Ur. 239. Abonnements- Bedingungen: = bonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblaff. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ., Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Quittung. " Dienstag, den 11. Oktober 1904. mann, hat Graf Bülow die verantwortliche Auslegung des Kaisertelegramms gefunden. Das Schreiben aus Homburg, in dem Graf Bülow alle Schwierigkeiten des persönlichen Regiments mit spielender Grazie überwindet, lautet: Geehrter Herr Kommerzienrat, Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Wenn es dem Grafen Bülow nicht gelingt, die Lippesche Angelegenheit so zu bugsieren, daß fie schnell vor das in Aussicht gestellte Schiedsgericht gelangt und hier frühere Erledigung findet, bevor der Reichstag in der Angelegenheit sprechen kann, so muß der Reichskanzler die Auslegungstünfte seines Schreibens noch erheblich steigern und die unantastbare Berechtigung des Telegramms Sie haben mich heute mündlich um eine authentische Interpretation des Telegramms Seiner Majestät des Kaisers und Königs vom 26. v. M. gebeten. Ich bin gern bereit, Ihnen meine Antwort schriftlich zu bestätigen, und ermächtige Sie, unter Berufung auf mich öffentlich zu erklären, daß Seine Majestät der Kaiser mit diesem Telegramm lediglich bezweckt hat, die vorläufige Nichtbereidigung der Truppen für den Regenten und den Grund der- 10 erweisen, wie es die Aufgabe des verantwortlichen Beamten felben mitzuteilen. Mit der Auffassung des Bundesrates, daß die eines persönlichen Herrschers ist. Rechtslage noch ungeklärt sei, konnte Seine Majestät sich nicht in Widerspruch setzen. Jeder Eingriff in die verfassungsmäßigen Rechte des Fürstentums hat Seiner Majestät dem Kaiser selbst verständlich fern gelegen, und insbesondere liegt es außerhalb allerhöchstseiner Absicht, der derzeitigen Ausübung der Regentschaft im Fürstentum durch den Herrn Grafen Leopold zur Lippe irgend welches Hindernis zu bereiten. Wie stets im Reiche wird auch im vorliegenden Falle der Rechtsboden nicht verlassen werden, und die Lippesche Frage wird ihre Erledigung ausschließlich nach Rechtsgrundsäzen finden. Ich hoffe, daß es unter den Auspizien des Bundesrats bald gelingen wird, auf schiedsrichterlichem Wege zum Wohle des Lippeschen Landes zu einer endgültigen Lösung der Frage zu gelangen, und werde das meinige tun, um dieses Ziel in möglichst turzer Frift zu erreichen. In vorzüglicher Hochachtung Zunächst aber dürfen die Nächstbeteiligten des Lippestreites bei dem interessanten Wort des Grafen Bülow Beruhigung finden, daß dieser Fall nach Rechtsgrundsägen entschieden werden soll wie stets im Reiche"! Die Vorgänge in Lippe. Die Meldungen über die Vorgänge im rühmreichen Staat Lippe vom Sonntag und Montag haben bestätigt, daß in den befizenden Klassen dort verschiedene Strömungen gegen ein. ander wirbeln. Die Schaumburger haben einen nicht unerheblichen Anhang und dieser hat sowohl im Landtagsausschuß wie in der Montagssigung des Landtagsplenums sehr zum Mißbehagen ber Lippeschen Regierung gewirkt. Der Teil der Regierungsvorlage, der die Regelung der Regentschaft im Todesfalle des geisteskranken Fürsten Alexander ordnen soll, fonnte noch nicht erledigt werden. beratung am Montag erhalten wir die folgenden Nachrichten, in Ueber die Volksversammlung am Sonntag und die Landtagsdenen die Stellungnahme unserer Parteigenossen von be fonderem Interesse ist. einsehen würde, welche aus dem Romintener Jagdgebiet nach Lippe- fürften, wenn auch Graf Bülow erklärt, daß es nicht die Absicht Detmold ging. tes Kaisers gewesen sei, in diefe Rechte einzugreifen. Ist zu Jm Monat September gingen bei dem Unterzeichneten schärfsten Protest. Vielleicht wurde auch Graf Bülow, als er die fontingent, das in seinem Staate garnisoniert, gemäß der Diese Depesche des Kaisers fand allenthalben in Deutschland nächst Graf Leopold Regent von Lippe, so ist auch das Truppenfolgende Parteibeiträge ein: Aue bei Durlach, vom sozialdemokr. Wahlverein 10,- Aachen, Depesche zuerst in den Beitungen las, von einigem Staunen be- Militärfonvention zwischen Preußen und Lippe auf ihn als D. B. 10,-. Altona, Dr. H. 10,-. Altona( Elbe) durch H. Th. fallen. Es hat gute Frist gewährt, bis er das Staunen überwand Landesherrn zu bereidigen. Die Nichtbereidigung entzieht ein für 3000, Berlin, Beiträge der Wahlkreise: Zweiter Kreis 2500,- und bis es ihm gelang, die Delfanne der Beschwichtigungen gehörig den Fürsten entscheidendes Recht. Für die Truppen ist er damit ( darunter Bierprozente Bau Anhaltstr. 12 2. Rate 18,75, 3. State herzurichten. Nun aber ist es gelungen. Auf eine Anfrage des nicht Landesherr, und es hieße die Bedeutung der Armee herabsetzen, 11,75, 4. Rate 13,50, 2 Ueberstunden durch Lücke 1,40, Neue Welt- Wizepräsidenten des Lippeschen Landtags, des Kommerzienrats Soff- menn ihr Beispiel nicht maßgebend sein sollte für die Streife, auf Kalender, J. 4,50, Gesangs- Direktion, Bod 5,-) Vierter Kreis ( Südost) 2500,-( darunter Bierprozente Bau Schröder, Eylauerstr. 17/18 deren Haltung es einem Fürsten ankommt. Wen die Truppen nicht d. Müller 35,75, freiwillige Beiträge Bau Schröder 5,20, vom anerkennen, der ist nicht anerkannt. Graf Leopold ist in eine Stellung Bau Hulwer, Libauerstr. 4 2,-, Tischlerei Wolf, Waldemarstr. 29 gebracht, die jedem Souverän nach heutigem Staats- und Fürsten25,-, Kranzübersch. von den Arbeitern der Firma Nt. Schneider 3,55, recht unerträglich ist. Bierprozente von den Arbeitern der Möbelfabrik M. Barth, Urban-| straße 64 15,-, Werkstatt Pribbenow, Görliger Ufer 23 5,-)| Vierter Kreis Dit 3500,-( darunter Skatklub Union", Friedrichsfelderstr. 37 12,35, von den Arbeitern der Möbelfabrik Kümmel 50,-, von den Arbeitern der Firma Reichel u. Ko., Immanuelkirchstraße 6 15,-, von den Arbeitern der Möbelfabrit Vollmann und Hanke, Borhagenerstraße 33 6,55, bon den Möbelpolierern der Firma Klug, Warschauerstraße 11,50, von den Tischlern der Möbelfabrik Friedrich, Fruchtstr. 30, 3. Rate 20,-, amerit. Auktion beim Ausflug in Hirschgarten 10,50). 6. Streis 11 000,-( darunter 497. Bezirt, Faltenhagener Herrenpartie 2,55, 519. Bezirk, Geburtstagsf. d. Bezirtsführers 1,55, A. B. Mister 1,-, alter Parteigenosse Schönhauser Allee 5,-, Segelflub Träne" 30,-, Uebersch. der Kranzsp. f. Genossen Jastulsti( Bezirt 577-88) 12,15, desgleichen f. Genossen Barths( Bez. 589-92) 2,45, von der Hauskapelle des Charlottenburger Boltshauses 11,- zum Parteifonds, Rügenerstr. 4, 8,90, Stranzüberschuß von A. E.-G. ( Saal 20) 6,35, Ueberschuß der Sechsertasse Tischlerei Cujas 10,-). Berlin, diverse Beiträge: Dr. 2. A. 100,-. Machetes 10,-. Herrenpartie Liepnisfee durch M. S. 1,99. Maurer v. Bau Antonienstraße, Reinidendorf 10,10. Razzbachstr. 23/24 drei Raten 7,50, 6,20, 2,-; Summa 15,70. Zentralverb. d. Zivilberufsmusiker Deutschl.( Drtsvert. Berlin), gef. bei der Maifeier 72,14. GießereiAbt. Gg. Grauert, Stralau, zum Parteitag 28,50. Durch Ed. Barnft erhalten 88,94. Geburtstagsf. S. Neumann, Schönhauser Allee 1,10. Bierprozente der Bautischlerei Martens, Turmstr. 58 gez. Graf v. Bülow, Reichskanzler. 12,- Die Arbeiter v. Bardemann u. Ko. 24,-. Bierprozente Siehe da, alles in schönster Ordnung. Und schon übt die Bau Hochstr. 34 5,25. Gesammelt am Biertisch b. Blindow 1,10. Bülow Kanne Wunderwirkungen auf die erregten Schreiber der Dittmars Möbelfabrik, Borhagenerstr. 33, 20,-. Die Kontobucharbeiter v. Webbing 5,- Bon J. C. Pfaff, Saal II, 10,- D. B. Preffe. Schon erklärt man, das Schreiben des Reichskanzlers sei ge5,- Werkstätte Herm. Hoffmann, Schüßenstr. 20,-. Dr. R., Zinsen eignet, Beruhigung zu schaffen, und man hofft, daß die Angelegen 41,10. Zwei Brüder, Zinsen 9,65. Vorwärts- Buchhandlung 25 000,- beit nun in ruhige Bahnen gelangt, was äußerst wünschenswert sei. Jule, Ritterstr. 85, 3. Quart. 1904, 26,50. Bom Sommerausflug der damit der„ Monarchische Gedanke" nicht schweren Schaden nähme. H.- Brüder 5,-. Referat. b. d. städtischen Markthallenarbeitern War die bürgerliche Erregung, die bei tausendfachem Unrecht, 10,- Brandt, Dgford 1,-. Unbekannt 5,-. Von den Patienten in fchlummert, aber plöglich für den Thron der Wiesterfelder emporGrabowsee 18,10. Gutenberg 34,80. Arbeiter der Firma Trebesius, schlug, ein erheiterndes Schauspiel, so ist die jetzige Szene der Neanderstraße 2,65. Tapeziererwerkst. Dunsti, Krausenstr. 11, 30, Von Mitgl. d. U.-Dr. 5,20. Buchbruckerei- Hilfsarb. d.„ Vorwärts" Bülowschen Wogenglättung nicht minder erheiternd. Nicht nur ist es ( Beitung) 5,- Geburtstagsfeier 3, C. D., Gubraut 1, lleber- ein Bild voll Köstlichkeit, wie die Posse der Ebenbürtigkeitsfragen schuß der Landpartie der Firma Baligich 3,80. Witglieder des Ver- vom Kanzler des großen Deutschen Reiches, vom„ modernen Staatsbandes deutscher Buchdrucker im Vorwärts" 200,- Bremen, von mann" Bülow mit gravitätischem Ernst behandelt wird; ebenso den Parteigenossen 500,-. Beuthen( Oberschl.), von den Partei- reichlichen Genuß bereitet es zu schauen, wie der Kanzler die lieb genossen 5,-. Breslau, sozialdemokr. Berein 150,-. B., K. K. 50. liche Aufgabe der Telegrammrechtfertigung löft. Chemnitz, Brutus( durch St.) 1,50. Köln a. Mh., sozialdemokratischer Um die Schwierigkeit der Aufgabe auch für einen Mann zu Berein 80,-. Chemnitz, ohne Ramensaugabe 5,-. Düsseldorf, Fischer 2,-. Faltenberg( Oberschl.) 2,- Fürth i. B., Wahl- ermessen, der in dergleichen Werken viel bewandert ist, erinnere berein 20,-. Forst i. 2., roter Stat d. Blottle 3- man sich des Telegramms: Gotha, durch den Vertrauensmann, Aug. und Sept. 60, Heidelberg, Dr. A. 10,11. Hamm i. 2., sozialdemofr. Verein H. u. 1., 3. Quartals- Beitr. 10,-. Halle a. S., sozialdemokratischer Verein 300,-. Hamburg, im Monat September in der Erpedition des Echo" eingegangen 160,-. Jdar, vom Volksverein 3. Duart. 4,50. Kiel, R. 4,-. Kattotvik( Oberschl.), vom Wahlverein 5,-. Limmer, 9. Hannov. Wahlkreis 100,-. Lübzin i. Pommern, B. 2. 1,50. Zudenivalde, Rufus 5,-. Leipzig, 12. u. 13. fächs. ReichstagsWahlfreis 3000,-. Magdeburg, sozialdemokratischer Verein 1000,-. München, Waldläufer 5,-. Nürnberg, S. 4,-. Regens Die ungweideutige Klarheit des Telegramms stellt an den burg, sozialdemokratischer Verein 3. Quartal 1904 10,-. Rons Reichskanzler nicht geringe Anforderungen der Auslegungskunst, dorf, R., Quartalsbeitrag 5,-. Remscheid, bom sozialdemokratischen durch die der Rückzug vom Wortlaut des Telegramms vollzogen wird. Bolfsverein 150,-. Remscheid, der wahre Jakob 3,-. Stuttgart, Graf Bülow erklärt, gewiß nicht ohne sich zuvor mit dem Gea G. U. 10, Straßburg i. E., Altvater 5,- Spremberg, A. T. V. bieter in Berbindung gesetzt zu haben, daß der Kaiser nicht beabsichtige, 8,80. Sachsen- Weimar, Landesorganisation 50,-. Solingen, vom Streistomitee 50,-( dar. b. Leichlingen, Sperre aufgehoben 10,-) der Ausübung der Regentschaft durch den Grafen Leopold irgend Schweinfurt, sozialdemokr. Verein 10,-. Werbau, gef. bei einem welches Hindernis zu bereiten. Aber das Telegramm hat dem Ausflug 3. Gen. Stolle- Gesau v. Werdauer u. Frohburger Gen. 6,20. Grafen nicht einmal die ihm in seiner neuen Stellung zuWürttemberg 100,-. Werdau, amerit. Auft. Rottraut" 5,-. tommende Anrede als Graf Regent gewährt! Berlin, den 10. Oftober 1904. Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Streuzbergstr. 30. " " Bülow- Oel. Die Aufgabe eines deutschen Reichskanzlers sollte es sein, der Politik des Reiches die Richtung zu weisen. Seitdem aber der jezige Herrscher das Wort gesprochen, er wolle sein eigener Kanzler sein, blieb dem Leiter der Reichsregierung zu regieren nicht viel übrig, vielmehr sah er sich vor eine andere Aufgabe gestellt, vor die nicht leichte Aufgabe: das, was das persönliche Regiment vollbrachte, das, was ohne Beratung mit den verantwort lichen Regierungsstellen geschah, nachträglich vor der deutschen Deffentlichkeit zu vertreten und zu verantworten. Graf Bülow leistet diese interessante Aufgabe seit langem mit nicht zu verkennendem Geschick. Wenn der Kaiser. Sturm macht und die Wogen hoch gehen, wenn die Gemüter in heißer Erregung auf flammen, dann kommt Billow mit der Deltanne und beschwichtigt die orfangepeitschten Wogen. Wie Graf Bülow früher alle Neden des Kaisers, die in der Deffentlichkeit so oft stürmischen Widerspruch fanden, vertrat, wie er vor zwei Jahren bereit war, die Swinemünder Depesche zu vertreten, welche in die bayrischen Stämpfe eingriff und die Zentrumspartei traf, so war es für jeden Kenner des Kanzlers unzweifelhaft, daß er die Kraft feiner Ueberzeugungen auch für die neueste Depesche Detmold. Rominten, 26. 9. 1904, 6,56 Nm. Graf Lippe- Biefterfeld Spreche Ihnen mein Beileid zum Ableben Ihres Herrn Vaters aus. Da die Rechtslage in keiner Weise aufgeklärt ist, kann ich eine Regentschaftsübernahme Ihrerseits nicht anerkennen und lasse auch das Militär nicht bereidigen. d ( gez.) Wilhelm, I. R. Das Telegramm soll seinen Grund darin haben, daß der Absender sich nicht in Widerspruch mit dem Bundesrat setzen wollte, für den die Rechtslage noch nicht geklärt sei. Aber als im Jahre 1895 der Schaumburger Schwager die Regentschaft in Detmold übernahm und die Rechtslage mindestens so wenig geklärt war wie die jetzige, da erschien es noch nicht erforderlich, sich auf den Bundesrat zu berufen. Damals wurde auch die Vereidigung der Truppen keines wegs verweigert. Und wie soll die Berufung auf den Bundesrat das Telegramm erklären, welches die Ordnung der Rechtslage nicht abwartet, sondern ihr borgreift und die Macht der preußischen Stimmen im Bundesrate von vornherein im Gegensatz zur Biesterfelder Linie festlegt. Versammlung in Lage, welche furz nach 14 Uhr vom Affeffor Detmold, 9. Oktober.( Eigener Bericht des Vorwärts".) Die Tasche eröffnet wurde, verlief einigermaßen vorschriftsmäßig. Sie war schon vor 5 Uhr zu Ende. Wahrscheinlich in Befürchtung eines Sprengungsversuches durch die Gegenpartei war besonders an geschlagen, daß der Saal von 3-8 Uhr vom Einberufer gemietet worden sei. Die Befürchtung erwies sich aber als grundlos. Die Bückeburger Partei hatte zu der Versammlung nicht mobil gemacht. zahl, darunter die Landtags- Abgeordneten Becker und Schmud, er Auch unsere Parteigen offen waren nur in geringer An ahl, darunter die Landtags- Abgeordneten Becker und Schmuck, era schienen. Der Einberufer eröffnete die Versammlung mit der Erklärung, die Versammlung sei veranlaßt worden von einer Kommission, be stehend aus dem Bürgermeister und zwei Magistratsmitgliedern von Lage, zwei Kaufleuten, zwei Landwirten, einem Ziegler. Diese Kommission sei sich einig geworden, daß der Zweck der Versammlung nicht sein solle, sich mit der Thronfolge au beschäftigen, auch nicht mit dem Kaisertelegramm, sondern nur mit ber Regentschaftsfrage. In demselben Sinne äußerte fich der auf den Vorschlag des Einberufers gewählte Natsherr Baumeister Hanke. Dieser verlas sofort eine von der Kommission ausgearbeitete Resolution, welche verlangte, daß von dem Landtage die Regierungsvorlage angenommen werde. Diese Resolution fand aber nur sehr vereinzelten Beifall in der Versammlung. Die Mehrzahl hatte offenbar eine entschiedene Stellungnahme gegen das Telegramm Wilhelms II. ertvartet. Dem entsprach denn auch ein Antrag Dr. Quentins, eines ent schiedenen Anhängers der Biesterfelder, auf Umänderung der Resolution. " " Dr. Quentin sowohl wie alle anderen Biesterfelber Redner, die diplomatischen sowohl als auch die radikalen, betonten fortwährend und ausschließlich das gute Recht der Biesterfelder gegenüber den Ansprüchen Schaumburgs und dem Telegramm Wilhelms II. das Recht des Volkes zur Sprache zu bringen, und zwar sowohl Es blieb unserem Parteigenossen Beder überlassen, Biesterfeld als auch Bückeburg gegenüber. Er geißelte trefflich die Anschauung, daß der Landtag wohl das Recht haben solle, über die Negentschaft zu bestimmen, nicht aber über die Thronfolge. Da bei misse jedoch der Regent ein futzeffionsfähiger Agnat" sein, d. h. die Ebenbürtigkeit" besigen. Wer fei aber ebenbürtig? Resultat, daß gar keiner mehr ebenbürtig sei.( Stürmische Heiterkeit.) Gehe man der Sache auf den Grund, so täme man zu dem Nun wäre es aber schlimm: habe der Landtag irgend jemand zum Regenten gemacht, der sich später durch den Spruch des höchsten Gerichts aus mangelnder Ebenbürtigkeit als der Unrechte erweise, so habe dieser so lange die Einfünfte des Fürsten zu Unrecht genoffen. Man sehe hieraus, daß die Frage der Regentschaft und die der Thronfolge sich nicht von einander scheiden lassen. Nur die Ebenbürtigkeit sei an den allen schuld. Die Ahnfrau Modeste Bülow, der Deuter, deutet weiter, das Telegramm habe gar jeder einfache Bürger das Recht hätte, zum Präsidenten gewählt zu b. Unruh hätte das ganze Unglück nicht veranlassen können, wenn nicht in den Rechtsstreit eingreifen wollen, sondern werden. Brausender, langandauernder Beifall folgte diesen Worten, es habe nur die vorläufige Nichtvereidigung der Truppen und den welche den Veranstaltern der Versammlung augenscheinlich sehr unGrund dazu mitgeteilt. Tatsächlich jedoch sagt das Telegramm bequem waren. Hatte der ihnen gewordene Beifall doch erst die ganz anderes. Es sagt unzweideutig: Ich kann die Ueber- Stimmung der Versammlung, aus welcher die Opposition gegen das nahme der Regentschaft nicht anerkennen! Es tritt der landesgesetz- Kaiser- Telegramm floß, aufgedeckt. lich festgelegten und bereits erfolgten Uebernahme der Regentschaft Die gefaßten Beschlüsse lauten: entgegen! Die Anordnung der Nichtvereidigung vermag auch Graf Bülows diplomatischer Genius nicht zu deuten und nicht zu korrigieren. Und doch wirft fie alle seine Bemühungen jäh über den Haufen. Der Befehl der Nichtvereidigung bedeutet objektiv einen Eingriff in die verfassungsmäßigen Rechte des Bundesstaates und des Bundes" Die in der Reichskrone zu Lage in Lippe tagende Versamm Tung von etwa 2000 Lippern aller Parteien und Stände faßt folgende Beschlüsse: 1. Wir stehen auf dem Boden des Regentschaftsgefeßes der Jahre 1895 und 1898, welches die Regentschaft des jeweilig ältesten Sohnes Seiner Erlaucht des Grafregenten Ernst bis zum Tode des Fürsten Alexander festsetzte, und betrachten eine An fechtung dieses Gesetzes, wie sie sich in dem Telegramm Seiner Detmold, 10. Oftober.( B. H.) Ein dramatischer Zwischenfall| weißer Australier haben einen ganzen Kontinent für sich, fie vers Majestät des Kaisers an den Grafregenten Leopold und in ereignete sich während der leidenschaftlichen Besprechung des Kom- mehren sich nicht und haben auf mindestens ein Jahrhundert hinaus dem Protest der fürstlich Schaumburgischen Staatsregierung fund- missionsantrages in Sachen der Regentschaftsfrage im Landtage. nicht im geringsten eine Uebervölkerung zu befürchten. Dennoch gibt, als einen Versuch, in die Selbstverwaltung und Souveränität der Der Abg. Schommel( f.) nahm auf den Artikel einer Berliner könnte sich auch der gebildetste Afiate nicht in Australien niederLippeschen Staatsregierung einzugreifen. Wir sprechen der fürstlichen Zeitung Bezug, in welchem gesagt war, daß der im Jahre 1895 ver- lassen. Männer wie Logo oder Kuroki werden von den Australiern Staatsregierung unsere vollste Anerkennung für ihr ebenso mutiges wie storbene Staatsminister v. Wolfgram auf unnatürliche Weise aus dem als minderwertig betrachtet. Nirgends wird so auf einen würdevolles Eintreten für das Recht unseres Staates, wie es durch Leben geschieden sei und zwar, weil der Erlaß des Fürsten Waldemar, durch Der Kerl, der die Erklärung des Herrn Staatsministers in der Landtags- Sizung welchen Prinz Adolf von Schaumburg- Lippe zur Regentschaft berufen wurde, russischen Sieg gehofft wie in Australien. bom 6. Oktober zum Ausdruck gekommen ist, aus. unecht sein sollte, und weil der Minister sich geweigert hatte, diesen neulich in der Londoner„ Daily News" seine russophilen 2. Wir find überzeugt, daß die Lippesche Thronfolgefrage durch Erlaß dem Landtage zur Kenntnisnahme zu unterbreiten. Schemmel Hymnen anstimmte und von der gelben Gefahr delirierte, ist den Schiedsspruch vom Jahre 1897 endgültig erledigt sein müßte, erklärte diese Darstellung des Todes des Ministers für eine heuch ein Australier. Die Australier fürchten also, die überschüssige Beund daß eine Festlegung der durch den Schiedsspruch anerkannten lerische Lüge. Darauf nahm der Abgeordnete Boedecker mit hoch- völkerung Japans könnte nach Australien auswandern. Um diese Rechte der Biesterfelder Linie durch ein Thronfolgegefeß durchaus erhobener Stimme Veranlassung folgendes zu erklären: Im Auswanderung unmöglich zu machen, brauchen sie des Schutzes der verfassungsmäßig und wünschenswert wäre. Da aber dieser Weg Jahre 1895 gelegentlich der Beratung des Regentschaftsgefeßes britischen Flotte. Deshalb sind sie bereit, Chamberlains Pläne annach der Erklärung der Regierung augenblicklich nicht gangbar stellte der verstorbene Abgeordnete Justizrat Ase missen zunehmen und die Reaktion in England zu stärken. Wie schön erscheint, und nachdem Seine Erlaucht der Grafregent erklärt hat, den Antrag, daß der den Prinzen Adolf von Schaum die Rechte seiner Linie dem Urteil eines unparteiischen Gerichts- burg- Lippe zur Regentschaft berufende berufende Erlaß des Fürsten dies zusammenhängt: reaktionäre Einwanderungspolitik, Schutzzoll, hofes nochmals unterwerfen zu wollen, so fordern wir die Ein- Waldemar dem Landtage vorgelegt werden solle. Als der Russenliebe, Imperialismus. fegung eines unabhängigen, unparteiischen, reichsgesetzlich zu be- Minister fich weigerte, den Erlaß vorzulegen, erklärte Asentissen, daß Dieser Umschwung in Australien veranlaßte die britische Arbeiter stellenden höchsten Gerichtshofes zur Entscheidung dieser Rechts- er unter diesen Umständen an der Echtheit zweifle. Auf diese Aeuße- partei( Labour Representation Committee), folgenden Protest an frage. Wir billigen daher den von der Regierung an den Bundes- rung Asemissens habe der Minister mit feinem Worte Mr. Watson, den Er- Premierminister und Führer der australischen rat gestellten Antrag und ersuchen den Landtag, sich diesem An- geantwortet. Abg. Boedecker erklärte schließlich die Aeußerung Arbeiter zu richten: trage in jeder Beziehung anzuschließen. des Abg. Schommels in der heutigen Sigung als eine grobe Lüge, weswegen er zur Ordnung gerufen wurde. Es fiel auf, daß Schemmel keine Gelegenheit nahm, die Rede Boedeckers zu erwidern. 3. Um dem Lippeschen Lande die Ruhe und den Frieden zu bewahren, muß die Regentschaft Seiner Erlaucht des Grafen Leopold bis zu der Entscheidung der Tbronfolgefrage gesichert sein, auch, wenn Seine Durchlaucht Fürst Alexander hinscheiden sollte, bevor die Entscheidung getroffen ist. Wir betrachten daher die diesbezügliche Vorlage der Staatsregierune, welche eine Ergänzung des Regentschaftsgesetzes aus den Jahren 1895 und 98 herbeiführen will als einen Att weiser Fürsorge und ersuchen den Landtag, diese Vorlage der Staatsregierung durch seine Zustimmung zum Gesetz zu erheben." Außerdem wurden noch zwei Telegramme abgesendet, eins an den Staatsminister Gevekot und eins an den Grafregenten Leopold, beide natürlich von den 2000 versammelten Lippern". Bu bemerken hierzu ist noch, daß die Versammlung aus höchstens achthundert Personen bestand. Die Sucht, so gewaltig zu übertreiben, läßt auf kein sehr großes Selbstvertrauen der Veranstalter schließen. Die Landtagssigung. Lage in Lippe, 10. Oftober.( Privatdepesche des Vorwärts".) In der Kommission zur Vorberatung der Regierungsvorlage hatte man sich auf einen Kompromißantrag geeinigt, welcher in seinem ersten Teil lautet: Ohne zu der Begründung der Vorlage 78 im einzelnen Stellung zu nehmen, weist der Landtag alle Versuche, die dem Staat Lippe als Einzelstaat des Deutschen Reiches zustehenden Rechte zu schmälern, nachdrücklichst zurüd." Politische Uebersicht. Ueberlicht. Nach den Berichten in der englischen Presse scheint die australische Arbeiterpartei bereit zu sein, sich mit einer anderen politischen Partei zu verbinden, um die Australier für Chamberlains Pläne zu ge winnen. Die Anhänger Chamberlains haben in England ohne weiteres zugestanden, daß ihre Politik eine Besteuerung der Lebens mittel bedeutet. Gegen diese Politik haben sich alle Arbeiter Berlin, den 10. Oktober. organisationen ausgesprochen. Wir sind deshalb ge Zum französisch- spanischen Abkommen über Marotto. zwungen, gegen diese Politik der australischen Arbeiter. Paris, 8. Dktober.( Eig. Ber.) Jm Abkommen vom 8. April partei in freundschaftlicher, aber entschiedener Weise zu protestieren. 1904 hatte England die französischen Ansprüche auf Marokko in Wir versichern Sie, daß die Schutzzollpolitik auf den heftigsten Wider vollem Maße anerkannt. Der Artikel 2 jenes Abkommens erkennt stand der britischen Arbeiterpartei stoßen wird, und wir hoffen, daß Frankreichs Befugnis an, über der Ruhe Maroffos zu wachen und sich unsere australischen Freunde nicht auf eine Politik festlegen ihm seine Unterſtüßung zu leihen für alle administrativen, wirt werden, deren Erfolg von den organisierten Arbeitern des Mutterschaftlichen, finanziellen und militärischen Reformen, deren es be- landes bedauert werden wird.“ Der Protest ist vom Parteisekretär darf". Um aber Marokko in aller Ruhe„ unterstützen“ zu können, Mr. J. N. Macdonald geschrieben. ein ganz netter Ausdruck für„ beherrschen"!- mußte Frankreich vorerst sich mit den spanischen Ansprüchen abfinden, die ja sich auf den gleichen Rechts"-Titel wie die franzöfifchen stützen, nämlich auf die Grenznachbarschaft, diese uralte rechtliche Grundlage aller Eroberungspolitik, der offenen und der versteckten. " Die Unterhandlungen mit Spanien dauerten mit einigen Unterbrechungen seit Mai laufenden Jahres. Sie waren schwierig und heikel. So kraftlos Spanien an sich ist, so durfte die französische Diplomatie doch nicht das Risiko laufen, das füdliche Nachbarland in die Arme eines mächtigen, weltpolitisch strebenden Bundesgenossen zu treiben. Unnüß zu sagen, daß damit Deutschland gemeint ist. Und die Erfahrung von Tunis, dessen Besetzung durch Frankreich ohne jede Rücksicht auf Italien dieses letztere für den Dreibund reif gemacht hatte, warnte eindringlich vor einer ähnlichen Verletzung Spaniens in der Marokko- Angelegenheit. t> . Deutsches Reich. Eine Todesanzeige. Die Sonnabendnummer der„ Kieler Zeitung" enthielt im Annoncenteil folgende Todesanzeige. Nach einer uns vom Reichs- Marine- Amt auf offener Postkarte zugegangenen Mitteilung ist unser lieber Sohn und Bruder, der Einjährig- Freiwillige- Unteroffizier Rudolf Dehning am 6. Oftober in Diosongoho am Typhus gestorben. Die tiefbetrübten Eltern und Geschwister. H. J. Dehning. " Im zweiten Teil wird der Bundesrat ersucht, möglichst bald zur Erledigung der Thronstreitigkeiten in Lippe ein unparteiisches ordentliches oder Schiedsgericht in die Wege zu leiten. Kiel, den 7. Oftober 1904. Bedeutete schon dieser Kompromißantrag und seine Begründung Der Verstorbene ist einer von drei Brüdern, die zu gleicher Zeit durch den konservativen Abgeordneten Schommel eine BloßWie aber Spanien zufriedenstellen, ohne die Vorteile der freien als Einjährige beim 1. Seebataillon in Kiel eingetreten waren. stellung der Regierung, so wirkte es geradezu sensationell, als Abgeordneter Hoffmann- Salzuflen mitteilte, er habe vom Reichskanzler Hand zu schmälern, die sich für Frankreich aus dem Abkommen mit Wie alle Einjährigen des Seebataillons, die sich bei der Mobilin Homburg persönlich die Zusicherung erhalten, die Depesche England ergeben? Dieses widerspruchsvolle Problem hatte Delcaffés machung im Februar d. J. freiwillig für Südwestafrika gemeldet des Kaisers sei nur eine Antwort auf die den Regierungsantritt Diplomatie zu lösen. Inwieweit ihr das nun wirklich gelungen ist, hatten, blieb er, als am 1. April ſeine Dienstzeit abgelaufen war, des Kaisers sei nur eine Antwort auf die den Regierungsantritt läßt sich aus dem offiziellen Wortlaute des französisch- spanischen Ab- völlig unvorbereitet, die Nachricht von seinem Tode durch eine Poſtals Unteroffizier bei der Truppe. Am Freitag erhielten seine Eltern, mitteilende, auch vom Staatsminister nicht gegengezeichnete Depesche kommens vom 7. Oktober schwer ersehen. Das Abkommen, das auf farte des Reichs- Marineamts auf vorgebrudtem Formular. des Grafregenten, in welcher der Kaiser den vom Bundesrat ver- den Namen„ Deklaration" getauft ist, ist klar und eindeutig nur in Welche Empörung die Familie, trotz ihres Schmerzes, über die Rücktretenen Rechtsstandpunkt habe zum Ausdruck bringen müssen. Er brachte hierauf einen an ihn gerichteten Brief Bülows zur Verlefung. Bezug auf die Zustimmung Spaniens zum französischfichtslosigkeit des Reichs- Marineamts empfunden haben muß, geht Auf den nunmehr erfolgenden, fast allgemeinen, heftigen Tadel, englischen Abkommen vom 8. April. Hingegen werden die aus der Form ihrer Todesanzeige hervor. Wenn so auch in Kreisen, Preſſe daß die Lippesche Regierung nach sechs Tagen, anstatt für französischen Gegenleistungen, als deren Folge" die spanische Zu- die dem Einfluß der oppofitionellen Bresse fernstehen, das südwesteine authentische Interpretation der Depesche des Kaisers zu sorgen, ſtimmung bezeichnet wird, gänzlich im Dunkel gelassen. Der bezüg- afrikanische Abenteuer nachgerade anfängt, unpopulär zu werden, so darf sich neben dem Typhus das Reichs- Marineamt das Verdienst hierfür zudiese veröffentlicht habe, dagegen die des Grafregenten nicht, schwieg liche geradezu sybillinisch gefaßte Satz der Deklaration befagt nur, fchreiben. Diese Behörde hat erst vor kurzem einen Sturm der Entrüstung diese veröffentlicht habe, dagegen die des Grafregenten nicht, schwieg daß die beiden Regierungen sich verständigt hätten über aus allen Kreisen der Bevölkerung über sich heraufbeschworen, als Staatsminister Gebetot völlig. Im übrigen wurde in der Debatte die untertänige Zustimmung, welche deutsche Männer" die Festsetzung der Tragweite der Rechte und der Garantie sie es, in den ersten Verlustlisten von den Gefechten um Waterberg, der Interessen, die für Frankreich aus seinen algerischen nicht für nötig hielt, die Namen der gefallenen Gemeinen" bekannt vor Königsthronen ziert, bis zum Uebermaß herausgearbeitet. Auch Abgeordneter Meier Jobst, der freisinnige Reichstags- Besitzungen und für Spanien aus seinen Befizungen auf der zu geben, so daß Tausende von Familien, die Angehörige in Südwestmarottanischen Küste sich ergeben". Die offiziösen Breß- afrika hatten, lange Tage in die quälendste Ungewißheit versezt Abgeordnete für Lippe, begeisterte sich für Ebenbürtigkeit und fommentare machen die Sache nicht klarer. In der Humanité" waren. Das Reichs- Marineamt sah sich damals, wie man sich erFürstenrecht. Unsere Frattion allein machte von dieser Untertänigkeit wird allerdings flar von einer Teilung der Einflußsphäre gesprochen. innern wird, gegenüber der einmütigen Verurteilung, die sein Vor eine Ausnahme und brachte das Recht des Volkes zur Sprache, indem Danach würde Frankreich seine Rechte und seine Interessen betätigen gehen fand, schließlich gezwungen, als eine Art von Entschuldigung bekannt zu geben, die heliographische Verbindung auf dem afrikaniin demjenigen Teile Marokkos, der die algerischen Besitzungen bisschen Krigsschauplaze sei unterbrochen gewesen. Dieser neueste Fall fie folgende Erklärung abgab: " Wir protestieren gegen die Regelung sowohl der Regent zum Atlantischen Ozean verlängere, während Spanien dieselben bureaukratischer Taftlosigkeit vermutlich einer unter vielen, die schafts- als auch der Thronfolgefrage durch den jetzigen Vorteile in Nordmarokko, der natürlichen Verlängerung der Halb- nicht bekannt geworden beweist, daß eine andere Leitung auch im Reichs- Marineamt nicht funktioniert: die nämlich, die preußischen Lippeschen Landtag auf Grund des Schiedsspruchs von 1897, in infer", genießen solle. dem wir einerseits jede Einmischung fremder Richter in Dinge, die es zum einzigen Gläubiger Marokkos macht, die Finanzen Wolfes vermitteln sollte. Inzwischen aber hat Frankreich durch die marokkanische Anleihe, und deutschen Behörden das Verständnis für die Stimmung des welche das lippesche Volt allein angehen, als unberechtigt dieses Landes unter seine alleinige Kontrolle gebracht. Ferner und mur im Interesse irgend eines ebenbürtigen Moderner Stlavenhandel. unebenbürtigen Hauses liegend aufs schärfste zurückweisen, anderer- hat der Sultan- infolge der Perdicaris- Angelegenheit- die Seit geraumer Zeit werden auf die Gruben der Saar. und seits den auf Grund der das Bolt entrechtenden Dreitlassen- Organisation der Polizei von Tanger dem französischen Wächter Mosel- Bergwertsgesellschaft in Spittel- Starlingen böhwahl gewählten Landtag nicht als eine richtige Vertretung anvertrauen müssen. Und auf diesem Wege soll weiter das" friedliche mische und österreichische Bergleute unter glänzenden LohnEindringen" Frankreichs in Marokko vor sich gehen, eine kolonial- versprechungen herangezogen, die, wenn sie in dem lothringischen des lippeschen Volkes und seiner wahren Interessen ansehen. Wir verlangen, daß das souveräne lippesche Volk entweder politische Methode, für die namentlich auch Jaurès in der Kammer und Kohleneldorado angelangt find, die traurigsten Erfahrungen machen. durch direkte geheime Volksabstimmung oder einen auf Grund des in der Presse energisch Stellung genommen hat. Diese bequeme Methode Die Reisekosten, die von der Gesellschaft vorgestreckt werden, werden vom Lohn abgezogen. Die armen Bergleute, die allgemeinen gleichen direkten und geheimen Wahlrechts gewählten hat indes ihren Haken oder sogar deren zwei: erstens die ewigen dann erhalten dann, um ihre BeLandtag selbständig ohne fremde Einmischung seine Regierung inneren Kriege bezw. Rebellionen in Marokko, und zweitens die völlig mittellos ankommen, friegerischen Gelüste französischer Militär- und Kolonialkreise in Lebensmittel im Wertstonsum Geschäft holen müssen, dürfnisse decken zu können, Gutscheine, auf welche sie sich Von diesem Standpunkt aus werden wir auch jedem genügend Algerien. Unter solchen Umständen fehlt es nie an einem Vorwand deren Preis ihnen dann mit den Reisekosten abgezogen wird. entschiedenen Protest gegen die Einmischung der Bückeburger für ein kriegerisches Eingreifen. Kürzlich ist ja bereits ein dahin- Die Leute bleiben auf diese Weise monatelang ohne einen Pfennig zielender militärischer Vorstoß ausgeführt worden unter dem Vor- Geld und sind vollständig von den Launen der Gesellschaft ab zielender militärischer Vorstoß ausgeführt worden Regierung und des deutschen Kaisers in die Angelegenheiten wand der Beschützung eines Frankreich freundlichen Stammes. Ist hängig. des lippeschen Volkes zustimmen, besonders auch deswegen, weil das Telegramm Wilhelms II. sich nicht nur mit der Verfassung des Deutschen Reiches in Widerspruch in Widerspruch befindet, sondern auch angesichts des noch nicht geschlossenen Grabes des Vaters des Grafregenten Leopold für jeden fühlenden Menschen bestimmt. oder friege. " aber einmal die Fahne engagiert", so tennt man die Folgen aus Die einheimischen Bergleute, die auf die Wohltat" der Konsums hundertfältiger Erfahrung der französischen und sonstigen Kolonial- Gutscheine verzichten und sich die Praktiken der Gesellschaft nicht gefallen lassen, werden abgelegt und durch Desterreicher, die man auf obige Arbeiter abgelegt und gleichzeitig durch Agenten 44 tschechische Berg Weife willfährig macht, ersetzt. So wurden fürzlich 25 einheimische leute in Böhmen angeworben, die, weil man die gemachten schönen Versprechungen nicht hielt, so schnell wie möglich wieder abdampften, bis auf acht Familien, die völlig mittellos sind und von denen zwei durch Vermittelung des örtlichen Arbeitersekretariats das österreichischungarische Konsulat anriefen, um abreisen zu können. Diese Praris der Saar- und Mosel- Bergwerksgesellschaft dürfte, abgesehen von den Auswanderungstünsten Ballins, einzig dastehen. Vielleicht nimmt die österreichische Regierung Veranlassung, diesen modernen Sklavenhandel abzustellen. Jaurès wird übrigens den Minister des Aeußern interpellieren unverständlich ist. Wir erklären aber ausdrücklich, durch diese über die französische Politik in Marokko und über die Umtriebe, Stellungnahme gegen Bückeburg auch nicht im geringsten irgend die dahin abzielen, die Politik des friedlichen Eindringens in ein Stellungnahme gegen Bückeburg auch nicht im geringsten irgend militärisches Eindringen und eine militärische Besetzung zu verAuf Antrag unserer Fraktion wurde dann getrennt über den wandeln". Vielleicht entziffert dann Delcaffé in seiner Antwort auch Kommissionsantrag abgestimmt und der erste Teil mit allen, der die wahre Bedeutung des französisch- spanischen Abkommens? zweite Teil gegen die drei sozialdemokratischen Stimmen angewelche Rechte Biesterfelds anerkennen zu wollen. nommen. Die englische Zollpolitik und die Arbeiterpartei. London, 8. Oktober.( Eig. Ber.) Lage, 10. Oftober, 6 Uhr nachmittags. In der Nachmittags- Obgleich die Agitation für eine imperiale Zollpolitik in den Russischer Grenzvorfall. Welche Frechheiten sich Russen auf fitung schlug die Kommission für die von der Regierumg beantragte letzten 18 Monaten in England nicht um einen Schritt der Lösung Ergänzung zum Regentschaftsgesetz eine Fassung vor, näher gebracht wurde, haben sich diese Woche die Führer der deutschem Boden erlauben, das zeigt wieder das Verhalten eines Rosaten Offiziers in Oberschlesien. Am 30. September burch welche bestimmt wird, daß, wenn im Falle des Ablebens des Fürsten konservativen Partei wieder veranlaßt geſehen, die Frage öffentlich bejertierte ein Grenzlosat und erreichte preußischen Boden, ihm folgte Alexander innerhalb eines Jahres ein Gericht zur Entscheidung des zu besprechen. Balfour und Chamberlain ſprachen in besonderen der Offizier des Postens. Der Deserteur sprang in einen EisenbahnThronstreits nicht gesichert ist, die Regentschaft aufhört und das im Versammlungen, jeder nach seinem Standpunkte: Balfour lehnt jede zug Coupé 4. Klasse, der Offizier stieg in denselben Zug in § 3 des Gesetzes von 1895 vorgesehene Verfahren, Wahl des Re- Schutzzollpolitik ab und will nur einen Tarif, um die Angriffe des die zweite Klaſſe. Auf der Station Gocgalfowit ging er genten aus der Zahl der sukzessionsfähigen Agnaten eintritt. schutzzöllnerischen Auslandes gegen die britische Industrie abwehren zu dem Kosaken ins Coupé und forderte ihn auf, ihm zu Es soll dadurch einer Verschleppung vorgebeugt werden. Staats- zu können, Chamberlain will eine Schutzzollpolitik, um auch das folgen. Als es zu einer Auseinandersetzung zwischen beiden fam, minister Gevetot erklärt, die Staatsregierung habe auf dem Stand- Reich vereinigen zu können. Die Liberalen und die Arbeiter mischte sich, wie die„ Silesia" berichtet, ein Heinzendorfer Uhr. macher ein, der gegen die Verhaftung auf preußischem Boden punkte gestanden, daß es nur eine Annahme oder Ablehnen der sind unzweideutig gegen jede Einschränkung des Freihandels. Vorlage gebe. Im Falle der Ablehnung hätte sie dann sofort Dagegen hat sich in den letzten Monaten in Australien ein protestierte. Der Russenoffizier zog den Säbel und die Konsequenzen gezogen. Nummehr aber fühle er sich nicht be- entschiedener und fast einstimmiger Umschwung zugunsten einer zoll- brang auf den Uhrmacher ein, in diesem Augenblick hielt der Zug in der Station Dziedig. Der Kosat entkam im Menschengedränge rechtigt, diesen Kompromißantrag als indiskutabel zurückzuweisen, politischen Annäherung an das Mutterland vollzogen. Die Ursache und ein Hilfsbereiter gab ihm Kleidung und Unterstützung, so daß Er müsse aber vorher dem Grafregenten Vortrag halten. dieses Umschwunges liegt nicht im Erstarken des imperialistischen er bald nach Krakau abreiste, wo der Boden immer noch sicherer ist Hierauf wurde der Antrag an die Kommission zurüdverwiesen. Gedankens oder in wirtschaftlichen Erwägungen, sondern in der als im starten Deutschen Reiche. Der Landtag vertagte sich. Die Kommission wird Donnerstag Furcht Australiens vor Japan. Es ist schwer, an einem nachmittag zusammentreten. Damit hat Minister Gevekot für Biesterfeld gerettet, was zunächst zu retten war. so fortgeschrittenen Gemeinwesen, wie Australien es ist, eine harte Berlustliste aus Südwestafrika. Kritik zu üben. Aber ich kann nicht umhin, die Meinung auszu- Folgende weitere Todesfälle werden gemeldet: Am 6. Oftober sprechen, daß die Politik des weißen Australiens von einem sind im Bazarett in Otjimbinde am Typhus gestorben: Gefreiter rücksichtslosen Eigeninteresse diktiert ist. Die wenigen Millionen Georg Grabangti, geboren 10. September 1881 zu Schwarpeln hn Kreise Pillkallen, und Reiter Johann TomaZzick, geboren 14. Dezember K82 zu Johannisberg bei Schwetz, Westpreufzen. Am 7. Oktober sind im Lazarett in Otjimbinde am Typhus gestorben: Leutnant Albert Furnrohr, geboren 28. April 1876 in Konikowa bei Gnesen. Posen, früher badisches Train-Bataillon Nr. 14, und Reiter Josef Kohlstcdt. früher Luftschisfer-Ab- teilung, geboren 28. Oktober 1883 in March, Kreis Heiligcustadt. Hueland. EinignngSvorschlag der P. S. de F. Paris, 7. Oktober.(Eig. Ber.) Die Eeckutivkommission der P. S. de F.(revolutionäre Sozialisten) hat soeben einen Beschlug gefaßt, der geeignet ist und darauf abzielt, die Einigungsfrage in raschen Fluß zu bringen. Hier der Wortlaut der am 4. Oktober beschlossenen Resolution: «Von dem Wunsche geleitet, seiner Erklärung vom 30. August Folge zu aeben, konstatiert der Zentralrat der?. 8. de F. mit treuden, daß selbst innerhalb der französischen Sektion, die gegen die iresdener Resolution gestimmt hatte, zahlreiche Gmppen bereits be- (iriffen und bekräftigt haben, daß die erste Bedingung der Einigkeit, o wie diese vom Internationalen Kongreß zu Amsterdam gewünscht wurde, darin besteht, die Autonomie gegenüber allen bürgerlichen Parteien wieder zu erlangen zum wesentlichen Zwecke der Betätigung einer Klassenpolitik. „Er hält für unnötig, zu betonen, daß es unmöglich wäre, diese Einigkeit ku verwirklichen auf dem Wege eines Verständigungs- komitees, mdenr dasselbe durch die Beibehaltung sowohl der ver- schiedenen Organisationen wie einer in Amsterdain zurückgewiesenen Taktik von den Resolutionen des Kongresses nichts bestehen lasten würde. „Entschlossen, so rasch als möglich einen sozialistischen Bloc zu bilden mit allen denen, woher sie auch kommen mögen, die bereit find, auf den Appell der Jnternattonale zu antworten,— beschließt er, von heute an eine Delegation zu konstituieren zwecks Schaffung einer Einigungskommission, die zur einzigen Aufgabe hätte, die Mittel und Wege der organischen Einigkeit der Partei zu bc- stimmen auf dem Klassenkampf-Boden, der in Amsterdain als Grundlage nicht nur jeglicher sozialistischen Doktrin', sondern auch jeglicher sozialistischen Taktik beibehalten wurde. „Unsere Delegation wird provisorisch, bis zur nächsten Plenar» Versammlung(des gesamten Zcntralrates, der sich neben der ständigen Exekuttvkommission aus den Vertretern der Departements-Föde- rattonen zusammensetzt und alle drei Monate Sitzung hält. Der Berichterstatter.), die 15 Mitglieder umfassen, die von der Partei selbst auf ihrem Kongreß zu Lille in die Exekutivkommission gewählt wurden. „Diese Reiolution wird mitgeteilt werden dem Sekretariat der Sektton. die in Amsterdam mit uns die französische Nationalität verttat, sowie dem Internationalen Sozialistischen Bureau zu Bruxelles. Die F. 8. de F. hofft auf die guten Dienste dieser Bureaus in dem Sinne, daß es gemäß dem empfangenen Mandat alle Bemühungen fördern und, wo nötig, hervorrufen wird. die die Einigkeit bezwecken unter den vom organisierten Proletariat der beiden Welten einstimmig votierte» Bedingungen." Für den Zentralrat: Die Exekuttvkommission: Jean Bouveri. Bracke. Rene Chanvin. Dr. Cherechewski. LouiS Dubreuilh. A. Groussier. Jules Guesde. Paul Lafargue. Emile Laudrin. Jean Martin. E. Pedrou. R6nö Prövost. Lucien Roland. Marcel Scmbat. Ed. Vaillant. Die springenden Punkte des Einigungsvorschlags sind also: 1. Die Absage der Jaurösisten an die Bloc- Politik und 2. Ersetzung des von Jaures vorgeschlagenen Vcrständigungs- komiteeS beziehungsweise der„etappenwcisen" Einigung durch eine Einigungskommission, die die b a I d m ö g I i ch st e Ver- schmelzung der Sonderorganisationen zu einer einzigen Partei zur Ausgabe hätte. Die Antwort der F. 8. F.(Jauresisten) auf den Vorschlag der F. 8. de F. wird jedenfalls in der Sitzung des jauresistischen Nationalrates beschlossen werden, der sich am 20. Oktober versammelt.— England. Arbeiterpolitik und Gewerkschaft. London. 7. Ottober.(Eig. Ber.) Der Verband der Eisen- bahner. der diese Woche seinen Kongreß abhielt, gehört der neuen Arbeiterpartei(Labour Representation Committee) an. Er hat vier Parlamentskandidaten aufgestellt: Bell(Generalsekretär des Verbandes und Abgeordneter für Derby), Hudson, Holmes und Wardle. Bell ist liberal, während Hudson, Holmes und Wardle sozialistisch gesinnt sind. Nach den Satzungen der Arbeiterpartei müssen sich die Kandidaten verpflichten, die Satzungen der Partei zu wahren und eine von den Liberalen und Konservativen un- abhängige Politik zu treiben. Die sozialistisch gesinnten Kandidaten der Eisenbahner haben die Satzungen untersckirieben. Bell aber nicht. Im Parlamente und bei Wahlkämpfcn geht er mit den Liberalen Hand in Hand. Auf ihrem letzten Kongreß hat die Arbeiterpartei beschlossen, die Eisenbahner aufzufordern, ihren Generalsekretär zu veranlassen, in Uebereinsttmmung mit den Beschlüssen der Partei zu handeln. Diese Aufforderung kam gestern auf dem in Bradford abgehaltenen Eisenbahner-Kongreß zur Verhandlung. Die Auf- fordermig war in folgendem Antrage enthalten: „Da die neue Arbeiterpartei durch die Initiative der Eisen- bahner gegründet worden ist, und da die Mitglieder des Ver- bandes nur dann bereit sind, ihre Parlamentskandidaten zu unterstützen, wenn diese sich zu einer unabhängigen Arbeiterpolitik verpflichten, so fordert der Kongreß Mr. Bell auf, im Sinne der Satzungen der Partei zu handeln." Dieser Antrag erhielt 29 Stimmen für und ebensoviel gegen. Um die Frage zur Entscheidung zu bringen, ivurde folgender Zusatz- antrag gestellt: „Der Kongreß ist mit der Tätigkeit Bells im Parlament zuftieden, gibt aber nichtsdestoweniger zu. daß Bell bisweilen in- diskret gehandelt. Jedoch sind seine Handlungen nicht derart, daß sie unser Verttauen zu ihm vollends erschüttern könnten. Der Kongreß ist der Ansicht, daß der Arbeiterpartei Vorschläge zur Aendcrung der Satzungen vorgelegt werden sollten." Dieser Zusatzanttag wurde mit 30 gegen 29 Stimmen an- genommen. Dann wurde beschlossen, sich an den Vorstand der Arbeiterpartei zu wenden, die vier Kandidaten der Eisenbahner an- zuerkennen. Diese Woche tagte auch der Kongreß des Bergarbeiter- Verbandes von Großbritannien in Bristol. Neben den alljährlich diskuttertcn Fragen und angenommenen Resolutionen über Arbeiter- schütz und Achfftundentag wurde diesmal in geheimer Sitzung über die politische Unabhängigkeit der Arbeiter beraten, wobei folgender Beschlutz einstimmig angenommen wurde:„Der Kongreß gibt seine Zustimmung zum Prinzip der polittsche» Unabhängigkeit aller Arbeiter- Abgeordneten und beaustragt alle Kandidaten der Bergarbeiter, die bei den Parlamentswahlen erfolgreich sein werden, alles zu tun, um eine besondere Arbeiterfraktion im Parlamente zu bilden."— Serbien. Der stomme König Peter. König Peter hat sich nun auch salben lassen. Darauf hielt der König eine Rede, in der er auf die ihm von der Kirche auf- erlegte schwere Vera ntiv ort ung� hinwies und betonte, daß es die Pflicht jedes serbischen Herrschers sei, sidh stets als Anhänger und Hüter der nationalen Traditionen zu erweisen: er werde alle Kräfte einsetzen, um seiner Vorfahren würdig zu sein und um die Achtung und Liebe des serbische» Volkes zu erringen. Der König schloß mit einem Hoch auf die große, heilige Kirche und ihre nationale Mission.— Ein Vormarsch Knropatkins. Schon seit einigen Tagen gingen Gerüchte, daß Kuropatkin entschlossen sei, nunmehr die Offensive gegen die Japaner auf- zunehmen. Diese Nackirichtcn werden durch Blättcrmeldungcn auS Charbin heute b e st ä t i g t. Danach sollen die Russen am 3. Oktober den allgemeinen Vormarsch begonnen und sogar schon am Sonntag die Eisenbahnstation bei Jentai besetzt haben. Die Japaner hätten befestigte Stellungen bei Jentai eingenommen. Sie wünschten offenbar eine neue entscheidende Schlacht bei Liaujang zu liefern. Dem„Berliner Tageblatt" wird von seinem Petersburger Korrespondenten gemeldet: Ter Armeebefehl Knropatkins, sin dem er den Ucbergang zum Angriff vorschreibt, hat hier in den weitesten Kreisen des russisdicn Volkes die Hoffnung hervorgerufen, daß die schwere Prüfungszeit vorüber sein und leichtere Tage kommen werden, ebenso faßt die russische Presse den Armeebefehl auf. Doch enthält sich die Mehr- zahl der Blätter allzu optimistischer Aeutzerungen, indem sie darauf hinweisen, daß die Offensive der Russen nickst einem Triumphzug bis zum Jalu gleichen, sondern schwere Opfer kosten werde, weit schwerere, als die Verteidigung bisher gekostet hat. Heute, acht Monate seit dem Ausbruch des Krieges, nehmen die Japaner folgende Stellung ein: Zehn Divisionen stehen diesseits des Taitscho, als linker Flügel, zwei Divisionen westlich der Bahn- linie und südlich von Santepu als Zentrum, und vier Divisionen östlich der Bahn bei Tschantapuse, sowie zwei Divisionen bei den Jentaigruben als rechter Flügel. Zwe' weitere Divisionen stehen auf der Straße von Banjapuse nach Bensichu. B a n j a p u s e, das st a r k b e f c st i g t ist. wurde von den Russen am 9. Oktober durch starkes Artilleriefeucr unter gleichzeitiger Ilm- gehung nach kurzem Kampf genommen. Einzelheiten fehlen noch. Auf dem linken Flügel drückte Mischtschento die Japaner bis Jentai zurück. Die Bahn ist bis zur Station Schahe wieder hergestellt. Gestern soll ein großes Gefecht bei Jentai stattgefunden haben, sein Ausgang ist noch unbekannt. Es geht das unkontrollierbare Gerücht, daß General F u s ch i m a mit zwei Divisionen 30 Kilometer südlich von Sinmintun steht, um den Russen in den Rücken zu fallen. Das Gerücht hat wenig Wahr- schcinlichkcit für sich. Alle diese Nachrichten klingen sehr unwahrscheinlich. Selbst die französischen Blätter sind der Ansicht, daß die Nachrichten von der Offensive Kuropatkins mit einiger Skepsis aufgenommen werden müßten.„M a t i n" meint, Kuropatkins Vorgehen sei ihm auS Petersburg, genauer Peterhof, also der Residenz des Zaren, befohlen worden. Es entspreche keiner militärischen, sondern politischen Notwendigkeit. Was an all diesen Nachrichten und Mutmaßungen Richtiges ist, werden die nächsten Tage zeigen. Sehr wahrscheinlich klingt die Nachricht von der von Kuropatkin ergriffenen Offensive von vorn- herein nicht. Man braucht nur daran zu denken, wie oft Kuropatkin bereits seine Offensive angekündigt hat. Es folgt dann aber jedesmal der Rückzug der Russen, und daß die Russen jetzt nach der für sie so verlustreich ausgefallenen Niederlage von Liaujang zum Angriff übergehen würden, erscheint wirklich sehr un- glaubhaft, zunial die Verstärkungen, die Kuropatkin gezwungen erhalten hat, durchaus keine derartigen sind, um ihm eine erhebliche Ueberlegenheit über die Japaner zu sichern. Auch wenn man au- nimmt, daß die Lage um Port Arthur eine sehr bedenk- l> ch e geworden ist, daß man also in Petersburg glaube, noch einen letzten Versuch zur Entsetzung der Festung durch die Landarmee machen zu müssen, so wäre doch dieser Versuch ein überaus kühner, riskierte doch Rußland dabei, eine neue noch schwerere Niederlage zu erleiden als die von Anfang September: Wir sind nach wie vor der Ansicht, daß es nicht eher zu neuen Kämpfen größeren Stils in der Mandschurei kommen wird, bis die I a p a n e r ihrerseits von neuem den Vormarsch aus- nehmen: denn die Möglichkeit einer Offensive liegt durchaus aus ihrer Seite. Entschieden sind die Japaner eher in der Lage, ihre Truppen zu verstärken, als die Russen, deren bisherige Transport- leistungen bewiesen haben, daß sie monatlich höchstens 35 000 Mann nach dem Kriegsschauplatz senden konnten. Ob sie aber auch nur dazu für die nächste Zeit imstande sein werden, ist fraglich, da sie nach ihrem Zurückdrängen nach Mulden in viel höherem Matze auf Proviantsendungen durch die sibirische Eisenbahn angewiesen sind, wodurch die Truppenscndungen naturgemäß leiden. Kommt es also nicht zu einem baldigen Vormarsch der Japaner, so dürsten beide Parteien in ihren gegenwärtigen Stellungen wahrscheinlich ihre Winterquartiere beziehe» und größere Entscheidungskämpfe erst wieder im nächsten Frühjahr zu erwarten sein. Die Abfahrt des OstseegeschwaderS ist ebenfalls so oft angekündigt worden und prompt ausgeblieben, daß man allen neuen Ankündigungen mit größten Zweifeln gegen- über zu treten hat. Zwar wurde in den letzten Tagen gemeldet, daß 80 Handelsschiffe deutscher, englischer und russischer Nationen dazu bestimmt seien, Kohlen aufzunehmen und sich an den verschieden st en Stellen der Route nach Ostasien zu statio- nieren, um auf diese Weise die baltische Flotte stets mit Kohlen versehen zu können, doch bleibt abzuwarten, was auch an dieser Maßnahme wahres ist. Auch daß der Zar bei der Be- sichtigung des Ostscegeschwadcrs an die aufgestellten Mannschaften eine Ansprache gehalten habe, daß sie jetzt nach dem fernen O st e n gehen und für den W a r j a g und Korjctz Rache nehmen und den d r e i st e n F e i n d, der die Ruhe Rußlands g e st ö r t(!) habe, besiegen mühten, beweist noch gar nichts. Bevor sich das baltische Geschwader nicht niindestens in den atlantischen Gewässern befindet, ist keinerlei Beweis gegeben, daß eine Fahrt nach Ostasien auch nur ernsthaft geplant ist. Ein Tagesbefehl Kuropatkins. Wie der„R e g i e r u n g s b o t e" unter dem 8. Oktober aus Mulden meldet, hat General Kuropatkin am 2. d. M. einen Tages- befehl erlassen, in dem er die Truppen auf die Schwierigkeiten hin- weist, die Armee auf die nötige Stärke zu bringen, und die Not- wendigkeit des bisherigen Zurückweichens betont. Er habe den Rückzug nach Mulden kummervollen Herzens befohlen; er habe ihn aber befohlen in der unerschütterlichen Ueberzcugung, daß der Rückzug nötig war, um schließlich einen entscheidenden Sieg zu erringen. Der Kaiser sende jetzt ausreichende Streitkräfte und werde weitere Truppenmasscn nach Ostasien kommandieren, wenn auch diese nicht ausreichten. Es sei der unbeugsame Wille des Kaisers, den Feind zu besiegen, und dieser Wille N'erde unbeugsam durchgesetzt werden. Jetzt breche die von der Armee läng st erwartete Zeit an, wo mau vorrücken und dem Feinde seinen Willen auf. zwingen könne; denn die M a n d s ch u r e i- A r m e e sei nunmehr stark genug, um zum Angriff über- zugehen. Schließlich fordert der Befehl die Armee auf, sich von dem Bewußtsein der Wichtigkeit des Sieges, besonders im Hinblick auf die Entsetzung Port Arthurs, durchdringen zu lassen. Petersburg, 9. Oktober. Die Russische Tclegraphen-Agentur meldet: Die Gerüchte von Veränderungen im Ober- befehl auf dem Kriegsschauplatz beruhen nicht auf Tatsachen, sondern sind nur als Ausdruck der allgemeinen Anerkennung der hervorragenden militärischen Fähigkeiten Kuro- patkins zu betrachten. Die allgemeine Stimmung ist für Gewährung voller Freiheit für Kuropatkin in der Durchführung seines Kriegs- Planes. Hiermit hängt das Gerücht von seiner Ernennung zum Oberbefehlshaber zusammen. London, 10. Oktober. Das Reutersche Bureau meldet von General Okus Armee: Nach undatierten chinesischen Meldungen legen die Russen südlich von Mulden Gräben an, errichten starke Erdwerke und befestigen den Eisernen Berg und Tieling. Shanghai, 10. Oktober.(Meldung deS Reuterschen Bureaus.) Chinesische Regierungsbeamte kaufen große Wen- gen ausländische Vorräte auf, die von hier nach T i e n t s i n verladen werden sollen; der Zweck ist unbekannt, aber gut unter- richtete Chinesen glauben, da� sie für die Russen bestimmt seien. Nach demselben Bureau meldet ein Telegramm aus Kweiling in der Provinz K w a n g s i, daß die chinesischen Truppen eine große Bande Aufständischer bei Lochenghsien nach einem dreitägigen Gefecht besiegt hätten. Es heißt, die Boxer-Bewcgung breite sich i n den nördlichen Provinzen weiter aus. Partei- I�aclmcbtm Der Wahlvcrcin Grcifswald-Grimmen erklärte sich in seiner letzten Versammlung mit der Ablehnung des pommerschen Anttages (die Haltung zu sozialpolitischen Gesetzen betreffend) durch den Breiner Parteitag einverstanden. Norwegens Vertretung in Amsterdam. Auf dem Bremer Parteitage machte bekanntlich Ed. Bern» st e i n bei der Debatte über den Amsterdamer Kongreß einige kritische Bemerkungen über den Abstimmungsmodus auf den inter- nationalen Kongressen und bemerkte unier anderem:„So hatte die organisierte norwegische Sozialdemokratie einen Vertreter entsandt. Als zweiter Vertreter Norwegens aber war der Delegierte eines soz'alistischcir Jugendbnndes anwesend, der seiner Nationalität nach Russe war und auch beständig unter den russischen Delegierten saß. Bei der Abstimmung beanspruchte er die zweite Stimme Norwegens und stimmte entgegengesetzt zu dem Vertreter der norwegifchen organisierten Partei." „Social-Demokraten", unser Bruderorgan von Kristiania, daS in der letzten Woche diesen Teil des Parteitagsberichtes abdruckte, erklärte dazu: „Bernsteins Ausführungen beruhen auf Mißverständnissen. Innerhalb der norwegischen Delegation waren keine Mißhelligkeiten vorhanden. Der eine Vertreter Norwegens G a a r d e r war wohl Vertreter des Jugendverbandes, aber sein Mandat von der Nor- wcgischen Arbeiterpartei durch ihren Repräsentanten anerkannt. Er repräsentierte also auch die Partei. Einen anderen Fehlgriff beging Bernstein, indem er Gaardcr als Russen bezeichnete. Gaarder ist norwegischer Bürger, geboren in Norwegen und Sohn norwegischer Eltern. Was Bernstein übrigens hervorheben wollte, war, daß der Absttmmungsmodus auf dem Kongreß unglücklich war, und nach der Stellung, die Norwegens Delegation einnahm, lag es nahe für ihn, sie als Beispiel zu gebrauchen." polireilickeo. Scrickitlicbes uttv. — Ungesetzliche Strafe. Wegen einfacher Beleidigung war der Redakteur der Breslaner„Volkswacht", Genosse Mehrlein, von der Strafkammer in Breslau zu 1000 M. Geldstrafe verurteilt worden, obwohl die zulässige Höchststrafe nur 600 M. beträgt. Ans diesem Grunde hat das Reichsgericht das Urteil aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückverwiesen. Soziales. Zur Abschaffimg der reglementierten Prostitution in Dänemark. Im Frühjahr 1901— also ungefähr ein Vierteljahr vor dem „Systeniwechsel"— nahm das dänische Folkething einen Gesetz- entwurf an, durch den der Widerspruch beseittgt werden sollte, der darin besteht, daß das dänische Strafgesetzbuch„Unzucht" zu einer strafbaren Handlung macht, während gleichzeitig der Staat die Prostitutton legalisiert und die Polizei sie reglementiert. Nach dem Entwurf sollte die„Unzucht" straffrei gemacht werden, dagegen die Verbreitung venerischer Krank- heiten strenge be st rast, und zugleich die Hei- lung von Geschlechtskranken durch unentgelt- liche ärztliche Behandlung so weit wie irgend möglich gefördert werden. Das Gesetz scheiterte damals am Widerstände des Landsthings. Nun hat dieser Tage der„libe- rale" Justizminister Alberti— bekannt wegen seines in der vorigen Session gescheiterten und jetzt in etwas veränderter Form wieder eingebrachten Prügelgesetzes— einen Gesetzentwurf zur Aushebung der Prostitution borgelegt, der leider ganz den im besten Sinne liberalen Tendenzen des Entwurfes vom Jahre 1901 entgegengesetzt ist und dessen erster Paragraph lautet: „Wer sich ganz oder teilweise durch einen liederlichen Lebens- Wandel ernährt, oder an öffentlichen oder jedermann zugänglichem Ort durch Worte, Zeichen, unanständige Aufführung oder in anderer unzweideutiger Weise zu Unzucht auffordert oder einlädt, wird mit Gefängnis, oder unter erschwerenden Umständen und im Wiederholungsfall mit Zwangsarbeit von zwölf Tagen bis z»einem Jahr be st raf t."— In den Anmerkungen zum Entwurf heißt es:„Verhältnisse zu einer ein- zelnen bestimmten Person sollen nur ausnahmsweise Sttafe zur Folge haben, wenn sie den Charakter eines Aergernis erregenden Zusammenlebens tragen". Der Minister will also offenbar die„sittliche Erziehung" des Volkes mit strengen Strafbestimmungen betreiben und selbst Ver- hältnissc bestrast ivissen, die sich von anerkannten Ehen nur dadurch unterscheiden, daß sie nicht legalisiert sind, wenn irgend ein polizeilicher oder anderer Spion Anstoß daran nimmt. Die Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten, die in dem Entwurf von 1901 die Haupffache war, sucht der Minister durch eine Ausnahmebestimmung zu befördern, wonach, wer sich selbst zu öffentlicher Behandlung seiner Krankheit meldet, von strafrechtlicher Verantwortung frei sein soll. GewerKIcKaMicKes. Berlin una Umgegend. Die Aussperrung in der Selbmetallindustrie. In der gestrigen Streikversammlung wurde der Stand der Bc- wegung von der Streikleitung wieder als durchaus befrie- d i g e n d bezeichnet. Nach genauen Zusammenstellungen beziffert sicki die Gesamtzahl der an der Bewegung beteiligten Gürtler und Drücker usw. auf rund 4000 Personen; davon sind etwa 2500 Ausgesperrte und 1500 Streikende resp. nach der Aussperrung aus den Betrieben Herausgezogene. Gegenüber diesen wahrheitsgemäßen Darstellungen suchen die Kühnemänner die Zahl der Ausgesperrten als bedeutend höher zu bezeichnen, ohne jedoch irgendwesthe Zahlen anzugeben. Geradezu komisch ist das Verhalten der„Arbeitgeber- Zeitung" bei dieser Bewegung. Der Referent Cohen ermangelte denn auch nicht, das groteske Gekreische dieses Scharfmacherblattes in das rechte Licht zu rücken. Während die„Arbeitgeber-Zeitung" beim vorjährigen Gürtler- und Drückerstrcik in spaltenlangen Tiraden die damaligen„Triumphe" des Unternehmertums feierte, begnügt sie sich jetzt bescheiden nur mit kurzen Notizen, ein Zeichen dafür, daß es den„kleinen Kühnemännern" diesmal etwas weniger wohl zu Mute ist wie im Vorjahre. In seinen paar Zeilen aber keift das Blatt von„Lügen" der Stteikleitung über den Stand der Be- wegung. Ganz besonders will es nicht wahr haben, daß es den Unternehmern an„Kleingeld" mangelt und daß die Mitglieder der „Freien Vereinigung der Metallwarenfabrikanten" untereinander uneins geworden sind und ihre eigenen Beschlüsse nicht achten. Dem- gegenüber war Cohen in der Lage, ein Zirkular der Kühncmänner vorzulegen, worin die Mitglieder in höchst feierlichem Tone ermahnt werden, die erforderlichen Gelder zur Deckung� der statutenmäßig notwendigen Unterstützung aufzubringen. Diese Sammelgelder sollen von Angestellten der Paketfahrt-Gesellschaft von den Unternehmern abgeholt werden, weshalb man bittet, die bezeichneten Sendboten mit Vertrauen zu behandeln. Die angebliche Einigkeit der Kühnemänner wird am besten durch die Tatsache illustriert, daß am 1. Oktober nicht weniger wie ca. 50 Fabrikanten ihre Mitgliedschaft bei der„Freien Vereinigung" aufgekündigt haben. Täglich kommen Fabrikanten nach dem Metallarbeiter-Bureau, darunter Leute, die sich früher in recht erheblichem Btaße als Scharfmacher bemerkbar machten, und klagen Stein und Bein, wie schwer sie durch den„Terrorismus" des Kiihnemänner-Verbandes geschädigt worden sind. Sie erklären, nichts täte ihnen so leid, als daß sie Mitglieder der„Freien Vereinigung der Metallwaren-Fabrikanten" geworden seien. Cohen nannte eine ganze Anzahl solcher Fabrikanten mit Namen. Wie sich die Kühnemänner selb st betrügen zeigen folgende Vorfälle, die fast täglich beobachtet werden können. Es existiert nämlich eine Kontrollkommission, die hin und wieder die einzelnen Betriebe kontrollieren soll, ob daselbst auch die laut Generalversammlungsbeschluß vereinbarte Anzahl von Arbeitern aus. gesperrt ist. Manche Firmen sind nun auf den schlauen Gedanken berfallen, ihre Werkstätten regelrecht abzusperren. Niemand kann hinein, bevor er flingelt. Sobald nun die Glocke ertönt, fragt ein Beauftragter des Fabrikanten den oder die Ankömmlinge nach ihrem Begehr. Sind dies Mitglieder der Kontrollkommission, so erhalten die bereits verständigten Arbeiter ein Signal, sich zu verstecken. Treten die Kontrolleure dann ein, so finden sie natürlich nur ein winziges Häuflein von Arbeitern an den Arbeitsplägen, und befriedigt von der prompten Jmmehaltung der Beschlüsse" ziehen sie wieder von dannen. In den Mitgliedern der Kontrollkommission scheint man übrigens auch Böcke zu Gärtnern gemacht zu haben. Cohen konnte nämlich ein solches Mitglied namhaft machen, das sich unter der Hand schriftlich an streifende Arbeiter gewandt hat, mit dem allerdings erfolglosen Ersuchen, die Arbeit baldmöglichst wieder aufzunehmen. Wenn so etwas am grünen Holze geschieht, ist es weiter fein Wunder, daß anstatt der vorgeschriebenen 70 Proz. nur 30 Proz. der Arbeiter ausgesperrt sind. Troßdem faselt die ArbeitgeberZeitung" von Lüge"! " arg Die betrübten„ braven" Metallarbeiter. Wie erinnerlich, follte in voriger Woche auf dem Arbeitsnachweis in der Dresdenerstraße die Auszahlung von„ Ausgesperrten"-Unterstüßung an solche Arbeiter stattfinden, die sich seinerzeit den Kühnemännern gegenüber verpflichtet haben, nicht Mitglieder des Metallarbeiter Verbandes zu werden. Jetzt stellt sich nun heraus, wie die Aermsten in ihren Hoffnungen getäuscht worden sind. Manch einer von ihnen hatte im Hinblick auf die pompösen Plakate an den Anschlagsäulen geglaubt, er würde sich als„ braver" Metallarbeiter wohl gar eine silberne Nase von den Sühnemännern holen können; es wurde aber nur eine lange" Nase. Auf dem Bureau hieß es nämlich: Sind Sie eingeschriebenes Mitglied, und seit wann? Seit wann sind Sie ausgesperrt? Viele hatten nun die vorgesehene Starenzzeit noch nicht hinter sich; sie mußten also ohne weiteres abtrollen. Wer aber die Vorbedingungen richtig erfüllt hatte und nun in der Hoffnung dessen was da kommen sollte die Hand aufhielt, dem wurden zehn Firmen genannt, unter denen er sich eine aussuchen fonnte, bei welcher er Streifbrecher werden sollte. Hatte er soviel Chrgefühl, diese entwürdigende Zumutung abzulehnen, dann bekam er nichts. Wurde er aber Streifbrecher, dann bekam er auch nichts, denn dann konnte er sich ja etwas verdienen. Nur die jenigen erhielten die Unterstützung ausgezahlt, die bei den zehn Firmen keine für sie passende Arbeit nachgewiesen bekommen fonnten, und die waren an den Fingern abzuzählen. So wurden die„ braven" Arbeiter von ihren Arbeitgebern unterstützt", nachdem sie ausgesperrt worden waren. Wie Recht hatte vor Monaten der Metallarbeiter Verband, als er die Arbeiter aufforderte, jenes bekannte Resfript der Kühnemänner nicht zu unterschreiben, da es sich nur um die Schaffung einer Streifbrecher- Organisation handeln könne. Die jenigen Arbeiter, es sind allerdings nur wenige die damals den Warnungen der Verbandsleitung nicht Folge leisteten, sondern sich den Kühnemännern verschrieben, haben jetzt einsehen müssen, wie unendlich töricht sie gehandelt haben. Es hat denn auch schon manch einer von ihnen erklärt, seine heilsame Lehre daraus ziehen und sich der Organisation anschließen zu wollen. Etwas später als Herr Groschkus, nämlich am 26. November 1903, schloß Herr Kümmel mit den Arbeitern seines Betriebes unter dem Vorsiz des Herrn Plathen und im Beisein des Herrn Rahardt eine Vereinbarung ab, deren wesentlichster, hier in Frage temmender Passus lautet: Neue Arbeiten müssen im Verhältnis der bereits bestehenden Afforde festgesetzt werden. Arbeiten, welche mit vorhandenen, bereits berakkordierten Sachen nicht zu vergleichen sind, werden auf Lohn gemacht, sofern eine Verständigung über den Akkordpreis nicht erzielt werden kann." Durch diese beiden Vereinbarungen wird also noch mehr bewiesen, als wir in dem von Herrn Groschkus„ berichtigten" Artikel gejagt haben. Wir sagten, was jebt als wahnwißige, die gesamte Berliner Möbelindustrie ruinierende Forderung bezeichnet werde, und durch die Aussperrung abgewehrt werden solle, das bestehe bereits in den Betrieben der Herren Kümmel und Groschkus. = ,, Bei nenen Arbeiten wird den Arbeitern der Durchschnitts. 1 irgend welche fremde Hülfe in Anspruch genommen werden brauchte. Lohn gesichert in der Form, daß für Feststellung von Formen und Auch für die Zukunft ist in reichem Maße Vorsorge getroffen, daß Ausführungen der Arbeiten, sowie für technische Festsetzung des tein Mangel eintritt; von dieser Woche ab wird die StreikunterMaterials, für Modelle und für sonstige sich bei erster Arbeit stüßung sogar noch erhöht. Der Redner forderte die Versammelten immer ergebende Schwierigkeiten ein Zuschlag von 5 bis 20 m. auf, einmütig im Kampfe auszuhalten, an Unterstüßung werde es gezahlt wird, der dem jedesmaligen Wert dieser Modellarbeit die Organisation nicht fehlen lassen. In der Diskussion wurde gleichkommt." mitgeteilt, daß eine private Unterredung mit dem Vorsitzenden der Vereinigung chromolithographischer Anstalten stattgefunden, und daß dieser sich bereit erklärt hat, dafür zu wirken, daß eine Verhandlung zwischen Vertretern seiner Organisation und der der Streifenden zustande kommt. Offenbar wäre eine Einigung auch den Fabrikanten sehr erwünscht, denn nach Mitteilungen aus ihren eigenen Reihen sehen sich mehrere Firmen bereits genötigt, einen Teil ihres Steindruckerpersonals zu entlassen, weil ihnen die Arbeitskräfte fehlen, die die von jenen gelieferten Arbeiten vollenden sollen. Die Haltung der Streikenden ist durchaus musterhaft. obgleich sich die als Streitposten stehenden Arbeiterinnen und Arbeiter nicht das geringste zuschulden kommen lassen, hält es die Polizei immer wieder für nötig, ihnen ganze Straßenzüge zu verbieten. So wurde in der Versammlung berichtet, ein Wachtmeister hätte zu einem Streifposten gesagt, auf Befehl des Leutnants fönne er nicht dulden, daß der Streikende sich in der Wilhelmstraße zwischen Koch- und Puttkamerstraße aufhalte. An derselben Stelle fei es aber gestattet, daß der Chef selbst mit zwei Buch Während die Arbeiter jezt nur 95 Proz. ihres durchschnittlichen haltern und einigen Lehrlingen zusammen dasteht, um ArbeitsLohnes bei Anfertigung neuer Muster verlangen, garantiert Herr willige einzufangen. Diese Streitbrecherposten bilden offenbar tein Groschfus bereits seit länger als einem Jahre den vollen Dur ch- Verkehrshindernis". Ferner wurde berichtet, in der Reinidenschnittslohn bei neuen Arbeiten. Herr Kümmel geht sogar dorferstraße sei am Donnerstag ein Streifender von einem Geschäftsnoch weiter, er bewilligt bereits seit fast einem Jahre die ursprüngliche führer der Firma Schwertfeger ins Genic gestoßen worden. Der Forderung der Arbeiter, denn er läßt neue Arbeiten, wenn über den also Mißhandelte habe dann den dabei befindlichen Schuhmann er Affordpreis keine Einigung erzielt werden kann, in Lohn ansucht, den Angreifer festzustellen. Der Schuhmann habe das jedoch lachend abgelehnt. Eigentümlich sind auch die fertigen. Die Herren Kümmel und Groschkus haben also durch Tatsachen Begründungen in den Strafmandaten, die mehreren Streifenden bewiesen, daß die Forderungen, gegen welche die Freie Vereinigung bereits zugestellt worden sind. In einem heißt es: Sie haben als der Holzindustriellen jetzt fämpft, ohne Schaden für die Industrie Streitposten gestanden und der Aufforderung des Schuhmanns nicht bewilligt werden können. Damit wird unsere Behauptung, gegen die unbedingt Folge geleistet"; in einem anderen Strafmandat Herr Groschkus mit einer Berichtigung eines nebensächlichen Bunttes wird als Grund angegeben, der Betreffende habe jemand, der in ein glaubt vorgehen zu können, in vollem Umfange bestätigt. Haus hineingegangen sei, durch zurufe belästigt. AIZ Was Herr Groschtus nun noch unter 2. berichtigt, ist uns un- euge des Vorfalles wird nicht etwa der Be verständlich. Wir haben Gegenteiliges an feiner Stelle behauptet. lästigte, sondern der Schuhmann angegeben, auch wird Die Situation des Klavierarbeiterstreifs stellte Siegfeld in nicht gesagt, am was für einen Zuruf es sich handle, vielleicht war Ferner wurde er, einer am Montag nachmittag abgehaltenen Versammlung der es die einfache Mitteilung, daß gestreift wird. Streifenden folgendermaßen dar: In den letzten Tagen haben einige wähnt, daß ein Geistlicher, ein Pastor aus Rirdorf, der Vorsitzender fleinere Betriebe die Forderungen bewilligt. Außerdem haben sich eines Jungfrauen- Bundes ist, es für seine Christenpflicht hält, den die Arbeiter eines größeren Betriebes mit dem Arbeitgeber geeinigt. Fabrikanten Streifbrecherinnen zuzuführen, damit die erbärmlichen Die Lohnerhöhung ist ihnen bewilligt worden, jedoch haben sie vor- Löhne und die schändliche Ausbeutung der weiblichen Arbeitskraft, läufig auf die Einführung der 51stündigen Arbeitszeit verzichtet und die so viele sittliche Gefahren mit sich bringen und eine Begünstigung Trotz dieser fich mit der 52stündigen Arbeitszeit begnügt. Diese Vereinbarung der Prostitution bilden, unverändert bestehen bleiben. fann die Streifleitung nicht billigen, denn die Verkürzung der geistlichen Hülfe und trok der polizeilichen Verfolgungen sind die Arbeitszeit kommt in erster Linie in Frage. Die allgemeine Lage Streifenden, wie wiederum die gestrige Versammlung bewies, durch des Streits fann als sehr günstig bezeichnet werden. Die Unter- aus nicht entmutigt, sondern fest entschlossen, einmütig im Kampfe nehmerpreffe sucht durch unwahre Darstellungen über den Streit auszuharren, bis ein annehmbares Ergebnis erzielt sein wird. Der Streit erstreckt sich gegenwärtig auf folgende Firmen: ihre Leser zu täuschen. So wird in der Fachzeitung der Tischlermeister" die Zahl der Streifenden auf 3500 angegeben, und in einer Hochstein u. Weinberg, Wassertorstraße, Friedheim u. Sohn, Holzs Fabrit, wo nicht alle Arbeiter in den Streit traten, sollen die übrigen marktstraße, Bernhard u. Ko., Wilhelmstraße, Böhme, Reichenberger Während somit der Streit und die Aussperrung andauern, hat ausgesperrt worden sein. Beide Behauptungen sind unwahr. Es straße, Schwertfeger, Reinickendorferstraße, Hagelberg, Mariender Metallarbeiter- Verband mit denjenigen Firmen, die sich bereits befinden sich nur etwa 1700 Klavierarbeiter im Streit, und von straße, Lange u. Wundsch, Fennstraße, Prager u. Loyda, Hagels im Vorjahre zum Abschluß eines Tarifes für die Gürtler und Drücker einer Aussperrung ist gar keine Rede. Im Gegenteil. Die vom bergerstraße, Schäfer u. Scheibe, Ritterstraße, Heymann u. Schmidt, bereit zeigten, eine neue Vereinbarung getroffen, wodurch das Tarif- Streit betroffenen Fabrikanten geben sich die größte Mühe, ihre Schönhauser Allee, Finkenrat, Schlesischestraße, Littauer u. Boysen, verhältnis auch auf die übrigen Brauchen der in der Arbeiter wieder in die Werkstellen zu loden. Durch Briefe an die Stalizerstraße, Hellriegel, Kochstraße, Griebnih, Dragonerstraße, Gelbmetallindustrie tätigen Arbeiter übertragen wird. Streikenden sowie durch Zeitungsinserate suchen die Unternehmer Sehne, Weinmeisterstraße, Kittelmann u. Wegner, Alexanderstraße. Auf Wunsch der Arbeitgeber hat die beiderseitige Schlichtungs- Arbeitswillige zu werben. In den Inseraten werden Versprechungen Diese Firmen sind als gesperrt zu meiden. tommission in friedlicher Verständigung nunmehr einen gemacht, die tatsächlich nicht erfüllt werden. Einzelne Streitbrecher, Tarifvertrag für die gesamten in der Gelb die sich durch solche Inferate verlocken ließen, waren sehr enttäuscht, In der mechanischen Schuhwarenfabrik von G. Reischel in als sie den zugesicherten Lohn nicht erzielten. Die Firma Neumetallindustrie Berlins und Umgegend be= fchäftigten Arbeiter meher sucht jetzt Tischler und Polierer, denen sie Anfangslöhne Frankfurt a. O. sind nunmehr nach Verlauf der Kündigungsfrist von einer Woche sämtliche Arbeiter in den Ausstand eingetreten. ausgearbeitet, der am 4 Oftober vor dem Gewerbegericht abgeschlossen bon 27 m. verspricht. Wenn die ausständigen Arbeiter so gestellt Die Ursachen des Konflikts liegen in der felt einiger Zeit ein ist und vom 10. Oftober bis zum 1. September nächsten Jahres gewesen wären, dann hätten sie gar nicht daran gedacht, sich dem getretenen Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse bei den Zwidern. Gültigkeit hat. Wird der Vertrag nicht vier Wochen vor seinem Ab- Streit anzuschließen. Man sieht hier also wieder, daß den Streit- um den dadurch hervorgerufenen Ausfall im Wochenlohn, welcher In den allgemeinen brechern mehr versprochen wird, als die Streitenden fordern. bis zu 3 M. beträgt, wieder auszugleichen, forderten die Zwider Tauf gekündigt, fo läuft er ein Jahr weiter. Bestimmungen" ist die Arbeitszeit auf neun Stunden täglich fest. Eine durch und durch unwahre Behauptung über die Löhne der eine Lohnerhöhung von 6 Pf. pro Paar. Diese Forderung wurde gesetzt. Ueberstunden dürfen nur im äußersten Notfall gemacht Klavierarbeiter stellt die Musikinstrumenten- Zeitung" auf. Sie vom Fabrikanten abgelehnt, ebenso die Vermittelung der Gau werden und sind dann mit 25 Prog. Aufschlag zu vergüten. Es ist fommit infolge einer gang willfürlichen Gruppierung von Angaben leitung, letztere mit der Motivierung, daß die Statuten des nicht gestattet, lleberstunden machen zu lassen, sobald noch die Mög- der berufsgenossenschaftlichen Statistit zu dem Resultat, daß die abritanten Verbandes Verhandlungen mit an. lichkeit besteht, neue Arbeiter einzustellen. Bei eintretendem Arbeits- Berliner Klavierarbeiter einen durchschnittlichen Tagelohn von Beren Personen als den beteiligten Arbeitern mangel foll, bebor Entlassungen vorgenommen werden, die Arbeits- 6,84 M. erzielen. Diese Angabe widerlegt sich schon durch die TatAusnahme von 2 Personen sämtlich Mitglieder des Verbandes der zeit möglichst bis auf sechs Stunden pro Tag verkürzt werden. Der sache, daß die Klavierarbeiter gegenwärtig streifen, um nur einen nicht zuließen". Im Ausstand befinden sich 73 Personen, mit Schuhmacher Deutschlands. Da es nicht ausgeschlossen erscheint, daß Mindestverdienst muß, gleichviel ob in Lohn oder Afford gearbeitet Mindestlohn von 27 M. pro Woche zu erhalten. wird, unter allen Umständen erreicht werden. Ferner sind Be Klaviaturarbeiter wirkt auf die allgemeine Lage der Bewegung in- auch die Arbeiter der übrigen Fabriken durch diese Bewegung in Mit stimmungen über die Lohnzahlung, die sanitären Berhältnisse folie fofern günstig ein, als der Mangel an Klaviaturen auch diejenigen leidenschaft gezogen werden, so ist der Zuzug von Fabrit- Schuh. über die Schlichtung von Differenzen getroffen. Der Mindestverdienst abriten ins Stocken bringt, wo bisher noch weiter gearbeitet wurde. Zentralverband der Schuhmacher Deutschlands. pro Stunde ist wie folgt festgesept: Für Drüder, Silberpolierer und Besonders trifft das für die Fabrit von Bechstein zu. Dort haben machern nach Frankfurt a. O. streng fernzuhalten. Werkzeugschlosser 60 Pf., Schleifer 55 Pf., Gürtler, Former, sich bekanntlich die Arbeiter dem Streit noch nicht angeschlossen, weil Schmelzer, Klempner, Mechanifer, Schnittarbeiter, Schloffer, Gal- ihnen für den 12. Oktober Verhandlungen seitens der Betriebsbaniseure und Dreher 50 Pf., Bestoßer 48 Pf., Sernmacher und leitung in Aussicht gestellt sind. Jezt macht sich bei Bechstein bereits Berleger 45 Pf., Hülfsarbeiter 40 bis 42% Pf. Bei Ausgelernten ein Mangel an Klaviaturen bemerkbar, denn die für Bechstein resp. noch nicht genügend Gingearbeiteten find Ausnahmen vor liefernde hiesige Klaviaturenfabrik befindet sich im Streit, und daß Bechstein aus seiner Pariser Bezugsquelle teine Klaviaturen gesehen. bekommt, dafür wird die Streilleitung sorgen. Schließlich ersuchte der Rebner die Ausständigen, als Streifpoften ihre Schuldigkeit zu tun. Wenn es gelingt, den Zuzug aus den Fabriken fern zu halten, dann müssen die Forderungen der Arbeiter bewilligt werden, und der Streit wird mit einem Siege in nächster Zeit beendet werden Nach reger Diskussion, die sich ita Sinne des Referats bewegte und der Grwartung Ausdruc gab, daß er Streit den gewünschten Erfolg haben werde, wurde folgende Meiolution angenommen: * * * Dieser Tarifvertrag hat gegenwärtig für ca. 150 Betriebe Gültigkeit einschließlich derjenigen, die ihn bei dem jeßigen Streit anerkannt haben. Allein der Umstand, daß die tariffreundlichen Unternehmer selbst darum erfuchten, das Vertragsverhältnis, das fich bisher nur auf die Gürtler und Drüder bezog, auch auf alle übrigen Branchen der Industrie auszudehnen, beiveist zur Genüge, wie töricht die Feindschaft der Kühnemänner gegen Tarifverträge ist. Aller Voraussicht nach aber werden die Herren Metallwarenfabrikanten diesmal wohl den vorliegenden Tarif wohl oder übel anerkennen müssen. Die Aussperrung der Möbeltischler. fönnen. Achtung, Mufifinstrumenten- Arbeiter! Der Streit der = Deutfches Reich. Der allgemeine Bauarbeiterausstand in Bremen ist mun vollends beendet. Wie uns ein Privattelegramm von dort meldet, beschlossen gestern auch die Zimmerer die Aufnahme der Arbeit. Husland. Tischler, Achtung! Der Möbelfabrikant O. Munt in Arnheim ( Holland) sucht in den Zeitungen tüchtige Tischler, besonders hofft er folche auch aus Berlin zu erhalten. Nach einem Bericht der Organi tion der Tischler in Arnheim an den Sekretär der Internationalen Union der Holzarbeiter sind die Löhne und sonstigen Arbeitsbedingungen bei Munt so miserabel, daß es sich für jeden Tischler den Zuzug nach Arnheim fernzuhalten. bringend empfiehlt, jedes Arbeitsangebot desselben abzulehnen und Letzte Nachrichten und Depeschen. Aus der Frauenbewegung. Die Versammelten nehmen Kenntnis vom Bericht ter Streitleitung und erklären, an den gestellten Forderungen unter allen im- Achtung! Dienstag, den 11. Oftober, abends 82 Uhr, findet ständen festzuhalten und nicht eher auf ihre Pläge zurückzukehren, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20, die Berichterstattung Wer etwa erwartet hatte, daß am Sonnabend, mit Schluß der bis die Forderungen von den Unternehmern anerkannt sind. Die von der Frauen- Konferenz und vom Parteitag in Bremen statt. Die Vertrauenspersonen. borigen Woche, die Aussperrung einen größeren Umfang annehmen Versammelten erklären ferner, daß der Vorwurf, durch diesen Streil würde, der hat sich getäuscht, wenn auch die Zahl der am Sonn- werde seitens der Arbeiter der Ruin der Berliner Pianoforteabend Ausgesperrten erheblich größer war wie an einem der vor- Industrie herbeigeführt, auf die Fabrikanten zurückfällt, indem sie hergehenden Tage. Am Sonnabend wurden aus 16 Werkstellen ungelernte Arbeiter, welche die Fabrikanten unter falschen Vor88 Tischler, die dem Holzarbeiter- Verbande angehören, ausgesperrt. spiegelungen zu gewinnen juchen, an die Plähe der Streifenden Bei der Firma Rimmel find bis jetzt von 78 Tischlern 6 und bei stellt. Dem laufenden Publikum wird durch diese Machination der der Firma Klug von 60 Tischlern einer ausgesperrt. Von Zelder größte Schaden zugefügt. 11. Plathen hatten sich am Montag beim Holzarbeiter- Verbande 17 Ausgesperrte gemeldet. Bei dieser Firma find auch ungelernte Arbeiter und unorganisierte Tischler ausgesperrt worden, so daß die Bahl, welche von Unternehmerseite als bei Zelder u. Plathen ausgesperrt schon in der vorigen Woche angegeben wurde, nunmehr er reicht sein kann. Acht Holzbearbeitungsmaschinenarbeiter, die bei der Firma 2ühr Herr Hoftischlermeister Groschkus. schickt uns folgende Be- u. Wiese, Rüdersdorferstr. 28, beschäftigt waren, haben am Montag, die Arbeit niedergelegt. Die genannte Firma hat den Betrieb erst fürzlich von dem vorigen Inhaber Richter übernommen. Bei Nichter Lühr u. Wiese ließen es in der ersten Woche nach der Uebernahme des berrichte die tarifmäßige Arbeitszeit von 32 Stunden in der Woche. Betriebes noch bei derfelben Arbeitszeit, jept verlangten sie aber, daß die Maschinenarbeiter 5812 Stunden arbeiten sollten. diesem Grunde erfolgte die Arbeitsniederlegung. Der Betrieb von Lühr u. Wiese ist gesperrt. richtigung: Auf Grund des§ 11 des Gesetzes über die Presse vom 7. Mai Nr. 235 Ihres Blattes unter der Ueberschrift" Die Aus1874 ersuche ich Sie um folgende Berichtigung der Notiz, die Sie in sperrung der Berliner Tischler" über meine Firma 1. Es ist absolut unwahr, daß ich mich f. 3t. dem bei der Firma W. Kümmel im vorigen Jahre unter Zuziehung der Herren Rahardt und Plathen festgesetzten Modus angeschlossen habe. brachten. 2. Es streifen bei mir 180 Tischler, Poliere, Bildhauer, Beizer und Drechsler, während es nach Ihrem Bericht erscheint, als wenn mein Betrieb nicht gesperrt ist. J. Groschkus, Softischlermeister. Alle den Streit der Klavierarbeiter betreffenden Nachrichten bitten wir unverzüglich dem Streitbureau, Engel- llfer 15, zu überDie Streifleitung. mitteln. Aus Der Streit der Luguspapier= Arbeiter und Arbeiterinnen. F der Würzberger über den Stand des Streits berichtete. Er Zusammenbruch einer Wiener Textilfirma. Wien, 10. Oftober.( W. T. B.) Die„ Wiener Allgem. Zeitung" meldet: Der Mitinhaber der Textilfirma S. Taussig in Wien, Vittor Tauffig, hat sich heute vormittag erfchoffen; gleichzeitig hat ein zweiter Gesellschafter der Firma, Otto Taussig, Wien verlaffen. Sein gegenwärtiger Aufenthalt ist unbekannt. Das Motiv zum Selbst. morde Vittor Tauffigs liegt in dem finanziellen Niedergange der Firma, die bereits ihre Insolvenz angemeldet hat. Es verlautet auch, baß Otto Taussig furz vor seiner Abreise größere Beträge, welche die Firma ausstehen hatte, eigenmächtig erhoben hat. Insolvenz find verschiedene Baumwollspinnereien und Webereien mit ist lediglich der Wiener Bankverein mit einem geringeren Betrage interessiert, für den er vollkommene Deckung hat. größeren Beträgen beteiligt; von den großen Wiener Bantinstituten An der Der flüchtige Mitinhaber der Firma S. Taussig, Otto Taussig, hatte hinter dem Rücken seines Bruders etwa 700 000 kronen einfassiert; die Passiven der Firma belaufen sich auf Millionen. Die Verfolgung Otto Taussigs ist eingeleitet. Vom oftafiatischen Kriegsschauplage. Gestern nachmittag fand im großen Saale des Gewerkschaftshauses Tolio, 10. Oftober.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) eine sehr zahlreich besuchte Versammlung der Streifenden statt, in Wie verlautet, fonzentrierten die Japaner fürzlich ihr Feuer von wies darauf hin, daß bei der Firma Stange eine Einigung erzielt der Land- und Seeseite auf den Westhafen von Port Arthur, um Herr Groschkus hat, wenn man sich an die Worte und nicht an worden ist, daß dagegen die übrigen Firmen noch keinerlei Entgegen die russische Flotte zu vernichten; es gelang ihnen, drei Schiffe, den Sinn des von uns Gesagten hält, recht. Er hat sich dem für den kommen gezeigt haben, und daß der Direktor der großen Firma deren Namen und Klasse bisher nicht bekannt ist, zum Sinten zu bringen. Kümmelschen Betrieb vereinbarten Modus: bei Anfertigung neuer Hagelberg, Dr. Gerschel, die Kommission, die der Streifarbeit Grubenunglück. Muster den Lohn zu garantieren nicht angeschlossen, wegen bei ihm vorstellig wurde, barsch abgewiesen habe, worauf es Bachmut( Gouv. Jekaterinoslaw), 10. Oktober.( W. T. B.) sondern er ist Herrn Kümmel mit der Einführung der Lohngarantie auch bei diefer Firma zu einer Arbeitsniederlegung gekommen ist. borangegangen. Am 26. September 1908 schloß Herr Wie es scheint, rechnen manche Arbeitgeber darauf, daß den Auf dem Wosnesenschen Bergwerke riß in einer Tiefe von 80 Faden Groschkus mit den Arbeitern seines Betriebes eine Vereinbarung ab, Streifenden die Mittel ausgehen werden. Die Gefahr ist jedoch nicht das Aufzugsseil eines Förderforbes. Von 12 Bergleuten, die mit dem welche schriftlich figiert wurde. Der dritte Absatz dieser Vereinbarung vorhanden. Nach dem Berichte, den der Referent gab, sind bis jest Korb hinabstürzten, wurden 9 getötet. Wie festgestellt ist, ist der 14 674 M. an Streifunterstützung ausgezahlt worden, ohne daß Aufzug nicht in Ordnung gewesen. lautet: Verantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Zuferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. Z39. 21. 1. Keillige des Jotitifirts" Kerliller Polbiilatt ü--- NMtlgkliojsen! Mittwoch ijt Zalitabkliii in Sellin, Charlottendnrg«ni> Mors! Der große Falschmünzer- Prozeß gegen Gelhaus und Genossen, der eine ganze Schwur- gerichtsperiode ausfüllen wird, nahm heute bor dem Schwurgericht des Landgerichts I seinen Anfang. Die zehn Angeklagten, welche unter besonderen Vorsichtsmahregeln und teilweise unter Anlegung von Fesseln in den grohen Schwurgerichtssaal gebracht werden, sind: 1. der Mechaniker Josef Gelhaus, 1876 in Hembsen geboren, 1897 beim 5. Fuhartillerie-Regiment in Posen eingetreten, wegen Münzvergehens und Begünstigung vorbestraft; 2. der Buchdrucker Oswald Lache, 1878 in Frankenstein geboren, mehrfach, darunter wegen Münzverbrechens, mit Zuchthaus vorbestraft; 3. der Mülle? Hermann Steg er, 1873 in Neudorf in Schlesien geboren, un- bestraft; 4. der Schuhmacher Bernhard Kaiser, geboren 1881 in Birkholz, Kreis Becskow-Storkow, vielfach vorbestraft; ö. der Tischler- geselle Karl Taschowski, 1873 in Dirsdorf, Kreis Nimptsch, ge- boren, unbestraft; 6. die Dienstmagd Erdmandine Bade, 1879 in Loitz geboren, unbestraft; 7. der Seemann Max Mikulla, 1881 in Kattowitz geboren, mehrfach vorbestraft; 8. der Graveur Paul Blattner in Berlin, 1866 in Schwäbisch-Gmünd geboren, un- bestraft; 9. der Klempner Karl Hellmer, 1873 in Reetz, Kreis AruSwalde, geboren, mehrfach vorbestraft; 19. der Schreiber Emil F e i st e l in Posen, 1886 geboren, unbestraft. Den Vorsitz führt Landgerichtsdirektor K a n z o w, die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Cretschmar, die Angeklagten werden von den Rechtsanwälten Guttmann, Glatzel, Hahn, Krön er. Gebauer, Loh, Dr. Eger, Zeitler, Graul und Viktor F.r a e n k l verteidigt. Da einige Angeklagte höchst gefährliche Menschen sind, so werden in der nächsten Nähe der Anklagebank einige Sicherheitsbeamte postiert, einige andere Kriminalbeamte nehmen im Saale Platz. Der Saal macht einen ungewöhnlichen Eindruck. Auf zwei Tischen stehen zwei Handdruckpressen, daneben sind grohe Kästen mit den ver- schiedensten Drucktypen aufgestapelt, ringsherum sitzen an Tischen zahlreiche Sachverständige. Der Vorsitzende läht außer den zwölf Geschworenen noch drei Ersatzgeschworene auslosen. Es sind ca. 39 Zeugen geladen, darunter mehrere von außerhalb, ferner Kriminalkommissar v. Boeckmann- Berlin. Kriminal- kommissar K o ch- Düsseldorf, Kriminalkommisiar Schultz-Posen. Als medizinische Sachverständige sind anwesend die Gerichtsärzte Dr. Stürmer und Dr. Hoffmann. Prof. Dr. K ö p p e n, Medizinalräte Dr. Leppmann und Mittenzweig, Oberarzt Dr. Kaufmann, Prof. Dr. Strahmann, ferner als Schreib- sachverständiger vr. med. Georg Meyer, endlich ein Vertreter der königlichen Münze und der Reichsdruckerei. Die Feststellung der Persönlichkeiten der Angeklagten nimmt mehrere Stunden in Anspruch. Der Angeklagte G e l h a u s machte schon bei seinen ersten Ver- nehmungen nach seinen Personalien grohe Schwierigkeiten, da er den „wilden Mann" spielt und auf die Fragen des Vorsitzenden entweder gar keine oder völlig unsinnige Antworten gibt. Er hat diese Rolle auch schon im Untersuchungsgefängnis gespielt und u. a. jede Nahrungsaufnahme verweigert, so dah ihm Nahrung mittels eines Schlauches gewaltsam eingeführt werden muhte. Diese Prozedur war ihm aber doch un- angenehm und er fing wieder an zu essen. Er ist dann zur Unter- suchung seines Geisteszustandes der Charit« überwiesen worden. Dort gelang es ihm eines Tages zu entweichen und er nahm sofort das Geschäft der Falschmünzerei wieder auf, diesmal aber unter dem falschen Namen Diblintzki. Unter diesem Namen ist er auch verhaftet worden, er hat auch unter diesem Namen Eingaben an den Justiz- minister und den Kaiser gerichtet, dann aber hat er zwischendurch wieder seinen richtigen Namen in Anwendung gebracht. Trotz aller ernsten und eindringlichen Vorhaltungen des Vorsitzenden, der dem Angeklagten nahelegt, daß er niit solcher Komödie absolut keinen Eindruck mache, verbleibt dieser bei seinem Verhalten.— Angekl.: Ich weiß nicht, was Sie eigentlich von mir wollen I— Präsident: Ich will, daß Sie sich nicht so töricht benehmen. Sie spielen Ihre Komödie zu dumml Sie haben gesehen daß der Angeklagte Mikulla den wilden Mann spielt und nur» wollen Sie es ebenso machen. Wir wissen ja, daß Verbrecher emsig Bücher über Geisteskrankheiten lesen und dann ihr Verhalten danach einrichten, um als geisteskrank zu erscheinen. S i e sind aber zu ungeschickt, denn bei Ihnen muh jedermann sofort sehen, daß Sie simulieren. Sagen Sie: Sind Sie nun Gelhaus oder Diblintzki?— Angekl.: Ich weiß es nicht; ich habe mich doch nicht geboren! Auch der Angellagte Kaiser hat, wie der Vorsitzende bei dessen Vernehmung hervorhebt, in der Voruntersuchung den„wilden Mann" gespielt. Er soll in der Freistunde während der Untersuchungshaft plötzlich den Affen markiert haben, auf einen Baum geklettert sein und sich vollständig ausgezogen haben. Am nächsten Tage hat er dann fortgesetzt inst den Augen gerollt und immer etwas von„Hugo mit der Kanone" und von einer „Schlange, die da beißt" gefaselt. Als ihm eine Disziplinarstrafe wegen seines Unfugs auferlegt wurde, hat er dagegen Beschwerde erhoben. Der Angeklagte Hellmer hat gleichfalls eine Zeitlang ver» sucht, den„wilden Mann" zu spielen, nachdem er in Posen fest- genommen worden war. Er hat den Gelhaus seinerzeit in Plötzensee kennen gelernt und damals ihn nicht für verrückt gehalten. Er hat auch einmal einen Fluchtversuch gemacht, der aber mißglückt ist. Als er dann davon Kenntnis erhalten hatte, dah bei ihm in der Wohnung in einem Mauerloch noch eine Anzahl falscher Münzen vorgefunden worden war, hat er die Arbeit verweigert und den Verrückten gespielt. Er gibt dies zu, behauptet aber, daß er infolge der furcht- baren Ereignisse, die über ihn hereinbrachen, wirklich ganz kopflos geworden sei. Der Angeflagte Seemann Max Mikulla ist mehrfach vor- bestraft und hat zuletzt wegen Körperverletzung mittels eines Ne- volvers drei Jahre Gefängnis erhalten. Er sollte sie in Plötzensee verbüßen, nach acht Monaten ist er aber von dort durchgebrannt. In der Schule hat ihm ein Mitgefangener ein Stück Draht zugesteckt, er hat daraus einen Dietrich gemacht, damit die Zellentür und die Hoftür geöffnet und ist nächtlicherweile mit einem anderen Ge- fangenen entkommen, nachdem sie eine Mauer überklettert hatten. Sein Begleiter wurde in der Jungfernheide festgenonnnen, er selbst entkam, wurde an einer Stelle, die er nicht nennen will, mit Kleidern und Geld versehen und entfloh nach Holland. Von Rotterdam aus machte er Seefahrten nach der Levante usw., schließlich lebte er unter falschem Namen mit einem Mädchen zusammen in Rotterdam. Dort ist er verhaftet worden und hat auch einen Fluchtversuch gemacht. Angeklagter Oswald Lache ist«in sonderbarer Heiliger, der daS konfuseste Zeug zusammenredet und unter lebhaften Gestikula- tionen mit den Händen längere Vorträge mit großer Zungenfertigkeit hält.— Präsident: Lasten Sie das alles vorläufig nur! Jetzt sagen Sie mir zunächst, ob Sie Oswald Lache sind?— Angekl.: Nein, ich bin nicht Oswald Lache!— Präsident: Na, waren Sie denn früher Oswald Lache, d. h. derjenige Oswald Lache, der in Breslau wieder- holt bestraft worden ist?— Angekl.: Ja, der bin ich!— Präsident: Jener Oswald Lache ist am 6. Oktober 1878 in Frankenstein ge- boren. Stimmt das?— Angekl.: Ja!— Präsident: Sie sind viel- fach vorbestraft, zuletzt in Breslau wegen mehrerer höchst gefährlicher Einbruchsdiebstähle zu acht Jahren Zuchthaus. Die acht Jahre Zuchthaus waren Ihnen nun sehr unangenehm und deshalb gingen Sie auf den„wilden Mann" los. Sie wurden in die Irrenanstalt zu Vneg überführt. Da empfingen Sie eines Tages den Besuch Ihrer Schwester und es war schon aufgefallen, dah Sie zum Empfang Ihrer Schwester den Antrag gestellt hatten, ihre eigenen Kleider tragen zu dürfen, was Ihnen abgelehnt wurde. Sie haben zweifellos schon damals sich mit einen» Fluchtgedanken getragen, denn als Ihre Schwester Sie verlassen hatte, fand man auf dem Klosett frisch ge- feilte Schlüssel vor, die zur Haustür und Zellentür paßten. Am 22, Juni 1902 war Ihre Schwester wieder zmn Besuch da, am 23. Juni war Herr Lache verschwunden und tauchte später wieder als Wendland auf. Sie sollen schon gleich bei Ihrer Einlieferung in die Irrenanstalt Brieg gesagt haben:„Hier bleibe ich höchstens ein Jahr und wenn ich Einen totschlagen sollte. Wenn ich raus- komme, gehe ich zu meinem Freunde Steger und wir machen Coupons." Sie sind, nachdem Sie ausgerückt waren, in Giersdorf wieder a»lfgetaucht, dort haben Sie sich„Wendland" genannt. So hieß nämlich Ihr Vormund, der ebenso wie Ihr früherer Lehrhcrr, das Zeugnis gibt, daß Sie ein.auherordentlich verschlagener Mann von ungewöhnlicher Vcrstellungskunst seien. Sie sind schliehlich bei Gelegenheit einer anderen Straftat in Heilbronn aufgegriffen worden, haben sich krank gestellt, sind in ein Krankenhaus gebracht worden und es ist Ihnen abermals gelungen, wegzulaufen.— Der Vorsitzende hat mit diesem Angeklagten seine liebe Not, denn sobald er ihm irgend einen Punkt vorhält, öffnet dieser die Schleusen seiner Beredsamkeit und wahre Sturzbäche überfluten den Gerichtshof. Der Angeklagte spricht von allen möglichen Tingen und noch einigen anderen teils in lebhafter Erregung, teils unter ironischen Zwischen- bemerkungen unter übermäßig häufiger Anwendung von Floskeln, wie„Wissen Sie",„Hören Sie",„Wenn Sie ein Jurist sind und ein bischen Scharfblick haben",„Ich will nichts wie Gerechtigkeit „Ich bin nicht krank, ich bin ganz gesund!" Sehr empört wird er, als ihm der Vorsitzende vorhält, dah er ein Doppclspiel zn spielen scheine und in kluger Berechnung seine geistige Gesundheit betone, aber so törichte Dinge zusammenrede, daß man auf dies« Weise um so eher zu der Ansicht kommen könnte, daß er geisteskrank sei. In einem unendlichen Wortschwall behauptet der Angeklagte, daß er Wendland sei, und als ihm das in Breslau gegen ihn ergangene Urteil vorgelesen ist, begleitet er die darin von ihm gegebene Charakteristik mit der laut hinausgeschleuderten ironischen Bemerkung: „Herr Präsident, ich bin so raffiniert, so niederträchtig, so gemein, daß Sie gar keine Ahnung haben!" Ter„Anarchist". Der Vorsitzende erwähnt noch, daß der Angeklagte Anarchist sei und auf seinem linken Arm einen Toteirkopf und Dolch eintätowiert habe.(Besteht denn dann das Merkmal eines Anarchisten? D. R.) Der Angeklagte bestätigt dies, indem er den Aermel aufkrempelt und stolz die Jnsignien auf dem Arm zeigt, wobei er an den Präsi- deuten die Frage richtet,„ob es denn eine Strafsache sei, wenn er Airarchist ist?" Nach kurzer Mittagspause richtet der Vorsitzende Landgerichts- direktor K a n z o w mit einer Engelsgeduld auf Wunsch der Sach- verständigen Dr. Hoffmann und Dr. S t ö r m e r an den An- geklagten Lache iiraner wieder die Frage, aus welchem Grunde er den Rainen„Wendland" sich beigelegt habe. Statt einer Antwort ergeht sich der Airgeklagte immer aufs neue in ellenlangen unsinnigen Deklamationen.— Als der Vorsitzende sich durch alle diese Exila- mationen von» Hauptpunkte nicht abbringen läßt und immer wieder Antwort auf die Frage verlangt, weshalb er sich Wendland genannt habe, schreit Lache mit großer Emphase in den Saal hinein:„Ich heiße Wendland I In Wahrheit bin ich Wendlaird Frhr. von Droste- Vischeringl"— Präsident: Ach, nun kommen Sie wieder auf diese alte Geschichte zurück? Sie wollen wohl nun das Beispiel Ihres Freundes Wilhelm Mikulla, des Bruders des jetzigen Angeklagten Mikulla, nachahmen? Dieser hat sich auch eines Ta�xs als Prinz von Persien vorgestellt und hat damit Glück gehabt. Nun wollen Sie es wohl ebenso machen?— Angekl.: Jawohl!(Heiterkeit.) Ich bin Frhr. Droste von Vischeringl— Sachverst. Dr. Mitten- zweig: Warum halten Sie sich denn für berechtigt, sich Wendland zu nennen? Hieß denn Ihr Vater Wendland?— Angekl.: Nein, meine Mutter war eine geborene Wendland.— Sachverst.: Sind Sie denn ein uneheliches Kind?— Angekl.(sehr empört): Wissen Sie, verstehen Sie, das ist auch wieder so ein Stück, man will mich hier zum unehelichen Kind machen, wieso kommt man dazu? Ich bin Wendlaird! Hierauf meldet sich der Angeklagte G e l h a u s zum Wort und als ihn der Vorsitzende auffordert, sich den Geschworenen zuzuwenden, hält er eine längere Rede, die wiederholt stürmische Heiterkeit hervorruft:„Das sind Geschworene? Das sind gar keine Ge- schworenen! Ich will mein Recht! Die haben ja keine Chemisettes vor und wollen hier Recht sprechen! Das wäre ja noch schöner! Die tun ja alle nichts und sitzen hier und kucken alle durch eine Brille!— Präsident: Hören Sie, Angeflagter, mäßigen Sie sich etwas; anderenfalls lasse ich Sie hinausführen und verhandle in Ihrer Ab- Wesenheit.— Angekl.: Ich spreche überhaupt nicht mit Ihnen! Wenn ich Ihnen etwas sage, dann tue ich es auS bloher Freundlich- keit! Ich habe doch viel mehr gelernt wie Sie, was Sic gelernt haben, ist Mist. Sie wollen hier mit einem Paragraphen kämpfen, ich habe auch meinen Paragraphen, und der heißt: Gerechtigkeit! Ich lebe und sterbe für meine Sache, das Volk soll nicht immer darben und andere sollen sich nicht von seinem Schweiße mästen! Die Pfaffen müssen alle runter! Ich habe alle Universitäten besucht und muß das wissen!— Sachverst. Medizinalrat Dr. Leppmann sucht den Angeflagten zu beruhigen und legt ihm nahe, den Vorsitzende»» darum zu bitten, an einem anderen Tage vernommen zu werden, da er ihm ja selbst gesagt habe, er sei an manchen Tagen besonders erregt. Der Angeklagte redet sich aber in eine immer größer werdende Wut hinein. Der Vorsitzende geht hierauf zur Verhandlung der Anklage selbst über. Im Dezember 1902 und Januar 1903 tauchten in vielen größeren Städten des westlichen und südwestlichen Deutschland eine Menge falscher Zinsschcine der ll�prozentigen preußischen Staatsanleihen auf. die so vorzüglich nachgebildet lvaren, dah sie selbst von einzelnen Reichsbankstellen unbeanstandet angenommen wurden. Diese Schern« pflegten von zwei jungen, sicher auftretenden Leuten bei Einkäufen von Zigarren, Herrenbedarfsartikeln und Galanteriewaren in Zahlung gegeben zu werden. In allen Fällen erhielten die Berausgaber neben der Ware noch einen größeren Barbetrag zurückgezahlt. Die Anklage beschuldigt die Angeklagten Steger und Lache, die Berfcrtiger dieser falschen Coupons zu sein. Steger hatte im Januar 1903 durch Schreiben bei der graphischen Kunstanstalt von Ernst Hoffmann in Stuttgart vier Facsimile: Namenszüge v. Cuny, Cramer, Frhr. Tschammer, Graf v. d. Recke-Volmerstein und seinen eigenen Namen bestellt und ausdrücklich hervorgehoben, dah sie genau nach mitgcsandtcm Muster ausfallen mühten. Angeblich sollten die Facsimiles für einen Verein sein, deren Geschäftsführer er sei. Herr Hoffmann aber schöpfte Verdacht, er überzeugte sich, daß diese Namen auf den preuhischen Konsols standen und erstattete Anzeige. Es wurde darauf bei Sieger in der Mühle zu Bad Diesdorf in Schlesien Haussuchung abgehalten und dabei wurden merkwürdige Dinge vorgefunden. Man entdeckte eine vollkommen eingerichtete Druckerei nebst zahlreichen Drucker-Utensilien, eine Tiegeldruckpresse, Setzkästen, Typen von Zahlen, Cliches und Bleiabgüsse mit Adlern, Farbentöpfe. Rollenpapier, ferner Militärmusterungsscheine und Legitimations- Papiere der Angeklagten Lache und Tascholvski. Eine sehr große Anzahl der verschiedensten Herrenbedarfsartikel fand sich gleichfalls vor, endlich auch eine umfangreiche Korrespondenz mit den ver- schiedensten graphischen und lithographischen Anstalten, von denen einzelne die zur Herstellung der falschen Coupons erforderlichen Materialien geliefert haben. Von einer dieser Firmen ist auch der Strahlenkomplex geliefert worden, der sich auf den Falsifikaten be- findet. Diese kkorrespondenzbriefe rühren teils von der Hand des Lache, teils des Steger her. Beide Angeklagte sind Schulfreunde; sie haben die Stadtschule in Frankenstein besucht. Steger sta»rd schon in dringendem Verdacht, an dem schweren Diebstahl bei dem Uhr- macher Müller in Breslau, wegen dessen Lache seinerzeit mit der Zuchthausstrafe belegt worden ist. teilgenommen zu haben, die Ver- mutung liegt auch nahe, daß er es gewesen, der den Lache nach dessen Flucht aus der Irrenanstalt Brieg bei sich aufgenommen und mit Kleidern und Geld versorgt hat. Er behauptet, daß er in ganz legitimer Weise sein erspartes Geld dazu hergegeben habe, um mit Lache zusammen eine Druckerei einzurichten. Seltsamerweise ist diese Druckerei in einem ganz dunklen, kleinen, einfenstrigen, zu ebener Erde gelegenen Zimmer eingerichtet worden. Ueber Zweck und Be- deutung der bei ihm vorgefundenen verdächtigen Utensilien macht er die abenteuerlichsten Angaben. Angeblich will er die Druckerei ein- gerichtet haben, weil er ein Stellenvcrmittelungs-Bureau für Müller- gesellen habe einrichten und sich die Reklamezettel selbst habe drucken wollen. Der Strahlenkomplex habe zu Reklamezetteln dienen sollen, die Facsimiles aber zu Scherzkarten und Ncujahrsspähen, die Muster zu diesen bestellten Cliches habe er zufällig zu Hause gehabt, da er eine Autographensammlung besessen, die jetzt verschwunden sei. Er bestreitet, Kenntnis von der Anfertigung falscher Coupons gehabt zu haben und schiebt alle Schuld auf Lache, der dies ohne sein Wissen getan habe»» müsse. Hier wird die Verhandlung abgebrochen und aus Dienstag vertagt._ Hus Induftric und f>andcU Nachwchen des Crimmitschauer Streiks. Verschiedentlich haben wir an der Hand von HandelSkammer-Berichten nachgewiesen, wie schlver der vorjährige Crimmitschauer Streik die Garnspinnereien Crimmitschaus geschädigt hat, besonders dadurch, dah er die rheinisch- westfälischen Webereien, die von ihnen bisher ihr Vigogne- und Jmitatgarn bezogen hatten, zwang, sich andere Bezugsquellen zu suchen oder eigene Spinnereien der geicannten Art anzulegen. Eine neue Bestätigung dafür bietet ein vom Handelskammer-Shndikus vr. Apelt in München-Gladbach in der Zeitschrift für die gesamte Textilindustrie veröffentlichter Arttkel über den Absatz der sächsischen Vigogne- und Jmitatgarn- Spinnereien nach dem rheinisch-westfäli- schen Textilindustriegebiet. Als zu Anfang der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts die rheinische Baumlvoll-, Bunt- und Decken- Weberei allgemein von der Verwebimg des in den Mulespinnereien hergestellten Schuhgarnes zur Verwendung der nach Art des Streich- garnes gesponnenen, in der Flocke gefärbten Vigogne- und söge»». Jmitatgarne überging, sah sich dieser Teil der rheinischen Web- industrie in seinen, Bezug der neuen Garne fast ganz auf Sachsen, vornehmlich auf Crimmitschau und Werdau angewiesen. Nach den An- gaben in den Jahresberichten der Handelskammer zu München-Gladbach. deren Bezirk den weitaus gröhten Teil der rheinisch-westfälischeir Bunt- und Deckenweberei umsaht, betrug der Absatz der sächsischen Garne nach diesem Gebiet bereits im Jahre 1387— ca. 40 000 Doppelzentner und erreichte zu Anfang der neunziger Jahre gar die Zahl von über 60 000 Doppelzentner. Die München-Gladbacher Webereien suchten sich aus ihrer Abhängigkeit von den Crimmitschauer und Werdauer Spinnereien zu befteien, doch gelang ihnen dies zunächst aus Mangel an geübten Arbeitskräften nur in sehr bescheidenem Mahe. Erst der Crimmitschauer Streik gab den Anstoß zur Einrichtung von gröherenVigogne-undJmitatgarn-Spiimereien. Heute sind bereits vier solcher Unternehmungen im Gladbacher Jndustriebezirk mit 60 000 Spindeln vorhanden, deren Zahl sich in der nächsten Zeit noch ver- mehren dürfte.«Zu diesen Bettiebsvergröherungen und Neuanlagen", schreibt vr. Apelt,«hat der Arbeiterstreik in Crimmitschau im Jahre 1303 nicht uawesentlich beigetragen. Dieser Streik führte dazu, dah monatelang in der Zeit eines verhältnismäßig flotten Geschäftsganges die Lieferungen von Crimmitschau vollständig eingestellt wurden; auch die vermehrten Lieferungen von Werdau vermochten den dadurch entstehenden Ausfall nicht wettzumachen. Die oben angegebene Absatzziffer des Jahres 1903 ist daher auch zum guten Teil auf den durch den Streik hervorgerufenen Garnmangel zurückzuführen. Der Gesamtabsatz der Crimmitschauer Garne nach dem rheinischen Industriegebiet ging von 1 942 290 Kilogramm im Jahre 1902 auf 1 300 000 Kilogramm im Jahr» 1903, also um 642 290 Kilogramm, zurück, während sich der Absatz der Werdauer Garne von 2 492 800 Kilogramm auf 2 773 900 Kilogramm, also nur um 281 100 Kilo- gramm, hob. Infolge dieses Ausfalles wurden die rheinischen Webereien durch den Streik sehr in Mitleidenschaft gezogen, da sie sich teilweise mit Ersatzgarnen zu hohen Tagespreisen behelfen, teilweise aber auch sogar Produkttonseinschränkungen vornehmen muhten. Die Befürchtungen, dah sich ähnliche Vorkommnisse in Zukunft wiederholen könnten, haben das Bestreben der rheinischen Imitat- und Vigognegarnfpinnereien auf Ausdehnung ihres Absatzes sehr unterstützt und in einigen grohen Webereien auch zur Anlage eines Hülfsbetriebes für Herstellung ihres Eigenbedarfs ge- führt. Wahrscheinlich wird sich daher in den kommenden Jahren ein weiterer Rückgang des Absatzes der sächsischen Garne beobachten lassen." Die Crimmitschau« Spinnereibesitzer haben, wie man sieht, wenig Anlah, sich über ihren Sieg zu freuen. Wenn sie nochmals vor die Entscheidung gestellt würde»», wer weih, ob sie nicht heute auf solchen Siegeserfolg lieber verzichteten. Eine neue Interessengemeinschaft. Auch in der chemischen In- dilstrie tritt neuerdings das Trustgründungsfieber auf. Nachdem jüngst eine sogenannte Jnteressenvereinigung zwischen den Höchster Färbwerken und der Firma L. Casella u. Co. erfolgt ist, wird jetzt gemeldet, dah auch die Farbenfabriken vorm. Fr. Bayer u. Co. in Elberfeld und die Badische Anilin- und Sodafabrik in Ludwigshafen sich zu einer Betriebs- und Interessengemeinschaft zusammenschließen »vollen. Ueber die Form, in der die Interessengemeinschaft geplant ist. liegt noch keine Mitteilung vor. ES muh also emstweilen dabin- gestellt bleiben, ob damit ein gegenseitiger Kapitalsaustausch vor- banden ist, wie bei Höchst-Casella, oder ob vielleicht die Gesai»»t- gewinne der beiden Unternehmungen zusainmengelvorfen und nach einein besti»i>nten Verhältnis verteilt werden sollen; Brutto- Einnahme 4 diesmal Der preußische Staat gegen die Berliner Bevölkerung. Die doch fcheint der Art der Ankündigung nach eine enge Berbindung| Umzug in Kenntnis gefeßt worden waren, ihren ungestörten Verbeider Unternehmungen projektiert zu sein. Tauf. Beide hatten einen außerordentlich starken Zuspruch. Es ist Direktion der Großen Berliner Straßenbahn hat, wie gemeldet wird, Die Elberfelder Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer u. Co. zweifellos, daß die Freireligiöse Gemeinde aus dem das Protestschreiben der Gemeinde Pankow gegen die Erhöhung der wurden 1881 zur Uebernahme der seit 1864 bestehenden Fabrik- Vorgehen des Provinzial- Schulkollegiums auch einen dauernden Straßenbahn- Abonnements dahin beantwortet, daß sie sich nicht anlagen der Firma Friedr. Baher u. Co. gegründet; 1891 überdes Einverständnisses der Aufsichtsbehörden ber nahmen sie hinzu die Alizarinefabrik von Dr. Leverkus u. Söhne bei Gewinn, einen bedeutenden Zuwachs von Mitgliedern erhalten veranlaßt sehe, die Erhöhung rückgängig zu machen, zumal sie sich sichert habe. Leverkusen, 1892 auch die bisher pachtweise betriebene Fabrik der wird. Auf den Schüßen prallt der Pfeil zurück. Firma Bayer in Schelploh. Ihr Kapital betrug ursprünglich Angesichts dieses überraschend strammen Vorgehens des Magistrats Die„ Germania" kann das„ Vortvärts"-Blatat an den Anschlag5,40 Mill. Mark, wurde allmählich auf 14 Mill. Mark und in 1904 erinnert man sich unwillkürlich an die Dinge, die sich im Herbst 1888 auf 21 Mill. Mark erhöht. Die Badische Anilin- und Sodafabrik abspielten, als die städtische Schuldeputation der Freireligiösen Gesäulen nicht leiden und noch weniger die Erklärung, die wir kürzlich dazu geschrieben haben. Das Blatt für katholischen Kapitalismus arbeitet mit einem Aktienkapital von 21 Mill. Mark und einer An- meinde die im Jahre 1874 bewilligten Schulräume entzog. Am wirft ums vor, daß wir alle anderen Blätter in der Sensationsleiheschuld von 10 Mill. Mark, ihre Reserven bezifferten sich Ende 27. Oftober 1888 fandte die Schuldeputation das mit einem ma che überbieten. Käme der Vorwurf von einer anderen Zeitung, 1903 auf 20,81 Mill. Mark. ,, Sofort" versehene Schreiben an den Gemeindevorstand ab, so würden wir uns dagegen wehren, von der„ Germania" nehmen am schon Bagdadbahn. In den nächsten Tagen gelangt die erste Bagdad- und 31. Oktober sollte die Benutzung der wir ihn als Anerkennung und mit himmlischer Sanftmut entgegen. Denn bahn- Anleihe an der Berliner Börse zur Ausgabe. Der Bau der Räume aufhören! Die Verfügung kam ganz plötzlich und dies Blatt betreibt selbst die parteiüblichen Verleumdungen politischer ersten 200 Kilometer( ca. 27 Meilen) langen Teilstrecke der Bahn ist unerwartet, und die Schuldeputation gab keinerlei Gründe dafür an. Gegner mit solcher Langweiligkeit, daß es sich bald den beendigt, und zur Subventionierung wird von der Türkei eine vier- Der damalige Vorsitzende der Schuldeputation wußte in mündlicher letzten Abonnenten vom Halse geschrieben haben muß. Impotenz prozentige Anleihe von 54 Millionen Frank aufgenommen. Be- Unterredung auberes au entschieden eine kläglichere Figur als der uns als Spiegelbild kanntlich hat die türkische Regierung der Bagdadbahn- Gesellschaft eine Unterredung dem Gemeindevorstande nichts anderes zu erwidern weckt Mitleid, und der Fuchs, der die Trauben zu sauer findet, ist von mindestens 11 000 Fr. pro Kilometer als: es werde ein Druck von oben ausgeübt. offerierte Fuchs, der den Enten predigt. garantiert, sowie weitere 4500 Fr. pro Jahr und Kilometer für die Damals gab man im Rathause dem„ Druck" nach Vom Bau des Nahrungsmittel- Untersuchungsamtes. Daß das Betriebskosten. Dagegen gehören die Brutto- Einnahmen, soweit sie hat er endlich den wünschenswerten Gegend rud erzeugt. Hoffent- Bauten„ am grünen Strande" unserer Spree ein kostspielig Ding an jährlich 4500 Fr. pro Kilometer übersteigen, bis zu 10 000 Fr. der lich ist er von Bestand. Dann wird man schließlich den Herren Zeit und Geld ist, hat die Stadtgemeinde Berlin jüngst wieder deutlich Regierung und darüber hinaus zu drei Fünfteln. Abweichend von im Provinzial- Schulkollegium und ihren Auftraggebern noch dafür empfinden müssen. Man baut zurzeit an der Fischerbrücke am Molkendem bei der Anatolischen Eisenbahn und den übrigen türkischen danken können, daß sie durch ihr allzu schneidiges Vorgehen dem markt, unmittelbar am Flußufer, ein„ Städtisches Untersuchungsamt für Bahngesellschaften befolgten System ist es nicht die Gesellschaft, Magistrat das Rückgrat gesteift haben. Nahrungs- und Genußmittel" und war genötigt, das ganze Bautvert auf welche die Staatssubvention einzieht und ihre eigenen Obligationen große Sentfästen und auf eingerammte Pfähle zu stellen, weil der ausgibt, sondern der Staat selbst hat zur Erleichterung der GeldZur Schurigelungsfrage wird berichtet: Der Berliner Turnhallen vorhandene Baugrund moorig ist und erst in etwa 8 Meter Tiefe beschaffung für das große Unternehmen der Bagdadbahn seinen Streit wurde in der am Freitagnachmittag stattgefundenen Stadt- tragfähig wird. Diese Fundierungsarbeit, die mit Rüsicht auf die Kredit zur Verfügung gestellt. Die Bagdadbahn- Gesellschaft erhält verordneten- Sigung in Köpenick durch eine wichtige Entscheidung Sicherung der angrenzenden Gebäude und Ufermauern nur schrittnämlich für jeden gebauten Kilometer 269 110,65 Fr. in vier- des Ober- Verwaltungsgerichtes deutlich gekennzeichnet. In Köpenick weise und mit äußerster Vorsicht betrieben werden durfte, hat allein prozentiger binnen 99 Jahren tilgbarer ottomanischer Staats- hatte sich der dortige Turnverein„ Eiche" vor einer Reihe von eine Bauzeit von über einem halben Jahre erfordert, zumal man anleihe. Jahren an den Magistrat mit der Bitte um Ueberlassung einer noch vielfach auf alte Fundamente stieß, deren Entfernung sich recht Deutscher Mallertag. Am 15. und 16. Dftober b. Js. wird in städtischen Turnhalle gewandt, jedoch seine Bitte war abschlägig schwierig gestaltete. Zurzeit ist der Neubau bis zum zweiten Stod Köln der erste Maklertag abgehalten. Auf der Tagesordnung der beschieden worden; es fam zwischen dem Turnverein und der werk gediehen und man hofft, wie wir hören, noch in diesem Jahre ersten Sigung steht die rechtliche Regelung des Matlerstandes, Be- Stadt Köpenick zur Klage, die damit endete, daß der Verein unter Dach und Fach zu kommen. richterstatter Rechtsanwalt Dr. Zirndorfer- Frankfurt a. M.. Syndikus durch alle Instanzen abgewiesen wurde. Jetzt hat sich der Drei Einbrecher, die vieles auf dem Kerbholz haben, wurden des Vereins deutscher Immobilien- Maller. Die zweite Sigung wird Verein bittend an die Stadtverordneten- Versammlung gewandt um fich mit dem§ 813 des Bürgerlichen Gesetzbuches, Berichterstatter Ueberlassung einer Turnhalle, und der Bürgermeister Köpenids, Sonntagmorgen in der Alexanderstraße festgenommen. Als hier ein Herr S. Cahn- Mainz, und der Organisation, Berichterstatter Herr Dr. Langerhans, der übrigens dem Gesuche des Turnvereins Eiche" Beitungsspediteur von seinem frühzeitigen Geschäftsgange nach A. Stern- Simon- Frankfurt a. M., beschäftigen. nachzukommen geneigt ist, verlas das Urteil des Ober- Verwaltungs- Hause zurückkehrte, sah er beim Aufschließen der Tür, daß drei wedte einige Hausgenossen, schloß dann die Tür wieder zu und gerichts, in welchem u. a. folgende wichtige Ausführungen gemacht Männer vom Hofe weg eiligst die Hintertreppe hinaufliefen. Er „ Ein Rechtsanspruch auf eine außerhalb der Schulzwecke liegende holte die Polizei. Beim Absuchen des Hauses fand man zunächſt Benutzung der Turnhalle würde nur dann begründet sein, wenn auf dem Hofe drei Säcke, die das schönste Einbruchswerkzeug entanderweit ein Beschluß der Gemeindebehörde ergangen wäre, welcher hielten. Als man dann die drei Männer auf der Treppe festnahm, die Hallen für die öffentliche Benugung, soweit kein Gebrauch erzählten diese, sie seien ganz harmlose Leute, hätten mit den seitens der Schüler stattfindet, freistellt. Allein das Vorhandensein Säcken nichts zu tun, und seien, da die Tür aufgestanden habe, mur eines derartigen Aftes ist von dem klägerischen Turnverein gar auf den Hof gegangen, um auszutreten. Die Kiminalpolizei aber, nicht behauptet worden. Daher hat die Gemeinde, abgesehen von der sie nun zugeführt wurden, entdeckte an ihrer Kleidung ſofort berechtigten Eingriffen der Schulbehörden, bei unzulässiger Benutzung eine auffallende Aehnlichkeit mit Sachen, die ihr als gestohlen an= an den Gebäuden die vollen Rechte des Privateigentümers behalten; gezeigt waren. Alles, was die harmlosen Leute auf dem Leibe fie kann dieselben vermieten oder unentgeltlich vergeben oder auch trugen, stammte aus einem Einbruch in der Artilleriestraße Nr. 1, unbenut stehen lassen, ohne daß die außerhalb der Schulzwede bei dem den Dieben für 8000 M. Anzüge in die Hände fielen. Die laſſen, mögliche wirtschaftliche Verwendung der Kritik des einzelnen Gemeinde- Festgenommenen aber, ein Schlächter Arthur Feurig, ein Arbeiter mitgliedes unterliegt." Herr Dr. Langerhans erklärte sodann, daß er Matthias Blümke und ein Arbeitsbursche Richard Schulz, der der gleiches Recht für alle walten lassen müsse, der Magistrat habe die Fürsorge- Erziehung überwiesen ist, behaupteten, sie hätten die Sachen Ueberzeugung gewonnen, daß er allein mit Zustimmung der Stadt- alle drei zusammen von einem Unbekannten in der Schönhauserverordneten über die Benutzung der Turnhallen zu bestimmen habe. Die straße gekauft. Stadtverordneten- Versammlung beschloß darauf, das Gesuch des Turn- Ein neues Opfer des Eisenbahnbetriebes. Von einer Lokomotive Spandan. Morgen Mittwochabend in allen Bezirken Zahlabend. vereins„ Eiche" der Schuldeputation zur Rüdäußerung zu unterbreiten. umgestoßen und schwer verlegt wurde heute morgen um 6 Uhr der Von der Genehmigung der Aufsichtsbehörde wird auch jetzt, der 51 Jahre alte Weichensteller Wilhelm Kunstmann aus der ScheringDie Generalversammlung findet am Mittwoch, den 19. d. M., beim„ Botsb. Korr." zufolge, in der Provinz, ebenso wie dies in Berlin straße 10, der auf dem Stettiner Vorortbahnhofe beschäftigt war. Genossen Köpnid statt. Parteitagsbericht, Vorstandswahl. Rigdorf. Die Barteigenoffen haben beschlossen, bei der heutigen der Fall, die Vergebung städtischer Räume an Vereine 2c. abhängig Kunstmann puzte die Lampen der Weichen bei der ersten Bude in Rigdorf. Die Parteigenossen haben beschlossen, bei der heutigen gemacht. In Luckenwalde hatte der Arbeiter- Turnverein" Freund- der Nähe des Bahnhofsgebäudes, sah hierbei der Zusammenstellung Stadtverordnetenwahl in der zweiten Klaffe Stimmenthaltung zu schaft" in den letzten Jahren, als noch der Sozialistentöter Bürger eines Zuges zu und hörte nicht, daß auf dem Geleiſe, auf dem er meister Suchsland amtierte, vom Magistrat nicht mehr die Ge- an der Seite stand, ein Vorortzug einlief. Als er das WarnungsRummelsburg. Mittwoch ist in sämtlichen Bezirken 8 ahl- nehmigung zur Benutzung der städtischen Turnhalle erhalten. Nachdem zeichen des Lokomotivführers wahrnahm, war es schon zu spät. Die nun der neue Bürgermeister Dr. Werner in der Stadt seines Lokomotive traf ihn am Rücken, stieß ihn um und warf ihn seitwärts Amtes waltet, richtete der Turnverein aufs neue ein Gesuch um von den Schienen, so daß er nicht überfahren wurde. Der VerUeberlassung der Turnhalle an den Magistrat, das jetzt sowohl von unglückte wurde mit schweren inneren Verlegungen in einem diesem wie von der Schuldeputation und der Stadtverordneten- Ver- Koppfchen Rettungswagen nach dem Moabiter Krankenhause gesammlung genehmigt wurde. Auch der Landrat des Kreises bracht. Jüterbog- Luckenwalde hat den Beschluß genehmigt. Bürgermeister Zur Hibernia- Affäre. Die Dresdner Bank hat heute vor dem Landgericht in Bochum eine Niederlage erlitten. Nach langen Plaidoyers der Rechtsanwälte Heitmann- Bochum( für die Dresdner Bank) und Mummenhoff- Bochum( für die Hibernia- Verwaltung) hat das Gericht die Anfechtungsklage der Dresdner Bank gegen die Beschlüsse der Generalversammlung der Hibernia vom 27. August in allen Punkten zurückgewiesen und die Kosten den Klägern auferlegt. Die Dresdner Bank hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Berliner Partei- Angelegenheiten. Erster Wahlkreis. Sonnabend feiert der Wahlverein für den ersten Berliner Wahlkreis sein diesjähriges Herbstfest in den Gesamträumen der Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Da die Veranstaltungen einen genußreichen Abend versprechen, so ist zahlreicher Besuch erwünscht. üben. abend. Königs- Wusterhausen. Mittwoch abend 8 Uhr ist im„ Siegesfranz" die Mitglieder- Versammlung. Es wird über den Parteitag diskutiert. Lokales. Dank dem Provinzial- Schulfollegium! Wie sagt doch Schiller? Alzu straff gespannt, zerreißt den Bogen und auf den Schützen prallt der Pfeil zurück." Die Herren werden: im föniglichen Provinzial- Schulfollegium und ihre Auftraggeber städtische Verwaltung die Fiftion, daß die Staatsbehörden über wurde die Wehr nicht weniger als zwanzigmal dorthin gerufen. # Spiele nicht mit Feuerwehren! Unzähligemal schon wurde die Dr. Werner erklärte in der Stadtverordneten- Versammlung, daß dies Feuerwehr nach dem alten Ererzierplaz an der Schwedterstraße infolge einer ganz neuen Verfügung des Potsdamer Regierungs- alarmiert. Bald brannte die große Pappel, das Wahrzeichen des präsidenten nötig war, wonach städtische Räume nur mit Genehmigung Blazes, wonach der Plazz den Namen" Plaz an der einsamen der Regierung an Private überlassen werden dürfen. Er halte diese Pappel" erhalten hat, bald stand der Zaun, bald die Hecke, Stroh Verfügung für ungefeßlich. Dort hat die Regierung sich also zufrieden erklärt, nachdem die oder Gras auf dem Blaze in Flammen. In den letzten Wochen der haben jetzt Gelegenheit, die Wahrheit dieses Wortes zu erproben. Es hatte sie gewurmt, daß der Berliner Magistrat sich städtisches Eigentum zu sagen haben, hat gelten lassen. getrieben. Am Sonntagnachmittag um 4 Uhr' erfolgte wieder Alarm. noch das bißchen Weitherzigkeit bewahrt hatte, der Freireligiösen Der Arbeiter- Turnverein Fichte" hat nun auch für die Schüler- Diesmal gelang es aber, die Täter zu ermitteln. Es waren zwei Gemeinde eine Aula, dem Arbeiterturnverein" Fichte" sowie einigen Abteilung des Südostens, die bisher in der Turnhalle des Gemeinde- schulpflichtige Knaben, die die Pappel in Brand gesteckt hatten, und polnischen und tschechischen Turnvereinen ein paar Turnhallen zur Schulhauses Stalizerstr. 56 geturnt hatte, die Ausweisungs- nun ihrer Bestrafung entgegensehen. Die königliche Universitätsbibliothek bereitet für den Beginn diefes Verfügung zu stellen. Das durfte nicht länger geduldet werden. order erhalten. Am Montag, als die Abteilung eben zum Turnen Würde der Magistrat Widerstand leisten, wenn man ein Machtwort angetreten war, erschien der Rektor und teilte bedauernd dem Turn- Halbjahres eine Neuerung vor, die den Benußern der Bibliothet, bor sprach und die Ausweisung dieser Vereinigungen forderte? Würde wart mit, daß die Halle fortan nicht mehr benutzt werden dürfe. allem den Besuchern des Lesesaales, sehr willkommen sein dürfte. Es er im Widerstand beharren, wenn das Provinzial- Schullollegium Wenn das Provinzial- Schulfollegium meint, daß hiermit die Schüler- wird im Treppenflur der Bibliothek ein rein automatischer Erfrischungsaus angemaster Machtvollkommenheit selber die Ausweisung voll- abteilungen des staatsgefährlichen", weil dem Staatszwed" nicht raum eingerichtet, wo Brötchen, Bouillon, Milch und Bier feilzöge? entsprechenden Arbeiter- Turnvereins Fichte" vernichtet seien, so gehalten wird. Kirchenbauer Bankschwindler. Der verhaftete Moabiter Bankier Lange genug hat der Magistrat von Berlin sich von der Re- täuscht es sich gründlich. Der Vereinsvorstand hat bereits Schritte Kniehase hat, wie die weiteren Ermittelungen ergeben, mit anderen gierung und ihren Organen Entwürdigungen aller Art getan, um eine baldigste Wiederaufnahme des Turnens an den Wohltäter spielte. Hohenneudorf, wo Kniehase seine Villa bieten lassen; aber schließlich haben sie es doch zu arg ge- anderer Stelle herbeizuführen. Hoffentlich wird hierbei der Magistrat größeren Berufs- und Schicksalsgenossen auch das gemein, daß er trieben. Nun sucht er gut zu machen, was er in den ganzen ihm jedes nur denkbare Entgegenkommen erweisen. und einige Ländereien befigt, wollte er mit einer eigenen Kirche Jahren durch Nachgiebigkeit verdorben hat. Er hat dem Anfinnen Muß man beim Kauf einer Eisenbahn- Fahrkarte den Hut ab- beglücken, um den Einwohnern den mühsamten Besuch einer entlegenen des Provinzial- Schulkollegiums Widerstand geleistet, und er scheint nehmen? Diese Frage hat der„ Berliner Zeitung" zufolge das Nachbarkirche zu ersparen. Auch sonst war er um die Hebung des Ein Ortes bestrebt. Vor allem aber lag ihm dieser Kirchenbau am Herzen. entschlossen, im Widerstand zu beharren. Das Machtwort, das das Schöffengericht am Sonnabend mit Nein beantwortet. Provinzial- Schulkollegium sprach, hat ihn aufgepeitscht, und Chemiter Dr. Blochmann hatte den Dienstraum der Vorort- Mit anderen Ortseingesessenen veranstaltete er Versammlungen und er tritt jest mannhafter auf, als selbst die stärksten Optimisten station Raulsdorf betreten, um sich eine Zuschlagkarte zu lösen. Festlichkeiten für den guten Zwed. Als Bankier wurde er natürlich Als er in barscher Weise vom Beamten darauf hingewiesen wurde, Raffierer und erhielt alles gesammelte Geld zur Verwaltung. Jezt jemals noch zu hoffen gewagt hätten. Wir haben am Sonnabend mitgeteilt, daß der Magtstrat die daß er den Hut hätte abnehmen müssen, verbat er sich solche ist dieses mit vielem anderen verschwunden. Flegelei". Dann verprügelte der Hilfskartenfahrschaffner Schönthal Ein Wüstling. Gegen den Inhaber einer Christbaumschmuc Bitte der Freireligiösen Gemeinde, ihr nunmehr für ihre den Fahrgast. Es fügte sich nun merkwürdigerweise, daß nicht nur Fabrik im Süden Berlins schwebt zurzeit ein Verfahren wegen sonntäglichen Zusammenkünfte den Bürgersaal des Rathauses der Fahrgast, sondern auch der Eisenbahnbeamte unter Anklage Sittenvergehens. Der Mann wird bezichtigt, systematisch junge zu überlassen, sofort erfüllt hat. Er hat nicht einmal vorher gestellt und daß der Schaffner vom Schöffengericht zu 30 M. Geld- Mädchen von 15 und 16 Jahren, die bei ihm beschäftigt waren, zur die Stadtverordneten- Versammlung gefragt, obwohl ein Stadt- strafe sowie zur Zahlung einer Buße von 30 M. an den Verprügelten Duldung unfittlicher Handlungen genötigt zu haben. Die Abscheulich verordneten- Beschluß vom Jahre 1883 fich dagegen erklärt hat, daß verurteilt wurde, wogegen der Fahrgast die Genugtuung erhielt, frei- feiten sind dadurch ans Licht gekommen, daß eines der jungen Mädchen sich einer älteren Freundin anvertraute, die nunmehr die der Bürgersaal religiösen oder politischen Vereinigungen überlassen gesprochen zu werden. In der Urteilsbegründung hieß es: Dr. Blochmann habe zwar den Beamten Vater beleidigt, als er Polizeibehörde auf das Treiben des Wüstlings aufmerksam machte werde. Der Magistrat ersucht die Stadtverordneten- Versammlung jetzt um ihre nachträgliche Zustimmung, die am nächsten Donnerstag bon Flegelei sprach, doch sei eine Beleidigung des Dr. B. voraus- und die Eltern benachrichtigte. In den amtlichen Vernehmungen ist hoffentlich mit Einstimmigkeit erteilt werden wird. Es ist geradezu gegangen, daher mußte Straffreiheit eintreten. Als er dem Vater der Mann nach längerem Zeugnen überführt worden, so daß er sich den Stoß versetzte, befand Dr. B. sich in Notwehr, denn der Beamte zu einem Geständnis bequemen mußte. Die Angelegenheit ist jetzt erstaunlich, wie prompt der Magistrat diese An- habe ihm erst den Hut vom Kopfe genommen und dann den Dr. B. der Staatsanwaltschaft übergeben worden. gelegenheit erledigt hat. Am Donnerstagabend schickte zum zweitenmal berühren wollen, so daß dieser sich bedroht fühlte. Ein Bücherdieb wurde gestern auf Veranlaffung eines Antiquars der Vorstand der Freireligiösen Gemeinde das Gesuch ab, und schon Schönthal sei durch die Aussage des Zeugen Tich überführt am Freitagvormittag wurde es vom Magistrat bewilligt. Noch an worden. Das Vorgehen der Beamten sei ungehörig, sie festgenommen. Ein 22 Jahre alter Comptoirist Louis Hausner war teine Befugnis, bon Dr. 28. das seit April vorigen Jahres ohne Stellung. Mit einigen Ersparnissen fategorisch demselben Tage gelangte die Benachrichtigung an den Vorstand hatten Kein verlangen. Verkäufer würde an schlug er sich so gut durch, als er konnte. Den größten Teil des zurück, und am Sonntag konnte die Gemeinde bereits zum ersten Hutabnehmen seinen Kunden Der Tages saß er in städtischen und privaten Bibliotheken, die ihm zuein derartiges Verlangen stellen. mal im Bürgersaal zusammen sein. Dr. B. sei aber ursprünglich als Käufer einer Fahrgänglich waren, oder in Lesehallen, um sich mit der Lektüre die Zeit Ohne diese Beschleunigung wäre die Freireligiöse Gemeinde an farte aufgetreten. D6 man die Kopfbedeckung in einem geschlossenen zu vertreiben. Als ihm das Geld immer knapper wurde, kam er diesem Sonntag obdachlos gewesen. Als die Jugendabteilung früh Raume abnehmen wolle oder nicht, dies sei dem Ermessen eines vor Jahresfrist auf den Gedanken, Bücher zu ehlen und an Antiin der neunten Stunde sich in dem Gemeindeschulhause der jeden anheimgestellt. Jedenfalls habe selbst ein preußischer Beamter quare zu verkaufen. So lebte er vom Diebstahl, bis gestern ein Kleinen Frankfurterstraße einfand, war die Aula bereits ge- nicht das Recht, zu verlangen, daß man die Kopfbedeckung im Antiquar sah, daß ein Werk, das er verkaufen wollte und in einem Es könne bei starkem Andrang höchstens das Laden gekauft zu haben vorgab, einige Stempel enthielt. Der Mann sperrt. Der Vorstand der Gemeinde trat zu einer Sigung zu Raume abnehme. wenn jeder zum Hutschöpfte Verdacht und ließ den Kunden festnehmen. Hausner legte fammen, und es wurde sofortiger Umzug nach dem Bürger Verkehrsinteresse leiden, ein Geständnis ab und behauptet, von Anfang an aus Not gehandelt fa al beschlossen. Man ließ durch den Schuldiener das Harmonium abnehmen aufgefordert werden sollte. Es wäre zu wünschen, daß aus Anlaß dieses Falles die Bahn- zu haben. Wo er überall Bücher entwendet hat, weiß er nicht mehr, Herausgeben, und dann ging's nach dem Rathaus, dem die Kinder in mehreren Trupps zustrebten. Der Umzug erregte in der Lands- teigbeamten allgemein zu einer höflichen Behandlung des Publikums, zum Teil waren die von ihm eingeräumten Diebstähle von den die Arbeiter eingeschlossen, von amtswegen aufgefordert würden. Bibliotheken noch gar nicht entdeckt. bergerstraße, auf dem Alexanderplatz und in der Königstraße nicht Mancher unangenehme Vorfall ließe sich vermeiden, wenn die Eine Ueberraschung wurde dem ältesten Droschkentutscher Berlins, geringes Aufsehen. Im Bürgersaal nahmen dann die Vorlesung Eisenbahnbeamten sich als Diener des Publikums fühlten und irgend August Schröder, am Sonnabend nachmittag durch eine Vereinigung für die Jugendabteilung und nachher auch die Versammlung der einen auch von Arbeitern begangenen Verstoß gegen den guten Ton von Bühnenfünstlern bereitet. Guido Thielscher erschien persönlich in der Wohnung des alten Herrn, Pallisadenstr. 42, und forderte Erwachsenen, die im Gemeindeschulhause durch Plakate von dem nicht gleich im Polizeistil parierten. zu 100 M. überreicht. ihn auf, am Nachmittag zwischen 2 und 3 Uhr in Begleitung seiner alles in schönster Ordnung und lehnte den Protest ab. Hiergegen| Brenzlau ein von dem Steuererheber Schildhauer, bem Gattin mit seiner Droschke vor dem Hause Unter den Linden 61 zu wurde das Verwaltungsstreitverfahren beschritten. Der Kreis- Steuererheber Dahms und dem früheren Gemeindevorsteher halten, wo in der Weinhandlung von Schoedler die Herren zu ver- ausschuß erklärte in seiner Sigung am 24. März 1903 die Wahl Dahms eingeleiteter Beleidigungsprozeß. Auf Veranlassung des fehren pflegen. Als der Alte pünktlich vorgefahren fam, wurde er für ungültig. Die Gemeindevertretung legte Berufung ein; der mitangeklagten Bauerngutsbesizers I aus Postel zu Alt- Thymen von Herrn Thielscher in den Kreis des„ Berchtesgadener Hoch- Bezirksausschuß erklärte aber die Wahl am 5. Januar 1904 ebenfalls war seinerzeit im Zehdenicker Anzeiger" ein Bericht über eine am touristenklubs", wie sich die Vereinigung nennt, geleitet. Es waren für ungültig und zwar aus denselben Gründen wie der Kreis- 9. März b. J. stattgehabte Versammlung freisinniger it. a. zugegen Friz Helmerding, Junkermann, Molenar, Philipp, ausschuß. Auch hiergegen legte die Gemeindevertretung Berufung Wähler abgedruckt worden, an welche sich eine allgemeine öffentliche Knüpfer, Köstlin und Paulmüller. Herr Thielscher las ein von ihm ein und drückte den Wunsch aus, zu entscheiden, ob die engere Wahl Erklärung anschloß, die von Teilnehmern an der Versammlung mit verfaßtes Gedicht vor, in dem er die vermutlichen Erlebnisse eines am Sonntag stattfinden darf. Am Freitag, den 14. d. Wits., wird Unterschriften versehen war. In jener Versammlung hatte Herr Droschkenkutschers, der 60 Jahre auf dem Bock gesessen hat, in sich das Oberverwaltungsgericht mit der Berufung be- Postel eine gegen Konservative und Agrarier gerichtete Rede gehalten humorvoller Weise schilderte. Hierauf wurde der Alte mit seiner schäftigen. und dabei auch die oben genannten Beamten angegriffen und ihnen Frau erquickt und ihm ein von den Künstlern gesammelter GeldBeim Bootfahren verunglückt und ertrunken ist Sonntag nach Verlegung ihrer Amtspflichten zum Vorwurf gemacht. Zum Schlusse betrag eingehändigt, auch wurde ihm eine Flasche guten Weins mit mittag in der Dahme bei Schmödwik der 21jährige Arbeiter war von P. eine Erklärung verfaßt worden, die er im Dorfe von auf den Weg gegeben. Geſtern wurden dem Alten durch Vertreter Becker, der mit vier Freunden nach Grünau gefahren und von dort Haus zu Haus gehen und mit den Unterschriften der Mitangeklagten der Personen- Lohnfuhrwerks- Innung Glückwünſche dargebracht und aus zu Fuß längs der Dahme gewandert war. B. war ein Freund versehen ließ. Nachdem in dem gegen die Beamten eingeleiteten des Rudersports und wollte durchaus eine Bootfahrt unternehmen, Verfahren festgestellt worden war, daß die Beschuldigungen grundlos Schwere Brandwanden im Gesicht und den Händen erlitt am doch seine Freunde lehnten es ab bei der kühlen Witterung sich an feien, wurde der Spieß umgedreht und die Beleidigungsklage an Sonntagabend um 10 Uhr der Zimmermann Hermann Henke bei der einer Wasserfahrt zu beteiligen. Sie begaben sich nach einem gestrengt. Das halbe Dorf muß nun zur Gerichtsstelle zitiert Explosion einer Petroleumlampe in der Danzigerstr. 96. Der Schwer- Lokal und wollten B., der ein Boot für sich allein mietete, werden. Die Verteidigung der Angeklagten hat Rechtsanwalt Bahn berlegte mußte sich in ärztliche Behandlung begeben, während die dort erwarten. Ms er nach etwa ztvei Stunden noch übernommen. Flammen von der Feuerwehr gelöscht wurden. nicht nachgekommen war, forschten die jungen Leute nach Ein zum Tode Verurteilter freigesprochen. Aus Ostrowo, 8. ds., seinem Verbleib und kamen nach dem Dahme- Ufer, als wird gemeldet: Der Wirt Joseph Bieda aus Kuznicastakawa, Kreis Das Herbstfest der Freien Voltsbühne, das am vergangenen dort ein gefentertes Boot gelandet wurde. Einen Hut, der Kempen, der in der vorigen Schwurgerichtsperiode vom hiesigen Sonnabend in der Brauerei Friedrichshain gefeiert wurde, bot den in der Nähe auf dem Wasser treibend gefunden war, erkannten die Schwurgericht wegen Ermordung der 60 jährigen Ausgedingerin Teilnehmern gediegene musikalische Genüsse. Es zeichnete sich vor Männer als den ihres vermißten Freundes. Von dem Unglücksfall Theophila Gorecka in Kuznica bezw. wegen Beihülfe dazu zum allem durch den geschlossenen Charakter der Darbietungen aus, indem haben weder die zahlreichen Spaziergänger am Ufer, noch die In- Tode verurteilt worden war, wurde heute nach dreitägiger Verhandes reine Instrumentalmusik bot. Das funterbunte Bielerlei, das faffen der auf dem Wasser fahrenden Boote etwas wahrgenommen. lung im Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen. Sein Sohn, sonst bei Volksfesten leider zu häufig geboten wird, ist nicht geeignet, Es wird vermutet, daß B. irgend ein Gegenstand entfallen, und als Bieda jun., der zu vierjähriger Gefängnisstrafe verurteilt worden fünstlerischen Genuß zu gewähren, weil es keine Sammlung auf er sich nach demselben bückte, der Nachen umgeschlagen ist. Der war, wurde heute gleichfalls freigesprochen. tommen läßt. junge Mann, der ein vorzüglicher Schwimmer war, ist zweifellos, Eingeleitet wurde das Konzert, das vom Berliner Tonfünstler- als er in das Wasser fiel, von einem Schlaganfall getroffen worden Drchester unter Direktion von Karl Bach bortrefflich ausgeführt und hat so seinen Tod gefunden. wurde, mit einem Stück des seltsam tiefen Grieg. Die Herrscher Von einem großen Brande wurde am Sonntag nachmittag die des Abends waren Beethoven und Mendelssohn, umrahmt von Essenzen- und Spirituosenfabrik von Kahlbaum in Adlershof Ein Opfer hat der Brand des Stadttheaters zu Basel Alfred Bruneau, Spohr und Meyerbeer. Von Beethoven wurden heimgesucht. Die gesamten freiwilligen Feuerwehren der Umgegend doch gefordert. Der Feuermann, der in der Brandnacht die Theaterzwei Säge aus dem lieblichen Sextett vorgetragen jedoch vom waren stundenlang beschäftigt, der Gewalt des Feuers Einhalt zu wache hatte, hat sich erhängt. ganzen Orchester ausgeführt während von Mendelssohn die tun, jedoch mußten sie sich darauf beschränken, die umliegenden ( schottische) Sinfonie Nr. 3 zu Gehör gebracht wurde und im zweiten Baulichkeiten vor der Brandentzündung zu schützen, so daß die Ge- richtet: Bei der Ausfahrt des Güterzuges Nr. 7116 aus dem lleberUeber ein Eisenbahn- Unglück wird vom Montag aus Stendal bes Teile, als Krone des ganzen, das E- moll- Konzert für Violine. bäude, in denen der Brand ausgebrochen war, völlig niederbrannten. holungsgeleise 3 auf dem Bahnhof Groß- Möringen nach Richtung Alfred Wittenberg als Solist zeigte in diesem Konzert seine Den zahlreichen Sonntagsausflüglern, die durch die heftigen Binzelberg ist der von Vinzelberg abgelassene Güterzug Nr. 7215 gediegene Meisterschaft. Die Orchesterbegleitung hätte hier dann Explosionen einzelner mit Spirituosen gefüllter Ballons sowie heute vormittag gegen 3 Uhr in Groß- Möringen auf den erst und wann etwas zurückhaltender sein dürfen, besonders da die durch die starken Rauchwolken herbeigelockt wurden, bot sich genannten Zug aufgefahren. Bei dem Zusammenstoß sind der Zugakustischen Verhältnisse des Saales dem Pianiffimo einer Violine ein schaurig- schöner Anblick. Deutlich konnte man erkennen, führer und zwei Bremser des Zuges 7215 sowie das Lokomotivnicht gerade günstig sind. wenn das Feuer wieder neue Nahrung durch irgendwelche Flüssig personal des Zuges 7116, anscheinend leicht, verletzt. Beide Zug feiten erhalten hatte, haushoch schlugen die Flammen empor und maschinen und die drei ersten Wagen des Buges 7215 sind erheblich praffelnd stürzte das Gebält und Mauerwerk in sich zusammen. Ein beschädigt; der Materialschaden ist bedeutend. Beide Hauptgeleise Glück war es, daß der Wind die Feuer- und Rauchwolfen nach einer waren mehrere Stunden gesperrt; der Personenverkehr ist durch UmRichtung trieb, die nicht mit Gebäuden besetzt war. So fonnten steigen an der Unfallstelle aufrechterhalten. Die durchgehenden mehrere noch zur Fabrik gehörende Baulichkeiten vor den Flammen Schnellzüge 5 und 11 sind von Hannover über Magdeburg nach bewahrt werden. Immerhin ist der Materialschaden sehr beträchtlich. Berlin geleitet. Der eingeleisige Betrieb konnte gegen 10 Uhr vor Erst in später Abendstunde konnten die einzelnen Wehren wieder mittags wieder aufgenommen werden; das zweite Hauptgeleis wird voraussichtlich gegen mittag wieder in Betrieb genommen. Die Köpenick. Unser Ort soll ein neues Elektrizitätswert Schuld an dem Zusammenstoß trifft vermutlich den Lokomotiv erhalten; die Stadtverordneten- Bersammlung bewilligte in ihrer führer des Buges 7215, welcher das auf Halt stehende Einfahrtslegten Sitzung die dafür geforderten 1 163 673 M. Von den signal vor Bahnhof Groß- Möringen überfahren hat. Die Unter 36 Stadtverordnetenfigen sind 14 zum November neu zu suchung ist eingeleitet. Zur Zeit des Unfalles herrschte sehr starker befeßen, davon allein sieben in der dritten Abteilung. Nebel. Unsere Parteigenossen haben von diesen sieben Sigen jetzt sechs besetzt. Wir hoffen, daß wir nicht allein unsere Position erhalten, sondern auch noch das siebente Mandat erobern können, das wir im Jahre 1900 in Ermangelung eines Hausbesizer- Kandidaten den Gegnern überlassen mußten. Dann wären in der dritten Abteilung lauter Sozialdemokraten. Das aufmerksame Bublikum spendete dem Meister so lebhaften Beifall, daß er sich entschloß, noch eine zierliche Gavotte von Bach zuzugeben. Der Besuch des Festes war nicht ganz so start wie sonst. das Konzert schloß sich der übliche Festball. Aus den Nachbarorten. An abrücken. Gerichts- Zeitung. Spandau. Zweimal hatte die Stadtverordneten Versammlung beschlossen, daß den städtischen Arbeitern unter Fortzahlung des Lohnes bei ein bis dreijähriger Dienstzeit ein Urlaub von vier Tagen und bei längerer Dienstzeit ein solcher von einer Woche zu gewähren sei. Zweimal hatte der Magiftrat diesen Antrag wegen formeller Bedenten abgelehnt. Jezt scheint eine Verständigung erzielt zu sein, denn die Stadtverordneten- Versammlung nahm in ihrer legten Sigung einen Zusatz an, wonach die Entziehung des Urlaubs nur auf Beschluß der Verwaltungs- Deputation erfolgen kann. Stadtv. Scholz verwies dann in der Begründung einer Interpellation auf mehrere Vorgänge aus neuerer Zeit, in denen der Inspektor des städtischen Friedhofes Trauerkränze mit roten Schleifen zurückgewiesen und den Kranzträgern mit Bolizei und Hausfriedensbruchsparagraphen gedroht, auch sich entschieden gegen das Sprechen turzer Kranzwidmungen am Grabe gewendet habe. In dem Prozeß gegen die Engelmacherin Wiese zu Hamburg ist Bürgermeister Wolf erklärte barauf, die Friedhofsdeputation, an gestern das Urteil gesprochen worden. Die Angeklagte wurde wegen welche sich der Inspektor um Instruktion gewandt habe, habe sich Kindesmordes, versuchten Gattenmordes, Kuppelei und Verleitung für die anstandslose Zulassung roter Schleifen ausgesprochen, und der Magistrat habe sich dem angeschlossen, sofern damit teine zum Tode, zu sechs Jahren Zuchthaus und zu lebenslänglichem EhrDemonstration" beabsichtigt sei. Was das Halten von Leichenreden verlust verurteilt. anbelange, so habe hier nicht der Magistrat, sondern die Polizei zu Wegen Abhaltung einer nicht angemeldeten Versammlung hatte entscheiden. fich gestern der Bevollmächtigte der Metallarbeiter, Cohen, vor Es scheint, als ob hinfort eine mehr tolerante Handhabung der dem Schöffengericht zu verantworten. Als Tatbestand wurde festFriedhofsordnung Plaz greifen wird. gestellt, daß die Arbeiter der Firma Moosdorfu. Hochhäuser, Baumschulenweg. Die Gemeindevertreter Wahlen in unserem Fabrik für Bade- Einrichtungen, beim Gastwirt Joel in Treptow eine Borort Treptow haben seinerzeit wegen der dabei geübten Praktiken Werkstattbesprechung abhalten wollten. Die Firma hatte dies erfahren ziemliches Aufsehen erregt. Setzte doch der Wahlvorsteher den von und die Polizei davon schleunigst in Kenntnis gesezt. Es ist nun ihm selbst in Vorschlag gebrachten und vom Wahlvorstand einstimmig nach dem Einberufer und leitenden Redner der" Versammlung" festgesezten Stichwahltermin auf einen anderen Tag fest, weil er recherchiert worden, und als solcher wurde von dem Berliner Polizeimit den Schöffen Rieselfelder besichtigen müsse. Bei einer anderen präsidium der Angeklagte Cohen bezeichnet. In der Verhandlung Stichwahl, welche vom Wahlvorstand auf einen Sonntag festgesetzt stellte es sich heraus, daß Cohen die Versammlung weder einwar, lehnten er und die Schöffen die Leitung der Wahlhandlung ab, weil berufen noch geleitet hat, noch überhaupt dort anwesend gewesen ist. anders die religiösen Gefühle verlegt würden. Die Aufsichtsbehörde be- Es erfolgte deshalb die Freisprechung. Der Anwalt des Anstimmte darauf einen anderen Wahltag, worauf die Arbeiterschaft be- geklagten hatte noch beantragt, außer den Kosten des Verfahrens schloß, sich an dieser ungefeglichen Wahl nicht zu beteiligen. Auch auch die diesem erwachsenen persönlichen Auslagen sowie die Kosten eine Handvoll formeller Fehler genierte weiter nicht, wenn nur das der Verteidigung der Staatskasse aufzuerlegen. Dieser Antrag wurde Endergebnis den Wünschen und Interessen der Staatserhaltenden jedoch mit der Begründung abgelehnt, daß der Angeklagte ja nur entsprach. Die Sozialdemokratie ging aber auch sofort daran, die den eigentlichen Einberufer gleich hätte nennen können, um sich das Herrschenden Klassen über Wesen und Bedeutung des erz ganze Verfahren und somit auch den Verteidiger zu ersparen. Cohen reaktionären Wahlrechts aufzuklären und es wurde gegen die am follte also zum Denunzianten werden! 28. Oktober 1902 vollzogene Ersatzwahl Einspruch erhoben. Ein politischer Beleidigungsprozeß. Gegen etwa 30 Einwohner Die Gemeindevertretung als Angeklagte und Richter fand natürlich des Dorfes Alt- Thymen schwebt zurzeit bei dem Landgericht in Vermischtes. Kleine Chronik. In Landstuhl( Pfalz), erstach in der ver. gangenen Nacht der Kaufmannsgehülfe Quzar seinen Bruder im in Wiesbaden der Schneidergehülfe Menzel mittels Revolvers seine Streit. Der Täter wurde verhaftet. In der letzten Nacht erschos Frau, seine drei Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren und darauf sich selbst.- Bei der Vorstellung einer fahrenden Künstlergesellschaft in Rouen stürzte das Brettergebäude ein. 100 Per sonen, welche der Vorstellung beiwohnten, gerietem unter die Trümmer, 5 Personen wurden schtver verletzt. Das Städtchen albetas in der Nähe Barzelonas steht in Flammen. Iand liegt der Schnee 40 Zentimeter, auf dem Eigergletscher Wettersturz. Auf dem Großen Scheidegg im Berner Obers 60 Zentimeter hoch. Der Verkehr auf der Wengernalp- Bahn ist unterbrochen. In der Stadt Bern fiel gestern Schnee, Gestern abend war in St. Gallen, in den Appenzeller Alpen und im ganzen Rheintal ein Schneegestöber wie mitten im Winter. Aus Steier mark wird heftiger Schneefall und rapides Sinken der Temperatur gemeldet. Auf den Vogesen wird Schneefall gemeldet. Dampfer- Unfall. Antwerpen. Heute vormittag stieß der Dampfer Leopold II." mit dem Rheindampfer" St. Antonius" im hiesigen Hafen zusammen. Der„ Leopold" sant sofort, die Besabung fonnte gerettet werden. Der„ Antonius" erlitt schwere Havarien. Rouen, 10. Oftober. In Diselle stürzte Sonntag eine Theaterbude ein, wodurch 60 Personen mehr oder minder schwer verlegt wurden. Marktpreise von Berlin am 8. Oktober. Nach Ermittelungen des fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Bentner: Weizen**), gute Sorte 17,55-17,52 M., mittel 17,49-17,46 M., geringe 17,43-17,40. Roggen**), gute Sorte 13,80-13,78., mittel 13,76-13,74 M., geringe 13,72-13,70 M. Futtergerſte*), gute Sorte 15,50-14,40 M., mittel 14,30 bis 13,30 M., geringe 13,20-12,20 M. Hafer*), gute Sorte 16,40-15,50 m., mittel 15,40-14,60 m., geringe 14,50-13,70. Erbsen, gelbe, zum Kochen 40,00-28,00 M. Speisebohnen, meiße 50,00-25,00 M. Linsen 60,00-28,00 Kartoffeln 10,00-7,00 m. Nichtstroh 5,00-4,50 M. Heu 9,80-7,60. Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 M. Eier per Schod 4,50-3,20 m. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Verein der Berliner Buchdrucker Deutscher Metallarbeiter- Verband. Original und Schriftgießer. Die Herren Vertrauensleute werden ersucht, Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis Bimmer 34. Amt IV, 3353. Mittwoch, den 12. Oktober, abends 81 Uhr: das für die Berliner zentralisierten Gewerkschafts- Bezirks- Versammlung für Steglitz und Groß- Lichterfelde Mitglieder bestimmte Flugblatt zu den Gewerbegerichtswahlen auf unserer Verwaltung, Ritterstraße 88, für sämtliche in den Buchdruckereibetrieben tätige Personen( Wähler und Nichtwähler) abholen zu lassen. Mit kollegialem Gruß! Für den Gauvorstand: Massini. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter 36/12 Eingeschriebene Hülfskasse No. 3( Hamburg). Verwaltung Berlin G. Donnerstag, den 13. d. M., abends 8 Uhr, in Flechs Festsälen", Fruchtstr. 36a: Außerordentl. Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Berichterstattung der Delegierten von der Generalversammlung in Leipzig. 2. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Die Sprechstunden des Bevollmächtigten und Kassierers fallen an diesem Abend aus. Beiträge werden in der Versammlung vom Kassierer entgegengenommen. Mitgliedsbuch legitimiert. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder ersucht 184/12 Die Ortsverwaltung. im Lokale von Schellhase, Ahornstraße 15. Zages Ordnung: 1. Bericht der Bezirksleitung und Neuwahl derselben. 2. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Bahlreicher Besuch wird erwartet. Sonnabend, den 15. Oktober 1904: Herbst- Vergnügen für den Bezirk Charlottenburg im großen Saale des Volkshauses, Rosinenstraße 3. Komische Vorträge, lebende Bilder, Damen- und Kinderbeluftigungen aller Art. feftrede. Tanz. Anfang 8%, Uhr. gist Man beachte die Fabrikmarke. SINGER THE E SINGER TRADE MANFO.CO Nähmaschinen Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Berlin, Leipzigerstrasse 92. Filialen in allen Stadtteilen. Achtung! Achtung! Genoffinnen, Genoffen! Billetts a 50 Pf. find beim Kassierer Pasche und bei den Vertrauens- Dienstag, 11. Oktober, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, leuten zu haben. 122/13 Die Ortsverwaltung. Kommandantenstraße Nr. 20: Fachverein der Tischler Berlins u. Umgegend. Volks- Versammlung. Dienstag, den 11. Oktober, abends 8 Außerordentliche General- Versammlung in Behrends Festfälen, Manteuffelstr. 95. Tagesordnung: Zages Ordnung: 1. Berichterstattung von der Frauenkonferenz und vom Partek tage in Bremen. 2. Diskussion. 1. Die bevorstehenden Gewerbegerichtswahlen. 2. Die gegentvärtige 1/12 Aussperrung. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Pünktliches und vollzähliges Erscheinen aller Mitglieder ist dringend notwendig. Der Vorstand. 3. Bericht der Vertrauenspersonen und Neuwahl derselben. Um recht zahlreichen und pünktlichen Besuch ersuchen Die Vertrauenspersonen. Gewerkschafts- Kartell Achtung! für Berlin und Umgegend. Burean: C. 54, Dragonerftraße 15. Telephon: Amt III 5028. Achtung, Gewerkschaften! Am Freitag, den 14. Oktober, abends 8 Uhr, findet für nachfolgende Wahlbezirle Flugblatt- Verbreitung ftatt. Die Ausgabe der Flugblätter erfolgt in den Verkehrslokalen. Die Genossen seitens des Gewerkschafts- Kartells werden hierdurch aufgefordert, sich recht zahlreich und frühzeitig einzufinden und zwar: Wahlbezirk 3. Verkehrslokal: Wilhelmstr. 27, Restaurant Hering. Wahlbezirk 6. Verkehrslokal: Steinmehstr. 77, Restaurant Kassner. Wahlbezirk 9. Verkehrslokal: Friesenstr. 1, Ede Bergmannstraße, Restaurant Sühring. Wahlbezirk 12. Verkehrslokal: Grünauerstr. 17, Restaurant Preusser. Wahlbezirk 15. Wahlbezirk 18. Verkehrslokal: Glogauerstr. 29, Restaurant Kessler. Berkehrslokal: Stallschreiberstr. 12 a, Restaurant Schmidt. Verkehrslokal: Kleine Andreasstr. 15, Restaurant W. Wollbrandt. Verkehrslokal: Posenerstr. 10, Restaurant Kühn. Wahlbezirk 21. Wahlbezirk 24. Wahlbezirt 27. Verkehrslokal: Georgenkirchstr. 67, Restaurant Becker. Wahlbezirk 30. Verkehrslokal: Rosentalerstr. 57, Restaurant Pfeffer. Wahlbezirk 33. Verkehrslokal: Wörtherstr. 39. Restaurant Lambrecht. Wahlbezirk 36. Verkehrslokal: Gleimstr. 58, Ede Graunstraße bei Emil Kreyer. Amt III 5326. Wahlbezirk 39. Verkehrslokal: Steffelstr. 36 bei Linke, vis- a- vis der Turnhalle. Wahlbezirk 42. Verkehrslokal: Bredowstr. 11 bei Vetter. Wahlbezirk 45. Verkehrslokal: Stephanstr. 31 bei Lansch. Wahlbezirk 48. Verkehrslokal: Prinzen- Allee 15/16, Restaurant Kühne. Als Legitimation ist das Mitgliedsbuch der gewerkschaftlichen Organisation erforderlich. Der Ausschuss. Maurer. Achtung! Donnerstag, 13. Oktober, abends 8 Uhr, im„ Gesellschaftshaus Berliner Musiker", Kaiser Wilhelmftr. 18 m: Oeffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend. Zages Ordnung: 1. Vortrag über: Ist die Einführung des achtstündigen Arbeitstages im Berliner Maurer gewerbe notwendig? 2. Diskussion. 3. Die Gewerbegerichtswahlen am 16. Oftober 1904 und das Verhalten der Berliner Gewerkschaftskommission zu derselben. Der Vorstand des Vereins zur Wahrung der Intereffen der Maurer Berlins und Umgegend. J. A.: Heinrich Metzke. Bureau jezt Hirtenstr. 20, Seitenflügel parterre. Telephon: Amt VII. 4999. NB. Zu dieser Bersammlung sind sämtliche Maurer eingeladen. D. O. Rabatt Spar- u. Konsum- Verein ,, Süd- Ost". 4 Mitglieder- Versammlungen für Berlin Donnerstag, den 13. Oftober 1904, abends 8 Uhr im Lokal Süd- Ost, Waldemarstr. 75; im otale Ganfewig, Reichenbergerstraße 147. des Herrn im Montag, den 17. Oftober 1904, abends 8 Uhr Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. für Rixdorf tag, den 17. Dttober 1004, abends S Zweigverein Berlin. Sektion der Gips- und Zementbranche. Mittwoch, den 12. Oktober 1904, abends 8% Uhr, im Gewerkschaftshause ( großer Saal), Engel- llfer 15: General- Versammlung. Zages Drdnung: Berigterflothing über das gefante Ergebnis der Wertragsverhandlungen und weitere Beſiſtus faffung zum Vertrag. BeschlußIn Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersuchen wir, daß alle Mitglieder der Sektion in der Bersammlung erscheinen. Mitgliedsbuch legitimiert. Fabrik von Hugo Carl Hagenbruchi.Mühlhausen in Thüringen. Der Vorstand. Mühlbäufer Kautabak bon Hugo Carl Hagenbruch, Mühlhausen i. Th. nur echt, wenn die Röllchen den beigedruckten Bettel enthalten, worauf gefäll. genau zu achten bitten. Vertreter für Berlin und Umgegend: August Kleinert, Berlin SW., Großbeerenstraße 39. 58142* Fabrik von in Thüringen. bruchi.Mühlhausen Hugo Carl HagenJ. A.: Wilh. Fritsch. 153/ 7* mit und ohne Theater: sind noch Sonnabende frei. Hensel, Snvalidenstraße 1a. Saal bühne, bis 500 Bersonen, Wir rauchen nur Hoyer- Zigaretten. | Montag, 8 Uhr im Lokale des Herrn Thiel, Bergstraße Nr. 151/152. Zages Drdnung in allen vier Bersammlungen: " Die hygienische Brotproduktion". Referenten die Leiter des Bäcker- Verbandes Karl Hetzschold u. Franz Schneider. In Anbetracht der für die Volksernährung wichtigen Tagesordnung bittet um zahlreichen Besuch Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. 127/ 15* Tabakarbeiter. Tabakarbeiterinnen Dienstag, den 11. Oktober, abends 81 Uhr: Oeffentliche Versammlung in Leydeckers Festsälen, Sophienstr. 34. Tagesordnung: Der beendete Streit der Dresdener Filiale der Berliner ZigarettenFabrik von Josetti. Anträge zur Stellungnahme in dieser Angelegenheit.( Referent: Kollege Kulicke Dresden.) Bericht des Stollegen Börner über den internationalen Tabatarbeiter- tongreß in Amsterdam. Die Vertrauensleute. J. A.: Karl Butry. Fabrit Schöneberg, Guglowstraße 5. 187/11 Der Vorstand. Warmes Zimmer besser wie Sohlen gibt Buchen- und Eichenholz. Zu den billigsten Preisen liefert dasselbe ofenrecht zerkleinert die Bolzhandlung W.Jonentz. Berlin 5242* Bärwaldstr. 65. Meine äußerst haltbaren Rahmbierkäse aus Bollm., mild pikantschmeckend, etw. exquisit Feines, äußerst haltb., Steine v. 3 Bfd. Gew., offeriere in Staniolpadung, 41, Seg. netto zu M.6 fr. Nachn. G. Maisch Nachf., Memmingen( bayer. Allgäu) Waarenhaus Hermann Tietz Leipzigerstrasse 46-49. Krausenstrasse 46-49. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend. Soweit der Vorrath reicht. Sonderverkauf für Lebensmittel Gemüse- Conserven Früchte- Conserven Dose Bismark- Bratheringe per Dose 45 Pt. Kaffee, 3 Special- Mischungen in Delicatessheringe verschied. 1/, D.78 1/ 2D. 50 Pf. Anchovis Appetit Silt Thun Fisch in Oel per Dose 110 Cacao lose No. 3 4 pro Pfd. 00 115 135 pro Pfd. 100 120 Cacao holländischer( Bethke) & Pfd. Paket( 60 1/2 Pfd. Paket 85 Pt. Mischung 1 2 3 4 5 pro Pfd. 130 160 210 250 320 Lachs( Cotellets)/ Dose 85 Pf./, Dose 150 Thee Krabben 1/2 Dose 321 Dose 58 Pf. 2, Dos. 115 Macaroni Hausmachernudeln Hülsenfrüchte pro Pfd. 30 Pf. pro Pfd. 34 u. 45 Pt. 1 1/2 Dose Prima Stangen- Spargel Riesenca. 15/18 Stg. 195 108 Prima Stangen- Spargel I 20/24 Stg. Prima Stangen- Spargel II 26/30 Stg. Prima Stangen- Spargel III 82/86 Stg. Prima Stangen- Spargel IV 40/48 Stg. 125 68 Pf. Prima Stangen- Spargel v Mittel 165 88 Pf. 155 83 Pf. Mirabellen( Metzer) Melange Reineclauden Aprikosen/ Frucht 62 36 Pf. 100 55 Pf. 78 44 Pf. Dose 45 1/2 Dose 60 Pf. Dose 32 1, Dose 50 Pf. D. 40 D. 75 Pf. D. 130 Lachs in hohen Dosen 120 65 Pt. 140 75 Pf. 110 60 Pf. No. 1 2 Prima Stangen- Spargel VI Consum 80 50 Pf. 3 Sorten Hannoverscher Stangen- Spargel extra Qualität sehr zart. 1/2 1/1 1/2 1/1 175 95 165 85 150 80 Pf. Pa. Brechspargel Riesen- m. Köpf. 130 70 Pf. Pa. Brechspargel I extra stark m. Köpf. 120 65 Pf. Pa. Brechspargel II stark m. Köpf. 100 55 Pf. Pa. Brechsparge! I m. Köpfen 85 48 Pf. Pa. Brechspargel IV m. Köpfen 70 40 Pf. Pa. Brechspargel ohne Köpfe Erdbeeren( Ananas) Birnen weiss, 2 Frucht Pflaumen/ Frucht Pflaumen in Essig u. Zucker Preisselbeeren 120 65 Pf. 65 38 Pf. Sardellen 56Pf.70 40 Pf. Sardellen ausgewogen 62Pf. Heidelbeeren 65 Kirschen sauer, ohne Stein Kirschen sauer, mit Stein 38 Pf. 95 53 Pf. 68 39 Pf. 8 Stangenzahl wie oben. Früchte im eigenen Saft 1 ohne Zucker, Stachelbeeren -Johannisbeeren- Pflaumen Heidelbeeren, Birnen Picknickdose per Glas 70 Pf. p. Pfd. 100 u. 110 Hummer prima 1/2 Dose 95 Pf. Dose 180 Hummer extra pr. 2 Dose 105% Dose 195 Sardinen: französische feinste Marke ( Diplomat.) 1/4 D. 85 Pf. 1/2 D. 150%, D. 260 Marke Carnot D. 65 Pf. 1 D. 115 Marke Deffes % D. 75 Pf. 1/2 D. 120 32 u. 45 Pf. b. 1 Pfd. b. 5 Pfd. Victoria Erbsen gross 14 13 Pf. Victoria Erbsen klein 13 12 Pf. Grüne Erbsen 14 13 Pt. Erbsen geschält 17 15 Pt. Bohnen weiss, gross, extra 24 22 Pf. Bohnen weiss, gross 18 17 Pf. Perlbohnen 15 14 Pf. s. Kirschen, mit Stein, p. Glas Kirschen, s. ohne Stein, p. Gl. 52 Pf. 65 Pf. Caviar feinste russ. Malossol in Dosen Netto eingew.) 120 1/4 285 1, 450 1, 875 Linsen mittel Linsen gross 23 22 Pf. 18 16 Pf. Diverses Lämmerzungen Ochsenzungen 55 33 Pf. Pa. Brechspargel I ohne Köpfe 45 Kaiserschoten extra fein Kaiserschoten fein 120 65 Pf. 105 58 Pf. Senfgurken, Kürbis in Kugelform, p. Gl. 72 Pf. Zuckergurken p. Gl. 95 Pf. Mixed Pickles 1 Glas 60/ Glas 38 Pf. Cornichons Cornichons Glas 65% Glas 40 Pf. Corned Beef Dose 80 Pf. Käse, Tilsiter per Dose 325 400 Bairischer Schweizer 475 550 Echt Emmenthaler Dose 165 Deutscher Camentbert p. Pfd. 65 Pf. p. Pfd. 80 Pf. p. Pfd. 90 Pf. p. Carton 22 Pf. Feinste Ital. Tafeläpfel 10 Pf. 95 PL Berantiv. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin Drnd u. Verlag: Vorivärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Hr. 239. 21. Jahrgang. 21. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wirtschaftlicher Wochenbericht. 1 V Berlin, 10. Oktober 1904. Bergwerksverstaatlichung. " ant den Dienstag, 11. Oktober 1904. 0 was Tat. er Wasserstand am 8. Dktober. Elbe bei Aufsig 0,54 Meter, bei Straußfurt+ 0,80 Meter.- D der bei Ratibor+ 0,91 Meter, bei Breslau Dresden- 1,92 Meter, bei Magdeburg+ 0,21 Meter. Unstrut bei Ober- Begel+4,70 Meter, bei Breslau Unter Begel 1,52 Meter, bei Frankfurt- 0,49 Meter. Weichsel bet Brahemünde+ 2,18 Meter. arthe bei Bofen-0,18 Meter. Netze bei Usch-- Meter. Witterungsübersicht vom 10. Oktober 1904, morgens 8 Uhr. Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Better Temp. n. C. 5°. 4° R. Stationen Barometer, tand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5°. 4° 9. über das Vorgehen der langen Erzellenz aus Brackwede sogar bis Maßnahmen ein derartiger Ertrag sich herausin solche Blätter strömt, die man sonst gewöhnlich auf seiten der wirtschaften läßt, daß neben der Verzinsung des Agrarier findet. zum Ankauf aufzuwendenden Kapitals dem Staate Natürlich wird die agrarkonservative Presse ebenso wenig wie eine mäßige Rente bleibt. die liberale Handels- und Börsenpresse zu ihrer Stellungnahme Uebernimmt jedoch der Staat die Kohlengruben zu Preisen, Die Stellungnahme der liberalen und konservativen Presse zur Gruben- durch allgemeine volkswirtschaftliche Bedenken bewegt. Auch sie spielt wie sie heute von der Geschäftswelt unter Zugrundelegung der verstaatlichung. Die Furcht der rheinischen Gruben- und Hüttenbefizer in ihren Argumentationen Verstec. Die zunehmende Macht der west- legtjährigen Dividenden herausgerechnet werden, und zahlt er gar vor der Verstaatlichung. Interessen der Berliner Bankfinanz. Die lichen Kohlen- und Eiſenindustriellen und der mit ihnen koalierten obendrein noch den Aktionären ein beträchtliches Agio, dann ist er, Verstaatlichungsaktion des Herrn Möller vom sozialistischen Standpunkt. Berliner Finanz, der starke politische Einfluß beider auf die Res will er die Verzinsung der von ihm ausgegebenen Schuldscheine und Rentabilitätssteigerung des Stohlenbergbaues. Ansprüche der sozialdemo- gierung sind dem ostelbischen Junkertum feit langem ein Dorn im einen mäßigen lleberschuß für den Staatssäckel herausschlagen, Ansprüche der sozialdemo- Auge. Die Schwächung dieser Macht bedeutet eine Stärkung der einfach gezwungen, die fratischen Partei an die Verstaatlichung. bisherige private ihrigen, während andererseits die Eröffnung neuer Einnahmequellen Geschäftspraris fortzusehen, d. h. die Preise Die Hibernia Affäre hat in der kapitalistischen Presse lange für die Regierung die Anziehung der Steuerschraube vielleicht zu auf ungefähr gleichem Niveau zu halten und aus Erörterungen über die Nüglichkeit einer Verstaatlichung der Kohlen- nächst verlangsamt. Bergarbeitern herauszuschinden, bergwerte hervorgerufen. Die Streuz- Zeitung" leistete sich in vorleger Wesentlich anders stellt sich vom sozialistischen Standpunkt die kann. Dann bedeutet die Verstaatlichung nichts anderes, als daß Woche sogar drei Leitartikel über dies Thema, deren Verfasserschaft Verstaatlichungsfrage dar. In liberalen wie fonservativen Blättern der Staat den Grubenbesitzern auch weiterhin einen dem heutigen dem Theoretiker des Agrarkonservatismus, dem Grafen Kanit- findet sich die Auffassung, daß die sozialdemokratische Partei, da sie Gewinn entsprechenden Ertrag aus ihrem Besiz garantiert. Podangen, zugeschrieben wird. Selbstverständlich ist es den libe- die Verstaatlichung aller Produktionsmittel fordert, selbst- Am einfachsten ließe sich die Verstaatlichung durch ein Erralen Gegnern wie den konservativen Befürwortern der Verstaat verſtändlich auch für die Verstaatlichung der Kohlengruben propriationsgesetz bewerkstelligen, das zugleich Normen für die Wertlichung nach ihrer Versicherung lediglich um die Erhaltung einer eintreten müsse, und wenn der Vorwärts" sich gegen die Ver- bemessung des Bergwerksbefizes aufstellt; glaubt aber die Regierung " gefunden" Bolkswirtschaft zu tun. Ihre Meinungsverschiedenheiten staatlichung der Hibernia zu den von Herrn Möller angebotenen aus allerlei kapitalistischen Rücksichten diesen Weg nicht gehen zu können, entspringen nur daraus, daß sie sich über den Begriff der Gesundheit Bedingungen ausgesprochen habe, damit nur bewiesen würde, daß will sie es mit einer Verstaatlichung auf dem Wege des Attienantaufs nicht ganz einig sind. Die Liberalen führen als Gründe gegen die politische Oppositionsluft gegen das jetzige Ministerium stärker verfuchen, dann ist erste Vorbedingung, daß sie durch geeignete Maßdie Verstaatlichung an, daß der Staat einerseits teurer wirtschaftet sei als das sozialistische Prinzip. nahmen die hochgestiegene Bergivertsrente und damit zugleich die als der private Unternehmer bezw. die Aktiengesellschaft, Tatsächlich liegt jedoch die Sache ganz anders. Prinzipiell ist Attienkurse wieder herabdrückt. Mittel dazu finden sich genügend, und daß er andrerseits weit weniger geneigt ist, technische Ver- selbstverständlich die Sozialdemokratie für die Grubenberstaatlichung, 3. B. eine scharfe Konkurrenz der fiskalischen Gruben gegen den besserungen in seinen Betrieben durchzuführen, als der von Kon- und zwar nicht erst in ferner Zukunft, sondern sie hält, wie das privaten Betrieb, Anlegung neuer Schächte auf den staatlichen furrenz vorwärts gepeitschte Einzelunternehmer. Daneben werden bereits im Herbst 1900, als die Kohlenpreise höher und höher stiegen, Kohlenfeldern, Aenderung der Frachttarif Politik. Durchführung allerlei Bedenken gegen den Staatsmonopolismus und die durch ihn in der Berliner Resolution ausgesprochen worden ist, den Kohlen hygienischer Maßnahmen auf den Gruben, und vor allem eine Abbewirkte Berengung des Budgetbewilligungsrechts der Volts- bergbau längst für reif zur Expropriation. Aber änderung des geltenden Berggefeges, die dessen kapitalistische Ausbertretung fowie gegen die Vergrößerung des Beamtenapparates er diese Stellung bedingt nicht, daß sie nun für jede Bergwerkswüchse beschneidet. Vor allem müßte die Mutungsfreiheit, der feste hoben. Die agrarlonservative Presse dagegen findet, daß Verstaatlichung eintreten muß, mögen die Bedingungen sein wie sie Anspruch auf Verleihung des Bergwerkeigentums unter gewiffen Be unferem Wirtschaftsleben durch die Preispolitik des Kohlensyndikats wollen vor allem aber nicht, daß sie jedem staatlichen Antauf dingungen, aufgehoben werden und an deren Stelle nach französischem und noch mehr durch die im Kohlenbergbau hervortretenden Ver- eines beliebigen einzelnen Bergwerts zu rein fiskalischen Zwecken Muster die bloße Konzeffionierung treten, und ferner müßte der Grundsatz truſtungsbestrebungen" die schwerste Schädigung droht. Die Kohle unterstüßen muß. Der Vorwärts" hat gleich nach dem Bekannt des alten Bergrechts in aller Schärfe wieder aufgenommen werden, daß als Grundstoff der Industrie würde monopolisiert, die Konkurrenz werden der Möllerschen Verstaatlichungsofferte die Ansicht aus wer sein Bergwerk nicht in ordnungsmäßigem Betrieb erhält, alle fähigkeit der deutschen Industrie gegenüber der ausländischen ver- gesprochen, daß der Ankauf der Hibernia- Aftien zum Kurse von Rechte verliert. mindert usw., wenn nicht der Staat eingreife. 240 beziv. 245 Proz.( mit Einschluß der Dividenden für 1904 Wenn die Regierung auf diese Art die Verstaatlichung des Beide wollen also nach ihrer Behauptung nichts als die Auf- berechnet) viel zu hoch sei. Dieser Ansicht ist von anderer Kohlenbergbaues einleitet, läßt sich auch vom sozialistischen Standrechthaltung der Bedingungen für eine vernünftige Entwicklung der Seite entgegengehalten worden, entgegengehalten worden, es sei die Ankaufsofferte punkt darüber reden. Für eine Verstaatlichung unter Bedingungen, Voltswirtschaft. Sogar die Rheinisch- Westfälische Zeitung" und das nicht nur nach dem Verhältnis des Kaufpreises zum Kursstand der die den Staat gewissermaßen zur Fortsetzung des bisherigen Aus" Intelligenzblatt des Zentralverbandes deutscher Industrieller", die Aftien zu beurteilen, sondern es müßten die Dividenden und die beutungssystems zwingen, haben wir aber nicht das geringste Deutsche Industrie- Beitung", fämpfen nur für das national- wirt- Abschreibungen der letzten Jahre mit in Rechnung gezogen werden. Intereffe. schaftliche Wohl. Sonderinteressen will feine verfechten. Wer aber Ergebe sich nach dieser Rechnung und das sei bei der Hibernia die Argumentationen im einzelnen verfolgt, sieht bald, daß es der Fall ein Ueberschuß des durchschnittlichen Jahresgewinnes sich für die liberale Presse lediglich darum handelt, den über die übliche normale Berzinsung des Ankaufskapitals, so sei der ,, nach Bildung und Besitz maßgebenden" Schichten nicht ihr Aus- Abschluß des Geschäfts als vorteilhaft anzusehen. beutungsgebiet berengern und von diesem ein Stück abtrennen zu Diese Auffassung ist unrichtig selbst nach kapitalistischen laffen, das sich im letzten Jahrzehnt als eines der einträglichsten Geschäftsgrundsägen. Ein guter Geschäftsmann frägt beim Kauf erwiesen hat. Deutlich flingt durch die Abwehrartikel der rheinisch- einer Fabrit nicht nur, was sie in den letzten Jahren westfälischen Unternehmerblätter das Leitmotiv hindurch:" Ja, wenn Gewinn abgeworfen hat diese letzten Jahre können ja wir gewiß wären, daß es sich nur um die Hibernia handelte, die außergewöhnliche Profperitätsjahre getvesen sein, sondern auch tönnte man allenfalls fahren lassen; aber es werden alsbald weitere wie weit ihr Betrieb sich früher rentiert hat und wie er sich nach Bechenverstaatlichungen folgen. Der ganze Kohlenbergbau soll es der allgemeinen wirtschaftlichen Konstellation weiter rentieren wird. Stationen fein. Und beim Essen steigt der Appetit, auch der Erzbergbau, und Und dieselben Erwägungen fommen bei staatlichen Ankaufsofferten bielleicht sogar die sogenannte Schwer- Eisenindustrie werden der in Betracht. Nach meiner Ansicht ist es aber kaum fraglich, daß die privaten Ausbeutung entzogen werden; denn die enorm hohe Rentabilität des Kohlenbergbaues im letzten Jahrzehnt auf steigenden Staatsausgaben erfordern Geld, und dieses Geld läßt sich Bedingungen beruhte, die nicht als dauernde gelten können. Noch Swinemde. 772 Still leichter durch eine Verstaatlichung des Bergbaues schaffen, als durch in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts waren die Gewinne Hamburg 772 DSD 1 bedeckt Erhöhungen der Verbrauchssteuern oder durch das Tabaksmonopol." recht mäßig, erst mit der Gründung des Rheinisch- westfälischen Franki.a.M. 773 D Ein früherer Redakteur des Vorwärts", Adolf Braun, hat uns Kohlensynditats im Jahre 1893 und der 1895 einfegenden Aufschwungs- München 770 NW 2 bedeckt bor einiger Zeit erzählt, daß ihm schon vor Jahren Herr periode gestaltete sich die Geschäftslage des Kohlenbergbaus günstiger; Bien 767 N 2 bedeckt 8 Steinmann Bucher, 日 der Theoretiker des Bentralverbandes doch ist nicht zweifelhaft, daß trotzdem jene Gewinnsteigerung, wie deutscher Industrieller und Chefredakteur der Wetter- Prognose für Dienstag, den 11. Oktober 1904. bon diesem sie erzielt worden ist, nicht erreicht worden wäre, wenn nicht die Verband herausgegebenen Etwas wärmer, zunächst ziemlich heiter bei mäßigen südlichen Winden; Deutschen Industrie Zeitung", die Regierung durch ihre Eisenbahntarifpolitik und durch die von den später zunehmende Bewölkung und leichter Regen. Befürchtung ausgesprochen hat, die Regierung werde zur Deckung fistalischen Gruben befolgte Geschäftspraxis die Preisbewegung der anschwellenden Staatsausgaben später zur Verstaatlichung unterstügt hätte, und wenn nicht außerdem der südafrikanische Krieg gewiffer fartellierter Industriezweige, vor allem des Bergwerks- und die Einführung des englischen Kohlenausfuhrzolls die Kon allem Sea die Betriebes, greifen. Und tatsächlich spuft diese Ansicht schon seit furrenz Englands in den deutschen Küstengebieten und auf dem Mart an Barwerten sowie riesigen Besitz in Latifundien, Schlössern usw Davos. Schweiz. 1. Der alte Mann hinterließ rund hundert Millionen längerem in den Kreisen der Kohlen- und Hüttenbarone. Charakte- Auslandsmarkt geschwächt hätte. Die Hiberna gehört zu den unter 2. Was von dieser Erbschaft noch übrig ist, fann man jest nur schäßen, aber ristisch ist, daß noch vor einigen Wochen der Zechen- Moniteur, die den günstigsten Bedingungen arbeitenden Gesellschaften des rheinisch- nicht mit einiger Sicherheit angeben. 5. 100. Droschkenkutscher. Effener Rheinisch- Westfälische Zeitung", aus dem Kreise der westfälischen Kohlenreviers, doch selbst an ihrer Dividendenverteilung. V. 42. 1. Ja. 2. Angeblich nur ein Prozent. Die Angabe ist be rheinischen Eisen- Großindustriellen einen Artikel gegen die Möllersche zeigt sich, daß ihre Ueberschüsse im letzten Jahrfünft gewissermaßen deutungslos. 3. Nein. Zipreß. 36 Prozent. Berstaatlichungsaktion brachte, in dem sich folgende interessante Stelle moment nicht genau feststellen. 3. In Breußen nichts; in anderen Ländern 1. 16 Millionen jährlich bom preußischen Staat. 2. Läßt sich im findet: find damit Einnahmen von sehr unterschiedlicher Höhe verbunden. " Mehrere der äußersten Rechten angehörende Blätter fordern Ausländer. Wird sich kaum machen lassen. Fragen Sie an bei Herrn fchon jetzt ganz offen die Verstaatlichung des Bergbaues. Bor Josef Babion, dem Sekretär des Sozialdemokratischen Lesellubs zu Baris, furzem ist ein der Brentanoschen, unsere Regierung so sehr be Rue Lamard 87. Ueber andere Adressen hierzu verfügen wir nicht. einflussenden Schule entstammendes Buch erschienen, das sich mit J. Qu. Rund 2, Milliarden. 6. S. 50. 1. und 2.: Sie dürften der Konzentration im Eisen- Großgewerbe beschäftigt. Das Buch Auskunft erhalten durch Herrn Dr. Babet, hier, Dresdenerstr. 109. schließt mit den Worten: Die Montanindustrie Deutschlands ist reif R. v. St. Nein. Rauchbelästigung. Allerdings ein recht schlimmer für die Expropriation." er steht dafür, daß nicht die fortbestehen? Die Antwort wird vielleicht recht verschiedenartig unterhaltungsblattes des„ Borw." Nr. 203 vom 16. Oftober 1903 Uebelstand unserer Feuerungsanlagen. Es empfiehlt sich, den Artikel des Macht politischer und sozialer Einflüsse die Re- ausfallen. Nach meiner Ansicht ist es jedoch heute schon ziemlich zu lesen. Kernknopp. Schief gewickelt. gierung beranlaßt, nach Jahresfrist sich zur sicher, daß, wenn nicht bereits vorher das Kohlensyndikat zusammen- juppen find lieblich zu leden, werden aber gewürzt mit Schreden". Mirbach. Stimmt:„ HofStärtung ihres Einflusses noch anderer Zech en fällt, es beim Ablauf seiner vertragsmäßigen Geltungsdauer im Schiller. Die„ Spiegelfechterei der Hölle" wird im lezten Aft des„ Fiesko und schließlich des gesamten Kohlenbergbaues zu Jahre 1915 in der heutigen oder irgend einer ähnlichen Form nicht in der zwölften Szene erwähnt, nicht aber in der Braut von Messina", bemächtigen? Und schließlich kommt der Appetit nicht nur mit erneuert werden wird. Die größere Wahrscheinlichkeit spricht viel die dafür das„ Blendwerk der Hölle" aufzuweisen hat. J. R. 27. Ber dem Essen, er kommt auch nach„ Effen". mehr dafür, daß dann ein heftiger Konkurrenzstreit zwischen den in gleichen Sie die Brieftastennolia in Nr. 237 des Borwärts"; allerdings Und in diesem Widerstande finden die Bechenmagnaten die der Bildung begriffenen Hüttenzechen- bezw. Bechenhüttentrusts und nicht Müller, sondern Möller ist richtig. 1904. Amsterdam. 3333. starle Unterstügung der großen Bankfinanz. Als die Regierung an den außerhalb folcher Verbindungen gebliebenen Bechengruppen K. S., Berlin. Ihre Zuschrist wollen wir veröffentlichen, bitten aber, die Verstaatlichung der Eisenbahnen ging, wurde ihr damals die entbrennt. uns vorher Ihre Adresse zu nennen oder in den nächsten Tagen bei uns Aktion durch die Haltung der Bantfinanz wesentlich erleichtert. Außerdem kommt aber bei der Verstaatlichung in Betracht, daß vorzusprechen( nachmittags von 4-8 Uhr). Selbstverständlich können Sie Obgleich die Eisenbahnen die besten Kunden der Banken waren und die Gier, die günstige Situation möglichst auszumuzen, vielfach auf strengste Diskretion rechnen. sich in ihren Aftien und Obligationen ein bedeutendes und profitables zum Raubbau, zu einer irrationellen GrubenJuriftifcher Teil. Börsengeschäft bollzog, waren damals doch die Banken bestrebt, die ausbeutung geführt hat. Nicht nur haben die Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Aktien aufzukaufen, um sie mit hohem Aufgeld der Regierung jüngst Mode gewordenen Bechenstillegungen die auftaufenden von 7 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. zur Verfügung zu stellen. Um einmalige hohe Gewinne zu erzielen, Gesellschaften mit beträchtlichen toten Kapitalien belastet, die StillG. H. Der mündliche Bertrag ist durchaus rechtsgültig. Sft eine verzichteten sie auf die dauernden kleineren Erträge, die fegung bedeutet zugleich in den meisten Fällen eine starke Ent- einbarung jeder Teil bis zum Dritten des legten Duartals zum Schluß des Bohnung mündlich auf ein Jahr gemietet, so kann mangels anderer Ver bisher das Eisenbahnwesen ihnen alljährlich abgeworfen wertung der in den betreffenden ersaufenden Gruben vorhandenen Jahres fündigen. Zieht der Mieter früher, so ist er voll schadensersakhatte. Heute ist man nicht nur flüger geworden, die Verhältnisse zum Abbau geeigneten Flöße. Aber ganz abgesehen von dieser pflichtig. Maurer Bl. Verlangen Sie die sofortige Rückgabe der Kinder haben sich auch vollständig geändert. Die Großbanken sind heute lediglich durch die Profitsucht diftierten Verwüstung wird auch in und wenden Sie sich zwecks Durchführung Ihres Verlangens eventuell an so eng mit der Kohlen- und Hüttenindustrie liiert, sie sind so sehr den Gnruben nur zu oft die Praxis befolgt, die fleineren Flöße das Vormundschaftsgericht, damit dieses das Verkehrsrecht regelt. Es liegt auf das Geschäft mit dieser angewiesen, daß wenn ihnen jene Profit- nicht abzubauen und durch neue Anlagen zu versperren, so daß keineswegs im Intereffe der Kinder, fie der Mutter oder dem Vater ganz quelle abgeschnitten wird, ihre Eristenz in ihrer heutigen Form der spätere Besitzer enorme Kosten aufzuwenden haben wird, um zu entfremden. Der Weg, den Sie zur Regelung der Elternrechte eingeradezu in Frage gestellt ist; beruht doch auf der Beteiligung an sie wieder zugänglich und abbaufähig zu machen. schlagen, muß von der Rücksicht auf das Intereffe der Kinder diffiert sein; auch geschiedene Eltern fönnen einen Weg hierzu finden. Gelingt es auch industriellen Unternehmungen fast die ganze enorme Konzentration, i Unter diesen Umständen ist selbst vom reinen Geschäftsstand- dem Bormundschaftsgericht nicht, eine Regelung durchzusetzen, so droht den die sich seit etwa zwei Jahrzehnten im Bankgewerbe vollzogen hat. punkt aus der Ankauf von Zechen zu einer der Durchschnittsdividende für die Rechthaberet ihrer Eltern doch unschuldigen Kindern Zwangserziehung Ohne zunehmende Beteiligung an großindustriellen Unternehmungen, der letzten Jahre entsprechenden Summe kein vorteilhaftes Geschäft. auf Kosten der Eltern. Gewerkschaftskartell. Die Angelegenheit ist ja ohite fortgesetzte Fusionen und Bertrustungen industrieller Werke Noch weniger aber entspricht er den Anforderungen, welche die sozia- wiederholt im Reichstage besprochen. Wird gegen Entgelt Austunft er und den sich aus solchen Verkuppelungen ergebenden Extra- listische Arbeiterpartei stellt. Die Verstaatlichung hat für teilt usw., so fann der§ 35 G.-D. auf die Leiter in Anwendung gebracht gewinnen ist es heute für die Großbanken kaum mehr möglich, für sie unter den heutigen Verhältnissen nur dann werden. Streichen Sie doch das Erfordernis der Entgeltlichkeit für Un ihre enormen Aktienkapitalien die gewohnten, relativ hohen Divi einen 3 wed, wenn sie die Möglichkeit bietet zu in dem sie sich an Sie wenden, der Organisation beitreten. Die Zahl derer, organisierte. Unorganisierte fönnen ja jeden Augenblick, also auch in dem, denden zu erzielen. Es ist daher begreiflich, wenn die große Bank- einer Besserstellung der Bergarbeiter, Durchführung die das nicht können, ist so außerordentlich gering, daß die etwaige Einfinanz fast noch mehr als das Grubenmagnatentum sich gegen die verschiedener hygienischer Einrichtungen, herabnahme von diesen im Verhältnis zu den infolge der Einnahme erwachsenden Berstaatlichung sträubt und von ihr aus die lärmende Entrüstung fegung der Kohlenpreise, und wenn tros dieser Scherereien wahrlich nicht groß ist. " " GARANT FREI VON SCHADLICHEN BESTANDTEILE UNVERFALSCH UNLIGHT SCHUTZMARKE SEIFE als Hochtonjunkturgewinne zu betrachten find. Im letzten Jahrfünft hat sich allerdings die Durchschnittsdividende auf 12,2 Proz. gestellt, in dem voraufgegangenen, bereits unter dem Einfluß des Kohlensyndikats und des wirtschaftlichen Aufschwunges stehenden Jahrfünft betrug sie aber nur 9,3 Proz. und im ganzen Jahrzehnt 1880/89 nur za. 6 Proz. Die weitere Frage ist: werden diese Bedingungen, welche im legten Jahre die Bergwerksrente höher und höher gesteigert haben, Berlin 772 NND 1 Rebel Nebel 6 Haparanda 756 S 2 Betersburg 771 Still 5 Cort 1 Aberdeen 766 23 772 N 3 Baris Briefkaften der Redaktion. Nein. 1234. Ja. 1 Wunderbarer Duft entströmider Rose von Schiras-von köstlichstem Aroma durchdrungen ist auch die Wäsche, zu der Sunlight Seife ausschließlich verwendet wird. Dieselbe wird nur aus den besten und reinsten Rohmaterialien auf Grund eines eigenartigen vollkommensten Fabrikationsprozesses, durch den der höchste Grad der Verseifung der Fette und Dele erzielt wird, hergestellt und verleiht deshalb dem Linnen jenten wunderbaren Duft und die glänzende Reinheit, welche Haus und Heim anmutig machen. Weil ihre Reinigungskraft eine konzentrierte ist, besitzt Sunlight Seife bei richtiger Verwendung die größte Ausgiebigkeit. Sie ist deshalb eine billige, preiswerte Haushaltungs feife für alle 3wecke. 2wolfig wolfig 1 mollig 1 Ne bel F. M. 2. 61 20 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 11. Dttober. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Rienzi, der Letzte der Tribunen. Neues königl. Opern Theater. Wallensteins Lager. Die PiccoIomini. Deutsches. Maria Friedhammer. Berliner. Alt- Heidelberg. Leffing. Traumulus. Weften. Lucia von Lammermoor. Thalia. Der Weiberkönig. Zentral. Die Fledermaus. Belle- Alliance. August Junkermann als Onkel Bräfig. Anfang 8 Uhr: National. Rigoletto. Schiller 0. allner Theater) Jn Behandlung. Schiller N. ( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). König Lear. Nenes. Die Kronprätendenten. Kleines. Fräulein Julie. Residenz. Eine Hochzeitsnacht. Luftspielhaus. Biederleute. Trianon. Gastons Frauen. Luisen. Mein Leopold. Deutsche Volksbühne. Stuart. Casino. Mutter Gräbert. Metropol. Ein tolles Jahr. Deutsch- Amerikanisches. großen Teich. Maria Ueber'n Apollo. Berliner Luft. Spezialitäten. Palaft. Vom Himmel zur Hölle. Spezialitäten. Herrnfeld Theater. Nur eine Nacht. Am andern Morgen. Urania. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Im Bannkreis der Jungfrau. Hörsaal 8 Uhr: Dr. P. Schwahn: Gebirge und Erdbeben. InvalidenSternwarte str. 57/62. CASTAN'S Friedrichstr. 165. Rosa das gelehrte Pferd! Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Dienstag, abends 8 Uhr: In Behandlung. Komödie in 3 Aufzügen von Mar Dreyer. Mittwoch, abends 8 Uhr: Die Kreuzelschreiber. Donnerstag, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Dienstag, abends 8 Uhr: König Lear. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. Mittwoch, abends 8 Uhr: In Behandlung. Donnerstag, abends 8 Uhr: Johannisfeuer. Kleines Theater Neues Theater. Vereinigte Bühnen unter der Leitung von Max Reinhardt. Anfang 8 Uhr. Fräulein Julie. Mittwoch: Nachtasyl. Donnerstag: Elektra. Freitag: Nachtasyl. Thalia- Theater. Anfang 7 Uhr: Vorzugs- Preise nach dem Umzuge 3721 Plüsch- Portieren, gestickt, alle Farben, a Garnitur, Tuch- Portieren, gestickt, bestehend aus 2 Shawls und a Garnitur 25, 12 bis 6 M. einem Lambrequin 25, 10 M. Wollene Portieren, gestickt a Garnitur 12.50, 9 bis 7 M. Velvet- Portieren, mit Tuch Gewebte Portieren, appliciert, sehr preiswert. 25 M. a Stück 6, 4, 3, 2 bis 12 Die Kronprätendenten. Vorjahrige Muster und Restbestände jetzt zum UmMittwoch: Die Kronprätendenten. Donnerstag: Minna von Barnhelm. 1 Freitag: Die Kronprätendenten. zuge fast die Hälfte des Preises. Teppich- Haus Belle- Alliance- Theater. B. Hurwitz, Rotes Schloß, Dresdenerstr. 72/73. Direktion: Kren& Schönfeld. Belle- Alliancestr. 7/8. Nur noch 4 Gastspiele. Anf. 712 Uhr: Täglich abends 7, Uhr: Durchschlagender Lacherfolg! Lustspielhauser Weiberkönig. ( Guido Thielscher, Lina Abarbanell Fritz Helmerding, Josephine Friedrichstraße 236. Biederlente. Anfang 8 Uhr. Apollo- Theater. Hierauf: 8 Uhr: Die neuen Oktober- Spezialitäten. Berliner Luft. Ausstattungs- Burleske von Benno Jacobson. Musik von Paul Lincke. Sonntag, den 16. Oktober, nachmittags 3 Uhr, bei ermäßigten Paffage Theater. Dida. Speziali Preisen: Frühlingsluft. Ope: täten. Anfang 5 Uhr. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Bannkreis der Jungfrau. Hörsaal 8 Uhr: Dr. B. Schwahn: Gebirge und Erdbeben. Invalidenstraße 57/62. Im Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. von Vorher: Spezialitäten. Metropol- Theater Josef Giampietro a. D. Bender. Josephi. Grünfeld. Frid- Frid. Der größte Erfolg dieses Jahres Ein tolles Jahr. Zentral- Theater Gr. dram- satir. Revue in 5 Bildern. Heute Anfang 72 Uhr. Anfang 8 Uhr. Rauchen überall gestattet. in den Hauptrollen.) Sonntag, nachm. 31, Uhr bei halben Breisen: Charleys Tante. August Junkermann als Onkel Bräfig. Sonnabend: Zum erstenmal: Novität. Die Tugendglocke. ( Madame la Résidente.) Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Vollständig neu ausgestattet! Täglich: Gr. internat. Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Zirkus Busch. Zirkus Schumann. Gala- Sports- Abend. Große Kavallerie- Quadrille. Herr Dir. Busch, 6 engl. Vollblüter. 15 PolarHeute, Dienstag, den 11. Oktober, abends präz. 72 Uhr: bären von Mr. Henriksen. 10 dress. Gala- Parforce- Vorstellung. Elefanten. Die automat.Wunderpuppe. irländ. Jagdpferd. Titus", oftpr. Fuchswallach. ,, Milton", Riesen- Programm! Südwest- Afrika Kolossaler Erfolg der neu engagierten und die vorzügl. Gala- Programm- Nrn. Spezialitäten. Palast- Theater. 1. a. der phänomenale Chinko. Georg Lurich, Rußlands Champion. Anfang 8 Uhr. Ringkampf- Barodie des Auguſt Bürgerliche Schauspiele. Burgstraße 22. Nur noch bis Donnerstag: Die Fledermaus. Kasino- Theater Vom Himmel zur Hölle Athleten Cottrell Powell. Operette in 3 Atten von J. Strauß. Mittwoch: Die Geisha. Donnerstag: Der Bettelstudent. Freitag: Die schöne Helena. Sonnabend: Die Fledermaus. Luisen- Theater. Mein Leopold. Morgen zum erstenmal: Der Registrator auf Reisen. Donnerstag: Hamlet. giftrator auf Reisen. Freitag und Sonnabend: Der Re Lothringerstr.37. Anf. Wch.8, Sonnt.7%. Herr Potpourri Das vollst. neue Oftober- Brogramm. mit Direktor Richard Winkler mit Freiheitspferd. Mons. Perneletts Neu: Bargold und Smiles. Neu! Duo Brisard- Seppel- Werner. Mutter Gräbert. Boltsstüd m. Ges. in 3 Att. v. Reiflingen. Sonntagnachm. 4 Uhr: Der Denunziant. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Zum letztennial: Gewonnene Herzen. Volksstück mit Gesang von H. Müller. Anfang 8 30 als Jupiter. Borher: Das phänomenale Spezialitäten- Programm. Spezialitäten- Programm. Freitag, den 14. Oktober: 40 Krokodile. Direktor Alb. Schumanns neue mod. Dressuren. Zum Schluß: Zum 18. Male. Allabendlich stürmischer Beifall: Michael Strogoff oder: vis- a- vis dem National- Denkmal. Telephon I, 8311. Ehrenpreise u gold Med Bilz Ges. gesch ORED Trinkt BilzBrause. Bestes TeBib alkoholfreies Erfrischungsgetränk. Otto Starick, N.O., Landsberger Allee 6-7. Tel. VII, 1666, Orient. Arnika- Birken- Crême. Schon der vegetabilische Saft allein, welcher aus der Birke fließt, wenn man in den Stamm derselben hineinbohrt, ist seit Menschengedenken als das ausgezeichnetste Schönheitsmittel bekannt, wird aber dieser Saft nach Vorschrift des Erfinders auf chemischem Wege mit dem Extraft der Arnika Pflanze zu einer Crême bereitet, so gewinnt er erst eine wunderbare Wirkung. Bestreicht man abends das Geficht oder andre Hautstellen damit, so lösen fich schon aur folgenden Morgen faft unbemerkbare Schuppen von der Haut, die dadurch blendend weiß und zart wird. Diese Crême glättet die im Gesicht entstandenen Runzeln und Blatternarben und giebt ihm eine jugendliche Gesichtsfarbe; der Haut verleiht sie Weiße, Bartheit und Frische, entfernt in fürzester Frist und alle andren Unreinheiten der Haut. Preis eines Tiegels samt Gebrauchsanweisung M. 3, Doppeltiegel M. 5,-, dreifacher Ziegel M. 7, Versand gegen Nachnahme oder vorherige Geldeinsendung durch das General- Depot 952* 4. großer Elite- Abend Der Kurier des Zaren. Sommerproffen, Keberflecke, Muttermale, Naſenröte, Miteſſer unter Mitwirkung namhafter Gäste. ,, Marianne" oder: Ein Weib aus dem Volfe. Sanssouci. Deutsch- Amerikanisches mod: 20000 Mark Belohnung: Nottbuser Thor- Stat, der Hochbahn. Köpnickerstr. 67. Heute zum Gastspiel Adolf Philipp. 362. Ueber'n grossen TEICH." Anfang 8 Uhr. MALE: Ende 10 Uhr 30 Min. Sonntag nachmittags 3 Uhr: ,, Ueber'n grossen Teich." National- Theater Weinbergsweg 12a- 13b. Dienstag, den 11. Oftober 1904: Rigoletto. Anfang 7, Uhr. Mittwoch: Der Freischütz. Donnerstag: Zar und Zimmermann. Mittwood): Gebrüder Herrnfeld- Theater Ueber 200 Mal: der größt. Herrnfeld- Schlager. Nur eine Nacht zwei Akte aus einer Ehe, und Am andern Morgen Nachspiel zu„ Nur eine Nacht" mit Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Anf.( auch Sonntags) 8 Uhr. Stadt- Theater Moabit. Alt- Moabit 47/49. Deutsche Volksbühne. Gastspiel des Bernh. Rose- Theaters. Carl Weiß- Theat., Gr. Frank. Str. 132. Die Regimentstochter. Zum erstenmal: Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Akten v. Fr. v. Schiller. Anfang 8 Uhr. Morgen: Genoveva. Residenz- Theater. Dit.: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. ( Une Nuit de Noces.) Schwant in 3 Aften von H. Kéroul und A. Barre. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Die 300 Tage. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Vaudeville in vier Aften nach dem Französischen von D. Ennery und Anf. 8 Uhr. Entree 30, num. Pl. 50 Bf. Mart Fournier. Donnerstag, den 13. Oktober 1904: Der Hüttenbesitzer. Skala- Theater. Binienstr. 132( a. d. Friedrichstr.) Sensationelles Programm! Familie Schmekeles Boffe mit Gesang in einem Aft, sowie 30 internation. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. Gastons Frauen. Etablissement Buggenhagen Anfang 8 Uhr. Moritzplatz. Sonntag, nachmittags: Madame X. Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. In den unteren Sälen jeden Abend 8 Uhr: Passage- Theater. Militär- Konzert. Anfang d. Abendvorst. 8 Uhr. Nchm. Wochent. 5, Sonnt. 3Uhr. Das grossartige Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Fritz Steidl- Sänger. Dienstag, den 11. Oktober: Kaiser Josef II. und die Schusterstochter. Mittwoch, den 12. Oktober: Die Lieder des Musikanten. Sonnt., Mont., Donnerst.: Großes mimisches Drama in 8 Bild. mit prachtvollen Licht, Wasser- und technischen Effekten. Birta 250 Mitwirkende. 2 Musikkorps. WINTER CARTEN Neues Programm. LIANE DE VRIES Pariser Sängerin. Hoffmanns Nordd. Sänger. Edi Stadler, Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Alle ausgegebenen Vorzugsfarten gelten. Otto Pritzkows Jodler. Die Asahis, japanische Akrobaten. Morton und Elliot, Papier- Manipulatoren. Pas de Deux oriental. Die 4 Harveys, Drahtseilkünstler. Die Harmony Four, amerik. Quartett. Abnormitäten Ausstellung Marcell Salzer, Vortragskünstler. Münzstr. 16, am Alexanderpl. Feodora, das Weib mit den Löwentatzen. Lebend! Lebend! 32 Jahre alt, 70 ctm. groß. Charlestro, das rätselhafte medizinische Wunder. Nada und Mnemos, Gedankenleser. Eintritt 10 Pf. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger ( Metfel, Pietro, Britton, Steidl, Plättner, Böhme, Böckmann, Walden, Schrader). Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Gustav Behrens SpezialitätenTheater, FrankfurterAllee 85. Das vorzigl. Oktober- Programm. 20 Nummern. Oktober- Programm: Radh jeber Borstellung im Staijerfaal: Neu! Der mysteriöse Elefant Hans Fredy, Humorist. Geschw. Fiocati, Tanzduo. Engelski- Truppe, Dida Russ. Ges.- u. Tanz- Ensemble die Erschaffung eines Weibes aus dem Nichts. 14 neue erstklass. Nummern. Tanz. Weimanns Volksgarten Theater. Badstraße 56, Gesundbrunnen. ( Wunder der Dressur). Neu! Der Schneider in tansend Aengsten. Große Posse. Anfang 7 1hr. Sonntags 5 Uhr. Dienstag: Keine Vorstellung. Wer- Stoff- hat, Mittwoch, den 12. Oktober: fertige Herrenanzug, 20 M., feinste Die berühmte Frau. Butat. 2 Anpr. Für guten Sis belam Howard de Grey, Permane Bros, Agoust- Familie, Barfußtänzerin. Clowns. Jongleure. Larive, französische Soubrette. Das Motogirl. Romsakoffs, Der Biograph. weibliche Kosaken. Fröbels Allerlei- Theater, Schönhauser Allee 148. Jeden Dienstag: Fuhrmann- Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 10 Pf. Nach der Soiree: Familien- Kränzehen. Fernspr. Bons haben Gültigkeit. 20495 Bayrisch Malzextraktbier. VII, 37. Bestes und billigstes all. diätetischen Malzbiere. Unübertroffen. Nährmittel für Bluts arme, Schwächliche und Lungenleidende. Bielfach ärztlich empfohlen. Mehr fach prämiirt. 20 Fl. 3 M. fr. Haus Malz- Extract Bier od.tr.Bahn.Berlin. BrauereiBavaria Berlin NO., Wassmannstr. 28a, Versand nach allen Bahnstat. Kein Flaschenpfand. Das älteste Rester- Geschäft des S.-O. bon Wilh. Mühlbach empfiehlt Refter von Plüschen, Krimmer, Eskimos zu Damenund Kinder Jacketts zu den billigsten Preisen. Grösste Auswahl in fertiger Konfektion. Luftspiel in 3 Atten von Schönthan gold. Mebaille. Ludwig Engel, 10 Oppelnerstr. 10 und Kadelburg. Prenzlauerftr. 23, II.( AlexanderAnfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. play). Gegründet 1892. 36/14 M. Feith, Wien VI, Mariahilferstraße 45. Depot für Deutschland bei Berlin NW. 7 Siegfried Feith, Mittelstrasse 45. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW., Lindenstraße 69. In unserem Verlage ist soeben erschienen: Führer für den::: Militä lilitärpflichtigen Nach den gesetzlichen Bestimmungen dargestellt von W. Schröder Mit ausführlichem Inhaltsberzeichnis, Musterformularen und einem Sachregister Preis 30 Pfg. Porto 3 Pfg. # Der Berfasser behandelt in einzelnen Kapiteln: Von der Wehrpflicht- Das Musterungsgeschäft- Der Soldat im aktiven Dienst Die Entlassung aus dem Heere Der Dienst als Einjährig Freiwilliger Der Berufssoldat. Die Darstellung ist übersichtlich, leicht verständlich und den allgemeinen Bedürfnissen ange paßt, so daß es über die einschlägigen Fragen sichere Auskunft gibt. Jedem Militärpflichtigen ist das Heft zu empfehlen. HALT! Wollen Sie Jhren Husten, Jhre Erkältung oder das Kitzeln im Halse los sein?-Wollen Sie eine klare Stimme haben and von Jhrer Verschleimung befreit sein?-gebrauchen Sie bitte Pascoe's Brust Pastillen à PACKET 25 PFENNIG. Sie werden den Versuch nicht bereuen! Zo hahen in Apotheken und DrogeMen. Möbelverkauf! In meiner Möbelfabrik, Gneisenaustraße 15, am Halleschen Thor, stehen viele Wohnungs- Einrichtungen, ber lichen gewesene und neue Ausstattungen zum sehr billigen Verkauf. Teilzahlung bei ganz geringer Anzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Durch große Gelegenheits- Einkäufe zu billigen Preisen liefere ich gediegene Einrichtungen für 150, 200, 300, 400 Mart, hochelegante von 500 bis 10000 Mart. Ganz besonders empfehlenswert ist der große Vorrat verliehen gewesener und zurückgesetter Möbel, die noch fast neu und im Preise bedeutend herabgesezt sind. Kleiderspind 24, Kommode 18, Sofa mit Auszug 30, Bettstelle mit Matraße 20, Muschelspinde, Vertikos 36, Salongarnitur, Plüschgarnituren 105, Muschelbettstellen mit Matragen 40, geschnitte Büffetts, Bücherspinde, Nathan Wand Baneelofas mit Satteltaschen 85, 129 Sfaliterftr. 129. Die schönsten in neu, 6322* Herren- Winter- Paletots und Anzüge fowie speziel Monats- Garderobe bon Navalieren getragene Sachen, fast neu, für jede Figur passend, speziell Bauch anzüge find in großer Auswahl stets zu staunend billigen Preisen zu haben. Schreibtisch 40, Chaiselongue, Englische Schlafzimmer, Speisezimmer, Salons, auch Jugendstil, sehr billig. Gekaufte Möbel werden 3 Monate kostenfrei aufbewahrt, durch eigne Gespanne ge liefert. Musterbuch gratis. 2152* Eine Markwöchentliche Teilzahlung liefere eleg. fertige Herren- Moden. Nathan Wand Bestellungen n. Maß, tabell. Ausf. 129 Stalikerftr. 129. Hochbahnstation Kottbuser Tor. Bitte auf Hausnummer zu achten. Werkstatt im Hause. J. Kurzberg, An der Jannowikbrücke 1, I. Bahnhof Jannowißbrüde. Am Sonnabend verstarb im Moabiter Krankenhause mein lieber Mann, unser guter Vater, der Maurer 20545 Franz Gerlach. Die Beerdigung findet am Mittwochnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle der Luthergemeinde in Lantwig aus statt. Die trauernde Witwe nebst Kindern. Sozialdemokratisch. Wahlverein für den 2. Berliner Reichstagswahlkreis. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß unser treues Mitglied, der Maurer Franz Gerlach am Sonnabend, den 8. d. Mts. im Moabiter Krankenhause berstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch nachmittags 3 Uhr von der Leichenhalle der Luther- Gemeinde in Lankwig aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 238/1 Der Voritand. Allen Verwandten, Freunden und Belannten die traurige Nachricht, daß unsere geliebte Tochter und Schwester am Sonnabend, den 8. Oktober, verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, Dienstag, den 11. d. Mts., nachm. 4 Uhr, mon der Leichenhalle der Gemeinde Tempelhof am Briger Weg aus ftatt. 20516 Um stilles Beileid bitten Max Deutschmann nebst Familie. Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Gastwirt Bruno Wolff am Sonnabend sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Mittwochnachmittag 31, Uhr von der Halle des Thomas- Kirchhofes aus statt. 6732 Die trauernde Witwe nebst Kindern. Sozialdemokrat. Wahlverein f.d.4.Berl. Reichstagswahlkreis. ( Süd- Ost.) Den Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, daß.unser Genoffe, der Gastwirt Bruno Wolff wohnhaft Stalizerstr. 110, früher Wienerstr. 43. ( Stadtbezirk 110) geftorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Mittwoch, nachmittags 3/2 Uhr, von der Leichenhalle des ThomasKirchhofes aus statt. 244/13 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme, reiche Kranzſpende und tröstenden Borte am Grabe meines innigst geliebten und unvergeßlichen Mannes fage ich hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere den Kollegen der Firma R. Auerbach meinen innigften Dank. 2050b Bertha Hollmann. Am 9. Oktober, abends 71, Uhr, Kranz- und Blumenbinderei| von Robert Meyer, verschied nach langem, schweren Leiden unser lieber Kollege, der Schriftseter Wilhelm Seydler im 44. Lebensjahre. Sein aufrichtiger und ehrlicher Charakter sichern ihm bei allen, die mit ihm gearbeitet haben, ein ehrendes Andenken. 2045b Das Personal der Firma Ullstein& Co. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 13. Oktober, vormittags 10 Uhr, auf dem Heiligfreuz- Kirchhof in Mariendorf statt. Deutscher * Gardinen532L* uur Mariannen- Strafe 2. Rester- Ausverkauf Sofastoffe Vereins- Kränze, u. Arrangements, Bouquets, Guirlanden usw. werden fein u. preiswert geliefert. älterre Muster in weiß und creme zu Gardinenfabrik- Lager Kranz- und Blumenbinderei 1-4enſtern passend, ſpottbillig in dem bon H. Rodewald, Alexandrinenstrasse 1 a. Kränze mit Widmungsschleifen Arrang. zu Festlichkeiten, Bouquets Zopfgewächse jeder Art 2c. preiswert bon Bruno Güther aus Plauen in Sachsen, Berlin O., Grüner Weg 80, part., Gingang bom Flur( kein Laden). Proben nach außerhalb portofrei. ,, Bad Gesundheit". Kronleuchter- Fabrik Berlin N., Elsasserstrasse 39, am Dranienburger Tor. 6262+ Peinlichste Sauberkeit. Gewissenhafte Behandlung Metallarbeiter- Verband Dampf-, Lohtannin u. Kräuterbäder, Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Presser Alfred Neuendorff am 7. Oktober gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 11. Oftober cr., nachmittags 5 Uhr, der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Rirdorf aus statt. bon Rege Beteiligung wird erwartet. 122/12 Die Ortsverwaltung. Für Schuhmacher, Schuhfabriken und Lederhändler! Die erg. Anzeige, daß mit meinem Werkzeug- Geschäft eine Reparatur Werkstatt jetzt verbinde, worin neben Dr. Simmel, Prinzen- erittlaffigen neuen auch fämtl. alten Str. 41, Schuhmacher- Werkzeuge gut aufSpecialarzt für[ 35/ 13* gesett u. bald. ausgeführt werden. Haut- und Harnleiden. F. Bochnig, Berlin SO., 26, 10-2,5-7. Sonntags 10-12. 2-4. Elisabeth- Ufer 39( Ecke Naunynstraße). irus V. Heißluft, Kohlensaure-, Sool- und Wannen- Bäder. Sämtliche Manipulationen genau nach ärztlicher Vorschrift. Bäder für Mitglieder sämtlicher Krankenkassen. Bruch- Pollmann empfiehlt sein Lager in Bruchbandagen, Leibbinden, Geradehaltern, Spritzen, für Gas u. Petroleum. Größte Auswahl. 400 Kronen von 10-700 M. Verk. zu billigst. Fabrikpreisen an Private. Auf Wunsch Teilzahlung ohne Preiserhöhung. Siegel& Co. Prinzenstrasse 33. 3/ Pfund Brot 5³/ ( Backware 6 Std. 10 Pf.) 50pf. Suspensors, fomie sämtliche Artikel Albrechts Bäckereien: zur Krankenpflege. Eigne Werkstatt. Lieferants. Orts- u.Hilfs- Krankenkassen Berlin C., 30. Linien- Straße 30. NB. Alle Bruchbänder mit elastischen Belotten, angenehm und weich 4432* am Körper. atente, Anmeldung, Verwertung, Kauf, Finanzierung In- und Ausland, Ratschläge tostenlos. Prüfung von Ideen. Bequemste Zahlungsweise. 9-4, Sonnt. 11-1. Wolters& Co., Wilhelmstr. 119/120. Riesenauswahl aller Qualitäten. Wolle Reste! Satteltaschen. PlüschMuster b. näher. Angabe franco. Emil Lefèvre, Brain. 158. E. Möbis, Uhren, Koppenstr. 82.* Vers. nur best. neu. Ware fette frische prima Rauch- Aale 1 Stck. ff. Lachs! 1 Dos. ca. 20-25 Brat- od. Delik.-Her. 1 Dos. ff. Oelsard. üb. 100 best. Sardellhr., ca. 3 Pfd.! 1 Dos. ff. Anchovis. 1 F. Kochb. u. 60 Stück ,, ff. Bückl. und ff. Sprott." Alles zus. 4 Mk. p. Nchn. Mit noch 1 Dos. fff. Hummer 43, M. E. Degener, Swinemünde 83. Groß fischerei- Export von 1881. Möbel, 2952* Wrangelftr. 135, Krautstraße 19, ganze Wohnungs: Einrichtungen Falckensteinstr. 28, Lausigerstr. 2. sowie einzelne Stücke äußerst billig. Markthalle Büdlerstr., Stand 222/23. Eigne Tischler- Werkstatt. Berlin O. Markthalle Andreasstr., Stand 16/18. Wiehr, Petersburgerstr. 62. Centrale: Borhagenerftr. 13. Für Vereine! Frei geworden: Erster Weihnachts- Feiertag. 6462* Buss' Salon, Gr. Frankfurterstr. 85. Ch. Theel. Uhren, Grammophone, Goldwaren sowie sämtliche Zubehörteile; Reparaturen, Platten billigst. Franz Henschke, N., winemünderstr. 39. Tel. Amt III. 5008. 2542 ohra ARGARINE ist gleich Naturbutter A ein vorzügliches Nahrungs- und Genussmittel, jedoch im Preise bedeutend billiger. aus der Volkstümlichen Ausstellung Telegramm für Schule, Haus und Herd zu Berlin: A. L. Mohr, Aktien- Gesellschaft, Altona- Bahrenfeld. Ausstellungserfolg: Goldene Medaille und Ehrenpreis." Ausstellungsbesucher spendeten Mohra" ungeteiltes Lob." Bis jetzt 24 Medaillen und Ehrenpreise! A. L. Mohr, Aktien- Gesellschaft, Altona- Bahrenfeld. Filiale Berlin C 2, Neue Friedrichstr. 37. Turmstr. 76. Lachmann& Scholz Otto- Str. 1. Diese Woche: Ausnahmenreise für Kleiderstoffe und Damenhüte! Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, geben wir doppelte Rabatt- Marken. den 11., den 12., den 13. des Monats Spezial- Geschäft für Damen- Kleiderstoffe BERLIN O., S.Weissenberg Gr. Frankfurterstr. 126, Ecke Neue Damen- Kleiderstoffe für die Herbst- Saison. Kostüm- Stoffe in englischem Geschmack Phantasie- Stoffe in Herrenstoffmustern für Schneiderkleider Meter 1.25-1.50 • Meter 1.60-1.75 Meter 1.75-2.00 Meter 1.75-2.00 Zweiseitige Gewebe für fussfreie Röcke und Kostüme. Neue Seiden- Gewebe Neue Blusen- Stoffe, gestreift und kariert Neue Plaid- Schotten • . Ein großer Posten Cheviot Ein großer Posten Diagonals Meter 1.00-1.50 • Meter 1.00-2.00 • Meter 0.75-1.50 35-1.75 • Meter 1.35-1.758 Kostüme, Röcke, Blusen und Jupons in bekannt großer Auswahl zu enorm billigen Preisen. Nur 12 Minuten vom Bahnhof Grünau entfernt wird ein neues Terrain am Falkenberge erschlossen. 6602* Nur bis zum 15. Oftober 1904 werden noch 50 Barzellen zu Ausnahmepreisen von A.Wormann Kottbuser Tor Dresdenerstraße 1 Haltestelle Hochbahn empfiehlt sein streng reelles Lager in fertiger 1 M. 10 Pf. an pro qm netto Bauland Herren- und Knaben- Garderobe unter günstigsten Zahlungsbedingungen verkauft. Hochbau und Landhausbau gestattet. Näheres von 10-6 Uhr im Restaurant Meier, Straße am Fallenberg 19 bei Grünau.( Firma und Nummer beachten!) Jedes Wort: 5 Pfennig. Das erste fettgedruckte Wort 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Spottbilliger Bettenverkauf, Gardinenverkauf, Pfandleihhaus Weidenweg neunzehn. zu staunend herabgesetzten Preisen; ebenso sein unter Garantie des guten Sitzes. Schneider- Atelier für Maßanfertigung 635L* Berlin SO. 16, H.& P. Uder, Engel- Ufer 5. Tabakfabrik. Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer in Zigarren, Zigaretten, Rauch-, Kan- und Schnupftabaken. Amt 4, 3014. 448L* H. Preuss, Swinemünderstr. 66, 1. Etage, Cigarren und Tabak- Fabrik und Engros- Lager( Tel. III 6949) bekannte billigste Bezugsquelles. Händler, Neu- Etablierungen zc. Specialität: Pre- Ussina- Cigarren gefeßlich gesch. Specialmarken f. Kenner, in allen Breislagen überall läuft. Kleine Anzeigen. Möbel, Teppiche. Durch Zufall Feinfeines ostfriesisches Hammel- Ringschiffchen, Bobbin, Schnell habe ich große Partien Waren wieder Gemüsefleisch 9 Pfund franko 4 Mart. näher, ohne Anzahlung, Woche 1,00, getauft. Offeriere deshalb, soweit der S. de Beer, Emden 4. 37/ 16* gebrauchte 12,00. Postkarte genügt. Borrat reicht, spottbillig: hochelegante, Restauration, altes Geschäft, sofort Stöpniderstraße 60/61." Große Frant neue Nußbaumeinrichtungen sowie einzelne Möbelstüde, Büffette, Schreib- 3u bertaufen Dalldorferstraße 5 part. furterstraße 43. Prenzlauerstraß 59/60. Grünframgeschäft mit Rolle unter + 54* tische 26,00, Bücherschränke, Wasch äußerst günstigen Bedingungen wegen toiletten, Ankleideschränke, SäulenSpottbilliger Baletotverkauf, trumeaus 30,00, Salongarnituren, anderweitiger Geschäftsverhältnisse soJadettanzüge, Gehrodanzüge, Damen- Paneelsofas, Lische, Bellſtellen, Ruhn, fort zu verkaufen Moabit, Zwingli Verschiedenes. garderoben bemerkenswert. Pfandleihe betten mit hocheleganten Diwan- ftraße 7. 119596* Weidenweg neunzehn. + 54* deden 22,50, prachtvolle, ertragroge Frettchen, Nebe, Maultörbchen Spottbillige Teppiche, Steppdecken, Salonteppiche 18,00 und 25,00, wunder billig. Schnelle, Große FrankfurterInlette, Aussteuerwäsche. Wiederver- schöne Zimmerteppiche 8,00, Spachtel- straße 13. fäufer vorteilhafte Einkaufsquelle. stores, reichgestickte Plüschportieren, Pfandleibhaus Weidenweg neunzehn. Steppdecken, Tüllgardinen, PlüschRegulatoren, Freischwinger, tischdecken 5,00, Küchenmöbel, BiaTaschenuhren, staunenerregend Pfand- ninos, Bilder, Kronen, Uhren spottleibhaus Weidenweg neunzehn.+ 54* billig nur im großen Möbel- BerkaufsBetten, Wäsche, Tischdecken, Bilder, Speicher( nhalter Bahnschuhen Spiegel, Möbel, Regulatoren, Remontoiruhren spottbillig. Leihhaus Neanderstraße 6. 33/ 6* Möckernstraße 25, direkt Hochbahnhaltemaffen, Wirtschaften kaufe jederzeit stelle. Ganze Warenlager, Konkurs 438* Schlafsofa 20,00, Bettstelle, Ma traße 15,00, Pallisadenstraße 23, Tapezierer. Nähmaschinen aller 38/15 Systeme, ohne Anzahlung, wöchentlich 1,00. Fünf Jahre Garantie. Unterricht im Sticken, Stopfen gratis. Postkarte genügt. Borhagen 4, Frankfurter Allee 10. Wienerstraße 6, Aderstraße 113, AltSaal! * Festlichkeiten, Bereinszimmer. Annenstraße 16. Vereine. Tanzschule Grupe, Annenstraße 16. 4,50( Monat). Sonntagskurse 3,00, Dienstagskurse 20095 für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12Uhr, in der Hauptexpedition Lindenstrasse 69 bis 5 Uhr angenommen. Vermietungen. Zimmer. Möbliertes Zimmer, Parteigenossen. Charlottenburg, Leibnizstraße 84, 2. Quergebäude parterre. Hartfiel. +139 Möbliertes Zimmer vermietet billig Hellwig, Charlottenburg, SophieCharlottenstraße 31. +139 Schlafstellen. Möblierte Schlafstelle zu ber mieten bei Barth, Strautstraße 18, vorn III. +54 Schlafstelle, möblierte, Charlotten Nat in vermieten. * Tüchtigen Rahmenmacher, Winterarbeit, 36 Mart, verlangen Wittler u. Klupsch, Wallstraße 55. 20426 Korbmacher, Mattarbeit, dauernd. Linienstraße 230. 20386 Geldschrankschlosser berlangt Brandes, Mexandrinenstraße 118. Schloffer auf bessere Treibarbeit berlangen Gebrüder Snigola, Alte Jakobstraße 8. = 20376 Aufwärterin verlangt Belforter ftraße 7, I lints. +67 Maschinen Näherinnen verlang' 20526 Seeger, Kolbergerstraße 3. Krawatten, Bindenarbeiterin, Lefr mädchen verlangt Seidel, Tegeler Straße 29. 193 Wir suchen sofort eine Köchin, die Siemens, Schuckertwerke, Unfallsachen, Strafsachen, EinBrunnenstraße 97( Boltsanwalt.) gabengesuche, Raterteilungen. Betsch, Patentanwalt Dammann, Dra- burg, Engliſchestraße 26, of I, zu für 600 Personen tochen kann. Konfumnienstraße 57, Morigplatz. Patentsachen bis abends acht. 18646* Fahrrad umständehalber spottNechtsbureau( Allegander- Plaz), Mietsgesuche. Gekaufte Erfahrener 24688* billig. Wienerstraße 37, Restaurant. Kurzestraße achtzehn! Anständiges Mädchen sucht SchlafNähmaschinen! Zahle bis 10,00 Prozeßbeistand! Ghetlagesachen, Inter- stelle, allein, Wedding. Bischoff, Sparr+93 bei Stauf oder Nachweis. Alle Systeme.ventionen, Strafsachen! Eingaben- straße 5, of IV. Teilzahlung. Postkarte. Treumann, Waldemarstraße 70. 20476 und laffe diefelben zu coulanten Bedingungen versteigern. Möbel lagern kostenlos. Möbel, Sofa, Seffel, Büfett verkauft billig Anders, Strausenstraße 25. Gute Möbel, Nähmaschine, Damenwäsche, billig. Reich, Buttmannstraße 20. 20106* Zwei Bände Deutsches Reichsgefegbuch billig zu verkaufen. Rügener Linoleum- Specialgeschäft, Wachsstraße 4 bei Richter. +14 tuche, Tapeten, Teppiche, Läufer, Reste. Müller, Holzmarktstraße 52.* Bigarrengeschäft, Eckladen, 31 Jahre bestehend, krankheitshalber, soniederlage Große Frankfurterstraße 9, Teppiche mit Farbenfehlern Fabril- fort zu verkaufen. Anklameistraße 38. parterre. + 37* Klavier billig verkäuflich, Schlefischestraße 1, II. +23 Betten, Wäsche, Tischdecken, Bilder, Spiegel, Möbel, Regulateure, Remontoiruhren spottbillig. Leihhaus Grüner Weg 113. 33/ 9* Teppiche, Steppdecken, Gardinen, Portieren spottbillig. Leihhaus Grüner Weg 113. 33/ 7* Teppiche, Steppdecken, Gardinen, Bortieren spottbillig.Leihhaus Neander straße 6. 33/ 8* Teilzahlung. Teppiche, Betten, Stepp decken, Gardinen, Portieren, Regulatoren, Remontoiruhren, Bilder, Spiegel, Möbel spottbillig. Leihhaus Grüner Weg 113 und Neanderstraße 6. Gardinenhaus Große Frankfurter ftraße 9, parterre. + 37* Hochvornehme Herren Anzüge, Winterpaletots, borjährig, aus feinsten Maßftoffen, 18,00-38,00. Deutsches Fahrräder, Teilzahlungen, hundert* fünfzehn Mart, Invalidenstraße 148 Bersandhaus, Jägerstraße 63 I. ( Eingang Bergstraße), Stalizer48* D * gesuche! Raterteilung. 122/ 16* Rechtsbureau!( Andreasplay), Grünerweg vierundneunzig. Langfähriges! Erfolgreichstes! 20206* Aufpolsterung! Sofa 5,00, Matrage 4,00, auch außerm Hause. Bachmann, Blumenstraße 35 b. 18* Flickschneider, spottbillig, guts fiend, schnell, geübt. Aenderungen, Reparaturen, Garderobenreinigung, sucht Kundschaft. Ebert, Frucht+ 54* Achtung! Genossen des sechsten Bahltreises mache auf mein Schuhwarengeschäft, verbunden mit Reparaturwerkstatt, aufmerksam. Preise. Wilhelm Krause, Choriner ftraße 15. Hochvornehme Herrenhosen aus Maßftoffen Zigarrengeschäft, äußerst gute straße 46. 9-12 Mark. feinsten Verkauf Sonnabend und Sonntag. Lage, fonkurrenzlos, Berliner Vorort, Versandhaus Germania, Unter den Hauptverkehrsstraße gelegen, sichere Linden 21. Keine Filialen. 2495* Griſtenz, sofort oder später frankheitshalber verkäuflich. Miete 650 Mart inklusive Wohnung. Offerten A. B. 34 Boftamt 36. +23 Hohlroller, Junghähne 5,00, Bauer, Chorinerstraße 34. +67 bon an. 25* 18776* 20326 Solide Nähmaschinenreparaturen wer den schnell und billig in meiner eignen Werkstatt ausgeführt. Bell mann, Gollnowstraße 26, nahe der Landsbergerstraße. 2395* Arbeitsmarkt. +136 berein Nonnendamm. +79 Zigaretten Arbeiterin berlangt Ben Schira, Greifenhagenerftetaße 14. Knabenpaletot- Arbeiterin verlangt Laaser, Brunnenstraße 84 II, Fabrikgebäude. 48 Wirtschaftsschürzen- Arbeiterinnen verlangt Michalowig- Fingerhut, Spandauerstraße 65/67. 146/ 14* Stellengesuche. Humorist Mar Schmelzer wohnt mit zwölf Arbeitern einer großen Für die Leitung der Werkzeugmacherei Stettinerstraße 57. rheinischen Werkzeugmaschinen- Fabrik wird + 107* Stellenangebote. 18566* 19556 10 M. 1012* M. Hertscheg, Plauen i. B. BlusenSchneider u. Schneiderinnen, die bei tadellofer Arbeit große Boften liefern können, finden dauernde Beschäftigung zu guten Löhnen. Meldung mit Brobearbeit bei 37/ 9* Jacobowski& Wall, Nebenverdienst für jedermann. als Meister Austunft gratis. Herm. Wolf, Zwidau, eine geeignete Persönlichkeit gesucht, Reichsstraße 44. welche in solcher oder ähnlicher Stel Galvanoplastiker. Eine leistungs- lung bereits mit Erfolg tätig gewesen fähige Galvanoplastik zu Berlin, sichere ist. Ausführliche Angebote nimmt die Eristenz, sucht einen tüchtigen Gal- Expedition dieses Blattes unter B. 3 vanoplastiter behuss späterer Ueber- entgegen. 19475* + 98* nahme des Geschäfts. Etwas Kapital täglich und mehr können erwünscht, jedoch nicht unbedingt erLeute jed. Standes durch forderlich. Offerten an Expedition des Verlauf zugkräftiger Ar Blattes: A. 3. tikel verdienen. Lehrling sucht Barbier und Friseur168* 19815* geschäft Ererzierstraße 11. Pahr wohnt Brunnenstraße 116. Bockschneider und Kreuzer sucht Pfandleihe Markusstraße 27a. 19985* D. Meier, Antifleistenfabrit, Kaftani n +67 Lerika und alle andren Bücher Allee 79. Glafer fucht Bilderfabrik Leo auft, beleiht Hannemann, Koch+67 2488 Rechner, Fransedistraße 6. Straße 56 I. Amt I 8831. Fahrräderankauf, Möbel, Pianino- Anschläger verlangt Lindauer +117 Razlaff, Schönhauser Beleihung. Allee 163a. Korbmacher, 4-6, auf„ MattBandwürmer mit Kopf, frisch in arbeit", den ganzen Winter sichere, Spiritus eventuell Wasser, taufen a fefte Beschäftigung, verlangt Fechner, +133+ 2 Mart Linnaea, Invalidenstraße 105. Weißensee. Mittagstisch! 0,50 mit Bier, Haufierer, Haufiererinneu tönnen Apfelwein, Kaffee. Täglich drei Ge- sich melden Neue Friedrichstraße 71, +54 Handwerker Berkehrslokal, IV links. Annenstraße 16. Zwei Korbmacher auf grün, edig Vereinszimmer, renoviert, vierzig und Reparatur verlangt Richter, verlangt sofort H. Winkler, Weißensee, König- Chauffee 61.+133 Steinsehmeister, Behlendorf, Mittel2482* straße 65. Steindrucker Lehrling verlangt ftraße 7. Vereinszimmer, 30 und 40 Per Jocoby& Comp., Poststraße 27. sonen, mit Pianino zu vergeben. Buchdrucker- Lehrling perlangt Achtung! HolzbearbeitungsMorig Mix, Stalizerstraße 59. Jacoby& Comp., Poststraße 27. Vereinszimmer ชน bergeben Arbeitsbursche, intelligenter, zirka maschinen- Arbeiter! Swinemünderstraße 95, Mollenhauer. 15 Jahre, Sohn achtbarer Eltern, Wegen Differenzen find die Firmen Ein Vereinszimmer zu vergeben wird verlangt Charlottenburg, Frieb, M.& F. Berndt, traße 78, bei Sturt, Laufiberstraße 46.+ 21* bergstraße 7, Raden. Schreibmaschine, Buchführung, Stenographie, Sprachen. Salomon, +123 Lühr& Wiese Nachfolger Karlstraße 26. Heizer für Zentralheizung sofort Rüdersdorferstraße 26, Fahrradgesuch. Billiges, gebrauch gesucht. Meldungen abends 7-8 bei tes, taufe fofort. Preisangabe und. Jandorf u. Co., Belle- Alliance- gesperrt. 75/ 20* Der Vorstand. erbeten. Besichtigungszeit Friese, straße 1/2, im Hauptkontor, 4. Etage. Verein der Schuhmacher. +54 Landsberger Allee 50. Vereinszimmer zu vergeben, auch Sonntags. Erdmann, Reichenbergerstraße 16. 2053b 20076 Bersonen, Pianino Kommandanten $ Steppdecken. Gelegenheitskauf. ftraße 40. Bunt Cretonne 2,85, Similiseide 4,85, Nähmaschinen sämtlicher Systeme Wollatlas 4,85, fehlerhafte SchlafNefte für Knabenanzüge, Mädchendecken 1,50, 2,50, 2,85, Teppichhaus ohne Anzahlung, Woche 1,00. Ge Emil Lefèvre, Dranienstraße 158.* brauchte spottbillig. Postkarte genügt. jadetts, Mäntelstoffe, Zuschneiden gratis. Swinemünderstraße 85 ,, I. †+ 108* Frankfurter Allee 10, am RingTeppiche, Gardinen, Plüschportieren, bahnhof. Alt- Borhagen 4, Ecke Neue Betten, hochfeine, 17,00. Michel, Steppdecken, Diwandecken, Läufer Bahnhofstraße. + 142* Dresdenerstraße 38. 20436 stoffe, Möbelstoffe spottbillig. Conrad Gaskocherhans! Einlochgas Schankgeschäft, Baugegend, große Fischer, Potsdamerstraße 100. 24868* focher! 0,80. 3weilochgastocher! 3,00. Bohnung, passend für Anfänger, Teppiche( fehlerhafte), Gardinen, Dreilochgastocher! Gasbratöfen! 6,00 billig verkäuflich Nigdorf, Kaiser Portieren, Tischdecken, Sofabezugreste, Gasbügelapparat! Gasplätteisen spott- Friedrichstraße 176. 20336 Läuferstoffe, spottbillig. Stoehr, Münz- billig! Wohlauer, Wallnertheater- Halbrenner und Damenfahrrad, ftraße 17, Eingang Königsgraben. straße 32. straße 3, Schöneberg. 39 modern, sehr guterhalten, sämtlicher Teppiche!( fehlerhafte) in allen Bronzegaskronen! dreiflammig! Zubehör, umständewegen 45,00. Große Größen für die Hälfte des Wertes 6,00. Gaslyren 1. Schaufenster- Frankfurterstraße 14, Hof geradezu. im Teppichlager Brünn, Hackescher Gasbeleuchtung spottbillig. Wohlauer, Markt 4, Bahnhof Börse. 142/ 12* Wallnertheaterstraße 32. Herrenrad, 35, tadellos, Pranke, 38* Borndorferstraße 60. +54 Betten, guter Stand 20,00, zwei Bronzekronen 6,00, 2hren 1,50, Restauration, guter Umfab, sofort gute rote zweischläferige Dedbetten, Bandarme 0,65, vier Stopftiffen, sind sofort billig Gasplätteisen 2,25. Schröder, Hochmann, Staligerstraße 7. Gaskocher 0,75, billig verkäuflich. Erfragen Schöne20355 richte. Lippehnerstraße 10, I rechts, an der straße 43. Greifswalderstraße, zu verkaufen. 41* Nufbaumtisch, Stühle, Bettstellen, Sofas, größte Auswahl, Eisenöfen, gebrauchte, neue 2,00 Schreibtisch, Sofa, Brennaborrad ver21 Mart an, direkt in der Fabrit öfen. Germanenöfen. Gasöfen 6,00. Straße 22. Dauerbrandöfen 11,00. Cadé fauft billig Neustergerling, Ritter Blumenstraße 35 b. Kochmaschinen 14,00. Schröder, HochKinderbettstelle, Kinderwagen, straße 43. 18765* Möbelverkauf in meiner Möbel Sportwagen, gebrauchte, zurückgesezte, fabrik Wallstraße 80-81, nahe Spittel spottbillig. Schneider, Kurfürsten markt. Infolge des großen Umzugs straße 172. befinden sich am Lager viele zurüd Möbel. Ganze Wohnungs- Ein+ 136* gejezte und verliehen gewesene Möbel, Die wie neu find, richtungen auf Teilzahlung sicheren Kleiderspind, Steppdecken billigst Febrit Große Bertito 27,00, Ausziehtisch 16, Muschel Leuten bei ganz geringer Anzahlung Frankfurterstraße 9, parterre.+ 37* bettstelle mit Federmatraßen und zu billigen Preisen, liefert die Möbelfabrit August Krause, Schüßenstr. 72, Möbelfabrik Dranienstraße 58, Steillissen 36, Taschensofa 50, Baneel tein Laden, Berkauf vorn I und im am Morikplak, direkt Fabrikgebäude, sofa 70, Waschtoilette 20, RuheFabrikgebäude. 2481* fein Laden. Wegen Aufgabe der bett 25, ganze Einrichtungen billigst. Möbeltischlerei liefert geschmad- Lieferungen an Wiederverkäufer gebe Transport frei. 38/ 16* volle Wohnungseinrichtungen sowie jest direkt an Privatleute zu bedeuGelegenheitskäufe: Paletots, Antend ermäßigten Preisen folgendes: Moderne Küchen. einzelne Möbel. Große Auswahl. Stein Laden, nur leiderspind 23, Schlafsofa 30, Chaise- züge, Hosen, Steffel, Schirme, Betten, Teppiche, Steppdecken, Gardinen spottKeller und Hinterräume. Teilzahlung. longue 17, Bettstelle mit Matraße 19, billig. Rude, Oranienstraße 131. Harnad, Tischlermeister, Dresdener Trumeau 30, Muschelspind 27, Baneelfiraße 124. 5* fofa 50, Plüschsofa 42. Das 25jährige Operngläser, Koffer, Revolver, Bestehen meines Geschäftes bürgt für Teschings, Zithern, Harmonikas, Bildhauerbank sucht Czoret, MusHerrenfahrrad, gut erhalten, ver- Reellität. Gekaufte Möbel tönnen Geigen spottbillig. Zude, Dranien tauerstraße 44, Quergebäude II, bei tauft Dresdenerstraße 58, III rechts. fostenlos lagern. Teilzahlung ge- ftraße 131. stattet. Kanarienhähne, Vorsänger, Neißzeuge, Uhren, Ketten, Ringe, Papagei, grauer, entflohen. Gegen Stamm Seifert, verkauft Krebs, Krawattenstoffe, große Auswahl, Brillanten, Goldsachen, Regulatoren, Belohnung abzugeben. Dust, CharKöpenickerstraße 154a. +146 Wallnertheaterstraße 30. 17805* ipottbillig. Luce, Oranienstraße 131. lottenburg, Spandauerstraße 16. Beraatio. Nedalteurs: Paul Büttner. Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts 17215* Cigarren, gut abgelagerte Ware, empfiehlt Richard Böhme, Cigarren geschäft, Krummestraße 44, Charlotten burg. 24835* 20345* Rarge. 24* +23 * +134 Lehrling verlangt Kunstglaserei, Rottbuserdamm 101. Taubenftr. 46. Rammer und 20415 Warschauers Bahlstelle Strausberg. In der Schuhfabrik von Fritz Kobisch Fahrstuhlführer, jüngere, schon geprüfte, jofort verlangt. Meldungen 6-7 Uhr abends bei A. Jandorf u. Co., Belle- Alliancestraße 1/2, im Hauptfontor, 4. Etage. 468 in Strausberg sind Differenzen schon in industriellen Etablissements liche Zwider die Kündigung ein. Maschinist, gelernter Schloffer, der ausgebrochen und reichten heute sämt Dampfmaschinen bedient hat, fofort Wir ersuchen die Schuhmacher verlangt. Meldungen 7-8 abends Strausberg zu meiden und den Zus bei A. Jandorf u. Co., Belle- Alliance- zug fernzuhalten. straße 1/2, im Hauptkontor, 4. Etage.) Die Ortsverwaltung. Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW