Nr. 238. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 8 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gebruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für ble nächste Numuner müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramın Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Schulpolizei. Wir haben es herrlich weit gebracht. Die gewalttätigen Eingriffe des Provinzial- Schulkollegiums in das Verfügungsrecht der städtischen Körperschaften über die aus kommunalen Mitteln errichteten Schulgebäude führen uns in die Zeit absoluter Willfür zurüc fie muten uns an wie ein Stückchen des Korporals- und JunkerRegiments, dessen Folgen für Preußen in dem Zusammenbruch bei Jena zu markantem Ausdrud gekommen sind. Als Ausfluß jener absolutistisch- kirchlichen Herrschaftsmarimen, die in der Unterdrückung jeder selbständigen freien Regung bürgerlicher Initiative den Gipfel der Staatsweisheit erblickte, sehen wir heut als ein Glied in der Kette reaktionär- tirchlicher Schulpolitik das Bestreben, dem Magistrat die Verfügung über die Schulgebäude zu entziehen. Sonntag, den 9. Oftober 1904. Regierung die städtischen Körperschaften eine mannhafte und würdige Haltung bekundet haben. Damit ist es aber nicht genug; jetzt erwächst die Pflicht energischer und Tonsequenter Vertretung des eingenommenen Standpunktes. Auch hier wird die erste Handlung des Magistrats allgemeine Billigung finden. Der von sozialdemokratischer Seite in der StadtverordnetenVersammlung gemachte Vorschlag, den gemaßregelten Gesellschaften andere städtische Räume zu überweisen, ist vom Magistrat bezüglich der Freireligiösen Gemeinde bereits ausgeführt, indem er der Gemeinde das Nathaus zur Verfügung gestellt hat. Nun kann sich Herr Studt überlegen, ob sich seine Schulaufsicht nicht auch auf das Rote Haus" erstreckt. Vielleicht findet sein Justizfollege auch einen Weg hierzu. " Wir wollen wünschen, daß es gelingt, auch den Turnvereinen andere städtische Räume zu schaffen, damit der Kleinliche Anschlag auf die, für die gesundheitliche Kräftigung und Förderung ihrer Was die Reaktionsminister, die Manteuffel, Raumer, Mühler usw. Mitglieder bedachten Vereine zu Schanden gemacht wird. nicht gewagt haben, das geschieht unter der ausdrücklichen oder jeden- Aus der letzten Magistratssigung wird berichtet, daß ein Ausfalls stillschweigenden Billigung des modernen" Ministerpräsidenten schuß beauftragt ist, Vorschläge zu machen für die weitere Bülow, der vermutlich aus seinem Zitatensad eine Rechtfertigung Stellungnahme der städtischen Verwaltung gegen die Verfügungen dieser Unteroffiziersmaßregel zum besten geben wird." Preußen in und Maßregeln des Provinzial- Schulkollegiums. Wir hoffen, daß Deutschland voran", getreu diesem Wahrspruch tun Graf v. Bülow die Vorschläge des Ausschusses und die sich daran knüpfenden Beund seine Ministerkollegen alles, um Preußen und Deutschland in schlüsse des Magistrats und der Stadtverordneten beweisen werden, den Augen der Kulturwelt zu diskretieren durch Maßregeln, die der daß es sich hier nicht um ein auffladerndes Strohfeuer handelt, Vernunft und Zivilisation ins Gesicht schlagen. sondern daß die städtischen Kollegien fest entschlossen sind, sich nicht als Werkzeuge fleinlicher, chikanöser und reaktionärer Gesinnung mißbrauchen zu lassen. - Daß der preußisch- deutsche Chauvinismus nicht verträgt, daß in einem rein äußerlich zum Schulgebäude gehörenden Raum von polnischen und czechischen Mitbürgern geturnt wird diese Tatsache reiht sich würdig der fleinlich- chifanösen Politik an, welche in den preußischen Ostseeprovinzen gegen die Staatsangehörigen polnischer Bunge getrieben wird. Das Verlangen, der Freireligiösen Gemeinde die Benutzung städtischer Schulgebäude zu untersagen, beweist, daß die orthodoxdogmatischen Kirchenpolitiker vom Schlage Mirbach fest im Regierungsfattel fizzen. Eine der geistigen Waffen" im Kampfe gegen die Arbeiterklasse ist die kleinliche Nadelstichpolitik, die sich in der Sperrung städtischer Turnhallen für den Arbeiter- Turnverein, Fichte" geltend macht. Was dieser Verein berbrochen hat, wissen wir nicht, daß aber solche Wadenkneifereien den Arbeitern Respekt vor der Staatsautorität einflößen das kann doch selbst ein Brandenburger ProvinzialSchulrat nicht glauben. -Man beruft sich auf eine Regierungsinstruktion aus dem Jahre 1817 das erinnert an die berühmte Konsistorialverordnung von 1753, auf Grund deren die jüngsten Kirchenprozesse in Berlin ge= führt und von der Kirche verloren wurden. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Vor einiger Zeit hatten sogar 19 Witbois den Versuch gemacht, vom Kriegsschauplatze zu desertieren. Hendrik Witboi hatte damals seinen Leuten einen Brief geschrieben, der angesichts der jetzigen Erhebung doppelt bedeutsam erscheint. Er lautete: Gibeon, 23. August. Mein lieber Unterfapitän Daniel Bitter! Heute habe ich die traurige Botschaft gehört, ein Telegramm, daß 19 Witbois geflüchtet sind. Was ist das? Es ist für mich unbegreiflich und wird vielleicht nur eine Historie sein, aber ich bin sehr traurig über diese Bot schaft. Ferner will ich Dir fagen: Ich bleibe noch gut( treu) zur deutschen Regierung, so gut wie im Beginn. Bleib treu bis in den Tod mit all den Deinigen und gieb Botschaft allen Nationen und allen Hottentotten, daß ich der deutschen Regierung helfen will in allen Punkten. Ich befehle Dir: also sage den Menschen von Berfeba, Bethanien und Gothas. Grüße. Dein Kapitän Hendrik Witboi." Hendrik Witboi schien also schon vor sechs Wochen ernste Besorgnisse zu hegen. Sein Einfluß ist nicht stark genug gewesen, die um sich fressende Empörung zu beschwichtigen. Weitere Nachrichten werden erst zeigen, wie viele seiner Getreuen er zurückzuhalten ver mocht hat. Folge Durch den Witboi- Aufstand ist die, Lage in Südwest- Afrika erst recht trostlos geworden. Ohne Hülfe der Witbois werden wahrscheinlich die Operationen gegen die Hereros noch aussichtsloser werden. Und die 350 Mann, die Leutwein zurzeit zur Verfügung stehen, werden nicht im entferntesten ausreichen, die Witbois nieberDer Aufstand der Witbois wird ferner aller zuzwingen. Voraussicht die nach auch erneute Erhebung der zur Die Selbstachtung berlangt gebieterisch, daß die in der Ver- Bondelzwarts haben. Vielleicht werden urteilung und Bekämpfung der Regierungsmaßregeln vollkommen sich aber auch die Hottentotten von Rehoboth und andere einigen Gemeindebehörden alles aufbieten, um nicht nur die Zwangs- Stämme erheben, so daß zu dem Kriege gegen die Kaffernmaßregel der Aufsichtsbehörde unwirksam zu machen, sondern auch stämme auch ein Krieg gegen die Hottentottenstämme die geeigneten Schritte tun, um die volle Freiheit der Verfügung kommen wird. Diese letteren sind in der Lage, zusammen gegen über städtisches Eigentum gegen schulpolizeiliche Einmischungsgelüfte 8000 wohlbewaffnete Strieger ins Feld stellen zu können, darunter viele sicher zu stellen. treffliche Schützen und vorzügliche Reiter. Brechen dann noch die Das Kampffeld ist abgesteckt. Jezt kann der Berliner Kommunal- Obambos los und der große Sieg derselben über die portufreifinn einmal zeigen, ob es ihm wirklich ernst ist mit der Selbst- giesischen Truppen macht das nur zu wahrscheinlich so fann verwaltung. Deutschland feinen ersten 10000 Mann ruhig weitere 10000 Mann nachsenden, ohne daß sich doch der Zeitpunkt des entscheidenden Sieges auch nur annähernd voraussagen ließel Welch kolonialpolitische Erfolge! Politifche Ueberficht. Berlin, den 8. Oftober. Aufstand der Witbois. Es wäre aber ganz falsch, wenn sich die Kritik des behördlichen Ver- Eine unheilschwere Nachricht ist aus Südwest- Afrika eingetroffen: Ueber die portugiesische Niederlage haltens mit dem Kampfe gegen das Provinzial- Schulkollegium begnügte die Nachricht, daß nunmehr auch die Witbois sich dem Ein- an der Nordgrenze unseres Schutzgebietes wird noch berichtet: nein, die Herren in der Linkstraße sind nur die gehorsamen Hand- geborenen- Aufstand angeschlossen haben. Bereits seit Wochen war Lissabon, 8. Oktober. Der Marineminister erklärte in der langer einer höheren Stelle, sie führen die Maßregeln aus, welche bekannt, daß ein Bastard namens Marenga eine Räuberbande" Deputiertenkammer, aus den neuesten Nachrichten aus Absolutismus, Junkertum, Kirche und Bureaukratie erdacht haben, um sich geschart habe, die bereits eine Stärke von 100 Mann erreicht Angola gehe hervor, daß der Angriff der Kuanhamas auf portu um die Berliner Stadtverwaltung unter das Joch reaktionärer Staats- habe und den Farmern sehr unangenehm geworden sei. Viel älter giesische Truppen nicht während der Nacht erfolgte. Die funft zu zivingen. noch war das Gerücht, daß auch der Hottentottenstamm der Portugiesen überschritten am 19. September den Cunenefluß und Die Schulaufsicht, welche dem Staate nach dem geltenden Gesetz Bondelzwarts eine höchst herausfordernde Haltung annehme schlugen auf feindlichem Gebiete ein Lager auf. Nachdem dies gezusteht, soll in ein Schultommando verwandelt, die der Regierung und wahrscheinlich abermals zu den Waffen greifen werde. Da schehen war, befahl der Kommandeur den portugiesischen Truppen vorbehaltene Kontrolle zu felbstherrlicher Verwaltung gestaltet diese Nachrichten eine inmer drohendere Gestalt annahmen, sah sich eine gewaltsame Retognoszierung zur Einbringung werden. denn auch General v. Trotha genötigt, Oberst 2eutwein von Vorräten. Die abgesandte Abteilung stieß 8 KiloDas ist Zweck und Ziel der heutigen Staatsleiter, die es wagen, zu bitten, mit einer Kompagnie nach dem Süden aufzubrechen. meter vom Lager in einer Lichtung auf den Feind. Der Abteilungsden Gemeinden Zumutungen zu machen, vor denen die Männer der Bevor jedoch Leutwein den Schauplatz der Unruhen erreichte, erfolgte führer ließ sofort Karree bilden und das feindliche Feuer er schwärzesten Realtion zurückgeschreckt sind. das, was man am legten für wahrscheinlich gehalten hatte: bie widern. Eine Seite des Karrees war einem besonders heftigen Erhebung der Witbois. Oberst Leutwein selbst meldet: Angriff ausgesezt, und der Feind kam hier so nahe heran, ,, Gibeon haben Bewohner( Witbois) anscheinend in feind daß die Portugiesen zum Bajonett greifen mußten. Das Karree licher Absicht verlassen. Station Ruis am Fischfluß ist am wurde zwar nicht gesprengt(?!), doch wurden die irregulären 6. durch Witboileute angegriffen. Station Hoachanas Truppen von einer Panik ergriffen, wodurch große Verwirrung foll angegriffen sein. Die Bastards von Rehoboth entstand. Das Charakteristische des Zusammenstoßes war der sollen ein Aufforderungsschreiben zum Aufstande erhalten haben." Kampf zwischen Assagai und Bajonett. Die zur UnterDie Witbois find jener kriegerische Hottentottenstamm, der stützung der bedrängten Truppen entsandte Abteilung vermochte nur seinerzeit den deutschen Truppen so viel zu schaffen machte, bis es zwei Verwundete zu retten. Der Kommandeur dieser Kolonne ging endlich Leutwein gelang, seinen Häuptling Hendrid Witboi darauf mit ihr wieder über den Cunene zurüd, wo er zum Frieden zu gewinnen und ihn und seine Leute in Gibeon fich jetzt noch, ohne weitere Verluste erlitten zu haben, befindet. Nach dem ersten, nicht widerrufenen Bericht sollten die anzufiedeln. Seit diefer Zeit, 1894, find die Witbois nicht nur durchaus loyale Untertanen gewesen, sondern sie haben den Deutschen Portugiesen bei 500 Mann Gesamtstärke 250 Tote verloren haben! bei Kriegszügen gegen andre Stämme fogar die außerordentlichsten Dienste erwiesen. So jetzt noch bei dem Herero- Krieg, wo es nur ihrem Spürtalent und ihrer außerordentlichen Orientierungsgabe zu danken war, daß die deutschen Truppen überhaupt an den Feind Herantamen und sich im wilden Dornbusch zurechtfanden. Nun die Witbois sich erhoben haben, werden auch die bei den deutschen Truppen befindlichen Witbois den Dienst einstellen, wodurch unsere Truppen ihrer zuverlässigsten Führer und besten AufAber selbst diese aus der Rumpelfammer verstäubter Archive hervorgeholte Instruktion vollzieht eine reinliche Scheidung zwischen der dem Staate zustehenden Aufsicht über das Schulwesen und der den Gemeinden überlassenen äußeren Verivaltung der Schulen. Bereits lange vor dem Erlaß der jegt geltenden Städte- Ordnung achtete die absolute Regierung das Verfügungsrecht der Gemeinde über städtisches Eigentum- während heute der sogenannte fon stitutionelle Staat sich durch Gewaltmaßregeln an die Stelle des Eigentümers fetzt, um die Benutzung städtischer Gebäude durch politisch mißliebige Vereine zu verhindern. Und das alles auf einem Wege, der den ordentlichen Rechtsweg ausschließt, weil vermutlich die Minister bezw. das Schulkollegium felbst keine Hoffnung haben, daß ihr Verhalten die Zustimmung eines unabhängigen Richterkollegiums finden kann. Was das Licht eines ordentlichen Rechtsverfahrens nicht verträgt, das sucht man auf dem Verwaltungswege zu erreichen wahrlich man begreift immer mehr, daß die preußischen Minister die Freundschaft und das Wohlwollen lärungsmannschaften beraubt werden! ihrer russischen Kollegen befizen. Der Magistrat hat es entschieden abgelehnt, fich zum Werkzeug reaktionärer Gewaltpolitik machen zu lassen, und hierbei die einmütige Zustimmung der Stadtverordneten- Versammlung gefunden. Es ist bezeichnend für unsre Zustände, daß die pflichtmäßige, durch Selbstachtung gebotene Zurückweisung einer rechtlich und moralisch gleich verwerflichen Zummitung besonders lobend hervorgehoben werden muß. Lippe. Die Nordd. Allg. 8tg." befaßt sich mit dem Fall Lippe im Sonntagsrückblick in dieser gründlichen Eindringlichkeit: Durch das Ableben des Regenten des Fürstentums Lippe, Grafen Ernst zur Lippe- Biesterfeld, ist die lippische Erbschaftsangelegenheit erneut zur öffentlichen Erörterung gelangt. Die lippische Regierung hat zwei von uns im Wortlaut mitgeteilte Vorlagen in Sachen der Erbfolge und der Regentschaft für den Fall des Ablebens des Fürsten Allegander dem Landtage unterUeber die Motive der Erhebung der Witbois müssen erst nähere breitet, dessen Ausschuß mit der Angelegenheit befaßt ist. Nachdem Nachrichten abgewartet werden. Sehr wahrscheinlich ist aber, daß die angerufenen Instanzen in die Behandlung der ungeklärten fie das auch ihnen nach der Niederwerfung der Hereros zugedachte Rechtslage eingetreten sind, erscheinen die zum Teil leidenschaftSchicksal, zum Teil vielleicht auch die ihren Leuten bei den deutschen lichen Betrachtungen der Presse über diese Angelegenheit kaum anTruppen zuteil gewordene Behandlung, zum Aufstand veranlaßt hat. gebracht, und es wäre zu wünschen, daß sie sich bis zur Entscheidung Das Schicksal der Hereros, ihrer alten Feinde, dürfte ihnen schwerlich des Rechtsstreites größere Zurückhaltung auferlegte." nahe gegangen sein. Wohl aber wird ihnen die Absicht nicht unbekannt Die„ Norddeutsche Allg. Zeitung" ist schwerster Majestäts. geblieben sein, nach dem siegreichen Herero- Feldzug alle Eingeborenen- beleidigung schuldig geworden. Sie übt die grandiose ZurückStämme zu entwaffnen und in das Joch der Zwangs- haltung, das Erhebliche des Falles, das Telegramm des arbeit zu preffen. Einem solchen Lose konnte sich ein so freiheits- Seaisers, in frevelhafter Rücksichtslosigkeit zu übergehen und zu stolzer, waffenkundiger Stamm nicht wehrlos ergeben! migachten. Und weiter treibt sie ihre beleidigenden Zumutungen, Es wäre äußerst verlockend, an einer ganzen Reihe Berliner Allen Nachrichten nach war auch die Behandlung der Witboi- indem sie die Presse auffordert, sich leidenschaftlicher Kommunalheldentaten nachzuweisen, daß Magistrat und Stadt Freiwilligen im Herero- Feldzug eine verlegende. Die Witbois Betrachtungen zu enthalten, die der Fall nicht verdiene. berordneten durch Nachgiebigkeit, Halbheit sowie Verleugnung der wurden nicht nur im Aufklärungsdienst in aufreibendster Weise in Es mag sein, daß auch der Auftraggeber der„ Norddeutschen gebotenen Würde und Selbstachtung dazu beigetragen haben, daß Anspruch genommen, sie mußten auch beim Gefecht in erster Linie Allg. Zeitung" den Wunsch hegt, die Deffentlichkeit und die Parladie Aufsichtsbehörde die Berliner Stadtverwaltung als quantité ihre Haut zu Markte tragen. Offenbar hat diese Art der Wert- mente mögen das Telegramm des Kaisers leidenschaftslos auf die negliable betrachtet, die man jeder beliebigen, noch so unwürdigen schäzung den Witbois die Augen über ihr Verhältnis zu den deutschen Seite legen. Die Deffentlichkeit wird jedoch derartige Aktionen eines Behandlung unterwerfen kann. Eroberern geöffnet. Wenigstens stimmen die legten Schilderungen Bundesfürsten gegen den anderen nicht so rücksichtslos gleichgültig Indes wie dem auch sei; wir erkennen anstandslos an, daß aller Mitkämpfer darin überein, daß die Witbois nur noch höchst behandeln, wie es dem Grafen Bülow behagen könnte; sie wird gegenüber den heute zur Diskussion stehenden Forderungen der mhürrisch und lässig ihre Dienste leisteten. ficherlich noch weiter einige Leidenschaft dafür aufwenden. Der Liberalismus hat jedoch dafür gesorgt, daß man in Puntto Bürgerstolz vor Königstyronen oder vor Ministerverfügungen recht anspruchslos geworden ist. Ahnfrauen. richtig " Wir fönnen hier nicht umhin, auf die königlich Der Verkauf der Marinegeheimnisse. Zu der Angelegenheit Nachdem das Biesterfelder„ Ebenbürtigkeits"- Problem auf- preußische Feldbienst- Ordnung vom 1. Januar 1900 zu Barfemeyer erhalten die„ Kieler Neuesten Nachrichten" aus geworfen, dringen schnöde Zweifler in die Geheimnisse auch anderer verweisen, die das Amt der Schiedsrichter in einem eigenen Abschnitt Elbing die nachstehenden Mitteilungen: Die Affare Barkemeher deutscher Dynastien. Wir haben gestern einige Blätter vom Stamm- behandelt. Nach Ziffer 616 Absatz 3 der Felddienst- Ordnung sind in hat sich wie folgt entwickelt: Vor einiger Zeit erhielt ein Vertreter baum der deutschen Kaiserin gemustert und fanden das den Kaisermanövern, wohlgemerkt, nur besonders der Schichauschen Werft in Elbing aus Kiel einen Brief ohne Unterintereffante Gegenstück zu der vom Kaiser bestrittenen Biesterfelder ti chtige Offiziere als Schiedsrichter zu verwenden. Der Absatz schrift, in dem angefragt wurde, ob die Werft geneigt sei, die Kon= Ebenbürtigkeit. Besonders reizvoll ist die Ebenbürtigkeitsfrage aber lautet wörtlich: struktionspläne für die auf der Kruppschen Germania- Werft im Bau gerade in der Schaumburger Linie, für die der Kaiser Partei" Bei den Kaisermanövern werden die Schiedsrichter aller befindlichen beiden Unterseeboote zu erwerben. Der Briefschreiber nimmt und deren Sproß die Schwester des Kaisers geehelicht. höchsten Orts bestimmt. Ihnen werden durch den Chef des erklärte, in der Lage zu sein, die Zeichnungen zu beschaffen. Für Darüber teilt aus alten Akten die" Vossische Zeitung" föstliche Generalstabs der Armee Offiziere des Generalstabs und den Fall, daß die Schichau- Werft zustimme, solle sie ein aus wenigen Dinge mit. des Kriegsministeriums zugeteilt. Der Direktor des Buchstaben bestehendes Inserat in den„ Kieler Neuesten Nachrichten" Und, wunderlich, während die Schaumburger die Erbfolge der Allgemeinen Kriegsdepartements und der Ober- veröffentlichen. Die Schichau- Werft, nicht gesonnen, auf das ver Biesterfelder bestritten, weil die Ehe mit Modeste v. Ünruh umebenbürtig quartiermeister finden bei den Kaisermanövern stets als brecherische Ane: bieten einzugehen, machte behördliche Anzeige, und fei, stammen sie allesamt von einer Dame ab, die unzweifelhaft Schiedsrichter Verwendung." darauf wurde die Untersuchung eingeleitet. Da die Kieler Polizeidem„ hohen Adel" nicht angehörte. Das ist das Fräulein Und die Ziffer 614 Absatz 2 bestimmt:„ Die Schiedsrichter beamten dem Verräter bekannt sein konnten, wurde ein Berliner Philippine Elisabeth v. Friesenhausen, über deren interessante dürfen muur die taftische Lage und nicht den beabsichtigten Gang Krimi... ivachtmeister mit der Verfolgung der Sache beauftragt. Persönlichkeit und Erlebnisse allgemach eine ansehnliche Bibliothek des Manövers im Auge haben. Dieselben Umstände, die im Krieg Nachdem, um den Antragsteller ins Garn zu locken, das verlangte zufammengeschrieben ist. Das Fräulein war jung und vergnügt, über Sieg und Niederlage entscheiden, müssen auch im Frieben ihrem Inserat in den„ Kieler Neuesten Nachrichten" veröffentlicht worden die Tochter eines Kurpfälzischen Oberstallmeisters, und lebte eine Ausspruche zugrunde liegen. Einem zu schnellen unfriegsgemäßen war, traf bei dem Vertreter der Schichau- Werft in Stiel ein zweites Zeitlang bei der Gräfin Dorothea Amalia von Lippe- Alverdissen, Verlauf der Gefechte ist entgegenzuwirken." Schreiben ohne Unterschrift ein, in dem die Werft aufgefordert wurde, der Stammmutter der späteren Schaumburger, als Hofdame. Ihr Und in Ziffer 618 Absatz 2 ist zu lesen:„ Die Beobachtungen bis zum Ablaufe einer bestimmten Frist 15 000 M. an eine ange= gefiel der junge Erbgraf Friedrich Ernst, der als Offizier bei einem über die beiderseitige Waffenwirkung bilden gebene Adreffe in Altona zu senden; nach Eingang dieser Summe Hessischen Regiment stand, und sie verlangte ihn zu ehelichen. Das die Grundlage für die Entscheidung." würden dann die Pläne und Zeichnungen ausgeliefert werden. Der gegen aber erhob die Gräfin Dorothea Amalia ihr Mann war War die Beschreibung des Engländers vom Angriff der Garde Geldbrief" der nur Papierschnitzel enthielt, wurde abgesandt, und wegen Blödsinns entmündigt sowie sie von der„ vorseienden er wird sie kaum aus den Fingern gesogen haben so der mit der Untersuchung der Aufgabe betraute Beamte legte sich Mariage" Kenntnis erhielt, den leidenschaftlichsten Einspruch, da sie ergiebt sich, daß die Schiedsrichter im Kaisermanöver trotz ihrer in Altona auf die Lauer. As der Postbote mit dem Brief, dessen durchaus nicht gemeinet fey, in eine solche, dem Hause Alverdissen besonderen Stellungen entweder die Ziffern 614 und 618 der Feld- Eintreffen genau berechnet war, in das angegebene Haus ging, folgte schimpfliche Heirat zu fonfentieren". dienstordnung nicht kannten oder nicht anwendeten. Es kann doch ihm der Kriminalbeamte auf dem Fuße und trat, nachdem der Brief Weshalb sollte die Ehe mit„ bemeldeter Jungfrau schimpflich kein Zweifel sein, daß ein Angriff auf eine 1600 Meter entfernte abgegeben war, in die Wohnung ein. Der Beamte traf hier nur die fein? Etiva weil sie nicht dem„ hohen Adel" angehörte? Alſo galt wohlverteidigte Stellung einen zu schnellen untriegs- Frau des Hauses an, die ihm auf seine Auforderung den Geldbrief nur eine solche Ehe als ebenbürtig? Ach nein, der Widerstand der gemäßen Verlauf" nimmt, wenn er in 20 Minuten naus- sogleich herausgab. Sie kam dann mit einem zweiten Briefumschlag zukünftigen Schwiegermutter hatte ganz andere Gründe, worüber geführt wird. Und ebensowenig ist es zweifellos, daß, wenn ein heraus, i.r, wie sie angab, zur Weitersendung des Geldbriefes an die Archive überraschende Auskunft geben. Diese Gründe lagen folcher Angriff als gelungen bezeichnet wird, die Beobachtung der einen Verwandten in Kiel bestimmt war. Dieser Umschlag trug auf dem Gebiete der üblen Konduite". In einem Schreiben Waffen wirkung des Verteidigers nicht genügend war. Barfemeters Adresse. Auf telegraphische Order des Berliner Bes an den Landgrafen von Hessen vom 17. Juni 1722 fagt das gräf- Die bekannten Eigentümlichkeiten der Kaisermanöver werden in amten rrde der Verrräter, auf dem man bereits auf Grund der liche Paar von der Dame, die sie nicht in ihre Familie aufnehmen der Armee, im Reichstag und auch vom Volk viel zu leicht ge- Schriftvergleichung Verdacht hatte, von der Kieler Polizei dingfest wollten: nommen. Im Frieden bedeutet die Sache freilich wenig, denn gemacht. An Barkemeyers Schuld dürfe wohl somit, soweit die " Nachdem die von Friesenhausen 1. eine liftige und liederliche die einzelnen Korps werden durchschnittlich nur alle 5-7 Jahre Unterseeboote in Frage kommen, nicht zu zweifeln sein. Weibsperson ist, welche, wie landeskündig, sich mit verzu Kaisermanövern herangezogen und daher können die wenigen stätigung findet diese Anahme dadurch, daß Barkemeyer gegen seine schiedenen Persohnen liederlich auf und ein Tage einer ganz besonderen Taftit, für die die moderne Waffen- Verhaftung keine Beschwerde eingelegt hat, was er sonst doch wohl ärgerliches Leben und Wandel geführet, auch wirkung nicht vorhanden zu sein scheint, keinen Schaden anrichten. unter allen Umstnäden getan haben würde. Die Wegnahme der selbstens unser hiesiges Hauß geschimpfet, welches aus dem sub Im Kriege aber find die Armeekorps nicht mehr auf weite Land- weiter vermißten Schiffspläne, die man ihm natürlich gleichfalls zur Lit. A anliegenden Zeugen- Verhör vorerst sattsam erhellet... strecken wie im Frieden zerstreut, sondern sie sind versammelt. Daher Last legt, stellte Varkemeyer von Anfang an in Abrede; es muß der So können wir elterlicher Pflichten halber und damit man eine ist es gar nicht unmöglich, daß die Kaisermanöver- Taktik gegen Untersuchung vorbehalten bleiben, Klärung in dieser Richtung zu so liederliche Person nicht in unsere Familie bekommen möge, scharfgeladene Geschüße und Gewehre probiert werden wird. schaffen. nicht umbhin, dieser von Friesenhausen intention... in allen Dann wehe unseren Soldaten, Reservisten und Landwehrleuten! Es rechtlichen Wegen auf alle mögliche Weise gegen dieselbe zu wird ihnen genau so ergehen wie den Derwischen, die am ahnden." 2. September 1898 bei Omdurman 11000 Tote und 16 000 Verwundete am Plaze ließen, während die siegreichen Engländer nur 150 Tote und 530 Verwundete hatten. " Aber der Protest hatte wenig Erfolg. Denn der junge Graf berließ eines Tages fahnenflüchtig sein Regiment, ging mit seiner Erkorenen außer Landes und ließ sich mit ihr im hannoverschen Orte Rehburg trauen. Darüber gab es viel Aerger und viel diplomatischen Briefwechsel, auch mit König Friedrich Wilhelm I. von Preußen, der sich für das junge Baar verwendete, weil die Friesenhausen auch in Preußen angesessen waren. Aber der König kam bei der alten energischen Gräfin übel an. Im Marburger Staatsarchiv befindet fich folgendes Schreiben der Gräfin Dorothea Amalia an den König: Aller Durchläuchtigst Großmächtigster König Allergnädigster König und Herr. Zar Ballin. " Das„ Berliner Tageblatt" bringt jetzt auch fast täglich Material zu dem so lange Zeit und so hartnäckig tot geschwiegenen Weltskandal der Ballin- Wirtschaft. Aus Königsberg wird dem Blatt telegraphiert: Ein Russe mit Paß und reichlichen Barmitteln will zu seinem Bruder nach London. Auf Betreiben der Schiffahrtsgesellschaften wurde ihm das nicht gestattet, und er wird in Eydikuhnen festgehalten, da er sich weigert, durch den Kauf eines Billets von den Deutschen Schiffahrtsgesellschaften nach Amerifa sich die Durchreise durch Deutschland nach London zu öffnen. Der Festgehaltene hat auf das nachdrücklichste die Intervention des russischen Konsulats hier angerufen, und wir stehen vielleicht num vor der neuen Entwickelung, daß Rußland die durch die Schiffahrtsgesellschaften geschaffene Situation an der Grenze näher untersucht. " Waß Ew. Königl. Mayst. jüngsthin unterm 5. hui. wegen meines Sohns Graff Friederich Ernsten mit der von Friesenhausen unglückt. getroffenen Ehe an mich allergnädigst gelangen zu lassen geruhen wollen, ein solches habe zu recht erhalten. Wie sehr ich nun aus tragender unterthänigsten devotion für Ew. Königl. Mayst. hohe Persohn meine Schuldigkeit zu seyn erachte, Ew. Königl. Mayst. in allem so ümmier müglich zu gehorsahmen, so sehr leid thut mir hingegen, daß wegen der von Friesenhausen geführten liederlichen und höchst straffbaren conduite, Ew. Königl. Mayft. gethanen allergnädigsten intercession für meinen Sohn und die von Friesenhausen ohne mein und meiner Famille größesten Nachtheil und Verkleinerung nicht nachzuleben Frevel. bermöge. Dieser Einzelfall bringt nichts Neues. Er ist nur ein Beispiel, und nicht einmal das trasfeste, für das von uns aufgedeckte System. genten von Privatgesellschaften dürfen zur Erlangung von Provisionen die Grundrechte aller modernen Zivilisation außer Sturs segen, und der Staat hält die schützende und fördernde Hand über diese U Eine BeDas GeEin frommer Gauner. Das Schivurgericht in Aachen ber= handelte gegen den Nendanten der städtischen Armenfasse, Josef Strüdel, der seit dem Jahre 1894 immer wieder die Armenkasse bestohlen und die Bücher gefälscht hat. Die unters schlagenen Summen belaufen sich insgesamt auf 86 000 W. Als finanzieller Beirat der verschiedenen Aachener Kirchen, Klöster und anderer katholischer Institute borgte er überall herum und gab zurück, wenn die Armenfasse gefüllt war. Bei 96" Revisionen" haben die Kassenprüfer von den falschen Buchungen, Radierungen, Ausstreichungen und sonstigen Manövern nichts gemerkt. richt verurteilte den Angeklagten zu der verhältnismäßig sehr geringen Strafe von 15 Monaten Gefängnis. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden auf fünf Jahre aberkannt. Als strafmildernd wurden die persönlichen Eigenschaften des Angeklagten, u. a. seine gute Führung", in Anrechnung gebracht. Wie man einem solchen Gauner und Fälscher, der ein Jahrzehnt lang gewohnheitsmäßig betrügt, gute Führung" nachsagen fann, ist ein Rätsel, es sei denn, daß man dem Manne es als gute Führung anrechnet, daß er ein frommer Katholik und hervorragender Bentrumsmann in Aachen war. 營 Der Oldenburgische Landtag nahm am Sonnabend einen Gesezentivurf an, der durch eine entsprechende Aenderung des Staatsgrundgesetzes einer Verwaltungsreform des Fürstentums Lübeck freie Bahn sowie die Möglichkeit einer Finanzgemeinschaft der drei Landesteile des Großherzogtums schaffen will. Ferner nahm der Landtag einen Antrag des Abg. Ahlhorn betreffend Einführung des direkten Ew. Königl. Mayst. muß ich demnach mit Derro allergnädigsten 23. November angesetzt. Die Konservativen hoffen, daß der Wahl- meldet: Das auf die Anzeige des Redakteurs Biermann gegen den Die Reichstags Ersatzwahl in Schwerin- Wismar ist auf den Landtagswahlrechts an. In der Angelegenheit Ruh strat Biermann wird geErlaubniß unterthänigst melden, wie besagte von Friesenhausen termin ihnen besonders günstig ist, da die Landwirte dann ruhige unter andern wie sie vor wenig Jahren bey mir alhier in Diensten Zeit haben; aus diesem Grunde hat ja Dr. Dröscher mit der Minister Ruhstrat wegen Meincids eingeleitete Ermittelungsgestanden, sich ohne mein Vorwissen mit einem in Frantzösischen Niederlegung des schon im Frühjahr durch die Wahlprüfungs- Verfahren ist von der Staatsanwaltschaft eingestellt worden. Bier Diensten stehenden Lieutenant von Westphalen liederlich gehalten, Kommission für ungültig erklärten Mandats so lange gezögert. Gleichmann befindet sich wegen der auch öffentlich gegen den Miniſter da sie unter andern einesmahls heimlicher Weise diesen Lieutenant wohl ist anzunehmen, daß der durch vielerlei Wahlungehörigkeiten erhobenen Anschuldigung des Meineids in Untersuchungshaft. zu sich auf mein Haus allhier kommen lassen und zustande gekommene fonservative Wahl, erfolg" sich am 23. November denselben 3 Tage und 2 Nachte auf ihrer Cammer nicht wiederholen wird. Husland. gehalten, mit demselben in ein Bett gegangen und aufgestanden, Der Wahlkreis ist alter nationalliberaler Besißstand. Eine nene Unverschämtheit Quegers. und also mein Hauß beschimpfet, dessen sie durch lebendige Beugen, mit Ausnahme der Legislaturperiode von 1893 bis 1898 ist er so ihr dabey behülfflich gewesen, noch allezeit überführen fan, wie im Reichstage stets nationalliberal vertreten gewesen. Seit 1878 Anlaß hat gestern der Bürgermeister von Wien in offener LandtagsAus Wien wird uns vom 7. Oftober geschrieben: Ohne jeden folchez ohnedem der von Westphalen gegen verschiedene selbsten war, mit Ünterbrechungen, Dr. Büsing Vertreter des Kreises. Anlaß hat gestern der Bürgermeister von Wien in offener Landtagsbereits eingestanden, wird auch niemahlen in Abrehde seyn, Der Kampf wurde früher zwischen Konservativen und National- figung die Wiener Arbeiter frech beschimpft. Der Landtag vera daß er dergleichen liederlichen Umgang mit der von Friesen- liberalen ausgefochten, allmählich aber wurde die Sozialdemos handelte einen Antrag auf Einordnung des Halbtagsunterrichts; haufen gepflogen. Auß allen diesen wahrhafften Um- tratie start, und sie wuchs von Wahl zu Wahl an Anhängerschaft; natürlich wurde aus der Debatte, wie in dieser Standalkörperschaft ständen mun werden Ew. Königl. Mayst. allergnädigst und schon seit 1890 stand unsere Partei in Stichwahl, meist mit den unvermeidlich, eine wliste Schimpferei, in der die antisemitischen Höchstvernünfftig zu erwegen geruhen, daß samt meinem Nationalliberalen, einmal mit den Konservativen, durch deren Redner ganze Kübel von gesprochenem Unflat produzierten. Damit Herrn und allen Angehörigen, als welche hierüber sich auf Bündnis sie unterlag. Unsere Partei erhielt 1890 im ersten Wahl- hat man sich nun längst abgefunden; kein Mensch erwartet von den Das empfindlichste beschwehren, die größeste Uhrfache haben wieder gange 7637 Stimmen, 1898: 6743 Stimmen, 1898: 9828 Stimmen, Geßmann, Bielobladet, Scheicher und wie das„ christlichsoziale" Pack diese Ehe zusprechen, und selbige auf alle Weise und Wege trachten 1903: 10 380 Stimmen. Bei der vorjährigen Wahl blieb Büsing werben, wieder zu separiren, insbesondere, da, wan dergleichen mit nur 27 Stimmen hinter Dröscher zurück, und dieser siegte dann sonst im Landtage heißt, ein anstandiges Wort oder die unter listige Verführungen geduldet und von effect fein sollten, es in der Stichwahl mit 11 730 gegen 11007 sozialdemokratische Ehrenmännern üblichen Manieren. Aber was sich Herr Lueger eines von denen bösest en exempeln in der Welt sein würde." Stimmen, also mit wenig mehr als 160 Stimmen. Zunächst handelt in jener Sizung geleistet hat, ist doch selbst in dem klaſſiſchen Aber das Ende vom Liede war, als nach dem Tode des alten es sich jetzt darum, ob der Konservative oder der Nationalliberale Lande des Schimpfens und Verleumdens, in dem Lueger- Wien Grafen die Nachlaßstreitigkeiten geschlichtet waren, daß sich die uns in die Stichwahl mit den Sozialdemokraten gelangt, wofern über- unerhört. Eine tatsächliche Berichtigung über die Vertragsleistung freiwillige Schwiegermutter in ihr Schicksal fügte; Fräulein haupt Stichwahl nochmals nötig sein sollte. Die Nationalliberalen der Gemeinde Wien zu der Ausspeisung armer Schulkinder schloß v. Friesenhausen blieb das eheliche Gemahl des Grafen Lippe und wollen alles aufbieten, um Herrn Büsing, dessen Schwinden aus der Wiener Bürgermeister mit folgenden Worten: wurde die Mutter mehrerer Kinder. Sie ist die Ahnherrin der dem Reichstag fie lebhaft beflagt haben, in eine Stichwahl zu Schaumburger, die jetzt die Biesterfelder der Unebenbürtigkeit bringen. beklagen. Es ist übrigens merkwürdig; schauen Sie sich am 1. Mai die an, die in den Prater wandern, das, meine Herren, sind lauter Lumpen! Hoffentlich werden durch die eifrige Arbeit unserer MecklenburMit den Arbeitern, die am 1. Mai in den Prater wandern", gischen Parteigenossen sowohl die konservativen wie die nationalSachsen- Meiningenſche Haus schwer zu erschüttern. Brinz Schaumschläger Dröscher noch der Vizepräsident der Zollvergewalti- Ausleie des Wiener Proletariats, vor allem die gewerkschaftlich Uebrigens droht die Biesterfelder Unebenbürtigkeit auch das liberalen Hoffnungen zuschanden. Weder der„ mittelstandsretterische" find die Arbeiter gemeint, die an der Maifeier teilnehmen, also die Friedrich von Meiningen, der nächst seinem Stiefbruder Bernhard gungen gehören in den Reichstag. Für unsere Partei kandidiert Ge- organisierten Arbeiter, auf deren Fleiß, Tüchtigkeit und Geschick die Anwartschaft auf den Thron von Sachsen- Meiningen hat, ist mit der nosse Antric. älteren Schwester des Graf- Regenten Leopold verebelicht! Industrie und das Gewerbe dieser Stadt ruhen. Und diesem besten Mit der Biesterfelder Unebenbürtigkeit würden auch die Sprößlinge dieser Kanzler Informationen. An einen Mitarbeiter der Wiener Kern der Arbeiterschaft in der Stadt, deren Oberhaupt er ist, wagte Neuen Freien Presse" hat Graf Bülow in einem Norderneyer Lueger sein freches Schmähwort zuzurufen! Und das ohne jeden Briefe vom 29. August 1903 Jugenderinnerungen an Schopen- Anlaß, nicht während eines wirtschaftlichen Kampfes, der zwar bauer zum besten gegeben: nichts eutschuldigen, aber vielleicht doch erklären könnte, rein aus Ehe unebenbürtig werden und unfähig, Sachsen- Meiningen zu bes herrschen. Das bedeutet aber wiederum ein Erlöschen der regierenden Linie in Meiningen. Die Throne wanken! Und das alles hat die Ahnfrau Modeste v. Unruh angerichtet. Aus age wird vom Sonnabend gemeldet: Die Kommission des Landtages fezte heute ihre Sigungen aus. Am Montag vormittag tritt die Kommission wieder hier zusammen, am Nachmittag ist dann wahrscheinlich Plenarsizung. * Deutfches Reich. Manöverkavallerie und Schiedsrichter. " Ich entsinne mich sehr wohl", schrieb der Reichskanzler, wie dem unerschöpflichen Fonds einer moralischen Gemeinheit Mitte der Fünfzigerjahre in Frankfurt von einem alten Narren heraus, die niemals durch das geringste fittliche Bedenken gezügelt gesprochen wurde, der in der Nähe der Mainbrüde wohne, von einem Pudel begleitet auf einsamen Spaziergängen mit niemandem war und deren politischer Triumph es ist, sich voll austoben zu rede, unwirsch werde, wenn man ihn anrede und( last not least) fönnen. Etwas kommt zwar dabei auch auf den geistigen Verfall Bücher schreibe, die niemand lese. As besonders gravierender Um- des fenilen Menschen, der in seiner Partei heute nur ein dekoratives stand wurde erzählt, daß Schopenhauer auf seinem Schreibtische Element ist, aber der efle Ausbruch der Frechheit ist doch nichts einen kleinen Buddha stehen habe, was dahin interpretiert wurde, anderes, als was Herr Lueger eben immer war: ein Mensch, dem daß er zu exotischen Göttern bete. Ms ich später, Mitte der Moral, Anständigkeit, Wahrheitsliebe, gute Sitten allezeit so fremd Siebzigerjahre, die Schriften des großen Denkers kennen lernte, waren, wie den Hottentotten die Gewohnheiten eines europäischen habe ich oft an jene Urteile über ihn gedacht, und fie find mir Salonmenschen. Zu fürchten meint Herr Lueger nichts zu haben: ein Beweis dafür gewesen, daß man keine vorgefaßten Meinungen ist er doch immun und eine Geschäftsordnung oder einen VorEin englischer Kriegsberichterstatter gab eine eingehende haben und sich von der jeweiligen communis opinio nicht impo- fizenden gibt es gegenüber dem Parteihäuptling natürlich nicht. Schilderung von einem Angriff, den das Gardekorps in den letzten nieren lassen darf." Kaisermanövern ausführte. Der Angriff wurde auf eine Ent- Graf Bülow, der so verächtlich von der communis opinio, wo- und da ihn weder eine Macht noch ein Bedenken zügelt, so tritt jetzt fernung von 1600 Metern begonnen und in dichten Linien rumter er seltsamerweise die Meinungen etlicher Philister und Stroh die abstoßende Gemeinheit seiner Denk- und Empfindungsweise noch sowie mit geschlossenen Reserven ohne jede Unter- föpfe zu verstehen scheint, ist sehr unvorsichtig. Genau so wie jene frasier zutage als früher, wo sie durch eine gewisse Begabung verbrechung, also auch ohne Aufnahme eines Feuergefechts bis in Frankfurter über Schopenhauer orientiert waren, läßt sich heute die deckt war. die gegnerische Stellung, die von 60 Geschüßen und 10 000 Ge- Regierung und an ihrer Spize Graf Bülow über politisch- fulturelle Unter der Wiener Arbeiterschaft hat das freche Wort die leidenwehren verteidigt wurde, ausgeführt. Das Terrain war eben und Weltbewegungen unterrichten. Solche Weisheit, wie seine Frantschaftlichste Erbitterung erzeugt, die sich in den vier heute abend bot keinerlei Dedung. Der ganze Angriff dauerte nur zwanzig furter Vertreter der gemeinen Meinung vorgetragen haben sollen, pflegt abzuhaltenden Versammlungen kräftig fandtun wird. Aber Herr Minuten! Den Engländer, der mehrere Feldzüge mitgemacht hat, Graf Bülow im Reichstage über die Sozialdemokraten oder gar erinnerte diese Taktik an Omdurman, also an das blinde Drauflosstürmen über russische Anarchisten" zu erzählen, und diese in den höchsten Lueger feiert" in vierzehn Tagen seinen 60. Geburtstag und er halbwilder Derwische gegen die englischen Karees. Gewiß Streifen herrschende communis opinio" imponiert ihm gar ge- will ihn sehr ausgiebig feiern. Es ist nicht ausgeschlossen, daß ihm ein sehr schmeichelhafter Vergleich! Die Schiedsrichter", waltig. Auch wir beten für ihn und seinesgleichen zu egotischen an diesem Tage für seine unverschämtheit in irgend einer Weise die schrieb er verwundert, rührten sich nicht." Antwort" gegeben werden wird. " Göttern. " England. Eine parlamentarische Erfahwahl. London, 6. Oktober.( Eig. Ber.) Eine viel umstrittene Ersatzwahl wird in den nächsten Tagen in Thanet( Kent) vorgenommen tverden. Der Wahlkreis war immer konservativ vertreten; sein Tetzter Abgeordneter war der unlängst verstorbene Agrarier James Lowther. An dessen Stelle kandidiert für die Konservativen Mr. Harry Marks, der Herausgeber der„ Financial News"; für die Liberalen der Freihändler Mr. King. Da das Vorleben von Marks auch nach bürgerlichen Begriffen nichts weniger als fleckenrein ist, so beschlossen viele Konservative, ihre Stimmen auf den Liberalen zu vereinigen, oder sich der Stimme zu enthalten. Auch die jüdischen Wähler, die sonst konservativ stimmen und die Glaubensgenossen von Marks find, erlassen einen Wahlaufruf zugunsten des Liberalen. Alle diese Vorgänge machten den Wahlkampf in Thanet zu einem der lebhaftesten der letzten Jahre. Berichtigung. In einer Notiz über das Ableben- Harcourts ( ,, Vorwärts", 5. Oktober) haben sich einige Fehler eingeschlichen, die der Korrektur bedürfen. Anstatt„ v. Harcourt" muß es heißen: V. Harcourt; die Erbschaftssteuer bringt nicht etwa 350 Millionen Mart", sondern etwa 250-300 Millionen Mark; der Erzbischof von Jork war nicht llrgroßvater", sondern Großvater Harcourts. London, 8. Oktober. Bei der Ersazwahl im Wahl= freise Thanet wurde der Unionist Mart& mit 4041 Stimmen gewählt; sein liberaler Gegenkandidat King erhielt 3662 Stimmen. Marks ist Schutzzöllner. Rußland. Wie Revolutionäre gezüchtet werden. Sie ist so identisch mit meiner Seele felbst. Was ist Seele? Das in eine Einheit zusammengefaßte Ganze, der Brennpunkt der gesamten Masse von Eindrücken, die man je erfahren. Nun siehst Du, das ist sie also mir! vorstand als definitiven Kurs gelten. Wird die unparteiische Stelle ausgeschaltet, so wird die Feststellung des Kurses von einer Stelle abhängig, die interessiert ist. Schon heute muß der Börsenbesucher die beabsichtigten Geschäfte oder seine Aufträge einem Kursmakler Sie ist also die erste und unerläßlichste Bedingung meines anvertrauen und hat keine Gewähr dagegen, daß dieser selbst, seine Glückes. Ja noch mehr, sie ist Bedingung der Integrität Substituten oder die Freunde derselben die so gewonnenen Kennt meines Ichs. Man könnte mir Arm und Bein abschneiden nisse ausnutzen. Eine Kontrolle darüber ist selbst bei Offenlegung und ich würde mich nicht so in der Integrität meiner Person ver- der Makler- Tagebücher ganz unmöglich, da als Kontrahenten einfach stümmelt fühlen, als wenn ich die Gräfin verlöre. Bankfirmen bezeichnet werden können, welche die Papiere im einIch habe Dir auch nie mein Verhältnis zur Gräfin ver- zelnen Falle oder in laufender Rechnung abnehmen oder liefern. schwiegen, habe Dir von Anfang an gesagt, daß sie meine beste Dieser Mißstand, der bei der Feststellung eines Einheitskurses nicht Freundin ist und bleiben wird, ja fast datiert Deine zu vermeiden, aber gegenwärtig nicht erheblich ist, darf nicht noch Liebe zu mir aus der Kenntnis dieses Verhältnisses, verschärft werden. Und dies würde der Fall sein, wenn die Kursaus meiner Kölner Assisenrede. Auch meine übergreifende Ge- matler nicht mehr als Hilfspersonen bei der Kursfeststellung mitmütsart habe ich Dir nie verborgen. Ich habe Dich also gewiß wirken, sondern die Kursfeststellung selbst vornehmen. nicht getäuscht. Ich konnte trotz dieser großen Freundschaft zur Gräfin glauben, daß Du mich würdest lieben können, lieben in meinem Sinne. Denn mein Verhältnis zur Gräfin hat von dem eines Sohnes zur Mutter, und eines Bruders zur Schwester, und eines Freundes zum Freunde, und eines Vaters zur Tochter es hat von alle diesem etwas, aber es hat nichts von dem eines Liebenden zur Geliebten. Es braucht darum keinem Weibe im Wege zu sein, braucht ihm nicht mehr im Wege zu sein, als der Geliebten des Dreftes sein Pylades wäre... 2 Der Brief, der das innerste Gefühlsleben Lassalles entschleiert, ist, was in unserer Probe nicht zum Ausdruck gelangt, zugleich ein ungemein bedeutsamer Aus Induftrie und Handel. Ebenso nachteilig muß sich die Notierung der Kurse für den Handel zu festen Kursen gestalten, wenn der Wille der Kursmakler erfüllt würde. Diese Notierung hat den Zweck, ein getreues Bild der wirklichen Geschäftslage des Verkehrs an der Börse zu geben. Soll dieser Hauptzweck der Notierung erfüllt werden, so müssen dabei auch diejenigen Abschlüsse zu festen Kursen berücksichtigt werden, welche nicht durch die Kursmakler, sondern durch andere Vermittler, 3. B. durch Maklerfirmen oder Maklerbanken, abgeschlossen oder direkt zwischen Käufer und Verkäufer getätigt werden. Heute notiert der Kursmakler gewöhnlich die betreffenden Kurse, um sie bei der definitiven Feststellung der Kurse vor dem Börsenvorstand anzusagen, weil er weiß, daß der Börsenvorstand derartige Geschäfte, welche bei lebhaftem Verkehr sowohl nach der Höhe des Betrages wie nach der Hat der Kursmakler die Feststellung der Kurse ganz in eigenen Händen, so werden die schon heute nicht selten zu beobachtenden Fälle sich häufen, in denen versucht wird, durch einseitige Berücksichtigung der selbst abgeschlossenen Geschäfte ein nicht zutreffendes Bild von den bezahlten Kursen zu geben. Gewerkschaftliches. Die Pragis der sozialen Berföhnung. Auch Lord Lansdowne weist die Friedensvermittelung zurück. Wesens des genialen Mannes, in dem die politische Mission jede Bahl der Fälle manchmal ein Vielfaches der durch die Hände der Gesellschaft hatte in einer Eingabe die englische Regierung auf- andere Regung beherrschte. gefordert, im Verein mit anderen Regierungen an Rußland und Japan wegen Einstellung der Feindseligkeiten zu appellieren. Die jetzt ergangene Antwort des britischen Ministers des Auswärtigen Lord Lansdowne besagt, da keiner der beiden kriegführenden Staaten einen Wunsch nach Vermittelung durch eine andere Macht Erde). Die Verwaltung der Gelsenkirchener BergwerksgesellDer neue Montantrust( Gelsenkirchen- Schalte- Rote ausgedrückt habe, sei die englische Regierung nicht der Ansicht, daß schaft veröffentlicht eine für ihre Aktionäre bestimmte Denkschrift, sie den von dem Komitee vorgeschlagenen Schritt mit irgendwelchem in der sie nach einer Uebersicht über die Entwicklung ihres Betriebes Nugen unternehmen könne. die Gründe darlegt, die sie zur Vereinigung mit dem Schalter Gruben- und Hüttenverein und dem Aachener Hüttenverein bestimmt Die Theorie der sozialen Versöhnung wird ja von den Hirschs haben. Das Schriftstück ist dadurch besonders wichtig, weil es nicht, Dunderschen Gewerkvereinen und von ihrem Organ, dent„ Gewerk Der nachfolgende geheime Erlaß der obersten Behörde des wie so oft derartige geschäftliche Motivierungen, Versted spielt und verein", bei jedem Anlaß und eventuell auch ohne einen solchen geOdessaer Schulbezirks an die Vorstände der ihr unterstellten Lehr- allerlei krause Gründe anführt, sondern tatsächlich in knappen Zügen predigt. Wie das„ Korrespondenzblatt" der Generalfommission mit anstalten, den wir der" Iskra" entnehmen, zeigt mit geradezu greif- die vom Kohlenbergbau seit einigen Jahren eingeschlagene Ent- teilt, hat nun der Gewerkverein" in einer seiner lezten Nummern barer Deutlichkeit, wie sehr das absolute Regime in Rußland, das in seiner blinden Angst vor jeder freiheitlichen Bewegung mur noch widelungsrichtung kennzeichnet. Interessant ist vor allem, daß die diese Theorie auch recht drastisch in die Praxis umgesetzt. Polizeis und Spitzelgesichtspunkten zugänglich ist, aus Selbst- Verwaltung der Gelsenkirchener Bergwerksgesellschaft, deren General- In Brieg befanden sich die Töpfer in einer Lohnbewegung. erhaltungstrieb die wichtigste Lebensbedingung der Kulturellen Ent- direktor, Geheimrat Kirdorf, bekanntlich zugleich erster Vorsitzender Alle Unternehmer bewilligten bis auf einen Herrn Fuchs, der die widelung des Landes, die Volksaufklärung, ruiniert und demoralisiert, des Kohlensyndikats ist, die Erneuerung dieses Syndikats nach dem Anerkennung des Tarifs verweigerte und seine Arbeiter aufs Pflaster und wie es andererseits, einmal in die historische Zwickmühle geraten, Ablauf seiner Geltungsdauer im Jahre 1915 bezweifelt, ja baß sie warf. Da erschien im„ Gewerkverein" folgendes Inserat: um der Revolution zu entrinnen, selbst weite Schichten der Schul- fogar mit einer früheren Auflösung des Syndikáts rechnet und die jugend und der gebildeten Stände in die Arme der revolutionären Beit eines neuen heftigen Stonkurrenzkampfes auf dem deutschen Bewegung unaufhaltsam treibt. Kohlenmarkt herannahen sieht. So heißt es beispielsweise in dem Schriftstück: " Für Brieg( Reg.- Bez. Breslau) werden Gewerkvereiner, 4 Töpfergefellen, zum sofortigen Eintritt gesucht auf Kachelarbeit. Lohn 100 Kacheln 4,50 m., 100 Eden 8,50 M. Arbeit dauernd. Meldungen beim Kassierer Käzler, Baulaerstr. 4." " Berlin una amgegend. Die Aussperrung der Möbeltischler. Das Schriftstück lautet: Im Mai laufenden Jahres wurde von der( Odessaer) SchulAußerdem wurden fünf Mitglieder des Gewerkvereins in Brieg bezirks- Behörde der Erwägung des Ministeriums der VolksSeit einer Reihe von Jahren sind die großen Eisenwerke mit aufgefordert, bei Herrn Fuchs Streitarbeit zu verrichten; Unteraufklärung das Gesuch unterbreitet, wonach es ihr gestattet sein Erfolg bestrebt gewesen, sich durch den Erwerb von Grubenfeldern stützung hätten sie nicht zu beanspruchen! solle, behufs Beschüßung der Lehranstalten des Bezirkes vor schäd- oder fertigen Zechen des Ruhrkohlenreviers den Bezug ihrer Brennlichen Elementen diejenigen Schüler zu relegieren, die nach der stoffe aus eigener Quelle zu sichern. Das Kohlensyndikat hat diesen Diese Gewerkvereins- Mitglieder waren offenbar in die Theorie Ueberzeugung(!) ihrer unmittelbaren Vorgesetzten für politisch Entwickelungsgang nicht nur nicht aufhalten können, sondern sich der sozialen Versöhnung noch nicht genügend weit eingedrungen, fo unzuverlässig gehalten werden fönnen(!), auch wenn feine Tat- sogar genötigt gesehen, um seinen eigenen Fortbestand und die un- daß sie in der Praxis versagten, die Streitarbeit verweigerten und fachen gegen fie vorliegen würden. bedingt nötige Geschlossenheit des westfälischen Bergbaues zu er- dem Gewerkverein den Rücken kehrten. So war's mit der Harmonie Infolgedessen hat der Herr Verwalter des Ministeriums der möglichen, beim Neuabschluß des Syndikatsvertrages im Oktober wieder nichts. Der Vorfall trägt aber vielleicht mit dazu bei, daß Boltsaufflärung mich durch eine Mitteilung vom 30. Mai 1904 1903 den als Besitzer einer Zeche dem Syndikat angehörenden oder noch andere ausständige Gewerkvereinler sich von einer Organisation sub Nr. 475 in Kenntnis gesetzt, daß seine Erzellenz es ge- ihm beitretenden Eisenwerken, den sogen. Hüttenzechen, die För abwenden, die systematisch den Streikbruch betreibt. statte, behufs Beschützung der Lehranstalten des mir an- derung ihres gesamten Selbstverbrauchs neben der ihnen im Syndikat vertrauten Lehrbezirkes vor schädlichen Elementen diejenigen bewilligten Beteiligung freizugeben. Dies hat zur Folge, daß die unter den Zöglingen zu relegieren, die, nach der Ueberzeugung reinen Kohlenzechen dauernd ganz allein die sogenannte Einihrer unmittelbaren Vorgesetzten, für politisch unzuverlässig schränkung, d. h. den Unterschied zwischen der tatsächlichen Förder= erachtet werden können, auch wenn teine Tatsachen möglichkeit und der Menge, für die nur Absatz vorhanden ist, auf sich Nach einer offenbar von den Arbeitgebern inspirierten gegen sie vorliegen sollten aber dies nur nach vor- nehmen müssen, während die Hüttenzechen unter Anspannung aller Meldung der Bolts- Beitung" sollen bis Freitag abend 250 Arbeiter angehender Beratung in jedem Einzelfalle über die Frage der Kräfte fördern und vor allem auch für die Zukunft den in natür- entlassen worden sein. Wenn in dieser Zahl schon die am Freitag Relegierung im pädagogischen Nate der Lehranstalt. Das Obige lichem Fortschritt ansteigenden Kohlenbedarf ihrer Eisenwerke und abend Ausgesperrten mit eingerechnet sind was sehr wahrscheinwird zur Kenntnis gebracht usw. aller deren Erweiterungen und Erwerbungen ganz an sich reißen lich ist dann stimmt sie ungefähr mit den Angaben des Holzwerden. arbeiter- Verbandes überein. gez. Kurator Ch. P. Solsti." Am Freitag waren dem VerbandsDer pädagogische Nat, der nach dieser Ministerialverfügung als Dieser im neuen Syndikatsvertrage gebotene Vorteil muß den bureau 161 Ausgesperrte gemeldet, dazu sind am Sonnabend noch eine Art fonstitutionelle Garantie für die Gymnasiasten und Studenten Hüttenzechen Anreiz geben, weitere Syndikatszechen zu eriverben, weitere 52 Arbeiter gemeldet, die bis Freitag abend aus 8 Werkgegen willkürliche Ausschließung zu funktionieren hat, besteht in der es wird also zu befürchten sein, daß die Lage der reinen Kohlen- stellen ausgesperrt worden sind. Rechnet man dazu noch 12 MitRegel, da ehrliche und tüchtige Lehrkräfte aus dem Dienst rücksichtslos sechen mehr und mehr verschlechtert und so ein Wieder- glieder des Hirsch- Dunderschen Gewerkvereins, welche die„ Volksherausgedrängt werden, sofern nicht aus Beamtenhämorhoidariern, au standekommen des Kohlensyndikats nach dem zeitung" als ausgesperrt angibt, so ergibt sich eine Gesamtzahl von aus Strebern und Kriechern, die durch Denunziationen und Ablauf des jebigen Vertrages erschwert, wenn 225 Tischlern, die bis Freitag abend ausgesperrt waren. Da die Bespigelung der Schüler ihre Gesinnungstüchtigkeit zu beweisen nicht unmöglich gemacht wird. Die Verwaltung von von den Unternehmern herrührende Nachricht 250 Ausgesperrte an und Karriere zu machen suchen. Und außerdem berührt diese Gelsenkirchen hält es für ihre Aufgabe, diese Gefahr heute schon ins gibt, so bleibt noch eine Differenz von 25 Arbeitern, welche die Beschränkung die Hauptsache überhaupt nicht: cs genügt die Auge zu fassen und im Interesse ihres und des westfälischen Berg- Unternehmer mehr ausgesperrt haben wollen, als der Holzarbeiterbloße, auf nichts zu stügende Ueberzeugung" der Vorgesetzten, und baues überhaupt Maßregeln zu ihrer Bekämpfung zu treffen. Die Verband angibt. der unglückliche Studierende fliegt hinaus", wobei seine jahrelangen Angliederung von Eisenwerken wird dazu die wirksamste, wenn nicht Wie mag fich diese Differenz wohl erklären? Wir glauben Bemühungen und Anstrengungen mit einem Federstrich für immer sogar die einzige sein. Sie wird der Gelsenkirchener Gesellschaft bis das Nätsel auf sehr einfache Weise lösen zu können. Die Firma zunichte gemacht werden für immer, denn in Rußland findet ein zu einem gewissen geringen Grade sofort schon den Mitgenug an den 3 elder u. Plathen hat ein ganz besonderes Interesse, als Vorteilen der Hüttenzechen unter dem laufenden Syndikatsvertrage ein Betrieb zu erscheinen, der den Aussperrungsbeschluß streng be= einer anderen Lehranstalt. gewicht den Hüttenze chen gegenüber für die Neu- der Holzindustriellen, also ein Führer im Kampfe gegen den Holzregelung des Kohlensyndikates, jei es für die bandes, der am Freitag erst 2 bei Belber u. Plathen ausgesperrte arbeiter Verband. Entgegen den Angaben des Holzarbeiter- Vereit nach 1905, dem Endtermin des jeßigen bandes, der am Freitag erst 2 bei Belder u. Plathen ausgesperrte Syndikatsvertrages, jei es schon von Tischler ermittelt hatte, wird in der Volts- Beitung" vom Sonnfrüheren Zeitpunkte ab zur Geltung zu bringen. beitern bereits 26 ausgesperrt. Diese 26 müßten also bis Freitag abend früh behauptet, Relder u. Plathen hätten von ihren 300 Ar Die Wahlen zum finnländischen Landtag, der in nächster Zeit Sollte sich dann aber die Hoffnung einer Syndikatsverlängerung doch abend ausgesperrt gewesen sein. Dem steht nun die unanfechtbare zufammentreten soll, haben bereits begonnen. Nach einer Meldung nicht verwirklichen lassen, so wird in dem beginnenden Tatsache gegenüber, daß sich am Sonnabend mittag ein bei Belder u. aus Helsingfors vom Donnerstag ist in Uleaborg auch ein Sozial- ampf nicht wieder wie vor Zeiten die Gelsen- Tatsache gegenüber, daß sich am Sonnabend mittag ein bei Belder u. demokrat, der Arbeiterrepräsentant Kari gewählt worden, kirchener Plathen ausgesperrter Tischler meldete, der erst am Sonnabend vorBergwerksgesellschaft alg reines und zwar mit 2577 Stimmen von 526 Wählern. Außerdem wurden Kohlenwerk die Schwächere fein, sondern in ihren der vierte, den die Firma Zelder u. Plathen ausgesperrt hat. mittag um 10 Uhr entlassen worden war, und dieser Tischler ist in derselben Stadt gewählt die„ Konstitutionellen": Kommerzienrat eigenen Eisenwerken und in deren Beziehungen zu weiter ber- Die Wolfs- Beitung" gibt also für den Betrieb Zelder u. Plathen Snellman mit 2140 Stimmen von 439 Wählern und der arbeitenden Industrien die Sicherung des Abfazes für einen großen 22 Ausgesperrte zuviel an. Rechnen wir diese von den 250 Mann frühere Bürgermeister Castren mit 2132 Stimmen von 438 Wählern. Teil ihrer Förderung haben. ab, welche nach Angabe der Unternehmer bis Freitag abend ausDemnächst erhielt ein Altfennomane 489 Stimmen von 93 Wählern. Die„ Union", Aktiengesellschaft für Bergbau, gesperrt gewesen sein sollen, so bleibt zwischen dieser Angabe und Ferner ist in Brahestad ein Konstitutioneller und in Raumo ein Eisen- und Stahlindustrie in Dortmund, ber- der der Arbeiter nur noch eine Differenz von 3 Mann. Diese drei Altfennomane gewählt worden. öffentlicht ihren Rechenschaftsbericht für das Geschäftsjahr 1903/04. können Unorganisierte sein, über die die Arbeiter feine Stontrolle Der Betriebsgewinn beträgt 5 431 255 M. Nach Abzug der Unkosten, haben. Damit ist die Differenz zwischen den beiderseitigen Angaben Steuern, Gehälter, Tantiemen, Zinsen und Provisionen bleibt ein gelöst. Es ist gang ausgeschlossen, daß sich von 26 angeblich Aus Rohgewinn von 3 682 252 M. Hiervon find zunächst 2 129 267 W. gesperrten nur 4 bei ihrem Verbande gemeldet haben sollen. Dak für regelmäßige Abschreibungen abzusehen und sodann 77 649 M. die übrigen 22 nicht organisiert sein sollten, ist auf keinen Fall andem gefeßlichen Referbefonds zuzuführen. Von dem dann noch übrig zunehmen, denn da sich der Kampf der Tischlermeister doch gegen bleibenden Gewinn sollen 5 Proz. Dividende 540 000 M. für die die maglosen Forderungen des Holzarbeiter- Verbandes" richtet, Vorzugsaften Lit. D und 2 Broz. Dividende= 504 000 M. für die werden sie doch nicht die unorganisierten Arbeiter als erste und noch Aftien Lit. C zur Verteilung gelangen. dazu unschuldige Opfer hinschlachten. " relegierter Gymnasiast oder Student nur ausnahmsweise Zutritt zu gestatten, vor allem aber wird sie es ihr ermöglichen, das Schwerachtet, denn Herr Plathen ist Vorsitzender der Freien Vereinigung Was nimmt es da Wunder, wenn die Knutenregierung, die mit ihrer sinnlosen Unterdrückungspolitik der Schuljugend gegenüber Wind fäet, im mächtigen Anschwellen der revolutionären Bewegung Sturm erntet! Zu den Parteigruppierungen ist zu bemerken, daß die sogenannten Konstitutionellen, bestehend aus Schwedischgesinnten, Jungfennomanen und sozialdemokratischen Arbeitern, der Verruffung entgegenarbeiten wollen und sich weigern, die Verfassungsbrüche der russischen Gewalt haber zu sanktionieren, wogegen die starke Partei der Altfennomanen in Gemeinschaft mit den eingewanderten Russen scheinbar bereit ist, den Russenkurs zu billigen. Neue Briefe Lassalles. einem " Die Kontrollkommission der Tischlermeister des Ostens ver öffentlicht in der Volks- Zeitung" einen Aufruf, worin sie die Tischlermeister warnt, den über die Aussperrung von Arbeiterfeite gemachten Angaben Glauben zu schenken, da diese nur darauf berechnet seien, Zwietracht in die Reihen der Meister zu säen. Die Maklerfrage an der Berliner Börse. Wir haben bereits Im„ Neuen Montagsblatt" werden bisher unbekannte Briefe bor kurzem über den Interessenstreit berichtet, der an der Berliner Börse zwischen den vereideten Kursmaklern und den sogen.„ freien" Lassalles veröffentlicht werden, die sich im Nachlaß seiner Familien Maflern besteht. Um sich vom Börsenvorstand unabhängig zu machen angehörigen befanden. Es sind Briefe an Eltern und Schwester, die und die freien Makler möglichst aus dem Geschäft herauszudrängen, gewiß das Charakterbild Lassalles interessant vervollständigen. Das verlangen die Kursmakler in dem von der Maklerfammer ausgearWir haben im vorstehenden nachgewiesen, welchen Wert die Neue Montagsblatt" hat uns einen längeren in der nächsten Nummer beiteten Entwurf einer neuen Maklerordnung, daß die definitive Angaben der einen und der anderen Seite haben. Wenn die durchaus des Blattes zum Abdruck gelangenden Brief Lassalles aus dem Feststellung der Kurse nicht mehr, wie bisher, durch den Börsen- Bwvietracht in die Reihen der Meister zu säen, so kann das den Arder Wahrheit entsprechenden Angaben der Arbeiter geeignet sind, Jahre 1860 zur Einsichtnahme übergeben, der äußerst wichtig ist für vorstand, sondern allein durch die Kursmaller erfolgt. die Beurteilung des persönlichsten Seelenlebens Lassalles und un- Gegen diese und einige andere Forderungen des Entwurfs haben beitern rechi sein, die Ursache dazu geben jedoch die großen Geschäftsgemein anziehenden Aufschluß gibt über Lassalles Verhältnis zur nicht nur die freien Makler protestiert, sondern auch die Berliner inhaber, die ihre eigenen Beschlüsse nicht befolgen und die Kleinen Gräfin Hazfeldt. Stempelvereinigung und die Aeltesten der Kaufmannschaft, denen die Kastanien aus dem Feuer holen lassen. sich neuerdings auch der Verein für die Interessen der Fondsbörse angeschloffen hat. In einer an den Handelsminister gerichteten Eingabe ersucht er, es bei der bisherigen Stursfeststellung zu belassen, indem er darüber folgendes ausführt: Wir geben einige Säße aus diesem Briefe an eine Dame, welche ihn liebte, aber die Gräfin Haßfeldt als Hindernis von Lassalles Glück betrachtete: Sie( die Gräfin) steht vor mir wie meine eigene Ge-" Die Feststellung des Kassaturses erfolgt gegenwärtig in der fchichte, meine eigene Entwickelung, mein eigener Charakter. Weise, daß die Stursmaller aus Angebot und Nachfrage, welche fich Sie ist mein eigenes, noch einmal verkörpertes Jch. Sie ist bei ihnen zusammenfinden, für das betreffende Wertpapier einen identisch mit allen Gefahren und allen Triumphen, allen Aengsten Sturs ermitteln und vorbereiten, während die definitive Feststellung und allen schweißtriefenden Arbeiten, allen Leiden, Anstrengungen des Kurses durch eine unparteiische Stelle, nämlich den Börsenund Siegesgenüssen, kurz mit allen Emotionen, die vorstand, stattfindet. Soweit der vorbereitete Kurs nach den hiermeine Seele je durchgemacht hat. nach bestehenden Regeln festgestellt wurde, läßt ihn der BörsenDer Schleifstein wurde am Freitagabend heftig in einer Versammlung des Verbandes der Bautischlermeister gedreht, die ausdrücklich als Antwort auf die avisierte Ankunft des Genossen los Stuttgart, des Vorfißenden des Holzarbeiter- Verbandes. folgende Resolution annahm: In Erwägung, daß die Bautischler auch während der Tarifberatung fortwährend Ausstände in Bautischlereien in der frivoliten Weise heraufbeschwört haben und in fernerer Erwägung, daß die Möbeltischler auf ihre unerfüllbaren Forderungen, wie die, daß neue Muster nur in Lohn oder unter Garantie der Lohnzahlung " " von 95 Proz. des letzten Affordverdienstes anzufertigen, beharren, die der Verein der Berliner Engros- Schlächtergesellent nach dem aufgetretenen Zivilpersonen geschrieben sein könnte. Der Gerichts. beschließt die Versammlung der Bautischlermeister Berlins und Börsensaale des Zentralvichhofes einberufen hatte. Die Versammlung hof trat auf die Seite des Staatsanivalts; er hielt Urkundenfälschung, Umgegend, jede weitere Verhandlung mit dem Deutschen Holz- war sowohl von Meistern wie Gesellen der Engrosschlächterei zahlreich nicht aber Betrug für vorliegend und verurteilte den Angeklagten arbeiter- Verbande abzubrechen und innerhalb acht Tagen eine besucht. Seitens der letzteren war außer dem einberufenden Verein zu sechs Monaten Gefängnis. neue Generalversammlung einzuberufen, in der über die Aus- die christliche Organisation Bund der Fleischergesellen" vertreten. sperrung auch in der Bautischlerei endgültig Beschluß gefaßt Auf der anderen Seite waren die Obermeister der Schlächter- Innung, Bureau- Assistent Rüffer aus Pankow vor der ersten Straffammer Wegen Diebstahls und Unterschlagung hatte sich gestern der werden soll." sotvie der Engros- Schlächtermeister- Verein vertreten. Die Redner Die Angaben des„ Vorwärts" über den Streit in der Möbel- der Meisterorganisation, ebenso ein Rechtsanwalt, den sie zu ihrer er eine Reihe von Jahren bei dem Landratsamt gearbeitet hatte, des Landgerichts II zu verantworten. Der Angeklagte war, nachdem industrie wurden als wissentlich unwahre" bezeichnet. Der rednerischen Unterstützung mitgebracht hatten, gaben sich alle erdenk- von dem Amtsvorsteher Gottschalk als Bureau- Assistent im Bankower Streit in der Möbelindustrie sei entstanden durch unerhörte Forde- liche Mühe, die Gesellen von einer etwaigen Arbeitsniederlegung Gemeindebureau angestellt worden. Als solcher hatte er eine Portorungen der Arbeiter. Bei Groschfus in der Landsbergerstr. 16, wo abzureden. Man appellierte an den Zunftdünkel der Engros- kasse zu führen, die er in einem verschlossenen Schreibfach bewahrte. allein 200 Mann ausständig seien, hätten sie die Entlassung von Schlächtergesellen, die doch nicht auf dem Niveau der Fabrifarbeiter Im Oktober v. J. behauptete er, daß ihm aus dieser Kasse 38 M. zwei nichtorganisierten Gesellen und die Abschaffung der ständen und deshalb nicht die Schablone des Streiks" anvenden gestohlen worden seien. Zu derselben Zeit war das Pult eines Affordarbeit verlangt. In anderen 16 Betrieben, wo schon seit dürften. Der Rechtsanwalt der Meister brachte eine Resolution ein, Sollegen des Angeklagten, der mit diesem in einem Zimmer arbeitete, Wochen gestreift würde, seien höhere Löhne mud die Verkürzung welche die völlige Sonntagsruhe als ein dringendes Erfordernis be- erbrochen und aus dem Pult eine Summe von 10 M. gestohlen der Arbeitszeit um eine Stunde verlangt worden. Ferner hätte zeichnet, sie aber nur unter der Voraussetzung als durchführbar be- worden. Es hat sich dann herausgestellt, daß Rüffer der Dieb geder Holzarbeiter- Verband verlangt, daß alle neuen Muster zuerst zeichnet, daß die Markthalle für den Engros- Fleischverkauf an Sonn- wesen ist und daß er auch die 38 M. unterschlagen hat, die ihm in Lohn mit einer Lohnsicherung in der Höhe des letzten sechsmonat- und Feiertagen geschloffen und Montags nicht vor 4 Uhr früh geöffnet angeblich gestohlen sein sollten. Der Angeklagte gab dies im Termin lichen Affordverdienstes angefertigt würden und habe schließlich werde, daß die Verwaltung des Schlachthofes Kühlhäuser errichte, zu und behauptete, nicht zu wissen, wie er zu der unseligen Tat ge95 Proz. dieses Verdienstes garantiert verlangt. Die Holz- und daß die Sonntagsarbeit für das ganze Deutsche Reich verboten kommen, da er zurzeit infolge mancher Schicksalsschläge sehr nervös industriellen hätten darauf 80, dann 90 Proz. geboten, aber nur werde. Die Redner der Gesellen erklärten sich mit dieser Resolution gewesen sei. Das Gericht verurteilte ihn, dem Antrage des Staatsfür neue Muster, die sich mit alten nicht vergleichen lassen. nicht einverstanden, sie sind der Meinung, daß die Sonntagsruhe anwalts gemäß, zu fechs Monaten Gefängnis. Da der Holzarbeiter Verband die Sperren über die schon jetzt durchgeführt werden könne, wenn nur die Meister den sechzehn angegriffenen Betriebe mit über drei guten Willen dazu hätten. Ein Wortführer des Bundes der Fleischerhundert Arbeitern nicht zurückgezogen habe, sei die Aus- gesellen meinte, die Wünsche der Gesellen müßten erfüllt werden, sperrung zum Schuße der in ihrer Existenz auf schwerste bedrohten damit sie nicht unzufrieden würden, denn die Sozialdemokratie strede und dem Ruin nahen Kollegen erfolgt. bereits ihre Fangarme nach den Schlächtergesellen aus.- Die Refo Wir überlassen es dem Urteil unserer Leser, inwiefern sich diese lution kam nicht zur Abstimmung. Es wurde eine aus je fünf Angaben abgesehen von ihrer Form von den unseren unter- Meistern und Gesellen bestehende Kommission eingesetzt, welche über scheiden. Auch wir hatten dargestellt, daß der Konflikt durch die die Erledigung der Frage der Sonntagsruhe sich verständigen soll. Forderung einer Lohnsicherung bei neuen Afforden entstanden ist; auch wir hatten mitgeteilt, daß die Tischler 95 Proz. fordern, die Holzindustriellen nur 90 Proz. bewilligen wollen. Nur in unseren Schlußforderungen find wir zu anderen Resultaten gelangt: wir halten die Forderungen der Tischler für berechtigt und durchführbar, die Holzindustriellen glauben das Gegenteil. Diese MeinungsVerschiedenheit ist doch aber wahrlich kein Grund, dem Gegner Unwahrhaftigkeit vorzuwerfen. Den Vorwurf der wissentlich unwahren" Darstellung von Tatsachen müssen wir jedoch, falls der ums vorliegende Bericht über die Versammlung am Freitag nicht einen Irrtum enthalten sollte, den Holzindustriellen gegenüber erheben. Dort wurde erzählt, es feien bisher rund 2200 Mann entlassen. Wenn hier der Berichterstatter nicht eine Null zuviel gemacht haben sollte, dann handelt es sich um eine ganz hanebüchene Lüge, die um so überflüssiger war, als bei Angabe solcher Zahlen die Auguren sicher einander zugelächelt haben. Nun wurde noch gesagt, bei Belder u. Plathen seien 30 Mann, nicht ein" Mann, wie der Vorwärts" behauptet, ausgesperrt. Wir können natürlich nur die Zahl derer melden, die der Streilleitung bekannt sind. Hat die Firma wirklich mehr ausgesperrt, dann sind davon in der Ueberzahl jene„ besonders nüßlichen Elemente" betroffen, die dem Organisationsgedanken noch fernstehen. Das wäre tein Heldenstück, außerdem aber wirklich so wenig gescheit, daß den Holzarbeitern diese Kampfesweise nur gefallen fann. Im übrigen lehnten die Bautischlermeister einen Antrag ab, ihrerseits sich ebenfalls an der Aussperrung zu beteiligen. " Die Volts- Zeitung" und die Wahrheit. Deutfches Reich. Verfammlungen. Arbeitervertreter- Berein. In der Mitgliederversammlung, die am Donnerstag im Gewerkschaftshause tagte, sprach Arbeitersekretär Bauer über das Wahlsystem für die Vertretung bei den Schiedsgerichten für Arbeiterversicherung. Der Redner legte das Wahlverfahren eingehend dar und zeigte, daß es für die gerechte Durch führung der Versicherungsgefeße von großer Bedeutung ist, daß die Herr Rahardt als Friedensengel. Herr Tischlermeister Rahardt versicherten Arbeiter geeignete Vertreter in die betreffenden Körpersendet uns folgende Zuschrift: schaften senden. Nach dent lehrreichen Vortrage fand eine Aussprache statt, in der mehrere Redner ihre Erfahrungen in der sozialen Rechtsprechung austauschten. An die Redaktion des Vorwärts" hier. Erst heute kommt mir eine Mitteilung Ihres geschäßten Blattes bom 28. 9. 04 unter der Spizmarke: Der Streit im Tischlergewerbe in Bremen" zu Gesicht, in welcher die Behauptung aufDer Wahlverein für Mariendorf und Umgegend hielt am 4. Dt gestellt ist, daß ich den Bremer Tischlermeistern geraten hätte, die tober feine ordentliche Generalversammlung im Lokal des Genossen Arbeit erst wieder zu beginnen, nachdem auch der Streit im Reichardt ab. Die Versammlung war außerordentlich stark besucht. Maurer- und Zimmergewerbe erledigt sei. Diese Angabe entspricht Der Vorstand gab einen kurzen Bericht über die Tätigkeit im letzten durchaus nicht der Wahrheit, sondern das Gegenteil ist der Fall. Quartal. Von einer Berufsstatistik war Abstand genommen, da Sowohl Herr Köftermann wie ich haben erklärt, daß die eine Aenderung außer bei den Bäckern im letzten Quartal Aufnahme der Arbeit im Tischlergewerbe nicht abhängig gemacht nicht eingetreten ist. Die Bäder zählen jetzt acht Mitwerden könne von dem Umstande, daß die Maurer und Zimmerer glieder, wogegen sie bei Beginn des Jahres nur ein Mitglied stellten. noch weiter streifen. Diese Erklärung habe ich offiziell im Namen Die Mitgliederzahl ist gestiegen auf 158. Die Einnahme betrug des Vorstandes abgegeben und bitte die verehrliche Redaktion um 276 M. An den Zentralvorstand wurden abgeliefert 184 M. Be eine entsprechende Berichtigung. Ich hoffe, daß mir Gerechtigkeit stand am Drt 39 M. Ein vom Vorstand eingebrachter Antrag, der widerfährt, auch ohne die Berufung auf§ 11, und zeichne mangelhaften Bibliothek 100 M. zur Aufbesserung zu überiveisen, Mit vorzüglicher Hochachtung fand einstimmige Annahme. Der Bibliothekar machte bekannt, daß der Bibliothekschrank, welchen die Genossen Johl, Blet und Wir haben die von uns mitgeteilte Tatsache unserem Bremer Jäger unentgeltlich angefertigt haben, jetzt fertig ist. Parteiblatte entnommen, das sie allerdings in etwas anderer Bei der Wahi des Vorstandes wurden wiedergewählt: Form- mitteilte. Nach unserer Kenntnis von der öffentlichen Reichardt als 1. Vorsitzender, Spannberg als 2. Vorfigender, Wirksamkeit des Herrn Rahardt hegten wir natürlich keinen Lehmann als 1. Staffierer, Greulich als Beisiger; neugewählt Zweifel an der Richtigkeit des mitgeteilten; wenn wir aber auch wurde 2ehmann als 2. Schriftführer. Als Revisoren wurden enttäuscht sind, fo find es wir es doch angenehm. Wie wär's, wenn Sänger wieder und Blek neugewählt, als Bibliothekar wurde Herr Rahardt auch in dem zurzeit in Berlin tobenden Kampfe Kommnit wiedergewählt. Unter Vereinsangelegenheiten wurde Sie Friedenspalme über den Parteien schwingen wollte. der Antrag angenommen, an den Gemeindevorsteher heranzutreten, mit dem Ersuchen, die Schul- Badeanstalt der Arbeiterschaft Mariendorfs zur Verfügung zu stellen. = C. Rahardt, Vorsitzender. Husland. Wie bei dem jezigen Kampfe in der Holzindustrie von seiten der Unternehmer mit der Wahrheit umgegangen wird, um die öffent Aktien Möbelfabrik in Barth a. Ostsee dauert unverändert Der Streit der Tischler, Drechsler und Polierer der Barther liche Meinung irre zu führen, ist aus folgendem ersichtlich: In einer fort und bitten wir alle Kollegen, den Zuzug nach Barth fernzuhalten. Neu- Weißensee. In der am Mittwoch, den 5. Oktober, im Notiz der Bolts- Zeitung" vom Sonnabend, den 8. d. Mts.: " Die Die Streifleitung. Prälaten abgehaltenen öffentlichen Volksversammlung erstattete Aussperrung in der Holzindustrie", ist folgendes zu lesen:„ Bei der Firma M. u. Franz Berndt, die sich wegen schwerer Krankheit 1, jährigem Kampfe bedingungslos aufgehoben worden. Zuzug tag. Der Bauarbeiter- Ausstand in den Unterweserorten ist nach Sonnenburg- Friedrichshagen Bericht über den Bremer ParteiFrau Jung referierte über die Frauenkonferenz. In ihres Inhabers an der Aussperrung nicht beteiligen wollte, it in Anbetracht der Bremer Situation noch fernzuhalten. der Diskussion rigt rigt Schumann, daß der zweite Anfind gestern die Maschinenarbeiter vorstellig geworden. Sie trag Liebknecht von einem unferer Delegierten unterhaben eine sofortige Erhöhung der Löhne um 10 Proz. gefordert. stüßt sei. Desgleichen äußert er, die Frauen müßten bei einer so Daraufhin hat die Firma die sämtlichen Maschinenarbeiter entlassen. Der Streit der niederländischen Glasbläser hat einen noch großen Tagesordnung ihre Konferenzen länger ausdehnen. Schmus Dadurch wird auch den Möbeltischlern dieser Firma die Arbeits- größeren Umfang angenommen, indem durch Angebot von Streit erklärt sich mit dem Beschlusse des Parteitages betreffs des Anmöglichkeit genommen." Soviel Säge, soviel unwahrheiten. arbeit auch die Glasbläser von Nieuwverkerk an der Jisel veranlaßt trages der Soldatenfrage vollauf einverstanden. Reste meint, Bereits am Montag find die Maschinenarbeiter wegen Lohnerhöhung wurden, die Arbeit niederzulegen. Der Streit wird wohl auch das Schippel trop vielem Reden seine Ausführungen nicht flar borstellig geworden, und zwar verlangten dieselben für diejenigen längere Zeit dauern. In Schiedam sind in den Fabriken bereits genug gemacht habe. Weiter ist er mit dem Beschlusse in der Arbeiter, die unter 30 Mart verdienen, 10 Broz. und für diejenigen, alle Feuer ausgelöscht worden und in den anderen Streikorten Alkoholfrage zufrieden. Ebenso wäre es nach seiner Meinung beffer die über 30 Mark verdienen, 5 Proz. Aufschlag. Die Arbeiter drohten die Fabrikanten mit Auslöschung der Feuer, und sie werden gewesen, daß die vom Parteitage gewählten 23 Mitglieder zur wurden bis zum Mittwoch vertröstet; an diesem Tage wurde den ihre Drohung wahrscheinlich jetzt schon ausgeführt haben, so daß, Ausarbeitung des Organisationsentwurfes von den einzelnen Kreisen selben der Bescheid, daß zurzeit eine Zulage nicht gewährt wenn wirklich eine Einigung bald zustande käme, die Arbeit aus gewählt worden wären. Taubmann ist der Ansicht, daß sich werden fönne. Auf eine Anfrage eines Arbeiters an technischen Gründen vorläufig nicht wieder aufgenommen werden der Parteitag auch mit der Kommunalpolitik hätte intensiver be den Inhaber der Firma, ob denn in etlichen Wochen zugelegt werden könnte. Die Streifenden nehmen diese Maßregeln und Drohungen schäftigen müssen. Schippel hätte ausgeschlossen werden solle, wurde eine Bujage nicht gegeben. Am Mittwochnachmittag sehr ruhig auf, fie find offenbar auf einen längeren Kampf vor- müssen. Nachdem noch Jeshowsti über die Schulfrage, verhandelten die Arbeiter unter Hinzuziehung eines Verbands- bereitet. In Schiedam hat am Donnerstag eine Unterredung der uhn über die Jugenderziehung und Walterstötter über die vertreters nochmals mit dem Geschäftsführer der Firma, jedoch re- Streifenden mit dem Direktor der Glasfabrik" De Schie" statt- Maifeier gesprochen hatten, alle Diskussionsredner sich aber sonst mit fultatlos. Da nach voraufgegangenen Andeutungen der Mitinhaberin gefunden, wobei der Direktor erklärte, er sei mit Flaschen durchaus den Beschlüssen des Parteitages einverstanden erklärten, flärte Frau Berndt anzunehmen war, daß die Firma nicht aussperren würde, so nicht in Verlegenheit, da er genug aus dem Auslande Sonnenburg die entstandenen Mißverständnisse auf. Hierauf sollten die Maschinenarbeiter vorläufig wegen Ablehnung der Forderung erhalten fönnte; unter anderem seien ihm aus Belgien wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die heute im die Arbeit nicht niederlegen. Nach dem aber die Firma am nicht weniger als drei Millionen angeboten worden, er hätte das An" Prälaten" abgehaltene öffentliche Versammlung erklärt sich mit Mittwoch abend sieben Tischler aussperrte, wurden gebot jedoch abgelehnt; wenn er welche nötig hätte, würde er sie den Beschlüssen des Bremer Parteitages einverstanden. Ins die Maschinenarbeiter am Donnerstag früh nochmals vorstellig und wohl aus Deutschland kommen laffen. Die Unterredung verlief besondere spricht sie ihre Genugtuung darüber aus, daß der Parteilegten nach Ablehnung ihrer Forderung einmütig die Arbeit nieder. selbstverständlich ergebnislos. tag scharfe Worte des Tadels gegen die herrschende Russifizierung So der wahre Sachverhalt, jeder Leser kann sich sein Urteil bilden. Deutschlands fand, sowie gegen die scheußlichen Soldatenmißhandlungen. Die Versammlung drückt jedoch ihr Bedauern aus, daß der Parteitag die Besprechung der Schulfrage abgelehnt hat. Ferner erklärt sich die Versammlung mit den Beschlüssen der sozial demokratischen Frauenkonferenz voll und ganz einverstanden. Der Streit der Klavierarbeiter hat auch am Sonnabend keine Menderung erfahren. Der Holzarbeiter- Verband zahlte seinen am Streit beteiligten Mitgliederr die erste Unterstützung in Höhe von 18-21 2. pro Person aus. in Achtung! Mitglieder des Fachvereins der Tischler Berlins. Die Kontrolle der Streifenden fowie der Ausgesperrten findet täglich der Zeit von 10-12 Uhr im Arbeitsnachweis, Köpniderstr. 23 bei Schulz statt. Jedes ausgesperrte resp. streitende Mitglied hat sich dort sofort zu melden. Zur Aussperrung in der Gelbmetall- Industrie ist mitzuteilen, daß gestern wieder eine der namhaftesten Firmen den Tarif der Arbeiter anerkannt hat. Der Stand der Bewegung gestaltet fich mit ihrer zunehmenden Dauer für die Arbeiter täglich aussichtsboller. Arge Mißststände werden aus dem Kabelwerk der Siemens Schuckert Werke( Gummi- Abteilung) ge aneldet. Besonders sind es die gänzlich unzureichenden Löhne, die den Untvillen der Arbeiter und Arbeiterinnen daselbst erregt haben. Wie aus einer ganzen Anzahl uns vorliegender Lohntüten zu ersehen ist, bringen es die Arbeiter bei den überaus gedrückten Affordpreisen häufig nur auf einen Lohn von 10 bis 15 M. pro Woche. Auf den Tüten stehen Wochenverdienste von 10,31 M., 10,46 M., 11,89 M., 15,27 M. und so fort in ähnlicher Höhe" verzeichnet. Arbeiterinnen werden sogar nur mit 18 Pf. pro Stunde entlohnt und tragen dann den Jammerverdienst von 8 bis 9 M. am Wochenschluß nach Hause. Da wiederholte Beschwerden bei der Direktion nublos gewesen sind, so wird sich demnächst eine allgemeine Verfammlung der Arbeiter des Werkes mit den unhaltbaren Lohnzuständen beschäftigen und über geeignete Maßnahmen zur Aufbesserung der Löhne schlüssig werden. Gerichts- Zeitung. Brauereibefizer 23 anninger fuchte für ſein Baus Neue König Letzte Nachrichten und Depeschen. Eisenbahnunglüc. Schumann Wilhelm uf eine Anflage wegen Ur. Ein sehr unschöner Aft unlauteren Wettbewerbes hat dem kundenfälschung unt Betruges zugezogen, die gestern bor der vierten Straffammer des Landgerichts I verhandelt wurde. Der straße 17 einen Verwalter und bot diefen mit 50 M. Gehalt und freier Wohnung dotierten Posten dem Polizeiwachtmeister Sühn Vom oftafiatischen Kriegsschauplake. Der Vorstand. an. Dieser bat sich eine kurze Bedentzeit aus. Inzwischen hatte sich London, 8. Oktober. Nach einer Depesche aus Tientsin dringen auch der Schuhmann Huf in den Poſten beworben und den Bescheid die Japaner allmählich immer näher an Port Arthur erhalten, daß Kühn der in erster Reihe Bevorzugte sein, für den beran; sie hegen den dringenden Wunsch, die Festung bis zum Für den all aber, daß dieser aus irgend einem Grunde ablehnen sollte, Geburtstag des Mikado, 3. November, zu erobern. Suf den Posten erhalten sollte. Diese Eventualität trat ein. Herr nächsten Angriff werden alle Vorbereitungen eifrig betrieben; tägWanninger erhielt eines Tages eine mit dem Namen des lich kommen Truppenverstärkungen an, und aus Dalny werden neue Wachtmeisters Kühn unterzeichnete Postkarte, in welcher dieser in Belagerungsgeschütze herbeigeschafft. In Port Arthur selbst sollen furzer, etwas schroffer Form anzeigte, daß er auf die Hausverwalter- nach derselben Meldung viele unbegrabene Leichen umherliegen. Die stelle Verzicht leiste. Nunmehr wurden die Verhandlungen mit Huf Lazarette sind so voll, daß die Verwundeten auf die Schiffe im aufgenommen und ein vorläufiges Schriftstück zum Zwecke der Hafen gesandt werden. Die Besagung soll nur noch 10 000 Mann schleunigst nachzusuchenden Genehmigung des Polizeipräsidiums zur betragen. Uebernahme des Postens aufgefeßt. Da dieses Schriftstück dem vorgefekten Polizeileutnant zur weiteren Bearbeitung vorgelegt werden mußte, so erhielt auch Wachtmeister Kühn Kenntnis von dem Petersburg, 8. Oftober.( W. T. B.) Auf dem Elisawetgrader Scheitern seiner Hoffnungen. Er war davon sehr überrascht, da er Zweige der Südwestbahn stieß heute früh ein Güterzug mit einem doch schon schriftlich Herrn Wanninger eine Zusage gegeben hatte. Militärzuge der Mannschaften des Minstischen Regiments und Train Noch erstaunter aber war er, als er von letzterem erfuhr, daß dieser beförderte und wegen einer Beschädigung der Lokomotive bei der Busage auf einer Postkarte eine etwas grobe Absage gefolgt fein Station Taschlyk hielt, zusammen. Ein Soldat wurde schwer, zwei sollte. Er ließ sich die Starte geben, stellte sofort fest, daß diese von Offiziere und zwei Soldaten wurden leicht verlegt, mehrere Pferde ihm nicht geschrieben sei und bemühte sich, den Schreiber zu erwurden getötet. mitteln. Der Verdacht der Täterschaft lenfte sich auf Huf, und wenn auch die Starte eine verstellte Handschrift zeigte, so begutachtete Paris, 8. Oktober.( W. T. B.) Der Handelsminister doch der Schreibsachverständige Dr. med. Meyer, daß Huf der Trouillot ordnete die Schaffung eines Museums für Industriehygiene Schreiber der Karte sei. Dieser bestritt das von Anfang an und nach dem Muster der Museen in Charlottenburg, München und Die Sonntagsruhe auf dem Schlachthof. blieb im gestrigen Termin dabei, daß er von der Karte nichts ivisse. Amsterdam an. Bekanntlich haben die Engros- Schlächtergesellen seit einiger Aus der gestrigen Beweisaufnahme entnahn. Staatsanwaltschaftsrat Beit eine Bewegung für die Einstellung des Schlachtens an Sonn- Musiol eine ganze Reihe von Momenten, die nach seiner Aufund Feiertagen entfaltet. Die Engros- Schlächtermeister glauben faffung den Beweis erbringen mußten, daß nur der Angeklagte und aber, auf das Schlachten ar. Sonn- und Feiertagen nicht verzichten kein anderer die Karte geschrieben haben könne. Da es sich hier um zu können, wenn nicht durch behördliche Anordnung der Engros- einen von Habgier difiierten perfiden Aft gegen einen Kollegen Fleischverkauf in der Markthalle an Sonn- und Feiertagen untersagt handelte, begangen von einem Manne, der selbst mit dazu berufen wird. Die Gesellen mögen jedoch auf diesen, vielleicht noch in ferner fei, gegen Gesegesverlegungen einzuschreiten, so beantragte der Zukunft liegenden Zeitpunkt nicht warten und haben deshalb in letter Staatsantvalt sechs Monate Gefängnis und zwei Jahre Ehrverlust. Beit energisch auf Einstellung des Schlachtens am Sonntag ge- Rechtsanwalt Dr. Schwindt hielt die Kombinationen des Staatsdrungen, ja am lekten Sonntag, den 2. Oktober, hat ein Teil der anwalts doch nicht für schlüssig, den Beweis für die Schuld des AnGesellen die Arbeit, d. h. nur für den Sonntag, eingestellt. Am geflagten feineswegs für erbracht und die Möglichkeit doch für geFreitag beschäftigte sich mit dieser Angelegenheit eine Versammlung, geben, daß die Karte von irgend einer der als Mitbewerber noch Verantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt New York, 8. Oktober.( W. T. B.) Das internationale Automobil- Wettrennen um den von Vanderbilt gestifteten Becher über einen 30 Meilen langen dreieckigen Kurs auf Long- Island, den die Bewerber zehnmal durchfahren müssen, begann heute morgen um 6 Uhr Die Wagen, die sich an dieser Wettfahrt beteiligen, sind 5 Deutsche, lauter Mercedes- Wagen, 6 Franzosen, 4 Amerikaner und 2 Italiener. Ehe die dritte Runde beendet war, brachen einem französischen Wagen die Federn und einem deutschen Wagen die Are; furz hinterher platte der Gummireifen eines anderen Mercedes- Wagens, den Georg Arents führte. Arents sowohl wie sein Maschinist Wenzel wurden verletzt; Menzel ist seinen Verlegungen erlegen; die Verlegungen Arents sind nicht schwer. Nr. 238. 21. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 9. Oktober 1904. Parteigenoffen! Mittwoch ist Zahlabend in Berlin, Charlottenburg und Rixdorf! Partei- Nachrichten. Der Konflikt in Leipzig. Die Parteiversammlung in Leipzig am Freitag abend war von über 2000 Personen besucht. Zutritt hatten nur legitimierte Barteigenossen. Anwesend waren auch Sindermann- Dresden vom Zentralagitations- Komitee Sachsens, die Reichstagsabgeordneten Geyer, Goldstein, Grenz, Lipinski, Motteler, Schöpflin und Stücklen Altenburg. Der Einberufer Beyer, Vorsitzender des Agitations- Komitees, begründete die Einberufung der Versammlung mit dem Hinweis auf zahlreiche Zuſchriften aus Parteitreisen. " genommen werden sollte, wie Vollmar einem Delegierten erklärte, Monatsheften" werde fortgesetzt der Revisionismus vertreten. Ich um Politik zu machen, um den Fall Schippel zu reparieren und bin der Meinung, daß dem Treiben entgegen getreten werden müſſe einen Schlag gegen die„ Leipziger Volkszeitung" zu führen. Weil und die Genossen sich nichts vergeben, wenn sie der Resolution der ich diesen Leuten die Waffe aus der Hand nehmen wollte, war ich Leitung zustimmen, so daß dadurch die Redaktion der„ Leipziger damit einverstanden, daß die Notiz zurückgenommen wurde. Sonst Volkszeitung" nicht zu Schaden kommt.( Beifall.) hätte ich mein Bedauern bei den Leipziger Parteigenossen angebracht. Bergmann verliest eine Rede, in der er unter HervarDarüber dürfte Einverständnis herrschen, daß die Beurteilung hebung der guten Seiten der Redaktionsführung bemängelt, daß die der Notiz in der lezten Versammlung einseitig war und nicht im Redaktion die Schwäche zeige, persönlich in Polemiken zu werden, Interesse des Blattes lag. Da Sie uns dadurch bloßgestellt hatten, das möchte er vermieden wissen. Er bringt eine Resolution ein, fonnten wir nichts anderes tun, als die Demission einzureichen. Wie nach der die Leipziger Genossen mißbilligen die Art und Weise wie Sie beschließen, das liegt bei Ihnen. Wenn Sie das Blatt in der die Polemiken geführt werden und der Artikel Die 116" abgefaßt Art aufrecht erhalten wollen, so kann bei Führung der Polemiken worden ist; im übrigen enthielt die Resolution ein Vertrauens eine Trennung eintreten, daß die kleinen Kläffer beiseite liegen votum für die Redaktion. Auch diese Resolution wurde unterstützt. Den Vorsitz führte Geher. Als erster Redner sprach gelassen werden und wir uns nur mit den großen Blättern abgeben. Meusch Eine große Blamage haben wir uns zugezogen, Jaed h. Er wolle erst rechtfertigen, warum er sein Amt nieder- Darüber läßt sich reden. Wie es in der Zukunft werden soll, darüber daß die letzte Versammlung so schwach besucht war, und daß eine gelegt habe, da gesagt worden sei, daß er übereilt gehandelt und müssen Sie heute die Entscheidung treffen.( Beifall.) neue Versammlung die andere rektifizieren muß. Für Fremen war die fein Grund zur Niederlegung des Amtes vorgelegen habe. Darin Mehring: Ich will eine Pflicht gegen Jaech erfüllen und Sache erledigt, aber nicht für Leipzig. Wir mußten verlangen, daß stecke ein Stück Wahrheit. Ich erkenne an, daß die Parteiversamm ausführen, daß die Entstehung der Notiz Südekum eine viel mildere eine solche Art der Bolemik nicht wiederkommt. Wir wandten uns lung ein formelles Recht hatte, sich in dieser Weise zu resolvieren; Beurteilung, als wie es geschehen ist, zuläßt. Südekum hat mich nicht gegen die Redakteure, sondern gegen die Redaktion. Wir, die was ich bestreite, ist nicht das Recht, sondern die Opportunität des ein psychologisches Rätsel genannt. Dieses Rätsel hat aber Südekum wir neue Stämpfer werben sollen, haben auch das Recht der Kritik. Vorgehens, das nicht im Interesse der Zeitung lag. Es ist ferner längst schon selbst gelöst. Vor drei Jahren, als er Chef der Säch- Man wollte nur der Redaktion einen Weg geben, wie die Polemiken bestritten worden, daß mit der Resolution ein Mißtrauensvotum fischen Arbeiterzeitung" war, ersuchte er mich, für den Verlag der nicht geführt werden sollen, man wollte aber nicht die Polemiker gegen die Redaktion beabsichtigt gewesen sei. Das Unrecht liegt darin," Sächsischen Arbeiterzeitung" ein Werk zu schreiben. Damals über- verbieten. Es kommt doch darauf an, in welcher Form es geschieht, daß die Parteigenossen, anstatt den Instanzenweg der Organisation häufte er mich mit Lobesbezeugungen. Da war ich der große das sollte ausgesprochen werden. Man braucht sich nicht zu be= zu gehen, die Sache sofort an die große Oeffentlichkeit brachten und Sistoriker, der geeignet sei, für den Verlag Werke zu schreiben. Als schimpfen, wie es geschehen ist. Die Redakteure werden verstanden damit die Redaktion diskreditierten. Nicht auf den Wortlaut, sondern ich dies ablehnte, kam er zu mir nach Stegliz und ersuchte mich, für haben, was wir wollen, und wenn die Resolution angenommen wird, auf die begleitenden Umstände, die zur Annahme der Resolution die Sächsische Arbeiterzeitung" Artikel zu schreiben. Das habe ich so doch, daß man in fie hineinlegt: Aber macht nicht solche Dinger, führten, kommt es an, das haben Sie aus dem Jubel gesehen, mit auch getan, sonst flopfen wir Euch wieder auf die Finger. Dem Revisionismus dem die revisionistische und bürgerliche Presse die Sache aufnahm. wollte man keinen Vorschub leisten, das ist uns nicht eingefallen, Es ist gesagt worden, der Fehler liege nicht darin, daß die wenn die Redakteure gegangen wären, hätte man doch wieder einen spezielle Aufgabe der„ Leipziger Volkszeitung", den revolutionärBertreter des Radikalismus an die Spipe gestellt. Ich hoffe, daß wissenschaftlichen Sozialismus gegen alle Anfeindungen rein zu erMehring und Jaeckh die Konsequenzen ziehen und sich mit ihrer halten, mit großer Schärfe durchgeführt werde, sondern der Ton Person nicht über die Partei stellen werden und bei der Volksund die Fassung der Polemiken sei getadelt worden; es lasse sich zeitung" bleiben, ermöglichen, diese beiden Dinge zu trennen, sodaß bei aller Entschiedenheit des Kampfes die Form gewahrt werden kann. Darin liegt auch eine kleine Berechtigung. In dieser abstrakten Weise hört sich ein solcher Grundsaz hübsch an, in der Praxis ist es doch ganz anders. Diesen Grundsak so durchführen, daß kann ich nicht, es ist unmöglich, das kann kein Mensch leisten bei den heutigen Zuständen in der Partei. Ich werde Ihnen nachweisen, daß bei der prinzipiellen Haltung der" Volkszeitung" sich eine Schärfe des Tones herausbildet und zwar von Seiten der Gegner, die in prinzipiellen Fragen unsicher sind und diese Unsicherheit ausgleichen durch persönliche Invektiven; dann werden Sie die Sache anders beurteilen. " " Entschieden muß ich mich gegen die Behauptung in der letzten Versammlung wenden, daß ich die Suppe in Dresden eingebrockt habe. Ich habe nichts eingebrockt, sondern mich opfern müssen, weil ich im Sinne der Leipziger Parteigenossen die Leipziger Volkszeitung" geführt habe. Gegen alle die persönlichen Angriffe habe ich das Gefühl der Wurstigkeit; ich wünschte, daß es auch bei Jaech so wäre. Aber ich finde es begreiflich, daß er davon ausgegangen ist: soll es denn gar nicht mehr zur Ruhe kommen. hat. " Geyer: Die Kompetenz der heutigen Versammlung ist nicht zu beziveifeln. Wer die lezte Versammlung besucht hat, weiß, daß in einem solchen Tone noch keine Versammlung in Leipzig geführt worden ist, mir war es nicht möglich, zu Worte zu kommen. Ich hätte dafür plädiert, daß die Resolution nicht gefaßt werde, sondern daß die Angelegenheit einfach durch den Parteitag erledigt sei. Dieser Angelegenheit hat man eine Bedeutung beigelegt, die sie nicht verdient. Die Redaktion war gezwungen, auf die Sache wieder einzugehen; ob es so getan werden mußte, ist eine andere Frage, ich glaube, daß fie heute ihre Erledigung finden wird. Eine In dem Jammer über den guten Ton kann ich keinen Vorzug für die Partei erblicken, namentlich nachdem der Oberzeremonien meister in seinem Montagsblatt einen solchen Ton angeschlagen Ich habe das Wohl der Partei wahren und den Parteitag zufriedenstellen und durch die Erklärung die Sache im Seime erstiden wollen. Wenn der Streit dennoch weiter geht, so trifft dies Bollmar und Genossen, die die Bitte eines Leipziger Delegierten, die Resolution zurückzunehmen, zurückgewiesen haben, und die Presse, die Die Genossen hätten andere Wege einschlagen sollen, sie wüßten, unser Telegramm als eine de- und wehmütige Abbitte bezeichnete. welchen Weg fie gehen müßten. Wenn sie an die Oeffentlichkeit Redner greift zurück auf die Zeit von 1902, wo Mehring die es läßt sich keine Grenzlinie ziehen. Doch werden wir sie bei einiger 3 ist unmöglich, daß die Polemiken aufhören, solange die Parter Es ist schwer, die großen und die kleinen Polemiken zu trennen; gingen, dann müßten sie sich der Verantwortlichkeit bewußt sein. Chefredaktion und Luxemburg die Redaktion der„ Leipziger Volts- maßen gutem Willen schon dämpfen können, wenn Sie uns helfen. über ihre Prinzipien unterhandelt, solange man Ideen bespricht. zeitung" übernahm. Da habe ein allgemeines Schießen der Ein Blatt wie die Leipziger Volkszeitung" braucht nicht auf jeden Edel in der Form und scharf in der Sache, das zu tun ist möglich. revisionistischen Presse auf die Leipziger Volkszeitung" cingefeßt, fleinen Schreier zu achten, ihre Arbeit kann für sich selbst sprechen. Wenn dann mal über die Schnur gehauen wird, dann braucht man und die revisionistische Presse habe den persönlichen Ton in die Nicht wie in der Versammlung, sondern ruhigen Tones wollen wir die Stritif nicht in der Form wie geschehen zu üben, daß die Partei Auseinandersetzungen hineingetragen. So brachte die Breslauer uns verständigen, wie es sich unter Stampfesgenossen geziemt. in ihrer Gesamtheit herabgesetzt wird. Volkswacht" ein Bulletin, überschrieben:„ Die Anfeindungen der Wegen dieser fleinen Geschichte brauchen wir uns nicht voneinander „ Leipziger Volkszeitung" gegen die sozialdemokratische Partei Deutschlands." Redner zitiert einige Artikel. Im Falle Wittich sei wir rückenfrei sein. Die„ Volkszeitung" ist eine Macht geworden, zu trennen. Wenn wir auf dem exponierten Posten stehen, müssen die Angelegenheit nicht von der Redaktion der Leipziger Volks- hinter der die Leipziger Genossen stehen. Wenn dies nicht mehr zeitung", sondern von der Vertretung der Leipziger Parteigenoffen- sein und sie ein bloßes Blatt sein soll, das von einem Mehring oder schaft geführt worden. Da habe sich die revisionistische Presse ohne zu einem Jaedh geschrieben ist, dann wird man ihm keine Bedeutung fragen auf Mehring geworfen und ihn mit den schärfsten Invektiven beimessen. Sie können versichert sein, daß wir Ihre Wünsche erbeworfen, trotzdem er zur Wittichsache keine Zeile geschrieben hatte. füllen, wenn Sie uns vertrauen und wieder mit uns arbeiten wollen. Im Jahre 1903 wurden in der Neuen Zeit" und in der Leip- Daß dies geschieht, liegt bei Ihnen.( Beifall.) ziger Volkszeitung" über die Mitarbeit an der bürgerlichen Presse eine Reihe sachlicher Artikel veröffentlicht. Trotz der Sachlichkeit 13. Wahlkreises und dem Vorstande des Wahlvereins für den Vom Agiationskomitee, Preßkomitee, den Vertrauensleuten des eine Summe, ein Schlammvultan von Invektiven von der 12. Wahlkreis wurde folgende Resolution eingebracht und zahlreich revisionistischen Presse, das wissen Sie alle, ich brauche bloß das unterstützt: eine Wort anzuführen: Dresden. Der Ueberfall in Dresden ist ein Die am 7. Oftober 1904 im Saale des Sanssouci tagende, typischer Fall, wie wir ihn unter uns nicht gewohnt waren; die von etwa 2000 Personen besuchte Parteiversammlung des 12. und Tattit, sachliche Ausstellungen durch persönliche Angriffe zurüdzu 13. Reichstagswahltreises erklärt sich mit der bisherigen prinzipiellen weisen, um ein Erempel zu statuieren, eine Person, die man grimmig Saltung der Leipziger Volfszeitung" einverstanden. Sie erflärt haßte, zu Fall zu bringen. Seit Dresden, ist diese Tattik allgemein und offener geworden. es ferner für ſelbſtverſtändlich, daß die Redaktion in der grund- Görlik- Lauban, und zwar für den Bezirk der Wahlkreise Rothenburg, fäßlichen Verfechtung des revolutionär- wissenschaftlichen Sozialismus spielte, ist in die Parteitreise, in die Parteiorganisationen hin- und billigt die Grundfäße, die heute von der Redaktion über die Was bisher nur in dem engeren Kreise der Parteipresse sich ab- auch die Polemik mit anderen Parteiorganen nicht vermeiden tanis Sagan, Lötvenberg, Grünberg, Glogau und Bunzlau. eingetragen worden; eine große Ueberreiztheit, eine Neigung zu Grenzen dieser Polemik fundgegeben worden sind. Invektiven besteht. durch die an den Parteitag gesandte Erklärung der Redaktion für Endlich erklärt die Versammlung die Notiz über Südekum erledigt. In den acht Wochen nach Dresden habe ich die Polemiken allein geführt, bis Dresden tat dies Mehring. In dieser Zeit kamen die Hardenschen Enthüllungen. Aus jener Zeit habe ich mir eine Reihe Breßstimmen gesammelt. So erklärte die Münchener Bost", die Attade gegen Mehring sei unternommen worden, um die Resolution Wer hätte da das kalte Blut gewahrt? wer wollte mir das übelnehmen? wahren. " Wir müssen zeigen, daß die revisionistischen Bestrebungen bet flärt, daß er den Wünschen entgegenkommen werde, er will die Geuns keinen Boden finden. Mehring hat in der loyaliten Weise ernosen hören, wenn fie in ruhiger Weise zu ihm kommen. solche Erklärung muß die Genossen beruhigen und beweisen, daß die fleinen Bändereien aufhören werden. Die Polemik soll scharf in der Sache, edel in der Form geführt werden, auch die edelite Form muß beim persönlichen Verkehr aufrecht erhalten werden. Deshalb bitte ich Sie, sich Kritiken zu verfneifen und der Resolution der Leitung zuzustimmen. antrag angenommen. Nach einigen unwesentlichen Ausführungen wurde ein Schluß Frenzel stellte fest, daß er nicht zum Wort gekommen sei. Die Resolution der Leitung wurde gegen 30-40 Stimmen angenommen. Anstellung eines Barteisekretärs beantragt auch der Wahlverein Um Beihülfe zur Gründung einer Bibliothek bittet ein ffeiner Arbeiterverein im sächsischen Erzgebirge. Er würde auch ausrangierte V. Man derle, Schmiedeberg im Erzgebirge. Bücher kaufen. Mitteilungen und Sendungen find zu richten ar Zum Fall Emmel faßte der Wahlverein in Mülhausen i. E. " Nach Aushinsichtlich der vom 29. September aufgehoben. Mit dieser Resolution ist der Beschluß der Parteiverfammlung folgenden Beschluß: 1. Der Arbeiter- Wahlberein nimmt Stenntni und das Vorgehen Bebels in Dresden zu durchtreuzen. Die Chem- geweſen, wenn vor acht Tagen Lange in seinem Bericht nicht die verein Mülhausen wegen der Weigerung, dem Genossen Emmel nach Schöder: Die heutige Versammlung wäre nicht notwendig von dem Beschlusse des Bremer Parteitages, der dem Arbeiter- Wahlnizer" Boltsstimme" führte auz, es werde der Versuch gemacht, den Südefum- Notiz angeschnitten hätte. Dadurch hatten wir auch das den Anschuldigungen des Weißbecher keine neuen Mandate mehr an in Dresden fallit gewordenen Mehring wieder zu habilitieren. Nach Recht, auf die Sache einzugehen. Wir waren auch erregt und jeder Wahlberein stellt fest, daß in den Tagen, als jene Aufforderung an zubertrauen, die schärfste Verurteilung ausspricht. Der Arbeiter= den Hardenschen Enthüllungen wurde der Ton biffiger, der Ton den man sprach, mißbilligte die Notiz. Als die Weckert- Resolution den Berein erging, die Anschuldigungen Wegbechers noch in keiner wurde so, daß man sich einfach Nachrichten aus den Fingern jog fam, da sagte ein jeder, jawohl, da muß ein Dämpfer aufgesetzt inficht durch eine öffentliche Gerichtsverhandlung gerechtfertigt wie die, daß gegen Mehring und Jaedh ein Antrag auf Ausschluß werden. Nachdem aber Jaeckh die Erklärung abgab, daß er gehe, aus der Partei gestellt worden sei, weil sie sich ehrloser Handlungen da waren wir die Staatsverbrecher. Dunder hat gesagt, daß die bes Materials, das außer den Wegbecherschen Anschuldigungen in waren. 2. Die Parteigenossen Mülhausens verlangen die Vorlage schuldig gemacht hätten. Genossen nicht wüßten, um was es sich in der Versammlung dem Parteiarchiv nach den auf dem Parteitag gefallenen Aeußerungen handelte. Sie haben doch den Parteitagsbericht gelesen und außerheit in mir zurückgeblieben und die Parteiorgane, die Mehring das Agitationskomitee einen Antrag einbringen, daß die Sache noch Genossen Meister, dem Delegierten Mülhaufens gegenüber gemachten Von dieser Zeit an ist ein großes Stück Bitterkeit und Gereizt dem angenommen, daß die Frage angeschnitten würde. Dann müßte gegen den Genossen Emmel noch vorhanden sein soll. 3. Nach den in privater Unterhaltung von dem Vorsitzenden der Kontrollfommission, angreifen, fehe ich nicht ohne eine gewisse Voreingenommenheit an; in einer andern Versammlung besprochen werde. Das, was Sie Bemerkungen beruht ein Teil dieses Materials in der Annahme, der Jaeckh zubilligen, müssen Sie auch uns zubilligen. Wenn Sie den Dann kamen die Sprüche des Schiedsgerichts, gegen die in Beschluß umstoßen, dann tun Sie es nach Ihrer Ueberzeugung und Genoffe Emmel habe die durch die Vermittelung von Fräulein Heyb Leipzig Protest erhoben wurde. Was tat da die Mannheimer Volks- ich werde auch nach meiner Ueberzeugung handeln. Es ist gefagt empfangenen 3500 M. nicht als privates Darlehen, sondern als stimme"? Man hat meine Familienverhältnisse gegen mich aus- worden, kommen Sie zu uns! Wir sind aber schon an die Breß- führung des bei den Gerichtsverhandlungen im Prozeß Brun aus Schenkung an die Partei in Empfang genommen. gespielt.( Pfui!) fommission herangetreten und zwar nach Dresden, daß die Art und Wenn Sie fordern, daß ich ruhig Blut bewahren soll gegen Weise der Polemifen aufhören möge. Das Zadelsvotum ist nicht so Amerita zurüdgekehrten Genossen Gerber, der zwischen Fräulein Heyl solche Anwürfe, so sehen Sie einen anderen an meine Stelle, ich schlimm, aber weil es nicht von der Preßkommission tam, war es und dem Genossen Emmel in der Geldangelegenheit glaube nicht, daß derjenige die Nerven hätte, so kaltes Blut zu be- nicht genehm. Wäre Jaech in der Versammlung gewesen und hätte für die Oeffentlichkeit fest, daß das Geld ohne das direkte Zutun erſten 1500. unterhandelte, stellt die heutige Bersammlung die Ausführungen von heute gemacht, sie wäre anders verlaufen und Ich will lediglich die Tatsachen zusammenfassen, daß es tat- wir wären auch zu unserem Rechte gekommen. des Genossen Emmel diesem, um ihm aus der Not zu helfen, zur sächlich unmöglich ist, eine scharfe Bertretung der Parteiprinzipien in der Presse durchzuführen und dabei in der Polemit absolut sachlich ſtimmung zu erzeugen, ich sehe deshalb davon ab, Schöder so zu Gerber in diesem Falle gar nicht zu denken. Der Arbeiter- Wahlverein Grenz: Es kann nicht unsere Aufgabe sein, eine Miß- Verfügung gestellt wurde. An die Tatsache einer Unterschlagung von Parteigeld ist nach den eingehenden Darlegungen des Genossen Das ist eine Forderung, die übermenschliche Kraft er antworten, wie ich es gerne tun würde. Schöder geht es im Brattifordert, das ist ein Verlangen, das nicht erfüllt werden kann, daß schen, wie den Redakteuren im Theoretischen, sie legen die Worte hält zunächst für notwendig, die Konfrontation von Fräulein Heyr ich im Stampfe meine Pflicht erfüllen und dabei jedes Wort so nicht auf die Goldwage. Wenn Schöder sich über den Ton beschtvert, mit dem Genossen Gerber in einer Konferenz, in welcher der Parteiabwägen soll, daß ich es später auch vor den Genossen verant- dann ist es nicht unser alter Schöder. Der Vorwurf gegen Lange vorstand und die Kontrollkommission ebenso wie der Arbeiter- WahlSchließlich ging ist unbegründet; er mußte die Südekum- Sache erwähnen.( Schöder: berein Mülhausen sich vertreten laſſen möchten." So lange Sie das Kampfblatt behalten wollen, wird die Polemik Du hast mich falsch verstanden!) Ich war in der Versammlung der Arbeiter- Wahlberein über den Antrag, daß Emmel unter den bleiben müssen. Nicht wegen der persönlichen Raufboldereien, son- Redner hinter Friedemann. Wenn ich geahnt hätte, daß die Ver- obliegenden Umständen seine öffentlichen Mandate niederlegen soll. dern weil die Stellung der Leipziger Boltszeitung" der Gegenstand fammlung zu einem solchen Resultat kommen würde, dann hätte ich zur Tagesordnung über. schärfster Angriffe bleiben wird. Da kann es vorkommen, daß auch mit Friedemann ein ernstes Wort geredet. Ich habe die Sache mehr Ein Führer für den Militärpflichtigen ist soeben im Verlage mal ein Artikel gebracht wird, den ich später lieber zurückweisen von der humoristischen Seite aufgefaßt und einen solchen Beschluß der Buchhandlung Vorwärts erschienen. Die für den Militära nicht für möglich gehalten. Ich halte den Beschluß mit den ParteiNun noch einige Worte zur Südekum- Notiz. Wie ich den Bericht grundfähen unvereinbar. Wir wollen daß nur dann Recht gedes Parteitages gelesen, da ist mir das Blut in den Kopf geschossen sprochen wird, wenn der andere Teil gehört worden ist, das ist in und da habe ich den Artikel geschrieben. Zwischen 2 und 3 Uhr diesem Falle nicht geschehen. Nach den Auseinandersehungen, die uns nachmittags bin ich nach der Druckerei gegangen und habe ich Jaech gegeben hat, sollten wir doch wissen, was wir tun müssen. Notiz zurücknehmen wollen. Der Metteur aber zeigte mir, daß In Dresden glaubte man die Zeit gekommen, mit den Radikalen aufsie schon gedrudt und nichts mehr zu ändern war. Das ist zuräumen, es gelang vorbei. Die Schiedsgerichte sind an der Sache feine Entschuldigung, sondern soll nur zeigen, daß ich so vernünftig nur vorbeigegangen, das hätten die Genossen beachten sollen. In war, die Notiz wieder gutmachen zu wollen. Die Erklärung an den Dresden erklärte Bebel, daß in Berlin eine Gesellschaft zusammen Barteitag ist mir sauer geworden. Ich habe sie nur abgegeben, weil gekommen fei, in der er auch mal gewesen sei, in der sich Leute ich mich aus dem telegraphischen und telephonischen Verkehr mit den zusammenfanden, die am Tage gegen die bürgerliche Presse schrieben Delegierten in Bremen überzeugt hatte, daß die Notiz zum Anlaß und abends über die Genossen wigelten. In den Sozialistischen zu bleiben. worten fann. würde. pflichtigen geltenden gesetzlichen Bestimmungen find in Teicht überfichtlicher und allgemein verständlicher Weise, den allgemeinen Bea dürfnissen entsprechend, dargestellt, so daß das Büchlein in allen einschlägigen Fragen leichte und sichere Auskunft bietet. In einzelnen Sapiteln behandelt der Verfasser: Dez Von der Wehrpflicht Das Musterungsgeschäft Soldat im aktiven Dienst Die Entlassung aus dem Heere Der Dienst als Einjährig Freiwilliger Der Berufsfoldat. In dem Kapitel Der Soldat im aktiven Dienst" sind auch die dem Soldaten zustehenden Rechte und die ihm obliegenden Pflichten ( Kriegsartikel, Disziplinarstrafgewalt, Militär- Strafgesetzbuch, Be= fchtverdeweg) behandelt, so daß sich alle, sowohl diejenigen, die zur Berliner Partei- Angelegenheiten. zwischen 8 1hr geworden war, so mußte die Ueberführung sogenannten Millionenbrücke im Zuge der Swinemünderstraße über ist neu " Betrieb ist, da jetzt nur auf einem großen Umwege das Krankenhaus die zu einer Notwendigkeit wird, wenn das Krankenhaus erst im von Moabit aus zu erreichen ist. Ueber die Pläne kann heute noch nichts mitgeteilt werden, weil der Magistrat der Angelegenheit noch nicht näher getreten ist. Fahne eingezogen iverden, als auch Reserve- und Landwehrleute| Gebrauch und beantragten polizeiliche Zurüdführung und Süd- Ufer bez. der Butligbrüde über den Landwehrkanal und aus der Broschüre Rat holen können. Der für dienstuntauglich Er- des Mädchens. Es gab ein paar Vernehmungen auf den zu- der Führerstraße nunmehr zur Ausführung zu bringen. Jetzt besteht klärte findet darin die wünschenswerte Aufklärung, warum er un- ständigen Polizeibureaus Fichtestraße( Berlin) und Bergstraße( Nir- dort nur eine Fußgängerbrücke aus Holz. der sogenannte„ Butligsteg", tauglich ist. Die Broschüre fostet 30 Pf. und ist in allen Partei- Buchhand- dorf), und dann erschien eines Abends in der Wohnung der Familie der auch als Zugang zum Bahnhof Putligstraße dient. Dieser Steg liegi in unmittelbarer Nähe der fiskalischen Tränkstation für Schwellen 2c., die rungen zu haben und durch jeden kolporteur oder Zeitungsausträger Sch. ein Schuhmann, um Marie abzuholen und der Herrschaft zu erst vor kurzem von einem verheerenden Brande heimgesucht wurde. zu beziehen. zuführen. Zunächst ging es nach der Wache Bergstraße und von Der Bau einer großen Brücke über den Bahnhof hinweg bietet viele da später nach dem Polizeidirektorium. Da es aber in Schwierigkeiten. Diese sind größer als die bei dem Bau der nach Berlin auf den anderen Tag verschoben werden. Marie bat, sie den Bahnhof Gesundbrummen, auch die Kosten werden höher sein, Die Lokal- Lifte für Berlin und Umgegend nach Hause gehen zu lassen, sie werde am andern Morgen weil fiskalisches Terrain und wertvolles Baugelände in Anspruch Schon die außergewöhnliche Länge herausgegeben und der heutigen Nummer unsres bestimmt wiederkommen. Aber die Polizeibeamten kannten ihre genommen werden muß. Blattes beigefügt worden. Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage Instruktion und sperrten das Mädchen für diese des Bauwerks und die Ueberbrückung vieler Geleise wird beträchtliche Kosten, annähernd eine Million Mark, ber= erwächst den Parteigenossen die dringende Pflicht, die Lokal- Liste streng Nacht in eine Belle. Da saß sie mun und konnte eine Nacht ursachen. Die Gesamtkosten dürften sich wegen der kostzu beachten. Den Saalabtreibereien und Verweigerungen gegenüber, hindurch darüber nachdenken, ob sich ein Dienstbote viel von einem spieligen Anrampungen auf weit über zwei Willionen Mark die in Berlin teilweise noch versteckt, in den Vororten dagegen offen Leibeigenen oder Sklaven unterscheidet! Am andern Morgen wurde stellen. An der Annahme des Antrages ist, da die Mehrheit der betrieben werden, bleibt uns kein anderes Mittel übrig als die sie herausgeholt, nach Berlin auf das Polizeipräsidium geschafft, von Stadtverordneten denselben schon unterzeichnet hat, übrigens nicht Lokalsperre; und diese dort, wo nötig, durchzuführen, muß das da nach dem Polizeibureau Fichtestraße gebracht und dann der zu zweifeln. Moabit würde dann eine neue wertvolle Verbindung Bestreben aller Parteigenossen sein. Arbeiter, Partei Herrschaft zugeführt. Es verdient, hervorgehoben zu werden, daß in mit dem Wedding, Gesundbrunnen und besonders eine abgekürzte genossen, Gewerkschaften, Gesangvereine 2c., besucht Rigdorf wie in Berlin die unteren Polizeibeamten das Mädchen Verbindung mit dem neuen Rudolf Virchow- Krankenhause erhalten, daher bei Ausflügen, Vergnügungen 2c. nur solche Lokalitäten, freundlich behandelt und bei der Ausführung der Aufträge allen Taft welche auf der Liste verzeichnet stehen! Vor allen Dingen erwächst bewiesen haben. Die M. hatten nun erreicht, was sie gewollt hatten. aber den Vorständen von Arbeitervereinen die Pflicht, beim Ab- Als dann das Mädchen, eben erst zur Vordertür hereingebracht, zur schluß von Festlichkeiten und Partien auf das strengste die neue Hintertür hinausging und wieder nach Hause lief, verzichteten sie auf Lokal- Liste zu beachten. Die Vorstände wollen in solchen Fällen auch Fortsetzung des Dienstes. Von Verwandten des Fräulein Milewski erhalten wir folgende darauf sehen, daß in den Verträgen mit den Wirten eine Klausel Wenn das siebzehnjährige Mädchen, das um der Herrschaft Mitteilung: Am 1. Oktober cr. reichten die hier domizilierenden AnPlatz findet, wonach für den Fall, daß das Lokal für Arbeiter willen in die Arrestzelle gewandert war, in jener Nacht nicht für gehörigen des Fräulein Milewski, gegen das die Justiz einen in der versammlungen später verweigert werden sollte, der Vertrag feine immer verdorben" worden ist, so muß eine unverwüstliche Breffe genügend fritisierten Uebereifer zeigte, die Privatklage gegen Gültigkeit verliert. Verschiedene Vorkommnisse der letzten Zeit Gutmütigkeit und Willigkeit in ihr steden, die sie zu einem hervor- die Prinzessin Henriette von Schleswig- Hollstein, jetzt verehelichte Tassen eine Bestimmung dieser Art dringend ratsam erscheinen. ragend„ brauchbaren" Dienstboten qualifizieren. Marie ist früher Geheimrat v. Esmarch zu Kiel, bei dem tgl. Schöffengericht in Kiel Ebenso ist es Pflicht der Vorstände und Komitees, dafür nach Mög- in zwei Familien je ein Jahr in Stellung gewesen. Im Herbst 1903 ein. In dieser wird der Beschuldigten zur Last gelegt, höchst ehrenlichkeit zu sorgen, daß bei Mehrbedarf an Bedienungspersonal der bescheinigte ihr die Frau eines Schlächtermeisters:„ Sie war stets rührige Behauptungen über sämtliche Verwandten des Fräulein Stellennachweis des„ Verbandes deutscher Gastwirts sauber, ehrlich, fleißig und zuverlässig". Und im Herbst 1902 hatte gerichteten bei dem tgl. Landgericht II Berlin niedergelegten Brief Milewski in einem an den Herzog Günter zu Schleswig- Holstein gehülfen"( Ortsverwaltung Berlin), Dircksenstr. 39 I, Telephon ihr ein Gerichtssekretär ins Zeugnis geschrieben:" Robend an aufgestellt zu haben. Nach§ 422 der Strafprozeß- Ordnung hat das Amt 3 1813, Berücksichtigung findet. Tut ein jeder seine Pflicht, zuerkennen war insbesondere ihr Betragen, ihre Zufriedenheit und Verfahren in Privatklagesachen in der Weise zu erfolgen, daß das so kann der Erfolg nicht ausbleiben. Lokale, die feine Säle Bescheidenheit, und es erweckte den Anschein, als ob sie zu Gericht die Klageschrift dem Beschuldigten unter Bestimmung einer haben, sind frei. Die Lokalfommission. Hause durch die Eltern zur Zucht und Ordnung angehalten wird". Frist zur Erklärung vorzulegen hat. Nach§ 423 1. c. hat dann das Man sieht es handelt sich um ein Mädchen, wie es keine Herrschaft Gericht nach Eingang der Erklärung des Beschuldigten zu besser wünschen kann. entscheiden, ob das Hauptverfahren zu eröffnen oder die Klage Bwei Jahre später entzog sich das Mädchen seiner dritten Herr- zurückzuweisen sei 2c. Nach§ 264 A61. 4 a. a. D. kann das Gericht schaft durch die Flucht. Als Zeugnis bekam sie weiter nichts als die Hauptverhandlung aussehen, falls diese infolge der veränderten dies:" Hat den Dienst ohne meine Erlaubnis mit Beihülfe ihrer teidigung angemessen erscheint. In dem erwähnten Privatklage„ Hat Sachlage zur genügenden Vorbereitung der Anklage oder der VerMutter verlassen". Ist das nicht merkwürdig? verfahren hat jedoch der betreffende Vorsitzende des Kieler Schöffen gerichts es für angezeigt gehalten, ohne erst die Erklärung der Angeschuldigten abzuwarten denn die Ents scheidung datiert bereits vom 4. Oktober cr.- einen Beschluß da hin zu erlassen, daß die Verhandlung über die erhobene Privatflage bis zur rechtsfräftigen Erledigung des beim fgl. Landgericht II Dienstags und Freitags von 1 bis 2 Uhr mittags. Berlin schwebenden Strafverfahrens gegen Fräulein Milewski ausB. Für Arbeiter allein: zusehen sei. Diese auffällige, von den allgemeinen prozessualen Vors Donnerstags von 7 bis 8 Uhr abends und am 1. Sonntag des schriften abweichende Entscheidung ist keineswegs geeignet, das beim Monats von 9 bis 10 Uhr vormittags. Publikum schon längst erschütterte Vertrauen zur deutschen Rechts C. Für Arbeiterinnen allein halten die Gewerbe- Inspektionssprechung wieder zu befestigen und das Gefühl der Rechtssicherheit Assistentinnen Fräulein Reichert, Fräulein Kummert und Fräulein zu erhöhen. Hoffentlich fordert dieser an sich bedeutungslose Fall Conradt zu den unter B angegebenen Zeiten Sprechstunden in den die öffentliche Aufmerksamkeit nicht weiter heraus. Räumen der Gewerbe- Inspektion Berlin O beziv. C und N ab. Außerdem find zur Auskunftserteilung über alle die GewerbeAufsicht betreffenden Angelegenheiten täglich von 1 bis 8 1hr Gewerbe- Aufsichtsbeamte in den Dienstlokalen der GewerbeInspektionen anwesend. Brit. Die Generalversammlung ist am Dienstag bei Weniger, Werderstr. 27. Auf Tagesordnung stehen Bericht und Neuwahl des Vorstandes. Bankow- Nieder- Schönhausen. Jeder Parteigenosse ist zu der am Dienstag, abends 812 Uhr, bei Großfurt, Berlinerstr. 27, stattfindenden Boltsversammlung hiermit eingeladen. Genosse Freiwaldt- Pankow wird über den Parteitag in Bremen berichten. " Schmargendorf. Dienstag findet im Wirtshaus Schmargendorf" eine Bersammlung des Wahlvereins statt. Aussprache über den Parteitag. Wahlverein Groß- Lichterfelde. Mittwoch, abends 8 Uhr, ist im Vereinslokale, Chaussee str. 104, Generalversammlung. Bericht und Neuwahl des Gesamtvorstandes und der Vereinsfunktionäre. Reinickendorf- Wilhelmsruh. Die Genossen werden darauf aufmerksam gemacht, daß am Montag abend im Schüßenhause, Residenzstraße 1/2, die Generalversammlung der beiden Wahlvereine stattfindet. Tagesordnung siehe Annonce. Ober- Schöneweide. Mittwoch, abends 81%, Uhr findet bei G. KaufWahlvereins statt. Tagesordnung: Bericht und Neuivahl. Gemeindehold, Wilhelminenhofstr. 18, die Generalversammlung des angelegenheiten. Vereinsangelegenheiten. M Gewerbe Inspektion. Zur Auskunftserteilung über alle die Zur Auskunftserteilung über alle die Gewerbe- Aufsicht betreffenden Angelegenheiten sind die GewerbeAufsichtsbeamten zu sprechen: A. Für Arbeiter und Arbeitgeber: burg. Schöneberg und Rigdorf sind wie folgt abgegrenzt: Die Bezirke der Gewerbe- Inspektionen für Berlin, CharlottenWahlverein Wilhelmsruh. Dienstag, abends 8 Uhr, findet Bolizeireviere 1, 2, 6, 12 bis 16, 19 bis 22, 27, 29, 38, 40, 55 1. Gewerbe- Juspektion Berlin C., umfassend die Bezirke der bei Hamann, Kronprinzenstr. 14, Vortragsabend statt. Genosse und 93. Giese spricht über:" Die Chemie im täglichen Leben". Heute, Sonntag, vormittags 10 Uhr, vom Lokal Wilhmrot aus HandzettelVerbreitung. Lokales. Wer ,, berdirbt die Dienstmädchen? Wenn gnädige Frauen zusammenkommen und über Dienstboten sprechen, dann erhebt sich ein lautes Klagen. Da schilt die eine, daß es ganz unmöglich sei, ein brauchbares Mädchen zu finden, da eifert eine andere, daß kein Mädchen mehr Luft habe, lange in einer Stellung auszuharren. Es ist, so seufzen fie, ein Jammer, daß man sich Dienstboten halten muß. 2. Gewerbe- Juspektion Berlin O., umfassend die Bezirke der Polizeireviere 23 bis 26, 43 bis 45, 48, 49, 52 bis 54, 65, 66, 70, 79, 86, 87, 94 bis 96, 102 und 103, sowie den Stadtkreis Rigdorf. 3. Gewerbe- Inspektion Berlin S., umfassend die Bezirke der Bolizeirebiere 28, 30, 31, 34 bis 36, 39, 41, 42, 47, 56, 63, 67, 71 bis 73, 78 und 85, sowie den Stadtfreis Schöneberg. 4. Gewerbe- Inspektion Berlin W., umfassend die Bezirke der Polizeireviere 3 bis 5, 8, 32, 33, 37, 57, 58, 64, 74 bis 77, 83, 84, 91, 100 und 104, sowie den Stadtkreis Charlottenburg. 5. Gewerbe- Inspektion Berlin N., umfassend die Bezirke der Polizeirebiere 7, 9, 10, 11, 17, 18, 46, 50, 51, 59 bis 62, 68, 69, 80 bis 82, 88 bis 90, 92, 97 bis 99, 101 und 105. Uebersicht der Gewerbe- Inspektionen und der Gewerbe- Aufsichtsbeamten von Berlin, Charlottenburg, Schöneberg und Rigdorf. Bezeichnung Inspektion GewerbeInspektoren Wenn nur nicht die Herrschaften selber es den Mädchen so sehr schwer machen wollten,„ brauchbare" Dienstmädchen zu werden! Wenn sie nur nicht selber sie dazu trieben, eine kaum angetretene der GewerbeStellung baldigst wieder aufzugeben! Wenn sie nur einzusehen vermöchten, daß sie es sind, die so manches Dienstmädchen, ber- stgl. Gewerbe- Dr. Jungfer. derben"! lieren und schlecht werden". Insp. Berlin C. Beamte der Gewerbe- Inspektionen Dr. von Finch, Wehlmann, Diensträume der GewerbeInspektionen Gewerbe NO. 43, Referendare. Georgen- StirchFrl. Kummert, Assistentin. play 21. N. 20, BrinzenGewerbe Referendare. tgl. GewerbeSnsp. Berlin N. Dr.. Rasch. Dr. Dewit, Steinhoff, Wolf, Frl. Conradt, Assistentin. Donath, } Insp. Berlin O. Zöllner, Gewerbe- Referendar. Frl. Reichert, Assistentin. gl. GewerbeLampe, GewerbeSnjp. Berlin S. Gewerberat. Edey, Referendare. Kgl. Gewerbe- von Gizydi. Lohmann, GewerbeInsp. Berlin W. Friz, Referendare. " Allee 88. SO. 26, ElisabethUfer 45. Schöneberg, Geisbergstr. 38. NW. 52, Calvinstr. 13. ,, Wider die Pfaffenherrschaft", Kulturbilder aus den Religions. kämpfen des 16. und 17. Jahrhunderts, reich illustriert mit Bildern und Dokumenten aus der Zeit. Von Emil Rosenow. Mit dem uns vorliegenden 26. Heft beginnt der zweite Band des Werkes. Jm 15. Kapitel, dem Anfang des 2. Bandes, kommt„ Die schwäbischfränkische Bauernrevolution" zur Darstellung, in dem der Verfasser unter anderem behandelt: Der Charakter des Bauernkriegs- Das Schiedsgericht zu Stockach, die geheime Politik der Herren und die allgemeine Er hebung der Bauern Die deutschen Landsknechte Zwölf Artikel und Artikelbrief Erhebung in Franken Jäcklein Rohrbachs Blutgericht zu Weinsberg Der Höhepunkt der Bauernbewegung und die Reaïtion Wie der Truchseß sich bei Weingarten aus der Schlinge zog- Berrat von Böblingen- Die Nache für Weinss berg Florian Geyers Untergang- Das Blutgericht in WürzVerrat. burg, in Franken und in der Pfalz Die Justrationen des Heftes bieten einen interessanten Gins blick in die Leiden und Freuden des mittelalterlichen Bauernstandes. Das Werk erscheint in wöchentlichen Lieferungen à 20 Pfennig, und fann von allen Parteibuchhandlungen und Kolporteuren, in Berlin auch von den Parteispeditionen und Zeitungsspediteuren bereits erschienenen Hefte nachbeziehen. bezogen werden. Abonnenten können jederzeit eintreten und die Der Stadtbaumeister von Charlottenburg". Ein hiesiger Zimmer meister erhielt dieser Tage den Besuch eines Herrn, der sich ihm als Stadtbaumeister von Charlottenburg vorstellte und mitteilte, daß er ihm den Abbruch der Charlottenburger Brücke, die neu gebaut werden soll, übertragen wolle. Der Meister freute sich sehr über diese Aufmerksamkeit und noch mehr über die lohnende Arbeit, dachte sich auch nichts weiter dabei, als der Stadtbaumeister ihm gestand, daß er augenblicklich in Verlegenheit sei, und gab ihm gern, was er verlangte. Als er merkte, daß er einem Gauner in die Hände gefallen war, kam das Nachdenken zu spät. Der Herr Stadtbaumeister hat übrigens, wie spätere Anzeigen und Ermittelungen ergaben, nicht bloß diese eine, sondern noch verschiedene andere Arbeiten zu vergeben und verlegt je nach diesen Arbeiten seinen Amtsfig auch nach anderen Vororten. Sehr verlockend ist es ja ohnedies nicht, Dienstbote zu sein. Die Eigenart einer solchen Stellung ist längst nicht mehr in Einklang zu bringen mit den Anschauungen unserer Zeit. Selbst bei der verständigsten und freundlichsten Herrschaft haftet dem Berhältnis zwischen Herrschaft und Dienstbote immer noch ein Stück Sklaven- gl. Gewerbe Dr. Fischer. Schmidt, Gewerbe- Assessor. tum an; selbst dort muß ein Mädchen, in dem einiges Selbstgefühl steckt, zugleich eine starke Portion Selbstüberwindung befizen, um in dieses Verhältnis sich schicken zu können. Wo aber unvernünftigste Anforderungen an die Arbeitskraft eines kaum der Schule entKrokodil- Dressur. Die Dressur des Krokodils ist ein Gebiet, wachsenen jungen Dinges gestellt werden, wo über jedes Versehen auf das sich bisher wegen seiner Gefährlichkeit und Schwierigkeit mit lieblosem Schelten und noch Schlimmerem quittiert wird, da darf illustrierte Wochenschrift" In Freien Stunden", von der Heft 41 weniger um rationelle Zähmungsversuche als um Experimente Romane und Erzählungen für das arbeitende Volk bringt die nur vereinzelte Forscher gewagt haben, bei denen es sich dann auch man sich nicht wundern, wenn selbst willigere Mädchen die Luft ver- heute ausgegeben wird. Das Heft bringt die Fortsetzung von handelte, auf Grund deren sie einen Einblick in die Lebensgewohn C. Spindlers Roman Der Jesuit" und den Anfang der überaus heiten dieser Reptilien zu gewinnen suchten. Zu diesen gehört u. a. Es ist nicht ohne Nugen, von Zeit zu Zeit an einem Einzel- interessanten Erzählung:„ Eine Scheinehe und ihre Folgen" von Professor Paulbert von der Sorbonne in Paris, der nachgewiesen Beispiel zu zeigen, was alles einem Dienstmädchen von J. N. Potapenfo. Es sind echt russische Bilder, die der Verfasser hier hat, daß bei einem Krokodil von 3 Meter Länge ein Druck von seiner Herrschaft geboten werden darf, ohne daß aufrollt. Merkwürdige Szenen, eigenartige Charattere treten hervor 350 Kilo dazu gehört, den Rachen zu öffnen. Gegenwärtig tritt es einen gesetzlichen Schuß dagegen gäbe. Das Gesetz steht auf der aus dem nach Befreiung und Vertiefung des Lebens dürstenden im Zirkus Schumann der französische Naturforscher Pernelet auf, Seite der Herrschaft, und sie nuuß es schon sehr arg getrieben haben, Bildungsproletariat des großen Barenreiches, auf dem der drückende der 40 Krokodile vorführt. Natürlich lassen sich diese bei ihrer wenn es einmal gelingen soll, ihr an den Kragen zu kommen. Das Fluch der Unfreiheit lastet und Konflikte aller Art hervorbringt. Trägheit keine pompösen Tricks beibringen; die Vorführungen be= Tschepurenko, der arme Volksschullehrer, läßt sich auf Zureden schränken sich darauf, daß Mr. Pernelet einige waghalsige Experi= besondere„ Recht", unter das die Dienstboten durch die sogenannte guter Freunde bewegen, mit der Tochter eines reichen Getreide- mente ausführt, aus denen hervorgeht, daß er die Tiere troh ihrer Gefinde- Ordnung gestellt sind, gestattet der Herrschaft eine Behandlung händlers eine Ghe zu schließen, um das Mädchen, das angeefelt ist Wildheit und hinterlist bis zu einem gewissen Grade zu bändigen ihrer Dienstmädchen, wie sie keine andere Arbeiterin zu dulden braucht. von dem müßigen Leben im väterlichen Hause, aus der elterlichen vermag. Pernelet beschäftigt sich nunmehr seit 20 Jahren mit der Ein Dienstmädchen muß das äußerste an Entwürdigung Gewalt zu befreien. Seine aufgedrungene Braut verspricht, die Dressur dieser gefräßigen Reptilien. Sie sind außerordentlich schwer ohne Gegenwehr über sich ergehen lassen und muß sich dann obenein Wege seines Lebens später nie mehr zu freuzen. Allein das Leben zu behandeln, je nach ihrer Individualität. Einige müssen brutal, bon der kalt lächelnden Herrschaft noch darüber belehren lassen, daß lenkt auch hier die Dinge anders, als der Mensch sich vorher gedacht. einige mit Sanftmut genommen" werden, und nur durch genaue das alles den Gesetzen entspricht. Tschepurenko lernt eine Kollegin kennen, die seine Neigung gewinnt Kenntnis der einzelnen Bestien ist es möglich, sich unter sie zu und mit der er nun ein freies Zusammenleben führt, während wagen. Oftmals hat er schwere Bißwunden davongetragen, ihm Ein Fall, der Beachtung verdient, hat kürzlich die Polizeibehörden Darja, die Tschepurento angetraute Frau, in einem aufreibenden fehlt z. B. der Zeigefinger der rechten Hand, einmal mußte er Berlins und Nixdorfs beschäftigt. Bei der Frau eines Kaufmanns M. Stampfe ums Dasein zugrunde geht. wegen eines Bisses neun Monate ununterbrochen im Hospital zuin der Camphaufenstraße war eine jetzt siebzehnjährige Marie Sch., Die einzelnen Personen treten lebendig und natürlich vor die bringen, und selbst heute muß er, während er mit einem Tier Tochter eines in Rigdorf wohnenden Maurers, seit Herbst 1903 als Augen des Lesers; die Kunst des weit über die Grenzen Rußlands arbeitet, die anderen mit der größten Aufmerksamkeit beobachten. Mädchen für alles. Die gnädige Frau neigte selbst bei geringen rühmlichst bekannten Erzählers beweist sich hier aufs beste und läßt Das junge, eben dem Ei entschlüpfte Krokodil, das bereits 80 Zähne Versehen des Mädchens zur Anwendung starker Belehrungsmittel. die Lektüre zum Genuß werden. hat, beißt sofort und ist imstande, eine stark blutende Verlegung Einmal puzte Marie Schlösser und beschmußte dabei den Teppich. Als fleine Stizze enthält dieses Heft„ Bergessene Wissen- an der menschlichen Hand herbeizuführen. Als Frau M. dazufam, ließ sie ihr die nötige Belehrung zuteil schaften". Am 1. Juli hat ein neues Abonnement begonnen, auf das wir unsere Leser aufmerksam machen. Abonnenten können jederwerden. Marie hat ihren Eltern den Vorgang so dargestellt, daß sie zeit eintreten und die bereits erschienenen Hefte nachbeziehen. eine alte.. genannt und in den Rücken geknufft wöchentlich erscheint ein 24 Seiten startes Heft für 10 Pfennige, das worden sei. Dergleichen verstößt keineswegs gegen das Gefeß, so man Gesindeordnung nennt; aber Frau M. Hat eine mildere Dar stellung gegeben. Die Eltern jedoch glaubten der Tochter, und da sie von der Familie M. schroff zurückgewiesen wurden, so nahmen sie Marie nach Hause. Herr und Frau M. Bestanden indes auf Fortsetzung des Dienstes, machten von dem ihnen nach der Gesindeordnung zustehenden Recht Eine Kolportageschwindlerin, die unter dem Deckmantel der Frömmigkeit gute Geschäfte machte, wurde gestern von der Polizei unschädlich gemacht. Wie wir früher einmal mitteilten, machte sich von allen Barteibuchhandlungen und Kolporteuren, in Berlin auch eine" fromme" Frau auf den Hintertreppen an die Dienstmädchen von den Parteispeditionen und Zeitungsexpeditionen geliefert wird. heran und veranlagte sie zur Unterschrift auf den Bezug eines christlichen Werkes, wodurch sie zugleich Mitglieder einer frommen Gemeins Eine neue Riefenbrücke. Die Stadtverordneten Dinse, Gericke, schaft würden. Sobald sie die verlangie Anzahlung erhalten hatte, Sachs und Buchow haben bei der Stadtverordneten- Versammlung verschwand sie und ließ sich nicht mehr sehen. Die Mädchen warteten beantragt, einen Gemeindebeschluß vom Jahre 1888 über den Bau umsonst auf das bestellte Werk und entdeckten trotz allen Suchens einer Brücke über den Bahnhof Butligstraße zur Verbindung der auch von der christlichen Gemeinschaft keine Spuc. Gestern hatte die verlängerten Stromstraße und jezigen Butligstraße mit dem Nord- Schwindlerin das Pech, eine der Geprellten zum zweitenmal auf Vermischtes. Zum Glüd Unt usuchen. Das Mädchen war vom Westen, wo es um zehn Mark der Sezessionsbühne her. Sein Schlager, der tschechische Fremden- Aus Lichtenberg wird uns geschrieben: Der Sturm hat auch erleichtert worden war, nach dem Centrum verzogen, erkannte die führer, wirkt in seiner Deutschenfeindschaft wie früher so auch jetzt hier böses Unheil angerichtet. Nachts 21, Uhr wurde die freiwillige Schwindlerin, die es hier nicht vermuten konnte, sofort wieder und belustigend. Ferner ist das Motogirl in seiner unübertrefflichen Auto- Feuerwehr nach der Pfarrstraße gerufen, wo das Gerüst am ließ sie festnehmen. Die Verhaftete, die von der Kriminalpolizei als matennatur wieder da, ebenso die Jongleurtruppe Agoust. Die Gemeindeschulbau zusammengebrochen war. eine Frau Dräger aus der Liesenstraße 14 festgestellt wurde, tat Barfußtänzerin Howard de Grey hat ja ebenfalls schon tamen Menschenleben nicht in Gefahr. In zweistündiger Arbeit sehr entrüstet, daß man sie so verdächtige und beschuldige, die früher von sich reden gemacht; einmal vor zwei Jahren, als sie räumte die Feuerwehr die Trümmer beiseite. Kriminalpolizei fand aber in einem Buche, das sie bei sich führte, im hiesigen Apollo- Theater war, und dann doch schweigen wir die Namen und Wohnungen einiger fünfzig Mädchen, die ihr je fünf von dieser jetzt abgetanen Geschichte. In ihrer Kunst hat die Dame hältnismäßig flott ist, fann über ein Leerstehen von Wohnungen Mariendorf. Trotzdem auch hier die Bautätigkeit ver bis zehn Mark geopfert hatten. Unter diesen Umständen hatte die sich ganz bedeutend vervollkommnet; ihre Tänze find vollendete in neuen Häusern nicht geklagt werden. Auch geben die Mietspreise Entrüstung keinen Erfolg, Frau Dräger mußte vielmehr vom Grazie. Seltsam finden wir nur den Brauch dieser Künstlerin, sich den Berlinern nichts nach, denn 2 Stuben 2c. fosten bis zu 400 m., Alexanderplatz nach Moabit in das Untersuchungsgefängnis wandern. an Stelle des Trikots mit einer Unmenge Buder zu bedecken. Ein ein Beweis dafür, wie groß der Mangel an guten Wohnungen hier Ein neuer Schulbau wird zu Beginn dieses Winterhalbjahres in beachtenswertes Ballett tanzen die Damen Fiorentini und Härtell ist. Es dürfte selbst bei noch stärkerer Bautätigkeit eine leberBenutzung genommen, das Gemeindeſchulhaus in der Greifenhagener in dem„ Pas de deux oriental". Eine hervorragende Gesangs- produktion an guten Wohnungen vorläufig nicht eintreten. Straße. Das dreistöckige Gebäude, das nach der Straße hinaus fünstlerin ist Liane de Vries. Erwähnt seien noch als vortrefflich der minder bemittelten Bevölkerung Mariendorfs auch im Winter eine Front von stattlicher Breite hat, ist ein einfacher Backsteinbau. die Romsakoffs, russische Tänzerinnen, und die ganz originellen Badegelegenheit zu geben, stellte der sozialdemokratische Wahlverein Nur zur Gliederung der Fassade ist Werkstein mitverwendet worden. Papierkünstler Morton und Elliot. den Antrag an die Gemeinde: in Ermangelung einer öffentlichen Der mittlere Teil, in dessen obersten Stockwerk die Aula sich befindet, Die Arbeiter- Bildungsschule Badeanstalt die Badegelegenheiten in der Schule, welche ist von einem weithin sichtbaren Uhrturm bekrönt. Die Kosten der nur wenig benutzt werden, den Einwohnern eventuell gegen ein Bauausführung belaufen sich auf rund 700 000 m. Das neue eröffnet am morgigen Montag wieder ihre Kurse, und unsere Schulhaus bietet Raum für zwei Schulen mit zusammen 36 Klaffen Leser sind bereits durch die wiederholte Annonce über Lehrplan, Entgelt zur Verfügung zu stellen. Man darf gespannt sein, ( ungerechnet 2 Physikklassen). Es soll zivet bereits bestehende Zeit und Ort der Kurse unterrichtet. Der Lehrplan ist für das welches Verſtändnis die Gemeindevertretung dieser hygienischen Gemeindeschulen aufnehmen, die bisher in der Nachbarschaft unter- kommende Quartal bedeutsam erweitert, neben der National- Forderung entgegenbringen wird. gebracht waren. ökonomie( theoretische Nationalökonomie, 1. Teil), Geschichte Burow und Lint. Eine gefährliche Schwindler- Gesellschaft treibt( von der Völkerwanderung bis zu den großen Erfindungen und Entgegenwärtig ihr Unwesen und schädigt die hiesigen Geschäftsleute. Deckungen des 16. und 17. Jahrhunderts), sozialer Gesezgegenwärtig ihr Unwesen und schädigt die hiesigen Geschäftsleute. gebung( Arbeiterversicherung), den beiden Kursen für Nede= Ein etwa 26jähriger Mann erscheint in Begleitung einer zirka uebungen, zeigt er diesmal einen Kursus über Natur20jährigen Dame, angeblich seiner jungen Frau, in Verkaufslokalen Explosionskatastrophe in Siegburg. Die Sieg Zeitung" von Spezialgeschäften und macht für seine neu einzurichtende Haus- erkenntnis( Entwicklung des Weltalls und der Erde) und einen meldet: Sonnabend vormittag 10% Uhr explodierte in einem Ges haltung größere Aufträge mit der Bestimmung, daß die bestellten staatswissenschaftliche praktische Uebungen vorgenommen werden bewahrt werden, ein Kessel mit Explosivstoffen. Acht in der Nähe Fortschrittstursus in Nationalökonomie, in dem bäude der Geschoßfabrik, in welchem die Geschosse gefüllt und aufWaren an Burow und Zint, Konfektionsgeschäft, Kastanien- sollen. Allee 50/51, zu liefern seien. Das genannte Haus besitzt nicht beschäftigte Arbeiter erlitten teils schwere, teils leichte Verlegungen. weniger als drei Ausgänge nach der Kastanien- Allee, dem Zionskirch- seiten der Berliner Arbeiterschaft vor allem dadurch dank- mißt. Das Gebäude stand in furzer Zeit in Flammen. Tausende Diesem Bestreben der Schule, stetig fortzuschreiten, sollte von Einer derselben ist bereits gestorben. Einige Arbeiter werden verplaz und der Zionskirchstraße. Erscheinen nun die Hausdiener der bare Anerkennung bewiesen werden, daß ihre Teilnahme an von Geschossen explodierten unter furchtbarem Kenall, mächtige RauchGeschäfte, so suchen sie zunächst an der angegebenen Adreſſe vergeblich dem Unterricht auch stetig fortschritte. Leider nach der Konfektionsfirma. Eine zufällig" vor der Tür stehende, ein großer Teil unserer Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen es noch wegen der Gefährlichkeit. Gegen 1 Uhr hörte man weitere Gr aber läßt Wolken emporsendend. An ein Löschen konnte nicht gedacht werden etwa 50jährige Frau kann jedoch den Boten mitteilen, daß Burow bei der inneren Wertschätzung der Arbeiter- Bildungsschule bewenden, plojionen. Das Gebäude brennt weiter, doch scheint die größte Geund Lint im Vorderhause vier Treppen wohnen, und während nun ohne durch äußere Teilnahme, fei es als Mitglied oder Unterrichts- fahr vorüber zu sein. der Hausdiener sich hinauf begibt, suchen die Schwindler den Ge= schäftswagen zu plündern und dann, mit ihrem Raub durch das Haus teilnehmer, die eigentlichen Zwecke und Absichten der Schule direkt zu unterstützen. Die kämpfende Arbeiterschaft weiß von jeher die durchgehend, in einer Nebenstraße zu verschwinden. In welchem Bildung als Kampfmittel zu schätzen, und sie hat sich in Umfange das Verbrecher- Trio den Schwindel betreibt, zeigt die Tat- Berlin durch die Arbeiter Bildungsschule selbst ein Institut geschaffen, sache, daß bis zu sechs Firmen an einem Tage die Waren abliefern dieses Kampfmittel zu verbreiten und zu verbessern, aus eigener wollten. Burow und Lint kaufen alles. So wurden bisher Teppiche, Kraft zu eigenen Zwecken. Es ist ihre Pflicht, dafür Sorge zu Mobiliar, Gastronen, Kücheneinrichtungen, Porzellan- und Emaille- tragen, daß dieses Institut durch immer weitere und stärkere TeilGeschirre, Tafelaufsäße, Silbergeschirre, Juwelen und Goldschmuck- nahme seine Zwecke erfüllen kann. Und so hoffen und wünschen wir, sachen, Nipsgegenstände, Gardinenstoffe uſw. angeliefert. Zahlreiche daß gerade auch für die bevorstehenden Kurse unsere Berliner Geschäftsleute haben, bevor sie die Aufträge effektuierten, im Hause Arbeiter und Arbeiterinnen ihr möglichstes an Teilnahme leisten, Erkundigungen eingezogen und wurden gewarnt. Soweit wie möglich wurden auch die Hausdiener bei den Anlieferungen auf den sie dienen damit nicht nur der Arbeiter- Bildungsschule, sondern am Betrug aufmerksam gemacht, aber man unterließ das Wichtigste, meisten sich selbst! der Polizei Anzeige zu erstatten resp. das Schwindler- Trio festzunehmen. Pfandschein- Schieber entwickeln zurzeit wieder eine rege Tätigleit und suchen ihre Opfer auf und vor dem Grundstück der städtischen Versteigerungshalle in der Neuen Schönhauserstraße, wo sie mit größter Ungeniertheit, fast unter den Augen der Polizei, operieren. Sie„ arbeiten" in derselben Weise wie die Nepper. Sie bieten dem Opfer einen Pfandschein über eine Uhr oder ähnliche Gegenstände zum Kauf an und fordern dafür in der Regel die Hälfte des Beleihungspreises des Gegenstandes. In dem Augenblid, in dem der zu Rupfende sich in Unterhandlung mit dem„ Schieber" einläßt, erscheint ein Sachverständiger", der gern den Pfandschein kaufen möchte, jedoch eine Kleinigkeit weniger bietet als jener fordert und sucht dann dem Verkäufer klar zu machen, daß er als Händler, dem die Sachen vielleicht so und so lange lagerten, anständig verdienen müsse. Im Notfall erscheint dann ein zweiter Händler" als schweres Geschüß, der bereit ist, den vollen geforderten Preis zu zahlen, und nunmehr greift gewöhnlich das Opfer ohne Bedenken zu, um nachher, wenn er den betreffenden Gegenstand einlöst, seinen Schaden zu erkennen. " Junge Liebe. Zu der unter dieser Stichmarke gebrachten Meldung über den Selbstmord eines Liebespaares wird uns von Verwandten des Werkmeisters Max Klobe mitgeteilt, daß dieser ein anständiger und arbeitsamer Mann gewesen ist. Zeugnisse der Arbeit geber, die uns vorgelegt wurden, bestätigen diese Angabe. Unter diesen Umständen bedauern wir selbstverständlich, daß eine falsche Charakteristik des Unglücklichen ins Blatt gelangt ist. Bei der Arbeit verunglückt ist der 37 Jahre alte Schornsteinfeger Hermann Reich aus der Burgsdorffstr. 13. Er stürzte gestern eine Treppe hinab, konnte aber noch nach Hause gehen. Erst in der Nacht stellte sich heraus, daß er sich schwere innere Verletzungen zugezogen hatte, und der Verunglückte mußte mun unverzüglich in ein Stranten haus gebracht werden. Der Zentralverband der Maurer sendet uns folgende Mitteilung zu:" Gegenüber der Berichtigung des Herrn Herrnsdorf in Nr. 233 bleiben wir dabei, daß der Gerüsteinsturz in der von uns geschilderten Weise erfolgt ist; von einem Herabfallen der Steine auf das Gefims kann schon um deswillen keine Rede sein, weil das Gerüst tiefer lag als das Gefims. Was die Entlassung der Lohmmaurer betrifft, so halten wir das in Nr. 231 Gesagte aufrecht." Aus den Nachbarorten. Johannisthal. Die bürgerliche Mehrheit der Gemeindevertretung hat den Fußtritt, den ihr die Regierung durch die Nichtbestätigung des von der Vertretung gegen nur eine Stimme gewählten sozial demokratischen Schulvorstandsmitgliedes versetzt, mit der den Leutchen anhaftenden Untertänigkeit entgegengenommen. Bei der Neuwahl fand nur ein bürgerlicher Vertreter den Mut, gegen den kecken Eingriff der Regierung in das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinde zu protestieren. Da ein Mandat der dritten Abteilung durch den Wegzug des Genossen Mertins frei ist, mußte schließlich das Los zwischen dem Vertreter Radumike( Soz.) und dem Vertreter Rehbein entscheiden. Der bürgerliche Vertreter war der glückliche Gewinner. Mit diesem so gewonnenen Schulvorstandsmitgliede wird die Negierung ohne Zweifel zufrieden sein, da der Mann fleißiger Kirchengänger und strammer Patriot ist. " Die Sieg- Zeitung" meldet weiter über das heutige Unglüd: In den Räumen der Geschoßfabrik, in dem die Explosion erfolgte, wurden die Geschosse auf elektrischem Wege mit Sprengstoff gefüllt. Man nimmt an, daß die Explosion durch Kurzschluß in der elektris schen Leitung entstanden ist. Die Detonationen dauerten bis 2 Uhr nachmittags. Vor Ablauf von 24 Stunden ist eine nähere Untersuchung wegen der damit verbundenen Gefahr nicht möglich. Wie verlautet, lagerten in dem betreffenden Raum 60 000 Schrapnells; in dem Raume waren 100 Arbeiter tätig. Von den Arbeitern, die sich in unmittelbarer Nähe des Kessels aufhielten, wurden einer sofort getötet, drei schwer, fünf leicht verlebt; von den Vermißten wurden nachmittags um 6 Uhr zwei mit zerschmetterten Gliedern tot aufgefunden. 18 Berglente tödlich verunglückt. Wie der Draht aus Köthen ( Anhalt) meldet, sind bei dem Wasser- und Schlammdurchbruch in dem der Grube„ Leopold" gehörenden Franz- Kohlenwerke 18 Bergleute tödlich verunglückt und vorläufig nicht erreichbar. Die tiefste Sohle ist größtenteils verschlammt, auf der Obersohle wird die Förderung in dem bisherigen Umfange fortgesetzt. Ein Teil der Belegschaft ist nach der Grube„ Leopold" übernommen worden, so daß etwa zwei Drittel der bisherigen Förderung des FranzSohlenwerkes erzielt werden können. Die stärkeren Wasserzuflüſſe haben aufgehört, mit dem Aufschlammen wird alsbald begonnen werden. Sieben Arbeiter ertrunken. Die Neue Badische Landeszeitung" meldet aus Radolfzell: Auf der Heimfahrt von hier nach 38nang eriranten gestern abend sieben Arbeiter durch Umschlagen des Bootes im Bodensee. " Steglit. Ich erteile dem Herrn Referenten das Wort!"( Kurze Vor eine recht eigenartige Untersuchung gestellt wurde, so bes Begründung seitens des Herrn.)" Ich eröffne die Debatte. Zum richtet man uns unterm 7. Oktober aus alle, in der Nacht zum Wort hat sich niemand gemeldet. Ich schließe die Debatte. 5. August die hiesige Polizei. Die Kellnerin Emilie Thierbach Widerspruch ist nicht erfolgt der Antrag ist angenommen." Nach hatte sich gelegentlich eines Befuches bei einem Studenten in Männers dem sich dieses Morricl achtmal wiederholt hatte, waren ebensoviel fleidung geworfen und, mit einer Studentenmüße auf dem Kopfe, te der Tagesordnung der gestrigen Situng der Ge- umringt von etwa 15 Kommilitonen, einen Rundgang auf dem meinde- Certretung erledigt. Zwei Sachen wurden in die sogenannten Schlamm gemacht, einer Straße, in der die Freuden geheime Sigung verwiesen, und zwar die Bewilligung eines Ehren- mädchen wohnen. Bei dem nächtlichen Spaziergange ging es fo Geschenkes an einen Tischlergesellen, welcher 30 Jahre bei einem bunt her, daß die Polizei einschritt, der es schwer fiel, festzustellen, und demselben Meister gearbeitet hat, und ein Antrag auf Abschluß ob sie es in Fräulein Thierbach mit einem Männlein oder einem einer Haftpflichtversicherung. Erst bei dem nach Erledigung der Weiblein zu tun hatte. Die von dem Beamten an Fräulein Thierstatistik- Kommission, im Monat November abermals eine Statistik Sie ein Herr oder eine Dame?" rief unter den Kommilitonen große Tagesordnung eingebrachten Dringlichkeitsantrag der Wohnungs- bach gerichtete Frage:" Im Namen des Gesetzes frage ich Sie, sind legenheit erfuhr man auch, daß die 1901 beschlossene und 1902 Sergeant, das ist ein russischer Student, der versteht nicht aufzunehmen, fam etwas Leben in die Bude" Bei dieser Ge- Heiterkeit hervor, und ein Student entgegnete: Wissen Sie, Herr aufgenommene erste Wohnungsstatistik noch immer nicht ver- deutsch". Der Beamte erklärte schließlich dem„ Bruder Studio": arbeitet ist. Der letzte Sündenbock an dieser unerhörten Ver=„ Wenn Sie nicht erklären, ob Sie ein Herr oder eine Dame find, schleppung ist der Statistiker, dem das Material zur Bearbeitung dann nehme ich Sie mit zur Wache und lasse Sie von dem Ges übergeben war. Der Redner sprach davon, daß die Gemeinde von fangenenaufseher untersuchen." Bei der Untersuchung legte Fräulein dem Herrn, der ihr aufs beste empfohlen war, schmählich getäuscht Thierbach ein offenes" Geständnis ab. Auf der Wache mußte die worden sei. Zwischen ausbesizern und Mietern ent- Th. sich umkleiden und dann konnte sie wieder das Wachtlokal verspann sich ein kleines Gepläntel über den Nutzen der Statistik über- laffen. Auf Grund dieses Scherzes wurde die Kellnerin vom haupt, und das Ende vom Liede war die Ablehnung des An- Schöffengericht wegen Infugs zu 6 M. Geldstrafe verurteilt. trages durch die Hausbesitzer. Ueber den materiellen Inhalt der Eine Jagdtragödie. Aus Sonderburg auf der Insel auf oben geschilderte Weise gefaßten Beschlüsse sei folgendes mitFeuerbericht. Ueber ein Dugend Alarmierungen hatte die Wehr geteilt: Es wurden bewilligt 50 000 M. zur Erweiterung der Pump- Allsen wird gemeldet: Der Landmann Christensen aus Haraskop in den letzten 24 Stunden zu verzeichnen. Sonnabend nachmittag station; zur Aufbringung dieser Summe und zur Deckung einiger hat nachts auf der Jagd versehentlich zwei Brüder er. gegen 3 Uhr wurde sie nach der Küraffierstr. 19 gerufen, weil hier anderer Bedürfnisse würde die Aufnahme einer Anleihe im Betrage chossen. Christensen glaubte im Gebüsche Rehe zu entdecken, im linken Seitenflügel in dem Farbenlagerkeller der Farbenhandlung von 115 000 m. beschlossen. Die seit 1. April d. J. bestehende öffent- schoß und die Ladung drang den zwei jungen Leuten von W. Lohmann auf nicht ermittelte Weise Feuer ausgekommen liche höhere Mädchenschule hat bereits 95 Schülerinnen aufzuweisen, war fünfzehn, der andere siebzehn Jahre alt war, das einen größeren Umfang anzunehmen drohte. Der 17. Lösch- wodurch sich die weitere Bereitstellung zweier Unterrichtsräume auf Wild gelauert hatten, in den Kopf. Die beiden Unglücklichen zug war aber schnell zur Stelle und konnte die Gefahr innerhalb nötig macht. Auch diese Kosten wurden bewilligt und gleichzeitig waren sofort tot. Christensen stellte sich freiwillig der Polizeis einer halben Stunde beseitigen. Vorher gingen in der Kochstr. 49 beschlossen, in den Etat die Summe von 7000 M. einzustellen zwecks Gardinen in Flammen auf, während in der Markusstr. 24 allerhand Anstellung eines Oberlehrers( 4000 M.) und eines MittelschulVerpackungsmaterial brannte. In der Rheinsbergerstr. 49 und in lehrers( 3000 M.) an dieser Anstalt zum 1. April 1905. An der der Zionskirchstr. 9 hatte die Wehr in der letzten Nacht mit der Ab- Fortbildungsschule macht sich die Einrichtung einer Vorklasse nötig löschung von Wohnungsbränden zu tun. Im wesentlichen wurden( Kosten 300 M.), ebenso muß in der Oberrealschule die Serta in beiden Fällen Möbel, Decken und Kleidungsstücke beschädigt. geteilt werden, was einen Aufwand von 1500 M. erfordert. SchließAllerlei Gerümpel und alter Hausrat war in der Anhalt- lich erteilt die Versammlung noch dem Gemeindevorsteher die Gr= straße 4 in einem Keller in Brand geraten, der indes vom mächtigung, zum Zwecke der Vergrößerung des Marktplates 9. Löschzuge in kurzer Zeit unterdrückt werden konnte. Nach der gegen einen anliegenden Eigentümer das Enteignungsverfahren einKöpenickerstr. 33 wurde die zweite Löschkompagnie gerufen, weil dort zuleiten. ein Pferd mit samt dem Wagen in die Spree gestürzt war. Die Anmutige Lohnbrüderpraktiken scheinen in der Haselhorster Wehr holte das Pferd, das dem Verenden nahe war, nach mühe- Militär- Konservenfabrik jebt in Aufnahme kommen zu follen. voller Anstrengung aus den Fluten wieder aufs Trockene. Betten Während in den früheren Betriebsperioden ungelernte männliche hatten gegen abend in der Klopstockstr. 52 in einer Schlafftube Feuer Arbeiter gegen einen Tagelohn von 3 M., gelernte Arbeiter nicht gefangen. Alle übrigen Alarmierungen, die noch im Laufe des gestrigen Lages aus der Schulstr. 1, Lübeckerstr. 51 und noch aus verschiedenen anderen Stellen einliefen, betrafen durchweg Brände, die teils vor Ankunft der Löschzüge von Hausbewohnern bereits beseitigt waren, teils die Wehr nur kurze Zeit in Anspruch nahmen. unter 3,50 M. eingestellt worden sind, wird in diesem Jahre versucht, die Arbeiterlöhne start herabzudrücken. Arbeiten, die früher im Afford ausgeführt wurden( z. B. Kohlenabtragen) und einen Verdienst von 4 M. und darüber pro Tag abwarfen, bot man in diesem Jahre einigen Arbeitern gegen einen Tagelohn von 2 M. Klempner wurde ein Tagelohn von 2,50 M. geboten, während der in an; natürlich verzichteten die betr. Arbeiter dankend. Einem Spandau ortsübliche Lohn für Klempner mindestens 3,50 M. be= trägt, welcher Lohn auch früher in der Konservenfabrik gezahlt wurde. Es scheint, als ob die Heeresverwaltung hier Sparsamkeit auf Kosten der Arbeiter betreiben möchte. Der Schwimmverein Vorwärts", der größte Schwimmberein Berlins, Mitglied des Arbeiter- Schwimmerbundes, hat in Ghar lottenburg eine Abteilung gebildet. Diese schwimmt Mittwochs abends 7 Uhr und Sonntags vormittags 8 Uhr in der städtischen Badeanstalt, Krummestraße. Nichtschwimmer fönnen das Schwimmen erlernen. Neue Mitglieder, auch Knaben, können sich in den Ülebungsstunden anmelden. Mittwoch abends 9 Uhr nach dem Schwimmen Spandau. Die Angelegenheit des Forstverkaufs nimmt Versammlung im Boltshause, Rosinenstr. 3: Erste Uebungsstunde denjenigen Verlauf, den unsere Parteigenossen im Stadthause vorVersammlung im Voltshause, Rosinenstr. 3: Erste Uebungsstunde und Unterricht im Rettungswesen, darau anschließend Besprechung aussagten: es wird nichts vernünftiges daraus, und sie trägt den über Gründung einer Damenabteilung. Frauen und Mädchen, welche Kleinfeld, der bekanntlich eine Verlängerung der am 1. Oktober städtischen Körperschaften allenfalls nur Hohn und Spott ein. Herr sich dafür interessieren, wollen sich daselbst einsinden. abgelaufenen Frist nachgesucht hat, riskiert selbst höchstenfalls 5000 M.„ Neugeld"( bei einem Objekt von 8 Millionen!), die auch noch nicht einmal voll in die Stadtkasse fließen, da hiervon in erster Linie 1500 M. Tarkosten gedeckt werden müssen. Die Kommission hat sich zwar mit 10 gegen 2 Stimmen für die Ver= längerung der Frist um ein halbes Jahr entschlossen, es steht aber noch durchaus nicht fest, ob die Mehrheit der Stadtverordneten diesem Beschluß beitreten wird, da sich ihrer jetzt allmählich doch die Ernüchterung bemächtigt, und man fürchtet weitere- Blamage, Orgelfonzert. Der Jerusalems- Kirchenchor( Dirigent M. Eichte), der auch in diesem Winter eine Serie von vier populären, unentgeltlichen Chorkonzerten in Aussicht stellt, gibt am 12. Oftober, abends von 8 bis 9 Uhr, das erste dieser Konzerte. Mitwirkende sind: Frl. G. Warburg( Violine), Herr M. Kordewan( Baß) und Herr R. Klose( Drgel). Im Wintergarten hat das Oktoberprogramm Bekanntes und Neues durcheinandergebracht. Bekannt ist Herr Marcell Salzer von behörde. der eine die im Gebüsch Brinzessin Luise von Koburg. Die Wiener Neue Freie Presse" meldet: Vor dem Ober- Hofmarschallamt hat heute die Verhandlung über das Begehren der Prinzessin Luise von Koburg wegen Aufhebung der Entmündigung stattgefunden. Die Entscheidung ers folgte heute nicht, sondern wird schriftlich ausgefertigt werden. Folgenden Grenzzwischenfall berichtet man dem„ Geselligen" aus Pilfallen: Am 4. Oftober famen vier russische berittene Grenzsoldaten in trunkenem Zustande bei Schirwindt über die preußische Grenze und belästigten die Leute. Außerdem ritten sie in den Garten eines Besizers und entnahmen Obst. As der zur Hülfe gerufene preußische Gendarm erschien, sprengten sie nach ihrem Kordon. Ein Soldat fiel vom Pferde, wurde ergriffen und verhaftet, nachdem er Gewehr und Säbel abgelegt hatte. Auch das Pferd wurde ergriffen und bei einem Besizer untergebracht. Mit der russischen Militärbehörde sind bereits Verhandlungen eingeleitet. Der russische Soldat wurde am 6. Oktober der russischen Militär. behörde in Wladislawow überliefert. Zu der Katastrophe auf dem Fort Sainte Marie de Callao bei barer Nähe der Explosionsstätte befanden. 11 Personen waren sofort Antwerpen wird noch gemeldet, daß 15 Personen sich in unmittel tot, zwei find tödlich verlegt und zwei schwer. Der Brand dauert zu erlangen, da alle noch nicht vernehmungsfähig sind. 50 000 fort. Von den Verwundeten war bis jetzt noch keine Aufklärung Kilogramm Pulver, welche in der Nähe lagerten, sind nicht explodiert. Von den Leichen war bisher nur eine zu erkennen, die übrigen sind sämtlich verstümmelt. Heute nachmittag fand die Beerdigung der Opfer statt. Die Untersuchung wird fortgefekt. = A Sozialdemokratischer Agitations Verein für den Reichstags. Wahlkreis Züllichau Schwiebus Krossen Sommerfeld. Diens tag, den 11. Oktober, abends 8 Uhr: Verlammlung bei Grosser, Dirdjen. straße 39, vorn 1 Tr. Tagesordnung: 1. Bericht aus dem Kreise. 2. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Vereinsangelegenheiten und Aufnahme neuer Mitglieder. Es ist Pflicht eines jeden Genossen aus dem Wahlkreise, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Genossen, welche gewilt find, bem Verein beizutreten, können sich beim Genossen Eitner, Romintenerstr. 4, vorn 4 Treppen rechts melden. Allgemeine Familien Sterbekasse. Heute Sahltag: Aderstraße 123 bei Diefe von 3-6 11hr. Wochen- Spielplan der Berliner Theater. Freitag: Die Kronprätendenten. Sonnabend: Die Kronprätendenten. I mittag 3 Uhr: Jn Behandlung. Sonntagabend: Bieberleute. Montag: 1 Sonntag: Die Kronprätendenten. Montag: Erdgeist.( Anfang 8 Uhr.) Unbestimmt. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Deutsche Volksbühne. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Genoveva. Königliches Opernhaus. Sonntag: Die Hugenotten. Montag: Johannisfeuer. Sonntagabend: Der Talisman. Montag: Die Großstadt- Sonntagabend: Klar zum Gefecht. Montag: Die Räuber. Dienstag: Manon. Dienstag: Rienzi.( Anf. 7 Uhr.) Mittwoch: Cavalleria rusticana. luft. Dienstag: Jn Behandlung. Mittwoch: Die Kreuzelschreiber. Donners- Maria Stuart. Mittwoch: Genoveva. Donnerstag bis Sonnabend: Coppelia. Donnerstag: Carmen. Freitag: Lucia von Lammermoor. tag: Die Großstadtluft. Freitag: Die Kreuzelschreiber. Sonnabend: Maria Stuart. Sonntag, den 16. Oktober, nachmittags 3 Uhr: Klar zum Sonnabend: Meistersinger von Nürnberg.( Anfang 7 Uhr.) Sonntag: Johannisfeuer." Sonntag, den 16. Oftober, nachmittags 3 Uhr: Die Ehre. Gefecht. Sonntagabend: Maria Stuart. Montag: Genoveva. Undine. Montag: Die Zauberflöte. Sonntagabend: Die Großstadtluft. Montag: Jn Behandlung. Thalia Theater. Sonntag, nachmittags 32 Uhr: Charleys Tante. Neues Königl. Opern- Theater. Sonntag: Der Verschwender. Schiller- Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag Sonntagabend bis Sonnabendabend: Der Weiberkönig. Montag: Ein kritischer Tag. Sonntag, den Dienstag: Wallensteins Lager. Die Picco- nachmittag 3 Uhr: König Lear. Sonntagabend: Die Großstadtluft. 16. Oktober, nachmittags 3, Uhr: Charleys Tante. Sonntagabend und Tomini. Mittwoch: Wallensteins Tod. Donnerstag: Ein kritischer Tag. Montag: In Behandlung. Dienstag: König Lear. Mittwoch: In Be- Montag: Der Weiberkönig. Freitag: Torquato Tasso. Sonnabend: Theodora. Sonntag: Theodora. Handlung. Donnerstag: Johannisfeuer. Freitag: Jn Behandlung. Sonn- Zentral Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Die Geisha. Montag: Maria Stuart.( Anfang 7 Uhr.) abend: Die Großstadtluft. Sonntag, den 16. Oktober, nachmittags 3 Uhr: Sonntagabend bis Sonnabend: Die Schmuggler- Sufi. Sonntag, den Deutsches Theater. Sonntag: Maria Friedhammer. Sonntag, König Lear. Sonntagabend: In Behandlung. Montag: Die Großstadtluft. 16. Oktober, nachmittags 3 Uhr: Der Bettelstudent. mittags 22 Uhr: Lady Windermeres Fächer. Sonntagabend und Montag: Kettenglieder. Residenz- Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Die 300 Tage. Montag: Die Schmuggler- Sufi. Dienstag: Maria Friedhammer. Mittwoch und Donnerstag: Kettenglieder. Von Sonntagabend bis Sonnabendabend: Eine Hochzeitsnacht. Sonntag, National Theater. Sonntag, nachmittags: Der Troubadour. Sonn Freitag: Maria Friedhammer. Sonnabend und Sonntag: Kettenglieder. den 16. Dftober, nachmittags 3 Uhr: Die 300 Tage. Sonntagabend und tagabend: Der Wildschük. Montag: Der Freischüß. Dienstag: Rigoletto. Montag: Unbestimmt. Montag: Eine Hochzeitsnacht. Mittwoch: Der Freischüß. Donnerstag: Bar und Zimmermann. Freitag: Kleines Theater. Sonntag: Nachtafyl. Montag: Des Pastors Riete. Figaros Hochzeit. Sonnabend: Rigoletto. Sonntag, den 16. Dktober, nach Dienstag: Fräulein Julie. Mittwoch: Nachtasyl. Donnerstag: Elektra. mittags 3 Uhr: Der Wildschüte. Sonntagabend: Figaros Hochzeit. Montag: Freitag: Nachtasyl. Sonnabend: Fräulein Julie. Sonntag: Nachtasyl. Unbestimmt. Montag: Des Pastors Nieke. Kafino Theater. Sonntag, nachmittags 4 Uhr: Der Denunziant. Von Sonntagabend bis Sonnabend: Mutter Gräbert. Sonntag, den 16. Oktober, nachmittags4 Uhr: Der Denunziant. Sonntagabend: Mutter Gräbert. Apollo Theater. Allabendlich: Berliner Luft. Spezialitäten. Deutsch- Amerikanisches Theater. Allabendlich: Ueber'n großen Gebrüder Herrnfeld Theater. Allabendlich: Nur eine Nacht. Am andern Morgen. Berliner Theater. Sonntag: Jm bunten Rod. Montag: BabfenStreich. Dienstag: Alt- Heidelberg. Mittwoch: Ueber unsere Straft. 1. Teil. Donnerstag: Zapfenstreich. Freitag: Im bunten Rod. Sonnabend und Sonntag: Zapfenstreich. Montag: Cameliendame. Lessing- Theater. Sonntag, nachmittags 22 Uhr: Die versunkene Glocke. Sonntagabend bis Dienstag: Traumulus. Mittwoch: Die Frau vom Meere. Donnerstag bis Sonntag: Traumulus. Sonntag, den 16. Dktober, nachmittags 2%, Uhr: Monna Banna. Montag: Der Richter von Zalamea. Theater des Westens. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der Freischütz. Sonntagabend: Rigoletto. Montag: Der Troubadour. Dienstag: Lucia von Lammermoor. Mittwoch: Rigoletto. Donnerstag: Die Fledermaus. Freitag: Undine. Sonnabend und Sonntagabend: Die kleinen Lämmer. Sonntag, den 16. Oftober, nachmittags 3 Uhr: Undine. Montag: Die fleinen Lämmer. Neues Theater. Sonntag: Die Kronprätendenten. Montag: Erdgeist.( Anfang 8 Uhr.) Dienstag: Die Stronprätendenten. Mittwoch: Die Kronprätendenten. Donnerstag: Minna von Barnhelm.( Anf. 8 Uhr.) Sozialdemokratischer Wahlverein für Waidmannslust und Umgegend. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser Genosse Gustav Grochow Bezirk Waidmannslust( Freie Scholle"), am 6. Oktober verstorben ist. 223/3 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 3 Uhr vom Trauerhause, Freie Scholle", Waidmannsluft, aus nach dem Tegeler Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband, Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, der Polierer Gustav Grochow Zentralverband d. Steinsetzer, Trianon Theater. Von Sonntag bis Sonnabend: Gastons Frauen. Sonntag, den 16. Oktober, nachmittags 3 Uhr: Madame X. Sonntagabend und Montag: Gastons Frauen. Belle Alliance: Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Deborah. Sonntagabend bis Freitag: Onkel Bräfig. Sonnabend: Die Tugendglode. Sonntag, den 16. Oktober, nachmittags 3 Uhr: Der Goldbauer. Luifen Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Hasemanns Töchter. Sonntagabend: Hamlet. Montag und Dienstag: Mein Leopold. Mitt woch: Der Registrator auf Reisen. Donnerstag: Hamlet. Freitag und Sonnabend: Der Registrator auf Reisen. Sonntag, den 16. Oktober, nachmittags 3 Uhr: Hamlet. Sonntagabend und Montag: Der Registrator auf Reisen. 0 Luftspielhaus. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Jn Behandlung. Sonntagabend bis Sonnabend: Biederleute. Sonntag, den 16. Dktober, nach Für Vereine! I Frei geworden: Erster Weihnachts- Feiertag. 6462* Pflasterer und Berufsgenossen. Buss' Salon, Gr. Frankfurterstr. 85. Filiale Berlin 1. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Sollege Karl Schröder I verstorben ist. 174/8 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. Oktober, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle in Schönholz aus statt. Um recht rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes sage ich allen Freunden, Bekannten, sowie den Kollegen vom Bau Prinz Albred titraße( Bossow u Knauer) meinen herzlichsten Dant. Marie Krüger nebst Kindern. PrinzenCh. Theel. Nur noch einige Tage! Mariendorfer Hochbau- Terrain! 200 Banstellen von M. 3000,- an, prachtvoll geschnitten M. 3, und M. 4,- pro Quadrat Meter netto Baustelle, zur Straße nichts mehr abzutreten. Kanalisation, Gas, Wasserleitung, elektrisches Licht, 3 Minuten vom Endpunkt der elektrischen 23906* Bahn Behrenstraße- Mariendorf. Verkäufer, auch Sonntags von 3-8 Uhr, auf dem Terrain. Eigentümer A. Lowrek, Berlin, Gueisenaustr. 52. Alen Freunden und Bekannten sowie meiner werten Nachbarschaft zur Nachricht, daß ich von Weißensee nach der Wassertorstr. 5 ein Weissu. Bayrischbier- Lokal, Bum gemütlichen Offenbacher" eröffnet habe, verbunden mit Frühstücks- und Mittagstisch. Billardstube. Vereinszimmer mit Bianino zu vergeben. Peter Volz, Gastwirt, Waffertorstr. 5. am 6. Oktober nach kurzem Kranten Dr. Simmel, 1,20236 lager verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag nachmittags um 3 Uhr vom Trauerhause Freie Scholle Specialarzt für[ 35/ 13* Jch offeriere unbezogene weiße Hant- und Harnleiden. und schwarze Pelze in allen Größen 10-2, 5-7. Sonntags 10-12. 2-4. und Längen sowie Pelz- Unterhosen Mit 19696* und Jacken. 20176 # Rudolt Degge, Nr. 3, Tegel, aus nach dem Tegeler tüchtigem Fachmann Kürschnermeister, Biſchofswerder 10/12. Kirchhofe statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 90/9 Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Bater, der Möbelpolier 6672 Gustav Grochow am Donnerstagabend fanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 3 Uhr vom Trauer hause, Baidmannslust, Frete Scholle, aus nach dem Tegeler Friedhofe statt. Zentralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarheiter Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin 1. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Richard Haudrich am 5. Oktober verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag nachmittags 4 Uhr von der Leichenhalle des Heilig- KreuzFriedhofes in Mariendorf aus statt. 71/2 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung Berlin 1. Zentral- Kranken- UnterstützungsVerein der Schmiede etc. Zahlstelle Berlin IV. Am 6. Oftober starb unser Mitglied 176/11 August John. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 9. d. Mts., nachmittags 3 Uhr von der Leichenhalle des neuen Thomas- Kirchhofes, Hermannstraße, aus statt. Die Ortsverwaltung. Nachruf! Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Allen Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied Friedrich Rothe verstorben ist. 153/6 Ehre seinem Andenken! Die Verbandsleitung. zusammen, der Spezial- Maschine oder Spezial- Werkzeuge nachzuweisen hätte, deren Fabrikation Aussicht auf guten Erfolg bieten würde, ist technisch gebildeter, erfahrener Kaufmann bereit, die betreffende Fabrikation rationell aufzunehmen event. auch an be= stehender Fabrit sich tätig zu be= teiligen. Ausführliche Angaben auch über die bisherige Tätigkeit sowie über das erforderliche Kapital an die Erp. d. I. sub D. 3. Eine Markwöchentliche Teilzahlung liefere eleg. fertige Herren- Moden. Bestellungen n. Maß, tadell. Ausf. Werkstatt im Hause. J. Kurzberg, * An der Jannowikbrücke 1, I. Bahnhof Jannomißbrücke. Englisch. Unterricht ( Konverfation n. Anfangs- Unter: richt) erteilt und Nebersetzungen übernimmt[ 55162* Gertrud Swienty, Schöneberg, Sedanstraße 57, III Pelzwaren- Fabrik gegr. 1864. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der geschobene Budde. hüllung, daß der Eisenbahnminister nur ausgeführt hat, was Suchsland ihm eingeblasen hat. Suchsland sagte, man müsse die or 001 ycla03. Sonntag, 9. Oktober 1904. Miniſter über den Unfug der Konfummbereine, Beamtens unions Aus der Frauenbewegung. Offiziers- Konsumvereine aufklären. Er selbst habe eine Audienz bei Nixdorf. Verein gelverblich tätiger Frauen und Mädchen von In Halle tagte jüngst eine geheime Versammlung von Konsum- Herrn Budde gehabt, und die Folge sei der bekannte Erlaß Buddes. Rigdorf und Umgegend. Dienstag, den 11. Oktober, abends 9 Uhr, vereinstötern unter Führung des bekannten Herrn Suchsland, Die Einleitungsworte des Erlasses feien seine( Suchslands) eigenen des Vereins statt. Tagesordnung: 1. Vortrag: Die Schulfrage. findet im Lokal Thiel, Bergstraße 151 die General- Versammlung Professor der Kleinträmerei. Zwed der Versammlung war, wie aus Worte. Es sei aber notwendig, noch weiter zu gehen und den Ministern( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. einem in der„ Konsumgenossenschaftlichen Rundschau" veröffentlichten klar zu machen, daß die Konsumvereine die Betriebssicherheit ge- 3. Bericht des Vorstandes. 4. Anträge. 5. Neuwahlen. 6. VerProtokollauszuge hervorgeht, im Rampfe gegen die Konfumbereine fährdeten. Es sollte uns wundern, wenn man das Herrn Budde fchiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen bittet um pünktliches endlich einmal das zu sagen, was man öffentlich nicht sagen darf, noch besonders flar machen müßte; das glaubt er doch so wie so und bestimmtes Erscheinen der Mitglieder. Der Vorstand. tvenn man es nicht beweisen kann. Herr Suchsland als Hauptredner fchon. teilte dabei allerhand niedliche Geschichten mit, die Achtung! Dienstag, den 11. Oktober, abends 8% Uhr findet er sich in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20, die Berichterstattung scheut, öffentlich zu sagen. So fagte er zum Beispiel, daß die von der Frauen- Konferenz und vom Parteitag in Bremen statt. Konsumbereinsleiter und Lagerhalter sämtlich die Mitglieder bemogeln, Die Vertrauenspersonen. indem sie beim Einkauf ertra verdienten und auf diese Weise aus armen Teufeln alle zu wohlfituierten Leuten würden. Dann teilte er mit, daß die Konsumvereine jährlich Hunderttausende in die sozialdemokratische Parteitasse zahlten, ferner, daß die Ausbreitung der Konsumbereine der Monarchie gefährlich sei usw. Wichtig tar folgendes: Es ist bekannt, daß der Eisenbahnminister Budde den Eisenbahnangestellten in einigen Orten die| Zugehörigkeit zu Konsumbereinen verboten hat. Herr Suchsland! machte nun in der geheimen Versammlung die interessante EntFür den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 9. Oftober. Freie Voltsbühne, nachm. 2 Uhr, 3. Abteilung: im Metropol- heater, Stomödie der Liebe. 6. Abteilung im Berliner Theater: Götz von Berlichingen. Reue freie Voltsbühne, naam. 3 Uhr, im Neuen Theater, 6. Abteilung: Die Kindesmörderin. Im Schiller- Theater N., 2. Abteilung, 3 Uhr: König Lear. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Die Hugenotten. Montag: Manon. Menes fönigl. Opern Theater. Der Verschwender. Montag: Ein fritischer Tag. Dentsches. Maria Friedhammer. Urania. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Es ist für die Beurteilung der Zustände in unseren Ministerstuben ganz interessant, was da Herr Suchsland erzählt. Man erfährt daraus, wie empfänglich ein preußischer Minister für Be= lehrung ist. Es darf nur einer daherkonunen und dem Herrn Minister, der glücklicherweise nicht Minister für geistige Angelegenheiten ist, eine Räubergeschichte erzählen, etwas von Sozialdemokratie, Umsturz, Betriebsgefahren, gleich fapiert er. ,, Sie haben recht, mein Lieber; hab ich schon immer gedacht. Na, dem wollen wir schnell abhelfen. Wozu sind wir denn Minister!" Preußische Minister hören auf die Stimme des Volkes! Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonntag, nach m. 3 Uhr: Johannisfeuer. Im Bannkreis der Jungfrau. Schauspiel in 4 Aften von Hermann Um 4 Uhr( kleine Preise): Die Weltausstellung in St. Louis. Hierauf: Der Gardasee. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. CASTAN'S ANOPTICUM. PANOP Friedrichstr. 165. Sudermann. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Talisman. Dramatisches Märchen in 4 Aufzügen von Ludwig Fulda. Montag, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Dienstag, abends 8 Uhr: In Behandlung. Marktpreise von Berlin am 7. Oftober. Nach Ermittelungen des tgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte 17,55-17,52 M., mittel 17,49-17,46 M., geringe 17,43-17,40. Roggen**), gute Sorte 13,70-00,00., mittel 00,00-00,00 m., geringe 00,00-00,00 9. Futtergerste*), gute Sorte 15,50-14,40 m., mittel 14,30 bis 13,30 M., geringe 13,20-12,20 m. Hafer*), gute Sorte 16,40-15,50., mittel 15,40-14,60 m., geringe 14,50-13,70. Erbsen, gelbe, zum Stochen 40,00-28,00 m. Speisebohnen, weiße 50,00-25,00 M. Linjen 60,00-28,00 m. Kartoffeln 10,00-7,00 m. Nichtstroh 4,82-4,66 m. eu 9,90-7,40 m. Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 m. Eier per Schod 4,50-3,20 M. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. rado Schiller- Theater N. ( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Sonntag, nach m. 3 Uhr: König Lear. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Schwant in 4 Aften v. Dafar Blumenthal und Gustav Kadelburg, Montag, abends 8 Uhr: In Behandlung. Dienstag, abends 8 Uhr: König Lear. Kleines Theater Neues Theater. Vereinigte Bühnen unter der Leitung von Max Reinhardt. Rosa Nachtasyl. das gelehrte Pferd! Nachmittags 2%, Uhr: Lady Binder Zentral- Theater meres Fächer. Montag: Maria Friedhammer. Berliner. Jm bunten Rod. Montag: Zapfenstreich. Leffing. Traumulus. Nachmittags 2 Uhr: Die ber funkene Glode. Montag: Traumulus. Westen. Rigoletto. Nachmittags 3 Uhr: Der Freischüh. Montag: Der Troubadour. Thalia. Der Weiberkönig. Nachmittags 3, Uhr: Tante. Charleys Zentral. Schmuggler- Sufi. Nachmittags 3 Uhr: Die Geish Montag: Schmuggler- Sufi. Deutsche Volksbühne. Klar zum Gefecht. Nachmittags 8 Uhr: Genoveva. Montag: Die Räuber. Belle Alliance. Onkel Bräfig. Nachmittags 3 Uhr: Deborah. Montag: Onkel Bräfig. Anfang 8 Uhr: National. Der Wildschuh. Nachmittags: Der Troubadour. Montag: Der Freischüß. Schiller 0.( Wallner Theater.) Der Talisman. b Nachmittags 3 Uhr: Johannisfeuer. Montag: Die Großstadtluft. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Die Groß Stadtluft Nachmittags 3 Uhr: König Lear. Montag: In Behandlung. Neues. Die Kronprätendenten. Montag: Erdgeist. Kleines. Nachtasyl. Montag: Des Pastors Niele. Residenz. Eine Hochzeitsnacht. Nachmittags 3 Uhr: Die 300 Tage. Montag: Eine Hochzeitsnacht. Lustspielhaus. Bieberleute. Nachmittags 3 Uhr, halbe Breise, in erster Besetzung: Die Geisha. Abends 7, Uhr: Schmuggler- Susi. Operette in 3 Alten v. Louis Windhopp u. Benno Jacobson. Musik v. V. Albert. Montag und folgende Tage 7%, Uhr: Schmuggler- Susi. Dugendbillets mit 40 Prozent Ermäßigung, an allen Wochentagen gültig, gelangen jekt zur Ausgabe. Luisen- Theater. Nachmittags: Hasemanns Töchter. Abends: Hamlet. Montag: Mein Leopold. Montag: Des Pastors Rieke. Dienstag: Fräulein Julie. Thalia- Theater. Anfang 7 Uhr: Lustspielhaus Germania- Prachtsäle Friedrichstraße 236. Nachmittags 3 Uhr: In Behandlung. Abends 8 Uhr: Biederlente. Morgen und die folgenden Tage: Biederlente. Residenz- Theater. Dir.: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Chausseestr. 103. Arnold Scholz. Jeden Sonntag: Cine Hochzeitsnacht. Hamburger Sänger. ( Une Nuit de Noces.) Die Kronprätendenten. Schwant in 3 Atten von H. Kéroul Montag: Erdgeist. Dienstag: Die Kronprätendenten. und A. Barre. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Die 300 Tage. Belle- Alliance- Theater. Metropol- Theater Dresdenerstr. 72/73. Diveftion: Kren& Schönfeld. Belle- Allianceftr. 7/8. Täglich abends 7 Uhr: Der Weiberkönig. ( Guido Thielscher, Lina Abarbanell, Täglich abends 742 Uhr: August Junkermann als Fritz Heimerding, Josephine Dora Onkel Bräfig. Sonntag, nagm. 3, Uhr Bet halben Sonntag, nachmittags 8 Uhr b. baiben in den Hauptrollen.) Breisen: Charleys Tante. Breisen: Deborah. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Vollständig neu ausgestattet! Täglich: Gr. internat. Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Spezial- Ansschank der Berliner Bock- Brauerei. Zirkus Schumann. Deutsch- Amerikanische 2 große nerordentliche 2 große anterordentliche Gafa Zum Heute Sonntag, den 9. d. M., nach mittags 3, Uhr und abends 7%, Uhr: Theater. Köpnickerstr. 67. Vorstellungen. Heute nachm. 3 Uhr: Nachm. 3%, Uhr: Gala- Premiere. Ueber'n grossen Ehre und Kraft. Halbe Preise. Szenen aus dem spanisch maroffaHeute abend 8 Uhr: nischen Kriege in 4 Bildern, dargestellt von der rühmlichst bekannten Mimifer Gastspiel 359. und TEICH." 0. Zirkus Busch. 2 Vorstellungen 2 Nachm. 4 Uhr und abends 7, Uhr. In beiden Vorstellungen: 15 Polarbären bon Mr. Henriksen. 10 dressierte Elefanten. Budapester Josef Giampietro a. D. Bender. Josephi. Grünfeld. Frid- Frid. Der größte Erfolg dieses Jahres Gr. Ein tolles Jahr. dram.- satir. Revue in 5 Bildern. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Nachmittagsvorstellung präzise 3 Uhr: Die Regimentscochter. Abends 7 Uhr: Frl. Schuabels Verlobung. Große Poffe mit Gesang in 4 Aften bon Kreuzer. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Entree 40, Parkett 75, Sperrfit 1,00. Stadt- Theater Moabit. Alt- Moabit 47/49. Gastspiel des Bernh. Rose- Theaters. ( Steidl, Wolff.) Zum erstenmal: Ein kritischer Tag. Poffe von Wilh. Wolff. Nach der Soiree: Familien- Ball. Entree 50 Pf. Anfang 6 Uhr. 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Ueber'n grossen truppe Duofri( 20 Berfonen), ferner Süd- West- Afrika Entree 50 f. Barlett 75 f. 1. 1 M. Male: TEICH". National- Theater Weinbergsweg 12a- 13b. Sonntag, den 9. Oktober 1904, nachmittags 3 Uhr zu ermäß. Preisen: Der Troubadour. Abends 7 Uhr: Nachmittags 3 Uhr: In Behandlung. Der Wildschütz. Montag: Bieberleute. Trianon. Gastons Frauen. Montag: Dieselbe Borstellung. Luisen. Hamlet. Nachmittags 3 Töchter. Montag: Der Freischütz. ca. 150 Mitwirkende. Einstudiert vom tönigl. ital. Hofballettmeister Pratesi. Auf das glanzvollste inszeniert vom Direktor Alb. Schumann. In beiden Borstellungen nachmittags u. abends der phänomenale Chinko. Mons. Perneletts 40 Krokodile. Herr Albert Carré.. Der Champion Georg Lurich. Dir. Alb. Schumanns Monstre Dreſſuren. Ferner sämtliche Spezialitäten sowie Clowns und Auguste. Nachm. 1 Kind fret, jebes weitere halbe Breife( ather. Galerie). Abends jedoch volle Preise. Zum 16. male. 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Kotibufer Thor- Stat. der Hochbahn. Sonnt., Mont., Donnerst.: Hoffmanns Norild. Sänger. Nach jeder Soirce: Tanzkränzchen. Jed. Dienstag u. Mittwoch: Theater- Abend. Dienstag, den 11. Oktober: Kaiser Josef II. und die Schusterstochter. Trianon- Theater. Georgenstraße zwischen Friedrich- und Universitätsstraße. Gastons Frauen. Weimanns Volksgarten- Theater. Badstraße 56, Gesundbrunnen. Sonntag, d. 9. Dttober, nachm. 3 Uhr: Abends 7 Uhr: Fran Holle. Entree 10 f. Die Anna- Liese. Entree 30 Pf. Montag, den 10. Dttober, abends Schwant in 3 Aften von Viktor de 8 Uhr: Die berühmte Frau. LustCottens und Pierre Beber. Anfang 8 Uhr. Skala- Theater. Linienfir. 132( a. d. Friedrichstr.) Sensationelles Programm! Familie Schmekeles Posse mit Gesang in einem Aft, fowie 30 internation. Spezialitäten. Anfang 7, Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. Palast- Theater. Bürgerliche Schauspiele. Burgstraße 22. Anfang 8 Uhr. Das phänomenale Oktober Spezialitäten- Programm. Hierauf: Vom Himmel zur Hölle mit Direktor Richard Winkler als Jupiter. Sonntag nachm. 3 Uhr zu kleinen Preisen: Gastspiel der Opern- Gesellfait des Stapellmeisters Herrn von Althausen: Der Troubadour. Große Oper in 4 Aften von Berdi mit bedeutend verstärktem Orchester. Spiel in 3 Aufzügen von Schönthan und Kadelburg. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. In den unteren Sälen jeden Abend 8 Uhr: Militär- Konzert. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Fritz Steidl- Sänger. Nach jeder Vorstellung im Kaiserfaal: Tanz. Otto Pritzkows Abnormitäten Ausstellung Münzstr. 16, am Alexanderpl. Feodora, das Weib mit den Löwentatzen. Lebend! Lebend! 32 Jahre alt, 70 ctm. groß. Charlestro, das rätselhafte medizinische Wunder. Nada und Mnemos, Gedankenleser. Eintritt 10 Pf. Diez' SpecialitätenTheater Landsberger Allee 76/79. Heute fowie jeden Sonntag: Im herrlichen Garten ob. gr. Saal das neue fonkurrenzlose Programm Achtung! Vereine! 38 Sensations- Nummern. Totensonntag ist frei geworden. Kaffeeküche. Volksbeluftigungen. Mittwoch, den 12. Oftober: F. Scholz, Gr. Santjurterftr. 74. Bis 2 use: Ball. Entree 30 Bf. Die Lieder des Musikanten. Gustav Behrens SpezialitätenTheater, FrankfurterAllee 85. Das vorzügl. Oktober- Programm. 20 Nummern. Neu! Der mysteriöse Elefant ( Wunder der Dressur). Neu! Der Schneider in tausend Aengsten. Große Posse. Anfang 7 Uhr. Sonntags 5 Uhr. Achtung! Achtung! Wichtig für Vereine! Der große 1000 Personen faffende 19716 Riesen- Spiegel- Saal des Tempelhofer Tivoli, Tempelhof, Berlinerstr. 50 ( Haltestelle der Straßenbahn) mit großer Theaterbühne und vielen Nebenräumen, ist noch an einigen Sonnabenden der Wintersaison an Vereine zu bergeben. Fahrzeit vom Halleschen Tor aus 15 Minuten. Viktoria- Brauerei Lützowstr. 111-112. Jeden Sonntag, Montag und Freitag: Horsts Nordd. Sänger. Jeden Donnst.: Tanz. Tägl.: Gr. Bürgerlicher Mittagstisch. Säle zu Bereinsfestlichkeiten, Versammlungen usw. 3. fulant. Bedingungen. 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Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Rixdorf. B10 Sonnabend, den 22. Oktober 1904, im grossen Saal der ,, Neuen Welt", Hasenheide 108/114: Grosses Herbst- Fest bestehend in Konzert, Sologesang, Rezitation und Ball. Das Konzert wird ausgeführt von der gesamten Kapelle des Berliner Tonkünstler Orchesters Rezitation:*** 00% = ( 55 Mann). Dirigent: Herr Karl Vach. Solo: Frau Klara Urban( Sopran); Herr Paul Pestner( Baẞ). Klavierbegleitung: Herr Otto Kowalsky. Die Anfang präzise 8 Während des Konzerts bleiben die Saaltüren geschlossen; auch ist Rauchen nicht gestattet. TF Kinder unter 12 Jahren haben keinen Zutritt. Billetts sind in den bekannten Lokalen und bei den Bezirksführern zu haben. Programm und Liedertexte gratis. Ball Musik wird von zwei Kapellen ausgeführt. Uhr. Entree inkl. Tanz 50 Pf. Neue freie Volksbühne. 235/ 4* Heute Sonntag, den 9. Oktober, abends 7 Uhr, in Louis Kellers Festsälen, Koppenstrasse 29: Großes Herbstfest. Mitwirkende: Herr Edgar Licho( Neues Theater) Rezitation, Frau Charlotte Kimpel( Sopran), Herr Ludwig Schubert( Tenor), Herr A. W. HarzenMüller( Baß), und das gesamte Berliner Sinfonie- Orchester unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Maximilian Fischer. 151/3 Nach dem Konzert: TANZ. Eintrittskarten a 60 Pf. sind an der Abendkasse zu haben. Der Vorstand. I. A.: H. N eft, Kassierer, Veteranenstr. 6. Brandenburgische Straße 100. Wilmersdorf. Restaurant Selke. Angenehmer Familien- Aufenthalt. Musikalische Unterhaltung. Vereinszimmer( 80 Personen). Billardzimmer. Warme Küche zu soliden Preisen. 4762* MerkwMärkischer Hof, Admiral- Str. 18 F Empfehle den geehrten Vereinen und Gesellschaften meine Räume zu Bersammlungen und Festlichkeiten. Schulz. Empfehle meine Säle, 100 bis 500 Personen fassend, zu VerVorzügliche Küche, Garten, Kegel- ammlungen und Festlichkeiten; desgleichen Vereinsräume von 10 bis bahn, Fremdenlogis.- Bürgerlicher 300 Personen. Jeden Sonntag großer Ball. Mittagstisch von 60 Pf. an mit Bier. Jeden Tanz bei freiem Sonntag: Entree. Gesellschafts- Haus. Richard Felsch, Rigdorf, Knesebedstraße 48-49. Heute Sonntag: Große Theater: u. SpezialitätenVorstellung. 4702* Im Saale: Familienkränzchen. Anfang 4 Uhr. Entree 20 Pf. Zwei elegante Kegelbahnen. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 2 Uhr ab zur Verfügung. Graumanns Festsäle Naunynstrasse 27. De Achtung, Vereine! Sonntage im Oktober und November frei geworden. 2412* Berliner Ressource Kommandanten- Strasse 57. Bei ungünstiger Bitterung findet f3u Feſtlichkeiten und Bersammlungen. die Vorstellung im Saale statt. NB. Bereinen und Gewerkschaften stehen meine Räume jederzeit zur Verfügung. Der Wirt. Artushof ( Inh. Adolf Schmidt) Perlebergerstrasse 26 empfiehlt seine 3 neu renovierten Festsäle mit Nebenräumen Empfehle meine hocheleganten, renovierten, großen u. fleinen Festfäle Adolf Stein. Fernsprecher Amt IV, 9675. Sonnabende und Sonntage noch frei. 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Einlaßkarten für Damen 30 Pf., für Herren 50 Pf. inkl. Tanz. Zahlreichen Besuch erwartet Das Komitee. Fliesenleger! Achtung! Ortstrantentaffe Weißensee. Dienstag, den 11. Oktober, abends 8% Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstrasse 27 c: Geffentliche Fliesenleger- Versammlung Berlins u. Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Einigungskommission. 2. Diskussion. Alle Fliesenleger, die sich als solche legitimieren können und ein Interesse an der Schaffung einer einheitlichen Berufsorganisation haben, werden dringend ersucht, diese Versammlung zu besuchen und pünktlich zu erscheinen. Die Einigungskommission. J. A.: Herm. Puttlik. 293/13 Verband der an Holzbearbeitungsmaschinen Deutscher Holzarbeiter- Verband. beschäftigt. Arbeiter Berlins u. Umgegend. Zahlstelle Berlin. Bureau: SO., Engel- Ufer 15. - Fernsprecher: IV, 3578. Montag, den 10. Oftober 1904, abends 8 Uhr: Bezirks- Versammlungen. Süden und Südosten: im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen Georg Davidsohn über: Bereschtschagin". 2. Diskussion. 3. Wahl des Bezirksleiters. 4. Berbandsangelegenheiten. Nichtmitglieder und Frauen haben freien Zutritt. Um pünktliches Erscheinen wird ersucht. Osten u. Nordosten: bei Mann, Strankbergerstr. 3. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Stripp:" Heinrich Heine", mit Rezitationen. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Berschiedenes. NB. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen. Rosentaler und Schönhauser Vorstadt: abends 81, Uhr, in den Berolina- Sälen, Schönhauser Allee 28. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Miethke über:„ Alkohol und die Frauen". 2. Disfuffion. 3. Verbandsangelegenheiten. Bericht über den Stand der Aussperrung und wie stellen wir uns dazu? 4. Verschiedenes. Wir ersuchen, im Interesse der Tagesordnung recht zahlreich zu er ( cheinen. Wedding und Gesundbrunnen: Stolbergerite. 23. Montag, den 10. Oktober 1904, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, grosser Saal: General Versammlung. = Tagesordnung: 123/12 Neues Parzellierungsterrain an der BiesdorfFriedrichsfelder Grenze. Ia. Gartenboden, R. 20-45 Mart, fulante Bedingungen. Auskunft täglich, auch Sonntags, nachmitt. im Bahnhofsneaa Restaurant Biesdorf( Stadtbahnstat.). 1. Staffenbericht. 2. Situationsbericht über die Aussperrung in der Holzindustrie. 3. Gewerkschaftliches, eventuell Statutenberatung. 76/8 Der wichtigen Tagesordnung wegen erwartet das Erscheinen aller Mitglieder NB. Die Statutenvorlage gelangt am Eingang des Saales zur Ausgabe. D. D. Der Vorstand. Achtung! Achtung! Genossinnen, Genossen! Dienstag, den 11. Oftober, abends 8, 1hr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: Durch die am 1. Oftober 1904 in Kraft tretenden neuen Kassensazungen ist eine Neuwahl sämtlicher Vertreter erforderlich. 33 Es find zu wählen: 306 Arbeitnehmer- Bertreter, 144 Arbeitgeber- Vertreter. Die Wahlen finden im Restaurant , Zum Prälaten" zu Neu- Weißensee, Lehderstr. 122, statt, und wählen die Arbeitnehmer zwar am Freitag, den 14. Oktober 1904, abends von 6-8 Uhr. Die Arbeitgeber wählen am Montag, den 17. Oktober 1904, abends von 8-9 Uhr. Wahlberechtigt und wählbar find nur diejenigen Kassenmitglieder, welche großjährig und im Besitz der bürger lichen Ehrenrechte sind. Das Quittungsbuch ist bei der Wahl 275/ 8* borzuzeigen. Weißensee, den 30 September 1904. Der Vorstand. J. A.: W. A. Büttner, Vorsitzender. 2 Montag, den 10. Oktober 1904, abends 8½ Uhr, im Schützenhaus, Residenzstraße 1/2: Kombinierte General- Versammlung der Wahlvereine Reinickendorf und Wilhelmsruh. Tages- Ordnnug: 1. Bericht vom Bremer Parteitage. Ref.: G. Freiwaldt Pankow. 2. Bericht des Vertrauensmannes und der Lokalkommission. 3. Neuwahl des Vertrauensmannes und der Lokalkommission. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vertrauensmann. Charlottenburg. Montag, den 10. d. M., abends 8 Uhr, im Volkshaufe, Rosinenstr. 3: 1. Berichterstattung von der Frauenkonferenz und vom Partei Volks- Versammlung tage in Bremen. 2. Diskussion. 1/12 3. Bericht der Vertrauenspersonen und Neuwahl derselben. Um recht zahlreichen und pünktlichen Besuch ersuchen Die Vertrauenspersonen. Tages- Ordnung: 204/6 1. Parlamentarismus und Generalstreit. Referent Dr. R. Friedeberg. 2. Diskussion. Der Ausschuß der Charlottenburger Gewerkschaftskommission. Verband der Kürschner Verband der Tapezierer. bei Herrn Raabe, Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen G. Egner über: „ Das Recht im gewerblichen Arbeitsvertrag". 2. Diskussion. 3. Verbands- und Donnerstag, den 13. Oftober, abends 8 1hr, im Alten SchühenWerkstattangelegenheiten. Westen und Süd- Westen: in Habels Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen P. Dupont über:" Bierzig Jahr Feier der Internationale". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Auch Nichtmitglieder und Frauen haben Zutritt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Berlins und Umgegend. hause, Linienstr. 5: Oeffentliche Versammlung aller in der Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter 4968 und Arbeiterinnen. ichoivio Tages- Ordnung: ( filiale Berlín.) Sonnabend, den 15. Ottober 1904 in den Festfälen des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15 8. Stiftungs- Fest. Grosses Konzert unter Mitwirkung bes" Quartett: Bereins von 1897" sowie des Humoristen Herrn Karl Schmelzer. Anfang präzise 9 Uhr. Entree inkl. Tanz 50 Pf. Das Komitee. 1. Die Gewerbegerichtswahl und das Verhalten der Berliner Gewerkschaftskommiffion. Referent Kollege Aug. Peters. 2. Freie 178/1 Diskussion. 3. Das Resultat über die Anrufung der Schlichtungskommission. 4. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. 133/2 ArbeiterSamariter-+ Kollegen, Kolleginnen! Da bei der diesjährigen Gewerbegerichtsabends 8 Uhr bei Schulz, Bezirk Rummelsburg: ante und Goetheftraßen- Ede. Klaffen wer die Macht hat, hat das Recht – zu eigen machte, gilt es als maht Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bezirk Friedrichsberg: bei Latterbüse, Friedrich the Karlstraße Nr. 11. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genoffin Frau Tiet: Wie soll die Unterhaltungsleftüre der Kinder sein"? 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegen heiten. 4. Verschiedenes. Frauen und Nichtmitglieder haben freien Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 90/8 doppelte Pflicht, sich an der Wahl zu beteiligen und die Kartellkandidaten zu wählen. Der Vorstand. Kolonne. Morgen, Montag abends 9 Uhr: 2108 Fachverein der Tischler Berlins u. Umgegend. Beginn des Winter- Kursus Dienstag, den 11. Oktober, abends 8 Uhr: Außerordentliche General- Versammlung im Fürstenhof", Köpenickerstr. 137. in unserer Zentrale, Dresdenerstraße 45. Vortrag über Anatomie( Bau des menschlichen Körpers) mit Demonstrationen an Bildern und Präparaten. Einschreibegeld sowie Monatsbeitrag je 25 Pf. Gäste haben einmaligen freien Zutritt. Abends pünktlich 81 Uhr, im Königstadt Rafino, Holzmarktstr. 72: 1. Die bevorstehenden Gewerbegerichtswahlen. 2. Die gegenwärtige alle Arbeitet arbeiterinnen werden, welche das 18. Lebensjahr erreicht Branchen- Versammlung der Drechsler. Aussperrung. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Berschiedenes. Eine haben. Pünktliches und vollzähliges Erscheinen aller Mitglieder ist dringend Der Vorstand. Tagesordnung: 1. Aus den Erfahrungen des Kaffenarztes", Referent: notwendig. Herr Dr. Th. Weyl. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung von der Drechsler- Konferenz. 4. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Jeder Kollege ist verpflichtet, zu erscheinen. Auch Unorganisierte haben Die Kommission. Butritt. Tabakarbeiter..Tabakarbeiterinnen Dienstag, den 11. Oktober, abends 8½ Uhr: Stock- und Celluloidarbeiter. Oeffentliche Versammlung abends 8, Uhr, bei Bareinz, Brüdenstraße 7: Kommissions- Sitzung. по Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis Zimmer 34. Amt IV, 3353. Achtung! Schlosser! Montag, den 10. Oktober, abends 8 Uhr: Achtung! Allgemeine Versammlung der Schlosser Berlins u. Umg. im Lokale von Buggenhagen, Oranienstraße 147( am Morigplak), gr. Saal. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Ed. Bernstein über: Freihandel und Arbeitsmarkt. 2. Diskussion. 3. Bericht über die letzten Borkommnisse innerhalb der Branche. Bericht über die Versammlung der Schlossermeister mit der Gesellen- Kommission. 3ft Gratifilation als Affordüberschuß zu betrachten? und wie verhalten sich die Kolonnenführer zu dem Tarif Die Kolonnenführer sind ganz besonders zu dieser Versammlung eingeladen. Das Erscheinen aller Kollegen ist notwendig. in Leydeckers Festsälen, Sophienstr. 34. Tagesordnung: Der beendete Streit der Dresdener Filiale der Berliner ZigarettenFabrik von Josetti. Anträge zur Stellungnahme in dieser Angelegenheit.( Referent: Kollege Kulicke- Dresden.) Bericht des Kollegen Börner über den internationalen Tabatarbeiter- Kongreß in Amsterdam. 187/11 Die Vertrauensleute. J. A.: Karl Butry. Montag, den 10. Oftober 1904, abends 9 Uhr: Oeffentliche Versammlung aller Produktenhändler u.-Händlerinnen # in den ,, Arminhallen", Rommandantenstraße 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen M. Kiesel, 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Achtung! ng! 19756 961/7 Der Vorstand. 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Referent: Bezirks- Versammlung d. Tordens im Lokale von Bernhard Rose, Badftr. 57/58. do Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Rollegen Scheffler über: Arbeitsnachweise und Arbeitsvermittelung. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Achtung! Vertrauenslente! Achtung! Montag und Dienstag, den 10. und 11. Oktober, werden an Kollege Ritter. 2. Diskussion. Die Werkstatt- und Geschäftsfizungen fallen an diesem Abend aus! Die Bertrauensleute der einzelnen Werkstätten und Geschäfte sind verpflichtet, die übrigen Kollegen auf diese Versammlung hinzuweisen. 163/11 Der Einberufer. Berl. Naturheilv. Reform( Ostbezirk). Nächsten u. jeden Dienstag, abends 8%, Uhr, Eintritt 20 Pf. Frankfurter Allee 53( Brauerei Germania): all den Stellen, wo unſere Witglieder ihre Zeitung abholen, FluLichtbilder- Vorträge über Männerleiden blätter über die Gewerbegerichtswahlen zur Ausgabe gelangen. Wir ersuchen unsere Vertrauenslente dringend, die Flugblätter an den betreffenden Stellen in Empfang zu nehmen und für gute Berbreitung Sorge zu tragen. 122/11 Die Ortsverwaltung. Stelle diese Woche mehrere Tausend Meter zum direkten Verkauf auch an Private. Darunter: Reinseidene elegante Stoffe für Braut- und Hochzeits- Roben v. 1,00. Reinseidene schwere Damaste, Merveilleux etc. 15, 20, 25,00 p. Robe. Aparte Blusen- und Jupons- Seiden v. 75 Pf. Prima Sammete in allen Farben v. 75 Pf. Gestreifte Velours für elegante Herbstblusen v. 75 Pf. Rest- Coupons für Blusen, Roben und Besatz unter der Hälfte. Ganz besondere Gelegenheit: Ein Posten Futter- Seiden, jetzt 50 Pf. p. Meter.- Muster franko. Adresse genau beachten. Seiden- Engros- Haus Hermann Herzog, Berlin, nur Spandauer Strasse 33-35, 1 Treppe links. Ecke Simons- Apotheke. 668L Meiner werten Kundschaft und den Parteigenoffen zur Kenntnis, daß ich mein seit langen Jahren im Hause Reinickendorferstraße 64 part. 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Ber.) Am 29. September ging Umständen rundweg ab, irgend ein Urteil ab teidigung, dem Verlangen der Sachverständigen gemäß zu be= der zweite Aft der blutigen Komödie oder richtiger Farce in Szene, zugeben. Nun kommt das Hauptmoment in der Verhandlung. schließen. die zarische Justiz genannt wird. Die Genossen Martin Kasprzat Nach dieser deutlichen Absage meinte der Vorsißende mit der un- Es wurde dann zu den weiteren Punkten geschritten und wieder und Ingenieur Benedikt Gurcmann wurden zum zweitenmal vor schuldigsten Miene in der Welt, das Gericht beabsichtige eine ärztliche eine Reihe von Zeugen vernommen, deren Aussagen sich auf den das besondere Kriegsgericht gestellt. Wie erinnerlich, handelt es Untersuchung Kasprzaks eben während der Verhandlungen selbst Angeklagten Gurcmann beziehen. Der Verteidigung gelingt es sich um die Anklage wegen bewaffneten Widerstandes gegen die anzuordnen und wollte zu diesem Zweck am anderen Tage( Freitag, schließlich, dieses Opfer, wenn nicht der zarischen Justiz überhaupt, Staatsgewalt bei der Durchsuchung in der geheimen Druckerei der den 30. September,) zwei Stunden anberaumen! Darauf so wenigstens dem Kriegsgericht und der Todesstrafe zu entreißen. Sozialdemokratie Russisch- Polens und Litauens, wobei Kasprzat vier Schtscherbak mit dem Ausdruck höchsten Erstaunens: Sogar Die Anklage gegen Gurcmann war von vornherein auf so schwacher Polizisten und Gendarmen, darunter zwei Offiziere, erschossen und bei inneren Krankheiten, ja bei Hautkrankheiten sogar, müsse man Grundlage aufgebaut, daß sie bereits bei der ersten Verhandlung, einen fünften schwer verwundet hatte. Die erste Verhandlung am häufig den Patienten wochenlang beobachten und untersuchen, bevor zum Entfeßen des Staatsanwalts, kläglich zusammenbrach. Gurc= 2. und 3. August endete mit Vertagung. Das Gericht hat ganz man die Krankheit mit Sicherheit diagnostizieren könne; in Fällen mann wurde nämlich der Beteiligung am bewaffneten Widerstande unerwartet, nachdem der Vorsitzende und der Staatsanwalt zwei aber, wo psychische Störungen angenommen werden, sind während angeklagt und vor das Kriegsgericht gebracht nur auf Grund einer Tage lang nicht nur gegen die Angeklagten, sondern sogar gegen einiger Monate fortgesette, Beobachtungen notwendig, um ein einzigen belastenden Aussage des Schußmanns Bo tobiel, der bei die Verteidigung wüteten und auf Schritt und Tritt zu verstehen begründetes Urteil über die zurechnungsfähigkeit des Betreffenden der Voruntersuchung behauptete, Gurcmann hätte ihn, als er mit gaben, daß sie das ganze Gerichtsverfahren von vornherein für abzugeben. Er würde sich der Charlatanerie schuldig machen, Kasprzak rang, am Kragen gepackt und von Kasprzak fortgerissen. überflüssig hielten, dem Antrage der Verteidigung stattgegeben, wollte er nach einer zweistündigen Seance irgend eine Meinung Für diese Hilfeleistung verlangte der Staatsantvalt auch für Gurc Kasprzat einer ärztlichen Untersuchung unterziehen zu lassen. Dieser äußern. Er könne deshalb nicht auf den Vorschlag des Vorsitzenden mann die Todesstrafe. Als Bowbiel vereidigt wurde, hat er aber Beschluß, der, wie es bald bekannt wurde, auf einen Wink aus eingehen. Der Staatsanwalt drängt trotzdem weiter in den Sach- schon bei der ersten Verhandlung seine Aussage dahin geändert, daß Petersburg zurückzuführen war, rief allgemeine Verwunderung verständigen ein. Er müsse bedenken, daß es sich bei Kasprzak bloß Gurcmann, als er sich durch Flucht vor den Polizisten zu retten hervor, aber die kurz darauf erfolgte Entbindung der Zarin hat die um Simulation der Geistesstörung handle. Solange es gelte, im suchte, ihn im Vorbeilaufen bloß gestoßen hätte. Die Drohungen Lösung des Rätsels gebracht. Wäre das glückliche Ereignis" im Dienste der revolutionären Partei Staatsverbrechen zu begehen, sei des Staatsanwalts und die von ihm geäußerte Vermutung, die Zarenhause, dessen Eintreten man in Petersburg stündlich erwarten Kasprzak gesund wie ein Fisch im Wasser, sobald er aber der Familie Gurcmanns hätte die Zeugen bestochen, haben auf Bowbiel konnte, in die Zeit nach dem Gerichtsspruch und vor Vollstreckung strafenden Gerechtigkeit verfalle, werde er auf einmal geistestrant. schon damals feinen besonderen Eindruck gemacht. Offenbar hat der in Aussicht genommenen Todesstrafe gefallen, so müßte man Es sei die Wiederholung der Geschichte von 1895. Er sei schon man seine erste Aussage bei der Voruntersuchung einfach in das Kasprzat anstandshalber" begnadigen", um nicht einem Galgen an einmal aus einem Gefängnis in Deutschland ausgebrochen, später Protokoll hineinredigiert, und der ungebildete Schußmann wagte der Wiege des oder der Neugeborenen aufzurichten, und dies um habe er sich jahrelang mit verbrecherischer Agitation im Weichsel- es damals nicht, gegen die so mehr, als die Frau Kasprzats, die der sozialdemokratischen Be- gebiet( foll heißen: Russisch- Polen) befaßt, und als man ihn fests zweiten Verhandlung blieb er nun bei derselben Behauptung bevegung stets ganz fern stand, noch vor der Verhandlung eine Gnaden- genommen hätte, sei er irrsinnig, geworden, um der Irrenanstalt, Harrlich stehen, daß ihn Gurcmann nur gestoßen hätte, und so verlor bittschrift an die Zarin gerichtet hatte.( Beiläufig bemerkt, hat sie wohin man ihn zur Beobachtung brächte, zu enspringen. Jenseits die Anklage gegen diesen jeden tatsächlichen Anhaltspunkt. sich auch an den deutschen Kaiser mit einem Gesuch um Schuß und der Grenze angekommen, sei er auf einmal wieder gefund ge= Das Endergebnis der Verhandlung ist: die Strafsache Gurc um Fürsprache gewandt.) Man wollte also, um Kasprzat sicherer worden und habe sich zehn Jahre lang an der revolutionären Be- manns wird von derjenigen Kasprzats getrennt und an die Strafan den Strang zu bringen, das Urteil erst nach der erwarteten wegung in Deutschland beteiligt, wobei niemand etwas von seiner fammer( höchstes ordentliches Gericht im Gerichtsbezirk) verGnadenära fällen. Diese Annahme hat viel für sich, aber mochten Geistesstörung, wie die Zeugenaussagen aus Deutschland beweisen, wiesen. Die Sache Kasprzats wird für sechs Monate vertagt. Er bei der Vertagung auch andere Gründe maßgebend gewesen sein, gemerkt hätte. Er( der Staatsanwalt) verstehe die Skrupel der foll nach einer Heilanstalt gebracht und dort auf seinen Geisteszustand bei der jüngsten zweiten Verhandlung ließ das Kriegsgericht mit Sachverständigen, aber der Fall sei in der Gerichtsmedizin häufig untersucht werden. einem geradezu schamlosen Zynismus keine Zweifel mehr darüber und liege sehr einfach. aufkommen, daß es seinen eigenen Beschluß betreffend sachverständige Beobachtung Kasprzats gar nicht ernst genommen hatte und es nun an der Zeit hielt, furzen Prozeß" zu machen. Aus den Verhandlungen heben wir im nachfolgenden nur die Hauptmomente hervor. Die Sigungen nahmen zivei Tage in Anspruch und fanden, wie immer, unter vollem Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Die Zusammensetzung des Gerichts ist dieselbe wie das erste Mal. Als Staatsanwalt fungierte wieder Muehin, der sich nicht die geringste Mühe gab, seine Erregung und die Animosität gegen die Verteidigung zu verbergen. Lettere besteht aus zwei Warschauer Advokaten Patet und Nijenski und einem aus Petersburg Andrejewski. Wie bei der ersten Verhandlung leisten die letztgenannten rechtlichen Beistand dem Angeklagten Gurcmann, Kasprzak wird durch Patek vertreten. Auch die medizinischen Sachverständigen sind zur Stelle, der wichtigste ist Schtscherbat, Professor der Psychiatrie an der Warschauer Universität. " Als im Verlauf der Sizung am ersten Verhandlungstage den Sachverständigen das Wort erteilt wurde, damit sie ihr Gutachten abgäben, stellte sich heraus, daß Kasprzat nicht einmal nach einer heilanstalt behufs Beobachtung geGefängniszelle in der Warschauer Zitadelle zubrachte, wohin dritte Personen, außer Gendarmen und Staatsanwalten, feinen Zutritt 1 0,47 Meter. Es muß hier hervorgehoben werden, daß die preußische Polizei Wafferstand am 7. Oktober. Ibe bei Ausfig 0,52 Meter, bei den russischen Kollegen, wie dies aus den Verhandlungen hervorging, Dresden 1,93 Meter, bet Magdeburg+0,26 Meter. Unstrut bei die ausführlichsten Angaben über alles, was sich auf Kasprzak be- Straußfurt+ 0,70 Meter.- D der bei Ratibor+0,92 Meter, bei Breslau 30g, geliefert hat. Es wurden von den russischen Agenten Er- Ober- Begel+4,68 Meter, bei Breslau Unter Begel 1,50 Meter, bei fundigungen nicht nur in Posen, sondern auch in Breslau und Frankfurt. Weichsel bei Brahemünde+2,22 Meter. Kreuzburg, too Kasprzak einige Zeit seinen Wohnsitz hatte, ein- Barthe bei Posen 0,16 Meter. Ne te bei Usch-- Meter. gezogen. In Breslau waren es gewisse Strechalska und azaret, in Kreuzburg Lassotti, die sich über ihn ausführ- Witterungsübersicht vom 8. Oktober 1904, morgens 8 Uhr. lich ausließen. Sollte ein so schweres Verbrechen straflos ausgehen, so würden die Gendarmerie- Offiziere die Vornahme von Hausdurchsuchungen fünftighin ablehnen." " Stationen Barometer. stand mm Wind Bump Windstarke Better Die Beredtsamkeit des Staatsanwalts verfehlte jedoch das Ziel. Das ist Sache der Polizei," meinte Schtscherbat." E3 mag auch meine Ueberzeugung sein, daß der AnSwinemde. 752 2N2 2heiter geklagte Geistesstörung simuliert, als Bſychiater habe ich fein Recht, dieſe Meinung zu äußern, bebor Samburg 754 28S 2 Regen Berlin nicht ihn längere Zeit etwa ein halbes Jahr beobachtet habe." Frants.a.M. 759 S Die Sache wurde schwierig. Die Sachverständigen lehnten ihre München 760 23 Beteiligung entschieden ab. Die Verteidigung benutte die Situation. Bien Das Gericht habe die Notwendigkeit einer ärztlichen Beobachtung Temp. n. E. 5° C. 4° N. Stationen 754 NW 4 bedeckt 8 Cort 8. Aberdeen 7 Paris and mm Barometer Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 0 9 2wollent 8 Haparanda 747 9 7 Petersburg 787 SHU bedeckt 2 bedeckt 757 228 6halb bd. 8 5 wolfig 766 M. 4halb bd. 18 755 28 6 bededt 10 Wetter- Prognose für Sonntag, den 9. Oktober 1904. Sach- Nachts bracht worden war und die verflossenen zwei Monate in seiner einmal anerkannt, es müsse nun konsequenterweise den unga sehr fühl, am Tage etwas wärmer, ziemlich heiter bei mäßigen verständigen auch die Bedingungen gewähren, unter denen allein nordwestlichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. nach ihrer kompetenten Ueberzeugung diese Beobachtung sachgemäß Winter- Paletots B24 de den Баавай Die Herren- Anzüge Winter- Preislisten siledata mit 200 Abbildungen ist in einer Auflage von 1 Million 22 mit klarer, leicht verständlicher Veranschaulichung er- 90t bid schienen und wird auf Wunsch kostenlos versandt. Winter Joppen one rioe- W ΠΟΥ 919 U Sortiment ग Auswahl Winter- Paletots R5, 50, 36, 24, 15, 8 M. 50 Winter- Paletots Geh- Pelz- Imitat. Sonder- Angebote. Gestreifte und glatte Eskimos u. Cheviots m.eleg. Futter 24.Feiner Eskimo m.Astrachan u. echt Sealbisam- Kragen 18 M. 50 M. 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Weinflaschen geschliff. 95 Pf., 1.25 Teebecher Kristall geschliffen 28 Pf. Tafelaufsätze carb.Glas 3.45 b. 4.75 Butterdosen 25 Pf. Zuckerschalen 16 u. 20 Pf. Kuchenteller 20 u. 30 Pf. Kompotteller 7, 8, geschliff. 25 Pr. Likörbecher m. dick. Boden 5 Pf. Bierbecher m. Bordüre 10, Anich: 9 Pf. Bierbecher Rich. 14, geschl.23 Pf. Kindl m. Berl. engl. soweit der Vorrat reicht: Borsten- u. Holzwaren Haarbesen grau 5 Sorten 65 Pf. b. 1.20 u. Ausklopfer Bohnerbürsten 3 Sorten 35 bis 42 Pt. 2.60 Mk. mit Stiel Bohner mit Stiel 4.50, u. Polster 5.75Mk. Bohnerspähne Pack 16 Pf. Handfeger grau 3 Sorten 35 bis 45 Pf. Rosshaarbesen 4 Sorten 1.25 bis 2.10 Rosshaarhandfeger4 Sort 65 Pf. b. 1.10 1 Mk. Teppichbesen 1.20 Teppichhandfeger 6 Sort.40 bis 85 Pf. Teppichkehrmaschinen8 Mk. b. 12.50 Bohnerwachs Schrubber Fensterleder 4 Sorten 20 bis 35 Pf. Grössen 40 bis 85 Pf. Kleiderbügel lackiert 50 und 65 Pf. aus Wäscheleinen 1.50 b. 3MK., Hanf 3 b. 6MK, Wäscheklammern Schock 10 u. 18 Pf. 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50 000] 203331 72 484 687 779 804 79 984 204005 16 78 100 55 259 362 415 33 92[ 500] 541 685 829 205008 73 129 231 62 409 909 34 35 61 75 200286 649 883 918 [ 400] 207037 176 308 474 954 208130 64 241 319 32 56[ 400] 434 501 22 742 900 209232 42 47 601 703 22 68 mon 210030[ 10 0001 293 379 415[ 400] 672 803 984 [ 400] 211377 840 993 212093 108 218 321 28 669 775 930[ 400] 35 213038 230 67 98 321 423 809[ 400] 214033 178 352 215209 325 38 782 96 851 52 964 84 216056 286 382 410 90[ 400] 540 664 984 217276 398 474 770 999 218309 472 537 54[ 1000] 56 91 779 913[ 400] 35 38 210011 48 60 219 86 300 540 803 63[ 3000] 220270 78 99 308 95 476 503 643 819 970 221116 33 83 274 789 913 64 222309 11 35 573 627 74[ 500] 900 223070 211 33[ 400] 82 553 93[ 5001 931 3 sew murabe versteven: 3 Geminne zu 10 00 Mt., 4 zu 5000., 2 g 3000, 12 au 1000.. 17 3 500 8 40 .., 63 2. Bichung 4. Klasse 211. Kgl. Breuß. Lotterie.| 375[ 500] 405 516 36 901 116006 61 126 70[ 500] 239 Bieiung vom. Oftober 1904, nachmittags. Kur die Gewinne über 192 Mt. find den betrenenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Chne Gewahr.) 71 422 80 600 67 74 79 938 41 [ 3000] 2049 124 524 1400] 766 882 975 75 Nadbrud verboten. 3021 22 83 553 6023 265 321 8192 208 33 4211 340 54 584 669 5147 493 669 543 604 748 859 75 7353 450 689 777 888 381 563 678 910 9344 81 435[ 400] 97 512[ 400] 845 [ 400 83 14001 908 1400] 26 99 94 367 10217 46 454 500 36 763 869 11244[ 400] 94 367 573 736 818 57 66 915 12019 102 356 81 407 615 861 74 1400] 78[ 400] 918 13263 65 5000] 92 310 40 58 90 441 98 651 77 14353 405 507 8 770 82 877 89 985 15315 83 606 77 714 51 69 16101 308. 415 35[ 1000] 644 50 766 90 907 40 17122 32 216[ 400] 391 421 65 75 89 962 18006 482 88 698 19009 227[ 400] 446 717 94 841 1 705[ 400] 20450 658[ 400] 705[ 400] 873 999 21318 64 468 951 22033 415 52 511 26 737 926 23278 331 491 772 24262[ 400] 328 461 551 53 71 81 887 25048 70 161 415 110 000] 642 990 26032 216 343 423 43 552 678 787 918 48 27088 120 38 50 299 980. 28019 42 [ 5000] 243 73 303 405 23 61 550[ 400] 707 946 29098 3 61 550[ 40 355 500 30140 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900 69272 328 453 75 510 83 88 840 56 997 70033 165 551 632 76 99 743 71118 421 625 891 72232 422 668 858 940 73123 52 399 648 803 49 910 74464 587 637 748 75002[ 1000] 231 308 790 974 76170 90 295 510 672 882 932 77098 196 314 92 767 903 15 90[ 400] 78127 383 84 743 79169 75 246 462 541 69 84 844 89 910 22[ 400] 80004 99 183 358 613 841 85 81403 590 742 82264 332 523[ 400] 901 83015 136 289 608 784 84078 439 776 846 913 85103 23 76 F10 000] 90 254 576 705 97 86055 403 652 754 87008 252 385 407 37 587 88178 497 1400 892 918[ 500] 89240 46 355 491 646 53 80 90 779 976 90061 112 245 81 442 681 936 91020 55 79 198 425 68 93 585 893[ 1000] 92131 481[ 400] 530 933 93382 690 98 753 898 94022 46 96 135 75 216 511 76 995 95416 98 609 31 50 747 885 900 96010 76 162 475 82 687 815 80 97286 302 466 568[ 400] 98001 79 348 435 666 761 988 99055 96 112 35 207 317 21 422 23 554 685 878 98 100311[ 400] 650[ 400] 98 718 79 95[ 400] 971 94 101054 345 422 580 752 102085 99 110 769 87 828 82 950 103154 413 894 104036 166 436 525 56 629 53 748 105036 196 274[ 400] 398 605 735 803 80 93 576 641 728 76 836 117333 41 98 729 941 118013 424 820 83 119246 71 303 31 50 476 720 25 31 50[ 400] 98 47 41 818 57 120387 625 121146 326 571 797 830 122035 246 553 649 123106 281 730 38 877 929 124001 213 75 76 417 577 700 820 974 125224 51 58 421 564 93 766 827 37 126315 18 430 68 519 28 56 635 754 127008 321 516 58 698 705 66 128201 26 58 665 844[ 500] 129119[ 400] 41 61 210 22 392 475 77 82 94 582 646 802 956 130490[ 500] 773 131262 307 64 434 569 691 777 851 14001 905 132 28 138 276 14001 478 513 760 860 133114 347 414 27 536 913 134101 400 548 609 65 788 998 135178 233 301 833 73 136279 360 927 137273 89 339 444 896 138071 210 434 550 720 80 822 139042 65 321 442 66 655 140258 78 304[ 1000] 491[ 50001 608 719 815 141212 65 402 540 870 142145 299 337 488 673 882 143051 53 316 458 74 868 902 144019 434 145001 59 144[ 500] 77 411 679 875 98 146066 122 233 54 467 562 926 147195 358 60 63 70 501 18[ 400] 840 945 148680 884 149071 326 572 96 150386 92 666 790 897 151069[ 400] 149 219 489 604[ 500] 40[ 400] 44 57 717 152195 786 998 153118 293 306 462 579 651 57 66 752 911 154177 84 89 386 97 703 90 881 994 155077 308 35 462 549 852 930 156025 32 201 37 313 416 570 93 601 157059 147 250 63 411 34 524 60 75 80[ 400] 736 47 810 158085 126 57 307 74 436[ 500] 572 729 159062 293[ 400] 357 702 160026 30 241 461 84 632 43 65 743 908 76 161114 76[ 400] 297 675 91 737 162270 82 713 44 835 81 931 47 163042 157[ 400] 83 498 542 67 78 737[ 1000] 164020 87 181 251 371 883 957 165080 82[ 1000] 133 278 949 59 166078 193 602 15 46 56 987 167136 284 357 552 627 861 168102 520 683 98 792 169018 131 420 77 594[ 500] 821 926 74 170010 103 77 405 561 96 941 171170 373 462 616 26 34 58 723 1400] 86 871 933 172241 302 28 60 72 74 480 752 68 840 924[ 400] 173155 94 407 858 953 174450 53 570 788 819 175272 558 756[ 400] 874 86 176548 616 96 177028 325 525[ 400] 807 77 178186 436 792 827 949 179155 209 355 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77 204 342 546 690 211122 474 731 833 64 70 212001 77 86 109 254 507 62 628 720 213055 111 243 66 660[ 5001 708 80 815 38 981[ 400] 214160 768 215069 159 357 493 543 673 718 980 216040 198 234[ 400] 372 476 217321 28 496 520 621 38 57 98 808[ 400] 42 90 917 218262 73[ 400] 419 507 28 87 679 219210 85 390 515 73 654 788 98 979 75 106152 450 850 987 107142 97 267 334 35 466 6220131 580 673 771 851 221307 10 20 537[ 1000] 79 98 605 90 977 108077 268 324 463 93 555 611 87 91 713 813 109228 36 97 425 675 812 658 806 980 222292[ 400] 384 406 523 721 75 77 835 [ 400] 940 56 223054 184 432 35 75 531 696 722 Berichtigung. 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Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 238. 21. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Engelmacherin Wiese vor Gericht. " Am Freitag, dem dritten Verhandlungstage, tam, wie uns aus Hamburg berichtet wird, die gestern schon erwähnte Ermordung des Kindes der Paula Berkefeld, der Tochter der Angeklagten, zur Sprache. In dieser Sache bekundet ein Fräulein Reich: Sie habe einige Monate bei der Angeklagten gewohnt. Die Berkefeld habe einige Tage bei dem 74jährigen Schuhmacher Schröder gewohnt, um ihre Niederkunft abzuwarten. Eines Morgens sei Schröder zu der Wiese gekommen und habe gesagt:„ Es ist so weit." Die Wiese sei sofort zu Schröder gegangen. Nach einigen Stunden tam die Wiese wieder und sagte: ihre Tochter habe einen hübschen Jungen geboren, dieser sei aber tot; sie habe sogleich einen Sarg für 30 M. gekauft.. Einige Tage darauf habe sie in der Küche viele berbrannte Kohlen gesehen. Auf ihre Frage habe Frau Wiese gesagt: sie habe die Nachgeburt des von Baula Berkefeld geborenen Kindes verbrannt. Vors: Nun, Angeklagte, was sagen Sie dazu? Angel.: Das ist nicht wahr, ich habe nichts verbrannt. Bors: Die Angeklagte soll sehr abergläubisch gewesen sein? Beugin: Jawohl. Bors: Was wissen Sie darüber au jagen? Beugin: Frau Wiese hat des Nachts die Fenster berhangen und in der Küche Licht brennen lassen. Sie sagte: Wenn sie alsdann betet, der liebe Gott solle sie einen Lotteriegewinn machen lassen, dann gehe das Gebet in Erfüllung. Bors: Sagte fie nicht auch, daß sie mit Geistern verkehre? 3eugin: Ja wohl, sie erzählte mir einmal, daß sie oftmals während der Mitternachtsstunde mit Geistern spreche. Sie hatte sich auch das sechste und siebente Buch Mofis gekauft. In diesem las sie sehr eifrig, es standen alle möglichen Geistergeschichten darin. Ich mußte ihr auch einmal aus diesen Büchern ein Gebet abschreiben. Bors: Was hat noch in den Büchern gestanden? Zeugin: Ich glaube, es hat auch etwas vom Kinderschlachten darin gestanden. Vors: Stand in den Büchern, daß das Schlachten kleiner Kinder Glück bringe? Beugin: Nein, aber Frau Wiese sagte einmal: Kinderblut und Blut von weißen Tauben ist gut, das bringt Glüd. Vors: Hat die Wiese auch gesagt, daß das Verbrennen der Nachgeburt Glück bringe? Zeugin: Ja, sie sagte, die Kohlenreste, die von dem Verbrennen einer Nachgeburt herrühren, bringen Glück. 1 Sonntag, 9. Oktober 1904. Baula Bertefeld, die Tochter der Angeklagten, als Beugin ver- oftmals nach Bremen geschrieben habe. Vorf.: Was war denn auf? In der Angelegenheit der schweren Kuppelei wird einem Blonden, einem Franzosen und nach einem Herren, dem sie nommen. Diese bekundet auf Befragen des Vorsitzenden: das für ein Blonder? 3eugin: Das will ich nicht sagen. Sie habe auf Veranlassung ihrer Mutter mehrfach Anzeigen Bors.: Für diesen schienen Sie sich aber ganz besonders zu interfolgenden Inhalts aufgeben müssen:„ Eine junge Dame bittet einen effieren? 3eugin( die Augen niederschlagend): Allerdings. edeldenkenden Herrn um eine Unterstützung von 30 m. gegen dank- Der Vorsitzende hofft, am Sonnabend mit der Beweisaufnahme bare Rückzahlung." Vors: Weshalb gaben Sie die Anzeigen zu Ende zu kommen. - 3eugin: Ich mußte ja. Vors.: Weshalb mußten In der Sitzung am Sonnabend kamen verschiedene Fälle Sie? Beugin: Wenn ich es nicht tat, wurde ich von der zur Sprache, die den Verdacht rechtfertigen, daß die Wiese auch Wiese heftig geschlagen. Vors.: Hat auch bisweilen die Wiese ihren Mann habe beiseite schaffen wollen. Verschiedentlich hat die Anzeigen aufgegeben? Zeugin: Jawohl.- Bors: er sich nach dem Essen unwohl gefühlt; einmal hat er nach der RückEs meldeten sich Herren auf diese Anzeigen? 3eugin: Ja tehr von der Arbeit erklärt, daß er den ihm mitgegebenen Kaffee wohl. Vors. Haben Sie sich freiwillig hingegeben? untersuchen lassen wolle, da er vermute, daß Gift, darin sei. Seine 3eugin: Nein, ich habe mich zumeist gesträubt. Da zog die Frau hat ihm darauf die Flasche entrissen und den Inhalt wegWiese ihren Pantoffel aus und schlug mich heftig. geschüttet. Die Tochter der Wiese sagt aus, sie habe einmal den Oftmals warf sie mich zu Boden, riß mich an den Haaren und trat Schuhmacher Schröder zur Angeklagten sagen hören, sie möge doch mich mit den Füßen. Einmal flüchtete ich. Da verfolgte mich die ihren Mann vergiften, dann wolle er sie heiraten. Verschiedene Wiese mit einem Küchenmesser. Wenn das alles nichts half, sagte Zeugen wissen von verdächtigen Redewendungen der Wiese zu bedie Wiese den Herren: Sie sollen mir Gewalt antun. richten; so bekundet der Schuhmacher Schröder, daß sie erklärt habe, Vorf.: Gaben die Herren alle Geld? 3eugin: Jawohl, ihr Mann müsse unter die Erde; einmal habe er der Wiese für das nahm stets die Wiese an sich. Vors: Kam es auch bor, 20 Pf. Quecksilber gekauft, womit sie ihren Mann vergiften wollte. daß Herren fein Geld gaben? 3eugin: Jawohl, in diesen. Fällen machte die Wiese furchtbaren Standal und schlug mich. Bors.: Zu den Herren, die sich auf die Anzeigen meldeten, ge= hörte auch Franc? 3eugin: Jawohl. Auf weiteres Befragen befundet die 3 e u gin: Die Wiese habe sie auch gezwungen, in Gemeinschaft mit einem jungen Mädchen, namens Fuß, sich der In Wilmersdorf wurde am Mittwoch in einer schwach besuchten Straßen Prostitution zu ergeben. Vors: Hat Versammlung vom Genossen Wollermann über den Parteitag Ihnen die Wiese nicht auch angeraten, sich auf St. Pauli ein Ab- berichtet. In der Diskussion führte Kiefer aus, Schippel als Stratege steigequartier zu mieten? 3eugin: Jawohl. Verteidiger in der Zollpolitik habe es beschämender Weise nicht für notwendig Rechtsanwalt Dr. Bledwedel: Wenn es wahr ist, daß Ihre befunden, trotz seines großen Wissens in die Debatten der ZollMutter Sie geschlagen, zur Erde geworfen, an den Haaren gezogen, fampagne einzugreifen. Die Handlungsweise der Leipziger Volksmit Füßen getreten hat uſtv., weil Sie sich nicht preisgeben wollten, zeitung" fei geradezu beschämend. Dummer trat den Auswie kam es, daß Sie kurz nach dieser Zeit von England aus an führungen des Genossen Bömelburg auf dem Parteitage entgegen Ihre Mutter die zärtlichsten Briefe schrieben? 3eugin mit dem Hinweise, daß die Maurer und Zimmerleute schon früher ( zögernd): Damals wußte ich noch nichts von den Kindern. für eine würdige Maifeier eintraten. Bömelburg scheine als ArBert.: Aber trotzdem ist es doch sehr auffällig, daß, wenn Ihre beiterführer in seinen Reihen schon die Fühlung verloren zu haben, Erzählungen wahr sind, Sie Ihrer Mutter die zärtlichsten Briefe im übrigen wäre eine strikte Arbeitsruhe geboten. Mit der Geschrieben mit der steten Anrede: Meine füße Mama." Die haltserhöhung der Sekretäre erklärten sich eine große Anzahl Partei3eugin schweigt. Der Vorsitzende verliest die erwähnten genossen im Prinzip einverstanden. Nur die Art der Durchführung Briefe. Diese beginnen stets mit der Anrede:„ Meine füße Mama. wurde allgemein bemängelt. Die Versammlungen finden nunmehr In den Briefen erkundigte sich die Berkefeld sehr angelegentlich nach am 2. Mittwoch im Monat statt. 88. Versammlungen. Goranaldased, Jada H. Greifenhagen Rachi. Bruppenstrasse 17-18. Kurzwaren. Stecknadeln, auf rosa Papier Haarnadeln, gesteckt, Brief blau, mit weissen Spitzen, Haarnadeln, gewellt, 2 Pack 3 PL Lockenhaarnadeln, 25 Pack 10 PL Haarnadeln, 6 Pack 8 Pack 3 PL. 2 PL 5 Pf. Veteranenstrasse 1-2. Greifenhagen Nachl BERLIN N BRUNNENSTRASSE 17/18. VETERANENSTRASSE 12. Kurzwaren. Schweissblätter Trikot, Paar 5 Pt. Paar Stück 10 Pf. Schweissblätter mit Gummi 12 PL. Gurtband mit Goldstreifen. Gurtband Is Satin Meter Jakonetband 6 PL Stück 8 Pt. Bolle 18 Pf. 8 Stück 8 PL Nähnadeln, Brief= 25 Stück Nähnadeln, Schlangenmarke, Stoptnadeln, Briet 25 Stuck Sicherheitsnadeln, 8 Dtzd. Stahlkapselnadeln, Dtzd. Hutnadeln, schwarz, 2 Stück 1 PL Brief 25 Stück 5 Pf. 6 PL. 5 Pt. 6 Pf. 1 Pf. Phantasie- Hutnadeln, Stuck 7 Pt. 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Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Vogelspind, Heckbauer, Kanarienhähne verkauft Bender, Schönhauser Allee 53, parterre. 19766 Ruhebett mit Bettkasten, Sofas Große Frankfurterstraße 50, I. 19996 " * + 98* 20306 Streligerstraße 60. 19926 Kistenmacher! Holzarbeiter! Rofenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen. Brunnen- Säle, Brunnenstr. 15. E. Daase, Brunnenstr. 154. Dietrichs Festfäle, Brunnenstr. 34. Feh, Brunnenstr. 184. R. Fiebigs Festsäle, Ackerstr. 6/7. Gramotte, D., Bergstr. 12. Hensel, Invalidenstr. 1a. Hillers Volksgarten, Brunnenstr. 150 Melchert, Bergstr. 68. Roads Festsäle, Brunnenstr. 16. DIböter, Usedomftr. 33. Roetvers Festsäle, Elisabethkirchstr. 14. Swinemünder münderstr. 42. Gesellschaftshaus, F. Schuster, Ackerstr. 144. Weiß, Invalidenstr. 146. F. Wilkes Festfäle, Brunnenstr. 188. SwineBallschmieder, Badstr. 16. Bernhard Rose- Theater, Badftr. 58. Cranz Vittoriagarten", Badstr. 12. M. Gradhandt, Bellermannstr. 70. Gregory- Brauerei, Badstr. 67. Leonhardt, Kolonieftr. 147. Micksch, Koloniestr. 124. Marienbad, Badstr. 36. Ruthenberg, Schulstr. 66. H. Seidel, Badstr. 60. Schirms Festfäle( Wäbekind), Badstr. 19. Schmidt, Herm., Prinzen- Allee 83. Weimanns Boltsgarten, Inh. Silberstein. Badstr. 56. Lotal- Kommissions- Mitglied: Albert Fürstenberg, Putbuserstr.16, Qu.II. Schönhauser Vorstadt. Adamis Festsäle, Schönhauser Allee 161. Berliner Prater, Kastanien- Allee 7. Berolina- Festsäle, Schönhauser Allee 28. Kreis Nieder- Barnim. Brauerei Bözow, Prenzlauer Allee. Brauerei Gabrielu. Jäger, Defonom Wendorf, Zehdenickerstr. 10. Brauerei Königstadt, Dekonom Nob. Liebing, Schönhauser Allee 10. W. Böthführ, Kastanien- Allee 23. Forper, Prenzl. Allee 165( Ningbahn- Station). Fröbels Allerlei= Theater, Schönhauser Allee 148. Genossenschafts- Wirtshaus, Stargarderstr. 3. Jägerhaus, Schönhauser Allee 103. Kopenhagener Klubhaus, Wüstenhagen, Kopenhagenerstr. 74. Schönhauser Volksgarten, SchönhauserAllee 101/102. Steuerhaus, Prenzlauer Allee 148. E. Schulz Festsäle, Belforterstr. 15. Wirtshaus Zum Strauß", Pappel- Allee 25. Wernaus Festfäle, Schwedterstr. 23/24. Lotal- Kommissions- Mitglied: Rudolf Wenzel, Schliemannstr. 43, vorn, IV. Anfragen find zu richten an Robert Rieck, Rummelsburg, Bezirk Bernau. Bernan. Großmann, Schützenhaus, Mühlentor. Lah, Elysium, Königstor. August Mai, Kaiser- und Chausseestr.- Ecke. Rückert, Gasthof Zum Goldenen Hirsch". Lanke. Stockmann, Restaurant Waldschloß". Dazz, Restaurant ,, Schloßpark". Ladeburg. Kein Lokal frei. Preuden. Nur Engelhardt frei. Röntgenthal. Lange, Restaurant Röntgenthal. Zepernick an der Stettiner Bahn. Bum Bant- Schlößchen", Jnh. Ostertag. Lotal- Kommissions- Mitglied für obige Orte: Emil Hoppe, Bernau, Weinbergstr. 11. Oranienburg. Dietrich, Mühlenstr. 15, Verkehrslokal. Braun, Kurfürstenstraße 48( Saal). Hermann Neuber, Malz beim Grabowsee. Verkehrslokal: Otto Wendemann, WaldhausSandhausen. Anfragen sind zu richten an: Wilhelm Haase, Havelstr. 9. Bezirk Erkner. Alt- Buchhorst. Alle Lokale gesperrt. Erkner. Gesperrt sind: Gasthof zur Eisenbahn, Bahnhofstr. 11. Gasthof zur Traube, Bahnhofstr. 6. Alle anderen Lokale sind frei. Fangschleuse. " Frd. Schulze, Hotel Zum Dampfschiff." Alle anderen Lokale gesperrt. Grünhaide. Alle Lokale gesperrt. Hessenwinkel. D. Rapmund, Gesellschaftshaus. F. Schreyer, Kaiserzelt. Alle anderen Lokale gesperrt. Rüdersdorf( Dorf). Robert Zademad, Schüßenhaus. Alle anderen Lokale gesperrt. Rüdersdorf( Stallberge). Grete, Gasthaus zur Linde, Heinigerstr. 19. H. Müller, am Kalfsee, Karlstr. 8. Alle anderen Lokale gesperrt. Stolpbrück. Wilhelm Lehmann frei. Woltersdorf( Dorf). Blankenfeld, Wilhelmshöhe, Bahnhofstr. 17. Ferdinand Saetert, Schloß Woltersdorf", Bahnhofstr. 18/19. A. Voltmann, Restaurant ,, Seehof", Rüdersdorferstr. 1. Ewald Pafchle, Restaurant Interlaken". Alle anderen Lokale gesperrt. Woltersdorf Schleuse und Kietz. Albrecht, früher Holldorf. Balm, Café Ruhwald. Rieck auf Rieckwerder. Alle anderen Lokale gesperrt. Lotal- Kommiffions- Mitglied für obige Drte: May Bernide, Erkner, Königstr. 21. Bezirk Friedrichsfelde. Gensler frei. Biesdorf. Alle anderen Lokale gesperrt. Dahlwitz. „ Deutsches Haus" gesperrt. Alle anderen Lokale sind frei. Friedrichsfelde. Franz Bube's Boltsgarten", Prinz.- Allee 30. Frizz Haberland, Wilhelmstr. 38. Gottlieb Schulz, Lindenpart", Wilhelmstr. 11. Frei. Karlshorst. Kupsch, Waldschänke", frei. Kaulsdorf. Bobeh, Restaurant am Bahnhof, frei. Mahlsdorf. Anders, frei. Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Drte: Hermann Brunt, Friedrichsfelde, Prinzen- Allee 30 III. Bezirk Friedrichshagen. Friedrichshagen. Sämtliche Lokale frei, außer Kaiserhof" ( Kraatz), Friedrichstr. 71 und Franz Lerche, Friedrichstr. 81. Tenfelssee, Müggelschloß, Rübezahl, Strand Restaurant, Marienlust bei Friedrichshagen, Restaurant Waldburg am Bahnhof Hirschgarten frei. Restaurant Ravenstein gesperrt. Fichtenau. Braubachs Gesellschaftshaus und KurparkRestaurant von D. Burkhardt, Mittelstraße 26, frei. Hirschgarten. Alle Lokale frei. Kiekemahl. Alle Lokale gesperrt. Münchehofe. Alle Lokale gesperrt. Rahnsdorf. August Witte gesperrt. Alle anderen Lokale frei. Rahnsdorfer Mühle. Alle Lokale frei. Schöneiche- Schönebeck. Carl Clasen, Restaurant Waldschloß. Alle anderen Lokale gesperrt. Wilhelmshagen. Alle Lokale frei. Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Orte: Emil Süßmilch, Friedrichshagen, Kastanien- Allee 16. Bezirk Lichtenberg. Friedrichsberg- Lichtenberg. Paul Schwarz, Konzertgarten, Dorfstraße gesperrt. Alle anderen Lokale frei. Kantstr. 22, part. Wilhelmsberg, Neu- HohenSchönhausen, Dorf HohenSchönhausen. Alle Lokale frei, außer Robert Schulze, Berlinerstr. 8 in Hohen- Schönhausen. Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Orte: D. Liesegang, Lichtenberg, Mainzerstr. 2. Bezirk Pankow. Französisch- Buchholz. Klimas Restaur. Zum Storch", Hauptstraße. K. Kähnes Festfäle, Berlinerstr. 39. Alle anderen Lokale gesperrt. Buchhorst und Woltersdorf bei Mühlenbeck. Adolf Baersch, Gasthof zur Sonne, frei. Pankow. Gesperrt sind: A. Ringel, Breitestr. 21 a. R. Linder, Breitestr. 33. E. Krause, Wollantstr. 1. Schönwalde i. d. Mark. H. Schulz, L. Liebenhagen, frei. Gross- Schönebeck, W. Jung,„ Gasthof 3. deutschen Hause". Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Orte: Albert Schön, Pankow, Berlinerstr. 44. Nieder- Schönhausen. Thiele, Donat und Liedemit gesperrt. Alle anderen Lokale sind frei. Blankenfelde. Restaurant Timius frei. Lokalkommissions- Mitglied: Gustav Kalow, Nieder- Schönhausen, Waldstraße 3. Reinickendorf u. Umgegend. Reinickendorf. Osten. Schüßenhaus( Gebr. Leder), Residenzstr. 1-3. E. Kirsch,„ Seepart", Markstr. 2/3. B. Lücke, Kastanienwäldchen", Residenzstraße 109. F. Sadau, Residenzstr. 124. A. Schorsch, Zur Wartburg", Kopenhagenerstraße 71. F. Meinhard, Hauptstr. 51. Rudolf, Borussia- Park", Provinzstr. 68/69. Schiller, Zum Storchnest", Provinzstr. 79. Gäride, Wirtshaus Zur Tanne", Nord" bahnstraße 11. Westen, Tegeler Chaussee. Ernst Muster, Berlinerstr. 29. J. Franke, Eichbornstr. 18, Ecke Augusta Viktoria- Allee. W. Otto, Berlinerstr. 113/114. Rosenthal. A. Kabeliz ,,, Gafth. Zur Mühle", Hauptstr. 38. Schönholz. Alle Lokale frei außer ,, Schloß Schönholz". Verkehrslokal: Abraham, Kastanienwäldchen. Liebenwalde. Verkehrslokal: Restaurant Gleinert, Berlinerstraße. Nordend. R. Schivars, Restaurant, Nordend", Blanken. feldestraße.- R. Bahl, Restaur. ,, Friedensgarten", Blankenfeldestr. 19. Verkehrslokal: Krieg. Wilhelmsrah. Haltestelle Reinidendorf. Alle Lokale frei. Verkehrslokal: W. Hamann, Restaurant Feldschlößchen", Kronprinzenstr. 15. Lotal- Kommissions- Mitglied f. obige Orte: Richard Mucks, Wilhelmsruh, Kronprinzenstraße 9 I. Bezirk Stralau. Hennickendorf. Alle Lokale gesperrt. Herzfelde. Henze, Hauptstr. 57. Alle anderen Lokale gesperrt. Stralau. Alle Lokale frei. Lotal- Kommissions- Mitglied: Hermann Hollway, Stralau, Alt- Stralau 56, Quergeb. III. Bezirk Rummelsburg. Bruchmühle bei Alt- Landsberg. Restaurant Nagel, Restaurant Diedrich frei. Rummelsburg. Alle Lokale frei. Lokal- Kommissions- Mitglied f. obige Drte: Robert Ried, Rummelsburg, Kantstr. 22, vorn pt. Ober- Schöneweide. " Gesperrt sind: Mörners Blumengarten". Dettmanns Krug zum grünen Kranze". Alle anderen Lokale frei. Verkehrslokal: Ernst Kaufholt, Wilhelminenhofstr. 18. Lokal- Kommiffions- Mitglied: Peter Meinholz, Wilhelminenhofstr. 16, II. Bezirk Waidmannslust. Borsigwalde. Alle Lokale frei. Dalldorf a. d. Nordbahn. Hermann Koll, Restaurant zur Mühle, Vertehrslokal. Hermsdorf. Verkehrslokal: Schulz, Berlinerstr. 21. Carl Dimte, Forsthaus, Augusta Vittoriastraße 18. Alle anderen Lokale gesperrt. Hohen- Neuendorf an der Nordbahn. Gasthaus Zum schwarzen Adler" W. Kleesen. Stolpe an der Nordbahn. Bergemann, im Dorf. Schulzedorf. Restaurant Fleißmann. Neye, Restaurant Sommerlust. Triller, Restaurant„ Hubertus". Heiligensee. Restaurant Schröder frei. Alle anderen Lokale gesperrt. Tegelort. 2. Kielezki, Restaurant" Zum Schwan". H. Weinsbach, Restaurant Bellevue". H. Weihrauch, zum„ Leuchtturm". Alle anderen Lokale gesperrt. Jörsfelde. Restaurant Döring. G. Kuhn, Havelschloß. Fr. Gumlich, Kurgarten. Alle anderen Lokale gesperrt. Tegel. Kitttes Restaurant, Berlinerstr. 15. Hermann Gehlhaar, Berlinerstr. 92. Kreis Teltow- Beeskow. Max Rosenberg, Berlinerstr. 65. Trapps Festfäle. Julius Klippenstein, Spandauerstr. 4. Schmidt, früher Hermann, Schlieperstr. 63. Waidmannslust. Schmidt, Restaurant, an der Chaussee. Hoffmann, Restaurant„ Schweizerhäuschen". Lotal- Kommissions- Mitglied für obige Orte: Carl Jarius, Borsigwalde, Schubartstr. 54. Bezirk Weissensee. Birkenwerder. M. Wegner, Waldkater. Gädicke, Paradiesgarten. Kein Lokal frei. Borgsdorf. Alle Lokale frei. Buch. Kolonie Buch. Kaiser Friedrich- Garten frei. Wirtshaus an der Banke frei. Heinersdorf. Blankenburg. Kein Lokal frei. Karow. Bollers Restaurant. Malchow bei Weissensee. " Kaffee Tiet" fret. Weissensee. Alle Lokale frei. Lotal- Kommissions- Mitglied für obige Drte: G. Breitkreuz, Neu- Weißensee, Heinersdorferweg 46, vorn III. Anfragen find zu richten an Hermann Schliebig, Brik, Jahnstr. 2. Adlershof. Wöllsteins Lustgarten, Bismarckstr. 24. Laues Gesellschaftshaus, Bismarckstr. 10. Meißner, am Bahnhof, Bismarckstr. 60. Restaurant Ruhwald bei Spindlersfeld. Lotal- Kommissions- Mitglied: Dstar Driest, Hackenbergstr. 9. Königs- Wusterhausen. Wedhorn, Altes Schüßenhaus. Gustav Lange, Berlinerstr., zum Siegesfranz. August Sindermann, Luckenwalderstr. Große, Potsdamerstraße. Neumühle. R. Riedel, Zur Neuen Mühle"( Dampferstation). C. Leiste, Waldschlößchen". " Zur Schleuse", Jnh.: D. Ballmüller. Niederlehme. H. Müller, Dampferstation. G. Lestow, Restaurant Bellevue. W. Gaerisch, Dorfstr. Hoherlehme. Heiser, Gasth. z. Dahme. Schenkendorf. Otto Pätsch. Wildau. Nelte, Wirtshaus zum Wildauer Hof, frei. Zwiebusch. Gärtner, Berliner Schweiz, am Seddin- See. Lotal- Kommission für obige Orte: Haug in Königs- Wusterhausen. Zernsdorf. Emil Schulz," Zur Eiche". Julius Knorr, am Wasser. Senzig. D. Kühne frei. Lot. Rom.- Mitgl.: K. Schütz in Zernsdorf. Eichwalde. Alle Lokale gesperrt. Hankels- Ablage. W. Heinrich, Seglerschloß( früher Räppel). Ranchfangwerder. Lokal Rutkowski, fret. Schmöckwitz. Gasthaus Zur Palme", am Seddinsee, Hermann Peter. " Noad, Restaurant zum Seddinsee. Murfeldt, Seglerschloß". Alle anderen Lokale gesperrt. Ziegenhals Kolonie Niederlehme. Zum Sporthaus, M. Mörschel. Guft Heiß, Restaurant Ziegenhals. Zeuthen. Alle Lokale gesperrt. Lokal- Kommiffions- Mitglied für obige Drte: E. Walter, Zeuthen, alte Poststr. 1. Baumschulenweg. Alle Lokale frei. Lotal- Kommissions- Mitglied: Franz Schiefte, Baumschulenstr. 75. Alt- Glienicke. Verkehrslokal: Wirtshaus„ Zum goldnen Stern", H. Saß, Grünauerstr. 29. Gesperrt: Karl Schmidt, Saalbefizer, Rudowerstraße. Lotal- Kommissions- Mitglied: Gustav Mumme, Rudowerstraße 25. eve Britz. Sämtliche Säle frei. Lokal- Kommissions- Mitglied: Friedrich Jänchen, Bürgerstr. 12. Buckow bei Britz. Alle Lokale gesperrt. Gr.- Besten a. d. Görlitzer Bahn. Ww. Rodominsky, Gasthof. Korbiskrug b. Gr.- Besten. Gasthof Peter Kaczmarek. Zeesen. Paul Behrend, Gasthof zur Palme. Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Drte: Wilhelm Franke in Korbistrug. Grünau. Arbeiter- Verkehrslokale:" Zur grünen Ede", Köpenickerstr. 88, Jnh. Stabbert. J. Duchauffour, Köpenickerstr. 79. Wendenschloß, Jnh. F. Dietrich. Karolinenhof. Mandts Wirtshaus. Bindow. Gasthaus Ww. Engelhardt frei. Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Drte: Hermann Steinid, Grünau, Jägerstr. 18. Johannisthal. Aug. Senftleben, Friedrich- und Köpenickerstraße- Ecke. Hermann Mertins, Roonstr. 2. Ww. Raus Part- Restaurant, Bartstr. 12/18. Albert Henneberg, Friedrichstr. 10. Otto Krause, Friedrichstr. 1. Rudow bei Johannisthal. Verkehrslokal: Aug. Balm, Köpenickerstraße. Franz Reime, Bendastraße. Lotal- Kommiffions- Mitglied: Paul Mann, Johannisthal, Bismarckstr. 7. Nieder- Schöneweide. Verkehrslokal: J. Franz, Grünauerstr. 5. " Hasselwerder", Inh. G. Hempel. 11 Waldhaus", Berlinerstr. 10a. 11 Poseidon", a. d. Fußgängerbrüde. Waidmannsruh", Berlinerstr. 16. Wirtshaus Barbarossa", A. Mayer. " ,, Kleine Fischerhütte", J. Fischer, Berliner straße 17 b. Julius Kanter, Berlinerstr. 10. " Drachenfels", Berlinerstr. 17 d. Alle anderen Lokale gesperrt. Lotal- Kommissions- Mitglied: R. Mohrmann, Hasselwerderstr. 6. Köpenick. Außer Wt. Schulz, Müggelheimer- und Marienstr.- Ecke, alle Lokale frei. Gosen. Th. Schuller, Dorfstr. 14. Nen- Zittau. Alle Lokale gesperrt. Wernsdorf. Wilhelm Ertner( Neuer Oder- Spree- Kanal). Müggelheim. Alle Lokale frei. Pferdebucht bei Köpenick frei. Lotal- Kommissions- Mitglied für obige Orte: Wilh. Kegel, Köpenick, Rudowerstr. 3. Markgrafpieske bei Fürstenwalde. Wilh. Graßnid Langendammerstraße. 2.- K.- Mitgl.: D. Schröder, Langestr. 9. Rixdorf. Vereinshaus am Richard- Platz gesperrt. Alle anderen Lokale frei. L.- K.- M.: A. Reischoc, Kirchhofstr. 1. Treptow. Inkl. den beiden Tierhäuschen sämtliche Lokale frei, außer Paradiesgarten, früher Buchholz. Lokal- Kommiffions- Mitglied: J. Hering, Köpenider Landstraße 23 I. Charlottenburg. August Schüße, Rofinenstr. 3, Voltshaus". Carl Wodrich, Spreestr. 18, Germaniasäle". Karl Klabunde, Spandauer Chauffee, RoßTrappe". Paul Lorenz, Tegeler Weg 38/39, Waldhaus". Ad. Lange, Tegeler Weg 40,„ Waldlater". Am Spandauer Schiffahrtskanal: Gustav Wagners Kastanienwäldchen". May Broß, Gasthof zum deutschen Kaiser". Franz v. Stegmüller, Blechbude". Bafternadi, Seloftergarten". Wiemer, Karlshof". K. Doil, Deutscher Kronpring" " K. Schadow, Haideschlößchen", Blößensee. 2.- K.- M.: Robert Geride, Kantstr. 106 II. Deutsch- Wilmersdorf. Gesperrt: Struß, Luisenpark, Bil helmstraße 112. Alle anderen Lokale sind frei. Halensee. Verk.- Lot.: P. Hilpert, Kurfürstendamm 126. Alle anderen Lokale sind gesperrt. Lokal- Kommissions- Mitglied: Rich. Jakobsen, Wilhelms Aue 21. Gross- Lichterfelde. Neisen( früher Nichter), Chausseestr. 104. Alle anderen Lokale gesperrt. Lankwitz. Wolf; Wirtshaus Zum grünen Kranz", Calandrelliftr. 27. Alle anderen Lokale gesperrt. Gross- Beeren. Alle Lokale gesperrt. Giesensdorf. Alle Lofale gesperrt. Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Drte: R. Theurig, Charlottenstr. 2 in Lankwitz. Friedenau. Wilhelm Grube, Kaiser- Allee 85. Gesellschaftshaus, Rheinstr. 14. Alle anderen Lokale sind gesperrt. L.-K.-M. Paul Schmidt, Rheinstr. 31. Marienfelde. früher Arbeiter- Verkehrslofal: Dittmann, Teutschbein, Großbeerenstraße. Lokal- Kommissions- Mitglied: Carl Schliebner, Großbeerenstr. 51. Mariendorf. Restaurant Reicherdt, Chausseestr. 16. Alle anderen Lofale sind gesperrt. Südende. Kein Saal frei. Lokal- Kommissions- Mitglied: Otto Gohl, Mariendorf, Dorfstr. 24. Schmargendorf. Frei: Wirtshaus Schmargendorf, Warne münderstr. 6. Restaurant Sanssouci", Ruhlaerstr. 20/21. Kaffee Pein, Hubertusbadestr. 8( Grunewald). Alle anderen Lokale gesperrt. Dahlem. Alle Lokale gesperrt. L.- K.- M: Hans Geite, Humboldtstr. 41, Kolonie Grunewald. Schöneberg. Martin Luther-, Luther, Ecke Obsts Festsäle; Meiningerstraße. Klubhaus, Hauptstr. 5/6. Schloßbrauerei Schöneberg. Wilhelmhof, Ebersstr. 80. Lokal- Kommissions- Mitglied: Ed. Petersohn, Tempelhoferstr. 2, IV. Steglitz. Frei: Schellhase, Saal und Garten, Ahorn straße 15 a, und Birkenwäldchen, Saal und Garten. 2.- K.- M.: Karl Dräger, Herderstr. 3. Teltow- Seehof. Schweizer- Haus in Sechof, Karl Belling, frei. Verkehrslokal: E. Dery, Zehlendorferstr. 4. Gust. Kupsch, Hoher Steinweg 10. Alle anderen Lokale gesperrt. Stahnsdorf- Klein- Machnow. Kein Lokal frei. Lokal- Kommissions- Mitglied: Hermann Keßler, Teltow, Potsdamerstr. 19. Tempelhof. Frei: Tempelhofer Tivoli( Inh. H. Stein), Berlinerstraße 50. Arbeiter- Verkehrslokal: Martin Müller, Berlinerstraße 41/42. Trebbin. Wolf," Zum Kronprinzen", Bahnhofstr. 1. " Schulz, Gesellschaftshaus", Bahnhofstr. 8. Lehmann, Bahnhofstr. 6. Gleiche, Bahnhofstr. Gräfe, Berliner- und Bahnhofstr. Ecke. Pintsch, Löwendorf bei Trebbin. Alle anderen Lokale sind gesperrt. L.- K.- M.: Ernst Maß, Trebbin. Wannsee II. Bayrischer Hof", Inh. H. Milling, Glienickerstraße 10. Alle anderen Lokale gesperrt. Nowawes- Neuendorf. Paul Ebel, Stahnsdorferstr. 6. Robert Godglück, Volksgarten, Priesterstr. 31. Otto Himte, Wallstr. 55. Karl Gruhl, Priesterstr. 69. Drewitz. August Buhlmann, Potsdamerstraße. Alle anderen Lokale sind gesperrt. Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Drte: Dummernig, Nowawes, Yorkstr. 9. Zehlendorf. Giese, Teltowerstr. 23. Bellrich, Alsenstr. 86( Anglers Nuh). B. Mieklei, Potsdamerstr. 25( Sperlingsluft) Schlachtensee Neue Fischerhütte Beelitzhof find als frei zu betrachten. Lokal- Kommissions- Mitglied: Wilhelm Paulick, Zehlendorf, Forststr. 5. Zossen. Verkehrs- und VersammlungsTotal: C. Rüffer, Barutherstr. 55. Alle anderen Lokale gesperrt. Lokal- Kommissions- Mitglied: R. Rönisch, Fischerstr. 108. Mittenwalde bei Zossen. Mewes, Große Straße, frei. Alle anderen Lokale sind gesperrt. L.- K.- M.: J. Flieg, Berlinerstr. 33. Kreis Potsdam- Ost- Havelland. Anfragen find zu richten an Karl Linz, Spandau, Bötzow. Franz Rhinow. Falkenhagen. ..Zu den vier Linden", Paul Schöneberg. Finkenkrug. Hofmeister. Henningsdorf. Gesperrt: Gustav Böhnert, Gasthof Zum Deutschen Kaiser". Partei- Lokal: Wt. Euen's Gasthof, Fabrikstraße. Mainz, Neubrück. Hohenschöpping. Stein. Kremmen. Urad. Marwitz. Schurbaum. J. Peschel. J. Herrmann. A. Jden. Pinnow. Jockiel. Velten. Aug. Paris, Louisenstraße 17. Grunow, Wilhelmstr. Geride, Bergstr. R. Thiele. H. Otto. W. Barschall. Lokal- Kommissions- Mitglied für obige Orte: Heinrich Schwabe, Belten, Louisenstr. 39. Vehlefanz. Heinr. Peetsch, Gesellschaftshaus, Ausbau, frei. Nauen. Scholz, Marktstr. 16. Schützenhaus, Chausseestr. 33. Anfragen find zu richten an Belzig. Landberg, Gasthof Bur grünen Tanne"( Juh. Fr. Thiele), frei. Biesenthal. Gasthof Zur Sonne". 2.- K.- M.: E. Klipke, Schüßenstr. 3. Eisenspalterei bei Eberswalde. Restaurant Buchwald frei. Eberswalde. Restaurant Bur Mühle", Eichwerderstr. 55. Lotal- Kommissions- Mitglied: " Richard Goldbach, Kreuzstr. 9. Heegermühle. W. Baugat frei. Beauregard bei Wriezen a. 0. Gust. Thron, Gasthaus z. Viertelstündchen". Wriezen a. O. Kein Lokal frei. Wernenchen. Kein Lotal frei. Alt- Ranft bei Freienwalde a. 0. Verkehrslokal: ,, Deutsches Haus". Der Weinberg( am Wald). Alle anderen Lokale sind gesperrt. Lokal- Kommissions- Mitglied: Wilhelm Buge, Brandenburgerstr. 33. Spandau. Paul Kumke, Schönwalderstr. 80. Böhle, Neumeisterstr. 5. E. Köpnicks Ball- Salon, Pichelsdorferstr. 39. Hackenfelde. Max Teßnows Volksgarten. A. Ausflugsorte an der Unterhavel: Spandauer- Bock. Der Brauerei Ausschank( Eigentum der Spandauer- Bergbrauerei) steht der Arbeiterschaft seit Jahren nicht mehr zur Verfügung. Pichelsdorf. Gesperrt sind die Lokale von Reinsberg und der Brauerei- Ausschank Pichelsdorfer Brauerei; alle anderen Lokale frei. Pichelsberge. Alle Lokale frei! Pichelswerder. Alle Lokale frei. Diverse Orte. Mittelstr. 13. Schildhorn. Alle Lokale frei! Weinmeisterhorn. Frei! B. Ausflugsorte an der Oberhavel: Helgoland. Frei! Papenberge. Restaurant Lemke frei! Saatwinkel. Alle Lokale frei! Valentinswerder. Frei! Wilhelmsruh. Früher G. Erbe gesperrt. Potsdam und Umgegend. Potsdam. Glasers Restaurant, Kaiser Wilhelmstr. 38. Viktoriagarten, Alte Louisenstr. 32. Bahnhof Charlottenhof. Neu- Bornim. Krügers Restaurant. Nedlitz. Baumgart," Zur Römerschanze". Gunia, Schweizerhaus. Lotal- Kommissions- Mitglied für obige Drte: M. Hausmann, Potsdam, Alexandrinenstr.9. Ketzin a. d. Havel. Klemms Restaurant frei. Werder a. d. Havel. Verkehrslokal: Koch, Fischerstr. 98( Schwarzer Adler). Lokal- Kommissions- Mitglied: August Himlich, Cemnizerstraße 37. Michendorf. Gesperrt: Senffert. Gustav Nowag, Strausberg( Stadt), Walkmühlenstraße. Falkenberg. Nur die Carlsburg" frei. Freienwalde a. 0. Verkehrslokale: Radday, Kanalstr. 3. W. Voigt, Eberswalderstr. 7. Frei: Grüne Tanne, Waldschänke, Krieger denkmal. W. Künzel, Alt- Rietz 21, Baasee. Lokal- Kommissions- Mitglied: A. Pinnow, Grünstr. 7. Lehnin. H. Taege, Hauptstr. 63 frei. Lindow i. M. Nausets Restaurant. Oderberg i. M. Gesperrt: A. Jerlitz, Zur grünen Aue" und Schüßenhaus". Alle anderen Lokale frei. Neu- Ruppin. Schröders Gesellschaftshaus, Gartenstr. 2. Buckow bei Müncheberg. ( Märk. Schweiz.) Rich. Reinsch, Schweizerhaus, frei. Weitere Auskunft erteilt: Otto Kolbe, Neue Promenade 69. Fürstenwalde. Schloßkellerei. Lotal- Kommissions- Mitglied: H. Weiland, Promenadenſtr. 53. Strausberg( Stadt). Restaurant Franz Magnus, Wilhelmstraße. Carl Albrecht, Bürgergarten, Wriezenerstraße. Strausberg( Borstadt und Umgegend). Schlagmühle- Hegermühle- Spiz mühle Rotkäppchen- Neue Spigmühle. Lokal- Kommissions- Mitglied: Gustav Nowag, Walkmühlenstraße. Zehdenick. Restaurant Bucholz. Berantwortlich: Wilhelm Hinz, Berlin S. 14, Prinzenstr. 66.- Druck: Borwärts Buchdruckerei und Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 68, Lindenstr. 69. Alle Lokale, die keinen Saal haben, sind frei! Lokal- Lifte für Berlin und Umgegend. Ausgegeben am 9. Oktober 1904. Alle Brieffendungen, Anfragen etc. find an den Obmann der Kommiffion, W. Hinz, S. 14, Prinzenstr. 66 IV., zu senden. 1. Wahlkreis. Dräsels Festsäle, Neue Friedrichstr. 35. Miegel, Stralauerstr. 57. Palast- Theater, Burgstr. 22. Radtke, Flensburgerstr. 24. Trieschmann, Jüdenstr. 55. Zelt 2, 3, 4. H Gesperrt: 3elt 1, Brauerei Ausschank J. Bökow. Lokal- Kommissions- Mitglied: Jacob Ege, Roßstr. 23. 2. Wahlkreis. Anhalt. Ressource, Möckernstr. 114. Belle Alliance- Kasino, Belle- Alliancestr. 87. Bock Brauerei, Tempelhofer Berg. Bohne, Hasenhaide 45/47. Damms Festsäle, Lindenstr. 105. Ferdinand Ewald, Schönleinstr. 6. M. Gerth, Blücherstr. 66. Gliefing's Ball- u. Gesellschaftshaus, Wasserthorstr. 68. Goßmann, Kreuzbergstr. 48. Gramtau, Stegligerstr. 18. Gründer, Schwerinstr. 13. Habels Brauerei- Ausschant, Bergmannstr. 5/7. Heinrichs Festsäle, Blücherstr. 61. Hofjäger- Palast, Basenhaide 52/53. Kliems Festfäle, Hasenhaide 13/15. Königshof, Bülowstr. 37/40. Linden- Kajino, Lindenstr. 106. Markgrafen- Kasino, Markgrafenſtr. 83. Mürichs Festsäle, Stegligerstr. 35. Raabes Festsäle, Fichtestr. 29. Reinhardts Neues Ges.- Haus, Hasenhaide 57. Seraber, Hermann, Friedrichstr. 16( Handelsstätte Belle- Alliance). Schnegelbergs Festsäle, Inhaber Carl Schwarz, Hasenhaide 21, Jahnstr. 8. Schwantes Festsäle, Mittenwalderstr. 15. Unions- Brauerei, Hasenhaide 22/31. Viktoria- Brauerei, Lüzoivstr. 111/112. Viktoria- Part, Gneisenaustr. 67. E. Zühlke, Dennewigstr. 13. Lokal- Kommissions- Mitglied: Heinrich Schröder, Kreuzbergstr. 15 pt. 3. Wahlkreis. Alcazar Theater, Dresdenerstr. 52/53. Alexandrinen Festsäle, Alexandrinenstr. 110. Apollo- Saal, Sebastianstr. 39. Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Beckers Festsäle, Kommandantenstr. 62. Berliner Klubhaus, Ohnistr. 2. Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Buggenhagen- Etablissement, Moritzplatz. Central- Festsäle, Alte Jakobstr. 32. Deutscher Hof, Lucauerstr. 15. Dietrichs Festsäle, Alexandrinenſtr. 32. Dietrichs Festsäle, Dresdenerstr. 116. Dresdener Kafino, Dresdenerstr. 96. Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. Englischer Hof, Neue Roßstr. 3. Feuersteins Festfäle, Alte Jakobstr. 75. Fürstenhof, Köpenickerstr. 137/138. Gesellschaftshaus, Prinzenstr. 94. Gewerkschaftshaus, Engelufer 15. Gratweils Bierhallen, Kommandantenstraße 77/79. E. Gründer, Köpenickerstr. 100. Grupes Festsäle, Annenstr. 16. Hintsches Festfäle, Köpenickerstr. 62. Insel Festsäle, Inselstr. 10. Industrie- Festsäle, Beuthstr. 20/21. Köpenider Festfäle, Köpenickerstr. 127 a. Luisenstädt. Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Berlin. Luisenhof, Bukowerstr. 9. Lippke, Melchiorstr. 15. Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Neues Klubhaus, Kommandantenstr. 72. Schultheiß- Ausschant, Neue Jakobstr. 24/25. Vier Generationen, Dranienstr. 69. Vogts Ritter- Säle, Ritterstr. 71/75. Zum Alexandriner", Alexandrinenſtr. 37a. P. Zörner, Alte Jakobstr. 83. Lokal- Kommissions- Mitglied: Wilhelm Hinz, Prinzenstr. 66, IV. 4. Wahlkreis( Süd- Ost). Behrends Festsäle, Manteuffelstr. 95. Borchardt, Köpenickerstr. 158. Central- Festsäle, Oranienstr. 180. Gansewig, Reichenbergerstr. 147. Gleve,„ Süd- Ost", Waldemarstr. 75. Graumann, Naimynstr. 27. Hoffmann, Zeughofstr. 8. Industrie- Festsäle, Mariannenstr. 31. Jüngers Variété, Manteuffelstr. 47. Köpenicker Hof, Köpenickerstr. 170. Mariannen- Festfäle, Mariannen- Ufer 2. May Nowack, Manteuffelstr. 9. Otto( Drachenburg), Vor dem Schlesischen Tor. Dranien- Salon( A. Lott), Oranienstr. 170. Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Schuhmacher, Skaligerstr. 126. Vereinshaus Sängerheim", Naunynstr. 6. Walter( Urania), Wrangelstr. 9/10. G. Wollschläger, Adalbertstr. 21. Lokal Kommissions- Mitglied: Wilhelm Sedler, Lausitzerstr. 14, III. 4. Wahlkreis( Ost). Alhambra, Wallnertheaterstr. 15. Albrecht, Gesellschaftshaus, Langestr. 108. Andreas- Festfäle, Andreasstr. 21. Andreas- Garten, Andreasstr. 26. H. Behrend, Sängerheim, Landsb. Allee 156. Bolzmanns Geselli.- Haus, Lichtenbergerstr.21. Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11. Börsen- Restauration, Central- Viehhof. Boekers Gesellschaftshaus, Weberstr. 17. A. Diez, Landsberger Allee 76/77. Elisabeth- Garten, Elisabethstr. 30. Elysium, Landsberger Allee 40/41. Englischer Garten, Alexanderstr. 27c. Feindt, Weinstr. 11. Fiebig, Große Frankfurterstr. 28. Flechs Festsäle, Fruchtstr. 36 a. A. Förster, Große Frankfurterstr. 41/42. Fortuna- Säle, Strausbergerstr. 3. Germania- Brauerei, Frankfurter Allee 53. Gesellschaftshaus, Lichtenbergerstr. 16. Giestes Wirtshaus, Landsbergerstr. 89. Habrecht, Große Frankfurterstr. 30. Herzog, Memelerstr. 67. Keller, Koppenstr. 29. Kern, R., Große Frankfurterstr. 18. Kollwigs Festsäle, Große Frankfurterstr. 99. Fr. Kienitz, Große Frankfurterstr. 133. E. Kienast, Warschauerstr. 26. C. Koczorowski, Schillingstr. 36. Königstadt- Kasino, Holzmarktstr. 72. Königstädt. Kasino, Gr. Frankfurterstr. 76. Ladewig, Gesellschaftshaus, Frankf. Allee 127. Lips, Am Friedrichshain 22/29. Ost- Kasino, Frankfurter Allee 106. Ostbahnpark, Rüdersdorferstr. 71. Residenz- Festfäle, Landsbergerstr. 31. Scheruchs Festfäle, Rüdersdorferstr. 45. Scholz, Große Frankfurterstr. 74. B. Schumski, Langestr. 65. Theel, Große Frankfurterstr. 85. Fr. Walter, Große Frankfurterstr. 117. Zimmermann, Grüner Weg 29. Lokal Kommissions- Mitglied: Frizz Zimmermann, Zorndorfer straße 47. Quergeb. IV. 5. Wahlkreis. Apitsch, Rosenthalerstr. 39. Diesener, Landsbergerstr. 37. Franz Garske, Prenzlauerstr. 41. Gesellschaftshaus Berliner Musiker, Kaiser Wilhelmstr. 18m. Johannissäle, Johannisstr. 20. Königssäle, Neue Königstr. 26. Kuhns Festsäle, Linienſtr. 8. Leydeckers Salon, Sophienstr. 34. Luna- Säle, Neue Königstr. 7. Müller, Restaurant, Linienſtr. 65. Mündner, Linienstr. 19. Neues Konzerthaus, Alexander- Play. Bachuras Clubhaus, Landsbergerstr. 39. Carl Patt, Dragonerstr. 15. Paul Pfeffer, Rosenthalerstr. 57. Philadelphia, Greifswalderstr. 138/139. Rosenthaler Hof, Rosenthalerstr. 11/12. Schüßenhaus, Linienstr. 5. Schweizergarten, Am Königstor. Lokal- Kommissions- Mitglied: Friedrich Rausch, Winsstr. 12 pt. 6. Wahlkreis. Moabit. Artus- Hof, Perlebergerstr. 26. Arminius- Hallen, Bremerstr. 70/71. Carl Fischer, Waldstr. 8. Nud. Gohlke, Beusselstr. 22. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49. Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 24, Emdenerstr. 34/35. Moabiter- Kasino, Wilsnackerstr. 68. Moabiter Schüßenhaus, am Nordufer. Schößler, Stromstr. 28. Schüler( Brauerei Moabit), Turmstr. 25/26. Stolpmanns Festsäle, Lehrterstr. 34. Spree- Hallen, Kirchstr. 27. Viktoria- Salon, Perlebergerstr. 14. Wilhelmshof, Alt- Moabit 104/105. Lokal- Kommissions- Mitglied: Adalbert Schütz. Beusselstr. 26. pt. Wedding und Oranienburger Vorstadt. Berliner Bock- Brauerei, Abt. II, vormals Norddeutsche Brauerei, Chausseestr. 58. Berliner Nordpark, Müllerstr. 148. Gebr. Cranz' Festsäle, Köslinerstr. 8. Dieces Veremshaus, Ackerstr. 123. Eiskeller, Chausseestr. 88. P. Fortanier, Tegelerstr. 56. Feldschlößchen, Müllerstr. 142. Funkes Gesellschaftshaus, Triftstr. 41. Germania- Säle, Chausseestr. 103. Hoffmann, Pajewalkerstr. 3. Humboldt- Säle, Hussitenstr. 40. Hübners Festsäle, Chausseestr. 113. Köhler( Gebauers Salon), Tieckstr. 24. Lehmanns Gesellschaftshaus, Schulstr. 29. Meyers Gesellschaftshaus, Boyenstr. 12. Milbrodts Gesellschaftshaus, Müllerstr. 7. Miethes Festjäle, Invalidenſtr. 84/85. Raabes Festsäle, Kolbergerstr. 23. Sachon, Müllerstr. 136. Schmidts Gesellschaftshaus, Gartenstr. 6. Schumanns Vereinshaus, Köslinerstr. 17. Wedding- Park( Jnh.C.Maschke), Müllerstr.178. Zum Storchnest, Müllerstr. 161. Lokal- Kommissions- Mitglied: Richard Thiel, Chausseestr. 68/69 IIL