Nr. 246. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für bie sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgebruckte) Bort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Ein Jubiläum der preußischen Schulreaktion. " Mittwoch, den 19. Oftober 1904. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Aunt IV. Nr. 1984. geschlossen von der Privatlektüre( der Lehrer 1) muß die sogenannte Wegräumung der Hindernisse eintritt, die jetzt den Angehörigen Klassische Literatur bleiben". Gnädigst empfahl man ihnen als Ersatz der unbemittelten Klaſſe unmöglich machen, sich das ihrer für die sogenannten Klassiker" die orthodox- langweiligen Trattate individuellen Befähigung entsprechende höchste Bildungsmaß des„ Rauhen Hauses" in Hamburg. anzueignen, muß der Mittelschule" der Allgemeinen Beschule achtzehn Jahre aushalten. Sie hat diese Zeit der Anfechtungen In diesem reaktionären Fahrwasser mußte die preußische Voltsüberstanden, wie sie auch die darauf folgende Zeit der„ liberalen" Anfechtungen überstanden hat. Die Schlacht bei Mukden Ein Von einem Seine Gesamtmeinung über die Regulative refümierte Diesters stimmungen entgegentreten. Sie muß verlangen, daß im In den ersten Oktobertagen waren 50 Jahre seit dem Erlaß der weg in seiner Nede so:„ Ich halte die Schulregulative für uns Religionsunterricht nicht die Sonderheit ber Konfessionen, berüchtigten Raumer- Stiehlschen Regulive verfloffen. psychologisch, weil sie nicht Rücksicht nehmen auf die Entwickelungs- das Dogmatische, sondern das Vereinigende, das Ethische, in den Dieses historisch interessante Datum ist in der Bresse fast unbemerkt gesege des menschlichen Geistes; ich halte sie darum auch für un- Vordergrund gerückt werde( damit also zum Moralunterricht wird. geblieben, was um so auffälliger erscheinen muß, als die heutige methodisch, ferner für unpädagogisch, weil sie den Zweck nicht er- D. Red.); daß der Geschichtsunterricht nicht Geschichte der Regierenden schulpolitische Situation in Preußen mit der vor 50 Jahren fatale reichen, den sie anstreben, namentlich in religiöser Beziehung, indem ausschließlich, sondern Geschichte des Volkes, nicht Staatsgeschichte Aehnlichkeit besitzt. Bei den Nationalliberalen ist diese sie dem Kinde einen lebenslänglich dauernden Widerwillen gegen die allein, sondern Geschichte der Gesellschaft mit Einschluß ihrer wirtUnterlassung allerdings begreiflich. Sie, die im Jahre 1872 den Religion einflößen. Ich halte sie für antipreußisch, indem sie dem schaftlichen Entwickelung set; fie muß als Hauptforderung aufstellen, Fall der Regulative nach achtzehnjährigem unheilvollem Bestehen Stinde nicht die Energie auf der Basis der Intelligenz mit- daß der gesamte Unterricht die Tendenz annehme, dem Schüler die mit einem wahren Freudengeheul begrüßten, sind heute drauf und teilen, deren der preußische Mann bedarf. Sie sind undeutsch, weil Ueberzeugung einzuprägen, daß er nicht für sich selbst lerne, sondern dran, die Regulative bis zu einem gewiffen Grade wieder zu fie die deutsche Pädagogik, ihre Ergebnisse und Errungenschaften zum Dienste im Ganzen, und daß das Wissen und Streben neuem Leben zu erweden. verleugnen; sie sind unzweckmäßig und unzeitgemäß, weil sie den des Einzelnen nur dadurch einen wahrhaften Wert erlange, daß er Daß die Volksschule und ihre Lehrer vor den Fangarmen der Forderungen der Zeit keine Rechnung tragen; sie sind mit einem dem sozialen Ganzen diene, in das sich der Einzelne durch nachmärzlichen Konterrevolution nicht bewahrt bleiben würden, war Worte allseitig und radikal reaktionär." vorauszusehen. Hatte doch der König Friedrich Wilhelm IV. der Geburt und Lebensschicksal gestellt steht, und dem er angehört mit Boltsschule mit unheiligen Lehren einer modernen, frivolen Weltdem besseren Teile seines Ich." weisheit" einen Teil der Schuld an der Märzrevolution in die Schuhe geschoben. Das berüchtigte Wort des famosen getauften Kronjuristen Stahl: Die Wissenschaft muß umtehren", gewann zuerst und am Die deutsche Lehrerschaft hat sich daran gewöhnt, in dem dauert noch immer fort. empfindlichsten Bedeutung für die preußische Volksschule. Einige preußischen Minister, dem die Aufhebung der Schulregulative vor- es in ihren Meldungen bereits so dargestellt, als ob die russische Gewisse russische Korrespondenten hatten Jahre gingen zunächst ins Land, in denen die Schulreaktion erft behalten blieb, einen Helden und tapferen Vorkämpfer der Volts- Armee nach all den entsetzlichen Verlusten noch einmal zu einer taftende Versuche machte, wie fie am besten der Volts- schule zu verehren. Gerade gegenwärtig hat sie dem Minister erfolgreichen Offensive übergegangen sei. Nach diesen Meldungen schule das Netz über ben Stopf werfen fonnte. Dann Dr. Falt ein Denkmal gesetzt. Und dabei liegt doch herzlich wenig sollte es gelungen sein, das japanische Zentrum zu durchbrechen, eine tamen im Jahre 1854 die Schulregulative als der Nieder Veranlassung vor, diesem Kultusminister Falt Jubelhymnen zu fingen. Anzahl Geschütze zu erobern und dadurch noch im letzten schlag eines fein ausgeflügelten, raffinierten Systems, einer Art Wohl hat er die Regulative formell aufgehoben, aber die„ Allgemeinen Augenblick eine Wendung der Schlacht herbeizuführen. feudaler Sozialpädagogit. Es handelt sich bei ihnen gleichsam Bestimmungen", die er an ihre Stelle fezte, waren nicht viel besser. Telegramm Sia cha rows vom 18. Oktober weiß von all diesen um den pädagogischen Wiederschein des im„ Kommunistischen Mani- Dem Religionsunterricht ist auch bei Falk die hervorragendste Rolle Erfolgen nichts zu melden. Es bestätigt zwar den schon gestern von feft" gekennzeichneten feudalistischen Sozialismus: Halb Slagelied, angewiesen. Aengstlich wird alles vermieden, was auch nur von ferne ihm gemeldeten Teilerfolg, bemerkt aber gleichzeitig, daß auch das halb Basquill, halb Rückfall der Vergangenheit, halb Dräuen der auf die Simultan-( Kommunal- oder interkonfessionelle) Schule ge japanische Zentrum bedeutend verstärkt worden sei. Zukunft, mitunter die Bourgeoisie ins Herz treffend durch bitteres, deutet werden könnte. In der Sigung des preußischen Ab- Durchbrechen des japanischen Zentrums meldet es kein Wort. geistreich zerreißendes Urteil, stets komisch wirkend durch gänzliche geordnetenhauses am 15. Januar 1879 verteidigte Falt selbst sich Eine" Reutermeldung" aus Tokio spricht zwar auch davon, daß Unfähigkeit, den Gang der modernen Geschichte zu begreifen." mit großem Eifer gegen die Vorwürfe, die seiner Amtsführung vom die Japaner unter Yamada im Zentrum 14 Geschüze verDie Regulative lehnten sich prinzipiell gegen die Pädagogit religiösen Standpunkt aus gemacht worden waren. Er bestätigte, daß loren hatten, allein diese, übrigens aus inoffiziellen Nacha des Bürgertums, die ihren schärfften Ausdruck in Diesterweg die Bestimmungen für das Seminar in bezug auf die religiöse Gr- richten schöpfende Meldung besagt gleichzeitig, daß man eine fand, auf, wie es aus ihrem Wortlaut deutlich genug hervorgeht: ziehung ebensoviel forderten, wie die Regulative. Zwar hätte eine neue große Schlacht erwarte, daß also der russische Erfolg Wie das gesamte Leben des Zeitalters an einer Grenzlinie an- Verminderung der Religionsstunden stattgefunden, aber es fei auch noch gar nichts entscheide. gekommen ist, wo ein entscheidender Umschwung nötig und sofort eine Ausgleichung für diese Beschränkung" vorgesehen worden. spricht nur von„ wilden Angriffen" der Russen in der Nacht auf den Eine offizielle japanische Meldung wirklich geworden, so muß die Schule in die berechtigte neue Be- Auch für die Volksschule sei in bezug auf die Stundenzahl, in welcher 18. Oftober auf die japanischen Stellungen, die aber überall unter tvegung, Leben empfangend und Leben gebend, eintreten. Denn das in der Religion unterrichtet werde, eine Aenderung eingetreten. Aber großen Verlusten zurückgeworfen worden seien. Leben des Volkes verlangt seine Umgestaltung auf Grundlage und durch die Vermehrung der Stunden für Realien sei es möglich im Ausbau seiner ursprünglichen gegebenen und geworden, gewisse Dinge, die sonst mur im Religionsunterricht ge- die Russen noch eine Wende der Schlacht herbeiführen könnten. Um In der Tat erscheint es auch ganz ausgeschlossen, daß ewigen Realitäten auf dem Fundamente des Christentums, lehrt, gewissermaßen in ihn hineingepreßt wurden, von ihm zu das zu erreichen, müßten mehrere Divisionen ganz welches Familie, Berufskreis, Gemeinde und Staat in seiner lösen und auf die eigentlichen Fachstunden zu überfrischer Truppen in den Kampf eingegriffen haben. Allein tirchlich berechtigten Gestalt burchbringen, ausbilden tragen, nämlich auf das Deutsche und die Realien und ins fo unbegreiflich auch die Strategie Kuropatkins bisher gewefen ist, und stützen soll." Die preußische Elementarschule," so schrieb der besondere auch auf den Gesangunterricht." Diese pfiffige Ueber das vermag man ihm denn doch nicht zuzutrauen, daß er, obgleich Verfasser der Regulative an anderem Orte, hat es nicht mit tragung zur Verschleierung der Bilanz" ist vielen entgangen, be- ihm noch starke Truppenkörper zum Eingreifen zur Verfügung Menschen überhaupt und allein, sondern mit Kindern zu tun, die merkte dazu Eduard Sad in seinen, Schlaglichtern zur Volksbildung" standen, erst ein Drittel feines Heeres zur Strede als Menschen 1. evangelische Christen, 2. Untertanen mit berechtigtem Sarkasmus. Sr. Majestät von Preußen sind, ein Vaterland, eine Gebringen ließ, um dann im letzten Augenblick noch einen Aber auch unter neueren Pädagogen, soweit sie nicht mehr im Theater- Coup zuwege zu bringen. Denn selbst dann, wenn durch schichte ihrer Väter und Anspruch haben auf Teilnahme an der Liberalismus das alleinige Heil sehen, beginnt der Steptizismus das Eingreifen frischer Truppen die Schlacht zum Stillstand gebracht Bildung und Kunst des deutschen Volles, 3. die als fünftige Bürger, gegenüber der ilnantastbarkeit, der bekanntlich noch heute zu Recht werden könnte, in einen russischen Sieg tönnte die für die Bauern und Soldaten der allgemeinen Bildung und der Fertigkeiten bestehenden Allgemeinen Bestimmungen" zu erwachen. Besonders Ruffen bisher so total verlorene Schlacht nimmermehr ver bedürfen, welche sie befähigen, sich ihr bürgerliches Fortkommen zu tismann hat in der„ Deutschen Schule" den Grundcharakter der wandelt werden! fichern und ihrem Stande Ehre zu machen." Allgemeinen Bestimmungen" in zutreffender Weise bloßgelegt. Am deutlichsten brachte Stahl den Unterschied zwischen der Die Pädagogik der Regulative war eine im Dienste der Reaktion fein. Selbst den unwesentlichen Teilerfolg im Centrum sollen sie Die Verluste der Russen müssen ganz ungeheuerliche gewesen reaktionären Regulativ- Pädagogik und der freiheitlichen Pädagogik ummatürlich berzerrte Kollektiv- oder Sozialpädagogik, Diesterwegs im Jahre 1860 im Herrenhause zum Ausdruck:" Die der Allgemeinen Bestimmungen" ist die wieder mit 4000 Mann erkauft haben. Ein englisches Blatt beziffert eine Pädagogik eine Pädagogik des bereits die russischen Gesamtverluste auf 17 000 Tote und 80 000 BerRegulative wollen, daß gegebene Wahrheiten, gegebene Liberalismus, allerdings nicht des von Diestertoeg wundete. Diefe Ziffern find offenbar zu hoch gewesen, allein wenn Pflichten, gegebene Zustände begriffen werden. Das entgegen vertretenen idealen Liberalismus, der die harmonische das Schlachten noch etliche Tage fortdauert, werden diese Verluste stehende System will dagegen, daß alle Wahrheiten, alle Pflichten, Ausbildung des Individuums als Erziehungsziel aufstellte, sondern nicht allein erreicht, sondern vielleicht noch übertroffen sein. Wahra alle Zustände nicht als gegeben angesehen, sondern erst aus des im materiellen Wettkampfe groß gewordenen Liberalismus von scheinlich lassen die Verluste der Schlacht bei Mukden weitaus alles dem Denken des Zöglings entwidelt werden.... Die Regulative 1870, der die möglichst vollkommene Ausrüstung des Individuums hinter sich, was seit der Schlacht auf den catalaunischen wollen den Jüngling erziehen zum Glauben an gegebene für den Kampf ums Dasein von der Schule forderte. Die Aus- Feldern die Kriegsgeschichte tennt." Wahrheiten, zur Liebe für gegebene Zustände. bildung zur bürgerlichen Brauchbarkeit war augenDagegen ist die Aufgabe des entgegenstehenden Systems, ihn zu er- scheinlich der beherrschende Gesichtspunkt, von dem aus die einzelnen Der Schlachtverlauf bis zum 15. Oktober. ziehen zur Kritik, zum Verlangen nach Verbesserung, nach Um- Anordnungen in den Bestimmungen von 1872 getroffen wurden.. London, 18. Oktober. Das„ Reutersche Bureau" erhält aus dem änderung des Bestehenden." Deutlicher fonnte der Zusammenhang Dem Geiste des damaligen Liberalismus, der zwar theoretisch gefaßten Bericht über die Schlacht am Schaho. Danach begann der Hauptquartier der östlichen russischen Armee einen zusammenzwischen den Jdeen der Reaktion und der Regulativ- Pädagogik nicht an den Prinzipien der Demokratie festhielt, praktisch aber Vormarsch dieser Armee am 5. Oftober in gleicher Linie mit dem dargelegt werden. dem Klassenstaat zusteuerte, entsprach es auch, daß die Vormarsch der westlichen Armee. Ihr Ziel war Liaujang. In erster Allgemeinen Bestimmungen" durch Schaffung der„ Mittel- Linie wurde erwartet, daß der Feind sich zwischen Jentai und schule", einer neuen Schulgattung für die besser fituierten Glieder Beniapudfa verteidigen werde. Die russischen Truppen wurden ernstdes gewerbetreibenden Bürgerstandes, den sogenannten Mittelstand, der lich ermahnt, teine Anstrengung zu scheuen, und rückten vertrauens Volksschule ihren bis dahin bewahrten Charakter als der allge- man in schwieriges, gebirgiges Gelände und die Avantgarde traf meinen Bildungsanstalt für bürgerliche Streife nahmen und sie so auf Japaner. Am 7. Oftober meldete General Nennenkampf, für viele Orte tatsächlich zur Armenschule werden ließen." daß der Taitseho erreicht sei; man hörte während des Wenn man denselben Gedanken weniger höflich als Rißmann ganzen Tages seine Geschütze. " " " " Am 9. Oftober erreichte Praktisch äußerte sich dieser Geist, der durch die Regulative wehte, in erster Linie durch die Bevorzugung des Memorierens und Dreffierens in kirchlich- religiöser Beziehung. Die unglaubliche Masse des religiösen Stoffes, der in der Schule bewältigt werden mußte, zwang die Lehrer, schon die kleinsten Kinder mit dem Auswendig lernen zu quälen und diese Quälerei durch die ganze Schule hindurch fortzusetzen. Die Kinder hatten im ganzen zu lernen 100 bis 150 Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament, 30 bis ausdrücken will, so tann es auch heißen:" Die hochgekommene die Armee Beniapudsa und die Avantgarde wurde in einen Kampf 120 Kirchenlieder in der Sprache des 16. und 17. Jahrhunderts, den Bourgeoisie wandelte die für die Zwecke der junkerlichen Re- berwickelt. Das Artilleriefeuer dauerte bis zum Eintritt der Dunkel lutherischen bezw. den Heidelberger Katechismus( für die Kinder attion ausreichende Boltsschule der Regulativ- Periode durch Ein- heit. Um diese Zeit besezten die Russen die japanischen Berdas furchtbarste aller Bücher", so nannte Diesterweg in seiner Rede fügung der Realien um in die für die gwede des fapitalisti- chanzungen, die sich meist in unfertigem Zustande befanden, ohne im Abgeordnetenhause im Jahre 1861 den Heidelberger Katechismus), fchen Profits besser geeignete Schule des Proletariats. Wenn Widerstand. Das Zentrum war zu dieser Zeit 25 Werft vom Taitseho 180 Sprüche, die zum Teil aus mehreren Bersen bestanden, so daß die Kinder zu brauchbaren kapitalistischen Ans- Artilleriefeuer in der Richtung auf Jentai zu, das bis zum Eintritt entfernt. Am 10. Oktober um 11 Uhr vormittag begann ein heftiges 300 bis 350 Verse herauskommen; dazu kamen noch die Sonntags beutung 3 objekten herangebildet werden sollten, so durften sie der Dunkelheit anhielt. Im Laufe des Tages lief eine Mitteilung evangelien, die buchstäblich auswendig zu lernen waren. Es hat etwas weniger von Religion und mußten sie etwas mehr von Kuropatkins ein, welche befagte, daß er Stadelberg zu seinem erfolg einer die Verse der 60 Sonntagsevangelien gezählt, so führte Diester Rechnen, Zeichnen, Geometrie und Turnen verstehen. Da die Kinder der reichen Marsche zur Besetzung von Beniapudfa beglückwünscht. Am weg im Abgeordnetenhause aus, es sind deren 995. Diese 995 Verse Bourgeoisie später nicht als Ausbeutungsobjekt, sondern als Aus- 11. d. M. früh 6 Uhr 50 Minuten entwickelte sich die Schlacht auf mit den 300-350 Spruchversen machen etwa 1300 Bibelverse. beuter oder Aufsichtsbeamte zu fungieren hatten, so brauchten sie dem rechten Flügel und dehnte sich auf das Zentrum und den linken auch nicht die Volksschule besuchen, sondern für sie mußte die Mittel- Flügel aus. ( Real-) Schule geschaffen werden. Bier Storps eröffneten ein heftiges Artilleriefeuer auf die Japaner, die sich in einer die Gegend beherrschenden Stellung befanden, da Das ist im Kern die große Schulreform der Fallschen Aera. fie die Gipfel einer Reihe hoher felfiger Berge besetzt hatten, durch Demgegenüber kennzeichnet Rißmann den Standpunkt der modernen die sich viele Pässe hindurchzogen. Die russische Front hatte ihre Sozialpädagogit wie folgt:" Die Sozialpädagogit, die sich für die Richtung nach dem Südwesten und befand sich 45 Kilometer füdwestallgemeine Volksschule entscheidet, und damit für die gänzliche lich von Mulden. Die Infanterie traf fleine japanische Abteilungen Nicht minder gefährlich, ja fast noch gefährlicher als für die Volksschule im besonderen werden die Regulative für die Lehrer bildung. Man ging von dem berüchtigten Grundsatz aus, daß der Lehrer im allgemeinen nicht viel mehr zu wissen brauche, als er den Kindern beizubringen berufen ist. Fand sich doch in den Regulativen der vielzitierte, außerordentlich charakteristische Satz:„ Aus Oberst Leutwein meldet vom 17. aus Windhuk: Bin Rehoboth eingetroffen. Habe mit zweiter ErsatzKompagnie Kub- Kuis besetzt und decke Nauchas, Nomtsas und Hoachanas. Bastards von Rehoboth tre u. Kapitän von Hoachanas bestimmt, derjenige von Gochas wahrscheinlich beim Feind. Letzterer sammelt sich bei Kalkfontein und Rietmont. Nauchas, Nomtsas noch nicht, Maltahöhe etwas vom Feinde belästigt." Danach scheint es wenigfiens, als ob die Bastards sich nicht an " auf niedrigen Hügeln vor der Stellung, die die Japaner auf den Niedergeschlagenheit in ganz Rußland und zieren, 240 Unteroffizieren und Mannschaften, 217 Pferden und einer Höhen inne hatten, und trieb sie zurück. Ein Korps wurde in Re- wachsende unzufriedenheit in Petersburg über die Gebirgsbatterie abgegangen. serve gehalten. Die japanische Artillerie beschoß die vorrückende Fortdauer eines Krieges, der einer Massenschlächterei gleicht. Die Infanterie mit Granaten, ohne den russischen Geschützen Aufmerksam Bresse hat Auftrag erhalten, das Publikum zu beruhigen". Sie feit zu schenken. tut das in geradezu tindischer Weise. Die„ Birschewija Wjedomosti" Der Augriff auf die japanische Höhenstellung begann 20 Minuten 3. B. unterstellen, Kuropatkins Rückzug bilde nur einen Teil eines nach 12 Uhr. Der Kampf war um diese Zeit auf der ganzen Linie wohl erwogenen Planes. Die„ Nowoje Wremja" erklärt, daß die bis Jentai allgemein. Die Korps griffen die Pässe von Tumanling Ruffen weit davon entfernt sind, Entmutigung zu fühlen, und Tschauschanling an und erreichten, indem sie unter heftigem daß sie vielmehr das Ergebnis ansporne. Das Blatt teilt Schrapnell- und Gewehrfeuer entschlossen vorrückten, die Basis der mit, der Rückzug der Russen sei verursacht worden„ durch feindlichen Stellung. Uni 3 Uhr nachmittags erging der Befehl, den den hastigen und rücksichtslosen Angriff der Japaner". Aber Angriff gegen diese durchzuführen. Die russische Artillerie hatte bald alle Klassen der Bevölkerung beginnen die Möglichkeit die japanischen Batterien zum Schweigen gebracht. Sie machte einer endgültigen Niederlage Rußlands zu erkennen und zu fragen: dem Aufstand beteiligen würden. Das wäre immerhin von besich dadurch für den ganzen Tag zum Herrn der Situation. Warum eine sinnlose Schlächterei fortsetzen? Selbst die russischen deutender Wichtigkeit, da die Bastards gegen 800 Gewehre stellen Sie schoß durchweg vorzüglich. Die Zahl der feindlichen Bauern protestieren jetzt gegen die in den Schaufenstern ausgestellten und besonders tüchtige Soldaten sein sollen, die zum Teil in der Geschütze, welche der Abteilung des Generals Stackelberg gegenüber- farbigen Bilder, auf denen zu sehen ist, wie die japanischen Zwerge deutschen Schutztruppe gedrillt worden sind.— standen, schien geringer zu fein; es waren dies nur Gebirgsbatterien. von dem Riesen Rußland aus Liaujang vertrieben werden und die Die Hauptmacht der feindlichen Artillerie war nach Westen zu gegen die russische Mittelstellung zusammengezogen. Die japanischen Maschinengewehre und die Infanterie unterhielten aber ein lebhaftes Feuer gegen die in drei Linien vorrückenden Russen. Die russischen Feuerlinien schienen niemals start genug zu fein. Die Leute waren mit ihrem Gepäck schwer beladen, und da die Bergabhänge schlüpfrig waren, wurden nur langsame Fortschritte gemacht. Trotzdem die Artillerie die Infanterie vorzüglich unterstützte, traten doch häufig Augenblicke ein, in denen das Feuer einschlief. Ein Korps versuchte die Japaner in der Flanke zu fassen, machte aber keine befriedigenden Fortschritte. Zu der felben Zeit erlitt die Bewegung gegen die westlichen vom Feinde besetzten Höhen durch einen japanischen Gegenangriff in der Flanke, die vier Regimenter umfaßte, aus Besorgnis für die Sicherheit zweier Batterien eine Verzögerung. Zehn Minuten vor 6 Uhr nach mittags meldete jedoch der Kommandant der Angriffskolonne, daß er Granatfeuer auf die Pässe vor der Front richte. Am späten Nachmittag stand das russische Korps innerhalb einer Entfernung von hundert Metern vor der japanischen Stellung. japanische Flotte vom Admiral Sfrydlow zerstört wird, während doch gleichzeitig die gedruckten Berichte über die Leiden der Verwundeten vorliegen und Mitleid und Empörung darüber erregen, daß so wenig Vorsorge getroffen worden ist. Und um allem die Krone aufzusetzen, werden an das Publikum Aufrufe gerichtet, warme Winterkleidung für die Soldaten zu spenden, während man allgemein annahm, dafür hätte die Regierung gesorgt. Politifche Ueberficht. Die In der Berliner Zeitung" werden zwei Briefe abgedruckt, die Hendrik Witboi im Jahre 1894 während des Kampfes gegen den Major Leutwein an diesen geschickt hat. Die Briefe 17. August 1894. lauten: Mein lieber, Hochedler Herr Leutwein, Major! Sie sagen ferner, daß es Ihnen leid tut, daß ich den Schuh des deutschen Kaisers nicht anerkennen will, und daß Sie mir dies als Schuld anrechnen und mich mit Waffengewalt strafen wollen. Dies beantworte ich so: Ich habe den deutschen Kaiser in meinem Leben noch nicht gesehen und er mich auch noch nicht usw. Gott, der Herr, hat verschiedene Königreiche auf die Welt gesetzt, und deshalb weiß ich und glaube ich, daß es keine Sünde und fein Verbrechen ist, daß ich als selbständiger Häuptling meines Landes und Voltes bleiben will usw. So liegt die Rechenschaft über das unschuldige Blut, das vergossen werden soll von meinen Leuten und von Ihren Leuten, nicht auf mir, denn ich bin nicht der Urheber dieses Krieges. Ich ersuche Sie, lieber Freund, nochmals! Nehmen Sie den wahren und aufrichtigen Frieden, den ich Ihnen geboten habe, und lassen Sie mich stehen in Ruhe. Gehen Sie zurück, nehmen Sie Ihren Krieg zurück, gehen Sie von mir weg, dies ist mein ernstliches Ersuchen an Sie. Zum Schlusse grüßt Sie Ihr Freund und Kapitän gez. Hendrik Witboi." ,, G., 3. September 1894. Viel edler Herr Major Leutwein! Hierdurch gebe ich Ihnen diese Zeilen bei Ihren fünf Toten. Mein lieber edler Herr, Ich bitte Sie, lassen Sie mich endlich doch stehen, verfolgen Sie mich nicht weiter. Sie sehen ja, ich fliehe. Ich bin doch nicht so schuldig für Sie. In der Hoffnung, daß Sie dies tun, bin ich der Kapitän Hendrik Witboi. Ich bitte Sie, hören Sie doch mit dem Blutvergießen auf, Lassen Sie ferner fein Blut mehr bergießen." Diese beiden Briefe beweisen, daß Hendrik Witboi kein Gefallen Die russischen Blätter sind mit der Veröffentlichung von Nachrichten sehr vorsichtig, aber allmählich sichern doch Mitteilungen durch, die geeignet sind, das Vertrauen in die Führer des Feldzuges zu erschüttern. So meldet der Korrespondent der„ Birschewija jedo mosti", der den rechten Flügel des russischen Heeres begleitet, daß die erste Brigade der dritten Armee zurückging, nachdem ihre Offiziere gefallen waren, ebenso das vierte sibirische Korps, und daß die zur Stelle beorderte Reservebrigade zu spät eintraf. Ein Armeearzt namens Emelyanow versichert, General Kuropatkin habe so zuversichtlich an seinem Sieg bei Lianjang geglaubt, daß er an alle Regimenter folgendes Telegramm abschickte:" Hurra! Kuroki ist geschlagen." Derselbe Zeuge versichert, General Orlow habe vorsäglich die ihm erteilten Aber die Japaner schossen bei Anbruch der Nacht noch immer Befehle nicht befolgt und sei infolgedessen schwer geschlagen auf die Russen herunter, obgleich letztere nur noch 50 Meter unter worden. Als er ersucht wurde, telegraphisch einen Zug für die ihnen standen. Die Schlacht tobte die ganze Nacht hindurch; als Verwundeten zu beordern, erklärte er, er sei selbst verwundet und der Morgen anbrach, war die Lage noch unverändert. Der Kampf fönne nicht telegraphieren. Seine Wunde bestand in einem kleinen wurde mit ungeschwächter Energie fortgeführt. Ich glaube, daß die Hautriß. Japaner ihre Stellungen, die noch immer unerschüttert blieben, ver- Die Korrespondenten schildern, wie alle Straßen und Wege mit stärkt hatten. General Bildering meldete diesen Morgen, daß seine Verwundeten- Transporten angefüllt sind. Die Verwundeten werden Kolonne teine Fortschritte mache. Unt 1 Uhr 30 Minuten lief die entweder in zweirädrigen chinesischen Karren befördert, welche wahnNachricht ein, daß das russische Zentrum nach einer furchtbaren finnige Schmerzen verursachen, oder auf Schleifen, vor welche Sanonade zurückgeschlagen worden sei und daß die Japaner Pferde gespannt werden. Zahlreiche Verwundete schleppen sich zu die letzten und niedrigsten Höhenketten besetzt hielten, nachdem der Fuß bergauf bergab, bis sie vielfach am Wege verbluten. russische rechte Flügel in die Ebene zurückgetrieben worden sei. Truppen sind völlig demoralifiert. Sie gingen, wie dem Blatte„ Ru" Japanische Schrapnells barsten 16 Kilometer nach Nordwesten zu. berichtet wird, mit dem Rufe in den Kampf:" Diesmal müssen wir Aus einer späteren Meldung ging hervor, daß das Zentrum der siegen oder sterben. Wir können nicht zurückweichen, so lautet unser russischen Armee durchbrochen war und daß das Korps, aus dem es Befehl, und wir werden ihn ausführen bis zum bitteren Ende." bestand, sich auf dem Rückzuge befand, sowie daß General Stackel- Aber sie wichen doch zurück mit dem Schrei:„ Das berg, die Bagage, der Train und die Reserven nach Norden hin im Feuer ist nicht auszuhalten." Ein Augenzeuge erzählt, daß Granaten Abzuge begriffen waren. Auf diese Weise entstand eine große Lücke im und Kugeln herniedergingen wie Hagel aus Sommerwolfen. Es russischen Zentrum. Die Japaner drängten sich hinein. Der russische war ein Gemegel ohnegleichen. Es schien, als ob nicht menschliche Kommandierende fandte ein Korps, um das Zentrum zu ver- Wesen, sondern elementare Kräfte gegen einander kämpften. Alle an dem Blutvergießen gefunden hatte und seinerseits gern zur Einstärken. Dieses Korps geriet wieder in einen heftigen Kampf. Die Korrespondenten bezeichnen die Verluste der stellung der Feindseligkeiten bereit gewesen wäre, wenn nur die deutschen Japaner machten einen Gegenangriff auf dieses Korps in einem Russen als ungeheuer. Die Presse ist allgemein zurück- Truppen ihrerseits den Kampf eingestellt hätten.( Die, NationalWinkel, der gegen das Zentrum der russischen Front und damit gegen haltend über die endgültigen Ergebnisse, erkennt aber an, daß die Beitung" erzählt heute einen Fall, bei dem Hendrik Witboi feinen empfindlichen Teil gerichtet war, und drohten auf diese Weise Schlacht den diesjährigen Feldzug entscheiden während des Krieges ein kleines Detachement verschonte, das Kuropatkins Armee in zwei Teile zu spalten und jeden Teil dann wird. einzeln zu schlagen. ohne seine Großmut der sicheren Vernichtung preisgegeben gewesen wäre.) Die„ Berliner Zeitung" entdeckt jedoch in diesen Briefen, die, beiläufig bemerkt, einen nicht unbeträchtlichen Grad von Bildung beteisen, die sich daraus erklärt, daß Hendrik Witboi seinerzeit Lehrer war, geriebene Diplomatie und hinter haltige Schlauheit. Diese Auffassung ist uns unverständlich. Hendrik Witboi erklärte doch Leutwein offen heraus, daß er nicht daran denke, feine Unabhängigkeit aufzugeben und weiter für dieselbe kämpfen werde, falls nicht die deutschen - Damit hebt, wieder eine neue Verwandlung der unendlichen Truppen den Kampf einstellten. Er hat sich dann später. erste und dritte Korps immer noch ihre Stellungen. Gegen mittag Obstruktionskomödie des preußischen Junkertums gegen Krone und als er die Aussichtslosigkeit ferneren Widerstandes eingesehen begannen die Japaner einen Angriff auf die rechte Flante dieser Regierung an. hatte, der deutschen Regierung unterworfen und fernere Treue ges östlichen Armee. Zwei Divisionen wurden einzeln zum Man muß anerkennen, daß die Herren von Preußen eine be- lobt. Daß er diese Treue ein Jahrzehnt hindurch unverbrüchlich Schutz der Flanke in den Kampf gebracht, aber die Japaner wunderungswürdige Leistung vollbracht haben. Am 14. März 1899 gehalten und dem Deutschen Reiche ganz wesentliche Hatten eine beherrschende Stellung getvonnen, die wurde der Mittellandkanal- Entwurf eingebracht. Sofort erkannten Dienste geleistet hat, zeugt nicht gerade von einer perfiden Russen nicht zu nehmen vermochten. Die Schlacht nahm am die Agrarier den Wert dieses Lieblingsprojekts ihres Königs als Diplomatie. Daß er jegt in den Aufstand eingetreten ist, hat 13. Oktober nach Westen zu ihren Fortgang; es wurde wieder sehr Pfandobjekt für die Erreichung von Wucherzöllen. Unter Abwechse- sehr triftige Gründe, die für jeden Sehenwollenden klar auf der scharf gekämpft. Die Japaner trieben immer noch Kuropatkin zurück. lung tollster Verschleppungsmanöver mit schroffen Zurückweisungen Hand liegen. Wenn jetzt wieder die alberne Lesart auftaucht, der Um 3 Uhr nachmittags erhielten die verschiedenen Korps der östlichen Armee den Befehl, den Kampf abzubrechen. In der Nacht geht das Spiel feitdem fort, obwohl Wilhelm II. schon am Aufstand Hendrik Witbois sei der zu milde Behandlung zum 14. ging ein Teil dieser Armee im Norden zurüd, fämpfte aber 11. August 1899 versichert hatte, daß er und seine Regierung un- zuzuschreiben, die ihm von der Regierung zu teil geworden sei, so eine Auffassung, die für die konservative Kreisam 14. immer noch. Im Westen, wo die Armee gleichmäßig zurück- erschütterlich entschlossen seien, die Macht des geeinten Reiches für ist das ging, wurde wieder furchtbares Feuer gehört. Die Länge der das große Werk mit voller Wucht einzusetzen:" Dafür werde ich blattpresse gerade gut genug fein mag, die aber ein halbSchlachtfront zu schäßen, ist unmöglich. Am 15. dauerte die Schlacht stehen!" wegs ernsthaft zu nehmendes Blatt nicht vertreten dürfte. War noch an, aber das Feuer hörte gegen Mittag auf. Die russischen Heute noch steht der Kanal auf dem Papier, ja nicht einmal im Jahre 1894 Hendrik Witbois Unabhängigkeit bedroht, fo Verluste sind sehr schwer. mehr darauf. Denn die Regierung des Grafen Bülow hat mit ist jetzt im Jahre 1904 die Stammesexistenz der Witbois bedroht ihrer neuesten Vorlage auf den Mittelland- Kanal verzichtet und nur gewesen, da nach Beendigung des Hererokrieges sämtliche eingeborenen Paris, 18. Oftober. Der Angriff Meyendorffs auf die Stellung alleruntertänigst angefragt, ob die Herren Junker wenigstens für Stämme entwaffnet und ihres Landes beraubt beim„ Bergkegel mit dem Baum" wurde durch Sarubajew wirksam die Unzahl der östlichen Kompensationen, die sie erhalten haben, bereit werden sollten. Diese drohende Gefahr zwang Witboi dazu, unterstützt. Deffen sibirische Truppen wetteiferten an Todesverachtung sein würden, die Teilstrecke des Dortmund- Rhein- Kanals zu be- sein Glück noch einmal in bewaffnetem Widerstande zu versuchen. mit den Regimentern aus den Ostseeprovinzen. Um jeden Baumwilligen. Da selbst die konservative Presse die ritterliche Kampfesweise stamm eines vorliegenden, hartnäckig verteidigten Gehölzes wurde Auch damit haben sie sich reiflich Zeit zur Ueberlegung gelaffen. der Witbois und der anderen Hottentottenstämme anzuerkennen nicht mit dem Bajonett gekämpft. Viele Japaner wurden er= drosselt aufgefunden. In den Räderspeichen der erbeuteten, Erst jest, fast fünf Jahre nach dem Beginn der Aktion, fangen fie umhin tann, sollte man in der liberalen Presse/ wenigstens blutbedeckten japanischen Kanonen befanden sich Körperteile an, sich allmählich weiter mit der„ Teilstrecke" zu beschäftigen. Sie auch anständig genug sein, die wahren Gründe des Witboi- Aufstandes der Artilleristen. Alle Schützengräben in einer Ausdehnung haben nun glücklich erreicht, was sie mit ihrer Obstruktion bezweckt anzuerkennen. von zwei Werst waren mit Leichen gefüllt. Der russische Verlust be haben: die neuen Handelsverträge werden bald dem Reichstage vortrug 4000 Mann, der japanische Verlust ist wahrscheinlich höher. gelegt werden. Das werden sie noch abwarten, sie werden sie sich Von der russischen Armee des rechten Flügels liegen günstige Nach- ansehen, prüfen, ob sie ihnen genug schenken, und dann sich in aller richten vor. General Nodzus zwei Reservedivisionen sollen, wie Gemütlichkeit überlegen, was sie für die Teilstrecke des„ großen es heißt, gesprengt und Linschipu nach sieben vergeblichen Sturmangriffen von den Russen genommen worden sein. Berlin, den 18. Dktober. Die Japaner hatten ein Korps im Westen konzentriert, wo sie die Nussen zurüdschlugen. Dann griffen sie das Zentrum an, während sie gleichzeitig mit der linken Kolome den linken russischen Flügel beschäftigt hielten. Gegen 12 Uhr sandte General Stackelberg vier Reserve- Regimenter vor, unt einen Die Fortsetzung der Junker- Obstruktion. Angriff auf die westliche Flanke der Japaner zu machen und Am Mittwoch tritt die Kanaltommission des Abzu versuchen, die Lücke zu schließen. Um 4 Uhr 20 Minuten war die geordnetenhauses zusammen, der acht Tage später das Lücke zum Teil geschlossen, aber das Resultat des Kampfes war, daß Blemum folgen wird. die russische Armee sich in kritischer Lage und noch immer in Gefahr befand, in zwei Teile gespalten zu werden. Am 13. hielten das Die letzten Kämpfe. Petersburg, 18. Oftober. Ein Telegramm des Generals Ssacharow an den Generalstab vom heutigen Datum meldet: Werkes" tun könnten. Weiße Sklaven in Deutsch- Südwestafrika. Rom, 15. Oftober.( Eig. Ber.) Giornale d'Italia" veröffentlicht einen Brief aus Swakopmund, in dem ein italienischer Erdarbeiter seine und seiner Die Arbeiter Die Kanalkampagne hat die„ konstitutionelle Monarchie", die 300 Arbeitskollegen furchtbare Notlage schildert. Preußen sein soll, als eine Diktatur des Junkertums entblößt. Sie wurden unter großen Versprechungen zu Wegebauten in die Kolonie hat aber auch die politische Kunst, Kraft und Rücksichtslosigkeit einer gelockt. Der Unternehmer Luigi Larossi, ein Italiener, hielt In der Nacht zum 17. Oftober griffen die Japaner wiederholt Klasse gezeigt, die das Herrschen gewöhnt ist und die freiwillig aber die Kontrakte nicht ein, und als die Arbeiter sich beschwerten, unseren rechten Flügel an, wurden aber zurückgeschlagen niemals diese Herrschaft aufgeben wird. Die Feigheit und Schwäche fagte er ihnen, fie sollten nur nach Hause zurückkehren. In Im Laufe des Tages nahmen unsere Truppen das Dorf Schalants, des deutschen Bürgertums erkennt man erst ganz, wenn man sich Wirklichkeit hatte er sich aber mit der deutschen Schiffahrtsdas am Schaho, östlich von Schahopu, liegt. Der Feind beschoß flar macht, wie das Junkertum seine Politik treibt. unsere Stellungen beim eroberten Dorfe heftig, ging aber nicht zum Angriff über. Auf dem Bergkegel mit dem Baume, der der Puti lowsche genannt wird, werden heute abend und in der Nacht die Der Aufstand in Südwestafrika. Toten begraben, wobei den Japanern militärische Ehren erwiesen Wie eine Korrespondenz meldet, soll die deutsche Regierung werden. Die Waffen sowohl unserer als auch der japanischen nunmehr fest entschlossen sein, in„ Südwestafrika mit eiserner Hand Gefallenen auf dem Bergkegel zeigen Spuren eines verzweifelten zuzugreifen". Während man vor einigen Tagen noch der Meinung Nahkampfes. Eine bedeutende Verstärkung der feind gewesen sei, mit einer Verstärkung von 3000 Mann auskommen zu lichen Truppen gegen unser Bentrum ist zu befönnen, beabsichtige man jegt 5-6000 Mann nach Südwestafrika zu merken. Auf dem linken Flügel haben am 17. Oftober teine schicken. Diese Truppen sollten möglichst mit einem Male nach Südwestafrika befördert werden. Da man nun aber zweifle, ob man Zusammenstöße stattgefunden. Totio, 18. Oftober.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) Transportschiffe in genügender Zahl finden werde, trage man fich Die Russen haben am Sonntag die Kolonne des Generals Yamadas mit dem Gedanken, zu dem Transport Striegsschiffe zu verumzingelt und 14 Geschütze erbeutet. Die Russen konzentrieren wenden. Diese Absicht stehe noch nicht völlig fest, sie habe jedoch fich vor der Front der Armeen Dlus und Nodzus. Man erwartet eine neue große Schlacht. Tokio, 18. Oktober, 3 1hr 30 Minuten nachmittags.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) Die Russen. richteten in der vergangenen Nacht einen wilden Sturmangriff gegen die Stellungen Ofus und griffen auch Nodzu und Kurski an, wurden aber überall unter großen Verlusten zurückgeworfen. Die Stimmung in Rußland. Die Wirkung der russischen Niederlage bei Liaujang, so wird dem„ Daily Telegraph" aus Petersburg berichtet, kommt zum Ausdruck durch strenge Zensur aller Telegramme von der Front, tiefe von gesellschaft( welcher?) in Verbindung gefest und dieser eine solche Erhöhung der Rückfahrtstarife erzielt, daß nur wenige Arbeiter die hohe Summe aufbringen konnten. Diese Wenigen mußten das Billett bis Hamburg bezahlen, obwohl es für sie weit besser gewesen wäre, nur bis zu den kanarischen Inseln zu fahren. Die übrigen Italiener bleiben wehrlos der Ausbeutung überlassen, elend bezahlt, in Zellen auf nackter Erde schlafend, mit bestilliertem Meerwasser als einzigem Getränk. Oft fehlt den mit deſtilliertem Meerwasser als einzigem Getränf. unglücklichen auch dieses. Wie denken die deutschen Behörden über diesen im Bereich des deutschen Gesetzes begangenen Vertragsbruch des Unternehmers? Deutfches Reich. immerhin Aussicht auf wenigstens teilweise Durchführung. Wir unfererseits sind der Meimmg, daß Transportschiffe in genügender Zahl aufzu Vom allgemeinen deutschen Wohnungstongreß. Man schreibt uns aus Frankfurt a. M. vom 17. Oftober: treiben wären, daß man deshalb darauf verzichten sollte, KriegsEs ist eine bunt zusammengewürfelte Gesellschaft, die sich in schiffe für Transportschiffe zu verwenden, da dadurch die an sich enorm hohen Kosten dieses Transports wahrscheinlich noch ge Frankfurt eingefunden hat, um über Mittel und Wege zur Abhülfe steigert werden würden. In den nächsten Tagen sollen nach der Wohnungsnot zu beraten. Neben hervorragenden Gelehrten und einer Hamburger Meldung bereits mehrere Transporte abgeben, einen guten Klang haben, neben sozialdemokratischen Führern, die Publizisten, deren Namen auf dem Gebiete der Wohnungsliteratur nämlich mit dem Dampfer Gertrud Wörmann" am 29. Oktober allerdings nicht im Auftrage der Partei anwesend find, neben den von 30 Offiziere, 375 Unteroffiziere und Mannschaften und 375 Pferde. besten Abfichten beseelten bürgerlichen Ideologen begegnen wir waschechten Anfangs November würde die„ Palazzia" mit 1600 Mann folgen. Hausagrariern, die sich um den sattsam bekannten Baumeister Hartwig Am Sonntag sei bereits der Dampfer Hans Wörmann" mit 10 Offi- aus Dresden scharen und jeden, der auch nur einen bescheidenen " eb. 10 Tagen Gefängnis. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 100 M. Geldstrafe Einweihungsfeier. Reaktionäre Duellgegner. Am Sonntag tagte in Darmstadt die Generalversammlung der Deutschen Antiduell- Liga". Diese Liga umfaßt zumeist hoch feudale und hoch orthodore Herren, die ihre Gegnerschaft gegen das der Religion und dem Gesetz widersprechende Duell meisterhaft mit den rückständigsten Anschauungen verbinden. Diese Rückständigkeit trat bei der Generalversammlung so drastisch zutage, daß die gute Absicht der Duellbeseitigung geradezu lichen Charakter tragen sollen, zum Zwecke der Verhütung und zur Lächerlichkeit wird. Man befürwortete die Bildung besonderer Ehrenkammern, die unter staatlicher Autorität stehen und obrigkeitSchlichtung von Ehrenhändeln. Aber nicht genug mit diesem Privilegiengericht, das den Duellfreunden gegeben werden soll, man fordert wesentliche Erhöhung der Strafen bei Beleidigungen, ja, die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte im Falle der Verurteilung wegen verleumderischer Beleidigung. Die Herren ahnen anscheinend nicht, in welcher Weise eine solche Gesetzesbestimmung, wie sie sie wünschen, von deutschen Gerichten ausgenutzt werden würde. wissen offenbar nicht, daß das Gericht in Saarbrücken jüngst den ehrenwerten Bergmann, der die Zustände in den staatlichen Gruben kritisiert hatte, wegen verlcumderischer Beleidigung verurteilte. Um den Duellteufel auszutreiben, beschwören die Herren den Beelzebub einer in gefährlichstem Maße reaktionär zu mißbrauchenden Aenderung der Beleidigungsparagraphen. Weiter fordern sie den Ausschluß der Deffentlichkeit bei Gerichtsverhandlungen wegen Beleidigung, und schließlich glauben sie, die Welt vom Duell befreien zu können, indem sie die Personen, welche des Ehebruchs schuldig werden, sowie die Mitschuldigen mit Gefängnis bis zu drei Jahren bestraft wissen wollen. Sie Versuch macht, die Wohnungsnot als bestehend anzuerkennen und um 4 Uhr aufstehen. Nachmittags gegen 4 Uhr brach der Ge- partei 1769, ein Zentrumskandidat 218 Stimmen; unsere Partet Mittel zu ihrer Linderung vorzuschlagen, durch höhnische Zurufe marterte bei dem Garbenbinden plötzlich auf dem Felde besinnungs- siegte im ersten Wahlgang mit 20 261 Stimmen. unterbrechen. los zusammen und starb bald darauf. Ohne Zweifel wird der bevorstehende Wahlkampf wiederum ein Gleich zu Beginn des Kongresses fam es zu einer Geschäfts- Dies der nackte Tatbestand, der doch schon selbst tief erschütternd äußerst heftiger werden. Die Gegner sind der Anschauung, daß der ordnungsdebatte; der Organisationsausschuß hatte im Prinzip bewirken muß. Die geladenen Sachverständigen waren leider Wahlkreis keineswegs gesicherter Besitz der Sozialdemokratie sei und schlossen, nur eine von ihm akzeptierte Resolution vor den Kongreß zur Abstimmung zu bringen. Dies Recht bestritten ihm die an- nicht in der Lage, feststellen zu können, ob der Tod des daß sie ihn bei lebhaften Anstrengungen wieder erobern können. Die " Post" erklärt es als sehr wohl möglich, dem Umsturze diesen wesenden Sozialdemokraten auf das entschiedenste, sie bezeichneten es Jungen infolge der übermäßigen Anstrengung ein- Wahlkreis wieder zu entreißen", und sie fordert„ eine Verständigung als Jukonsequenz, daß der Ausschuß, nachdem er eine Resolution getreten ist. Wahrscheinlich sei Hizschlag die Todesursache, meinten aller bürgerlichen Parteien auf einen gemeinsamen Kandidaten über die Wohnungsreform überhaupt zuließ, jede andere sie. Da nun der ursprüngliche Zusammenhang fehlte, beantragte Auch die National- Zeitung" erklärt: Wenn alle Kräfte eingesetzt Resolution von der Abstimmung ausschloß und erklärten, daß der Staatsanwalt wegen der fahrlässigen Tötung die Freisprechung werden, kann bei der nun erfolgenden Ersatzwahl der Wahlkreis von nur der Kongreß selbst zuständig sei, die Frage der Zulassung von und wegen der Mißhandlung mit dem Garbenknüppel ganze 30 m. der nationalliberalen Partei zurückerobert werden." Resolutionen zu entscheiden. Die Resolution, die unsere Genossen Geldstrafe. Wir sind überzeugt, daß unsere Parteigenossen im Wahlkreise dem Kongreß unterbreiteten, haben wir gestern schon mitgeteilt. Der Protest unserer Genossen war insofern von Erfolg gefrönt, als Stalbe- Aschersleben alles daran setzen werden, um die Hoffnungen unserer Gegner zu schanden zu machen. der Kongreß beschloß, überhaupt teine Resolution zur Abstimmung Die Sache wird mit dieser Verurteilung nicht begraben sein, zuzulassen. Es bleibt also bei rein akademischen Erörterungen. Noch von anderer Seite war beim Drganisationsausschuß ein wenn auch dem Angeklagten so gut wie nichts geschehen ist. Zum Protest eingegangen. Der Zentralverband der städtischen Haus- Beweise dafür, daß es sich nicht um einen einzelnen Fall der Ausund Grundbesizer- Vereine Deutschlands hatte eine umfangreiche beutung handelt, sei angeführt, daß ein von dem Angeklagten Denkschrift, ein„ Manifest" eingereicht, das die Verdienste der Haus- geladener Entlastungszeuge bekundete, die lange Beschäftigung der agrarier in allen Tonarten pries und dem Bedauern darüber Aus- Landarbeiter sei üblich; an anderen Stellen müßten die Landdruck gab, daß bei der Bildung des Organisationsausschusses die arbeiter sogar schon um 3 Uhr morgens aufstehen. Hausagrarier übergangen sind,„ gleich als об die nach vielen Tausenden zählende wohlorganisierte Hausbesizerschaft sich höchst bedauerliche Ausschreitungen zu Schulden kommen ließen Kürzlich wurden in Berlin Arbeiter, die in der Trunkenheit der deutschen Städte bei einem allgemeinen deutschen in deren Verlauf ein Bahnassistent starb zu vier Jahren Wohnungskongreß nichts zu suchen habe". Dieses Manifest war zum mindesten überflüssig, denn wenn auch kein Haus- Gefängnis verurteilt, obwohl ebenfalls nicht festgestellt worden war, agrarier dem Organisationsausschuß angehört, so hat dieser doch daß der Tod in ursächlichem Zusammenhang mit der Mißhandlung darauf Rücksicht genommen, daß die hausagrarischen Interessen nicht stand. Hier handelt es sich um keinen Trunkenheitserzeß, sondern zu kurz kommen; er hat Referenten ausgesucht, die Gnade vor den um die systematische Vernichtung eines armen, jungen MenschenAugen der Hausagrarier fanden, bei der großen Mehrheit der Ver- tindes. Was liegt daran? Hundert Mark Geldstrafe.. sammelten aber auf entschiedenen Widerstand stießen. Ist es nicht eine Fronie, daß auf dem ersten allgemeinen deutschen Wohnungsfongreß als Referenten Männer auftraten, deren Ausführungen auf hausagrarischer Seite den lebhaftesten Beifall fanden? Das gilt In Berlin ist wieder ein neues Denkmal enthüllt worden, ein insbesondere von dem ersten Referenten, Herrn Professor Dr. 2. Pohle Kaiser Friedrich zu Pferde. Es steht vor dem neuen Kaiservon der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften in Frank- Friedrich- Museum, das ebenfalls an diesem Dienstag eingeweiht furt a. M., der über die tatsächliche Entwickelung der Wohnungs- worden ist. Die Feier verlief in den üblichen Formen: sehr viel berhältnisse in Deutschland in den letzten Jahrzehnten sprach. Seine Absperrung, sehr viel Militär und Festreden. Unter den Gästen Ausführungen erwirkten den Eindruck, als ob er alles der privaten befand sich auch der lippische Staatsminister Gevekot. Der OberBau- Industrie überlassen und von jeder großzügigen Wohnungs- Hofmeister Graf Mirbach fehlte nicht. reform Abstand nehmen wolle. Nach seiner Ansicht haben sich näm- Der Kultusminister Studt hielt eine jener Reden, wie sie lich auch ohne Eingreifen öffentlicher Körperschaften die Wohnungs- gleichfalls bei uns jetzt üblich sind. Das Haus folle für alle Zeiten Ehe in dieser Art reaktionäre Tollheiten verwirklicht werden, berhältnisse in Deutschland erheblich gebessert. Gewiß ist es richtig, zu einer Pflegestätte wahrer Kunst und echter Wissenschaft geweiht daß die Arbeiter im allgemeinen heute besser wohnen als vor sein, in dem hohen Sinne, in dem der jetzige Kaiser es gestiftet habe. bliebe es wahrhaftig noch zehnfach besser, wenn sich einige Herr100 Jahren, aber ebenso fest steht es auf der anderen Seite, daß Dann allein, aber dann auch im edelsten und schönsten Sinne schaften von besonders entwickelter Standesehre im Duell niederder Abstand zwischen den Wohnungen der Arbeiter und denen der werde es ein Denkmal des unvergeßlichen Herrschers sein, dessen knallen. übrigen Bevölkerungsklassen ein größerer geworden ist. Der Arbeiter Namen zu tragen ihm vergönnt worden sei. hat an den Errungenschaften der Kultur nur geringen Anteil, der Der Kaiser verlas darauf eine Ansprache, wie er auch schon Teil seines Verdienstes, den er für Wohnungsmiete auszugeben hat, neulich in Danzig seine Rede nicht frei gehalten, sondern verlejen tober, wird uns geschrieben: Der Verleger der liberalen„ Saaleiſt ein unverhältnismäßig hoher, vielfach lebt er auch heute noch in hatte. Er begann mit der Verherrlichung seines Vaters, der Ging- Beitung", Herr Moris Schirrmeister scheint ab und zu das Wohnungen, die als Höhlen bezeichnet werden müssen und für friedsgestalt, des edlen Herrschers, der in den Herzen des deutschen Bedürfnis zu haben, sich im Gericht zu zeigen, um damit daß ihn und seine Familie die größten gesundheitlichen und ſittlichen Recken, der seines königlichen Vaters Schlachten schlug. Er ſei ihm Volkes als hehre Lichtgestalt fortleben werde, des hochgemuten einmal berichtigt" hat, nicht stimmte. In der heutigen Schöffengerichts Sizung, in der Faktor Reiche, der früher Die Auslassungen des Referenten wirkten geradezu frappierend ein töftliches Vermächtnis, die erhabenen und edlen Absichten, i30 Jahre im Verlage des Herrn Schirrmeister gearbeitet hat, auf die Versammlung. Der bekannte Münchener Professor Lujo dem kunstsinnigen Schaffen des geliebten Herrschers, wie alleni Brentano gab wohl der Meinung des größten Teils der An- seinem Tun zu Grunde lag, an seinem Teile weiter zu führen und gegen seinen früheren Chef wegen Verleumdung klagte, wurden recht erbauliche und beschauliche Zustände über die redaktionellen Verwesenden Ausdruck, als er in sichtbarer Entrüstung meinte, wenn zu verwirklichen. das, was der Referent gefagt habe, unividersprochen bleibe, so Rinnsteinkunst behandelte er in der verlesenen Rede sehr zurück- Redakteur Dr. Leschbrand erlaubt, die Aerzte wegen der BeDann sprach der Kaiser über die Kunst. Das Thema von der hältnisse der„ Saale- Zeitung" aufgerollt. Gelegentlich des Rostocker Aerztetages hatte sich der politische fönnte der Kongreß sofort wieder auseinandergehen. In ähnlichem haltend. Sinne sprach sich auch Genosse Dr. Südefum aus. In der Er bedauerte, daß unsere Kunst von entgegengesetzten Darüber großes Geschrei Debatte verfuhren dann auch verschiedene Redner, insbesondere Richtungen zerklüftet sei, die sich befehden und von denen eine über handlung der Presse zu kritisieren. und Drohung mit Boykott der SaaleHue, Südefum und Franz Oppenheimer nicht gerade die andere sich hinwegzusetzen bemüht sei. Zum Teil handele es im Aerzteberein glimpflich mit Herrn Pohle. Ein Retter erstand ihm in der Person sich dabei um Irrwege, die vom wahren Schönheitsideal weit ab- Beitung". Der Vorsitzende des Aerztevereins, Dr. Zergau, verlangte des Herrn Hartwig, eines Mannes, der mit der dreistesten Stirn führen. Man solle das Studium der Meister der Vergangenheit Genugtuung" und der Geschäftsführer Sanne von der„ Saalevon der Welt die Hausbefizer als reine Engel feierte und die treiben, das würde namentlich in der jüngeren Generation Selbst- Beitung" verfaßte im Einverständnis mit Herrn Schirrmeister eine Wohnungsnot als Folge der Unfittlichkeit und der Streikluft der kritik, Bescheidenheit und Achtung vor den Leistungen anderer Berichtigung, in der es u. a. hieß:" Die Kritik ist unberechtigt". Arbeiter darstellte. Daß er bei dieser Gelegenheit auch auf einer fördern. Nur so werde ein gegenseitiges Verständnis angebahnt Mit dieser Berichtigung ging Herr Sanne einfach zu dem Faktor Reiche und sagte: Wissen Sie, die ,, Saale- Zeitung" darf, um nicht und dem wahren Fortschritt der Kunst gedient. fleinen Gedächtnisschwäche ertappt wurde, sei zur Vervollständigung feines Charakterbildes angeführt. Er behauptete keck, daß er schon des Militärs farblosen Feier wurden auch Orden in reicher Zahl stoßen, bringen Sie die Berichtigung genau so, wie sie geAus Anlaß dieser trotz aller bunten Uniformen des Hofes und noch mehr Abonnenten zu verlieren, nach keiner Richtung hin verfeit 25 Jahren nicht mehr baue, aber er hatte seine Rechnung verteilt. Unter anderem erhielt Herr James Simon, der für das schrieben ist." ohne den Wirt gemacht, denn unser Genosse Simanowski konnte auf neue Museum ein paar Millionen gespendet hat, den Wilhelms= Als der Verantwortliche, Dr. Leschbrand, die Berichtigung erder Stelle feststellen, daß er selbst noch vor 12 Jahren bei ihm ge- orden. Von seiner Berufung ins Herrenhaus ist bisher nichts blickte, war er selbstverständlich aufgebracht und erlaubte sich, ohne arbeitet habe. Ein Mann von etwas Ehrgefühl hätte nach dieser bekannt geworden. den Verleger zu fragen, den Saß, die Kritik ist unberechtigt" in'" Konstatierung geschwiegen und sich bescheiden zurückgezogen, Herr Es sind gerade 15 Jahre her, als der Name des Kaisers Friedrich die Kritik ist nicht ganz gerechtfertigt" umzuändern. Faktor Hartwig aber besaß den Mut, noch eine zweite hausagrarische auch von dem jezigen Kaiser aus Anlaß eines Kunstwerts genannt Reiche mußte die Aenderung ausführen laffen. Rede vom Stapel zu lassen. Unterstützt wurde er einzig und allein wurde. Es war bald nach dem Regierungsantritt des Kaisers, am Als nun die Berichtigung" nicht nach Wunsch in der Zeitung durch den Spandauer Justizrat und Syndikus der Hausbefizer- 27. Oftober 1888. Damals war die Erinnerung an den verstorbenen stand, beschwerte sich der Vorfizende des Aerztevereins abermals, bereine Dr. Baumert, der das selbst von Herrn Hartwig preis- Kaiser Friedrich namentlich im freisinnigen Bürgertum sehr und Herr Schirrmeister entließ sofort den unschuldigen Faktor, der lebendig und man zog vielfach Vergleiche zwischen dem toten und 30 Jahre in seinem Verlage thätig gewesen war. Unter den bürgerlichen Rednern zeichnete fich besonders Pfarrer dem regierenden Kaiser. An jenem Lage überreichte eine Deputa- genug; er schrieb auch noch einen Brief an Dr. Zergau, in dem er die Dr. Naumann aus, dessen Worte selbst auf einige verstockte Haus- tion des Magistrats und der Stadtverordneten unter Führung des Kenderung der Berichtigung durch Dr. Leschbrand und Reiche als agrarier nicht ohne Einfluß bliebent. Sachlicher als das Referat von Pohle war das des Münchener und baten ihn um die Erlaubnis, vor dem Schlosse einen Brunnen anheimstellte zu verfügen, ob auch der politische Redakteur Dr. LeschPrivatdozenten Dr. Singheimer über die Aufgaben von Reich, aufstellen zu dürfen. Zu dieser Deputation sagte damals der brand entlassen werden solle. Staat und anderen öffentlich- rechtlichen Körperschaften in der Kaiser:„ Während ich meine Gesundheit und alle Kräfte eingesetzt In der Verhandlung wurden die Redakteure von dem GeschäftsWohnungsfrage. Sinzheimer, der durch eine gute Schrift über habe, um durch Anknüpfen von Freundschaftsbanden den Frieden führer Sanne schlankweg„ als Untergebene" des Verlegers bezeichnet. die ohnungsfrage bekannt geworden ist, will die Wohnungs- und die Wohlfahrt des Vaterlandes und damit auch die der eigenen An dem, was der Geschäftsführer dekretiere und schreibe, dürfe auch bisher nicht den Kommunen oder den Einzelstaaten überlassen, die Hauptstadt zu sichern, haben die Tagesblätter meiner Haupt- und vom Verantwortlichen kein Komma geändert werden. bisher infolge der plutokratischen Wahlgeseze völlig versagt haben; Residensstadt die Angelegenheiten meiner Familie in einer Art und brand ist gegenwärtig noch in der„ Saale- Beitung" tätig. Allerer erwartet vielmehr nur von einem gemeinsamen Vorgehen von Weise an die Oeffentlichkeit gezogen und besprochen, wie sie ein dings wird er dort den höchsten liberalen Grundsay Reich, Einzelstaaten und Gemeinden eine Abhilfe der Wohnungsnot. Privatmann sich nie würde haben gefallen lassen. Ich bin dadurch Mensch ecke nicht an Nach dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Referat von nicht nur schmerzlich berührt, sondern auch mein Unwille ist dadurch dritte Dugend der Redakteure, die unter Herrn Schirrmeisters Sinzheimer wurde die Debatte vertagt. Die Sigung am Dienstag erregt worden. Vor allem bitte ich mir aus, daß das fortdauernde Leitung in der Saale- Zeitung" gearbeitet haben, will voll gemacht beginnt mit einer Stritit des preußischen Wohnungsgefeßentwurfes. Bitieren meines Herrn Vaters gegen meine Person endlich unter sein. Die sehr interessante Verhandlung endete schließlich damit, übernommen, sabgeordnete Dr. Jäger hat das einleitende Referat bleibt. G3 verlekt mich als Sohn aufs tiefste und ist unpassend im daß Herr Schirrmeister wegen des Ausdrucks„ Att der Heimtücke“ in Material zum Kontrattbruchsgesetz und zur Kinderarbeit Salle, 18. Ottober.( Eig. Ber.) schuldet haben. in der Landwirtschaft. höchsten Grade. Darüber sind nun 15 Jahre hinweggegangen. Niemand zitiert mehr Kaiser Friedrich. Sein Andenken ist auch in der freisinnigen Bourgeoisie verblaßt und wirkt nichts Lebendiges mehr. Somit ist bereits die Gestalt des früheren Kaisers eine Historie und ein Denkmal und ein Museum dürfen ohne Widerspruch den Namen Raiser Friedrichs zitieren. Kalbe- Aschersleben. " Die Meinungsfreiheit liberaler Federhelden. Aus Halle, 18. Dfvielleicht zu dokumentieren, das, was er früher Aber damit nicht Dr. Lesch nicht mehr etvig vertreten können. Das dem Briefe zu 40 M. Geldstrafe verurteilt wurde. Die Polizei kann alles. Durch Polizeiverordnung hat der and rat des Kreises Einbeck das Tabakrauchen bei öffentlichen Zuwiderhandlungen sollen mit GeldTanzlustbarkeiten verboten. strafe bis zu 9 M. oder entsprechender Haft bestraft werden. Anscheinend sind alle Säle zu Einbeck, in denen" Tanzlustbarkeiten" stattfinden, feuergefährlich, und die landrätliche Weisheit bewahrt die Stadt vor schwverer Not. Die Polizei kann alles und macht alles. Elsaß- Lothringische Selbständigkeit. Straßburg, 18. Oftober.( W. T. B.) Der LandesReiches, Ein entsetzliches Bild, das einen tiefen Einblick in die Behandlung der ländlichen Arbeiter tut, entrollte die heutige Strafkammerfizung, in der verhandelt wurde gegen den Gutsbesitzer Moritz Berger von Beerendorf bei Deliksch. Der Angeklagte Im Wahlkreise Kalbe- Aschersleben wird demnächst infolge des wurde beschuldigt, den 14jährigen Hofjungen Mar Rözler im tragischen Endes unseres Genossen Albert Schmidt eine Ersatzwahl Monat Juli d. J. auf dem Felde mit einem Garbenbinder, einem anberaumt werden. Der Wahlkreis ist bis zur Wahl von 1887 stets dicken Knüppel, mißhandelt und den jungen Menschen derartig mit in den Händen der Reichspartei gewesen, mit Ausnahme der Periode ausschuß für Elsaß- 2othringen, der heute seine Sigungen wieder Arbeiten überanstrengt zu haben, daß er schließlich am 16. Juli von 1878-81, in welcher der Kreis nationalliberal vertreten wurde. aufnahm, nahm einen Antrag Goetz und Genossen an, der in der auf dem Felde besinnungslos zusammenbrach und bald darauf Seit 1890 findet in dem Kreise ein erbitterter und mit verschiedenem letzten Sigung im Frühjahr nicht verhandelt worden war. Der Anstarb. Den Tod sollte der Angeklagte durch Fahrlässigkeit ver- Erfolge geführter Kampf zwischen den verbündeten Parteien der trag lautet: Der Landesausschuß wolle beschließen, die Landes" Staatserhaltung" und der Sozialdemokratie statt. Unsere Partei regierung zu ersuchen, beim Reichskanzler dahin vorstellig zu Der junge, schwächliche Mensch, noch ein Knabe, hatte sich bei hatte in dem Wahlkreiſe bis zum Jahre 1887 faum 5000 Stimmen werden, daß den geseggebenden Körperschaften des Reiches ein dem Musteragrarier, der über 110 Morgen Band, 20 Kühe usw. erreicht. 1890 erhöhte sich unsere Stimmenziffer in großem Auf- Gesetz vorgelegt werde, durch das beſtimmt wird: 1. daß schwung auf 12514. In der Stichwahl dem Reichsparteiler, verfügt, für einen Jahreslohn von 24 Talern vermietet. In in welcher der Freisinn den Ausschlag gab, siegten wir mit 16 387 die Verfassung des Deutschen sowie die Neichsden heißen Julitagen d. J. mußte er wie gewöhnlich früh 4 Uhr Stimmen. die Verfassung und Verwaltung von August Heine vertrat den Kreis in der Legislatur- geseze betreffend aufstehen, darauf bis 6 Uhr morgens im Kuhstall arbeiten und dann periode von 1890-93. Aber 1893 gelang es den vereinigten Reichs- Elsaß Lothringen dahin abgeändert werden, daß Elsaßzuweilen bis 10 Uhr abends Feldarbeiten verrichten. Wenn der parteilern und Nationalliberalen, den Wahlkreis zurückzugewinnen. Lothringen zum Bundesstaat erhoben und als solcher den übrigen junge Mensch, erschlafft, mit der Arbeit nicht vom Fleck kam, dann als 1898 Albert Schmidt zum erstenmal kandidierte, erschien unsere Bundesstaaten verfassungsrechtlich vollständig gleichgestellt half der Gutsherr mit dem Garbenbinder nach. Wiederholt erhielt Partei schon im ersten Wahlgange als die weitaus stärkste im werde; 2. daß die auf Grund dieser neuen Verfaſſung einzusehende der Junge Schläge mit der Hand gegen den Kopf und mit dem Wahlkreise. Wir erhielten 17 090 Stimmen, der nationalliberale Boltsvertretung aus gleichem, direkten und geheimem Wahlrecht hervorKandidat 13 894 Stimmen, ein antisemitischer und ein freisinniger Knüppel auf das Gesäß. Der Gutsherr gab dem jungen Mann Standidat hatten sujammen zirka 3400 Stimmen. In der Stich gehen soll. Die Abstimmung war namentlich. gewöhnlich ein Stück Feldarbeit auf, und bevor er das nicht ge- wahl fam der gegnerische Kandidat bis auf 18 100 Stimmen, wurde liefert hatte, durfte er nicht nach Hause kommen. Durch die Ein- jedoch durch unsere Partei mit 200 Stimmen Mehrheit geschlagen. und 12 Neinstimmen angenommen. schüchterung kam der Junge wiederholt um Frühstück und Infolge der Aberkennung des Mandates durch das Magdeburger Vesper; auch die Mittagspause wurde ihm zuweilen verkürzt. Landgericht wegen Majestätsbeleidigung fand am 26. Februar 1900 Mit Tränen in den Augen hatte er öfter gegen 10 Uhr abends auf die Ersatzwahl statt, in der es wiederum den Nationalliberalen dem Felde vorübergehende Personen mit den Worten angerufen: gelang, uns den Streis zu entreißen. Sie fiegten mit 19 224 " Ich darf nicht eher nach Hause kommen, bis ich mit meinen Arbeiten Stimmen gegen 17929 sozialdemokratische. Diese unter den unfertig bin." = Der erste Absatz wurde einstimmig, der zweite mit 32 Ja Husland. Desterreich- Ungarn. Der Wahlkampf in Mähren. Die gewaltigen Demonstrationen günstigsten Umständen erlittene Schlappe trug jedoch die Gewähr der Brünner Arbeiter sind nicht ohne Erfolg geblieben. Zwischen zufünftigen Sieges in sich und bei der vorjährigen Wahl gelang dem Vorstand der deutschen und der tschechischen Sozialdemokratie Am Abend des 15. Juli war er erst gegen 11 Uhr zu Bett es unserer Partei, für die wiederum Albert Schmidt kandidierte, einerseits und den bürgerlichen Parteien der Deutschen und der gekommen. Am Morgen des 16. Juli, dem heißesten Tage den Sie mit erheblicher Majorität zu gewinnen. Der national- Tschechen andererseits haben Verhandlungen stattgefunden. Dieſe in diesem Jahre, mußte der Junge wieder wie gewöhnlich liberale Kandidat erhielt 16 999 Stimmen, die freisinnige Volts- führten zu dem Ergebnis, daß die Deutschen die Zusage machten, Frankreich. Soziales. Armenpflege und Sittlichkeit. noch in dieser Session das direkte und geheime Wahlrecht für den Ehrlich können wir das Verfahren des Herrn Dr. Hohmann| neubeigetretenen Hüttenzechen ihre Förderung unter dem Syndikat Landtag, womit auch das direkte Wahlrecht für den Reichsrat ein- nicht finden. Es geht aus seinem Schreiben hervor, daß er in um 713 334 Tonnen gleich 8,71 Proz. gesteigert, während auf die geführt ist, sowie die Brünner Gemeindewahlreform durchzuführen. die sozialdemokratische Partei eingetreten ist, obwohl er in wichtigen alten reinen Zechen nur eine Steigerung von 867 299 Tonnen gleich Die gleichen Versprechungen gaben die tschechischen Parteien ab. politischen Fragen ganz anderer Ansicht war wie die Sozial- 2,38 Proz. entfällt. Sämtliche Hüttenzechen für sich gerechnet, haben Beide haben ihre Versprechungen gehalten und im Landtage ist demokratie. Er ist also allem Anschein nach niemals überzeugter in den ersten neun Monaten dieses Jahres gegenüber demselben bereits ein Antrag wegen Einführung des direkten und geheimen Sozialdemokrat gewesen. Wenn er trotzdem der Partei beitrat, die Zeitraum des Vorjahres eine Produktionssteigerung von 1084 827 Wahlrechts in Beratung gezogen worden. Nach kurzer Debatte an der Spizze ihres Organisationsstatuts von ihren Mitgliedern das Tonnen gleich 13,11 Broz. erreicht, während die übrigen Zechen eine wurde die Dringlichkeit einstimmig angenommen und dem Wahl Bekenntnis zu den Grundsätzen der Partei fordert übrigens eine solche von 1 003 552 Tonnen gleich 2,54 Proz. aufweisen. reform- Ausschuß zugewiesen. Es ist zu erwarten, daß der Ausschuß Selbstverständlichkeit so hat er sich damit einer Täuschung Daß mit diesen Verhältnissen die reinen Zechen wenig zufrieden bald berichten wird und daß schon in den nächsten Tagen das direkte schuldig gemacht. und geheime Wahlrecht in Mähren eingeführt wird. Die Arbeiter Absicht Er sagt ja selbst, daß er nicht mit der sind, ist zu begreifen. fich Der Partei feierten diesen Sieg durch eine Demonstration, wie sie selbst Brünn gefehrt mit der Absicht, die Partei zu seinen Ansichten zu Gouvernements nicht nur unter einer sehr mäßigen Getreide- Ernte, anzupassen, sondern Die russische Landwirtschaft leidet in den meisten füdlichen gewaltiger noch nicht gesehen hat. Die Polizei hatte sich von der bekehren. Die Unehrlichkeit liegt nicht in dem Versuche, die sozial- auch der Ertrag an Futtermitteln und der Weidestand läßt vieles Straße vollständig zurückgezogen; dafür sorgten 500 Arbeiterordner demokratische Partei zu anderen Ansichten zu bekehren, sondern zu wünschen übrig. Der Ueberfluß an Niederschlägen im Industriefür den friedlichen Verlauf der Demonstration. darin, daß Hohmann unter Verschweigung seiner nichtsozialdemokrati gebiet, im Wolgagebiet, in den nordöstlichen und südwestlichen schen Ansichten in die Partei eingetreten ist, um sie von innen anstatt Gouvernements brachte dort zwar ein gutes Wachstum der Futtervon außen anzugreifen. Darum liegt auch in dem nunmehrigen fräuter mit sich; im neurussischen, südlichen, nordwestlichen und dem Die Eröffnung der französischen Kammer. Austritt feine Ehrlichkeit, sondern nur die Erkenntnis, daß der jenseits der Wolga gelegenen Gebiete herrschte dagegen Dürre, fo Paris, 18. Oftober. Deputiertentammer. Die Sigung Schlaumeier einen Versuch am untauglichen Objekt unternommen hat. daß das Vieh zum Teil vom Frühling bis zum September auf wird bei stark beseztem Hause eröffnet. Ueber die Festsetzung der Das Leipziger Boltshaus ist am Sonnabend seiner Bestinumung Stallfutter gesetzt werden mußte. Das Land des guten Tagesordnung entſpinnt sich eine lange Erörterung, da jeder übergeben worden. Festliche Veranstaltungen waren durch die Landes- Weidestandes umfaßt das Industriegebiet( mit Ausnahme des Interpellant feine Interpellation auf die Tagesordnung gesetzt fehen trauer unmöglich gemacht. Gouvernements Twer), reicht durch das ganze Wolgagebiet will. Lasies( Antisemit) behauptet, er habe schwerwiegende bis zu den südlichen Kreisen des Gouvernements Saraton, Vorwürfe über die Desorganisation des Heeres an der umfaßt ferner das Gebiet der Stama mit ihren Nebenflüssen Dftgrenze zu erheben. Lepelletier( Nationalist), der eine Interpellation über die jüngsten Ausstände behandelt fehen will, und zieht sich darauf nach Sibirien hinein. Ziemlich befriedigend bemerkt, als er Combes mit einem Deputierten sprechen sieht, war auch der Stand der Weidepläge in den zentralen, nördlichen Combes sei wie immer unverschämt. Er wird dafür zur Ordnung und baltischen Gouvernements, ferner im Weichselgebiet, in den gerufen. Ursleur( radikal) fordert zunächst Beratung seiner Die ländliche Armenpflege in Bayern fördert Zustände zutage, weißrussischen, südwestlichen und zum Teil in den neurussischen Interpellation über die Angelegenheit Lagrave. Combes bekämpft die allen Begriffen der von den Stüßen der heutigen Ordnung fo Gouvernements und einigen Teilen des nördlichen Kaukasus. Schlecht diesen Antrag, worauf derfelbe mit 289 gegen 259 Stimmen ab- oft gerühmten, von der„ Umsturzpartei" angeblich bedrohten Sitte stehen die Wiesen teilweise im neurussischen Gebiet, in der Gegend gelehnt wird. Schließlich wird die von der Regierung vorgeschlagene und Moral ins Gesicht schlagen. Die Ortsarmen werden bekanntlich abhängig vom Zustande der Weideplätze ist, so entspricht der Zustand jenseits der Wolga und im Südosten. Da die Viehzucht durchaus Tagesordnung mit 327 gegen 230 Stimmen angenommen, wonach in dem gemeindlichen Armenhause, dem sogenannten„ Hirtenhause" mit der sofortigen Beratung der Kirchenpolitit begonnenuntergebracht und von den Dörflingen als Auswurf der Menschheit werden soll. betrachtet. Die Armenwohnungen sind meist derart beschaffen, daß Das Haus beschloß, daß über die eingebrachten Interpellationen manches Haustier sein Unterkommen nicht mit dem dieser Hirten nur jeden Freitag beraten werden und am Montag die Verhandlung häusler tauschen möchte. So hat die Gemeinde Röthenbach bei über die Einkommensteuer beginnen soll. Altdorf ein Armenhaus, das nur eine Stube und eine Kammer enthält. Ferner ist nur ein einziges Bett Das Ende der Koalition der Linksparteien. vorhanden, das frither die Tagelöhnerin Bärschneider mit Die Plenarsizung der Partei der Linken hat zum festgesetzten ihrem erwachsenen erwachsenen Sohne teilen mußte. Als die BärTermin am 16. Oktober stattgefunden, nachdem am Tage vorher schneider starb, kam eine junge Witwe als Ortsarme in das die einzelnen Parteien, die Radikalen, die Republikaner und die Hirtenhaus, und von da an schlief sie mit dem Bärschneider in dem Sozialisten, ihre Sonderberatungen gehabt hatten. Das Resultat einzigen Bette beisammen. Die Folge war, daß die Armenhäuslerin dieser Sibung war die Aufhebung der Koalition der Linksparteien; im Laufe der Zeit fünf Kinder bekam, deren Water Bärschneider ist. man konnte sich nur über einen Bunkt einigen, und zwar über den Mun teilen sich auch die Kinder mit in das einzige Bett. Die Leute bezüglich der Einberufung der Kammer. In einer Resolution wurde suchten schon oft um die Erlaubnis zur Verehelichung nach, aber die ausgesprochen, daß die Kammer auf Verlangen einer bestimmten Gemeinde macht das ihr auf Grund des Armengefeges zustehende Anzahl von Deputierten das Recht haben müsse, zu tagen. In bezug auf die allgemeine politische Situation, namentlich bezüglich Einspruchsrecht geltend. Sie begünstigt also das vom Gesetz mit des Generalstreifts und der Stellungnahme zum Ministerium Strafe bedrohte Konkubinat, und wenn man nach den heutigen Giolitti, waren die Beschlüsse der einzelnen Gruppen soweit aus- Begriffen von Sitte und Moral urteilen will, macht sie sich auch einandergehende, daß es zu einem Bruch kommen mußte. noch eines Vergehens der Kuppelei schuldig. Italien. " des Viehes ziemlich genau dem oben geschilderten Stande der Weiden. Jm Gebiet der schlechten Weidepläge sind, wie die Petersburger Zeitung" schreibt, die Vichpreise sehr start gefallen, im Gebiete des oberen Dnjepr fogar um 40 Proz gegen das Vorjahr. Auch an Viehkrankheiten fehlt es nicht. Besonders ist die Maulseuche verbreitet, und zwar hauptsächlich in den Gouvernements Kurst, Charkow, Taurien, Wolhynien, Poltawa, Smolensk, Minst und Orenburg. Hus der Frauenbewegung. Adlershof. Jn der Mitglieder- Versammlung des Vereins für Frauen und Mädchen in Adlershof, welche im Lokale des Herrn öllſtein tagte, hielt Herr Dr. Paul Bernstein einen mit großen gefunden und kranken Tagen." Eine rege Diskussion knüpfte sich an Beifall aufgenommenen Vortrag über:" Pflege des Säuglings in denselben. Unter Berschiedenes" wurde einstimmig beschlossen, das erste Stiftungsfest als Maskenball zu arrangieren und es Mitte Januar abzuhalten. Rigdorf.( Verein gewerblich thätiger Frauen und Mädchen von Rirdorf und Umgegend.) Am 11. Oktober fand die Generalbersammlung des Vereins statt. Genosse Schubert hielt einen Vortrag über: Die preußische Volksschule." Der Bericht des Vors standes wurde debattelos angenommen und der Kassiererin von der Resultat: Schriftführerin: Schriftführerin: Genossin Schmal; Beisigerinnen: Genossinnen Pause und Heidemann; Revisorin: Genossin Böske und Hilfskassiererin: Genoffin Jeeze. " Im Verschiedenen" wurde beschlossen, die Ausstellung für Arbeiter- Wohlfahrt, Charlottenburg, Fraunhoferstr. 11/12, Sonntag, den 4. Dezember, zu besichtigen. Näheres über Zeit, Eintrittskarten wird rechtzeitig bekannt gemacht. Die sozialistische Fraktion versammelte sich nach dieser Sibung von neuem; es wurde eine Resolution Turati mit einem Amende- Die Krankenkassen in Köln a. Rh. hatten beim Bezirksausschusse ment Bissolati angenommen, die aber noch einer redaktionellen Klage erhoben gegen die Maßregeln der Regierung Einführung Umänderung unterzogen werden müssen. Wahrscheinlich wird die der freien Arztwahl. Der Bezirksausschuß hat die Klage ab- Versammlung Decharge erteilt. Die Neuwahlen ergaben folgendes sozialistische Fraktion, den Vorschlägen Ferris folgend, beschließen, gewiesen. Da es sich um Anordnungen aus§ 56a des Krankendas Ministerium Giolitti nicht mehr zu unterstüßen. Vor Eintritt versicherungs- Gesezes handle, sei eine materielle Prüfung ausin die Tagesordnung war die Frage entschieden worden, ob Turali geschlossen, die Aufsichtsbehörde entscheide hier endgültig. Rechtlich und Maino als Mitglieder der autonomen Gruppe von Mailand gingen jedoch die Anordnungen der Aufsichtsbehörde nicht über den noch der sozialistischen Gruppe angehören könnten oder nicht. Getahmen des§ 56a hinaus, so daß kein Anlaß zur Aufhebung der war dies wahrscheinlich die letzte Sibung der jebigen Fraktion und Anordnungen gegeben sei. deswegen wenig Lust vorhanden zu weittragenden prinzipiellen Entscheidungen. Außerdem haben aber innerhalb der Fraktion die Reformisten die Mehrheit, und so wurde ein Beschluß gefaßt, in dem es heißt, daß die Mailänder Gruppen nicht ausgeschlossen wurden aus Gründen des Prinzips oder der Tattit, noch wegen der parlamentarischen Aktion, daß der Beschluß des Parteivorstandes vielmehr einen rein formalen und lokalen Charakter trage und daß somit für die Fraktion kein Grund bestehe, jetzt seine gegenwärtige Konstitution zu ändern. Die fozialistische Föderation von Mailand( die alte ParteiOrganisation) hat nun ebenfalls in allen sechs Mailänder Wahltreisen ihre Kandidaten aufgestellt. Dieselben haben nach einem Versammlungsbeschluß den Wahlkampf gegen alle Parteien, bon den Konservativen bis zu den Turatianern zu führen". Unter den Aufgestellten befinden sich die bekannten Führer Walter Mocchi und Arthur Labriolo; der letztere steht im fünften Wahlkreis Turati gegenüber. Partei- Nachrichten. Aus Induftrie und Handel. Die Dividenden der Großindustrie. Der Deutsche Dekonomist" veröffentlicht eine Zusammenstellung der von den größeren Aktiengesellschaften im Jahre 1908 gezahlten Dividenden, die, wenn sie auch auf Vollständigkeit keinen Anspruch machen kann, doch recht interessant ist, da sie zeigt, wie gut sich trotz aller Klagelieder der industrielle Betrieb im ganzen rentiert. Zwar einen genauen Einblick in die Rentabilität der Unternehmungen bietet die Dividendenverteilung nicht; denn es wird immermehr gebräuchlich, hohe offene und versteckte Reserven anzulegen und die Betriebsvergrößerungen und Neuanlagen aus den jährlichen Gewinnen zu bestreiten; aber dieses Verfahren erhöht nicht die Dividendensätze, sondern ermäßigt sie, so daß tatsächlich die Rentabilität eine weit höhere ist, als die nachstehende Tabelle veranschaulicht: Branchen Von Genossen Kautsky erhalten wir folgende Zuschrift: Da ich nicht liebe, die Welt mit meiner Person zu behelligen, namentlich nicht mit einer Kleinigkeit, wie mein 50. Geburtstag wenn es noch der 60. wäre!-, habe ich dies Datum auch vor Bergwerke und Hütten meinen besten Freunden geheim gehalten und sogar unser Bentral- Metallwaren, Maschinenorgan in Unwissenheit darüber gelassen. Trotz dieser VorsichtsFabriken 2c. maßregeln ist das Datum bekannt geworden, was mir eine solche Industrie der Steine u. Erden Fülle von Glückwünschen einbrachte, daß es mir ummöglich ist, allen Chemische Industrie meinen Freunden persönlich zu danken. Ich muß fie bitten, mit Tertil- Induſtrie meinem Dank an dieser Stelle vorlieb zu nehmen. Daß man einer Sache, für die man dreißig Jahre Jekämpft, auch noch für den Rest seines Lebens alle Kräfte widmet, ist selbstverständlich, ebenso wie daß man dazu einer besonderen Aufmunterung nicht bedarf. Trotzdem würde ich lügen, wollte ich behaupten, daß die so unerwartet mir zugekommenen Beweise wärmster Sympathie nicht erhebend und stärkend auf mich gewirkt hätten. Eingegangene Druckschriften. Annalen des Deutschen Reiches. 37. Jahrgang. Nr. 10. 1904 München, S. Schweizer Verlag( Arthur Sellier). Inhalt: Dito Hagen. Der Entwurf eines Gesetzes über den Versicherungsvertrag. Dr. Seybel. Die Grundzüge der Organisation des Handwerks nach dem Reichsgesetz vom 26. Juli 1897 und die Bedeutung des Genossenschaftswesens für das Handwerk. Wilhelm Arens. Der vorzeitige Abgang bei der Lebensversicherung. Eduard Hubrich. Die reichsgerichtliche Judikatur über den Gesezes- und Ver ordnungsbegriff nach preußischem Staatsrecht. Aus den Gesetzbkättern. Miszellen. Dr. Leopold Beffer. Seele und Sittlichkeit. Preis 50 Pf. Verlag Martin Hager, Bonn. Führer durch Berlin und Umgegend. Herausgegeben von geo Woerl. Mit einem Plane der Stadt, 60 Juujtuationen und einer Starte der umgebung. XI. Auflage. Leipzig. Woerls Reisebücher- Verlag. Preis 1 M. Die Friedenswarte. Beitschrift für internationale Berständigung. Herausgegeben von Alfred H. Fried, Berlin- Schöneberg. VI. Jahrgang, Heft 9. Preis vierteljährlich 1,50 M. Dividenden zahlende Gesellschaften Letzte Nachrichten und Depefchen. Vom füdwestafrikanischen Kriegsschauplah. Aktienkapital Verteilte Dividend. Mart Mart Broz. Berlin, 18. Oktober. Amtliche Meldung. Etappenkommandant 85 124 935 9,38 Major v. Nedern meldet aus Okahandja: General b. Trotha trifft etwa am 23. Oktober von Epukiro über Kehoro in Windhut ein. Bastard21 116 212 9,47 abteilung, deren Stamm treu, trifft unter Oberleutnant Böttlin mit 10 325 650 7,40 Beutevieb am 18. d. M. in Windhuk ein. Witboi- Abteilung ist in Otjofondu 16 012 520 12,11 entwaffnet, befindet sich im Marsch unter Bedeckung nach Okahandja 7 002 094 7,51 und geht mit Bahn am 20. nach Swakopmund. Aus Windhut wird 18 742 250 5,62 gemeldet: Hoatanaffer Kapitän aufständisch, Gokhasser und Beld17 943 146 9,88 höndrager wahrscheinlich auch. Bethanier bemüht seine Leute 6 317 945 9,04 zurückzuhalten, Bersabaner wahrscheinlich auch. Feind sammelt fich 5412 840 9,75 bei Nietmond- Kalkfontein. 31 133 509 6,38 12 998 100 11,09 Bahl 81 906 913 800 74 50 22 222 886 000 189 621 800 132 246 000 30 18 80 335 250 000 191 252 900 11 24 36 48 69 881 000 55 492 000 492 168 700 117 101 000 92 596 900 Bom ostasiatischen Kriegsschanplage. Elektrizitäts- Industrie Nahrungsmittel- Industrie Gas- und Wasser- Anlagen. Bapier, Gummi 2c. Transport- Anstalten Diverse Industrielle Gesellschaften allein 1474| 2 755 410 100/232 124 201| 8,42 Totio, 18. Dftober.( Amtliche Mitteilung.) Am 16. d. Mts. rückte eine Truppe unter Brigadegeneral Jamada vor, um die Demnach beträgt die durchschnittliche Dividende der obigen Ge- abteilung der Linken Armee, welche den Feind nördlich von Allerdings noch erhebender und stärkender ist für mich ein Rüd sellschaften 8,42 Broz. ein ganz ansehnlicher Entbehrungslohn". Schahopu angriff, zu verstärken. blick auf die Zeit meines 20. Geburtstages die Zeit, wo ich den wenn man bedenkt, daß das Jahr 1908 noch bedeutend unter den bei Weichialoutsu, wobei sie ihm zwei Geschütze und zwei Sie schlug den Feind Entschluß faßte, in die Reihen der Sozialdemokratie einzutreten. Wie Nachwirkungen der Krife zu leiden hatte. Allerdings stehen diesen Munitionswagen abnahm, schlug dann einen neuen feindlichen Anflein, wie schwach war damals unsere Bewegung in Desterreich! So 474 Gesellschaften 122 gegenüber, die im Jahre 1908 teine Dividenden griff bei Santaufautse zurück und befand sich auf dem Rückmarsch unbedeutend, daß sie nicht einmal verlacht, geschweige denn gehaßt verteilten; doch handelt es sich bei diesen meist um fleinere nach ihrer ursprünglichen Stellung, als sie plötzlich um 7 Uhr wurde. Sie wurde einfach ignoriert und es kostete mich einige Mühe, Gesellschaften, die im Konkurrenzkampf in den Hintergrund ge- abends von etwa einer Division russischer Truppen un sie aufzufinden. Heute dagegen ist eine der Fragen, die uns am schoben worden find. Es ergibt sich das schon daraus, daß die singelt wurde. Nach einem heftigen Kampfe, Mann gegen Mann, eifrigsten beschäftigt, die, ob und unter welchen Umständen wir an obigen dividendenzahlenden 474 Gesellschaften ein nominelles Attien- gelang es ihr, durch die feindliche Stellung durchzubrechen und ihren einer Regierung teilnehmen dürfen! Da brauche ich doch kein gar fapital von 2755 Millionen Mark repräsentieren, also pro Gesellschaft japanische Artillerie ihre meisten Pferde ein und die Mannschaft früheren Blaz wieder zu erreichen. Inzwischen aber büßte die zu langes Leben erwarten und darf doch hoffen, noch ein proletarisches 5,8 Millionen Mark; dagegen betrug bei den 122 Gesellschaften, die mußte neun Feldgeschüße und fünf andere Geschüße im Stiche lassen. Regime zu erleben. keine Dividenden ausschütteten, das durchschnittliche Aktienkapital nur Dem Feinde sind in der Stellung gegenüber dem japanischen Zentrum Berstärkungen zugegangen. Die Verluste der Japaner Diese Hoffnung mag eine trügerische sein, sicher ist eins: Vor 3,7 Millionen Mark. dem Siege liegen noch viele erbitterte Stämpfe. Ich erwarte, noch Leider fehlt es an der Möglichkeit, die Lohnauszahlungen der am Sonntag betrugen etwa tausend Mann. Marschall Dyama be in manchem dieser Kämpfe meinen Mann zu stellen und hoffe dadurch obigen Gesellschaften und den davon auf den einzelnen Arbeiter richtet, daß in der Nacht zum 18. Oktober die Russen zweimal heftige die Glückwünsche rechtfertigen zu können, für die ich nochmals meinen entfallenden Durchschnittslohn zu ermitteln, es würde sich sonst schwächere Angriffe gegen die mittlere und die rechte Armee unterAngriffe gegen den rechten Flügel der linken Armee und einige ficherlich zeigen, in welchem grellen Mißverhältnis der von vielen nahm und daß fämtliche Angriffe zurückgeschlagen wurden. dieser Gesellschaften gezahlte Arbeitslohn zu den hohen Profiten steht, Feind sei unter Zurücklassung vieler Toten wieder zurückgegangen. die man aus den Arbeitern herauszupumpen weiß. Dank ausspreche. Friedenau, 18. Oftober. " R. Kautsky. Zerstörte Illusionen. Von Herrn Dr. Georg Hohmann in München geht der Münchener Post" mit der Bitte um Veröffentlichung die Erklärung zu, daß er aus der sozialdemokratischen Partei austrete, weil er in wichtigen politischen Fragen eine andere Ueberzeugung habe wie die Partei. Herr Dr. Hohmann hat sich vor ungefähr einem Jahre in den Sozialdemokratischen Verein aufnehmen lassen. Er tam, wie er der Münchener Post" in einem Begleitschreiben zu seiner Erklärung jezt mitteilt, mit der Illusion des früheren nationalsozialen Partei gängers zu uns, daß es ihm gelingen könne, in Münchener Partei treifen Anhänger für eine Revision der sozialdemokratischen Stellung gegenüber dem Militarismus und Marinismus zu gewinnen. Natürlich wurde er enttäuscht. Das Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat hat am Sonnabend eine außerordentliche Generalversammlung abgehalten. Intereffant ist, daß nach dem vom Vorstand erstatteten Bericht der Abfah im dritten Quartal um 27 Proz. hinter der Beteiligungsziffer zurüd geblieben ist und daß die Hüttenzechen seit dem 1. Januar d. J. ihre Förderung auf Kosten der„ reinen" Zechen( d. H. der Zechen, die nicht mit Hüttenwerken verbunden sind) erheblich gesteigert haben. Die dem Syndikat bereits früher angegliedert gewesenen Süttenzechen haben in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Vergleich mit den ersten neun Monaten des Vorjahres ihre För derung um 507 746 Tonnen gleich 16,59 Broz. gesteigert. Ferner haben die am 1. Jan. neueingetretenen Mitglieder einschließlich der Der Vom holländischen Kolonial- Kriegsschauplak. Amsterdam, 18. Oktober.( W. E, B.) Einem Telegramm aus Kota- Radja( Atschin) zufolge wurden die holländischen Truppen bei Benjangan von Eingeborenen mit blanker Waffe angegriffen. Im Gefecht wurde ein Leutnant getötet. Gibraltar, 18. Oktober.( W. T. B.) Bei der Ausfahrt aus der Cires- Bucht an der marokkanischen Küste sind heute früh die beiden britischen Torpedobootszerstörer Ardent" und" Borer" zusammengestoßen." Ardent" hat starke Beschädigungen erlitten, dem Borer" ist der Bug eingedrückt. Beide Schiffe sind im Laufe des Tages hier eingetroffen. Verantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt Nr. 246. 21. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwod, 19. Oktober 1904. Genoffen und Genoffinnen Berlins und der Vororte! Sonntag früh 8 Uhr Flugblattverbreitung! die vom Gesetze perhorresziert sind, weil sie weder mit der kann. Zielbewußte Angriffe auf das Selbstverwaltungsrecht reizügigkeit bes Arbeiters noch mit seiner Anteilnahme drängende Aufträge haben und keine Lagerarbeit der Kaffen durch den Berliner Magistrat und andere an Behörden. 1. Auch in der toten Saison wird es Betriebe geben, die Denn es würde herstellen. Werden diese zur Einstellung statt zur Einder Selbstverwaltung vereinbar sind. ja beispielsweise ein Arbeiter, der nicht der Ansicht des schränkung der Produktion gezwungen, so wird man sie entweder Arbeitgebers in der Vorstandsfißung beitritt und und deshalb zur Zurücknahme der Aussperrung und zur Bewilligung der Arbeitersofort noch in der Sigung entlassen wird, für den Rest der Vorstands forderungen geneigt machen können oder ihnen, wenn sie sich von fizung nicht mehr Vorstandsmitglied sein und aus dem Vorstand ausscheiden müssen, selbst wenn er am folgenden Morgen in einem der allgemeinen Taktik der Unternehmer nicht ausschließen wollen, die Aussperrung derartig verleiden, daß fie in den Unternehmeranderen der Kasse unterstellten Betrieb Arbeit fände. versammlungen ihre Stimme dagegen erheben. Einzelstreiks in mit Taft und Sachkenntnis ausgewählten Betrieben verursachen nur geringe Kosten und wirken zerstörend auf Die Arbeiter müssen sich selbst schonen und den Unterdie Geschlossenheit der Unternehmerattionen. nehmern schaden! Berlin und amgegend. Die Hoffnung der Kühnemänner. Die an Eingriffen in die Selbstverwaltung der Krankenkassen reiche Praris des Berliner Magistratskommissars für Krankenkassen ist um einen Fall bereichert, der jegliche Beteiligung von Zu diesem grundsätzlichen aus dem Gesez folgenden Ergebnis Jeder allgemeine Streit als Antwort auf eine Aussperrung Arbeitern an der Kassenverwaltung, an der Inva tritt im Fall der Neuen Maschinenbauer- Krankenkasse noch eine auslibenversicherungs- und Unfallgefeggebung, an drückliche Vorschrift des Statuts. Es heißt dort z. B. im§ 37: schmiedet die Unternehmer zusammen und kostet den Arbeitern der Tätigkeit des Reichs- Versicherungsamtes Wechselt ein Vertreter im Laufe des Jahres den Arbeitgeber, so ungeheuere Summen. und an der Beteiligung als Gewerberichter völlig bleibt sein Mandat dennoch in Kraft, insofern er Tahmzulegen geeignet wäre, wenn der Eingriff stimmberechtigtes Mitglied der Kaffe bleibt." auf geseglicher Grundlage beruhte. Der Vorfall ist In den 26 Jahren, in denen die Staffe besteht, ist auch die folgender. Im Mai d. J. nahm das Vorstandsmitglied Albrecht Braris stets die gewesen, dem Gesetz und Statut entsprechend auch an der Vorstandsfizung der Neuen Maschinenbauer- Strantentaffe teil. Vorstandsmitglieder dann in ihrem Amt zu belassen, wenn sie ihre Darauf erklärte der Vorsitzende der Kaffe, Arbeitgeber Kahl, er lasse Arbeitsstätte gewechselt haben. Albrecht nicht zu, weil Albrecht am Mittwoch aus einer versicherungs- Die Uebertragung der Ansicht des Magistrats auf die Invaliden-, pflichtigen Beschäftigung ausgeschieden und erst am Freitag in einen Kranten- oder Unfallversicherung und auf das Gewerbegerichtsanderen versicherungspflichtigen Betrieb eingetreten war. Tatsächlich Gesez würde jede Rechtsprechung lähmen und den Rest des ZuIn einem besseren Restaurant faßen einige Herren miteinander war Albrecht am Mittwoch, den 20. April von Siemens u. Halste trauens zu unparteiischer Rechtsprechung oder Verwaltung zerstören. entlassen, bereits am Freitag, den 22. April von einem anderen Mit dem geschilderten Eingriff in die Selbst beim echten Bier. Gambrinus hatte die Zungen gelöst und die der 64, der Neuen Maschinenbauer- Krankenkasse angehörigen Betriebe verwaltung der Kassen ist die Reihe der be- Unterhaltung ging lebhaft hin und her. Sie drehte sich um die angenommen und von diesem, nachdem er sich einen Nachweisschein, hördlichen Schritte, die schwere Schädigungen Lohnbewegung in der Gelbmetall- Industrie und ließ ohne Zweifel wie ihn der Verband der Arbeitgeber vorschreibt, besorgt hatte, vom ber Raise und eine Vernichtung der Selbst erkennen, daß die gesprächigen Herren Fabrikanten dieser Branche Montag, den 25. April ab beschäftigt. Die große Mehrheit des verwaltung zur Folge haben, noch feineswegs zu Kaffenvorstandes( der Borstand besteht aus zwei Arbeitgebern und Ende. Wir geben einige dieſer hervor: Die Borstands waren, die persönlich an der Bewegung beteiligt find. Jebenfalls acht Arbeitern) beschloß, Albrecht als Vorstandsmitglied zuzulassen, da mitglieder der Arbeitnehmerttasse ertlärten famen sie eben aus einer Versammlung, wo man sie gegen die Albrecht vollberechtigtes Vorstandsmitglied sei. Nummehr wendete ich durchweg mit Albrecht solidarisch. Auch sie legten Arbeiter scharf gemacht hatte. ein. Der Vorstand beschloß Einer aus der Gruppe, anscheinend ein kleiner GeschäftsReichsamt des Innern beschäftigt). Dieser erließ darauf eine Ver- wiederholt mit großer Mehrheit, Albrecht zu inhaber, meinte: zu inhaber, meinte:„ Das fann ich Ihnen versichern, zufrieden ist fügung des Inhalts: Die Rechtsansicht der Mehrheit sei eine den Sizungen zuzulassen und vor seiner Zulassung nicht teiner mit den Verhältnissen, wie sie jest liegen."- Nein, nein, gewiß falsche, Albrecht sei Albrecht sei mit der Entlassung aus der berDer Ausführung schieben, spflichtigen Beschäftigung auch aus dem Vorstand ge- dieses Beschlusses ab. Dit Recht erklärten die Vorstandsmitglieder, nicht, keiner kann damit zufrieden sein," ertönte es in der Runde. ficherungspflichtigen Nur einer, ein Herr mit gewandten Manieren, jedenfalls ein schieden, der Vorsitzende habe Recht und er, der Magistrats nicht eher weiter zu funktionieren, bis der Mehrheitsbeschluß ausBurmiffar fordere Herrn Albrecht auf, fi in geführt jei. Der Magistratskommiffar( Korn) brohte hierauf den Führer der vereinigten Metallwarenfabrikanten, stimmte nicht in gutunft jeder jeder Amishandlung zu enthalten". Arbeitnehmern Ordnungsstrafen von je 10 Mart an. den Chor der Unzufriedenen ein. Ich Gegen diese Verfügung legte Albrecht Beschwerde ein. Gegen diefe Anordnungen schwebt das Verwaltungsstreit- Verfahren ließ er sich bernehmen,„ halten Sie nur noch kurze Zeit aus. Er führte aus: nach dem Gesetz ist der Magistratskommissar zu einer beim Bezirkausschuß. versichere Ihnen, Mitte November ist die ganze Geschichte vorbei, solchen Verfügung formell nicht berechtigt, materiell ist die Verfügung Weiter: Der Vorsigende faßte nunmehr allein genau wie im vorigen Jahre." unzweifelhaft unbegründet, denn sie verstößt gegen das Gesetz und mit dem zweiten Arbeitgeber Beisiger Mitte November," sagte der Kleine, bis dahin kann mancher gegen das Kaffenftatut und verfolgt den Zweck, Albrecht davon ab- stands- Beschlüsse". Die Arbeitnehmer protestierten hiergegen. von uns ruiniert sein. Ich glaube überhaupt, wir sind die Dummen zuhalten, feine Befugnis und seine Pflicht als Vorstandsmitglied Der Magistratskommissar( Friedel) wies den Brotest gegen diese in dieser Sache. Erst haben wir 50 Broz., dann 20 Broz. ausgesperrt. der Neuen Maschinenbauer Strankenkaffe auszuüben. Der Ober- eigenmächtige Handlung der Arbeitgeber zurüd, weil die mit präfident überwies die Beschwerde zunächst dem Bezirksausschuß. Stimmenmehrheit der anwesenden"( 2) ,, Borstandsmitglieder gefaßten Ja, ich habe es gern getan, denn ich bin mit ganzem Herzen bei diefer lehnte eine Entscheidung ab, weil es sich um keine im Rahmen Beschlüsse gültig sind." " Vor„ Ich bitte Sie, meine Herren," der Sache. Dann hat aber der Metallarbeiterverband auch noch die letzten 30 Proz. herausgezogen und wir stehen jetzt ganz ohne Arbeiter da." " Ja, so ist es mir auch gegangen."" Mir auch."„ Mir auch." bemerkten die anderen. Gelder wiederbekommen. des§ 45, Abs. 1 oder 5 des K.-B.-G. erlassene Anordnung handelt. Den Gipfel des autokratischen von dem MaDarauf wies der Oberpräsident unter dem 19. Juli die gistratskommissar gestüßten Regiments des VorBeschwerde zurück, da formell§ 45 S.-W.-G. der Aufsichts- fizenden der Kasse erreicht wohl seine neuerlich ausbehörde die Entscheidung übertrage, ob jemand mit Recht als gesprochene Weigerung, auf die Tagesordnung der General Borstandsmitglied anzusehen ist und da die sachliche Begründung versammlung die von den Delegierten verlangten und von der Aber, meine Herren," suchte der Führer die Unzufriedenen zu des angegriffenen Bescheides durchaus zutreffend sei; tatsächlich Vorstandsmehrheit beschlossenen Punkte zu setzen, die ihm nicht enthält der angegriffene Bescheid des Magistrats überhaupt keine gefallen. Am 31. Oktober soll nach Beschluß des Vorstandes beschwichtigen," Sie brauchen doch deshalb noch nicht den Mut ver Begründung. eine Generalversammlung stattfinden, auf deren Tagesordnung gejezt lieren. Sie wissen ja, die Gartenstraße hat uns reichliche Mitter zur Verfügung gestellt, also" der Sprecher dämpfte den Ton seiner Gegen den Bescheid des Oberpräsidenten hat werden soll: ,, wer von Ihnen in Druck kommt, der mag sich Albrecht beim Handelsminister Beschwerde ein 1. Beschlußfassung über die Eingriffe der Aufsichtsbehörde und Stimme gelegt, aber bis heute noch feinen Bescheid er des Vorsitzenden in die Selbstverwaltung der Kasse, insbesondere aber ungeniert an die Vertrauenskommission wenden. Es wird alles halten. Inzwischen sind dem geschilderten Eingriff in die Aus- die Behinderung des Vorstandsmitgliedes Albrecht an der Ausübung streng distret behandelt." übung der Funktion als Vorstandsmitglieder eine Reihe weiterer be- seiner Pflicht. „ Gott sei Dant, in Druck bin ich noch nicht," erwiderte einer hördlicher Eingriffe erfolgt, deren Effekt darauf hinauslaufen würde, 2. Wahl von Vorstandsmitgliedern an Stelle der durch Ver- der anderen Tischgenossen.„ Ich hoffe auch, daß ich nicht nötig habe, die Kaffe der Autonomie des Vorfizenden ausfügungen gegen Albrecht an der Ausübung ihrer Funktionen behinderten die Vertrauenskommission um ein Darlehen zu ersuchen. Wie geht zuliefern und die Vorstandsmitglieder aus dem Vorstandsmitglieder, Arbeitnehmertreise zu einflußlosen Rebenfiguren 3. zur Klarstellung, daß ein Wechsel der Arbeitsstelle die Funk- es denn denen, die noch vom vorigen Jahre Schuldner der Verherabzubrüden. Vor der Schilderung dieser weiteren Ein- tionen des Vorstandsmitgliedes nicht ändert, im Statut auszu- trauenskommission find. Der ärgste Gläubiger fann einen ja nicht griffe sei auf die Rechtslage des Falles Albrecht eingegangen. sprechen, daß ein Vorstandsmitglied sein Amt erst verliert, wenn es mehr drücken, wie es die Vertrauenskommission tut." „ Ja, meine Herren" verteidigte sich der Führer ,, wie jeber In formeller Beziehung legt der§ 45 K.-W.-G. der Auf- innerhalb drei Wochen nach seiner Entlassung aus seiner bisherigen fichtsbehörde das Recht und die Pflicht bei, die Befolgung der Arbeitsstelle in teinen der anderen 64 versicherungspflichtigen Be- Gläubiger, müssen auch wir sehen, daß wir unsere ausgeliehenen Aber bedenten Sie, von den Darlehen gefeglichen und ftatutarischen Vorschriften zu überwachen und zu ertriebe eintritt. zwingen. Keineswegs ist aber die Aufsichtsbehörde zu einer Auf- Der Vorsitzende erklärte: den Beschluß führe aus dem vorjährigen Streit haben wir noch nicht sechs Prozent forderung an ein Vorstandsmitglied berechtigt, fich der Ausübung er, soweit die Puntte 2 und 3 in Frage stehen, nicht seiner Pflicht in Zukunft zu enthalten. Dürfte fie das, so wären ihre aus. Db der Magistrat auch bei diesem gefezwidrigen Vorgehen zurückerhalten. Da kann man doch nicht sagen, wir brüden Sie wie Anordnungen nach Absatz 6 des§ 45 K.-W.-G. im Verwaltungs- den Vorsitzenden stärken oder ob er ihn zur Ausübung seiner Pflicht die ärgsten Gläubiger. Im übrigen, meine Herren, erhalten doch die Mitglieder der Gruppe A. jetzt eine Unterstügung von 7,50 M. streitverfahren anfechtbar. Mit Recht hat der Bezirksausschuß an anhalten wird, bleibt abzuwarten. Dafür werden Sie doch genommen, daß er zur Entscheidung nicht zuständig ist, weil die Die im vergangenen Jahre vorgelegte Krankenkassen- Novelle wöchentlich für jeden feiernden Arbeiter. Magistratsverfügung sich eben nicht in dem Rahmen des Absatz 1 wollte ein Beanstandungsrecht des Vorfißenden gegen Beschlüsse des für den Ausfall im Geschäft entschädigt." „ Na," meinte der erste Kleinmeister, das ist doch nur eine oder 5 des§ 45 K.-B.-G. hält, sondern weil es sich um einen durch Borstandes einführen, der Reichstag lehnte diesen schweren Eingriff feine Gesegesvorschrift berechtigten Eingriff der Aufsichtsbehörde in die Selbstverwaltung ab. Man sieht: weit über die damals ge- fehr mäßige Entschädigung. Da sind die Herren, die immer noch handelt, gegen den wie bei Erlassen der Provinzialschulbehörden kein plante Beschränkung hinaus bis zur bölligen Beseitigung 30, 40, 50 Arbeiter beschäftigen, entschieden besser daran. Warum Verwaltungsstreitberfahren zulässig ist. der Selbstverwaltung führt die Praxis des Berliner werden die Arbeitswilligen nicht auf alle Betriebe verteilt. Das Vor allem aber ist die Verfügung des Magistrats materiell nicht Magistratstommiſſars. Aber dafür sind die Herren, begründet, verstößt vielmehr gegen das Gesetz und gegen das Kaffen- Und Dezernent im Handelsministerium für Krankenkassensachen ist eine Forderung der Gerechtigkeit. statut. Die Verfügung steht mit dem die gesamte Berist Rat Hoffmann, der Vater der gegen die Selbstverwaltung der welche noch einigermaßen produzieren können, nicht zu haben." ficherungs Gesetzgebung „ Das ist nicht der Grund," wandte der Führer ein.„ Wir und das Gewerbe- Kassen und gegen die Beteiligung der Arbeiter in der Selbstverwaltung gerichtsgefes beherrschenden Gedanken in un- innerhalb der sozialen Gesetzgebung gerichteten Pläne. können die Arbeitswilligen nicht beliebig verschicken. Das lassen sich die Leute nicht gefallen. lösbarem Widerspruch, daß Arbeiter selbständig Sie laffen fich nicht wie Soldaten und unabhängig von ihren Arbeitgebern an tommandieren. Uebrigens machen es auch die Streitposten geradezu der Verwaltung und Rechtsprechung teilnehmen unmöglich, daß wir die Betriebe nach unserem Belieben besetzen follen. Die selbstherrliche Verfügung des Magistrats tönnen. Wo wir die Polizei vor der Tür haben, wie bei Herrn Winkler, da geht das allenfalls, aber sonst ist das nicht möglich." " Dann wäre es das einzig richtige," sagte einer der Unzu stätte niemals wechseln. Gewerkschaftliches. Die Taktik bei Aussperrungen. Die gesamte Ver- gegenüber angebracht ist. steht auch mit der Rechtsprechung der ordentlichen Gerichte, der Verwaltungsgerichte und des Reichs- Versicherungsamts über die Das letzte Jahr ist ganz außerordentlich reich an Aussperrungen. Fortdauer der Befugnisse solcher Arbeiter, die von einem Arbeitgeber Die Unternehmer fast aller Branchen haben in ihren Organi entlassen und daher borläufig eine Zeit hindurch arbeitslos sind, fationen sich für die Tattit festgelegt, auf Forderungen der friedenen, daß auch noch die letzten 30 Proz. ausgesperrt werden. in schroffstem Widerspruch. Die von dem Oberpräsidenten gebilligte Arbeiter immer und überall mit Aussperrungen zu antworten. Um so eher friegen wir den Metallarbeiter- Verband Klein. Unser Anficht:" ein Arbeitnehmer verliert seine Eigenschaft als Borstands er Arbeiterorganisationen sprengen zu können. Diesen 3 wed der werden müssen. Ich verstehe es nicht, daß nur drei bis vier Mitmitglied sobald er entlassen ist", ist eine haltloſe, mit der Vorschrift mit Hülfe dieser Aussperrungen glaubt man die Kaffen der Antrag, auch noch die letzten auszusperren, hätte angenommen Der Mitbeteiligung der Arbeiter unvereinbare Ansicht. Wäre sie rigtig, fo tönnten nur diejenigen Arbeiter Aussperrung muß man im Auge behalten, wenn man zu einer flaren glieder dafür gestimmt haben." „ Glauben Sie doch nicht," erwiderte der Führer mit feinem Borstandsmitglieb bleiben, jenige Arbeits- Antwort über die Frage kommen will, welche Taktik Aussperrungen Lächeln,„ baß wir den Metallarbeiter- Verband dadurch Klein triegen, ficherungs- Gesezgebung und die Rechtsprechung Die Unternehmer sperren nicht alle Arbeiter zu gleicher Zeit daß wir seine Kaffe mit einer Mehrausgabe von 50-60 000 m. ber Gewerbegerichte wäre damit Tahm gelegt. Nach aus; sie wollen den Arbeiterorganisationen schaden, aber belasten. Diese Ausgabe kann der Verband ganz gut tragen. Aber dieser Gesetzgebung fann Beifizer nur sein, wer im Sinne sie wollen sich selbst schonen. Deswegen greifen sie zu der ich will Ihnen sagen, meine Herren, worauf wir unsere Hoffnung Grund des Invalidenversicherungs Gejeges versicherungspflichtig ist. des Titel 7 der Gewerbe- Ordnung beschäftigt beziehentlich wer auf Brozent- Aussperrung, die ihnen ermöglicht, den Arbeiter- fezen tönnen. Sehen Sie: der Metallarbeiter- Verband zahlt pro Leute nichts zu tun, fie bummeln berum, gehen aus einer Kneipe Bieht man hieraus die Folgerung, die der Eingriff des Magistrate organisationen eine größere Bahl Unterstützungsbedürftiger auf- Mann 12 oder 15 M. Unterstügung für die Woche. Nun haben die in die Kaffenverwaltung auf dem Gebiete der Strankenkassen Gesetz- zuhalsen, ihre dringendsten Arbeiten aber zu erledigen. Beide Momente müssen die Arbeiter bei ihrem in die andere und versaufen wenigstens die Hälfte gebung zieht, so müßte demnach jeder Arbeiter, der den Arbeitgeber ihrer Unterstügung. Die Frau, die zu Hause sitzt und sonst wechselt, und in der Regel einige Tage, zum mindesten aber eine Gegenschlag berücksichtigen. Nacht hindurch ohne Beschäftigung oder Versicherungspflicht ist, Nun ist vorgeschlagen worden, auf eine Prozentual- Aussperrung jede Woche 30 M. belam, muß sich jetzt mit 6 bis 7 m. behelfen. feine Fähigkeit als Beisiger eines Gewerbe- mit einem allgemeinen Streit zu antworten. Haben die Das mag wohl furze Zeit geben, aber lange hält das leine Unter solchen Umständen muß einmal der Beitgerichts, eines Schiedsgerichts oder des Reichs- Unternehmer wie beispielsweise die Berliner Holzindustriellen Frau aus. ID o Weiber zu hänen werden. Versicherungsamtes verlieren. Die Bragis, fo ihre Aussperrungen langerhand vorbereitet, dann haben sie sie auch punkt kommen, weit fie nicht die dargelegte oberpräsidial approbierte sicher entweder in die tote Saison verlegt oder aber Davon tönnen Sie überzeugt sein, meine Herren, wenn erst die. des Berliner Magistratskommissars iſt, erachtet durchweg ebensolche Folgerung für völlig unhaltbar, weil fie jegliche ein großes Lager angelegt, um leichter über die Zeit der Frauen den Männern die Hölle heiß machen, dann haben die Herren geordnete Rechtsprechung oder Verwaltung illu- Aussperrung hinwegkommen zu können. In solcher Situation wäre Cohen und Wiesenthal ihre Macht über die Streifenden verloren, forisch machen würde. Erst dann verliert nach der mit dem Sinn ein allgemeiner Streit töricht; in ihr ist es angebrachter, mit den und es dauert nicht lange, dann fehren unsere Arbeiter bereitwillig die Dauer des in die Fabrik zurück. Glauben Sie sicher, es kann höchstens noch bes Gefeges übereinstimmenden Pragis ein aus der Arbeit oder aus unterstüßungsmitteln bauszuhalten, um ber Versicherungspflicht ausgeschiedener Beisiger des Gewerbegerichts, Rampfes bis in die neue Saison hineinzuziehen. Ein bis Mitte November dauern." „ Na, dann wollen wir hoffen, daß die Weiber noch vor Mitte eines Arbeiterschiedsgerichts, des Reichs- Versicherungsamtes, oder der Streit ist nur wirkungsvoll, in der Zeit der Hochkonjunktur und Raffenverwaltung die Fähigkeit, als Beifizer usw. zu fungieren, brängender Arbeit. Wird er zur Unzeit unternommen, dann besorgt November zu hänen werden", meinten die Unzufriedenen, zahlten wenn er mit der Absicht dauernden Verbleibens zu nacht, eine Hoffnung im Herzen, die ihnen so wenig Salt bietet einer Beschäftigung übergeht, die nicht dem Titel 7 der Gewerbeordnung man die Geschäfte des Unternehmertums, indem man die Kaffen der ihre Zeche und folgten dem Scharfmacher in die regenfeuchte Herbstunterſtellt ist, beziehentlich die nicht versicherungspflichtig ist, oder wenn Organisation zwedlos leert. Anders ist die Frage, ob man nicht in einer Reihe von wie dem Ertrinkenden der Strohhalm, an den er sich verzweifelnd er über eine billige Beit hinaus arbeitslos bleibt. Eine entgegenstehende Auslegung der Geseze würde zu Ergebnissen führen, Einzelbetrieben an eine Lahmlegung der Produktion denken antlammert. Der Streit in der Metallwarenfirma Westphal u. Reinhold zu sistieren. Da nun jedoch keiner der Arbeitswilligen bereit erst in der Branche einrichten, 46 Pf. pro Stunde, 2 bis 3 Pf. Aufdauert unverändert fort. Bei der gestrigen Abstimmung erklärten gewesen sei, mit zur Wache zu kommen, hätte der Schutzmann schlag auf alle Löhne von 48 Pf., an. 10-20 Proz. Aufschlag für sich nur 5 der Ausständigen für Aufhebung, alle übrigen Beteiligten den Streitenden wieder freigelassen. Nun sei dieser von den Affordarbeiter, sowie Zuschlag für Ueberstunden von 33% bis aber für Fortsetzung des Streiks. Wie die Streifenden erfahren Arbeitswilligen tatsächlich geschlagen worden. 50 Proz. bei Lohn- und Affordarbeit. haben, soll das Lager der Firma jezt so ziemlich leer sein. Da die Der Schuhmann aber habe sich dann veranlaßt gefühlt, nicht Leistungsfähigkeit der vorhandenen Arbeitswilligen aber keineswegs etwa die Schläger, sondern den geschlagenen ausreicht, um neue Arbeiten in dem erforderlichen Umfange her- Streitenden zu sistieren, obgleich sich dieser nicht im zustellen, so hoffen die Streifenden, daß sich die Firma demnächst geringsten vergangen habe. zu einer Verständigung bereit finden lassen wird. " Die letzte Nummer der Fachzeitung der Tischlermeister und Holzindustriellen" vom 16. Oftober, die uns erst soeben zu Gesicht Tommt, beschäftigt sich in ihrem tertlichen Teil fast ausschließlich mit dem Vorwärts". Von den fünf Artikeln, welche die Nummer enthält, sind vier gegen die Tatsachen gerichtet, die wir in bezug auf die Aussperrung gebracht haben. Alle diese Artikel der Fachzeitung" find auf den Grundton gestimmt: Was der„ Vorwärts" über die Ursachen der von den Tischlermeistern verhängten Aussperrung sagt, sind„ hahnebüchene Unwahrheiten". Sieht man sich die Auslassungen der Fachzeitung" näher an, so zeigt sich, daß auch nicht eine einzige der angeblichen„ hahnebüchenen Unwahrheiten" widerlegt wird. Nach der Fachzeitung" soll es nicht wahr sein, daß sich der Konflikt zwischen Arbeitern und Arbeitgebern nur um die Differenz von 5 Prozent des garantierten Lohnes dreht.„ Stände die Sache so, dann freilich wäre die Frage: Wozu die Aussperrung? " In der Gips- und Zementbranche haben weitere 9 Firmen mit etwa 150 Arbeitern den Tarif anerkannt, während sich bei einer Reihe anderer Unternehmer etwa 150 Arbeiter den Streifenden angeschlossen haben. Achtung, Rahmenvergolder! Die Rahmenvergolder Berlins befinden sich in einer Lohnbewegung. Bis zu Dienstag, den 17. d. Mts. haben zirka 70 Vergolder die Arbeit niedergelegt. Die Forderungen voll und ganz bewilligt haben die Firmen Bodenstein( Malermeister) und Hofvergolder No a dk. Von allen anderen Betrieben ist der Zuzug fernzuhalten. Außerdem ist der Zuzug von Rahmenschneidern nach der Firma 3idendraht, Alexandrinenstr. 109, fernzuhalten. Die Arbeit soll nicht früher aufgenommen werden, bis eine Einigung mit der Lohnkommission und den Berliner Vergoldermeistern herbeigeführt ist. Die Ortsverwaltung der Filiale Berlin. Achtung, Automobilführer! Wegen Lohndifferenzen ist die Firma Engelhardt, Weißensee, Lehderstr. 107/109( Droschken- AutomobilGeschäft), gesperrt. Der Vorstand des Vereins Berliner Droschfenfutscher. Deutfches Reich. " aber Streitnachspiel. In dreitägiger Verhandlung hatten sich vor dem Würzburger Schwurgericht 14 Personen, davon 8 wegen Verbrechens, 6 wegen Vergehens des Landfriedensbruchs zu ver antworten. Die Veranlassung zu dieser Anklage gab ein Vors tommnis während eines Streits der Maurer, der am 20. Mai in Aschaffenburg ausgebrochen war, nachdem sich die Arbeiter lange Die Aussperrung der Möbeltischler. vergeblich bemüht hatten, die Differenzen auf gütlichem Gestern wurden 22 Tischler aus 12 Werkstellen, die schon bisher Wege zu schlichten. Die Unternehmer zogen Streifbrecher ausgesperrt hatten, als neue Ausgesperrte gemeldet. Die Werkstätten von Mekas und Polei, welche bisher noch keinen Arbeiter aus- Die Kohlenarbeiter der Firma Kupfer u. Co. haben gestern von auswärts heran, die sorgfältig bewacht wurden, damit von den Streikenden nicht überredet werden fonnten, gesperrt hatten, sperrten am Montag je einen Tischler aus. Die früh die Arbeit niedergelegt. Anfang August ds. Js. haben die Ar- sie Zahl der Ausgesperrten hat sich also um 24 vermehrt. Dem Streit beiter mit der Firma Vereinbarungen getroffen, wonach u. a. der die Arbeit niederzulegen. Am 30. Mai traf eine Sendung von zirka haben sich die Betriebe von Jfles mit 5 Arbeitern und Zache mit zehnstündige Arbeitstag eingeführt wurde; jetzt kommt die Firma zehn Arbeitswilligen bei dem Baumeister Graßmann ein. Nach 21 Arbeitern( darunter 4 christlich organisierte) angeschlossen. her und will die elfstündige Arbeitszeit wieder einführen. Der Feierabend marschierte Graßmann mit diesen Arbeitswilligen und Tischlermeister Fischer, am Weidenweg, der 19 Gesellen beschäftigt, Blan scheiterte aber an der Solidarität der Arbeiter und sind diese den Bauführern im geschlossenen Zuge durch die Stadt nach seiner hatte sich bereit erklärt, die Forderung der organisierten Arbeiter gewillt, die Arbeit nicht früher aufzunehmen, bis die alten Ver- Wohnung. Unterwegs kam es zwischen einer Menschenmenge, die zu bewilligen und die Aussperrung rüdgängig zu machen. Bevor hältnisse wieder eingeführt werden. Die Ausständigen, zirka 50 Mann fich angesammelt hatte, und dem Arbeitswilligentrupp zu einem geschlagen, aber die Arbeit wieder aufgenommen werden konnte, hatte die an der Zahl, find sämtlich Mitglieder des Zentralverbandes der Zusammenstoß, wobei einige von den Raußreißern mit Stöcken Boden geworfen, zu unbedeutend ganz Meisterkommission Herrn Fischer bearbeitet und den Erfolg erzielt, Handels- und Transportarbeiter. berlegt wurden. Nur der Bauunternehmer Graßmann mußte daß er seine Bewilligung wieder zurückzog und im Kampfe gegen die infolge der erlittenen Verlegungen zwei Tage das Bett hüten. Dieser Arbeiter verharrt. Durch den Arbeitsnachweis des HolzarbeiterZusammenstoß sollte ein„ verabredetes Komplott", ein wohl. Verbandes sind wieder eine Anzahl der Ausständigen in Arbeit vorbereiteter lleberfall" sein und wurde damals von der bürgerlichen gebracht. Presse weidlich gegen die organisierten Arbeiter ausgenußt. Durch die Verhandlung ist indessen festgestellt, daß der eigentliche Veranlasser des aufregenden Vorfalls der Bauunternehmer Graßmann ist, der sich in ganz provokatorischer Weise benahm, indem er ohne Veranlassung einen Revolver zog und gegen die Menge richtete, worauf ihm die Waffe ents rissen und er zu Boden geworfen wurde. Den Revolver hatte er sich erst am Morgen des betreffenden Tages gekauft. Streitende waren an der Zusammenrottung gar nicht beteiligt, sondern Neugierige, wie sie sich bei ähnlichen Gelegenheiten immer zusammenfinden. Ein Polizeiwachtmeister, der selbst glaubt, daß es sich um eine Verabredung" handelte, mußte auf Borhalt zugeben, daß einer der Angeklagten, der Maurer Lang, sich in Gemeinschaft mit ihm, dem Wachtmeister, bei früheren VorDer Streik der Elektromonteure in Hannover ist am Sonn- gängen stets bemüht hätte, Ordnung zu stiften, daß ferner die am Blaze und gerechtfertigt." So schreibt die" Fachzeitung", ohne abend beendet worden, da der größte Teil der Streifenden Hannover Führer des Streiks sich sehr nobel benommen haben, außerdem indes den Beweis zu bringen, daß es sich um andere Forderungen verlassen hat und eine große Anzahl bei Firmen arbeitet, welche wurde durch Zeugen festgestellt, daß die Streifenden in jeder Sizung handelt. In dem Gefühl aber, daß selbst die einsichtigen Meister den Tarif anerkannt haben. Die Anzahl der Streifenden, betrug und Versammlung ermahnt wurden, Ausschreitungen gegen die Arbeitswilligen zu vermeiden. Die Geschworenen berneinten die einen Kampf um eine so unbedeutende Differenz nicht billigen am Sonnabend nur noch 13 Mann und ist es nicht möglich, unter können, sucht die" Fachzeitung" die Sache für Zwecke zu drehen solchen Umständen einen Streik weiter zu führen, da man keine Frage auf Landfriedensbruch gegen alle Angeklagten, bejahten aber und zu deuten, und bei diesem Bemühen kommt schließlich nichts Posten mehr besetzen konnte. Die Monteure können mit den Gr- die Frage auf gefährliche Körperverlegung in der Richtung gegen weiter heraus, als die Differenz auf den Streitpunkt verschoben folgen, welche sie in ihrer ersten Lohnbewegung errungen haben, die Angeklagten Frieß, Mäber, Baumann und Wenzel. wird: Welches sind neue Muster, auf die die Lohngarantie an- sehr zufrieden sein, da von 15 Firmen, welche in Frage kommen, Frieß erhielt ein Jahr, Mäder 5 Monate, Baumann und In Anbetracht der Sachlage 7 den Tarif anerkannten. Sie werden jedoch bei geeigneter Zeit Wenzel je 4 Monate Gefängnis. ein hartes Ürteil. Wenn nun wirklich zu der Differenz von 5 Proz. noch dieser auch den noch fehlenden Geschäften die Macht ihrer Organisation Streit um die Frage der neuen Muster hinzufkäme, so ist auch das fühlen lassen. Sigung haben Mittwoch: eine Angelegenheit, über die sich bei gutem Willen eine Verständigung Lese: und Diskutierklubs. Südost", Tolksdorf, Görligerstr. 58. ohne Schwierigkeit erzielen läßt. Jedenfalls wird die Aussperrung Leseauch unter dem von der" Fachzeitung" vorgebrachten Gesichtsregelung sämtlicher Vertrauensleute. Der Deutsche Metall- Lese- und Diskutierklub" Moabit", Bachstein, Salzwedelerstr. 16. und Diskutierklub" Demosthenes", Sizung jeden Mittwoch( mit Ausnahme punkt um kein Jota gerechtfertigter, als ohne denselben. Nach der arbeiter Verband, Ortsverwaltung Frank= des Wahlvereins- Bahlabend) bei Hermann Dornbusch, Prinz Eugenſtr. 8. " Fachzeitung" bedeutet es die Beseitigung der Akkordarbeit, wenn furt a. M., gedenkt diese Provozierung mit Forderungen zu beant- Sozialistenklub„ Borwärts", Kristiania, Mölbergaden 17. alles, was die Arbeiter als neue Muster betrachten, unter Lohn worten. Dadurch werden in 14 Tagen zirka 2000 Mann ausständig. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen garantie angefertigt werden sollte. Diese. Behauptung stellt sich Da Herr Kleyer Vorsitzender des Industriellen- Verbandes ist, im Vereinskalender sind zu richten an Albert Liebetrau, Butbuſerſtr. 15 IV. Barinas", Jänicke, Gubenerstr. 7. Qualmbrüder", Boß, Rummelsburg, zwar als eine Verdrehung der tatsächlichen Verhältnisse dar. Aber so scheint hier eine Macht probe der Kühne männer gegen selbst wenn sie zuträfe, müßte man doch fragen: Wollen denn die den Deutschen Metallarbeiter- Verband geplant zu sein. Der Kampf Kantstr. 14." Kleeblatt", Borgänger, Rummelsburg, Kantstr. 44. " Sieben roocht", Adlershof, Reichert, Tischlermeister die Akkordpreise so herabdrücken, daß kein Arbeiter wird von beiden Seiten mit aller Schärfe geführt werden. Damit Waldesgrün", Kunze, Forſterſtr. 36. " Siedleff", Fourmond, Neu- Weißensee, Sedanjir. 18. den üblichen Lohn verdienen darf, oder doch nur bei übermäßiger die Firma während der Kündigungszeit nicht in ganz Deutschland Rosenbitte Rosenblüte", 3obel, Straßmannstr. 4." Frei meg", Hoppe, Schöne Anstrengung seiner Kräfte den Lohn erreichen kann? Ist es so, Arbeitskräfte sucht und findet, ist Zuzug aller Metallberg, Merseburgerstr. 7. Gemütlichkeit II SO.", Surth, Brangel dann steht es schlecht um die Sache der Unternehmer, und dann arbeiter nach Frankfurt a. M. streng fernzuhalten. Die straße 105." Deutscher Michel", Griffel, Pankow, Kaiser Friedrichbegreift man, daß die Fachzeitung" die wahren Ursachen der Aus- Arbeiterpresse Deutschlands wird um Abdruck gebeten. straße 15. " Fidele Brüder", Losse, Friedrichsfelde, Luisenstr. 20. Glühlicht II", Proje, Marstr. 13c. Bhönir", Hauser, Schöneberg, Sedan sperrung zu verschleiern sucht, und daß sie ferner behauptet, in straße 60. Die Dampfenden", Schick, Manteuffelstr. 74. Intelligenz", Bosold, den Betrieben der Herren Kümmel und Groschtus beständen nicht Fliederduft", Böhm, Zorndorferstr. 9. Stein Ton die Abmachungen, um welche jetzt der Kampf entbrannt ist, obwohl Manteuſſelſtr. 66. Fliederduft II", Stein, Samariter sie, die Fachzeitung", ihre Ausführungen auf die auch von uns Sponholz, Prenzlauer Allee 232. " Weichselblatt", Zeidler, Frankfurter Allee 176. gebrachten Vereinbarungen stüßt, die, wie wir schon in voriger und Schreinerstraßen- Ede. Scornblume", Dillenberger, Zimmerstr. 59." Alt- Schöneberg", Sumatra", Beier, Lübbener Woche zeigten, dem Sinne nach das festlegten, was die Arbeiter fordern. Daran können alle Deutungsversuche die Fachzeitung" Schieder, Schöneberg, Sedanstr. 51. " Collegia", Bergner, Reichenbergerstr. 157.-" Fidele Raucher", straße 11.nichts ändern. Krüger, Rigdorf, Reuterstr. 15. Sumatra SO.", Krone, Liegnigerstr. 18. " Konsequent", Beder, Köpniderstr. 191." Gerade aus", Maaßen, Beilchen Bruderbund", Kolms, Grünauerstr. 9. Woldenbergerstr. 14. Verzaget nie", Kirchhof, Schöneberg, dust", Behrend, Schwarzkopffstr. 8. Borwärts", Wählisch, " Pfeifendeckel", Marth, Fruchtstr. 69. Sedanſtr. 48. Blauer Ring", Charlottenburg, Grente, Schillerstr. 38/39. Adalbertstr. 4. " Ringelwolfe", Vetter, Regalita", Leonhardt, Koloniestr. 147. „ Alpenrose", Wendt, Reinickendorf, Justusstr. 55. " Immer blau", Bredowftr. 11. " Frohes Leben", Laue, Adlershof, Bismardstraße 10. " Raucherlust", Adlershof, Böhkert, Reinidendorf, Kluge, Berlinerstr. 128. Bismardstr. 24. zutvenden ist? Zur Aussperrung im Müllabfuhrgewerbe ist mitzuteilen, daß am zweiten Tage der Aussperrung von den Unternehmern nur 29 Wagen auf die Tour geschickt werden konnten, demnach also zirka 60 Arbeitswillige vorhanden sind. Die Firma H. Scheller benutzt zum Teil Angestellte der Nachtwach- Gesellschaft zum Müllfahren, was um so leichter ist, als Herr Scheller Chef der Gesellschaft ist. Bei der geringen Leistungsfähigkeit der Arbeitswilligen ist es weiter nicht verwunderlich, daß wieder eine Anzahl Wagen unverrichteter Sache nach den Fuhrhöfen zurückgekehrt sind. Das Müll hat sich in den wenigen Tagen in vielen Häusern schon sehr stark angesammelt. Beschwerden hierüber seitens der Mieter wurden von einigen Polizeibeamten zurückgewiesen mit dem Be merken, daran sei nichts zu ändern, die Kutscher streiken. In diesem Verhalten sehen die Kutscher eine einseitige Parteinahme cinzelner Beamten zu Gunsten der Abfuhrunternehmer, die durch ihr Verhalten die jetzige Kalamität selbst verschuldet haben. Wie aus der DisMetallarbeiter! In den Adler Fahrradwerken vormals . Aleyer sind Differenzen ausgebrochen. Die Ursache ist die MaßZum Hamburger Schlächterstreit wird gemeldet, daß die For= " 1 derungen der Gesellen jetzt in 70 Schlächtereien und Wurstmachereien bewilligt find. Die Meister versuchen sich dadurch zu rächen, daß sie in das Wanderverbandsbuch, das Eigentum des Meisterverbandes ist, eine Verrufserklärung in folgender Form eintragen:" Wegen Streiks entlassen!" Das wird ihnen nichts weiter eintragen als die gerichtliche Aufforderung, lediglich ein Zeugnis über Art und Dauer der Beschäftigung auszustellen. Auf der Suche nach Arbeitswilligen haben die Meister schon unangenehme Erfahrungen machen müssen. Wohl ist es einem Meister geglückt, in Dresden dreizehn Arbeitswillige aufzutreiben, von denen aber zwölf nach Kenntnis der Sachlage ins Lager der Streikenden abgeschwenkt sind. Der Appell der Meister, doch den Fleischerstolz in der Brust zu wahren und dafür Sorge zu tragen, daß das ehrsame Schlächterhandwerk in Hamburg und Umgegend nicht zu Grunde gehe, hatte keinen Erfolg, die hellen Blütendust", Fedtke, Cotheniusstr. 8. Sachsen erklärten, Streifbrecherdienste nicht verrichten zu wollen. Arbeiter- Radfahrerbund ,, Solidarität". Gau 9( Prov. Branden. Seit 1891, wo in Hamburg der letzte Schlächterstreik stattfand, der burg). Alle Zuſchriften und Anfragen den Bund betreffend find zu richten nur von zweitägiger Dauer war, hat eben auch die Solidarität an den Gau- Borfißenden Karl Fischer, Berlin NW., Waldstraße 8. Arbeiter- Radfahrerverein", Abteilung III, jeden 1. und 3. Mittwoch bei bei den Schlächtergefellen Eingang gefunden. Daß es die Meister mit der Wahrheit nicht genau nehmen und zu verächtlichen Mitteln schauscht, Naunynstr. 6. Abteilung IV, jeden 1. und 3. Mittwoch bei Merkowski, Abteilung VII, jeden 1. und 3. Mittwoch bei Cranz, greifen, um Streitbrecher anzuwerben, beweist die Tatsache, daß Andreasstr. 26. Köslinerstr. 8. Abteilung VIII, feden 1. und 3. Mittwoch bei Fischer, Frohes Ziel", jeden zweiten Mittwoch, Wilhelmsruh bei man sächsischen Gesellen vorspiegelt, für eine Wurstfabrik in Helgoland werde eine größere Zahl Schlächtergesellen gesucht, die in Waldstr. 8. Schneider, Hauptstraße. " Glüd auf", Friedrichsberg, Frankfurter Chauffee 86." Borwärts", jeden Mittwoch nach dem 8. und 22., Der Streit der Glasschleifer, Polierer und Beleger. Die Hamburg die weiteren Derder entgegennehmen sollten. Borwärts", jeden Mittwoch nach dem Zur Aufrechterhaltung der patriarchalischen Zustände im Köpenid, Schönerlinderstr. 5. Streifenden hatten sich gestern vormittag wieder zahlreich im Ge- Schlächtergewerbe macht auch die Hamburger Polizei- 1. und 15., 2t- Glienicke bei Lobete. Blig", jeden Mittwoch nach dem Männer Radfahrverein", werkschaftshause versammelt. Wie der Referent Noat mitteilte, behörde mobil, die den bedrängten Schlächtermeistern den 1. und 15., Rudow, Bendaftr. 52, Keime. Wanderer", Friedrichshagen, Friedrichstr. 137. haben die Streifenden der Firma Ständer u. Ko, die die weitestgehenden Schutz" gewährt, der darin besteht, daß den Brandenburg, Bergstr. 20. " Solidarität", Fürstenwalde, Schloßtellerei. Frisch auf", Guben, Forderungen bekanntlich Ende voriger Woche bewilligte, die Arbeit Meistern der Zutritt zu den Bahnperrons gestattet, den Gesellen " Hoffnung", Potsdam, Alte Luisenstr. 32. am Montag sämtlich wieder aufgenommen. Weitere Veränderungen aber verwehrt wird. Die Innungsmeister, die sonst gegen polizei- Restaurant Bellevue. ,, Arbeiter- Radfahrverein Belten", sind im Stand des Streiks nicht eingetreten. " Tempo", Finsterwalde, nach dem 1. und 15., Spohn, fussion hervorging, suchen sich einzelne Arbeitgeber durch allerlei liche Maßnahmen, von denen sie selbst betroffen werden, recht scharfe Frisch auf", Sorau, Restaurant Flora. Töne zu finden wissen, lassen sich schmunzelnd diesen polizeilichen Luisenstr. 17. Ringstraße." Frisch auf", Landsberg a. W., Kayser.- Arbeiter- Radfahrerfalsche Auffassungen der Beschlüsse und der Vorgänge in den Streif- Schutz gefallen, und einer dieser geschwollenen Krauter versezte verein Nowawes", Prieſterſtr. 31. Greif", Prenzlau, nach dem 1. " Vorwärts", Schöneberg, nach dem 1. versammlungen gegenseitig über die wirkliche Lage zu täuschen. einem Gesellen, der einige zugereiste Kollegen von dem Streik in und 15, Schnelle 67 bei Boillion. So sollen Arbeitgeber allen Ernstes erzählt haben, in der vorigen Kenntnis sehen wollte, einen Faustschlag ins Gesicht. und 15., Meiningerstr. 8 bei Obst. Frei Weg", Schöneberg, Akazien. Wanderlust", Seifersdorf, nach dem 1. bei B. Schoter. Streifversammlung hätten 86 Streifende gegen Fortseßung Die Luguspapierarbeiter Dresdens haben nun mit ihrer Be- straße 21. des Streits gestimmt und somit wäre die Einmütigkeit Arbeiter- Radfahrerbund Freiheit". Geschäftsstelle bei F. Lter, der Streifenden in die Brüche gegangen. Tatsächlich handelte es wegung Ernst gemacht. In einer Versammlung, in der von etwa" Condor", Bergholz, jeden dritten Mittwoch Landsbergerstr. 11/13. wie auch aus dem Bericht im 3000 Berufsangehörigen 2000 anwesend waren, beschlossen sie den weinstr. 3, I." Courier", jeden 1. und 3. Mittwoch bei Schütz( Berolinasich aber bei jener Abstimmung Streit. Bewilligt haben von Zigarettenfabriken Yenidze, Adler- Säle), Schönhauser Allee 28." Gloria", jeden Mittwoch nach dem 1. um einen Antrag, " Borwärts" deutlich genug zu ersehen war den Arbeitgebern nochmals fundzutun, daß die Streikenden nach Kompagnie und Eckstein u. Söhne. Der Inhaber der Firma Kios, und 15. bei Beffen, Cremmenerstr. 1. Arbeiter: Turnerbund. Mittwoch und Sonnabend: Turnverein Herr Böhme, lehnt die Forderungen in einem eigentümlichen wie vor zu ehrlichen Verhandlungen auf Grund= Schreiben ab. Es kommen darin Wendungen vor wie:„ Der" Fichte", Berlin, abends von 8-10 Uhr: 1. Männer- Abt. Friedenstr. 37. lage ihrer Forderungen bereit seien. Der Streit sollte 2. Lehrlings- Abt. Stalizerstr. 55/56. selbstverständlich fortgesetzt werden, bis ein annehmbares Ergebnis Streik ist von stellenlosen Elementen inszeniert, die scheel auf die 3. Männer Abt. Boedhstraße 17/20. 8. Männer- Abt. Höchstestraße 36/37. Stellen der Arbeiter sehen,"" gewerbsmäßigen 12. Männer- Abt. Eberswalderstr. 10. der Verhandlungen vorliegen würde. Dafür und für nichts anderes gutbezahlten 6. Lehrlings- Abt. Reichenbergerstraße 131/132. 9. Lehrlings- Abt. Müllerhat jene Minderheit gestimmt, nachdem der Verbandsvorsitzende Hezern" usw. Von Druckereien haben nur zwei bewilligt. Die 4. Lehrlings- Abt. Siemensstr. 20( Moabit). 5. Lehrlings- Abt. Ackerstr. 67. Girbig den Antrag gestellt und dafür gesprochen, alle anderen Buchbinderinnung verhält sich natürlich ablehnend. Ihr Ober- ftraße 158. 10. Lehrlings- Abt. Petersburgerstr. 4. 11. Lehrlings- Abteilung Arbeiter- Turnverein zu Adlershof. Männer- und Redner aber dagegen gesprochen hatten. Daß die Einmütigkeit meister, Herr Stadtv. Unrasch, teilte der Lohnkommission mit, daß Fürbringerstr. 33. und Ausdauer der Streifenden unerschüttert ist, das bewies übrigens der Innung von dem Gesellenausschuß von einer Lohnbewegung Lehrlings- Abteilung turnt Mittwoch- und Sonnabendabend 8%, bis " Daß die ablehnende nichts mitgeteilt ist. Die Lohnkommission hat nun den Herren den 10%, Uhr, Damen- Abteilung turnt Freitagabend 8%-10%, Uhr, Wöllsteins auch wieder die gestrige Versammlung. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an Karl Schüße, Haltung der Arbeitgeber nicht darauf beruht, daß sie etwa nicht Gefallen getan und den Gesellenausschuß beauftragt, mit der Innung Lustgarten. Gäste willkommen. imstande wären, die bescheidenen Forderungen zu bewilligen, be- zu verhandeln. Die Luruspapierfabrikanten verhalten sich strikte an der Schillingsbrüde. weist unter anderem die Tatsache, daß fie Hausdienern und anderen ablehnend. Die Kartonnagenfabrikanten tun, als wüßten sie von Reichenbergerstr. 74." Neptun 1894" abends 7 Uhr städtische Badeanstalt Deutscher Arbeiter.Abstinenten- Bund. Ortsgruppe Berlin. ungelernten Leuten, die gar nicht fähig sind, die Arbeit der nichts; sie dürften sich sehr irren, wenn sie glauben, die Arbeiter Streifenden zu leisten, 24 M. Lohn bieten, außerdem aber gelernten und Arbeiterinnen auch ferner mit schönen Redensarten abspeisen zu fammlung jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat im Englischen Garten, fönnen. Sämtlichen Rednern und Rednerinnen, die begeisternd Meranderstr. 27c. Arbeitern, wenn sie um Arbeit anfragen, höhere Löhne als die von Berliner Volks- Chor. Uebungsstunde jeden Mittwochabend 8, Uhr: den Streikenden geforderten versprechen. Wie es scheint, beruht für den Streik eintraten, wurde tosender Beifall gespendet. Trop Gesellige zc. Vereine.„ Liedertafel des Vereins ehem. Schüler der der Widerstand gegen die Forderungen hauptsächlich auf Scharf- dieser Begeisterung bekundeten die Versammelten ihre Neigung Musikverein Hoffnung" machereien einzelner größerer Firmeninhaber, die ja freilich Vorteil zum Entgegenkommen, indem sie eine Resolution annahmen, in Pialles, Stalizerstr. 51/52.„ Nymphaea alba", Verein für Aquarien- und davon haben können, wenn der Streit vielleicht einigen minder der es heißt: Die Anwesenden sind aber auch jest nach Ausbruch 30. Gemeindeschule", Richat, Koppenſtr. 65. des Streits gewillt, auf dem Wege der gegenseitigen Verständigung Terrarienkunde, Klubhaus Hintsche, Köpniderstr. 62. Rauchflub„ Grüne tapitalfräftigen Arbeitgebern die Eristenz untergraben sollte. Sie beauftragen des- Quaste", Hermann, Ritterstr. 110.- Mundharmonika- Verein„ Vorwärts" bei Aus der Großen Frankfurterstraße wurde in der den ausgebrochenen Konflikt zu beseitigen. Berliner Sportkub„ Franco Alliance 1902", gestrigen Versammlung wiederum über eine Siftierung berichtet, halb die Lohnkommission, sofort bei den Vorständen der Unternehmer- Schulz, Baußenerjir. 7. Theater- und Vergnügungsverein„ Concordia", bei die den Anschein erwecken muß, als sei dort die Polizei grund- Organisationen, soweit solche in Frage kommen, diesbezügliche Bahnig, Fidicinstr. 43. Theater- und Vergnügungsverein„ Ernst und fäßlich der Meinung, daß die Streifenden bei irgend welchen Schritte einzuleiten sowie auch bei anderen in Betracht kommenden Hennig, Cadinerstr. 7. Humor", bei Schuster, Elsholzftr. 19. Theater- und Vergnügungsverein Tambourverein Wirbel 1899", Differenzen mit Arbeitswilligen immer der schuldige Teil sein einzelnen Firmen diesen Weg zu beschreiten. Lotterie- und Eine Lohnbewegung der Tischler und Maschinenarbeiter robe Kunst", Rehmann, Barnimſtr. 13. Jostystr. 8. Rotterieklub Klondyke", Gräfestr. 83. müssen. Der Referent teilte folgendes mit: Am Sonnabend abend Arbeiter- Turnverein hätten drei Arbeitswillige an der Ecke der Andreasstraße gestanden Leipzigs endete nach dreitägiger Dauer erfolgreich mit der Ein- Statklub„ Ausdauer", bei Rabenau, Martusstr. 8. und einer von ihnen hätte einen hinzugekommenen Streifposten mit führung einer Arbeitszeit von 53 Stunden pro Woche, die in drei Froh und Frei", Groß- Lichterfelde( Damen- Abteilung), bei A. Reiser, Mundharmonika- und Mandolinenverein Symphonie", einer Flasche zu schlagen gedroht, hätte aber dann davon Abstand Geschäften sofort, in den übrigen am 1. Januar eingeführt wird. Chausseestr. 104. genommen und einen Schuhmann aufgefordert, den Streitenden Der Mindeststundenlohn beträgt 48 Pf., für Zuschneider, die sich Restaurant Storchnest, Müllerstr. 161Steinſtr. 31. Bers Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 19. Oktober. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Bajazzi. Coppelia. Nenes königl. Opern: Theater. Theodora. Deutsches. Maria Friedhammer. Berliner. La Sorcière. Leffing. Traumulus. Weften. La Traviata. Thalia. Der Weiberkönig. Zentral. Die Geisha. Belle- Alliance. Die Zugendglocke. Anfang 8 Uhr: Neues. Die Kronprätendenten. National. Figaros Hochzeit. Schiller 0. Johannisfeuer. ( Wallner Theater.) 0 Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches viches Theater). Die Streusel schreiber. Kleines. Nachtasyl. Residenz. Eine Hochzeitsnacht. uftspielhaus. Bieberleute. Trianon. Gastons Frauen. Luisen. Mein Leopold. Kajino. Mutter Gräbert. Metropol. Ein tolles Jahr. Dentsch- Amerikanisches. Ueber'n großen Teich. Apollo. Berliner Luft. Spezialitäten. Palast. Im Zukunftsstaat. Spezialitäten. Herrnfeld: Theater. Nur eine Nacht. Am andern Morgen. Paffage Theater. Hans Fredy. Dida. Spezialitäten. Anf. 5 Uhr. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 4 Uhr im Theater: Die Insel Rügen. Jm Um 8 Uhr im Theater: Bannkreis der Jungfrau. Hörsaal 6 Uhr: B. Donath: Lichtund Wärmewellen. Hörsaal 8 Uhr: Dr. P. Schwahn: Gletscher und Eiszeit. Invalidenstraße 57/62. Urania. Taubenstr. 48/49. Um 4 Uhr im Theater: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Johannisfeuer. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Die Kreuzelschreiber. Zirkus Schumann. Etablissement Buggenhagen Heute Mittwoch, den 19. Oktober, abends präz. 72 Uhr: Grande Soirée équestre. Elite Programm! U. a.: Zum vierten Moritzplatz. Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. In den unteren Sälen jeden Abend 8 Uhr: Die Insel Rügen. Schauspiel in 4 Atten von Hermann Bauernkomödie m. Gef. in 3 Atten von mal: Eine absolute Sehenswürdigkeit: Militär- Konzert. 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. 6 Uhr Hörsaal: Dr. B. Donath: Licht- und Wärmewellen. Hörsaal 8 Uhr: Dr. P. Schwahn: Gletscher und Eiszeit. Sternwarte P CAS Invalidenstr. 57/62. CASTAN'S ANOPTICUM. Friedrichstr. 165. Rosa das gelehrte Pferd! Lustspielhaus Friedrichstraße 236. Anfang 8 Uhr. Biederleute. ( Hans Fischer, Franz Schönfeld, Gisela Schneider, Marie Wendt.) Morgen u. die folg. Tage: Biederleute. Sonntag, nachmittags: In Behandlung. Apollo- Theater. Unter persönlicher Leitung des Komponisten: Berliner Luft. Ausstattungs- Burleske von Benno Jacobson. Musik von Paul Lincke. Vorher die Oktober- Spezialitäten. Sonntag, den 23. Oktober, nachmittags 3 Uhr, bei ermäßigten Preisen: Frühlingsluft. Operette von Josef Strauß.: Vorher: Stern. Spezialitäten. warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Zentral- Theater Heute Anfang 72 Uhr. Die Geisha. Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. Donnerstag: Der Bettelstudent. Dugendbillets mit 40 Prozent Ermäßigung, an d gültig, gelangen jest ochentagen zur Ausgabe. Luisen- Theater. Mein Leopold. Donnerstag: Romeo und Julia. Freitag: Krieg im Frieden. Sonnabend: Hasemanns Töchter. Sonntag, nachmittags: Krieg im Frieden. Abends: Mein Leopold. Montag: Mein Leopold. Deutsch- AmerikanischeS Theater. Köpenickerstr. 67. Zum 371. MALE: Gastspiel Adolf Philipp. " 9 , Ueber'n grossen TEICH." Anfang 8 Uhr. Ende 10 Uhr 30 Min. Sonntag nachmittags 3 Uhr: , Ueber'n grossen Teich." Kasino- Theater Metropol- Theater Josef Giampietro a. D. Bender. Josephi. Grünfeld. Frid- Frid. Der größte Erfolg dieses Jahres Ein tolles Jahr. Gr. dram.- satir. Revue in 5 Bildern. Anfang& Uhr. Rauchen überall gestattet. Gebrüder Herrnfeld- Theater Ueber 200 Mal: Sudermann. Donnerstag, abends 8 Uhr: Zum erstenmale: Die Jüdin von Toledo. Freitag, abends 8 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Ludwig Anzengruber. Donnerstag, abends 8 Uhr: Die Kreuzelschreiber. Freitag, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Konsul II. der menschliche Schimpanse.( Ein Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Bruder des seinerzeit so außerordents Fritz Steidl- Sänger. lich beliebt gewesenen Konsul I.) Ferner: Ein wirkliches Phänomen: Nach jeder Vorstellung im Kaisersaal: irische Wunderpony, Tanz. d. Otto Pritzkows Kleines Theater Neues Theater. Billy, borgef. v.. ichottischen Vereinigte Bühnen unter der Leitung von Max Reinhardt. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Donnerstag: Des Pastors Rieke. Freitag: Elektra. Sonnabend: Nachtasyl. Thalia- Theater. Anfang 7 Uhr. Landmann Mr. de Boye, welcher denselben auf seiner Farm selbst ge= zogen. Der phänomenale Chinko, Die Kronprätendenten. Die größte Spezialität der Gegenwart, Donnerstag: Erdgeist. Freitag zum erstenmal( 7 Uhr): Die lustigen Weiber von Windsor. sowie die besten Kunstkräfte, Damen und Herren, in ihren Glanzleistungen. Direktor Albert Schumanns neue und moderne Dressuren. Zum Schluß zum 26. Male: Allabend Belle- Alliance- Theater. h stürmischer Beifall, das großze Dresdenerstr. 72/73. Direktion: Kren& Schönfeld. Belle- Alliancestr. 7/8. Täglich abends 72 Uhr:" Täglich abends 72 Uhr: mimische Drama in 8 Aften: Michael Strogoff oder: Der Weiberfönig. Die Tugendglocke. Der Kurier des Zaren. ( Guido Thielscher, Lina Abarbanell, Fritz Helmerding, Josephine Dora.) Sonntag nachmittags 32 Uhr: Charleys Tante. Baudevilleposse von Ferrier, bearbeitet von J. Kren und Alfr. Schönfeld. Sonntag nachmittags 3 Uhr bei fleinen Preisen: Maria Stuart. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Vollständig neu ausgestattet! Täglich: Gr. internat. Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock Brauerei. Chausseest. 103 Germania- Prachtsäle. Arnold Scholz. Mittwoch, 19. Oktober 1904: Emil Werners 10 jähr. Jubiläum der 10 jähr als Mitglied der Hamburger Sänger ( Dir. Steidl u. Wolff). Gr. Fest- Soiree. Auftr. d. Jubilars i. s. Glanznummern. Nach der Familien- Ball bei treiem 687L Tanz. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pfg. Vorzugs- u.Familienkart. hab. a. d. Tage keine Gültigkeit. Zirkus Busch. Grand Soirée équestre. Herr Dir. Busch, 6 engl. Vollblüter, Frl. Mohnke und Male. de Holstein, Schulreiterinnen. ,, Chips", engl.Vollbl. Die neueste Sensation Berlins: der größt. Herrnfeld- Schlager Koko der mensch- Wunderaffe! Nur eine Nacht zwei Akte aus einer Ehe, und Am andern Morgen Nachspiel zu„ Nur eine Nacht" mit Anton und Donat Herrnfeld in den Hauptrollen. Anf.( auch Sonntags) 8 Uhr, Passage- Theater. Anfang d. Abendvorst. 8 Uhr. Nchm.Wochent. 5, Sonnt. 3 Uhr. Das grossartige Lothringerstr. 37. Anf. Wch.8, Gonnt.7 Oktober- Programm: Das vollst. neue Oftober- Programm. Neu: Bargold und Smiles. Neu! Duo Brisard- Seppel- Werner. Mutter Gräbert. Boltsſtüd m. Gej. in 3 Att. v. Reiflingen. Sonntag nachm.4 Uhr: Der Denunziant. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Gastons Frauen. Anfang 8 Uhr. Sonntag, nachmittags: Madame X. Hans Fredy, Humorist. Geschw. Fiocati, Tanzduo. Russ. Ges.- u. Engelski- Truppe, Tanz- Ensemble Didact die Erschaffung eines Weibes aus dem Nichts. liche 15 Polarbären 10 Elefanten, Südwest- Afrika und die vorzügl. Brogrammnummern. Brauerei Königstadt. Schönhauser Allee 10/11. Jeden Mittwoch: Horst's Sanssouci. 1 Abnormitäten- Ausstellung Münzstraße 16. Täglich Vorstellung menschlicher Kuriositäten. Feodora, das Weib mit den Löwentazen. Arabella, die tätowierte Schönheit. Medizinische Rätsel, Gedankenleser. !! Von 36 Mk. an!! Kottbuser Tor Stat. der Hochbahn. liefere Herrenanzug, neueste Muster, Für Heute zum erstenmal: feinste Zutaten, 2 Anproben. guten Siz bekam goldene Medaille. Gaëtana. Ludwig Engel, Brenzlauerstraße Nr. 23 II( Alexanderplat). Nur gute reinwollene Stoffe, großes Lager. Drama von Ottomeyer. Sonnt., Mont., Donnerst.: Hoffmanns Nordd. Sänger. Tanzkränzchen. Jed. Dienstag u. Mittwoch: Theater- Abend. Dienstag, den 25. Oftober: Kaiser Josef II. WIMET BARTEN 8 Neues Programm. LIANE DE VRIES Pariser Sängerin. Edi Stadler, Stelling- Truppe, Zahn- Klinik. ** * Preise beliebige Teil. zahlung. InvalidenOlga Jacobson, straße 145. Kranz- und Blumenbinderei Don H. Rodewald, Alexandrinenstrasse 1a. Kränze mit Widmungsschleifen Arrang. zu Festlichkeiten, Bouquets Topfgewächse jeder Art 2c. preiswert Gewerbegericht zu Berlin. J.-Nr. 428 Gew.- Ger. 04. Bekanntmachung. In Sachen des Ausstandes der Steinsetzer und Rammer der Innungen Jodler. Bertin, Steglitz, Potsdam und Eberswalde, soweit dieselben in Großkomische Reckturner. Berlin beschäftigt werden, hat nach Morton und Elliot, Anrufung beider Teile das EinigungsPapier- Manipulatoren. amt des Gewerbegerichts auf Grund des§ 71 des Gewerbegerichts- Gesebes Die 4 Harveys, Drahtseilkünstler. vom 29. September 1901 in der Marcell Salzer, Vortragskünstler. Sigung am 23. Juli 1904 verhandelt Howard de Grey, Barfußtänzerin. und ist folgende Permane Bros, Pas de Deux oriental. Clowns. Vereinbarung Jongleure. zwischen den Vertretern Larive, französische Soubrette. Parteien getroffen worden. Agoust- Familie, Das Motogirl. Gustay Behrens Romsakoffs, weibliche Kosaken. Der Biograph. beider § 1. Der zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern des Steinfeggewerbes vereinbarte Tarifbertrag vom 29. Januar 1904 behält zum 31. März 1905. Spezialitäten Reichshallen- Theater. beide Teile ſeine Gültigkeit bis Theater, FrankfurterAllee 85. Ab 16. Oktober vollständig neues Programm. Geschw. Clanée, Salonequilibristen. Signora Bella, spanische Tänzerin. Mr. Florenti, Neger Musical. Neu! Neu! Nordd. Humoristen Ein Königreich für eine Frau. und Quartettsänger. Alle Bons haben Gültigkeit. * Posse in einem Aft. 24 Nummern. Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Plättner, Böhme, Böckmann, Walden, Schrader). Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Sektion der Gips- und Zementbranche. " Die Rammer werden zu den früheren Bedingungen wieder eingestellt, soweit die Stellen nicht anderweitig besetzt sind. Bevor andere Arbeitskräfte neu eingestellt werden, werden die alten Rammer in erster Linie berücksichtigt. § 2. Die Regelung des Arbeitsnachweises hat nach§ 95 der GewerbeOrdnung zu geschehen. § 3. Maßregelungen irgendwelcher Art aus dem Lohnkampfe dürfen nicht stattfinden, insbesondere dürfen Aussperrungen von einzelnen Firmen, ArbeitsPolieren, Postengesellen, führern und unorganisierten Arbeitern seitens der Arbeitnehmer nicht stattfinden. § 4. Es wird binnen zwei Wochen je eine Schlichtungskommission für die Steinfeger und Rammer, bes stehend aus je 5 Arbeitgebern und je 5 Arbeitnehmern, unter dem Vorsitz fe eines Unparteiischen, gebildet. Diese Kommissionen haben die Aufgabe, sämtliche Differenzen, welche Hierdurch teilen wir allen Berufsangehörigen mit, daß der Berliner zwischen Steinsehern und Rammern Beton- Verein" dem Vertrage, gemäß unserem am Mittwoch, den 12. Oktober, und ihren Arbeitgebern entstehen und in der Generalversammlung beschlossenen Entwurse, in seiner Versammlung führen tönnten, zu begleichen. Wenn 14 neue erstklass. Nummern. am 13. Oktober zugestimmt hat. Gemäß diesem Beschlusse ist der Vertrag Der Berliner Beton- Verein" Bernhard Rose- Theater am 15. Oftober 1904 in Straft getreten. zählt nachbenannte Firmen zu seinen Mitgliedern: Gesundbrunnen, Badstraße 58. National- Theater Der Hüttenbesitzer. Weinbergsweg 12a- 13b. Mittwoch, den 19. Oktober 1904: 5. Mittwochs- Abonnement. Figaros Hochzeit. Anfang 7, Uhr. n Donnerstag: 3. Gastspiel Messandro Bonci: Rigoletto. Residenz- Theater. Dir.: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Eine Hochzeitsnacht. ( Une Nuit de Noces.) Schwant in 3 Aften von H. Kéroul und A. Barre. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Die 300 Tage. Bürgerliche Schauspiele. Burgstraße 22. Das epochemachende OktoberSpezialitäten- Programm. Schauspiel in 4 Akten von G. Dhnet. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Anf. 8 Uhr. Entree 30, num. BL 50 Pf. Sonntag, nachm. 3 lhr: Der HüttenSchnabels Verlobung. besitzer bends 7 Uhr: Fräulein Erich Bowien, Charlottenburg, Pestalozzistr. 87. Aktien- Gesellschaft für Beton- und Monierbau, Berlin W., Potsdamerstr. 10/11. Baugesellschaft für Lolat- Eisenbeton, Berlin W., Kleiſtſtr. 39. H. Becher, Berlin C., An der Schleuse 5. Hermann Bräuer, Rigdorf, Hermannftraße 106/107. Julius Donath, Berlin N., Invalidenstraße 2. Max Elias, Berlin S., Urbanstr. 9. Wilh. Ehlert, Charlottenburg, Rönnestr. 24. Herm. Ehlert, Friedrichsberg, Kronprinzenstr. 46. Hans Fischer& Co., Groß- Lichterfelde, am Bahnhof West. Günther& SollHöfchen Skala- Theater.wedel, Berlin N. 20, Bebmſtraße, Blas 5. Linienftr. 132( a. d. Friedrichstr.) Sensationelles Programm! Familie Schmekeles Posse mit Gesang in einem Aft, sowie 30 internation. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Bor der Vorstellung: Konzert Peschke, Berlin SW., Blücherstr. 1. August Krauß, Berlin NW., Paulstr. 20c. Hellmuth Krüger, Berlin N., Brunnenstr. 71. Hannoversche Zementbau- AktienGesellschaft, Berlin W., Potsdamerstr. 10/11. Neudie Parteien sich bei dem Beschlusse der Schlichtungstommiſſionen nicht beruhigen, haben sie innerhalb 8 Tagen nach Kenntnis des Beschlusses das Einigungsamt des Gewerbegerichts Berlin anzurufen. Die Entscheidung gebauer& Schybilski, Berlin SW., Gitschinerstr. 107. des Einigungsamtes ist endgültig. Bruno Passarge Berlin W. 50, Geisbergstr. 50. Die Schlichtungskommissionen haben Plath& Prugel, Berlin N., Triftstr. 13. Gustav Müller, endlich die weitere Aufgabe, einen Berlin O. Samariterſtr. 32. Schade& Bahrt, neuen Tarifvertrag für die Steinseter Berlin W. 57, Göbenstr. 7. Carl Schultze, Berlin W. 15, und Rammer zu entwerfen, welcher Kaiser- Allee 19. Otto Stüwe, Berlin SW. 47, Hagels- vom 1. April 1905 an in Straft treten bergerstr. 35. Schrewe& Co., Berlin SW. 11, Lucken soll. Dieser Tarifvertrag ist den walderstr. 2. Ernst Scheldt, Berlin SW. 11, Möckern- Parteien zur Genehmigung vorzustraße 94. W. Thiele, Berlin SO. 33, Mustauerstr. 34. legen. Wenn sich die Parteien bis W. Liebig, Berlin NW., Wilhelmshavenerstr. 32. Gebr. zum 1. März 1905 über den neuen Wagenknecht, Berlin NO. 55, Fröbelstr. 3. Fr. Winkler; Tarifvertrag nicht geeinigt haben, ist Berlin N., Dunderstr. 16. M. Czarnikow& Co., Berlin W., das Einigungsamt anzurufen, damit Werderscher Markt 9. Paul Zöllner& Co., Berlin W., dieses den neuen Bertrag festsett. Lükowstr. 13. Warnebold& Nasse, Anhaltstr. 4. § 5. Die Arbeit wird nach Maßgabe vorstehender Vereinbarung am Dienstag, den 26. Juli cr., wieder Berlin, den 23. Juli 1904. Borgelesen, mit Vorbehalt genehmigt und unterschrieben. gez. Dr. Leo. Die nachstehenden Firmen, welche Nichtmitglieder des„ Berliner aufgenommen. Beton- Vereins" sind, haben ebenfalls bewilligt: Hermann Zander& Comp. H. Nimz. Joh. Sixt, Groß- Lichterfelde. Alb. Kretschmar. Adolf Heintze, Rummelsburg. Friedrich Aug. Kraus. Wilhelm Eickhoff. Paul Götz. Ulbricht& Bode. Karl Rödel, Bildhauer. Oswald Richter. gez. E. Bernhard. gez. Paul Lucht. Hugo Exner. WayB& Freitag 2.-G. Boswau& Knauer. Berlin- Ellricher Gipsbau- Gesellschaft. Sebastian Stehle. gez. Alb. Massini.g gez. A. Körsten. Otto Belding. Hermann Weißgerber. Schmidt& Weimar. Fritz Fischer- Bankow. Richard Gerschel, Bildhauer. ge3. Richard Dellos, Obermeister. gez. Franz Janson. gez. Georg Zelle. H. Lentsch. Max Kersten und Woock. G. Schulz. Wilhelm Zander. Otto Budde. Otto Littmann. Richard Otto.gez. Sigismund Hinz. gez. Oscar Brekow. Ackermann& Comp. R. Otto& Comp. Albert Lugino& Comp. Zomack& Walter. gez. Ernst Böhm. gez. M. Hiller. gez. H. Winkler. gez. Fr. Schnell. ge. F. Wieczoreü. gez. Alb. Behringer. Palast- Theater. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenſtr. 16. ivorio Die Bauten derjenigen Unternehmer unserer Branche, die hier nicht ges. Paul Schencke. gea. Otto Kiaulehn. Anjang 8 Uhr. Das Pfeffer- Rösl. Romantisches Schauspiel von Charlotte veröffentlicht sind, sind gesperrt und darf die Arbeit nicht aufgenommen werden, bevor der Unternehmer dem Vertrag unterschriftlich beigetreten ist. Donnerstag: Extra- Vorstellung. Die im Baugewerbe beschäftigten Arbeiter ersuchen wir, uns in Im Zukunftsstaat. Die Elfe vom Erlenhof. unserem Kampfe zu unterstützen. Hauptsächlich richten wir diese Bitte an Ausstattungs Burleste in einem 2tt. Volksgarten- Theater die, organisierten Maurer und Bauhülfsarbeiter. Dazu: Der größte Erfolg: Freitag, den 21. Oftober: Birch- Pfeiffer. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. ( früher Weimann). deuaH Große Elitevorftellung Mittwoch, den 19. Oktober 1904: Der Wilderer.as unter Mitwirkung namhafter Gäste. Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich von Schiller. Schauspiel in fünf Aufzügen von F. Gerstäder. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. gez. Adelf Ikus. gez. Wilh. Jagdmann. Nach der unterm 6. Dktober d. J. von dem Obermeister der SteinfegerErklärung im Namen der beteiligten 153/15 gesellen und Rammerschaft soll die vorstehende Vereinbarung nunmehr 13. Oftober 1904. Simung zu Berlin uns abgegebenen der Smmungen und der SteinfegerDie regelmäßige Mitgliederversammlung der ohne Vorbehalt gelten. Achtung! Gruppe der Rabizpuker findet heute Mittwoch, der Borigende des Einigungs. den 19. Oktober, abends 8%, Uhr, in den Arminhallen, KommandantenStraße 20, statt. Der Vorstand. amtes. In Vertretung: gez. Dr. Meyer II. J.-Nr. 433 Gew.- Ger. 04. Rummelsburg. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Allen Kollegen zur Nachricht, 153/14 Generalversammlung des Sozialdemokr. Wahlvereins Friedrich Hoffmann Mittwoch, den 26. Oktober cr., abends 8½ Uhr, im Lotale des Herrn Gorgas, Neue Prinz Albertstraße 74. Tages Drdnung: 8/ 10% Bericht des Vorstandes und Vertrauensmannes. Anträge: a) betreffend Zusammensegung des Vorstandes; b) Wiederaufnahme durch Streichung ausgeschiedener Mitglieder; c) Zugehörigkeit zur Gewerkschafts- Organisation. Diskussion. Wahl des Vorstandes und Vertrauensmannes. Stellungnahme zur Kreiskonferenz. Wahl der Delegierten zu derselben. Mitgliedsbuch legitimiert. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Deutscher Metalartelter- verba. M Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis Zimmer 34. Amt IV, 3353. Achtung! Bauanschläger! Achtung! Mittwoch, den 19. d. M., abends 8 Uhr, in Kellers Festfälen, Koppenstr. 29: Allgemeine Versammlung sämtlicher Bananschläger Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: Bericht der Kommission über unsere Lohnbewegung. Kollegen! Da in dieser Bersammlung wichtige Beschlüsse gefaßt werden follen, ist es notwendig, daß jeder erscheint. Donnerstag, den 20. b. M., abends 8, Uhr, im Lokal von Wilke, Brunnenstraße 188: Branchenversammlung der Elektromonteure Achtung! im Alter von 60 Jahren am 16. Oftober an Influenza ver: storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. d. M., nachmittags 4 Uhr, bom Krankenhause Friedrichshain, Landsberger Allee, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Verbandsleitung. Achtung! Musikinstrumentenarbeiter! Donnerstag, den 20. Oktober, abends 8 Uhr, bei Keller, Stoppenstr. 29: Geffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Der Streit der Klavier- und Klaviatur Arbeiter und die Gewaltmaßnahmen der Unternehmer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 20/ 16* Die Branchenkommission des Holzarbeiter- Verbandes. Dic Agitationskommission des Fachvereins. Ortsverein der Pianoforte Arbeiter( Hirsch- Dunder). Achtung! Rammer! Achtung! Am Mittwoch, den 19. Oktober, abends 8 Uhr, findet im Lokal Bergstraße 12 eine Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin, Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Karl Burgsdorf am 16. b. M. gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Mittwoch, den 19. Oktober, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Gerichtstr. 24, aus nach dem Bions- Kirchhofe in Neu- Weißensee statt. Rege Beteiligung erwartet 123/1 Die Ortsverwaltung. Allen Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau und Mutter 40/16 Ottilie Rödel geb. Henke am Sonntag, den 16. d. M., früh 12, Uhr verschied. Um stille Teilnahme bittend, zeigen dies tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 19. d. M., nachm. 3 Uhr, vom Krankenhaus Friedrichshain aus statt. Lemkes Heiz- Apparat, an jed. Kachelofen anzubr., in 5 Min. mit sehr wenig Feuerung e. warm.Zimmer, Stüd 4,50, 7,50, 10 M.; für Zentralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Hierdurch diene den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Max Hoffmann verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, nachmittags. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Gethsemane Kirchhofes in Nieder- Schönhausen aus statt. 71/5 Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Die Ortsverwaltung Berlin I. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranz spenden, die uns bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Mutter 22526 Anna Petermann zu teil geworden, sagen wir allen unseren herzlichsten Dant. Berlin, Ritterstraße 49. Karl Petermann u. Sohn Walter. Danksagung. Für die liebevolle Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Karl Fährmann, für die reichen Kranzspenden sage ich Küche doppelte Heizkraft, allen Freunden, Bekannten und emailliert 2 M.[ 22596 Vereinen meinen tiefgefühlten Dant. Sebastianstr. 4, a. Moritpl. Witwe Fährmann nebst Kindern, Achtung! Achtung! 1. Wahl des Branchenberveters. 2. Beſpregung über den Lontarit Kombinierte Versammlung Kombinierte Versammlung Zentral- Verband der Maurer Deutschlands 3. Verbandsangelegenheiten. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Zur besonderen Beachtung! Alle Vertrauensleute, Bahlstellen Inhaber und Mitglieder bitten wir strengstens darauf zu achten, daß bei der Bezahlung der 40. Beitragswoche für jedes Mitglied eine Zählkarte aus: gefchrieben wird. der Filialen Zweigverein Berlin Bezirk Süd- Westen. Berlin II, Bergholz, Eberswalde, Köpenick, Potsdam II Mittwoch, den 19. Oktober, abends 82 Uhr, bei Habels, Bergmannstr. 5/7: Tages.Drdnung: 1. Nachflänge vom Berliner Streit. 2. Dis- Mitglieder- Versammlung. statt. fussion. 3. Gewerkschaftliches. Stollegen! In Anbetracht der wichtigen Tages- Ordnung ist das Die gewiffenhafte Ausfertigung dieser Karte ist zu der am Erscheinen in dieser Versammlung eine unbedingte Pflicht. Jahresschluß aufzunehmenden Mitgliederstatistik unbedingt er: 174/9 Der Vorstand der Filiale Berlin II. forderlich. 123/2 Die Ortsverwaltung. Schloßpark Wilhelminenhof a. d. Oberspree. 3nh.: Chr. Fennel. Jeden Mittwoch und Sonntag: Großer Elite- Ball.* 5122* Jeden Freitag: Bernhard Rose- Theater. Zähneeilz. 10jähr. Garantie. Schmerzl. Zahnop. 1 M. Plomb. 19. Dr. d. s. Schrader. Landsbergerstr. 69.( Gold. Medaille.) ExtraLese- und Diskutierklub Süd- Ost. Heute Mittwoch, abends 8%, Uhr, bei Tolksdorf, Görlitzerftr. 58: Vortrag des Genoffen Kosiol. Thema: Die klaffische deutsche Philosophie und die materialistische 295/4 Geschichtsauffaffung. Freunde und Genossen als Gäste willkommen. Der Vorstand. Warenhaus Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Kotzke über: Leisten wir pofitive Arbeit? 2. Diskussion. 3. Bericht des Viertel- Vertreters. 4. Verschiedenes. Das Mitgliedsbuch ist mitzubringen. Jeder erhält einen Versammlungsstempel. Zur besonderen Beachtung! Am Sonntag, den 23. Oktober, abends 6 Uhr, findet Bücher str. 61( früher Heinrich) unfer Herbst- Vergnügen statt. Billett 25 Pf. Hierzu find Freunde und Bekannte freundlichst eingeladen. Bahlreichen Besuch erwartet Der Obmann. Mittwoch Donnerstag Preise A. Wertheim Freitag Konserven god tiled 11 Dose 38 Pf. Schoten Junge Schoten 1 Dose 48 Pf. Feine Schoten Dose 55, Dose 33 Pf. Schoten I Dose 74,% Dose 42 Pf. Extrafeine Schoten % Dose 85,% Dose 48 PL. Kaiserschoten II Dose 1 Mk.,% Dose 55 Pf. Erdbeeren naturell Dose 1 Mk., ¼ Dose 55 Pf. Reineclauden % Dose 70 Pf. Saure Kirschen ohne Steine Dose 95 Pf., Dose 53 PL. Ostsee- Bratheringe Dose 45 Pf. Dose 45 Pf. Kaiserschoten 11. Dose 1.15, Dose 63 Pf. Schoten Karotten Dose 55,% Dose 33 Pf. Gemischtes Gemüse Dose 58 Pf. Gemischtes Gemüse I % Dose 90,% Dose 50 Pf. Gemischt. Gemüse , Dose 1.25,% Dose 65 Pf. extra fein Saure Kirschen mit Steinen Dose 65 Pf.,% Dose 38 Pf. Pflaumen in Essig und Zucker Dose 70 Pf. Heidelbeeren Dose 65 PL., Dose 38 Pt. Johannisbeeren: 70 PL. Hering in Aspic Dose 36 Pf. | Karotten I Dose 65, Dose 38 Pf. Karotten ganze Früchte Dose 50,% Dose 30 Pt. Kohlrabi % Dose 25 Pt. Tomaten Dose 65,% Dose 38 Pl. Abschnittspargel Dose 43 Pf. Himbeeren% Dose 1.10 ½ Stachelbeeren D 60 PL. Dose Birnen weiss und rot halbe Frucht 54 PL. Dose 75 Pf.,% Dose 43 Pt. Birnen weiss, ganze Frucht Dose Rheinisch Kraut Dose ca. 1 Pfd. 45 Pf. Appetit- Sild Dose 35 Pf. Lachs- Cotelette Dose 85 Pf. Dose 30 u. 42 Pf. Bismarck- Heringe Aal in Gelee Dose 80 Pt. 36 PL. Delikatess- Heringe Dose 78,% Dose 50 Pf. Sardinen Glas 24 PL. Öl- Sardinen Deutscher Kakao Pfd. 1.05 Mk. Holländischer Kakao Pra. 1.70 u. 2 Mk. Block- Schokolade Pfd. 68 Pf. Perlkaffee Pfd. 1.10 Mk. Gänse Pfd. 57 Pf. Bruchspargel ohne Köpfe / Dose 55,% Dose 33 PL. Bruchspargel % Dose 68,% Dose 40 Pf. Bruchspargel I Dose 90,% Dose 50 Pf. Bruchspargel extra stark Dose 1.10,% Dose 60 Pf. Riesenbruchspargel Dose 1.25,% Dose 68 Pf. in Gläsern: in Zucker Glas halbe Frucht Kirschen ohne Steine 65 Pf. Aprikosen in Zucker Glas 1.25 Mk. Pfirsiche halbe Frucht in Zucker 1.25 Mk. Himbeeren in Zucker 90 Pl. Glas Glas Anchovis Glas 24 Pf. Französ.- Sardinen Marke Amieux 1.35, Dose 80 PL. Sardinen in Tomaten freres Dose Dose 78 Pf. soweit der Vorrat reicht: Stangenspargel III Dose 85,% Dose 48 Pf. Stangenspargel II Dose 1.15,% Dose 63 Pf. Stangenspargel I % Dose 1.35,% Dose 73 PL. Stangenspargel extra stark % Dose 1.60,% Dose 85 Pf Riesenstangenspargel % Dose 2 Mk., % Dose 1.05 Dunstfrüchte: Johannisbeeren, Heidelbeeren, Pflaumen, Stachelbeeren, Kirschen mit Steinen, Birnen Glas 52 Pf. Sardinen in Block 6 Dosen in verschied. 2.70 M 55, ½ 32 PL, Zubereitung Krabben Znaimer- Gurken Glas 1.30 Mk. Haushalt- Schokolade Pta. 75 PL Dessert- Schokolade Pra 90 Pf. u. 1.10 Haushalt- Kakes Pfd. 48 Pt. Verantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantwo.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. St. 246. A. 2. Deiliße des Jotmirts" Knlim WsdlM. MWoch, 19. Oktober 1994. Erster allgemiver deutscher Mohnungskongreß. Frankfurt a. M., 17. Oktober. Für die eigentlichen Verhandlungen des Kongresses, die im grossen Saale des Saalbaues stattfinden, sind zwei Tage in Aussicht genommen. Am ersten Tage wird der Generalbericht über den Stand von Wohnungsfrage und Wohnungsreform in Deutschland erstattet und die Aufgaben von Reich, Staat und anderen öffentlich- rechtlichen Körperschaften in der Wohnungsfrage erörtert werden, während der zweite Tag der Frage der Wohnungserstellung und Kapitalsbeschaffung gewidmet ist. Seitens des Zentralverbandes der städtischen Haus- und Grund besitzervereine Deutschlands ist dem Kongress ein„Manifest" über reicht, in welchem dagegen Protest erhoben wird, dass dem Organi sationsausschuss kein Vertreter der organisierten stadtischen Haus- besitzer angehört. Die Hausbesitzer seien doch„die bei der Er- örterung von Wohnungsfragen gewiss zunächst mit in Betracht kommenden Personen", da sie„seit längster Zeit schon für die Ver- besserung der Wohnungsverhältnisse in den Städten tatsächlich und auch tatkräftig gewirkt" hätten. Des weiteren protestiert das Manifest gegen die„ungerechten Urteile, unwahren Behauptungen und grundlosen Beschuldigungen" mancher Pressorgane gegen die Hausbesitzer. Am Montag kam es vor Eintritt in die Tagesordnung zu einer lebhaften Erörterung über die Frage, ob der Kongress eine Re- solution fassen solle oder nicht. Der Organisationsausschuß hatte im Prinzip beschlossen, nur eine vom Ausschuß akzeptierte Re- solution zur Abstimmung zu bringen. Dies Recht bestritt ihm der bekannte Sozialdemokrat PaulKampffmeyer.der verlangte, daß der Kongreß selbst entscheiden solle, ob und welche Resolutionen zu fassen sind. Baumeister Hartwig- Dresden forderte als Vertreter der Hausbesitzcrvereine die Aussetzung der Entscheidung über diese Frage. Der Kongreß einigte sich schließlich dahin, über � leine Resolutionen zu fassen. Der Kongreß trat sodann in die Beratung über den Stand von Wohnungsfrage und Wohnungsreform in ��utschland, und zwar referierte zunächst Prof. Dr. Po h l e von der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften in Frankfurt a. M. über die tatsächliche EntWickelung der Wohnungsverhältnisse in Deutschland in den letzten Jahrzehnten. Die Gründung des Deutschen Reiches bedeutet nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich eine ganz neue Periode: während von 1816 bis 1876 in den rein agrarischen Drstrikten Deutschlands eine weit stärkere Bevölkerungszunahme zu verzeichnen ist, als in den industriellen, ist seit 1871 das Gegenteil oer Fall: Deutschland ist immer mehr zum Industriestaat über- gegangen, immer mehr Arbeiter werden in die Städte gelockt, nicht nur aus materiellen, sondern auch aus ideellen Gründen. Den Löwenanteil an der industriellen EntWickelung haben die Großstädte davongetragen. Diese EntWickelung, diese völlige Umwandlung der Verhältnisse, ist die Ursache der Wohnungsnot. Ist auch die Wohnungsfrage keine ausschließlich großstädtische Frage, so liegt doch in den großen Städten der Schwerpunkt der Wohnungsnot, hier ist die Frage am brennendsten. Ist nun eine Tendenz zur Verschlechterung oder ist eine Tendenz zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse zu bemerken? Die Zeiten des allgemeinen geschäftlichen Aufschwunges zeigen eine Tendenz zur Verschlechterung der Wohnungsverhältnisse, während zur Zeit des wirtschaftlichen Niederganges die Wohnungsverhältnisse besser werden. Aus der Statistik ergibt sich zunächst eine schnell zunehmende Besiedelungs- dichtigkeit in den Großstädten, der städtische Boden wird weit mehr als früher ausgenutzt, die Bebauung ist intensiver geworden. Bauordnungen haben diese EntWickelung nicht zu verhindern, sondern höchstens etwas zu verlangsamen vermocht. Man mag diese Er- scheinung beklagen, aber man muh damit für die nächsten Jahre als mit einer gegebenen Tatsache rechnen. Weiter ergibt sich eine veränderte Verteilung der Bevölkerung auf die verschiedenen Wohnungsgrötzenklassen. Die ganz kleinen und die ganz großen Wohnungen nehmen an Zahl ab, die mittleren Wohnungen beherrschen das Feld. Diese Verschiebung in der relativen Stärke der einzelnen Wohnungstypen ist sowohl durch wirtschaftliche als durch bautechnische Verhältnisse bedingt. Dafür, daß die Zunahme der mittleren Wohnungen eine Zunahme des AftermieterwesenS gezeitigt hat, ist bisher kein sicherer Beweis er- bracht. Soviel aber steht fest, daß sich eine, wenn auch langsame und manchmal unterbrochene, doch überall abnehmende Wohn- dichtigkeit konstatieren läßt. Das läßt sich daraus erklären, daß in den letzten Jahren die Zahl der Personen, die im Durch- schnitt auf eine Haushaltung kommen, gesunken ist. Eine der betrubendsten Erscheinungen ist das Ansteigen der Mietspreise, das Teurerwerden der Wohnungen. Schuld daran trägt nicht allein das Steigen der'~"'"''— wachsen e. Man hüte sich auch davor, das An- »eichn-n Bodenrente als eine ungerechte Erscheinung zu fe auch nw SÄ�ung und Widerspruch.) Die Bodcnpreise steigen vornherein das Hi-ekulation. Eine Wohnungsreform, die nicht von wendiae J'llen der Bodenpreise als gegebene und not- kann fa wüÄ"'Rechnung stellt, wird stets scheitern. Man zufließt, aber ände�?. Wertsteigerung nicht einzelnen Besitzern dem Anwachsen der diese Erscheinung nicht. Neben schuld an dem«Gn Bodenrente ist das Teurerwerden des Bauens geworden, die BauaX> �5, Mietspreise: das Material ist teurer etwa die'Leistu�-n��w sind erheblich gestiegen, ohne, daß Wohl aber werden in an?« � gestiegen waren des Bauens gestellt: selbst wenn es auch oft nur ein Tal«» �ben heute ihren Komfort. Steiaeruna der Mietsvreif- ohne Wert ist. Trotz dieser DaS läüt den Schluß ,u lat d'e Wohndichtigkcit abgenommen. sind als die Mietspreise U'l Einkommen noch stärker gewachsen iää«fÄÄWw""*1?«r* Rw-N«toi? Verhältnisse gebessert. W-r haben dah� keinen Grund zu Ssrc'r•"««""'»■«'"* Earolath vorschlagt, erst d,e anderen Referate entgegen- (wnehmen und dann gemeinsam zu debattieren, erklärt Professor �ntano- München, wß.'�nn dievon dem Referenten an- üW&S Tatsachen unangefochten bleiben die weitere Tagung Mu sig sei. In ähnlichem Smne äußerte sich Abg. ® �*}(3 c i m c r der für einen er lönn» als Referent in Aussicht genommen ist, bemerkt, ordnuna Ä referieren, wenn nicht der erste Punkt der Tages- Caro?»t� die Debatte geklart se,. Prinz Schönaich- ...... at bezieht hierauf semen Vorschlag zurück. Auf seinen eigenen' öicrnut semen wowag zurück. Auf seinen noch Landr?/�« rhält aber, bevor d,e Diskussion eröffnet wird, Verbandes v- B e x t h o l d- B l u m e n t h a l, Vorsitzender des seinem Rese� Baugenosseiischa ten Deutschlands. f l u bei m1 �ber„En t w i ck e l u n g. Stan �uZ�"�°.-«massreaeln-.... Vorsitzender ' das Wort zu ld und Ein» Landrat B e'r"t h?l"d° B'l um e n t'h a l erkennt die WohnungS- not als vorhanden an Die Ursachen seren dre starke Bevolkerungs zunähme und die Verschiebung der Bevölkerung. ES handle sich also um einen wirtschaftlichen Naturprozeß. Die bisherigen Ne- formversuche müßten vorsichtig beurteilt werden; e» seien biSh nur Experimente zu verzeichnen, em ö'*ml,ch p?nl I Experimentieren mit kleinen Mitteln..(Sehr richtig!� Klaeyei darüber, wer der Träger einer Wohnungsreform sein solle, sei noch nicht geschaffen. Man hüte sich davor, das zu unterschätzen, was die private Bautätigkeit geleistet hat.(Sehr richtig I) Die Be- friedigung der Hausbesitzervcreine über ihre bisherigen Leistungen sei berechtigt.(Händeklatschen und Zischen.) Auch das, was seitens der Arbeitgeber auf dem Gebiete des Wohnungswesens geschehen sei, verdiene volle Beachtung. Auf die Reformmaßregeln im einzelnen brauche er mit Rücksicht auf die Denkschrift des Reichs- amtes des Innern, die darüber ausführlich berichtet, nicht ein- zugehen, er wolle nur sagen, daß eine Wohnungsaufsichstt seitens der Gemeinden am Platze sei. Ueber die Frage des Erbbaurechtes seien die Meinungen geteilt, aber in großem Stil könnten die Gemeinden nur mit dem Erbbaurecht eine Bodenpolitik treiben. Leider sei die Beleihung auf Erbbaurecht als nicht mündelsicher erklärt worden. Hier müsse eventuell die Gesetzgebung Wandel schaffen. Auffallend sei die rasche Steigerung der Anforderungen, die die Arbeiter an ihre Wohnungen stellen. So erfreulich diese Tatsache sei, so habe sie doch auch gewisse Bedenken; die alten Wohnungen würden dadurch zu schnell entwertet werden. Hier heiße es bremsen, um einen Wohnungskrach zu vermeiden. Der eigentliche Träger der Wohnungsfürsorge werde immer in den Gemeinden zu suchen sein. Die Gemeinden könnten das anständige private Baukapital zum Bau von Arbeitcrwohnungen bewegen. Gehe man in der Wohnungs- Politik ebenso vorsichtig und willig zu Werke, wie einst auf dem Gebiete der sozialen Gesetzgebung, dann werde man schöne Erfolge erringen.(Beifall.) In der Diskussion erhebt zunächst Lizentiat Weber- M.-Gladbach gegen den ersten Referenten den Vorwurf, daß sein Referat nicht objektiv gewesen.(Ohol) Frau Henriette Fürth erklärt, daß es ihr unverständlich sei, wie man den Kongreß damit einleiten könne, daß man sich gegen die Wohnungsreform ausspricht.(Heiterkeit.) Weiter fordert Rednerin unter lebhaftem Beifall die Beseitigung des Dreiklassen- wahl-Shstems für die Gemeinden. Franz Oppenheim er- Berlin weiß sich von jeder persönlichen Gehässigkeit gegen die Hausbesitzer frei; sie nützten lediglich die Konjunktur aus. Worauf es ankomme, sei, es ihnen und ihren Nachfolgern unmöglich zu machen, daß sie die Konjunktur ausnützen können. Wachstum der Bevölkerung in den Städten sei nicht die Ursache, sondern nur die Bedingung der Bodenwertsteigerung. Schuld an dem Steigen der Grundrente sei der Spekulationsbesitz an der Peripherie. Leider habe die preußische Städte-Ordnung mit ihrem Hausbesitzerprivileg den Bock zum Gärtner gesetzt.(Unruhe.) Gewiß hätte die private Bauindustrie der Wohnungsnachfrage einigermaßen entsprochen, aber doch nicht im Interesse der Allgemeinheit, sondern im Interesse ihres eigenen Geldbeutels, und die Herren seien dabei recht fett ge- worden.(Lebhafter Beifall.) Vertreter der Gcwerkvereine, Hartmann- Berlin, weist darauf hin, daß die Steigerung der Löhne mit der Steigerung der Mietspreise nicht Schritt gehalten habe und bestreitet, daß die Leistungsfähigkeit der Bauarbeiter nicht gestiegen sei.(Beifall und Widerspruch.) Man solle doch nicht immer von der Begehrlich keit der Arbeiter reden. Notwendig sei vor allem die Beseitigung des Hausbesitzerprivilcgs.(Lebhafter Beifall.) Baumeister Hartwig- Dresden meint, wenn man die Haus- besitzer ausscheide, gerate man in den Zukunftsstaat hinein. Auf das Hausbesitzerprivileg legen die Hausbesitzer selbst keinen Wert. (Widerspruch.) Auf den einfachen, simplen Bauunternehmer haue man ein, aber vor der Börse mache alles Halt. Das Risiko, das die Hausbesitzer auf sich nehmen, sei unbeschreiblich groß. Das Referat von Prof. Pohle zeuge von Sachkenntnis, er habe die Ver Hältnisse völlig korrekt geschildert. Die Wohnungsnot bestehe in der mangelnden sittlichen Qualifikation mancher Mieter, die Lust am Spiel und Frauen haben, oder ihre Gelder an Streikkassen ab- führen.(Lachen.) Arbeitcrsekretär Giesberts- München konstatiert, daß die Mietspreife auch da gestiegen sind, wo die Arbeitslöhne nicht erhöht wurden, und bedauert es, daß die Arbeiter vielfach noch so geringe Anfordeungen an die Wohnungen stellen. Redner empfiehlt eine Förderung der Baugenossenschaften und den Bau von Wohnungen durch die Arbeitgeber unter gewissen Kautelen zugunsten der Ar bester.(Beifall.) Reichstagsabgeordneter H u e hat bei dem Referat von Pohle den Eindruck gehabt, als befinde er sich in einer Hausbesitzer� Versammlung. Ohol) In den Industriegebieten! hätten sich die Wohnungsverhältnisse verschlechtert(Widerspruch), die Arbeiter Wohnungen seien vielfach schauderhaft. Infolge der hohen Mieten seien viele Familien gezwungen, abzuvermieten. Er wisse aus persönlicher Erfahrung, wie schlecht die Schlafstelle«! sind. Die Gemeindebehörden müßten die Arbeiterorganisationen, anstatt sie vor den Kopf zu stoßen, zu sozialer Reformarbeit mit heranziehen. Ausgeschlossen sei es, daß durch den Bau von Wohnungen durch die Arbeitgeber eine Lösung der Wohnungsfrage in freiheitlichem Sinne möglich s«; in den Zechenwohnungen im Ruhrrevier herrsche ein unwürdiger industrieller Feudalismus, die Unfreiheit der In dustriearbeiter würde dadurch nur noch vermehrt. Ein wirklich freies Gemeindewahlrecht sei die Boraussetzung für alle Maßnahmen auf dem Gebiet des Wohnungswesens. Zu lösen sei die Wohnungs- frage nur durch Vergesellschaftung von Grund und Boden, wie es die Sozialisten wollen.(Beifall und Widerspruch.) Arbestersekretär Erkelenz- Düsseldorf spricht sich unter Polemik gegen Hartwig-Dresden gegen den Bau von Wohnungen durch die Arbeitgeber aus. Veranlaßt durch eine Bemerkung des Redners erklärte Bau- meister Hartwig, daß er seit 26 Jahven überhaupt nicht mehr baue. Sofort erhob sich der Vertreter der Zentralkommission der 5irankenkassen, Simanowski» Berlin, und stellte fest, dass er und noch einige Anwesende noch vor 12 Jahren für Herrn Hartwig Arbeiten ausgeführt haben.(Große Bewegung.) Dr. med. Bonne befürwortet eine systematische Zentrali- sation der Städte mit Hülfe der modernen Verkehrsmittel unter gleichzeitiger Förderung gemeinnütziger Baugenossenschaften. Dr. Barge- Leipzig betont die Notwendigkeit der Stärkung der Mietervereine. Der Protest der Hausbesitzer sei ebenso zu be- urteilen, wie etwa eine Beschwerde von Verbänden Großindustrieller, daß sie zum Gewerkschaftskartell nicht zugelassen werden.(Heiter- keit.) Das Referat von Pohle habe wohl allgemeine Beunruhigung hervorgerufen.(Hartwig: Nein, Befriedigung!) Er bitte sich durch die Ausführungen von Pohle nicht von der Betätigung sozial- politischer Ziele abbringen zu lassen.(Lebhafter Beifall und Zijchcn.) Justizrat Baumert- Spandau wahrt das Privileg der Haus- besitzer. Abg. Dr. S ü d e k u m wendet sich gegen den Vorredner, der den Standpunkt des krassesten Reaktionärs vertreten habe. Die Zeit, wo die Hausbesitzer das seßhafte Element bildeten, sei längst vorüber.(Widerspruch.) Das Material von Prof. Pohle sei un- genügend und keineswegs einwandfrei, die Lücken seines Materials habe er dazu benutzt, um Tendenzen zu konstruieren.(Wider- spruch.) Es sei falsch, zu behaupten, daß die private Bautätigkeit dem Wohnungsbedürfnis genügt habe. Das Privileg der Haus- j besitzer sei in manchen Fällen dazu benutzt, um sich Vermögens- vorteile zu verschaffen.(Rufe: Beweise!) Das Verhalten der preußischen Regierung, die jetzt wieder den Grunewald, anstatt ihn als Volkspark zu erhalten, an Spekulanten veräußern wolle, sei ent- schieden zu verurteilen.(Sehr richtig!) Diejenigen, die nicht den Kampf gegen die Wohnungsnot aufnehmen wollen, gehören nicht auf diesen Kongreß.(Beifall.) Fabrikant Z a n d e r- Bergisch-Gladbach tritt für schnelle und billige Verkehrsmittel ein, damit die Arbeiter außerhalb der Groß- städte wohnen können. An der weiteren Debatte beteiligten sich Dr. Scheven- Dresden und Baumeister Hartwig- Dresden, Rechtsanwalt Kohn- Dessau, der aufs entschiedcnsse das Haus-. besitzerprivileg bekämpfte, Nordmann- Wilhelmshaven, Pfarrer Dr. Naumann, der das Auftreten des Herrn Hartwig mit dem früheren Auftreten des Freihcrrn v. Stumm oder dem der Mitglieder des Herrenhauses verglich. Hartwig sage, die Mieter sind zufrieden. Auch Frhr. v. Stumm habe stets gesagt, die Arbeiter sind zufrieden, und die Herrenhausmitgliedcr sagen, die Landarbeiter sind zufrieden. Hoffentlich werden diese Worte so wirken, wie das Referat eigentlich hatte Ivirken sollen(Sehr gut!) und die Meter veranlassen, sich zu organisieren. Darauf wird die Debatte geschlossen. Dr. Pohle bemerkte in seinem Schlußwort, er habe nicht für Wohnungsreform Stimmung machen, sondern nur die Tatsachen prüfen und sehen wollen, welche Folgerungen sich für den Unbe- fangencn daraus ergeben. Er sei kein Agitator, sondern habe sich einzig in den Dienst der Wissenschaft gestellt. Daß wir keine Wohnungsreform brauchen, habe er weder sagen wollen, noch gesagt; er erkenne die Notwendigkeit von Reform-Maßnahmen durchaus an. (Beifall.) Landrat Berthold spricht in seinem Schlußwort dem Pfarrer Naumann Tank dafür aus, daß er die Verhandlungen auf ein Niveau gehoben hat, auf dem sie von vornherein hätten stehen sollen.(Zustimmung.) Damit ist der erste Hauptgegenstand erledigt. Es folgt der zweite Hauptgegenstand:„Die Aufgaben von Reich, Staat und anderen öffentlich- recht- lichen Körperschaften in der Wohnungsfrage. Privatdozent Dr. Sinzheim er- München hält es für erns- geschlossen, daß die Kommunen eine Wohnungspolitik in dem Um- fange betreiben können, wie es in Deutschland nötig lväre. Einige Kommunen gehen ja mit gutem Beispiel voran, aber im großen ganzen läßt die kommunale Wohnungspolstik viel zu wünschen übrig. Dem Gedanken der Errichtung kommunaler Logierhäuscr z. B. sind bis heute nur drei Gemeinden näher getreten. Die Zügel der kommunalen Regierungen liegen in den Händen vermietender Hausbesitzer oder gewissenloser Spekulanten, und diese treiben natürlich keine Woh- nungspolitik. Daß die vermoderten Gemeindeverfassungen in ab- sehbarer Zeit dahin geschickt werden, wohin sie gehören, ist nicht zu erhoffen, wir müssen mit diesen Gesetzen rechnen. Dazu kommt die finanzielle Leistungsunfähigkeit mancher Gemeinden. Bon einem Ern greifen der Einzelstaaten ist gleichfalls nicht viel zu spüren, so- weit überhaupt Gesetze oder Verordnungen erlassen sind, beschränken sie sich auf das notwendigste. Es ist erforderlich, daß das Reich als leitendes Organ auf dem Gebiet des Wohnungswesens den Einzel- staatcn übergeordnet ist. Das Reich soll keineswegs alles allein tun, es sollen auch die Einzelstaaten und Kommunalkörper herangezogen werden; Einzelstaaten und Kommunen sollen unter Oberleitung des Reiches gemeinsam arbeiten.(Beifall.) Die Sitzung wird um 6% Uhr abgebrochen. Der Falschmünzer- Prozeß. Im Falschmünzer-Prozeß Gelhaus und Genossen war gestern der Angeklagte Graveur Paul Blattner an der Reihe, Rede und Antwort zu stehen. Er soll der Graveur fein, der dem Gelhaus und Lache zur Erlangung der nötigen Stempel hülfreiche Hand geleistet haben soll. Er ist es geivesen, der dem Graveur- Wahl den schon erwähnten Auftrag zur Gravierung eines Kopfes der Königin Wilhelmine gegeben und diesem die Bedenken auszu- reden versucht hat. Er bestreitet, den verbrecherischen Zweck des in Bestellung gegebenen Stempels gekannt zu haben. Qk habe den Gelhaus als einen braven, strebsamen, anständigen Mann ans guter Fanriche kennen gelernt, dem er schlechtes nicht zugetraut habe. Blattner bleibt dabei, daß er dem Gelhaus keinerlei verbrecherische Absichten zu- getraut habe. Schließlich will er allerdings stutzig geworden sein und vorübergehend den Gelhans für einen Polizeispitzel gehalten haben, der ihn hineinlegen wolle. Damit stimmt aber die vom Vorsitzenden hervorgehobene Tatsache nicht iiberein, daß Blattner mit Gelhaus intimste Freundschaft gepflegt hat. Mehrere zur Ver- lesung gebrachten Briefe bekunden den ganz intimen Freundschafts- verkehr zwischen Gelhaus nnd Blattner, dasselbe geht auch aus glühenden Liebesbriefen hervor, die Gclhaus an seine„innigst ge- liebte Braut" Bade gerichtet hat, deren„Liebe ihn beglückt" habe. an die er„immer denke" und ohne die„er nicht mehr leben könne". In einem dieser Briefe an seine Braut entwickelt er lang und breit seine Ansichten über die Ungerechtigkeiten dieser Welt, über das Schlemmen der Reichen, das Darben der Armen, über die heutigen staatlichen Verhältnisse, die Unterernährimg der Massen der Bevölkerung.„Blattner habe recht: man habe viel zu viel gelernt, man müßte viel dummer sein, dann würde man weniger un- zuftieden sein, denn jetzt möchte man doch ein seinen Fähigkeiten entsprechendes Leben führen I"— Auf Befragen des Vorsitzenden erklärt Gelhaus, daß Blattner allerdings ähnliche Lebensanschauungen wie er selbst habe. Er habe jenem mich vielfach Zeitschriften wie„Neues Leben",„Antisyllabns", das„Naturheilverfahren" und spiritistische Schriften geliehen und sich mit ihm unterhalten.— Für geisteskrank hat Blattner den Gell, aus nicht gehalten, er be- hanptet nun aber auf eine Frage des Präsidenten, daß ihm Gelhans doch manchmal komisch und gewissermaßen wie ein Rätsel vor- gekommen sei; er sei ein starker Gegner des Alkohols gewesen, habe dem Spiritismus sich zugeneigt, für Hypnose geschwärmt und der- gleichen mehr. Es folgt dann in der Verhandlung der Punkt der Anklage, durch den der Angekl. G e l h a u s beschuldigt wird, sich mit Lache ver- Kunden zu haben, um den aus der Dirsdorfer Couponfabrik noch übrig gebliebenen Posten falscher Coupons auf gemeinschaftlichen Reisen an den Mann zu bringen. Gelhaus hatte bei einem Ausflug von Posen nach Berlin die Eltern des Wilhelm Mikulla besucht, den er im Gefängnis zu Plötzensee keimen gelernt hatte. Hier war er mit Lache zusammengetroffen. Beide erkannten sich als schöne Seelen. GelhauS erzählte dem � Lache, daß er in Posen falsche Zweimarkstücke fabriziere, Lache aber meinte: das sei zu gefährlich und bringe auch zu wenig ein: viel praktischer sei es. falsche CouponS anzuferttgen und zu ver- treiben. Dabei zeigte er ihm gleich einen ganzen Pack, etwa 112 Stück Zinsscheine von preußischen Konsols, d,e er selbst fabriziert habe. Gelhaus war denn auch bald dabei, mit Lache zusammen auf die Reise zu gehen und die Coupons abzusetzen. Aus dem Er- trage sollte dann eine neue Druckerei eingerichtet und S ch I e s i s ch e Pfandbriefe gedruckt werden. Am 10. Februar 1A)3 begaben sie sich auf die Reise. Sie berührten Thorn, Bromberg. önigsberg.Danzig, Stettin, Hamburg, Frank- f u r t a./O. und Guben. In allen diesen Städten haben sie ge- ständlich ihre Coupons abgesetzt. GelhauS ging gewöhnlich in die Läden und brachte von dort da? Geld heraus. Lache behauptet, daß ihn GelhauS dabei beschwindelt und ihn» zu wenig Geld gegeben habe.— Präs.: Das ist die Geschichte von den betrogenen Betrügern! L ach e: Na ja, das ist ja richtig I GelhauS wollte überhaupt anfänglich die ganzen Coupons ans einmal mir abkaufen, mir aber weniger dafür geben, als auf den Coupons stand. Darauf bin ich nicht eingegangen. Im übrigen habe ich eine Abrechnung im strengen Sinne des Wortes mit ihm nicht gehalten. Er hat in die Tasche gegriffen und mir Geld gegeben so viel es gerade war.— Präs.: Wer hatte Ihnen denn gesagt, daß Sie von Gelhaus betrogen würden?— Angekl. Lache: schweigt.— Präs.: Soll ich eS Ihne»» sagen? Daö war zunächst Ihre Schwester und dann Ihre damalige Geliebte Stegemann.— Angekl.: Wo ist die denn? (Heiterkeit.)— Präs.: In Breslau. Sollen wir sie etwa kommen lassen!— Angekl.: Ja freilich l Ich möchte sie doch sebe»! ,, nur nicht verblüffen lassen", " War die vierte Seiterfeit.)- Bräs.: So, Sie denken wahrscheinlich, Sie kommen die eben eingegangene Verfügung des Provinzial- Schulkollegiums; gründet worden, welche durch einen Rattenkönig von Prozessen, die frei und wenn Sie dann draußen find, dann können Sie mit Ihrer vorlas, hörten die auf der Tribüne sizzenden Vorstandsmitglieder des sie mit ihren Mitgliedern führt, die allgemeine Aufmerksamkeit auf Geliebten wieder fröhlich beisammen sein. Angel.: Wissen Vereins Fichte" mit leberraschung, daß nur drei Schüler sich gelenkt hat. Durch zahlreiche Agenten erwarb sie sich, besonders Gie, wenn ich raus bin, dann werde ich Ihnen ganz was anderes abteilungen ausgewiesen werden sollten.„ Fichte" hat nämlich im Ruhrgebiet, aber auch vielfach in Berlin eine große Reihe von bringen. Sie dürfen doch nicht vergessen, daß ich auch etwas Grüße nicht drei, sondern vier Schülerabteilungen. Mitgliedern, vermochte ober im Jahre 1899 der Witive Ernst 29 M. im Kopfe habe!( Heiterkeit.)- Der Vorsigende hält dem Angeklagten Lache alsdann vor, wie er mit Gelhaus eines Nachts nach Posen weniger schul- und staatsgefährlich, als die drei anderen? Des nicht zu bezahlen. Infolgedessen wurde sie auf die Klage des Berliner und dem Arbeiter Teuschner 24 M. schuldige Krankenunterstügungen gereist ist. Dort hatte Gelhaus, wie schon erwähnt, in dem den Rätsels Lösung ist, daß die vierte Abteilung erst seit Früh- Polizeipräsidiums durch Urteil des Bezirksausschusses vom 5. Juli 1900 Eltern des Angeklagten Feistel gehörigen, in der Baulifirchstraße ge- jahr 1904 besteht. Das Provinzial- Schulfollegium aber stützt sich geschlossen und trat in Liquidation. Seitdem zieht sie durch Prozesse, legenen Hause zusammen mit dem Angeklagten Hellmer eine Wert auf eine Liste, die es im Dezember 1903 vom Magistrat ein- welche in die tausende gehen, wie schon ehemals die Gesellschaft ſtatt für Klempner- und Mechanikerarbeiten eingerichtet. Er hatte gefordert hatte. In dieser Liste konnte natürlich die vierte Abteilung" Prometheus", von ihren Mitgliedern Beiträge ein, trotzdem KrankenHellmer im Gefängnis zu Plößensee kennen gelernt. Hellmer wohnte noch nicht stehen, und so konnte auch kein Rektor angewiesen werden, unterſtüßungen nicht mehr erfolgen können. Das Amtsgericht I in Poſen in demselben Hause, wo die Werkstatt lag, mit seiner Ge- sie hinauszuwerfen. Sie hat infolgedessen bisher vergnügt weiter hat nunmehr ein Urteil von höchster Bedeutung gefällt, welches liebten, dem früheren Dienstmädchen Kirsch zusammen, die seinerzeit den großen Diebstahl bei dem Landgerichtsrat Gennrich begangen geturnt, und wenn nicht inzwischen auch ihr das Ausweisungs- Es wäre dies im Interesse zahlloser Arbeiter, welche durch die Einhoffentlich die Prozeßflut der Kasse einigermaßen eindämmen wird. hat. Die Polizei hatte nun in Abwesenheit des Gelhaus dort eine dekret zugegangen ist, so turnt sie heute noch! Uns war ziehung der Kassenbeiträge ohne Gegenleistungen betroffen werden, Haussuchung abgehalten, weil der Verdacht der Falschmünzerei ent- das bekannt, wir haben aber darüber geschwiegen, weil wir den lebhaft zu wünschen. Der Schlosser Gößling war im Februar standen war. Die Polizei hatte auch mancherlei gefunden und das Jungen ihr Turnen möglichst lange erhalten wollten und auch einmal 1899 durch einen Agenten der Kasse zum Beitritt bewogen und ist Haus wurde observiert. Als nun Lache und Gelhaus in jener Nacht sehen wollten, wie lange das Provinzial- Schulkollegium in seiner nun jetzt auf Zahlung seines Beitrages verklagt worden. Er machte in einer Droschke in Posen anfamen Lache hatte wie er verschmitt Ahnungslosigkeit verharren werde. Nachdem jedoch in der Protest- durch den Rechtsanwalt Bahn geltend, daß der mit der lächelnd erzählt, in seinem Koffer die falschen Coupons bei sich versammlung diese amüsante Tatsache erwähnt worden ist und Kasse geschlossene Vertrag den guten Sitten zuwiderlaufe, alſo sahen fie Polizisten vor der Tür und bekamen natürlich einen inzwischen durch die zur Ueberwachung erschienene Polizei gewiß weiter nichtig fei, weil die Kasse bereits damals ihre Zahlungsunfähigkeit großen Schreck. Gelhaus sagte aber: berichtet worden ist, brauchen wir kein Bedenken mehr zu tragen, an und wies die Klage ab; es erwog besonders dabei, daß die Kasse gefannt hätte. Das Amtsgericht I schloß sich diesen Ausführungen fie einer größeren Deffentlichkeit zu unterbreiten. An dem spaßigen einen sozialen Zweck verfolge, nämlich den arbeitenden Klassen des er beorderte den Kutscher, daß er den Lache weiter fahren solle, Schwupper, der dem Provinzial- Schulkollegium da passiert ist, Bolles für Krankheitsfälle Unterhaltsmittel zu sichern. Das Verstieg selbst aus und ging ganz gemütlich in das Haus hinein. Dort kann man ermessen, wie kläglich schlecht diese Behörde über den halten der Kasse, welche ihre Mitglieder über ihre Zahlungsunfähigerfuhr er, daß verschiedene Personen verhaftet seien und es gelang Verein Fichte" unterrichtet ist. Sie wird ja nun schleunigst nach feit getäuscht hätte, sei ein unsittliches zu nennen. ihm, aus dem Hause zu entschlüpfen. Er ging nach Berlin und war sehr erstaunt, als ihm in Berlin auf offener Straße auch Lache in zuholen suchen, was sie versäumt hat, auf daß das Schul- und das Der Luftmord. Zum Mord in der Bohenstraße haben die Nachdie Hände lief. Angell. La che: Ja, es war sehr komisch! Jeder allgemeine staatliche Interesse" nicht noch länger gefährdet werde. forschungen der Kriminalpolizei auch jetzt noch zu feinem bestimmten dachte, der andere war verhaftet und nun waren wir beide in Berlin. Wir sind aber schlecht genug, ihr nicht zu verraten, wo die vierte Ergebnis geführt. Ein angeblicher Briefträger Schurig, der sich in Nach Posen waren wir gekommen, weil uns eine Kartenlegerin Schülerabteilung turnt. Möge sie selber suchen! Ganz mühelos einer Gastwirtschaft selbst der Thäterschaft beschuldigte und darauf gesagt hatte, daß in Posen etwas passiert und jemand verhaftet soll sie es denn doch nicht haben, auch diese Abteilung ausweisen zu festgenommen wurde, hat mit dem Morde nichts zu tun. Er wurde werden würde. Als wir da die Schußleute vor der Tür sahen, tönnen. noch gestern abend wieder entlassen. Auch der verhaftete Aler. Baruth wußten wir ja gleich die Bescherung. Ich bin noch einen ganzen Tag in Bosen gewesen, bin den ganzen Tag Droschke gefahren und Protestversammlung über die Turnhallensperre referierte, sprach die ermitteln, auf den sich Alexander Baruth für sein Alibi beraft. Der Vereinsvorsitzende Turngenosse P. Nichter, der in der scheint nicht als Täter in Betracht zu kommen. Nach vielen Mühen habe 36 M. Fuhrlohn zahlen müssen. Der arme Gaul konnte gelang es gestern abend, den Frrenwärter Bruno Riethoff zu schließlich nicht weiter!( Heiterfeit.) Hoffnung aus, daß dem Arbeiter Turnverein" Fichte" Er ist in der Tat mit Baruth den Sonnabend nachmittag und abend Die Darlegungen des Angeklagten Lache sind auch in der zum Guten ausschlagen werde, was man ihm Böses zusammen gewesen und bestätigt seine Angaben. Die von anderer Folge wieder von drastischem Humor und erregen fortgefekt zugedacht hat. Diese Hoffnung wird zu allererst an den Schüler- Seite verbreitete Nachricht, daß der Arbeiter Kaiser, der Geliebte der stürmische Heiterteit. Dabei sind seine Ausführungen durchaus nicht abteilungen sich erfüllen. Mögen fie fräftiger als je zuvor aufblühen Ermordeten, verdächtig und in Gewahrsam genommen sei, trifft nicht verrückt, sondern zeugen von absolut logischem Denken. So kommt und gedeihen! zu. Alexander Baruths jüngerer Bruder kommt wieder in die Für z. B. zur Sprache, daß er auf die einzelnen Coupons noch Aufdrucke forge Erziehung, der er entsprang. Die Arbeiter Schallert und wie Danziger Bant"," Dftbank in Bosen" 2c. gemacht. Aus der Glasumerski aus der Boyenstr. 10, die sich in der Nacht zum SonnTatsache, daß eine Ostbant in Posen überhaupt nicht existiert, scheint tag an der fremden Haustüre zu schaffen machten, müssen noch in man, wie der Vorsitzende erwähnt, ein Zeichen für Geistesschwachheit Gewahrsam bleiben. Sie verwickeln sich in unlösbare Widersprüche herzuleiten, tatsächlich handelte es sich aber um die ganz schlaue Beund machen immer neue Angaben, die jedesmal wieder geprüft rechnung, daß ein solcher Aufdruck einer„ Bank" Zweifel an der Echtwerden müssen. Die Nachforschungen unter den Prostituierten und heit sofort zerstreuen müßte. Zache gibt wieder mit lächelnder ihrem Anhang haben auch noch kein greifbares Ergebnis gehabt. Miene zu, daß er wohl gewußt habe, daß eine Ostbank in Bosen Die Ermittelungen in diesen Kreisen sind außerordentlich schwierig. überhaupt nicht existiert. Ich kann doch irgend eine Bank auf Des Mordes in der Boyenstraße bezichtigte sich gestern auch ein drucken, welche ich will. Wenn die Pommernbank ihre Firma darauf Mann in Rigdorf, der sich Krause nennt, ein sehr aufgeregtes Wesen druckte, würde doch der Coupon dadurch gewiß nicht besser!( Heiterzeigte und sich die Kleider vom Leibe zu reißen versuchte. Er wurde keit.) Wenn ich„ Ostbank in Posen" aufdrucke, so bin ich eben deren nach dem Polizeipräsidium gebracht, als ein geisteskranker Mann Direktor!( Heiterkeit.) namens Köhler festgestellt und einer Frrenanstalt zugeführt. Aus dem Publikum gehen der Kriminalpolizei viele Mitteilungen zu, die bestimmt sind, zur Aufklärung des Dunkels beizutragen, bisher hat Vor allem aber noch keine die Ermittelungen weiter gebracht. Die Sitzung wird hierauf auf Mittwoch vertagt. Weißensee. Auch hier wird fortan am zweiten Mittwoch im Monat 3 ahla bend abgehalten. Lokales. Die Turnhallen- Sperre, D Die polnische Reinigung. Nachdem das polnische und sozialdemokratische Turnen als gefährlich für städtische Baulichkeiten entdeckt worden ist, haben die vereinigten Minister der Polizei und des Kultus eine weitere Reinigung der städtischen Lokalitäten befohlen. Die Schulaulen werden vielfach zu musikalischen Veranstaltungen benutzt. Es ist nun eine Verordnung dahin ergangen, daß kein Konzert in solchen Räumen stattfinden darf, auf dessen Programm ein polnischer oder gar sozialdemokratischer Komponist steht; so ist Chopin und Charpentier dessen Louise" leider sogar im königlichen Opernhause aufgeführt worden ist, obwohl er zu den Umstürzlern gehört, streng verboten. Alle Konzertprogramme müssen fortan dem Provinzialschulrat vorgelegt werden. " " und = Sollte das nicht doch etwas zu weit gehen? Die ,, Germania" rechtfertigt in einer Entgegnung auf unseren Berliner Partei- Angelegenheiten. führers Herrn Bach em, daß keine Bresse so niedrig baſtehe, daß kommt es jetzt darauf an, ob jemand Frau Waſcher in der Nacht gestrigen Artikel über die Zentrumspresse die Ansicht des ZentrumsAdlershof. Der Wahlverein hält Donnerstag bei Wöllstein eine in feiner so gehässig gekämpft werde wie in ihrer und daß in der Bum Sonntag, namentlich von 1-3 Uhr, vielleicht mit einem Manne gesehen hat. Die Ermordete hatte das Aussehen einer älteren Frau und wichtige Generalversammlung ab, in der u. a. Wahlen persönlichen Beschimpfung der Gegner die katholische Preffe von ein hageres Gesicht. Sie trug einen runden schwarzen, auch nach obenhin auf der Tagesordnung stehen. Die Bibliothek ist Sonntags vormittags weiter zu befassen, lohnt sich nicht. Nur eine kleine Fälschung wollen Rock und einen Regenschirm. Der Hut hat ein blaues ante aus keiner anderen übertroffen werde. Mit der Entgegnung sich rund zugeflochtenen Strohhut, ein schwarzes Jackett, einen schwarzen bon 11-12 1hr bei Lau geöffnet. Band mit Rummelsburg. Sonntag, den 23. d. Mis., früh 7 Uhr, findet wir probehalber festnageln. Wir hatten gestern die katholische West- großen weißen Punkten und an einer Seite eine Rosette eine Flugblattverbreitung statt. Die Genossen werden deutsche Arbeiter- Zeitung" gegen die um die Arbeitergroschen besorgte schwarzem Band. Der Regenschirm ist noch ziemlich neu und hat ersucht, sich in folgenden Lokalen pünktlich und zahlreich einzufinden: Germania" zeugen lassen und aus dem westdeutschen Blatte die Stelle eine Stahlstange, einen gebogenen Griff aus weißem Metall und Werner, Schillerstr. 24; Bothe, Kantstr. 36; Jage, Prinz Albert zitiert: Schließlich aber ist es Sache der sozialdemokratische Arbeitern, eine weiße Spize. Wer eine solche Frau in der Sonntagnacht auf ftraße 13/14; Wenger, Neue Prinz Albertstr. 17; Schulz, Goethestr. 11; zuzusehen, wie ihre Agitationsgroschen verwendet werden." Was im der Straße mit oder ohne Begleitung gesehen hat, kann unter Umständen die Untersuchung wesentlich fördern, wenn er unverzüglich Tempel, Alt- Borhagen, Ecke Bahnhofstraße. gauzen Zusammenhang des Artikels nichts anderes bedeutet, als daß seine Wahrnehmungen der Kriminalpolizei mitteilt. Bis 9 Uhr Spandau. Die Generalversammlung des Wahlvereins findet die sozialdemokratische Arbeiterschaft schon aus sich selber heraus abends ist Frau Wascher zu Hause gewesen. Ihre Freunde, der nicht heute abend, sondern am Freitag, den 21. d. Mts., beim dafür sorgen wird, daß ein Mißbrauch der Agitationsgroschen, wenn Arbeiter St. und der Hausdiener W., brachten ihr abends Fleisch und Genossen Köpnick, Pichelsdorferstraße, statt. Parteitags- Bericht. wirklich böser wille vorhanden wäre, nicht möglich wird. Diese andere Speisen mit, von denen Reste noch auf dem Kochofen ſtanden. Vorstandswahlen. Spandau. Diejenigen hiesigen Parteigenossen, welche in Berlin unbequeme Auslassung der„ Westdeutschen Arbeiter- Beitung" fälscht Sie tochte ihnen Kaffee, den sie aus den auf dem Tische gefundenen beschäftigt sind und bisher gewohnt waren, in Berlin auf den Vor- die„ Germania" nun folgendermaßen in:„ Das genannte Blatt beiden Obertassen tranfen. K. ging zuerst weg, später folgte ihm wärts" zu abonnieren, feien hiermit davon in Kenntnis gefeßt, daß( die Westd. Arbeiter- Zeitung") selbst bestätigt ja in dieser Aus- 2., um in einer Gastwirtschaft wieder mit ihm zusammen zu treffen. munmehr von unserer hiesigen Parteispedition, durch die Wahl des laifung, daß die Arbeiter Grund haben, zuzusehen, wie ihre Db sie dann ebenfalls ausgegangen und wann sie zurückgekehrt ist, Nach seinem Weggang wurde Frau Wascher im Hause noch gesehen. Genossen Köppen zum Spediteur, dafür Sorge getragen ist, daß der Agitationsgroschen verwendet werden." steht noch nicht fest.d " Vorwärts" jetzt regelmäßig wochentäglich von 26 Uhr morgens Was sagte doch der alte Fritz nach der Schlacht bei Zorndorf? ab vor dem Spandauer Bahnhofe an unsere nach auswärts fahrenden und mit solchem Gesindel muß man sich herumschlagen!" Neue Eisenbahnopfer. Von einer Eisenbahnschwelle erschlagen Abonnenten ausgegeben wird. wurde Montagnachmittag in der fünften Stunde der 25 Jahre alte Tagesordnung für die Sigung der Stadtverordneten- Versammlung Arbeiter Bruno Janeck, ein unverheirateter Mann, der mit seiner Wilmersdorf. Sonntag findet für unseren Ort eine Flug- am Donnerstag, den 20. Oktober d. 3., nachmittags 5 Uhr. Antrag 63 Jahre alten Mutter und mehreren Geschwistern in der Reichenblattverbreitung statt; es handelt sich um Agitation für den von Mitgliedern der Versammlung, betreffend die Herstellung einer bergerstraße 115a wohnte. Janed fiel beim Abladen von Schwellen " Vorwärts". Da eine zahlreiche Beteiligung vonnöten ist, werden Verbindung der Stadtteile Moabit und Wedding durch ein auf dem Schlesischen Bahnhof vom Wagen, eine Schwelle stürzte Die Parteigenossen ersucht, sich darauf einzurichten. Die Treffpunkte Ueberführungsbauwerk über die Eisenbahngleise im Zuge der Butlik nach, fiel ihm, während er am Boden lag, auf den Kopf und werden noch bekannt gegeben. und der Föhrerstraße. Vorlagen, betreffend die Reinigung der zertrümmerte ihm den Schädel. Der Verunglückte verschied auf der Drainleitungen bei dem Hause 8 der Jrrenanstalt Herzberge Stelle, ein Arzt konnte nur noch den Tod feststellen. Auf dem die anderweite Bemessung der von den Gemeinden Lichtenberg, selben Bahnhofe geriet der Rangierer Leo Dahl aus der MemelerBorhagen, Rummelsburg und Stralau für den Anschluß an straße 45, ein Mann von 26 Jahren, zwischen die Buffer zweier die Kanalisation von Berlin zu leistenden Entschädigungen. Wagen und erlitt so schwere innere und äußere Verletzungen, daß er Berichterstattung über die Vorlage, betreffend die Festsetzung von Fluchtlinien von zwei neuen Straßen 29a und 29b schon auf dem Wege nach dem Krankenhause Bethanien starb. zwischen Prenzlauer Allee und Winsstraße beziehungsweise Wins- Berschwunden ist seit dem 8. Oktober der 32 Jahre alte Tischler die vom Provinzial- Schulkollegium über den Arbeiter Turnstraße und Greifswalderstraße. Vorlagen, betreffend den Hermann Mersch, der in kinderlofer Ehe Reichenbergerstr. 123 berein Fichte" verhängt worden ist, beschränkt sich zunächst Verkauf einer Fläche in der Gemarkung Biesdorf und die Rück wohnte. Merzsch hat mehrfach an der Kopfrose gelitten, und von auf die Schülerabteilungen. Die Lehrlingsabteilungen sowie erwerbung einer solchen ebendaselbst, den Etat der städtischen dieser Krankheit ist ein nervöses Leiden an ihm haften geblieben. die Abteilungen für Erwachsene hat man bisher ruhig weiterturnen Feuersozietät für 1. Oftober 1904/05, die erfolgte Bauabnahme Nach einer an sich unbedeutenden Auseinandersetzung mit einem lassen. Wir wollen nicht untersuchen, ob das konsequent gehandelt des zweiten Hauses für 54 sieche Männer bei der Frrenanstalt Herz- Kollegen entfernte er sich am erwähnten Tage aus dem Gewerkschaftsheißt, sondern wollen uns lieber darüber freuen, daß die Weisheit berge, die Teilung der Schulkommissionsbezirke 66c, 76, 87b, 87e, hause, um, wie seine Freunde annahmen, nach Hause zu gehen. den speziellen Entwurf zu einer neuen Dort ist er jedoch nicht eingetroffen. Da er häusliche Sorgen nicht des Provinzial- Schulkollegiums einstweilen noch die der Schule ent- Kochtüche c. bei dem städtischen Obdach, die Aufstellung von hatte und mit seiner Frau in glücklichster Ehe lebte, so wird verwachsenen Turner und Turnerinnen als minder staatsgefährlich an zwei 500flammigen Gasmessern bei dem Neubau des Ver- mutet, daß ihm in seinem nervösen Zustand irgend ein Unglück zugesehen und vor ihnen Halt gemacht hat. Gänzlich ohne Belästigung waltungsgebäudes des Krankenhauses Moabit, die Aufnahme gestoßen ist. Wer über den Verbleib des Verschwundenen eilvas einer neuen Straße 58b in die Abteilung X2 des Bebauungs- weiß, wird gebeten, der Frau Mertzsch oder dem nächsten Polizeirevier Nachricht zu geben. Die 1. Damenabteilung turnt in der Halle der 37. Ge- planes zwischen Bad- und verlängerte Thurneysserstraße, Teilung meindeschule am Mariannen- Ufer derselben Turnhalle, aus der die der Steuerannahmestelle Xb, umfassend Ein frecher Straßenraub wurde gestern am hellen lichten Tage Stadtbezirke 242 bis 254 die 2. Schülerabteilung ausgewiesen worden ist. Vom Turnwart Sigung beider Gemeindebehörden für die Steuerjahre 1905/07 vorum 11 1hr vormittags die Straße entlang ging. fprang an der Ede die in gemeinschaftlicher in der Friedrichstraße verübt. Als die Gattin eines hiesigen Pastors dieser Damenabteilung wurde am Montag in der Protestversamm zunehmende Wahl von Mitgliedern und Stellvertretern des Steuer- der Schüßenstraße ein junger Mensch an sie heran und entriß ihr lung des Vereins Fichte"( über die wir am Dienstag berichtet ausschusses der Gewerbesteuer- Klasse I.- Berichterstattung über die hinterrücks die Handtasche, in der sie auch ihr Portemonnaie trug. haben) die Mitteilung gemacht, daß der Rektor der 37. Schule, Herr Vorlagen betreffend die Festsetzung von Baufluchtlinien auf einem Der Räuber enflief mit der Beute, wurde aber auf die Hülferufe Otto, am Freitag gegen alle Gewohnheit und ganz unerwartet sich Teile des Geländes des Plates N in Abteilung XI des Bebauungs- der Beraubten verfolgt und bald festgenommen. Die Kriminalzum Damenturnen eingefunden und einige der jüngsten Teil- planes und den Vorentwurf zum Neubau einer städtischen Fleisch- polizei erkannte in ihm einen mehrfach bestraften früheren Klempner Vorlagen betreffend die Bruno Mehnert und führte ihn dem Untersuchungsrichter zu. nehmerinnen ausgefragt habe, ob sie denn schon aus der Schule vernichtungs- und Verwertungsanstalt. entlassen seien. Der Verein Fichte" hat nämlich nur Abteilungen Benutzung des hiesigen Polizeigefängnisses zur Unterbringung Char- Auf zwei Durchbrenner von außerhalb fahndet die hiesige die Erweiterung des Schulfür schulpflichtige Knaben, nicht auch solche für schulpflichtige Mädchen. lottenburger Polizeigefangener, Da mag mun ein Schlauer auf die Idee gekommen sein, daß viel- hauses und die Verlegung des Abortgebäudes der ersten Real- Kriminalpolizei. Es handelt sich um einen 25 Jahre alten Hausschule, Alexandrinenstraße 5/6, den Erlaß eines Drtsstatuts diener Jsrael Kuhn aus Königsberg i. Pr. und einen 17 jährigen Beide unterschlugen leicht einzelne noch schulpflichtige Mädchen in die Damenabteilungen zur Regelung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe, die Ausläufer Karl Werner aus Frankfurt a. M. mit hineingesteckt worden seien. Ob Rektor Dtto selber dieser Schlaue Mehreinstellung, von Pflegern bei der Jrrenanstalt Herzberge,- den 4500 m. und suchten damit das Weite. Stuhr ist 1,70 Meter groß war und seine Nachforschungen auf eigene Faust angestellt hat, Jahresabschluß der Hauptstiftungskasse für das Etatsjahr 1903 und schlank. Er hat eine Mittelgestalt, dunkles Haar, einen dunklen oder ob er einer höheren weisung gefolgt ist, darüber kann und den Erwerb von Straßenland zur Freilegung der Straße 20a Schnurrbart und ein längliches frisches Geficht. Als er am Montag man zunächst nur Vermutungen haben. Hat er aber im Auf- von der Seestraße bis zur Straße 29, der Strafe 29 von ihrem nachmittag mit dem Schnellzug nach Berlin abdampfte, trug er einen trage gehandelt, so dürfte ihm dieser Auftrag so dürfte ihm dieser Auftrag sicherlich Schnittpunkt mit der Straße 20a bis zur Müllerstraße und des west- granen weichen Filzhut und einen dunklen Ueberzieher. nicht vom Magistrat, sondern wieder mur vom Provinzial lichen Straßengeländes der Müllerstraße von der Straße 29 bis zur trägt einen schwarzen, fein blau farierten Sadanzug mit fleinen Schulfollegium erteilt worden sein. Wie man weiß, braucht Weichbildgrenze und den Jahresabschluß der Hauptkasse der städti- weißen Buniten, einen schwarzen steifen Hut und ein Normalhemd dabei der Magistrat nicht gefragt zu werden. Herr Otto war ja dieser Kasse für das Etatsjahr 1903. Berichterstattung über die schen Werke für die Staffenverwaltung und den Gesamtjahresabschluß mit einer großen Dedfraivatte. Straßensperrung. Das Alegander Ufer von der Invalidenauch schon am 5. Oktober in der Lage, dem Turnwart der zweiten Vorlage betreffend eine Gehaltsnachzahlung. 3wei Unterstügungs- straße bis zur Asphaltgrenze wird wegen Umpflasterung von heute Schülerabteilung das Ausweisungsdekret des Provinzial Schul- sachen. Berichterstattung betreffend die Wahl eines stellvertretenden ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. follegiums vorzuweisen, während der Magistrat erst am 6. Oftober bürgerlichen Mitgliedes der Erfagkommission VI. Borlagen beEin ,, Wüstling". Zu der am 11. Oktober unter dieser Ueberdie Nachricht erhielt, daß seine Rektoren angewiefen feien, gegen die treffend die Neuwahl je eines Bürgerdeputierten für die Armendirektion schrift von uns gebrachten Meldung schreibt uns der Rechtsbeistand von ihm gefaßten Beschlüsse zu handeln. und für die Schuldeputation. des darin erwähnten Unternehmers, daß von einer strafbaren HandMassenprozesse einer Schwindelfaffe. Unter der Bezeichnung lung feine Rede sei. Der Rechtsbeistand spricht weiter in der ZuAllgemeine Boltstrankenkasse" ist im Jahre 1897 eine Kaffe geschrift die Ansicht aus, daß es sich bei der Anzeige um die Absicht find aber auch diese schon nicht mehr geblieben. " " Des Wunderlichen gibt es noch mehr in diesem Turnhallenstreit. Als am 6. Ottober Oberbürgermeister Kirschner den Stadtverordneten 109a, 109e und 110, und die Werner handelt habe. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, delt 19. Oktober 1904, abends 8, Uhr: General- Versammlung in Feuer steins Fesisälen, Alte Jakobstr. 75. Geschäfts- und Kaffenbericht- Abrechnung. Aufnahme neuer Mitglieder. Verschiedenes. Landsleute, Damen und Herren sind willkommen. Sozialdemokratischer Zeutral- Wahlverein Kalau Luckan. Drtsverein Berlin. Donnerstag, den 20. d. M., abends 8 Uhr: Versammlung bei G. Weihnacht, Grünstr. 21. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Agitationstour steht bevor. Vermischtes. einer geschäftlichen Schädigung des erwähnten Unternehmers ge- 1 Wagent. Es ist jetzt etwa die Hälfte der zu bauenden Untergrundbahn- Strecke in Angriff genommen; mit dem Einbringen des Betons Gesundbeterei. Die Frau eines Arbeiters in der Moltkestraße dürfte am Knie" schon in nächster Woche begonnen werden können. zu Groß- Lichterfelde liegt schwer krank an der Rose darnieder. Auch die Notbrücken, welche den Fußgänger- und Wagenverkehr im Durch Vermittelung des Teltower Frauenvereins wurde ihr eine Zuge der Grolman- und Leibnizstraße über die Baugrube leiten, Krankenpflegerin besorgt, die von dem Arzte die Weisung erhalten sind bereits behördlich genehmigt und in Benutzung genommen hatte, niemanden in das Krankenzimmer hineinzulassen. An dem ivorden. selben Abend aber erschienen, so erzählt ein Berichterstatter, zwei Zur Brandstiftungssache in Neuendorf. Von der Schuld des Frauen und ein Mann. Die eine, Frau W., verlangte Einlaß in 14jährigen Schmiedelehrlings Hohnstein, welcher unter dem Verdacht das Krankenzimmer und erklärte: sie habe gehört, daß ihre Mit- verhaftet wurde, in Neuendorf bei Potsdam kurz hintereinander drei schwester schwer erkrankt sei, menschliche Hilfe sei nur eitler Wahn, Dachstuhlbrände vorsätzlich entfacht zu haben, ist man in Nowawesihr habe der Heiland befohlen, hierher zu eilen und zu beten, um Neuendorf wenig überzeugt. Die Neuendorfer Gemeindevertretung die Mitschwester zu heilen. Darauf drangen die drei trotz des hat deshalb eine Belohnung von 1000 Mark für die Er- Kehdingen, Dr. Schmidt- Scharff, ist am Sonntag in Freiburg a. E. Ein Londrat von einer Dame getötet. Der Landrat des Kreises Protestes der Pflegerin ins Zimmer, und Frau W. betete unter Mit- mittelung der Brandstifter ausgesetzt. Der Bauunternehmer das Opfer eines Revolveranschlages geworden, den eine Dame, deren wirkung ihrer Begleiter. Auch der Ehemann und sämtliche Kinder Schultheiß, dessen Haus bei dem zweiten Brande in Mitleidenschaft Bersönlichkeit noch nicht festgestellt werden komite, aus unbekannter der Kranken mußten niederknien und beten. Zuletzt versuchte die gezogen wurde, wollte gleichfalls 200 m. als Belohnung mit beitragen, Ursache ausführte, indem sie aus einem Revolver mehrere Schüsse Geſundbeterin, auch noch die Pflegerin zu einem Gebet zu bewegen. Doch wies die Gemeindevertretung dies Anerbieten zurück. Hohnstein Endlich ging fie, versprach aber, falls es nichts genügt haben sollte, befindet sich noch immer im Potsdamer Untersuchungsgefängnis und auf Dr. Schutidk abfeuerte. Er wurde schwer verletzt, sodaß er ins wiederzukommen. Eppendorfer Krankenhaus gebracht werden mußte, dagegen machte die Am nächsten Tage brachte man die Kranke dann bestreitet nach wie vor jede Schuld. Er hatte erst am 3. Oktober Täterin selbst durch eine Kugel ihrem Leben ein Ende. schleunigst in ein Krankenhaus. Daß der Mann die Geſundbeter seine Lehrzeit begonnen und bei seinem Meister Fiedler keine Ge- Ein Drahtbericht meldet dem„ Hamb. Korr." über den Vorfall aus gewähren ließ und sogar an ihrem Treiben teilnahm, statt sie sofort legenheit, sich Schwefelfäden, die zur Brandlegung benutzt wurden, Stade, 17. Oktober.„ Gestern abend gegen 7 Uhr wurde ein Anan die Luft zu setzen, ist kaum glaublich. zu verschaffen. schlag auf den Landrat des Kreises Kehdingen, Dr. Schmidt- Scharff, verübt. Der Landrat war soeben von einer Ausfahrt nach seiner Wohnung in Freiburg an der Elbe heimgekehrt. Vor der Wohnung erwartete ihn eine Dame, diese feuerte zwei Revolverschüsse auf ihn ab und tötete sich dann selbst durch weitere zwei Schüsse. Ueber die Bersönlichkeit der Täterin war noch nichts festzustellen. Der Landrat soll nicht lebensgefährlich verletzt sein. Er begab sich sofort nach Hamburg, wo eine Operation vorgenommen werden soll. Gerichts- Zeitung. Verhaftet worden ist der Buchhalter Ulrich, der nach Unterfchlagung einer Summe von 5000 m. flüchtig geworden war. Der erst 20jährige junge Mann war seit drei Jahren in der Licht- und Seifenfabrik von Nichterlein in der Prenzlauerstraße 47 in Stellung und führte die Löhnungskasse für die Arbeiter. Vor zirka 14 Tagen jugendlichen Arbeiter Wilhelm Stegemann Des Kirchenraubes in zwei Fällen waren die beiden noch und Gustav Gustav verschwand U. plötzlich und eine sofort vorgenommene Kassenrevision oppe beschuldigt, welche gestern vor der Straffammer des Landergab einen Fehlbetrag. Bei Durchsicht der Lohnbücher und Ver- gerichts II standen. Die Angeklagten brachen in der Nacht zum gleichung derselben mit den Lohnlisten wurde festgestellt, daß der 29. Juni in die Kirche zu Nieder- Neuendorf ein. Als sie hier Buchhalter seit zwei Jahren systematisch Unterschlagungen verübt Sachen von Wert nicht fanden, begaben sie sich nach der Nachbar- schlagung von 42 000 M. von Königsberg in Preußen flüchtig ge Verhaftung. Aus Posen wird telegraphiert: Der nach Unterund dieselben durch Falschbuchungen verschleiert hat. U., der bis gemeinde Henningsdorf und statteten auch hier der Kirche in wordene Kassenbote der Eisenbahndirektions- Hauptkasse in Königs Anfang dieses Monats bei seinen Eltern wohnte, suchte sich der ihm räuberischer Absicht einen Besuch ab. Sie nahmen die Altar- berg, Kowalski, ist von zwei Danziger Kriminalbeamten verfolgt drohenden Verhaftung dadurch zu entziehen, daß er Schlafstellen mietete geräte mit, die aber keinen erheblichen Wert hatten. Nach be- und gestern abend hier verhaftet worden. Ein großer Teil des Geldes und dieselben fortwährend wechselte. Bei seiner nunmehr erfolgten gangener Tat schoß Hoppe in der Nähe der Kirche aus reinem Mut- wurde bei dem Verhafteten noch vorgefunden. Festnahme besaß er keinerlei Geldmittel mehr. Der leichtfertige willen einen Revolver ab. Dadurch wurden die zige Mann hat die defraudierten Beträge zum größten Teile bei miert und die beiden Angeklagten ergrischen Sie Bewohner alor Wetten auf den Rennbahnen verloren. auch des Zum Straßenbahn- Boykott in München schreibt unser dortiges Landstreichens beschuldigt, sie wiesen indessen nach, daß sie sich ver- Parteiblatt u. a.: Am geftrigen Sonntag ist also der gemeinSelbstmord. Durch einen Schuß in den Kopf versuchte gestern gebens um Arbeit bemüht hatten. Im Termine wußten sie nur schädliche Panzer- Tarif zur Einführung gelangt. Dieser unglüc abend nach 7 Uhr der Kaufmann Ad. Lachmann aus Braunschweig, ihre Notlage als Milderungsgrund anzuführen. Der Gerichtshoffeligen Maßnahme folgte die Strafe auf dem Fuße. Ueber das der durch eine Filialgründung in Kassel in Zahlungsschwierigkeiten trug diesem Umstande sowie der Jugend der Angeklagten auch Münchener Trambahnunternehmen wurde der Boykott verhängt. geraten war, jeinem Leben ein Ende zu machen. Im Hotel Rechnung und verurteilte fie unter Zubilligung von mildernden Schon in den frühen Morgenstunden eilten die Mitglieder des am Neuen Markt fand eine Gläubigerversammlung statt, welcher L. ein Angebot von 40 Proz. des verübten groben Unsugs eine Haftstrafe von 14 Tagen, die sie auch am Abend vorher eifrig tätig waren. Galt es doch, ein gestern abend Umständen zu je 9 Monaten Gefängnis. Hoppe erhielt noch wegen sozialdemokratischen Vereins nach ihren Sektionslokalen, in denen machte. Die Gläubiger lehnten jedoch dies Angebot ab und 2. schoß aber durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt erachtet Flugblatt zu verbreiten mit der Aufforderung zum Trambahnfich darauf eine Revolverfugel in den Kopf, und da diese den Tod wurde. Boykott! Am Samstag abend waren die Blätter gefalzt worden, nicht herbeiführte, suchte er sich aus dem Fenster zu stürzen. Schwer bei welcher Gelegenheit Fidelität und Heiterkeit die Herrschaft verlegt wurde er nach einem Krankenhause gebracht. hatten und manch guter Kalauer auf die Elektrische produziert wurde. Und nur die lässigen Mitglieder fehlten bei der Hauptden Tischen bereit gelegten Flugblätter ab mit der genauen Anarbeit, der Verbreitung. Die Obmänner gaben die abgezählt auf weisung, für welchen Straßenteil des Bezirks fie beſtimmt waren. Dann ging's los, und eine Stunde später war der Aufruf zum Trambahn- Boykott in 150 000 Gremplaren in allen Teilen der Stadt verbreitet. Altstädter Hof" doch gefaßt machen. Die Freie Volksbühne hält Montag, 31. Oktober, abends 8 Uhr, im Bürgersaal des Rathauses ihren ersten intimen Kunst abend ab. Die Unterhaltung besteht aus Rezitation und Gesangsvorträgen aus den Werken von Möricke, Eichendorf und Hugo Wolff. Billets bei sofortiger Bestellung sind zu haben in den Zahlstellen bei Beyer, Johann Pfarr, Kumke, Böttcher, Gottfried Schulz, P. Horsch, G. Vogel und Löwenberg.dou Auf Veranlassung des Deutschen Vereins für Voltshygiene, Drtsgruppe Berlin e. V." und des Zweigvereins Berlin des Vaterländischen Frauenvereins" spricht Freitag, ten 21. Oftober, abends 8 Uhr, im Bürgerſaal des Rathauses zu Berlin Herr Geheimrat Professor Dr. Hoffa über:„ Die törperliche Erziehung der Jugend." Der Zutritt steht jedermann unentgeltlich frei. 家庄 1 Kleine Zettelchen, die ebenfalls zur Boykottierung der Elek trischen auffordern, wurden nach Tausenden von Exemplaren in der Stadt angeklebt. Wie man hört, geht diese Tätigkeit von Grundin einer am letzten Donnerstag abgehaltenen Versammlung die und Hausbesitzern aus, wie auch die Christlich- soziale Vereinigung Bürger- und Einwohnerschaft aufforderte, die Trambahn nur in den dringenden Fällen zu benüßen, um durch einen Boykott_des Unternehmens die Stadtverwaltung zu zwingen, den neuen Tarif mit möglichster Beschleunigung wieder aufzuheben. Statt überfüllter Wagen sah man aber nur halbbesetzte oder ganz leere. Die Anhängewagen hätte sich die Direktion sparen können, sie waren vollständig überflüssig. Wiener gelungen, das Art Sifora auf bestialische Mörderpaar Klein, den Armenrat das ermordet hat, Sie wären In dem Hochstaplerprozeß Walewsti und Genossen wird die Beweisaufnahine täglich fortgesezt. Gestern wurde der Kaufmann Im Zirkus Schumann hat sich Montag abend der angebliche bestätigte, daß er dem Angeklagten Huber die Verwertung seines Weftrum, der Erfinder des„ Westrumits", vernommen. Der Zeuge Bruder von„ Konsul", dem intelligenten Schimpansen vorjährigen Patents für Amerika an die Hand gegeben habe. Es war ein Andenkens, dem Publikum vorgestellt. Als Gentleman legte er zu Preis von 16 Millionen Mark festgesetzt worden und davon sollte Beginn feines Auftretens Zylinder, Mantel und Handschuhe ab, Huber 10 Proz. gleich 1 600 000 m. erhalten. Es hätten auch mit setzte sich zu Tisch, klingelte den Kellner heran und ließ sich sein einer solventen amerikanischen Gesellschaft Verhandlungen geschwebt, Diner wohlschmecken. Dann rauchte er ein Pfeifchen und ergößte die beinahe zum Abschluß gelangt wären. Jedenfalls habe Huber sich am Klavier. Nicht allein das Publikum, sondern auch er selbst damals begründete Aussicht gehabt flatschte dem musikalischen Genuß, den er spendete, Beifall. Hierauf des Verteidigers, Rechtsanwalts Hugo Caro zu gab der Zeuge auf Befragen follte er radeln. Er war jedoch vorsichtiger als sein Herr und mochte in den Besitz größerer Geldmittel gelangen würde. daß er demnächst sich sagen, daß nach Tisch eine allzu starke Bewegung schädlich ist. nimmt die Beweisaufnahme einen einförmigen Verlauf. Margarete Im übrigen Genug, er wehrte sich mit großem Geschrei, aufs Rad zu Walewski bleibt bei ihrem unumwundenen Geständnis und hilft fteigen, und setzte seinen Willen auch durch. Nachdem er bisweilen aus eigenem Antriebe dem Gedächtnisse der Zeugen etwas sich so als die Person mit leitender Intelligenz behauptet hatte, nach, auch wenn es zu ihrem Nachteile ist, die übrigen Angeklagten zog er weiter die Konsequenz seines Verhaltens und legte sich zu sind teilweise geständig oder bestreiten alles. Bett. Das menschliche Wesen, das er zu seiner Bedienung um sich hatte, trug ihn vorsichtshalber jetzt hinaus. Das Publikum be- gelangen. Der Prozeß dürfte schwerlich in dieser Woche zu Ende wunderte das geistvolle Tier. Vieh WiesinAn intelligentem Bich war in der letzten Zeit kein Mangel. ist folgendes erwähnenswert: Der Zeuge Oberarzt Dr. Wie in Verhaftung des Wiener Mördervaares. Der Pariser Polizei ist Aus den Verhandlungen des Hamburger Krankenhausprozesses Der zweite Konsul scheint unter der Kreatur eine Art geistiger Führer zu sein. Geht das so weiter mit der Entwicklung im Tierreich, ger gibt auf Befragen zu, daß er früher ernste Bedenken, medi- es gestern dann muß die Menschheit sich auf den Tag der Erhebung in jenem zinischer wie moralischer Natur, gegen die Schwesternpflege gehabt habe. Er habe daher die seinerzeit von Prof. Dr. De ne fe einbe- zu fassen. Wie aus Paris berichtet wird, hatte der Chef der unteren Dunstkreis, von dem Heine im Atta Troll träumt, am Ende rufene Aerztekonferenz als zu dem Ziveck anberaumt aufgefaßt, daß Sicherheitspolizei durch einen seiner Agenten erfahren, daß in einem pflege aussprechen wollte. Im Verlaufe dieser Konferenz seien jedoch waren, deren Aeußeres genau zu der Beschreibung paßte, die man man sich gegenseitig über die Vorzüge und Nachteile der Schwestern Hause des Faubourg Rue Saint Denis zwei Personen abgestiegen alle seine Bedenken geschwunden. Ihre Bedenken? Vors.: Welcher Art waren von den beiden flüchtigen Mördern besaß. Man begab sich mit den bei der Massage. 3euge: Sie bezogen sich auf Einzelheiten aus Wien nach Paris gesandten Photographien in der Tasche nach unterschrieben? ors: Sie haben die Resolution damals mit dem bezeichneten Hause, wo die Beamten sofort die beiden Fremden nicht in die Oeffentlichkeit kommen würde. 3euge: Ja, ich war der Meinung, daß sie zu sehen verlangten. Der Chef der Polizei erkannte in dem Paar Vors.: Sie ist dann die Mörder und sagte den beiden auf den Kopf das Verbrechen zu. aber in den„ Hamburgischen Korrespondent" gekommen. Ich stehe dieser Veröffentlichung durchaus fern. Angeklagter gestanden aber schließlich alles ein. 3euge: Die so in die Enge Getriebenen waren verwirrt, leugneten zuerst, Hierauf wurden sie in das Roosen: Hat der Zeuge seinen früheren Bedenken über die Polizeigefängnis überführt. Sie waren bei ihrer Verhaftung elegant Schwesternpflege jemals Ausdruck gegeben? 3euge: Ich hatte gekleidet. Jm Hause hatten sie sich als das Ehepaar Hugo Kuhn jedenfalls vorher nur mit Wärtern gearbeitet und werde das auch ausgegeben, und Frau Klein, die etwas Französisch spricht, hatte der wohl einmal betont haben. Waren Ihre Bedenken mehr medi- Concierge erzählt, ihr Mann wäre Geschäftsreisender. zinischer oder sittlicher Natur? 3euge: Ich kann nur sagen: seit einem Monat in Paris, hätten bisher in einem Hotel garni Ich war nicht auf die Schwesternpflege vorbereitet und ich leugne gewohnt, zögen nun aber vor, ein möbliertes Zimmer zu nehmen. es nicht: Ich hatte Bedenken! Vors.: Vor dem UntersuchungsAus den Nachbarorten. richter haben Sie gesagt, die Wärter habe man besser in der Hand Marktpreise von Berlin am 17. Oktober. Nach Ermittelungen des Spandau. In ihrer morgigen Sizung werden sich die Stadt- als die Schwestern, die von der Oberschwester kommandiert würden. fal. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte verordneten aufs neue mit dem Forstverkauf an den Stadtverordneten mittel 17,56-17,54 M., Zeuge: Nein, es waren sittliche Gründe, die mich dagegen 17,60-17,58 M., geringe 17,52-17,50 2. und Grundstücksspekulanten Steinfeld zit beschäftigen haben. Die sprechen ließen; doch waren sie ganz anderer Natur, als etwa die Roggen**), gute Sorte 13,85-00,00 M., mittel 00,00-00,00 M., geringe Magistratsvorlage fordert eine Verlängerung der Stauffrist bis zum in den Broschüren aufgeführten. Das wirklich unfittliche Motiv in bis 13,30'M., geringe 13,20-12,20 M. Safer*), gute Sorte 16,40-15,60., 00,00-00,00 9. Futtergerste*), gute Sorte 15,50-14,40 M., mittel 14,30 1. April 1904, wogegen sich st. verpflichten soll, nach Ablauf dieser der Schwesternpflege ist meines Erachtens erst durch diese Broschüren mittel 15,50-14,70 m., geringe 14,60-13,80 W. Erbsen, gelbe, zum Kochen fete alle von ihm bezw. in seinem Auftrage von dem in Rede hineingetragen worden. Durch sie sind die Schweſtern erſt darauf 40,00-30,00 w. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 W. Linien 60,00-30,00 m. stehenden Terrain hergestellten Vermessungs- und Bebauungspläne aufmerksam gemacht worden, was bei der Männerpflege vorkommen Kartoffeln 9,00-7,00 M. Richtstroh 0,00-0,00. Heu 0,00 0,00 M. Loſtenlos der Stadt zu übereignen. Die Debatte über diese Borlage könne und was dabei möglich sei. Was sonst aus Totalisch hin- Für ein Stilogramm Butter 2,80-2,00 m. Eier per Schod 4,50-3,20 m. darf allgemeines Interesse beanspruchen. Der Magistrat hat dem gestellt wird, war für uns Aerzte etivas Selbstverständliches; es*) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. abgeänderten Beschluß der Stadtverordneten in Sachen des wurde aber durch die Schriften auf Unfittliches zurückgeführt und nun Sommerurlaubs der städtischen Arbeiter seine Zu- stieg bei den Schwestern das Gefühl auf, daß sie eigentlich an etwas Wasserstand am 17. Oftober. Elbe bei Aussig 0,28 Meter, bet stimmung gegeben. Unstrut bei 1,63 Meter, bei Magdeburg+0,59 Meter. Unfittlichem teilnähnten. Das mußte sie natürlich zum Austritt aus Dresden Einen entsetzlichen Tod hat ein Schüler, der 13 jährige Sohn des der Anstalt führen. Ich möchte betonen, daß ich nicht die Broschüren Ober- Pegel+4,92 Meter, bei Breslau Unter Begel Straußfurt 0,85 Meter. Dder bei Ratibor+1,54 Meter, bei Breslau 1,25 Meter, bei Malers K. aus der Wartburgstr. 17 a zu Schöneberg, erlitten. Die an der an sich verwerfe, wohl aber ihre Tendenz, die Art und Weise, durch Frankfurt+0,43 Meter.- Weichsel bei Brahemünde+ 2,18 Meter. Grunewald- und Martin Lutherstraße belegenen Sandberge werden be- die unsere Schwestern tief beleidigt wurden. Es werden überall art he bei Posen-0,00 Meter. Netze bei Usch+ 0,42 Meter. hufs Aufschüttung neuer Straßenzüge abgetragen und das umfangreiche Fehler gemacht, aber die verallgemeinernde Tendenz der Schriften Sandfeld bietet erklärlicherweise einen großen Anziehungspunkt für mußte ich beklagen. Sie enthielten ganz gewiß gefunde Ideen und die Kinder, die man wohl von Zeit zu Zeit verscheucht, im übrigen ich bin überzeugt: würde man sie der Krankenhausverwaltung unteraber spielen läßt, wenn sie es nicht gar zu arg treiben. Gestern breitet haben, so hätte man ein williges Ohr gefunden. mittag gegen 1 hr nun wurden die mit dem Abfahren beschäftigten Die Zeugin Schwester Boete führ aus Berlin war früher Arbeiter von Kindern um Hülfe angegangen, welche weinend Oberschwester in der Eppendorfer Anstalt. Sie weiß ebensowenig erzählten, daß einer ihrer Kameraden in einer Höhlung am Ab- wie die Vorzeugin etwas von Veränderungen in der Schwesternhange der Sandberge verschüttet worden sei. Sofort machte man pflege. Auf eine Frage des Verteidigers Dr. Brackenhoeft erwidert sich auf, doch konnten die Kinder nicht genau die Unglücksstätte be- sie, daß nur einmal eine Schwester wegen Schwangerschaft entlassen zeichnen, fo es einige Zeit dauerte, bis die Arbeiter an worden sei und daß im übrigen nur harmlose Tändeleien zwischen dem herabgestürzten Abhange die richtige Stelle fanden und den Patienten und Schwestern stattgefunden hätten, die den 3ärt& Knaben zutage förderten. Man trug das noch schwache Lebens- lichkeitsgrad eines Kusses nicht überschritten. zeichen von sich gebende Kind zunächst nach der Schutzbude der Ar-( Heiterkeit.) Vors.: Stammt der letztere Ausdruck von Ihnen? beiter, wo hinzugekommene Schuylente sofort wiederbelebungs- Ich glaube, Dr. Roosen gebrauchte ihn damals. Dr. Roosen: 3eugin: Nein, der kam bei meiner Berliner Vernehmung vor. versuche anstellten. Auch zwei Aerzte trafen alsbald kurz hintereinander ein, doch waren alle Bemühungen, den senaben ins Leben Nein, der Ausdruck liegt mir nicht. Der Berliner vernehmende zurückzurufen, umsonst, und die verzweifelnd herbeieilende Mutter Richter hat ihn geprägt.( Seiterkeit.)-Angeklagter Roosen um die Leiche ihres Lieblings mit einer beantragte Ladung von 33 früheren Patienten der Hamburgischen Decke verhüllen zu können. Sandmassen bedrohter Knabe wurde hierbei bis über die Fußgelente daß durch die Schwesternpflege ihr Schamgefühl verletzt sei und daß Ein zweiter von den herabstürzenden Staatskrantenanstalten, die den Inhalt der Broschüren als richtig bestätigen sollten. Unter anderem würden diese Zeugen bekunden, verschüttet, hatte aber nach seiner Selbstbefreiung sich schleunigst sie gewisse skandalöse Zustände in den Krankenhäusern mit angeſchen hätten. Ferner beantragt der Angeklagte, mehrere Zeugen darüber An der Untergrundbahn- Strecke in der Bismardstraße zu Char- zu hören, daß die Beugen Brof. Dr. Serenete Freitag, den 21. Oktober 1904, nachmittags 5½ Uhr, lottenburg iſt in den letzten Wochen eifrig gearbeitet worden. Nach- und die Oberin v. Schlichting bemüht gewesen seien, die Wahrdem die großen Dampfpumpen Tag und Nacht in Tätigkeit waren, heit zu verschleiern. Weiter beantragte der Angeklagte die Ladung ist es jetzt endlich gelungen, des Grundwassers Herr zu werden, des früheren Direktors Prof. Dr. Rumpf- Marburg, der be= dessen Spiegel schon etwa zwei Meter unter dem Straßenniveau stätigen würde, daß er wegen der Bügellosigkeit der unter dem liegt. Die Erdarbeiten bieten insofern Schwierigkeiten, als man es kommando der Oberin v. Schlichting stehenden Krankenhaushier mit einem schweren und zähen Tonboden zu tun hat. Das Aus- schwestern mit Frl. v. Schlichting in Konflikt gekommen sei und daß schachten desselben geschicht unter Zuhülfenahme von Dampfträhnen, er in bezug auf das Eppendorfer Krankenhaus geäußert habe:" In welche die in der Baugrube gefüllten Kästen herausheben und seit den.... tasten gehe ich nicht mehr hinein!" lich über die bereitstehenden Abfuhrwagen bringen; hier fällt, nach Ueber die Frage, ob den Beweisanträgen stattzugeben sei, will Deffnung der Bodenklappen, das Erdreich aus den Kästen in die das Gericht Mittwoch entscheiden. Dienstag war keine Verhandlung. Davongemacht. Wetter- Prognose für Mittwoch, den 19. Oftober 1904. Ein wenig fühler, teilweise aufflavend, vorwiegend trübe mit leichten Regenfällen und mäßigen westlichen Winden. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Donnerstag abend 8 Uhr, in den Arminhallen, Rommandanten- Straße 20: Versammlung der Werkstatt- Kontroll- Kommissionen sämtlicher Bezirke und Branchen. Die Ortsverwaltung. Verein socialdemokr. Gaff- u. Schankwirte Berlins und Umgegend. bei Obst, Schöneberg, Meiningerstr. 8: General- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom dritten Quartal und Bericht der Revisoren. 2. Wahl der gesamten Ortsverwaltung und Revisoren. 3. Bericht der Rechtsschutz- Kommission und Wahl derselben. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Bereins- Angelegenheiten. Der Vorstand. S..: Ferdinand Ewald. 69/17 Consum- Genossenschaft Berlin n. 1mg. Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Aktiva An Waren- Konto. " Kassa- Konto Bank- Konto " " Effekten- Konto. Bilanz am 30. Juni 1904. Passiva Mart Pf. Per Geschäftsanteil- Konto 68 174 82 Mart Pf • 50 919 40 18 066 20 • . " Reservefonds- Konto. 6 465 51 35 455 13 " Sparfonds- Konto 37 349 13 1500 29 935 35 " " 1 013 07 " 30 811 92 4 961 73 Städtisch.SparkassenKonto Inventar- Konto Debitoren- Konto I. Debitoren- Sonto II Stammanteil- Stonto B SP " " " " Gasanstalts- Konto " Darlehn- Konto Fastagen- Konto Drudsachen- Konto Lieferanten- Nonto Kautions- Konto DispositionsfondsKonto Dividenden- Konto 67 25 Reingewinn 3443 35 1 011 90 615 25 215 50 295 80 1173 376 25 Mitgliederbewegung: Bestand am 30. Juni 1903. Neu eingetreten Freiwillig ausgeschieden Durch Uebertragung ausgeschieden Ausgeschieden durch Tod. Bestand am 30. Juni 1904 4 192 70 1 373 13 1 015 55 24 870 06 178 376 25 4787 • 1043 5830 581 3 19 603 5227 58 234,58 " 9 940,24 M. D 68 174,82 M. 143 610, " Die eingezahlten Geschäftsanteile betrugen am 30. Juni 1903 M. Einzahlungen wurden gemacht für • Mithin Bestand am 30. Juni 1903 Die Haftsumme der Mitglieder betrug am 30. Juni 1903. Dieselbe erhöhte sich im laufenden Jahre um 127/7 Mithin Betrag der Haftsumme am 30. Juni 1904 Berlin, den 13. Oftober 1904. . . 5332+ ES Arbeiter- NotizGardinen- Salender 1905 Spezialhaus Berlin S., 158, Emil Lefèvre. Oranienstr. 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