Nr. 256. Abonnements- Bedingungen: bonnements Preis pränumerando! Bierteljahel. 3,30 wt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. Post20bonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Poft- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat, Ericheint täglich außer Montags. Norwärts Berliner Volksblaff. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene stolonelgeile oder deren Raum 40 Pfg., für bolitische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 25 Pfg. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gebruckte) Wort 10 fg., jebes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inferate für Ste nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Erpedition ist an Wochen. tagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Lelegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Sonntag, den 30. Oftober 1904. um so schlaffer, untätiger und reaktionärer, trog aller I Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. " Wenn sich die Information des Avanti" bestätigt, so wird Die italienischen Parlamentswahlen. liberalen Phraseologie. Parlament und Regierung faßen schließlich in einigen Diözesen das non ex pedit aufgehoben. Wir Rückblicke und Aussichten. im Sumpf ihrer eigenen Untüchtigkeit fest, so daß der Generalstreit legen dieser Erscheinung keine große Bedeutung bei. Wo Not an zwar logisch wenig plausible, aber sehr willkommene Mann war, haben die Klerikalen schon seit Jahren wacker gewählt Gelegenheitsursache zur Kammerauflösung bot. trotz des päpstlichen Verbotes. Auch sind ihrer nicht allzubiele. Rom, den 27. Oftober.( Eig. Ber.) Ein volles Jahrzehnt vor der 1892 in Genua erfolgten Gründung der sozialistischen Partei Italiens hatte bereits der erste Sozialist, Andrea Costa, seinen Einzug ins italienische Parlament gehalten. Die nächsten Wahlen( 1886 bis 1890), mit Liſten wahl, erhöhten die sozialistische Vertretung auf zwei und drei. Erst das Jahr 1892, in dem man zum heutigen Wahlsystem zurückkehrte, brachte die Fraktion auf fieben Abgeordnete. Es folgten die Hungerrevolten in Sizilien und der Lunigiana, die Crispischen Ausnahmegefeße und seine freche Listenrevision, die eine halbe Million Wähler ihres Wahlrechts beraubte; die Antwort darauf war bei den 1895 stattfindenden Wahlen die Entsendung von 15 Sozialisten ins Parlament. Unter Rudini, 1897, wurde nur ein neues Mandat gewonnen. Das nächste Jahr brachte die Maiaufstände in Mailand und Neapel und die barbarischen Urteile der Kriegsgerichte. An Stelle Nudinis trat Pelloug, der mit seinen berüchtigten„ provedimenti politici" and an alle vom ReichsgrundUnd so soll heute das Volk, nach 41/2 Jahren, die es aufgewühlt Sollte es, wie der„ Avanti" meint, zur Aufstellung Klerikaler Kanund aufgerüttelt haben, und in den von Kampf und Not umgeaderten didaten, also zum offiziellen Zurückziehen des non ex pedit Boden reiche Saat der sozialistischen Propaganda ausstreuten, eine fommen, so würde sich die ohnehin schon in Gemäßigte und neue parlamentarische Vertretung wählen. Selten ist in der Liberale mit allen möglichen Nüancen zerfallende Partei der Remodernen Geschichte ein Proletariat zu dieser Aufgabe berufen aktion noch mehr zerklüften. Die Sozialisten schert das Aufworden, nach einer in so furze Zeitspanne gedrängten Periode der heben des non ex pedit wenig, denn ihnen gegenüber hat es nie Umgestaltung und des Aufschwungs. Was werden uns die Urnen gegolten. bringen, wie wird der 6. November sein Urteil sprechen über 41 Jahre unwahrer und schlaffer Politik, wie wird er antworten auf die Drohung der Rückkehr zur offenen Reaktion? So geht das italienische Proletariat mit stolzen Hoffnungen dem Wahlkampfe entgegen. Man wird es sicher um mehrere Vertreter begaunern, wird seine Stimmen ersticken, so weit man kann. Aber hindern wird man es nicht, daß die sozialistische Partei aus diesem Wahlkampf als die stärkste politische Partei Italiens hervorgeht. Die neuen Handelsverträge gesetz dem Bolle gewährleisteten Freiheiten legte. Die Obstruktion, zu auf Kandidaten vereinigen, die außerhalb der Partei stehen. Das und die staatserhaltenden Parteien. der sich Sozialisten mit Republikanern und Radikalen verbanden, brachte diese Gesetzesentwürfe zu Fall und nötigte die Krone zur Auflösung des Parlaments. Die Wahlen, die unter dem Zeichen des Bundes der Volksparteien stattfanden, verdoppelten die Zahl der sozialistischen Vertreter und fandten 38 Parteigenoffen ins Parlament. Es sind seitdem fast 4 Jahre verflossen, und zwar Jahre, die tiefe Spuren in der Geschichte Italiens gelassen haben. Die neue Kammer räumte zunächst Bellour fort und brachte in Saracco den liberalsten und rechtschaffensten aller italienischen Premierminister neueren Datums ans Ruder. Unter seiner Regierung erfolgte der Thronwechsel, ohne daß das Verbrechen Brescis ( 29. Juli 1900) zu jenen Orgien der Reaktion Anlaß gegeben hätte, die sich ein Crispi, Belloux oder Giolitti schwerlich hätten entgehen laffen. Im Jahre 1900 fetzt auch der große Aufschwung der italienischen Gewerkschaftsbewegung ein, die Massenstreits der Landarbeiter, von denen der der Reisarbeiterinnen von Molinella einen dauernden Ehrenplatz verdient in der Geschichte des Proletariats.d Im Jahre 1897 fielen 108 086 oder 8,9 Prozent aller abgegebenen Stimmen auf Kandidaten der Partei; im Jahre 1900 167 946 oder 13 Prozent. Wir glauben, nicht zu hoch zu gehen mit unseren Hoffnungen, wenn wir auf eine Verdop pelung dieser letzten Bahl auf über 300 000 Stimmen rechnen. Freilich werden 2 Mailänder Wahlkreise mehrere tausend sozialistischer Stimmen fällt aber wenig ins Gewicht gegenüber den 450 Kandidaten, die die Partei in den 508 italienischen Wahlkreisen aufstellt. Bei den letzten Wahlen hatten wir nur 167 eigene Kandidaten, und mit Rücksicht auf den Bund der Volksparteien verschwanden die sozialistischen Stimmen in vielen Kreisen, um als republikanische und radikale Stimmen zu erscheinen. Die Gegenleistung der von Republikanern und Radikalen für Parteikandidaten abgegebenen Stimmen stellte, wie wir glauben, das Gleichgewicht nicht her: die Sozialisten gaben mehr, als sie empfingen, und werden diesmal, wo sie nur in den allerwenigsten Wahlkreisen gemeinsame Sache mit den übrigen Bolts parteien machen( so in Piacenza, in Genua I, II, III, in Aequi und Alessandria) schon allein dadurch gewinnen. Natürlich sind viele unserer Kandidaten, namentlich im Süden und auf den Inseln, reine Zählfandidaten, die es vielfach nicht auf 100 Stimmen bringen werden. Wenn man gegen Giolitti in seinem Wahlkreise Dronero einen Parteigenoffen( Cavallera) aufstellt, so geschieht es natürlich nicht in der Hoffnung, den Ministerpräsidenten um sein Mandat zu bringen. Hier, wie den meisten anderen Ministern gegenüber, will man nur Heerschau halten. Im September 1900, auf dem Parteitage zu Rom, zeigten zum erstenmal die zwei Tendenzen" ihr Haupt. Mit starter In vielen anderen Streisen ist aber die Wahrscheinlichkeit des Hinneigung zunt Nurgewerkschaftlertum" sehen wir die Sieges sehr groß. Jm Durchschnitt kommen auf jeden gewählten " Rechte" der Partei für Wahlbündnisse, für Autonomie der Standidaten 1725 Stimmen. Bedeutende Ungleichheit in der WählWahlkreise eintreten und sich durchsetzen. Im Dezember desselben kraft" der einzelnen Stimme fehlt zwar auch hier nicht; es wurde Jahres erfolgte die durch lügenhafte Berichte des Präfekten Garz. B. der Abgeordnete von Pavullo mit 617 Stimmen gewählt, rone vom Ministerpräsidenten erwirkte Auflösung der Arbeits- während der Parteikandidat von Vignale mit 3222 Stimmen tammer von Genua, die den sofortigen Generalstreit in der ganzen unterlag. Die Parteivertretung als ganzes wurde aber bis jetzt Provinz zur Folge hatte. In Regierungskreisen hatte man alles von der Ungerechtigkeit nicht getroffen, da sie 32 Vertreter im andere erwartet von der fühlen, nüchternen, gut bezahlten Arbeiter Parlament hatte und auch nur 32 ihrer Kandidaten über schaft Liguriens und war außerordentlich erschreckt. Die Regierung 1725 Stimmen erhielten. Bei den vorigen Wahlen ererbot sich, zu verhandeln, die Arbeiterführer rieten zu kleinen Zu hielt ein Parteikandidat über 5000 Stimmen; und zwar geständnissen: die Streifenden lehnten aber alles ab und nahmen Turati, für den der fünfte Mailänder Wahlkreis 5888 Stimmen erst die Arbeit wieder auf, als sie das Recht erhalten hatten, ihre alte abgab. Vier Kandidaten erzielten über 3000, 19 über 2000, Arbeitskammer mit dem alten Exekutivkomitee wieder zu gründen. 46 über 1000 Stimmen. Im großen ganzen kann man sagen, daß Die Einweihung fand im städtischen Opernhause von Genua, im ein Wahlkampf mit einigen Aussichten auf Erfolg sich nur im Carlo Felice statt. Bereiche dieser 70 Wahlkreise abspielt. Biffernmäßige Voraussagen für die einzelnen Landesteile zu machen, wäre eine Verwegenheit und hätte im Grunde auch wenig Intereffe. Wir glauben, daß die verhältnismäßig größten Vorstöße von Ligurien, von Piemont und Venetien gemacht werden werden. II. Wie die Konservativen werden zweifellos auch die Mitglieder des Zentrums für die neuen Handelsverträge stimmen. Zwar macht die klerikale Bresse ebenfalls den Vorbehalt, daß man erst abwarten müsse, wie weit die von der deutschen Regierung den fremden Vertragsstaaten und besonders Rußland eingeräumten Zugeständnisse gehen, doch verhehlt sie nicht, daß, wenn der deutsch- russische Vertrag so aussieht, wie man nach den Angaben ganz- und halboffiziöser Blätter annehmen darf, das Zentrum für ihn eintreten wird. Und ebenso sicher ist, daß die Nationalliberalen und der größere Teil der Richterschen Freifinnigen für die neuen Tarifverträge stimmen werden. Allerdings finden auch die Blätter der Großindustriellen manches an dem neuen deutsch- russischen Vertrag auszusetzen. So ließ sich z. B. jüngst das Leibblatt der rheinisch- westfälischen Gruben- und Hüttenmagnaten, die Rhein- Westf. 3tg.", aus Petersburg melden, daß Rußland nur die Konzession gemacht habe, die über die westliche Landgrenze eingeführten Waren sollten auch fünftig nicht höher verzollt werden, als die zur See eingeführten, im übrigen aber seien die Zölle des allgemeinen russischen Tarifs fast ausnahmslos bestehen geblieben, und an diese Mitteilung knüpfte das Blatt eine lange Berechnung, in der nachzuweisen versucht wurde, daß der russische Zoll künftig für verschiedene Eisen- und Stahlwaren, die Deutschland nach Rußland ausführt, 50 bis 100 Proz. vom GroßHandelspreis betragen werde, für einzelne Artikel, wie zum Beispiel Kellerschlösser, Schrauben, Drahtgewebe und Drahtgeflechte, fogar 160 bis 500 Prozent. Doch die Folgerung, daß deshalb die nationalliberalen Vertreter gegen den deutschrussischen Tarifvertrag stimmen müßten, wird nirgends gezogen; im Gegenteil nehmen die syndikatsoffiziösen Blätter als ganz selbstverständlich an, daß die von der Regierung vereinbarten Verträge im Reichstage zur Annahme gelangen. Die von den Geschäftsführern des Vereins deutscher Eisenhüttenleute" und der„ Nordwestlichen Gruppe des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller" redigierte bekannte Fachzeitschrift Stahl und Eisen" kommt z. B. nur zu der Folgerung, die Regierung werde die Verantwortung zu tragen haben, wenn sich aus den Tarifverträgen für unsere Gesamtwirtschaft ein Ergebnis herausstellt, von dem man nur wünschen kann, daß es die Steuerkraft unseres Vaterlandes nicht allzu ungünstig beeinflussen möge." " Begreiflich ist diese Stellungnahme der Großindustriellen durchaus. Wird auch der Abfaz nach dem Auslande erschwert, so gestatten doch andererseits die erhöhten Industriezölle des neuen deutschen Zolltarifs den Großindustriellen, besonders soweit sie in Syndikaten und Kartellen organisiert sind, fünftig die Preise für ihre Artikel auf dem Inlandsmarkt noch höher zu halten als bisher und sich also gewissermaßen an den auf dem einheimischen Markt erzielten Mehrprofiten für die Ausfälle des Exportgeschäfts zu entschädigen. Außerdem haben aber viele deutsche Industriegesellschaften seit etwa einem Jahrzehnt in Rußland Filialen gegründet oder sich an solchen Gründungen beteiligt, und für diese Gesellschaften ist es meist weit vorteilhafter, daß ihre russischen Unternehmungen prosperieren, als daß die deutsche Ausfuhr nach Rußland steigt. Diese Ereignisse führten zum Fall des Kabinetts Saracco, dem Wahrscheinlich werden nicht alle 32 im Jahre 1900 eroberten die äußerste Linke nicht den Angriff, die Reaktionären nicht das Nach- Wahlkreise behauptet. In einigen, wo der Sieg der mangelnden geben den Arbeitern gegenüber verziehen. Im März 1901 begann Vorbereitung der Gegner oder der Vereinigung der Volksparteien zu mit dem liberalen Ministerium 3 anardelli Giolitti die danken war, ist die Niederlage wahrscheinlich. Auf den Verlust von Aera des Ministerialismus der Partei. Das neue vier bis fünf Mandaten muß man gefaßt sein, eher auf mehr als Kabinett hatte in der Bellourschen Kammer keine Mehrheit und auf weniger. Hier kommt auch dazu, daß der Wahlkampf fand sie allein durch den Zuzug der über fast 100 Stimmen von seiten der Regierung mit einer Schamlosigkeit und Energie geverfügenden äußersten Linken, die für Zanardelli stimmte, führt wird, gegen die Belloug mit seiner Wahlmache nur ein Waisenum ein realtionäres Kabinett fernzuhalten. Ueber die knabe war. Trotzdem glauben wir, daß Giolitti, wenn er den Zweckmäßigkeit dieser Politit war sich damals die ganze Schaden des 6. November bei Licht befieht, für jeden um die Ede Fraktion einig. Der Zwist begann erst, als die Unterstützung des gebrachten Sozialisten drei neue zu begrüßen haben wird, wobei Ministeriums fortdauerte, nachdem dieses bereits Stützpunkte nach es ohne große leberraschungen für alle Teile nicht abgehen dürfte. rechts gefunden hatte und in dem Maße reaktionärer wurde, als es der Sozialisten nicht mehr bedurfte. Der Herbst 1901 brachte noch auf den Kongressen der Arbeitskammern in Reggio Emilia und der Landarbeiter in Bologno erfreuliche Beweise der erstartten wirtschaftlichen Bewegung: 350 000 organisierte Landarbeiter, 262000 Organisierte in den Arbeitskammern. Aber seitdem ging es berg- Viele Kandidaten kandidieren in mehreren Kreisen, so z. B. ist ab. Jm Frühling 1902 erfolgte die Militarisierung der Eisenbahner, um ferri in einigen dreißig Kreisen aufgestellt, 2abriola und Mit der sogenannten nationalen russischen Industrie ist einen allgemeinen Streit zu verhüten. Die Frattion blieb dem Mocchi in fünf oder sechs, Agnini, Chiesa, Cabrini, es nicht weit her; die meisten der in den beiden Ministerium treu trotz dieser Gewalttat und trotz der Megeleien Bissolati, Podrecca und viele andere in zwei oder drei. letzten Jahrzehnten entstandenen Unternehmungen sind nichts als von Berres, Candela und Giarratana. Es tam zu Auch die außerhalb der Partei stehenden Sozialisten Turati und offene und versteckte Filialen ausländischer Gesellschaften, oder es ist einer tiefen Entfremdung zwischen der Masse und der Fraktion, zu Treves kandidieren in mehreren Streifen. mindestens an ihnen fremdes Kapital in starkem Maße beteiligt. endlofem innerem Zwist, zur Erschlaffung und Desorganisation. Ueberall wird mit unglaublichem Eifer gearbeitet. Nur ganz Selbst an der russischen Textil- und chemischen Industrie sind viel Der Parteitag von Imola( Sept. 1902), wo der Ministeria- vereinzelt hat das Aufstellen der Kandidaten zu Mißhelligkeiten fach deutsche Werte interessiert, noch weit mehr aber an der russischen lismus auf der ganzen Linie fiegte, tat dem Verfall keinen Einhalt. Anlaß gegeben, die aber durch den Parteivorstand beigelegt wurden. Eisen- und Stahlindustrie und vor allem an der russischen ElektrizitätsOhne durch äußere Ereignisse veranlaßt zu sein, nur durch den Im Ausland, in Lyon, Marseille, in Bern, Basel und industrie. Es gibt fast keine der großen und größeren deutschen inneren Berfall gezwungen, ging am 24. März 1908 die Frattion, 3ürich, überall haben die italienischen Arbeiter Geldsammlungen Elektrizitätsgesellschaften, die nicht Filialunternehmungen in Rußauf Antrag Turatis, zur Opposition über. Im Mai eröffnet und schiden Munition für die Wahlen. Viele Hunderte, ja vielleicht land hätte. Die Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft, die Siemens übernahm Ferri den„ Avanti", um das der Masse der Leser ent- Tausende im Auslande befindlicher Wähler kommen auf eigene Kosten u. Halste, Schuckert, Lahmeyer, Helios, die Kontinentale Gesellschaft fremdete Zentralorgan der Partei zu retten. zum Wahltag in ihren Wahlkreis. Auch in Italien selbst reisen für elektrische Anlagen, Berliner Gesellschaft für elektrische Die weitere Stette der Ereignisse, die vom Prozeß Bettolo Taufende von Wählern in den Ort, wo sie wahlberechtigt sind; be- Unternehmungen, Kölner Aktiengesellschaft für Elektrizitätsanlagen, bis zum Parteitage von Bologna, von den Mezeleien von kanntlich haben sie eine Preisermäßigung von 75 Broz, bringen aber Berlin- Hagener Affumulatorenfabrit usw. fie alle haben ihre Buggerru, Castelluzzo und Sestri Ponente bis zum Generalstreit trotzdem große Opfer an Zeit und Geld. Tochtergesellschaften in Rußland oder sind aw russischen Gründungen führt und in der Rammerauflösung ausläuft, ist noch in aller Ge Die Ordnungsparteien sehen mit Berivunderung und Schreden hervorragend beteiligt. Und ebenso wie diese Industriegesellschaften dächtnis. Ohne Lärm und fast umbeachtet zieht sich eine starke und auf die Regsamkeit der Partei, von der ihre eigene Totenstarre ab hat die mit ihnen koalierte Bankfinanz ein Interesse an der in der Mehrzahl siegreiche Streitbewegung daneben her, die dem sticht. Sie haben noch kein Programm erlassen, zum großen Teil noch Profperität jener russisch- deutschen Gründungen. Daraus erklärt sich Proletariat große Vorteile brachte und und fast an teiner feine Kandidaturen aufgestellt. Vielerorts kandidieren in einem auch, daß durchweg die eigentlichen Finanzblätter, boran ber italienischen Provinz spurlos vorüberging. vorüberging. Inzwischen wurde Wahlkreise zwei ministerielle Kandidaten gegen einander. Die Klagen der Berliner Börsen- Courier", energisch für die Annahme der neudie Regierung, je größer ihre Mehrheit im Parlament, tonservativen Presse über diesen Kuddel- Muddel arenzen an das Groteske. I vereinbarten Tarifverträge plädieren. Es sind rein materielle Jnteressen, welche die Stellungnahme einer Modifikation der vom Reichstag zurück- oder Entivendung der Kuveris zum Zivede der Verhinderung der fener Streise und jener Blätter bestimmen; aber der mittleren am gewiesenen Vertragstarife neue Verhandlungen Wahlhandlung wird mit Gefängnis von 6 Tagen bis 6 Monaten Export intereſſierten Industrie und dem Handel darf man die Beweg- mit den betreffenden fremden Staaten anzu- und mit einer Buße von 25 bis 500 Frank bestraft. Für den gründe nicht so offen zeigen, und so wird denn als Grund für die knüpfen sucht. Maire, den Vorsitzenden des Wahlbureaus und jeden Beamten überNotwendigkeit einer Annahme der neuen Handelsverträge angeführt, daß dann, wenn der Reichstag sich als renitent erweisen sollte, die ernst nehmen; sie offenbaren nicht die wirklichen Motive, welche selbst hat sie bloß als eine Etappe auf dem Wege zur vollständigen Doch man darf die obigen Gründe" der liberalen Bresse nicht haupt wird jenes Strafmaß verdoppelt. Die Reform ist keineswegs vollkommen. Der Berichterstatter Regierung einfach den neuen Generalzolltarif in Kraft treten lassen die Haltung der durch jene Blätter vertretenen wirtschaftlichen Streife Sicherung des Wahlgeheimnisses bezeichnet. So wie sie ist, wird werde. Die Frage laute: Vertragstarif oder Generalzolltarif bestimmen, sondern dienen nur dazu, deren eigentliche materielle fie aber schon erhebliches leisten dort, wo sie am nötigsten ist und deshalb könne es nicht zweifelhaft sein, daß die Annahme der Beweggründe zu verdecken. Deshalb werden auch diese Streise, selbst auf dem Lande und in den großindustriellen Wahlbezirken. Namentlich Verträge einer Ablehnung vorzuziehen sei. Es sei eine Illusion, wenn der Unsinn ihrer Argumentation noch so scharf nachgewiesen macht sie den ziemlich verbreiteten Unternehmertrid unmöglich, der wenn von den Barth und Konsorten der Generalzolltarif vom wird, für die neuen Verträge stimmen. Es entscheidet eben nicht darin besteht, die Arbeiter unter der Aufsicht der Werkführer mit 25. Dezember 1902 mit der alten Kanone auf der Maurenburg in die Logik, sondern das Gewicht der wirtschaftlichen Interessen. Die einem Stimmzettel in der Hand zur Urne führen zu lassen. Tanger verglichen werde, die nicht losgehe. Umsonst wolle doch die Handelsverträge werden ihre sichere Mehrheit im Reichstage finden. 10 Stimmen botiert, also fast einstimmig. Die Reform wurde nach ziemlich kurzer Debatte mit 521 gegen Reichsregierung nicht mehr als sechs Jahre mit größter Anstrengung Mit dieser Tatsache muß schon hente politisch gerechnet werden. Deputiertenkammer immer so, wenn eine endlich reif und überreif Das geht in der an dem Tarif gearbeitet haben. Allerdings ist mit der Annahme der neuen Verträge die sogenannte gewordene Reform nicht mehr anders bekämpft werden kann als Es ist kaum glaubhaft, daß die Blätter, die sich diese Argu-„ Neuordnung unserer zollpolitischen Verhältnisse" noch nicht beendet. Durch offene reaktionäre und volksfeindliche Gründe. mentation aneignen, sie selbst ernst nehmen; aber in irgend einer Der schwierigste Teil der Arbeit, die Verständigung mit England Hoffentlich findet auch der Senat noch Zeit, die Reform vor Weise müssen sie ihre durch rein materielle Interessen diftierte und den Vereinigten Staaten von Amerika auf der Basis des neuen den Neuwahlen von 1906 zu votieren. Stellungnahme zu den neuen Handelsverträgen begründen, und da sie Tarifs, folgt erst noch. andere Argumente nicht finden, nehmen sie eben diese. Immer wieder ist in der Zolltariffommission wie im Plenum des Reichstages von den Vertretern der Zollwucherparteien erklärt worden, der neue Generalzolltarif solle gar nicht so eingerichtet werden, daß er ohne weiteres in Wirksamkeit treten könne; er folle nur ein Rüstzeug" für die Handelsvertragsverhandlungen bilden: ein Marimum, be= stimmt zum Abhandeln. So erklärte z. B., um hier nur ein Beispiel anzuführen, der Abgeordnete Dr. Paasche in der Sigung vom 26. November 1902 als Redner der nationalliberalen Fraktion: " " Tarifs, folgt crit mo. bleisolob Deutſches Reich. Politifche Uebersicht. 1001 do 08 Berlin, den 29. Oktober. Preußen Konferenz. frage nicht zu behandeln, waren die preußischen Delegierten sich Als man sich entschloß, auf dem Bremer Parteitage die Schuldarüber einig, daß in einer Preußen- Konferenz zum mindeſten die Wenn wir plötzlich den autonomen Tarif, mag er sich gestalten waren die Delegierten sich einig, daß über die Schulfrage hinaus besondere preußische Schulfrage erörtert werden müßte. Und darüber wie er will, einführen wollten, so würden wir dadurch in eine die gesamte preußische Politik in ihren wichtigsten Kundgebungen handelspolitische Stellung geraten, die für das deutsche Volt nicht dringend einer Diskussion durch die Sozialdemokratie bedürfe. Das wünschenswert wäre. Mit aller Welt im Kriege oder preußische Proletariat, ausgeschlossen von dem Parlament, dessen Wettinen will ich besser sagen in einem vertragslosen Zustande zu leben, ödeste Reaktion fein Lufthauch der Freiheit und der Entwickelung auf der anderen Seite ein autonomer Tarif, der gemacht ist, um jemals bewegt, muß seinerseits eine preußische Volksvertretung Verträge zu schließen, und nicht, um den autonomen organisieren. Tarif als solchen einzuführen, das wäre ein Zustand, den niemand wünschen kann." Der Parteivorstand hat sich diesen Erwägungen gleichfalls angeschlossen und sich dahin entschieden, eine Preußen Konferenz einzuberufen. Als wahrscheinlicher Termin ist die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr in Aussicht genommen. Die Schulfrage wird die große Weltanschauung des Sozialismus Die umfassende Tagesordnung ist von elementarem Interesse. auf dem Gebiete des Erziehungswesens zum Ausdruck bringen, gegen über dem engen Klerikalismus sowohl wie dem feigen, halben und unehrlichen Liberalismus. Ueber die Volksschule soll das Volk entscheiden, nicht seine Feinde. Die politische und soziale Rechtlosigkeit in Preußen wird durch die Besprechung der Wahlrechtsanträge und des Kontraktbruch- Gesetzes an den Pranger gestellt werden. Endlich wird die Kritik des preußischen 28 ohnungsgesez- Entwurfs Klarheit über die Befähigung und Leistungen der christlich- monarchistischen Sozialpolitik in einem halb- abfoluten Polizeistaat verbreiten. Ein Gedenktag der Feigheit. Die„ Vossische Zeitung", das typische Organ bürgerlichen Verfalls in Deutschland, erinnert sich, daß sie vor 200 Jahren geboren wurde. Der verantwortliche Redakteur des Philister Familienblattes schreibt zu diesem Zwecke einen schwungvollen Gedenkartikel, in dem es heißt: Zweihundert Jahre unablässiger, auch unter den widrigsten Verhältnissen nie erlahmender Arbeit im Dienste des vaterländischen Gedankens, der Humanität, der geistigen und politischen Freiheit, des Fortschritts auf allen Gebieten ideeller und materieller Kultur eine Gedenkieier so stolzer und nicht gewöhnlicher Art ist es, die am heutigen Tage der Verlag der Bossischen Zeitung" begehen darf. Heute vor zweihundert Jahren, am 29. Oftober 1704, wurde dem wenige Jahre vorher aus dem zerstörten Heidelberg in Berlin eingewanderten Buchhändler Johann Michael Rüdiger jenes fönigliche Privileg zur Herausgabe einer Zeitung verliehen, das die Grundwurzel unserer Vossischen Zeitung" bildet. Ein Strahl von dem das junge Königtum umleuchtenden Glanze fiel heute vor zweihundert Jahren in das forgen und fummervolle Haus des Flüchtlings von Heidelberg, der in der aufstrebenden geistigen Metropole des deutschen Nordens feine zerstörte Cistenz neu aufzubauen sich mühte, und dieser Strahl, mit froher Genugtuung darf es ausgesprochen werden, ist niemals erloschen, er durchleuchtet den Entwicklungsgang des Unternehmens, deffen Rechtsgrundlage damals geschaffen wurde, bis zum heutigen Tage.. Erstens kann, tvennt vom Reichstag der deutsch- russische Handelsvertrag oder irgend ein anderer abgelehnt wird, der neue Generalzolltarif gar nicht sofort in Kraft gesetzt werden; d. h. es kann wohl nach§ 16 des Zollgesetzes der Kaiser mit Zustimmung des Bundesrats verfügen, daß der Tarif in Straft tritt, aber für jene. Länder, mit denen Deutschland Tarifverträge abgeschlossen hat und damit auch für alle jene Staaten, zu denen es in einem Meistbegünstigungsverhältnis steht, bleiben vorläufig die vertragsmäßig festgelegten Bolljäße in Gültigkeit, und zu der einen oder anderen Kategorie gehören alle Staaten, mit denen das Deutsche Reich ein einen in Betracht kommenden Handel treibt. Sollen auch diefen Ländern gegenüber die Zollsäge des neuen allgemeinen Zolltarifs volle Geltung erlangen, so müssen zunächst die Verträge gekündigt werden und erst, nachdem dann ein weiteres Jahr verflossen ist, können die Zollsäße des neuen Tarifs auf die aus diesen Ländern Preußen treibt das Reich zurück. Die durch das allgemeine in das deutsche Zollgebiet eingeführten Waren angewandt werden. Zweitens aber würde ganz zweifellos ein derartiges Vorgehen Breußische Kette des Dreitlassensystems immer wieder in den VorWahlrecht vorwärts gedrängte deutsche Politik wird durch die uns nach den verschiedensten Seiten hin in Zollfriege verwickeln; in einen Krieg, mit aller Welt", wie Herr Paasche sagt. Nicht nur mit den Vertragsstaaten, mit denen unter Caprivi Tarifverträge abgeschlossen sind, sondern auch mit den Vereinigten Staaten von Amerifa. Und bei einem Zollfriege mit der Union steht außer unserer Ausfuhr dorthin die ganze Entwickelung unserer überseeischen Schiff fahrt aufs Spiel; denn mit dem Erlöschen des Meistbegünstigungsverhältnisses würde der durch das amerikanische Gesez vom 30. Juni 1864 bestimmte Bollzuschlag von 10 Proz. auf alle mit deutschen Schiffen eingeführte Waren auch solche, die nicht deutschen Ursprungs find in Kraft treten. Und außerdem hätte der Präsident es auf Grund der bestehenden Bestimmungen in der Hand, für die in amerikanische Häfen einlaufenden deutschen Schiffe fofort die Tonnengelder auf das Doppelte zu erhöhen. Ferner könnte der Balfour- Chamberlainschen Zollagitation in England gar fein besserer Dienst erwiesen werden, als durch eine derartige Provokation. Der Erfolg wäre nicht nur ein mächtiger Fortschritt der Zollunions bestrebungen zwischen dem englischen Mutterland und seinen Kolonien, sondern auch die Votierung von speziell gegen die deutsche Einfuhr In Frankreich ist vielleicht eine solche Politik des Proletariats gerichteten Bollrepressivmaßnahmen durch das englische Parlament. Heute noch möglich. In Deutschland wäre es eine Narrheit, nur Unter diesen Umständen anzunehmen, die deutsche Regierung könnte daran zu denken. In Deutschland gibt es keine revolutionäre, keine bei einer Zurückweisung der von ihr dem Reichstag vorgelegten demokratische, nicht einmal eine liberale Bourgeoisie. Nur den drohenden Geist Lessings hätte das Blatt nicht zitieren sollen. Das ist eine Dummheit. Lessing war das Gegenteil eines Handelsverträge einfach aus Merger den Generalzolltarif vom In Preußen- Deutschland muß so parador es klingt das Philisters, stets ein tapferer Revolutionär, er hat gewiß nichts 25. Dezember 1902 in straft setzen, heißt nichts anderes, als sie sozialdemokratische Proletariat das Bürgertum fast noch in den gemein mit jenem magvollen und besonnenen Liberalismus, der einer beispiellosen Frivolität oder Unzurechnungsfähigkeit zu Anfangsgründen seines eigenen Liberalismus unterrichten. Es ist tischen Organs anvertraut. Allerdings schreibt heute nicht mehr ein beispielsweise einem Juden nicht die Leitung dieses enorm protestan beschuldigen. noch alles zu tun, ein Jahrhundert politischer Entwickelung nachzu- armer Tenfel von Schriftsteller, der Lessing heißt, für das Blatt, holen. Es ist die Aufgabe des Proletariats, Preußen für West- fondern der Lessing des Vossischen Getenttages ist der europa zu gewinnen. untablige, Millionen gesegnete Besizer Lessing, der seine Literaten für sein Blatt und gegen ihre Ueberzeugung, sofern sie eine haben, schreiben läßt. Wahrlich, man soll im Hause des Gehängten nicht vom Strick reden auch nicht im Stilrausch eines Jubiläums. Neben dem jungen preußischen Königsgedanken umglänzt noch ein anderer hoher Gedanke die Jugendzeit der„ Vossischen Zeitung", jener erhebende Gedanke edelsten, höchsten Menschentums, der sich uns Deutschen in dem Namen Gotthold Ephraim Leffing verkörpert. Diese lichte Heldengestalt in dem geistigen Befreiungskampfe der Menschheit hat unserer Zeitung das ideelle Grundgepräge verliehen, das rein und unvermischt zu bewahren seit nun bald anderthaw. Jahrhunderten Befizer wie Redakteure der Zeitung allezeit als heiliges Pflichtvermächtnis betrachtet und freudig auf fich genommen haben. Freiheit des Geistes, Humanität und Duldung, dieser herrliche Ideen- Dreitlang schwingt seit den Tagen, da Gotthold Ephraim Lessing am Redaktionstisch der„ Vossischen Zeitung" saß, in deren Spalten nach. Jm Geiste Lessings ist die Forschung, gegen Muckerei und Bonzentum auf allen Gebieten des menschlichen Geisteslebens, für die intellektuelle, politische und wirtschaftliche Mündigmachung des Volkes, gegen das Finsterlingtum und die Rückwärtserei in welcher Form inumer zu Felde gezogen. Und jederzeit hat ihr als Leitwort der wundervolle Ausspruch Lessings vorgefchwebt, der als das höchste sittliche Gut der Menschheit den Drang, zur Wahrheit zu gelangen, bezeichnet." Privileg ist die Grundwurzel der Voffischen Zeitimg". So ist für Der Schwulst enthält sogar eine Wahrheit: Das königliche " In Frankreich schließen sich die Kommunisten an die die offische Zeitung", das deutsche Bürgertum wiederspiegelnd, sozialistisch- demokratische Partei an gegen die konservative und tatsächlich immer ein königliches Privileg die Grundwurzel gewesen, radikale Bourgeoisie, ohne darum das Recht aufzugeben, sich in dessem Schuß fie tapfer ist. Auch eine erfolgreiche Revokritisch zu den aus der revolutionären lleberlieferung herrührenden lution fann für sie eine solche Grundwurzel sein, und dann jubelt Phrasen und Illusionen zu verhalten... sie wohl in einem„ Extrablatt der Freude" über den gedemütigteu Monarchen und den triumphierenden Pöbel. Vietet das Privileg aber keine Sicherheit mehr, dann kehrt es reuig zu dem preußischen So ist auch der bürgerliche Liberalismus in Deutschland allezeit nur Königsgedanken zurück und weint über revolutionäre Taltlosigkeit. mit föniglichem Privileg so frei gewesen, für Freiheit zu schwärmen, und heute ist es mehr wie je die Grundwurzel feines jämmerlichen Daseins. märz des patriarchalisch- junkerlichen Gottesgnadentums zurück- Zeitung immer und überall für die Freiheit der Wissenschaft und geschleppt. Es ist die Aufgabe der Sozialdemokratie, Deutschland von der preußischen Vorherrschaft zu erlösen, nicht in der Richtung irgend einer partikularistischen Schrulle, sondern im Geiste der politischen Demokratie, welche die Vorbedingung des proletarischen Sozialismus ist. " mindern könnte? Oder antAuch für diese Aufgabe der Demokratie ist das Proletariat in Deutschland auf sich selbst angewiesen. Im„ Kommunistischen Manifest" wurde einst von einer„ revolutionären" Bourgeoisie gesprochen: " In Deutschland kämpft die kommunistische Partei, sobald die Bourgeoisie revolutionär auftritt, gemeinsam mit der Bourgeoisie gegen die absolute Monarchie, das feudale Grundeigentum und die Kleinbürger." ge= " Zum bösen Spiele der junkerlichen Kanalobstruktion macht das Die Fadenscheinigkeit ihrer Argumentation scheint denn auch einigen liberalen Blättern selbst allzu sichtbar gewesen zu sein, denn sie haben sich bemüht, noch einen zweiten Grund" zu finden. Wenn," sagen sie, auch die deutsche Regierung vielleicht die Sicherung des Wahlgeheimnisses in Frankreich. geltenden Tarifverträge nicht fündigen wird, so können doch die Paris, 28. Oktober.( Eig. Ver.) Die Deputiertenfammer anderen Vertragsstaaten sich zu solchem Schritt entschließen". Auch beschäftigt sich diese Woche mit Zwischenatt- Arbeiten. Das Hauptstüd dann würde jedoch der Generalzolltarif erst nach Ablauf eines der Einkommensteuer Vorlage, das ordnungsmäßig am Jahres in Wirkung treten fönnen und in der Zwischenzeit bliebe feins des Finanzministers. So tam gestern auf die Initiative bie beste Miene. Sie finden sogar, daß die Ferien feiernden Kanal Montag hätte beginnen sollen, wurde vertagt infolge eines Unwohi- Regierungsblatt die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" Zeit genug, um neue Verhandlungen anzuknüpfen. Ueberdies welcher des revolutionär- sozialistischen Abgeordneten Constans ein bereits von den Vertragsstaaten sollte denn kündigen? Vielleicht die russische altehrwürdiger Entwurf, betreffend die Sicherung des Wahlgeheim- rebellen in der Kommission die wasserwirtschaftliche Vorlage„ um Regierung, die in ihrer heutigen Lage ängstlich darauf bedacht sein nisses, an die Reihe. ein erhebliches Stück" gefördert hätten. muß, die Geldzufuhr nach Rußland aufrecht zu erhalten und jeden Schon in der Legislatur 1893-1898 hatten die Genossen Das Junkertum hat sich das Regierungsblatt gut gezogen seit Schritt zu vermeiden, der den Export russischer Agrarprodukte ver- Jules Guesde und Cadenat einen dahingehenden Entwurf ein- jenen Tagen des seligen Hohenlohe, da es die Rebellen mit grauvielleicht Desterreich, dessen Außen- gebracht. In der darauffolgenden Legislatur nahm die revolutionär- famen Drohungen der Kündigung der Freundschaft beschoß, wenn sozialistische Kammerfraktion den Gedanken wieder auf. 1901handel noch mehr auf den Absatz nach Deutschland fie den Kanal nicht bewilligten. Seitdem ist die Verschüttung gewiesen ist, als der deutsche auf den österreich- ungarischen Markt? lang es endlich, den Gegenstand zur Beratung zu bringen, aber des Kanals um ein erhebliches Stück gefördert und die„ Norddeutsche Außerdem aber, meinen andere Blätter, sei doch nichts leichter, Wahlfreiheit und das Wahlgeheimnis zu sichern, aber die hierzu auch nicht mehr. Alle Welt beteuerte feierlich die Notwendigkeit, die Allgemeine Zeitung" jauchzt darüber. als dem Generalzolltarif, bevor er in Geltung gesetzt werde, seine vorgeschlagenen Mittel, namentlich die folierzelle, scheiterten an den Neues Reichs- Defizit. größten Härten zu nehmen. So schreibt z. B. der„ Börsen- Courier": bekannten" praktischen" Ein- und Vorwänden. Was hindert denn die Mehrheit daran, diejenigen Kanten des Diesmal ist die Reform, was die Kammer betrifft, endlich neuen Generaltarifs abzuschleifen, an denen man sich allzu heftig votiert worden. Angesichts der angedeuteten langen Vorgeschichte stoßen könnte? Der Generaltarif ist ein Gesetz wie ein anderes der in einer Republik ja doppelt selbstverständlichen Reform, liegt und kann beliebig abgeändert werden. In vierzehn, ja, wenn es im deutschen Reichstage an seinem Teil das gleiche Votum der der Gedanke nahe, daß das vorjährige Votum des Klosettgesetzes" ganz schnell gehen soll, in sieben Tagen wäre eine derartige Deputiertenkammer beschleunigt haben wird. In der Debatte hat mit 10,6 Millionen, die Maischbottichsteuer mit 2,2 Millionen, die Vorlage Gesetz. Mit einet folchen Möglichkeit hat die der Berichterstatter übrigens auf jenes deutsche Gesetz ausdrücklich Branntweinverbrauchsabgabe mit 0,9 Millionen, die Salzsteuer mi. Majorität bewußt gerechnet. Die Durchbrechung des Parla- Bezug genommen. mentsrechts und der damit zusammenhängende Verzicht auf Einzelberatung geschah mit dem stillen Vorbehalt, nötigenfalls später das Verfäumte nachzuholen. Tritt ein solcher Fall jetzt ein, so wird man die Absicht zur Durchführung bringen." Die Jsteinnahme an Zöllen und Verbrauch 3 steuern hat in der ersten Hälfte des laufenden Finanzjahres unter Fortlassung der für sich zu verrechnenden Brennsteuer 396,7 Millionen Mark oder etwa 8 Millionen Mart mehr als im gleichen haben ein Mehr zu verzeichnen gehabt, und zwat die Zuckerſteuer Zeitraume des Vorjahres betragen. Sämtliche Verbrauchsabgaben 0,5, die Schaumweinsteuer mit 0,4, die Brausteuer mit 0,3 und die Im folgenden die Hauptbestimmungen des Gesetzes. Der Tabaksteuer mit 0,1 Millionen Mark. Lediglich die Zölle haben ein Wähler, und zwar in sämtlichen Wahlen, stimmt in einer Weniger, und zwar in Höhe von 7,4 Millionen Mart, erbracht. folierzelle ab, indem er den Stimmzettel in ein nicht ge- Scheint danach der Gesamtertrag an Zöllen und Verbrauchs schlossenes kuvert legt. Das natürlich einförmige und undurch- steuern für das erste Semester 1904 günstig, so ändert sich das Bild Gewiß der Generalzolltarif fann revidiert werden. Doch die ſichtige Kuvert wird dem Maire auf Kosten des Staates oder( für bedeutend bei dem für die finanzielle Beurteilung allein maßdie Departementswahlen) des Departements oder( für die Ge- gebenden Vergleiche der Einnahmen mit den Etats. bloße Abschleifung einiger allzu scharfer, Kanten" ändert daran meindewahlen) der Gemeinde geliefert und trägt den Staatsstempel. ansätzen. Nach den letzteren sollen Zölle und Verbrauchssteuern nichts, daß seine Junkraftsetzung Deutschland in hartnäckige Bollfriege Ein revolutionär- sozialistischer Gegenantrag auf Einführung eines in einem Halbjahre 421,9 Millionen Mark erbringen. Da die tats mit aller Welt treiben muß und zu einer erheblichen Reduktion der Zollfäge, einzigen amtlich hergestellten und abgestempelten Stimmzettels sächliche Einnahme aber nur 396,7 Millionen Mark betragen hat, die den Generaltarif annähernd auf das Zollniveau der neuen Handels- mußte, infolge des Widerstandes der Kommission zurückgezogen so war Ende September ein Defizit von 25,2 Millionen Mark vor berträge herunter brächte, ohne daß von den andren Staaten entsprechende werden. Das Kuvert wird dem Wähler erst im Wahlbureau ein- handen. Am besten haben Zuckersteuer und BranntweinverbrauchsGegentonzessionen gemacht würden, wird sich die konservativ- flerifal- gehändigt, aber in die Urne wird es( auf einen Antrag Gabriel abgabe abgeschnitten. Sie erbrachten gegenüber dem anteiligen liberale Zollkoalition in keinem Fall verstehen. Die Ablehnung der Devilles) vom Wähler selbst gelegt. Wohlgemerkt, in die Etatsvoranschlage 6,5 und 8,9 Millionen Mark mehr. Auch die neuvereinbarten Handelsverträge kann deshalb mir die Folge haben, Gebrauch von offenen Behältern, wie man es in den letzten Reichs- zeichnen. Alle übrigen Einnahmequellen blieben aber hinter den Urne, deren Oeffnungsweite sogar vorgeschrieben ist, so daß der Brausteuer hat ein fleines Mehr von 0,3 Millionen Mark zu ber daß entweder die geltenden alten Verträge vor- tagswahlen als Gegenmittel gegen das„ Klosett" in den junter- Etatsansätzen zurück, und zwar die Zölle mit nicht weniger als läufig noch in Kraft bleiben und vielleicht teil- lichen Wahlkreisen konstatiert hat, von vornherein ausgeschlossen ist. 29 Millionen Mark, die Maischbottichsteuer mit 9,0 Millionen, die weise auf einige Jahre verlängert werden, oder Endlich seien noch die Strafbestimmungen erwähnt, die sich Salzsteuer mit 1,6 Millionen, die Tabatsteuer mit 1,2 und die aber, daß die deutsche Regierung sofort zum 3we speziell auf die neue Abstimmungsform beziehen. Die Zerstörung Schaumweinsteuer mit 0,1 Millionen Mark. vereine noch immer aus. Die Entwürfe der Militärpensionsgesetze sind an die Ausschüsse des Bundesrates verwiesen und man hofft, daß dort die Prüfung und Beratung derselben soweit gefördert werden, daß sie noch vor dem Wiederbeginn des Reichstages diese Instanzen durchlaufen haben. = Kunst, Volk und höhere Mächte. Aus Breslau wird uns geschrieben: Dänemark. Rußland. Aus Russisch- Polen. Auch die übrigen Einnahmezweige, über deren Er- b. Treskow Berlin teil, der über die Organisation und die ersehen sein. Während der Beratung der Tagesordnung hatten sich die träge während des ersten Halbjahres Nachweise bereits vorliegen, Tätigkeit dieser Behörde einige Mitteilungen machte. Wir wollen Minister zu einer Sigung zusammengefunden und beschlossen, sich mit haben nicht günstig abgeschnitten. So sind die den Einzelstaaten zu hoffen, daß die Zentralstelle eine recht erfolgreiche Tätigkeit ent- André solidarisch zu erklären. Kurz vor Bekanntwerden der Abstimmung überweisenden Reichsstempelabgaben mit 3,8 Millionen wickeln möge. Auffällig ist es immerhin, daß Herr v. Treskow hatte sich das Gerücht verbreitet, dieselbe werde eine Minderheit von Mark hinter dem Anschlage zurückgeblieben. Die Schuld daran bat, man möge die Stelle mit unnötigen Anfragen verschonen, weil 6 Stimmen für das Kabinett ergeben. André verfaßte sofort sein trifft allerdings allein die Lose steuer. Während nämlich der jede Recherche so viel Arbeit mache. Demissionsgesuch, um es der Kammer zuzustellen. Mehrere Mitglieder Schiffsfrachturkunden- Stempel den im Etat auf ihn gesetzten ErSer Kammermajorität beschlossen in diesem Falle der Kammer ein wartungen entsprochen, die Börsensteuer sogar ein Mehr von 1,3 Millionen Mark ergeben hat, verzeichnete die Losesteuer ein Weniger Vertrauensvotum zugehen zu lassen. Durch das Resultat der Abvon 5,1 Millionen Mark. Ebenso ungünstig sieht es zunächst noch mit der Einnahme der Post- und Telegraphenverwaltung Seit fünf Winterhalbjahren veranstaltete der hiesige sozialdemo- ſtimmung waren aber beide Absichten zwecklos. Die Kammerfizung dauerte bis 10 Uhr. aus. Sie ist im ersten Semester mit 10,2 Millionen Mark hinter fratische Verein Voltsvorstellungen für die Arbeiter, die im Thaliadem Stat zurückgeblieben. Man wird hier jedoch zu bedenken haben, theater von dem Personal der Breslauer vereinigten Theater aufgeführt wurden. Tausenden von Proletariern ist dadurch zu billigem Ein Nachschub russischer Kriegsschiffe, ein kleines Estadre von daß die zweite Hälfte des Finanzjahres gewöhnlich Rücken der ersten Breise die Bekanntschaft mit den Werken der modernen und der Tordedojägern, soll in den nächsten Tagen die dänischen Fahrwasser auszubeffern pflegt. Die Reichs- Eisenbahnverwaltung klassischen Literatur vermittelt worden. Denn die an Sonntag passieren. „ Das Torpedoboot„ Narhvalen" liegt draußen in Lufthat ein Einnahmemehr von 3 Millionen Mark zu verzeichnen. Rechnet man die Ergebnisse aller angeführten Einnahmezweige nachmittagen veranstalteten Vorstellungen wurden zum Preise von boothafen parat und soll die russischen Kriegsschiffe bis nach Stagen für das erste Semester 1904 zusammen, so erhält man ein Defizit 20-60 Pf. pro Sigplatz berechnet und fanden mit ganz wenigen Aus- begleiten", schreibt, Sozial- Demokraten", aber kann darüber hinaus von nicht weniger als 36,2 Millionen Mark. Die Einnahme- Ent- nahmen vor ausverkauftem Hause statt. Etwa 60 Borstellungen mit je 1200 feine Garantie für die friedlichen Segler übernehmen, die zufällig in widelung des zweiten Semesters muß schon recht günstig ausfallen, bis 1300 Besuchern mögen in den letzten fünf Jahren stattgefunden die Nähe der Nussen kommen. Ob es darum nicht am Plazze wenn ein so großes Defizit wieder beseitigt werden soll. haben und die Namen Schiller, Lessing. Shakespeare kehrten ebenso regelmäßig wieder wie Hauptmann, Ibsen, Holle, Hartleben und wäre, einen Tag, bevor die russischen Schiffe in unseren Fahrwassern Reichstags- Arbeit. Die Vorbereitungen zur Brausteuer- Gorti. Zwar zu den„ Webern" hatten sich die Breslauer Genossen zu erwarten sind, eine offizielle Kundgebung zu erlassen, damit friedNovelle werden nach offiziöser Versicherung auf Grund der ein- nie verstiegen, über dieses revolutionäre Stick ist seit zehn Jahren liche Schiffer ihr Leben und Eigentum in Sicherheit bringen gegangenen Gutachten der Einzelstaaten im Reichs- Schazamt so der große Bann verhängt worden. Da sich das ganze Breslauer können?" gefördert, daß dem Reichstage vielleicht der entsprechende Gefeß- Bürgertum diese Zensur widerspruchslos gefallen ließ, konnte auch Es sollte aber noch besser entwurf bald nach seinem Zusammentritt vorgelegt werden kann. die Arbeiterschaft dagegen nichts tun. Dagegen stehen seitens einiger Einzelstaaten die Gutachten zu dem fommen. Vor mehreren Jahren hetzte bereits der sonst so kunstbeabsichtigten Entwurf über die Rechtsfähigkeit der Berufs- freundliche schlesische Schleifstein, die Schlesische Zeitung" gegen das große Werk der Volksbildung, das die Breslauer Arbeiter unter AufDoch ließ sich die wendung von mancherlei Mühen verrichteten. Direktion damals nicht firre friegen, und da die öffentlichen Be schimpfungen der Schlesischen Zeitung" nichts halfen, verlegten sich gewisse Kreise auf die Taktik der Nadelstiche. Als der sozialdemofratische Verein unter anderen zur Aufführung bestimmten Stücken den Biberpelz" von Hauptmann auswählte, wurde derselbe anfangs zugesagt, später aber zog die Direktion die Zusage wieder zurück. Auf die Anfrage nach den Gründen erhielt der Vorstand nur unvollkommene Antworten. In dem Stüde würden preußische Amtspersonen verächtlich gemacht und es werde an gewiffer Stelle nicht gern gesehen, wenn dieses Stück vor dem sozialdemokratischen Verein zur Aufführung gelangt. Sie, meine Herren," meinte Direktor Löwe, können mir den Schaden nicht ersetzen, der mir eventuell durch einen Boykott durchs Militär und die höheren" Um das gute Werk nicht scheitern zu Gesellschaftskreise entsteht." laffen, fügten sich die Genossen damals in die terroristische Zensur. Es sollte bei dieſem ersten Versuch jedoch nicht bleiben. Kurz vor Schluß der Saison 1903/04 hatte auf dem allgemeinen Repertoire Die Hoffnung auf Segen" von Heijermann gestanden, der sozialdemokratische Verein beanspruchte auch dieses Stück und mußte die gleichen Erfahrungen machen wie beim„ Biberpelz". Auch diesmal war ein Druck von außent" auf den Direktor ausgeübt worden, damit dieses revolutionäre Stück den Roten nicht vor Augen fam. Schließlich brachte am gestrigen Freitag eine neue Zensur das Faß zum Ueberlaufen. Der Zapfenstreich" von Bayerlein ist in Breslau zirka 40 mal vor dem honetten Publikum aufgeführt worden. Auch der„ Humboldtverein" fürs bessere Wolf hielt dasselbe für seine Vorführungen. Dem sozialdemofratischen Verein war das Militärstück für Sonntag, den 6. Nobember 1904 zugesagt; wie die Theaterpläne ausweisen, standen Proben und Vorstellung im Repertoire eingetragen. Freitagabend plöglich erscheint der bekannte" Druck" auf den Direktor Teider läßt sich der Herr nicht näher über die Herkunft des Druckes aus, doch weiß die Breslauer Arbeiterschaft, woran sie ist und auch der 3 a pfenstreich" wurde abgestrichen! Aus Schwerin- Wismar wird gemeldet, daß Regierungsrat Dr. Dröscher, der wiederum die Kandidatur für die konservative Partei angenommen hatte, dieſe jetzt aus Gesundheitsgründen zurückgezogen habe. Ob die Konservativen sich einen anderen Kandidaten beforgen oder sogleich für Herrn Büsing eintreten, ist noch unbekannt. Die Nachwahl findet am 23. November statt. Die polnische Landtagsfraktion veröffentlicht eine Erklärung, in der sie die von einem schlesischen Blatte ausgehende Meldung vom Ausschluß des Abgeordneten Korfanty aus der Fraktion aufs entschiedenste dementiert. Kein einziges Mitglied der Fraktion denke an den Ausschluß Konfantys, dessen Aufnahme übrigens keineswegs, wie berichtet wurde, mit geringer Mehrheit erfolgte.Eine Interpellation im Abgeordnetenhause betreffend die Abänderung des Namens der Stadt nowraz law in Hohensalza wird von polnischer Seite angekündigt. Die Bekämpfung des Mädchenhandels. " " Husland. Frankreich. Ueber den Verlauf der gestrigen Rammerfitung, speziell das Eingreifen von Jaurès, ist noch nachzutragen: er= Dem russophilen und hochkonservativen Dziennit Bo3ansti", der sonst an den politischen Zuständen des Zarenreichs nicht viel auszusehen hat, wird von seinem Warschauer Korrespondenten aus Anlaß der jüngsten Einberufung der Reservisten in Russisch- Polen geschrieben: Die allgemeine Stimmung hat sich längst, froß der künstlichen, von der Presse unterstützten Auffassung, eine Meinung über den unglücklichen, mörderischen Krieg gebildet. Aufrufe wie:„ man schickt sie zur Schlachtbank!" vermengen sich mit dem andern:„ wozu brauchen wir denn die Mandschurei?" Der Unwille und die Furcht, nach den Schlachtfeldern geschickt zu werden, wachsen immer mehr. Die ganze Grenzzone wimmelt von Deserteuren. Gleichzeitig mit den lärmenden Berichten über enthusiastische Hurrarufe, mit denen man den Zaren bei der Revue der nach dem fernen Osten bestimmten Truppen empfangen und begleitet haben soll, lesen wir die damit gar zu schlecht übereinstimmenden polizeilichen Verordnungen der Grenzbehörden, die eine Geldbelohnung für die Aufspürung der Schmuggler aussehen, die sich mit dem Transport von Deserteuren nach dem Auslande befassen. Alles zusammengenommen muß man zur Ueberzeugung gelangen, daß Rußland noch niemals bis jetzt nicht nur einen so unglücklichen, fondern zugleich auch einen dermaßen unpopulären Krieg geführt hatte. Desto schlimmer ist es, denn diese Unpopularität ist bis in die Tiefen, bis in die Unterschichten ge= drungen und hat sich Sphären bemächtigt, die vorher stets blinden Gehorsam den Zarenbefehlen gegenüber befundeten, ohne sich über deren Wesen klar zu werden und aufzuhalten. Wie sehr unwillig die Truppenreserven in die Reihen zurückkehren und den Dienst tragen, immer in der Furcht, man könne sie morgen in die Schlächterei treiben, zeigt der folgende traurige Vorfall, de sich gestern auf dem Ererzierplatz Bielany bei Warschau ereignete. Einem der Reservisten, die zu den gewöhnlichen lebungen herangezogen waren, hat der diensttuende Offizier einen Faustschlag unter das Kinn versetzt, da die Haltung des Soldaten ihm nicht stramm genug war. Dieser es soll ein Pole gewesen sein antwortete sofort mit einer Ohrfeige. Der Offizier zog den Säbel, unt den Widerspenstigen gehörig zu bestrafen, die anderen Reservisten stürzten sich aber auf ihn und auf die anwesenden Unteroffiziere und es entstand eine erbitterte Seilerei. Bald sind Linienmannschaften herbeigerufen worden, die auch den bedrängten Vorgesetzten mit aufgepflanztem Bajonett zur Hülfe eilten. Da die Reservisten auch ihre Gewehre und Bajonette bereits hatten, nahm nun der Zusammenstoß einen blutigen Charakter an. Im Resultat haben auf beiden Seiten etwa 20 Mann leichte und schwere Vers wundungen davongetragen, zwei sollen bereits ihren Verlegungen erlegen sein. Trotzdem man kein Wort über den Vorfall drucken darf, hat sich die Kunde darüber, kommentiert in mannigfachster Weise, in der Stadt sofort verbreitet. Tatsache ist, daß das gestrige Ereignis heute in aller Munde ist, besonders in den Volksfreisen, und daß sein Wiederhall heute in allen Straßen und Winkeln Warschaus erschallt. Aus München schreibt man uns noch zu der Konferenz: Jm großen Rathaussaale in München hatte sich am Mittwoch eine Reihe von Damen und Herren aus den sogenannten„ besten Gesellschaftsfreisen" versammelt, um über Mittel zur Bekämpfung des Mädchenhandels zu beraten. Gewiß: ein löbliches Vorhaben, aber, um es gleich zu sagen, viel ist dabei nicht herausgekommen. Und wenn die Mädchenhändler, zu denen ja die gerissensten und gewandtesten Subjekte gehören, die Berichte über die Verhandlungen nachlesen, so werden sie sich gewiß freuen über die naiven Ansichten, die in bezug auf die Prostitution im allgemeinen und den Mädchenhandel im besonderen von verschiedenen Teilnehmern zum besten gegeben wurden. Ein nicht geringer Teil der Herrschaften betrachtet diese Da die Breslauer Genossen nicht daran denken, sich die entFragen ganz vom bekannten Standpunkt unserer Sittlichkeits"= würdigende Bevormundung noch länger gefallen zu lassen, so ist es männer aus, bon jenem Standpunkt, den seinerzeit ein bekannter den ausgemachten Freunden der Arbeiterklasse gelungen, ein Werk protestantischer Geistlicher mit den Worten präzisierte:" Nicht jede der Volksbildung zu zerschmettern! Kultur in Deutschland! Gefallene gehört ins Gefängnis aber sicher ins Arbeitshaus!" Bon verschiedenen Seiten wurde betont, man müsse überall die Aufhebung der Bordelle verlangen, dann werde auch dem Mädchenhandel der Boden entzogen sein. Ganz schön. Aber einstweilen hat man cs in Deutschland noch nicht einmal fertig gebracht, die Polizei überall von der Entbehrlichkeit der Bordelle zu überzeugen. Und mit der Beseitigung der öffentlichen Häuser in den Balkanländern, in gewissen überseeischen Ländern, wird es erst recht noch gute Weile Jaurès eilt nun dem Ministerium zu Hülfe. Er ist der einzige, haben. Sehr treffend wurde von einem Teilnehmer in der Vor- der die Situation vielleicht noch retten kann, und auch der einzige, besprechung auf die kürzlich in der sozialdemokratischen Presse be- dessen gewaltiges Organ den ungeheuren Lärm zu übertönen versprochenen schmachvollen Zustände in den serbischen Bordellen ver- mag. Er ruft der Linken zu:„ Denken Sie an jene tragischen wiesen und auf die Tatsache, daß die sogenannten Stulturmächte nicht Tage, in denen Börserianer inmitten der Armee Solange wir in einer Gesellschaftsordnung leben, die natur einen Staatsstreich vorbereiteten. der Feigheit wehte in jenen Tagen über notwendig auch die Prostitution erzeugt, so lange werden auch die Wahnsinns und damit verbundenen Begleiterscheinungen nicht völlig auszurotten die republikanischen Parteien hin, und die Republik glitt sein. Wenn aber unter den jebigen Zuständen in Deutschland nicht in den Abgrund." Er erinnert die Kammer, wie sie einst an erfolgreicher gegen den Mädchenhandel vorgegangen werden kann, die gefälschten Dokumente Henrys geglaubt habe, und ruft aus: so liegt die Schuld in einem Moment, das auch bei den Münchener Heute will man nun, daß die Kammer auf Dokumente hin eine Verhandlungen wiederholt gestreift und namentlich durch die naive Erzählung einer Dame beleuchtet wurde. Diese Dame schilderte die Entscheidung treffe, deren Originale fie nicht gesehen und die durch Leistungen der sogenannten Bahnhofsmiffion und erzählte, wie in Berrat ausgeliefert oder gestohlen sind." Er erwähnt das nationa- ist zurzeit in das Stadium des Waffenstillstandes getreten. Wie Köln einige Damen mit großem Aufwand vermeintlicher Schlauheit listische Attentat von Auteuil, die fünfjährige Arbeit der Republikaner, wir bereits gestern meldeten, Hat Rußland den Rückzug angetreten. einem holländischen Mädchenhändler, der ein Mädchen verschleppen um die Republik wieder zu festigen; dann sagt er zur Linken:„ Jetzt Es hat sich bereit erklärt, einen Teil seiner Flotte, nämlich denwollte, in eine Schlinge gelockt haben. Der Bursche ließ sich auch will man, daß sie wieder in das Chaos hinabgleite. Sie wissen jenigen, der bei der Beschießung der englischen Fischerflottille beteiligt ruhig fangen, mußte aber schließlich wieder freigelassen werden, wohl, was nach einem feindlichen Votum sich war, so lange in dem spanischen Hafen Vigo zurückzulassen, bis es weil er eben doch schlauer war wie die Damen und die Maschen morgen begeben wird. Man will nicht nur tadelnswerten nach beendigter Untersuchung des Falles England Genugtuung der deutschen Geseze genau fannte; man konnte ihm nicht nachweisen, daß er sein Opfer in ein Bordell schleppen wollte. Auch Polizeigewohnheiten ein Ende sezen, sondern auch der gegeben habe. von anderer Seite wurde darüber geklagt, daß man deutschen Ver- a chamkeit der republikanischen Regierung." mittlern oft nichts anhaben kann, weil sie einfach behaupten, sie Jeder der mit Wucht in den Saal geschleuderten Säße wird von hätten nicht gewußt, daß ihre Auftraggeber Besizer schlechter Häuser der Linken mit tobendem Beifall begleitet. Als Jaurès die Tribüne seien. Man forderte deshalb, daß den Stellenvermittlern mindestens verläßt, bringt ihm die Linke eine Ovation dar. auf administrativem Wege vorgeschrieben werde, bei Vermittelungen André erklärt, daß er nur die Tagesordnung Maujan annehme. nach dem Auslande genaue Erkundigungen einzuziehen. einmal hier einzuschreiten wagen. Ein Wind des Diese Tagesordnung mißbilligt die Vorkommnisse in der Armee, spricht aber zugleich das Vertrauen aus, daß der Kriegsminister die nötigen Maßregeln ergreifen werde. * " Was der obigen Korrespondenz besonders das Relief gibt, ist, daß ihr Verfasser sich in den Kreisen des russisch- polnischen Adels und der Großbourgeoisie bewegt, die in bezug auf hündische Gesinnung dem Absolutismus gegenüber zu den lohalften unter den Toyalen in Rußland gehören und ihre russischen Kollegen in der Speichelleckerei regelmäßig in den Schatten stellen. Der Mann ist auch am wenigsten zur Schwarzmalerei geneigt. Der russisch englische Konflikt = Darüber, in welcher Weise die Untersuchung vorgenommen werden soll, liegt völlige Klarheit noch nicht vor. Nach der Auffassung des Berliner Tageblatts" wird die Untersuchung durch eine internationale Kommission, wie sie in dem Artikel 9 der Haager Konvention vorgesehen ist, geführt werden. Sobald das Ergebnis dieser Untersuchungskommission vorliege, werde ein In einem interessanten Vortrage vertrat der frühere UnterSchiedsgericht gemäß dem Artikel 32 der Haager Konvention sein staatssekretär und jezige Münchener Professor v. Mayr die ForUrteil fällen. Diese Auffassung wird indes durch die Erklärungen derung nach einer besseren Ausgestaltung der Statistit über die Es erfolgte darauf die bereits gestern mitgeteilte Abstimmung. des Premierministers Ba I four durchaus nicht bestätigt, erklärte Prostitution; dadurch werde es gelingen, die Ursachen der Pro doch der englische Premierminister, daß Rußland daß Rußland angeordnet stitution und wahrscheinlich auch die Fäden des Mädchenhandels Paris, 29. Oftober. Die Blätter kommentieren die gestrige habe, daß die verantwortlichen Offiziere sowie diejenigen, bloßzulegen. Mahr will, daß bei dieser Statistik besonders die Polizei und Justizbehörden mitwirken sollen, es solle ein förmliches Stammersißung in längeren Artikeln. Matin" sagt: Der Sturm die Zeugen der Vorgänge gewesen seien, nicht nach Ostasien Kataster der Prostitution angelegt werden. Der Münchener Schrift- der Entrüstung hat all die Schande, die Infamie und die Falschheit, gehen würden. Alle schuldig befundenen Personen würden verurteilt steller Dr. Viktor Neumann wandte dagegen ein. den Behörden welche eine Hand voll Spizel, die aus Versehen die Uniform und angemessen bestraft werden. Danach kann von einem Schiedswerde es gar nicht einfallen, bei einer solchen Statistit mitzuwirken, französischer Offiziere tragen, langsam aber sicher in den Bureaus gericht nicht die Rede sein, sondern nur von einer Untersuchungsweil sie nicht wünschen, daß die Tatsachen der Oeffentlichkeit zu des Kriegsministeriums gesammelt hatte, weggefegt. Es bleibt kommission, die lediglich festzustellen hat, in wie weit sich die bekannt werden; nicht einmal das schon vorhandene Material( das der Berliner Polizei 3. B. solle vorzüglich sein) sei zu haben. Man solle iet nur noch zuzusehen, daß nichts aus den Trümmern gerettet Offiziere jenes Völkerrechtsbruches aktiv oder passiv schuldig gemacht was haben, dessen sie von England geziehen werden. Rußland hat bereits sich deshalb zunächst mit Stichproben begnügen und zu deren Auf- wird, denn dann würde ein neuer Sturm wegfegen, Petite Republique" zugesagt, daß diese schuldig befundenen Offiziere die Strafe der nahme Frauenärzte und die gewerkschaftlichen Arbeitergestern gut gemacht wurde. organisationen heranziehen. schreibt: André wird seine Pflicht erkennen, die auf einen Burückberufung nach Rußland und fernere angemessene Strafen Große praktische Erfolge werden die verschiedenen Komitees zur Staatsstreich gerichteten Bestrebungen niederzufämpfen, er möge sich treffen werde. Bekämpfung des Mädchenhandels kaum erzielen, dazu fehlen ihnen dabei nicht beeinflussen lassen, sondern kräftig gegen den Feind vor- Nach alledem denkt also England gar nicht daran, die Sache einige notwendige Eigenschaften, vor allem jede organisatorische Fähigkeit und die Energie, die nötig ist, um gefaßte Beschlüsse in die maurerei bleibt bestehen; ihre Eristenz ist mit derjenigen der mit der Schlichtung des Konfliktes zu betrauen. Es hat nur darein Fähigkeit und die Energie, die nötig ist, um gefaßte Beschlüsse in die gehen.' Attion" meint: Miniſterien vergehen, aber die Frei- auf die lange Bank zu schieben und gar das Haager Schiedsgericht Tat umzusetzen. Es wurde z. B. lebhaft darüber geklagt, daß ein großer Teil der früher gefaßten Beschlüsse einfach unter den Tisch Republik eng verbunden. Also Freunde der Freimaurerei fahret gewilligt, daß Rußland Gelegenheit gegeben wird, sich von der gefallen sei. Bezeichnend ist es auch, daß das deutsche National- fort, die Klerikalen zu kontrollieren, weil dies ihnen unlieb ist. Schuld feiner Offiziere zu überzeugen. Rußland selbst hat zudem fomitee, an dessen Spize ein vielfacher Millionär steht, Herr Echo de Paris" fagt, man könne behaupten, daß der Kriegs- das größte Interesse daran, daß die Angelegenheit nicht unnüz verb. Dirksen, nicht mehr als 4-5000 Mark pro Jahr an baren minister aus den gestrigen Beratungen tödlich getroffen hervor- zögert wird, da ja bis zur vollzogenen Sühne ein erheblicher Teil Mitteln aufbringt. Man hofft, durch die Umwandlung der losen gegangen ist. Die Verantwortlichkeit für das monströse Werk, der russischen Flotte in Vigo zurückbleiben muß, wodurch die Organisationsform von Stomitees in eine richtige Vereinsorganisation dessen Opfer die Armee geworden, falle auf den Ministerpräsidenten Ankunft des Geschwaders in Ostafien eine beträchtliche Verauch größere Mittel zu gewinnen. Diese Umwandlung soll im zurück. zögerung erfahren wird, und dies Geschwader hat doch nächsten Jahre in Bremen erfolgen. Herr v. Dirksen bemerkte, Paris, 29. Dftober. Nach der Kammerfizung wurde mitgeteilt, gerade die Aufgabe, Port Arthur zu entsetzen! Jeder Tag es habe ursprünglich die Absicht bestanden, nächstes Jahr nach Ham- daß der Kriegsminister André angesichts der geringen Mehrheit, Verzögerung aber bedeutet für Rußland einen unerschlichen burg zu gehen, aber aus Gründen, die er nicht erörtern wolle, sei man von diesem Plane wieder abgekommen. Es kann also gar keinem Zweifel unterliegen, daß England womit die Tagesordnung angenommen wurde, seine Demission ein- Berlust. An der Konferenz nahm auch der Vorstand der Zentralpolizei- zureichen beabsichtige. Der Abgeordnete für Marseille, Berteaux, einen großen diplomatischen Erfolg über Rußland errungen, daß es stelle zur Bekämpfung des Mädchenhandels, Kriminalkommissar der Berichterstatter für das Budget war, soll als Nachfolger aus- Rußland seinen Willen aufgezwungen hat. " 1 " Trogdem ist ein Teil der englischen Presse mit dem Vorgehen Dreizehn Jahre früher fam es wegen des Anspruches auf, die I vom Bureau der Zahlstelle mitgemacht werden, bis die bisherige Ser englischen Regierung nicht zufrieden. Er erklärt, daß sich Eng- Karolineninseln zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen Stellung Kellers neu befest ist, was wahrscheinlich zum 1. Januar land dadurch, daß es von seiner Forderung der fofortigen Be Deutschland und Spanien. In Spanien schlug man den schärfsten erfolgt. Nachdem die Revisoren ihren Bericht gegeben hatten, strafung der schuldigen Offiziere abgegangen sei und die eigen- Ton gegen Deutschland an. Es fanden tumultuarische Kundgebungen empfiehlt eine Ergänzung der Brandenburger Agitationskommission. wurde dem Kassierer Weber einstimmig Decharge erteilt. Weber händige summarische Vollziehung der Strafe aus der Hand in Madrid statt. Es wurde eine Adresse an den spanischen König Dazu wurde am ma cher gewählt. Ein Antrag, Gerth wegen gegeben habe, ge demütigt habe. Die gesamte Oppositionspresse eingereicht gegen Deutschlands empörende Absichten". Am 4. Sep- einer Unregelmäßigkeit beim Abrechnen seine Aemter abzuerkennen, dagegen und die Mehrzahl der führenden unionistischen Blätter fember 1885 machten spanische Vollsmassen einen Angriff auf das wurde nach sehr langer und lebhafter Debatte abgelehnt. Eine billigt die Haltung der Regierung durchaus. deutsche Gesandtschaftsgebäude in Madrid. Erst am 10. September Kommission wurde mit den Vorarbeiten für die Vertreterwahlen Uebrigens fest England für alle Fälle die Mobilmachung seiner lief eine Entschuldigungsnote der spanischen Regierung wegen dieser der Ortskaffe betraut. Zu den Ausschußzwahlen für die InvalidenFlotte fort. Aus allen Teilen Englands, von Malta und Gibraltar Vorgänge in Berlin ein. Trotz all dieser Provokationen auf beiden versicherung foll Pfeiffer als Kandidat in Vorschlag gebracht werden. her laufen Nachrichten ein, daß an der kriegsfertigen Ausrüstung der Seiten kam es zu keinem Krieg, sondern die Schlichtung des Streites Wegen vorgerüdter Zeit wurde der dritte Punkt der Tagesordnung: Flotte weiter gearbeitet werde. Gewaltige Mengen von Kohlen wurde dem Papst als Schiedsrichter übertragen. Der Papst entschied Beschlußfassung über das Regulativ der lokalen Zuschußtaffe" werden aufgehäuft, um die Flotte mit Heizungsmaterial zu versehen. zugunsten Spaniens. Deutschland gab sich, trotzdem es bereits auf Der englische Admiral Fremantle erklärt denn auch in einem den Karolinen die deutsche Flagge gehißt hatte, mit dem SchiedsArtikel, es ginge so weit, den Zwischenfall für geschloffen zu erklären. spruch zufrieden. Die Lage laffe sich dahin zusammenfassen: Falls Admiral Roschdjestwensth nicht zurückgehalten und die Untersuchung nicht gerecht und zu dem Zwecke scharfer Bestrafung der Schuldigen geleitet würde, werde sich das Land nicht zufrieden geben. Deutschland hinter der Welt voran! Während so England mit Entschiedenheit die russischen Frech heiten zurückgewiesen und Rußlaud gezeigt hat, daß es unter allen Umständen eine ausreichende Genugtuung erzwingen werde, hat fich Deutschland in der gleichen Affäre bis jetzt überhaupt noch nicht geäußert. Wie die Scherl- Presse mitteilt, ist der deutschen Regierung ein Bericht des Kapitäns über das Bombardement durch das russische Kriegsschiff noch nicht einmal zugegangen! Die Regierung habe aber die Untersuchung eingeleitet. Das Ergebnis dieser Untersuchung werde die Unterlage für zu ergreifende diplomatische Maßnahmen bilden, die sicherlich den deutschen Interessen gerecht werden würden, die sich aber sonst in ruhigen Bahnen" bewegen würden. " vertagt. Rummelsburg. Der hiesige Wahlverein hielt am 26. ds. Mts. feine vierte Generalversammlung ab, welche sich eines äußerst starken Diese beiden Vorgänge beweisen doch wohl, daß man auch Besuches zu erfreuen hatte. Eingangs der Verhandlungen ehrten früher schon oftmals mit dem Säbel gerasselt hat, um ihn doch die Anwesenden das Andenken des freiwillig aus dem Leben gewieder gelaffen in die Scheide zu stecken, da der Gegenstand des schiedenen Genossen Alb. Schmidt Calbe- Aschersleben in der übKonfliktes einen Krieg nicht wert war. So ist es alle Zeit gewesen, ertrauensmannes ist hervorzuheben, daß im verflossenen Jahre lichen Weise. Aus den Berichten des Vorstandes und und so wird es auch alle Zeit sein. So lange es sich 16 Vorstandssitungen, vier Generalversammlungen und fünf Versaminnicht vitale Intereffen der Staaten handelt, wird lungen allgemeiner Natur abgehalten wurden. Der Mitgliederstand man jederzeit den Krieg so lange als irgend möglich stieg von 522 auf 582. Der Staffenbestand beträgt 323,29 M. gegen vermeiden suchen. zu greifen würde, haben wir ja seit einer Reihe von Tagen nachdrüd- nommen. Daß England nicht zum äußersten 148,61 M. im Vorjahre. Zwei Agitationstouren wurden unterDie„ Fackel" und der„ Märkische Landbote" wurden in lichst betont. Dadurch, daß Rußland den Rüdzug antrat, war für Eng- je 3000 Eremplaren verbreitet. Bei der Stellungnahme zur bevors land jebe Notwendigkeit geschwunden, mit Gewalt vorzugehen. Umbes Kreisvertrauensmannes auf der letzten Kreistonferenz, indem darin aber, oder gar in der lächerlichen Aeußerlichkeit der schieds- letterer ihm in unqualifizierbarer Weise eine Berichtfälschung unter Im stehenden sereis konferenz kritisiert Brüschte das Verhalten richterlichen Untersuchung, einen Umschwung zugunsten des Welt- fchob. Sämtliche Redner zu dieser Angelegenheit mißbilligen das friedens zu erblicken, muß man die ganze findische Naivität der Verhalten des Genossen Freiwald und präzisiert die Versammlung Politiker des Berliner Tageblatts" befizen! ihre Stellung in dieser Frage in folgender Resolution: Die heutige gut besuchte Generalversammlung des sozialdemokratischen Wahlbereins für den Bezirk Rummelsburg spricht dem Genoffen Freiwald ob feines ganz unqualifizierbaren Verhaltens dem Genossen Brüste gegenüber die schärfste Mißbilligung 30. Dltober dem Genossen Freiwald auf dieser aus und beauftragt die Delegierten zur Streiskonferenz, am Ein russischer Sühne- Prinz. Petersburg, 29. Oktober. Die englische Regierung hat die Entschädigungssumme für den Vorfall in der Nordsee auf 2 Millionen Rubel festgestellt. Der Bruder des Baren, Großfürst Michael, soll fich persönlich nach London begeben, um König Eduard die Ent- Konferenz die Resolution zur Kenntnis zu bringen." schuldigung des Zaren zu übermitteln. Die deutsche Regierung ist also auf dem bestem Wege, ihre flägliche Ruffenfurcht abermals öffentlich zu dokumentieren. Es ist geradezu ungeheuerlich, daß, während bereits vor 48 Stunden deutsche Blätter eine genaue Mitteilung über die Erlebnisse des Dampfers Sonntag" geben konnten, bis zur Stunde der deutschen Regierung noch kein authentischer Bericht zugegangen ist. Das ist Bei der fast einstimmigen Annahme der Resolution( es eine Bummelei, um kein schlimmeres Wort zu gebrauchen, die in Kein Schiedsgericht! enthielten fich nur wenige der Anwesenden der Stimme) ähnlichen Fällen schwerlich schon dagewesen ist. wird von einer Gegenprobe Abstand genommen. Als Delegierte zur Die Regierung Haag, 29. Oftober.( Meldung des Reuterschen Bureaus") In Kreistonferenz werden gewählt: Otto John, Neuber, Dehl. hätte die verdammte Pflicht gehabt, sich bereits vorgestern durch Be- Kreisen, die Beziehungen zum Schiedsgericht haben, wird darauf ting, Rollstadt, ooch und Berger. Ein Antrag auf muhung des Telegraphen in den Befis authentischer Berichte zu sehen. hingewiesen, daß nach der Haager Konvention die zu ernennende Statutenänderung betreffend die Zusammensetzung des VorDie Bereidigung des Kapitäns und der Schiffsmannschaften des Kommission für den Zwischenfall in der Nordsee nur eine Unterstandes wird abgelehnt. Ein Antrag, welcher besagt, daß ehemalige " Sonntag" hätte spätestens gestern früh erfolgt sein können. Eine ſuchungskommission ist ohne schiedsrichterliche Befugnisse. Mitglieder, welche wegen restierender Beiträge gestrichen wurden, bei Stunde später wäre dann die deutsche Regierung im Besitze dieses Die Stimmung in England. der Wiederaufnahme die Beitragsreste in Höhe von 75 Pf. nach vereidigten Berichtes gewesen. Die weitere Pflicht der Regierung Die Wahl des Vors Unser Londoner Korrespondent telegraphiert uns zuzahlen haben, wird angenommen. wäre gewesen, sofort die deutsche Deffentlichkeit von dem Inhalt des aus London vom 29. Oktober: Die Krisis ist durch ein Kompromißfigender, mit 75 gegen 51 Stimmen gewählt, der bisherige Ver standes zeitigt folgendes Resultat: Berger, bisheriger Vorihr vorliegenden Berichtes in Kenntnis zu sehen. Zu gleicher Zeit beendet, dem nur absolute Friedensblätter zustimmen." Standard" frauensmann Prüfer wiedergewählt. Als Schriftführer wird hätte eine Note an die russische Regierung abgehen müssen. In und ,, Morning Post" sind enttäuscht. Sie finden das Ergebnis Trinks und als Beisiger resp. Hilfspersonen werden Oskar Voigt, dieser Weise hat die englische Regierung gehandelt. Genau so wäre außer Berhältnis zur Größe der Krise sowie zu den ergriffenen Ab- tein, Söhne, Sigleur, Schwarz und Sellad gewählt. jede etwas auf Selbstachtung haltende Regierung vorgegangen. Die wehr- Maßregeln. In die Lokalkommission werden John, Barthel und Quester deutsche Regierung jedoch ließ erst mehrere Tage ins Land gehen, Der größte Teil der Rede Balfours bildete eine scharfe Anklage delegiert. Aus der Wahl zu Revisoren gehen Nollstadt, bevor sie sich der Mühe unterzieht, von dem skandalösen Völkerrechts gegen Rußland, deren Schlußfolgerung aber lahm und impotent er Gebauer und Günther hervor. bruch der Russen überhaupt Kenntnis zu nehmen! In demselben scheint. Peiuvoll berührt Balfours Lobeshymne auf den Zaren. Der erbarmungswürdigen Schneckentempo würde dann die Sache Hinweis auf das Bündnis mit Japan ist nur fühl. Balfours Haltung weiter verhandelt werden! Welcher Art die bei der russischen bestätigt, was vicle befürchteten. Von England ist in Ostasien wenig Regierung erhobenen Vorstellungen dann sein werden, verrät zu erwarten. Die jetzige Krisis war eine wichtige Stichprobe auf die ja schon die offiziöse Mitteilung des Scherl- Blattes, daß die imperialistische Lebenskraft Englands; es hat sie nicht bestanden. zu ergreifenden diplomatischen Maßnahmen sich in ruhigen Was soll man da erst zu Deutschlands Haltung sagen! Bahnen" bewegen würden. Unsere Regierung kann sich eine derartige standalöse Saumfeligkeit allerdings leisten, da unser deutsches Bürgertum an dergleichen Jämmerlichkeiten ja gewöhnt ist und gar nicht daran denkt, der Regierung den Standpunkt klar zu machen. Ueber den Konflikt Rußlands mit England haben sich unsere bürgerlichen Tintentulis die Finger wund geschrieben. Sie haben nicht mit den stärksten Ausdrücken gespart, um die Unverschämtheit Rußlands zu brandmarken. Sie haben es für ganz selbstverständlich erklärt, daß EngIand die schärfsten Seiten aufziehen müsse, um mit der russischen Barbarei aufzuräumen. Jetzt dagegen, wo Deutschland selbst eine ebenso schlimme und rohe Provokation widerfahren ist, sind sie auf hörte vor Eintritt in die Tagesordnung das Audenten des verEine start besuchte Versammlung des Zentralvereins der Böttcher einmal mäuschenstill geworden! Daß die ruſſiſche Tage Streiche torbenen Kommissionsmitgliedes Karl Lehmann in der üblichen gegen Deutschland führt, finden fie ganz in der Ordnung. Die Weise. Das Statut des Arbeitsnachweises wurde zur nochmaligen Verein ausgeschlossen. deutsche Bourgeoisie und die deutsche Regierung sind einander voll- Prüfung dem Vorstand und der Kommission überwiesen. Botsch ständig wert! Stolz" und dergleichen im Munde zu führen! Vom mandschurischen Kriegsschauplak. am 27. b. Mts. erfolgten Einnahme von Waitouschan durch die Tokio, 28. Oktober. Marschall Oyama meldet, daß nach der Japaner der Feind den Platz am 28. Oktober bis zum Nachmittag andauernd beschoß und dann verschwand. Am 28. fanden sonst keinerlei Kämpfe von Bedeutung statt. Verfammlungen. gab den Bericht vom Verlauf der Klage wegen Vergehen gegen Neuenhagen a. d. Ostbahn. Der Sozialdemokratische Verein für Neuenhagen und Umgegend hielt am Sonntag, den 23. d. M., feine fällige Generalversammlung ab. Dehlking- Rummelsburg erstatiete den Bericht vom Bremer Parteitag. In der Diskussion wurde vom Vorsitzenden Warttig hervorgehoben, daß der Parteitag in der Frage der Maifeier nur das beschlossen habe, was den Genossen im Lande schon größtenteils in Fleisch und Blut über gegangen sei. Im Fall Schippel bedeutete die Resolution Bebel fordern können. Daß Reichstagsabgeordnete als Referenten gemit dem Amendement Freythaler das mindeste, was die Genossen wünscht werden, liege nicht an den Vertrauensleuten oder Wahl= vereinsvorständen, sondern am Indifferentismus der großen Masse, welche sich durch Namen von Klang eher aufrütteln lasse. Nach dem Sassenbericht betrug die Einnahme im letzten Quartal 127 M., die Ausgabe 95 M. Die Mitgliederzahl beträgt 92. Zur Kreisa fonferenz wurden Warttig und Lehnert delegiert. Unter Vereinsangelegenheiten wurden die Mitglieder Franz Wilde und Böhm wegen fortgesetzten Bruchs der Lokalsperre und Auguſt Wilhelm Henschke wegen Teilnahme an der Sedanfeier, Richard Lehmann wegen grober Schädigung der Parteiintereffen aus dem Und das wagt Worte, wie„ nationale Würde",„ patriotischer 153 der Gewerbe- Ordnung, die er sich bei der Ausfperrung Letzte Nachrichten und Depefchen. Ein Sieg der Weltfriedensidee. " Bum englisch- russischen Konflikt. Vigo, 29. Oftober.( Meldung der Agence Havas.) Das hiesige englische Konsulat hat telegraphisch Auftrag erhalten, für die Verproviantierung des englischen Kanalgeschwaders, das in dieser Nacht oder morgen hier eintreffen soll, Vorkehrungen zu treffen. Der Hafenkommandant hat dem russischen Admiral die Ge nehmigung augestellt, in Vigo die für die Untersuchung des Huller Zwischenfalles nötige Zeit zu verbleiben. Tanger, 29. Oktober.( W. T. B.) Heute vormittag sind noch die russischen Kreuzer" Aurora"," Dmitro"," Donskoi" und„ Kamschatta", heute nachmittag die Kreuzer" Swetlana"," Jemtschug" und Almas" eingetroffen. in der Böttcherei Thonad zugezogen hat. Das Urteil des Rigdorfer Schöffengerichts lautete nach Antrag des Staats- Köln a. Rh., 29. Oftober. Der Kölnischen Zeitung" wird über anwalts auf gänzliche Freisprechung. Zwei Mann aus dem ge- den Aufstand in Larasch aus Tanger von heute gemeldet: Es heißt, An die gestrige Meldung der Waffenstillstands- Bedingungen nannten Betriebe meldeten sich zur Aufnahme in den Verband und die Konsuln seien in das belgische Konsulat geflüchtet. Ein Boot des zwischen England und Rußland knüpft das Berliner Tage- andere versprachen zu folgen. Die Versammlung beschloß, nur im Fluß liegenden deutschen Dampfers Nordsee von der Oldenblatt" Aeußerungen von einer Verschrobenheit, wie wir iffatowski aufzunehmen, den anderen wurde bedeutet, fie mögen burger Linie sei beschossen und ein Mann getroffen worden. ihr noch selten begegnet find. Das Blatt meint, noch vor wenigen Hohen- Schönhausen und Oswald Berliner fowie der Spandauer fich erst als Kollegen betragen. Eine Angelegenheit der Brauereien Jahren sei es ganz undenkbare Tatsache gewesen, daß eine Groß- Bergbrauerei wurde besprochen. Auch die Sperre der Firma macht wie England bei einer solchen Kränkung, wie sie die Huller Westphal, Gartenstr. 48, tam zur Sprache. Entstanden war dieselbe daAffäre für England bedeute, sich auf eine schiedsgerichtliche Aus- durch, daß dort nur Unorganisierte eingestellt wurden, worüber sämtliche tragung eingelassen habe. Diese Tatsache beweise aber, wie sehr Organisierten die Arbeit einstellten. Ein Fall, welcher die Entrüstung sich der Gedanke der Erhaltung des allgemeinen der Versammlung hervorrief, betraf die Brauerei Gabriel u. Richter Weltfriedens bereits eingebürgert habe. Ganz in Weißensee, wo ein Kollege entlassen wurde und an seine Stelle abgesehen davon, daß, wie wir oben zeigten, die Sache keineswegs das ein Vergehen gegen die Tarifvereinbarung ist, wurde beschlossen, ein ungelernter Arbeiter für billigeren Lohn hingestellt wurde. Da im Sinne des Haager Tribunals geschlichtet werden dürfte, iſt es die Kommission vorstellig werden zu lassen und auch andere Miß eine Absurdität ohnegleichen, darans, daß England nicht sofort seine stände zu beseitigen. So läßt das Verhalten der Braumeister und Kanonen sprechen ließ, auf die Ausbreitung des Gedankens des der Kellermeister zu wünschen übrig. allgemeinen Weltfriedens zu schließen. Das„ Berliner Tageblatt" Malta, 29. Oftober.( W. T. B.) Die Linienfchiffe Albemarle, scheint von Vorgängen, wie fie fich in den letzten Jahrzehnten Deutschlands hielt am 26. Oftober im Lotal Landsbergerstr. 31 eine gangen, das Linienschiff Bulwart" ist von Korfu hier eingetroffen. Die Zahlstelle Berlin des Zentralverbandes der Schuhmacher Montagu" und der Kreuzer" Leander" sind nach Gibraltar ge= zwischen europäischen Staaten abgespielt habent, feine blaffe qutbesuchte Generalversammlung ab. Weber erstattete den GeErinnerung mehr zu haben. Im Jahre 1898 war zwischen England schäftsbericht und den Kassenbericht für das dritte Quartal. Die Vom ostasiatischen Kriegsschauplake. und Frankreich ein Konflift ausgebrochen, der mindestens ebenso scharfe Bentralkaffe hatte eine Einnahme von 4824 M., der eine gleich hohe Tolio, 28. Oktober.( W. T. B.) Marschall Oyama meldet, dak Formen angenommen hatte, wie der russisch- englische Konflikt. Wir Ausgabe gegenübersteht. Davon entfallen unter anderem auf nach der am 27. d. M. erfolgten Einnahme von Waitouschan dura meinen den Fashoda- Konflikt. Im Jahre 1898 war der franzöfifche Rechtsschuk 110,25 M., auf Umzugsunterstübung 104,60 m., auf die Japaner der Feind den Plas am 28. Oftober bis zum Nachmittag Major Marchand am weißen Nil eingetroffen, um in Fafchoda die Streitunterstüßung 842,80 m., auf Unterstüßung für Gemaßregelte andauernd beschoß und dann verschwand. Am 28. fanden sonst französische Flagge zu hissen. General Kitchener ließ in 55,50 M., auf Reiseunterſtüßung 160,90 m. Es gingen ferner davon feinerlei Kämpfe von Bedeutung statt. Fafchoda gleichfalls die britische Flagge hissen. Es handelte fich 1706,70 M., an die Lofallaffe( 20 Prozent) 833,90 m. Die Krankenan die Brandenburger Kommission 462,25 W., an die Hauptkasse nut darum, ob Frankreich, das in Zentralafrika einen zuschußtaffe balanzierte in Ginnahme und Ausgabe mit 122,10 M. Stüßpunkt gegen das englische Vorgehen gewinnen wollte, In den Ausgaben sind 48,90 M. enthalten, die an die Hauptkasse sich vor England zurückziehen sollte oder nicht. Die abgeführt wurden. Die Zahlstelle hatte am 1. Oftober 1772 männfranzöfifche Presse schlug äußerst gereiste Töne an. Auch liche und 96 weibliche Mitglieder. Die Lokaltasse hatte, einint England führte man die die denkbar denkbar schärfste Sprache. schließlich der Kapitalanlage vom 1. August in Höhe von 5490,30 M., Lord Rosebery erklärte Frankreich mit Borbedacht einen eine Gesamteinnahme von 8984,25 M. Nach Abzug aller Ausgaben unfreundlichen Aft gegen England unternommen habe. und nachdem jene Kapitalanlage aus den Einnahmen auf 6725,65 W. Aber England werde, wenn Frankreich sich nicht zurüdzöge, feine erhöht worden war, blieben am 1. Oktober in der Lokalfasse 15,98 M. Die Vermögenszunahme betrug im dritten Quartal 1087,03 m. Paris, 29. Oktober.( W. T. B.) Ministerpräsident Combes Rechte auf die Sudangebiete in so gebieterischer Weise geltend Beitungen wurden 3406 durch die Post und 3049 persönlich den legte heute in der mit der Frage der Trennung von Staat und Kirche machen, daß keine Regierung imstande sei, ihrer Nachdrücklichkeit Mitgliedern zugeftellt. Die Bibliothek umfaßt 208 Bände. Aus- beauftragten Kommission die Vorschläge der Regierung dar und erProtest entgegenzusetzen. Auch der Schazkanzler bids Beach leihungen erfolgten in der Zeit vom 1. Oftober 1908 bis zum flärte, diese Trennung sei nötig, weil das Konkordat beständig vom schlug eine sehr scharfe Tonart an. Er drohte gleich Rosebery mit 16. August 1904 insgesamt 442. Gelesen wurden u. a. 72mal sozial- Batikan verletzt werde. Die Haltung des Papstes in der jüngsten dem Kriege. England traf schleunigst Seerüstungen. Die Schiffe in politische, ökonomische und philosophische Werke, 60mal geschichtliche Beit zwinge dazu, die Lösung zu beschleunigen. Der Ministerenglischen Häfen wurden mobilisiert. Es wurden Vorkehrungen getroffen Werte, 70mal naturgefchichtliche, 33mal flaffische Werke, 131mal präsident führte damn aus, die Vorschläge der Kommission würden zur Einberufung der Reserven und der Mobilisierung der Freiwilligen. Romane. An Strafgeldern gingen 44 0. ein. Für die Bibliothet burch die der Regierung in wohlwollendem Sinne verbessert und im Karl Herrmann gab ein Bild Ministerium herrsche hinsichtlich der Frage der Trennung von Staat Trotz alledem gab Frankreich nach. Es zog feine Ansprüche zurück, da es von der Agitation der letzten Zeit, sowie von den erledigten und Kirche keinerlei Meinungsverschiedenheit. ausgegeben wurden 47,50 M. wegen eines folchen Streitpunktes nicht in einen Krieg mit England Differenzen mit den Arbeitgebern. Herrmann verläßt am 1. No- Dem Vernehmen nach hat Hauptmann Mollin, der Adjutant des verwickelt werden wollte. Zu einer schiedsgerichtlichen Entscheidung bember seinen Posten als befoldeter Obmann der Brandenburger Kriegsministers, der gestern in der Deputiertenkammer beschuldigt fam es nicht, aber nur deshalb nicht, weil Frankreich es vorzog, Agitationskommiffion, um das ihm übertragene Amt des Gauleiters wurde, bei den Freimaurer Logen Erfundigungen über zahlreiche feinen Rückzug ohne weiteres anzutreten. für die Provinz Sachsen anzutreten. Seine Bureaugeschäfte werden Offiziere eingezogen zu haben, sein Abschiedsgesuch eingereicht. Petersburg, 29. Oktober.( W. T. B.) Die russische Tele graphen- Agentur meldet aus Dadziapu vom heutigen Tage, die Japaner zeigten heute auf den Vorposten bei den Ortschaften Tjontsin und Putsaowa einige Tätigkeit. Ein Jagdkommando des Regiments Samara tämpfte den ganzen Tag mit wechselndem Erfolge gegen den Gegner in Stärke etwa eines Infanterie- Regiments. Nachts bemächtigten sich die Japaner, nachdem fie größere Verstärkungen er= halten hatten, des Dorfes Tsytsin, welches gänzlich abbrannte. W erantw. Redakt.: Paul Büttner, Berlin. Inserate verantw.( mit Ausnahme der„ Neue Welt"-Beilage): Th.Glocke, Berlin. Drudu. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanft. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 4Veil agen u.Unterhaltungsbl. Nr. 256. 21. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Partei- Nachrichten. Reingefallen. Das„ Offenbacher Abendblatt" entnimmt den„ Rheinhessischen Blättern" folgendes: Erklärung und Danksagung der sozialdemokratischen Partei an ihre freisinnigen Wähler! Dasjenige, was unsere gegnerischen Parteien vorausgefagt, es ist eingetroffen. Berraten und verschachert, sind unsere beiden Kandidaten durchgefallen. Eine Partei, die prahlte, sie würde ungefähr 350 Stimmen aufbringen. Unsere Partei hat ungefähr 200 Stimmen ungestrichen abgegeben, wo blieben die freisinnigen Stimmen für uns? Unsere Partei hat offen und ehrlich gefämpft, ist mithin auch ehrenvoll unterlegen. Dieser freisinnigen Partei haben wir sogar geholfen, einen Kandidaten durchzubringen, welcher sich angemaßt hat, von seinem Wahlrecht keinen Gebrauch zu machen. " prächtige Partei, wie bist du füß, wir wünschen dir Glück!" Gleichzeitig sprechen wir diesem Eugen Richterschen System unseren besten Dank für diese gnädige Wahlunterstützung aus. Sollten Sie bei der nächsten Reichstagswahl wieder etwas Stimum bieh gebrauchen, so wenden Sie sich geft. an unsere Adresse. Rache ist füß." Sonntag, 30. Oktober 1904. Der Montantrust Gelsenkirchen- Schalte- Rothe Erde. Nachdem War aber für die beteiligten Genossen die Lehre des Wohnungsfich jüngst die Generalversammlung des Aachener Hütten- Attien- tongreffes erst notwendig zu der Erkenntnis, daß die bürgerlichen vereins zu Rothe Erde für die Bereinigung mit dem Schalter Sozialpolitiker nichts für die Arbeiter leisten können, dann mag der Gruben- und Hüttenverein und der Gelsenkirchener Bergwerks- Stongreß immerhin nüßliches geleistet haben, besonders wenn die Aktiengesellschaft entschieden hat, haben nun auch die Generalver= sammlungen dieſer beider leztgenannten Gesellschaften, wie von vorn- Lehre nachhaltig ist. herein als sicher galt, ihre Zustimmung erklärt. In der General- In der Diskussion, die sich an Elberts Mitteilungen anschloß, unter andern Genoffe Quarck, daß er es für ratsam versammlung des Schalter Vereins, die vorgestern in Essen ab- meinte gehalten wurde, hielt Herr August Thyssen, der Vater des Ver- gehalten hätte, wenn die betreffendem Genossen vor ihrer Teilnahme einigungsvertrages, eine Ansprache, die zwar an sich recht unbedeutend an dem Kongresse Fühlung mit den Parteiorganisationen genommen ist, aber insofern auf einiges Interesse Anspruch machen kann, als hätten. Wenn man sich schon an dem Kongresse Leteiligt hätte, sie sich gegen die offiziösen Mitteilungen aus dem Möllerschen dann hätte diese Beteiligung durch die Gewerkschaften organisiert Stabinett richtete. Herr Thyffen meinte:" Es war jeit langen Jahren werden müssen, um wirksamen Einfluß auf dem Kongreß zu gewinnen. der Wunsch des Schalter Vereins, sich mit der Gelsenkirchener Ge- Nur auf diese Weise kann aus derartigen bürgerlichen Veranstal sellschaft zu vereinigen, teils weil unsere Hochofenanlage in Gelsen- tungen etwas Rugbringendes für die Arbeiterschaft herausgeschlagen firchen auf dem Felde der Zeche Alma"( Gelsent. Bergw.- A.- G.) werden. Wir sind nicht der Meinung, daß auf solche Weise etwas Besseres liegt, teils weil verschiedene Gründe, z. B. die Nachbarschaft der beiden Gesellschaften gehörenden Zechen eine Bereinigung als wünschens für die Arbeiter herausgekommen wäre. Hätten die organisierten wert erscheinen laffen. Der Schwerpunkt der Interessengemeinschaft, Arbeiter so viel Einfluß auf den Kongreß gewonnen, daß er radikale oder sagen wir besser Fusion, ist darin zu suchen, daß für den Beschlüsse gefaßt hätte. so wären es eben die Beschlüsse der organis Schalter Verein eine breitere Basis notwendig ist. Die Industrie wird immer mehr darauf angewiesen sein, ihre Produktion durch fierten Arbeiter, aber nicht die Beschlüsse der bürgerlichen Sozialden Export an den Markt zu bringen. Mit Hülfe der Gelsen- politiker und erst recht nicht deren Taten gewesen. Und die bürgerfirchener Bergwerksgesellschaft, die bekanntlich über die beste und lichen Sozialpolitiker möchten noch so guten Willen haben, was reinste Kohle und über vorzüglichen Koks verfügt, glaubt der Schalter nügte es den Arbeitern? Repräsentieren sie denn irgend eine reale Verein in Verbindung mit dem Aachener Hüttenverein diesen Zwed Macht? Wenn wir auch die allmächtige Beeinflussung der öffentlichen möglichst erreichen zu können. Es ist daher nicht für die Meinung durch die Sozialpolitiker, also ihre geistige Macht, noch so Der Vorstand der sozialdemokratischen Partei." betreffenden Personen eine Machtfrage, wie es hoch anschlagen, so fönnen wir uns doch darüber nicht täuschen, Es handelt sich um die Gemeindewahlen in Alzey, bei denen ja leider an hoher Stelle angedeutet ist, sondaß mindestens gegenwärtig ihre Wirkung auf die politischen Machtdern eine Frage der 3wcdmäßigkeit. Es ist eine die dortigen Genossen ein Wahlbündnis mit den sogenannten Frets Frage von großem Interesse für die Beteiligten, diese Fusion zu berhältnisse in Deutschland unmeßbar klein ist. finnigen eingegangen waren. Unsere Genossen in Alzey stellen sich schließen, um der deutschen Industrie sichere und größere Absatzwege öffentlich zu formulieren, dann brauchen fie wahrhaftig nicht den durch dieses Bekenntnis nicht gerade ein Zeugnis befonderer politischer au schaffen, wie es bisher der Fall gewesen ist." Klugheit aus. Indessen das ist wohl noch zu furieren, und wie die Erklärung zeigt, find die Genossen auf dem besten Wege, flüger zu werden. Die Lehre, die ihnen der freisinnige Verrat erteilt, wird ihnen dann heilsam sein nicht bloß für die Beurteilung der Freisinnigen, sondern auch für die Beurteilung der Kompromißpolitit überhaupt. Und nicht nur den Alzeher Genossen, sondern allen, die den Gewinn einiger Mandate höher anschlagen, als eine prinzipielle Agitation. Diese vom Parteistandpunkte gebotene Beurteilung kann jedoch von allgemein politischen Gesichtspunkten nicht etwa das Verhalten der Freifinnigen entschuldigen oder auch nur in milderem Lichte erscheinen lassen. Die Freifinnigen haben sich hier aufs neue nicht nur als politische Jammerlappen erwiesen, sondern als wortbrüchige Berräter, die die Moral der Krawattenmacherei in die Politik um fetzen. Die Generalversammlung der Gelsenkirchener Gesellschaft genehmigte ebenfalls einstimmig den Vereinigungsvertrag. Sodann wurde der Vorstand zum Abschluß eines Gemeinschaftsvertrages mit den beiden genannten Gesellschaften und zum Erwerb von mindestens 75 Proz. des Aktienkapitals beider ermächtigt und das Grundfapital der Gesellschaft bis zum Betrage von höchstens 119 Millionen Mart erhöht. Der Teeanbau in Britisch- Indien erlangt eine immer größere Bedeutung, da der ausgiebigere stärkere ostindische Tee vielfach dem milderen chinesischen Tee vorgezogen wird. Am Schluffe des Jahres 1903 waren über 524 827 Acre mit Tee in Indien bepflanzt, wovon nahezu% auf die Täler des Brahmaputra und Surma entfielen. In Bengalen war das unter Teekultur stehende Land 135 956 Acre groß, d. h. 25,9 Proz. des gesamten Areals. Es entfallen somit neun zehntel der in Indien mit Teefträuchern bepflanzten Fläche auf die beiden Provinzen Assam und Bengalen. Während die Teeländereien seit 1885 an Umfang um 85 Broz. zugenommen haben, ist die Produktion um 192 Broz. gestiegen. Für das Jahr 1903 wird die Teeernte auf 208,7 Millionen engl. fund( airta 188 Millionen deutsche Pfund) angegeben, d. h. 20 Millionen Pfund oder 11 Proz. mehr als im Vorjahr Soziales. Ueber Parlamentarismus und Generalstreit sprach in Nürnberg Genoffe Dr. Friedeberg aus Berlin vor einer von lokalorganisierten Arbeitern einberufenen Versammlung, die von den Anhängern der lokalen Gewerkschaften fast vollzählig besucht war, außerdem waren auch eine Anzahl Mitglieder von Zentralverbänden, christliche Gewerkschaftler und Hirsch- Dunderianer anwesend, sowie Leute, die sonst nicht in die Versammlungen gehen und also wohl nur aus Neugierde gekommen waren. Friedeberg entwickelte dieselben Gedanken wie in seinem bekannten, vor dem Amsterdamer Kongreß zu Berlin gehaltenen Vortrag und empfahl eine Resolution, in der erwartet wird, Im Gewerkschaftskartell in Frankfurt a. M. verhandelte man in Das Kartelldaß die Partei die Frage des Generalstreifs beachtet. Die General- der letzten Sigung über den Wohnungskongreß. streif- Agitation werde eine Zurückdrängung des Nur- Parlamentaris- mitglied Genosse Elbert ist Delegierter des Kartells im Verein mus, die von den Revisionisten immer mehr zur Abschwächung des Reichs- Wohnungsgesez und das Resultat der Verhandlung war, wie Klaffenkampfgedankens in der politischen Partei benutzt werde, und gleich vorweg mitgeteilt sei, der Beschluß, die Delegation zum Verein eine Beseitigung des überwuchernden Neutralitätsgedantens inner- Reichs- Wohnungsgefeß zurückzuziehen. angenommen. Aus Industrie und Handel. Zum Frankfurter Wohnungskongres. " Also: wenn die Arbeiter für notwendig halten, ihre Forderungen Umtveg der Beeinflussung einer Veranstaltung bürgerlicher Sozialreformer zu wählen. Sie können das einfacher und wirksamer auf ihren eigenen Kongressen. Unterdes lassen wir die bürgerlichen Sozialreformer ihres Weges gehen. Wir wollen ihi en keine Steine in den Weg legen, aber wir verlassen uns einzig und allein auf uns selber. Das„ Anreißen"( Anlocken von Kunden auf der Straße) tann polizeilich verboten werden. In vielen Städten ist durch Polizeis verordnung verboten, auf dem Bürgersteige vor dem Geschäftslokal oder auf dem Straßenkörper in der Nähe des Geschäftslotals Kunden anzuloden. In einem Strafprozeß gegen den Kommis Hoffnung in sprach der erste Straffenat des Kammergerichts die Gültigkeit Ruhrort, der zur Verurteilung Hoffnungs wegen Anreißens führte, der Verordnung aus, indem er davon ausging, daß jene sprach der erste Straffenat des Stammergerichts die Gültigkeit Vorschrift ihre Stütze im§ 6b des PolizeiverwaltungsGefeyes finde. Dieser rechne zu den Gegenständen polizeilicher Vorschriften die Drdnung, Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs auf der Straße. Wenn Leute auf der Straße angehalten würden, au taufen oder ein bestimmtes Geschäftslokal zu betreten, so tönne leicht ein Auflauf entstehen und es könne zu Störungen des Vers fehrs fommen. Aber auch die in der Gewerbeordnung geleistete Gewerbefreiheit werde nicht verlegt, denn es handele sich bei jenem Anreißverbot nicht um eine Beschränkung der Gewerbefreiheit, fondern nur um eine durchaus zulässige Regelung der Ausübung des Gewerbes. Gewerkschaftliches. Einseitig. Bestellen Sie zur Probe auf ein Vierteljahr für Ihre Arbeiter 10, 20, 30, 50, 100 Exemplare der reichhaltigen und instruktiven Wochenschrift„ Das deutsche Volksblatt für Stadt und Land." So lautet die Einleitung eines Prospektes, den die„ ArbeitgeberBeitung" in ihrer letzten Nummer beigelegt hat. halb der Gewerkschaften, die heute ihre ausschließliche Aufgabe in Genosse Elbert teilte, um die Teilnahme verschiedener Genossen der Verbesserung des Arbeitsvertrages sehen und völlig zu ver- an dem Kongreß zu erklären, einiges über dessen Vorbereitung mit. flachen drohen, als wertvolle Folge haben. Eine Reihe von Der Kongreß, so sagte Elbert, follte eigentlich schon im ersten Rednern trat Friedeberg entgegen und Genoffe Dr. Braun Jahre der Gründung des Vereins Reichs- Wohnungsgesetz stattfinden. brachte eine Resolution ein, die sich mit den Ausführungen Aber es kam nicht dazu. Die etwas radikalen Thesen, die man bei Der Prospekt enthält dann noch eine ganze Reihe netter Friedebergs nicht einverstanden erklärt und die Ueberzeugung Gründung des Vereins Reichs- Wohnungsgesetz aufstellte und die uns Bilderchen. Zwischen Prinzen und Prinzessinnen, Straußentüdklein ausspricht, daß die von der Partei und den Gewerkschaften eigentlich veranlaßten, dem Verein beizutreten, wurden bald aufbisher eingeschlagenen Wege das Proletariat zu feinem Ziele führen gegeben, und der Verein verflachte mehr und mehr. Ich lam sehr und Pferdemoden sehen wir auch: Die Sommerwohnung eines und daß bei unermüdlichem Ausbau der gewerkschaftlichen und poli- bald zu der Ueberzeugung, daß bei dieser ganzen Beranstaltung Sozialistenführers. Villa Bebel am Züricher See." Alles tifchen Organisationen die Arbeiterklasse in der entscheidenden Stunde nicht viel herauskommen würde. In den Vorstands- und Vereins Jlluftrationen aus dem empfohlenen trefflichen Blatt. nur rein geschäftliche Angelegenheiten Es hat uns recht gefreut zu sehen, daß unser waderer Bebel, die geeigneten Mittel finden und anwenden wird, um an die Stelle fizungen wurden fast der kapitalistischen Ordnung die sozialistische zu segen. Nach einer langen in der der bei bürgerlichen Vereinen üblichen Weise erledigt. dem die deutschen Arbeiter wegen ihrer elenden Lage aus ihren lebhaften Debatte, an deren Schluffe Friedeberg seinen Standpunkt Einer prinzipiellen Auseinandersetzung über die Stellung des Groschen einen so wohlverdienten Erholungssiz wahrhaftig nicht zu den fozialen Fragen und Aufgaben energisch verteidigte, wurde die Friedebergsche Resolution mit einer Vereins der schaffen konnten, dies als erfolgreicher Schriftsteller selber tun man geflissentlich aus dem Wege. So knappen Mehrheit, die zudem noch verschiedentlich angezweifelt wird, Gegenwart ging fonnte; wenn auch sein Landsiz leider lange nicht an den so manches war die Tätigkeit des Vereins Reichs- Wohnungsgesetz von Totenliste der Partei. Der Alte vom Berge" wurde ein im Anfang an eine höchst unfruchtbare, wenn man von den paar bürgerlichen Poffenreißers heranreicht. Gefreut hätte es uns noch Broschüren absieht, die er herausgegeben hat. Epäter hat der mehr, wenn auch der prächtige Park des Nachbargrundstückes, den Meininger Lande wohlbekannter Genosse, Heinrich Greiner in Verein seinen Namen geändert in Deutscher Verein für Reichs- der Photograph der Villa Bebel durch geschickte Stellung der Camera Sonneberg, genannt, der dort jest gestorben ist. Er war der Wohnungsreform. Um ihm nach außen hin eine beffere Folie zu hinzugelogen hat, unserem Alten wirklich gehörte. Mitbegründer der Partei im Meiningischen. Zum legtenmal trat er geben, wurde ein Hauptausschuß von 75 Mitgliedern gebildet. In Wir finden aber die Auswahl der Illustrationen für ein Blatt in die Deffentlichkeit nach dem Wahlsiege von 1903, um den der einer dieser Versammlungen des Hauptausschusses hielt einmal Herr zur Befehrung der Arbeiter recht einseitig ausgewählt. Neben die Siegesbotschaften harrenden Genossen Sonnebergs aus der Kindheit Dr. E. Cahn einen Vortrag über den preußischen Wohnungs- Billa" Bebel gehörten doch als Gegenstück die Hütten, in denen die der Partei zu erzählen, auf daß ihnen die Bedeutung des Erreichten Gesezentwurf. Dieser Vortrag war sozusagen die Ouverture recht zum Bewußtsein täme. Greiner war der erste sozialdemo- zu dem Wohnungstongreß und zeigte schon, daß man von dem Krupp, Thyssen, Hanel, Ballin usw. kümmerlich ihr Leben fristen fratische Stadtverordnete in Meiningen, der Mitte der siebziger Jahre felben nicht viel zu hoffen hatte. Cahns Vortrag lang in müffen. Verteilten die Auftraggeber der Arbeitgeber- Zeitung" an in Sonneberg gewählt wurde. einem Lob des Entwurfes aus. Als wir diesen verkehrten Stand- ihre Leute solche Jllustrationen des Unternehmerelends, dann hätten punkt fritifierten, hieß es, der Vortrag sei eine ganz private wir im kommenden Jahre sicherlich eine Anzahl Streifs, in denen Meinungsäußerung des Herrn Cahn gewesen. Dann wurde die Arbeiter zum Besten des Unternehmertums Lohn herab. der längst geplante Wohnungstongreß eingeleitet. Es wurde segungen und Arbeitszeit Berlängerungen verlangten! neben dem engeren Borstande ein sogenannter Organisations- Warum also so einseitig? Neue Zechenstilllegungen. Auf der zur Stilllegung verurteilten ausschuß von 120 Mann gebildet, der mit der Zeit auf über Zeche Louise Tiefbau" ist den Bergarbeitern unter der Hand 200 Personen aller Klassen und Berufsstände angewachsen ist. Zu Berlin una amgegend. bringend angeraten worden, sich um andere Arbeit zu bemühen. organisieren freilich hatte diefer Organisationsausschuß so wenig wie Aesthetische Argumente gegen Streifpoften. Man will jedenfalls am nächsten Kündigungstage sagen fönnen, es der Vorstand; sie bildeten bloß Deforation. Die ganzen vorbereitenden Bisher wurden fast immer Rücksichten auf die öffentliche Ordnung hätten freiwillig bereits so viele Arbeiter der Zeche den Rücken Organisationsarbeiten sind von dem Generalsekretär des Vereins, und die Sicherheit des Verkehrs vorgeschützt, wenn Polizeibeamte gekehrt, daß man mit dem Rest den Betrieb nicht mehr aufrecht Herrn Dr. v. Mangold, und einigen anderen Personen ausgeführt streitpostenstehende Arbeiter von der Straße wegwiefen. Neu ist es erhalten könne. Derartige Umwege werden jezt von den Zechen worden, ohne die größere Korporation zu fragen. Man wird fagen: jedenfalls, daß auch die äußere Erscheinung der Arbeiter als Grund mit Vorliebe benutzt. Höchst wahrscheinlich wird es bei der Still- Ja, warum habt Ihr denn nicht dagegen opponiert? Darauf ant geltend gemacht wird, ihnen das Streifpoſtenſtehen zu untersagen. legung von„ Louise Tiefbau" nicht bleiben. Den Zechen Glüdauf worte ich: Erstens hielt ich die ganze Sache überhaupt nicht so Die in der Französischenstraße belegene Abteilung der Möbelfabrik Tiefbau" und" Kaiser Friedrich" in Hombruch steht das gleiche wichtig, und zweitens hatten wir auch gar keine Gelegenheit bazu. von Pfaff wird, seitdem dort sämtliche Tischler als Antwort auf die Schidial bevor. Es wird behauptet, durch Stilllegung von Louise Dem der Organisationsausschuß wurde ja gar nicht einberufen. Aussperrung die Arbeit niedergelegt haben, von den Streitenden Tiefbau" müßten die dort bisher gehobenen Grubenwäffer nun auf Burüdzutreten von der ganzen Veranstaltung hatten wir keine Ver- natürlich beobachtet. Selbstverständlich haben die Streifposten nicht den beiden anderen Zechen mit gehoben werden. Das aber werde anlaffung, da wir uns fagten, es wird uns nicht wehe tun, wenn ihr Festtagsgewand angelegt, und so sticht ihr Aeußeres begreiflicherdie Selbstkosten derart erhöhen, daß der Betrieb unrentabel werde; wir mitmachen; warten wir einmal das Resultat des Kongresses ab. weise von dem Aussehen des in jener Stadtgegend verkehrenden außerdem seien Wasserdurchbrüche zu befürchten. Demnach darf man Daß dann die ganze Sache in sich zusammenfallen würde, davon war Publikums erheblich ab. Dem ästhetisch geschulten Auge eines Schutzdarauf rechnen, daß die Stilllegung der genannten Zechen beschloffene ich fest überzeugt, denn bei allen derartigen bürgerlichen Ver- mannes fiel das auf. Er ersuchte die Arbeiter, sich zu entfernen, Sache ist. Zurzeit arbeiten auf" Kaiser Friedrich" und" Glüdauf anstaltungen tommt nichts heraus, so chrlich es auch einzelne denn, meinte er, es gehe doch nicht an, daß Leute, die nicht ein Tiefbau" noch zirka 2400 Mann. Mit der Stilegung dieser beiden Berfonen damit meinen mögen, weil es den Leuten an der nötigen mal weiße Wäsche tragen, in einer Gegend, wo nur feines Zechen würde dem aufblühenden Hombruch die wirtschaftliche Lebens- Energie fehlt. Das einzig Erfreuliche des ganzen Kongresses ist, daß er uns Publikum verkehrt, den ganzen Tag herumlungern. Wenn nun die Streifposten in der Französischenstraße in tadelZur Beschäftigung der rheinisch- westfälischen Eisenindustrie wird wieber mal gezeigt hat, daß die Arbeiter von diesen bürgerlichen lofem Salon- oder Promenadenanzuge erscheinen, dann wird die uns aus Essen geschrieben: Während die reinen Verarbeitungswerte Politikern nichts zu erwarten haben. Zu dieser Auffassung sind jetzt Polizei wohl bald herausfinden, daß sie ein Verkehrshindernis sind. in der Eisenindustrie unter der Konkurrenz der kombinierten Werke auch Kampffmeyer, Südekum und andere Genoffen gefonimen. Ich Fort müssen sie eben auf alle Fälle. Das ist heut herrschende und der Preispolitik der Kartelle meist an Arbeitsmangel leiden, selbst lehne es ab, ferner Delegierter des Kartells im Verein Reichs- Polizeipraris. find die kombinierten Werte durchgängig gut beschäftigt, und das ist Wohnungsgefeß zu sein und möchte Sie bitten, überhaupt von jeder bei der Praris in der rheinisch- westfälischen Großindustrie gleich- Delegation in diesem Berein abzusehen. Es kommt nichts dabei Die Situng der Schlichtungskommission für das Rürschnergewerbe, bedeutend mit Ueberzeitarbeit, fast überall hat man regelmäßige heraus für ims. die gestern unter Leihmg des unparteiischen Vorfizenden Dr. SchalUeberzeitarbeit eingeführt, teilweise wird bis 8 oder 9 ühr, teilEs ist ja am Ende kein Schade, wenn wieder mal" gezeigt horn stattfand und sich mit den Differenzen über die Arbeitszeit an weise auch bis nachts 11 oder 12 Uhr gearbeitet. Für die Arbeiter wird, daß Arbeiter von den bürgerlichen Wohlfahrtspolitikern nichts den Sonnabenden befaßte, ist ergebnislos verlaufen. Die Vertreter wird diese Regel oft durch das andere Grtrem unterbrochen: der zu erwarten haben, aber abgesehen davon, daß diese interessante der Arbeitgeber zeigten von vornherein keine Neigung, auf eine den Arbeitnehmern zweckmäßig erscheinende Regelung der Ueberzeitarbeit folgt- Arbeitslosigkeit. Wenn in einem Betriebe leberschichten gemacht werden, erfolgen im anderen Betriebe bes- eſtſtellung in ihrer ewigen Wiederholung keinen allzu großen Wert Angelegenheit einzugehen, und sprachen gleich zu Beginn der Verjelben Werkes Kündigungen. Bis vor 8. Tagen wurden z. B. in hat, so wäre das Resultat auch ohne die Teilnahme der Sozial- handlung die Meinung aus, daß die Differenzen eigentlich nur durch cinem Betriebe der Union in Dortmund noch jeden Abend Ueber demokraten an der Veranstaltung herausgekommen. Wir empfinden" Geßereien" der Vertreter der Arbeiter entstanden seien. In diesem stunden gemacht, jest kündigt man Leute wegen Arbeitsmangel! es immerhin peinlich, daß Parteigenossen an der Organisierung Sinne äußerte sich namentlich auch der Arbeitgeber Wilhelm Reinede, So gehts überall, heute Ueberschicht, morgen arbeitslos!- eines Unternehmens beteiligt waren, das so kläglich verlaufen ist. I der, wie der Arbeitervertreter Negge bemerkte, früher, als er ader unterbunden. " felber noch in den Reihen der Arbeiter stand, einer der Montag, den 24., stattfindenden Hauptversammlung von der Innung| bezeichnete er als blamabel für die Kaffenvorstände. Er hoffe, daß radikalsten Vertreter der Arbeiterinteressen war. Als die Vertreter genehmigt werden müssen." es zu einer erneuten Abstimmung mit einem anderen Resultat der Arbeitnehmer sahen, daß die Arbeitgeber nicht für eine| Es ist besonders bemerkenswert, daß sich nach diesem Schreiben fommen werde. Ferner führte er aus: Wenn manche Kassenvors zweckmäßige Ergänzung des etwas mangelhaft abgefaßten Para- auch die Buchdruckereibefizer zwecks Abwehr der Arbeiter- stände gegen die Bestrebungen der Angestellten seien, so erkläre sich graphen über Arbeitszeit zu haben waren, verzichteten sie vor- forderungen mit den Buchbindermeistern zusammengefunden haben. das daraus, daß das Vorgehen der Angestellten oft zu schroff gewesen läufig auf die Regelung der Angelegenheit in der Ueberzeugung, Daß diese Herren, die sich sonst auf die mit den Buchdruckern ab- sei. Das gelte namentlich von dem letzten Jahresbericht des Verdaß die Stärke ihrer Organisation am besten einer Verschlechterung geschlossene Tarifgemeinschaft etwas zugute zu tun pflegen, den bandes der Angestellten. Es mache den Eindruck, als ob der Verband der Arbeitsbedingungen entgegenwirken werde. Wenn Anfang Buchbindern so schroff entgegentreten, ist ein Beweis mehr für unsere eine Schußtruppe für die Angestellten sei und sich ihrer unter allen nächsten Jahres über den Abschluß eines neuen Tarifvertrages neulich ausgesprochene Behauptung, daß die Unternehmer Tarif- Umständen annehme, selbst dann, wenn sie den Vorständen gegenverhandelt wird, soll für eine bessere Fassung der betreffenden Be- gemeinschaften nur mit Gewerkschaften abschließen, die stark genug stimmungen gesorgt werden. find, ihnen Zugeständnisse abzuringen. Was Unternehmer und Polizei schon als„ Belästigung" Arbeitswilliger ansehen, ist ja bekannt. Wem fällt da nicht das höhnische Lächeln" in Crimmitschau ein? Herr Stegerwald- Köln sendet uns folgende Zuschrift: Versammlung eine mit„ christliche Schwindelbrüder" überschriebene In Nr. 253 bringt Ihr Blatt von einer in Posen stattgefundenen Notiz, die unwahre Behauptungen enthält; ich ersuche daher das Folgende zu berichtigen: über im Unrecht wären. Der Verband sei noch nie gegen ungerechtfertigte Handlungen seiner Mitglieder aufgetreten. Die Angestellten Der Streit der Glasschleifer, Polierer und Beleger ist auch in Wie in Sachsen selbstverständlich, sind die Herren vom Kleister: müßten in der Vertretung ihrer Interessen mit fühler Ruhe und nicht der gestrigen Versammlung der Streikenden, die wiederum so zahl- topf in Dresden sich auch von vornherein behördlicher Hülfe sicher zu eilig vorgehen, dann würden sie noch am ehesten etwas erreichen. reich wie die ersten Streifversammlungen besucht war, noch nicht und schärfen ihren Kollegen ein: Die Redner aus den Reihen der Kassenangestellten wandten sich beendigt worden. Wie Weltisch mitteilte, haben die Arbeitgeber( beleidigende Reben, Tätlichkeiten, Ansammlungen) ist sofort die bezeichneten. Die Vorstände kehrten den Angestellten gegenüber of Bei etwaigen Belästigungen Arbeitswilliger durch Ausständige entschieden gegen diese Ansicht Sydows, die sie als Harmonieduselei am Donnerstag eine Versammlung abgehalten. Das Resultat wurde vom Obermeister Joost dem Verbandsvorsitzenden Girbig nächste fönigl. Polizeibezirks- Wache( nicht Wohlfahrtspolizei) mündlich den Herrenstandpunkt heraus. Unter solchen Umständen könnten die und dem Redner mitgeteilt. Weitere Stommissionsverhandlungen hielt die oder durch Fernsprecher in Kenntnis zu setzen. Es ist für oben Angestellten mit dem ihnen empfohlenen langsamen und mäßigen VorVersammlung der Arbeitgeber für überflüssig, da schon alles in der genannte Fälle ülfe zugesichert." gehen nichts erreichen, sie müßten es machen, wie die Kanize: Kommission gesagt wäre, was zu sagen notwendig war. Auch verSchreien, und nochmals schreien, bis ihre Forderungen anerkannt zichteten die Arbeitgeber auf die Wahl einer neuen Kommission. Sie werden. Ganz entschieden müsse auch der Ansicht widersprochen werden, als ob die Kassenbeamten, wenn sie nicht jederzeit gekündigt kamen den Forderungen der Streifenden noch in so weit entgegen, als sie beschlossen, bei Affordarbeit den Moraschleifern den Mindest werden können, in der Ausübung ihrer Pflichten lässig würden, wie das von manchen Vorständen als Grund gegen den Anstellungsvertrag Lohn zu garantieren, jedoch nur, wenn dieser Lohn von den Betreffenden in den ersten 14 Tagen erreicht wird. Ferner haben neuen Abstimmung der Vorstände unterworfen werden, denn man geltend gemacht werde. Die Anerkennung des Vertrages müsse einer fie als Endtermin für den Tarifvertrag den 1. Oktober 1906 statt könne annehmen, daß nur der kleinere Teil der Kassenvorstände des 1. Januar 1907 zugestanden, und schließlich noch eine Erhöhung der Affordpreise von 5 Proz. für die Moraarbeiten, für welche gegen die Einführung des Vertrages sei. die Streifenden 10 Proz. verlangten. 1. Unwahr ist, daß ich ausgeführt habe, die Berliner Maurer Zum Schluß nahm die Versammlung folgende, dem Bureau Im übrigen wünschte die hätten den Stundenlohn von 75 Pf. den christlichen Gewert vorgelegte Resolution an: Versammlung der Arbeitgeber, daß der Tarif wesentlich so wie er schaften zu verdanken. Ich verwies lediglich auf die Berliner LohnDie am 28. Oktober cr. in den Apollo- Sälen zahlreich besuchte in der letzten Kommissionsfizung vereinbart war, bestehen bleibe. verhältnisse, um zu illustrieren, was durch jahrzehntelange Versammlung der Kassenbeamten erhebt scharfen Protest gegen den Der Referent bemerkte dazu, es müsse nun bor Gewerkschaftsarbeit zu erzielen sei. Der christliche Bau- in der Versammlung der Zentralfommission vom 14. Oktober cr. allem dafür gesorgt worden, daß ein in jedem Punkte klar handwerker- Verband besteht bekanntlich erst fünf Jahre. 2. Der beliebten Abstimmungsmodus. Die Ablehnung der Beschlüsse der und bestimmt abgefaßter Tarif ausgearbeitet werde; bis Berliner Redner der freien Gewerkschaften hatte daher keine Münchener Jahresversammlung war nur dadurch möglich, daß nicht jetzt mangele es noch daran. Er legte dann der Versammlung einen Ursache„ den plumpen Schwindel des christlichen Mannes auf nach der Zahl der vertretenen Kassen, sondern nach der Zahl der von dem Redner selbst und einen vom Verbandsvorsitzenden Girbig zudecken" auch haben bei der Wortentziehung, die gegen meinen anwesenden Vorstandsmitglieder abgestimmt wurde. Es hatten auf Grundlage der von den Arbeitgebern bis jetzt gemachten zu willen geschah, nicht der größte Teil der Anwesenden, sondern etwa 3. B. die beiden größten Berliner Krankenkassen mit zusammen geständnisse ausgearbeiteten Tarifentwurf vor. Jeder einzelne 20 Mann den Saal verlassen. 160 000 Mitgliedern in der Versammlung nur je zwei Stimmen, Punkt wurde hierauf nochmals zur Beratung gestellt und demKöln, 27. Oktober 1904. A. Stegerwald. während eine Kasse mit höchstens 11 000 Mitgliedern, deren Vorentsprechend formuliert. Der so zustande gekommene Tarifentwurf sollte Unser Gewährsmann ist zurzeit nicht in Berlin und kann des- sigender die Pflegeväter" ertra zu dieser Versammlung eingeladen den Arbeitgebern in der auf gestern abend anberaumten Kommiſſions wegen auf diese Zuſchrift nicht antworten. Uns will es jedoch be- hatte, sich mit zirka 30 Personen an der Abstimmung beteiligte. Die fizung vorgelegt werden. Die endgültige Entscheidung über die dünken, daß das Beispiel Berlins für einen christlichen Agitator Beamten der Krankenkassen Berlins fönnen nicht annehmen, daß Wiederaufnahme der Arbeit wird voraussichtlich in der am Mittwoch allemal unglücklich gewählt ist. Alle Fortschritte in der Berliner die Mehrheit der Berliner Kassenvorstände einer vernünftigen stattfindenden Mitgliederversammlung getroffen werden. Von den Bauarbeiterbewegung schreiben sich her aus der Zeit vor Gründung Regelung der Verhältnisse der Angestellten Schwierigkeiten in den Streikenden wird noch besonders darauf Gewicht gelegt, daß der des„ christlichen" Bauhandwerkerverbandes oder mindestens wurde Weg legen wird und sich mit dem empörenden Verhalten der Herren Tarifvertrag schließlich vor dem Einigungsamt des Gewerbegerichts für dieselben schon vorher die Grundlage gelegt. Seit dieser Zeit Stuhlmann, Blenz und Scholem auf der Münchener Jahresverfestgelegt werde. Da das doch offenbar im Interesse beider Parteien aber kennt Berlin den früher unbekannten Zwist zwischen Arbeitern sammlung solidarisch erklärt. Die Tatsache, daß die Mehrheit der liegt, darf man wohl annehmen, daß bei näherer Ueberlegung auch verschiedener Konfeffionen. Jahrzehntelange Gewerkschaftsarbeit hat Berliner Krankenkassenbeamten bereits unter den in München bedie Arbeitgeber hiergegen nichts einzuivenden haben. in Berlin ein Werk aufgebaut, das hoffentlich auch die intensivste schlossenen vertraglichen Bedingungen arbeitet, beweist, daß lediglich christliche Zersplitterungsarbeit nicht zu vernichten vermag! = Aus der Frauenbewegung. Lohnbewegung der Glaser. Die Tariffommission der Glaser ( Arbeitgeber und Arbeitnehmer) trat am Sonnabend abend zusammen und beschloß einstimmig, weil einzelne Glasermeister gegen den paritätischen Arbeitsnachweis agitiert hatten, außer von Nichtmitgliedern auch von allen dem Arbeitgeber Verbande der Glasereien angehörenden Firmen die unterschriftliche Ans erkennung des paritätischen Arbeitsnachweises zu verlangen" den 3. November, abends 7½ Uhr eine große Volksversammlung für Für Tempelhof- Mariendorf und Marienfelde findet Donnerstag, Auf Grund dieses Beschlusses werden die Vertrauens Teute der Verbandsfirmen ersucht, bis Sonntag mittag bei Frauen und Männer im" Tempelhofer Tivoli", Berlinerstraße 50, Augustin, Lindenstraße 69, sich die betreffenden Formulare ab- statt, in welcher Reichstagsabgeordneter August Be be I einen VorAugustin, Lindenstraße 69, sich die betreffenden Formulare ab- trag über„ Die Frau im Staat und Gesellschaft" halten wird. Ich Bebe zuholen und am Montag zur Unterschrift den Arbeitgebern vorzu- ersuche die Vorstände von Vereinen und Gewerkschaften, VerLegen. Diesbezügliche Nachrichten sind an die Tariffommission, zur sammlungen an diesem Tage nicht abzuhalten. Der ev. eintretenden Beit bei Augustin( Borwärts") zu richten. Alle Bauarbeiter werden Polizeistunde wegen( 10 Uhr) wird die Versammlung pünktlich erdringend ersucht, die Glaser nach ihrer Arbeitsberechtigungskarte zu öffnet. Zahlreichem Besuch, namentlich der Frauen und Mädchen, fragen. sieht entgegen Frau Marie Thiel, Tempelhof, Friedrich Wilhelmstr. 17. Ein Streit der Streifbrecher. Am Montag, den 24. d. Mts., legten Auslader bei der Firma" Berliner Kaltsandsteinwerfe Wir wollen nicht verfehlen, der gesamten Arbeiterschaft diesen Ehrenmann bekannt zu geben; es ist dies der Arbeiter Berth. Wehr, Charlottenburg, Krummestraße 17. Die inzwischen neu eingestellten Arbeiter sahen aber bereits nach einigen Tagen ein, daß es ihnen bei einem Akkordlohn von 40 Pfennig pro tausend Steine nicht möglich wäre zu arbeiten und legten am Freitag mittag einmütig die Arbeit nieder. Der Bedeutung der Heimstättenbehandlung wird, wie man uns schreibt, besonders in den Kreisen der Frauen und Mädchen noch das die Form der Abstimmung die Ablehnung der Münchener Beschlüsse herbeigeführt hat. Die Angestellten der Krantentassen Berlins haben stefs lebhaften Anteil genommen an dem Ausbau der sozialpolitischen Gesetzgebung, sie haben alle Maßnahmen, welche zugunsten der Versicherten getroffen wurden, freudig begrüßt und haben durch eifrige Mitarbeit auf allen Gebieten des Krankenkassenwesens stets Selbstverwaltung der Krankenkassen gehoben. Bei der Beratung im Interesse der Versicherten gewirkt und dadurch das Ansehen der der letzten Novelle zum Krankenversicherungs- Gesetz wurde von der Regierung die Einschränkung des Selbstverwaltungsrechts auch da mit begründet, daß die Versicherten es verabsäumt hätten, eine vernünftige Regelung der Anstellungsverhältnisse der Kassenbeamten vorzunehmen. Die Forderungen, die in dem Münchener Beschlußz zum Ausdruck gelangen, sind das mindeste dessen, was bei einer Regelung der Angestellten- Verhältnisse gefordert werden muß. Die Ablehnung dieser Minimalforderungen würde bedeuten, daß die Kaenvorstände nicht gewillt sind, ihren Angestellten menschenwürdige Zustände zu gewähren und daß sie den Gegnern der SelbstR. Guthmann, Charlottenburg", 21 an der Zahl, einmütig die verwaltung willkommenes Material in die Hände spielen. Die bon 5 Pf. per tausend Steine. Die Firma glaubte, da es zum es den Arbeiterfrauen so sehr nötig ist, ihren durch die Mühselig= 14. Oktober ist daher nötig nicht nur für die Angestellten, sondern Winter geht, nicht mehr 45, sondern nur 40 Pf. per tausend für Aus- feiten des Kampfes ums tägliche Brot und die aufreibenden Sorgen auch im Interesse der Selbstverwaltung der Versicherten. laden aus dem Kahn in die Kästen zahlen zu können. Noch am selben für Mann und Kinder geschwächten Körper nach überstandenen Die Arbeiter der Gips- und Zementbranche( Sektion des Tage nahmen einige der Ausständigen die Arbeit wieder auf und Krankheiten unter zweckmäßiger Pflege für fünftige Strapazen Maurer- Verbandes) hielten am Donnerstag im„ Louisenstädtischen am nächsten Morgen fanden sich so viel Arbeitswillige, daß der kräftigen zu lassen. In den städtischen Heimstätten Blantenburg Konzerthaus" ihre Generalversammlung ab. Heese berichtete, daß gesamte Betrieb besetzt war. an der Stettiner Bahn, Blankenfelde hinter Nieder- Schönhausen die Sektion im letzten Quartal um 748 Mitglieder zugenommen Die Bewegung schien denn auch aussichtslos, zumal sich noch ein und Malchow hinter Neu- Weißensee finden Lungentrante, Bleich hat, so daß jetzt 2443 Mitglieder vorhanden sind, darunter über Verräter in den eigenen Reihen der Ausständigen fand, welcher sich füchtige, Magentrante, sowie von schweren Krankheiten Genesene 100 Jtaliener. Vereinnahmt wurden 18 401,17 M., berausgabt erbot, gegen 3ahlung von 50 M. und Gewährung Aufnahme. Diese Anstalten stehen unter ärztlicher Leitung und er- 13 675,80 M., so daß ein Bestand von 4725,37 M. in der Lokalkasse einer besseren Stellung der Geschäftsleitung die freuen sich bei ehemaligen Pfleglingen des besten Andenkens. Für verbleibt. Ueber den sehr befriedigenden Verlauf der jüngsten Namen der der Organisation angehörigen Mitglieder der Krankenkassen zahlen diese die Aufenthaltskosten. Es Lohnbewegung bemertte Fritsch, daß bis jetzt 79 Firmen den Kollegen bekannt zu geben. Er wäre dazu umsomehr im bedarf nur eines Anrtages, den der behandelnde Arzt an das Tarif anerkannt haben, darunter auch ein Arbeitgeber, der noch stande, da er selbst organisiert und früher Vertrauen 3- Kuratorium der Heimstätten zu stellen hat. Nun steht aber auch dem fürzlich erklärte, ehe er eine Forderung der Arbeiter unterschriebe, mann im Betriebe gewesen sei. Zur Ehre der Firma wollen wir Kuratorium eine verhältnismäßig hohe Summe für Freistellen zur würde er sich aufhängen. Er hat es aber doch vorgezogen, seine hier anerkennen, daß sie nicht auf diesen Vorschlag einging, sondern Verfügung. Wir wollen hier ausdrücklich darauf hinweisen, daß Unterschrift zu leisten und das Aufhängen noch ein wenig zu verdem Verräter die Tür wies, dagegen aber der Streikleitung Mit dieser Fond aus wohltätigen Stiftungen stammt und ihm keineswegs schieben. Wie diplomatisch sich die Arbeitgeber mit dem Ergebnis teilung von dieser schmutzigen Gesinnung machte. das Demütigende und die Nachteile der Armenunterstüßung an der Lohnbewegung abfinden, das beweise eine Notiz in ihrem hasten. Die Freistellen sind für solche Frauen und Mädchen, welche Zentralblatt, worin es heißt, die Unternehmer hätten die teilweise nicht in Krankenterersichert oder aber aus der Kaffe aus- unberechtigten Horderungen der Arbeiter zurückgewiesen und mit gesteuert sind. Geraie jeht in der kühleren Jahreszeit ist die Warte ihnen einen Vertrag abgeschlossen. Auch flunkert die Notiz, daß der zeit eine kurze, da in allen Heimstätten für Frauen Pläße frei" Berliner Betonverein" rund 4000 Arbeiter beschäftige. In Wirkfind. Nach ärztlicher Erfahrung ist aber auch die kühlere Jahreszeit lichkeit sind in der ganzen Branche nur etwa 3300 Arbeiter tätig, für den Aufenthalt in solchen Heimstätten nicht weniger ersprießlich. davon bei den Mitgliedern des Betonvereins netto drei Fünftel und Zur Aufnahme in die Heimstätten bedarf es eines Antrages, auf bei den Nichtmitgliedern zwei Fünftel. Es ist aber nicht auswelchem ausdrücklich die llebernahme der Kosten auf den Freistellen- geschlossen, daß bei der rapiden Entwickelung, besonders in der fond vermerkt sein muß. Formulare für Anträge werden un- Bementbranche, die Arbeiterzahl schon in den nächsten Jahren auf entgeltlich im Bureau der städtischen Heimstätten, Neue Friedrich- 5-6000 anwachsen kann. Dieser Umstand müsse für jeden Kollegen straße 9/10, an den Wochentagen von 9-3 Uhr ausgegeben. ein Ansporn sein, die an und für sich gute Organisation der Branche noch mehr zu stärken und ausbauen zu helfen, denn gerade bei der letzten Lohnbewegung habe es sich zur Evidenz gezeigt, was die Arbeiter erreichen können, wenn sie einig sind. Der Redner er= läuterte sodann verschiedene Bestimmungen des Vertrages und gab den Anwesenden entsprechende Verhaltungsmaßregeln zur Wahrung ihrer tariflichen Rechte und Innehaltung ihrer Pflichten sowohl der Organisation wie auch den Unternehmern gegenüber. Wie leicht einige Unternehmer zu umgehungen des Tarifs geneigt sind und auf welche bedenklichen Mittel fie verfallen, um die Arbeiter zu übervorteilen, davon brachte Fritsch einige lehrreiche Beispiele bei, die in der kürzlich stattgefundenen Sibung der Tarifkommission zur Erörterung gelangt sind. Ein besonders kraſſer Fall betraf die rühmlich bekannte Firma Günther u. Sollwebel. Die in der Branche wegen ihrer häufigen Gewerbegerichts- Prozesse unFirma beschäftigte u. a. den alten Puberträger B., einen Mann, der nur sehr mangelhaft schreiben und lesen kannt. Dieser hatte nun eine Restforderung von 28,50 M. an die Firma. Als der Arbeiter die Forderung geltend machte, führte ihm einer der Firmeninhaber die Hand zur Unterzeichnung ter Quittung über den Betrag, zahlte ihm nach geleisteter Unterschrift anstatt der 28,50 M. aber nur einen Taler aus. Der Mann ging hierauf zur Sektionsleitung und erzählte, wie man ihm mitgespielt. Sogleich telephonierte der Sektionsvorstand bei der Firma wegen der Sache an. Die entrüstete Antwort lautete, der Kerl werde wohl besoffen sein; altes sei ordnungsmäßig erledigt. Es wurde nun eine Klage beim Gewerbegericht anhängig gemacht, und dort mußte der Firmeninhaber den geschilderten Sachverhalt zugeben, infolgedessen der läger dann sein Geld erhielt. Die Versammlung war sich darüber einig, daß ein ernster Konflikt mit dieser Firma wohl nicht gar zu lange auf sich warten lassen würde. Zum Schluß wurden die bisherigen Mitglieder der Tariffommission wieder bestätigt. Herr Conrad, der als Redner in der deutsch- nationalen daß er nicht Jude, sondern Katholik sei. Er habe in seiner Kritik sich nicht allgemein gegen die weiblichen Handlungsgehülfen gewandt, sondern nur gegen diejenigen weiblichen Angestellten, welche ihren Beruf nur als Deckmantel betrachten und deshalb den männlichen Kollegen sowie auch den seriösen weiblichen Handlungsgehülfen eine Schmutzkonkurrenz machen Nachdem der Betrieb zirka zwei Stunden grstanden, sah sich die Direktion gezwungen, die Akkordpreise um 3 resp. 5 Pf. zu erhöhen, und nahmen die zuletzt Ausständigen die Arbeit wieder auf. Von den erst Ausständigen haben inzwischen zwölf andere Arbeit erhalten, acht sind noch ohne Arbeit, es wird der Organisation ein leichtes sein, auch diese unterzubringen. Deutfches Reich. Sechs Wochen vor einem Streit hatte ein Breslauer Metallarbeiter zu seinem Kollegen gesagt:„ Wenn Du nicht mitstreifst, wirst Du ja sehen, was Dir passiert. Dieses Verbrechen durfte nicht ungerochen bleiben, die Staatsanwaltschaft erhob Anklage, und dieser Tage wurde der Verbrecher zu drei Tagen Gefängnis wegen Bedrohung und Terrorismus verurteilt. Rigdorf. Dienstag, den 1. November, findet die Vereinsversammlung des Vereins gewerblich- tätiger Frauen und Mädchen von Rigdorf und Umgegend statt. Vortrag von Hermann Schubert über die Schule, wie sie ist und wie sie sein sollte. Gäste sind herzlich Der Vorstand. willkommen. Verfammlungen. Die Krankenkassen- Angestellten nahmen am Freitag in einer Wie bevölkert würden die deutschen Strafanstalten sein, wenn zahlreich besuchten Versammlung Stellung gegen die Ablehnung des jeder ähnliche Ausspruch eines Arbeitgebers die gleiche„ Sühne“ Anstellungsvertrages durch die am 14. Oftober abgehaltene, von der Borstände und-Verwaltungsbeamten.( Bericht in Nr. 245 des Zentralfommission einberufene Versammlung der Krantentassen ,, Vorwärts" vom 18. Oktober.) fände! Zwei Tage zuvor hatte das Breslauer Gericht wieder über zwei Maurer wegen Streifvergehen zu verhandeln. Der Maurer Walpurius erhielt wegen" Terrorismus" einen Monat Gefängnis, der Gauleiter Rösler wegen„ Hausfriedensbruchs" 30 M. Geldstrafe. Bliemchen am Schleifstein. Der Referent und Einberufer der am Freitag abgehaltenen Versammlung, Julius Kohn, besprach die seit Jahren im Gange befindlichen Bestrebungen der Kassenangestellten, ihre Verhältnisse durch Abschluß von Anstellungsverträgen zu regeln. Eine aus Kassenvorständen und Angestellten bestehende paritätische Kommission Trotz der anerkannt beruhigenden Wirkung des Bliemchen- Kaffees hat einen Dienstvertrag entworfen, und die letzte, in München abwerden die sächsischen Innungsmeister nicht weniger wild, wenn sie gehaltene Jahresversammlung des Zentralverbandes der Ortsvon Forderungen der Arbeiter hören, als ihre schärferen Getränken frankenkassen hat diesen Entwurf mit großer Mehrheit angenommen. zugeneigten Kollegen anderer deutscher Vaterländer. Der Ober- Hiernach, so führte der Referent aus, mußte man erstaunt sein, daß meister der Buchbinder- Innung zu Dresden hat ein die Versammlung der Berliner Kassenvorstände am 14. Oftober vom 21. Oktober datiertes„ Rundschreiben an die Meister und Mit diesen Vertrag ablehnte, obgleich nur 2 oder 3 Redner gegen den glieder zur gefälligen Kenntnisnahme und Beachtung" erlassen, das selben gesprochen hatten. Diese Abstimmung fönne nicht als gültig einige für die Deffentlichkeit nicht gleichgültige Stellen enthält. Das angesehen werden, weil nicht nach Stassen, sondern nach der StopfSchreiben beginnt: zahl der anwesenden Vorstandsmitglieder abgestimmt wurde und der Die gestern zugesandten Vorschläge für die Arbeitsbedingungen hauptsächlichste Gegner des Vertrages, Stuhlmann von der Steinfind den beschäftigten Gesellen und Arbeiterinnen vorzulegen drudertasse, sämtliche 30 Borstandsmitglieder dieser Kasse( die die eine Erklärung von denselben zu verlangen, ob sie Bezeichnung Pflegeväter" führen) zur Stelle gebracht hatte und zu diesen Bedingungen weiter zu arbeiten gedenken. Es möge mit ihnen gegen den Vertrag stimmte, während weit größere Kassen Handlungsgehülfen- Versammlung auftrat, ersucht uns mitzuteilen, dabei erwähnt werden, daß durch den Anschluß der durch wenige Stimmen vertreten waren. Der Redner hält eine nochBuchdruckerinnung an uns und durch unseren Zusammen- malige Abstimmung über den Vertrag für notwendig und meint, schluß mit den Fabrikanten- Vereinigungen der Luruspapier- und wenn die Zentralfommission eine solche vornehmen lasse, werde das Kartonnagenbranche für unsere Hilfskräfte die Gefahr nahegerückt Resultat wohl ein anderes sein. ist, daß sie bei einem Niederlegen der Arbeit nirgends in Der erste Diskussionsredner war Sydow, Redakteur der Dresden wieder Stellung finden. Es möge aber auch Krankenkassen- Zeitung". Er betonte, daß er nur seine persönliche aufmerksam gemacht werden, daß die Vorschläge erst in der am Ansicht vertrete. Den Beschluß der Versammlung vom 14. Oktober und " Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 1. November, abends 8 Uhr: Moabit! Orts Krankenkasse = der Möbelpolierer. Montag, 7. Nov., abends 7 Uhr: Ordentliche General- Versammlung Sonntag, 30. Oktober, abends 6 Uhr, im Moabiter Gesellschaftshaus, General- Versammlung in den Industrie- Festsälen von May Wendt, Beuthstr. 19/20. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Neuwahl desselben. 2. Vortrag des Genossen Dr. Leo Arons:„ Zur Schuffrage". 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Das Protokoll des Bremer Parteitages gelangt in dieser Versammlung gegen eine Nachzahlung von 10 Pf. zur Verbreitung an die Mitglieder, deren Beitrag für Monat Oftober bezahlt ist. 236/16 U Wiclefstraße 24; Volks- Versammlung. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist das Erscheinen aller Mit Mächte in Staat und Gesellschaft. glieder notwendig. Der Vorstand. 249/ 10* Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Ledebour über: Der Kampf gegen die reaktionären Nachher: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Zahlreichen Besuch ertvartet Der Vertrauensmann. 6. Wahlkreis Sozialdem. Wahlverein für den VI. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Achtung! Schönhauser Vorstadt. Achtung! Dienstag, 1. November, abends 8 Uhr, im Berliner Prater, Kaftanien- Allee 7: TES Versammlung. I Sonntag, den 30. Oktober, abends 5 Uhr, in den ,, Berolinasälen", Schönhauser- Allee 28: Volksversammlung für Männer u. Frauen bei Schulze, Blumenstr. 38. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Ergänzungswahl des Vorstandes. 3. Wahl des Rechnungs- PrüfungsAusschusses für 1904. 4. Anträge. Verschiedenes. Berlin, 30. Oktober 1904. Der Vorstand. An demselben Tage, abends 8 Uhr, im selben Lokale: General- Versammlung sämtlicher Kassenmitglieder. Wahl von 35 Arbeitnehmer- Delegierten. Um 8 Uhr daselbst: General Versammlung der Arbeitgeber, die ein Drittel ans eigenen Mitteln zur Kasse leisten. Tages- Ordnung: Tages- Ordnung: = Tages- Ordnung: Vortrag des Genossen Max Grunwald über: Ein Bahl von 13 Arbeitgeber- Delegierten. Tages- Drönung: 1. Bortrag des Genossen Georg Davidsohn halbes Jahrhundert preußischer Junkerherrschaft“. über: Die Greuel des Krieges". 2. Diskussion. 220/ 2* Der Vertrauensmann. Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse. 55/20 Montag, den 31. Oktober, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Vortrag von Frau Maria Holma: ,, Psychologie der modernen Arbeiterin". Gäste willkommen. Der Vorstand. Verband der Sattler. Ortsverwaltung Berlín. Mittwoch, den 2. November, abends 81%, Uhr, in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20( großer Saal): Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bericht und Abrechnung vom 3. Quartal 1904. 3. Vortrag der Genoffin Lily Braun über:" Wohnungsnot und Wohnungsreform". 4. Diskussion. 5. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimiert! 157/14 Die Ortsverwaltung. Montag, 31. Oktober, abends 8½ Uhr: Oeffentliche Versammlung PP 249/ 11* Diskussion. Verschiedenes. Gäste auch Damen haben Zutritt. Zahlreichem Besuch sieht entgegen Der Vorstand. NB. Die ordentliche Generalversammlung findet am 29. November statt. D. D. Fünfter Wahlkreis. Den Parteigenossen und Abonnenten des„ Vorwärts" zur Kenntnis, daß die Partei- Spedition für den Fünften Wahlkreis am 1. November eröffnet wird. 217/3 Es ist Pflicht jedes Parteigenossen, soweit er den„ Borwärts" noch von Privat- Spediteuren bekommt, sofort bei der Partei- Spedition, Keibelstraße 42, zu bestellen. Wer den„ Vorwärts" bereits durch die Partei- Spedition des Bierten oder Sechsten Kreises betommt, hat nicht nötig abzubestellen, denn diese Abonnenten werden uns überwiesen. Werbt neue Abonnenten für den Vorwärts". " Die Vertrauensleute. Berlin, 30. Oftober 1904. 276/1 Der Vorstand. Achtung, Vereine! Den geehrten Vereinen u. Gewert schaften empfehle meine neu über. nommenen Festsäle mit Bühne und Vereinszimmer für Veranstaltungen jeder Art zu koulanten Bedingungen. Sonnabende noch frei. E. Cranz sen. Festsäle, Straße 14. Zahn- Klinik. beliebige Teil InvalidenOlga Jacobson, straße 145. Perleberger Preise zahlung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin: Engel- Ufer 15. Arbeitsnachweis: 3immer 34. Amt 4, 3353. Achtung! Hauptbureau: 3immer 1-5. Amt 4, 9679. Achtung! Dienstag, den 1. November, abends 8%, Uhr: Neun Mitglieder- Versammlungen in folgenden Lokalen: 1. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. aller in der Gold- und Silberwaren- Industrie beschäftigten 2. Kellers Festsäle, Stoppenſtr. 29. Arbeiter und Arbeiterinnen im ,, Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45. Tages- Ordnung: 3. Peters Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 24. 5. Bernhard Rose- Theater, Badstr. 58. 6. Kösliner Hof, Röslinerstr. 8. 7. Charlottenburg, Volkshaus, Rosinenstr. 3. 8. Oberschöneweide, Wilhelminenhof. 9. Rixdorf, Victoria- Säle, Hermannstr. 49. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Berichterstattung über unsere statistischen Erhebungen, und welche 4. Zühlkes Testsäle, Dennewigstr. 13. Schlüsse ziehen wir daraus? 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet 123/11 Der Einberufer. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Bericht über den Streik und die Ansperrung in der Gelbmetallindußtric. Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- llfer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis Zimmer 34. Amt IV, 3353. Sonntag, den 30. Oktober, vormittags 10 Uhr, Morgensprache der Schraubendreher bei Schröder, Brangelstr. 136. Dienstag, den 1. November, abends 7 Uhr: Metallarheiter- Versammlung für Reinickendorf im Schützenhaus Reinickendorf( Gebr. Leder), Residenzstr. 1/3. Tagesordnung: 1. Können und wollen wir unsere Lage verbessern? Referent Kollege Scheffler. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen folgender Firmen, sowie die am Drt wohnenden, werden ersucht, in der Versammlung zu erscheinen: Becker, Breitung, Dregerhoff u. Schmidt, M. Paeck, Röffemann 1. Kühnemann, Schöning, Schwarzkopff, Stolzenburg, Sachs, Fleck Söhne. Former und Berufsgenossen Berlins. Sonnabend, den 5. November, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Großes Herbft- Vergnügen. Ball, Polonaise, Ueberraschungen, Gesangs- und komische Vorträge. Gesang Berliner Ulk- Trio. berein Alte Linde". d. A.-S.-B.) Anfang 8 Uhr. Billetts für Herren 50 Pfennig, für Damen 30 Pfennig. Arbeitslose Mitglieder unsrer Branche haben freien Zutritt. 123/15 Die Ortsverwaltung. Zentralverband der Zivilmusiker Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Achtung: Gewerkschaften u. Vereine. Atun 00 Behrend, Hartmann, Henning, Müller, Pawlowitsch, Wiesenthal, Wücke, Wuschik, Cohen. Kollegen! Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung erwarten wir zahlreichen Besuch. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Ortsverwaltung. NB. Die für Oberschöneweide angesezte Versammlung im Lokal Wilhelminenhof beginnt um 7 Uhr. 123/14 Verband der an Holzbearbeitungsmaschinen Stukkateure der Firma Piehler. beschäftigt. Arbeiter Berlins u. Umgegend. Montag, den 31. Oftober, abends 81%, Uhr, in den Andreas- Festsälen, Andreasstraße 21: Außerord. General- Verfammlung. Tages Ordnung: 1. Beratung des Arbeitsnachweis- Reglements. 2. Wahl des anzustellenden Verbandsbeamten. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist pünktliches Erscheinen aller Mitglieder erforderlich. Mitgliedsbuch legitimiert. 76/12 Der Vorstand. Mittwoch, den 2. November, abends 6 Uhr, also gleich nach der Arbeit: Werkstatt- Versammlung bei Weihnacht, Grünstraße 21. Erscheinen sämtlicher dort beschäftigten Kollegen ist Ehrenpflicht! Zur Debatte steht: Die Tarifdurchbrechung unserer Firma und welche Schmutzkonkurrenz bieten wir den anderen Arbeitskollegen? Die Ortsverwaltung. 175/11 Orts- Krankenkasse auen Freunden und Bekannten der Achtung! Glasschleifer! Uhrmacher Dienstag, den 1. November, abends 6 Uhr, in Voekers Festsälen, Weberstraße 17: Versammlung sämtl. Glasschleifer, Polierer u. Beleger. Tages- Ordnung: dolltegid chile 25896 1. Bericht der Einigungskommission. 2. Diskussion. Es ist Pflicht jedes Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. Rummelsburg. Dienstag, den 1. November 1904, abends 8% Uhr, im Saale der Ww. Weigel, Türrschmidtstr. 45: Protest- Versammlung. Der Arbeitsnachweis obiger Ortsverwaltung befindet sich jetzt Brunnenstr. 188 bei Wilke. Derselbe ist täglich von 11-1 Uhr mittags geöffnet. Wir empfehlen uns zur Stellung jeder Art Mufit von Klavier bis zum größten Orchester. Wir bitten die geehrten Komitees, bei Beranstaltungen von Festlichkeiten unseren Arbeitsnachweis gütigst berücksichtigen Gemein zu wollen. 50/ 3* Der Vorstand. Achtung! Kammmacher. Achtung! Dienstag, den 1. November, abends Punkt 81% Uhr: Kommiſſionsßißung mit Vertrauensmännern 91/6 bei Krause, Koppenstraße 41. Kollegen! Jede Werkstatt muß in dieser Sigung vertreten sein. Die Kommission. Tages- Ordnung: 1. Der Schulstreit im Rummelsburger Gemeinde- Parlament. Referenten die Gemeindevertreter John, Nitter und Tempel. 2. Freie Diskussion. Die Gemeindevertretung und die Lehrerschaft ist zu dieser Versammlung eingeladen. 223/ 5* Der Einberufer. Oeffentliche Versammlung Montag, 31. Oft., 8%, Uhr, Beckers Festfäle, Kommandantenstr. 62. Gefchlechts- Krankheiten. Referent: Herr cand. med. Edwin Bab. 295/11 Damen u. Herren haben Zutritt. 3. D. d. 11. 30 Pf. ( Berlin). Donnerstag, den 10. November, abends 9 Uhr, bei Schultheiss, Neue Jakobstraße 24: Ordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: zur Nachricht, daß ich Wörtherstr. 40, Ecke Tresdomstraße( früher Langestr.94) eine Restauration und Destillation eröffnet habe. Carl Köhnke. 8872 Orts- Krankenkasse d. KorhmacherGewerbes zu Berlin. Montag, den 7. Nov., abends 81, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engel- lifer 15 ( Saal 7): Ordentl. General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wahl von 30 Bertretern( Arbeitnehmer) und 15 Vertretern( Arbeit- 1. Bericht des Vorstandes. 2. Wahl geber). 2. Wahl des Vorstandes von drei Vorstandsmitgliedern( ein ( 6 Arbeitnehmer und 3 Arbeitgeber). Arbeitgeber, zwei Arbeitnehmer) so3. Streichung des§ 20 und 35 des wie Ersazwahl eines Arbeitgebers. Statuts. 4. Beschlußfassung über Ge- 3. Abänderung des§ 13, Absatz 3 währung von Mittagessen und Fahr-( Erhöhung der Unterstützung). 4. Degeld für in Erholungsstätten meilende finitive Beschlußfassung über Erhöhung Mitglieder. 5. Beschlußfassung über des Gehalts des Rendanten und Entschädigung für den Vorsitzenden Staffierers. 5. Wahl einer Kommission und Schriftführer. 6. Beschlußfassung zur Prüfung der Jahresrechnung. über die vom Rendanten zu stellende 6. Verschiedenes. Kaution. 7. Beschlußfassung über die Höhe der Beiträge. 8. Besprechung der Aerztefrage. 9. Verschiedenes. 276/3 Der Vorstand. G. Lätsch, Borsigender. Charlottenburg. Um pünktliches und zahlreiches Er scheinen der Arbeitgeber und Arbeit 276/2 nehmer ersucht Der Vorstand. J. A. Karl Schwedler, Raumerstr. 16. Magen-, Darml.+ behandelt mit Vorliebe Mache hiermit bekannt, daß mein Dr. med. Saland Rofal, Windscheidstr. 25, zu jeder Pa.tei- Angelegenheit zur Ver- Vertr. d. Naturheilkunde, Köpenickerfügung steht. Saal zu Familien- und straße 72, 11-1, 6-8, KopernikusVereinsfestlichkeiten noch zu vergeben. straße 29( Warschauerstraße), 8-9. Sonntags nur vormittags Sprechst. Heute Fr. Blut- und Leberwurst. Näite Borträge darüber abds. 8: Der Birt A. Janas. Donnerstag Alleranderstr. 27c, Freiabend: Dienstag Frankfurter Allee 127, tag Kommandantenstr. 20( für Herren). A.JANDORF& Co SPITTELMARKT 16/17 BELLE ALLIANCE- STR. 1/2 GROSSE FRANKFURTER- STR. 113 Ecke Leipziger Strasse Am Blücherplatz Ecke Andreas- Strasse Montag, Dienstag, Mittwoch soweit der Vorrat reicht Damen- Wäsche Damen- Hemden Hemdentuch oder Louisianatuch Achselschluss oder Priesenform Damen- Hemden Hemdentuch mit elegantem 135 Besatz, Priesenform Damen- Hemden Hemdentuch, mit elegant. Besatz 145 Damen- Hemden Hemdentuch mit Languette, Priesen- oder Herzform M. 175 17 M. 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Sonntag, 30. Oktober 1904. Berliner Partei- Angelegenbeiten. on Rummelsburg nach Reinidendorf zu bringen, Debatten fam es über die Beschaffung der Lernmittel und über die Der Vorstand. Achtung! Sechster Wahlkreis! Schönhauser Vorstadt. Dienstag abend findet im Berliner Prater", Kaftanien- Allee 7, eine Wahl vereins- Versammlung statt. Siehe Juferat. Der Vorstand. wagen dazu benugt worden sei, nicht nur den Sarg bildungsschule ziemlich zu Ende geführt. Zu bemerkenswerten sondern auch die eingefargte Reiche von Meiniden Befugnis zu zeitweiliger Dispensation vom Schulbesuch. Fünfter Wahlkreis. Den Parteigenoffen und Abonnenten des dorf mit nach Rummelsburg zu nehmen. Genosse ernmittel soll der Arbeitgeber beschaffen, die sozialdemo Vorwärts" zur Kenntnis, daß die Parteispedition für Hoffmann hatte in seinem Revisionsberichte dieses unerhörte Ver- fratischen Mitglieder des Ausschusses schlugen aber vor, diese Pflicht den fünften Wahlkreis am 1. November eröffnet wird. Es fahren, das nicht ohne Wissen des Reinickendorfer Hausvaters und Stadtfädel zu liefern. Es ist nämlich zu befürchten, daß die Arbeit auf die Gemeinde zu übernehmen und die Lernmittel aus dem ist Pflicht jedes Parteigenossen, soweit er den Vorwärts" noch von des Rummelsburger Direttors eingeschlagen sein konnte, scharf geber die Kosten der Lernmittel in irgend einer Form auf die Lehre Privatspediteuren bekommt, sofort bei der Parteispedition, Seibel- gerügt und auf das Ekelhafte und Gefährliche einer solchen Ver- linge bezw. auf deren Eltern abwälzen werden. Doch die Mehrheit straße 42, zu bestellen. Wer den„ Vorwärts" bereits durch die wendung des Brotwagens hingewiesen. In der Kuratoriums- des Ausschusses ließ das nicht gelten und lehnte den Antrag ab. Parteispedition des vierten oder sechsten Kreises bekommt, hat nicht figung der Stadtrat Fisch beck, die Sache Sache sei Dispensation vom Schulbesuch soll der Dirigent für nötig abzubestellen, denn diese Abonnenten werden uns überwiesen. nach Eingang des Berichtes untersucht Eingang des Berichtes untersucht worden und habe einige Stunden oder auf längere Zeit bewilligen dürfen. Unsere Wir hoffen, daß die Genossen dem einstimmigen Beschlusse sich leider bestätigt. Aehnliches werde nicht wieder Vertreter erklärten das für sehr bedenklich, da hierdurch den Arbeit des Wahlvereins entsprechen und bei der Parteispedition abonnieren. vorkommen, die Schuldigen hätten einen strengen Verweis gebern die Möglichkeit geboten werde, unter allerlei Vorwänden die Besuchspflicht zu durchlöchern, um die Lehrlinge so gründlich auserhalten. Es habe sich darum gehandelt, daß ein infolge nugen zu können wie früher. Doch ihr Antrag auf Streichung fand eines Falles plötzlich verstorbener Hoſpitalit ſeziert werden wieder keine Mehrheit. Dafür wurde wenigstens der von anderer sollte. Zur Ueberführung nach Rummelsburg feien Papiere nötig Seite gestellte Antrag angenommen, den Ausdruck auf längere Zeit" gewesen, ein Leichenpaß usw. Da habe man, um Umstände zu ver- zu streichen. sei aber ganz neu gewesen und die Leiche gefund. Hoffmann er sieht. Seit dem 18. Mai 1903 beträgt der auf die Arbeiter ent meiden, eine unauffällige Art der Ueberführung gewählt. Der Sarg Was der Magistratsfommissar für die Krankenkassen Berlins nicht widerte, dann liege die Sache ja noch ungeheuerlicher. Man habe fallende Betrag der Beiträge zur Neuen Maschinenbauer- Strantentaffe die geltenden Bestimmungen umgangen und geradezu Leichen 54 Bf, das macht mit 15 Pf. Invalidenversicherungs- Beiträgen ichmuggel getrieben. Unser Genoffe warf dann noch die Frage 69 Pf. Seit derfelben Zeit werden den Arbeitern als Summe auf, ob Fischbecks Hinweis auf den„ neuen" Sarg zu dem Schluß der Beiträge aber bei der Firma Lüben u. Buhse, Schraubenfabrik, Dieser etwa an 300 Arbeitern berechtige, daß es in Rummelsburg auch gebrauchte" Särge 70 Pf. in Abzug gebracht. geübte Abzug ist gesetzwidrig und strafbar. Der Firma gehört der gebe. Im Kuratorium war diesmal die Verurteilung dieses aller 100 000 27. für Steuerhinterziehung berühmt gewordene Stadt allerfrühere Vorsitzende der Kasse sowie der durch Zahlung von gegen neuesten Standals aus Herrn Fischbed 3 Ber- verordnete a. D. Lüben an. Wie kommt es, daß derselbe Magistrats waltung eine allgemeine. Selbst sehr bedächtige und vorsichtige Tommissar, der ängstlich bemüht ist, durchaus den Intentionen der Stadtväter erklärten, das sei, gelinde gesagt, eine Schweinerei". Arbeitgeber entsprechende Maßnahmen zu verhüten, die eine EntMan sieht, was alles in der Verwaltung möglich ist, für die, nach last ung der Kaffe herbeiführen würden, die zu hohen Belastungen einem Ausspruch des Oberbürgermeisters, Herr Fischbeck gerade der der Arbeiter nicht fieht? Ein Pfennig ist nicht viel; immerhin beläuft sich das Zuviel bei rund 800 Arbeitern auf jährlich 150. Richtige" ist. Seit wie viel Jahren findet dieser rechtswidrige Abzug statt? Brit. Dienstag ist in den bekannten Lokalen 3ahla ben Pünktliches Erscheinen ist notwendig. " d. Bankow. Der Wahlverein feiert am Sonnabend, den 12. November cr. fein 14. Stiftungsfest in Roczydis Geſellſchaftshaus", Kreuzstraße 3-4. Programm: Künstlerkonzert, Liedervor träge, Mitwirkung des Berliner Üll- Trio". Billets- in beschränkter Zahl bei den Bezirkskassierern. " Eine Protestversammlung in Sachen des Schulstreits wird Dienstag abend 8 Uhr bei Weigel in Rummelsburg. Türrschmidtstraße 45 abgehalten. Gemeindevertretung und Lehrerschaft sind ein geladen. wartet _ Ober- Schöneweide. Heute, Sonntag abend Punkt 8 Uhr findet Ober- Schöneweide. Heute, Sonntag abend Punkt 8 Uhr findet eine Versammlung der Parteigenoffen und Genoffinnen bei Kaufhold, Wilhelminenhofstraße 18, statt. Tagesordnung: Vortrag über Leffing und Rezitationen aus seinen Werfen. Bahlreiches Erscheinen er Der Vorstand. Nieder- Schönhausen, Bezirk Pankow. Dienstag Wahlvereinsbersammlung. Es finden Wahlen statt. Die Genossen werden ersucht die Mitgliedsbücher mitzubringen. Steglik. Die Mitglieder- Versammlung des Wahlvereins findet Mittwoch abend 81%, Uhr bei Schelhase statt. Rezitations- Vortrag über Heinrich Heine's satirische Dichtungen" von C. Albert( Stripp). Lokales. " Des Straßenhandels Erdrosselung kann also nunmehr beginnen. Der Magistrat hat, wie wir am Sonnabend furz meldeten, am Freitag beschlossen, der vom Polizeipräsidium geplanten Regelung" des Straßenhandels auzustimmen. Die Hausbesitzer, die feit Jahren auf dieses Biel hingearbeitet haben, werden mit dem Magistrat zufrieden sein. In der Stadtverordneten Versammlung, die die gütige Erlaubnis erhalten hatte, sich wenigstens gutachtlich" zu äußern, hatte das Opus des Polizeipräsidenten viele Freunde gefunden. Schließlich war aber doch keine volle Mehrheit zusammenzubringen gewesen, selbst nicht für die etwas mildere Faffung, die der von den Stadtverordneten eingesetzte Ausschuß vorgeschlagen hatte. Es wurde sogar ein Antrag Singer an genommen, durch den der Magistrat direkt ersucht wurde, der Berordnung nicht zuzustimmen. Aber das alles braucht ja den Magistrat nicht zu fümmern. v. Botulocki- Walewski und Genossen wird schon am 7. November Die fürzlich vertagte Verhandlung des Hochstaplerprozesses aufs neue vor der neunten Straffammer des Landgerichts I be ginnen. Der Prozeß muß von Anfang an noch einmal verhandelt werden. Den Vorsiz führt wieder Landgerichtsdirektor Rösler, die Verteidigung die Rechtsanwalte Dr. Schwindt und Hugo Caro. Die Verteidiger haben noch mehrere neue Entlastungszeugen vorgeladen. Wie erheblich die Abnahme des in Berlin zur Untersuchung vor gelegten Fleisches seit dem Inkrafttreten des Ergänzungsgesetzes ist, dafür liefern, wie die„ Allgemeine Fleischer- Zeitung" mitteilt, die nachstehenden Zahlen den besten Beweis. Während allein in der Untersuchungsstation I in der Dirdsenstraße vom 1. bis 29. Oftober 10 814 Schweine untersucht wurden, gelangten jetzt dort in demselben vorigen Jahres 19 497 Rinderviertel, 7558 Kälber, 2039 Schafe, Zeitraum nur 2621 Rinderviertel, 5259 Kälber, 373 Schafe und 3008 Schweine zur Untersuchung. In den Heimstätten für Genesende hat seit Beginn des Herbstes der Rudrang von Aufnahmesuchenden erheblich nach gelaffen. Nach ber legten Frequenzübersicht, die am 22. Oftober aufgestellt wurde, waren an diesem Tage nur noch in der Heimstätte Gütergog( für Lungenkranke Männer) sämtliche 98 Betten belegt. Vorgemeldet waren hier noch 152 Personen, und Das Polizeipräsidium wird sich freuen, daß er so bereitwillig die Wartezeit stellte sich noch auf 73 Tage. Dagegen hatten die einen Teil der Verantwortung für die Folgen diefer Maßregel auf nommenen Bantier Krieha se nimmt eine große Ausdehnung. an Die Beruntersuchung gegen den in Untersuchungshaft ge übrigen Heimstätten bis dahin alle Vorgemeldeten, soweit nicht in fich nimmt. Nur einen ganz kleinen Widerspruch gegen das und dürfte sobald noch nicht geschlossen werden können, denn es zwischen die Meldung wieder zurückgezogen worden war, unter Bolizeipräsidium hat Magistratus fich doch erlaubt.. Er wünscht für melten sich fast täglich noch neue Leidtragende, die ihr Vertrauen gebracht, so daß dort die Aufnahmesuchenden nach Erledigung der die Nebenstraßen der, mit der Straßenhandelsperre beglückten zu dem Verhafteten mit dem Verluste kleinerer und größerer Summen Aufnahmeberhandlungen feine Wartezeit mehr durchzumachen brauchten. Straßen, daß die Eperre nicht 30 Meter, sondern nur 20 Meter in ju büßen haben. Die Verteidigung Kniehases haben Justizrat In Blankenfelde und Malchow( beide für Lungenkranke Frauen) sie hineinreiche. Das ist eine Abschwächung der Forderungen des Freudenthal und Rechtsanwalt Leonh. Friedmann über waren von zusammen 157 Betten schon wieder drei unbelegt. Bolizeipräsidiums. Aber gegenüber den Vorschlägen des Ausschusses nommen. Blankenburg( für genesende Frauen, auch für Wöchnerinnen) und bedeutet es sogar noch eine Verschlimmerung, denn selbst Der neue Tarif für die Stadt- und Ringbahn und den VorortHeinersdorf( für genesende Männer) hatten noch geringere dieser wollte die Sperre nur 15 Meter weit in die Nebenstraßen verkehr von Berlin, wie er am 1. November in Kraft tritt, bringt Frequenzen; unbelegt waren in Blankenburg von 70 Betten 15, in hineinreichen lassen. vor allem eine große Zahl neuer und wichtiger Verkehrsbeziehungen, Heinersdorf von 72 Betten 32. die im alten Tarif vom 1. April 1896 gefehlt haben. So sind jetzt fast von sämtlichen Stationen der Stadt- und Ringbahn Fahrkarten haben. Ausgegeben werden nach wie vor einfache Fahrkarten nach den einzelnen Stationen der Vorortstrecken und umgekehrt zu 2, und 3. Klasse sowie Hundeka.ten. In Betracht kommen die Vers ortstreden nach Oranienburg, Bernau und Tegel, Strausberg Rüdersdorf, Fürstenwalde- Königs- Wusterhausen mit Spindlersfeld, Groß- Lichterfelde- Bossen, Potsdam und Werder sowie Nauen. Für den Verkehr der Vororte untereinander wird eine sehr große Zahl neuer Fahrkarten aufgelegt. Ihre Aufzählung umfaßt in den neuen Breistafeln nicht weniger als 55 Seiten. Der neue Tarif enthält wieder auch die Preise für die Arbeiterwochenkarten im Stadt- und Kei:: en besseren Platz weiß Water Ballhorn fich als in den Lesebücherningbahnverkehr. Es fehlen hier nur wenige Karten für Stationen, unmittelbar nebeneinander liegen. Eine besondere Aufstellung unserer öffentlichen Schulen. Die Phantasie des verehrungswürdigen gibt jetzt die Preise für die Arbeiterrückfahrkarten, die es z. B. vont Herrn bewegt sich im Bannkreise alter Sünder, und in seiner Unnatur Stettiner Bahnhof nach Bernau, von der Stadtbahn nach Reuenglaubt er, der Jugend die Tatsache, daß es zwei Geschlechter gibt, hagen und Strausberg, vom Schlesischen Bahnhof nach Ertner, bom grundsäglich verheimlichen zu müssen. Der Herr hält nämlich die Potsdamer Bahnhof nach Boffen und Marienfelde, vom Lehrter Phantasie der Jugend für ebenso schmutzig wie die feine; und in Bahnhof nach Nauen und Spandau sowie umgekehrt gibt. diesem unzüchtigen Vorurteil will er gleich reinen Tisch machen. Water Ballhorn huldigt aber auch dem Fortschritt, wenn dieser Fort- Wider die Pfaffenherrschaft", Kulturbilder aus den Religionsschritt sich in einer Richtung bewegt, die seiner Meinung nach der fämpfen des 16. und 17. Jahrhunderts, reich illustriert mit Bildern Regierung genehm ist. In früherer Zeit tat er sich in der ein Ju früherer Zeit tat er sich in der ein- und Dokumenten aus der Zeit. fachen Entmannung der deutschen Dichter genüge. Aus dem Der Verfasser behandelt in dem soeben ausgegebenen 29. Heft In den Monaten mit geringerer Frequenz sollten besonders die- iebchen machte er eine Schwester und aus dem Sprößling das Ende des Bauernkrieges". Nach hartnädigem Widerstand fenigen in die Heimstätten hinausgehen, die auf Kosten der eigennis'ger Che in Johann dem munteren Seifensteder einen waren die Bauern zu Boden geworfen, die Volkskraft gebrochen. borhandenen Wohltätigteitsfonds verpflegt zu werden reichen, faulen, feisten Mann. Aber die Zeiten haben sich geändert; wünschen. Sie haben da noch am ehesten Aussicht auf baldige Be- eine Stotte von Menschen, nicht wert den Namen Deutscher zu tragen, Die Ruhe des Kirchhofes herrschte in Deutschland. Aber lange sollten ift inzwischen erstanden und sucht alles, was dem Normalhämling die übermütigen Sieger nicht ungestört ihre Triumphe feiern. Schon rücksichtigung und zeitige Aufnahme. Die Fonds find noch viel zu heilig ist, zu verunglimpfen. Vor allem richtet diese Rotte ihre An- bald nach dem Ende des Bauernkrieges trat die kommunistische wenig bekannt. Alljährlich beziehen sie etwa 4000 m. aus Stiftungs- griffe gegen das Kriegsheer, und dem muß dadurch vorgebeugt Agitation der Wiederläufer" auf. In interessanter Darstellung mitteln( Aronsstiftung und Schlösserstiftung) und 10 000 m. aus werden, daß man den deutschen Dichter jet patriotisch entschildert nun der Verfasser die Entstehung und den Untergang dieser allgemeinen städtischen Mitteln( etatsmäßiger Freistellenfonds). Auch manut. Früher hieß es in dem bekanuten alten Soldatenliede: Wiedertäufer. Das Polizeipräsidium wird sich nun beeilen, die Verordnung Diese Frequenzrückgänge treten in jedem Herbst ein, weil im in Straft zu fegen. Ihre Wirkungen wird man dann bald sehen. allgemeinen immer noch eine große Abneigung dan den für den Straßenhandel gesperrten Straßen werden die gegen besteht, in der fühleren Jahreszeit eine feßhaften Händler, die Ladeninhaber, ein paar Groschen mehr ver Heimstätte aufzusuchen. Das ist sehr bedauerlich. Die dienen- und die Hauswirte werden ihnen den Mehrverdienst Heimstätten sollen keine Sommerwohnung" sein, sondern eine Er- wieder abzwaden, indem sie die 2Ladenmiete steigern. Gie gänzung der Krankenhäuser, da es diesen nicht möglich ist, ihre warten ja schon längst darauf. Von den Straßenhändlern aber, die Pfleglinge bis zu völliger Genesung zu behalten. Der Aufent- ihres Hauptverdienstes beraubt sind, wird mancher der Armenpflege halt in den Heimstätten ist im Winter nicht weniger zur Last fallen. zweddienlich als im Sommer. Es braucht niemand zu fürchten, daß er da draußen erfriert. Bei den Heimstätten für Lungenkranke, besonders bei der Heimstätte Gütergos, ist es ja in den letzten Jahren dahin gekommen, daß sie im Winter beinahe ebenso start wie im Sommer besetzt sind. Hier ist das Miß verhältnis zwischen der Zahl der Betten und der Schar der Aufnahmebegehrenden so groß geworden, daß schon aus diesem Grunde die Beschränkung auf die wärmere Jahreszeit zur Unmöglichkeit werden mußte. Dagegen hat sich für Blankenburg und Heinersdorf diese gleichmäßigere Verteilung leider noch nicht erreichen lassen, und noch immer bleiben hier im Spätherbst und im Winter fast zwei Drittel der Bettent unbelegt. die Armenverwaltung trägt für einen Teil der Pfleglinge die Verpflegungskosten, doch hat das mit der Gewährung der Verpflegung aus diesen Wohltätigkeitsfonds nichts zu tun. Wer aus den Wohltätigteitsfonds verpflegt zu werden wünscht, hat ein Gesuch an das Heimstätten- Kuratorium( Bureau: Neue Friedrichfiraße 9) zu richten. Es wird dann nur ein Gutachten des Bezirksvorstehers, nicht des Armenkommissions- Vorstehers eingeholt, und selbstverständlich tritt in diesem Falle kein Wahlrechtsverlust ein. Bedingungen find Ortsangehörigkeit, Bedürftigteit, würdigkeit. Aerztliches Attest ist einzureichen, Formulare dazu gibt's kostenfrei im Bureau. Im Etatjahr 1902/08 wurden aus dem Freistellenfonds 92 Personen und aus Stiftungs- und Vereinsmitteln 69 Personen ( einschl. 21 Personen aus Mitteln des Vereins zur Unterstützung armer Wöchnerinnen) in den Heimstätten verpflegt. Das find wirk lich nicht viel. Würde das Vorhandensein dieser Fonds hinreichend bekannt gemacht, so dürfte sich bald zeigen, daß das Bedürfnis viel größer ist. Und die städtischen Behörden könnten dann leicht in die Lage kommen, doppelt so tief in den Stadtfäckel hineingreifen zu müssen. Der militarisierte Ballhorn. Wie lieblich fang die Nachtigall Vor meines Vaters Haus; Berklungen ist nun Sang und Schall, Das Lieben ist nun aus. Das Bündel ist schon längst geschnürt Serzallerliebste mein; Wir ziehen fort ins fremde Land Und kehren niemals heim. Im Liederschatz für höhere Schulen" von Günther u. Nead, Herford, Selbstverlag, dritter Teil( 13. Aufl.), das u. a. in der Oberrealschule in Groß- Lichterfelde von Quarta an gebraucht wird, lauten die Verse jetzt so: Wie lieblich fang die Nachtigall In friedlich stiller Nacht, Berklungen ist mun Sang und Schall, Es tönt der Ruf zur Schlacht. Und unser Bündel ist geschnürt, Wir ziehen nun ins Feld. Ade, die Trommel wird gerührt, Zum Kampfe eilt der held. Die Leiche im Brotwagen. Im Kuratorium für das Vater Ballhorn hat ein langes Leben. Aber, wenn er endlich Dbbach und das Arbeitshaus wurde bei Beratung des nach des Himmels Fügung zur Hölle gesandt wird, dann foll sein nächstjährigen Etats der in Reinidendorf untergebrachten Filiale des Taschenmesser mit ihm, damit er bie Operation, mit der er jetzt die auf Rummelsburger Gebiet gelegenen Arbeitshaus Hospitals ein deutschen Dichter entehrt, in alle Evigteit zur Strafe an fich felber fchier unglaubliches Borkommnis durch den Stadtverordneten off- bollziehen tann. Ein Quartett von Beelzebuben wird ihm dabei sein mann zur Sprache gebracht. Hoffmann hatte in der Filiale eine Lieb von der Nachtigall vorheulen. Revision vorgenommen und dabei hatten Hospitaliten in großer Der Fortbildungsschul- Ausschuß der Stadtverordneten- BerfammEntrüftung ihm unter anderem die Beschwerde vorgetragen, lung hat am Freitag die erste Lesung des ihm zur Vorberatung daß nach dem Ableben eines Hospitaliten der Brot- lüberwiesenen Ortsftatuts der geplanten Pflicht Fort Pflicht Fort " Die Jllustrationen des Heftes zeigen uns ein Porträt Melanch thons, eine Karikatur auf Luther und einige Darstellungen, wie die übermütigen Herren sich an den unterlegenen Bauern rächen. Das Werk erscheint in wöchentlichen Lieferungen à 20 Pf. und fann von allen Parteib: chhandlungen und Kolporteuren, in Berlin von den Parteispeditionen bezogen werden. Abonnenten können jederzeit eintreten und die bereits erschienenen Hefte nachbeziehen. Unglückliche Liebe zum Soldatenstande. In der Friedrichstraße wurde gestern abend der Musketier Kasdorff der 4. Kompagnie des Infanterieregiments b. d. Goltz( 7. Pommerschen) Nr. 54 aus Kol berg verhaftet. Er steckte in Konditorfleidung und verkaufte Waffeln und dergleichen. K. ist im Juli desertiert. Er entfernte sich abends in Litewka aus der Kaserne und konnte trop eifrigen Forschens in der Umgebung Kolbergs nicht entdeckt werden. In den Strandanlagen fand man sein Seitengewehr mit Koppel, auf den Feldern des Dorfes Wobrow seine Müze als Kopfbedeckung einer Vogelscheuche. Den grünen Hut der Scheuche hatte er aufgesetzt. Als unficherer Heerespflichtiger im November vorigen Jahres eingestellt, berbüßte er bereits eine fechswöchige Gefängnisstrafe in Spandau. Gestern wurde er von einem ehemaligen Kameraden erkannt und festgenommen. Er war geständig und wurde zur Polizei und dann zur Wache des 2. Garderegiments gebracht. Das Neueste von der Plakatzenfur. Eine Gefährdung der öffentlichen Sittlichkeit erblickt die Firma Naud u. Hartmann in der Ankündigung einer Volksversammlung, weser Befämpfung der Geschlechtskrankheiten dienen soll. Die betrenende Versammlung, welche in Beders Festsälen, Kommandantenstraße 62, stattfinden wird, mußte deshalb bereits auf Montag, den 31. d. Mts. verschoben werden. Auch in der Umschreibung: Anstedende Krankheiten und Prostitution" wurde von der genannten Firma der Anschlag abgelehnt. gelehnt. Wenn wir nicht irren, will die Polizei selbst den Geo " schlechtskrankheiten in ihrer Art entgegenwirken. Sind Naud und des Arbeitswagens hatte die Geschwindigkeit seines Pferdes etwa 500 000 Quadratmeter Terrain in der Gemarkung Sternfelde Hartmann polizeilicher als die Polizei? nicht gemindert, und so fuhr er gegen die Seitenwand des Anhänge zur Arrondierung ihres Besizes am Nonnendamm anzukaufen beEin Zahnkünstler in der Brumenstraße hat auf seinem Schild wagens des Straßenbahnzuges, dessen Motorwaggon bereits die absichtigt. Schon im nächsten Jahre dürfte dort eine große Arbeiteram Hause angeschrieben, daß er zu einer bestimmten Tageszeit um- Kreuzung passiert hatte. Das Pferd rannte mit dem Kopf mit solcher kolonie erſtehen. ſonſt Zähne zieht. Das las ein Handwerksmann von außerhalb, Stelle tot zusammenbrach. An dem Anhängewagen wurden die schulhauses nebst Turnhalle hervor. Das Projekt unterliegt Gewalt gegen die Wand des Straßenbahnwagens, daß es auf der Gine rege Debatte rief weiter der Bau des neuen Bürger dem gerade einige hohle Zähne quälten und der vergeblich versucht hatte, die Schmerzen in Alkohol zu ersticken. Er überzeugte sich Dachſtützen am Hinterperron verbogen und die Perronwand durch der Genehmigung seitens der Regierung; diese hat aber einige Auszwar, daß es nicht mehr die angegebene Freizeit war, ging aber den Scherbaum durchstoßen. Die Fahrgäste, sowie das Wagen stellungen gemacht und fordert insbesondere den Einbau einer trotzdem zum Zahnkünstler hinauf, weil er sich sagte, daß er ihm personal blieben glücklicherweise unverlegt. dritten Treppe. tab. Sender( kons.), der als Garnisonwohl auch zu einer anderen Zeit umsonst helfen könne. Die Frage, ob er die Qualen schmerzlos beseitigt wissen wolle, bejahte er natürlich, Als es nach Verrichtung des Werkes zum Zahlen kommen sollte, bekannte der Mann, daß er nicht einen Pfennig befize. Seine Berufung auf das Schild wollte der Künstler nicht gelten lassen, weil der Handwerker selbst zugab, daß er sich in der Zeit nicht geirrt hatte, und da er die verlangten fünf Mark nicht erhielt, so ließ er den Patienten von einem Schuhmann zur Wache und nach der Kriminalpolizei bringen. Diese setzte den des Betrugs Beschuldigten wieder auf freien Fuß. Zu der Magistratsvorlage über die Einschränkung der Sonn tagsruhe im Bank- und Engros- Verkehr, in der Versicherungsbranche und in Agenturgeschäften sind zahlreiche Anträge 2c. eingegangen u. a. auch von dem Stadtverordneten Wallach, der beantragt: Für die letzten vier Wochen vor den drei Festtagen vor Ostern, Pfingsten und Weihnachten treten die Bestimmungen des § 1 des Statuts außer Kraft. Der Ausschuß, der am nächsten Donnerstag gewählt werden soll, wird sich mit all den Anträgen zu beschäftigen haben.jo Zur Vorbereitung der Wahlen zu den Kaufmannsgerichten haben der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller, der Zentralausschuß hiesiger kaufmännischer gewerblicher und industrieller Vereine, der Bund der Industriellen, der Bund der Handel- und Gewerbetreibenden, der Verband Berliner Spezialgeschäfte und das„ wirtschaftlich- liberale Komitee" wie bei den Handels- Kammerwahlen die Bildung eines gemeinsamen Zentralwahlkomitees beschlossen. Die erste Sigung wird im Laufe dieser Woche stattfinden. Durch einen Sturz aus dem Eisenbahnwagen ist ein junger Mann namens Adolf Langner um das Leben gekommen. Er fuhr mit der Stadtbahn vom Schlesischen Bahnhof nach Westen zu. Zwischen den Stationen Jannowitbrücke und Alexanderplat öffnete er aus irgend einem Grunde, der nicht festgestellt ist, die Tür des Abteils und fiel auf den Bahnkörper hinaus. Die Mitfahrenden zogen die Notleine, und Bahnbeamte nahmen den Schwerverletzten, der sich einen Schädelbruch zugezogen hatte, in dem Zuge nach dem Alexanderplatz mit. Auf der Unfallstation in der Keibelstraße fonnte er nur noch seinen Namen angeben und mitteilen, daß er aus Tomaszewka in Rußland stamme. Weiteres ließ sich über die Persönlichkeit des Verunglückten nicht feststellen. Der Mann wurde ins Lazarus- Krankenhaus gebracht, wo er an einer Gehirnerschütterung starb. Zu der Verhaftung des mutmaßlichen Mörders der Frau Wascher aus der Boyenstraße, Stallschweizers August Mühlethaler, wird aus Stettin gemeldet, daß dort und in der Umgegend, gleich wie in Berlin, gegenwärtig noch weitere Ermittelungen angestellt werden, um dem Verhafteten des ihm zur Last gelegten Verbrechens zu überführen. Es ist ermittelt worden, daß der Unbekannte, der nach der Beschreibung des Schiffszimmermanns Mittag in Büllchow mit Mühlethaler identisch sein soll, in der Zeit vom 16. bis 18. d. M., vormittags, in der dortigen Gegend gebettelt hat; auch ist es nicht ausgeschlossen, daß er irgendwo einen Diebstahl ausgeführt hat, um sich die Mittel für die Rückreise nach Berlin zu verschaffen, wo er am Abend des 18. Oktober aufgetaucht sein soll. Die Züllchower Ortsbehörde fordert daher alle diejenigen Personen auf, sich zu melden, bei denen der Unbekannte seinerzeit vorgesprochen hat. Mühlethaler ist 27 Jahre alt, 1,55 Meter groß, hat schwarzes Kopfhaar und gleichen Schnurrbart und trug bei seinem Aufenthalte in Pommern einen dunklen Jackettanzug. Die Berliner Polizei ist bisher noch nicht in den Besitz der aus Bern erwarteten Bilder von Mühlethaler gelangt. Der Polizeipräsident macht bekannt, daß unter den Remonten der 4. Eskadron des 2. Garde- Dragoner- Regiments die Influenza ( Brustseuche) ausgebrochen ist. Vor einer Bauinspektor über gute Fachkenntnisse verfügt, wendet sich mit EntIm Gebäude der Arbeiter- Wohlfahrts- Ausstellung, Charlotten- schiedenheit gegen dieses Begehren. Die angezogene Regierungsburg, Fraunhoferstr. 11/12, wird Mittwoch abend 81 Uhr der erste Verordnung vom Jahre 1892 fomme hier durchaus nicht in Betracht; der 9.planten 12 Vorträge zur Bekämpfung des Alkoholismus gegenüber der„ rigorosen Auslegung dieser Verordnung" hält er es gehalten. Dr. med. Bonne aus Klein- Flottbed bei Hamburg spricht für dringend erforderlich, einmal auf die gefahrdrohenden Zustände über die Frage: Ist der Kampf gegen den Alkohol nötig? Der im hiesigen königlichen Gymnasium hinzuweisen, wo überEintritt ist kostenfrei. Der zweite Vortrag wird am 16. November haupt nur eine Treppe vorhanden sei, und die Türen bei ihrer gehalten. Oeffnung die freie Passage im Falle von Feuersgefahr völlig hemmen. Stadtv. Jenne( lib.) bringt kurz den neuesten Eingriff der Das Berliner Aquarium hat allein durch seine Tochteranstalt, Regierung in die Selbstverwaltung der Städte die zoologische Station in Rovigno, während der letzten Tage in( Schulaufsicht) zur Sprache und beantragt, die Turnhalle von mehreren Sendungen über fünfzig Arten Meeresbewohner erhalten, dem eigentlichen Schulbau im Projekt derart zu trennen, daß die ein Beweis, daß die von genannter Station mit eigenen Fahrzeugen Turnhalle nicht als" Schul- Turnhalle", sondern als„ st ädtische auf dem Adriatischen Meere betriebene Fischerei jüngst recht er- Turnhalle" bezeichnet werde. Stadtb. Bender spricht sich gegen giebig gewesen ist und die frisch erbeuteten Lebewesen sich in den diese Trennung aus, da sonst das Projekt völlig umgearbeitet werden Aufbewahrungsbehältern der Station recht gut eingewöhnt hatten. müsse und dadurch eine weitere längere Verzögerung eintreten würde. Das große Seepferdchen- Bassin des Aquariums fonnte außer mit Die Turnhalle solle nämlich gleichzeitig als Aula dienen; solle diese mehreren Hundert der originellen Seepferdchen mit einer kleinen noch in das Schulhaus eingebaut werden, so würden hierdurch etwa Gesellschaft anderer Büschelfiemer, nämlich mit Vertretern der 30 000 M. Mehrkosten entstehen. Stadtv. Rieger( Soz.) legt finger bis fußlangen, dünnen, nadelartig gestreckten„ Seenadeln" Verwahrung ein gegen das neueste Attentat der Regierung auf die findlichen Pflanzengebilden, namentlich den langgezogenen Blättern gierung einen solchen Versuch unternommen, sondern auch in einer besetzt werden, welche sich in form und Farbe den im Wasser be- Selbstverivaltung der Städte. Nicht nur in Berlin habe die Redes Seegrases anähneln. Der in Gefangenschaft leider nur kurze Reihe anderer Städte; es liege also System darin. Zeit andauernde und daher für ein binnenländisches Institut höchst Ausgabe von 30 000 M., um die Anschläge der Regierung zu durch wertvolle und vermöge seines prächtigen Farbenkleides, charakteri- kreuzen, schrecken seine Freunde durchaus nicht zurück, so viel sei stischen Baues und prachtvollen Fleisches dem Naturfreund doppelt ihnen die Sache schon wert. Seitens der sozialdemokratischen Fraktion interessante einzige Vertreter einer besonderen Fischfamilie der Meer- sollte heute ohnehin der gleiche Antrag wie der Jennesche gestellt barben( Mullidae), die rote, durch vorn steil abfallenden Kopf werden, nur mit dem Zusatz, daß die Trennung des Turnhallen ( parabolisches Stirnprofil), zwei zum Aufspüren der Nahrung vom Schulgrundstück grundbuchamtlich festgestellt und also in dienende lange Bartfäden ausgezeichnete Meerbarbe ist in einer unantastbarer Form durchgeführt werde. Redner stellt einen fünfköpfigen Gesellschaft angekommen und erfreut die Beschauer entsprechenden Zusazantrag. Oberbürgermeister Röle erklärt, durch das herrlich karminrot und silbern gefärbte Schuppengewand. vollständig auf dem Standpunkt des Herrn Jenne zu stehen und auch Springhasen erworben, die in dem sogenannten alten Vogel- wahren müßten. Aus praktischen Gründen müſſe er sich jedoch leider Der Berliner Zoologische Garten hat neuerdings ein Paar der Meinung zu sein, daß die Gemeinden ihr Selbstverwaltungsrecht hause", nahe dem Hauptrestaurant, untergebracht sind. In dem dagegen aussprechen( wegen der Aula, der zu befürchtenden Ver= großen Raume, den sie bewohnen, hat man Gelegenheit, die eigen- zögerung und weil die Turnhalle von anderen Schulen schon derart artigen Bewegungen der seltenen Afrikaner zu beobachten. An in Anspruch genommen sein werde, daß in diesem Falle eine Abgabe Größe und Färbung ähneln sie unseren Hasen, an Gestalt einer an Turnvereine kaum in Frage kommen fönne). In Bukunft werde langen Hinterbeinen, wobei sie die kleinen Vorderbeine eng unter gebäuden zu verquiden. Springmaus. Wie letztere hüpfen sie nach Känguru- Art auf den es sich jedoch empfehlen, die Turnhalle nicht mehr mit den Schuldie Kehle ziehen, auch die großen runden Augen und der lange buschige Schwanz verraten die Zugehörigkeit zur Springmausgruppe. In der Freiheit sind sie Nachttiere und pflegen den Tag in selbstgegrabenen Erdhöhlen zu verschlafen, werden von den Ansiedlern eifrig gejagt und gern gegessen. Stadtv. Dr. Engelhardt( fons.) spricht sich in gleichem Sinne aus; so mancher regierungstreue Mann könne den Standpunkt der Regierung in dieser Frage nicht billigen. Der Antrag Jenne- Rieger wird hierauf von der Majorität abgelehnt; für die nächste Sißung ist jedoch bereits von die begründete Aussicht auf ziemlich einhellige Annahme hat: unseren Genossen die folgende Resolution als Antrag eingebracht, aus rein praktischen Gründen den Antrag Jenne- Rieger betreffend Abzweigung der Schulturnhalle von der Bürgerschule ab= lehnen mußte und erklärt sich dafür: Schulen angegliedert, sondern als städtische Turnhallen" daß in Zukunft Turnhallen nicht mehr den städtischen gebaut werden, um so das Selbstverwaltungsrecht der Stadt gegenüber der Regierung zu wahren." Der Enckesche Komet wird jetzt allabendlich den Besuchern der Treptow- Sternwarte gezeigt. Seine Entfernung betrug" Die Stadtverordnetenversammlung be dauert es, daß sie am 15. Oftober von der Sonne 250 Millionen Kilometer und von der Erde 103 Millionen Kilometer. Nach 15 Tagen, heute, Sonntag, den 30. Oftober, beträgt feine Entfernung von der Sonne nur noch 220 85 Millionen Kilometer; seine Helligkeit nimmt daher jetzt schnell zu. Millionen Kilometer und die Entfernung von der Erde nur noch Er bildet mit dem hellsten Stern in der Andromeda und dem hellsten Stern im Pegasus ein Dreied und tritt erst am 28. November aus dem Sternenbilde des Pegasus in das des Aequulus ein. Eine Karte, welche seine Auffindung erleichtert, ist von Direktor Archenhold ent= worfen worden und von der Treptow- Sternwarte zu beziehen. Das Thema für den Sonntagvortrag lautet nachmittags 5 Uhr:" Die Orientierung am Sternenhimmel", abends 7 Uhr:„ Die Bewohnbarkeit der Welten". Am Montag, den 31. Oktober, abends 9 Uhr, wird Direktor Archenhold über" Der Enckesche Komet und die bevorstehenden Sternschnuppenfälle" sprechen. zum Bau des Volksschulhauses in der Priesterstraße eingetroffen, Nowawes. Endlich ist von der Regierung die Genehmigung nachdem das alte Schulgebäude schon vor 10 Jahren für baufällig erklärt worden war, und zwar verlangte die Regierung, daß mit dem Neubau sofort begonnen werden soll. Dies fann aber nicht geschehen, da erst Räume für die Kinder, die in der alten Schule bisher unterrichtet wurden, geschaffen werden müssen. Es soll daher Das Kasino- Theater hat sich eine Posse aus dem Repertoire des erst der Anbau an der Mädchenschule, welcher jetzt ebenfalls geeinstigen Adolf Ernst Theaters zugeeignet. Die„ Wilde Katze“ geht nehmigt ist, fertiggestellt und die jetzt in der Webeschule unterrichteten jetzt in modernisierter Fassung unter dem Namen„ Wildes Blut" Mädchen nach dorthin versezt werden, wodurch diese Räume für die Die Berliner Markthallen haben im letzten Verwaltungsjahre in Szene. Das Stück bringt merikanische Urwüchsigkeit mit dem Knaben der alten Schule frei werden. Da die Gemeindevertretung ( 1. April 1903 bis 31. März 1904) an Einnahmen die Summe von Berliner Leben in Beziehung und unterhält durch bunte Tollheiten auch der Ansicht ist, daß der Zustand einer im Winter ge 2 881 872,41 gebracht. Die Ausgaben betrugen 2678 246,52 Mart. ein Publikum. Was nicht mehr den Zeitverhältnissen entsprach, ist bauten Schule für die Gesundheit der Kinder nicht zuträglich ist, Es ist mithin ein Ueberschuß von 203 625,89 Mark erzielt worden. über die Mauern des Theaters hinaus populär werden. Vor allem Frühjahr mit dem Bau begonnen werden kann. mit Geschick umgeändert worden, und manche neue Einlage wird soll der Gemeindevorstand der Regierung berichten, daß erst im Die Mehreinnahmen gegen das Vorjahr betrug 31 042,03 Mart. DieAußerdem wurde selbe ist, nach dem Verwaltungsbericht des Magistrats, entstanden durch der vergnügte Knutsch- Polka, der von Herrn Direktor Berg gedichtet in der letzten Sigung der Gemeindevertretung noch folgendes verbessere Vermietung der Wohnungen mit Läden sowie durch die größere und von Herrn Scheibenhofer in eine hübsche Melodie gebracht handelt: Auf die Petition der Gemeindevertretung an die Regierung Ausnutzung der Kühlräume; auch die Erstattungen für die Benutzung der worden ist. Daß unter den Darstellern Herr Berg, der um Verbesserung der hiesigen Bahnverhältnisse, ist der Bescheid einstädtischen Markthallen- Bahnhofer haben wieder eine Mehreinnahme hier die Rolle Des Voltsanwalts Markthallen- Bahnhofer Cäsar Papke übergegangen, daß eine Haltestelle der Stammbahn hier nicht angelegt geliefert. das hat, An Standgeldern sind im ganzen nur 294,60 m. mehr einhauptsächliche Interesse auf sich ver- werden könne. Da die Gemeindevertretung anderer Ansicht ist, beaufgekommen als im Vorjahre. Mehreinnahmen wurden nur in den einigt, ist altes Herkommen; und in seiner besonderen Art, fragt sie die seinerzeit für die Bearbeitung dieser Sache gewählte beiden Zentral- Markthallen und in der Markthalle II erzielt und die nicht allein die Lachlust erregt, sondern auch dem Gemüt sein Kommission, sich noch weiter mit der Angelegenheit zu beschäftigen. zwar in diesen drei Hallen zufammen 32 786,68 W. Mehr wohlgemessen Teil bietet, ist dieser Künstler wie geschaffen für das Vom Verein für Handel und Gewerbe sowie vom faufmännischen einnahmen. Die übrigen elf Markthallen haben 32 492,08 m. weniger eine Theater in der Lothringerstraße. Ihm standen die Herren Verein Hansa lag ein Antrag auf Anschluß der Gemeinde an das Einnahme gebracht als im Vorjahre. Die Betriebsausgaben für Timm, Zeunert und Zimmermann und die Damen Lübde, Scholz, Kaufmannsgericht in Botsdam vor; die Vertretung beauftragte die sämtliche Markthallen betrugen 895 308,26 m., die allgemeinen Hoffmann, Ernst, Bohle und Singer vortrefflich zur Seite. Besonders Herren Nathan und Richter als Sachverständige, erst die Statuten Berwaltungskosten 305 724,05 M. Für Schuldentilgung und Ver- flott waren Fräulein Vohle als Berliner Köchin und Herr Zimmer- des Potsdamer Gerichts zu prüfen und vertagte die Sache bis Zur Aufnahme einer Anleihe für die Pflasterung der zinsung wurden 1 338 928,21. verausgabt. An sonstigen kleinen mann als Neger Jimbo. Der Posse ging der ehrwürdige Ein- dahin. Ausgaben waren noch 250 M. nötig. Für Abnutzung der Maschinen Das Pärchen Grisard war allerliebst im Rokoko- Kostüm, Herr Werner trage von 25 000 M. giebt die Vertretung ihre Zustimmung. Einer muß heiraten" sowie ein kleiner Spezialitätenteil voran. Plantagenstraße und einiger kleinerer Steinfegerarbeiten im Be wurden 138 036 M. abgeschrieben. war als Verwandlungskünstler und Gesangshumorist auf der Höhe Der Antrag der freiwilligen Feuerwehr auf Anschaffung von Publikum und Theaterbrand. Die Polizeibehörde hat sechs Para- und ein einbeiniger Straftmensch, Herr Borgold, ließ mit seinem Schlauchmaterial und einer mechanischen Leiter wurde der neugraphen über das Verhalten des Publikums bei Feuersgefahr in Partner vergessen, daß er ein Krüppel war, der die schwierigsten gebildeten Feuerlöschkommiſſion überwiesen. Diese Kommission, den Theatern entworfen und verfügt, daß die Bestimmungen dem Sachen machte. welcher unsererseits Genosse Gruhl angehört, soll eine ständige theaterbesuchenden Publikum durch Lichtbilder auf den Bühnenbleiben und sich den Ausbau des Feuerlöschwesens in unserem Orte angelegen fein lassen. Für das zur Erweiterung des Fried. hofes benötigte fistalische Terrain forderte die Regierung pro Quadratmeter 2 Mart; auf ein Gesuch um Preisermäßigung lautete nommen after borhängen während der Pausen vor Augen geführt werden. Die Arbeiter Bildungsschule Berlin. Heute abend pünktlich um sechs Bestimmungen lauten: 1. Das Theater in Ruhe verlassen. 7 Uhr 2yrifer Abend im großen Saale des Gewerkschafts2. Nach dem nächsten Ausgang gehen. 3. Nicht schreien, nicht drängen. Hauses, Engel- Ufer 15. 4. Nicht an der Garderobe sich aufhalten. 5. An den Ausgängen Die beiden Pantomimen des Zirkus Schumann gehen heute die Antwort ablehnend mit der Motivierung, daß fiskalisches Terrain nicht stehen bleiben. 6. Den Anordnungen der Sicherheitsbeamten Sonntag, in Szene. In der Nachmittagsvorstellung gelangt" Ma- für derartige Zwecke stets zum ortsüblichen Preise verkauft worden unbedingt Folge leisten. Auf dem Papier machen sich die Ratschläge rokko, Bilder aus dem spanisch- marokkanischen Kriege", in der Abend- fei. Die Vertretung beauftragte den Gemeindevorstand, sich mit gut; in der Bestürzung läßt sich eine Menge aber schwer mit guten vorstellung das große historische Drama" Michael Strogoff" oder einem Gesuch um Herabsetzung des Preises an den Minister zu Ratschlägen leiten. „ Der Kurier des garen" zur Aufführung. wenden. In der nichtöffentlichen Sigung bewilligte die Vertretung die Mittel zur Anschaffung von wasserdichten Regenmänteln für die Nachtwächter. Die Brotpreise sind in den einzelnen Stadtteilen Berlins sehr Im Zirkus Busch werden die prächtigen 15 Polarbären und verschieden. Die regelmäßigen Preisermittelungen, die das ebenso die 10 indischen Riesenelefanten am heutigen Sonntag zum städtische Statistische Amt vornimmt, indem es das Gewicht der in vorletztenmal und zwar in beiden Vorstellungen zur Vorführung gelangen. Aus den Nachbarorten. Havel und Umgegend besteht ein" Katholisch- polnischer ArbeiterStaatsgefährliche Vaterunser? Für Hennigsdorf an der bestimmten Bäckereien angekauften Brote feststellt, haben oft sehr beträchtliche Schwankungen ergeben. Das Amt hat nun zum erstenverein unter dem Schuße des heiligen Joseph". Diesen Verein vermal den Versuch gemacht, diese örtliche Verschiedenheit der Brotpreise suchte man zu einem politischen zu stempeln, der auf öffentliche Anübersichtlich darzustellen. Die Ergebnisse sind mitgeteilt im neuesten gelegenheiten einwirken wolle. Der Vorstand wurde auf Grund der Jahrgang des„ Berliner Statistischen Jahrbuchs". Die 34 Bädereien, Aus der Spandauer Stadtverordneten- Versammlung. Die An-$§ 2 und 13 des Vereinsgefezes angeklagt, weil Aenderungen im auf die die Preisermittelungen sich erstreckten, wurden nach ihrer gelegenheit des städtischen Arbeitsnachweises hat der Mitgliederbestande nicht der Polizei angemeldet worden waren. Die Lage in fieben Gruppen zusammengefaßt. Dabei zeigte sich, daß im Magistrat um ein weiteres Halbjahr vertagt und er begründet dies polizeilich- staatsanwaltliche Konstruierung des angeblich politischen Durchschnitt der zehn Jahre 1894 bis 1903 der Preis des Roggen- damit, daß die zu erwartende Verstaatlichung der Polizei möglicher- Charakters des Vereins war die übliche: Stärkung national- polnischer brotes am niedrigsten in der Luisenstadt war; er stellte sich hier auf weise der Stadt eine Anzahl Beamter, die der Staat nicht mit über- Gesinnung, Verschärfung des Gegensatzes zwischen Polentum und 21/10 Pf. für das Kilogramm. Erheblich höher war er schon im nehme, zur anderweiten Verwendung überlassen könnte. Stadtv. Deutschtum, dadurch Einwirkung auf politische Angelegenheiten, die Nordosten und im Norden der Stadt mit 22/10 Pfennig und 227/10 Pieper( Soz.) als Berichterstatter wendet sich gegen diese neueste öffentliche Angelegenheiten im Sinne des§2 des Gesetzes seien. Ent Pfennig. In der Altstadt wurden 23/10 Pfennig bezahlt, im Verschleppung der Sache; seit 1898 beschäftigte sich die Stadtver- sprechende Taten konnten dem Verein nicht nachgesagt werden. Schöneberger Viertel 23/10 Pfennig. Auffallend hoch war der ordneten- Versammlung auf Antrag der Sozialdemokraten bereits Und der Meinung der Staatsanwaltschaft gegenüber konnte der VerBrotpreis in Moabit mit 24/10 Pfennig, am höchsten in der Friedrich- mit dieser Angelegenheit, und viermal sei die Vorlage und zwar stets teidiger, Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht, auf das Statut des stadt mit 255/10 Pfennig. In der Friedrichstadt war hiernach das unter der unglaublichsten Begründung abgelehnt worden. Redner Vereins verweisen, in dem folgende staatsgefährlichen Bestimmungen Brot um ein Sechstel teurer als in der Luisenstadt. Zu beachten beantragt, den Magiftrat erneut um eine Vorlage zu ersuchen, welche enthalten sind:„ Der Zweck des Vereins ist die Förderung des ist freilich, daß die einzelnen Gruppen immer nur aus wenigen die Errichtung des paritätischen Arbeitsnachweises per 1. April 1905 Ordnungsfinns und der guten Sitten unter den Arbeitern polnischer Bäckereien bestehen, Gruppe Moabit sogar nur aus drei. Da sind vorsicht. Stadtv. Rieger( Soz.) tritt gleichfalls der weiteren Nationalität und die Bewahrung aller Mitglieder vor allen den Zufälligkeiten nicht ganz ausgeschlossen. Verschleppung entgegen; zum mindesten sollten doch die Vorarbeiten guten Sitten drohenden Gefahren. Der Zweck soll durch Vorlesungen bis auf die Wahl des betreffenden Beamten sofort erledigt werden. und Vorträge sittlichen Inhalts erreicht werden. Mitglied kann jeder Ein heftiger Zusammenstoß eines Straßenbahnzuges mit einem Stadtrat Hübner verspricht eine entsprechende Vorlage nebst dem unbefleckte Pole und Katholik werden, der deutscher Untertan ist. Arbeitswagen fand gestern, Sonnabend, nachmittag in der Berliner Entwurf der Nachweis- Ordnung. Hierauf wird der Antrag Pieper Jedes Mitglied ist verpflichtet, täglich das übliche Morgen- und straße, Ecke der Leibnizstraße in Charlottenburg statt. Gegen angenommen. Debattelos genehmigte die Versammlung als- Abendgebet zu verrichten und außerdem ein Vaterunser" und den 1/22 Uhr fuhr der einspännige Arbeitswagen der Firma A. Ewert dann den Vertrag mit der Märkischen Bodengesellschaft betreffend die englischen Gruß beten, unter Hinzufügung:" Heiliger Joseph, bitt' die Leibnizstraße entlang und bog in scharfem Tempo in die Besiedelung des Nonnendammes. Aus der Be- für uns, damit unser Verein von Tag zu Tag wachse." Usw. usw. Berlinerstraße ein, als ein Straßenbahnzug der Linie N. gründung des Berichterstatters ist hervorzuheben, daß die Gesell- Das Landgericht II zu Berlin hatte denn auch ein Einsehen und ( Straßenbahnhof- Kupfergraben) herangesaust tam. Der Kutscher schaft noch ca. 70 000 Quadratmeter Forstland rom Forstfiskus und sprach den Vorsitzenden des Vereins frei, weil der Verein kein Verein Gerichts- Zeitung. Im Diebstahlsprozeß gegen Fräulein Habenicht und Genossen ist gestern nach langer Beratung das Urteil verkündet worden. Die Angeklagte Habenicht wurde des Diebstahls schuldig befunden. Es solle zugegeben werden, daß Eger der Angeklagten Geld, Schmid sachen und Kleidungsstücke geschenkt habe, aber der Gerichtshof sei zu der Ueberzeugung gelangt, daß sie sich einen Teil der bei ihr gefundenen Summen und Gegenstände rechtswidrig zugeeignet habe. Sie sei wegen Diebstahls mit sechs Monaten Gefängnis zu bestrafen. Der Angeklagte Manegold sei wegen Begünstigung zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, die Angeklagte Krüger dagegen mangels Beweises freigesprochen worden. Der verlockende Titel Pastor a. D., so berichtet man uns unterm 28. Oktober aus Halle, brachte es mit sich, daß eine ganze Reihe Geschäftsleute, die einem Proletarier vielleicht nicht für 5 Pf. Kredit gewähren, ganz empfindlich gerupft wurden. Auf der Anklagebank der Straftammer mußte Plaz nehmen die Ehegattin des früheren Pastors Harmann, Louise Harmann geb. Gerlach von hier, die wegen Urkundenfälschung und Betruges in mehreren Fällen angeklagt war. Die Dame, deren Ehegatte früher bei Magdeburg wohlbestallter Landpfarrer gewesen, der dann wegen Betrugs vom Amte entsetzt und zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt wurde, hatte es verstanden, eine ganze Reihe Bestellungen zu fingieren. So bezog sie unter dem Titel Pfarrer a. D." von der bekannten Schaumweinfirma Deinhardt in Koblenz a. Rh. 54 Flaschen Wein, von mehreren Dilitateßgeschäften Gänse usw., von Konditoreien Torten und der gleichen Leckereien in größeren Mengen. Sie wurde schließlich zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt. H Vermischtes. Unbestimmt. = Trianon Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Madame X. Bon Sonntag abend bis Sonnabend: Gastons Frauen. Sonntag, den 6. November, nachmittags 3 Uhr: Madame X. Sonntag abend und Montag: Gastons Frauen. Belle Alliance- Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Maria Magdalena. Von Sonntag abend bis Sonnabend: Die Tugendglode. Sonntag, den 6. November, nachmittags 3 Uhr: Preciosa. Sonntag abend und Montag: Die Tugendglocke. von 7 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Die juriſtiſche Spr fet, der auf öffentliche Angelegenheiten einzuwirken bezivecke, und Geyer. Freitag: Traumulus. Sonnabend: Florian Geyer. Sonntag, den dition der Mitteilungen zur Abwehr des Antisemitismus", Berlin, Magdeweil er mit Politik nichts zu tun habe. Das Kammergericht, vor 6. Novembe, nachmittags 2, Uhr: Rosenmontag. Sonntag abend: Florian burgerstraße 14. Telephon: Amt 6, Nr. 3575. M. R. Fragen Sie dem Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht den Angeklagten ver- Geyer. Montag: Unbestimmt. in dem ersten besten Geschäft für kleine Aquarien oder Zimmer trat, bestätigte die Vorentscheidung als zutreffend. Verschiedene abend: Die Hugenotten. Montag: Hamlet. Dienstag: Esope. Dieu existe. Theater des Westens. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Tell. Sonntag Terrarien nach. Wir haben keinen Frosch Spezialisten unter uns. andere Vorstandsmitglieder des Vereins wurden schon aus formellen Mittwoch: Kleine Lämmer. Donnerstag: Die Hugenotten. Freitag: La Juriftifcher Teil. Gründen freigesprochen. Traviata. Sonnabend: Hamlet. Sonntag, den 6. November, nachmittags 3 Uhr: Undine. Sonntagabend: Die Hugenotten. Montag: Uubestimmt. National Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: P. St. Defian. Der Betreffende muß sich in dem am 10. stattfindenden Der Freischütz. Sonntag abend und Montag: Donna Juanita. Dienstag: Monna Banna. Termin in Berlin vertreten lassen und dort seine Einwendungen erheben. Mittwoch: Der Wildschüß. Donnerstag: Magda. Freitag: Figaros Hochzeit. Die Kasse ist eine der vielen Schwindelfassen, vor denen wir seinerzeit wohl Roletto. Vor Beitritt auch dieser Sonnabend: Monna Vanna. Sonntag, den 6. November, nachmittags mehr als hundertmal gewarnt haben. 3 Uhr: Der Troubadour. Sonntag abend: Donna Juanita. Montag: Schwindelfasse haben wir häufig gewarnt. Wie Ihr Prozeß in zweiter Instanz ausfallen wird, können wir Ihnen insbesondere ohne Kenntnis der A. 2. 100. Neues Theater. Sonntag: Die lustigen Weiber von Windsor.( An- Aften nicht sagen. Wenden Sie sich an Ihren Anivalt. fang 8 Uhr.) Montag: Die Kronprätendenten.( Anfang 7 Uhr.) Dienstag Haben Sie eins der in Berlin gebräuchlichen gedruckten Mietsformulare ohne und Mittwoch: Die lustigen Weiber von Windsor.( Anfang 8 Uhr.) Aenderung unterschrieben, so sind Sie, sonst der Wirt zur Renovation vers Donnerstag: Die Kronprätendenten.( Anfang 7 Uhr.) Freitag: Minna pflichtet. Th. N. In Nr. 253 unter 2000 beantwortet. M. Nein. von Barnhelm. Sonnabend: Die Kronprätendenten.( Anfang 7 Uhr.) A. D. 100. Ihre Frau muß zahlen. Zahlt sie nicht, so fann lediglich Sonntag und Montag: Die lustigen Weiber von Windsor.( Anfang 8 Uhr.) Bwangsvollstreckungsversuch( Pfändung, Offenbarungseidesverfahren) beSchiller- Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntag, nachmittags 3 Uhr: frieben werden. Kostenschulden sind nicht in Freiheitsstrafe umzusetzen. Johannisfeuer. Sonntag abend und Montag: Die Jüdin von Toledo. Dem in einem Strafprozeß Berurteilten werden stets die Stoften des VerDienstag: Die Großstadtluft. Mittwoch: Dießüdin von Toledo. Donners- fahrens auferlegt. Den Passus mag Ihre Frau überhört haben. tag: Die Streuzelschreiber. Freitag und Sonnabend: Tyrannei der Tränen. A. K. 115. Eine bestimmte Frist, innerhalb welcher eine Behörde zu antSonntag, den 6. November, nachmittags 3 Uhr: Die Kinder der Exzellenz. worten hat, kennt das Gesetz nicht. Ueber den Stand der Sache können Sie durch schriftliche Anfrage oder durch Nachfrage auf dem Bureau der Sonntag abend: In Behandlung. Montag: Die Kreuzelschreiber. Schiller- Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag, Behörde sich vergewissern. M. F. 13. Sie leben außer Gütergemeinschaft. nachmittags 3 Uhr: König Lear. Sonntag abend: Strieg im Frieden. K. S. O. Den Antrag auf Konzessionserteilung haben Sie an den Montag: Die Kreuzelschreiber. Dienstag: Jn Behandlung. Mittwoch: Stadtausschuß zu richten. Die weiteren Bestimmungen finden Sie im§ 33 Strieg im Frieden. Donnerstag: Die Jüdin von Toledo. Freitag: Krieg der Gewerbe- Ordnung, die in jeder öffentlichen Bibliothek einzusehen ist. im Frieden. Sonnabend: Die Streuzelschreiber. Sonntag, den 6. November, 3wanzig. Daß die Eidesnorm verbesserungsbedürftig ist, ist unzählige Es sollte als Formel nachmittags 3 Uhr: König Lear. Sonntag abend: Krieg im Frieden. Male in der Presse und im Parlament dargelegt. „ Ich schwöre" genügen. F. K. Nein, falls der Verkauf in die für den Montag: Die Jüdin von Toledo. B. 1. V., Charlottenburg. Nein. Residenz- Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Das große Ge- Verkauf freigegebene Zeit fällt. heimnis. Von Sonntag abend bis Sonnabend bend: Eine Hochzeitsnacht. Zigeuner. Geldstrafe. A. B., Berlin N. In Anwaltsprozessen Sonntag, den 6. November, nachmittags 3 Uhr: Die 300 Tage. Sonntag muß der Kläger einen Anwalt haben. Nimmt der Beklagte keinen Anwalt abend und Montag: Eine Hochzeitsnacht. an, so werden die Klagebehauptungen als zugestanden erachtet und das Kleines Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Kollegen. Familien- hieraus folgende Urteil gefällt. Das geschieht auch dann, wenn der Be idyll. Serenissimus- Zwischenspiele. Sonntag abend: Elektra. Montag, flagte persönlich erscheint und die Unrichtigkeit der Behauptungen durch Das Gesetz verschließt Dienstag und Mittwoch: Nachtasyl. Donnerstag: Fräulein Julie. Freitag: Urkunden oder sonstwie sofort flarzulegen bereit iſt. Des Pastors Rieke. Sonnabend: Nachtasyl. Sonntag, den 6. November, dem Richter die Ohren vor allem, was nicht Anwälte ihm vortragen. Diese nachmittags 3 Uhr: Familienidyll. Liebesträume. Serenissimus- Zwischen Schwerhörigkeit ist für Ehescheidungsprozesse etwas gemildert. Erscheint der spiele. Sonntagabend: Nachtasyl. Montag: Elektra. Beklagte ohne Anwalt in einem Ehescheidungsprozeß, oder erscheint niemand für ihn, so wird zunächst ein neuer Termin anberaumt. Erscheint auch in diesem Termin kein Anwalt für den Beklagten, so soll von amtswegen Beweis über die Wahrheit der Klagebehauptungen erhoben werden; auch fann der Beklagte gehört werden. M. M. 100 und T. S. 1. Nein. Friedrichsfelde 22. Fordern Sie den Schneider auf, innerhalb nunmehr 5 Tagen den Anzug passend zu machen, drohen Sie ihm an, daß nach fruchtlosem Ablauf der Frist Sie den Anzug auf seine Stosten herstellen und Schadenersatz begehren würden und handeln Sie dieser Drohung entLuisen Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der Registrator sprechend. Nur wenn der Anzug total unbrauchbar, cine Brauchbarmachung auf Reisen. Sonntag abend: Hasemanns Töchter. Montag: Der Wild- unmöglich, hätten Sie mit einer Klage auf Rückgabe der vollen Kosten Schüß. Dienstag: Gasparone. Mittwoch: Robert und Bertram. Donners- Erfolg. Und alle solche Slagen find in lettem Grunde von der durch Sachver tag: Strieg im Frieden. Freitag: Don Carlos. Sonnabend: Die Fleder- ständigen- Gutachten und eigene Anschauung gegründeten Ansicht des aus. Sonntag, den 6. November, nachmittags 3 Uhr: Don Carlos. zuletzt entscheidenden Richters über Verpfuschtheit abhängig. Wie diese Sonntag abend: Robert und Bertram. Montag: Mein Leopold. Ansicht ausfallen wird, läßt sich niemals voraussagen. 2. 63. Nein. Lustspielhaus. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: In Behandlung. O. 101. Wenden Sie sich an die Offenbacher Krankenkasse. Sonntag abend: Biederleute. Bon Montag bis Sonnabend: Biederleute. Albert 7609. 1. Der preußische Tarif für Minister jest 36 000. fest. Sonntag, den 6. November, nachmittags 3 Uhr: Kamerad von Zeck. Sonn- Das Genauere können Sie aus dem preußischen Etat ersehen, der in den tag und Montag: Bieberleute. öffentlichen Lesehallen zu haben ist. 2. Die Affordlöhne des Staates für Carl Weiß Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Troubadour. die von den Richtern geleistete Strastammerarbeit richtet sich nicht nach der Bajazzi. Tannhäuser. Sonntag abend und folgende Tage: Senta Zeit der Verhandlung usw., sondern nach der Höhe der Strafe. Je höher Wolfsburg. die Strafe, desto höher die Kosten. 3. Der Erzeuger eines unehelichen Thalia- Theater. Sonntag, nachmittags 3, Uhr: Charleys Tante. Kindes hat dessen Unterhalt bis zum zurückgelegten 16. Lebensjahre des von Sonntag abend bis Sonnabend abend: Der Weiberkönig. Sonntag, Kindes zu bestreiten, gleichviel ob die Mutter sich mit einem auderen ver den 6. November, nachmittags 3½ Uhr: Charleys Tante. Sonntag abend heiratet oder nicht. 4. Ein zum Tode Verurteilter hat keineswegs ein und Montag: Der Weiberkönig. gesetzliches Recht auf Erfüllung eines Wunsches. 5. Die Farbe der Robe des Zentral- Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Die Puppe. Reichsgerichts ist purpurn. m. K. 30. Zur löschungsfähigen Quittung Bon Sonntag abend bis Sonnabend: Der Generalfonful. Sonntag den ist notarielle oder gerichtliche Beglaubigung der Unterschrift erforderlich. Da und Montag: Der Generalkonsul. 6. November, nachmittags 3 Uhr: Der Bettelstudent. Sonntag abend diese in Ihrem Falle nicht beschafft werden kann, bleibt nichts übrig, als auf Erteilung solcher Quittung im Wege öffentlicher Zustellung Kajino Theater. Sonntag, nachmittags 4 Uhr: Mutter Gräbert. 3u flagen. Das Erkenntnis ersetzt dann die Quittung. J. K. Nein. Von Sonntag abend bis Sonnabend: Wildes Blut. Sonntag, den M. R. 27. Klagen Sie gegen den Wirt beim Amtsgericht Berlin I auf 6. November, nachmittags 4 Uhr: Mutter Gräbert. Sonntag abend und Herausgabe des Schirms und eventuellen Schadensersak. Der Bir haftet Montag: Wildes Blut. insbesondere wenn wie hier sie ihm oder seinem Angestellten zur Verwahrung übergeben sind. Beantragen Sie auf der Revierpolizei oder schriftlich beim Polizeipräsidium Abhülfe. Die beschriebene Bauart dürfte den gesundheitspolizeilichen Anforderungen nicht genügen. G. 3. 56. 1. Der Wirt ist nicht verpflichtet, Sie vom Vertrage zu entbinden oder einen anderen Mieter statt Ihrer Am anzunehmen, es sei denn, Ihr Vertrag besagt anderes. 2. Der Wirt ist nicht berechtigt, den Eingang zuzumauern. Sie können auf Beseitigung, fünftige Unterlassung solcher Besizstörung und auf Schadensersaz klagen. Rother 92a. Kaufleute, Gastwirte, Gewerbetreibende sind nicht berpflichtet, ihre Waren an jedermann 811 verkaufen. In Art der Weigerung fann aber eine Beleidigung liegen. 9 jähriger Abonnent. Eine Klage hätte wenig Aussicht auf Erfolg. Lithograph. Ihre Frage, ob der Wirt zu zahlen hat, ist in Nr. 249 unter B. S: 44 mit Rein beantwortet. 39. Eine Zivilflage oder eine Strafanzeige hat keine Aussicht auf Erfolg. Die Behauptung: meine Ware ist besser als die die Sie da und da gesehen haben, enthält fein Garantie versprechen, sondern eine Redewendung, über deren Richtigkeit sich der Stäufer selbst inform ren oder die ihn vom Kauf abhalten sollte, falls nicht schriftliche Garantie übernommen wird.- Lichtenberg 75. Cie können auf Bahlung und Räumung( beim Amtsgericht Hallesches Ufer 29/31) klagen. 2. A. 18. Auf Verlangen des Versicherten ist dem Arbeitgeber, der die Quittungsfarte widerrechtlich einbehält, die Karte durch die Polizeis behörde abzunehmen, auch die Bestrafung des Arbeitgebers herbeizuführen. Der Versicherte fann gleichzeitig mit dem Antrag auf Fortnahme der Karte und Herausgabe an ihn den Antrag verbinden, eventuell ihm eine neue Starte auszustellen. Hat Ihre Schwägerin diesen Weg schriftlich beschritten, so muß dem Verlangen statigegeben werden. Ist der Antrag abgelehnt, so sollten Sie die Gründe der Ablehnung mitteilen, damit Ihnen weiter geraten werden kann. Da der angegebene Weg durch Gesez und Ausführungsanpeisung flar vorgeschrieben ist, so beruht Ihre Schilderung wohl auf der irrigen Annahme, Ihre Schwägerin habe die angegebenen Schritte ein Erfolg der Einwand entgegengehalten werden, daß sie durch Unter geschlagen. Der Schadensersatzklage würde nicht ohne Aussicht auf Baul Kampffmeher: lassen der angegebenen Schritte den Schaden selbst mitverschuldet habe. H. H. Wenn Ihr Vertrag nichts Gegenteiliges vorschreibt, können Sie das halten wie Sie wollen, vorausgefekt, daß Sie die Wohnung durch die Aufbewahrung nicht verderben. A. G. 460. Da Sie feinen Gläubiger haben, können Sie durch notariellen Vertrag das Eigentum auf Ihre Frau übertragen. Der Ausschluß der Gütergemeinschaft Tat zurzeit in Güterist in das Heiratsregister einzutragen. Vorausserung ist, daß Sie in gemeinschaft leben. Ob das der Fall ist, richtet sich danach, wo Sie vor 1900 geheiratet und ob Sie einen Chevertrag geschlossen hatten. A. B. 4. 1. Fischer, Waldstr. 8. 2. Schumann, Engel- Ufer 15, Gewerks schaftshaus. us. 3. Die Auf- und Abladezeit ist unbegrenzt, nur Sonntags nichtstatthaft. 4. Sie können nur auf Berichtigung oder Entfernung der falschen Angaben beim Amtsgericht klagen. Eine Schadensersatzklage würde wegen der Schwierigkeit des Nachweises einer Schädigung nicht zum Erfolg führen Der Brand in Hamburg. Von einem der Produktion" in Hamburg nahestehenden Parteigenossen wird uns geschrieben: Die Produktion" lebt und wird weiter wirken! Das verheerende Feuer vermochte wohl ihren Speicher zu vernichten, aber nicht ihre Lebenskraft; wir sind frohen Mutes und hoffen sogar, daß der " grausig- schöne Brand" uns wiederum neue Freunde werben wird. Läßt sich auch nicht auf Heller und Pfennig der Wert des vernichteten Warenlagers angeben, so ist der Vorstand doch überzeugt, daß die Versicherungssumme von 172 000 m. den Schaden decken wird. Unser Speicher wird für 300 000 M., womit er versichert ist, neu erstehen, und da wir an dem Gebäude doch schon allerlei Beschränktheit entdeckt haben, wird selbstverständlich für die Zukunft besseres geschaffen werden. Pferdestall und Wagenschuppen waren längst zu flein; wir werden jetzt einen der„ Produktion" würdigen Pferdestall bauen. Aus gutem Grunde ist unter den Mitgliedern der„ Produktion" die Freude groß darüber, daß die Bäckerei nicht abgebrannt ist Diese war besonders für die Zukunft angelegt worden und daher läßt sich in ihren Räumen jetzt das Warenlager gut unterbringen. Eine Woche etwa und der Apparat funktioniert wie gewöhnlich; was aber die Mitglieder in ihrer Eigenschaft als Käufer betrifft, so werden diese auch nicht eine Minute spüren, daß das Feuer große Vorräte vernichtet hat. Ein zweiter Glücksfall im Unglück ist noch zu melden: Der Sauerkohl fonnte gerettet werden. Die Kohlernte ist nämlich dies Jahr ſehr knapp ausgefallen, und daher wäre dem deutschen Gemüt ein wirklich unersetzbarer VerLust entstanden, wenn dies köstliche Gut in den Flammen seinen Untergang gefunden hätte. Am Tage des Unglücks gab es allerdings einen kleinen " Run". Im„ Hamb. Korrespondenten" stand mittags zu lesen, daß nichts versichert sei, und ängstliche Gemüter glaubten dem Senatorenblatt. Schleunigst mit dem Sparkassenbnch hinaus zur Brandstätte, um aus den Trümmern zu retten, was zu retten ist! Die Beschämung war unter diesen Kleinmütigen nicht gering, als die doch selbstverständliche Wahrheit an den Tag lam. Nun heißt es schaffen! Außer dem Speicher auf der Brandstätte sollen im Frühjahr 300 Wohnungen im Vorort Barmbeck gebaut werden. Da gibt es Arbeit! Ueber den Stand der Cholera in Rußland wird folgendes gemeldet: Jm Transfaspigebiet sind vom 17. bis 24. Oftober 3 Erkrankungen, in Baku vom 18. bis 25. Oktober 26 gegen 60 der Vorwoche vorgekommen. Aus Saratow werden feine Cholerafälle gemeldet. In Astrachan erkrankten vom 18. bis 26. Oftober 15 Personen und & starben. Im Gouvernement Samara nahm die Zahl der verseuchten Ortschaften zu; die Zahl der Erkrankungen überstieg aber nicht die der Vorwoche. Insgesamt erkrankten in der Zeit vom 17. bis 24. Oktober 65 Personen und 14 starben. Aus der Stadt Samara werden 3 Erkrankungen gemeldet. " Apollo Theater. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Frühlingsluft und Spezialitäten. Allabendlich: Berliner Luft. Spezialitäten. Sonntag, den 6. November, nachmittags 3 Uhr: Frühlingsluft und Spezialitäten. Deutsch- Amerikanisches Theater. Allabendlich und diesen und nächsten Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Gebrüder Herrnfeld Theater. Allabendlich: Nur eine Nacht. andern Morgen. Metropol Theater. Allabendlich: Die Herren von Marim. Passage- Theater. Allabendlich: Hans Fredy. Dida. Wintergarten. Allabendlich: Lieue de Fries. Spezialitäten. Reichshallen Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger. Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Täglich abends: Jm Bannfreis der Jungfrau. Invalidenstraße 57-62: Von Mittwoch bis Sonnabend, abends 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be nutung für jedermann, SW., Alexandrinenstr. 26. Geöffnet werktäglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. In den Lesesälen liegen zur Zeit 515 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung aus. Arbeiter Samariterkolonne. Morgen Montag, abends 9 Uhr, Fortsehung des Kursus in der Filiale Brunnenstr. 154. Vortrag über Physiologie. Gäste willkommen. Neue Teilnehmer können noch eintreten. Einschreibegeld sowie Monatsbeitrag je 25 Pf. Bibliothek steht unentgeltlich zur Verfügung. Eingegangene Druckfchriften. Ueber eine Grubenkatastrophe wird aus Trinidad( Kolorado), 29. Oftober, gemeldet: Bei Tercio, 40 Meilen westlich von hier, er= folgte in einer Kohlengrube der Fire Land Iron Company im FelsenDie Sozialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin SW. 19 gebirge eine heftige Explosion, bei der etwa 60 Personen um 3 Beuthstraße 2) haben soeben das November- Heft ihres 10. Jahrganges erLeben kamen. Die Rettungsmannschaften sind außerstande, in scheinen lassen. Aus seinem Inhalt heben wir hervor: Filippo Turati: die Grube, die noch in Flammen steht, einzudringen. Die Um- Lehren und Folgen des Generalstreits in Italien. gekommenen sind meist slavischer Nationalität. Der Generalstreik und die Eroberung der ökonomischen Macht. Johann Gegen den Alkoholgenus der Kinder. Die Schulleitung in Reimpeters: Zum Generalstreit. Dr. Albert Südekum: Eine prinzipielle Altona sandte an alle Eltern ihres Bezirks folgendes Schreiben: Bemerkung zum ersten deutschen Wohnungskongreß. Eduard Bernstein: An die Eltern unserer Schüler! Die Lehrerschaft unserer Schulen Nationale Besonderheiten und internationale Sprache. Hans Fehlinger: Streiferfolge. hat vielfach die betrübende Wahrnehmung machen müssen, daß die Dr. Ladislaus Gumplowicz: Polemisches zur Frauenfrage. Wirtschaft von Max Schippel. Politik von Richard Calwer. Zahl der Schulversäumnisse am Montag verhältnismäßig groß ist Sozialpolitik von Paul Kampffmeyer. Soziale Kommunalpolitik von und daß manche Schüler sich an diesem Tage weniger leistungsfähig Dr. Hugo Lindemann. Sozialistische Bewegung von Hugo Poetsch. zeigen als an den übrigen Schultagen. Sie sind abgespannt, schläfrig Gewerkschaftsbewegung von Ernst Deinhardt. Genossenschaftsbewegung und unlustig zur Arbeit. Dieser Tiefstand der geistigen und förper- von Gertrud David. Geistige Bewegung von May Hermann Baege. lichen Leistungsfähigkeit erklärt sich nur daraus, daß der Sonntag Frauenbewegung von Henriette Fürth.. Bildende Kunst von Anna Redende Kunst von Dr. Mathieu Schwann. für viele Kinder nicht ein Tag wirklicher Erholung, sondern ein Tag Plehn. Der Preis des Heftes beträgt 50 Pf.; vierteljährlich 1,50 M. Bu anstrengender und geradezu gesundheitsschädlicher Ver= gnügungen ist. Wir haben namentlich feststellen können, daß anstalt. Ferner direkt durch den Verlag der„ Sozialistischen Monatshefte", beziehen durch alle Buchhandlungen, Kolporteure und durch jede Postmanche Schüler am Sonntag nicht rechtzeitig ins Bett kommen oder Beuthstr. 2, Berlin SW.( Busendung unter Kreuzband oder in geschlossenem daß ihnen gar alkoholartige Getränke verabreicht werden, Kuvert). Probeheste stehen auf Verlangen jederzeit kostenfrei zur Verfügung. wenn sie an den Vergnügungen der Erwachsenen teilnehmen. Die Das Protokoll über die Verhandlungen des Salzburger Parteivon uns beobachteten und in Erfahrung gebrachten Vorgänge ver- tages der deutschen Sozialdemokratie ist im Auftrage der Parteivertretung pflichten uns dazu, an die Eltern unserer Schüler die herzliche Bitte im Verlage der Wiener Volksbuchhandlung Ignaz Brand, Wien VI, zu richten, bei den Sonntagsvergnügungen doch alles zu vermeiden, Gunipendorferstr. 18, erschienen. Der Preis des Protokolls beträgt was geeignet ist, die Erschlaffung des Kindes am Montage 50 Heller, zum Wiederverkauf, also bei Abuahme von mindestens 10 Stüd, 40 Heller. oder überhaupt eine Schädigung ihrer förperlichen und geistigen Entwickelung herbeizuführen." Briefkaften der Redaktion. der B. 100. Finderlohn L. Sch. 1. Insoweit der Fundgegenstand 3 M. Wert nicht übersteigt, ist eine Anzeige an die Polizei nicht erforderlich. 2. Ja. 2. 163. Einspruch gegen ein Versäumnisurteil ist zulässig. Ob in Ihrem Falle der Einspruch im Termin als unzulässig zu verwerfen ist, läßt sich ohne Kenntnis der Aften nicht beurteilen. Schulze. Gilt das Vereinszeichen nur als geliehen( das ist die Regel) so hat es der Austretende zurückzugeben. Sonst kann er damit machen, was er will, es sei denn, das Bereinsabzeichen ist gesetzlich geschützt oder es wird zu Betrugszwecken ge= braucht. 2. D. 1. Sie müßten den Antrag auf Aufnahme im Krankenhause stellen. Stönnen Sie die Monatstosten nicht vorauszahlen, so gilt die Aufo nahme als Armenunterstüßung. Das Recht auf die Krankenkassenbezüge fann ein arbeitslos Gewordener sich dadurch erhalten, daß er die vollen Sassengebühren selbst regelmäßig zahlt. 2. Sie müßten sich drch Vers mittelung der russischen Botschaft ein Zeugnis darüber beschaffen, daß Ihrer Heirat nach tussischem Gesetz nichts im Wege steht. Friedrichshain 13. wenn- Sie Sachen ruiniert haben, so haben Sie dieselben zu ersehen und die Wirtin kann alle, nicht unentbehrliche und deshalb unpfändbare Gegen stände einbehalten. Sie ist feineswegs verpflichtet, Ihnen bis ins fleinste detailliert die Höhe des Schadens zu spezifizieren usw. Sie fann ohne weiteres auch gegen Sie persönlich tlagen. Die Kosten einer Beweisaufnahme würden voraussichtlich die Schadenshöhe erheblich übersteigen und Ihnen auferlegt werden. Gr. Frankfurterstr. 73. 1. Das Wort stammt aus 1. Buch Moses, Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Stap. 38 und wird mit geschrieben. 2. Ja. 3.§§ 825, 847 und 1300 Königliches Opernhaus. Sonntag: Rienzi.( Anjang 7 Uhr.) Montag des Bürgerlichen Gesetzbuchs räumen einer weiblichen Person außer dem Mignon. Dienstag: Samson und Dalila. Mittwoch: Der Freischüß. Schadensersatzanspruch einen Anspruch auf eine billige Entschädigung ein, Donnerstag: Tannhäuser. Freitag: Sinfonie- Abend der königl. Kapelle. wenn gegen sie ein Verbrechen oder Bergehen gegen die Sittlichkeit geübt Sonnabend: Tristan und Isolde.( Anfang 7 Uhr.) Sonntag: Manon. ist, oder wenn sie durch Hinterlist, durch Drohung oder unter Mißbrauch Montag: Die Meistersinger von Nürnberg.( Anfang 7 Uhr.) eines Abhängigkeitsverhältnisses zur Gestattung der Beiwohnung bestimmt Neues Königl. Cpern- Theater. Sonntag: Theodora. Montag ist, oder endlich wenn eine unbescholtene Verlobte den Verkehr ihrem Ein Wintermärchen. Dienstag: Theodora. Mittwoch: Agnes Bernauer. Bräutigam gestattet hat und dieser ohne wichtigen Grund vom Verlöbnis Donnerstag: Theodora. Freitag: Flachsmann als Erzieher. Sonnabend zurückgetreten oder durch sein Verbalten gerechtfertigten Anlaß zum Rücktritt Der Kaufmann von Venedig. Sonntag: Theodora. Montag: Flachsmann der Braut gewährt hat. A. Spandan. Die Kosten hätten Sie, nicht als Erzieher. der Wirt, zu tragen. N. N. 10. Erscheinen Sie jedenfalls im Termin Marktpreise von Berlin am 28. Oftober. Nach Ermittelungen des Deutsches Theater. Sonntag, nachmittags 22 Uhr: Lady Winder- als Beistand Ihres Sohnes, beantragen Freisprechung, legen, falls fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte meres Fächer. Allabendlich: Dagland. Sonntag, den 6. November, nach dennoch Verurteilung erfolgen sollte, sofort Berujung ein und wenden 17,55-17,54 M., mittel 17,53-17,52., geringe 17,51-17,50 m. mittags 2, Uhr: Kettenglieder. sich dann ant einen Anwalt, zu dem Sie Vertrauen haben. Roggen**), gute Sorte 13,70-00,00., mittel 00,00 00,00 M., geringe Berliner Theater. Sonntag: Zapfenstreich. Montag: Zapfenstreich. O. A. Ja.- N. J. Von Zeit zu Zeit werden staatliche Heizerfuse 00,00-00,00 M. Futtergerste*), gute Sorte 15,80-14,60 m., mittel 14,50 Dienstag: Alt- Heidelberg. Mittwoch: Zapfenstreich. Donnerstag: Jm veranstaltet, vermutlich auch im nächsten Jahre. Wir werden, wenn der bis 13,40 m., geringe 13,30-12,20 M. Hafer*), gute Sorte 16,40-15,50., bunten Rock. Freitag: Ueber unsere Straft. Sonnabend: Bapfenstreich. Termin bekannt gegeben wird, im lokalen Teile davon Mitteilung machen. mittel 15,40-14,60 m., geringe 14,50-13,70 M. Erbsen, gelbe, zum Kochen Sonntag: Im bunten Rock. Montag: Bapfenstreich. E. A. Uns nicht bekannt. Sie finden aber das Gewünschte im Berliner 40,00 30,00 M. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 M. Linjen 60,00-30,00 2. Leffing Theater. Sonntag, nachmittags 22 Uhr: Die versunkene Adreßbuch, und zwar im zweiten Teile, Seite 156-170. Assimilierung. Startoffeln 9,00-7,00. Nichtstroh 5,00-4,32 m. Heu 9,00-7,20 9. Glode. Sonntagabend: Traumulus. Montag: Die Frau vom Meere. Die Auffassung ist total falsch, sowohl nach der psychischen wie physischen Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 M. Eier per Schock 4,50-3,00 m. Dienstag: Florian- Geyer. Mittwoch: Traumulus. Donnerstag: Florian Seite. Material der gewürichten Art erhalten Sie vielleicht in der Expe-*) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Alexanderplatz. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Suntag, 30. Oktober 1904. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Berlin, 29. Oftober 1904. Zur Lage des Arbeitsmarktes. Bautätigkeit.- Lage der Elektrizitäts, Lage der Elektrizitäts, Die beginnende Wintersaison. Papier und Lederindustrie. GOGO Chemische und Textilindustrie. Steigerung der Lebensmittelpreise. Kohlendes Exports von Jfoliermaterialien. Ferner ist in den verschiedenen die Arbeitslosigkeit in anderen von der Witterung abhängigen Zweigen der Papier, der Leder- und Galanteriewaren- Industrie die Gewerben umsomehr zunimmt. Vorläufig zeigt jedoch der KohlenBeschäftigung durchweg eine bessere, als im Vorjahre; allerdings wird markt nach einem Aufsteigen des Absatzes im September und der vielfach auf Vorrat für das Weihnachtsgeschäft gearbeitet, und es ersten Hälfte des laufenden Monats eine erneute Abflauung. Der läßt sich noch nicht sagen, ob dann, wenn der Absatz den ziemlich größere Versand in den letzten Wochen war lediglich eine Folge der hochgespannten Erwartungen nicht entsprechen sollte, nicht nach regelmäßig im August- September bei den Stohlenhändlern einträglich eine empfindliche Reaktion eintreten wird. Nur in einigen laufenden Aufträge auf Hausbrandtohlen, wodurch die Großhändler wenigen Spezialbranchen der Lederindustrie, besonders der Fabri- sich zu einem schnelleren Abruf von den Zechen genötigt sahen. Die und Eisenmarkt. tation von Lederhandschuhen, fehlt es infolge der Exportabnahme Bestellungen auf Industriekohlen gehen jedoch immer noch spärlich Bis gegen das Ende des Septembers schien es, als werde sich an Arbeitsgelegenheit. Die speziell für den Auslandsmarkt ar ein. Es ist deshalb auch vorläufig auf eine Herabsetzung der die kommende Wintersaison für den Arbeitsmarkt beträchtlich günstiger beitenden Firmen in Halberstadt, Hadersleben, Haynau haben schon Förderungseinschränkung nicht zu rechnen. Bei den Zechen wie auf gestalten als in den letzten Jahren. Nicht nur in jenen Industrie- im vorigen Monat ihren Betrieb noch weiter eingeschränkt und teil- den Lagerplägen der Rheinhäfen liegen bedeutende Borräte aufzweigen, die speziell Weihnachtsartikel arbeiten und in welchen des- weise sogar ganz eingestellt. geschüttet, hat doch im letzten Quartal gegenüber dem gleichen halb regelmäßig im September eine regere Tätigkeit einseßt, trat Sehr verschiedenartig lauten, wie dies bei den zum Teile Beitraume des Vorjahres nicht nur der inländische Verbrauch, eine stärkere Nachfrage nach Arbeitskräften hervor, auch in ver- grundverschiedenen Produktions- und Absatzbedingungen faum fondern gleichzeitig auch der Versand nach dem Ausland abgenommen. schiedenen Branchen, in denen sich sonst bereits im September die anders sein kann, die Nachrichten aus den einzelnen Branchen Zu einem wesentlichen Teil ist der Rückgang des inländischen Vorzeichen einer Abnahme der Intensität des Geschäftsganges be- der Chemischen Industrie. Während die Farbenindustrie z. B. Verbrauchs von Steinkohlen auf die unzureichende Beschäftigung der merkbar zu machen pflegen, wie z. B. im Baugewerbe und seinen über Absazmangel, vornehmlich über den Rückgang des Exports Eiſenindustrie zurückzuführen. Im ganzen genommen läßt sich zwar Hülfszweigen, stieg das Maß der Beschäftigungsgelegenheit. Diese nach Ostajien flagt, ist die Bellstoffindustrie außerordentlich gut be- eine geringe Zunahme des Inlandsbedarfs an Eisen- und EisenBewegung hat jedoch nicht lange angehalten; feit furzem schäftigt. Jm ganzen können jedoch die Beschäftigungsverhältnisse in waren konstatieren, aber ihr steht ein weit beträchtlicherer Rückgang tritt auf den verschiedensten Arbeitsgebieten eine deutliche der Chemischen Industrie als normal gelten und ebenso in der Textil- des Exports gegenüber. Teils infolge der geringeren AufnahmeAbflauung hervor, die darauf schließen läßt, daß im kommenden industrie. Aus einzelnen Gegenden kommen zwar Klagen über fähigkeit des englischen Marktes, teils infolge der verstärkten Kon Winter der Arbeitsmarkt kaum ein wesentlich günstigeres Bild zeigen einen stillen Geschäftsgang" der Baumwollspinnerei und-Weberei, furrenz der Vereinigten Staaten von Amerika hat Deutschland in wird, als in der letzten Wintersaison. 3. B. aus Schlesien und Hannover, dafür sind aber in den rheinischen, den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 588 461 Tonnen Im Baugewerbe Herrscht vorläufig noch rege Tätigkeit, vor- fächsischen und bayrischen Hauptzentren dieser Industriezweige die Eisen und Eisenwaren weniger ausgeführt, als in den ersten drei nehmlich in Berlin und einigen rheinischen Großstädten, doch Werke durchweg recht gut beschäftigt, und es ist bei den günstigen Quartalen des vorigen Jahres. Besonders sind es verschiedene Walzsprechen selbst hier die Anzeichen für ein baldiges Nachlassen der Aussichten der amerikanischen Baumwollernte faum anzunehmen, werksprodukte, vornehmlich Stabeisen und Bleche, deren Absatz nach Bauluft". Die halb- und dreiviertelfertigen Bauten fucht man daß hierin in den nächsten Monaten ein Umschlag erfolgen wird. dem Auslande in den letzten Monaten beträchtlich abgenommen hat, schleunigst, bevor die Winterkä te Einhalt gebietet. fertigzustellen; Auch die Tuch- und Leinenindustrie ist in normaler Weise beschäftigt, während die Kleineisenindustrie einen etwas größeren Export zu er aber neue Bauten werden im Vergleich zu früheren Jahren nur während die niederrheinische Seiden- und Sammetindustrie noch immer zielen wußte. wenig in Angriff genommen; vielleicht weil nach der starten Bau- unter den Nachwirkungen der im vorigen Jahre in dieser Branche Zieht man diese Lage der wichtigsten Industrien in Betracht tätigkeit der letzten beiden Jahre fich Bedenken vor einer Ueber eingetretenen Krise leidet. Wie regelmäßig im September/ Oktober hat und berücksichtigt ferner, daß auch in einzelnen Spezialzweigen der produktion an Wohnungen geltend machen, besonders aber wohl, weil zwar auch in diesem Jahre die Fabrikation einen Aufschwung ge- Maschinenindustrie, z. B. im Lokomotiven, Kessel- und Werkzeugder Geldmarkt fich wesentlich geändert hat und die sogen. Geldverteuerung, nommen, doch handelt es sich allem Anschein nach nur um eine maschinenbau, sich eine Zunahme des Angebots von Arbeitskräften die während der nächsten Monate eher steigen als abnehmen dürfte, die temporäre stärkere Beschäftigung, mit der es nach Weihnachten wieder nachweisen läßt, so erscheinen die Aussichten des Arbeitsmarktes Unternehmungslust lähmt. Und diese Abnahme der Bautätigkeit vorbei sein dürfte. für den kommenden Winter keineswegs in rosigem Lichte. Fehlt wird voraussichtlich auch verschiedene Nebengewerbe ungünstig be- Ist demnach die Gesamtlage dieser Industrien eher etwas auch bisher der Anlaß, von einer voraussichtlichen Notlage zu sprechen, einflussen, vornehmlich die Bautischlerei. Dagegen sind die Aus- günstiger als schlechter wie im vorigen Jahre, fo find dafür die so hat doch andererseits jene optimistische Auffassung keine Berechtigung, fichten für die Möbeltischlerei recht gute. Die Nachfrage nach Aussichten des Kohlenbergbaues sowie der Eisen- und Stahlindustrie die noch heute im größten Teil der tapitalistischen Presse Arbeitskräften, die schon im vorigen Monat hervortrat, ist noch da um so trüber, und diese Industrien sind heute die maßgebenden, die zum Ausdruck kommt, wenigstens nicht vom Arbeiterstandpunkt. durchweg auf ein gutes Weihnachtsgeschäft gerechnet wird ge- dem Markte ihre Signatur aufdrücken. Im Kohlenbergbau ist mit Zudem muß mit in Rechnung gestellt werden, daß wenn auch die im ftiegen. ziemlicher Sicherheit auf größere Betriebseinschränkungen und eine August eingetretene Aufwärtsbewegung der Preise für die notNicht minder günstig sind die Aussichten der Elektrizitätsindustrie. Dementsprechende vermehrte Einlegung von Feierschichten zu rechnen. wendigsten Lebensmittel nicht angehalten hat, sondern inzwischen ein Aus ihren verschiedenen Spezialgebieten, wie der Fabrikation von Ein strenger, Harter Winter, durch den der Verbrauch von Haus- Umschlag erfolgt ist, doch heute die Preise für Getreide, HülsenElektromotoren, Dynamos, Transformatoren, Alfumulatoren zc. wird brandfohlen beträchtlich gesteigert wird, kann freilich Abhülfe früchte, Kartoffeln, Butter, Gier 2c. höher stehen, als im Oftober des guter Geschäftsgang gemeldet, und auch das Glühlampengeschäft bringen; doch würde selbstverständlich dadurch an der Gesamt- vorigen Jahres. Der Arbeiter muß also erhöhte Mittel anfwenden, dehnt sich mehr und mehr aus. Geklagt wird nur über den Rückgang fituation des Arbeitsmarktes nichts geändert, da in diesem Falle um die Bedürfnisse feines kleinen Haushalts zu decken. er garantierten Gesamt- Auflage Der des Vorwärts" in Höhe von " 85000 liegt heute unsere reich illustrierte 24. Preisliste bei, und bitten wir ergebenst, sich diese aufzubewahren und bei Bedarf beachten zu wollen. Baer Sohn Spezial- Haus größten Maßstabes Chausseestr. 24a/ 25. 11. Brückenstr. 11. Gr. Frankfurterstr. 20, 867 D Adolf Cohn jr. Inh. Ludwig Cohn Kaufhaus für Damenputz Special- Abteilung für Trauerhüte und Kinderhüte= Berlin O., Gr. Frankfurterstr. 114 Tel. VII. 3060. Ecke Andreasstrasse. Der Verkauf findet von jetzt ab 246L* zu sehr billigen, jedoch streng festen Preisen statt. Jeder Gegenstand 12, 15-100,00. ist mit deutlichen Zahlen zu dem billigsten, festen Verkaufspreis ausgezeichnet. Kinderwagen- Bazar ,, Baby" S. Kaliski. 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Hans Kasino- Theater Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Borstellung. Neichshallen. Stettiner Sänger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Im Urania. Taubenstraße 48/49: Um 8 Uhr im Theater: Bannkreis der Jungfrau. Montag: Dieselbe Vorstellung. Invalidenstraße 57/62. Sterit warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. National- Theater Weinbergsweg 12a- 13b. Sonntag, den 30. Oftober 1904, nachmittags 3 Uhr: Der Freischütz. Abends 7, Uhr: Lothringerstr.37. Anf. Wch.8, Sonnt.7%. Wildes Blut. Gesangsposse in 3 Atten. Nach der Wilden Stake" frei bearbeitet. Vorher das brillante bunte Programm. Sonntag, nachmittags 4 Uhr: Mutter Gräbert.( Sleine Preise.) Lustspielhaus Friedrichstraße 236. Nachmittags 3 Uhr: In Behandlung. Abends 8 Uhr: Biederleute. Morgen u. folgende Tage: Biederleute. Donna Juanita. Volksgarten- Theater Montag: Donna Juanita. ( früher Weimann). Sonntag, den 30. Oftober cr.: Apollo- Theater. f und Stadt. Nachmittag 3 Uhr: Spezialitäten und Carl Weiß- Theater. Frühlingsluft Große Frankfurter Straße Nr. 132. mit dem Ballett Blüten- Hochzeit. Abends 8 Uhr: Vorletztes Auftreten der OktoberSpezialitäten. Hierauf: Direktion: M. Ed. Fischer. Nachmittags 3 Uhr, Barlett 60 Pf.: Einmalige parodistische Opern- Borst. Troubadour, Bajazzo, Tannhäuser. Abends 8 Uhr: Senta Wolfsburg. Berliner Luft. Schauspiel in 5 Atten von C. Wendt. Montag und folgende Tage: Senta Wolfsburg. Unter persönlicher Leitung des Komponisten Paul Lincke. Historisches Schauspiel in 4 Aften von Oskar v. Redwig. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Entree 40, Parkett 75 Pf., Sperrfit 1 M. Morgen Montag: Ehrliche Arbeit. Stadt- Theater Moabit. Gastspiel des Bernh. Rose- Theaters. Alt- Moabit 47/49. Ehrliche Arbeit. Bolfsstück mit Gesang von H. Wilken. Anf. 6 Uhr. Entree 50, Parkett und Balkon 1 Mark. Dienstag: Philippine Welser. Rad der Vorstellung: Gr. Ball. W. Noacks Theater. Direttion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Goldlotte. 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Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 256. 21. Jahrgang. An 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Suning, 30. Oktober 1904. zutreffen kann, jedenfalls ist er weder von einem Vorstandsmitglied gesetzlichen Bestimmungen der von ihm mißbilligte Beschluß wider. Weitere Eingriffe des Magiftrats in die Selbstverwaltung noch von irgend einem Arbeitgeber in der Generalversammlung als spricht. Offenbar beruht seine Verfügung auf durchaus fehlsamen einschlägig bezeichnet worden.§ 43 spricht von der Vereinigung tatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen. Gegen den Beschluß und gegen die Zentralisierung der Krankenkassen. mehrerer Gemeinden, es hat in der Generalversammlung und Beschwerde zu führen und die Unterzeichneten mit der Durchführung in der Vorstandssigung kein einziges Kassenmitglied die Zentral- der Beschwerde beziehentlich des Verwaltungsstreitverfahrens zu Der Ruhm, den das Provinzial- Schulkollegium sich durch seinen Kommission oder die neue Maschinenbauer- Krankenkasse als eine beauftragen, hat der Vorstand beschlossen. Kampf gegen die Selbstverwaltung erworben hat, wird durch die Gemeinde bezeichnet. Es scheint die angegriffene Verfügung, wie- Auf diese, im Mai eingelegte Beschwerde ist bis heute nocj Eingriffe des Magistratskommissars in die Selbstverwaltung der wohl sie wiederholt auf§ 43 des Gesezes sich bezieht,§ 46 angezogen tein Bescheid ergangen. Wohl aber hat sich der Magistrats Krankenkassen völlig in den Schatten gestellt. Wir hatten bereits wissen zu wollen. Indes auch§ 46 des Krankenkassengesetes spricht Kommissar gemüßigt gesehen, folgenden Utas dem Schriftführer der neulich eine Reihe von behördlichen Eingriffen dargelegt. Wir ver- ztvar von Verbänden, hat aber mit der Frage, ob die Kaffe der Kasse zugehen zu lassen: mehren das Ruhmesblatt des Magistrats durch Anführung eines Zentral- Kommission beitritt oder nicht, nicht das geringste zu tun. Der Vorstand hat troß meiner Verfügung vom 23. April( foll weiteren Falles, der abermals deutlich illustriert, daß, wo es sich um das Die Zentral- Kommission der Krankenkassen Berlins und Umgegend heißen 29. April) d. J. beschlossen, den stellvertretenden Schriftführer Interesse der Kasse, um die Rechte der Arbeitnehmer, um gentrali ist eine lose Vereinigung, zu der keinerlei Bei zu beauftragen, der Zentral- Kommission der Krankenkassen Berlins fierung von Kassen handelt, der Magistrat einen Standpunkt vertritt, träge seitens der Kasse gezahlt werden sollen. den Beitritt der Neuen Maschinenbau- Krankenkasse anzuzeigen. der für eine Belastung der Kasse, für Verminderung der Rechte der Die Zentral- Kommission bezwedt vielmehr und Dieser Beschluß ist von dem Vorsißenden Herrn Handlungss Mitglieder und für eine 3ersplitterung der Kassen wirken hat mit Erfolg bezwedt, daß finanzielle Gr- bevollmächtigten Kahle auf Grund des§ 35 des Krankenmuß. Die Zentralfommission der Krankenkassen Berlins wirft leichterungen den Kassen werden, die ihr bei Versicherungsgesetzes beanstandet worden. Da diese Beanstandung bekanntlich für eine Zentralisierung der Kassen und es haben die der treten. Da die Zentral- Kommission aus Arbeitern besteht und die aufschiebende Wirkung hat, kann der Beschluß bis zur Entscheidung Zentralfommission beigetretenen Kassen erhebliche Vermögens- Besserung der finanziellen Lage der Kaffen und der Arbeiter herbei- nicht formell zur Ausführung kommen. Was die Sache selbst anvorteile. Der Zentralfommission beizutreten hat unter anderm auch zuführen geeignet ist, so versteht es sich von selbst, daß die Zentral- belangt, so ist die ausgesprochene Beanstandung begründet, wie in die Generalversammlung der Neuen Maschinenbauer- Krankenkasse am Kommission feine Beiträge aus der Kaffe erhält, sondern daß genug meinem oben erwähnten Schreiben dargelegt ist. 29. März beschloffen. Diesen Beschluß hat der Vorsitzende der Kaffe aufopferungsfähige Mitglieder von Krankenkassen vorhanden sind, Demgemäß untersage ich der Kaffe nochmals, der Zentral ( ohne gesetzliche Grundlage) beanstandet. Darauf erging unter dem die etwaige Unkosten aus ihrer eigenen Tasche decen. Der Zweck der Kommission der Krankenkassen Berlins beizutreten und irgend welche 29. April folgende Verfügung des Magistratskommissars: Zentral- Kommission ist die Förderung aller die Beiträge in irgend einer Form an diese zu zahlen, widrigenfalls ich Krankenkassen gemeinsam berührenden An- mich genötigt sehen würde, gegen die die Kasse etwa verpflichtenden gelegenheiten. Es ist unerfindlich, auf Grund welcher gesetz- Personen eine Ordnungsstrafe von je 10 M., welche hiermit ans lichen Bestimmung der Herr Magistrats- Kommissar glaubt, den An- gedroht wird und an deren Stelle im Unvermögensfalle eine Hafte schluß an einen solchen Zwed untersagen zu dürfen. U. a. soll strafe von je 2 Tagen tritt, festzusehen. der Zweck z. B. erreicht werden, durch gemeinschaftliches Vorgehen Friedel. zur Verbilligung der Medikamente. Dadurch, daß die Kasse der Bentral- Kommission beigetreten ist, lommen ihr diejenigen Vorteile zu gute, die durch Vorgehen der Zentral- Kommission für die Kassen erreicht sind, die ihr beitreten, d. h. für die die Zentral- Kommission berechtigt ist, wenn auch nicht juristisch und formell, vorzugehen. Ein Apotheker gewährt z. B. denjenigen Kassen, die der Zentral- Wasserstand am 28. Oktober. Elbe bei Aufsig 0,38 Meter, bet Unstrut bei Kommission nicht angeschlossen sind, nur 10 Proz., den anderen Dresden-1,77 Meter, bei Magdeburg+0,43 Meter. Meter, bei Breslau 16% Proz. Rabatt. Welcher wirtschaftliche, soziale, Straußfurt+0,80 Meter. Oder bei Ratibor Meter, bei Breslau Unter Begel Meter, bei gesetzliche Grund liegt vor, den Beschluß einer Ober- Begel Weichsel bei Brahemünde+2,43 Meter. Generalversammlung zu beanstanden, welcher Frankfurt+0,70 Meter. weiter nichts besagt: wir sind einverstanden, warthe bei Posen+0,04 Meter. Nese bei Usch+ 0,62 Meter. daß auch die neue Maschinenbauer- KrantenWitterungsübersicht vom 29. Oktober 1904, morgens 8 Uhr. tasse nicht 10, sondern 16% roz. erhält? Die an= gefochtene Verfügung ist ein unberechtigter Eingriff nicht nur in die Selbstverwaltung der Kassen, sondern auch in das selbstlose Vorgehen von Kassenmitgliedern, die aus ihren Beiträgen es ermöglichen, daß der Kasse Vorteile zugewendet werden. Die Zentral- Kommission ist weder eine Gemeinde im Sinne des§ 43, noch ein Verband im Sinne des§ 46, noch irgend ein Gebilde, zu deſſen Gristena Eminembe. 774 DGD 2Nebel behördliche Genehmigung erforderlich wäre. Wohl aber ist von behördlicher Seite, allerdings nicht von dem Herrn Magistrats- Hamburg 773 D Kommissar, wiederholt die gedeihliche Wirksamkeit der Zentral- Franti.a. M. 768 N Kommission anerkannt worden. Die Generalversammlung hat durch München 765 NO ihren Beschluß dasselbe getan, ist hierzu berechtigt und fann sich Wien nicht abhalten lassen, auch für die Zukunft in gleichem Sinne vorzugehen. Das Gesetz gestattet eine Beanstandung des Beschlusses der Generalversammlung nicht. Wenn der Herr MagistratsKommissar der Ansicht ist, der Beschluß entspräche den gesetzlichen Vorschriften nicht, so dürfte er verpflichtet sein, anzuführen, welchen den Vorstand der Neuen Maschinenbauer- Krankenkasse( Fabrikfasse) hierselbst, Hirtenstraße 6. Der Vorsitzende der dortigen Kaffe, Herr Handlungsbevollmächtigter Oskar Kahle, hat den Beschluß der am 29. März d. J. abgehaltenen Generalversammlung, wonach die Kasse als solche sich an die Zentralfommission der Krankenkassen Berlins anschließen soll, mit Rücksicht darauf beanstandet, daß es unzulässig ist und den gesetzlichen Borschriften nicht entspricht, daß eine Kaffe einem nicht nach§ 43 des Kranken- Versicherungsgesetzes genehmigten Verbande beitritt und zu diesem Beiträge zahlt. Ich muß diese Beanstandung nach den gesetzlichen Vorschriften des§ 43 des Kranken- Versicherungsgesetzes durchaus billigen und untersage dem Vorstand hierdurch ausdrücklich namens der Kasse der " Zentral- Kommission der Krankenkassen Berlins" beizutreten und an dieselbe Beiträge zu zahlen. Bei Zuwiderhandlung gegen diese Verfügung würde ich mich genötigt sehen, gegen den Vorsitzenden und Schriftführer sowie deren Stellvertreter, soweit sie die Beitrittserklärung bei der ZentralKommission für die Kasse abgegeben haben, Ordnungsstrafen eintreten zu lassen. Einem weiteren Berichte sehe ich demnächst entgegen. Berlin, den 29. April 1904. Der Magistrats- Kommissar für die Orts- und Betriebskrankenkassen. Gegen diese Verfügung legte der Vorstand mit folgender Begründung, die die tatsächlichen und rechtlichen Beziehungen ausführlich erörterte, im Mai Beschwerde ein: gez. Friedel. Die angegriffene Verfügung untersagt dem Vorstand namens der Kaffe der Zentral- Kommission der Krankenkassen Berlins beizutreten und an dieselbe Beiträge zu zahlen. Die Verfügung meint, ein solcher Beitritt sei unzulässig, weil es sich um einen nicht nach § 43 des Krankenkassengesetes genehmigten Verband handelt. Der Herr Magistrats- Kommissar übersieht, daß§ 43 schlechterdings faum Begr. 1864 Pelzwaren- Fabrik Neue Königstraße 21, IL, verkauft nach beendeter EnReisemuster, gros- Saison Kolliers, Stolas, Muffen etc. zu billigsten Engros- Preisen. Es gelangt nur wirklich reelle Kürschnerware zum Verkauf. Reparaturen jeder Art werden billigst und sauber ausgeführt. Winkler& Barthold. Fluß- u. 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