Nr. 243. Abonnements- Bedingungen: Abonnements- Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pig. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Bost- Beitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Der radikale Parteitag. Sonnabend, den 15. Oktober 1904. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. rechten und einem linken Flügel. Der Werdezustand der jungen Partei die vorherrschende. In Toulouse hat sich die bürgerliche Organisation prägt sich am schärfsten darin aus, daß jeder Partei- Demokratie nicht zum erstenmal, wohl aber zuerst so nachdrücklich flügel in der Kammer seine besondere Frattion befizzt. Im Laufe und so konkret zur Sozialpolitik bekannt. Der Schwerpunkt der Paris, 18. Oftober.( Eig. Ber.) des letzten Jahres hat sich von der linksradikalen Fraktion noch eine Prinzipienerklärung von Toulouse liegt auf sozialpolitischem Der vierte Jahreskongreß der„ radikalen und sozialistisch- kleine Deputiertengruppe abgespalten, die aber offiziell sozialistisch- Gebiete. radikalen Partei", der vom 6. bis zum 9. Oktober einschließlich in radikal" geblieben ist. Der Unterschied zwischen den beiden Flügeln In rein politischer Beziehung ist namentlich das Votum betreffs Toulouse tagte, bietet in mancher Beziehung ein allgemeines ist fachlich, von der Phraseologie abgesehen, ein Unterschied zwischen der Trennung zwischen Kirche und Staat hervorzuheben. Freilich Interesse. halben und ganzen, schwankenden und folgerichtigen bürgerlichen eine uralte demokratische Forderung, aber diesmal, wo sie der VerZunächst hat er viel deutlicher als seine drei Vorgänger gezeigt, Demokraten. Gut bürgerlich sind sie beide. Der Sozialismus" wirklichung sich zu nähern scheint, ist es von Bedeutung, daß der daß die Radikalen es mit ihrer jungen Partei- Organisation ernst der Linksradikalen hält am Privateigentum der Produktionsmittel Kongreß die Partei- Abgeordneten verpflichtet hat, unter Androhung meinen. Das verdient hervorgehoben zu werden angesichts des alt- ebenso fest wie der Antisozialismus aller bürgerlichen Parteien. Ihre des Ausschlusses aus der Partei für die Trennung zu votieren. eingewurzelten chaotischen, organisationslosen Zustandes des bürger- Berechtigung zum Vornamen, Sozialisten" leiten die Linksradikalen her Es sei noch erwähnt, daß Ministerpräsident Combes in seiner lichen Parteiwesens in Frankreich. Die radikalen Kongresse einmal von der rhetorischen Betonung ihres Strebens nach sozialer Antwort auf eine Begrüßungsdepesche des Kongresses die Autorität von 1901 bis 1904 find ja hierzulande überhaupt die Gerechtigkeit" und dann von ihren sozialreformerischen Forderungen, desselben feierlich anerkannt hat, die Gewißheit aussprechend, daß ersten und bisher einzigen Kongresse einer bürgerlichen einschließlich der Verstaatlichung der Bergwerfe, der Eisenbahnen feine" Partei den Bloc aufrecht erhalten werde, der allein die vier Partei, die auf den Namen einer Parteivertretung Anspruch und des Bankwesens. In der einstimmig zu Toulouse votierten Reformen verwirklichen könne: die Einkommensteuer, die zweimachen können. Sonst hat man es hier nicht über lose, meist sehr Prinzipienerklärung links radikalen Ursprungs wird der„ Sozialis- jährige Dienstzeit, die Altersversicherung und die Trennung zwischen lose Propaganda- und namentlich Wahlorganisationen gebracht, die mus" mit dem Privateigentum in dieser utopischen Weise versöhnt: Kirche und Staat. Desgleichen hat Léon Bourgeois, dem kürzlich ohne eigenes Leben und ohne eigenen Willen, ohne verantwortliche Die friedliche Umgestaltung der ökonomischen Bedingungen soll dem von reaktionärer Seite fälschlich Spaltungsgelüfte nachgesagt wurden, Preß- und Ausführungsorgane von oben selbstherrlich regiert werden Proletariat ermöglichen, das„ Eigentum an seinem Wert- in einem Schreiben an den Kongreß mit allem Nachdruck für die von den parlamentarischen und journalistischen Parteileuchten. Die zeug und die berechtigte Entschädigung für seine Arbeit zu erlangen Fortführung der Bloc- Politik Stellung genommen. Drganisation bildet da ein Anhängsel der parlamentarischen Fraktion und es so des Privateigentums teilhaftig zu machen, dieser Be- Die Radikalen dürfen mit ihrem Parteitage in jeder Beziehung oder bei den Klerikalen, die über die reichsten und leistungs- dingung seiner Freiheit, seines Wohlstandes und seiner Würde." zufrieden sein. Er verspricht ihnen eine Stärkung ihrer Organisation fähigsten Wahlorganisationen verfügen ein Werkzeug der Mönchs Daß die sozialistisch- radikale" Prinzipienerklärung ohne Debatte und ihres Einflusses in und außerhalb des Parlaments. Für die orden und der Kirche. An Stelle eines Parteiprogramms wechselnde und einstimmig votiert wurde, zeigt schon klar genug, daß der Sozialisten aber wird es nunmehr doppelt notwendig, ihre Reihen Wahlaufrufe, an Stelle der souveränen Willensmeinung periodischer Unterschied zwischen den beiden radikalen Flügeln nicht auf dem zu schließen. Um als proletarische Partei nicht ins Hinter Parteitage Programmreden" der souveränen Führer an einer prinzipiellen Gebiet liegen fann. Uebrigens haben prinzipielle treffen zu kommen, haben sie die doppelte Pflicht, der erstarkenden Festtafel bei einem Glase Champagner. Formeln noch keinem bürgerlichen Politiker Kopfschmerzen ver- radikalen Organisation eine geeinigte sozialistische Organisation ursacht. Die sozialreformerische Phrase einschließlich der sozialen gegenüberzustellen. Gerechtigkeit" als Endziel wird in Frankreich von allen bürgerlichen Politikern bei feierlichen Anlässen gern im Munde geführt. " Diese Klüngelwirtschaft bezw. die mehr oder minder parteiartig zugeftuzte Klüngelorganisation wurzelt ja im Wesen der bürgerlichen Parteien aller Länder. In Frankreich aber ist sie schärfer ausgeprägt als in den anderen europäischen Ländern mit allgemeinem Was die beiden radikalen Flügel wirklich von einander unter- Das Scheitern der russischen Offensive. Wahlrecht, und das bis heute, trog ber unverkennbaren organi- fcheidet und in Toulouse zu einer lebhaften Debatte geführt hat, ist Die heute vom ostasiatischen Kriegsschauplatze vorliegenden satorischen Anfäge der letzten Jahre. Die nächste und wichtigste die Stellungnahme zur ministeriell- sozialistischen Partei oder, allUrsache davon ist ohne Zweifel das relativ späte und durch gemein gefaßt, zu den nichtradikalen republikanischen Barteien über- Telegramme beweisen, daß die russische Offensive in vollem Umfange Spaltungen immer wieder geschwächte Auftreten einer sozialistischen haupt. Die rechtsstehenden Radikalen bliden mit Mißtrauen auf an dem kraftvollen Gegenstoß der Japaner gescheitert ist. Auf keinem Maffenpartei. Und wenn die Radikalen zuerst mit der Klingel- den Einfluß der Jaurèsisten innerhalb des Blocs, obwohl der Punkte der wohl 150 Kilometer breiten Kampfesfront haben die wirtschaft gebrochen haben, so deshalb, weil sie aus naheliegenden Sozialismus der letzteren die Kosten ihres parlamentarischen Gin- Russen irgend einen Erfolg zu erringen vermocht. Wohl aber haben die Japaner bereits erhebliche Erfolge zu verzeichnen. Der rechte Gründen den Druck und die Konkurrenz der Sozialisten zuerst und flusses zu bezahlen hatte, anstatt den radikalen Bloc am empfindlichsten zu spüren bekamen. Andererseits wurde Genossen irgend welche Opfer zugunsten des Sozialismus russische Flügel erlitt durch die Armee des Generals Du eine offendie radikale Barteigründung begünstigt begünstigt durch die unter aufzuzwingen. Sie befürchten, von den Jaurèsisten absorbiert", bar schwere Schlappe, bei der 25 russische Geschütze erbeutet wurden. Waldeck Rousseau einsetzende und unter Combes im aufgefogen zu werden, wie ihr Wortführer Debierre, Professor der Auch das japanische Zentrum und der rechte japanische Flügel „ Bloc" zu festen Form gelangende parlamentarische Medizin an der Universität von Lille, auf dem Kongreß nachbrücklich wiesen nicht nur die Angriffe der Russen mit schweren Berlusten Auch Organisation der Linksparteien. Diese Organisation, die zur Voraus- betonte. Im Grunde fühlen sie sich den nicht- radikalen bürgerlichen zurüd, sondern fie gewannen erheblich an Terrain. erbeutete das japanische Zentrum 13 Geschüße. Die Ber ihrerseits in den letzten Jahren ihre Organisationen ausbaut und berbielfältigt. So erklärt sich die auf den ersten Blick befremdende Erscheinung, daß die Nadikalen zur Parteiorganisation geschritten sind nicht als oppofitionelle, sondern erst als regierende Partei. segung die Disziplin der von jeher an die Eingängerei gewohnten Republikanern viel näher als selbst den ministeriellen Sozialisten Barlamentarier hat, mußte das Bedürfnis nach einer parteimäßigen und wären durchaus geneigt, eventuell von neuem, wie schon in lufte bei diesen Kämpfen sollen außerordentlich hohe gewesen Disziplinierung der Barlamentarier wachrufen. In der gleichen früheren Beiten, sich mit den Bourgeoisrepublikanern in die Re- sein. Man beziffert sie bereits auf 20 000, ja fogar auf 30 000 Mann. An einzelnen Stellen soll der Kampf an Erbitterung selbst Richtung wirkte endlich die stetige Verschärfung des Kampfes gegen gierungsmacht zu teilen. die klerikal- nationalistische und melinistische Reaktion, die auch ja Dagegen stehen die Linksradikalen den Jaurèsisten viel näher die Stämpfe bei der Schlacht bei Liaujang übertroffen haben. als den nicht radikalen Republikanern. Lafferre, ein angesehener antreten werden, oder ob sie noch weiteren verzweifelten WiderEs bleibt abzuivarten, ob die Russen nun allgemein den Rückzug linksradikaler Abgeordneter, meinte in seiner Antwort an Debierre, daß man sogar die Schaffung von Föderationen zulassen müßte, in stand zu leisten gedenken. Welchen Fortgang aber auch die Kämpfe denen radikale und sozialistische Gruppen vereinigt wären. Ferner haben mögen, soviel läßt sich jetzt schon mit der größten Bestimmt sagte er gegen Debierre, der die Ablehnung des Kollektivismus ver- heit sagen, daß der Versuch Kuropatkins, die japanischen Stellungen Der Uebergang vom parteilosen zu einem organisierten Zustand langte:„ Wir haben nicht das Recht, die sozialistischen Lehren für falsch zu durchbrechen und gegen Port Arthur vorzurüden, gescheitert ist. Auch in der bürgerlichen Presse, die anfangs die Offensive dauert freilich bei den Radikalen, noch immer fort. Das Partei- zu erklären. Wir dürfen nicht sagen, daß der Kollektivismus unbeurteilt hat, ist man gefüge gleicht mehr einer unvollendeten Varade als einem dauer durchführbar sei.( Stürmischer Beifall.) Das würde dem wissen- Kuropatkins ziemlich optimiſtiſch fegt allgemein dieser Ansicht. Auch haften Bau. Oben fehlt es an einer festen Einfügung der Kammer- schaftlichen Geist widersprechen. Ich verlange vom Kongreß die iegt allgemein dieser Ansicht. Auch dort beginnt man jezt fraktionen in den Parteirahmen, unten fehlt es an leistungsfähigen Erklärung, daß wir keinen grundsätzlichen Widerspruch gegen die über die überaus seltsame Art zu spotten, mit der der große FeldLokalen und regionalen Organisationen, sowie an dem nötigen Zu Lehren der sozialistischen Partei erheben. Wenn die sozialistische herr Kuropatkin seine Offensive eingeleitet hat. Man hat jetzt auch sammenhang zwischen diesen und der Gesamtpartei. Das einigende Partei bestimmte Vorschläge in der Stammer eingebracht hat, so hier entdeckt, daß er alles eher als strategische Klugheit verrät, Band der Jahreskongresse und der ständigen Erekutivkomitees ist werden wir sie ohne Voreingenommenheit diskutieren.( Stürmische mehrere Tage vor dem Beginn geplanter Kämpfe den Vorstoß mit großen in alle Welt hinaustelegraphierten Reden anzukündigen. demgemäß noch immer lose genug. Auch sind die Kongreßmandate Zustimmung.) Es fönnte gefchehen, daß wir sie annehmen...." nach Ursprung wie nach lokaler und persönlicher Verteilung vielfach An einer Stelle der Rede von Lafferre verzeichnet der Bericht des Kuropatkin wird also zu dem Schaden des Mißerfolges auch noch ausgiebigen Spott zu ertragen haben. Trotzdem werden sich aber oder meist ein Produkt der Willkür. Nach den unwider- Jaurèsschen Blattes Hochrufe auf Jaurès". sprochen gebliebenen Behauptungen des einer „ Rappel", Die Debatte endete mit einem zwieschlächtigen Beschluß. Einer- bielleicht auch jegt noch einzelne Ruffenfreunde finden, die Kuropatkins dissidenten, vom Ministerium abgefallenen, radikalen Zeitung, feits wurde demonstrativ die Drudlegung der Lafferrefchen Rede Feldherrntalente zu bewundern sich nicht genieren. Ueber die Lage bei Port Arthur liegen wichtigere Meldungen waren in Toulouse die Radikalen der Haute- Garonne, d. i. des votiert, nachdem ein gleicher Antrag zugunsten der Rede von Debierre heute nicht vor. Die Nachricht von dem Brande Port Arthurs wird Departements des Kongreßortes, durch 800 Delegierte vertreten bei auf heftige Proteste gestoßen war. Andererseits aber wurde die auch in der englischen Preise verbreitet, doch hat sie bisher keine einer Gesamtzahl von 1200 Delegierten! Resolution Debierre angenommen, welche neben der Notwendigkeit Indessen ist für franzöfifche bürgerliche Parteiverhältnisse schon gewisser Bündnisse mit den anderen Zinksparteien die sich selbst ge- offizielle japanische Bestätigung erhalten, was sie als ziemlich unwahr die bloße Tatsache bedeutungsvoll, daß die Radikalen es zu regel- nügende Besonderheit der radikalen Partei betont, in deren Doktrin scheinlich erscheinen läßt. mäßigen Jahreskongressen und zu einem ständigen aus Wahlen die friedlichen Mittel zur politischen, ökonomischen und sozialen Behervorgehenden Parteivorstand gebracht haben. Und in Toulouse freiung der arbeitenden Massen und aller Unterdrückten enthalten wurde die wachsende Vertiefung des Gefühls des Parteizusammen- tvären. hanges durch den Beschluß dokumentiert, daß nur diejenigen Ab- Der Gegensatz zwischen Debierre und Lafferre bezw. zwischen den Der Gegensatz zwischen Debierre und Lafferre bezw. zwischen den geordneten in den Wahlen auf Partei- Unterſtügung rechnen tönnen, Rechts- und Linksradikalen entspricht in der Hauptsache dem Gegendie der Partei beitreten. Wohlgemerkt, um diese ja selbst- satz zwischen Nord- und Süd- Frankreich, der auch in der sozialistischen verständliche Forderung, daß alle Partei- Abgeordnete auch Bewegung eine nicht zu unterschäzende Rolle spielt. Der industrielle Tokio, 13. Oftober.( Amtliche Mitteilung.) Marschall Parteimitglieder sein müssen, mußte die Linke der P. S. F. Norden mit seinen scharfen Klaffengegenfägen ist die Domäne des prole- Dyama berichtet: In der Nähe von Penfihu wurden am Mittwoch ( Jaurèsisten) erst erst langwierige Stämpfe führen, indem die tarischen Sozialismus und der großbürgerlichen Realtion. Die Stellung die feindlichen Gegenangriffe auf allen Seiten abgeschlagen. Die Hälfte der 1902 gewählten jaurèsistischen Abgeordneten einer Partei- der radikalen Mittelpartei wird da immer schwieriger und ihrem rechte Armee fandte eine Abteilung nach Shifiaolze, 8 Meilen nördorganisation angehörte. Desgleichen nahm der Kongreß von bürgerlichen Wesen gemäß neigt sie desto mehr nach rechts zu ihren lich von Benfihu, um dem Feinde den Rückzug abzuschneiden. Die Toulouse in einem Tadelsvotum Stellung gegen die dissidenten bourgeoisen Schwesterparteien, als der proletarische Sozialismus mittlere und die linke Kolonne der rechten Armee besezten am Mittradikalen Barlamentarier, die sich, wie in der guten alten partei- auch ihr das bürgerliche Klaffengewissen schärfen muß. Daher z. B. och mehrere Anhöhen im Nordosten der Bergiverke um Jentai und ver folgen den Feind kräftig Die mittlere Armee begann ihre losen Zeit, um den Intriganten Doumer und andere ministerfähige die Spaltung zwischen den Guesdisten und Radikalen, darunter Operationen Dienstag nacht, erreichte Mittwoch morgen die Streber geschart haben ohne jede Rücksicht auf das Parteiinteresse. Debierre, früherer Bürgermeister- Adjunkt in Lille, in dem seit 1896 Anhöhen einige Meilen östlich von Jentai und erbeutete beim Kampfe Ferner wurde das Mandat eines Brivatsekretärs von Doumer gemeinsam eroberten Gemeinderat. Anders im ganz vorwiegend zwei Feldgeschuhe und acht Munitionswagen. Bei der Verfolgung taffiert. In das gleiche Kapitel des Kampfes der Partei gegen die Kleinbürgerlichen und Kleinbäuerlichen Süden, der zugleich die Pflanz des Feindes erbeutete fie bei anaishischen weitere 11 Feldgeschüse gefinnungslosen Portefeuille Jäger gehört endlich der Durchfall der stätte der Linksradikalen und der Jaurèsisten ist. In dem unter dem mit Munitionswagen und machte 150 Gefangene. Die Verfolgung ehemaligen Minister, Lockroy und Pierre Baudin, bei den Wahlen in Gesichtspunkt der Klassenscheidung rückständigen Milieu färben die des Feindes durch die rechte und mittlere Armee schreitet erfolgreich das Exekutivkomitee, was die weitherzigen Bourgeoisrepublikaner, beiden Barteien leicht auf einander ab und können desto innigere fort. Am Mittwoch wurde 12 Meilen westlich von Jentai eine denen jeder dissidente Radikale natürlich ein hervorragender Staats- Bundesgenossenschaft halten gegenüber den südlichen Nesten der feindliche Abteilung mit Artillerie umzingelt und von Banit ergriffen. Der Rest zog sich in Unordnung nordwärts zurüd. Die mann ist, mit Eutsegen über die fanatische Engherzigkeit des Non- flerital- monarchistischen Parteien. Tinte Armee hat seit Dienstag nacht den Feind in der Nähe der gresses erfüllt. Eisenbahn zehn Meilen nördlich von Zentai fortwährend an gegriffen. Ihre mittlere Kolonne hat am Mittwoch nachmittag nach Zurückwerfung einer starten feindlichen Streitmacht Lantzechich, ... Die„ raditale und sozialistisch- radikale Partei" besteht, wie schon ihr Name zeigt, von Anfang an aus zwei Fraktionen, aus einem Das große numerische Uebergewicht der südlichen Delegierten in Toulouse mag der Linkstendenz zu besonders scharfem Ausdruck verholfen haben. Diese Tendenz aber ist schon an sich in der radikalen Dagegen wird jegt wieder einmal das Auslaufen der russischen Ditfeeflotte gemeldet, die, 7 Torpedoboote eingeschlossen, aus 32 Kriegsfahrzeugen bestehen soll. Es erübrigt sich jedoch, auf den Bert dieser Flotte und die Chancen ihrer Operationen näher einugehen, bevor diese Flotte sich wirklich auf dem Wege nach Ostasien befindet. fnf Meilen nordwestlich von Jentai, besetzt und dabei 16 Geschütze| schwerste Notlage, nur der aufgedrängte Kampf fonnte zur Ent- Die Witboi- Hottentotten stehen in dem Ruf, gute Reiter und erdeutet. Die Kolonne verfolgte darauf sofort den in Unordnung hüllung des Dokumentes drängen. zurückgehenden Feind und erbeutete während der Verfolgung weitere ausgezeichnete Schützen zu sein. Wenn auch Leutnant Salz. vier Geschüte. Der Feind unternahm zweimal verzweifelte Gegen- wurde, vereinbarte zwischen dem Fürsten Woldemar und dem Fürsten Tapferkeit der Witbois anzweifelte, so ist doch durch die früheren Der Geheimvertrag, der am 27. Januar 1886 abgeschlossen mann in dem gestern von uns wiedergegebenen Kriegsbriefe die angriffe, wurde aber beide Male mit schweren Berlusten zurückgeschlagen. Die rechte Kolonne der linken Armee erbeutete bei der Adolf Georg die Nachfolge des Prinzen Adolf zu Schaumburg- Lippe Kriege gegen die Witbois und durch die späteren Dienste, die die Verfolgung des Feindes in der Nähe von Shiliho fünf Geschütze und unter Ausschluß der übrigen anspruchsberechtigten Linien. Es sollte Witbois dem Oberst Leutwein gegen andere Stämme geleistet haben, fünf Munitionswagen. der Landesvertretung im Fürstentum Lippe ein entsprechendes Thron zur Genüge bewiesen, daß die Witbois auch große Tapferfeit beLondon, 14. Oftober. Dem" Standard" wird aus dem folge- Gesez vorgelegt werden. Gestützt auf dieses Dokument hat weisen, wenn sie wirklich mit Liebe bei der Sache sind. Daß sie in Hauptquartier Kurokis vom 11. d. Mts. gemeldet: Nach zweitägigen die Schaumburger Linie fortdauernden Eifer in der Erringung des dem Kriege gegen die Hereros nicht geneigt waren, sich zu exponieren, schweren Kämpfen war der Widerstand der Russen am Abend des 11. Fürstentums Lippe betätigt. Gerade aber in diesem Dokument beweist, daß sie den Krieg nur mitgemacht haben, um den Lauf der gebrochen. Die Ruffen befinden sich in vollem Nückzuge. Die hat sie anerkannt, daß durch die Landes- Gesetzgebung die Thron Dinge aus nächster Nähe anzusehen und gleichzeitig Erfahrungen Japaner gingen in Schüßenlinien unter heftigsten Gewehr- folgefrage entschieden werden könne und solle, ohne daß über die deutsche Art der Kriegsführung zu gewinnen. Diese Gr= und Schrapnellfeuer über die Ebene zum Angriff auf einen Felsen vor, auf dem ein Tempel stand. anderen Linien das Recht eines Die Japaner beEinspruchs fahrungen werden ihnen jetzt in dem Kriege gegen den Oberst wahrten unter dem heftigsten Feuer vollkommene Ruhe. Es kam zu steht. Nachdem aber dann die Biesterfelder Linie die Leutwein jedenfalls sehr zu statten kommen. Der Krieg wird um zum Nahkampf, der mit dem Rückzuge der Nussen endete. Der Berechtigung zur Regentschaft durch das Schiedsgericht unter so langwieriger fein, als das Gelände des Namalandes noch berechte Flügel von Kurokis Armee machte nach der Wiedereroberung Vorsitz des Königs von Sachsen zugesprochen erhielt und jetzt die deutend größere Schwierigkeiten bieten soll als das Gelände des der anfänglich geräumten Stellungen eine Schivenkung und ging Thronfolgefrage von nenem sich erhebt, da erklärt die Schaumburger Herero- Gebietes. zum Angriff vor, während der linke Flügel den Feind bei den Berg- Linie ihren Einspruch gegen die landesgesetzliche Regelung, obschon Aber noch ein Umstand läßt die Situation in ganz Südwestwerken von Jentai in der Front angriff. Die japanische Artillerie die Landesgesetzgebung von ihr selbst als allein entscheidende Instanz Afrika besonders betrübend erscheinen. Es kann nicht angenommen konnte während des größten Teiles des Kampfes nicht verwendet im Geheimvertrag anerkannt worden war. werden; die Infanterie zwang aber zum Teil unter dem Schuße des Kein Wunder, daß werden, daß die Witbois in den Aufstand eingetreten wären, wenn Nebels die Russen zum Rückzuge, der jedoch sehr zögernd erfolgte. gegenüber einem solchen Verhalten der Minister Gevekot die sie die Auffassung gehabt hätten, daß der Krieg gegen die Hereros Besonders die russische Artillerie blieb bis zum letzten Augenblick in schärfsten Worte der Entrüstung führte. Seine gestern furz wieder mit deren baldiger Niederlage enden würde. Die Witbois wiffen ihrer Stellung, gegebenen Ausführungen gipfelten, nach Verlejung des Geheim- ja ganz genau, wie viele Tausend Mann Deutschland bereits nach vertrages, in der folgenden Anklage: Südwest- Afrika entiendet hat. Sie haben mit eigenen Augen gesehen, „ Aus diesem Schriftstück geht hervor, daß beide Monarchen wie viele Geschütze und Maschinengewehre unseren Truppen zur davon überzeugt waren, daß der Landtag ein Thronfolge- Gesetz Verfügung stehen. Wenn sie also annehmen würden, daß diese schaffen fann. Später ist dies aber von Bückeburg wieder be- ganze Kriegsgewalt in absehbarer Zeit durch Niederwerfung der stritten worden. Wo also Vorteile für sie liegen, da atzeptiert Hereros frei werden und gegen sie selbst verwendet werden könnte, Schaumburg- Lippe die Regelung durch Landesgeses, wo aber diese so würden sie sich zweifellos zehnmal besonnen haben, bevor sie ebenVorteile fehlen, da wird das Landesgeset perhorresziert.( Große falls in den Aufstand eingetreten wären. Die Witbois müssen also Bewegung.) Nach dem Wunsche Schaumburg- Lippes sollte die der Ueberzeugung sein, daß die Lage des Hererokrieges für unsere erbherrliche Linie, wie aus diesem geheimen Vertrage ersichtlich ist, überhaupt von vornherein ausgeschaltet werden, obwohl nach deutschen Truppen sehr ungünstig steht und daß die sämtlichen Mannder 1836 er Verfassung die Rechte der erbherrlichen Lippe- Biester- fchaften Trothas noch auf lange Zeit hinaus in Anspruch genommen feldschen Linie festgelegt sind. Im jede Interstellung zu ver- sein werden! Hegten sie diese Ueberzeugung nicht, so wäre es eine meiden, will ich erklären, daß ich selbstverständlich davon über- geradezu aberwißige Tollkühnheit, sich in einen Krieg zu stürzen, der zeugt bin, daß beide Monarchen fest glaubten, daß eine Regelung unter allen Umständen in kürze mit ihrer Unterwerfung enden der Angelegenheit auf landesgefeßlichem Wege zulässig war. Es müßte. Und welches Schicksal den Besiegten dann blühen würde, das find aber auch noch andere Schriftstücke vorhanden, aus denen die haben sie im Herero- Krieg zu beobachten genügende Gelegenheit Ansicht zu entnehmen ist, ihr müßt nur eine günstige Gelegenheit gehabt. Kurzum, die Witbois halten die Kriegslage im Hererobenußen, um ein Gesetz durchzudrücken, dann tann fein Gebiet für so ungünstig für die deutschen Truppen, daß sie sich nicht Mensch dagegen etwas wollen. Dagegen hat die jetzige Staatsregierung nichts geheimes getrieben, sie hat mit offenem scheuten, an Deutschland eine offene Kriegserklärung zu erlassen. Visier den Kampf aufgenommen. Vergleichen Sie nun das beiderseitige Verhalten in diesem Kampfe, ich habe dem nichts mehr hinzuzufügen." Petersburg, 14. Oftober. Wie General Kuropatkin meldet, hat sich nach den bis 1 Uhr nachmittags eingelaufenen Berichten herausgestellt, daß am 12. d. Mts. zwei Negimenter auf dem rechten russischen Flügel bedeutende Verluste erlitten haben. Ein Brigadekommandeur wurde verwundet und ein Regimentskommandeur getötet. Beide Regimenter zogen sich zurück und ließen die Artillerie, die sich bei ihnen befand, auf dem Schlachtfelde zurück. Dann aber eroberten dieselben Regimenter unter Führung des Obersten Wannowski, der als Nangältester den Oberbefahl über die Brigade zeitweilig übernahm, die Artillerie zurück, außer 16 Geschützen, die in den Händen des Feindes blieben. Der endgültige Ausgang des Kampfes am 12. zeigte jedoch auf diesem Flügel infolge eines japanischen Nachtangriffes für die Nussen keinen Erfolg; die Truppen wurden nicht nur genötigt, ihre Stellungen zu ver lassen, sondern verloren auch zum zweitenmale ihre Geschütze, die sie den Japanern bereits einmal wieder abgerungen hatten. Die Truppen haben sich auf eine bereits vorher in Aussicht genommene Stellung ( 1 Ganz Kuropatfin!) am Schahefluß zurückgezogen. Paris, 14. Oftober. Die bisherigen Verluste der Russen seit dem 10. Oktober werden in Petersburg auf 12 000 Mann, die der Japaner auf 18 000 Mann berechnet. Nach einer Meldung aus Mukden haben besonders das erste europäische Armeekorps unter General Bilderling und das fünfte sibirische unter Carubajet sehr start gelitten, weil deren Gegner im entscheidenden Augenblick fünf frische Regimenter erhielt, welche mit starker Artillerie an den wichtigen Punkten nördlich von Jentai poſtiert waren und Verwirrung in die russischen Kolonnen brachten. Nach einer weiteren Meldung aus Petersburg sollen am Zarenhofe sehr ungünstige Nachrichten eingetroffen sein; an höchster Stelle betrachte man Kuropatkins Aktion bereits als gescheitert. Torio, 14. Oftober. Eine Meldung aus dem Hauptquartier der japanischen Mandschurei Armee von gestern besagt: Die Japaner hatten in dem Kampfe am Mittwoch allgemein Er folge: alle drei Armeen haben entschiedene Vorteile errungen. Die zur Umzingelung der Ruffen bei Bönsihu vorgenommenen Operationen " Die Verluste sind sehr groß. Recht interessant ist, wie die„ Rheinisch- Westfälische Zeitung" diese Politik der Schaumburger entschuldigt und billigt. Man könne, sagt sie, nicht den Vorwurf erheben, Schaumburg handle wider Treu und Glauben: „ Es treibt eben eine rücksichtslose Jntereffenpolitik, nichts mehr und nichts weniger. Seit 30 Jahren fucht Schaumburg Detmold zu bekommen. Da es dies nicht durch Landesgejes erreichen kann, versucht es, durch den Bundesrat den ersehnten Besitz zu erlangen. Das mag gewiß nicht edel, schön und gut sein, aber es ist durchaus nichts ngewöhnliches in der Politik und verdient feinen Vorwurf." Auch über den Aufstand der Bondelzwarts liegen neue Meldungen vor. Danach haben bereits mehrere Gefechte zivischen den deutschen Truppen und den Banden Morengas stattgefunden, bei denen zwei Soldaten getötet, acht schwer und mehrere leicht verwundet worden find. Irgendwelche Erfolge gegen Morenga find durch diese Gefechte nicht erzielt worden. Wohl aber wird mitgeteilt, daß Morenga dauernd Zulauf gut bewaffneter und berittener Leute erhalte. Ferner werden zahlreiche Hottentottenansammlungen südlich von Gibeon gemeldet. Alles weist also darauf hin, daß sich binnen kurzem das ganze Hottentotten- Gebiet und damit ganz Südwest- Afrika in hellem Aufstande befinden wird. Die traurige Folge davon wird sein, daß abermals soundsoviele Tausend Mann nach Südwest- Afrifa entsandt werden. Die„ Kölnische Beitung" teilt bereits mit, daß ein Regiment und zwei Batterien für Südwest- Afrika bestimmt seien. Das wäre eine Truppenverstärkung von mehr als 3000 Mann. Aber diese Meldung der Kölnischen Zeitung" ist abgegangen, bevor die Nachricht der Kriegsecflärung Hendrik Witbois bekannt geworden war. Es ist also höchst wahrscheinlich, daß man sich nicht mit der Absendung dieses einen Regiments begnügen wird. nehmen günstigen Fortgang. Die Zahl der im Kampfe stehenden Danach wäre es für Mitglieder deutscher Fürstenhäuser und Truppen übertrifft diejenige in der Schlacht bei Lianjang, Anwärter auf deutsche Throne nicht erforderlich,„ edel, schön und und ant mehreren Punkten ist der Kampf ein fo ver- gut" zu sein! Wenn solche Vorgänge in der Tat nichts Ungewöhnzweifelter wie bisher wie bisher noch nie im gegenwärtigen Kriege. liches" in der Politik der Streise sind, welche hier streiten, so werden Die Angriffe des Feindes durch diefes Urteil gerade diese Streife so tief gekennzeichnet, wie fein in der Umgebung von Pönsihu wurden auf allen Punkten prinzipieller Gegner des Monarchismus sie tiefer kennzeichen könnte. zurückgewiesen. Die Verfolgung des Feindes, die von den Haupt- Das Vorgehen der Schaumburger bedeutet den ungeheuerlichsten streitkräften des japanischen rechten Flügels und des Zentrums unternommen ist, geht bestens vor sich. Die japanischen Streitkräfte Macchiavellismus, den rücksichtslosen Versuch, einen Thron in Besitz erreichten die Linie Maerschan bei Manchuafun. Die Russen, welche zu nehmen durch jedes Mittel und wider Tren und Glauben. sich dort befanden und Artillerie haben, wurden umzingelt und in Und vor solchem Unwesen soll das Volk in Achtung ersterben! große Verivirrung gebracht, während eine andere Abteilung der Es ſell nicht nur der blinden Erbfolge sich überlassen, nicht nur russischen Streitfräfte nach Norden floh. Die Rechte und das Beliebige als Regierungsleiter anerkennen, mögen sie befähigt sein Zentrum der linken Armee nahm nach Vertreibung der Russen oder nicht, mögen sie geistesfrank sein; das Volk soll Achtung haben Stellung in der Nähe von Langthuisien. Die Russen flohen in Un- vor Geschlechtern, die um Throne schmähliche Intriguen treiben, die ordnung gegen Norden. Der Kolonne auf der Rechten gelang es, sich in Geheimverträgen widerrechtlich verschwören und darauf den Feind aus den Stellungen im Norden von Jendoniula zu bringen. Tauern, bei günstiger Gelegenheit die Volksvertretung zu über- und selbst, wenn schließlich der glorreiche Sieg" über die paar Der Feind zog sich in Unordnung zurück. Die Japaner verfolgen ihn gegenwärtig. fast auf der ganzen Linie im Gange ist und daß die Japaner befriedigende Fortschritte machen. Zofio, 14. Oftober. Marschall Dyama berichtet, daß die Schlacht rumpeln! Nicht minder interessant wird es sein, zu erfahren, wie Graf Bülow über das neue Dokument denkt. Vielleicht ist er im Werke, durch eine„ authentische Interpretation" den Sinn des Geheimvertrages ebenso harmlos aufzuklären, wie er die Harmlosigkeit der Nomintener Depesche so trefflich bewiesen! Wie lange der Krieg dauern wird und welche Höhe die Zahl der zur Niederwerfung der jüdwest- afrikanischen Eingeborenen für notwendig gehaltenen Truppen erreichen wird, ist noch gar nicht abzusehen. Man braucht kein Pessimist zu sein, wenn man annimmt, daß der Krieg sich noch auf Jahre hinaus in die Länge ziehen und Summen müssen vom deutschen Volte aufgebracht werden wegen der sinnlosen Ausschreitungen einer Handvoll von Kolonialabenteurer. Hunderte von Millionen verschlingen wird. Und diese ungeheueren Tausend Eingeborenen errungen sein wird, wird der Gewinnst in einem unfruchtbaren und dazu noch entbölferten und verwüsteten Lande bestehen. Trotz alledem ist keine Aussicht dazu vorhanden, daß diese furchtbare folonialpolitische Katastrophe die Regierung und die Majorität der Volksvertretung von ihren kolonialpolitischen Torheiten heilen wird! 16 Deutsches Reich.. Die gelbe Gefahr" in Berlin. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" weiß bisher nichts zu sagen über diese neueste Szene der Lippeschen Thronhändel. Und doch wäre es interessant zu erfahren, wie nach den neuen Enthüllungen Petersburg, 14. Ottober. Ein Telegramm Generalleutnant insbesondere der Kaiser denkt. Der Kaiser hat seine schügende Ssacharows von heute meldet dem Generalstab: Am 13. Oftober jegten Hand über den Mann gehalten, der durch jenen Geheimvertrag die Truppen der ersten Mandschurei- Armee den Kampf fort. Der Fürst in Lippe werden sollte. Er hat ihn begrüßt als den Gegner ging energifch vor und griff unseren rechten Flügel an, würdig sten für den Thron von Lippe. Nun erfährt er, besonders in der Richtung auf das Dorf Sialninhetst. Die dort stehenden Truppen behaupteten aber alle von ihnen besegten mit welchen Mitteln das Haus seines Schützlings verfuhr, um diesen Stellungen, nachdem sie zahlreiche Angriffe der Japauer zurück- Thron zu gewinnen. Man weiß, daß die Völfer Europas die Aufgabe haben, ihre gefchagen hatten. Auf unserem äußersten rechten Flügel behaupteten heiligsten Güter gegen die gelbe Gefahr zu schützen. Der Eifer, die Truppen ebenfalls ihre Stellungen. Da die Truppen, welche bei dieser Losung zu folgen, hat jetzt gegen die in Berlin sich aufhaltenden Sialniuhetsi im Kampfe standen, beim äußersten rechten Flügel vorJapaner zu besonderen Schuhmaßnahmen geführt. Im Laufe geschoben waren, so wurde bereits am Morgen diesen Truppen bedes Monats September erging von seiten des Ausfohlen, sich bis zum Anbruch der Dunkelheit zu halten und dann zurückzugehen, feine gar git isolierte wärtigen Amtes an die Polizeiorgane die Aufforderung, alle Stellung zu haben. Der Rückzug begann um 6 Uhr abends in voller in Berlin sich aufhaltenden Japaner festzustellen. Auf Grund dieser Der Kaiser und die Schaumburger. Ordnung. Der linfe Flügel der Armee setzte Feststellung wurde die Ueberwachung der Japaner angeordnet. Die 12. d. M. den Angriff auf die Bässe fort. Nach außerordentlich" Zahlreiche offiziöse Federn waren gerade in den letzten Tagen Ueberwachung erfolgt in gerechtestem Gleichmaß für hoch und niedrig Hartnäckigem Widerstande des Feindes besetzten wir die den Bässen eifrig bei der Arbeit, nachzuweisen, der Kaiser habe gar kein Gestellte, von der Gesandtschaft herab bis zu den untergeordneten benachbarten felsigen Bergkuppen. Die Japaner erhielten aber be- persönliches Interesse an dem Streit, da Graf Adolf deutende Verstärkungen, und angesichts der Gefahr, in der sich diese( der Schwager des Kaisers) gar nicht zum eventuellen Fürsten aus- Leuten. Nur ist aus besonderer Hochachtung für den befreundeten Abteilung unserer Truppen infolge ihrer zu weit vorgeschobenen ersehen sei. Der Grund dieser Ausstreuungen sei klar. Das Ddium Staat Japan die Ueberwachung der Gesandtschaft höheren Stellung befand, wurde ihr befohlen, etwas zurückzugehen. Im des Allzupersönlichen sollte aus der Welt geschafft werden. Dem- preußischen Beamten zur Aufgabe gestellt. Für die übrigen Gelb Kampfe am 13. Oftober zeichnete sich besonders das vierte ostsibinische, gegenüber ist es von größter Bedeutung, daß schon in dem Vertrage linge genügt die übliche Polizei. das fünfte sibirische und das Regiment Jrfutst aus. Vorzüglich war von 1886 Graf Adolf als Fürst vorgesehen war. Bedenkt man So werden denn die in Berlin zu Gast lebenden Japaner ebenso auch die Haltung von Teilen des 85. Infanterie- Regiments Wiborg. ferner, daß im Oktober 1890 der damalige Fürst Woldemar von sorgsam kontrolliert wie die russischen Studenten, und Unsere Berluste an den drei Schlachttagen find bedeutend. Lippe den Grafen Adolf zum Regenten bestimmte einen beiderlei Ueberwachung ist der russischen Regierung gleich Monat vor der Vermählung des Prinzen mit der Schwester des willkommen. Vermutlich ist die Japaner- lleberwachung ebenso auf Kaisers und daß der Kaiser seinerzeit ihn den würdigsten RePolitifche Ueberficht. Berlin, den 14. Oktober. am Thron- Intriganten. Die lächerliche Gleichgültigkeit der Lippeschen Regentschaftsund Thronfolgefrage gewinnt allgemach eine immer größere Be deutsamkeit in der Geschichte des Monarchismus. . genten von Lippe nannte, so fann gar fein Zweifel darüber sein, russische Wünsche zurückzuführen wie die leberwachung der russischen daß alles Gerede von der Uninteressiertheit des Jugend. Vielleicht befürchtet man in Petersburg, daß von Preußen Prinzen Adolf nur offiziöse Mache ist." aus der Versorgung der russischen Kriegsschiffe mit Kohlen Schwierigkeiten bereitet werden können. Jedenfalls ist man bei uns wiederum sofort mit heißer Bereitwilligkeit auf die Petersburger Wünsche eingegangen. Russendienst ohne Ende! " Die Germania" will, wenn wir sie recht verstehen, sagen, daß Graf Adolf, der Schwager des Kaisers, allerdings das größte persönliche Interesse an der Streitfrage hat, feineswegs aber der Kaiser selbst sich durch das persönliche Interesse des Schwagers beeinflussen ließ. Der Geheimvertrag zwischen Woldemar, dem früheren Fürsten zu Lippe, und dem Fürsten Adolf Georg zu SchaumburgEine Kriegserklärung" Hendrik Witbois. Lippe aus dem Jahre 1886, den der Staatsminister Gevekot am Die Würfel auf dem südlichen Teil des südwest= afrikanischen Donnerstag im Lippeschen Landtag zum sensationellen Vortrag Kriegsschauplatzes sind nunmehr gefallen. Nach einer durch das brachte, ist in der Tat ein Dokument von großer Er- Wolffsche Bureau verbreiteten Meldung aus Windhuk hat Hendrik heblichkeit für alle diejenigen, welche erfennen mögen, wie Witboi durch seinen Unterkapitän Samuel Jsaat bereits am die Persönlichkeiten bestellt sein kann, die ernst 3. Oktober dem deutschen Befehlshaber Burgsdorf die Kriegshaften Anspruch auf deutsche Throne erheben und, wenn erklärung gesandt. Damit stellt sich der Aufstand der Witbois nundas Glück ihnen günstig, demnächst deutsche Fürstenwürde mehr nicht als die Insurrektion nur eines Teiles der Witbois heraus, bekleiden. Persönlichkeiten, die alsdann ausgerüstet mit allen An- sondern als eine Erhebung des ganzen Stammes, an deren Spite sprüchen der Souveränität, der Unverleglichkeit, der Vollkommenheit der alte Verbündete des Oberst Leutwein, Hendrik Witboi, selbst auftreten und in väterlicher Gerechtigkeit über ihrem Volte das steht. es um Die Verjüngung des Herrenhauses. 8 wei Berufungen in das Herrenhaus werden heute gemeldet: 1. Der Rittergutsbefizer königliche Kammerherr Freiherr Karl v. Sanden zu Nazlaff im Kreise Schlawe ist durch Allerhöchsten Erlaß vom 1. d. M. auf Präsentation des alten und befestigten Grundbesitzes in dem Landschaftsbezirle Herzogtum Wenden als Nachfolger des wegen Abtretung seines landtags, fähigen Besitztums im Jahre 1903 ausgeschiedenen Herrn v. Butttamer Schlacken in das Herrenhaus berufen worden. " 2. Das Kleine Journal" meldet: James Simon, Chef des bekannten Berliner Handelshauses Gebrüder Simon, ist zum Mitgliede des Herrenhauses ernannt worden. Die alte und die neue Zeit! gottesbegnadete Szepter führen, sie werden entlarbt als Menschen, Diese Tatsache läßt die Aufstandsbewegung der Hottentotten in Herr v. Buttfamer- Schladen hatte die Fähigkeit, an Breußens die mit allen Mitteln ihre persönlichen Vorteile verfolgen. einem noch viel gefährlicheren Lichte erscheinen als bisher; denn Geschid gesetzgeberisch zu wirken, da er landtagsfähigen" GrundDer Minister Gebetot erklärte selbst, da er sich entschloß, wenn Hendrik Witboi, der unter allen Hottentottenstämmen das besitz besaß. Er veräußerte den Besitz und die Fähigkeit des Gesetzjenes Dokument der Deffentlichkeit zu übergeben, daß die lippesche größte Ansehen genoß, nunmehr in den Aufstand getreten ist, so ist gebers verschwand, um sich jedoch alsbald im Freiherrn Karl Regierung bisher davon geschwiegen habe, weil sie glaubte, daß durch wenig Hoffnung vorhanden, daß die übrigen Hottentottenstämme b. Sanden wiederzufinden, der sich nun des zur Mitlenkung des die Bekanntgabe der monarchische Gedanke leiden würde". Nur die nicht ebenfalls den Kriegspfad beschreiten werden! Preußenstaates befähigenden Rittergutes erfreut. Sie wollten ein ungarisches Mädchen befreien?" " Jawohl." ehrlos." Bu gleicher Stunde aber kommt die Kunde der neuen Zeit. Blattes erhielt wegen unbefugten Politisierens" eine Geldstrafe| Sie peitschten das arme Geschöpf zu Tode. Die Verbrecher blieben Herr James Simon hat mannigfaltige Kunstwerke dem bon 70 Stronen zudiktiert. Dasselbe Blatt teilt mit, daß sämtliche unbehelligt. Der Protektor der Ermordeten erstattete nun gegen die staatlichen Museum als Geschenk überwiesen, ein gewiß löbliches Redaktionsmitglieder der dortigen bürgerlichen Blätter in einer Mörder die Strafanzeige; dies hatte nur den Erfolg, daß ihn der Beginnen. Zugleich ist er Inhaber eines reichen Handelshauses für Sizung beschlossen haben, gegen die„ West- Ungarische Volksstimme" Präfeft zu sich beschied. Baumwolle. Man weiß nicht, welche dieser Betätigungen gerichtlich vorzugehen, weil dieſe in einem Artikel die gesamte bürgerliche Presse beleidigt habe. ihn zum Mitglied der Ersten gesetzgebenden Körperschaft in Preußen wurde wegen Aufreizung zu einem Jahre Staatsgefängnis verDer Genosse Pohl in Plosiz befähigen, jedenfalls werden der altpreußische Hofadel des Herren- urteilt. Er hatte eine Volfsversammlung einberufen, die aber vom | Hauses staunend erkennen, daß es außer reichlichem ererbtem Grund- Stuhlrichter nicht bewilligt wurde. Es versammelten sich am be= besitz noch andere Mittel gibt, um der gesetzgeberischen Förderung zeichneten Tage dennoch einige 100 Bauern in Plosih, die von dem des preußischen Staates gewachsen zu werden. Verbote der Versammlung feine Kenntnis hatten. Als sie hörten, Ein neues Zeitalter klopft an das Tor des Hauses der Herren. daß Pobl verhaftet sei, zogen sie vor das Gemeindehaus und erAngstvoll harren die Granden vom„ alten und befestigten Grund- brechens schuldig gemacht haben. Außerdem wurden wegen Gewalt zwangen dessen Freilassung. Hier soll sich Pohl des obigen Verbesitz" des Augenblicks, da auf Simon die Ballin und Goldtätigkeit gegen die Behörde 10 Mitangeklagte zu je 9 Monaten berger folgen. Unbegrenzte Möglichkeiten eröffnen sich. Kerker verurteilt. Belgien. Aus Belgien ausgewiesen wurde der russische Genosse Rubanowitsch, der in einer von den Brüsseler Genossen einberufenen Protestversammlung gegen den Militarismus, den russisch- japanischen Krieg für Rußland bei dem Internationalen sozialistischen Bureau und lebt und den Zarismus sprechen wollte. Rubanowitsch ist Delegierter in Paris. Von dort kam er nach Brüssel, wurde aber von einigen Seine einzige ist das wert. Jedes ungarische Mädchen ist Wütend sprang der Ungar von seinem Sib auf. Widersprechen Sie nicht," herrschte ihn der Präfeft an, wenn sie nicht nichtsnuß wären, gäbe es ihrer hier nicht so viele. Es gibt hier keine anderen Prostituierten als magyarische." mit Recht empörte Ungar erregt. Weil man sie in schurkischer Weise hierherlockt," antwortete der " Schweigen Sie," drohte der Präfekt, sonst werde ich Mittel finden, daß Sie binnen vierundzwanzig Stunden Belgrad verlassen." Die staatserhaltende" Kirche. Aus Essen wird berichtet: Bei einem zu Ehren des Erzbischofs von Köln Kar= dinal Fischer hier gegebenen Festessen brachte dieser das Hoch auf den Kaiser aus und erwähnte in seiner Rede, er habe aus dem Munde Leos XIII. selbst gehört, wie sehr dieser Wilhelm II. geehrt habe und wie gut und freundschaftlich das Verhältnis zwischen Kaiser und Pabst gewesen sei. Der neue Papst Pius X. aber nehme, Bolizisten abgefangen, die ihm die Ausweisungsorder übergaben.- Dusan Ranko. Es ist dies ein ungarischer Serbe aus Neuſab. wie er ihm an dem deutschen Volke. In seiner Erwiderung auf eine Rede des Oberbürgermeisters Zweigert, in der dieser den Frieden zwischen den Konfessionen besonders gefeiert hatte, äußerte der Erzbischof unter anderem:" In unserer Zeit sei es nötig, daß alle ohne Unterschied des Bekenntnisses zusammenstehen und Schulteran Schulter tämpfen gegen die Widersacher der bestehenden Ordnung." Die Kirche gibt vor, das ewige Seelenheil" der Menschen zu fördern. Die neuesten Aeußerungen des Erzbischofs Fischer, der fchon oft fich als staatserhaltender" Eiferer gezeigt, beweisen die überaus irdischen Aufgaben dieser Kirche. Der ungarische Mädchenhandel. Man schreibt uns aus Budapest: Damit war die Angelegenheit erledigt. Der Besti Hirlap" berbürgt sich für die Richtigkeit dieser Daten und behauptet, mit Namen dienen zu können. Das Blatt will ferner bestimmt wissen, werden. daß der Präfekt und die Polizei von den Mädchenhändlern besoldet Ein ähnlicher Fall ereignete sich in dem Belgrader Bordell des recht Obwohl ihn in Neusah jedermann also auch die Polizei gut fennt, betreibt er dort sein Schandgewerbe ungehindert und leitet die Mädchentransporte nach Belgrad. Die Firma" Ranko ist eine der bedeutendsten dieser Branche". Vor einiger Zeit wurde die einzige Tochter eines höheren ungarischen Ministerialbeamten in Rantos Belgrader Bordell gelodt. Der Ministerialbeamte war berVor einigen Monaten wurde von Serbien die Aufhebung des mögenslos gestorben, das Mädchen wollte den Verwandten nicht zur Baßzwvanges an der ungarisch- serbischen Grenze angeregt. Zur all- Last fallen und nahm eine ihm angebotene, angeblich glänzende gemeinen Ueberraschung verhielt sich die ungarische Regierung gegen Stelle als Erzieherin des Töchterchens des gewesenen serbischen über der Bewegung ablehnend. Die Ursache dieser Haltung war, Ministers Zivkovics an. Ein mit der gefälschten Stampiglie des daß Ungarn vom freien Grenzverkehr die Zunahme des Mädchen- österreichisch- ungarischen Konsulats versehenes Schriftstück wurde ihr Dr. Spahn, der dem Reichsgericht seit 1898 angehört, ist als schämen, daß die Kenntnis von der Existenz Ungarns fast nur da- Belgrad antrat. Dort führte man sie in ein elegant eingerichtetes handels befürchtete. Nachgerade begann man sich hier doch dessen zu als Engagementsvertrag vorgewiesen, worauf sie die Reise nach Nachfolger des am 1. April in den Ruhestand tretenden preußischen durch in die weite Welt dringt, daß vom Orient bis nach Südamerika Saus, wo sich schon binnen einer halben Stunde mehrere Offiziere Ober- Landesgerichtspräsidenten, früheren Ober- Reichsanwalts beim die Bordelle von" Sungaras" bevölfert sind. Ueber Fiume sowie in ihrem Zimmer einfanden Reichsgericht Hamm in Köln ausersehen. Wie hierzu aus Leipzig nach dem Norden und Westen ist den Händlern mit Menschenfleisch Schritte eingeleitet, um das verzweifelte Opfer zu befreien, doch war Es wurden bald darauf energische geschrieben wird, scheidet Herr Dr. Spahn aus dem Reichsdienst das schändliche Handwerk beträchtlich erschwert worden, teils durch es nicht mehr zu finden. Ranko hatte das Mädchen nach Nisch veraus, um die Schwierigkeiten zu beseitigen, die die Kontrolle der Behörden in den westeuropäischen Ländern, vor- fauft; später hørte man, daß die Unglückliche nach Adrianopel, hiersich seiner Wahl in den preußischen Landtag entgegenstellen. wiegend aber dank der Wachsamkeit der privaten Vereinigungen auf nach Stutari gebracht wurde. Jekt soll sie irgendwo in KleinZum Eintritt in den letzteren würde er als Reichsbeamter eines gegen den Mädchenhandel. In den Balkanländern aber wird diesem afien in der entsetzlichen Bordellsklaverei schmachten. Urlaubs bedürfen, und ein solcher ist ihm, als er nach seiner Er- Handel keinerlei Hindernis in den Weg gelegt. Aus Siebenbürgen nennung zum Reichsgerichtsrat darum ersuchte, durch den damaligen werden die Töchter der proletarisierten Szekler( magyarischen) Nur selten gelingt es, ein Opfer der Mädchenhändler zu be= Reichskanzler, Fürsten Hohenlohe, aus grundsäßlichen Erwägungen Bauern glatterdings nach Rumänien spediert; aus den vier sieben- Mädchen nach Belgrad gebracht worden sein, von welchen kaum freien. In den letzten fünf Jahren sollen zirka 4000 ungarische berweigert worden. Es sollte verhütet werden, daß auch andere Mit- bürgischen Komitaten Efit, Haromszet, Hunyad und Alsofejer allein glieder des Reichsgerichts Landtags- Kandidaturen annehmen und wurden im vorigen Jahre nachweisbar 712 Mädchen auf dem ruma- zivanzig befreit werden konnten. In einem Falle beliefen sich die dadurch ihrer richterlichen Tätigkeit entzogen werden. Als preußischer nischen Prostitutionsmarit„ aufgetrieben". Weit umfangreicher aber auf mehr als 2000 kronen. Man schätzt die Zahl der ungarischen Kosten der Befreiung von der Menge von Scherereien abgesehen Richter bedarf Dr. Spahn nicht bloß keines Urlaubs, es läßt sich wird dieser Handel über Serbien, insbesondere Belgrad betrieben, mädchen, die gegenwärtig die Bordelle in den Balkanländern be= auch seine Vertretung durch Hülfskräfte ermöglichen, während beim trotz des Festhaltens an dem Paßzwang von seiten Ungarns. Eine bölfern, auf 25 000. Belanntlich rekrutieren sich auch die Inſaſſinnen Reichsgericht die Zuziehung von solchen gefeßlich unmöglich ist. Menge Leute steht den Mädchenhändlern zu Diensten. Den Be= der Bordelle in Brasilien und Argentinien zum großen Teil aus Dresden, 14. Oktober. Das„ Dresdener Journal" veröffentlicht wohnern der Grenzzone in einer Breite von 40 Kilometer sind von Ungarinnen. Uebrigens braucht man da nicht in die Ferne zu folgende Bekanntmachung des Gesamtministeriums: den Gemeindebehörden auf bloßes Verlangen Passierzertifikate zum schweifen: ähnlich wie in Belgrad, gibt es auch in Agram eine liefert den Mädchenhändlern solche Zertifikate ziemlich wohlfeil. nach den Begriffen der Mädchenbändler ein sehr unbedeutender fein, Ueberschreiten der Grenze für achttägige Dauer auszustellen; man magyarische Kolonie". Der Bedarf der Hauptstadt Kroatiens mag Staats-, Komitats- und Gemeindebeamte sowie die ungarischen, aber er wird ausschließlich aus Ungarn gedeckt. Man kann sich nach serbischen und rumänischen Eisenbahner sind berechtigt, mit ihren alledem eine ganz besondere Variation des Heineschen Wortes: Familienmitgliedern oder Dienstboten zum Einkauf von Lebensmitteln die Grenze ohne jede Legitimation zu passieren. Gar viele" Wenn ich den Namen Ungar hör..." zurechtlegen. dieser Ehrenmänner stehen den Mädchenhändlern zu Diensten. Aber da auf serbischer Seite der Paßzivang aufgehoben ist, bedarf es dieser Dienste nicht immer. Die Mädchenhändler bringen ihre Ware nit dem Dampfschiff nach Belgrad. Man löst die Fahriarten von Semlin nach Pancsova oder umgefehrt und steigt in Belgrad, das auf dieser Fahrt eine Zwischenstation ist, aus. Freilich macht immer eine AnLügen haben kurze Beine, schreibt der Gewerkverein", aber zahl von Detektives diese Fahrten mit, um die in Serbien Landenden diejenigen von ihnen, die diesem freisinnigen Blatte ihr Leben verzu überwachen. Aber diese Polizeispikel sind bestechlich. So er- danken, schleppen gleich bei der Geburt den Bauch auf der Erde! zählt ein Beamter des österreichisch ungarischen Konsulats österreichisch- ungarischen Konsulats in Jüngst wurde berichtet, daß der Hirsch- Dunckersche Gewerkverein der Belgrad, kürzlich sei ein Ungar aus Stlaufenburg, der ohne Paß war, Töpfer ganz offiziell nach Brieg Streifbrecher vermittelt habe. Das wortete der Klausenburger, der Detektive N. habe ihn für ein Trinkbei ihm erschienen. Auf die Frage, wie er herüberge.ommen, ant- fucht mun das Organ des Verbandes der Deutschen Gewerkvereine geld von einer Krone instruiert, wie man ohne Paß nach Belgrad zu widerlegen, wie folgt: lomme. Nun bezahlen aber die Mädchenhändler besser und man kann sich sonach von der Strenge dieser Kontrolle eine Vorstellung machen. Se. Majestät der König haben infolge Allerhöchſtihrer gegen wärtigen Erkrankung sich bewogen gefunden, Seine königliche Hoheit den Kronprinzen zu Allerhöchstderen Stellvertreter bezüglich aller Regierungsgeschäfte bis auf weiteres zu bestellen. Dresden, 14. Oftober. b. Metzsch, v. Seydewig.. Dr. Nueger, நார் Dr. Otto, Frhr. v. Hausen. Die Uebernahme der Regierungsgeschäfte durch den Kronprinzen beweist die schwere Verschlimmerung im Zustande des Königs. Schwerin- Wismar. In einer Versammlung des liberalen Wahlvereins des Wahlkreises Schwerin- Wismar wurde Finanzrat Büsing wiederum, wie vorauszusehen war, als Kandidat der liberalen Partei für die bevorstehende Reichstags- Erfahwahl aufgestellt. Furchtbare Strafe. Das Kriegsgericht der vierten Division zu Deutsch Krone verurteilte die Musketiere Scharmacher, Litsch und Beinhoff, die am 7. September während der Einquartierung den Unteroffizier Nig vom Bezirks- Kommando DeutschStrone tätlich angegriffen hatten, zu je 6 Jahren Zuchthaus und Entfernung aus dem Heere. Man muß nähere Mitteilungen erwarten, um zu beurteilen, wie wiederum solch erschreckliches Urteil möglich war. Husland. Dänische Russendienste. Gewerkschaftliches. Eine Teckel- Lüge. " In dem Kampf, den die Sozialdemokratie gegen die Gewerkvereine führt, spielt die unredliche Waffe der Lüge und Vers leumdung eine entscheidende Rolle. So besitzt auch das fozialistische Korrespondenzblatt" die bodenlose Frechheit zu behaupten, daß die Gewerkvereine ihre Mitglieder zum Streitbruch fommandierten". Der Streifbruch gehöre zum System der Gewerkvereine, das stehe notorisch fest! Alio lügt das„ Korrespondenzblatt". Und worauf stüßt sich diese freche Werleumdung? Jm Gewerkverein" Nr. 39 erschien ein Inserat, worin nach Brieg vier Töpfergesellen gesucht werden, die sich melden sollen beim Kassierer des Orts vereins der Töpfer in Brieg.... Belgrad ist gegenwärtig einer der bedeutendsten Pläße für den den" Auftrieb" in Ungarn. Das Belgrader Bordellviertel heißt die ungarischen Mädchenhandel und Neusaz der Manipulationsplab für „ magyarische Kolonie", denn die Prostituierten sind durchwegs magyarischer Nationalität. Die Mädchenhändler füllen ihre Bordelle die bis vierzig Insassen und darüber zählen- stets mit frischer " Ware", die später nach Sofia, Konstantinopel und Bagdad expediert oder nach Südamerika verfrachtet wird. Die magyarischen Bauernund Proletariertöchter lassen sich in die Bordelle wie Lämmer zur Schlachtbank führen, sie machen den Händlern fast niemals Ja, zum Teufel! Wenn der Kassierer des DrtsScherereien. Bei der Aussicht, in hübsche Kleider gehüllt und gut genährt ein arbeitsloses Leben zu führen, fügen sie fich in ihr vereins in Brieg Streifbrecher vermittelt, ist das noch kein Schicksal. Noch ehe sie zum erstenmal von einer Geschlechtskrankheit systematischer Streifbruch? Wann fängt derselbe denn in den ergriffen werden, haben sie sich in ihr jämmerliches Metier eingelebt werkvereinen an? Uns scheint, der reichliche Gallenerguß des und lassen sich, verschuldet wie sie sind Kleidung und Verköstigung Gewerkverein" wäre bei dem famosen Gewerkvereinsbeamten in werden ihnen zu verzehnfachten Preisen aufgerechnet, gedankenlos von Markt zu Marit schleppen. Das ist die ordinäre Durchschnitte Brieg, nicht aber dem„ Korrespondenzblatt" der Generalfommission ware. Umständlicher und kostspieliger ist es, Mädchen aus" besseren gegenüber angebracht gewesen. Ein sonderbarer Geschmack, zu der Schande sich selbst noch die Familien" und mit feineren Umgangsmanieren" in die Neße zu locken. Und wehe einer solchen Unglücklichen, wenn sie sich aus der Blamage hinzuzufügen! Falle, in die sie geraten, befreien will! Die Polizei ist von den Mädchenhändlern bestochen und keine andere Behörde kann ihr helfen. Der Pesti Hirlap", dem wir diese Darstellung entnehmen, berichtet Das Maßregelungs- Bureau der Berliner Holzindustriellen vor der hierüber fürchterliche Dinge. " Berlin una amgegend. Gewerbe- Deputation des Magistrats. Zu den Aufgaben der Innungen gehört nach der Gewerbes Ordnung§ 81 Abs. 2: die Förderung eines gedeihlichen Verhältnisses zwischen Meistern und Gesellen( Gehülfen), sowie die Fürsorge für das Herbergswesen und den Arbeits. nachweis. Um die russische Ostseeflotte durch die dänischen Fahrwasser zu geleiten, werden von der russischen Regierung außerordentliche Vorfichtsmaßregeln getroffen, und zwar nicht nur wegen der Untiefen und natürlichen Fährnisse, sondern auch mit Rücksicht auf die Möglichkeit eines„ Ueberfalls", an die man, wie es scheint, noch immer glaubt. Die dänische Regierung kargt dabei nicht mit Freund schaftsdiensten, die, namentlich wenn man sich erinnert, welche Behandlung vor einigen Wochen der japanische Gesandtschaftsattaché aus Berlin in Dänemark erfahren hat, leicht als eine Verlegung der Neutralität aufgefaßt werden können. Vor einigen Tagen wurde in der dänischen Presse mitgeteilt, daß der dänische Kreuzer " Heimdal" und einige Torpedoboote Auftrag erhalten haben, die russische Flotte über Skagen hinaus zu begleiten, und diese" Ehrenbezeugung" in aller Stille vor sich gehen soll. Vorgestern brachte " Sozialdemokraten" die Mitteilung, daß das Seeminenboot jälgeren", das mit den übrigen dänischen Kriegsschiffen im Manöver war und nur veranfert werden sollte das Gepäck der Ein in Belgrad wohnhafter vornehmer Ungar wurde eines Mannschaft war schon an Land gebracht worden plößlich Gegen- Tages aufgefordert, eines der Bordelle in der„ magyarischen Kolonie" befehl erhalten hat, um am Donnerstag, voll beladen mit zu besuchen. Dort bat ihn, da er mit seinem Begleiter magyarisch Dynamit und Seeminen, wieder in See zu ste che n. gesprochen, ein junges Mädchen flehentlich um feinen Besuch. In Außerdem wird berichtet, daß am Montag einige dänische ihrem Zimmer angelangt, kniete sie vor dem Landsmann nieder Staatslotfen in Kopenhagen eintrafen, um von dort teils nach und flüsterte ihm zu:„ Um Gottes willen, retten Sie mich, helfen Libau, teils nach Gedser zu reifen. Die russische Regierung hat Sie mir hinaus. Vor den übrigen durfte ich nicht reden, denn wir aber auch mit privaten dänischen Schiffahrtsgesellschaften, nämlich sind von Spikeln umgeben." Und nun zog sie das Hemd von den Die hiesige Tischler- Innung hat nun diese Aufgabe dahin ers mit Dat danste Bugserselskab" und mit" Dat forenede Dampftibsel- Schultern; drei lange, bläulichrote Striemen zogen fich über den stab" Verhandlungen wegen Neberweisung von mit den dänischen Rücken bis zu den Hüften und aus einem der Striemen fiderten noch faßt, daß sie in der Alexanderstraße ein Maßregelungs. Fahrwassern vertrauten Leuten angefnüpft. Man will offenbar für Blutstropfen. Am selben Tage, erzählte sie, war sie gepeitscht Bureau nach dem Muster des Kühnemänner- Verbandes errichtet jedes dei 30 bis 40 Schiffe der Ostseeflotte einen besonderen Lotsen worden, nur weil sie den Wunsch geäußert hatte, aus dem Bordell hat, das diesen gesetzlichen Bestimmungen dadurch zu entsprechen haben. Alle diese Maßnahmen sollen möglichst geheim gehalten fortzukommen. Sie war die Tochter eines in Szabadka ansässigen versucht, daß es die Verärgerung zwischen Meistern und Gesellen in werden, aber die Freude, 500 bis 700 Kronen verdienen zu können Musikprofessors und hatte sich von den Agenten der Mädchenhändler der Berliner Holzindustrie bis zur Siedehike gesteigert hat, indem es so viel soll nämlich je nach Größe und Tiefgang der einzelnen bewegen lassen, beim Bürgermeister von Bancsova eine Stelle als einer Reihe von Gesellen das Arbeitsuchen unmöglich macht, statt Schiffe für das Lotfen bezahlt werden- trägt wohl dazu bei, daß Erzieherin anzunehmen. Man brachte sie nach Belgrad und als sie ihnen solche nachzuweisen. manches in die Deffentlichkeit fommt. merkte, wohin sie geraten sei, schlug sie Lärm. Daraufhin wurde sie Die Gewerbe- Deputation des Magistrats beschäftigte sich in ihrer In dänischen Zeitungen wird nun auch die Frage erwogen, ob von einem Polizisten durch Prügel zur Raison gebracht". Seither Tief er- letzten Plenarsizung aus diesem Anlaß wieder einmal mit einer es nicht eine Verlegung der Neutralität in sich schließe, war ihr Leben ein Dasein voll entseglicher Seelenpein. wenn vom Staat angestellte Lotsen der russischen Kriegsflotte bei der griffen, versprach der Landsmann, ihre Befreiung zu versuchen. Beschwerde einer Anzahl von Tischlermeistern Ausfahrt behilflich sind. In der Zeitung Horsens Avis" wird auf Er reiste nach Szabadka, suchte den Vater der Unglücklichen auf, der gegen den Vorstand der hiesigen Tischler( 3wangs-) Innung. einen Fall aus dem Jahre 1870 verwiesen, der viel günstiger für von deren Verbleib nichts wußte, und nun bemühten sich beide mit Die Beschwerdeführer führten aus, daß der von der Jnnung in VerDänemark lag, aber gleichwohl zu Beschwerden Anlaß gab. Das Unterstützung des Konsulats, das arme Opfer zu befreien. Die bindung mit anderen Unternehmer- Organisationen begründete soBlatt schreibt: Belgrader Polizei forderte jedoch, da im Sinne des serbischen Ge- genannte Arbeitsnachweis in der Alexanderstraße 31 den gesetzlichen In den hinterlassenen Aufzeichungen des Geheimen Etatsrats fetes achtzehnjährige Mädchen majorenn sind, die Bordellinsassin Bestimmungen über die Innungs- Arbeitsnachweise nicht entspreche. Tietgen wird erzählt, wie die franzöfifche Flotte, die im Jahre 1870 wider Willen müsse ihre Herausgabe selbst schriftlich verlangen. Der Bestimmungen über die Innungs- Arbeitsnachweise nicht entspreche. die deutschen Häfen blockiert hatte, auf der Rückreise keine Lotsen an hülfsbereite Landsmann bot alles auf und erwirfte es, daß ein Sie halten sich deshalb nicht für verpflichtet, die von der Innung Bord bekommen konnte, weswegen Tietgen sie durch einige Kapitäne Konsulatsbeamter und zwei Polizeibeamte in feiner Begleitung nach ausgeschriebenen Gebühren für die Unterhaltung dieses Arbeitsund Seeleute von„ Dat forenede Dampskibselskab" durch das Kattegat dem betreffenden Hause in der„ magyarischen Kolonie" entfendet nachweises zu zahlen und fordern die Rückzahlung der Gebühren an Ieiten ließ. Das wurde aber entdeckt und führte zu Besch toer- wurden, um mit der zu Befreienden ein Protokoll aufzunehmen. diejenigen Innungsmitglieder, von denen sie zwangsweise eingezogen den von deutscher Seite. Unannehmlichkeiten für Täne- Bu feiner maßlofen Verblüffung erklärte jedoch das Mädchen:" Ich worden sind. mark wurden nur dadurch vermieden, daß Tietgens den Franzosen fühle mich hier recht wohl. Wer von mir sagt, daß ich weggehen Der Referent, Magistratsrat Techow, wies darauf hin, daß geleistete Hülfe als eine rein private Veranstaltung angesehen höhnisch zum Konsulatsbeamten. Drei Tage später starb das so ausführlich begründet wurden als der vorliegende Protest, von der will, der lügt!"„ Na, sehen Sie!" fagte einer der Polizisten ähnliche Beschwerden einzelner Innungsmitglieder, welche zwar nicht Mädchen. Es stellte sich heraus, daß die Polizei den Bordelli haber Gewerbe- Deputation abgewiesen worden wären; er beantragte, auch Defterreich- Ungarn. von dem Erscheinen der Kommission verständigt hatte. Das Mädchen Ungarisches. Die zwei Redakteure. der sozialistischen West- war vor deren Eintreffen so lange gepeitscht worden, bis es sich zur der vorliegenden Beschwerde keine Folge zu geben. Ungarischen Volksstimme" zu Preßburg wurden wegen Beleidigung oben erwähnten Erklärung bereit fand. Damit begnügten sich jedoch Stadtv. Plisch te als Korreferent konnte sich dieser Ansicht des Preßburger Spitaldirektors verurteilt. Der Herausgeber des die Scheufale nicht, sondern beschlossen, ein Erempel zu statuieren. nicht anschließen und schlug vor, der Innung aufzugeben, die von " wurde. " " P thren Mitgliedern erhobene Ertragebühr für den Arbeitsnachweis| gelegt wird, bis die Forderungen bewilligt sind. Wo nicht befvilligt Die Arbeiterinnen der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft( Werk in Fortfall zu bringen und die Kosten, welche der Arbeitsnachweis wird, soll am Montag die Arbeit niedergelegt werden. Schlegelstraße) toaren am Montag in den Germaniafälen" vererfordert, aus den laufenden Einnahmen der Innung zu decken. Vor der Annahme dieses Beschlusses hatte der Vorsitzende eine sammelt, um sich über verschiedene Betriebsmißstände und besonders Resolution gestellt, die eine Einigung auf geringere Forderungen über die in dem Werk gezahlten schlechten Löhne auszusprechen. Das zuließ. Diese Resolution wurde jedoch als zu milde mit großer Wert Schlegelstraße steht in Bezug auf Organisations- Zugehörigkeit Mehrheit abgelehnt. der Arbeiterinnen bisher noch am rückständigsten da, woher es denn " Bürgerdeputierter Tupauer hielt es für höchst zweifelhaft, ob der betreffende Arbeitsnachweis ein derartiger sei, welcher nach § 81a zu den Aufgaben der Innung gehöre. Er sei nicht ausschließlich für die Innungsmitglieder zum Bezuge von Arbeitern gegründet Die Aussperrung der Möbeltischler. Gestern hat sich die Baht auch kommt, daß die Behandlung und Entlohnung derselben außer worden; die Innung sei nur als Teilhaber dieser Einrichtung zu worden; die Innung sei nur als Teilhaber dieser Einrichtung zu der Ausgesperrten nur wenig vermehrt. Insgesamt sind bis jetzt ordentlich vieles zu wünschen übrig läßt. Werden die Arbeiterinnen doch mit Löhnen bis herunter zu betrachten. Der Arbeitsnachweis sei obligatorisch nicht nur für die 97 Betriebe an der Aussperrung beteiligt. Dieselben beschäftigen 17 Bf. pro Stunde abgespeist. Der Referent Wiesenthal zusammen rund 2250 Tischler. Ausgesperrte zählte der HolzarbeiterMitglieder der Tischler- Innung, sondern auch für die Mitglieder vier Verband bis gestern 526, davon sind aber im Laufe der letzten Tage ermahnte die Anwesenden zum Anschluß an die Organisation, indem anderer Organisationen: 1. der Freien Vereinigung der Holz- 68 durch den Arbeitsnachweis des Verbandes in Arbeit gebracht. Es er ihnen an dem Beispiel der Kolleginnen von Siemens u. Halske industriellen Berlins und Umgegend", 2. des Zentralverbandes der bleiben also im Ganzen noch 458 Ausgesperrte übrig. Unter den zeigte, was mit Hilfe der Organisation zu erreichen möglich sei. Bautischlermeister Berlins u. Umgegend", 3. des Vereins der Fabri- Werkstellen, welche ausgesperrt haben, find die kleineren, nämlich Die Arbeiter der Drahtindustrie befaßten fich fürzlich in einer fanten der Bureau- und Ladeneinrichtungs- Branche", 4. des Ver- folche mit 8-20 Arbeitern, vorherrschend. Branchenversammlung mit der Regelung der Arbeitsnachweisfrage. eins der Fräsereibefizer und verwandter Gewerbe zu Berlin". Es handele sich also hier um keinen Innungs- Arbeitsnachweis. Im zu einer Verständigung zwischen Arbeitern und angenommen: Die Versammlung beschließt, den ArbeitsIn der Gips- und Zementbranche ist es noch in letzter Stunde Nach einem Referat Schefflers wurde folgende Resolution einstimmig Widerspruch mit dem Innungs- Statut, welches bestimme, daß die unternehmern gekommen. Wie erinnerlich, beschloffen die nachweis nach dem Gewerkschaftshause zu verlegen Innung für ihre Rechnung und unter Aufsicht des Ausschusses Arbeiter in ihrer legten Generalversammlung auf Antrag ihrer und verpflichtet alle Stollegen, das Umschauen zu unterlassen und für das Gefellen- und Herbergswesen einen Arbeitsnachweis errichte, Sektionsleitung, ihre Forderungen betreffs des Bohnes der Erd- und Arbeit nur durch den Nachweis, Engelufer 15, anzunehmen. Die sei dieses Institut errichtet worden. Der Vorstand der Innung habe Blazarbeiter um 2% Pf. zu ermäßigen, d. h. den Lohnfaz ent- Kollegen werden ersucht, für strengste Durchführung dieses Beschluffes das möglichste getan, den Arbeitsnachweis nicht nur bei den Ar- sprechend dem Tarif der Bauhülfsarbeiter auf 47% Pf. festzulegen. Sorge zu tragen. beitern, sondern auch bei den Innungsmitgliedern in Migkredit zu Für die übrigen Hülfsarbeiter aber wurde die Forderung von 50 Pf. Charlottenburg. Am Sonntag, den 9. Oktober, hielt der Zentralbringen. Welcher Terrorismus gegen die letzteren geübt würde, zeige Sündigung des Arbeitsverhältnisses famen die Arbeiter den Unter- Hause seine Generalversammlung ab. Sosenkranz erstattete den pro Stunde aufrechterhalten. Auch betreffs der gegenseitigen verband der Handels, Transport- und Verkehrsarbeiter im Boltseine Bekanntmachung des Obermeisters Rahardt in dem Organ nehmern in etwas entgegen. Der so revidierte Tarifentwurf bildete Kaffenbericht für das 3. Quartal. Die Einnahmen ergaben mit dem der Junung, wonach wiederholt Tischlermeister, welche Arbeiter ein- nun gewissermaßen das Ultimatum der Arbeiter an die Unternehmer. Bestand vom 2. Quartal 1307,55 M. Die Ausgaben beliefen sich gestellt haben, ohne dem Arbeitsnachweis Mitteilung zu machen, daß Die Mehrheit der Gips- und Zementarbeiter war in ihrem Ent- auf 1036,12 M. Davon sind abgeführt an die Hauptkasse 749,11 M.; sie Arbeiter benötigen, auf Beschluß des Innungs- Vorstandes in gegenkommen bis an die äußerste Grenze des Möglichen ge- verbleibt ein Kassenbestand von 271,43 M. Hierauf gab Gebert eine Ordnungsstrafe von je 20 Mart genommen wurden. Das sei gangen, um einen friedlichen Ausgang der Sache herbeizu den Geschäftsbericht. Es wurden 213 Briefe, 45 Karten und Terrorismus der schlimmsten Art, angewandt von führen. Lehnten die Unternehmer den revidierten Entwurf 1489 Drucksachen verschickt. Betriebssigungen, Versammlungen und Leuten, welche fortwährend schreien über den angeblichen Terroris. dennoch ab, so wäre der Streit unvermeidlich gewesen, da ein Vorstandssigungen fanden 36 statt. Für Unfall, Gewerbe, Straf mus der Arbeiterorganisationen. Empfänden schon viele Innungs- großer Teil der Arbeiter ohnehin schon feine Reigung mehr hatte, fachen und Sonstiges wurden 26 Schriftstücke angefertigt. Auskunft mitglieder den Zwang, wider ihren Willen der Innung angehören noch weitere Verhandlungen mit den Unternehmern zu pflegen. Der wurde an 17 Personen erteilt. 101 Kollegen ließen sich neu aufBerein Berliner Beton- Unternehmer ist sich denn auch noch in letzter nehmen, jedoch mußten 73 Kollegen wegen rückständiger Beiträge zu müssen, als einen sehr drückenden, so sei das rigorose Vorgehen, Stunde über den Ernst der Situation Hlar geworden und hat in gestrichen werden. In letzter Zeit war die Bewegung als gut zu bebetreffs der zwangsweisen Benutzung des Arbeitsnachweises der fünf seiner Versammlung am Donnerstag den Tarif in feiner jebigen zeichnen. Auch die Zeitungsausträgerinnen von Charlottenburg verbündeten Unternehmerorganisationen, die zwangsweise Gintrei- Gestalt angenommen; derselbe tritt am 15. Oktober in Kraft. haben endlich eingesehen, wie notwendig es ist, sich zu organisieren. bung der Gebühren für den Arbeitsnachweis und die Verhängung so- Damit ist die Differenz beseitigt. Infolge ihrer guten Organisation Im Gegensatz zu den bürgerlichen Breßunternehmern find die Vergenannter Ordnungsstrafen für diejenigen, welche ihre Arbeiter ein- ist es den Gips- und Zementarbeitern gelungen, ohne Streit nicht hältnisse bei der Parteispedition als gut zu bezeichnen. Die Einführung stellen, ohne dem Arbeitsnachweis hiervon Anzeige zu machen, vollends nur eine Reihe allgemeiner Forderungen, sondern auch eine Lohn- der Ertramarken a 30 Pf. hat die befürchtete Folge nicht gehabt, geeignet, den Leuten den ganzen Innungsrummel berhaßt zu machen. erhöhung von 2 Pf. pro Stunde für sämtliche Gruppen der daß die Kollegen sich nach Berlin überschreiben ließen. Jedoch wäre Die vorliegende Beschwerde und die Forderung der Beschwerdeführer Arbeiter mit Ausnahme des obengenannten Teiles der Hülfsarbeiter es beffer, Berlin hätte ebenfalls die Marke eingeführt, denn durchzusetzen und tariflich festzulegen. Zweifellos ein erfreulicher dadurch, daß Berlin feine Ertramarken klebt, entstehen sehr sei daher als durchaus berechtigt anzuerkennen. Erfolg. oft Mishelligkeiten, die dazu führen, führen, daß Indifferente Alle diejenigen Firmen aber, die als Nicht überhaupt der Organisation nicht zugeführt werden. mitglieder des Betonvereins den Tarif nicht an- Hierauf erstattete Bollentien den Gewerbegerichts- Bericht. Von erkennen und als solche im Annoncenteil des den 967 Fällen entfielen auf die Handels- und Transportarbeiter Vorwärts" auch nicht aufgeführt sind, gelten allein 175. Wie alle Anzeichen erkennen lassen, scheint auch der neue Stadtv. Borgmann empfahl die Berücksichtigung der Wünsche von Montag ab als gesperrt. Assessor in demselben Fahrwasser zu fegeln wie sein Vorgänger der Beschwerdeführer. Mindestens solle man dem Antrag Plischke Walde. Einstimmig wurden W. Hagen, Galvaniſtr. 8, und die Zustimmung erteilen. Er bedauerte, daß die Errichtung eines Dat. Geng, Galvaniſtr. 16, wegen Verstoß gegen§ 3 Abs. 7a aus paritätischen Arbeitsnachweises nicht zustandegekommen sei. Für das Lohnbewegungen in Südbayern. Die beim Tender- und Rahmen der Organisation ausgeschlossen. Von seiten der Kommission zur bau beschäftigten Arbeiter, fowie die Winkelschmiede Zustandekommen eines solchen Arbeitsnachweises könne die Gewerbe- Maffuschen Botomotivfabrit in München haben der Firmen, Fride und Lemble, bei Uebertretung der bezüglichen Be der Ueberwachung der Sonntagsruhe wurden am legten Sonntag zivei deputation durch entsprechende Beschlußfaffung wesentlich beitragen. Direktion Lohnforderungen unterbreitet, die abgelehnt wurden. Die ftimmungen beobachtet. Gegen diese Firmen foll ganz energisch einMagistratsrat Dr. Hamburger hob die juristische Seite der genannten Arbeitergruppen insgesamt etwa 200 Manu find geschritten werden. Streitfrage hervor und hielt den Weg, den der Antrag Plischke zeige, deshalb in den Streif eingetreten. In Landsberg a. Lech für nicht gangbar. bestehen Differenzen bei den am dortigen Kasernenbau beschäftigten Maurern und der Bauunternehmung. Der Unternehmer hat, entgegen den staatlichen Submissionsbedingungen, die Maurerarbeiten Letzte Nachrichten und Depeschen. Maurer und Bauhülfsarbeiter um 2 bis 10 Pf. türzte. Ein Protest einem Unteraktordanten übertragen, der die Stundenlöhne der bei der Garnisonsbauleitung war bisher vergeblich und es ist des halb nicht ausgeschlossen, daß die Arbeiter genötigt sind, die Arbeit einzustellen. Stadtb. Berger, Obermeister der Klempnerinnung, trat den Ausführungen Tubauers entgegen. Er wünschte, daß man die Beschwerde als unbegründet zurückweise und auch den Antrag Plischke ablehne. Stadtv. Basner betonte, daß der Kampf um den Arbeitsnachweis von der Innung zu einer Machtfrage gemacht worden sei, was ja der Streit, welcher zwischen ihr und dem Holzarbeiterverbande des Arbeitsnachweises wegen entbrannt sei, gezeigt habe. Von anderer Seite wurde geltend gemacht, daß die Angelegenheit noch nicht genügend geklärt sei, um einen Beschluß der Gewerbedeputation herbeizuführen, und beantragt, eine aus 7 Personen bestehende Kommission zu wählen, welcher die eingegangene Beschwerde zur Vorberatung überwiesen werden solle. Dieser Antrag wurde von der Gewerbebeputation zum Beschluß erhoben. Das Plenum wird sich also in einer späteren Sigung mit dem Antrage dieser Kommission zu beschäftigen haben. Hierauf wurde noch beschlossen, dem Mechaniker Steinle, Wiesenstraße 15, auf Grund der Bestimmungen des§ 126 a Abfaz I der Getverbe- Ordnung die Befugnis zum halten von LehrIingen gänglich zu entziehen. " Deutfches Reich. Rusland. Das Auslaufen des russischen Ostsee- Geschwaders verschoben. Petersburg, 14. Oktober.( Meldung der„ Russischen Telegraphen Agentur".) Das Auslaufen des russischen Geschwaders aus Liebau in der Nacht zum 14. Oftober war nur ein Manöver; das Ge schwader ist bereits dorthin zurüdgekehrt. Vom ostasiatischen Kriegsschauplage. Der Streit der Glasbläser in Niederland dauert fort. Der Direktor der Glasfabrik„ De Schie" in Schiedam hatte am Donners tag die Streifenden wiederum zu einer Verhandlung eingeladen. Als fie aber kamen und Vertreter des Glasarbeiter- Verbandes mit- Tofis, 14. Oktober.( W. T. B.) Amtliche Mitteilung. brachten, weigerte er sich zu verhandeln. Die Streifenden ver- Marschall Oyama berichtet über die Gefechte am 12. und 13. Oktober: langten aber, und verlangen beständig, daß Vertreter ihrer In der Richtung auf Benfiho wurden die wierholten Gegenangriffe bei derartigen Verhandlungen Organisation zugegen find. des Feindes am 12. d. M. sämtlich zurückgewiesen. Da der Feind Die chriftlichen Organisationen Batrimonium" und der sich am Abend anscheinend zurüdzog, so gingen unsere Truppen am Die Flankenbewegung Röhmisch- katholische Boltsbund" haben Flugblätter zur Recht: 13. feit Tagesanbruch zum Angriff über. Streife fertigung des herausgegeben. Daß diese sonst unserer starten Kavallerietruppe unter dem Prinzen Kanin trug be Ein Antrag betreffend Einschränkung der Zahl der in nicht leicht für einen Lohntampf eintretenden Organisationen so deutend zur günstigen Entwidelung unserer Lage in dieser Gegend Die mittlere und die linke Kolonne unserer rechten Armee einer hiesigen Nadlerei gehaltenen Lehrlinge wurde einer entschieden an diesem Streit teilnehmen, mag als ein Zeichen für bei. feine Berechtigung gelten. In Schiedam soll die Destillateurfirma setzten den Angriff fort und nahmen wichtige Anhöhen in Besis. Die Kommission zur Vorberatung überwiesen. Die Sattler, Riemer- und Täschner- Immung beantragte, die Melchers dieser Tage einen Bosten Flaschen aus Deutsch- Operationen der mittleren Armee schreiten in günstiger Weise fort. von dem Gefellen- Ausschusse versagte Zustimmung zur Errichtung land bezogen haben, die als Streifarbeit für die Fabrik von Der Feind wurde hier von mehreren strategischen wichtigen Punkten einer Innungs- Krantentaffe durch Beschluß der Ge- ban Deventer angesehen werden, deren Inhaber kürzlich nach verdrängt. Die linte Armee greift Schahopu und Umgebung an und werbebeputation zu ergänzen. Diefer Antrag wurde abgelehnt, ein Deutschland abgereift ist. Von anderer Seite wird freilich behauptet, hat bereits einige Punkte befeßt. Unsere Verstärkungen treffen fortgleichlautender Antrag der Personal- Lohnfuhrwerks- Innung jedoch es handle fich um holländische Flaschen. Jedenfalls werden die dauernd in Jentai ein. deutschen Flaschenmacher darauf achten, daß sie ihren holländischen Kollegen den Kampf nicht erschweren. angenommen. Mit der Berufung des Rechtsanwalts Paul Lüders zum Borfizzenden und des Rechtsantvalts Dr. Braß zum stellvertretenden Vorjigenden des Schiedsgerichts des hiesigen Jnnungsausschusses erklärte sich die Deputation einverstanden. treten. Verfammlungen. Paris, 14. Oftober. Der„ Agence Havas" wird aus Mukden gemeldet: Die Japaner haben einen großen Sieg davongetragen; die Russen ziehen sich langsam nach Norden zurück und haben große Verluste erlitten. Die Schlacht dauert noch an; die Absendung von Telegrammen unterliegt strenger Zensur. Die Feststellung der Umlegung der Handwerkskammer- Roften für das Jahr 1904 soll nach den bisherigen Unterlagen erfolgen, Eine öffentliche Maurerversammlung, die vom Vorstande des London, 14. Oftober. Der Korrespondent des Reuterschen eine etwa nötige Aenderung erst nach der nächsten Volkszählung ein- Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer einberufen war, Bureaus bei Kuropatkins Armee meldet vom 12. Oftober: Der heftige fand am Donnerstag im Gesellschaftshause Berliner Musiker statt. entscheidende Kampf, der besonders an der Eisenbahnlinie tobte, erDie Ergänzung der Zustimmung von Gesellenausschüssen zur Zunächst sprach Mette über„ Die Gewerbegerichtswahlen am reichte heute feinen Höhepunkt, als die Russen nach dreitägigem Errichtung des von dem hiesigen Innungsausschusse geplanten 16. Oftober und das Verhalten der Gewerkschaftskommission". Er fühnen Angriffe Klugerweise den Rückzug begannen und fünf Meilen Einigungsamtes, welche bereits im Juli 1908 verweigert schilderte die bekannten Streitigkeiten, die zur Aufstellung einer be- zurückgingen. Hunderte verwundeter Russen strömen zu den Feldwurde, als 18 Gesellenausschüsse ihre Zustimmung versagt hatten, fonderen Kandidatenliste durch das Kartell geführt haben, kritisierte lazaretten, ich beobachtete den Kampf vom Hungpashügel in der Nähe beschloß die Deputation auch jetzt, wo die Zahl der Gesellenausschüsse, ein von A. Ritter herausgegebenes Flugblatt der Gewerkschafts- von Suilniku aus. Die japanischen und die russischen Batterien find Der Boden erzittert. Da die Ernte welche von dem Innungs- Einigungsamt nichts wissen wollen, auf fommission und stellte den darin gegen das Kartell erhobenen An- an Staubwolken erkennbar. 37 gestiegen ist, nicht zu erteilen. schuldigungen andere gegen die Kommission oder deren leitende Ber- stattgefunden hat, sind die Batterien nicht mehr mastiert wie bei Der Wert von Dienstwohnungen wurde gemäß§ 6 fonen gerichtete gegenüber. Der Redner bemerkte außerdem, daß nicht Liaujang. Gestern abend nahmen die Russen eine früher verlorene mit feiner Stellung mit dem Bajonett wieder, ohne einen Schuß abzugeben. des Gewerbe- Unfallversicherungs- Gesezes vom 30. Juni 1900 für davon die Rede sein könne, daß das Kartell Betriebsbeamte auf 500 m., für Arbeiter auf 300 m. und für Kandidatenliste die Arbeiterschaft überrumpeln wollte, wie im Flug- Heute wurde die Schlacht auf der ganzen Front mit voller Heftigkeit jugendliche Arbeiter auf 120 m. festgelegt. blatt der Kommission behauptet werde. In der Diskussion ber- wieder aufgenommen. Der Rauch der Granaten hängt in dichten Der zahlungsunfähigen Drechsler- Innung, welche für langten Gegner der vom Referenten geäußerten Auffassung nicht das Wolfen auf einer Strecke von 15 Meilen, die Infanterie einhüllend. zwei Jahre 800 M. Beiträge zu den Unterhaltungs- Wort. Sater wies noch auf die Stellungnahme der Expedition, Der Artilleriekampf wurde den ganzen Tag über forgefekt. Ein fosten der Berliner Tischlerschule schuldet, wurde diese Redaktion und Preßkommission des Vorwärts" hin, die bereits im Regiment wurde unter Kreuzfeuer genommen und drohte in wenigen Schulb erlaffen und beschlossen, sowohl für die beiden zurückliegenden Versammlungsbericht vom Fachberein der Tischler erwähnt worden Minuten bernichtet zu werden. Um die Stellung bei Tufanpu mogte Jahre wie auch in Zukunft 100 M. pro Jahr zu erheben. ift. Ferner wurde mitgeteilt, daß das im 21. Wahlbezirk für die der Stampf bis zum mittag, als Oberst Stadowitsch, der vier Tage Flugblattverbreitung bestimmte Lokal jegt vom Wirt verweigert lang bewundernswert standgehalten hatte, sich nach dem Verluste Die Rahmenvergolder haben am 28. September Forderungen wird und daß deswegen die Flugblattverbreitung von der Koppen von 20 seiner Offiziere vor dem furchtbaren Angriff der Feinde zurüdzog. Um 11 Uhr vormittags war der Kampf noch viel heftiger aufgestellt und dieselben den Arbeitgebern eingereicht. In der gestern ftraße 10 aus erfolgt. Die Versammlung befaßte sich dann mit der Frage: st als am Tage vorher. Dichte Truppenmassen, die die Lücken der abend abgehaltenen Mitgliederversammlung berichtete der Verbandsbes achtstündigen Arbeits- Front ausfüllen, machten es schwierig, die Aenderung in den Operaborfigende Späthe über die Verhandlungen, die er mit den die Einführung Berliner und Jimmungsmeistern gepflogen hat im die endgültige tages nottionen zu erkennen, die mittags begonnen wurde. Die Japaner ents Maurergewerbe Antwort Danach der Jnnung mit. Der Referent Meste äußerte die Ansicht, deckten jedoch sofort die für den Nüdzug getroffenen Maßnahmen die Forderung wendig"? einer Lohnerhöhung bon 10 Broz, fowie der geforderte daß es wohl möglich und auch im Interesse der Maurer Berlins und begannen beunruhigende Manöver. Aufschlag von 25 Proz. für Ueberstunden abgelehnt worden. Für wünschenswert und notwendig fei, für Sommer- und Winterzeit den Arbeiten außer dem Hause wurde ein Zuschlag von 1 m. pro Tag Achtstundentag einzuführen, und daß zu diesem Zwed eine lebhafte gefordert, die Meister wollen 75 Pf. bewilligen. Die geforderte Agitation entfaltet werden müsse. Lieferung fämtlicher Pinsel soll der Vereinbarung in jebem Ebenso sprachen sich Gehl, Kater und andere Diskussionseinzelnen Falle überlassen bleiben. Die geforderte wöchentliche redner für die Einführung der achtstündigen Arbeitszeit aus. Ein Arbeitszeit von 52 Stunden statt bisher 53 Stunden wird be- Antrag, zu einer demnächst einzuberufenden Versammlung für dieses willigt, jedoch soll der Lohn dann nach Stunden bezahlt werden. Thema einen besonderen Referenten zu bestellen, wurde dem VorMit dieser Bedingung sind die Arbeiter einverstanden unter der Vor- stande des Vereins überwiesen. aussetzung, daß dadurch keine Kürzung des Wochenlohnes eintritt. In der Versammlung wurde außerdem erwähnt, daß auf einem Mit der Ablehnung der Hauptforderungen ist natürlich fein einziger Bau in der Saarbrüderstraße, der vom Hof- Maurer- und der Arbeiter einverstanden. In der Versammlung waren alle in Bimmermeister Karl ausgeführt wird, bis vor kurzem jedes Frage kommenden Werfstellen vertreten. Verschiebene Rebner teilten Schutzdach fehlte, trobem der Polier schon lange darauf aufmit, daß ihre Arbeitgeber nicht den von ihrer Mehrheit beschlossenen merksam gemacht worden war. Obgleich der Bau gerade gegenüber Taktik angewandt wie bei Liaujang. Die Japaner stürmten den Sandpunkt einnehmen, sondern sich zu Lohnzulagen, wenn auch nicht dem Polizeirevier liegt und von hier aus der Mangel beobachtet Liaufluß aufwärts, als wenn sie den russischen rechten Flügel um= in der geforderten Höhe, bereit erflärt haben. Die Versammlung be- werden konnte, mußte die Polizei erst zum Einschreiten veranlaßt gehen wollten. Die Japaner haben schon den Hunho überschritten, schloß einstimmig, daß die gestellten Forderungen in jeder Werkstatt werden, worauf dann endlich notdürftig über dem Eingang ein Die Linie, auf der die feindlichen Streitkräfte Fühlung haben, läuft jezt von Banchientai im Westen nach Kiualipo im Osten. aufrecht erhalten werden und eventuell die Arbeit so lange nieders Schutzdach angebracht wurde. teilte ist " Um 2 Uhr 20 Minuten war die Armee allgemein auf einem ge. ordneten Rückzug nach einer Stellung nördlich vom Schaho begriffen; um 4 Uhr 15 Minuten waren die Eisenbahn und die Wege angefüllt von der sich zurückziehenden Armee; die Japaner machten heftige Gewehrangriffe von Süden und Südosten; Granaten fielen gleichzeitig 1% Meilen von der Station Siulintzu. Der Eisenbahnzug. der die legten Soldaten aufsammeln sollte, mußte diesen Versuch aufgeben und sich nach Norden zu in Bewegung sehen. Der Sanitätszug bes Roten Kreuzes war in Siulintzu den ganzen Tag tätig, andere Züge brachten fortwährend volle Wagen mit Verwundeten zurück. Siulintzu wurde bis Mitternacht gehalten, bis alle Bagage und die Es wurde hier die umgekehrte Berwundeten fortgebracht waren. Verantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen, lr.245. 21, luljtjung. t. Keilllge des„Ulllllllirts" Sellllltl Wlksdllltt. S-nmb.S..5.AW»1M. Partei-I�ackricdten. Zum Tode des Genossen Josef Schcn wird uns aus Wien vom 18. Oktober geschrieben: Das Hinscheiden des Genossen Josef Scheu, über das schon telegraphisch berichtet wurde, hat in der gesamten Wiener Arbeiterschaft die schmerzlichste Teilnahme gefunden, War doch der Verstorbene von zahllosen Parteifesten, bei denen er als musikalischer Berater und Dirigent fungierte, jedem Wiener Arbeiter bekannt und vertraut und keinen Genossen gibt es in Wien, der den schlanken Mann mit den milden Augen und dem schönen weißen Bart nicht geradezu persönlich geliebt hätte! Josef Scheu war auch eine der liebwert sten Persönlichkeiten: durch und durch redlich, wahr und treu. So in seinem ganzen arbeitsreichen Leben, in jeder seiner Handlung, in seinem gesamten Wirken, In ihm lagen sein sozialistisches Bekenntnis und sein knnstleri- scher Beruf nicht gleichzeitig nebeneinander, sie waren zu einer höheren Einheit verknüpft, in welcher der Grundzug seines Wesens: Wahrheit und Redlichkeit zum bezwingenden Ausdruck kam. Scheu war ein rechtes Arbeiterkind, der Sohn eines Zimmerschreincrs, in_ jeder Faser erfüllt vom proletarischen Bewußtsein und sozialistischer Kampffreudigkeit, Alle drei Brüder Scheu haben in der Geschichte der österreichischen Arbeiterbewegung ihre Stelle. Andreas Scheu, der jetzt in London lebt und durch seine Kampflieder wohlbekannt, und Heinrich Scheu, der nun in Zürich wirkt, waren die ersten Anreger der sozialistischen Agitation, und jener große Hoch- Verratsprozeß vom Jahre 1868, mit dem die Machthaber in Oester- reich wie überall die junge Bewegung zu ersticken hofften, fand Andreas unter den Angeklagten und Verurteilten. Damals komponierte der jugendliche Josef Scheu das Lied der Arbeit, welches das Wiegenlied des Proletariats in Oesterreich ist und seine Hymne wurde, als er selbst kräftig und mannhast geworden war. Scheu, der praktisch und theoretisch ein durchgebildeter Musiker war, war damals Mitglied des Burgtheater- Orchesters; der Geruch sozialistischer Gesinnung, in dem er stand, reichte aus, im Jahre 1881 seine Entlassung herbeizuführen. Ein Jahr später wurde er der Teilnahme an dem anarchistischen Attentat gegen den Schuhmacher Merstallinger beschuldigt und, obwohl ftir die hirnrissige Beschuldi- gung nicht der leiseste Anhaltspunkt gegeben war, monatelang in Untersuchungshaft gehalten. Nach Entlassung aus der Haft schuf er sich eine neue Existenz. Er gründete eine Gesangschule, die sich mit der Zeit ein großes Ansehen erwarb, und wurde in der erweckten musikalischen Bewegung des arbeitenden Wiens Führer und Leiter; bei zwei großen Arbeiter- Gesangvereinen wirkte er als Chormeister. Er rief den Arbeiter- Sängerbund ins Leben und hauchte ihm den richtigen Geist ein; 1881 gründete er den Verband der Gesangvereine Niederösterreichs und 1801 den Reichsverband der Arbeiter-Gesangvereine: alles heute große und blühende Institutionen. Mit der Erweckung und Förderung des musikalischen Lebens innerhalb der Arbeiterschaft ging die Organi- sation der Berufsmusiker Hand in Hand; der infolge seiner Agitation entstandene Musikerbund umfaßt heute 23 Vereine mit 2SV8 Mit- gliedern. Diese großen Arbeiten unterbanden aber niemals seine künstlerische Tätigkeit. Sein Schaffen als Komponist hat er ganz in den Dienst seines Lebenswerkes gestellt und die Reihe der Lieder von Herwegh, Heine und seines BruderS Andreas, die er de» Arbeitern als Kampf- und Begeisterungslieder schenkte, ist ungemein groß. Seit dem Bestehen der„Arbeiter-Zeitung" als Tagblatt wirkte er auch als ibr Musikkritiker, und nicht nur die Leser, sondern nicht minder auch die musikalischen Fachkreise haben seine sachverständige und ehrliche Kritik sehr zu schätzen gewußt. Auch da bewährte sich seine Wesensart: er schrieb schlicht und populär, dabei von edlem Kunstgeist erfüllt, und war von einer geradezu puritanischen Ge- rechtigkeit in seinen wahrhafter Ueberzeugung entnommenen Ur- teilen. Scheu war ein ganzer Mann und ein tüchtiger und braver Mensch. Scheu ist 63 Jahre alt geworden. Mitte September mußte er sich einer Blinddarmoperation unterziehen, deren Folgen ihn nun unvermutet hinweggerafft haben. Mit seiner Frau und seinen vier Kindern trauert an dem Sarge des sympathischen und wackeren Mannes die gesamte Arbeiterschaft Oesterreichs. Zum Bremer Parteitag. Die Diskussion über den Bremer Parteitag wurde am Donnerstag im sozialdemokratischen Verein in Halle mit ungemeiner Lebhaftigkeit und außerordentlicher Schärfe fortgesetzt und erst nach Mitternacht beendet. Für die Resolution Bebel mit dem Amendement Freythaler sprachen die Genossen Reichstags-Abgcordneter K u n e r t, sowie der Kreisvertrauensmann R e i w a n d. Gustav Schmidt, der ftir Bremen delegiert war, und Alb recht. Dagegen erklärten sich die Genossen Redakteur Thiele und S t u d t. Schließlich gelangte folgende von Kunert eingebrachte Reso- lution zur Annahme: .Die Versammlung erklärt ihr Einverständnis mit den Arbeiten und Beschlüssen de? Parteitages.— Allein das Vorgehen des Bremer Parteitages gegen den ReichsUgS-Abgeordneten Schippe! durch An- nähme der Resolution Bebel mrt dem Amendement Freythaler v e r- mag sie nur als das äußerste Minimum dessen anzu- erkennen, was geschehen mußte, um schwere Verstöße gegen Taktik und Programm der Partei zu rügen und ihnen ein Ende zu machen. Jede in dieser Frage zutage getretene Auffassung, die unterhalb dieser Richtlinie bleibt, lehnt die Versammlung als ganz unannehmbar ausdrücklich ab." In Elberfeld wurde Kritik geübt an der Behandlung der Schippelangelegcnheit und an der Gehaltserhöhung der Sekretäre. Darauf wurde folgende Resolution angenommen: .Die heutige Versammlung erklärt sich mit deir Arbeiten und Beschlüssen des Bremer Parteitages im allgemeinen einverstanden. Insbesondere erwartet die Versammlung, daß durch Einsetzung da Kommission zur Ausarbeitung eines Organisationsstatuts der Weg gewiesen ist. von welchem man hofft, daß die Organisationsfrage auf dun nächsten Parteitage in befriedigendem Sinne gelöst wird." Parteiprcsse. Ihre volle Selbständigkeit hat nunmehr auch die .Pfälzische Post", unser Ludwigshafener Parteiblatt, erlangt. Mit dem Datum des 13. Oktober ist die erste Nummer des in der eigenen Druckerei hergestellten Blatte» erschienen und damit sein bisheriger Zusammenhang mir der„Mannheimer Volksstimme" voll- ständig gelöst. Schon jetzt hat das Blatt über 12 00(1 Abonnenten, und es ist zu erwarten, daß der Abonnentenstand sich jetzt rasch noch Wetter heben wird.__ Soziales. Wohnungsfrage. Ein erster.allgemeiner deutscher WohnungS- o n g r e ß" wird nächsten Montag in Frankfurt a. M. eröffnet werden. Es wird, was das Acußere angeht, eine große Ver- anstaltung, die von sozialreformerischer Seite veranlaßt worden ist. Ob die äußere Größe dem inneren Wert entsprechen wird, möchten wir bezweifeln. Die Tagesordnung lautet: I. Generalbericht über den Stand der Wohnungsfrage und Wohnungsreform in Deutschland, und zwar: 1. die tatsächliche Ent- Wickelung der Wohnungsverhältnisse in Deutschland in den letzten Jahrzehnten; 2. Wohnungfrage. Wohnungsreform und die wirtschaftlichen Momente; 3. Entwickelung. Stand und Ein- fluß der Reformmaßregeln. II. Die Aufgaben von Reich. Staat und anderen öffentlich-rechtlichen Körperschaften in der WohnungS» ftage. HL Wohnungserstellung und Kapitalbeschaffung, und zwar: 1. die LandeS-VersicherungSanstalten und das Reichsvorgehen; 2. Städtische Baubanken und Gemeindegarantie für zweite Hypothek; 3. Gemeinnützige Bau- und Hypothekenbanken auf Grundlage der Selbsthülse. Es sollen über 800 Teilnehmer gemeldet sein. Ein Berichterstatter zählt als Teilnehmer auf: Im Auftrage des Staatssekretärs des Reichsamts des Innern lverden Geh. Ober-Regieruugsrat Dr. Lohmann und der badische Geh. Regierungsrat Grimme sbeide vom Reichsamt des Innern) den Verhandlungen beiwohnen. Im Auftrage des preußischen Handels- Ministeriums wird Geh. Regienmgsrat Dr. Neumann, im Auftrage des Reichsschatzamts Geh. Ober-Regiernngsrat Dombois, im Austrage des preußischen Ministeriums für öffentliche Arbeiten Geheimer Regierungsrat Rüdlin-Berlin, im Auftrage der württembergischen StaatSregierung Ministerialrat Scheurlen- Stultgart, im Auftrage des Reichs-Geiundheitsamtes Geh. Regierungs- rat Dr. Ohlmüller-Berlin, im Austrage des Reicbs-Bersickierungs- amtes Präsident Gäbel-Berlin, im Auftrage der großh. hessischen Regierung Ministerialrat Dr. Frhr. v. Ricgeleben-Darmstadt er- scheinen. Es senden ferner die bayeriscbe Staatsregierung und das großh. hessische Ministerium des Innern Vertreter. Außerdem habe» ihr Erscheinen zugesagt: Oberpräsident v. Windheini, Regierungs- Präsident Frhr. v. Trotha und Landeshauptmann Frhr. v. Riedesel zu Eisenbach(Kassel). Im weiteren sind Vertreter von 2S Landes- Versicherungsanstalten angemeldet. Es werden ferner an dem Kongreß teilnehmen: der päpstliche Kammerherr Monsignore vr Werthmann- Freibnrg i. Br., Regierungspräsident Prin, Karl von Ratibor-Aurich lSchlesien), Regierungspräsident a. D. v. Diest-Merscburg, Professor Dr. Schmoller, Geheimer Regienmgsrat Professor Dr. Adolph Wagner-Berlin, Geheimer Hofrat Professor Dr. Brentano-München, Professor Dr. Sombart-Breslau, Stadtrat Abg. Fischbeck-Berlin als Vertreter der Berliner Stadtbehörde, Magistratsrat Joseph Schöner-München als Vertreter der Münchener Stadtbehörde, Professor Dr. Standinger- Dannstadt, der ehemalige Erzieher des deutschen Kaisers Geb. Regierungsrat Dr. Hintzpeter und Landtags- Abgeordneter D. v. Bodelschwingh- Bielefeld, Prof. Dr. Naumann- Berlin, die Abgeordneten Prinz v. Schönaich-Karolath, Rechtsanwalt Dr. v. Dziembowsky-Posen, Helmut v. Gerlach-Berlin, Hne-Essen, der Vorsitzende des Verbandes der christlichen Bergarbeiter Dent'ch- lands Landtags- Abgeordneter Brust- Alteneffen, Prof. Dr. Neisser- Breslau, der bekannte Dermatologe Prof. Dr. Oskar Lassar- Berlin, der Anwalt der Deutschen Wirtschafts- Genossenschaften Abg. Dr. Crüger- Charlottenburg, ein Vertreter der Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereine, der Vorsitzende des Verbandes der Orts-Krankenkasien Deutschlands Abg. Fräßdorf- Dresden, Albert Cohn und Sienia- nowsky Berlin als Vertreter des Verbandes der Berliner Kranken- lassen, Arbeilersekretär Giesberts- M.- Gladbach, der Direktor des Zentralverbandes der städtischen Hans- und Grundbesitzer- Vereine Deutschlands Baumeister Stadtrat Hartwig- Dresden, eine Anzahl weiterer Delegierter von Hausbesitzer-Vereinen, aber auch vom All- gemeinen Deutschen Mietcr-Verband und den verschiedenen Mieter- Vereinen, Vertreter des Ostdeutschen Städtetages, der Vertreter des Baupolizeiamtes Olshausen(Hamburg), die Borsitzende des Ver- bandes der Evangelischen Frauenvereine Deutschlands Frau Stabs- arzt Dr. Steinhausen-Hannover. Fräulein Else Lüders-Berlin, Frau Professor Flesch- Frankfurt a. M.. Frau Konsul Hecht- Dortmund, der Besitzer der„Franks. Zeitung" Leopold Sonnemann, Schriftsteller Dr. Kampfmeyer- Berlin, der Generalsekretär der Gesellschaft für Sozialreform Prof. Dr. Francke-Berlin, der Vorsitzende des Ver- bandes Deutscher Bodenrcformer Adolf Damaschke- Berlin, der Generalsekretär des Deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke Gonser-Berlin, der Vorsitzende des Verbandes der Bau- genossenschafteu Deutschlands Landrat Berthold- Blumenthal und andere mehr. Eine gemischtere Gesellschaft kann man sich nicht gut denken. Es werden gewiß viel gute, vielleicht auch schlechte Reden gehalten werden, es wird viel Sympathie für die bessere Behausung der Ar- beiterklasse zum Ausdruck kommen, es werden aber auch die Vertreter der Hausagrarier, die ihre schönste Blüte im Stadtrat Hartwig aus Dresden dem Kongresse präsentieren, ihre Not Ilagen, doch scheint uns schon die Tagesordnung darauf zugeschnitten, daß in den Grundfragen nicht viel Grundsätzliches zutage gefördert werden wird. Es gibt gewiß auf dem weiten Gebiete der WohnungSftage eine Reihe Spezialfragen, die eine gesonderte Behandlung erfordern und die es rechtfertigen, von einer Wohnungsfrage im besonderen zu sprechen. Neben der Feststellung der bestehenden Wohnungs- Verhältnisse sind da die sanitären Fragen, Bau- Ordnungen, Wohnungsbeaufsichtigung, Förderung des genoffeuschastlichen Bau- Wesens in den verschiedensten Beziehungen. Dann kommen aber viel wichtigere Fragen. Zunächst die Wohnungsbeschaffung. Der Kongreß hat ja einen solchen Punkt auf der Tagesordnung, aber wie aus dessen Unterabteilungen hervor- geht, denkt man dabei offenbar nur an die finanzielle Unter- stützung des genossenschaftlichen und des sogenannten gemein- nützigen Bauwesens. Damit ist der großen Masse nicht gedient. Die Wohnungserstellung muß aus einem Privat« geschäst zu einer öffentlichen Angelegenheit werden. Unseres Erachtens ist es eine Aufgabe der Gemeinden, die Wohnungen zu bauen. Das führt aber sofort einerseits auf die Zusammen- setzung der Gemeindeverwaltungen, Beseitigung des Hausbesitzer- Privileges und des Klassenwahlrechts zu den Gemeindeverwaltungen. Solange die jetzigen Gemeindewahlrechte bestehen, die immer den Hausbesitzern und Grundspekulanten die Vorherrschaft in der Gemeinde sichern, ist nicht daran zu denken, daß die Gemeinden, selbst wenn ihnen von den Auffichtsbehörden keine Hindernisse in den Weg gelegt würden— eine Frage, die gleichfalls hierbei zu erörtern wäre— den Wohnungsbau in die Hand nehmen würden. Deshalb kann es auch zu nichts führen, mit den bornierten Vertreter» der HauSagrarier auf einem Kongreß über diese Frage zu verhandeln. Es führt andererseits gleichfalls sofort auf die Grund- und Bodenfrage. Eine Gemeinde könnte den besten Willen haben, die Wohnuugsbcschaffung selbst in die Hand zu nehmen, sie wäre bei dem jetzigen Stande der Grundbesttzverhältnisse und der Gesetzgebung über die Enteignung von Grundbesitz trotzdem in den Händen der Grundstücksspekulanten. Die unsoziale Wirtschaftspolitik der Gemeindeverwaltungen, begünstigt durch das Gemeindewahlrecht, hat dahin geführt, daß in den großen und Mittelstädten der bebaubare Boden fast ausschließlich in den Händen privater Grundstücks- spekulanten ist, denen die Gemeinden den Boden abkaufen müßten zu den Bedingungen, die von den Spekulanten in ihrem Interesse gestellt werden. Selbst wenn die Gemeinde durch geeignete Maß- regeln nach dieser Richtung einen gewissen Druck ausüben könnte, käme sie immer»ur dahin, die Wohnungen um ein weniges billiger herzustellen, als sie jetzt der private Hausbesitzer vermietet. Es wäre also auch notwendig, daß den Gemeinden im Wege der Gesetzgebung das Recht gewährt würde, Grund und Boden zum Zwecke der Er- bauung von Wohnhäusern zu enteignen. ES scheint nach der Tagesordnung und der Zusammensetzung deS Kongresses ausgeschlossen, daß diese Frageil anders als vorüber- gehend und nur von einzelnen gestreift würden. An eine grundsätz- liche Erörterung und die Erzielimg einer Uebereinstimmung ist da gar nicht zu denken. Aber selbst wenn da« denkbar wäre, was wäre gewonnen, wenn solche Reformen durchgeführt würden? Der Grund und Boden muß natürlich, auch wenn er enteignet wird, bezahlt werden; die Gemeinde betreibt das Wohnungs« wesen wie jeder Privatbesitzer, nur daß sie leinen Ueberprofit nimmt. Die Wohnungen mögen 30, 40, ja selbst 50 Proz. billiger werden als bisher. Das ist gewiß für den Arbeiter eine ganz an- erkeunenswerte Erleichterung. Aber da ist auch die Grenze dessen, was eine besondere Wohnungspolitik für den Arbeiter leisten kann. Ob der Arbeiter 150 oder auch 300 M. im Jahre mehr für seinen Lebensunterhalt aufwenden kann, indem er es an der Wohnungsmiete erspart, oder ob er dann für 200 oder 300 M. eine Wohnung haben könnte, die jetzt 400 oder 600 M. kostet: er bleibt darum noch immer der ausgebeutete Proletarier, der er heute ist. Hier ist der Punkt, wo sich für den Sozialdemokraten sofort die Frage nach der allgemeinen wirtschaftlichen Lage des Arbeiters aufrollt, wo es sich zeigt, daß die Wobnungsfrage als Einzelfrage nur ein winziges Teilchen der Frage des Kapitalismus, der Frage nach der Beseitigung der kapitalistischen Gesellschaftsordnung ist. Wir können über die Wohnungsfrage reden, aber wir können nie vergessen, daß die schönste und vollkommenste Wohnungsreform doch den Proletarier ruhig Proletarier sein läßt. Wir hoffen, daß es den an dem Kongreß in Frankfurt teil- nehmenden Sozialdemokraten möglich sein wird, ihrer sozial« demokratischen Auffassung von der Bedeutung der Wohnungsfrage Ausdruck zu geben. Was aber selbstverständlich auf die Masse der anderen Kongreß- teilnehmer ohne jede reale Wirkung bleiben wird und an den be« bestehenden politischen Verhältnissen nichts ändern kann. Trotzdem: wenn sie einmal hingehen, so tun sie es wohl nicht, um das noch einmal zu sagen, was Herr Hartwig, Herr Franke, Herr Landrat Berthold, Herr Schmoller, Herr Fischbeck und andere schon gesagt haben.__ Die staatliche Bergung von Strandgut ist ein unfallverficherungS» Pflichtiger Betrieb. So hat das Reichs-Versicherungsamt in einer Streitsache entschieden. Ein Strandvogt auS dem Regierungsbezirk Schleswig versuchte mit Hilfskrästen, die er gegen Entgelt annahm, die Takelage eines in der Nordsee gestrandeten Schiffes zu bergen. Einer der Arbeiter ver- unglückte dabei. Es kam zu einem Rechtsstreit um die Unfallrente. In letzter Instanz wurde der preußische Fiskus vom Reichs-Ver- sicherungsamt zur Rentengewährung verurteilt, nachdem das Rekurs« gerächt den Regierungspräsidenten zu Schleswig zur Einholung von Berichten der ihm unterstellten Landrats- und Strandämter und zur eigenen Aeußerung über die einschlägigen Verhältnisse veranlaßt hatte. Begründend wurde ausgeführt: Es sei anzunehmen, daß der Unfall in einem nach§ 1 Nr. 3 des See-UnfallversicherungS« Gesetzes versiwerungSpflichtigem Betriebe für die Rettung oder Bergung von Personen oder Sachen bei Schiffbrüchen geschehen. Und zwar handele es sich um einen Bergungsbctrieb des preußischen Fiskus. Die Rettung von Pergonen und die Bergung von Sachen aus den in Seenot befindlichen Schiffen sei durch ein Reichsgesetz, die Strandungöordnung vom 17. Mai 1374, ftir das Reich einheitlich geregelt. Die Oberaufficht führe das Reich; im übrigen sei die Ausführung de» Gesetzes, insbesondere die Organisation der Behörden und Beamten, die erforderlich seien, den Einzelstaaten übertragen worden. Es handele sich dabei also um Betriebseinrichtungen und Organe der Einzelstaaten. Den Strandänttern seien Strandvögte untergeordnet. Diese seien zweifellos Staatsbeamte. Daß sie nur nebenamtlich in der Regel tätig seien und sie zum großen oder größten Teil kein festes Gehalt bezögen, sondern auf den gesetzlich geordneten Bergelohn angewiesen seien, sei mit ihrer Stellung als Staatsbeamte vereinbar. Der Sttandvogt habe unverzüglich nach Empfang der Nachricht von der Strandung eines Schiffes sich an Ort und Stelle begeben und daselbst die zur Aufrechterhaltung der Ordnung und die zur Bergung oder Hülfsleistung erforderlichen Anordnungen zu treffen. Zunächst habe er für die Rettung der Personen zu sorgen. Die Bergung von Sachen hänge nach ß 7 der StrandungSordnung vom Willen f deS Schiffers ab, vorausgesetzt, daß dieser anwesend sei und in der Lage Be- stimmung zu treffen. Dies entspreche der Natur der Sache, denn die Bergung solle lediglich im Interesse des Schiffers erfolgen und sei gebührenpflichtig. Aber stets handele der Strandvogt als Staatsbeamter. Die Fälle, wo Behörden und Beamte nur auf Antrag eines Be- teiligten tätig fein sollten, seien auch sonst nicht selten.— Der Sttandvogt könne nun in der Regel nicht mit eigener Hand die zur Bergung erforderlichen Arbeiten völlig ausführen. In Ueber» einstimniung mit dem Regierungspräsidenten in Schleswig und den ihm unterstellten Landräten und Strandämtern sei daher unbedenklich anzunehmen, daß der Strandvogt ebenso berechtigt als verpflichtet sei, Hilfskräfte anzustellen Wie sich nun auch das privat- rechtliche Verhältnis dieser Hilfsttäfte zum Sttandvogt oder zum Staat gestalten möge, für die öffentlich-rechtliche Arbciterversicherung komme es darauf nicht an. Da« Reichs« Versicherungsamt sei nun der Ansicht, daß in diesen Verwaltung«» einrichtungen, die der preußische Staat auf Grund der Strandungs« ordnung geschaffen habe, nur ein einheitlicher.Betrieb für die Rettung oder Bergung von Personen und Sachen bei Schiff« brächen" im Sinne des§ 1 Nr. 3 des See- Unfall- Versicherungs« gesetzes erblickt werden könne, wenn auch die Strandvögte eme eigentümliche Zwischenstellung hätten, indem sie wohl Beamte seien, zum Teil aber auch wieder in gewissem Sinne als Unternehmer er« schienen. Eine Trennung sei indessen für das Gebiet der Arbeiter- Versicherung nicht möglich. Der Staat müsse der Versichemngsttäger hier allein sein, während der See- Berufsgenossenschaft nur die Bergungsbetriebe von Privaten oder von Privatgesellschaften zu« gehörten. Daraus folge die Verurteilung des Fiskus. Ungültige Pollzeiverordumig. Für rechtsunwirksam erklärte das Kammergericht die für Gnesen auf Grund deS§ 138k der Gewerbe-Ordnung ergangene Anordnung des A ch t u h r- L a d e n s ch l u s s e S für die Papierwaren« Branche. weil aus der Publikation der Anordnung nicht hervorging. daß die Gemeindebehörde vor dem Erlaß in der gesetzmäßigen Weise angehört worden ist. ES handele sich hier um eine formell zwnigcude Bedingung für das Zustandekommen der Anordnung. In solchen Fällen müsse die Erfüllung der Bedingung in der Be- kanntmachung der Anordnung formell mitgeteilt werden, wenn die Anordnung gültig sein solle. Die Anhörung der Gemeindebehörde und ein entsprechender Vermerk in der Publikatton habe sowohl bei Anordnung deS 8 1381 Absatz I als auch bei der des Absatzes ll zu erfolgen. ES sei kein übertriebener Formalismus, wenn verlangt werde, daß die Anhörung der Gemeindebehörde in der amtlichen Bekaimt« machmia mitgeteilt wird. Denn wenn die Bekanntmachung die Voraussetzungen einer Anordnung als erfüllt an- zeige, so genüge das für die Zukunft und unterliege nicht mehr der Nachprüfung. Im anderen Falle müßten die Gerichte innner wieder prüfen, ob die Gemeindebehörde gehört sei, oder ob sich die genügende Anzahl der beteiligten Geschäftsinhaber dafür er- klärt habe zc. Der Senat müßte dann in die weitgehendsten Beweis« erhebungen eintteten.— Der angeklagte AnstchtSkartenhändler wurde freigesprochen wegen der Ungültigkeit der Anordnung. Prostitutionsbetrieb in Hannover. Unter stillschweigender Polizei« sicher Duldung haben sich in Hannover in verschiedenen Stadtteilen Betriebe mit Dirueuhaltuug aufgctan. Damit war den Hausbesitzern nicht gedient, da die den dirnenhaltcnden Häusern benachbarten Ge- bäude vollständig entwertet werden. Der HmiS- und Grundbesitzer- Berein wurde deshalb beim Polizeipräsidium dahin vorstellig, daß dasselbe bei der Regierung auf eine Kasernierung der Dinien in einer einzigen Straße oder in wenigen abgelegenen Straßen dringen möge. Auf diese Eingabe hat der Polizerpräsident erwidert, daß er bereit sei, die Wünsche der Hausbesitzer, welche auch er teile, bei der königlichen Regierung zu unterstützen. Etos der frauenbewegung. Der Friuie»' und Mödchcn-Vercin zu Schiineberg und Umgegend hielt am 10. Oktober seine regelmäßige Vereinsversammlung im Klubhanse ab. Herr vr. Chajes hielt einen Vortrag über„Hygiene der Schule". Für die lehrreichen Ausführungen wurde dem Redner reicher Beifall gespendet. Leider war die Versammlung trotz des lehrreichen Vortrages, der besonders den Müttern von großem Nutzen war, nur schwach besucht. Nach der Diskussion wurde unter Vereinsaugelegenheiten bekannt gegeben, daß auf allgemeinen Wunsch der Mitglieder ein Kränzchen arrangiert werden soll. Dasselbe findet am 12. November in Weimanns Klubhaus, Hauptstraße 5/6, statt. Das Vergnügen wird aus Tanz und Vorträgen von Mitglieden, be- stehen. Da es ein sehr billiges ist, der Eintritt inkl. Tanz nur 16 Pf. kostet, so bittet der Vorstand um recht rege Beteiligung an demselben. Auch werden die Mitglieder, welche verzogen sind, gebeten, ihre neue Adresse bei nächster Versammlung an die Kassiererin abzugeben. Die Versammlung wurde alsdann von der Vorsitzenden geschlossen. Kerlimr partei-Hngclegcnbciten. Zweiter Wahlkreis. Den Parteigenossen zur Kenntnis, daß am Sonntag ein Herbstfest in Tenipelhof(„Tivoli"), Berlinerstr. 50, statt- findet. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Britz. Sonntag findet eine Handzettelverbreitung statt. Treffpunkt 7 Uhr früh bei Weniger, Werderstr. 27. Um zahl- reiches Erscheinen wird gebeten. Köpenick. Sonntag früh 7 Uhr findet eine Flugblatt- Verbreitung statt. Die Parteigenossen, welche helfen wollen, müssen sich pünktlich bei den Bezirksführern in den bekannten Lokalen melden. Tegel. Die ordentliche Vereinsversammlung des Wahlvereins findet am 18. d. M., abends pünktlich 8ll3 Uhr, bei Rob. Schmidt, Schlieperstr. 64, statt. Genosse B u ch h o I z- Charlottenburg spricht über das Thema:„Der Weg zum Sozialismus".— Die Diskutierabende finden regelmäßig jeden Dienstag, abends Z'/z Uhr, bei Herrn. Gehlhaar, Berlinerstr. 92, statt. lokales. Freisinn und Strnßrniahn. Die Abwehrbewegung gegen die Verteuerung des Straßenbahn- Abonnements, die von den Abonnenten der Straßenbahn eingeleitet worden ist und noch fortdauert, wird von einigen Wortführern des Berliner Freisinns zur Förderung der Sonderzwccke ihrer Partei ausgebeutet. In Protestversammlungen und Bezirksvcreinssitzungen erzählen sie ihren Zuhörern, wie tapfer im Kaiupfe der Stadt- gemeinde gegen die Ansprüche der Straßenbahn-Gesellschaft frei- sinnige Stadtväter gewesen seien— im Gegensatz zu den sozial- demokratischen Stadtverordneten, durch die die Position der Straßen- bahn-Gesellichast gestärkt worden sei. Auch die freisinnige Presse hat die Erörterung der Abonnementsverteuerung dazu benutzt, um über die Verhandlungen, die 1897 zum Abschluß des jetzt be- stehenden Vertrages zwischen Stadtgemeinde und Straßenbahn führten, eine Darstellung zu verbreiten, die die Verdienste des Freisinns in bengalischein Lichte erstrahlen läßt. Zweierlei wirst der EhoruS der Freisinnigen den Sozial- demokraten vor. Als die Abonnernents-Verteuerung kam, ging durch die Blätter die Mitteilung, vor Abschluß jenes Vertrages sei in Stadtverordnetenkreisen angeregt worden, neben der Festlegung des Zehnpfennigtarifs auch eine Bestiinmung über die Höhe des Abonnementspreises in den Vertrag hineinzubringen. Ein sozial- demokratischer Stadtverordneter habe jedoch erklärt, er habe kein Interesse an der Festlegung des Abonnementspreises. Das ist der eine Vorwurf. Der andere ist der, daß die sozialdemokratische Fraktion schließlich für den Vertrag gestimmt habe. Schon in der ersten Protestversammlung der Straßenbahn-Abonnenten wurde von dein steisinnigen Stadtverordneten Dinse erzählt:„Wir Frei- sinnigen haben den Vertrag abgelehnt, die Sozial- demokraten aber haben ihn angenommen." Zu der an sich zutreffenden Zeitungsnotiz über die Nichtfestlegrnrg des Abonnementspreises haben wir bereits in der Nummer vom 15. September ausgeführt, daß sie ihren besonderen Zweck habe. Versandt war sie von dem Magistratsberichterstatter, der nebenbei ein Svezialoffiziosus des Stadtverordneten Jakobi ist, des besten Freundes, den die„Große" im Rathause hat. Man wollte die Auf- merksamkeit ablenken— nicht nur von der verteuernden„Großen", sondern auch von den steisinnigen Stadtvätern, die damals ihrer eigenen„Anregung" nicht gefolgt waren, obwohl sie und nicht die Sozialdemokraten die Mehrheit hatten. Herrn Dinses Aeußerung erschien uns zu dumm, als daß wir sie einer Erwiderung hätten würdigen sollen. Da sie aber der Ausgangspunkt einer Legenden- bildung zu werden droht, so wollen wir jetzt feststellen, daß im Jahre 1897 die sozialdemokratische Fraktion mit ihren damals 16 Mandaten ein Achtel der ganzen Stadtverordnetcn-Versammlung (damals 126 Stadtverordnete) bildete. Es müssen also außer ihnen auch noch sehr viele Freisinnige für den Vertrag gestimmt haben. Herr Dinse freilich überging das mit vorsichtigem Schweigen. Die- selbe Vorsicht gebrauchte später auch die„Freisinnige Zeitung", die ihre Leser belehrte, daß die Sozialdemokraten„für den Verttag stimmten, ivährend die Opposition von Liberalen gebildet wurde". Das trifft zu— und ist in dieser UnVollständigkeit doch weiter nichts als eine simple Fälschung. Das ärgste soll sich neuerdings der freisinnige Stadtverordnete Rosenow geleistet haben. In einer BezirksvereinS-Sitzung hat er auseinandergesetzt, daß die Sozialdemokraten mehr Wert auf das Abonnement als auf die Errichtung einer Pensionskaffe für die An- gestellten und auf die Verkürzung der Arbeitszeit der Wagenführer gelegt haben. Das ist richtig. Herr Rosenow soll dann aber, nach Berichten freisinniger Blätter, weiter gesagt haben:„Ohne Zu- stimmung der sozialdemokratischen Stadtver-" ordneten wäre jener Vertrag damals in der Form nicht angenommen worden". Dem stellen wir die folgenden Tatsachen entgegen. Im Jahre 1897 stimmten gegen den Vertrag 24 Freisinnige, für ihn aber 10 Sozialdemostaten und— 48 Freisinnige. Wären alle 16 Sozialdemokraten da gewesen und hätten mit Dinse und Konsorten gegen den Vertrag ge- stimmt, so hätten jene 48 Freisinnigen ihn trotzdem durch- gebracht. Zu der„von Liberalen gebildeten Opposition" gehörte auch Herr Rosenow, nachdem seine SpezialWünsche nicht befriedigt worden waren. Vorher hatte auch er verkündet:„Ich erkläre offen, daß ich auf dem Boden des Zustandekommens des Vertrages stehe." Ein paar Wochen vorher hatten die Sozialdemokraten gegen den Ver- trag gestimmt, weil sie damals die geforderten Vergünsttgungen für das Straßenbahnpersonal nicht hatten durchsetzen können Später drangen ste damit durch und stimmten dann f ü r den Vertrag. So liegen die Dinge. Heute aber bemüht sich der Freisinn, den Sachverhalt zu verdunkeln und die öffentliche Meinung zu fälschen. Eine klägliche Gesellschaft!_ Verlogenheit, der„Kreuz- Zeitung". Die schwere Beleidigung, deren sich ein Staatsanwalt dieser Tage dem Bevollmächtigten des Metallarbeiter-Verbandes gegenüber schuldig ge- macht hat, wird auch in der„Kreuz- Zeitung" erwähnt. Aber in wunderlicher Darstellung: Cohen stand dieser Tage vor dem Berliner Schöffengericht wegen Vergehens gegen§153 der Gewerbe- Ordnung. Er hatte zwei Arbeitswillige zu überreden gesucht, ebenfalls' die Arbeit niederzulegen, diese wollten sich aber dazu nicht verstehen. Als Cohen grob wurde, mußte er sich von ihnen sagen lassen, daß er sich von den Schweißgroschen der Arbeiter ernähre. Cohen nannte darauf die beiden Arbeitswilligen Streikbrecher und hatte sich wegen anderweiter drohender und ehrverletzender Aeußerungen, die er hieran knüpfte, vor Gericht zu verantworten. Als er hierbei dem Staatsanwalt zurief:„Ich bekomme mein Geld ebensowenig umsonst wie der Staatsamvalt, ich arbeite für mein Geld genau so gut wie Sie", wurde er wegen Ungebühr zu 20 M. Geldstrafe verurteilt und außerdem auf Grund von§ 153 zu drei Wochen Gefängnis. Selbstverständlich ist das sozial- demokratische Zentralorgan nicht wenig entrüstet über die Ver- urteilung des Genossen Cohen. Soviel Worte, soviel Verlogenheiten. Kein Wort steht im „Kreuz-Zeitungs"-Bericht davon, daß der S t a a t s a n w a l t den Leiter der Arbeiter-Organisatton durch die unziemliche Bemerkung, daß dieser sich von Schweißgroschen der Arbeiter ernähre, zu der unter diesen Umständen immer noch sehr milden Ab- wehr provoziert hat. Warum geschieht dies nicht? Wir möchten annehmen, daß das koinervative Blatt ob der Ungehörigkeit des Staatsanwalts selbst betreten ist und lieber ge- sehen hätte, daß dieser Herr dem von ihm zu Unrecht Beleidigten an Ort und Stelle geziemend Abbitte geleistet hätte, statt das rein formelle Argument geltend zu machen, daß in der Abwehr der Beleidigung eine Ungebühr vor Gericht liege. Nur so ist die Unter- schlagung erklärlich. Wäre die„Kreuz-Zeitung" der Ansicht, daß die vom Staatsanwalt begangene Beleidigung in irgend welchen Tat- fachen begründet sei, so hätte das konservative Blatt dies doch nur o f f e n u n d e h r l i ch aussprechen dürfen. Allerdings sind die Pfade der Ehrlichkeit in solchen Dingen für ein konservatives Blatt schwer gangbar. Denn bei einigermaßen objekttver Würdigung wäre es unumgänglich gewesen, auch eine Betrachtung darüber anzustellen, warum der Vertreter der„objektivsten Behörde von der Welt" in einem Falle, wo die eine Be- leidigung durch d'e andere k o m p e n s i e rt erscheint, nicht allein den einen Beleidiger unbehelligt läßt und nur gegen den anderen, den Organisattonsleiter, den amtlichen Apparat in Bewegung setzt, ondern in öffentlicher Sitzung auch noch die völlig haltlose Be- leidigung. die der Streikbrecher begangen hat, von neuem gegen den angeklagten Organisationsleiter ichleudert. Statt so zu ver- fahren, mäkelt das Blatt in seiner Verlegenheit noch au einem Um- ftande herum, der für die zunächst beteiligten, die Arbeiterschaft, ganz und gar keine Rolle spielt. Nämlich daran, daß Cohen— die „Kreuz-Zeitung" behauptet es wenigstens— Jude ist. Die Flrischschau für das von außerhalb eingeführte Fleisch ver- ursachte im letzten Jahre eine Ausgabe von 148 073 M. Die Ein- nahmen stellten sich auf 228 618 M. einschließlich eines Kassen- bestandes von rund 11000 M. aus dem Jahre 1902/03. Die Minder- ausgaben im vergangenen Jahre sind darauf zurückzuführen, daß zwei städttsche Untersuchungsstationen infolge der Bestimmungen des am 1. April 1903 in Kraft getreteneu R e i ch s- Fleischbeschau- gesetzes über den Fortfall der nochmaligen Untersuchung der bereits auf Trichinen untersuchten Schweine eingegangen sind. Wann ist ein Laden für den geschäftlichen Verkehr geschloffen? Diese an sich doch wohl recht einfache Frage ist von vier ver- ■chiedeueir Ober-Landcsgerichteu in vier verschiedenen Anffasstmgen beurteilt worden. Der„Konfektionär" bringt folgende Zusammen- tellung: Urteil des Kammergerichts Berlin: Die Bestimmung des Gesetzes über den 9 Uhr-Ladenschluß darf nicht dahin ausgelegt werden, daß der Gcschäftsschluß der Polizei oder dem Publikum gegenüber äußerlich besonders erkennbar gemacht werden müsse. Es genügt, daß er tatsächlich besteht. Wenn also bei zufälligem Offenstehen der Ladentür eintretenden Kunden die Verabfolgung von Waren verweigert wird, so ist der Ladenschluß damit genügend dokumentiert.— Urteil des Oberlandesgerichts Darmstadt: Die Ausübung des gewerblichen Betriebes muß dein Publikum gegenüber unmöglich gemacht werden, sei es durch einen förmlichen Abschluß des Geschäftes oder durch ein Verdecken oder Verhüllen der Waren oder durch andere geeignete, den geschäftlichen Verkehr hindernde Vor- kehrungen. Das Gesetz hat eine den Geschäftsbetrieb ausschließende fichtbare Vorkehrung im Auge.— Urteil des Oberlandesgerichts Hamm: Die Geschäfte müssen nach 9 Uhr verriegelt sein. Das Wort„ge- schlössen" ist wörtlich auszulegen. Hätte der Gesetzgeber lediglich den weiteren Verkauf untersagen wollen, so würde er die fragliche Bestiin- mung entsprechend gefaßt haben.— Urteil des OberlandcSgcrichtS in Frankfurt a. M.: Es genügt nicht, daß nur die Ladentür ge- chlossen und verriegelt ist. Wenn der Rollladen an der Tür nicht geschlossen ist, so ist eine Verbindung des Geschäftslokals mit der Straße vorhanden, und diese ist unstatthaft und strafbar. Man sieht an diesen letzten Urteilen, wie die Tüstelsucht unserer Justiz es fertig bringt, auch Gesetze, die an sich als eine Wohltat empfunden werden, der Bevölkerung zu verleiden. Gewiß richten Urteile dieser Art nicht so viel Unheil an, wie die Benutzung des Erpressunasparagraphen gegen ehrenhafte Arbeiter und die sonstigen im Kampfe gegen das klaffenbewußte Proletariat gefällten Urteile. Aber Köpfschütteln erregen sie ebenfalls. Einer von der alten Garde ist gestern auf dem städtischen Fried- Hof in Friedrichsfelde beerdigt worden. Unser Parteigenosse Emil Schmidt nämlich. Die Jüngeren werden sich seiner nicht mehr erinnern: wer aber die Zeit des Socialistengesetzes durchgemacht hat, weiß das Verdienst, das Schmidt sich damals um die Partei erworben hat, wohl zu würdigen. Er stand von 1880 bis 1889 auf dem exponiertesten Posten und wurde in dem großen Prozeß gegen die Mitglieder des Zentral-Wahlkomitees am 2. März 1883 zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Zwar hat Schmidt sich in den letzten Jahren von der aktiven Tätigkeit zurückgezogen, aber daS wird denjenigen, die mit ihm in schwerer Zeit gekämpft, und auch die Ge- nassen, die ihn erst später kennen gelernt haben, nicht abhalten, dem wackeren Streiter ein ehrenvolles Andenken zu bewahren. Ein langjähriger Prozeß der Stadt Fürstenwalde gegen den Magistrat von Berlin wegen der Müllablage bei Spreenhagen kommt am 15. November vor dem Kammcrgericht zur Verhandlung. Das Gutachten des von den Vorinstanzcn berufenen Sachverständigen, Professor Thierfeldcr-Berlin soll günstig für die Klägerin lauten. Es soll festgestellt sein, daß durch die Müllahlage in der Tat eine Be- nachteiligung des städtischen Forstgebiets herbeigeführt werde. Bei der Einschulung der neue« Schulrekruten, die mit Beginn des Winter-Halbjahrs erfolgt ist, haben sich stellenweise wieder recht schlimme Mißstände gezeigt. Es ist immer das alte Leid: wenn einmal in einem Stadtteil die Bevölkerung etlvas rasch zunimmt, dann macht sich sofort die ärgste Schulnot bemerkbar. Die Schulen sind eben meist so stark besetzt, daß sie höchstens einen normalen Zuwachs aufnehmen können. Sehr toll soll es z. B. wieder in Moabit hergegangen sein. Aus der Siemensstraße wird uns mitgeteilt, daß eine dortige Gemeindeschule 80 Kinder und eine andere sogar 100 Kinder in die Aufnahmeklasse habe hineinstopfen müssen. Es braucht indes niemand darauf zu rechnen, daß die„Freisinnige Zeitung" sich durch diese Dinge zu einem neuen„Menschenquälcrei"- Artikel anregen lassen wird. Diese Frequenzen sind ja glücklicher- weise nur vorübergehend— bis es gelingt, die überzähligen Kinder zu fliegenden Klassen zusammenzufassen oder sie durch Umschulung an benachbarte Schulen abzuschieben. Nur unzufriedene, begehrliche Eltern, wie sie in Berlin und zumal unter den Sozialdemokraten anzutreffen sind, werden schon darüber räsonnieren und es einen Skandal nennen, lvenn sie ihre Kinder mal eine Woche lang an jedem Vormittag für ein paar Stunden in solche Klassenzimmer hineinpferchen lassen müssen. In einigen städtischen Lesehallen sind Bücher entwendet worden. Nur in wenigen Fällen ist es gelungen, die Täter zu ermitteln. Die städtische Verwaltung hat deshalb durch Plakate, die in den Lesehallen angeschlagen sind, die Besucher aufgefordert, sich an des Ileberwachung zu beteiligen und mit dafür zu sorgen, daß die Dieb- stähle atifhören. Diese sind leider umfangreicher, als vielfach an- genommen wird. Sie werden dadurch erleichtert, daß jeder Besucher sich die Bücher eigenhändig nehmen und dann selbst wieder an Ort und Stelle bringen kann. Bei den oft sehr wertvollen Werken ist dann die Versuchung groß, diese mit nach Hause zu nehmen. Das Wiederbringen wird dann oft aus falscher Scham unterlassen. „Wider die Psaffenherrschaftth Kulturbilder aus den ReligionZ- kämpfen des 16. und 17. Jahrhunderts, reich illustriert mit Bildern und Dokumenten aus der Zeit. Von Emil Rosenow. Das 27. Heft bringt den Schluß des 14. und den ersten Teil des 15. Kapitels: „Die thüringisch-sächsische Bauernrevolutton". Von den zahlreichen Illustrationen heben wir als besonders interessant hervor: die Dar- stellungen der verschiedenen Typen aus dem Bauernheer und ein nach dem Original getreu wiedergegebenes Bauernflugblatt aus dem Jahre 1525, das ein Verzeichnis der von den Bauern zerstörten Klöster und Schlösser enthält. Das Werk erscheint in wöchentlichen Lieferungen ä 20 Pf. und kann von allen Parteibuchhandlungen und Kolporteuren, in Berlin auch von den Parteispedltionen bezogen werden. Abonnenten können jederzeit eintreten und die bereits erschienenen Hefte nach- beziehen. Erschossen hat sich der Generalsekretär des preußischen Landes- ökonomiekollegiums Dr. Herbert Jürgens. Er war infolge an- dauernder Krankheit seiner Frau und anstrengender Arbeit hochgradig nervös geworden. Sein Zustand wurde so bedenklich, daß am Mon- tag sein Vater, Oekonomierat Jürgens, hierher kam und ihn auf das Land nach Neu-Brandenburg mit hinausuahm. Bald aber er- klärte der Kranke, daß er wieder nach Berlin zurückkehren müsse. Er kehrte aber nicht mehr in seine Wohnung nach Steglitz zurück, sondern nahm am Mittwoch nachmittag in einem Hotel der Dorotheen- stadt ein Zimmer. Vorgestern fand man ihn tot im Bett liegen. Er hatte sich durch einen Revolverschuß in die rechte Schläfe«etötct. Explosionssichere Verschlüsse. Zu unserer gestrigen NoliD.,Eiue beherzigenswerte Warnung" wird uns geschrieben: Die vielen Explosionen beim Nachgießen von explosionsgefährlichen Flüssig- ketten(z. B. von Petroleum in das nicht recht brennende Feuer des Köchherdes oder in das Bassin einer brennenden Petroleumlampe) ließen sich am einfachsteil vermeiden, wenn man explosionssichere Ver- schlüssc ganz allgemein verloenden würde. Diese bestehen aus einem Körken mit metallenem Ausflußrohr. In dem Rohr ist sowohl kurz vor dem Ausflutzende. lvie auch an der Einflußstelle je ein keines Sieb eingelötet. Die beiden Siebe verhindern das Durchschlagen der Flamme zur explosionsgefährlichen Flüssigkeit und damit die in solchen Fällen entstehenden Unglücke. Für die Konstruktion dieser recht einfachen und billigen Sicherheitsverschlüsse war dasselbe Prinzip, welches bei der Herstellung der Sicherheitslampe des Berg- niannes maßgebend ist, vorbildlich. Damit die Flüssigkeit durch einen derartigen Sicherheitsverschluß ununterbrochen ausfließen kann, ist noch ein kleines Röhrchen vorgesehen, welches der Luft den Zutritt zum Innern der Flasche gestattet. Derartige Sicherheitsverichlüsse können für verschieden große Flaschen durch Wahl entsprechend großer Korken hergestellt werden; auch verhindern sie Explosionen nicht nur bei Petroleum und Spiritus, sondern auch bei Benzin und ähnlichen fcuer- und explosionsgefährlichen Flüssigkeiten. Die allgemeine Per- Wendung dieier kleinen technischen Errungenschaft wird sicher wesentlich schneller zur Vernreidung der hier in Rede stehenden Unfälle ftihrcn als alle gut gemeinten Ermahnungen, die erfahrungsgemäß doch nicht befolgt werden. In der Angelegenheit des Bankiers Kniehase sendet uns der Vorsitzende des Kirchenbauvereins in Hohen-Neuendorf, Herr Max Reinicke, folgende Zuschrift: Der verhaftete Bankier Kniehase ist seil % Jahren nicht mehr Kassierer des Kirchenbauvereins und hat auch während seiner Amtsdauer nie Gelder des Vereins veruntreut. Das Vermögen des Vereins ist vielmehr in miindelsicheren Papieren auf die Namen von drei Vereinsbcvollmächtigten bei der„Deutschen Bank" in Berlin unter Depot-Nr. 5227 hinterlegt und vollständig vorhanden. Von der illustrierten Wochenschrift„In Freien Stunden" ist jetzt das 42. Heft erschienen. Es enthält die Fortsetzung des Spindlerschen Romans„Der Jesuit" und die Fortsetzung der Erzählung„Eine Scheinehe und ihre Folgen" von I. N. Potapenko. Eine kleine Skizze „Der Zehnten des Burgherrn" sowie sonstige kleinere Beiträge ver« vollständigen den anregenden Inhalt des Heftes, das für 10 Pf. in allen Parteibuchhandluugen erhältlich ist. Durch die Feuerwehr gerettet wurde am Freitag ein vierjähriger Knabe in der Jagowstr. 16. Dort wohnt auf dem Hofe im zweiten Stock des Quergebäudes die verwitwete Frau Richter. Diese hatte ihren Knaben Bruno allein in der Wohnung zurückgelassen Die Hausbewohner demerkten später, wie Qualm aus der Wohnung hervordrang und alarmierten, da die Wohnung fest verschlossen war die Feuerwehr. Diese war schnell zur Stelle und drang unverzüglich in die total verqualmte Wohnung em. Beim Durchsuchen der Wohnung wurde der Knabe verschüchtert in einer Ecke vorgefunden und schnell von einem Feuerwehrmann ins Freie gebracht Auch der Brand konnte bald gelöscht werden. Die Entstehung des Brandes wird auf das Spielen des kleinen Knaben mit Streichhölzern zurück- geführt. Zwei gewerbsmäßige Schaufensterdiede wurden in vorvergangener Nacht festgenommen. Der Verdacht, in vielen Fällen Schaufenster erbrochen zu haben, fiel vor einiger Zeit aus einen früheren Handlungsgehülfen Alfred Braumer und den Artisten Friedrich Marx. Vorgestern ermittelten Beamte, daß Marx in der Weinmeisterstraße eine Schlafstelle bezogen und Braumer bei sich aufgenommen hatte. Sie ließen sie abends ausgehen und warteten in einem Versteck ihre Wiederkehr ab. Gegen 2 Uhr nachts kam Marx mit einem Bündel auf dem Rücken heim. Auf die Frage der Beamten, die ihn in Empfang nahmen, woher er dieses habe, erwiderte er. ein ihm un- bekannter Mann habe es ihm zur Aufbewahrung übergeben. Der Unbekannte werde das Bündel aus seiner Wohimng wieder abholen. Marx erhielt nun ein neues Unterkommen am Alexanderplatz. Später wurde auch Braumer bei seiner Heimkehr festgenommen. Das Bündel enthielt für 900 Mark seidene Blusen aus einem Schaukasten in der Leipziger slraße. In der Behausung der Spitz. buben fand die Polizei noch eine Mustersammlung von Stoffen, Straußfcdern, Bijoureriewaren usw. modernsten Stiles. Tie Einbrecher legten schließlich ein Geständnis ab und räumten noch andere Schaukastendieb stähle ein. Die Beute hatten sie so viel als möglich in der Versteigerungshalle in der Schönhauserstraße „verschärft". Ein unangenehmer Tausch ist dem Tischler Wilhelm Zugbaum, Rummelsburg. Kantstr. 37. 3 Treppen, gestern morgen in der Stadt. bahn auf der Fahrt nach Bahnhof Fricdrichsstraße passiert. In einer schwarzen Ledertaschc trug er sein wertvolles Werkzeug. Beim Aussteigen vertauschte er diese Tasche mit einer ähnlichen,'die zwei Flaschen Bier enthielt. Vielleicht verhilft diese Mitteilung dem Tischler wieder zu seinem Eigentum. Kein Tag ohne Eiscubahnopfer. Von den Puffern zweier Eisenbahnwagen zu Tode gequetscht wurde am Mittwoch in Potsdam auf dem Güterbahnhof der 18jährige Bahnarbeiter Stahlberg aus Bornstedt, welcher aushülfsweise von der Bahnmeisterei dem Güter- bodcn zugeteilt war und zur Erledigung eines Auftrages über Gleise hinweggehen mußte, als gerade ein Güterzug rangiert wurde. Stahlverg, der noch unerfahren war, unterschätzte hierbei d«n Zwischenraum zwischen zwei Wagen und wurde von denselben erfaßt, wobei er derartige Quetschungen der Brust erlitt, daß er bald darauf im Krankenhause, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben, verstarb. Die böswilligen Alarmierungen der Feuerwehr scheinen sich jetzt zu einem förmlichen Sport herausbilden zu wollen. Seit einiger Zeit vergeht nämlich keine Woche, ohne daß nicht die Wehr einen böswilligen Alarm zu verzeichnen hätte. Alle Mahnungen bleiben unberüdfichtigt, es macht eben zu großen Spaß, die Feuerwehr auf fahren zu sehen. Der Spaß kann aber sehr unangenehme Folgen nach sich ziehen, falls die Täter ertappt werden. Sie bekommen jetzt von den Gerichten derartige Denkzettel, daß ihnen das Gebimmel der Feuerwehr noch lange Zeit in den Ohren flingen wird und sie sich wirklich nicht mehr danach sehnen. In letzter Zeit erfolgte Marm nach der Gitschinerstraße 12. Wie sich herausstellte, lag hier aber keinerlei Feuersgefahr vor, sondern der öffentliche Feuermelder war wieder böswillig in Tätigkeit gesetzt worden. Leider gelang es nicht, den Frevler zu ermitteln und so mußten die Löschzüge unverrichteter Sache wieder abrücken. Hoffentlich tragen nun diese Zeilen dazu bei, daß die böswilligen Alarmierungen der Feuerwehr endlich ein Ende nehmen, denn diese hat sowieso vollauf zu tun und braucht nicht noch unnütz schikaniert zu werden. schließlich 1747 totgeborenen Kindern) und in nicht weniger als Magistrat beliebte Tempo den sozialen Aufgaben gegenüber be 4073 Fällen erfolgte die Entbindung in einer Anstalt. An dieser zeichnend ist, daß der Kostenpunkt bei einer sukzessiven Errichtung Zahl waren die Charité und die Universitätsfrauenklinik allein aus der Brausebäder gar nicht in Frage lomme, daß aber bis heute es fammen mit 3332 Fällen beteiligt. Der Rest verteilte sich auf eine an dem guten Willen zu fehlen scheine. Wenn dieser vorganze Reihe anderer Anstalten, unter denen das Wöchnerinnenheim handen wäre, dann würde sich auch bald am Urban mit 397 Fällen und das Wöchnerinnenheim der Heils- Verwirklichung dieser wichtigen schulhygienischen Forderung finden. ein Weg zur armee mit 154 Fällen an der Spike standen. Die Mehrzahl dieser Stadtverordneten- Vorsteher Sander erklärte, daß er ebenso wie 4073 in Anstalten zur Welt gebrachten Kinder wurde außerehelich der Stadtv. Wuzky in seinen ersten Ausführungen bedauere, wenn geboren, doch waren auch die ehelichen Geburten mit einer an sich Rirdorf noch keine städtische Volksbadeanstalt befize. Trotzdem nicht unbeträchtlichen Zahl vertreten. Ehelich geboren wurden 994 fönne er sich für die Schulbrausebäder nicht erwärmen und empfehle Sinder, außerehelich 3079. Die Vergleichung mit der Gesamtzahl die Annahme der Magistratsvorlage. der Berliner Geburten von 1903 Diese wurde denn auch, außereheliche 41 811 eheliche Kinder, 7738 nachdem der Abänderungsantrag unserer Genossen abgelehnt worden ergibt freilich, daß von allen ehelichen Kindern noch war, gegen deren Stimmen angenommen. nicht ganz 2½ Proz., dagegen von den außerehelichen 40 Broz. in Anstalten geboren wurden. Zur Vorberatung des Ortsstatuts, betreffend die Erhebung von Beiträgen bei straßenbaulichen Veranstaltungen, wird ein Ausschuß gewählt. Da von der sozialdemokratischen Fraktion unter den von seiten der bürgerlichen Mehrheit vorbefizer vermutet wurden, erhoben die Stadtvv. Conrad( Soz.) und hatte, daß die Stadtvv. Adam und Just ihre Kandidatur zurüd Hesse Einspruch gegen diese Herren, der den Erfolg zogen. Bei der darauffolgenden Wahl wurden u. a. auch die Genossen Mitschte und Spreer in diesen Ausschuß gewählt. Orgelfonzert. Montag, den 17. Oktober, abends 74 Uhr, werden in der Marienkirche beim Orgelvortrag des Musikdirektors Otto Dienel die Damen Fräulein Martha Arndt, Anny Diercke, Charlotte Craemer, Margret zur Nieden, Anny Ritter und Elsa Seel, der Cellist Herr Mag Woltag aus Paris, Herr Heinrich Scholz und Herr Norberto Foerster mitwirken. Der Eintritt ist frei. Der Sozialwissenschaftliche Verein zu Berlin( Vereinslotal: Bum abends 9 Uhr, im Vereinslokal statt. SNIJ Beschlagnahmt wurde die Leiche eines Dienstmädchens aus der Schultheiß, Behrenstr. 49, Ecke Friedrichstraße) versendet sein neues Um einer Ueberfüllung der Vorschulklassen der höheren Dranienburgerstraße, weil der Verdacht auftauchte, daß der Tod des Vortragsprogramım. Aus der Reihe der Vortragenden heben wir Lehranstalt vorzubeugen, wird die Teilung dreier Klassen und Dranienburgerstraße, weil der Verdacht auftauchte, daß der Tod des hervor die Herren Brofeffor Dr. Alb. Haaß, Ingenieur Dominit, werden die Kosten für Einstellung von zwei Lehrern und für BeMädchens die Folge von Handlungen war, welche gegen den Mädchens die Folge von Handlungen war, welche gegen den Reichstags- Abgeordneter Dr. David, Pastor a. D. Kötschke und schaffung des notwendigen Inventars genehmigt. Die sozialdemo §218 des Strafgesetzbuches verstoßen. Die Sektion der Leiche Fräulein Dr. Ella Mensch, die über interessante volkswirtschaftliche fratischen Stadtverordneten enthielten sich, mit Rücksicht auf ihre hat diesen Verdacht auch bestätigt. Leider aber ist wenig Fragen sprechen werden. Der erste Vortrag findet am 14. Oktober, prinzipiell ablehnende Haltung dem Vorschulsystem gegenüber und Aussicht vorhanden, diejenige Person zu ermitteln und zur Verantwortung zu ziehen, welche gewiß gegen hohen nachdem Stadtv. Conrad kurz diesen ihren Standpunkt erklärt hatte, Lohn die verbrecherischen Handlungen an der Verstorbenen vor- Noch ein Wunderpferd. Nach langen Verhandlungen ist es Di- der Abstimmung. genommen hat. Eine wertvolle Spur könnte gefunden werden, rektor Albert Schumann gelungen, den Irländer Mr. de Voh zu wenn derjenige Tarametertutscher sich meldete, der Dienstag, veranlassen, mit seinem Wunderpony" Billy", über dessen Leistungen den 27. v. M., nachmittags zwischen 25 und 26 Uhr, durch als„ Kluges Pferd" Wunderdinge berichtet werden, im Zirkus Schueinen zehnjährigen Knaben von dem Halteplaze an der Ede mann aufzutreten." Billy", der rechnet, liest, Starten mit einem der Dranienburger- und Artilleriestraße nach dem Hause Oranien- Gegner spielt, die Uhr erkennt und anzeigt, nach Photographien und burgerstraße 60/63 geholt wurde und dort eine dreißigjährige schwarzgekleidete Frauensperson aufnahm, mit welcher er in der Richtung nach dem Hackeschen Markt davonfuhr. Die Meldung würde am besten in den Vormittagsstunden im Bimmer 96 des Polizeidienstgebäudes am Mexanderplatz gemacht werden. Etwaige Versäumnisfosten würden erstattet werden. Mit 42 000 M. Amtsgeldern flüchtig geworden, wie gestern bereits furz mitgeteilt, ist am 13. d. M. der Hülfskaffenbote der föniglichen Eisenbahndirektion zu Königsberg i. Pr., der ehemalige Kommis Franz Kowalski, am 21. Mai 1879 zu Nierzywick, Kreis Straßburg i. Westpr. geboren. Das Geld bestand in 36 Tausend50 Hundertmartscheinen und Gold. Kowalsti ist 1,70 Meter groß, von fräftiger aber schlanker Gestalt, Gesichtsform ist länglich, die Gefichtsfarbe blaß, er hat einen langen Hals, schwarze hoch gebürstete Haare und einen kleinen schwarzen Schnurrbart. Seine Kleidung besteht vermutlich in einem dunkien Cheviot- Jakettanzug und einem schwarzen, weichen Filahut. Kowalsti, der durch sein stilles, schweigfames Wefen auffällt, ist, falls er betroffen wird, zu 1271 IV/ Dep. 04 festzunehmen. Zu gleicher Jr.-Nr. find etwaige Nachrichten, welche zu seiner Ermittelung führen könnten, entweder schriftlich an das fönigl. Polizeipräsidium zu richten oder mündlich auf Bimmer 330 desselben anzubringen. " " Unfer In sich anschließender Sigung beschloß die Versammlung den Ankauf eines Schulgrundstücks in der Harzerstraße und beschäftigte sich mit den unvermeidlichen Wahlen für amtsmüde Waisenräte und Armenpfleger. Bildern Menschen und Gegenstände unterscheidet, ist bisher noch meindeverordnetenwahl in Treptow- Baumschulenweg bei Berlin, die Ungültige Treptower Gemeindeverordnetenwahl. Bei der Ges niemals außerhalb Jrlands gezeigt worden. Gleichzeitig hat Di- meindeverordnetenwahl in Treptow- Baumschulenweg bei Berlin, die rektor Schumann seinem Bublifum eine andere Ueberraschung vor- Oktober 1902 stattfand, war eine Stichwahl zwischen dem Genossen bereitet, indem er Konjul II. engagierte, den Bruder des in der ver- Gerisch und dem Herrn Schirmer notwendig geworden. Der Wahlgangenen Saison gezeigten Konsul I., der, wie noch erinnerlich sein vorstand wollte die engere Wahl an einem Sonntag stattfinden dürfte, zurzeit im Hotel Monopol logierte und im Zirkus Schumann lassen. Die Mehrheit, die beiden Beisiger, hielten trotz der Einrede Triumphe feierte. des Vorsitzenden( des Gemeindevorstehers) daran fest. Nun trat der Landrat in Aktion. Als Aufsichtsbehörde hielt er sich dazu beTheater. Die Tugendglode", die neue Vaudeville- Bosse rufen, entgegen dem Willen des„ Wahlvorstandes", einen anderen des Bellealliance Theater geht heute Sonnabend zum Stichwahltag festseßen zu lassen. Unsere Genossen protestierten erstenmal in Szene. Die Besetzung ist folgende: Den Präsidenten gegen diesen ihrer Meinung nach gefeßwidrigen Eingriff durch und die Präsidentin der Republik Süd- Ost- Carolina, wo die lustigen Stimmenthaltung. Schirmer wurde für gewählt erklärt. 1 Vorgänge sich abspielen, spielt Herbert Paulmüller und Bozena Parteigenosse Stuffateur Krebs focht die Wahl an aus verBradsky, die anderen Hauptrollen liegen in den Händen von Heinz schiedenen Gründen, hauptsächlich aber wegen des landrätlichen EinGordon, August Reiff, Arthur Winkler, Frig Schlotthauer, Felig griffs in den Willen des Wahlvorstandes. Die Stlage ging in der Müller, Georg Wolff und Walter Formes. Die weiblichen Haupt Hinsicht davon aus, daß nach§ 62 der Landgemeinde- Ordnung der rollen werden von den Damen Wannovius, Bijaco und Brahms Wahlvorstand als solcher allein berufen sei, den Stichwahltermin zu dargestellt. hat die Ausgabe der neuen Abonnements- Hefte für das zweite gerichts Gemeindeverordnetenwahlen auch Sonntags zulässig seien. In den beiden Schiller Theatern, O. und N, bestimmen, und daß ferner nach einem Urteil des Ober- VerwaltungsQuartal diefer Spielzeit bereits begonnen. Für dieses Quartal Streisausschuß und Bezirksausschuß erklärten auch die Wahl Schirmers find- Alenderungen, die fich notwendig erweisen sollten, borbe- für ungültig, gingen aber nicht auf die Frage ein, ob der halten folgende Stücke in Aussicht genommen:" Macbeth" von Landrat befugt gewesen sei, den Willen des Wahlvorstandes zu Shakespeare, Krieg im Frieden" von Moser, die Novität Die brechen. Sie hielten vielmehr schon für entscheidend, daß die Ge Tyrannei der Tränen" von C. Haddon Chambers, deutsch von meindewählerliste in den ersten drei Stunden ihrer OffenB. Pogson,„ Die Jüdin von Toledo" von Grillparzer, Heim- legung am 15. Januar noch Mängel enthielt. Abgefaßter Einbrecher. In der Nacht zum Donnerstag ist in g'funden" von Anzengruber und die„ Wallenstein- Triologie, deren der Neuen Photographischen Gesellschaft zu Steglik ein Einbruch erster Teil zum 10. November, Schillers Geburtstag, zur Darstellung Verhandlung vor dem Ober- Verwaltungsgericht war Die Gemeindevertretung legte Revision ein. In der gestrigen berübt worden. Der Einbrecher hatte sich Eingang zu den Geschäfts- kommen soll. National Theater. In der am Sonnabend sie durch den Gemeindevorsteher vertreten, während den ebenfalls anräumen durch Uebersteigen einer Mauer und durch gewaltsames stattfindenden Aufführung von Rigoletto", in der bekanntlich wesenden Kläger Rechtsanwalt Dr. Herzfeld vertrat. Beide Deffnen von Türen verschafft. Es fiel dem Verbrecher dabei eine Alessandro Bonci sein Gastspiel beginnt, wird wegen plöß- Parteien wünschten die Frage mit entschieden, ob der Landrat überStaffette mit mehreren Hundert Mart Spartassengelder in die Hand. licher Indisposition des Frl. v. Lichtenfels die Partie der Gilda von haupt habe eingreifen dürfen, nachdem die Mehrheit des WahlvorDer Dieb ist heute bereits in der Person des bisher in der Neuen Frl. Mary Stöller vom Theater des Westens gesungen. standes sich für den Sonntag als Stichwahltag entschieden hatte. Photographischen Gesellschaft angestellt gewesenen Arbeiters Walter Dr. Herzfeld suchte die Unzulässigkeit dieses Eingriffs nachzuweisen. Schmerling verhaftet worden. Das gestohlene Geld hatte er bis auf Der erste 5 Mark vollständig verausgabt. Schmerling ist jetzt auch verdächtig, Senat des Ober- Verwaltungsgerichts wies die Revision der Gemeindevertretung ab. Herrn Schirmers Wahl ist an verschiedenen Stegliter Einbrüchen in den letzten Monaten beteiligt gewesen zu sein. Einen Diebstahl beim Gastwirt Schimrock also auch in letter Instanz für ungültig erklärt hat er eingestanden. Die Rigdorfer Stadtverordneten hielten am Donnerstag nach- worden. Gründe wurden indessen nicht publiziert. Präsident mittag eine Sigung ab. Vor Eintritt in die umfangreiche Tages- Peters verivies die Parteien auf die schriftliche Urteilsausfertigung. ordnung teilte der Vorsteher Sander mit, daß der Stadtverordnete Eigentümer Grüning( Soz.) wegen Verzuges sein Mandat niederlege. Rigdorf. Das Opfer von Messerhelden ist nachts der Kutscher Er schlage vor, die Ersatzwahl für die noch zwei Jahre laufende Frit Koschwitz, Hermannstr. 232 wohnhaft, geworden. S. tam mit Wahlperiode des Genannten mit den bevorstehenden Ergänzungs- seinem Bruder Ernst nach 1 Uhr aus Berlin und beide gingen ihre wahlen zusammen vorzunehmen. Wohnung zu, als sie plötzlich in der Hermannstraße von unbekannten jungen Burschen ohne jede Veranlassung überfallen wurden. Frik K. erhielt dabei zahlreiche Messerstiche in den Kopf und in die zum Schutz vorgehaltene linke Hand, deren Sehnen zerschnitten wurden. Gin Ohr wurde dem Aermisten fast vom Kopfe geschnitten. Als die Ueberfallenen um Hülfe riefen und Leute herbeieilten, ergriffen die Messerhelden die Flucht und entkamen leider. K. wurde in der Unfallstation verbunden und mußte dann nach einem Krankenhause geschafft werden. Bisher ist es noch nicht geglückt, die Täter zu ers mitteln. Einen Selbstmordversuch hat der Bestellschwindler Burow verübt, der, wie wir bereits mitteilten, unter der Firma Burow und Lint in Detailgeschäften bedeutende Bestellungen machte und die Ware nach dem Hause Kastanien- Allee 50/51 senden ließ. Burow hatte bor einiger Zeit die Bekanntschaft der 17jährigen Tochter der Witwe W. gemacht und versprach dem Mädchen die Ehe. Um die angeblich in dem Hause Kastanien- Allee 50/51 gemietete Wohnung auf das eleganteste und feinste auszustatten, machte B. die großen Bestellungen und wurde hierbei auch öfter von seiner Braut begleitet, welche den Erzählungen des Mannes, daß er sehr reich sei, unbedingten Glauben geschenkt hatte. Erst als bei der Witwe Nachfragen über die Firma Burow und Lint einliefen, wurden Mutter und Tochter mißtrauisch und Frau W. begab sich nach der KastanienAllee, wo sie mit zwei jungen Mädchen zusammentraf, die einen Boften bestellter Waren abliefern wollten. Da ihr der zukünftige Schwiegersohn schon früher die Adresse seiner Eltern mitgeteilt hatte, suchte sie dieselben auf und erhielt nun die Mitteilung, daß B. geistestrant wäre und auch schon in einer Jrrenanstalt interniert gewesen sei. Als Burow nun erfuhr, daß der von ihm verübte Schwindel entdeckt worden sei, nahm er Morphium. Einem sofort hinzugerufenen Arzt gelang es durch Anwendung geeigneter Gegenmittel die Lebensgefahr zu beseitigen. B. wurde dann nach dem Augusta- Hospital in der Scharnhorststraße überführt. Mitschuldige hat B. allem Anscheine nach nicht gehabt. = Hus den Nachbarorten. Der Kommissionsbericht, betreffend die Eingemeindung des Gutsbezirks Hasenheide, empfiehlt die Annahme der die Eingemeindung befürwortenden Magistratsvorlage unter der Voraussegung, daß irgend welche Entschädigungen aus der Eingemeindung von Provinzial, Kreis- oder sonstigen Verbänden nicht beansprucht werden. Ohne Debatte tritt die Versammlung dem Bericht ihres Ausschusses bei. Bum Zwede der Herstellung einer direkten Verbindung für den Personenverkehr zwischen Baumschulenweg und Rigdorf war, um eine Erweiterung des Gleiskörpers am Bahnhof Rigdorf Lebensgefährlich verunglückt ist der 16 Jahre alte Maurervornehmen zu können, die Eisenbahnverwaltung an die Stadt um lehrling Wilhelm Jütling aus der Thüringerstr. 11. Der junge Abtretung eines Teiles des alten Waisenhausgrundstückes heran- Mann war auf dem Neubau Bodestr. 33/34 beschäftigt. Hierbei getreten. Die bereits seit 1898 in dieser Sache geführten Verhand- trat er auf einen soeben fertiggemauerten Balkon in der dritten lungen haben jezt endlich zu einem Resultat geführt. Dies besteht Stage hinaus und lehnte sich gegen die Brüstung. Diese stürzte in einem Tauschvertrage, dessen Grundzüge dahingehen, daß das teilweise ein und riß den unglüdlichen Lehrling mit in die Tiefe. städtische Waisenhausgrundstück gegen das der Eisenbahnverwaltung Beim Fallen schlug 3. auf den Bauzaun auf und fiel dann zur Erde, gehörige an der Kreuzung der Kirchhof- und Emserstraße gelegene wo er besinnungslos und heftig blutend aufgehoben wurde. Im Bahnmeisterei Grundstück nach Maßgabe ihres Wertes eingetauscht städtischen Krankenhause, wohin man ihn brachte, wurde außer wird. Dem Vertrage stimmt die Versammlung mit dem Vorbehalt anderen Verlegungen ein doppelter Schädelbruch, ein Wirbelbruc zu, daß eventuelle redaktionelle Aenderungen der Zustimmung der und ein doppelter Bruch des linken Beines festgestellt. J. dürfte Grundeigentums- Deputation bedürfen. schwerlich mit dem Leben davonkommen. Endlich erwischt ist einer jener Unholde, die am 11. Juli d. J. an einem wehrlosen Dienstmädchen ein schweres Verbrechen be- Der Verein Frauenhülfe" hat durch sein Mitglied Frau gingen. Ein Mädchen, das in der Großen Frankfurterstraße diente, v. Glasenapp den Antrag gestellt, ihm zum Zwecke der Errichtung wurde abends von der Herrschaft zu einer Besorgung weggeschickt, eines Mädchenhortes städtische Räume zur Verfügung zu stellen. In verspätete sich und kam erst zurück, als das Haus schon verschloffen diesem Hort soll schulpflichtigen Mädchen, deren Eltern tagsüber gewar. Vor der Tür sprachen zwei Männer die Wartende an und werblich thätig, also von der Familie ferngehalten sind, Pflege und verschleppten sie nach dem Güterbahnhof der Ostbahn, wo sich noch Erziehung dergestalt werden, daß fie für geringes Entgelt( 10 Bfg.) drei Kerle hinzugefellten. Alle fünf fielen nun über die Wehrlose Bedürftige eventuell auch unentgeltlich- ein Mittagessen und her und vergewaltigten sie unter steten Drohungen. Das Mädchen für 5 Bf ein Vesperbrot erhalten: im übrigen sollen unter Tag sechs Wochen im Krankenhause und die Nachforschungen blieben Aufsicht angestellter Erzieherinnen die Schulaufgaben angefertigt lange erfolglos, bis es jetzt gelang, den Haupttäter in der Person und schließlich gespielt und Spaziergänge unternommen werden. eines Viehtreibers Karl 2. zu ermitteln und festzunehmen. 2. be- Der Magistrat empfiehlt, dem Antrage stattzugeben und 2 Räume streitet zwar die Tat, da ihn aber sowohl das Mädchen als auch im Schulhause Lessingstraße zwedentsprechend herzurichten. Stadtv. verschiedene Frauen, die sahen, wie zwei Männer es an jenem Abend ansprachen, bestimmt wiedererkennen, so wurde 2. vorgestern von der Kriminalpolizei dem Untersuchungsrichter zugeführt. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 16. Dttober, vorm. 8%, Uhr, im Bürger- Saale des Rathauses, Königstr, 15-18: Bersammlung. Freireligiöse Borlesung". Um 10%, Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille:" Kampanella, ein Märtyrer des Freidenkertums." Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Sumanistische Gemeinde, Niederwallstr. 12, in der Aula der des Herrn Dr. Rudolf Benzig über:" Das Selbst als Erlöser. IV. Sidh Friedrichwerderschen Oberrealschule. Sonntagvormittag 10%, Uhr: Vortrag selber treu." Damen und Herren haben freien Zutritt. Vermischtes. Wuzky( Soz.) erklärt, daß seine Freunde, soweit der Zweck des Antrages in Frage komme, demselben zustimmen werden, obwohl sie grundsätzlich den Standpunkt einnähmen, daß solche Einrichtungen Zu der Defraudation von 65 000 m. Löhnungsgeldern bei der Sache der Stadt wären. Für die Hergabe der vom Magistrat vor- Firma Berg in Lüdenscheid, über die wir im September d. J. be= Der Nordpark, der sowohl wegen seiner Größe als auch seiner geschlagenen Räume sei die sozialdemokratische Fraktion nicht zu haben, richteten, wird weiter gemeldet, daß es vielmehr gelungen ist, Gestaltung nach ein Gegenstück des Vittoria- Parts im Süden von( weil sie bereits für einen nicht minder gemeinnüßigen Zwed: der die beiden Täter, den Kutscher Lehmann und den Arbeiter Leier, Berlin zu werden verspricht, dürfte wegen der Bodenbeschaffenheit Einrichtung von Schul- Brause bädern, bestimmt seien. Lasse in Rönkhausen bei Plettenberg zu ermitteln und festzunehmen. In der städtischen Garten- und Park- Verwaltung noch viel Arbeit ver- fchon diese lettere Einrichtung bedauerlicherweise lange genug auf ihrem Besiz wurden nur noch 30 M. vorgefunden. Nach ihrer Ausschaffen und sie vor eine der schwierigsten Aufgaben stellen. Die fich warten, so soll sie durch die Bewilligung dieser Räume, fage wollen sie den Rest ihres Raubes vergraben haben, doch vers Rehberge, die den Mittelpunkt der großen Anlage bilden sollen, be- an deren Stelle bei einigem guten Willen sich leicht andere finden weigern sie hartnädig die Angabe des Ortes. Wahrscheinlich bestehen nämlich nur aus Flugsand, der in fortwährender Bewegung ließen, nicht in weite Ferne gerückt oder gar wohl unmöglich gemacht absichtigen sie, nach Verbüßung ihrer Strafen sich ungestört in den ist und nicht einmal einen Grashalm auffommen läßt. Zunächst werden. Er beantrage daher, den bezüglichen Satz in der Besitz des verborgenen Schazes zu sehen. Die von der geschädigten muß dieser Flugsand fest eingedämmt und gute Gartenerde an- Magistratsvorlage zu streichen. Zum Schluß drückte der Redner noch Firma seinerzeit ausgesetzte Belohnung war erst fürzlich von 1000 gefahren werden. Mit diesen Arbeiten soll im nächsten Frühjahr seine Verwunderung über die an sich löbliche Bereitwilligkeit des auf 5000 m. erhöht worden. Diese wird zwei Arbeitern zufallen, begonnen werden. Für die Beschaffung neuer Pläne für die Magistrats diesem Verein gegenüber aus; andere Vereine, 3. B. der die in Plettenberg die Spur der Verbrecher entdeckten. Die Ver gärtnerischen Anlagen ist von den Gemeindebehörden eine Kon- Arbeiter- Turnverein, hätten bei ähnlichen Gesuchen das hafteten wurden in das Landgerichtsgefängnis zu Hagen eingeliefert. furrenz ausgeschrieben worden, für die Preise in Höhe von 5000, Gegenteil erfahren. Demnach scheine der Magistrat die städtischen Einsturz eines Neubaues in Posen. Gestern vormittag stürzten 5000 und 2000 Mart festgesetzt worden sind. Der Plänterwald im Bürger nicht mit gleichem Maße zu meſſen und habe nur er von einem dreistöckigen Neubau in der Hardenbergstraße in Posen Often von Berlin hat fürzlich durch den Ankauf der sogenannten ständnis für Vereine, an deren Spize, wie bei dem die drei Decken und eine Seitenwand ein, wobei 5 Personen ver Schöneberger Wiesen und deren Bepflanzung eine wünschenswerte gegenwärtigen Antragsteller, gewisse gewisse einflußreiche Personen schüttet wurden; von diesen sind 2 Maurer sehr schwer, eine Frau Vergrößerung und Abrundung erfahren. Der größte Teil der beiden ständen. Bürgermeister Voigt versuchte demgegenüber den leichter verletzt worden. Bei den Bergungsarbeiten wurde außer Ufer der Oberspree bis Schöneweide befindet sich jetzt mit dem Magistratsvorschlag zu verteidigen und erklärte, daß wegen der zu dem ein Feuerwehrmann verlebt. Rummelsburger See in dem Besitz der Stadt Berlin. hohen Kosten die Errichtung von Brausebädern an den Rigdorfer Schulen vorläufig noch unmöglich und" man" daher einig sei, vorderhand davon Abstand zu nehmen. Stadtv. Wuzky erwiderte bei Neuwvert an den Strand getrieben. Die Mannschaft ist verVon den vermißten Finkenwärder Fischerkuttern ist einer als Wrack auf diese bürgermeisterliche Erklärung, die für das vom Rigdorfer mutlich ertrunken. Jetzt fehlen immer noch drei. Die Entbindungen in Anstalten sind in Berlin ziemlich zahlreich. Im Jahre 1903 wurden hier 49 549 Kinder zur Welt gebracht( ein Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 15. Oktober. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. = Neues fönigl. Opern Theater. Theodora. Deutsches. Kettenglieder. Berliner. Zapfenstreich. Leffing. Traumulus. Westen. Die fleinen Lämmer. Thalia. Der Weiberkönig. Zentral. Die Fledermaus. Belle- Alliance. Die Tugendglode. Neues. Die Kronprätendenten.( Anfang 7 Uhr.) Anfang 8 Uhr: National. Rigoletto. Schiller 0. ( Wallner Theater.) Johannisfeuer. Schiller N.( Friedrich Wilhelm. städtisches Theater). Die Großfladtluft. Kleines. Fräulein Julie. Residenz. Eine Hochzeitsnacht. Luftspielhaus. Biederleute. Trianon. Gastons Frauen. Luifen. Der Registrator auf Reisen. Deutsche Volksbühne. Stuart. Kajino. Mutter Gräbert. Metropol. Ein tolles Jahr. Maria Deutsch- Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Apollo, Berliner Luft. Spezialitäten. Balast. Bom Himmel zur Hölle. Spezialitäten. Urania. Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Johannisfeuer. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Im Bannkreis der Jungfrau. Schauspiel in 4 Atten von Hermann Schwank in 4 Atten v. Oskar BlumenHörsaal 8 Uhr: Dr. B. Donath: ,, Der elektrische Spannungszustand". Sternwarte Invalidenstr. 57/62. CAS TAN'S ANOPTICUM. PANOP Friedrichstr. 165. Rosa das gelehrte Pferd! Residenz- Theater. Dir.: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Sudermann. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Die Ehre. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Montag, abends 8 Uhr: In Behandlung. thal und Gustav Kadelburg. Sonntag, nach m. 3 Uhr: König Lear. Sonntag, abends 8 Uhr: In Behandlung. Montag, abends 8 1hr: Die Grossstadtluft. Kleines Theater Neues Theater. Vereinigte Bühnen unter der Leitung von Max Reinhardt. Anfang 8 Uhr. Des Pastors Rieke. ( Riefe: Wangel. Dagmar: Durieux. Dahl: v. Winterstein. Svend: Ekert.) Sonntag: Nachtasyl. Montag: Fräulein Julia. Thalia- Theater. Erdgeist. ( Lulu: Eysoldt. Schön: Steinrück.) Sonntag und Montag: Die Kronprätendenten.( 7 Uhr.) Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonntag, den 16. Oktober, abends 5 Uhr, in Tempelhof( ,, Tivoli"), Berlinerstraße Nr. 50: Herbft- Feft. Gefellige Unterhaltung und Canz. Die Mitglieder mit ihren Angehörigen werden ersucht, sich recht zahlreich daran zu beteiligen.( Mitgliedsbuch legitimiert.) Der Vorstand.[ 238/18 Konsum- Genossenschaft Berlin u. Umg. Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Aktiva Belle- Alliance- Theater. n Baren- Konto Dresdenerstr. 72/73. Direftion: Kren& Schönfeld. Belle- Allianceftr. 7/8. Täglich abends 7%, Uhr: Durchschlagender Lacherfolg! Der Weiberkönig. Eine Hochzeitsnart.( Guido Thielscher, Lina Abarbanell, ( Une Nuit de Noces.) Schwant in 3 Aften von H. Kéroul und A. Barre. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Die 300 Tage. Apollo- Theater. 8 Uhr: Die neuen Oktober- Spezialitäten. Hierauf: Herrnfeld Theater. Nur eine Radt Berliner Luft. Am andern Morgen. Passage Theater. Dida. Speziali täten. Anfang 5 Uhr. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Zaubenstraße 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Bannkreis der Jungfrau. Im Hörsaal: Um 8 Uhr: Vortrag des Herrn Dr. B. Donath:" Der elektrische Spannungszustand". Invalidenstraße 57/62. Sm Stern. warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Zentral- Theater Heute Anfang 7%, Uhr. Die Fledermaus. Operette in 3 Atten von J. Strauß. Sonntag, nachm. 3 Uhr, halbe Preise, in erster Beſegung: Der Bettelstudent. Abends: Die Puppe. Montag: Die Geisha. Dienstag: Der Zigeunerbaron. Luisen- Theater. Der Registrator auf Reisen. Sonntag, nachm.: Hamlet. Abends: Der Registrator auf Reisen. Montag: Der Registrator auf Reifen. Deutsche Volksbühne, Carl Weiß- Theat., Gr. Franff. Str. 132. Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Aften v. Fr. v. Schiller. Anfang 8 Uhr. Morgen bis Sonntag: Maria Stuart. Sonnt., nahm.: Die Waise aus Lowood. Lustspielhaus Friedrichstraße 236. Biederlente. Anfang 8 Uhr. National- Theater Weinbergsweg 12a- 13b. Sonnabend, den 15. Oftober 1904, abends 72 Uhr: Ausstattungs- Burleske von Benno Jacobson. Musik von Paul Lincke. Sonntag, den 16. Oktober, nachmittags 3 Uhr, bei ermäßigten Preisen: Frühlingsluft. Operette von Josef Strauß. Vorher: Spezialitäten. Metropol- Theater Josef Giampietro a. D. Bender. Josephi. Grünfeld. Frid- Frid. Der größte Erfolg dieses Jahres Ein tolles Jahr. Fritz Helmerding, Josephine Dora.) Sonntag, nachm. 32 Uhr bei halben Preisen: Charleys Tante. Anfang 7, Uhr. Sonnabend: Zum erstenmal: Novität. Die Tugendglocke. Vaudevillepoffe von Ferrier, bearbeitet von J. Kren und Alfr. Schönfeld. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, bei fleinen Breisen: Der Goldbauer. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Vollständig neu ausgestattet! Täglich: Gr. internat. Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. d Grosse Bilanz am 30. Juni 1904. Passiva Mart Pf. Per Geschäftsanteil- Konto 68 174 82 Mart Pf. • · 50 919 40 D Kaffa- Konto 18 066 20 . . Reservefonds- Konto. 6 495 51 Bant- Konto 35 455 13 1 500 13 Sparfonds- Konto 37 349 13 " Lieferanten- Konto 29 935 35 Kautions Konto 4 192 70 1 013 07 " Dispositionsfonds. 1 373 13 1015 55 6 24 870 06 " " " Effekten- Konto. Städtisch. SparkassenStonto Inventar- Konto Debitoren- Konto I. Debitoren- Konto II. 30 811 92 Neu eingetreten Konto Dividenden- Konto 67 25 Reingewinn 4 961 73 3 443 35 1 011 90 615 25 215 50 295 80 Stammanteil- Konto. " Fastagen- Konto " Gasanstalts- Sonto Darlehn- Konto " " Drucksachen- Stonto 173 376 25 173 376 25 Mitgliederbewegung: Bestand am 30. Juni 1908. 4787 1043 5880 Freiwillig ausgeschieden 581 Durch Uebertragung ausgeschieden 3 Ausgeschieden durch Tod. 19 603 Bestand am 30. Juni 1904 5227 . 58 234,58 9 940,24 " . 2.68 174,82 M. 143 610, 13 200, " Mithin Betrag der Haftſumme am 30. Juni 1904 Berlin, den 13. Oftober 1904. • M. 156 810, 127/7 728L Herbst- Gartenbau- Ausstellung in den Gesamträumen und Gärten der Berliner Sezession, Kant- Straße 12. Eintritt 50 Pfg. Die eingezahlten Geschäftsanteile betrugen am 30. Juni 1903 Einzahlungen wurden gemacht für Mithin Bestand am 30. Juni 1903 Die Haftfumme der Mitglieder betrug am 30. Juni 1903 Dieselbe erhöhte sich im laufenden Jahre um Der Vorstand: M. Menzel P. Müller. Preise nie Gr. dram- satir. Kovue in 6 Bildern. Zirkus Busch. Zirkus Schumann. wiederkehrend! 5 Anfang& Uhr. Rauchen überall gestattet. Passage- Theater. Anfang d. Abendvorst. 8 Uhr. Nchm. Wochent. 5, Sonnt. 3 Uhr. Das grossartige Humorist. Oktober- Programm: Hans Fredy, Geschw. Fiocati, Tanzduo. Engelski- Truppe, Russ. Gesu Dida U. Tanz- Ensemble die Erschaffung eines Weibes aus dem Nichts. 14 neue erstklass. Nummern. Gebrüder Herrnfeld- Theater Ueber 200 Mal: der größt. Herrnfeld- Schlager Nur eine Nacht zwei Akte aus einer Ehe, und Am andern Morgen Nachspiel zu„ Nur eine Nacht" mit Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Auf.( auch Sonntags) 8 Uhr. 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Es wurde darüber zunächst ein früherer Brauereigehülfe Otto Karl Emil Hartwig bernommen, der aus der Irrenanstalt zu Brieg in Begleitung des Oberwärters Gottschalt als Beuge hierher gekommen ist. Nach dem Urteil der medizinischen Sachverständigen, die ihn vor Eintritt in den Saal untersucht haben, leidet dieser Zeuge an Wahnvorstellungen Sonnabend, 15. Oktober 1904. gerichtsdirektor Kanzo to wiederholt den Rat gab, nicht zu simu- gemeldet wird, sind die Maschinenbau- Aft.- Ges. vorm. Bechem lieren. Er mußte dann aus dem Anklageraum heraustreten und sich u. Keetmann in Duisburg, die Maschinenfabrik von Gebr. Klein in vor den Geschworenen aufstellen. Hier erklärte er, Kopfschmerzen Dahlbruch und die Maschinenbau- Att.- Ges. vorm. A. u. H. Dechelzu haben und der Verhandlung nicht folgen zu können. Die medi- häuser in Siegen in Verhandlungen eingetreten, die zum Zweck zinischen Sachverständigen erklärten, daß der körperliche Befund diese haben, eine Interessengemeinschaft der drei Gesellschaften herbeiBehauptung des Angeklagten nicht als Simulation erscheinen lasse. zuführen. Man hofft, wie es in der Ankündigung heißt, durch das Infolgedessen beschloß der Gerichtshof auf Antrag des Rechtsanwalts Busammengehen für die von den drei Firmen gebanten gleichartigen Guttmann, die Verhandlung abzubrechen. Maschinen bessere Preise zu erzielen, als dies feither im freieu Sonnabend fällt die Sizung auf Wunsch der Geschworenen und Wettbewerb möglich gewesen ist. Wenn der Plan verwirklicht der Berteidiger aus. Die Verhandlung wird Montag früh aber werden follte, soll bas gemeinschaftliche Aktienkapital auf 7-8 will. schon um 9 Uhr fortgesetzt werden. Mart festgesetzt werden. schon um 9 Uhr Hus Induftrie und Dandel. Gerichts- Zeitung. Amerikanische Ernte. Nach den Versicherungen amerikanischer Zeitungen macht die Maisernte in den Vereinigten Staaten von Amerika gute Fortschritte und auch die Qualität verspricht gut zu und ist nicht eidesfähig; er befinne fich aber sehr genau der Bochumer Verein- Westfälische Stahlwerke. Die geplante Ver- fein. Ein Ertrag von 2400 Millionen Bushels gilt als gesichert. Die Dinge, die den Angeklagten Lache angehen und seine darauf bezüg- einigung beiber Werte weeft allerlei Erinnerungen an längst ver- gesamte für den Handel verfügbare Menge an Körnerfrüchten ist bedeutend lichen Mitteilungen machen nach Ansicht der Sachverständigen einen gangene, für den Bochumer Verein sehr bewegte Zeiten: an den be- größer als im letzten Jahre. Der für die Ausfuhr verfügbare Weizendurchaus glaubwürdigen Eindruck. Der Zeuge erzählt in völlig famiten Schienenflicker- Prozeß Ende der achtziger Jahre. Die Aftien überschuß der Vereinigten Staaten und Kanadas beträgt etwa logischem Zusammenhange, daß er mit Lache zusammen in der Frren des Bochumer Vereins erlebten damals einen gewaltigen Kurssturz. 100 Millionen Bushels. Die Vereinigten Staaten haben an Weizen anstalt zu Brieg interniert gewesen sei und sich gerade diesem sehr als geistiger Urheber dieses Prozesses wurde der ehemalige Direktor rund 560 Millionen Bushels, an Hafer rund 900 Millionen Bushels angeschlossen habe. Lache sei am 23. Juli aus der Anstalt weg- des Bochumer Vereins, Köhler, betrachtet und ist damals als geerntet. Bleibt demnach auch die Weizenernte beträchtlich hinter gelaufen, nachdem er schon früher seine Absicht kundgegeben, bei treibende Kraft auch offen genannt. Schwere Differenzen mit dem der des Vorjahres zurück, so stellen sich doch die Befürchtungen, daß passender Gelegenheit loszugehen". Einmal habe Lache ihm, nach verstorbenen Geheimrat Baare hatten das Ausscheiden Köhlers die Vereinigten Staaten nire eben ihren eigenen Bedarf an Weizen dem seine Schwester Frau Ottinger einen Besuch in der Anstalt ge- aus der Direktion des Bochumer Vereins veranlaßt. Nach einiger würden decken können, als start übertrieben heraus. macht hatte, ein paar Schlüssel gezeigt. Er sei dann auf das Klosett Beit wurde in Bochum ein Konkurrenzwert die Westfälischen Deutsch- Westafrikanische Bank. In den Räumen der Dresdner gegangen und habe die Schlüssel dort wohl unter ein Brett gesteckt, Stahlwerke errichtet, dessen technische Leitung Herr Bank fand heute nachmittag die Gründung der Deutsch- WestSenn als ein anderer unruhiger Stranter nach ihm das Klosett be- töhler übernahm. Der persönliche Gegensatz zwischen den leitenden afrikanischen Bant als Deutsche Kolonialgesellschaft mit dem Siz in suchte, habe dieser mit den Armen um sich geschlagen und die Personen blieb damals sogar nicht ohne Einfluß auf die Annahme Berlin statt. Die Bank bezweckt, wie es in der offiziellen Witteilung Schlüffel zum Vorschein gebracht. Lache habe aus allerlei Anzeichen von Arbeiten. Während die Westfälischen Stahlwerte mit Vorliebe heißt, die Zahlungsausgleichung in den Schutzgebieten Togo und wohl gespürt, daß er über furz oder lang wieder in das Zuchthaus eingearbeitete Leute vom Bochumer Verein anzogen, wurden auf Stamerun sowie den Geldverkehr dieser Schutzgebiete mit Deutschzu Neu- Strelik zurückgebracht werden würde und deshalb habe er den letzterem Werk Arbeiter, die auf dem Konkurrenzwert tätig getesen land und dem Auslande zu erleichtern und das reguläre BankPlan zum Ausreißen gefaßt. Als er mit dem Oberwärter an dem waren, grundsäßlich nicht eingestellt. Die Westfälischen Stahlwerke geschäft zu betreiben. Das Aktienkapital, das zunächst auf eine genannten Tage auf einem Spaziergang begriffen gewesen, sei er gewannen schnell einen Stamm geschulter Arbeiter; da ferner die Million Mark bemessen ist, wird von der Dresdner Bank und der plöblich ins Feld hinein gesprungen und schnell wie der Wind gesamten Anlagen den damaligen neuesten technischen Fortschritten Deutsch- Westafrikanischen Handelsgesellschaft übernommen. Aus MitLosgegangen. Wir haben alle gelacht denn wenn einer ausreizen entsprachen, Köhler als Techniker Hervorragendes leistete, konnte es gliedern der Verwaltungen dieser beiden Gesellschaften wird auch tut, gibt's einen großen Spaß!" Lache habe ihm schon vorher gesagt, nicht ausbleiben, daß das Unternehmen gut prosperierte. Es wurden der Verwaltungsrat der neuen Kolonialgesellschaft gebildet. baß, wenn er weglaufe, er nach Dirsdorf zum Müller Steger gehen feit 1892 folgende Dividenden verteilt: 6, 121, 12, 13, 15, 15, und dort andere Kleider erhalten würde. Er würde dann in die 17, 17, 0, 0, 0, 0 Proz. Die Abhängigkeit der Westfälischen Stahlwerke Schweiz gehen, dort sich eine Druckpresse anschaffen und Wertpapiere bom Roheisensyndikat, in Verbindung mit falschen faufmännischen drucken. Auf Befragen des Medizinalrats Dr. Leppmann er- Spekulationen, brachten die ersten ungünstigen Ergebnisse. Das zählte der Zeuge weiter: Lache habe ihm oft erzählt, daß er wegen Wert hatte sich in Roheisen zu hohen Preisen sehr stark auf lange Der bekannte Schriftsteller Adolf Brand hatte sich gestern wegen Gehorsamsverweigerung aus dem Gefängnis zu Münster nach dem Beit engagiert. Die Mengen mußten abgenommen und zum Teil Beleidigung des stud. jur. Gentbiel vor der zweiten Straffammer Irrenhause geschleppt worden sei. Die dort amtierenden Schwestern mit Verlust verarbeitet werden. Mehrere Prozesse, die aus diesem des Landgerichts II zu verantworten. Es handelte sich um ein Nachhätten mit ihm in Verkehr treten wollen und da er sich dessen ge- Anlaffe angestrengt wurden, hatten für das Wert ein ungünstiges Spiel zu dem Prozeß gegen den praktischen Arzt Dr. M. Hirsch. weigert, haben die Aerzte ihn fünstlich geistestrant machen wollen. Resultat. Der Mangel eigener Hochöfen wurde für die Westfälischenfeld, der bekanntlich über die Verbreitung der homosexuellen Ans Er sei außerdem gemißhandelt, geschlagen und so behandelt worden, Stahlwerke verhängnisvoll. Die neueren technischen Fortschritte, dem Kopf geworfen habe. Lache sei überzeugt gewesen, daß auch in Ersparung eines Schmelzprozesies, indem das flüssige Noheisen sobie Anzeige von sechs Studenten hin wegen Beleidigung angeklagt daß er einem seiner Beiniger eines Tages ein Stück Eisen nach Verwendung der Hochofengase zu Kraft und Heizzwecken, ferner die lagen eine wissenschaftliche Enquete veranstaltet, Fragebogen auch an die Studenten der Technischen Hochschule geschickt hatte und auf Brieg die Machenschaften der Aerzte gegen ihn fortgesetzt worden wie es aus den Hochöfen gewonnen wird, fofort in die worden war. Die Straffammer hat ihn zu 200 M. Geldstrafe ber= seien und die Aerzte und der Geistliche sich verbunden hätten, um ihn Weiterverarbeitung übergeht, machen übergeht, machen jetzt für jedes Stahl- urteilt. Mit diesen Tatsachen beschäftigte fich der Angell. Brand in durch Arzueien zu ruinieren. werk den Besitz von eigenen Hochöfen zu einer LebensOhne Hochofen kann das hier in Betracht kommende Sittlichkeit" überschriebenen Artikel. Er richtete darin scharfe Anseiner Wochenschrift Der Eigene" in einem Bastor Philipps und die Lace habe weiter erzählt, daß man ihn im Zuchthause auf alle frage. Weise schikaniert habe, weil man von ihm wissen wollte, wo die aus Berk nie darau denken, wieder in der Reihe der leistungsfähigen griffe gegen Pastor Philipps und die sechs Studenten und erklärte einem Golddiebstahl herrührenden Sachen geblieben seien. Er habe unternehmen zu rangieren, trok der sonstigen vorzüglichen Ein- deren Berhalten für unvereinbar mit der studentischen Ehre, sich andie Herren dann aber gut genasführt. Um endlich Ruhe zu haben, richtungen. Unter solchen Umständen lag der Gedanke an eine deren Verhalten für unvereinbar mit der studentischen Ehre, sich anhabe er gesagt: fie sollten nur im Hause feiner Schwester im Keller Fusion mit dem Bochumer Verein nahe. Eine Interessengemeinschaft gesichts einer zu lösenden wissenschaftlichen Aufgabe zu" Bütteln pfäffischer Unduldfamkeit" zu machen. Es sei Verrat an der Ehre nachsuchen, da würden sie die Sachen schon finden, denn sie seien zwischen den beiden Werken ermöglichte, sämtliche Anlagen technisch der akademischen Jugend und eines deutschen Studenten nicht würdig, hinter einem Ziegel eingemauert. Man sei denn auch hingegangen, und ökonomisch voll auszumigen durch entsprechende Organisation in dieser Weise, bestellte Arbeit" zu machen und sich zum Werkzeug habe das halbe Haus demoliert, die Mauer kurz und flein geschlagen, theoretischen Wert, solange die Personenfrage jede Hoffnung auf daß sie sich den Pastor Philipps abschütteln und den Strafantrag der Produktion. Solche Fustonsgedanken hatten aber nur für eine Clique herzugeben, und man müßte von ihnen erwarten, aber natürlich nichts gefunden. Darüber habe er sich dann sehr stealisation ausschloß. Dies Haupthindernis steht aber nicht mehr zurückziehen. Wegen diefes Artikels hat der stud. jur. Senfbiel gefreut. Der Zeuge will auch gefehen haben, daß die Aerzte immer im Wege Direktor Köhler steht nicht mehr an der Leitung den Strafantrag gestellt. etwas ins Effen schütteten und eines Tages habe ihm Lache an Der Angeklagte erklärte, daß er den feinem Auge eine Heine Blase gezeigt und behauptet, daß diese von der Westfälischen Werke, er ist ausgeschieden. Die Bermutung Artikel als Mitglied des„ Wissenschaftlichen Komitees" im Interesse Vergiftung herrührte. Eines Tages fei er auf eine Anfrage des liegt nahe, daß die wirtschaftliche Notwendigkeit der Fusion der Sache geschrieben habe.- Rechtsanwalt Chodziesner Oberwärters mit zum Abendmahl gegangen. Als er zurückkam, habe bei dem Abgang nicht ohne Einfluß war. Auch bei der Fusion( Charlottenburg) beantragte die Sache zu vertagen und die jetzt er gesagt, er habe kein Abendmahl genommen, weil es ganz den mit den Rheinischen Stahlwerken spielt die Personenfrage eine ge- dem Reichsgericht vorliegenden Aften in der Straffache des Dr. HirschAn- wisse Rolle. Direktor Helmholz von den Rheinischen Stahlwerken feld( Termin steht am 4. November in Leipzig an) einzufordern, Anschein habe, als ob der Geistliche ihn vergiften wolle. geflagter 2 a che: Zum Abendmahl ging ich nicht wegen meiner war bis 1882 Direktor auf dem Bochumer Verein. Danach müßte un die ganze Sachlage zu beleuchten. Es werde sich dann auch erSünden, sondern um dem Oberwärter einen Gefallen zu tun. Wie Herr Helmholz in erster Linie als Generalleiter in Betracht kommen. geben, daß die Studenten nicht aus eigenem Antriebe, sondern auf ich vor dem Geistlichen size und er etwas von der Sünde und dem Damit dürfte aber Generaldirektor Baare vom Bochumer Verein Anregungen des Kriminalkommissars v. Trescow und Anschläge am jüngsten Gericht spricht, sehe ich, daß er etwas in den Wein tut. taum einverstanden sein. schwarzen Brett gegen Dr. Hirschfeld vorgegangen sind. Der Und dann sagte er zu mir:" Na, bei Ihnen wird es wohl das letzte Zur Lage der Maschinenindustrie. Wenn in letzter Zeit behauptet Gerichtshof beschloß die Bertagung und Vorlegung der Aften. Mal sein." Darauf habe ich mich wohl gehütet, den Wein zu trinken. wurde, daß die Einführung der Dampfturbine in die gewerbliche Wissen Sie, hören Sie mal: Ich werde Ihnen mal eine Portion Pragis den Absatz von Kolbendampfmaschinen noch keineswegs beErbsen vorfeben und Ihnen dabei sagen:" Es wird wohl das letzte einträchtige, so wird diese Behauptung einmal dadurch widerlegt, Mal sein", dann werden Sie sich auch bestens bedanken. In den daß die Betriebe, die Dampfturbinen herstellen, mit Aufträgen über Erörterungen über diesen Punkte wurde verschiedentlich darauf hin- reichlich versehen sind, sodann aber auch dadurch, daß einzelne Maschinene gewiesen, daß, wenn der Geiftliche überhaupt die Redewendung fabriken ben geringeren Absatz von Dampfmaschinen ausdrücklich auf Das letzte Mal" gebraucht haben sollte, dies vielleicht auf das letzte das Aufkommen der Dampfturbine zurückführen. Auch die starke Ver Mal in der Anstalt" gebeutet werden könnte, da schon davon ge- breitung der Großgasmotoren schädigt den Dampfmaschinenbau. Mehrere sprochen worden war, daß Lache ins Zuchthaus zurückgebracht Betriebe vollziehen den Uebergang zum Bau von Sauggasanlagen werden sollte. und Dampfturbinen, um stärkeren Verlusten aus dem Wege zu gehen. Nun ist es aber keineswegs leicht, gegen jene Großbetriebe aufzukommen, die bisher den Bau von Sauggasanlagen und Dampfturbinen als lohnende Spezialität betrieben haben. Besonders die und über Felder und Wiesen Reißaus genommen hat. Trozdem auf großen Fabriken, die Sauggasmaschinen herstellen, bieten alles auf, die Hülferufe des Zeugen eine ganze Anzahl von Personen die um fleinere Fabriken, die ihnen Konkurrenz machen wollen, nicht Verfolgung aufgenommen hatte, ist Lache doch entkommen. Der ins Geschäft fommen zu lassen. Sie gehen sogar so weit, daß Zeuge hat den Eindruck gehabt, daß Lache nicht ganz normal war. fie die Zahlungsfristen für abgenommene Anlagen in einer Berkehrte Handlungen hat er allerdings nicht begangen und seine Weise hinausschieben, die kleineren und weniger finanzkräftigen Briefe waren ganz vernünftig geschrieben, aber der Beuge hatte doch den Eindruck, daß es nicht ganz richtig mit ihm sei. Lache hat auch einmal das Essen verweigert, als ihm aber der Schlauch angefezi wurde, hat er sofort wieder gegessen. Der Oberwärter Gottschalt in Brieg schilderte sehr dramatisch, wie Lache eines Tages seine Flucht bewerkstelligt An den Zeugen wurde seitens der medizinischen Sachverständigen noch eine ganze Reihe von Fragen gestellt, die sich auf Laches Verhalten in der Anstalt bezogen. fortgesetzt. Zu welch verschmitten Mitteln der Angeklagte Huber Prozeß Walewski und Genoffen. Die Beweisaufnahme wird griff, um feinen Angaben betreffend der ihm winkenden glänzenden Aussichten den Anschein der Claubwürdigkeit zu verleihen, beweist folgende Tatsache: Auf einer Reife te er den Rechtsanwalt Dr. Schulz fennen gelernt. Er hatte sich ihm als ehemaliger Kapitän in rumänischen Diensten vorgestellt. Im Mai 1901 trat Huber an den Rechtsanwalt mit dem Ersuchen heran, er möge ihm bescheinigen, daß ihm, Huber, eventuell eine Provisionsforderung zustehe. Der Rechtsanwalt prüfte die ihm vorgelegten Papiere, überzeugte sich besonders, daß der Angeklagte ein Anerbieten an das Reichs- Marines Amt eingereicht hatte und kam dann deffen Bitte nach, die der An geklagte damit begründete, daß die Rechtmäßigkeit seines Anspruchs angefochten werde. Der Angeflagte erhielt mun folgenden Schein: Bei Ablieferung eines schnellen Depeschenboots( System Ellide) an das Reichs- Marine- mt wird Herr Kapitän Huber im Laufe dieses Jahres einen Reingewinn von etwa 80; 000 Mart haben. Dies bescheinige ich auf Grund der mir vorgelegten Betrieben jeden Wettbewerb unmöglich macht. Es werden Zahlungs- Papiere und Verträge. Dr. W. Schulz, Rechtsanwalt." Auf fristen von drei bis zu fünf Jahren gewährt. Sicherlich gibt es ferneres Bitten des Angeklagten ließ der Rechtsanwalt sich bewegen, eine ganze Reihe von Dampfmaschinen- Fabriken, die froß des Auf- feine Unterschrift notariell beglaubigen zu lassen, und dadurch wurde tommens der Großgasmotoren noch teine Abnahme in ihren Auf- nun dem Schriftstück das Aussehen einer notariellen Urkunde ge= trägen wahrnehmen, aber diese Betriebe bilden Ausnahmen. Für geben. Den Geldgebern schien es daher glaublich, daß die Fälligkeit den Dampfmaschinenbau im allgemeinen ist eine gewisse Stagnation der Provision eingetreten sei, sobald der Transport des Bootes nach nicht zu bestreiten. Die Herstellung von Arbeitsmaschinen für hier bewerkstelligt war. Auch Margarete Waleisti, fcine damalige Dan kam die Frage zu Erörterung, ob der Beuge Hartwig einzelne Gewerbe ist je nach dem Beschäftigungsgrad dieser Braut, schenkte feinen Angaben anfangs Glauben und trug sich mit entlassen werden könne o hierzubleiben habe. Rechtsanwalt Gewerbe verschieden. So sind zum Beispiel Aufträge aus großen Hoffnungen. Es währte aber nicht lange, bis sie ihren 3aude beantragte, den Zeugen mit seinem Wärter noch an Ort der Mühlenindustrie und dem Zuckergewerbe schwer zu er- Bräutigam durchschaut hatte und nun mit ihm denselben und Stelle zu behalten und auch die medizinischen Sachverständigen halten. Mehr Nachfrage besteht nach Maschinen für das Textil Strang 80g. Sie beröffentlichte für ihn folgende Annonce: hielten dies für geboten, da sie ihr Gutachten doch auch auf die gewerbe. Die Beschäftigung im Spinnmaschinenbau ist befriedigend, Sofort vergüte ich 1200 M. demjenigen, der für mich bis April 1902 Wahrnehmungen dieses Zeugen stüßen müßten. Erster Staats- während freilich in Strickmaschinen der Absay wieder gering ist bei Darlehn von 3500 M. Bürgschaft übernimmt. Rein Risiko, da antvalt Dr. Gretschmann bat, ihm dann auch zu sagen, wo Wie immer im Herbst gehen aus der Landwirtschaft vielen Maschinen- in Jahresfrist über die zehnfache Summe verfüge." Der Buchhalter fabriken reichliche Aufträge zu. Kleinere Werkzeugmaschinen sind bei Hoffmann empfand Verlangen, die 1200 M. zu verdienen. Er ging Zeugen unterbringen, schwachen Preisen ziemlich gefragt. In den Lokomotivfabriten hat für Margarete Walewski zunächst die Bürgschaft bei einem Geldmann solle. Er habe sich an die verschiedensten Anstalten gewandt, ebenso sich die Beschäftigung etwas gehoben, namentlich feitdem Breußen ein. Dann lieh er ihr von seinen eigenen Ersparnissen noch 1000 m. an die Abteilung IV und Abteilung I des Polizeipräsidiums, ferner vor furzem 278 Lokomotiven, lieferbar bis 1. April 1905, in Auftrag Für die geleistete Bürgschaft mußte Hoffmann auflommen, von den an die Stadt Berlin, alle diese Stellen haben sich aber geweigert, gegeben hat. geliebenen 1000 m. erhielt er bon der Walewski mit Ach und Krach diesen Beugen aufzunehmen. Er wisse also nicht, wo er ihn ficher Die Mißftimmung gegen das Kohlensyndikat tritt unter den ihm 600 m. zurüd, so daß er im ganzen um eliva 400 M. geschädigt unterbringen solle. Nach längerer Erwägung dieses Punktes be- angehörenden Zechen immer deutlicher hervor. Auch die Verwaltung wurde. Der Hofuhrmacher v. Rauchhaupt wurde von ber unge schloß der Gerichtshof, den Zeugen und den Oberwärter noch nicht zu der Harpener Bergbau- Gesellschaft in Dortmund, die in diesem Jahr lagten Walewski für ihren Bräutigam um ein Darlehn von 10 000 entlassen, sondern hierzubehalten und dem Staatsanwalt die er wieder 11 Prog. Dividende zahlt, nimmt in ihrem foeben er Mart angegangen. Er begnügte fich nicht mit den ihm vorgelegten forderlichen Maßnahmen zu überlassen. Auf Antrag des Rechts- schienenen Geschäftsbericht für 1908/04 Anlaß, sich gegen die Stellung Schriftstücken, sondern beanspruchte von ihm eine genaue Alarlegung anwalts Baude, der darauf hinwies, daß Lache in der Anstalt zu der Hüttengechen im Syndikat zu wenden. Der neue Syndikats seiner Erfindung. Hierauf erilärte Huber, daß das nicht angängig Brieg als unheilbarer Geistestranker behandelt und in der Freiheit vertrag", heißt es in diesem Bericht, hat durch seine Bestimmungen, fei, da die Erfindung aus Gründen des Reichsrechts geheim bleiben doch nicht plötzlich gesund geworden sein könne, beschloß der Gerichts wonach die Beteiligungen der Mitglieder nicht mehr nach der Zahi müsse. Herr v. Rauchhaupt brach darauf jede weitere Verhandlung hof ferner, den Arzt der Anstalt zu Brieg zu laden, unter dessen be- neuer Förderschächte, sondern nach den jeweiligen Absatzverhältnissen ab, so daß der Anschlag ein verfehlter war. Mit dem Sachverhalt sonderer Obhut Lache gestanden. Als der Beuge Gottschalt bemessen werden, wirtschaftlich günstig gewirkt, so daß mehr auf die dieses Falles decken sich Betrug versuche, die außerdem von der abtritt, rief ihm Lache das Wort„ Verbrecher" nach und als ihn der Erhöhung der Leistungsfähigkeit der vorhandenen Anlagen, als wie Balewati und Huber gemeinschaftlich, zum Teil auch von Huber Borfizende um eine nähere Erklärung ersuchte, meinte er: Wenn auf die Errichtung neuer Schächte hingearbeitet wird. Dagegen einen alten Rentner, dem er einen Gewinnanteil von 40 000 2. in allein begangen wurden. Mit Erfolg bearbeitete Huber dagegen er mich auffordert, zum Abendmahl zu gehen und der Geistliche sagt dann:„ Es ist wohl das letzte Mall", bann muß er mit dem gechen, welche im Befig von Büttenwerten fins Aussicht stellte, wogegen diefer ihm 10 000 27. vorschoß, um das sagt dann:„ Es ist wohl das letzte Mall", bann muß er mit dem eint die Förderfreiheit derjenigen Synbitats einen alten Rentner, dem er einen Gewinnanteil von 40 000 M. in Die Beweisaufnahme über den auf Lache und Steger bezüge berung unbeschränft erhöhen dürfen, für die Betrügereien zu, welche von der Familie Walewsti begangen fein Geldgeber verloren. Die Verhandlung wendet sich wieder den Die Beweisaufnahme über den auf Lache und Steger bezüg- un, dem Bebarf derfelben entsprechend, die För Depeschenboot aus Amerika holen zu können. Die 10 000 m. hat ber lichen Teil der Anflage war hiermit im allgemeinen erledigt und übrigen Mitglieder zu fchwer schädigenden der Borsitzende ging auf den zweiten Teil der Anklage über, der sich folgen zu führen, beren ganger Umfang fich heute noch nicht 1902 von Willy Walewsti um ein Darlehn von 1000 m. angegangen sollen. Der Zeuge Kaufmann Steinke bekundet, daß er im Oktober mit dem gemeinschaftlichen verbrecherischen Treiben der Angeklagten übersehen läßt." worden sei. Gelhaus und ache beschäftigt. Gelhaus gab im allgemeinen Besonders betrübend ist es, daß auch eine ganze Aner den Geistlichen doch unter einer Dede steden!" au, baß er mit Lache zusammen falsche Coupons umgefeßt habe, Bereinigung von Maschinenbau- Anstalten. Das Fufionsfieber zahl sogenannter fleine Beute" durch das hochstaplerische Treiben antwortete aber auf weitere Fragen so sonderbar, daß ihm Land- lerfaßt immer weitere Krrife. Wie der Rheinisch- Westf. Beitung" I ber Angeflagten um ihre Ersparnisse gekommen ist. Der Stuffateur " " M. W. 1000. Rein. Dreher büßte durch die Angeklagten 1100 M. ein und hatte außerdem| Korporation die Vorwärts"-Redaktion zu veranlassen gesucht, den zu einem Beruf sind soweit zur Ausgleichung zu bringen, als fie das ben gegen 200 m. Prozeßkosten zu zahlen. Der Schneidermeister Vorwärts" für die Gewerkschaften lokaler Richtung überhaupt Vermögensverhältnissen des Erblaffers entsprechende Maß überschritten. Goldberg hat dem Angeklagten Willy Walewski im Laufe des und dauernd zu sperren. Vielmehr sei von ihm beantragt 2. Der Pflichtteil beträgt die Hälfte der gesetzlichen Portion; in ihrem Falle Jahres 1902 nicht weniger als 10 Anzüge zum Preise von insgesamt worden, zur Vermeidung einer unliebsamen gegenseitigen Bolemit fommt solcher wie es scheint nicht in Frage. K. 1. Ist von einem Barbier oder Zahnarzt gegen die anerkannten 900 M. auf Kredit geliefert. Walewsti habe sich ihm gegenüber als in dem nun einmal ausgebrochenen Zwist wegen der Gewerbegerichts- einfachsten Regeln eine Plombierung vorgenommen, so ist der Betreffende angehender Polizeileutnant ausgegeben und auch auf seine Batente" wahl beide Teile von der Benuzung des Vorwärts" aus zum Schadensersatz verpflichtet, hat also den für die Plombe gezahlten Preis hingewiesen. Goldberg hat im ganzen nur 60 m. erhalten. zuschließen. Gegenteilige Behauptungen fönnten nur zu dem Zweck und alles das zu erstatten, was infolge seines Vorgehens dem Patienten Die Verhandlung wurde gegen 2 Uhr auf Sonnabend vormittag aufgestellt sein, Stimmenfang bei der Wahl zu treiben. an Schaden zugefügt ist. Db zu dieser Schadensrechnung der Betrag der 9% Uhr vertagt. Brüdner erklärte hierzu: Wohl hätten er und Link die zweiten Bahnarzt- Rechnung gehört, fönnen wir nicht wissen. Die Ent Staatsanwalt und Dienstmädchenverführer. Aus Halle a. G. Ansicht vertreten, den Vorwärts" nur zur Zeit der Gewerbe- fcheidung hierüber hängt davon ab, ob die Bemühungen des zweiten Bahn. wird uns vom 13. Oftober berichtet: gerichtswahlen für die dem Kartell angeschlossenen Gewerkschaften arztes infolge des unsachgemäßen Vorgehens des ersten notwendig waren. Wilhelm Sch. Ihre Frau kann sich von dem Grundbuchamt( Amts. M. Z. Ja. In der Zeit, in der sehr viel von der Ueberbürdung der Ge- au sperren, weil sie der Meinung sind, daß der lokalistischen Minder- gericht) beglaubigte Abschrift der Eintragung erteilen lassen. S. Gramse. Die Aufrechnung gegen den Lohn ist nach§ 394 B. G.-B. richte geredet wird, dürfte es angebracht erscheinen, einmal nach- heit, die bekanntermaßen in unschöner Weise Zwietracht unter der zuweisen, mit welch haltlosen Anklagen zuweilen Straffammern be- Arbeiterschaft säe, das Zentralorgan der Partei zu Propaganda- unstatthaft. Dieser Grundsak findet auch dann Anwendung, wenn es fich packt werden. Vor einiger Zeit berichteten wir: Die 15jährige zwecken überhaupt verschlossen werden müsse. Doch diese Anregung um Aufrechnung gegen einen Schaden handelt, der durch Schuld des Arbeiters Dienstmagd Lina Hoffmann aus Plößniz war vor dem Schöffen- sei von der Redaktion des Vorwärts" als nicht akzeptabel zurück- dem Arbeitgeber zugefügt ist. Gewerbegerichtsurteile, die auf einem anderen gericht wegen unberechtigten Verlassens des Dienstes gewiesen worden; auch wolle er hervorheben, daß er sowohl Standpunkt stehen, verlegen das Gesez und das Recht des Arbeiters. Der angeklagt, aber freigesprochen worden, weil festgestellt wurde, daß wie Link mit ihrer Meinung auch bei den übrigen Mit- zutreffende Standpunkt wird von der überwiegenden Mehrzahl der Theoretiker gliedern des Ausschusses feinen Anklang gefunden hätten. Die das Mädchen von dem 24jährigen Sohne des Gutsbesizers Redaktion habe sich darauf dem Antrage Körsten genähert, worauf Dietrich, bei dem es in Stellung gewesen, in recht frivoler Weise unsittlich belästigt worden ist. die Preßkommission dann ihre eigene bekannte Entscheidung geDas Mädchen war, um den frechen Anträgen des aufdringlichen Burschen troffen habe. Um so verwerflicher sei es deshalb, jezt den Anschein aus dem Wege gehen zu können, moralisch gezwungen, weg zu erwecken, als sei beabsichtigt gewesen, den lokalen Gewerkschaften ,, Vorwärts" überhaupt zu sperren. zulaufen, zumal die Herrschaft, wozu sie nach§ 139 der Gesinde Auf Antrag Ritter wurde sodann folgende Resolution einOrdnung verpflichtet war, das fnapp 15jährige Kind vor unsittlichen Zumutungen des Sohnes nicht geschützt hatte. Der Bengel war stimmig angenommen: dem Mädchen in den Ställen 2c. allerwärts nachgelaufen. ungeheuerlich, daß die Sache erst das Gericht beschäftigen und das Mädchen deshalb mit dem Vater nach Halle reisen mußte. Wir trauten aber bald unseren Augen und Ohren nicht, als das Mädchen heute noch einmal vor der Strafkammer als„ Angeklagte" erschien. Der Staatsanwalt hatte nämlich gegen das freisprechende Urteil Be rufung eingelegt und beantragte nun heute, mit Rücksicht darauf, daß die Sache sehr milde" liege, das Mädchen mit einem Verweis zu bestrafen. Das Gericht kam selbstverständlich wieder zur Freisprechung. Es war den " und Praktiker eingenommen, z. B. von Botmer, der Arbeitsvertrag, S. 430, heimer S. 77, Köhne, Fuld, v. Frankenberg, Fröhlich, Luppe u. a. Bon Threnner S. 31, Sigel S. 112, Stadthagen( 4. Auflage) S. 181, Sinz Urteilen, die denselben Standpunkt einnehmen, seien hervorgehoben: Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg vom 12. Oktober 1901, des Amtsgerichts Köln vom 24. Dezember 1900, des Landgerichts Berlin vom 5. Mai 1903, der Gewerbegerichte zu Stuttgart vom 2. Februar 1900, Dortmund vom 6. April 1900, Berlin vom 19. Juni 1903. Wird entgegengesett entschieden, so wird falsch entschieden. nur Berufung ist aber bei einer Streit summe über 100 Mark zulässig. W. M. 101. Soll bald geschehen. 5. K. 100. Die E. 2. 49. Ihr Gewerbe müssen Sie anmelden. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission hat auf die in Versammlungsberichten des„ Vorwärts" von dem Berliner Eltern können Ersatzansprüche zunächst bei der Militärbehörde geltend Die Aussichten der Klage find Gewerkschaftskartell aufgestellte Behauptung, es sollen den lokal- machen, eventuell Klage erheben. M. D. B. 04. Nein; Sie können nur auf Hers organisierten Gewerkschaften die Spalten des„ Vorwärts" gesperrt zweifelhafte. stellung der Wohnung und Schadensersaz flagen oder unter Fristsetzung werden, folgendes zu erklären: Es ist nicht wahr, daß der Re- androhen, daß Sie nach Ablauf der Frist die Herstellung verrechnen daktion des Vorwärts" oder den Vertrauensleuten der Partei lassen und die Kosten einklagen würden.- 100 P. H. Nein. P. E. ein derartiger Antrag unterbreitet worden ist; wahr ist viel- 1. und 2. Ja. 3. und 4. Das ist bei verschiedenen Gemeinden verschieden. mehr, daß über einen Antrag verhandelt wurde, für beide Was erforderlich ist, erfährt die Mutter bei dem Rektor der Gemeinde, Teile, den Gewerkschaften zentraler und lokaler Richtung, den in der sie ihr Kind einschulen lassen will. 5. Die Mutter kann bei dem Soweit Jhre Vorwärts" zu sperren. Es sollte damit jeder Streit in Rektor unentgeltliche Lieferung der Bücher beantragen. Anfrage ersehen läßt, handelt es fich jedoch um eine Gemeinde, der Parteipresse vermieden werden. der die Schulungspflicht für das Kind nicht obliegt und Somit kann von dem Sperren eines Teiles nicht die ift der Vater verpflichtet, die erforderlichen für den Unterhalt Rede sein. die Mutter Dhne zahlen. Dar Wir überlassen es mit ruhigem Gewissen den Berliner Partei- legung der Verhältnisse sind Ihre Fragen jedoch nicht bestimmt zu genossen, zu beurteilen, auf welcher Seite die„ elende Kampfes beantworten. Friedrichshagen M. 1. Es liegt unseres Erachtens Versicherungspflicht vor. Indessen ist es ratsamer, Ihren Fall zur Ent weise" liegt. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. scheidung durch die Aufsichtsbehörde zu bringen. 2. Innerhalb je zwei Jahren mindestens 40 Marken. K. R. Die Beschwerde ist an das ( Wir möchten zu dieser Resolution folgendes bemerken: Richtig Amtsgericht zu richten und hat, wenn das Gemeinde- Atteſt Ihr Un23. 23. Nein. Der Beerdigung unseres Parteigenoffen Meiling und des Polizei- ist, daß in der Sizung mit der Redaktion nur die Genossen vermögen bezeugt hat, Aussicht auf Erfolg. angriffs, der sich gegen den Leichenzug richtete, werden unsere Leser Brückner und Link die Ansicht vertraten, die Redaktion habe den fich gewiß noch erinnern. Einer der Teilnehmer am Leichenzuge, Lokalorganisierten das Wort im Vorwärts" überhaupt nicht zu Graveur Feist, hatte seiner gerechten Empörung über die Attade verstatten. Richtig ist auch, daß der Redaktion fein formulierter Antrag nach dieser Richtung hin vorlag. Die Genossen Brücner in deutlichen Worten Luft gemacht und war dann zu der harten, und Link sprachen jedoch zuerst, so daß die beteiligten Redaktionsnur unter Würdigung der deutschen Justizzustände begreiflichen Strafe von sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Reichs- mitglieder aus diesem Umstande sowohl wie daraus, daß weder von gericht hat gestern die gegen dies Erkenntnis eingelegte Revision ihnen noch von einem anderen Reduer des Ausschusses die Aeußeverworfen. Hoffentlich übersteht unser Parteigenoffe die Gefängnis- rungen Brückners und Lints als Privatmeinungen gekennqualen, die seiner harren, ohne allzu große Schädigung seiner Ge- zeichnet werden, annehmen mußten, beide hätten offiziell die Anfichten der Gewerkschaftskommission vertreten. Daß beide nur ihre sundheit. privaten Wünsche, nicht die Beschlüsse des Ausschusses vertraten, erfährt die Redaktion erst heute. Red. d.„ V.") Ob denn die Staatsanwaltschaft, die doch sonst so sehr für die Moral eingenommen ist, denn niemals daran gedacht hat, daß statt der Behelligung des armen Dienstmädchens die Verfolgung des Bengels von Beleidiger am Plaze gewesen wäre? Wenn wieder einmal an Gerichtsstelle über den Niedergang der Moral geflagt wird, sollte man sich der Stellung, die in diesem Falle ein Staatsanwalt als Beschützer der Mädchenehre einnahm, geziemend erinnern. Ein empfehlenswerter Arzt. Der Doktor der Heilkunde und praktische Arzt Freiherr v. Defele ist am 14. Dezember v. J. vom Landgericyte Koblenz wegen fahrlässiger Körperberlegung zu einer Gefängnisstrafe von sechs Wochen verurteilt worden. Er hatte ein 20 jähriges unbescholtenes Dienstmädchen bei mehrfachen Unters suchungen so ungewöhnlich behandelt, daß sie in den Zustand einer afuten Gemütsstörung versetzt wurde, der sich so verschlimmerte, daß das Mädchen sogar mit Selbstmordgedanken umging.- Die Revision des Angeklagten, welcher Verkennung des Begriffes der Körperverlegung fowie Beschränkung der Verteidigung rügte, wurde gestern vom Reichsgericht als unbegründet verworfen. Verfammlungen. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission befaßte sich in seiner gestrigen Sigung mit einigen im Vorwärts" erschienenen Versammlungsberichten lokalistischer Gewerkschaften, in denen wie ausgeführt wurde unrichtige Behauptungen des Gewerkschaftskartells in bezug auf die Haltung des Gewerkschaftsausschusses zu den bevorstehenden Gewerbegerichts- Wahlen wiedergegeben seien. Körsten bezeichnete es als Bauernfang, wenn von lokalistischer Seite die Sache so dargestellt werde, als habe der Ausschuß als Central- Verband d. Zimmerer Deutschlands Zahlstelle Berlin u. Umgegend Am Mittwoch, den 12. Oktober verstarb unser langjähriges Mit glied Fritz Kasper. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 15. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Pauls- Kirchhofes am Plößensee aus statt. Um rege Teilnahme bittet 255/10 Der Vorstand. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß meine liebe Frau Anna geb. Schönwälder am Donnerstag, den 13. Dktober, nach langer schwerer Krankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Neuen JakobiKirchhofs, Rixdorf, Hermannstraße, 21365 aus ftatt. Die Hinterbliebenen. K. Petermann, Wertmeister, und Sohn Walter, Ritterstr. 49. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Gastwirts 21436 Emil Schmidt fage ich allen Freunden und Betannten, sowie dem Verein sozialdemokratischer Gast- und Schantwirte aufrichtigsten Dant. Besonders aber fühle ich mich Herrn Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil für die trostreichen Worte am Sarge des Berblichenen verpflichtet. 28me. Kl. Schmidt. PrinzenOrts- Krankenkasse der Gelb u. Zinngieher. Sonntag, 23. Oktober, mittags präzise 12 Uhr, im Gewerkschaftshause, EngelUfer 15, Saal 3: Ausserordentliche General- Versammlung. Hierzu find sämtliche Herren Arbeitgeber, welche ein Drittel aus eigenen Mitteln zur Kasse zahlen, und sämtliche großjährige Kaffenmitglieder hiermit eingeladen. Duittungsbuch legitimiert. Zages- Ordnung: 1. Wahl von 24 Vertretern der Arbeitgeber. 2. Wahl von 51 Vertretern der Arbeitnehmer. 3. Verschiedenes. Berlin, den 14. Oftober 1904. 21346 Der Vorstand. Central- Kranken- u. Sterbekaffe der Tischler und andrer gewerblicher Arbeiter ( E. H. Nr. 3, Hamburg.) Verwaltung Berlin A. Montag, den 17. Oftober 1904, abends 8, Uhr, in Wollschlägers Lokal, Adalbertstr. 21: P " Briefkaften der Redaktion. Zahnarzt. Krankenkassenstatistik erscheint jährlich in furzen Uebersichten in den Vierteljahresheften zur Statistik des Deutschen Reiches, ebenso im Statistischen Jahrbuche für das Deutsche Reich( 1 M.) und ausführlich in einem besonderen jährlich erscheinenden Bande( 5 M.) bei Buttkammer u. Mühlbrecht, Unter den Linden. Statistik der Invalidenversicherung in den Reichstags Drucksachen und in den Amtlichen Nachrichten des ReichsBersicherungsamtes. Lektere im Verlage von A. Asher u. Co, Unter den Linden. In der Königlichen Bibliothet, Stadtbibliothek und wahrscheinlich auch in der Volksbibliothet, Alexandrinenstr. 26, einzusehen. D Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends bon 7 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 1hr. Mittel an zut genaue Marktpreise von Berlin am 13. Dttober. Nach Ermittelungen des Für 1 Doppel- Bentner: Weizen**), gute Sorte fgl. Polizei- Präsidiums. 17,60-17,58., mittel 17,56-17,54., geringe 17,52-17,50. Roggen), gute Sorte 13,85-13,84 M., mittel 13,83-13,82 M., geringe Futtergerste*), gute Sorte 15,50-14,40 M., mittel 14,30 13,81-13,80 m. bis 13,30 M., geringe 13,20-12,20 M. Hafer*), gute Sorte 16,40-15,50 m., mittel 15,40-14,60 M., geringe 14,50-13,70 M. Erbsen, gelbe, zum Stochen Kartoffeln 9,00-7,00. Richtstroh 0,00-0,00 m. Heu 0,00 0,00 M. 40,00 30,00 M. Speiſebohnen, weiße 50,00-30,00 9. Linsen 60,00-30,00 M. Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 M. Eier per Schod 4,50-3,20 m. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Wafferftand am 13. Dftober. EIbe bei Auffig 0,27 Meter, bei Dresden 1,69 Meter, bei Magdeburg+0,33 Meter. Unstrut bei Straußfurt+ 0,90 Meter. Oder bei Ratibor+ 1,46 Meter, bei Breslau Ober- Begel+ 4,88 meter, bei Breslau Unter Begel- 1,24 Meter, bei Frankfurt 0,43 Meter. Weichsel bei Brahemünde+2,14 Meter.. arthe bei Posen 0,14 Meter. Nete bei llsch+0,46 Meter. 3 Witterungsübersicht vom 14. Oftober 1904, morgens 8 Uhr. Stationen stand mm ind. Bump Windstarte Better 3wolfig Temp. n. T. 5°. 4° R. Stationen Barometer. Wind. richtung Windstärke Better 4 halb bd. 2 bededt 2 heiter 766 NO 2 wollent Temp. n. C. 15°.= 4° R. 47 7 68 8 Haparanda 774 S 2 Streitende G. S. 36. Soll jemand bei der Auflaffungserklärung Swinemde. 768 N 2 wolkenl 3 Petersburg 772 ND vertreten werden, so bedarf der Vertreter hierzu gerichtlicher oder notarieller Hamburg 771 D Berlin 770 NW 1 heiter 3 Cort Vollmacht, auch wenn der Mann seine Frau oder die Frau ihren Mann 1 wolkenl 3 Aberdeen 769 SS vertritt. G. 60. 1. Soweit Ihre Darstellung ersehen läßt, ist das Franti.a.M. 770 NO 767 D 5 bedeckt 5 Paris Kenntnis des Sachverhalts nicht sagen; als Regel gilt: gesegliche Erben find Testament ungültig. Wieweit Schenkungen anzurechnen find, läßt sich ohne München 769 Still heiter 5. verpflichtet, dasjenige, was sie von dem Erblasser bei deffen Lebzeiten als Wetter- Prognose für Sonnabend, den 15. Oftober 1904. Ausstattung erhalten haben, bei der Auseinandersehung unter einander Biemlich trübe und regnerisch bei mäßigen nordöstlichen Winden, wärmerer zur Ausgleichung zu bringen. Zuschüsse, die zu dem Zwed gegeben sind, Nacht und wenig veränderter Temperatur. Berliner Wetterbureau. als Einfünfte verwendet zu werden und Aufwendungen für die Vorbildung Original Man beachte SINGER die Fabrikmarke. THE SINGE TRADE MANFG.CO Nähmaschinen Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Berlin, Leipzigerstrasse 92. Filialen in allen Stadtteilen. Nathan Wand 129 Staligerstr. 129. Die schönsten 6322* Herren- Winter- Paletots in neu, und Anzüge fowie fpeziell Möbelverkauf, paffendste Gelegenheit für Brautleute. Die Möbelfabrit Schüßenstraße 2, Ede Friedrichstraße, liefert komplette Wohnungs- Einrichtungen zu 150, 200, 300, 400 M., Hochelegante Einrichtungen bis zu 10 000 M. und darüber. Teilzahlung bei geringen Anzahlungen Monats- Garderobe gestattet. Beamten ohne Anzahlung. von Kavalieren getragene Sachen, fast neu, für jede Figur passend, speziell Bauch anzüge sind in großer Auswahl stets zu staunend billigen Preisen zu haben. Staunend billig und empfehlenswert find die kurze Zeit verliehen gewefenen Möbel, zumal dieselben wie neu find, um damit zu räumen. 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Es wird mein Bestreben sein, für gute Speisen und Getränke Sorge zu tragen und ersuche ich, mich in meinem Unternehmen gütigst unter ftüßen zu wollen. Ausschant von Schultheif:-Bier. Köpenick, den 15. Oftober 1904. Hochachtungsvoll Peter Gora. Kohlen- Großhandlung Für Restaurateure 2c. giebt es Berlin 0.34, Brambergerst. 19/20. Preise ab Platz: feine praktischeren Käsesorten wie meine Senftenb. Halbsteine p. 3tr. nur 65 Pf. Postfollo- Busammenstellung von: Senftenb. Salon- Brik. 6 o. 7" mur70B 40 Portions- Delikatess- u. Anna, Adler, Marie Senftenberger la Henckels Werke 6 ob. 40 Portions- Bierkäs'ehen 7 Boll, nur 80 Pi in nur wirfl. hochfeinst. Ware M. 6,40 7122 Ilse, Salon- Briketts billigit. Schankgeschäft mit Zahlstelle Frei Keller pr. 8tr. 10 Bf. mehr. wegen anderer Unternehmungen billig Bruch, Steinkohlen, Koks, Holz zu traße 30. zu verkaufen. Fischer, O., Samariterbilligsten Preisen. 2142560 Bandwagen verleihe zu Rohlen. 4658* franto. Nachnahme. G. 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Oktober, abends 5 Uhr, in den„ Berolinasälen", Schönhauser Allee 28: Volks- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen E. Dittmer über:" Darwinismus und die Arbeiterschaft". 2. Diskussion. Nach Schluß: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Bu zahlreichem Besuch ladet ein 249/ 7* Der Vertrauensmann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Sonntag, den 16. Oktober, vormittags 10 Uhr, in der Brauerei Turmstrasse 25-26: Bezirksversammlung für Moabit. Zages Drdnung: 1. Vortrag des Genossen Schubert über:„ Die preußische Boltsschule." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Berschiedenes. 90/ 11* Adtung! Treppengeländer- Branche. Atung! Sonntag, den 16. Oktober cr., vormittags 91/2 Uhr, in Königstadt- Kasino, Holzmarktstr. 72: Versammlung E aller in Treppengeländer- Fabriken beschäftigten Arbeiter, als: Tischler, Stellmacher, Drechsler, Bildhauer, Maschinenarbeiter usw. Zages Drdnung: 1. Die verfloffene Saison in unserer Branche und welche Lehren ziehen wir daraus? 2. Diskussion. 3. Verbands- und Brancheitangelegenheiten. De Es ist Pflicht jedes Kollegen in dieser Versammlung zu erscheinen. Ganz besonders eingeladen sind die Verbandsmitglieder Peter Becker, in Arbeit bei der Firma Drechsler, Gubenerstraße und Karl Braun, in Arbeit bei der Firma Finkendei, Gr. Lichterfelde. Wir ersuchen alle arbeitslosen, streifenden und ausgesperrten Kollegen, sich am Sonnabend vormittag 9 Uhr an der Flugblattdie Lederhose Herkules tragen. Hierdurch teilen wir allen Berufsangehörigen mit, daß der„ Berliner Jeder Handwerker Beton- Verein" dem Vertrage, gemäß unserem am Mittwoch, den 12. Oktober, follte zur Arbeit in der Generalversammlung beschlossenen Entwurfe, in seiner Versammlung adein- Bertauf. Sehr starkes Leder in am 13. Oktober zugestimmt hat. Gemäß diesem Beschlusse tritt der Vertrag praktischen grauen u. braunen Streifen, am 15. Oktober 1904 in Kraft. Der„ Berliner Beton- Verein" zählt nach- Stück gearbeitet. Sehr feste Kapp benannte Firmen zu seinen Mitgliedern: Mitglieder- Liste des„ Berliner Beton- Vereins". Erich Bowien, Charlottenburg, Pestalozzistr. 87. Aktien- Gesellschaft für Beton- und Monierbau, Berlin W., Potsdamerstr. 10/11. Baugesellschaft für Lolat- Eisenbeton, Berlin W., Stleiftstr. 39. H. Becher, Berlin C., An der Schleuse 5. Hermann Bräuer, Rigdorf, Hermanns straße 106/107. Julius Donath, Berlin N., Invalidenstraße 2. Max Elias, Berlin S., Urbanstr. 9. Wilh. Ehlert, Charlottenburg, Rönnestr. 24. Herm. Ehlert, Friedrichsberg, Kronprinzenstr. 46. Hans Fischer& Co., Groß- Lichterfelde, am Bahnhof West. Günther& Sollwedel, Berlin N. 20, Behmstraße, Plaz 5. Höfchen & Peschke, Berlin SW., Blücherſtr. 1. August Krauß, Berlin NW., Paulstr. 20c. Hellmuth Krüger. Berlin N., Brunnenstr. 71. Hannoversche Zementbau- AktienGesellschaft, Berlin W., Potsdamerstr. 10/11. Neu3 nähte. Haltbarste Pilat- Taschen. Große Flicken umsonst. Die Hose bei Entnahme von 6 Stud 26 Mr. 4 Mt. 50 Echtblaues Monteur Jadett 1 M. 90 1 M. 50 Echtblaue Monteur- Hose Echtblaues Monteur- Jadett Prima Köper- Gewebe.. 2 M. 50 Echtblaue Monteur- Hose gebauer& Schybilski, Berlin SW., Gitschinerstr. 107. Bruno Passarge, Berlin W. 50, Geisbergstr. 50. Plath& Prugel, Berlin N., Triftstr. 13. Gustav Müller, Berlin O., Samariterſtr. 32. Schade& Bahrt, Berlin W. 57, Göbenstr. 7. Carl Schultze, Berlin W. 15, Kaiser- Allee 19. Otto Stüwe, Berlin SW. 47, Hagelsbergerstr. 35. Schrewe& Co., Berlin SW. 11, Rudens walderstr. 2. Ernst Scheldt, Berlin SW. 11, Modern straße 94. W. Thiele, Berlin SO. 33, Muskauerstr. 34. W. Liebig, Berlin NW., Wilhelmshavenerstr. 32. Wagenknecht, Berlin NO. 55, Fröbelstr. 3. Fr. Winkler, 3 ,, 2,50, 2 M.. Berlin N., Dunderftr. 16. M. Czarnikow& Co., Berlin W., Mechaniter- Kittel( braun) 3,-, 2 M. 40 Werderscher Martt 9. Paul Zöllner& Co., Berlin W., " Weiße Leder- Jadetts, 2reihig Lüzowstr. 13. Prima Köper- Gewebe.. 2 M. 10 Manchester- Hofe 8,75,5,50,4,50,3 M. 50 Gefüttert. Manchest.- Jadett 14,50 8,75 Weiße Friseur Jadetts 3,50, 2 M. 75 Konditor- Jacken, 2reihig Gebr. Maler- Mittel 4 M. 50 7,50, 3. 75 4,50, 2. 90 5 M. 50 Weiße Lederhosen Steffelreiniger Anzüge, blau, nach Vorschrift Die nachstehenden Firmen, welche Nichtmitglieder des Berliner Die Preise gelten für normale Größen. Beton- Vereins" sind, haben ebenfalls bewilligt: Hermann Zander& Comp. H. Nimz. Joh. Sixt, Groß- Lichterfelde. Alb. Kretschmar. Adolf. Heintze, Stummelsburg. Achtung! Baer Sohn Die Bauten derjenigen Unternehmer unserer chauffeeftr.24a/ 25.Brückenstr.11. Branche, die hier nicht veröffentlicht sind, En gros. Export. En detail. Gr. Frankfurterstr. 20. Die 23. Preisliste 1904 wird fosten- 1 Bei Bestellung von Hosen ist die Jacketts und Kitteln die Brustweite anzugeben. 4672* Versand von 20 M. an franco. werden von Montag, den 17. Oktober, ab gesperrt; die dort beschäftigten los und portofrei zugesandt. Kollegen müssen an diesem Tage in der bei Keller, Koppenstr. 29, vormittags 9 Uhr stattfindenden Versammlung erscheinen. Achtung! Die Versammlung der Gruppe der Zementierer findet Sonntag, den 16. Oktober, vormittags 10 Uhr, im Lokale Brunnenstraße 188 statt. Der Vorstand. 3..: Wilh. Fritzsch. Bundweite und die Schrittänge, bei Nachdruck verboten! Fachverein der Tischler Berlins u. Umg. Möbelverkanf! Montag, den 17. Oftober 1994, abends 8 Uhr, in den Andreas- Feftfälen, Andreasstraße 21: Allgemeine Tischlerversammlung Zages Drdnung: 1. Der Stand der Aussperrung. 2. Disluffion. 189/ 7* Der Vorstand. J. A.: F. Hanel. Rabatt Spar- u. Konsum Verein ,, Süd- Ost". 2 Mitglieder- Versammlungen für Gewerbegerichtswahl sa für Berlin{ Alle die Kollegen, welche sich schon meldeten, werden gebeten, am Sonnabend vormittag 9 Uhr im Saal I des Gewerkschaftshauses das Material in Empfang zu nehmen. Nenmeldungen erbitten wir uns im Verbandsbureau. Die Ortsverwaltung. für Rixdorf Montag, den 17. Oftober 1904, abends 8 Uhr Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Montag, den 17. Oktober 1904, abends 8 hr im Lokale bes Bern Thiel, Bergstraße Nr. 151/152. in Deutscher Metallarbeiter- Verband. Die hygienische Brotproduktion" Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis Zimmer 34. Amt IV, 3353. Sonntag, den 16. Oktober, vormittags 10 Uhr, im Lokale von K. Kube, Ernst- und Schubertstraßen- Ede: Morgensprache 127/6 Referenten die Leiter des Bäcker- Verbandes Karl Hetzschold u. Franz Schneider. In Anbetracht der für die Voltsernährung wichtigen Tagesordnung bittet um zahlreichen Besuch Der Vorstand. Auch Nichtmitglieder haben Zutritt. gelater mg geftattet. In meiner Möbelfabrik, Gneijenans straße 15, am Halleschen Thor, stehen viele Wohnungs- Einrichtungen, ver lichen gewesene und neue Aus. stattungen zum sehr billigen Verkauf. Teilzahlung bei ganz geringer An Beamten ohne Anzahlung. Durch große Gelegen heits- Einkäufe zu billigen Breifen liefere ich gediegene Einrichtungen für 150, 200, 300, 400 Mart, hoch elegante von 500 bis 10000 Mart. Ganz besonders empfehlenswert ist der große Vorrat verliehen gewesener und zurückgesezter Möbel, die noch fast neu und im Preise bedeutend herobgesett find. Kleiderspind 24, Kommode 18, Sofa mit Auszug 30, Bettstelle mit Matraße 20, Muschelspinde, Vertikos 36, Salongarnitur, Plüschgarnituren 105, Muschelbettstellen mit Matrazen 40, geschnitte Büffetts, Bücherpinde, Baneeljofas mit Satteltaschen 85, Schreibtisch 40, Chaiselongue, Englische Schlafzimmer, Speisezimmer, Salons, auch Jugendstil, sehr billig. Gekaufte Möbel werden 3 Monate kostenfrei liefert. Musterbuch gratis. 2152* aufbewahrt, durch eigne Geſpanne ge Zur gefälligen Beachtung! Meine Werkstätten und mein Stontor befinden sich nach erfolgtem Umzuge Berlin Schöneberg, Belziger. straße 27, früher Bellealliancestr. 84. 7252* M. H. Wegner. Verband der Möbelpolierer Deutscher Holzarbeiter- Verband. der Mitglieder des Deutschen Metallarbeiter Verbandes Montag, den 17. Oktober, abends 8 Uhr, Große Frankfurterstr. 117: von Dalldorf und Umgegend. Sonntag, den 16. Oktober, vormittags 10 Uhr, im Lokale von Sachse, Lindowerstr. 25: General- Versammlung. Tages Drdnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht des Kassierers. 3. Anträge. 4. Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Bünftlich erscheinen. Versammlung der Feilenarbeiter. ben 19. b. W., abends 8 11hr, bei Wasewitz, Montag, den 17. Oktober, abends 8 Uhr, im Gewerkschafts: hause, Engel- Ufer 15( groker Saal): Versammlung aller Kollegen, die in den Werkstätten beschäftigt sind, welche dem Tarifvertrage der Gürtler, Drücker 2c. angeschlossen sind. Zages Ordnung: 1. Der am 4. Diktober d. J. abgeschloffene Tarif für alle in der Gelb metall- Industrie beschäftigten Arbeiter. Referent: Cohen. 2. Diskussion. Stollegen! Zu dieser hochwichtigen Versammlung müssen alle Kollegen erscheinen! Alle arbeitslosen, streikenden und ausgesperrten Kollegen werden dringend ersucht, fich am Sonnabendvormittag 9 Uhr an der Flugblattverteilung für die Gewerbegerichtswahl zu beteiligen. Die Kollegen, welche sich schon gemeldet haben, gehen in ihre Wahlkontroll- Lokale. Alle anderen melden sich im Verbands: Bureau oder im Bureau der Berliner Gewerkschaftskommission. 122/17 Die Ortsverwaltung. Mittwoch, Friedrichsbergerstr. 19: Kombinierte Kommissions- Sißung. 147/18 Alle Kommissionsmitglieder haben zu erscheinen. Kollegen! Auf zur Gewerbegerichtswahl! Sonntag, den 16. Oktober. Alles Nähere im Vorwärts". Da durch die Aussperrungen in unserem Beruf eine größere Anzahl Kollegen arbeitslos werden, ist es notwendig, daß sich ein jeder binnen brei Tagen als Selbstzahler bei der betreffenden Krankenkasse, welcher er angehörte, anmeldet. Ein Sommerüberzieher( grün), ein Paar Handschuhe enthaltend fowie ein Spazierftod, ist Sonnabend beim Stiftungsfeft verwechselt worden, selbiges ist beim Vorfizenden W. Nitschke, O., Stopernifusstr. 5, abzugeben. Heut abend müssen alle entliehenen Bücher in unseren Bibliotheken abDer Vorstand. gegeben werden. Verband der Maschinisten u. Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin u. Umgegend. Sonntag, den 16. Oktober, nachmittage 3 Uhr, bei Voigt, Nr. 75: Zentralverband der Stukkateure Deutschlands General- Versammlung. Filiale Berlin. Zages Ordnung: Montag, den 17. Oktober, abends 8 Uhr, bei Franke, Sebastianftr. 39: über den Arbeitsnachweis. 4. Bericht über das Sommerfest. General- Versammlung. Zages Drdnung: 139/5 1. Bierteljährlicher Kassenbericht. 2. Bericht der Revisoren. 3. Bericht Die Ortsverwaltung. Tischlerverein zu Berlin. E. H. 89. 1. Abrechnung vom 3. Duartal 1904. 2. Handwerkerlammer und Lehrlingsprüfung. Referent: Kollege Kleinert. 3. Gewerkschaftliches. Sonnabend, den 15. Oktober, abends 81% Uhr, Melchiorstraße 15: 4. Berschiedenes. 175/8 Eintritt nur gegen Borzeigung des Mitgliedsbuches. Infolge der Gewerbegerichtswahl, welche am Sonntag General- Verfammlung. Zages Ordnung: 1. Staffenbericht vom dritten Bierteljahr. Zahlstelle Berlin. Achtung! Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter! Dienstag, den 18. Oftober, abends 8 Uhr, in der Königsbant", Große Frankfurterstraße 117: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Der Streit der Klavier: und Klaviaturarbeiter und unser Streifreglement. 2. Antrag der Streitkommission. 3. Verschiedenes. NB. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es notwendig, daß alle Mitglieder, die streitenden sowie auch die in Arbeit stehenden in dieser Versammlung erscheinen. Mitgliedsbuch oder Streiftarte legitimiert.[ 90/12] Die Branchenkommission. Achtung! Vergolder. Achtung! Montag, den 17. Ottober 1904, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung. Zages Drdnung: 227/12 1. Referat des Genossen Saffenbach über die christlichen Gewerkschaften in Deutschland. 2. Diskussion. 3. Bericht über die Lohnbewegung der Berliner Rahmenvergolder. 4. Verschiedenes. ab tod Morgen Sonntag 12 Uhr: Matinee= in der von 12-5 Uhr stattfindet, ist das Verbandsbureau 2. Bericht über die Bibliothek. 3. Ein Unterstützungsgesuch. 4. Sonstige Alhambra, Wallnertheaterstr. zu jeglichen Auskünften ain Vormittag von 8-12 geöffnet. Die Ortsverwaltung: N. 37, Straßburgerstr. 17. Ver eins- Angelegenheiten. Das Duittungsbuch legitimiert.[ 199/9] Der Vorstand. Der Vorstand. 15. 900 Neu eröffnet! Spezial- Geschäft in Wild, Geflügel u. Fischen, Landsberger Allee 28. 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Aus dem Inhalt heben wir besonders hervor: Organisation, Kommunalpolitit, der Internationale Rongreß zu Amsterdam. Brosch. 70 Pf.; gebd. 1 M. Weiter empfehlen wir die Protokolle der früheren Parteitage: Halle. 1890. Neuorganisation; Programmrede Liebknechts; Stel lung zu Streits und Boykotts; Auseinandersetzung mit den„ Un abhängigen". 50 Pf. Erfurt. 1891. Festsetzung des Programms; Programmentwürfe; Ausschluß der Unabhängigen" Taktik der Partei. 50 Pf. Berlin. 1892. Staatssozialismus; Genossenschaftswesen, Boykott, Kontrollmarke. 50 Pf. Köln. 1893. Gewerkschaftsbewegung; Antisemitismus; Wahlrecht und Bes teiligung an preußischen Landtagswahlen. 40 Pf. Frankfurt. 1894. Budgetbetvilli gungs- Frage in den Landtagen; Agrarfrage; Trusts, Ringe und Kartelle. 25 Bj. Breslau. 1895. Agrarprogramm; Hausindustrie. 30 Bf.; gebd. 50 Pf. Gotha. 1896. Frauenagitation; Literaturdebatte. 30 Pf. Hamburg. 1897. Preuß. Landtagswahlen; Militarismus. Brosch. 35 Pf; gebb. 60 Bf. Stuttgart. 1898. Roalitionsrecht; Bergarbeiterschutz; Preuß. Landtags wahlen; Boll- und Handelspolitit. Brosch. 35 Pf.; gebd. 60 Pf. Hannover.1899. Bernstein- Debatte; Buchthausvorlage; Militärfrage. 50 Pf. Mainz. 1900. Weltpolitit; Ver tehrs- und Handelspolitik; Taftit bei den Landtagswahlen; Anhang: Bericht über die Frauenkonferenz. 50 Pf. Lübeckt. 1901. Bergriffen. München. 1902. Bergriffen. Dresden. 1903. Taktik der Partei; Reichstagswahlen; Bizepräsidial frage; Die revisionistischen Be strebungen. 75 Pf.; gebd. 1 M. Herren- Knabenund Garderobe Prachtvolle Qualität* Beste Verarbeitung Vornehme Ausstattung* Tadelloser Sitz *** Ausgezeichnete Haltbarkeit*** Vollständiger Ersatz für Maßarbeit. Winter- Paletots 18, 20, 23, 30 bis 75 Mark. Havelocks 8,50, 12, 15 bis 35 Mark. Pelerinen- Mäntel 25, 30 und 40 Mark. Kaiser- Mäntel 20, 25 und 30 Mark. Rock- Anzüge 27, 38, 38 bis 58 Mark. Gehrock- Anzüge 30, 36, 42 bis 66 Mark. Frack- Anzüge 54, 60 und 66 Mark. Knaben- Anzüge je nach Größe von 3 M. an Wetter- Pelerinen Burschen- Anzüge 10,50, 12 und 13,50 Mark. Winter- Joppen von 11 bis 31 Mark. Knaben- Paletots 6,50, 7,50, 9, 10,50, 12-25 M. je nach Größe von 5 M. an Beinkleider 3,50, 4,50, 5, 6, 7 bis 18 Mark. Burschen- Paletots von 16 bis 31 Mark. Jackett- Anzüge Knahen- u. Burschen- Joppen 15, 17,50, 20, 25, 30 bis 50 M. von 4,50 bis 12 Mark. Große Weiten für extra starke Herren stets vorrätig. Grosses Stofflager. Hochelegante Anfertigung nach Mass. *** Die Preise sind billig, streng fest und geschieht der Verkauf nur gegen bar. Carl Stier Fabrik für Herren- u. Knaben- Garderobe Oranienstr. 166 Berlin Potsdamerstr. 113a Potsdam, Nauenerstr. 23. Dieser weiche Herrenhut kostet mit Satinfutter 1,75 Mark. mit Atlasfatter 2, kleinere Form 1.50 Dieser sch warze steife Hut mit Futter kostet 2 Mark. Winter- Joppen. Winter- Paletots. Elegante Jackett- Anzüge in allen modernen Farben und Streifen 18-45 Mark. 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Das sei den Vorrednern dargelegt sei. Die Kommission habe aus rein sach eine häßliche Kampfesweise. Redner werde niemals solche lichen Erwägungen sich entschieden, nicht um Gewalt zu üben. Auch Einwürfe gegen einen organisierten Arbeiter machen, bloß weil der seien die Beamten, z. B. der vielgenannte A. Körsten, durchaus nicht Eine öffentliche Versammlung der in der Kürschnerbranche be- Betreffende Zentralist sei. Wenn unter den Arbeitern des Kürschner- ausschlaggebend, etwa derart, daß die Delegierten ihnen einfach äftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, einberufen vom Lokalverband, gewerbes nächstens eine Einigung erfolge und nächstes Jahr eine nachliefen. Die Delegierten hätten aus gutem Gewissen te am 13. Oktober im Alten Schützenhause, um zunächst zu den einzige Organisation bestehe, die zur Gewerkschaftskommission gehöre, so gestimmt. In dem Flugblatt könne er auch nichts so werbegerichtswahlen Stellung zu nehmen. Peters, der jeßt dem dann müßten die Kollegen im Gegensatz zu dem Verhalten der schlimmes finden. Ueber manches, was hier gesagt sei, könne er nur ewerbegericht seit etwa 6 Jahren als Beisiger angehört und nun jezigen Delegierten der Gewerkschaftskommission stets dahin streben, den Kopf schütteln. Der Vorwärts" wolle feinem etwas zuleide sscheidet, gab eine flare Uebersicht über die Zusammensetzung, daß Recht Recht bleiben müsse und nicht Macht vor Recht gehe. Zum tun. Gegen eine Stimme wurde die vom Gewerkschaftskartell fugnisse und Thätigkeit des Gewerbegerichts, sowie über die Schluß forderte Redner auf, durch lebhafte Beteiligung an der Wahl festgestellte Protestresolution( die in Nr. 242 des„ V." veröffentlicht chtsfragen, die zumeist ihre Erledigung vor dem Gericht finden. der Kartellfandidaten und an der Agitation dafür gegen das Ver- ist) angenommen. un wandte sich Redner der bekannten Stellungnahme der halten der Gewerkschaftskommission zu protestieren. Ueber einen vergeblichen Versuch, die Schlichtungskommission elverkschaftskommission in Sachen der Wahlen zu. Es wäre An der Diskussion beteiligten sich seitens des Lokalverbandes zusammenzubekommen, berichtet Regge. Der Fabrikant Reinicke bauerlich, wenn jetzt seitens der dem Kartell angeschlossenen Regge, Grandel, Bitter, Frige, Schäfer im Sinne der Aus- fuchte für den vertraglich festgesetzten 26 Uhrschluß an Sonnabenden ewerkschaften gegen die Wahl der Kandidaten der Gewerkschafts- führungen des Referenten. Es fielen scharfe Worte der Verurteilung, fich durch Verkürzung der Pausen am Sonnabend einen Ausgleich zu nmission beziehungsweise der Verbände und für eigene Kandidaten namentlich wegen des Flugblattes der Gewerkschaftskommission und schaffen. Die Schlichtungskommission wurde angerufen. Herr tämpft werden müsse. Das sei aber nicht Schuld der sogenannten wegen deren in der Sache angenommenen Resolution. Mehrfach Meinicke, der ihr selber angehört, schrieb einfach nach dem Gewerbetalorganisierten, sondern sei nur hervorgerufen durch den Ueber- wurde erklärt, die Gewerkschaftskommission und ihre Beamten hätten gericht, das Zustandekommen sei nicht nötig, bei der neunstündigen it der Gewerkschaftskommission, indem sie Kandidaten der dem sich die Praktiken der Gewalthaber der bürgerlichen Gesellschaft zu Arbeitszeit könne man in der Woche 54 Stunden arbeiten lassen. rtell angeschlossenen Gewerkschaften nicht zulassen wolle. Dieser eigen gemacht. Dem„ Vorwärts" warf man vor, daß er bei der Es wurde beschlossen:„ Sollte die Innung abfichtlich die Regelung tandpunkt der Gewerkschaftskommission habe auch eine lächerliche Berichterstattung über Versammlungen die Lokalorganisierten, die von Differenzen durch die Schlichtungskommission verhindern, damit cite. Mitglieder einer Organisation, die sich etwa nach drei Monaten gleichberechtigte Genossen und gleichzahlende Leser und Abonnenten deren Existenz hinfällig wird, so muß für alle daraus entstehenden it einem, bei der Gewerkschaftskommission angeschlossenen Verbande des Parteiorgans feien, benachteilige gegenüber den großen Ver- Konflikte die Verantwortung der Junung überlassen werden." reinigen, würden dann für„ berechtigt" gelten, heute aber bänden. Unter anderem wurde gesagt, der Vorwärts" habe en sie die ungeeignetsten Personen nach Ansicht der Gewerkschafts- den Bericht über die letzte Versammlung des Lokalverbands, Wermke den Vierteljahresbericht über die Kasse sowie über den In der Generalversammlung der Friseurgehülfen erstattete mmission. Sonderbar sei es, daß der„ Vorwärts" den Bericht wo der Einigungsbeschluß gefaßt wurde, erst nach acht Tagen auf Arbeitsnachweis. Die Einnahmen betrugen vom 1. Juli bis er eine Versammlung seiner Richtung erst nach acht Tagen, aber Reklamation gebracht und dann noch unzulänglich. Aus der Rejo- 30. September 596,50 m., die Ausgaben für die gleiche Zeit 461,80 M., n Bericht über die Versammlung des Ausschusses der Gewerkschafts- lution seien gerade die Einleitungssäße:" Jn Erwägung usw." fort bleibt ein Lofalfassenbestand einschließlich des Bestandes vom 1. Juli mmission, wo der entscheidende Beschluß gefaßt wurde, schon am gelassen worden, auf die man das größte Gewicht gelegt. Aus den von 254,43 M. Es wurden vermittelt 64 feste und 574 Aushülfsichsten Tage gebracht habe.( Das ist ein Irrtum. Der Bericht weiteren diesbezüglichen Ausführungen ging hervor, daß die Redner stellungen. Die Versammlung nahm ferner von dem Bericht des r Kartell- Sizung war allerdings ein paar, aber nicht acht an einen technischen Fehler, auf den sich der Redakteur zurückzog, ſtellungen. Die Versammlung nahm ferner von dem Bericht des age zurückgestellt. Ursache daran war, daß inzwischen eine Sigung nicht glaubten. Diesem Falle gegenüber wurde hervorgehoben, daß Debatte ein Antrag, wonach der Vorstand des Zweigvereins nur zur Gewerkschaftsdelegierten Kenntnis. Abgelehnt wurde nach heftiger r Prepkommission einberufen war, deren Beschluß für die Be- über die entscheidende Versammlung der Gewerkschaftskommission schon ndlung dieses Berichtes ebenfalls maßgebend sein mußte. Eine am nächsten Morgen der Bericht im„ Vorwärts" gewesen sei. Andererseits Hälfte aus Genossenschaftsmitgliedern bestehen dürfe. Es wurden artell gelangt. Red.) Scharf wandte fich Redner gegen das Flug- die Freitags stattfand, bis zum nächsten Mittwoch warten müssen. wertschaftskommission E. Bolljahn. Bolljahn machte noch riftliche Aufklärung der Redaktion darüber ist damals an das habe das Gewerkschaftskartell auf den Bericht über seine Versammlung, gewählt: als erster Vorsitzender C. Hahne, als Kassierer und Arbeitsnachweisvorsteher P. Liere und als Delegierter zur Ges att der Gewerkschaftskommission. Es sei eine schnöde Unter-( Siehe oben. Red.) Die Ablehnung, dem„ Vorwärts" ein Flugblatt mals auf die Bedeutung der Gewerbegerichtswahlen aufmerksam. jiebung, wenn das Flugblatt so tue, als würde sich ein lokal- des Kartells beizulegen, wurde auch gerügt. ganisierter Gewerbegerichts Beisitzer durch durch seine Ansichten Sellmann vom Zentralverband der Kürschner meinte, daß Legitimationen zu denselben sind von ihm zu haben. Rechtsbeugungen bestimmen laffen. Gegen solche Argu- es sich nicht so mit der Gewerkschaftskommission verhalte, wie von = " Achtung! Gewerbegerichts- Wahl am Sonntag, den 16. Oktober, von 12 hr mittags bis 5 Ihr nachmittags. Arbeiter, Parteigenoffen! Vergeßt nicht Euch Wahllegitimationen zu beschaffen. Dieselben sind in allen Verbandsbureaus und im Bureau der Berliner Bewerkschaftskommission, Engel- Ufer 15, zu haben. Arbeitende lassen sich dieselben vom Prinzipal oder Meister unterschreiben oder stempeln. Arbeitslose in Berlin Wohnende lassen sich ihre Wohnung in ihrem Bolizeirevier beglaubigen. Ohne Wahllegitimation keine Wahl. Zur Teilnahme an der Wahl ist berechtigt, wer das 25. Lebensjahr vollendet und in Berlin Wohnung oder Beschäftigung hat. Die Berliner Polizeireviere sind seit Freitag angewiesen, die Wahllegitimation zu beglaubigen. Arbeitslose, Streikende und Ausgesperrte werden ersucht, sich am Sonnabend vormittag an der Flugblattverbreitung zu beteiligen. Meldungen morgens 9 Uhr im Bureau der Berliner Gewerkschaftskommission. Ordnungs- Vorschriften. 1. Das Wahllokal( Turnhalle) soll von den Wählern nicht vor| mäßige Aufstellen und Vorrüden der Wählerkette nicht beeinträchtigt| Wähler übergibt seine Wahllegitimation einem der dort fungierenden 2 Uhr betreten werden, damit die Vorbereitungen des Wahl- wird. usschusses nicht gestört werden. 2. Zur glatten Abwickelung des Wahlgeschäfts ist erforderlich, aß Gedränge am Wahltische vermieden wird. Die Wähler stellen sich in Reihen zu zweien bis vieren auf. jeder neu Ankommende tritt hinten an die Wählerkette. 3. Der eigentliche Wahlraum in der Turnhalle ist durch Barren abgesperrt, welche an der einen Wand der Halle einen Zugang, an er anderen einen Ausgang frei lassen. Dieser Raum darf nur zum Zwecke der Stimmenabgabe bereten werden, wobei unnötiger Aufenthalt zu vermeiden ist. 4. Der Aufenthalt in dem nicht abgesperrten Teil des Wahlokales ist jedermann gestattet, soweit dadurch das ordnungs3. Wahlbezirk. Wahllokal: Turnhalle der 27./44. Gemeindeschule, Wilhelmstr. 117. Bu wählen sind 4 Beisitzer. Kandidaten: Franz Thurow, Graveur, Rigdorf, Weserstr. 11. 2. Wilhelm John, Buchdruckerei- Hilfsarbeiter, Rigdorf, Erfstr. 20. 3. Ernst Winkel, Schneider, Greifswalderstr. 218. t. Repomut Baleysti, Mechaniker, Luckauerstr. 16. 6. Wahlbezirk. Bahllokal: Turnhalle der 99. Gemeindeschule, Steinmetstr. 79. Bu wählen find 4 Beisitzer. Kandidaten: L. Florian Tröger, Brauer, Steinmetstr. 41. 2. Hermann Schleffler, Buchdruder, Grimmstr. 6. 3. August Schmidt, Hafenarbeiter, Schönleinstr. 11. 1. Hermann Hopp, Hausdiener, Plan- Ufer 39. 9. Wahlbezirk. Wahllokal: Turnhalle der 133./149. Gemeinde: schule, Bergmannstr. 28/29. Bu wählen find 4 Beifizer. Kandidaten: 1. Mbert Maffini, Buchdrucker, Mariendorferstr. 3. 2. Franz Roth, Gürtler, Tempelherrenstr. 10. 3. Georg Braun, Kellner, Urbanstr. 25. 1. Albert Bergmann, Buchbinder, Sorauerstr. 14. 12. Wahlbezirk. Wahllokal: Turnhalle der 50./68. Gemeinde schule, Reichenbergerstr. 44/45. Zu wählen find 5 Beisitzer. Kandidaten: 1. Paul Hoffmann, Maurer, Oppelnerftr. 22. 2. Allwin Körften, Former, Staligerstr. 63/64. 3. Frizz Mucha, Zimmerer, Sorauerstr. 11. 1. Johannes Hennig, Portefeuiller, Görligerstr. 73. 5. Ernst Welt, Droschkentutscher, Posenerstr. 2. 296/ 1* 5. Der Eintritt in den eigentlichen Wahlraum findet statt: a) in denjenigen Turnhallen, welche ihren Eingang in der Längswand haben; an der dem Eingang entgegengesezten Seite, b) in denjenigen Turnhallen, welche ihren Eingang an der furzen Wand haben; an der linken Längswand. Beamten, welche eine Vorprüfung vornehmen, und erhält seine Legitimation mit Vermerken oder Zeichen versehen, zurück; alsdann begiebt er sich zum Wahltisch und überreicht seine Wahllegitimation dem Wahlvorsteher, welcher eventuell nach Herbeiführung eines förmlichen Beschlusses des Wahlausschusses über die Bulaffung zur Abgabe des Stimmzettels entscheidet. 8. Die ausschusses.ahllegitimation bleibt in den Händen des Wahlausschusses; die Zurückgewiesenen erhalten ihr Legitimationsblatt 6. Die Wählerkette soll sich bis zum Eingange zum abgesperrten zurück, nachdem ihre Namen usw. vom Wahlausschusse in eine Lifte Raume an den Wänden entlang aufstellen, in den Turnhallen zu 5a aufgenommen worden sind. also in großem Bogen, damit im Falle schlechten Wetters möglichst 9. Wir haben das Vertrauen zu den Wählern, daß sie diese viel Personen in der Halle unterkommen können. Ordnungsvorschriften auf das genaueste befolgen und solche Personen, 7. An der Seite des Wahltisches befindet sich der Legitimations- welche etwa aus Unkenntnis hiergegen verstoßen, selber auf den tisch, an welchen sich jeder Wähler zuerst zu begeben hat. Der Inhalt dieser Vorschriften aufmerksam machen. 15. Wahlbezirk. Wahllokal: Turnhalle der 145./151. Gemeinde schule, Neichenbergerstr. 131./132. Zu wählen find 5 Beisitzer. Kandidaten: 1. Wilhelm Geiling, Klavierarbeiter, Naunynstr. 71. 2. Karl Irrgang, Former, Kottbuserdamm 72. 3. Karl Schulze, Buchbinder, Naunynstr. 66. 4. Baul Reimann, Zimmerer, Wrangelstr. 81. 5. Dstar Langnitschke, Sattler, Forsterstr. 38. Wahllokal: 18. Wahlbezirk. Turnhalle der 47. Gemeindeschule, Stallschreiberstr. 54. Zu wählen find 4 Beifiker. Kandidaten: 1. Martin Heimfahrt, Schneider, Reichenbergerstr. 145. 2. Otto Schulz, Bergolder, Rigdorf, Steinmeßstr. 4. 3. Julius Kollmann, Kellner, Dresdenerstr. 25. 4. Hermann Müller, Nadler, Wienerstr. 38. 21. Wahlbezirk. Wahllokal: Turnhalle der 18./125. Gemeinde: schule, Koppenstr. 84. Zu wählen find 5 Beifiker. Kandidaten: 1. Heinrich Neuhaus, Birker, Friedenstr. 51. 2. Starl Kranz, Droschkentutscher, Bofenerstr. 1. 3. Adolf Ritter, Schneider, Melchiorstr. 12. 4. Louis Hauchvik, Bildhauer, Große Frankfurterstr. 30. 5. Eduard Jablonski, Kellner, Markusstr. 9. 24. Wahlbezirk. Wahllokal: Turnhalle der 87./98. Gemeindeschule, Memelerstr. 24/25. Bu wählen find 4 Beifizer. Kandidaten: 1. Max Massuthe, Stider, Ebelingstr. 11. 2. Paul Irrgang, Blumenarbeiter, Cotheniusstr. 19. 3. Franz Stusche, Tischler, Weißbachstr. 1. 4. Eugen Brüdner, Buchbinder, Rüdersdorferstr. 65. 27. Wahlbezirk. 39. Wahlbezirk. Wahllokal: Turnhalle der 139./161. Gemeinde Wahllokal: Turnhalle der 14. Gemeindeschule, schule, Georgenkirchstr. 2. Zu wählen find 4 Beisitzer. Kandidaten: 1. August Tieße, Schuhmacher, Krautstr. 33. 2. Wilhelm Hentschel, Schmied, Schliemannstr. 3. 3. Karl Schwedler, Korbmacher, Raumerstr. 16. 4. Mag Stanowski, Zuschneider, Höchste str. 48. 30. Wahlbezirk. Wahllokal: Turnhalle der 8./63. Gemeinde: fchnle, Gipsstr. 23 a. Zu wählen find 5 Beisizer. Kandidaten: 1. Richard Brechling, Arbeiter, Anklamerstr. 19. 2. Emil Walle, Kürschner, Rummelsburg, Hauptstr. 4. 3. Albin Schuster, Weber, Straßmannstr. 2. 4. Julius Schramm, Hausdiener, Dunderstr. 21. 5. Dstar Donath, Schlosser, Höchstestr. 18. 33. Wahlbezirk. Kesselstr. 3/4. Zu wählen find 4 Beifiker. Kandidaten: 1. Hermann Körber, Buzer, Müllerstr. 156. 2. Baul Koblenzer, Tischler, Lorgingstr. 24. 3. Robert Sterntopf, Handschuhmacher, Huffitenftr. 10. 4. August Wobfer, Bauarbeiter, Hochmeisterstr. 22. 42. Wahlbezirk. Wahllokal: Turnhalle der 113./128. Gemeinde schule, Turmstr. 86. Bu wählen find 4 Beifizer. Kandidaten: 1. Otto Müde, Bauarbeiter, Rostoderstr. 50. 2. Karl Joseph, Schlosser, Gozłowskystr. 1. 3. Paul Wolfram, Dreher, Richthofenstr. 11. 4. Gustav Gassen, Schlosser, Emdenerstr. 17. 45 Wahlbezirk. Wahllokal: Turnhalle der 110./174. Gemeinde: Wahllokal: Turnhalle der 160./188. Gemeindeschule, Schönhauser Allee 166 a. Zu wählen find 4 Beisitzer. Kandidaten: 1. Waldemar Schewe, Steindruder, Schönhauser Allee 70e. 2. Artur Dtte, Schleifer, Swinemünderstr. 3. 3. Richard Wiedemann, Kellerarbeiter, Marienburgerstr.18. 4. Gustav Thunad, Gärtner, Schwedterstr. 50. 36. Wahlbezirk. Wahllokal: Turnhalle der 190./198. Gemeinde. schule, Graunstr. 11. Bu wählen find 5 Beisizer. Kandidaten: 1. Paul Ratajszat, Bigarrenmacher, Pappel- Allee 7. 2. Konstantin Jahn, Glaser, Nieder- Schönhausen, Körnerstraße 47 3. Paul Hildebrand, Schuhmacher, Christburgerstr. 30. 4. Josef Meißner, Badeanstalts- Arbeiter, Rifferstr. 31. 5. Karl Weigel, Selempuer, Carmen Sylvastr. 3. schule, Stephanstr. 3. Bu wählen sind 4 Beisitzer. Kandidaten: 1. Ernst Trippel, Schneider, Lüneburgerstr. 22. 2. August Geue, Steinarbeiter, Waldenserstr. 41. 3. Hermann Höppner, Dachdecker, Wilhelmshavenerstr. 57. 4. Gustav Wolf, Elektromonteur, Schwedterstr. 236. 48. Wahlbezirk. Wahllokal: Turnhalle der 140./194. Gemeindeschule, Prinzen- Allee 8. Zu wählen find 5 Beifiker. Kandidaten: 1. Franz Quade, Nabigspanner, Pappel- Allee 133. 2. Karl Schneider, Weißgerber, Solonieftr. 139. 3. May Bernhard, Arbeiter, Schüßenstr. 59. 4. Robert Berger, Maschinist, Fruchtstr. 69. 5. August Kowalszük, Hausdiener, Swinemünderstr. 82. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. S. 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