfall begründet. Sonnabend, den 23. Juli 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Propaganda fing der Adel an, eine gesetzmäßige Opposition zugestandener Rechte besonders noch dagegen Einspruch ergegen den nationalen Druck in Szene zu setzen. Diese hoben wird, daß die deutschen Juhaber portugiesischer StaatsPolitik gab dem Adel das Recht, Jeden, der sich nicht seiner papiere erheblich ungünstiger behandelt würden als die portus Obherrschaft unterwerfen wollte, Verräther des Vater- giesischen Inhaber der inneren Schuld. Des Weiteren weist landes" zu nennen. die Note die Behauptung des portugiesischen Ministers der Freilich ist jetzt mit dem Vaterlande nicht viel los, auswärtigen Angelegenheiten, die portugiesische Regierung denn mit diesem Namen bezeichnet man nur die Sprache hätte vor der Zwangslage gestanden, Alles oder Nichts zu und selbstverständlich die katholische Religion. Der Adel be- bezahlen, entschieden zurück, indem hervorgehoben wird, daß mächtigte sich der Presse, und diese, vom Adel und vom die Vertreter der deutschen Gläubiger zu weitgehenden ZuKlerus bezahlt, schlägt jetzt wegen der Religion und Sprache geständnissen gegenüber den finanziellen Schwierigkeiten des Noch in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts war ebensoviel Lärm, wie sie dies früher wegen der Unabhängig Landes bereit gewesen wären." So sehr wir davon überder polnische Adel in wirthschaftlicher Hinsicht dem des feit that. Man schrie:„ Bleiben wir bei der polnischen zeugt sind, daß das bankrotte Portugal thun wird, was ganzen Mittel- und Ost- Europas überlegen, und diese Ueber- Sprache!" Dabei schrie man das„ Polnisch" fürchterlich ihm beliebt, muß doch die eifrige Thätigkeit unseres Auslegenheit verbürgte ihm auch die politische Macht. Als laut und die Sprache" lispelte man kaum. Der Klein- wärtigen Amts für die Zinskoupons deutscher Bourgeois Bolen unterjocht wurde, mußte sich der polnische Adel dem bürger, der bei den Wörtern„ Polnisch, Bole, Bolen" sich festgestellt werden. Bei der ganzen Organisation und den firengen preußischen Regime fügen, was ihm selbstverständlich immer einen Kampf um Tod und Leben vorstellte, wagte Aufgaben des heutigen Staats ist eine solche Wirksamkeit nicht gefiel. Er schnte sich nach dem unabhängigen Polen nicht zu widersprechen, und wo sich eine Gegnerschaft regte, natürliche Folge des Staatszwecks und selbstverständlich im und nach den goldenen Zeiten der unbeschränkten Adels- da verdächtigte man sie des Verraths, der Bestechung und Interesse der Staatsraison", die in Mark und Pfennigen herrschaft. So wurde er durch seine ökonomische Ueberlegen- noch anderer großer Verbrechen. mit wunderbarer Schärfe zu rechnen versteht. Wenn deutsche heit und durch den preußischen Monarchisiaus revolutionär. Inzwischen ist der Bankrott des Adels sehr schnell vor- Arbeiter im Auslande gchudelt werden, versagt das amtAls die Zeiten der Bauernbefreiung kamen, verschlimmerte geschritten. Seine frühere materielle Unabhängigkeit ist zu liche Räderwerk. Erinnert sei an die letzten Ausweisungen fich zwar die Lage des Adels, nichtsdestoweniger war er einer Sage geworden. Das Land wurde zu klein, um den aus Frankreich! die stärkste Klasse in Polen. Der Kapitalismus teimte adligen Söhnchen ein standesgemäßes Auskommen zu sichern. konnte noch kein gefährlicher Nebenbuhler So blieb nichts übrig, als einen Posten bei der Regierung zu suchen. So lange man jedoch eine oppositionelle Politik Mit der Verschlimmerung seiner wirthschaftlichen Lage betrieb, fonnte man nicht daran denken. Aber warum sollte büßte der Adel an Sicherheit und rovolutionärer Kraft ein. man diese Politik nicht ändern? Das ökonomische Interesse Umsomehr gab er sich den Träumereien an das selbständige trieb sie unbarmherzig in diese Richtung. Bis jetzt war es Bolen hin, in welchem es genug Mittel geben würde, die unmöglich, da die Politik des Bismarck und vor allen weiten patriotischen Taschen gründlich zu füllen. Und so Dingen der Kulturkampf den Klerus zur Opposition drängte, wurde die revolutionäre Politit mit Macht betrieben. und ohne Klerus konnte der Adel nichts ausrichten. Jetzt Inzwischen mißlang der Aufstand in Russisch- Polen im sind die Herren am Ziele. Die polnische oppositionelle Bartei Jahre 1863, weil die arbeitenden Klassen sich an ihm nicht wurde zu einer stärksten Stütze der Regierung. Sie ist bebetheiligt hatten. Der ganzen Bourgeoisie wurde es klar, strebt, ihre früheren Fehler abzubitten, und Koscielskidaß das werkthätige Bolt nur dann wird revolutionär Admiralski fonnt sich in hösischer Huld. werden können, wenn seine Klasseninteressen eine Ver- Nachdem die polnische Fraktion und ihre Anhänger die änderung der politischen Zustände erheischen werden. polnische Sache verrathen haben, suchen sie nach Beweisen Die Wohlgeborenen" hatten nunmehr die Wahl, entweder bafür, wie erfolgreich ihre Politik sei. Da es keine wirkauf die Selbständigkeit Polens zu verzichten oder den lichen Erfolge giebt, so muß selbst die letzte Reise des niederen Volksschichten Zugeständnisse zu machen. preußischen Kultusministers ins Posensche herhalten. Der zweite Weg war für den Adel zu gefährlich. Dem Reklame, deren Nichtigkeit dem Sachkundigen nur ein Lächeln Bauer persönliche Freiheit zu geben, wagte er nicht und er ablodt. war zu beschränkt, eine Politik von großen Gesichtspunkten aus zu treiben. Und nun hieß die Lösung nicht mehr: " Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit", sondern:" Bereichert Euch!" taum und werden. " Eine Das wurde dem Adel ein wenig fauer. Begünstigt Politische Leberlicht. durch die preußische Regierung wuchs die Mittelklasse mächtig empor und fing an, ihre dem Grundbesitz feindliche Bours Berlin, den 27. Juli. geoispolitik zu betreiben. Diese Bourgeoisie mußte firre Die deutsche Reichsregierung als Vertheidigerin und unschädlich gemacht werden, und das beste Mittel deutscher Kapitalisten. Aus Lissabon telegraphirt hierzu konnte nur die nationale Einheit" sein. unter'm 22. Juli Wolff's Telegraphisches Bureau":„ Der Um den Klassenbestrebungen des jungen Kapitalismus mit kaiserlich deutsche Gesandte hat am 12. Juli eine zweite Erfolg entgegenzutreten, mußte der Adel die Politik des Note an die portugiesische Regierung gerichtet, worin neben nationalen Kampfcs führen. Statt der revolutionären dem Hinweis auf die willkürliche Schädigung vertragsmäßig Feuilleton. Nachbruc verboten.) Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. ( 20 Der Lehrer konnte nur mühsam seiner Bewegung Herr werden. Judessen als Jacquemin schon ein paar Schritte nach der Thür des Zimmers hin gemacht hatte, reichte er ihm die Hand und sagte: Ich werde alle Ihre Aufträge ausführen, und Sie so wenig wegen des Grundes für Ihre gute Handlungen fragen, wie Gott mich mit Fragen wegen meiner schlechten Thaten quält. Und schnell in einen anderen Ton übergehend sagte er: Vor sechs Monaten haben Sie bei Ihrer Ankunft von mir nichts zu trinken angenommen! Trinken Sie vielleicht jetzt bei Ihrer Abreise einen Schluck? Ein gutes Glas Burgunder? Und er saugte immer an seiner Pastille, die er stets im Munde hatte, und das Herz schlug ihm, als er in seinen hohen Kragen hineinlächelte. Landtags- Erfahwahl. Bei der am 21. Juli stattgehabten Ersatzwahl eines Landtags- Abgeordneten im siebenten hanöverschen Wahlkreise an Stelle des verstorbenen Abgeordneten Spangenberg wurde der nationalliberale Kandidat aus mann- Lauenstein mit 124 Stimmen gewählt. Mädchenhandel. Aus Bombay( Britisch- Indien) wird der Frankfurter Zeitung"( Nr. 203 vom 21. Juli) geschrieben: In der Juli- Nummer des in Bombay erscheinenden Blattes The Banner of Asia" macht Alfred S. Dyer haarfträubende Enthüllungen über ben in Handel europäischen Mädchen. Seine Angaben sind aus naheliegenden Gründen von aktuellem Jnteresse für europäische Leser und Leserinnen, Alfred S. Dyer, ein Mitglied der Gesellschaft der Freunde, ist derselbe Menschenfreund, auf dessen Antrieb hin vor ungefähr 9 Jahren die englische Regierung dem Handel in englischen Mädchen in Brüssel ein Ende sezte. Er ist ebenfalls der geistige Leiter der Agitation gegen den Opiumhandel Judiens mit China und hat China bereist und fich kürzlich hier niedergelassen, um der Mission, die er aus Pflichtgefühl auf sich genommen, nüßlicher sein zu können. Von Beruf ist er Verleger. In seinen Nachforschungen in Indien ist er mit Thatsachen aus dem Volksleben befannt geworden, die er seinem Artikel in der genannten Monatsschrift zu Grunde legt. Zwischen mehreren europäischen Staaten, worunter Deutschland den ersten Plat einnimmt( Italien, Nußland, Desterreich, Spanien und Ru mänien folgen zunächst), und den englischen Besitzungen in Indien wird ein regelrechter Handel in Mädchen betrieben, welche an gewiffe Häuser in Bombay, Calcutta, Madras und in anderen Städten verkauft werden. Der Mittelpunkt dieses Menschenhandels ist in Bombay und hier nennt Dyer einen gewissen aus etwa hundert Mitgliedern bestehenden Klub, der sich an einer von ihm bezeichneten Dertlichkeit allnächtlich verDrittes Buch. Die Hose. Nach einigen Minuten verließ er Pont- sur- Sambre. Wie man sich wohl denken wird, war die Reise nach England im Grunde nur eine Finte. Der Zug, der ihn nach Charleroi bringen sollte, ging nach Brüssel. Jacquemin verließ, bereiteten sich hier Ereignisse vor, die seinem SchickAn demselben Tag als Jacquemin Pont- sur- Sambre ging quer durch die Stadt nach dem Bahnhof der flandrischen sal eine ernste geheimnißvolle Wendung gaben. Linie, löfte ein Billet nach Brügge und kam dort bei einbrechender Nacht an. Als der Bürgermeister von England zurückgekehrt war, Die Stadt war ihm bekannt. Er schlug ohne sich zu hatte er am Abend seiner Ankunft in Charleroi seinen bedenken die Richtung nach der Brücke von Saint Jean ein, Wagen vor dem Hause des Rathes Herrn Dieulafon, eines ging über den Place de l'Ancre und nach rechts hin bis zur der Hauptaktionäre der Steinkohlengruben von Bont- surRue de la Vigne, schritt diese entlang und gelangte zu einer Sambre, halten lassen, war zu ihm hineingegangen und Umzäunung, die umgeben war von einem Kanal, welcher etwa eine Stunde bei ihm geblieben. An mehreren Tagen um sie herumging wie ein Graben. und auch an demselben Tage, an dem er Jacquemin davon Dieser eingezäunte Raum lag jenseits eines Plates, iagte, hatte er das Schloß am Spätnachmittag verlassen und am Ende der Straße, die Jacquemin zuletzt gegangen war. fich wieder zu Herrn Dieulafon begeben. Man tam hin über eine kleine steinerne Brücke, die zu Als er bei dem Richter eintrat, war es Nacht. Zehn einem Vorhof führte, dessen wohlverschlossene, schwere und oder zwölf Personen unterhielten sich in einem großen, in massive Thür mit einem Guckfenster versehen war. Der mit eruſtem Stil gehaltenen Salon und die mit Schirmen verWasser gefüllte Graben, diese Brücke, dieser Vorhof und sehenen Lampen beleuchteten den unteren Theil des Zimmers, dieses Thor mußen in dem Fremden den Gedanken an ein während der obere im Schatten blieb, so daß man bei der Kloster oder an eine Festung erwecken. Unterhaltung der um den großen Tisch sitzenden Männer wohl deren Bewegungen aber nicht ihr Gesicht beobachten konnte. Jacquemin tam zur Thür, klingelte und fragte durch das Guckfenster, das geöffnet wurde und ein helles Licht fehen ließ: Die in dem Saal versammelten Männer hatten ein Ist Frau Gräfin de Rochefen zu sprechen? sehr verschiedenes Aussehen und schienen auch sehr verDas Fenster schloß sich wieder. Ein paar Sekunden schieden in Bezug auf ihre Umgangsformen. Es war da hörte man auf der anderen Seite der Thüre Schritte und ein bereits bejahrter Stutzer, der durch die lange und breite Diesmal nahm Jacquemin in der That das Glas Wein die Stimmen von zwei Personen, die sich im Gehen mit fnochige Erhöhung auffiel, die sich an feiner Stirn von an, das er vor sechs Monaten ausgeschlagen hatte. Herr einander unterhielten. Dann öffnete sich die Thür und einem Schlaf bis zum andern anschloß. Seine Stimme war schloß sich wieder hinter Jacquemin. Petit- Waudru holte eine Flasche und setzte sie nicht ohne zu zittern auf den Tisch, und als sie nach belgischer Sitte miteinander anstießen, sah der Steiger, daß dem alten Herrn Thränen die Wimpern feuchteten. matt, seine Augen blinzelten beständig, er hatte einen langen blonden Backenbart und die Manier, sein Taschentuch in dem Ausschnitt seiner weiten weißen Weste zu tragen. Neben ihm saß ein General von ungeheurer Korpulenz, fammelt, als das Hauptquartier dieser Sklavenhändler. Diese Anarchisten Schwindel, Schwindel- Anarchismus.[ krankungen und 31 Todesfälle, in Taganrog 3 Erkrankungen Menschen füllen ihre Häufer mit Mädchen, indem sie ihnen in Wolff's telegraphisches Bureau meldet aus Paris:" Gegen- und 2 Todesfälle und in Asow 46 Erkrankungen und Indien gutbezahlte Stellen versprechen. Kommen sie freundlos über den von mehreren Blättern gebrachten bestimmten Wel- 22 Todesfälle. und mit der Sprache unbekannt an, so ist ihr Loos das dent: bar elendste, und sie müssen, so sehr es ihnen widerstrebt, ein bungen über die erfolgte Verhaftung von Dubois und Gewerbe ergreifen, das sie binnen wenigen Jahren dem ein- Parmentier erklärt die hiesige Polizeipräfektur, es sei zwar zigen Erlöser, dem Tod, in die Arme treibt. Von der Ab- richtig, daß dieselben Anarchisten seien, von der Entdeckung gefeimtheit, mit der diese Gesellen den scheußlichen Handel be- eines anarchistischen Komplotts sei jedoch keine Rede." treiben, giebt die Erzählung eines Schiffstapitäns Auskunft, Parteinachrichten. der aussagte, daß ein gewisses notorisches Individuum fünf Krähentaktik. In Portugal, dem Lande der munteren Mal auf seinem Schiffe die Reise nach Bombay gemacht und Staatsbankrotte, ist der Diebstahl nothwendiger Bestand- jetzt von den Sozialdemokraten gesäubert" werden. Alle Mit Militärvereinliches. Der Kriegerverein in Celle foll jedes Mal ein anderes Frauenzimmer bei sich gehabt habe, theil der Beamtenthätigkeit. Wenn nun gemeldet wird, die glieder, welche im Verdachte stehen, unserer Sache anzuhängen Das als seine Frau galt. Es ist festgestellt, daß eine be- Bairstammer( die erste Kammer, unserem preußischen wie es heißt ca. 30 an der Bahl- haben ein Schreiben folgenliebte Verlockungsmethode dieser Stlavenhändler darin be= steht, daß sie in europäischen Häfen anständigen Mädchen Herrenhause entsprechend) werde demnächst zu einer außer den Inhalts zugestellt bekommen: den Hof machen, sie heirathen, mit nach Bombay nehmen, dort ordentlichen Sitzung einberufen werden, um über den der Genossin kein Auge aushacken wird. " Celle, den 18. Juli 1892. Sie haben vor einiger Zeit dem unterzeichneten Vereins thümliche Wahlen" angehören und versprochen, Ihren alsbaldigen vorsitzenden gegenüber zugegeben, daß Sie dem„ Verein für vollsAustritt aus demselben zu bewirken und die schriftliche Bescheinigung hierüber dem Vorstande vorzulegen. Da dies indessen bislang nicht geschehen ist, so fordern wir Sie nunmehr auf, dies bis Ende dieses Monats zu thun, widrigen wir uns zu unserem Bedauern gezwungen sehen, Ihre Ausschließung aus dem Kriegervereine mit allen fagungsmäßigen Folgen zu veranlassen. Dr. Schreckenberger, Der Vorstand des Deutschen Kriegervereins Celle. Dr. Meier, Grünhagen, Vorsitzender. Schriftführer. Rechnungsführer." Was die Sozial " Deutscher Kriegerverein Celle. an die Besitzer schlechter Häuser verkaufen und im Stich lassen. Unterschlagung von Werthpapieren bezichtigten früheren Bringen Albrecht von Preußen, Regenten von Braunschweig, dem Unter dem hohen Protektorate Sr. föniglichen Hoheit des Caut Dyer's Behauptung befinden sich unter dergestalt ver- Präsidenten des Banco Lusitano, Mendoza Cortez, ab- Ehrenvorsitz Sr. Exzellenz Generals der Infanterie 3. D. von lockten Frauen viele Jüdinnen. Der Handel erstreckt sich zuurtheilen, so kann man sicher sein, daß, wie eine Krähe Schachtmeyer, Chefs des Pommerschen Füfilter- Regiments Nr. 34. auf alle britischen Häfen zwischen Bombay und Shangai und der anderen, so auch ein Krähenschwarm einer versprengten schließt Colombo, Singapore und Hongkong ein. In der legten Beit sind auch japanesische Mädchen auf den Markt gebracht. : worden. Die von der anglo- indischen Polizei gehandhabten Polizeivorschriften find gänzlich ungenügend, um den weißen Frech wie immer. Das bekannte russische RegierungsStlavenhandel zu unterdrücken. Unter den Umständen und bis blatt Journal de St. Pétersbourg"( St. Petersburger eine genauere Aufsicht durch Dyer's Agitation auf gesetzlichem Beitung") hat die eiserne Stirn, zu dem Prozeß Belt Wege durchgesetzt ist, dürfte eine Warnung an deutsche Mädchen chew, bei welchem die russische Regierung als Hauptvor Engagements nach Indien in einem weitverbreiteten deut- schuldige unsichtbar und doch handgreiflich auf der Anklageschen Blatte am Platze sein." bant saß, Folgendes zu schreiben: Die Verurtheilung der Unsere Antisemiten mögen ihrer Druckschrift, deren Hauptangeklagten wäre vorauszusehen gewesen. Das Titel den keuschen Deutschfreisinus- Gemüthern so viel Bein Publikum sei in der Lage gewesen, das Verfahren und die bereitet hat, den Nachtrag hinzufügen, daß es nicht blos Berhandlungen in dieser Angelegenheit, in welcher eine Judenbordelle", d. h. von jüdischen Sklavenhändlern ver- politische Partei durch die andere abgeurtheilt worden sei, sorgte Häuser, sondern auch viele an Bordellhalter und ihre nach ihrem wahren Werthe abzuschäßen. Man kenne die Auf uns macht diese Heldenthat der Geller Kriegervereinler Kundschaft verschacherte Jüdinnen giebt. Es ist nützlich, gewöhnliche Entwickelung derartiger Dramen. Das in nur einen erheiternden Eindruck. Nach unserer Ansicht hätte daß dieser indische Handel gebrandmarkt wird, damit nicht Rede stehende Drama sei von Männern in Szene ge- jeder Arbeiter und überhaupt jeder mit den modernen Ideen ahnungslose Mädchen den trügerischen Lockungen schurkischer sett, an deren Handlungsweise man seit lange gewöhnt sympathisirende Mensch diesen reaktionären, nach jeder Richtung Kuppler zum Opfer fallen. Aber die Prostitution als sei. Sobald der Wortlaut des Urtheilsspruches vorliege, bin überflüssigen Vereinen schon längst den Rücken wenden gesellschaftliche Einrichtung wurzelt in der sozialen Noth, wäre gegebenen Falls auf diese traurige Episode des bruder- sollen. und jene wird erst verschwinden, wenn der Kapitalismus mörderischen Kampfes zurückzukommen, welchem Bulgarien gestürzt ist.durch die Handlungen seiner gegenwärtigen Regenten preis- witt stod, gestaltete sich die Voltsversammlung, welche au Zu einem wahren Frendenfeste, schreibt man uns aus England im Mittelmeer. Der vorgeschobene Posten, gegeben sei. Das Blatt schließt, gegenwärtig wolle es sich Sonntag, den 17. Juli, hier im Saale des Herrn Seeger stattden England auf der spanischen Halbinsel besigt, das Felsen- darauf beschränken, den apokryphen( unechten) Charakter fand und zu der ein Zokal aufzutreiben nicht wenig Mühe vernest Gibraltar, genügt jetzt nicht mehr, um das Mittelmeer gewisser angeblich von der russischen Regierung herrühren- urfacht hatte. Seitens der Agitationskommission der Proving im Kriegsfall zu beherrschen. Darum ist die englische der Aftenstücke hervorzuheben, die in dem Prozesse eine Rolle Brandenburg war als Redner Gustav Koopmann aus Berlin gespielt hätten." Die von bem Zaren gedungenen gesandt. Derselbe sprach in 11/ 2- stündigem gut verständ Politik seit langer Zeit darauf gerichtet, in Marokko festen bulgarischen Landsknechte und Meuchelmörder sind verlichem Vortrage über das Thema: Fuß zu fassen, um auch an der afrikanischen Küste eine urtheilt, mit ihm der Zarismus, dieser Meister der Ver- demokratie ist und was sie will", unter Berücksichtigung mächtige Position zu besitzen. Daß hier die Interessen schwörungskunst. Natürlich ligt das russische Reptil, Ausführungen mit dem Appell an die Versammelten, im Dienste der Wittstocker Verhältnisse, und schloß seine interessanten Frankreichs, Spaniens u. s. w. hart mit denen Englands Und so entspinnt sich ein wenn es die Echtheit jener auch von uns zum Theil wieder unserer Sache immer vorwärts zu streben und dahin zu wirken, zusammenstoßen, leuchtet ein. heftiger Swift, bei welchem der Sultan von Marokko nur gegebenen amtlichen Urkunden ableugnet. die vorgeschobene Person ist, während hinter ihm die fran- Schamlosigkeit, eine Doppeltugend des amtlichen Ruffen- gliederzahl fortdauernd wächst. In der Diskussion sprachen die thums! Parteigenoffen Vogt, Koch und Witte. In einer Resolution, zösische und spanische Diplomatie die Drähte zieht. John die einstimmig zur Annahme gelangte, erklärten fich die Ver Bull will sich in der festen marokkanischen Seestadt Tanger Von der Cholera. In Posen trat am 22. Juli fammelten mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz an der Meerenge von Gibraltar festſehen, und der Sultan unter dem Vorsitz des Regierungs- Präsidenten die einverstanden und verpflichteten sich, dahin zu ſtreben, daß immer sträubt sich dagegen. Es ist bereits zu derben Aus- Sanitätskommission zur Berathung von Maß einem baldigen Siege der Sozialdemokratie entgegengesehen werden nene Stampfgenoffen unseren Reihen zugeführt werden, damit einandersetzungen und zu diplomatischen Häkeleien ge- regeln gegen die Einschleppung der Cholera zusammen. fann. Im Schlußwort ermahnte der Referent, das Gehörte zu tommen. Angeblich hat der Sultan den britischen Gesandten, Sir Evan Smith mit 600 000 Mark bestechen wollen. Rundschreiben vom 21. Juli die Landräthe der ober- fachen werden. -Der Regierungs- Präsident in Oppeln hat in einem beherzigen und es weiter zu tragen, damit die Worte zu That Smith hat alle Verhandlungen mit dem Sultan abschlesischen Grenzkreise angewiesen, im Bedarfsfalle die demokratie schloß die Versammlung, worauf die Parteigenosser Mit einem brausenden Hoch auf die Sozialgebrochen. geplante gesundheitspolizeiliche Untersuchung der aus Ruß den Referenten zur Bahn geleiteten. Die Verfammlung war für Bom Lütticher Dynamitarden- Prozeß. Ein belgiland ankommenden Reisenden vornehmen zu lassen. Die die Wittstocker Verhältnisse sehr stark besucht und der Wirth des scher Berichterstatter der Frankfurter Zeitung", der den Untersuchung findet in den Orten Pleß, Myslowitz, Verfügung stellen zu wollen. Die Wittstocker Parteigenossen fagen Lokals versicherte, dasselbe auch künftig zu Versammlungen zur Lütticher Verhandlungen beiwohnt, schreibt über Lacroix, Schoppiniz, Lublinit, Ratibor und Kreuzburg statt. Ferner auch der Agitationsfommission für die Proving Brandenburg der von den Mitangeklagten als Lockspitzel gebrandmarkt soll erwogen werden, ob anderweitige Maßnahmen bezüglich ihren Dank und versichern, daß sie für die Verwirklichung der wird:„ Nur einer von ihnen( den Angeklagten) wird von des Grenzverkehrs bei Prozessionen und beim Einkauf von sozialdemokratischen Grundsätze unentwegt weiterkämpfen werden. den anderen unbeachtet gelaffen: es ist der Malergehilfe Nahrungsmitteln behufs Verhütung der Einschleppung der Lacroix, welchen alle für einen Polizeispion halten. Er soll Cholera erforderlich seien. Die Landräthe werden auf- Die Sammlung von Arbeitsordnungen empfehlen ferner: die Anderen durch seine Reden aufgereizt und dann die gefordert, über die vorstehenden Maßregeln nach Rücksprache Bildhauer- 3tg."( Berlin), Fränt. Tagespost"," Grundstein"( Hams Polizei auf deren Spur geleitet haben. Sehr heftig be- mit den Kreisphysici alsbald zu berichten. Auch die Eisenbahn- burg). Letzterer bemerkt noch:„ Wir glauben, daß eine Bearbeitung schuldigt ihn Moineau, ein falscher Hund zu sein", und verwaltung ist um ihre Mitwirkung bei diesen Maßnahmen, so- Der eingegangenen Arbeitsordnungen zunächst seitens der Leiter jeder einzelnen Gewerkschaft vorzunehmen ist, da doch immerhin auch trotz aller Mahnungen des Präsidenten wird Lacroix, wenn weit sie ihren Reffort betreffen, ersucht worden. Die Cholera ist spezifisch technische Fragen, insbesondere rücksichtlich des Betriebes, einzelnen Gewerkschaft vorzunehmen ist, da doch immerhin aud er zu Worte kommt, durch Moineau und Matheysen unter- auch in Gentilly( Frankreich) aufgetreten. In Saint Denis und sonstige Fragen zu erörtern find, wobei eine genaue brochen. Es hat übrigens den Anschein, als ob Lacroix ereigneten sich am 21. Juli 2 plögliche Cholera- Todesfälle. Kenntniß der Eigenthümlichkeiten des Betriebes erforderlich ist. nicht ganz aufrichtig wäre. Er redet viel und lange, ex- Am 19. Juli find in Astrachan 198 Cholera- Erkrankungen Wian fann nicht erwarten, daß Jedermann damit vertraut sei. geht sich in haarsträubenden Theorien und guckt jedesmal und 57 Todesfälle vorgekommen; in Kasan 4 Erkrankungen Die so bearbeiteten Arbeitsordnungen können dann einer Zentrals mit einem gewissen Selbstgefallen nach dem Publikum hin, und 3 Todesfälle, Bestand an Kranken daselbst 14; in ftelle zu weiterer zweckentsprechender Verwerthung abgeliefert wenn er eine brennende Phrase losgelassen hat. Er erinnert Ssamara 88 Erkrankungen und 43 Todesfälle, Bestand werden. Wir haben nichts dagegen, daß diese Zentralstelle die einigermaßen an den berüchtigten 2odspitel Pour 166 Kranke; in Woronesch 1 Todesfall; in Ssaratow am Redaktion des Vorwärts" ist, möchten aber zur Erwägung an heimgeben, ob es nicht richtiger wäre, wenn der Parteivorstand baix, welcher sich vor drei Jahren in dem großen Streit 18. Juli 99 Erkrankungen und 43 Todesfälle, am 19. Juli die Sache in die Hand nähme und geeignete Personen mit der in der Provinz Hennegau so sehr bemerkbar machte, dann 119 Erkrankungen und 57 Todesfälle. Am 18. Juli sind endgiltigen Bearbeitung des Materials betraute. Nach unseren verhaftet und verfolgt wurde und sich schließlich als einen ferner vorgekommen: in Barizyn 89 Erkrankungen und Dafürhalten dürfte als Zentralstelle der Parteivorstand in erster Agenten der Polizei herausstellte." 54 Todesfälle, Bestand 85 Krante, in Rostow 84 Er- Linie in Betracht kommen." " mit krummer Nase, großem Schnurrbart und weißen steifen neuerung des Vertrages zwischen der Gesellschaft der Stein- daß Namen genannt wurden, pflichtete dann ein allgemeines Schnurrbartspitzen eine Mischung von Kasernenduft und kohlengruben von Bont- sur- Sambre mit dem Hause Hard Gemurmel dem Vorschlag bei. Wohlgeruch mit einem Benehnien, das so feierlich erschien, und Campbell zu London. Nun warf Herr Roquebert den Vertrag auf den wie das jener sittenlosen Vornehmen, die Larochefoucauld so Es war abgemacht worden, daß künftig die Kohle von Tisch und sagte, indem er mit feinem plumpen unübertrefflich geschildert hat. Dann war da ein Mensch, den Gruben weg dem Hause Hard und Campbell zum Preise Zeigefinger, der so dick war, daß er ein Vierzig- Sousstück der den Worten des dicken Mannes mit demselben Eifer zu von 25 Franks die Tonne geliefert werden sollte. Das war hätte damit bedecken können, darauf deutete: lauschen schien, wie denen des Dünnen und dabei beständig ein schwerer Verlust für die Gesellschaft, deren Lieferungen Meine Herren, sobald das unterzeichnet ist und die lächelte, um zu zeigen, daß er mit der Meinung Beider voll bisher zu einem viel höheren Preise abgegeben wurden. Aber Löhne vermindert sind, wird alles gut gehen. Die Maß kommen einverstanden wäre, ein ehemaliger, aber noch die Steinkohlen erreichten nirgend auf den englischen Märkten regel muß nach unseren Satzungen von Vieren von uns junger Kallerie- Offizier, dessen tahle Hirnschale leuchtete, als mehr als diesen Preis, und das Haus Hard und Campbell, unterzeichnet werden. wäre sie neidisch auf den Glanz der Sonne, dessen Auge welches für die belgische Gesellschaft der hauptsächlichste AbDie Versammlung stimmte bei und Herr Roquebert jedoch so ausdruckslos dreinglotte, als wenn es von nehmer war, schickte sich an, nach Ablauf der alten Verträge fuhr sogleich fort: bemaltem Metall gemacht wäre. Die anderen in dieser mit ihr zu brechen, als Roquebert ihm nun neue unter- Jezt müffen wir uns in Acht nehmen. Die Bergleute Gesellschaft waren zwar von tadelloser Haltung, aber bei breitet hatte. Hart und Campbell mußten nach diesen neuen haben offene Augen. allen ihren ehrbaren Umgangsformen, warfen sie sich zuweilen Berträgen eine Ersparniß von 5 Bentimes für die Tonne Das ist wahr, sagten mehrere Stimmen. jene beunruhigenden Blicke zu, wie man sie bei Spitzbuben machen, wenn sie den Kohlengruben von Pont- sur- Sambre Wir dürfen nicht leiden, daß sie einen Streit organi bemerken kann. den Vorzug gaben. Die Gesellschaft schränkte allerdings dadurch firen, und zwar im Intereffe der Arbeiter selbst. Die Aber trotz aller Unterschiede, die diese Leute von ein- ihren Gewinn ein, aber sie brauchte dann nicht die Arbeit Truppen müssen Ordre zum Vorrücken haben und in den ander trennen mochte, hatten sich alle sogleich auf dem einzustellen. Und was noch mehr war der mäßige Preis, Kasernen koufignirt sein. Wir dürfen uns das nicht ver selben Niveau entgegenkommender Höflichkeit begegnet ohne den die Gesellschaft anbot, mußte unvermeidlich alle Groß- hehlen; ein Aufstand ist sehr wahrscheinlich, aber von jeden Uebergang und ohne Vorsicht, wie sie sich im Kriege Handlungshäuser in Versuchung führen, sich von ihren Ber- unserer Seite muß Alles vorbereitet sein, von Seite der von einem Tage zum andern entwickelt bei den Soldaten bindlichkeiten zu befreien. Von nun an begann sicherlich Berglente aber gar nichts, und wenn sie sich dann rühren, desselben Feldlagers. die Nachfrage sich auf's neue bedeutend zu steigern; die haben sie in zwei Stunden die Königsjäger auf dem Halse. Als Herr de Roquebert eintrat, machte sich eine Be- Absatzwege begannen sich wieder zu öffnen; die Gesellschaft Sehr vernünftig, bemerkte Herr Dieulafon. wegung unter den Versammelten bemerkbar; die Köpfe rief eine verwegene, beinahe tollkühne Konkurrenz in's Und so einfach, ergänzte Herr Roquebert. wandten sich um, die Gruppen trennten sich; die Unter- Leben, die aber den Sieg davon tragen mußte und im ihre Zustimmung, mit jener Beruhigung und Genugthuung, wie Die Mitglieder des Verwaltungsrathes gaben zu Allem haltungen wurden schnell abgebrochen, man ging eilig an übrigen dem Ruin jedenfalls vorzuziehen war. den Tisch, Schweigen herrschte in dem großen hell erleuchteten Nun wurde, um diese Maßregel auszugleichen, welche sie in Versammlungen zu Tage treten, die ihre geheimſten und doch düsteren Salon und Alles lauschte mit tieffter die Preise herabdrückte, dafür eine andere vorgeschlagen, die Wünsche in einem einzigen Willen zusammengefaßt ſehen, Aufmerksamkeit. gewissermaßen von der erfteren erzwungen war nämlich und Herr Roquebert sagte, indem er sich zu Herrn Dieulafoy Herr Roquebert, roth, schwißend mit zugleich tölpel- die Löhne herabzusetzen. War das Sinken der Produktionsneigte: hafter und wichtiger Miene, hatte aus einem großen ver- erträge auf die Arbeit abgewälzt, so trat ein weniger Sie wissen, Herr Rath, daß nach dem Gesetze die Truppen schließbaren Portefeuille, auf welchem sein Name stand, ein empfindliches Fallen des Rapitalprofits ein. Die Ent im Bereich einer Gemeinde nur auf Requisition des Bürgers Schriftstück in Quart gezogen und es geöffnet, es mit einem fcheidung konnte in dieser dazu außerordentlich vorbereiteten meisters einschreiten können. Hier ist ein Schreiben, das ich raschen Blicke überflogen und dann damit begonnen, die Gesellschaft ohne weiteres und ohne allen Aufschub getroffen schon im Voraus vorbereitet habe. Auf ein einfaches Tele schon bekannten oder bereits errathenen Ausführungen werden. Es waltete in dem Saale ein tiefes Stillschweigen. deffelben zusammenfassend darzulegen, was bei seiner Umgebung oon Zeit zu Zeit Zwischenrufe oder Zeichen der Zustimmung Reiner wagte" Ja" zu sagen und keiner wollte Rein" sagen. Endlich hörte man eine Stimme der Maßregel beiEr unterbreitete der Versammlung den Plan einer Er- stimmen; andere Zustimmungserklärungen folgten und ohne Dann ließ sich der Rath noch einige Bemerkungen über hervorrief. gramm hin fönnen Sie es an die rechte Stelle befördern. Er zog aus seinem Portefeuille einen Brief, der den Stempel der Gemeinde Pont- sur- Sambre trug, las ihn schnell durch und überreichte ihn dem Beamten. Soziale Lebersicht. Ich erwiderte ihm, es fomme mir dieser Betrag etwas zu hoch vor und ich würde ihm im Laufe des Tages eine definitive Antwort über die Höhe des Lohnes zukommen lassen. Diese Antwort warteten die Arbeiter nicht ab. Um 12 Uhr legten von meinen 50 Arbeitern 20 die Arbeit nieder. Im Kreise Solingen soll nach einer Mittheilung der Elberfelder Freien Presse" ein großer Streit bevorstehen. Die zum großen Theil organisirten Arbeiter der Solinger StahlEs ist nicht wahr, daß ich ihnen jetzt Alles, selbst die verIndustrie haben theilweise feste Abkommen mit den Fabrikantensprochene Lohnzulage verweigert habe. vereinen, wonach die Preise nur nach gegenseitiger 3 monatlicher Der Vertreter der ausgetretenen Arbeiter, Herr Franz Gök, Kündigung geändert werden dürfen. Die Scheerenfabrikanten hat die Richtigkeit dieser Darstellung in einem in meinem Besitz verlangen nun eine Lohnherabsetzung von 20 pet., die von befindlichen Schriftstück eigenhändig bestätigt. Seiten der Scheerenschleifer aber verweigert wurde. Daraufhin Die hier angeführten Schriftstücke haben der Redaktion der ist das Preisverzeichniß gekündigt worden und wird, falls die Frankfurter" Boltsstimme" im Original vorgelegen. Fabrikanten nicht zurücktreten, ein Streit unvermeidlich sein. Derselbe fann unter Umständen sehr große Dimensionen an- Löhne der deutschen Müllerei Arbeiter( aus dem Genehmen, da sich die zahlreichen Arbeitervereine mit ihren theil- schäftsbericht der Müllerei- Berufsgenossenschaft): weise beträchtlichen Kassen gegenseitig unterstützen werden, die Fabrikanten aber einen Verband der ganzen Industrie gegründet baben, welcher bezweckt, bei gegenseitiger Hilfeleistung der Arbeitervereine in einem Streit in feiner Branche mehr Arbeit auszu geben, d. h. die Arbeiter durch Hunger mürbe zu machen. Zur Beachtung! Die Minister des Innern und für Handel und Gewerbe haben aus einem Einzelfalle Veranlassung ge nommen, diejenigen Bedingungen festzustellen, an welche die staatliche Genehmigung von Ausstands Versicherungstassen sowohl der Unternehmer wie der Arbeiter grundsäßlich zu knüpfen ist. Diese Bedingungen find folgende: a) Die Sagungen müssen Fürsorge treffen, daß Entschädigungen oder Unterstützungen nur an solche Theilnehmer gezahlt werden, welche nachweisen, daß sie über die Streitigkeiten, durch welche der Ausstand veranlaßt worden ist, ein Einigungsverfahren vor dem zuständigen Gewerbegericht beantragt haben, dieses Verfahren aber infolge der Weigerung des Gegners nicht zu Stande gekommen ist oder ohne Verschulden des den Anspruch Erhebenden zur Beilegung des Streits nicht geführt hat. In Fällen, in denen ein zuständiges Gewerbegericht nicht vorhanden ist, muß der Nachweis geführt werden, daß der Versuch eines Einigungsverfahrens auf einem anderen näher zu bezeichnenden Wege gemacht worden und ohne Verschulden des den Anspruch Erhebenden erfolglos geblieben ist. b) Der Aufsichtsbehörde muß die Befugniß eingeräumt werden, von allen Verhandlungen, Büchern und Rechnungen der Kasse selbst oder durch einen Kommissar Einsicht zu nehmen. Die Kasse hat jährlich einen Rechnungsabschluß vorzulegen, aus welchem die Zahl der Mitglieder, die vereinnahmten Beträge und die geleisteten Unterstützungen zu ersehen sind. Die Brauerei Nicolay in Hanan erklärt in Nr. 170 der Frankfurter Boltsstimme", daß der Obermälzer- dessen Wiedereinstellung die Arbeiter forderten weder direkt noch indirekt Deshalb gemaßregelt worden sei, weil er Vorsitzender des Hanauer Brauervereins ist, vielmehr am 18. d. M. wegen Bernachlässigung seines Dienstes entlassen worden wäre, wie er denn auch schon lange vor seinem Eintritt in den Vorstand des Brauervereins wiederholt Anlaß zu Klagen gegeben hätte. Der Verlauf der Sache ist nach der Darstellung Nicolay's folgender: Am Morgen des 19. Juli überreichte der Brauer Franz Göh meinem Braumeister folgendes Schriftstück: Hanau, 19. Juli 1892. Im Auftrage sämmtlicher Kollegen ersuche ich Sie, mit der Bitte, dieses Schriftstück an die Direktion zu senden. 1. Betreffs des Kollegen Obermälzer... und Ursache seiner Entlassung: 2. Bitte an Herrn Nicolay, daß... bis heute Mittag unbedingt wieder in feine Dienste eintritt, widrigenfalls sämmtliche Kollegen die Arbeit niederlegen. In der Bitte ist einbegriffen: 3. daß Schlaucher... sofort aus dem Geschäft entlassen wird. Arbeitszeit von Morgens 5 bis Abends 6 Uhr. 4. Betreffs Lohnerhöhung: Einen Minimallohu von 20 m. letzter Anschieber. Hochachtungsvollst gez. Sämmtliche Arbeiter". Ich nahm sofort Kenntniß von demselben und erklärte dem Vertreter der Arbeiter, Herrn Franz Göß, das Nachstehende. Zu 1 und 2 des Schriftstückes: Eine Wiederanstellung des nach Obigem mit Recht entlassenen Ollermälzers sei unmöglich, die Gründe für Rechtfertigung seiner Entlassung habe ich im Näheren entwickelt. N NIN DurchschnittsProvinzen Lohn 1890 1891 1891 also mehr weniger Ostpreußen Westpreußen Posen. . 439 442 3 2 9 579 601 22 361 359 2 • Broving Brandenburg mit Berlin 584 633 48 G Schlesien. 539 519 20 Pommern und Mecklen burg- Strelitz. 489 487 2 Mecklenburg Schwerin, = Hamburg und Lübeck 784 826 42 Oldenburg, Hannover, Pyrmont, Bremen, Braunschweig, Lippe. Provinzen Sachsen und 640 673 33 Anhalt, mit Aus nahme von Erfurt Westfalen und Rheinproving 119 678 694 16 • 664 705 41 Hessen und Waldeck 550 556 6 Baden und Bayr. Pfalz 666 708 42 690 714 21 647 655 8 533 Elsaß- Lothringen Württemberg und Hohen zollern Bayern ohne Rheinpfalz 533 Thüringische Herzog thümer mit Ausnahme von SachsenAltenburg ° Sachsen und SachsenAltenburg GB| I I [ I IMI I 594 618 23 682 713 31 = Dermischtes: Den„ Ausgestoßeuen". Wenn in Militärvereinen Sozialisten sich befinden, Werden diese ausgeschlossen Aus den wohlbekannten Gründen. Nimmer tann ein rechter Rother Dieser strengen Praxis fluchen, Denn in Militärvereinen Haben Rothe nichts zu suchen. a Wer dem Fortschritt ernstlich huldigt, Anders will die Welt gestalten, Kann es nimmer mit den Schwärmern Für des Krieges Lorbeer halten. Kann dies Einer nicht begreifen Und er wird hinausgestoßen, Soll er sich dafür bedanken, Statt darob sich zu erboßen. Sintemal dadurch er wurde Ob man ihn auch kränken wollte. Auf den rechten Weg gewiesen, Den er selber finden sollte. Arbeiterrifiko. Ein schweres Unglück ereignete sich, wie rheinische Blätter melden, am Freitag in den Erzgruben zu Deutsch Oth. Zwei Arbeiter, Vater und Sohn, hatten zur Sprengung der Erzblöcke eine Zündschnur in Brand gesezt und sich dann etwas entfernt. Als sie darauf einen Schuß vernahmen, glaubten sie, die Sprengung sei erfolgt. Bei ihrem Wiedereintritt in den Stollen aber ging erst ihr Schuß los; der Sohn wurde 10 Meter weit fortgeschleudert, ein Bein ihm vollständig abgeriffen und Kopf und Brust ganz zerquetscht, so daß er sogleich todt war; der Vater liegt an seinen Verletzungen hoffnungslos darnieder. Vermuthlich wieder Einer. Der Kopenhagener Konsul der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Henry B. Ryder, ist verhaftet worden unter der Anschuldigung, bei der Auszahlung einer Erbschaft betrügerische Handlungen begangen zu haben. Zu der Kessel Explosion auf dem Dampfer, Montblanc" theilt das Journal de Vevey" mit, der, gleich dem Direktor der Gesellschaft verhaftete Maschinist habe eingestanden, daß er am Tage vor der Explosion einen scharfen" schriftlichen Bericht über die Unbrauchbarkeit des Kessels der Direktion geDie Gesammtsumme der ermittelten Löhne betrug 53 358 658 M. macht und das Unglück vorausgefagt habe. Er habe jedoch sofort 79 545 versicherten Personen. Der Durchschnittslohn der nach der Katastrophe diesen den Direktor belastenden Rapport deutschen Mühlenarbeiter betrug also im Jahre 1891 noch nicht auf dessen Wunsch durch einen entlastenden ersetzt; ebenso hätten ganz 671 M., eingerechnet die Beträge für Kost und Logis. Er alle seine bisherigen Aussagen den Zweck gehabt, die Direktion ist gegen das Vorjahr um 8 M. höher. bei zu " Nach der Durchsicht jener Tabelle", sagt das Alten- 3 retten, da er fürchtete, feinen Platz zu verlieren. Durch Auf" Nach der Durchsicht jener Tabelle", sagt das Alten- findung des ersten Berichtes in dem Bureau des Direktors wäre burger Fachblatt der Müller, dürfen wir aber feineswegs an- er gezwungen worden, die Wahrheit einzugestehen. nehmen, daß sich die Lage der Deutschen Mühlenarbeiter im VorDepeschen. jahre wirklich etwas gebessert hat, denn mit dürren Worten sagt Der Ausbruch des Aetna nimmt an Heftigkeit zu; die der Geschäftsbericht, daß im Vorjahre die Müllerei weniger Erderschütterungen in der Umgebung des Berges sowie in Scincen profperirt habe und es nur den Bestrafungen zu verdanken und Syrakus dauern fort. sei, wenn an Löhnen 1/2 Millionen Mart mehr angegeben wurden, als im Jahre 1890. Bedenkt man ferner, daß wohl in 80 pet. aller deutschen Mühlen den Arbeitern Kost und Logis gewährt wird und bedenkt man weiter, daß infolge der erhöhten Lebensmittelpreise die Summen, welche für Soft und Logis an gegeben wurden, ganz erheblich gestiegen sein müssen, wenn fie wahrheitsgetreu sein sollen, bedenkt man endlich, daß seit 1891 in den Lohnlisten alle Trinkgelder mit aufgeführt sein müssen, fo tommt man zu der Einsicht, daß sich die Arbeits- resp. Lohnverhältnisse der deutschen Mühlenarbeiter eher verschlimmert als verbessert haben dürften. Während wir früher nicht bezweifelten, daß außer den statistischen Angaben den Kollegen noch etwas in Gestalt von Trinkgeldern u. f. w. zufließe, so macht der Geschäftsbericht von 1891 auf uns den Eindruck, als wenn in diesem Jahre der wirklich vollständige Lohn der Mühlenarbeiter zum Ausdruck gekommen sei, weil den Angaben der einzelnen Besizer durch Strafverfügungen u. f. w. nachgeholfen wurde." " ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Hamburg, 22. Juli. Wie die Hamburgische Börsen- Halle" meldet, hat die Hamburger Handelskammer in ihrem den Hamburgischen Behörden erstatteten Gutachten mit großer Wärme für die Berliner Weltausstellung im Jahre 1897 oder 1896 plaidirt; die hamburgische Großindustrie würde sich voraussichtlich ausnahmslos an der Ausstellung betheiligen. Wien, 22. Juli. Nach einer Meldung der„ Neuen freien Presse" aus Brür sind die am 4. d. M. in der Biliner EmeranZeche verschütteten 3 Arbeiter heute noch lebend hervorbefördert Ueber den Rückgang der Kleinmüllerei sagt das worden, nachdem dieselben 17 Tage ohne Nahrung gewesen Bu 3 bat ich um Angabe eines gesetzlichen Grundes, der mich genannte Gehilfenblatt: Im Jahre 1890 zählte das Deutsche waren. zur Entlassung des Schlauchers... berechtigt. Da Herr Götz Reich 38 023 versicherungspflichtige Betriebe und im Jahre 1891 Petersburg, 22. Juli. Die Schiffsarbeiter und die Bemir einen folchen nicht anzugeben vermochte, so nur 37 637. er= Es haben also in diesem Jahre abermals mannung der Wolgaschiffe weigern sich wegen der Erregung unter klärte ich, daß ich diesem Berlangen nicht willfahren könne. 386 Unternehmen oder Betriebe ihre Scheinexistenz mit dem der Bevölkerung und wegen des Mangels an ärztlicher Hilfe auf Dagegen erklärte ich mich zu 4. die Arbeitszeit und die Lohn- längst drohenden Untergange vertauschen müssen. Seit 1888 den Schiffen zu arbeiten. Es ist deshalb zur Aufrechthaltung erhöhung betreffend, bereit, den Wünschen der Arbeiter entgegen sind nicht weniger als 1630 versicherungspflichtige Betriebe des Schiffsverkehrs eine Ministerialverordnung erlassen worden, zu kommen, indessen mit dem Bemerken, daß alsdann das Wohnen weniger geworden. Hierbei wollen jedoch unsere Leser bedenken, daß jeder die Arbeit verweigernde Schiffsarbeiter und Schiffer in der Brauerei wegfalle. daß die Zahl der untergegangenen Gristenzen vielleicht 50mal so bei der Landung der Schiffe der Polizei übergeben und ins GeDer Vertreter der Arbeiter, Herr Götz, antwortete mir, daß groß ist, weil erstens in obiger Bahl bloße Besitzwechsel nicht fängniß abgeführt werden solle. Die Regierung hat den Gous er zunächst mit seinen Kollegen Rücksprache nehmen wolle. einbegriffen sind und weil auf der anderen Seite für die ein- verneur von Uralst angewiesen, gegen die Arbeiter an der Uralster Nach einiger Zeit kam er wieder und eröffnete mir, daß gehenden Kleinbetriebe eine Anzahl mittlere und große neu ent- Eisenbahn, falls dieselben revoltiren sollten, Kosaten vorgehen zu die Arbeiter mit meinen Erklärungen und Propofitionen einverstehen. Die Zahl der Betriebe, welche vollständig eingestellt laffen. In Griaft und Koslow ist die Cholera infolge Einstanden seien, jedoch nunmehr einen Minimallohn von 23 m. wurden, betrug 413." schleppung durch zugereiste Personen aufgetreten. pro Woche begehrten. London, 22. Juli. Dem Reuter'schen Bureau" wird aus Gründungen. Im ersten Halbjahre 1892 umfaßten die Tanger gemeldet, wie es heiße, würden der Großvezier und Gründungen in Deutschland 58 Gesellschaften mit 34 502 100 M. andere Minister des Sultans demnächst dort eintreffen, um die die Einzelheiten der neuen Verträge vortragen, besprach Rapital gegen 78 Gesellschaften mit 38 804 150 M. Kapital im Verhandlungen mit dem englischen Gesandten in Tanger über einige dringende Maßregeln und beauftragte drei von den zweiten Halbjahre 1891. Gegründet wurden 7 Eisen- und Straßen- einen Handelsvertrag wieder aufzunehmen. Mitgliedern des Verwaltungsraths, am nächsten Tage den bahnen mit 5 903 000 M., eine Bank mit 150 000 M., eine VerAthen, 22. Juli. Die Provenienzen aus den Häfen des Beschluß in den Büchern der Gesellschaft zu unterzeichnen. 7 515 000., zwei Baugesellschaften mit 2 065 000 m., vier fortan einer elftägigen Quarantäne unterworfen, die Provenienzen sicherungsgesellschaft mit 80 000 M., zwei Bergwerke mit Schwarzen Meeres werden anstatt der bisherigen Beobachtung Darauf trennte man sich, der große Salon des Richters Bierbrauereien mit 1980 000 M., eine Dampfschiff- und Trans- von Kertsch bis zur rumänischen Grenze unterliegen jedoch nur wurde leer, und da die Mehrzahl der Auwesenden es für portgesellschaft mit 190 000 m., vier Maschinenbau-, Eisen- und einer fünftägigen Beobachtung. gefährlich hielt, in Charleroi zu bleiben, begaben sie sich Metallindustrie Gesellschaften mit 2 850 000 M., eine Spinnerei nach dem Bahnhof, wo sie kurz vor Mitternacht ankamen. und Weberei mit 565 000 M. und 36 verschiedene Gesellschaften Die Einen benutzten den Zug nach Paris, die Anderen den mit 13 204 100 m. nach Brüssel. II. Es war Alles so eingetroffen, wie es der Bürgermeister vorhergesagt hatte. Der Beschluß des Verwaltungsrathes, der am Abend veröffentlicht wurde, hatte die Bergleute des Dorfes zur offenen Empörung getrieben. Herr Roquebert ließ sofort nach Charleroi telegraphiren, und der Brief, den er vorher dem Rath übergeben, hatte zur selben Stunde die Truppen requirirt. Noch in der Nacht rückten die Königsjäger in Bont- sur- Sambre ein, warfen die überraschten Berglente nieder, tödteten einige von ihnen und nahmen ungefähr vierzig gefangen. Dann hatten sie in der Straße die Ge wehre zusammengesetzt und bis zum Anbruch des Morgens ausgehalten, wobei sie durch eifriges Hauchen in ihre Hände fich warm zu erhalten suchten. Als das Dorf am Morgen erwachte, war es militärisch besetzt. Im Laufe des Tages bestimmte der Bürgermeister, daß die Jäger bis zum nächsten Tage dableiben sollten. Man richtete zwei Wachen ein, die eine im Gemeindehaus, die andere in der Gastwirthschaft des Herrn Grellepois. Jede Kompagnie erhielt Quartierbillets für ihre Leute, und am Nachmittag wurde vier Mal an vier Ecken des Dorfes eine Proklamation verlesen, wobei Trommelwirbel und Trompetentlang vorherging und folgte und die dann an dem Gemeindehause und an den Mauern mehrerer Häuser angeschlagen wurde. ( Fortsetzung folgt.) ( Depeschen des Bureau Herold.) Paris, 22. Juli. Die gesammte Preffe fordert energisches Borgehen seitens Frankreichs gegen England, welches den offenDividenden: Zuckerfabrit Roitsch, Aktiengesellschaft: 831/ 2pSt. fundigen Versuch mache, sich Marokkos, wie früher Egyptens zu Mescheriner Zuckerfabrik: 20 pCt.- Buckerfabrik Ceres: 10 pet. bemächtigen, um die Bildung eines französischen mittelafrikanischen Danziger Delmühle Petter, Bolzig u. Co., Prioritäts- Attien: großen Reiches, das sich vom Mittelmeer bis zum Congostaat 13 pCt., Stamm- Aktien 11 pet. Ferdinand Flinsch, Attien- ausdehnen könnte, zu verhindern. gesellschaft für Maschinenbau und Gifengießerei, Offenbach a. M.: Wien, 22. Juli. Polnischen Blättern zufolge ist der Ge10 pet. Maschinen- und Armaturenfabrit vorm. C. Louis fundheitszustand in Kongreß- Polen und in den Galizien zunächst Strube, Attiengesellschaft: 9 pot.- Sprengstoff- Aktiengesellschaft liegenden Gouvernements vortrefflich. Aktiengesellschaft: 8 pet. Elsässische Maschinenbau- Gesellschaft, Carbonit in Hamburg: 8/4 pet. Naumburger BraunkohlenCarbonit in Hamburg: 83/4 pet. Mülhausen i. Elfaß: 7 pet. Fabrit feuerfester und säurefester Produkte, Aktiengesellschaft zu Bad Nauheim: 6 pet. 108 Literarisches. Briefkaffen der Redaktion. Für die Arbeiter- Bildnugsschule empfangen von der Oftschule 60 M., von Herrn G. G. 5 M., vom Wahlverein des 6. Berliner Wahlkreises 100 M. von Herrn Rechtsanwalt W. Leibfried, Luxemburg, 100 M.; Summa 265 M. Berlin, 22. Juli 1892. Besten Dank Berliner Volfs Tribüne; Sozialpolitisches Wochenblatt. Bierteljahr 1 M. 50 Pf., monatlich 50 Pf. Inhalt der Nummer 30 H. Gumpel, Barnimstr. 42. vom 23. Juli 1892: Aus der Woche. Buschhoff und die E. W., Oranienstr. 205. Ist durch Aufhebung des tapitalistische Gesellschaft. Zur Lage des geistigen Proletariats. Boykotts erledigt. A. Strinkowsky und Genossen. Es ist einfach Pflicht Aus Rumänien. I. Gewerkschaftliches zc. stonomische Gegensätze und Arbeiterorganisation.( Schluß.) auf dem Laufenden zu erhalten, die im Vordergrund der öffentEiniges über und Schuldigkeit einer Zeitung, ihre Leser über alle Vorkommnisse Aus dem Berichte der schweizerischen Fabrikinspektoren.( Schluß.) lichen Diskussion stehen. Das ist gegenwärtig mit dem - Von der Bewegung- Bom Schlachtfelde. Gedicht. Novelle. Herbert Spencer. IV. Erkanzler der Fall, so wenig dieser Mann an sich auch eine Notiznahme verdient. Von der Nenen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diey' Die Schriftführer der Vereine und öffentlichen VerBerlag) ist soeben das 43. Heft des 10. Jahrgangs erschienen. fammlungen ze. werden wiederholt ersucht, bei ihren Berichten Aus dem Inhalt beben wir hervor: Die von Westphalen 1I. die Rüdseite des Papiers frei zu lassen. Ferner ist auf Die allgemeine Volksschule. Von Frizz Kunert. Bucher, Bis- jedem Manuskript die Adresse des Verfassers genau zu be marck und von Poschinger. Bon Ferd. Wolff.( Schluß.) zeichnen. Die Kontrollmarke. Literarische Rundschau. Notizen, R. C. C. 1884. Das genannte Blatt ist zu einer Ent Feuilleton: Dunkle Mächte. Roman von Elise Langer.( Forts.)' schädigung oder Schadenersah nicht verpflichtet. 84 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 23. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Arbeiter- Bildungsschule Achtung, Treptow! Am Sonntag, den 24. Juli: Gr. Volks- Fest Achtung, Treptow Lese- und Diskutirklub„ Hasenclever". Am Sonntag, den 24. Juli 1892, in Bischoff's Restaurant Baumschule": Einweihungs- Fest, verbunden mit aus dem Mittelalter d. 19. Jahrhunderts, Sonzert, Tang, Vorträgen, Verloosung, Fackelvolonaise u. f. w. im Müggelschlößchen". Friedrichshagen, unter Mitwirkung von 10 GesangVereinen,( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes). Der Auszug der Nörgeler = Kroll's Theater. Der Barbier von Lebende Bilder auf dem Waffer.- Engen Richter's Zukunftsbilder. frei nach Spangenberg. Sevilla. Mechanisches Wachsfiguren- Kabinet. Naturalien Museum. Verloosung von Ostend- Theater. Heinrich Heine. wissenschaftlichen Werken. Konzert und Boltsbelustigungen aller Art. Borher: Das Sonntagskind von Billets à 25 Pfg., giltig für die Ueberfahrt, sind in allen Bahlstellen Berlin. Bellealliance- Theater. Gefährliche und in den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. Die zur Feier des Tages herausgegebene Festzeitung. Mädchen. Hallodri. Hierzu ladet freundlichst ein Der Vorstand. Tempel's Festsäle, Langestraße 65. Allen Bekannten zur Nachricht, daß ich auf Anordnung des königlichen der Verfügung des Polizei- Präsidiums im richtigen Verhältniß steht. Polizei- Präsidiums mein Lokal um 11 Uhr schließen muß. Ich bitte daher meine werthen Gäste, sich mit ihrem Durst derartig einzurichten, daß er mit 2741L G. Tempel. Brocken Tegeler Landstrasse. Adolph Ernst- Theater. Ein alter ist am Eingänge zum Seftplate, sowie auch bei den Festordnern empfehle ich mein herrliches, schattiges, unmittelbar am Tannenwalde geleg Allen Freunden und Genossen Außerdem machen wir darauf aufmerksam, daß wir mit der Dampf- Gartenlokal. Gemüthl.Familienaufenthalt. Um frol. Bufpruch bittet F. Lohman straßenbahn- Gesellschaft ein Abkommen getroffen haben, wonach die HinBerl. Sommer- Theater und Retourfahrt 15 Pf. foſtet. ( Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg). 200 Quadratmeter großen Pariser Tanzbodens tatt. Sonnabend, den 23. Juli: Italienischer Nacht- Corso. Sommernachts- Ball. Gleichzeitig findet die Eröffnung des extra zu diesem Zweck erbauten Pankow. Borchardt's Vereinshans. Der Vorstand. Schulzestrasse 28. Station Nordbahn. 488/61 Größter Saal der Unigegend. Allen Ausflüglern bestens empfohlen.[ 2641L Achtung, Hausdiener! Charlottenburg. Gala- Vorstellung. Doppel- Konzert. Konzert- Park ,, Viktoria", Frankfurter- Allee Nr. 72-73. Zum 25. Male: Zwölf Mädchen in Uniform. Burleske von Angeli. Inscenirt von Paul Pauli. Am Sonntag, den 24. Juli 1892: Großes Sommer- Fest, Spezialitäten 1. Ranges. Gold und Silber. Grosses Ballet- Divertissement. Prima Ballerina: Marie Ala. 6 SoloTänzerinnen, ein Solotänzer, Corps zu Gunsten des Verbandes der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgen. de Ballet 20 Damen. In beiden Sälen: Großer Ball. Herren, welche daran theilPrachtvolle Illumination des ganzen nehmen, zahlen 50 Pf. nach. Kinderbelustigung. Preistegelschieben. DamenEtablissements. Grosser Fackel- Tanz mit Bonbonregen. Kaffeeküche. Entree 25 Pf. Kaffeneröffnung 3 Uhr. und Blumen- Corso. Bengalische Anfang des Konzerts 4 Uhr, des Tanzes 6 Uhr. Konzert und Tanzmusik Beleuchtung des Aussichtsthurmes. wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Bernssmusiker" Anfang: des Konzerts 61/2 Uhr, bestehend in Gartenkonzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Arrangirt von Herrn Rosche der Vorstellung 72 Uhr. Täglich: Grosse Vorstellung. PassagePanopticum. Meu! Blaue Grotte mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in sieben lebensgroßen Gruppen. Castan's ( ausgeführt. 442/10 Vergnügungs- Verein Amor II. Sonntag, den 24. Juli, bei Knebel, Badstrasse 58: Gr. Vokalfonzert Theatervorstellung unter Mitwirkung der Arbeiter Gefangvereine ,, Weiße Rose" u. ,, Glück zu", unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Micfch. Die Hafen in der Hafenhaide.- Karldens erste Liebe. Der Gesundbrunnen vor 100 Jahren. Konzert. Tanzkränzchen. Anfang 4 Uhr. Beitrag 10 Pf. 1122b Der Vorstand. Achtung, Schmiede! Hente, Sonnabend, den 23. Juli: Panoptikum. Gr. Sommernachts- Ball Geöffnet von 9 Uhr Morgens veranstaltet von der Vereinigung der Schmiede. bis 10 Uhr Abends. im Lokal ,, Königsbank", Gr. Frankfurterstr. 117, Hierzu ladet freundlichst ein [ 279/20] Das Komitee. Moabiter Gesellschaftshaus, Maler und Anstreicher! Täglich: Alt- Monbit 80/81. Am Montag, den 25. d. M., Abends 8% Uhr, Gr. Konzert, Theater in der„ Berliner Ressource", Kommandantenstrasse 57: und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Große öffentliche Bersammlung. Hellmuth Peters. Alles Nähere am Sonntag durch Säulen- Anschlag. Altes Schützenhaus, Linienste. 5, Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. ( neu renovirt) empfiehlt sich den werthen Vereinen zu allen Festlichkeiten, sowie Versammlungen. 819 b. Empfehle nach wie vor mein ver größertes Lokal, franz. Billard 2c. dem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Tribüne, Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen liegen aus.[ 1142L M. Berndt, Oranien- u. Alexandrinonstr.- Ecke. C. Kramer's Restaurant Rixdorf, Herrmannstraße 140, neben den Kirchhöfen, früher Hasenhaide. Empf. fich allen Kirchhofsbesuch. Für Vereine und Landpartien! Johannisthaler Volksgarten von A. Senftleben. Direkt am Walde gelegen. Kaffeetüche, Pariser Tanzplatz, 4 Regelbahnen sowie Belustigungen aller Art. Ausspannung.[ 2696L Station Stolpe. Restaurant ,, Fichtenhain". Empfehle den Berliner Vereinen, Gesellschaften und sonstigen Ausflüglern Sonnabend, den 23. Juli, Abends 9 Uhr, Vereins- Versammlung in Keller's 2otal, Bergstr. 68. 1. Vortrag des Kollegen Sparfeld über Freiland", ein sozialistischer Roman. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes.. 436,14 Der Vorstand. Fachverein der in Buchbindereien, der Papier- und Lederwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter. Montag, den 25. Juli, Ab. präz. 9 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Beschlußfassung über event. Auflösung des Vereins zu Gunsten einer gemeinsamen Organisation. 3. Wahl einer Liquidationskommission. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. In Anbetracht der außerordentlich wichtigen Tagesordnung hat jedes Mitglied die Pflicht, zu erscheinen. Der Vorstand. NB. Bei der am 18. Juli stattgefundenen Berloosung sind auf die Nummern 108, 120, 287, 317, 340, 381 die Gewinne nicht abgeholt worden und bitten wir, diefelben beim Kassirer. Schulze, Naunynstr. 11a, Quergebäude 3 Tr., möglichst bald abzuholen. D. D.[ 440/14 Freie Volksbühne. Schlußvorstellung im zweiten Vereinsjahr morgen, Sonntag, den 24. Juli, Nachmittags präzise 12 Uhr, im Bellealliance- Theater für die III. Abtheilung( branne Karten). Aufgeführt wird: Der Erbförster, Trauerspiel in 5 Atten von Otto Ludwig. Das Ausloosen der Pläge beginnt um 12½ Uhr und wird Punkt mein idyllisch im Walde gelegenes 1/2 Uhr gefchloffen. Zuspätkommende finden erst nach Beendigung Restaurant. 2 neu renovirte Säle des ersten Aktes Einlah. Dieser Vorstellung können noch irka 300 Mitglieder mit Pianino, Theater- Bühne, großer schattiger Garten mit 2 Kegelbahnen gegen Nachzahlung von 60 Pfennig an die Ordner und Vorzeigung Hallen, Kaffeeküche, Turn Geräth- der Mitgliedskarte noch einmal beiwohnen. schaften, Kinder- Spielpläge 2c. Billets à 25 Pf. zum Waldfest am 14. August sind außer den ZahlAnerkannt gute Speisen und Ge- stellen bei den Ordnern im Theater zu haben. tränke. Große massive Ausspannung. 1141b Hochachtungsvoll M. Jssing. Der Vorstand. Plombiren etc. O. Andreasfir. Kl. Andreasſtr.[ 2199L Vereinszimmer b. Flick, Simeonftr. 28. Künstliche Zähne, breast. 60( Ging. St. Unbreitend Wallstr. 46, Brauerei Gambrinus, Bismarckstr. 23, empfiehlt helles Lagerbier( Gambrinusbräu) und dunkles Versandtbier ( Gambrinusversandt). S 2826L oeben erschien im Verlage von W. Startz in Cleve ( Clever Kreisblatt- Druckerei): Der Knabenmord in Xanten vor dem Schwurgericht zu Cleve vom 4. bis 14. Juli 1892. Ausführlicher objektiver Bericht des Journalisten Hugo Friedländer aus Berlin, 146 Seiten umfaff. Preis 50 Pfennig. Zu haben in allen Buchhandlungen, sowie direkt zu beziehen vom Verleger W. Startz in Cleve. Ueber die Ausführlichkeit und Genauigkeit der Berichte des Herrn Hugo Friedländer hat der Landgerichts- Direktor Herr Kluth, Vorsitzender der Ver handlung, mehrmals in öffentlicher Sigung Veranlassung genommen, sich ans ertennend auszusprechen. MACHT STARK EINIGKEIT GESETZL DEUTSCHE SO GESCH ERFURT SCHUHFABRIK 2755L Schuhe n. Stiefel mit Kontrollmarke aus der Deutschen SchuhFabrik" in Erfurt sind an folgenden Stellen zu haben: Chr. Geyer, Oranienstraße 202. C. Nitschke, Kastanien- Allee 86. G. Zerbe, Ritterstraße 114, nahe der Fürstenstraße. H. Bath, Waldstraße 37( Moabit). G. Kördel, Forsterstraße 7. T. Janke, Langestraße 90. A. Heufelder, Hermann- Plak 3. 2625L A. Seeger, Putbuserstr. 41( 31. Rügener- und Demminerstr.). W. Papke, Manteuffelstraße 31. J. 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Geldstrafe. » Braunschweig. Genosse Calver, Redakteur des„ Volksfreund," von der Anklage, kirchliche Gebräuche beschimpft zu haben, freigesprochen. Berlin. Wegen Fabrikantenbeleidigung der Redakteur des„ Bauhandwerker," Genosse Reßler, 10 M. Geldstrafe. Naumburg. Genosse Strizelwicz, Redakteur des Zeizer Voltsbote", 1 Monat Gefängniß wegen Beschimpfung kirchlicher Einrichtungen. " 4. Bochum. Genosse Kutzbach, Redakteur der Gelfenfirchener Arbeiter Zeitung", wegen Aufreizung 5 Monate Gefängniß; in 5 anderen Fällen erfolgte Freisprechung. Mainz. Genosse Sprenger, Redakteur der Volks Beitung," von der Anklage, die Lieutenants Leidhecker und Küfer beleidigt zu haben, freigesprochen. " » Burgstädt. Genosse Fröhlich, Redakteur der„ Volksstimme", 2 Monate Gefängniß. " 5. Wurzen. Genosse Thiele, Redakteur der Wurz. Ztg.", 2 Monate Gefängniß wegen Bismarck- Beleidigung. 6. Frankfurt. Der Vorstand der Lokalzahlstelle des Schneiderverbandes von der Anklage der Vereinsgeseh- Uebertretung freigesprochen. " Gotha. Genosse Bock, Redakteur des SchuhmacherFachblattes", wegen unerlaubter Geldsammlung( für den Buchdruckerstreit) 20 M. Geldstrafe. 7. Potsdam. Drei Genossen aus Rezzin von der Anklage unerlaubter Schriftenverbreitung freigesprochen. 99 Altona. Genosse lüß aus Elmshorn von der Anklage der Bürgermeisterbeleidigung freigesprochen. Staatsanwaltsantrag: 1 Monat Gefängniß. " Drehorgelspieler Kar sch und Benised wegen Aufreizung ( Verkauf und Singen des Proletarierliedes") 3 bezw. 2 Monate Gefängniß; Drehorgelverleiher Buchwald 50 M. Geldstrafe. Sonnabend, den 23. Juli 1892. Mai. " " 9. Jahrg. daffelbe bis Mitternacht und noch länger damit zu thun habe, 18. Dresden. Genoffe Kaden wegen Stadtrathsbeleidigung die durchwühlten Waaren wieder in Ordnung zu bringen. 200 M. Geldstrafe. Genosse Dergel, Redakteur der Als einen Beleg für Letzteres theilt das genannte Blatt mit: ,, Sächsischen Arbeiterzeitung" wegen Majestätsbeleidigung uns ist ein Fall persönlich bekannt, wo die in der Nähe einer 5 Monate Gefängniß. großen, viele Hunderte von Arbeitern beschäftigenden Fabrik geBraunschweig. In der gegen 18 Personen, darunter zwei legenen(?) Ladeninhaber ordentlich aufathmeten, als diese die Parteimitglieder, angehängten Landfriedensbruchs- Klage Lohnzahlung von Sonnabend auf Freitag verlegte." Wir fönnen ( aus Anlaß der nach einer Arbeitslosen- Versammlung statt- unsererseits hinzufügen: Es ist keineswegs selten, daß sich die gehabten Zusammenrottungen") wurden 5 Angeklagte Lohnzahlung Sonnabends bis 8, ja 9 Uhr Abends verzögert. freigesprochen, die übrigen 13 zu insgesammt 2 Jahren Wann sollen in diesem Falle denn die Einkäufe besorgt werden? 6 Monaten 25 Tagen Gefängniß verurtheilt. Die Verlegung des Lohnzahltages wird einfach unumgänglich. Von einer hiesigen größeren Fabrik wird uns mitgetheilt, daß sie gestern diese Verlegung vorgenommen habe. Aber die große Mehrzahl der Unternehmer hat für die Bedürfnisse des Arbeiters herzlich wenig Verständniß und so wird wohl noch eine längere Weile darüber vergehen, ehe man sich allgemein zu dieser Aenderung entschließt, die im Interesse der Arbeiter unumgänglich noth= wendig ist und den Unternehmer keinen Pfennig kostet. 9. Zwickau. Weber Haberkorn aus Meerane wegen 17 Majestätsbeleidigung 4 Monate Gefängniß. 10. Brandenburg. Genosse Ewald, Redakteur der„ Brandenburger Zeitung", wegen Beleidigung des Magdeburger Staatsanwalts 50 M. Geldstrafe; von der Anklage der Offizierbeleidigung freigesprochen. " Waldenburg. Genosse Pischel von der Anklage der Majestätsbeleidigung freigesprochen. " 19. Bochum. Schriftsetzer Preuße und Schindeldecker aus Gelsenkirchen wegen aufreizender Reden je 3 Tage Gefängniß, Sch o reck aus Essen freigesprochen. 20. Glauchau. Genossen Schmalfuß, Wagner und Münch je 50 M. Polizeibuße wegen Verkaufs von Eintrittskarten zur Maifeier. " 21. Augsburg. Genosse Breder, Redakteur der Volts Zeitung" 15 Tage Gefängniß wegen Beleidigung. 28. Göttingen. Genosse Nolte aus Braunschweig wegen Gotteslästerung 1 Jahr 6 Monate Gefängniß. Fulda. Genosse Sprenger wegen Majestätsbeleidigung 3 Monate Gefängniß. " " # Der Liebe Müh' umsonst. Vergeblich quälen sich die literarischen Taschendiebe im Organ des munteren Boykotters Herrn Cohn ab, uns zu einer Polemit zu veranlaffen. Aber Buschklepper züchtigt man zwar, jedoch man diskutirt mit ihnen Frankfurt a. D. Genoffe 3 appan, Redakteur der nicht. Volksstimme" wegen Fabrikantenbeleidigung 200 M. Geldftrafe. = S Arbeiter Bildungsschule. Am Sonntag, den 24. Juli, Dessau. Genoffe Steiger von der Anklage der Müggelschlößchen, ein großes, humoristisch satirisches Boltsfeft der Anklage der veranstaltet die Arbeiter Bildungsschule in Friedrichshagen, Religionsbeschimpfung freigesprochen. Grimmen in Pommern. 5 Vorstandsmitglieder des Ar- aus dem Mittelalter des 19. Jahrhunderts. Für Unterhaltung beiter- Vereins von der Anklage der Vereinsgesetz- Ueber- Außer dem Konzert, welches von einer 30 Mann starten Kapelle und Belustigung aller Art ist im reichsten Maße Sorge getragen. tretung freigesprochen. ( 3ivil- Berufsmusiker) ausgeführt wird, haben auch 10 Gefangm Walde finden allerlei Schaustellungen, Verloofungen und vereine des Arbeiter Sängerbundes ihre Mitwirkung zugesagt. Spiele statt, während auf dem eigens zu diesem Zwecke erbauten 225 Quadratmeter großen Bal Champetre Tanzluftigen GelegenProgramm. Billets à 25 Pfg., die zur Ueberfahrt nach Müggelheit geboten wird, sich müde zu machen. Alles Nähere bas schlößchen berechtigen, sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. In Anbetracht des guten Zweckes ist eine rege Theilnahme sehr erwünscht. 28. Magdeburg. Wegen Meineids Buchdrucker Wille 1 Jahr 3 Monate Gefängniß, zwei mitangeklagte Parteigenossen freigesprochen. 30. Oldenburg. Genoffen Pater und Schönecker in Delmenhorst und Buchdrucker Kliche in Bremen( als Verfasser, Verbreiter und Drucker eines Flugblattes) wegen Stadtrathsbeleidigung 6 Wochen bezw. 10 Tage Gefängniß und Letterer 120 Mt. Geldstrafe. " Nenenburg. Genoffe Fischer aus Matranstädt wegen Majestätsbeleidigung 1 Jahr Gefängniß. 31. Elberfeld. Genossen Grumöhler und Barthel aus Remscheid wegen Polizeibeleidigung 20 bezw. 50 M. Geldstrafe, Stamm freigesprochen. Genoffe Liny weiler, Redakteur der E. Fr. Pr." wegen groben Unfugs( Der Bar irrfinnig?") 50 M. Geldstrafe. Tage Gefängniß und 1834 Mark Geldstrafen. Zusammen im Monat Mai: 8 Jahre 10 Monate * Tokales. Erfurt. Genosse Hülle, Redakteur der Thür. Trib.", Der Berliner Arbeiterschaft zur Nachricht! Die Ver wegen Gemeindevorsteher Beleidigung 20 M. Geldstrafe; vom Schöffengericht freigesprochen, war er zu dieser Verhandlungen mit der Direktion der Unionsbrauerei haben die Behandlung gefesselt vorgeführt worden. willigung sämmtlicher Forderungen der Arbeiter der Unions11. Saalfeld. Genosse Fleck, Redakteur des" Saalfelder brauerei herbeigeführt. Nachfolgend theilen wir den Wortlaut der Boltsbl." wegen Vergehens gegen die öffentliche Ordnung 100 M. Geldstrafe. schriftlichen Erklärung der Direktion mit: " Dresden. Schuhmacher Weber wegen Militärbeleidigung 20 M. Geldstrafe. 12. Frankfurt. 13 Arbeiter wegen unerlaubter Kollekte( für den Buchdruckerstreit) je 3 M. Geldstrafe. 87 » " Breslau. Genosse Thiel, Redakteur der Volkswacht" wegen Bürgermeister- Beleidigung 50 M. Geldstrafe. Schweidnis. Genosse Kühn aus Langenbielau und 7 Schweidniher Genossen von der Anklage einer unerlaubten Versammlung unter freiem Himmel( gemeinsamer Spazier gang) freigesprochen. 13. Hamburg. Genosse Stolten, Redakteur des„ Echo", 300 M. Geldstrafe wegen Beleidigung. 14. Berlin. Buchdrucker Werner wegen Aufreizung 1 Monat Gefängniß, Tapezirer Schack wegen Beamtenbeleidigung 30 M. Geldbuße. Hannover. Die Vorsteher der Gewerkschafts- Kommission, Genossen Becker, Kutsche, Plinte und Reichardt je 30 M. Geldstrafe wegen Nichteinreichung der Statuten, Mitglieder- Berzeichniß zc. 16. Leipzig. Das Reichsgericht hob das gegen Gen. Pens wegen Majestätsbeleidigung gefällte Magdeburger Urtheil ( 2 Jahre 5 Monate Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust) auf und beraumte neue Verhandlung an. 17. Erfurt. Genosse Hülle, Redakteur der Thüringer Tribüne" wegen groben Unfugs( Boykotterklärung) 15 M. Geldstrafe. Auch zu dieser Verhandlung wurde Hülle gefesselt transportirt. Ein kleines Kriegsbild aus dem Sommer 1849. Nach den Auszeichnungen eines alten Urschweizers von Reinhold Ruegg. M ,, Die Direktion der Berliner Unionsbrauerei verpflichtet sich, in keiner Weise das Koalitionsrecht ihrer Arbeiter zu beeinträchtigen, und gestattet ihnen das Lesen jeder Zeitung. Berliner Unionsbrauerei." Ferner tritt der Brauer Feldmeier wieder in seine alte Stellung ein. der Boykott hiermit aufgehoben. Es ist also durch die Bewilligung sämmtlicher Forderungen Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Streit- Kontrollkommission. nennt " ist die im Lande umherziehenden, Bagabunden" sind die HumanitätsAuf die Errichtung von Verpflegungs Stationen füt Apostel der Bourgeoisie nicht wenig stolz. Der grobe Unfug, welcher mit diesen Anstalten getrieben wird, ist in das rechte Licht gerückt worden durch die unter'm 4. d3. Mts. erlassene Bekanntmachung des Vorstandes der Verpflegungs- Station zu Nauen, laut welcher die in der Station sich aufhaltenden Wanderer in der Zeit von 7 bis 102 Uhr Vormittags von Privaten für einen Arbeitslohn von 10 Pfg. pro Stunde beschäftigt werden können. Ueber diese vortreffliche Anstalt theilt uns nunmehr zum besseren Verständniß Jemand, der selber zweimal, und jedes Mal zur Winterszeit, gezwungen war, die Verpflegungs- Station in Nauen in Anspruch zu nehmen, aus eigener Erfahrung folgende Einzelheiten mit: Die Fremdenstube liegt auf dem Hofe rechts parterre, gut gerechnet 4,50 m lang und 2,50 m. breit. In gegen Nachzahlung von 20 Pfg. im Bett schliefen, so daß diefem Raume waren 35 Mann versammelt, von denen 4 Mann 31 Mann in der Fremdenstube zurückblieben. Zum Abendessen bekam ein Jeder eine Schmalzstulle und eine kleine Flasche einfaches Bier. Daß davon tein Mensch satt werden fann, zumal im Winter, wenn man ausgefroren ist, muß Jedem einleuchten. Von einem Nachtlager fann erst recht teine Rede sein, denn man setzt sich oder steht die Nacht hindurch, bis man vor Müdigkeit hinfällt und seinen Nachbar mit umreißt. Man muß eben froh sein, daß man unter Dach ist. Die Behandlung ist nicht einmal einigermaßen menschenwürdig. Morgens betommt man einen Salzkuchen und ein Töpfchen Kaffee, dann muß man 21/2 Stunde arbeiten. Nachdem giebt es Mittagessen im Werthe von nahezu 10 Pfennigen, und müde und hungrig zieht der arme Wanderer darauf von dannen, Nauen und seine Verpflegungsstation verwünschend. Daß es anderwärts besser sein sollte, ist wohl nicht anzunehmen. Mit 21/2 stündiger Arbeit jind diese Wohlthaten" wahrlich theuer erkauft!' " Ist der Sonnabend als Lohuzahltag bei der Sonntags- Bur Dampfer- Katastrophe wird uns von den Betheiligten ruhe noch haltbar? Es war zu erwarten, daß diese Frage sich Folgendes mitgetheilt: Der Vorstand des Rauchklubs„ Kernnach der Einführung der Sonntagsruhe" wie man den neuen ſpiße" war gestern zur Regelung verschiedener Angelegenheiten Zustand keineswegs ganz zutreffend, aber mit charakteristischem auf dem Bureau der Dampfergesellschaft" Stern". Es handelte Geständniß, daß wir bisher die Sonntagsrube" nicht hatten, sich dabei hauptsächlich um die Entschädigung für die gesammten aufdrängen würde. Und sie wird bereits aufgeworfen. Beerdigungskosten. Wir können hier gleich betonen, daß sich die Gin Blatt, das sonst kaum einiges Verständniß für die Interessen Direktion in finanzieller Beziehung sehr foulant benommen hat. der Arbeiter besißt, die Deutsche Warte", tritt in seiner gestrigen Dem Vorstand wurde ferner mitgetheilt, daß der Kapitän des Nummer für die Lohnzahlung am Freitag mit Rücksicht auf den Unglücksdampfers sich dahin geäußert habe, daß er niemals ein Schluß der Geschäfte am Sonntag ein. Das Blatt führt an, daß ruhigeres Publikum gefahren habe. Es ist keine Rede davon, die Frauen der Arbeiter am Sonnabend Abend nur in größter daß Schirme aufgespannt waren oder daß ein solcher Lärm geHaft einkaufen können, daß sie daber nicht die vortheilhaftefte, macht wurde, daß der Steuermann den Kapitän nicht verstehen fondern nur die nächste Einkaufsquelle aufsuchen können, und fonnte. Das Unglück muß einzig und allein auf den Umstand zudaß auch das Geschäftspersonal darunter mit leiden muß, indem rückgeführt werden, daß die Brücke nicht in ordnungsmäßiger " " " Schon die Ueberschreitung der Kantonsmarken war ein Am nächsten Morgen marschirten wir nach Winterthur. Ereigniß. Wir sammelten uns zu W......; der hoch- Herr Kommandant Pfau erwartete uns als Abgesandter würdige Bischof nahm eben die Firmung vor, und da er der Eulachstadt im Hirschen" zu Töß und hielt eine von der Mittagstafel sich nach der Kirche begab, hatten patriotische Rede. Es brauchte nicht viel, mich zu rühren; wir Spalier zu bilden und ihm die übliche Ehre zu er- ich hörte die Wörter, Sempach" und" Moorgarten", und weisen. Ich sah, wie meine Herren Kameraden den Degen das genügte. Wir haben den Mann nie vergessen, er war Am 12. September 1848 flammten die Feuer und in die Höhe hielten und that gehorsam dasselbe. Dann sehr liebenswürdig mit uns Urschweizern... frachten die Mörser in allen liberalen Revieren des tam der Fahnenschwur. Als ich die Schwörfinger empor- Endlich langten wir am Biele an, im Dorfe Rafz. Schweizerlandes, dem neuen Bunde zum Gruß. Nach hob, durchrieselte mich ein heiliger Schauer; mir war, nun Nicht allzu fern, bei Jestetten drüben, kampirten die schwerem Ringen war erreicht, was kommen mußte. Aber sei ich Mann geworden. deutschen Rebellen. Was ich von Politik, von Neutralität, in den Becher der Freude fiel ein bitterer Tropfen; mit Zürich bereitete uns einen feierlichen Empfang. Zum von Landesgrenzen und Kriegsbrauch wußte, das hätte der deutschen Bewegung ging's zu Ende, sie war ins Herz ersten Mal sah ich hier in des Obersten Ziegler strenges reichlich Platz in der kleinsten Nuß gehabt. Und so getroffen. Während die schweizerischen Schüßen zum Feste Soldatengesicht und senkte dann demüthig den Blick. schlenderte ich denn mit der Naivetät eines Knaben hinüber nach Aarau zogen, traf eine schlimme Kunde nach der Die militärische Sprache wimmelte noch von französischen ins revolutionäre Lager. Ein junger, fast bartloser Offizier andern aus dem Norden ein. Die pfälzisch badische Re- Brocken, eine Wirkung der Söldnerei. Ich sollte die trat auf mich zu. Ich titulirte ihn Herr Lieutenant" volutionsarmee nahte der Grenze, zersprengt, in Bagage" besorgen, wußte aber trotz meiner Epauletten und im Bewußtsein, im Range ihm gleich zu stehen, Trümmern. Ich war ein junges Blut, doch in Gedanken nicht, was das bedeutete, bis mir die gute Frau Wirthin wandte ich auch sofort das trauliche Du an. Der neue bei den braven Streitern; mir blutete das Herz ob ihrem zum Hecht" Aufklärung gab. Kochteffel und Brancards" Kamerad geleitete mich zwischen den Zeltreihen hin und Ungemach. Denn von Geschichte sprach man noch in den mußten vom Schiffe geholt werden. Aber was verstand ich überall, wo er sich zeigte, trat der Posten unter's Gewehr. Stuben und die Buben hörten mit blizenden Augen von von„ Brancards"! Herr Lieutenant Boller führte mich zu Nach meinem Kalkül galt das Alles mir. Es war des Denen, die in den Tod gegangen für die Freiheit. Heut den durch Segeltücher verbundenen Stangen, meine„ Corvée" Guten zu viel und ich verhehlte meinem Führer nicht, daß macht man mehr Geschäfte. Mannschaft griff zu und nun gings nach Enge. mir dies Grüßen läftig werde. Die Rebellen rückten näher, die Preußen und die In freien Momenten flanirte ich durch die städtischen Ein Lächeln, das ich jetzt noch nicht vergessen habe, zuckte Reichstruppen waren ihnen auf den Fersen. Für die Schweiz Gassen; die Schildwachen vor dem Rathhaus und der um seine noch bartlosen Lippen. Er hielt an und belehrte fonnte Unangenehmes sich daraus ergeben; sie deckte darum Hauptwache präsentirten das Gewehr vor mir. In meiner mich freundlichen Tones, ein Theil des Grußes entfalle auf ihre Grenze. In unserem Wehrwesen war noch Manches Einfalt verstand ich's nicht. Ein Stiefelputer, an dessen ihn, den General Sigel. sehr idyllisch. Ein dreimal vierundzwanzig Stunden besseres Wissen ich appellirte, belehrte mich. Stolz richtete Vor Schrecken fiel mir der Tschakto vom Kopfe... dauernder Aspirantenkurs trug mir das Lieutenants- Brevet er, der in Holland gedient, sich auf und legte salutirend Nach langen Unterhandlungen traten die Leute über; ein. Die Länge meines Körpers mag mich mitempfohlen die Bürste an's Ohr. Nun ging mir ein Licht von meiner einige Tausend Mann Linientruppen mit dreiunddreißig haben; genug, die Ehre war mir geworden, und sie galt Bedeutung auf, ich wuchs um volle drei Zoll und nahm Geschützen; voran zu Pferde der Generalstab, in seiner Mitte, mir Etwas. Und nun mußte ich zur eidgenössischen den Stiefelputzer mit ins Café Scheller, mich in die weiteren die schwarzrothgoldene Schärpe um den Leib, militärischen Mysterien einweihen zu lassen... gestriger Dutbruder! Fahne. mein Weise beleuchtet war. Der Magistrat von Köpenick scheint auch worauf drei weitere Männer herbeieilten, und nun wäre es wohl| Namen„ Schulz" führe und in Amerika wohne. Der Staatsanwalt bis jetzt noch keine Anstalten gemacht zu haben, in dieser Be- um den Sekretär geschehen gewesen, wenn nicht ein Bierwagen hielt die Ehefrau Gibbs auch für die weitaus Schuldigere, er be ziehung eine Aenderung eintreten zu lassen. Die Köpnicker der Brauerei Friedrichshain auf der nahebelegenen Chauffee antragte gegen ste 3 Jahre Gefängniß und drei Jahre Brücke wird wahrscheinlich wohl erst den Namen Todtenbrücke vorübergefahren wäre, dessen Infassen, zwei handfeste Bierfahrer, Ehrverlust, gegen den Ehemann Gibbs neun Monate Ge tragen müssen, bevor solche Maßnahmen getroffen werden, welche auf die Hilferufe des K. hinzueilten und die Räuber durch ihre fängniß unter Unrechnung von je drei Monaten durch die erdes reichshauptstädtischen Verkehrs würdig sind. Annäherung verscheuchten. Leider war die Verfolgung, an littene Untersuchungshaft. Der Vertheidiger, R.-A. Dr. Coßgeblich. Die Leute standen sämmtlich im Alter von 17 bis 25 durch beispiellose Bertrauensseligkeit das Treiben der Angeklagten welcher sich auch das Personal des Restaurants betheiligte, ver- mann, hob als besonders mildernd hervor, daß der Geschädigte Jahren. er vor begünstigt habe. Das Urtheil lautete dem Antrage des Staatsanwalts gemäß. Bei dem Unwetter in der vorigen Woche hatten auch die Bewohner der Mariannenstraße und des an diese anstoßenden Theiles des Mariannenplages sehr schwer durch die Wassersnoth zu leiden. Der Blumenhändler M. und der Restaurateur 2., Eine Einbrecherbande, welche besonders Einbrüche in beide Mariannenstraße 2 wohnhaft, welche ganz besonders stark Fleischergeschäften verübt, macht der hiesigen Kriminalpolizei viel Wegen eines fortgesetzten, höchft raffinirten Betrugs geschädigt wurden, machten gemeinsam eine Eingabe an die Ver- zu schaffen. Am Mittwoch wurden drei in der vorhergegangenen versuches hatte sich gestern der Schlächtermeister Heinrich waltung des Radialsystems I, Reichenbergerstr. 66, und ersuchten Nacht ausgeführte derartige Diebstähle gemeldet. Im ersten Falle Bildebrandt vor der 124. Abtheilung des Schöffengerichts in derselben, der Ursache der übermäßigen Wasseraustauungen auf haben die Diebe durch Einbruch den Laden des Schlächtermeisters zu verantworten. Als Belastungszeuge trat der Gefelle Stein den Grund zu gehen und Vorkehrungen zu treffen, daß derartige Müller in der Andreasstraße geöffnet und dort ca. zwei Zentner auf. Er bekundete, daß er Mitte März bei Hildebrand eingeVorkommnisse nicht wieder eintreten könnten. Sodann aber harte Wurst gestohlen; die Waare wurde auf den im Hofe treten sei. Der Lettere habe gewußt, daß er, der Zeuge, mehrrichteten Beide an die Deputation der städtischen Wasserwerke stehenden Handwagen des Malermeisters Wierth geladen; das fach bestraft sei und habe deshalb wohl geglaubt, ihn zu betrüge gleichfalls eine Beschwerde, in welcher sie eine Entschädigung Fuhrwert wurde am nächsten Vormittag leer in der Adalbert- rischen Zwecken ausbeuten zu können. Hildebrandt habe vor für den ihnen durch das Waffer angerichteten Schaden straße vorgefunden. Am Mittwoch früh erhielt der bestohlene zugsweise mit Eisbeinen gehandelt und viele Restaurateure verlangten, indem sie anführten, daß das Wasser haupt- Fleischermeister von den Dieben eine Postfarte folgenden In- zu seinen Kunden gehabt. Als der Zeuge zum ersten sächlich von der Straße her in ihre Räumlichkeiten eingedrungen haltes: Hierdurch theilen wir inen ergebenst mitt, das wier Male eine Mulde voll Eisbeine zu einem Besteller zu sei und daß sie die Stadt aus diesem Grunde für entschädigungs- in der nechsten Woche beeren werden, ienen wider einen Besuch bringen hatte, habe der Angeklagte ihm zwei quittirte Rechnungen pflichtig hielten, daß weiter die Kalamität nicht hätte entstehen abzustatten, aber dann mus die Wurst besser sein, wie diesmal." mitgegeben, eine habe über 93 Pfund gelautet, das richtige Ge tönnen, wenn man rechtzeitig die Nothkanäle geöffnet hätte. In derselben Nacht erbrachen Spitzbuben das Geschäftslotal wicht der zu liefernden Waare, die zweite Rechnung lautete Dieses sei aber von den Beamten erst um 54 Uhr geschehen, ob- des Fleischermeisters Kühne in der Krautsstr. 54, und stablen für dagegen über 103 Pfund. Der Meister habe ihn nun dahin gleich der Regenguß schon von 4 Uhr an wolkenbruchartig ge- etwa 600 M. Waare, welche sie auf einen Handwagen verluden. instruirt, daß er abzuwarten habe, ob die Eisbeine bei dem wesen sei. In Bezug auf den letzten Punkt der Eingabe fühlte Die Bande zählte vier Mann, welche ihren Weg nach der Frucht- Empfänger gewogen würden, sei dies der Fall, so habe er die fich der Betriebsinspektor des Radialsystems I veranlaßt, an die Straße zu nahm. Die Einbrecher wurden von einem Nachtwächter richtige Rechnung abzugeben, geschehe dies aber nicht, sondern beiden Beschwerdeführer M. und L. in einem Schreiben das Er- angehalten; während drei derselben unter Zurücklassung des ge- wenn die Waare auf Treu und Glauben angenommen werde, so suchen zu stellen, daß sie ihre in der Eingabe an die Verwaltung ftohlenen Gutes die Flucht ergriffen, wurde der Vierte, ein folle er die Rechnung über 103 Pfund abgeben und der Kanalisationswerte enthaltene Aeußerung, daß der Schlächter, festgenommen. Ebenso wurden in derselben Nacht sich den Betrag aushändigen lassen. Der Zeuge will fich zu Schaden des Eigenthums nur entstanden sei, weil man bei dem Fleischermeister Voigtländer in der Müllerstraße für dem beabsichtigten Betrug nicht hergegeben haben. Er sei mit dem fich seitens des Radialsystems I, Reichenbergerstr. 66, erst um 5/4 Uhr mehrere Hundert Mark Fleischwaaren gestohlen und von den Bescheide zurückgekehrt, daß die Eisbeine gewogen worden bequemte, die Nothfanäle zu öffnen oder öffnen zu lassen, zurückzu- Einbrechern mittelst Handwagen fortgeschafft. seien. Bei jeder ferneren Ablieferung habe der Zeuge in gleicher uchmen, indem diese Aeußerung geeignet wäre, ihn bei seiner vorgesetzten Behörde zu diskreditiren. Sonst aber müßte er gegen Polizeibericht. In der Nacht zum 21. d. M. erhängte sich Rechnungen gesammelt und sie nach seiner Entlassung aus dem Weise handeln sollen. Er hatte eine ziemliche Anzahl der falschen die Betreffenden die gerichtliche Klage einreichen, da er beziehungs- ein Mädchen in seiner Wohnung in der Kaiserstraße. Am Dienste des Angeklagten mit der Anzeige der Staatsanwaltschaft weise die ihm unterstellten Beamten unberechtigter Weise als 21. d. M. früh versuchte ein Dienstmädchen in der Wohnung übergeben, welche ihrerseits bei den Kunden des Hildebrandt die Dienstlich nachlässig hingestellt seien und er dies nicht auf sich seiner Dienstherrschaft, in der Dessauerstraße, sich mittelst einer richtigen Nechnungen einfordern ließ und feststellte, daß die Anfigen lassen fönne. Die beiden Beschwerdeführer gedenken jedoch Atropinlösung, welche ihm für eine Augenkrankheit verordnet gaben des Beugen auf Wahrheit beruhten. Im Zermine fonnte teineswegs der Aufforderung des Beamten zu entprechen, viel war, zu vergiften. Es wurde nach der Charitee gebracht. der Angeklagte irgend einen stichhaltigen Grund für das Ausmehr würde es ihnen sehr erwünscht sein, wenn durch eine Klage An der unteren Freiarche sprang eine Schneiderin in selbst- stellen der Doppelrechnungen nicht angeben, behauptete aber genau festgestellt würde, welche Umstände die übermäßigen mörderischer Absicht ins Wasser. Sie wurde von einem un trotzdem, daß der Zeuge die Unwahrheit bekunde, unt Wafferanstauungen herbeigeführt hätten; ob hier eine Vernach bekannt gebliebenen Offizier herausgezogen und ihren Eltern zu sich an ihm zu rächen. Der Gerichtshof hatte teinen lässigung seitens der betreffenden Beamten vorliege oder ob der geführt. Gegen Mittag stürzte auf dem Neubau Beusselstr. 29 Bweifel an der Schuld des Angeklagten, sondern verurtheilte Vorkehrungen nicht genügende vorhanden seien, um einer Wieder- der Zimmermann Robin vom Dachgeschoß herunter und denselben zu einem Monat Gefängniß. holung des Uebelstandes vorzubeugen. blieb auf der Stelle todt. Auf dem Neubau des Reichstags Gebäudes fiel Nachmittags ein Maurer von " M Gerichts- Beifung. " 9 als einer Auf eine eigenthümliche Weise ist der Kutscher SpierVon einem Eisenbahnzug getödtet. Ein schrecklicher etwa 3 Meter hohen Schußrüstung herab und erlitt eine foling zu einer Anklage wegen Diebstahls gekommen. Als Spier Unglücksfall ereignete sich vorgestern Nachmittag 43/4 Uhr auf schwere Verletzung am Kopfe, daß er nach der Charitee gebracht ling in den Diensten des Fuhrherrn Wüller stand, wurde ihm Station Schönholz der Stettiner Eisenbahn. Um die genannte werden mußte. Nachmittags wurde in der Kottbuserstraße ein die feinem Dienstherrn gehörige Peitsche gestohlen. Er theilte Zeit verließ der Berliner Vorortzug die Station, die Barrièren Nentner durch ein übermäßig schnell gehendes, von einem Kutscher dies feinem Dienstherrn mit und schaffte gleichzeitig eine andere an den Uebergängen wurden emporgezogen, und das dort wartende gerittenes Pferd umgestoßen und an Kopf und Händen verletzt. an, da er sich zum Ersatz verpflichtet hielt. Nach seiner Ents Publikum überfluthcte das nun frei gewordene Geleife. In diesem In der Alexanderstraße wurde eine 84 jährige Frau durch eine laffung ließ er die Peitsche zurück. Bald darauf fuhr Spierling Augenblicke ertönten gellende Warnungsrufe, ein Zug brauste von Droschte überfahren und derartig verletzt, daß sie nach dem mit einem Selterswasser- Wagen durch die Pantstraße, der entgegengesetzten Richtung heran, und Alles flüchtete sich im Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden mußte. er vor sich seinen Dienstnachfolger fahren fah. Dem letzten Moment vor der nahenden Gefahr. Leider hatte das un- Gegen Abend machte in einer Bade- Anstalt ein Schlosserlehrling Lehteren fiel die Peitsche vom Wagen, die Spierling, als vorhergesehene Ereigniß ein blühendes Menschenleben erfordert: die den Versuch, sich mit einem Revolver zu erschießen. Er brachte diejenige erkannte, die er etwa 12jährige Tochter des Hauseigenthümers Wächter, Weinbergs- sich jedoch nur eine Verlegung an der linken Schulter bei und Er sprang vom Wagen, hob die Peitsche auf, bestieg sein Fuhrfür sein Geld angeschafft. weg 11 wohnhaft, war, ohne daß dies Jemand in dem allgemeinen wurde demnächst nach der Charitee gebracht. Ju der Nacht wert wieder und fuhr mit der Peitsche davon, seinem Nachfolger Trubel bemerkt hätte, von der Lokomotive erfaßt und weit fort zum 22. d. M. erschoß sich ein Stellner auf der Treppe des von zurufend: Grüßen Sie mir Herrn Müller und sagen Sie ihm, geschleudert worden. Man fand das unglückliche Mädchen mit ihm bewohnten Hauses in der Ticckstraße. ich hätte meine Peitsche wieder!" Spierling hatte damals gegen völlig zermalmtem Kopf und gebrochenen Gliedmaßen auf dem Müller eine Klage wegen rückständigen Lohnes angestrengt, die Eisenbahndamm als Leiche vor. Das Kind soll von einer Miter auch gewann. Das Aneignen der Peitsche faßte das Schöffen bewohnerin des Hauses nach Schönholz mitgenommen worden gericht als ein widerrechtliches auf und verurtheilte den Ansein und dort eine Tante besucht haben. Man trug die entsetzlich verstümmelte Leiche nach dem Stationsgebäude und benachrichtigte geklagten wegen Diebstahls zu zehn Tagen Gefängniß. Der Gerichtshof ging von der Anficht aus, daß die Peitsche Eigens in schonendster Weise die unglücklichen Eltern des Kindes. Daß thum des Müller geworden sei, da der Angeklagte beim der Vorfall nicht mehr Opfer erfordert hat, ist einem Herrn zu Verlassen des Dienstes Teinen Anspruch darauf er= verdanken, welcher, den heranbrausenden Zug bemerkend, jenen„ Der Buschhoff Prozeß und der Antisemitismus", boben hatte. Der Bertheidiger, Rechtsanwalt Stadthagen, Warnungsruf ertönen ließ. Men die Schuld an dem Unglücks- betitelt sich der Leitartikel der Staatsbürger Zeitung" vom legte dagegen im gestrigen Termine vor der Berufsinstanz dar, falle trifft, wird die eingeleitete Untersuchung ergeben. Es flingt 22. Juli cr. In demselben soll der Nachweis geführt werden, daß im schlimmsten Falle eine Unterschlagung vorliege, wenn unglaublich, daß, wie berichtet wird, der mit Bedienung der daß die antisemitische Partei dem Buschhoff- Prozeß im Gegensaß man überhaupt das Bewußtsein der Nechtswidrigkeit als vorBarrière vertraute Beamte zugleich die Fahrkarten zu verkaufen zu der Judenschaft gar fein Interesse zugewendet habe, da sie handen erachte, was bestritten werden müsse. Da fein hinläng und die abgefahrenen abzunehmen hat. fonst dafür gesorgt hätte, daß eine gewandte licher Uebertretungsatt stattgefunden habe, so sei die Peitsche Kraft als Nebenkläger aufgetreten wäre, welcher Eigenthum des Angeklagten geblieben, wenigstens sei der Lettere Aus der Wuhlhaide an der Oberspree, in der erst am es ein Leichtes gewesen, den Sachverständigen der Vertheidigung diefer Neberzeugung gewesen. Das Berufungsgericht folgte diefen Dienstag zwei Strolche einer Frau aus der Kolonie Ostend die andere Sachverständige entgegen zu stellen und so ein ganz Ausführungen und sprach den Angeklagten frei. Die Peitsche Uhr und das Portemonnaie geraubt haben, wird ein neuer anderes Resultat berbeizuführen. Für uns hat sei sein Eigenthum gewesen und seine eigene Sache könne man Maubanfall gemeldet. Ein Berichterstatter schreibt: Gestern dieser Saß nur insoweit ein Intereffe, als darin eine Beweder stehlen noch unterschlagen. Vormittag hatte der Sekretär des Böhmischen Brauhauses, hauptung aufgestellt ist, welche mit dem Ger Krause, sich behufs Einkassirung einer Geldsumme nach dem an jebe im ftrittesten Widerspruch steht. Ist denn in der Wuhlhaide belegenen Restaurant Tabbert's Waldschlößchen der Strafprozeß- Ordnung ein Anhalt dafür vorhanden, daß verwarf das Dresdener Ober- Landesgericht die Revision, welche begeben, traf jedoch den Inhaber des Lokals nicht zu Hause und im Buschhoff Prozeß ein Nebentläger überhaupt hätte auftreten sechs Hohenstein- Ernstthaler Arbeiter eingelegt hatten, nachdem promenirte deshalb in der obenerwähnten Waldung. Am Saume fönnen? Diese Frage ist unbedingt zu verneinen. Die in Frage fie erst vom Schöffengericht Hohenstein sämmtlich freigesprochen, des Waldes es war etwa 11 Uhr Vormittags--sprangen fommenden Bestimmungen lauten:§ 485. Wer nach Maßgabe dann aber auf Berufung der Staatsanwaltschaft vom Landgericht plöblich zwei Männer aus dem Gebüsch hervor und warfen Herrn der Bestimmung des§ 414 als Privatkläger aufzutreten Zwickau jeder zu 30 Mart Strafe und in die Kosten verurtheilt K. ohne Weiteres zu Boden. Während ihn einer der Männer berechtigt ist, kann sich der erhobenen öffentlichen Klage worden waren, weil sie als Vorsteher des Produkten- Vertheilungs festhielt, versuchte ihm der Andere die goldene Uhr und Kette, in jeder Lage des Verfahrens als Nebentläger anschließen. vereins, gestüßt auf die Entscheidung des Reichsgerichtes, wonach sowie die werthvolle Kravattennadel zu entreißen; da jedoch Herr( Im Wege der Privattlage fönnen nur Beleidigungen und leichte Konsumvereine teine Branntwein- Konzession brauchen, weil sie kein R. den Angreifern energischen Widerstand entgegenseite, so gab Körperverlegungen, zu deren Bestrafung ein Antrag erforderlich Gewerbe treiben, die Branntweinabgabe an, ihre Mitglieder, troz einer der letzteren durch einen schrillen Pfiff ein Signal ab, ist, verfolgt werden.) Die gleiche Befugniß steht demjenigen zu, stadträthlichen Verbots, fortgesetzt haben. Außerdem wurden welcher durch einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung(§ 170) 10 Fässer Branntwein des Vereins vom Landgericht Zwickau für Unterm Befehle des Landwehrkommandanten Meyer Beschwerde gegen die Ablehnung des Oberstaatsanwalts beim diesem Urtheil, bemerkt der Wähler", in Gegensatz gefeßt zu den die Erhebung der öffentlichen Klage herbeigeführt hat( D. h. durch tonfiszirt erklärt. Das Ober- Landesgericht zu Dresden hat sich mit entwaffneten wir das Korps; es schmerzte die Braven tief, Ober- Landesgericht). Diese Voraussetzungen treffen für die Straf- Ansichten des Reichsgerichts über die Frage, ob Konsumvereine es schmerzte auch mich, für Fürsten Handlangerarbeit ver- fache wider Buschhoff nicht zu, da die öffentliche Klage ohne Be- Gewerbetreibende im Sinne der Gewerbe- Ordnung seien. Noch richten zu müssen. schluß des Ober Landesgerichts erhoben wurde und auf Mord in einer, erst am 28. Januar d. J. gefällten Entscheidung hatte es Am Tage darauf erschien die von dem tapferen Willich lautete. Nun räumt§ 443 die Befugniß, sich einer öffentlichen selbst ausgesprochen, daß es den Ansichten des Reichsgerichts beikommandirte Arrieregarde. In unseren eigenen Reihen Klage als Nebentläger anzuschließen, endlich noch Demjenigen treten müsse, da es sich um Vereine handle, die nicht durch Einhatten wir„ Republikaner", die vorher in rohen Ausdrücken ein, welcher berechtigt ist, die zuerkennung einer Buße zu vertragung ins Genossenschaftsregister die juristische Persönlichkeit über die fremden Hallunken" sich ergangen. Mir ward langen. Da auch dieses Necht vorliegend Niemandem eingeräumt erlangt hätten. Am 29. Februar d. J. hat sich nun der Herr die Ordre, dreihundert derselben nach Eglisau zu trans- ist, war jegliche Nebenklage ausgeschloffen. Welche Entscheidung ist nun die richtige? Am 14. Juli M " Minister v. Metsch im Landtage bitter beschwert über die Ober landesgerichts Entscheidung, der, wie der Herr portiren. Ich hatte inzwischen militärischen Schliff erworben, Ein mysteriöses Ehepaar stand gestern unter dem Ver- Minister sich ausdrückte, ihn das Oberlandesgericht im Stiche der mir einige Autorität verleihen sollte. Doch es bedurfte dacht der Hochstapelei vor der ersten Straffammer des Land- gelassen habe. Der Minister hatte nämlich alle Maßregeln feiner deren nicht, der grüne schweizerische Lieutenant fand vollen gerichts I. Die Vergangenheit der Leiden Personen ist nicht untergebenen Behörden gegen den an den Bandtag petitionirenden Gehorsam. Die Offiziere benahmen sich mir gegenüber vollständig aufzuklären gewesen und ebensowenig, ob sie wirklich Silbersdorfer Verein, sowie gegen einen Verein zu Geyer gutmusterhaft und Oberst Willich, der mich in manchem Stück gesetzlich getraut sind. Der Angeklagte war der Kreole Charles geheißen, durch welche den betreffenden Vereinen der Kleinverkauf an den zu früh gestorbenen Hans Wieland von Basel er in verschiedenen Lokalen als Sänger aufgetreten ist. Seine an- nicht, ob die Herren Richter des Oberlandesgerichts, welche in Gibbs, zu Washington geboren, der hier im verflossenen Winter von Bier und Branntwein verwehrt wurde. Wir wissen nun innerte, gewann ich im näheren Verkehre lieb. gebliche Ehefrau ist eine geborene Dorothea Böhm, eine Person, obiger Entscheidung ihre Entscheidung vom Januar wieder ver Auf dem Marsch erzählte er mir von den Mühen und welche 1853 zu Lautenthal geboren, 19 Mal wegen Sittenpolizei- leugnet haben, jene Ministerklage über ihre angebliche Un Kämpfen seiner Schaar. Ich fragte, auf den Stumpf einer Kontravention und vielfach wegen Betruges, zuletzt mit einem treue vernommen haben. Wundern aber müssen wir uns, Fahne dentend, wo diese so übel zugerichtet worden. Da wollen sich in Amerika kennen gelernt und dort geheirathet haben. Gründe des Oberlandesgerichts vom 28. Januar d. I. so Jahre drei Monaten Zuchthaus vorbestraft ist. Die Angeklagten baß die Gründe des Reichsgerichts und Die eigenen ließ er halten, der Fähndrich mit dem zerschossenen Symbol Der von ihnen Betrogene ist der Tischlermeister R., welcher wenig Gewicht hatten, daß die Hohensteiner Arbeiter trotz ihrer der deutschen Freiheit stellte sich vor mich hin und sprach: um 1200 Mart gefchädigt wurde. Ende Oktober vorigen Jahres Berufung auf guten Glauben, den sie auf Grund Reichsgerichts. Herr Lieutenant! Bei Waghäusel haben wir unsere nahmen die Angeklagten bei dem Zeugen N. Wohnung mit voller Ausspruchs fowie infolge bei Herrn Rechtsanwalt Freytag- Leipzig Schuldigkeit gethan; Viele sind in dem ungleichen Kampf Pension, wobei die Verhandlungen von der Ehefrau geführt vorher eingezogenen Rechtsraths haben mußten, jeder 30 Mart als Helden gefallen. Die Feyzen des Banners sind Zeugen wurden, da der Angeklagte Gibbs der deutschen Sprache nicht Strafe zahlen müssen und daß auch noch 10 Fässer Branntwein unseres Muthes." mächtig ist. Die Ehefrau Gibbs spielte sich dabei als reiche als rechtsgiltig konfiszirt erklärt wurden, die nicht einmal diesen Thränen schimmerten an seinen Wimpern und mich Dame auf, fie gab an, eine Hypothek über 30 000 m. in Metz zu 6 Vorstandsmitgliedern, sondern dem Verein gehören. Wir selber übermannte die Rührung so sehr, daß Oberst Willich besigen; ihr Ehemann und sie seien von der Direktion des Winter wünschen daher lebhaft, daß das Reichsgericht bald einmal in mix ernstlich zuredete, ich möchte als Soldat die Schwäche gegen ein solches von 60 M. monatlich. Durch diese Bor- gegenstehende sächsische Gerichts- und Polizeipragis zu äußern. gartens engagirt, ihr Ehemann gegen ein Gehalt von 75 M., fie die Lage kommen möchte, sich über solche seiner Entscheidung entbezwingen. spiegelungen gelang es dem Ehepaar, bei dem Tischlermeister R. Zu Eglisau wurden die Waffen abgeliefert. Der Tam nicht nur fortgesetzten Kredit während der Dauer von vier bourmajor schleuderte seinen Stock in den Rhein und Oberst Monaten, sondern auch ein baares Darlehn in Höhe von 500 m. Willich rief ihm zu:„ Das nächste Mal sollst Du einen zu erhalten. Schließlich stellte sich heraus, daß Alles Schwindel war, der Angeflagte Gibbs ist nur drei Wochen lang in einem goldenen Knopf haben!" Nun trat der Fähndrich vor die Front, knickte den kleinen Lokal in der Elsasserstraße als Sänger aufgetreten, wofür Fahnenstumpf vollends und warf ihn in den Strom, der er eine Gage von wöchentlich 40 M. erhielt. Die angeklagte GheFerie Vereinigung der Zeitungs- Spediteure und Ver jeine Wellen hinunter nach der deutschen Heimath rollte. frau hat während ihrer Untersuchungshaft die verschiedensten An- Käufer. In der Dionatsversammlung am 18. Juli theilte der gaben über ihre Vergangenheit gemacht, die sich sämmtlich als Vorsitzende mit, daß der Zentralverband der Maurer, Filiale Manche wandten sich ab, ich sah, wie ihre Bruft sich unwahr erwiesen. Im Termine behauptete die Angeklagte, daß sie Berlin I, die Spedition des Fachblattes" Der Grundstein" der frampfhaft hob und senkte. thatsächlich ein bedeutendes Vermögen besige, daß sie einem Manne Vereinigung übertragen habe. Weiter wurde mitgetheilt, daß der ( Züricher Post.") anvertraut habe, von dem sie weiter nichts wisse, als daß er den Protest des Herrn Bohn gegen die Aufnahme des Herrn Kopp Versammlungen. b fe D ta " # = nicht gerechtfertigt sei, indem festgestellt worden, daß Herrn Ropp flärte es für bedauerlich, daß die Unabhängigen feine Ruhe in den Bäckereibetrieben herrschenden traurigen Verhältniffe und teine unlauteren Manipulationen vorzuwerfen sind. Da der halten, und für unwürdig, Liebknecht auf geschehene Weise an- betonte, wenn sich die Regierung jetzt veranlaßt sehe, über die felbe gemaßregelt und zur Zeit Vertrauensmann des Nieder zugreifen. Gerisch äußerte im gleichen Sinne, verwahrte sich Arbeitsverhältnisse Erhebungen zu veranstalten, so sei dies ein Barnimer Kreises ist, so sei die dortige Bevölkerung bestrebt, den- unter Darlegung der trennenden Momente energisch gegen eine Erfolg der Jahre langen Agitation der Arbeiter selbst. Er erfelben nach Kräften durch die Bestellung ihrer Zeitung zu unter- Verquickung des Sozialismus mit dem Anarchismus und gegen mahnte dann die Kollegen, namentlich die Aufgeklärteren, auf stützen. Hierauf wurde Herr Kopp zum Mitglied des Vereins erklärt ein Verwischen der Grenzlinie zwischen beiden. Anarchismus sei dem schon für die nächste Zeit zu erwartenden Fragebogen ja und dann verlas der Kassirer Schönstein den Kaffenbericht, ein Wechselbalg, der mit dem einen Fuße auf sozialistischen, mit die ungeschminkte, reine Wahrheit zu bekennen, und somit den wonach die Einnahme 438,11 m., die Ausgabe 349,02 m., der dem anderen Fuß auf bürgerlichen Anschauungen stehen möchte. Bauchrutschern entgegenzuarbeiten, erläuterte bann, in welcher Raffenbestand 89,09 m. betrug. Dem Kassirer wurde Decharge er- Hettich( Unabhängiger) bringt eine Reihe der altgewohnten Weise die Fragebogen auszufüllen sind, und drückte den Wunsch theilt. Bezüglich eines Anerbietens des Buchhändlers Herrn Baake, Berdächtigungen und Verleumdungen wieder vor und erklärt aus, daß die Regierung oder vielmehr die zur Aufnahme der der Vereinigung den Wahren Jakob" schon am Montag Abend schließlich, die Rage der Arbeiter sei nur durch Streits zu ver- Statistik niedergesetzte Reichskommission von ihrem Rechte Geresp. Dienstag früh 3 Uhr in der Zentralstelle zuzustellen, war bessern. Wiese( Anarchist) versichert, die anarchistischen brauch machen möge, indem sie bei Fachleuten( zu gleichen Theilen die Versammlung der Meinung, daß dies wohl augenblicklich ein Theorien wohl verdaut zu haben; er sei anarchistischer Unternehmern und Arbeitern) persönliche Erhebungen vornehme. Vortheil wäre, man aber dadurch der Konkurrenz Vorschub leisten Sozialist im Gegensatz zu den demokratischen Sozialisten. Der Vortrag wurde mit reichem Beifall belohnt und dann, obwürde, indem die anderen Buchhandlungen doch ebenfalls bestrebt St ichard Fischer geht auf die Hettich'schen Vorwürfe ein, wohl Kollege Schlüter den Erfolg, bezweifelte, die Wahl einer Jein würden, zu beweisen, daß sie daffelbe tönnen, was Herr zeigt, wie auch im Falle Maiwald- Friedrichshagen und ebenso Rommission beschlossen, welche beim Polizei Präsidium dahin Baate kann. Das Anerbieten wurde deshalb abgelehnt. Kollege bei dem angeblichen Boykott" Wille'scher und Auerbach'scher wirken soll, daß man ihr die Fragebogen zum Vertrieb überläßt. Birch berichtete dann, daß er einer feiner Botenfrauen eine Schriften von den Herren Unabhängigen fortgefeht die Thatsachen Kollege Müller empfahl noch den Anwesenden, bei Ausfüllung Anzahl Quittungen zum Einkaffiren übergeben, diefelbe jedoch gefälscht werden; nicht um den Verkauf dieser Schriften handle der Fragebogen den Meistern gegenüber unerschrocken zu sein. Den Betrag dafür nicht abgeliefert, sondern nach ihrem eigenen es sich, sondern der Parteivorstand habe es einfach abgelehnt, der In diese Kommission wurden die Herren Kretschmar, Geständniß in ihrem Nußen verwandt habe. In der hierauf geschäftliche Sandlanger und finanzielle Ver- Schlüter, Most, Seidel, Nusch, Müller und gegen die Frau angestrengten Klage wurde fie jedoch wegen walter dieser Herren zu sein, die tagtäglich gegen den Partei- Schulz gewählt. Zum Schluß debattirte man über den neu mangelnder Beweise freigesprochen, da Herr Pirch nicht schrift vorstand die ehrenrührigsten Vorwürfe erhoben; die Frage fei einzurichtenden Tagesturfus der Arbeiter Bildungsschule und lich nachweifen fonnte, daß die Quittungen der Frau über einfach eine Frage des Ghrgefühls gewesen und da jene ging dann mit einem Hoch auf die Arbeiterbewegung ausgeben worden sind. Hierauf verlas Kollege Schäfer ein Herren die selbstverständlichen Konsequenzen nicht gezogen, so einander. Schriftstück der Frau Leist, in dem dieselbe Herrn Theodor habe der Parteivorstand jene Schritte thun müssen. Jedes Rubleb den Vorwurf machte, daß er die Volts- Zeitung" bei Buch fönne in der Buchhandlung des Vorwärts" bezogen Von Seiten der Brauerei Oswald Berliner, Berlin, täglich zweimaliger Bestellung für 1,35 W. Hefere. Da Herr werden, ob von Wille oder Richter oder Stöcker und Ahlwardt. Brunnenstr. 112-114, empfingen wir folgende Zuschrift: Kugleb nicht in der Versammlung anwesend war, derselbe auch Redner erörtert dann eingehend die Frage der Taktik, ob" In der Nr. 168 Ihres geehrten Blattes lese ich auf Seite 2 noch 5 Monate mit seinen Beiträgen im Rückstande ist, wurde politischer oder ökonomischer Kampf, Gewaltstheorie u. f. w., legt der Beilage unter Versammlungen", daß Herr Thal aus Der Kassirer beauftragt, ihn aufzufordern, seinen Pflichten sofort die inneren Widersprüche zwischen anarchistischer und Gewalts- Reinickendorf geäußert hat, daß der Wirth des Lokalsum nachzukommen und, wenn dies geschehen ist, ihn zur nächsten theorie, die prinzipiellen Gegensätze zwischen Sozialismus und Seeschlößchen" am Reinickendorfer See das Bier aus meiner Vorstandssitung zu laden. In Betreff der Sonntagsruhe beschloß Anarchismus dar und meint zum Schluß, wenn die Partei Brauerei zum Ausschank brächte. Zur thatsächlichen Berichtigung man, an das fönigl. Polizeipräsidium ein Schreiben zu richten der Frage des Anarchismus näher trete, so befaßte sie erlaube ich mir hierzu zu bemerken, daß diese Aeußerung des und um Aufklärung darüber zu bitten, in wie weit der Handel sich nicht nicht mit der anarchistischen Wolkenkukutsheimerei; Herrn That wohl auf einer irrthümlichen Information beruhen mit Zeitungen an Sonntagen gestattet ist, da jetzt in den Polizei- ob auf die sozialistische Gesellschaft die anarchistische folge, darüber muß, da ich den Herrn Böttcher vom Seeschlößchen" nicht zu revieren verschieden verfahren wird, indem an manchen Verkaufs- zu streiten sei gerade so überflüffig wie darüber, wie die Menschen meinen Kunden zähle. Hochachtungsvoll Oswald Berliner." stellen bis 10 Uhr, wo anders bis 9 Uhr, wieder wo anders aber in 200 Jahren sich nähren sollen, oder ob nach Erschöpfen der Bentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer, garnicht verkauft werden darf. Steinkohlenlager Kultur und maschinelle Produktion zu Grunde Moabit. Berfanumlung am Sonntag, den 24. Juli, Vormittags 9% Uhr, gehen müssen. Heute werde unter dem Schlagworte Anarchis- Jagonftr. 16. Tagesordnung: Abrechnung vom 2. Quartal und Wahlen. Eine außerordentliche Generalversammlung des Fach- mus" eine bestimmte Zattit in Gegensatz gebracht zu der Freireligiöse Gemeinde in Berlin. Sonntag, den 24. Juli, Bormittags vereins der Tapezirer berieth am 18. Juli über die Statuten von unserer Partei befolgten Taktit, und die Verfehltheit und 10%, Rosenthalerstr. 38. Herr Wilhelm Bölsche: Die Sintfluth- Sagen in Lichte nenester Forschung. Nachmittags 4 Uhr: Sommerfest Königsbant, änderung. Kollege Grässel beantragte, daß der§ 13 des Verderblichkeit dieser Taktik müsse man klarlegen, deshalb sei eine Gr. Frankfurterstr. 117. Statuts in Zukunft heißen folle:" Die Auflösung des Vereins scharfe Grenzlinie nothwendig. Nachdem Wiese und Hettich Skat- Riubreuz- A". Jeben Sonnabend bet Siegemund, Eisenbahnfann nur in einer Generalversammlung beschlossen werden und nochmals ihre Einwände wiederholt, trat Schluß der Distraße terver Tischlerverein. Heute Abend 9 Uhr, Melchiorfir. 15, Generalverzwar mit einer Stimmenmehrheit von einfacher Majorität der tuffton ein( 4/212 Uhr), und bei einigen Enthaltungen wurde ein anwesenden Mitglieder." Da der Antrag hauptsächlich nur des- stimmig eine Resolution angenommen, die sich völlig auf den wegen gestellt war, um zu Gunsten der Zentralisation leichter Boden der Partei und deren Taktik stellt und zum Schluß es eine Auflösung des Vereins herbeiführen zu können, wozu nach ablehnt, fürderhin immer wieder die alten Redensarten der dem alten Paragraphen 3/4 Majorität der anwesenden Mitglieder Herren" Unabhängigen" und Anarchisten anzuhören. Schule, Hagelsbergerfir. 48: Nach einer Pause von 5 Minuten wurde eine Reihe lokaler du le, reichenbergerstr. 133: Unterricht in Buchführung; st- Schulenöthig ist, so wurde er von den Anhängern der Lokalorganisation, den Kollegen Feder, 3ack, Dahlstein, Kerface, ebenso Angelegenheiten erörtert und schließlich folgende Resolutionen ein- Martussir. 31: Unterricht in Deutsch( unt.); Nordschule, Müllerstraße heftig bekämpft, als wie er von ben Kollegen Gräffel, stimmig angenommen: Nr. 179a: Kein Unterricht. In allen Lehrfächern, mit Ausnahme Mathematit Moßkopf, Friedmeier vertheidigt wurde. Die Ab- 1. Die heutige Volksversammlung hebt den Beschluß der Volks- und Buchführung, können noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. stimmung ergab Ablehnung des Antrages. Daraufhin brachte versammlung vom 6. Dezember 1891 betreffs der Unterstützung Deutscher sozialdemokratischer gefektub in Paris.„ Cafe de la Kollege Gräffel denselben nochmals ein, um über denselben in der sogenannten„ Unabhängigen" in Lokalangelegenheiten wieder Nouvelle Pofte", ce von Rue Montmatre und Rue Ettenne Marcel, Ginter nächsten Versammlung, die am 1. August stattfindet, wiederum auf. Der Lokalkommission wird vielmehr anheim gegeben, sich reiche Bibliothet, Beitungen, deutscher Unterricht. Der deutsche Arbeiter, der Jeden Sonnabend öffentliche Versammlung; gang Rue Etienne Marcel. abstimmen zu lassen; gleichzeitig erklärte er, der Antrag würde nicht mit den" Unabhängigen" in Sofalangelegenheiten einzulassen, fremd nach Paris tommt, findet hier einen Anlehnungspunkt, Nath und Beso oft gestellt werden, bis er angenommen sei. Darauf erwiderte fondern jene sich vollständig selbst zu überlassen." 2. Die lehrung. man ihm, daß dann auch beantragt werden könnte, Diejenigen, heutige Voltsversammlung ersucht die Parteigenoffen, das Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Giche, Rirdie gegen die Interessen des Vereins sind( und sein Antrag ver- Bier der Unions- Brauerei so lange nicht zu trinken, und die dorf, Hermann- und Knesebeckfir.- Ecke bei Beyerle. 2yrania, Landsbergerstoße doch gegen dieselben), auszuschließen. Im Fragekasten Lokale nicht zu Besuchen, bis den Arbeitern ihr Koalitionsrecht fraße 31 bei Musehold. Sanges Echo, Naunynstraße 86, bei Bubeil. war folgende Frage: In welcher Weise dürfen Alters- und gesichert ist."( Der Boykott ist durch Beschluß der Streit- Kontroll- Freundschaft 2, Friebenstraße Nr. 48 bei Toutühi. Senebel, Badstraße 58( Gesundbrunnen). Invalidenversicherungs- Marken entwerthet werden?" Die Ant- kommission( siehe gestrige Nummer] aufgehoben, weshalb sich die Breblow.- Teltow in Teltow, Schwarzer Abler.- Gémeralda, Königswort lautete, daß das Datum, wann die Marke eingeklebt wird, leytere Resolution erledigt. Red. d.„ Vorw.") darauf vermerkt werden darf, um lettere zu entwerthen. " " fammlung. Tambour- und Vergnügungsverein ,, Gutfel". Alle 14 Tage Sonntags Verein ehemaliger Schüler der 30. Gemeindeschule. Heute Abend 9% uhr, Restaurant Wurt, Koppenftr. 58, Quartalsbericht 2c. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8%-10% Uhr. Süd Unterricht in Deutsch( unt.); Süd- Ost= von 5 Uhr an bet Seyffert, Oranienstr. 121, Sizung. Glück zu, bei Phönir, Bülowstraße 65 bet bergerstr. 24.- Liederkranz in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Hand in Hand 2, Friedrichsberg, Rummelsburgerjir. 21, bet Deckert. Bund der geselligen Arbeiteraereine Berlins und Umgegend. der geselligen Arbeitervereine betreffend, " Der Verein der Lithographen, Steindrucker und Beale Bufchriften, den Bund Die Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure rufsgenossen, Zahlstelle Berlin, ehrte in seiner Versammlung find zu richten an Mar Genz, Berlin N., Belforterstr. 26, 1 Tr. Sonnund Verrückenmacher Berlins und Umgegend hielt am am 20. Juli das Andenken des am 15. Juli verstorbenen Mit abend: Theaterverein" Iphigenia", bet Kramer, Rirdorf, Herrmannftraße 140. Arbeiter- Tambour- Verein, Vorwärts" Rirdorf, Herrmann18. Juli eine gut besuchte Generalversammlung ab, in welcher gliedes Kühn in der üblichen Weise und hörte hierauf einen Vor- und Wandzlickstraßen- Ecke bei Stober. Rauchklub Anita" bei Rezke, der Vorstand Bericht über das letzte Quartal erstattete. Der trag des Herrn Dr. Kantorowicz über die Falb'sche Theorie Weberstr. 15. Geselliger Verein Neue Welt" bei Strohschänt, Rytestr. 48, Theater- und Artisten. Kassirer konnte leider keine Abrechnung bringen, da die Revisoren mit großem Beifall an. Die Abrechnung vom Stiftungsfest, welche Geselliger Verein Nord" bei Krüger, Fennstr. 5. flub Jugendkraft 2" bei Werner, Heimstr. 2. Vergnügungsverein nicht bei ihm gewesen waren. Der Vorsitzende berichtete, daß der Rollege Rose erstattete, ergab 503,40 m. Einnahme, 499,60 M. Aus- uftige 18 bei Schafnack, Dresdenerfir. 28. Tambourverein Deutsche Berein gegenwärtig 40 Mitglieder zählt und fünf Mitglieder gabe und 3,80 M. Ueberschuß. 150 Billets stehen noch aus und sollen die Eiche bet Nieberschuh, Fürbringerstr. 7. Rauchklub Dornröschen bet Bergnügungsverein Grüne Schleife bet sowie fünf Vorstandssitzungen abgehalten wurden. Der Schrift etwaigen Einnahmen hieraus in der nächsten Versammlung be- strech, Schulstraße 104. Sperling, Infelstraße 1.- Tambourverein Borussia bet Zeichniß, Königsführer theilte mit, daß 12 Schreiben ein- und 116 abgegangen find. fannt gemacht werden. Zum Wintervergnügen, das am bergerstr. 24( Sigung) Vergnügungsverein Helgoland 2 bei Miegels, Hierauf gab der Vorsitzende den Jahresbericht. Danach hat der 22. Oktober bei Lips stattfindet, wurde eine Kommission, bestehend Stralauerstr. 57. Verein 14 Versammlungen und 18 Vorstandssitzungen abgehalten; aus den Kollegen Bräutigam, Kettner, Rose, Scholz, Prißow, Mickelscher Wustverein Allegro bet Spindler, Reichenbergerstraße 118, Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul 9 Kollegen gehören der Verbands- Krankenkasse, 3 der Verbands Günther und Schöpf gewählt. Ein Antrag der Bibliothefare, Gde Forsterstraße. Sterbefasse an. Es folgte der Bericht der Statuten- Berathungs- der Bibliothek 50 M. zur Instandhaltung zu überweisen, fand tommission, welchen Rollege Kühne erstattete; die Verfamm- Annahme, ebenso ein Antrag, die Zeitschrift Frei Rußland" anlung war mit den Abänderungen einverstanden. Die Vorstands zuschaffen. wahl hatte folgendes Ergebniß: erster Vorsitzender Selbig, Der Vorsitzende machte bekannt, daß die Arbeitslosen mit erster Schriftführer Kühne( wiedergewählt), erster Kassirer insgesammt 86 M. unterstützt worden sind, und zwar haben die Ludwig( neugewählt), zweiter Vorsitzender a ase, zweiter verheiratheten Kollegen je 12 M., die unverheiratheten je 10 M. Schriftführer A. Hempel, zweiter Kassirer Lasetti, Beisitzer erhalten. Rollege No chan verlas dann einen Brief, worin der Wegener, Revisoren, Schmidt, W. Hempel und Klar Vertreter der Gesellschaft für Naturfarbendruck( Vogel, Urtch) sich a um. Kollege Kühne berichtete dann über die Kremser bereit erklärt, am Sonntag von 9-10 Uhr diese neue Erfindung partie. Im Weiteren gab der Vorsitzende bekannt, daß das uns zu erklären. Sammelpunkt ist 84 Uhr Dessauerstr. 3, 1. Stiftungsfest am 18. Auguft in Niest's Festfälen gefeiert wird, Gartenlokal. Sämmtliche Kollegen sind hierzu eingeladen. Zum und verlas noch die Anträge zum Kongreß nebst Begründung Schluß theilte der Kaffiver mit, daß sich von April bis Juli derselben, sowie ein Antwortschreiben des Verbandsvorsitzenden. 67 Kollegen als Mitglieder aufnehmen ließen, gewiß ein er freuliches Resultat! b Im Allgemeinen Arbeiterinnen- Verein( Filiale Norden) hielt am 10. Juli Herr Dr. WeŋI einen Vortrag über die Kunst, nicht frank zu werden. Die interessanten Ausführungen wurden mit großem Beifall aufgenommen. Am 6. August findet ein Sommernachtsball des Allgemeinen Arbeiterinnen- Vereins statt. Billets dazu sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen sowie beim Vorstand zu haben. Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Bühnenverband Normania jeben legten Sonnabend im Monat bei Leichniß, Königsbergerstr. 24.- Privattheatergesellschaft Schneeglöckchen", abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr bei Weick, Köpe= nierstraße 68. Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Seindorf, Barnimstr. 16. Bergnügungsverein Lustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Lautenbach, Cuvryftr. 3. Vergnügungsverein Buftige Becher Abends Sonnabend Abend 9-11 Uhr bei Schulz, Prenzlauer Allee. Bergnügungsverein Jugendfreunde, jeden 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. Geselligkeitsverein Pallisaden Eiche, Abends 9 Uhr, Pallisaden= straße 103 bei Radke. Danst Forening Freia( Dänischer Verein Freia), Lindenstraße 106 bei Poppe.-Berein ehemaliger Schüler ber 30. Gemeindefchule, abends 9 Uhr, Restaurant Wurt, Koppenfraße 58. Geselliger Berein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Boite, Kolbergerstr. 23. Stattlub se reu a bube kei Steuer, Weinstr. 22.- Stattlub Revolution Abends Reichenbergerstr. 73, bei Faustmann. Rauchtlub Dornröschen, Abends 9 Uhr, Schulstraße 104 beim Re flaurateur Krech. Touri stenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Hof, Admiralstr. 16c. Sprechlaal. Die Steinmehen Berlins hatten sich am 21. Juli versammelt, um einen einheitlichen Tarif für die Kollegen aus der Marmorbranche festzustellen. Nach kurzer Debatte, in welcher die Nothwendigkeit eines Tarifs betont wurde, beschloß man, den vorliegenden Entwurf, nach welchem eine neunstündige Arbeitszeit, ein Stundenlohn von 60 Pf. und dementsprechende Allordsäge verlangt werden, einer fiebengliedrigen, in dieser Versammlung Der Verein gewerblicher Hilfsarbeiter Berlins und gewählten Kommission zur weiteren Ausarbeitung zu überlassen. welcher der Kassirer über die im II. Quartal gehabten Ein- bekannt gemacht, daß er für die nächsten 14 Tage, wegen an ihn Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür Umgegend hielt am 10. Juli eine Generalversammlung ab, in Bor Eintritt in die Tagesordnung hatte der Vertrauensmann nahmen und Ausgaben, sowie über den Bestand vom I. Quartal ergangener Aufforderung zu einer militärischen Üebung sein Amt abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Bericht erstattete, wofür ihm Decharge ertheilt wurde. Darauf als Vertrauensmann nicht versehen könne, und daß sich zur Stell- Interesses zur Verfügung; ste wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem folgten Bericht und Abrechnung vom diesjährigen Stiftungsfest. vertretung für diese Zeit die Kollegen Klaar, Mariendorferstr. 4, Die Ausgaben betrugen 109,75 M., die Einnahmen 71,63 M., und Wolf, Moabit, Stephanstraße 38, bereit erklärt hätten. Mit ergiebt ein Defizit von 38,10 M. Die Revisoren bestätigten die der Aufforderung zu zahlreicherem Besuch der Steinmegenversamm Richtigkeit der Abrechnung. Ein Antrag bezüglich der Ab- lungen und zu reger Agitation unter den Kollegen schloß die änderung des Statuts sowie des Namens wurde gegen 1 Stimme Versammlung. angenommen, die Abänderung jedoch auf Antrag des Kollegen " " " " 1 Inhalt desselben identifizirt zu werden. Als Erwiderung auf die Ausführungen des Herrn Koopmann im Sprechfaal der Nr. 169 habe ich zu bemerken, daß auf meine. Anfrage an Herrn Ojust der Vorstand ebenso wie die Revisoren nicht in der Lage waren, über die betreffende Angelegenheit Ausfunft zu ertheilen, und ich fann selbstverständlich nicht umhin, Driginalbeläge zu fordern, da ich die vorgelegte Liquidation nicht Arndt bis Mitte August vertagt, da erft Erkundigungen ein- Die Freie Bolksbühne" segte am 21. Juli die am 14. gezogen werden müssen, ob auch Damen als Mitglieder beitreten vertagte Generalversammlung fort und wählte zu Revisoren die für recht anzuerkennen vermag. Beweise wollen wir sehen. Wenn fönnen. Derselbe Kollege führte an, daß höchstwahrscheinlich ein Herren Wildberger, H. Baate und Robert Schmidt, Herr Koopmann bemerkte, ich hätte ja mit ihm in dieser Sache Allgemeiner Arbeiter- und Arbeiterinnen- Berein gegründet werden zu Ordnern die Herren Laasch, Seering, Falk, Rücksprache nehmen fönnen, fo erkläre ich, daß ich es ablehnen würde, zu dessen Gunsten sich der Hilfsarbeiter Verein auflösen Tilgner, Berger, Bruder, Suhle, Höhner, muß, mit ihm derartige Angelegenheiten unter vier Augen abzu= solle, damit man Hand in Hand mit den Frauen für Ver- Bristow, Kaufhold, Datsch, Puttmann, Engel, machen. Wenn Herr Koopmann sagt, er sei ja entlastet worden, besserung der sozialen Lage arbeiten könne. Ein diesbezüglicher Dobronz, Selig, Wandel, Kirchherr, Landgraf, so mag er feiner Auffassung nach Recht haben; wie steht es aber, Antrag fand einstimmige Annahme. Die Versammlung schloß Braßler und Schlesinger. Zum Punkt: Statuten- wenn Herr Koopmann als Kassirer mit Wissen des Vorstandes der mit einem Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung. änderung", beschloß die Versammlung nach längerer Debatte, die Versammlung einen Jahresbericht vorlegt, z. B. des Inhalts: VorhanProgramme für die Vorstellungen nicht mehr im Generalanzeiger", den ein Sparkassenbuch Nr. so und so, mit dem Betrag von so und so Charlottenburg. In einer öffentlichen Versammlung des fondern in der Schrift Freie Voltsbühne“ drucken zu lassen, viel, das Buch aber schon seit März 1891 verschwunden ist Sozialdemokratischen Wahlvereins für Teltow, Beeskow, Storkow, welche die Erläuterungen der aufzuführenden Theaterstücke ent- ob da auch die Entlastung Giltigkeit hat, möchte ich mindestens Charlottenburg hielt am 19. Juli Dr. Lütgenau einen inter- hält und im Theater für 10 Pf. zu kaufen ist. Unter Ber- bezweifeln. Wenn Herr Koopmann weiter anführte, das Vereinsessanten Vortrag über Darwinismus und Sozialismus, wofür er fchiedenem" rügte man das Zuspätkommen der Mitglieder zu den vermögen habe zur Beit nicht 577 Mart, sondern nur 354 Mark reichen Beifall erntete. Sonntag, den 24. Juli, findet in der Vorstellungen, welches ungemein störend sei. Vorstand und betragen, so habe ich hierauf zu erwidern, daß ich die eigenGambrinusbrauerei ein großes Sommerfest statt, auf welches Ordner wurden beauftragt, hierin Wandel zu schaffen respektive händige Quittung des Herrn Grashold über das Sparkassenbuch hiermit noch besonders aufmerksam gemacht wird. solchen zu veranlassen. Ebenso gerügt wie das Bufpätkommen Mr. so und so mit dem Betrag von 577 Mart eingesehen habe. Rigdorf. In der Volksversammlung, die am 20. Juli als wurde das Sichweigern vieler Damen, die Hüte abzunehmen. Herr Koopmann scheint also nicht einmal gewußt zu haben, Fortfegung der vom 6. Juli in Hoffmann's Salon stattgehabten Sierin Remedur zu schaffen, stellte die Versammlung den durch über wieviel er Rechnung zu legen hat. Dieses vorläufig zur tagte, fam es vor Eintritt in die Tagesordnung zu Auseinander- folche Ungezogenheit im Genuß behinderten Mitgliedern anheim. Aufklärung. fegungen wegen Besetzung des Bureaus. Hierauf hatte zuerst In einer öffentlichen Versammlung der Bäcker und Wiese( Anarchist) das Wort. Bei oft wiederholtem Betonen, verwandten Berufsgenossen, die von zirka 600 Personen beer sei fein Boltsredner, versuchte er, aus der Rede des Genossen sucht war, sprach Herr Kretschmar über die bevorstehenden Da der Worte nunmehr genug gewechselt find, so schließen Liebknecht einzelne Stellen zu widerlegen, und klar zu machen, statistischen Erhebungen, die über die Arbeitsverhältnisse der im wir hiermit die Diskussion und verweisen beide Theile auf den daß zwischen Sozialismus und Anarchismus tein Unterschied ſein Bäckereibetriebe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen auf- Weg der mündlichen Auseinandersetzung in der Versammlung, tönne. Gadegast trat diesen Ausführungen entgegen und er- genommen werden sollen. Der Redner erörterte ausführlich die ihres Vereins. Redaktion des Vorwärts" F. Mundt, Büschingstr. 15, Hof I. Bur Dampfer- Katastrophe. Den sämmtlichen Genossen und Genossinnen Berlins hiermit zur Nachricht, daß die Beerdigung der verunglückten Schmidt'schen Eheleute, 473/15 die so jung und unvermuthet aus unserer Mitte gerissen wurden, am Sonntag, den 24. Juli, Vormittags 10 Uhr, von der Leichenhalle der St, Andreas- Gemeinde in Wilhelmsberg aus stattfindet. Um recht lege Betheiligung bittet Der Rauchklub Kernspike. Allen Genossen die traurige Nachricht, daß die Beerdigung unferes Die Fest- Zeitung Sohnes und Schwiegertochter, die bei der Dampfer- Partie des Rauchklubs zur Feier des 10jährigen Bestehens des Rernspize verunglückt sind, am Sonn- Vereins zur Wahrung der Interessen tag, den 24. d. M., Vorm. 10/4 Uhr, der Maurer Berlins und Umgegend von der Leichenhalle der St. Andreas-( 8 Seiten start) ist für 10 Pf. durch alle Gemeinde in Wilhelmsberg stattfindet. Spediteure sowie durch die Expedition 1145b] Die trauernden Eltern. des„ Vorwärts" und des Bauhand" werker" zu beziehen. In einem 21, Seiten Die Beerdigung der bei der Dampfer- langen Prolog werden die Kämpfe, partie verunglückten welche die Maurer feit 1883 mit der Polizei und dem Ausbeuterthum führten, geschildert; auch bieten die übrigen Gedichte, Fest- und Streiflieder,„ Ein Blick in's antisemitische Führerherz". Schmidt'schen Eheleute findet am Sonntag, den 24. Juli, Vormittags 10/4 1hr, von der Leichenhalle des Kirchhofes zu Wilhelmsberg, statt. Um rege Theilnahme bitten " Der Kampf der alten und neuen Welt" Zentral- Kranken- u. Sterbelasse der Tischler n. anderer gewerbl. Arbeiter. Oertliche Verwaltung Berlin B. Mitglieder- Versammlung Jede Uhr zu repariren und reinigen toftet bei uns unter Garantie des Gut gebens nur Mk.50 Pfg.( außer Bruch), fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue silb. Cylinder- Remontoirs, 6 Steine, von 14 M. an. do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, 14- Karat Gold v. 24 M. an. 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