Ur. 237. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. D21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ., Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Pfg.. jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr bormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Sonnabend, den 8. Oktober 1904. der Regierung beschönigen, klein genug ist. Nur die" Post" und Die Attacke gegen die Selbstverwaltung. Die Kreuz- Beitung" finden wir in diesem Streben mit der " " Germania" brüderlich vereint, die durch eine gleichgültige Was wird der Berliner Magistrat nun tun? Wird er gegen- juristische Darlegung das Recht der Regierung zu beweisen sucht, über dem königlichen Provinzial- Schulkollegium, das statt einfach die in ihrer Anschauung von der Religion beihm das Recht der eigenen Verfügung über die Benutzung der gründete Forderung zu bertreten, daß Freidenfern Gemeindeschulgrundstücke nehmen will, fest bleiben und bei seinem und Sozialisten selbst dann nirgendwo eine Freistatt passiven Widerstand verharren? Wird er gar zum aktiven Wider gewährt werden darf, wenn sie sich unpolitisch bestand übergehen? Oder wird er sich etwa doch noch zu der Ansicht tätigen. Wie die streng katholischen Turnvereine polbekehren, daß er dem„ Ersuchen" der staatlichen Behörde, zu entnischer Nationalität dem katholischen Blatt dafür danken werden, sprechen hat". Bereits in seiner Sigung vom gestrigen Freitag daß es mit der Regierung Arm in Arm geht, soll dahinstehen. Für hat er sich mit dieser Angelegenheit beschäftigt. Es ist zunächst ein den Wandel in den Anschauungen der Regierung und der„ reAusschuß eingesetzt worden, der über die zu ergreifenden Maßregeln gierenden Partei" ist da, wie in Paranthese bemerkt sei, ein von beraten soll. der„ Vossischen Zeitung" veröffentlichtes Attenstüc hoch interessant, aus welchem hervorgeht, daß vor elf Jahren dem Polentum gegenüber ein ganz, ganz anderer Kurs herrschte, als heute. Dies Dokument lautet: Königliches Den aktiven Widerstand braucht man sich nicht gleich so zu denken, daß der Magistrat die Türen, die seine Gemeindeschulrektoren auf Befehl des Provinzial- Schulkollegiums den Turnvereinen und der Freireligiösen Gemeinde verschließen, durch herbeigeholte Schlosser öffnen läßt. Die Jdee wäre an sich nicht schlecht, Provinzial- Schulkollegium. und der Magistrat würde, wenn er sie ausführte, alle Aufrechten auf seiner Seite haben; doch er wird so weit nicht gehen wollen. Er hat das aber auch gar nicht nötig. Es genügt schon, daß er den der ausgesperrten Vereinigungen andere Räume zur Verfügung stellt Räume, über die kein Provinzial- Schulfollegium sich ein Verfügungsrecht anmaßen kann. Täte der Magistrat das freiwillig und aus eigenem Antriebe, so müßte bei der Regierung jeder Zweifel daran schwinden, daß er an den Anschauungen, die er in seinem mit dem Provinzial- SchulKollegium geführten Briefwechsel zum Ausdruck gebracht hat, durch feine Zwangsmaßregel irre gemacht werden kann. Wenn den Polen usw. das Turnen, wie er ausführt, ebenso dienlich ist, wie jedem anderen; wenn die Freireligiöse Gemeinde eine staatlich anerkannte Religionsgesellschaft ist, wie jede andere; wenn den Mitgliedern dieser Bereinigungen dasselbe Recht auf Benutzung städtischer Gebäude zusteht, wie jedem anderen Bürger: so ist es nur in der Ordnung, daß man ihnen unaufgefordert Eriaz fchafft für die ihnen bewilligten, aber auf Befehl des Provinzial- Schulfollegiums gesperrten Räume. Nr. 10 793. Ministerium geistlichen p. Angelegenheiten. U. III A. Nr. 1916. Berlin, 2. September 1893. SW., Schüßenstr. 26. Berlin, 7. August 1893. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. gegen den Magistrat vorgeht, daß sie deshalb nach dreijähriger Baus plöglich den Streit um die Schulräume wieder aufnahm, daß sie jetzt mit ihrer letzten Maßregel offen den Krieg erklärt hat. Dieser kann nur der Selbstverwaltung von Berlin gelten, die heute im Schulwesen, morgen vielleicht auf anderen Gebieten bekämpft wird. Die Stadtverordneten haben das in ihrer Erklärung offen ausgesprochen, und auch der Oberbürger meister hat die Sachlage ebenso beurteilt. Er wollte den Anlaß zu dem Streit, zu der schweren Gefährdung des städtischen Schul wesens aber nicht verstehen. Das dürfte manchem ebenso gehen. Man blicke aber nur in die letzten Jahre zurück. Da findet man eine Reihe fortwährender Mißhelligkeiten, sehr empfindlicher Maßregeln der Regierung gegen die Stadt Berlin. Wir erinnern nur an den Friedhof im Friedrichshain, an die Verweigerung eines Ueberschreitens der Linden durch die städtische Straßenbahn, an Kirschners Bestätigung. All diese systematischen Reibereien lassen sich rückwärts verfolgen bis zu einem gewissen Zeitpunkt, in dem ein Fehler von der Stadt gemacht ward, der verhängnisvoll geworden zu sein scheint; trotz aller Bemühungen der Stadt und des Herrn Kirschner ist seitdem keine wirkliche Bersöhnung mehr eingetreten. Man könnte beinahe sagen: Die Behörden freuen sich im allgemeinen, wenn sie Berlin etwas am 3euge fliden tönnen. So ist leider die Annahme berechtigt, daß jetzt der erste Schritt zum Kampf gegen die Selbstverwaltung offen getan ist. In weiten Kreisen des Publikums hört man bereits das Schlagwort„ Der Spreepräfeft", das das allgemeine Urteil in der Tat am besten kennzeichnet. Die Folgen aber, die ein solcher Kampf haben fann, lassen sich gar nicht absehen. In jedem Fall müssen sie verhängnisvoll sein für die Reichshauptstadt, aber gleich zeitig auch das Ansehen der Regierung, den monarchischen Sinn der Bürgerschaft weit über Berlins Grenzen hinaus schwer schädigen und allgemeine Unzufriedenheit erregen. Es ist dringend zu wünschen, daß noch im letzten Augenblick eine Einigung erfolgt. In Verfolg meines Schreibens vom 17. April d. J. U. III A. 1061 benachrichtige ich Euer Wohlgeboren nach erfolgter eingehender Prüfung Ihrer Vorstellung vom 27. Dezember vorigen Jahres ergebenst, daß durch die hiesige städtische Schuldeputation bezw. durch den hiesigen Magistrat nur eine bedingte Entschließung auf Ihren dorthin gerichteten Antrag wegen Ueberlaffung von Räumen in den hiesigen Gemeinde schulen zwecks Erteilung polnischen Sprachunterrichts an Schultinder getroffen ist. Euer Hochwohlgeboren kann ich daher nur ergebenst anheim stellen, den erwähnten Antrag bei der Städtischen Schuldeputation zu erneuern, indem ich zugleich bemerke, daß, falls von dieser Behörde die Gewährung das Rückgrat zu steifen suchen. des Gesuches beschlossen werden sollte, seitens der staatlichen Schul- Aufsichtsbehörde diesem Beschlusse teine Bedenken werden entgegengestellt werden.. Das königliche Provinzial- Schulkollegium hierselbst habe ich demgemäß mit Weisung versehen. Unterschrift. An den Rittergutsbesizer, Mitglied des Herrenhauses und des Reichstags Herrn von Koscielsti, Hochwohlgeboren, hier. Abschrift erhält das königliche Provinzial- Schulkollegium auf den Bericht vom 4. Juli d. J.-Nr. 9031 zur Kenntnis und Beachtung. In Vertretung gez. von Weyrauch. An das königliche Provinzial- Schulkollegium hier. Will der Magistrat auch so weit nicht gehen, so ist den in Betracht kommenden Vereinigungen zu raten, daß sie ihm den Weg ebnen, indem sie selber um ueberweisung anderer Räume bitten. Bei der Freireligiösen Gemeinde bereitet die Beschaffung eines Ersatzes keine Schwierigkeit; im Rathause sind Verfammlungssäle genug vorhanden. Der Vorstand der Gemeinde hat fich auch sofort an den Magistrat gewandt und um Ueberlassung des Bürgersaales gebeten. Und der Magistrat hat in seiner geftrigen Sitzung die Hergabe des Saales genehmigt! Doch zurück zur fonservativen Presse, deren Ansichten Das ist die einzig richtige Antwort auf die Anmaßungen der Res gierung. Weniger günstig liegt leider die Sache für die Turnvereine. in dieser Frage, wie gefagt, geteilt sind. Für eine Turnhalle Ersatz zu schaffen, ist schon schwerer. Vor- Jahr- Die" Post" bringt es fertig, zu schreiben, daß das Verhalten zehnten hatte Berlin private Turnfäle, die mit allem Erforderlichen der städtischen Behörde auf sehr schwachen Füßen stehe und daß man ausgerüstet waren, aber heute gibt es deren keine mehr. Sie annehmen dürfe, daß die Staatsregierung sich durch das Aufgebot gingen ein, als die Stadt Berlin selber Turnhallen errichtet, um bon großen Phrasen, mit denen man im Roten Hause zu arbeiten diese nicht nur den Schulen, sondern auch den Vereinen zur Ver- pflegt, von ihrer rechtlich und sachlich wohlbegründeten Auffassung fügung zu stellen. nicht wird abdrängen lassen". " Denn das muß bei dem ganzen Streit betont werden: die Stadt hat ihre Turnhallen von vornherein für diesen doppelten 3wed bestimmt. Das galt als selbstverständlich, als sie vor jetzt vierzig Jahren ihre erste Turnhalle, die Ventral- Turnhalle" an der Prinzenstraße, eröffnete. Aber auch als man einige Jahre später dazu überging, besondere Schulturnhallen zu bauen, weil die staat. liche Behörde den Anschluß der Turnräume an die Schulhäuser forderte, wahrte die Stadt sich ausdrücklich das Recht der Verfügung über die Benukung der vorhandenen und der noch zu erbauenden Turnhallen. Die Hallen wurden als besondere, nicht zur Schule gehörende Gebäude konstituiert. Den Schulleitern wurden sie nur für die Zeit des Turnunterrichts überwiesen, die Verfügung über die sonstige Benutzung in der übrigen Zeit wurde der städtischen Behörde vorbehalten. Dieser Borbehalt wurde mit dem Hinweis auf die Vereine begründet und er wurde respektiert. Inzwischen hat sich ja nun, wie man sieht, die Sache geändert. Aber vielleicht macht man den Versuch, mit Hülfe der alten Zentral- Turnhalle" den aktiven Widerstand gegen das Provinzial- Schulkollegium zu ermöglichen. Untersteht auch die dem Verfügungsrecht" dieser Behörde? " Neben den Maßnahmen, die der Magistrat dem Provinzial. Schultollegium gegenüber zu ergreifen hat, ist aber auch Stellung zu nehmen gegen das geradezu ungeheuerliche Verfahren, städtische Angestellte anzuweisen, die von ihrer vorgesetzten Behörde genehmigte und vertraglich festgelegte Benutzung städtischer Gebäude zu verhindern. Hier gibt es nur ein Mittel: Der Magistrat muß sofort die Berwaltung der Schulgebäude nebst Zubehör den städtischen Lehrkräften ( Rektoren usw.) entziehen und Magistratsbeamte, welche der staatlichen Aufsicht nicht unterstehen, damit betrauen, Nur auf diese Weise kann sich der Magistrat davor schüßen, daß städtische Angestellte von den Staatsbehörden zur Nichtbeachtung magistratlicher Anordnungen angewiesen werden. Der Protest gegen das Verfahren der Schulaufsichtsbehörde muß dadurch wirksam gemacht werden, daß die Verwaltung städtischer Gebäude und die Verfügung über dieselben außerhalb der Schulzeit bon unabhängigen und dem Magiftrat verantwortlichen Personen ausgeübt wird. Wenn der Magistrat sich zu dieser Maßnahme ent schließt, wird er sicher die Zustimmung der Stadtverordneten und der Bürgerschaft finden. 舍 Die Berliner Presse nimmt natürlich lebhaft Stellung zu dieser Frage, wobei auffällt, daß die Zahl der Blätter, die das Vorgehen Die Kreuz- 8eitung" stellt sich auf den ihrer politischen Anschauung ja entsprechenden Standpunkt, daß das erhältnis zwischen Regierung und Stadtgemeinde dem eines Unieroffi Biers zu seinen Refruten gleichkomme: Die Erregung, die sowohl die Redner aus der Versammlung wie auch der Oberbürgermeister zeigten, richtet sich zu Unrecht gegen die Regierung. Diese ist doch nicht in der Lage, einen von jeher bestehenden Rechtszustand zu ignorieren und hat fürwahr auch keinen Anlaß, auf seine Abänderung bedacht zu sein. Auch die Klagen über einen unangemessenen Ton der Ver fügung des Provinzialschulkollegiums sind ungerechtfertigt; die Verfügung hält genau den in Regierungsaften üblichen kurzen und bestimmten Stil inne. Es wäre erfreulich, wenn der Magistrat sich in allen Fällen diesen rein sachlichen Ton zum Muster nehmen wollte. Der aus der Versammlung mit hört! hört! Pfui!" begrüßte Erlaß des Provinzialschulkollegiums vom 4. Oftober weist nun die Leiter der Schulen unmittelbar an, jene Verfügung aus zuführen. Es ist kein Zweifel, daß sie gehorchen müssen, wenn sie nicht auf dem Disziplinarwege zur Rechenschaft gezogen werden wollen. Es gibt aber auch konservative und dem Magistrat sonst nicht grün gesinnte Blätter, die diesmal der Wahrheit die Ehre geben und der städtischen Verwaltung Gerechtigkeit zollen. So schreibt die Deutsche Tageszeitung" unverblümt: " Die Stadtverordneten hatten gestern eine eindrucksvolle Sigung. Um es vorweg zu sagen: Der Hauptgegenstand der Verhandlung, der bekannte Eingriff des Kultusministeriums in die Eigentumsrechte der Stadt an ihren Schulen, wurde sachlich und würdig und doch mit aller Schärfe behandelt. Man kann der Berliner Verwaltung dazu gratulieren, daß sie, entgegen sonstigem Gebrauch, bei Ausflügen in die hohe Politik gestern den Magistrat auf der Höhe fand und auch die Stadtverordneten die Situation begriffen. Und ein anderes, nach der konservativen Richtung neigendes Blatt, die Tä gl. Rundschau", liest der Regierung noch schärfer die Leviten: Die freisinnige Presse ist zum Teil elegisch gestimmt, doch fehlt es auch nicht an Blättern, die dem Magistrat energisch So meint die„ Berliner Zeitung": Nur fein Bidzadfurs im Rathause. Alle, die es angeht, sollten aus dem Verhalten der städtischen Behörden fortan erkennen, daß Berlin es ablehnt, sich behandeln zu lassen, wie ein fiegend in die Stadt eingezogener Feind es auch nicht schlimmer mit der Stadt machen könnte. Das ist der Wunsch der Bürgerschaft, die alle Leisetreterei in diesen Dingen gründlich satt hat und den staatlichen Mächte, die uns tyrannisieren, das Wort des Kaisers an den verstorbenen Biesterfelder zuruft:" Dem Regenten, was ihm autommt; nicht mehr!" Die Frage, was aus dem besonderen Konflikt werden soll, der den Anlaß zu der großen, verhängnisernsten gestrigen Berhandlung der Stadtverordneten gegeben hat, tritt zurück hinter die größere Frage, ob nunmehr die Kraft und Entschiedenheit im Rathause vorhanden sein und anhalten werde zu dem Kriege, den man uns aufgedrängt hat. Wehe uns, wenn wir wieder schwach würden! Ebenso schreibt die Volks- Zeitung": Die ganze Bevölkerung Berlins ohne Unterschied der Partei, wie sie gestern im Roten Hause einig war gegen den Einbruch in die städtische Selbstverwaltung, muß einig sein in der Verurteilung des Vorgehens der Regierung. Es ist jetzt nicht die Stunde zu untersuchen, in welchem Maße etwa früher die städtische Ver waltung sich der Regierung gegenüber allzu nachgiebig gezeigt und dadurch die Aufsichtsbehörden immer fühner gemacht hat in ihren Maßnahmen gegen das größte deutsche Gemeinwesen. wir Freuen uns dessen als Bürger bon Berlin, daß jezt, in diesen schweren Tagen, der Magistrat sich unerschütterlich entschlossen zeigt, die Würde der städtischen Verwaltung zu wahren, die Selbstverwaltung Berlins zu verteidigen, die Ehre der Reichshauptstadt zu retten gegenüber den Bestrebungen, die Stadt in den Staub zu treten! Möge der Magistrat wissen, daß in Berlin nicht ein unabhängiger Mann wohnt, der sich nicht in diesem Kampfe zwischen kommunaler Mündigkeit und reaktionärer Bevormundung, zwischen freier bürgerlicher Selbstverwaltung und knebelsüchtiger Bureaukratie nach bestem Gewissen und getrieben von ehrlicher Liebe zu bürgerlicher Freiheit auf die Seite der städtischen Behörden stellt! Lächeln muß man über den elegifchen Ton der, Bossischen 3eitung" und besonders über ihre Klage, daß der Reichstanzler auch in diesem Falle nicht helfend eingreife. Diese Politik gegen die Gemeinde hat ihren Siß zunächst im Kultusministerium, an derselben Stelle, wo der Oberhofmeister von Mirbach bisher am einflußreichsten war. Ober der Minister des Innern damit einverstanden ist, wissen wir nicht. Aber es gibt in Preußen auch ein Staatsministerium, dessen Vorfigender Graf Bülow ist. Wo ist Graf Bülow, der erste Ratgeber des Kaisers und Königs? Man hat von ihm in der Lippeschen Angelegenheit nichts gehört, man hört nichts bon ihm in der Fehde wider die Stadt Berlin. Entweder der Ministerpräsident hat überhaupt keinen Einfluß und läßt die Dinge gehen, weil er sie nicht verhindern kann, oder er ist mit dem, was geschieht. einverstanden. Dann kann ruhig Herr v. Manteuffel kommen. Denn schlimmer, als es in der jüngsten Aera des Grafen Bülow, des modernen" und konstitutionellen" Staatsmannes, geht, kann es unter einem Reichskanzler und Ministerpräsidenten mit dem historischen Namen Manteuffel auch nicht kommen. Es muß sogar anerkannt werden, daß solche Verstöße gegen die Selbstverwaltung, wie sie gegenwärtig an der Tagesordnung sind, selbst in der Aera Manteuffel unbekannt waren. " Der ganze Streit macht aber auch den Eindruck, als ob er an Wir nehmen an, daß der Magistrat etwas anderes zu den Haaren herbeigezogen sei, und bildet allem Anschein nach das Schlußglied in einer ganzen Kette befremdender Maß- tun weiß als nach dem Muster seines tränkelnden Leibblattes zu regeln, die gestern ja mitgeteilt wurden. Daß der städtische wehklagen. Hier heißt es handeln, hier gilt es, der Regierung die Dezernent erklärt, fein Amt bei weiterem Eingreifen der Regierung Zähne zu zeigen und durch praktische Verteidigungsmaßnahmen vor nicht fortführen zu können, daß der Oberbürgermeister aller Welt den Beweis zu liefern, daß die Attacke gegen die Selbstdie städtischen Schulen nicht ohne weiteres mehr einem verwaltung der Stadt wirkungslos verpufft ist und ihre Urheber mit Fremden zeigen fann ja, das sind doch geradezu Schimpf und Schande bedeckt hat. unerhörte Zustände. Sie lassen sich nur erklären, wenn man annimmt, daß die Regierung ganz systematisch Politifche Ueberlicht. Berlin, den 8. Oftober. Die Simultanſchule. haben, ist niemand in der Deffentlichkeit aufgetreten, das Tele- der Stube herum. Schließlich zwang er ihn, unter das Bett gramm vom 26. September sich zu eigen zu machen. Einige offiziöse Federn versuchen wohl, den klaren Wortlaut des Telegramms fortzudiskutieren und so den Absichten des Kaisers die Schärfe zu nehmen, doch selbst die Münchner„ Allg. 3tg." wendet sich auch gegen diesen Versuch ihres eigenen Berliner Gewährsmannes. kleiden und dann am Stube ent Das Urteil zu kriechen, nachdem er die Dielen unter dem Bett mit Wasser begossen hatte. Den Füsilier Jürgensen, der ihm zu schmutzig war, ließ er von der übrigen Mannschaft auf der Seife einschmieren; darauf ganzen Körper mit grüner Es wird uns geschrieben: wurde der Aermiste mit Im deutschen Lehrerverein herrscht die löbliche Gepflogenheit, die Bürsten abgeschruppt und der Herr Gefreite goß ihm auf den alle zwei Jahre stattfindenden Lehrerversammlungen zur Bes es war ein sehr kalter Wintertag- einen Eimer eisigen ratung gelangenden Themen schon lange Zeit vorher festzusetzen, um Ebenbürtigkeitsfragen im Hohenzollernhaus. Wassers über den Kopf, so daß er bewußtlos zudadurch ihre eingehende Erörterung in der Presse und in den ZweigIn dem Werke des Ritters von Poschinger„ Preußen im sammenbrach. Der Angeklagte will sich an nichts mehr erinnern, vereinsversammlungen zu ermöglichen. So macht der geschäfts- Bundestage" findet sich unter den zahlreichen„ Privatschreiben", die die Mißhandlungen werden, aber durch eine ganze Anzahl Zeugen führende Ausschuß bereits jetzt die für die nächste der damalige Bundestags- Gesandte von Bismard an seinen Chef bestätigt, so daß der Verhandlungsleiter an Thomsen schließlich die Lehrerversammlung, die zu Pfingsten 1906 in München von Manteuffel gerichtet hat, das folgende, das jetzt aus vielen Frage richtete, ob er denn schon einmal geistesgestört gewesen sei, weil ihn fein Gedächtnis so völlig im Stich lasse. stattfindet, bestimmten Verbandsaufgaben bekannt. Allerdings Gründen einige Aufmerksamkeit verdient. Es ist auf Seite 20 und lautete, trotz der ausdrücklich betonten Roheit der Delikte, nur auf hat diese Methode auch einen erheblichen Nachteil. Es kann vor- 21 des ersten Bandes abgedruckt, vom 26. September 1851 datiert drei Monate Gefängnis, da seit den Mißhandlungen schon kommen, daß bei der Beschlußfassung über die zu wählenden Ver- und handelt über Verhandlungen, die Bismarck mit einem Herzog geraume Zeit- 1-2 Jahre verflossen seien. bandsaufgaben ganz vorübergehende Stimmungen und Umstände von Augustenburg, der Ansprüche auf die Thronfolge in SchleswigErhebungen zur Handwerkerfrage. Die amtliche Berliner wesentlich mitbestimmen, so daß nach zwei Jahren die gewählten Holstein machte, zu führen hatte. Der Schluß dieses Briefes Korrespondenz" schreibt:„ Nachdem das sogenannte„ HandwerkerThemen teilweise etwas veraltet erscheinen, während umgekehrt lautet wörtlich: geset" vom 26. Juli 1897, das die Drganisation des Handwerks in wichtige aktuelle Angelegenheiten der Schule und Erziehung zu kurz Nach Eiv. Erzellenz geneigter Anweisung berührte ich im Laufe wichtigen Punkten neu geregelt hat, nunmehr seit mehreren Jahren kommen. des Gesprächs auf möglichst schonende Weise die Frage von der seinem vollen Umfange nach in Strast getreten ist, hat sich das BeEbenbürtigkeit der Prinzen von Augustenburg dürfnis herausgestellt, über seine seitherigen Wirkungen durch um= und teilte die Ansichten Sr. Majestät des Königs über diesen Patt fassende statistische Erhebungen ein zuverlässiges Bild mit. Se. Durchlaucht erwiderte darauf, daß in Dänemark der Begriff zu erhalten. Aus diesem Grunde, zugleich um einem wiederholt der Ebenbürtigkeit bei der Sukzession auf den Thron niemals in bom Reichstag ausgesprochenen Wunsche Rechnung zu tragen, find im Betracht gekommen, sondern nur die Eingehung einer rechtmäßigen Reichsamt des Innern eingehende Fragebogen je einer für Ehe die Vorbedingung sukzessionsfähiger Geburt bilde. Nach dem die freien und die Zwangsinungen, für die Innungsausschüsse und deutschen Privat- Fürstenrecht sei dagegen bei Gelegenheit des die Immungsverbände, die Handwerkskammern und die höheren Falles, daß der Herzog von Sachsen- Meiningen die Tochter eines Verwaltungsbehörden aufgestellt worden. Neben den eigentlichen furhessischen Hauptmanns geheiratet habe, in der Mitte des vorigen Organisationsfragen find insbesondere Ermittelungen über die Jahrhunderts festgestellt worden, daß nur die Ehe von Gliedern Einrichtungen auf dem Gebiete der Lehrlingshaltung, der Gesellen= reichsfürstlicher Häuser mit bürgerlichen Frauen, nicht prüfungen, der Einigungsämter und Schiedsgerichte, des Schul- und aber die mit Töchtern des niederen Adels als Miß- Herbergswesens, der Arbeitsnachweise, der Kranken-, Sterbe- und Heiraten in der Bedeutung zu betrachten seien, daß die Unterstützungskassen, der gemeinschaftlichen Geschäftsbetriebe u. a. m. Kinder sukzessionsunfähig wären. In dem herzoglich holsteinischen ins Auge gefaßt. Die Ausfüllung dieser Fragebogen, deren VerHause seien Heiraten mit Frauen aus dem niederen Adel sehr teilung an die zuständigen Körperschaften und Behörden bereits erhäufig vorgekommen, namentlich sei auch die Großmutter des folgt ist, soll im Februar bezw. März nächsten Jahres bewirkt werden, Prinzen Christian von Glücksburg, eine Gräfin Schlieben, aus worauf dann die Aufarbeitung. des eingegangenen Materials im dem niederen Adel gewesen, und die Sukzession des letzten Herzogs Kaiserlichen Statistischen Ante alsbald in Angriff genommen werden von Holstein Plön sei ohne Erfolg aus dem Grunde von den wird. Aus der zu erwartenden sorgfältigen Beantwortung dieser Agnaten angefochten worden, weil dessen Mutter eine Gräfin Fragen werden wertvolle Aufschlüsse über den gegenwärtigen Stand Reventlow gewesen sei. Einen offiziellen Bericht über die heutige des deutschen Handwerkerwesens zu entnehmen sein." Unterredung lasse ich morgen folgen, da heute meine Zeit seit derselben durch zwei Ausschußsigungen in Anspruch genommen worden ist. So ist von den zur Abstimmung berechtigten innerhalb des deutschen Lehrervereins mit großer Mehrheit die Simultan schule" auf die Tagesordnung der nächsten deutschen Lehrerversammlung gesetzt worden. Im Hinblick auf die gegenwärtigen schulpolitischen Kämpfe in Preußen mag die Wahl dieses Themas wohl sehr zeitgemäß erscheinen. Aber nach zwei Jahren ist der gegenwärtige Aft des Schulfampfes in Preußen längst beendet. Richtiger wäre es dagegen gewesen, wenn auf der diesjährigen Lehrerversammlung in Königsberg ein derartiges Thema zur Verhandlung gelangt wäre. Auffallenderweise hat aber diese wichtige und tonangebende Versammlung der deutschen Volksschullehrer kein Wort des Protestes gegen die Verpfaffungsbestrebungen in Preußen gefunden. Aber auch abgesehen von diesen Bedenken können wir den deutschen Lehrerverein zur Wahl dieses Themas nicht gerade begückwünschen. Es ist nicht anzunehmen, daß der Lehrerverein die 1nzulänglichkeit der Simultanschule aufdecken will, sondern er beabsichtigt sicherlich, ihre Ueberlegenheit über die Konfessionsschule ins hellste Licht zu setzen. Aber was sind das für„ olle Kamellen", und rein bedeutungslos ist die Nebenfrage Konfessionsoder Simultanſchule?" für die Fortentwickelung der Schule überHaupt! Wir können uns da auf einen einwandfreien Zeugen berufen: Diesterweg steht bei den Lehrern gewiß nicht in dem Ruf, ein weltfremder, Utopien nachjagender Schwärmer gewesen zu sein; er war ein glühender Freund der Volksschule, für die er Zeit seines Lebens mit unermüdlicher Energie, mit umfassendster Sachfunde und glücklicherweise! ohne die erschlaffende Kompromißseligkeit der„ staatsmännischen" Schulmänner von heute gestritten bat. Diesterweg also geht schon 1863 in einem Aufsatz in seinen „ Rheinischen Blättern" weit über die Simultanschule hinaus. Diesterweg bezieht sich in dem Artikel auf seine fleine Schrift: „ Konfessioneller Religionsunterricht in den Schulen, oder nicht?", die bereits im Januar 1848 in Berlin erschienen ist. Sein Votum in dieser Schrift ging auf Beseitigung des konfessionellen Unterrichts, ging damit also über die Frage: ob Konfessions- oder SimultanStädtische Selbsthülfe. Aus München Gladbach wird ge schrieben: Die am 1. Oftober Gesez gewordene Freizügigkeit des In einem Resfript des Ministerpräsidenten v. Manteuffel Fleisches wurde am Mittwoch in der Sitzung der Stadtverordneten vom 19. September 1851 heißt es dann zu derselben Eben- scharf verurteilt. Man wies auf die Gefahren hin, die daraus entbürtigkeitsfrage unter den Holsteinern, d. H. unter dem Ge- stehen, daß Fleisch, das einmal von einem Tierarzte untersucht worden ist, bei seiner Einführung in die Städte keiner gründlichen schlecht, aus dem die jetzige deutsche Kaiserin entsprossen ist: Nachuntersuchung mehr unterworfen werden darf, und betonte, daß „ Es möge einstweilen dahingestellt sein, ob die Ansprüche des solches Fleisch durch den Transport in einen Zustand kommen könnte, Herzogs so unbestritten seien, wie er selbst sie darstelle. Daher der direkt gesundheitsschädlich sei. Oberbürgermeister Piecq sei es aber sobald als möglich aufzuklären, daß die Un riet der gesamten Bürgerschaft dringend, im Interesse von Gesundebenbürtigkeit seiner Söhne( der Herzog war vermählt heit und Leben nur Fleisch von solchem Vich zu kaufen, das im hiesigen mit einer Gräfin von Daneskjold- Samson) fest stehe und daß Schlachthof geschlachtet wurde. Um das festzustellen, müsse man auf dieselben deshalb niemals ihrem Vater in den Souveränitäts- die Inschrift des tierärztlichen Stempels achten. Außerdem würde rechten über ein deutsches Bundesland nachfolgen fönnten. Es die städtische Verwaltung gern bereit sein, auf Anfrage mitzuteilen, sei wünschenswert, den Herzog über diesen Punkt so bald als welche Metzger im städtischen Schlachthof schlachten ließen und welche möglich aufzuklären." nicht. In den sechziger Jahren kehrten diese holsteiner Fragen wieder, es handelte sich um die Ebenbürtigkeit des Vaters der " Zentrum und Radikalpolen. schule? hinaus, da mit der Einrichtung einer fonfessions- heutigen Raiserin. Vismard berief 18 preußische Krons die am Donnerstag stattfand, haben die Radikalpolen schwere Rache Bei der Landtags- Ersagwahl im Wahlfreise Plek Nybnit, ( aber darum noch nicht religions-) Schule bloß um ein die bisherige Konfessions, sondern selbstverständlich die Simultan- Friedrich von Augustenburg kein Erbfolgerecht in Schleswig- 1903 hatte das Zentrum abgelehnt, von den drei Mandaten, die der am Zentrum geübt. Zu den letzten Landtagswahlen in November schule, welche doppelten Religionsunterricht erteilt, aufgehoben ist." Holstein habe, obwohl ihm dieses von der deutschen juristischen Wahlkreis zu vergeben hatte, eins an die Richtung Korfanth abFür eine konfessionslose Schule kommt es nach Diesterwegs Meinung Wissenschaft, darunter von sechzehn juristischen Fakultäten, einmütig zugeben. Es hatte sich vielmehr mit den Konservativen in ein stomauf die Konfession des Lehrers gar nicht an, umſomehr aber auf zugesprochen war. Im Widerspruch mit diesem Gutachten der juristischen promiß eingelassen, so daß neben zwei Zenirumsabgeordneten der seinen Charakter, der bei jeder Konfession ein religiöser sein könne, Fakultäten unterzeichnete die große Mehrheit der unter dem Justizminister tonservative Landrat v. Heyking gewählt wurde. Bei der jetzigen mit einem Worte, auf den ganzen Menschen. es war ein Graf zur Lippe- tagenden Kronsyndici ein Gutachten, das Erjazzwahl für den verstorbenen Zentrumsabgeordneten Moriz er Diesterweg hat einen über alle Konfession und Sonderreligion die Wünsche Bismarcks noch übertraf. Schon 1851 hatte der Kron hielten nun im ersten Wahlgang der konservative Schulinspektor erhabenen, für alle Kinder gemeinsamen religiösen Unterricht ſyndifus Bernice in Halle auf Erfordern des Ministerpräsidenten der polnische Kandidat 84 Stimmen. Korfanty selbst war in den gesnisky 318 Stimmen, der Zentrumskandidat, Dr. Stephan, 290, im Auge. Bei Lichte betrachtet, würde es sich dabei um dasselbe v. Manteuffel( f. oben) ein Rechtsgutachten verfaßt, um nachzuweisen, Wahlkreis gereist, um die polnischen Wahlmänner gegen die Wahl handeln, was in der Schweiz und in Frankreich heute als ethischer daß die Augustenburger„ wegen Mißheiraten" gewisser Ahnen nicht des Zentrumskandidaten in der Stichwahl zu schärfen. Das Ergebnis Unterricht in den Schulen erteilt wird. Mit Schärfe wendet sich ebenbürtig seien. König Friedrich Wilhelm IV. aber er- der Stichwahl war der Sieg des Konservativen mit 345 Stimmen Diesterweg gegen die Methode, vierzehnjährige Kinder religiös- firch- flärte, als ihm dieses Gutachten unterbreitet wurde, das sind über Dr. Stephan, der mit 318 Stimmen unterlag. liche Glaubensbekenntnisse ablegen zu lassen. Was werde man faule Fische". Der Kronsyndifus v. Daniels in Berlin aber Die Zentrumspresse ist natürlich in heller Wut über das Ver nach ein Gott paar Jahrhunderten, gebe Jahrzehnten, behauptete, Herzog Friedrich( der Vater der deutschen Kaiserin) halten der Polen. Die Germania" tobt: dazu sagen? Was würde man schon jetzt dazu sagen, wenn sei fukzessionsunfähig wegen Herkunft aus nicht standesman Vierzehnjährigen politische Glaubensbekenntnisse abnehmen gemäßer Ehe. Die Gemahlin des Herzogs Christian August, des wollte? Und doch sollte man meinen, ein Unmündiger sei eher reif Vaters des Herzogs Friedrich, Gräfin Luise von Daneskjold- Samsoe, dazu, über die sicht-, fühl- und greifbaren Dinge eine Meinung zu gehöre dem kleinen Adel an, sei also nach deutschem Privatfürstenrecht haben und ein Urteil darüber zu fällen, als über die unsichtbaren. nicht ebenbürtig. Die Mehrheit der preußischen Kronsyndici hat Das Aussprechen von Glaubensbekenntnissen durch den Mund un- allerdings die Theorie ihres Kollegen Daniels verworfen, ist aber indiger Kinder gewöhne sie 1. an das Nachsprechen unverstandener aus anderen Gründen zu dem Ergebnis gelangt, daß Herzog Friedrich Borte; 2. an Zeugnisablegung von Dingen, die sie weder gesehen von Augustenburg kein Erbrecht in Schleswig Holstein besessen noch gehört, noch gedacht haben, d. H. an Heuchelei und habe.... Wenn Herzog Friedrich, wie der gelehrte Jurist v. Daniels Falschzeugnis. behauptete, aus unebenbürtiger Ehe entsprossen wäre, so würde nach den feudalen Rechtsanschauungen auch seine Tochter, die jetzige Kaiserin, die Ebenbürtigkeit nicht erlangt haben. Die Sukzessionsfähigkeit der Söhne Kaifer Wilhelms würde also auf gleicher Linie stehen wie der Rechtsanspruch des neuen Grafregenten Leopold zur Lippe- Biesterfeld." So urteilte Diesterweg, der in Worten von der Lehrerschaft so verehrte„ Altmeister" der Pädagogik, schon vor dreißig, ja vor fünfzig und mehr Jahren. Seine Schulpolitik war prinzipiell und großzügig, er opferte nicht an jedem beliebigen Tage zehn Prinzipien für einen windigen Tageserfolg, wie die liberalen Epigonen von heute. Das Volk von Lippe. V Aus Lage wird vom 7. Oktober telegraphiert: Angesichts dieser Diesterwegschen Beurteilung, besser Verurteilung der Simultanschule mutet der Beschluß des Deutschen Lehrervereins, die Simultanschule zur Grundlage zweijähriger Erörterungen innerhalb und über sie auf feierlich resolvieren zu fortschrittsfreudig an. und die Abstimmung ergäben die Verwerfung der Simultanſchule durch die deutsche Lehrerschaft und die Forderung der religionslosen Schule nach schweizerischem oder französischem Muster. Leider dürfen wir der deutschen Lehrerschaft soviel Mut und Konsequenz nicht zunluten. Für Sonntag ist eine lippesche Volksversammlung nach Lage einberufen worden, in der zu den Regierungsvorlagen betreffend die der deutschen Lehrerschaft zu machen Regentschaftsfrage Stellung genommen werden soll. einer deutschen Lehrerversammlung Die bedauernswerten Lipper wissen nicht mit Sicherheit, wer lassen, recht lassen, recht wenig erhebend und ihr wahrhafter Monarch ist, dem sie Hurra rufen und für den sie E& 3 fei denn, die Erörterungen in ihren Kirchen beten müssen! Schwerste Seelenqual. Deutsches Reich. " Korfanty hat damit wieder einmal einen Beweis für seinen ingrimmigen verblendeten Haß gegen das Zentrum an den Tag gelegt. Der Verlust eines Landtagsmandats in Pleß- Rybnick kann das Zentrum nach einer ehrenvollen Niederlage allerdings um so leichter verschmerzen, als demselben der Gewinn einer weiteren Klärung der Lage und der Stellung der Polen gegenübersteht. Herr Korfanth ist Mitglied der polnischen Fraktion, und von dieser kann und muß das Zentrum Aufklärung verlangen, ob sie das Verhalten Korfantys billigt und ob sie einen Mann wie Korfanty, der aus Haß gegen das Zentrum einem Hakatisten zum Siege verhilft, noch weiter in ihren Reihen dulden will. Korfanty als Bolenführer im Bunde mit den Hakatisten gegen das Zentrum! Es gibt doch noch eine Fronie der Weltgeschichte." Die„ Germania" vergißt nur, daß das Zentrum selbst bei den allgemeinen Landtagswahlen im vorigen Jahre ebenfalls den Steg des konservativen Hakatisten zustande gebracht hat. Es kam hinzu, daß gerade der Pfarrer Dr. Stephan in systematischer Gehässigkeit den Kampf gegen die polnische Partei geführt hat und noch führt. Daher ist es begreiflich, daß die Radikalpolen dem Zentrum einen gehörigen Denizettel verabreichten. Die Frankfurter Zeitung" fneift in wahrhaft erbarmugswürdiger Weise. Sie erklärt, keinen Anlaß zu haben, auf unsere fadenscheinigen Ausreden" über bürgerliche und sozialdemokratische Preßfreiheit einzugehen. Sie treibt ihre gefünftelte Gleichgültigkeit so weit, ihren Lesern auch nicht eine Silbe von dem zu ver raten, was wir geschrieben hatten. Die Schmach, unsere fadenscheinigen Ausreden" durch Wiedergabe niedriger zu hängen, wollte sie uns doch nicht antun! Sie begnügt sich damit, zu„ konstatieren", daß wir ausdrücklich erklärt hätten, auf die von ihr für die Unfreiheit der sozialdemokratischen Redakteure beigebrachten Einzel. Der private Versicherungsvertrag. Wie die„ B. P. N." hören, beweise" nicht eingehen zu wollen. Außer der Simultanschule soll in München noch die Lehrerinnen- ist der Entwurf eines Gesetzes über den privaten VerUnverfrorener kann man seine Leser nicht anlügen. Allerdings frage erörtert werden. Es sah bisher gelegentlich so aus, als sicherungsvertrag im Reichs- Justizamte soweit fertiggestellt, erklärten wir, auf die Fälle in Leipzig und Karlsruhe nicht eingehen blickten die Lehrer etwas scheel auf ihre weiblichen Konkurrenten. daß er in dem nächsten Tagungsabschnitte dem Reichstage wohl vor zu wollen, aber nur, weil sie, wie wir nachwiesen, selbst in dem für Man darf darauf gespannt sein, ob durch die geplante Diskussion gelegt werden könnte. Ob dies tatsächlich geschehen wird, hängt uns ungünstigsten Falle gar nichts für die" Frankfurter Zeitung" unter anderem von dem Ausfall der Erwägungen darüber ab, ob bewiesen hätten! Bestritten wir doch gar nicht, daß und Beschlußfassung dieser Konkurrenzneid in feste Formeln gebracht, das Reichstagspensum nicht allzusehr belastet werden würde. Mit auch für sozialdemokratische Journalisten feine absolute Freiheit dem in Nede stehenden Gefeßentwurfe wird die Reihe der größeren gebe, sondern erklärten wir es doch für selbstverständlich, daß sich Vorlagen, die infolge des Bürgerlichen Gesetzbuches nötig geworden jeder Journalist unserer Partei die demokratische Zensur der Partei find, zum Abschluß gebracht werden. gefallen lassen müsse. Und nur darum handelte es sich ja sowohl nder ob er vielmehr endlich überwunden werden wird. es Um Lippe. Aus Lange bei Detmold, wo am Freitag der Landtag von Weshalb Soldaten fahnenflüchtig werden. Ein schlimmer in Leipzig wie in Karlsruhe. Daß eine solche ganz selbstverständ Lippe die Regentenfrage beraten sollte, wird berichtet, daß die Rekrutenschinder hatte sich vor dem Kriegsgericht der 18. Division liche Zenjur etwas ganz anderes ist als der Terror eines profits Sigung der unter Ausschluß der Deffentlichkeit tagenden Kom- in Flensburg in der Person des jezigen Reservisten, ehemaligen gierigen Verlegers oder einer kleinen Partei Kamarilla, hat die Rekrutengefreiten und stellvertretenden stellvertretenden Stubenältesten bei der Frantf. 3tg." auch fo gut begriffen, daß sie es für nötig hält, mission zu starken Meinungsverschiedenheiten geführt habe. Am 12. Kompagnie des 86. Infanterie- Regiments, Hermann ihren Lesern unsere Entgegnung von A bis 3 zu unterNachmittag wurde verlündet, daß eine Einigung in der Kvmmission Thomsen, wegen zahlreicher Mißhandlungen von Untergebenen schlagen. Das ist zwar die Manier schäbigster Revolverjournalistik, über die Vorlagen der Regierung nicht erzielt werden konnte. Es zu verantworten. Sein Erziehungsmittel war die Klopfpeitsche. Dem allein wir erfuhren ja hierbei nicht zum erstenmal, daß das„ vors wurde beschlossen, die auf Freitag angesetzte Plenarsizung auf Rekruten Wegewig machte er durch fortgesette Wißhandlungen mit nehme" demokratische Organ bei einer unglücklichen Polemik vor den Montagvormittag zu vertagen. Ueber den Grund der Meinungs- der Peitsche und durch Faustschläge ins Gesicht das Leben der verächtlichsten Mitteln nicht zurückschreckt. verschiedenheiten liegen Nachrichten noch nicht vor. maßen fauer, daß er keinen anderen Ausweg wußte, als fahnenflüchtig werden. zu Er wurde jedoch bald ergriffen und verbüßt zurzeit seine Strafe in Spandau. Der Vertreter der Unser Kieler Bruderorgan ist auch heute wieder in der Lage, Wilhelm II. allein. Wenn das Wort stets zuträfe, daß Anklage erklärte, daß erst durch die Fahnenflucht des Wegewiß das eine merkwürdige Geschichte aus den Heimlichkeiten der deutschen der alleinstehende Mann der stärkste ist, so hätte der Kaiser in der Treiben des Thomsen zur Kenntnis feiner Vorgesetzten gelangt sei. Marine zu erzählen. Es erzählt nämlich, daß eine Prüfungsfahrt Lippe- Angelegenheit die stärkste Position seines Lebens erreicht. Einen anderen Füsilier warf der Angeklagte abends aus dem Bett von Torpedobooten den Beweis dafür geliefert habe, daß die von Außer uns, die wir in den Zuständen des deutschen Verfassungs- heraus, weil er feine Geschichten erzählen wollte, und jagte ihn der Schichauwerft in Danzig gelieferten Hochseeboote, jogenannte wesens einige sachliche Begründung des kaiserlichen Eingriffes gesucht im Hemd unter Schlägen mit der Klopfpeitsche in S- Boote, minderwertig seien, da sie nur eine so geringe FahrMinderwertige Torpedoboote. Ueber die Ovambo- Gefahr = Der Leute geschwindigkeit besäßen, daß es einem Panzer möglich gewesen. Das gesamte Staatsvermögen in Aftiven beträgt 2771/, Millionen. I auch er zusammen, von einem Bajonett aufgeschlißt, und im Fallen fei, fie an Geschwindigkeit zu übertreffen. Das be- Die Staatsschulden belaufen sich auf 243 Millionen; sie haben sich flammerte er seine Arme um den toten Körper des Russen, indem deute natürlich ein Todesurteil für die S- Boote. Ein im Laufe des Budgetjahres um 12 Millionen vermindert. er auf ihn niedersant. Manche Japaner verwickelten sich in die mit Torpedoboot, das nicht schneller als die Panzer fahren könne, erfülle nicht seinen Zweck, der darin bestehe, in der Widerhaken versehenen Netze und blieben an ihnen hängen wie Amerika. Fische, die an der Angel zappeln; mit den wenigen Patronen, die Seeschlacht vermöge der größeren Geschwini gfeit sowohl die In Colorado soll jetzt Bundes militär die Gefeße, auf deren man noch hatte, wurden sie nun niedergeschossen, während sie ohncigene als die gegnerische Panzerflotte zu unschwärmen. Schutz die streikenden Bergarbeiter Anspruch machen, aufrechterhalten. mächtig sich frümmten und wanden. Das Gesicht eines japanischen Die Prüfungsfahrt sei veranlaßt worden durch die Germania Zwölf Kompagnien Infanterie haben Befehl erhalten, in Colorado Offiziers war ganz von Blut überströmt, doch er hieb wütend werft, die es mit Hülfe eines einflußreichen Politikers zuwege einzumarschieren, um die Autorität der Bundesgerichte zu schützen. blindlings um sich, bis ein Pistolenschuß ihn niederstreckte und er gebracht habe, daß der Admiral v. Köster die Torpedoboote noch Der Präsident Roosevelt wurde in aller Form gezwungen, sich um mun niederstürzte über die Drähte hin, die Arme ausgebreitet, wie einmal auf ihre Geschwindigkeit habe untersuchen lassen. Es habe den Gang der Dinge in Colorado zu kümmern, was er bisher ent- wenn er schwimmen wollte. Aus irgend einem Grunde, den man sich bei dieser Gelegenheit ergeben, daß die von der Germania- schieden abgelehnt hatte. Im Cripple Creek- Distrikt wurde be- nicht fennt, sprangen Japaner auf Japaner vor und versuchten die werft gebauten G- Boote die S- Boote der Schichauwerft um drei fanntlich am schlimmsten gehaust; unter anderem hatte man die Leiche fortzutragen, aber sie wurden alle niedergeschlagen. Knoten Fahrt in der Stunde übertroffen hätten. Zurzeit würden die Kooperativläden, welche von den Gewerkschaften betrieben wurden, zer- Schließlich stürmte der Leutnant Grimsby in dem Glauben, daß vier an der Wettfahrt beteiligten Boote, je zwei von der G- Klasse stört. Der Staat Colorado bot den Arbeitern gegen diese Gewalt- der gefallene Offizier irgend einen wichtigen Gegenstand bei sich der Germaniawerst und den S- Booten der Schichauwerft, noch ein- taten nicht den mindesten Schutz. Hierauf gründeten die Arbeiter haben müßte, mit vier Mann vor, und versuchte ihn fortzuschleppen. mal gründlich gereinigt, alsdann solle noch einmal eine Wettfahrt im Staate Montana eine Handelsgesellschaft, ließen sie inforporieren Doch als die Japaner das sahen, da rannten sie heran, wütend, unternommen werden. Die Germaniawerft rechne jedoch mit aller und schickten einen Vertreter, wohlweislich einen Bürger des Staates feuernd, und spießten zivei Mann auf die Bajonette. Bestimmtheit darauf, daß diese neue Probefahrt abermals mit einer Montana, nach Cripple Creek, um die zerstörten Läden wieder zu Körper lag da vier Stunden, niemand konnte sich ihm nähern. Als Niederlage der Konkurrenzfirma enden werde. Rätselhaft ist an eröffnen. Der Vertreter wurde aber ebenfalls vertrieben unsere Soldaten ihn schließlich doch forttrugen, fanden wir in den der ganzen Sache mur, daß die Marinebehörde erst durch die und die Gröffnung der Geschäfte verhindert. Nun konnten die Taschen nichts außer Privatpapieren und einer merkwürdigen StahlGermaniawerft auf die Minderwertigkeit der Schichau- Boote hin- Bundesgerichte angerufen werden, und als die Unternehmer den scheibe mit einer Inschrift, die vielleicht ein Talisman für sein gewiesen werden mußte! Gerichtsbefehlen den Respekt versagten, wurde das Militär auf eine Regiment war. Nachdem der Angriff abgeschlagen war, beDepesche nach Washington in Bewegung gebracht. schossen uns die Japaner zwei Stunden lang, sie fügten uns schwere Wie unverschämt die Grubenbesizer im Cripple Creek- Distrikt Verluste bei, doch konnten sie uns keines unserer Geschüße nehmen. Dann bringt die National Zeitung" eine längere Notiz, welche die Be- vorgehen, davon zeugt eine Proklamation, die sie kürzlich unternahmen sie einen neuen Infanterieangriff. Obwohl Hunderte forgnis verrät, daß ein Ovambo- Krieg im Norden unserer südwest- herausgaben. Nach dieser Proklamation follte es jedermann ver- von ihnen fielen, kamen sie doch heran und füllten den Graben mit afrikanischen Kolonie doch möglicherweise noch eher ausbrechen könne, boten sein, ohne Erlaubniskarte der Vereinigung der Grubenbefizer Toten fast aus, bis sie mit den Unseren Mann gegen Mann als der Krieg gegen die Hereros siegreich beendet wäre. Die Arbeit anzunehmen oder auszugeben; Zuwiderhandelnde würden standen. Unsere Soldaten standen fest; fluchend, schreiend Ovambo- Gefahr sei besonders nahe gerückt durch die schwere Nieder- sofort ausgetrieben. Wer einen solchen Erlaubnisschein er- schossen und stachen sie darauflos, bis fast alle lage, welche der Ovambo- Stamm der Cuanhamas einer portu halten will, muß sich zur Bekämpfung der Gewerkschaften ver- getötet waren. Die Japaner fuhren fort, heranzustürmen und giesischen Expedition vor wenigen Tagen beigebracht hat. Die pflichten. eroberten endlich zwei Drittel der ganzen Gefechtslinie. Da beCuanhamas bildeten mit den mit ihnen vereinigten Cuamatos gannen unsere Soldaten von Norden her die ganze Linie zu be= einen Volksstamm von 50000 Köpfen. Diese Stämme, die am streichen und brachten die Japaner wieder in Verwirrung. Ein Mittellauf des Cunené wohnten, hätten sich berüchtigt gemacht furchtbares Gemezzel begann, da sie sich zurückzogen. Sie konnten durch eine Reihe verwegener Viehdiebstähle. Diese fortwährende Benur durch die Breschen der Drahtvergitterung zurück, und unruhigung eines ausgedehnten Gebietes habe es für die Portugiesen Stellen richteten wir ein London, 7. Oktober.( W. T. B.) Wie„ Daily Telegraph" aus auf diese solches Feuer, daß abzurechnen. Bereits vom 19. bis zum 23. September fanden zwischen ansässiger Deutscher durch eine Granate getötet. endlich notwendig gemacht, einmal gründlich mit diesen Ovambostämmen Tschifu von gestern erfährt, wurde ein angesehener, in Port Arthur fein Mann unverwundet hindurchkam. Nach drei Minuten waren Die diese Deffnungen von Toten und Verwundeten völlig verstopft und den Ovambos und den portugiesischen Truppen mehrere Gefechte Granate flog durch das Dach des Lagerhauses bis in den Keller; die Zurückweichenden mußten über blutige Leichenhaufen hinwegstatt, bei denen die Ovambos bereits lebhaften Widerstand leisteten. mant hatte geglaubt, Als dann später die portugiesischen Truppen 500 Mann stark den gedeckt war. daß das Dach Klettern. Die Feinde hatten keine Möglichkeit, in diese Drahtneze bombensicher einDen Kaufleuten in Port Arthur ist der Verkauf größere Deffnungen zu bringen. Unsere Soldaten, obgleich ermüdet deutsch- portugiesischen Grenzfluß Gunené überschreiten wollten, wurden der Mehlbeſtände abgenommen worden. Das Mehl wird jekt durch und hungrig, waren so ruhig und kaltblütig wie Eis, ja sie fie aus einem Hinterhalt heraus überfallen und furchtbar geschlagen. Den Stadtrat verkauft, weil die Kaufleute den Preis außerordentlich lachten und scherzten, während sie niedermeßelten. Sie verloren mehrere hundert Tote und Verwundete. Der Feldzug hinaufgeschraubt hatten. Die Soldaten der Garnison überreichten gannen sich sogar zu streiten, wie viel Japaner sie erschossen der Portugiesen dürfte damit für dieses Jahr als gescheitert gelten. General Stöffel eine Adresse, worin sie ihre Bewunderung für ihren hätten, und einer, der sich rühmte, er hätte„ dreißig zur Hölle bedenn bis eine neue hinlänglich zahlreiche Truppe ins Feld gebracht tapferen Führer zum Ausdruck bringen und erklären, sie würden seinem fördert", brach bald darauf nieder; eine Kugel hatte ihm dee Kinnbacken sein wird, ist in dem Kampfgebiete die Negenzeit eingebrochen, die Beispiel folgen; Port Arthur könne dann niemals fallen. Die fortgerissen. Ströme Blutes flossen von den Körpern in den Graben und mindeſtens vom Januar bis zum April eine solche Intensität besitzt, Japaner schafften vier der schwersten Belagerungsgeschüße in den Zwischenräumen zwischen den einzelnen Salven machten die Soldaß von einer Fortsetzung des Kriegesteine Rede mehr von Dalny nach Takuschan und treffen auch sonst Vor- daten kleine Abflußkanäle, um es fortzuleiten. Abgesehen von den infein kann. Es scheint also, als ob erst im nächsten Jahre der bereitungen für einen neuen Angriff. Da französische Schiffe, grimmigen Wutausbrüchen während des Bajonettkampfes waren Feldzug gegen die Cuanhamas und Cuamatos im Ernſt aufgenommen angeblich von Tientsin aus, Versuche machten, die Blockade zu durch unsere Soldaten ruhig, ja fast luftig, lachten bei den gräßlichsten werden könnte. Wenn es aber den portugiesischen Ovambos gelungen brechen, machen japanische Torpedoboots- Zerstörer zwischen Tschifu Dingen, so wenn in den mit Leibern angefüllten Breschen ist, den Angriff der Portugiesen zunächst zurück zuschlagen, so und Tientsin Beobachtungsfahrten. alles zu Stücken zersprengte. Die Russen sind eifrig mit eine Granate explodierte und ist es gar nicht ausgeschlossen, daß dieser Erfolg die im der Reparatur der Festungswerte von Port Arthur Ich bekenne, daß ich während dieses Gemezels hart wurde und deutschen Gebiete wohnenden Ovambos ebenfalls zur Er- beſchäftigt. Die Chinesen müſſen ohne Bezahlung Kulidienste tun, wenn ich einem Menschen die Glieder amputierte, mir so wenig diese Besorgnis. Ein solcher Krieg gegen die Ovambos sei zurzeit nicht abgeschnitten sein. hebung beranlassen wird. Die„ National- Zeitung" äußert denn auch erhalten aber dafür zweimal täglich Eſſen. Die Wasserzufuhr soll dabei dachte, als wenn ich eine Kinderkrankheit behandelte. Als ich am nächsten Morgen mich wusch, da war ich vom Kopf bis zu den Füßen für Deutschland äußerst unbequem. Die Entwaffnung Tofio, 7. Oktober.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) ganz mit Blut besudelt; ich hatte die ganze Nacht dumpf und beder Ovambos sei allerdings unvermeidlich, aber erit Es verlautet, das Feuer der japanischen Tandbatterien vor Port finnungslos im Schlaf gelegen." müsse Deutschland mit dem Hererokrieg fertig werden, Arthur habe vier russische Kriegsschiffe im Hafen dann könne man es mit den Ovambos aufnehmen. zum Wrack geschossen worden. Die Namen der Schiffe sind nicht von Port Arthur schwer beschädigt. Eins sei völlig gemeldet worden. Von portugiesischer Seite ist übrigens behauptet worden, daß Deutschland beabsichtige, den portugiesischen Feldzug gegen die Ovambos dadurch zu unterstützen, daß es 8000 Mann nach dem Ovambolande entsenden werde. Diese Nachricht klingt ziemlich unwahrscheinlich, denn von den 10 000 Mann, die gegen wärtig gegen die Hereros im Felde stehen, dürfte General Trotha nicht 800, geschweige denn 8000 für entbehrlich halten. Bis aber aus Deutschland neue Truppen nach Südwestafrika entsendet werden, wäre bereits der Höhepunkt der Regenzeit herangekommen und damit ein Krieg unmöglich. Ausgeschlossen wäre es freilich nicht, daß uns im nächsten Jahre nach oder neben dem Hererokriege auch ein opferreicher Ovambokrieg blühen wird." Husland. Desterreich- Ungarn. Die Wahlrechtsbewegung hat auch in Böhmen begonnen. Am Vorabend der Eröffnung des Landtages waren seitens der Arbeiter schaft sechs Versammlungen einberufen. Eine Resolution, in der erklärt wird, daß die Arbeiter bereit seien, den Kampf bis auf das äußerste zu führen, wurde unter stürmischem Jubel überall einstimmig angenommen. Im Landtage selbst trifft man gegen die von den Sozialdemokraten angefündigten Aktionen umfassende Vorbereitungen, indem man die Kartenausgabe einschränkt und Polizei nach dem Landtagsgebäude beordert. In einer Plenarsizung der deutschen Abgeordneten soll einstimmig die Fortsetzung der Obstruktion Italien. beschlossen worden sein. Sozialistischer Sieg bei den Gemeindewahlen. Dänemark. Webereien, Vom ostasiatischen Kriegsschauplatz. Von Port Arthur. Gewerkschaftliches. Das Generalstreiklein. Tofio, 7. Oftober.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) Seit einigen Jahren betreibt der Genosse Dr. Friedeberg General Hasegawa, zuletzt Kommandeur" der kaiserlichen Garde- eine Agitation für die Generalstreik- Idee. Durch Organisation und division, ist nach Korea abgereist, un das Kommando über Agitation sollen die Massen geschult werden, in einem gegebenen die dortigen japanischen Truppen zu übernehmen. Wahrscheinlich Moment alle Räder still stehen zu lassen, um durch den ökonomischen wird die koreanische Armee aufgelöst oder unter japanisches Kom- Druck die Gesellschaft zu zwingen, den Forderungen des Proletariats mando gestellt werden. ein williges Ohr zu leihen. Die Propaganda Friedebergs hat in Totio, 6. Oftober. Graf Okuma hielt heute hier eine Rede, Deutschland wenig Anhänger gefunden. Gerade in den Streisen, worin er erklärte, die Nation müsse sich auf einen langen Krieg auf die sich Friedeberg bei Durchführung seiner Idee stützen zu vorbereiten, dessen Dauer man unmöglich voraussehen könne, der müssen glaubte, bei den Gewerkschaften, fand er die geringste sich aber wenigstens zwei Jahre lang hinausziehen und eine Aus- Gegenliebe. gabe von zwei Milliarden Jen verursachen werde. Japan werde im nächsten Jahre 500 Millionen Jen auf dem Anleihewege aufbringen müssen. Redner ermahnte die Nation, mit ihren Hülfsquellen hauszuhalten und sprach sein unerschütterliches Vertrauen zu dem schließlichen Erfolge Japans aus. Die Gouverneure der Präfekturen hatten heute eine Besprechung mit dem Ministerium. Die Au 3= gaben der Präfekturverwaltungen sind seit Beginn des Krieges um 20 Millionen Jen geringer geworden, weitere Eriparungen werden durchgeführt. Jetzt kommt einer der heftigsten Gegner Friedebergs, kommt gestern in einer Metallarbeiter- Versammlung Wiesenthal her und empfiehlt als Abwehrmittel gegen die die Streikposten beunruhigende Polizei ein na sagen wir: Generalstreiklein! Er empfiehlt einen Miniatur- Generalstreit, durchgeführt für ein beschränktes Gebiet( für Berlin), durchgeführt für einen Teil der Arbeiterschaft( den organisierten) und durchgeführt von vornherein nur für eine bestimmt festgesette Beat Schreckensbilder aus der Schlacht von Lianjang.( ohne die ökonomische Wirkung des Streits bis zur Unerträglichkeit " zu steigern"). Schlag die Arbeit auf 3-8 Tage einstellen; von dieser Demonftration erwartet Wiesenthal, daß sie dazu beitragen könne, der Polizei andere Manieren gegenüber den Streitposten beizubringen. Zunächst die Frage der Möglichkeit. Die 150 000 organisierten Arbeiter Berlins sollen igu ginen wollen. bei Liaujang, die bis jetzt veröffentlicht warden ist, gibt ein Mit Eine der packendsten Schilderungen von Augenzeugen der Schlacht glied des Roten Kreuzes, Koslowsky, der den Angriff Kurokis auf Kuropatkin schildert:" Den ganzen ersten September fast stand ich im Feuer und beobachtete Angriff auf Angriff. Wie eine unheilvolle Wolfe in dichtgeballten Scharen kamen die Japaner heran Rom, 5. Oftober.( Eig. Ver.) In der 25 000 Einwohner und erst gegen Abend wurden die Formationen loser und Wiesenthal verlangt, daß alle organisierten Arbeiter fich zählenden Industriestadt Voltri bei Genua haben die Sozialisten flatterten ein wenig auseinander. Ein furchtbares Shrapnell- an diesem Generalstreit der Berliner Arbeiterschaft beteiligen sollen. am vorigen Sonntag einen kommunalen Wahlsieg erfochten. Sie und Kugelfeuer empfing sie auf unserer Seite, so schrecklich nicht einmal eine solche Beteiligung ist zu erwarten. Im Augenbrachten ihre ganze Liste- 24 Mann durch, während in der und berheerend, daß ich selbst fah, wie die japanischen Minorität 6 Mann der Großindustriellen gewählt wurden. Charak- Offiziere ihren Leuten Zeichen machten, zurückzugehen. Die Wirkung blick der Propaganda gegen die Arbeitsruhe am 1. Mai ist es austeristisch ist, daß keiner der zahlreichen Fabrikbefizer, die kandidierten, der Granaten war entfeßlich; nicht mehr als die Hälfte der Spreng- geschlossen, daß alle Gewerkschaften, selbst solche, denen das Feuer gewählt wurde. Voltri ist eine rein industrielle Stadtgeschosse explodierte, doch diese rissen tiefe Löcher in die Reihen, ein nicht auf den Nägeln brennt, sich für die Idee Wiesenthals beSpinnereien, Eisenwerke, Schiffsbau deren Stadtverwaltung Schaudern ging durch die Glieder bei jeder Explosion. Verstümmelte geistern würden. Die Organisationen, in deren Gewerbe Friede bereits vor 3 Jahren, durch die Demission der Mehrheit der Stadt- Glieder, blutige Körper lagen auf dem Boden, bis Erde über sie hin- herrscht und sogar die Friedensbedingungen mit den Unternehmern vertreter, 9 Monate lang in Händen der Sozialisten ruhte. Damals gescharrt wurde. Wir hatten sieben deutsche Solonisten" für längere Zeit festgelegt sind, können und dürfen vielleicht auch war der Scherenschleifer, Genosse Cocco, Bürgermeister der Stadt. aus Südrußland im zweiten Gliede und diese Leute sangen gar nicht wegen eines in diesen Verträgen nicht vorgesehenen UmDer bloße Umstand, daß die Verzehrungsabgaben rechtlich, ohne die den ganzen Morgen Kirchenlieder, zum großen Vergnügen standes einfach die Arbeit einstellen, wenn sie nicht bei dem anderen vorher üblichen Vergünstigungen erhoben wurden, ergab in einem für ihre Kameraden von der orthodoyen Kirche, die halben Jahr einen Mehrertrag von etwa 24 000 Zire. fagten: Diese Deutschen haben Furcht, daß sie sterben werden." Kontrahenten das Vertrauen zu ihrer Vertragstreue erschüttern Und wirklich wurden sie alle noch vor Abend getötet, bis auf einen, Dann die Wirkung einer solchen Demonstration dngn Neuer Prügelgesek- Entwurf. Kopenhagen, 7. Oftober. Der der seine Lieder ruhig weitersang. Um 1 Uhr ging uns für einige Schon ihre Beschränkung auf den Ort, auf eine e der Justizminister Alberti legte heute im Landsthing aufs nene einen Zeit der Vorrat an Gewehrmunition aus, und das Feuer der Sefeßzentwurf über die Anwendung der Körperstrafe als Zusatzstrafe Maschinengewehre konnte den Feind nicht mehr aufhalten. Die Arbeiterschaft und auf eine kurze Zeit charakterisiert feats eine für die von Männern begangenen schweren Gewalttätigkeiten und Japaner fammelten sich nun, juchten Deckung hinter den Hügelwellen vorübergehende Erscheinung, deren ökonomische tragedie Sittlichkeitsverbrechen vor; gleichzeitig soll aber die Körperstrafe für des Bodens und stürmten dann plöglich in dichten Wassen vor. Bourgeoisie nicht zu fürchten braucht. Die örtliche Beschrändung und Bersonen unter 18 Jahren fortfallen. Ferner legte der Justizminister Mit furchtbarem Heulen und Stöhnen verstrickten sie sich in den auf die Tatsache, daß ganze wichtige Branchen an ihr nicht beteiligt in einen Gesezentwurf betreffend die Bekämpfung der öffentlichen gespannten Drahtnetzen, stürzten in die Wolfsgruben, aus denen sie sich werden, läßt eine tiefergehende, fühlbare Störung der Produktion mühsam wieder herauszuretten suchten. Unsere Leute hielten grimmig ihre Bajonette vor, doch sie waren nicht ohne Furcht, da sie nicht feuern nicht zu. Den in drei bis acht Tagen herbeigeführten Produktionsder Arbeitslosen Die Finanzverhältnisse des dänischen Staates sind nach der konnten. Leider wurden die Japaner durch die Drahtgitter nicht ausfall gleicht die Reservearmee schnell Staatsabrechnung für das Budjetjahr 1903-1904, die der Finanz- aufgehalten; mit Drahtzangen zerschnitten sie die Neze und bahnten aus. Aber auch die demonstrative Wirkung geht berminister Hage dem Reichstage vorgelegt hat, recht günstige. Statt sich einen Durchgang, aus dem sie in einer dicken unförmigen Masse loren, so lange noch wichtige Gruppen der Arbeiterschaft, eines vorausberechneten Fehlbetrages von 15 Millionen ist ein laut schreiend herausquollen. Auf diesen Knäuel richteten unsere die das öffentliche Leben aufrecht erhalten, der Sache fernUeberschuß von 1/2 Million erzielt worden. Die Einnahmen, die Maschinengewehre ihr Kreuzfeuer und die ganze Masse brach stehen. Um wirklich einen tiefen Eindruck auf Publikum und auf 71 Millionen Str. berechnet waren, erreichten die Höhe von uns zusammen wie ein Kartenhaus. Doch die Feinde waren Behörden zu erwecken, dürften 3-8 Tage lang keine Zeitungen gefähr 80 Millionen. Die direkten Steuern haben 268 000 r., die zu wild, zu zäh, um abzulassen. Aufs neue stürmten indirekten 4 Millionen Kr. mehr ergeben. Die Biersteuer hat sie vorwärts und richteten ihr Feuer gegen unsere munitions- erscheinen, müßten der Straßenbahnbetrieb, der allerdings statt 6 300 000 r. nur 5 900 000 r., die losen Soldaten. immer feuerten sie in geschlossenen Omnibusbetrieb Branntweinsteuer statt 3172000 r. nur 2925 000 r. Wassen, während unsere Leute vorstürmten und sie mit dem Bajonett Verkaufshäuser geschlossen sein! ergeben. Das ist übrigens ein erfreuliches Zeichen dafür, daß, angriffen. Der Anblick, der sich bot, war wirklich entsetzlich; einen solchen Streik in Berlin durchführen zu können? Wenn nicht, während die Konjunktur sich gebessert hat und der Verbrauch an jeder, der das gesehen, mußte auf ewig ein An- dann wird die Wirkung gleich Null sein! Dann wird die Polizei kaltanderen Produkten erheblich gestiegen ist, der Verbrauch alkoholischer hänger der Friedensidee werden. Die Gesichter unserer blütig das Ende des Streits abwarten und nach dem Streik, vielleicht abgenommen hat. Die Gesamtausgaben des Staates Soldaten verzerrten sich in einem teuflischen Blutdurst und die während desselben ruhig die Streifposten in bekannter Weise weiter waren auf 86, Millionen vorausberechnet, beliefen sich jedoch nur nervös erregten, zuckenden Gesichter der Japaner verrieten ähnliche mit ihrer Aufmerksamkeit beehren. auf etwas über 79 Millionen. Der Marineminister hat 160 000 r. gräßliche Leidenschaft. Einer unserer Soldaten, ein Sibirier namens weniger gebraucht als bewilligt waren, der Kriegsminister hat sein Alexandrow, sprang wie wahnsinnig empor und schrie:„ Gebt ihnen Budget jedoch wieder bedeutend überschritten und zwar um 491 000 feinen Pardon!" Kaum eine Minute später stürzte er nieder, von größeren Friedebergschen Bruder. Wenn die Organisation eine so Kronen. Unter den Ausgaben sind 3 Millionen Kronen Staats- einer Stugel getroffen, und ein Japaner, wie wenn er den Schrei ver- umfassende geworden ist, daß der Generalstreik durchführbar wäre, zuschuß zur Altersversorgung und 1 300 000 3uschuß zu den an- standen hätte, stieß ihm faltblütig das Bajonett in die Rippen, so ist er nicht mehr nötig. Wenn beinahe 100 Prozent aller erkannten Krankenkassen. daß er zu stöhnen aufhörte. Doch im nächsten Augenblick brach Arbeiter organisiert wären, brauchte man keine Streikposten mehr; Unzucht vor. Wie die ruhen, Markthallen und Glaubt Wiesenthal Dem Wiesenthalschen Generalstreiflein geht's genau wie dem bann folgten alle Arbeiter der ausgegebenen Parole. Daß man Streitposten braucht, ist ein Zeichen mangelnder Organisation und diese Hiniviederum ein Hindernis für den Generalstreit. Berlin und Amgegend. Die Aussperrung der Möbeltischler. Gestern sind wieder 59 Arbeiter aus 11 Werkstätten ausgesperrt worden, so daß bis jetzt insgesamt 49 Betriebe 161 Arbeiter ausgesperrt haben. In diesen 49 Betrieben waren bisher 550 Arbeiter beschäftigt. Herr Plathen, der Vorsitzende der Freien Vereinigung der Holzindustriellen, ist an der Aussperrung mit 2 Arbeitern beteiligt. Ein Beweis, wie wenig ernst es die Tischlermeister mit der Aussperrung nehmen, liegt darin, daß der Arbeitsnachweis ein Teil der Ausgesperrten bereits wieder in Arbeit gebracht hat, und zwar in solchen Betrieben, die nach dem Beschluß der Tischlermeister jetzt feine Arbeiter einstellen dürfen. Auch im übrigen wird der Arbeitsnachweis des Holzarbeiterverbandes jest stark in Anspruch genommen. In den letzten Tagen sind täglich 30, 40, auch 45 Tischler untergebracht worden, und die Nachfrage nach Arbeitsfräften steigt von Tag zu Tag. Die Arbeiter haben keine Ursache, den Aussperrungsbeschluß besonders tragisch zu nehmen. Schäfer u. Scheibe, Nitterstraße, Hehmann u. Schmidt, Schön- Bei der Firma Grüns, die die Forderungen belvilligt hatte, hauser- Allee, Finkenrat, Schlesischestraße, Littauer u. Boysen, Koch- ist die Arbeit wieder niedergelegt worden, weil dort Streifarbeit straße, Hellriegel, Kochstraße, Griebniz, Dragonerstraße, Hehne, gemacht werden sollte. Weinmeisterstraße, Kittelmann u. Wegner, Alexanderstraße. Diese Der Streik der Müllkutscher und Mitfahrer von der Firma Firmen sind als gesperrt streng zu meiden. C. Schellet ist beendet. Nach einer Verständigung der vereinigten Deutfches Reich. Der Streifpoften an der Kette. Zur Lohnbewegung der Gips- und Zementarbeiter( Sektion Unternehmer hat am Donnerstagabend noch eine Verhandlung der des Maurerverbandes). In der gestrigen bei Keller abgehaltenen Kommission unter Hinzuziehung eines Vertreters des Zentralstark besuchten Generalversammlung der Branche berichtete Fritsch verbandes der Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter( Ortsüber den Stand der Bewegung. Demnach haben die Unternehmer, verwaltung Berlin I) mit Herrn Scheller stattgefunden, in welcher durch deren ablehnende Haltung zum 1. Oftober eine vertragslose der Letztere den Lohn von 33 M. für Mitfahrer und 36 M. für 3eit eintrat, infolge des entschlossenen Vorgehens der Arbeiter fürz- Stutscher bewilligte, und zwar sollen für diese Woche vier Tage belich in Verhandlungen eingewilligt, die denn auch bereits zu einer zahlt werden. Nachdem dann noch die Versicherung gegeben wurde, Verständigung über die wesentlichsten Punkte des neuen Tarifs ge- daß niemand gemaßregelt werde, beschlossen die Ausständigen, die führt haben. Insbesondere ist die geforderte Lohnerhöhung von Arbeit am Freitag früh wieder aufzunehmen, was auch geschehen ist. 2½ Pf. pro Stunde für alle Kategorien der Branche von den Unternehmern zugestanden worden. Nach einer lebhaften Debatte wurde schließlich folgende Resolution einstimmig angenommen: Die Generalversammlung des Zentralverbandes deutscher Maurer Die Kölner Polizei behandelt seit längerer Zeit die ( 3weigverein Berlin), Sektion der Gips- und Cementbranche, nimmt Streifposten bei Ausständen in einer Art, die lebhaft an die aufsehensammlung ist mit dem Resultat, welches bis jetzt die Mitglieder der Streifpoften nicht nur weggewiesen, sondern polizeilich abgeführt Kenntnis von dem derzeitigen Stand der Lohnbewegung. Die Ver- erregenden Breslauer Vorkommnisse erinnert. Es sind wiederholt Zwölferkommission bei der Verhandlung betreffs der Lohnforderung und stundenlang in Haft behalten worden. Jezt, am MittwochDer Streik der Musikinstrumentenarbeiter hat auch im Laufe verstanden. Die Versammlung beauftragt ihre Zwölffommiffions- vormals Herbrandtschen Waggonfabrik in Köln. mit den Vertretern des„ Berliner Betonvereins" erzielt haben, ein- nachmittag, ist die Polizei sogar soweit gegangen, einen vor der des gestrigen Tages teine Aenderung erfahren. Bei einigen Fabri- Mitglieder, die Verhandlung mit den Vertretern des Berliner Beton- Ehrenfeld Posten stehenden Holzarbeiter, obwohl er nicht tanten fanden Verhandlungen statt, die jedoch kein Ergebnis hatten, vereins bis zum Abschluß eines Vertrages weiterzuführen; wünscht den mindesten Widerstand leistete, an die Kette zu da die Arbeiter erklärten, fie fönnten ohne Zustimmung ihres Ver- aber, daß die Verhandlungen der Kommission derart gefördert nehmen und in saft zu sehen. Der Streifposten heißt Brand eins nicht bewilligen. Einstweilen mögen die Unternehmer noch werden, daß der Vertrag spätestens am 15. Oktober und ist Mitglied des christlichen Holzarbeiterverbandes. Abends um hoffen, an Stelle der Ausständigen Streifbrecher zu finden. Viele 3. Js. in Kraft treten tann. der Streifenden haben von ihren Arbeitgebern Briefe erhalten, 6 Uhr wurde der Holzarbeiter David vom Deutschen Holzarbeiter= Die Versammlung beauftragte den Sektionsvorstan ferner, sofort verband ebenfalls von der Straße weg verhaftet. Der Mann ist worin fie dringend ersucht werden, die Arbeit wieder aufzunehmen. nach Beendigung der Vertragsverhandlungen eine Generalversamm- infolge mehrwöchigen Krankseins noch geschwächt Als er im HaftEin derartiges Schreiben des Pianofortefabrikanten G. Kling- lung der Gektion einzuberufen und nochmals Bericht zu erstatten lokal ein Bedürfnis verrichten mußte, reichte man ihm einen Eimer, mann sichert den Arbeitern, falls sie irgend arbeitswillig sein über das gesamte Ergebnis der Verhandlungen. Diese Versammlung der so stank, daß dem Mann übel wurde und er sich übergeben mußte. sollten", den weitgehendsten Schutz während und nach dem Streit zu. wird dann definitiv beschließen, ob der Vertrag in der vereinbarten Abends sind die beiden Leute nach Vorstelligwerden eines Vertreters Natürlich hat sich durch solche Lockrufe noch nicht ein einziger Arbeiter Form abgeschlossen werden soll. Endlich beschließt die Versammlung, des Deutschen Holzarbeiterverbandes aus der Haft entlassen worden. zur Arbeitswilligkeit" bewegen laffen. Andere Fabrikanten be= mühen sich, ihre verlassenen Werkstätten mit weiblichen Ar- Unternehmer, die nicht Mitglieder des Berliner Betonvereins find des Holzarbeiterverbandes versichert, sind beide Verhaftete allgemein nach Abschluß eines Vertrages der Vorstand der Sektion alle Der Vorfall erregt in Köln gerechte Empörung. Wie die Leitung beitsträffen zu füllen. Durch Zeitungsinserate werden junge und feinen Sondervertrag mit uns abgeschlossen haben, auffordert, als ruhige, nüchterne Männer bekannt, und sie haben nicht den ges Mädchen zum Polieren, sowie zum Erlernen des Beziehens und Zu- innerhalb einer Frist von acht Tagen dem Vertrage beizutreten. ringsten Anlaß zum Einschreiten gegeben. Bestehen ausständigen ſammenſeßens gesucht. Dies sind Arbeiten, welche die Straft eines Bei denjenigen Unternehmern, die innerhalb dieser Frist den Vertrag Arbeitern gegenüber die gesetzlichen Bestimmungen nicht? Sind Mannes erfordern und bisher noch nicht von Mädchen geleistet wurden. Sollten fich dazu wirklich weibliche Arbeitskräfte melden, nicht anerkannt haben, sind die Kollegen verpflichtet, die Arbeit ein- Streitposten vogelfrei? so ist sicher, daß fie trop aller Arbeitswilligkeit das nicht leisten zustellen und so lange ruhen zu lassen, bis sich die Unternehmer zur fönnen, was von ihnen verlangt wird. Uebrigens werden auch diese Anerkennung und Unterzeichnung des Vertrages bereit erklären. Versuche, Streifbrecherinnen zu gewinnen, an der Wachsamkeit der Ausständigen scheitern. " " Der Metallarbeiter- Streit bei Weftphal u. Reinhold. In der gestrigen Versammlung der Ausständigen wurde berichtet, daß der Stand des Streits noch im wesentlichen unverändert sei. Die Verſammlung war einmütig der Ansicht, der Firma keinerlei neue Vergleichsvorschläge zu machen, sondern den weiteren Verlauf der Dinge einstweilen ruhig abzuwarten. Es wurde auch diesmal wieder icharfe Kritik an dem Verhalten der Polizei gegen die Streikposten Husland. Die Arbeiterorganisationen in Desterreich hatten im Jahre 1903 Der Streit der Glasschleifer, Polierer und Beleger dauerte mit einen starten Mitgliederzuwachs. Ende 1902 waren 185 178 Arbeiter dem gestrigen Tage gerade einen Monat. Nach dem Bericht über organisiert, Ende 1903 14,41 Proz. mehr oder 154 665. Die Zueine Versammlung der Freien Vereinigung der Glasschleifereibefizer nahme war am stärksten bei den Tabatarbeitern mit 96,04, den HolzBerlins, der vorgestern in der„ Volks- Beitung" stand, haben übrigens arbeitern mit 66,13, den Bauarbeitern mit 65,42 und den Gießereidie Arbeitgeber den Streit für beendet erklärt. arbeitern mit 61,72 Broz. Der Mitgliederbestand der BergarbeiterDie Streifenden, auf die es doch ankommt, find allerdings anderer Drganisation vermehrte sich um 8,11 Proz. Eine steigende VervollMeinung, denn sie hatten sich gestern vormittag im Gewerkschafts- tommnung erfuhren die Unterſtüßungseinrichtungen, an deren Spize hause ebenso zahlreich, wenn nicht noch zahlreicher als sonst ver- namentlich die Arbeitslosen- Unterstügung steht. Noch vor acht Jahren sammelt und nichts deutete darauf hin, daß man ge- waren die Ausgaben zur Unterstützung von Arbeitslosen relativ willt wäre, den Streit aufzugeben. Es wurde in der gering, sie betrugen 1896 erst 102 189 Kronen. Im Jahre 1903 Versammlung scharf verurteilt, daß die" Bolts- Zeitung" einen Be- wurden dagegen für den nämlichen Zwed 474 968 Kronen verausgefibt. Nach Angabe verschiedener Redner hindern die Beamten die richt abdruckt, von dem man doch wissen mußte, daß er grobe Un- gabt. Von den Gesamtausgaben werden etwa 17 Broz. auf ArbeitsStreitposten ohne weiteres, mit den Arbeitswilligen irgendwelche wahrheiten enthielt, ohne daß man sich um eine Richtigstellung be- lofen- Unterstüßung verwandt. Für sämtliche Unterstützungseinrich Rücksprache zu nehmen. Ein Redner führte aus und andere bemühte. Es wurde von mehreren Rednern darauf hingewiesen, wie töricht tungen wurden im Jahre 1903 an 1,28 Millionen Kronen verausgabt, ftätigten es daß ein Schußmann gesagt habe: Man müßte es wäre, wenn die Arbeiterschaft eine Preise unterſtügte, die gegen erft 0,28 im Jahre 1896. jeden Streitposten tüchtig berhauen, dann täme durch Verbreitung derartiger ganz falscher Nachrichten streifende feiner mehr her." Ein anderer Schugmann habe zu einem Arbeiter zu schädigen sucht. Daß die Arbeitgeber- Versammlung auf und abgehenden Streitposten geäußert:" Na gehen Sie eine Resolution angenommen hat, worin der Streik für die geduldete Leute." " hier man nicht so bröfig. Sie sind hier doch nur und die Vororte Mitglieder der Bereinigung für beendet erklärt Letzte Nachrichten und Depefchen. " Bom oftasiatischen Kriegsschauplate. wird, kann, wie der Referent Weltisch ausführte, ja auch so aufDarauf führte Wiesenthal aus: Schon seit Jahren gehe gefaßt werden, daß es den einzelnen Firmen jegt frei. Der Konflikt in Leipzig beigelegt. die Berliner Polizei in einer so maßlos schroffen Weise gegen die anders hätte ja diese Art Aufhebung" des Streits durch die gestellt wird, sich mit ihren Arbeitern zu einigen. Ueber den Verlauf der Parteiversammlung in Leipzig erhalten Streitposten vor, als wenn es in Deutschland überhaupt kein Arbeitgeber feinen Sinn, als" daß sie die Maßregeln aufheben, die wir folgende Privatdepesche: Koalitionsrecht gäbe. Was nüße es, wenn die Gerichte in einer Un- fie selbst, veranlaßt durch den Streit, ergriffen haben. Jedoch heißt Leipzig, 7. Oftober. In einer von 2000 Personen besuchten zahl von Prozessen die zu Unrecht sistierten und mit Strafmandaten es weiter in der Resolution der Arbeitgeber, daß sie im Anschluß Barteiversammlung sprach Jäch über die Polemiken der„ Leipziger überschütteten Streitposten freisprechen. Die Polizei fümmert sich an den Arbeitsnachweis in der Gormannstraße einen Nachweis ein weber um die Freisprechungen noch um die Urteilsbegründungen, in richten wollen und daß inzwischen auf keinen Fall Arbeits- Bolkszeitung". Mehring versprach, daß fleine Zänkereien in Gegen an vierzig Stimmen wurde denen schon vielfach das Vorgehen der Polizeibehörde und ihrer fräfte von dem Nachweis des Glasarbeiter Verbandes be- Zukunft unterbleiben sollen. ausführenden Organe einer vernichtenden Kritik unterzogen wurde. Streitenden zur Pflicht, den Nachweis in der Gormann- erklärt sich mit der bisherigen prinzipiellen Haltung der zogen werden sollen. Demgegenüber machten es sich die Resolution der Parteileitung zugestimmt:" Die Versammlung Immer wieder seien streifende Arbeiter trotz des gesetzlich gewähr- ftraße unter feinen Umständen zu benuen.„ Leipziger Volkszeitung" einverstanden. Sie erklärt es ferner leisteten Koalitionsrechtes der Willkür und den Chikanen der Der Referent erlärte zum Schluß seiner Ausführungen, der Streit für selbstverständlich, daß die Redaktion in der grundsätz Polizei ausgesetzt und Tausende von Mark würden auf diese Art stehe durchaus günstig. Die Betriebe feien fast ausnahmslos leer, lichen Verfechtung des revolutionär wissenschaftlichen Sozia den Gewerkschaften abgeknöpft. Da frage es sich denn doch, ob es der Versuch, die Streifenden wankelmütig zu machen, sei vollständig nicht noch ein anderes Mittel gebe, der Polizei und der Gesellschaft gescheitert. Wohl wünschen die Streifenden den Frieden und feien lismus auch die Polemik mit anderen Parteiorganen nicht vermeiden zu zeigen, daß die Arbeiter nicht gewillt seien, sich die polizeilichen auch jetzt noch jederzeit zu verhandeln bereit, doch hätten sie keine fann, und billigt die Grundsäge, die heute von der Redaktion über Willkürlichkeiten länger stumm und schweigend gefallen zu lassen. Ursache, nochmals an die Arbeitgeber heranzutreten, nachdem diese die Grenzen dieser Bolemit fundgegeben worden sind. Endlich er. Wo alle öffentliche Kritik und alle Gerichtsurteile nichts nügen, da Girbig fritisierte ebenfalls scharf das Vergaiten der Volks- Parteitag gefandte Erklärung der Redaktion für erledigt. Mit dieser Der Verbandsvorsißende klärt die Versammlung die Notiz über Südekum durch die an den das Einigungsamt abgelehnt hatte.. bleibe den Arbeitern schließlich nur noch das Mittel der gesetzlichen Zeitung", die in dem bereits erwähnten Bericht Behauptungen ver- Resolution ist der Beschluß der Parteiversammlung vom 29. September Belüfthülfe. breitet habe, welche direkt der Wahrheit widersprächen. Der Redner aufgehoben. Aus diesen Erwägungen heraus sei es vielleicht ganz angebracht, wies dies im Einzelnen nach und erklärte dann, daß, wenn er wüßte wenmin der Gewertschaftskommission der Gewas auch in jenem Bericht behauptet wird daß die bante ventiliert würde, zu gegebener Zeit über Berlin Arbeiten der Streifenden tatsächlich angefertigt würden, er feinen Augenblick zögern würde, zum Aufgeben des Shanghai, 7. Dltober.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Stampfes zu raten. Doch die Gefahr, daß die Unternehmer Die Japaner beschlagnahmten in der Nähe von Niutschwang den den Generalstreit als Demonstration gegen die Polizeiwillkür zu proflamieren. Zwar seien die Gewerkschaften mit Recht grund- tönnten, bestehe nicht. Der Kampf stehe wirklich günstig. Er. Redner, Arthur bestimmte Ladung von Vich und Wiehl mit fich führte. mit den Arbeiten, die ihnen jetzt geliefert werden, zufrieden sein englischen Dampfer Fishan" aus Hongkong, welcher eine nach Bort fägliche Gegner der Friedebergschen Generalstreiksidee, dennoch sei habe immer die Meinung vertreten, daß man danach trachten müsse, es sehr wohl möglich, den Gedanken eines allgemeinen Demonstrations bei einem Streit die Gegenfäße abzuschwächen, um zu einer Einigung Das kaiserliche Hauptquartier veröffentlicht einen Bericht über die Tokio, 7. Oftober.( Meldung des Reuterschen Bureaus".). streits zu erörtern, zumal es sich um die Verteidigung und Festhaltung zu kommen. Hier aber sei ihm das, nachdem was die„ Volks- tg." Das kaiserliche Hauptquartier veröffentlicht einen Bericht über die eines gefeßlich gegebenen Rechts gegen willkürliche und ungefeßliche berichtete, nicht möglich. Wären die Unternehmer so verständig und jüngsten Bewegungen der russischen Truppen und die Scharmüzel Einschränkung handelt. Wenn z. B. in Berlin und den Vororten die wüßten fie, mit welcher Zähigkeit der Glasarbeiter- Verband feine südlich von Mukden. Es heißt darin: Am 4. Oktober näherten sich gesamten 150 000 organisierten Arbeiter, denen fich möglicherweise Stämpfe führe, so hätten sie die oft gebotene Hand zum Frieden er einige feindliche Reiter dem Gebiet von Aiyangyuenmien, aber die noch tausende der Unorganisierten anschließen würden, auf einen Schlag Streifenden in Berlin zu unterſtüßen. griffen. Dem Glasarbeiter- Verband sei es ein Leichtes, die 220 japanischen Truppen vertrieben sie. Am felben Tage rückte der In der Diskussion zeigte eind mit einem Bataillon Infanterie, elf Schwadronen Kavallerie etwa drei bis acht Tage die Arbeit niederlegten, dann würden vielleicht auch nicht ein Redner irgendwelche Neigung, den Kampf auf- und fünf Geſchüßen vor, zog sich aber am 5. Oktober gegen Huangscha fogar die Unternehmer auf die Polizei einwirken, den Streikenden zugeben. Wie noch mitgeteilt wurde, hat ein Arbeitgeber aus zurück. In dieser Gegend haben die Japaner nur zwei oder drei gegenüber andere Saiten aufzuziehen. Die Herren Unternehmer dem legten Streitversammlungs- Bericht im Vorwärts" heraus Schwadronen Kavallerie, deren Vorposten zwischen Niduschan und könnten dann ja versuchen, ihre verlassene Arbeit von der Beamten gelesen, daß nur 500 M. für Mietszuschüsse eingegangen feien, und Wangchiafeng stehen. Die Infanterie an der Spitze der russischen truppe des Herrn Polizeipräsidenten fertigstellen zu lassen. baraufhin gemeint, daß ja für jeden Streifenden nur 2 M. dabei Stolonne frug chinesische Kleidung. Am 4. Oktober griff eine fleine Zum Schlusse wurde noch mitgeteilt, daß in der Fabrik noch herauskommen würden. Hätte der Mann den Bericht etwas genauer Abteilung des Feindes die japanischen Feldwachen bei Pingtaitse eine Anzahl Arbeitswilliger aus Rheinland- Westfalen und aus dem angesehen, so wäre es ihm wohl flar geworden, daß es sich hier und auf der Straße nach Mukden an. Die Ruffen wurden zurückSpreewald singetroffen seien, die erklärten, in der dortigen nur um eine einzige Geldsendung handelte. Wie seitens der Streit getrieben und ließen ihre Toten sowie einige Gewehre auf dem Arbeiterpreffe noch nichts von dem Streit gelesen leitung versichert wird, ist denn auch der Mietszufchuß unverkürzt Stampfplak zurück. In diesem Gefecht trugen die Russen durchtveg uben Größtenteils haben sich die Leute, nachdem ihnen von und in reichlichem Maße ausgezahlt worden, und ebenso ist der chinesische Kleidung. Am 3. Oftober rüdten vier Schwadronen russische Kavallerie auf der Straße zwischen Sunſchutsuitse und Ben Streitposten Aufklärung wurde, andre Arbeit gesucht. Die Mietsersatz für den 1. November bereits gesichert. Wie in der gestrigen Streifversammlung weiter erwähnt wurde, und Fuschun vor und verblieben auf dieser Straße bis zum fben Streit aufmerksam zu machen. Dienstagvormittag wurde in der Dirdsenstraße ein Streitposten füblich von Wulichia und Lungwanmiao gesehen worden war, sich Zu der Lohnbewegung der Luguspapierbranche ist zu berichten, verhaftet, obgleich sich der Betreffende, um in dieser sowieso nördlich nach Lutaohu unter Zurücklassung von Infanteriepatrouillen daß nach fast dreiwöchentlichem Stampfe am Mittwoch die Firma verkehrsarmen Straße auch jeden Schein einer Verkehrsstörung zurüdzog. Am 4. Oktober rückte eine Abteilung der feindlichen Stange um Unterhandlungen mit der Lohnkommission ersuchte und zu meiden, nach der menschenleeren Seite an den Stadtbahnbögen Stavallerie mit drei Geschüßen gegen Schiotain vor, stellte sich bei es auch gelang, eine Einigung herbeizuführen. Die Stimmung unter begeben hatte. Der Schußmann folgte ihm dorthin, folgte ihm auch, Tatai auf und schoß auf die japanischen Truppen, die nördlich von den Streikenden ist eine ausgezeichnete. Besonders die Arbeiterinnen als er fich, um den ungebetenen Begleiter los zu werden, wieder nach Jentai standen. Der bei Changtan am rechten Ufer des Sunho verdienen ob ihrer guten Haltung vollste Sympathie. Die Ring- der anderen Straßenseite begab, und forderte ihn auf, den Straßen- postierte Feindhat sich zurückgezogen und eine fleine Streitmacht firmen bemühen fich krampfhaft, ihre Stüdarbeit überall hinzu zug zu berlaffen. Er wurde schließlich sistiert. Auf der Polizei- zurückgelassen. In der Umgegend von Taotaitse befinden sich keine bringen. Insbesondere tut sich hierbei die Firma Bernhard wache, so erzählte er in der Streitversammlung, habe ihm ein Leute feindichen Truppen. Eine fleine feindliche Macht, welche einen der u. Co., Wilhelmstraße, hervor, welche überall versucht, ihre Arbeit nant gejagt: Das Streitposten stehen sei an und für japanischen Vorposten am linken Ufer des Hunho angriff, wurde zurüdgeschlagen. unterzubringen. Es ist infolgedessen auch bei der größten Firma, fich nicht berboten, das heißt, wir hätten feinen Hagelberg, Marienstraße, gestern früh zum Ausstand gekommen, Paragraphen im Gesez, der es verbiete. Aber Regelung der Thronfolge. nachdem eine Kommission der dort Beschäftigten, welche wegen Rück- das unnüße Stehen auf der Straße fei laut Er habe dann den nahme der Streifarbeit vorstellig wurde, aus dem Kontor gewiesen Polizeiverordnung berboten. Dibenburg, 7. Dktober.( W. T. B.) Der Landtag nahm heute er nicht un einstimmig den Gesetzentwurf an betreffend die Regelung der Thron und der Vertrauensmann entlassen worden war. Insgesamt sind Seutnant darauf aufmerksam gemacht, daß 600 Personen im Ausstand. Zu den neuen Bedingungen arbeiten nütz auf der Straße gestanden habe und eigentlich folge unter Verwerfung des Protestes des Herzogs Ernst Günter in 14 Betrieben zirka 1600 Personen. Am Montagnachmittag 3 Uhr überhaupt nicht gestanden habe, sondern auf und abgegangen sei. von Schleswig- Holstein. findet im Gewerkschaftshause eine Versammlung der Streifenden Das hätte aber nichts genutzt. Man habe ihm dann noch gedroht, statt. Im Ausstand befinden sich die Arbeiter und Arbeiterinnen ihn, wenn er wieder fiftiert werde, im grünen Wagen nach dem Rom, 7. Oftober.( W. W. B.) Mehreren Abendblättern zufolge machstehender Firmen resp. wird bei denselben Streitarbeit hers Alleganderplatz zu transportieren. soll am 14. d. Mts. ein Dekret veröffentlicht werden, wodurch die gestellt: Bernhard u. Co., Wilhelmstraße, Böhme, Reichenberger- Ferner wurde noch über zwei Siftierungen in der Großen Kammer aufgelöst und die Neuwahlen auf den 30. Oftober und traße, Schwertfeger, Reinickendorferstraße, Hagelberg, Marienstraße, Frankfurterstraße berichtet, die unter dem Vorwand einer Verkehrs- die Stichwahlen auf den 6. November anberaumt werden. Die Lange u. Wundsch, Fennstraße, Prager u. Loyda, Hagelsbergerstraße, störung ebensowenig berechtigt erscheinen. Einberufung der neuen Kammer soll zum 15. November erfolgen. datbelterblätter werden deshalb nochmals ersucht, in geeigneter Wetjeift die Polizei noch immer eifrig hinter den Streifpoften her. Am 5. Oftober morgens, zu welcher Zeit die feindliche Kavallerie, welche STO100 Verantw. Medakteur: Paul Büttner, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Gloce, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen. Nr. 237. 21. Jahrgang. V 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 8. Oktober 1904. der unfittlichen Literatur, das sich rühmt, seit seinem Beginn entgegenstellen, heißt es:„ Einen anderen Fehler hat das WalzdrahtBekämpfung der unfittlichen Literatur. Beifallsbezeugungen von zahlreichen europäischen Fürsten, Syndikat zum Schaden des ihm durch Schußvertrag verbundenen wie bon der protestantischen und katholischen Drahtstift- Verbandes fortgesetzt dadurch gemacht, daß es den WalzKöln, 6. Oktober.( Eig. Ber.) Geistlichkeit erhalten zu haben". Dieses Komitee soll die Zentrale draht an die ausländische Konkurrenz in Belgien und Holland zu Der Internationale Kongreß zur Bekämpfung der unfittlichen werden für den internationalen Kampf gegen die Unfittlichkeit, oder einem Preise lieferte, der es dieser Konkurrenz leicht machte, die Literatur" hat am Mittwoch und Donnerstag hier stattgefunden. wie es richtiger ist: für den Kampf gegen die Freiheit in Kunst und deutschen Draht- und Drahtstift Fabrikanten auf dem Weltmarkte Jm Bureau sah man am ersten Tage den Pfarrer WeberM.- Gladbach, der wie die vorausgegangene Konferenz der Sittlich- Wissenschaft, soweit sie nicht den Interessen von Thron nnd Altar zu unterbieten, und noch heute wird der deutsche Walzdraht dienstbar sein wollen. nach Belgien unter 100 Mart geliefert, während die deutschen Werte teits- Vereine so auch den Kongreß leitete; weiter den Pastor Philipps lößensee, ebenfalls ein Hauptmacher der Sittlichkeits- In diesem Sinne verdient der Kölner Kongreß doch einige 120 M. per Tonne dafür zahlen müssen. So ist, um ein Beispiel anzuführen, die größte belgische Drahtstiftfabrit in Gent während Konferenz, der mit Frrenanstalt und Zuchthaus die Homosexualität Beachtung. der Aegide des Walzdraht- Syndikates dermaßen vergrößert worden, und mit dem Arbeitshaus die Prostitution bekämpfen will; endlich daß solche heute etwa 25 000 Tonnen Stifte und gezogene Drähte den Oberlandesgerichtsrat R o eren Köln, der neue Kräfte sammelt jährlich produziert. Welche Schädigung dies für den deutschen zu einer Wiederholung der lex Heinze. Die Nennung dieser Namen Export in Draht und Drahtstiften bedeutet, besonders wenn der genügt, um den Charakter des Kongresses zu tennzeichnen. Verband auseinandergehen sollte, braucht wohl nicht näher dargetan zu werden." Das Blatt hat recht; nur hat es nicht nur das WalzdrahtSyndikat so getrieben. Besonders der frühere Halbzeugverband, der Vorläufer des Stahlwerksverbandes, hat genau dieselbe Exportpraxis befolgt, ohne daß damals daran das Leibblatt der Zechenbefizer etwas auszusetzen fand. Bekanntlich hatte sich der Aufruf zur Teilnahme an dem Kongreß nur an die Zeitgenossen gewendet, die auf dem Boden der beſtehenden Staats- und Geſellſchaftsordnung und der geschichtlich gewordenen deutschen und abendländischen Kultur" stehen. Diese geschwollene Wendung bezweckte den Ausschluß der Sozialdemokratie. Die Warnung war sehr überflüssig, denn in der deutschen Sozialdemokratie war und ist wohl nicht die leiseste Neigung vorhanden, nach dem System Roeren die Sittlichkeit des deutschen Volkes zu heben. Pastor Pfannkuche Dsnabrück versuchte zu Beginn der Verhandlungen, durch einen Antrag den erwähnten Bassus des Aufrufs in Wegfall zu bringen und der Sozialdemokratie die Teilnahme zu ermöglichen. Da erhob sich zitternden Leibes Pastor Weber und stellte mit erhobener Stimme die Kabinettsfrage. Der gut gemeinte, aber gewiß nicht von der Sozialdemokratie begehrte gut gemeinte, aber gewiß nicht von der Sozialdemokratie begehrte Antrag fiel, und die Luft über den Häuptern der Gefalbten war wieder frei von jeder Spur staatsgefährlicher Gesinnung. Partei- Nachrichten. Landwirte und Sozialdemokratie in Koburg- Gotha. versammelt, um in Anwesenheit von Vertretern der Regierung des In Gotha waren am Mittwoch eine große Anzahl Landwirte Großherzogtums über die Frage der Bildung einer Landwirtschaftsfammer zu verhandeln. Dabei gerieten die Herren in eine schwierige Situation bei der Behandlung der Frage, wer als„ Landwirt" anzusehen und demnach beitragspflichtig zu machen sei. Auf der einen Seite besteht das Bedürfnis nach recht viel Beitragspflichtigen, also nach Heranziehung auch der kleinsten Besizer. Das birgt aber eine Gefahr in sich, deren Größe die gothaischen Herren Landwirte gewiß sehr gut kennen und die sie in beweglichen Worten schilderten: nämlich die Gefahr, daß dann Sozialdemokraten in die Kammer eindringen. Ein Redner sagte, die Besizer bis zu 1½ Hettar sollte man nicht beitragspflichtig machen, denn die feien alle Sozialdemokraten. Ein anderer meinte sogar, die Besizer bis zu 4 Hektar feien alle Sozialdemokraten, die solle man deshalb auslassen. worden seien. sichtsrat. Die Gelsenkirchener Bergwerks- Gesellschaft beruft eine außer ordentliche Generalversammlung, welche über den Gemeinschaftsbertrag mit dem Aachener Hüttenaktienverein zu Rote Erde und dem Schalter Gruben- und Hüttenverein zu Gelsenkirchen beschließen soll, auf den 29. Oktober ein. Auf der Tagesordnung steht außer dieser Ermächtigung des Vorstandes zum Erwerb von mindestens 75 Prozent des Aktienkapitals bis zum Betrage von höchstens 119 Millionen des Attienkapitals der vorgenannten Gesellschaften sowie der Erhöhung Der erste Tag des Kongresses ging hin mit der Berichterstattung Dagegen wurde nun aber geltend gemacht, daß die Steuerkraft Mark Abänderung des Gesellschaftsvertrages und Wahlen zum Aufüber die Bestrebungen gegen die unfittliche Literatur in den ver- gewaltig abgeschwächt würde, wenn man so hoch gehen wollte. Die Die Finanzen des Deutschen Reiches und der deutschen Bundesschiedenen Ländern. Während ein Teil der Berichterstatter( Defter- Möglichkeit einer sozialdemokratischen Mehrheit in der Landwirtschaftsreich, Norwegen) bemüht war, die fiitliche von der ästhetischen Seite fammer sei schon erwogen worden, man wolle deshalb bis zwei staaten. In dem eben erschienenen Vierteljahresheft zur Statistit zu trennen und die Betrachtung auf die unzweifelhafte Schmutz- Hektar gehen, höher zu gehen, sei unmöglich. Dann fam wieder ein des Deutschen Reiches( Jahrgang 1904) beröffentlicht das kaiserlich literatur zu beschränken, gingen andere auch den fin st I erischen ehemaliger Gemeindevorstand mit der Mitteilung, die Leute mit statistische Amt zum drittenmal eine Darstellung der Finanzen des 10 Acer Land nach dem Walde zu seien alle Sozialdemokraten. Reiches und der deutschen Bundesstaaten. Sie behandelt wiederum und literarischen Strömungen zu Leibe. So tonSchließlich wurde noch mitgeteilt, daß sozialdemokratische Land- die Ausgaben, Einnahmen, wichtigere Bestandteile des Staatsstatierte der englische Bericht mit Genugtuung, daß es zu dieser Zusammenkunft nicht eingeladen vermögens sowie die Schulden. Die Nachweise beziehen sich einem Londoner Sittlichkeitsvereine gelungen sei, Uebersetzungen von wirte absichtlich zu dieser Zusammenkunft nicht Zolas Werken zu unterdrücken und den Verleger zur Bestrafung zu durchweg für die Voranschläge auf das Jahr 1908, für die Rechnungen Beschlüsse fonnten in dieser Frage nicht gefaßt werden, da diese auf das Jahr 1901. ziehen; der Bericht von Dänemark war fast nichts als eine Polemit gegen die jungdänische Literatur( Brandes, Nansen, Bang), denen die Festsetzungen Sache der Gesetzgebung sind. Wir entnehmen jedoch Verteidigung der freien Liebe" und die Vernichtung von Glauber aus den Bekenntnissen der Herren, die ja über die Verhältnisse der und Moral nachgesagt wurde. Im allgemeinen war das Bestreben Landwirte einigermaßen unterrichtet sein dürften, mit Vergnügen unverkennbar: die Ünfittlichkeit der Literatur sagt man und die das Zugeständnis, daß wir bei den kleinen Landwirten in Gotha Freiheit dichterischen und künstlerischen Schaffens meint man. Un- schon einen recht starken Anhang haben. Und wir hoffen, daß er fittlich ist für die Gesellschaft der Gescheitelten und Geschorenen eben noch stärker werden wird; auch in anderen Landesteilen. alles, was sich nicht dem pfäffischen Horizont fügen will. Mit der Berichterstattung über den Bremer Parteitag beschäftigten Dem einleitenden Bericht, den Pfarrer Bohn, Generalsekretär der deutschen Sittlichkeitsvereine gab, erteilte nachher Pfarrer Weber sich die Parteigenossen in Harburg, Kassel, Dresdendas Lob, daß er auf der Grundlage christlicher Welt- Neustadt, Nürnberg, Augsburg und Stuttgart. In anschauung aufgebaut sei. Da dieser Bericht die Forderungen letzterem Drte wurden vorläufig nur die Vorträge der Bericht enthielt, die Kunst und Literatur nach der Ansicht der Sittenvereinler erstatter entgegengenommen, die Debatte aber auf später vertagt. zu erfüllen haben, so heißt das: Künstler und Schriftsteller und Die arburger Versammlung endete mit Annahme dieser Forscher empfangen die Geseze ihres Schaffens von den edlen Herren Die Mitgliederversammlung des Sozialdemokratischen Vereins der Kirche, und Polizei und Staatsanwalt sollen dazu dienen, das zu Harburg erklärt sich mit den Verhandlungen und Ergebnissen geistige Leben dem Klerus unterzuordnen. Im Hinblick auf die Der Donnerstag war gewidmet der Debatte über die praktischen des Bremer Parteitages einverstanden. Schippel hofft fie, daß Schippel seiner Pflicht Maßnahmen zur Bekämpfung der unfittlichen Literatur. Bezeichnender- Affäre weise hatte den ersten Vortrag Ober- Landesgerichtsrat Roeren. Er als sozialdemokratischer Reichstags- Abgeordneter und Genoffe redete über die Gesetzgebung in den verschiedenen Ländern. Da wir in Zukunft zur Zufriedenheit der Partei nachkommen wird. Ins nach seiner Ansicht in dieser Beziehung in Deutschland weit zurüd besondere erwartet die Versammlung, daß weiterhin der tägliche gegen andere Länder find, so forderte er Berschärfung der straf- Stampf mehr als bisher gegen die Gegner und nicht gegen die eigenen gefeglichen Bestimmungen etwa nach dem Muster von Eng- Parteigenossen gerichtet wird." In den übrigen Orten erklärte man sich durch kurze Resolutionen land, wo das Ausstellen oder Verbreiten anstößiger" oder„ etelhafter" Bilder und Schriften strafbar ist; weiter sollen Polizei mit den Beschlüssen des Parteitages einverstanden. In den Verund Gerichte strenger borgehen und das Publikum mehr ſammlungen wurde meist die Angelegenheit Schippels viel besprochen, wobei die Redner mit wenigen Ausnahmen gegen Schippel aufSelbsthülfe anwenden. traten. Einzelne bezeichneten die dazu gefaßten Beschlüsse als Auch die Genossen in alle und Frankfurt a. M. find in mit einander Resolution: " " Der italienische Parteivorstand über den guten Ton". " Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Insgesamt betragen die Staatsausgaben nach den Vor anschlägen der Bundesstaaten 4462 Millionen Mark( darunter 172 Millionen Mart außerordentliche), für Reich und Bundesstaaten 6 949 Millionen Mark( darunter 300 millionen Mart außerordentliche). Die Staatseinnahmen belaufen sich bei den Bundesstaaten auf 4 446 Millionen Mark, bei Reich und Bundesstaaten auf 6 932 Millionen Mark; davon sind außerordentliche Einnahmen( aus Grundstock, Anlehen und sonstigen Staatsfonds) 228 beziv. 432 Millionen Mart. Unter den ordentlichen Ausgaben und Einnahmen der Bundesstaaten stehen die Griverbseinkünfte( Einkünfte aus Staatsbetrieben) mit 1890 Millionen Mark in Ausgabe und 2 607 Millionen Mark in Der Hauptanteil hiervon entfällt auf Einnahme an erster Stelle. die Staatseisenbahnen mit 1341 bez. 1867 Millionen Mark in Ausgabe und Einnahme. Der Rest verteilt sich auf die Domänen, Forsten, Bergwerke, Posten, Telegraphen und sonstigen Staatsbetriebe. Die nächstwichtige Einnahmequelle bilden die Steuern. An Aufwandund Verkehrssteuern erhebt das Reich 1044 Millionen Mart, die Bundesstaaten 168 Millionen Mart, Teztere außerdem an direkten Steuern 442 Millionen Mark. Bahlenmäßige Nachtweise über das Staatsvermögen der einzelnen Bundesstaaten fonnten nur in Beschränkung auf wichtigere Bestandteile erbracht werden. Neben Ueberschüssen früherer Rechnungsjahre, verfügbarem Staatskapitalvermögen usw. befißen die Bundesstaaten an Domänen ein Areal bon 675 857 Heftar, an Forsten 4 880 689 Heftar. Die Staatseisenbahnen repräsentieren eine Länge von 47 507 Kilometer und ein Anlagefapital von 12 063 Mill. Mart. Die fundierten Staatsschulden beziffern sich zu Beginn des Rechnungsjahres 1903 für die Bundesstaaten auf 11 730, für das Reich auf 2734 Millionen Mark, die schwebenden Schulden betragen insgesamt 126 Millionen Mark; sie entfallen in der Hauptsache auf das Reich( 80 Millionen Mark) und Hamburg( 31 Millionen Mark). Soziales. Interessant waren bei dieser Gelegenheit die Ausführungen, die der Kölner Erste Staatsanwalt Kit machte, um darzutun, noch nicht ausreichend. daß auch mit den bestehenden Bestimmungen die Schmugliteratur bekämpft werden könne und werde. der ersten Versammlung noch nicht zu Ende gekommen. Danach gibt es in Preußen drei Staatsanwaltschaften( Köln, FrankBom amerikanischen Eisenmarkt wird dem Londoner Fachblatt furt a. Main, Potsdam), die vom Justizminister angewiesen find, die Einfuhr der Schmutzschriften und-Bilder zu Da Genosse Labriola bei Gelegenheit einer Buchbesprechung Ironmanger" berichtet, daß die Nachfrage sich etwas beffer gestaltet überwachen und zu berhindern. Die drei Stellen stehen den Genossen Podrecca, Chefredakteur des sozialistischen Wigblattes hätte, doch sei die Steigerung nur auf den üblichen Herbstbedarf zurückzuführen und auf eine anhaltende Besserung faum zu rechnen. wird Afino", in unschöner Weise angerempelt und ihn als Verfasser wie weit die erneuten Versuche, die Ausfuhr zu forcieren, Erfolg in ständiger Verbindung, jedes Jahr ein Bericht an den Justizminister geschickt. Der Justizminister be- levitaler Pornographien und ähnliches mehr bezeichnet hatte, legte haben werden, läßt sich noch nicht beurteilen. Im Auguft hat die Wie hat sich nachrichtigt den Staatssekretär des Reichspostamts und dieser die Podrecca dem Parteivorstand folgende Anfrage vor: Ausfuhr wieder abgenommen. Dent Berliner Börsen- Courier" wird Bostdirektionen über die auswärtigen Bezugsquellen der Schmutz- ein Sozialiſt einem Genossen gegenüber zu verhalten, der ihn ohne darüber aus Newyork geschrieben: Die Eisen- und Stahl- Ausfuhrliteratur und die zu ergreifenden Maßregeln. Diese Einrichtung Grund und ohne jede Spur vorheriger Provokation verleumdet und statistik für den Monat August dieses Jahres hat start enttäuscht. besteht seit 1895. In Köln sind bereits in der allerersten Zeit beschimpft, da doch die Partei ihre Mitglieder moralisch verpflichtet, Man hatte einen starken Aufschwung erwartet, statt dessen wurde ein täglich 5-10 Briefe von und nach Amsterdam beschlagnahmt worden, weder durch ein Duell, noch durch Strafantrag, noch durch persön- Man in den ersten Monaten 455 Bestellbriefe, 100 Sendungen mit uns liche Handgreiflichkeiten eine solche Sache zum Austrag zu bringen?" bedeutendes Abfallen konstatiert. Der Erport betrug ca. 42000 Tonnen Die vorangegangenen züchtigen Schriften und 881 Kataloge. Die Briefsperre wurde ver- Der Parteivorstand hat darauf gestern durch sein Exekutivkomitee gegen ca. 75 000 Tonnen im Juli 1904. hängt über 61 Händler. Im letzten Jahre wurden beschlagnahmt die Genoffen aufgefordert, in der Vertretung ihrer Ansichten, die Monate weisen allerdings durchweg noch geringere Ziffern auf: 300 Briefe mit unzüchtigen Schriften, 450 mit Photographien, 1000 ja doch nicht auf dogmatische Unfehlbarkeit Anspruch erheben können, Juni 40 000, Mai 36 000, April 30 000, März 45 000, Februar 27000, Januar 20 000 Tonnen. Kataloge und 951 Bestellbriefe. Die Einfuhr sei, so betonte der jene Duldsamkeit und Achtung vor der Meinung anderer walten zu Redner, tatsächlich zurüdgegangen, und es werde auch in Zukunft lassen, die sich für den Verkehr unter Sozialisten schickt". mit äußerster Energie vorgegangen werden. Allem Anscheine nach redete der Staatsanwalt im Auftrage des Instizministers, um die In der letzten Maifeft- Nummer der Chemnizer„ VolksBereitwilligkeit der Behörden im Kampfe gegen die Schmußliteratur it imme" war eine humoristische Erzählung veröffentlicht worden, Ortsarme und Rentenempfänger in Ostelbien. darzutun. Nicht weit von der polnisch- russischen Grenze, im Kreise JohannisEs wurde noch eine ganze Reihe von Vorträgen gehalten, die in der ohne Angabe von Namen geschildert wurde, wie einige junge sich bewegten zwischen gutgemeinter Redseligkeit und reaktionärer Burschen an einem öffentlichen Flaggenmast eine rote Fahne be- burg am Ufer des Spirding- Sees, liegt das arg verschuldete Gut Böswilligkeit. Als einziger, der die Frage von tieferem Grunde festigt hatten und wie fich dann der Gemeindevorstand und einige Bärenwinkel, welches einem Herrn Mariak gehört, der vor Gemeinderatsmitglieder um die Entfernung der Fahne bemüht hatten. längerer Zeit seines Patentes als Referbeleutnant verluftig gegangen auffaßte, verdient Pastor Pfannkuche- Osnabrück erwähnt zu Die Erzählung war freie Erfindung. Indes waren Dertlichkeit und ist. In den denkbar schlechtesten, baufälligen Holzhütten wohnen die werden, der an die Spize feiner Ausführungen den Satz stellte: Bersonen als Modell gewählt worden, die existierten. Es fühlte sich polnisch- maſurisch sprechenden Inſtleute dieses Gutes. Der Fußboden Bildungsarbeit ist Bekämpfung der Unsittlichkeit. Der Gemeindeborstand Winkelmann in Mülsen St. Nitlas ge- diefer Hütten ist nicht gedielt, auch nicht mit Ziegeln ausgelegt, er Diese Bildungsarbeit sucht er durch Errichtung von Resehallen troffen und durch die Schilderung seiner Person und einiger Wen- besteht aus der kahlen Erde. In einer dieser Hütten vegetierte und Boltsbibliotheten mit völliger Tendenzlosigkeit in bungen in der Erzählung beleidigt. Er stellte Strafantrag gegen erblindete Drtsarme Adam Teichert. fünf Jahre lang der vollständig gelähmte und fast völlig politischer und religiöser Hinsicht zu verrichten. Er meinte: Auf der kahlen Erde, " Die Unparteilichkeit in den Resehallen und Volts- den Verfasser, Weber Frisch, und den verantwortlichen Redakteur, Mag w. bibliotheken muß selbstverständlich auch den Sozialdemokraten War Schneider. Das Gericht verurteilee Frisch zu 200 m. auf einem Häufchen schmutzigen Strohs mit einigen Lumpen bedeckt, lag der 80jährige Greis Tag für Tag und starrte, so lange gegenüber innegehalten werden, deren Bresse und Literatur nicht und Schneider zu 300 M. Geldstrafe. er noch nicht ganz erblindet war, die morsche Decke an, deren Balken, unter die Rubrik" Unſittlichkeit" gestellt werden kann, um ihre bis zur Hälfte durchgebrochen, einzustürzen drohten. Die übrigen Ausschließung zu rechtfertigen; halten doch die sozialdemo Bewohner dieser Stube gingen tagsüber in Arbeit. Das notdürftigste tratischen Blätter beispielsweise ihren Anzeigenteil viel Effen erhielt er vom Gute. An die Wand, an der der Greis auf reiner als die Mehrheit der bürgerlichen Herr Geheimrat Hilger, der verdiente Förderer unsrer Partei- Wand waren etwa zwei Fuß lang die Ziegel oder der Lehm auss der Erde lag, grenzt der Schweinestall. Aus dem Fundament dieser Blätter. Ich habe in meinen Bestrebungen um die ErBoltsbibliotheken schon oft bestrebungen im Saarrebier, der in dem Bergmanns- Prozeß vor gebrochen und so eine Verbindung zwischen Schlafstätte und richtung von Leſehallen und mit Sozialdemokraten zusammen gearbeitet und deren dem Landgericht zu St. Johann im Juni dieses Jahres eine so Schweinestall hergestellt. Da der alte Mann sich von seiner LagerUnterstütung gefunden. Als ich einigen eigenartige Rolle spielte, hat endlich die ihm gebührende Anerkennung stätte auf der Erde nicht erheben konnte, mußte er seine Jahren in Hannover für die Errichtung einer öffentlichen gefunden. Er ist von dem Aufsichtsrat der Laurahütte zum General- Notdurft auf dem Lager verrichten. Mit einem Stock scharrte er Besehalle wirkte, war der sozialdemokratische, Volts- direktor erwählt worden und hat dieses gutdotierte Amt natürlich dann die Erkremente durch das Loch in den Schweinestall. Welch wille" das einzige Blatt, das von sich aus die Sache angenommen. Dem Verdienste seine Krone! Wir bebauern mur eine pestartige Luft in dieser Hütte herrschte, in der niemals das unterstützte, während die bürgerlichen Stadtverord die armen Arbeiter der Laura- und Königshütte, über die er fünftig Fenster geöffnet werden konnte, weil es dann zusammengefallen neten den Antrag ablehnten." Pfannkuche war ein weißer Rabe auf dem Kölner Kongreß; als gestrenger Herr regieren wird. Schon bisher wurde aus den wäre, kann man sich denken. allen anderen Rednern merkte man die Absicht an, unter der Reihen der Arbeiter bitter über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse Sittlichkeitsfahne die Sache der Reaktion zu verfechten. Selbst bei der schönen Laura" geklagt, wie mag es jetzt erft werden, wenn verständlich hat niemand, am allerwenigsten die Sozialdemokratie, er dort seine Arbeitererziehungs- Grundsäge zur Geltung bringt. ettvas gegen die Unterdrückung der auf die bloße Erregung Interessant ist die Berufung des Herrn Geheimrats Hilger auch geschlechtlicher Triebe, namentlich auf die Korruption der Jugend noch dadurch, daß wieder mal ein hoher Staatsbeamter in den gerichteten Machwerte in Bild und Schrift; aber die Weber und Privatdienst übertritt. Die Regierung mag das Scheiden des Herrn Roeren streben weiter: ihnen ist es um die Unterwerfung des finst allerdings nicht ungern sehen; sie ist jedenfalls froh, ihn auf diese lerischen und literarischen Schaffens unter die Klerikale Zucht zu Art loszuwerden. tun. Die Spuren der lex Heinze schrecken. Allem Anscheine nach Aus Induftrie und Handel. Daß der hülflose Greis außerdem noch vom Ungeziefer belästigt wurde versteht sich von selbst. Vor einigen Monaten fanden die Mitbewohner dieser Hütte den alten Ortsarmen eines Tages als Leiche vor. Niemand wußte wann oder wie ihn der Tod erlöst hatte. Er wurde verscharrt. Jetzt steht auf seiner ehemaligen Lagerstätte an der Erde ein alter hölzerner Koffer; es ist der Nachlaß des Ortsarmen und Staats renten- Empfängers Adam Teichert aus Bärenwinkel. rente, die er erhielt, nicht wenigstens eine bessere Lagerstätte verWarum der alte Mann sich für seine Invaliden- oder Altersschaffte? Nun, dem Manne wurde von seiner Rente tein Pfennig soll in dieser Beziehung nachgeholt werden, was vor etlichen Jahren Zur Exportpolitik der industriellen Syndikate liefert die Rhein.- ausgehändigt. Der Gutsherr, welcher gleichzeitig Amtsvorsteher ist, mißlungen ist. Die internationale Organisation soll den deutschen Westfälische Zeitung", der Moniteur des Kohlen- und der Eisen- nahm dieselbe an sich. Dafür lieferte er ihm die minderwertigste Heinze- Männern Rückhalt für ihre frommen Bestrebungen geben. synditate, nen intereffanten Beitrag. In einer Darlegung der Nahrung und gab ihm die beschriebene Lagerstätte, während die In Genf besteht ein internationales Komitee zur Bekämpfung Schwierigkeiten, die sich der Erneuerung des Walzdraht- Verbandes Frau, die ihn bereinigen sollte, monatlich 30 Pfund Roggen erhielt. Daß Gutsbesitzer und Dorfgemeinden die ganze Invalidenund Altersrente ihrer Ortsarmen für deren Verpflegung für sich in Zahlung nehmen, ist in Ostpreußen nichts Ungewöhnliches, trotzdem es nach dem Invalidenversicherungs- Gesez unzulässig ist.( Ausgenommen bei Trunksüchtigen oder Anstaltsverpflegung.) Man behandelt diese Drtsarme und Renteneimpfänger aber doch nicht überall so wie räudige Tiere. und dabei = Es befinden sich noch mehr Rentenempfänger auf diesem Gute. Siemensstraße gleichfalls ihren Betrieb einstellen müssen. Es ist| Auf den Landstraßen hatten die Fuhrwerke gegen den heftigen Eine alte Frau, deren Mann vor einigen Wochen gestorben ist und selbstverständlich, daß es sich überall nur um vorübergehende Sturm sehr zu kämpfen und trafen zumeist mit bedeutenden Verdie in derselben Hütte wohnt, in der der Ortsarme Teichert fünf Einstellungen handelt. Der Vorstand des Vereins wird sofort spätungen an ihren Bestimmungsorten ein. In den umliegenden Jahre lang dahin fiechte, erhält gleichfalls von ihrer Rente keinen Schritte ergreifen, um für seine Schülerabteilungen eine Wieder- Forften hat der Baumbestand durch das Unwetter sehr gelitten. Im Pfennig. Sie muß aber trotz ihrer Invalidität tagsüber noch recht aufnahme des Turnens an anderer Stelle zu ermöglichen. Er hat Sturm hat namentlich unter dem Baumbestande an den freiliegenden Grunewald wurde eine große Anzahl Fichten entwurzelt. Der schwer arbeiten. Das Geld nimmt gleichfalls der Gutsherr.. Die Frau erhält freie Wohnung, Kartoffeln und Brot usw. im Augenblick der Gewalt weichen müssen, weiter nichts. Die Spiele Stellen, besonders an der Havel bei Schildhorn und Beelitzhof sowie und Ausflüge der Schülerabteilungen erleiden überhaupt keine Unter- am Wannsee bedeutenden Schaden verursacht. brechung: über Feld und Wald hat die Regierung und ihr Provinzial- Auch in anderen Gegenden des Neiches hat der Sturm große Schulkollegium nicht zu gebieten, Berheerungen angerichtet. Aus Hamburg wird berichtet: Der seit gestern vormittag Der Magistrat hat in seiner gestrigen Sigung einer Polizei- wütende orfanartige Weststurm war von schweren Regenböen auf verordnung über den hiesigen Droschen- Verkehr zugestimmt der Elbe und Nordsee begleitet. Die Schiffe können nicht auslaufen möglichkeit gjeoffen, bas Polizeipräsidium zu ersuchen, daß nach und müssen auf der Unterelbe aufern. Aus der See sind bereits Möglichkeit bei rauhem und regnerischem Wetter für eine Ver- mehrere Schiffsunfälle gemeldet. Die Steuern des Armen. Ein Freiarbeiter( landwirtschaftlicher mehrung der geschlossenen Droschfen gesorgt wird. Von einer Seite Ein Telegramm aus München meldet: Der große Sturm, Arbeiter) in izeninken( Kreis Insterburg) verdiente in der wurde auch noch gewünscht, daß der Name„ Fahrpreisanzeiger- der während des gestrigen Tages hier herrschte, hat überall in der Zeit vom 1. Oktober bis 1. November täglich 1,50 M., bis zum Droschke" in" 3eiger- Droschke" geändert werden möchte. Der Stadt namhaften Schaden angerichtet. Auch auf der Oktoberfeſtiviese 1. Februar täglich 1,25 M., von da bis zum 1. Juli täglich 1,80 M. 3wed der neuen Polizeiverordnung ist, für den Droschkenverkehr hat er furchtbar gehaust. Die Telephon- und Telegraphenverbindungen und in den übrigen drei Monaten täglich 2,25 M., zusammen dürfte innerhalb des Landespolizeibezirks Berlin einheitliche nach auswärts waren vielfach gestört, unter anderem auch nach Berlin sein Verdienst etiva 530 M. betragen. Naturaleinkommen hat der Vorschriften zu schaffen. Dieses soll dadurch erreicht werden, daß und dem übrigen Norddeutschland. Auch auf den Bahnverkehr machte Freiarbeiter nicht. Davon soll er Steuern bezahlen pro Quartal: die Verordnung in den vier zum Landespolizeibezirk gehörenden der Sturm seinen Einfluß geltend, da sämtliche Züge große Ver2,04 M. Kreiskommunalsteuer, 0,76 M. Kirchenbaukosten, 0,60 M. Städten gleichlautend und gleichzeitig in Straft fritt. Be- spätungen erlitten. Drtsabgabe, 0,43 M. Kirchendezem, 0,56 M. Synodalabgabe und züglich der fachlichen Aenderung, welche die Polizei Ver- Auch in England sind infolge des heftigen Sturmes die tele0,22 M. Sprißengeld, zusammen also im Jahre 18,44 M., also etwa ordnung gegenüber dem jetzigen Zustand enthält, ist zu be- graphischen Verbindungen vielfach zerstört worden. Ein Fischerboot 31 Proz. seines Einkommens. Auf die Beschwerde beim Drtsschulzen merken, daß der Typus der Droschke zweiter Klasse sich völlig aus Newhaven ist gestern abend auf der Höhe von Folkestone auf wurde ihm der Bescheid, er könne diese Steuern ganz gut bezahlen! überlebt hat und im Aussterben begriffen ist. Es gibt zurzeit nur Grund gelaufen, die Bemannung ist ertrunken. Man befürchtet, daß Der Gesamtverband evangelischer Arbeitervereine hielt dieser Droschken zweiter Klasse dürfen nicht mehr eingestellt werden. Seit noch 740 solcher Droschken, wovon nur ein Teil benutzt wird. Neue noch weitere Fischerboote zugrunde gegangen sind. Tage in Düsseldorf unter dem Vorsiz des Stöckerligentiaten Weber acht Jahren ist nicht ein einziger Antrag auf Einstellung einer neuen Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Adler, heißt es in der Bibel. eine Ausschußsizung ab. Es wurde eine ellenlange Resolution be- Droschke zweiter Klasse an die Behörde gelangt. Die Droschken mit Ohne den„ Kaiser der Sahara" ein„ Aas“ zu nennen, kann man schloffen, deren Qualität zur ihrer Quantität im umgekehrten Ver- Fahrpreisanzeiger haben sich eingebürgert. Von diesen Zeiger- das bekannte Bibelwort auf ihn anwenden, wenn man folgende gefordert, ihre Mitglieder immer von neuem auf die christ 600 Droschten erster Klasse gegenüberstehen. Die Einzelvereine werden unter anderem auf Droschten" gibt es heute zirka 6000 Droschken, denen nur zirka Beitungsmeldung liest: Jacques Lebandy, aus eigenem Recht zuEs erscheint unter fünftiger Kaiser der Sahara", ist gegenwärtig die meistgesuchte lichen Gewerkschaften hinzuweisen, hinzuweisen, da eine Organisation die diesen Umständen unbedenklich, nunmehr diese letzten 600 Droschken Persönlichkeit in Berlin. Alle, die glauben, mit dem Multimillionär, andere fördert und kräftigt, und da wir seit dem Frankfurter zur Einführung des Fahrpreisanzeigers binnen einer kurzen dessen Pläne nach und nach eine festere Form anzunehmen scheinen, Arbeiterkongreß durchaus zusammengehen". Mit diesem Versicherungs- Frist anzuhalten. Im Interesse der Einheitlichkeit des Fuhr Geschäfte machen zu können, sind bemüht, seinen Aufenthalt zu vertrag auf Gegenseitigkeit werden die christlichen Gewerkschaften wesens will man, doch wohl zum Schaden des Publikums, die erforschen, der immer noch nicht verraten wird. Ein Berliner keine Geschäfte machen, denn gerade in den rheinisch- westfälischen Gepäckdroschken, die heute als Droschten zweiter Klasse gelten, mit Depeschenbureau läßt sich übrigens aus London telegraphieren, daß Industrie- Orten, wo die„ Christlichen" ihren Siz haben, werden die den Fahrpreisanzeigern der ersten Klasse versehen. Der Polizei- Jacques Lebaudy gestern in der englischen Hauptstadt eingetroffen Scharfmacheragenten patronisiert, und diese hüten sich, ihre artigen den vier Städten des Landespolizeibezirks Berlin diese Verordnung Londoner Korrespondent des Bureaus ist indessen nicht gut unterArbeitervereinsmucker von nationalliberalen Scharfmachern und präsident erwartet, daß nach dem Inkrafttreten der Verordnung in iſt. Er soll dort erklärt haben, in Deutschland Studien zu machen, um die Verwaltung seines Reiches danach gestalten zu können. Der Knaben dem christlich verkappten„ Halbbruder der Sozialdemokratie" die Grundlage dafür abgeben wird, um später das Droschkenwesen richtet, denn zu derselben Zeit, in der Lebaudy in London anauszuliefern. Eine Erklärung zugunsten der Anstellung von Arbeitern noch für einen Umkreis von Berlin einheitlich zu regeln. als Arbeitersekretäre darf in dem Programm des hinterdreingekommen sein soll, wandelte er vergnügt durch die Straßen hinkenden christlichnationalen Michels natürlich nicht fehlen. Auch Berlins und schaute sich das Leben und Treiben an, mit dem die gegen die Bauspekulanten macht der Ausschuß Front; wie er das Leipziger- und Friedrichstraße erfüllt find. aber macht, zeigt ein weiterer Punkt der Resolution, worin der betannte Freundsche Vorschlag den Vereinen zur Diskussion empfohlen wird. Wenn die Freundsche Rezeptierkunst von den evangelischen Arbeitervereinen unterstützt wird, so kann es nicht ausbleiben, daß bald die letzte Wohnungsgenossenschaft in den Armen des Privatspekulantentums ihren Geist aufgibt. Schließlich wird ,, die Bildung eines Garantiefonds für Arbeiterwohnungen aus einer nationalen Spende zu Ehren des bevorstehenden Ehejubiläums des Die Bürgerpartei arbeitet im stillen für den von ihr Kaiserpaares" empfohlen. Gine etwas unklare Verbindung von M.- Gladbacherei und Byzantinismus! Hier scheint der verstorbene Mirbach gespuft zu haben. Die nächstjährige Delegierten- Versammlung findet in Breslau statt. Zur Stadtverordneten Erfahwahl im 30. Bezirk rüsten nun auch die Freisinnigen derjenigen Couleur, zu der der bisherige Vertreter dieses Bezirks sich bekannt hat. Ein Malermeister Nettig, Joachimstraße 13 wohnhaft, soll sein Nachfolger werden, falls der Kommunalfreifinn hier noch die Mehrheit der Wählerschaft für sich hat. Das freisinnige Wahlkomitee beabsichtigt, ihn als Kandidaten aufzustellen. Was er zu bieten hat, wird sich zeigen, sobald er vor die Wähler tritt. Eine neue Polizeiverordnung über die Reinlichkeit beim Feilhalten von Nahrungs- und Genußmitteln wird der" Bossischen 8tg." zufolge für Groß- Berlin erlassen werden. Der Polizeipräsident von Berlin hat die Gesundheits- Kommissionen der Städte Berlin, Charlottenburg, Schöneberg und Rigdorf ersucht, sich darüber zu äußern und Vorschläge zu machen, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um von Nahrungs- und Genußmitteln herbeizuführen. Eine derartige eine größtmögliche Reinlichkeit beim Feilhalten und beim Transport bereits aufgestellten Kandidaten Rechtsanwalt Ulrich. Es handle Polizeiverordnung besteht bereits für den Stadtkreis Elberfeld; fie sich um eine Ernstfandidatur, hatte Herr Ulrich in der von seinen verbietet beispielsweise das Betasten der zum Verkauf gestellten Freunden einberufenen Wählerversammlung gesagt. Anscheinend Waren, die zum sofortigen Verzehren und Verbrauchen bestimmt will aber niemand so recht daran glauben. Die„ Staatsbürger- find, wie Backware, Obst 2c. seitens der Käufer.( Wenn wir nicht Eine Produktivgenossenschaft der Schneider ist in Jena unter Beitung" hielt es fürzlich für nötig, in einer besonderen Notiz darauf irren, sind diese Unappetitlichkeiten auch schon jetzt in Berlin unterdem Namen„ Vereinigung der Schneider Jenas" gegründet worden. Die Gründung, an der auch der Zentralvorstand des Verbandes der hinzuweisen, daß es wirklich und wahrhaftig eine Ernſtkandidatur achten noch in diesem Jahre dem Berliner Polizeipräsidenten einfagt. D. R.) Die Gesundheits- Kommissionen werden ihre GutSchneider und Schneiderinnen, sowie das Gewerkschaftskartell in sei. Bermutlich wollen die Wahlmoneten nicht reichlich genug ein reichen, so daß voraussichtlich im nächsten Frühjahre die Berordnung Jena beteiligt ist, ist eine Frucht des Kampfes, der sich zu Ende des kommen, weil keiner mehr an einen Erfolg der Bürgerpartei zu erlassen werden wird. borigen und Anfang des laufenden Jahres im Schneidergewerbe von glauben wagt. Jena abgespielt hat. Jena war bekanntlich als Versuchsfeld für den neuen Arbeitsvertrag des Arbeitgeber- Verbandes ausersehen. Die Gehilfen sind trotz aller Gegenwehr unterlegen und von den Ausgesperrten sollte fein einziger wieder eingestellt werden. Unter der Firma Lehmann u. Schneider machten sie sich bereits im März selbständig und eroberten sich einen Kundenkreis, der den Opfern der Aussperrung hinreichende Beschäftigung bot. Das Geschäft hat sich so gut eingeführt, daß es mumehr mit den besten Aussichten in eine Genossenschaft umgewandelt werden konnte. Zum Geschäftsführer wurde der Vorsigende des Schneiderverbandes Robert Schneider gewählt. Der Vorstand besteht aus drei, der Aufsichtsrat aus vier Personen. Die Sozialdemokratie hat, wie unsere Leser wissen, den Wählern unseren Parteigenossen Johannes Sassenbach vorgeschlagen und als Kandidaten aufgestellt. Wenn alle unsere Genossen im 30. Bezirk ihre Pflicht tun, dürfen wir dem Wahltag, dessen Festsetzung erst noch erfolgen soll, getrost entgegensehen. " Junge Liebe. Ein Liebesdrama hat sich gestern morgen in der Die Sozial- Fortschrittlichen, die im 30. Bezirk mit- Koppenstr. 28 abgespielt. In der Knopflochfabrik von Warket armachen wollten, haben nichts von sich hören lassen, seit bekannt ge- beiteten feit zwei Jahren ein 23jähriger May Klobe und die worden ist, daß der von ihnen als Kandidat in Aussicht genommene 17 Jahre alte Emma Pinkernelle. Zwischen den jungen Leuten entChristian Tischendörfer auch um die Gunst der Bürgerpartei ge- widelte sich aus der gemeinsamen Arbeit ein Liebesverhältnis, von worben hat. Es scheint, daß man diesen Zweiseelen- Menschen nun dem aber die Eltern des Mädchens nichts wissen wollten, de ihnen Klobe nicht gefiel. Um den Beziehungen ein Ende zu machen, verauch im sozial- fortschrittlichen Lager nicht mag. zogen die Eltern am 1. d. M. nach der Fruchtstr. 32, und ihre Tochter nahm einen Dienst an. Heute morgen um 7 Uhr traf Klobe seine Geliebte und nahm sie mit in die Fabrik. Hier schloß er alles ab und öffnete dann den Gashahn. Als später der Geschäftsinhaber fam, fand er das Paar tot daliegen. Klobe lag auf einem Arbeitstische, das Mädchen auf dem Fußboden. Beide waren durch ausgeströmtes Leuchtgas erstickt. Daß im Tiergarten ein Uhupaar sein räuberisches Unwesen treibt, Berliner Partei- Angelegenheiten. wird manchem recht unwahrscheinlich erscheinen, und doch scheint es Ermittelungen die erſt 16 Jahre alte Emma Pinfernelle freiZu dem Liebesdrama wird noch mitgeteilt, daß nach den weiteren in der Tat der Fall zu sein, denn ein Fachblatt, die Deutsche willig mit ihrem Geliebten aus dem Leben geschieden ist. Sie Erster Wahlkreis. Zu der am Sonntag vormittag 11 Uhr statt- Jägerzeitung", gibt folgender Zuſchrift in feinen Spalten Raum: diente seit dem vergangenen Sonntag bei dem Schlächtermeister findenden Urania- Vorstellung sind noch Billetts in beschränkter An- Vor einigen Tagen fand ich am Ufer des Neuen Sees die Federn Just in der Langenbeckstraße 12. Dorthin tam Klobe jeden Abend zahl bei Weihnacht, Grünftr. 21, und am Tage der Vorstellung vor einer geschlagenen Wildente, große und kleine, genau so, als ob und ging mit ihr in den Friedrichshain, nachdem sie sich heimlich der Urania zu haben. Zur Aufführung gelangt:" Ini Bannkreis hier ein Raubvogel sein Unwesen getrieben hätte. Bei dem regen aus der Wohnung entfernt hatte. Frau Binkernelle, die Klobe wegen der Jungfrau". Verkehr im Tiergarten konnte ich mir nicht denken, daß ein Raub- seiner Roheit zum Schwiegersohn nicht haben wollte, überraschte das Lichtenberg. Sonntag findet eine Agitation für den„ Vor- vogel die Frechheit befizen und Ruhe finden würde, hier eine Ente Bärchen öfter vor der Tür, aber ihre Vorhaltungen blieben wirkungswärts" statt. Pflicht jedes Genossen ist es, sich daran zu beteiligen. zu schlagen und zu rupfen. Als ich gestern in der Abenddämmerung los. Am Donnerstagabend sollte ihre Tochter den Mülleimer nach Treffpunkt 7 Uhr in den bekannten Bezirkslokalen. Sonnabend, in die Nähe der Löwenbrücke kam, hörte ich über mir, in der Krone dem Hofe tragen. Wie sie ging und wie sie stand verließ sie jetzt den 15. Oktober, arrangiert der Wahlverein einen Künstler einer starten Buche, einen Uhu rufen. Ich blieb stehen; im nächsten die Wohnung ihrer Dienstherrschaft, traf sich wieder mit ihrem Geabend, an welchem außer dem Berliner Sinfonie- Orchester der Augenblick strich der Uhn auf einen einzelnen dürren Ast, wo ich ihn liebten und kehrte nicht mehr zurück. Wahrscheinlich brachte sie die Geigenvirtuofe Alfred Wittenberg und der Rezitator C. Albert mit- längere Zeit beobachten konnte; es war dieses ganz in der Nähe, wo Nacht bei ihm zu und ging dann mit ihm nach der Fabrik und in wirken. Das Komitee glaubt den Teilnehmern einen genußreichen ich zuvor die Federn der Ente gefunden hatte. Als ich noch so den den verabredeten gemeinsamen Tod. Abend versprechen zu können. Nach dem Konzert findet Tanz statt. Uhu betrachtete, hörte ich in einer Entfernung von etwa 150 Meter einen zweiten Uhu rufen. Ich ging nach dort hin und hörte, daß Treptow- Baumschulenweg. Heute Sonnabend" abend hält der er auf einem Baume fast an der Hofjäger- Allee Posto gefaßt hatte; Wahlverein seinen regelmäßigen 3 ahlabend und Bibliothekabend er ließ sich durch das Geräusch der Elektrischen und anderer Fuhr im Lokale Sängerheim", Behringstr. 14, ab. Da der Wahlverein werke nicht im geringsten stören. Nun erst wurde mir klar, wer der sein Geschäftsjahr mit dem 30. September abschließt, werden be- Räuber der Ente gewesen sein könnte. Ms Beobachter des Tierfonders die Mitglieder, die mit ihren Beiträgen im Rückstande gartens erwähne ich noch, daß in den Jahren 1896/97 sich schon ein find, ersucht, die Gelegenheit wahrzunehmen. Auch müssen die Uhupaar hier aufhielt. Barteitagslisten abgerechnet werden. Gleichzeitig machen wir die Mitglieder, Freunde und Bekannten darauf aufmerksam, daß der Wahlverein am Sonnabend, den 22. Oktober, sein achtes Stiftungs fest in Ackermanns Lokal abhält. Der Eintritt inkl. Tanz ist auf 40 Pf. festgesetzt. Nieder- Schöneweide. Sonnabendabend 82 Uhr findet bei Franz, Grünauerstr. 5, die General Versammlung des Wahlvereins statt. Auf der Tagesordnung steht Bericht und Neuwahl des Vorstandes. Johannisthal. Heute ist Zahlabend bei Goben, Noonstr. 3. Mariendorf- Marienfelde. Sonntag vormittag 7 Uhr: Flug blatt Verbreitung ng zur Agitation für den Vorwärts". Treffpunkt für Mariendorf beim Genossen Reichardt, Chausseestr. 16, für Marienfelde beim Genossen Greulich, Berlinerstr. 81. Die Genossen werden ersucht, sich zahlreich zu beteiligen, da es sich um Gründung einer eigenen Spedition handelt. Lokales. " Eine Spiritusexplosion, die große Aufregung hervorrief und in ihren Folgen leicht verhängnisvoll hätte werden können, erfolgte Freitagmittag in der Ritterstraße 111. In dem im Quergebäude belegenen Chemikalien- Lagerteller der Luguspapierfabrik von Otto Schaefer u. Scheibe Nachfolger war dort gegen 12 Uhr ein Arbeiter damit beschäftigt, aus einem großen Spiritusfah Spiritus abzufüllen. Er benutzte dabei eine geschlossene Laterne. Auf noch nicht aufgeklärte Weise fing aber der Spiritus doch Feuer Interessante altmärkische Gewölbe gelangen gegenwärtig im und erplodierte unter lautem Stnall, so daß die Fensterscheiben des Neubau des Märkischen Museums zur Ausführung. Im Aeußeren Kellerraumes zertrümmert wurden. Der Arbeiter stürzte in voller ist die sehr umfangreiche Baugruppe fertiggestellt worden. Sowohl Hast ins Freie, hatte aber schon an den Händen und am Kopf die gothischen Bauteile mit ihren verschiedenen für die alte märkische Brandwunden davongetragen, die ihm verbunden wurden. Niemand Bauweise charakteristischen Giebeln, den Maßwerksfenstern und der wagte sich mun vor Eintreffen der Feuerwehr in den brennenden Terrakotten- Kapelle, wie auch die Renaissancebauten mit ihrer den Steller hinein, weil dort noch größere Fässer mit Del, Terpentin, alten Berliner Banten eigentümlichen zarten Profilierung und dem Firnis und Spiritus lagerien und somit die Gefahr weiterer überaus reichen Erker sind in allen ihren Einzelheiten vollendet Explosionen vorhanden war. Der 17. Löschzug ging denn auch mit worden. Die Pläne für die innere Einrichtung des Muſeums, welche größter Vorsicht an den Brandherd heran, schaffte die schon start angemeinsam vom Kuratorium des Museums und der Bauverwaltung gefohlten und mit explosiven Stoffen gefüllten Fässer und Behälter aufgestellt werden, wurden in den Hauptzügen fertiggestellt, die Detailpläne werden eben bearbeitet. Dabei wird an bar and der auf den Hof hinaus und erstickte schließlich mit einer Schlauchleitung der Hand die Flammen. einzelnen Ausstellungsstücke der Ausbau und die Einrichtung Raum für Raum festgestellt. Eben jetzt wurden auch die mächtigen Kaltsteinblöcke angefahren, aus denen nach dem Muster seines Brandenburger Ahnen wiedergabegetreu ein Roland erstehen soll, der beim Eingang ins Museum am Fuße des Museumsturmes den dicken Willem" die Wacht halten wird. Nach Veruntreuung von 8764 Mart ist der Bauunternehmer Joseph Niedermeier aus München flüchtig geworden. Niedermeier ist zirka 30 Jahre alt, zu Appersdorf, Bezirk Freising, geboren, zirka 1,62 bis 1,64 Meter groß, schlank, hat mageres längliches Gesicht, bräunliche Gesichtsfarbe, gebogene Nafe, dunkelblonde, kurz geschnittene Haare und fleinen, nach aufwärts gedrehten dunkelblonden Der stürmische Westwind, der in den beiden letzten Tagen durch Schnurrbart. Er ist bekleidet mit schwarzem Gehrockanzug oder mit die Straßen Berlins fegte, hat in den Parkanlagen bedeutenden grünlichem Rodenanzug. In seiner Begleitung befinden sich Der Arbeiter- Turnverein ,, Fichte" ist das erste Opfer der Zwangs- Schaden verursacht. Die Wege im Tiergarten waren mit Zweigen feine Ehefrau Magdalene, 28 Jahre alt, 1,60 bis 1,62 Meter groß, maßregeln geworden, die das Provinzial- Schullollegium bestand in den städtischen Anlagen am Humboldthain und Friedrichs- fein zwei Jahre altes Knäblein. und armstarken Baumästen wie besät. Ebenso ist der Baum- schlank, mageres längliches Gesicht, spiße Nase, dunkelblonde Haare, sowie Niedermeier soll sich, wie aus angekündigt hatte für den Fall, daß der Magistrat ihm und andere hain stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine Uumasse Glassplitter be- München mitgeteilt wurde, in Berlin aufhalten. Auskunft über den Bereinigungen die ihnen bewilligten Schulräume nicht wieder entdeckten die Bürgersteige Bon mehreren hundert Straßenlaternen Aufenthalt des Niedermeier nimmt jedes Polizeirevier wie die ziehen würde. Am Mittwoch wurde der Turnwart der 2. Schüler- find die Klappscheiben, teils auch die Seitenscheiben zertrümmert Kriminalpolizei zu Nr. 1225 IV. Dps. 04 entgegen. abteilung, die in der Turnhalle am Mariannenufer turnte, mitten worden. Eine störende Wirkung hatte die stürmische Witterung auch Mit einer Silberdrahttasche und 2000 m. ist der Diener Simon im Unterricht vor den Rektor zitiert, und es wurde ihm eröffnet, auf den Schiffsverkehr. Die auf der Mittel- Spree, zwischen Erkner Boes, ein Mann von 28 Jahren, feiner am Kurfürstendamm 196 daß auf Befehl des Provinzial- Schulkollegiums die Halle für diese und Berlin, zumeist mit Segel fahrenden Oder- Zillen vermochten wohnhaften Herrschaft durchgebrannt. Es wird vermutet, daß er das llebungen nicht mehr hergegeben werden dürfe. Am Donnerstag ist bei dem augenblicklich starken Verkehr nicht ohne Gefahr zu lavieren Geld in Wirtschaften mit weiblicher Bedienung durchbringt. Boes und mußten die Segel reffen. Besonders gefährlich gestaltete sich die 1. Schülerabteilung in der Turnhalle der Skalitzerstraße vor der Verkehr auf der Müggel, deren Wellen, von dem Sturm auf iſt 1,78 Meter groß, hat ſchwarzes Haar, einen dunklen Schnurbart, läufig noch dem gleichen Schicksale entgangen, aber nur deshalb, gewühlt, noch heute vormittag 70-100 Zentimeter hochgingen und in unruhige Augen und ein gelbliches Gesicht, spricht füddeutsche Mundart weil der Rektor der betreffenden Schule verreist ist. Bis Montag bie beladenen Billen hineinschlugen. Motor- und Segelboote ver- und trägt einen dunklen Jackettanzug und einen schwarzen Hut. wird auch dort der Turnwart im Besitz der Ausweisungsorder sein. mochten gestern nachmittag überhaupt nicht auf der Müggel zu ver- Der Bankier Ellerholz, über dessen Verhaftung und Verun Am Freitag hat die 3. Schülerabteilung in der Turnhalle der fehren. treuungen mehrmals berichtet wurde, ist im Untersuchungsgefängnis Die Sonderausstellung über den Alkoholismus in Charlottenburg, Fraunhoferstr. 12( int Gebäude der ständigen Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt, 5 Minuten vom„ Knie") hat für die Wintermonate ein neues Kleid angelegt. Es sind unter anderem neu ausgestellt Tafeln über den Zusammenhang zwischen Alkohol und Ernährung, Alkohol nnd Verbrechen, Tabellen über die Unfallhäufigkeit an den einzelnen Wochentagen und Tagesstunden. Auch sind die Tabellen über das Verhältnis des Konjums von Spiritus einer seits als Trinkbranntwein, andererseits zu technischen Zwecken sehr lehrreich. Die Ausstellungs- Bibliothek, welche vom 1. Oftober cr. dem Bublifum zur Verfügung steht, enthält die wichtigsten einschlägigen Werke und gibt ein gutes Bild über den gegenwärtigen Stand des Kampfes um den Alkohol. Besuch der Ausstellung und Benutzung der Bibliothek ist unentgeltlich. Weitere Auskunft wird erteilt von Herrn W. Miethke, Berlin NW. 87, Rostockerstr. 38. Ein unentgeltlicher Kursus in Elektrotechnik beginnt am Mitt woch, den 12. Oktober an der 7. städtischen Fortbildungsschule. Die Teilnahme ist jedermann gestattet und bedingt keine Vorkenntnisse. Anmeldungen werden täglich abends im Amtszimmer Gräfeſtr. 85/88 entgegen genommen. Daselbst werden auch Kurse in Maschinenlehre und Chemie gehalten. " " Sozialdemokratischer Agitations- Verein für den Reichstags. Wahlkreis Stralsund- Franzburg- Rügen. Sonnabend, 8. Oktober, abends 9 Uhr, bei Ramlow, Schönhauser Allee 135: Generalversammlung. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste willkommen. Verein der Buchdrucker und Schriftgießer für Rigdorf- Brig. Sonntag, den 9. Oftober, nachmittags 2 Uhr, in der Vereinsbrauerei: Bersammlung mit Vortrag Vermifchtes. ertranft. Er erlitt einen Schlaganfall und mußte nach der Kranken- Falsifikate von Zinsscheinen tauchten anfangs des vorigen Jahres station gebracht werden. Da er vorläufig nicht vernehmungsfähig in vielen größeren Städten des südlichen Deutschlands auf und ist, so ist die Untersuchung gegen ihn ins Stocken geraten. von Waren aller Art in Zahlung gegeben. wurden von zwei unverdächtigen jungen Männern bei Einkäufen Gewöhnlich erhielten die Vertreiber außer den Waren noch bares Geld heraus. Diese falschen Zinsscheine stammten, wie sich später herausgestellt hat, aus einer Druckerei, die Steger in der Mühle zu Bad Diesdorf in Schlesien Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 9. Dktober, vorm. 812 Uhr, eingerichtet hatte. Er war dabei von dem Angeklagten La che in der Schul- Aula, Kleine Frankfurterstr. 6: Versammlung. Freireligiöje mit Rat und Tat kräftig unterstützt worden. Lache ist ein wegen Vorlesung. Um 10% Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Herrn Falschmünzerei mit 8 Jahren Zuchthaus vorbestrafter Mensch, der Professor Dr. Albert Gehrte:„ Der Seelenglaube." Gäste, Damen und . 3. den wilden Mann spielte, aus dem Irrenhaus in Brieg entfloh, Herren, sehr willkommen. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter in Heilbronn wieder dingfest gemacht wurde, aber alsdann aufs( G. H. 29, Hamburg). Filiale Berlin 5. Sonnabend, den 8. Oktober, neue entwischte. In der Druckerei wurde eine große Anzahl abends 9 Uhr, bei Paft, Dragonerstr. 15: Mitgliederversammlung. falscher Zinsscheine hergestellt, zu deren Vertrieb große Kunstreisen Vercin ehemaliger Gütergoter zur Bekämpfung der Tubernach Süddeutschland, Bayern, Württemberg, Baden und Elsaß tulose. Süddeutschland, Bayern, Württemberg, Baden und Elsaß kulose. Sonnabend, den 8. Oktober, abends 9 Uhr, im Musikerhaus, unternommen wurden, die außerordentlich einträglich geweſen ſein Staiſer- Wilhelmstraße 18 M: Sigung. Gäſte willkommen. sollen. Reisebegleiter war der Angeklagte Taschowski. Steger wurde auf Grund einer Anzeige eines in Stuttgart wohnenden Kunstdruckers, bei dem sehr verdächtige Bestellungen gemacht worden waren, Ende Januar 1903 verhaftet und seine Druderei" polizeilich geschlossen. Alsdann assoziierten sich a che und Gelhaus, der schon wegen Falschmünzerei vorbestraft ist und mit dem Angeklagten Hellmer in Posen eine Mechaniker- Werkstatt frommen Kinderstube, ein wildes Land ist, geht aus folgender Daß das freie Amerika im Gegensatz zu Deutschland, der betrieb. Er war ein genauer Bekannter des Angeklagten Graveurs Meldung aus New York mit betrübender Deutlichkeit hervor: Blattner, und dieser soll die erforderlichen technischen Hülfs- Unter der Landbevölkerung von Nassau County( Long Island) mittel zu neuen Suponfälschungen angefertigt bezw. in Bestellung herrscht starte Gärung infolge einer behördlichen Anordnung, die die Die unentgeltlichen neuen Kurse in der fünften städtischen Fort- genommen haben. Lache und Gelhaus bereisten dann ganz Ost= öffentlichen Landstraßen des Bezirks auf eine Strecke von sieben bildungsschule für Männer und Jünglinge in Phyfit, Elektrotechnik, preußen, Frankfurt, Hamburg usw. und machten dort gute Geschäfte, deutschen Meilen am Sonnabend für den Verkehr Chemie und Trigonometrie beginnen am Mittwoch, den 12. Oktober. indem sie viele Falsifikate an den Mann brachten. Zum Zwecke der schließt, damit das Internationale Automobilrennen um den Meldungen nimmt jederzeit an Rektor Berndt, Hagelsbergerstr. 34. Anfertigung falscher Zinsscheine der Schlesischen Pfandbriefe richtete Banderbilt- Pokal stattfinden kann. Die Farmer wollen sich diese Lache alsdann in einer der von ihm gemieteten Wohnung in der Theater. Die Tugendglode" heißt die nächste Novität, Hermannstraße in Rigdorf ein neues Atelier" ein. Inzwischen Inanspruchnahme öffentlicher Wege zu Privatzweden nicht gefallen welche die Direktion Kren und Schönfeld im Belle- Alliance- gingen Gelhaus und Kaiser wieder auf die Reise und setzten in lassen und haben an die Bezirksbehörde zahlreiche Proteste gerichtet, Theater am 15. Oktober bringt. Die Tugendglocke" ist der neue Brandenburg, Braunschweig, Hildesheim, Magdeburg die noch vor- beschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, und sie tun deutsche Titel für die Vaudeville- Posse Madame la Presidente" von handenen Vorräte aus der ersten Fabrikationsperiode ab. Gelhaus, Ferrier und Germain. Im Apollo Theater findet Sonntag, der ein unerfättlicher Mann ist, soll sich auch mit der Anfertigung bereits jetzt ihr möglichstes, um den Teilnehmern an dem Automobil Den 9. d. M., nachmittags 3 Uhr, bei ermäßigten Preisen eine einmalige falscher holländischer Guldenstücke befaßt und zu diesem Zwecke mit rennen einen Vorgeschmack dessen zu geben, was diese am Sonnabend Aufführung der Operette„ Frühlingsluft" von Josef Strauß statt. dem Angeklagten Mikulla in Verbindung gestanden haben. zu erwarten haben. Gestern unternahm ein Chauffeur mit seinem Zentral- Theater. Heute Sonnabend findet die Uraufführung Mifulla ist ein wegen Diebstahle vielfach vorbestrafter Mensch, der Wagen eine Versuchsfahrt auf der Rennstrecke. Als er eine Kurve Der Operette„ Schmuggler- Sufi" statt. Die Vorstellung beginnt um 1. 3. aus dem Gefängnisse ausgebrochen und nach Amsterdam geflohen passieren wollte, fuhr ein Farmer mit seinem schweren a st Im Spielplan des Schiller- Theaters herricht ist. Gelhaus foll ferner in Verbindung mit Hellmer und Feistel vollständig, so daß der Chauffeur genötigt war, feitwärts zu wenden, wagen quer über den Weg und sperrte die Straße dadurch jetzt, nachdem Grillparzers Medea", Jbfens John Gabriel Bork in Posen falsche Zweimarkstücke vertrieben haben. Die Kriminalman" und Sudermanns Johannisfeuer" für den größeren Teil polizei fahndete schon längere Zeit auf Gelhaus, konnte ihn aber um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Er rannte dabei mit seinem der Abonnenten bereits abgespielt sind, die Heiterkeit vor: nicht finden und glaubte schon, daß er ins Ausland gegangen sei. Automobil gegen eine steinerne Mauer, wurde fünf Meter weit aus Anzengrubers Kreuzelschreiber", Dreyers In Behandlung" und Die Beobachtung seiner Braut, der Angeklagten Bade, führte jedoch dem Wagen geschleudert und blieb tot liegen. Bis jetzt Blumenthal- Nadelburgs" Großstadtluft", das bei seiner Wieder zu der Ueberzeugung, daß er sich in Berlin aufhielt. Es wurde dann der letzten Tage führten die Farmer häufig Auftritte mit den Autofind gegen den Farmer keine Schritte eingeleitet worden. Während aufnahme am Donnerstagabend den jubelnden Beifall der Besucher weiter ermittelt, daß die Braut des Angeklagten& a che vor Kurzem mobilisten absichtlich herbei. Sie drohen, am Sonnabend die Straße des Schiller Theater N. erweckt hat. von Breslau nach Berlin gekommen war und die schon erwähnte zu versperren und das Rennen zu verhindern. Die Behörden haben Wohnung in der Hermannstraße in Rirdorf gemietet hatte. In diese Wohnung wurden auffallend viel Kisten befördert, welche, wie beschlossen, die Abhaltung des Rennens zu gestatten, und besondere sich später ergeben hat, eine Druckmaschine, Platten und Formen und Polizeiverstärkungen werden herangezogen werden, um am Sonnabend die Rennstrecke frei zu halten. Man fürchtet, daß allerhand Arbeitszeug enthielten. Die Kriminalpolizei, welche nunaußer Lache auch noch Gelhaus und ein Bruder des Angeklagten Deutschlands bei dem vom Kaiser protegierten Gordon- Bennetmehr diese Wohnung scharf beobachtete, konnte feststellen, daß dort es dabei nicht ohne Blutvergießen abgehen wird. Wie fromm, wie patriotisch hat sich doch die Bevölkerung Mitulla verkehrten. Letzterer stand auch schon einmal unter dem Deutschlands bei dem vom Kaiser protegierten Gordon- BennetRennen benommen! Verdachte des Meineids, hatte den wilden Mann gespielt und war nach Dalldorf gebracht worden. Nach eingetretener Besserung seines Ein furchtbares Grubeitunglück hat sich im Anhaltschen ereignet. Bustandes erhielt er einmal auf seinen Wunsch einen kurzen Urlaub Wie der„ Anhalt. Staatsanz." meldet, ist in dem Braunkohlenwerk und Roß und Reiter ward nicht mehr gesehen. Am 4. Mai v. J. wurde die ganze Gesellschaft von der Kriminalpolizei festgenommen. zu erlebo gk durch Einbruch von Wasser- und SchlammGelhaus setzte sich dabei mit allen Kräften zur Wehr und hatte nicht massen eine Strecke von 1000 Metern gestern verschlammt worden. übel Lust, die Beamten mit einem Revolver niederzuschießen; diese Die Belegschaft ist zum Teil abgeschnitten, man befürchtet, daß 13 Mann umgekommen sind. waren jedoch schneller wie er, packten seine Hände und brachten ihn zur Mache. Max Mifulla war schon vorher auf Veranlassung der Selbsthülfe. Dreihundert Bauern aus den Ortschaften Kriminalpolizei in Amsterdam verhaftet und ist hierher ausgeliefert Mohang und Chignin haben, wie aus Chambery berichtet wird, trob worden. Bei der in der Lacheschen Wohnung in Nixdorf vorge- des Einschreitens der Gendarmerie in der Gemeinde St. Andrée nommenen Haussuchung fand sich im Hinterzimmer eine vollständig die vorgenommenen Kanalisierungsarbeiten zerstört, durch die sie eingerichtete Werkstatt zur Falschmünzerei und zahlreiche fast fertig gestellte Bogen mit falschen Zinsscheinen vor. Sie lauteten über Die Verhandlung, Auf der Kirmes im Dorfe Kölschhausen hat der Arbeiter Lange Werte von zuſammen mehr als 200 000 M. zu der auch viele auswärtige Zeugen geladen worden sind, wird einen seinen eigenen Bruder erstochen. Man vermutet, daß Eifersucht mit Stanzo w führen, die Verteidigung liegt in den Händen der Rechtsfolaffalen Umfang annehmen. Den Vorsitz wird Landgerichtsdirektor im Spiele war. anwalte Guttmann, Glaze!, Hahn, Kroner, Gebauer, Loß, Dr. r. Eger. Beitler, Graul und Victor Fraenkt. Die Verhandlung wird etwa 14 Sizungstage in Anspruch nehmen, die Oeffentlichkeit voraussichtlich ausgeschlossen 712 Uhr. weld mode ShuM 02 Aus den Nachbarorten. Das liederliche Brandenburg. Eine größere Antzahl Spieler prozesse werden in der nächsten Zeit vor der Strafkammer in Brandenburg a. H. verhandelt werden. Die Spielwut hatte dort in so bedenklicher Weise um sich gegriffen, daß die Polizei von den Frauen der ausgeplünderten Männer, die ihre Familien Not leiden ließen, auf das Treiben in gewissen Lokalen aufmerksam gemacht wurde. Gs gelang festzustellen, daß namentlich an sogenannten Bockbierabenden in den Hinterzimmern der Restaurants die sogenannte Kartenlotterie gespielt wurde. Die Restaurateure und die Bankhalter, meistens gewerbsmäßige Spieler, machten dabei kein schlechtes Geschäft. Zwei der abgefaßten Restaurateure wurden bereits zu Geldstrafen von 150 beztv. 100 m. verurteilt. Die Veranstaltung, von sogenannten Bolts- Unterhaltungsabenden soll auch in diesem Winter wieder in Schöneberg vom Verein zur Förderung der Kunst beabsichtigt sein. Wie im Vorjahre, sollen die Veranstaltungen auch diesmal in einer der hiesigen Aulen stattfinden, und die nächste Stadtverordnetensitzung wird sich bereits mit einem vom Magistrat gestellten Antrage auf Bewilligung von 500 M. beschäftigen. An dem einheitlichen Eintrittspreise von 30 Pf. soll festgehalten werden. Von der im Vorjahre zum gleichen Zweck bewilligten Summe wurden 341,75 M. gezahlt. Gerichts- Zeitung. Mown werden. 1 des Wassers beraubt wurden. Theaterbrand in Basel. Freitag früh brach Feuer im StadtTheater aus. Der Innenraum war gegen 4 Uhr total ausgebrannt. Die Feuerwehr war machtlos, so daß die anstoßende Kunsthalle schwer gefährdet war. Ein Feuerwehrmann erlitt schwere Verletzungen. Unterschleife bei der Budapester Staatsdruckerei. Ein Telegramm aus Budapest meldet: Bei der Staatsdruckerei wurde, einer Lokalforrespondenz zufolge, eine größere Unterschlagung entE geigte sich, daß Pakete mit Briefmarken, Stempel deckt. formularen und Wechselblanketten weniger Werte enthielten, als darauf angegeben war. Eine strenge Untersuchung wurde eingeleitet. Pastor Krösell. In dem Prozeß des ehemaligen Pastors in Ein Armenpfleger. In einer unangenehmen Lage befand sich Klorin in Pommern, Reichstagsabgeordneten Kröse II, gegen den der Glaſermeister und Armenpfleger Hormann aus Rixdorf, welcher Schriftsteller Dr. Mar Wittenberg stand gestern Termin vor gestern vor der vierten Straffammer des Landgerichts II gegen die der achten Strafkammer des Landgerichts I in der Berufungsinstanz Witwe Franziska inge, die er wegen wissentlich falscher Au- an. Den Vorsitz führte Landgerichtsrat v. Pochhammer, der Privat fchuldigung angezeigt hatte, als Beuge auftreten mußte. Die An- fläger Kröfell wurde von Rechtsanwalt Selle, der Angeklagte von Herr Krösell fühlt sich durch Brand des Künstlerhauses in Loschwitz. In der Nacht zu gestern geklagte, die dabei blieb, daß sie in feinem Bunfte von der Wahr- Rechtsanwalt Jos. Cohn vertreten. heit abgewichen sei, gab folgende Darstellung von dem Sachverhalt: einen Artikel beleidigt, den der Angeklagte in der von ihm damals brach auf dem Dachboden des Künstlerhauses in Loschwitz auf bisSie ernähre sich und ihre Kinder ehrlich durch Nähen in und außer herausgegebenen Montagszeitung vom 2. September 1901 unter der her unaufgeklärte Weise Feuer aus, das nach und nach mehrere Das Etagen ergriff. Die Ateliers der Maler Schwenk, Walther und dem Hause. Am Abend des 27. Februar sei sie später als gewöhn- ueberschrift„ Der Kloriner Seelenhirte" veröffentlicht hat. lich nach Hause gekommen, die Tür sei schon verschlossen gewesen Schöffengericht hatte am 8. Oktober v. J. Herrn Dr. Witten- Otto Fischer wurden vom Feuer ergriffen. Das Atelier von Walther und sie habe keinen Schlüssel gehabt. Da habe sie denn so lange berg zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Hiergegen hatte Dr. ist vollständig ausgebrannt; sämtliche Bilder sind vernichtet. warten müssen, bis ein anderer Hausbewohner kommen würde. Wittenberg Berufung eingelegt. Jm gestrigen Termin, zu welchem Fischer gelang es, die kostbaren Platten seiner Radierungen zu retten. Bald darauf sei der Armenpfleger Hormann erschienen, der ihr per- Abg. Krösell persönlich erschienen war, wurde von Vergleichsverhand- Schwent hatte seine Kartons durch Hinauswerfen aus dem Fenster sönlich bekannt war und der auch sie kennen mußte. Er habe sich lungen Mitteilung gemacht, die seitens der Parteien auf schriftlichem gerettet. Das Atelier des Malers Müller- Breslau ist unversehrt gern bereit erklärt, sie mit ins Haus hineinzulassen, daran aber Wege ventiliert worden sind. Mit Rücksicht auf diese Verhandlungen geblieben. einen unsittlichen Antrag geknüpft. Mit Entrüstung habe beschloß der Gerichtshof den Termin auf 14 Tage zu vertagen. fie ihn abgewiesen. In diesem Augenblick sei der in demselben Hause wohnende Tischler Schüttke hinzugekommen und alle drei seien dann Otto Antwerpen. Heute vormittag explodierte auf den Fort Sainte Marie de Tallao an der Schelde eine Granate, wodurch 11 Genie. soldaten, die mit dem Laden von Granaten beschäftigt waren, ge= tötet wurden. Zahlreiche andere Soldaten wurden verletzt. Unter den Getöteten soll sich auch der Kommandant befinden. Das Fort liegt 6 Kilometer von Antwerpen entfernt. Ambulanzen sind sofort dorthin abgegangen. Das Nachspiel zum Mordprozeß des Barbiers Walther, über ins Haus getreten. Ob Schüttfe noch etwas von dem Gespräch dessen Einleitung wir berichteten, endete mit der Freisprechung der zwischen ihr und Hormann gehört, vermöge sie nicht zu sagen. Am des Meineides angeklagten Dina Klein aus Emmerich. In der folgenden Tage sei sie nach dem Rathause gegangen, um Hauptverhandlung vor dem Schwurgericht in Duisburg kam es mehrden Magistratssekretär Pid zu fragen, ob es wahr sei, daß man mals zu aufregenden Szenen. Der rechtskräftig zum Tode verihr, wie ihr zu Ohren gekommen sei, die Kinder nehmen wolle. Der urteilte Barbier Hugo Walther, der zur Verhandlung aus Berlin Sekretär habe ihr erwidert, daß er davon nichts wisse, so lange nichts vorgeführt wurde, bestritt jeden intimen Verkehr mit der Ange- Ueber einen neuen Ausbruch des Mont Pelée berichtet ein Telegegen sie vorliege und sie feinen anstößigen Lebenswandel führe, flagten und beteuerte wiederholt, daß er seine Frau nicht ermordet gramm aus Fort de France auf Martinique vom gestrigen Tage: brauche sie wohl nichts zu befürchten. Sie habe darauf erwidert, habe. Zwischen acht und neun Uhr gaben die Geschworenen ihren Der Mont Belée hat einige Tage hindurch eine große Tätigkeit entdaß man ihr geiviß nichts nachsagen könne und als Beweis dafür Wahrspruch auf nichtschuldig ab, und die Angeklagte wurde wickelt; aber der Ausbruch hatte keine schweren Folgen. Große habe sie das Vorkomunis vom Abend vorher erzählt. Der Sekretär freigesprochen. Walther wurde nach Berlin in das Gefängnis zurück- Mengen von Dampf und Asche wurden vor einer Woche herausmüsse dies seiner vorgefezien Behörde mitgeteilt haben, sie habe gebracht. Das endgültige Schicksal des bekanntlich zum Tode ver- geschleudert. Der Dampf, der am 29. v. Mis. den ganzen Tag gar nicht daran gedacht, Anzeige zu erstatten. Gegen den Armen- urteilten Walther ist immer noch nicht entschieden. Man weiß, auf dem Krater entstieg, bildete eine Wolfe von 8000 Fuß Höhe, erst pfleger Hormann wurde das Disziplinarverfahren ein- welche lose Basis sich die Anklage stüßte. gegen Abend ließ die Dampfentwicklung nach. Vom Fuße des geleitet. Er bestritt bei seiner Vernehmung entschieden, daß etwas Stegels stieg Feuer auf, jedoch nicht in der Stärke, daß das Tal da= durch Schaden litt. gegen " Marktpreise von Berlin am 6. Oktober. Nach Ermittelungen des Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte Wahres an der Sache sei, er drehte den Spieß um und stellte gegen Eine Beleidigungsklage hatte der Werkmeister Th., der früher Frau Hinze Strafantrag wegen wissentlich falscher An- bei der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft beschäftigt war, gegen Der Automobilschrecken. Die Frantf. 3tg." meldet aus New schuldigung. Auch im Termin bekundete der Zeuge Hormann, daß den Bevollmächtigten des Metallarbeiter- Verbandes, Wiesenthal, er nur einige Worte ganz gleichgültiger Natur mit der Angeklagten angestrengt. Der Beklagte hatte im November vorigen Jahres ein York: Gin Automobil, in welchem fünf Frauen und drei Männer gewechselt habe. Der zweite Beuge, Tischler Schüttke, hatte zwar Agitations flugblatt unter den Arbeitern des Betriebes verbreiten faßen, stürzte an der Jerome- Avenue von einem 30 Fuß hohen von dem Gespräch nichts gehört, doch sei es ihm vorgekommen, lassen, worin Betriebsmißstände und das Verhalten einiger Meister Abhang herab auf ein Geleis der Zentralbahn, auf dem ein Zug als sei die Angeklagte etwas erregt gewesen. Der Gerichts- den organisierten Arbeitern gegenüber einer Kritik unterzogen wurden. heranbrauste und das Automobil zertrümmerte. Zwei Insassen hof konnte nicht zu der Ueberzeugung gelangen, daß die Angeklagte, Unter anderem war auch dem damaligen Werkmeister Th. der Vor- wurden getötet; die anderen sechs wurden tödlich verletzt. die einen glaubwürdigen Eindruck mache, ihre Be- wurf gemacht, daß er bei der Neueinstellung von Arbeitern in unhauptungen wider besseres Wissen aufgestellt habe, er folgte deshalb schöner Weise auf eigene petuniäre Vorteile bedacht sei. Hierdurch dem Antrage des Verteidigers, Rechtsanwalts Dr. Karl Liebknecht, fühlte sich der Meister beleidigt. Er hatte bereits und sprach die Angeklagte frei. einen Arbeiter, auf dessen Angaben jener Vortwurf beruhte, gl. Polizei- Präsidiums. 17,55-17,53 M., mittel 17,51-17,49 M., geringe 17,47-17,45 M. Ein ungewöhnlich umfangreicher Falschmünzer- Prozeß wird am einen Prozeß angestrengt, der aber mit der Freisprechung des Roggen), gute Sorte 13,75-13,74 W., mittel 13,78-18,72 M., geringe nächsten Montag und folgende Tage das Schwurgericht am Land- Betreffenden endete. Die zweite Privatklage richtete er dann gegen 13,71-13,70. Futtergerste*), gute Sorte 15,50-14,50., mittel 14,40 gericht I beschäftigen. Nicht weniger als zehn Personen, die sich zum Wiesenthal, der das Flugblatt verantwortlich gezeichnet hatte. Im bis 13,40 m., geringe 13,30-12,30 m. Hajer), gute Sorte 16,40-15,60 m., Teil schon seit 1% Jahren in Untersuchungshaft befinden, werden gestrigen Termin kam es auf Anraten des Vorsitzenden zu einem mittel 15,50-14,70 R., geringe 14,60-13,80 9. Erbsen, gelbe, zum Stochen a: nagebaut Blas zu nehmen haben, und zwar der Bergleich der gerant behaupteten zaiefenthal etiärte, er habe mur 40,00- 10,00- helije bohnen, weiße 50,00–25,00 M. Zinsen 60,00-28,00 yr. M. Für ein Mechaniker Josef Gelhaus, der Buchdrucker Oswald La che, die in dem Flugblatt behaupteten Tatsachen den Arbeitern des Be Kartoffeln 10,00-7,00 M. Richtstroh der Müller Hermann Steger, der Schuhmacher Bernhard triebes zur Kenntnis bringen wollen, wobei ihm die Absicht der Stilogramm Butter 2,80-2,00 M. Gier per Schock 4,50-3,20 m. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Kaiser, der Tischler Karl Taschowski, das Dienstmädchen Beleidigung des Meisters natürlich fern gelegen habe. Der Vergleich Ermandine Bade, der Seemann May Mitulla, der Graveur wurde aus der Erwägung heraus geschlossen, weil der Vorsitzende Baul Blattner, der Klempner Karl Hellmer und der durchblicken ließ, daß möglicherweise eine Verurteilung wegen Schreiber Erich Feistel. Es handelt sich um die Massenfabrikation formaler Beleidigung erfolgen könne, selbst wenn der Wahrheitsbezw. den Vertrieb falscher Zinsscheine preußischer Staatsanleihen, beweis für die im Flugblatt enthaltenen Behauptungen als erbracht Deutscher Reichsanleihen, Schlesischer Pfandbriefe uſtv., sowie um die angesehen werde. Herstellung und den Vertrieb falscher Zweimarkstücke. Solche nom all aundsso Wasserstand am 6. Oktober. am 6. D GIbe bei Aussig 0,52 Meter, bei Unstrut bei 1,54 Meter, bei Meter. 1,94 Meter, bei Magdeburg+0,26 Meter. Dresden Straußfurt+0,75 Meter.- der bei Ratibor+0,92 Meter, bei Breslau Ober- Begel+4,60 Meter, bei Breslau Unter Begel Frankfurt 0,43 Meter. Weichsel bei Brahemünde Barthe bei Posen-- Meter. Neze bei Usch-- Meter. Jeder Arbeiter, Jeder Handwerker follte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen. Allein- Verkauf. Sehr starkes Leder in praktischen grauen u. braunen Streifen, auch einfarbig. Am Bund aus einem Stück gearbeitet. Sehr feste Stappnähte. 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Nachdruck verboten! Buchhandlung Vorwärts Berlin SW. 68, Lindenstr. 69. Soeben erschienen: Protokoll 233/ 18* des Internationalen Sozialistenkongresses zu Amsterdam 1904. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Internationale Regelung der sozialistischen Politik, Kolonialpolitik, Aus: wanderung und Einwanderung, Ge neralftreit, Sozialpolitik und Arbeiterverficherung, Achtstundentag, Trusts und Arbeitslosigkeit. Dem Protokoll sind die Verhandlungen der Taktikkommission als Anhang beigegeben. Preis 1 M. Agitationsausgabe 40 Pf. Ferner empfehlen wir die Protofolle der Internationalen Arbeiterkongreffe Paris 1889. Mit einem Vorwort von Liebknecht. Berichte der Delegierten der einzelnen Länder. Abschaffung der stehenden Heere. Maifeier. 25 f. Zürich 1893. Stellung der Partei garage im Kriegsfalle. Agrarfrage. Generalstreit. 50 f. London 1896. Politische Aktion. Wirtſchaftliche Arion. Erziehung und förperliche Entwickelung. 20 Bf. Paris 1900. Der Kampf um das allgemeine Stimmrecht. Die Eroberung der polischen Macht. Solonialpolitit. Der Sozialismus in den Gemeinden. 20 Pf. Möbelverkauf! In meiner Möbelfabrit, Gneisenaustraße 15, am Halleschen Thor, stehen viele Wohnungs- Einrichtungen, berliehen gewesene und neue Ausstattungen zum sehr billigen Berkauf. Teilzahlung bei ganz geringer Anzahlung geftattet. Beamten ohne Anzahlung. Durch große Gelegen heits- Einkäufe zu billigen Preisen. liefere ich gediegene Einrichtungen für 150, 200, 300, 400 Mart, hochelegante von 500 bis 10000 Mart. Ganz besonders empfehlenswert ist der große Borrat verliehen gewesener und zurüdgesetter Möbel, die noch fast neu und im Preise bedeutend herabgesezt sind. 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Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 237. 21. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 8. Oktober 1904. Sozialistische Presse Deutschlands. IV. Quartal 1904. Zentral- Organ. Magdeburg Boltsstimme" Jakobsstr. 49. Redaktion:| Münzstr. 3. Mainz Mainzer Boltszeitung"( Hessische Boltsstimme") Margarethengasse 13. Mannheim Bolfsstimme" R 3, 14. Mülhausen i. E. Freie Bresse" Bäckerstr. 17. Vorwärts" Berliner Volksblatt, SW. 68, Linden- München Münchener Post" Wittelsbacherplatz 2. straße 69. Täglich erscheinend. Wissenschaftliche Wochenschrift. Nürnberg Fränkische Tagespost" Luitpoldstr. 9. Offenbach Offenbacher Abendblatt" Große Marktstr. 25, Rostock Mecklenburgische Volkszeitung" Doberanerstr. 6. Saalfeld Boltsblatt" Rosmaringasse 15. " Solingen Bergische Arbeiterstimme" Hohegasse 7. Stettin Bolts- Bote" Schillerstr. 10. Straßburg i. E. Freie Presse für Elsaß- Lothringen" Fintmattstaden 2. Die Neue Zeit", Revue des geistigen und öffentlichen Lebens. Stuttgart, Furthbachstr. 12. Redaktion: Berlin- Friedenau, Saarstr. 19. 100 Täglich erscheinende Zeitungen. Altenburg Mtenburger Volkszeitung" Kunstgasse 12. Augsburg Augsburger Volkszeitung" Marimilianftraße B 31. Bant Norddeutsches Boltsblatt" Neue Wilhelmshavener straße 82. Bielefeld Volkswacht" Schulstr. 20. Bochum Boltsblatt" Maarbrückerstr. 17. " " Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. Zwickan i. S.„ Sächsisches Voltsblatt" Richardstr. 15. Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Altwasser Wahrheit" An der Promenade. Breslan Schlesische Volkswacht" Neue Graupenstr. 5/6. " Bojener Volkszeitung" Neue Graupenstr. 5/6. " Boltszeitung" für die Kreise Landeshut, Bollenhain, Jauer. " Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Brandenburg Brandenburger Zeitung, Märkisches Delmenhorst„ Delmenhorster Voltsblatt" Schulstr. 8. Boltsblatt" Kurstr. 73. Langenbielau„ Der Proletarier aus dem Eulengebirge" Ober- Langenbielau, 2. Bezirk. Braunschweig " Braunschweiger Vollsfreund" Kleine Burg 16. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Hankenstr. 21-22. Bremerhaven„ Norddeutsche Volksstimme" Am Hafen 49. Breslau„ Volkswacht" Neue Graupenstr. 6. Caffel Boltsblatt für Hessen und Waldeck" Töpfermarkt 6. Chemnik Boltsstimme" Uferftr. 14. Crefeld Niederrheinische Volfstribüne", Breitestr. 62. Defjau„ Volksblatt für Anhalt" Ballenstedterstr. 5. Dortmund Arbeiter- Zeitung" Kielstr. 5. Dresden„ Sächsische Arbeiter- Zeitung" 3wingerstr. 22. Sächsischer Volksfreund" Zwingerstr. 22. Düffeldorf„ Bolts- Beitung" Benratherstr. 6. Elberfeld- Barmen„ Freie Presse" Friedrichstr. 87. Erfurt„ Tribüne" Kleine Arche 1. 21 Forst i. 2. Märkische Volksstimme" Frankfurterstr. 11. Frankfurt a. M. Boltsstimme" Großer Hirschgraben 17. Fürth Fürther Bürger- Zeitung" Moststr. 7. Gera Reußische Tribüne" Alte Schloßgasse 11. Görlik Görlizer Volkszeitung" Teichftr. 6. Greiz Reußische Volkszeitung" Untere Silberstr. 2. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Dresden„ Der arme Teufel" Falkenstr. 10. Caffel„ Der Wegweiser" Hohenthorstr. 2. Gießen Mitteldeutsche Sonntags- Beitung" Kirchenplak 11. Köln Rheinische Zeitung"( Wochenausgabe) Ursulaplak 6. Stuttgart Schwäbischer Volksfreund" Furthbachstr. 12. " After 14 Tage erscheinend. Stuttgart Die Gleichheit" Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen, Furthbachstr. 12. Monatlich zweimal erscheinend. Monatlich einmal erscheinend. Gotha Boltsblatt für die Herzogtümer Coburg und Berlin„ Die Fadel" N. 31 Boltaftr. 45. Botha" Mohrenberg 7. Halle a. S.„ Boltsblatt für Halle" Geiftstr. 21. Hamburg Hamburger Echo", Hamburg I, Fehlandstr. 11. Harburg Boltsblatt" Großer Schippsee 4, part. Hannover Volkswille" Burgstr. 9. Hof„ Oberfränkische Boltszeitung" Karolinenftr. 39. Karlsruhe Boltsfreund" Louisenstr. 24. Kiel Schleswig- Holsteinische Bolts- Beitung Bergstr. 11. Köln Rheinische Zeitung" Ursulaplag 6. Königsberg i. Br. Königsberger Bolts- Beitung" Knochenstraße 32, part. Leipzig Leipziger Boltszeitung" Tauchaerstr. 19-21. " Boltszeitung für das Muldenthal" Tauchaer straße 19-21. " Ludwigshafen Pfälzische Post" Dggersheimerstr. 27. Lübeck Lübecker Boltsbote" Johannisftr. 50. Lüneburg Lüneburger Boltsblatt" Schröderstr. 11. Gewerkschaftspresse Deutschlands. IV. Quartal 1904. Dreimal wöchentlich erscheinend. Correspondent für Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer", Salomonstr. 8. Leipzig Wöchentlich erscheinend. Altenburg Correspondent für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Hut- und Filzwaren- Industrie", Wilhelmstr. 2, parterre. Berlin Bildhauer- Zeitung", SW. 29, Solmsstr. 33. " Correspondenzblatt der Generalfommission der Gemertschaften Deutschlands", SO. 16, Engel- Ufer 15. „ Die Einigkeit", Organ der Vertrauensmänner- Bentralifationen Deutschlands, W. 30, Golzstr. 43, III. Allg. Fahr- Zeitung", SW. 12, Schüßenstr. 58. " Der Gastwirtsgehilfe", C. 25, Dirdjenſtr. 39 I. " Allg. deutsche Gärtner- Beitung", N. 37, Megerstr. 3. " Der Handschuhmacher", O. 34, Tilsiterstr. 40, II. " Fachzeitung für Schneider", SO. 33, Köpeniderstr. 32. „ Der Töpfer", SO. 16, Engel- llfer 15. Bochum Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Beitung", Wiemelhauserstr. 42. Aller 14 Tage erscheinend. Altona- Ottensen„ Die Biene", Drgan des Zentralberbandes der Konditorgehilfen 2c., Eulenstr. 61, III. Berlin Der Courier", Zentralorgan für die Interessen der im Handels-, Transport- u. Verkehrsgewerbe beschäf tigten Arbeiter Deutschlands, SO. 16, Engel- Ufer 15. " Correspondenzblatt des Verbandes der Vergolder Deutschlands", NW. 5, Wilsnackerstr. 39. " Deutscher Maschinist und Heizer", Drgan der Maschinisten und Berufsgenossen Deutschlands, SO. 33, Bücklerstr. 55. " Die Gewerkschaft", Organ für die Interessen der Arbeiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Betrieben, Berlin W. 57, Bülowftr. 21. Lederarbeiter- Zeitung", SO. 16, Engel- Ufer 15, IV. " Sattler- Beitung", SO. 16, Adalbertstr. 56. Allg. Steinfeger- Beitung", NW. 21, Wiclefftr. 16. " Solidarität", Organ aller im graphischen Berufe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 18, Elbingerstr. 27, b. IV. " Solidarität" Publikationsorgan der deutschen Metallarbeiter- Gewerkschaft, S. 59, Urbanſtr. 83. „ Der Wäsche Bote", Organ für alle in der Wäsche- und Krawattenbranche, Dampfwäschereien und Plättereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 55, Greifswalderstr. 218, II. Bremen„ Deutsche Böttcher- Beitung", Hankenstr. 21/22. Bremerhaven Der Werftarbeiter", Am Hafen 49. Charlottenburg" Die Ameise", Organ des Porzellan- Frankfurt a. M.„ Neue Deutsche Dachdecker- Zeitung", arbeiter- Verbandes, Rosinenstr. 3. Chemnik„ Der Tertilarbeiter", Uferstr. 14. Gotha„ Schuhmacher- Fachblatt", Mohrenberg 7. Hamburg Deutsche Bäcker- Zeitung", Organ des BäderVerbandes, Hamburg 23, Marstr. 27. " Der Bauhilfsarbeiter", Bremerreihe 15, part. " Der Grundstein"( für Maurer), Hamburg 5, St. Georg, Brennerstr. 11, I. 115 Holzarbeiter- Zeitung", Hamburg 19, Frucht- Allee 79/81. " Schmiede- Zeitung", Uhlenhorst, Herderstr. 2. Brückenstr. 31. Hamburg Correspondenzblatt der Tapezierer", Steindamm 99. " Friseurgehilfen- Zeitung", Hamburg 19, Osterftr. 166, III. " Der Hafenarbeiter", Hamburg 1, Gänsemarkt 35, II. " Handlungsgehülfen- Blatt", Hamburg 1, Valentinskamp92. Der Schiffszimmerer", Eilbeck, Konventstr. 5. " Der Kupferschmied", Hamburg 23, Gilbeck, Marstr. 6, I. " Der Seemann", Hamburg 4, St. Pauli, Hafenstr. 116. " Weckruf der Eisenbahner", Hamburg 27, AusschlägerAllee 32. " Der Stuffateur", Hamburg 22, Barmbeck, Am Holsten- Hannover„ Der Proletarier"( für Fabrik- 2c. Arbeiter famp 39a, II. und Arbeiterinnen) Schillerstr. 5, II. Vereins- Anzeiger für Maler 2c.", Hamburg 22, Barmbed, Leipzig- Volkmarsdorf" Der Lithograph", Natalienstr. 12. Schmalenbeckerstr. 17. Offenbach Portefeuiller- Zeitung", Waldstr. 8, I. " Der Zimmerer", Hamburg 22, Barmbeck, Feßlerstr.28, I. Karlsruhe„ Glaser- Zeitung", Schüßenſtr. 8 a. " Monatlich einmal erscheinend. „ Der Asphaltarbeiter", Organ des Verbandes deutscher Asphalteure, Pappdecker und sämtlicher Hülfsarbeiter, SO. 26, Elisabeth- Ufer 29. Königsberg Der Ostpreußische Landbote" Knochenftr. 32. Leipzig Der Steinarbeiter", Gr. Fleischergasse 14. I. " Der Tabatarbeiter"( für Bigarrenarbeiter), Tauchaer- Berlin straße 19/21. Leipzig- Schkendik„ Graphische Preffe", Schreudig. Linden- Hannover Brauer- Zeitung", Burgstr. 9. Löbtau- Dresden„ Der Fachgenosse"( für Glas-, Porzellanund Thonwaren- Arbeiter), Reisewigerstr. 34. Stuttgart Buchbinder- Zeitung", Sophienstr. 10. Metallarbeiter- Zeitung", Druckerei des deutschen Metallarbeiter- Berbandes, Rötestr. 16b. Hanau„ Der Bauernfreund" Philipp Ludwigs- Anlage 9. Wikblätter( Erscheinen aller 14 Tage). München„ Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Stuttgart Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Illustrierte Unterhaltungsblätter. Berlin Jn freien Stumden" SW. 68, Lindenstr. 69. Er scheint in Wochenheften. Hamburg Die Neue Welt" Hamburg I, Fehlandstr. 11. Erscheint wöchentlich einmal. Aus der frauenbewegung. Das Recht der Mutter. " Der§ 218 des Reichs- Strafgesetzbuches bedroht eine Schwangere, die vorsätzlich ihre Frucht abtreibt, mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren, bei mildernden Umständen mit Gefängnis nicht unter fechs Monaten. An dieser Vorschrift hat die Auslegungskunst unserer Reichsjuristen die schönsten Blüten getrieben durch die Anwendung des Grundsatzes von der Strafbarkeit des Versuchs mit untauglichen Mitteln am untauglichen Objekt. Eine Aus Anlaß der jetzt auf der Tagesordnung stehenden Reform des Strafgesetzes nimmt eine Frau, Gräfin Gisela v. Streit berg, in einer kleinen, von Wilhelm Möller in Oranienburg verlegten Broschüre das Wort, um für das Recht der Mutter gegenüber dieser Strafvorschrift und ihrer Anwendung einzutreten. Frau ist besonders berufen, in solcher Frage zu reden und gehört zu werden, und Gräfin Streitbetg schildert mit Wärme das Unrecht, das unter Umständen der Frau durch die Rechtsprechung in diesem Punkte zugefügt wird. Ganz treffend ist der Hinweis auf den Widerspruch zwischen dem Strafgesez und unseren allgemeinen fozialen Einrichtungen, den die Verfasserin der Schrift in diese Worte fleidet: # „ Der Bäcker", Drgan für die Interessen der Bäckergesellen Berlins und Umgegend, C. 54, Gipsstr. 2. Der Bureau- Angestellte", NW. 21, Emdenerstr. 4. " Die Sanitätsivarte", SO. 16, Neanderstr. 13. Hamburg Fachzeitung für Zivilmusiker", HamburgEimsbüttel, Hellkamp 33, II. Etage. Der Organisator", Schäferstr. 19. Connewitz, Marienstr. 5. " Der Schläger", Druckerei des deutschen Metallarbeiter- Leipzig Monats- Blätter" des Lagerhalter- Verbandes, Berbandes. 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Da sie jedoch erstens nur durch die Eheschließung das staatlich verbriefte Recht zur Mutterschaft erlangt, und da ihr zweitens im Ehestande hinsichtlich des Mutterwerdens feine freie Selbstbestimmung, feine Berücksichtigung ihrer individuellen Wünsche und Bedürfnisse, ja nicht einmal die Abwehr mißbräuchlicher Ausnuzung ihrer Lebenskraft gesetzlich gewährleistet ist, so ergibt sich der auffallende Widerspruch, daß die Frau von Rechts wegen behandelt wird wie eine Sache, aber verantwortlich gemacht und eventuell bestraft wird wie eine zurechnungsfähige Person. Die im§ 218 unter Strafandrohung an sie gestellte Forderung, eine feimende Leibesfrucht in ihrem Schoße unter allen Umständen auszutragen und auf die Welt zu bringen, ist ein untwürdiger Eingriff in die allerintimste Privatangelegenheit eines Weibes. Die genannte Forderung ist in erster Linie inkonsequent, da man den präventiven und sterilen Geschlechtsverkehr für zulässig erachtet." Da das Gesetz feinen Selbstmordversuch bestraft, so ist es un logisch, die Beseitigung eines eben nur keimenden Lebens zum Verbrechen zu stempeln. Zum Schluffe zieht sie ihre Forderungen so zusammen: " Da die Frau allein die Lasten und Schmerzen der Geburt trägt und ohne Vergeltung von seiten der Nation ihre Kinder unter tausendfachen Mühen und Sorgen für dieselbe aufzieht, so ist fie allein zuständig zu entscheiden, wie oft fie diese Aufgabe erfüllen will. Dem teimenden Leben in den ersten Stadien seiner Entwickelung ist noch kein Anrecht auf strafrechtlichen Schutz zu Die Ungerechtigkeit des§ 218, Abfah 1, leuchtet ganz bezugestehen; eine Schwangere dürfte unter allen Umständen erst sonders ein, wenn man in Betracht zieht, daß der Staat teiner noch dann wegen vollendeter niemals aber wegen beabsichtigter fo armen Mutter eine Beihülfe zum Aufziehen ihrer Kinder ge Fruchtabtreibung zur Verantwortung gezogen werden, wenn der währt, es sei denn, daß sie als Witwe irgend eines Staatsdieners Fötus bereits Lebenszeichen von sich gegeben hatte. Anspruch auf eine dürftig bemessene Bension erheben darf, oder als völlig erwerbsunfähig der öffentlichen Armenversorgung anheimfällt. Und nun gar die ledige Mutter! Die Empfängnis und zwar nur dieser vom Zufall abhängige Umstand wird ihr als Sünde und Schande angerechnet, gleichzeitig aber das Leben des entstehenden Kindes als heilig genug angesehen, um vor der Geburt unter staatlichen Schuß gestellt zu werden. Nach der Geburt wird der Bastard als nicht eristenzberechtigt den Enterbten zugezählt. Die unverehelichte Mutter muß als„ bescholtene Person" ihrem Kinde meistens ohne die nötigste Fürsorge und Pflege das Leben geben, was naturgemäß schädigend auf dessen Entwickelung wirft; fie muß ferner zu seiner Unterhaltung ungleich größere Opfer bringen als die verheiratete Frau, und dennoch wird die Erfüllung dieser streng von ihr geforderten Pflicht ihr durch Gesetz und Brauch auf alle denkbare Weise erschwert, während man dem außerehelichen Vater mehr als einen Ausweg zur Umgebung seiner Schuldigkeit offen läßt." Allerdings trifft diefe Bemerkung weniger das Strafgesek als die sozialen Einrichtungen, der Widerspruch wäre gelöst, wenn sich die Gesellschaft auch des geborenen Kindes und seiner Mutter in ausreichender Weise annähme. Auch auf den Widerspruch zwischen der Strafbarkeit der Fruchtabtötung und der Straflosigkeit des Selbstmordversuches wird hingewiesen, der dann zutage tritt, wenn eine Schwangere einen Selbst mordversuch macht. Eindringlicher sind die Gründe der Gräfin Streitberg, wo sie auf die Leiden der Frau hinweist, die mit der Schwangerschaft und dem Gebärakte verbunden sind. Sie schreibt: Wenn das Weib um seiner Wehrlosigkeit willen für schuh bedürftiger erachtet wird als der Mann, so müßte dies doch noch in erhöhtem Maße von der werdenden Mutter gelten. Und in diesem Sinne sollte nun mindestens die gefeßliche Zusicherung gleichen Rechtsschutes für alle Reichsangehörigen an ihr zur Wahrheit gemacht werden. Aber weit davon entfernt, hat die Gesetzgebung im Bunde mit der gesellschaftlichen Moralanschauung die Sabung auf gestellt, daß das Weib für jegliche Pflichtverletzung auf dem Gebiete Der Lebenserzeugung mit größter Strenge zu bestrafen sei, weil die Natur ihr zugleich mit der damit verbundenen schweren und meistens leidensvollen Aufgabe eine bedeutend höhere Berantwortung für das Zustandekommen der Menschtverdung auferlegt hat als dem Maune. Die Gesetzgebung macht sich großer Ungerechtigkeit schuldig, wenn sie ein weibliches Wesen wegen Vernichtung entstehenden Lebens mit entehrenden Strafen züchtigt, während zahllose Männer ungestraft die gemeinschädlichen Laster des Truntes und der Unzucht ausüben dürfen, welche Laster eine massenhafte Verwüstung und Vernichtung von Menschenleben, auch von entstehendem, zur Folge haben, somit auch als verbrecherisch angesehen und beurteilt werden müßten. Bormerkung mitteilen zu wollen. Berlin, den 5. Oftober 1904. Der Parteivorstand. Briefkaften der Redaktion. Kater. Lesen Sie Scheffels Trompeter". M. N. Niemals! 753. Richter. Metallarbeiter- Verband. Künftig Abonnements Duittung nicht vergessen! K. Sch., Steglig. Das Institut ist städtisch, erfahren Sie alles Nötige. Wedding. Redaktion der Flamme", Breitestr. 5, Berlin C. Dort geschah bereits in Nr. 225 des„ Borwärts" Briefkastens. J. B., Danzig. Met.( Wettende.) Was darüber zu sagen, Stimmt: Voluntas regis suprema lex. J. G. Sie wenden sich des wegen am besten an Frau G. Swienty, Sedanstr. 57 in Schöneberg. Konstantinopel. Stambul auch Istambul; ebenso Bosporus wie auch Bosphor Biebrich. H. N. Alter Abonnent. Duftet allerdings verdächtig nach dafür auszuwenden. Uns ist die Sache nicht so viel wert. Schwindel. Es ist also wohl verkehrt, den Vorzugspreis" von 5,65 M Adresse: Verlag von Wilhelm Müller, Dranienburg. Nähere Adresse une J. K. 27. unbekannt. Uebrigens zu bestellen durch jede beliebige Buchhandlung. Hoffnung. 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Um das Armenrecht zu erhalten, wenden Sie sich zunächst an den Armenvorsteher mit dem Antrage, Ihnen zu bescheinigen, daß Sie die Klagekosten zu tragen außer Sie es dem Gericht ein und beantragen unter Darstellung des Sachverhalts stande find. Nach einigen Wochen erhalten Sie das Attest. Dann reichen und Angabe der Beweismittel, Ihnen das Armenrecht zu bewilligen. Sie tönnen auch schon zuvor die Klage einreichen. D. R. 100. Nein. E. D. Die Arbeitsstelle brauchen Sie nicht zu nennen. ia, Sie können aber bei der Steuerdeputation Erlaß oder Stundung mit Im übrigen: Rücksicht auf die Militärdienstleistung beantragen. 1853. 1. Nein, das Bilichtteil( Hälfte der geſehlichen Erbportion) hat das sind zu beanspruchen; verpflichtung geht auf die Erben über. im übrigen bleibt das Testament zu Recht bestehend. 2. Die Zahlungsausgabe des Bürgerlichen Gesetzbuchs zu. 4. Ja. 3. Rein: legen Sie sich eine TextMr. M. 100. Nein. R. 77. 1. Ja, die Zustimmung Ihrer Heimatsgemeinde. 2. Ja. 3. Nein. Würzburg. 1. Ja. 2 und 3. Nein. M. M. Es ist Der Staat hat ein hohes Interesse an der Erzeugung ge- möglich, aber nicht sicher, daß auf die von Ihnen angegebenen Thatsachen sunder und leistungsfähiger Bürger, desgleichen an der Ber- hin Ihre The geschieden oder Ihnen gestattet wird, von Ihrem Ehemann minderung der großen Zahl von tranfen, schwachen, erwerbe- getrennt zu leben. E. W. 7. Glauben Sie benachteiligt zu unfähigen und sittlich verkommenden Menschen, deren Versorgung ben Beweis dafür erbringen, daß wirklich etwas beiseite geschafft ift. sein, so tönnen Sie auf Herausgabe flagen. Sie müssen aber ihm nicht zu überwältigende Lasten auferlegt. Es erwächst ihm Storfer. Soweit Ihre Darstellung erkennen läßt, ist die Frau nicht demnach kein Verlust aus der Beseitigung einer unter den un pensionsberechtigt.. günstigsten Umständen entstandenen Geschöpfesanlage, von welcher Nr. 235 richtig beantwortet: Geschwistern steht ein Pflichtteilsrecht seit 1900 W. E. Ihre Anfrage ist richtig verstanden und in mit Sicherheit vorauszusehen ist, daß sie nach ihrer Geburt zur Ver- nicht zu; mithin stand Ihrem Vater ein Pflichtteitsrecht nicht zu. Wollen mehrung der genannten Kategorien beitragen würde. Sie über eine andere Frage eine Auskunft haben, so stellen Sie diese Der Staat könnte die Uebertretung des§ 218, welche er trok schriftlich oder in der Sprechstunde. M. W. 100. 1. und 2. Nein. härtester Strafmaßregeln nicht zu verhindern vermag, am besten jede Wiedergabe einer Beleidigung fann als Beleidigung erachtet werden, Gewehr. Solches Urteil existiert nicht. Jede Aeußerung, insbesondere vermindern, wenn er in den Kreisen der Armen und schwach Be- wenn der Nichter die Absicht oder wenigstens das Bewußtsein der Beleidi mittelten durch approbierte Aerzte sowie durch gebildete Hebeammen gung tatsächlich feststellt". G. 11. 100. Sie beerben Ihren Mann zu und Krankenpflegerinnen mehr Belehrung über die erlaubten Mittel, Shre Stiefrinder erhalten des Nachlasses. zur Verhütung der Empfängnis verbreiten lassen, eventuell die An- wird nur eine( die höhere) Rente. O. 5. 64. Gezahlt schaffung solcher Mittel erleichtern würde." Barometer stand mm Windrichtung Windstarte Wetter Temp. n. T. 6° C. 4° R. J. N. 100. Der Wirt ist im Stationen Barometer stand mm Wind Adlershof. Der Verein für Frauen und Mädchen in Adlershof Stationen hält Montag, den 10. d. Mis., abends 8% Uhr, im Lokale von Wöllstein, Bismarckstr. 24. seine Mitgliederversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein Vortrag des Herrn Swinembe. 743 232W6Regen Dr. Paul Bernstein- Berlin über die Pflege des Säuglings in Swinembe. 743 2323 6 Regen 10 Saparanda 744 N gefunden und franken Tagen. Der Vortrag wird ganz besonders Berlin Hamburg 747 WSW 3Regen für unsere Frauen sehr lehrreich und interessant werden, weshalb Franff.a. M. 752 SW wir auch um regen Besuch bitten. Gäste, auch Männer, haben München Zutritt. Der Vorstand. 748 28 Bunipia Windstärke Wetter Necht. Temp. n. T. 5° G.= 4° 92. 67 2 bedeckt 7bedeckt 10 Cort 2 bedeckt 757 3 Wien 9 Petersburg 740 GO 9 Aberdeen 754 2N28 4 wollig 5 Regen 10 Baris 750 SSW 2 bedeckt 755 23 5 heifer 13 Wetter- Prognose für Sonnabend, den 8. Oftober 1904. Zunächst etwas wärmer, vorwiegend trübe und regnerisch bei lebhaften westlichen Winden; später aufklavend, aber kühler. 2 bedeckt 4 15 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 8. Oktober. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Fra Diavolo. Nachmittags 22 Uhr: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Nenes königl. Opern: Theater. Ein kritischer Tag. Deutsches. Maria Friedhammer. Berliner. Zapfenstreich. Leffing. Traumulus! Weften. Die Fledermaus. Thalia. Der Weiberkönig.. Zentral. Schmuggler- Sufi. Deutsche Volksbühne. Klar zum Gefecht. Anfang 8 Uhr: Schiller 0. Urania. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Im Bannkreis der Jungfrau. Um 4 Uhr( kleine Preise): Die Weltausstellung in St. Louis. Hierauf: Der Gardasee. Sternwarte Invalidenstr. 57/62, CASTAN'S ANOPTICUM. PANAS Friedrichstr. 165. Rosa das gelehrte Pferd! Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Schiller- Theater N. Zirkus Busch. Deutsche Volksbühne. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Carl Weiß- Theat., Gr. Frankf. Str. 132. Inanito- Truppe. Gefecht. Sonnabend, abends 8 Uhr: Sonnabend, abends 8 Uhr: Klar In Behandlung. Komödie in 3 Aufzügen von May Dreyer. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Johannisfener. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Talisman. Montag, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Thalia- Theater. Die Grossstadtluft. Schwank in 4 Aften v. Defar Blumenthal und Gustav Kadelburg. Sonntag, nach m. 3 Uhr: König Lear. Sonntag, abends 8 1hr: Die Grossstadtluft. Montag, abends 8 Uhr: Johannisfeuer. zint Lustspiel in 3 Atten von Kurth und Laverenz. Anfang 8 Uhr. Sonntag: Klar zum Gefecht. Sonntag, nachm. 8 Uhr: Genoveva. Deutsch- Amerikanisches Theater. Köpnickerstr. 67. Heute zum Gastspiel Adolf Philipp. Ueber'n grossen Belle- Alliance- Theater. 358. Dresdenerstr. 72/73. Direktion: Kren& Schönfeld. Belle- Alliancestr. 7/8. Täglich abends 72 Uhr: Der Weiberfönig. ( Guido Thielscher, Lina Abarbanell, Täglich abends 72 Uhr: August Junkermann als Fritz Helmerding, Josephine Dora Onkel Bräsig. in den Hauptrollen.) Sonntag, nachm. 3/2 Uhr bei halben Sonntag, nachmittags 3 1hr b. halben Breisen: Charleys Tante. Preisen: Deborah. TEICH." Anfang 8 Uhr. Ende 10 Uhr 30 Min. Sonntag nachmittags 3 Uhr: MALE: Bierter Parade- Gala- Abend. ,, Isalko", englisches Vollblut. Herr Direkt. Busch, 6 engl. Bollblüter. „ Milton", irländisches Jagdpferd. " Alda Favory", Lippizaner Hengst. , Chips", englisches Bollblut. Große Kavallerie- Quadrille. 10 dressierte Elefanten. 15 Polarbären bon Mr. Henriksen. Süd- West- Afrika und die vorzügl. Programmnummern. Residenz- Theater. Dir.: Richard Alexander. „ Ueber'n grossen Teich." Heute und folgende Tage 8 Uhr: hooter Eine Hochzeitsnacht. Apollo- Theater. 8 Uhr: Die Attraktionen des großen ( Une Nuit de Noces.) Schwank in 3 Aften von H. Kéroul und A. Barre. Sontag, ( Ballner Theater.) Zentral- Theater Kleines Theater| Neues Theater. Oktober- Spezialitäten- Programms. Commas, nachm. 3 Uhr: Die 300 Tage. Jn Behandlung. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Die Großstadtluft. National. Der Freischüß. Belle Alliance. Onkel Bräfig. Neues. Die Kronprätendenten. Kleines. Fräulein Julie. Nesidenz. Eine Hochzeitsnacht. Lustspielhaus. Biederleute. Trianon. Gastons Frauen. Luisen. Von Stufe zu Stufe. Casino. Mutter Gräbert. Metropol. Ein tolles Jahr. Deutsch- Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Apollo. Berliner Luft. Spezialitäten. Palast. Vom Himmel zur Hölle. Spezialitäten. Herrnfeld Theater. Nur eine Nacht. Am Heute Anfang 7 Uhr. Zum erstenmal: Schmuggler- Susi. Operette in 3 Aften v. Louis Windhopp u. Benno Jacobson. Musik v. V. Albert. Sonntag, nachm. 3 Uhr, halbe Breise: Die Geisha. Abends: Schmuggier- Susi. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Von Stufe zu Stufe. Sonntag, nachmittags: Hasemanns Töchter. Abends: Hamlet. Montag: Mein Leopold. Pallage Theater. Diba. Speziali National- Theater täten. Anfang 5 Uhr. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Im Bannkreis der Jungfrau. Um 4 Uhr: Die Weltausstellung in St. Louis. Der Gardasee. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Weinbergsweg 12a- 13b. Sonnabend, den 8. Oktober 1904: Der Freischütz. Anfang 72 Uhr. Sonntag, nachmittags: Der Troubadour. Abends: Der Wildschütz. Montag: Der Freischütz. 211. Königl. Preuß. Klassenlotterie. 4. Klasse. 1. Biehungstag. 7. Oktober 1904. Vormittag. Nur die Gewinne über 192 Mt find in Klammern beigef. ( Ohne Gewähr. A. St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten.) 70 563 314 51 52 470 563 688 1030 199 239 89 692 96 98( 400) 799 819 2082 371 631 878 986 3013 97 146 64 72 379 479 695 742 883 4002( 400) 194 268 499 679 760 62 74 852 961 5024 126 81 239 317 4: 0 512 56 702 6 16 72 845 91 940 86 6033 96 187 229 359 99 401 5 17 20 659 781 867 91 911 7255 362 578 637 720 813 8044 258 84 359 704 13 849 55 915 9180 341 406 73 865 84 98 10130( 400) 233 576 739 892 912 28 66 11047 111 33 82 253 68 430 63 519 32 39( 500) 743 68 92 873 ( 400, 980 12023 32 254 84 486( 400 543 711 803 939 43 13025 39 207 18 37( 1000) 39 50 322 39 460 667 720 41 82 901 54 59 14020 54 99 187 98 221 357 478 554 872 15062 173 202( 400 50 562( 400) 637 60 718 948 16034 61 112 18 38 264 76 340 400) 404 84 521 58 640 400) 709 958 17248 79 403 72 85 886 18004 31 120 26 279 715 18 50 59( 400) 807 28 46 964 71 19379 525 606 54 72 746 89 801 52 20135 270 322 464 663 819 88( 400) 21196 244 621 96 814 964 22084 245 646 780 871 23044 189 247 318 492 572 86 88 908 24013 187 363 563 66 657. 25021 50 83 227 336 87 496 500 619 840 84 974 26078 447 563 65 750 81 95 804 83 27021 323 420 73 557 610 782 815 45 71 28242 310 460 78 514 64 606 55 764 942 29038 872 31210 694 924 67 32224 30065 271 411 852 ( 1000) 494( 1000) 601 12 37 706 18 44 981 33134. 307 448 53 66( 400) 68 506 600 92( 400) 700 825 31 914 94 34021 100( 400) 42 393 436 79 655 784 88 874 35003 206 342 76 86.410 560 640 782 869 911 16 36013 100 37 73 225 500 78 666 715 63 69 76 842 37054 117 211 37 404 94 581 637 707 847 38252 311 415 98 566 709( 500) 39149 287 464 570 683 718 817 979 40025 69 158( 400) 84( 400) 209 55( 500) 488 678 993 41050 51 164( 400) 411 20 54 532 52( 400) 84 643 847 93 967 81 42075 366( 3000) 493 507 698 888 43199 225 69 310 59 79 449 512 790( 1000) 806 : 44106 73 506 45213 18 50 331 451 515 34 76 652 846 957 46034 165( 400) 278 493 579 670 83 93 757 840 51 916 47302 53 78 474 78 99 541 65 805 48087 152 234( 400) 92 325 562( 400) 720 85 871 962 92( 400) 49035 327 34 95 453 59 593 664 883 50243 47 66 326 428 855 51056 136 72 96 302 443 68 74 89 560 614 61 769 96 886( 400) 52020 94 95 257 331 733 859 53289 517 892 98 939 71 54088 116 251 429 95 500 663 821 23 38 55151 86 206( 400) 305 471 80( 1000) 85 664 778 95 878 953 59 56241 803 65 909 57878 973 58170 251( 3000) 464( 400) 509 601 714 70 820( 400) 59054 202 81( 1000) 641 744 865 71 4 60148 371 510 728 909 61089 94 250 52 343 455( 400) 503 35 661 779 801 91 62310( 400) 446 68 517 53 896 63083 143( 400) 250 452 651 718 61 885 929 97 64145 833 37 65019( 400) 243( 400) 378( 400) 414 94 515 87 682 89 847 49 909 35 66227 305 486 516 890( 500) 959 77 67060 137 63 230 359 70 425 559 88 652 862 988 68022 57 148 63 66 215 54 309( 400) 28 834 69051 162 220 96 330 61( 500) 95( 500) 515 833 70246 98 313 61 77 465 511 42 596 610 12 96 702 854 947 71147 260 356 650 752 811 92 72130 205 526 78 640 41 896 927 43( 400) 49 91 73588 696 735 61 80 94 882 970 77 74022 43 277 316 716 40 82 989 75316 18 411 94 511 70 975 76029 179 242 398 506 82 627 759 818 23 978 77004 324 90 485 604 56( 400) 60 706 82 78118 315 58 77 431 685 79182 272 582( 400) 782 80005 073 359 533 655 702 37( 500) 81040 43( 400) 122 49 93 230 45 483, 560 96 687 82045 46 125 219 65 67 442 695 708 67 542 695 708 67 883 908 96 83054 461 944 84004 142 66 273 356 453 535 612 61 69 725 59 85168 84 448 618 19 770 859 91 93 903 86096 191 337 57 510 32 68( 400) 73 666 83 733 949 87039 107 561 624 47 50( 1000) 831 88121 652 62 852 89111 296 297 418 60 77 592 625 780 842 54 90033 40 340( 400) 90 488 523 92 660 776 90 ( 400) 95 843 59 954 91000 133 208 17 42 84 85 320 82 653 724 865 991 92328 35 423 29 655( 400) 74 727 999 93092 93 112 445 50 591 97 738 865 94097 121 271 418 45 931 71 95027 125 210 33 87( 500) 338 73 406 12 46 48 71 686 819 919 63 96070 393 431 52 526 659 787 817 918 35 97107 368 408 76.91 484 99 639 796 932 99037 170 210 415 505 180.48 100115 200 22 23 73 312 40 452 523 705 93 843 84 101064 182 238 303 518 42 91 796 813 94 102078 129 484 581 797 976 92 103221 89 93 533 70 678 749 931 38 83 104118 347 479 990 105015 64 105 224 481 553 604 825 30 912 63 73 106047 120 37 406 642 834 Vereinigte Bühnen unter der Leitung von Max Reinhardt. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Sonntag: Nachtasyl. Montag: Des Pastors Rieke. Anfang 7 Uhr: Die Kronprätendenten. Sonntag: Die Kronprätendenten. Montag: Erdgeist. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Vollständig neu ausgestattet! Täglich: Gr. internat. Künstlerkonzerte. x Theater- Ahteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock Brauerei. W. Zapel Hut- Fabrik, Skalitzerstr. 131. Grösstes Special- Geschäft Hierauf: Berliner Luft. Sonntag, den 9. Oktober, nachmittags Uhr, bei ermäßigten Preisen: Frühlingsluft. Operette von Josef Strauß. Vorher: Spezialitäten. Trianon- Theater. Georgenstraße zwischen Friedrich- und Universitätsstraße. Gastons Frauen. Schwank in 3 Akten von Viktor de Cottens und Pierre Beber. Anfang 8 Uhr. W. Noacks Theater. Direttion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Extra- Elite- Borellung: 20000 Mark Belohnung! für Seiden- und Filz- Hüte. Gesangspoffe in 4 Aften v. 2. Treptow. 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Entree 30 Pi. Ball. [ 4242*| Morgen: Dieselbe Vorstellung. Metropol- Theater Josef Giampietro a. D. Bender. Josephi. Grünfeld. Frid- Frid. Der größte Erfolg dieses Jahres Ein tolles Jahr. Gr. dram.- satir. Revue in 5 Bildern. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Lustspielhaus Friedrichstraße 236. Biederlente. Von Robert Misch. Sonntag: Biederleute. Nachmittags: Jn Behandlung. Berliner U Felix Scheuer Ik- Trio. Stralsunderstr. 1. 211. Königl. Preuß. Klaffenlotterie.( 400) 118039 176 252 314 76 441 81 527 31( 500) 745 4. Klasse. 1. Ziehungstag. 7. Oftober 1904. Nachmittag. Nur die Gewinne über 192 Mr. find in Klammern beigef. ( Ohne Gewähr. A. St A. f. 3.)( Nachdruck verboten.) ne über 199. T 168 241 379 603( 400) 723 3 811 959 1002 27 196 279 305 713( 400 29 42 810 42( 400) 69 2061 115 47 68 224 345 412 568 615( 400 719 55 64 82 852( 400) 945 58 59 3167 82 225 555 959 77 92 4151 518 619 806 936 5012 71 622 6090 146 47 250 333 483 513 747 85 800 900 9000 69 96 253( 400) 668 718 87 8059 84 132 260 66 354 83 507 10 663 78 110 267 723 906 30 11 592 055 38 710-400) 90 80 9024 52 76 10070 357 803 996 11254 448 859 90 12109 201 11 562 655 88 710 400) 90 805 955 13228 314 19 625 562 63( 400) 96 635 931 15159 345 91 92 457 533 59 927 16126 247 324 88 487 88 520 641 771-805( 400) 924 17316 97 569 959 18014 83 298 310 88 687 918( 500) 69 19014 344 ( 400) 501 52( 400) 82 732 88 95 979 20025 109 200 31 398 402 882( 400) 21237 352 607 750 22190 442 555 672 759 64 858 948 23140 77 516 20 71 600 768 926 52 24111 212 74 322 417 554 86 750 954 79 83 25207 23 329 612 36 706 30 826 64 932 79 26082 88 89 117 52 208 375 421 522 600 27131 213 399 448 646 717 46 87 844 930 28053 147 59 209 403 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99 207050 61 84 140 62 202 548 702 81( 400) 99 941 208006 105 18 439 513 727 74 880 209089 204 309( 1000) 64 71 484 88 509 10( 5000) 61 631 43 822 33 210099 268 505 97 694 842 81 948 211063 184 337 99 440 511 41 635 46 48. 79 994 212056 122.207 377 419 591 735 36 58( 400) S81 922 28( 500) 69 213066 221 575 626 52 74 784 921 28 38 211056( 400) 163 202 360 486 215119 78 240 633 828 87 918 95 216121 230 495 509 604 18 705 915 217195 234 361 426 82 ( 400) 661 757 866 906 90 95 218089 174 303 73 409 89 527 633 45 713 67 959 67 97 219171 207 311 21 50( 3000) 423 44 716 35 854( 500) 97 220297 301 417 24 535 47 691 728 46( 1000) 62 75 93 961 221003 8 47 89 138 316 452 67 622 33 98 745 852 67 99 958( 20000) 222115 71 72 97 789 892 973 75 223012 164 300 458 711( 400) 82 897( 500) 910 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gew. à 100000 mr.. 1 à 50 000 Mt., 2 à 15 000 wt., 4 à 10000 Mr., 5& 5000 Mt., 7 à 3000 wt., 20 à 1000 mt., 37 à 500 m., 129 à 400 Mt. Zirkus Schumann. Achtung! Fliesenleger! Achtung! Heute Sonnabend, den 8. Oktober, abends präzise 712 Uhr: Zweite Grande Soirée High- Life. Gala- Programm und neue Debüts. Ferner die beliebte jugendliche Schulreiterin Fräulein Dora Schumann. d.Gegenwart. Mons. Pernelett m. i. 40 Krokodilen. Herr Albert Carré, Sohn des fönigl. niederländ. Zirkusdirektors Der phano Chinko, gr. Spezialit menale Dstar Carré. Dienstag, den 11. Oktober, abends 8% Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstrasse 27 c: Geffentliche Fliesenleger- Versammlung Berlins u. Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Einigungskommission. 2. Diskussion. Alle Fliesenleger, die sich als solche legitimieren können und ein Interesse an der Schaffung einer Male. Miniggio. Mille. Eve. Sisters einheitlichen Berufsorganisation haben, werden dringend ersucht, diese Versammlung zu besuchen und Cottrell Powell, Parforce- Reiterinnen. pünktlich zu erscheinen. Georg Lurich, der Samson des 20. Jahrhunderts. 293/13 Große Spring- Konkurrenz. Die besten Springpferde des Marstalls. Direttor Alb. Schumanns neue und moderne Dreſsuren 2c. Zum Schluß, allabendlich stürmischer Beifall: Das große mimische Drama in 8 Bildern: Michael Strogoff oder: Der Kurier des Zaren. Neue Einlagen und seenhafte LichtWasser- Effekte. Sonntag, den 9. d. M.: 2 große Galavorstellungen. Nachm. 32 Uhr ( 1 Kind frei) und abends 72 Uhr. Zum 16. Male: Michael Strogoff oder: Der Kurier des Zaren. Kasino- Theater Lothringerstr.37. Anf. Wch.8, Sonnt.7%. Das vollst. neue Oftober- Brogramm. Neu: Bargold und Smiles. Neu! Duo Brisard- Seppel- Werner. Mutter Gräbert. Boltsstück m. Gef. in 3 Att. v. Reiflingen. Sonntagnachm. 4 Uhr: Der Denunziant. Passage- Theater. Anfang d. Abendvorst. 8 Uhr. Nchm. Wochent. 5, Sonnt. 3Uhr. Das grossartige a dringend ersucht, diefe Berfammlung zu besuchen und Die Einigungskommission. J. A.: Herm. Puttlih. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Herrnfeld- Theater Deutscher Ueber 200 Mal: der größt. Herrnfeld- Schlager Nur eine Nacht zivei Akte aus einer Ehe, und Am andern Morgen Nachspiel zu„ Nur eine Nacht" mit Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Anf.( auch Sonntags) 8 Uhr. 8765 Neues Programm. LIANE DE VRIES Pariser Sängerin. Edi Stadler, Jodler. Die Asahis, japanische Akrobaten. Morton und Elliot, Papier- Manipulatoren. Pas de Deux oriental. Die 4 Harveys, Drahtseilkünstler. Die Harmony Four, amerik. Quartett. Dienstag, den 11. Oktober, abends 8, Uhr: Branchen- Versammlung der Bürsten- und Pinselmacher im Lokale von Pfeffer, Rosenthalerstr. 57. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Schmalbach. 2. Diskussion. 3. Wie verbessern wir unseren Tarif? 4. Berschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Die Branchen- Kommission. Montag, den 10. Oktober, abends pünktlich 8½ Uhr: Branchen- Versammlung der Drechsler im Königstadt- Kasino", Holzmarktstr. 72. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Th. Weyl: Aus den Erfahrungen des Kassenarztes". 2. Diskussion. 3. Berichterstattung von der Drechsler Konferenz. 4. Branchen- Angelegenheiten. 90/7 Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen, auch der nicht organisierten Kollegen ersucht Die Branchen- Kommission. Deutscher Metallarheiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Oktober Programm: Marcell Salzer, Vortragskünstler. Haupt- Bureau: Engel- lljer 15, Zimmer 1–5. Fernſprecher: Amt IV, 9679. Humorist. Hans Fredy. Geschw. Fiocati, Tanzduo. Russ. Ges.- u. Engelski- Truppe, Tanz- Ensemble Dida die Erschaffung eines Weibes aus dem Nichts. 14 neue erstklass. Nummern. Skala- Theater. Linienstr. 132( a. d. Friedrichstr.) Sensationelles Programm! Familie Schmekeles Boffe mit Gesang in einem Aft, sowie 30 internation. Spezialitäten. Anfang 72 Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. Palast- Theater. Bürgerliche Schauspiele. Anfang 8 Uhr. Das phänomenale OktoberBurgstraße 22. Spezialitäten- Programm. Hierauf: Vom Himmel zur Hölle mit Direktor Richard Winkler als Jupiter. Sonntag nachm. 3 Uhr zu fleinen Breisen: Gastspiel der Opern- Gesellschaft des Stapellmeisters Herrn von Althausen: Der Troubadour. Große Oper in 4 Aften von Verdi mit bedeutend verstärktem Orchester. Otto Pritzkows Abnormitäten Ausstellung Münzstr. 16, am Alexanderpl. Feodora, das Weib mit den Löwentatzen. Lebend! Howard de Grey, Permane Bros, Agoust- Familie, Barfußtänzerin. Clowns. Jongleure. Larive, französische Soubrette. Das Motogirl. Romsakoffs, weibliche Kosaken. Der Biograph. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Plättner, Böhme, Böckmann, Walden, Schrader). Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Sanssouci. Kottbuser Thor- Stat. der Hochbahn. Donnerst., Sonnt., Mont.: Hoffmanns Nordd. Sänger. Nach Soiree: Arbeitsnachweis Zimmer 34. Amt IV, 3353. Achtung! Schloffer. Achtung! Montag, 10. d. M., abends 8 1hr, im Lokale von Buggenhagen, Oranienstr. 147 am Morikplak( großer Saal): Allgem. Versammlung gillid der Schloffer Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Ed. Bernstein über: Freihandel und Arbeitsmarkt". 2. Diskussion. 3. Bericht über die letzten Bors tommnisse innerhalb der Branche. 4. Bericht über die Versammlung der Schlossermeister mit der Gesellenkommission. 5. Ist Gratifikation als Affordüberschuß zu betrachten? und wie verhalten sich die Kolonnenführer zu dem Tarif. 122/9 Die Kolonnenführer sind ganz besonders zu dieser Versammlung eingeladen. Das Erscheinen aller Kollegen ist notwendig. Die Ortsverwaltung. J. A.: G. Lubatsch, Beughofstr. 16. Verband der Möbelpolierer Sonnabend, den 8. Oktober, abends 8 Uhr, in Kellers Festfälen, Koppenstraße 29: Rab jeber Core 21. Stiftungs- Fest. Tanzkränzchen. Jed. Dienstag u. Mittwoch: Theater- Abend. Dienstag, den 11. Oktober: Kaiser Josef II. und die Schusterstochter. Alle ausgegebenen Vorzugskarten gelten. Grosses Konzert. Dirigent: Herr R. Tietz. M Auftreten von Komikern und Volts Humoristen unter persönlicher Leitung des artistisch. Leiters v. Schweizergarten Herrn Herm. Schulte. Gesangs- Aufführungen von den Mitgliedern des Verbandes. Während der Vorstellung im kleinen Saal, nach derselben in beiden Sälen: TANZ. Alles Nähere im Programm. Billetts a 25 Pf. find bei allen Vorstandsmitgliedern sowie in allen ZahlGustay Behrens ftellen au haben. Ein jeder agitiere für zahlreichen Besuch. SpezialitätenTheater, FrankfurterAllee 85. Das vorzügl. Oktober- Programm. 20 Nummern. Lebend! Neu! Der mysteriöse Elefant 32 Jahre alt, 70 ctm. groß. Charlestro, das rätselhafte medizinische Wunder. Nada und Mnemos, Gedankenleser. Eintritt 10 Pf. Weimanns Volksgarten- Theater. Badstraße 56, Gesundbrunnen. Nächste Vorstellung: Sonntag, den 9. Oktober. Die Anna- Liese. Historisches Lustspiel in 5 Aufzügen von H. Hersch. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. In den unteren Sälen jeden Abend 8 1hr: Militär- Konzert. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Neu! ( Bunder der Dressur). Montag, den 10. Oktober, abends 8 Uhr, Hussitenstraße 40: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Montag, den 17. Oktober 1904, abends 8 Uhr,„ Königsbank", Große Frankfurterstraße 117: General- Versammlung. Die militärpflichtigen Kollegen, welche sich beim Vorsißenden gemeldet haben, werden ersucht, Sonnabend zum Stiftungsfest bestimmt zu erscheinen Der Schneider in und das Mitgliedsbuch in ordnungsmäßigem Zustande mitzubringen. tausend Aengsten. Der Bezirksleiter vom Osten Adolf Nigbur wohnt Wilhelm Stolzestraße 31. Große Poffe. Anfang 7 Uhr. Sonntags 5 Uhr. Josef Fischer Kohlen- Großhandlung Berlin 0.34, Brombergerst. 19/20. Preise ab Platz: Senftenb. Halbsteine p. 3tr. nur 65 Pf. Senftenb. Salon- Brik. 6 o. 7" nur70 Pf. Anna, Adler, Marie 147/16 Alle noch in Händen der Mitglieder befindlichen Bücher aus der Verbands- Bibliothek müssen bis 15. Oktober zurückgegeben sein. Der Vorstand. Zentral- Verein der Bildhauer Deutschlands. Senftenberger la Henckels Werke 6 ob. Morgen Sonntag, den 9. Oktober, 190 1107.8oll, nur 80 Pf. Ilse, Salon- Briketts billigft. Frei Keller pr. 8tr. 10 Pf. mehr. Bruch, Steinkohlen, Koks, Holz zu billigsten Preisen. 4658* 60 Handwagen verleihe zu Kohlen. Hüte in allen Preislagen. Fritz Steidl- Sänger. R. Weidner, Hutmacher, Nach jeder Vorstellung im Kaisersaal: I Tanz. Dresdenerstr. 100, an der Prinzenstraße. Charlottenburg. 641L* Montag, den 10. b. M., abends 82 Uhr, im Volkshause, Rosinenstr. 3: Volks- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Parlamentarismus und Generalstreit. Referent Dr. R. Friedeberg. 2. Diskussion. 204/6 Der Ausschuß der Charlottenburger Gewerkschaftskommission. mittags 1 hr: Exkursion nach der Ausstellung für Unfallverhütung, Charlottenburg, Frauenhoferstraße 11/12. Treffpunkt bis 1,2 Uhr im Volkshause, Rosinenstraße 3. Bahlreiche Beteiligung besonders seitens der Kollegen der Baubranche Der Vorstand. erwartet Gewerkschaftshaus Engel- Ufer 15. Großer Saal. Sonntag, den 9. Oktober 1904: Grosses Herbitvergnügen veranstaltet vom Buchbinder- Männer- Chor bestehend in Konzert, Gesang, kom. Vorträgen und Tanz. Programme à 30 Pfennige sind am Eingang zu haben. Anfang präzise 6 Uhr. 1945 b Sozialdemokratischer Verein im 5. Berl. ReichstagsWahlkreise. Am 5. Oktober verschied nach langen, schweren Leiden unser Mitglied, der treue und tätige Genosse, Stellmacher Wilhelm Wegner. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. Oktober, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Bartholomäus- Kirchhofes ( Weißensee, Falkenberger Chaussee) aus statt. Bahlreiche Beteiligung erwartet 245/19 Der Vorstand. Zentralverein für alle in der Hutbranche beschäftigten Arbeiter und · Arbeiterinnen. . ( Filiale Berlin.) Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Otto Kopitz am Dienstag, den 4. Oktober verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonnabend, den 8. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Heilig Kreuz- Kirchhofes in Mariendorf statt. Umi zahlreiche Beteiligung ersucht 294/11 Der Vorstand. Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß unser Sohn Max im Alter von 4%, Jahren sanft entschlafen ist. 1944b Beerdigung: Sonntag, den 9. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Christus- Kirchhofes, Mariendorf Lichtenrader Chaussee.. Um stille Teilnahme bitten Rudolf Daehn und Frau. Berliner Arbeiter- Radfahrerverein. Berichtigung. 2. Abteilung: Sonntag früh 6 Uhr Start Kreuzberg, Steuer haus. Mittags 12 Uhr Start Kumke, Bülowstraße 59. In den Destillen, wo erscheint Der Danziger Bowke"*), unser Freund, Ertönt es überall:„ Hurra! Der ,, Danziger Bowke", der ist da!" *) Orig. Danziger Likör, Fl. M. 1,50. Eine Mark wöchentliche Teilzahlung liefere eleg. fertige Herren- Moden. Bestellungen n. Maß, tadell. Ausf. Werkstatt im Hanse. J. Kurzberg, An der Jannowitzbrücke 1, I. Bahnhof Jannowißbrücke. * Keine Käseforte erfährt eine solch glänzende Beliebtheit, wie mein Haushaltungs-( Restaur.)- Käse wegen seines sich stets gleich bleibenden, hochfeinen, fetten und nie entleid. GePostfolto in Staniolpackung, fr. Nachschmades. 4 Ko. Netto.( 6 Stück-) nahme, M. 5, G. Maisch Nachf., Memmingen( bayer. Allgäu). Jeden Mittwoch: Frische Grüß würstchen. Jeden Sonnabend: Frische Blut- und Leberwurst. Brunnen Wurstmeyer, traße Nr. 6. Sozialdemokrat. Wahlverein f.d.4.Berl. Reichstagswahlkreis. ( Süd- Ost.) Den Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, daß unser Genosse, der Maschinenarbeiter August John wohnhaft Naunynstraße 84 ( Stadtbezirk 84) gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 31, Uhr, von der Leichenhalle des ThomasKirchhofes aus statt. 244/11 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Vierter Berliner Reichstags- Wahlkreis ( Süd- Ost). Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Genosse August John am 6. Oftober nach längerem, schwerem Leiden verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des ThomasKirchhofes aus statt. 214/8 Wir ersuchen die Genossen, sich recht zahlreich zu beteiligen. Die Vertrauenslente. Verband d. an HolzbearbeitungsMaschinen beschäftigt. Arbeiter Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege August John am 6. d. Mts. nach langem Leiden an der Proletarierkrankheit verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, 9. Oktober 1904, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes in Rigdorf, Hermannstraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 75/18 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schleifer Max Röske am am 5. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 8. Oktober, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Dantes- Kirchhofes in Reinickendorf aus statt. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Klempner Paul Krutzsch am 5. d. M. gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 9. Oktober, nach= mittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Georgen- Kirchhofes in Weißensee, Rölfestraße, aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Drahtarbeiter August Bankiet am 4. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! 122/10 Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter Auguste Buchwaldt geb. Kowalkowsky nach langen schweren Leiden durch den Tod erlöst ist. 6452 Die Beerdigung findet am Nathan Wand Sonntag, nachmittags 3 Uhr, von 6322* 129 Staligerstr. 129. Die schönsten Herren- Sommer- Paletots und Anzüge fowie speziell Monats- Garderobe in neu, von Savalieren getragene Sachen, fast neu, für jede Figur passend, speziell Bauch anzüge sind in großer Auswahl stets zu staunend billigen Preisen zu haben. der Leichenhalle des EmmausKirchhofes aus statt. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die innige Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes u. unseres guten Vaters, des Maurers Friedrich Rothe fagen wir allen Verwandten, Freunden und den Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises unseren Nathan Wand herzlichsten Dant 129 Skalikerstr. 129. 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Wir machen hiermit bekannt, daß durch Verfügung des Herrn Ober präsidenten der durchschnittliche Tage lohn folgendermaßen festgesezt ist: a) Für männliche Mitglieder über 16 Jahren auf 4 M.; b) für weibliche Mitglieder über 16 Jahren auf 2 M.; c) für männliche Mitglieder unter 16 Jahren und für Lehrlinge auf 1,50 M.; d) für weibliche Mitglieder unter 16 Jahren auf 1,20 M. Die dadurch notwendige, von der Generalversammlung am 19. Mai 1904 beschlossene fünfte Abänderung des Statuts ist vom Bezirksausschuß ge nehmigt und tritt mit dem 10. Oftober 1904 in Straft. Danach betragen die wöchentlichen Beiträge vom 10. Oktober ab: 1. für männliche Mitglieder über 16 Jahren 3. für männliche Mitglieder unter 16 Jahren und für Lehrlinge 4. für weibliche Mitglieder unter 16 Jahren 66 Pf. 2. für weibliche Mitglieder über 16 Jahren 33 B 24 21. 2. für weibliche Personen über 1. für männliche Personen über 16 Jahren 1,20 m. 16 Jahren 60 ẞf. 3. für männliche Personen unter 16 Jahren und für Lehrlinge 45. Eintrittsgeld ist zu zahlen: • O " 4. für weibliche Personen unter 16 Jahren 36 Krankengeld wird vom dritten Tage ab für jeden Wochentag, einschließlich der Festtage, welche auf einen Wochens tag fallen, die Hälfte des durchschnitt lichen Tagelohnes gezahlt. Statutenabänderungen find vom 15. Oftober ab im Stassenlokal zu haben. 19486 Der Vorstand. E. Röhn, Vorsitzender. C. Arndt, Schriftführer. Claus Hansen& Co., Chausseestr. 72 An die sam Wedding- Platz, empfiehlt heute Sonnabend zu enorm billigen Preisen Schellfische Soeben frisch eingetroffen: Kabliau Seelachs Gaft- u. Schankwirte Deutschlands. Den Kollegen zur Nachricht, daß der Verband der freien Gaft- und Schankwirte Deutschlands am 1. November ins Leben tritt. Flundern Hasen Kaninchen Gänse Hühner Tauben Jeder Käufer erhält ein Präfent! Arbeiter- Bildungs- Schule. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Lehrplan für das IV. Quartal 1904. UnterAlle Anfragen, den Verband im allgemeinen betreffend, find an den Borfizenden Ferdinand Ewald, Berlin S., Schönleinstraße 6, Geldsendungen an den Kassierer Balduin Franke, Berlin 19, richtsfach Nene Grünftr. 39, zu richten. Unser Verbandsorgan, der 192XU ,, freie Gastwirt" erscheint Ende Oktober in einer Probe- Auflage von 5000-10 000 Exemplaren. Einsendungen für diese Nummer werden bis 19. Oktober erbeten. Behandelter Lehrstoff Lehrer Unterrichtstag National Theoretische Nationalökonomie, ökonomie I. Teil. GeVon der Völkerwanderung bis zu den großen Erfindungen und EntSchriftst. Max Grunwald Schriftsteller Montag Räucherwaren Nur neueste Moden. 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Oktober, Nationalökonomie im Saal 5, Rede- Uebung Saal, ca. 200 Personen fassend, Sonnabends Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende und beginnt und Sonntags, und zwei große Vereinszimmer Die reichhaltige Bibliothek, welche sich im Arbeitsnachweis den geehrten Herrschaften zur Verfügung. im Saal 3. pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 1,11 Uhr. des Metallarbeiter- Verbandes, Hof links, 3 Treppen( über Saal 8) befindet, ist an diesen Abenden von 8 bis 9 Uhr geöffnet. Die Sonntagskurse beginnen pünktlich vormittags um 10 Uhr. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 Mark und ist spätestens am zweiten Abend resp. Sonntag zu zahlen. Der erste Abend jedes Kursus steht jedermann zum unentgeltlichen Besuch frei. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt am besten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Gewerkschaftshaus, Engel Ufer 15, und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Demminerstraße 32; Krause, Müllerstraße 7a; Horsch, EngelSchulz, Admiralstraße 40a; Reul, Barnimstraße 42; Vogel, Ufer 15. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Berlin SW. 43, Hornstr. 20, Querg. II, Geldsendungen an den Kassierer H. Königs, Berlin S. 59, Hasenheide 56, zu senden. 5/3 Der Vorstand. • Ergebenst Anton Boeker, Weberftr. 17. AUSVERKAUF. 1 6422* Wegen horrender Mietssteigerung jährlich 1500 Mart bin ich gezwungen, mein großes Lager in 4662* Hüten, Schirmen, Müken, Krawatten ufw. zu verkaufen, es kommen nur meine bekannt guten Qualitäten zum Verkauf und ist jeder berechtigt, bei Bezahlung 10% n Abzug zu bringen Dresdenerstr. 2, 1 Otto Gerholdt, de aterraße. Berantwo. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantwo. Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 237. 21. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 8. Oktober 1904. Das Dienstmädchen Schultheiß Morphium hergestellt habe. Dr. med. Adam: Er habe die erwähnte Tänzerin behandelt. Diese habe an hochgradiger LungenDie Engelmacherin Wiese vor Gericht. bekundet: Sie habe 1902 einen Staaben geboren. Auf eine von ihr schwindſucht gelitten, er habe derselben Morphium verſchrieben. Es In der gestrigen Verhandlung vor dem Schwurgericht in Hamburg fam das Verschwinden mehrerer Kinder zur Sprache. Es handelt sich zunächst um das verschwundene Kind Klotsche. " " erlassene Annonce habe sich die Wiese gemeldet und sich erboten, das war eine wässerige Flüssigkeit von 11, Decigramm. Dies Quantum Kind als eigen anzunehmen. geklagten gezahlt? Vors. Was haben Sie der An- genüge vollauf, um mehrere kleine Kinder zu Zeugin: 38 Mark. Vors. Wie kamen Sie töten. zu dieser Summe? Zeugin: Mehr hatte ich nicht. Vors.: Haben Die Verhandlung am Freitag wird nach einer Mitteilung des Sie Ihr Kind wiedergesehen? Zeugin( weinend): Nein, niemals Vorsitzenden wahrscheinlich unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattmehr. Frau Wiese sagte: Das Kind sei zu einer großen Schlächter- finden. familie nach Wien gekommen. Vors. Ihnen ist das sehr nahe Ueber die Sigung am Freitag wird einem hiesigen Blatte Vors: Sie haben ein Kind namens Schweppke unter dem gegangen, daß Sie Ihr Kind nicht mehr wiedersehen konnten? Die gemeldet: Namen Klotsche ins Waisenhaus gegeben. Das Kind Schweppke Zeugin beginnt wiederum laut zu weinen. Der Vorsitzende bemerkt hatten Sie von der Mutter unter dem Versprechen übernommen, es als der Zeugin, daß sie entlassen sei. Zeuge Küsel bekundet, die Wiese habe zu ihm geäußert: Wenn eigen anzunehmen. Sie haben es aber zunächst zur Frau Fischer in es schlimm werde, gehe sie ins Wasser. Unter Ausschluß der DeffentDer Vorsitzende teilt mit: Es ist noch Harburg, alsdann zu Frau Wölfing und schließlich ins Waifen- asiiber gefunden worden. ein zweiter lichkeit wird über die der Wiese zur Last gelegte Beseitigung des im Die Angeklagte hat einer Straf- Juli 1902 geborenen Kindes ihrer Tochter Paula verhandelt, Haus gebracht. Dort ist das Kind gestorben und unter dem gefangenen Buchsbaum einen Kasfiber zugestellt, der etwa folgenden das sie in einem Eimer Wasser ertränkte. Die Wiese be= Namen Klotsche beerdigt worden. Das Kind Klotsche ist nun ver Wortlaut hat:" Bitte, seien Sie Zeuge für mich. Sagen Sie, Sie hauptet, ihre Tochter sei in Berlin unwohl geworden und schwunden. Sie sind die einzige Person, die darüber Auskunft haben gesehen, wie Berg, meine Tochter und die Wülfing die Kinder deshalb in die Schrödersche Wohnung gekommen. Dort habe geben kann, wo ist das Kind Klotsche geblieben? Angefl.: Das geholt haben. Meine Tochter nach England, Berg mit Frau nach sie, die Wiese, die Tochter auf einem Sofa liegend gefunden, hat mein Mann beseitigt. Vors.: Weshalb mag das Wien. Mein Mann will sich von mir scheiden lassen, sagt, er hat daneben einen Eimer, der kein menschliches Wesen enthalten habe. Ihr Mann getan haben? Angekl.: Das kann ich nicht so ohne von Kindern nichts gewußt. Ich habe 3000 M. Sagen Sie, daß Sie leugnet es überhaupt ab, daß Paula Berkefeld ein Kind geboren weiteres sagen. Sie mich häufig besicht haben, nicht aber, daß Sie mich hier kennen habe; was sie verbrannt habe, feien geweihte Kohlen geSchließlich behauptet die Angeklagte, daß ihr Mann das zwei gelernt haben. Geben Sie mir Ihre Adresse, will Sie als wesen, die sie aus ihrer Heimat für übliche katholische Zere Monate alte Kind mißbraucht habe. Die Mutter des am Beugen angeben, aber erst müssen Sie raus sein. Wenn ich monien aufbewahrt habe. Die Zeugin Paula Berkefeld, die 19. Oftober 1902 geborenen Kindes, das Dienstmädchen Klotsche Beugen habe, kann's für mich nicht schlimm werden. Also bitte um Tochter der Wiese, bekundet sehr belastend. Sie habe einen Knaben sagt aus: Jch habe der Angeklagten zunächst 30 M. und einige Tage Ihre Adresse und seien Sie geuge für mich. Es soll Ihr Schade geboren. Die Wiese", wie sie stets ihre Mutter nennt, habe darauf noch 70 M. gebracht. Ich habe mich nun einige Male nach nicht sein. Wenn ich rauskonime, dann reisen wir zusammen." gleich nach der Geburt ihres Knaben gesagt: Mache es dem Verbleib des Kindes erkundigt, ich bekam aber das Kind Landrichter Dr. Tofohr: Die Angeklagte habe zugegeben, den Kaffiber tot", worauf sie erwidert habe:„ Das kann ich nicht." niemals mehr zu sehen. Frau Wiese sagte zunächst, das Kind sei geschrieben zu haben, und auch, daß die Buchsbaum von der ganzen Die Angeklagte habe ihr einige Tage später erzählt, ein bei ihrer Schwester. Später habe die Angeklagte gesagt: Das Kind Sache nichts wisse, sie habe auch gewußt, daß Zeugen vor Gericht Beerdigungs- Unternehmer habe das Kind fortgeschafft. Auf Vorfei bei Frau Terboiken. Ich ging zu Frau Terboiken, diese hatte einen Eid leisten müssen. Vors. Nun, Angeklagte, was fagen Sie halten des Präsidenten, weshalb denn die Zeugin ihre Mutter immer wohl ein Kind von der Angeklagten in Pflege, das war aber nicht dazu? Angekl.: Ich habe den Kasfiber geschrieben, meine Zeugen„ die Wiese" nenne, erklärt die Zeugin, sie könne eine solche mein Kind. Als ich mich wiederum nach dem Verbleib des Kindes sind doch nicht angenommen worden, da wollte ich andre Zeugen Frau nicht mehr als Mutter anerkennen. Zeuge Schröder, bei dem erkundigte und darauf drang, mir zu sagen, wo das Kind sei, haben. Vors. Die Buchsbaum haben Sie doch erst im Unter- die Paula Berkefeld geboren haben will, sagt aus, er habe die Wiese versezte die Angeklagte: Das Kind ist bei Frau Terboiken. fuchungsgefängnis kennen gelernt, diese wußte doch von der ganzen mit einem Eimer Wasser bei ihrer Tochter gesehen, weiß aber von Ich sagte: Ist das auch wahr? Da bemerkte die Angeklagte Angelegenheit gar nichts. Angell. Das ist richtig, ich wollte mir dessen Inhalt nichts; die Wiese sei mit dem Eimer nach dem Klosett Sie werden Ihr Kind niemals wiedersehen und aber einen Zeugen verschaffen, denn ich habe die Kinder gegangen. Zeuge Reisch sagt aus, die Wiese habe ihm von der wenn man mich einsperrt. Ich muß morgen ins Stadt nicht ermordet. Geburt eines toten Knaben ihrer Tochter erzählt. haus, Frau Wölfing in Harburg hat der Polizei angezeigt, daß ich burt eines to ein Kind umgebracht habe." Der verschwundene Knabe Sommer. Die Angeklagte hat von einem Dienstmädchen Sommer gegen Eingegangene Druckfchriften. Zahlung von 30 M. einen einige Wochen alten Knaben in Pflege bekommen. Dies Kind ist auch verschwunden. Die Angeklagte hat zunächst behauptet: Das Kind sei zu einer Herrschaft nach Amerifa gekommen. Jetzt behauptet sie: Die Mioska habe das Kind nach Amerika mitgenommen; sie habe der Mioska 70 M. dafür gegeben. Vorf.: Sie haben doch für das Kind nur 30 M. erhalten? Angekl.: Das ist egal. Dienstmädchen Sommer: Infolge einer Annonce habe sich Frau Wiese gemeldet und sich erboten, das Kind als eigen anzunehmen. Frau Wiese verlangte 100 M., sie hatte aber nur Die Angeklagte erklärte sich schließlich damit zufrieden und sagte: Das Kind kommt zu einer Herrschaft nach Amerika. Sie bestreitet entschieden, ein Kind nach Amerika mitgenommen zu ( Beugin) habe ihr Kind nicht mehr wiedergesehen. Frau Miosta haben. Das Schicksal des Knaben Schulk. " Es kommt dann zur Sprache, daß die Angeklagte im Unterfuchungsgefängnis einen asfiber hergestellt hat, indem sie aus dem Neuen Testament ein Blatt ausriß und dann mit dem Farbstoff aus ihrem Kleide, das sie naßmachte, folgende Worte auf das Papier schrieb: " Liebe Elise, bitte, sage nichts von dem Kind Klotsche." In einiger Entfernung stand das Wort Piano". Auf meine Frage, so bekundet der Untersuchungsrichter, der diese Aussage machte, was das Wort„ Piano" bedeuten soll, sagte die Angeklagte:„ Ich soll nicht fagen, daß mein Mann ein Piano, das wir auf Abzahlung gekauft haben, veräußert hat". Die Angeklagte wurde im übrigen, da sich herausstellte, daß sie das Piano veräußert hatte, von der Straffammer wegen Unterschlagung zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Der in den Saal gerufene -30 M. Ehemann der Angeklagten, Kesselschmied Wiese, erklärt sämtliche Behauptungen der Frau für Lügen. Bors.: Wie sind Sie denn überhaupt dazu gekommen, diese Frau zu heiraten? manierlich aussehendes Mädchen und sehr geschickt in allen Arbeiten. Auf weiteres Befragen bemerkt der Zeuge: Ich habe in den ersten Jahren mit meiner Frau sehr friedlich gelebt. Nach einigen Jahren hat aber meine Frau 60 M., 80 m., 150 M. usw. von meinen Ersparnissen aus der Sparkasse abgehoben. Seit dieser Zeit haben wir in Unfrieden gelebt. Meine Frau hat wider meinem Willen Kinder in Pflege genommen. Ich habe mich darum nicht weiter gefümmert. In einem weiteren Falle hat Angeklagte einen Knaben namens Schulz in Pflege genommen. Das Kind ist durch einen Zufall noch am Leben. Die Angeklagte brachte das Kind zunächst zu Frau Frau Küsel. Nach einiger Zeit forderte die Angeklagte die Wülfing Beuge wat damals ein ganz Wülfing, dieſe gab es, da die Angeklagte kein Softgeld zahlte einer Als weiter der Tod des Kindes Schweppte erörtert wird, sagt ein Händler Pannier aus: Er habe das Kind Schweppfe furze Zeit von der Wiese in Pflege bekommen. Die Wiese habe ihm Schnupftabat mit der Aufforderung gegeben, wenn das Kind erkältet jei, jolle er demselben Schnupftabat in die Nase ste den. Vors. Haben Sie das getan? Zeuge: Nein. Staatsanwalt: War das Kind erkältet oder hatte es eine verstopfte Nase? Zeuge: Keines von beiden. -" Kommunale Praxis", Zeitschrift für Kommunalpolitit und Gemeinde- Sozialismus. Herausgeber Dr. Albert Südetum, Braris" enthält einen fritischen Artikel über den Verlauf der kommunalBerlin W. 15. Die soeben erschienene Nummer 19 der Kommunalen politischen Debatte auf dem Parteitag zu Bremen. Ein sehr aktuelles Thema behandelt F. Kleeis in seinem Artikel über die Wahlen der Vertreter für die unteren Verwaltungsbehörden auf Grund des Invalidenversicherungs- Gesetzes; den in den Gemeindeverwaltungen tätigen Ver tretern der sozialdemokratischen Partei ist diese Abhandlung zur Beachtung dringendst zu empfehlen. Ein reichhaltiges Notizenmaterial aus allen Ge bieten des Gemeindelebens vervollständigt den Inhalt dieser Nummer. Probe- Exemplare der„ Kommunalen Braris" versendet auf Wunsch preis beträgt nur 1,50 M. im Vierteljahr. fostenlos der Verlag der Kommunalen Braris", Berlin W. 15. Der Bezugs Materialien zum Kommunalprogramm. Die Redaktion der ,, Stommunalen Praxis" hatte dem Parteitage in Bremen die Materialien zur Beratung des Kommunalprogramms in einer trefflich ausgestatteten Broschüre zusammengestellt. Das Heft enthält eine Menge Material, das neben dem Barteitagsprotokoll zur igit a fion gute Dienſte leisten kann. Bergen Ginsendaten Bongig, B. in Briefmarken ist die Broschüre vom Verlage „ Kommunalen Bragis", Berlin W. 15, zu beziehen. auf, das Kind von der Küsel zurückzuholen mit dem Bemerken, das Kind wird höchst wahrscheinlich bald trepieren, dann können wir uns werbegerichte. Herausgeber: Dr. Jastrow( Privatdozent, Stadtrat), Charlotten" Das Gewerbegericht", Monatsschrift des Verbandes Deutscher Gein die hundert Mark teilen. Die Küsel verweigerte aber die Heraus- burg- Berlin, Dr. Flesch( Stadtrat), Frankfurt a. M.( Verlag von Georg gabe des Kindes, es gelang ihr, die Mutter ausfindig zu machen. Reimer in Berlin). Die Zeitschrift enthält in Nr. 1 des 10. Jahrganges Dieser hat die Küsel das Kind zurückgegeben. außer der Rechtsprechung in deutschen Gewerbe- und Berufungsgerichten Es erscheint hierauf als Zeugin Fräulein Frenzel: Sie habe gericht II Berlin, Stammergericht) u. a.: Gutachten, Anträge und Einigungs( Rigdorf, Stettin, Schöneberg, Worms), anderen deutschen Gerichten( Landmit einem Fräulein Timm zusammengewohnt. Diese hatte einen ämter bei den Kaufmannsgerichten. Von Dr. J. Silbermann. Knaben geboren. Frau Wiese schrieb eine Postkarte, daß sie gerne fassung und Verfahren: Terminsversäumnis nach verspätetem Einspruch. Ver ein Kind in Pflege nehmen wolle. Man solle ihr aber das Kind Von Dr. Erdel. Recht des Arbeitsvertrages: Die Kündigungsabrede bei erst nach 9 Uhr abends bringen, ihr Mann solle davon nichts wissen. Binnenschiffern. Vom Verwaltungssekretär Ph. Schäfer. Allgemeines: Sie, Zeugin, sei deshalb im Auftrage des Fräulein Timm zu der Konferenz der Arbeiterbeifizer von Rheinland- Westfalen. Mitteilungen Angeklagten gegangen. Letztere habe 200 M. gefordert und gesagt, über Kaufmannsgerichte: Bayrische Ausführungsbestimmung betr. Kaufdas Kind solle zu einer englischen Grafenfamilie nach London Drtsstatuts für das Kaufmannsgericht in Leipzig. mannsgerichte. Errichtung von Kaufmannsgerichten. Entwurf des fommen. Eine Dame, die hier im Hotel wohne, würde das Kind der deutschen Kaufleute. Petition des Vereins mitnehmen. Vors. Das Kind ist aber zu der Angeklagten nicht sendung von Statutenentwürfen für Kaufmannsgerichte, Verbandsangelegenheiten: Gingegangen.- Ein. gegeben worden? Zeugin: Nein, Fräulein Timm wollte sich doch von dem Kinde nicht trennen. Oskar Czersk. Der Freimaurerorden. Preis 25 Pf. Verlag H. Schröter, Berlin O. 27. Jahresbericht des Arbeiterbildungsvereins„ Eintracht" in Zürich. Hierauf wird Apotheker Dr. Haverland als Zeuge vernommen. Es wird hierauf zu dem Fall Schultheiß übergegangen. Die Angeklagte bemerkt auf Befragen des Vorsitzenden, den Knaben Schultheiß habe sie auch in Pflege gehabt. Das Kind sei sehr bald von einem Manne namens Berg und einer feinen dunklen Dame Er habe festgestellt, daß er einmal für eine Tänzerin namens Streich, 29 Seiten. Buchdruckerei des„ Boltsrecht"( Stisten u. Beisberg), Zürich aus Berlin nach Wien mitgenommen worden. die bei der der Angeklagten gewohnt, Taut ärztlichem Rezept( Schweiz). Olympia", Berlin, Zimmermann, Grüner Weg 29. Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umgegend. Rosa", Berlin, Blaehn, Königsbergerſtr. 34. " Rosenvot", Berlin, Börnich, Schwedenſtr. 11a. " Sigung haben Donnerstag: Alpenrose", Berlin, Kunze, Forsterstr. 36. Arion II", Rummelsburg, Reppin, Fischerstr. 6. " Bruderbund", Friedrichsberg, Prizel, Kronprinzenstr. 49. " Deutsche Eiche II", Brandenburg, Winkel, Hauptstraße. 1. Vorsitzender: Julius Meyer, Berlin, Urbanstr. 131. Rote Nelke", Berlin, Rofien, Ruppinerstr. 41. 1. Kassierer: August Seikrit, Berlin, Bergmann- Sängerlust", Werder, Koch, Fischerstraße. straße 104 IV. Schneeglödchen", Potsdam, Glaser, Kaiser Wilhelmstr. 38." Echo", Zehlendorf, Giese, Teltowerstr. 28. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten Vorwärts II", Berlin, Hiller, Brunnenstr. 150. an: Gust. Schönthal, Berlin, Andreasstr. 57, H. IV." Vorwärts IV", Rathenow, Thie, Jägerstr. 25. " Sigung haben Montag: " " " Borwärts VIII", Marwiß, Schurbaum. Vorwärts IX", Charlottenburg, Wernice, Bismarckstr. 34. Buchbinder- Männerchor", Berlin, Lipple, Melchiorstr. 15." Walküre", Berlin, Thiedmann, Weißenburgerstr. 49. ,, Einig", Berlin, Liek, Markusstr. 18. Weddinger Harmonie", Berlin, Milbrodt, Müllerstr. 7. " Esmeralda", Berlin, Kersten, Elbingerstr. 15. " Weiße Rose I", Reinickendorf, Schiller, Provinzstr. 79. " Frisch auf I", Friedrichsberg, Zimmermann, Rummels- Zimmerer", Berlin, Mielenz, Dirdjenstr. 50. burgerstr. 48. " Butunft I", Stegliz, Schellhase, Ahornstr. 15a. Harmonie Damenchor", Berlin, Büttner, Stargarderstr. 58. Möbelpolierer", Berlin, Freischüß, Fruchtstr. 36a. ,, Solidarität", Berlin, Augustin, Lindenstr. 69. " Tonblüte", Berlin, Henschel, Lübbenerstr. 18. " Treu und Fest", Berlin, Klasse, Gubenerstr. 6. Beritas", Berlin, Eiser, Dunderstr. 88. " Zimmerer", Friedrichsberg, Tichinke, Kronprinzenstr. " Sigung haben Dienstag: " Sigung haben Mittwoch: Allegro", Berlin, Wezel, Wrangelstr. 136. " Briz", Brik, Keloß, Chausseestr. 69/70. " Deutsche Eiche I", Berlin, Zimmermann, Grüner Weg29. 15." Dormrose", Berlin, Hanke, Markusstr. 43. " Enterbten", Berlin, Ertelt, Graunstr. 16. Felsenburg", Berlin, Kieniz, Große Frankfurterstr. 133. Freie Sänger", Charlottenburg, Boltshaus, Rosinenstr. 3. " Freiheit Gruß", Berlin, Sängerheim, Veteranenstr. 18, Frisch auf III", Bornim, Krüger, Parkstr. 5. " Frohe Stunde", Berlin, Curth, Lausigerstr. 46. " Frohsinn III", Zehdenick, Schlegel, Moltkestraße. " 1 Einigkeit I", Groß- Lichterfelde, Richter, Chausseestr. 104. " Eintracht III", Bantow, Neumann, Heynstr. 4. " Fichte", Berlin, Gurske, Prenzlauerstr. 41. Fackel", Berlin, Pietsch, Lübbenerstr. 1. Flora", Bankow, Dreßler, Florastr, 35. " " ,, Eintracht II, Eberswalde, Mühle, Eichwerderstraße. „ Eintracht, Nieder- Schöneweide, Poseidon, Hasselwerderstr. 4. Erster Mai", Berlin, Kranz, Dunderstr. 8. Flöterscher", Berlin, Böhm, Zorndorferstr. 9. Freie Sänger", Weißensee, Koburg, Lehderstraße. Freie Sänger", Dranienburg, Gewerkschaftshaus, Mühlenstraße 15. Freiheit Moabit", Berlin, Fischer, Waldstr. 8. Freiheit Nord", Berlin, Wils, Schulstr. 74. Frohsinn I", Rummelsburg, Thöns, Goethe- und Stant straßen- Ede. Freie Liedertafel", Berlin, Königsjäle, Neue Königstr. 26. Gemütlichkeit", Berlin, Kube, Alte Jakobstr. 38. Freie Sänger", Nirdorf, Hollbach, Hermannstr. 120/ 121.Handels- Transportarbeiter", Berlin, Flick, Simeonftr. 24. " Freie Sänger", Trebbin, Wolf, Bahnhofstraße. offnung I", Brandenburg, Vettermann, Wilhelmsdörfer. Straße. Froh Hoffnung", Berlin, Schilling, Kyffhäuserstr. 16. " Freiheit IV", Bernau, Lah, Hussitenstv. " Freiheit West", Berlin, Goßmann, Kreuzbergstr. 48. Gerechtigkeit", Berlin, Kumfe, Bülowstr. 59. Glasarbeiter", Köpenick, Zeidler, Müggelheimerstr. 29. " Hand in Hand", Friedrichsberg, Schilling, Mainzerstr. 5. Hoffnung III", Friedrichsberg, Köhn, Friedrich Karlstr. 34. Kornblume", Berlin, Kienitz, Gr. Frankfurterstr. 133. Streuzberger Harmonie", Berlin, Raabe, Fichtestr. 29. " Lied hoch", Berlin, Sängerheim, Veteranenstr. 18. " Liedesfreiheit I", Berlin, Merkomsti, Andreasstr. 26. Liederkranz", Brandenburg, Menger, Bergstr. " Liedesfreiheit II", Strausberg, Schulz, Briezenerstr. Liedeslust", Fürstenwalde, Schön, Küstrinerstr. 9. Alpenglode", Berlin, Kienis, Gr. Frankfurterstr. 133. " Bummelsdorfer", Luckenwalde, Gerhard, Haag 5. " Kontordias Zukunft", Berlin, Beder, Reichenbergerstr. 111. " Echo I", Berlin, Ueberholz, Linienſtr. 19. „ Edelweiß I", Berlin, Lippke, Melchiorstr. 15. " Einigkeit III", Rummelsburg, Valentin, Neue Prinz" Geselligkeit", Charlottenburg, Bernice, Bismarcſtr. 34." yra", Charlottenburg, Bartsch, Seesenheimerstr. 11. Albertstr. 44. Fortschritt", Berlin, Borchardt, Köpniderstr. 158. " Freie Feldblume", Berlin, Biallahs, Skalikerstr. 151. " Freie Sänger", Bernsdorf, Schulz. " Geselligkeit", Hennigsdorf, Brose, Chausseestraße. Gleichheit", Berlin, Strauß, Pappel- Allee 25. Heimatklänge", Köpenick, Maier, Rosenstr. 101. Hoffnung", Dahme, Kaisergarten, Grünstr. 15. Hoffnung II", Spandau, Böhle, Neumeisterstr. 5. 10. ,, ürschner", Berlin, Feind, Weinstr. 11. ,, Lied", Rirdorf, Kirschkowsky, Hermannstr. 232. " Liederlust 1865", Berlin, Wollschläger, Adalbertstr. 21. Liederlust II", Berlin, Volkmann, Beusselstr. 32. " Lustige Sänger" Berlin, Arndt, Schliemannstr. 39. " Freya I gem. Chor", Berlin, Pfeffer, Rosentalerstr. 57. " Freiheit gem. Chor", Adlershof, Lau, Bismarckstr. Freiheitsklänge", Berlin, Weinacht, Grünstr. 21. " Frohsinn I", Rummelsburg, Thöns, Goethe- und Kantftraße- Ede. " Frohsinn II", Adlershof, Töpfer, Helbigstraße. Freundschaft II", Berlin, Hoffmann, Swinemünderstr. 47. Maiblume", Luckenwalde, Helan, Friedrichstr. 29. Frisch auf", Berlin, Maaß, Brunnenstr. 96. " Frisch voran", Berlin, Wils, Schulstr. 74. " Gastwirtsgehilfen", Berlin, Großer, Dirksenstr. 39. " Georgina", Berlin, Grünauer Garten, Grünauerstr. 14. " Harmonie Dst", Berlin, Reuser, Heidenfeldstr. 17. Kreuzberg", Berlin, Küßner, Hasenheide 89. " " Maiengruß", Friedrichshagen, Comrad, Friedrichstr. 137. Maiengruß", Charlottenburg, Bartsch, Sesenheimerstr. 11. " Norddeutsche Schleife", Berlin, Schuhmacher, Stalizerst. 123. Rote Nelfe I", Schöneberg, Krüger, Vorbergstr. 9. " Sangestreue", Brandenburg, Herberge, Wollenweberstr. Sängerkranz", Berlin, Koczorowski, Schillingstr. 36. Senefelder", Berlin, Gieste, Landsbergerstr. 89. " Liedeslust III", Blattow- Gusow, übt Berlin, Andreasstr. 26. Schneeglöckchen I", Rigdorf, Köpfe, Karlsgartenstraße. " Lerche", Berlin, Stuhlmann, Stargarderstr. 3. " Linde I", Berlin, Klubhaus, Kopenhagenerstr. 74. Maibund", Nowawes, Hiemfe, Wallstr. 55. " Maler", Berlin, Brattig, Luisen- llfer 51. Maurer", Wilmersdorf, Salomon, Berlinerstr. 40. " " Myrtenblätter", Berlin, Spaet, Georgenkirchstr. 65. " Nord- Ost", Berlin, Konrad, Borndorferstr. 6. " Ober- Schöneweider Liedertafel", Ober- Schöneweide, Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18." " " " Schneider", Berlin, Kasino, Markgrafenftr. 83. " Süd- Ost I", Berlin, Stephan, Wienerstr. 31. Vineta", Berlin, Lehmann, Usedomstr. 27a. " Vorwärts I", Berlin, Benoitt, Laufizer Platz 8. Vorwärts III", Friedrichsfelde, Haberland, Wilhelmstr. Wacht auf I", Berlin, Danzigerstr. 71: Zündholz", Berlin, Wegener, Ramlerstr. 11. " Bukunft III", Nieder- Schönhausen, Settekorn, Lindenstr. 3. " " Morgengrauen", Berlin, Hummel, Sophienstr. 6. Morgenrot", Köpenick, Helling, Schönerlinderstr. 5. Nordwacht", Berlin, Fahrow, Ravenéstr. 6. ,, Note Rose", Berlin, Stenzel, Exerzierstr. 20. Kaiserscher", Berlin, Wernau, Schwedterstr. 23/24. Karthaus- Kummerscher", Berlin, Schulze, Blumenstr. 38. Stupferschmiede", Berlin, Feind, Weinstr. 11. Lerche Sang", Berlin, Lerche, Gleimstr. 63. Liberté", Berlin, Schüler, Wrangelstr. 78. Liedesfreundschaft", Baumschulenweg, Christ, Ernststraße. ,, Liedeslust II", Potsdam, Vittoriagarten, Alte Luisenstr. 32. ,, Lorbeerkranz", Berlin, Späth, Weinstr. 28. Loreley", Berlin, Leonhardt, Kolonieftr. 147. Maibund", Dalldorf, Mühle, Reinickendorferstr. 4. ,, Maientraum", Berlin, Kutscher, Urbanstr. 87. 10.Maiglöckchen I", Berlin, Sachse, Lindowerstr. 26. " Maiglöckchen II", Cöpenid, Dörnbrad, Müggelsheimerstr. 36. " Melodia I", Rigdorf, Gellert, Steinmegstr. 113. Morgenrot I", Rummelsburg, Lindner, Türrschmidtstraße. Neue Zeit", Berlin, Abendroth, Gropiusstraße. „ Nord", Berlin, Altmann, Invalidenstr. 146. Nordwest", Berlin, Better, Bredowstr. 11. " Osten", Berlin, Plöger, Nigaerstr. 127. Borzellanarbeiter", Berlin, Wollschläger, Adalbertstr. 21. Buzer", Berlin, Großer, Dircksenstr. 39. Sangesluit III", Tempelhof, Müller, Berlinerstr. 41/42. Dranienburger Vorstadt", Berlin, Dietrich, Brunnenstr. 41. Schuhmacher", Berlin, Rübsam, Andreasstr. 32. ,, Süd- Ost II", Berlin, Link, Wrangelstr. 86. Steinnelle", Berlin, Schumann, Bankſtr. 47. Unverzagt", Berlin, Bachstein, Salzwedelerstr. 16. St. Urban", Berlin, Braun, Oranienstr. 36. Vorwärts", Nauen, Schüßenhaus, Chausseestr. 36. Wach auf", Berlin, Hilgenfeld, Bergstr. 61. Wach auf", Franz. Buchholz, Kähne, Berlinerstr. 39. Waldchor", Borsigwalde, Waage, Ernststraße. " Waldesrauschen", Karlshorit, Sabrowski, Trescow- Allee " Wilhelmsberg Hohen Schönhausen", Wilhelmsberg, " " 4 4 Krause, Berlinerstr. 66. Weiße Rose", Rirdorf, Luz, Wißmannstr. 10. 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