Nr. 173 Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags: Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fern fprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. wesen Dom 206 Mittwoch, den 27. Juli 1892. revolutionärer Att. So war Rußland der Unterstügung der Gewalt und Korruption wie im Innern zu betreiben Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Berlin, den 26. Juli. aller reaktionären Mächte ficher, und hatte freien Spiel Politische Leberlicht. öfflichen„ Erbfreund". raum, feine auswärtige Politit mit den gleichen Mitteln Die Enthüllungen der bulgarischen Regierung über die und dabei eine Macht zu entwickeln, die für ganz Europa Ein Triumph? Was war das für ein Jammer bei fpitbübischen Banditenkniffe des russischen Barismus, von gefahrbringend wurde. Es ist das hohe" Verdienst" Bis- Berathung der Landgemeinde- Ordnung vom 3. Juli 1891, denen unsere heutige Rundschau eine neue Blüthenlese marc's, die deutsche Politik zu Basallendiensten gegenüber als ob durch das färgliche Wahlrecht, das den Nichtbringt, enthüllen nicht so sehr die Politik des russischen Rußland herabgewürdigt zu haben. Wir könnten den Angesessenen, d. h. den Nicht- Besitzern, gewährt wurde, die Barenthums diese ist seit Jahrhunderten die gleiche ge- Barismus der Welt heute zum Schrecken über ganze Gemeindevertretung proletarisirt würde. Mit großer -, als vielmehr die Jämmerlichkeit der europäischen Europa herfallen sehen, wenn nicht dem bösen Befriedigung konstatirt der Reichs Anzeiger"( Nr. 174 Staatsmänner", welche in dem Zarismus die Verfinn- Willen die Mittel versagten. Hunger und Seuchen vom 26. Juli), daß sich diese Befürchtung nicht erfüllt habe, bildlichung der„ Ordnung", den Schuhherrn derselben, er- verheeren das Land, die Mittel sind erschöpft, der Kredit indem er folgende statistische Uebersicht veröffentlicht: blicken und feiern. Unser größter Staatsmann" rechnet es fehlt, und so gleicht die russische Regierung einem zu m fich noch heute als sein Hauptverdienst an, vor Rußland Schlage Ausholenden, dem ein plöglicher Schlaganfall die auf dem Bauche gerutscht zu haben, steht er doch im Grunde Glieder lähmt. Aber zum offenen Schlagen unfähig, hat feiner Seele noch auf dem Standpunkte des Junkers der der russische Despotismus nicht die alten Mittelchen der vierziger Jahre, der das preußische Königthum nur als russischen Niederträchtigkeit verlernt. Scheut man vor offener GewaltVasallenstaat gesichert wähnte und der den Kaiser Nikolaus that, so tann man doch Gift mischen, Verschwörungen zum Vater des Vaterlandes", nicht etwa des russischen, anzetteln, Banditen dingen zur Beseitigung fremder Fürsten. sondern des preußischen Vaterlandes erklärte. Wie die öfter Gegenüber einer solchen Politit sollten doch die Rereichische Regierung 1849 ihre Rettung vor dem eigenen gierungen aller Kulturstaaten einig sein, sollten alle Rolfe bei dem Barismus fuchte und fand, so war Ruß- übrigen Streitigkeiten schweigen; wie man gemein land auch 1848 in Deutschland der Rückhalt und die Hoff- sam Schuhwehren gegen die Cholera errichtet, so sollte nung der Reaktion. man auch der russischen Politik als einer der ganzen Mensch% Lfde. RegierungsBezirk. Nr. 7 Stettin Zahl der Landgemeinden, in denen eine gewählte Gemeindevertretung feit Einbis zum führung 1. April der Land1892 gemeinde bestand. Ordnung Gesammtzahl derMitglieder aller Bahl der Gemeinde nicht an vertretungen gefeffenen ( einschließlich Mitglied. der Gemeindevers Der Gemeinde vorsteher und Schöffen) in tretungen. den Land- Spalte 5) gemeinden. ( Spalte 4.) besteht. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 1 Rönigsberg 177 548 6 839 89 2 Gumbinnen 8 Danzig 16 892 4.730 78 50 218 2 995 77 4 Marienwerd. 237 541 6511 56 5 Potsdam 239 737 9 500 220 6 Frankfurt 886 755 10 555 122 39 308 8 922 92 8 Röslin 41 248 3 088 13 9 Stralsund 45 69 828 21 10 Bofen 126 545 6.927 53 11 Bromberg 89 207 2.539 85 12 Breslau 188 893 12247 401 13 Liegnit 14 Oppeln 15 Magdeburg 16 Merseburg 17 Erfurt 94 503 965 13 334 315 1078 15 932 400 72 580 7180 165 73 Summa 2490 796 9 867 120 230 332 3.840 70 9212 120 884 2 392 Thron und Altar blickten ehrfurchtsvoll auf den Selbst- heit gefahrdrohenden Pest entgegentreten. herrscherfaller Reußen. Vor den Lastern", die von den bösen Man breche mit den betrübenden Ueberlieferungen der Revolutionären ausgingen oder doch ihnen angeheftet wurden, alten Diplomatie und Regierungsweisheit, die leider in stellte man jede Tugend" in den Schirm des russischen Deutschland nur zu viele Adepten fand. Die russische Be Thrones und offenbarte damit die Heuchelei unserer amtenwelt, von welcher der Kaiser Nikolaus sogar bekannte, Ordnungsparteien". Denn die Familiengeschichte dieser daß Jeder, vom Höchsten bis zum Niedrigsten stiehlt, war in so gefeierten russischen Kaiserfamilie ist nichts als Deutschland hoch angesehen, und unsere adelstolzesten Kavaliere eine faft ununterbrochene Kette von Grenelthaten und hinderte ihr hoher Begriff von Ehre" nicht daran, bei Scheußlichkeiten. Im buchstäblichen Sinne galten von den ihnen als Gast zu sein und von dem gestohlenen Gute mitmeisten dieser Fürsten von Gottes Gnaden" die bekannten zuschmausen. Der Nimbus des Nufsen Zaren sollte Bänkelsängerverse:" Der Vater bringt die Kinder um, das doch hente schon etwas von seinem Glanze eingebüßt Weib den Mann, und Mancher aus Verzweifelung fängt haben; die Macht des vor jedem Geräusch ängstlich zusammendas Saufen an." Keine Verbrecherfamilie weist eine solch fahrenden Herrschers hat doch wenig Verführerisches. Der lange Reihe von Ahnen auf, bei denen Vater und Gattens bekannte deutscheLakai, der sich brüstete, von Rußland selbst einen mord ein gewöhnlicher Vorgang war. Ein französischer Fußtritt einstecken zu wollen, dürfte doch auch feines ehrSchriftsteller nannte als russische Regierungsform le despo- lichen Mannes Billigung erhalten; höchstens dürfte es die tisme modéré par l'assassinat, b. h. den Despotismus, Frage nahe legen, was dent zweiten Metternich aus seinen gemildert durch den Meuchelmord. Wo der Meuchel- Dienstleistungen an Rußland für wirthschaftliche Vortheile mord als Milderung des Despotismus erscheint, fann man erwachsen sein mögen. Die europäischen Regierungen nehmen sich denken, wie entsetzlich die Verheerungen, die dieser heute den Mund beson ders voll von ihren sozialen, fittlichen herbeiführte, sein mußten. Nicht von den Millionen, die und christlichen Aufgaben. So lange im Hathe dieser Re- Es kommen also auf 100 Gemeindeverordnete nicht ganz den Erschießungen, dem Strange, der Knute, den Bergwerken gierungen die russische Meuchelmörder- Regierung mitzureden 2 Nicht- Angesessene. Die„ Befürchtung" einer größeren UeberSibiriens, den Kerkern zum Opfer fielen, wollen wir reden, nein, hat, wird man auch die Worte manch anderer Regierung fluthung der Gemeindevertretung der Nicht- Angesessenen war noch schlimmer waren die Verwüstungen, welche der Despotis nur nach ihrem„ diplomatischen" Werthe beurtheilen, wobei Berathung des Gesetzes wohl nicht ernft zu nehmen. Die mus durch die Korruption herbeiführte. Aber trotz dieser nach bekanntlich die Worte nur dazu da sind, die Gedanken Furcht war eine ganz andere. Unter den Gewählten beKorruption war der russische Thron bei allen reaktionären zu verbergen. Mächten mit einem Heiligenschein umgeben. Der russische Zar, der sich Alles erlauben durfte, ohne daß Jemand zu mucken wagte, galt als das beneidenswerthe Vorbild der Regierungsweisheit. An dieser zu rüttelu galt als Untergrabung aller Regierungsfestigkeit, als ein Feuilleton. Nadbrud verboten.] Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. ( 28 Der Lieutenant betrachtete Jacquemin aufs nene auf merksam und irre gemacht durch dessen ruhiges gefaßtes Benehmen, fragte er: Ich kann es auch nicht sagen, wiederholte Grellepois. Haben Sie den Bürgermeister ermordet? fragte der Offizier, indem er Jacquemin scharf ansah. findet sich auch eine Anzahl Sozialdemokraten. Von diesen überstimmt zu werden, fürchteten die Herren" nicht, wohl aber setzte sie die Furcht, nicht mehr ganz unter sich" zu sein und die Mehrheit in die Deffentlichkeit gebracht zu sehen, in Schrecken. Und dieser Schrecken ist durch die statistische Ver öffentlichung des Reichs- Anzeigers" auch nicht gehoben. Mehrere Minuten lang hörte man in dem Zimmer keinen Ton, kein Geräusch, feine Bewegung, nicht einmal murmeln. Es war gut, daß man die Fenster, die nach dem Gäßchen hinausgingen, geöffnet hatte. Die Luft ward von feinem Hauche gestört, so daß die Flamme der Lampe fich nicht im geringsten bewegte und die brückende gewitterschwüle Die Stimme versagte ihm, als ob seine Kräfte ihn Abendluft verschlechterte noch die Fieberluft, die man in verließen und er murmelte: Das war für Jacquemin wie ein Faustschlag. Ein Schrei rang sich aus seiner Brust. Morden! Ich! Nein, nein, nein, nein! Dann fuhr er nach kurzer Bause fort: der Schenke athmete. Der Offizier hatte eben zu schreiben angefangen, als der Korporal plötzlich eintrat: Ich glaube, es ist Jemand auf der Gasse. Dann zündete er die Laterne an, ging wieder hinaus und fah wirklich draußen einen Schatten, der sich nicht Ich begreife nicht, warum man mich verhaftet hat. Ich sehe doch nicht aus wie ein Mann, der einen Word be gangen hat! Ich würde mit Blut befleckt sein. Gestern bin ich nach der Stadt gegangen. Am Morgen rührte. bin ich weggegangen, heute Abend kam ich zurück. Ich Seit einer Stunde hatte Toubeau hier in der Finsterniß hörte im Wald schreien und bin darauf zugelaufen. Ich ausgehalten und Alles gehört. Nichts hatte ihn getäuscht, weiß nicht, was passirt ist! Wenn ich den Herrn Bürger- nichts war ihm entgangen. Er hatte schon von weitem den meister getödtet hätte, würde ich mich gerettet haben, ich würde nicht in das Dorf zurückgekehrt sein. Alles was ich gesagt habe, ist wahr, das schwöre ich! Was spricht man über ihn in Pont- sur- Sambre? Der Diener und der Gastwirth sahen sich an, dann erwiderte der erstere: Herr Lieutenant, wir kennen ihn noch nicht lange. Nie mand im Lande weiß, wer er ist. Es sind allerdings Dinge vorgekommen, von denen hier gesprochen werden muß. Vorgestern hat er gegen den Bürgermeister, der ihn aus den Steinkohlen- Gruben entlassen hat, Drohungen aus- er nachgedacht hatte: gestoßen. Diese Worte drohten Jacquemin zu vernichten. widersprach. Ich habe gegen Niemanden Drohungen ausgestoßen. Das Gesicht des Offiziers verfinsterte sich. Wirth, haben Sie davon gehört? Wie Jedermann. Der Lieutenant schien verdutzt; er fuhr fort, nachdem Jean Jacquemin, Sie sehen nicht aus wie ein Schurke Er und wenn Sie hier Steiger sind, wenn Sie in der That eines Verbrechens unfähig sind, werden Sie wohl an gesehene, ehrenhafte Leute kennen, die Auskunft über Sie geben können? Und der Lieutenant wandte sich wieder an den Lakaien. Halten Sie diesen Mann eines Mordes fähig? Das kann ich nicht sagen. Und Sie? Schritt Jacquemin's, der in seinem Herzen widerhallte, auf der Straße erkannt. Er zitterte bei dem Ruf der Schildwache, bei dem Ausruf des Korporals, bei den Fragen, die man an Jacquemin gerichtet hatte und bei seinen Antworten. Wußte er wohl in diesem Momeut, um was es sich handelte? Erkannte er in diesem Verhör, in diesem Gehen und Kommen, in dem Schweigen, in den Bildern, die gewisse Worte ihm vor Augen führten, die Gefahr, die Jacquemin bedrohte. Nein! Aber er fühlte, daß sich dem Manne, den er liebte, ein Unglück nahte. Ebenso wie er feinen Schritt erkannt hatte,[ erkannte er jetzt seine Angst; er hörte ihn leiden, wie er ihn kommen gehört hatte. Es war für den armen Schlepper ein schrecklicher Er Der Offizier setzte das Verhör aus, sprach mit Augenblick voller Unentschloffenheit und Ohnmacht. Ein Blitz erleuchtete den Geist Jacquemins. Er antwortete, noch ehe der Offizier ausgeredet hatte. Ja, der Schullehrer! dem Korporal, der gleich darauf mit einem Wachmann hatte sich vor zwei Stunden gesagt, daß er da sein wolle, wo hinausging. fich der Steiger befand und er befand sich nun hier. Was Der Reich 3- Anzeiger" vout 26. Juli schreibt: " " der Verschwörer. Das halbamtliche Gebreiber 1. Geheimes Schreiben des Gesandten Dentsche Handelspolitik. Ein Handelsvertrag 1889: 814, 1890: 1053. Ganz erstaunliche Zahlen weist| Offiziosus, habe in politischer Beziehung von Norwegen zwischen Deutschland und Columbien ist am 24. Juli in Breslau auf, nämlich nicht weniger als 4760 Stück nichts zu hoffen, im Kriegsfalle sei mcht ein Soldat, nicht Bogotá, der Hauptstadt von Columbien, von dem kaiserlich in 1889, d. h. über 60 pCt. des Berliner Konsums, ein einziges Kriegsschiff von Norwegen zur Unterstützung zu deutschen Ministerresidenten unterzeichnet worden.- während die Stadt nur etwa ein Fünftel der Ein- erwarten, der Beitrag Norwegens für das Königshaus, Amtliche Kundgebung in Sachen der Cholera. einen relativ unbedeutenden Pferdefleischkonsum, der von sei nur verhältnißmäßig klein gegenüber den Opfern, die wohnerschaft wie Berlin besaß. Frankfurt a. M. hat für die diplomatische Bertretung und das Konsulatswesen Die Ausbreitung der Cholera in Rußland a. vielen kleineren Städten wie Bremen, Straßburg, Schweden für Kriegsrüstungen, um Norwegen mit zu wird von der preußischen Staatsregierung mit aller Aufmerk- alle a. S. und Braunschweig weit übertroffen schützen, bringen müsse. Deshalb müsse das nuklose und famkeit verfolgt und hat seit der zweiten Woche des Juli wird. Immerhin ist das Maximum von 783 Stück, welches bemüthigende Konkubinat mit Norwegen je eher je lieber schrittweise zu verschiedenen wichtigen Maßnahmen und Vor- hier in 1887 beobachtet wurde, in 1890 faft wieder erreicht. gekündigt werden. Die Mehrausgaben Schwedens würden bereitungen geführt. Dabei ist stets Fühlung mit dem Reichs- Eine auffällig starke Bunahme zeigt besonders Halle a. S., nur etwas über eine halbe Million Kronen betragen. Wenn amt des Junern gehalten und find den Anordnungen ein- woselbst in 1886: 440 Pferde geschlachtet wurden, 1889 das bann Rußland seine Hand nach einem der eisfreien gehende Konferenzen der Referenten der betheiligten Refforts gegen 692 und in 1890 nicht weniger als 1008 Stück. Es norwegischen Häfen ausstrecke, brauche Schweden teine Hand mit Mitgliedern des Kaiserlichen Gesundheitsamts, Geheimen ist richtig, was Herr Dr. Hirschberg der Tabelle hinzufügt, zu rühren, denn es werde die Sache Deutschlands und Medizinal- Rath Dr. Koch u. A., voraufgegangen. Die Richtung, daß Pferdefleisch vielfach als Nahrungsmittel für Thiere Englands sein, den russischen Anfall abzuwehren oder in der sich die Anordnungen bewegen, ist dieselbe, welche in verwendet wird. Nach seiner Angabe sind von den in Berlin vielleicht durch Besehung anderer norwegischer Häfen sich ein dem Grlasse über Maßnahmen gegen die Cholera vom im letzten Beobachtungsjahre( 1890) geschlachteten 8182 Gegengewicht gegen die drohenden Pläne Rußlands zu vers 14. Juli 1884 inne gehalten ist. Für die aus dem Schwarzen Meer und den russischen Ostseehäfen kommen- Pferden etwa 600 für den Zoologischen Garten, die Thier schaffen. Es wird noch viel Wasser aus dem Mälarsee den Seeschiffe, sowie die aus Rußland anlangen- arzneischule zc. bestimmt gewesen. Allein dies trifft, wie es in die Salzsee fließen, ehe die schwedischen Gewalthaber, den Eisenbahnreifenden ist eine strenge ärztliche Ueberwachung treffend in der Frankfurter Beitung" heißt, nur für einzelne heute so prahlsüchtig, ihre Worte in Thaten umzusetzen ver in den Seehäfen bezw. auf den Grenz- Eisenbahnstationen an- Städte zu und einzelne Angaben lassen deutlich erkennen, suchen werden, wobei ihnen derweil die norwegische Demogeordnet. In Trupps reisende Auswanderer werden außerdem daß hier die Nachfrage von Menschen herrührt, zumal tratie den Possen spielen könnte, fich turzweg schon vorher noch einer gleichen Kontrolle in Schneidemüht, Breslau, Ruh- die für Thiere bestimmte Menge ziemlich gleich bleiben muß. als norwegischer Freistaat aufzuthun. leben bei Spandau und Stettin unterworfen und dabei von Wie tief der Lebensmaßstab der Masse steht, die zum Pferdedem übrigen Publikum möglichst abgesondert gehalten. Eine fanitätspolizeiliche Beaufsichtigung der Reisenden an den fleischgenuß gedrängt wird, leuchtet ein.wichtigen Eisenbahn- Knotenpuntten, des Flußschifffahrts- und Organ der Vätergarischen Regierung, die in Sofia er Flößereiverkehrs wird in den Grenzprovinzen in allen Einzel- Das Ende vom Liede. Die Münchener AII- Scheinende Swoboda"( Nr. 854 vom 20. Juli, fiehe heiten vorbereitet, so daß dieselbe gegebenenfalls sofort in gemeine Beitung" wird in ihrer jetzigen Gestalt Bossische Zeitung" Nr. 343 vom 25. Juli) theilt in einer Vollzug gefeßt werden kann. Auch an der westlichen mit dem 1. Oktober zu erscheinen aufhören. Ob sie über ihrer letzten Nummern noch eine Reihe von Attenstücken Landesgrenze find Vorbereitungen zu ähnlichen Maß- haupt zu erscheinen aufhören, ob sie in andere Hände über- aus dem geheimen Archiv der russischen nahmen, wie an der russischen, getroffen. Ferner gehen oder in veränderter Gestalt forterscheinen soll, Diplomatie im Wortlaute mit. Da aus diesen beimen Mudie find die Regierungspräsidenten angewiesen, der Ein- und Durchfuhr gebrauchter Leib- und Bettwäsche, wohl aber darüber, daß sie das Defizit, das bisher jährlich rufenen Stüge der Neaktion, finnenfällig erhellt, da hier ein Berbot darüber sind die Eigenthümer unter sich noch nicht im Reinen, Urkunden die Maulwurfsarbeit des Zarismus, dieser be gebrauchter Kleider mit Ausschluß der Wäsche und Kleider von Reisenden, von Hadern und Lumpen aller Art, von Obit, die Summe von 150 000 M. überstieg, nicht weiter aus wieder einmal das amtliche Russenthum in seiner ganzen frischem Gemüse, Butter und sogenanntem 28eichkäse zu erlassen, ihrer Tasche bezahlen wollen. Die Allgemeine Zeitung", Herrlichkeit offenbart wird, so verlohnt es sich, die Akten auch eine warnende Belehrung über das Verhalten gegenüber die erst vor einigen Jahren von Augsburg nach Mün- selbst reden zu lassen: folchen aus Rußland eintreffenden Gegenständen zu veröffent- chen übergefiedelt ist, hat die Glanzzeit ihres langen Daseins lichen, bei welchen die Gefahr der Ginschleppung der Krankheit in der weiland schwäbischen Reichsstadt verlebt. Einst war gleichfalls vorliegt, ohne daß sie doch in das Einfuhrverbot haben sie ein höchst einflußreiches Blatt, das einen Weltruf besaß, eingeschlossen werden können. Des Weiteren steht eine den das Organ des Liberalismus, für welches, um nur neuesten Ergebnissen der Wissenschaft Rechnung tragende An einen Namen zu nennen, vor einem halben Jahr leitung zur Desinfektion bei Cholera, bei welcher ein Schwerpunkt auf leichte Befchaffung und Anwendung der Mittel gelegt wird, hundert Heinrich Seine seine berühmten Pariser unmittelbar vor der Vollendung und wird alsbald nebst Berichte schrieb. Jahrzehnte hindurch das Professoreneiner populären Belehrung über das Wesen der Cholera blatt, Organ der süddeutschen Regierungen, zeichnete sie sich und das Verhalten während ihres Herrschens ver viele Dezennien aus durch die Vornehmheit ihrer Haltung, öffentlicht werden. Gleichzeitig werden den Aerzten Rath durch ihre wissenschaftliche Beilage, durch eine nicht geringe schläge zur zweckmäßigen freiwilligen Mitwirkung an der Sachlichkeit in der Behandlung sozialpolitischer Streit eventuellen Befämpfung der Seuche ertheilt und wird die Anfragen. Das System Bismarck, der politische Ausdruck der zeigepflicht auch für alle der Cholera verdächtigen Krankheits- Entartung unserer Bourgeoisie, ging an der Allgemeinen jälle eingeführt werden. Außerdem besteht die Absicht, den Kreisphysiken die Befugniß zu größerer selbständiger Initiative Beitung" nicht spurlos vorüber. Sie verfiel." Es ist fennzur sofortigen Festfiellung derartiger Fälle und Instituirung zeichnend für den Gang der Verhältnisse, daß der treffliche Der fanitätspolizeilichen Maßregeln zu ertheilen, um der Ber Johannes Huber, ein bürgerlicher Denker, der was schleppung der Krankheit bei ihrem ersten Auftreten unverzüg- davon erfaßt" hatte, zwar seine jest auch in Arbeiterkreisen lich mit allen Mitteln entgegenzutreten. Hinsichtlich der Be- vielgelesene Philosophie der Sozialdemokratie" noch in der theiligung der Sanitätstommissionen an den Aufgaben der Allgemeinen Zeitung" veröffentlichen konnte, die Fortöffentlichen Gesundheitspflege, deren Erfüllung gerade bei der fetzung einer Artikelreihe aber, in welcher er warmBekämpfung der Cholera von höchster Wichtigkeit ist, hat sich herzig, sympathisch und objektiv den Sozialismus Der oben bezeichnete Erlaß bereits so erschöpfend und zutreffend behandelte, jäh abbrechen mußte. ausgesprochen, daß in dieser Beziehung seine Befolgung uur erschienen gerade im berufenen Attentatssommer 1878; Jene Auffäße die Redaktion, von schlohweißer Furcht gepackt, auch wohl Es giebt keinen Rothstand! In dem zweiten Jahr nicht ohne Wink von Oben, verhinderte die Fortsetzung, und gang des Statistischen Jahrbuchs deutscher seitdem war es vorbei mit der akademischen Ruhe. Die Städte, der nächstens erscheinen wird, hat der Berliner letzten Jahre waren ein langfames Sterben für die Zeitung, städtische Statistiker Dr. Hirschberg den Abschnitt über die nun zum fimplen Bismarck Blatt herabgesunken war. Lebensmittelpreise und Verbrauch bearbeitet. Zum ersten Und Dr. Sigl hält ihr im Bayerischen Vaterland" Male ist in dieser Arbeit( vergl. Frankfurter Zeitung"( r. 167 vom 26. Juli) die Grabrede: Bismarck, für den Nr. 207 vom 25. Juli) der Versuch gemacht worden, eine sich die Allgemeine" so viel exponirt und geopfert, ist nicht umfassendere Uebersicht über die deutschen Roßschlächtereien von Gebenhausen, sondern von Barziu, obgleich die zu geben. Die Zahl der Schlächtereien ist, so weit nicht im 40-50 Millionen, die ihm sein Vermögensverwalter Schlachthause geschlachtet wird, nicht ermittelt worden. Die Bleichröder erspart hat, es schon litten, daß er für seine rosenrothe Auffassung des Grafen Caprivi und seiner Leute, Lobredner zc. etwas spendirte. Ja, wenn er noch über den daß die Lage der Masse eine erträgliche sei und von einer Reptilienfonds frei zu verfügen hätte, dann hieße es nicht: wirklichen Misère nicht gesprochen werden könne, wird durch Stiebel muß sterben"!" die starke Zunahme des Pferdefleischverzehrs in die richtige Beleuchtung gerückt. Nehmen wir z. B. die Reichshaupt- Bum schwedisch norwegischen Streit. Daß die stadt! Es wurden geschlachtet in Berlin in 1886: 5558, Norweger gar widerhaarig find und dem Nachkommen des 1887: 5820, 1888: 6845, 1889: 7733, 1890: 8182. Nicht Bernadotte piel Ungelegenheiten machen, ist der schwedischen ganz so stark ist die Zunahme in Hamburg, wo das Regierung ein Greuel. So läßt sie durch ihr Organ, die Maximum auf das Jahr 1888 fällt( 1778 Stück), das aber in Stockholm erscheinende Nya Dagligt Allehanda" verin 1890 bereits fast wieder eingeholt ist. Dagegen sehr fünden, eine Loslösung Schwedens von Norwegen sei ihr auffällig sind die Biffern für Leipzig: in 1888: 266, am Ende nicht unwillkommen. Schweden, so eifert der nochmals eingeschärft werden kann." sollte er thun? Lange blieb er in düsteres Nachdenken verfunken. Dann wollte er nur ebenso, wie er sich blindlings in das Dorf gewagt hatte, um einer Gefahr entgegen zulaufen, wie es Jacquemin gethan, verhaftet werden, wie es Jacquemin war. Er war in die Gaffe gegangen. Gr stand beinahe schon auf der Schwelle zu der Gastwirth schaft, als er in seiner Aufregung wieder in seinen Versteck zurückwich, dann kam er wieder hervor und ging noch einmal zurüd. Einen Moment trat es ihm vor die Seele, daß man ihn ebenso verhören würde, wie man es mit Jacquemin gethan. Er fab sich als Gefangener, hart angefahren und schimpflich behandelt. Dann wieder erblickte er im Geiste Jacquemin gerettet und frei, und es überlief ihn ein Schauer des Glücks. Plöglich, als er sich umwandte, sah er einen Soldaten vor sich, der ihn betrachtete, und das war in dem Moment, als der Korporal mit der Laterne erschien und ihm vom Eingang des Gäßchens her zurief: Wer ist da? " " Herz so voll Angst war, erkannte mit Schrecken dieses wilde Gesicht und erinnerte sich in diesem Moment des Blitzes der im Auge des Elenden aufflammite an jenem Tag bei der Blödsinnigen, als er seinen unbekannten Bater verfluchte. Der Lieutenant brachte unterdeß den Lärm zum Schweigen, betrachtete den neuen Gefangenen mit feindfeligem Auge, und fing an, ihn zu verhören: Woher kommst Du? Er hatte Jacquemin seiner anständigen Kleidung wegen nicht gedugt; den zerlumpten Toubeau duzte er; er fügte hinzu: Was hast Du auf der Straße gemacht? Toubeau antwortete nicht. Was ist's mit diesem Vagabunden? fragte der Offizier. Das Gesicht des Schleppers nahm bei diesen Worten in Bukarest an den Direktor des Asiatischen Departements, vom Oftober 1887. Mittheilung, daß der Dragoman des russischen Konsulates in Rustschut, Jacob sohn, den russischen Ex- Lieutenant Kalobkow als einen Mann empfiehlt, der in intimen Beziehungen zu einflußreichen bulgarischen Offizieren steht. Diesen Staloblow habe Here Hitrowo nach Bufarest tommen laffen, wo er seine Bereit willigkeit, an der Entfernung des Roburgers mitzuivitten, auss sprach, und die Instruktion erhielt, ohne Namen zu nennen, fich mit Paniga in Berbindung zu sehen. Der russische Gefandte bittet zum Schlusse, die Meinung der in Petersburg lebenden bulgarischen Offiziere einzuholen. des 2. Chiffrirtes Telegramm des Direktors Asiatischen Departements an den Gesandten in Bukarest, Oftober 1887. Antwort auf den obigen Brief. Der Direktor räth, frohdem sich die in Petersburg lebenden bulgarischen Gr- Offiziere fehr scharf gegen Baniza aussprechen, durch Lieutenant Kalobkow und Diagoman Jacobsohn mit Paniza verhandeln zu lassen, aber dem Dragoman einzuschärfen, äußerst vorfichtig zu fein, damit unsere Verbindung mit einer Ver Schwörung zum Zwecke der Entfernung des Koburgers aus Bulgarien nicht bekannt werde." rest an den Director des Asiatischen Depar 3. Chiffrittes Telegramm des Gesandten in Bukatements, November 1887. Anfrage, ob es möglich wäre, den ersten Sekretär der Gesandtschaft, Kollegienrath Villamow, mit Panika verhandeln zu lassen. Nur diefem, aber nicht dem Dragoman, wolle Paniga die Bedingungen für die Entfernung des Prinzen Roburg bekanntgeben. 4. Chiffrixtes Telegramm des Direktors des Asia tischen Departements an den Gesandten in Bukarest, November 1887. Die Unterhaltung Villamows mit Paniga foll einen rein privaten Charakter haben und in einer der Donaustädte Rumäniens stattfinden. Die Bedingungen Panizzas möge man mittheilen. 5. Chiffrites Telegramin des Gesandten in Bukarestian den Direktor des Asiatischen Departements, Dezember 1887. Bedingungen Banizas. 6. Chiffrirtes Telegramm des Direttors des Asiatischen Departements an den Gesandten in Bukarest, Dezember 1887. Der Präsident des Slavischen Wohlthätigkeits- Komitees in Petersburg habe sich an das Minifterium gewendet, um Waffen und Munition für die Expedition des Kapitans Nabokow nach Bulgarien zu erhalten. Der Botschafter in Ronstantinopel, Nelidow, habe Giers mit getheilt, daß er nach den Aeußerungen von Dragan Bantow tas Gelingen der Expedition für sicher halte. Wegen Banizas wünsche der Minister einen persönlichen mündlichen Bericht des ersten Sekretärs der Gesandtschaft in Rumänien, haben konnte. Und dennoch kam er sich feige vor, er vers wünschte sich und eine innere Stimme schrie in seinem Herzen: Dmein Sohn, mein Sohn, mein Sohn! Herr Grellepois hatte sich dem wachhabenden Offizier genähert und sprach zu ihm in jener geschwägigen Art, die ihm eigen war. Der Lientenant hörte ihm ein paar Minuten zu, stellte die Nuhe wieder her und sagte plöglich: Jean Jacquemin, kennen Sie diesen Menschen? Diesen Menschen? stotterte Jacquemin. Haben Sie Beziehungen zu ihm? Jacquemin machte eine bejahende Geberde. 62Sie sollen ihn ernähren? Ja! Er wohnt bei Ihnen? Ja, bei mir1. Jacquemin unterbrach sich. Ein plöhlicher Hoffnungs etwas so Fremdartiges, Fieberhaftes an, fein Mund zog sich schimmer erhellte sein Gesicht. Der Wachmann, der mit so lächerlich zusammen und seine Hände zitterten so heftig, dem Korporal gegangen war, um Herrn Petit- Baudru zu daß die Leute in der Wache in Hohngelächter ausbrachen. holen, kam zurück, winkte Jemandem im Saale zustimmend Wie heißt Du? fragte der Offizier. zu und fast zur selben Zeit erschien der Schullehrer auf Toubeau. der Schwelle der Wache. D Zoubeau antwortete nicht. Der Korporal ging grade auf ihn zu, packte ihn beim Arm und zog ihn zum Eingang der Wache. Ju demfelben Augenblick packten ihn zwei Hände an den Schultern, Lärm wurde laut, und er befand Die Soldaten lachten wieder. Rohes Stimmgewirr Herr Petit Waudru war anfangs sehr bestürzt. fich in einem Zimmer voller Soldaten, mitten in dem Geschrei, ertönte, Fragen, Wigworte, Pfeifen und Beleidigungen. Dann lud ihn der Offizier ein, Platz zu nehmen, stellte zwischen Jacquemin, der aufrecht stand und dem Offizier, Jacquemin war in Verzweiflung; er sah und hörte Alles. seine Identität fest, unterrichtete ihn vom Morde des der sich gescht hatte. Im ersten Augenblick wollte er auf Toubean zustürzen, er Bürgermeisters, theilte ihm die Umstände der Berhaftung Der Unglückliche fah entfeßlich aus. Der Graben, in wollte sprechen, flehen, um Guade bitten, und vor Allen Jacquemins mit und fügte hinzu: den er sich geworfen hatte, um sich vor der Patrouille zu ihn mein Sohn" nennen. Aber was hätte das genügt? Rönnen Sie für ihn bürgen? verbergen, die kleine unsaubere Gaffe, in der er fast eine Es wäre Thorheit gewesen. Würde nicht Toubeau ihn Der Lehrer war so blaß wie eine Marmorstatue. Bei Stunde auf dem Boden gehockt, hatten Koth- und Schmutz- sogar mit Entfehen betrachtet haben? Und wenn der den Worten des Lieutenants wurden seine Augen feucht; flecken auf seinen Kleidern zurückgelassen. Man hätte Unglückliche zufällig wirklich ein Verbrechen begangen er stammelte zuerst einige unzusammenhängende Worte, Seit einiger Zeit hatte er glauben können, daß er sich auf der feuchten Erde herum- hätte? finsterer aus dann stürzte er auf Jacquemin zu, ergriff seine Hände und gewälzt hätte, und seine Blässe, seine niedrige Stirn, das gesehen. Und was hatte er eines Abends beim Ein- rief, seinen alten Kopf stolz erhebend: an der Hose" thun wollen? Bittern feines langen mageren Körpers, die verstörten bruch der Nacht Er! Herr Jacquemin! Aber es giebt ja im ganzen Augen, der große, blöde, halboffene Mund, das Alles zu- Und wie kam es, daß man ihn jetzt hier gefunden hatte? Lande keinen ehrenhafteren Mann als ihu. fammen machte einen schmuzigen und unheimlich närrischen Jacquemin fuchte sich alle diese Borkommnisse ins Gedächtniß Ein Gemurmel freudigen Erstaunens lief durch die Eindruck zugleich. Es gab unter den Jägern auf der Wache zurückzurufen und konnte zu keinem Entschlusse kommen. Reihen der Soldaten. Der Wirth, der hinter den SchenkLeute aus dieser Gegend, die die Geschichte des Schleppers Bei dem schrecklichen Aussehen Toubeaus schien es ihm hier tisch zurückgekehrt war, sperrte vor Verwunderung seinen kannten, den Wahnsinn der Mutter und die düstre fire mitten unter den Soldaten, die ihm manchmal gar nicht Mund weit auf. Jbee des Sohnes. Sonderbare Boraussetzungen, geheimniß wie natürliche Wesen erschienen, nicht mehr so sicher, daß Toubeau sah und hörte alles. in hi mint 8p volle Vermuthungen liefen um. Und Jacquemin, dessen der Unglückliche nicht irgend eine büstre That begangen Der Offizier sagte: $ s driff anlaffen fei. -Billamow, dessen fofortige Entsendung nach Petersburg zu ver- Betreffs der Kieler Wahlzenfus- Angelegenheit mögen Die betreffenden Herren, heißt es in der Entscheidung, zur Ergänzung der gestrigen Notiz noch einige Bemerkungen der haben sich durch die Betheiligung an diesem Kongresse eine 7. Geheimes Schreiben des Direttors des asta- Norddeutschen Volkszeitung" wiedergegeben sein. Dieselbe schreibt grobe Berlegung der Zucht zu Schulden tommen lassen und tischen Departements an den Gesandten in am Schluß eines ausführlichen Berichts über die lebte Stadt- hierdurch in hohem Maße Aergerniß hervorgerufen und die Ehre Bukarest, Dezember 1887. Billamon ist in Petersburg ge- verordnetensitzung( Nr. 87 vom 26. Juli): Nach einem Schluß der Universität schwer geschädigt. Die Gründe dieser Entschei wefen und bat berichtet; man fann ein Mißtrauen gegen antrage des Stadtverordneten Mohr wird zur namentlichen Ab- dung feien folgende: Den Hochschulen obliegt es, die Wissenschaft Baniha nicht befeitigen und erklärt die Expedition Nabolows ftimmung über die drei geftellten Anträge geschritten. Derjenige zu pflegen und zu verbreiten, zugleich aber zu verhindern, daß vorziehen zu wollen. Mit Paniga folle nur dann verhandelt des Stadtverordneten Bockelmann, die Beanstandung( des Brod- nicht die Freiheit mißbraucht und die den Universitäten zufomwerden, wenn er seine Bedingungen ändere. Viele derselben huhn'schen Mandats seitens) des Magistrats als begründet anzus mende Aufgabe bedroht werde. Das Gefeß macht es den akadefeien unannehmbar. Paniga wolle nach Verjagung des Fürsten erkennen, wird mit 13 gegen 7 Stimmen abgelehnt. Hierauf mischen Behörden zur Pflicht, mit allen Kräften dahin zu wirken, ein gemischtes Ministerium, davon fönne teine Rede sein; gelangt der Antrag Sartori's zur Abstimmung, gegen die Bean- daß nicht die Ordnung der Universitäten als wissenschaftliche man bringe Rußland bedingungslos ergebene Leute, wie sie standung des Magistrats die Klage zu erheben. Die Abstimmung Anstalten verletzt oder die Würde der Universität oder der einRaulbars namhaft gemacht habe. Von einer sofortigen Fürsten- ergiebt 10 Stimmen für und 10 Stimmen gegen denselben, worauf zelnen Fakultät geschädigt werden. Schwer vergeht sich ein wahl will man nichts wissen. Der Bar bat zu befehlen, er soll der Vorsteher für den Antrag den Ausschlag giebt. Der mit Hörer der Hochschulen gegen die Pflichten des akademischen er sich nicht an die Universitätsordnung die höchste Instanz für Bulgarien sein, wo ihn ein Stellvertreter anwesende Stadtverordnete Brodhuhn enthält sich des Eingriffs Bürgers, wenn repräsentiren wird. Später könne eine Sobranje darüber nach in die Debatte und der Abstimmung. Der Antrag Niepa( unter hält. Sein schwerstes Vergehen ist es jedoch, wenn er, dazu be denken, ob es nicht besser sei, nach diesen Grundsäßen Beziehung auf den am 20. Juni gefaßten und inzwischen rechts stimmt, fich vollständig der Wissenschaft zu widmen und später weiter zu regieren. Einen Kandidaten für den Thron wisse fräftig gewordenen Beschluß, von der Klage gegen die Bean- selbst die Erkenntniß derselben zu verbreiten, dahin strebt, daß die man nicht. Baniza wolle nur, der Kriegsminister und die standung Abstand zu nehmen) kann somit nicht zur Abstimmung gegenwärtige gesellschaftliche Ordnung, welche die Pflege der ( Brigadekommandanten sollen russische Generale fein. Unmöglich. gelangen. Bei Annahme deffelben wäre zweifellos dem Stadt Wissenschaft gewährleistet und hierdurch zur Selbständigkeit des Da die bulgarische Armee seit dem 9. Auguſt einen unglaub- verordneten Brodhuhn die Theilnahme an den späteren Sigungen Berufes und zur vollen Bewährung der Individualität erzieht, lichen Mangel an Treue gegen Fürst und Land und völlige durch den Magistrat bestritten worden, worauf er dann Einspruch aus ihren Grundvesten gehoben und vernichtet werde. Durch das Unkenntniß der Heiligkeit des Eides bewiesen habe, so sei ja beim Stadtverordneten- Kollegium erheben fonnte. Dann mußte eigene Geständniß der erwähnten Herren, welches sie am ein kaiserlicher Kommissär auch täglich einem Berrathe ausgesetzt. Der ganze bereits durchlaufene Weg nochmals beschritten 25. Juni 1. J. am Rektorate ablegten, daß sie an dem Kongresse der Der Generalstab weiß ein anderes Mittel: feine Ottupation, und wollte der Magistrat aus diesem Dilemma herausfortschrittlichen slavischen Studentenschaft in Wien theilgenommen aber Berdoppelung der bulgarischen Armee durch Einreibung von diesem die Klage gegen die Stadtverordneten erhoben werden. und daß sie sich an den vertraulichen Berathungen, welche Don Ruffen. Dann kann doch fein Bulgare ein Regiment Dann wäre das erreicht worden, was der Führer der freifinnigen nach Auflösung des Kongresses stattgefunden haben, und in denen fommandiren, welches zur Hälfte aus Ruffen besteht! Bunächst Partei, Herr Niepa, bezweckte, nämlich dem Magistrat die Ver- ein neues Programm für die fortschrittliche flavische studentensoll der Erfolg Nabokows abgewartet und inzwischen die Verantwortung für die Mandatsentziehung an die Rockschöße zu fchaft festgesetzt wurde, betheiligt haben, haben die Theilnehmer handlungen mit Paniga eingestellt werden. hängen, wenn auch nur zum Scheine. Die fortgesetzten Berhand- an diesem Kongresse aus der Entscheidung der Behörden erfahren, lungen im Stadtverordnetenkollegium aber sind von der frei- daß dieser Kongreß nach§ 6 des Versammlungsgesetzes deshalb Von der Cholera. In Rußland schreitet die sinnigen Partei schon so wie so in genügender Weise agitatorisch aufgelöst wurde, weil bei demselben über staatsgefährliche AnSeuche unaufhaltfam fort. Wtan hält es für unabwendbar, ausgeschlachtet worden, um die thatsächlichen Verhältnisse zu ver- gelegenheiten berathen werden sollte. Trotzdem traten sie daß sie in nächster Beit bereits Moskau und Petersburg wischen und sich selber durch eine billige Opposition den Anschein dann noch zu den vertraulichen Berathungen zusammen erreicht. Von Moskau sagt ein Bericht: eine Stadt, die zu geben, als hätte man dieses nicht gewollt, während man doch und einigten sich über ein Programm, das in der czechischen fich jahraus jahrein im Schmuß wälze, fönne nicht in drei am 26. Februar einen durchaus giltigen und nicht mißzuver Studentenzeitschrift Nr. 10 abgedruckt wurde und das mit stehenden Beschluß faßte, wodurch jene 5000 Bürger mitsammt dem Programme der deutschen sozialistischen Arbeiterpartei, Wochen gereinigt werden. Dort ist also ein sehr böser dem Stadverordneten Brodhuhn höchst wahrscheinlich degradirt welches im Jahre 1875 in Gotha angenommen worden ist, Seuchenherd. Das österreichische Ministerium des werden müssen. Man wollte durch die von Herrn Niepa be- übereinstimmt. Außerdem strebt das Programm der fortschrittInnern hat die Landesbehörden von Lemberg und Czerno- zweckte Hinausschiebung der Klage dem Magistrat die Exekutive lichen slavischen Studentenschaft den sogenannten Kollettivismus wig angewiesen, während der Dauer der Cholera- Epidemie für ein Urtheil aufhalsen, welches am 26. Februar von den frei und die gemeinschaftliche Organisation der Arbeit an. Durch in Rußland den Uebertritt von Feldarbeitern auf russisches sinnigen Stadtverordneten gefaßt worden ist. Das war um die Verkündigung solcher Prinzipien haben sich die Theil an den erwähnten vertraulichen Berathungen Gebiet und den Besuch russischer Märkte, sowie Wallfahrten mit dem Stadverordneten Heinzel zu reden echt liberal" und nehmer nach Rußland zu untersagen. Ferner ist von dem Minister deshalb stimmte er mit Recht für den Antrag Sartori's zur fo- in sehr ernster Weise dem genähert, daß fie sich das enthaltene Bergehen, das ist die öffentliche angeordnet worden, gegen die Maffenzuzüge russischer fortigen Erhebung der Klage, die durch den Antrag Niepa's noch im§ 305 Herabwürdigung und die Erschütterung der Rechtsbegriffe über Ifraeliten zu den fogenannten Wunder- Rabbinern in Galizien verzögert werden sollte." das Eigenthum, haben zu Schulden kommen laffen. Die genannten und der Bukowina Maßnahmen zu ergreifen. In Die beispiellose Verlenmdungsfucht unserer Gegner", Hörer der czechischen Hochschule haben durch ihre Betheiligung Bonneval( Frankreich) starben von 42 Cholerakranten schreibt die Magdeburger Boltsstimme"," fritt in einer Notiz, die an diesen Berathungen bewiesen, daß sie sich zu Grundsäßen beNeuerdings werden aus der Stadt Gurjew im immer wieder aufgewärmt wird, klar zu Tage. Dort heißt es unter tennen, die nothwendiger Weise in ihrem Gefolge den Umfturz Uralgebiete 7, aus dem Flecken Sfolominke( Gouvernement anderem: daß die sozialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten der gegenwärtigen gesellschaftlichen Ordnung und hiedurch auch Stawropol) 28 und von den Quarantänestationen Kertsch Bebet 8000 M., Liebknecht 9500 M. und Singer 12 000 m. von die Preisgebung der Wissenschaft und Bildung im Allund Feodossija( Gouvernement Taurien) 3 Cholera Tobes der Partei bezögen. In Wirklichkeit bezieht, wie Jedermann in gemeinen im Gefolge hätten. Diese Handlungsweise ist um so fälle gemeldet. Zur Berhütung der Einschleppung ber den Kongreßprotokollen nachlesen fann, Bebel für die umfang gefährlicher, als das betreffende Brogramm im Absage VI fagt, daß bie Partei bie die fich Cholera hat der Regierungspräsident in Oppeln ferner ver- reiche Kaffenführung monatlich 150 M., Singer als Parteivorstand Artikel 3 ausdrücklich sagt, Mitteln, die fte für ihre monatlich 50. und Liebknecht bezieht keinen Heller. Bebel gesteckten Biele mit fügt, daß die mit der Eisenbahn Reisenden außer in den und Singer lassen ihr Gehalt als Parteibeitrag wieder der Nation als geeignet hält, anstreben wolle, während sich die Grenzstationen auch an den Haupiknotenpunkten einer Partei aufließen, wie jede Monatsquittung ergiebt, leisten also Akademiker deffen bewußt sein sollen, daß man nur mit gefeßfanitätspolizeilichen Untersuchung unterzogen werden sollen, der Partei ihre Dienste vollständig unentgeltlich. Liebknecht be- lichen Mitteln im Interesse des Fortschritts wirken dürfe. Die und ebenso auf den österreichischen Grenzstationen. Außer zieht lediglich sein Gehalt als Chefredakteur des Vorwärts", Zustimmung zu den genannten Prinzipien und die Gutheißung dem sollen die Fluß- Schifffahrt und der Flößereiverkehr der das bei weitem nicht so hoch ist, wie die Gegner denken. Ueber- aller Mittel zu deren Erreichung erweckt nothwendigerweise Ueberwachung der Sanitätspolizei unterstehen, Russischen haupt sind alle Redakteure fozialdemokratischer Blätter und ergerniß und schädigt schwer die Ehre der Universität, deshalb Auswanderern gegenüber sind ganz besondere Kontrollmaß. Beamte der Partei und der Arbeiterkassen im Verhältniß müsse sie als ein schweres Vergehen(§ 4 der Disziplinarordnung) ben bürgerlichen Einrichtungen dieser betrachtet werden. Die Sorge um die Erhaltung der Ordnung regeln anzuwenden. sallamart geradezu miserabel bezahlt. Das hindert die macht es den akademischen Behörden zur Aufgabe, daß der Same des Gegner aber nicht, fortwährend dem Publikum zu erzählen, daß radikalen Sozialismus an den Hochschulen nicht ausgestreut werde.putukatan die sozialdemokratischen Führer" sich von den Arbeitergroschen" Als Milderungsgründe wurden vom akademischen Senate das mäften. Sie befolgen eben den Grundsatz: Verleumde nur fühn, bisherige Wohlverhalten der Angeklagten und die Verführung Herr stud. med. Joh. Masat, etwas bleibt doch hängen. Wir beachten sonst derartige An- durch Andere angenommen. feindungen grundsäßlich nicht, wenn wir heute davon eine Aus dem eine Rüge durch den Rektor zuerkannt wurde, hat sich nur nahme machten, so geschah es nur, um an einem praktischen an dem Kongresse, nicht aber an den vertraulichen Berathungen Beispiel zu zeigen, mit welchem Pack wir uns herumzuschlagen betheiligt. haben." 20. dsilpti ind tid sid Parteinachrichten. " * " 11 allen Aus diesem Gallimathias geht noch am deutlichsten hervor, daß auch die offizielle Wissenschaft der edlen Wenzelssöhne sich in den Dienst der Bourgeoisie gestellt hat, b. h. zur Afterwissenschaft geworden ist, genau so, wie die offizielle Wissenschaft der vers haßten Schwoben". Bur Reichstags- Erfahwahl in Sagan Sprottau wird der Schlejifchen Boltszeitung" zufolge das Zentrum feinen Kandidaten aufstellen und sich die Ertheilung der Wahlparole bis Wir schließen uns diesen Ausführungen der Magdeburger zur Nominirung aller Kandidaten vorbehalten. Das Zentrum Boltsstimme" mit der Einschränkung an, daß die von der Bourbrachte es bei der 1890 er Wahl auf 814 Stimmen. Die Kongeoisie meist unwürdig schlecht bezahlten Arbeiter eben deshalb servativen können, wie die Freis. 3tg." mittheilt, feinen Kan- auch ihre Redakteure und Beamten nicht so honoriren können, didaten auftreiben. Mit dem einzigen Mann, welcher ihnen die wie die Bourgeoisie ihre Leute bezahlt. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Chance einer anständigen Minorität bot, dem Landrath, ist es aus eigenthümlicher Bewandtniß noch nichts. Der bereits als Bei der Gewerbegerichts- Wahl für den Bezirk Minden Erfolglos gehaussucht wurde in den Lokalitäten des tonfervativer Randidat aufgestellte Herr von Kliging- Bauche ist erhielten in der Klasse der Arbeiterbeifißer die sozialdemokratischen Chemnizer Beobachters" nach dem Manuskript des erst Landrathsamts- Berweser und hat noch vier Monate als Kandidaten 242 Stimmen, die Gegner brachten es auf ganze 3. Artikels Ein neuer antisemitischer Schwindel". Sechs Beamte waren bei der Nachforschung thätig. folcher zu fungiren, ehe er Landrath werden kann; er lehnte die Kandidatur ab, um nicht im Fall seiner Wahl das Reichstags= Nachklänge vom slavischen Studentenkongres in Mandat bei der Ernennung zum Landrath wieder niederlegen zu Wien. Die böhmische Zeitung„ Narodny Listi" veröffentlicht müffen. Für die Reichstags Erfahwahl in Löwenberg- ben Wortlaut der Entscheidung des Akademischen Senats der Greiffenberg soll nach dem Schlesischen Morgenblatt" als czechischen Universität Brags, wonach die Studenten Peter nationalliberaler Kandidat Professor Kaufmann in Breslau Jandac, Rudolf Raul, Albert Dutta und Alois Hoin in Aussicht genommen sein. Im Wahlkreise Herfordwegen ihrer Betheiligung an dem oben bezeichneten Kongreß auf Halle haben die Nationalliberalen den Fabrikanten H. Delius ein Jahr von der Universität relegirt worden und dem Studenten aus Bersmold als Kandidaten aufgestellt. Joh. Wafat aus gleichem Anlasse eine Rüge ertheilt wird. Vor zwei Tagen hat der Bürgermeister Jean Jacques min entlassen, und Jacquemin hat ihn bedroht. Wissen Sie das? Ich weiß es! Der Lieutenant wies auf Toubeau. Und Sie wissen auch, daß er diesen Mann beherbergt und ernährt? Aus Barmherzigkeit! rief Herr Petit- Wandru. Das ift im ganzen Dorfe bekannt! Jacquemin und den Offizier zu betrachten. Ein plötzliches Leuchten ging über sein Gesicht und er sagte, einfältig seinen Kopf neigend: Ja, ja! Briefkaffen der Redaktion. B., Wedding. Sechs Mark für die Entbindung und je eine Mart für jeden Besuch sind die mindesten der Hebamme zu stehenden Honorare. einen furchtbaren Schmerz empfand. Toubeau war also doch ein Glender! Toubeau war zum Meuchelmörder geworden. Aber er war es, er, Jacquemin, der diesen Elenden gezeugt hatte, dieser Mörder war sein Sohn!-Es folgte ein langes, büfteres Schweigen. Jacquemin wankte, während die übrigen Anwesenden unbeweglich stehen Er hörte in diesem Moment Waffengeklirr unter den blieben. Endlich wurde das Verhör wieder aufgenommen. Fenstern und den Schritt der Soldaten auf dem Pflaster, Der Offizier richtete einige Fragen über Toubeau an den und Entsetzen erfaßte ihn. Er drängte sich durch die Wache, Lehrer; nahm sie zu Protokoll, forderte die üblichen Unter- ftürzte auf Toubeau zu, griff nach seiner Hand und sagte schriften, stand auf und gab den Jägern den Befehl, unter zu den Soldaten, die dicht bei ihm standen mit einer Stimme, die Waffen zu treten. die sie erschauern ließ: Soldaten Er ist ein Blödsinniger. Thut ihm nichts Böses! Der arme Schlepper begriff nun vielleicht, daß Jacquemin und er nicht zusammen bleiben dürften. Er zog daher seinen Arm wieder zurück und machte mit seinen schlaff herunterhängenden Händen eine so ungeschickt finnDer Lieutenant tonnte sich nicht verhehlen, daß das ehrbare Aussehen Jacquemins den Aussagen des Lehrers Der Saal leerte sich allmälig. Es befand sich bald NieRecht zu geben schien. Indeffen schüttelte er den Kopf, überlegte die Sache noch einen Augenblick und wiederholte: mand mehr darin, als Herr Petit- Waudru, die beiden Ges dr Der hier anwesende Mann mit Namen Jacquemin, der fangenen, ihre Wachen, ein Sergeant und im Hintergrund vor einer Stunde am Eingange des Dorfes verhaftet wurde Herr Grellepois, der mit beiden Ellbogen auf den Schenk und der nach seinem eigenen Geständniß sich zu derselben tisch aufgestützt dastand. Der Lieutenant gab dem Posten Beit, als der Bürgermeister ermordet ward, im Walde be- noch einen einen letzten Wink mit den Augen, Augen, fagte lofe Bewegung wie ein täppisches Thier. fand, ist nach Ihnen eines Verbrechens nicht fähig und in den in der Schenkstube zurückbleibenden hohem Grade achtbar, und Sie bürgen für ihn? Herr Petit- Waudru erhob seine zitternde Hand: Ich beschwöre es vor Ihnen, vor Allen, vor Gott! Seine Wiene sowohl wie seine Worte waren so feier lich, daß die Wachsoldaten, die an beiden Seiten Jacquemins standen, zurücktraten. 61 Der Lieutenant machte ihnen ein Beichen, noch zu bleiben und sagte: aldo OTO Noch nicht! Er wandte sich zu Toubeau: Woher kommst Du? .38 Toubean sah den Offizier an, dann Jacquemin, dann wieder den Offizier und blieb stumm.inding Das Gezischel fing von Neuem an, Der Lieutenant wiederholte: Du wirst gefragt, wo Du herkommst. Toubeau murmelte diesmal: Aus dem Walde. Der Dffizier fuhr fort: dud ist Hast Du dem Bürgermeister einen Messerstich beigebracht? Toubeau erblaßte. Er begann von Neuem abwechselnd senti suis Gehen Sie doch! sagte leise ein Soldat zu Jacquemin sie sollten Toubeau bewachen, gab den Männern, die und drückte ihn sanft bei Seite. Jacquemin bewachten, zu verstehen, daß sie ihn freilassen follten und ging hinaus. Der Kreis der Jäger schloß sich dichter um den Ge fangenen, der sehr blaß wurde, auf Jacquemin einen tiefen, inhaltleeren Blick heftete und plößlich hintenüber fiel. Jacquemin hatte vor kurzem noch geglaubt, daß er, wenn er nach Beendigung des Verhörs frei und gerettet Auf ein Zeichen des Sergeanten packten ihn zwei Mann fein würde, sich glücklich fühlen müßte; aber er hatte sich bei den Armen und banden ihm die Hände auf den Rücken. getäuscht. Für ihn begann die Qual von neuem mit der Toubeau ließ Alles geschehen und die Wache, die ihn Befreiung. Es war ihm, als ob ein verstohlenes sanftes umgab, machte sich bereit, ihn fortzuschaffen. Die SolLächeln in den starren Augen Toubeaus geglänzt hätte. Er daten flüsterten mit einander; man vernahm das Stampfen verstand dieses Lächeln nicht, aber er errieth, daß es die nägelbeschlagener Schuhe auf den Steinplatten und bas Freude darüber ausdrückte, daß er frei sei, und das zerriß Reiben von Stricken, mit denen die Hände gebunden wurden. Toubeau schwankte noch einen Moment, fab sich noch ihm das Herz. Toubeau auf der Straße verhaftet, sein Gesicht, seine Hände, Kleider und Haare voller Schmutz. ein letztes Mal in der Schenkstube um, als ob er Jemanden Toubeau verstört und in Verzweiflung gebracht von dem suche und verschwand dann zwischen den Soldaten, die ihn Spottgelächter der Soldaten! Toubeau ein Mörder! vor sich herschoben und zur Thür führten. Schweigen herrschte jetzt auf der Wache. Im Hinter Toubeau mit Blut besudelt! Aber was war es denn, daß ihm diese Träume so entfeßlich machte? Und dieses Bimmer, grund, im dunkelsten Winkel saß Jacquemin, ohne sich zu diese Lampe, diese gewitterschwüle Nacht! Es war eine rühren neben Herrn Petit- Waudru und hörte auf den Nacht, wie die in der Grube, in der er vor dreißig Jahren Schritt, der sich auf der Straße entfernte. Am Tische stand das Verbrechen begangen hatte. Damals war es dort so der Sergeant, der im Stehen eingeschlafen war, mit ge bunkel und schwül wie heute Abend in der Schenke. Seine treuzten Armen und gespreizten Beinen, das Kinn auf der Nervenerregung war so groß, daß er in seinem Innern Brust, dicht unter der rauchenden Lampe.( Forts. folgt.) Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum Neue Welt. Sergſgloj- Brauerei, Haſcahaide. Freie Vereinigung der Kaufleute. Jeden Mittwoch: 1217b gegenüber keinerlei Berantwortung. Ferien- Kinderfest mit Gratisverloosung. Theater. Mittwoch, den 27. Juli. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Das Sonntagskind. Oftend- Theater. Heinrich Heine. Vorher: Das Sonntagskind von Berlin. Kroll's Theater. Lucia von Lammermoor. Bellealliance- Theater. Gefährliche Mädchen. Adolph Ernst- Theater. Ein alter Hallodri. Bonbonregen, Puppentheater, Stangenklettern, Wettlaufen, Fackelzug. Von 4 Uhr Große Versammlung Nachm. ab: Konzert und Komiker- Vorstellung. am Donnerstag, den 28. Juli, Abends 8½ Entree: Erwachsene 15 Pf., Kinder 10 Pf., 1 Freiloos gratis erh. die Mütze, Geschenk u. Donnerstag: Monstre- Feuerwerk der Herren Leichnik und Bau. Th. Keller's Hofjäger, Hasenhaide, Bergmann- StraßenEdke. Hente, Mittwoch, den 27. Juli 1892: Erstes großes Ernte- Fest nach ländlicher Sitte, mit großem Fefuge. 3 etc. Großes Garten- Konzert. Im großen Saale: Marionetten- Theater: Vorstellung. Bolts- Beluftigungen. Ball. Abends: Grosser Fackelzug und bengalische Beleuchtung. Anf. 4 Uhr. Entree 15 Pf., vorher 10 Pf.( Kinderbillets 15 Pf.) A. Froelich. Berl. Sommer- Theater Montag, 1. August: Benefiz- Konzert des fgl. Musikdirigenten C. Arnold. Mittwoch, den 27. Juli: ( Book- Brauerei, Tempelhofer Berg Brauerei Borussia, Niederschöneweide, Johannisthal, Oberspree. Jeden Sonntag und Mittwoch: Gr. Militärkonzert u. Ball Posse. Ballet. Spezialitäten 1. Ranges. Gastspiel des Opernsängers Ferdinand Worms. Drei Geschw. Neumann, Gebrüder Schwarz, Mlle. Adrienne Ancion, Georg Rösser, Dora Ebert. Zum 20. Male: Ein moderner Rasirsalon. Zum 21. Male: Gold und Silber. Grosses Ballet- Divertissement. Prima Ballerina: Marie Ala. 6 SoloTänzerinnen, ein Solotänzer, Corps de Ballet 20 Damen, Fantoches- Theater des Mr. Winn. Anfang: des Konzerts 612 Uhr, der Vorstellung 7, Uhr. Donnerstag, den 28. Juli 1892: Benefiz- Vorstellung für Laura, Amelie u. Gisela Neumann. Doppel- Concert. Blumen- Corso. PassagePanopticum. Neu! Blaue Grotte mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminal= geschichte in sieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Viktoria- Brauerei. Lützow Straße 111/112. Im Konzertgarten refp. Saal) ( außer Läglich Sonnabends): Stettiner Sänger. Stets wechselnd. Programm. Anfang 8 Uhr. Sonntags7 Uhr. Entree 50 Pfg. Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Platate.) Moabiter Gesellschaftshaus, Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Alt- Moabit 80/81. 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Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Kolporteure entgegen. Berlagsbuchhandlung des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. Soeben ist im Verlage von J. H. W. Dietz, Stuttgart, als 13. Band der Internationalen Bibliothek erschienen: Das Erfurter Programm in seinem grundsätzlichen Theil erläutert von Karl Kautsky. VIII und 264 Seiten. Broschirt M. 1,50, gebunden M. 2,-. Inhalts Verzeichniß: I. Der Untergang des Kleinbetriebs. 1. Kleinbetrieb und Privateigenthum. 2. Waare und Kapital. 3. Die kapitalistische Produktionsweise. 4. Der Todestampf des Kleinbetriebs. II. Das Proletariat. 1. Proletarier und Handwerksgeselle. 2. Der Arbeitslohn. 3. Die Auflösung der Proletarierfamilie. 4. Die Prostitution. 5. Die industrielle Reservearmee. 6. Die wachsende Ausdehnung des Proletariats. Das taufmännische und das gebildete" Proletariat. III. Die Kapitalistenklae. 1. Handel und Kredit. 2. Arbeitstheilung und Konkurrenz. 3. Der Profit. 4. Die Grundrente. 5. Die Steuern. 6. Das Sinken des Profits. 7. Das Wachsthum der Großbetriebe. Die Kartelle.. 8. Die wirthschaftlichen Krisen. 9. Die chronische Ueberproduktion. IV. Der Bukunftsstaat. 1. Soziale Reform und Revolution. 2. Privateigenthum und genossenschaftliches Eigenthum. 3. Die fozialistische Produktion. 4. Die wirthschaftliche Bedeutung des Staates. 5. Der Staatssozialismus und die Sozialdemokratie. 6. Der Aufbau des Zukunftsstaates. 7. Die Abschaffung der Familie. 8. Die Konfiskation des Eigenthums. 9. Die Vertheilung der Produkte im Zukunftsstaat. 10. Der Sozialismus und die Freiheit. V. Der Klaffenkampf. 1. Der Sozialismus und die bes fizzenden Klaffen. 2. Gesinde und Bediententhum. 3. Das Lumpenproletariat. 4. Die Anfänge des Lohnproletariats. 5. Die Erhebung des Lohnproletariats. 6. Der Widerstreit der das Proletariat erhebenden und der es herabdrückenden Tendenzen. 7. Die Philan thropie und die Arbeiterschutz- Gesetzgebung. 8. Die Gewerkschaftsbewegung. 9. Der politische Kampf. 10. Die Arbeiterpartei. 11. Die Arbeiterbewegung und der Sozialismus. 12. Die Sozial demokratie die Vereinigung von Arbeiterbewegung und Sozialismus. 13. Die Internationalität der Sozialdemokratie. 14. Die Sozialdemokratie und das Volk. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Achtung! Achtung! hr, in Th. Boltz' Feßfälen, Alte Jakobstraße Nr. 75. Tages- Ordnung: 1. Ist es unmoralisch, die Umgehungen der Sonntagsruhe zur Anzeige zur bringen? Referent: A. Borchardt. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. 178/2 große öffentl. Bezirks- Verſammlungen, Achtung, Zimmerleute! am Donnerstag, den 28. Juli, Abends 82 für den Norden in Reichert's Festsälen, Müllerstraße 7; für den Westen im ,, Königshof", Bülowstraße 37; am Freitag, den 29. Juli, Abends 8% Uhr, für den Osten und Süden bei Joël, Andreasstraße 21. Tagesordnung: 1. Die Lohnverhältnisse der Zimmerer in betreffendem Bezirk und wie sind diefelben aufzubessern? 2. Berathung über die Wahl von Plazdeputirten. 3. Festsetzung eines Verkehrslokals für den Bezirk. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Bezirks- Vertrauensmänner. 458/10 Große öffentliche Versammlung der in Buchbindereien, Album-, Karton-, Lederwaaren-, Luguspapier- und Glaceefarton- Papierfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Mittwoch, den 27. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Mundt, Köpenickerstrasse No. 100. Tagesordnung: 1. Die Nothwendigkeit der Arbeiter- Organisationen. Referent Herr Sparfeld. 2. Gründung einer alle Branchen umfassenden Vereinigung. 3. Wahl eines provisorischen Vorstandes. 4. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen sämmtlicher Kollegen und Kolleginnen ersucht Der Einberufer: Adolf Riese, Schönleinstr. 17. 1226b Grosse Versammlung der Militär- und Lieferungsschneider am Donnerstag, den 28. Juli, Abends 8 Uhr, in ,, Gratweil's Bierhallen", Kommandantenstraße Nr. 77-79. Tagesordnung: 1. Vortrag des Bahnarztes Herrn Robert Wolff über die Bestrebungen der modernen Handwerkerbewegung und ihr Verhältniß zur Sozialdemokratie. 2. Weitere Maßnahmen gegen den Deutschen Offizierverein und die Firma Berger und Collani. 3. Diskussion. Insbesondere sind die Zivilschneider des Deutschen Offiziervereins eingeladen. Der Vorstand. Zentralverein der Bildhauer Deutschlands. Den ehemaligen Mitgliedern des aufgelösten Unterstützungs. vereins der Bildhauer Deutschlands, die bis jetzt dem Zentralverein noch nicht beigetreten sind, wird hiermit bekannt gegeben, daß die Frist zum Uebertritt in letteren mit dem 31. Juli d. J. abläuft; d. h. treten jie bis zu diesem Tage bei, zahlen die bis dahin fällig gewordenen Beiträge für den Zentralverein, sowie die etwaigen Reste für den Unterstüßungsverein, so brauchen sie die Rarenzzeit für die alten Unterstützungszweige nicht wieder durchzumachen. Die Arbeitsunfähigen- Unterstützung können aber nur Jene sofort erhalten, die zugleich Mitglieder der Zentral- Krankenkasse der Bildhauer waren. Diejenigen, die sich später zum Uebertritt melden, werden als Neu eingetretene behandelt. Friedrichsberg. Am Freitag, den 29. Juli, Abends 8% Uhr, in Spizig's Lokal, Frankfurter Chauffee 193: Große öffentliche Volksversammlung für den Kreis Nieder- Barnim. Tagesordnung: 1. Vortrag:„ Wer dem Arbeiter seinen Lohn nicht giebt, ist ein Blut hund!" Referent Reichstags- Abgeordneter Arthur Stadthagen. 2. Diskussion. 3. Besprechung über die Lassalle- Feier. 4. Wahl einer Lokalkommission für Friedrichsberg. 5. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet 484/10 Kirberg& Co. in Grafrath- Central bei Solingen. Rasirmesser 5 Jahre Garantie per Stück 3: Mark. Etuis, hochfein pr. Stück 20 Pfg. Streichriemen, doppel 2.50 Mk. Was nicht gefällt, nehmen sofort retour. Pracht- Catalog sämmtlich. 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Richard, bist Du heit och" Mauers gefelle"??? 1221b H Staare 1,25, Beiige 75, Wachteln, Kreuzschnabel 1 M. Aul. Art. billig. M. Redtmann, Stralauers play 21, Schles. Bahnhof. Illuminations- Laternen 1213b 11676 Allen Genossen von Stralan- Rummelsburg bringe ich hiermit in 1 M. Große Anzüge von 7 M. an und Ballons liefert in großer Aus freundliche Erinnerung, daß ich seit einigen Monaten eine Zeitungsspedition eröffnet habe. Alle sozialdemokratischen Zeitungen sowie Wigblätter sind bei bei mir auch ihr Organ( Gazetta Robotnicza") zu haben ist. Auch nehme mir zu haben, besonders mache ich die polnischen Genoffen aufmerksam, daß Sommermänteln, Jackets, Plüsch, Atlas, ich Bestellungen auf sämmtliche sozialdemokratische Broschüren entgegen. W. Forgbert, Rummelsburg, Schillerstr. 26. 2772L bis zum feinsten Rammgarn, auch pass. wahl zu billigsten Preisen 84 Einsegnungs- Anzügen. Große Aus- Kühnert& Co. 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R Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 173. Parteinachrichten. Mittwoch, den 27. Juli 1892. Bergleichstabellen in den Lokalblättern als 9. Jahrg. veröffentlichte. In den Bänden, welche dem Publikum zur Einsicht vorgelegt Diese Veröffentlichung würde aber unter Umständen werden, find die Bilder durch Zahlen bezeichnet, auf Grund deren Ueber die bereits gemeldete Niederlage der Klerikalen größeren Raum in Anspruch nehmen die Lokal in dem Index der entsprechende Name und die Personalien zu in St. Johann bringt der„ Bote von der Saar" einen aus- blätter ihr zur Verfügung stellen könnten, ein Punkt, der bei dem finden sind. Zur Ergänzung des Verbrecheralbums dienen: eine führlichen Bericht, der zur eingehenden Orientirung unserer Leser Vorschlage des„ Voltswille" nicht außer Acht gelassen werden Handschriftensammlung, ein Spigznamen- Berzeichniß, ein Journal hiermit abgedrudt sein mag. Das genannte Blatt schreibt: darf. Wenn eine lokale Kommission die Verarbeitung der Arbeits- Merkmale", welches unter den Rubriken Augen, Ohren, Hände, St. Johann, 18. Juli. Einen dritten Hereinfall erordnung ihres Gebietes in die Hand nimmt, diese Verarbeitung Füße, Wunden, Tätowirungen" diejenigen Verbrecher aufführt, lebten die christlichen Patrioten mit ihrem Ansturm gegen den später von der Zentralstelle veröffentlicht und in Maffe unter der welche durch besondere Merkmale fenntlich sind, ein Journal Sozialdemokratischen Vorstand" des Rechtsschutzvereins gestern Arbeiterschaft verbreitet wird, so ist jedenfalls der Zweck der" Diebstahlsspezies", welches unter den Rubriken nächtliche Ginhier im Riehm'schen Saale. Herr Rechtsanwalt Döhmer von Enquete gut erreicht, und es ist sicher, daß er bedeutende agita- brüche in Wohnungen, in Läden, in Komptoirs, Diebstähle zur hier, gewesener Rechtsbeistand des Rechtsschutzvereins, schwarzer torische Wirkungen haben wird." Dasbachianer, hatte per Zirkular eine Bergarbeiter- Versammlung Der Tokales. " werden können. angehörte, die sich auf dem Spandauer Schüßenplatz produzirte. Der heißblütige Sohn des schwarzen Erdtheils hatte einem Runstgenoffen" aus Wuth darüber, daß derselbe Mittags ein größeres Stück Fleisch erhielt, als er selbst, das Messer zwischen die Rippen gejagt. Mittagszeit, Boden- und Schlafstellen- Diebstähle" u. f. w. die jenigen Verbrecher aufführt, welche Diebstähle der bezeichneten in Riehm's Saal einberufen. Als Zweck war eine Besprechung Art zu ihrer Spezialität erkoren haben, und ein Zuhälterder Lage der Bergleute insbesondere des Verhältnisses verzeichniß. Auch die über Hochstapler, Päderaften, Spieler, derselben zu dem Rechtsschutzverein und Ordensschwindler, reisende Taschendiebe, ungarische Gauner u. s. w. eines etwaigen Vorgehens gegen geführten Sammelaften ergänzen noch das Verbrecheralbum. In den jetzigen Vorstand desselben" an= gegeben. Bur festgesetzten Zeit war der Saal dicht geden letzten zehn Jahren sind mehr als 1000 Gewohnheitsfüllt von Bergleuten aus allen Orten des Saarreviers. Herr verbrecher, vorzugsweise Schlafstellen Diebe und Gauner, ausDöhmer eröffnete und leitete die Versammlung in Person. Er Auf die Beschwerde in der Polizeifäbelaffäre fchließlich durch Rekognitionen der Photographien ermittelt wors hielt es von vornherein für nothwendig, zu erklären, daß die Ein- beim Strafantritt des Genossen Peus am 19. Mai ist jetzt der den. Diese Einrichtung hat sich daher trefflich bewährt, doch berufung der Versammlung einzig im Interesse der Bergleute er- Bescheid des Polizeipräsidiums dem Genossen Folger zu muß auch bei Benuhung diefes Hilfsmittels große Vorsicht an folgt sei. Hierauf besprach er den 89er Streit und gestand zu, gegangen. Er lautet im Wesentlichen:" Auf die Eingaben zc. gewendet werden. Denn, wenn schon bei persönlicher Gegenüberdaß derselbe den Bergleuten viel genügt habe, es sei daher auch erwidere ich Ihnen nach eingehender Untersuchung der darin zur stellung irrthümliche Rekognitionen zu den täglichen Vorkommdie Vereinigung der Bergleute nothwendig. Wenn die bestehende Ver- Sprache gebrachten Angelegenheit, daß ich feine Veranlaffung niffen gehören, so ist dies naturgemäß bei der Borlegung von einigung noch wenig bezweckt habe, so sei hauptsächlich der Vorstand babe, gegen einen der betheiligten Beamten disziplinarisch einzu Bildern noch viel häufiger der Fall. Da der Magistrat den Andaran schuld, die Leitung sei eine unzweckmäßige; wenn der Vor- zuschreiten oder eine zurechtweisung zu erlassen. Die umfang trag, in dem neuen Polizei- Dienstgebäude ein photographisches stand auch zuerst hätte lernen müssen, so hätte er' doch den Verein reichen Ermittelungen über den in Rede stehenden Vorfall haben Atelier einzurichten, abgelehnt hat, so geschehen die photographischen anders leiten fönnen. Hierauf kam er auf den Verkehr der Vorstands: vielmehr ergeben: 1. daß es sich nicht, wie es nach Ihrer Eingabe Aufnahmen in einem zu diesem Zweck hergerichteten Dienst mitglieder mit Sozialdemokraten, die Maifeier und verschiedene Ver- den Anschein hat, um eine harmlose Landpartie, sondern um eine zimmer mittelft Blißlichtes. Das hat zwar den Vortheil, daß fammlungen, in denen Emmel, Fischer 2c. gesprochen haben; wenn's so wohlüberlegte und planmäßige Störung der öffentlichen Ordnung die regelmäßig nur sehr furze Zeit im polizeilichen Gewahrsam vorwärts gehe, könne nichts mehr erreicht werden. Ein achtbarer durch eine zu diesem Zweck zusammengetretene Menschenmenge( befindlichen Verbrecher, ohne Rücksicht auf die Tagesbeleuchtung Bürger könne vor dem Vorstande feine Achtung mehr haben, von mehreren hundert Personen gehandelt hat. 2. Daß die be- photographirt werden können, aber das Bliglicht ist kein voller Widerstand wird den photoweil derselbe sozialistisch sei, ebenso würden die Vorgesetzten das theiligten Exekutivbeamten sich darauf beschränkt haben, zur Ersatz für helles Tageslicht. Vertrauen zu den Bergleuten verlieren. Zum Schlusse seiner Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung das Auseinander graphischen Zwangsaufnahmen felten entgegengefeßt, doch kommt vielfach von Widerspruch unterbrochenen Hede behauptete Döhmer, gehen der geschlossen sich fortbewegenden Menschenmassen zu ver es vor, daß die Verbrecher das Gesicht verzerren, um die Aehndie Bergleute wollten nichts mehr mit dem Rechtsschutzverein zu langen und, soweit es nöthig war, zu erzwingen, daß sie aber bei lichkeit zu verhindern. Das in Paris eingeführte anthropo thun haben, es würde höchstens noch ein Drittel der Bergleute Anwendung des unmittelbaren Swanges ihre Befugnisse nicht netrische System von Bertillon ist hier bisher nur insofern in Anwendung gebracht worden, als zur Vervollständigung der bem Rechtsschutzverein angehören. Diese lehte Behauptung überschritten haben. 3. Daß seitens der betheiligten Beamter wurde aus der Versammlung heraus als 2ige bezeichnet. von der Waffe kein Gebrauch gemacht worden, sondern nur, u Personenbeschreibung die Kopflänge, Kopfbreite, der linte Mittel Jetzt erhielt Lampert- Wustweiler das Wort. Er sagte, ihren Anordnungen Nachdruck zu geben und um die eigene Be: on finger und der linke Ellbogen der festgenommenen GewohnheitsDie Einrichtung eines service er gegen eine sie bedrohende sehr erhebliche Uebermacht zu schützen, verbrecher gemessen werden. Rechtsschutzverein sei ein gewerblicher Verein, habe mit der Politik nichts zu thun. Die ganzen Herren, der Säbel gezogen worden ist. 4. Daß irgend welche Ver- d'identification in dem Umfange, wie er in Paris, angeblich die jetzt das große Wort gegen den Rechtsschutzverein führen, legungen von Personen durch die Beamten nicht vorgekommen mit großem Erfolge, eingeführt ist, würde einen großen Apparat erfordern, und kann als dringendes Bedürfniß wenigstens für hätten nie etwas gethan, um des Bergmanns Lage verbessern zu find... Der Polizeipräsident von Richthofen." helfen. Bei der ungerechten Behandlung, die ihm 89 zu Theil Das eherne„ Cohngefeh" ift der Diebstahl. Die Volfs. ieht noch nicht anerkannt werden, da es nicht häufig vorkommt, geworden sei, habe er Herrn Döhner seine Vertretung übertragen Beitung", welche unter der jetzigen Redaktion absolut verlumpt baß Berbrecher in dem Laufe der Boruntersuchung nicht identifiziri wollen, der Herr habe das abgelehnt, weil die Klage sich gegen ist, nährt sich nur noch kümmerlich vom versteckten Diebstahl. Ein kriminalistisches Museum eine Sammlung der zur mehrere Beamte hätte richten müssen.( Lautes Pfui!) Durch In ihrer gestrigen Abendnummer verwerthet sie unsere Mit Ausübung von Verbrechen benutzten Werkzeuge- ist im Jahre 1890 die ungerechte Behandlung mache man die Bergleute zu Sozialtheilungen über den Bostaffiftenten- Verein zu einem Leitartikel angelegt worden. demokraten.( Lautes Bravo!) Nach einer äußerst schwachen und thut so, als ob ihr diese Mittheilungen ebenfalls zugegangen Entgegnung Döhmer's erhielt home- Altenwald das Wort wären. Das ehemals demokratische Blatt wird doch nicht etwa Einen seltenen Gast beherbergt seit einigen Monaten das und führte ungefähr Folgendes aus: Herr Döhner beschuldigt den Berstand sozialistischer Tendenzen, trotzdem ihm seiner Zeit das glauben, daß das versteckte Zitiren unserer Meinungsäußerung Amtsgerichts- Gefängniß in Spandau. Dieser Insasse ist ein felbe nachgeredet wurde, als er Rechtsbeistand des Rechts- verfügt nur noch über die Alüren eines literarischen Wegelagerers felbe nachgeredet wurde, als er Rechtsbeistand des Rechts- einer loyalen Quellenangabe gleichkommt. Die Volts- Zeitung" junger Vollblutneger, welcher einer Truppe von Kannibalen" schutzvereins war. Wenn Herr Döhmer dem Borstande Unkenntniß das ist der Anfang vom Ende. vorwerfe, fo sei zu bemerken, daß Herr Döhmer als Rechtsbeistand die beste Gelegenheit gehabt hätte, die Vorstandsmitglieder in Ueber die städtischen Volksbibliotheken in Berlin hat Manchem zu unterrichten, er habe nie etwas derartiges gethan; der Magistrat soeben den legtjährigen Berwaltungsbericht er das Geld des Rechtsschutzvereins sei ihm willkommen gewesen, er stattet, welcher deutlich erkennen läßt, daß in der Bevölkerung habe seine Pflicht troß des erhaltenen Geldes aber nicht gethan. zwar ein reichliches Lefebedürfniß und der Trieb nach eigener Mit der Schlinge eines Hundefängers gefangen wurde Döhmer fcheine nur zu beabsichtigen, die Bergleute durcheinander geistiger Fortbildung in großem Maße vorhanden ist, während vorgestern Vormittag ein Spigbube, welcher dem Bigarrenhändler zu heben. Während die Beamten Gratifikationen erhalten, der Bericht völlig unklar läßt, ob für dieses Bedürfniß auch in Walter in der Badstraße einen Besuch abgestattet hatte. Während wird den Berglenten, durch ihre Uneinigkeit begünstigt, richtiger Weise gesorgt ist. Für die Berliner Volksbibliotheken Herr W. auf der Straße stehend mit einem Geschäftsfreunde sich der Lohn reduzirt. Herr Döhmer scheint im Auftrage der find im letzten Jahre ca. 85 000 Mart aufgewendet. Davon unterhielt- es war Morgens 9 Uhr betraten zwei etwa Direktion zu handeln, wenn Ihr ihm folgt, werden die Löhne 6000 Mark zur Einrichtung einer neuen Bibliothek in dem Schul- 18jährige Burschen den Laden, öffneten die Kasse und eigneten sich noch mehr reduzirt. Am 1. Mai fand eine Demonstration gebäude Prenzlauer Allee 227/228. Die Zahl der Leser, die im deren Inhalt an. In diesem Augenblick betrat jedoch der Hundefür den Achtstundentag auf dem Bilostock statt; wir fordern schon letzten Jahre die Bibliotheken benutzt haben, betrug 15 791, im fänger M. das Geschäftslotal, um Zigarren zu faufen; M. überlange den Achtstundentag. Die Demonstration ist keine spezifisch Borjahre 14 721, hat sich also um 1070 gesteigert. Es wurden schaute sofort die Situation und suchte die schnell an ihm vorbeifozialistische, sondern, wie England am besten gezeigt hat, eine insgesammt 870 578 Bände gewechselt. Am meisten frequentirt laufenden Diebe festzuhalten; da ihm dies aber nicht gelang, 30g allgemeine Arbeiterdemonstration. Thome schließt mit einem wurde die Bibliothek in der Gipsstraße, welche 30 272, am er schnell seine Hundeschlinge hervor und schleuderte dieselbe dem Appell zum Zusammenhalten im Rechtsschutzverein seine oft mit wenigsten die erst neu errichtete, welche 1056 Bände wechselte. ihm zunächst befindlichen Spizbuben über den Kopf, jeden Ver rauschendem Beifall unterbrochenen Ausführungen. Nachdem noch Das Lefepublifum weist der Bericht in 8 Gruppen nach und such des so Gefangenen fich zu befreien, durch festeres Anziehen Mischo kurz gesprochen hatte, erhielt Genoffe Emmel das zwar 3799 Frauen, 3435 Handwerker und Gesellen, 3383 Stu- Der Schlinge unmöglich machend. Der Verhaftete, bei welchem Wort und begann die Döhmer'schen Ausführungen zu zerpflücken. benten und Schüler, 2215 Raufleute, Gewerbetreibende und Künstler, das gesammte gestohlene Geld vorgefunden, wurde alsdann auf Der Herr Rechtsanwalt hatte augenscheinlich feine Luft, 1178 Beamte, 984 Lehrer, 757 Arbeitsleute und 45 Soldaten. der Polizeiwache in der Prinzen- Allee eingeliefert. fich noch träftiger die Leviten lefen zu lassen, er unter: Diese Darlegung ist offenbar unübersichtlich, sie läßt nichts er brach nach einigen Worten Emmel und wie auf fennen über den Bildungsgang, den die Lesenden verfolgten. In der Pferdebahn geftorben. Am Sonntag Nachmittag Kommando schrien seine wenigen Anhänger:" Hinaus! 3war giebt hierüber die Spezialnachweisung über die Benutzung hat ein jäher Tod den Biseleur Vogler, Alte Jakobftr. 30 wohn Maulhalten! Pfui!" Dies veranlaßte die große Majorität der der Bibliotheken nach der in ihnen vorhandenen Fachliteratur haft, überrascht. Die aus den Eltern und zwei Töchtern beNicht- Dasbachianer, entschieden für Redefreiheit einzutreten. Der einigen, aber doch immer noch ungenügenden Ausschluß. stehende Familie hatte beschlossen, den Ausstellungspart zu bes Wunsch des Herrn Döhmer wurde jedoch erfüllt, der über- Die Zahl der vorhandenen Bücher betrug im Ganzen 111 186 fuchen. Die Töchter waren voraufgegangen, die Eltern wollten wachende Beamte löste die Versammlung auf. Durch einige Bände, wovon im Laufe des letzten Jahres 1610 Bände neu ihnen folgen. Herr Vogler hatte mit seiner Frau in der OranienWorte zeigte Herr Döhmer an, daß eine halbe Stunde später eine hinzugekommen sind. Ihrem Inhalte nach theilt der Bericht die Straße einen Pferdebahnwagen der Linie Görliger BahnhofBesprechung stattfinde, zu der jedoch nur mit autographirter gesammten Büchervorräthe in 17 Klaffen: Zeitschriften( 4722), Behrenstraße" bestiegen. In der Charlottenstraße wurde Vogler Einladung Versehene Zutritt hätten. Aber weh! auch religiöse Erbauungsschriften( 1173), alte flaffische Literatur plöglich von einer starten Ohnmacht befallen, man schaffte ihn in dieser Besprechung wurde dem Herrn derartig heim( 1767), deutsche Literatur( 51 090), ausländische Literatur( 8815) aus der Pferdebahn in eine Droschke, die Frau fuhr mit dem geleuchtet, daß der überwachende Beamte ein Einsehen Philologie, Pädagogit 748, Sprachkunde 561, Philosophie 864, vollständig Regungslosen nach Hause, er wurde in die Wohnung bekam und aus Barmherzigkeit für den Herrn Rechts- Kunstgeschichte 1826, Staatswissenschaft 2245, Geschichte 11 682, hinauf getragen und dort fonnte nur fonftatirt werden, daß anwalt bei einer fleinen Störung die Besprechung auf Biographien 2466, Geographie, Neisen 7265, Mathematit 458, Vogler bereits todt sei; ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Töfte. Mit welchen Mitteln man arbeitet, geht daraus hervor, Naturwissenschaft 7657, Technologie 2879 und Jugendschriften Ende bereitet. daß ein durch Zirkular Gingeladener für den Besuch der Ver- 4968 Bände. Es läßt sich hieraus nicht erkennen, ob für die fammlung einen auf zehn Mart lautenden Bon erhalten hat. wichtigsten volksthümlichen modernen Wissenschaften, für Volks Todtgefahren. Schon wieder ist ein Rind überfahren und Als mehrere Bergleute, denen Reife- Entschädigung versprochen wirthschaft und Rechtsbelehrung gesorgt ist; wir haben indeß fofort getödtet worden. Vorgestern Mittag gegen 111 Uhr fuhr war, diese von Herrn Döhmer verlangten, verwies er sie an Grund zu der Annahme, daß Bücher diesen Inhalts sich unter ein Brauerwagen die Alexanderstraße entlang. Ein kleines, dort ihren Ortsgeistlichen. Aus was für einem Fonds dort wohl ge- den angegebenen nicht befinden. Was wollen denn auch vor dem Hause Nr. 70 spielendes 4 jähriges Mädchen lief so unschöpft wird? Döhmer und Dasbach geben das Geld 2245 Bände Staatswissenschaft auf 27 einzelne Bibliotheken ver- glücklich in die Pferde hinein, daß der Slutscher sie nicht mehr ficher nicht. Die Dasbach'sche Bolts Beitung" scheint theilt bedeuten? Die größte Anzahl derselben, 133 Bände, pariren konnte. Die Räder gingen der Kleinen über den Hals. durch die Versammlung ganz perplex zu sein, fie widmet besitzt die Bibliothek Nr. 20 in der Wiesenstraße 66; die übrigen Der Tod trat auf der Stelle ein. der Sache ganze 12/2 Beilen, verschweigt, daß Lampert, Bibliotheken sind geringer ausgestattet, die neue Bibliothek in Eine Räuberhöhie ist in der Nacht zum Sonntag in der Thome, Mischo gesprochen haben, ebenso daß die zweite der Prenzlauer Allee besitzt nur 27 dieser Bücher. Bersammlung auch aufgelöst wurde, fie hat, mit einem Worte Ein erschöpfendes Bild von der geistigen Richtung der Ber- Wuhlhaide an der Oberspree ausgenommen worden. Wir er gefagt, ihre sonstige Schwabhaftigkeit verloren. Herr Döhmer liner Bevölkerung vermag, wie schon erwähnt, der Bericht nicht fahren darüber: Als am Sonnabend Vormittag der Förster W. behauptete, er handele nur im Interesse der Bergleute, feine zu geben. Es bleibt bei den Ziffern, die hier mitgetheilt werden, aus Ostend einen abgelegenen Theil der Wuhlhaide passirte, blieb Uneigennüßigkeit erscheint jedoch in einem besonderen Relief, zu berücksichtigen, daß gerade die Arbeiter ihr Lefebedürfniß in fein Hund plößlich vor einem dichten Gebüsch stehen und ver wenn man beachtet, daß er als Rechtsbeistand des Rechtsschutz- ben Bibliotheten ihrer gewerblichen Vereinigungen befriedigen. anlaßte durch sein fortgesetztes Anschlagen seinen Herrn, sich den vereins feiner Zeit auf einmal 1900 Mart für seine Thätigteit G3 wäre vielleicht eine dankbare Aufgabe, wenn der gesammte Ort genauer zu betrachten. Als der Förster das Buschwerk erhielt. Diese 1900 Mart find jedoch lange nicht alles; rechnet Büchervorrath und ein ziffernmäßiger Nachweis der Benugung anseinanderbog, bemerkte er zu seiner großen Ueberraschung eine man dazu die ihm verloren gehenden Bivilprozesse, so tann man der Vereinsbibliotheken in Berlin dem magistratlichen Bericht augenblicklich von Bewohnern leere überdachte Söhlung, in verstehen, daß er einen anderen Vorstand wünscht. O diese Un- gegenübergestellt würde. In den einzelnen Vereinsberichten ver- welcher sich ein Lager aller möglichen Gegenstände befand. Herr eigennüßigkeit!" schwinden für die Deffentlichkeit diese Biffern, tommen wenig zur W. machte der zuständigen Ortsbehörde von seiner Entdeckung Geltung und geben fein übersichtliches und zusammenhängendes Mittheilung, und so wurde noch in der Nacht zum Sonntag durch Sammlung der Arbeitsordnungen. Zu dem gestern mit Bild von dem, was unsere Vereine auf diesem Gebiete leisten. Die Gendarmerie in Friedrichsfelde, Biesdorf, Sadowa und von mehreren Männern aus Ostend ein ausgedehnter Streifzug getheilten Vorschlage des hannoverschen Voltswillen" meint die Westfälische Freie Presse":" Die Nothwendigkeit, die leber das Verbrecheralbum berichtet der Verwaltungs- durch die Wuhlhaide unternommen, mit dem Erfolge, daß Fabrikordnungen in der Parteipreffe nach Gebühr an die Deffent bericht des Polizeipräsidiums: Das Verbrecheralbum wurde im vier Bewohner der Höhle festgenommen wurden. In der Höhle lichkeit zu ziehen und kritisch zu behandeln, ist etwas so Natür Jahre 1876 angelegt. Zu den zehn Albumbänden, in welchen die selbst wurden eine Anzahl verschiedenartiger Kochgeschirre, ein liches und Selbstverständliches, daß es schwer halten dürfte, irgend Photographien der gewerbsmäßigen Verbrecher, nach Kategorien größeres Lager von Konserven, Kartoffeln, Gemüsen, Roggen ein Parteiorgan zu finden, welches dieser Aufgabe nicht gerecht geordnet, aufbewahrt werden, find später noch drei- für inter- welcher wahrscheinlich zur Herrichtung von Lagerstätten diente sowie eine große Auswahl von allerlei Diebeshandwerkzeug geworden wäre. Wenn es nicht in dem ausgiebigen Maße ge- nationale Verbrecher, Landstreicher und auswärtige Professionsschehen ist, in dem es nach den Worten des Voltswillen" ge- verbrecher hinzugetreten. Bon jeder hier zur photographischen vorgefunden und beschlagnahmt. Die vier verhafteten Individuen, schehen soll, so hat das wohl seinen Grund darin, daß hier und Aufnahme gelangenden Person verden vier Bilder angefertigt, alles Burschen im Alter von 18 bis 21 Jahren, wurden zunächst da die Ansicht vorherrscht, die spezielle Lesprechung der von denen das eine in den betreffenden Band des Albums ein- nach dem Amtsbureau in Friedrichsfelde und gestern von dort Fabritordnungen passe besser in die gewerkschaftlichen Blätter. geklebt, das zweite dem angelegten Registerblatt beigefügt und nach dem Untersuchungsgefängniß in Moabit überführt. DieUnseres Erachtens wäre es von großem agitatorischen Werth, das dritte zu den Personalakten genommen wird. Das vierte felben bilden wahrscheinlich nur einen Theil der Räuberbande, wenn man die Arbeitsordnungen engerer Gebiete tabellarisch Exemplar, auf deffen Rückseite das Nationale und die Personen- welche in letzter Zeit die Wuhlhaide unsicher machte und zu der vorbereitete, ihre auf bestimmte Punkte sich beschreibung des photographirten Verbrechers vermerkt wird, ist auch wohl Frauenspersonen gehören dürften; wenigstens hat der beziehenden Anordnungen nebeneinander stellte und diesel zum Gebrauch bei Lokalrecherchen und zur Versendung bestimmt. vor acht Tagen dortselbst überfallene Sekretär K. des Böhmischen wenn g Mädchen beobachtet. Gerichts- Beifung. 732 Es waren das gu Brauhauses bei der räuberischen Gesellschaft ein etwa 19 jähriges Verhandlung Ruhestörungen und Gewaltthätigkeiten zu befürchten| Stempel anfertigen lassen? Rosendahl: Es waren das find, mithin die öffentliche Sicherheit durch die Verhandlungen Beamte von verschiedenen Eisenbahnen, u. a. von der Nieder vor der Strafkammer zu Bochum gefährdet erscheint; in weiterer schlesisch- Märkischen und Ostbahn. Bertheidiger Rechtsanwalt Polizeibericht. Am 24. d. Mis. Nachmittags fiel ein acht Erwägung, daß die Erbitterung in der Bochumer Bevölkerung 2 e nzmann: Haben Sie mit dem Stempel des Bochumer Monate alter Knabe in der Wohnung seiner Eltern, Danziger durch die öffentlichen Kundgebungen theils zu Gunsten Baare's, Vereins oder nur mit dem des Abnahmebeamten ge straße 128-129, aus dem Kinderwagen in einen daneben stehen- theils zu Gunsten Fusangel's sich noch gesteigert hat, in endlicher stempelt? Rosendahl: Ich habe nur mit den Stempeln den gefüllten Wassereimer und ertrank. Am 25. d. Mts. Erwägung, daß die Stadt Bochum bereis im Jahre 1889 aus des Abnahmebeamten gestempelt. Präsident: Sie behaupten Morgens wurde im Thiergarten, am Neuen See, ein unbekannter, Anlaß eines Bergarbeiterausstandes der Schauplatz großer Un- also, Sie haben in betrügerischer Absicht niemals Stempel anetwa 50 Jahre alter Mann mit einer Schußwunde in der Brust ruhen gewesen ist, beschließt der Gerichtshof: dem Antrage der fertigen lassen und auch niemals in betrügerischer Absicht eine todt aufgefunden. Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Staatsanwaltschaft und des Vertheidigers, Rechtsanwalts Dr. Kohn Schienenstempelung vornehmen lassen? Rosendahl: JaVor dem Hause Alexandrinenstr. 74 wurde Mittags ein drei- ftattzugeben und die Verhandlung vor die Strafkammer zu Effen wohl, Herr Präsident.- Nach einer kurzen Pause fragt der jähriges Mädchen von einem Bierwagen überfahren und auf der zu verweisen. Präsident den Angeklagten Rosendahl, wann es wohl vor Stelle getödtet. Nachmittags fand im Hause Grenadierstr. 42 Der Präsident fordert alsdann den Angeklagten gekommen fei, daß Stempel, die irrthümlich auf Schienen, ein Schornsteinbrand statt. Ingenieur Bering auf, fich im allgemeinen über die Fabri- Radsätzen us. w. aufgedrückt, entfernt worden sind?-Rosenfation, Abnahmebedingungen u. f. w. auszulassen. Bering dahl: Das weiß ich nicht mehr genau, es mag das vor etwa bemerkt, daß er fich nur über die ihm unterstehende zwei oder drei Jahren geschehen sein. Präf.: Nun, AnFabrikation auslassen tönne. Er fei seit 1869 im Dienste des geklagter Kirchner, Sie sollen im Jahre 1884 aus einer Walz Bochumer Vereins. Der Bochumer Verein verarbeitet jährlich fcheibe, aus welcher ein Waggonrad gemacht werden sollte, den 250 000 t Stahl. Er, Bering, habe vier Walzwerte unter sich. von dem Revisor aufgefeßten Stempel durch Aushämmern haben Da die Walzwerke sehr weit auseinanderliegen, so sei es ihm beseitigen laffen? Kirchner: Davon ist mir nichts bekannt. nicht möglich, eine genaue Aufsicht zu üben. Bering giebt als- Präs.: Bevor der Stempel ausgehämmert worden, sollen Der Gerichtsvollzieher Walter Kiffinger und der Kauf- dann eine genaue Beschreibung über die Herstellung der Schienen Sie von demselben einen Abbruck mittelst einer Bleiplatte vormann Ostar Danz standen gestern vor der ersten Straftammer und bemerkt im Weiteren: Die Abnahme geschieht auf großen genommen haben. Nach einigen Stunden sollen Sie eine des Landgerichts I. Ersterer sollte sich unter Mißbrauch der Lagerplätzen und läßt der Abnahme- Beamte nach geschehener andere Walzscheibe, die mit dem nach dem Blei- Abdruck Amtsgewalt der versuchten Erpressung, letzterer der Anstiftung Untersuchung die Schienen unter seiner Aufsicht von einem gemachten Stempel gestempelt, dem Abnahmebeamten zur dazu schuldig gemacht haben. Im vorigen Sommer trat Danz Arbeiter stempeln. Es kommt nun vor, daß ein Abnahme- Fallprobe unterschoben haben? Kirchner: Davon als Bevollmächtigter für den Rentner Heil auf, der im Besize Beamter an einem Tage 700 Schienen abnehmen kann, andere ist mir nichts bekannt. Präf.: Sie sollen den Schloffer einer rechtskräftig gewordenen Forderung in Höhe von 880 M. Beamte seien trotz aller Bemühungen nur im Stande, 100 Schienen Jansen mehrfach beauftragt haben, Stempel anzufertigen? gegen den Bau- Unternehmer Garn war. Danz ging energisch an einem Tage abzunehmen. Eine vollständig fehlerlose Schiene Stirchner: Das ist richtig, das habe ich aber blos auf Be vor, er beauftragte im August vor. J. den Gerichtsvollzieher gebe es faum, er habe wenigstens noch keine vollständig fehler- stellung der Eisenbahn- Verwaltungen gethan. Kissinger bei der Firma Kranz u. Garn die Pfändung vorzunehmen, lose Schiene gesehen. Es gebe Schalenfehler, Schlackfen- aber feine Revisorenstempel, sondern nur Stempel der betreffenden da angenommen wurde, daß Garn Mitinhaber der Firma fei. Der fehler u. f. w. Nun gebe es junge Beamte, die faum von der Eisenbahn Verwaltungen, damit das von ihnen gewünschte Gerichtsvollzieher traf den Schuldner auch im Komptoir der Akademie kommen und sich strikt an ihre Instruktion halten, Material, das allerdings vorerst geprobt werden sollte, gestempelt Firma Kranz u. Garn an. Es wurde ihm mitgetheilt, daß nicht d. h. also jede Schiene, die irgend einen fleinen Fehler aufweist, werde. Präs. Der Regierungsbaumeister Fränkel hat einmal der Schuldner, sondern deffen Ehefrau Mitinhaberin der Firma verwerfen. Die Schienen bekommen oftmals Blasen, haben an Lokomotivachfen abgenommen. Als Sie nun diese Achsen zum ſei, ihm, dem Schuldner, gehöre nichts von den im Bureau be- der Kopf- oder auch an der Fußseite theils Längs-, theils Quer- Zwecke des Abnahmeberichtes zählten, haben Sie neun herausfindlichen Sachen, er sei nur Buchhalter im Geschäft gegen ein risse. Wenn eine Schiene einen Fehler aufweise, dann werde gerechnet, obwohl thatsächlich nur acht Achsen abgenommen waren. monatliches Gehalt von 120 M. und wohne in Charlottenburg, mittelst eines Hammers untersucht, wie groß der Fehler sei, ob alle Fräntel Sie darauf aufmerksam machte, follen Sie erklart wo gepfändet werden müsse. Der Gerichtsvollzieher hielt dies der Fehler blos ein oberflächlicher oder ein tiefergehender sei. haben: Sie hätten nur vergeffen, die neunte Achse hinzuzustellen. für eine der gewöhnlichen Schiebungen, und er wurde in dieser Sei der Fehler ein derartiger, daß die Schiene brechen tönne, Gie haben alsdann eine neunte Achse aus einem Nebenraum Meinung noch mehr bestärkt, als er fah, daß die dann werde dieselbe verworfen. Seien es nur minimale Fehler, herbeigeholt? Kirchner: Davon ist mir nichts be Firma Kranz u. Garn gegen den angeblichen Buchhalter die sich durch Hämmern sofort beseitigen lassen, so werden die fannt. Pr& f.: Sie befireiten also, in betrügerischer Garn bereits eine Vorpfändung vorgenommen hatte wegen selben abgenommen. Größere Fehler, wie Quer- und fleine Absicht bei irgend einer Ablieferung verfahren einer Forderung von 2000 M., die Garn anerkannt hatte mit Sängeriffe werden als sogenannte Schönheitsfehler bezeichnet. fein?- Stirchner: Jawohl.- Präsident: As Sie dem Bemerken, daß er sich der sofortigen Zwangsvollstreckung Derartige Schienen werden als sogenannte zweite Sorte 10 pet. von dem Herrn Untersuchungsrichter vernommen wurden, haben unterwerfe. Der Gerichtsvollzieher wollte sich nicht irre machen unter dem üblichen Marktpreise verkauft. Gewöhnlich kaufen Sie Ihr Zeugniß verweigert, weshalb thaten Sie das? laffen, er beschlagnahmte sämmtliche Gegenstände, welche noch derartige Schienen Bahnen untergeordneter Bedeutung, aber selbst seir ch ner: Das ist richtig, ich habe mit dem Gericht nie nicht auf Grund der erwähnten Forderung unter Siegel gelegt Bollbahnen, wie z. B. die Argentinier Bahn, habe im vergangenen etwas zu thun gehabt und da der Herr Untersuchungsrichter mir waren, und erklärte, dieselben sofort mitnehmen zu wollen. Während Jahre Schienen mit Schönheitsfehlern getauft. Von 2000 fagte, daß ich mein Zeugniß verweigern tönnte, so habe ich es dieser Verhandlungen traf Kranz ein. Als er hörte, um was es folcher Schienen feien im Ganzen 2 gebrochen. Der Bochumer gethan. Der Angeklagte Drewel bestreitet ebenfalls, irgend ſich handelte, bot er dem gleichfalls anwesenden Gläubiger Dans Verein übernehme auch für die mit Schönheitsfehlern be- eine strafbare Handlung begangen zu haben. Bräf.: Sie 100 M., wenn derfelbe von einer Mitnahme der Sachen Abstand hafteten Schienen Garantie. Präs. Werden nicht fehler- follen eine Reihe von Stempeln haben anfertigen lassen. nehmen wolle. Danz wollte sich auf nichts einlassen und bafte Schienen verlittet? Bering: Jawohl, diese Berkittung Drewel: Das gebe ich zu, ich habe das aber nur auf direkte die Unterhandlungen endeten damit, daß die Sachen mit ist aber zu sehen.- Präsident: Werden nicht auch bei Bestellung der Revisoren gethan. Präs.: Können Sie uns genommen wurden. Garn zeigte die beiden Angeklagten darauf Schienen, die große Riffe aufweisen, sogenannte Schwalben- einige biefer Abnahmebeamten nennen? Drewel: Genau an. Er behauptete, daß der Gerichtsvollzieher, der Namens fchwänze eingefeßt?- Bering: Nein, daß gefchieht niemals, weiß ich das nicht mehr.- Präs.: Nun, ich werde Ihrem feines Auftraggebers 500 M. gefordert hatte, dies in einer ba in solchem Falle die Gefahr des Brechens der Schiene vorliegt. Gedächtniß zu Silfe fommen. Es sollen das die Revisoren Kruft, Weise gethan, daß es einer versuchten Erpressung gleichfäme und Aber auch aus ökonomischen Gründen werden Schwalbenschwänze Gallois, Ingenieur Brock aus Lemberg, ein Revisor der Handaß die Mitnahme der nicht dem Schuldner gehörigen Sachen nicht eingefeht, da dies zu viel Kosten verursachen würde.-noverschen Bahn, Gisersti von der Warschau- Wiener Bahn, eine rechtswidrige gewesen. Präs.: Wie geht die Abnahme der Schienen vor sich? Baner für griechische Bahnen, Imperatori für Italien und Luh Fm Termine behauptete der Angeklagte, daß er seine amtering: Die Abnahmebeamten nehmen zunächst Berreiß-, für die Schweis gewesen sein. Drewel: Das ist richtig. lichen Befugnisse nach feiner Richtung hin überschritten habe. Schlag- und Belastungsproben vor, untersuchen alsdann jede Bräf.: Haben Sie niemals nach Bleiabdrücken Stempel Die Beweisaufnahme fiel für die Angeklagten geradezu glänzend einzelne Schiene und lassen diejenigen, die sie für gut befinden, anfertigen laffen, um damit schlechte Schienen, die aus. Der Zeuge Garn räumte ein, daß er start verschuldet sei. stempeln. Durch die Stempelung gebt die Schiene noch nicht in das Abnahmewert nicht haben wollte, zu stempeln und blos um sich vor seinen Gläubigern zu retten, habe seine Frau den Besiz des Abnehmers über: am Endziel wird eine nochmalige sie alsdann dem Abnahmebeamten in die Hände zu spielen? als Mitinhaberin der Firma eintreten müffen. Jeder Theilhaber Revision der Schienen vorgenommen. In früheren Jahren hat Drewel: Das ist niemals geschehen. Präf.: Weshalb habe 5000 m. eingeschossen und von diefer Summe feien 3000 M. der Bochumer Verein 10 Jahre für die verkauften Schienen haben Sie bei dem Herrn Untersuchungsrichter Ihr Zeugniß verzur Komptoireinrichtung verbraucht worden, die wiederum durch garantirt, diese Garantiefrist ist seit einiger Zeit auf 5 Jahre weigert?- Drewel: Weil ich die Abnahmebeamten nicht blosdas erwähnte Manöver vor den Gläubigern des Garn geschützt herabgesetzt worden. Präf.: Worin besteht die Garantie? ftellen wollte.- Verth). N.-A. 2enzmann: Ich beantrage, allen wurde. Der Letztere habe in Charlottenburg eine kleine Wohnung Bering: Der Bochumer Verein garantirt für die Halt Angeklagten die Frage vorzulegen: ob sie nicht ihr Zeugniß ver gemiethet, die er nicht benutzte und wo es nichts zu pfänden barfeit der Schienen auf 5 Jahre und wenn während dieser weigerten, um nicht die Direktion des Bochumer Vereins blosgab, aber er fonnte sich daraufhin bei dem Charlottenburger Beit eine Schiene bricht, so leistet das Wert sofort unentgeltlich zustellen. raf.: Wie verhält sich das, Drewel? Meldeamt anmelden. Der Präsident bezeichnete das Ber- Ersatz dafür.- Präf.: Kommt es nun häufig vor, daß Drewe!: Ich habe mein Bengniß nur verweigert, weil ich die halten der Firma Kranz und Garn als eine regelrechte Schienen ersetzt werden müssen? Bering: im Winter Abnahmebeamten nicht blosstellen wollte. Präs: Ist Ihnen Schiebung. Schon nach Bernehmung der beiden Beugen Kranz 1882/83 wurden uns von der Königlichen Eisenbahndirektion von Direktionsmitgliedern des Bochumer Vereins oder von einem und Garn erklärte der Staatsanwalt, daß er die Anklage fallen Magdeburg von 14 000 Schienen 41 zurückgeschickt. Es fand Rechtsanwalt gesagt worden, daß Sie Ihr Zeugniß verweigern laffe, der Angeklagte Rissinger habe vollständig forrelt ge- infolge dessen auf unseren Antrag eine Revision der Strede statt, tönnen?- Drewel: Nein. Präf.: Sielten Sie die handelt. die noch 13 schabhafte Schienen ergab. Bei einer späteren Liefe- Stempelanfertigungen für ftrafbar. Drew el: Reineswegs ,. Der Gerichtshof fällte ein freisprechendes Urtheil und legte rung von 8000 Schienen wurde nicht eine einzige Schiene zurück- ich war ja beauftragt dazu. Praf.: Haben Sie einmal geauch die den Angeklagten erwachsenen nothwendigen Ausgaben gegeben, obwohl die fgl. Eisenbahndirektion Magdeburg in fo sehen, daß auf einem Walzwert Schienen geflicht wurden? der Staatskaffe auf. rigoroser Weise bei der Abnahme verfuhr, daß wir weitere Liefe- Drewel: Nein, das habe ich niemals gesehen. Berth. R.-A. Das Opfer einer Personenverwechselung ist der rungen nur unter der Bedingung ausführen wollten, wenn auch enzmann: Haben Sie bei dem Herrn UntersuchungsRestaurateur Andreas Barlon geworden, der gestern unter der die zweite Abnahme auf dem Werk geschehe. Präs.: Ist es richter nicht gefagt: Sie verweigern Ihr Zeugniß, weil Sie be Antlage der Beleidigung, der versuchten Bevorgekommen, daß von gestempelten Schienen Stempel entfernt fürchten, durch Ihre Aussage sich einer strafrechtlichen Verfolgung wurden? Bering: Jawohl, das kam vor, wenn mehr auszusetzen? Drewel: Nein.-Rechtsanwalt Lenz ste chung und der Ueberschreitung der Polizei- chienen geftempelt waren, als zu liefern waren. Bräfmann: Haben Sie bei dem Herrn Untersuchungsrichter gesagt: stunde vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I stand. Hatten Sie in solchem Falle die Verpflichtung, dies den Ab- daß Sie mit Rücksicht auf die Revisoren Ihr Zeugniß vers Der Angeklagte ist Inhaber zweier Lokale. In einem derfelben fand ein Schuhmann eines Abends noch spät in der Nacht nahmebeamten mitzutheilen? Bering: Jawohl, das ist den weigern? Drewel: Jawohl.- Rechtsanwalt 2enz Abnahmebeamten stets mitgetheilt worden. Gäste. Er machte den Wirth auf die Uebertretung aufmerksam, Auf dem Präsmann: Dann werden wir den Antrag stellen, den Unter Bochumer Verein werden auch Stempel fuchungsrichter, Herrn Landgerichtsrath Landschütz, zu laden. worauf dieser ihm einige Zigarren und ein Glas Bier anbot, um angefertigt? Bering: Allerdings, wenn wir Auf- ist geradezu undenkbar, daß Herr Landgerichtsrath Landschüs von der Erstattung einer Anzeige Abstand zu nehmen. Der Beamte verhielt sich ablehnend und fragte einen Hausbewohner, träge erhielten, Stempel anzufertigen oder zu repariren, so konnte diesen Grund für die Zeugnißverweigerung sollte gelten gelaffen das sofort geschehen.- Präs.: Waren denn die Abnahme- haben. der im Vorübergehen Beuge der fleinen, auf dem halbdunklen beamten berechtigt, derartige Aufträge zu ertheilen? Bering: Hausflur sich abspielenden Scene gewesen war, nach dem Namen Jawohl.- Praf.: Nur Privatbahnen haben wohl derartige fundet, daß er seit 1867 auf dem Bochumer Verein und feit 1884 Der Angeklagte Herda, der alsdann vernommen wird, be des Wirthes. Es wurde ihm der Name des Angeklagten ge- nfträge ertheilt? Bering: Zum Theil auch Staatsbahnen. auf dem Walzwerk beschäftigt fei. Er habe niemals nannt. Dieser betheuerte im Zermine, daß er von der ganzen Bräf.: Geschah die Stempelung immer in Gegenwart des irgend welche betrügerische Manipulationen vorgenommen. Sache nichts wiffe, er müsse mit seinem Geschäftsführer ver- Abnahmebeamten? Bering: Nicht immer. Der Abrahine- Bräf. der Revisor Kurzenberger für die badische wechselt worden sein, der jenes zweite Geschäft leitete. Diese beamte nahm oftmals nur die Berreiß-, Fall- und Belastungs- Gisenbahn- Verwaltung will Ihnen nur den Stempel übergeben Behauptung fand durch die Beweisaufnahme volle Bestätigung, probe vor und beauftragte alsdann einen Arbeiter mit der haben, wenn Sie in seiner Anwesenheit Schienen stempeln sollten. so daß dem Angeklagten wegen der beiden Bergehen nichts an Stempelung, der diese in Abwesenheit des Abnahmebeamten vor- Bei einer dieser Stempelungen hat Kurzenberger bemerkt, daß zuhaben war. Wegen der Uebertretung war der Angeklagte aber nahm. Bisweilen wurden auch die Schienen ungestempelt ver- Sie mit der Hand in die Tasche fuhren. Surzenberger hat Ihnen verantwortlich, er wurde deshalb zu 15 M. Geldstrafe ver- laben und erst auf dem Bahnhof gestempelt.- Präf.: War darüber Vorwürfe gemacht. Er wollte Sie vifitiren, Sie haben urtheilt. alsdann der Abnahmebeamte zugegen? Bering: Auch nicht ihn aber daran gehindert. Herda: Es hat doch Niemand immer, es war uns das aber peinlich, wir haben deshalb die das Recht, mir in die Tasche zu faffen. Bras.: Sie sollen Abnahmebeamten aufgefordert, bei der Stempelung dabei zu sein. sich nun eiligst nach einem Abort begeben haben, von dem Sie Präf.: Wie werden die Meister und Arbeiter auf dem aber sehr bald zurückkehrten? Herda: Das gebe ich zu, ich Bochumer Verein bezahlt? Erhalten diefe irgendwelche Prämien? mußte zufällig einmal retiriren, ich hatte aber nichts in meiner Bering: Die Meister erhalten je nach Höhe der verkauften Tasche. Dem Angeklagten Herda wird ferner vorgeworfen, Schienen Prämien, legtere werden aber für die zweite Qualität daß er die Schienenstempel entfernt und statt dieser minder in derselben Höhe wie für die erste bezahlt. Die Arbeiter werthige Schienen, die er mit einem solchen Stempel versehen, Effen, 25. Juli 1892. stehen zum Theil im Atford- zum Theil im Tagelohn. Bras. unter die bereits abgenommenen Schienen gemischt habe. Herda Erster Tag der Verhandlung. Die Arbeiter haben dem Meister unbedingt Gehorsam zu leisten soll außerdem verschiedene Stempel behufs Falschstempelung von Den Gerichtshof bilden: Landgerichtsdirektor Thöne( Präfi- Bering: Jawohl.- Auf Befragen des Vertheidigers bem Mitangeklagten Jansen haben anfertigen lassen. Herda dent) und die Landgerichtsräthe Baur, Schneider II, die Land- Rechtsanwalt Lenzmann bemerkt Bering: Er habe über stellt alle diese Beschuldigungen mit Entschiedenheit in richter Heilermann und Schmölder( Beisigende). Die kgl. Staats- die Meister und Arbeiter die Oberaufsicht, er sei gewissermassen Abrede. Er gesteht schließlich aber zu, einmal drei anwaltschaft vertritt Staatsanwalt Eckert, die Vertheidigung die höchste Instanz. Staatsbahnen haben niemals Schienen mit zurückgewiesene Schienen gestempelt zu haben. Dies sei führen die Rechtsanwälte Dr. Sello( Berlin), Stapper( Dussel- Schönheitsfehlern abgenommen. Längsrisse lassen sich nur selten aur Anzeige gekommen und er sei deshalb mit 5 Mart bestraft dorf), Hünnebeck u. Dr. Schwering( Bochum), Dr. Wallach vertitten. Rechtsanwalt Lenzmann: Haben Sie diese 5 M. ( Effen), Lenzmann( Lüdenscheid) und Kohn( Dortmund). Als Es wird alsdann zur Bernehmung des Angeklagten Rosen später zurückerhalten?- Herda: Nein. Rechtsanwalt Protokollführer fungirt Aftuar Rinteln. Vor dem Richtertisch dahl übergegangen. Diefer befundet auf Befragen des Präfienzmann: Ich stelle diese Frage, da es in Osnabrück vorfind Echienentheile mit sogenannten Schönheitsfehlern am Kopf denten, daß er feit 1864 auf dem Bochumer Verein beschäftigt gekommen ist, daß Arbeiter in Gegenwart der Revisoren bestraft und Fuß, Schienenstempel u. f. w. aufgelegt. Der Zuhörerraum fei. Er habe wohl bisweilen Stempel von Schienen entfernen wurden, die Strafgelder wurden ihnen aber später zurückgegeben. Das sei aber nur geschehen, wenn, ist faft leer, dagegen ist eine große Anzahl von Zeitungs- Bericht- iaffen, das sei aber was vor- Präs.: Sie sollen Schienen, welche bereits verladen und irrthümlich waren. gestempelt erstattern eingetroffen. Als Sachverständige find geladen gekommen, Schienen zur Abfahrt bereit auf dem Bahnhof standen, von dort haben feitens der Staatsanwaltschaft: Regierungsbauführer Block, Bräf.: Wurden die Stempelungen immer in Gegenwart der zurückholen und sie durch andere mit falschen Stempelabzeichest Generaldirektor Tull, Baurath Thomas und Ingenieur Freuden Abnahmebeamten vorgenommen? Rosendahl: Nein, die versehene ersehen lassen. Ja, Sie sollen fogar auf den Bahnhof Von der Bertheidigung sind geladen: Regierungs- Abnahmebeamten haben uns oftmals, nachdem sie die Berreiß-, gegangen und die bereits verladenen, dort befindlichen Schienen bauführer Hellwig, Eisenbahndirektor Passauer, Bahnmeister Fall- und Belastungsproben vorgenommen, den Stempel über in den Waggons noch vor der Abfahrt gestempelt haben?- Herda: Moostop Oberingenieur van Dut, Ingenieur Kienappel, geben und uns mit der Stempelung beauftragt. Bräs.: Welche Ich bestreite, Schienen mit falschen Stempeln versehen zu haben. Regierungsbaumeister Konrad, Oberingenieur Mock und Bau- Abnahmebeamten waren dies wohl, können Sie uns vielleicht es ist wohl vorgekommen, daß ich auf dem Bahnhof noch Inspektor Echternach. Nach Feststellung der Personalien der einige namhaft machen? Rosendahl: Das war z. B. Herr Schienen geftempelt habe, es ist das aber stets auf Wunsch Angeklagten wird der Unklagebeschluß und der Beschluß des Windscheidt von der Köln rechtsrheinischen Gisenbahn. Bra f.: und mit Einwilligung der Abnahmebeamten geschehen. Ju Oberlandesgerichts zu Hamm verlesen. Letzterer besagt etwa: Saben Sie nicht auch Stempel anfertigen lassen? Rosendahl: Allgemeinen äußert sich Herba, daß ein Abnehmer zu ihm In Erwägung der hochgradigen Erregung, die durch die Ent- Jawohl, verschiedene Abnahmebeamte haben bei uns theils gesagt habe:" Ich bin noch nie auf einem Wert jo gut bebient hullungen des Redakteurs Fusangel über angebliche auf dem Stempel anfertigen, theils repariren lassen, zumal sich die Stempel worden, wie beim Bochumer Verein." Mit unerlaubten Flickereien Boker Berein begangene Betrügereien sich der Bevölkerung fehr bald abnusten und die Beamten gewöhnlich nur einen habe er Nichts zu thun gehabt. Wenn so etwas vorgekommen Bochum bemächtigt hat, so daß, je nach dem Ausgange der Stempel hatten. Präs.: Welche Eisenbahnverwaltungen haben wäre, dann würden die Betreffenden bestraft worden sein. Von Kleve, 24. Juli. Wie die Köln. Bolts- 3tg." mittheilt, bereitet die Staatsawaltschaft Strafanträge wegen Meineides gegen mehrere Beugen im Buschhoff- Prozesse vor. Die Stempelfälschungen auf dem Bochumer Verein vor Gericht. worden. ing Versammlungen. Ingenieur Bering sei er stets angewiesen worden, nur gutes p Ben neuen Arbeitseinstellungen unter den G1a3.1Ostpreußen kommen jetzt faft jeden Tag größere Erupps männ Material zu nehmen, damit keine Unordnung vorkomme. In arbeitern des Gablonzer Bezirks wird der„ Bossischen licher und weiblicher landwirthschaftlicher Arbeiter pol. einigen Fällen feien auch mehr Schienen gestempelt worden, als Beitung" berichtet. nischer Nationalität hier an. Der Arbeitslohn ist hier nöthig waren. Dies habe den Zweck gehabt, um für den Fall, d wesentlich höher als in Deutschland." Nun wird daß sich fehlerhaftes Material finde, dies durch besseres ersetzen erste Generalversammlung am 17. und 18. Juli in Stralau bleiben, als zum gelben Mann, zum Kult zu greifen. Aber auch Der Verband der Glasarbeiter Deutschlands hielt seine ben patriotischen deutschen Agrariern wohl nichts weiter übrig zu können. Ruli Der Angeklagte König bekundet auf Befragen des Präfi- ab. Auf derselben waren 23 Orte durch 26 Delegirte vertreten, mit deffen Unterwürfigkeit hat's seinen Halen. denten, daß er auf Anordnung des Meisters Herda einmal nach welche zusammen 38 Mandate im Besitz hatten. Nach dem Be Feierabend auf dem Bahnhofe von bereits verladenen Schienen richte des Vorsitzenden Albert Gebel hat sich die Organi Stempel entfernt und diese gegen minderwerthige umgetauscht fation trotz schwerer Verfolgungen und trotz des Indifferentismus worden seien. Präs.: Wie oft ist das vorgekommen? Der Kollegen gut bewährt. Hauptsächlichster Gegenstand der Benig( nach längerem Zögern): Einmal. Bras.: Sagten Sie rathungen war eine eventuelle Statutenänderung. Nach dem fich nicht, daß das strafbar ist? König: Ich hielt es allerdings Berichte des Fachgenossen" sprachen fast alle Redner die Ansicht für unrecht, daß ich mich aber strafbar mache, glaubte ich nicht. aus, daß die Arbeitslosenunterstützung in ein richtigeres VerIm Verband der Vergolder und Vergolderinnen hielt Präs.: Wurden die Schienen, von denen die Stempel entfernt hältniß als bisher gebracht, eine Reise- Unterstüßung aber überwurden, durch irgend eine Flüssigkeit begossen, um die Gut- haupt nicht einzuführen sei. Hauptzweck des Verbandes müsse am 18. Juli Genoffe Tür einen mit reichem Beifall aufStempelungszeichen zu entfernen?- Körig: Jawohl. sein, seinen Mitgliedern bessere und bessere LohnArbeits genommenen Vortrag über Sibirien. Dann erstattete der Kassirer Praf.: Was war das für eine Flüssigkeit?- König: Das bedingungen zu schaffen. Als unthunlich wurde es be- den Rassenbericht über das 2. Quartal. Danach betrug die Einweiß ich nicht. Der Angeklagte befundet im Weiteren auf Bezeichnet, feramische Arbeiter( der Porzellan und Thon- nahme 416 M. 54 Pf., die Ausgabe 418 M. 24 Pf. Der Rafsiver fragen des Präsidenten, daß er auf Anordnung des Herda einmal waaren- Industrie) in den Verband aufzunehmen, da für diese wurde entlastet. Die Abrechnung vom Stiftungsfest konnte vom brei von dem Revisor abgelehnte Schienen geftempelt habe. Der bereits zwei Verbände bestehen, denen sie sich anschließen können. Kollegen Nolte nur oberflächlich gegeben werden, da noch Einige Angeklagte Mohring wird beschuldigt, in zahlreichen Fällen nicht Eine der wichtigsten Fragen war die, ob auch die in der Glas im Rückstande sind, sie werden hiermit ersucht, ihren Verpflich die von den Abnahme- Beamten gestempelten Probestüde zur Bor- industrie beschäftigten Arbeiterinnen aufgenommen werden sollen. tungen schleunigst nachzukommen. Hierauf empfahl Kollege nahme von Fall- und Berreißproben hergerichtet, sondern an In Erwägung dessen, daß in verschiedenen Branchen viele weib- päthe den Anwesenden, betreffs des Verbandsorgans für ein deren Stelle anderes Material, von dem er wußte, daß es die liche Arbeitskräfte Verwendung finden, deren Lage ebenso wie die pierwöchentliches Flugblatt einzutreten. Kollege Höpfner war Probe bestehen würde, genommen zu haben. Diese Stücke soll der männlichen eine immer gedrücktere werde, auch durch die damit einverstanden, betrachtete aber das Flugblatt nur als ein Mohring mit einem falschen Stempelabzeichen versehen und sie weiblichen Arbeitskräfte die Löhne der männlichen beeinflußt Uebergangsstadium. Die demnächst stattfindende Urabstimmung derartig bearbeitet haben, daß sie den von den Abnahme- Beamten würden, gelangte man zu der Ansicht, daß auch die Arbeiterinnen werde das Nähere ergeben, da dieselbe nur zwei Fragen betreffe: nach ausgesuchten Stücken vollständig glichen. Mohring bestritt ent- aufzunehmen seien. Der Verband erhielt demzufolge den Namen: 1. Wiedereinführung des Bereins- Anzeigers, 2. ein nad) Kollege RamIow befchieden, derartige Manipulationen gemacht zu haben.- Dem An- Verband der Glasarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands". Bedarf erscheinendes Flugblatt. An- Verband wenn alle Mitglieder für ein getlagten Lohtöhler werden ähnliche Straftaten zur Last gelegt, Die Statutenberathung hatte fernerhin folgendes Ergebnis: Die grüßte es mit Freuden, diefer bestreitet ebenso entschieden seine Schuld.- Präs.: Weshalb Arbeitslosenunterstügung soll auch fünftighin beibehalten werden. Flugblatt eintreten würden, da dies ja vollständig dem haben Sie bei dem Herrn Untersuchungsrichter Jür Zeugniß ver. Das Eintrittsgeld wurde für alle Gintretenden auf 50 Bf., Bedürfniß genüge. Der Verband tönne fich dadurch wieder weigert?- Lohtöhler: Weil ich mir bewußt war, daß ich der wöchentliche Beitrag bei einem Jahreseinkommen bis erholen, während die Ausgaben für die Zeitung eine bedeutende Das Geld, was ein ständiges darüber 700 Mart auf 15 Pfennige, hinaus auf Summe verschlungen hätten. mir einzelne fleine Unregelmäßigkeiten habe zu schulden kommen zu laffen. Präf.: Worin bestanden diese Unregelmäßigkeiten? 20 Pfennige feftgefeht. Das Anrecht auf Unterstützung Organ fosten würde, tönnte man zu Nothwendigerem gebrauchen. Es ohtöhler: In einigen Gewichtsdifferenzen. Der folgende beginnt nach Ablauf der zwanzigsten Woche der Mitgliedschaft. wurde dann auf Antrag des Kollegen Späthe folgende RefoAngeklagte, Meggermeister Krüger, befundet: Er sei im Jahre Die Mitglieder der 1. Klaffe erhalten 75 Pf., der 2. Klasse 1 M. lution angenommen. Die Versammlung beantragt, auch fernerhin an dem Er1884 vom Bochumer Verein als überzählig entlassen worden und pro Tag und zwar auf die Dauer von 10 Wochen in Fällen von habe sich alsdann eine Meggerei errichtet. Er habe die Ordre Arbeitslosigkeit. Jedoch steht dem Vorftande das Recht zu, in scheinen eines Flugblattes festzuhalten, da durch selbiges der Vergehabt, stets nur gutes Material zu geben und dabei im Auge Uebereinstimmung mit dem Ausschusse die Unterstützung noch band finanziell entlastet wird und ein monatlich erscheinendes zu behalten, daß einmal der Ruf des Bochumer Vereins nicht länger als für die Dauer von 10 Wochen zu gewähren, nament Flugblatt vollständig demselben Zweck entspricht, wie eine Fachgeschädigt, zweitens daß er nicht bestraft werde und endlich, daß lich wenn Mitglieder wegen ihrer Zugehörigkeit zum Verbande zeitung." Der Hauptkassirer Narry theilte noch mit, daß neue BeiDer Verein bestehen konnte. Ganz besonders im Winter, wenn oder wegen ihres Eintretens für Erringung günstiger Lohn- und die Schienen beregnet oder beschneit sind, ist es nur dem Fach Arbeitsbedingungen, insoweit dies unter Mitwissenschaft und Bu- tragsmarten und zwar solche von blauer Farbe ausgegeben mann möglich, Fehler herauszufinden. Ich habe infolgedessen Stimmung des Vorstandes bezw. Ausschusses geschehen ist, gemaß werden, welche die neue Aufschrift führen: Verband der im Verbisweilen von den Revisoren ausgewählte Schienen gegen regelt oder arbeitslos geworden sind. Streits 2c., welche ohne golder- und verwandten Gewerben beschäftigten Arbeiter und beffere vertauscht, da der Nevisor sich irrthümlich fehler Borwissen und Zustimmung des Borstandes unternommen werden, Arbeiterinnen Deutschlands." Die alten Marken behalten aber hafte Schienen ausgesucht hatte. Bräf.: Gie geben also zu, werden aus der Verbandstasse nicht unterstützt. Der Sih( bes ihre Giltigkeit weiter. Jeder folle fich indeffen hüten, Marken Schienen vertauscht zu haben, aber nur zum Vortheil der Ab: Berbandes wurde in Bergedorf belassen und als Sitz des Aus- mit der neuen Aufschrift von rother Farbe zu taufen, Der Fachgenoffe" wurde als da diefelben ungiltig sind. Nach Anfertigung dieser nehmer?-Krüger: Jawohl. Auf weiteres Befragen bemerkt dieser schusses Stralau bestimmt. Marken haben beim Revidiren mehrere Tausend geAngeklagte, daß zu der Zeit, als er auf dem Bochumer Verein obligatorisches Verbandsorgan wiedergewählt. fehlt. Dieselben waren, wie fich ergeben hat, in war, Schienen mit Schönheitsfehlern ein sehr gesuchter Artikel Internationaler Tabalarbeiter- Rongreß in Amsterdam. der Druckerei von Maurer u. Dimmick abhanden gekommen, Tabako waren, die sogar damals höher bezahlt wurden, als die fehler: Ju Berücksichtigung des Umstandes, daß die Veröffentlichung weswegen neue Marken( von blauer Farbe) gedruckt werden freien Schienen. Der Angeklagte Schloffer Jansen, als Hand- des Aufrufes zur Betheiligung am Internationalen Tabalarbeiter mußten. Mehrere Redner sprachen nun ihr Bedauern aus über werksbursche mit 3 Monaten Gefängniß wegen Diebstahls vor: Kongres erst in jüngster Beit in den deutschen Zeitungen erfolgte derartige Untorrektheit jener Druckerei, wodurch der Verband bestraft, bekundet auf Befragen: Er sei im Jahre 1881 als und aus diesem Grunde den Kollegen wenig Zeit übrig blieb, die vielleicht schon früher in eine schlechte Bahn gebracht worden sei, überzählig" vom Bochumer Verein entlaffen worden, er fei jedoch Frage der Beschicklung des Kongreffes eingehend zu erörtern und und wünschten, daß derartige Arbeiten nicht mehr jener Firma der Meinung, daß er wegen seiner Stimmabgabe bei den Reichs die Mittel dafür zusammenzubringen, wandte sich der unterzeichnete übertragen werden möchten, ba Vorkommnisse wie das obige den tagswahlen entlassen worden sei. Er habe im Auftrage der An Vertrauensmann für Deutschland an das Internationale Komitee Arbeiterinteressen furchtbar schadeten. geklagten Rosendahl, Kirchner, Dremel und auch im Auftrage des in Antwerpen und ersuchte baffelbe, den Kongreß erst im Monat Schloffers Schlüter Stempel angefertigt. Er habe nicht geglaubt, September stattfinden zu lassen. Das Internationale Komitee Eine Versammlung der Delegirten aus der Musik. daß er dadurch etwas Strafbares begehe. Später, nachdem beschloß diesem Antrage gemäß, daß der Kongreß anstatt am instrumenten- Branche, in der, wie feſtgeſtellt wurde, 54 Dele er schon entlassen war, sei es ihm tlar geworden, mit diesen Stempeln die Revisoren betrogen werden abgehalten werden soll. daß 7. August erst am 4. September in Amsterdam girte anwesend waren, tagte am 23. Juli. Vor Eintritt in die Tagesordnung sprach der Vertrauensmann sein Bedauern über sollen. Präsident: Wodurch famen Sie auf diesen Kollegen allerorts! Das internationale Uebereinkommen, das unentschuldigte Fernbleiben von 19 Delegirten aus, zumal Gedanken? Jansen: Rosendahl fagte mir einmal: Machen welches vor zirka zwei Jahren in Antwerpen geschaffen wurde, dieselben durch Postkarte besonders eingeladen waren. Hierauf Gie den Stempel genau, damit die Revisoren es nicht hat sich obgleich dasselbe in Rücksicht auf die deutschen Ver- machte der Vertrauensmann Mittheilung über den Stand der merken. Der Präsident konstatirt aus den Akten, daß der hältnisse nur ein äußerst lockeres sein konnte, bis jetzt vollständig Unterhandlungen, welche die Werkstattkontrolleure mit den Firmen Angeklagte früher bekundet: Rosendahl habe zu ihm gesagt: bewährt. Der erste Fall, bei welchem es galt, die internationale Cocchi, Bacigalupo u. Graffigna, Schönhauser Allee, Peterson " machen Sie den Stempel genau, damit es nicht gemerkt wird." Solidarität zum Ausdruck zu bringen, betraf eine Angelegenheit u. Ko. und Gallowski, Manteuffelstraße, führten. Lebhafte Präf.: Was mag wohl Schlüter für ein Intereffe an den unseres Landes, den Ausschluß der Zabalarbeiter von Hamburg Debatte rief ein Beschluß hervor, der in der öffentlichen Berfalschen Stempeln gehabt haben?- Jansen: Ich nehme an, Alltona- Ottensen. Unsere Kollegen im Auslande, namentlich die fammlung bei Joël gefaßt worden war, nach welchem fortan eine daß er im Auftrage des Bochumer Vereins gehandelt habe.jenigen in den Präs.: Schlüter wurde doch seiner Manipulationen wegen vom wesenen Ländern, haben auf dem letzten Kongres vertreten ge- Maßregelungsunterstützung gezahlt wird. Da der Bertrauensmann in dieser Angelegenheit mit dem Generalausschuß in Differenzen ihre Schuldigkeit nicht Bochumer Verein entlassen. Jansen: Diese Entlassung war eben so gut, eine scheinbare, denn Schlüter ist noch auf dem Bochumer Verein. Dern wie die Kollegen in Deutschland, son gerathen ist, wurde durch Annahme einer Resolution des Delezum Theil weit besser als diese gethan. Der girten Riediger beschlossen, um die Streitigkeiten beizulegen, Verth. R.-A. Lenzmann: Ich kann ebenfalls konftativen, Buzug Don Arbeitskräften aus dem Auslande wurde demnächst eine neue Delegirtenversammlung einzuberufen und den daß Schlüter noch heute auf dem Bochumer Verein ist. abgesperrt, außerdem erhielten wir verhältnismäßig reichlich Generalausschuß zu derselben besonders einzuladen. Mit der Rechtsanwalt Dr. Sello: Ich bitte doch die Frage zu stellen, ob materielle Unterstützung, wofür nachstehende Zahlen als Beweis Aufforderung, für die Verbreitung des Fachorgans, die Neue Herr Geheimrath Baare Arbeiter, die etwas unerlaubtes gethan, gelten mögen. Die Lohnkommission der Zabalarbeiter erhielt: Deutsche Tischler Beitung", eine rege Agitation zu entfalten, regelmäßig wieder angenommen hat. Präs.: Ich muß bitten, istem von Gugland 4479,63 M. die Person des Herrn Geheimrath Baare nicht in die Verhandlung schloß der Vertrauensmann die Versammlung. 3642,16 zu ziehen. Werth. R.-A. Dr. Sello: Ich stelle die Frage, da 1120, Herr Kollege Lenzmann behauptet hat, daß Schlüter trob 1427,43 feiner Manipulationen vom Geheimrath Baare wieder an 839,86 genommen wurde. Nechtsanwalt Lenzmann: Ich war Ferner wurde der Generalfommission der Gewerkschaften der besigenden Klasse. Er erntete für feinen lehrreichen Vortrag entfernt, Herrn Geheimrath Baare anzugreifen, ich wollte blos Deutschlands ein größeres Darlehen seitens unserer Kollegen in großen Beifall. In der Diskussion sprachen die Herren Faber konstatiren, daß, wenn sich die Arbeiter, die wegen Unregel- Belgien zur Verfügung gestellt. Angesichts dieser Thatsache würde und Pach hunka im Sinne des Referenten. Zum Schluß mäßigkeiten entlassen wurden, an die richtige Schmiede wandten, es von den deutschen Kollegen als Ündant erscheinen, wenn die machte Herr Sinz bekannt, daß am 13. August bei Maul, fie wieder angenommen wurden.- Präs.: Ich muß bemerken, felben nur durch ein paar Delegirte auf dem nächsten Rongreß ver- Perlebergerstr. 13, eine Bersammlung der Gummi- Arbeiter und daß gegen den Geheimrath Baare wegen mangelhafter Kontrolle treten wären. Kollegen! Das Kapital ist international; dasselbe Arbeiterinnen stattfindet, woran sich ein gemüthliches Beiſammeneine Untersuchung wegen Beihilfe zu den den Angeklagten zur fümmert sich um keine Landesgrenzen, wenn es gilt, organisirten sein schließt, und bat die Anwesenden, recht zahlreich zu erLaft gelegten Betrügereien und Urkundenfälschungen geschwebt Arbeitern in ihrem Bestreben, ihre Lage zu verbessern, ent- fcheinen, Frau Lunau bemerkte, daß die Generalversammlung am hat. Die Eröffnung des Hauptverfahrens ist jedoch gegen den gegen zu treten. Baffen wir uns dies als Lehre dienen 9. August abgehalten wird. Der Versammlung folgte ein geGeheimrath Baare sowohl von der hiesigen Straftammer als und feien wir bestrebt, das Solidaritätsbündniß, welches müthliches Beisammensein, das die Theilnehmer noch lange bet auch vom Ober- Landesgericht abgelehnt worden, damit ist 1890 in Antwerpen beschlossen wurde, in diesem Jahre einander hielt. Geheimrath Baare definitiv aus diesem Untersuchungsverfahren in Amsterdam neu zu bekräftigen und weiter auszubauen. Der ausgeschieden. Ich möchte daher erfuchen, die Person des Herrn letzte Kongreß war äußerst interessant und lehrreich durch die Eine ordentliche Mitgliederversammlung der Zentral Geheimrath Baare außer Acht zu lassen. Ich werde alle dies- Berichte über die Lage und Organisation der Tabatarbeiter in Krantenfasse der Maurer, Steinhauer u. f. w. bezüglichen Fragestellungen oder Beweisanträge als ungehörig den verschiedenen Ländern; auch dieser Kongreß wird nach dieser Deutschlands( Filiale Berlin), wählte am 24. Juli den alljährlich Auf weiteres Befragen bekundet der Angeklagte Seite hin von Bedeutung sein. Aller Voraussicht werden dies- ausscheidenden Theil der örtlichen Verwaltung wieder und zwar: Niemandem Unterſtügung. Er stehe auch mit Fusangel nicht in vertreten fein. Troß der augenblicklich ungünstigen Geschäfts- weiten Kassirer und F. Schulz als ersten Schriftführer. Der Berbindung. Lunemann fei einmal diefer Angelegenheit wegen periode erfuchen wir Euch deshalb, Gugh biftrittsweise, the bas Rassirer verlas hierauf die Abrechnung des 2. Quartals 1892, bei ihm gewesen, mit Fusangel habe er nicht gesprochen. Auf letzte Mal, über die Entsendung eines Delegirten zu einigen und dieselbe ergab eine Einnahme von 29 036,87 M., und eine AusBefragen des Rechtsanwalts Dr. Sello bekundet Jansen diesbezügliche Mittheilungen sofort an den Unterzeichneten ge- gabe von 23 214,10 M., so daß am 1. Juli 5822,77 M. Beſtand noch, daß er auch für den Revisor Kruft zwei Stempel anfangen zu lassen. Die Kollegen in Sachsen, Schlesien, Eub- verblieben. Der Kassirer erhielt Decharge. Zu Revisoren wählte gefertigt habe. deutschland, Braunschweig, Halberstadt, Berlin, Bremen, müßten die Bersammlung die Mitglieder: A. Mattull, Kaufmann und A. Richter. Der folgende Angeklagte ist der Schloffer Gräwe, der mindestens durch je einen Delegirten auf dem Kongreß vertreten Nachfolger des Jansen auf dem Bochumer Verein. Dieser be- fein. Hamburg- Altona Ottensen hat schon einen gewählt. fundet: Er habe für Rosendahl, Drewel, Kirchner u. a. Stempel Wegen Mandatsformularen wende man sich an den Unter angefertigt. Er fei der Meinung gewesen, daß er damit nichts zeichneten. Unrechtes begehe. Erst als diese Untersuchung eingeleitet worden, sei es ihm zum Bewußtsein gekommen, daß mit den Stempeln die W. Stromberg, Revisoren vielleicht betrogen werden könnten. Die Angeklagten Hamburg Eimsbüttel, Schäferstr. 17/19. Heinrich Müller, Georg Müller, Delichmann, Seld, Hülsmann und Rothkamp bestreiten, sich irgend In Wismar wurde am 25. Juli die 7. ordentliche Generalwie strafbar gemacht zu haben. Nach der Vernehmung Roth versammlung der Allgemeinen Kranten und tamp's wird gegen 4 Uhr Nachmittags die Verhandlung auf Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. 29, Hamburg) morgen( Dienstag) Vormittags 834 Uhr vertagt. ablehnen. pia Soziale teberlicht. * von Belgien von Holland. von Amerika. von Schweden # Mit follegialem Gruß V D " " " nur eröffnet. Dieselbe wählte ins Bureau Deisinger- Hamburg, Klein Berlin und Segit Fürth als Borsigende, Sch wittauBerlin und Seiz- Eppendorf als Führer der Rednerliste, außerdem 8 Schriftführer. Weiter wurde eine Mandatsprüfungs- und eine Beschwerdekommission gewählt. Für giltig wurden 68 Man date erklärt, für ungiltig 1( Junge, Dresden- Neustadt). Eine Statistit über die Arbeitslosen nehmen auch die Nürnberger Metallarbeiter vor. Im Allgemeinen Arbeiterinnenverein sämmtlicher Bes rufszweige Berlins und Umgegend sprach am 23. Juli Herr Millarg über die Ernährungs- und Einkommensverhältnisse Eine Versammlung der Bauarbeiter aller Branchen Berlins und Umgegend tagte am 24. b. M. Genosse Freudenreich) besprach in flarer und verständlicher Weise die gegenwärtige traurige Lage der Bauarbeiter, den Werth der gewerkschaftlichen Organisation veranschaulichend und zur gewerk schaftlichen wie politischen Bethätigung ermahnend. Die Ausführungen des Referenten wurden mit großem Beifall aufgenommen. Zur Diskussion trat der Einberufer der Versammlung, ein und bezeichnete die Beseitigung des unter den Bauarbeitern Marasaß, für die Organisationsform des Zentralverbandes noch herrschenden Kastengeistes für unbedingt nothwendig, wäh rend Baufmann für die Lokal- bezw. die lofe Bentralisation plädirte. Beide Redner brachten eine ihrem Standpunkte entsprechende Resolution ein. Die Organisationsfrage wurde noch weiterhin eingehend ventilirt und sprachen hierzu Gadegast, welcher gleich dem Referenten der Meinung war, daß es Pflicht aller Bauarbeiter sei, sich überhaupt zu organisiren ohne Rücksicht auf die Form, und daß das gegenseitige Bekämpfen unbedingt zu branche fich vielmehr gegenseitig zu ergänzen hätten. Der Vorverwerfen sei, die verschiedenen Organisationen derselben Arbeitsder losen Sentralisation unter Hinweis darauf, daß bereits figende Ga ßmann verfocht unbedingt die Organisationsform mehrere öffentliche Versammlungen in diesem Sinne beſchloſſen haben, erklärte aber schließlich ebenfalls die Frage der Organis In Hamburg legten 7 Rorbmacher der Firma Ahrens ( am Rödingsmarti) die Arbeit wegen Lohndifferenzen nieder. Sie lichem Wege die Herabfehung der Arbeitszeit von 12 auf 10 Stunden. Die Auftreichergehilfen Presburgs errangen auf friedersuchen um Fernhalten des Zuzugs. is Angesichts der Einmüthigkeit der Gehilfen bewilligten Arbeiterentlaffungen in großem Maßstabe wurden in von 22 Meistern 20 sofort und zwar durch Unterschrift, einer Nürnberg in der Gramer- Klett'schen Fabrik( Maschinenbau- furz darauf; nur einer weigerte sich. Aktiengesellschaft Nürnberg) vorgenommen. Die Fränkische Neuer Schmerz für die deutschen Agrarier. Aus fationsform für nebenfächlich. Auch Wernau wandte sich gegen Tagespoft" beziffert die Zahl der brotfos gewordenen Arbeiter Randers in Jutland( Dänemark) berichtet das Heroldsche den Bruderstreit um die Organisationsform. Nach Schluß der ber: 1. Telegraphenbureau:„ Aus den preußischen Provinzen Bofen und Debatte wurden die beiden vorgedachten Resolutionen zurüc auf ca. 150. 2 sebine in mind 99 gezogen und an deren Stelle einstimmig folgende Resolution angenommen: " Christiana, 26. Juli. Allee 28 bet Maiwald. Offenbacher Gängerfrans, Drantenftraße 153, bet Göze. Die Rechte und die Linke de Gesangverein der Kupferschmiede, Weinstraße 11 bei Fetud. Die heute im Scheffer'schen Lokale tagende öffentliche Ver- Rasino. Bergißmeinnicht, Schulstraße 29, im wedding- Storthings haben sich heute dahin geeinigt, in der heutigen Nach sammlung der Bauarbeiter Berlins und Umgegend erklärt, daß burg. Mengert's Boltsgarten. Concordia", Diefenbachstraße 53 bet welchen das Ministerium Steen ersucht wird, in Anbetracht der Brandenburger Männer Gesangverein in Branden mittagssihung des Storthings einen Antrag einzubringen, durch eine dauernde Befferstellung der Arbeitsverhältnisse nur durch eine Sol. Arbeiter Gesangverein„ Brig" starte Organisation zu erzielen ist. Angesichts der gegenwärtigen Schneider. bei Schöneberg. Briz, Werderstraße -Deutscher Männerfang", Belforterstraße 15, bet Nothwendigkeit einer Beendigung der gegenwärtigen Krise auf Verhältnisse in Berlin sind die zwei bestehenden Organisationen Gefangverein Soto sblume, kleine Surftraße 10 bei Kanzow. feinem Posten zu verbleiben, sowie die Konsulatsfrage bis auf Gesangverein Freiheitstlänge, Stallschreiberstr. 29 zum Eichenen Weiteres zu vertagen. Da diese Lösung der Zustimmung des anzuerkennen und verpflichten sich die Anwesenden, mit allen Stab. Männer- Gefangverein& i bertee 1, Wrangelstraße 84 bet üürich. Königs sicher ist, wird die krisis hiermit als beendet angesehen. Kräften dahin zu wirken, daß die Zerfahrenheit unter den BauUnverzagt" Langestr. 65 bei Tempel. arbeitern aufhört." Bur Tagesordnung stand ferner die Wahl einer Kommiffion für öffentliche Angelegenheiten, welche die Gesammtheit der Bauarbeiter vertreten soll. Diese Wahl wurde indessen vertagt, bis mit den bestehenden Vertrauensmännern 2c. reiner Tisch gemacht ist. Zu diesem Zwecke soll eine neue Versammlung einberufen werden. Die Betreffenden werden besonders eingeladen, und soll gegen diefelben energisch vorgegangen werden. Ecte. Ver ein Theater- und Artistenklub Jugendtraft 2 verein Proletariat bei Kühn, Naunynstr. 38. Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bu schriften find zu richten an Mar Genz, Berlin N, Belforterstr. 26, 1 r.) verwaltung von Ruelle aufgetragen, die Arbeiten, betreffend die Paris, 26. Juli. Der Marineminister hat der Arsenalund Bergnügungsverein Bultanta, bei Tager, Gartenstr. 13/ 14.Mittwoch: Verein Fridolin, bei Wolff, Brunnenstr. 35a.- Theaters Kreuzfidel, bet Gumlich, Reichenbergerftr. 149. Umgestaltung der alten Geschütze einzustellen, und beschlossen, die Nord bet Schupfe, Schul- und Reinickendorferstraßen- Ece. Bergnügungsverein Herstellung neuer Repetirkanonen nach einheitlichem Typus zu beverein Durch Nacht zum Licht, bei Zubeil, Naunynir. 86. Hellblau bet Flic, Simonstr. 23. Rauchtlub schleunigen. Theater und VergnügungsSumoristischer Verein Pipifax, bei Krösche, Fichteſtraße Nr. 29. Brüffel, 26. Juli. Die Deputirtenkammer hat mit 104 Geselliger Berein Klim bim, bet Bredlow, Bülowstr. 65. gegen 18 Stimmen die Vorlage, betreffend die Bildung einer Klub Lustige Brüder, bei Lucwald, Manteuffelstr. 46. Bollad Kommiffion, welche die Geschäftsordnung für die Revision der Buschelgrün, bei Fürstenau, Reichenberger- und Manteuffelstraßen- Verfassung revidiren foll, angenommen. In der Versammlung der Textilarbeiter und Arbei-( Sigung nach dem 15. jeden Monats). Touristentlub Nacht falter, bei Burmann, Frankfurter Allee 56 Lüttich, 26. Juli. Anarchistenprozeß gegen Moineaux und terinnen am 25. d. M. wurde seitens der Weber, Wirker und bei Hoffmann, Triftstraße 1.Rauchtlub Eiferne Pfeife, Genoffen. Die Geschworenen bejahten die Frage wegen des Be Sticker mitgetheilt, daß der Beschluß betreffs der Verschmelzung bei Werner, Heinstr. 2.( Uebungsstunde.) Arbeiter- Tambourverein Vor stehens eines Komplottes mit einfacher Majorität, ebenso diejenigen der drei Verbandsfilialen fast einstimmig, seitens der Sticker Dedert bei sober, Hermann- und Wanzlichstraßen- Ecke( Rigdorf.) Theater- wegen der Existenz einer Verbindung zur Ausführung von sogar einstimmig angenommen worden sei. Es folgte die Wahl Gefang-, Turn- und gefellige Vereine. Mittwody. Gefangverein thum, ferner die Fragen wegen des Diebstahles und des Trans Dynamitdiebstählen und einer solchen zur Zerstörung von Eigens des Vorstandes. Zum ersten Bevollmächtigten wurde gewählt wustverein Borwärts, abends ek bis 10% uhr, Große Frantfurter- portes von Explosivstoffen und Dynamit, wegen Hehlerei und Liewers, zum zweiten Masch, zu Schriftführern Stahnstraße 99, 1 r. und Rademacher, zu Kassirern Pfeiffer und Stein- Restaurant Kayfer, Staligerstr. 22. Männer- Gesangverein Waldtapelle 2, Abends 9 Uhr, wegen des Verfuchs die Pulvermühle von Ombrett in die Luft brück. In dem Vorstande sind alle drei Branchen berücksichtigt. Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurani Schröder, Man- zu sprengen, schließlich auch diejenige wegen der durch Daß die weiblichen Mitglieder nicht vertreten sind, liegt daran, abend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofstr. 8. teuffelstr. 9.- Kraftturnverein Jugendtraft, jeben Mittwoch und Sonn- Explosionen herbeigeführten Berstörung von Eigenthum. daß sich Niemand zur Wahl stellte. Die ferner gewählte Fach- brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends Berathungszimmer zurückgezogen hatten, gaben ihr Verdikt um Turnverein Gesund Die Geschworenen, welche sich um 91/2 Uhr in fommission besteht aus zwei Webern, Nietsch und Koh I, zwei in her un alle rende bel aufmann, Reichenbergerin. Berolina, 2 Uhr ab; fast bei allen Fragen wurden die Unterfragen wegen Wirkern, Janz und Döring, und einem Sticker. Letztere bens 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Theater- und Vergnügungs- Verein Humanitas Abends 9% Uhr bei Bewilligung mildernder Umstände verneint. Wahl wurde noch ausgesetzt, da die Sticker zu wenig vertreten Reed, Lothringerstr. 94.- Theaterverein Bu Itania Abends s Uhr bei der Geschworenen wurde mit tiefem Stillschweigen aufgenommen. Der Wahrspruch waren. Beschlossen wurde weiter die Errichtung einer Herberge, Täger, Gartenstr. 13/14. die mit einem Zentral- Arbeitsnachweise verbunden sein soll. Die Geselliger Vergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Das Urtheil lautet wie folgt: Moineaur 25 Jahre, Lokalfrage wurde zunächst dem Vorstande überwiesen, ebenso die Garten, Dresdenerstraße 45.- Kreuzfidel, bet Gumlich, Neichenberger- und Noffent 15 Jahre Zwangsarbeit, Hansen 10 Jahre Zucht Sommer, Grünftraße 21. Humoristischer Verein. Arminia, Dresdener Wolfs und Beaujean 20 Jahre, Mateyffen, Marcotty, Lacroix Regelung der Verbreitung der Fachzeitung. Der Vorstand wird ſtraße 149.-Sibele rüber bei 6. mufe Cachimannstr. 5.- Touristen- haus, Guilmot 3 Jahre Gefängniß; die Angeklagten Ehe, 5. Mrofe, entsprechende Vorlagen ausarbeiten. Maniot, Beduin, Charles und Jacques Berré, Heusy und Schlebach wurden freigesprochen. Rauchflub Vultan, Abends 9 Uhr bei Schlüter, Kleine Markussir. 10. Späth, Weinstr. 28. Rauchflub Grüne uafte, Abends 9 Uhr, bei Ahmer, Gräfeſtr. 82. Rauchflub Goldene Quafie", Abends s uhr bei Muß, Joslystr. 8.- Rauchtlub gutgefinnter Freunde, Abends Waffer- und Inselstraßen- Ede beim Restaurateur Sperling Abends 9 Uhr. 8 Uhr bei Neumann, Höchstestr. 28. Rauchtlub Schmotes- Werte, Rauchflub Vorwärts SD.", jeden Mittwoch Waldemarstr. 74 bet George. Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bei Otto Babel, Frankfurter Allee 90. Bühnenverband Othello Abends 9 Uhr, Sestaurant Lothringer verein Frei Weg", Abend Uhr bet Meet, Michaelstirchstr. 39. Nauchklub No o chloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33. Die Stuckateure hielten am 25. Juli eine öffentliche Bernothe Nelte, bei Steuer, Weinstr. 22. Rauchtlub Lassalle, Abends, bei Lock, Friedrichsbergerstr. 11.- Rauchtlub - Humoristischer Rauch= sammlung ab, um endgiltige Beschlüsse zu dem nach Stuttgart tub, Abends 9 Uhr, bet A. Ntemann, Görligerstr. 42. Rauch flub Sans: einberufenen Spezialfongreß zu fassen event. die Wahl der Dele- fouci, Boechstraße 51.- Rauchtlub Ohne 8wang, Abends 9 Uhr, bet girten vorzunehmen. Das einleitende Referat hatte Genosse Wilte. Derselbe legte die Bedeutung der gewerkschaftlichen wie politischen Kongresse klar und betonte, daß eine der wichtigsten Fragen auf dem Kongreß der Stuckateure die Organisationsfrage sei. Hierbei vertrat er seinen bekannten Standpunkt als Anhänger der Lokalorganisation. An der Diskussion betheiligten fich die Kollegen Kleinert, Lichte, Schulz, straße 101. Grüneberg und Andere im Sinne des Referenten. Einen getheilten Standpunkt vertrat Kollege Grüneberg. Derselbe hält die Zentralisation für erstrebenswerth, glaubt aber, daß die Verhältnisse vorläufig für eine solche zu ungünstige seien und es darum eines Jeden Pflicht sei, sich der Lokalorganisation anzuschließen. Nach Annahme einer Reſolution des Kollegen Dich te wurden die Kollegen Kleinert und Grüneberg zu De girten gewählt. Die Resolution lautet:" Die öffentliche Verfammlung der Stuckateure erklärt sich mit den Ausführungen des Genossen Wilke vollkommen einverstanden. Sie verpflichtet sich, für Zentralisation der Presse einzutreten, ihre Zustimmung zur Bentralisation der Organisation aber nicht zu geben, sondern ver langt von den Delegirten, für Lokalorganisation einzutreten und sie möglichst allgemein erhalten zu helfen." Die Herren Boll n. Spier, Fabrit baumwollener Waaren, fowie Mag Cohn, Trauerhut Fabrik, beide Leipzigerstraße 72, theilen uns zu dem in der Sonntagsnumuter über eine Ver sammlung des Verbandes der Geschäftsdiener pp. veröffentlichten Bericht berichtigend mit, daß nach Einführung der Sonntags ruhe von ihrem Personal Sonntags nach 10 Uhr Vormittags niemals irgend Jemand gearbeitet hat, also auch nicht, wie in der Versammlung behauptet worden war, hinter verschlossenen Thüren." Dermischtes. " das Brest, 26. Juli. Gestern Abend lief bei einer Angriffsübung gegen die Hafeneinfahrt, welche von Torpedobooten ver theidigt wurde, das Torpedoboot Nr. 76 infolge des blendenden elektrischen Lichts auf den Sporn eines Panzerschiffes auf und fant 20 Meter tief auf den Grund. Die Besatzung ist gerettet. ( Depeschen des Bureau Herold.) München, 26. Juli. Bollmar entgegnet in der Münchener Post" Liebknecht in langer Darlegung und begründet sachlich feine Anschauung über Staatssozialismus; er erklärt es für un wahr, daß er von Annäherung an den Staatssozialismus ges sprochen und unter diesem den preußisch deutschen Imperial fozialismus verstanden habe. Vollmar erklärt ferner, er habe auch ohne den Brief Bebel's gewußt, daß das Vorgehen Liebfnecht's nicht identisch mit der Sache des Parteivorstandes sei. des Angeklagten das Urtheil der Breslauer Straffammer, wo Leipzig, 26. Juli. Das Reichsgericht hat auf die Revision durch der Reichstags- Abgeordnete Kunert wegen Majestäts- Beleidigung verurtheilt worden war, aufgehoben und das Straf verfahren wegen Verjährung für unzulässig erklärt. hielten Aerzte und Beamte in Nischny Nowogorod, darunter auch Köln, 26. Juli. Nach Mittheilung der Köln. 3tg." er ber Gouverneur, eine Anzahl Drohbriefe, daraufhin erklärte der Gouverneur in einem Tagesbefehl, er werde den Schreibern diefer Briefe nicht besonders nachspüren, jegliche Unruhen aber uns gesäumt mit Waffengewalt niederschlagen, die Urheber derselben Zur Sonntagsruhe. Betreffs der Automaten auf Bahnhöfen hat das sächsische Ministerium des Innern auf eine Vorstellung der Dresdener Aktiengesellschaft Automat" be stimmt, daß der Verkauf durch diese Automaten an Sonntagen nicht stattfinden darf, weil ein Bedürfniß hierzu nicht anerkannt werden kann. Der Ort Malé in Südtirol ist durch eine Feuers- Angeklagte Bering erklärt, in keiner Weise an etwaigen Strafs Effen( Ruhr), 26. Juli. Bochumer Stempelprozeß. Der brunst fast gänzlich in Asche gelegt. Das Kapuzinerkloster mit thaten von Meistern betheiligt zu sein; er habe stets auf Liefes feiner werthvollen Bibliothet ist ein Raub der Flammen ge- rung guten Materials gedrungen. Dem Angeklagten Gemme ist worden. Ein Mann fand bei dem Brande den Tod. Der nichts von Unregelmäßigkeiten bei den Berreißproben bekannt, er Schaden wird auf eine halbe Million Gulden angeschlagen; die hat auch nie nach Bleiabdrücken Stempel anfertigen laffen. Versicherungssumme beträgt nur 200 000 Gulden. Ans Luzern wird unterm 26. Juli gemeldet: Gestern achter Bergrath Thomas vernommen. Darauf wird in die Beweisaufnahme eingetreten und der Guts Abend 9 Uhr zerschellte ein Boot, in welchem fich fünf Engländer befanden, an einem Pfeiler der Reußbrücke am Ausflusse des Beuge Zimmermann Müller, welcher mehrere Jahre lang Effen( Ruhr), 26. Juli.( Bochumer Stempelprozeß). Der Sees. 3wei Personen flammerten sich am Gitterwerk des als Schienenverputer auf dem Pfeilers, zwei andere weiter unten am Stauwehr an und wurden schäftigt wurde, ist Bochumer Verein be gerettet. Eine Dame wurde vom Strome fortgeriffen und ertrant. von Stempeln von den Schienen, jedesmal bei zweihundert von Herda zweimal zum Abfeilen Ein anßergewöhnliches Verbrechen ist in Renil( Frank Stüd, bestellt worden; die Wir empfangen folgende Zuschrift: In der Beilage zu reich) verübt worden. Auf dem Jahrmarkt daselbst stürzte das Erst als dieselben Schienen demselben Revisor nochmals vor Arbeit geschah Nachts. Nr. 170 Ihres Blattes bringen Sie unter Versammlungen" Theater ein, wodurch 82 Menschen mehr oder weniger verwundet gelegt und darauf abgenommen wurden, machte sich Zeuge Ge einen Bericht über die Monatsversammlung der Freien Ver- wurden. Das Unglück ist durch muthwilliges Durchsägen der danken über diese Handlungsweise. Auf die Vernehmung Baares, einigung der Berliner Zeitungs- Spediteure und Verkäufer vom Säulen der Stüßbalken herbeigeführt worden. Die Thäter sind der frankheitshalber in ein Bad gereift ist, verzichtet der Ges 18. 5. M. Der Bericht veranlaßt mich zu nachstehender Be- noch unbekannt. richtshof. richtigung, um deren gefällige Aufnahme ich Sie ersuche: 1. Die Vom Better Holländer. Alle in Antwerpen im KriegsBehauptung der Frau Leist, daß ich die Bolts- Zeitung" bei arsenal beschäftigten deutschen Arbeiter, darunter solche von 9täglich zweimaliger Bestellung für 1,35 M. liefere, ist unwahr. bis 18 jähriger Dienstzeit, wurden mit 8 tägiger Ründigung entGerichtliche Schritte sind meinerseits bereits eingeleitet. 2. Die laffen. rückständigen Beiträge sind von mir bezahlt worden und zwar, Einer Gerichtskomödie, wie der in Chicago, wobei Spieß bevor der Herr Kassirer dem Auftrag der Versammlung nach- und Genossen das Leben laffen mußten, scheint der amerikanische tommen und mich an die Zahlung erinnern fonnte. Hoch- Rapitalismus wieder zu benöthigen, um im Voltsbewußtsein die fofort am Plage hängen und die Theilnehmer öffentlich abstrafen achtungsvoll Theodor Kuhleb, in Firma: Th. Kuhleb. Erinnerung an feine Pinkerton'schen Meuchelmörder- Banden zu lassen. Diener, Kaffenlotal Neue Friedrichstr. 44 bet Röllig. Sizung jeden Mittwoch Werke anschoß, dient dazu als Anlaß. Die amerikanische Polizei zu Riva wegen anti- österreichischer Demonftrationen. Kranken- und Sterbe- Unterstütungskasse der Berliner Baus- übertäuben. Bergmann, welcher den Direktor der Carnegie'schen Wien, 26. Juli. Die Behörde schloß das italienische Theater Sozialdemokratischer agitationsverein für die Kreise Wittenberg, wonnen, daß das Attentat gegen Frick auf eine anarchistische Ver- und einen Abhang hinabgestürzt, der Zugführer, der Heizer und hat nämlich, wie der Telegraph erzählt, die Ueberzeugung" ge Nottingham, 26. Juli. Hier ist ein Personenzug entgleist Schweinit, Torgau und Liebenwerda. Bersammlung am Mittwoch den 27. Juli 1892, Abends 8½ Uhr bei Lehmann, Neue Grünftr. 14. schwörung zurückzuführen, welche ebenso ausgebreitet ist, wie die ein Rondutteur blieben sofort todt, andere Leichen wurden unter Bentral- Branken- und Sterbe- Kaffe der deutschen Wagenbauer von Spieß und Genossen, die 1887 in Chicago hingerichtet den Zugtrümmern gefunden. Die Gesammtzahl der Todten ist ( Eingeschriebene Hilfskaffe. Sity Gotha.) Mittwoch den 27. Juli 1892, wurden. In mehreren Städten hat man Verzweigungen der noch nicht festgestellt, ebenso ist die Zahl der Verwundeten noch Lotal des Herrn Müller Gartenstraße 63. Tagesordnung: Wahl der Delegirten Verschwörung entdeckt. Man neigt der Ansicht zu, daß der nicht bekannt; man nimmt an, daß dieselbe sehr erheblich ist. zur außerordentlichen Generalversammlung. Anarchist Most die Hand dabei im Spiele hat. Bergmann kann, Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Südwenn die ihm zur Last gelegten Verbrechen erwiesen werden, mit tam es gelegentlich des Jahrmarktes zu blutigen Zusammen Satander, 26. Juli. Zwischen Soldaten und Einwohnern Schule, Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Geschichte( neu); Süb- D: 30 Jahren Gefängniß bestraft werden." fchule, Reichenbergerstr. 133: Unterricht in Deutsch( oberes), OstDa diese Meldung die ftößen. Der kommandirende Offizier ließ fofort auf die Menge Soulé, Martusstr. 31: Unterricht in Deutsch( mittel); Nord- Schule, erweislich unschuldig hingerichteten Chicagoer Anarchisten als feuern, wobei 2 todt blieben und 9 verwundet wurden. Hier Müllerstraße 179 a: Unterricht in Deutsch( oberes); Rechnen. In allen Verschwörer bezeichnet, die den Tod gefeßlich verdient hätten, so herrscht ungeheure Aufregung. Die Bevölkerung droht die Kas Behrfächern, mit Ausnahme von Mathematit und Buchführung, fönnen noch charakterisirt sich auch ihr übriger Inhalt als gemeine ameri- fernen zu stürmen, falls das Militär nicht abzieht. Infolge dessen Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Bereinte Kraft, Abend fanische Polizeimache. Wir bekämpfen die wirklichen Anarchisten forderte der Bürgermeister die Zurückziehung des betreffenden 8 Uhr, bei klein, Schönleinstraße 6. Johann Jacoby, bet Otto schärfer als sie von irgend Jemandem bekämpft werden können, Bataillons. Thierbach, Schwebterstr. 44. Seine, jeden Mittwoch vor dem 1. und 15. jeben Monats, Abends 8% Uhr, bet Bechlin, Hornstr. 9.aber wir haben sie nie für Meuchelmörder, sondern Liffabon, 26. Juli. Die Kornernte ist so schlecht, theilweise brunnen, Abends 8 Uhr, bei Haferland, Bellermannftr. 87.- Gleich für schwahwüthige Narren gehalten, und wenn heit, Abends 8% ubr bei Gtramm, Ritterstraße 123. Emanzipation, anarchistischen" von sogar ganz ergebnißlos ausgefallen, daß eine Million Zentner Ge Attentaten die Abends 8 Uhr, bet Wagner, Alte Schüßenstr. 6. Rede Heine, Rirdorf, ftets die treide im Herbst importirt werden muß, um die drohende NothAbends 8 Uhr, bei Beiler, Knesebeck- und Herrmannstraßen- Ecke. Mir, politische Polizei selbst für die Anstisterin und gewöhnliche standsgefahr abzuwenden. jeden Mittwoch 8% Uhr, bei Bernh. Raabe, Ruppiner- und Schönholzerstraßen- Verbrecher für die Verüber der Verbrechen erklärt. Die Vorgänge Ede.- Dtto et mer jeden Mittwoch bei A. Brosch, Wilhelmshavner- in Frankreich, Belgien, Italien und Spanien haben diese unsere Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Nenderungen Auffassung über Attentate erst kürzlich wieder bestätigt, und das neueste amerikanische Anarchisten"-Attentat wird hierfür einen neuen Beleg schaffen. Wenn der amerikanische durch und durch Briefkaffen der Redaktion. verheuchelte Kapitalismus glaubt, mit der in Aussicht stehenden P., Aachen. Die Polizei- Verordnung ist rechtsgiltig; eine Gerichtskomödie gegen Most und andere Anarchisten Jemandem Klage dagegen würde keinen Erfolg haben. Sand in die Augen streuen zu können, so ist das ein Maß von bummer Frechheit, welches nur übertroffen wird von der gauner- Verpflichtung, in der Nähe kein anderes Lokal zu errichten, als A. P. Sowohl die von Ihrem Verkäufer übernommene haften Brutalität, mit welcher er seine Arbeiter behandelt. das Ihnen vom Hauswirth ertheilte Versprechen, Ihnen die Hausverwaltung zu übertragen, haben als mündliche Nebens abreden neben einem schriftlichen Vertrage teine rechtliche Giltig teit. Seien Sie das nächste Mal vorsichtiger und lassen Sie sich Alles schriftlich geben. Abend von 8% Uhr an. Abends 8 Uhr, große Mitgliederversammlung des 2. 3. und 6. Bezirks im Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Straße 28. Gesund im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 70. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch. Uebungs flunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Stedesfreiheit, Blumenstraße 38, bei Hente. Freya,( Gem. Chor), Alte Schönhauser: firaße 22-23, Bötow's Braueret. Silaritas, Softraße 32 a, bei Wilte. Deutsche Eich e, Blumenstraße 46, bei Went. Echo1 Bantow, Schulzeftr. 27.- 2ere, Bernauerstr. 72, Restaurant zum Beit geift" Gefangverein der Steinmeßen, Johannisstr. 20, bet Müller. Männer- Gefangverein der Kürschner, D. V. D. Vr. Berlin, Neue Friedrichstraße 44, bei Röllig. Steinnelte, Röslinerstraße 17, bet Wendt.- 2yra 1, Raupachstr. 6, bet Stachel.- Euphon ta, bet Hermann, Elifabethftr. 30.- hand in hand1, Mariannenftr. 31-32, bei Doberstein. Schneeglöckchen 2, Potsdam, Brandenburger Kommuitation 16, bet Glafer. Unverbroffen, abends 8% Uhr, bei Sachs, Lindowerstr. 26. Flöter'scher Gefangverein, Roppenstraße 43c, bei Lorenz. Rütli, Friedenau im Kurhaus.-Borwärts 5, Friedrichshagen, Runbtheil, bet Lerche. Freundest reue( Gemischter Chor), Grenadierstr. 33, bet GeeLorbeertrana, Lichtenbergerstr. 21 bei Heise. Südost, 1. Hoffnung 1, Friedrichsberg, Friedrich Rothe Nette, Schöneberg, Golzfeldt. Röpnickerstr. 191, Restaurant. starlstraße 34, bet Schulze. Straße 48 bet Stegeler. Alt- Moabit 47-49. " " Depeschen. war, ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Kopenhagen, 26. Juli. Ein heute veröffentlichter Erlaß des Freiheit, Moabit, stronenbrauerei, Juftizministers verbietet die Einfuhr von Lumpen und Hadern Steinfeger Sängerdor, Kastanten aus dem ganzen russischen Reich. Meerschaum-, Bernstein- und Elfenbein- Waaren. N. 2. 24. 25. Sie brauchen Ihr Barbiergeschäft auch Sonntags nicht zu schließen, nur muß während der Kirchens stunden die Ladenthür eingeklinkt sein. Bigarren dürfen Sie nicht verkaufen. W. Wanselow. Berichte von uns unbekannten Journalisten tönnen nicht aufgenommen werden. Cöslinerstrasse 4 Stallungen zu vermiethen. 1223b Reichenbergerstr. 10. Mare u. 3.) in Bigarrensviken, Pfeifenköpfen, Shlipsnadeln, Spezialität: Porträts bewährter sozialistischer Führer( Laffalle, bringer einer am Sonnabend Nach- find Läden, Wohnungen u. große Schlosserei, gang, vert, bill. Schäfer, Manschettenknöpfen, Stöcken, Brochen. Bitten. En gros. En détail. B. 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Berantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1222b opha's und Matrahen, sowie jede Zapezirerarbeit fertigt gut und dauerhaft an 1048b Hartung, Königgräherstraße Nr. 67.