Nr.S3S. flbonnemwfs-Bedingunacn; Abonnement». Preis prSmnnerand« i Werteljtihrl. S.ZV Mk., monatl. 1.10 Mb, wöchentlich 23 Pfg. frei in» Hau». Einzelne Nummer L Pfg. Sonntag»« Nummer mit Illustrierter Sonntag»« Beilage.Die Neue Welt' 10 Pfg. Post« Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen ht die Post-ZeitungZ» Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Mark, für da» übrige Ausland L Mark pro Monat. 31. Jahrg» kkltttliu täglich außer lllsitag». Sevlinev VolksblAkk. Me InserNons-SedW betrögt für die sechSgcspaltene Kolanek« »eile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschastNche Verein»- und VersammIungS-Anzeigen 25 Psg. „Kleine Hnzeigen", da» erste(seit- gedruckte) Wort 10 Psg, jedes weitere Wort 5 Psg. Worte über IS Buchstaben ztihlen siir zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bi» 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen» tagen bi» 7 Uhr abend», an Eonn- und Festtagen bis S Uhr vormittags geöffnet Telegramm-Adresse: „SMlaldcmolirat Berlin", Zentralorgan der rozialdemokratifcben parte! Deutfchlands. Redaktion: 803. 68, Linden Strasse 69. Mernsprecher: Amt IV, Nr. 198a. 1 Sonntag, den 2. Oktober 1904« Expedition: 8M. 68, Lindenstrasse 69. Kernsprecher: Amt IV. Nr. 1981. Hausjustiz. I Dr. LubczynSU mit Rücksicht auf die.unangenehmen Trfahrungen-. f fleniefeen und gleiche Pflichten nach Maßgabe ihres Könnens Die Frage, ob die Kammerfrau einer verstorbenen Herzogin einen Diebstahl begangen habe oder nicht, ist von vornherein eine höchst belanglose Sache. Denn daß gerade in jenen Kreisen, deren unglückseliger Beruf es ist, Ergebenheit in den Mienen und Demut auf den Lippen zu tragen, schlaueste Berechnung des eigenen Borteils nicht selten sei, bedarf keines gerichtlichen Beweises; die diebische Zofe ist das unentbehrliche Jnventarstück aller Skandal- romane. Mit günstigen Vorurteilen hatte also Anna Auguste Johanna Mile w ski keineswegs zu rechnen, als sie am letzten Dienstag vor ihre Richter trat. Zudem ist die Welt augenblicklich mit Hoffkandalen so sehr übersättigt, daß auch für den entschiedensten Bekämpfer der Monarchie keinerlei Sorge um Agitationsstoff besteht. Wenn trotz- dem die Geschichte von den abenteuerlichen Schicksalen einer Kammerzofe offenbar auf dem Wege ist, eine neue Sensationsaffäre zu werden, so trägt daran nicht die„skandalsüchtige" Presse schuld, sondern vielmehr das überaus merkwürdige Vorgehen der Behörden. die es einer anständigen öffentlichen Meinung zur Pflicht machen, für das Recht einer Verfolgten einzutreten. Ob Anna Milewski von ihren höfischen Gegnern, an deren Spitze der Bruder der Kaiserin, der allzuviel genannte Herzog Ernst Güncher steht, mit Recht eines Verbrechens bezichtigt wird, bleibt zunächst eine offene Frage, deren Klärung durch ein ordentliches öffentliches Rechtsverfahren niemand uner« wünscht sein kann als höchstens der verlierenden Prozeßpartei. Das Verfahren gegen diese Angeklagte, die das Unglück hat. sehr einfluß reiche Herren und Damen zu ihren Feinden zu zählen, ist aber bis her alles andere gewesen als ordentlich und rechtmäßig, und aus dem Lichte der Oeffentlichkeit, das ihm am Dienstag für wenige Stunden gegönnt war. tritt es durch die angeordnete kommissarische Vernehmung des Hauptbelastungszeugen abermals heraus. Im Jahre 1901 wurde die deutsche Reichsangehörige Milewski auf Wunsch deutscher Behörden aus einem auswärtigen Staate ausgewiesen und mit Hülfe arabischer Polizeigewalt zwangsweise nach Neapel befördert, wo man sie ohne Barmittel und ohne ordentliche Kleidung krank und hilflos ihrem Schicksale überließ. Es ist sonst nicht die Sache der deutschen Vertreter im Auslande, deutsche Reichsangehörige, gegen die keine kriminelle Beschuldig g u n g vorliegt, und zu deren Schutze sie bestellt sind, fremder Staats gewalt zu überliefern. Zur Zeit aber, da man die Milewski auf einer Straße in Kairo überfallen ließ, schwebte keinerlei ordentliches Verfahren gegen sie. Aus unbekannten Gründen wollte man sich der Angeklagten damals entledigen, keineswegs aber sich ihrer Person vergewissern. Es liegt eine ungewollte Ironie darin, daß man die vermeintliche„Diebin" vor drei Jahren mit Gewalt aus dem Umkreis ihrer ordentlichen Gerichtsstände entfernte, sie aber jetzt, nach drei Jahren, wo sie freiwillig aus dem Auslande zurückgekehrt ist, wegen Fluchtverdachts verhaften läßt. War denn das Ergebnis jenes ersten kurzen VerhandlungStagcs für die Angeklagte wirklich so belastend, daß ihr nichts anderes übrig blieb, als ihr Heil in der Flucht zu suchen? Mau mutet ihr wahr- hastig wenig Vertrauen zur Unparteilichkeit ihrer Richter zu, wenn man glaubt, sie hätte auf ein solches Beweismaterial hin eine Ver- urteilung befürchten müffen! Hat jener erste VerhandlungStag den klaren und unzweideutigen Beweis geliefert, daß gegen die An- geklagte im Jahre 1901 durchaus rechtswidrig mit geradezu snltani- scher Willkür verfahren wurde, so hat er andererseits nicht den Schatten eines Beweises dafür geliefert, daß sich die Angeklagte selbst irgend eine Rechtswidrigkeit zuschulden kommen ließ. Man hat Schmuckstücke, die der verstorbenen Tante der Kaiserin gehörten, im Zimmer der Kammerfrau gefunden, Von einem Teile der Schmuckstücke hat die Angeklagte behauptet, daß sie ihr von der Verstorbenen geschenkt worden seien, und für die Wahrheit dieser Behauptung spricht die Tatsache, daß das Verhältnis zwischen Herzogin und Zofe anerkanntermaßen das einer unzertreimlichen Freundschaft war und daß sogar auf einer gemeinsamen Photographie der beiden die Zofe eines der fraglichen Schmuckstücke trägt. Wenn der Erbe Herzog Ernst Günther diese Schenkung nicht anerkennen will, so ist eS seine Sache, sein vermeintliches Recht in einem Civilprozesse zu vertreten. Einen anderen Teil der Schnmckgegenstände hat die Zofe als daS Eigentum der Herzogin ohne weiteres anerkannt. Will man aber auS der Tatsache, daß die Zofe diese Pretiosen in ihrer Verwahrung hatte, � einen Diebstahl konstruieren, dann ist jeder Diener ein Dieb, der seinem Herrn das Gepäck nachträgt I Nun sollen aber auS einem Perlenhalsband die echten Perlen entfernt und durch falsche ersetzt worden sein. Die Angeklagte be- hauptet, über ein Vermögen zu verfügen oder verfügt zu haben, über dessen Herkunft sie ö'.e Auskunft verweigert, also... Aber ein unverdächtiger Zeuge, Bankbeamter semes Zeichens, versichert unter Eid, daß die Angeklagte dieses Vermögen schon vor ihrem Eintritt in den Dienst der Herzogin besaß und ihn um Rat über dessen zweckmäßigste Anlage ersuchte. Und im Beweisverfahren macht man nicht den geringsten Versuch, etwa den Juwelier festzu- stellen, der mit der Umwandlung des Schmuckstückes beauftragt wurde. Man weiß weder wann, noch durch wen, noch von wem veranlaßt, noch zu wessen Vorteil diese Umwandlung erfolgt ist. Nun ist die Vertagung des Prozesses notwendig geworden, weil man den Herzog Ernst Günther kommissarisch vernehmen will: kommissarisch deshalb, weil durch eine merkwürdige Fügung des Zu- falls im letzten Frühjahr ein Gesetz im Reichstag angenommen wurde, daS den Herzog von dem persönlichen Erscheinen vor Gericht entbindet. Wird aber bei dieser Vernehmung wenigstens der Ver- leidiger der Angeklagten zugegen sein? Zweifellos hat er da? Recht dazu, aber ein bürgerliches Blatt belehrt uns, daß Herr Rechtsanwalt die er gemacht hat, auf seine Anwesenheit bei der Vernehmung des Hauptzeugen verzichten will. Ist Herr Dr. LubczynSki am Ende auch nach arabischen Grundsätzen behandelt worden, oder glaubt er begründeterweise eine solche Behandlung befürchten zu müssen? Nicht genug damit! Die Angeklagte wird nach einer Beweis- aufnähme, die siir sie durchaus günstig verlaufen ist, in Hast ge- nommen. DaS bedeutet für sie nicht nur, wie wir dieser Tage ge- hört haben, eine schwere Gefährdung ihrer Gesundheit, die schon durch ihre Zwangsauswanderung aus Aegypten erheblich erschüttert wurde, sondern auch ihre schwere Benachteiligung als Prozeßpartei. Denn sie ist nicht bloß Angeklagte, sondern auch Ankläger in. Sie hat, noch ehe von ihrem angeblichen Diebstahl die Rede war, eine Reihe von Zivil- und Strafprozessen gegen ihre hochgestellten Widersacher ein- geleitet. Sie behauptet unter anderem, Gläubigerin am Nachlasse der verstorbenen Herzogin zu fein, die für höfische Verhältnisse finanziell geradezu jämmerlich gestellt war, und der sie mehrmals größere Summen vorgestreckt haben will. Man hat die Erledigung dieser Prozesse vertagt bis nach der Entscheidung über den Straf- Prozeß, der gegen die Klägerin von den Beklagten anhängig gemacht worden ist. Man hat Jahre dazu gebraucht, um diesen Prozeß — eine einfache Diebstahlssache!— zur öffentlichen Verhandlung reifen zu lassen, und einen Apparat von einem halben Dutzend Zeugen aufzubringen! In ihrem Jntereffe hat offenbar kürzlich ein Artikel in einer Berliner Wochenschrist gegen diese Prozeßverschlcppung protestiert. Kurz, wenn eine Angeklagte Anspruch auf ihre Freiheit hatte, wenn eine angebliche Diebin nicht fluchtverdächtig war, so tvar es diese! Die schwer belasteten Direktoren der Pommern- b a n k. die den Strafprozeß gegen sich wahrhaftig nicht herbei- gewünscht hatten und gegen die ein schweres wohlbegründetes richter- liches Urteil vorliegt, befinden sich in Freiheit. Die Majorin v. S y d o w in Braunschweig, die wegen unzweifelhafter furchtbarer Mißhandlung ihres eigenen Kindes zu vier Monaten Gefängnis ver- urteilt wurde und gegen dieses Urteil Revision eingelegt hat, hat noch keinen Tag in Untersuchungshaft gesessen. Sie alle sind nicht fluchtverdächtig, aber die Milewska ist es! Die Zeiten sind vorbei, in denen fürstliche Herren volle richter- liche Gewalt über ihre Untergebenen hatten. Auch eine Kammer- stau hat, wenigstens auf dem Papier, alle RechtSgarantten, die das Gesetz gegen Willkürgewalt und schlecht begründete Verurteilungen bietet. Auch die sogenannte„Staatsraison", die gern die öffent- liche Kompromittierung hochgestellter Persönlichkeiten hindert, hat nach dem Wortlaut des Gesetzes im Rechtsverfahren nichts drein- zureden. Die Gerichtsbehörden täten bester, sich nach dem gegen- wärttgen Besitzer der quittierten aber nicht empfangenen 326 000 M. umzusehen, als sich in den Gedanken zu verrennen, daß eine Person, die sich den Haß vornehmer Leute zugezogen hat, durchaus eine Ver- brechcrin sein müsse. Aber wie es nun einmal das Schicksal unserer Behörden ist, überall das Gegenteil von dem Geioollten zu erreichen, so wird das merklvürdige Verfahren gegen eine herzlich unbedeutende und gleichgültige Kammerzofe die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit nur noch schärfer auf die Vorgänge lenken, die da hinter den Kulissen spielen. Auch diese neueste Affäre scheint nicht danach angetan, das Ansehen fiirstlicher Verwandter, deutscher Behörden im Auslande und deutscher Justiz im Inlands irgendwie zu ver- mehren.—_ poUtifcbe GcbcrHcbt. Berlin, den 1. Oktober. Norddeutscher SozialiSmiiS. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" versucht mit heißem Eifer den Sozialismus zu ergründen. In langen Artikeln hat sie den Bremer Parteitag besprochen, um schließlich— ein unerhörtes Wunder ist geschehen— sich völlig zur Sozialdemokratie zu bekehren. Der Parteivorstand hat in seinem letzten Aufruf das Ziel unserer Bestrebungen kurzen die Worte zusammengefaßt: „Schaffung einer Staats- und Gesellschaftsordnung, die allen Menschen ohne Ausnahme die gleichen Rechte, aber auch gleiche Pflichten nach Maßgabe ihres Könnens und ihrer Kräfte auferlegt. und allen den vollen Genuß aller Kulurerrungenfchasten sichert." Diese? große Ziel der menschlichen EntWickelung erregt die volle Begeisterung der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung". Nur in einer Kleinigkeit will das Organ des Reichskanzlers noch den sozial- demokratischen Bestrebungen widersprechen. Dies große Ziel — warum es erst erstreben? Das Gute liegt so nah l Feierlich erklärt die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung": „Dies Prinzip ist keine Erfindung der Sozial- demokratie. Zu ihm bekennt sich die Politik theoretisch und in gut geleiteten Staatswesen auch praktisch seit verschiedenen tausend Jahren, wenn auch nicht geleugnet werden kann, daß ein Mittel, um mathematisch genau den Auteil des einzelnen an den Gütern dieser Welt abzugeben, noch nicht gefunden worden ist und niemals gefunden werden wird. Einen Wertmesser, der zwar nicht untrüglich, aber immer noch der relativ beste ist, besitzt die heutige GesellschaftSordnmig in der persönlichen Tüchtigkeit, dir sich durch- schnittlich immer ihren Lohn erkämpft, wenn die äußeren Chancen nicht allzu ungünstig liegen." Was will also die Sozialdemokratie noch, da schon seit Jahr- taufenden und in dieser vorttefflichen heutigen Zeit ganz besonders alles erfüllt ist, was sie als ihr Ziel ausstellt? Und so kommt denn die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" folgerichtig zu der erneut eindringlichen Frage, die im Jahre 1893 so beweglich erhoben wurde: Wie denn im sozialdemokratischen Staat der Lohn für die Arbeits- leistung bestimmt werden solle? Wie soll denn eine gerechtere Lohn- Verteilung eintreten, da heute schon alle Menschen gleiche Rechte und ihrer Kräfte erfüllen? Es ist unmöglich, mehr Gerechtigkeit zu schaffen und das wenige, das in der ausgezeichneten heutigen Gesellschaftsordnung noch verbesserungsbedürftig ist, daS schafft die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" und ihr Reichskanzler sicherlich. So bleibt denn nur ein Problem übrig: wie konnte trotz der Vorttefflichkeit der heutigen Gesellschaftsordnung und trotz der Fragen, die seit Jahrzehnten vergeblich an die Sozialdemokratie ge- richtet Iverden über das Aussehen des ZukunftSstaateS, wie konnte dennoch das unglaubliche, das unverständliche geschehen, daß diese Sozialdemokratie, deren Forderungen doch längst erfüllt sind, gleich- wohl von Jahr zu Jahr an Anhang gewaltig wuchs und zur größten Partei des Reiches wurde, so daß schließlich selbst das Organ der Reichsregierung ihr allwöchentlich spaltenlange Artikel widmen mußte? Um dies Rätsel zu lösen, gelangt die„Norddeutsche" zur grimmigen Feststellung der phantastischen Utopien, denen wir nach- jagen, unseren Umsturzplänen, der„Erregung der niedrigsten Leiden- schaften", was alles den Leitsatz glänzend beweist, daß„in der heutigen Gesellschaftsordnung die persönliche Tüchtigkeit durchschnitt- lich immer ihren Lohn erkämpft". Die„Norddeutsche" ist der un- überttefflichste Beweis der Gerechtigkeit der heutigen Gesellschafts« ordmmg; sie dankt es der Tüchtigkeit ihrer Leistungen, das erste Blatt des Reiches, das Blatt des ersten ReichSbeamten zu sein. Es ist danach gänzlich unnötig. weitere Beweise zu erbringen, daß die heutige Gesellschaftsordnung das sozialdemo- kratische Ziel in sich erfüllt, daß in ihr alle Menschen gleiche Rechte haben und gleiche Pflichten üben müssen nach dem Maß ihres Könnens und ihrer Kräfte; eS ist unnötig auf die Rechtsgleichheit des Drei- klassen-Wahlrechts, des Vereins- und Versammlung S rechts, deS Bildungswesens, auf das Gleichmaß der Pflichten in der Besteuerung, im Heeresdienst zu verweisen. Will die „Norddeutsche Allg. Zeitung" im nächsten Wochen-„Rückblick" diese und alle anderen Beweise von der Vorttefflichkeit der heutigen Ge« sellschaftSordnung näher besprechen, so wird die Uebcrflüssigkeit der Sozialdemokratie für jedermann offenbar werden und drei Millionen Sozialdemokraten sind der Gesellschaftsordnung wiedergewonnen, in der Junkertum und Kapital den gerechten Lohn für seine Tüchtigkeit genießt._ Der Typhus in Südwestafrika. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" der- vffentlicht gegenüber den Ausführungen bürgerlicher Blätter eins offenbar aus amtlicher Quelle stammende Entgegnung, in der sie nachzuweisen versucht, daß die Typhuscpidemie unter den südwest- afrikanischen Truppen im Grunde genommen gar nicht so schlimm sei. Sei es doch eine bekannte Tatsache, daß in jedem Kriege der TyphuS aufzutreten Pflege. Der Typhus sei die häufigste aller KriegSseuchen. Siidaftika scheine außerdem klimatisch für den Typhus besonders günstig zu sein, das beweise die starke Verbreitung dieser Krankheit. In ganz Südafrika hätten doch auch die englischen Truppen während des Boerenkrieges erheblich unter dem Typhus gelitten. Es seien alle Vorkehrungen getroffen, um die Zahl der TyphuZerkrantüngen unter unseren südwest-aftikanischen Truppen möglichst zu beschränken. Man habe die Truppen reichlich mit Trinkwasserbehältern und Filterapparaten ausgerüstet. Alle Vorkehrungen seien getroffen, um in möglichst kurzer Zeit eine möglichst große Menge von Wasser abzukochen und dadurch die Typhuskeime unschädlich zu machen. Außerdem seien den Truppen sehr zahlreiche Aerzte beigegeben. Zur Zeit befänden sich 79 Aerzte im Schutzgebiet, die baktereologisch besonders aus« gebildet seien und sich bei der Lösung hygienischer Aufgaben bereits bewährt hätten. Mit dem Auftreten des Typhus in Südafrika habe man von vornherein gerechnet. Unrichtig sei es, daß der Typhus in verstärktem Maße wieder aufgetreten sei, richtig sei dagegen, daß er in der Abnahme begriffen sei. Die größte Krankheitsziffer an Typhuskranken sei Anfang Juni zu verzeichnen gewesen. Damals hätten 237 Erkrankte behandelt werden müssen, während nach dem letzten Rapport vom 20. September nur noch 170 Kranke sich in der Behandlung befänden. Allerdings könne nicht in Abrede gestellt werden, daß die Zahl der Todes« fälle im Verhältnis zu diesen Erkrankungsziffern eine relativ hohe sei. Diese Darlegungen werden die Besorgnisse schwerlich zu be- seifigen vermögen. Wenn jetzt noch 170 Typhuskranke gezählt Iverden, so ist daS in Anbetracht der Jahreszeit, von der man ein völliges Erlöschen der Epidemie erwartet hatte, noch eine sehr respektable Zahl. Wenn man mit dem Typhus von vornherein g e- rechnet hatte, so ist es unbegreiflich, daß man die Truppen nicht von vornherein mit den nöfigen Filterapparaten usw. versehen hatte. Außerdem hätte man angesichts der TyphuSgefahr sofort verhüten müssen, daß einzelne Truppenteile, wie die Kolonne Glasenapp, durch übermäßige Sttapazen und unregelmäßige Ernährung der Erttankungs« gefahr geradezu leichtferfig ausgesetzt wurden, sintemal das schneidige Vorgehen des Majors Glasenapp auch vom militärischen Standpunkte ans eine unbegreifliche Unbesonnenheit bedeutete. Erinnert sei auch daran, daß eS erst des energischsten Protestes des„Vorwärts" bedurfte, um die Regierung zu veranlassen, die frischen Truppen nicht in Berührung mit der ver- feuchten Kolonne Glasenapp zu bringen. Nach den damaligen Mit- teilungen der offiziösen Organe war eS nämlich die Absicht der Regierung, diese durch und durch verseuchte Truppe durch frische Truppen zu ergänzen! Daß die Erkrankungsziffer noch jetzt annähernd ebenso hoch ist wie im Juni, eröffnet sehr schlimme Aussichten für die bevor st ehende Regen Periode, die ja, wie wir vor einige» Tagen schon ausführten, stets von heftigen Typhus- Epidemien be- * - Deutsches Reich. Beftrittene Monarchie. Norwegen. gleitet ist. D6 sich die Filterapparate dann bewähren werden, ob Ein Feldzug gegen die Bondelzwarts? nicht die Truppen oftmals gezivungen sind, das verschlammte und Schon gestern teilten wir mit, daß Major Leutwein mit Der neue Landwirtschaftsminister. Als Nachfolger des unter so verunreinigte Wasser unabgekocht zu trinken, bleibt abzuwarten. einer Kompagnie nach dem Süden der Kolonie aufbrechen sollte, um eigentümlichen Verhältnissen abgegangenen Staatsrats Mathiesen ist Schon beträgt die Zahl der am Typhus Verstorbenen mehrere dort die ausgebrochenen Unruhen niederzuschlagen. Die„ Tägliche der Landwirt Johann Mellbye ernannt worden, der von Hindert. Da das Ende des Feldzuges noch gar nicht abzusehen ist, Rundschau" erklärt, daß es sich dabei nicht etwa um die Bande des landwirtschaftlichen Fragen gründliche Kenntnis besitzen soll. Er wird man damit rechnen müssen, daß noch weitere Hunderte Hererobastards Morenga handele, sondern um die Unterwerfung der war seit dem Jahre 1901 Borsigender des norwegischen Landmannsvon Menschenleben durch den Typhus in der feiner Zeit entwaffneten Bondelzwarts. Gleichzeitig teilt das verbandes. Die bürgerliche Presse ist sehr erfreut über den neuen genannte Blatt aber mit, daß General Trotha erklärt habe, nicht Minister;" Sozialdemokraten" bemerkt dazu:„ Wir können insofern südafrikanischen Sandwüste vernichtet werden. eine Kompagnie entbehren zu können, so daß die auch zufrieden sein, als wir einen erwachsenen und redlichen. Mann Diesen kolossalen Opfern gegenüber erscheint der Gewinn Mission Leutweins als eine friedliche aufzufassen sei. Denselben für das Amt des Landwirtschaftsministers erhalten haben. Arbeiter bollends lächerlich! Gedanken bringt auch die National- Beitung" zum Ausdruck. Sie und Kleinbauern haben aber wohl nicht viel Gutes von den neuen schreibt, daß es einstweilen zu gewagt sei, mit Waffengewalt Mann zu erwarten. Das wird man unter anderem bald gewahr gegen die Bondelztarts vorzugehen. Der Hererokrieg erfordert der werden aus seiner Stellung zur Politik des Landwirtschaftsartige Anstrengungen, daß es sehr unangebracht sei, es auf ministeriums in der Wohnungsfrage, der Landfrage und der Agrareinen Kampf mit den Hottentottenstänimen autommen zu lassen. zollfrage." Erst wenn die Hereros vollständig niedergeworfen seien, werde man Rußland. Das Problem, wer dem Volk von Lippe- Detmold als Landes- auch an die Niederwerfung der Hottentotten denken können. Senator Schaumanns Schicksal. Der Vater des Mörders fürst bestimmt ist, richtet schwere Verwüstungen unter den Monarchisten Es fragt sich nun, ob die Bondelzwarts und die übrigen Hotten Bobritoffs ist, wie finnische Zeitungen melden, Ende voriger Woche an. Liberale und Centrumsblätter flagen, daß der„ monarchische tottenstämme harmlos genug sein werden, sich durch die Ver- in Helsingfors angekommen und in einem Wagen nach dem LänsGedanke" geschädigt werde durch das Schauspiel, das dieser neueste sprechungen oder Vorstellungen des Oberst Leutwein beruhigen zu Gefängnis gebracht worden. Es scheint, daß man seine Sache nut Thronfolgestreit bietet. Nicht nur, daß das biedere Volt staunend lassen. Ist das nicht der Fall, sondern konunt es auch im Süden einem finnländischen Gerichtshofe übertragen will, was übrigens schaut, wie die Thronanwärter sich grimmig befehden und wie kein zu einem Ausbruch des Krieges, so fönnen wir getrost Schaumann von Anfang an verlangt hat. In Betracht käme hier himmlisches Zeichen geschieht zur Feststellung des wahrhaft Gott- damit rechnen, daß zu den schon jest in Südafrika das Aboer Hofgericht. begnadeten. Nein selbst die anderen zahlreichen Landesherrscher, stehen den 10 000 Wann abermals einige weitere gebracht, über Schaummanns Schiafal auf administrativem Wege zu deren sich das Deutsche Reich erfreut und über beren göttliches tausend Mann entiendet werden. Necht kein Zweifel besteht, wissen nicht festzustellen, wer von den beiden Lippischen Thronkandidaten derjenige ist, den die höheren Mächte für den Monarchensiz bestimmt und der nebenbei die ansehnlichen materiellen Vorteile, die dabei in Frage sind, einstreichen soll. GEO Man hat es also doch nicht fertig entscheiden. Der Mann war niemals politisch oder agitatorisch tätig. Es ist nun beinahe drei Monate her, daß Senator SchauWeitere Unruhen auf Neu- Guinea. mann von der russischen Gendarmerie ergriffen und gefangen ges Aus Friedrich Wilhelmshafen auf Neu- Guinea wird nommen wurde. Die längste Zeit seiner Gefangenschaft mußte er gemeldet, daß die Eingeborenen der auf dieser Station liegenden außerhalb Finnlands verbringen. Dennoch hat weder der Profurator In dieser seltsamen Lage ist auch der preußische Kriegs- fleinen Inseln Siar und Ragetta die Absicht gehabt hätten, den des Landes, noch irgend eine andere finnische Behörde den Versuch minister in schwere Kümmernis verfallen. Zu einem rechten Bezirksamtmann Dr. Stuckard zu erschlagen. Diefer gemacht, ihn auf Grund der Gesetze und Privilegien Finnlands auss Monarchen gehört es, daß die Truppen ihm den Treneid Plan sei mißlungen. Die Eingeborenen seien geflüchtet, wobei geliefert zu erhalten. Was nun geschehen ist, soll, wie berichtet wird, leisten, ihn zu schüßen zu Wasser und zu Lande. Auch Graf Leopold, einer von ihnen von der Polizeiwache niedergeschossen worden der Initiative russischer Behörden zuzuschreiben sein. nachdem er die Negentschaft in Lippe feierlich übernommen, beansprucht sei. Zufällig sei um diese Zeit das Kanonenboot Der Nachfolger Plehwes. natürlich den Treneid der in seinem Ländchen garnisonierenden Truppen. Möwe" in der Station eingelaufen. Der an die Ein- Fürst Mirsky hat beim Empfang von höheren Beamten dieses Doch der preußische Kriegsminister befürchtet, daß Graf Leopold geborenen gestellten Anforderung, die Rädelsführer auszu- Refforts am 29. September eine Art programmatischer Ansprache vielleicht schon nach kurzer Zeit, sei es durch Entscheidung des liefern, sei entsprochen worden. Sechs dieser Mädelsführer Bundesrats, sei es durch ein Schiedsgericht, zum Verzicht auf die feien ingerichtet worden, zehn andere würden im Gegehalten. Leider enthält das Programm nichts als einige allgemeine Monarchenwürde genötigt werden tönne, und daß dann die Truppen fängnis gehalten; der Nest der rebellischen Eingeborenen fei edensarten. Fürst Mirsty forderte die Beamten zu„ tätiger, schleunigst ihres Treueides entbunden werden und einem anderen sich in das Gebirge des Festlandes geflohen. Ueber die Ursache der waltung habe die leberzeugung in ihm gefestigt, daß sich eine frucht selbstaufopfernder Mitarbeit“ auf. Seine Erfahrung in der Ver verschwören müßten. Also ist Befehl ergangen, daß die Truppen in Verschwörung werden keinerlei Mitteilungen gemacht. bare Thätigkeit nur unter Beobachtung einer auch wirklich wohl Detmold zunächst überhaupt nicht bereidigt werden Jedenfalls beweist aber auch dieser Aufstandsversuch, daß die Einwollenden und vertrauensvollen Haltung gegenüber den kommunalen sollen. Die bedauernswerten Soldaten kommen daher in die geborenen unzufrieden sind und Ursache zur Rebellion zu haben und ständischen Institutionen und der Bevölkerung überhaupt" durchführen furchtbare Situation, eines„ angestammten Landesfürsten" gänzlich glauben. In Verbindung mit den schon früher gemeldeten Miß lasse. Nur„ unter der Voraussetzung gegenseitigen Vertrauens" sei entbehren zu müssen. ständen dieser Kolonie muß man zu der Auffassung gelangen, daß ein dauernder Erfolg bei der Verwaltung des Staates zu erwarten. die Verwaltung Fehler begangen haben muß, deren Unteriuchung unserer Kolonialverwaltung als bringende Pflicht empfohlen werden muß. Jerfinn. Ueber die mannigfachen, meter bent Jerfinn. Ueber die mannigfachen, mehr oder weniger underständigen Betrachtungen unserer Gegner über den Parteitag in Bremen findet sich min auch in einem Blatte, das sehr ernst gelten will, eine Betrachtung, die unmittelbar aus Dalldorf kommt. Die „ Germania" vollbringt folgendes: jut d Husland. Frankreich. bestimmten Wendungen einige tonfrete Mitteilungen Es wäre schon besser gewesen, wenn Fürst Mirsky statt dieser über seine Absichten gemacht hätte. Auch die Tatsache, daß der nene Minister des Innern von drei Sektionschefs seines Vorgängers nur einen behalten hat, läßt bündige Schlüsse auf seine Absichten nicht zu. Erst die Taten des neuen Ministers werden Auskunft über feine wirklichen Absichten geben können. Asien. Gärungen in China. Vom Kriegsschauplatz. Die Die Umsattelung der Socialdemokratie auf den anarchistischen Kommunismus, wie sie sich in Bremen in ber- Oesterreich- Ungarn. schämter Weise um des lieben Friedens" willen vorbereitet Nicht zu Bedienten Rußlands nach preußischem Muster wollen hat, findet in der socialdemokratischen Presse natürlich keinerlei sich die österreichischen Behörden erniedrigen. Dieser Tage desertierte, Würdigung. Die Frage der Kommunalpolitik hat den anarchistischen nach einem Bericht des„ Oberschl. Tagebl.", ein Soldat der russischen Standpunkt„ autonomer", d. h. vom Staate unabhängiger Gemeinden Grenzwache in Modrzejow. Der Kommandant der Wache, Kapitän unter den 30. September, daß in der letzten Zeit die Ausländer Der Pekinger Berichterstatter des„ Reuterschen Bureaus" meldet einfach in einer Reſolution von jener unverbindlichen Qualität, Malinowski, überschritt die Grenze und suchte den Ausreißer auf starke Besorgnis wegen der wachsenden Unruhe wie sie auch Amsterdam gezeitigt, sozialdemokratisch überzuckert, österreichischem Gebiet. Mit Hilfe des Gemeindevorstehers von in Süd- Tschili, Schautung und Honang hegten. zur Richtschnur fünftiger Agitation erhoben, und die Diskussion Desterreichisch- Dombrowa fand er ihn auch. ließ ihn fesseln und auf Ueber die Natur dieser Bewegung ist man sich noch nicht klar. Man hat bewiesen, daß die offizielle Parteileitung mit ihrem politischen einem Wagen zur russischen Grenze transportieren. Ehe er diese jedoch ist der Auffassung, daß sie in höherem Maße aufrührerisch und Latein, dem Großmannsdünfel politischer Herrschaft des Volkes" erreichte, erschien ein österreichischer Gendarm, der den Kapitän gegen die Dynastie gerichtet" sei. Der Vizefönig Juanfchikai habe zu Ende ist. Ein gleiches gilt von der Debatte über den General wie auch seinen Arrestanten verhaftete. Aber nach näherer Befehle zur Unterdrückung der Bewegung erlassen. Die chinesischen ftreit. Kein flares Programm, kein fesselnder Beschluß, nichts als Untersuchung der Sache wurde auch der österreichische Gemeindevor Beitungen in Pefing und anderen Städten benutzten die Kulifrage ein mattherziges Für und Wider, ein Verschieben bis zu gründe steher wegen Beihilfe zu der geseswidrigen Auslieferung des Deserteurs als Mittel zur Aufheizung. Es wurden Flugschriften über angebliche licher Erörterung", ein Ding ohne Wesen und doch eine Er- verhaftet. Ebenso soll der österreichische Finanzwächter, der den schlechte Behandlung der Kulis in Transvaal verbreitet. scheinung, welche im Laufe der Zeit Fleisch und Bein werden russischen Offizier über die Grenze ließ. zur Verantwortung gezogen Regierung scheine wenig Energie zur Unterdrückung dieser Propaganda muß, weil die wirtschaftliche Revolution" das Vertrauen zur fein. Die Verhafteten wurden in das Gerichtsgefängnis in Chrzanow zu entfalten. " politischen Revolution" verloren hat; weil die auf das gebracht.allgemeine politische Wahlrecht gesetzten Hoffnungen bitter getäuscht worden sind; weil sich aus der politischen Führerschaft ein Herrentum entwickelte, welches das gewerkschaftliche Leben Der moderne Militarismus zeitigt überall dieselben Eruntergräbt, von der gewerkschaftlichen Entwickelung sein nichts- scheinungen: Mißachtung und Mißhandlung der Untergebenen, London, 29. September.( Eig. Ver.) Eine ziemlich interessante muziges Dasein fristet.... Das anarchistische Rezept in der Kadavergehorsam gegenüber den Vorgesetzten, Vernichtung der Nachricht aus Lia ujang enthält der„ Standard" von gestern. Kommunalpolitik wie in dem Generalstreif heißt: Gewalt! Selbstachtung. So berichten französische Blätter über einige Vors Die Nachricht, die am 21. September aufgegeben wurde, erzählt Physische Gewalt! Die Bremer Redner und ihre sozialkommnisse während der Manöver, aus denen ersichtlich ist, daß auch unter anderen folgende Tatsachen:„ Unter der Wienge demokratischen Genossen in der Prefie werden den in der französischen Armee das Menschenleben wenig geachtet wird. von Sachen, die die Russen in Liaujang hinterließen anarchistisch kommunistischen Zug, der die Massen bewegt, Ein Reservist, der sich krank meldete, mußte dennoch an dem zu teilnehmen. nicht mit einem Dzean von pfiffigen albernen Reden und unternehmenden Marsch Borräte, Geschüße, Train 2c. 2c. Er stürzte unterwegs, befinden sich auch die Tagesbeschle Artikeln ersticken können. Die anarchistisch- kommunistische Flut wurde vom Militärarzt als betrunken bezeichnet und stundenlang auf Kuropatkins. Sie enthüllen sehr ernste Mängel in der Disziplin und in der Partei steigt ihnen doch an den Hals, und sie werden einem offenen Wagen liegen gelassen; am nächsten Morgen mußte er der Ausbildung der russischen Armee, besonders der Rosaken... Drei ihre Schwimmkunst auch bald in ihr versuchen müssen oder nach dem Lazarett gebracht werden, wo er starb. In einigen anderen Obersten wurden verabschiedet, teils wegen Feigheit, teils wegen andrer darin erfaufen. Der Bremer Parteitag ist freundlich und zufrieden- Fällen ist ebenso unmenschlich gegen Soldaten und Reservisten ver- nicht genannter Ursachen. Eine ganze Anzahl von Offizieren blieben in stellend ausgefallen, hat alle Gegner schmählich enttäuscht, jubelt fahren. worden; demgegenüber wird ein Fall angeführt, wo mehrere den Restaurationen von Liaujang, während die Soldaten unter Die am meisten„ Enttäuschten" sind die Maul- Soldaten die Nacht hindurch Wache halten mußten, um warmes Feuer standen.... Die Befehle enthalten ferner viele Klagen über helden der Partei, welche Allotria trieben, um den heißen Brei, Wasser für ein krankes Pferd zu bereiten.- Wie man sieht, dieselben die ich I echte Behandlung, die den Chinesen zuteil der ihnen serviert wurde, umgehen zu können." Bilder wie anderswo, nur mit dem Unterschied, daß in Frankreich schlechte die Presse sich solcher Fälle annehmen kann, ohne befürchten zu wurde, sowie über die mutwillige Zerstörung von müssen, deswegen in hochnotpeinliche Prozesse verwickelt zu Eigentum. Suropattin tadelt die Bereitwilligkeit, mit werden. der die Soldaten beim Rückzuge den Train den Train 2c. preisgeben, ebenso tadelt er die enorme Verschwendung von Die Kanalvorlage. Die Deutsche Tagesztg." bespricht die Auf- Gegen die Niedermegelung streifender Arbeiter sprach sich der Granaten, die ziellos verschossen werden." Der Korrespondent des gaben der bevorstehenden Landtagssession. Ueber die Mirbach- Sache gegenwärtig in Assisi tagende vierte Kongreß der Gemeinde- und Standard" bespricht auch in einigen kurzen Säßen die Ursache, und die Kontrattbruch- Blamage werden nach Ansicht des agrarischen Stadträte der italienischen Kommunen aus. An demselben nehmen die die Japaner verhinderte, die russische Armee bei Liaujang uns Blattes die Minister ohne zu große Schwierigkeiten hinweggelangen. eine Anzahl sozialistischer Gemeindevertreter teil; eine von diesen schädlich zu machen. Er findet sie in der allzu großen Anders natürlich steht es mit der Kanalvorlage: unterbreitete Protestresolution, in welcher die Regierung aufgefordert Vorsichtigkeit Dyamas. Die Näumung Liaujangs begann schon am Das Hauptstück der politischen Erörterungen in Preußen wird wird, die Entsendung von Truppen in Streifgebiete zu unterlassen 1, oder in der Nacht zum 2. September, so daß Kuropatkin drei, selbstverständlich die Kanalvorlage bilden. Ob es auf diesem Gebiete und in den wirtschaftlichen Kämpfen vollste Neutralität zu wahren, vier Tage Zeit hatte, seinen Nüdzug auszuführen. Wäre Dhama zu Konflitten tommen wird, hängt wesentlich davon ab, wurde nach heftiger Diskussion angenommen. nicht allzusehr um seine Verbindungslinie besorgt gewesen, wie die Regierung fünftighin ihren Entwurf vertreten wird. Bleibt sie wie bisher auf sachlichem Boden, so ist ein ernster so hätte er seine Hauptmacht Kuroki zur Verfügung stellen müssen, um Konflikt recht wohl zu vermeiden." dessen Flankenbewegung erfolgreich zu machen. Anstatt dessen hat er was faum glaublich ist Kurofis der„ Vorwärts". Herr ten Brint feiert heute das zehnjährige Jubiläum feiner gesegneten Tätigkeit in der" Germania", die feiernde Redaktion hat anscheinend die Einsendungen aufgenommen wie sie tamen und des Poststempels Dalldorf" nicht geachtet. " " Italien. England. " Lord Rosebery und das britische Reich. Der fachliche Boden", auf demt die preußische Regierung bisher London, 29. September.( Eig. Ber.) Ein vor wenigen geblieben und auf dem zu bleiben sie agrarisch verwarnt wird, be- Tagen erschienenes Buch„ Kanada und das Reich", geschrieben vom Macht auf anderthalb Divisionen reduziert und die japanische HauptSeutet die Unterwerfung unter die agrarische Kanalfeindschaft. Che liberalen Standpunkte, enthält eine Einleitung aus der Feder Lord macht den Generalen Nodzu und Oku zur Verfügung gestellt, um nicht die Wucherzölle endgültig gesichert, gibt es nach wie vor keinen Kanal, auch nicht das elende Bruch stick, auf welches das Roseberys. Sie ist eine Polemit gegen Mr. Chamberlains Finanz- Liaujang zu nehmen. tapfere Bülow- Regiment die Lieblingsvorlage des preußischen Königs tonstitutionelle Ideal des britischen Reiches. Rosebery schreibt: mit anderthalb Divisionen die russische Hauptmacht Die Lage am 2. und 3. September war also die, daß Kuroki politit, gibt aber gleichzeitig einige positive Gedanken über das etwa sechs zurückzog.Die Analogie zwischen unserem Reiche und den antiken und modernen Divisionen gegen sich hatte. Kuropatkins Plan, die Düsseldorf, 1. Oktober.( Vossische Zeitung".) Kapellmeister Reichen in irreführend. Die Leute können oder wollen nicht be- Japaner am rechten Ufer desTaitse abzuschneiden, Hase vom dritten Bataillon Infanterieregiments 56 in Kleve greifen, daß das britische Reich keinem anderen ähnlich sein könne. fcheint einzig und allein durch das Feldherrntalent wurde wegen Mißhandlungen Untergebener in 40 Fällen zu sechs Das wahre Ideal ist eine umfassende, zusammenwirkende Liga von Kurotis bereitelt worden Wochen Mittelarrest verurteilt. Selbst die Musen schützen unsere zufriedenen und mit einander wetteifernden angelsächsischen Staaten, schiebt natürlich die Schuld auf Orloff, aber es zu sein. Kuropatkin Soldaten nicht vor schnöder Vergewaltigung!-verbunden mit einem an Nassen und Zuständen verschiedenen ist flar, in der russischen Armee hat. Dank des Baterlandes. Der verivitwete Schuhmacher Fritz Imperium ist Osten. Wird diese Wahrheit einmal begriffen, dann daß Kuroki feinen Rivalen Der verwitwete Schuhmacher Friß Heuber aus Meiningen hat die Striege von 1866 und 1870/71 mitge- werden wir weniger von jener gefährlichen Rhetorit hören, die uns Hätte Kuroli eine auch nur annähernd gleiche Macht wie der ihm Heuber aus Meiningen hat die Kriege von 1866 und 1870/71 mitge- vom mechanischen Zusammenziehen oder Auseinanderfallen vorredet, gegenüberstehende Kuropatkin gehabt, so wäre die japanische Flankenmacht und ist Militärinvalide, als der er die großartige Pension von monatlich 11 Mark 75 Pfennig bezieht. Da der alte Veteran noch petale Bewegung der zentrifugalen entgegenarbeiten müsse. Man die der Schlacht bei Lianjang den Charakter einer Entscheidung und weniger von jenem blendenden Trugschluß, daß eine zentri- bewegung gelungen. Es war also die schlechte Disposition Oyamas, nicht gelernt hat, von der Luft zu leben und wegen seines Alters fönnte ebensogut sagen: werden die Säulen eines dorischen Tempels und wegen seines gebrechlichen Zustandes nirgends Beschäftigung findet, muß er in seinen alten Tagen betteln gehen. Seine Heimat- nicht fortwährend zusammengebunden, dann fallen sie nach auswärts genommen hat. und ruinieren das Gebäude. Das Reich ruht auf der Festigkeit, Ein längerer Bericht über die Zustände in der japanischen Armee gemeinde tut nichts für ihn, weil er die Unterstützungsberechtigung Beharrlichkeit und dem starken Wesen der Bestandteile, und nicht wird heute vom Bureau Reuter veröffentlicht. Der Bericht ist noch verloren hat. Er hatte das Pech, auf seinen Bettelgängen, die ihn auf dem verfehlten Bemühen, zollpolitische Bedingungen einer Welt am 12. August in Form eines Briefs am Motienpaß ge= auch in das benachbarte Unterfranken führten, mehrmals schrieben. Der Berichterstatter ist voll des Lobes über erwischt зи werden. So wurde er bon dem Amts- au uniformieren." die sittlichen Eigenschaften der japanischen gericht Mellrichstadt wegen Bettelns zu zwanzig Tagen Sir William Harcourt ist am Sonnabendvormittag im Alter Soldaten. Haft und Ueberweisung an die Landespolizei, d. H. zur Einschaffung von 77 Jahren gestorben. Harcourt studierte Jura und war seit japanischen Musik, Wein und Weiber giebt es in der in das Arbeitshaus verurteilt. Die Haftstrafe hätte er gerne auf 1868 Professor des Völkerrechts in Cambridge. In diesem Jahre frugal, einfach und ohne jede Spur soldatischen Hochmuts. Das Armee nicht. Die Generale sind ungemein fich genommen, da sie ihn auf einige Wochen von der Sorge um das begann er auch die politische Laufbahn als Abgeordneter des Unter- Alirren, Lärmen und Schnarren europäischer Offiziere, das Saufen, tägliche Brot befreit, aber das Arbeitshaus glaubte der alte being er auch die politische Laufbahn als Abgeordneter des Unter64jährige Veteran nicht verdient zu haben, da sein ganzes Verbrechen hauses für Orford. Im Jahre 1880 wurde er Minister des Innern Klirren, Lärmen und Schnarren europäischer Offiziere, das Saufen, im Kabinett Gladstone. Als Mitglied des Kabinetts Gladstone Stehlen und Nauben europäischer Krieger fehlen der japanischen darin besteht, daß er alt ist und niemand seine Arbeitstraft gebraucht. fungierte er noch verschiedene Male, zulegt im Jahre 1892. Außer- Armee vollständig. Es ist eine stille Armee." Tee und Zigaretten Deshalb legte er Berufung ein, die aber vom Landgericht Schivein- dem übte er als liberaler Parteiführer großen Einfluß aus bis zum find Luxusartikel des japanischen Soldaten, Lesen und Fischfang furt verworfen wurde. Er muß also ins Arbeitshaus. Jahre 1898, wo er seiner anti- imperialistischen Stellung wegen seine seine Unterhaltungsmittel.-Führerschaft niederlegte. im Wichtige Veränderungen der Kriegslage werden heute nicht der Rentabilität in der Dividendenerhöhung nur teilweise zum sich versechsfacht. Dagegen sank die Ausfuhr von Roheisen mitgeteilt. Die Japaner rüden in östlicher Richtung weiter gegen Ausdruck fonimt, da im letzten Jahre durchweg die Abschreibungen und Stahl auf ein Minimum herab. Bis dann Mukden bor.: E3 wird andererseits behauptet, daß die und leberweisungen an die Reservefonds weit größer waren. April und Mai die neuen Aufträge auf Eisenbahn- BedarfsOperationen der Japaner darauf schließen ließen, daß keine Gegenüber dieser Profitsteigerung bleibt der artikel und Bau- Eisen ausblieben, da die geplanten Eisenbahnlinien neue Offensive ergriffen werden soll. Im Gegen-& ohn zurück. Leider fehlt es an einer sorgfältigen 2ohnstatistik. größtenteils fertiggestellt waren, und sich nun eine riesige Ueberteil trifft man Vorkehrungen gegen eine russische Offensive. Die Lohnnachweisungen der Berufsgenossenschaften geben aus ver- probuftion von Produktionsmitteln ergab. Nach einer Meldung des Reuterschen Bureaus aus Mukden seien die schiedenen Gründen, deren Erörterung hier unterbleiben muß, nur Gerade wegen dieses Charakters der amerikanischen Eisentrise Japaner nur gegen 150 000 Mann start. Auch von Port Arthur ein ungenaues Bild, und zwar ein Bild, auf welchem die Lohnsteigerung vermochten aber auch die enormen Produktionseinschränkungen, zu wird gemeldet, daß die Japaner sich allem Anschein nach vorbereiten, meist höher erscheint, als sie ist. Dennoch ergiebt sich z. B. aus dem welchen die Werte sofort mit anerkennenswerter Energie griffen, bisher vor Port Arthur Winterquatiere zu beziehen. soeben erschienenen Verwaltungsbericht der rheinisch- westfälischen die Depression des Markes nicht zu heben. Es muß, wenn man Die Japaner feien offenbar zu der Ueberzeugung gelangt, Hütten- und Walzwerk- Berufsgenossenschaft, daß der Durchschnittslohn so sagen darf, der Bedarf erst in die ihm vorangeeilte Produktionsdaß es ihnen unmöglich sei, Port Arthur im Sturm zu nehmen, fie pro Kopf der beschäftigten Arbeiter von 1902 bis 1903 nur um fraft- Steigerung hineintvachsen. würden sich fünftig augenscheinlich darauf beschränken, Port Arthur 26 Mart, nämlich von 1301 auf 1327 Mart, gestiegen ist. Während vom Lande her fest einzuschließen und die Blockade auf der Wasser- die Durschnittsdividende sich bei den Bergbauseite vollständig zu machen. Alle diese Nachrichten können natürlich und Hüttengesellschaften um ca. 20 Prozent, bei nur als Mutmaßungen aufgefaßt werden. der sonstigen Metallindustrie( mit Ausnahme der Eisenbahnbedarfs-, Maschinenbau- und Elektrizitätsgesellschaften) um Partei- Nachrichten. " " Tat. Zu einer Auseinandersehung über die„ Leipziger Volkszeitung" London, 1. Oktober. Dem„ Standard" wird aus Niutschwang den 23 Prozent erhöhte, stieg der Lohn der Hütten- und führte die Berichterstattung von Bremer Parteitage in der Partei30. v. M. gemeldet: Die Leistungsfähigkeit der russischen Walzwerksarbeiter also nur um 2 Prozent. Und in versammlung für Leipzig Stadt und Land, die am Dienstag stattBahn in der Beförderung von Lebensmitteln ist jetzt die dieser Lohnsteigerung ist noch die im Jahre 1903 mehr geleistete fand. Der Delegierte Lange gab eine Uebersicht über die VerHauptfrage. Solange die japanische Armee südlich von Ueberschichtarbeit mit enthalten, so daß schließlich sich die Lohn- handlungen und berührte kurz den Zwischenfall Leipziger VolksCharbin steht, kann sie den Bedarf an allem selbst beziehen zunahme auf soviel wie nichts reduziert.. zeitung"-Südekum und meinte, die Notiz der Leipziger Volkswährend die russische Armee in gesteigertem Im Gegensatz zur deutschen hat die Eisenproduktion der Ver- zeitung" sei allerdings geschmacklos gewesen, aber ein StapitalMaße auf die Zufuhr aus der Heimat an- einigten Staaten von Amerika in letzter Zeit etwas zugenommen. verbrechen sei sie nicht. Die Diskussion, die sich an den Bericht schloß, gewiesen sein wird. Die reichste Gegend in der Während zu Anfang August von den 357 mit Anthrazit und Koks beschäftigte sich fast ausschließlich mit der fraglichen Notiz und mit Mandschurei ist die um Liaujang. Dort ist in diesem geheizten Hochöfen nur 164, also noch nicht die Hälfte, im Betriebe der Schreibweise der Leipziger Voltezeitung". We idk er sagte, es Jahre die Ernte außerordentlich gut gewesen. Kaufleute, waren und sich die wöchentliche Leistung nur auf 246 092 Tonnen sei hoch an der Zeit, auszusprechen, daß die Redaktion der„ Leipziger die das Land genau kennen, versichern, daß Kuropatkin Roheisen stellte, waren am 1. September 183 Hochöfen tätig mit fast alle Lebensmittel einführen müsse, je mehr er auf Charbin einer Wochenleistung von 292 118 Tonnen. Und seitdem sind verzurückgehe. Im Tjungari- Tale sei in diesem Jahre eine Mißernte schiedene weitere Defen angeblasen worden. Zugleich haben die gewesen; der Winterfeldzug würde nach dem Monat Dezember Vorräte unverkauften Roheisens bei den Werken, die für den offenen erhöhte Schwierigkeiten bieten, da der Boden dann so tief Markt produzieren, abgenommen, wie die folgenden von der Fachgefroren sei, daß jete Schanzarbeit ausgeschlossen fei. Zeitschrift fron Age" veröffentlichten Zahlen beweisen: Die Japaner häften bereits Winterkleidung. In einer Woche würden Züge von Dalny und Niutschwang nach Liaujang verkehren. In Mukden sollen böse Zustände herrschen. 80 000 Flüchtlinge seien Ditstaaten mittellos. Der Tatarengeneral hat eine Liste für Beiträge eröffnet; auch die Kaiserin- Witwe von China hat in derselben gezeichnet. Die Japaner haben der englischen Mission in Liaujang große Schenkungen gemacht. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, 1. Dftober 1904. Mittel- und Nordweststaaten Südstaaten • 1901 Vorräte bei Roheisen verlaufenden Hütten 1. Juni 90 492 212312 243 088 Summe 545 892 1. Juli 1. August 1. Sept. 104 028 294 310 212 050 610 388 96 002 281 617 243 225 620 844 104 086 312 873 253 381 670 340 Volkszeitung" einen anderen Ton gegen Parteigenossen anzuschlagen habe. So gehe es nicht weiter. Friedemann sagt, es herrsche ieht ein Ton in der Leipziger Volkszeitung", daß man sich schämen müßte, Leipziger Parteigenosse zu sein. Die Polemit gegen die Parteipresse nennt er schamlos. Grenz wundert sich, daß aus dieser Sache eine Haupt- und Staatsaktion gemacht werden solle. Südefum habe die Sache verschuldet, indem er Mehring( durch die Wendung in der Schippeldebatte: Wir hätten mehrere psychologische Stätsel in der Partei. Red. d.„ Vorwärts".) grundlos angegriffen habe. Er ersuchte jedoch, die Regelung der Angelegenheit den leitenden Personen zu überlassen, damit solche Vorkommnisse wie die Südekum- Notiz in Zukunft unmöglich werden. Beyer teilte mit, daß Preßkommission, Agitationskommission und Vertrauensleute bereits mit der Redaktion verhandelt hätten und daß die gewünschten wie diese würde nur der revisionistische Flügel gestärkt. Es scheine, Vorkehmungen getroffen seien. Buhl sagte, mit solchen Debatten daß die Leipziger Parteigenossen die Berdienste schneller vergessen als die Fehler. erregt gegen die Redaktion, während Seger und Schöpflin Auch Frenzel und Schöder wandten sich Schöpflin preis. Auch Me us ch wünschte, daß mit den Polemiken diese in Schuh nahmen. Die Notiz gegen Südekum gab jedoch in der Leipziger Volkszeitung" Schluß gemacht werde. Darauf wurde mit 159 gegen 90 Stimmen folgende Resolution Weider angenommen: Die am 29. September 1904 im Pantheon versammelten Parteigenossen des 12. mb 13. sächsischen Reichstagswahlkreises berurteilen aus das entschiedenste die in einem die Ehre eines Sozialdemokraten herabsehenden Tone gehaltene Notiz betreffend Bürger Südefum", betrachten hiermit und durch die Erklärung der Gesamtredaktion die Angelegenheit für erledigt und erwarten von der Redaktion der„ Leipziger Volkszeitung", daß endlich die geradezu unerquicklichen Polemiken mit anderen Parteiorganen eingestellt werden. " Darauf gab Redakteur Jaeck h, der vorher nicht anwesend war, folgende Erklärung ab: Es ist gesagt worden, ich sei vielleicht aus Feigheit nicht in der Versammlung erschienen; ich muß dem= gegenüber bemerken, daß ich bis heute abend spät für die Jubiläums= nummer gearbeitet habe. Nachdem Sie nun durch die Annahme der Resolution Ihre Konsequenzen aus der Angelegenheit gezogen haben, ziehe ich auch die meinigen und lege mein Mandat hiermit in die Hände des Preßkomitees zurück. Genosse Mehring wird, soweit ich Surch einen Brief unterrichtet bin, dasselbe tun. * Am Schluß des Berichts der„ Leipziger Volkszeitung", dem wir diefe Angaben entnehmen, wird mitgeteilt, daß Mehring feine Stellung gekündigt habe. " 營 In dieser Angelegenheit veröffentlicht die gleiche Nummer der Leipziger Volkszeitung" einen Protest des Arbeiterfekretärs Dr. Dunder im Auftrage einer Anzahl Parteigenossen" dieses Inhalts: London, 1. Oktober. Dem„ Reuterschen Bureau wird aus dem Nachfrage nicht gefolgert werden. Im Verhältnis zur LeistungsEin Schwinden der Krise darf indes aus dieser Zunahme der Hauptquartier der zweiten japanischen Armee unter dem 28. v. M. fähigkeit der amerikanischen Hochofenwerke ist die Produktion immer über Fusan gemeldet: Die Japaner haben den Umbau der Bahn noch außerordentlich gering; fie tönnten mit Leichtigkeit ein um bis auf 16 Kilometer von Liaujang fertig gestellt; in drei bis 50 Proz. größeres Quantum liefern. Im April vorigen Jahres, vor vier Tagen wird der erste Bug erwartet. 24 Kilometer nördlich von Liaujang stehenden japanischen Vorposten 1 646 042 Tonnen, also auf ungefähr 400 000 Tonnen pro Woche, Die dem Eintritt der Strife, stellte sich die Produktion bereits auf baben täglich Gefechte mit den russischen Vorposten. und doch betrug damals die Zahl der Hochöfen noch nicht 300. Weit mehr noch wie die letzte deutsche beruht die jetzige amerikanische Eisentrise auf der Ucberproduktion von Produktionsmitteln, auf der Uebererzeugung von Eisenwerken aller Art und ihrer Ausrüstung mit verbesserter Maschinerie, wie sich denn auch an feinem Die Lage der deutschen und amerikanischen Eisenindustrie. Objekt der Charakter der heutigen Krisen in seinem Gegensatz zu Der deutsche Eisenmarkt. dem der alten englischen Baumwollkrisen besser studieren läßt, als Die Rentabilität der Deutscher Eisenerport. an der Entwickelung der amerikanischen Eisenindustrie seit etwva deutschen Eisenindustrie und die Arbeitslöhne. Produktionsverhältnisse der 10 Jahren. Die alte Theorie, daß die Krise aus der amerikanischen Eisenindustrie. Ueberproduktion an Produktionsmitteln. Ueberhäufung des Marktes mit Verkaufsware, Entwickelung der amerikanischen Eisenkrise. aus der Ueberfüllung der Läger entspringt, wird Bom deutschen Eisenmarkt, besonders dem rheinisch- westfälischen, durch die amerikanischen Vorgänge gründlich erschallen in letzter Zeit wieder recht schmerzliche Klagen. Gegen widerlegt. Fast niemals während der letten manche dieser Jeremiaden regen sich, wenn man sich die Stellung Jahre waren die Vorräte an Eisen und Stahlso der sie verbreitenden Blätter, ihre Beziehungen zu gewissen in flein, wie vor dem Ausbruch der Krise. Ende April vorigen dustriellen und finanziellen Gruppen und ihre irreführenden Preis- Jahres betrugen zum Beispiel die gesamten Vorräte an Roheisen angaben ansieht, gewichtige Zweifel. Entschieden ist vieles über- auf den Hochöfen, abgesehen von den Mengen, welche die Stahltrieben; aber im ganzen muß zugestanden werden, daß wenn auch werte selbst produziert und zur weiteren Verarbeitung auf Lager die vor vier Jahren über die deutsche Eisenindustrie herein hatten, nur ca. 162 000 Tonnen, den vierten Teil der heutigen Vorgebrochene Krise vorüber ist, doch der rheinisch- westfälische räte. Nicht sie waren zu sehr angeschwollen, sondern im Kreislaufe Zweig diefer Industrie noch immer unter den Nachwehen der Produktionserweiterung hatten die Produktionsmittel einen Um der Krise leidet. Zwar ist die Gesamtproduktion wieder im fang und eine Leistungsfähigkeit erlangt, die das Bedürfnis weit Aufsteigen begriffen; nach den vor einigen Tagen veröffentlichten überstiegen. Produktionsermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahl- Die legte Profperitätsperiode jegte in den Vereinigten Staaten industrieller belief sich z. B. die Roheisen- Erzeugung in den ersten um über ein Jahr später ein als in Deutschland. Die Jahre acht Monaten dieses Jahres auf 6 697 391 gegen 6 675 704 Tonnen 1893/94 standen unter einer starken wirtschaftlichen Depression, die im gleichen Zeitraum des Jahres 1903; aber wenn die Produktion im nächsten Jahre einer langsamen Erholung wich; einen erneuten zugenommen hat, so haben die Produktionsmittel noch mehr zu- Aufschwung brachte aber erst die zweite Hälfte des Jahres 1896, genommen. Und dieses Mißverhältnis zwischen der gegebenen ge- Die Ursachen dieses Wiederbeginnes regerer Geschäftstätigkeit sind steigerten Leistungsfähigkeit und dem tatsächlichen Absatz, das ist, einerseits in der Notwendigkeit zu suchen, die das amerikanische wie auf dem Gebiete der Kohlenindustrie, auch auf dem der Eisen- Unternehmertum zwvang, nach den voraufgegangenen stillen Jahren Parteigenossen! Durch den übereilten Schluß der übereilten industrie die Ursache der sogenannten ungünstigen Lage". Die An- wieder die verschlissenen industriellen Betriebseinrichtungen zu er Debatte in der gestrigen Parteiversammlung ist neben einer Reihe Tage neuer und die technische Verbesserung der alten Werke sind der neuern und zu ergänzen, noch mehr aber vielleicht in den guten anderer auch dem Unterzeichneten die Möglichkeit genommen worden, Bedarfsentwickelung allzu schnell vorangeeilt. Dazu kommt Ernte Ausfällen, die im letzten Drittel des Jahres 1895 wie auch gegen die Art und Weise zu protestieren, mit der eine Gruppe Parteidaß nach der Negfamfeit des Frühjahrsgeschäfts schon seit im folgenden Jahre einen außergewöhnlich starken Erport von genoffen die nicht gerade allzu stark besuchte Parteiversammlung zu einigen Monaten eine merkliche Abflauung der Nachfrage auf Baumwolle, Weizen und Mais zur Folge hatte, der neue Geldmittel einem Schlag gegen die Leipziger Volkszeitung" gemißbraucht hat, dem inländischen Markt hervortritt, deren Wirkung durch die ins Land brachte. Dazu kam die Annahme des Dingleyschen Zoll- wie ihn die„ Hardenmente" nicht fertig bekommen hatte. Jest gilt Abnahme des Exports noch erhöht wird. So ist denn auch die tarif- Gesezes, das eine Reihe bisher vom Ausland eingeführter es, mit aller Entschiedenheit sich dagegen zur Wehr zu sehen, daß die Noheisen- Erzeugung im Auguſt wiederum um zirka 24 000 Tonnen Industriewaren mit hohen Zöllen belegte und dadurch die einheimische zur Annahme gelangte Resolution Weider als Resolution der sozial gegen die des August im vorigen Jahr zurückgeblieben, und doch Industrie stimulierte.'" demokratischen Partei des 12. und 13. Wahlkreises in die Welt geht. häufen sich auf den Hüttenplätzen die aufgestapelten Vorräte immer Deutlich kommt dieser Aufschwung in der Produktionssteigerung Die gestrige Parteiversammlung sollte die Berichterstattung vom mehr an. jener Industrien zum Ausdruck, die den übrigen das Brennmaterial Bremer Parteitag entgegennehmen. Es ist erklärlich, daß solche Am meisten leiden unter diesen Verhältnissen die reinen" Hoch- und ihre wichtigsten Produktionsmittel liefern: in der Kohlen, Tagesordnung nicht gerade die Massen der Genossen herbeilockt, die ofenwerke, die mit keinen Stahl- und Walzwerken usw. verbunden Eisen- und Stahlindustrie. Im Durchschnitt des Jahrfünftes 1891/95 über den Parteitag je durch die Presse schon auf dem Laufenden find und die deshalb nicht einen Teil ihres Roheisenproduktes selbst hatte die Kohlenproduktion der Union nur 159 Millionen Tonnen erhalten worden sind. Hätte man vorher gewußt, daß es einigen weiter zu verarbeiten vermögen, sondern auf den Verkauf ihrer( Longtons von 1016 Silogramm) betragen, in schnellte fie rasch Genossen belieben würde, eine Haupt- und Staatsaktion gegen die ganzen Erzeugung angewiesen sind. Sie sind gegen die empor; 1899 stellte sie sich schon auf 226,6, 1900 auf 241,0, 1901 Redaktion der„ Leipziger Volkszeitung" zu inszenieren, wären sichergemischten Werke im entschiedenen Nachteil und werden, auf 260,9 Millionen Tonnen. Die Produktion von Roheisen steigt lich die Genossen aus den fernsten Teilen der beiden Wahlkreise wenn sie nicht immer mehr in den Hintergrund gedrängt in 1897 auf 9,25, in 1900 auf 13,79, in 1901 auf 15,86 Millionen herbeigeeilt, um das Blatt, mit dem unsere Bewegung am Orte groß wollen, sich mit Stahl- und Walzwerken vereinigen Tonnen. Und noch schneller entwickelt sich die Stahlproduktion. geworden ist, das Blatt, das nicht nur in der deutschen, sondern auch müssen. Die ohnehin vorhandenen Konzentrationstendenzen In 1896 stellte sich die Gesamterzeugung an Bessemer- und Flamm- in der internationalen Sozialdemokratie sich eine führende Nolle werden dadurch dadurch noch verstärkt. Aber auch das Geschäft herd- Stahl( die geringe Menge Tiegelstahl, die in den Vereinigten errungen hat, gegen die schmählichen Angriffe von gestern abend zu in Halbzeug ist zurückgegangen. Die Hoffnungen, die vielfach an Staaten produziert wird, kommt nicht in Betracht) erst auf 5,22, verteidigen. Angriffe, die schon nicht mehr mit falschem Zungendie Gründung des Stahlwerksverbandes geknüpft worden sind, haben 1898 schon auf 8,84, 1900 auf 10,08 und 1901 auf 13,37 Millionen schlag" sich entschuldigen lassen, sondern einen" falschen Herzenssich bisher in keiner Weise erfüllt. Der vermehrte Export und die Tonnen. fchlag" offenbaren. Regulierung der Exportpreise, die man erwartete, sind ausgeblieben, Und nun beginnt ein Kreislauf, in dem immer die eine Industrie Es ist dringendes Erfordernis, daß die Parteileitung von allen und unter den leistungsfähigeren Mitgliedern des Verbandes greift die andere, diese eine dritte und vierte und diese wieder die erste Seiten genötigt wird, schleunigst eine zweite Parteiversammlung merklich die Verstimmung um sich. Ebenso ist der geschäftliche Ver- zu Betriebserweiterung und zur Produktivitätssteigerung zwingt. Die einzuberufen, in der die wirkliche Stimmung der Masse zutage treten fehr auf dem Walzeisenmarkt im ganzen recht mäßig. Einen ver- Eisenbahnen vermögen bald die Mengen von Kohlen-, Eisen- und kann. Es geht doch nicht an, daß anderthalbhundert Parteigenossen, hältnismäßig befriedenden Absatz vermag nur das Bandeisen- und anderen Produkten nicht mehr zu transportieren; in den die sich für die Resolution Weider aussprachen, durch ihre gestrige Drahtgeschäft, teilweise auch das Blech- und Röhrengeschäft zu ver- Industrierevieren stockt der Frachtverkehr, der Wagenpark reicht Abstimmung das Geschick und das Gedeihen unseres Blattes, und zeichnen, obgleich auf diese beiden letzten Branchen die Frage des nicht. Die Folge ist eine Forcierung des Eisenbahnbaues, wie ihn damit auch unserer ganzen Parteibewegung in so unheilvoller Weise Weiterbestehens ihrer Syndikate einen gewissen lähmenden Einfluß die Union bis dahin noch nicht gesehen hatte. Fast überall werden beeinflussen und bestimmen können. Mögen die Parteigenossen überall neue Linien gebaut, Nebengeleise angelegt, die Bahnhofsanlagen er- und einmütig fordern, an einer dermaßen entscheidenden Abstimmung. Außer dem Zurückbleiben des inländischen Bedarfes hinter der weitert, Eisenbahnbrücken konstruiert, der Wagenpark vermehrt. Dadurch durch vorherige Ankündigung beteiligt zu werden und mögen sie raschen Steigerung der Produktionsfähigkeit, kommt auch, wie schon fließen den Eisen- und Stahlwerken neue Aufträge auf Schienen, in einer in den nächsten Tagen abzuhaltenden Parteiversammlung erwähnt wurde, die Abnahme des Exports in Betracht, die wieder Baueisen, Achsen, Räder, Stahlplatten usw. zu, deren Ausführung einmütig, der bisherigen prinzipiellen Zeitung unseres Blattes ihr zu einem wesentlichen Teil mit der im Mai/ Juni vorigen Jahres in mit den vorhandenen Produktionsmitteln nicht bewältigt werden Vertrauen aussprechen! den Vereinigten Staaten von Amerika ausgebrochenen Eisentrise fann, folglich schreiten auch die Eisen- und Stahlwerke erneut zu Ueber den Parteitag in Bremen erstattete in einer außerordentzusammenhängt. Hatte vorher die nordamerikanische Union starte Betriebserweiterungen. Solche Erweiterungen aber bedingen wieder Zufuhren aus Europa, vornehmlich aus England, aufgenommen, eine Vermehrung der Aufträge auf eiserne Baumaterialien, nene lichen Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins in Jena, so erschienen mun amerikanische Exporte auf europäischen Märkten. Maschinerien usw. Die Nachfrage nach Eisen und Stahl steigt und die am Mittwochabend in der Wandelhalle des Volkshauses stattfand, Die Folge ist, daß die deutsche Ausfuhr an Eisen und mit ihr steigen die Preise. Die Hochöfen und Stahlwerke vermögen der Reichstagskandidat des 3. weimarischen Wahlkreises Genosse Eisenwaren im Vergleich zum Vorjahre beträchtlich abgenommen den an sie gestellten erhöhten Anforderungen nicht mehr zu genügen; eutert Apolda Bericht. Es wurde folgende Resolution anhat. Jm vorigen Jahre hat Deutschland während der ersten sie schreiten ebenfalls zu neuen Betriebsvergrößerungen. Daraus genommen: acht Monate( Januar bis Ende August) an 2399 849 Tonnen Eisen ergeben sich rückwärts neue Lieferungsaufträge an die Stahlwerke," Die heutige Versammlung erflärt sich mit den Beschlüssen des und Eisenwaren ausgeführt, in diesem Jahre nur 1864 498 Tommen. neue Ansprüche an die Kohlenproduktion und den Frachtdienst der Parteitags in Bremen einverstanden und drückt ihre Freude darüber Andererseits aber betrug im gleichen Zeitraum des Vorjahres die Eisenbahnen. So zieht die Betriebserweiterung einer Branche aus, daß der deutsche Parteitag 1905 in Jena abgehalten wird. Einfuhr nur 186 990 Tonnen, diesmal 235 617 Tonnen, so daß sich die einer andern Branche nach sich, drängt eine die andere zur wollen, um den Delegierten ihre anstrengende Arbeit soweit wie Die Jenaer Bateigenossen erklären heute schon, alles aufbieten zu im vorigen Jahre der Ausfuhrüberschuß bereits während der ersten Produktivitätssteigerung und schafft einen sich selbst überschlagenden möglich zu erleichtern. acht Monate um 583 978 Tonnen höher stellte, als in diesem Jahre. fünstlichen Bedarf. Trotz dieser verhältnismäßig ungünstigen Marktlage steigt Und immer höher stieg die Flut. Jm Jahre 1902 stellte sich Das Amsterdamer Protokoll über die Verhandlungen des Interindes die Rentabiliät der deutschen Eisenindustrie. die amerikanische Roheisen- Produktion auf 17,82, die Produktion von nationalen Sozialistentongresses ist soeben in deutscher Ausgabe im Die durch Zölle geschützten hohen Preisstellungen des deutschen Stahl auf 15,12 Millionen Tonnen. Wie mächtig fich aber auch die Verlage der Buchhandlung Vorwärts erschienen. Aus den zahlInlandsmarktes, die niedrigen Löhne, die hohe technische Entwicklung amerikanische Eisen- und Stahlindustrie ausweitete, die Nachfrage reichen Fragen, die zur Verhandlung gekommen sind, heben wir fichern ihr hohe Profite. Nach Calwers Berechnung(„ Das Wirtschafts- bermochte sie doch nicht zu decken, so daß der Import nachhelfen hervor: Internationale Regelung der sozialistischen Politik( Taktik), jahr 1903", I. Teil, S. 28) betrug die Durchschnittsdividende der mußte. 1901 waren nur für 1792 014 Dollar Roheisen, für Stolonialpolitik, Auswanderung und Einwanderung, Generalstreif, Bergiverke und der Hüttenwerke in 1902 7,24 Proz., in 1903 dagegen 1340 112 Dollar Stahl( in Ingots, Blooms und Stäben), für Sozialpolitik und Arbeiterversicherung, der Achtstundentag, Trusts 8,66 Proz., und in diesem Jahre wird sie sich, nach den inzwischen 67 052 Dollar Schienen eingeführt worden; im nächsten Jahre und Arbeitslosigkeit." erfolgten Rechnungsabschlüssen verschiedener Gesellschaften zu urteilen, stellten sich die betreffenden Einfuhrwerte auf 10 935 831, 8 838 309 noch höher stellen. Dabei kommt in Betracht, daß die Zunahme und 1 576 679 Dollar. Die Roheisen wie die Stahleinfuhr hatte werden ausübt. Das Protokoll enthält nicht durchgängig den stenographischen Wortlaut der gehaltenen Reden, sondern die auf Grund steno graphischer Aufzeichnungen hergestellten Vortvärts"-Berichte, die " die Vorstrafen abgelehnt. " Parteipresse. Das„ Voltsblatt für Saalfeld", bisHer im Format das kleinste unserer Parteiblätter, obwohl es täglich erschien, hat sich mit dem 1. Oktober erheblich vergrößert. Es hat jeht ein hübsches handliches Format und ist doch bedeutend umfangreicher als bisher." Aus der Redaktion der Bergischen Arbeiterstimme" ist der Genosse Paul Bröcker ausgeschieden. Einen erheblichen Stimmenzuwachs erzielten unsere Partei genoffen in Rudolstadt bei den Gemeinderatswahlen. Während fie 1902 mur 238 Stimmen hatten, zählen sie diesmal 402; die Gegner erhielten 494 und 111 Stimmen. An die Adresse der Genoffin Rosa Luxemburg gelangten in der Yekten Zeit wiederholt Anfragen um Versammlungsreden. Um den Genossen die unnötige Mühe zu sparen, machen wir darauf auf merksam, daß Genossin Luxemburg gegenwärtig das innere Leben der Strafanstalt Zwickau studiert und dieses Studium nimmt sie so gefangen, daß sie gegenivärtig nicht in Versammlungen gehen kann. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. wann sie ihn treffen " Deutfches Reich. Husland. Mit der persönlichen Sicherheit soll es übrigens, wie Streifende entrechten tönnen, dadurch die einzig richtige Antwort, mit den Berichten der holländischen und französischen Parteipresse berichteten, trotz der gewaltigen Polizeimacht am Südufer nicht be- daß Ihr Euren Bedarf von Brot und Backwaren nur aus Bäckereien verglichen und ergänzt find. Von ganz besonderem Interesse für die deutschen Parteigenoffen fonders gut bestellt sein. Am Freitag wurde ein Streit- kauft, in denen die Forderungen der Gehilfenschaft bewilligt sind. Parteigenoffenposten von einem Arbeitswilligen geschlagen. Ein dürften die Verhandlungen der Taktik- Kommission sein, die aus Schußmann stand, wie erzählt wird, dicht dabei, schritt aber nicht arbeitsplägen auf die Liste aufmerksam zu machen. Wir bitten Euch, in Bekanntenkreisen und auf führlich wiedergegeben als Anhang dem Protokoll beigefügt find. Der Preis für das Protokoll ist 1 M., die Agitationsausgabe ein. Erst nach Aufforderung des Streifpostens brachte er den Ferner geben wir bekannt, daß vom 1. Oftober ab die foftet 40 Pf. Alle Parteibuchhandlungen und Kolporteure nehmen Arbeitswilligen zur Wache. Auf dem Wege zur Wache zeigte der Gesellen nach dem Tarif sämtlich außer Kost und Logis sein Bestellungen entgegen. Arbeitswillige auf den mitgehenden Streikposten und rief den müssen. Wo hiergegen verstoßen wird, bitten wir Mit Korbdeckelflechten wird unser Genosse Hennig, Redakteur Straßenpassanten zu:„ Sehen Sie mal, das ist ein Streifender, den unserem im Inserat bekanntgegebenen Bureau der Erfurter Tribüne", im dortigen Gefängnis beschäftigt. Er habe ich verhauen!" Das ließ, wie berichtet wird, der Schutzmann Mitteilung zu machen. hat wegen Preßbergehen 4% Monate Gefängnis zu verbüßen, vier ungehindert gefchehen. Man wird nun abwarten müssen, was für Monate schweben noch. Sein Antrag auf Selbstbeschäftigung ist eine Strafe diesen Gewaltmenschen und Die Ortsverwaltung Berlin des deutschen Bäckerverbandes. sowohl vom Staatsanwalt wie vom Oberstaatsanwalt abgelehnt wird. worden. Hennig hat sich nunmehr an den Justizminister gewandt. In der Schuhfabrik von Neischel zu Frankfurt a. D. haben am Die Ablehnung der Selbstbeschäftigung wurde mit dem Hinweise auf scheint die Firma felbst zu sein, vertreten namentlich durch den eingereicht. In Betracht kommen 73 Personen, von denen 71 dem Die höchste Getvalt in dem neuen Polizeistaat am Südufer Sonnabend wegen Lohndifferenzen sämtliche Arbeiter die Kündigung Portier, den Chef selbst und den Bruder des Chefs, mit den Vor- Verband der Schuhmacher angehören. Wir ersuchen die Kollegen, namen Ernst. Diese drei geben zu den Verhaftungen die nötigen den Zuzug nach Frankfurt streng fernzuhalten. Zentralverband der Anweisungen. So forderte Herr Ernst Reinhold vorgestern einen Schuhmacher Deutschlands, Gau Brandenburg. Schutzmann auf, einen von mehreren am Ufer gegenüber der Fabrik In der Eisengießerei und Maschinenfabrik von Kemna zu richtet wird, wirklich hinüber, griff nach kurzer Wahl einen heraus wegen vorgenommener Abzüge und Maßregelungen zweier Kollegen stehenden Streifenden zu verhaften. Der Schuhmann ging, wie be- Breslau haben 25 Former und Gießerei Arbeiter die Arbeit niedergelegt. Mit dem Verbandsvertreter in BerhandWache. Außerdem berichtete ein Streifender noch folgendes: Er einem verhaßten Sozialdemokraten wolle er nichts zu tun haben, die imd brachte ihn mit zwei anderen schon vorher Festgenommenen zur Lungen einzutreten lehnte der Chef ab mit der Bemerkung, mit sei am Morgen des 30. September, als er seinen Dienst als Streif- fagten nie die Wahrheit. Als die Arbeiter darauf wiederholt ſelbſt posten ausübte und an der Fabrit vorüber kam, von einem Polizei vorstellig wurden, suchte er die Angelegenheit dadurch zu verschleppen, leutnant angehalten worden, der ihm Anweisungen über das daß er erklärte, er tönne jetzt feine Zugeständnisse machen, da der Verhalten der Streifposten gab und sagte, sie dürften mur Meister verreist sei; erst dann wolle er verhandeln, wenn der Meister bis zur Torf- und zur Fennbrücke gehen, am Südufer hätten zuriid sei. Da alle Versuche, die Differenzen auf gütlichem Wege sie überhaupt nichts zu suchen; wenn sie dem nicht Folge leisteten, zu beseitigen, scheiterten, so beschlossen die Arbeiter die Arbeit niedermüsse er sämtliche Streifpoften sistieren lassen. Da sei plötzlich Herr zulegen. Zuzug von Formern und Gießerei- Arbeitern nach Breslau Reinhold herzugekommen und hätte gerufen: Das ist der ist streng fernzuhalten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Richtige! Das ist der Schlimmste! Der Mann muß Wegen ,, Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen" wurde fofort festgestellt werden!" Der Leutnant, anfangs überDer Streit der Maurer in Bremen ist, wie uns ein Privat der frühere Redakteur der Freien Preise" in Straßburg, rascht, hätte ihn dann festgenommen und ihn in die Portierbude telegramm von dort meldet, mun ebenfalls beendet. Die StreitGenosse Laurent Meher, zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt. geführt, wo drei Arbeitswillige, darunter eine Arbeiterin, ihn be- leitung ersucht jedoch, den Zuzug noch fernzuhalten. Die deutsche Preßfreiheit und das Gefinderecht sind einander schuldigt hätten, sie am Abend vorher mit den Worten:„ Na, Ihr wert. Diese Schlußfolgerung legt uns ein Prozeß nahe, der von Streifbrecher, Jhr kommt ja an wie die Zuchthäusler", beleidigt zu Aus Marseille meldet das„ Wolffsche Bureau": Zwischen der dem Schöffengericht in Osterholz gegen den Redakteur der haben. Das sollte auf der Fennbrücke zwischen 5 und 6 Uhr ge- Kompagnie Transatlantique und den Vertretern der eingeschriebenen Bremer Bürgerzeitung", Genossen ente und gegen den Genossen schehen sein. Er sei jedoch um diese Zeit überhaupt nicht dort ge- Seeleute ist heute ein Vertrag abgeschlossen worden, welcher die Hohorst aus Ritterhude verhandelt wurde. Hohorst hatte dem Blatte eine Mitteilung zugehen lassen, in der Klage geführt wurde wesen, sondern babe sich, wie sieben Personen bezeugen fönnten, Arbeit an Bord regelt. über die schlechte Behandlung eines Dienstmädchens durch den Dach- während der ganzen Zeit vor dem Fabrikgebäude aufgehalten.deckermeister Lühr Scheper in Ritterhude. In der Haupt- Dann sei er nach der Wache geführt, dort visitiert, sehr schlecht besache bestanden die Behauptungen der in der Bremer handelt und in eine Zelle eingesperrt worden. Von hier aus hätte Bürgerzeitung" veröffentlichten Notiz darin, daß Lühr er gehört, wie noch zwei Streifposten angebracht wurden. Die Scheper das Mädchen schlecht behandele, daß er es mehr feien auch sehr schlecht behandelt worden. Der Schuhmann Nr. 3445 Stoßträger für die Drudabteilung der Luruspapierfabrik von Der Arbeiter S. war unter Ausschluß der Kündigungsfrist als fach schwer beschimpft und gedroht habe, ihm die Knochen entzwei soll dabei gesagt haben: zu schlagen, daß er es, als er von einer Lustbarkeit kant, in der Kammer aufgesucht und geschlagen habe, und daß das Mädchen an „ So leicht lassen sich die Preußen nicht unter worden. Am Nachmittag des ersten Tages, etwa zwei Stunden vor Hamburg zu Berlin mit einem Tagelohn von 3 Mart engagiert einem Sonntage während des Gottesdienstes habe Rüben hacken müssen. Triegen. Wir haben immer noch einen Sabel und Beendigung der Arbeitszeit, gab er jedoch die Stellung auf, indem er Deswegen wurde auf Schepers Antrag öffentliche Beleidigungs- wenn das nicht zieht, so haben wir noch eine erflärte, die Arbeit sei ihm zu schwer und er fönne nicht mehr bis flage gegen Sente als Redakteur und gegen Hohorst als Verfasser Pistole. Dann geht's mit Dampf über'n Kanal. Dann machen zum Feierabend tragen. Die geleistete Arbeit verlangte er mit zwei erhoben. sie alle einen Schlußsprung!"- Der eine dieser beiden Sistierten Mart bezahlt. Die Höhe der Forderung wurde nicht bemängelt, In der Verhandlung sagte nun der" Beleidigte" selber als fei, als er sagte, er habe nichts verbrochen, von Schuyleuten tätlich dagegen verweigerte die Firma die Auszahlung, weil S. nicht bis Beuge aus: Er habe das Mädchen ganz furchtbar geschimpft"; er habe auch zu ihm gefagt: Du wärst wert, daß Borhemd zerrissen, auf die Fußspigen getreten und ihn dann in die treter der Beklagten geltend, der Kläger hätte noch bis zum Feieraus- angegriffen worden. Man habe ihn an die Gurgel gefaßt, ihm sein zum Feierabend aushielt und sie darin einen Kontrattbruch erblickt. S. flagte darauf beim Gewerbegericht. Hier machte der Verich Dir die Knochen im Leibe taput schlage." Rüben habe das Mädchen nicht gehackt an dem Sonntag, aber auf Ge- in der Müllerstraße eine Arbeiterin, oder in der Chausseestraße sei schon die schwerste Arbeit getan gewesen. Ein Zeuge schloß sich Ge- Belle geschleppt. Diesen Sistierten wird zur Last gelegt, sie hätten abend aushalten können, denn nachmittags 4 Uhr, als er aufhörte, Heiß seiner Frau habe es Kartoffeln austriegen müssen." Nichter:" Wieviel? Nur für die Mittagsmahlzeit oder mehr, sollte einen Mann tätlich angegriffen. Beide behaupten, und wollen es dieser Auffassung an, während Kläger dabei beharrte, er wäre an sie das ganze Stüd austriegen?"- Scheper:„ Das weiß ich nicht." burch Zeugen beweisen, daß sie um die fragliche Zeit fich wo anders jenem noch dazu sehr heißen Tage schon so schlapp gewesen, daß er Er habe auch gesagt:" Das Mädchen wäre wert, daß ich sie mit aufgehalten haben. Der eine erklärt, er sei, als er in der Müller- das Arbeiten nicht mehr habe aushalten können. dem Fuße getreten hätte". Ferner:„ Mädchen, Du wärest wert, daß straße die Arbeiterin geschlagen haben soll, am Südufer bei der des Berliner Gewerbegerichts unter dem Vorsitz des Gewerberichters ich Dir das Maul schlösse", wobei er dem Mädchen die rechte Hand Rettung eines Kindes zugegen gewesen. Dr. Meyer bewegte nach längerer Beratung den Kläger zur Klagevor das Gesicht gehalten habe. Befragt, ob er das Mädchen in rücknahme. Maßgebend waren folgende Erwägungen: Das Gericht Sei dies aber der Fall, dann licge Kontraktbruch vor trok des Kündigungsausschlusses, denn auch die Arbeitseinheit des Tages gewahrt bleiben. Stopfzerbrechen habe bei Kündigungsausschluß müsse nach der Praris des Gewerbegerichts dem Gerichtshof nur gemacht, ob man nicht dem Kläger die 2 M. als verhältnismäßiges Entgelt seiner geleisteten Arbeit zusprechen und dem Beklagten mit Rücksicht auf die Bestimmungen des Bürgerlichen Gefehbuche über unzulässige Aufrechnungen gegen verdienten Lohn anheimgeben sollte, die Kontraktbruchsbuze gemäß§ 124b der Gewerbe- Ordnung im Wege der Widerklage zu verlangen. Gerichtshof nehme indessen an, daß hier nicht von einer unzulässigen Aufrechnung die Rede fein tönne, weil ja ein Tage lohn vereinbart gewesen sei und Kläger diesen beim Verlassen der Arbeit noch gar nicht verdient gehabt habe. Nur verdienter Lohn müsse ausgezahlt werden. Anders läge die Sache, wenn Stundenlohn vereinbart gewesen wäre. Unter den obwaltenden Umständen aber wäre einfache Klageabweisung zulässig. " " " Von den drei Sistierten, über berichtet wird, find Soziales. Einbehaltener Lohn als Kontraktsbruch- Buße. Die Kammer 8 feiner Rammer geschlagen habe, antwortet Herr Scheper unter Eid: 7 Stunden und der dritte ist gar 11 Stunden gefangen gehalten gehe davon aus, daß Kläger die 1 oder 2 Stunden bis zum Feiers . worden. ich weiß es nicht, meine Frau weiß es auch nicht; es kann sein, daß ich dem Mädchen in meiner Erregung mit der Hand an den Kopf gekommen bin". Der Tarif der Modelleure und Anträger ist bis jetzt von Das Dienstmädchen fagte unter Eid, Scheper habe sie in der Kammer 13 Firmen bewilligt. Bei der Firma Schirmer bestehen noch insofern geschlagen. Er habe ihm auch einmal gedroht, es mit der Forke zu Differenzen, als sie den Tarif wohl für die Modelleure und Andurchstechen. Andere Zeugen verstärkten diese Aussagen noch. träger anerkennt, den Gipsbildhauerit aber die tarifmäßige ArbeitsUnd nach dieser Beweisaufnahme verurteilte das Gericht die zeit von 7 Stunden nicht bewilligt. Eine am Freitag abgehaltene beiden Angeklagten zu je 100 m. Geldstrafe und sagte zur Be- Bertrauensmänner- Versammlung entschied sich dafür, daß, falls diese gründung dieses Urteils unter anderem: Differenz nicht geregelt wird, am Montag bei Schirmer die Arbeit Die in dem Artikel behaupteten Tatsachen feien zum Teil als niedergelegt werden soll. Wegen der Festlegung des Tarifs schweben richtig erwiesen. Nicht erwiesen aber sei, daß Scheper an dem zur Zeit noch Verhandlungen mit den Arbeitgebern, die voraussicht Sonntag, an dem er die Niedant schlug, auf einer Lustbarkeit fich am Montag zwischen den beiderseitigen Kommissionen unter dem war, daß er sich amüsiert" habe an dem Tage oder daß Vorsitz eines Getverberichters zum Abschluß gelangen werden. er vom Vergnügen" heimgekehrt sei. Es sei auch nicht erwiesen, Meinungsverschiedenheiten zwischen den Parteien bestehen noch hindaß das Mädchen Nüben Hackte.( Nur Kartoffeln hat es gehackt! fichtlich der Arbeitszeit und der Lohngarantie bei Affordarbeiten. Red. des Vorw.") Wenn das Mädchen unwürdig behandelt sei, so Auch über Beginn und Dauer des Tarifes muß noch verhandelt hätte es flagen tönnen. Den Zeitungen stehe es nur zu, Tatsachen werden. zu berichten; eine Kritit, die über den Nahmen ber Tatsachen hinausgehe, stehe aber feiner Zeitung zu. Die Kritik des betreffenden Artikels gehe aber über die Tatsachen hinaus, daher die Bestrafung. Das Dienstmädchen hatte, wie die Bremer Bürgerzeitung" mitteilt, Strafantrag gegeit Scheper gestellt. Der Antrag wurde abgelehnt. " Gewerkschaftliches. Berlin und amgegend. Polizei und Streifposten. An die organisierte Arbeiterschaft Berlins und der Vororte. Partei Genossinnen und Genossen! der bewilligten Bädereien. Dieselbe enthält auch diesmal Im Inseratenteile veröffentlichen wir heute wiederum die Liste wieder eine Anzahl Veränderungen. Eine Reihe Neubewilligungen, die neu in die Liste ein gefügt find, find auch jetzt noch eingelaufen- der beste Beweis von der Solidarität der Arbeiterschaft. " Wir können nicht finden, daß das Gefverbegericht durch das heftige Kopfzerbrechen" weiser geworden sei. Was hätte es denn getan, wenn der Kläger unter sonst gleichen Umständen einen Wochenlohn vereinbart gehabt, die Arbeit vor Ablauf des Lohnlohn vorenthalten hätte? Hätte es dann mit derfelben Sicherheit zahlungstages verlassen und ihm die Firma dann den ganzen Wochenentschieden, daß die Aufrechnung zulässig wäre, weil der Wochenlohn noch nicht verdient war? Wir vermuten, daß ihm dann Zweifel an seiner Theorie aufgestiegen wären. " " Die Eintragung in das Vereinsregister hatte ein Dortmunder Diesen gegenüber stehen eine Anzahl jener vornehmen" Verein beantragt, der aus der„ Dissidentisch religiösen Gemein Bei dem Streit in der Metallbettstellen- Fabrik von Westphal u. Bädermeister, die die Zeit zur Durchbrechung ihrer schaft", früheren Freireligiösen Gemeinde", ursprünglichen Meinhold hat die Polizei, wie im„ Vorwärts" bereits erwähnt wurde, Bewilligung für gekommen erachten. Deutsch- katholischen Gemeinde" hervorgegangen ist und sich mit dem Untertitel Schutzmaßregeln getroffen, die weit über das hinausgehen, was einem Diese Herren stehen deshalb in der heutigen Liste nicht mehr iest Deutschnationaler Gemeindeverein" gewöhnlichen Sterblichen in dieser Hinsicht zu teil wird. Inzwischen verzeichnet, jeder achte daher genau darauf, ob feinthisch idealische Gesellschaft“ nennt. Nach der vor einigen Jahren find diese Maßnahmen nun noch vervollständigt worden, und zwar Lieferant noch in der Liste aufgeführt ist. Niemand beschlossenen neuen Verfassung beztvedt die Vereinigung jet Die Polizeiverwaltung in einer Weise, die im ganzen Stadtteil Aufmerksamkeit erregen muß. unterstüße durch seine Kundschaft jene Leute, die jetzt darauf erhob gegen ihre Eintragung in das Vereinsregister auf Grund des Tebiglich humanistische Bildungszwecke. Es ist denn auch nicht anders möglich, als daß sich allemal abends rechnen, daß die Kontrolle seitens der Konsumenten§ 61 des Bürgerlichen Gesetzbuchs Einspruch, weil es sich um einen um 5 Uhr, wenn die Arbeitswilligen der Firma Feierabend machen, nicht mehr so scharfist, und die glauben, mun unbemerkt werein handle, welcher religiöfe 3wvede verfolge. Der Bezirksausschuß eine Menschenmenge anfammelt, die die Vorgänge in dem neu- und ungestraft die alten erbärmlichen Arbeits- gab jedoch der Klage des Vereins statt und hob den Einspruch der etablierten Polizeistaat am Südufer beobachten möchte. Hinein darf berhältnisse für die Bädergesellen wieder ein Polizeiverwaltung auf. Das Ober Verwaltungsgericht hat dort niemand, denn die herrschenden Gewalten vom Südufer haben führen zu können, die versuchen, durch die mit dem Kost- mun jest bie Vorentscheidung bestätigt und begründend um diese Zeit eine strenge Grenzsperre über ihr Gebiet ver- und Logiswesen beim Arbeitgeber untrennbar ver- ausgeführt, daß der Einspruch unhaltbar sei, weil die das daß Polizeiverwaltung für ihre Behauptung hängt. Es ist, wie uns mitgeteilt wurde, der Versuch gemacht bundenen etelhaften unsauberkeiten den Bäcker- Statut lediglich zum Schein aufgestellt sei, teine Tatsachen habe worden, zur Zeit der Grenzsperre eine Frau mit einem Kinde, gesellen und der konsumierenden Bevölkerung im Interesse borbringen fönnen und sie auch den Beweis dafür schuldig geblieben die beide mit dem Streit nichts zu tun hatten, in das verbotene ihres Geldbeutels schweren Schaden zuzufügen. fei, daß der Verein jetzt religiöse Zwecke verfolge. Gebiet zu senden; es gelang aber nicht, beide wurden streng zurück- Gerade in den Arbeitervierteln waren und sind Das Bedeutsame der Entscheidung ist, daß bei Protesten gewiesen. jezt noch diese Zustände am schlimmsten! gegen die Eintragung in das Bereinsregister gemäß§ 61 des Der Sitz der neuen Regierung vom Südufer ist die Portier- Hier sind auch die gewissenlofesten unter den Bäder Bürgerlichen Gesetzbuches der Protest einlegenden Bestube, in der eine fliegende Polizeiwache eingerichtet ist. Die„ Drd- meistern zu finden. In Rigdorf, im Osten und Norden hörde die Beweislast zufällt. Bekanntlich können nach§ 61 nung und Sicherheit" wird aufrechterhalten durch einen Hauptmann, mußten wegen Nichteinhaltung der Bewilligung eine Reihe solche Proteste auch auf die Behauptung gestützt werden, daß ein zwei Lieutenants, mehrere Berittene, 16 Schugleute, ungefähr Bädereien gestrichen werden. Ein Teil dieser noblen Gesellschaft Verein politische oder sozialpolitische Zwecke verfolge. 10 Kriminalbeamte und durch die Strompolizei. Diese gewaltige ſetzt feine Hoffnung auf den Oktober- Umzug Schar bewaffneter Männer führt nun einen unaufhörlichen Krieg und den damit verbundenen Wechsel der Stundfchaft. Letzte Nachrichten und Depeschen. neue gegen die gänzlich unbewaffneten und zu keinerlei Ausschreitungen Jetzt laufen diese Leute, die die bescheidenen Forderungen geneigten Streitenden und wacht streng darüber, daß feiner der der Arbeiter nicht bewilligten, oder zurüdzogen, den Das Urteil gegen den Major v. Sydow. Streifenden zu irgend einem Arbeitswilligen ein vernünftiges Wort Arbeitern buchstäblich das Haus ein, um Kunden ein- Hannover, 1. Oftober.( W. T. B.) In dem Prozeß gegen den sprechen kann. Ebenso sonderbar wie diese ganze Einrichtung zufangen, darunter fogar Bäckermeister, die ihre Major v. Sydow wegen Mißhandlung seines Riudes verurteilte das ist der Umstand, daß nicht das Südufer selbst die Kosten ganze Intelligenz" für die Verschärfung des§ 153 der Kriegsgericht der 20. Division den Angeklagten zu vier Monaten für seine große Polizeimacht trägt, trägt, sondern die ganze Gewerbeordnung, sowie für den Anschluß der Bäder. Gefängnis und Dienstentlassung. Bürgerschaft Berlins dazu beistenern muß. Und das alles, meister an den Scharfmacherverband aufwenden. Hannover, 1. Oftober.( W. T. B.) Das Schwurgericht verdamit Herr Reinhold seine Arbeitswilligen behält, ihre Schar Arbeiter! Franen des Boltes! Gebt diesen Arbeiterfeinden, die urteilte hente nach dreitätigen Verhandlungen den Landwirt Friedrich wenn möglich noch vergrößern kann, feinen alten Arbeitern feine ge- um Euer Geld, um Eure Kundschaft betteln, dabei Dreher aus Eldagsen wegen Totschlags, begangen im Jahre 1895 regelten Löhne zu bewilligen braucht und die teils polizeiwidrigen aber nur darauf finnen, wie sie am besten den an seinem eignen Vater zu zehn Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Mißstände in seiner Fabrik bestehen lassen kann. Arbeiter politisch und wirtschaftlich knebeln und Ehrberlust. Berantwo. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 232. 21. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 2. Oktober 1904. Parteitag der deutschen sozialdemokratischen Arbeiter- hinabzuwerfen. Mit einer Unverschämtheit ohne gleichen wird von diftiert Desterreich, seinem Heloten, die Lebensmittelpreise. partei in Oesterreich. Salzburg, 28. September. Heute abend wurden noch die Berichte der Beschwerde- Kommission erledigt. Sturm auf den mährischen Landtag. Czech- Brünn erhält das Wort zu folgender Mitteilung: Im mährischen Landtage ist heute die erste sozialdemokratische Rede gehalten worden.( Stürmischer Beifall.) Wir erhalten eben folgendes Telegramm: Brünn, 28. September 1904. Heute vormittag große Wahlrechtsdemonstration im Landtagsgebäude in Brünn. Einige Hundert Genossen befesten die Galerien und brachen während der Verlesung eines Antrages( Schuldebatte) in den Ruf: " Hoch das allgemeine Wahlrecht!" aus. In der Verwirrung, die ſich des Landtages bemächtigte, ergriff Reichsrats- Abgeordneter Hybesch von der Galerie aus das Wort und hielt eine Ansprache für das allgemeine Wahlrecht. Sodann Sigung unterbrochen. Nach Wiedereröffnung erklärte Landeshauptmann, daß er, da seiner Aufforderung, die Galerien zu räumen, nicht Folge geleistet werde und er nicht Polizei in den Landtag führen wolle, die Sigung schließe. Die Genoffen warfen in der Zwischenzeit Agitations- und Flugblätter in den Saal und entfernten sich unter Abfingen des Liedes der Arbeit.( Stürmischer Beifall.) So weit das Telegramm. Der Kampf um das Wahlrecht in Mähren hat begonnen! Mit aller Energie wird er zu Ende geführt werden!( Erneuter stürmischer Beifall.) Dr. Adler: Sie sehen, auch in schlechten Zeiten lassen sich Aftionen mit Erfolg ins Werk sezen. Die mährischen Genossen sind in ganz besonderer Lage. Ein Klüngel, der schlechter wäre, als der in Mähren herrscht, ist in ganz Desterreich nicht zu finden.( Lebhafter Beifall.) Nun ist der erste Vorstoß geschehen: hoffen wir, daß die Genossen für Mähren und für ganz Oesterreich gute Arbeit leisten. Unsere besten Wünsche begleiten sie.( Langanhaltender Beifall.) Damit schließt in vorgerückter Stunde die Sigung. Sigung vom 29. September. # Ueber die Lebensmittelverteuerung und fein Minister hat den Mut gefunden, die Herren die Treppe| fionierung der Großstädte den Fleischwucher zu bekämpfen. Ungarn einem landwirtschaftlichen Notstand gesprochen. Dabei machen die In der Nachmittagssigung wird die Debatte über die Agrarier zu jeder Zeit den Versuch, und es gelingt in der Regel, Lebensmittelverteuerung zu Ende geführt. die Lebensmittelpreise in die Höhe zu treiben und haben dabei die Nach einem Schlußwort des Referenten wird seine Resolution wirksamiste Unterstützung der Regierung. Der autonome Bolltarif einstimmig angenommen und beschlossen, eine populäre bedeutet einen unerhörten Sieg der agrarischen Tendenzen. Und es Broschüre gegen die Lebensmittelverteuerung zu verbreiten, die Dr. ist nur merkwürdig, daß sich der Widerstand unserer Partei gegen Sarpeles abfaffen soll. Der Fraktion wird der Antrag überwiesen, die Erregung abgeflaut ist, daß kein Mensch mehr über diesen Boll der Stornzölle zu beantragen. diesen Bolltarif nicht so nachhaltig zeigt, als man meinen sollte; daß im Parlament sofort durch einen Dringlichkeitsantrag die Aufhebung tarif spricht, obwohl nichts wichtiger ist, als die Beschäftigung mit diesem Zolltarif. Da ist es selbstverständlich, daß die Agrarier immer unverschämter werden und daß die Regierung ihrem organisierten Druck nachgibt. Vom italienischen Handelsvertrag wissen wir nur, daß er einen Sieg der Agrarier darstellt. Die Vollkraft des agra rischen Agitationsvermögens scheint größer zu sein als die des sozial„ Angesichts des vollständigen Zusammenbruchs der politischen demokratischen. Wer soll den Agrariern Widerstand leisten, wenn die liegt vor ben Agrariern auf dem Bauche. Die Industrie weiß alvar, Bankroits des Barlaments, dessen Grundlage das Unrecht, deſſen Arbeiter versagen? Etwa unsere Industriellen? Die ganze Industrie Organisation Desterreichs, des endgültigen und unwiderruflichen daß eine extrem agrarische Politik nicht in ihrem Interesse liegt, aber höchste Leistung die Verhüllung des Absolutismus ist; angesichts des schließlich ist ihr die Erlaubnis zu Ueberstunden wichtiger, als der ebenso beschämenden wie empörenden Schauspiels eines VerfassungsStampf gegen agrarische Zollsäße, und durch versteckte Prämien und lebens, das nur durch gehäuften Verfassungsbruch weitergefristet andere Bugeständnisse lassen sich manche Schwierigkeiten überwinden, werden kann; angesichts der damit zusammenhängenden fort= die aus einer agrarischen Zollpolitik für sie erwachsen. Nächster Gegenstand der Tagesordnung ist Die Verfassungsrevision. Referent ist Dr. Victor Adler. Seinen Ausführungen liegt folgende Resolution zugrunde: Die Verwefung Oesterreichs kann nur dadurch gehindert werden, daß die Trümmer der abgestorbenen Verfassung entschlossen und gründlich weggeräumt werden; daß der Dualismus beseitigt wird, der Oesterreich politisch entehrt und wirtschaftlich ausbeutet; baß das dann erst selbständig gewordene Desterreich allen seinen Bölfern das Recht und die Möglichkeit voller kultureller Entwicklung gebe, indem es fich als Nationalitäten- Bundesstaat konstituiert, der jedem Wolfe auf seinem Gebiete nationale Selbstverwaltung einräumt und der zur Grundlage durchgängig die Demokratie hat. Dazu kommt, daß die Bauernschaft anfängt, sich unter dem schreitenden Lähmung jeder politischen, wirtschaftlichen und fulDazu kommt, daß die Bauernschaft anfängt, sich unter dem turellen Entwicklung der Völker Oesterreichs erklärt der Parteitag: Kommando der Agrarier in ungeahntem Umfange zu organisieren. alle Versuche, die geltende Verfassung aufrecht zu erhalten, müssen Gewiß kommen die Agrargölle in erster Linie den Großgrundbesitzern alle Verfuche, die geltende Verfassung aufrecht zu erhalten, müssen zugute, aber die Bauern merken, daß die ausgezeichnete Organisation, an deren innerer längst offenbar gewordenen Unmöglichkeit scheitern, die ihnen die landwirtschaftliche Zentralstelle gibt, doch die gute Folge und die Politik des Ministeriums Koerber, die eine kostbare Zeit mit für sie hat, daß sie höhere Preise für ihre Produkte von den Konsu- täglichen Künsteleien vertrödelt, ist eine Politik der Selbsttäuschung, menten herausschlagen fönnen. In der Tat wird die Position der hinter der sich jene Halbheit verbirgt, die von jeher Desterreichs Produzenten von Jahr zu Jahr schwächer. Wir haben nicht das ge- Fluch war. ringste Interesse daran, daß der Bauer zugrunde geht, im Gegenteil, was wir für den Industriearbeiter verlangen, verlangen wir auch für Die bürgerlichen Parteien, die an ihren längst hinfällig und ihn. In dem Preise seiner Produite sollen die Herstellungskosten sich gemeinschädlich gewordenen Privilegien borniert festhalten, die den ausdrücken. Wir haben den Bauern durch die Grazer Resolution nationalen Streit frivol weiterspinnen und ausnüken, um sich der den Weg der genossenschaftlichen Betätigung gezeigt; sie sind ihn ge- Pflicht zu entziehen, gegenüber dem Willen der Dynastie die wirtgangen, auch ohne von dieser Resolution zu wissen. Es zeigt sich schaftlichen und fulturellen Interessen der Völker Desterreichs mit ein im höchsten Maße erfreulicher Aufschwung des landwirtschaft- Energie und Rücksichtslosigkeit zu wahren, betreiben eine Politik der lichen Genossenschaftswesens, das von den Landesausschüssen, vom Feigheit und des Volfsverrates. Der Parteitag bringt darum Ackerbauminister, vom Kriegsminister, von großen Gemeinden sub- neuerlich seine im Programm der österreichischen Sozialdemokratie In der heutigen Vormittags- Sizung wird das Ergebnis der bentioniert wird. Mit dieser Subvention find wir nicht einverstanden. niedergelegte Ueberzeugung zum Ausbruck, indem er erklärt: Wahlen für die Parteileitung mitgeteilt. In den den Steuergeldern der Arbeiter gezüchtet werden und ihre Organi Daß die landwirtschaftlichen Genossenschaften auf Staatsfosten aus Vorstand sind gewählt: Dr. Abler, Heinrich Beer, fation nur dazu benutzen, den Milchpreis zu erhöhen, ist uns weniger Dr. Ellenbogen, Emmerling, Bernerstorfer, erfreulich. Wollen sich die Bauern organisieren, so sollen sie die Schuhmeier, Staret und Tomfchit, sämtlich in Wien; Stosten selbst bestreiten, oder wenn sie öffentliche Gelder erhalten, sich in die Partei- kontrolle: Emil Balke und Adelheid in ihren Gebarungen unter die Kontrolle des Landes stellen. Bopp, Wien, Dr. Czech Brünn, Muchitsch Graz, Jetzt entdecken wir die Anfäße einer höchft gefährlichen RingBreußler- Salzburg, Schäfer- Reichenberg, Schrammelbildung bei diesen landwirtschaftlichen Genossenschaften nach dem Aussig und Spielmann- Ling. Muster des deutschen Spiritusringes, des Berliner Milchringes. Damit gehen wir Zuständen entgegen, denen gegenüber die heutigen ein Kinderspiel sind. Dann sind wir nicht nur den Agrariern, Schließlich erklärt der Parteitag, daß der Beginn jeder Neufondern den gesamten landwirtschaftlichen Produzenten wehrlos aus- gcftaltung die Beseitigung des Privilegien- Parlaments und die Gingeliefert. Nun fordert Wien( XI. Bezirk) in einer Resolution die führung des allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts sein Fraktion auf, fie foll etwas gegen die Lebensmittelverteuerung tun. muß." Die Fraktion wird selbst Initiative entwickeln, aber eine Lösung des Zur Begründung sagt der Redner folgendes: Niemand wird Problems ist so nicht zu finden. Ich vermag auch nicht anzugeben, von mir erwarten, daß ich neue Züge in dem alten entsehlichen Bilde was mit augenblicklichem Erfolge von uns unternommen werden Oesterreichs entdecke oder neue Heilmittel angebe. Wir leben seit fann, um die Lebensmittelverteuerung abzuwehren. In einzelnen Jahren nicht etwa in einer Krise, sondern im völligen Zusammen Orten wird das Zusammentreten der Konsumenten genügen, um den bruch der Verfassung und des Staates. Daß man aber diese TatProduzenten den Kopf zurechtzusehen. Das ist aber keine dauernde fache hinweglügen möchte, das ist das größte Verbrechen, das die Hilfe. Wenn wir nicht die Verewigung dieser Zustände wollen, Staatslenter an den Völkern Desterreichs begehen.( Sehr richtig!) müssen wir zunächst in unseren politischen Organisationen gang Die Leidensgeschichte dieses Staates brauche ich hier nicht wieder anders als bisher die Frage des autonomten Zolltarifs und der aufzurollen, noch auf die Leichenflecken des elenden Kadavers hinHandelsverträge erörtern und den erbittertſten, zähesten Stampf gegen zuweisen. Das alte Desterreich ist fertig. Dieser Lage gegenüber diesen Tarif nach dem Muster unserer deutschen Genossen eröffnen. haben wir eine sehr schwere und zwiefache Stellung. Unser Weiter müssen wir unsere Bemühungen, die gewerkschaftlichen wichtigstes Bedürfnis ist, daß an Stelle des Kadavers ein Leben Organisationen zu stärken, womöglich verdoppein. Die Gewerk- tritt. Daneben ist aber auch das augenblickliche Interesse vor= schaften haben die ständige Verpflichtung, höhere Löhne für den Ar- handen, diesen Ruinen abzugewinnen, was sich ihnen im Moment beiter zu erzielen, es bedarf dazu gar nicht erst der besonderen An- abgewinnen läßt. Und so müssen wir uns bezichtigen, daß auch wir regung durch die Lebensmittelverteuerung. gelegentlich an der Selbsttäuschung leiden, es ließe sich bei diesenr Da die politische und gewerkschaftliche Organisation momentan Bustande Oesterreichs noch etwas aus ihm herausreißen. Das zeigt nichts gegen den Lebensmittelwucher ausrichten kann, müssen wir sich in naibster Weise in den hundert Wünschen, die wir an das uns noch mehr als bisher mit der Organisierung des Konfums bes Parlament stellen. Aber diese Selbsttäuschung fommt daher, daß schäftigen. Nur die Organisierung des Konsums kann als spezifisches wir einen Staat so notwendig brauchen. Wir können den RapiMittel gelten gegen die Organisation der Produzenten. Wer fann talismus nicht beseitigen, ohne daß er vorhanden und entfaltet ist. die landwirtschaftlichen Genossenschaften aus den Banden der Groß- Der Kapitalismus aber braucht zu seiner Entfaltung vor allemt grundbesizer lösen venn nicht die Organisation der Konsumenten? einen Staat. Wenn wir den Staat beseitigen wollen, muß er erst ein Feind ist uns gefährlicher als das Agrariertum. Es ist der bestehen. So suchen wir einen modernen Staat erst heraufzurufen Hauptträger des Lebensmittelwuchers, es trägt die Schuld an der und lämpfen erst um einen Boden für unseren Kampf.( Lebhafte ganzen österreichischen Misere. Lassen wir uns nicht ivehrlos zur Zustimmung.) Wir haben den Buntt nicht, von dem wir anSchlachtbank führen! Die politische und die gewerkschaftliche Organi greifen, noch den, den wir angreifen können. Daran franken wir. sation bilde die feste Grundlage, der wir die Organisation der Konfumenten angliedern. Wenn dieser Parteitag bewirkt, daß der Stampf gegen die Agrarier von neuem aufgenommen wird, dann hat Die Resolution. die der Referent vorschlägt, hat folgenden Wortlaut: Die in den letzten Wochen eingetretene außerordentliche Steigerung der Preise der wichtigsten Lebensmittel ist nicht in der Ungunst der Produktionsbedingungen begründet, sondern die Folge systematischer Treibereien der Agrarier und der Börsenspekulation. Die staatlichen und autonomen Behörden und die Gemeinde- Verfassung, der lebendig ist, ist der§ 14!( Sehr richtig!) vertretungen, die diese Bestrebungen auf jede Weise fördern, machen sich an der schamlosen Ausbeutung der breiten Masse der Bevölkerung mitschuldig. referiert sodann Dr. Karpeles- Wien: Von keiner Seite wird bestritten, daß wir seit mehreren Monaten eine Lebensmittelberteuerung haben. Die Erscheinung ist ganz allgemein, selbst die Neue Freie Presse" berechnet jetzt die Verteuerung für einen bürgerlichen Haushalt auf 28 Proz. In Oesterreich ist auch in gewöhnlichen Zeiten nichts billig, als Menschenfleisch. Heute aber jtehen wir geradezu vor einer Kalamität. Und ihre Ursachen liegen nicht in der Ungunst der Produktionsbedingungen, sondern sind von ben Händlern und Produzenten mit Bewußtsein hervorgerufen worden. Wir hatten feineswegs eine Mißernte. Um zu verstehen, wie die Teuerung entstanden ist, müssen wir die Vorgänge auf der Budapester Produktenbörse betrachten, die bei der Machtlosigkeit der Wiener Börse die Preise aller Lebensmittel in Desterreich dittiert. Und zwar handelt es sich nicht um den Budapester Effektivmarkt, sondern um den Terminmarkt. Die Jahre 1902 und 1903 waren gesegnete Jahre. Wir gingen ins Jahr 1904 mit Vorräten von annähernd 8 Millionen Metergentnern Getreide hinüber. Jede Furcht vor einem Mangel war ausgeschlossen. Die Saaten hatten gut überwintert. Bis Anfang Mai war die Tendenz der Budapester Börse feineswegs ausgesprochen haussierend. Ende Mai änderte sich diese Stimmung. Absolut erfundene Gerüchte von einer voraussichtlich schlechten Ernte in Amerika beeinflußten den Markt. Der Preis für Oftober- Weizen( im Oftober lieferbarer Weizen) wurde um 1% Gulden pro Meterzentner in die Höhe getrieben. Anfang Juni aber weicht wieder der Weizenpreis. Da giebt der ungarische Aderbaaminifter im amtlichen Saatenstands- Bericht die offene Barole aus, die dann von den ungarischen und unseren Agrariern mit Erfolg befolgt wurde. Die Losung war: keine Ware verkaufen, die Ware einsperren! Der Ernteausfall wurde auf 10 Millionen Meterzentner geschätzt. Nach den zwei vorhergegangenen glänzenden Erntejahren und den großen Weltvorräten an Getreide war Diese Ziffer durchaus nicht erschreckend. Die Budapester Spekulanten aber, die in innigster Berbindung mit den ungarischen Großgrundbefizern stehen, benutzten diese Ziffer, um die Preise über den Weltmaritspreis hinauszutreiben. Da wurde an der Budapester Börse erzählt, Rußland werde wegen des ostasiatischen Krieges fein Geer gute Parole ausgegeben.( Lebhafter Beifall.) treide über die Grenze bringen, und das Gegenteil stellte sich heraus; da wurde behauptet, ir Ostindien stehe eine Mizerute bevor, und es stellte sich heraus, daß Ostindien eine Weizenernte hatte, wie seit vielen Jahren nicht. Immerhin machte die Tatsache, daß die europäischen Börsen nicht die Melodien der Budapester Terminbörse nachspielten, die Budapester Spekulanten etwas stubig. Der Getreidepreis ging um einige Heller zurück. Da entdeckte man zum Glück für die Agrarier die angeblich komplette Mizernte in Futter- Artikeln, die die Produzenten zwingen würde, das Getreide zum Füttern des Viehes zu verwenden. Die ganze Börse folgte diesem Hauffe- Motiv, und die Kauflust wurde zur Kaufgier. Ende Juli war die Elbe nicht mehr schiffbar, sonst hätte der Import nordamerikanischen und argentinischen Getreides die Preise wieder etwas geworfen. Die Kourage der Budapester Börse wurde durch die Hausse in Amerika noch mehr entfacht; und so wurde am 22. Auguft ein Preis für Oktober- Weizen erreicht, der um 4 Gulden pro Doppelzentner höher war, als im Mai. Ende August aber mußte das Spiel zu Ende kommen, denn da wußte man, wie die Ernte wirklich ausgefallen war, daß wir in Weizen und Roggen cine ganz gute Mittelernte und in feinem Bodenprodukt eine Mißernte gehabt haben. Nunmehr stand fest, daß nur eine verbrecherische Spekulation der Händler, die von den Agrariern alimentiert war, die Preise künstlich in die Höhe getrieben hatte. Jebt find sämtliche In der Diskussion weist Behr- Krumau darauf hin, daß in Obstruktion vor diese Frage gestellt wird, wird sie es nicht Lagerhäuser Desterreichs, nicht bloß die Scheunen der Produzenten, der Zeit der Lebensmittelteuerung die Frauen am leichtesten für die bis zur Decke mit Getreide vollgefüllt. Und doch wird uns das Meht Konsumvereinsidee zu gewinnen feien. um 4 Kreuzer verteuert. Wenn die Wiener Börse durchaus ab- Hackenberg- Gemünd: Die Kleinbauern selber leiden unter den hängig von der Budapester ist, so liegt das daran, daß wir zwar in Teuerungsverhältnissen, weil sie bei einer Migernte von Produzenten Desterreich den Terminhandel aufgehoben haben, daß er aber in zu Konsumenten werden und Mehl und Fleisch einkaufen müssen. Ungarn weiter eristiert. Man braucht kein Freund des Termin- Wäre eine Futternot vorhanden, so müßte ihre nächste Folge doch Handels zu sein, und zweifellos kann die Welt ohne Terminhandel eine Ermäßigung der Fleischpreise sein. Das gerade Gegenteil aber cgiftieren, und man muß doch sagen, daß es höchst leichtfertig war, den Wiener Terminhandel zu schließen und den Budapester weiter bestehen zu lassen. Oesterreich ist Ungarn gegenüber ein Importland für Agrarprodukte, und da ist es von größter Bedeutung, daß es den maßgebenden Markt in der Hand behält und nicht zu dulden braucht, daß ihm die Preise im Exportlande gemacht werden. Das letztere ist nun eingetreten durch die Nachgibigkeit der Regierung gegen die Agrarier. Die Regierung ist nichts als die Erekutive der Agrarier. in manchen Voltstreifen. Das zeigt sich besonders deutlich in ihren Maßnahmen gegen die an- Martined- Wien XI beantragt, die Fraktion aufzufordern, sofort gebliche Futternot. Eine große Notstandsaktion soll zugunsten der bei Zusammentritt des Reichsrats die Suspendierung der GetreideGroßgrundbesizer ins Leben gerufen werden. Dabei sind die Preise zölle zu beantragen. " Indem der Parteitag diese Tatsachen feststellt, fordert er die Arbeiterschaft auf, den Kampf gegen das Agrariertum mit größter Schärfe und Energie zu führen und durch den rastlosen Ausbau der politischen und gewerkschaftlichen Organisation den Sieg bon Tendenzen zu verhindern, die die wichtigsten Interessen des Proletariats bedrohen. Der Parteitag erkennt an, daß in dem Kampfe gegen den Lebensmittelwucher auch der wirtschaftlichen Organisation des Proletariats eine wichtige Rolle zufällt und fordert die Arbeiter auf, unter genauer Beobachtung des Beschlusses des Wiener Parteitages( 1903), den Fortschritt der Konsumvereinsbewegung zu fördern." ist eingetreten. Ein Erlaß der Personalsteuer für die Arbeiter, wie er von einer Seite verlangt wird, würde wenig nüßen, da nur eine Kleine Anzahl Arbeiter Personalsteuer zahlt. Unfere Regierung ist eine Regierung der bewußten Selbsttäuschung. Der Minister Stoerber lebt von täglichen fleinen Schwin deleien, die der Welt bortäuschen sollen, wir lebten nach einer Ber fassung. Für eine Anzahl von Stonzeffionen an die Herrschaftsbedürfnisse der Parteien find diese bereit, den Ausgleich mit Ungarn abzuschließen, den sie selber für ein schweres Unglück für Desterreich erklären. Aber da sich dieses Geschäft nicht machen läßt, treiben fie es in belvußtem Einverständnis mit der Regierung dahin, daß der Ausgleich mit dem§ 14 gemacht werden wird. So lebt unsere Vers fassung von Verfassungsbrüchen. Und der einzige Paragraph der Wir sind seit Jahren gewohnt, daß das Parlament über das Budget nicht entscheidet, daß fiber alle auswärtigen Fragen ohne das Parlament entschieden wird, daß die wichtigen Militärfragen ohne unser Barlament gelöst werden. Nur ein Punkt ist vorhanden, wo das Parlament eine technische Notwendigkeit war: Der Staat tann teine Schulden ohne das Parlament machen. Man braucht die Völker bekanntlich nur, wenn Desterreich eine Schlacht verloren hat, oder finanziell Bankrott ist. Hier haben wir nun einen britten Fall: es sollen einige Hundert Millionen für militärische Bedürfnisse aufgebracht werden, die von einigen Herren in Budapest beschlossen worden sind, die sich Delegationen nennen, aber keine Verantwortung tragen und zufrieden sind, wenn der Kaifer mit ihnen zufrieden ist.( Sehr richtig!). Die Sorge um die Anleihe ist die einzige Sorge der österreichischen Regierung und deshalb mus es hier zum flappen kommen. Wenn die parlamentarische nationale zu einem Konflift mit der Krone fommen laffen. Aber über kurz oder lang bleibt der Skarren doch wieder steden. Wir sind die einzige Partei, die eine flare Vorstellung davon hat, wie sich cin nenfonstituiertes Defterreich gestalten muß. Das haben wir in Brünn ausgesprochen. Allen Forderungen dazu steht die des allgemeinen gleichen Wahlrechts für alle Vertretungskörper voran. Daran hängt sich ein Gedankengang, der hier und da auch in den Köpfen ber Parteigenoffen fpuft: Desterreich fann gerettet werden, wenn das allgemeine gleiche Wahlrecht für das Abgeordnetenhaus eingeführt wird. Das haben wir nie programmatisch behauptet. Das allgemeine gleiche Wahlrecht ist für uns nur der Anfang einer Umgestaltung, aber es darf nicht angewandt werden von einem Manne, dem es das Ende ist, nicht von einem Minister, der es bloß einführen will, um das Parlament mit dieser Panacee im letzten Augenblick zu heilen. Das allgemeine Wahlrecht ist uns nur der Anfang der Reform, der Anfang der Umgestaltung dieses Konglomerats von Böllerschaften zu einem Staatsgebilde auf demokratischer Grundlage. Wir verlangen und halten es für unausbleiblich, wenn der für die Futterartikel nicht höher als in anderen Jahren, ja sie sind Reichsrats- Abgeordneter Seit macht darauf aufmerksam, daß Staat nicht verfaulen soll, daß die nationale Ordnung hergestellt im Rüdgang begriffen. Und doch wird uns wegen der angeblichen dieser Dringlichkeitsantrag erst als 120ter an die Reihe kommen wird auf dem Boden nationaler Autonomie und der ZusammenFutternot die Milch verteuert. Die Agrarier haben sich als Zentral- würde und daß seine Verhandlung ausgeschlossen erscheine. Die fassung dieser Autonomien zu einem lebensträftigen modernen Notstandskomitee konstituiert und sind zu allen Ministern gelaufen, Regierung versäume ihre Pflicht, durch eine vernünftige Approvi- Staate. So wie das Wahlrecht das Proletariat nicht erlösen David- Wien hält die Konsumbereine nicht für geeignet, eine Verbilligung der Lebensmittel zu bewirken. Der größere Nachdruck müsse auf das politische Gebiet gelegt werden. Aber die ständige Agitation für die Konsumvereine lähmt unfere politische Werbekraft = tann, wohl aber die Luft ist, in der das Proletariat leben sogar die lebernahmebedingungen genannt. Es sollen für je 600, Von anderer Seite wurde übrigens in dieser Versammlung ge fann, 10 is bas Wahlrecht auch für Desterreich nur auch für Desterreich nur die Mark Aktien der Gesellschaft 1200 M. 3proz. Konsols und 40 W. in flagt, daß die Straßenbahn Angestellten den Vorbedingung des Lebens. Wie groß der Zusammenbruch geworden bar gewährt werden und die Aftionäre überdies den laufenden Divi- Abonnenten so wenig Sympathien entgegen. sein muß, bevor diese Notwendigkeit von denen begriffen wird, die dendencoupon behalten. Dies würde eine Abfindung von ca. 187 Proz. brächten und in den allgemeinen Tadel der Verteuerung der diese grundlegende Reform durchsetzen können, das weiß ich nicht. bedeuten. Zurzeit steht der Sturs auf ca. 182% Proz. Es kann das Moment fommen, wo das Gerümpel durch einen Fuß- Ob wirklich die Angelegenheit schon so weit vorgeschritten ist, Abonnements nicht einstimmen wollten. Nach unseren eigenen Beobach tritt beseitigt werden kann. Das Proletariat ist gern bereit dazu, läßt sich nicht beurteilen, daß aber tatsächlich eine baldige Ver- tungen trifft das zu. Wir wollen aber hier nicht verschweigen, daß aber den Fuß fortwährend erhoben zu halten, das ist sehr ermüdend staatlichung der Bahn geplant ist, scheint sicher zu sein. leider das Gros der Abonnenten selber daran schuld ist. Die auf die Dauer.( Heiterkeit und lebhafte Zustimmung). Desterreich find der iſt! das ist eine offizielle Lüge, zu der Herr von Koerber gezwungen befchr. Haftpfl.) veröffentlicht seinen Bericht über das zwanzigste Ge- Abonnement noch mehr an ihnen verdienen könnte. Sie sind aber Der Konsumvercin Leipzig- Plagwis( Eingetr. Genossenschaft mit Abonnenten sind der Direktion verhaßt, weil sie meint, daß sie ohne ift. Desterreich ist nicht! Es muß erst geschaffen, es muß erſt los- schäftsjahr 1903/04. Afs 1885 dieser Konsumverein sein erstes Ge- auch bei den Angestellten unbeliebt, weil erfahrungsgemäß die gelöst werden von Ungarn, an das es gekettet ist, nur damit die schäftsjahr beendete, zählte er nur 95 Mitglieder und der Umsatz be- meisten Beschwerden von Abonnenten einlaufen. sich diese schmähliche Abhängigkeit gefallen lassen. Aber es fehlt das rug 16 573 M. Jetzt hat der Verein 36 654 Mitglieder und sein Wir wissen sehr wohl, daß es auch unter den Straßenbahnern, wie überUnifaz erreichte im legten Geschäftsjahr 12 085 345. Ein enormer all, manche für ihren Beruf recht wenig geeignete Persönlichkeit gibt. gemeinsame Bewußtsein in Desterreich und von diesem Mangel lebt Aufschwung. An Neingewinn hat der Verein in seinem zwanzigsten Die Abwehr etwaiger Uebergriffe solcher Elemente ist jedermanns die Dynastie und die Bureaukratie. Aber nun geht es nicht mehr. Geschäftsjahr 1 238 030 M. erzielt, wovon 1 158 272 M. an die Mit- Necht. Aber oft wird aus den allernichtigsten Anlässen eine BeSämtliche Nationen Desterreichs sind gewachsen, erwachsen, zum glieder als Vergütung ausgezahlt werden sollen. kulturellen Bewußtsein erwacht. So bleibt für die Dynastie mur schwerde eingereicht, und zwar gerade von Abonnenten. übrig, zu verfaulen oder die Verfassung wegzuschaffen und ein neues Die Aktiengesellschaft für Elektrizitäts- Anlagen in Köln, deren Nach der nunmehr erfolgten Verfeuerung des Abonnements Gebilde an ihre Stelle zu setzen. Sobald aber dies geschieht, ist es Aktienkapital fich fast gänzlich im Besitz der Elektrischen Licht- und dürfte sich in den Kreisen der Abonnenten die Erkenntnis Bahn auch mit unserem Knechtsverhältnis zu Ungarn zu Ende. Unser An- Kraftanlagen- Aktiengesellschaft in Berlin befindet, sieht sich zu einer gebrochen haben, daß gegen die Leitung der Straßenbahngriff richtet sich nicht gegen das Proletariat Ungarns, das, selbst neuen Sanierung gezivungen, nachdem erst vor zwei Jahren durch unterjocht, feinen Anteil an den Früchten der Ausbeutung Defter eine solche ihr Aftienfapital von 16 auf 10 Millionen Mark reduziert ersättlichen Kapitalisten ein Kampf bis aufs Messer geführt Gesellschaft samt den hinter ihr stehenden unreichs durch Ungarn hat. Desterreich ist am Scheidewege zwischen worden ist. Bei der Petersburger Gesellschaft für elektrische An- ersättlichen Kapitalisten ein Kampf bis aufs Messer geführt Schweiz und Türkei, zwischen der langsamen Verwvejung oder lagen, bei der die Kölner Gesellschaft hervorragend beteiligt ist, werden muß. Aber vielleicht werden nun die abonnierten oder nicht der Entwicklung zu einem Staate vom Geiste der schweizer Republik. bleibt nämlich der Betriebswert so weit hinter dem aufgewendeten mehr abonnierten Fahrgäste auch zu der Einsicht kommen, daß es Wo aber sind die Männer, die es machen sollen? Der Mann, der Kapital zurück, daß die zum Ausgleich bestimmte Spezialreserbe nicht nötig ist, der Direktion noch die Handhaben zu liefern, daß heute an der Spitze der Regierung steht und der sich als gebildet, bei weitem nicht zur Dedung ausreicht. Es müssen deshalb be- fie das Personal wegen jeder Lappalie drangfalieren kann. aufgeklärt, modern aufspielt, scheint dieser Mann nicht zu sein. Er deutende Abschreibungen auf die Beteiligung vorgenommen werden, bescheidet sich mit der Rolle, als letter Bureaukrat der Herrschaft und zwar so bedeutende, daß nach Aufbrauch des ganzen Spezial- Die Verwandten des Fräulein Milewski suchen jetzt das öffent der Bureaukratie einen anständigen Abgang zu verschaffen. An- Reserbefonds, der gefeßlichen Reserve und des Gewinns aus dem fiche Gewissen für die so schwer bedrängte Dame zu interessieren. ständig sage ich, denn ich leugne nicht, daß wir mehr Preß- und abgelaufenen Geschäftsjahre noch eine beträchtliche Unterbilanz Sie senden uns mit der Bitte um Veröffentlichung die folgende Versammlungsfreiheit als früher haben, daß gewisse veraltete Uebel- bleibt. Die Verwaltung der Kölner Gesellschaft schlägt darum vor, Buschrift zu: stände beseitigt sind. Mit den kleinen Verbesserungen mag sich Herr das Grundkapital durch Zusammenlegung von je 5 zu 2 Stammb. Koerber rühmten, wir sagen ihm trotzdem: er ist ein Mann der aktien um 3 Millionen Mart auf 7 Millionen Mark zu reduzieren. österreichischen Halbheit, der Mann der verbrecherischen Schwäche. Der dadurch entstehende Buchgewinn von 3 Millionen Mart soll zu ( Lebhafte Zustimmung.) Abschreibungen und Rückstellungen verwendet werden. Diefer Fall zeigt aufs neue, wie flott und planlos in den vergangenen Brofperitätsperioden auf dem Gebiete elektrischer Anlagen darauf los gegründet worden ist. Verband dentscher Brückenbauanstalten. Bekanntlich haben sich, um in der heutigen Zeit der Kartellierungsmanie nichi zurückzubleiben, auch die deutschen Brückenbauanstalten jüngst zu einem Syndikat zusammengeschlossen. Zu dieser Gründung erfährt der „ Breslauer General- Anzeiger", daß die Bestimmungen des Verbandes noch im Laufe dieses Jahres in Kraft treten sollen. Es wird eine gemeinsame Anmeldestelle errichtet werden, welcher die der Vereinigung angehörenden Werke alle bei ihnen von Privaten und Behörden aus dem Inland oder Ausland einlaufenden Anfragen anzu zeigen haben. Lieferungen für eigene Werke sollen nicht anmeldepflichtig sein. Es sollen bereits 45 Brüdenbauanstalten bezw. Eisenfonstruktionswerke ihren Beitritt zu dem angestrebten Verbande angezeigt haben. In dem Prozesse Milewski hat es befremdet, daß die Angeklagte über die Herkunft der strittigen 80 000 Mark eine Auskunft nicht abgegeben hat. Wir, die unterzeichneten nächsten Verwandten des Fräulein Milewski, sind in der Lage zu erklären, daß diese Auskunft wie bisher stets, so auch jetzt aus Prinzip nicht abgegeben ist. Der Herzog Ernst Günther hat von jeher alle Hebel in Bewegung gejezt zu ergründen, woher das Vermögen stammt. Die Mittel, mit denen der Herzog Günther zur Befriedigung seines Wissensdurftes gearbeitet hat, find es gerade, die Fräulein Milewski aufs neue bestimmen, prinzipiell eine derartige Auskunft zu verweigern. Sie ist zu jeder Zeit in der Lage, den ehrlichen Erwerb des Geldes nachzuweisen und sie steht überdies auf dem Standpunkt, daß ihr der unehrliche Erwerb nachgewiesen werden müsse. Durch die erklärliche Aufregung der letzten Tage hatte sich der Zustand unsrer Verwandten, der nach einer erst vor wenigen Wochen erfolgten überaus schwierigen Nierenoperation das Leiden ist ebenfalls auf die gewaltsame Gefangennahme in Kairo zurückzuführen ein nur sehr mäßiger war, derartig verschlimmert, daß fie außer stande gewesen ist, der Verhandlung zu folgen. 2. daß die Prinzessin Amalie den Verwandten der Angefchuldigten gegenüber weinend erzählt hat, daß sämtliche Vers wandte und auch der Herzog Ernst Günther, den sie erzogen habe, fie im Stich gelassen hätten und nur Fräulein Milewsti allein sich ihrer annähme. Was hier ausgesprochen wird, ist die Empfindung nicht nur der deutschen, sondern auch der slavischen und italienischen Sozialdemokratie. Wir alle sind der Meinung, daß die kleinen Reformen Koerbers nur Selbsttäuschungen sind und daß die nationale Autonomie der Nationen und die Demokratie die entscheidenden Vorbedingungen sind, um die Verweſung Desterreich zu verhindern. ( Lebhafter Beifall.) Auch für uns ist Desterreich eine Lebensfrage. Wir brauchen einen Staat als Rahmen für die Entwickelung, als Boden für das Aufsteigen des Proletariats. Aber wenn wirklich die, die den öfterreichischen Staat bisher an den Rand des Verderbens geführt haben, in ihrer Verblendung verharren, wenn Desterreich als Miſthaufen Europa behelligen sollte, bis jemand kommt, der ihn wegräumt, auch dann wollen wir unsere Pflicht tun unter den traurigsten, bittersten Verhältnissen, die je einem Proletariat auferlegt waren, um das Proletariat lebendig zu erhalten, so lange bis die Zeit kommt, wo es Wir Verwandten haben uns nummehr zusammengethan, eine feine wirklichen Lebensbedingungen findet.( Langanhaltender Beifall.) Hamburg- Amerika Linie. In der„ Neuen Hamburger Börsen völlige starstellung der Angelegenheit in die Wege zu leiten, rüdfsichtsIn der Diskussion weist Reichsrats- Abgeordneter Bernerstorfer halle" wird von der Direktion der Hamburg- Amerika- Linie die los dieselbe der Deffentlichkeit preiszugeben und die Schuldigen darauf hin, daß die jetzigen Zustände das Produkt einer vielhundert- Meldung des Berliner Tageblatts" dementiert, daß 11 Dampfer our Rechenschaft zu ziehen. Wir bitten deshalb die verehrliche Redaktion ergebenst, gemäß jährigen Entwickelung seien, deren Grundzug war: der Staat wird für Ostasien seebereit gemacht werden. Dieses Dementi ist aber nur nur für die Dynastie regiert. Seit 300 Jahren wird Desterreich formell zutreffend, da die Schiffe zunächst wohl nur zur Stohlenüber-§ 11 des Preßgesezes die Mitteilung über die Gerichtsverhandlung Stohlenüber- bahin zu berichtigen, indem wir uns weniger auf§ 11 des Breßvom Katholizismus innerlich ausgehöhlt. Die römische Organisation Es ist aber, wie dem„ Berliner Tageblatt" aus Hamburg tele- gesetzes berufen als an Ihr Gerechtigkeits- und Billigkeitsgefühl nahme nach Cardiff, also nicht direkt nach Ostasien befördert werden. tämpft jetzt mit allen Mitteln Gegner, den sie hat, ist das organisierte Proletariat.( Lebhafte Bugraphiert wird, dort ein öffentliches Geheimnis, daß diese und andere appellieren, daß in der Hauptverhandlung ausgesagt worden ist: 1. daß die Prinzessin Amalie sich seinerzeit in einer derartig stimmung.) Dampfer bereits seit Monaten an Nußlands Vermittler verchartert schlechten Vermögenslage befand, daß sie außerstande war, die Straffer- Reichenberg ist mit der Politik des Genossen Austerlitz worden sind und zu deren Verfügung jetzt in Hamburg liegen. Reinigung ihrer Wäsche zu bezahlen, ja nicht einmal eine Mart in der Wiener Arbeiterzeitung" nicht einverstanden, der täglich Der Geschäftsgang in der Spielwaren- Industrie ist, wie die besaß, den Kaiser um Hilfe aus dieser Verlegenheit telegraphisch Herrn v. Koerber wie einem franken Roß zuredet, er solle das all- ,, Arbeitsmarkt- Korrespondenz" schreibt, zurzeit äußerst lebhaft. anzurufen. gemeine Wahlrecht geben. Aber hat die Regierung ein Interesse Nicht nur im Sonneberger Bezirk, sondern auch in der Proving daran? Ein Parlament, das auf Grund allgemeiner Wahlen zu Brandenburg, in der Rheinproving und in Schlesien sind die Bestande käme, wäre ebenso aktionsunfähig, wie das jetzige. Die böjen triebe, die Spielwaren herstellen, für den Weihnachtsbedarf mit Buben Wolf und Klofack würden auch dort einziehen. Der ewige umfangreichen Aufträgen versehen. Berlin fertigt namentlich BlechHinweis, daß die Regierung das Wahlrecht geben müsse, schwäche spielwaren, Belztiere, Baukasten, Geräte für Puppenstuben, Kinderdie Kampflust der Genossen. fochherde, Beschäftigungs-, Gesellschafts- und Fröbelspiele usw. Bartel- Faltenau befürchtet, daß diese Ausführungen Straffers Bei der Beteiligung der Ausfuhr spielen die Export- Aufträge, die den Geguern der politischen Aktion Wasser auf die Mühlen liefern von Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika werde. Wenn es mit einem Parlament auf Grund allgemeiner diesmal recht zahlreich eingegangen sind, eine große Rolle. Im gleicher Wahlen auch nichts sei, dann würde sich bei den Arbeitern laufenden Jahre hat sich die Ausfuhr schon recht günstig entwickelt. Mißtrauen gegen die politische Tätigkeit überhaupt einstellen. Es wurden nämlich während der ersten 8 Monate 203 361 Doppel- Die Dame ist bekanntlich trotz ihres schwer franken Zustandes Dr. Ellenbogen: Gewiß werden auch in einem aus gleichen sentner an Spielzeug aller Art ausgeführt gegen 190 205 im Vor- und trotz der Tatsache, daß sie ihrem herzoglichen Gegner gegenüber Wahlen hervorgegangenen Barlament manche Unzuträglichkeiten be- jahre und 187 722 im Jahre 1902. Der Absaz nach europäischen seit der langen Dauer der Affäre standhaft in Deutschland ihr Recht stehen, aber das allgemeine Wahlrecht liefert doch erst die Basis, sie Ländern ist mit Ausnahme von Großbritannien meist etwas verfochten hat, auf Beschluß des Gerichts in Untersuchungshaft In seinem Schlußwort nennt Adler die Worte Straffers reich, Dänemark, nach den Niederlanden und nach der Schweiz. Bon genommen worden. Man darf wohl annehmen, daß die Bevölkerung eine umfluge Rede eines flugen Mannes.( Heiterfeit.) Bartel habe außereuropäischen Ländern haben erhebliche Abnahmen Südafrika, auf diese neueste Angelegenheit der deutschen Justiz mit gebührender Schärfe Obacht gibt. Straffer allerdings ganz mißverstanden, aber dies Mißverständnis Japan und Kanada, letzteres infolge des Bollkrieges, zu verzeichnen. Die neue Polizeiverordnung über das Meldewesen vom 6. v. M. fei durch die Ausführungen Straffers geradezu provoziert worden. Beträchtlich gestiegen dagegen ist der Export nach den Vereinigten Straffer meint: wir werden das allgemeine Wahlrecht nicht vom Staaten von Amerika, nach Argentinien, Britisch- Indien, Merifo hat noch eine nachträgliche Berichtigung erfahren. Die„ Beguten Willen der Herrschenden erhalten, sondern gegen die Herrschenden und Kuba. Auch für die Monate September und Oftober lassen die merkungen" zu dem Muster b( Abmeldung für Umzüge innerhalb Burchsetzen. Das halte ich für falsch. Es wäre nur dann richtig, Aufträge auf eine weitere günstige Entwicklung der Exporttätigkeit des Gemeindebezirkes) verlangten, daß bei Wohnungsveränderungen, die von Familien vorgenommen werden, die Namen der wenn den Herrschenden noch irgend ein anderer Ausweg bliebe.( Sehr schließen. richtig!) Und zweitens ist für uns das allgemeine Wahlrecht nötig, Die Kartoffel- Ernte Europas. Nach einer im Landwirtschafts- hefrau und sodann der Kinder" mit aufgenommen selbst wenn es Desterreich nicht helfen sollte. Das allgemeine Wahl- amt der Vereinigten Staaten zusammengestellten Statistik beträgt werden sollten. Nach der soeben veröffentlichten Berichtigung sollen recht würde den Furor der nationalen Interessen mildern und das die Kartoffel- Ernte Guropas durchschnittlich 120 Millionen Tonnen nun die Namen der Ehefrau und der Kinder in diesen AbKlassenintereffe zum parlamentarischen Ausdruck kommen lassen.( zu 1016 Kilogramm) jährlich. Die größte Anbaufläche hat Ruß- meldungen nicht mit aufgeführt werden, sondern nur der des ( Lebhafte Zustimmung.) land mit rund 4 Mill. Heftar, Deutschland folgt mit 3,2 Mill., Familienhauptes( Ehemann, Witwe) mit dem Zusage nebst Wir hängen nicht an Desterreich, wohl aber an den Völkern, die Frankreich mit 1,6 Mill. Der Ertrag jedoch ist mit etwas unter& amilie". Die weitere Vorschrift, daß für Anverwandte, Dienstes bewohnen. Wir haben auch viel zu viel Verantwortlichkeits- 50 Mill. Tonnen in Deutschland am höchsten; in Rußland werden personen 2c. befondere Meldungen zu machen, sind, bleibt ungefühl, als daß wir uns mit fatastrophalen Nebelbildern irgendwie etwa 30 Mill. und in Frankreich 12 Mill. Tonnen jährlich geerntet. verändert. abfinden lassen dürften. Wir sind auf absehbare Zeit an den staat- Das vereinigte Königreich kommt trop Jrland an sechster Stelle für lichen Rahmen Desterreichs gebunden. Deshalb müssen wir ver- die Anbaufläche, aber an fünfter für den Ertrag. fuchen, unseren Wölfern erst ein Vaterland zu erkämpfen.( Lebhafter Beifall.) zu überwinden. Lokales. Die Straßenbahn- Abonnenten 3. daß die Prinzessin sich brieflich an die Beschuldigte wandte mit der Bitte, nur noch einmal die Miete für eine Billa in Bau vorzuschießen, da sie sonst ermittiert werden würde. Aug. Milewski. Jda Glaive, geb. Milewski. Willy Glawe. " " " " Das Vorrecht der Hausbesiker. Die altpreußische Städte Ordnung von 1853 enthält ebenso wie manche andre die Be stimmung, daß die Hälfte der von jeder Abteilung zu wählenden Stadtverordneten aus Hausbesitzern bestehen muß. Schon Die Resolution des Referenten wird hierauf einstimmig der Kommentator der Städte- Ordnung, Dertel, hat an diese Vorangenommen. schrift die Bemerkung geknüpft: Das Bedürfnis, ja die Nüglichkeit Inter: Allgemeine Partei- Angelegenheiten" wird ein Antrag derartiger Bestimmungen ist mehrfach in Frage gestellt worden." debattelos angenommen, in dem der Parteitag die ungefehaben gegen die Berteuerung der Abonnements bisher Von uns Socialdemokraten ist sie als eine volksfeindliche, das lichen Verfolgungen der ungarischen Sozialdemokratie durch die Regierung auf das entschiedenste verurteilt nichts ausgerichtet. Die Preiserhöhung ist am Sonnabend in Kraft Allgemeinwohl empfindlich schädigende immer energisch bekämpft und das asiatische Willfürregiment Tiszas vor den Augen der getreten die Hoffnung, daß es bis zum 1. Oftober noch gelingen worden. Daß sogar die reaktionäre preußische Regierung von Zeit zivilisierten Welt brandmarkt. Zugleich spricht er der ungarländischen werde, einen Aufschub oder gar eine Zurücknahme dieser Maßregel 3 Beit einmal der Gefahren erinnert, die die Bevorzugung des rück ständigsten Bevölkerungselementes mit sich bringt, lehrt die ganze Sozialdemokratie, die unter so schweren Verhältnissen unbeirrt ihren durchzusetzen, ist zu nichte geworden. Wie viele der Abonnenten auf Begründung des geplanten Wohnungsgesetzes auf das deutlichste. Kampf für das Recht der Arbeiterklasse und damit für die Umgestaltung eine Erneuerung ihres Abonnements verzichtet haben, wie viele von Jetzt endlich rührt es sich auch in den Kreisen der kommunalen Ungarns in einen Staat wirklicher Kultur fortfährt, seine wärmsten diesen fünftig die Benutzung der Straßenbahn möglichst vermeiden Beamten. In der Zeitschrift Die Selbstverwaltung" zieht der Sympathien aus. Die Wahl des Drtes für den nächsten Parteitag wird der die Verkehrsstatistik hierüber ergeben wird. werden, das muß abgewartet werden. Wir werden sehen, was später Bürgermeister von Alfeld, Dr. Hottenrott, ganz gehörig gegen das gehässige Vorrecht der Hausbefizer vom Leder- allerdings Parteileitung überlassen. Vorgeschlagen find Neichenberg und Die Abonnenten, soweit sie sich in dem neugegründeten Verkehrs- mur, soweit größere Gemeinwesen in Frage kommen.„ Vernunft Ein Antrag, dafür zu sorgen, daß endlich die Alters- und berein zusammengeschlossen haben, erwarten nun das Heil nur noch wird Unsinn, Wohlthat Plage", meint Dr. Hottentott und nennt Invalidenversicherung auf die Tagesordnung des Abgeordnetenhauses von dem Verkehrsminister, an den fie fich mit einer Ein- jene Bestimmung unfres Gemeinderechts schlechthin eine Gefahr für das weitere Gedeihen unsrer Gemeinden. Die gestellt werde, wird der Fraktion, ein Antrag, ein Kommunal- gabe gewandt haben. Für Freitag hatten sie noch einmal eine Gründe für sein Auftreten entnimmt er der statistisch nachgewiesenen programm auszuarbeiten, dem Vorstande überwiesen. öffentliche Protestversammlung zusammenberufen, die aber nur Thatsache, daß der Hausbesiz heute ein Gewerbe wie jedes_andre Damit sind die Arbeiten des Parteitages erledigt. Adler mäßig besucht war. Es wurde eine Resolution angenommen, die geworden ist. Der Durchschnittssatz im Besiz gewechselter Grunddankt den Salzburgern, Pernerstorfer erinnert daran, daß im den Verkehrsminister bittet, auf Grund seines Aufsichts- und stücke beträgt in Großstädten pro Jahr mehr als 11 Broz. Wer nächsten Jahre der hundertjährige Todestag Schillers fei, des Genehmigungsrechtes im Interesse des öffentlichen Wohles die nicht ganz und gar verblendet ist oder als dreister Realpolitiker" Dichters, der in den Herzen des Proletariats am lebendigsten lebe. Abonnementsverteuerung zu verhindern. Zugleich werden Magistrat in der Gemeinde sein Schäfchen zu scheren sucht, muß Hottenrott Mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie, in das die Delegierten begeistert einstimmen, schließt Tomschik die Ver- und Stadtverordneten- Versammlung gebeten, den Abwehrverfuch auftimmen und dem von ihm citierten Drhander, der da fagte: " Heute enthält jene Vorschrift zum Schaden der großstädtischen Bes Handlungen. Die Delegierten erheben sich und singen das Lied der kräftig zu unterstützen. völkerung die unterwerfung der städtischen Organe unter die Vers treter eines Standes, die Sonderintereffen eines Gewerbes." Brünn. Arbeit. Im Verkehrsverein war man bei den Bemühungen, da und dort einen Bundesgenossen zu werben, auf die Idee verfallen, daß vielleicht die Straßenbahn- Angestellten für die Sache Hus Induftrie und Handel. interessiert und am Ende gar zu einer Arbeitseinstellung betoogen werden könnten. Bernünftigerweise hat man diesen ebenso Schon seit langem fursiert an der hiesigen Börse das Gerücht, daß die einfältigen wie leichtfertigen Vorschlag verworfen. In der FreitagsVerstaatlichung der obengenannten größten und rentabelsten der Bersammlung griff auch ein Führer der Straßenbahner- Organisation, deutschen Privatbahnen geplant sei. An der heutigen Börse twollte Genoffe Rathmann, in die Diskussion ein und kam dabei mit einigen man wiffen, daß die Verstaatlichung, nachdem die Vorbereitungen jetzt Worten auf jenen Vorschlag zu sprechen. Es versteht sich von selbst, geordnet seien, schon in allernächster Zeit bevorstehe. Es wurden daß er ihn aufs allerentschiedenste zurüdwies. Verstaatlichung der Lübeck- Büchener Eisenbahn- Gesellschaft. " Eine Protestbewegung gegen die von der Regierung betriebene Waldverwüstung in der Umgegend Berlins hat in der hiesigen Bürgerschaft eingefeßt. Eine Protestresolution, die unter anderem von der Volkszeitung" herausgegeben wird, schildert das syfte= matische Vorgehen des Fistus und flingt in folgende Worte aus: " Gegen dies echt fiskalische Vorgehen, das unter einem sozialen Mäntelchen 3 Millionen deutscher Bürger aufs schwerste schädigt, erheben wir Einspruch. Wir bestehen darauf, daß der Grunewald uns erhalten bleibe, nicht als" Volkspark", sondern als Wald. Wir. Aus den Nachbarorten. Das Märchen von der Selbstverwaltung der Gemeinden hat die wollen, daß er nicht ein Spekulationsobjekt des Fiskus bilde, sondern Durch die neuerdings aufgelegte Feuerivehrsteuer für die nu die einzige, die lehte Erholungsstätte der näheren Umgebung Berlins. mehr verdoppelte Anzahl von Sicherheitsmannschaften erivachsen der Die parlamentarischen Vertreter der Wahlkreise Berlin und Teltow- Schiller- Theater- Gesellschaft 9000-10 000 m. jährliche Kosten für Charlottenburg, die Kommunalbehörden Berlins, Charlottenburgs jede ihrer Bühnen, insgesamt also 18 000 20 000 2. Ueberdies Regierung abermals in seiner vollen Lächerlichkeit gekennzeichnet. und der anderen beteiligten Vororte fordern wir auf, mit allen ist vor Beginn der jebigen Spielzeit- ebenfalls auf Verlangen der Sie hatte im Frühling d. J. an die Gemeindevertretung von Mitteln diese gegen Berlin und seine Vororte gerichteten Pläne des Feuerwehr eine Anzahl von Plätzen im Schiller- Theater O. tassiert Johannisthal das Ersuchen gerichtet, den Schulvorstand um zwei Fiskus zu bekämpfen." worden, was einen weiteren Verlust von 7000-10 000 M. jährlich darstellt. Die Erhöhung der Ausgaben um 20 000 m. und die Mitglieder aus der Gemeindevertretung zu verstärken, damit die Die illustrierte Romanbibliothek In Freien Stunden" ist jetzt Herabsehung der Einnahmen um die erwähnten 7000-10 000. Wünsche des Ortes mehr zur Geltung kommen könnten. Diesem bis zum 40. Heft erschienen, das heute zur Ausgabe gelangt. Es find also offenbar von einer entscheidenden Bedeutung für die ganze Verlangen kam die Vertretung dann auch nach, indem sie zwei ihrer bringt die Fortsetzung des Spindlerschen Romans„ Der Jesuit" wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Ob die jebige Forderung Angehörigen, darunter unfern Parteigenossen Radumke, dem und den Schluß der Erzählung„ Ein Rekrut" von Erdmann- Chatrian, einer Zahlung für die Sicherheitswachen sich auf eine völlig, zweifel- Schulvorstand zuzugesellen beschloß. Der Wahl unseres Parteinun die Regierung nach der von ihr seit mann,„ Dies und Jenes"," Witz und Scherz". Die Postabonnenten Forderung berechtigt ist, wird jedenfalls in nächster Folge durch Be- etlichen Jahren beliebten Gepflogenheit die Bestätigung sowie im Feuilleton„ Die gesalbten Japaner" von Stefan Groß- loſe rechtliche Grundlage stüken kann, und ob auch die Höhe der genossen hat schreitung des Rechtsweges festzustellen sein. Solange aber die bittet der Verlag um Erneuerung des Abonnements. Wit dem 41. Heft obigen Zahlungen für die Feuerwachen von der Verwaltung der bersagt. Gründe für die Maßregelung des Gemeindevertreters find beginnt der Abdruck des Romans„ Eine Scheinche und ihre Folgen beiden Schiller- Theater geleistet werden müssen, wird die Verwaltung nicht angegeben worden, doch ist es ja ſelbſtverständlich, daß seine Heft zum Preise von 10 Pf., das in allen Parteibuchhandlungen auf eine Erhöhung ihrer Einnahmen Bedacht zu nehmen. von J. N. Potapenko. Wöchentlich erscheint ein 24 Seiten startesim Interesse der Solidität ihrer Unternehmungen gezwungen sein, sozialdemokratische Gesinnung herhalten mußte. Die Sozialdemo Der fratie am Orte wird durch den neuesten Angriff auf die„ Selbstund in der Buchhandlung Vorwärts, Lindenstr. 69, zu haben ist. In Aufsichtsrat hat deshalb beschlossen, bis auf weitere von allen Be- verwaltung" insoweit schmerzlich berührt, als sie schon heute die Berlin werden die Hefte auch von den Parteiſpeditionen und von fuchern der beiden Theater( mit Ausnahme der Galeriebesucher) überwiegende Mehrheit der Einwohnerschaft zu ihren Anhängern allen übrigen Zeitungsspeditionen geliefert. Der jetzt veröffentlichte für jede Eintrittskarte einen Mehrbetrag von 10 Pf. als Aufschlag zählt und daher das ausgezeichnete Agitationsmaterial, das die NeHauptroman begann mit dem 27. Heft und kann vom Beginn an für die Sicherheitswachen" zu erheben. nachgeliefert worden, Abonnenten können also noch jeßt eintreten. " Wider die Pfaffenherrschaft", Kulturbilder aus den Religionskämpfen des 16. und 17. Jahrhunderts, reich illustriert mit Bildern und Dokumenten aus der Zeit. Bon Emil Rosenow. Heft 25 ist das Schlußheft des ersten Bandes. Das Heft enthält als Beilage für den ersten Band eine vorzügliche in Vierfarbendruck hergestellte Illustration:„ Der Papst als Herr der Welt". Das Bild ist nach einem kolorierten Holzschnitt von Hans Sebold Beham reproduziert und wird dem Bande zum besonderen Schmuck dienen. Für diejenigen Abonnenten, die sich den ersten Band schon jest einbinden lassen wollen, hat der Verlag künstlerisch ausgeführte Einbanddecken herstellen lassen und zwar eine Halbfranzdecke für 2 M. und eine Leinwanddecke nach einem Entwurf von Hans Anfer zu 1 M., die den Lesern des Werkes empfohlen werden. Das Werk erscheint in wöchentlichen Lieferungen a 20 Pf. und lann von allen Parteibuchhandlungen und Kolporteuren, in Berlin auch von den Parteispeditionen bezogen werden." Abonnenten können jederzeit eintreten und die bereits erschienenen Hefte nachbeziehen. " Die Leitung des Schiller- Theaters ist entschlossen, den Aufschlag sofort fallen zu lassen, sobald entweder der Ausgang des Rechtsstreites ein für die Theater günstiger sein sollte, oder sobald die Behörden die vorliegende Mehrbelastung der Theater zurückziehen sollten. gierung ihr in die Hand gegeben, nur für einen relativ fleinen Streis am Drte werbend verwerten kann. Es bleibt da nur der Trost, daß die neueste Erschütterung des Gerechtigkeitsgefühls der Bevölkerung auch an anderen Orten, die noch nicht so weit vorgeschritten find wie Johannisthal, werbend für die Sache der Sozialdemokratie wirkt. Um nichts in den Tod. Das 22 Jahre alte Dienstmädchen Aus Svandan schreibt man: Der Verkauf von 2000 Morgen Martha Richter hatte acht Tage lang keine Stellung und wohnte des Stadtwaldes ist nicht zustande gekommen. Durch Beschluß der für die Zeit bei einer verheirateten Schwester in der Ramlerstr. 14. städtischen Behörden vom 5. März d. J. war dem Maurermeister Durch eine Vermittlerin Vieweg bekam sie dann einen Dienst bei dem kleinfeldt das Forstgelände zu einem Preise von 4000 M. für den mit kochen und 75 Taler Lohn erhalten. Am nächsten Morgen erschien bis zum 1. Oftober bewerkstelligt und die Hälfte des Kaufpreises bei Oberlehrer Dr. Pierson in der Hauptstr. 151 zu Schöneberg. Sie sollte Morgen angestellt worden unter den Bedingungen, daß der Verkauf sie bei der Frau Oberlehrer, erzählte, daß sie bei einem Kaufmann der Auflassung gezahlt werde, während die andere Hälfte auf zehn in der Ansbacherstraße eine bessere Stelle gefunden habe, weil sie Jahre bei 3½ Proz. Verzinsung als erste Hypothek eingetragen werden gab den sollte. Dem Unternehmer ist es mun nicht gelungen, einen Stäufer für dort 80 Taler bekomme, ohne kochen zu brauchen, Mietstaler wieder und verlangte ihr Buch zurück. Die Hausfrau den Wald zu finden oder selbst das erforderliche Stavital herbeizu-= beschied sie zum Nachmittag wieder zu sich, weil sie erst mit ihrem schaffen. Er hat deshalb beim Magistrat die Verlängerung des Manne, der das Buch eingeschlossen habe, sprechen müsse. Als sie Vertrages um ein halbes Jahr beantragt. Es ist aber sehr fraglich, wiederfam, hatte Dr. Pierson das Buch bereits an die Vermittlerin ob die städtischen Behörden hierauf eingehen werden. Die von dem zurückgeschickt, von der er es bekommen hatte. Das Mädchen aber Unternehmer gestellte Kaution von 5000 m. ist verfallen. Es wäre verlangte es durchaus von ihm, wollte trotz wiederholter Auf- sehr erfreulich, wenn der herrliche Wald den Spandauern und Berforderung die Wohnung nicht verlassen und machte einen solchen linern erhalten bliebe. Außerdem steigt auch der Wert von Grund Lärm. daß er einen Schußmann holen mußte. Mit der Entfernung und Boden fortgesetzt. Die Stadt Spandau befindet sich allerdings des Mädchens hielt Dr. Pierson die Angelegenheit für erledigt, in einer schlechten Finanzlage, aber wenn sie sich aus dieser augendieses aber ging nach Hause, flagte ihrer Schwester, daß sie nun blicklich auch durch den Waldverkauf befreien könnte, so würde sie wohl wegen Hausfriedensbruches bestraft werde, und vergiftete sich doch schließlich dadurch ihre eigenen Interessen schädigen. mit Lyfol, sobald sie allein in der Wohnung war. Als die Schwester von einem Ausgang zurückkehrte, lag sie tot auf dem Fußboden. Dr. Pierson hatte vom Hausfriedensbruch wohl gesprochen, an eine Anzeige aber gar nicht gedacht. Ober- Schöneweide. Dienstagnachmittag 5 Uhr findet in der mittag 5 Uhr findet Schul- Aula in der Frischenstraße eine öffentliche GemeinderatsSigung statt. am Fernsprechbetrieb beim Gewitter. Die Versuche eines ununterbrochenen Telephonbetriebs auch bei Gewitter sind nunmehr abgeschlossen und haben ein günstiges Resultat ergeben. Die Versuche, den Fernsprechdienst zunächst auf die mit Unterleitungsbetrieb versehenen Aemter I und III zu beschränken, erwiesen sich als untunlich, und so wurde für Berlin auf sämtlichen Fernsprechämtern ein ununterbrochener Dienst angeordnet. Früher bestand die Vorschrift, daß auf denjenigen Vermittlungsämtern, welche noch Oberleitungskabel haben, die Verbindungen einzustellen seien, sofern das Gewitter unmittelbar innerhalb der Bezirke der betreffenden Vermittlungsstellen sich entlade. Hierbei mag wohl in einzelnen Fällen Die Nigdorfer Stadtverordneten- Versammlung erledigte in ihrer nicht genug Vorsicht geübt worden sein, denn es sind mehrfach durch Der Schwindler, der vor einigen Tagen einen jungenarbeitslofen Sißung am Donnerstag eine umfa.greiche Tagesordnung. Nachdem elektrische Entladungen Telephonbeamtinnen verletzt worden. Der Mann in der Jägerstraße betrogen hat, ist jetzt in Tempelhof feft- die Wahlen von Beisigern und Beisiger- Stellvertretern für die an artige Unfälle sind jedoch bei den wenigen Gewittern im letzten genommen worden. Bei feiner polizeilichen Vernehmung wurde der Dienstag, den 11. Oktober, stattfindenden Erfahwahlen für die Sommer nicht mehr eingetreten, nachdem die Dienstunterbrechung Verhaftete als der 23jährige Gärtnereigehilfe Otto Berndt aus aus der Versammlung ausgeschiedenen Stadträte Mier( erste bei Annäherung von Gewittern schärfer durchgeführt worden ist. Nach Meieris refognosziert, der vor mehreren Jahren bei Benjamin Nie- Abteilung) und Wilschke( zweite Abteilung) vollzogen waren, stimmite den in diesem Sommer gemachten Erfahrungen wird die neue Ein- met in Rigdorf in Stellung gewesen, aber wegen Schwindeleien und die Versammlung der Herstellung der Straße 84b in Roscherschem richtung auch im nächsten Jahre beibehalten werden. Wesentlich mehrfachen Unterschlagungen entlassen worden war. Berndt wirde Diabaszement- Macadampflaster zu. Gleiche Erledigung fand die erleichtert wird sie dadurch, daß bis dahin die Systemumwandlung nach dem Polizeipräsidium gebracht und von dort aus nach ein Feststellung eines Regulierungsbeitrages für die Mainzerstraße. Die der Aemter IV, VI und VII beendet sein wird. Auf diesen sowie gehenden Vernehmungen in das Moabiter Untersuchungs- Gefängnis Borlagen betreffend die Einrichtung einer Rettungswache in der auf den bereits früher fertiggestellten Aemtern I und III wird der eingeliefert. städtischen Krantenanstalt in der Cannerstraße und die Bewilligung Verbindungsdienst ohne Rücksicht auf die Nähe von Gewittern aufrecht von Mitteln für Bureauzwede werden genehmigt, desgleichen die erhalten bleiben. Eine vollständige Beseitigung der Luftkabel wird Umgemeindung von zwei Grundstücksparzellen zwischen Nixdorf und leider nicht zu ermöglichen sein. Treptow und die Einführung einer Stadtfahne. Gegen die Magistratsvorlage betreffend die Eingemeindung des Gutsbezirkes Hasenheide, der im wesentlichen aus den südlich der Straße Hafenheide belegenen MilitärSchießständen besteht, wurden seitens des Stadtv. Abraham sowohl wie seitens des. Stadtv. Dr. Silberstein( Soz.) Bedenken bezüglich des Mangels an genügender Klarheit erhoben. Es erging der Antrag, zunächst einem Ausschuß die Vorlage zu übergeben. Dieser Antrag wurde angenommen. Dem Ausschuß gehören u. a. auch die Stadtvv. Conrad( Soz.), Gericke( Soz.) und Dr. Silberstein( Soz.) Bei der vom Magistrat gewünschten Verstärkung des EtatsBauunfälle. Am Durchbruch der Garten- und Bergstraße werden fonds betreffend die Unterhaltung der Bäume und Anlagen auf den auf dem Gelände der ehemaligen Hoppeschen Fabrik die Grund- Straßen und Plätzen bemängelten die Stadtvv. Conrad und Silbers Gegen den Plan des Berliner Magistrats, eine Fleichvernichtungsanstalt in Blankenfelde zu errichten, hat am Freitag eine Protestversammlung im Dorfe Schildow stattgefunden. Nach bewegter Besprechung wurde beschlossen, den Magistrat zu ersuchen, von seinem Projekte Abstand zu nehmen; ferner will jede Gemeinde beim Kreisausschuß Einspruch erheben. Mit der Umgestaltung der Nordseite des Alexanderplates wird am Montag begonnen werden. Das langgestredte Haus hinter der Berolina wird samt den angrenzenden Gebäden Am Königsgraben und in der Aleganderstraße abgebrochen werden. zu der gestrigen Mitteilung über eine angeblich böswillige Marmierung der Feuerwehr teilt uns der in der Prinzenstraße fest genommene Mechanifer Herr Max Huth, Blücherstr. 54, mit, daß die Beschuldigung gegen ihn nicht zutreffe. Er habe im Keller des Haufes Prinzenstraße 58 dentlich einen Brand bemerkt und darauf den Feuermelder pflichtgemäß in Tätigkeit gefeßt. Allerdings habe die Feuerwehr bei ihrem Erscheinen nichts mehr zu thun gehabt, da die Hausbewohner inzwischen den Brand gelöscht hätten. Einer unzutreffenden Beschuldigung habe er dann seine Festnahme zu verdanken gehabt. alt. mauern herausgebrochen. Bei dieser Arbeit brach gestern eine Grube stein die ungenügende Pflege der Bäume. Vernauer- welcher dieſer erklärte, daß er fortmußten. Die hier durchreifenden japanischen Nichtkombattanten aus itraße 113a darin stand. Der Mann wurde verschüttet und so schwer gesetzt der Erhaltung der Bäume und Anlagen volle Aufmerksamkeit Sibirien find, nach einer gestern aus Rybinsk eingetroffenen Depesche, verletzt, daß seine Arbeitsgenossen ihn in ein Strankenhaus bringen schenke, wurde der Vorlage zugestimmt. Es folgte nun die NeuDer Maurer Start Ohloff aus der Krausnicftr. 13 fiel wahl der Armendeputation. Von der sozialdemokratischen per Schiff in Rybinst angekommen und werden mit der Bahn weiter= befördert. Es sind 384 Männer, 299 Frauen und 24 Kinder. Der auf einem Neubau vom ersten Stock herab und zog sich einen Schädel- Fraktion gehören ihr an die Stadtvv. Mitschke, Pärschte und Wuyth; als Bürgerdeputierter wurde u. a. auch der Genosse Jäger in die japanische Konsul Nößler aus Bremen, der Kanzler der japanischen bruch zu. Er wurde nach der Charité gebracht. Deputation gewählt. Die nichtöffentliche Sigung beschäftigte sich Gesandtschaft, Kamimura, und Dr. Hori sind bereits am Freitag nach Eydtkuhnen abgereist, um die Ankommenden dort am 3. Oktober Ein heftiger Zusammenstoß eines Straßenbahnzuges mit einem wieder mit der Ersaywahl für amtsmide gewordene Waisenräte zu erwarten. Der Chefredakteur der Monatsschrift„ Ost- Asien", Kohlenwagen fand gestern, Sonnabendnachmittag gegen zwei Uhr, und Armenpfleger. Wo diese Wahlen so oft erfolgen müssen, ist es Kisat Tamai, wird heute abend nach Eydtkuhnen abreisen. Damit in der Kommandantenstraße nahe der Alexandrinenstraße statt. Ein völlig unverständlich, daß man immer noch nicht die schon wiederes sich die Ankommenden auf der Reise nach Bremen recht bequem aus Motorwagen und dem Anhängewagen 2571 bestehender Straßen- holt von der sozialdemokratischen Fraktion gemachten Vorschläge beArmen machen können, hat der japaniſche Gesandte Inouye zwei Extrazüge bahnzug der Linie 65 fuhr in fahrplanmäßiger Geschwindigkeit in rücksichtigt und feinen Arbeiter in die bestellt. Die Sammlung zur Unterstützung der Japaner hat ein der Richtung nach dem Spittelmarkt, als aus entgegengesetzter fommissionen wählt. Sicherlich würden Arbeiter weniger gutes Resultat gehabt. An Bargeld sind beinahe 7000 M. ein- Richtung ein Kohlenwagen der Firma Gustav Scheibel, Unter den schnell im Dienste der kommunalen Armenpflege erlahmen wie die gegangen, außerdem eine große Menge Wäsche, Kleidungsstücke usw. Linden 43, herannahte. Dicht an der Bordschwelle hielt ein Geschäfts- jezigen Kommissionsmitglieder. Da die Zahl der Durchreisenden, welche ihre gesamte Habe ver- wagen und der Führer des Kohlenfuhrwerks fuhr, int Rigdorf. Zu den sechs vollstümlichen Kunstabenden im RealYoren haben, sehr groß ist, so rechnet Kisat Tamai, Berlin, Klein- diesem auszuweichen, nach dem Straßenbahngeleise hin: Gymnasium liegt von heute an beim Gastwirt Hoppe, Berliner beerenstraße 9, auf weitere Spenden. Weitere 150 Japaner aus über. Der Bastwagen stieß gegen die die linke Seite des straße 14, eine Liste zum Eintragen von Abonnements auf diese Sibirien werden Mitte Oktober erwartet. Anhängewagens mit solcher Gewalt ant, daß die finfe Abende aus. Erster und zweiter Platz, numeriert und übertragbar, Wand vollständig eingedrückt wurde. Die auf der linken Seite des fostet für den ganzen Winter 3 M. beztv. 2,10 m. Die bestellten vanoriosanninStraßenbahnwagens jizenden Personen, Frau Schring und Tochter, Abonnementsfarten werden durch einen Boten ins Haus gebracht, In der angeblichen Wilddicherei- Affäre zu Blumenberg, die zum Franzstr. 5 wohnhaft, Fräulein Neumann aus der Petersburder auch den Betrag einzieht. Der erste Abend ist am 23. Oktober. Tode des Försters Strempel führte, haben die bisherigen Unter- ftraße 71 und Kaufmann Behlmann, Kommandantenstraße, ven suchungen ergeben, daß der Förster lediglich ein Opfer seines lleber- von den Trümmern der Wand im Kreuz und Rücken getroffen, Aus Lankwiß wird uns berichtet, daß die bei dem Kirchenbau eifers geworden ist. Die früheren Angaben, daß der verhaftete haben jedoch dem Anscheine nach feine ernsten Verlegungen erlitten. verunglückten Arbeiter soweit wieder hergestellt sind, daß sie nächstens Hausdiener Bumblat beim Zerlegen eines frisch geschossenen Die Nungen des Kohlenwagens hatten sich in dem Straßenbahn- aus dem Krankenhause entlassen werden fönnen. Uebrigens sei noch Rehes vom Förster überrascht worden sei, sind unzutreffend. Der wagen, von welchem auch die Bufferstange zerbrochen worden ist, bemerkt, daß nach Bekundungen der Arbeiter das Gerüst ordentlich Förster stellte vielmehr den Bumblat, als dieser auf seinem Zwei- festgeklammert und es dauerte beinahe zehn Minuten, bevor es aufgebaut sein soll. Um so unerklärlicher ist der Einsturz. rade auf, offener Straße fuhr. Es tam zu einem Handgemenge, gelang, die beiden Fuhrwerke zu trenen. wobei sich, wie bereits als sicher feststeht, das Gewehr des Försters entlud und zu dem tödlichen Schusse führte. Bumblat selbst ist bei Die meisten Vororte sind, wenn auch nur teilweise, an die städtische Kanalisation angeschlossen. Unter anderem hat auch der Magistrat, nachdem die Stadtverordneten- Versammlung sich damit einverstanden erklärt hatte, daß mit der Gemeinde Lichtenberg nach der Affäre nicht glimpflich weggekommen, denn sein Körper ist Die Freie Voltsbühne veranstaltet am kommenden Sonnabend dem Vorbilde des Vertrages mit Schöneberg bom 5. August 1886 mit bluuen leden übersäet, die er von den Stockhieben in der Brauerei Friedrichshain ihr Herbstfest, das als ein Vertrag über den Anschluß von Gebietsteilen jener Ortschaft an der Söhne des Försters davongetragen hat. Eine An- Mendelssohn- Beethoven- Abend gedacht ist. Das Konzert wird aus die Kanalisation von Berlin geschlossen werde, einen Vertrag mit flage wegen Mordes oder Totschlages dürfte deshalb gegen den geführt vom Tonfünstler- Streichorchester; auf dem Programm stehen Lichtenberg am 11. August 1894 verabredet. Nach diesem Vertrage Wilderer überhaupt nicht erhoben werden, höchstens ein Verfahren u. a. das Konzert in E- moll für Violine von Mendelssohn und die hat die Gemeinde Lichtenberg für jedes Meter der Grundstückswegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Trotzdem ist Bumblat Sinfonie Nr. 3 von demselben Komponisten. Festmarken sind in straßenfronten, die an die verlegten Zeitungen angeschlossen werden fönnen, a) eine einmonatliche Summe von 50 M. und b) einen gestern nach dem Kriminalgefängnis gebracht worden und zwar allen Zahlstellen für 60 Pf. zu haben. jährlichen Betrag von 6 M. zu zahlen. Beide Parteien haben sich hauptsächlich mit Rücksicht auf den traurigen Ausgang der Affäre. Bumblat hatte von vornherein angegeben, daß er das Gewehr des Dem Berliner Aquarium hat sich seine Tochteranstalt Rovigno überdies vorbehalten, eine Revision dieser Säße zu fordern und Von dieser Bestimmung macht Försters, wie auch seine eigene Jagdtasche hinter Marzalin in der am Adriatischen Meere auch diesmal wieder als eine nie versagende zwar nur von 10 zu 10 Jahren. Quelle an Seetieren erwiesen. Die letzten Sendungen brachten An- jetzt Berlin Gebrauch und beabsichtigt, diese Säße auf 70, bezw. Nähe der Wuhlbrücke in einen Strauch geworfen habe. As er nun gehörige aller Klassen der die füdeuropäischen Meere bewohnenden 8 M. zu erhöhen und mit Zustimmung der Stadtverordnetens gestern durch den Kriminalkommissar Braun dorthin geführt wurde, Wirbel- und wirbellose Tiere. Unter den Fischen sind es in erster Versammlung diese Erhöhung auch auf Borhagen, Nummelburg und fand man auch an dieser Stelle die gesuchten Gegenstände. Dem Linie die Familien der Quermäuler, wie man die durch unterstän- Stralau auszudehnen. festgenommenen Bumblat dürfte daher mur eine geringere Gefängnis- digen, querliegenden Mund, fast völlig fnorpeliges Skelett, deckellose, Rummelsburg- Borhagen. Am 25. September ist eine Liste vom Strafe treffen. Seine Denunziation bei der Polizei ist übrigens durch Schwimmblase und andere Absonderlichkeiten des Körperbaus, der und waren auf derselben 8,60 m. gezeichnet. Der event. Finder frei an den Halsseiten mündende Kiemenspalten, Fehlen der Parteitag verloren gegangen. Die Liste führt die Nummer 8912 eine frühere Geliebte von ihm erfolgt. Organisation und Lebeweise vor allen unseren Knochenfischen wird gebeten, dieselbe an Genoffen Otto Prüfer, Neue Prinz Albertauszeichnenden Haie und Rochen nennt, beteiligt, und zwar sind es straße 44, abzuliefern. mehrere Arten aus der Familie der eierlegenden Kazenhaie und den lebende Jungen zur Welt bringenden Torpedos, welche die einige der geräumigsten Seewasserbeden bevölkernde Sammlungen der Selachier Theater und Feuerwehr. Wir hatten seinerzeit mitgeteilt, daß die Theaterdirektoren gegen die durch die Verstärkung der Feuerwachen erfolgte Mehrausgabe Protest erhoben haben und die Absicht aussprachen, wegen dieser Extrabesteuerung den Rechtsweg zu beschreiten. Damit hat das Schiller- Theater den Anfang gemacht. Es veröffentlicht zu dieser Angelegenheit eine Erklärung, der win folgendes entnehmen: ergänzen. Eingegangene Druckschriften. Allostis. Die Tugend des Genuffes. Jena 1904. Hermann Costettoble. Adó- Söderka. Ein Träger, ein Sohn der Schöpfung. Leipzig 1904. Julius Werner. A.JANDORF& Co SPITTELMARKT 16/17 BELLE ALLIANCE- STR. 1/2 GROSSE FRANKFURTER STR. 113 Am Blücherplatz Ecke Leipziger Strasse Ecke Andreas- Strasse BRUNNEN- STR. 19/21 Ecke Veteranen- Strasse Von Montag den 3. Oktober bis Sonnabend den 8. Oktober soweit der Vorrat reicht. Teppiche Axminster- Teppiche Tapestry- Teppiche Restbestände einzelner Stores sowie Gardinen passend für 1 bis 2 Fenster zu bedeutend herabgesetzten Preisen 50 25 Stück 4 M. 75. 1175 Tüll- Gardinen weiss oder crême Perser- Teppiche Imitiert 2 seitig Stück 4M. 7. 1175 Tüll- Gardinen weiss oder crême, M. Tüll- Gardinen weiss oder crême, Stück 12. 23. 367/5 Stück 7 M. 14. 227/ 75 Stück 90 Pf. 135 M. 2.M. 6M. 75 Velour- Teppiche Perser- Vorleger Imitiert 2 seitig mit Franze ca. 50/100 Axminster- Vorleger Velour- Vorleger Decken Tischdecken mehrere Farben, elegant bekurbelt Tischdecken einfarbig mit hübscher Blumen- Borde Tischdecken Plüsch, reich bekurbelt Tischdecken Plüsch, mit schöner Blumen- Borde Divandecken Steppdecken in vielen Farben Steppdecken in vielen Farben„, Handarbelti Schlafdecken Zuggardinen- Einrichtung Stück Stück 1. 1. 235 15 M. 25 Stuck 2M. 4. 6 25 Stück 2M. 2. 37/ 75 95 M. 75 25 Stück 3. 4. 65. 25 M. 75 Stück 5. 9. 13/ Stück 8M. 11. 13 75 415 675 975 Gardinen Scheiben- Gardinen weiss oder crême Tüll- Stores weiss oder crême Tüll- Stores weiss oder crême Erbstüll- Stores Scheiben- Schleier weiss oder crême Meter 30, 45, 60Pt. 75 Fenster 2 Flügel 1M. 2M. 32/5. 45. 7. Fenster 2 Flügel 4 M. 6. 775 Meter 25, 38, 45pf. 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Portièren einfarbig mit hübscher Blumen- Borde Stück 85 Pt., 1M. 1M 1M 2M Stuck 2M. 2. 325 95 25 75 Stück 3M. 5. 6. 750 75 Stuck 8M. 10. 127 20 Stück 1M 2M 345 M. mit Schnur und Quaste komplet Möbelstoffe Fantasiestoffe für Sofabezüge ca. 190 cm breit Fantasiestoffe für Sofabezuge, einfarbig oder bunt Möbelcattune hübsche Muster Pomponfranze Möbelschnur Gardinenhalter weiss oder crême Gardinenhalter farbig Gobelins für Betthimmel Gardinenstangen nussbaum oder mahagoni imitiert Holz- Rosetten nussbaum oder mahagoni imitiert 185 Meter 1M. 1M. 38pf. 2. 2²M. 32M. Meter 25. 3 25 Meter 33, 45, 60Pf. Meter 9, 12, 22 Pf. Meter 6, 8Pf. Stück 5, 15, 25Pt. Stück 12, 18, 25pf. Stück 7255. M. Stück 48, 55, 75pf. Stück 9, 12, 18pf. Damen- Strümpfe schwarz gestrickt, deutsch lang, Wolle plattiert" Damen- Strümpfe schwarz, engl. lang,„ Reine Wolle" Fuss ohne Naht Holzwaren ca. 50 60 ༢༠ Portièren- Garnituren Filztuch, 2 Shawls 1 Lambrequin, komplet 6. 7. 10. 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Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 232. 21. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 2. Oktober 1904. Berliner Partei- Angelegenheiten. Buchtigen Storieb über die Stirn, so daß diefer au Voden fiel und Dr. Leppmann. Achtung! Parteigenoffen! ihm in das andre Abteil zu folgen, gab ihm Gustav Winzler einen Beobachtung gehören würde. Derselben Ansicht ist Medizinalrat blutete. Sein Hut war durchschlagen. Er mußte sich später auf der Der Staatsanwalt wollte ein Exempel statuiert wissen Unfallstation verbinden lassen. und beantragte ungeheuerliche Strafen, nämlich gegen Paul Auf dem Bahnhof Jannowißbrüde stieg Frau 3., auf dem Winzler 4 Jahre 3 Monate 3uchthaus unter Anrechnung Bahnhof Alexanderplatz stiegen die beiden jungen Mädchen aus, von 3 Monaten auf die Untersuchungshaft und 5 Jahre Ehrverlust, Allen Parteigenossen, welche die Partei durch Entnahme traten aber an den Stationsassistenten Wodarg mit der Bitte heran, gegen Gustav Winzler 3 Jahre 6 Monate Zuchthaus bon Parteibonds unterstützen wollen, zur Nachricht, daß vom die Angeklagten aus dem Zuge zu weisen, weil sie den 3. geschlagen unter Anrechnung von 3 Monaten und 5 Jahre Ehrverlust, gegen 1. Oktober d. J. ab die Bons in nebenstehender Ausführung hätten. Herr Wodarg, den gerade der Stationsassistent Kühn ab- Bape, der an der Mißhandlung des Kühn sich nicht beteiligt hat, ausgegeben werden und zwar lösen wollte, forderte die Angeklagten vergeblich auf, auszusteigen. 5 Monate Gefängnis unter Anrechnung von 3 Monaten Unterausgegeben werden und zwar Alsdann wurden zwei Türschließer beordert, die Erzedenten gewaltozialdemokratifcher 9 Unterstützungsfonds Quittung über freiwillig gezahlte 10 Pfennig sind die ersten zwei Zeilen in sam zu entfernen. Das war aber leichter gesagt, wie getan. Arauchungshaft. Rotdruck, die letzten drei Zeilen der eine Türschließer, Wilhelm Schulz, in das Abteil trat und den in Schwarzdruck hergestellt. In Baul Winzler am Arm faßte, wurde er von hinten überfallen und Letzter Zeit sind nämlich von durch Fauft- und Stodschläge mißhandelt, den Anarchisten und von der so daß er rüdlings auf eine Bank fiel. Dabei wurde eine Scheibe Vereinigung Kampf"( Senna zertrümmert. Hoy) Bons vertrieben worden, Die Brüder Winzler wurden schließlich gewaltsam unter Mit welche den bisherigen Berliner Parteibons so ähnlich sahen, hilfe des hinzugekommenen Kühn herausbefördert, sie fielen aber auf dem Bahnsteig sofort über Kühn her. Paul Winzler padte ihn daß man erst genau vergleichen mußte, um den Unterschied am Halse, verfekte ihm Faustschläge und zerrte ihn nach dem Da eine solche Vergleichung aber in der Regel Treppengeländer, während gleichzeitig auch Gustav Winzler nicht gemacht wird, so thun die Genossen gut, von nun an mit der geballten Faust auf ihn einschlug. Herr Kühn wurde unter genau Acht zu geben, denn von jetzt ab werden feine alten fortgesetzten Schlägen rückwärts über das Geländer der Treppe gepreßt. Mit halberstickter Stimme ersuchte er wiederholt, ihn losParteibons mehr ausgegeben. zulassen, die Rowdies achteten jedoch nicht darauf, sondern mißhandelten ihn weiter. zu erkennen. Die sozialdemokratischen Vertrauensleute Berlins 自 0 Für die Angeklagten spricht zunächst Referendar Ledersteger, der es für geradezu furchtbar erklärt, wenn die Angeklagten, denen allseitig das Bengnis anständiger Männer gegeben werde, das Opfer der öffentlichen Meinung und der Presse werden und ins Buchthaus wandern sollten. An der verhängnis. vollen Schlägerei auf dem Bahnhof haben sich 30 bis 40 Menschen beteiligt, und nun sollen die drei Angeklagten für die betrübende Wirkung dieser allgemeinen Schlägerei büßen. Hätte hier nicht der unglückliche Zufall obgewaltet, daß der Verstorbene ein herztranter Mann war, wäre er nicht gestorben, so hätte hier eine einfache Schöffenfache vorgelegen. Man dürfe doch auch nicht vergessen, daß die Beamten sich doch auch nicht garz einwandfrei be= nommen und sich sofort sechs Wann auf die drei Angeklagten gestürzt hatten. Rechtsanwalt Rechtsanwalt Dr. Werthauer macht Kompetenzbedenken geltend und führt in rechtlicher Beziehung aus, daß die Sache nur und der Umgegend. Alsdann wurde der Bahnsteig der Schauplatz einer allgemeinen etwas kunstvoll dem Schivurgericht entzogen worden sei und daß, wenn Schlägerei zwischen den Angeklagten und den Bahnbeamten, wobei man schon nicht den§ 226, sondern den§ 227 anwenden wolle, doch schote Barteigenossen und Genoffinnen! Dienstagabend schlug. Der Angeklagte Pape, der seinen beiden Freunden zu Hilfe kommen habe und nicht auf Buchthaus erkannt zu werden brauche. das Publikum teils auf die Beamten, teils auf die Erzedenten los der zweite Abschnitt dieses Paragraphen nicht in Anwendung zu 8% thr erfolgt in allen Berliner Wahlkreisen die Bekommen wollte, schlug auch wie ein Verrückter auf die Beamten ein, Der Angeklagte Paul Winzler verdiene zweifellos eine milde Berichterstattung vom Bremer Parteitag. Agitiert für die ihn daran hindern wollten und verletzte mehrere von ihnen. urteilung, denn der Alkohol habe bei ihm ganz sicher eine ungewöhn zahlreichen Besuch dieser höchst wichtigen Verfamm- Die beiden Türschließer Wilhelm und Ernst Schulz eilten dem Kühnliche Verwüstung angerichtet, sonst wäre die Handlungsweise des sonst zu Hilfe. Ersterem wurde bei dem Handgemenge vom Angeklagten so ruhigen und vernünftigen Mannes absolut unerklärlich. lungen! Gustav Winzler das linke Ohrläppchen und die linke Wange durch- Rechtsanwalt v. Palmowski tritt gleichfalls für ein weit bissen, so daß er blutete, Ernst Schulz wurde gleichfalls geschlagen geringeres Strafmaß gegen die beiden ersten Angeklagten ein, die auf Friedrichsfelde. Den Parteigenoffen zur Nachricht, daß Dienstag, und gefragt. Schließlich eilten mehrere Schutzleute hinzu, von Grund ihres ganzen bisherigen Lebens keineswegs eine so harte Strafe den 4. Oktober, im Lokal von Bube eine öffentliche Versammlung denen sich die Angeklagten widerstandslos zur Wache führen ließen. verdient haben und gegen die die Verhängung des Ehrverlustes nicht abgehalten wird. Reichstags- Abgeordneter Frig Kunert referiert Für Kühn waren die Folgen des Grzesses sehr betrübend. Er gerechtfertigt erscheine. über das Thema:„ Die Verrufserklärung der Land- litt an chronischer Herzschwäche und war zu einer Herzlähmung arbeiter im preußischen Landtage." Sonntag, den disponiert. Er flagte nach dem Grzeß sofort über Unbehagen, war 2. Oktober, früh 8 Uhr: Flugblattverbreitung. Treffpunkt: Loffe, sehr erregt und zitterte am Körper. Er trant eine Tasse Kaffee und Friedrichsfelde, Luisenstraße 20. einen Kognat, und als er gegen 4 Uhr wieder in das Stationsgebäude zurückkehrte, lehnte er seinen Rüden gegen ein Sopha, knöpfte den Uniformrock auf und erklärte mit fast röchelnder Stimme, daß er gar keine Luft bekomme. Er wurde von zwei Kollegen auf das Sopha gelegt, man machte ihm einen Umschlag, er stöhnte und ächzte aber fortgesetzt und nach etwa fünf Minuten war er tot. Nach der Annahme der Anklagebehörde ist der 6916 Charlottenburg. Die Berichterstattung vom Parteitag erfolgt hier ebenfalls Dienstagabend 81%, Uhr in einer im Voltshause, Stofinenstr. 3, stattfindenden Volksversammlung. Grünau. Der Wahlverein hält am Dienstag, abends 19 Uhr, feine Mitgliederversammlung in der Grünen Ecke ab. Da die Bericht erstattung vom Bremer Parteitag auf der Tagesordnung steht, ist zahlreiches Erscheinen notwendig. Rigdorf. Den Mitgliedern des sozialdemokratischen Wahlbereins bringen wir hiermit zur Kenntnis, daß die Zahl stellen mit Beginn des Ottober aufgehoben werden. Die Beiträge bitten wir von jetzt ab in den Zahlabenden der Bezirke, welche jeden zweiten Mittwoch im Monat stattfinden, zu entrichten. Ein Verzeichnis der Bezirksabgrenzungen und der Lokale, in welchen diese Bahlabende stattfinden, lassen wir demnächst folgen. Weißensee. Die Spedition des„ Vorwärts" befindet sich jetzt Sedanstr. 58, part. 03. Dämon Alkohol. Tod auf eine durch die Mißhandlungen und die Gemütsbewegung verursachte Herzlähmung zurückzuführen. durch Befragen feststellt, ein Mann, der von dem Vertrauen feiner Der erste Angeflagte, Paul Winzler, ist, wie der Vorsitzende Arbeitsgenossen getragen wird. Er war seit 1902 Beisiger des Gewerbegerichts und betätigte sich auch politisch als Vorstand mehrerer Vereine. Er ist Vater zweier Kinder, ihm wird das Auch Justizrat Wronker hält die gegen seinen Klienten, den Angeklagten a pe, beantragte Strafe für viel zu hoch. Wenn nicht die Schatten des Todes über dieser Sache lagerten, handelte es sich tatsächlich um eine Schöffenfache und das, was Bape petziert hat und was er tief bedauert, sei doch wirklich an sich eine Bagatelle, für die der Schöffenricher auf Geldstrafe erkennen würde. Nach eineinhalbstündiger Beratung des Gerichtshofes ergeht das Urteil. Der Gerichtshof hält es nicht für erwiesen, daß die dem Kühn zugefügten Verlegungen dessen Tod herbeigeführt haben, es sei vielmehr möglich, daß die seelischen Erregungen den Tod verursacht haben. Der Absatz 2 des§ 227 findet deshalb keine Anwendung, sondern nur der erste Absaz. Es werden verurteilt: Paul Winzler und Gustav Winzler zu je 4 Jahren Gefängnis, Untersuchungshaft angerechnet werden. Pape wird aus der Haft Pa pe zu 6 Monaten Gefängnis, von denen 4 Monate auf die entlassen. Verfammlungen. Beugnis eines zärtlichen Ehemannes und liebevollen Vaters gegeben, der seine zehn Geschwister nach seinen besten Sträften unterstützt hat. Lichtenberg. In der letzten Versammlung des Socialdemo Er behauptet, daß er manchmal, namentlich wenn er viel getrunken fratischen Wahlvereins für den Bezirk Lichtenberg erstattete hat, an Bewußtseinstörungen leidet; in seiner Jugend sei er von einem Sonnenburg- Friedrichshagen Bericht über den Parteitag in Mühlenflügel am Stopfe getroffen, er fei auch einmal in einen Keller Bremen. Mit den Beschlüssen desselben ist Redner durchaus eingefallen und am Kopfe verlegt worden und leide manchmal an verstanden. Er sei für die Besprechung der Schulfrage eingetreten, Schwindel. Von den Vorgängen, die zur Anklage geführt, will er aber in der Minderheit geblieben, habe sich auch damit einverstanden infolge der Nachivirkungen des Alkohols Teine rechte Borstellung erklärt, daß eine Preußenkonferenz zu diesem Zwecke nicht einhaben, auch nicht wissen, was eigentlich im Stadtbahnabteil passiert berufen werde. Zum Fall Schippel bemerkte Sonnenburg, ihn habe ist. Er weiß nur, daß es zu Mißbelligkeiten mit Mitfahrenden ge- es unangenehm berührt, daß Schippels Buch, nachdem es jahrelang Die Ausschreitung auf dem Stadtbahnhof Alexanderplat, tommen ist. Am Alexanderplatz sei er plötzlich aus dem Abteil ge= bei welchem am zweiten Pfingstfeiertage der Stationsassistent riffen worden, man habe ihn zu Boden geworfen und von allen unangefochten fursieren konnte, noch zum Gegenstande einer Anklage Kühn sein Leben einbüßte, beschäftigte gestern die achte Straf Seiten auf ihn eingeschlagen. Es sei dann eine allgemeine Brügelei Bebel- Freythaler sei er eingetreten. Die Rechtfertigung der Reichsgegen Schippel Verwendung finden konnte. Für die Resolution kammer des Landgerichts I. Auf der Anklagebank saßen drei Ber- entstanden, deren Einzelheiten ihm nicht gegenwärtig geblieben feien. tagsfraktion in der Frage der Herero- Kredite habe ihn befriedigt, sonen: 1. der wegen Körperverlegung mit 3 Monaten Gefängnis Er wisse nur, daß sein eigener Bruder irrtümlich auf ihn losgeschlagen ebenso die Thatsache, daß die Organisationsfrage in Ruhe weiter vorbestrafte 33jährige Maurer Paul Winzler, 2. dessen Bruder, und daß er den Ruf seines Bruders hörte:„ Sie werden mich noch der unbestrafte 25jährige Maurer Gustav Winzler und 3. der tot schlagen!" Es sei dann schließlich ein Schuhmann erschienen, der Redner und erwartet, daß diese durch die einzuberufende Konferenz erwogen werden solle. Die Leitfäße zur Kommunalpolitik begrüßt gleichfalls unbestrafte Maurer Emil Pape. Sie sind der Körper- sie alle drei mit zur Wache nahm, ihre Personalien feststellte und sie der Gemeindeverordneten praktisch ausgebaut und in den Kommunalberlegung, sowie der tätlichen und wörtlichen Beleidigung, ferner entließ. Er habe verschiedene Wunden gehabt, seinem Bruder sei des Widerstandes, des gemeinschaftlichen Angriffs auf Beamte und das Blut von der Stirn herabgelaufen, Bape sei kaum wieder zu Grauer seine Zustimmung zu der Thätigkeit der Delegierten des programms Verwendung finden werden. In der Diskussion sprach der Mißhandlung der letzteren beschuldigt. Die Brüder Winzler erkennen gewesen Bape trennte sich am Alexanderplat, er sei mit werden ferner angeflagt, sich bei einer Schlägerei bezw. einem feinem Bruder auf der Elektrischen nach seiner Behausung in Moabit Kreises aus. Der Redner folgerte aus der Thatsache, daß der bon mehreren gemachten Angriff, durch den der Tod des Stationsgefahren. assistenten Kühn verursacht worden ist, beteiligt zu haben, indem gefahren. Dort hätten sie sich gereinigt und teilweise umgekleidet Parteitag in Ruhe und Sachlichkeit seine Arbeiten erledigt habe, daß assistenten Kühn verursacht worden ist, beteiligt zu haben, in den innerhalb der Parteibereine gewidmet fein werde. Grauer wünscht, das kommende Jahr im besonderen der Organisation und Agitation ihnen Verlegungen zur Last fallen, welche einzeln den Tod nicht lichen Vorstandsbericht zu berichten, ob und in welcher Weise die auf daß der Parteivorstand in Zukunft gehalten sein soll, in dem alljähr= ergaben, sondern nur durch ihr Zusammentreffen verursacht haben." Den Vorsitz im Gerichtshofe führt Landgerichtsrat Casper, den Parteitagen dem Vorstande zur Berücksichtigung oder Erwägung die Angeklage vertritt Staatsanwalt Ellendt, die Verteidigung überwiesenen Anträge Erledigung gefunden haben. Zur Frage führen die Rechtsanwälte Dr. Werthauer und v. Bol Am nächsten Morgen um 4 Uhr sei er verhaftet worden. Schippel hält Grauer im Gegensatz zum Berichterstatter die Herans mowsti für die beiden ersten, Justizrat Wronter für den Der Angeklagte Gustav Winzler will von der ganzen Sache ziehung der Schippelschen Grundzüge" zur Beurteilung der Haltung lebten Angeklagten. Als Sachverständige find anwesend die so gut wie nichts mehr wissen, da er völlig betrunken gewesen sei. des Genossen Schippel für notwendig und ist mit der Art der ErMedizinalräte Dr. Mittenzweig und Dr. Leppmann und Er erinnere sich nur, daß im Coupé ein Zusammenstoß mit Fahr- ledigung dieses Falles" einverstanden, nicht so mit der Ablehnung" Professor Dr. Straßmann. Es sind 25 Zeugen geladen. gästen stattgefunden und sich am Bahnhofe Alexanderplaß eine große der Schulfrage. Auch die Organisationsanträge sowie die Leitsäße Nach den Ermittelungen der Anklagebehörde hat sich der betrübende Schlägerei entwickelt habe, bei der er seinem bedrängten Bruder zu Lindemanns zum Kommunalprogramm sind nach Meinung des Vorgang wie folgt abgespielt: Der Angeklagte Bape hatte am Hilfe geeilt sei. Er sei dabei heftig mißhandelt worden. Redners zu kurz gekommen. Die Versammlung spricht dann ihre Zuzweiten Pfingstfeiertage im Böhlschen Lokale, Rüdersdorferstr. 26, Auch der dritte Angeklagte, Pape, will nur eine dunkle Vor- stimmung zu den Arbeiten des Parteitages einstimmig aus. Der feine stellung von den Vorgängen im Coupé haben, da er zumeist geschlafen Vorsitzende macht aufmerksam, daß am Sonntag, den 9. Oktober, Berlobung gefeiert habe. Auch von dem Zusammenstoß auf dem Alexanderplaß habe er eine Agitation für den Vorwärts" unternommen werden soll. Als nur die Erinnerung, daß ein allgemeiner„ Kuddelmuddel" entstanden Bezirksführer wurde Genosse Zieger und als Abteilungsführer sei, daß er von hinten angegriffen worden sei und dann blindlings Genosse Grauer bestätigt. um sich gehauen habe. und später seien sie in den Arndtschen Biergarten gegangen, wo ihn seine Frau erwartete. Er habe dort einem Bekannten erzählt, wie schwer man ihn mißhandelt habe und die Absicht geäußert, über die Behandlung durch die Beamten Behandlung durch die Beamten Beschwerde zu erheben. " " " Briefkaften der Redaktion. Wanderer. Wir erwarten Ihren Besuch täglich zwischen 3 und 7 Uhr nachmittags. Empfehle dem geehrten Publikum mein 6002 und zusammen mit den Brüdern Winzler dem Biere fleißig zuge sprochen. Jeder soll etwa 10 Becher Bier getrunken haben. Als sie nach mehrstündigem Aufenthalt gegen 3 Uhr nachmittags das Lotal berließen, waren sie etwas animiert, es wird aber bestritten, daß Die als erste Zeugin vernommene Frau des ersten Angefie betrunken gewesen seien. Auf dem Wege zum Schlesischen Bahn- flagten gibt diesem das Zeugnis eines sehr ordentlichen, fleißigen und hofe, von wo sie die Stadtbahn benutzen wollten, machten sie sich den fürsorglichen Familienvaters, der kein Trinker sei und seit einem Wib, einem an der Ede der Koppen- und Langestraße spielenden halben Jahre überhaupt nur Milch getrunken habe. Er habe wiederKnaben seinen Ball wegzunehmen. Als der Vater des Knaben, holt Krankheiten mit Fieber durchgemacht, sei, wenn er etwas geArbeiter Mudlazt, die Herausgabe des Balles verlangte, schimpfte trunken habe, leicht reizbar und belaste seinen Kopf durch Lesen Englisch. Unterricht ihn der Angeklagte Pape nicht nur" Strolch, Verbrecher, Lump", und Lernen auch noch nach der Tagesarbeit. Als er sondern gab ihm auch zwei wuchtige Stöße vor die Brust, so daß mit seinem Bruder im Arndtschen Lokale erschien, sei sein Wesen ganz( Konverfation u. Anfangs- Ututer. Butter-, Käse- u. Elergeschäft. jener gegen den Scherbaum einer vorüberfahrenden Droschte fiel, verändert, der Schwager Gustav sei offenbar noch betrunken gewesen. richt) erteilt und lebersetzungen, Gebe Marken vom Nabattsparverein und bedrohte ihn außerdem mit dem Spazierstod. Auf Zureden des Er habe ihr im allgemeinen erzählt, daß sie in Schlägerei gewesen Paul Winzler gab Bape dann aber den Ball heraus. Nach dieser feien, daß er den Bruder habe helfen woller und fürchte, dag er ben Heldentat begaben sie sich nach dem Schlesischen Bahnhof, um von der Berteidigung gegen seine Angreifer auch ein Messer gebraucht dort mit der Stadtbahn nach Bellevue zu fahren. In dem Wagen, habe. den sie bestiegen, faß bereits die Näherin Martha Koschahti und auch der Arbeiter Zeglat stieg mit seiner Frau und seiner Schwester, der Köchin Emma Zeglat, dort ein. Als die lettere die Tür nicht gleich öffnen fonnte, berhöhnte sie Baul Wingler mit den Worten:„ Na, der dumme Junge kann noch nicht einmal die Tür aufmachen!" Unterwegs verübten die Drei grobe Ausschreitungen gegen die Mitfahrenden. Gustav Winzler rüdte plötzlich an Frau Beglat heran, faßte fie um die Taille und drückte sie an sich. Frau Z., die sich diese Unverschämtheit verbat, ersuchte ihren Mann, sich mit ihr in ein leeres Rebenabteil zu begeben, da schrie sie aber Gustab Winzler an:„ Die berheiratete Here müßte man hauen, man müßte ihr die Augen austechen!" Gleichzeitig stach er mit seinem Stod wiederholt nach den Augen bezw. dem Gesicht der Frau 3. Das Ehepaar wollte in das Rebenabteil gehen, Gustav Winzler verhinderte aber den Mann durch Borhalten der Beine daran. Paul Winzler und Bape hielten die underehelichte Beglat fest und Gustav Winzler packte die Hand des Fräulein Kofchabli, zog diese auf seinen Schoß und hielt sie gleich alls fest. Als Beglat die Aufforderung an seine Schwester richtete, Von der Verteidigung sind zahlreiche Arbeitsgenossen des Angeklagten Baul Winzler geladen worden, die übereinstimmend bezeugen, daß sie ihn nur als ruhigen, friedfertigen, anständigen Menschen kennen, den jeder auf dem Bau gern hatte und daß sie gar nicht beübernimmt [ 55162* Norden. 122/10 Gertrud Swienty, Schöneberg, Sedanstvaße 57, III Neues Parzellierungsterrain Friedrichsfelder Grenze. an der Biesdorfgreifen konnten, wie er zu der Tat, die ihm zur Last fällt, gekommen sei. Richtig sei es, daß er seit langer Zeit nur Milch getrunken habe. Ia. Gartenboden, R. 20-45 Mart, Wie der Alkohol auf ihn wirkte, konnten diese Zeugen nicht befunden. fulante Bedingungen. Auskunft täglich Die umfangreiche Beweisaufnahme ergab im allgemeinen die auch Sonntags, nachmitt. im BahnhofsNichtigkeit der geschilderten Vorgänge im Abteil und auf dem Bahn- Restaurant Diesdorf( Stadtbahnſtat.). hof Alexanderplat. Reichels weltberühmter übneraugentod beseitigt schmerzlos u. gründlich jed. Hühnerauge, selbst veraltete, u. fedwede Hautverhärtung. Dose 75 Pf., 1 M. franko. Erfolg garantiert. Täglich Anerkennungen.[ 59732 Auf Befragen des Rechtsanwalts Dr. Werthauer geben die Sachverständigen die Möglichkeit zu, daß Kühn infolge der Aufregung an jenem Tage auch gestorben wäre, wenn er auch keinen einzigen Schlag erhalten hätte. Beide Sachverständige sind der Meinung, daß die Angeklagten zwar unter der Einwirkung des Alkohols gestanden haben, daß aber zu der Beurteilung, ob insbesondere dem ersten Angeklagten Paul Winzler der§ 51 des Strafgesetzbuchs zugute kommen fönnte, eine längere Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnstr. 4. Wilh. Lange& Co. Reinickendorferstr. 18 c. Warmes Zimmer beffer wie Stohlen gibt Buchen und Eichenholz. Zu den billigsten Preisen liefert dasselbe ofenrecht zerkleinert die Holzhandlung W. Jonentz. Berlin 5242* Bärwaldstr. 65. einer werten Kundschaft und den daß ich mein feit langen Jahren im Parteigenoffen zur Kenntnis, Hause Reinickendorferstraße 64, parterre( Stadtbahnstation Wedding) 17776 belegenes Pelzwaren, Hut- u. Mützengeschäft seit dem 1. Oktober d. J. nach dem Ich bitte mir auch fernerhin die Kundschaft erhalten zu wollen. Achtungsvoll Neben- 648( Laden) verlegt habe. hause Philipp Bernstein, Stürschnermelter. Dienstag, den 4. Oktober, abends 8 Uhr: Verein für Frauen u. Mädchen Orts- Krankenkasse Verein der Arbeiterklasse. Montag, den 3. Of ober, abends 8%, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Vortrag des Herrn Dr. Zadek über: ,, Schulhygiene". Weißensee. Durch die am 1. Oftober 1904 in 55/17 Kraft tretenden neuen Kassensazungen ist eine Neuwahl sämtlicher Vertreter erforderlich. Partei- Versammlungen verband der Sattler. in folgenden Lokalen: 1. Streis: Arminhallen, Rommandantenstraße 20. Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. ( General- Versammlung des Wahlvereins.) 2. 3. 4. 5. " " === 6. " 1 Dresdener Kasino, Dresdenerstraße 96. Scheruch Festsäle, Rüdersdorferstr. 45. Leydecker Salon, Sophienstraße 34. ( General- Versammlung des Wahlvereins.) Germania- Säle, Chauffeestraße 103. ( General- Versammlung des Wahlvereins.) Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Bericht von der Brandenburger Provinzialfonferenz. 2. Diskussion. 3. Bericht vom Bremer Parteitag. 4. Diskussion. Zahlreiche Beteiligung erwarten Die sozialdemokratischen Vertrauensleute. Ortsverwaltung Berlín. Mittwoch, den 5. Oktober 1904, abends 81, Uhr: Mitglieder- Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, großer Saal. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Da in dieser Versammlung das Material zur Gewerbegerichtswahl ausgegeben wird, ist das Erscheinen sämtlicher Mitglieder dringend notwendig. Den Vertrauensmännern ist hier209/ 6* durch zur Pflicht gemacht in dieser Versammlung anwesend zu sein. An alle Zimmerer Berlins und der Vororte! Hajd Achtung! Wir ersuchen diejenigen Kolleginnen u. Kollegen, findenden ,, Volkstümlichen Hochschul- Kursen" teil. welche an den im Oktober, November und Dezember statt. nehmen wollen, die Anmeldung zu denselben umgehend im Bureau der Ortsverwaltung, Gewerkschaftshaus, Engel- llfer 15, Zimmer 22, erfolgen zu lassen. 157/12 Die Ortsverwaltung. Sonnabend, den 22. Oftober 1904: 16. STIFTUNGS- FEST im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Konzert. Festrede des Reichstags- Abg. Eduard Bernstein. Humoristische Vorträge. Neigenfahren von Mitgliedern des Berliner Arbeiter Nadfahrervereins. Großer Ball. Anfang 8% Uhr. Entree 30 Pf. Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets sind im Bureau, sowie bei den bekannten Kollegen zu haben. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Das Vergnügungskomitee. J. A.: W. Tuschke, Rigdorf, Reuterstr. 26, III Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Gemäß den Bestimmungen unseres Vertrages tritt vom 1. Oktober ab die 8stündige Arbeitszeit in Kraft. Anfang der Arbeitszeit sowie Saupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernſprecher: Amt IV, 9679. Pausen bleiben wie bisher, nur daß um 1/26 Uhr Feierabend ist. NB. Laut§ 4 des Vertrages ist in der Zeit vom 1. bis 15. Oktober noch eine halbstündige Vesperpause. Auf Grund dieser Bestimmung muß an den Sonnabenden, welche in dieser Zeit liegen, um 4% Uhr Feierabend sein. 255/9 Abweichungen von dieser Arbeitszeit sind uns sofort mitzuteilen. Die Verbandsleitung. Arbeitsnachweis Zimmer 34. Amt IV, 3353. Montag, den 3. Oktober, abends 8%, Uhr: Außerordentliche General- Versammlung bei Keller, Koppenstrake 29. Tages- Ordnung: 122/1 1. Aufstellung der Kandidaten zu den Gewerbegerichtswahlen. 2. Bericht über den Gürtler- und Drückerstreif. Bahlreichen Besuch erwartet Achtung! Die Ortsverwaltung. Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein Rixdorf Galanterie Arbeiter Dienstag, den 4. Oktober, abends 8%, Uhr: Montag, den 3. Oktober, abends 1/29 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( großer Saal): Oeffentl. Versammlung Außerordentliche Mitglieder- Versammlung aller Papier- u. Ledergalauterie- Arbeiter u.-Arbeiterinnen. im Lokale des Herrn Thiel, Bergstr. 151-152. Tagesordnung: 1. Bericht vom Bremer Parteitag. 2. Diskussion. Um zahlreichen Besuch bittet Gäste haben Zutritt! Achtung! Kistenmacher. Der Vorstand. 235/3 Achtung! Montag, den 3. Oktober 1904, abends 8% Uhr, in den Andreas- Testsälen, Andreasstr. 21: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Lohnkommission über den Stand der Sperren. 2. Verschiedenes. Pflicht aller Kollegen ist es, zu erscheinen. Die Lohnkommission. 104/12 NB. Das Stiftungsfest des Vereins findet am Sonnabend, den 15. Oktober, in Brochnows Fests jälen, Weberstr. 17, statt. Bahlreiche Beteiligung erwartet Vereinigte MaurergesellenKranken- und Sterbe- Kaffe zu Charlottenburg. ( E. H.) Sonntag, den 9. Oktober 1904, vormittags 9 Uhr, im Staffenlokal: Spreestraße 17: Außerordentliche Der Vorstand. Tages- Ordnung: 1. Arbeitszeit und Arbeitslohn". Referent: Genoffe Wermut. 2. Bericht der Lohnkommission. 3. Verschiedenes. 109/18 Der außerordentlich wichtigen Tagesordnung wegen ist das bestimmte und pünktliche Erscheinen aller Papier- und LedergalanterieArbeiter und Arbeiterinnen unbedingt erforderlich. Mit kollegialem Gruß Die gemeinsame Lohnkommission des Buchbinder. und Portefeuiller- Verbandes. Es sind zu wählen: 306 Arbeitnehmer- Bertreter, 144 Arbeitgeber- Vertreter. Die Wahlen finden im Restaurant ,, Zum Prälaten zu Neu- Weißensee, Lehderstr. 122, statt, und wählen die Arbeitnehmer zwar am Freitag, den 14. Oktober 1904, abends von 6-8 Uhr. Die Arbeitgeber wählen am Montag, den 17. Oktober 1904, abends von 8-9 Uhr. Wahlberechtigt und wählbar sind nur diejenigen Kaffenmitglieder, welche großjährig und im Besiz der bürger lichen Ehrenrechte find. Das Quittungsbuch ist bei der Wahl borzuzeigen. 3275/ 8* Weißensee, den 30 September 1904. Der Vorstand. J. A.: W. A. Büttner, Borsigender. Freie Kranken- u. Begräbniskasse der Schuhmacher u. Berufsgen. Berlins.( E. H. Nr. 27.) Montag, den 17. Oftober 1904, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vierteljähr liche Abrechnung. 2. Innere Kassenangelegenheiten. Der Vorstand. day Zum 1758h Wohnungswechsel sparen Sie viel Geld durch direkten Bezug. Grosse Gelegenheits- Partie. SmyrnaEin Posten prima Velvet- Teppiche mit kleinen Webefehlern دو 90X175 M. 4.50 130X200 7.65 165X240 12.10 200X300 17.50 59 99 250X350 24.00 99 300X400 33.50 99 350X450 45.00 99 400X500 65.75 99 Pas: Pult- und Bettvorleger sende M. 1.00 u. 2.00. Teppich- Engros- Haus Rummelsburg. Hermann Bursch, Dienstag, den 4. Oktober, abends 8, Uhr, im Weigelschen Lokal, Türrschmidtstraße 45: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Der Parteitag in Bremen. Berichterstatter: Genosse Oehlking. 2. Die sozialistische Frauenkonferenz in Bremen. Referentin: Genossin 223/2 W. Jung. 3. Diskussion. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Montag, den 3. Oktober 1904, abends 81/2 Uhr: Berliner Arbeiter- Radfahrer- Verein Oeffentliche Metallarbeiter- Versammlung Abteilung 8 ( Mitglied des Arb.- Radf.- Bundes Solidarität"). Sonnabend, den 8. Oktober 1904: General- Versammlung. Großes Herbst- Vergnügen Zages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Vierteljahr. 2. Aenderung des Statuts. 3. Antrag auf Erhöhung der Beiträge. 4. Antrag auf Erhöhung der Leistungen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. im grossen Saale des Moabiter Gesellschaftshauses ( Inh. Helmut Peters) Wiclefstrasse 24- Emdenerstrasse 35 bestehend in 28/18 18065 Konzert, theatralischen Aufführungen, Reigenfahren und Ball Festrede gehalten vom Genossen Leo Ostrowsky. J. A.: Wilhelm Rendorf, Vorsitzender. 29 Gardinenhaus Bernhard Schwarz Wallstr. 29 Flur Eing. Auftreten der Volkssänger- Gesellschaft ,, Lewandowsky". Lebende Bilder: Humor aus dem Radlerleben. Musik ausgeführt vom Zentralverband der Zivilberufsmusiker Deutschlands. Billets 25 Pf. Anfang 8 Uhr. Ende??? Freunde und Sportsgenossen sind herzlichst eingeladen. Konfum- Verein, e. G. m. b. H. Charlottenburg. Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß wir aus eingehender Ladung gute rote Speisekartoffeln frei Haus liefern, den Zentner 3 M. 40 Pf. Ebenfalls liefern wir jett Roats der städtischen Gasanstalt I. Bestellungen bitten baldigst zu machen und werden diese in allen drei Lagern der Genossenschaft, Wilmersdorferstr. 27, Tauroggenerstr. 10 und Potsdamerstr. 12, entgegengenommen. Der Vorstand. 18045 für Rummelsburg und Stralau in Hahns Volksgarten, Rummelsburg, Hauptstr. 4. Tagesordnung: 121/18 1. Krieg oder Frieden in der Metallindustrie? Referent: H. Scheffler. 2. Diskussion. Der Einberufer. Zahlreichen Besuch erwartet Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Die Vertrauensmänner derjenigen Betriebe, die zum Gewerbegericht wählen können, also die der Zwangsinnung nicht unterſtellt find, müssen umgehend die zur Wahl der Gewerbegerichts- Beisiger notwendigen Flugblätter und Wahllegitimationen von unserem Bureau, Engel- Ufer 15, Zimmer 11, abholen. für Engros- Haus 536L* Damen- und Mädchen- Mäntel, Konfektion jeden Genres; jetzt Einzelverkauf zu billigsten Engros- Preisen. Berlin C., Neuer Markt 16. 90/2 Spandauerstr. 65-67, 1. Etage. Kein Laden. Zwischen Kaiser Wilhelm- und Bischofstraße. 36/4 Auswärtige Aufträge werden fo fort erledigt. 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Oftober verstarb unser Vorstandsmitglied, der Gastwirt Emil Günther Bischofstraße 12. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 4. Oktober, nachmittags 4 Uhr von der Halle des Bentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Den Parteigenossen zur geft. Mitteilung, daß unfer thätiger Parteigenoffe Emil Günther m Sonnabend, den 1. Oktober, gestorben ist. Seine Pflichttreue, fein that fräftiges Eintreten für die Ziele der Socialdemokratie sichern ihm ein dauerndes Andenken! Die Vertrauensleute Berlin I. 208/4 Socialdemokratischer Wahlverein für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis. Am 29. September verstarb unser Mitglied, der Genosse Karl Beuchelt ( 143. Bezirk). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. b. Mts., nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi- Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Rose Hirschfeld Arthur Rewald Verlobte Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Orts- Krankenkasse Berliner Arbeiter- Radfahrer- Vereinser Lackierer = Mitglied d. Arb.- Nadf.- Bundes ,, Solidarität". Der Berliner Arbeiter- Radfahrer- Verein, zur Zeit 850 Mitglieder stark( der Arbeiter- Radfahrer Bund ,, Solidarität" hat zur Beit 21 000 Mitglieder), ist bestrebt, bei niedrigen Beiträgen, Eintrittsgeld 75 Pf. inkl. Abzeichen, Beitrag monatlich 35 Pf. für männliche Mitglieder, für weibliche 25 Bf.( infl. Bundesbeitrag), möglichst vorteilhafte Gegenleistung zu bieten, wie staffelweise Unfallunterstügung, pro Woche 6 M., 7.50 M., 9 M., mit dem Rade, Bundesorgan, Arbeitslosen- Unterstützung bei sonntäglichen Ausfahrten 2c. Der Berliner Arbeiter: Nadfahrer- Verein besteht aus neun Abteilungen. bom zu Berlin. Wir rauchen nur 7805 Hoyer- Zigaretten. Moabit. Den Parteigenossen erlaube mir 17276 Die von der Generalversammlung zum Quartalswechsel mein reicham 27. April d. J. beschlossene und haltiges Lager von 14. Abänderung zum Statut tritt am in allen Preislagen zu empfehlen. Bezirksausschuß genehmigte Zigarren, Zigaretten und Tabak Montag, den 3. Oftober d. J. in Kraft. Der Vorstand. Otto Weidemann, Borsigender. 17235 Gustav Menz, ilhelmshavener. Karl Beuchelt na Dauer der Mitgliedschaft, ferner Rechtsschutz, zollfreien Grenzübergang Spar- u. Produktiv- Genossenschaft am Donnerstag, 29. d. Mts. ge= storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. Ollober, nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des Jakobi- Kirchhofes, Hermannstraße( Rigdorf) aus statt. Rege Beteiligung erwartet 121/19 Die Ortsverwaltung. Busted Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Paul Cabien am 30. September gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. Ottober cr., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses am Urban aus nach dem SimeonStirchhofe in Tempelhof, Brizer Weg, statt. Rege Beteiligung erwartet 121/20 Die Ortsverwaltung. Fliesenleger! Am Freitag, den 30. Septbr., verstarb nach langemt, schwerem Leiden unser Kollege und Parteigenoffe Wilhelm Rackwitz im Alter von 30 Jahren. Derselbe war uns stets ein braber und treuer Kollege. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung wird in der Die Abteilungsversammlungen finden statt: D"" I. Abteilung den 1. u. 3. Freitag im Monat bei Kumke, Bülowstr. 59. II. Donnerstag im Monat b. Voigt, Ritterstr. 75. Mittwoch im Monat bei Tschatsch, Naunynstraße 6. „ Mittwoch im Monat bei Merkowsky, Andreasstr. 26. III. IV. 11 V. VI. VII. " VIII. IX. " " DD " D D " n n Freitag im Monat im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee 11/13. Donnerstag im Menat bei Wernau, Schwedterstr. 23/24. » Mittwoch im Monat bei Cranz, Cöslinerftraße 8. " Mittwoch im Monat bei Fischer, Waldstr. 8. ( Sektion der Bäcker) den 1. u. 3. Donnerstag im Monat, nachm. 3 Uhr, bei Wilke, Brunnenſtr. 188. Siehe jeden Freitag Annonce im Vorwärts". Mitglieder werden in jeder Versammlung aufgenommen. Auskunft schriftlich und mündlich erteilt bereitwilligst A. O. Ritter, Christinenstr. 33. 28/19 03 Freunden, Kollegen und Parteigenossen zur Nachricht, daß ich das Weiß- und Bayrischbier- Lokal des Herrn Pape, Grenadierstr. 35, in Vertretung übernommen habe. Billard und Vereinszimmer stehen zur Verfügung. Leopold Liehr, Grenadierstr. 35. Achtung! Vereine! Achtung! Köslinerstraße 8. Köslinerstraße 8. Großer Saal( 1000 Personen) mit greßer Bühne ist im November und Dezember einige Sonnabende frei. 599L* Achtungsvoll Gebr. Cranz. Für Vereine! 7316 frey geworden: Sonnabend, den 29. Oktober und erfter Frei Weihnachts- Feiertag. 5382* Buss' Salon, Gr. Frankfurterstr. 85. Ch. Theel. Dienstag- Nummer des Bor Zähne 2. Teilz. 10jähr. Garantie. Schmerzt. Zahnop. 1 M. Plomb. wärts" befannt gegeben. 1831b Der Vorstand des Fachvereins der Fliesenleger Berlins u. Umgeg. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten sowie dem Wahlverein des 6. Kreises, Bezirk 536, für die rege Beteiligung und die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich hiermit meinen 6012 herzlichsten Dank. Witwe Pelka nebst Kindern. Für die innigste Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben Bruders und Schwagers sagen wir allen Freunden und Bekannten, insbesondere dem Wahlverein sowie dem Gesangverein Hoffnung" unseren herzlichsten Im Auftrage Friedrich Henschel. Von der Reise zurüc Socialdemokratisch. Wahlvereinant. für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis. Todes- Anzeige. Am 29. v. M. verstarb unser Mitglied, der Einfeger 1814b Dr. W. Kramm Ackerstraße 79/80. 19. Dr. d. s. Schrader. Landsbergerstr. 69.( Gold. Medaille.) Größtes Kaufhaus des Nordens für Herren- und Knaben- Bekleidung. 12 Schaufenster Front. 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Dr. Schlesinger hatte keine Lust, sich von dem sauberen Genoveva. Montag: Klar zum Gefecht. Dienstag: Königliches Opernhaus. Sonntag: Bajazzi. Coppelia. Montag: Sonntagabend: Rienzi.( Anfang 7 Uhr.) Dienstag: Die weiße Dame. Mittwoch: Mädchen Genoveva. Mittwoch: Die Räuber. Donnerstag: Genoveva. Freitag: Leutnant auch noch umbringen zu lassen und lehnte die Aufforderung Sonnabend: Maria Stuart. von Navar. Coppelia. Donnerstag: Tristan und Isolde.( Anfang 7 Uhr.) Die Räuber. Sonntagnachmittag 3 Uhr: zur Duellprügelei ab. Der Automobilschrecken. Aus Lemberg wird gemeldet, daß auf Freitag: 1. Sinfonie- Abend. Sonnabend: Fra Diavolo. Sonntag: Die Genoveva. Sonntagabend: Maria Stuart. Hugenotten. Montag: Manon. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Charleys Tante. der Straße zwischen Jaslo und Krosno das Automobil des SportsNeues Königl. Opern- Theater. Sonntag: Ein Britischer Tag. Sonntagabend bis Sonnabendabend: Der Weibertönig. Sonntagnachmittag manns Ritter v. Fibich in schnellster Fahrt einen Kutscher, der neben Montag: Die Verschwörung des Fiesco zu Genua. Dienstag: Ein fritischer 3 Uhr: Charleys Tante. Sonntagabend und Montag: Der Beibertönig. seinem Wagen herging und Vater von vier Kindern ist, überfuhr Zentral- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Zigeunerbaron. und auf der Stelle tötete. Tag. Mittwoch: Die Jungfrau von Orleans. Donnerstag: Ein kritischer Tag. Freitag: Die Braut von Eupen. Der fönigliche Förster Savela erschoß heute mittag anSonntag: Der Berschwender, Morlag: En mind: Ein kritischer Tag. Sonntagabend und Montag: Die Geisha. Dienstag: Die Fledermaus. fritischer Tag. Mittwoch: Die Geisha. Donnerstag: Die Puppe. Freitag: Der BettelDeutsches Theater. Sonntag und Montag: Kettenglieder. Dienstag student. Sonnabend: Sufi. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Geisha. geblich aus Familienzwistigkeiten erst sein fünfjähriges Söhnchen und dann sich selbst. bis Donnerstag: Maria Friedhammer. Freitag: Kettenglieder. Sonn- Sonntagabend und Montag: Sufi. abend bis Montag: Maria Friedhammer. Sonntag, den 9. Oktober, nachNational Theater. Sonntagnachmittag: Bar und Zimmermann. Eine Pockenepidemie ist, wie aus Brüssel gemeldet wird, im mittags 2, Uhr Lady Windermeres Fächer Sonntagabend: Der Troubadour. Montag: Der Wildschüß. Dienstag: Arrondissement Löwen ausgebrochen. In Veltem, einem Orte von Berliner Theater. Sonntag: Zapfenstreich. Montag: Onkel Banja. Rigoletto. Mittwoch: Zar und Zimmermann. Donnerstag: Der Troubadour: 2000 Einwohnern, wurden in acht Tagen 73 Fälle konstatiert, woSonnabend: Rigoletto. Dienstag: Zapfenstreich. Mittwoch: Onkel Banja. Donnerstag: Bapfen- Freitag: Der Freischüß. Sonntagnachmittag: von 27 tödlich verliefen. Präventivmaßregeln für Brüssel sind anftreich. Freitag: Onkel Wanja. Sonnabend: so ich Dir. Sonntag: Der Troubadour. Sonntagabend: Der Freischüß. so ich Dir. Montag: Onkel Wanja. Casino Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Der Denunziant. Von geordnet. Sonntagnachmittag Leffing- Theater. Sonntagnachmittag 22 Uhr: Rose Bernd. Sonn- Sonntagabend bis Sonnabend: Mutter Gräbert. tagabend: Traumulus. Montag: Traumulus. Dienstag: Der Zalamea. Mittwoch: Traumulus. Donnerstag: Traumulus ter von 4 Uhr: Der Denunziant. Sonntagabend: Mutter Gräbert Freitag: Apollo- Theater. Allabendlich: Berliner Luft. Spezialitäten. Die Frau vom Meere. Sonnabend: Traumulus. Sonntagnachmittag Reichshallen Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger. U 22 Uhr: Die versunkene Gloce. Sonntagabend: Traumulus. Montag: Theater des Westens. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Troubadour. Sonntagabend: Undine. Montag: Der Postillon von Lonjumeau. Dienstag: Undine. Mittwoch: Rigoletto. Donnerstag: Gasparone. Freitag: La Traviata. Sonnabend: Die kleinen Lämmer. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Freischütz. Sonntagabend: Die kleinen Lämmer. Montag: Unbestimmt. Neues Theater. Sonntag: Erdgeist. Montag: Minna von Barnhelm. Dienstag und Mittwoch: Erdgeist. Donnerstag: Minna von Barnhelm. Freitag bis Sonntag: Die Kronprätendenten. Montag: Erdgeist. Schiller- Theater 0.( Wallner- Theater.) Sonntagnachmittag 3 Uhr: 4 Traumulus. freis der Jungfrau Nachmittags: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend: Die Weltausstellung in St. Louis. Hierauf: Der Gardasee, Dienstag: Bon der Zugspitze zum Wahmann. Freitag: Die Insel Rügen. Passage Theater. Dida. Hage- Theater. Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Täglich abends: Jm Bann Beschuldigte gab vor dem Untersuchungste er als Neffe des Eine neue Schwindelaffäre in Paris. Gestern erschien der angebliche Marquis Casa del Tiera unter der Beschuldigung vor dem Untersuchungsrichter, sich durch Fälschung seines Namens und Titels das Vermögen des Marquis von Casa verschafft zu haben. Der flärungen über seinen Lebenslauf ab und umfassende Er Verstorbenen dessen Erbe geworden sei. Wie es heißt, tragen diese Ausführungen hen te per der unwahrscheinlichkeit, our refe fräftigung feiner Aussagen berief sich der Beschuldigte auf den früheren spanischen Gesandten in England Casa Valencia, sowie den Marquis Muni, des spanischen Botschafters in Frankreich, und zahl= Ueber zwei schauerliche Katastrophen wird aus Amerita berichtet: Börje vorliegenden Telegramm ist der Dampfer Adolf" in der Schiffsung) ück. Antwerpen. Nach einem an der heutigen Johannisfeuer. Sonntagabend: Jn Behandlung. Montag: Medea. Danach soll der Ort Trinidad in Colorado durch den Bruch Nähe von Newcastle auf Grund geraten. Das Schiff gilt als verDienstag: Johannisfeuer. Mittwoch und Donnerstag: In Behandlung. eines Wasserrohres bernichtet seinen jelen var hoffi Loren, die Mannschaft wurde gerettet. Beniledi qox Joiver MOVermischtes.dewa flond mo reiche andre diplomatiche Persönlichkeiten. Freitag: Johannisfeuer. Sonnabend: In Behandlung. Sonntagnachmittag 5000 Personen dabei umgekommen seien. Zwar 3 Uhr: Johannisfeuer. Sonntagabend: Der Talisman. Montag: Die man, daß die ersten Berichte start übertrieben sind, aber daß das Großstadtluft. Schiller Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag. Unglück rozdem groß ist, wenn die Dämme des Wasserbehälters E. Briefkasten der Redaktion. Tag: in§ 3 Uhr: König Lear. Sonntagabend: Benſion Schöller. Mon- umbermutet gebrochen find, barf, angenommen des Waſſerbehälters.O.r Hochzeitsnacht. werden. Den Juriftifcher Ceil. tag: In Behandlung. Dienstag: Die Kreuzelschreiber.Mittwoch: König sich um eine Art Talsperre, aus der der Ort sein Wasser bezog. So Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Lear. Donnerstag: Die Großstadtlust. Freitag: König Lear. Sonnabend: weit die vorliegenden Schilderungen die Zustände in der Dertlichkeit von 7 bis 9½ Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Die Großstadtluft. Sonntagnachmittag 3 Uhr: König Lear. Sonntag erkennen lassen, muß nicht weit von diesem fünstlichen Wasserbeden C. T. 100. Ihre Forderung müßten Sie beim Amtsgericht einklagen abend: Die Großstadtluft. Montag: Johannisfeuer. der Fluß Las Animas vorbeifließen; dieser enthielt nach langer Dürre und versuchen beizutreiben. R. 5. 22. Die Ehefrau hatte das Recht, Nesidenz- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die 300 Tage. nur wenig Waffer; in den letzten Tagen sind nun über jene Gegend der Kaffe ohne Zustimmung ihres Mannes beizutreten, da fie volljährig Bon Sonntagabend bis Sonnabendabend: Eine Hochzeitsnacht. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die 300 Tage. Sonntagabend und Montag: Eine mächtige Wolkenbrüche niedergegangen; diese haben dem Las Animas war. Der Ehemann haftet für ihre Schulden nicht. Daß die Beiträge be= viel Wasser zugeführt, so daß er über die Ufer trat und bei Trinidad zahlt sind, hätte die Beklagte zu beweisen. Mangelt es an Beweismitteln, so erspart Zahlung, ohne Klage abzuwarten, Sosten. Eilige Frage Kleines Theater. Sonntag und Montag: Nachtasyl Dienstag: Des auch seine fünstlich erhöhten Ufer durchbrach. Seine Gewässer.. Ift keine andre Kündigungsfrist vereinbart, so ist die vierzehnPastors Riete. Mittwoch: Nachtasyl. Donnerstag: Fräulein Julie. Frei- fluteten nun in das Staubecken, dessen Dämme dem Wasserdruck tägige Kündigungsfrist einzuhalten. Anna S. 101. Klagen Sie auf tag: Nachtasyl. Sonnabend und Sonntag: Fräulein Julie. Montag: nicht standhalten konnten und nachgaben, so daß die ganze Flut sich Rüdnahme der Maschine gegen Zahlung des Breiſes. G. 2. 42. Des Pastors Rieke. über die Stadt Trinidad ergoß. Jede Verbindung mit dem un- Antrag auf Invalidenrente haben Sie bei der Versicherungsanstalt zu glücklichen Ort ist noch unterbrochen, so daß Sie geklebt sind und daß Sie invalide im Sinne des Invalidenstellen. Nachzuweisen haben Sie, daß mindestens 200 Marten für 2. M. 24. 1. Sie können( beim Eisen- bersicherungs- Gesetzes sind. Amtsgericht) auf Rechnungslegung und Zahlung flagen. 2. Ja. . 2. 12. So weit die Sachlage aus Ihren Angaben ersichtlich list, stand jedem Kinde ein Drittel des Nachlasses zu. An Stelle Ihrer Frau find Sie und Ihre Kinder getreten. m. m. 101. Der Gastwirt ist nicht verpflichtet, Essen oder Getränke zu verabreichen. In der Art der Beigerung fann eine Beleidigung erblickt werden. Zu Ihrem Fall liegt für das Vorliegen einer solchen kein Anhalt vor. 3. Wegen Mimentenforderungen ist Lohnpfändung zulässig, jedoch geht der R. T. 46. Ihre Mutter war weder franken- noch invalidenversicherungspflichtig. Karl 100. 1. Ja. 2. Nein. Unterhalt der ehelichen Familie vor. 4. Wo nichts ist, ist auch nichts zu holen. 5. Außer Gütergemeinschaft, das heißt das Vermögen der Eheleute ist nicht gemeinsames. Trianon- Theater. Bon Sonntag bis Donnerstag: Thr zweiter Mann. Von Freitag bis Montag: Gastons Frauen. Belle- Alliance- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Wilderer. richten von dem Hereinbrechen der Flut noch nach New York geSonntagabend und Montag: Die Revue der Chansons. Von Dienstag bis langten; später zerstörte die Flut die Draht- und auch die Sonnabend: Onkel Bräsig. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Deborah. Sonntag- bahnverbindung. abend und Montag: Onkel Bräfig. Aus New York wird gemeldet, daß eine große Fleisch Luisen Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Romeo und Julia konservenfabrik in der Nähe der Docks in Brand geraten ist. Sonntagabend: Mein Leopold. Montag: Ehrliche Arbeit. Dienstag: Die Flammen erreichten die Kühlräume, die mit Ammoniat gefüllten Mein Leopold. Mittwoch: Der Troubadour. Donnerstag: Hasemanns Behälter platten sofort und 50 Feuerwehrleute erstickten an Töchter. Freitag: Hamlet. Sonnabend: Von Stufe zu Stufe. Sonntag Ammoniakdämpfen; mehrere andere büßten das Augenlicht ein. Beim nachmittag 3 Uhr: Hasemanns Töchter. Sonntagabend: Hamlet. Montag: Abgang der Meldung waren 3000 Feuerwehrleute an der BrandLuftspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: In Behandlung. Sonntag- stätte tätig, um das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. abend und Montag: Ein wahrhaft guter Mensch. Dienstag bis Donners Edle Dreiftigkeit. Der Leutnant v. Nink in Karlsruhe, in deffen tag: Bieberleute. Freitag: Ein wahrhaft guter Mensch. Sonnabend: Privatwohnung die Frau des Rechtsanwalts Dr. Schlesinger aus Mein Leopold. Winter- Paletots slud odl Die Herren- Anzüge 24th Winter- Preisliste mit 200 Abbildungen ist in einer Auflage von 1 Million mit klarer, leicht verständlicher Veranschaulichung erschienen und wird auf Wunsch kostenlos versandt. 107] ग Reichhaltigse Auswahl Winter- Paletots R6, 50, 36, 24, 15, 8 M. 50 Winter- Paletots Sonder- Angebote. Gestreifte und glatte Eskimos u. Cheviots m.eleg. Futter 24.18 M. Geh- Pelz- Imitat. Feiner Eskimo m.Astrachan u. echt Sealbisam- Kragen 50 M. 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Zahlreichen und punktlichen Besuch aller Mitglieder erwartet Der Vorstand. Witterungsübersicht vom 1. Oktober 1904, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer Stand mm Wind. richtung Windstärke Better Temp. n. C. 5° C.= 4° R. Stationen Barometer. stand mm richtung Wind 1 heiter 9 Petersburg 771 50 1 molten! 11 Cort 1 Mebel Swinemde. 766 SSD 1woltent 12 Haparanda 762 S Berlin Hamburg 764 SD 766 SO Franti.a.M. 765 D München 766 D Wien Windstärke Better 2 bedeckt 1wolfen! Sonntag, 2. Oktober 1904. Marktpreise von Berlin am 30. September. Nach Ermittelungen des fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte 17,55-17,53 M., mittel 17,51-17,49., geringe 17,47-17,45. Roggen**), gute Sorte 13,80-00,00., mittel 00,00-00,00 M., geringe 00,00-00,00. Futtergerste*), gute Sorte 15,60-14,60 m., mittel 14,50 bis 13,50 M., geringe 13.40-12,50 M. Hafer*), gute Sorte 16,50-15,70., mittel 15,60-14,90 M., geringe 14,80-14,10 M. Erbsen, gelbe, zum Wochen 40,00-28,00. Speisebohnen, weiße 50,00-25,00 M. Linsen 60,00-25,00 M. 7 Kartoffeln 11,00-7,00 9. Richtstroh 4,66-4,16 M. Heu 9,10-6,80. 5 Für 1 Kilogramm Butter 2,80-2,00 m. Gier per Schock 4,50-3,20 m. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. 3Regen 2 bedeckt 9 10 8 Aberdeen 751 SS 2 wolfen! 10 Baris 764 S Ober- Schöneweide. Montag, den 19. September, hielt der 768 Still heiter 10 Frauen- und Mädchenbildungsverein zu Ober- Schöneweide im Lokal Wetter- Prognose für Sonntag, den 2. Oktober 1904. von Schulte, Wilhelminenhofstraße 43, feine regelmäßige VereinsZiemlich warm, zunächst meist beiter, bei lebhaften südlichen Winden; bersammlung ab. Herr Dr. Maurenbrecher hielt einen Vortrag später zunehmender Bewöllung und etwas Regen. über: Glück. Die nächste Versammlung wird noch bekannt gegeben. Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der, Juterate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 2. Ditober. Uhr, Freie Volksbühne, nachm. 2, 115. 2. Abteilung: im Metropol- Theater, Komödie der Liebe. 5. Abteilung im Berliner Theater: Göz von Berlichingen. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Bajazzi.( Pagliacci.) Coppelia. Montag: Rienzi, der Letzte der Tribunen. Anfang 7 Uhr. T Neues fönigl. Opern Theater. Ein fritischer Tag. Montag: Die Verschwörung des Fiesto zu Genua. Deutsches. Stettenglieder. Montag: Dieselbe Borstellung. Berliner. Zapfenstreich. Montag: Ontel Wanja. Leffing. Traumulus. Urania. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Schiller- Theater. Schiller Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonntagnachmittag 3Ubr: Johannisfeuer. Im Bannkreis der Jungfrau. Schauspiel in 4 Atten von Hermann Montag: Dieselbe Vorstellung. Um 4 Uhr( kleine Preise): Die Weltausstellung in St. Louis. Hierauf: Der Gardasee. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. CASTAN'S ANOPTICUM. PANA Friedrichstr. 165. Rosa das gelehrte Pferd! Sudermann. Sonntagabend 8 Uhr: In Behandlung. Komödie in 3 Aufzügen von May Dreyer. Montagabend 8 Uhr: Medea. Dienstagabend 8 Uhr Johannisfeuer. Schiller- Theater N. ( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Sonntagnachmittag 3 Uhr: König Lear. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. Sonntagabend 8 Uhr: Pension Schöller: Boffe in 3 Aufzügen von Karl Laufs. Nach einer Idee von W. Jacoby. Montagabend 8 Uhr: Hatacaben 8 Dienstagabend 8 Uhr: Die Kreuzelschreiber. Kleines Theater Neues Theater. Vereinigte Bühnen unter der Leitung von Max Reinhardt. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Montag: Nachtasy!. Dienstag: Des Pastors Rieke. Mittwoch: Nachtasyl. Thalia- Theater. Erdgeist. ( Eysoldt, Steinrück, Waßmann, Licho, Kayßler.) Montag: Minna von Barnhelm. Dienstag und Mittwoch: Erdgeist. Belle- Alliance- Theater. Nachmittags 2%, Uhr: Rofe Bernb. Zentral- Theaterte nachmittag 3%, Uhr bei halben Heute nachmittag 3 lbr bei halben Drebenerſtr. 72/73. Direktion: Kren& Schönfeld. Belle- Allianceftr. 7/8. | Uhr Montag: Traumulus. Weften. Undine. Nachmittag 3 Uhr halbe Preise: Radmittags 3 Uhr: Der Trou. Der Zigeunerbaron. Guido Thielscher in der Titelrolle. badour. Montag: Der Postillon von Longjumeau. Thalia. Der Weibertönig. Nachmittags 3% Uhr: Charleys Tante. Montag: Der Weiberkönig. Central. Die Geisha. Rahmittags 3 Uhr: Der Sigeuner. baron. Montag: Die Geisha. Deutsche Boltsbühne. Genoveba. Nachmittags 3 Uhr: Die Räuber. Montag: Klar zum Gefecht. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) In Behandlung. Nachmittags 3 Uhr: Johannisfeuer. Montag: Medea. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Bension Schöller. Nachmittags 3 Uhr: König Lear. Montag: In Behandlung. National. Der Troubadour. Nachmittags 3 Uhr: Bar und Bimmermann. Montag: Der Wildschütz. Belle- Alliance. La Peur. Nachmittags 3 Uhr: Der Wilderer. Montag: La Peur. Neues. Erdgeist. Montag: Minna von Barnhelm. Rleines. Nachtasyl. Montag: Dieselbe Borstellung. Defidenz. Eine Hochzeitsnacht. Nachmittags 3 Uhr: Die 300 Tage. Montag: Eine Hochzeitsnacht. Lustspielhaus. Ein wahrhaft guter Mensch. Nachmittags 3 Uhr: In Behandlung. Abends 72 Uhr: Die Geisha. Operette in 3 Aften v. Jones Sidney. Montag: Die Geisha. Dienstag: Die Fledermaus. Luisen- Theater. Nachmittags: Romeo und Julia. Abends: Mein Leopold. Montag: Ehrliche Arbeit. Dienstag: Mein Leopold. Täglich abends 72 Uhr: Der Weiberkönig. Fritz Heimerding, Josephine Dora ( Guido Thielscher, Lina Abarbanell, in den Hauptrollen.) Cirkus Busch. 2 Vorstellungen & Breisen: Der ben's's 8 ur: Gastspiel unter Leitung von Mr. Sylvestré: Mlle. Pierny. La Revue de la Chanson. La Peur. Morgen: Letztes Gastspiel. Wasserstand am 30. September. Elbe bei Ausfig- 0,59 Meter, bet Dresden 1,96 Meter, bei Magdeburg+ 0,21 Meter. Unstrut bei Straußfurt+0,80 Meter. Oder bei Ratibor+1,22 Meter, bei Breslau Ober- Begel+4,80 Meter, bei Breslau Unter Begel- 1,50 Meter, bei Frankfurt+0,58 Meter. Weichsel bei Brahemünde+2,74 Meter. Barthe bei Bosen 0,14 Meter. Neze bei Usch Meter. Volkstümliche Ausstellung für Schule, Haus und Herd Aktien- Brauerei Friedrichshain No. 16/23. Heute Sonntag: Bergter- Konzert. Besichtigung des Riesen- See- Elefanten. Entree 50 Pfennig. Unwiderruflich letzter Tag! Flotten- Schauspiele. Grösste Wasserschauspiele der Welt! In die Luft sprengen von Kriegsschiffen. Heute 3 große Abschieds- Vorstellungen um 3, 5%, und 8 Uhr. Jeder Besucher hat in der 3 Uhr- Vorstellung 2 Kinder, in der 5, Uhr- Vorstellung 1 Kind frei. 35/17 Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. WE Vollständig neu ausgestattet! Gr. internat. Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Täglich: Special- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Die Regimentstochter. Französischen von D. Ennery, und W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Die wilde Kage. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Bf. Ball. Baudeville in vier Aften nach dem Gesangspoffe in 4 Atten v. Mannftädt. Mark Fournier. Nach der Vorstellung: Gr. 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Oktober Programm: Hans Fredy, Geschw. Fiocati, Tanzduo. Engelski- Truppe, Tanz- Ensemble Dida Russ. Ges.- u. die Erschaffung eines Weibes dem Nichts. aus 14 neue erstklass. Nummern. Anfang 6 Uhr. Preise der Pläße: 1. Parkett und Balton 1 Mart, 2. Partett 75 31. Entree 50 Pf. Dienstag: Der rechte Schlüssel. Seala- Theater. Linienstr. 132( a. d. Friedrichstr.) Sensationelles Programm! Familie Schmekeles Boffe mit Gefang in einem Aft, sowie 30 internation. Specialitäten. Anfang 7%, Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. Palast- Theater. Bürgerliche Schauspiele. Burgstraße 22. Um 8, Uhr: Vom Himmel zur Hölle mit Direktor Richard Winkler als Jupiter. Borhar: Das neue Oktober. Specialitäten- Programm. Anfang 8 Uhr. Eröffnung 7 Uhr. Sonntag 6 Uhr. Sonntagnachmittag 3 Uhr zu Kleinen Preisen: Metropol- Theater Der Sohn der Wildnis M Josef Giampietro a. D. mit namhaften Gästen. Bender. Josephi. Grünfeld. Frid- Frid. Prachtsäle des Westens Der größte Erfolg dieses Jahres Ein tolles Jahr. 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Sonntag: Großer Ball Unterrichtsfach Geschichte Von der Völkerwanderung bis zu den großen Erfindungen und Entdeckungen d. 16. u. 17.Jahrhunderts. UnterBehandelter Lehrstoff Lehrer richtstag Nationalökonomie Theoretische Nationalökonomie, Schriftst. Max I. Teil. Montag Grunwald C Schriftsteller Dr. Rudolf Steiner Dienstag Schriftst. M. H. Mittwoch Baege Schriftsteller Simon Katzenstein Donnerstag Natur- Erkenntnis Sociale Diez' Specialitäten- bung Theater RedeUebung Entwicklung des Weltalls und der Erde. yeni Arbeiter- Versicherung. Uebungen in mündlicher Rede und im schriftlichen Aufsatz. Landsberger Allee 76/79. Heute sowie jeden Sonntag: Im herrlichen Garten od. gr. Saal das neue fonkurrenzlose Programm Kursus in Staatswissenschaftliche praktische 38 Sensations- Nummern. National6 Fortschr.ökonomie Kaffeeküche. Volksbelustigungen. Bis 2 Uhr: Ball. Entree 30 Bf. Fortschr.Andreas- Garten Andreasstraße 26. * Inh. Fr. Merkowski. 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Oktober, im Saal 1( Fortsetzung im Saal 8); Sociale Gesetzgebung Bilanz per 30. Juni 1904. Donnerstag, den 13. Oktober, im Saal 8; Rede- Uebung Freitag, babu, Fremibenlogis.- Bürgerlicher den 14. Oktober, im Saal 1; die beiden Fortschrittskurse Sonntag, den 16. Oktober, Nationalökonomie im Saal 5, Rede- Uebung Raffe Waren. Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende und beginnt Inventar. pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 11 Uhr. bei freiem ( Inh. Adolf Schmidt) Perlebergerstrasse 26 empfiehlt seine 87L 3 neu renovierten Festsäle mit Nebenräumen ( 800, 300 u. 200 Personen fassend) den geehrten Vereinen zur Abhaltung von Festlichkeiten jeder Art, unter coulanten Bedingungen. im Saal 3. Die reichhaltige Bibliothek, welche sich im Arbeitsnachweis des Metallarbeiter- Verbandes, Hof links, 3 Treppen( über Saal 8) befindet, ist an diesen Abenden von 8 bis 9 Uhr geöffnet. Die Sonntagskurse beginnen pünktlich vormittags um 10 Uhr. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 Mark und ist spätestens am zweiten Abend resp. Sonntag zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus steht jedermann zum unentgeltlichen Besuch frei. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt am besten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstraße 40a; Reul, Barnimstraße 42; Vogel, Achtung! Vereine! Uferinerstraße 32; Krause, Müllerstraße 7a; Horsch, Engel Alle zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Habe noch Säle an Sonnaben: Lammé, Berlin SW. 43, Hornstr. 20, Querg. II, Geldsendungen an den n. Sonntagen im November den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Hasenheide 56, zu senden. und Dezember zu vergeben! 5/3 H. Ebert, Club- Haus, 72. Kommandanten- Strasse No. 72. Neu! 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Mitglieder betrug: am 15. Ottober 1903. 28 770, Zuwachs i. J. 1903/04 Gesamtbetrag am 30. Juni 1904 " 3 270, . 32 040, Charlottenburg, 1. Oktober 1904. E. Knoth. Der Vorstand. A. Sellin. Joh. David. Reste von Herren- und Knaben- Anzügen, Winter Paletots, Damen- Kostümen Enorm billig. Fabrik- Niederlage An der Schleuse 8 parterre, in nächster Nähe des Schloßplak. Kein Laden! Geöffnet v. 3-8 Uhr nachm. Heute Sonntag v. 12-2 Uhr. Verkauf direkt an Private! Zahn- Klinik. Preise beliebige Teil. zahlung. InvalidenOlga Jacobson, straße 145. Mesnascido- moo # 9 1 audelta Notxowbo Bitte ausschneiden und aufbewahren? guitar dodanoth Liste der bewilligten Bäckereien Da ein Teil der Bäckermeister durch den Oktober- Umzug und den damit verbundenen Kundenwechsel die stille Hoffnung hegt, sich den eingegangenen Verpflichtungen entziehen zu können, so bitten wir namentlich die Arbeiterschaft, recht scharf auf diese Liste und den in den nächsten Tagen erscheinenden Nachtrag zu achten. Worden. 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Samariterſtr. 2, F. Fischer. 11, Fr. Hanke. Schreinerstr. 57, Louise Namisch. 60, R. Steffen. Straußbergerstr. 1, C. Reglin. 33, C. Schiede. 17, A. Birschel. 5, F. Schubert. 46, Fr. Müller, Straßmannstr. 8, Ernst Feller. 24, Hein. Stralauer Plat 18/19, Heida. Stralauer- Allee 23, H. Binnenberg.* 17, A. Lipsti.* " Thaerstr. 11, Fr. Reinike. Tilsiterstr. 26, A. Geßner.* 34, Söpig. sid 77, Ferd. Stahnsdorf.* 91, Hanke. 12, K. Bieringer.* Thornerstr. 67, P. Reich. Wallnertheaterstr. 10, L. Fränkel. Warschauerstr. 1, Heinr. Godike. 4, J. Rülfe. Manteuffelstr. 61, A. Stolla.* " ( beschäftigt nur Lehrlinge.) 5, W. Bergmann. 100, Laugwin.* Mariannenstr. 5, W. Toerlik.* 27, R. Lutosch. Mustauerstr. 6, B. Tews.* 18, Sanatkowski. 28, Heinzelmann. 34, C. Schulz.* Naunynstr. 1, E. Barth.* 7, Fieliz.* " " 64, E. Heilmann.* 68, H. Neumann. 73, Stojaczyt.* 90, Hanfe. Ohmgaffe 9, Nowosadko.* Oppelnerstr. 4, Schent. 26, Stephan. " 24, C. Röder. " 35, A. Krause.* " 46, Rabatt- Sparverein.* " 49, Naß. 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Krautstr. 10, Albrecht. 22, Arndt.* 25, Julius Freudenhammer.* 3, Eduard Goldacker.*. Kreuzigerstr. 1, Hanke.* Langenbedstr. 12, D. Rehwaldt.* Langestr. 21, G. Hildebrandt. 36, Brotfabrik Berolina.* 46, A. Rappmann. " 13, Ed. Goldacker.* Lichtenbergerstr. 6, F. Scheel. Liebigstr. 38, Hante. " 15, Bauer.* Lithauerstr. 14, F. Hildebrandt. Löwestr. 1, Kahlfuß.* 18, Ernst.* Lebuserstr. 11, N. Bienert.* Marlusstr. 9, S. Steil. 11, M. Schneeberger. 27, Mohlnau. 38, 2. Stoppe. 15, W. Stüße. Kleine Markusstr. 12/13, Lehmann. Memelerstr. 4, Estler.* 7, Knode.* " " 20, 2. Holbe.* " 47, Nitisch.* 52, F. Mehlbose.* 59, G. Donize. Mirbachstr. 14, Genossensch. Boltsbrot.* 29, Schulz.* " Matternftr. 2, 2. Zeplin.* " 13, H. Dörner.* Markgrafendamm 32, Lehmann. Münchebergerstr. 15, D. Lau. 32, E. Albrecht. Mühlenstr. 35, A. Müller.* " 51, J. Schön.* 68, Gädel. Muskauerstr. 28, P. Heinzelmann.* Am Ostbahnhof 1, R. Adam. Petersburgerstr. 2, E. Wiedekind. 66, Alb. Thiel. 21, P: Mertens. Poſenerſtr. 2, St. Cymer. " 16, H. Bietsch. Pintschstr. 4, R. Gorgens. Proskauerstr. 28, Bloch. Richthofenstr. 5, R. Zelm. " 22, C. Blümel.* 30, Mar Heinroth.* 37, Rabatt- Sparverein.* Annenstr. 41, F. Niemeyer. 5, G. Kadelbach. Brizerstr. 7, J. Targatsch. 41, 2. Osterhagen. 21, E. Friz. Caprivistr. 25, Hanke.* Cuvrystr. 5, W. Fiebig. " 22, D. Schörnig.d 42, E. Müller. Sorauerstr. 1, H. König.* 8, D. Wagenknecht.* 12, A. Jsmer.* " " 18, M. Eule.* Schmidstr. 8a, C. Lange. Schlesischestr. 19, C. Tennert.* Waldemarstr. 66, P. Hamel.* Wienerstr. 8, 8obel. 32, E. Klammet.* 36, Joh. Dietschmons.❤ " " 56, A. Laugwig.* 58, F. Bachstein.* Wrangelstr. 9, A. Wohler.* 21, G. Gumtau. 77, E. Genzmann.* 82, F. Meister.* 91, Hanfe.* Beughofstr. 8, A. Helbich. " " 37, G. Raaz. " 44, F. Lebus. 28, smer.* " Falckensteinstr. 47, A. Manthey.* " 45, Hanke. 20, Kulinsky. " 28, Albrecht. " 20, Rabatt- Sparverein.* 48, B. Scharfenberg.* Görligerstr. 63, Diefenbach. " " 68, Rabatt- Sparverein.* 36, Sehnert. 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Liegniterstr. 22, Rabatt- Sparberein.* 28, G. Mieth. Lübbenerstr. 10, Hanke.* 24, C. Witschel.* 29, Gierz.* Manteuffelstr. 45, Bobel.* 12, Rabatt- Spar- Berein.* 35, Rabatt- Spar- Berein.* 25, Böttcher u. Co. 4, A. Kaddy. Grimmstr. 1, Hentsch. Hasenheide 49, D. Hartmann. Jahnstr. 21, Köhler. Brinzenstr. 64, Brotfabrik Berolina.* Ritterstr. 15, Herm. Trapp.* Stallschreiberstr. 32a, Hanke. Schmidstr. 8a, T. Lange. Schönleinstr. 27, D. Hollunder. 21, E. Anders. 6, E. Drauschke. Solmsstr. 27, S. Kranz. Urbanstr. 1, Neubarth. 83, N. Schnecklein. Wasserthorstr. 16, Lautenschläger. 21, Bobel.* " 67, A. Lippert.* " 87, 2. Schirrmeister.* 90, E. Lelleit.* " 99, A. Brauer.* D 33, H. Neumann. D 103, 2. Razmann.* " Südwesten. Mexandrinenstr. 46, Riebenstahl. 28, M. Hilbig.* Bergmannstr. 10, Snofius.* 14a, Bolenz.+ 104, D. Blottner.* Fidicinstr. 14, Aug. Preuß. Friesenstr. 27, Brotfabrik Berolina.* Jerusalemerstr. 3/4, R. Richter. Kreuzbergstr. 38, K. Hesse. Mittenwalderstr. 30, Franz Dohnal.* Mödernstr. 124, D. Blottner.* Markgrafenstr. 73, R. Richter. 74, Gust. Rothe.* Mariendorferstr. 3, J. Steinte. Mittenwalderstr. 44, G. Schröder. Nostizstr. 9, A. Bockisch. 49, Aug. Michelt. Simeonitr. 28, W. Bergmann.* Wilhelmstr. 133, R. Richter. Yorfstr. 40, D. Blottner.* 65, A. Trümpler. Bimmerſtr. 84, R. Richter. Boffenerstr. 41, D. Blottner.* Westen, Blumenthalstr. 6a, Gerdwig. Dennewigstr. 4, Elias Radanovik.* Dennewigstr. 6, D. Blottner.* 33, M. Jahn. Friedrich Wilhelmstr. 20, A. Zapp. Frobenstr. 20, Brodfabrik Berolina.* Stirchbachstr. 14, D. Gaedice.* Neue Steinmekftr. 1, Starl Zeglin. Nürnbergerstr. 29, G. Kakowsky. Stegliterstr. 71, D. Schaper. Steinmetstr. 27, M. Poche. 43, D. Hoyer. Göbenstr. 18, Brotfabrit Berolina.* Groß- Görschenstr, 8, D. Gaedice.* 9, Elias Radanovik.* Kurfürstenstr. 9, D. Blottner.* Centrum. Meranderftr. 28, W. Hittig. 21, Eduard Goldader. Auguststr. 26, Brotfabrik Berolina.* Dragonerstr. 15, A. Weyer, Hankes Bäderei.* Dragonerstr. 86, N. Neumann. Elsasserstr. 92, H. Better. 19, Thuiges. Gipsstr. 7, 2. Listen. Grenadierstr. 47, E. Hannisch. Linienstr. 56, E. Schneider.* 65, P. Hanfe.* " Lothringerstr. 16, J. Schmiz. Mulackstr. 10, A. Beiske. Dranienburgerstr. 39, M. Strud. 84, Hante. Sophienstraße, Aschingers Bierquelle. Steinstr. 18, Otto Minuth. Alte Schönhauserstr. 33, Ed. Goldacker.* Charlottenburg. Ansbacherstr. 25, 2. Kühnast. Cauerstr. 17, G. Schulz. Courbiereſtr. 9, S. Dunker. Chriftstr. 18, B. Liebe.* Dantelmannstr. 46, Lehmann. Erasmusstr. 12, Schmidt u. Hamerski. Florastr. 10, Maaß. Friedrich Karlsplab 1a, W. Nitsche. Goethestr. 25, G. Schott.* 79, W. Weigand. Guerideſtr. 40, P. Torgeler.* Huttenstr. 32/33, C. Schäffer. Kantstr. 24, Görnig. " 40, A. Lüdtke. 61, 2. Förster. Kanalstr. 15, G. Lenke. Kaiser Friedrichstr. 59, S. Larisch. Kirchstr. 35, E. Senorr. Knobelsdorffstr. 8, H. Schmidt. 42, B. Bley. Strummestr. 20, D. Scholz. Leibnizstr. 5, Hempel. 62, D. Wörbc. Mogstr. 19, D. Blottner.* Nehringstr. 4, C. Brand.* Nettelbeckstr. 14, D. Blottner.* Bestalozziftr. 76, J. Spigbart... Rüdertstr. 3, D. Bilde.* Plößenseestr. 12, A. Thiele. Sophie Charlottenstr.15a, PaulDähne. 80,. Proell.* 93,. Gramm. " Spandauerstr. 20, B. Lüd. Speceftr. 46, Porath. Schillerstr. 83, R. Roth, Scharrenstr. 28, A. Karsch.* Schlüterstr. 17, E. Kraus. Stuttgarter Platz 15, A. Nitsche. Tauroggenerstr. 10, G. Jandle. Wallstr. 8, B. Reiche. " 85, A. Ulbrig. Wilmersdorferstr. 59, M. Funt. 70, W. Gaidke. " " 158, D. Geisler. Schöneberg. Ansbacherstr. 8, D. Blottner.* Afagtenstr. 12, Wwe. Herbst. Albertstr. 12, A. Borbet. Augsburgerstr. 36, D. Blottner.* Bahnstr. 21, A. Lehmann. 40, D. Sterling.* Bahnstr. 46, D. Blottner.* 47, N. Schwämmlein. Barbarossastr. 78, Wegel.* Brunhildstr. 9, Fach. Belzigerstr. 61, B. Kernchen. Ebersstr. 85, Rauchschnabel. Feurigstr. 67, E. Merfert.* 54, F. Michaelis.* Frankenstr. 7, B. Neumann. 2, Eduard Hanke.* Friz Reuterstr. 9, H. Gort. Gleditschstr. 11, Hantes Bäckerei. Gothenstr. 11, D. Blottner.* 21, E. Brauer. Golgstr. 2, J. Wurst, fr. Hanke.* Golfstr. 31, D. Blottner.* Golgstr. 68, Brotfabr. Berolina.* Gustav Freytagstr. 9, H. Bed. Grunewaldstr. 129, D. Blottner.* 110, " " 120, A. Lehmann( Inh. Schäfer). Hauptstr. 53, F. Kaiser. 85, St. Hettgen. 126, R. Steuer.* Hohenfriedbergstr.21, Friedr. Templin. 5, E. Obiglo. 19, D. Blottner.* Hohenstauffenstr. 7, A. Lehmann.* Kaiser Friedrichstr. 14, F. Pietschmann. 11, Peter. 4, Brotf.Berolina.* Kolonnenstr. 46, E. Tozlowsky. Krimhildstr. 1, D. Reinemann. Kyffhäuserstr. 9, G. Schwemmer. 11, Bohndorf. Meiningerstr. 9, E. Naudyus. Nollendorfstr. 28, B. Maiberg. 40, Hankes Bäckerei.* Sedanstr. 6/7, F. Lehmann.* 18, P. Pranke. " " 22, 2. Johannes.* " 34, E. Brauer. " 36, J. Lehmann.* " 39, E. Niemann. " 83, H. Wurst. Siegfriedstr. 1, Brotfabr. Berolina.* 4, Josef Wagner.* Steinmekftr. 22, D. Blottner.* 42, D. Blottner.* Tempelhoferstr. 8, Hampe. 5, B. Danide. Winterfeldtstr. 20, H. Bomerente.* 8tethenstr. 3, R. Hoffmann.* Rixdorf. In Nixdorf werden nur die Tarif Bäckereien aufgeführt. Bergstr. 73, M. Kupfernagel " " " 16, D. Wienece. 122, Conrad Pente. 32, Rob. Kießling. 134, Rich. Liebenow. Berlinerstr. 20, A. Voigtländer. 26, B. Neich. 85, R. Leinau. Boddinstr. 64, F. Godawa. Delbrückstr. 35, F. Ede. 65, R. Seiler. Elbestr. 6, Kirstädter. Elſenſtr. 82. F. Pietsch. Emserstr. 44, M. Jeschal Erfstr. 4, Speiseforn. " 15, Schimpfe. 15, G. Maerz. Faltstr. 3, Rabatt- Sparverein Südost. " 21, M. Lehmann. 25/26, G. Persice. Fuldastr. 10, E. Kroder. Fuldastr. 60, M. Masten. Friedelstr. 3, L. Marmul. Hermannstr. 42, M. Firnstein. " 16, G. Reinhardt. 210, A. Brig. 231, Friedrich. Herthaftr. 3, Hilmer. Herzbergstr. 11, Gribat. 28, W. Stange. Herfurthstr. 34, R. Seiler. Sobrechtstr. 1, B. Neubauer. Hohenzollernplatz 11, W. Schuot. 13, Dornbusch. 18, D. Martus. Jansenstr. 2, D. Hader. Sägerstr. 70, Paul Hahn. 77, E. Haase. Juliusstr. 65, J. Scholz. Kaiser Friedrichstr. 175, J. Beigmann. 12, A. Braun. 7, A. Herrmann. Karlsgartenstr. 13, H. Kabow. Knesebeckstr. 33, Rob. Galler. 38, G. Gruhlfe. 41, M. Belzig. 146, A. Hentschel. Kirchhofstr. 2, Rabatt- Sparv. Südost. 32, E. Hoffmann. 46/47, Brejla. Kopfstr. 45, J. Hornig. Lessingstr. 22, Aug. Jahnke. " 30, Hoppe. 34, M. Bersete. Münchenerstr. 17/18, Friedrich. 31, Alb. Boigt. 44, R. Weigelt. Mainzerstr. 56, Joh. Brehmer. Bannierstr. 13, K. Junker. 16, A. Jsmer. " 4, Dtto Görk. Pflügerstr. 11, W. Ohlhoff. Prinz Handjerystr. 22, W. Bennewit. 24 Brig. 38, Leuchte. " 58, J. Bartsch. 75, D. Lemke. " 83, D. Griebat. Richardstr. 104, Handte. 15, Paul Blasius. 63, Lüdicke. Richardplay 7, Rich. Liebenow. Ringbahnstr. 25, P. Scholz. 30, B. Kofiel. Neuterstr. 32, Arthur Nybikki. 94, Frizz Bosse. Selchowerstr. 4, M. Lehmann. Steinmetstr. 23, Summer. 29, Rich. Liebenow. 39, R. Senftleben. Steinmiegstr. 121, Löwigt. " 129, Rabatt- Sparberein. 131, J. Runge. Schöneweiderstr. 9, Fr. Leinau, Thomasstr. 7, R. Lobbes. 37, Arndt. Thüringerstr. 18, E. Würfel. 36, CarlAdamed. Walterstr. 18, C. Pritsch..... Warthestr. 9, Cziicior. 68, H. Dallinger. Wanzlichstr., Kassube. Wißmannstr. 7, J. Treffer. 21, B. Krüger. Wipperftr. 12, Strell. Weserstr. 206, C. Slawinski. Biethenstr. 19, W. Ossa. Rölfeftr. 17a, J. Boschinky. 127, B. Vogel. Sedanftr. 35a, St. Moſchler. 63, E. Dahn. Straße 2, D. Bauer. Straßburgstr. 20, H. Hähnge.* Streustr. 2, J. Bauer. Wilhelmstr. 23, E. Schwarz. 30, E. Großkopf. Wörthstr. 24, A. Popp.* Reinickendorf. Antonienstr. 56, Fr. Hoffmann.* Rosenstr. 111, D. Scheibe. Rudowerstr. 12, P. Neumann. Schönerlinderstr. 12, C. Bernard. Adlershof. A. Wartenberg. C Schulz. E. Lelleid. Joh. Laserich. Frau Römisch. Fr. Babke. Grünan. Augufte Victoria- Allee 53, C. Hinrich. Köpnickerstr. 107, P. Stadelhoff.* Berlinerstr. 14, Hattwig. 42, 5. Guthsmuths. " " " " 104, Rich. Krause. 134, W. Gottschalt. Bürgerstr. 20, Popp. Eichbornstr. 12, Behrend.* 35, H. Ziesmer. 39, D. Fliegner. 72, D.& önler. " Geſellſchaftsstr. 31, H. Roblik. Grüner Weg 51, M. Modrom. Sansottertrake, R. Bitt 52, 9. Mutter. Gerbitstr. 24, Fr. Kottenbahn. Holländerstr. 125, C. Nitschke. Justusstr. 14, Modrow. 29, H. Kable. Marfstr. 5, A. Scheer. Bankower Allee 72, W. Köpke. Provinzstr. 28, H. Schenkel. 51, Herm. Baumgärtel. 72, E. König. A. Euen.* Steglitz. Ahornstr. 16a, E. Thiel. Adolfstr. 7, H. Orschel Burgstr. 3, C. Felsch. Düppelstr. 22, Holz. Düntberstr, 2. M. Gorkig. Hohen- Schönhausen, H. Maihofer. Kostestr. 17, A. Kusche. Neu- Hohen- Schönhausen, Berlinerstr. 8, E. Schulze. Wartenberg. Weißenbach. Treptow. Elsenstr. 38, W. Barling Nachfolger B. Roebert. Lichtenow- Herzfelde. H. Bulprecht. Schmargendorf. Breitestr. 22, E. Klingbeil. Dahlem bei Steglitz. Florajtr. 2a, G. Lämmtes. Schilling. Herderitr. 3, Leupold. Schloßstr. 95, 3. Bapier. Schüßenstr. 1, G. Bollmann. 11, Hermann Knaths. 38, H. Wache. Wilmersdorf. Auguftastr. 3, J. Schramm. Berlinerstr. 38, W. Grosse.* Brandenburgischestr. 3, H. Angerstein. Düsseldorferstr. 4, G. Jauch. Sigmaringenstr. 35, J. Larisch.* Uhlandstr. 46, H. Forstemann. " 20, M. Lehmann. " " 36, F. Zahn. " 80, J. Schwarz. 41, Emil Bankow. " 86, C. Braun. " " 57, Carl Jeltruft: " 75, Klein. " 75/76, N. Zimmer. " 81, Hentschel. " 150, E. Liebing. " Britz. Budowerstr. 8, W. Spielhagen.. Buckower Chaussee 4, Laqua. Bürgerstr. 12, St. Diedhoff. 24, D. Weihrauch. Chausseestr. 17, Witwe Clausniker. " 50, A. Friese. 36b, S. Ramdohr. " 43, E. Schädel. " 50, M. Fischer. 68, Otto Martiart. 68/70, G. Heidemann. " 77, K. Braun. " " 101, Bannmig. " 152, A. Wiangle. 114, C. Radtke. Jahnstr. 45, D. Schulze. Rudowerstr. 6, A. Haupt. Werderstr. 89, Fr. Barniko. Dalldorf. Bahnhofstr. 9, F. Korstädt. Hermsdorferstr. 1, A. Gutschow. Oranienburgerstr. 10, E. Jahn. 21, P. Pasch. Dranienburger Chauffee 17e, G. Troft. Rosenthalftr. 2a, H. Karstadt. 3, W. Frost. " " 4a, A. Blättner. 9, Ch. Prächter. Triftstr. 11, D. Richter. Stralan. 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Residenzstr. 61, Buffe. 118, C. Stege. Scharnweberstr. 135, F. Naujad. Schwedenstr. 16, Hebrock. Pankow. Berlinerstr. 84, J. Kalbom,* Brehmestr. 54, D. Harm. Florastr. 24 u. 35, 3. Piest. " 34, W. Hein. " 50, M. Eichstädt.* 78, G. Saise. " Heynstr. 5, M. Stoller. Kaiser Friedrichstr. 67, Wienice. Kreuzstr. 17, Stibbe.* Kuglerstr. 8, W. Ribell. Marimilianstr. 2, R. Voley. 50, A. Rohr. Mühlenstr. 13, C. Barselow. 78/80,. Linde. Neue Schönholzerstr. 4, H. Steuer. Schloßstr. 4, R. Grunow. Schönholzerstr. 7, R. Seiffer.* Wollantstr. 22, W. Schmidt. 130, B. Hartmann. " Friedrichsfelde. Berlinerstr. 1, Meyer.* 102, D. Wölfert.* Ober- Schöneweide. Frischenstr. 1, A. Berger. 21, M. Pietsch. Laufnerstr. 4, H. Strache. Marienstr. 18, Th. Mielte.* Ohmstr. 7, F. Dams. Siemensstr. 16, H. Jähne. Wilhelminenhofstr. 1, H. Kunze. " " 17, Fronober. 37, Emil Strukke. 47, Th. Mielte.* Tegel. Berlinerstr. 3, L. Gieße. Schlieperstr. 29, L. Schwanz. 67, Weißhaupt. Schloßftr. 22,. 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Merten.* " 10, Otto Riebe.* Neue Prinz Albertstr. 5, Fr. Hensel.* 25, P. Seidel,* 30, G. Hahn. 48, M. Luntwik* Neue Bahnhofstr. 9, D. Fritsche.* 27, R. Hanisch.* Sonntagstr. 36, B. Joachim.* Schillerstr. 27, P. Mickelburg.* Türrschmidtstr. 2. A. Westphahl.* 31, 6. Schön.* 40, Th. Böhme. Alt- Glienicke. Köpniderstr. 44, D. Stadelhoff.* Rudowerstr. 57, M. Lange. W. Beuster. 76, Hermann Werner.* Mühlenbeck. Paul Groß. A. Hende. Gross- Ziethen. Chauffeeffr. 37, A. Warner. Selchow b. Teltow. Bahnhofstr. 2, J. Werniz. Lichtenberg und Friedrichsberg. Blumenthalstr. 7, E. Schültke.* " 10, C. Hanke. 19, S. Martin. " 24, S. Biedermann. 27, H. Holland. Frankfurter Chauffee 20, Försterling.* 50, Dammköhler.* Friedrich Karlstr. 14, G. Adomeit. Streuzigerstr. 20, A. Wenger. Rummelsburgerstr. 22, C. Opig. 38, Werner. Scharnweberstr. 37, 23. Röpke.* 71, Geyer. Mainzerstr. 24, 2. Schmidt.* Blumenthalstr. 7, E. Schultke. Dorfstr. 82, B. Mägdefrau. Wagnerstr. 79, W. Sorge.* 99, N. Sorge. 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Michalida. 40/41, D. Maaß. 53, K. Tarlaff. Mariendorf. Chausseestr. 11, R. Basener. 13, W. Sellnow. 42, G. Freimuth. " " 67, St. Richter. 59, E. Gehrling. 70, H. Polenz. 79, 2. Richnow. Kaiser Friedrichstr. 62, H. Wienide. Lankwizerstr. 4, B. Knopf.* " Tempelhof. Berlinerstr. 34, Br. Wilde. 38, W. Rönnpagel. 45, J. Niemczewski. Gross- Beeren( Str Zeltow). W. Hertel Nachf. Schuhmann. Klein- Beeren. Fr. Thieme. Teltow. Berlinerstraße, E. Hartmann. Eichstädt bei Belten. Dorfstraße 26, H. Bilike. Borsigwalde. Ernststr. 6, E. Ekat. Heinersdorf. Prenzlauer Chauffee 2, A. Neumann. Rothenbachstr. 51, D. Neumann. Hermsdorf. Hauptstr. 34, R. Herrmann. Rothenbachstr. 51, Otto Neumann. Stolpe a. d. Nordbahn. Dorfstr. 3, A. Gütschow. Lübars a. d. Nordbahn. H. Kügot. A. Bidow. Rosenthal. Heiligensee, M. Lahrmann. 2. Kühne. Vom 1. Oktober ab müssen nach dem Tarif sämtliche Bäckergesellen außer Kost und Logis sein, wo dies nicht der Fall ist, gilt die Bäckerei als nicht bewilligt, und wir bitten die Arbeiterschaft, uns von solchen Fällen in Kenntnis zu sehen. Man laffe fich aber durch falsche Darstellungen der Bäckermeister nicht täuschen, sondern glaube nur unseren Veröffentlichungen. Die mit einem versehenen Bäckermeister haben den Tarif des Einigungsamtes anerkannt, und bitten wir die Konsumenten, diese besonders zu unterstützen, da sie als die zuverlässigsten gelten müssen. Vom Norden sowie Rigdorf und Köpenick werden nur Tarifbäckereien aufgeführt, sind also nicht mit Sternen versehen, was zur Vermeidung von Irrtümern mit angeführt sei. Alle Tarifmeister müssen den mit unserem Verbandsstempel versehenen und vom Bäckermeister eigenhändig unterschriebenen Tarif als Legitimation dem Publikum vorlegen können. Hausfrauen! Arbeiter! Bürger! Berücksichtigt in erster Linie die tariftreuen Bäckereien! Der Vorstand des Verbandes der Bäcker und Berufsgenossen Deutschlands. Bureau: Gipsstraße 2, Sof parterre. Telephon: Amt III, Nr. 1243. ( Mitgliedschaft Berlin.) Berantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantwo.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 297/17 1 Nr. 232. 21. Jahrgang. 350 Mod 5. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 2. Oktober 1904. Verfammlungen. ゆ immer Kollegen giebt, welche dem Arbeitgeber das Fahrgeld schenken, obgleich fie es zu verlangen haben. Zur Distusfion tam noch das Verhalten der Kollegen in einer Werkstelle, welche wegen des Fahrgeldes die Arbeit niederlegen wollten, dieses aber unterließen, weil sie im Testen Augenblick sich über den zu unternehmenden Schritt nicht einig waren. Es soll nun versucht werden, die Geschäftsordnung mehr unfren ganisieren. Zum Schluß wurde noch angeführt, daß es leider noch Wünschen entsprechend umzuarbeiten. Ist letzteres nicht möglich, so bleibt es unsren Kuratoriumsmitgliedern überlassen, den Arbeitsnachweis zu fündigen. Bei der Besprechung der bevorstehenden Wahl Centralverband der Dachdecker. Die Versammlung vom der Beisiger zum Gewerbegericht entspann sich eine lebhafte Debatte, 21. September nahm zunächst einen Vortrag des Herrn Dr. Stern- namentlich über den Vorschlag der Gewerkschaftskommission, auf eine berg über Magenkrankheiten entgegen, Sodann wurde der pari- eigne Kandidatur zu verzichten und für den Kandidaten der Asphaltätische Arbeitsnachweis einer herben Kritik unterzogen. Von etlichen teure einzutreten. Beschlossen wurde schließlich, einen eignen KandiKollegen wurde darauf hingewiesen, daß der Nachweis versuchsdaten aufzustellen, weil dieser bei Streitfällen besser in der Lage ist, weise eingeführt wurde, und daß, wenn derselbe sich nun nicht be- für die Berufskollegen einzutreten. Die Wahl fiel auf Höppner. währt, ein großer Teil Schuld den Kollegen selbst zuzuschreiben ist. Angeregt wurde, dahin zu wirken, daß auch die Hilfsarbeiter sich or Adolf Cohn jr. Original Inh. Ludwig Cohn Kaufhaus für Damenputz O Special- Abteilung für Trauerhüte und Kinderhüte Berlin O., Gr. Frankfurterstr. 114 Tel. VII. 3060. Ecke Andreasstrasse. Der Verkauf findet von jetzt ab 2461* zu sehr billigen, jedoch streng festen Preisen statt. Jeder Gegenstand Möbelverkauf! In meiner Möbelfabrik, Gueifenau traße 15, am Halleschen Thor, stehen viele Wohnungs- Einrichtungen, ver liehen gewesene und neue Ausstattungen zum sehr billigen Verlauf. Teilzahlung bei ganz geringer Anzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Durch große Gelegenheits- Einkäufe zu billigen Preisen liefere ich gediegene Einrichtungen für 150, 200, 300, 400 Mart, hochelegante von 500 bis 10000 Mart. 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