Nr. 177. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Auslands Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahra. Insertions- Gebühr beträgt für die. fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Berfammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. gevnsprech- Anschluß: amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Abonnements- Einladung. „ Vorwärts“ Berliner Volksblaft Sonntag, den 31. Juli 1892. 11 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der Bourgeois will ausbeuten, aber nicht ausgebeutet gelöste Gedanke des Staatssozialismus an fich" schwebt, werden. Wachsen ihm gewisse Einrichtungen so über den wie in unserem ersten Artikel dargelegt wurde, in der Luft, Kopf, daß er bei ihrer privaten Regelung seine Rechnung er kann gar nichts anderes sein als eine leere Formel, ein Zum Monatswechsel eröffnen wir ein neues Abonnement nicht mehr findet, so pfeift er auf sein Brinzip und appellirt Blankett, in das man alles Beliebige hineinschreiben kann, auf den an die helfende Hand des Staates. Er ist überhaupt nur und daher nothwendigerweise eine Handhabe für alle Gegner des Staates, soweit derselbe in seine Ausbeutungs- möglichen Zweideutigkeiten. Vollmar definirt dann auch domäne eingreift, wie er erbitterter Geguer aller Monopole den Gedanken des Staatssozialismus an sich" wie folgt: ift, an denen er nicht Theil nimmt. Die Verstaatlichung Man kann unter Staatssozialismus, ganz allgemein ge von Monopolindustrien wie die Eisenbahnen läßt daher da, nommen, den Grundsatz verstehen, daß der bestehende Staat wo die Gefahr bureaukratischer Verwaltung nicht vorliegt, nicht blos eine Organisation zu politischen Zwecken, sondern die Masse der Bürger an sich gleichgiltig. Sie ist keine daß sich seine Souveränetät auch auf das wirthschaftliche GeMaßregel, welche das Dasein der bürgerlichen Gesellschaft biet in dessen vollem Umfange erstrecke, sodaß dem Staate nicht irgendwie in Frage stellt. Und so mit allen anderen Benur die Regelung des ganzen Verhältnisses zwischen Arbeitern trieben, deren Verstaatlichung der Staatssozialismus und Unternehmern zusteht, sondern daß auch die Ueberführung fordert. Im schlimmsten Falle werden dadurch abgegrenzte beliebiger Theile der Gütererzeugung unter die Oberleitung oder selbst in den unmittelbaren Betrieb des Staates in seiner Intereffengruppen der bürgerlichen Klassen getroffen, und Befugniß liegt." deshalb ist die Gegnerschaft aus den Reihen des übrigen bedingte. mit der illustrirten Sonntagsbeilage ,, Neue Welt". Für Berlin nehmen fämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mart 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von unter Nr. 6652.) 2,20 Mark für die Monate August und September entgegen.( Gingetragen in der Poſt- Zeitungs- Preisliste für 1892 Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Sozialdemokratie und der Staatssozialismus. Theils der Bourgeoisie gegen diefelben immer nur eine Mit anderen Worten, der Gedante des Staatssozialismus an sich" ist, daß der bestehende Staat das Die abstrakte Manchesterdoktrin war so zu sagen die Recht hat, Gewerbeordnungen zu erlassen und Verstaat lichungen vorzunehmen ein Recht, das heute wirklich Dottrin des Bürgerthums vor dem Sündenfall, der Ausdruck des bürgerlichen Selbstbewußtseins aus der Zeit der nur noch die Anarchisten und sonstigen extremen Manchestervollen Jugendkraft der Bourgeoisie; der Staatssozialismus leute dem Staate streitig machen. Danach muß sich dann ist die Praxis der Bourgeoisie na ch' ihrem Sündenfall, nach allerdings die Beantwortung der Frage, wie sich die Sozialdem sie vom Baum der Erkenntniß gegessen und ihre Blöße demokratie zum Staatssozialismns stellt, spielend von selbst erkannt hat. Das gilt fowohl in Bezug auf die ideologischen ergeben. Ein so farbloses Ding wie diefen Gedanken des Anwälte des Staatssozialismus, als auch auf dessen poli- wirklich, um mit Vollmar zu reden, keinerlei Grund, tische oder wirthschaftliche Ausbeuter. Es ist uns zwischen Beiden besteht nur darin, daß bei den Ersteren die mit besonderem Eifer zu bekämpfen". Rücksicht auf das Gemeinintereffe aufrichtig, bei den Letteren Wahl aber hat man wiederholt, verleitet eben durch so auch nicht bewußt, daß dies jemals geschehen wäre. aber nur Vorwand ist. Die Ersteren wollen die Blößen farblose Definitionen, staatssozialistisch en Plänen zugestimmt, der bürgerlichen Gesellschaft zudecken, die Lehteren bei dem ohne sich dieselben genauer anzusehen und sie auf ihre WirZudecken ihr Schäfchen ins Trockene bringen. Jene als die kapitaNun fährt Vollmar allerdings nach dem obigen Sage folgendermaßen fort: II. Der Staat und der Sozialismu 3. wünschen, daß die staatssozialistischen Betriebe gewerbliche ung für die Arbeiterklasse zu prüfen. Das war erklärlich Der Staatssozialismus strebt, wiederholen wir, nach Musterauftalten in Bezug auf alle dabei Betheiligten seien, in der ersten Zeit der sozialistischen Agitation, wo man es feinerlei grundsäßlicher Aenderung der bestehenden gesell- während diese weiter nichts wollen, noch vorzugsweise mit der Bekämpfung des Manchesterschaftlichen Verhältnisse, sondern im Gegentheil nach deren liftische Leitung derselben durch den Staat. Es liegt Dogmas zu thun hatte. Heute aber, wo die Bourgeoisie Befestigung. Er unterscheidet sich von dem sogenannten aber auf der Hand, daß so lange und in dem Grade, als der haben wir um so mehr den Unterschied uns vor Augen zu selbst dieses Dogma immer mehr und mehr fallen läßt, Manchesterthum nur dadurch, daß während dieses die Be- Staat in den Händen der Bourgeoisie ist, im Bourgeois halten, der den ganz bestimmten sozialdemokratischen Geseitigung aller Unzuträglichkeiten im wirthschaftlichen Ver- sinne geleitet wird, die Letzteren und nicht die Ersteren den danken von dem" Gedanken des Staatssozialismus an tehr vom freien Spiel der wirthschaftlichen Kräfte erwartet, Ausschlag geben. Die Jocologen besorgen 1112 den er das Eingreifen von Staat und Gesetzgebung dafür in theoretischen Aufputz, mit dem die praktischen Geschäftsleute sich" trennt. Anspruch nimmt. Dent konfequenten Manchestermann ist im des Staatssozialismus für ihre Projekte Reklame machen. Grunde schon der staatliche Betrieb der Post ein fataler Eingriff in die Domäne der wirthschaftlichen Freiheit. Der Staatssozialist erblickt in ihm das Muster für den Betrieb der Eisenbahnen, des Versicherungswesens u. s. w. durch den Staat. Jusofern ist das Manchesterthum der radikalere Ausdruck des Prinzips der Bourgeoisie, welches darin besteht, daß fein wirthschaftliches Ausbeutungsgebiet dem individuellen Unternehmungsgeist, der freien Konkurrenz entzogen bleibt. Aber was der Bour geoisie als Klasse recht ist, ist dem einzelnen Bourgeois oder den verschiedenen Schichten oder Interessengruppen, in welche die Bourgeoisie ihrerseits zerfällt, keineswegs immer billig. Feuilleton. Nachdruck verboten.) Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. [ 27 In dem Original des Vollmar'schen Artikels über die Frage des Staatssozialismus, der zu der gegenwärtigen Kontroverse Anlaß gegeben, heißt es, nach dem authentischen Bericht in der Münchener Post" vom 7. Juli: " 1 Wenn man sich ein ausreichendes Urtheidüber den Staatssozialismus bilden soll, so hat man meines Erachtens wohl zu unterscheiden zwischen dem Gedanken des Staaatssozialismus an sich und der Gestalt, welche derselbe augenblicklich angenommen hat." " In diesem weitesten Sinne würde sich der Staatsfozialismus vom demokratischen Sozialismus also nur durch die Frage trennen: welchen Gebrauch der Staat von dem ihm grundsätzlich zugestandenen Rechte zu machen habe, das heißt, in welchem Sinne und von wem der Staat zu leiten sei. Diese Frage ist allerdings von größter Wichtigkeit, was sich schon daraus ergiebt, daß unsere Staatssozialisten politisch meist Ronservative, die eigentlichen Sozialisten dagegen Demokraten find. In welchem Sinne diese Meinungsverschiedenheit aber schließlich entschieden werden wird, darüber kann wohl für Niemand ein Zweifel bestehen, der die Unaufhaltsamkeit der fortschreitenden Demokratifirung der Staatswesen erkennt." Eindruck machte, bestellte sich ein Mittagessen und ging in den ersten Stock hinauf. Das ist bereits eine falsche Fragestellung, angesichts der eine richtige Antwort geradezu von vornherein ausgeschlossen ist. Der von den besonderen historischen Verhältnissen Losjedem einigermaßen auf Jugendlichkeit deutenden Schatten riß, den er bemerkte, das junge Mädchen wiederzufinden und bei jedem leichten Schritt, den er hörte, war er ver Obgleich es nun die Stunde war, zu der man in wundert, sie nicht wiederzusehen. Dann gab es aber auch den belgischen Gasthäusern eine große Anzahl von Mittagsauf der Entdeckungsreise, die sein Herz unternahm, allerlei gästen antrifft, begegnete Marcel Niemandem in dem Saal, Ueberraschungen und Genüsse für seinen Geist. Gewiffe in den er eingetreten war. Der Ort erschien ihm gerade Straßen bezauberten ihn förmlich, er sah Schiellen, auf deswegen einladend. Von dem Kloster her kam ein Duft denen er, er wußte nicht warum, den Fuß Babette's zu er frischen Grases und nach alten Häusern herüber, und man tennen glaubte, Fenster, an denen er das Gesicht des hörte das Rauschen der Mühle im Kanal. Er näherte sich jungen Mädchens wahrzunehmen glaubte, und er blieb ganz einem Fenster, an dem eine Jalousie herabgelassen war. verliebt stehen. Es ging nach dem Quai hinaus und zwanzig Meter vom anderen Ufer sah man einen kleinen teraffenartigen Garten zwei Meter über dem Wasser mit schmalen mit Sand bestreuten Wegen und kleinen Beeten, die von Rasen umfäumt waren; er ging bis dicht an die alten Mauern, die ganz mit Mauerkraut bewachsen und von Kräuterbüscheln und wilden Blumen eingefaßt waren. In der Mitte befand sich ein kleiner runder Rasenplatz; blühende Rosenstöcke zitterten längs den Mauern hin; eine niedrige schwarze Thüre mit starken eisenbeschlagenen Querballen zeichnete fich im Hintergrund ab und im Vordergrund sah man Treppenstufen, die von dem Wasser des Kanals bespült wurden und ganz von feuchtem grünem Mooe bedeckt waren. Auf der Rückreise nahm der Zustand Marce Is einen In anderen Winkeln glaubte er zu errathen, daß sie oft anderen Charakter an. Ohne daß er aufhörte zu träumen, hier vorüberging und deshalb kehrte er jeden Tag zurück nach fing er an nachzudenken, zu wünschen und, um sich Er dem Gäßchen, das den Namen Rue de l'Ane Aveugle trägt, leichterung zu verschaffen, faßte er einen Entschluß, er beschloß in das man durch einen Vorhof gelangt und welches man über Babette zu suchen und in Erfahrung zu bringen, wo sie eine Brücke verläßt, die zwischen dem Rathhaus und wohnte. Er stellte sich diese Aufgabe und mäßigte dadurch dem Palais de Franc liegt. So suchte er überall und aus seine Begierde. feiner Hoffnung erblühten süße Phantasien. Es giebt eine Menge von Kleinigkeiten und Scherzen, unter denen ein junger verliebter Mann zu leiden hat, Nach fünf Tagen etwa begann er einzusehen, welch ein wenu er der Unterhaltung junger Männer, die nicht verliebt tiefer Abgrund ihn von ihr trennte, und er beschloß mit find, zuhört, und Marcel hatte in diesem Moment das Be- seinen verliebten Nachforschungen aufzuhören. Eines Tages, dürfniß, allein zu sein. Der Gedanke, zum Mittags und als er um ein Uhr aus der Schreibstube kam, um zum Abendessen in seine alte Penfion zurückzukehren und wieder Mittagessen zu gehen, hatte er dem fleinen Schreiber zugerufen: Die Augen des jungen Mannes blieben haften an diesem die schlüpfrigen Rebensarten seiner Kameraden zu hören, Ich gehe nach der Pension, aber schon vor dem Hause des erschreckte ihn. Er ging in Zukunft jeden Tag, unter dem Advokaten, fühlte er ein brennendes Bedauern, das ihm das Vorwand, zum Mittagessen zu gehen, durch die Straßen, Herz zerriß; er zögerte und statt links zu gehen, wo man auf die Quais und in die verschiedenen Viertel. Aber er nach der Pension gelangte, ging er rechts. gab sich das Versprechen, niemals wieder einen Fuß in die Wirthschaft in der Rue de l'Ange zu setzen. Das Andenken an die geschminkte, zahnlose Frau, die hinter ihrem Schant tisch lächelte, flößte ihm Widerwillen ein. In den ersten Tagen glaubte er alle Augenblicke in armen Erdenwinkel, der zugleich lebensvoll und veraltet erschien, und er lächelte mit einer Art Befriedigung, wenn auch fühl und gelassen, über diesen fleinen zwischen Mauern eingeschlossenen Platz, der in seiner Verborgenheit Die Straße, die er eingeschlagen hatte, führte nach dem kaum zu entdecken war und dabei so herrliche Rosen trug Beguinenkloster. Er war bis jetzt noch nicht auf den Ge- und von den frischen Fluthen des Flusses umspült wurde. danken gekommen, diesen Theil der Stadt zu durchforschen. Er war im Auschauen versunken und träumte vor sich Er ging über die Brücke vor dem alten Kloster, befand sich hin. Der Garten schien ihm so ruhig und verschwiegen, daß auf einem Quai, fand eine Gastwirthschaft, die einen auten er sich in dieser friedlichen Stille hätte ausrufen mögen. Diese Unterscheidung ist indeß keineswegs genügend. 13 üchterin des Meineides charakterisirt. Dies sein. Wir erklären seine Entfernung aus der Justiz über So viel auch in dem vorstehenden" nur" steckt, nämlich in geschah in der Verhandlung des Hamburger Schwurgerichts haupt für unabweisbar nöthig, nicht in unserem Interesse, der Frage, welchen Gebrauch der Staat von dem ihm am 12. Juli. Die Sache, weswegen die Verhandlung statt- sondern im Interesse der deutschen Justiz selbst. Läßt man grundfäßlich zugestandenen Rechte zu machen habe, d. h. in fand, hat mit sozialdemokratischen Dingen gar nichts zu ihn im Dienste derselben, so wird jede Gerichtsverhandlung, welchem Sinne und von wem der Staat zu leiten fei" thun, interessirt uns also hier nicht. Nach dem Bericht des wo er und Sozialdemokraten in Frage kommen, zu einer und es steckt allerdings sehr viel darin- so wenig fann Hamburger Echo" nun wurde den Zeugen die Frage ge- urkräftigen Agitationsgelegenheit für uns werden. Darauf dasselbe als erschöpfendes Kriterium gelten. Es handelt sich stellt, ob fie Mitglieder der sozialdemokratischen Partei können sich alle die Leute verlassen, die Herrn Romen ge beim Staatssozialismus nicht um eine abstrakte theoretische feien, was einige bejahten; und im Plaidoyer bemerkte währen ließen. Genau so wie das Regime Bismarck mit Doktrin, bei der Meinungsverschiedenheiten über die zukünftige dann der Staatsanwalt: Die meisten dieser Zeugen seien seiner Vogelfrei Erklärung der Sozialdemokratie unfree Leitung des Staates nebenher in Betracht kommen, sondern Sozialdemokraten und halten sich infolge ihres Partei- Partei aufs mächtigste gefördert hat, genau so muß eine um eine konkrete Frage der Gegenwart. Und darum programms() und vieler in den sozialdemokratischen Justiz nach dem Sinne des Herrn Romen uns zum Vorsteht die Frage nach dem Staat, der das oder die Stücke Schriften(??) ausgesprochenen Grundsätze berechtigt, auf theil sein. Uebrigens soll man nie des Sprüchworts verSozialismus" durchführen soll, obenan in erster Reihe. den geleisteten Eid Unwahres sagen zu dürfen, da von gessen: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er Sie ist der Frage, wie das zu verwirklichende Stück der Partei der Eid als null und nichtig er bricht. Das Sprüchwort gilt auch heute noch und zwar Sozialismus", richtiger gesagt, die dem Staat zugedachte tlärt wird." Es ist angesichts dieser fortwährenden un- für Jeden. wirthschaftspolitische Vollmacht ausschaut, nicht unter-, begründeten Verdächtigungen unserer Partei hohe Zeit, daß die sondern gleich geordnet. Wie sieht der ganze Justizbehörde des Reiches den Staatsanwälten und sonstigen Aus dem mecklenburgischen Junkerparadies. Aus Staat aus, dem mit der neuen wirthschaftspolitischen Leuten in dieser Beziehung den Redefluß hemmt. Andern- unserem Leserkreise geht uns eine Schilderung zu, welche die Funktion neue Machtmittel in die Hände gelegt werden? falls fönnte man es keinem Sozialdemokraten verdenken, Bustände in dem Dorado unsrer Agrarier in Mecklenburg Bon der Antwort darauf hängt in den meisten Fällen wenn er unter Berufung auf jene Auffassung die Eides drastisch beleuchtet, wenn sie auch nicht geeignet ist, Sehnebensoviel, in vielen aber sogar noch mehr ab, als von leistung verweigert." Unsere Vermuthung, daß die Justiz- sucht nach dieser gesunden und fröhlichen Lebensweise" zu dem Wie" der Funktion selbst. behörde des Reiches diese unglaublich dreiste Beleidigung der erwecken. Hier aber gerade stoßen wir auf den wundesten Punkt stärksten Partei Deutschlands für wichtig genug Schauplatz der feudal- patriarchalischen Zustände, die der der Bollmar'schen Deduktion. Die wichtige Frage nach der Behalten werde, um den Herrn Romen zurechtzuweisen, hat sich Sklaverei so ähnlich sehen wie ein Ei dem Anderen, ist das schaffenheit des Staates schiebt Vollmar, indem er auf die als verfehlt erwiesen, denn dieser Mann, der dazu berufen einem Herrn von Flotow zu Teutendorf bei fortschreitende Demokratisirung der Staatswesen" hinweist, wäre, als Staatsanwalt die Wahrung des Rechts in sach- Tessin gehörige Gut, auf dem die Tagelöhner und Hofmit einer einfachen Handbewegung gelassen bei Seite. Alle lich ster Weise auszuüben, hat sich nicht gescheut, abermals gänger gegen die enorme Entschädigung von 64 resp. Achtung vor Vollmars demokratischer Zuversicht, aber sie die stärkste Partei Deutschlands und damit ein Fünftel der 38 Pfennigen pro Tag von Morgens 6 Uhr bis Abends darf uns nicht verleiten, Zukunftswechsel vor der Zeit zu überhaupt wahlfähigen Bevölkerung beweislos für Begünstiger 9 Uhr arbeiten müssen. Nicht selten, namentlich aber dann, wenn honoriren. Wer die Dinge so rosig betrachtet, daß er des Meineids zu erklären. Nur war er diesmal so vor die Leute etwa einmal vor 9 Uhr Abends zu arbeiten aufschreiben kann, es habe fichtig, nicht die Partei als solche, sondern die Partei- hören, wird der Bürgermeister aus Tessin requirirt, - „ die Entwicklung der Verhältnisse in Deutschland längst presse deffen zu bezichtigen, vermuthlich weil er vor der ber dann noch spät Abends Termin auf dem Gutshofe abjede Gefahr, welche aus einer Benu gung des Staats- öffentlichen Meinung als Beweis der Meineids- hält und die Verbrecher wegen Arbeitsverweigerung mit fozialismus zu macht politischen Zwecken entstehen konnte, begünstigung die Thatsache aufführen zu können meint, daß einer Geldstrafe von 4 M. belegt, ihnen dabei zugleich mitbeseitigt", wir den Parteigenoffen, welche um einen Andern zu retten theilend, daß sie so lange arbeiten müssen, wie es der Gutsdem mag es freilich wenig verschlagen, dem bureaukratisch- thörichterweise ihr eigenes Selbst in viel größere Gefahr herr verlangt. Stranke werden mit der Polizei aus dem polizistisch geleiteten Bourgeoisiestaat nene Machtmittel zu bringen, die menschliche Theilnahme nicht versagen. Bette geholt und als fault rant" mit Geldstrafen bes „ faultrant" zuerkennen, und es darauf ankommen zu lassen, welchen Ge- Da aber die sozialdemokratische Presse identisch mit der legt und dabei mit liebenswürdigen Schmeicheleien, wie brauch er von denselben macht wir halten diesen Opti- Partei ist, letztere feinesfalls zugiebt, daß die Parteipreffe 3. B. Schweinehund" traktivt. Daß die Wohnung dem mismus für etwas gar zu vertrauensselig. Gewiß werden in wichtigen Fragen aus der Reihe tangt, so ergiebt sich die glänzenden Arbeitslohn entspricht, kann man sich denken. alle staatssozialistischen Versuche den endlichen Sieg der Durchsichtigkeit dieses juristischen Manövers des Staats- In baufälligen Hütten sind die Arbeiterwohnungen, beSozialdemokratie nicht verhindern, aber es ist eine mert anwalts für uns von selbst, und wenn noch etwas fehlen stehend in einer Stube mit Lehmboden, Kammer, Boden würdige Strategie, im Vertrauen auf den schließlichen Sieg sollte, um diese unsere Ansicht als richtig zu erweisen, und Stall. Die Hofgängertage werden erst am den Gegnern Mittel in die Hände zu spielen, die denselben so wird es darin gegeben sein, daß es sich wiederum nicht 24. Ottober ausbezahlt; 60 Hofgängertage müssen event. in die Lage versetzen, uns den Kampf zu erschiveren um Angehörige der Parteipresse, sondern um audere umsonst gearbeitet werden, und alle 14 Tage werden und so den Zeitpunkt des Sieges hinauszuschieben. Darauf Parteigenossen handelte, die als Zeugen in Frage kamen. 4 Mt. für Roggen abgezogen. Nach der uns aufgemachten aber läuft die Deduktion Bollmar's, ob er selbst die Kon- Wir berichten über die betreffende Gerichtsverhandlung unter Rechnung behalten die Arbeiter von ihrem 14tägigen Lohn sequenz zieht oder nicht, in der Praxis hinaus. an dieser Stelle mit folgendem Resumee: der Rubrik: Gerichtliches" und begnügen uns daher 4 M. 96 Pf. übrig, wovon sie sich und ihre Familie zu Die Sozialdemokratie schließt e Jnanspruchnahme des Staats, wie er zur Zeit beschaffen ist, nicht grundsätzlich aus. Ohne sich über seine Natur zu täuschen, nimmt sie seine Maschinerie, soweit ihr dies möglich, für ihre Zwecke in Anspruch. Welches aber find ihre Zwecke? Die ökonomische, politische und in sozialen Sinne moralische Hebung des Proletariats, die Befähigung desselben zur politischen Herrschaft. Alle Reformen des heutigen Staates be trachtet sie unter diesem Gesichtspunkt. Ob irgend ein Zweig des Wirthschaftslebens unter die direkte Leitung des Staates gestellt wird, ist ihr an sich" gleichgiltig, sofern dies aber die Aktionsfähigkeit der Arbeiterklasse gefährdet - und dies ist im bureaukratisch geleiteten Bourgeoisiestaat, wie die staatssozialistischen Musterinstitute der Post, der Staatswerkstätten 2c. beweisen, namentlich in PreußenDeutschland bei so ziemlich allen Verstaatlichungen der Fall -verhält sie sich negativ- kritisch dazu. Sie erwartet vom heutigen Staat teine sozialistischen Verwirklichungen, weil dies das Aufgeben des Prinzips bedeutete, auf dem eben dieser Staat beruht- nämlich der Ausbeutung der mensch lichen Arbeitskraft zum Zweck der Profitmacherei. Der Sozialismus will dem System des Profitmachens auf auf Kosten der arbeitenden Klassen ein Ende machen, der Staats: sozialismus des heutigen Staates er= häft und potenzirt es zwischen ihnen. liegt eine ganze Welt. Politische Lebersicht. ernähren und etwaige Strafen zu zahlen haben. Das EinIn einem Preßprozeß gegen den Redakteur eines Arbeiter fommen dieser Arbeiter beträgt also: freie Wohnung, alle blattes, nach erfolgter Bernehmung eines Zeugen, stellte der 14 Tage ca. 5 M. Geldlohn, und jährlich 8 Scheffel Staatsanwalt Dr. Romen die Frage, ob Beuge der Sozial- Roggen und 12 Scheffel Hafer, sowie den Betrag der gedemokratie angehöre, wogegen der Vertheidiger des Angeklagten, leisteten Hofgängertage, welche abzüglich von 60 für den Dr. Türkheim, Einspruch erhob, da diese Frage, weil nicht zur Herrn zu leistenden Arbeitstagen am 24. Oktober ausbezahlt Sache gehörig, unzulässig fei. Der Staatsanwalt beharrte auf verden. Wahrlich, das reinste Schlaraffenleben, welches der Frage, weil er im Falle der Bejahung in Uebereinstimmung diese mecklenburgischen Landarbeiter führen. mit der von ihm an anderer Stelle entwickelten Anschauung freien Arbeitern" zu den Dienstboten, oder, wie es im bie Glaubwürdigkeit des Zeugen streichen würde. Der Wer " Von den Gesinde". Wir zitiren theidiger ersuchte das Gericht, von dieser Frage Abstand zu Junkerjargon heißt, zum Gesinde". nehmen, da die Parteizugehörigkeit des Zeugen nicht in Be- wörtlich: Aufstehen müssen sie Morgens 3½ Uhr und tracht kommen könne. Nach längerer Berathung beschloß das Abends kommen fie um 10 Uhr zu Bett; also 18% Stunde Gericht die Zulässigkeit der Frage, worauf der Zeuge die Arbeit und 5% Stunde Ruhe. Lohn bekommen fie Beantwortung verweigerte. Der Staatsanwalt beantragte darauf 156 Mark per Jahr. Morgens giebt es Mehlsuppe, die Anwendung des Zeugnißzwanges und gefeßter Weigerung eine Geldstrafe von fünfzig Mark, Suppenkartoffeln und was Mittags übrig bleibt, be bei fort die ist gewöhnlich angebrannt; Mittags giebt es eventuell entsprechende Haftstrafe. Da das Gericht die Anwendung des Zeugnißzwanges beschloß, beantwortete Beuge tommen sie Abends wieder, da ist es sauter. Manchmal die Frage mit einem Ja. Der Staatsanwalt erging sich darauf giebt es Mittags auch Fleisch, da sind ges bei Begründung der Anklage in heftigen Angriffen gegen die wöhnlich Würmer drin." Zu dieser großartigen geringe Wahrheitsliebe" sozialdemokratischer Redakteure. Auf Verpflegung liefert die gnädige Herrschaft noch wöchentlich Die ausgesprochene Meinung des Vertheidigers, daß es hier 14 Pfund Brot, 3/4 Pfund Schmalz und 1/2 Pfund Butter. jetzt Mode zu werden scheine, politische Fragen, bezw. die nach Bei solchen Zuständen dürfen sich die Erwerbsgenossen", der Parteistellung der Zeugen, in den Gerichtsfal zu tragen, wie Herr Graf von Mirbach die Agrarier insgesammt be erklärte er, daß ihm nur daran gelegen sei, der Wahrheit zu zeichnete, des mecklenburgischen Granden nicht wundern, ihrem Rechte zu verhelfen. Da er nun aber hinreichend Material dafür beizubringen im Stande sei, daß die ganze daß die Landarbeiter den Staub von den Pantoffeln sozialdemokratische Parteipresse vom Vorwärts" abwärts nicht schütteln und in die Stadt gehen, denn schwerer wie das nur den Meineid billigt, sondern ihn sogar verherrlicht, wenn liebe Bich arbeiten und dabei nicht satt effen, das hält nun es dadurch möglich ist, einen angeklagten Genossen der Strafe einmal auf die Dauer der Mensch nicht aus. Für die neue zu entziehen, habe er, von dieser Ueberzeugung durchdrungen, Kommission für Arbeiterstatistit aber würde im vorliegenden Falle die Frage gestellt, und halte er auf es eine sehr lohnende Aufgabe sein, wenn sie Erhebungen Grund der Antwort des Zengen denselben nicht für glaub über die Arbeits-, Wohnungs- und Ernährungsverhältnisse würdig. der ländlichen Arbeiter veranstalten dürfte, dann würde der Hamburger Sozialdemokraten haben auf das Vorgehen einzige Grund der Abwanderung nach den Städten sehr Herr Romen. Wir schrieben in Nr. 162 bes Bordes Herrn Romen umgehend Antwort ertheilt; unsere bald festgestellt werden, nämlich die unerträgliche Auswärts" vom 14. Juli: Wiederum hat ein Leser finden darüber unter der Rubrik" Parteibeutung und menschennwürdige Behandlung des ländlichen Staatsanwalt, diesmal ein Hamburger, in na chrichten" Näheres. Unsere Antwort auf" die Provo Proletariats durch die Großprotzen des Feudalismus. Aber einer Gerichtsverhandlung die Sozialdemokratie als kation des Herrn Romen kann nach dem Vorbemerkten kurz unsere sozialreformerische Regierung hat sehr wohl gewußt, Berlin, den 30. Juli. " Treten Sie ein, sagte Barbe. Und sie meldete: Herr Marcel Roquebert. Hier hätte er wohnen mögen, um des Morgens hier spazieren Gr.war troß allem, was er bemerkt hatte, nicht sicher, und als er unten an der Treppe[ vorüber ging, erhob er zu gehen, im Sommer hier bei linder Witterung zu daß das junge Mädchen im Beguinenkloster wohnte, aber den Kopf. Er wurde zuerst feuerroth und dann biaß. Er lesen und Abends unter dem Sternenhimmel zu liegen. er glaubte auf alle Fälle annehmen zu können, daß fie sich hatte Babette an dem Treppengeländer lehnen gesehen, und Luftschlösser erstanden vor seinem Geistesauge, er sab sich oft hier aufhielte, und er war entschlossen, auch oft hier auch sie hatte ihn bemerkt. glücklich, geliebt in einem prachtvollen, tostbaren Bart, über zu sein. Er suchte nach Borwänden und erinnerte sich, dem sich der blaue Himmel wölbte und der voller Rosen daß ja Madame de Rochefen da wohnte. Die alte war und in dem feuchte, laue Luft ihn umfächelte und er Gräfin war eine Freundin der Familie von Frau Roquebert, und obwohl Marcel sie kannte, hatte er ihr noch keinen heiteren Sinnes dem Gemurmel des Wassers lauschte. Der Seewind kommt an gewiffen Tagen bis nach Besuch gemacht. Er beschloß sofort hinzugehen und ihr seine nahe auf die Gräfin zu, anstatt sich ihr vorzustellen, und Marcel wußte faum, wie er hineinkam. Er stürzte bei Brügge; heute kamen ab und zu starke Windstöße, die jetzt Aufwartung zu machen. In der Nacht schlief er schlecht, fühlte, wie er beim Borbeigehen an etwas anstieß. Er biß Marcel's Hals berührten. Er schauerte zusammen. Das wie es nach derartigen Aufregungen der Fall zu sein pflegt, sich auf die Lippen, als er nun hinter sich das Fallen eines Streischen eines alten verrosteten Schlosses drang im selben und am nächsten Tag ging er ins Beguinenkloster, nachdem Topfes hörte. Es war übrigens das erste Mal, daß er die Augenblick aus dem kleinen Garten, die Thür mit den groben, es ihm am Morgen vorgekommen war, als ob die Zeiger Dame seit dem Tode des Herrn Roquebert, der vor ungefähr eisenbeschlagenen Querbalken öffnete sich und ein junges Mädchen der Wanduhr stehen geblieben wären. Schon von ferne einem Monat erfolgt war, wiedersah. Trotz der Abneigung fam heraus. Es war ihm plöglich, als ob Feuer durch hafteten seine Blicke sehnsüchtig an dem Eingange, und er jedoch, die stets zwischen dem Bürgermeister und dem jungen seine Adern ströine, sein Auge flammte hell auf, seine Pulse ging desto langsamer je näher er fam, als ob er wüßte, Manne bestanden hatte, konnte die Bewegung, die Marcel flopften, er gewahrte in dem Garten eine weiße, rofige Er- daß Babette zu dieser Stunde hier heraustreten müßte, und in diesem Moment verrieth, dem Andenken an die Tragödie scheinung. Es war Babette, die strahlend dicht vor ihm in als ob er ihr Zeit lassen wolle, zu kommen. Als er an dem gelten, die seine Mutter zur Wittwe gemacht hatte. seiner nächsten Nähe auf und ab ging. Sie trug ein helles Blaze angekommen war, machte er so langsam wie möglich einen Kleid, das ein wenig aufgeschürzt war; ihre Arme waren großen Umweg und schlug endlich die Richtung nach dem Hause heftigen Erguffe ihres Beileids, der gerade so lange dauerte, Madame de Rochefeu ergriff seine Hände unter einem bloß und ein großer Hut schützte sie gegen die Sonne. der Gräfin ein, und sagte sich dabei, daß er den Besuch möglichst als es das Schicklichkeitsgefühl und die Umgangsformen Er erhob sich, er wollte sie rufen, ihr Zeichen machen, abkürzen wolle. In dem Augenblick, als er eintrat, fab er, gestatteten, so daß Marcel sich nicht bedrückt zu fühlen aber das Schloß der schwarzen Thüre knarrte auf's neue wie im ersten Stock ein Borhang geöffnet wurde. Er legte brauchte, daß er nicht seiner Trauer Ausdruck gegeben hatte und Marcel sah eine alte fiufter aussehende Frau dem weiter kein Gewicht bei, aber der Gedanke, daß das und sich nicht genirt fühlen brauchte, so lange nicht da erscheinen. Sie trat in größter Eile in den Garten und junge Mädchen bei Madame de Rochefeu sein könnte, schoß gewesen zu sein. Dann heiterte sich das starke brünette bee ging wie Jemand, der etwas ausspioniren will, und im ihm plößlich durch den Kopf wie eine jener Einbildungen, Gesicht der Gräfin plötzlich auf, und sie sagte zu dem jungen felben Augenblicke als sie kam, erhob sich ein heftiger Wind- über die man lächelt. Er klingelte. Bald darauf hörte Mann: man im Hause hin- und hergehen. Er erbebte, ohne zu stoß, der die verblühten Rosen entblätterte. Marcel durchstreifte den ganzen Abend die Stadt, forg wiffen warum. Die Thür öffnete sich, und Marcel erkannte Marcel erinnerte sich jetzt an den Lärm von zer Yos, freudestrahlend und stolz, während es in seinem Herzen bestürzt die alte Frau, die er in dem kleinen Garten ge- brochenem Porzellan, den er bei seiner Ankunft wahr. erklang wie Sphärenmusit. Im Wirbel seines Glückes jagte sehen hatte. Sehr aufgeregt trat er ein, nannte seinen Namen und jetzt ganz roth: scheinlich veranlaßt hatte; ex sah sich um und stammelte ein toller Einfall den andern, und es war ihm rein unmög lich, bei einem Plan zu verweilen, an ein und demselben fragte mit schwacher Stimme nach der Gräfin. Gedanken festzuhalten. vermochte Madame ist zu Hause, sie kommt eben herunter. er fich In diesem Augenblicke hörte er das Rauschen eines gebot sich gewissermaßen selber Stillschweigen, um nachdenken zu können. Kleides auf dem ersten Treppenabjak. Er wurde neugierig, wieder zu sammeln, Endlich und Nehmen Sie Play! War ich das? Sie waren es, erwiderte fie; aber wenn Sie's mir nicht verzeihen, dürfen Sie mich nicht mehr besuchen ( Fortsetzung folgt.) weshalb sie die ländlichen Zustände der so schon aufs ärgfte eingeengten Kommission für Arbeiterstatistik als ein Blümlein Rührmichnichtan entzog! hat, wird in schonungsvollster Weise" eingesperrt, weil er mit Erfolg entgegengewirkt worden. Die Mannschaften au ein Graf ift. Ehrliche, überzeugungstreue Männer, reine den Schiffen der Wolga verweigern weiter zu dienen. Der Charaktere, unbescholten, makellos, die für ihre Sache Gut Dampfer, Estafette" der Samolet- Gesellschaft verlor seine und Blut opfern, werden wie Raubmörder behandelt, in ganze Mannschaft, bei anderen Gesellschaften entlaufen die Von der Militärvorlage. Ueber die drohende Ketten und Banden geschlagen, von Gendarmen gehudelt Arbeiter aus Furcht vor der Cholera zu Hunderten. Militär- Reform" weiß die" Post" zu erzählen, daß u. a. und gehöhnt, weil sie- Sozialdemokraten find Infolge des Auftretens der Cholera in Platana in der bei der Feldartillerie die Errichtung einer größeren und für ihre Partei aufopfernd wirken. Das geschieht in Nähe von Trapezunt( Kleinasien) ist von der türkischen Bahl fahrender Abtheilungen und Butheilung an Regimenter, Defterreich. Und in Deutschland werden sozialdemokratische Regierung für die Zufuhren aus den Häfen des Schwarzen denen die 4. und 3. fahrende Abtheilung fehlt, zu erwarten Redakteure, verurtheilt wegen Preßvergehen, gefeffelt zu Meeres von der russischen Grenze bis Ordu eine vierzehnsteht, ebenso die Umgestaltung der Lehrabtheilung der Feld- einer neuen Verhandlung geführt. In Deutschland darf tägige Quarantäne angeordnet worden. Schießschule in ein Lehr- Regiment. Die Fußartillerie ein Sozialdemokrat, der wegen eines politischen Vergehens" Einer Bekanntmachung der königlichen Eisenbahnift gleichfalls bedacht worden: Die selbständigen Bataillone in Untersuchungshaft sitt, nicht an das Sterbelager der direktion Breslau zufolge ist der Wagendurchgangs in Köln und Rastatt sollen durch Neubildung eines zweiten Gattin eilen. Alles unter der Devise: In schonungsvollster verkehr von Warschau wegen der Möglichkeit einer weiteren Bataillons in Regimenter umgewandelt, ein neues Regiment Weise!" Ausdehnung der Cholera- Epidemie aufgehoben. Der ReNr. 15 solle gebildet werden. Das Regiment Nr. 4 in gierungspräsident in Marienwerder ordnete den soMagdeburg werde sein zweites Bataillon wieder heranziehen Wie schmerzlich. Ein Amsterdamer Korrespondent fortigen Bau einer Barade bei Schellno für etwa cholerakrante und Koblenz- Ehrenbreitstein durch eine Neuformation mit der Kreuz- 3tg." wehmeiert( Nr. 351 vom 30. Juli) wie Weichselschiffer an.- In weiterer Ausführung der gegen Fußartillerie versorgt werden. In Bayern folle ein neues folgt:" In welch' glimpflicher Weise die holländischen die Einschleppung der Cholera angeordneten Maßregeln hat Bataillon für Ingolstadt gebildet werden. Ferner steht die Gerichte die Beleidigungen des Herrschers behandeln, be- der Regierungspräsident von Oppeln im Einvernehmen Ausstattung der Fußartillerie mit schweren Bugpferden weist der folgende Fall. Bekanntlich waren die beiden mit der königlichen Eisenbahndirektion und der Polizeibevor. Für den Train stehe die Errichtung einer dritten Majestäten während ihrer Reise durch die Provinz Fries- verwaltung verfügt, daß die gesundheitspolizeiliche Kontrolle Kompagnie für die Bataillone in Metz und Darmstadt land den Juvektiven der Sozialisten ausgesetzt. Das Ge- auf den Bahnstationen Kattowitz, Schoppinih, Myslowig, bevor. Bezüglich der Ingenieure und Pioniere richt in Zwolle beschäftigte sich nun in den letzten Tagen Pleß und Ratibor unverzüglich in Wirksamkeit treten soll. stehe mit der Neubildung von 3 bis 4 Pionierbataillonen mit einem Individuum, welches bei Ankunft ihrer Für die Unterbringung sichtlich oder muthmaßlich kranker eine anderweite Regelung der Kommandoverhältnisse in Majestäten rief:" Tod der Königin" und außerdem die Reisender sind Personenwagen 4. Klasse zur Verfügung ges Einklang mit den anderen Waffen bevor. Das heißt: Geld, junge Königin Wilhelmine beschimpfte. Der Angeklagte er stellt und mit der nöthigen Ausrüstung versehen worden. Geld, nochmals Geld! Sind die Ferienkolonien" nicht hielt hierfür nur 3 Monate Arreststrafe. Sätte er statt Ferner wurde die Aufstellung von Baracken und die Einschön und wohlfeil? Der Königin eine Privatperson in dieser Weise beleidigt, so richtung anderer für die Aufnahme von Kranten geeigneter wäre die Strafe gewiß schärfer ausgefallen." Das loyale Räumlichkeiten eingeleitet. Bezüglich des Transportes Wozu das Heer gut ist. Der von uns schon mehr- Boruffenherz des Briefschreibers bricht beinahe über diese und der Desinfektion sind die schärfsten Bestimmungen erfach als Agrarier Fachverein gewürdigte mitteldeutsche Missethat der niederländischen Richter und schlägt sehn- gangen. Verband zur Besserung der ländlichen süchtig- bangend nach einer Rechtspflege, die ein Wort wie Arbeiterverhältnisse theilt mit, daß er beabsichtige, ein Verbrechen ahndet. Von dem greuelvollen Nothstand sich an die Kommandos der verschiedenen Regimenter des Verbandsgebietes zu wenden und um Angabe derjenigen Mannschaften zu bitten, die im Herbst entlassen werden, vom Lande stammen und bereit sind, ländliche Arbeit zu übernehmen. Der Verbandsvorstand begründet, wie die Frankfurter Zeitung"( Nr. 211 vom 29. Juli) meldet, diese Maßregel wie folgt:" Es handelt sich darum, die Leute direkt von der Truppe in ländliche Stellungen zu bringen. Die durch die Disziplin des Heeres erzogenen und an Gehorsam und Ordnung gewöhnten Mannschaften werden Belgische Wahlreform. Die vom Senat und der andurch der Landwirthschaft erhalten, ohne durch zeitweilige Deputirtenkammer gewählten Ausschüsse, um die Verfassungs- zwei Drittel der Einwohner Hamburgs- für des Meineids Fabritarbeit geschwächt und durch den Aufenthalt in den durchsicht vorzuberathen, bestehen überwiegend aus Gegnern Städten verweichlicht zu sein." So stillt der Grund- des allgemeinen Stimmrechts. Die Arbeiterschaft wird dafür besitz, lüstern nach wohlfeilen Arbeitskräften, seine sorgen, daß die Bäume der Reaktion nicht in den Himmel nimmersatte Gier, indem er die von schneidigen Lieutenants wachsen. Und wenn die Massen mit Nachdruck fordern, und menschenfreundlichen Unteroffizieren gedrillten Soldaten fann die belgische Bourgeoisie trotz ihrer Schäbigkeit und aus dem Stilleben der Kaserne in das Stillleben des Rüben ihrer verbiesterten Auffassung der Wahlrechtsfrage nicht ackers und der Schlempefabrikation verseht. Wie sollten widerstehen. Unsere Bewegung wird durch die Stimmrechtsunsere Junker sich auch die Gelegenheit entschlüpfen lassen, Agitation merklich gefördert. die in strammer Manneszucht zu blindem Gehorsam geschulten Leute an Stelle der Landarbeiter bei sich unter- Spanisches. Auf dem Markte zu Santander kam es zubringen, der Landarbeiter, welche mehr und mehr auffässig zwischen Soldaten und Volk zu einem Zusammenstoß; von werden? Aber das Register hat ein Loch. Unter den Sol letzterem wurden zwei Personen getödtet und neun verdaten, die der Kaserne entronnen sind, lebt die Erinnerung wundet. Der Streit war auf einem Tanzplatz aus zu wahren. Da alle anderen Schritte im Vorhinein als nuglos frisch und mahnend an die Leiden der Kasernenzeit. Und gebrochen; die Soldaten holten Verstärkung, die Wache vor wem die Geleute noch steif sind von nächtlich ausgeführten Kniebeugen, der wird nicht willig feinen Nacken unter das Joch der Krautjunker biegen als Lohndrücker und als " schätzbares Material" im Kampfe gegen die Arbeiter fache. im Friesischen schweigt des Sängers Höflichkeit. Es erübrigt noch, daß der Wahrheitsfreund der Kreuz- 3tg." von Invektiven" der Sozialisten spricht, da doch die holländische Arbeiterpartei auf den schmähligen Hohn des von der Bourgeoisie in den friesischen Hungerbezirken veraustalteten kostspieligen Empfangs der Königinnen mit einer fühlen Darlegung des Thatbestandes in der berufenen Audienz geantwortet hat. Parteinachrichten. Zur Eidesfrage. Im Sprechsaal des Hamburger Echos" vom 30. Juli( Nr. 177) ist folgender Aufruf veröffentlicht: An die Bevölkerung Hamburgs! " Bum zweiten Male hat der Staatsanwalt Dr. Romen fich herausgenommen, den überwiegenden Theil der Hamburger Bevölkerung in schwerster Weise zu beleidigen, indem er ohne ben geringsten Grund die Sozialdemokraten also mehr als fähig und darum unglaubwürdig erklärte. Wir hatten gehofft, daß die dem Staatsanwalt Dr. Romen vorgesetzte Behörde, eventuell der Senat, welcher doch das Intereffe und die Ehre aller Einwohner Hamburgs zu wahren hat, diesen Beamten in gehöriger Weise rettifiziren, resp. ihn von seinem Posten entfernen werde. Das ist wohl nicht geschehen, andernfalls würde Herr Dr. Romen nicht zum zweiten Wale seine jeder Grundlage entbehrende Behauptung in die Welt zu schleudern gewagt haben. Einwohner Hamburgs! Es gilt nun, die Ehre eines großen Theils der Staatsbürger gegen die unqualifizirbaren, unbegründeten Angriffe eines aus der Staatstaffe, aus den von uns aufgebrachten Steuern bezahlten Mannes in energischer Weise erscheinen, so wäre es zu empfehlen, daß in den nächsten Tagen der Kaserne schoß auf die Menge, worauf natürlich eine eine große Bolksversammlung stattfindet, welcher als Thema vorgewaltige Aufregung entstand. Der Präfekt konnte die schlagen wäre: Staatsanwalt Dr. Romen, der Meineid und die Sozialdemokratie." Der Meinungsausdruck dieser VersammRuhe nur mit Mühe herstellen; erst nachdem er Züchtigung lung würde dann in entsprechender Form dem Senate unterDie breitet und wenn die Versammlung dem zustimmt. die Ent der Soldaten versprach, zerstreute sich das Bolk. Offiziere der Garnison räumen ein, die Schuld liege an fernung des erwähnten Beamten von seinem Posten energisch verihren Leuten. Das Bataillon mußte die Stadt verlassen.- langt werden können. Die Besprechung" des Defizits. Unter alten Der offiziöse Telegraph meldet:" Das Ministerium be- Sollte auch dies Vorgehen fruchtlos fein, fo bleibt uns Weibern ist der Glaube an die Heilung von Krankheiten schloß umfassende Schutzmaßregeln für Andalusien, Rata- Unterzeichneten, wollen wir unsere Ehre wahren, nur die kondurch Besprechung" sehr stark vertreten. Ein ähnlicher Lonien und die bastischen Provinzen, da dort die Gährung fequente Berweigerung des Gides und jedes Zeugniffes vor Gericht übrig, und zwar sowohl in Straf- als in Zivilprozeffen. Glauben scheint unter den Finanzkünstlern zu herrschen; im Wachsen begriffen. Sämmtliche Garnisonen werden ver Welche Folgen dies für die Rechtspflege im Hamburger fie glauben, durch Rechen Kunststückchen ein Defizit weg- stärkt. Pläge ohne Garnison erhalten Kavallerie- Ein- Staat haben wird, falls etwa noch Andere unserem Beizaubern zu können. Durch Rechen- Kunststückchen kann man quartierung." Die rohe Gewalt ist das Heilmittel gesell- spiel folgen, kann man sich leicht denken; aber die Schuld wohl ein Defizit verdecken, aber nimmermehr fort- schaftlicher Schäden nach der ehrlichen Auffassung der Geldsacks würde nicht uns sondern den Herrn Staatsanwalt schaffen. Zur Deckung des Regierungsdefizits im preußi- politit. Nur, daß das konservative Ministerium Canovas Dr. Romen, resp. seine Vorgesetzten treffen. Wohl wiffen wir, schen Staatshaushalt soll eine Anleihe von 40 i II. jest um seine Existenz tämpft, sintemal den Spaniern der daß die Verweigerung des Gides und des Beugnisses Haft bis zu aufgenommen werden. Ueber die Ursache des Defizits find Geduldsfaden reißen könnte, und sie die Herrn Minister sechs Monaten nach sich ziehen kann; deffenungeachtet werden die ,, Berliner Politischen Nachrichten" und die Germania" in mitsammt dem königlichen Baby ihrer aufopfernden Wirk wir unser Vorhaben ausführen. Sozialdemokraten, die schon so Streit gerathen. Erstere geben der lex Suene schuld, auf Grund samkeit ein für allemal entziehen würden. Von Rechts Monaten Haft zurück, wenn es sich um ihre bürgerliche Ghre deren den Kreisen 57 Millionen Mark aus der Staats- wegen! handelt. Außerdem würde dann auch das Hanseatische Obertaffe" gezahlt werden, letztere der Verstaatlichung der Bahnen, für welche große Anleihen gemacht seien und die gegenwärtig Französisch- griechisches Handelsabkommen. Das landesgericht sich mit Herrn Dr. Romen und seinen Ansichten zu befaffen haben. die erwarteten Ueberschüsse nicht liefern. Uebrigens feien, Uebereinkommen zwischen Frankreich und Griechenland, bebemerkt die Germania", die Ueberweisungen an die Kreise treffend die Verlängerung des gegenwärtigen, zwischen den nur formell, nicht materiell aus der Staatskaffe beiden Staaten bestehenden Handelsabkommens bis zum gezahlt; sie stammen eigentlich aus Einnahmen des Reich 3 31. Dezember d. J., ist unterzeichnet worden. " # Einwohner Hamburgs! Wir rechnen sicher darauf, daß Ihr in Maffen die in Aussicht genommene Berfammlung besucht, um Proteft zu erheben gegen ein solches Verfahren, wie das des Staatsanwalts Dr. Romen. Mehrere Sozialdemokraten, welche demnächst als 8eugen vor Gericht zu erscheinen haben." minden siegten unsere Kandidaten in vier von fünf Bezirken. Bei den Gewerbegerichts Wahlen für den Kreis Das Resultat stellt sich im einzelnen wie folgt: 1. Bezirk, Minden: Sozialdemokratie 242, Gegner 3 Stimmen; 2. Bezirt, Deynhausen und Rehma: Sozialdemokratie 79, Gegner 356; 3. Bezirt, Hausberge: Sozialdemokratie 105, Gegner 49; 4. Bezirk, Düßen und Hartum: Sozialdemokratie 79, Gegner 1; 5. Bezirk, Petershagen, Schlüsselburg und Windheim: Sozialdemokratie 55, Gegner feine und landwirthschaftlichen Zöllen. Letzteres ist allerdings Norwegische Stenerpolitik. Nach einer Draht richtig und zeigt, wie die Agrarier( Konservative wie meldung aus Christiania beschloß das Storthing, Zentrum) bei der Steuerreform doppelt und dreifach ihren eine direkte Staatssteuer in Höhe von 2 830 000 Schnitt zu machen verstanden. Einmal wirkten die Zölle zur Kronen einzuführen, zum Ersatz für die in Aussicht ge Heraufschraubung des Preises ihrer eigenen Produkte, dann nommene erabsehung des Zuderzolles und aber schafften fie der Regierung hunderte Millionen Mehr für die Aufhebung des Petroleum zolles. einnahmen auf Kosten der Besitzlofen, und endlich erleichterten sie durch die lex Huene, welche die Ueberschüsse den Kreisen Bon der Cholera. Aus den von der Cholera überwies, die Besitzenden in ihrer sonstigen Steuerpflicht. infizirten Gegenden Rußlands kommen fortwährend neue Die lex Huene ist ein Extrageschenk an die Besitzenden, Schreckensnachrichten. Es herrscht dort eine wahre Panit, gegen welches sie der Regierung einige hundert Millionen ganze Ortschaften werden von ihrer Einwohnerschaft ver- Stimme. aus der Haut der arbeitenden Klassen bewilligten. In dem lassen; aus Tiflis allein sollen in den letzten Tagen 35 000 Streit über die Ursachen des Defizits gehen das offiziöse Personen aus Angst vor der Cholera geflohen fein. Weitere Bei den Stadtverordnetenwahlen in Brandenburg wie das ultramontane Organ der eigentlichen Ursache aus Stachrichten melden bestimmt das Auftreten der Cholera in fegte bie Sozialdemokratie mit 1062 Stimmen über den Freifinn. dem Wege, und diese ist die immer mehr anschwellende Moskau.- Am 27. Juli kamen in Astrachan 39 Er- Derselbe brachte es auf nur 980. Militärlaft und die Verarmung der Massen. Frankungen an der Cholera und 26 Todesfälle vor, in Woronesch Aus Singen berichtet der Badische Beobachter" unterm A Das Zeitungslesen anf Gouvernements Befehl. 13 Erkrankungen und 3 Todesfälle, auf den Stationen 24. Juli:" Die Sozialdemokraten erklimmen die höchsten Berge. Die von dem taiserlichen Gouvernement ber der Rostow Moronesch Eisenbahn 20 Erkrankungen und Gestern sprach Dr. Rüdt vor einer größeren aus allen mögFeftung Ulm rechten und linken Ufers aufgestellte Wach- 11 Todesfälle, in der Stadt und dem Gouvernement Rasan lichen Partei- Angehörigen aufammengefeßten 4-500 Personen instruktion enthält die Vorschrift: Mit Ausnahme der 43 Erkrankungen und 20 Todesfälle, in Orenburg 3 Erzählenden Versammlung auf dem alten" Hohentwiel über die ( antisemitischen) Ulmer Schnellpost" dürfen Drucksachen der frankungen und 3 Todesfälle, in Pensa 1 Erkrankung, es gegenwärtige Gesellschaftsordnung und ihren bevorstehenden UnterWache nicht zugehen. Ein Exemplar dieser Zeitung wird starben daselbst bis zum 27. Juli 7 Personen. In Ssamara gang. Eroberungen wird er dabei aber nicht gemacht haben." Die Mannheimer, Boltsstimme" ist entgegengefehter Meinung durch den Delträger von der Hauptwache überbracht, ebenso wurden am 27. Juli konstatirt 130 Erkrankungen und und wird damit wohl recht haben. das Schreibmaterial. Die Zeitung ist wenigstens 24 Stunden 64 Todesfälle, in Simbirst 51 Erkrankungen und 19 Todeszu erhalten." Wer die 17 Abonnements auf die Schnell- fälle, in Rostow 141 Erkrankungen und 62 Todesfälle, in post"( die Festung Ulm hat 17 Wachtlokale) bezahlt, ist Baku 190 Erkrankungen und 141 Todesfälle, in Barizyn unbekannt. Natürlicher Weise müßte der Staatsbürger, der am 26. Juli 38 Erkrankungen und 22 Todesfälle, am feine Dienstpflicht erfüllt, das Recht haben, zu lesen was ihm 28. Juli in Tambow 32 Erkrankungen und 26 Todesfälle beliebt. Aber durchaus unzulässig ist es, daß von Oben und in Nishnij- Nowgorod 74 Erkrankungen und 30 Todes Am Montag, den 1. August, Abends 81 Uhr, findet eine eine Druckschriften- Sperre verhängt wird, die nur für ein fälle, am 27. Juli im Dagestangebiet 372 Erkrankungen einziges reaktionäres Blatt nicht gilt, sodaß dem Soldat eine und 184 Todesfälle, im Rubaugebiet 86 Erkrankungen und große öffentliche Versammlung sämmtlicher bestimmte Lektüre aufgezwungen wird. Wie sich versteht, 24 Todesfälle und im Tergebiet 383 Erkrankungen und Gewerkschaften Berlins in der Berliner Ressource, werben diese Benjur und dieser Zwang die Annehmlichkeiten 206 Todesfälle. Am 22. Juli find in Taschkent 174 und in Kommandantenstr. 57, zweds Stellungnahme zu den Samarkand 10 Personen an der Cholera gestorben. des Festungsdienstes höchstlich steigern. In Taschtent( Russisch- Turkestan, Zentralafien) mußten durch Berliner Gewerbegerichts- Wahlen statt. Die GeSoziale Lebersicht. An die Gewerkschaften Berlins. Nur immer zartfühlend! Aus Wien meldet bas Cholera- Panit entstandene Unruhen mit Waffengewalt unterwerkschaften werden deshalb ersucht, recht zahlreich in dieser Depeschenbureau Serold" unter'm 30. Juli: Die Ueber- brückt werden, wobei einige Personen getödtet und mehrere Bersammlung zu erscheinen.( Näheres siehe Inferat von heute.) führung des Grafen Gersdorff nach dem Landes- verwundet wurden. Das Beobachtungsschiff auf der Wolga Der geschäftsführende Ausschuß der Berliner Streit Kontrolltommission. gericht erfolgte gestern in schonungsvollster Weise." wurde durch Militär gegen erregte Voltsmaffen geschüßt. Ein gemeiner Kerl, der schmähliche Gaunereien begangen Der Ausdehnung der Cholera von der Unter- Wolga her ist J. A.: Hermann Faber, SO., Grünauerstr. 4. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum Neue Welt. Bergilof Brauerei, Hafenhaide. Große öffentliche Versammlung Jeden Sonntag: 1277b gegenüber keinerlei Verantwortung. Konzert. Spezialitäten. Konzert.— Spezialitäten.- Feuerwerk. sämmtl. Gewerkschaften Berlins Theater. Sonntag, den 31. Juli. Lessing- Theater. Die Großstadtluft. Montag: Sodoms Ende. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Zigeunerbaron. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater. Das Jrrlicht. Hierauf: Heinrich Heine. Montag: Dieselbe Borstellung. Kroll's Theater. Der Troubadour. Montag: Das goldene Kreuz. Hierauf: Der Brautmarkt zu Hira. Bellealliance- Theater. Das kleine Krokodil. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Ein alter Hallodri. Montag: Dieselbe Borstellung. Grosse Pantomime der Schneider Fips. Hermandoz- Truppe: am Montag, den 1. August, Abends 8% Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57. Zages Ordnung: We Im Champêtre: Grosser Cavalier- Ball. E RIF Miss Carola mit ihren dressirten Pferden u. Hunden. Mimiker Bolten. Jokohama- Truppe( sensationell) u. X. Entree 25 Pfennig. Billets vorher 20 Pfennig. Anfang 4 Uhr. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Dienstag, den 2. August: Grosses Volks- Sommerfest. E Th. Keller's Hofjäger, 9 1. Die Gewerbegerichtswahlen in Berlin. Referent Genoffe Reßler. 501/1 Die Gewerkschaften werden ersucht, recht zahlreich in dieser Versammlung Hasenhaide, zu erscheinen, da die Bekanntgabe der Zahl der Arbeitervertreter für die einzelnen Gewerkschaften in der Versammlung erfolgen soll. Bergmann- Straßen- Der geschäftsführende Ausschuss der Berliner Streik- Kontrollkommission. Edke. Heute, Sonntag, den 31. Juli 1892: Großes Garten- Konzert. Jin großen Saale: Marionetten- Theater. Volksbeluftigungen. Ball. Anfang 4 hr. Entree 15 Pf., vorher 10 Pf. A. Froelich. Sozialdemokratischer Wahlverein Mittwoch, den 3. Auguſt cr.: Grosses Erntefest mit Gratis- Verloosung. für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Hermann Jmbs Ostbahn- Park, Rüdersdorferstr. 71, am Küstriner Platz. Bequemßte Fahr- Verbindung nach allen Richtungen. Montag, den 1. August: Berl. Sommer- Theater Gr. Garten- Konzert, Spezialitäten Vorstellung. ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg.) ( Artistischer Leiter: Paul Pauli.) Sonntag, den 31. Juli: Posse. Ballet. Spezialitäten 1. Ranges. Letztes Auftreten der Geschwister Laura, Amelie und Gisela Neumann. Zum 24. Male: Ein moderner Rasirsalon. Posse in 1 Akt v. L'Arronge. Inscenirt von Paul Pauli. Zum 26. Male: Zwölf Mädchen in Uniform, Vaudeville Burleske in 1 Akt von L. Angely. Zum 25. Male: Gold und Silber. Grosses Ballet- Divertissement. Prima Ballerina: Marie Ala. 6 SoloTänzerinnen, ein Solotänzer, Corps de Ballet 20 Damen. Fantoches- Theater des Mr. Winn. Anfang: des Konzerts 51/2 Uhr, der Vorstellung 61, Uhr. Täglich: Grosse Vorstellung. PassagePanopticum. Neu! Blaue Grotte mit Wasser, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in sieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80/81. Preisringers Herrn Gastspiel des bekannten Emil Borchardt mit dem als start bekannten Ringer und Eggert, Berlin. Athleten Herrn Dienstag, den 2. August, Abends 8 Uhr, im Saale der ,, Kronen- Brauerei", Alt- Moabit Nr. 47-49: Versammlung. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 4. Fragefaften. Großer Griechisch- Römischer Doppel- Ringkampf zwischen Herrn Emil Borchardt und dem bekannten Ringfämpfer Herrn Henke, Herrn Heinrich Eberle mit dem schneidigsten Ringer Berlins, Herrn Emil Kleinan. Derselbe ist von Herrn Sebast. Miller und Niemann jum Ringlampf nicht angenommen troh öfterer Meldung.( Siehe auch„ Lokal 2. Anzeiger" vom 30./7.) 5 300 Mark Demjenigen, der uns regelrecht besiegt. Emil Borchardt. Heinrich Eberle. Meldungen zum Ringkampf werden von der Direktion entgegengenommen. 64/11 Herm. Jmbs. Frankfurter Konzertpark ,, Victoria", Allee 72. Pferdeb.: Moritzplatz- Zentralviehhof- Lichtenberg. Haltest.: Thaerstr. Grosses elegantes Verkehrslokal mit schönen Sälen, Promenaden, Terrassen, Fontainen u. Spielplätzen. 3 Kegelbahnen. Elektr. Beleuchtg. Jeden Sonntag: Konzert und Vorstellung. Wochentags: Frei Konzert. In 2 Sälen Tanz. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Mein Etablissement steht den geehrten Vereinen und Gesellschaften Wochentags gänzlich frei und Sonntags zu den foulantesten Bedingungen zur Verfügung. Fritz Rosche. Schloß Weißensee. Zum Sternecker. Heute: Zagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn. 2. Diskussion. 424/9 Der Vorstand. Gäste willkommen. Berband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Branchen- Versammlung der Schrauben- und Façondreher am Dienstag, den 2. August, Abends 82 Uhr, im Lotale von Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Tagesordnung: Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes, 1. Vortrag des Herrn Hoffmann über: Die neue Gewerbe- Ordnung Zahlreicher Besuch erwünscht. 480/5 Der Vorstand. Getreideträger n. Speicherarbeiter Berlins. Deffentliche Versammlung am Dienstag, 2. August, Abends 8 Uhr, in Hensels Festsälen, Invalidenstr. 1. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn J. Türk, über Nutzen der Organisation der Getreideträger". 2. Instruktion und Zarif der Getreideträger der Berliner Kaufmannschaft. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Üm zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. 478/17 Schneider und Schneiderinnen. Oeffentliche Versammlung am Montag, den 1. August 1892, Abends 81/2 Uhr, bei Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28a. Zages Ordnung: Volkssonntag tampf des Broletariats". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Auftreten des Chevalier 0. Blondin auf dem 100 Fuß Seilfünftlers hohen Thurmseil. 180/8 1. Vortrag des Kollegen August Täterow, über den„ Emanzipations Es ist Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, besonders derer in Moabit, zu erscheinen. Großes Land- und Waſſer- Feuerwerk. Zentralverb. deutscher Maurer 2c. Kapelle Großes Konzert, atrofigent S. Boigt: Ball, Illumination. Anf. d. Konz. 4 Uhr. Entree 30 Pf., vorh. 25 Pf. Rud. Sternecker. Montag, den 1. August: Sommerfest des Berliner Landwehr- Vereins. 2787 L Walter's Wirthshaus Rosensee- Terrasse. Chausseestr. 69-70. Chausseestr. 69-70. Zahlstelle Berlin II.) Mitglieder- Versammlung am Mittwoch, den 3. August, Abends 8/2 Uhr, Inselstr. 10. Tages Ordnung: 12 Min. v. d. Ringo St. Rigoori Britz. Zbeilſtr. d. Pfdb. Hermannpl.- Brig. tuftodi. Jeden Sonntag: Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. Feuerwerk. Ball. Entree 10 Pf. Empfehlen unser Lokal für Landpartien, Vereine 2c. 2790L Täglich: Gr. Konzert, Theater Neu eröffnet! und Spezialitäten. Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Anfang 4 Uhr. 2289L Viktoria- Brauerei. Lützow Straße 111/112. Im Konzertgarten: Sente sowie täglich Gebr. Walter. Nen eröffnet! Restaurant W. Heydrich 1. Eventualanträge zum Verbandstag. 2. Die jetzige Produktionsweise Vergangenheit. Referenten Gröppler und Schigo1sty. 8. Diss Um zahlreichen Besuch ersucht 4. Benſchiedenes. Säfte baben Butritt, 382/11 Die örtliche Verwaltung. Große öffentliche Versammlung der gewerblichen Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend am Montag, den 1. Auguft, Abends 8%, Uhr, im Wedding- Park, Müllerstraße Nr. 178. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Timm. 2. Diskussion. 1329b Die Hilfearbeiter und Arbeiterinnen aller Branchen werden gebeten, 3. Verschiedenes. Köpenicker Landstraße: Treptow, Köpenicker Landstraße. zahlreich zu erscheinen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. An Verbindungsbahn. An der Verbindungsbahn. 4 Kegelbahnen. Gute Speisen und Getränke. Kaffeeküche. Treptow. ParkJeden Sonntag: Tanz. strasse. Kaffeeküche. Kegelbahnen. ( Sonnabends ausgeschl.): Bade's Volksgarten. Vorzügliches Wein- u. BairischStettiner Großes Sommerfest Bier. 2023 der Maler, Ladirer, Auftreicher und verw. Berufsgenossen Sanger. Treptow. ,, Park- Schloss" Stets wechselnd. Grösster Garten. eligungen aller Art. Joden Sonntag: 10 Begelbahnen. Tanz. Volks( veranstaltet von den Filialen Berlins) am Sonnabend, den 13. August, in der ,, Neuen Welt" ( Hasenhaide). Grosses Konzert, Programm. Anfang 7 Uhr. Konzert. NB. Der neuerbaute Saal, 1000 Personen faffend, ist zu Fest- ausgeführt von der Hauskapelle unter gütiger Mitwirkung mehrerer Gesang Entree 50 Pfg. lichkeiten 2c. von Mitte Juni ab an Vereine und Gesellschaften zu vergeben. vereine des Arbeiter- Sängerbundes unter Leitung des Dirigenten Hrn. O. Tietz. Vorverkauf- Billets heute keine Giltigkeit. FRIEDRICHS RICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Heute, Sonntag: Grosses 1 InstrumentalKonzert and Feuerwerk. Anfang 4 Uhr. [ 2792L Eintritt 30 Pf.. Kinder frei. Programm unentgeltlich. An der VerbindungsBahn. Treptow. Arabs. Köpenicker Landstraße. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. ff. Lagerbier 0,42it. 15 Bf. Münchener 0,4 Lit. 20 Pf. 6 Kegelbahnen. W. Jacob. Jeden Sonntag u. Donnerstag Nachmittag: Frei- Concert. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten, Marionetten- Theater, Volksbelustigungen aller Art, Fadelyng, wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Festrede. Sommernachts- Ball im Champêtre. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. et Die Raffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Billets im Vorverkauf 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. Programm an der gratis. Das Komitee. Billets find zu haben in allen mit Plakaten belegten Handlungen sowie in allen Filialen. 212,8 Treptow Restaurant Karpfenteich. Raffe Kaffeeküche täglich geöffnet. Jeden Sonntag: Tanz. An den Wochentagen für Vereine, Hochzeitgesellschaften 2c. jederzeit zur Verfügung. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Otto. Ecke Köpnicker Landstrasse. Treptow. Ecke Köpnicker Landstrasse. Appelt's Restaurant ,, Feldschlösschen". Jeden Freitag: Gr. Militär- Froi- Konzert Treptow. Vom Volksfest der Arbeiter- Bildungsschule find untenstehende Gewinne nicht abgeholt. Die Inhaber der Nummern Jeden Sonntag Tanz. Frei- Konzert. Kegelbahnen. Kaffeeküche. werden ersucht, dieselben beim Unterzeichneten in Empfang zu nehmen: 518 525 538 580 581 626 628 62912603 2716 2739 2767 2958 4002 4014 B. Zornow's Restaurant, ene Keng- Allee. 663 668 674 684 687 693 695 705 706 4026 4051 4065 4066 4085 4102 4126 Kegelbahnen, Kaffeeküche, Tanz- Salon.[ 2412L 1066 1090 1099 1106 1142 1298 1372 4376 4389 4400 4408 4410 4462 4536 Schankgesch. verf. Hübner, Simeonstr. 24 1379 1442 1453 1471 1482 1499 1535 4675 4676 4701 4837 4859 4876 4881 Barteigenossen empfehle mein schön Allen Freunden und Parteigenossen| Allen Freunden und Kollegen theile 1566 1574 1629 1648 1673 1692 1720 4894 4932 5003 5020 5027 5064 5148 eingerichtetes Lokal zum gefälligen Be- empfehle mein Weiß- und Bairisch- hierdurch mit, daß ich das Restaurant 1727 1732 1746 1752 1794 1814 1843 5154 5234 5239 5240 5242 5862 5867 fuch. Bereinszimmer als Bahlstelle für Bier- Lokal. Vereinszimmer m. Pianino Katzlerstrasse 7 in Vertretung über: 1847 1881 1882 1886 1900 1930 2001 5395 5403 5441 5451 5475 5489 5491 40 Personen, Edmund Renter, zu vergeben. 26232 nommen habe. Um zahlreichen Bus 2056 2144 2506 2507 2516 2517 2601 5504 5526 5542 5570 5599 5755. 21812 Swinemünderftr. 45. Frik Fröhlich, Naunynstr. 43. spruch bittet A. Barowsky. 2774L 488/20 Berantwortlicher Redakteur: Auguft Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthitraße 2. H. Gumpel, Barnimstr. 42. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 179. Tokales. Sonntag, den 31. Juli 1892. 9. Jahrg. Haus war eine Schöpfung des Baumeisters C. G. Langhans I, stehen geblieben ist. Das Liebespaar war gut gekleidet und hatte des Erbauers des Brandenburger Thores, und war erst 15 Jahre noch Geld und Schmucksachen bei sich; die telegraphisch benachUmgehung der Sonntagsruhe. Handlungsgehilfen! zuvor, am 1. Januar 1802, feierlich eröffnet worden. An seiner richtigten Verwandten der Beiden haben der am Freitag statt Die mit so vielen Kämpfen errungene Sonntagsruhe wird jetzt Stelle erſtand in den Jahren 1819-1821 unter Leitung von gefundenen Beerdigung auf dem Selbstmörderfriedhof in Schild=" Die mit so vielen Kämpfen errungene Sonntagsruhe wird jetzt. F. Schinkel das jetzige Schauspielhaus, wobei die Fundamente horn beigewohnt. schon umgangen. Seid auf der Hut! Meldet jede Umgebung und Mauerreste des alten Gebäudes mit benutzt wurden. Am sofort der Freien Vereinigung der Kaufleute. Alfons Borchardt, 26. Mai 1821 erfolgte mit der Aufführung von Göthe's Iphimmer eine Abrechnung über die ersten zwei Monate( Mai Die Genossenschaftsbäckerei veröffentlicht in heutiger Wallstraße 89. genie" die Einweihung des neuen Hauses. und Juni) ihres Bestehens, auf welche unsere Leser aufmerksam " reinwaschen. " = = Blutvergiftung. Der Kanalarbeiter Mainers I. vom Dr. Haus Aronson, bis vor Kurzem erster Assistent am gebäude 1 Tr.) eröffnet. Es finden hier nur Kinder unbemittelter Eltern täglich von 21/ 2-3/ 2 Uhr unentgeltliche Behandlung. Polizeibericht. Am 27. d. M. Nachmittags wurde ein viers jähriger Knabe vor dem Hause Andreasstr. 28 von einem Arbeitsam darauffolgenden Morgen, im Krankenhause am Friedrichshain unbekannten, etwa 42 Jahre alten Frauensperson angeschwemmt. verstarb. Am 29. d. M. Morgens wurde im Landwehrkanal an der unteren Freiarche die bereits start verweste Leiche einer -Im Laufe des Tages fanden fünf kleine Brände statt. Gerichts- Beitung. " Die ,, Vosfische" in tausend Aengsten. Herr Stephany von der Vossischen" scheint verreist zu sein und nun beginnt bei Die Nuglücksfälle durch Verbrennen, die in den letzten zu machen wir gebeten wurden. In dieser Abrechnung sind die der alten Tante wieder der Kampf um die Zeichnung. Juden Tagen mehrfach vorgekommen sind, haben die Aufmerksamkeit der Abschreibungen anstatt nur für die zwei Monate der Berichtsund Katholiken dürfen bekanntlich die Verantwortung für den betheiligten Kreise auf den Umstand gelenkt, daß selbst an Stellen, periode schon für das ganze Jahr in Ansah gebracht, was hin Inhalt der„ Bossischen" nicht übernehmen. Die„ Bossische" wird Restaurationstüchen. s. w., nur in den seltensten Fällen Mittel werden wir ersucht, die Arbeiterschaft darauf aufmerksam zu wo Verbrennungen häufiger vorgekommen, wie in Fabriken, fichtlich des Ergebniffes der Rechnung zu berücksichtigen ist. Weiter augenblicklich von einem Herrn P. Michaelis aus Charlottenburg bereit gehalten werden, um Brandwunden sachgemäß zu behandeln, machen, daß noch Filialen des Brotverkaufs an folgenden Stellen gezeichnet: höchstwahrscheinlich ein Parade- Protestant mit einem etwas verdächtigen Namen. Daß man einen Protestanten nicht obgleich die pharmazeutische Technik derartige Mittel fennt, die errichtet find: Hafenhaide 117/118( Rigdorf), Gartenstraße 36 in Berlin fand, ist wohl ein Zeichen dafür, daß hier Niemand bei einfacher Anwendung durchaus zweckentsprechend wirken. und Brunnenstraße 122a( Norden.) so recht etwas mit dem heimlich antisemitischen Philosemitenblatt Ganz hervorragend hat sich in dieser Beziehung namentlich das Thiol bewährt, ein zu den sulfonirten ungesättigten Kohlenwasser= zu thun haben will. Die krampfhaften Anstrengungen für Buschhoff stoffen gehöriger Körper. Das Thiol wirkt reduzirend, aus Raifer und Kaiserin Friedrich Kinder- Krankenhause, hat eine können den Herrn Geheimen Justizrath Lessing allein auch nicht trocknend, gefäßverengernd, verhornend und vor Allem auch Poliklinik für Kinder- Krankheiten im Hause Elſaſſerſir. 39( Querschmerzstillen; es ist absolut reizlos und hemmt das Wachsthum Der sozialdemokratische Wahlverein für Teltow- der Bakterien. Bei einer Verbrennung ersten Grades und bei Beeskow Charlottenburg hatte am letzten Sonntag in der einer solchen zweiten Grades mit noch unverlegten Blasen, ist Gambrinus- Brauerei in Charlottenburg ein Sommerfest weiter nichts nöthig, als daß man die Brands: llen und deren veranstaltet. Aus den meisten Orten des Kreises hatten sich Umgebung mit Thiolum liquidum, welches ungefähr mit gleichen Theilnehmer eingefunden, selbst die in entlegenen Dörfern woh- Theilen Wasser verdünnt ist, bepinselt und das Ganze mit einer wagen überfahren und am Unterleibe so schwer verletzt, daß er nenden Genossen hatten den weiten Weg nicht gescheut, um an ziemlich dicken Schicht gewöhnlicher, feiner, nicht entfetteter Watte derart gefüllt, daß kein Stuhl mehr zu haben war. Im Garten schnell, der Inhalt der Brandblasen wird theils reforbirt, theils dem Feft theilnehmen zu können. Gegen Abend war das Lokal bedeckt. Unter dem Verbande schwindet die Schmerzhaftigkeit war für Unterhaltung bestens gesorgt: Konzert, Gefang, lebende trocknet er ein, und man hebt ihn nach ca. 8 Tagen mit dem Bilder, humoristische Vorträge wechselten einander ab. Im Saal Verband als glafige bernsteinähnliche Masse von der darunter begann inzwischen, troß der etwas lebhaften" Temperatur das liegenden Lederhaut ab, welche schon mit einer dünnen Tanzvergnügen. Die meisten Theilnehmer hatten den Garten Epidermisschicht überzogen ist. Auch bei Verbrennungen dritten offupirt, wo namentlich die Gesangsvorträge großen Beifall Grades, wo die Ueberhäutung einer großen Granulationsfläche fanden. Als besonders gelungene Leistungen sind hervorzuheben sonst sehr mühsam und schmerzhaft ist, hat sich das Thiol vordie Vorträge der Gesangvereine Unverzagt" Moabit und trefflich bewährt. Vorwärts"-Charlottenburg. Beide Vereine gehören dem ArbeiterDie von den Mitgliedern des Wahlvereins Sängerbunde an. Hamburg. In einer den öffentlichen Frieden gefährdenden gestellten lebenden Bilder erfreuten sich gleichfalls allgemeiner Radialsystem III. war in der Nacht vom 9. zum 10. d. M. mit Weise verschiedene Klaffen der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten gestellten lebenden Bilder erfreuten sich gleichfalls allgemeiner dem Entleeren der Eimer behufs Reinigung des Kanals be- gegen einander öffentlich angereizt zu haben, wird der ehemalige Anerkennung. Genosse Dastig- Berlin hielt die Festrede, welche die Ziele der Sozialdemokratie als Ziele der wahren Humanität schäftigt. Der Arbeiter verletzte sich dabei leicht an der Hand. Redakteur des Organs der Hafenarbeiter, die Gerechtigkeit", pries. Donnernder Beifall lohnte dem Redner, der allen An- Er legte der unbedeutenden Hautabschürfung keinerlei Bedeutung Johann Wilhelm Franz Will, angeklagt, wie auch des Weiteren wesenden aus dem Herzen gesprochen hatte. Erst in früher bei, weil bei solcher Beschäftigung derartige Verlegungen feine noch wegen öffentlicher Beleidigung der Quaiverwaltung. Beide Morgenstunde fand das durch keinen Zwischenfall gestörte Fest Seltenheit sind. Plößlich wandte fich aber die Sache zum Strafthaten follen in der Nr. 22 der„ Gerechtigkeit" vom 25. NoSchlimmen. Die Hand schwoll an, so daß die Hilfe des Arztes vember v. J. enthalten sein, und zwar erstere in einem Zur in Anspruch genommen werden mußte. Dieser fonstatirte eine Arbeiterwohnungsfrage" betitelten Artikel, letztere in einer Eingefährliche Blutvergiftung, welche nicht ohne Lebensgefahr war. fendung mit der Ueberschrift:„ Nette Zustände". Der Angeklagte Ohne Verzug mußte die Hand bis zum Knöchelgelent amputirt erklärt, daß er beide Artikel nicht selbst verfaßt, aber von ihrem werden. Es scheint aber doch, als ob die Operation schon zu Inhalt Kenntniß gehabt habe. Er habe nicht gefunden, daß in spät vorgenommen worden sei, denn jetzt ist schon der ganze dem ersteren Artikel eine den öffentlichen Frieden gefährdende AnArm derart in Mitleidenschaft gezogen worden, daß die Aerzte reizung enthalten sei, und den Einsender des zweiten inkriminirten darüber konsultiren, ob sich nicht auch die Amputation des Artikels habe er für eine durchaus glaubwürdige Person gehalten, ganzen Armes nothwendig machen werde. Auf jeden Fall ist weswegen er den Artikel ohne weitere Bedenken aufgenommen und bleibt der Arbeiter, falls er überhaupt mit dem Leben davon habe. Aus dem ersten Artikel, welcher nunmehr zur Verlesung tommen sollte, ein Krüppel, der nicht mehr im Stande sein wird, gelangt, ist nicht erkennbar, welchen Ausdruck oder Satz darin Einen unerfreulichen Gedenktag hatte- wie die Boss. fich und seine Familie ernähren zu können. Der Mann hat eine die Staatsanwaltschaft als besonders gefährlich für den öffent3tg." erinnert vorgestern, am 29. d. Mts., das Königliche Familie von 6 Köpfen, was soll aus den Kindern werden? lichen Frieden erachtet hat. Der zweite unter Anklage gestellte Schauspielhaus auf dem Gendarmenmarkt, das vor grade 75 Jahren Artikel enthält die Beschuldigung gegen einige Beamte der Quaidurch eine Feuersbrunst bis auf die Umfassungsmauern nieder- Der Doppelfelbstmord im Sundekehlenfee. Am Mittwoch verwaltung, daß sie den Diebstahl an Raufmannsgütern nicht nur brannte. Es war am Dienstag, den 29. Juli 1817, Mittags um früh fanden Baffanten am westlichen Ufer des Hundekehlensees begünstigten, sondern, wie an einem konkreten Falle nachgewiefen zwölf Uhr, als man grade Probe zu Schiller's Räubern" ab- einen Spazierstock im Boden stecken, auf dessen Krücke sich ein wird, geradezu angeordnet haben. Durch diese Beschuldigung er hielt, worin Paulmann vom Rigaer Theater den" Franz Moor" runder Herrenhut befand; am Bande des letzteren war ein Brief achtet die Anklagebehörde den Thatbestand der öffentlichen Bespielen sollte. Man war bis zur zweiten Szene des fünften Attes befestigt, dessen Kouvert die Worte trug: Suchet nach zwei leidigung auf Grund des§ 186 für vorliegend und hat dem gelangt, zu den Worten:„ Gilet, rettet! das ganze Schloß steht Todten im See." Die zuständige Behörde ließ bereits am Mitt gemäß Anklage erhoben. Bei der Zeugenvernehmung wird auch in Brand!" da fielen in der That Fenerfunken durch die woch Nachmittag Nachforschungen nach den Ertrunkenen anstellen der Veranlasser des letzteren Artikels, ein ehemaliger Quai- Arbeiter, Kuppelöffnung in das Parterre hinab. Alsbald stieg eine mächtige und bald fanden die damit beauftragten Fischer in sehr vernommen, welcher auf seinen Eid aussagt, daß er von Rauchsäule auf, welche die Anwohner in die größte Aufregung geringer Entfernung vom westlichen Ufer die Leichen eines einem Vorgesetzten beauftragt worden sei, aus einem Schuppen, versette und binnen wenigen Minuten stand das ganze Dach jungen Mannes und eines Mädchens im Schilf stecken. in welchem Rohr lagerte, sich ein Quantum Rohr zum Flicken in Flammen. Nur mit Mühe wurden die beiden benachbarten Beide Personen hatten sich mit einem dünnen Strick fest der Zinderkörbe zu holen, welchem Auftrage er nachgekommen sei, Kirchen mit ihren Kuppelthürmen, die Seehandlung, das fran- aneinander gebunden und waren dann vom Ufer aus in ohne von dem Schuppenvorsteher oder sonst Jemand daran verzöfifche Waisenhaus und die umstehenden Privathäuser durch be den See hineingegangen,• bis die Fluthen über ihren hindert worden zu sein. Hierin habe er eine Beraubung von ständiges Ansprißen vor dem Feuer beschüßt. Bis zum Nikolai- Köpfen zufammengefchlagen waren, und so den Tod der beiden Kaufmannsgütern im Interesse der Quaiverwaltung erblickt und Kirchhof trieb ein scharfer Südwest Wind die fliegenden Brenn- Lebensmüden herbeigeführt hatten. Aus dem hinterlassenen Briefe dem Angeklagten Mittheilung davon gemacht zwecks Veröffentstücke. Um 2 Uhr stürzte das Dach in sich selbst zusammen, und der Selbstmörder wurden alsbald die Personalien derselben( festlichung. Nach erfolgter Vernehmung dieses Zeugen stellt der um 4 Uhr Nachmittags wurde man Herr des Brandes. Die gestellt. Es handelt sich um den zwanzigjährigen Schlossergesellen Staatsanwalt die Frage, ob Zeuge der Sozialdemokratie anschönen Dekorationen, foftbare Garderoben, der Konzertsaal mit Bruno Bock aus Erfurt, bisher Friedrichsfelderstraße wohnhaft, gehöre, wogegen der Bertheidiger des Angeklagten, Dr. Türkheim, vielen Musikalien, die vortrefflichen Maschinerien waren vernichtet und dessen Braut, die 24jährige Anna Koch aus Stargard in Einspruch erhebt, da diese Frage, weil nicht zur Sache gehörig, worden. Leider war ein Menschenleben zu beklagen: Der junge Pommern. Aus dem Schreiben des B. geht ferner hervor, daß unzulässig sei. Der Staatsanwalt beharrt auf der Frage, Schauspieler Karlsberg erlitt den Flammentod, da er in der Ver- er sowohl wie seine Braut sich eines unheilbaren Uebels wegen weil er im Falle der Bejahung in Uebereinstimmung mit wirrung den Ausgang nicht finden konnte. Seine verkohlten das Leben genommen haben. Die That muß am Dienstag Abend der ihm all anderer Stelle entwickelten Anschauung Reste fand man erst neun Tage später. Das niedergebrannte geschehen sein, da die Uhr des jungen Mannes um Mitternacht die Glaubwürdigkeit des Zeugen streichen würde. Der Verseinen Abschluß. Zu den Veröffentlichungen des Reichs Anzeigers" bezüglich der Cholera ist, wie der Abendpost" von sachverständiger Seite bedeutet wird, eines Umstandes nicht Er wähnung gethan, der unter gewissen Voraussetzungen von großer Bedeutung werden kann. Zu den Verbreitern der Cholera gehören nämlich in ganz hervorragender Weise die Fliegen, und eine Hauptschutzmaßregel dürfte daher erforderlichenfalls die Vernichtung der Fliegen sein. " Sonntagsplauderei. " Weiße für die Aufrechterhaltung einer ordnungsmäßigen wieder aus einer Flasche fich nicht etwa Kourage holten, Ventilation für zweckdienlicher. Zu derartigen gastronomis das thun sie wahrscheinlich auch ohne besondere schen Verirrungen können die trocken gehaltenen amt Aufforderung nein, wenn sie die düsteren Stimmen R. C. Bei der jetzigen an die fühlsten Gegenden lichen Verordnungen die menschliche Phantasie verleiten, gebilde der dem Tode Geweihten aus diesen Flaschen unserer afrikanischen Kolonie erinnernden Temperatur lebt und es wird wirklich die höchste Zeit, daß die Cholera der Mitwelt überlieferten. Es würden das wahrscheinlich der Mensch halb in einer an Stumpffinn grenzenden Gleich entweder wirklich kommt oder ihr Erscheinen endgiltig ab- merkwürdige Beiträge zur Geschichte der Selbstmorde sein, giltigkeit, halb in einem fortgesetzten Durstgefühl. Ueber bestellt. Größere Kreise der Bevölkerung werden durch die aber nach Motiven wird bekanntlich nicht abgestimmt. bem zitternden Asphalt lagert dumpf und massig die Hiße Verzögerung und die Unsicherheit und Ungewißheit in ähn und die kohlensauren Jungfrauen können kaum soviel Stoff liche Spannung versetzt, wie die Bismarckrummeligen in liche Meinung noch nicht über die Person des zukünftigen Immerhin hat sich trotz der enormen Hiße die öffentherbeischaffen, als nöthig ist, allen billigen Anforderungen Berlin über die Streitfrage, ob er wirklich kommt oder ob Oberbürgermeisters einigen können. Daß sich ein Spaßzu genügen. Es muß tein ganz angenehmer Posten sein, er direkt nach einem seiner nothleidenden Landgüter ab- vogel in dieser Saharagluth den schlechten Witz gemacht hat, die dürftige Menschheit zu befriedigen, namentlich wenn dampft. Er hat das Leytere vorgezogen und den Berlinern den früheren Kultusminister Goßler für den Bosten in man, wie das in Berlin ja auch passirt ist, von einer ein- dadurch thatsächlich einen Dienst geleistet. Wer hätte bei Aussicht zu nehmen und daß die bürgerlichen Zeitungen fachen Kohlenfauren zur Vertrauten und Rathgeberin eines einem so hohen Thermometerstande noch mit gehöriger Verve diesen Scherz für bitteren Ernst nehmen, ist ein Zeichen in seiner Art sehr berühmten Mannes aufgestiegen ist. Hurrah schreien wollen, ja, wer hätte es schließlich, selbst dafür, daß die Zeitungsmenschen in der Zeit der ſauren Herr Hans von Bülow forrespondirt bekanntlich sehr eifrig wenn er gewollt hätte, gekonnt, denn mit trockener Kehle Gurte vor Nichts zurückschrecken. Natürlich wurde infolge mit einer jungen Dame, die in ihren brieffreien Stunden Ovationen darbringen, ist eine wenig populäre Kunst, und dieser Anregung die Frage erörtert, welcher Posten eigent die durftende Menschheit mit kohlensaurem Wasser versorgt. Die Zeiten des Freibiers scheinen für immer dahin zu sein. lich schwieriger zu verwalten set: der eines Oberbürger Es sind das in der That zwei so hohe Berufe, daß man Der große Unbekannte rührt den Daumen nicht mehr, feit- meisters der Metropole der Intelligenz oder der eines billiger Weise darüber staunen muß, daß diese beiden dem der Säkularmensch nicht mehr am Ruder sich befindet, Ministers des Kultus. Arten der Thätigkeit in einem Menschenkinde Platz und diese innigen Wechselbeziehungen geben auch dem Kurz- darüber Die Gelehrten konnten sich nicht einigen haben. und bevor Die menschliche Natur bietet allerdings fichtigsten zu denken. in dieser überaus wichtigen Frage eine Entscheidung Eigenartigen so viel, daß man eigentlich getroffen Doch mag dem sein wie ihm wolle, soviel steht fest, daß ist, dürfte vielleicht der richtige Kautschuckmann, der dem über Nichts in Verwunderung gerathen sollte, und es selbst in der wüthendsten Cholerazeit weniger gefährlich unruhigen Fortschrittsphilister ebenso genehm ist, wie der da man sich in der augenblicklichen choleraschwangeren Zeit ist, eine Mahlzeit von Kirschen, Gurken, Birnen und Weiß hochwohlweiſen Staatsregierung, gefunden sein. Es wird von allen schädlichen Gemüthsbewegungen möglichst frei bier zu genießen, wie sich einer Berliner Dampfergesellschaft anscheinend Gewicht darauf gelegt, daß der Herr von Adel" halten soll, so muß man schon seiner eigenen Gesundheit wegen anzuvertrauen. mit möglichst paffiver Dickfelligkeit dieses bazillenreiche wagehalsige Tollkühnheit, sich unter der Aegide eines wetter- Schuppen von den Augen fallen: wer anders kann es sein, Ohne Schwimmgürtel ist es jedenfalls ist. Auch dem Blödesten muß es in dieser Beziehung wie Dasein zu genießen trachten. harten Spreekapitäns dem feuchten Element anzuvertrauen, als der hochedle Graf Gersdorff, der königlich preußische des Wohl selten waren die Ausführungen des Reichs- und auch der Nichtbesitzende thut gut, bei einem so lebens- Kammerherr, Landrath des Kreises Hoyerswerda und königanzeigers so durchschlagender Natur, als die Verordnungen gefährlichen Unternehmen seinen letzten Willen vorher schriftlich preußischer Rittmeister außer Dienst! Eine solche Persön über die Verhütung der Choleragefahr. Ich weiß wirklich lich niederzulegen. Die Sitte, seine Erlebnisse und Ein- lichkeit ist doch gewiß repräsentabel und seine Titel und Abnicht, ob der Ausdruck durchschlagender Natur" in dieser drücke über eine Wasserfahrt dem feuchten Element in stammung müssen überall imponiren. Daß er augenblicklich schweren Zeit nicht eigentlich schon verpönt sein sollte, Flaschenform anzuvertrauen, ist im Allgemeinen noch nicht unter dem dringenden Verdacht des Betruges in Desterreich denn der Reichsanzeiger hat sich wirklich allerlei Mühe ge- üblich bei uns, es dürfte sich auch an der Köpenicker Brücke, sist, ist höchstens ein Schönheitsfehler, wie Herr Baare gegeben, dem Menschen die Regulirung seiner Fundamental wo nicht einmal Laternen brennen, nicht überall im eut fagen würde- wenn er aber in den Kommunaldienst überVerfassung in wärmster Weise ans Herz zu legen. Ein scheidenden Augenblick die nothwendige Schreibgelegenheit treten würde, so müßte man nur neue diebesfichere Schlösser dicker Herr wollte kürzlich in einem Restaurant nicht mehr finden- aber sehr interessant wäre es trotzdem, wenn die vor die Kassen legen; im Uebrigen könnte sonst Alles beim den Effig vom Gurkensalat trinken, er hielt eine große Fischer der Oberspree und des Müagelsees hin und Alten bleiben. Die Agitations Rommission der Filzschuh- Arbeiter. " theidiger ersucht das Gericht, von dieser Frage Abstand zu feinen ganz anderen Sohn. Er behauptet auch, daß er die Pan- Isondern wir bald auch die Verkürzung der Arbeit an Wochen nehmen, da die Parteizugehörigkeit des Zeugen nicht in Betracht toffeln, das Dugend zu 35 Pfennigen Arbeitslohn, tagen erreicht haben. Kollege Blum: Das„ Kleine Journal", fommen könne. Uebrigens sei nicht annehmbar, daß Beuge dem nicht abnehmen könne, weil sie so schlecht gemacht seien. Das ist jenes Blatt, welches seinen Lefern die schmutzigsten Geschichten Angeklagten durch seine Mittheilung erst eine Anllage zugezogen, gewiß ein Preis für ein Baar Pantoffeln, aber doch nicht für in pikanter Sauce mit behaglichem Lächeln vorſetzt, erlaubt sich, um für ihn einen Meineid zu leisten. Nach längerer Berathung zwölf Paar. uns unreine, wenig vornehme Taktik" vorzuwerfen. Die Herren beschließt das Gericht die Zulässigkeit der Frage, worauf der Freifinnigen, die über Judenbordelle" schreien, die die Polizei Zeuge die Beantwortung verweigert. Der Staatsanwalt beantragt anrufen, damit die Bourgeois- Frauen und Jungfrauen nicht erdarauf die Anwendung des Zeugnißzwanges und bei fortgesetzter fahren sollen, daß ihre armen Schwestern ihren Leib verkaufen Weigerung eine Geldstrafe von 50 M. event. entsprechende Haft- Streif. In der Filzschuhfabrik von Warschauer müssen, gezwungen durch Noth und Armuth, diese Herren strafe. Da das Gericht die Anwendung des Zeugnißzwanges u. Schreep in Brandenburg legten 9 Garnirerinnen die wagen es, sich uns gegenüber auf's hohe Pferd der beschließt, beantwortet Zeuge die Frage mit einem Ja. Der Staats- Arbeit nieder, weil ihnen vom Akkordlohn( pro Dugend 80 Pfg.) Moralität zu sehen. Und wunderbar, es sind gerade Engrosanwalt ergeht sich darauf bei Begründung der Anklage des ersten 15 und auf einige Sorten 20 Pfg. abgezogen wurden. Die Ar- Geschäfte, also Groß- Kaufleute, die die Gefeße umgehen, sich aber Artikels in heftigen Angriffen auf die große sozialdemokratische Lüge, beiterinnen verdienten, wie die Brandenburger Zeitung" mit gleichzeitig als Hüter des Gesetzes hinstellen. Diese Ausbeuter die Arbeit ist die Quelle alles Reichthums", den ganzen Artikel als theilt, bisher schon nicht mehr als 6 M. wöchentlich trot an müssen an den Pranger! Doch das genügt Jenen noch nicht, fie eine Aufreizung zum Klassenhaß bezeichnend. Bei Begründung gestrengtester Arbeit. machen schon Front gegen die Sonntagsruhe überhaupt, trotzdem betreffs des zweiten Artikels wird den sozialdemokratischen erst 4 Wochen ins Land gegangen sind. So plädirt das Berl. Aus Wilhelmshaven berichtet das in Bant erscheinende zwar in Bezug auf ihre geringe Wahrheitsliebe" der Text ge Blättern war dieser Tage zu lesen, daß die hiesigen Schuh- Das wäre doch, meint dieses edle Blatt, ein Zwang zu Gunsten Redakteuren im Allgemeinen, dem Angeklagten insonderheit, und„ Norddeutsche Volksblatt":" In hiesigen, sowie in auswärtigen Tageblatt" heute für Aufhebung des§ 41 a, wonach auch die Geschäfte geschlossen werden müssen, die fein Personal haben. lesen. Auf die ausgesprochene Meinung des Vertheidigers, daß macher wegen Kürzung der 14 Stunden betragenden Arbeits- der Großen auf Kosten der Kleinen. Und dasselbe schreibt die es hier jetzt Mode zu werden scheine, politische Fragen, bezw. zeit in den Streit treten wollen. Es habe der Vertrauensmann die nach der Parteistellung der Zeugen, in den Gerichtssaal 3 der deutschen Schuhmacher, Reichstags- Abgeordneter Bock in Nationalliberale Korrespondenz". tragen, erklärt er, daß ihm nur daran gelegen sei, der Wahrheit Gotha, bereits seine Genehmigung dazu ertheilt. Diese beiden Blätter, das eine vertritt die Gruben- und zu ihrem Recht zu verhelfen. Da er nun aber hinreichend Nachricht ist nur soviel richtig, daß die hiesigen Schuhmacher beschäftsleute, die an jeder Ecke ein Geschäft aufmachen und dadurch An dieser Hüttenbefizer und Großindustriellen, das andere die großen GeMaterial. dafür beizubringen im Stande sei, daß die schloffen haben, in eine partielle Bewegung zur Besserung der die Kleinen in Masse verschlucken, diese beiden Blätter als Verganze sozialdemokratische Parteipresse vom Vorwärts" ab. Löhne und Verkürzung der 13-, nicht 14stündigen Arbeitszeit ein- treter des fleinen Mannes,„ dies Bildniß ist bezaubernd schön". wärts nicht nur Den Meineid billigt, sondern ihn fogar verherrlicht, wenn es dadurch möglich ist, einen angeklagten bei dieser langen Arbeitszeit ein Hungerlohn bezahlt. Hier also dern' die der Herren Deter und Genossen und wenn erst der zutreten. Nicht in allen, sondern in einigen Werkstätten wird treter des fleinen Mannes,„ dies Bildniß ist bezaubernd schön". Nein, nicht die Intereffen des kleinen Mannes vertreten sie, sonGenossen der Strafe zu entziehen, habe er, von dieser Ueber wollen die Gehilfen eine Besserung der Lohn- und Arbeitszeugung durchdrungen, im vorliegenden Falle die Frage gestellt, § 41a aufgehoben sein wird, dann wird, da ja Familienmitund halte er auf Grund der Antwort des Zeugen denselben nicht verhältnisse erzwingen." gliedern die Beschäftigung nicht verboten nicht verboten werden kann, für glaubwürdig. Die Quaiverwaltung stehe, wie alle anderen Aus Kattowik wird der Bolts Zeitung" berichtet, daß die Verwandschaft bald bis ins 500fte Glied wachsen, und Staatsbehörden, über jeden Zweifel erhaben da, und für die Ver- auf der Bismarckhütte bei Schwintochlowitz in Ober- wehe dem jungen Manne, der dem Schuhmanne gegen dächtigung derselben müsse den Angeklagten eine empfindliche schlesien( Direktor Hollmann) alle diejenigen Arbeiter entlassen über die Berwandtschaft ableugnen wollte, Strafe treffen. Er beantragt wegen des ersteren Artikels 2 Monate, wurden, welche sich weigerten, die neue Arbeitsordnung Montag läge er auf dem Pflaster! Sie sehen, die Arbeiterwegen des zweiten 5 Monate Gefängniß, zusammengezogen zu unterschreiben. Die Verwaltung dieser Hütte wäre danach freundlichkeit der Deutschfreisinnigen ist lächelnde Brutalität!! 6 Monate Gefängniß Gesammtstrafe, sowie Publitation ganz des rücksichtslosen Mannes würdig, dessen Namen die des die Beleidigung betreffenden Theils des Erkenntnisses Hütte trägt. in den Hamburger Nachrichten" und im " Echo". Der " = " am Kollege Adler: Ich möchte Sie auf einen neuen Geschäftstuiff aufmerksam machen. Jetzt sieht man schon an einigen Geschäften am Sonntag Plakate: Meine Privat- Wohnung ist da und da." Ich habe solche Plakate gesehen bei Perleberg, Straße 139, und ich glaube, es werden noch mehr folgen. Ich sehe schon im Geiste, wie arbeiterfreundlich später die Herren Chefs sein werden, sie werden ihr ganzes Personal zum Kaffee einladen und das ist doch gewiß schön. Aber wenn dann ein„ besuchender Kunde" kommt, so zeigt sich der junge Mann dankbar, indem er bedient und nicht seinen Chef arbeiten läßt, der ihm ebenso liebenswürdig Kaffee und Kuchen spendirt hat. In der Debatte wurde ferner mitgetheilt, daß in Friedrichshagen Sonntag den 10. Juli alle Geschäfte geöffnet hatten. Es wurden hierauf folgende Resolutionen angenommen: " 1. Die heutige Versammlung der Fr. V. d. K. er klärt sich mit den Ausführungen des Referenten vollständig einverstanden, und hält es für die Pflicht des Vereinsvorstandes, dem Polizeipräsidium jeden Uebertretungsfall zu unterbreiten. G3 verpflichtet sich jedes Mitglied, den Borstand mit diesbezüglichen Informationen zu versehen. Vertheidiger, Dr. Türkheim, beantragt in längeren Aus- Ans Solingen wird der Köln. 3tg." über den rach drei führungen die Freisprechung des Angeklagten, da in dem Monaten angedrohten Ausstand der Scheerenschleifer berichtet, Chausseestraße, Ece Liesenstraße, Lindenbaum, Frankfurter Artikel über die Wohnungsfrage weder von einer Anreizung zum daß die Kündigungsfrist bis zum 20. Oftober läuft. Der Klaffenhaß die Rede sein könne, noch enthalte seiner Ansicht nach Fabrikantenverein hat sich auch an die Feiler und an die Härter der zweite Artikel eine Beleidigung der darin genannten Be Der Scheeren mit dem gleichen Antrage wegen Unterhandlungen amten, indem die darin behaupteten Thatsachen hier eidlich be- über eine Reduktion der Arbeitslöhne gewandt, doch steht hier fundet seien, und halte er es für unzulässig, den Zeugen in der noch ein Beschluß aus. Weise für unglaubwürdig zu erklären, wie es von Seiten des Staatsanwalts geschehen sei. Daß die in dem Artikel enthaltene Aus London meldet ein Wolff'sches Telegramm: Die Mittheilung über die Verwendung von Rohr, welches hier als Spinnerei besiter von Oldham haben beschlossen, ihren Abfall bezeichnet worden ist, Thatsache sei, haben auch die Arbeitern eine binnen Monatsfrist eintretende Lohnverminderung anderen Zeugen befundet. Die Verwendung derartiger Abfälle" von 10 pet. anzukündigen. Man hält infolge dessen eine Arbeits im Intereffe und zum Nuzen der Quaiverwaltung unter einstellung für unvermeidlich, in Oldham selbst würden dadurch scheide fich aber in Nichts von der Aneignung von 30 000 Personen in Mitleidenschaft gezogen werden. " Kaffeefegfel" aus Schuten 2c., weswegen bereits viele Ewerführer und andere Arbeiter als Diebe bestraft worden Die Generalversammlung der Allgemeinen Kranken- und find. Daß man, seit der Artikel: Nette Zustände", er- Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. 29, Hamburg) setzte am schienen, die Verwendung von Rohrabfällen" inhibirt, beweise Freitag die Statutenberathung fort. Es wurden vier Beitragszur Genüge, daß man sich abseiten der Quaiverwaltung nicht flaffen errichtet, und zwar: dazu berechtigt halte. Was übrigens die vom Staatsanwalt bekämpfte Glaubwürdigkeit des die Beamten der Quaiverwaltung belaftenden Zeugen anbelangt, so erscheinen ihm die entgegen stehenden Aussagen der Beamten und der noch im Dienste der Quaiverwaltung stehenden Arbeiter, selbstverständlich aus anderen Die Unterstützung ist folgendermaßen festgesetzt: Gründen, nicht so glaubhaft, wie vielleicht dem Herrn Staatsauwalt. Aus allen diesen Gründen beantrage er tostenlose Freisprechung des Angeklagten. Das Gericht erkennt nach längerer Berathung den Angeklagten in beiden Fällen schuldig und ver urtheilt ihn zu einer Gesammtstrafe von 4 Monaten Gefängniß, und im Uebrigen entsprechend dem Antrage des Staatsanwalts. Boziale tebersicht. " 1 Achtung, Militär, Lieferungs- und Zivilschneider! Kollegen und Kolleginnen! Wie bekannt, hat der Deutsche Difiziersverein" feine Arbeiter sowohl der Militär als auch der Zivilbranche mit einem 25-40 prozentigen Lohnabzug überrascht. Desgleichen hat die Firma Berger u. Collani ihren Arbeitern pro Stück abgezogen. In der Versammlung vom 23. Juli cr. wurde deshalb die Agitationsfommission beauftragt, mit dem Direktorium des Deutschen Offiziersvereins" und mit den Inhabern der Firma Berger u. Collani zu unterhandeln resp. diesen die Forderungen der Arbeiter zu unterbreiten. Dieses ist ge= schehen und am Mittwoch, den 3. August, Abends 81/2 Uhr, findet nun im großen Saal der„ Arminhallen" eine große öffent= liche Versammlung aller Arbeiter und Arbeiterinnen der Militär, Lieferungs- und Zivilbranche statt, in welcher Rollege J. Timm über den Verlauf der bisherigen Verhandlungen refe riren wird; außerdem soll über die weitere Stellungnahme be schlossen werden. Bei der hochwichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, in der Versammlung zut erscheinen. Iauf zu setzen. Die Agitationstommiffion 1. Klasse 2. 3. " 4. 1. Klaffe 2. " 3. " 4. " 50 Pf. pro Woche, 40 " " " 30 " " " 20 " 14,10 M. pro Woche, 11,10 " " n 8,40 5,70 " " " " Die Unterstüßung wird vom Tage der Erkrankung ab gezahlt, nachdem das Mitglied acht Wochen der Kasse angehört hat. An den ersten drei Tagen der Erkrankung wird der dritte Theil obiger Unterstützungssätze gezahlt. Als Unterstügung in Sterbe fällen soll gewährt werden: nach einjähriger Mitgliedschaft in der 1. Klasse 60 M. "" "" 2. 3. 4. " " " " " 48 " 36 " 24 " nach zweijähriger Mitgliedschaft in der 1. Klasse 75 M. " " "" 2. 3. 4. 60 " 45 " . " 30 " 1 " " g.*=*=* nach fünfjähriger Mitgliedschaft in der 1. Klaffe 100 M. "" 2. 3. 80 11 60 "" " " 4. 40 "" " " Versammlungen. " " " 2. Die Versammlung beauftragt den Vorstand, eine Be schwerde an den Landrath des Nieder- Barnimer Kreises gegen das ungefeßliche Offenhalten der Geschäfte in Friedrichshagen zu richten." Der Vorsitzende theilte noch mit, daß am 8. Oktober in Sanssouci", Kottbuserstraße, das Stiftungsfest des Vereins stattfindet. Die Versammlung schloß mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. Der Sanitätsverein für Arbeiter beiderlei Geschlechts hielt am 27. d. M. seine halbjährige Generalversammlung ab, in welcher der Kassirer den Bericht vom Halbjahr 1892 erstattete. Danach stellten sich die Einnahmen und Ausgaben wie folgt: Einnahmen: Bestand anr 21. Januar 136,24 M., Beiträge und Beitritt 1549,45 M., Diverse 7 M., Summa 1692,69 M. Ausgaben: Arzthonorar 1278,36 M., Verwaltung 223,53 M., Diverse 1 M., Bestand des Kassirers am 20. Juli 189,90 M., Summa 1692,69 M. Der Kassirer erhielt Decharge. Durch das am 1. Januar 1893 in Kraft tretende neue Krankenkassengesetz sieht sich der Verein genöthigt, seine Statuten abzuändern, um einestheils sich feine männliche Mitglieder zu erhalten, anderer feits um den freien Hilfskaffen Gelegenheit zu geben, für ihre Mitglieder Arzt und Medizin billiger zu erhalten. Es wurde deßwegen, nach Erledigung des Kassenberichts, noch über das Statut berathen, da man aber dainit nicht zu Ende kommen Tonnte, so findet am Dienstag, den 2. August, Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobitraße, wieder eine Generalversammlung statt, in welcher pünktlich zu erscheinen alle Mitglieder hiermit gebeten werden. In der Versammlung der Filzschuharbeiter, die am 27. Juli ftattfand, verlas der Kassirer die Bierteljahrsabrechnung. Diefelbe ergab: Einnahme 90,19 M., Ausgabe 75,48 M., Bestand 14,64 M. Dem Kassirer wurde Entlastung ertheilt. Der Referent Wehner war nicht erschienen. Zu Revisoren der Bibliothek wurden die Kollegen Pfeifer, Schwoch, Mack und Valerius gewählt. Dann besprach man die herrschenden Verhältnisse in der Eine Versammlung der Freien Vereinigung der Kanf Fabrit von Schlitzweg und Goldmann und legte den dort leute hörte am 28. Juli einen Vortrag des Kollegen arbeitenden Kollegen ans Herz, dem Vereine beizutreten, denn der Schneider und Schneiderinnen Berlins. A. Borchardt über die Frage Ist es unmoralisch, die Um nur durch den Anschluß der ganzen Kollegenschaft fönne derselbe gebungen der Sonntagsruhe zur Anzeige zu bringen?" Redner ein Bolliverk gegen das Fabrikantenthum werden. Herr Bitter An die Maler und Auftreicher Berlin! führte ungefähr Folgendes aus: Von den Gegnern, ja auch aus wie er sich ausdrückte, die rechte Hand von Herrn In der Versammlung am 18. Juli wurde eine Kommission unseren Reihen, wäre uns der Vorwurf gemacht worden, daß Goldmann hatte in der Versammlung den traurigen gewählt, welche die Agitation für den Achtstundentag in wir nach der Polizei rufen, ja sogar denunziren. Muth zu behaupten, er würde, eine Arbeit, wofür es 35 Pf. für die Hand zu nehmen hat. Darauf beschloß die Versammlung vom Was das Rufen nach der Polizei anlange, so wäre ein Dußend gleich 24 Stück fürs Anfertigen giebt nicht ab 25. d. M. auf Antrag der Kommission, Karten und Marken die Polizei hier in ihrem ureigensten Wirkungstreife, fie nehmen, da der Preis von 35 Pf. für diese noch zu viel sei. Die à 10 Pf. unter den Kollegen zum Sammeln eines Fonds in Um- habe darüber zu wachen, daß die Gesetze befolgt werden, Arbeiter verdienen bei diesem tolossalen Lohn 11 bis 13 M. die und dasselbe Recht, das ich habe, Jemanden anzuzeigen, der mir Woche. Der betreffende Herr erhielt von der Versammlung die Kollegen, an Euch wird es nun liegen, ob der Achtstundentag mein gefeßlich garantirtes Eigenthum raubt, dasselbe Recht habe ihm gebührende Antwort. Kollege Jernewis wurde an Stelle und der im Jahre 1889 aufgestellte Lohn errungen wird. Legt ich auch, Jemanden anzuzeigen, der mir meine gesetzlich garantirte des Kollegen Jaeschke in das Vergnügungskomitee gewählt. Die nicht müßig Eure Hände in den Schooß, feht nicht zu, wie Andere freie Zeit raubt. Was nun die Denunziation anlangt, so ver Bücherausgabe findet Sonntags Vormittags im Lokale von für Euch arbeiten. Wir Alle müssen die Denkfaulen und Trägen, binde man mit diesem Worte den Begriff des Gehässigen und Wernau, Rosenstr. 30 von 10-11 Uhr statt. Eben daselbst bedie von unseren Errungenschaften zehren, aus ihrem Schlafe auf- Gemeinen, davon könne hier aber gar nicht die Rede sein, da ja findet sich der Arbeitsnachweis; es ist Pflicht eines jeden Kollegen rütteln, daß sie zur Erkenntniß ihrer eigenen Lage kommen. Wenn der Handlungsgehilfe der Geschädigte sei, fich alfo in Nothwehr denselben bei Bedarf in Anspruch zu nehmen. wir im nächsten Jahre den Kampf mit dem Unternehmerthum befinde. Daß nun eine Zentralstelle für die Anzeigen aufnehmen, müssen wir eine wohlorganisirte Macht sein. Deshalb ist geschaffen ist, sei doch in den Verhältnissen begründet. Der Ein- Der Verein der Militär- und Liefernugsschneider hielt vor allen Dingen nöthig, daß wir uns in erster Linie unserer zelne fönne sich nicht herausstellen, sonst verliert er seine Stelle, am 28. Juli eine Versammlung ab, in welcher nach einem mit Organisation anschließen. Jeder Maler und Anstreicher muß daher müssen wir für ihn eintreten. Dieses Solidaritätsgefühl großem Beifall aufgenommenen Vortrage des Genossen Dr. Mitglied der Vereinigung werden. Bedenkt, daß wir vereinzelt ist es ja gerade, das uns allein Aussicht auf Erfolg giebt, diefest. 2oIf über" Die Bestrebungen der modernen HandwerkerNichts, geschlossen, vereinigt eine Macht sind, mit der das Unter- Solidaritätsgefühl ist es, das uns nicht nur das Recht giebt, bewegung und ihr Verhältniß zur Sozialdemokratie" weitere nehmerthum unbedingt rechnen muß. Alsdann sammelt zu einem sondern es uns zur Pflicht macht, alle Umgebungen der Sonntags! Maßnahmen gegen den Deutschen Offiziersverein und die Firma Fonds, wählt Delegirte in den Werkstellen, welche den Vertrieb ruhe zur Anzeige zu bringen, und dieses Solidaritätsgefühl ist es Berger und Collani berathen werden sollten. Herr Roloff Der Karten und Marken in die Hand nehmen. Kollegen, wirkt auch, das diesen Anzeigen das Gehässige und Gemeine benimmt. theilte mit, daß am Sonnabend eine Fabrikantenversammlung in diesem Jahre kräftig für unsere Sache, erscheint Mann für Bird es nicht selbst nach den heute giltigen Begriffen von Moral stattgefunden, die, so viel man bis jetzt habe erfahren können, Mann in den am nächsten Dienstag stattfindenden Versamm für ebel und gut gehalten, Thierquälereien zur Anzeige zu fich durchaus nicht mit dem Verhalten bes Direktoriums lungen. Thue ein Jeder seine Schuldigkeit, dann werden wir bringen? Nun, was ist hier für ein Unterschied? Doch nur des Difiziersvereins einverstanden erklärt hatte. Vom Vorstand balb unser Ziel erreichen. Vergeßt nicht, daß unser Aller der, daß es sich hier um Thiere und da um Menschen handelt. fei ein Flugblatt ausgegeben worden, in dem das Berhalten des Schlachtruf in diesem Jahre lautet: Kollegen, Arbeiter aller Denn auch diese Menschen können sich nicht selbst helfen, fie find Offiziersvereins gegen feine Arbeiter fargelegt ist. Jegt, nachLänder organisirt Euch, und im nächsten Jahre: Hoch der auf die Hilfe von Menschenfreunden angewiesen, und daher ist es edel dem sich die Deffentlichkeit mit der Angelegenheit beschäftigt habe, Achtstundentag! Marken und Karten sind bei dem Kassirer und höchst moralisch, alle Umgebungen der Sonntagsruhe zur sei auf einzelne Zivilftficke doch etwas zugelegt worden, troydem Rölln, Brigerstr. 11, und Dresdenerstr. 116 bei Gründel, Schreiben, das am 26. Juli an das Polizeipräsidium abgegangen des Vereins vertröstet wurden, als sie ihre Beschwerden vorbrachten. Anzeige zu bringen. Alsdann verlas Kollege Borchardt ein der Bahlmeister noch nicht zurückgekehrt ist, worauf die Arbeiter Sonntags Vormittags von 10 bis 12 Uhr zu haben. Die Kommission der Maler und Anstreicher ist, wonach folgende Firmen: Wesel, Tempelhofer Ufer 15. Es sei ein Plakat in den Arbeitsräumen des Offiziersvereins Wolff u. Apoland, Königstraße, Ecke Hoher Steinveg. angeklebt worden, das die soviel genannten Prozente als eine„ Grati Heinrich Rosenbaum, Neue Promenade 5. Dahl fitation" bezeichne, die zweimal im Jahr ausgezahlt werden folle. Eine nähere Beachtung verdient die Filzschuhfabrit mann u. Romp., Rochstr. 72. F. W. Cremer, Münz- Die Entlassung eines Arbeiters bei Berger und Gollani habe sich von Goldmann u. Komp., Landsbergerstraße, indem daselbst straße 3, of 2 Tr. Gebr. Lewandowsky, Brüder thatsächlich als Maßregelung erwiesen. Er, Redner, sei dafür, so niedrige Löhne bezahlt werden, wie in keiner anderen Fabrik. straße 3, Hof 2 Tr. Kurta und Komp., Franzöfifchestr. 38d. daß man die Ueberwachungskommission der Militärschneider Die Affordarbeiter auf Einleisten verdienen 8 und 9 M. die Woche. Stelzner, Charlottenstr. 52. S. Silberstein, Rosen- wieder in Funktion treten lasse, um den Streitfonds hoch Der höchste Lohn war, was aber nur Einer eine Woche bekommen thalerfir. 18. G. Basen, Louisenstr. 39, die Sonntagsruhe um- aubringen, damit bei geeigneter Beit gestreift werben tönne. Herr hat, fage und schreibe 13 M. 75 Pf. Hingegen bekommt Herr gangen haben sollen. In der Diskussion forderte Kollege Hinge auf, feft zufammen beiter des Offiziersvereins allgemeing der Meinung gewesen, bie Schulze meinte, bei Einführung der Prozente feien die Ar Bitter, die rechte Hand der Fabrikanten, wie er sich selbst in einer Versammlung genannt hat, für seine treu geleifteten Dienste zu stehen, damit uns nicht nur nicht die Sonntagsruhe geraubt wird, Prozente gehörten zum Lohn und feier tarifmatia Ser Berlins. Gervin erklärte dem gegenüber, zu jener Zeit sei von den Leitern des Offiziersvereins gesagt worden, sie würden sich ihren Sprechfaal. Lohntarif selbst machen und außerdem eine Gratifikation von Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür 7 pet. zahlen. Es sprachen dann noch die Herren abzugeben ist, dem Publitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Attrott, Danzig, L. Pfeiffer, Roloff u. a. Alle Sntereffes zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Redner traten für die Stärkung der Organisation ein, deren NothInhalt desselben identifizirt zu werden. Freireligiöse Gemeinde zu Berlin. Sonntag, den 31. Juli, Vorm. Weltanschauung. 103 Uhr, Rosenthalerstr. 38, Vortrag des Herrn Dr. Pinn: Die muhamedanische Freie Vereinigung der kauftente. Jeden Montag Abend gesellige Zusammenfunft im Reſtaurant Bodenburg, Kommandantenſtr. 10-11. Da Freie Vereinigung der Graveure und Ziseleure. Montag, den 1. Auguft, Abends 8% Uhr, Dresdenerstr. 45, Versammlung. Diskussion über felbft Ausleihung der Bibliothekbücher. die neunstündige Arbeitszeit. Stzung. Privat- Theatergesellschaft und Artistenklub Bellealliance". Sonntag 5% Uhr, in Lehmann's Restaurant, Alexandrinenstraße 32, im Gaal, Frater Diskutirverein. Montag, den 1. Auguft, bei Leopold, Mart: grafenſtr. 38. Generalversammlung. Vortrag über„ Materialistische Probleme." Bentrai- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter.. w.( E. H. Nr. 3.) Dertliche Berwaltung Berlin G. Whitgliederversammlung Montag, den 1. August 1892, Abends 8 Uhr, bei Schirmacher, früher Bolzmann, Andreasstr. 26. Kassenbericht vom 2. Quartal 1892. Mitgliedsbuch legitimirt. 6.schäftliches. Verein 8 M. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Oppermann habe im Jahre 1882 auf dem Bochumer Berein die Falschstempelung entdeckt. Montag wird die Verhandlung fortgefeßt. Köln, 30. Juli. Die Kölnische Zeitung" bestätigt aus Sofia, daß die Vertreter Rumäniens, Italiens und Belgiens Schritte gethan hatten, um für die zum Tode verurtheilten Hochverräther wendigkeit wieder einmal durch Thatfachen erwiefen In der Generalversammlung der Berliner zu vermitteln. Dieselben waren eingeleitet worden vom rumä worden sei. Herr Pfeiffer betonte, der Beschluß der öffent- Kranten- und Begräbnißtaffe für Frauen und nischen Vertreter, beschränkten sich jedoch auf eine freundschaftliche lichen Versammlung, die Regelung der Sache der Agitations- Mädchen( E. H. Nr. 97) vom 30. Januar d. J. wurde be- Unterredung mit dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten. tommission zu überlassen, müsse hochgehalten werden. Die fchloffen, angesichts der durch die Krankenkassen- Novelle sich er- Ein gemeinsames Vorgehen der Vertreter der Mächte hat nicht Militärschneider dürften keine Sonderstellung einnehmen wollen. gebenden größeren Belastung, die Kasse aufzulösen. In der Ge- stattgefunden, auch hat der französische Vertreter an den VorNeues wurde weiter nicht zu Tage gefördert und nahm man neralversammlung vom 21. Februar d. J. wurde dieser Beschluß stellungen nicht theilgenommen. schließlich folgende Resolution an: I. Die heutige Militär- auf Grund des Krankenkassengesetzes und des Statuts rechts- Petersburg, 30. Juli. Aus den von der Cholera infizirten Schneider- Vereinsversammlung erklärt die Lohnabzüge des Deutschen träftig. Nach Regelung der Kassenverhältnisse, welche dem seit Gegenden bringen fortwährend neue Schreckensnachrichten Offiziersvereins und der Firma Berger und Gollani für ungerecht- herigen Vorstand übertragen waren, glaubte die Mehrzahl der hierher; es herrscht ein wahre Panit, gange Ortschaften werden fertigte Maßnahmen. 2. Da der Deutsche Offiziersverein durch Vorstandsmitglieder, daß es für Berlin eine Nothwendigkeit sei, von ihrer Einwohnerschaft verlassen; aus Tiflis allein sollen in Anschlag in seinen Betriebswerkstätten fundgegeben hat, mit den zur Unterstützung der Frauen und Mädchen im Erkrankungs- und den letzten Tagen 35 000 Personen aus Angit von der Cholera von der Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Sterbefalle eine Institution zu schaffen, welche diese Aufgabe nach geflohen sein. Weitere Nachrichten melden bestimmt das Aufeingesandten Anträgen aus der Versammlung vom 23. d. Mts. Kräften fördern kann. Gleich nach der Auflösung der Kaffe Nr. 97 treten der Cholera in Mostau. Es wurde ein Verein mit nichts gemein haben zu wollen, so beauftragt die heutige Ver- wurde der Grundstein hierzu gelegt. sammlung die Ueberwachungskommission, auf eine Stärkung des dem Namen„ Berliner Krankenunterstützungs- und BegräbnißEffen a. d. Ruhr, 30. Juli. Stempelprozeß. In der Streitfonds hinzuarbeiten". verein für Frauen und Mädchen" gegründet. Dieser Verein be zweckt die Leistung gegenseitiger Unterstützung seiner Mitglieder heutigen Sigung wurde mit der Vernehmung von jetzigen und im Erkrankungsfalle und einer Beihilfe an die Hinterbliebenen früheren Arbeitern des Bochumer Vereins fortgefahren. Mehrere verstorbener Mitglieder. Sierbei sei bemerkt, daß die größte derselben bekundeten, daß Unregelmäßigkeiten bei der Stempelung Rücksicht genommen ist auf die heutigen traurigen Erwerbs- von Schienen vorgekommen seien. Verschiedene als Zeugen ververhältnisse. Es ist jeder Frau oder jedem Mädchen, welche das nommene Abnehmer erklärten, Fälschungen bei zerreißproben, 45. Lebensjahr noch nicht überschritten hat, Gelegenheit gegeben, Falschstempelungen und Verkittungen von Fehlern bemerkt zu sich nach Maßgabe ihrer Verhältnisse zu versichern, indem der haben. Die Sachverständigen bezeichneten letztere Manipulation Berein gegen Zahlung von 20 Pf. Beitrag pro Woche 6 M. als unschädlich für den Eisenbahnbetrieb. Thorn, 30. Juli. Seit gestern findet hier die fanitätsKrankenunterstützung und 50 M. Sterbegeld, gegen 25 Pf. Veitrag pro Woche 7,50 M. Krantenunterstützung und 60 m. Sterbe- polizeiliche Untersuchung sämmtlicher aus Rußland kommenden geld und gegen 30 Pf. Beitrag pro Woche 8,70 M. Kranken- Dampfschiff- Reisenden statt. Am 1. August wird in Schillno eine unterstützung und 70 m. Sterbegeld zahlt. Bei der Ent- Revisionsanstalt für sämmtliche aus Rusland auf der Weichsel bindung zahlt der Bei einer Krankheit, ankommende Dampfschiff- Reisende, Mannschaften der Flußschiffe, welche eine Erwerbsunfähigkeit nicht nach sich zieht, ahli fowie aller Flösser errichtet. der Verein bis zu 3 M. pro Woche, gegen Beibringung der Wien, 30. Juli. Wie die Politische Korrespondenz" aus Rezepte und Quittungen. Die Krankenunterstützung wird auf die Lemberg meldet, sind in der Nähe von Trzebinia( Galizien) vier tonstatirt worden; in Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Schuhmacher und ver: Dauer von 26 Wochen gezahlt. Das Eintrittsgeld beträgt 50 Pf. Erkrankungen an Cholera nostras wandten Berufsgenossen Deutschlands. E.§. 60. Berwaltungsstelle Berlin. Beitrittserklärungen sowie Beiträge werden in folgenden Zahl- Szczakowa ist eine Erkrankung mit Symptomen von Cholera ſtein's Salon, Alte Jatobftr. 75. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht vom zweiten stellen entgegengenommen. Im Osten bei Frau Berger, Waß- nostras vorgekommen. Die Kranken find isolirt worden. Quarial 1892, 2. Wahl des Ortsvorstandes. 3. Berichterstattung über die mannstraße 36, 2 Tr.; im Süden bei Frau Freudenreich, der Rostow- Woronesch Bahn 10 Cholera- Erkrankungen und Petersburg, 30. Juli. Am 28. Juli faaien auf den Stationen Verein der Stockarbeiter. Montag, den 1. August, Abends s uhr, Reichenbergerstr. 3, Hof 3 Tr.; im Westen bei Frau Köppen, 1 Todesfall vor, in Orenburg 7 Erkrankungen und 3 Todesfälle, Gitschinerjir. 109, im Laden; im Norden bei Frau Andersch in Samara 109 Erkrankungen und 77 Todesfälle, in Sfaratow Reinickendorferstr. 20c, Hof 2 Tr. und Frau Marts, Bions 76 Erkrankungen und 56 Todesfälle, in Simbinsk 41 Erkrankungen firchstr. 14, 4 St. und 34 Todesfälle, in Charkow 15 Erkrankungen und 1 Todesfall, in Rostow 136 Erkrankungen und 42 Todesfälle, in Stadt und Gouvernement Baku 202 Erkrankungen und 68 Todesfälle, in Zarizin am 27. Juli 26 Erkrankungen und 20 Todesfälle, in Wjatka bis zum 29. Juli 18 Erkrankungen und 23 Todesfälle, in Nischnij Nowgorod am 29. Juli 91 Erfraztungen und 38 Todesfälle. Paris, 30. Juli. Die von verschiedenen Blättern ver breitete Nachricht über eine Ausdehnung der Cholera in Paris Zur Weltausstellungsfrage. Der„ Nh. Westf. 3tg." wird wird von gut unterrichteter Seite für vollkommen unbegründet aus Dresden geschrieben: In hiesigen maßgebenden Kreisen wird erklärt; die Epidemie, welche in sehr milder Form in einigen versichert, daß zwischen der sächsischen und der Reichsregierung Orten der Umgegend aufgetreten war, sei auch dort fast erVerhandlungen schweben, welche auf nichts Geringeres hinaus- lofchen. Die Bevölkerung sei durchaus nicht beunruhigt. In laufen, als die geplante Weltausstellung nicht in Berlin, sondern| Paris selbst sei bisher kein Cholerafall vorgekommen. in Dresden abzuhalten. Die sächsische Regierung soll sich London, 30. Juli. Eine Meldung des Reuter'schen unter tiefen Verhältnissen bereit erklärt haben, das Projekt, dem Bureaus" aus Yokohama von heute befagt, gegen den Minister fie bisher sehr ungünstig gegenüber stand, durch ausgiebige Unter- für Handel und Justiz, Kono, sei ein Attentat verübt worden; ftügung eifrigst zu fördern. Die Entscheidung der deutschen dasselbe sei jedoch mißglückt. Reichsregierung bezüglich des Planes einer Berliner Weltausstellung ist, wie der B. B.-C." schreibt, in verneinendem Sinne getroffen. Todesurtheil. Der aus Koblenz stammende Mörder Wenzel, der vor einigen Wochen einen Londoner Detektive erschoß und zwei andere Personen verwundete, wurde zum Tode durch den Strang verurtheilt. Mitglieder- Versammlung Montag, den 1. August, Abend 8% lhr, in FeuerGeneralversammlung. Bersammlung bei Seefeldt, Grenadierstr 33. Arbeiter- Sildungsschule. Sonntag Vormittag 10-12 Uhr: Arm inhallen, Kommandantenstr. 20: Unterricht in der Nationalökonomie.- Montag Abends 8%-10% Uhr: Süd- Schule, Hagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( oberes): Süd- Ostschule, Reidjenbergerstr. 133: Unterricht in Rechnen; Ost- Schule, Martusstr. 31: Unterricht in Buchführung; Nord= Schule, Müllerstraße 179a: Unterricht in Buchführung. In allen Lehrfächern, mit Ausnahme Mathematit und Buchführung, tönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe des Semesters, eintreten. Sozialdemokratische Lese- und Diskutieklubs. Sonntags. Mar Kayser, Nachmittags& Uhr, Schneekoppe, Nostizstr. 29. Vermischtes. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag von 8nm Xantener Knabenmord wird aus Cleve gemeldet, 2-4 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein der Glas arbeiter zu Stralau Borwärts 7" Rummelsburg, bet Borg- daß die Nachforschungen wieder in vollem Umfange auf genommen sind. mann. bei Blant. • " # " Rom, 30. Juli. Gegenüber anderweitigen Blättermeldungen wird amtlich bekannt gemacht, daß in Italien feine CholeraErkrankungen vorgekommen sind. Der Gesundheitszustand im ganzen Lande ist vielmehr ein durchaus guter. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends 9 11hr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Norddeutsche Schleife, Naunynftr. 86 bei Bubeil.- Liederlust, Fichteftr. 29 bei strösche. Siebertafel der Maler und verw. Berufsgen. Aunenstraße 14 bei Chrenberg. Moabiter Liedertafel, Arminiushallen. Harmonie 2 Landsbergerstraße Nr. 31 bei Musehold. Tonblüthe, Gorlizerstr. 58 bei Toltsdorf.- Blüthe, Brenzlauer- Allee 26 bei Riedel. Sängerchor der Chirurgischen Branche, Alte Schönhaufer straße Nr. 43 bei Reimann. Morgenroth 2, Charlottenburg Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80.- Sängergruß, Friedrichshagen Froh' Hoffnung der Zimmerer Berlin West. Gleichheit, Pappel- Allee 3-4 bet Kruse. yra 2, Charlottenburg, Charlottenburger- Ufer ab bei Benzin. Sängerhain, Reichen bergerstr. 24 bei Päthold.- Liebesfreiheit II, Straußberg, im Restaurant Rüger. Frohe Hoffnung( der Zimmerer Berlin West), Kulmftr. 36 bei Raumann. Myrthenblätter, Belforterstraße 15, bet Schneider. Felsenburg, Koppenstraße 43c. Brüderschaft( hausdiener), Stallschreiberstraße 29, zum Eichenen Stab.- Güd Dit 2, Eisenbahnstr. 20 bei Stegismund Gaugesblüthen, Koppenstraße 35, bei steller. Arbeiter- Gesangverein Freiheit 2, Adlershof, bei Albrecht. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu Gegen 25 Arbeiter, welche vor einigen Wochen auf der New York, 30. Juli. Die Zahl der Todesfälle, welche richten an War Geng, Berlin N. Belforterstr. 26, 1 Tr) Sonntag: Theaterverein Borussia bet Dcert, 8eughofstraße 8. Geselliger Verein Braunkohlengrube ,, Centrum" bei Königs- Wusterhausen, als ihnen gestern hier infolge der furchtbaren Hize cingetreten find, bes Neue Welt bet Strohschänt, Ryteftr. 48. Theater- und Bergnügungsverein Elmenhorst bet ftrüger, Dresdenerftr. 105( vor dem 1. und 15. jeden a Berlangen nach Trockenlegung der Grube und höheren Lohn trägt 98. Im Ganzen starben gestern 223 Personen, darunter Monats). Turnverein Fichte", Lichtenberg, Schölzel's Secfchlößchen( Bum nicht bewilligt wurde, die Betriebsanlagen demolirt und 85 Fenster- 111 Kinder im ersten Lebensalter. Gestern und heute Vormittag hungrigen Wolf"). Nachmittags von 4-6 Uhr: Voltsthümliches Zurnen. scheiben entzwei geschlagen haben, ist, wie aus Breslau berichtet wurde eine außerordentlich große Anzahl von Personen von Theaterverein" Barzantria" bei Hartmann, Danziger- und Hagenauer- wird, Anklage wegen Landfriedensbruchs, theils einfachen, theils Sonnenstich befallen. Die Krankenhäuser sind überfüllt. Das Tambourverein Ruf bei Sperling, Infelstr. 1( Sigung nach dem 1. schweren, erhoben worden. Die Betheiligten, meistens im Alter Leichenschauhaus in Chicago kann die Zahl der Leichen kaum und 15). Turnverein ichte, von 4-6 Uhr in Schölzel's Seeschlößchen von 18-20 Jahren stehend, stammen, der" Brest. 3tg." zufolge, faffen. Auch ist Wassermangel in Chicago eingetreten. ( Hungriger Wolf), in Lichtenberg. fraßen- Ecke. Rauchtlub Blaue Quaste, Mücke, Wöhlerstr. 2. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Montag: Theaterverein Proletariat bei Köhn, Naunynstr. 83. Theaterverein 2ouis en städtischer Humor, Wanteuffelstr. 9 bei Schröder. Rauchflub Blaue Quast e, Wöhlertstr. 2 bei Mücke. Privat- Theaterrefellschaft Bustspiel, Eisenbahnstr. 20 bei Siegmund. Bergnügungsverein Alpenvet Ichen, Straußbergergerstr. 3 bei Birks. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Privat- Theaterpesellschaft 28alhalla, jeden Sonntag Nachmittag 5 Uhr Restaurant Lautenbach, Cuvryftraße 77. Privat- Theatergesellschaft Preciosa jeden Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Theater- und Vergnügungsverein Barletin, heute Nachmittag 5 Uhr bei Babe, Beughofstraße 8. Theaterverein Concordia Beughofstraße 8 bei Koch. Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Versammlung LinienStraße 150. Schleiermacherftr. 2. Abraham, Straßburgerstr. 5. Tambour- und Vergnügungsverein Gut Sett, alle 14 Tage bei Wendt, Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Berein 3wiebelfische, Rigdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliner jraße 120. Bergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bei Möring, Admiralftr. 18c. Gefelliger Klub Na menlos, jeden Montag bei Bithertlub Freiheitstränge, jeden Montag Abend bet E. Frante, Bfeifentiub elfenfeft, Abends 9 Uhr, Königsbergerftr. 20 bei Schabrodt. Stauchtlub Brüderlich teit, Abends 9-11 Uhr bei Willi Schmidt Wrangelfir. 141. Rauchflub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei Lehmann, Friebrichsfelderstr. 27. Ruberverein Borwärts Gigung am Montag, den 27. Juni, Abends 8% Uhr, bet Bodenberg, Kommandantenftr. 10/11. Gäste will tommen. Apostelfirche 7 b. durchweg aus dem Waldenburger Kreise in Schlesien. Das gelbe Fieber rafft in Santos Taufende dahin. Jufolge der großen Sie sind in den Städten des östlichen Ameritas viele Personen am Sonnenstich erkrankt. Die Sterblichkeit unter denselben ist eine große. Depeschen. ( Depeschen des Burean Herold.) Effen( Ruhr), 30. Juli. Rechtsanwalt Schwering gab für Bering die Erklärung ab, daß entgegen der Aussage Lange's ein Einverständniß zwischen dem Abnahmebeamten Petrowitsch und Bering ausgeschlossen gewesen. Petrowitsch sei ein Ehrenmann. Auf ein weiteres Eingehen auf die angebliche Ueberreichung des Konverts wird verzichtet. Der Zeuge Lüning, welcher ge fälschte Stempel in einem Keller verborgen haben sollte, sowie der Zeuge De Fontaine wissen nichts Besonderes zur Sache zu bekunden. Effen( Ruhr), 30. Juli.( Bochumer Stempelprozeß.) Der Zeuge Quantius hält aufrecht, daß er mit Lüning die falschen Stempel im Lehmkuhl'schen Keller verborgen habe. Der nachträglich vereidete Zeuge Lüning erinnert sich nicht, ob es Falschstempel waren oder nicht. Es folgt darauf die Verlesung von Aftenstücken, welche die Güte des verwendeten Materials Hervor heben. Die Eisenbahn- Direktion Hannover giebt an, ihr Revisor Betten, schöner Stand, neu, sofort Pittsburg, 30. Juli. Bergmann, der Urheber des Mordanfalls auf den Direktor der Carnegie'schen Werke, Frick, ist vor das Geschworenengericht verwiesen worden. Briefhaffen der Redaktion. F. B., Bernauerstraße. Der Wirth muß die Aufschrift wieder machen lassen. Event. können Sie ihn auf Erstattung der von Ihnen zu vorauslegenden Malkosten verklagen. Ziehen Sie aber Nichts von der Miethe ab. . 3. 100. Ja. B.&. B. E. Jit der Miether gestorben, so können die Erben die Wohnung mit fechsmonatlicher Frist fündigen. Die Frist beginnt mit Ablauf des Sterbequartals bis dahin muß die Kündigung erfolgt sein. D. D. 78. Sie können auf Einräumung eines Bodens Klagen und ebenso den nachweislichen Schaden, den Sie durch Mangel eines Bodens hatten, ersetzt verlangen. " Geselliges". In der Redaktion des Vorwärts", Beuth ftraße 2, 4 Tr., zu erfragen. Schwan. Das ist lediglich Ihre, nicht des Birthes, Sache. Briefkaffen der Expedition. C. M. 1. Ob in Fischern ein Parteiblatt existirt, wiffent wir nicht; wenden Sie sich einmal an die Redaktion der ArbeiterBeitung, Wien VI, Gumpendorferstr. 64. H. W. 100 Exemplave kosten 7 M. für Herren u. Artillerieſfir. 27. 8-10, 5-7, Count. 8-10 3 Freunden und Genossen mein Weiß- für 22 W. Brigerſtraße 10, vorn part, find Läden, Wohnungen u. große Alte Stiefeln vert. Gen. Lehmann, Schmerzloses und Bairisch Bierlokal Blumen Zahnz., Nervt. Süss, ftraße 21 a. Falckensteinstr. 22. Kinderwagen. Andreasr.23.5.v. Größtes Lager Berlins Gut geschmiedete Plättbolzen zu Engrospreisen Steinstr. 10. Kapitalisten, 1245b vorzügl. Wirthen, bietet fich in einer 4 1279b opha's und Matrahen, sowie jede Tapezirerarbeit fertigt gut und dauerhaft an 1018b Hartung, Königgräherstraße Nr. 67. 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Geschäfts Uebersicht pro Mai/ Juni 1892 der Genossenschafts- Bäderei für Berlin und Umgegend( E. 6. mit beschränkter Haftpflicht). Centrale Müllerstr. 33a/ 34 Filiale Brunnenstr. 122a Brote à 0,50 Baarverkauf 2.- 31. Mai 39 595,5 1.- 30. Juni 46 285,5 0,75 1,- 0,50 6 188 1274= 51 425,5 7 772 2 164 62 271,5 Total Total = 23 764,25 M. 28 172,35 " 113 697 " 10.- 31. Mai 1.- 30. Juni 13 065 8466 1788 777= 12 702 1779 816 5 793,05 m. 8 030,80" 51 936,60 m. 13 823,85 M 6 785,02 M. 12 081,35 " 18 866,37 M. = 17 365,5 30.067,5 Filiale Weidenweg 101 Kinder frei. ". 16.- 31. Mai 9813 1.- 30. Juni 16 663 3240 5 935 44= 14 761 29426 153,5 40 914,5 Einlaßkarten find vorher zu haben bei den Herren Lenzner, Tresdowstr. 26b; Giese, Wolgasterstr. 9; Wallen thin, Liebenwalderstr. 20; Manteuffelstr. 63 Rothacker, Ackerstr. 41; Kempe, Stralsunderstraße 2 bei Liebetruth; Filiale 8.- 30. Juni 10 671 2.- 30. Juni 12 321 156 880 1235 631= 13 785,5 6 460,35 m 1 565 619= 15 906,5 7 271,10 m. 29 502 6 619= 214 371 98 358,27 M. Verbrauch an Mehl 5 708,5 kg 80 114,-. 496,16 " " Filiale Portius, Marienburgerstr. 20; 2. Saarmann, Stralsunderstr. 80; Gartenstraße Genz, Bernauerstr. 114c; Voß, Prinzen- Allee 25; Deich, Grünthalerstraße 66; Bernhöft, Butbuferstr. 20; Gaßmann, Ererzierstr. 4 und Stawien, Swinemünderstr. 34, 2. Quergeb., 3 Tr. gr. Zweites grosses Sommerfest verbunden mit Theater- Dorstellung am Sonntag, den 31. Juli cr., arrangirt vom Vergnügungsverein International II in Knebel's Salon, Inhaber: R. Pape, Badstr. 58. 3ur Aufführung gelangen: " Die Bismarckspende!" und:" Fest der Handwerker!" sowie Auftreten des Volkshumoristen Genossen Osang und verschiedener Spezialitäten. Die Musik wird von Mitgliedern der Freien Vereinigung ausgeführt. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an geöffnet. Während und nach der Borstellung findet im Saal Tanz statt. Billet à 10 Pf. Anfang 4 Uhr. Die Genossen werden ersucht, sich zahlreich daran zu betheiligen. 198/3 Allen Freunden u. Genossen zur Nachricht, daß am Freitag, 29. Juli, Abends Der Vorstand. Achtung! Allen Freunden u. Genossen mache hier10%/ 4 Uhr, der 8. Sprößling angekommen durch belannt, daß ich meine Destillation ift.[ 12826] Ed. Dill, Schriftsetzer. von Lebuserstr. 1 nach Lebuserstr. 5 Unserem Pfropfenbruder Wilhelm verlegt habe; auch ist die Zahlstelle Steinbach zu seinem heutigen Wiegen- der Krankenkasse der Töpfer Pfropfen- Verein Wedding. dorthin verlegt worden. Wilhelm, woll'n wir denn noch 1288b Een lutschen? feste ein dreimal donnerndes Hoch! 1287b Todes- Anzeige. Hiermit die traurige Mittheilung, daß vorgestern unser treuer Kollege und Genosse, der Glaser J. Rach, an der Proletarierkrankheit gestorben ist. Alle die den Verstorbenen fannten, werden ihn in ehrendem Andenken behalten. Die Beerdigung findet am Montag, den 1. August, Nachmittags 5 Uhr, vom fathol. Michaelisfirchhof( Rigdorf) aus statt. Zahlreiche Betheiligung erwarten Die Vertrauensmänner der Berliner Glaser. J.A.: R. Stampehl, Buttbuserstr. 15. Nach schwerem Leiden entriß der Tod mir meine liebe Frau 1323 b Marie Wirsbitzky, geb. Wachholz. Dies zeigt tiefbetrübt an Emil Wirsbitky. Die Beerdigung findet Montag, den 1. Juli, Nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des katholischen Kirchhofes in Wilhelmsberg statt. Albert Nemių. Pommersche Küche, N.O., am Büschingplatz im Hause der Apotheke: Mittagstisch. 30 Pf., Bouillon, Braten u. Kartoffeln oder Gemüse mit Fleisch. Abendtisch 30-50 Pf. Um geneigten Zuspr. bittet W. Runge, Büschingstr. 15. Rigdorf. Empfehle allen Freunden und Genossen meinen Weiß- und BairischBierausschank im Lokale des Herrn Trinkteller. Schattiger Garten. Zwei gute Kegelbahnen. 27642 A. Wurbs, Bergstr. 7. Achtung! Frau, wenn Du ein reelles Stück Fleisch im Topf und eine reelle Wurst auf der Stulle haben willst, dann gehe 3 A. Radke, Rixdorf, 1267b Knesebecstraße 8. Charlottenburg. Empfehle Freunden und Genossen mein Weiß und Bairisch Bierlofal. Vereinszimmer zu Versammlungen, mindestens 100 Personen fassend. Hermanu Krause, Bismarckstr. 74. Allen Genossen und Bekannten empfehle mein Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Angenehmer Aufenthalt für Proletarier. W. Thierbach, 1280b Friedrichsgracht 16 an der Roß- Brücke. Allen Freunden und Bekannten Am 29. b. M. starb unser Kollege Herr Waldemar Kaiser. Die Beerdigung findet am Montag, den 1. Auguft, Nachmittags 4 Uhr, von Der Leichenhalle des St. Michaelis- bringe meine Kirchhof, Rixdorf, Herrmannstraße, statt. Die Kollegen 27891 1314b Destillation u. Steh- Bierhalle der Firma Friedberg u. Silberstein. Salz, Streumehl 2c. Feuerungsmaterialien Arbeitslöhne und Verwaltung General- Unkosten Reparaturen Einrichtung Abschreibung auf Utensilien Pferde Wagen Pferdegeschirr Der Aufsichtsrath. G. Spiekermann, Vorsitzender. H. Gumpel, Schriftführer. Fr. Krüger. R. Richter. W. Grube. " 1 485,80 9 421,03 " 91 516,99 m. " 6 841,28 M. 8 523,72 m. " 2 490,47 m. 75,75 n 957,50 1 235,52 m. 1,639,50" 1984,30" 267,35 5126,27 M. 10 pt. Freund der Hausfrau! 3 317,56 m. 512,56 M. Ueberschuß 2 805,- M. Der Vorstand. Caspar, Geschäftsführer. Lazarus, Rassirer. 2788L Karol Weil's pulverisirter Seifen- Extract Karol Weil's Karol Weil's Karol Weil's Karol Weil's Karol Weil's Karol Weil's Karol Weil's Karol Weil's Karol Weil's Karol Weil's spart Zeit. spart Geld. spart Arbeit. schont die Wäsche. macht die Wäsche blendend weiss. wird in den meisten Waschanstalten, Hôtels, Restaurants, Spitälern etc. benutzt. ein 20 Pfennig- Packet giebt Seifen- Extract Seifen- Extract Seifen- Extract Seifen- Extract Seifen- Extract Seifen- Extract Seifen- Extract Seifen- Extract Seifen- Extract Seifen- Extract Karol Weil's aufgelöst 31, Pfund schöne, Seifen- Extract Karol Weil's Karol Weil's 2274 L weiche, weisse Seife. Käuflich überall. 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Schulze 1320 b Berantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Ur. 177. Gerichts- Beifung. Die Stempelfälschungen auf dem Bochumer Verein vor Gericht. Essen, 29. Juli 1892. Fünfter Verhandlungstag. die Sonntag, den 31. Juli 1892. feiten. 9. Jahrg. einem Abnahmebeamten der Staatsbahn zweimal vorgelegt billigte? 3euge: Das weiß ich nicht; ich glaube nicht; wurden, und welchen? Zeuge Hasselmeier: Das weiß ich nicht Herr Bering war als ziemlich strenger Beamter bekannt. genau. 3euge bekundet ferner, Vorarbeiter Krüger habe einmal Zeuge Arbeiter Husemann( früher auf dem B. V.), gesagt, ihm habe wegen der vielen dort herumliegenden Stempel giebt an, er habe in den Jahren 1882-83 sehr oft gesehen, wie geschaudert, als einmal ein Revisor in seine Werkstätte gekommen aus abgenommenen Schienen Stempel ausgefeilt und statt deren fei. Angeklagter Krüger weiß davon Nichts. Präs. nicht abgenommene verladen wurden. Er sei selbst beim VerSchien Ihnen, als ob das Ausfeilen der Stempel darum Nachts laden behilflich gewesen. Er glaube, es seien Schienen für bra geschah, damit es möglichst unbemerkt blieb? 3euge: Ja. filianische Bahnen gewesen. Die Schienen, aus denen die Stempel Dem Bahnmeister Mooskopf ist wie feine vorgesetzte Be- Präs.: Haben Sie Schienen auch wohl mit Salmiat be- entfernt, seien in den nächsten Tagen demselben Revisor wieder hörde durch ein Schreiben dem Gerichtshof heute mittheilt sprigt, damit sie rosteten?- 3euge: Jawohl. Bräf.: vorgelegt. Die Ersatzschienen hätten aber nur kleine Fehler nunmehr gestattet worden, event. als Sachverständiger in diesem Haben Sie auch gerade die Stellen, wo die Stempel abgefeilt gehabt. Prozeß fungiren zu dürfen. waren, mit Salmiak bespritzen müssen?- Zeuge Hasselmeier: Das Abfeilen der Stempel von Schienen hat auch der Zeuge Der Präsident vernimmt nochmals den Zeugen PorschNein, davon weiß ich Nichts; aber ein paar geflickte Stellen Enders mann über die Avertirung der Ankunft von Revisoren auf dem habe ich mit Salmiak bespritzt, damit sie rosteten. er glaube in den Jahren 1882 und 83- oft gesehen. Beim Abfeilen seien u. A. die Angeklagten Held, Georg Müller, Werk und über die diesem Zwecke dienende Signalleitung. Er 3euge sagt noch aus, der Angeklagte Krüger habe sich in Hülsmann und Herda beschäftigt gewesen, was diese zugeben. bleibt durchaus bei seiner früheren Aussage. Nachdem der Schellenzug angelegt, der vom Portierhaus I ausging und in der einer Werkstatt später eine Art Verschlag machen lassen, Bräf.: Dieselben Schienen wurden am anderen Tage demselben Stempel, die neben dem Schienenlager befindlichen Schleiferei endigte, habe bewahrt wurden. bisher so herumlagen, auf Abnehmer nochmals vorgelegt und nochmals abgestempelt? Angeklagter Krüger erklärt, dies 3euge: Jawohl. Präs.: Wissen Sie einen von den Abzunächst noch ein paar Tage er selbst, dann ein in der Schleiferei sei nur geschehen, um Ordnung zu schaffen, damit, wenn einnehmern, bei denen das so gemacht wurde? 3euge: Ja, beschäftigter Maschinist, sobald das Signal ertönte, die Arbeiter auf mal ein Revisor hineinkäme er( Krüger) sich nicht wegen der z. B. Abnehmer Gruft. Präs. Haben Sie auch unerlaubt dem Schienenlager nebenan benachrichtigt, die dann verschwunden dort herrschenden Unordnung zu schämen brauchte. stempeln sehen? feien. Beuge: Ja, vom Angeklagten Graewe. Es habe sich damals nur um die Ankündigung von Zeuge Dreher Reese, Oftober 88 bis November 89 in der Präs.: Woraus schließen Sie, daß das Stempeln unerlaubt war.drei verschiedenen Revisoren gehandelt, von denen er sich erinnere, Achsendreherei des Bochumer Vereins, will über falsche, unter- 3euge: Es wurde so davon gesprochen, als ob das etwas verdaß der eine eine russische, der andere irre er nicht Barcelonaer Bahn vertrat. Präf.: Angeklagter Bering, geschobene Achsen Berreißproben aus bereit gehaltenen Bierkant- botenes wäre. Angell. Graewe: Allerdings sprachen wir konnte die von Ihnen bezeichnete, dann für Feuerwehrzwecke um- täben zum Theil dieselben Wahrnehmungen gemacht haben wie wohl so; ich hatte den Stempel dazu vom Meister Rosendahl geänderte Leitung auch vom Portierhaus I ausgehen?- Angekl. Beuge Hees. Angeklagter Müller habe diese Proben gestempelt bekommen. Präs.: Wurde in Abwesenheit des Revisors geBering: Ja, das muß ich annehmen, überzeugt habe ich mich ob mit falschen Stempeln, weiß er nicht. Wie die weitere stempelt? 3euge: Ja! Präs.: Wurden auch vom Res davon nicht; aber diese Leitung endete nicht in der Schleiferei, Bernehmung des Zeugen ergiebt, stützt er seine Behauptungen visor ausgeworfene Schienen gestempelt?- 3euge: Jawohl. Daß Bering etwas von all dem gewußt habe, glaubt sondern im Maschinen- Walzwerf. nur auf Vermuthungen; selbst gesehen hat er von Unterschiebungen Zeuge Arbeiter Wilms, seit 1860 und noch heute auf dem Auf Befragen eines der Vertheidiger giebt Zeuge zu, wegen Nichts. Seine Bekundungen sind übrigens überaus unklar. Zeuge nicht. Zeuge Meister Baumeister- seit 1867 und noch jetzt in der Bochumer Verein, will von Unregelmäßigkeiten Nichts wissen. Federnwerkstatt des Bochumer Vereins sagt aus, davon, daß Der Zeuge Arbeiter Degener sagt aus, ihm habe Trunkenheit vom Bochumer Verein entlassen worden zu sein. Die vom nächsten Zeugen Arbeiter Stemmer befundete, wie Zeuge Jülich gestern aussagte einmal betrügerische Quantius in der Kneipe erzählt, er werde von Jemandem unterstützt, und nach diesem Prozeß werde ihm eine sichere nach feiner Ansicht betrügerische Anfertigung von Berreißproben Manipulationen beim Abnehmen und Wiegen von Federn vor Existenz verschafft. Präs.: Ist es möglich, Zeuge Quantius: Das ist wohl möglich, verständigen Ingenieur Freudenberg als durchaus reelle daß ohne Ihr Wissen etwas derartiges passirte? aus Vierkantstäben stellt sich nach den Erklärungen des Sach- gekommen, sei ihm nichts bewußt. - 3enge: daß ich so etwas gesagt habe; mir haben mehrere Leute gesagt, ich Bornahme von eigenen zerreißproben des Werks für Sub- Ich glaube nicht; das müßte geschehen sein, wenn ich einmal auf folle nur ruhig sein; ich würde, wenn ich auch entlassen sei, doch schon wieder Arbeit bekommen. Zeuge Maschinist Lehmkuhl, miffionen heraus. Sonst weiß Beuge nichts von Unregelmäßig- furze Zeit außerhalb meiner Werkstatt zu thun hatte.- Präs.: Hätten die Ingenieure so etwas erlaubt? 3euge: Nein! bis 1877 oder 78 als Obermeister auf dem B. V., will davon, daß Löning und Quantius 1880 zu ihm in seine Wohnung mit 1878-82 auf dem Bochumer Verein, hat gesehen, wie Schienen 1879 und 1883 gesehen haben, wie Arbeiter Giersberg( jetzt todt) Der Zeuge jeßige Landwirth Kornhoff, 1871-76 und Zeuge Bergmann Lüning will einmal in der Zeit zwischen falschen Stempeln kamen, die er( Lehmkuhl) dann in seinen Keller gefittet und geflickt, wie in große Löcher Eisenstücke hinein Schienen mit einem blinden Stempel stempelte, den Giersberg gebracht habe, Nichts wissen. Löning kenne er überhaupt gar geschweißt wurden, welche Stellen dann mit Rostwasser ihm auch selbst gezeigt habe. nicht, soweit er sich erinnere. Präs: Zeuge Quantius! War Lehmkuhl damals ohne Stellung? Dreher Franz Lange( unvereid.) von 1875-78 meistens in der benetzt wurden.- Präsident: Was geschah dann mit solchen Zeuge Quantius: Schienen- Adjustage und an der Fräsebank des Boch. V. beschäftigt, Jawohl. 3euge: Sie wurden mit den guten versandt. Präs. Ist das richtig? Zeuge Lehmkuhl: Schienen? Das ist möglich; ich war um die Zeit einmal ein Jahr lang ohne worsen. Bräs.: Sie haben selbst gesehen, daß diese Schienen Schienen die Abnehmer- Stempel abgefraist wurden; dafür seien Das ist möglich; ich war um die Zeit einmal ein Jahr lang ohne Die ganz schlechten wurden als Wrackschienen bei Seite ge- bezeugt: Er habe gesehen, wie Abends spät von einer Anzahl Stellung. Präs.: Haben Sie gekündigt oder sind Sie entlassen zu vom B. V.? Beuge Lehmkuhl: Ich bin entlassen worden; der Kommiffionen für Eisenbahnen mit verladen wurden? andere, in der Warmflichschmiede geflickte Schienen, in die Zeuge Lehmkuhl: Ich bin entlassen worden; der Beuge: Ja; dafür wurden bei Nachtzeit aus guten ab- auch Stücke eingeschweißt seien, untergeschoben worden. Es seien genommenen Schienen die Stempel ausgefeilt. Zeuge Arbeiter Hohendorf( früher auf dem Bochumer oft geschah das?- Zeuge: Bielleicht zweimal die Woche; anere erfetzt worden, und zwar auf Veranlassung des Angekl. Präs.: Wie fogar vom Waggon einmal Schienen heruntergeholt und durch Verein) wird befragt: Haben Sie gesehen, daß aus ab- wenn die Abnehmer viele Schienen auswarfen, dann auch öfter. Dre wel( der von diesem Fall nichts wissen will). Beinz genommenen Schienen die Stempel wieder ausgefeilt wurden? Beuge: Ja, etwa 3 oder 4 Mal; ich habe selbst dabei mit- Präs. Sind die nicht abgenommenen Schienen, die da Abfeilen habe er u. A. die Arbeiter Hülsmann, Held und Herda geholfen.- Präs. Wer noch?- 3euge: Unter anderen Delig- untergeschoben wurden, nachher in Abwesenheit der Kontrolleure bemerkt. Er habe auch gesehen, daß solche untergeschobenen Angefl. Deligmann: Ich weiß nur, daß ich mit einmal oder während längerer Zeit? Beuge: Ja. Präs.: Geschah dies Alles Schienen in Abwesenheit der Kontrolleure abgestempelt wurden. Präs.: Welchen Abnehmern wurden Schienen 3euge: Immer, Jahre Müller zufammen ausgefeilt habe; ob auch mit Hohendorf, weiß lang. Die Herren Sachverständigen sind der Meinung, diese Weise mehrmals vorgelegt? Zeuge: Unter ich nicht. Präs.: Wurde das Nachts gemacht? Beuge: daß Schienen mit so großen eingefchweißten Stücken, wie Beuge anderen einem russichen, ich glaube er hieß Petrowitsch. Ja, Abends von 8 bis gegen 12 Uhr. Präs: Von wieviel angiebt, von den Bahnmeistern der Staatsbahnen unbedingt hätten Präs.: Ist ob Ihnen bekannt, Herr Bering Schienen haben Sie da immer die Stempel abgefeilt?- 3euge: bemerkt werden müssen. Zeuge fagt noch aus, auch Herr Bering von diesen Unregelmäßigkeiten Etwas wußte?- 8euge: Ungefähr von 100.- Präs.: Wo geschah das? euge: sei zuweilen in die Warmflichschmiede- wo dieses Einschweißen Ja!- Präs.: Dann erzählen Sie einmal! 3euge: Herr Auf dem Schienenlager. Präs.: Wurden die Stempelstellen geschah gekommen; aber ob dieser von den von ihm( 3eugen) Bering beauftragte mich einmal, zum Herrn Generalsekretär zu auch mit Rostwasser benegt? 3euge: Das weiß ich nicht geschilderten Betrügereien Etwas wisse, könne er nicht sagen; es gehen und ihn zu ersuchen, er möge nur das bewußte Kouvert" Präs. Wurden dieselben Schienen am nächsten Tage demselben Abnehmer wieder vorgelegt?- Zenge: Davon weiß scheine ihm, als ob die Warmflickereien möglichst heimlich und für Herrn Bering geben. Ich sah, wie der Generalsekretär ein den Revisoren verborgen, vorgenommen worden seien. Rouvert nahm und in dasselbe Etwas hineinthat. Er gab es ich nichts. Präs.: Wissen Sie, ob einmal mehrere Zeuge Schlosser Rammelmann, feit 1862 und noch jetzt mir dann, und ich ging dainit zu Herrn Bering zurück. Waggonladungen abgenommener Schienen wieder abgeladen auf dem Bochumer Verein, hat in den Jahren 1882 bis Anfang Bräs.( unterbrechend): Aber wozu erzählen Sie uns das Alles? und in die Adjustage zurückgebracht wurden? 3euge: 1884 mitgeholfen Davon ist mir nichts bekannt. so weit er sich erinnere, etwa drei Mal Das hat doch mit den Unregelmäßigkeiten Nichts zu thun! Präs.: Haben Sie mit noch fünf Arbeitern Abends spät bis gegen Mitternacht von Vertheidiger Rechtsanwalt ünnebeck: Herr Präsident, ich etwas von Kitten gesehen? Zeuge: Ja. Präs.: Haben Sie gesehen, daß gekittete Schienen den Ab- arbeiter Herda sei ihm das aufgetragen gewesen zu was für her den Beweis führen, daß seine Erzählung von A bis 3 er Haben Sie gesehen, daß gekittete Schienen den Ab- abgenommenen Schienen Kontrolleurstempel abzufeilen; vom Vor- bitte, den Zeugen weiter erzählen zu lassen. Wir werden nachnehmern von Staatsbahnen vorgelegt wurden? 3euge: Nein. Zeuge Schloffer 2öhmann, 1880-85 auf dem Bochumer mal etwa 150 Schienen gewesen. einen Zweck es geschah, will er nicht wissen; es feien jedes funden ist! Beuge Lange( fortfahrend): Ich gab nun das Präs.: Wurden auch Kouvert dem Herrn Bering, der mit einem Abnehnrer- ich glaube, Verein in der Herzstückwerkstatt, will von Unregelmäßigkeiten wohl am Tage so Stempel abgefeilt?- 3euge: Nein, soviel es war der Ruffe Petrowitsch allein im Zimmer war. Ich sah noch, Nichts wissen. Präs.: Meinen Eie, daß Quantius fich in ich weiß! Von falschen Stempelungen will er nichts wissen. wie Herr Bering das Kouvert öffnete, und entfernte mich sogleich Der Herzstückwerkstätte mit 5,05 m. täglich besser stand, als auf Gleichfalls weiß er nicht anzugeben, für welche Bahn die Schienen wieder. Der betreffende Abnehmer hatte an diesem Tage bei tem Schienenlager, wo er 3,50 M. Schichtlohn hatte? Zeuge mit den abgefeilten Stempeln bestimmt gewesen. der Abnahme sehr viele Schienen verworfen. Als ihm nun dieLöhmann: Allerdings, wenn die Arbeit auch schwerer war, so brauchte er bei uns doch keine Ueberstunden machen, wie auf und schon verladener Schienen durch andere bestätigt der ehe- nahm er sie glatt ab.- Vertheidiger Rechtsanwalt ünne Die von Quantius dargestellte Ersehung abgenommener selben Schienen am anderen Tage nochmals vorgelegt wurden, 3euge: 16 Jahre. Präf.: Zeuge Vorarbeiter Hahn, haben Sie zuweilen eine malige Lokomotivführer des Bochumer Vereins, Zeuge Eisenbeck: Wie alt waren Sie damals? nicht vom Kontrolleur ausgewählte Probe mi einer anderen aus hardt, der einmal im Jahre 1875 zwei Waggons voll Schienen Rechtsanwalt ünnebeck: Was für eine Beschäftigung hatten vierkantigen Stäben gedrehten Zerreißprobe vertauscht und diese bei Nacht vom Berg.- Märt. Anschluß- Bahnhof hat zurückholen Sie denn da- Beuge: Ich war Laufbursche.- Präs.: lettere dem damaligen Lehrling Hees mit dem Auftrag gegeben, müffen. Meister Rosendahl habe die Schienen abladen, andere Haben Sie sonst noch einen Anhalt dafür, daß Herr Bering fie an die Berreißmaschine zu bringen, dem der Kontrolleur auf denselben Wagen aufladen und diese zum Bahnhof zurück Etwas wußte? 3euge: Ja, einmal theilte der Meister warte schon darauf? Präs: Ist das öfter geschehen? Krapohl Herrn Bering mit, daß er einen Stempel zerbrochen habe, Beuge Zeuge Hahn: Das faun wohl mit bringen lassen. vom Wert genommenen eigenen geschehen isenhardt: Jawohl; bestimmt erinnere ich mich, daß es Herr Bering antwortete darauf, das sei nicht schlimm; er solle Proben nur einen anderen machen lassen. Präs.: Wissen Sie, ob mindestens dreimal geschah, wahrscheinlich aber öfter! Das habe sein. ich dann gesagt, möglicheie: Bräf: Immer nur bei Nacht?- Beuge: Ja! Beuge das ein Kontrolleurstempel oder ein eigener Stempel des Bochumer um den Hees größerer Eile anzuhalten. Hahn, Sie sollen auch solche Proben mit falschen Kon- will badurch aufmerksam geworden, später auch Abends spät Vereins war?- 3euge: Das weiß ich nicht. trolleurstempeln gestempelt und auch solche Stempel angefertigt verdächtige Manipulationen auf dem Schienenlager bemerkt haben. Zeuge Hahn: Das tönnen nur vom Werk geGrund ist mir unbekannt. mann. haben? いっ abgestempelt? --auf Damit wird um 3/44 Uhr Nachmittags die Verhandlung auf morgen früh vertagt. Der letzte heutige Zeuge( Lange) foll morgen noch nachträglich vereidigt werden. Versammlungen. nommene Nebenproben gewesen sein, die wir vertragsmäßig von Benge Stationsvorsteher Ackermann bekundet, es sei wohl demselben Material zu machen und zur Kenntlichmachung mit vorgekommen, daß vom Anschluß- Bahnhof zuweilen Waggons einem allerdings von mir angefertigten, dieselbe Bezeichnung wie mit Schienen- wenn die Ladung sich verschoben hatte- nach dem der Kontrolleurstempel tragenden, indessen diesem nicht durchaus Bochumer Verein zurückgeholt wurden, damit sie dort neu vergleichenden Stempel des Werks abzustempeln hatten. Sachv. laden wurden; auf dem Bahnhof sei nur selten die Umladung Eisenb. Direk. Passauer bestätigt die Möglichkeit und Wahr vorgenommen; es sei dort nicht recht Platz dazu gewesen; in dem scheinlichkeit dieser Darstellung. Sachv. Ing. Freuden- Zurückholen der Wagen zu diesem Zwecke habe er etwas verDer Verein der oft und westpreußischen Sozialisten berg: Diese Nebenproben müßten aber doch von dem dächtiges nicht erblickt. für Berlin und Umgegend hielt am 19. Juli cr. eine Generalselben Material genommen fein wie die Kontrolleur Beuge Bahnmeister Schröder bezeugt, er habe einmal versammlung ab, in welcher Genosse Ries op über die Lage der Proben; Zeuge Hees behauptet indessen, diese Proben seien stets den Angeklagten Herda betroffen, wie er auf dem Anschlußbahnhof ländlichen Arbeiter in den östlichen Provinzen und über die aus demselben besonderen Vierkant- Stäbelager genommen. auf einem mit Schienen beladenen Waggon beschäftigt war anscheinend mit Abstempeln. Auf seine Frage, was Herda proletariat für den Sozialismus zu gewinnen. An der Hand Agitationsweise sprach, durch welche es möglich ist, das LandDieser Widerspruch bleibt unaufgeklärt. Beuge jetziger Schuhmann Schulz, 1882-86 auf dem da zu suchen habe, sei Heida ihm grob gekommen. statistischen Materials gab der Redner zunächst einen Neberblick als über die Einkommensverhältnisse der Landarbeiter des Ostens. Krüger in Abwesenheit der Kontrolleure Echtenen stempelten und dieser schon auf dem Rheinischen Bahnhof stand, nochmals Danach bekommt der letztere durchschnittlich ein Deputat von in den ersten Jahren, u. A, durch die Arbeiter Hohendorf und bei derselben Beschäftigung betroffen. Augekl. Gerda: Es jährlich 18 Scheffel Roggen, 4 Scheffel Gerste, 2 Scheffel Erbsen, Debowiak ein paar Mal von etwa 50-70 Schienen die Stempel waren Schienen für die Direktion Köln; der Abnehmer Ingenieur eine Kub mit Weide, das zum Leben nothwendige Land zum ausfeilten. Als etwas Unerlaubtes sei ihm das nicht vor- Kettner hatte mir gestattet falls er im Laufe des Tages nicht Kartoffelbauen, Brennholz resp. alte nasse Stubben oder Wurzeln. mehr selbst kommen sollte gekommen. diese Schienen mit seinem Stempel In der Danziger Niederung werden die armen Landarbeiter auch Beuge Anstreicher Hasselmeier, von 82-84 auf dem abzustempeln wenn diefelben ebenso gut wie die schon abge- angewiesen, die auf dem Ackerlande stehen gelassenen Stoppeln Schienenlager des B. V., hat einmal gesehen, wie von einer An- nommenen wären; die Schienen wurden in Köln dringend ge- von der Ernte sich selbst abzuschneiden, und als Erfaz des Holzes zahl Schienen der Kontrolleurstempel bei Nacht beseitigt und am braucht, und durften keine Verzögerung erleiden. Auf Antrag zu verwerthen. Ferner erhält der ländliche Arbeiter freie Wohandern Tage demselben Kontroleur dieselben Schienen nochmals des Vertheidigers Rechtsanwalt A. Wallach wird die Vor nung in einer nicht besonders hergerichteten Wohnung( sog. Lehmvorgelegt wurden. Anstatt der Schienen, von denen der ladung des Abnehmers Ingenieurs Kettner für Dienstag beschlossen, buden), sowie an Lohn jährlich 150 bis im höchſten halle 200 m. Stempel beseitigt, feien eine Anzahl vom Kontrolleur damit er hierüber Auskunft gebe. Die Gesammteinnahme( intl. Deputat) beträgt 400-500 M. verworfene und, wie ihm schien, noch nachzurichtende Zeuge Arbeiter Laubach will gesehen haben, wie An- Die Arbeitszeit beginnt im Sommer durchschnittlich 5 Uhr früh Echienen vom Vorarbeiter Krüger in Abwesenheit des Revisors geklagter Herda beim Abstempeln von Schwellen anstatt auf den und dehnt sich ohne erhebliche Pause bis des Abends 9 Uhr aus. abgestempelt und dann mit verladen worden. Damals habe er Stempel zur Täuschung des Abnehmers nur auf die Schwellen Die Lebensweise dieser Arbeiter bleibt hinter der ihrer industriellen ( Beuge) von diesen Manipulationen, an denen er selbst übrigens mit dem Hammer aufschlug. Diese Schwellen, auf welche auf Klaffengenossen wesentlich zurück. Während es dem städtischen nicht mitgeholfen, nichts Böses gedacht. Ein Irrthum hin- diese Weise kein Stempelabdruck gemacht, habe er( 3euge) mit Arbeiter des österen vergönnt ist, sich eine beffere, namentlich fichtlich feiner Aussage erklärt Beuge für ausgeschloffen. anderen Arbeitern auf besondere Haufen legen müssen. An auch Fleischkost zu verschaffen, muß der ländliche Arbeiter gegen Präs: Waren die Herren Bering und Gremme als streng be- geklagter erda bestreitet das entschieden. Auf Befragen er feiner geringen Einnahme bei seiner harten Arbeit im Sommer Beuge Saffelmeier: Ja; von den Flickern hörte lärt Zeuge noch, daß er vom Bochumer Verein nicht entlaffen mit einer mageren Wasserfuppe, sowie faurer Milch mit Karich öfter, Herr Bering wollte das Kitten nicht dulden.-Präs. worden, sondern, um sich zu verbessern, selbst gekündigt habe.toffeln, im befonderen Falle auch etwas Spect vorliebnehmen. Wiffen Sie genau, daß die Schienen mit den abgefeilten Stempeln Präs.: Glauben Sie, daß Herr Bering darum wußte und es wenn dem Landarbeiter dreimal die Woche der Genuß von fannt? - " " Fleisch geboten, so ist das schon hoch gerechnet; bei den Guts- 1 einnahme von 1322,98 M., der eine Ausgabe von 1248,17 m. I mehr vorfindet, zum Verkauf seiner Arbeitskraft gezwungen ist." herren ist die feste Sabung: die Woche zweimal Fleischkoft, die gegenüberstand, vorheriger Bestand war 3517,31 M., bleibt Be- Wir wollen fein Wolfenkututsheim erträumter Frei anderen Tage Milch- und Wasserspeisen. Redner geht sodann stand 3592,12 M. Hierauf folgte der Bericht des Arbeits- heit aufsuchen, sondern die gegenwärtige Ausbeutung und auf mehrere Fälle ein, welche die Behandlung der Arbeiter feitens vermittlers und Bibliothekars. Die Bibliothek besteht aus unterdrückung mit der Wurzel beseitigen. Wir wollen der fogen. gnädigen Herrn" betrifft. Die geschilderten verwerflichen 350 Werfen mit 542 Bänden, benutzt wurde dieselbe von 279 die Trennung des Arbeiters von seinem Arbeitsmittel auf Vorkommnisse riefen bei den Zuhörern lebhafte Theilnahme für Mitgliedern. Im Arbeitsnachweis waren 243 Gesuche vorhanden. heben. Indem wir damit die Ursache der Unfreiheit aufheben, die unter so hartem Loose seufzenden Landarbeiter hervor. Der Arbeitsvermittler theilte noch mit, daß in der letzten Zeit schaffen wir zugleich die Vorbedingung der Freiheit. Gerade um Während nun dem städtischen Arbeiter die Möglichkeit mehrere Stellen unbesetzt geblieben sind; die Versammlung macht der Freiheit willen werden wir nicht Anarchisten, sondern bleiben geboten ist, durch Organisation seine Lage zu verbessern, es daher jedem arbeitslosen Tischler zur Pflicht, sich auf dem radikale Sozialdemokraten.( Stürmischer Beifall.) In der steht der ländliche Arbeiter dem Herrn" infolge der Gesinde Arbeitsnachweis Wallstr. 7-8 einschreiben zu lassen, und die Diskussion vertheidigten die Anarchisten Börner und Ordnung wehrlos gegenüber. So befagt z. B.§ 3 des Gesetzes Kollegen werden ersucht, zur Durchführung dieses Jeden hierauf auf er mann ihren Standpunkt. Ueber ihre Ziele verriethen vom 24. April 1854: Gesinde, Dienstleute oder Handarbeiter, merksam zu machen. Nach dem Bericht der Bevollmächtigten, die Herren Nichts, protestirten aber heftig dagegen, welche die Arbeitgeber oder die Obrigkeit zu gewissen Hand- welche über schwachen Versammlungsbesuch klagten, entspann sich daß der Referent ihren Anarchismus mit Proudhon, Bakunin, lungen oder Zugeständnissen dadurch zu bestimmen suchen, daß eine lebhafte Debatte, in der betont wurde, daß neben der Krise Mackay in Verbindung gebracht habe. Beide Redner wurden oft fie die Einstellung der Arbeit oder die Verhinderung bei einzelnen die Vereinsmeierei wohl sehr viel Schuld an dem schwachen Besuch durch Widerspruch und Mißfallensbezeigungen unterbrochen. oder mehreren Arbeitgebern verabreden, oder zu einer solchen der Versammlungen trage. Es giebt eine beträchtliche Anzahl Barniz ky sprach gegen die Thatpropaganda. 3 ad ging auf Verabredung Andere auffordern, haben Gefängnißstrafe bis zu von Bereinchen und Klubs, deren Mitgliedschaft den Arbeitern die Ziele des Anarchismus ein. Wolle man Jemanden hindern, einem Jahre verwirrt."" Während der städtische Arbeiter durch für die Arbeiterbewegung feine Zeit mehr übrig läßt. Es sei Grund und Boden in persönlichen Besitz zu nehmen, so heiße den§ 152 der Gewerbe- Ordnung geschützt ist, indem es heißt: endlich am Plazze, daß sich öffentliche Versammlungen mit diesem dies von der Gewalt genau so Gebrauch machen, wie es in der Alle Verbote und Strafbestimmungen gegen gewerbliche Ge- Thema beschäftigen, um Remedur zu schaffen. Die Versammelten heutigen Gesellschaft geschehe. Näther hob demgegenüber hilfen, Gesellen oder Fabrikarbeiter wegen Verabredung und nahmen darauf folgenden Antrag an: Der Verein richtet die den Unterschied hervor: hier übt die Minderheit Ausbeutung, Vereinigungen zum Behuse der Erlangung günstiger Lohn- und Mahnung an die Kollegen, dort, wo feine Werkstatt- Delegirten dort soll die Minderheit durch Gewalt" an der Ausbeutung geArbeitsbedingungen, insbesondere mittelft Einstellung der Arbeit sind, solche ernennen zu lassen und dieselben in die Bezirks- hindert werden. Die schrankenlose Freiheit könne nicht den werden aufgehoben," befinden sich die ländlichen Arbeiter in versammlungen zu senden." Der Bericht über Rechtschutzfälle und Menschen, die Produkte der Klassengesellschaft sind, frommen. der traurigen Lage, von der Willkür ihrer sog. Herrschaften voll- die Ersatzwahl des Vorstandes mußten der vorgerückten Zeit Organisation, Gesetz bleibe gegenüber den Kranken, gegenüber ständig abhängen zu müssen. wegen bis zur nächsten Versammlung vertagt werden. Nachdem den Resten des Verbrecherthums, für die Aufgaben der ErWährend ferner der städtische Arbeiter seine Stellung nach noch für den Norden die Kollegen Ma a ß als Bevollmächtigter ziehung u. s. w. eine Nothwendigkeit. Er wandte sich dann Belieben wechseln kann, erhält der ländliche eine Geldstrafe oder und Hoffmann als Schriftführer, für Nixdorf Sy, gegen die individuelle Gewaltanwendung. Daffelbe that ein GeGefängnißhaft und wird polizeilich zurückgeführt, falls er seine Koerl, Rothenstein als Werkstatt Kontrolleure bestätigt nosse, dessen Name vom Berichterstatter nicht verstanden wurde, Stelle entgegen der Abmachung verläßt. Bei ihm ist eine drei worden waren, erfolgte Schluß der Versammlung. der unter Beifall den Anarchisten die Verurtheilung monatliche Kündigungsfrist fast die Regel. Die Eintragung in ihrer thörichten Opfer zu langen Zuchthausstrafen vorhielt. Jut das Führungsattest beim Arbeitswechsel ist für das Gesinde In der öffentlichen Versammlung der Drechsler und Schlußwort resumirte 2ütgenau die Urtheile über Ziele und häufig von recht schlimmen Folgen begleitet, indem es jeder Berufsgenossen, die am 25. Juli stattfand, hielt Kollege Do st Taktik der Anarchisten und hob scharf die Unterschiede zwischen Herrschaft freisteht, die Eintragungen nach Belieben zu machen. einen beifällig aufgenommenen Vortrag über die Zustände im Sozialismus und Anarchismus hervor. Die Debatte über Ber Endlich kann auf Grund des preußischen Gesetzes vom 24. April Drechslergewerbe. Redner beleuchtete in flarer Weise, wie schiedenes" war kurz. Die Versammlung endete um 12½ Uhr. 1854 ein ländlicher Arbeiter, auf Antrag seines Arbeitgebers, un- laut der Statistik, welche 83 Städte betrifft, die Lage des Arbeschadet des Rechts seiner Entlassung, auf seinen Antrag mit beiters von Jahr zu Jahr immer schlechter geworden ist, der Die in Buchbindereien, Album, Karton, Lederwaaren, einer Geldstrafe oder im Unvermögensfalle mit 3 Tagen Ge- Lohn immer gedrückter, die Arbeitszeit eine längere und Zuguspapier- und Glaçékartonpapier- Fabriken beschäftigten fängniß bestraft werden. Redner kommt nun zu dem Schluß, die Arbeitslosigkeit eine immer größere wurde. Eine Arbeiter und Arbeiterinnen hielten am 27. Juli eine von daß die Sozialdemokratie allein es ist, welche der solche schlechte Geschäftskonjunktur wie jetzt sei jetzt sei noch etwa 250 Personen besuchte Versammlung ab, die den Zweck artige Mißstände bekämpft und im Stande sein wird niemals zu verzeichnen gewesen. Zum Schluß forderte Redner hatte, an Stelle der verschiedenen aufgelösten Branchenvereine Abhilfe zu schaffen. Nur der Sozialdemokratie die Kollegen zum Anschluß an die bestehende Organisation der eine alle Branchen umfassende Vereinigung( mit Arbeiterinnen) haben die Landarbeiter eine Besserung ihrer gegenwärtigen Drechsler Deutschlands auf, damit durch geschlossenes einmüthiges zu gründen. Zunächst hielt Hr. Sparfeld einen interessanten Lage und ihre endliche soziale Befreiung zu erwarten. Möge Handeln der Lohndrückerei entgegengetreten werden könne. In Vortrag über die Nothwendigkeit der Arbeiterorganisationen, der jeder städtische Arbeiter, der ein besseres Verständniß für die der Diskussion sprachen die Kollegen Sangerhausen, lebhaften Beifall fand. Herr Greiffenberg brachte dann heutigen Verhältnisse erhalten hat, es für seine unbegrenzte Fischer und Trolle im Sinne des Referenten. Dann wurde einen Statutenentwurf, der als Grundlage der zu schaffenden Pflicht erachten, feinen Klaffengenossen, den Landarbeiter, dahin Rollege Beise in die Kontrollkommission gewählt, und im Wei- Bereinigung dienen soll, zur Kenntniß der Versammlung, worauf aufzuklären, daß er in den Bund der völkerbefreienden Sozial- teren unterzogen einige Kollegen 2 Berliner Wertstellen einer fich eine längere Diskussion über denselben entwickelte. Das demokratie, zur Partei der wahren Menschlichkeit gehört und scharfen Kritik. In beiden Werkstellen wird ein so erbärmlicher Resultat der Debatte war der einstimmig gefaßte Beschluß, einen nicht, wie es gar zu häufig geschieht, mit seinem Großgrund- Lohn gezahlt, daß es nicht möglich ist, die Anforderungen zu be- Verein zur Wahrung der Intereſſen der in der Versammlung verbefizer gegen uns anzufämpfen hat. Hoffentlich werden friedigen, die das alltägliche Leben an den Arbeiter stellt. Einige tretenen Branchen zu schaffen. Die Anwesenden verpflichteten sich, volles bald die ländlichen Arbeiter einsehen, daß sie von unseren Kollegen meldeten sich noch zum Beitritt in die Organisation. zählig dem Verein beizutreten. Zum provisorischen Vorstand Gegnern bei den Wahlen nur als Werkzeug benutzt werden. Der Zum Schluß der Versammlung richtete der Vorsitzende an die wählte man die Herren Wittrisch, Riese, GreiffenAberglaube, daß die Sozialdemokraten Unstürzler sind, wird Nichtmitglieder nochmals den Appell, sich der Organisation an- berg, Drews und Frau Höns. Dieser hat die nöthigen auch bei ihnen ein Ende nehmen und sie werden in zuschließen, dann werde der Sieg sich an unsere Fahnen heften. Vorarbeiten für die endgiltige Konftituirung des Vereins zu be nicht ferner Zeit im gemeinsamen Bunde mit den Industrieforgen, welche am nächsten Mittwoch( 3. August) im FeuerArbeitern für ihre Befferstellung und Befreiung fämpfen. In einer gut besuchten Versammlung des Verbandes stein'schen Lotale vor sich gehen soll. Die Statutenberathung Als praktische Agitationsweise empfiehlt der Referent in erster der Metallarbeiter sprach am Mittwoch Abend überbleibt dieser konstituirenden Versammlung. Dieselbe soll mit Linie den ländlichen Arbeitern larzulegen, welcher Unterschied Dr. 2ütgenau über Sozialismus und Anarchismus. Rücksicht auf die Arbeiterinnen Punkt 29 Uhr beginnen. Nach infolge der veralteten Gesetzgebung( Gesinde- Ordnung) zwischen Der Referent führte n. U. aus: Die Irrthümer des Anarchismus dem der Versammlung vorgelegten Statutenentwurf soll der neue dem industriellen und ländlichen Arbeiter besteht, daß er eines knüpfen sich größtentheils an Mißverständnisse der Begriffe Staat, Verein heißen:„ Verein der in der Buch, Papier- und Lederwirklichen Schutzes seinem Arbeitgeber gegenüber gänzlich entbehrt Freiheit, Autorität. Die Verneinung des Staates ist nicht waaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen", und und deshalb auch ihm die Gesetzgebung das Koalitionsrecht ge- anarchistisch, sondern sozialistisch. Der Staat beruht auf der Mitglied des Verbandes der in Buchbindereien und ver währen muß, damit er seine Lage verbessern kann. Das ist um Klaffengesellschaft, folglich wie diese auf der Waarenproduktion. wandten Geschäftszweigen thätigen Arbeiter und Arbeiterinnen so dringlicher, als die auch in der Landwirthschaft zunehmende Er ist nicht der Urheber der Ausbeutung, sondern für die Aus- fein. Alle zwei Wochen soll eine Vereinsversammlung und je Maschinenarbeit zur Zeit seine Eristenz verschlechtert, indem sie beuter ein Mittel, die Ausbeutung zu schützen, zu verlängern und nach Bedürfniß sollen Branchenversammlungen stattfinden, welche eine große Anzahl Arbeiter brotlos macht. Namentlich gilt dies als Staat nochmals auszubeuten. Der Anarchismus läßt die von den Bevollmächtigten der betreffenden Branchen, welche zitvon der Dreschmaschine, wobei der ländliche Arbeiter des Winters Waarenproduktion fortbestehen, mithin auch die Ausbeutung; gleich Mitglied des Gesammtvorstandes sind, einberufen werden. entbehrt werden kann. Zur Agitation nun sind die Schriften dann muß aber auch immer wieder ein Institut entstehen, welches Die Buchbinder- Zeitung" ist zum obligatorischen Fachorgan be fo forgfältig wie möglich auszuwählen, indem nur rein ge- das Privateigenthum und feine Grundlage, die Ausbeutung ftimmt; außerdem soll die Gleichheit" gehalten werden. Der meinverständliche Zeitungen oder Flugschriften verbreitet fremder Arbeitskraft, schützt. Dieses Institut nennen wir ge- 3weck des Vereins ist der bekannte aller Gewerkschaften: Berwerden sollen; dann ist ein Erfolg sicher. Der Redner schichtlich eben den Staat. Auf der Ausbeutung beruht die tretung der materiellen wie geistigen Interessen der Mitglieder erntete für seine Ausführungen den Beifall der Versammelten. Unfreiheit jeder Art. Schrankenloser Individualismus bedeutet in jeder Beziehung, vor Allem Förderung der Bildung derselben. Nachdem zwei Unabhängige die Debatte über den Parlamen- Armuth und Entblößung von allem. Produktionsgruppen Der Vorsitzende Riese schloß die Versammlung mit einem tarismus eröffnet hatten, nahm der Referent Riesop nochmals dagegen engen nothwendig die Freiheit ein. Ein Schriftsteller, warmen Appell an die Anwesenden, fleißig für den nach jahre: Das Wort und legte in längeren Ausführungen die Zweckmäßig der manchen anarchistischen Ideen anhängt, läßt seine Philosophie langen Kämpfen der Branchen gegen einander zu Stande ge keit der politischen Wahlen klar. Unsere Gegner würden sich des freien Vernunftmenschen mit abstrakten Definitionen von Ber- tommenen einheitlichen Verein zu agitiren. freuen, wenn wir uns von der Mitwirkung an der Gesetzgebung nunft und Freiheit beginnen und steuert dann fröhlich im uferzurückziehen würden; man würde dann behaupten: Seht, Gure losen Ozean des Lebens auf das Giland der Freiheit los; aus Wahrung der Interessen der Gast- und SchankZu der Generalversammlung des Vereins zur Bertreter haben nur Phrasen, anstatt für die Verbesserung Eures dem wirklichen Leben weiß er blos zu berichten, daß er als wirthe hielt Genosse Tür einen Vortrag über Die Be Looses mitzuarbeiten." So lange uns das Parlament einen Bor- Kind die Autorität des Erziehers haffen gelernt habe, daß aber fämpfung der Verbrechen", welcher mit großem Beifall auf Vor- Kind theil bietet, erachten wir die Betheiligung als nothwendig. Ein in dem Primaner durch die Bundesgenossenschaft der antiken genommen wurde. Der hierauf erstattete Kaffenbericht des zweiten Thor ist derjenige, der die nuzlose sogenannte" Propaganda der Schriftsteller die Individualität erstarkt sei und gesiegt habe, Quartals ergab folgendes: Gesammteinnahme 2328,63 M., Aus That" predigt. Die allseitige Zustimmung bewies, daß die beiden worauf es fünf Beilen weiter heißt:" Nun kam ich auf die gabe 464,75 M., Bestand 1863,88 m. Dem Raffirer wurde Unabhängigen" vereinzelt dastanden. Hierauf legte der Universität und studirte natürlich Theologie, theils weil mich Decharge ertheilt. Kollege 3ubeil, als Obmann der RechtsKassirer den Kassenbericht vor; man ertheilte ihm ein- einmal das Gerede meiner Umgebung zum Theologen gestempelt schutzkommission, unterbreitete dann der Versammlung zwei Fälle, stimmig hierfür Decharge. Dann berichtete der Bor hatte"( große Heiterkeit). ( große Heiterkeit). Kinder erzieht man durch Ge fizzende, daß der Vorstand in 14 Vorstandssitzungen und 10 Versammlungen abgehalten hat, welche Individualität ist das, die sich ihren Lebensberuf vor- in beiden Fällen- den Kollegen Höhne und Winzer- der feinem Geschäftsjahr wöhnung, wir Alle bedürfen eine Zeit lang der Autorität. Und in welchen die Rechtsschutzkommission sich nicht für kompetent erachtete selbständig zu handeln. Nach längerer Debatte wurde davon neun über politische Gegenstände und eine über ein wiffen- schreiben läßt durch das Gerede Anderer? Die Arbeiter, fern Rechtsschutz schaftliches Thema. Die Vorstandswahl hatte folgendes Ergebniß: von grauer Jdeologie, fragen, worin ihre Armuth, ihre Un- Kollegen: F. Stegemüller, Geestraße 1, H. Juke, Weißen bewilligt. Aufgenommen wurden folgende Lauschke, 1. Vorsitzender; Klein, 2. Vorsitzender; Engel, freiheit ihre Ursache hat und wollen diese Ursache be= 1. Schriftführer; Winter, 2. Schriftführer; Rott, 1. Raffirer; feitigen. Diese Ursache ist die Trennung des Arbeiters. Tauschel, Grenzstr. 4, G. Roste, Stralauerstr. 21, J. Jwinsky, fee, Langhansstraße 137, R. Scherret, Ziegnigerstraße 41, Blazed, 2. Rassirer; Jördel, Beisiger; Marten, von seinem Arbeitsmittel. Diese Trennung ist aufzuheben. Georgenkirchstr. 19, Reiche, Königsbergerstr. 7, und Fr. Sommer H. Regge und Schickorra, Revisoren. Weiter wurde mit Das ist der große Aft der Befreiung. .getheilt, daß der Verein am 10. September im Lokal Königsbant, auch der religiösen Befreiung bat, zwar nicht für jeden Einzelnen, fonnte indessen nicht aufgenommen werden, da von verschiedenen Der geistigen, feld, Waldemarstr. 62. Der Kollege Lehmann, Eisenbahnstr. 7, Gr. Frankfurterstr. 117, fein 1. Stiftungsfest feiert; die Genossen wohl aber gesellschaftlich die ökonomische Befreiung voranzugehen. Seiten Einspruch erhoben wurde; eine Kommission von 3 Mit wurden ersucht, für regen Berkauf der Billets zu agitiren.( Das Allerdings muß sich in einer sozialistischen Gesellschaft die minder gliedern wurde beauftragt, die Angelegenheit zu untersuchen. Im Billet foftet 20 Pf.) Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie heit Mehrheitsbeschlüssen fügen.( Aha! bei den Anarchisten). Beiteren theilte Sollege 3ube il mit, daß die Vereinigten schloß der Vorsitzende die Versammlung. Aber nur die Konfufion kann darin eine Mehrheits, herrschaft" Glas- und Porzellanhändler" eine ganze Reihe von" Gastwirthen Die Verbands- Versammlung der in Holzbearbei- erblicken. Herrschaft setzt Ausbeutung voraus; wer herrscht, denunzirt haben, weil sie unberechtigter Weise einen Handel mit tungsfabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter beutet aus. Gine klaffenloſe Gesellschaft kennt nicht die Herrschaft Bierflaschen betreiben. In der That liege die Sache aber so, und Arbeiterinnen Deutschlands, Berlin Filiale II Norden, ehrte der Regierung über Personen, sondern nur eine Verwaltung von daß die betreffenden Wirthe, unter welchen auch er sich befinde, am 19. Juli zunächst das Andenken des verstorbenen Kollegen Sachen.( Sehr richtig!) Redner erläutert dies näher an einem daß die betreffenden Wirthe, unter welchen auch er sich befinde, Rob. Seiler in der üblichen Weise. Dann wurde die Nr. 16 Beispiel, indem er die Eisenbahntarif- Feſtſtellung im bürgerlichen Nutzen dabei zu haben. Er fordert die Kollegen auf, der genur billige Bezugsquellen von Flaschen nachwiesen, ohne einen Staat und in der sozialistischen Gesellschaft vergleicht. Darum nannten Vereinigung kein Stück Waare mehr abzukaufen. Bedes Korrespondenzblattes der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands verlesen in welcher, hauptsächlich der Ver- beruht es auch auf Unverständniß, wenn die" Unabhängigen" nicht züglich der Spülapparate wurde der Wunsch geäußert, in einem nannten Vereinigung kein Stück Waare mehr abzukaufen. Be mehr Sozialdemokraten" sein wollen. Wenn weder die mögensstand der einzelnen Organisationen des Jahres 1891 ver Autorität, noch die Majorität bestimmen soll, bleibt nur übrig, all bis zur letzten Instanz auf Vereinsunkosten zu gehen, um einen richterlichen Entscheid herbeizuführen. schlechteste, da auf das Mitglied 2 Mark entfallen. Hierauf daß es nach der Minderheit geht; nach diesem Grundsatz hätte verlas der Kassirer R. Eggert die Abrechnung vom zweiten aber innerhalb der Minderheit bei einer Spaltung immer wieder Die Zimmerlente des Westens hielten am 28. Juli im Quartal; man ertheilte ihm Decharge. Im Weiteren bemerkte die Kleinere Minderheit zu beſtimmen und so kämen wir bei der Königshof, Bülowstraße, eine Versammlung ab, die ziemlich stark Kollege Binde, daß in den Werkstätten mehr Thätigkeit herrschen definirte unlängst den Anarchismus dahin: es müsse Jedem ge- den Lohnverhältnisse im Zimmerergewerbe und deren Aufbefferung Autorität des allergrößten Querkopfs an. Die„ Autonomie" besucht war. Kollege Obst, welcher in der Debatte über die bestehenmüsse, um die Indifferenten zu bekehren und denjenigen entgegenstattet sein, das Kapital an sich zu reißen. Das ist die heutige zuerst das Wort ergriff, betonte in seinen Ausführungen, daß zutreten, welche gegen unsern Verband und dessen Ordnung wirken. Als solche Kollegen wurden bezeichnet Bandsägemeister Robert Gesellschaft ohne Strafgesetzbuch. Die„ Autonomie" hat alle seche die Verhältnisse auf den Bauten und Plätzen im Westen im VerWolf, ferner Eduard Krüger( in Arbeit bei Reichelt, Swine- erklärt sie: Der Staat ist verpflichtet, jedem Einzelnen und jeder seien, daß es aber Pflicht sämmtlicher Kollegen dieses Bezirks Wochen ein neues System des Anarchismus. Einmal wieder hältniß zur allgemeinen schlechten Lage noch immerhin die besten münderstraße) und Krieg( in Arbeit bei Meyzack, Bellermann Gruppe immer wieder so viel Produktionsmittel zu gewähren, wäre, auch für Besserstellung aller anderen mitzuwirken. Für eine Ers straße). Von diesen ist Rob. Wolf sogar Mitglied des Vor als sie verlangen. Das autonome Individuum giebt dem Staate höhung der Löhne schon in diesem Jahre einzutreten, fei unmöglich; en standes gewesen, sowie Delegirter zum Gewerkschaftskongreß und nichts, der aber giebt fortwährend, ohne daß er nimmt. Das könne sich demnach nur darum handeln, geeignete Borbereitungen zur Streit- Kontrollkommission, hat jedoch wie angegeben wurde nicht zum Nußen des Vereins gewirkt, reftirt auch seit geht doch bedeutend über das hinaus, was man landesüblich für ein Vorgehen im nächsten Jahre zu treffen, sich bis dahin einiger Zeit. Kollege& i eb3 schlug vor, Wolf zur Vorstands- und Rennen pflegt.( Lebhafter Beifall.) Neueſtens ist als allgemein zu organisiren und, um die Mittel für einen eventuellen fizung einzuladen und an feiner Stelle in der nächsten Vereine Art Kompromiß der kommunistische Anarchismus" auf Kampf zu sammeln, für den Generalfonds nach beften Kräften ein vollendeter Widerspruch fammlung einen anderen Revisor zu wählen. Betreffs der oben gekommen, in fich selber, beizusteuern. In demselben Sinne sprachen die meisten Redner. erwähnten drei Kollegen wurde noch erklärt, daß man sich ihres der sich aber dem Anarchisten Mackay dadurch nüßlich Nach einer lebhaften Debatte über die Form der Organisation jegigen Berhaltens erinnern würde, wenn sie einmal die Hilfe Einwände der„ kommunistischen Anarchisten" mit leichter Mühe verpflichtet wurden, sich zu organisiren und dem Generalfonds erwies, daß er den„ individuellen Anarchisten" die blöden fand eine Resolution Annahme, durch welche die Anwesenden Der Kollegenschaft brauchten. Im Weiteren wurde bekannt ge- abthun und fo Sieger bleiben läßt.( Referent verliest unter beizusteuern. Zum nächsten Punkt der Tagesordnung, die Wahl macht, daß betreffs derjenigen Fabriten, wo länger als zehn Seiterfeit der Anwesenden einige folche Stellen. Einverständniß mit dem Vorstand des Tischlerverbandes dahin heißt z. B. ein untrügliches Experiment" die Frage: Wollt ihr daß auf den einzelnen Plähen oder Bauten Deputirte gewählt Stunden gearbeitet wird, ter Borstand unserer Organisation im Heiterkeit der Anwesenden einige solche Stellen. Bei Mackay von Platzdeputirten betreffend, wurde beschlossen, dahin zu wirken, den Einzelnen hindern, Grund und Boden wirken wird, daß die Tischlergesellen nur da schneiden und fönlicher Benüßung in Befih zu nehmen?" behufs per- werden, welche den Vertrieb der Marken zum Generalfonds zu hobeln lassen, wo beffere Arbeitsbedingungen herrschen. Die soll die Preisgabe der individuellen Autonomie bedeuten. Unter mann, Kalmstr. 36, zum Verkehrslokal für den Westen bestimmt Ein„ Ja!" darauf übernehmen haben. Nachdem noch das Restaurant von Rau den Distutirenden fehlt natürlich der Sozialdemokrat, der die ver- worden war, schloß die Versammlung. Der Fachverein der Tischler Verlius hielt am 25. d. M. nünftige Antwort giebt:" Ja ,, wir hindern ihn daran, weil er feine ordentliche Generalversammlung ab. Nach dem in derselbeu damit ein Mittel der Ausbeutung gewinnt, und die persönliche vom Rendanten erstatteten Kaffenbericht ergab sich eine Quartals- Arbeit des Besitzers ist nicht durchführbar, weil der, der nichts nächste Versammlung findet am 16. August statt. " " " Arbeiter- Bildungs- Schule. 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Lehrplan für das III. Quartal 1892. Die Stunden fallen wie bisher Wochentags von 8 bis 10% Uhr Abends. Montag Dienstag Mittwoch • * do. Donnerstag * do. Freitag. do. Sonnabend Montag Dienstag. do. Mittwoch. Donnerstag Freitag. Sonnabend * Nordschule. Müllerstr. 179a. Buchführung. Geschichte( mittl.). Deutsch( ob.). Rechnen. Deutsch( mittl.). Chemie. Deutsch( unt.). Physiologie. Ostschule. Markusstr. 81, Buchführung. Physiologie. Deutsch( mittl.). Rechnen. Geschichte( mittl.). Deutsch( unt.). Südschule. Hagelsbergerstr. 43. Deutsch( ob.). Deutsch( mittl.). Geschichte( neu). Rechnen. Buchführung( doppelte). Deutsch( unt.). Süd- Ostschule. Reichenbergerstr. 188. Rechnen. Deutsch( mittl.). Mathematik. Deutsch( ob.). Geschichte( alt). Deutsch( unt.). Buchführung. Die mit bezeichneten Stunden werden mit Benutzung der DoppelRäume ertheilt. Für alle vier Schulen: an jedem Sonntag Vormittags 10-12 Uhr. National- Oekonomie in den" Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20. In alle Lehrfächer mit Ausnahme Buchführung können noch Schüler und Schülerinnen eintreten. -Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder kann an endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist, erfolgen. Dafelbst wollen auch die Theilnehmer und Theilnehmerinnen am Unterricht ihre Schulkarten einlösen. Beitrag mindestens 25 Pf. monatlich, Schulgeld monatlich 50 Pf. An den mit bezeichneten Zahlstellen find auch Billets zur Urania à 25 Pf.( welche lettere dann nur noch eine Nachzahlung von 25 Pf. bedingen) gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben. Die Zahlstellen sind folgende: S. Südschule, Hagelsbergerstr. 43. * Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 116. Klein, Schönleinstr. 6. SO. Südostschule, Reichenbergerstr. 133. Kehr, Röpniderstr. 126. * Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Zubeil, Naunynstr. 86. Schayer, Reichenbergerstr. 54. SW. Grube, Mariendorferstr. 10. * Fafforke, Junkerstr. 1. Goepel, Razzbachstr. 1. * Antrick, Steinmegstr. 60. Flick, Simeonftr. 23. 0. Ostschule, Markusstr. 31. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74. Radke, Krautstr. 48. 488/18 * Lock, Friedrichsbergerstr. 11, Tempel, Breslauerstr. 27. C. * Berndt, Alte Schönhauserstr. 18. Kuhlmey, Rosenstr. 30. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Krause, Pappel- Allee 3/4. Abraham, Straßburgerstr. 5. * Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Brunnenstr. 38. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenstr. 83. Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerstr. 42. * Scholz, Rastanien- Allee 35. NO. * Gumpel, Barnimstr. 42. Drescher, Linienstr. 50. NW. * Vogtherr, Stephanstr. 27a. Voss, Lübeckerstr. 8. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule. Montag, den 1. August, Abends 8 Uhr, Rosenthalerstr. 38: Versammlung. Herr Dr. med. Hermann Weyl wird als ersten einer Reihe zu sammenhängender Vorträge das Thema:„ Die Bedeutung der Hygiene und ihre geschichtliche Entwickelung" behandeln. Gäfte zahlen 10 B. Entree. Auf diese zeitgemäßen Vorträge machen wir besonders aufmerksam und erwarten zahlreichen Besuch derselben. 489 1 Der Vorstand. Fachverein der Tischler( Norden). Verlammlung am Montag, den 1. August 1892, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Kuhlmey, Schönhauser Allee Nr. 28. Tagesordnung: 1. Vortrag des Bahnarztes Herrn Robert Wolf über:„ Handwerkerbewegung und Sozialdemokratie." 2. Diskussion. 3. Wahl von 3 WerkstattKontrolleuren. 4. Werkstatt- und Vereinsangelegenheiten. 5. Verschiedenes. Die Kollegen der Werkstatt von Piehl, Grieben owstraße 11, find besonders eingeladen. 413/14 Der Bevollmächtigte. Deutscher Tischler- Verband ( Zahlstelle Berlin). General- Versammlung Dienstag, den 2. August, Abends 82 Uhr, bei Boltz, Alte Jakobstrasse 75. Tagesordnung: 1. Vortrag über Gewerbe- Schiedsgerichte". Referent Reichstagsabg Franz Tuhaner. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 2. Quartal. 4. Ver schiedenes. 464/16 Mitaliedsbud ist vorsuseigen. Die Ortsverwaltung. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler u. anderer ( E. H. No. 3). gewerblicher Arbeiter u. s. W. Dertt. Verwaltung Berlin G. Mitglieder- Versammlung am Montag, 1. August, Abends 8 Uhr, bei Schirmacher( früher Bolzmann), Andreasstr. 26. Tagesordnung: 1. Raffenbericht vom 2. Quartal 1892. 2. Verschiedene Rassenangelegen heiten. Mitgliedsbuch legetimirt. 306/14 Der wichtigen Tagesordnung halber ist das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder nothwendig. Die Ortsverwaltung. Ethische Gesellschaft. Sonntag, 31. Juli, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Dr. Pinn, über: Die Religion und Kultur der alten Deutschen. Nach dem Vortrage geselliges Beisammensein und Tanz. Herren nnd Damen als Gäste stets willkommen. 438/19 Grosse öffentliche allgemeine Volks- Versammlung am Dienstag, den 2. August cr., Abends 8% Uhr, im Saale Altes Schüßenhaus", Linienstr. 5. Tagesordnung: 糕 " 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Arthur Stadthagen über das Thema: Wer dem Arbeiter den Lohn nicht giebt, ist ein Bluthund. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 386/3 Der Vertrauensmann. Zentral- Kranken- und Sterbelasse der Tischler u. s. w. ( Filiale F.) Mitglieder- Versammlung Sanitäts- Verein für Arbeiter beiderlei Geschlechte Dienstag, 2. August, Abends 8 Uhr: General- Versammlung Alte Jakob Straße Nr. 75. Tagesordnung: Fortsehung der Statutenberathung. Die Versammlung wird präz. 8 Ühe eröffnet. 260/12 Der Vorstand. Deutscher Tischler- Verband. ( Bahlfelle Berlin.) Delegirten- Sigung der Parqueto bodenleger am Montag, den 1. August, Abends 8 Uhr, im Lotale von Schöning, Stallschreiberstr. 29. 464/17 Die Ortsverwaltung. am Dienstag, den 2. August, Abends 8% Uhr, im Lokale Freie Kranken- u. Begräbnißkaffe des Herrn Nikolay, Elisabethkirchstraße Nr. 14. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1892. 2. Wahl eines Kassirer- Stellvertreters. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 305/10 Die Ortsverwaltung. der Schuhmacher und Berufsgenossen Berlins. ( E. H. 27.) Sommer- Fest am Sonntag, den 7. Auguft d. I., bei Schmiedel, Alte Jakobftr. 32, verbunden mit Garten Konzert, ausgeführt von den Mitgliedern der Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Freien Bereinigung der Zivil- BerufsTöpfer Berlins und Umgegend. Dienstag, den 2. August, Abends 7 Uhr: Wander- Versammlung in Charlottenburg, Gambrinus Brauerei, Wallstr. 46. Referent Herr Keßler. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. L.- D.: 1. Die gesundheitsschädlichen Arbeitsstätten der Bauarbeiter. Zahlreiches Erscheinen der Kollegen speziell aus dem Westen und Schöneberg erivartet. Der Vorstand. I. 448/16 Fachverein der Tapezirer Berlins und Umg. Montag, den 1. August, Abends 8%, Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75: Ordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: Der Vorstand. musiker, humoristischen Vorträgen und Festball. Anfang des Konzerts 4 Uhr, des Balles 7 Uhr. Einlaßkarten à 20 Pf. find bei den haben.[ 1281b] Der Vorstand. Borstands. u. Ausschußmitgliedern zu Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler a. anderer gewerbl. Arbeiter. Oertliche Verwaltung Berlin A. Am Dienstag, den 2. August 1992, Abends 82 Uhr, Mitglieder- Versammlung im Lotal von Roll, Adalbertstraße 21. Tagesordnung: 1. Vierteljahrsbericht des Vorstandes, der Arbeitsnachweis- und Werk1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Wahl statt- Rontrollkommissionen. 2. Diskussion. 8. Anträge. eines Beitragssammlers. Mitgliedsbuch legitimirt. 3. Verschiedenes.- Mitgliedsbuch legis Mit Rücksicht auf die allgemeine Gewerkschafts- Bersammlung timirt. Jedes Mitglied ist verpflichtet, die Versammlung zu besuchen. 300/19 Die Ortsverwaltung. werden die Mitglieder um pünktliches Erscheinen ersucht. 884/11 Maler und Anstreicher. Graveure und Dienstag, den 2. August cr., Abends 8 Uhr, in Bräuer's Salon, Große Frankfurterstraße 74 und in ,, Königshof", Bülowstraße 37: 3wei große öffentliche Versammlungen. 222/15 Alles Nähere am Montag durch Säulenanschlag. We Die Kommission. Achtung! Maurer. I Ciseleure! Am Montag, den 1. August 1892: Abends 82 Uhr: Versammlung im Lokal Dresdenerstraße 45. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Diskussion über die 9stündige Arbeitszeit. Verein zur Wahrung der Juteressen der Maurer Berlinsertstattbelegirten! Wie stellt sich und Umgegend. Donnerstag, 4. August, Ab. 81/2 Uhr, bei Brochnow( fr. Orschel), Sebastianstr. 39: Versammlung. I Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Julius Türt, über: Honorirung und Ver theilung der Werthe in der sozialistischen Gesellschaft. 2. Diskussion. 3. Ge werkschaftliches und Fragekasten. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. Jeder Maurer hat Zutritt. Um pünktliches Erscheinen ersucht Baarverkauf zu streng festen, sehr billigen Preisen. Geschäfts- Häuser Alle Arten Arbeiter Bekleidung zu sehr ermäßigten Preisen. Der Vorstand. 414/18 Fachpresse gegenüber? Der Vorstand. Roh- Tabak! Größte Auswahl. Billigste Preise. Ernst Förster, 428/20 Kaiserstraße Nr. 30. Baer Sohn BERLIN. 24a. Chausseestr. 24a. 8. Brückenstr. 8. 16. Gr. 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