100 Nr. 174. Grscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 206 Vorwärts 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige gen Auslands Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preislifte für 1892 unter Nr. 6652. 9. Jahrg. Jnsertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. 7001 Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Staatssozialismus. Auf unseren Artikel in Nummer 168 vom 21. Juli antwortet Vollmar jezt in Nummer 168 der Münchener Post" vom 27. Juli. 200 Donnerstag, den 28. Juli 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Klassisches Beweismittel, sodaß wir feine Ursache hätten, uns Kunstausdruck in einem gewissen Zusammenhang gebraucht um das deutsche Original", das auf dem Schreibtische Voll hat, ihm einen anderen, neuen Sinn unterzulegen. Vollmar mar's derweilen im Stillen gelegen, zu kümmern. Aber was handelt in seinem Aufsatz von deutschen Verhältnissen, von er aus diesem Original" der Originale in der Münchener der Stellung Bismarck's und der Wilhelm's II. zur Ar Post" wiedergiebt, bestätigt die Richtigkeit unserer Auffassung." beiterbewegung, und nur in diesem Zusammenhang erörtert Aber um Alles in der Welt, haben wir die ganze Zeit er den Staatssozialismus. Nicht ein beliebiges Gemeinwesen, Wir hatten, um den Thatbestand unanfechtbar festzu uns gewendet gegen das, was schwarz auf weiß der Deffent einen abstrakten Staat, sondern das Deutsche Reich unserer Tage, legen, die drei auf den Staatssozialismus fich lichkeit vorlag, oder gegen jene" Abschrift", die Vollmar nicht den Staatssozialismus als eine akademische Frage, sondern beziehenden Texte, wie sie sich in den Münchener Neuesten grundsäglich von jeder Arbeit" zu behalten pflegt, gegen den deutschen Staatssozialismus, nicht irgend eine ArbeiterNachrichten", in der Revue bleue" und in der Münchener ben nicht veröffentlichten deutschgeschriebenen Aufsatz", der bewegung in irgend einem Nirgendheim, sondern die deutsche Post" vom 6. Juli finden, nebeneinandergestellt und waren bis heute auf seinem Schreibtische ein verschwiegenes Dasein Sozialdemokratie sind der Gegenstand seiner Untersuchung. zu dem Ergebniß gelangt, daß dem Sinne nach die drei gelebt hat? Am 18. Juni erschien der Aufsatz Bollmar's in Ju Betracht kommen nicht blutleere theoretische Probleme, Terte dasselbe besagten, sowohl die von Vollmar als under Pariser Zeitschrift, die ihm rechtzeitig zugänglich geworden sondern höchst praktische Dinge, nicht Spiele mit Formeln, genau angefochtene Uebertragung der ,, Neuesten Nachrichten", als der Vollmarische Aufsatz in der französischen Zeitschrift ist. Aber es ist ihm nicht in den Sinn gekommen, diesen Auf- bie man so oder auch anders deuten und nüßen mag, und der von Vollmar als allein echt anerkannte Text der sa oder den Absah, welcher vom Staatssozialismus handelt, sondern grundsätzliche Gedanken. richtig zu stellen. Und ein Mann, der so vorsichtig ist, grund- Der Staat, in dem wir leben, ist ein Klassenstaat, er fäßlich" eine Abschrift seiner Arbeiten aufzuheben, sollte es, ist die politische Organisation der bürgerlichen Gesellschaft, trotzdem er zur Genüge Zeit und Gelegenheit hat, ver- die auf dem Gegensatz von Kapital und Arbeit sich aufbaut. säumen, gegen eine Uebertragung Einspruch zu erheben, die Dieser Gegensatz offenbart sich in dem Klaffentampf ungenau, die sinnentstellend, die unprinzipiell wäre? zwischen Bourgeoisie und Proletariat. Im Staat besigt Aber erst am 27. Juli, mehr als fünf die Bourgeoisie ihre Exekutive, und diese Exekutive handelt Wochen, nachdem die„ Revue bleue" erschienen, erst nach- im Auftrag und im Interesse ihrer Mandatare. Erfüllt dem ein Preßstreit sich entsponnen hat, erklärt Vollmar: die Exekutive diesen Zweck, den eigentlichen Staatszweck", Was der französische Uebersetzer schreibt ist für die so erhellt, daß jene Aufgaben, welche der ganzen GesellMünchener Post". Nun schreibt er: " " " Es bestätigt sich hier aufs Neue, daß das richtige Lesen eine sehr viel schwierigere Kunst ist, als das Auslegen nach den eigenen Gedanken und Wünschen des Lesers. Und zwar wird das Lettere un so leichter, wenn man sich noch ein so bequemes mit drei Textversionen zurechtmacht, wie es im vorliegenden Falle geschehen ist. Ein solches Mittel sollte aber doch aus einer ernsthaften Debatte von vornherein wegbleiben. Ich habe be reits erklärt, daß mein Auffah deutsch geschrieben worden ist, daß ich, wie grundsäßlich von jeder Arbeit, eine Ab- Sache völlig gleichgiltig, geht mich nichts an und hat einfach schaft dienen, nur von ihr erfüllt werden, weil sie den fchrift behalten habe, und daß der in Nr. 150 der Münchener aus unseren Erörterungen auszuscheiden." Glaubt Vollmar in Bestand des jetzigen Systems sichern und nur soweit sie Post" vom 6. d. M. gegebene Text der wörtliche Abber That durch diese Erklärung den Sachverhalt kurzerhand dies thun. Sobald wichtige Interessen der Besitzenden druck aus dieser Abschrift ist. Einer derartigen bündigen Erklärung pflegt man unter Ehrenmännern zu glauben, wenn fortdekretiren zu können? Aber doch nur da hat der follidiren mit den Interessen der Gesammtheit, wiegen die man sich nicht dem Verdacht aussehen will, daß man sich an Franzose einfach auszuscheiden", wo die Annäherung an letzteren nicht schwerer als eine Federflocke gegen ein die abweichende Version um deswillen hält, weil sich dann den Staatssozialismus" in Frage steht? Denn andere Bentnergewicht in der Wagschale. leichter streiten läßt. Was der französische Ueber Stellen, die Vollmar im Verlaufe seines letzten Artikels in's feter und der Rückübersetzer der deutschen Blätter schreibt, Gefecht führt, stimmen wörtlich überein mit dem Texte der tämpft gegen den heutigen Staat, der nichts ist als der Die Arbeiterklasse, die gegen die Bourgeoisie kämpft, ist für die Sache völlig gleich giltig, geht mich Revue bleue"! nichts an und hat einfach aus unseren ErBeauftragte der Kapitalistenklasse. Der Sozialismus, den dieser Staat verwirklicht, ist das Gegenspiel des demokraörterungen auszuscheiden." tischen Sozialismus. Werden vom Klassenstaat Betriebe und Funktionen, die bisher privatwirthschaftlich waren, in eigene Regie übernommen, so sind durchgängig bürgerliche Beweggründe für dies Vorgehen ausschlaggebend. Entweder beabsichtigt er, die bürgerliche Produktionsweise, diesen Stein des Anstoßes für das Proletariat, der beseitigt werden muß, wenn unsere Bartei ihre Ziele erreichen will, zu stützen und zu fördern. Der Staat handelt als Schutzpatron des Unternehmerthums. Wenn ich... fage, daß eine Reihe von Einzelforderungen Oder er tritt selbst auf als Unternehmer, der seinen Antheil zur stufenweisen Anbahnung einer besseren Gesellschaftsorganisation von uns angestrebt und schließlich mitbeschlossen an der Ausbeutung der Massen sich sichern, seine Einkünfte werden, welche man ganz wohl als staatssozialistisch" be- steigern, die Befizenden entlasten will. Der Staat handelt zeichnen tann, so hat diese Auffassung mit dem Prinzip als Vertreter des Fiskalismus. Die Verstaatlichung der gar nichts zu thun, sondern ist einfach danach zu be- preußischen Bahnen z. B. ist zu erklären aus militärurtheilen, wie man den Begriff Staatssozialismus sozialpolitischen und aus fiskalischen Rücksichten. Der Staat als definirt." Unternehmer profitirt nicht nur durch die Ausnutzung der Judeß wir hatten ja den nach Vollmar allein giltigen Text, das deutsche Original" akzeptirt, wir hatten ihn in unsere vergleichende Uebersicht aufgenommen, und diese Lesart ist demnach nicht für die Sache gleichgiltig", fie ist diejenige, die Vollmar etwas angeht". Giebt es ein sachlicheres, unbefangeneres, ehrlicheres Verfahren zur Ermittelung der Wahrheit, als dies, das gesammte Beweismaterial herbeizuschaffen, zu ordnen und einer prüfenden Vergleichung zu übergeben? Alle vorhandenen Lesarten Bollmar versucht nun den Nachweis, daß es Eines sei, wurden dem öffentlichen Urtheil unterstellt, unsere Kritik von einer Annäherung an den Staatssozialismus" zu stand unter Jedermanns Kontrolle, Alle hatten die drei Ver- reden, etwas Anderes, gewisse Forderungen" als staatsfionen vor Augen, um die es sich allein handelte. Am sozialistisch zu bezeichnen". Er erklärt: 21. Juli schrieben wir: " Um jedem Einwand sogleich die Spize abzubrechen, so sei festgestellt: Vollmar beklagt sich zwar( Münchener Post" Nr. 150 vom 6. Juli) über die„ Mangelhaftigkeit" des Berichts" der Neuesten Nachrichten" und erklärt( Münchener Post" vom 8. Juli): Der Vorwärts" wird aus dieser Gegenüberstellung ( der Bollmar'schen Lesart, von uns wiedergegeben in Kolumne 3 der Uebersicht, und des Texts der Neuesten Nachrichten") fehen, mit welchem Geschick das Bourgeoisblatt übertragen hat." Aber nie und nirgends, so sehr er die legungen, und dieser Satz ist ein Trugschluß. Hat ein Be- seine wirthschaftliche Machtstellung liefert ihm Zehntausende schlechte Uebersetzung der„ Neuesten Nachrichten" tabelt, wendet er sich gegen den französischen Urtext, der am 18. Juni griff erst eine geschichtlich festgelegte Bestimmung, ist mit von Leuten aus, die ihm auch politisch Heeresfolge leisten Serschienen ist, sodaß ihm, wenn er Anlaß dazu gehabt hätte, Beit einem bestimmten Wort eine bestimmte Bedeutung ein für müssen. Mit Einem Wort, der Staat ist hier entweder und Gelegenheit genug geboten gewesen wären, richtig zu stellen oder allemal verknüpft, so geht es nicht an, zuerst es anzuwenden Diener oder Kollege des Privatkapitalismus. zu dementiren. Der Text der Revue bleue" ist demnach ein und dann, sobald man angegriffen wird, weil man diesen Wenn die Sozialdemokratie Verstaatlichung bestimmter do Spill Feuilleton. Nachdruck verboten.) stim 130) thu ti Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. [ 24 Der Schulmeister neigte seine faltige Stirn und die Er regung vermehrte noch sein greifenhaftes Bittern. Er und Jacquemin waren in diesem Augenblick so gut wie allein in der Gastwirthschaft, und Jacquemin fühlte, wie eine Hand die seinige drückte. Er wandte sich Herrn PetitWandru zu, der ihn mit einem Blick ansah, welcher zu sagen schien: Ich weiß Alles". Und gleichzeitig flüsterte der Lehrer ganz leise: Es geht Ghilaine gut. dun solid ökonomi ist der Angelpunkt der Vollmarischen Dar- Arbeitskräfte, nicht nur durch den Profit, den er einheimft, Dieser Satz eindrangen, beleuchteten in dem kleinen Zimmer jene fatale Babette erschien in diesem Augenblicke, ohne etwas zu Unordnung, die einer Abreise vorangeht. Packete bedeckten sagen, mit leisem Schritt und niedergeschlagenen Augen, den Tisch, allerhand Lappen und Fezzen hingen an den müden, beinahe welken Gesichtszügen, im Reise- Anzuge, im Möbeln. Ein umgeworfener Stuhl lag neben dem kalten schwarzen Mantel und kleinem Hut, unter welchem sie, all' Ofen, den die aufgehende Sonne zuweilen mit fahlem ihrer Trauer zum Troß, immer noch hübsch genug aussah. Schimmer übergoß; und je heller es wurde, desto mehr trat Vater und Tochter wechselten kein Wort. Jacquemin auch von den Einzelheiten dieses chaotischen Durcheinanders blickte unruhig umher, und Babette knöpfte ihren Mantel hervor. Strohhalme und fettige Zeitungsfeyen bedeckten den zu. Die Uhr schlug und infolge seines merkwürdigen Zuzerkragten schmutzigen Fußboden. Dunkle Staubflecken sammentreffens hörte fie nach zwei Schlägen auf und der und Spinnenweben hafteten an den Mauern, wo die Bilder große Kupferne Perpendikel blieb stehen. Jacquemin sah fortgenommen worden waren; die herausgezogenen Nägel auf das Ziffernblatt, der Beiger wies auf fünf Uhr. hatten auf der Tapete weiße Löcher hinterlassen, im Hinter- Weder er noch Babette dachten daran, die Gewichte, die an grunde des Zimmers befand sich ein Wandschrank, deffen ihren kupfernen Ketten bis zur Erde hingen, aufzuziehen. Thüren weit aufgesperrt standen und die Fenster, von denen Es war ein todtes Ding mehr, das sie da zurücklassen die Vorhänge entfernt waren, schienen vor Frost in der mußten, und ein Geräusch weniger, das sie in dem Leben, Frische des Morgens zu zittern. das nun vergangen war, beständig vernommen hatten. Babette unterbrach plötzlich das Schweigen: Wann werden wir abreisen? fragte sie. Es ist Zeit, antwortete Jacquemin. Kurz vor fünf Uhr bewegte es sich im Hause und Jacquemin kam nach einigen Minuten in das Zimmer. Er war blaß und sehr still. Sein Gesicht sah aus, als wäre i dont dies abgemagert, obwohl seit der Nacht, in der man Toubeau Jacquemin erbebte bei diesen Worten. verhaftet und weggeführt hatte, noch nicht mehr als ein Danke! antwortete er. Tag verflossen war. Und er wandte sich von neuem Herrn Petit- Waudru zu; in den Augen des Greises blinkten Thränen. Indessen erwachte der Sergeant von seinem Schlummer, fuhr sich mit der Hand über's Geficht und sagte: Jean Jacquemin. Dann nahin er ein Papier vom Tisch, das einen Passir schein darstellte, gab es dem Steiger und sagte gähnend: Sie können nach Hause gehen. V. Die Strahlen der Morgenröthe, die an diesem Morgen awischen vier und fünf Uhr in das Haus auf der Uferstraße Werden wir Herrn Petit- Wandru noch einmal sehen? Ich habe ihm gesagt, daß wir nicht vor acht Uhr abreisen würden. Und er fügte hinzu: Er lauschte an Babette's Kammerthür und klopfte an, um sie zu wecken. Mit einem Blick übersah er die verschiedenen Gegenstände ringsumher, eine große Reisetasche, einen Bettsack, einen Kasten, der gegenüber dem Tisch auf Dorf sein. gestellt war. Auf dem oberen Theile des Kastens war eine Adresse angenagelt, auf der geschrieben stand: Mademoiselle schrieben war: Jacquemin in Brügge. Abzuliefern am Bahnhof. Jacquemin stieß mit dem Fuße die am Boden liegenden Papierschnigel und Fezzen beiseite und machte die Thür zum Borsaal weit auf und sah rund um sich die kahlen, staubigen, nackten Wände. Um acht Uhr würden aber schon zu viele Leute im Babette zeigte auf die Kiste, auf welche ihr Name geHat nicht Herr Petit- Waudru es übernommen, das zu expediren? Ja, sagte Jacquemin. Sie fuhr fort: Er wird wohl auch das verkaufen, was wir hier zurück Betriebe und Funktionen fordert, so in der Regel nur, damit| zeichnen kann. Diese Erwägung hat auch dazu mitdesto schneller die wirthschaftlichen Vorbedingungen für die gewirkt, daß bei Ausarbeitung des neuen Programms. Umgestaltung der Produktionsweise, für die Beseitigung ein besonderer Satz gegen den Staatssozialismus.... wegdes Klassenstaats geschaffen werden. Was der Klaffenstaat gelassen wurde." Wir meinen, das ist deutlich. unternimmt, weil die Gesammtinteressen der Herrschenden Und nun vom Staatssozialismus zum RegierungsOrganismus das Rückgrat zerbräche und ihm dann noch zu gemuthet würde, dasselbe zu leisten wie vorher. Dagegen wehre ich mich, daß der Sozialdemokratie ihr Nückgrat zerbrochen, d. h. ihr Prinzip, der Klaffenkampf gegen die herrschenden Klassen und die Staatsgewalt, durch eine lahme Taktik und Kampfweise und durch den ausschließlichen Kampf für sogenannte es gebieten, erscheint uns gegebenen Falls empfehlenswerth, sozialismu3! Daß wir der„ Revue bleue" den bemerkens praktische Ziele in den Hintergrund geschoben wird." speil die Expropriation der Expropriateurs durch die bewerthen Baffus entnommen haben, der Vollmar's Stellung Bollmar will zum Schluß seine Leser glauben machen, schleunigte Berdichtung und Zentralisation der Produktions- zum heutigen Régime in ein helles Licht setzt, hat ihn daß wir Groß- Inquifitoren seien, die ein Keßergericht über mittel erleichtert wird. verdrossen. So verdroffen, daß er sich eine objektive Un ibu abhielten, oder öffentliche Ankläger, gleich jenem AnMag man mun den Staatssozialismus faffen als bloße wahrheit zu Schulden kommen läßt. Er behauptet nämlich, tläger des Konvents. Die Objektivität unserer Darlegungen Ausdehnung des Staatsbetriebes", oder so, daß sich seine der Vorwärts" habe mit diesem Zitat einen ganz neuen, ist die schärfste Widerlegung dieser gefühlvollen Infinuation. Souveränetät auch auf das wirthschaftliche Gebiet in dessen bisher ans Uebersehen oder besonderer Schonung gegen Wir wenden uns nicht gegen die akademische Erörterung vollem Umfange erstrecke, sodaß dem Staate nicht nur mich( Vollmar) nicht angeführten Grund zu einer noch weit des Staatssozialismus, obwohl unseres Erachtens etwas die Regelung des ganzen Verhältnisses zwischen Arbeit schwereren Anklage gefunden". Vollmar hat demnach, und gebern und Arbeitern zusteht, sondern daß auch die Ueber das wundert uns, ganz vergeffen, was der Vorwärts" in Neues darüber nicht gesagt werden kann), sondern gegen den Versuch, opportunische Anschauungen in die Partei hinein führung beliebiger Theile der Güterproduktion unter die seinem Artikel:" Staatssozialismus", Nr. 160 vom 12. Juli, zutragen und dadurch Agitation und Taktik der SozialOberleitung oder selbst in den unmittelbaren Betrieb des geschrieben hat: demokratie, die im Boden des Klaffenkampfes wurzelt, zu Staates in feiner Befugniß liege( Wollmar in der Münchener " Zu welchen schiefen Schlußfolgerungen von Vollmar auf verwirren und zu gefährden. Würde das Proletariat Post" vom 28. Juli, Revue bleue" S. 789)"," fein Wesen Grund seiner irrigen Auffassung des Staatssozialismus gebleibt das gleiche und unsere Stellung ihm gegenüber ist langt, das offenbart sich in der Art, wie er die Feind daß es nicht geschieht, dafür bürgen sein Klassenbewußtsein schaft der Macht haber gegen die Sozial- und seine Vergangenheit die Vollmarischen Wege wan die alte. bemokratie bespricht. Er wundert sich über delu, so zerbräche es die Waffen, mit denen allein es den Diese Feindschaft und bedauert sie. Ja, sollen Feind fällen fann. Darum teine Verwässerung, keine Ver die Machthaber uns denn dankbar dafür sein, daß wir die sumpfung! Unterlage ihrer politischen und ökonomischen Machtstellung verneinen Sie find nicht so gemüthlich zu glauben, zwischen unferem und ihrem„ Sozialismus" beſtünde nur ein Gradunterschied." 106 110QT Politische Lebersicht. Was der Staatssozialismus bislang geleistet, ist sattsam bekannt. Seine Tendenz, die Arbeiterklaffe politisch und wirthschaftlich zu fuechten, sie ihrer Selbständigkeit zu be rauben und zu einem Werkzeug in der Hand der Herrschenden zu machen, tritt flarer and flarer zu Zage. Er verstaatlichte die Eisenbahnen und läßt die Bahnarbeiter am Hungertuche nagen, er monopolisirte Post- und Telegraphenwesen und maß- Unsere Ansicht, daß diese Meinung der unverfälschte regelt und exploitirt die Angestellten, er gab uns die Zwangs Boffibilismus, die offenbare Kompromißpolitik, der Reversicherung, die reine Nenorganisation der Armenpflege, er gierungssozialis mus sei, ist durch die letzte Entgegnung Berlin, den 27. Juli. gab uns zum„ Schutz der nationalen Arbeit" die Schutzölle, Vollmar's nicht im mindesten erschüttert. Wer unbefangen er bescheerte uns mit seiner erziehlichen Wirkung" das feine beweglichen Klagen darüber liest, daß die Gewalthaber Afrikanisches. Der Reichs- Anzeiger" veröffentlicht Sozialistengefet, er verlieh uns eine Gewerbenovelle, die eine so einfichtig sind, in uns ihre Feinde zu sehen, wird uns einen am 24. Juli eingegangenen Bericht aus Daressalam, 1. homöopathische Gabe von Arbeiterschutz in einem Meer, von barin beistimmen. Von unserem Urtheil läßt sich auch in Juli 1892 des kaiserlichen Gouverneurs von DeutschUnternehmerfreundlichkeit extränkt, er schuf in Preußen den diesem Betracht nichts abdingen. Die Herrschenden müssen Kilimandjaro- Gebiet nebst einer Anzahl diesem Bericht bei: Ostafrika, Herrn v. Soden, über die jüngsten Vorgänge im Knappentru, kurz, er zeigte sich allewege als der getreue in der Arbeiterklasse die Erbin der bürgerlichen Gesellschaft, gefügter Anlagen. Unter diesem befinden sich auch zwei Eckart der Bourgeoisie. die Macht erblicken, welche mit dem Kapitalismus Bollmar aber meint, daß jede ernstliche sozial reinen Tisch machen und ihn sammt seiner politischen Brotokolle über die Vernehmung des Unteroffiziers Bartel reformatorische Maßregel unter den Begriff des Staats- Organisation abschaffen wird. Politik ist kein Kinder- und des Lazarethgehilfen Wiest über die Kilimandjarofozialismus" fallen würde, wenn man seine oben angeführte füßen", hat einst der alte Demokrat Ziegler gesagt. Und Offäre. Hebel Definition zu Grunde legen würde. Das wäre nicht der Klaffenkampf, der des gesellschaftlichen logischer, als wenn man jede Handlung zielsicherer prole- Fortschritts, nothwendige Bedingung für die die tarischer Politik unter den Begriff der Bourgeoispolitik Befreiung der Arbeiterklasse, kann nicht geführt werden fallen ließe. Denn Vollmar muthet dem Klassenstaat eine durch Austausch diplomatischer Höflichkeiten, mit so kompromißAbsicht, eine Thätigkeit, eine Weltanschauung zu, die lichent wie fompromittirlichen Manövern. Klingt es nicht durchaus unvereinbar ist mit seinen grundlegenden Bestand eigen aus dem Munde eines sozialdemokratischen Abgeordtheilen, seinen Einrichtungen, seinem Wesen. Die Besißenden neten, wenn er den Caprivi und Genossen ans Herz legt, müssen durch die arbeitenden Klassen zu jedem Zugeständniß die berechtigten Forderungen des Sozialismus" gezwungen werden, jedes Zugeständniß ist das Ergebniß zu erfüllen? Kennt Bollmar unberechtigte Forderungen der Langwieriger, zäher Kämpfe, der Klassenstaat tritt nicht in Sozialdemokratie? " " Aftion von sich aus, weil es seinem Zwecke entspricht, son- Jedennoch Vollmar ist nur folgerichtig in seiner Anbern unter dem unwiderstehlichen Druck von außen. Er schauung vorgeschritten. In seiner Münchener Eldoradotreibt soziale Bolitik nicht aus freien Stücken, sondern unter Rede aus dem Jahre 1891, über die der Erfurter Parteieinem Zwang, gegen den er sich wehrt mit Zähnen und tag sein Urtheil gefällt hat, malte er uns den Wanderer, der Nägeln. auf dem langen und dornigen Wege zum fernen Ende. Mit dem anrüchigen Namen des Staatssozialismus, feine Hoffnungen nicht blos aufrechterhalten könne durch der staatssozialistischen Forderungen, die Forderungen zu den Anblick des in nebelhafter Ferne sich abzeichnenden belegen, welche die Sozialdemokratie in ihr Programm auf- Bicls". Da sprach er davon, daß eine nicht nuwesentliche genommen hat, ist in der That ein starkes Stück. Wäre es Menderung in der Regierungspolitik eingetreten" sei, da nicht so unlogisch, müßte man sagen, daß es beleidigend rief er:" Dem guten Willen die offene Hand!"" Unkenntwäre. Es genügt beiläufig zu erinnern an jene Klique der niffe" meinte er, und Vorurtheil machen nicht wenige Staatssozialisten, die von 1873 an ihr unfeines Wesen bei gute Menschen zu Gegnern unserer Bestrebungen", mus trieben, an den Klüngel von Pfaffen und anderen wir müßten Selbstkritik und Selbstbeschränkung üben Reaktionären, die unter dem Panier der Wichern und u. s. w. i. f. w. Stöcker sich sammelten, an jene Leute, von denen Rudolf Ein neues Glied in der Rette ist seine neueste Dekla Meyer jagt:„ Die Staatssozialisten, zu denen A. Wagner ration, worin er es der Regierung zum Vorwurf fanrechnet, überging, zogen erst ein Paar Renegaten aus der Sozial- daß sie den Klassenkampf nicht für ein Schäferspiel hält. demokratie an sich, vermehrten dann ihr Programm um jede neue Idee, die Bismarck auf wirthschaftlichem Gebiete faßte, wurden ganz und gar seine gehorsamsten Diener, feine Leute par excellence und beschäftigten sich schließlich mit Antisemitismus." Wenn Vollmar erklärt, es sei unrichtig, daß er die Annäherung" an den Staatssozialismus als Grund für bie Nichtaufnahme jenes gegen den Staatssozialismus gerichteten Artikels in das Erfurter Programm bezeichnet habe, so beliebt es uns nicht, mit Worten zu streiten. Bollmar sagt ausdrücklich in der Münchener Post" vom 6. Juli: Werden doch im Gegentheil eine Reihe von Maßnahmen .... von uns angestrebt und mitbeschlossen werden, welche mau ganz wohl als staatssozialistische be" Laffen? findet? Wo legen wir die Schlüssel hin, daß er sie Auf den Tisch. Wenn er hereinkommt, wird er sie sofort sehen; die Thüre werden wir nur anlehnen. Und was Bebel in Erfurt von der Vollmar'schen Taktik gesagt hat, gilt heute doppelt: " Nach seiner Taktit tämen wir mit Naturnothwendigkeit dahin, daß wir über der ausschließlichen Agitation für naheliegende Aufgaben schließlich vergeffen, daß wir eine sozialdemokratische Partei sind, daß wir vergessen, daß Staat und Gesellschaft von heute Tod= feinde der Sozialdemokratie sind und es ein Pattiren mit diesen nicht giebt.. Volimar will also hiernach in der That eine gänzlich neue Zaftit der Partei inauguriren. Wenn wir so agitiren wollten, wie Bollmar es wünscht, dann würden wir nothwendiger Weise eine Opportunitätspartei im allerschlimmsten Sinne des Wortes werden. Gine solche Taktik wäre etwa für die Partei dasselbe, als wenn man einem lebenden betrachten, während die Händlerin mit verlegener Miene in einen benachbarten Saal ging. Jacquemin löste zwei Billets nach Brügge, ging dann hinaus und wartete mit Babette auf den Augenblick der Abfahrt. G3 erhellt daraus, heißt es in dem Bericht des Gouver neurs, daß unser Verlust in zwei weißen Offizieren und 32 Soldaten besteht, und daß der Grund des Rückzuges por allem wohl darin zu suchen ist, daß die beiden europäischen Difiziere gleich am Anfang der Aktion gefechtsunfähig wurden und die Munition ausgegangen war. Weshalb die stets als uneinnehmbar bezeichnete Station nicht gehalten wurde, läßt sich aus den bisher vorliegenden Angaben noch nicht ent nehmen. Nachdem ich bisher Herrn von Manteuffel bas bin instruirt hatte, sich auf einen Entsatz der Kilimandjaro- Station zu beschränken, diese wieder zu feßen und Kompagnieführer Johannes, der vorsichtig und mit den Verhältnissen vertraut ist, dort zu lassen, um den Versuch zu machen, allmälig wieder friedliche Verhältnisse herzustellen, habe ich angesichts der neu geschaffenen Lage diese Inftruktion dahin abgeändert, daß Herr v. Manteuffel sich zunächst an der Grenze, in Jfungu oder sonst in einer gesicherten Stellung beobachtend festfehen und die Ereignisse am Kilimandjaro ab warten soll, bis ich auf seinen Bericht hin weitere Entscheidung treffen würde. Zu dieser Instruktion veranlaßten mich die nachstehenden Erwägungen: 1. ist außer einer Station am Kilimandjaro zunächst für uns nichts weiter zu verlieren noch zu beschützen, höchstens die Missionen könnten dabei in Frage kommen, doch liegt in dieser Beziehung tein Grund zur Beunruhigung vor; 2. sind voraussichtlich jetzt alle Häuptlinge in Freunde schaft und Furcht gegen uns verbunden, ein Verhältniß, das in furzer Zeit sich ändern und möglicher Weise in das Gegen theil umschlagen fann, weshalb auch von diesem Standpunkt aus teine Gefahr im Verzuge ist; 3. tommnt es vor allem darauf an, den Häuptlingen in Njambara, wie Simbodja und anderen unsicheren Leuten, durch Erscheinen einer starken Truppenmacht jede Lust zu benehmen, auch ihrerseits sich zur Unbotmäßigkeit hinreißen zu lassen; ist ein friegerisches Vorgehen innerhalb des Kilimands 4. jaro- Gebiets auch mit an sich überlegenen Streitkräften jeder Beit im Erfolg unsicher. Selbst ein Sieg würde nur durch große Aufwendungen für eine dauernde Befehung Erfolge für uns haben. Schließlich bemerke ich noch, daß ich nach Abgang der Post mich persönlich nach Tanga zu begeben gedenke, um dem Schauplatz und Herrn von Wianteuffel( dem Oberführer ber Kilimandjaro- Truppe) etwas näher zu sein. " In einer der nächsten Nummern beginnen wir eine Artikelreihe über den Staatssozialismus. Jm Thale herrschte nun wieder völlige Ruhe. Das Waffer plätscherte leise an den alten schwarzen Brückenbogen, Menschen schritten über die Nasenteppiche am Ufer, in dem Dorfe wurden die Thüren geöffnet und die Leute Sie schwiegen wieder. Jacquemrin nahm die Reisetasche. begannen sich zu unterhalten; jeder Winkel des Gäßchens Aus einer Ecke, wo der kleine Holzkäfig hing, kam ein leises Es hatte noch nicht sechs Uhr geschlagen, als man auf hatte bei dem hellen Sonnenschein eine strahlende Mauer Bwitschern. Das junge Mädchen hob ein Stück altes Band dem schwarzen hohen Viadukt von Pont- sur- Sambre den aufzuweisen, jede Wohnung ein sonnenbeschienenes Fenster, auf und wollte es an dem Ring des Käfigs befestigen, als Personenzug dröhnend dahin rollen hörte. Hinter einem jeder Grashalm einen Thautropfen, der wie ein Diamant die Stimme ihres Vaters sie daran verhinderte. Fenster der dritten Klasse sah das bleiche starre Gesicht des funkelte; und auf der Uferstraße hörte man immer noch in Laß den Vogel, Babette. Herr Petit- Waudru wird jungen Mädchens nach dem Dorfe hinab, dessen Dächer bem Käfig, der an dem verlassenen Hause befestigt war, den ihn gut verpflegen. Ein Vogel, den man mit auf die Reise unter der Brücke immer weiter zurückwichen. Sie und ihr blinden Bogel sein Lied schmettern. nimmt, ist eine unnöthige Last. Bater redeten kein Wort, während sie der Waggon hinweg Biertes Buch. Das Gesicht Babette's wurde noch betrübter. Zuerst trug. Babette sah, wie die gewohnten Schattenbilder sich schien sie unschlüssig und hörte, in Gedanken versunken, dem entfernten, das wohlbekannte Thal, der Weg, der sie an Eine verebelte Kneipwirthin und eine Kloster munteren Zwitschern des Finken zu. Dann hing fie jenem Winterabend mit Schneegestöber empfangen hatte ruine, aus der neues Leben erblüht. ein letztes Mal, wie es ihre Gewohnheit war, den und von dem sie jetzt im fühlen Sonnenstrahle wieder Unter den alten katholischen Klöstern in Flandern war Käfig in die Sonne, in deren Strahlen der Bogel sein scheiden mußten. Nur die braune Erde, die sich mit dem das alte Beguinenkloster in Brügge eines der berühmtestert. zarten Grün der Bäume zu schmücken begann, schien ein Das Kloster cristirt nicht mehr, und seine Geschichte hat es luftiges Lied hinaustrillerte. Es ist Zeit, sagte Jacquemin, der Zug nach Charleroi Andenken an sie bewahren zu wollen. Dieses ganze Land, nur noch im Geiste der Wenigen überlebt, die sich um ders geht in einer halben Stunde ab. das sie verließ, erschien überwältigt von dem rasch gleichen kümmern. Von dem Gebäude ist nichts mehr übrig, Es wurde wieder still. Jacquemin legte drei oder vier auf einander folgenden betäubenden Ereignissen und als wie zu seinem Angedenken ein weiter Sof, der ftellen Echlüffel, die an einem Schlüsselring befestigt waren, auf erschüttert durch die schwindel erregenden Katastrophenweise gepflastert ist und geschmückt mit kleinen dreieckigen schwindelerregenden den Tisch. Babette nahm den Bettsack auf und sie gingen aber hier war es, wo eines Tages ein junger Mann mit Rasenplägen und in regelmäßigen Zwischenräumen mit großen hinaus. Der Bater machte die Thüre zu, ohne sie ab- ihr gesprochen, und in diesem Frühlingshauche, sagte sie sich Bäumen bepflanzt und ganz umgeben von alten fleinen zuschließen. Sie fühlten Beide wie ihr Herz flopfte, nun da ganz leise, daß sie hier ihre Seele ließ. Häusern mit fleinen spißen Giebeln und mit kleinen Thüren Der Zug eilte dahin, fie sah unter sich die glänzenden und Fenstern. Ein Kanal fließt rings um diesen Blaz, wie sie wieder in eine andere Gegend ziehen mußten beim Scheine der Morgensonne, die heiter auf ihren Weg herab- Wellen der Sambre, und ihre Augen, die voller Unruhe die ein Graben um eine befestigte Stadt, und die Brücke, die lächelte, während sie so den Fußsteig hinter den Häusern wechselnden Landschaftsbilder betrachteten, nahmen plötzlich zu dem Platze führt, ist mit einer Vorhalle verbunden, in ganz unten am Ufer des Wassers ein fleines Haus wahr, deren mit Glasscheiben versehenen Nischen blutende Christus, dahinschritten. Bis zur Eisenbahn begegneten fie Niemandem. Auf dessen Thür geschlossen war. Ihr Blick haftete lange an bilder und gemalte Madonnen Platz gefunden haben. Das dem Bahnhof trafen sie zwei Reisende, die sie kannten, und dem kleinen Dache, welches immer mehr zusammenschrumpfte Alles erscheint ebenso alterthümlich wie verwildert. Das die den Morgenzug ebenso wie sie zu benutzen gedachten. und an diesen lieben Mauern, an der breiten steinernen, Wasser bespült die mit Moos bewachsenen schwarzen Ter eine war ein Kleinbürger aus Pont- sur- Sambre, mit sonnenbeschienenen Schwelle, wo sie oft sich niedergelassen Mauern des Klosters, und eine Mühle, die man dem Jacquemin einige Mal zu thun gehabt hatte; die hatte, zum legten Male sandte sie ihnen ein herzinniges rauschen hört, steht mitten im Kanal. Jezt bildet dieser Platz ein Stück Altstadt, der von Bürgern andere eine Handelsfrau aus dem Dorfe, die einen Laden Lebewohl. Ju ihre Augen traten Thränen, ihre Seele empfand ein bewohnt wird und wird und immer noch für ein Klofter hatte, in dem Alles zu haben war, Spezereiwaaren und Krämereien aller Art, deren Kundin Babette beständig ge- unendliches Weh. Der Zug floh immer schneller dahin. gehalten werden könnte, eine Art Landhaus im strengen wesen war. Als der Steiger mit seiner Tochter eintrat, vermied es Felsen erschienen und verschwanden wie Gespenster vor den Rofotostyl, das mit gothischen Phantasieftücken verziert i der Bürger nach ihnen hinzusehen; er kehrte ihnen sogar Fenstern. Dann ward es plöglich dunkel und der Zug und weit draußen in einer Vorstadt, dicht am Fluffe, in dessen Wellen die Dächer sich hin- und herzubewegen den Rücken und ging an das Fenster, um die Wolken zu brauste in die Nacht eines Tunnels hinein. Ueber die Weltausstellung bringt die„ Norddeutsche gemeine Stimmrecht haben sich jetzt auch die organisirten samkeit geben wollen, sondern daß sie zwar auch die Waffe der Allgemeine Zeitung" folgende offiziöse Notiz: fatholischen Arbeiter angeschlossen. Das ist ein empfindlicher Arbeitseinstellung brauchen wollen, wenn es eben nicht anders In der Preffe ist mehrfach die Auffassung hervorgetreten, Schlag für die Klerikalen, die ebenso wie das Gros der gehe und wenn wenigstens die Möglichkeit eines Erfolges als ob die Entscheidung über die Weltausstellungs- Frage bereits Liberalen das allgemeine Stimmrecht bekämpfen. in den nächsten Tagen zu erwarten stände. Diese Auffassung muß als unzutreffend bezeichnet werden, und zwar schon aus dem Grunde, weil die feitens des Reichskanzlers von den ver Einbeten bündeten Regierungen erbetenen Aeußerungen über deren Stellungnahme zu dem Projekt und über die Stimmung der industriellen Kreise erst zum kleinen Theile eingegangen sind. in Aussicht stehe, stehe, daß sie den wirthschaftlichen Kampf, die Gewerkschafts- Bewegung, gleichzeitig aber auch den Belgischer Anarchistenprozeß. Lüttich, 26. Juli. für wirken werden, die Arbeiter, welche noch gleichgiltig beiseite politischen Kampf wollen, und daß sie unaufhörlich da Nach fünfstündiger Berathung beantworteten die Geoder im Banne der Gegner stehen, aufzurütteln und zu Kampfschworenen die ihnen gestellten 224 Schuldfragen meist be- genossen für die endgiltige Befreiung der Arbeiterklasse zu werben. jahend, obwohl sie größtentheils mildernde Umstände an- Es wurde ihm ferner begreiflich gemacht, daß die Arbeiterschaft nahmen und die Angeklagten für verführt oder überspannt des Kreises Reichenbach, soweit sie zur Erkenntniß der Ursachen Moloch Kapital. Die in den Alters- und Invaliden- erklärten. Nach fast zweistündiger Berathung veröffentlicht ihrer Klassenlage gekommen, der einzig in ihrer Art dastehenden versicherungsanstalten aufgesammelten Gelder erwecken den der Gerichtshof das Urtheil, nachdem der Vertheidiger vor Konfusionsräthe der„ Unabhängigen" nicht benöthigt und sie nicht Heißhunger des Kapitals. Das Gesetz bestimmt zwar, daß her den Gerichtshof beschworen, maßvoll im Strafmaße zu haben will. Endlich wurden auch die Angriffe und Verleumdie Gelder nur in öffentlichen Sparkaffen oder wie Gelder sein. Nach dem Urtheil erhalten, wie gestern schon Dungen, welche der unabhängige" Referent und seine paar Mitunabhängigen an anderer Stelle gegen die bewährten sozialdemokrabevormundeter Personen angelegt werden dürfen. Sofern erwähnt: Moineau 25 Jahre Zuchthaus, Wolff 20 Jahre tischen Parteiführer geschleudert, gebührend und unter dem unüber die Anlegung der Gelder Bevormundeter besondere Buchthaus, Guillemot 3 Jahre Gefängniß, Mathyffen, getheilten Beifall der Bersammelten zurückgewiesen und der„ Ungesetzliche Vorschriften nicht bestehen, hat die Anlegung in Marcotti, Lacroix, Massini jeder 15 Jahre Buchthaus, abhängige" hat sich auch gehütet, diefelben in diesen beiden BerSchuldverschreibung des Reiches oder der einzelnen Bundes- Hansen 10 Jahre Gefängniß. Der Urtheilsspruch macht sammlungen zu wiederholen. Folgende Resolution, gestellt vom staaten, oder unter gewissen Bedingungen solcher einzelner einen sehr tiefen Eindruck auf das Auditorium, das weit Genoffen Feldmann, wurde von den sehr zahlreich Bersammelten, fommunaler Rorporationen zu erfolgen. Auch bei der geringere Strafmaße erwartet hatte. Der Präsident ver- nachdem die Debatten in jeder Versammlung ca. 5 Stunden geReichsbank können die Gelder verzinslich angelegt werden. tröstet die Verurtheilten auf den Tag der Begnadigung, dauert, also das Für und Wider gründlich erwogen war, anLeider gestattet aber das Gesetz für den vierten Theil des welchen jeder durch sein Betragen beschleunigen tönne. genommen; dieselbe lautet: " In Erwägung, daß die Erreichung der wirthschaftlichen Vermögens der Versicherungsanstalten die Genehmigung der Moineau antwortet, er wolle nichts von der Bourgeoisie macht und die Befreiung der Arbeiterklasse von der Herrschaft Anlegung in anderen zinstragenden Papieren oder in Grund- und ruft: Hoch lebe die Anarchie!" Die Angeklagten werden des Kapitalismus ohne die Eroberung der politischen Macht stücken." Schon lange wird hierauf seitens profitsüchtiger dann unter lebhaften Mitleidsbezeigungen des Publikums unmöglich ist, erklärt die heutige Bersammlung an der bisherigen Kapitalisten spekulirt. Es werden von diesen freilich( viele Frauen meinen laut) abgeführt. Unter den Ge- Taktik der sozialdemokratischen Partei festhalten zu wollen. Sie Wohlfahrtseinrichtungen" für die arbeitende Bevölkerung, schworenen, Rechtsanwälten und dem Publikum zirkuliren erklärt nach wie vor mit allen Kräften und allen zweckmäßig ervor allem der Bau von Arbeiterwohnungen vorgeschützt. Subscriptionslisten zu Gunsten der Frauen und Kinder der scheinenden Mitteln für die Erreichung der sozialdemokratischen Dieser Vorwand soll den mäßigen Zinsfuß, unter dem das Berurtheilten, in welche bedeutende Beträge eingezeichnet Biele zu kämpfen. Insbesondere hält die Versammlung die Betheiligung an den verschiedenen Wahlen im Interesse der Agitation Rapital hergegeben werden soll, rechtfertigen, und alles das, werden. für geboten. um was der Binsfuß für das den Privatspekulanten herDie Cholera macht immer weitere Fortschritte. Go Ferner erklärt die Versammlung die gegen die Einheit der gegebene Rapital ermäßigt wird, ist für diese der reine Profit. Wie von einigen Blättern berichtet wird, hat der meldet unter dem 27. Juli die Tilsiter Allgemeine Bei- Partei gerichteten Bestrebungen der Unabhängigen" als nicht Borstand der Juvaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt tung", daß in Eydtkuhnen ein aus Rußland eingetroffener im proletarischen Interesse liegend," sondern direkt dagegen verstoßend." Sachsen- Anhalt bereits den Beschluß gefaßt, solche Wohl- Reisender als cholerakrank wieder über die Grenze zurück- Gegen diese Resolution stimmten in der Langenbielauer Ber fahrtseinrichtungen" von Privatspekulanten durch Darlehen befördert wurde. zu mäßigem Binsfuß zu unterstützen. Schwerwiegende Bedenken. Die von uns veröffentlichte vertrauliche Verfügung" der Reichs Postverwaltung gegen den Verband deutscher Post- und Telegraphenbeamten findet nirgends Billigung, wenn auch nicht die scharfe Rüge, welche sie verdiente. Bor Allem wird beklagt, daß der Vorwärts" solche Fühlung" in den Kreisen der Post- und Telegraphenbeamten habe. Die Kreuz- Zeitung" giebt einfach die Verfügung wieder, indem sie folgende Bemerkung hinzufügt: Ist diese Verfügung echt, so unterliegt sie auch nach unserem Urtheil schwerwiegenden Bedenken." Aus dem russischen Cholera gebiet berichtet die Kreuz- Zeitung": Eine„ Regierung" giebt es bei uns gar nicht mehr, die Orthodoxen prügeln sich mit den Evangelischen und Katholiken, die Christen mit den Muhammedanern, die Sunniten mit den Schiiten und alle zusammen sich mit den Juden. Da fast alles Militär nach dem Westen verlegt ist, und die hier zurückgebliebenen Bestände nur gering find, so konnten auch die Unruhen erst nach Ankunft von herbeigeholten Truppentheilen unterdrückt werden. Die Lage der Deutschen wird immer schlechter, selbst Juden erklären, daß sie troß der über sie verhängten Ausnahmegeseze mit den Deutschen nicht tauschen möchten. Diese Gesetze haben nämlich den Vorzug, daß sie vielfach nicht ausgeführt werden; sobald nur ein Beamter bestochen wird, denkt er überhaupt nicht mehr daran. Die Lage Der Deutschen ist deshalb so pretär, weil die panslavistische Agitation es dahin gebracht hat, daß sie sowohl den Tschinownits als dem Volke in hohem Grade verhaßt sind. Sobald nur einem Deutschen etwas am Zeuge geflicht werden fann, stürmen Alle auf ihn ein. Auch die Katholiken haben sehr viel zu leiden. Hinrichtung der D fammlung 18, in der Reichenbacher 17 Personen. Konstatirt sei gleichzeitig, daß sich diese Bäckermandel der„ Unabhängigen" aus dem ganzen Kreise Reichenbach rekrutirte, daß also Alles in Allem 18" Unabhängige" in Langenbielau, Reichenbach- Ernsdorf und Peterswaldau Summa Summarum vorhanden sind. Daß diese Thatsache konstatirt werden konnte, dafür sagt der Proletarier dem unabhängigen" Referenten aufrichtigen Dank. Daß die paar Leutchen nicht aufhören werden, Quertreibereien zu machen und zu stänkern, dafür bürgt uns das, was wir von denselben wissen, aber zur Klärung der Situation waren diese beiden Versammlungen einfach von unschäßbarem Werthe für die proletarische Bewegung der hiesigen Gegend; die Störenfriede haben sich das Wasser gründlich abgegraben." " " " -" Neber den mehrfach erwähnten Dr. Danneil, den die Die ausgeföhnte Weltdirne. Die Kölnische Zei Antisemiten, wie es heißt, auch noch als Reichstags- Kandidaten aufstellen wollen, bringt der Bielefelder Wächter" wie wir in tung" erstirbt wieder in voller Unterthänigkeit vor ihrem Bismarck. Wohl wendet sie sich noch gegen die„ Taktlosig der dortigen Volkswacht" lesen folgende neue Enthüllungen: „ Ein antisemitischer Voltsbeglüder. Die feiten", die Verdächtigungen" und und Insinuationen" der Erscheinung, daß selbst Leute, die sonst auf öffentliche Achtung sogenannten" Bismarckblätter. Der" Unwille über das Anspruch machen und sich zur Gesellschaft rechnen, die Anstand Gebaren diefer ungeschickten Presse" ist allgemein, und die und gute Sitte hoch hält, hinter zweifelhaften Existenzen herVerehrer des Fürsten bedauern, daß unterstützungsbedürftige laufen und dieselben als die geistig belebenden Vorbilder ihrer Elemente sich an ihn herandrängen dürfen, welche den Unrussisch bulgarischen Ver- antisemitischen Wolfsbeglückung" anerkennen und ausloben, muth des ersten deutschen Mannes" am liebsten wie ein schwörer. Sofia, 27. Juli. Nachdem gestern Abend ist so betrübend und widerwärtig, daß man die Pflicht Silberbergwerk ausschroten möchten. Die Gedanken und die Bestätigung der in dem Prozeß Beltscheff aus hat, auf das Treiben der Hetzer volles Licht zu werfen Empfindungen des ersten deutschen Reichskanzlers sind gesprochenen Todesurtheile eingetroffen war, hat heute früh und ihrer Gefolgschaft noch rechtzeitig einen Warnungsruf Unter die bezeichnete Sorte Berlen, die nicht jedem Reporter vorgeworfen werden sollten. in dem Hofe des Gefängnisses von Tscherna Djacmia, in entgegen schallen zu laffen. Alfo daher der Schmerz, daß der göttliche Sauhirt seine welchem ein großer Galgen errichtet war, die Hinrichtung von Agitatoren gehört der unrühmlich bekannte Dr. Danneil, Perlen den Säuen, den ganz gewöhnlichen und gemeinen Milaroff's, Alexander Karaguloff's, Popow's und Thomas ehemals evangelischer Geistlicher, der hier seit einiger Zeit wohnt und, nachdem er sich in Bielefeld nach Kräften diskreditirt hat, Reportern vorwarf, statt sich für seine Offenbarungen der Georghieff's durch den Strang stattgefunden. Der Hin- nach auswärts geht um dort seine bösartige, ben bürgerlichen wohlanständigen und ehrbaren Weltkupplerin, genannt richtung, welche ohne jeden Zwischenfall verlief, wohnten Frieden schwer bedrohende Heze in Szene zu sehen. Kürzlich „ Kölnische Zeitung", zu bedienen. Braucht der Fürst Bis- der Plakkommandant, der Staatsanwalt, mehrere Aerzte, hatte Danneil Ostfriesland zum Feld seiner Agitation ausersehen mard zu seinen schmutzigen Geschäftchen ein Dorchen Laken die Spißen der Behörden und die Verwandten der Ver- und bei seinem öffentlichen Auftreten so dreift gelogen, daß wir reißer, so soll ihm diese wenigstens durch die ehrbare Röl urtheilten bei. Raraguloff starb mit dem Rufe: Es lebe uns veranlaßt sehen, diesem Wahrheits- Apostel Stöcker'schen Be nische Frau Hurtig zugeführt werden. Makedonien!" die anderen drei starben mit dem Rufe: Es fenntnisses das Licht etwas unter die Nase zu halten. Danneil lebe Bulgarien!" erklärte nach einem Bericht des„ Ostfriesischen Anzeigenblattes" „ Ich bedanere jeden konfeffionellen Kampf", soll vom 20. Juli in einer Versammlung zu Doruum ebenso wie in Kulturfortschritte in Afrika. Die Eingeborenen anderen Versammlungen, er fei als Pastor nicht abgesetzt, Fürst Bismarck in Kissingen gejagt haben. Hierzu be merkt die ultramontane„ Kölnische Bolts- Beitung":" Welche Afrikas haben in kurzer Frist die Höhe der tausendjährigen sondern nur zum Zwecke feiner jebigen Agitationsreisen vorüberSelbstüberwindung muß es ihm demnach gekostet haben, als europäischen Kultur erklommen. Nicht blos sind sie bereits gehend aus dem Amte getreten; nach Beendigung feiner Reiseer den Kulturkampf vom Zaune brach! Daß er vor Theilnehmer der Streitigkeiten zwischen Franzosen, Eng- touren werde er jedoch in der Provinz Sachsen als Pastor Tausenden von Menschen einen solchen Satz auszusprechen ländern und Deutschen, sondern katholische" und" protestan- wieder angestellt. In der Anstalt Bethel des Herrn von Bodelwagt, ist entweder ein Beweis großartigen Mangels antische" Neger führen bereits gegenseitige Schlachten und schwingh sei er nicht, wie von anderer Seite behauptet werde, als Pflegling, sondern als befoldeter Beamte thätig gewesen, Erinnerungsvermögen oder ein arger Hohn auf die Ge- führen regelrechte Metzeleien aus, Alles zur größeren Ehre er habe aber wegen Zwiftigkeit unter den dortigen Beamten dächtnißschwäche und Denkfaulheit der Masse, zu welcher er gofeinen Boften niedergelegt. Bur Beglaubigung dieser seiner Ausfage präsentirte er einen Brief des Herrn Pastor v. Bodelschwingh, sprach." mit dem er als Freund und Kollege noch täglich im Briefwechsel stehe. Borstehende Mittheilungen tragen den Stempel der Ver logenheit an der Stirn und, wie wir hören, ist Herr v. Bodelschwingh auf den schändlichen Mißbrauch aufmerksam geworden, der mit seinem Namen getrieben wird. Mit Bezug hierauf ist uns folgendes Schreiben zur Veröffentlichung übergeben worden: ,, Bielefeld, den 22. Juli 1892. Kampf um das allgemeine Stimmrecht in Belgien. Der Agitation der belgischen Sozialdemokraten um das allscheinen, wie die vermummten Köpfe einer Reihe alter Weiber im Gebet. Es ist da, wohin, wie man sich erinnern wird, eines Abends Jacquemin gegangen war. Gottes". ふっぱ Parteinachrichten. " " ** Sehr geehrter Herr! Für die Reichstage- Erfahwahl im Kreise Löwenberg ist Seitens unserer Partei Genosse H. Keller aus Görlig als Randidat aufgestellt. Das Hirschberger Tageblatt" erklärt es für unwahr, daß Professor Kaufmann aus Breslau als nationalliberaler Kandidat in Aussicht genommen sei. In dem mir gütigft zugestellten Ostfriesischen Anzeiger" Nr. 54 vom 20. v. M. finden sich einige Auslaffungen des Bu jener Zeit, in welcher sich die Begebenheiten, von Schlechte Geschäfte hat ein Spekulant der„ Unabhängigen" Dr. Danneil wiedergegeben, in welchen sich derselbe u. A. auch benen hier die Rede ist, ereigneten, gehörte zu der Bahl der auch in Schlesien gemacht. Daselbst sprach er am 28. Juli auf meine Person beruft und angiebt, er fei in hiesiger Anstalt Bewohner des alten Beguinenklosters eine alte Dame, die in Langenbielau, am 24. Juli in Reichenbach. In beiden Ver- nicht als Pflegling, sondern als Beamter thätig gewesen, habe Gräfin de Rochefen, eine Französin aus einer burgundischen fammlungen fiel er total ab. Er wurde, wie der Proletarier" wegen Swiftigteiten unter den hiesigen Beamten seinen Poften Familie, die Wittive eines Grafen, der gleich ihr von berichtet, von den sozialdemokratischen Rednern und durch niedergelegt und stehe mit Unterzeichnetem als Freund und französischer Abstammung war. stürmische Fragen aus den Reihen der übrigen Anwesenden Kollegen noch täglich im Briefwechsel. Zum Beweis seiner AusUngefähr sechszig Jahre alt, brünett, von hoher Gestalt dringend ersucht, doch das Geheimniß zu verrathen, wie man eine fagen habe er einen Brief von mir präsentirt. gründliche Umgestaltung der gegenwärtigen Zustände herbeiführen Sollte der Betreffende wirklich diese Aussagen gemacht haben, mit derben Manieren und freier Ausdrucksweise, mit langer fönne, ohne resp. gegen die Majorität der arbeitenden Klasse. so muß ich sie von Anfang bis zu Ende als falsch bezeichnen! vornehmer Nase, starten Bügen, mit langen Locken wie Troß der allseitigen Versicherung, daß es auch uns zu langsam Dr. D. ist Pflegling unserer Anstalten gewesen, von seinem Ludwig XII., die ihr Gesicht einrahmten, und einem großen, gehe und daß alle Anwesenden sofort bereit seien, ihm zu folgen, Bater hier untergebracht, der auch für ihn bezahlt hat! Von gütigen Munde, schönen schwarzen Augen, aus denen wenn er, entgegen dem Wege, den die sozialdemokratische Partei Bwiftigkeiten unter den hiesigen Beamten, um deretwillen er feurige Heiterkeit leuchtete, mit einem Benehmen, das zwar marschire, einen anderen, fürzeren zeigen könne, mußte der Ünab- feinen Boften hier niedergelegt haben will, ist mir nichts bekannt, männlich erschien, aber zugleich das einer vornehmen Dame hängige" rund und nett erklären, daß er einen solchen Weg nicht wohl aber, daß er sich nicht entschließen konnte, die Wege in war; so war die Gräfin bei Lebzeiten des Grafen die Seele wisse. Da wurde ihm denn nun allerdings unzweideutig aus der Ver- die Stadt und in die Versammlungen aufzugeben, und daß dies und der Verstand ihres Mannes gewesen. Wenn er in fammlung heraus zu verstehen gegeben, daß er, wenn er dies nicht ihm zur Bedingung seines Bleibens in der Anstalt gemacht war! tönne, auch fein Recht habe, seine Zersplitterungsversuche unter der Es ist mir nicht erinnerlich, jemals einen Brief von Herrn großem Stile zu leben vermocht hatte, so war es ihr zu sozialdemokratischen Arbeiterschaft fortzusetzen, und daß er dem Dr. Danneil empfangen zu haben, jedenfalls habe ich einen solchen danken gewesen. Als achtbarer, verhältnißmäßig gebildeter, gemäß seine sonstige Weisheit für sich behalten solle. Durch diese nicht beantwortet, es müßte denn sein, daß ich, während er hier aber apathischer Mann, befand er sich, angetrieben durch Kundgebung der Versammelten fehr bemerkbar in die Enge ge- uns heimlich verlassen hatte, ihm die Bedingungen geschrieben, den hohen Edelsinn seiner Frau, unter jenen Edelleuten, trieben, erklärte der„ Unabhängige", daß das von ihm Vor- unter denen allein wir ihn wieder als Pflegling aufnehmen welche in der Zeit von 1830-50 sich in aller Loyalität getragene nun einmal feine Ansicht sei und so gut, wie er uns tönnten, aber auch dessen entsinne ich mich nicht! ER GUID den demokratischen Ideen hingaben und vor aller Welt die unsere Anficht laffen wolle, folle man ihm doch auch die feinige Hochachtungsvoll laffen. Darauf rief ihm einer unserer ältesten Genossen, der zwar gez. F. v. Bodelschwingh, P." Phrygische Mütze in ihr Wappen aufnahmen. Seit 1849 waren allerlei verhängnißvolle Ereignisse, tein Redner ist, aber schon seit 1863 in der sozialistischen Be Borstehender Brief dürfte vielleicht Manchem die Augen öffnen die mehr privater als öffentlicher Natur waren, Schlag aufwegung steht, sehr richtig zu:" Ja, ja, nehmen Sie Ihre An- über einen Menschen, der namentlich im hiesigen deutschsozialen ficht ruhig wieder mit nach Haufe!" Durch diese und ähnliche Reformverein eine hervorragende Rolle spielt." hatten eben ihre einzige Tochter verheirathet, und da sie der Unabhängige", der sonst nicht als schüchtern gilt, Berichtigung. Unter den im Monat April aufgeführten im Genusse eines ansehnlichen Vermögens waren, hatten sie allmälig, in eine ungemein friedliche Stimmung ge: Strafverfolgungen figurirt auch eine gegen Genossen Scherr und dieselbe kostbar ausgestattet. Darauf war im Dezember der kommen, die in seinen Worten dahin austfang, baß er 6 Genossen in Trier gerichtete Anklage auf Uebertretung des Staatsstreich gekommen. Der Graf war von Napoleon ver- deutlich zu verstehen gab, er sehe ein, daß der unabhängige Weizen Vereinsgesetzes. Irrthümlicherweise ist der Antrag des bannt worden und hatte sich nach Brügge geflüchtet. hier nicht blühen werde. Von der Bersammlung wurde dem Herrn, Staatsanwalts( 180 M. Geldbuße und Beveinsschließung) Sein großes Vermögen war einige Jahre später bei einer bessen Ausführungen allerdings alles andere, nur nicht radikal als Urtheil aufgeführt, während dieses auf Freisprechung waren vorausgesetzt, daß man unter Radikalismus etwas gelautet hat. Somit sind von den pro April aufgeführten fatalen finanziellen Katastrophe verloren gegangen. Kurze Anderes, als die Kurmethode des Doktor Eisenbart versteht 2054 M. Geldstrafe jene 180 M. in Abzug zu bringen. Einige Beit darauf war er gestorben. Die Gräfin blieb allein als auch recht begreiflich gemacht, daß die sozialdemokratischen Ar- Druckfehler( z. B. 28 eber Buhr statt Maler Buhr in Berlin, Wittwe mit 45 Jahren auf eine Leibrente von fünftausend beiter nicht die geringste Lust verspüren, sich zu Unbesonnenheiten Naumburg( als Gerichtsort) statt Neuenburg im Prozeß Franks, als Rest ihres verschwundenen Reichthums an- und zwecklofen Butschen hinreißen zu lassen, und den klein wider Fischer aus Matranftädt blieben unberichtigt, weil sie unmigjen. ( Fortseyung folgt.) falibrigen Hinterladern und Kanonen keine Gelegenheit zur Wirt- wesentlicher Natur sind und den Thatbestand nicht berühren.. Schlag einander im Leben der Rochefeus gefolgt. Sie ficht ruhig wieder mit nach Haufe!" zutreffende Bemerkungen aus der Bersammlung war * Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum Achtung! Achtung! Charlottenburg, Gambrinus- Brauerei, Sozialdemokratischer Wahlverein Wallstraße 46. Am Sonnabend, den 30. Juli ds. Js.: egenüber keinerlei erantwortung für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. II. Stiftungs- Fest Theater. Außergewöhnliche Versammlung! Heute Abend 82 Uhr beim Genossen W. Gründel, Dresdenerstrasse 116. Tagesordnung: Besprechung über die bevorstehende Lassallefeier und das Verhalten des Donnerstag, den 28. Juli. Gastroirths Herrn Rümpel in Treptow seinen gegebenen Versprechungen gegenFriedrich- Wilhelmstädt. Theater. über. Das Sonntagskind. Ostend- Theater. Heinrich Heine. Borher: Das Sonntagskind von Berlin. Kroll's Theater. Die Stumme von Portici [ 399/17] Das Festkomitee. Berliner Streif- Kontrollfommission. Am Freitag, den 29. Juli, Abends 8 Uhr, der Filiale Charlottenburg der Bentral- Krankenkasse der Töpfer. Großes Garten- Konzert, unter gütiger Mitwirkung des ,, Sängerchors der Töpfer"( M. d. A.-S.-B.) und des Voltshumoristen Genossen H. Osaug. Im Saale: Ball. Bellealliance- Theater. Das Kleine im Lokale des Herrn Deigmüller, Alte Jakobstrasse 48 a: Anfang des Konzerts 7 Uhr. Entree für Herren 50, Damen 30 Pf. Deffentliche Versammlung sämmtlicher Delegirten. Krokodil. Adolph Ernst- Theater. Ein alter Hallodri. Berl. Sommer- Theater ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg). Donnerstag, den 28. Juli: Tages Ordnung: 91/2 Das Komitee. 1. Fortjeßung der Distuffion über die demnächſtigen Gewerbegerichts- Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler u. s. v. wahlen in Berlin. 2. Anträge verschiedener Gewerkschaften( Schneider, Barbiere). 3. Verschiedenes.- Der wichtigen Tagesordnung wegen ist pünktliches Erscheinen die Pflicht sämmtlicher Delegirten. Ferner den Gewerkschaften zur Anmerkung: Am Montag, 1. August cr., findet Kommandantenſtr. 57( Berliner Reſſource) eine öffentliche Verfamm- am Benefiz- Vorstellung ung fämmtlicher Gewerkschaften Berlins behufs Stellungnahme zu den für die Geschwister Laura, Amelie und Gisela Neumann. Posse. Ballet. Spezialitäten 1. Ranges. Zum 21. Male:: Ein moderner Rasirsalon. Posse in 1 Akt v. L'Arronge. Inscenirt von Paul Pauli. Gold und Silber. Grosses Ballet- Divertissement. Prima Ballerina: Marie Ala. 6 SoloTänzerinnen, ein Solotänzer, Corps de Ballet 20 Damen. Geschw. Neumann als dirigirende Kapellmeisterinnen. BlumenCorso der Benefiziantinnen. Anfang: des Konzerts 612 Uhr, der Vorstellung 72 Uhr. Täglich: Grosse Vorstellung. PassagePanopticum. Neu! Blaue Grotte mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffetten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in fieben lebeusgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Viktoria- Brauerei. Lüzom Straße 111/112. Im Konzertgarten refp. Saal) ( außer Läglich Sonnabends): Stettiner Sänger. Stets wechselnd. Programm. Anfang 8 Uhr. Sonntags7 Uhr. Entree 50 Pfg. Wochentagsbillets à 40 Pf..( S. Plakate.) Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Zäglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Entree 30 Bfg. Hellmuth Peters. Anfang 4 Uhr. 2289L Altes Schüßenhaus, Linienstr. 5, ( neu renovirt) empfiehlt sich den werthen Vereinen zu allen Festlichkeiten, sowie Bersammlungen. Franz Beyer, 819 b. Berlin M., Chauffeeßtr. 103. Billigste Bezugsquelle für Wein, Liqueure, Rum, Cognac, Fruchtsäfte. 2725L Pommersche Küche, N.O., am Büschingplatz im Hause der Apotheke: Mittagstisch 30 Pf., Bouillon, Braten u. Kartoffeln oder Gemüse mit Fleisch. Abendtisch 30-50 Bf. Um geneigten Zuspr. bittet W. Runge, Büschingstr. 15. Vereinszimmer b. Flick, Simeonstr. 23. unter Garantie Tostet bei mir Jede Uhr 2 1,50 Mk. au repariren ( außer Bruch) Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold- u. Silberwaaren Naunynftr. 38, C. Wunsch,. b. Danienplay, Gewerbegerichtswahlen statt und werden die Gewerkschaften ersucht, recht zahlreich in dieser Versammlung zu erscheinen. Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Streik- Kontrollkommission. J. A.: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4, Hof I. Oeffentliche Versammlung sämmtlicher Mitglieder ( Filiale F.) Mitglieder- Versammlung Dienstag, den 2. August, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Nickolay, Elisabethkirchstraße Nr. 14. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1892. 2. Wahl eines Raffirer- Stell vertreters. 3. Verschiedenes. 305/10 Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht it was Die Ortsverwaltung. der Ortsfrankenkasse der Maurer Zahnarzt Robert Wolf, Chausseestr. 123, am Sonntag, den 31. Juli, Vormittags 10 Uhr, in der Aktienbrauerei Friedrichshain( vormals Lips). Tagesordnung: 1. Die Ursachen der Erlasse des Oberpräsidenten der Provinz Branden burg vom 22. Juni und 2. Juli 1892 betreffend Erhöhung der Beiträge. 2. Stellungnahme der Kassenmitglieder zur event. Einführung der freien Aerztewahl bei der diesseitigen Staffe. Quittungsbuch als Legitimation nicht erforderlich. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. A. Daehne, Vorsitzender. Simanowsky, Schriftführer. Berlags- Buchhandlung des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuth- Strasse No. 2. Folgende Gesetzes- Ausgaben unseres Verlages empfehlen wir zur Anschaffung: Kranken- Versicherungs- Geset vom 15. Juni 1883 in der Fassung der Novelle vom 10. April 1892. Mit erläuternden Anmerkungen, einem Anhange, enthaltend: die Ausdehnung der Unfall- und Krankenversicherung, die Unfall- und Krankenversicherung der in land und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen, und das Gesetz über die eingeschriebenen Hilfskaffen, und mod alphabetischem Sachregister. Taschenformat. Eleg. fart. 285 Seiten. Preis 1,20 Mr. Gesek, 101 betreffend die Gewerbe- Gerichte. Vom 29. Juli 1890. Mit erläuternden Anmerkungen, einer Nebersicht des Inhalts des Gesetzes und alphabetischem Sachregister. Taschenformat. Eleg. fart. 96 Seiten.- Preis 50 Pf. Gewerbe- Ordnung tür das Deutsche Reich vom 21. Juni 1869 in der Fassung des Reichs- Geseges vom 1. Juli 1883 und unter Berücksichtigung der durch die Geseze vom 8. Dezbr. 1884, 23. April 1886, 6. Juli 1887 und 1. Juni 1891 eingeführten Aenderungen. Mit erläutern den Anmerkungen und ausführlichem Sachregister. Zweite, durch die Ausführungs- Bestimmungen des Bundesraths vermehrte Auflage. Taschenformat. Elegant fart. 64 Seiten.- Preis 1 M. Verfassung des Deutschen Reichs nebst Wahlgesez für den Reichstag und Wahlreglement. Taschenformat. Elegant fart. 64 Seiten. Preis 30 Pig. Die Juvaliditätsund Altersversicherung der Arbeiter nach dem Reichsgefeh vom 22. Juni 1889 Turz und übersichtlich dargestellt. Jum Handgebrauch für alle bei der Ausführung des Gesetzes Betheiligten. Mit ausführlichem Sachregister und den UebergangsBestimmungen des Gesetzes. 68 Seiten. Preis broschirt 25 Pfennig. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Alle Buchhandlungen, Rolporteure und Zeitungsspediteure nehmen Bestellungen entgegen. Bei Aufträgen von Auswärts bitten wir um gleichzeitige Einsendung des Betrages.( Porto extra.) 1206b am Oranienburger Thor. Altenberg's dem. Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig. Anfalt, Neue Jakobstr. 9, Brunnenstr. 123, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36, Potsdamerstr. 57/58, empf. f. 3. Färb. u. 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Wie wir seiner gradezu trostlosen Anblick aber gewähren die Reihen steifer Stühle, Reichs nimmt Berlin unter den aufgeführten 19 größten Städten Beit mitgetheilt haben, hat sich am 26. Juni in Brandenburg auf welchen die Worte zu lesen sind:" Benutzung foftet 5 Pf.!" in der Zahl der wegen Verbrechen Verurtheilten erst die zehnte eine Vereinigung von Turnvereinen gebildet, welche mit„ Mär Also auch hier hat die Privatspekulation Eingang gefunden. Ob Stelle ein. fischer Arbeiter- Turnerbund" getauft wurde. Die Vereins- die paar Groschen Pacht, welche der Unternehmer des Aufstellens Auch den größeren Städten des Auslandes gegenüber steht gründung erfolgte nach den Berichten einer Anzahl Delegirter, der 5- Pfennig- Benutzungsstühle" zahlt, in den Stadtfäckel Berlin in Betreff der öffentlichen Sicherheit nicht ungünstig da. aus denen hervorging, daß es dem zielbewußten Arbeiter unter fließen oder nicht, wird doch wahrlich ohne Bedeutung Man darf wohl nur auf die vielen Morde hinweisen, die in den heutigen Verhältnissen nicht mehr möglich ist, Turnvereinen, fein. Die schöne Anlage wird durch diese steifen Stuhlreihen London fast unter den Augen der Polizei verübt worden sind, in denen die Bourgeoisie das große Wort führt, beizutreten. Es geradezu schimpfirt, es war doch wirklich nicht nöthig, den Park 3. B. die früher durch die geheimnißvollen Garotter" und in liegen sogar Beispiele vor, nach welchen Männer, welche ihre nach dieser Richtung hin geschäftlich" noch auszunußen. Einen den letzten zehn Jahren die vielgenannten" Frauenmorde, bei eigene freie Meinung besitzen, als Mitglieder überhaupt nicht wirklich interessanten Anblick bieten die Stammgäste" auf den denen es bis jetzt der dortigen Polizei nicht gelungen ist, die aufgenommen werden. So wird in dem Aufruf des„ Deutschen Stühlen, welche an der nach dem Tivoli zu liegenden Parkseite Thäter zu ermitteln. Nach dem„ Report of the commissioner Turnvereins" frisch, frei, fröhlich, fromm erklärt, daß Juden und aufgestellt sind. Hier geben sich die Konzertliebhaber des Halle- of Police of the metropolis for the year 1888" find allein Sozialdemokraten von der Mitgliedschaft ausgeschlossen schen Thores Rendezvous, welche sich ihren Lieblingsgenuß auf im Jahre 1888 in London 28 Morde begangen worden, während bleiben. Ein Turnverein in Rathenow exkludirte eine ganze An- Baunbillets( 5 Pf. pro Stuhl) verschaffen; da lassen sich interessante in Berlin in den letzten zehn Jahren nur 22 Morde vocgekommen sind. zahl seiner Mitglieder, weil sie in dem Ruse standen, Studien machen an diesen bürgerlichen Geiztragen! In letter Beziehung kann sich die Berliner Polizei getrost Sozialdemokraten zu sein. Die turnenden Arbeiter wurden durch Es ist unzweifelhaft, daß sich das Bedürfniß nach der Bedieses diktatorische Vorgehen gezwungen, sich ihren Turnverein schaffung weiterer Siggelegenheiten im Part fühlbar macht. mit der Londoner die Hand reichen: in Berlin kann sich auch kein selbst zu gründen. Als erst einmal der Anfang gemacht war, Abzuhelfen wäre der Sache ganz leicht. Man sehe die 5 Pfennig- Mensch darüber beklagen, daß zu viel Mörder entdeckt würden. nahm die Sache den besten Fortgang. Namentlich die kleinen ftühle aus dem Park hinaus und stelle dafür Bänke auf. Damit Für die Verhandlung gegen den Kommerzienrath Anton Städte der Mark bekundeten großes Interesse für die Turnfache wäre auch das ergerniß beseitigt, welches das Publikum an Wolff, beren erster Theil vor der Straffammer am 11. Auguft der Arbeiter. Berlin, welches sonst der Provinz immer mit dieser 5 Pf.- Schnorrerei nimmt. beginnen wird, sind drei Tage angefeßt. Wolff hat sich hier zugutem Beispiel vorangeht, hinkt in diefer Angelegenheit gewaltig Ein eigenartiges Schauspiel fesselte am Dienstag, den nächst wegen Unterschlagungen in 101 Fällen, welche die Summe hinterdrein. Einer der hauptsächlichsten Gründe, welche dies 26. d. M., Nachmittags, die Besucher des Müggelschlößchens bei von rund 5 200 000. darstellen, und wegen Untreue zu ververschulden, ist zweifellos die Einrichtung der städtischen TurnFriedrichshagen. Die Freie Volksbühne" veranstaltete die antworten. Der mitangeklagte Dittmar Leipziger soll in Bezug hallen. Die Schuldeputation würde sicher keinen Augenblick zögern, den Vereinen, welche sich offen zur Sozialdemokratie be- photographische Aufnahme eines großen lebenden Bildes, welches auf 4 Millionen gewerbs- und gewohnheitsmäßige Hehlerei be an ihrem Waldfeste( 14. August) zur Darstellung fommen soll. gangen haben. Dem Prokuristen Wolff's endlich, Szamatolsti, fennen, die Turnhallen zu verschließen. Man kennt ja die Schon Morgens in aller Frühe hatte ein Requisit großes Auf- wird Beihilfe bei fünf Unterschlagungsfällen zur Last gelegt. An " Toleranz" der freisinnigen" städtischen Behörden zur Genüge... sehen bei der Friedrichshagener Einwohnerschaft, hauptsächlich Beugen werden 20 Personen, darunter mehrere kaufmännische GutUm unter den Turnvereinen, welche der Arbeitersache nahe natürlich bei der Jugend erregt. Ein gigantischer Delphin wurde achter, geladen werden. Auf das Zeugniß der meisten geschädigten stehen, einen Berkehr anzubahnen, hat sich der Märkische Arbeiter nach der Bade- Anstalt am Müggelschlößchen gebracht, um die Personen konnte verzichtet werden, da Wolff geständig ist, daß er Turnerbund" konstituirt, welcher vorläufig nur die Vereine der Rettung des berühmten griechischen Sängers Arion den Kindern sich an den ihm anvertrauten Werthen vergriffen hat. Die Ver= Mark Brandenburg umfassen soll. Hoffentlich fällt diese Be- des 19. Jahrhunderts lebendig vor Augen zu führen. Gegen handlung findet im Sigungssaal I statt. Später wird gegen Wolff wegung auch in anderen Provinzen auf guten Boden, so daß die Abend war der Strand des Müggelsee's von einer hundert- noch wegen betrüglichen Bankbruches vor dem Schwurgericht verGründung eines Deutschen Arbeiter Turnerbundes" sich bald föpfigen Menschenschaar umlagert, während auf den Brücken handelt werden. verwirklichen kann. Der erste Bundes- Turntag wird in Berlin der Bade- Anstalten die herrlichsten Griechinnen in weißen am 18. September stattfinden. Die Turnvereine, welche dem und bunten Gewändern, geschmückt mit Kränzen und blizenden Das Diebeshandwerk ist im Laufe dieses Monats in Bunde beitreten wollen, werden ersucht, Delegirte zu wählen und Spangen und ausgestattet mit allerlei Insignien des Glücks: größerem Umfange im Norden der Stadt betrieben worden. Es nach Berlin zur Theilnahme an dem Bundes- Turntag zu ent- Harfen, Pokalen, Flöten, Blumen und dergleichen, der Auf- find hier mehrfach unter Anwendung von Nachschlüsseln solche fenden. Laut Statut haben je 25 Mitglieder das Recht, einen stellung durch die versammelten Künstler Harrten. Als der Wohnungen heimgesucht worden, die ohne Aufsicht gelaffen waren; Delegirten zu wählen. Das Lokal, in welchem die Sigungen Photograph auf einer der Bade- Anstalten Aufstellung genommen und die Beute, welche die Diebe davongetragen haben, ist in stattfinden, und die Tagesordnung werden bis 1. September be- hatte, fam Leben in die Gruppe der Darsteller. Die Mitte des einzelnen Fällen nicht unbedeutend. fannt gemacht werden. Anmeldungen von Vereinen, Delegirten Bildes bildete eine Galeere, bemannt mit Repräsentanten der Maurer in der Kremmenerstraße während der Zeit, als die Frau und Gästen sind bis spätestens 12. September zu richten an den Knechtschaft: Galeerensträflingen, russischen Leibeigenen, einem ihrem Manne das Mittagessen auf die Arbeitsstelle trug, die Vorsitzenden des Turnvereins Fichte", Herrn Fr. Geng, Neger und natürlich auch modernen Lohnsllaven. In der Mitte ganze Wohnung ausgeräumt. Die Sachen, die hier mitgenommen Tresckowstr. 26a, Berlin. Derfelbe ertheilt auch Auskunft über des Kahnes stand die herrliche Gestalt der Freiheit, eine rothe wurden, stellen einen Werth von etwa 1000 Mark dar. Auf die alle auf den Bundes- Turntag Bezug habenden Angelegenheiten. Fahne in der hoch erhobenen Hand und eine Jakobiner Spur der Verbrecher kam die Polizei durch eine Schantwirthin müße auf dem Haupte. Zu ihren Füßen lag die in der Schwedterstraße. Hausbewohner hatten nämlich die Die absolute Direktionslosigkeit, die in der Redaktion Tyrannei im Mephistogewande, niedergeworfen von der Faust Wahrnehmung gemacht, daß kurze Zeit vor der Entder ehemals demokratischen Volts- Beitung" herrscht, macht sich eines Arbeiters. Die Repräsentanten der Knechtung huldigten deckung der Diebstähle eine Frauensperson an den in öden Schimpfereien gegen uns Luft. Gestern ertappten wir jubelnd der Göttin. Zur Nechten der Galeere wurde Arion mit Wohnungsthüren geflingelt hatte. Natürlich war ihr das Organ des Herrn Cohn auf einem literarischen Unfug. Si der Laute von einem feuerfpeienden Delphin herangetragen, um nicht geöffnet worden, da ja die Wohnungsinhaber abwesend fagt die" Bolts- Zeitung". Dem ehemals demo- geben von zwanzig schiffbekränzten Meerwefen. Zur Linken der waren. Die erwähnte Schankwirthin sah nun am vergangenen kratischen und anständigen Blatte fei folgendes unter die Nase Baleere aber ruderte unter Lautenklang und Flötenspiel eine Sonntag, daß ein junger Mann aus dem Hause, in dem sie gerieben. Wir veröffentlichten am Dienstag, den 19. Juli, einen venetianische Gondel heran, in welcher die Gruppe der Glück wohnt, einen Koffer hinaustrug. Da sie den Koffer als das Erlaß der faiserlichen Ober- Postdirektion Magdeburg und feligen: griechische Jünglinge und Jungfrauen mit Blumen und Eigenthum eines in demselben Hause wohnenden zeitweilig abAbends benützte die ehemals anständige" Volts- Zeitung" diesen Kränzen und Bechern dargestellt wurde.-- Am 14. August, dem wesenden Kaufmannes erkannte, so kam ihr die Sache verdächtig Grlaß zu einem Leitartikel, ohne die Quelle anzugeben, woher der Stiftungsfest der Freien Volksbühne", soll dieses Bild den vor. Sie folgte daher dem fremden Manne und sah, daß dieser Erlaß stammte. Das nennt man eben literarischen Diebstahl. Mittelpunkt eines" riesigen Feuerwerks bilden, bei welcher Ge- den Koffer in ein Haus in der Kastanien- Allee hineintrug. Die Im Uebrigen dröhnt der Herr Reichstags- Abgeordnete Karl legenheit die Müggelberge zum ersten Male bengalisch beleuchtet Frau theilte nun ihre Wahrnehmungen einem Schuhmanne mit Vollrath ein Langes und Breites über seine Mannhaftigkeit und werden sollen. Für die Theilnehmer des Festes soll alsdann die und machte ihn darauf aufmerksam, daß es sich anscheinend um Selbständigkeit. Bei der gänzlichen Bedeutungslosigkeit der jezigen Photographie des lebenden Bildes verkauft werden. she einen Diebstahl handle. Der Schuhmann begab sich in das beBolts- Zeitung" tönnte man diese Tiraden auf sich beruhen lassen; treffende Haus und klingelte an der bezeichneten Wohnung. wenn der Herr Vollrath aber doch so sehr viel Kourage hat und er Ju Betreff der öffentlichen Sicherheit Berlins bringt Man öffnete ihm jedoch nicht eher, bis er drohte, will einen Beweis dieser bei einem Deutschfreisinnigen feltenen der Verwaltungsbericht des Polizei- Präsidiums folgende beachtens daß er die Wohnung gewaltsam werde öffnen lassen. Charaktereigenschaft ablegen, so rathen wir ihm, einmal anders werthe Mittheilungen: In ähnlicher Weise wie früher der Ruf Der Beamte traf mun in der Wohnung den Koffer zu tanzen, als es dem Herrn Cohn auf seiner fapitalistischen Flöte Berlins in Betreff der persönlichen allgemeinen Sicherheit durch träger, einen Arbeiter" D., nebst dem Koffer, den die zu pfeifen beliebt. Es wäre ein Genuß für Götter einmal einen die theils erfundenen, theils fenfationell aufgebauschten Nach- Schankwirthin bestimmt als den des Kaufmannes refognoszirte. deutschfreisinnigen Abgeordneten aufs Pflaster fliegen zu sehen. richten über angeblich vorgekommene Verbrechen, Mord- und Ins Verhör genommen, machte D. erst Ausflüchte. Er führte den Raubanfälle 2c. zu seinem Schaden getrübt worden war, wird großen Unbekannten ins Feld, der ihm den Koffer übergeben Der Zentral Arbeitsnachweis für Arbeiterinnen" in auch jezt noch in der Presse zuweilen über die angebliche Un- haben sollte, damit er ihn nach der Kastanien- Allee bringe. der Klosterstraße ist vor Kurzem renovirt" worden. So war's sicherheit der Stadt im öffentlichen Straßenverkehr geklagt und Schließlich hat er aber eingeräumt, den Koffer aus der Wohnung wenigstens an den Litfaßsäulen zu lesen, als die geschäßten der Polizei fort und fort der Vorwurf gemacht, daß sie es an des Kaufmanns gestohlen zu haben. Noch wichtiger war aber Arbeitgeber aufgefordert wurden, ihren Bedarf" an weiblichen der nöthigen Aufsicht fehlen lasse oder unzweckmäßige Anordnungen eine zweite Persönlichkeit, die der Schuhmann in derselben Woh Arbeitskräften aus dem Nachweis zu„ decken", der ja immer ein treffe. Auch in dieser Beziehung wird stets auf die Verhältnisse nung antraf; es war das eine Frau 2., in der man die Frauenswohlafsortirtes Lager" von Arbeiterinnen vorräthig hat. Die anderer größerer Städte, namentlich Londons, hingewiesen, wo person wieder erkannte, die in verschiedenen Fällen, namentlich Renovation der Lokalitäten wird bedeutende Kosten nicht ver: die Ordnung des Straßenverkehrs mustergiltig sei und diejenige auch bei dem Maurer in der Kremmenerstraße furz vor der Entursacht haben, denn der gesammte Nachweis ist von keiner großen in Berlin weit überrage. Es soll nicht beftritten werden, deckung bezw. Verübung der Diebstähle an der verschlossenen räumlichen Ausdehnung. Für die Arbeitsuchenden ist nicht einmal daß in London in London der Straßenverkehr außerordentlich gut Wohnung geflingelt hatte. Die Kriminalpolizei hat beide Perein- Klofet vorhanden! Ueber ein solches verfügt lediglich die geordnet und beaufsichtigt ist. Es stehen aber auch dort der Be- fonen hinter Schloß und Riegel gebracht, den Arbeiter" D. wegen Frau, welche den Nachweis leitet, und der Portier. Die Arbeit hörde außerordentliche Kräfte zu diesem Zwecke zu Gebote. Diebstahls und die Frau 2. wegen Beihilfe zu diesem Versuchenden müssen, wie erklärt wurde, die Beit über aushalten während in London für den bloßen Straßen- Aufsichtsdienst brechen. oder nach der Markthalle gehen". Daß die Arbeiterinnen die 11 840 Beamte zur Verfügung stehen, bleiben in Berlin für den Klosets nicht benutzen dürfen, wird damit begründet, daß Straßendienst nur 2071 Mann übrig, von denen 1/3 dienstfrei, Naubanfall. Gestern früh ist in der Rügenerstraße ein Unfauberkeiten vorgekommen feien. Das mag wenig schön 1/3 auf Wache und 1/3, also nur 690 Mann, auf der Straße Ueberfall verübt worden. Nach 8 Uhr erschien in einem Buttergewesen sein, fann aber höchstens als Rechtfertigung dafür Bosten- und Patrouillendienst haben und dabei noch Rechnungen, Geschäft auf dein Grundstück Nr. 8 ein unbekannter Mann, gelten, daß die Klosets verfchloffen gehalten werden. Unbedingt Bestellungen und andere Aufträge zu erledigen haben, so daß schlug die Verkäuferin, Frau F., mit einer Bierflasche zu Boden aber müßte verfügt werden, daß den Arbeitsuchenden der Schlüssel man höchstens 600 Mann nur für den Aufsichtsdienst auf der und öffnete die Ladenkaffe. Der Räuber fand indeß kein Geld Derabfolgt wird. Straße rechnen kann. Die Londoner Polizei verwendet und entfloh mit leeren Händen. Er trägt einen dunklen SchnurrDie Erfolge, welche im Nachweis erzielt werden, find natür 11 840 Mann, bei einer angenommenen gleichen Verwendung im bart und einen dunklen Jaquetanzug. Frau F. hat nur einen lich sehr verschieden. Während die eine Arbeiterin oft drei bis Dritteldienst also etwa 3946 Mann, im Verhältniß der Größe geringen Schaden davongetragen. Dieser Fall erinnert an den vier Monat tagtäglich vergebens vorspricht, hat die andere hin der Einwohnerzahl von 1: 3,5, immerhin also noch doppelt so Ueberfall auf die Verkäuferin Frau Gaffeburg in dem Seifenund wieder nur wenige Stunden zu warten, um Beschäftigung viel Beamte als Berlin für diesen Dienst und kann mithin eine geschäft am Moritzplatz. zu finden. Die Hausordnung ist die allbekannte: Ruhe und doppelt so große Aufsicht üben. Die in Berlin vorOrdnung" ist die erste Bürgerpflicht. Die Unterhaltung darf gekommenen Unfälle im Straßenverkehr stehen durchaus Berbrechen sein soll, hat gestern Nachmittag in der Nachbarschaft Der plöhliche Tod einer alten Frau, dessen Ursache ein nicht zu laut sein, darauf achtet der gestrenge Herr Portier, der nicht etwa in einem schreienden Mißverhältniß es auch nicht duldet, daß eine der Arbeiterinnen für ein paar London, wie man glaubt und den Klagen unterstellt. Während straße 71, dicht am Kreuzberg, wohnen in der zweiten Etage an 3 des Viktoriapartes großes Aufsehen erregt. Jm Hause MöckernMinuten die Augen schließt: Dann heißt es fofort: Sie haben in Berlin mit 1578 794 Einwohnern im Jahre 1889/90 auf einem gemeinschaftlichen Korridor die Wittwen Steffen und hier nicht zu schlafen, machen Sie, daß Sie hinauskommen. Nun 5444 Einwohner je ein Getödteter und auf 2011 Einwohner je Dnasch, die je zwei Kinder haben. Die Mutter der Frau ist es aber wirklich nicht verwunderlich, wenn Einem die Augen ein Verlegter kam, wurde in London mit 5590 576 Einwohnern Onasch, Frau Schulz, gerieth häufig mit der Frau Steffen in zufallen, wenn man 4 oder 5 Stunden da ruhig auf der Bank von 4203 Einwohnern je einer getödtet und von 1105 je einer 2ortstreit; so auch am Dienstag. Nach dem Streit lief die figen muß. verletzt. Berlin steht also London gegenüber sehr günstig. alte Frau in ihr Zimmer und rief laut um Hilfe. Der achtFriedrichstraße und der Linden, die sogen. Kranzler's Ecke, und und fand feine Großmutter in der Stube auf dem Stuhl fühend. In der Meinung des Publikums werden die Ecke der jährige Ernst Dnasch, der auf der Straße spielte, eilte nach oben fich dem Verein anschlössen, der naturgemäß die Interessen der- man glaubt, daß gerade dort sehr viele solcher Unfälle sich er auch die ihr zugefügte blutende Verlegung quer über die Nase der Potsdamer Platz für die gefährlichsten Punkte gehalten und Sie erzählte ihm darauf den Hergang der Sache und zeigte ihm Die Liſte fecisti, nega Der Nachweis wird sehr viel von im Buchdruckereigewerbe beschäftigten Arbeiterinnen aufgesucht, in diesen Branchen allein ergiebt der Nachweis einen leiblichen Umsatz". Dieser würde sich sofort auf ein Minimum reduziren, wenn die Arbeiterinnen doch nur ins Leben gerufen worden ist, um die Organisation zu unterdrücken. Der letzte Buchdruckerstreik hat dem Verein Schaden nicht gebracht. Die Mitgliederzahl ist in ftetem Bu nehmen begriffen und die pekunäre Scharte, welche der Streit der Vereinstasse geschlagen hat, ist längst ausgeweht. Die Buch druckerei- Arbeiterinnen allein ermöglichen den Fortbestand des Arbeitsnachweises. Wenden diese ihm den Rücken, dann hat sein legtes Stündlein geschlagen. denn im Jahre 1890 find an der Kranzler'schen Ecke nur acht dem Schrubber bekommen. Kurz darauf wurde die alte Frau und am Potsdamer Platz ebenfalls nur acht Unfälle vor bewußtlos und fiel vom Stuhl. Der Knabe, deffen Mutter Mittags gekommen. waren größtentheils nur leichte Vernicht nach Hause kommt, benachrichtigte in der Nähe wohnende Es ist dies ein Verwandte, und diese holten, nachdem sie selbst vergeblich veregungen, die die Betreffenden erlitten. sprechender Beweis, daß man sich aus oberflächlichen, gelegentlichen Beobachtungen sehr schwer ein richtiges Urtheil über bringen, gegen drei Uhr Nachmittags den Dr. Wegener aus fucht hatten, die Wittwe Schulz wieder zum Bewußtsein zu berartige Borkommnisse bilden kann, daß dasselbe vielmehr immer der Yorkstraße. Die ärztliche Hilfe tam aber zu spät sie alte nur aus statistischen Angaben, nach amtlichen Beobachtungen und Frau war bereits todt. Die Todesursache konnte der Arzt nicht Feststellungen auf sicheren Unterlagen sich herleiten läßt. sofort feststellen, wohl aber konstatirte er das Vorhandensein des Der Viktoriapark ist unzweifelhaft eine gärtnerische An- Können nach diesen Darlegungen die Klagen über die Un- blutunterlaufenen Risses an der Nase, der nach der Aussage des lage, auf welche Berlin stolz sein kann. Wenn all das Geld, was sicherheit der Stadt im Straßenverkehr nicht als begründet er fleinen Ernst Onasch von dem Schrubberhieb der Wittwe Steffen für Ehren- Brunnen, Ausschmücken der Straßen bei dem Empfang achtet werden, so trifft dies auch zu auf die bezüglich der all- herrühren sollte. Frau Onafch, die inzwischen von der Arbeitsvon Fürstlichkeiten, Schüßenfeftrummel u. f. w. zum Fenster gemeinen Sicherheit vielfach verbreiteten, beunruhigenden Nach- ſtelle geholt worden war, machte alsbald auf dem zuständigen hinausgeworfen worden ist, für die Anlegung ähnlicher Anlagen richten. In dem vorigen Bericht wurde bereits nachgewiesen, Polizeirevier Anzeige. Die Wittive Steffen hat bei dem sofort benutzt worden wäre, dann wäre den Bewohnern Berlins tausend daß im Verhältniß der Gesammtbevölkerung des Staats Berlin mit ihr angestellten Verhör bestritten, Frau Schulz mit dem mal beffer gedient gewesen. An den gegenwärtigen schönen bei den aufgeführten Verbrechen einen sehr günstigen Stand- Schrubber geschlagen zu haben. Sie gab den Streit zu, beSommerabenden wimmelt der Park geradezu von Erholungs- Be- punkt einnahm und daß sich demnach in Betreff der allgemeinen hauptete aber, daß sie die alte Frau nicht thätlich angegriffen dürftigen, die nicht in der as find, in Tirol Gebirgs- oder in Sicherheit wohl behaupten lasse, daß Berlin besser sei, wiel habe. Diese werde wohl, durch den Streit heftig erregt, von einem Herzschlag betroffen worden und dann so unglücklich vom Stuhl gefallen sein, daß sie sich hierbei die Verlegung an der Mase zugezogen habe. Die Behörde ließ darauf Abends um 8 Uhr die Leiche der Wittwe Schulz nach dem Schaubause über führen, und die angeordnete gerichtsärztliche Obduktion dürfte wohl Klarheit in die Angelegenheit bringen. Gerichts- Beifiting. feine Riebe davon sein, daß die Bras.: Elberfeld. Wegen Mißhandlung hatten sich vor der Jeigenen Ermessen Schienen abstempelten oder verwarfen, sie nichts hiesigen Strafkammer zwei Polizeisergeanten aus Solingen zu Strafbares begingen?- Sachv. Ing. Freudenberg: Das verantworten. Die Angeklagten, Schwarz und Bieter hatten fich fann wohl sein. Präs.: Sachv. Reg.- Baurath Helbig! in der letzten Sylvesternacht von mehreren in einer Waffenfabrik Sind von Abnahme Beamten Ihrer Verwaltung( Eisen beschäftigten Arbeitern trattiren lassen, und Schwark hatte im bahn Direktion Hannover) auf dem Bochumer Verein Bochumer Laufe der Unterhaltung absolut um sechs Flaschen Wein wetten Stempel bestellt? Sachverständiger Reg.- Rath Helbig: Ja wollen. Hierüber wurden sie uneinig, denn als Einer ihn er wohl, aber eigenmächtig von den Abnahme- Beamten, nicht auf Polizeibericht. Am 26. d. M. Nachmittags fiel ein fechs fuchte, seine Wettvorschläge einzustellen, wurde Schwark grob, Veranlassung unserer Berwaltung; wir haben sie denn auch nicht jähriges Mädchen gegenüber dem Grundstück Görlißer Ufer 16 indem er brüllte: Halten Sie Ihre Fr-". Nunniehr bot der bezahlt. Sachverständiger Helbig befundet, daß von den von beim Spielen in den Landwehr- Kanal und ertrank. Vor dem Wirth Feierabend, damit nicht etwa eine Rauferei entstehe, und Abnahme- Beamten verworfenen Schienen oftmals die große MehrHause Kottbuser Damm 87 gerieth Abends ein Arbeiter beim Ab- die Arbeiter entfernten sich, um ihre Wohnungen auf zahl durchaus gut seien. springen von einem in der Fahrt befindlichen Arbeitswagen unter zusuchen. Unterwegs sprachen sie über das sonderbare Benehmen Es folgt nun die Zeugenvernehmung, zunächst die Ver die Näder und wurde an beiden Beinen derartig verlegt, daß der Beamten, und Einer meinte: Die Leute thäten besser nehmung des Ingenieurs Gruft, der seit 16 Jahren für aus feine Ueberführung nach dem Krankenhause am Urban erforder- sie versehen ihren Dienst, als zu wetten." Kaum hatte er das ländische Bahnen Schienen und Schiffsmaterial abnimmt. Das lich wurde. Gin neunjähriges Mädchen stürzte aus einem gefagt, so wurde ihm auch schon von Schwarz, der ihnen gefolgt Lettere sei vertragsmäßig von dem Werke mit dem Stempel Fenster im 3. Stock des Hauses Barnimstr. 8 auf den Hof hinab war, die Müße vom Kopfe geschlagen, er selbst an eine Mauer der Auftrageber abzustempeln gewesen; die Stempel seien daher und erlitt einen Armbruch. Es wurde nach dem Krankenhause geschleudert und mit der flachen Klinge bearbeitet, ebenso erging in den Händen des Werks gewesen; für Schienen am Friedrichshain gebracht. Nachmittags fand auf dem Boden es seinen Kollegen, nachdem auch der Polizist Bieker hinzugekommen abstempelungen, die er selbst besorgte oder unter seiner des Hauses Ackerstr. 68 ein kleiner Brand statt. war. Die Mishandelten machten von dem Vorfall der Staats- Aufsicht durch Arbeiter besorgen ließ, ließ er sie sich auch durch anwaltschaft Anzeige, und diese erhob Anklage. Vor Gericht ver- den Bochumer Verein anfertigen; er habe die Stempel auf dem odfuchten die Angeklagten die Sache so darzustellen, als wenn sie Wert, indessen unter Verschluß, den Arbeitern unzugänglich, auf angegriffen worden wären und in der Nothwehr von der Waffe bewahrt. Präf: Haben Sie jemals Etwas von Unregel Gebrauch gemacht hätten. Die Beweisaufnahme ergab jedoch mäßigkeiten bei den Abstempelungen bemerkt? 3euge: Nein, das Gegentheil, und der Staatsanwalt beantragte gegen Schwarz obgleich ich den Arbeitern wiederholt fogar Fallen gestellt habe; 8 Monate, gegen Bieter 6 Monate Gefängniß, denn es könne ich habe überhaupt stets große Vorsicht angewendet. feine Rede davon sein, daß die Angeklagten in berechtigter Aus- Ist es möglich, daß einer der Arbeiter, während er unter Ihrer übung ihres Amtes sich befunden hätten. Das Gericht erkannte Aufsicht das Stempeln besorgte, in einem unbewachten Augengegen Bieter auf zwei Monote, gegen Schwarz auf fünf Monate blick von Ihrem Stempel einen Blei- Abdruck anfertigte? Gefängniß. idBeuge: Das glaube ich nun nicht, daß es geschehen geradezu unmöglich war es allerdings nicht. Staatsanwalt der: Die Stempelfälschungen auf dem Bochumer Verein Der Vorarbeiter Rosendahl will einmal in Ihrem Auftrage in vor Gericht. Ihrer Abwesenheit mehrere Schienen abgestempelt haben Eisen, 26. Juli 1892. Beuge: Das fonnte nur in der Adjustage der Fall gewesen 3 weiter Tag der Verhandlung. sein, an von mir zum Nachzurichten dorthin beorderten Schienen, während ich mich noch auf dem Schienenlager aufhielt. Die Sigung beginnt heute bereits um 3/49 Uhr mit der Ver- Vertheidiger R.-A. Sello: Wieviel Schienen haben Sie wohl etivas gum Besten zu geben nehmung des Angeklagten Ingenieur Bering. Der Angeklagte im Laufe der 16 Jahre auf dem Bochumer Verein abgenommen? und war schwach genug, zu unterliegen. Als die von bestreitet entschieden, um die Anfertigung von falschen Stempeln- 3euge: Gtwa 200-250000 t- Bertheidiger R... Sello: ihm gemachte Beche einmal feine Mittel überstieg, etwas zu wissen Wenn er Arbeiter bei unbefugten Stempelungen Wie sind Sie mit der Qualität der Fabrikate des Bochumer gerieth er in eine Art Taumel, er verstieg fich betroffen babe, so habe er dieselben stets streng bestraft. Vereins zufrieden?- Beuge: 3 giebt Perioden, wo seine bis zum Champagner und schließlich wurde ihm eine Rechnung Bräs.; Wie lange Zeit verwenden Sie täglich auf die Fabrikate besser und solche, wo sie schlechter sind im Großen über 82 W. überreicht. Seine Baarschaft betrug nur einige Kontrollirung Ihrer Arbeiter und wie viele unterstehen und Ganzen sind sie mindestens ebenso gut, wie die der besten Mart. Der Wirth ließ ihn verhaften und Rosenberg wurde nach Ihrer Leitung?- Angeklagter: Ich habe bis zu 800 Ar- anderen deutschen und ausländischen Werke.-Präf.: Haben Moabit ins Untersuchungsgefängniß gebracht. Der Gerichtshof beitern unter meiner Leitung gehabt, augenblicklich etwas weniger. Sie etwas von Bersuchen bemerkt, anstatt guter Schienen un verurtheilte ihn zu einem Monat Gefängniß, wovon zwei Ich halte mich in jeder Werkstätte Vormittags und Nachmittags brauchbare unter die abgenommenen einzufchmuggeln? Wochen durch die erlittene Untersuchungshaft in Abrechnung etwa eine Viertelstunde auf.- Präs: Ist es richtig, daß der 3euge: Nein!- Der Zeuge erklärt schließlich noch, auf Be gebracht wurden. Kontrolleur Rezersky einmal einen Arbeiter bei Falschftempelung fragen des Vertheidigers Sello, daß man über die zulässige abfaßte? ngetlagter: Jawohl, in den 70 er Jahren, Fehlergrenze verschiedener Meinung sein könne.Ju recht raffinieter Weise hat der Kellner Frans den Arbeiter Sirsberg, den ich dafür mit 5 Thalern Strafe bes Freitag sich Wohnung und Verpflegung für die Dauer legte. Er hafte verworfene Schienen abgestempelt. Bräf.: beamten der Eisenbahn- Direktion Köln rechtsrheinisch, befragt ber Den folgenden Zeugen, Baumeister Siewers, Abnahme von sechs Wochen zu verschaffen gewußt. Er stand deshalb haben Sie dem Kontrolleur Kurzenberger, der den Herba bei der Präsident: Haben Sie bei den Zerreißproben Etwas von gestern wegen Betruges vor der 1. Straffammer des Land unberechtigten Abstempelung von Schienen erwischte, die Ent- untergeschobenen Probestücken bemerkt?- 3euge: Ganz be gerichts I. An einem Apriftage befuchte der Angeklagte die laffung des Herda versprochen? Angetlagter: Nein, ich stimmte Wahrnehmungen in der Hinsicht habe ich nicht gemacht. Rosin'sche Restauration in der Tieckstraße. Er machte den Ein- habe ihn nur mit einer Geldbuße bestraft. Kurzenberger ver- Nur fiel mir auf, daß seit dem vorigen Jahre die Proben eine druck eines freudig erregten Menschen, ließ sich mit einem an langte nur, daß Herda in Zukunft nicht mehr dabei sein solite, etwas geringere Dehnung und Kontraktion des Materials gegen wesenden Gaste in ein Gespräch ein und erzählte, daß er soeben wenn er Schienen abnähme.Präf.: Sie sollen im Gegentheil die früheren Jahre, also eine etwas geringere Güte desselben er von Hannover gekommen sei, um hier ein passendes Geschäft zu dem Kurzenberger die Entlaffung Serda's versprochen, thatsächlich gaben.-Präf.: Wie erklären Sie sich das?- Beuge: er: laufen. Seine Eltern feien verstorben und hätten ihm wider Er aber nur dafür gesorgt haben, daß Kurzenberger den Herda bei Entweder ist früher falsches Material untergeschoben oder bas warten 47 000 M. hinterlassen. Das Geld verwalte vorläufig feinen späteren Abnahmen nicht mehr zu Geficht belam. Material hat sich verschlechtert.- Präs.: Sonst ist Ihnen sein in Hannover lebender Onkel, der ihm monat- Angefl: Nein, Herr Präsident, das ist nicht richtig.- Präs.: nichts Verdächtiges vorgekommen?- Beuge: Ja; einmal In den Kneipen mit Damenbedienung ist schon mancher ehrlicher Name zu Grabe getragen worden." So lautete eine Bemerkung in dem jüngst erschienenen Bericht des PolizeiPräsidiums, an welche man durch eine Verhandlung erinnert wurde, die gestern in der 128. Abiheilung des Schöffengerichts stattfand. Der Kaufmann May Rosenberg war des Betruges beschuldigt. Er gestand die That ein. Eines Tages hatte er ein Lokal mit Damenbedienung besucht, welches dem Schankwirth Schütte gehörte. Er trant anfangs Bier, wurde von ben Kellnerinnen gebrängt, 0 erklärt zu Sach der lich 106 M. Zinsen schicke. Er beabsichtige, fich einige Der Abnehmer Offermann hat auch einmal 200 nicht mit seinem, ließ ich eine Unterlagsplatte prüfen, die eine ganz auffallende Monate in Penfion zu geben, da es mit dem Ankaufe eines fondern einem anderen Stempel versehene Echienen bekommen? Festigkeit zeigte. Bräs.: Haben Sie dabei an die Möglich Geschäftes feine Gife habe. Der Wirth, der hinter dem Schank Angel: Ja, ich mußte deshalb sogar auf die Strecke feit einer Unterschiebung gedacht?- 3euge: Das wohl, aber tische stehend, dem Gespräch zuhörte, wurde aufmerksam. Er reisen, um die Sache zu untersuchen eine von mir angestellte, einen näheren Anhalt dafür habe ich nicht.- Bräf.: Saben überlegte sich, daß ein solcher Pensionär bei dem schlechten Gefehr eingehende Untersuchung über die Ursache dieses Vorfalls Sie sonst irgend einen bestimmten Anhalt für auf dem Bochumer fchäftsgange nicht zu verachten sei und als er sich mit dem An- blieb refultatios. Präs.: Den Arbeiter Georg Müller haben Verein verübte Betrügereien? Beuge: Nein! getlagten allein befand, ließ er durchblicken, daß er ein passendes Sie einmal beim Falschstempeln abgefaßt?- Angel.: Nein, verständiger Ingenieur Freudenberg Zimmer frei habe. Hierauf hatte Freitag nur gewartet, er griff beim Sitten von Schienen; ich habe ihn mit zwei anderen Arbeitern zuletzt vom Zeugen erwähnten Sache: Eine absichtliche Unters mit beiden Händen zu und nahm bei Rosin Wohnung und Kost. aus dem Grunde in eine andere Werkstatt verfest, wo sie täglich schiebung könne seines Erachtens hier nicht vorliegen, höchftens Als der Monat um war, trasen die Zinsen nicht ein und nach 75 Pf. weniger verdienten. längerem Warten schrieb der Wirth an den Onkel. Dieser theidigers, Rechtsanwalt Dr. Schwering, erklärt Bering, daß probe gelangt sein; denn die festere, härtere Platte jei von Auf Befragen des Ver- tönne durch Versehen eine andere Unterlagsplatte zur Berreiß antwortete, daß ant den Angaben feines Neffen nur auf seine Veranlassung oft ganz erhebliche Aufträge abgelehnt schlechterer Qualität, so daß bei einer Berreißprobe mit derselben richtig sei, daß dessen Eltern gestorben feien. Geld hätten die wurden, da er sich sagte, daß die gestellten Bedingungen ohne die betreffende Maschine zerbrechen fonnte.displ felben nicht hinterlassen, wohl aber Schulden. Der geprellte betrügerische Manipulationen nicht zu erfüllen waren. GleichWirth ließ den Schwindler verhaften. Da derselbe schon mehr falls auf Befragen Schwering's befunbet Bering, daß im Nach einer halbstündigen Bause wird Direktor E. Dieffen fach vorbestraft war, so belegte der Gerichtshof ihn mit einer Laufe einer gewissen Zeit von 700 000 aus seiner Werkstatt ge bach, erster technischer Beamter auf dem Bochumer Verein ver Gefängnißstrafe von einem Jahre. lieferten Schienen nur 35 zurückgekommen sind. Vertheidiger nommen. Er hat angeblich von Unregelmäßigkeiten daselbst Ein erufter Zufammenstoß zwischen einem Postwagen Dr. Schwering: Ich bitte den Angeklagten zu befragen, ob nichts bemerkt. Bräf.: Bon falschen Stempelanfertigungen erfte Revision oder die zweite auf Strede selbst vore war Ihnen vor dem 26. Dezember 1881, als Jansen solare und einer Droschke, der am Morgen des 21. Oftober vor. Js. Unter den Linden stattfand, wurde dem Postillon Jacoby zur getl.: Die auf der Strecke; erst bei dieser erfolgt die richtete und in dem er um zurücknahme feiner Entlassung genommene Revision der Schienen die Hauptrevision ist? in einem Briefe erwähnte, den er an den Geheimrath Baare Last gelegt, welcher deshalb gestern wegen fahrlässiger Körperverlegung vor der I. Strajkammer des Landgerichts I zu erscheinen Haupt- und definitive Abnahme. -Der Präfident Die Bahnmeister, die bat, nichts bekannt?- 3euge: Nein. praktisch hierzu geeignetsten Leute, bemerken, wenn bringt dann den bekannten Jansen'schen Brief und die Anhatte. An dem genannten Morgen fam der Angeklagte mit einem sobald Briefpoftwagen vom Anhalter Bahnhof, um nach dem Bostamt nicht fogleich, so boch, sobald der erste Wagen über merkung Baare's- ihm sei von falschen Stempeln nichts befannt in der Schadowstraße zu fahren. Beim Einbiegen in diese die Schienen fährt, jeden kleinen Fehler an denselben. Ich zur Berlesung. Jansen wurde bekanntlich auf Dieffenbach's Straße stieß er mit einer Droschte zusammen, sodaß der Führer glaube fogar, daß die Bahnmeister für von ihnen entdeckte Nath dann doch entlassen.- Bräf.: Können Sie uns über die Führung der Herren Bering und Gremme Auskunft geben? derfelben auf die Straße geschleudert und dann von dem Post- fehlerhafte Schienen eine Prämie erhalten. wagen überfahren wurde. Der in der Droschke sigende Fahrgast Angell. Ingenieur Gremme hat die Leitung der Wert- Benge: Nachtheiliges über diese Herren ist mir in feiner Beziehung kam wunderbarer Weise ohne Berlegungen davon, obgleich beide stätte, in der die Berreißproben angestellt wurden; von betrü- bekannt geworden. Ich habe die Ueberzeugung, daß Beibe Scheiben des Wagens zertrümmert wurden. Die Schuld an dem gerifchen Manipulationen bei diesen Proben will er nichts durchaus in jeder Beziehung ihre Pflicht thun, auch bezüglich der Unglücksfall trug lediglich der Angeklagte, der feine Fahrlässig wissen; ebenfalls nichts von Anfertigung von Stempeln nach nöthigen Kontrolle über die Verrichtungen der Arbeiter. feit nicht anders zu erklären wußte, als daß er geschlafen haben Blei- Abdrücken. Der früher auf dem Bochumer Verein beschäftigt gewesene mußte. Während der Staatsanwalt 30 M. beantragte, erkannte Der Präsident nimmt nun die Bereidigung der Sachverstän- Obermeister Stenhören hat im vorigen Jahre vor be der Gerichtshof auf 100 M. digen vor. Als erster derselben wird der Baurath Thoma 3 Bochumer Untersuchungsrichter ausgefagt, er habe 1878 gefehen, - angestellt bei der Eisenbahn Direktion Magdeburg verwie Rosendahl an einer Anzahl Schienen den Stempel abgefeilt Ein weiblicher Nachtwächter, allerdings kein offiziell an- nommen. Bräs.: Sie sind auch Abnahmebeamter gewesen? habe. Der Zeuge erklärt heute, von diesem Vorgang überhaupt gestellter, hatte sich heute dem Gerichtshofe zu präsentiren. Der Sachverständiger: Nein, ich hatte diese Beamten aus Nichts zu wissen. Nachtwächter Julius Bogdan war früher in dem Flecken zusenden; ich bin Materialienverwalter. Präs. Ist es Regierungs- Baumeister Thoren der nächste Beuge Wilhelmsberg angestellt. Da er sich während der Nacht oft be- möglich, daß die Abnahmebeamten ihre inzwischen abgenußten hat von 1890 bis September 1891 für die Elberfelder, Brom trant, so daß er ummöglich seinen Dienst versehen fonnte, schlug Stempel auf den betreffenden Werken selbst haben erneuern berger, Breslauer, Altonaer Eisenbahn- Direktion auf dem Bochumer feine Frau in solchen Fällen den nachtwächterlichen Mantel um laffen?- Sachverständiger: Das weiß ich nicht, aber Verein Schienen abgenommen, und zwar fast täglich.- Präf.: ihre Schultern, schnallte den Säbel um, und rüstete sich mit dem es ist möglich, denn früher wurde den Abnahme- Beamten nur ein Haben Sie in der Zeit Unregelmäßigkeiten bemerkt? großen Feuerhorn aus, um über die nächtliche Sicherheit der Stempel mitgegeben; als sich später herausstellte, daß der eine Ja, Kleinere Unregelmäßigkeiten, wie sie auf allen Werten vorOrtschaft zu wachen. Wenn die Frau einmal ihren Mann allein den Stempel zu früh stumpf wurde, da bekamen fie deren zwei mit kommen. Dienſt thun ließ, tamen stets die größten Ungehörigkeiten vor. auf den Weg, von denen sie den einen, sobald er abgenutzt, an Präs.( zum Zeugen Regierungsbaumeister Thoren): Welcher So hat der Wächter sich einmal während der Ausübung seines ihre eigene Behörde zur Erneuerung zurückzusenden haben. Art waren diese Unregelmäßigkeiten?- Beuge: Ich ertappte Dienstes eine Majestätsbeleidigung zu Schulden kommen Bra f.: Bestehen bei den Direktionen Vorschriften, die eine be- einmal Arbeiter, wie sie ein Herzstück durch Kitt flickten; aller laffen, für die er mit 2 Monaten Gefängniß bestraft wurde. sonders strenge Prüfung bei der ersten Revision auf dem Werke dings war der auf diese Weise verdeckte Fehler nicht derartig, Das Schlimmste war jedoch ein Renkontre mit seinem nächsten verlangen? Sachverständiger: Bei unserer Direktion daß er die Verwendbarkeit des betreffenden Stückes beeinträchtigt Borgesetzten, dem Amtsdiener Hoffmann aus Lichtenberg. Als nicht. Präs.: Die Direktion Köln, rechtsrheinisch, hat eine hatte. Bräf.: Beschwerten Sie sich nicht darüber? er einmal in der Trunkenheit einige Dorfbewohner festnehmen derartige Vorschrift erlassen, und zwar mit der Motivirung, da 3euge: Nein; aber ich machte den Arbeitern heftige Vorwürfe wollte, kehrten diese den Spieß um und führten den Hirten der bei der zweiten Revision auf der Strecke eine so genaue Unter- und drohte, im Wiederholungsfalle die Sache anzuzeigen. nächtlichen Sicherheit nach Lichtenberg ab. Der Amtsbiener Hoff- fuchung nicht möglich fei.- Sachverständiger: Aller- Präf.: Glauben Sie, daß die vorgesezten Ingenieure die manu gab dem schon etwas nüchtern gewordenen Nachtwächter dings ist eine solche dort insofern nicht möglich, als ja Sache gewußt und dieselbe geduldet haben? Zeuge. aui, fofort nach Hause zu gehen und sich ins Bett zu legen. Schlag- und Berreißproben auf der Strecke nicht angestellt werden keinesfalls; dazu war die Berkittung viel zu ungeschickt und auf Dies that Bogdan jedoch nicht. Er fing vielmehr auf der Straße tönne. Pras.: Bekommt der Bahnmeister für beim Verlegen fällig vorgenommen. Standal an, so daß Hoffmann ihm nacheilte, um ihn festzunehmen. der Schienen von ihn entdeckte Fehler an den Schienen eine genommen? Präs: Was haben Sie sonst wahr Bogdan seinerseits wollte seinen Borgesetzten arretiren und brang Prämie?- Sachverständiger: Derartige Prämien werden nur einen Unterschied gegen früher in dem Resultat der Berreiß 3euge: Jh bemerkte seit dem vorigen Jahre mit gezogenem Säbel auf ihn ein. Nun zog auch Hoffmann vom für Entdeckung von Fehlern an im Betriebe befindlichen Schienen proben; die scontrattion hatte sich verringert, aber das Material Leder, und es fand ein vouständiger Säbelkampf statt, der erst gezahlt. Auf Befragen erklären mehrerere Sachverständige, genügte auch so noch durchaus den Anforderungen. endete, als Bogdan kampfunfähig am Boden lag. Den übereinstimmend mit Bering, daß die Schienen erst mit der Sonst haben Sie von etwaigen betrügerischen Manipulationen Nachtwächter loftete diese Szene feine Stellung, außerdem zweiten Abnahme an Ort und Stelle in das Eigenthum der Nichts bemerkt- Benge: Nein!- Bräf.: Waren Sie Seine Gisenbahn- Berwaltung übergehen, worüber der Bau- Jufpettor ein beim Abstempeln der von Ihnen abgenommenen Schienen stets zu 8 Monaten Gefängniß verurtheilt. er Frau trennte sich von dem unverbefferlichen Trunkenbold und Abnahme- Attest ausstellt. Präs.: Dürfen nach der ersten Abzugegen? Beuge: Jawohl! zog nach Berlin, um sich durch ihrer Hände Arbeit zu ernähren. nahme von den abgestempelten Schienen seitens des Werkes wieder Es erscheint als Zeuge der Fabritarbeiter Schlüter In ihrer stillen Abgeschiedenheit wurde sie häufig durch den Ehe- welche bei Seite gelegt werden? Sachverständiger Präs.: Sie besorgten ofter die Abstempelung abgenommener mann gestört, der sie wiederholt in rohester Weise bedrohte. General Direktor Tulln Hörde: Ich würde das sogar Schienen Namentlich erregte es den Unwillen des Mannes, daß seine Frau für meine Pflicht halten, falls sich nach der Abnahme 3euge: Von einem Meister oder vom Abnahmebeamten, von went erhielten Sie den Stempel dazu? an den Schlächter Döbler ein Zimmer vermiethete. Am 14. März noch herausstellen sollte, daß die Schienen doch nicht ganz fehler- Bräf.: Haben Sie auch Falschstempelungen vorgenommen? erschien Bogdan wieder in der Wohnung seiner Frau. Er wurde frei ſeien.-Präf.: Dann müßten Sie aber dem Beamten der 3euge: Nein jedoch diesmal von der Frau, die sich mit einem Stocke bewaffnet Eisenbahn Berwaltung davon Mittheilung machen? nur einmal stempelte ich irrthümlich 6 Schienen Latte, und dem Chambregarnisten vertrieben, und trug erhebliche Tulln: Selbstverständlich!- Rechtsanwalt Sachv. zu viel; zur Strafe dafür wurde ich in eine andere Abtheilung versetzt, A Berletzungen Bogdan zu 2 und Döbler zu 6 Monaten Gefängniß damit beauftragten Beamten fahen und oft auch Schienen ver- Schloffer Jansen erzählt, daß Sie dabei abgefaßt wurden, als be Wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung nun die Arbeiter die lage Handhabung der Abnahme feitens der nehmer war dabei nicht zugegen. Präs.: Sie haben dem verurtheilt. Gegen dieses Urtheil legten Beide Berufung ein, werfen faben, die ihrer Ueberzeugung nach durchaus gut waren, mit einent falschen Stempel Rechtsanwalt Dr. Coßmann gefang es, ein milderes Urtheil bann konnten sie woht leicht zu der Meinung kommen, wenn sie ich dem Jansen nicht erzählt. zu erfireiten. Die Strafe der Frau wurde auf 30 Mark Geld gegen die Anweisung des Präs.: Sie sollen ihm dann wie sie glaubten, von der Sache geklagt haben, Sie sollten deswegen entlassen werden? doch nicht viel verstehenden Abnahme- Beamten nach ihrem 3euge: Bon all dem ist mir absolut nichts bewußt. itrafe herabgesetzt. wurde M 1 ラ Beuge: Präf.: aber die Vereinigung für so lange als bestehend, bis sich der Fachverein der Buchbinder" aufgelöst hat. Sie ermächtigt des halb den Vorstand, sobald dies geschehen, den Verein für aufgelöst zu erklären." Janfen, darum befragt, bleibt indessen bei seiner gestrigen zwischen 7 M.( in Lage) und 27 M.( in Berlin und Hamburg), Aussage hierüber. das Jahreseinkommen zwischen 312 M.( in Oldendorf und Der früher auf dem Bochumer Verein angestellte Zeuge Plauen) und 1350 M.( in Berlin und Hamburg). Das Durch Chemiker Spaß will von Unregelmäßigkeiten Nichts wahr schnittslebensalter der Arbeiter an den einzelnen Orten bewegte genommen haben. Vor dem Untersuchungsrichter hat der Zeuge fich zwischen 18 und 45 Jahren, die Zahl der aus Arbeitsfrüher ausgesagt, er habe im Wirthshause ein Gespräch Bering's mangel Arbeitslosen zwischen 1 und 106( Hamburg), der wegen Der Verein zur Wahrung der Interessen der in der mit Anderen angehört, danach sollten einige Arbeiter von einem Streit Arbeitslosen zwischen 1 und 10, die Zahl der aus Arbeits- Sutfabrikation beschäftigten Arbeiterinnen Berlins und UmAbnehmer bei irgend welchen Unregelmäßigkeiten ertappt mangel herrührenden arbeitslosen Tage zwischen 14 und 3288 gegend hielt am 28. Juli eine Versammlung ab, in welcher Frl. und dann, nachdem sie um Verhaltungsmaßregeln bei den( Hamburg), der aus Streit herrührenden zwischen 12 und Baader unter großem Beifall über die Gleichstellung beider Ingenieuren angefragt, weinend zu dem Kontrolleur ge- 235( Staßfurt), die Zahl der Kranken zwischen 1 und 106( Ham- Geschlechter referirte. In der Diskussion äußerte sich Kollege gangen sein, um sich dessen Verzeihung zu erbitten. burg), der Krankheitstage zwischen 3 und 1221( Hamburg). Die öffel im Sinne der Referentin und tadelte zugleich, daß es Der Zenge vermag an dem Gesagten heute nicht mit absoluter jährlichen Wohnungsmiethen bewegten sich zwischen 70 m. nicht mehr Kolleginnen der Mühe werth gehalten hatten, den für Entschiedenheit festzuhalten. Auf ihn babe übrigens jene Grauenburg) und 244 M.( Hamburg). Die Deutsche Böttcher- fie fso nuhbringenden Vortrag mit seinen wichtigen Erläuterungen zählung damals vielmehr den Eindruck einer Anekdotte gemacht. Beitung" bemerkt, daß diese Statistik die Lage der Böttcher noch mit anzuhören; ferner forderte er die anwesenden Kollegen und Es sei ja übrigens am Biertisch gewesen, wo Derartiges erzählt viel zu rosig" erscheinen lasse, ba, wie schon erwähnt, nur die Kolleginnen zur eifrigen Agitation für den Berein auf. Unter wurde; da pflege man doch nicht jedes Wort auf die Goldwaage beffergestellten" Arbeiter sich an der Statistik betheiligten. Verschiedenem gab derselbe Kollege Folgendes bekannt: Die in zu legen. letter Beit stattgehabte Generalversammlung des UnterstüßungsBon dem Zeugen Ingenieur Rau, der zwei Jahre lang Einkommensverhältnisse der Landarbeiter. Das vereins deutscher Hutmacher ist dem Gedanken, eine Verschmelzung auf dem Bochumer Verein war, hat Spaß ausgesagt: Als sie Voltsblatt für Teltow- Beeston" veröffentlicht in Nr. 87 vom beider Vereine herbeizuführen, näher getreten und es ist aus der Beide einmal 1885 oder 84 in Gremme's Zimmer waren, habe 26. Juli folgenden Arbeitsvertrag: Unterzeichneter ver- felben der Beschluß hervorgegangen, einen Zweigverein aller in Rau auf einen zufällig daliegenden Stempel gedeutet mit den pflichtet sich hierdurch, bei dem Gutsbesiger Herrn F. Krüger zu ber Hutbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen für Worten: Das ist so ein Stempel, um die Abnehmer damit zu Alt- Tornow zur Verrichtung jeder vorkommenden Arbeit zu Berlin und Umgegend zu gründen. Zu diesem Zweck ist eine betrügen. Rau weiß nicht mehr, daß er das gesagt hat; er will arbeiten und außerdem einen leistungsfähigen Hofgänger zur Kommission gewählt, welcher die Ausarbeitung der Statuten obaber auch nicht geradezu bestreiten, eine derartige Aeußerung Verrichtung von Frauenarbeit zu stellen, wenn sie dazu bestellt liegt. Diese Nachricht wurde von der Versammlung mit großer gethan zu haben. Eine thatsächliche Unterlage habe er für einen werden. Die Arbeitszeit dauert für den Mann im Sommer Freude aufgenominen. " be- und im folchen Ausspruch nicht gehabt, ihm sei nur so von Hörensagen halbjahr von 5 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends, in der Ernte, bekannt gewejen, daß auf dem Bochumer Verein allerlei Mogeleien fo lange es verlangt wird, für den Hofgänger von In einer von über 700 Personen besuchten öffentvorkommen sollten. Beuge will wiffen, daß bei einem Auftrag 5 Uhr Morgens bis Feierabend des Mannes. Im Winterlichen Versammlung der Maler und Anstreicher referirte anstatt des verlangten Tigelstahls billiger Beffemer Stahl ver halbjahr wird die Dauer der Arbeit je nach Ab- und Zunahme am 25. Juli Genoffe ohl wegler über die Bedeutung des wandt wurde, giebt aber auf Intervention Bering's und der Tage, sowie nach wirthschaftlichem Verhältniß vom Arbeit- Achtstundentages. Der Redner stizzirte die technisch- wirthschaftmehrerer Sachverständiger endlich zu, doch nicht genau zu wiffen, geber festgesetzt. Unterzeichneter erhält an Lohn im Sommer liche Entwickelung mit ihren üblen Folgen für die arbeitende ob Tigelstahl direkt vorgeschrieben gewesen. Er habe das nur 1,20 m., im Winter 1 M. pro Tag. Der Hofgänger im Sommer Bevölkerung und ging dann des Näheren auf die speziellen Veraus den Kalkulationen geschlossen.d 80, im Winter 60 Pf. pro Tag. Für zu leistende Arbeiten am hältnisse des Malergewerbes ein, die Nothwendigkeit der Ver= Beuge Schlossermeister Söller weiß nichts von Uuregel- Sonntage erhält der Tagelohnarbeiter 15 Pf. und der Hof- türzung der Arbeitszeit auf acht Stunden nachweisend. Zum mäßigkeiten; auch davon, daß Revisoren ihre Stempel in den gänger 10 Pf. pro Arbeitsstunde. Un Drescherlohn erhält Schluß des Vortrags richtete er die dringende Mahnung an die Händen der Arbeiter gelassen, weiß er nichts. suit Unterzeichneter das Dreizehnte( 13) Korn, andere Afford- Anwesenden, in jeder Beziehung, vornehmlich auch in materieller, werden nach dem und die entsprechenden Lohn in der letzten Versammlung Auch Zeuge Ingenieur Küppers hat von Unregelmäßig arbeiten gewählte AgitationsDamit man teiten nichts wahrgenommen. Er ist seit 1885 auf dem Bochumer onders bedungen. Unterzeichneter ist auch verpflichtet Lohnkommission zu unterstüßen, nach Gutachten des Arbeitgebers für jeden Fall Verein. Unterzeichneter ist auch verpflichtet, als nächsten Jahre die voraussichtlich mit großen und vielen Achtstundenbewegung fiegreich durchFuhrmann Müller, der früher als Maurer auf dem Pferdeknecht oder Wiehfütterer zu arbeiten, wenn er dazu bestellt Opfern verknüpfte Der Vortrag fand stürmischen Beifall. Bochumer Verein war, will gesehen haben, wie einmal Arbeiter wird und erhält dafür 9,00 M. pro Woche. Der Hofgänger be- führen könne. in eine Schiene ein daumengroßes Stüd Gifen hineingehämmert fommt für jedesmaliges Milchen von ca. 10 Kühen und das dazu An der Diskussion betheiligten sich im Sinne des Refe haben. Von den Herren Sachverständigen wird dies allseitig gehörige Geschirr zu reinigen außer der Arbeitszeit 10 Pf. Das renten die Herren Albrecht und A. Kube. Hohlwegler aus technischen Gründen bezweifelt.- Zeuge bezeichnet drei der Schmieren der Wagen 2c. hat Unterzeichneter als Pferdeknecht bedauerte in seinem Schlußwort, daß es viele Kollegen gäbe, die Angeklagten Held, Hülsmann und Deligmann die er bei Arbeitender des Sonntags früh in der dazu bestimmten Beit zu ihre Nichtbetheiligung an der Gewerkschaftsbewegung mit ihrer Der fraglichen Manipulation gesehen haben will. Alle Drei verrichten. Außerdem erhält Unterzeichneter als Lohn freie attiven Theilnahme an der politischen entschuldigen. Solche bestreiten dies. Wohnung(?), sechzig Ruthen Land und mit Ablauf des Jahres politisch Aufgeklärte" müsse er als politische Kindstöpse" beGin von 1878 bis 1882 auf dem Bochumer Verein beschäftigt 36 Bentner Kartoffeln nebst vierteljährlichem Bettfiroh, sowie zeichnen, denn mit einer durch ungehinderte wirthschaftliche Ausgewefener Beuge üle will gesehen haben, wie der Abnehmer Streußel nach Bedarf, jedoch muß der Dung dem Gutsbefizer nuhung herabgekommene Masse werde der Sozialismus nie ver Ingenieur Gruft einmal mit einem Arbeiter wegen einer ver- Krüger unentgeltlich überlassen werden. Folgt indeß ein Biertel wirklicht werden. Gewerkschaftliche und politische Bewegung dächtigen Manipulation bei Abstempelung von Schienen in jahr vor Ablauf eines Jahres, auf welches diefer Vertrag Giltig- müßten Hand in hand gehen beim Kampfe gegen und Unterdrückung, wie das Liebknecht Differenzen gerathen. Zeuge Gruft felbst erklärt, davon nichts feit hat, von feiner Seite eine Ründigung, so bleibt derselbe auch Ausbeutung zu wissen. Zeuge will den Vorgang aus ca. 30 Meter Entfür das folgende Jahr in Kraft und so fort. Sollte es jedoch in der letzten Versammlung fo tlar nachgewiesen habe. fernung angesehen haben. Präs.: Haben Sie etwas von un- vorkommen, daß Unterzeichneter oder deffen Hofgänger feinen Darun folle fich ein Jeder der Organisation anschließen und erlaubten Flickereien auf dem Bochumer Verein gehört? Arbeitsverpflichtungen nicht nachkommt, bei der Arbeit be- energisch für den Achtstundentag agitiren!( Lebhafte Bustimmung.) Beuge: Ja, es wurde allgemein davon gesprochen, daß bei trunken ist, sich gegen die Herrschaft oder deren Vertreter Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen:" Die VerNachtzeit zu flickende Sachen nach dem Tiegmannshofe gebracht widersetzt, widerspricht(?) oder sich sonstige Ungehörigkeiten fammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten zu Schulden fommen läßt, so ist der Gutsbesitzer Krüger jederzeit völlig einverstanden und verpflichtet sich, der Organisation beizuBertheidiger Rechtsanwalt Dr. Schwering: Zeuge, haben berechtigt, Unterzeichneten oder deffen Hofgänger durch Abzug treten, damit im nächsten Jahre der Achtstundentag jerrungen Sie nicht gewußt, daß der Tiegmannshof überhaupt die offizielle an 2ohn bis in Höhe von 3 Mart eigen mächtig wird; sie erklärt jedoch, bei diesem nächsten Ziel nicht stehen zu Flickschmiede" war, wo stets, auch am Tage geflickt wurde? zu bestrafen und sich außerdem durch Abzug bleiben, sondern fortwährend zu agitiren, damit bald der tapigeboten Beuge: Nein, das weiß ich nicht; ich bin nie auf dem Zieg- an ohn für den ihm dadurch entstehenden talistischen Produktionsweise ein energisches Halt fann!" bann Die Versammlung ernannte die mannshof gewesen und fenne denselben nicht. Nachtheil zu entschädigen oder den Vertrag sofort auf- werden kann!" Zeuge Arbeiter Franz Müller war ursprünglich mit auheben, in welchem Falle Unterzeichneter auch seine Landnußung Herren Buck, Wendtker und H. Kube zu Kandidaten angeflagt; wegen Verjährung ist indessen die Anklage gegen ihn verliert und nichts mehr zu verlangen hat, sowie innerhalb für die Abtheilung der Arbeiterbeisiger im Gewerbe- Schiedsgericht. fallen gelaffen. Er befundet, zweimal von Herda beauftragt zu 48 Stunden die Wohnung raunen muß. Unterzeichneter hat für Darauf theilte H. Kube mit, daß die Lohnkommission Rarten fein, aus 200 abgenommenen Schienen den Kontrolleursstempel das Heranholen seiner Sachen pro Tag und Pferd 8 Mart zu und Marten zum Sammeln ausgeben werde. Dies Material sei auszufeilen, wobei ihm noch zwei andere Arbeiter hätten helfen zahlen, welchen Betrag er wieder zurückgezahlt erhält, wenn er au beziehen durch den Vertrauensmann Kölln, außer Sonntags von 10-12 Uhr bei Gründel, Dresdenerstraße 116, in seiner mliffen. Präf.: Hielten Sie das nicht für etwas Berbotenes? feinen Vertrag 2 Jahre erfüllt hat. Wohnung, Brigerstraße 11. Dann verlas der Revisor Buck die Beuge: Nein, zunächst nicht, sondern erst, als ich sah, daß Abgeschrieben Alt- Tornow, den 18. April 1891. Abrechnung des Vertrauensmanns für die Zeit vom 12. November dieselben Schienen am nächsten Tage dem Abnahmebeamten noch mals zur Abnahme vorgelegt wurden. 1891 bis zum 28. Juli 1892. Die Einnahmen betrugen 917,41 M., die Ausgaben 764,85 W., bleibt somit ein Bestand von 152,56 m. Dem Vertrauensmann wurde Decharge ertheilt und hierauf die Bersammlung mit einem Hoch auf die Organisation und den Achtstundentag geschlossen. warden. Soziale Lebersicht. Die Schuhmacher Wilhelmshavens stehen um Verkürzung der Arbeitszeit im Streit. Auch ein Entlassungsgrund. Wie die Schwäb. Tag The Krüger, Gutsbesitzer." Damit über das Looß der Landarbeiter den übrigen Bolts. massen die richtige Vorstellung verschafft werden kann, wird es gut fein, wenn die Parteigenoffen alle ländlichen Arbeitsverträge, deren fie habhaft werden können, den Parteiblättern ihres Bezirks oder dem Vorwärts" zum Studium einsenden. " macht" mittheilt, wurde in Stuttgart fürzlich ein Arbeiter des Versammlungen. halb aus der Fabrit entlaffen, weil er bei feinem Vorgesetzten eine Stunde Urlaub erbeten hatte, um sich nach einer Wohnung umzusehen. Der Vorgesetzte meinte, die Wohnung könne der Arbeiter auch nach 9 Uhr Abends noch suchen! " Vom Fachverein der Buchbinder war am 25. Juli eine ordentliche Generalversammlung einberufen, in welcher definitiver Beschluß darüber gefaßt werden sollte, ob der Verein zu Gunsten einer, mit der Freien Vereinigung aller in Buchbindereien, Lederwaaren, Karten und Luxuspapierfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen abzuschließenden großen Zentralorganisation aufgelöst werden solle oder nicht. Zunächst erstattete der VorIn der Versammlung des sozialdemokratischen Wahl sigende Riese den Geschäftsbericht vom 2. Quartal; danach vereins für den vierten Berliner Reichstags- Wahlkreis haben stattgefunden 9 Versammlungen, 1 Generalversammlung erläuterte Genoffe Robert Schmidt in einem eingebenden, und 10 Vorstandssigungen. Der Kassirer Schulz theilte hiersehr beifällig aufgenommenen Vortrage die Ursachen der wirth auf folgenden Raffenbericht mit: Einnahme 694,51 M., Ausgaben fchaftlichen Strifen. Rebner führte überzeugend vor Augen, daß 1004,55 m., mithin ein Defizit von 310,04 M. Der Verein zählt nur eine Umgestaltung der heutigen kapitalistischen Produktions- jekt 398 Mitglieder. Dem Kaffirer wurde einstimmig Decharge weise in eine sozialistische die menschliche Gesellschaft in einen ertheilt. Ueber die Arbeitsnachweis- Kommission berichtete Kollege glücklicheren Bustand hinüberzuführen vermöge. Er ermahnte dem Wunschek und über die Bibliothek Kollege Schult, lettere zufolge, unermüdlich an der ökonomischen wie politischen Be- hatte eine Einnahme von 21,11 M., eine Ausgabe von 2,10 M. freiung der Arbeiter, jeder nach seinen Kräften zu wirken. Eine und einen Bestand von 19,01 m. zu verzeichnen. Beide Berichte das Verleihungsrecht der Dekoration zu übertragen. Das An- eins theilte Rollege Riese mit, daß es eigentlich keine Auflösung, Diskussion fand nicht statt. Beschlossen wurde, dem Vorstande wurden einstimmig genehmigt. Bum Punkt Auflösung des Verbenten an das unlängst bei einer Dampferpartie ums Leben ge- fondern nur ein Zusammenschließen beider Vereine sei, um mehr tommene Schmidt'sche Ehepaar ehrten die Anwesenden durch auf die indifferenten Kollegen in Stadt und Land eineinmüthiges Erheben von den Plägen. Die Vorarbeiten zur wirken zu können. Da unter den jezigen Verhältnissen ein afsallefeier sind vom Vorstande eingeleitet. Die nächste Ver- Fortbestehen des Vereins unmöglich sei, so halte er es für das fammlung findet am 9. August in Renz' Salon, Naunynstraße 27, Beste, den Verein zu Gunsten einer großen Zentralorganisation ftatt und wird einen Vortrag des Zahnarztes Robert Wolf aller in der Papierindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeitebieten. " 2000 d Wie das Unternehmerthum den ungünftigen Geschäfts. gang benugt. Die Maler und Ladirer- Innung zu Leipzig und umgegend erließ ein Birkular, welches, wie der Wähler" berichtet, folgende Stellen enthält: Hierdurch werden einstweilen die Namen der Gehilfen, welche fich als Aufwiegler oder ungebührlich und unzuverlässig in der letzten Beit in verschiedenen Wertstellen bemerklich gemacht haben, den geehrten Mitgliedern bekannt gegeben. Desgleichen werden die Mitglieder gebeten, folche Gehilfen, welche fich ferner in dieser Weise kennzeichnen, unter Mittheilung der näheren Angaben beim Obermeister zu melden. Was ist gegen solche Maßnahmen des Unternehmerthums zu Was ist gegen solche Maßnahmen des Unternehmerthums 3 thun? Jeder Arbeiter muß sich der gewerkschaftlichen Organi fation seines Berufs und der politischen Organisation der Sozialrinnen" aufzulösen, und bitte deshalb die Versammlung, dem demokratie anschließen; schon wenn wenigstens die Mehrzahl der Arbeiter in dieser Weise organisirt ist, brauchen sie die schwarzen Eine außerordentliche General Versammlung der Beschluß der Vorstände einstimmig beizutreten. In diesem Sinne sprachen sich auch die Kollegen Wettmeier und Wietherisch Listen und ähnliche Unterdrückungsmittel nicht mehr zu fürchten. Freien Vereinigung aller in Buchbinderei, aus. Der Antrag des Borstandes, den Verein am 1. August Lederwaaren, Karton- und LupuspapierDie Bergarbeiter von Bousquet haben die Deputirten Baudin, Lamendin und Lafargue zu Vermittlern& abriken beschäftigten Arbeiter und Arbeite aufzulösen, wurde hierauf mit 108 gegen 8 Stimmen angenommen. gegenüber ihren Kompagnien erwählt. Die Arbeiter der genannten innen" berieth am 13. Juli über die Auflösung des Vereins. Von der Wahl einer Liquidationstommiffion sah man ab, und Bunächst erstattete Kollege Tren Bericht über den Arbeits übertrug einstimmig dieses Amt Kompagnie hatten sich im April durch einen Streit die acht nachweis im letzte. Vierteljahr; es feien 30 Stellen angemeldet Wieland regte an, man möge doch die Adresse des Arbeitsstündige Arbeitszeit erkämpft, und die Unternehmer wollen die gewesen. Davon hätten nur 8 befeht werden fönnen. Kollege die von außerhalb ankommenden Kollegen wissen, wohin sie sich felbe jetzt wieder rückgängig machen. zu wenden haben. Nachdem Kollege Riese noch mitgetheilt In Frankreich finden in den nächsten Monaten zahlreiche Sollege Ghling über die Vergnügungen. Hierauf legte der hatte, daß Mitglieder von Fachvereinen, welche der Organisation Arbeiterfongreffe statt. So halten die Buchdrucke Rassirer Otto über das legte Vierteljahr folgende Rechnung: ihren Nationalfongreß vom 27.- 30. Juli in der Arbeitsbörse zu Einnahme 377,36 M., Ausgabe 211,35 M, mithin Bestand fofort beitreten, Ginschreibegeld nicht zu zahlen haben, wurde die Paris ab. 166,01 M. Der Verein besitzt 207 zahlende Mitglieder. Der gut besuchte Versammlung geschlossen. In Friedenau referirte am 25. Juli Herr Hoffmann Ein allgemeiner Gewerkschaftstongreß tagt Rassirer erhielt einstimmig Decharge. Kollege Greifenberg vom 19. bis 23. September in Marseille. Auf der Tages- berichtete noch über die Vorstandsthätigkeit; es sind abgehalten( Berlin) unter Beifall über das Thema:" Der Sozialismus als ordnung steht: 1. nationale und internationale Verbindung der Ar- worden 5 Vorstandssitungen, 2 fombinirte Sigungen und Produkt der geschichtlichen Entwickelung"." Der Ueberschuß der beiter und Arbeiterinnen: 2. Generalfireit aller Branchen; 3. direkte öffentliche Versammlungen. Hierauf erörterte derfelbe Redner Maifeier im Betrage von 20,30 m. wurde dem VertrauensRepräsentation des Prolerariats in den Parlamenten; 4. der inter- die Frage der Auflösung; er meinte, daß der Verein in der bismann überwiesen und zur Vorbereitung der Lassallefeier eine nationale Kongreß von 1893; die Manifestation des ersten Mai 1898. berigen Weise nicht weiterbestehen könne, weil viele Arbeiter and Kommiffion von neun Personen, ferner zum Vertrauensmann für In Bordeaux findet vom 1. bis 4. September ein Stongreß Arbeiterinnen der verschiedenen Branchen stellenlos sind, und Stegliz Genosse Heinrich gewählt. In die Lokalkommission Der Bauarbeiter statt. Die Tagesordnung enthält u. A.: Der Verein bei seiner kleinen Mitgliederzahl nicht in von Steglitz wählte man 28 olf, Stahn und Otto. Lage ist, Unterstützungen 31 gewähren. Die Versammlung schloß mit einem dreifachen Hoch auf das revoluObligatorische Versicherung der Arbeiter gegen Unfälle auf Kosten der befäßen einen internationalen Echutzverein, tionäre Proletariat. der Unternehmer; Abschaffung jeglicher Artordarbeit; Wahl von Prinzipale Fabrikinspektoren aus den Kreisen der Arbeiter; Buziehung von man müßte ihnen in derselben Weise entgegentreten. Er halte Arbeitern zu hygienischen Kongressen u. s. w. Drews erstattete dann Bericht über den Rechtsschutz und " dem Vorstande. Kollege Die Ju einer gutbesuchten Brauerversammlung sprach am es daher für das Beste, daß sich die Freie Vereinigung" und der Fachverein der Buchbinder" auflösen und ein großer Verein 26. Juli Herr Hilpert( Brauer) unter großem Beifall über: Statistische Erhebungen über die Lohn- und Arbeits gegründet werde, der auch Frauen aufnehme. Dann erst könne Die Arbeitsverhältnisse der Brauer sonst und jetzt." Er trat bedingungen der Böttcher Deutschlands für das Jahr 1891 man auch die indifferenten Kollegen zu sich heranziehen und energisch für die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung Deröffentlicht die Deutsche Böttcher- Zeitung". Trotzdem die Be- gegen die Prinzipalität eine Macht ausüben. Am 27. Juli würde stehende Brauervereinigung ein. Nach einer kurzen Diskussion theiligung an diefer Statistit eine nur mangelhafte war und nur dann eine kombinirte Sigung beider Vorstände stattfinden, in erstattete Herr Preuß den Bericht über die letzten Verhandfeitens der beffergestellten Arbeiter geschehen, ist dieselbe immer welcher die beiden Vereine für aufgelöst erklärt und gleich ein lungen, welche die in einer Brauerversammlung gewählte Behin nicht ohne Intereffe. Eingegangen waren 522 Fragebogen, provisorischer Borstand gewählt werden würde. Nach längerer schwerdekommission mit den Brauereileitungen geführt hat. Bei welche sich auf 66 Städte vertheilen. Nach dem Ergebniß der Diskussion wurde mit 33 gegen 10 Stimmen folgende Resolution den meisten der angeführten Streitfälle war der Sieg der Statistit bewegte sich der Stundenlohn zwischen 10%/ s Pf.( in angenommen:" Die heutige außerordentliche Generalversammlung Arbeiter zu fonstatiren. Einige Differenzen harren noch des Lager und 45 Pf.( in Berlin und Hamburg), der Wochenlohn erklärt sich mit der Auflösung des Vereins einverstanden, erklärt Ausgleichs. Der Berichterstatter hob hervor, daß es vornehmlich 78 ani pride noe pole o ba ledet d " Müllerstr. 7 bet Reichardt. -O Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Adalbertsir. 8. 1 1 ben hinter den Brauern stehenden Berliner Arbeitern zu danken angestr. 108, bei Nebelin.- 8utunfts, Belten, bet M. Grunow. Nordstern, fei, wenn die Umwandlung der Arbeitsordnungen, wie sie die reuzberger Sarmonie, Lindenstr. 106, bet Poppe. Morgengrauen,( Bäcker), 3 bis 6 Uhr Brauer forderten, von den Brauereien zum großen Theil an- Nachmittags, Barnimfstr. 16, bet Heindorf. Treue Brüder, Ahrendt Libertee, Gisenbahnstraße 20 bei Siegmund. ftandslos oder höchstens nach kurzem Weigern( Unionsbrauerei) ftraße 23. Stedes Echo, Reichenberger- und Forsterstraßen- Ecke, bet Spindler. Siebertafel bewilligt wurde. Das müsse den Arbeitern bei geeigneter Ge- west end. Blumenthalftr.& bet Behrendt.- Borwärts 9, Charlotten legenheit vergolten werden. Darauf gab Herr Wagenführ burg, Schillerstr. 102 bet Stahl. den Bericht der Kommission des Arbeitsnachweises. Er theilte mit, daß dem Wunsche der letzten öffentlichen Versammlung nach: gekommen und der bisherige Leiter des Nachweises, Michaelis, gekündigt wurde. Betreffs des anderen Auftrags der letzten Verfammlung, die Mißwirthschaft mit den sogen. Vize" betreffend, hat die Kommission eine Resolution angenommen, in welcher die Braumeister ersucht werden, nur unter bestimmten Vorausfegungen Bize" einzustellen. Redner glaubt, daß die in der Resolution gestellten Forderungen bezüglich der Entlassung und Einstellung von Kollegen von den zuständigen Leuten in den Brauereien Berücksichtigung finden werden. Nach längerer Debatte über das Arbeitsnachweiswesen, an der sich die Herren Hilpert, Steinert, Handke und Preuß betheiligten, nahm die Versammlung einen Antrag an, der dahin geht, daß die Nachweisfommission im Verein mit den Kollegen Preuß, Steinert und Käser ein neues Statut für den Nachweis auszuarbeiten und dann einer allgemeinen Brauerversammlung zur Beschlußfaffung darüber zu unterbreiten hat, ob sie, die Kommission, diesen Statutenentwurf dem Verein der Brauereibefizer vorlegen soll. Man will so eine größere Unabhängigkeit des Nachweises, der jetzt in mancher Beziehung von der Leitung des Brauereienvereins abhängig ist, anstreben. Darauf ernannte die Versammlung die Herren Preuß, Steinert, Wagen führ und Lang zu Kandidaten für den Posten des Arbeitsnachweis- Verwalters, den die Kommission dem Brauerei- ArbeiterVerein zur Akzeptirung vorzuschlagen hat. Unter Verschiedenem verhandelte man noch einige Beschwerden gegen Brauereien und beschloß dann, die Mitglieder der Beschwerdekommission von jetzt ab für jeden Arbeitstag mit 5 M. zu entschädigen, sowie für ihre bisherige Thätigkeit ihnen je 30 m. zu überweisen. An Stelle des ausscheidenden Herrn Konrad wählte man Herrn Frei und zu Ersatzmännern die Herren Käser, Franke und Lang in die Kommission. P Dermischtes: Wegen Beleidigung des deutschen Kaisers wurde in Dresden der Hufschmiedegeselle E. W. Großer aus Chemnik in geheimer Sigung zu 7 Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Cholera ist nach einem Privatbrief in Bayreuth an einem Fremden konstatirt worden. Amtlich ist dies indessen noch nicht bestätigt. In Bayreuth finden gegenwärtig die Wagner- Festspiele statt. In Eppertshausen( Hessen) standen sich bei der Gemeinde Alle Bufchriften den Bund betreffend sind zu richten an: Mar Gens, rathswahl Vater und Sohn, die Herren Euler senior und junior, Berlin N., Belforterstraße 26, 1 Tr. Donnerstag: Geselliger Berein Frei als Kandidaten gegenüber. Gewählt wurde der Vater. und Lustig bei Göße, Oranienstraße 153. Zimmer: Schüßengesellschaft Auf schreckliche Weise verunglückt ist in Halle ein in Fein Korn bet Klatt, Boechstr. 61. Geselliger Verein Azalie, MichaelBrücke. 1( zu den 3 Raben). Humoristischer Verein Bautenschwenget, dem Droguengeschäfte von Kaiser bedienstetes Mädchen. Das bet Sommer, Stallschreiberstraße 58. Wrangelstr. 141. Geselliger Verein Grüne Eiche( vor dem Salle'schen ein in demselben befindliches Oberlichtfenster und fiel dabei auf Musikverein Animo, bei Schmidt, felbe hatte das Dach eines Nebengebäudes betreten, durchbrach Thor), bei Razorke, Solmsstr. 1. Vergnügungsverein hilaritas, bei Tempel, Breslauerstr. 27.- Theaterverein Fibeler Geift, bet Schneider, einen Ballon mit Schwefelsäure, der infolge dessen zerbrach. Das Musitverein Osiris, bei Stoll, Adalbertstr. 21. Mädchen ist schwer verwundet und lebensgefährlich verbrannt; Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Männer es liegt hoffnungslos darnieder. Gefangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei A. Niemann, Görliger straße 42.- Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbettervereins für weißenfee und Umgegend. Donnerstags und Sonnabends Abends bet Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Männer- Gefangverein Tyrolienne, Abends 9 Uhr bet Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Musikverein Frisch Auf, Annenstr. 14, bet Ehrenberg. Theaterverein Lessing, Abends 9 Uhr, bei Musehold, Landsbergerstraße 31. Privat- Theaterverein Fideler Geist 2", Abends 9 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18. Turnverein Gesundbrunnen( Lehrlings- Abtheilung) turnt Montag und Donnerstag Abend von 8-10 Uhr, in der Turnhalle, Bantitr. 26. Geselliger Berein Freiheit, bends 9 Uhr, bet Thierbach, Schwebter ftraße 44. Geselliger Berein Regina, Dranienstr. 121, bet Seifert. Geselliger Klub Blau- Weilchen, Abends 9 Uhr, Annenstraße 9 bei 6. Prob. Berein ehemaliger 22. Gemeinbeschüler, punti 9 Uhr, bei Schröder, Stegligerstr. 18.- Biropfenverein Wedding,' Abends 8 Uhr, bet Belterhoff, Antonstr. 5. Freundschaft, Abends 9 Uhr, Donnerstag 9 Uhr Abends im Restaurant Göy, Drantenstr. 153. Vergnügungs- Verein Renata jeben Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, in Bernhardt's Destillation, Staligerftr. 41.- Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant . Kahlert, Reichenbergerstr. 113a. Rauchtlub Obneforge, Abends 9 Uhr, in Rogge's Bierhaus, Kohlenufer 2.- Rauchflub Kernipige, Abends 8% Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchflub Arcona, Abends uhr, bet Siemenlinsti, Reichenbergerſtr. 71. Donnerstag bend 9 Uhr im Restaurant Böhmer, Brißerstr. 32. Abends 9 Uhr, bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Klub Ohneftreit, jeden Rauchtlub Süd- est, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 28 bei Flid. tub üdroärts, Abends 8% Uhr, bei Arndt, Pallisadenſtr. 47. bet Busse, Schönhauser Allee 46. Rauchtlub Arabi Bascha, Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelstr. 84. 9 Stat Die Zur Feier der Unabhängigkeits- Erklärung, die auf den 4. Juli fällt, schafft sich in Amerita jedermann Feuerwerkskörper aller Gattungen an, und man brennt dieselben mit Vorliebe auf der Straße ab. Das Krachen, Zischen und Knallen beginnt schon einige Tage vor dem 4. Juli, erreicht aber an demselben seinen Höhepunkt. Am eifrigsten sind dabei die kleinen Jungen. Be sonders scharf ging es, wie die„ Kölnische Zeitung" meldet, in diesem Jahre in Chicago zu, und das Fazit der Feier waren vier Todte und eine große Anzahl von Verstümmelten. Kleine Jungen schoffen mit einer Miniatur- Kanone und die Kugel ging einem sechsjährigen Mädchen grade ins Herz. Ein anderer Kleiner Teufel warf seinem dritthalb Jahre alten Schwesterchen einen Schwärmer aufs Kleid; das Kind stand sofort in Flammen und starb bald darnach. Einem 85 jährigen, auf seiner Beranda sigenden Greise wurde eine Kugel in die Schläfe gejagt, einem jungen Mann durchbohrte eine Rakete die Brust. Ein Dutzend andere find durch Kugeln mehr oder minder schwer verwundet worden. Zahl der schwer Verwundeten beträgt über 30. Wie immer, ist auch eine beträchtliche Anzahl von Feuersbrünsten durch Raketen und dergleichen entstanden. Die Feuerwehr wurde ungefähr 30 Mal alarmirt; hätte nicht ein starker Schauer Nachmittags In der lehten Versammlung der Uhrmacher und verwandten Berufsgenossen Berlins und Umgegend hielt Herr Hoffdie Dächer angefeuchtet, so hätte es wohl 50-60 kleinere und mann einen Vortrag über das Thema: Waare und Geld." größere Brände gegeben. Auch in den übrigen Städten der Union ist der Tag in ähnlicher Weise gefeiert worden. So tommt aus An der Diskussion betheiligten sich die Herren Krüger, Wagner, Naether, Simson, Eßlinger und Hoffmann. Betreffs des Arbeits- Die Nedaktion stellt die Benugung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür Rausas City die Nachricht, daß vier Personen um's Leben ge nachweis- Komitees war die Wahl zweier Mitglieder nothwendig abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen kommen find. Zwei junge Lente feuerten zu Ehren des Festes geworden; als solche wurden die Kollegen Müller und Jung Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem mit blindgeladenen Revolvern aufeinander. Plötzlich stürzt einer der beiden nieder und stirbt der Pfropfen aus dem einstimmig gewählt. Unter" Verschiedenem" wurde beschlossen, zu dem geplanten Ausflug nach Finkenkrug am Sonntag, den die Versammlung des Verbandes( Nr. 172 des Vorwärts") wird riffen. Achtung, Möbelpolirer! Bezüglich des Berichtes über Revolver seines Freundes hatte ihm die Halsschlagader zer 31. b. M., Mittags 1 Uhr 30 Minuten, vom Lehrter Bahnhof hiermit erklärt, daß die Partie nach Buckow am Sonnabend abzufahren. Kollege Naether fritisirte sodann die Uebertretung den 6. August, Abends 11 Uhr, stattfindet. Alle, welche der Sonntagsruhe, welche sich bereits mehrere hiesige Prinzipale daran theilnehmen wollen, sind hiermit gleichzeitig zur Bezu Schulden kommen ließen, und forderte die Mitglieder auf, sprechung der Partie zu Montag den 1. August, Abends 8½½ Uhr, jeden diesbezüglichen Fall bekannt zu geben, damit weitere Schritte gethan werden fönnen. Die nächste Versammlung findet nach Hente's Lokal, Blumenstr. 38, eingeladen und werden geam Sonnabend den 18. August im Vereinslokal Wienecke, Alte beten, auch zu erscheinen. Jakobstr. 83, statt. Spredilaal. Inhalt deffelben identifizirt zu werden. " J. A. Robert Weber. Literarisches. Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Königsberg i. Pr., 27. Juli. In einer Ertra Auss gabe des Regierungs- Amtsblattes wird das Verbot der Durch fuhr von gebrauchter Leib- und Bettwäsche, Kleidern, Hadern, Lumpen, Obst, frischem Gemüse, Butter und weichem Käse aus Rußland bekannt gemacht. Christiania, 27. Juli. In der Stadt Sarpsborg wurden durch eine Feuerbrunst 5 Häuserviertel mit etwa 30 Häufern in dem besten Theile der Stadt eingeäschert. Der Schaden wird auf 1/2 Million Kronen geschätzt. ( Depeschen des Bureau Herold.) Halle a. S., 27. Juli. Der Student der Medizin, Pietrusty, erhielt ein Jahr Festungshaft wegen Zweikampfes mit den Lieutenant de Nimes, wobei ersterer einen Streifschuß an der Süfte, lekterer einen Schuß in den Oberschenkel erhalten hatte. Die Ursache des Zweikampfes war ein nächtliches Renkontre, durch Pietrusky veranlaßt, der durch Säbelhiebe verletzt worden war. Frankfurt a. M., 27. Juli. Der Fachzeitung„ Der Leders Breußens infolge der bekannten Enquete des Handelsministers markt" zufolge hat sich die Mehrzahl der Leder- Großinduſtriellen für die Abhaltung der Berliner Weltausstellung ausgesprochen und ihre Betheiligung zugesagt. Die oft und westpreußischen Sozialisten hielten am 26. Juli eine öffentliche Versammlung ab, in welcher zunächst Genosse Lauschte Bericht über die Agitationskommission er stattete. Danach sind durch öffentliche Agitationsversammlungen eingekommen 137,05 m., ausgegeben aber 161,35 M., was ein Defizit von 24,30 M. ergiebt. Alsdann hielt Genosse Riesop Nicht ohne Werth für die Landagitation sind die Wald, einen Bortrag, in welchem er die Ziele, die sich die hiesigen Dit- Sommer oder Stiftungsfeste, wenn sie, von gutem Wetter und und Westpreußen gestellt haben, flar legte und in furzen Zügen geschicktem Arrangement begünstigt, auf dem Lande ein Bild ihrer bisherigen Thätigkeit entwarf, welch' lettere sehr abgehalten werden. Ein zündendes Wort in schöner Form am gut erweitert werden könnte, wenn es nicht an der materiellen richtigen Ort und zur richtigen Zeit gesprochen, wirkt oft mehr Unterstüßung mangeln würde. Nach der Diskussion schritt man als Profa. Hierzu eignet sich vortrefflich das vor kurzem er zur Wahl der Agitationstommission, welcher nunmehr die Gefchienene Buch des Genossen M. Wittich:" Gelegenheit 3noffen Lauschte, Riesop, Schulz, Rott, Gottschalt, Thielert und Gedichte und Prologe für Arbeiterfeste. Mit einem Decker angehören. Vor Schluß der Versammlung wurde bekannt Anhang: Winke für Redner."( Verlag von M. Ernst in gemacht, daß ani 10. September im Restaurant Königsbank das München, Preis 75 Pi.) Festgedichte zu allen Festesgelegen erste Stiftungsfest stattfindet. Die Festrede wird Reichstags- heiten für alle Fach- und Bildungsvereine sind hier vereinigt und Abgeordneter Schuly- Königsberg halten. das beste: diese Gedichte sind von einem tiefen Gehalte, Wohl In einer großen öffentlichen Versammlung der uns kaum etwas Besseres wünschen fönnten. Die„ inte für laut der Sprache und von einem Humor durchdrungen, daß wir Schneider und Schneiderinnen Berlins, die kürzlich stattfand, Nedner" am Schluß bilden für alle Genossen einen werthvollen referirte, nachdem der Vorsigende Pfeifer über die Verurtheilung Anhang. und sofortige Verhaftung des Fräulein Wabniß sein Bedauern ausgedrückt hatte, Genosse J. Timm über moderne Kultur und Effen( Ruhr), 27. Juli. Bochumer Stempelprozeß. Der Panorama der Berliner Weltausstellung mit er moderne Barbarei. Hierauf erörterte Genosse Täterow die erläuterndem Text von Adolph Braun. Im Auftrage des Romitees Schmied Quantius macht gravirende Aussagen betreffs des Frage, wie es zu ermöglichen sei, daß sämmtliche Arbeiter und für das Weltausstellungs- Terrain im Norden Berlins. Berlin, Flickens" der Schienen. Beuge, welcher nicht vereidigt wird, nennt die Bahnen, welche betrogen sein sollen.( Die Bertheidi Arbeiterinnen die in allen Fabriten gezahlten Löhne kennen lernen, Kommissionsverlag von Cassirer u. Danziger. und meinte u. A., daß die Agitationsfommiffion in jedem Geschäfte Die Kleine Schrift, welcher ein Situations- und Bebauungs- gung beantragt in Folge deffen die Ladung Rosendahl's aus Liften auslegen müsse, in welchen alle Arbeiter und Arbeiterinnen plan beigegeben ist, macht Stimmung für das Terrain im Nord- Savona.) Die Ankunft der Kontrolleure sei durch besondere mit Zufeßung des betreffenden Lohnes eingeschrieben seien, und westen der Stadt zwischen Nord- User und Müllerstraße, zu Schellenfiguale angezeigt worden. Bering bestreitet diefe An daß diese Listen an solchen Stellen anzubringen wären, welchem ein Theil der Jungferuhaide zugenommen werden soll, gaben. Derartiges fönne vor seinem Amtsantritt der Fall ge wo dieselben Jedermann zugänglich find. Nach längerer und sucht die Vorzüge dieses Platzes vor den anderen in Aussicht wesen sein. Zwei Portiers des Vereins werden zur Vernehmung über diese Punfte geladen. Diskussion wurde die Angelegenheit der Agitationskom genommenen Terrains darzulegen. Effen( Ruhr), 27. Juni. Bochumer Stempelprozeß. Der mission überwiesen. Da der Vertrauensmann Timun eine zweimonatliche Haft anzutreten hatte, wurde für diese Zeit Kollege Joh. Audr. Eisenmenger's, weiland Professors der Beuge Dietz erklärt, er sei von dem Werkmeister Kirchner beauf Lange zu feinem Stellvertreter gewählt; während dieser Periode orientalischen Sprachen an der Universität Heidelberg, Ent- tragt worden, an einem Walzscheibenrad den Stempel mit dem hat derselbe auch das Arbeits- Nachweisebureau zu leiten. Zum decktes Judenthum, zeitgemäß überarbeitet und heraus- Hammer zuzuschlagen, nachdem der Vorarbeiter Müller davon Mitglied der Agitationstommission bestimmte man den Kollegen gegeben von Dr. Franz Xaver Schiefert, Dresden 1892, Verlag einen Bleiabdruck genommen und in die Werkstätte des Graveurs Ludwig, zum Delegirten für die Streit- Kontrollkommission den von Otto Brandner. Eisenmenger ist bereits faft 200 Jahre getragen hatte. Kirchner entsinnt sich dieses Auftrages nicht. Kollegen Ab. Schulz. Dem Kassirer Schulte wurde, nach- todt( er starb im Jahre 1704), aber sein Werk bildet immer noch Der Beuge bleibt jedoch bei seiner Aussage feststehen und be dem derselbe die Abrechnung verlesen, und mitgetheilt hatte, daß das unerschöpfliche Arsenal für alle Judenheter. In der zeit- fundet ferner das vorgekommene Erwärmen von Fallbärproben. diefelbe von den Revisoren geprüft und unterschrieben worden gemäßen" neberarbeitung fand man es auch für gut, den Titel Der Zeuge Debowiat hat gesehen, daß von einem Revisor ver obwohl er das schönste an dem und ein Bestand von 112,88 m. vorhanden fei, einstimmig umzuarbeiten, ganzen worfene Schienen in dessen Abwesenheit nach ihrer Berladung Decharge ertheilt. Ferner gelangte eine Resolution einstimmig 2000 Folioseiten umfassenden Originalwerke ist. Derselbe lautete gestempelt wurden. zur Annahme, durch welche die Streit- Kontrollkommission ersucht wie folgt: wird, über die Ronfettionsfirma Bär Sohn den Boykott zu ver hängen. Militär- und Zieferungsschneider. Donnerstag den 28. b. M., große Bersammlung, Abends 8% Uhr in ,, Grativeils Bierhallen", Kommandanten ftraße 77-79. Musterzeichner- Verein Berlin.( Zweigverein des Berbandes deutscher Musterzeichner.) Albert, Landsbergerstr. 82. Donnerstag, den 28. Jult cr., Vereinssigung, Restaurant Gesangverrin melt Deffan" tagt Donnerstag, Wrangelstraße 91, Restaurant Kind. Arbeiter. Heute, Donnerstag, 28. Jult, abends 8 Uhr, Bersammlung im " 1892. Entdecktes Judenthum oder gründlicher und wahrhafter Bericht, welchergestalt die verstockten Juden die hochheilige Dreieinigkeit, Gott Vater, Sohn, heiliger Geist, erschröcklicher Weise lästern Briefkaffen der Redaktion. und verunehren, die heilige Mutter Chrifti verschmähen, das H. V., Fehrbellinerstr. 52. Das gehört in den Inferaten Neue Testament, die spöttisch durchziehen und die ganze Christenheit auf das äußerste der betr. Sparkasse; wenn in diesen nicht die Bestimmung ent Evangeliſten und Aposteln, die Christliche Religion theil, nicht in den Text. A. Sch., Friedrichsberg. Es entscheiden die Statuten verachten und verfluchen; dabei noch viel andere bishero den halten ist, daß die betr. Darlehnsempfänger die Kündigungskosten Sozialdemokratischer lub der im Buchdruckgewerbe beschäftigten wefene Dinge und große Irrthümer der Jüdischen Religion und Aber auch sonst ist das Liquidat nur in Höhe von 2,80 m. ge Theologie, wie auch viel lächerliche und kurzweilige Fabeln und rechtfertigt. Restaurant Preußer, Seydelstr. 30. Wichtige Tagesordnung. Arbeiter- Bildungsfajule. Donnerstag Abends 8-10% Uhr: Sübungereimte Sachen an den Tag kommen: Alles aus ihren Schule: Hagelsbergerstr. 48: Unterricht im Rechnen; Südost Schule, G. B. Lassen Sie sich verklagen, wenn Sie beweisen können, Reichenbergerfir. 133: Unterricht in Geschichte( alt); Dit- Schule, Martus: eigenen und zwar sehr vielen mit großer Mühe und unver- daß 6,75 m. pro Sack und nicht pro Zentner verabredet sind. straße 31: Unterricht in Rechnen; Nord- Schule, Müllerstr. 179a; unter: droffenem Fleiß durchlesenen Büchern kräftiglich erwiesen und in richt in Deutsch( mittlere) und Chemie. In alle Lehrfächer, mit Ausnahme Zweien Theilen verfasset.". S. 100. Ihr Brief enthält eine Kündigung per 1. Oktober der Mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, Die neue Ausgabe wird in 12 Lieferungen erscheinen. Sie gefe- u. Diskutirklubs. Donnerkas. Diezgen, Abends sx uhr giebt jedoch von den 37 Kapiteln des Originals nur 17 wieder. erfolgen. Die bloß mündliche Abrede mit dem Wirth des Lokals Nr. 89 W. W. Das Miethen eines Saales muß schriftlich Neue Beit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei Die vor uns liegenden ersten zwei Lieferungen beschränken sich hat keine Giltigkeit. Serwegh, Abends 8 Uhr, Reichenbergerstraße 54, Ecke Laufigerstraße, bei bis auf die letzten Seiten ganz auf das erste Kapitel, in welchem Nr. 82, Wrangelstraße. Sie sind an den Kontrakt nicht Daleń clever, Abends 8% ubr, Reſtaurant Bischof, Baumschulen gelehrten eben so große Narren gab, wie unter den christlichen beni burch Zeugniß der Verwalterin beweisen, daß Sie Aug. Beib, Donnerstag bei Zubeit, Naunynftraße 88, Abends der bündige Nachweis geführt, daß es unter den jüdischen Talmud- gebunden; wenn derfelbe aber ausgefüllt vorgelegt wird, e Emanzipation, Abends 8 Uhr bei Spät, einfire, Kirchenlehrern, und daß jene sich in ebenso unnüße Tisteleien denselben in blanco unterschrieben haben. einließen, wie diese, die ernsthaft die Frage erörterten, wie viel Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungs Engel auf einer Nadelspitze Raum hätten. Die anderen 16 Kapitel tönnen diefelbe einklagen. Schneck. Die Forderung verjährt erst in 2 Jahren; Sie Annenftr. 9, bei Brot.- Kornblume, Blumenjir. 64, bei Wuttte. Frü bollen vor allem bezeugen, wie feindselig der Talmud gegen die F. W. 12. Ja; das Recht, Lehrlinge zu halten, steht nur Brezelfchluß, Annenſtr. 16, Christen ist. Diese Ausführungen beginnen erst am Schlusse der den Innungsmeistern unter den Barbieren und Friseuren zu. Weiße Rose, Steinickendorf, Residensstr. 112, bet Garus. zweiten Lieferung. Hier werden einleitend eine Anzahl TalmudMorgenroth i, Rummelsburg, Berlinerstr. 9, bei Friesece.- itellen mitgetheilt, welche Milde, Menschlichkeit und Gerechtigkeit glödlein, Wilmersdorf, Berliner- u. Augufiftr.- Ecke bei Schulz. Einigkeit,( Sutmacher), Bappel gegen die Christen predigen. Hinterher aber soll gezeigt werden, Alte Schönhauserftr. 42, bei Reimann. Allee 3-4, bei Krause. Butunft 1, Stegliz, Kurhaus Friedenau. daß es mit der Befolgung dieser Prinzipien nicht weit her ist und Harmonte, Tempelhof, Dorfstr. 10, bei Gerth. auch jeht im Laufe des Semesters, eintreten. Süd- Ost, bei Tolksdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Ede. bei Schröder, Wiesenstr. 39. Gieshott. Schayer. 9 Uhr. weg Treptow. Distutirtlub der Hausdiener, Abends 9 Uhr bei Sommer, Grünftr. 21: Sigung. stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. lingslust, Flottwellstr. 5, bet Bartel. bet St. Urban, Echo 2, Weilchenblau, Rott bufer Damm 39, bei jatob. Butunft 2, Med.- Schönhausen, Buchholzerfir. bei sie den liebevollen Christen, von denen sie geschunden, geheyt, Hempel.- Offpreußischer Männer- Befangverein, Holzmartifir. geplündert, mißhandelt und verbrannt wurden, alle lebel auf preußlicher Männer- eef, bet etebimann.- Borax, bet Deter. Wienerstraße 31 bet Drügemüller.- Seeger'scher Gefangverein, der Briefkaffen der Expedition. Rauchklub Brüderlichkeit. Das Inserat kostet 1,60 m. Wir bitten um Angabe der genauen Adresse des Kassirers Langeftr. 65 bet Tempel von 9-11 Uhr.- Matglödchen 2, S.-D., Reichenden Juden von den Christen zu Theil wurde, allerdings aufs Kassirers der Zentral- Krankenkasse der Maurer; des Kassirers bergerstr. 16 bei Pähold. Eintracht, Glienicke bei Ablershof, bei steller. höchste entrüsten muß. - Ginigteit 2, Groß- Lichterfelde, Amalienstraße, bet Sann. Soff= nung 3. Brandenburg, Neuft. Markt 2, bei Wendmers.- Freie Gänger, des Vereins der Sattler( Lokalverein); des Kassirers des Leses flubs„ Gesundbrunnen". Berantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.