Ur. S73. flbonnemenfS'Bedlngungen: ÄBonnemcntä- Preis pränumerando i «ierteljährl. S,R> MI, monatl. l,I0 MI, wöchentlich LS Pfg. frei ins HauS. Einzelne Nummer 5 Pfg, Sonntags. n ummer mit illustrierter Sonntags- Vellage.Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Poft.ZeitungS. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungarn 2 Marl, für das übrige Ausland S Marl pro Monat. AI. Jahrg. CrfchelBt»glich auStr tnontasi. Devlinev Volksblatk. Die TnfertlonS'GebaDr Bchügt für die fechSgefpaltene Kolonel» geile oder deren Raum«0 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins- und Bersammlungs-Anzeigen LS Pfg. „KUhu Hnrcigen", das erste(fettgedruckte) Wort 10 Pfg, jedes weitere Wort S Pfg. Worte über 15 Buchstaben zühlen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer mllffen bis B Uhr nachmittags in der Expedillon abgegeben werden. Die Expedillon ist an Wochen- tagen bis? Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: „SezlalddiHlirat Btrlln", Zcntralorgan der fozialdemokratifchcn parte» Deutfcblands. Redahtion: 8CQ. 68, Lindenstrasse 69. Kernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Sonntag, den 20. November 1904. Sxpedition: 8W. 68, Lindenstraeoe 69. Kernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Kommunales Wahlrecht und Freisinn. Es ist eine alte Erfahrung, daß das liberale Bürgertum da, wo es die Macht besitzt, nicht nur nichts tut, um die Rechte der breiten Volksmassen zu erweitern, sondern daß es gegebenenfalls, um seine Machtstellung zu behaupten, auch nicht vor einer weiteren Verkümmerung der winzigen Volksrechte zurückschreckt. Ins- besondere ist es der Kommunalfreisinn, der seine auf Grund des plutokratischen Dreiklassenwahlsystems erworbene Herrschaft in den Gemeinden zu behaupten sucht, sei es selbst auf Kosten seiner politischen Ehre und unter Verleugnung seiner liberalen Vergangenheit. Es sei nur erinnert an die Niedertracht der Kieler freisinnigen Stadtverordneten, die, als es im Jahre 1895 den Sozialdemokraten gelang. zwei Vertreter ins Stadtparlament zu entsenden, nichts Eiligeres zu tun hatten, als durch Erhöhung des Wahlzensus von 660 auf 1200 M. die Arbeiterklasse zu entrechten. Es sei erinnert an das schmachvolle Verhalten der Freisinnigen in Halle, die mit einer einzigen Ausnahme im Oktober 1901 der den Gemeinden auf Grund des Gesetzes von 1990 offen gelassenen Möglichkeit auf eine weitere Verschlechterung des Wahlrechts zu- stimmten, und an das Wahlrechtsattentat, das erst vor wenigen Wochen der Königsberger Freisinn an Tausenden von Arbeitern verübte. Angesichts dieser Beispiele freifinniger Volksfreundlichkeit, die sich mit Leichtigkeit um Dutzende vermehren ließen, dürsten einige ge- schichtliche Reminiszenzen wohl am Platze sein. Im Jahre 1876 unterbreitete die preußische Regierung dem Landtage den Entwurf einer neuen Städte-Ordnung für die östlichen Provinzen, der zwar das Dreiklassen- Wahlsystem beibehalten wollte, aber trotz all seiner reaktionären Be- stimmungen doch einen Fortschritt gegenüber der heute noch geltenden Städte-Ordnung vom Jahre 1853 bedeutete. Der Entwurf dehnte u. a. das Wahlrecht, das heute nur Preußen besitzen, auf die deutschen Reich sangehörigen aus, er sah von dem Erfordernis der Führung eines eigenen Hausstandes ab, beseitigte das Borrecht her Hausbesitzer und schlug die geheime Stimmabgabe vor. da„das diesem System zugrunde liegende Motiv, die Wähler vor illegitimen Beeinflussungen und vor der Notwendigkeit einer Rücksichtnahme auf Personen und äußere Verhältnisse zu bewahren, in verstärktem Maße bei den, auch be- züglich der passiven Wahlfähigkeit in dem engeren Kreise der Mit- bürger einer und derselben Gemeinde sich vollziehenden Kommunal- Ivahlen zutreffe". Der Entwurf, der keine Gesetzeskraft erlangt hat, ging also in manchen Punkten über das hinaus, was das heutige liberale Bürgertum in den Gemeinden anstrebt. Aber 1376 genügte dem Liberalismus die Regierungsvorlage nicht, er verlangte, daß das Wahlsystem auf eine breitere Grundlage gestellt werde. In der ersten Lesung am 13. März 1876 führte der Wortstihrer der deutschen Fortschrittspartei folgendes aus: „Meine Herren, was nun die Städteordnung an und für sich betrifft, so vermissen wir das gleiche Wahlrecht und finden an dessen Stelle das Dreiklasien-Wahlsystem. Der Herr Kollege cht und Kommunalsteuerwesen besteht, so mußte man daraus folgern, daß man überhaupt keine Bestimmungen über das Wahlrecht trifft bis zur Regelung des Kommunalsteuerwesens. Aber steilich, wenn man das Wahlrecht nicht konstituieren wollte, könnte man überhaupt keine Städteordnung machen. Wenn man aber einmal das Wahlrecht für sich allein regeln will, so ist es meines Erachtens weit weniger bedenklich, mit gleichem Stimmrecht zu normieren ohne das Kommunalsteucrivesen, als ein Dreiklassen- Wahlsystem fortdauern zu lassen, ohne das Steuersystem gleich- zeitig festzustellen.„„.. Meine Herren, wenn man befürchtet, daß bei dem gleichen Stimmrecht die Besittlosen einen zu großen Einfluß gewinnen, so muß ich mir doch immer sagen: das Interesse der Besitzlose» ist dem allgemeinen Interesse unter Umständen viel näher als das Interesse der Besitzenden in den Kommunen. Und daß es nicht möglich wird, daß die Besitzlosen ctlva die Besitzenden zu stark durch progressive Besteuerung heranziehen, dafür sorgt schon die gegenwärtige Kommunalbcsteuerung. Für mich liefst� die Gefahr eher auf der anderen Seite. Wenn ich die Städte- Ordnung betrachte, wie sie sich mit dem Dreiklassen-Wahl- system entwickelt, so finde ich viel stärker die Gefahr drohend, kommunale Ausgaben zu machen, die wesentlich im Interesse der besitzenden Klassm sind, namentlich der Grund- und Hausbesitzer. Man begegnet einer Neigung, Baulichkeiten aufzuführen, Straßendurchbrüche, Wer- schönerungSbauten aufzuführen, die für eine Anzahl von Hausbesitzern zwar den Wert ihres Besitzes ganz erheblich erhöhen. ohne daß man die Hausbesitzer dann zu den Kosten dieser Neuerungen stärker heranzieht als beispielsweise Beamte oder andere Personen, die nur durch ihre persönliche Arbeitskraft ein Einkommen erzielen. Hier liegt für mich die Hauptgefahr bei unserer kommunalen Entwicklung.... Und dann, meine Herren, soll doch nicht bloß der Besitz bei den Kommunal- ivahlen zur Geltung kommen, sondern auch der Gemeinsinn und die Intelligenz. Gcmciusinn und Intelligenz sind aber durchaus nicht an den Besitz in der Weise gebunden, wie das Dreiklassen- Wahlsystem es annimmt. Dies Dreiklassen-Wahlsystem ist meines Erachtens besonders nachteilig in größeren Städten, und zwar aus dem Grunde: in großen Städten kommt zu der Scheidung der drei Klassen noch die Scheidung nach örtlichen Wahlbezirken hinzu.... Kirchtums- interessen im engsten Sinne des Wortes suchen sich Geltung zu verschaffen, kleine Cliquen versuchen eS. bei den Wahlen die Ober- Hand zu gewinnen.... Man wundert sich oft über die geringe Beteiligung gerade in den großen Städten bei den Kommunal- wählen aber durch das Dreiklasien-Wahlsystem in Verbindung mit den örtlichen Wahlbezirken wird in der raffiniertesten Weise-er- hindert, daß ein allgemeines Interesse sich geltend machen kann, daß Wahlen zu stände kommen, die wirklich der Ausdruck des Willens eines größeren Teils der Bürgerschaft sind." Der Abgeordnete, der so eifrige Worte für die Ausdehnung des kommunalen Wahlrechts fand, war— Eugen Richter, der Führer derjenigen Partei, deren Anhänger heute in den Gemeinden allüberall sich aufs heftigste gegen die Einführung des all- gemeinen Wahlrechts sträuben. Man wende nicht etwa ein, daß in der Richterschen Rede vom allgemeinen Wahlrecht nichts gesagt ist. Das Wort„allgemein" kommt allerdings nicht vor, aber aus dem Zusammenhang und mehr noch ans dem weiteren Verlauf der Debatte ergibt sich ganz klar, daß Engen Richter im Jahre 1876 auch denen, die keine Steuern zahlen, das kommunale Wahlrecht geben wollte. Sonst hätte er unmöglich die Worte eines späteren Redners, des Abg. Haken, unwidersprochen gelassen: „ES widerspricht geradezu dem Rechtssatz: wer will mit raten, muß auch niit taten— daß Sie einem Mann, der Tausende von Arbeitern beschäftigt, nur dieselbe Stimmberechtigung und Entscheidung in der Besteuerung, in der Verwaltung des ge- meinsamen Vermögens wie jedem seiner Arbeiter geben wollen. das wäre der verderblich st e Sozialismus und Untergang aller Selb st Verwaltung. Ich bin also prinzipiell für die Erhaltung des Klassenshstems, wie es in den alten Städte-Ordnungen sich befand, und wie es die Regierung aufrecht erhält." „Wer will mit raten, muß auch mit taten!" Das ist das Argument, das 1376 dem Fortschrittsmann Eugen Richter entgegengehalten wurde, und— welche Ironie der Welt- geschichte— das ist das Argument, mit dem ein Menscheimlter später die Richterschen Epigonen sozialdemokratische Antrüge auf Einführung des allgemeinen Wahlrechts für die Kommunen totschlagen. In der Berliner Stadtverordneten-Versammlung war es im Jahre 1960 der Fraktionskollege Richters, der Landtags-Abgeordnete Cassel, der es als einen verhängnisvollen Weg bezeichnete, „wenn bei Einrichtungen in der Stadtgemeinde, bei denen es sich um große Geldausgaben nach den verschiedenen Richtungen handelt, diejenigen, die keine Steuern bezahle», be- stimmen, wieviel diejenigen, die die Steuern bezahlen, aufzuwenden haben— für alles das, was gebraucht wird.... Die städtische Verwaltung hat von jeher den Grundsatz mit an die Spitze gestellt. daß derjenige, welcher mit ratet, auch mit taten soll." Und dem Sinne nach ganz genan so bekämpfte ein anderer ehemaliger Fraktionsgenosse Richters, der GenossenschastSanwalt Dr. C r ü g e r, vor wenigen Monaten im Charlottenburger Stadt- Parlament den Antrag der sozialdemokratischen Fraktion auf Beseiti- gung des plutokratischen Gemeindewahlrechts. So tief also ist der Kommunalfteisiim gesunken, daß er heute glücklich auf dem Standpunkt angelangt ist, den 1876 seine reaktionären Gegner im Landtage einnahmen! Einzig und allein aus Furcht vor der Sozialdemokratie verleugnet er seine Vergangenheit, wirft er seine liberalen Grundsätze über Bord. Unter dem lebhaften Bei- fall seiner Freunde gab Herr Cassel am 19. April 1901 in der Berliner Stadtverordneten-Versammlung die Erklärung ab: „daß unter denselben kein einziger sich befindet, der dies gleiche und allgemeine Wahlrecht ohne jede Boraussetzung an jeden Be- liebigen erteilen will ohne Rücksicht auf den Beitrag zu den Lasten der Stadt und auf die Seßhaftigkeit in der Stadt." Die Antwort ist Herrn Cassel und seinen Freunden durch die inzwischen erfolgten Kommunalwahlen erteilt, die für den Freisinn mit den jämmerlichsten Mederlagen endeten. In wenigen Tagen ist den Berliner Kommunalwählem in zwei Bezirken von neuem Gelegenheit gegeben, mit dem Kommunal- sreisinn abzurechnen. Sorgen wir dafür, daß auch diese Wahlen zugunsten der Sozialdemokratie ausfallen und ruhen wir nicht eher, als bis wenigstens die dritte Wählerklasse, die einzige, in der von einer Wahl überhaupt die Rede sein kann, eine rein sozialdemo- kratische Vertretung im Stadtparlament aufweist. poUtilcde CUbcrficht. Berlin, den 19. November. Der Kanalschacherl Nach der Abstimmung in der Kommission kann man an- nehmen, daß auch das Plenum des preußischen Abgeordneten- Hauses den Rhein-Leine-Kanal annehmen wird. In der Kom- Mission haben die Konservativen und die Freikonservativen getrennt gestimmt, während Zentrum, Liberale und Frei- sinnige für den Kanal eintraten. Auch in der Presse spiegeln sich die Mcinungsvcrschieden- heilen der konservativen Partei wieder. Die„Schlesische Zeitung" ist vollständig und die„Kreuz-Zeitung" ist im wesent- lichen für den Kanal gewonnen. Herr v. Zedlitz, der einst in der„Post" die Obstruktion gegen den Kanal nach der üblichen Honorartare in Leitartikeln und Dntrefilets organisierte und darüber, als der„Vorwärts" die Jntrigue aufdeckte, aus dem Direktorium der Seehandlung fiel, derselbe Zedlitz beschwört jetzt seine engeren und weiteren Partei- genossen, sich für den Kanal ins Zeug zu legen. Nur die eigentlichen Agrarier sind noch unerbittlich. Es ist keinesfalls der Kanal selbst mehr, der die Agrarier noch zu Gegnern des Planes macht. Der Mittelland-Kanal, das Kulturwerk, das vor fast 5 Jahren schon angenommen werden sollte, ist inzwischen so gründlich amputiert worden, daß die übrig gebliebenen Glieder kaum noch tauglich für die Verkehrs- funktionen sind. Dagegen sind die Kompensationen für den Osten, mit denen einst die Konservativen die Mittelland-Kanal- Vorlage so schwer bepackten, daß diese versank, zu einem erheb- lichen Teil bewAigt. Niemal.? hat eine Partei an einer ab- gelehnten Vorlage so gute Geschäfte gemacht, wie die Junker an dem Mittelland-Kanal. Dadurch, daß die Hauptstrecke, die Verbindung der Weser und der Elbe, vorläufig nicht in die Vorlage aufgenommen worden ist, bildet der 5tanal sicherlich kein Einfallstor von fremden agrarischen Produkten nach dem Osten. Die von dem Zentrum hineingebrachte Verstaatlichung des Schleppdienstes hat zudem die ausgesprochene Absicht und wird auch die Wirkung haben, daß durch eine schutzzöllnerische Tarifpolitik die Konkurrenz der ausländischen Ägrarprodukte zurückgehalten wird. Man hat alles getan, um den Kanal aus einem Verkehrsmittel zu einem Mittel gegen den Verkehr zu gestalten. Es ist sonach kaum verständlich, warum die Konservativen sich noch gegen diesen verstümmelten Kanal erklärt haben, denn in dem scheinbaren Sieg der Regierung liegt in Wahrheit die vollendete Kapitulation vor den Kanal- r e b e l l e n. Man könnte sogar das Verhalten der immer noch kanalfeindlichen Konservativen insofern für eine Dumm- heit halten, als in dem Konkurrenzkampf um die Regierungs- fähigkeit das Zentrum durch seinen Umsall in der Kanalfrage in geschickter Weise seine taktische Ueberlegenheit gezeigt hat. In der Tat scheint es den Konservativen zum Bewußtsein gekommen zu sein, daß es eine Torheit gewesen, nachdem einmal das Zentrum für den agrarisch verstümmelten Kanal gewonnen war. ihrerseits in der Opposition zu verharren. Daraus er- klären sich die Stimmen in der konservativen und freikonser- vativen Presse, die dringend raten, von der Kanalgegnerschaft abzulassen. Der Grund dieses zähen konservativen Widerstandes scheint demnach lediglich in dem Mißtrauen der reinen Agrarier gegenüber den zukünftigen Handelsverträgen zu liegen. Sie wollen erst die Zölle schlucken, ehe sie den Kanal bewilligen. Darum hat man alles getan, um die Erledigung der Kanalvorlage auch diesmal zu verschleppen. Indes, da jetzt das Zentrum die konservativen Kanalfeinde im Stich gelassen hat, so werden im Plenum wohl die Konservativen zu größerem Teil sich der Mehrheit anschließen und nur die extremen Agrarier werden sich den Luxus der fortdauernden Opposition gestatten. Es dürste ungefähr dieselbe Partei- gruppierung bei der Kanalfrage entstehen, wie bei den zu- künftigen Handelsverträgen, nur daß im Abgeordnetenhaus die Sozialdemokratie fehlt, die im Reichstag bei den Handels- Verträgen möglicherweise mit den Landwirtsbündlern in der Ablehnung der Handelsverträge zusammengehen wird. Wenn übrigens die Liberalen wieder aus dieser fortgesetzten Hart- näckigkeit des Junkertums Hoffnungen schöpfen und ihre eigens Willfährigkeit gegenüber dem regierungsfeindlichen Agrarier- tum empfehlen, so ist dies nur die Wiederholung der alten, bis zum Ekel abgespielten Komödie liberaler Hoffnungen, die Macht nicht erkämpfen, sondern servil erlisten will. Dem Junkertum und seiner Herrschaft geschieht sicherlich kein Ab- bruch, auch wenn alle Abgeordneten der konservativen Partei gegen den Kanal stimmen würden. Der Widerstand des Junkertums hat immer nur dazu geführt, daß die Regierung es mit neuen Konzessionen fütterte. Nichts rentiert sich so für die konservative Parlei, als die Opposition, und sie weiß ganz genau, wo die Grenze gegeben ist, an der sie Halt machen muß, Vor den Liberalen haben die Konservativen gewiß keine Furcht, durch die werden sie nicht verdrängt werden. Eher flößt ihnen schon die wachsende Macht des Zentrums Besorgnis ein. hinter dem die starke Organisation der Kirche steht, die neben der Sozialdemokratie und den Agrarier die einzige organisierte Parteimacht darstellt, die es in Deutschland gibt. Friedensbeteuerungen und Kriegsprovokationen. Der Reichskanzler Graf B ü l 0 w hielt heute nachmittag bei dem Stapellauf des Linienschiffes ül. eine Taufrede, die folgendermaßen lautete: „Das Schiff, zu dessen Stapellauf wir versammelt sind, soll den Namen unseres Vaterlandes tragen. Was sagt uns dieser Name? Wie wollen wir das Deutsche Reich? Wie soll es sein? Sicher ruhend in der Eintracht der Fürsten und Stämme, kleinen und großen, das Maß ihres Rechtes nach Gesetz und Verfassung verbürgend; hülfreich den Schwachen; wachsende Wohlfahrt und Ordnung im Innern; aller ehrlichen Arbeit freie Bahn; jeder Tüchtigkeit ein herzliches Willkommen. So allein kann im Reiche der Boden bereitet werden für alle Werke dcS Friedens. Sie zu schirmen im Wettbewerb der Völker, dazu halten wir unsere Waffen scharf. Der Sohn eines schwachen Volkes ist, vom heimischen Stamme losgelöst, ein in den Wind gefallenes Blatt. Wer von uns hinauszieht, um deutsche Kultur und deutsche Arbeit in die Welt zu tragen, soll seines festen Rück- Haltes in der Heimat sicher sein. Darum schaffen wir uns unsere Flotte. Für niemand aber ist unsere Seewehr eine Heraus- forderung. Willig stehen wir in Reih und Glied mit allen Freunden des Friedens, ohne zu vergessen, daß nicht wir allein den Gang der Weltgeschichte und der Weltgeschicke be- stimmen. Stark im friedlichen Rate der Völker, so wollen wir unser Land bleiben und gedeihen sehen, dazu helfe uns auch unser jüngstes Schiff, das Euer Majestät jetzt taufen wollen." Graf Bülow betonte in dieser Rede, daß die deutschen Seerüstungen für niemanden eine Herausforderung bedeuteten. Auch die deutsche Seewehr solle dem Werke des Friedens als Schirm dienen. Offenbar sollen diese Stellen der Rede eine Antwort sein auf die heftigen Angriffe, die gerade in der letzten Zeit wiederum in E n g l a n d gegen Deutsch» l a n d erhoben worden sind. Sind doch schon englische Stimmen dahin laut geworden, daß gerade jetzt, wo die russische Flotte " h auf der Reise nach Ostasien befindet, der geeignete Zeit- funkt gekommen fei, um mit Waffengewalt hie berloren. Seutsche Flotte zu vernichten! Diesen heftigen Deutfches Reich. Dr. Hentig ist seit 1900 Minister in Koburg- Gotha und er hat Angriffen gegenüber, die von der britischen Eifersucht gegen sich im Laufe seiner Tätigkeit den in Deutschland seltenen Namen die deutschen Seerüstungen und die deutsche Weltmachtpolitik Klassenkampf. eines liberalen Ministers gemacht. Es ist ihm umgekehrt getragen sind, erklärt Bülow, daß die deutsche Seewehr keinerlei Polemik weiter, die aus Anlaß des Wohnungskongresses an den Minister ihren Liberalismus Unter dieser Ueberschrift führt Th. Barth in der Nation die ergangen wie anderen, welche zuvor als liberal galten und als Herausforderung sein solle. Dr. Hentig war als Konservativer angesehen und ist Wahrscheinlich hätte sich die englische Presse niemals in den Nachweis, daß der Klassenkampf nichts als ein längst unhaltbar im Laufe seiner Entwickelung Schwanengefang Brentanos anknüpfte. Herr Barth bemüht sich um in früheren Jahren zu liberalen Anschauungen eine derartige Eifersucht gegen Deutschland hineingeredet, gewordenes Dogma fei, das bloß zu Mißverständnissen Anlaß gebe. gelangt. Es ist in der Erinnerung, daß unter seiner Leitung wenn nicht in Deutschland selbst der Gedanke Wir können natürlich ebensowenig für die Mißverständnisse des die Regierung von Koburg- Gotha gegen den neuen Zolleiner Rivalität gegen England auf weltpolitischem Ge- Herrn Barth, wie der Klassenkampf. Wir können nichts dafür, daß tarif eingetreten ist. Auch sonst hat er die Geschäfte des Landes biete genährt worden wäre. Nicht genug damit, daß Herr Barth reale wirtschaftliche Tatsachen für Ausgeburten eines ohne reaktionäre Anfälle zu besorgen versucht und selbst mit der man bei der Beratung der Flottenvorlage offen dogmatischen Fanatismus hält. Aber da er auch einen Sozialisten, starten sozialdemokratischen Vertretung im Gothaischen Landtage hat erklärt hat, daß sich die deutschen Seerüstungen in den englischen Genossen seir Hardie als Zeugen für seine Wiß er ein loyales Auskommen erstrebt. Seltsam ist es, daß zu einer Stunde, da der Rücktritt des erster Linie gegen England kehrten: gerade verständnisse anführt, so gehen wir gern mit einigem auf das Thema ein. von höchster Stelle ist oftmals in Deutschland die Parole ausDr. Hentig öffentlich noch nicht bekannt war, das Leipziger Herrn Barth macht die Tatsache Pein, daß zwischen den Tageblatt" einen Artikel veröffentlicht, in dem Dr. Hentig als gegeben worden, daß Deutschland auch eine weltpolitische Macht Personen, die die Klassen repräsentieren, fortwährende Verschiebungen der demnächstige Nachfolger des Herrn b. Lucanus, ersten Ranges werden müsse. Erklärte doch beispielsweise bei stattfinden, daß man die Klassen nicht wie Regimenter einteilen des Chefs des faiserl. Zivilkabinetts, ausgegeben wird. Es wird in der Ausfahrt des Prinzen Heinrich nach China der deutsche fann und für die Berechtigung feiner Zweifel zitiert er eine Aeuße- dem Artikel ausführlich und in scharfer Zuspigung gegen die konKaiser: Reichsgewalt bedeutet Seegewalt und Seegewalt rung Keir Hardies aus einem Artikel Bernſteins in den„ So3. fervativen Parteien Dr. Hentig als zufünftige rechte Hand des und Reichsgewalt bedingen sich gegenseitig so, daß die eine ohne Monatsheften". Dieses Zitat gibt ihm allerdings scheinbar recht. Monarchen bezeichnet. Der Kaiser soll schon seit langem den jetzt die andere nicht bestehen kann." In derselben Rede fuhr er doch nur scheinbar. Es sei nebenbei bemerkt, daß Bernſtein Keir zurückgetretenen Miniſter für sich in Aussicht genommen haben. fort:„ Sollte es aber je einer unternehmen, uns an unserem Hardie zitiert zu dem Zwecke, nachzuweisen, wie man die Wenn diese Ausführungen des„ Leipziger Tageblattes" Wahrheit Argumente des politischen Kampfes aus den nationalen berichten, so erscheint es unzweifelhaft, daß sich das nationalliberale guten Rechte zu kränken oder schädigen zu wollen, dann fahre Besonderheiten eines Landes zu verstehen fuchen müsse und daß Blatt zum Werkzeug einer fonservativen Intrigue be drein mit gepanzerter Faust." Auch bereits im Jahre 1896 man daher, was etwa Keir Hardie in England gegen englische Zu- nugen läßt. Es wäre dann zu vermuten, daß in konservativen hörte man aus autoritärem Munde die Erklärung, daß Deutsch- stände sage, feineswegs wörtlich nach deutschen Verhältnissen be- Kreisen tatsächlich die Befürchtung einer Berufung des geschickten und land nun einmal ein Weltreich geworden sei, das weltpolitische urteilen dürfe. Hätte Barth diesen Gedanken Bernsteins erfaßt, liberalen Mannes besteht und daß man, um diese unangenehmen Deutschland müsse fest an das heimatliche Reich angegliedert dann hätte er es unterlassen, Seir Hardie als Zeugen anzurufen. Aussichten auszuschließen, die Zukunft Dr. Hentigs in lauten Tönen werden. Zu diesen Reden kamen dann die politischen Taten Zudem bricht Barth merkwürdigerweise das Zitat an einer Stelle in dem nationalliberalen Blatte angekündigt hat. Deutschlands, so 3. B. die Erwerbung des Sonnenplages" ab, wo es auch bei Keir Hardie durchleuchtet, daß er von unserer Kiautschou. Dieses Vorgehen Deutschlands verlieh der An- Auffassung des Klassenkampfes keineswegs so fern ist, wie es Herrn fündigung Nachdruck, daß auf der ganzen Welt feine Ent- Barth scheint. Er sagt nämlich ausdrücklich: scheidung mehr fallen könne ohne Deutschlands Eingreifen. Derartige Ankündigungen klangen ganz anders, als die jetzigen Versicherungen des Grafen Bülow, daß die deutsche Seewehr nur die friedliche Entwickelung Deutschlands sichern solle. " " Der Sozialismus erflärt einem System, nicht einer Klasse den Krieg; um ihn erfolgreich zu fördern, brauchen wir die Einreihung aller bewußten Sozialisten ohne Unterschied der Klasse. Ich bin ferner entschieden der Ansicht, daß das Bestehen auf Klassenkampf und Klassenbewußtsein für die sozialistische Bewegung von Nachteil ist. Diese Ausdrücke mögen für die Gewerkschaftsbewegung passen, die die Fortdauer von Arbeitgebern und Arbeitern als zwei unterschiedenen Klassen mit abweichenden Interessen voraussetzt; da aber der Sozialismus danach strebt, die Klassen in eine menschliche Familie aufzulösen, sollten solche Schlagworte als Teil des sozialistischen Bekenntnisses nur dann gebraucht werden, wenn es sich darum handelt, die Anwendung der Prinzipien des Sozialismus auf die moderne Industrie zu beleuchten." Folgen der Standesfünde. Auch eine Todesanzeige vermag Einblick in die Geheimnisse deutscher Ebenbürtigkeit zu eröffnen: 3. 3t. Danzig, den 12. November 1904. Heute nachmittag 4 1hr erlöste Gott durch einen sanften Tod von langen, schieren, mit rührender Geduld und Ergebung getragenen Leiden meine teure, inniggeliebte Frau Mary- Augusta Gräfin Finden= stein geb. Miß Nanson im 34. Jahre ihres Lebens und im 15. Jahre unserer überaus glücklichen Ehe. Sie ist der seit 9 Jahren bestehenden Zwangsverwaltung meines Majorates Herzogswalde zum Opfer gefallen, die auf Veranlassung der Herren Bernhard v. Buttkamer- Plauth und Kammerherrn Elard v. OldenburgJanuschau, damaligen Beratern unserer Familienstiftungskasse, gegen mich eingeleitet wurde. Dieses zeigt in tiefstem Schmerze an Albrecht Graf Findenstein in Herzogswalde bei Sommeran, Westpreußen. Die Beerdigung findet am Totensonntag( 20. November), nachmittags 4 Uhr statt. Graf Albrecht Finckenstein, so fügt das B. T." der Meldung hinzu, war vor seiner Verheiratung Leutnant im Garde se ir a siierregiment. Seine Verheiratung mit Miß Nanson, einer Londonerin, erregte seinerzeit in der Berliner Gesellschaft nicht geringes Aufsehen. Der junge Gatte, übrigens ein Nachkomme Küraffieren nach Riesenburg versetzt. Gneisenaus, wurde kurz nach seiner Eheschließung zu den fünften Wie kann auch einer aus dem edlen Geschlecht der Finckensteine eine ganz gewöhnliche Miß Nanson heiraten! opinis Die Not in Mecklenburg. Aber auch ganz abgesehen von diesen kolonialen Erwerbungen und diesen programmatischen weltpolitischen Anfündigungen besteht in der bloßen Tatsache des fieberhaften deutschen Seerüstens für England eine Gefahr, die freilich durch die Brille der britischen Eifersucht an Größe ganz gewaltig gewinnt. Daß Deutschland seines Handels wegen keiner starken Flotte bedarf, ist unzählige Male nachgewiesen worden, ebensowenig bedarf Deutschland seiner armseligen Kolonien wegen einer erstklassigen Flotte. Dies begriff man natürlich auch in Jns Deutsche übersetzt, erkennt also auch Keir Hardie an, daß England. Man vermutete deshalb, daß Deutschland seine das wirtschaftliche System, das Bestehen des Kapitalismus und Flottenrüstungen nur deshalb so eifrig betreibe, um seine damit der Ausbeutung, der Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit folonialen Befizungen wenn es nicht anders gehe, auch auf den Inhalt, das Wesen des Klaffenkampfes ausmache. Und dieses so 1 Kosten anderer Mächte zu vergrößern. England als das Verhältnis besteht unabhängig von den Personen, an Kolonien reichste Land befürchtet durch diese Expansions- einer Person vereinigen fönnen, wie etiva, wenn ein Lohn abhängig, daß sich unter Umständen beide Gegensätze in politik in erster Linie getroffen zu werden. Diese Besorgnis arbeiter gleichzeitig Mitbefizer eines Arbeiter beschäftigenden diftiert dann England seinen grimmigen Haß gegen Deutsch- Unternehmens oder etwa Besiker etnes Wohnhauses mit Mietland, der durch keinerlei Beschwichtigungsreden vom Schlage wohnungen ist. Dieses wirtschaftliche Verhältnis wird auch nicht der des Grafen Bülow beseitigt werden kann. So lange dadurch geändert, daß etwa ein Kapitalist in den Reihen der SozialDeutschland fortfährt, in dem bisherigen Tempo Rüstungen demokratie den Klassenkampf gegen das System der Ausbeutung Es ist nicht die Rede von der Not der Bauern und der Tagezu betreiben, so lange wird sich die englische Eifersucht gegen mitkämpft. Wirtschaftlich wird die Stellung dieses Kapitalisten löhner, der Industrie- und Hafenarbeiter in Mecklenburg. Es ist die zu betreiben, so lange wird sich die englische Eifersucht gegen Deutschland richten. Wenn es also wirklich das ernste Be- damit nicht geändert; er eignet sich nach wie vor Mehrwert an und schwere Not des Großherzogs, die durch das Land schreit. Was schon früher vermutet wurde, wird jezt erfüllt. streben der deutschen Regierung ist, den Frieden aufrecht er für seine Person fann das nicht ändern. Deshalb wird und muß der Klassenkampf gegen das System zu erhalten, so müßte es vor allen Dingen ein Ende mit feinen des ausbeutenden Kapitalismus die politische Praxis des Proletariats ausführt, wegen einer Beisteuer zur Unterstützung der Kosten des Großherzog Friedrich Franz ist, wie die" Meckt. Volts- Zeitung" Flottenrüstungen eintreten lassen. Geschieht dies nicht, sondern trotz Barth beherrschen und er würde und müßte es selbst dann, Landesregiments beim Landesparlament vorstellig geworden. Nicht, baut man immer neue Panzergeschwader, so wird dadurch die wenn sich Barths Traum erfüllte, in Deutschland die starken Kräfte daß er formell eine Zivilliste fordert, aber im Erfolg kommt sein Gefahr eines kriegerischen Zusammenstoßes mit Natur- des Liberalismus für eine energiſche Betätigung in demokratischer Verlangen in Rücksicht auf die staatsrechtlichen Verhältnisse auf notwendigkeit heraufbeschworen! und sozialreformatorischer Richtung mobil zu machen," Denn auch gang dasselbe hinaus. Der Großherzog verweist in seinem Nicht die seltsame„ Friedenspolitik" der Regierung, der energischeste Liberalismus, den ja Herr Barth vertreten will, Verlangen darauf, daß sein sogenanntes Rentereivermögen sondern die von dem deutschen und internationalen Pro I e- und die weitgehendsten demokratischen und sozialen Reformen be- sich stark gemindert hat und daß noch das für das laufende tariate befolgte Friedenspolitik ist also die richtige. Da- feitigen nicht den. Kapitalismus, beseitigen nicht die Ausbeutung, Rechnungsjahr 1904/05 zu erwartende Defizit von etwa 500 000 M. durch, daß der Sozialismus feinen Mann und feinen Groschen beseitigen nicht die Aneignung von Mehrwert durch das Kapital. gedeckt werden müsse. Diese„ flar nachgewiesene Notlage" vermöge Wir erkennen es ja gerne an, wenn liberale Männer bewilligt, wendet er das einzig mögliche und vernünftige Mittel dazu beitragen wollen, dem Proletariat den Kampfplatz für den deshalb, so erklärt er weiter, muß eine umfassende und ausgiebige er, so sagt Friedrich Franz, aus eigener Kraft nicht zu beseitigen", an, um friegerischen Konflikten der Mächte vorzubeugen! Selassentampf zu ebnen- daß sie in Deutschland wirklich noch etwas Aenderung der Finanzlage unserer Rentnerei herbeigeführt werden". Nennenswertes in dieser Richtung leisten werden, müssen wir nach Die Rentnerei soll nach dem Vorschlag des Großherzogs von der allen bisherigen Erfahrungen allerdings bezweifeln aber darüber Leistung der Matrikularbeiträge ganz befreit werden und diese Beis foll nicht der geringste Zweifel gelassen werden, daß die denkbar träge sollen auf die Landessteuerkasse übernommen werden. Auf weitesten demokratischen Reformen, die schönste Wohnungs- und diese Weise soll die Rentnerei 11111 jährlich 500 000 bis sonstige soziale Reform nicht genügen können. Der Kampf gilt 600 000 m. aufgebessert werden. Dabei wird erklärt, mant barüber hinaus dem Kapitalismus. Der Klaſſenkampf wird darum habe sich im Interesse der Steuerzahler auf das unumgänglich bestehen, so lange der Kapitalismus besteht. Ist dieser beseitigt, Notwendigste beschränkt und es wird mit erfreulicher Deutlichkeit dann wird der Klassenkampf von selber aufhören, weil dann die hinzugefügt, daß diese Beschränkung nicht eine dauernde bleiben soll. Wir brangen, das Gewehr fertig zum Schuß, in das Dickicht. Es ging sehr langsam; Dorngebüsch hielt uns auf, und hohes Gras laſſenſcheidung aufgehört haben wird zu eriſtieren. Es heißt in dem Großherzoglichen Rotschrei:„ Bei dieser Beverhinderte den Ausblick. Oft sah man nicht auf drei Schritte schränkung unserer Forderung... müssen wir aber ausdrücklich her,, Einen Erfolg" nennt die Presse das Zustandekommen des vorheben, daß bei weiterer ungünstiger Entwickelung der Verhältnisse weit. Bald hörten wir das laute und sorglose Schwagen der Bundesratsbeschlusses in der Lippe- Angelegenheit durch den für uns umungänglich notwendig werden kann, von unseren geSchwarzen, da verrieten zwei Leute von uns, die etwas auf- Reichskanzler. Ohne Zweifel ein Erfolg! Das sind die Er- treuen Ständen unter Darlegung solcher zwingenden Verhältnisse gehalten gewesen waren, durch einen Zuruf an uns unsere Anwesenheit, und mit Mühe gelang es uns, wenigstens 7 von der folge, wie sie ein Graf Bülow zu erringen vermag und wie sie in weitere Hilfe in Anspruch zu nehmen." Der Das Beispiel lehrt, wie schwere Not selbst deutsche Bundesetwa 40 Köpfe starken Bande ins Jenseits zu befördern. Einer diesen Zeiten dem höchsten Reichsbeamten in Aussicht stehen. Erfolg" beruht darauf. Irrtümer des persönlichen Regiments müh- fürsten leiden. Wenn aber mecklenburgische Arbeiter und Tagelöhner von den Schwarzen hatte sich bei unserem Angriff platt auf den fam auszugleichen. Das Telegramm des Kaisers hatte die Lippesche eine Besserung ihrer jämmerlichen Lebensweise fordern, so werden Boden geworfen. Bei unserem Nahen sprang er auf und versuchte, Rechtslage in Zweifel gestellt und unter den loyalsten Monarchisten sie für aufgehezt von der Sozialdemokratic, als wühler und Umeinem der Unseren das Gewehr zu entreißen. Er büßte sein Widerstand erregt. Durch Aufwand vieler Künste ist es dem Grafen stürzler verdammt. Leben dabei ein. Auch einen Gefangenen machten wir. Der Mann wurde natürlich zum Tode verurteilt; denn Mitleid kann Bülow geglückt, die verfahrene Angelegenheit in den Stand zu man mit diesen Burschen nicht haben, wenn man gesehen, wie sie bringen, aus dem sie unter normalen Verhältnissen niemals hätte herausgelangen können. in den Ansiedelungen gehauft haben, und wenn man die Taten dieser Halunken den Toten gegenüber gesehen hat." Ueber die füdwestafrikanische Kriegführung liegt abermals eine briefliche Mitteilung vor, die behauptet, daß Pardon nicht gegeben werde. In dem Briefe eines südwestafrikanischen Soldaten aus Ombakaha vom 17. September, afrikanischen Soldaten aus Ombakaha vom 17. September, den der Fränkische Kurier" veröffentlicht, heißt es: " = Ein Hochverratsprozeß? Zu der schon aus Jena be= richteten Verhaftung teilt das Jenaer Voltsblatt" folgende EinzelMan fage nicht, daß der jetzige Reichskanzler nicht zu großen heiten mit:" Verhaftet wurde am Dienstag vormittag von der Taten befähigt sei! Arbeitsstätte weg ein stellvertretender Werkführer des Zeißschen Auch über diesen angeblichen Fall werden die verantwortMünch Ferber. Der nationalliberale Reichstags- Abgeordnete Betriebes, Mechaniker Meibuhr, der dringend verdächtig erscheint, lichen Stellen Rechenschaft ablegen müssen! Zumal wir noch immer so optimistisch sind, anzunehmen, daß es endlich auch für den Wahlkreis Hof wurde vor einigen Monaten vom Gericht Geschäftsgeheimnisse über Gegenstände für die Marine das deutsche Bürgertum als eine unerträgliche Schmach überaus unehrenhafter Manipulationen in Bermögens- und Erbschafts- an eine auswärtige Macht verraten zu haben. M. hielt empfinden wird, daß derartige Nachrichten unwiderlegt durch angelegenheiten überführt. Er hatte Verwandte, die ihn beschuldigten, fich bis vor einigen Monaten längere Zeit in der Schweiz auf; wie empfinden wird, daß derartige Nachrichten unwiderlegt durch verklagt, wurde jedoch durch den von ihnen erbrachten Wahrheits- verlautet, bestreitet er jede Schuld und behauptet, nur eigenes die Presse gehen. Inzwischen hat ja General Trotha bekanntlich beweis moralisch vernichtet und selbst zu einer Geldstrafe verurteilt. geistiges Eigentum veräußert zu haben. Die Auflage soll auf den Befehl erlassen, daß irgend welche Mitteilungen über Vor- Gleichwohl hat die nationalliberale Fraktion den Gerichteten noch Hochverrat lauten." kommnisse der Kriegsführung von den Soldaten nicht mehr gehalten. Man erflärte, erst die Entscheidung der höchsten Gerichts- Aus Hessen, 18. November.( Eig. Ber.) In der heutigen gemacht werden dürften. Dies Verbot bedeutet natürlich nichts instanz abwarten zu wollen. Wie uns aus München telegraphiert Sigung der zweiten Stammer kam der sozialdemokratische Antrag weniger als eine Widerlegung der bis jetzt an die Deffent- wird, hat am Sonnabend das Oberlandesgericht die Revision auf Herabsetzung der Schülerzahl in den Volksschulen lichkeit gedrungenen Mitteilungen. Man könnte im Gegenteil Münch- Ferbers verworfen, da das Landgericht alle Feststellungen auf 40 bis ausnahmsweise 60 pro Lehrkraft zur Verhandlung. Die Abgg. Orb und David wiesen auf die Notwendigkeit einer solchen annehmen, daß dies Verbot gerade deshalb erlassen worden in gefeßlich einwandfreier Weise vorgenommen habe. sei, weil manches Vorkommnis der Kriegsführung das Licht Deffentlichkeit ausgespielt. Die Niederlegung des Reichstagsmandats Leider ohne den gewünschten Erfolg. Die Regierung erklärte Damit hat Kommerzienrat Münch- Ferber in der politischen Reform im Interesse der allseitigen Hebung der Volksschule hin. der Oeffentlichkeit nicht verträgt! ist für ihn nicht mehr zu vermeiden. sich zwar mit dem Ziel des Antrages einverstanden und versprach in Die Soldatenbriefe aus Südwestafrika werden überhaupt Der Wahlkreis Hof muß zur Neuwahl schreiten. Unfre Bartei seiner Richtung zu wirken, behauptete aber aus finanziellen Gründen im Reichstage abermals energisch zur Sprache gebracht werden stand im vorigen Jahre nahe dem Siege. Münch- Ferber gewann zurzeit nichts tun zu können. Außerdem fehle es an der nötigen müssen. Sollte die Regierung dann wiederum die famose Er- das Mandat nur mit einer äußerst geringen Majorität in der Stich- Bahl von Lehrern. Die Durchführung des Antrages erfordere 1700 klärung abgeben, daß deshalb keine verwundeten Gefangenen wahl. neue Lehrkräfte. Obgleich unsere Redner betonten, daß es sich gemacht würden, weil die Hereros bis zum letzten Atemzuge selbstverständlich nur um eine allmähliche Durchführung handele, geschlossen dagegen stimmten. Hentig- Lucanus. sich ihrer Waffen zu bedienen pflegten, so wird man wohl die Der leitende Minister von Koburg- Gotha Dr. Sentig ist fand der Antrag keine Gegenliebe bei den bürgerlichen Parteien, die gebührende Antwort dafür haben. Auch dies Verhalfen der von seinem Amt zurückgetreten. Der Grund des Rücktrittes verwundeten Hereros würde ja gerade dafür zeugen, daß liegt in einem interessanten stapitel deutscher fleinstaatlicher Majestätsschutz. Die Unhaltbarkeit des MajestätsbeleidigungsPardon nicht gegeben wird und daß deshalb die Verwundeten Zustände. In Koburg- Gotha spielt die Frage des Domänen- Paragraphen wird durch folgenden Fall, der uns aus München wenigstens bemüht sind, ihr Leben fo teuer wie möglich zu ver- befizes jeit langen Jahren eine erhebliche Rolle in den berichtet wird, wieder trefflich illustriert: Jm sogenannten Affenfaufen. Inzwischen hoffen wir, daß auch die bürgerliche Bresse Beziehungen zwischen Fürst und Volk. Die Domänen sind nicht fasten des Augustinerbräu saß der vollständig betrunkene 54 Jahre endlich die öffentliche Aufmerksamkeit auf diesen Gegenstand Staatseigentum, sondern Privatbesiz des herzoglichen Hauses, fie alte Mufiler Xaver Streitinger allein an einem Tisch. Er murmelt lenken wird! dal würden im Fall des Aussterbens der herzoglichen Familie in Privat- vor sich eine Einladung zur Kirchweih her und nennt gleich darauf besitz übergehen. Die vermögensrechtliche Lage bezüglich dieses den Prinzregenten. Die Aeußerung wurde von dem Reisenden Grundbesizes wurde besonders kompliziert, als nach dem Tode des Ludwig Graf gehört. Der Herr hatte nichts eiligeres zu tun, als Berlin, 19. November. General b. Trotha meldet aus Windhuf unterm 18. November: Bei den am 3. Oftober im Gefecht vorigen Herzogs die Nachfolge in Koburg Gotha auf einen Anzeige zu erstatten. Streitinger wußte sowohl in der Voruntersuchung Windhuf unterm 18. November: Bei den am 3. Oftober im Gefecht englischen Prinzen überging. Dieser jetzt noch nicht volljährige als in der Hauptverhandlung nur so viel, daß er zirka 8 Maß Bier von Ombakaha gefallenen Häuptling Joel Kawizeri wurde und in Potsdam lebende Bring scheint nun Einwendungen er- und 5 Schoppen Wein getrunken hat und einen Kanonenrausch hatte. ein Brief seines Sohnes Gottlieb gefunden, worin dieser dem hoben zu haben gegen die Regelung des Domänenbefizes, welche Die sinnlose Betrunkenheit wurde in der Hauptverhandlung von dem Bater mitteilt, daß die Waterberger Hereros böllig Dr. Hentig mit dem jezigen Regenten des Landes und mit dem Denunzianten Graf auch bestätigt und da dieser den Kreitinger schon aufgerieben und dreihundert von ihnen im Sandfelde Landtage getroffen hat. Die Durchfreuzung einer langjährigen, auch zirka 6-7 Jahre fennt, darf man ihm auch glauben, wenn er meint, umgefommen seien. zur Befriedigung der Bevölkerung führenden Arbeit hat den Minister daß wenn Streitinger zu viel Bier getrunken, er nicht mehr wisse, beranlaßt, dem Regenten feinen Rücktritt zu erklären. was er fage. Und trotzdem haben Sie die Anzeige gemacht?" meinte der Vorsitzende der Strafkammer und schüttelte dabei daZ weise Haupt. Darauf Vermochte der Denunziant keine Antwort zu geben. Das Gericht crfcuute auf Freisprechung.— Aus dem württemvergischen Landtag. Stuttgart, 19. November.(Privattelegramm.) Bei Weiterberatung der 0 e in e i n d e- O r d n n u g s- N o V e ll e kam der Landtag an die Bestimmungen, durch welche. Ivie Minister von Pischek sich ausdrückte, die Wahlmoral bei dem Gemeindeivahlen gehoben werden soll. So wurde z. B. die Ungültigkeit der Wahl für den Fall bestimmt, das; von seilen der Gewählten oder Dritter durch die Gewährung oder Versprechung von Geschenken die Wahl be- einflutzt worden ist. Es wurde dabei ausgesprochen, das; hierdurch besonders die Gewährung von Freibier au die Wähler durch den Kandidaten oder durch dritte Mittelspersonen getroffen werden solle. Eine andere Bestimmung verbietet denjenigen den Eintritt in den Genreinderat, welche mit dem OrtSvorsteher oder einen, anderen Gemeinderatsmitglied in gerader Linie oder bis zum zweiten Grad einschliesilich in der Seitenlinie Verivandt oder verschwägert sind. Damit soll der besonders in kleinen Gemeinden eingerissenen Vetter- Wirtschaft begegnet werden. Gleichzeitig wird auch bestimmt, daß Gemeinde-Unterbeamte nicht in den Gemeinderar gewählt werde» dürfen, oder im Falle der Wahl ihren Dienst aufzugeben haben. Schließlich wurde noch beschlossen, daß die Gemeinderatsämter Ehrenposten sind, für die kein Gehalt bezogen wird, daß jedoch für die durch Sitzungen jeglicher Art veranlaßien Zeitversäumnisse Anspruch auf Taggelder besteht. Dieselben sollen für Gemeinden bis je 10 990 Einwohner bis 5 M. und Gemeinden bis 50 000 bis 10 M. betragen dürfen. Unser Genosse Kloß vertrat dabei den Standpunkt unserer Partei, daß die Taggelder obligatorisch sein sollen, um den Angehörigen der arbeitenden und minder bemittelten Bevölkerung die Ausübung der Mandate zu erleichtern. ES blieb jedoch bei dem Kommissionsbeschluß, Ivonach diese Taggelder durch die Gemeindesitzungen erst ausdrücklich beschlossen werden müssen.— Gelsenkirchener Wasserwerks-Prozeß. Essen, den 18. November.(Eig. Ber.) (Vierter Verhandlungstag.) Bei der Vernehmung des Medizinalrats Dr. Naeine als Zeugen lind Sachverständigen wollte die Verteidigung feststellen, daß die Prämisse zulässig sei: bei gleicher Anzahl von Keimen kann man auch keinen Qualitätsunterschied machen! Dem wurde widersprochen; unfiltriertes Flußwasser sei selbst bei minderer Keimzahl g e f ä h r- licher als Grundwasser oder anderes filtriertes Wasser. Medizinalrat Dr. Springfeld gab dazu folgende Erläuterung: Typhuskeime gelangen, nur an andere Körper ge- bunden, ins Wasser und lverden deshalb durch die Filtration leicht aufgefangen, während die ungefährlichen Keime, die im Wasser leben, durchziehen. Medizinalrat Dr. R a e i n e bekundet, daß die Firma Krupp unfiltriertes Wasser zu Triukzweckeu abgebe. Ob dadurch direkre Infektionen stattgefunden haben, weiß Zeuge nicht, er ist der Meinung, daß auf diesen, Gebiete noch vieles un- geklärt sei, auch die Theorie von Prof. Koch könne einen abschließenden Werl nicht beanspruchen, z. B. wisse man noch nichts von dem Natnr- verhalten der krankheiterzeugenden Keime; ohne daß man territoriale Gründe dafür anzugeben weiß, treten Epidemien plötzlich explosiv auf, ebenso verschwinden sie wieder; woher sie kommen, wo sie bleiben, davon ist noch nichts bekannt, da tappt man noch völlig im dunkeln. Der Vorsitzende meint: Ja, wem, drei Juristen zusammen- kommen, dann gibts 4 Meinungen. Dr. B r u h n s, Leiter des„Bakteriologischen Instituts" in Gelsenkirchen, hat bei seinen Untersuchungen seit 1902 zwischen 10 bis 100 Keime an den Zapfhähnen resp. in den Brunnen gefunden, da- gegen in der Ruhr 2000— 10 000 normal, in Ausnahmefällen bis 45 000, im Eibergbach hat er aber bis 350 000 Keime ermittelt. Bei Hochwasser sind in den Brunnen an der Ruhr höhere Keimzahlen — bis 1000— als in den von der Ruhr entlegenen Brunnen ermittelt. Ingenieur Volkmann, früher Betriebsführer auf dem Gelsen- kirchner Werk, hat die Direktion darauf aufmerksam gemacht, daß etwas nicht in Ordnung sei; die Siebe vor den Wassermessern waren mit allerhand Getier bevölkert. Direktor Schmitt hat dazu bemerkt, Volkmnnn solle sich um seine eigenen Angelegenheiten bekümmern. Weitere Zeugen sagen über die bereits bekannten Funde von Würmern ee. aus. Prokurist S a b b a t h hat wohl vielfach technische Arbeiten an- geordnet, wie die Korrespondenz ausweist, aber von dem Vorhanden- sein des Stichrohres ist ihm nichts bekannt gewesen. Oberbürgermeister Graff-Bochum bekundet, daß in Bochum früher der Typhus epidemisch gewesen sei, auch dort hat daS Wasserwerk früher mit einem Stichrohr gearbeitet. Die heutige Verhandlung wird beschlossen mit der Vernehmung des Medizinalrats Dr. Tenholt, der in den letzten Jahren für das Wasserwerk die bakteriologischen und chemischen Untersuchungen des Wassers vorgenommen hat. Neues ergab diese Vernehmung nicht. Für Dienstag ist Geheimrat Dr. Koch geladen, es wird dann zu den interessanten wissenschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen den Vertretern der verschiedenen Theorien kommen. Die Verhandlungen werden auf Sonnabend vertagt. Sozialdemokratie und TerroriSimiS. Von russischen Parteigenossen werden wir auf eine Aeußerung ber„Revolutionnaja Rossia"(Das revolutionäre Rußland), dem Organ der sozialistischen Revolutionäre Rußlands, aufmerksam ge- macht, in welcher die Stellung des„Vorwärts" zum Terrorismus in falschem Lichte erscheint. Es heißt in Nr. 52 S. 3 dieses Blattes: „Am bedeutsamsten aber ist jene Wendung der Sympathien auf unsere Seite, welche sich ü, letzter Zeit im„Vorwärts", dem Zentralorgan der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei äußert. Bis heute hatte er es nicht gewagt, irgend welche Artikel, Notizen oder gar eigene Betrachtungen zu veröffentlichen, welche sich auch nur im bescheidensten Maße zu unseren Gunsten neigten,— dafür hat August Bebel selbst auf die speziellen Bitten des Georg Plechanow gesorgt. Und nun hat plötzlich derselbe „Vorwärts" dieses Verbot übertreten und hat dem neuen Aufsatz Plechanows— Die Sozialdemokratie und der Terrorismus— in Nr. 187 des„Vorwärts" eine redaktionelle Notiz beigegeben." Wir haben in der redaktionellen Bemerkung, die wir dem Artikel des Genossen Plechanow hinzufügten, lediglich die Polemik Plechanows gegen die terroristische Tat kritisiert und eine ab- weichende Meinung über die in der terroristischen Tat sich äußernde tapfere Notwehr ausgesprochen. Sonst aber ist alles, was in der obigen Aeußerung behauptet wird, unrichtig. Es erübrigt sich, die törichte Auffassung weiter zu bespreche», als hätte Genosse Bebel die Haltung des„Vorwärts" zu den russischen Parteistreitigkeiten zu kommentieren unternommen; Genosse Bebel hat niemals über russische Parteifrageu mit unS Be- sprechungen gehabt. Falsch ist die Annahme, daß eine Wendung unserer Sympathien auf die Seite der Terroristen eingetreten sei. Diejenigen Sympathien, die in unserer Bemerkung ausgedrückt worden sind, haben wir stets gehabt und ausgesprochen. Wir haben bei früheren Gelegenheiten wiederholt den großen Opfermut derer anerkannt, welche ihr Leben im terroristischen Kampfe daran gaben. Mehr haben wir aber auch i» unserer Bemerkung nicht gesagt, am wenigsten ist darin irgend etwas von einer Billigung des Terrorismus als politischer Taktik für Rußland gesagt. Eine solche Taktik ist vielmehr Ivie stets von der deutschen Sozialdemokratie, so auch bei jener Gelegenheit von uns verworfen worden. Wir sind in Uebereinstimmung mit den Genossen von der russischen Sozialdemokratie der Ansicht, daß auch für Rußland die Aufgabe gestellt ist, d i e N a s s e n d e r A r b e i 1 e r in Bewegung zu bringen und zum Klassenkampf zu organisieren. Zugleich aber befürworten wir aufs eindringlichste, daß die verschiedenen Rich- hingen des russischen Sozialismus durch tolerante Würdigung ihrer taktischen Meinungsdifferenzen einen gemeinsamen Kampf gegen die zaristische Gewalt zu ermöglichen streben. Gerade jetzt, angesichts der ernsten Situation in Rußland und der hohen Anforderungen, die diese Situation an alle revolutionären Elemente in Rußland stellt, ist es das erste Gebot, Meinungsverschieden- heiten nicht über die dringlichsten Aufgaben des Kampfes zu stellen. Hudland. Oesterreich-Ungarn. Zusammenstoß zwischen Pcrucrstorfcr und Koerber. In seiner gestrigen Rede führte Genosse P e r n e r st 0 r f e r aus: Schuld an allem Unglück in Oesterreich, an der materiellen und geistigen Knechtschaft der Völker sei nur die Habs- b u r g i s ch e Dynastie. Seit 600 Jahren laste der Druck dieser Familie auf den unglücklichen Völkern Oesterreichs. Diese Dynastie sei weder national, noch habe sie die Völker materiell und wirtschaftlich gefördert; an Zahl wachse sie unerhört an. Wohin solle das Bedürfnis der Zivilliste und der Apanagen noch steigen? Solle das Volk alle diese Leute erhalten? Die Weiber dieser Familie seien bigott, die Männer größtenteils u n- wissende, ungebildete klerikale Parteigänger. Von dem bemakelten Borleben vieler Mitglieder dieser Familie wolle er, Redner, gar nicht reden. Die Dynastie sei das Unglück Oe st erreich s. In der heutigen Sitzung wies Vieepräsident Kaiser die gestern vom Abgeordneten Peru er st orfer vorgebrachten Beschimpfungen der Dynastie zurück, welche gewiß mit Recht die Entrüstung aller Abgeordneten hervorgerufen haben. Er erteilt dem Abgeordneten Perncrstorfer nachträglich einen O r d- n u n g s r u f. Ministerpräsident v. Koerber erklärt,' obwohl der Präsident den gestern in seiner Abwesenheit gefallenen, nicht scharf genug zurückzuweisenden Ausführungen des Abgeordneten Pernerstorfer die nach der Geschäftsordnung zulässige Zensur habe angedeihen lassen, könne er doch nicht umhin, folgendes zu bemerken: Es steht einer Partei, welche den konstitutionellen Einrichtungen alles ver- dankt, schlecht an, den Fnndamentalsatz des Parlaments zu ver- letzen, daß die Krone und die Dynastie nicht in die Erörterung ein- znbeziehen sind. Wenn das aber noch dazu in so gröblicher, jedes bessere Gefühl empörender Weise geschieht, wie dies gestern der Fall war, so kann darin nichts anderes erblickt werden, als daß auch auf dieser Seite auf den Mißbrauch der Verfassungsmäßigkeit höheres Gewicht gelegt wird, als auf die ungeheuren sittlichen und Wirt- schaftlichen Erfolge, welche ein ehrlicher und aus sorgfältiger Hebung entstandener Gebrauch der der Volksvertretung zustehenden Rechte allen Schichten der Bevölkerung sichert.(Lebhafter Beifall.) Den Glanz der uralten Dynastie Habsburg wird niemand ver- düster» können.(Lebhafter Beifall.) Dem jetzigen Träger der Krone aber, unserem erhabenen Monarchen, bringt die Gegenwart, bringt die ganze gesittete Welt so unbegrenzte Verehrung entgegen (Lebhafter Beifall), daß jeder Versuch, diese hehre Gestalt zu ver- dunkeln, von vornherein dem schlimmsten Schicksal, nämlich der Lächerlichkeit, verfallen ist.(Lebhafter Beifall.) Wenn ich aber trotzdem der allgemeinen Entrüstung über daS klägliche Beginnen von gestern Ausdruck gebe, so folge ich der Stimme des Volkes, welche mit ihrer ganzen Kraft verlangt, daß ein solcher Frevel an seinen heiligsten Empfindungen von dieser Stelle gebrandmarkt wird. (Lebhafter Beifall. Händeklatschen.) Abg. Pernerstorfer beschwert sich über den ihm erteilten Ordnungsruf und erklärt, die Sozialdemokraten zögen die Krone so selten wie möglich in die Debatte und hätten bei der Debatte über die Protektionsübernahme des katholischen Schulvereins durch den Erzherzog Franz Ferdinand den Standpunkt vertreten, daß auch ein Erzherzog eine politische Ueberzeugung haben und verteidigen könne. Sie verlangten aber die Aufhebung des tz 64 des Strafgesetzbuches, weil der Volksvertretung eine Kritik des Ver- Haltens auch bei Mitgliedern der Dynastie gestattet werden müsse. Gegen den Monarchen wende sich keinerlei Demonstration der Sozialisten. Sie würden sich aber durch niemand Schrecken einjagen oder abhalten lassen, die Wahrheit zu sagen und alles, was sie für schlecht halten, zu bekämpfen, auch das Regime Koerber.— Der Mini st erpräsident erklärt, er glanbe, daß das Haus mit ihm diese Erklärung des Abg. Pernerstorfer als eine aufklärende Ergänzung dessen ansehen werde, was er gestern vorgebracht habe. Gegenüber seinen sonstigen Ausführungen bleibe jedoch das auf- recht, was er heute gesagt habe.— Frankreich. Der Kriegsminister Berteaux erklärte einem Mitarbeiter des „Matin" gegenüber, das System, welches seit 30 Jahren bei der Beförderung von Offizieren angewandt worden sei, sei sehr mangelhaft. Die sogenannten Plazierausschüsse sowie daS System der Angebereien, wie es unter Andrs und seinen Vorgängern üblich gewesen, sei zu verwerfen. Er werde sofort eine neue Methode zur Anwendung bringen, von der er hoffe, daß sie von der französischen Armee endgültig angenommen werde. Dieselbe bestehe darin, die Offiziere mir auf Grund von jedem Beteiligten zur Kenntnis gebrachten Noten zu befördern und auszuzeichnen. Diese Noten sollen ausschließlich von den Vorgesetzten der betreffenden Offiziere ausgeteilt werden. Paris, 19. November. Infolge der von den Arbeitern des Zeughauses in Lorient aufgestellten Forderungen hat der Marine- minister dem Marinepräfekten schriftlich erklärt, daß er die Drohungen und ZwangSversnche durch Inaussichtstellung der Arbeitseinstellung nicht berücksichtige» könne, ohne eine Anarchie unter den Arbeitern befürchten zu müssen und die notwendige Autorität, welche der Minister besitzen müsse, zu opfern. Am Schlüsse des Schreibens wird der Marinepräfekt ersucht, alle diejenigen Arbeiter mit Strafe zu belegen, welche nicht zur Arbeit erscheinen und den letzteren mit- zuteilen, daß er ermächtigt sei, eine Gehaltsaufbesserung zu empfehlen ohne eine definitive Zusage zu mache», so lange die Ruhe nicht vollständig wieder hergestellt sei. Dieses Schreiben hat in den Arbeiterkreisen des Zeughauses große Erregung hervorgerufen. Die Arbeiter beabsichtigen in einer demnächst abzuhaltenden Versammlung gegen die Anordnungen des Marineministers Stellung zu nehmen.— Zur Affaire Syveton. Der Untersuchungsrichter Jolliot hat in der Angelegenheit des Deputierten Syveton gestern mehrere Zeugen Vernommen, darunter den nationalistischen Deputierten Archdeacon, welcher erklärte, Syveton habe in der Tat den Angriff vom 4. No- vember auf den Kriegsminister Andre mit Vorbedacht ausgeführt. Als er, Archdeacon, an diesem Tage mit Syveton aus dem Restaurant der Kammer in den Sitzungssaal zurückgekehrt sei, habe Syveton ge- sagt:„Das wird noch mit ein paar Ohrfeigen enden, Lügen Andres dürfen nicht ungestraft bleiben." Syveton habe sich am Schluß der Sitzung Andre gegenübergestellt und dann zugeschlagen. Der Militär- arzt Duchastelet bekundete, Syveton habe ihm, als er am 25. Oktober mit ihm im Landhause des Deputierten Archdeacon zusammenge- kommen sei, erklärt. Andre werde nur dadurch abgetan werden, daß ihn ein Deputierter in offener Parlamentssitzung ohrfeige.— Der nationalistische Deputierte Guyot de Villeneuve veröffentlicht heute in nationalistischen Blättern die ihm von dem flüchtigen Sekretariats- beamten der Freimaurerloge Grand Orient, Vignin, übermittelten Auskunftsbriese über Offiziere und Professoren. Rußland. Unter dem Revolvcrkurs. Wnrschn», 11. November.(Eig. Ber.) Indes Fürst Twiatopolk Mirski in Petersburg neugierigen ausländischen Korrespondenten und leichtgläubigen russischen Bittstellern das Anbrechen eines liberalen Kurses in nichtssagenden An- deuwngen vorspiegelt, schickt sich sein nächster Untergebener in Warschau, der Generalgouverneur Czertkow an, diesen Liberalismus durch ein anschauliches Bild zu illustrieren, indem er alle Regungen der sozialdemokratischen Arbeiterschaft in ihrem Blute zu ersticken trachtet. Die bei Demonstrationen getöteten und verwundeten Arbeiter sind ihm nicht zahlreich und die Polizeikugeln nicht wirksam genug gewesen. Der Warschauer Oberpolizeinieister wendete sich daher dieser Tage — selbstverständlich auf höheren Befehl— an den Stadtrats- ausschusi mit der Forderung, die 1023 Stück Polizistenrevolver alten Systems durch dieselbe Waffe des neuesten Systems Brawning zu ersetzen. Die Kugel auS einem Brawningschen Revolver durchschlägt ein vierzölliges Brett wie ein Blatt Papier, das Straßenhinmorden friedlicher Demonstranten und unbeteiligter Passanten soll also von nun an in Warschau ans die Höhe der Technik gebracht werden. Daß die hündisch- folgsamen Stadtväter, denen selbst die„Arbeiterunruhen" ein Greuel sind, den nienschenfreundlichcn Absichten des All- mächtigen Opposition machen, ist nicht anzunehmen, und so wird wahrscheinlich Czertkow der Lorbeeren des Bluthundes Murawjew, die ihn nicht schlafen lassen, bald teilhaftig werden. Mit einem Unterschied allerdings: jener Henker hat 1863 eine absterbende nationalistische Bewegung in Polen nieder- geschlagen, sein Nachfolger will dasselbe nach 40 Jahren an einer aufsteigenden sozialdemokratischen Arbeiterbewegung voll- bringen, die sich als eine viel zu harte Nuß auch für jüngere Zähne als die des achtzigjährigen Generals erweisen dürfte. Am 7. d. M. sind vier Opfer des Revolverkurses von der zweiten Strafabteilung des Warschauer Bezirksgerichts zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt worden. Es bandelte sich um ein Nachspiel des Zusammenstoßes zwischen sozialdcmokra- tischen Arbeitern mit der Polizei und berittenen Kosaken, über den wir seinerzeit berichteten, bei eineni Brand in der Grzybowskastraße. Es kam damals infolge der Polizei- brutalitäten zu einem förmlichen Straßenkampf, in dem zwei herbeigerufene Kompagnien Infanterie 8 Personen aus der Menge durch Gewebrschüsse töteten und zahlreiche andere ver- mundeten. Jetzt standen 4 damals verhaftete Arbeiter: Putowski, Sokulski, Dziewulski und Ostromencki vor Gericht. angeklagt des bewaffneten Widerstandes und cincs� Angriffs auf die Polizei. Auf spezielles Geheiß des Justizministers ist die O e f f e n t l i ch k e i t bei der Verhandlung, wie zu erwarten war, u s- geschlossen worden. Das Urteil lautete: für den ersten der Angeklagten auf ein Jahr, für die drei anderen auf a ch t At 0 n a t e G e f ä n g n i s. Was die nächste Zukunft bringen wird, läßt sich nicht vor- aussehen. Die sozialdemokratische Demonstratiovsbewegung wird trotz alledem ihren Fortlauf nehmen, und da kann man erfahrungsgemäß von der liberalen Revolverpolitik der Re- gierung auch auf das Schlimmste gefaßt sein. Amerika. Rcpnliliknnische Parteipolitik. Innerhalb der republikanischen Partei macht sich eine Bewegung zugunsten einer Zollgesetz-Revision bemerkbar. Es wäre manchen einflußreichen Kreisen außerhalb der großen Trusts damit gedient, wenn eine geringe Ermäßigung der Zölle vorgenommen würde. Roosevelt selbst ist kein unbedingter Anhänger des Hoch- schutzzolles; somit ist Aussicht vorhanden, daß die Wünsche der Demokraten unter dem Republikaner Roosevelt erfüllt werden. DaS ist wieder ein Beweis, daß diese beiden politischen Strömungen nicht nur einander parallel laufen, sondern sogar immer mit einer Neigung, sich zu treffen. Trotzdem haben sie(nach einer Schätzung des „New D 0 r k Herald") zusammen die Summe von 22 500 000 Dollar für den letzten Wahlkampf ausgegeben! In der beabsichtigten kleinen Zollgesetz-Revision besteht wahr- scheinlich der große Kampf, den Roosevelt gegen die Trusts unternehmen will, wie bald nach seiner Erwählung verkündet wurde. Dem gegenüber erinnert man sich daran, daß vor beinahe zwei Jahren vom Kongreß eine halbe Million Dollar bewilligt wurde, um weitgehende Er- Hebungen über die Ausdehnung und die Wirkungen der Trusts anzustellen, sowie Untersuchungen über die Gefährlichkeit derselben und die Art der Gesetzgebung, um dieser Gefahr zu begegnen. Der Fond blieb ungenützt liegen. Man hielt es nicht für ratsam, bestimmtes Material gegen die Trusts zu sammeln und scheute sich sehr, die Trustgeheimnisse ans Licht der Oeffeutlichkeit zu ziehen.— Mit dem Schlagwort vom„Kampf gegen die Trusts" will auch die demokratische Partei ihr Glück versuchen, sobald sich die geschlagenen Heerscharen wieder gesammelt haben.— Vom oftasiatischen Kriegsschauplätze. Zur Lage Port Arthurs. Mulden, 19. November. Kuropatkin erhielt von General Stößel die Meldung, daß, falls nicht bald Hülfe von irgend einer Seite komme, Port Arthur geopfert werden müsse. Petersburg, 19. November. Der G c n e r a l st a b be- stätigt die Verwundung Stößels, welcher eine Kugel gegen die Wange erhielt, als er einen Angriff auf die Japaner leitete. Der Generalstab beobachtet strengstes Stillschweigen über die Telegramme, welche aus Port Arthur eingetroffen sind. China«nd Japan. Loildou, 19. November. Dem„Standard" wird aus Tokio vom 18. d. M. gemeldet: Hier wird der„R a st 0 r 0 p n y"- V 0 r f a l l im Hafen von Tschifu als Bruch der chinesischen Neutralität betrachtet, da der„Rastoropnh" nicht wegen schlechten Wetters Zuflucht suchte, sondern zu dem ausgesprochenen Zwecke der Depeschenüberbringung dorthin gesandt wurde. Die Presse fährt aus, die Berücksichtigung der Neutralität Chinas durch Japan könne nicht über die Art hinausgehen, Ivie Rußland sich der Neutralität Chinas gegenüber stellt. Einige Zeitungen fordern die Regierung auf, strengstens einzuschreiten, falls weitere Schiffe den Hafen von Tschifu anlaufen sollten. Vom mandschurischen Kriegsschauplatz. Mukden, 19. November.(Meldung der russischen Telegraphen- Agentur.) Bei Tagesanbruch wurde auf dem russische» rechten Flügel ein heftiges Artillerie- fcuer eröffnet, das mehrere Stunden hindurch unterhalten wurde; mit Unterbrechungen wurde sodann das Feuer den ganzen Tag über fortgesetzt. Die Rnffen erwarten einen aligemeinen Angriff der Japaner. Die japanische Anleihe in England. London, 19. November. Der„Standard" meldet, daß auf die japanische Anleihe 80 533 300 Den gezeichnet worden sind. Die Zahl der Zeichner ist größer als angenommen worden war. nämlich 29 000. Die Zahlen beziehen sich mir auf die in England aufgelegte Hälfte der Anleihe. Wie es bei russischen Mobilisierungen zugeht! Die„S ch l e s i s ch e Zeitung" veröffentlicht eine Schilderung der Triipfteimrobilisierimg im russisch-polnischen Grenzgebiete. Der Widerstand des dortigen Volkes gegen den Krieg wird da folgender- maßen beschrieben: _ Kürzlich Iva r ich in Polen und war erstaunt und erschreckt, ein Stück Weltgeschiäste mir so nahe jjeriickt zu sehen. Was man sieht, ist Schrecken, und was man hört, rst Krieg. Das Bild, das sich mir in Sosnowice bietet, ist unbeschreiblich I Ein Chaos I Soldaten — polnische Juden— Bauern— Weiber— Kinder— alles drängt, schreit, jammert— stößt um sich. Mit Lebensgefahr bahne ich mir den Weg durch den Wartesaal.nach dem Perron. Der ist zunächst leer. Der Personenzug nach Warschau steht da— der Extrazug für die mobilgemachten Truppen soll erst in zwei Stunden abgehen. In den Korridoren staut sich erschreckend die Menge; sie wollen schon den Zug benutzen. um auf den Zwischen- stationen von Bekannten und Verwandten Abschied zu nehmen. Das soll ihnen nun verwehrt werden, sie erhalten keine Billette. Das Tosen wächst— die Menge drängt gegen die zum Perron führende Tür— vergebens lehnt sich der Stationsvorsteher, vergebens einige Gendarmen dagegen— ein Druck— ein Stoß— die Tiir fliegt auf, und sich überschlagend, einer den anderen überholend, stürzt eine wilde entfesselte Menge berauS und nimmt im Sturm den Zug. Es ist grauenhaft, diese entfesselte wilde Horde zu sehen— diese Wut und Leidenschaft in den Gesichtern, Weiber mrt Säuglingen, polnische Bauern und Juden im langen Rock; die Weiber kreischen und die Kinder schreien— es ist furchtbar, furchtbar— wehe, wenn sie los- gelassen. Die Beamten stehen machtlos dabei, sie wissen, daß ihnen ein Widerstand nichts nützen würde, daß der geringste Versuch, hier Gewalt anzuwenden, diese wilde entfesselte Horde ihnen auf den Hals hetzen wn.rde— sie halten hier allezusammen— gegen die Regierun gl Das Bezirk: Kommando Nowo-Radomsk hat den Befehl erhalten, innerhalb einer bestimmten Frist 16 000 Mann mobil zu machen. Männer bis zrr 40 Jahren müssen mit, Aerzte in noch vor- geschrittenerem silier ebenfalls; das Volk murrt— lehnt sich aus. Was molf.l Ihr von uns? Was sollen wir bei den Japanern — hol' Euch der Teufel— uns hat der Japaner nichts getan— Banzai Kuroki.' Banzai Mikado!— Die Soldaten, die Offiziere hören dies; sie übergehen, sie überhören es und— schweigen. Wehe ihnen, wenn sie die Schreier be st rasen wollten— mit_ einer Einigkeit, die diesen Horden nur in gemein- samen Roheiten eßsen ist, würden sie sich auf die Offiziere stürzen und sie erschlagen. Von Patriotismus nirgends eine Spur. Ich stieg auf einer Zwischenstation aus und fuhr erst gegen Abend weiter nach Nowo-Radomsk. Was ich dort sah. läßt sich kaum beschreiben. Der Zug kommt aus Petrikau ohnedies schon stark besetzt, um nach Sosnowice weiterzufahren. Der Bahnhof ist abgesperrt von einem Kordon Militär. Dahinter wogt eine unab- sehbare Menschenmenge.� Es sind die mobilgemachten Truppen, die nach Nowo-Radomsk Gestellungsbefehl erhalten haben, um im dortigen Bezirkskommcmdo Order zu empfangen, wohin sie sich zu begeben hätten. Die ganze Mobilmachung leidet an einem völligen Mangel an Organisation. Die Leute stehen, liegen, sitzen, ein bis zwei volle Tage fauch noch länger), bis sie aufgerufen werden. Niemand sorgt für Verpflegung, uieumud für Unterkunft! Nun haben sie endlich ihre Order, sie stürmen zum Bahnhof, um nach Hause zu fahren, müde, hungrig— wild wie die Tiere. Da— Halt!— steht der Militärkordon. So und so viele dürfen nur mit, mehr nicht. Das Brausen und Toben in der tausendköpfigen Menge wächst und schwillt und schwillt— da. mit dem Schrei der Wut und der Erbitterung stürzt d,e rasende Menge mit Knüppel», Stöcke», Fäusten aus das Militär los. Die armen Kerle, die strikten Befehl haben, von der Waffe keinen Gebrauch zu machen, kehren das Gewehr um und schlagen nunmehr mit dem Kolben auf die tobenden Menschen ein. Ein furchtbares Handgemenge folgt nun— Wut und Schmerzensschreie— ein Heuleit und Toben um mich heruni, wie von einer Herde Wahnsinniger; hier stürzt ein junger, eleganter Manu, von einem Kolbenschlag getroffen, blutend zusammen, ich reiße ihn in die Höhe; dort haben sie einen Soldaten erschlagen, er wird beiseite geschoben; ein junger polnischer Jude liegt leblos am Schienenstrange— Aufruhr, Aufruhr die gellenden Schreie, das rasende Wutgeheul— ich flüchte, jeden Augenblick von einer Faust, von einem Kolben bedroht— ich flüchte— noch finde ich ein winzig kleines Plätzchen in der Bahn— der Zug, umheult, um- tobt, überfüllt bis aufs Dach bewegt sich, fährt— gottlob— und langsam verschwindet im Dunkeln die wütende, sinnlose Menge.— Die„Schles. Ztg.". die diese Schilderung veröffentlicht, ist ein konservatives Blatt! ÖewerkfcbaftUcbcs. Klassenkampf im Zentrumstnrm. Nicht einig wird sich das Zentrum über die Behandlung und Wertschätzung der christlichen Gewerkschaften. Protegiert werden dieselben von M.-Gladbach aus, wo sich die Zentral- stelle des katholischen Volksvereins befindet und wo die Arbeiteragitatoren des Zentrums ausgebildet werden. Aber schon selbst in M.-Gladbach stößt die Einführung der christlichen Gewerkschaften auf starken Widerspruch der Unternehmer und nicht zuletzt der ultramontanen. Verschiedene Unternehmer dulden keine Organisierte in ihren Betrieben, weder frcigewerk- schaftliche noch christliche, und alles Zureden von feiten der geistlichen Führer der christlichen Gewerkschaften vermag den Widerstand der katholischen Unternehmer nicht zu beseitigen. Weil nun die Unternehmer in M.-Gladbach auf diesem Standpunkt stehen, sind dort fortwährend kleinere Streiks zu verzeichnen, entweder handelt es sich um Maßregelung von Vertrauensleuten in den Betrieben oder um Lohndifferenzen, die, wenn die Unternehmer eine Organisation anerkennen würden, oft sehr leicht zu schlichten wären. Ganz das gleiche ist von Aachen und den umliegenden Jndustrieorten zu melden, auch dort kommen hauptsächlich die christlichen Gewerkschaften in Frage und ist es gar nichts seltenes, daß der christliche Textil- arbeiter-Verband in Aachen allein an vier kleineren Lohn- bewegungen zugleich beteiligt ist. � P rw (Ein Teil der Zentrumspresse am Niederrhem itellt sich auf die Seite der Unternehmer, während einige Zeitungen, unter anderen die„Kölnische Volkszeitung", die christliche Ge- werkschaftsbewegung empfehlen und das Vorgehen der be- treffenden ultramontanen Unternehmer verurteilen, der größte Teil der Zentrumspresse hält sich aber„neutral" und sieht der iZntwickclung der Dinge ruhig zu. Der Kampf erstreckt sich aber auf die Dauer auf immer größere Gebiete, jetzt ist schon der ganze Niederrhein in Mit- leidenschaft gezogen und hat die niedere katholische Geistlichkeit Mühe, die aufgeregten Geister in den Kreisen Cleve— Geldern zu beruhigen. Dort hat nämlich die christliche Gewerkschafts- bewegung Fuß gefaßt und sind auch schon sofort Differenzen zwischen Unternehmer und Arbeiter ausgebrochen. Die Unter- nehmer, besonders in Kevelar, dem bekannten Wallfahrtsort, Gah und Cleve, durchweg feste Zentrumsstützen, hatten rund- weg erklärt, keine organisierte Arbeiter in ihren Betrieben gebrauchen zu können, sie wollten„Herr im Hause" bleiben. Durch diese Stellungnahme brachen verschiedene Streiks aus, unter anderm in der Kruzifix-Fabrik von Jdnig und der bekannten Gebetbüch er- Fabrik von � Butzon u. Berker in Kevelar. Um diesem offenbaren Skandal ein Ende zu machen, griff die Geistlichkeit ein und brachte eine Einigung zu stände, doch glimmt es noch immer unter der Asche, sodaß es nur eines kleinen Anlasses bedarf, um das Feuer zum Ent- fachen zu bringen. Die Unternehmer, die scheinbar nachgegeben haben, brüten Rache, sie zeigen nicht allein die damaligen Streikposten wegen ausgeübten„Terrorismus" an, sondern setzen die Führer der Streikenden m Akkordlöhne, die Akkordsätze sind so, daß sich der Verdienst eines solchen Arbeiters in dreißig Stunden auf 3,50 M. stellte. Es bedarf, wie gesagt, nur eines Anstoßes und ein großer Streik bricht in Orten los, die von Arbeiterbewegung bisher nichts wußten. In dieser Situation wird nun von den Jnnungsmeistern in ihrem Organ, der„Westdeutschen Gewerbezeitung", Stellung gegen die christlichen Gewerkschaften und ihreFührer genommen. Die Führer werden gewerbsmäßige Hetzer genannt, die die Verhältnisse und Bedürfnisse des Handwerks nicht verstehen und nur einseitig die Jnterefsen des Arbeiters vertreten. Daß die„Westdeutsche Arbeiterzeitung", das Organ der katholischen Arbeitervereine, die Antwort nicht schuldig bleibt, ist selbst- verständlich und wird der Redakteur des Jnnungsorgans, der Schlossermeister Kriegers, ein sattsam bekannter Scharfmacher tituliert. Das Merkwürdige aber ist, daß dieser Scharfmacher von der Zentrumspartei in Düsseldorf als Stadtverordneter gewählt worden ist. Ueber diese Wahl sind die christlichen Arbeiter erbittert, weil Kriegers sich zu der Behauptung der- stieg, 80 Proz. aller Streiks seien frivol von. den Arbeitern vom Zaune gebrochen. Zu diesem kommt, daß die„Westdeutsche Arbeiterzeitung" sich ganz energisch gegen das Kontraktbruchs-Gesetz wendet und erwartet, daß es für die Mitglieder der Zentrumspartei in diesem Falle nur eins gebe: Strikte Ablehnung, während die „Rheinische Volksstimme", das katholische Bauernorgan, er- wartet, daß die Vorlage Gesetz wird. Die Verstimnmng und auch die Kämpfe in wirtschaftlicher Beziehung haben in Zentrumskreisen eine Spannung hervor- gerufen, die eigentlich in kürzester Frist zu einer Explosion führen müßte. Wenn von geistlicher Seite nicht immerfort mit dem Rufe: die Religion ist in Gefahr, die Gemüter der katho- tischen Arbeiter in Aufregung erhalten würden, hätte der Zu- sammenstoß schon erfolgen müssen. Aber dieses Nüttel hat bis jetzt noch immer verfangen, wie lange noch ist eine andere Frage, die sich schwer beantworten läßt. ist, mit der Zeitung nach Stuttgart zu übersiedeln. Ebenso bat auch der Expedient Stubbe� seine Kündigung eingereicht. Vorstand und Ausschuß haben darauf beschlossen, als Expedienten der„Holzarbeiter- Zeitung" ab 1. Januar 1905 den seitherigen Hülfsarbeiter im Ver- bandSblireau Kollegen Eduard Steinbrenner in Stuttgart zu wählen. Dagegen wird der Posten eines Redakteurs zur Bewerbung ausgeschrieben. Luslsnck. Die Schlächterei-Arveiter der dänische» Genossenschaftsschlächtcreien haben ihren seit dem Jahre 1900 geltenden Lohntarif auf den 1. Januar 1903 gekündigt und verlangen eine Erhöhung des Minimalwochenlohnes von 17 auf 20 Kronen. Die verbündeten 30 Genossenschaftsschlächtereien— Unternehmungen der großen Bauern— haben auf ihrer am 13. November abgehaltenen Dele- gierten-Versammlung die Forderungen abgelehnt, sind aber bereit den alten Tarifvertrag unverändert zu verlängern. Serlin und(lmgegenck. Zur Holzarbeiter-Aussperrung. Die Aussperrung ist bekanntlich von den Unternehmern so planlos und unüberlegt vorgenommen worden, daß dieselben wähl- los die Angehörigen der vcrichiedensten Branchen und Organisationen aufs Pflaster geworfen haben, wodurch den Arbeitern die Unter- stützung der betroffenen Kollegen ungemein erleichtert worden ist. So sind auch eine Anzahl von Bildhauern mit ausgesperrt. Nach der letzten Nummer der„Bildhauer-Zeitung" handelt es sich um 16 Mitglieder des Zentralvereins bei 5 Firmen, 17 bei 7 Firmen haben infolge der Aussperrung auf Beschluß der Agitattonskommission die Arbeit mit niedergelegt, 11 Kollegen befinden sich seit zirka acht Wochen selbständig im Streik(bei den Finnen Groschkus und Leimig u. Jatzky), zirka 130 Kollegen sind arbeitslos.— Unter diesen Um- ständen ist auch der Zuzug von Holzbildhauern von Berlin fern- zuhalten._ Ueber die Vorgänge auf dem Kriegsschauplatz beim Tischler- innungs-Arbeitsnachweis konnten wir wiederholt erbauliches berichten. Zwei Strafprozesse, die dort ihren Ursprung hatten, haben jetzt das Kammergericht beschäftigt. Natürlich handelte es sich um die Straf- bestünmung der Berliner Straßenpolizei-Verordnung gegen Streik- Posten, um Nichtbeachtung einer„zur Aufrechterhaltung der Ordnung, Leichtigkeit und Sicherheit des Verkehrs auf der öffentlichen Straße" ergangenen Aufforderung. In dem einen Falle— kontra P.— spielte der genugsam bekannte Sekretär des Nachweises, Herr Meinicke, eine ausschlaggebende Rolle. Als Zeuge bekundete der Herr, er habe P. mehrmals Arbeitswillige, die den Nachweis in Anspruch nehmen wollten,„verfolgen" sehen. Seine Absicht, ihn „verhaften zu laffen", sei mehrmals mißlungen, weil P. geflohen fei. Er habe auch beobachtet, daß P. sich öfter an Aufläufen und „Ruhestörungen" beteiligte.— Ein Schutzmann, auf P. aufmerksam gemacht, hat ihn eines Tages weggewiesen. Nach seiner Angabe ist er der Aufforderung nicht gefolgt; deshalb die Anklage.— Das Landgericht hob das freisprechende Urteil des Schöffengerichts auf und verurteilte P. zu 30 M. mit folgender schönen Begrmrdung: Es habe allerdings nicht ermittelt werden können, ob P. den von Meinicke bekundeten Skandal an einem früheren Tage. woran P. beteiligt war, direkt verursacht habe, oder ob es erst infolge ds Einschreitens der Polizei gegen Streikposten zu dem Auflauf usw. gekonnnen sei. Das sei aber auch unerheblich. Jedenfalls stehe nach Meinickes Bekundung fest, daß er bei früheren Aufläufen beteiligt gewesen sei. Somit sei zu befürchten gewesen, daß es zu Streitig- keiten zwischen ihm und anderen kommen könnte. Seine Weg- weifung sei darum zur Aufrechterhaltung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit auf der Straße erfolgt, die Bestrafung wegen der Nicht- befolgung der Aufforderung berechtigt. Der Straffeitat des Kammergerichts verwarf die eingelegte Revision des Angeklagten mit der Begründung, es sei genügend fest- gestellt, daß gerade von der Person des Angeklagten eine Störung drohte und die Aufforderung zur Erhaltung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit erfolgte. In dem anderen Falle war der Tischler H. der widerspenstige Streikposten, der den Marschbefehl eines Schutzmannes nicht be- folgte, als er sich an jener denkwürdigen Stelle der Alcranderstraße aufhielt. Er wurde jedoch in zweiter Instanz vom Landgericht frei- gesprochen. Das Gericht meinte, es genüge nicht zur Verurteilung H.s, daß an anderen Tagen Ruhestörungen erfolgt seien, da der Nachweis fehle, daß H. daran beteiligt war oder sein Verhalten sonstwie zu Befürchtungen Anlaß gab. Das Kammergericht gab indessen der Revision der Staats- anwaltschaft statt, hob das landgerichtliche Urteil auf und verwies die Sache zu nochmaliger Verhandlung und Entscheidung in die Vor- instanz zurück: Es sei ein Rechtsirrtum, wenn der Vorderrichter für entscheidend halte, daß Angeklagter bislang an keinen Störungen beteiligt gewesen sei. Ausschlaggebend sei vielmehr, ob überhaupt — ganz allgemein genommen— eine Gefahr für die Ruhe, Ordnung und Sicherheit des Verkehrs vorgelegen habe und-deren Aufrecht- erhaltung durch die Wegweisung H.S hätte bezweckt werden sollen. In solchem Falle hätte das Recht des Streikposten H. nicht geschützt. Darum müsse das Landgericht sich noch einmal mit der Sache be- schäftigen._ Der Referent ist nicht erschienen! Zu diesem Thema schreibt uns Genosse Davidsohn i W. G. I Gestatten Sie mir, in die Klage einzustimmen, die Genosse Adolf Hoffmann kürzlich wegen eigenartiger Praktiken beim Inserieren von Versammlungen erhob: Im heutigen„Vorwärts" ist mein Name als Reserent in der morgigen Böttcher-Versaminlung veröffentlicht, obwohl ich dem Beauftragten der Böttcher, der sich an mich wandte, wegen anderweitiger Inanspruchnahme ausdrück- lich abgeschrieben habe! Dieser Fall ist demnach noch weniger erbaulich als der letztens von Adolf Hoffmann höher ge- hängte. Hoffentlich reißt diese für Referenten außerordentlich un- angenehme Methode nicht in gar zu unerträgltchem Maße ein. Referentensucher, die ihren Auftrag einmal verbummelt haben, sollten mutig genug sein, ihr Versehen nicht Unschuldigen in die Schuhe zu schieben. Mit Parteignth Georg Davidsohn. OeutMxs Reich. In der Redaktion der„Holzarveitcr- Zeitung" tritt ein Wechsel ein. Der bisherige Redakteur R ö s k e hat seine Stelle siir den 1. Januar 1903 gekündigt, weil er aus Faniilienrucksichten verhindert Letzte ISachncbtcn und Oepefcben Denkmalsreden in Washington. In spaltenlangen Telegrammen wird durch das offiziöse Depeschenburcau über die Enthüllung des Denkmals Friedrichs II. von Preußen in Washington berichtet. Der überaus bescheidene Ruheplatz, den das Geschenk des deutschen Kaisers nach langen Irrungen vor der Kriegsakademie in Washington neben anderen Soldatenpersönlichkeiten findet, wiedcrhallte von tönend überschwäng- lichen Reden. Der deutsche Botschafter Speck von Sternburg hielt eine Ansprache, in der er unter anderem das kühne Wort aussprach, daß „das Genie von Deutschlands berühmtestem Bildhauer" die Statue geschaffen habe. Präsident Roosevelt feierte Friedrich II. als soldatisches Genie und übernahm das Denkmal„als ein Sinnbild der Bande der Freundschaft und der Zuneigung, die, wie ich vertraue, im Laufe der Jahre das amerikanische und das deutsche Volk immer enger verknüpfen werden".— Französische Deputiertenkammcr. Paris, 19. Novmber.(W. T. B.) Zur Beratung steht das Budget des Ministeriums des Jmtern. Bei dem Kapitel„Präsekten" kommt Gauthier de Clagny(Nationalist) auf die Frage der Angebereien im Heere zurück und verlangt, daß Matzregeln gegen diejenigen Beamten ergriffen werden, welche mit den Freimaurer- logen korrespondiert haben. Ministerpräsident C o m b e s nimmt für die Regierung das Recht in Anspruch, bei den Präfckten, Unter- präfekten und Bürgermeistern und in reaktionären Gemeinden bei angesehenen Einwohnern, die das Vertrauen der Republikaner ge- nietzen, Auskünfte einzuholen.(Murren rechts und im Zentrum.)! Die Untcrpräfckten, fügt Combes hinzu, haben solche von angesehenen Einwohnern erteilten Auskünfte zu kontrollieren. Die Beamten» welche den Freimaurerlogen Notizen lieferten, haben einen Verweis erhalten, sie sollen nur mit der Regierung korrespondieren. Den einzelnen Verwaltungszweigen ist anempfohlen worden, nur Republi- kaner als Anwärter für den Dienst bei ihnen anzunehmen.(Beifall links.) Das Kapitel wird hierauf nach der Regierungsvorlage mit 360 gegen 194 Stimmen angenommen. Die Huller Affäre vor dem Handelsamt. Hull, 19. November.(W. T. B.) Die Untersuchungskommisston hielt heute eine Sitzung ab, um das Zeugnis von drei weiteren Zeugen zu hören, die jetzt zum ersten Mal seit dem 21. Oktober aus der Nordsee zurückgekehrt sind. Die Führer der Fischdmnpfer „Majcstic" und„Avon" beschrieben den Schaden, der ihren Fahr- zeugen durch die Kanonade der Russen, die 20 Minuten dauerte, zu- gefügt ist. Der letztere von den beiden Kapitänen sagte aus, daß er mehrere große Fahrzeuge um V2O Uhr am Abend des 21. Ottobet gesehen habe vor ver Ankunft der Kriegsschiffe, welche das Feuer um Mitternacht eröffneten. Der Rechtsbeistand wies darauf hin. daß dies der einzige Zeuge wäre, der erwähnte, daß er so früh am Abend große Dampfer gesehen habe. Der Steuermann vom Fischdampfer „Kennet" sagte aus, er habe um 7 Uhr morgens nach dem nächtlichen Angriff am 21. Oktober einen fremden Dampfer mit zwei Masten und 2 Schornsteinen, alles schwarz angemalt, bis auf den einen Schornstein, der eine etwas hellere Farbe hatte, in einem Abstand von ungefähr IIb bis 2 Seemeilen gesehen. Dieser fremde Dampfer näherte sich dem„Kennet" und feuerte einen Schuß ab, der dicht bei seinem Mast vorbeigegangen wäre; darauf wäre der Dampfer in süd- westlicher Richtung fortgedampft. Andere Fischdampfer wären zur- zeit nicht in der Näh« gewesen. Vom ostasiatischen Kriegsschauplatze. Petersburg, 19. November.(W. T. B.) General Kuropatlin meldet dem Kaiser unter dem 17. Novbr.: Heute sind keine Meldungen über Kämpfe eingelaufen. Am 16. und 17. November habe ich unsere Stellungen und einige Truppenteile besichtigt, die zum Teil nur 400 Schritte vom Feinde entfernt sind. In der Nacht haben wir über 10 Grad Kälte. Die Halbpelze sind angekommen, auch sind Nahrungsmittel genügend vorhanden. Trotz des anstrengenden Dienstes sind die Truppen guten Mutes, und die Zahl der Er- krankungen ist gering. Petersburg, 19. November.(W. T. B.) General Ssacharow meldet dem Generalstabe unter dem heutigen Datum: Am 13. No- vembcr wurde eine Erkundung in der Richtung auf Mamykay und Tsitaitse, zwei Dörfer, die auf dem rechten Ufer des Hunho liegen, unternommen. Der Feind wurde trotz seiner Gegenwehr aus beiden Dörfern verdrängt. Die Brücken über den Hunho, das Dors Mamykay und ein Teil des Dorfes Tsitaitse wurden verbrannt. Auf unserer Seite sind zwei Mann gefallen und fünf verwundet. Am 17. November zwangen die Japaner mit überlegenen Streit- krästen eine Kosatensotnie, die bei dem Dorfe Dapinduschan, 40 Werst südlich von Sintsitin, stand, zum Rückzüge. Petersburg, 19. November.(W. T. B.) General Stösscl meldet dem Kaiser unter dem 2. November: Alle Sturmangriffe vom 23. Oktober bis 2. November sind du>G den Heldenmut der Truppen abgeschlagen. Der furchtbarste Stur« fand am 30. Oktober statt. Aber durch den Bajonettangriff der Reserven und die Tapferkeit der Schützen wurde der Feind überall zurückgeschlagen. An diesem Tage unternahmen die Japaner keinen Sturm mehr. Eine große Menge von Leichen der Japaner sind nicht fortgeschafft worden. Am 31. Oktober fanden zwei Sturmangriffe um 4 und um 9 Uhr nachmittags statt. Doch wurde der Feind beide Male durch unsere Bajonette und Pyroxilinbomben zum Rückzüge ge- zwungen.— Stössel nennt ferner eine Anzahl von Offizieren, die sich besonders verdient gemacht haben, darunter die Generale Kon- dratenko, Nikitin und Gorbatomski, sowie den Ingenieur Grigo- renko.— Die Festung und die Forts werden, wie Stössel ferner meldet, unaufhörlich beschossen. Nach Abwehr des heftigsten der Sturmangriffe, der neun Tage dauerte, hat sich der Mut der Truppen bedeutend gehoben. Die Tätigkeit des Aerztepersonals ist über alles Lob erhaben. Die Verluste der Japaner sind sehr be- deutend und betragen nach chinesischen Schätzungen 7000 bis 10 000 Mann. Ban-Unfall. Köln, 19. November.(W. T. B.) Heute nachmittag stürzte am Hcumarkt ein Neubau ein, der fünf Arbeiter unter seinen Trümmern begrub. Der Feuerwehr gelang es, die Verschütteten, die teils schwere, teils leichte Verletzungen erlitten hatten, aus ihrer Lage zu befreien._ Verantw.Redatt.:PaulBüttner, Berlin. Inserate verantw.lmitAuSnahme der.NeueWelt"-Bcilage):Th.Glocke, Berlin. Dr»cku.Vnlag:VvrwärtSBuchdr.u.Berla-isanst.PaulSingerLiEo.,BetIinSIV. Hierzu 3 Beilagen u.Unterhallnngsbl. Nr. 273. 21. Jahrgang. 1. Stilojf i>ks.Fmiirts" ßttlintt WIKsdlÄ Zonntag, 20. November 1904. Prozeß der Weber von Nenvitty. Paris, 16. November.(Eig. 58er.) Ein erschütterndes soziales Drama hat soeben— arch- nahmsweise und teilweise— einen versöhnenden Abschluß gesundem Das Schwurgericht von Touai hat die dreizehn wegen Brandsttftung angeklagten Weber von Douai glatt frei- gesprochen. Die Geschworenen waren sämtlich Unternehmer, In- dustrielle. Sie hatten also in ihrer eigenen Sache zu richten. Der Staatsanwalt der demokratischen Republik blieb hart und parteiisch bis zu Ende. Er war nur so gut, nachdem er die Anklage gegen drei Angeklagte hatte fallen lassen müssen, den übrigen die Zubilligung mildernder Umstände nicht zu ver- sagen: ein Mittel, die Ungewisse Verurteilung zu erlangen. Zum gleichen Zweck scheute er sich nicht, den Geschworenen die kommende Begnadigung seitens des Präsidenten vorzuspiegeln. Trotz alledem der glatte Freispruch! Danach läßt sich bereits ermessen die Schwere der Schuld, die auf der Unternehmer- familie von Neuvilly lastet und die Schwere des Justiz- Verbrechens, das von der Untersuchungsbehörde und der Staats- anwaltschaft an den gemarterten Webern verübt wurde. Die Freisprechung der Arbeiter bedeutet die Verurteilung der Fabrikanten Cayez-Branguart und ihrer richter- lichen Komplizen, eine Verurteilung durch ihre eigenen Klassengenossen! Es ist von bleibendem und allgemeinem Interesse für >as kämpfende Proletariat aller Länder, das Drama von Neuvilly kennen zu lernen und dessen Lehren zu beherzigen. Vor Neuvilly, vor dem Prozeß von Douai hätte niemand glauben mögen, daß am Anfang des 20. Jahrhunderts in einer demokratischen Republik Ausbeutungs- und Knechtungs- zustände möglich sein sollen, wie sie vor 60 Jahren in Schlesien im vormärzlichen Preußen zu Hause waren. Das Unglaub- liche ist nun gerichtlich festgestellt worden. Soweit zwei Einzel- erscheinungen, die durch eine weite Raum- und Zeitentfernung. durch das historische Milieu getrennt sind, einander überhaupt ähnlich sein können, trifft das ganz auf die Weberdramen von Neuvilly und Peterswaldau zu. Gerhardt Hauptmanns „Weber" erweisen sich im Grunde als eine zeitgemäße Wieder- spiegelung des Martyriums und der jE.mpörung der Weber von Neuvilly. � Ob aber nur dieser allein?.., Neuvilly ist eine e n t- b l ö ß t e Schande des Kapitalismus und der bürgerlichen Republik, gewiß aber nicht die einzige dieser Art. Es zeigt nur, wie in einem Vergrößerungsglas das allgemein ver- breitete Weberelend uns enthüllt wurde, ohne merklich zu vergrößern, speziell das Weberelend und die Weberknechtung in allen entlegenen Landstädtchen namentlich in Nordfrank- reich, diesem französischen Saarabieu, wo eine harte, vielfach mst veralteter Technik arbeitende Ausbeutung ihre 5Lerewigung in einem System Polstischen und religiösen Gesinnuitgs- terrorismus sucht. Der folgenden Darstellung des Dramas liegt zugrunde neben den Prozeßberichten namentlich eine von den„Pages Libres" herausgegebene Broschüre, deren Angaben in den Gerichtsverhandlungen vollauf bestätigt wurden. Neuvilly ist ein im Cambrchis gelegenes Landstädtchcn mit 2700 Einwohnern. Dessen Bevölkerung setzt sich in der Hauptsache zusammen aus Zuckerrüben-Bauern und Textil- arbeitern. Seit einem Menschenalter herrscht dort die Fabrikantensamilie C a y e z bezw. Cayez-Branquart, die sich aus ärmlichen, kleinbäuerlichen Verhältnissen durch die Methoden der ursprünglichen Akkuinulation zu Reichtum emporgeblutsäugert hat. Das Haupt der Emporkömmlinge war und ist Fräulein Jn6sime Cayez, jetzt 62 Jahre alt, Physisch und geistig ein Sinnbild kapitalistischer Profitwut, eine merkwürdige Bestätigung des Wortes von Heinrich Heine, daß eine gute Frau das Beste auf Erden und eine schlechte Frau der Inbegriff des Bösen sei. Die Familie Eayez herrscht durch die Fabrik, die der armen Bevölkerung die so ziemlich einzige Arbeitsgelegenheit bietet, sie herrscht aber auch durch ihren Haus- und Grundbesitz in und um Neuvilly herum. Die ersten Empörungsversuche der Weber reichen ins Jahr 1838 zurück. Sie scheiterten an der Organisationslosigkeit und dem militärischen Druck. 1892 gelang es, die Eayez wenigstens aus dem Gemeinderat zu verdrängen. Die Ehren- werten rächten sich dafür durch neue Lohnhcrabsetzungen, durch drakonische Werkstätten-Vorschriften, endlose Bußen und körper- liche Mißhandlungen.... Zahlreiche Arbeiter mußten die Heimat verlassen, um dem Sklavenjoch zu entgehen. Ein erster Lichtblick im düsteren Bild ist die G r ü n d u n g einer Gewerkschaft im Januar 1900. Die Urheber dieses Befreiungsversuches hatten zugleich gegen die Tyrannei der Cayez und gegen den Unverstand einer rückständigen, durch die lange Versklavung korrumpierten Arbeiterschaft zu kämpfen. Auch der Priester hetzte tüchtig gegen die Gewerkschaft. Er verdonnerte sie vom Katheder herab als ein gottloses Werk. Der Sekretär der Gewerkschaft, Charles Proy, und seine Vorstandskollegen wurden beschuldigt, Kruzifixe und andere heilige Gegenstände zerbrochen und geschändet zu haben. Auch au profanen Verleumdungen fehlte es nicht.... Unter diesen �Bedingungen war es ein Wunder von Mut und Ausdauer, ivenn der kleine organisierte Kern der Arbeiter fest blieb und nach einiger Zeit sogar eine gemeinschaftliche 53äckerei nebst einem Konsurnladcn und eine Unterstützungskasse mit gutein ystsolg gründen konnte. Der Streik von 1903— 1904 ist gegen den Willen der Gewerkschaft ausgebrochen. Er wurde ihr auf- gezwungen durch die spontane Empörung der Arbeiter gegen wiederholte provokatorische Lohnherabsetzungen. Die Gewerk- schaftsleiter mit Proy an der Spitze wollten hingegen den Kampf bis April 1904 verschieben, d. i. bis zum Termin des vom Textilarbeiter- Kongreß in Aussicht genommenen General- streiks. Was aber die nmen Lohnherabsetzungen bedeuteten, soll die Schilderung der Lage vor dem Streik zeigen. Die Eayez haben zu ihrer Rechtfertigung die Lohnlisten für 1902 und 1903 bekannt gegeben. Da findet man nur zwei Arbeiter mit einem Tagesverdienst von 4 Frank. 188 Arbeiter verdienen im Durchschnitt 2 bis 3 Frank, wobei der niedrigste Lohn auf 1 Frank 20 Centimes(weniger als 1 M.!) heruntersinkt. Nun aber beschäftigt die Fabrik im ganzen 430 Arbeiter. Fehlen also die Angaben für 260 Personen, von den Cayez schamvoll verheimlicht. Es ist klar, daß die Mehrheit des Personals noch weniger als 1 Frank 20 Centimes verdient! Aber auch an diesen Hungerlöhnen nagten gierig die Eayez, gierig und diebisch. Das Fräulein bestätigte vor Gericht, daß den Webern 102 Meter Tuch als 100 Bieter bezahlt wurden. Diese Dieberei war offiziell. In Wirklichkeit aber wurden die Arbeiter durch falsches Maß um 7 Meter pro 100 bestahlen. Ter Maß- und Gewichtsinspektor sagte vor Gericht aus, er sei niemals in die Fabrik zugelassen worden. Ebensowenig hat die Cayez den Mit- gliedern der parlamentarischen Textil-Ilntersuchungskommission die Besichtigung ihres Bagnos gestattet. Neben dem falschen Maß willkürliche, räuberische Bußen, deren Ertrag in die Tasche der Unternehmerin floß. Es gab Fälle, wo ein Weber für ein Stück Tuch, an dem er 41� Frank Lohn zu bekommen hatte, mit diversen Bußgeldern im Betrage von 6 Frank 40 Centimes bedacht wurde. Es ist wahr, die gütige Eayez erhob die Bußgelder„nur" bis zum Betrag der Hälfte des Lohnes! Zu alledem eine die Arbeiter umgarnende wucherische Vorschuß- und Kreditwirtschaft nebst einem T r u ck l a d c n. Eine alles verdeutlichende Ziffer: ein Vermögen von über 10 Millionen hat die Cayez aus 300 bis 450 Arbeitern heraus- gepreßt. Nun zum Streik. Anfangs November 1903 wurden die Löhne für gewisse Artikel um etwa 6 Prozent gekürzt, am 4. Dezember erfolgte eine gleiche Lohicherabsetzrmg für Plüsch. Beidemal kam es zu Strcikversuchen, die aber von der Gewerk- schaft wieder rückgängig gemacht wurden. Nach der zweiten Lohnherabsetzung wurde ein Verteidigungskomitee geschaffen, in welchem die nunmehr versöhnten Gewerkschaftsführer und die bisherigen Führer der unorganisierten Gewerkschaftsgegner zusamniensaßen. Der Gewerkschaft traten zahlreiche neue Mit- glieder bei. Drei Tage darauf, am 7. Dezember, verkündigte die lsptzez eine Lohnherabsetzung von 6 bis 7 Prozent für Leinwandartikel. Ter Streik wurde nun unvermeidlich. Die Cayez hat den Streik mitten i in Winter provoziert. Neben den: Hunger stellte sie den Frost in ihre Rechnung. Tie wiederholten Friedens- und Schiedsgerichts- anträge der Streikkommission werden nun von ihr natürlich abgewiesen. Ter radikale Deputierte der Gegend, Lozs, appelliert an das weiche Frauenherz. Mit schwerer Mühe gelingt es ihm schließlich, das Fräulein zu— lächerlichen, unannehmbaren„Zugeständnissen" zu erweichen. Am 23. De- zember, am Vorabend des Weihnachtsfestes, erfolgt eine blutige Herausforderung der Hungernden und Frierenden. Es war nämlich Zahltag, da die Löhne immer mit 13 Tagen Ver- spätung ausgezählt wurden. Die Cayez behält nun den Lohn derjenigen zahlreichen Arbeiter zurück, die in ihrer Vorschuß- Wirtschaft gefangen smd. Ten ganzen Lohn, unter Ver- letzung des Gesetzes betreffs der Lohnpfändung! Die Arbeiter bezwingen jedoch ihren gerechten Zorn. Das Maß wird voll erst nach einem weiteren Monat, nach- dem neue Vermittelungsversuche an den uiwerrückbarcn Aus- Hungerungsplänen der Cayez gescheitert sind. Das Maß wird übervoll Ende Januar 1904. Die absichtlich lanzierten Ge- rüchte von der definitiven Schließung der Fabrik scheinen nämlich wahr zu werden, indem die Angestellten am 30. Januar wirklich entlassen werden. Ain nächsten Tage ist es mit der Selbstbeherrschung der verzweifelnden Massen aus. Nach Schluß der alltäglichen Ver- sammlung, der stets ein friedlicher Straßenumzug folgte,— friedlich trotz der persönlichen Beschimpfungen der Manifestanten seitens der Mitglieder der Familie Cayez!— stürmte die Menge eines der drei 1lnternehmer„schlösser", das„Schloß" Branquarts, des Schwagers der Cayez. Einige Zeit darauf fing das Haus Feuer.... Nach dem ein Menschenalter währenden kapitalistischen Verbrechen ein nionatelanges I u st i z V c r b r e ch e n im Dienste der Cayez. Die auf frischer Spur geführte gerichtliche Untersuchung hat keine Schuldigen ermittelt. Die An- schuldigung der Magd der 58ranquart gegen einige Weber- Haben sich als falsch erwiesen! Die Verhafteten mußten frei- gelassen werden. Es vergingen so der Februar und der März. Die Fabrik wurde inzwischen am 1. März wieder eröffnet unter dem Versprechen einer Lohnerhöhung von 3 Prozent. Der Widerstand der Gewerkschaft wurde aber erst Anfang April gebrochen, nachdem das Streikbrcchen einzureißen begonnen hatte. Die Gewerkschaft mußte die Maßregelung von 70 Mit gliedern geschehen lassen. Die Wiederaufnahme der Arbeit er- folgte am 8. April. Das Kapital hat gesiegt und wirtschaftliche Rache genommen. Nun folgte die Rache der Justiz. Am nächsten Tage nach der Wiederaufnahme der Arbeit wurden 27 Fabrikopfer vom Bette weg verhaftet, darunter natürlich Proy und seine Kameraden, sowie ein kaum voll- jähriges, halb unzurechnungsfähiges Mädchen, Flore Urlem. Am 16. Mai erfolgten weitere 12 Verhaftungen. Die Justiz- räche war von der Cayez sorgfältig eingefädelt worden— durch die Anschoffung zahlreicher F a l s ch z e u g e n auf dem Wege der Bestechung, der Arbeitsanweisung, der Vergünstigung oder der Einschüchterung. Zwei und drei Monate nach dem Schloß- brand kamen so zum Vorschein eine Menge Belastungszeugen mit präzisem Gedächtnis, von denen unmittelbar nach dem Krawall keine Spur zu finden war. Die Cayez fand aber ein williges Werkzeug in der Untersuchungsbehördc und in der Staatsanwaltschaft. Der Untersucher in der Dreyfus-Affäre, Oberstleutnant Paty du Clam, ist weltberüchtigt geworden. Er findet seinen Meister in dem Untersucher von Neuvilly, dem Gendarmen-Brigadier namens P i c. der in. Auf- trag des Untersuchungsrichters die gesamte Arbeiterbevölkerung des Landstädtchens nach der Weise der r u s s i s ch e n niederen Polizeiuntersucher terrorisieren durfte. In dieser Schreckens- arbeit standen ihm zur Seite die gemeinen Gendarmen, die im Beginn der Justizaktion nebst einer Schwadron Kürassiere und einer Abteilung Infanterie nach Neuvilly von der demokra- tischen Regierung beordert wurden.... Angesichts der Prozeßverhandlungen und des Freispruchs ist es unnötig, die auf den Aussagen gedungener und vor Gericht entlarvter Falschzeugen beruhenden Anschuldigungen im ein- zelnen zu prüfen. Genug, die Anklage brach kläglich zu- sammen. Die Verhandlung gestaltete sich zu einer nieder- schmetternden Anklage wider die Cayez und ihre richterlichen Helfershelfer, wobei die unparteiische, den armen Webern wohlwollende Haltung des Gerichtspräsidenten V i b e r t hoch anzuerkennen ist. Nur noch die Bemerkung, daß die Ursache des Brandes wohl nach dem Maire von Neuvilly, einem Brauereibesitzer, der als Entlastungszeuge geladen war, darauf zurückzuführen ist, daß einer der von den Streikenden in die Schloßzimmer geworfenen Steine eine brennende Lampe zerbrach. Ferner wurde gerichtlich festgestellt, daß die Arbeiter im Schlosse nicht das geringste entwendet haben und daß ihre Zer- störungswut sich besonders auf dem Piano, dem„Möbelstück der Neichen", entlud. Was aber den Hauptangeklagten, Charles Proy, den Gewerkschaftssekretär, betrifft, so ist er erwiesenermaßen wie seine nächsten Kameraden dem Krawall ferngeblieben. Seine„Schuld" besteht lediglich darin, daß er, der stete mutige Mahner zur Ruhe und Selbstbeherrschung, am Krawallabend die Herrschaft über die zur Verzweiflung getriebene Menge verloren hat. Die dreizehn unschuldigen Opfer des Kapitals und der Justiz sind nun nach unsäglichen Leiden dein Bagno entgangen. Es bleiben aber noch 25 weitere Opfer, deren das Zucht- Polizeigericht, d. h. eventuell das Gefängnis, harrt. Es war nämlich ein schlauer Trick der Cayez-Justiz, die in derselben Sache verhafteten und untersuchten Angeklagten in zwei Kategorien zu teilen, um so sicherer eine Verurteilung zu erzielen. Die Anklage vor dem Zuchtpolizeigericht lautet auf Hausfriedensbruch. Hoffentlich bricht sie ebenso kläglich zusammen wie die Anklage auf Brandstiftung. Wenn das Justizverbrechcn nicht bis zu Ende vollzogen wurde, so gebührt das Verdienst davon in erster Linie der gewerkschaftlichen„Conföderation du Travail", die in-ihrem Organ„5Loir du Peuple" die Aufmerksamkeit der breiten sozialistischen Oessentlichkeit auf das schwere Attentat gelenkt hat. Es wäre aber notwendig, daß die Sozialisten sich nicht mit dem Frcisprnch von Douai zufrieden geben, sondern viel- mehr die Enthüllung der Neuvilly-Schmach des Kapitalismus und der kapitalistischen Justiz zu einer kräftigen Offensive ausnutzen._ parlamentavilcbea. Das Abgcordnttcnhaus, das am 7. November seine letzte Sitzung abgehalten hat, um der Kanalkommission Zeit zur Beratung zu lassen, tritt am Montag nachmittag 1 Uhr zu seiner 100. Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Beratung der Ueber- sicht von den Staatseinnahmen und Ausgaben für das Etats- jähr 1002 und der Uebcrsicht von den Verwaltungseinnahmen und Ausgaben der Preußischen Zentral-Genossenschaftskasse für dasselbe Jahr: Beratung des Antrages der Abgeordneten Dr. Arendt (Mansfeld) und Genossen, betreffend die gesetzliche Regelung der Besoldnngsverhältnisse der Leiter. Lehrer und Lehrerinnen an öffentlichen höheren Mädchenschulen: ferner Petitionen und Kom- missionsbcrichte.___ Partei- Nacbncbtcn. Gemcindcwahlcn in Durmstadt. Ueber die Art, wie unsere Genossen in Dar m st a d t die Gcmcindewahlen machen, unterrichtet der nachfolgende Berickst der Mainzer„Volkszeittmg" über die Parteiversammlung. „In der am 5viitt!voch abend stattgehabten Parteivcrsammlung erstattete Genosse Friedrich eingehend Bericht über die Vorarbeiten der Kommission zur Stadtverordnetenivahl. Danach hatte die Politik der offenen Tür den Erfolg, daß sich nur zwei bürgerliche Gruppen zum Kompromiß anboten, wobei je drei Kandidaten- aus- getauscht wurden und außerdem noch drei ausscheidende Stadt- verordnete mit auf unseren Zettel genommen werden sollte. Während man im allgemeinen gegen das Kompromiß nichts einzuwenden hatte, entstand eine heftige Debatte darüber, daß man außer den sechs Kandidaten der verbündeten Gruppen noch drei Gegner auf unseren Zettel übernommen hatte, worunter sich sogar einige Personen befanden, die den Bauarbeitern in den letzten Wirtschaft- lichen Kämpfen entgegengetreten sind. Nachdem man diese Be- denken als außerhalb der jetzigen Sache liegend bekämpft und damit motiviert hatte, daß die Leute als Mit- glieder der Arbeitgeberorganisation nicht anders handeln konnten, wurde der Vorschlag der Kom- Mission mit 43 gegen 31 Stimmen angenommen. Es ist somit der Zettel der sozialdemokratischen Partei aus 7 Genossen und i) Kandidaten aus den bürgerlichen Reihen zusammengesetzt." Die Begründung, die für das Zusammengehen mit Mit- gliedern der Arbeitgeberorganisationen gegeben wurde, zeigt deutlich, wo der Schaden liegt und zeigt auch die Gefahr der Kompromißpolitik ganz offen. Der Schaden liegt offenbar in dem Mangel starker Organisationen selbstbewußter Arbeiter, in dem Ueberwiegen kleinbürgerlicher Elemente in der Partei am Orte. Wäre das nicht so, dann wäre es ganz undenkbar, einen Grund wie den angeführten gelten zu lassen.-Arbeiter, die den Klassenkampf praktisch führen, könnten unmöglich sagen, daß die wirtschaftlichen Kämpfe nichts init den Gemeindewahlen zu tun haben, sie könnten unmöglich heute für die Leute stimmen, mit denen sie gestern einen erbitterten Lohnkamps führten und morgen vielleicht wieder führen werden. Vorausgesetzt, daß sie überhaupt klassenbewußt sind. Das Klassenbewußtsein zu wecken, den Arbeitern zu zeigen, daß ihre wirtschaftlichen Kämpfe aufs engste mit dem politischen Kampfe der Arbeiter- klasse zusammenhängen, das ist die Aufgabe der Soziall- demokratie. Die Führer der Partei, die den Arbeitern vor- reden, ihre wirtschaftlichen Kämpfe hätten mit den Wahlen gar nichts zu tun, machen sich einer schweren Unterlassung schuldig. Es wäre Aufgabe der Parteiorganisation, sich dieser Sache an- zunehmen und den Darmstädter Parteiführern zu sagen, daß sie ihre Pflicht verletzen durch ihr Handeln. Ihre Argumen- tation ist die der„christlichen" Arbeiterführer, gegen welche selbst die von diesen geführten Arbeiter zu rebellieren anfangen. Es ist sehr bedauerlich, deutschen Sozialdemokraten sagen zn müssen, daß sie das Abc des Klassenkampfes noch nicht begriffen zu haben scheinen._ Der hülflose Staatsanwalt. Am 3. November hatte der Genosse Quint in Frankfurt am Main der dortigen Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Ein- leitung des Strafverfahrens gegen sich selbst eingereicht. ES handelt sich um eine ganze Anzahl Artikel und Notizen in der Frank- snrter„Volksstimme", in denen gegen den Verwalter deS städtischen Fuhrwesens schwere Angriffe enthalten waren, die, wenn sie nicht wahr wären, dem Verantwortlichen erhebliche Strafen eintragen müßten. Die Staatsanwaltschaft hat aber bis jetzt noch keine Anklage gegen Quint erhoben. Dagegen hat sie bei Quint amtlich anfragen lassen, wie denn die Anklage gemacht werden soll. Das ist doch einmal etwas Neues in der deutschen Preß- geschichte. Ein Staatsanwalt, der bei dem sozialdemokratischen Beleidiger einer Ordnungsstlltze anfragt, wie die vom Beleidiger ge- wünschte Strafverfolgung gemacht werden könnte I Die bescheidene„Post". Die„Post" befaßt sich mit dem Urteil des Oberberlvalwngs- gerichtS, wonach das Verbot der anarchistischen Versammlung, die sich mit dein Generalstreik befassen wollte, als ungerechtfertigt an- zusehen ist, da ein strafgesetzwidriger Zweck nicht anzunehmen sei. Die„Post" bekämpft das llrteil als staatsgefährlich und sucht nachzuweisen, daß das Verbot einer solchen Az�UNMlimK Aus Induftrie und Handel. Der Schiffahrtskrieg kann jetzt als völlig beendet gelten. Bezulässig wäre. In umständlicher Argumentation geht sie der Rohzuckerfabriken wieder eine Abschwächung, so daß am 29. Dfdarauf ein, daß der Generalstreik doch nicht unter Ein- tober erstes Produkt wieder mr mit 10,85 M. notierte. haltung der Kündigungsfrist, sondern unter Kontraktbruch vor So stand die Sache, als am 1. November die Internationale sich gehen würde; die Aufforderung zum Generalstreit sei daher Vereinigung für Zuckerstatistik mit ihrer Schätzung hervortrat, welche fanntlich stand noch die Zustimmung der ungarischen Regierung zu eine Aufforderung zum Kontrattbruch, mithin zum Ungehorsam die Gesamternte für Deutschland, Frankreich, Desterreich- Ungarn, dem zwischen der Hamburg- Amerika Linie und der Cunard- Linie gegegen eine Vorschrift des bürgerlichen Rechtes und daher nach einer Rußland, Belgien und Holland auf nur 5,44 Millionen Tonnen anEntscheidung des Reichsgerichts vom 3. Dezember 1889 strafbar, nahm, also einen Minder- Produktionsertrag von zirka 1135 000 troffenen Abkommen betreffs der Beförderung der ungarischen Ausdeshalb also tömte eine Versammlung, die sich mit dem General Tonnen Rohzucker gegenüber dem vorjährigen Ergebnis heraus diese Zustimmung jezt erfolgt. Außer der Hamburg- Amerika- Linie wanderer aus; wie aber die„ Hamburger Nachrichten" mitteilen, ist streit beschäftigen wolle, von vornherein verboten werden. falfulierte. Wie die Effektenspekulation mit Gerüchten und ErDie" Post", die sonst immer auf das revolutionäre Ganze geht, findungen, arbeitet die Warenspekulation gern mit Eruteschätzungen. fezzen auch die anderen beteiligten Gesellschaften ihre Passagepreise hat sich da in recht überflüssige Kleinigkeiten eingelassen; sie ist doch Wer die„ Usancen" kennt, weiß, daß fast regelmäßig einige Zeit hinauf. Der Norddeutsche Lloyd hat, wie das„ Berliner Tageblatt" sonst nicht der Meinung, daß die Revolution durch ein Versammlungs- vor der Ernte gewisser auf dem Weltmarkt gehandelter„ Termin- meldet, durchweg die Säße für Fahrten mit Postdampfern um 20 M., verbot aufgehalten werden könne, und die Frage, ob ein Versamm waren", als Getreide, Kaffee, Baumwolle, Zucker 2c., in der Presse Die Cunard- Linie und die englischen Gesellschaften des Morganauf 160 M., für Schnelldampfer um 30 M., auf 180 m. erhöht. lungsverbot gesetzlich begründet ist oder nicht, ist ihr sonst erst recht Klagen über Regen, Dürre oder Nachtfröste auftauchen, und sich dann Trusts dürften ihre neuen Ueberfahrtsätze zu Beginn der nächsten gleichgültig. Wenn man die Revolution befämpfen will, wozu hält auf Grund dieser Nachrichten Ernteschäzungen von„ Sachverständigen" Woche, nachdem alle Formalitäten geregelt sind, bekanntgeben. Auf man sich dann mit subtilen Untersuchungen darüber auf, ob die( Korporationen oder Einzelnen) einstellen, die meist zugleich Inter- dem Kontinent hat der Morgan- Trust die Säge der Red Star- Linie Gesetze ein Versammlungsverbot rechtfertigen oder nicht? Wir essenten sind und deren Schätzungen sich hinterher als gewöhnlich zu von Rotterdam nach New York unverändert gelaffen. Die Hollandhoffen, die„ Post" nicht wieder auf solcher Kleinigkeitskrämerei zu niedrig erweisen. Zu diesen Statistikern", die gewohnheitsmäßig Amerika Linie hat ebenfalls auf eine Erhöhung der Rate für die betreffen. zu niedrig kalkulieren, gehört auch die Vereinigung für Buder- Route Antwerpen- New York einftiveilen verzichtet. Dagegen wurde statistik, und diese Gewohnheit hat bestimmte Ursachen. Die VerDie Nichtbestätigung des Genossen Hug als Gemeindevorsteher einigung besteht nämlich aus Rohzuckerfabrikanten und ihre Be- die Kampfrate von 56 M. für die kanadische Fahrt aufgehoben und in Bant wird offiziell damit begründet, daß er Sozialdemokrat jei rechnungen beruhen auf deren Angaben- natürlich aber haben der normale Sag von 136 M. wiederhergestellt. und daher den Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschafts- diese nicht das geringste Interesse daran, die zu erwartende Ernte ordnung erstrebe. Die ablehnende Haltung des Staatsministeriums als reichlich erscheinen zu lassen und dadurch zu ihrem eigenen wird in Bant auch außerhalb der Parteikreise mißbilligt. Bei der Gemeinderatswahl in Gera sind unsere Parteigenossen diesmal unterlegen. Ihre Stimmenzahl ging etwas zurück, die der Gegner ging um einige hinauf. Wir verlieren ein Mandat. Barteipreffe. Ein neues Parteiblatt erscheint unter dem Namen Arbeiterzeitung" in Lörrach in Baden. Das Bremer Parteitags- Protokoll ist soeben in 2. Auflage er schienen. Die Verhandlungen des Parteitages sind im Protokoll ausführlich wiedergegeben. Das lebhafte Interesse unserer Parteigenossen an diesen Verhandlungen beweist der innerhalb weniger Wochen notwendig gewordene Nachdruck des Protokolls. Die in Bremen zur Verhandlung gekommenen Fragen waren hauptsächlich die fernere Gestaltung der Maifeier, die Verhandlungen über die Beschlüsse des Amsterdamer Kongresses, die Organisationsfrage und endlich der Fall Schippel. Das Protokoll enthält ferner den aus führlichen Bericht des Parteivorstandes und der Reichstags- Fraktion. Ein Sprechregister sowie das ausführliche Sachregister erleichtern das Nachschlagen. Als Anhang ist dem Protokoll beigefügt eine ausführliche Wiedergabe der Verhandlungen der dritten Frauenkonferenz, die gleichfalls in Bremen stattgefunden hat und von denen wir die Referate über die Schulfrage und das Kinderschutz- Gefeßz hervorheben. Das Protokoll fostet broschiert 70 Pf., in Pappband gebunden 1 M., und ist in allen Parteibuchhandlungen vorrätig. " Nachteil auf die Preise zu drücken. V zurzeit im rheinisch- westfälischen Revier die Beschäftigung minimal, Aus der Radfabrikation. In rollendem Eisenbahnmaterial ist nur der Bochumer Verein ist in einzelnen Spezialitäten leidlich be= Die Schäzung der Internationalen Vereinigung" hat deshalb schäftigt, sonst sind die Betriebe, die meist auf zweifache Schicht arbeiten, mir einen geringen Wert. Dazu kam, daß andere Statistiker das nur noch auf einfache Schicht tätig. In der Radfabrikation hat sich Ausbeute- Ergebnis beträchtlich günstiger veranschlagten und dabei übrigens in den letzten zehn Jahren ein gewaltiger Umschwung wieder unter sich in ihren einzelnen Ziffern so weit differierten, vollzogen. Stahlgußräder daß die ganzen Schätzungen als äußerst vage gelten mußten. Der bestehend sowie Doppelspeichen, die aus Walzeisen zuſammenScheibe und Bandage aus einem Stück großen Spekulation boten die Ziffern der Bereinigung jedoch den gebogen und dann mit einem Felgenkranz umschmiedet wurden, willkommenen Anlaß, um ihre wohlvorbereiteten Manöver zur Aus- werden heute fast gar nicht mehr angefertigt. Ebenso werden nicht führung zu bringen. Schon in der zweiten Hälfte des Oktober hatten mehr geschmiedete Speichenräder hergestellt und auch Walzscheiben die Pariser und Londoner Großspetulanten die dortigen Märkte gut sind stark zurückgedrängt; in der Hauptsache werden jetzt nur noch vortrainiert, und während am Magdeburger Markt der Rohzuckerpreis Gußspeichenräder aus weichem, zähem Martinstahl erzeugt. nachgab, nicht unbeträchtliche Preissteigerungen erzielt. In London Vor zehn Jahren wurden diese Räder, nachdem man nach war von 15. bis 29. Oktober der Preis von 11 Sh. 1 Bence auf langen Versuchen ein fast bruchsicheres Material hergestellt hatte, 11 Sh. 4 Pence, in Paris von 281, auf 2934 Fr.( pro 100 Kilo- zuerst in Benutzung genommen und haben sie sich so gut bewährt gramm) vorgerückt. Nun traten sie, während noch die Handelspresse daß man schon bald alle Räderschmieden außer Betrieb sehen konnte. allerlei tiefsinnige Betrachtungen über den ungünstigen Einfluß der Die Produktionskosten bei den Gußrädern, gegenüber dem tomWitterung auf die Rübenkultur anstellte, unter Berufung auf das zu plizierten Schmiedeverfahren, sind bedeutend gesunken, weshalb man erwartende Manko auf den verschiedenen Märkten mit geschickt ver- auch bald dazu überging, neben den Lokomotivgußrädern auch teilten, forcierten Käufen hervor, zunächst in London und Paris und Tender- und Waggonräder nach dem neuen Verfahren herzustellen. dem Hamburger Exportmarkt, dann auch in Magdeburg, das zu- Das elektrische Schmiedeverfahren hat weiter dazu beigetragen, die erst nur zögernd folgte, dann sich auf stärkere englische Käufe aber Schmiederei bei der Radfabrit gänzlich auszuschalten; Gußfehler ebenfalls in den Haussetrubel stürzte. und Sandlöcher werden nicht mehr in der Herdschmiede zugeschweißt, Am 5. November notierte Rohzucker, erstes Produkt, in Magde- sondern mittels des elektrischen Verfahrens. So ist durch die Umburg pro 100 Kilogramm= 24,60 M., in Hamburg 25,65 M., in wälzung in der Radfabrit das Arbeitsgebiet der Feuerschmiede sehr Paris 33 Fr., London 12 Sh. 914 Pence. Zunächst hielten die eingeschränkt worden. Auf dem Bochumer Verein in Bochum Die Warenhäuser und die Mittelstandspolitik der Zertrums- Raffinerien mit Käufen zurüd, ein deutliches Zeichen, wie wenig würden nach dem heutigen Umfange der Radfabrikation bei dem partei" ist der Titel einer soeben von der Buchhandlung Vorwärts die Hausse aus Bedarfsanforderungen entsprang, sondern auf speku früheren Verfahren zirka 300-400 Personen in der Räderschmiede herausgegebenen Broschüre, deren Verfasser Genosse Adolf Braun lativen Käufen basierte. Und als dann zu Anfang der zweiten zu beschäftigen sein, heute kommt man mit ein paar Reparaturin einzelnen Kapiteln behandelt: Das Warenhaus. Zersetzung der Novemberwoche am Magdeburger Markt die Lust zur Realisation schmieden aus. Auch der Verbrauch an Werkzeugen ist bei den GußKleinhändlerkreise. Die Mittelstandspolitik. Die politischen der Spielgewinne, speziell für Bariser Rechnung, hervortrat, erlitten rädern geringer als bei den geschmiedeten Rädern. Zudem kommt Parteien und die Mittelstandspolitik. Die Kampfesmittel gegen denn auch die Preise einen Abschlag, aber auf neue Käufe bei den ersteren das Richten und Behauen der Speichen, Kurbeln die Warenhäuser. Durch diese Broschüre wird eine Lücke in erfolgte alsbald wiederum ein Emporschnellen der Preise. Zu und Kontergewichte in Fortfall. unserer Parteiliteratur ausgefüllt. Der Einzelpreis für die Broschüre der fremden beträgt 20 Pf. Sie wird namentlich den Parteigenossen zur Lektüre dieser schloß sich, trat die große einheimische Spekulation, und Die Interessengemeinschaft in der Farbenindustrie. Das Abempfohlen, die gegen die demagogische Agitation des Zentrums zu Schar der„ kleinen Mitläufer" wie inumer in solchen Fällen, die kommen über die Interessengemeinschaft zwischen den Farbenfabriken kämpfen haben. an, die auf anderen vormals Friedrich Bayer u. Co. in Elberfeld und der Badischen Spekulationsgebieten gerade feine Gelegenheit zur AusPolizeiliches, Gerichtliches ufw. übung ihres ehrentverten Berufes" fanden. Anilin- und Sodafabrik in Ludwigshafen vom 1. Januar 1905 ab, kleinen schmarozenden Kläffer, der gierig den Spuren der Spekulationslöwen folgt. Außerdem schritten aber nun auch die Raffinerien mehrfach zu Anfäufen, teils weil sie fürchteten, die Preise könnten noch höher steigen, teils weil sie für die von ihnen im Beginn der Hausse vorgenommenen Verkäufe Deckung suchten. So stiegen dann die Preise lustig weiter und stellten sich z. B. gestern in Hamburg für erstes Produkt( 88 Proz. Rendiment) pro 100 Kilogramm frei an Bord auf 28 M., per Dezember auf 28,35 M. und per März auf 28,75 M. " Streitbrecher- Agent hatte die„ Sächsische Arbeiterzeitung" den Angestellten einer Holzwarenfabrik genannt, der für die im Streit stehenden Tischler der Firma Arbeitswillige angeworben hatte. Dafür wurde Genosse Riem als Verantwortlicher zu 150 Mart Geldstrafe verurteilt. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Londoner und Pariser nationalen Bereinigung für Zuckerstatistik. Spekulation auf dem deutschen Zuckermarkt. die Produktionsergebnisse der neuen Kampagne. Courier". Rückwirkung der Hausse auf den Kleinhandel. nahme der liberalen Bresse. bont 〃 " " Der Schwarm der gültig für die Dauer von 50 Jahren, wurde von den heute stattgehabten außerordentlichen Generalversammlungen der beiden Gesellschaften einstimmig genehmigt. Deutsche Bank. Aus München wird uns geschrieben: Im Anschluß an die Beschwerden der Berliner Angestellten der Deutschen Bant möchten wir daran erinnern, daß auch bei den Filialen dieser Bank die Behandlung der Angestellten manches zu wünschen übrig läßt. So hat man vor etwa Jahresfrist in München infolge schlechten Geschäftsganges der bayerischen Filiale die Versicherungsbeiträge der Angestellten, die bisher von der Bank geleistet wurden, plötzlich wieder den Angestellten aufgebürdet. Und dies geschah gerade um die Zeit, als der Münchener Direktor, der von seinen Beamten nur als der„ Herrgott" bezeichnet wird, für seine vielen Verdienste" zum königlich bayerischen Kommerzienrat ernannt wurde. ändert. Unter 576 642 Mitgliedern von 272 Gewerkschaften( Trade Der englische Arbeitsmarkt hat sich im Oktober wenig ber= Unions) waren 39 396, also 6,8 Proz, arbeitslos, also ungefähr ebensoviel wie Ende September. Dagegen waren Ende Oktober des vorigen Jahres nur 5,8 Proz. der Gewerkschaftsmitglieder arbeitslos. Verhältnismäßig gut beschäftigt ist die Baumwollindustrie und das Buchdruckgewerbe sowie der Kohlen- und Erzbergbau, während in der Hochofenindustrie, Holzindustrie, im Maschinen- und Schiffsbau, in der Schuhmacherei und Wollindustrie Mangel an Beschäftigung vorhanden ist. Soziales. Berlin, 19. November 1904. Dabei weiß die Spekulation geschickt aus allem Vorteil zu Die Zuckerhausse. schlagen, z. B. selbst aus den jüngsten Mitteilungen des Statistischen Die Entwickelung des deutschen Zuckerhandels seit dem Inkrafttreten der Amtes über die Rübenverarbeitung im September und Oktober. Brüsseler Konvention. Preisbewegung. Die Schätzung der Inter- Von den Zuckerfabriken des deutschen Zollgebietes wurden nämlich an rohen Rüben in diesen beiden ersten Monaten der neuen Kam Die amtliche Statistit über pagne mur 4103 100 gegen 5 108 659 Tommen Rüben im vorigen Jahre verarbeitet, aus welchen 487 007 gegen 589 270 Tonnen RohDer gefällige Börsen- zucker gewonnen wurden, also 102 263 Tonnen weniger, während an Die Stellung Verbrauchszucker"( das heißt zum Konsum fertigen Zucker) 217 783 Tonnen gegen 208 795 Tommen im Vorjahr hergestellt wurden. Das Als im März 1902 die am 1. September vorigen Jahres in ist in der Gesamterzeugung ein Ausfall von zirka 17 Prozent Kraft getretene Brüsseler Zuckerkonvention abgeschlossen wurde, jedenfalls ein recht bedeutender Fehlbetrag, aber doch nicht so viel, tauchten in den verschiedenen Interessentenkreisen der Rohzucker- als nach den Schäßungen der Internationalen, Vereinigung" erwartet fabrikanten, der Raffineure und Exporteure die sonderbarsten gegen werden mußte und außerdem kommt in Betracht, daß in diesem fäglichen Befürchtungen auf. Von der einen Seite wurde als Jahr die Kampagne später begonnen hat, also die Produktion bis Erfolg der Aufhebung des bisherigen Prämiensystems eine baldige aum November noch nicht so weit vorgeschritten war, als am gleichen Ausdehnung der Rohzuckerproduktion und Verdrängung des Rüben- Termin des vorigen Jahres. Die Haussespekulation aber tut, als zuckers durch den Rohrzucker prophezeit, speziell follte in England bestätige dieses Ergebnis alle pessimistischen Befürchtungen und findet der Kolonialzuder bald bald den Markt völlig beherrschen. Von dabei die willige Unterstützung der Börsenpresse. So fügte z. B. anderer Seite wurde bezweifelt, daß die Zunahme des in- der Berliner Börsen- Courier" dem Abdruck der amtlichen Statistik ländischen Konsums den voraussichtlichen Exportausfall auch die Bemerkung hinzu: Aus der Statistik ergibt sich, Für die Neuwahl der Ausschüsse bei den Landesversicherungsnur einigermaßen decken könnte und daraus die Folgerung wohl das verarbeitete Rübenquantum und ebenso das Gesetzes angeordnet, daß die Wahl noch von den jetzt amtierenden die ungünstige en Schäßungen gerechtfertigt Anstalten hatten einige Landesbehörden entgegen dem Sinne des abgeleitet, daß sich in furzem sich in furzem ein beträchtliches leber- waren. angebot auf dem inländischen Martt einstellen werde, das sicherlich erzeugte Quantum Rohzucker um die oben erwähnten großen Vertretern bei den unteren Verwaltungsbehörden vorzunehmen fei. mit einem Zusammenbruch eines großen Teils der Zuckerfabriken Mengen hinter dem Vorjahre zurückblieb, wurde die Fabrikation von Auf Beschwerde des Zentral- Arbeitersekretariats hat der preußische enden werde. Wieder andere behaupteten- und zunächst mit einem Verbrauchszucker. wohl mit Rücksicht auf die steigenden Preise, der Handelsminister entschieden, daß dieses Verfahren unzulässig sei. gewissen Recht, der sogenannte lleberzoll( der Unterschied zwischen artig forciert, daß die gewonnenen Berbrauchszucker noch über die Die Wahlen sind von den neugewählten Vertretern vorzunehmen. dem Eingangszoll und der einheimischen Zuckersteuer) von 4,80 M. in der gleichen Zeit des Vorjahres erzielte Menge um zirka 90 000 für raffinierten und 4,40 für rohen Zucker sei noch immer so hoch, Doppelzentner hinausgehen. Die Errichtung eines städtischen Arbeitsnachweises hat der Magistrat daß er die Bildung von Zuckerkartellen und die Einstreichung be- Daß der jezige Preisstand nicht andauern kann, braucht danach von Hannover beschlossen. sonderer Kartellgewinne gestatte. nicht erst auseinandergesezt zu werden. Wird der Gesamtertrag der Von allen diesen Voraussagungen der Sachverständigen" neutem Kampagne in den europäischen Produktionsländern auch Eingegangene Druckfchriften. hat sich recht wenig bewahrheitet. Statt dem Rübenbau den voraussichtlich nicht unbeträchtlich hinter dem vorjährigen Ergebnis den Agrariern verkündeten„ Nuin" zu bringen, vollzog zurückbleiben, so find doch aus dem Vorjahre noch bedeutende Vor- im Tert und auf Tafeln.(„ Aus Natur und Geisteswelt." Der Bau des Weltalls von Prof. Dr. Scheiner. Mit 24 Figuren Sammlung sich vielmehr der Uebergang zu den neuen Produktions- und räte vorhanden. Zudem versprechen die Rohrzucker- Gebiete durch- wissenschaftlich- gemeinverständlicher Darstellungen aus allen Gebieten des Abjazverhältnissen mit größter Leichtigkeit. Der vom Rohzucker- und weg beträchtliche Mehrerträge zu liefernt. Es fehlt demnach der Wissens. 24. Bändchen). 2. Auflage. Verlag von B. G. Teubner in Raffineriekartell unternommene Versuch, auch nach dem Jukrafttreten enormen Preissteigerung, die sich in den letzten Wochen vollzogen Leipzig. V u. 141 6.] 8. Preis geh. 1, M., geschmackvoll geb. 1,25 M. der Brüsseler Vertragsbestimmungen ihre alte Pragis fortzusetzen, hat, der feste Boden; sie ist nicht ganz, aber doch größtenteils Mache Dr. Hellwig. Die Stellung des Arztes im bürgerlichen Rechtsleben. scheiterte. Die Kartellierung erwies sich als nicht mehr rentabel und deshalb mit Sicherheit darauf zu rechnen, daß die Spekulation Die zivilrechtliche Bedeutung der Geschlechtskrankheiten. 86 Seiten. Preis genug. Der tatsächlich eintretende Mindererport aber wurde durch troß ihrer heute noch ziemlich festen Position ihr Ende mit Schrecken 1,60 m. A. Deichertsche Berlagsbuchhandlung Nachf.( Georg Böhme). eine rasche Konsumsteigerung überreichlich ausgeglichen. Ließ auch finden wird. Die gegenwärtige Preistreiberei hat viel Aehnlichkeit Leipzig 1905. die starte Zunahme der Zuckerbersteuerung in den Monaten September mit der des Jahres 1889, und damals fielen nach einem ebenso bis Dezember 1903 sich noch auf allerlei, durch den Wechsel hervor forcierten Aufstieg die Preise an einem Tage von 28 M. auf beinahe tgl. Polizei- Präsidiums. Marktpreise von Berlin am 18. November. Nach Ermittelungen des Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte gerufene, abnorme Umstände zurückführen, z. B. auf die Zurückhaltung die Hälfte, auf 15 M. 17,75-17,13 M., mittel 17,71-17,69 R., geringe 17,67-17,65 M. des Kleinhandels vom Einkauf vor dem 1. September und die nun von Heute steht der Preis wieder auf 28 Mart, während er sich in Roggen**), gute Sorte 13,90-00,00 m., mittel 00,00-00,00 m., geringe diesem vorgenommene Ergänzung der zusammengeschrumpften Vorräte, der Zeit der Depression, vor der Brüsseler Konvention, auf 12 Mart 00,00-00,00 Futtergerste*), gute Sorte 15,70-14,50 M., mittel 14,40 so versagte doch solche Erklärung, als die Bersteuerungssteigerung pro 100 Kilogramm hielt. Im Kleinverkauf sind bisher die Zuder- bis 13,30 m., geringe 13,20-12,10 M. Hajer), gute Sorte 16,40-15,60 M., im neuen Jahr 1904 sich fortsetzte und schon im ersten Halbjahr auf preise der Aufwärtsbewegung der Börsenpreise bisher noch nicht ganz mittel 15,50-14,70 M., geringe 14,60-13,90 W. Erbsen, gelbe, zum Kochen 428 547 Tonnen stieg gegen 303 707 Tonnen im ersten Halbgefolgt. Durchweg ist der Preis pro Pfund nur um 2 bis 3 Pfennig 40,00-30,00 m. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 M. Linjen 60,00-30,00. Kartoffeln 9,00-7,00. Richtstroh 5,00-4,66 M. Heu 8,80-7,00 m. jahr 1903. gestiegen, da der Verbrauch vorerst noch auf alte Vorräte zurückUnd mit dieser Zunahme der Nachfrage hob sich auch der Preis. greifen fann. Es ist aber zweifellos, daß, wenn die Hausse noch für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 W. Gier per Schod 4,50-3,20 M. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Anstatt des von den Agrariern prophezeiten Preisfalls trat eine einige Zeit anhält, die Kleinhandelspreise nachfolgen, und daß sie Preiserhöhung ein. Im Durchschnitt des Jahres 1902 hatte der sich dann noch auf der erlangten Höhe halten werden, wenn die Witterungsübersicht vom 19. November 1904, morgens 8 Uhr. Preis für Nohzucker, erstes Produkt, 88 Proz. Rendiment, ohne Sack Hauffe fich längst den Hals gebrochen hat. Wenn also auch nach amtlicher Statistit sich in Magdeburg auf 7,65 M. pro Zentner nicht der ganze, fo ftammt doch ein recht ansehnlicher gestellt. Diesen Stand bewahrte im ganzen der deutsche Zucker zunächst Teil der Spekulationsgewinne aus den Taschen der ärmsten auch nach der Inkraftsetzung der Brüsseler Vertragsbestimmungen; Schichten. Den Tribut, den ihnen früher die staatlich- junkerschon bald im neuen Jahr 1904 begann jedoch ein Anziehen liche Liebesgabenpolitik auferlegte, den preßt ihnen heute, ohne daß der Preise, das schließlich im Mai ein derartiges Tempo fie sich meist dessen bewußt werden, mit ungleich größerem Raffineeinschlug, daß der Preis pro Zentner auf über 9, Mart stand. Im ment die internationale Spekulantenklique ab. Juni trat ein Rückschlag ein, die Preise gingen bis auf zirka 9 Mark Recht charakteristisch ist wieder die Stellung der libe- Hamburg 764 23523 5 bedekt zurück, schlängelten sich dann aber bis Mitte Juli wieder bis auf ralen Handels- und Börsenpresse. Nur einige wenige demozirka 91% Mark empor. Als dann infolge der Dürre im Juli und fratische Blätter nehmen gegen die Preistreibereien Stellung München Frantj.a. M. 770 S August sich allerlei Befürchtungen vor einem ungünstigen Ausfall der und bezeichnen die Hausse als das, was sie ist, als Mache. Bien Rübenernte einstellten, zogen die Preise erneut an. Am 1. September Der größte Teil aber, der früher nicht genug gegen die Liebesstellte sich der Preis für Rohzucker( erstes Produkt) in Magdeburg gaben an die Zuderproduzenten eifern fonnte unterstützt das auf zirka 10,85, am 1. Oftober auf 11,40 Mark pro Zentner, erlitt frivole Spiel, indem er die Hausse als bloße Folge des Ausfalls und lebhaften westlichen Winden; später etwas fühler. dann aber trotz allerlei Stimulierungsversuchen aus dem Kreise der Rübenernte hinzustellen sucht. Tat. Stationen Barometerstand mm Wind Swinemde. 763 SW Berlin 766 Bump Bindstärke Better Temp. 1. E. 5°.4° R. Stationen Barometer. stand mm Wind. 3 Regen 8 Haparanda 736 S richtung Windstärke Wetter 2heiter Temp. n. E. 5° 6. 4° 9t. 12 1 Regen 7 Cort 2 bedeckt 4 Aberdeen 770 GD 2 Nebel -6 Paris 770 Still-bedeckt 4 7 Petersburg 754 WSW 2bedeckt 759 3 770S 3halb bd. 4 1 Mebel -1 Wetter- Prognose für Sonntag, den 20. November 1904. Ziemlich warm, zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit Regenfällen Berliner Wetterbureau Damen- Konfektion direkt aus der Fabrik. Kein Laden! Jetzt nach beendet. Engros- Saison auch Einzelverkauf enorm billig Saccos, Havelocks, Von der Bellealliancestrasse 98 verzogen. Anzüge Paletots nach Mass 24 und 30 Mark. Unter Garantie des tadellosen Sitzes bei peinlichst gewissenhafter Anprobe liefere ich von prima Partie Stoffresten mit guten Zutaten Anzüge nach Mass zu obigen Preisen. T Capes, AbendMäntel, Kostümröcke. Kinderund BackfischPaletots. Robert Baumgarten, Hausvogteiplatz 11, 2. Et. ( an der Jerusalemerstraße). Bei Vorzeigung dieses Inserats an d. Kaffe werd. 5% Rabatt vergütet. Auch Sonntags geöffnet! Enorm billig 10042* gelangen zum Verkauf die unübertroffen an Eleganz, tadellos an Sitz, in gediegener Maßschneiderarbeit aus feinsten Maßstoffen gefertigten vornehmen Anzüge Paletots Herren, jeden Standes zu empfehlen: Zurückgeblieben, zurückgesetzt sind: Herrenanzüge, Maßsc. Maßpreis bis 70 M., jetzt 18 bis 40 M. Winterpaletots, sonst. Maßpr. bis 70 M., jetzt 18-40 M. Beinkleider jetzt 7-12 M. Verkauf täglich, auch Sonntag. Deutsches Versandhaus Jägerstr. 63, 1 Treppe. Auf Hausnummer achten! Achtung! Genoffen! Wer zu Weihnachten einen schönen Baum schmücken will, kaufe von unseren Genossen aus Lauscha den gold- u. silberglänzenden Glasschmud. Sortiment 1. Ein Ristchen für 5 M. gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung von 5 M. Drei Schiffschwäne, prachtvolle, finnige Neuheit m. mechanisch beweglichen Glas flügeln u. Mastbaum. Gefeßl. geschützt unter Nr. 74 196. Ferner 9 cm große, dreifarbige bemalte Kugel mit der Aufschrift Fröhliche Weihnachten". Kugeln und Eier, bemalt und unbemalt, glatt und übersponnen. Reflere, PhantasieArtikel, flingende Glocken, 100 Stüd versilberte Strangfugeln, Bögel, Eisverschiedene fugeln, Schneebälle, Sorten Früchte, Lametta, Eiszapfen, Stonfetthalter usw. Hierzu als Gratisbeilage: Eine Stehlampe in Tulpenform mit beweglichen Blättern und brennbarem Licht, strahlend in Regenbogenfarben. 9942* Sortiment II. Eine Doppelsendung zu 10 M., der megen Porto- Ersparnis extra etwas beigelegt werden kann. Sortiment III. Eine Sendung in zufriedenstellender Weise zu 3,50 M. Bersende auch in allen Quanten und sichere Zufriedenheit zu. Guido Müller, Ortsvertrauensmann Lauscha S.-M. A. B.Koch, Berlin 0., Brombergerstr. 15/16, Kohlengroßhandlung. Von Bellealliancestr. 98 verzogen. 478L* Kein Zwang zur Abnahme bei nichtpassendem Sitz. Sonnenscheins Herren- Moden nach Mass Chausseestr. 54 I- Lindenstr. 95 I. Telephon Amt IV 5797. Von der Bellealliancestrasse 98 verzogen.. Der Kuchen von Kummer Das ist' ne feine Nummer! Um diese Masse zu probieren Brauchst Du nicht lange zu studieren. Denn eins, zwei, drei ohn' grosse Taten Wird Kummer's Kuchen stets geraten, Wenn Kummer's Kuchen fertig da, Ruft alles laut hurra! hurra! Backen Sie nur noch mit Kummer's fertiger Kuchenmasse Zu haben in allen bess. Kolonialwaren- n. Delikatessen- Geschäften. Man hüte sich vor minderwertigen Mischungen! Fabrik: Heinrich Stern, Berlin C. 25, Prenzlauer Strasse 46 Dr. med. Karl Reinhardts 149/17 Elektro- medizinische Heilanstalt Oranienstr. 159( zwischen Moriz- und Dranienplay) mit den modernsten Apparaten ausgestattet. Bogen Eisen-- GlühlichtBestrahlung. Bibrationsmassage sämtl. Systeme. Behandlung mit Hochfrequenzströmen und statischer Elektrizität. Liegeschwitzbäder, Speziell Elektr. Zellenbäder( dieselben dienen zur Einleitung der verschiedenartigsten elektr. Ströme( galvan. farad. gemischter ( galvan. farad) sinusoidaler Wechsel- u. pulsiv. Gleichströme) in die erfrankten Organe). Röntgendurchleuchtungen f. Diagnose innerer und äußerer Krankheiten. Behandlung v. Herz-, Nervenleiden jed. Art; Lungen, Magen, Darm-, Nieren-, Blasen-, Frauen-, Hautleiden, Gicht, Rheumat. 2c., f. Prospekt. Entfettungs- u. Kräftigungsturen. Transport. Apparate z. Behandl. bettläg. Patienten erzfrante 2c.) Sprechst. 9-1. Sonntags 9-11. Tel. IV. 7564. Behandlungs zeit 9-9. Preise mäßig, wenig Bemittelte besonders berücksichtigt. Nur Nur 10 Mk. 10Mk. Früher 25 Mk. Allen Fachmännern, Offizieren, Post, Bahn und Polizeibeamten, sowie Jedem, der eine gute Uhr braucht, zur Nachricht, daß ich den Allein- Verlauf der neuerfundenen Original Genfer 14 karat. Electro- Gold- Plaqué- Rem.Uhren üernommen habe. Diefe Uhren besitzen ein vorzügliches Werk, find genauent reguliert und erprobt, und leifte id für jede he eine dreijährige fchriftliche Garantie. Die Gehäuse, welche aus bret Deckeln mit Sprungdeckel( SaDonette) bestehen, sind hochmodern, prachtvoll ausgestattet und aus dem neuerfundenen, abfolut unveränderlichen amerikanischen Goldin- Metall hergeftellt und außer dem noch mit einer Platte 14 karat. Goldes überzogen und beftgen daher das Aussehen von echtem Golde berart, daß sie selbst von Fachleuten von einer echt goldenen Uhr, die 200 Mart toftet, nicht zu unterscheiden sind. Einzige Uhr der Welt, welche nie das Goldaussehen verliert. 10 000 Nachbritellungen und ca. 3000 Belobigungsschreiben innerhalb 6 Monaten erhalten. Preis einer Herren- oder Damen- Uhr nur 10 Mark( früher Mt. 25,-). Zu jeder Uhr ein geder- gutteral gratis. Hochelegante, moderne Goldplaqué Retten für Herren und Damen( and) Halsketten) à M. 3,-, 5,- und S,-. Jede nicht konvenierende hr wird antandolos zurückgenommen, daher kein Risiko! Versandt gegen Nachnahme oder vorherige Gelbeinsendung durch das Export- Haus M. FEITH, Wien VII, Richtergasse 9Lieferant des Baiserl. Königl. Staatsbeamten- Verbandes. Alle Raucher im Sturme erobert! hat sich meine beliebte Spezialität la Marienglück 7"( 110-120 Std.) Cuba- Pflanzer No. III. Breise für erstklassige Marken ab Platz: Senftenberg: Salon Briquette, Ctr. 75 Pf. 80 Pf. la Diamant 7" 85 Pf. gef. gesch. Qualität unübertroffen. la lie 7" bon 10 Ctr. an 90 Pf. Ilse: u. Diamant- Halbsteine sowie Wurf 70 Pf. Bruch- Briquetts fchreiben. 65 Pf. la Authracit- Cadé pr. Ctr. 1,95 M. Coats liefere zu Anstaltspreisen. Bon 50 Ctr. ab p. Ctr. 5 Pf. billiger. Anlieferung frei Keller p. Ctr. 10 Bi. mehr. Bei Orig. Waggons in größeren Abschlüssen direkt von der Grube verl. Sie meine Spezial- Offerte. redit. Monatlich Kredit. 10 Mark liefere Anzüge Paletots nach Maß. Per Kaffe auch billigste Preise. Jeder Raucher, der dieselbe einmal probiert hat, gibt fortlaufend Nachbestellungen. Taufende AnerkennungsFeine Borstenlandendecke, gut und weißbrennend, sparsamites und billigstes Rauchen! Ausnahmepreis: 300 Stüd Mt. 6,80, 500 Stud Mt. 9,80, 1000 Stüd nur 18 Mt. Alles frei ins Haus gegen Nachnahme. Rud. Tresp, Zigarrenfabrik, Neustadt bei Danzig C. 14. Garantie: Zurücknahme oder Umtausch. 500 Stück echt türk. 2. Pfg.- Zigaretten ,, Neptun" ,,, Apis" oder ,, Danziger Artushof" m. M. nur 6,50 M. franko. Englisch. Unterricht Schneidermeister,( Konversation u. Anfangs- UnterJ. Temporowski, Brinzenstr. 55 richt) erteilt und Uebersehungen Gnadengefuche, Unterstützungsgesuche, Klagen, Eingaben jeder Art bill. Schneeweiß, Invalidenstr. 38 II. übernimmt [ 55162* Gertrud Swienty, * Schöneberg, Sedanstraße 57, III 8582* Von Bellealliancestr. 98 verzogen. uf Teilzahlung kaufen Sie am besten!!! bei Juhre& König, Warschauerstr. 72. By Roh- Tabak Singer Nähmaschinen. Max Jacoby, Strelinerfir. 52. 9482* Einfache Handhabung! Große Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! ORIGINAL SINGER Paris 1900: NAHMASCHIN Weltausstellung Grand Prix höchster Preis der Ausstellung. Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. New! Alt bekannte billige Preise. Achtung! Rohtabak- Filiale Ecke Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Linienstr.20314, Rosenthalerstr. Berlin W., Leipzigerstrasse 92. Sammet und Seide. Morgen Fortsetzung des Weihnachts- Ausverkaufes. Derselbe erstreckt sich auf alle Arten Sammet und Seiden und bietet Privaten Gelegenheit zu ganz besonders vorteilhaften Weihnachts- Einkäufen. Hierfür einige Beispiele! Reine Seiden für Braut- und Hochzeits- Roben, früher bis 3,00, jett 1,00, 1,50, 1,95. Reinseidene schw. Damaste Merveilleur, früher bis 4,00, jegt 1,50, 2,00, 2,85. Reinseidene Ballstoffe, früher bis 2,50, jett 0,50, 0,85, 1,25, 1,75. Ein Posten eleganter Kleider- Sammete, früher bis 3,00, jetzt 0,75, 1,25, 1,75. Ein Posten gestreifte Velours für aparte Blusen, früher bis 2,50, jezt 0,75, 1,25, 1,75. Velour du Nord für Jacketts und Mäntel, 80/130 cm breit, jegt 4,50, 6,50. Schwere Damast- FutterSeiden für Jacketts und Abendmäntel, jetzt 1,50. Hunderte Rest- Coupons für Blusen und Besaz, jetzt durchschnittlich 95 Pf., früher bis 3,00. von 9282* Albert Steen, Bremen. Detail- Verkauf zu Engros- Preisen. Sumatra Decken in großer Auswahl in allen Preislagen von 115-350 Pig. Java und Vorstenlanden, hochfein, von 83-220 St. Felix- Brasil, hochfein, b. 85-150 Carmen, sehr blattig, von 80-100 Seedleaf von 85-100 Domingo, sehr blattig, von 35-100 Havana, hochfein, 150, 200 u. 300 Losgut, sehr blattig, prima prima 80 Preise verzollt, per comptant init 3 Proz. Skonto. " " 09 " " 99 Bevor Sie Sammet und Seide kausen, prüfen Sie meine Dfferte. Stauf Albert Steen, Berlin N., zwang ausgeschlossen! 10402 Muster franko! Adresse genau beachten! Seiden- Engros- Haus Hermann Herzog, Berlin, nur Spandauerstr. 33/35, 1 Tr. links, Ecke Simons- Apotheke. Schöne HerrenGarderobe. Wir empfehlen: 1 Posten getragene Herren- Paletots 1 Posten getragene Herren- Anzüge 1 Posten getragene Hosen 1 Posten getragene Gehröcke u. Rockanzüge von den feinsten Herrschaften und Kavalieren. getragene Monatssachen spottbillig. Zugleich machen wir auf unsere Abteilung neuer Garderobe aufmerksam. Nur kurze Zeit J. Wand, Herren u. Knaben- Garderoben Hauptgeschäft: Chausseestr. 80 a. 2. Geschäft: Prinzenstr 17, a. d. Wasserthorstr. 3. Geschäft: Gr. Frankfurterstr. 116, a. d. Andreasstr. Größtes Kaufhaus des Nordens für Herren- und Knaben- Bekleidung. 12 Schaufenster Front. Größte Auswahl, streng reelle Bedienung bei billigen, festen Preisen. 974L* Moritz Gross, Kastanien- Allee 42. Wer sich auf dieses inserat bezieht, erhält 5 Proz. Rabatt. Linien- Strasse 203/4, Ecke Rosenthalerstrasse. Achtung! Mein Geschäft befindet sich nicht mehr Alexanderstr. 22, sondern Magazinstr. 14, W. Hermann Müller, Berlin. Roh- Tabak E. Nauen, 4752* Templinerstr. 3, a. d. Schwedterstraße. Spezialität! Meine Leibbinden und Bruchbänder mit pa. Federn sind diebestsitzenden it. verursachen feinerlei Beschwerden. Außerdem eme pfehle mein Lager v. Gummistrümpfen, Wickelbinden aller Art für Krampfadern, sowie Suspensors, hygienische Gummiartikel 2c.( Frauenbedienung.) A. Reiche. Bandagist, Lieferant sämtlicher Krankenkassen Berlin C., 15. Seidelstr. 15. Leihhaus H. Graff Berlin SW., Beuthstr. 5. Brillanten, Uhren, Goldwaren, bedeutend unterm Ladenpreis. Warmes Zimmer besser wie Kohlen gibt Buchen- und Eichenholz. Zu den billigsten Preisen liefert dasselbe ofenrecht zerkleinert die Ziehung am 28. November| Echte Kornbranntweine olgandung W. Jonentz, Berlin und folgende Tage Düsseldorfer AusstellungsLotterie 25,000 Gewinne. aus reinem Roggen u. Malz gebrannt sind besser u. bekömmlicher als billiger Cognac oder Liqueur. Echter Wiekscher 65 Bf., Priegniger 1,00, Richtenberger 95 Pj., Breslauer 1,25, Münsterländer 1,10, Nordhäuser 1,00, Wismarer 1,00, Tafel- Aquavit 1,10, Steinhäger, Doorntaat, Ruhrperlen, Bommerlunder 2c. F. Willumeit, Alexanderstr. 62, Wert Mark Skalitzerstr. 135, Reichenbergerstr.87, Brückenstrasse 5, Ging, Stungeſtraße Potsdamerstr.48, Ging.Surfürstenstr. u. 170000 Hauptgewinne baar: 36000 18000 29 Gardinenhaus Bernhard Schwarz Wallstr. 29 Flur- Eing. Achtung! Mexico, per Pfd. verzollt Mk. 1,20 Sumatra 39 32 " 1, " 147/12 9000 Hengfon& Maak, etc. etc. Lose à M. 1.-, 11 Stok. M. 10.Porto- Listen 20 Pf., empfiehlt Filiale Berlin NO., Keibelstr. 34. Für Männerchöre. Carl Heintze, Proletarier Weihnachtslied Bankgeschäft, Berlin W., Unter den Linden 3. Charlottenburg. F. Kunstmann nur Wallstr. 1 Uhren und Goldwaren. Grosses Lager 9812* Billige Preise. Reparatur schnell und billig. Heinrich Franck Berlin N., Brunnenstr. 185. Besichtigen Sie bitte sofort: Sumatra- Deck, 2. Länge, Vollblatt, hellbraun, horrend deckfähig, 210 Pf. ! Selttenes Angebot! Grammophone 2c., auch ( Wöchentl, nur 1 Mk.) Herren-, Damen- einzelne verleiht V. Daege, und Wecker- Standuhren, Regulateure, Blatten Broschen, Ringe, Ketten. 5262* Charlottenburg, Pestalozziftr. 95. P bon O. Suchsdorf. Partitur 20 Pf., Stimme 10 Pf. Zu beziehen von: R. Prinz, Berlin N., Brunnenstr. 22. Eine Mark [ 11012+ wöchentliche Teilzahlung liefere eleg. Herren- Moden. fertige * Bestellungen n. Maß, tadell. Ausf. in eigener Werkstatt. Spezialgeschäft für Herren Bekleidung. Kein Waren- Kredithaus. J. Kurzberg, An der Jannowitzbrücke 1, I. Bahnhof Jannomikbrüde. PrinzenDr. Simmel, Str. 41, Spezialarzt für Haut- und Harnleiden. 10-2,5-7. Sonntags 10-12 2-4. Preise * Zahn- Klinik. beliebige Teil. zahlung. InvalidenOlga Jacobson, straße 145. 5242 Bärwaldstr. 65. Achtung! Uhren und Goldwaren sowie Menzenhauer Zithern zu sehr billigen Preisen. Ratenzahlung auf Wunsch gestattet. vorn 1 Treppe. Juhre, Demminerstr. 3 Möbelgeschäft, alt renommiertes, feste Kundschaft, mit kleiner Tapeziererwerkstatt, gün: ftige Gelegenheit für Tischler oder Tapezierer, gegen Stasse billig zu verfaufen. Zur Ucbernahme zirka 15 bis 16 000 Mart. Off. F. 721, Gerstmanns Annoncenbureau, Friedrich straße 125, erb. 126/15 Hoyer- Zigaretten, beliebte Marte, Berlin- Schöneberg, Guzkows straße 5. Bitte um frühzeitige Bestellung. Kronleuchter- Fabrik 689 für Gas u. Petroleum. Größte Auswahl. 400 Kronen von 10-700 M. Verk. zu billigst. Fabrikpreisen an Private. Auf Wunsch Teilzahlung ohne Preiserhöhung. Siegel& Co. Prinzenstrasse 33.* + ygien.Bedarfsartik Illustr. Preisl. frei Gustav Engel, Berlin 172, Potsdamerstraße 131. Eine Mark wöchentlich liefere selbstspielende Musikwerke, Sprechmaschinen u. Zithern. Schönste Familienunterhaltung. Beste Harmoniums auf Lager. An der Jannowitzbrücke 1, I. Bahnhof Jannowitbrüde. Verantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantwv.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 420 Warenhaus tofele A. Wertheim WEIHNACHTS- VERKAUF Puppen VON SPIELWAREN mit genähter Perrücke u. Puppen Schlafaugen, 40 u. 54 cm gr. mit langer 118718 900d02 1.75, 2.85 Puppen Lockenperrücke 4.25, 5.75, 7.50 m.Augenwimp. Gelenkpuppen 28 u.37 cm gross 48 u. 95 Pf. mit Schlafaugen Gelenkpuppen ca. 41 cm gross mit seidenem Hemd Gelenkpuppen ca. 30 cm gross Puppen- Ausstattung Gesellschafts- und Beschäftigungsspiele mit gekleideter Puppen- Laufstuhl Celluloid- Puppe 1.75 Mk. Garniertes Puppenbett bronziert 48 Pf. mit gekleideter Puppenschaukel Puppe 95 Pf. 95 Pf. Puppenkoffer garniert Leere Puppenkoffer Puppen- Sportwagen Puppenpaar gekleidet, Hans u. Grete 95 Pf. gekleidet, plissiert. Kleid Puppe u. Hut, 20 u. 30 cm gross mit Seidenkleid Puppe ca. 85 cm gross 48 Pf. u. 1 Mk. Puppe mit weiss Mull Tragekleid gekleidet, durch Laufpuppen Uhrwerk gehend Neuheit! 2.90Mk. 1.10Mk. 4.75 Mk. + 42 u, Puppenwagen moderne Form Puppenbälge Leder 48 Pf. 60 Pf. 85 Pf. 95 Pf. 3 Mk. 45, 90Pf., 1.35 Puppenköpfe aus Celluloid; 40 Pf. bis 4Mk. Puppenköpfe aus Porzellan 45 Pf. b. 4 Mk. 45 Pf. 50 Pf. Stopp neues Würfelspiel Salta- Spiele Tivoli- Spiele poliert 95 Pf u. 2.90мk. Damenbrett feine Ausführung 2.90MK. Fliegende Hüte 45% 45 u. 85 Pf. Holz- Kegelbahnen Neuheit 2.60MK Rex- Spiele Neuheit 45 Pf. bis 2.40MK. Roulettespiele 45, 95 Pf. bis 1.50мk. Bilderstempelspiele 48 Pf. Zauberkasten 48 u. 90 Pf. Ständer 95 Pf. Zauberkasten Laufpuppe m. Uhrwerk 2.90 Badewanne arm. Tiere Schafe mit Fellbezug und 95 Pf. u.; 1.40MK. 95 Pf. Ziegen mit Stimme u. Hirt 95 Pf. u. 1.60MK. Katzen mit Stimme, zu fahren Dachshunde mit Maulkorb u. Leine 85 Pf. Dachshunde mit beweglich, Kopf 2.90MK. Elefanten als Zirkus- Figuren Esel als Zirkus- Figuren Pferde als Zirkus- Figuren Clown als Zirkus- Figuren 2Mk. 1.75мk. 1.75MK. 75 Pf. Alle Arten unzerbrechlich. Stofftiere Ein Posten Musik- und Fahrpuppen 2 bis 12 Mk. von einfachster bis zur elegantesten Ausführung ster bis Kindermöbel Umklappbare Kinderstühle 3 Mk. mit Wachstuchplatte und Kindertisch Schublade, ca. 50 × 70 cm 3.50 Kinderstühle 45, 85 Pf., 2,90 Kinderschaukel Pferdekopf 6.75 Gitterschaukel mit gepolstertem Sitz 2.90 mit poliert Werkzeugschrank mit Werkzeugen 5.50 Ano Kato- Spiele 95 Pf. u. 1.35 verschied. Druckereien Grössen 95 Pf, 2.10,2.90 Fachwerk- Baukasten 40 Pf. bis 2.40 Holz- Baukasten Stein- Baukasten mit Bildern 45, 95 PL., 1.40 45 u. 95 Pf. Zootrop 3 Grössen 35, 90 Pf., 1.90 Cirkus mit beweglichen Figuren Figuren 2.90 Kasperle- Theateru. Text 95 Pf. u. 2.90 Menagerie od Viehweide Karton 48 Pf 4.25 Elektro- Techniker 12 MK. Bespannte Wagen 90 Pf. Milchwagen mit Fellpferd Rollwagen mit Fellpferd Postwagen mit Pferd Kabriolett feine Ausführung aus Blech Hansoms 2 Grössen 45 1.25 Mk. 1.50 Mk. 2.90 Mk. u. 95 Pf. zusammenlegbar, naturfarbig u. grün gebelzt Uhrwerks- Artikel Rotkäppchen mit Wolf 75 Pf. 38 Pf. Springender Pudel Neger auf Händen laufend 45 Pf. 60 Pf. Automobil mit 2 Figuren 1 Mk. Automobil mit Chauffeur Das gelehrte Pferd Neuheit Clown Purzelbaum schlagend Kriegsdampfer Russische Schaukel Der Mann auf der Leiter 90 Pf. 1,65мк. 85 Pf. 95 Pf. 85 Pf. d.Luftdruck 90Pf. Pferdem mitiert. Fellbezug 4.75 Eichentische ca. 60 cm breit, 80 cm lang, 70 cm hochz 7.50 Bierbrauer Luftdruck Fahren u.Schaukeln Eisenbahnen Lokomotive mit Glocke Soldatenspiele beweglich Soldaten Karton 90 Pf., 1.50, 2.75 Schiessender Soldat Neuheit! 85 Pf. Zug mit Uhrwerk und Schienen Hochbahn mit Uhrwerk D- Zug mit Uhrwerk und Schienen 1.80 2.75 Säbel 2.90 3.90 10.50 mit Uhrwerk, Bremsvorrichtung Zug und ovalem Schienenkreis Lokomotive, Tender, 2PersonenD- Zug und Postwagen, mit Uhrwerk 12 Laterne magicaBilder 2.85, 4.50, 6 Mk. Dampfmaschinen mit Ablasshahn u. Pfeife 1 MK., 2.25, 3.50, 5 Mk. 4 Wagen Musik- Instrumente| Phonographen 95 mit Schweizer 1 von 42 Pl. 45 u. 95 Pf. 48 Pf. Mk. an Leierkasten Werken Leierkasten Piccolo Leierkasten Intona Leierkasten Ariosa Kinder- Zither mit 2 Manualen Gewehre mit Gummipfeil Eureka- Gewehre Infanterie- Garnituren 95, 1.60, 2.75 Kavallerie- Garnituren 95, 1.60, 2.75 Militärhelme mit Metallspitze 45 u. 95 Pf. Kürassierhelme aus Metall 1.90мk. Vernickelte Kürassierhelme 2.50мk. Feuerwehr work 2.90 Kürassierhelme 2.90 vernickelt, mit Adler PL, 2.75Mk. 6.50Mk. 9.75Mk. 16мk. 95 Pf. 5.50MK. 95 Pf. 6.50мk. Accord- Zither gute Ausführung Harmonikaflöte mit 6 Stimmen Notafone musikal. Baukasten Christbaumständer stücken 15.75 Glockenspiele 95 Pf., 2 MK., 2.75 mit 2 MusikPhonograph mitAbstellvorrichtung 2.45Mk. Phonographmit Aluminium- Trichter4.75Mk. Graphophon Walzen- Apparat 28.50мk. Bespielte Walzen Apollo- Walzen 35 u. 60 Pf. Excelsior- Hartguss- Walzen Edison- Walzen Grosse Platten\ zu den 90 Pf. 95 Pf. 1.50MK. 3Mk. Kleine Platten Plattenapparat, 1.50Mk. Ein grosser Posten Klarinettent en 33 Pf.| Platten- Apparate 18.25 MODERNE SPIELWAREN NACH KÜNSTLER- ENTWÜRFEN Mk Moderne Puppenküche 22 MK. Puppen- Schlafzimmer 29 Mis PHOTOGRAPHISCHE ATELIERS Dtz. 1.80 Mk, Visitbilder Kabinettbilder Diz. 4.80 Mk. VERGRÖSSERUNGEN von 5.75 Mark an Nr. 273. 21. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 20. November 1904. Berliner Partei- Angelegenheiten. Die Gemeinsamkeit des Empfindens aller uns frembartig an schließlich jeder öffentlichen Feier erst die rechte Weihe gibt: riechende Begeisterung im Wirken dieser Organisation mutet trauensleute. wir fühlen, daß wir es mit einem Glieder des Volkes. Achtung! Fünfter und sechster Wahlkreis. Am Dienstag abends ausländischen Gewächs zu tun haben, für welches in Deutschland 82 Uhr findet im 30. Kommunal- Wahlbezirk eine Versammlung Einen Vorgeschmad von der alle Herzen mit sich fort- nicht entfernt die Existenzbedingungen vorhanden sind wie in seinem Mutterlande England. statt, in welcher Genosse Dr. Leo Arons spricht. Lokal: Hempel, reißenden Gewalt, die von solcher einmütigen Feier ausgehen Rosenthalerstr. 11/12. Bahlreiches Erscheinen erwarten die Wer muß, kann man empfangen, wenn man am Totensonntag durch auf seelisch angegriffene Personen Anziehung ausübt und den NormalAber wenn auch das Auftreten der Heilsarmee eigentlich nur die Friedhöfe geht. Im Weichbild der Stadt haben sich nur noch menschen, der schlecht und recht die in seiner Gesellschaftstlaffe Wahlverein für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis. wenige und meist von kleinem Umfang erhalten. Aber draußen üblichen Pflichten erfüllt, abstößt oder gar zu Spott anregt, so darf Wahlverein für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis. in den Vorortgebieten liegen ihrer ein halbes Hundert und doch nicht verkannt werden, daß diese merkwürdige Sekte namentlich Dienstag abends 8 Uhr findet bei Zühlke, Dennewigstr. 13, eine Versammlung statt, in der Genosse Grunwald über:" Unsere mehr. Die Friedhöfe der großen Kirchengemeinden der in ihrer Heimat viel Gutes gewirkt hat und daher dem Spott feinen Ziele" sprechen wird. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. äußeren, vorwiegend von der Arbeiterbevölkerung bewohnten Raum bieten sollte. Vor allen Dingen verdient es Anerkennung, Dritter Wahlkreis. Dienstag abends 8 Uhr im Weißen Saale Dritter Wahlkreis. Dienstag abends 81%, Uhr im Weißen Saale Stadtteile Berlins find riesenhafte Totenäder. Berweile ein- daß die Heilsarmee die Wohltaten, die sie übt, nicht von einem bis Bahlvereins für den dritten Reichstags- Wahlkreis. Tages- Friedhöfe, und dann komm und erzähle uns, ob du der bemüht. Wo hat sonst eine religiöse Gesellschaft gleich der HeilsZum Alexandriner", Alexandrinenstr. 37a: Versammlung des mal an einem Totensonntag ein Stündchen auf einem dieser bahin unsträflichen Lebenswandel ihrer Pflegebefohlenen abhängig macht, sondern im Gegenteil sich um Prostituierte und Verbrecher ordnung: Bortrag des Gewerkschaftssekretärs Eugen Bridner Mächtigkeit des Eindruckes, den du dort empfingst, dich haft armee Entbindungsanstalten für gefallene" Mädchen errichtet, wo über:" Rechte und Pflichten aus dem Krankenversicherungs- Gesetz". erwehren können. Zehntausende ziehen ernst und still an dir hat die landläufige und nach Orden ausschielende Frömmigkeit ent Distuffion. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. vorüber, Zehntausende schmücken in schmerzlichen Gedanken lassenen Sträflingen Asyle gebaut? Uns lassen die Ziele der HeilsRigdorf. Morgen Montag, den 21. November, finden die die Gräber ihrer Toten. armee eisig talt und ihre Belehrungsdemonstrationen erfüllen uns Stadtberordnetenwahlen der III. Abteilung statt und Fromme pilgern an diesem Tage hinaus und auch Un- mit Widerwillen. Das hindert uns aber nicht, anzuerkennen, daß zwar in der Zeit von 11 Uhr bormittags bis 7 ihr nach- fromme und der Unfrommen gewiß noch zehnmal, hundert diefe Organisation in ihren Angehörigen die heutigen Lages mittags: für den 1. Bezirk im Lokale von Maresch, Richardplay 16( Evan- Empfindens aller wäre eine völlige, wenn das Totenfest kein selber am besten, wenn wir uns der Zeit erinnern, wo ein schmachmal mehr als der Frommen. Die Uebereinstimmung des felten genug zu findende Begeisterung zu wecken versteht. Was diese Eigenschaft wert ist, das wissen wir Sozialdemokraten gelisches Vereinshaus), Kandidat ist Stadtv. Genosse Gustav kirchliches, sondern ein weltliches Fest wäre. Wir sprechen es volles Ausnahmegesetz Drangfale aller Art über uns verhängte. Baerschte; für den 5. Bezirk im Lokale von Kühne, Münchenerstr. 8/9, Kan- Reihen der Mucker darob erheben wird: die Kirche ist es, Heilsarmee ist. Sind ihre Erfolge hierzulande nur gering, so mag offen aus, unbekümmert um das Gezeter, das sich in den Wir fagten vorhin, daß Deutschland nicht der Boden für die didat ist Genosse Mar Groger, Ciseleur, Prinz Handjery-| die in das Totenfest einen Mißklang hin- die Ursache nicht allein dem Vollscharakter, sondern auch dem Wirken Straße 83/84; für den 6. Bezirk im Rathauskeller, Berlinerstr. 62/63, Kandidat ist einträgt. der Sozialdemokratie zuzuschreiben fein. Die Enterbten, denen die Stadtv. Genosse Gustav Paerschke, Thomasstr. 9; Und nicht die Kirche allein! Denn noch ein anderes bürgerliche Welt nichts bietet als Arbeit und- Arbeitslosigkeit, fie für den 7. Bezirk im Lokale von Fichtel, Kaiser Friedrichstr. 16, drängt sich zwischen die Zehntausende, die du am Totensonntag finden im Sozialismus die Ideale, die auch dem elenden Leben Kandidat ist Genosse Baul Mitschte, Steinarbeiter, Eri da draußen auf dem Friedhof an dir vorüberziehen siehst. Inhalt und Wert verleihen. Ein Sozialdemokrat fämpft für reale straße 3; für den 11. Bezirk im Lokale von Müller, Weiseftr. 78, Kandidat gehört, daß im Tode wir alle gleich feien! Selingt es dir nicht englischen von sozialistischer Erkenntnis durchbrungen ist, wird die Ach, wie oft haben wir das beschwichtigende, versöhnende Wort und erreichbare Ziele; ihm liegt das irdische Glück näher als das himmlische; und da das deutsche Proletariat im Gegensatz zum Stadtv. Genoffe Gustav Ostermann, Grlstr. 6; für den 12. Bezirk im Lokale von Scholz, Prinz Handjerhstr. 34, Trauerput die Familie eines Reichen in der Kutsche vorfährt, England. ins Ohr wie gellender Hohn, wenn du siehst, daß hier im Heilsarmee bei uns zu Lande nie die Erfolge erreichen wie in Kandidat: Genoffe Franz Thurow, Gewerkschaftssekretär, um die kostbare Ausschmückung des stolzen Erbbegräbnisses Weserstr. 11; für den 18. Bezirk im Lokale von Leonhardt, Prinz Handjerhstr. 69, zu besichtigen, die der Gärtner hat herrichten müssen, während wohnerinnen der Stadt Berlin, welche verarmten Familien anAus der Padersteinschen Stiftung werden hülfsbedürftigen BeKandidat ist Stadtv. Genosse Gustav Baerichte, Thomas dort in dürftiger Kleidung die Hinterbliebenen eines Armen gehören, insbesondere Hülfsbedürftigen gebildeter Stände christlicher an den zerfallenden Hügel herantreten, um ihren bescheidenen imd jüdischer Religion, Nähmaschinen und Arbeiter, Parteigenossen Nigdorfs! Es genügt nicht, daß unsere Kranz niederzulegen? Handwerksgeräte zur unentgeltlichen Benuzung Vertreter nur einfach gewählt werden, sondern es ist Eure Pflicht, gewährt. Hülfebedürftige Einwohnerinnen Berlins der erwähnten dafür zu forgen, daß die Stimmenzahl dem Gegner zeigt, daß unsere Stategorie, welche fich um die unentgeltliche Ueberlassung von NähStadtverordneten auch tatsächlich die Vertreter der maschinen oder sonstigen Handwerksgeräten aus der Pabersteinschen Rigdorfer Arbeiterschaft sind. der Sieg diesmal ohne weiteres zufällt, denn auch die Gegner find mit der Not gerungen hat. Aber der schrille Miẞtlang Religion bis zum 31. Dezember d. Js. einschließlich an mit mit eigenen Kandidaten auf der Bildfläche erschienen. Darum ist es Bimmer 47-48, einzureichen. Gesuche ohne Angabe der Religion die Städtische Stiftungs- Deputation, O 2, Poststr. 16, 2 Treppen, Pflicht jedes einzelnen, für rege Wahlbeteiligung zu agitieren! und des vollständigen Nationals sowie verspätete Anträge können nicht berücksichtigt werden. Die Verteilung der Maschinen 2c. erfolgt im Laufe des Januar- März- Quartals 1905. Etwa inzwischen eintretende Wohnungsveränderungen der Bewerberinnen sind der Städtischen Stiftungs- Deputation mitzuteilen. straße 9. Wir gönnen den Wohlhabenden den Pomp, den sie ihren Toten durch bezahlte Hand darbringen lassen. Schöner und herrlicher dünkt uns der ärmliche Schmuck, um den die Liebe der von geht, stört da draußen auf dem Friedhof die Totenfeier noch Rigdorf. Am Dienstag finden die Stadtverordnetenwahlen frommen. mehr als aller Streit und Hader der Frommen und der Under zweiten Abteilung statt und zwar in der Zeit von 3-7 Uhr nachmittags für den Südbezirk in den Bürger Erst wenn der Einfluß der Kirche überwunden und die fälen, Bergstr. 147. Unsere Kandidaten sind die Genossen Herrschaft des Klassenstaates gebrochen ist, wird das Totenfest Ferdinand Henning, Restaurateur, Paul Stieler, Stassenbeamter, das sein können, was es sein sollte: immer noch eine ernste, und Karl Rohr, Galanterie- Arbeiter; für den Nordbezirk in wehmütige Feier, aber boll einmütigen Sinnes der Bereinsbrauerei, Hermannstr. 214-219. Als Kandidaten sind und darum ein Fest in echter Bedeutung des Wortes. aufgestellt die Genossen Georg Rambow, Buchbindermeister, und Emil Rezer au, Rassenbeamter. Hier ist es unbedingte Pflicht der Genossen, dafür zu sorgen, daß auch hier die von uns aufgestellten Genossen als Sieger aus der Wahl hervorgehen, die Landtagswahlen haben uns gezeigt, daß die Möglichkeit hierzu vorhanden ist, wenn nur jeder seine Schuldigkeit tut. Die Arbeiterschaft Rigdorfs kann den Kandidaten der zweiten Abteilung zum Siege verhelfen, wenn sie will. Darum auf zur Agitation für die Stadtverordnetenwahlen! Rigdorf. Diejenigen Parteigenossen, die sich an den beiden Tagen der Stadtverordnetenwahl zur Verfügung stellen wollen, ersuchen wir, sich im Lokal von Hoppe, Berlinerstr. 14, zu melden und zwar am Montag, den 21. November, von 10 Uhr vormittags und am Dienstag, den 22. November, von 2 Uhr nach mittags an. Ertner. Die Vereinsversammlung findet am Dienstag abends 8 Uhr bei W. Kurzhalz, Wilhelm- und Hübnerstraßen- Ecke statt. Referent Genosse M. Bold, Berlin. Charlottenburg. Am Montag abends 9 Uhr findet im Boltshause", Rosinenstr. 3, ein weiterer Vortrag des Genoffen Dr. Conrad Schmidt über die volkswirtschaftlichen Anschauungen des Sozialismus statt. Charlattenburg. Am Dienstag abends 8 Uhr findet im Boltshause", ofinenstr. 3, die Mitglieder- Versammlung Des Wahlvers fstatt. Genoffe Reichstags- Abgeordneter se unert wird üb one Aufgaben der bevorstehenden Reichs tagsrin referieren. Außerdem wird von den Delegierten der Bericht von der Generalversammlung des Kreises gegeben. Wir erwarten von sämtlichen Mitgliedern pünktliches Erscheinen. Gäste haben Zutritt; für Frauen ist die Tribüne reserviert. Grünau. Dienstag abends 9 Uhr findet in der grünen Ede, Köpenickerstr. 88, die Wahlvereins- Versammlung statt, Tagesordnung: Bericht von der Generalversammlung. Lichtenberg. Dienstag hält der Wahlverein bei Höflich, Frankfurter Chauffee 120, eine außerordentliche Generalversammlung ab; siehe Inferat. " In Freien Stunden", illustrierte Wochenschrift für das arbeitende Volt. Heute gelangt heft 47 dieser Zeitschrift zur Ausgabe. Es bringt die Fortsetzung des Romans Der Jesuit" von Der Stadtverordneten- Bersammlung ist die Vorlage des Magistrats C. Spindler, ferner den Schluß der Erzählung„ Eine Scheinehe und über die Kaufmannsgerichte, d. h. über den Entwurf des Ortsstatuts ihre Folgen von J. N. Potapenko und ein irisches Märchen: für das zu errichtende Kaufmannsgericht zugegangen und sofort auf König Labra" von M. Hartmann. Dies und Jenes"," Wiz und die Tagesordnung gestellt worden. Auch über den angekündigten Scherz" beleben den Inhalt des Heftes, das für 10 Pf. durch jede Ausbau des Kaiser und Kaiserin Friedrich- Kinder- Krankenhauses hat Parteibuchhandlung bezogen werden kann. die Stadtverordneten- Versammlung eine Vorlage erhalten, der Magistrat will den Architekten Schmieden und Raethke den Aufbau Wegen des zu erwartenden Maßenverkehrs am heutigen Totenübertragen und ersucht die Versammlung um ihre Zustimmung. sonntag werden auf dem Nord- und Südring der Stadtbahn eine Ferner ist der Versammlung eine Vorlage über Neubauten in Buch größere Anzahl Sonderzüge eingelegt werden. Der Betrieb auf der 488 000 M. für maschinelle Anlagen und Heizungszwecke, die Ein- Einfahlinie Invalidenstraße- Pankow verstärkt. Auf der Straßenfür die dritte städtische Irrenanstalt zugegangen. Verlangt werden städtischen Straßenbahnlinie Mittelstraße- Pankow wird durch eine richtung der Kochküche und einer Fleisch- Kühlanlage, 336 000 m. für bahnlinie Waßmannstraße Hohenschönhausen werden die Züge in Terrainregulierung 2c., 254 700 M. für Entwässerungsanlagen und 7 Minuten Abständen mit je drei Wagen fahren. Auch die Große 19 000 M. für Hedenbepflanzung. Berliner Straßenbahn wird mit ihren verstärkten Betriebsmitteln weitgehende Maßnahmen treffen, um dem Verkehrsbedürfnis ge= bufer Tor, Moribplah und Alexanderplat, nach Blößensee von der recht zu werden. So werden Einfahlinien nach Rigdorf vom KottWerftstraße, nach Weißensee vom Alexanderplatz, nach der Müllerstraße vom Moltenmarkt usw. abgelassen werden. und wird eher, als anfänglich angenommen worden ist, fertig Der Bau der Grünstraßen- Brücke ist so schnell gefördert worden werden. Der Magistrat ersucht deshalb, noch im laufenden Etat nachträglich 100 000 Mart aus Anleihemitteln für den Bau bereit zustellen. Die Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen hat jetzt die Terischen Wandschmuckes waren drei Jahre hindurch alljährlich trischem Strom finden auch die Versuche mit Dampf auf der für die Ausstellungen empfehlenswerter Jugendschriften und fünft. Versuche mit Dampflokomotiven aufgenommen. Wie die mit eletbor Weihnachten durch die Verwaltung des Gewerkschaftshauses vers Swede der Studiengesellschaft ausgerüsteten Strede der Militärbahn anstaltet worden und hatten rasch in weiten Kreisen der Berliner zwischen Marienfelde und Boffen statt. Zu den Fahrten wird wieder Bevölkerung viel Beachtung und Anerkennung gefunden. Auch in die Betriebspause der Militärbahn von 9-12 Uhr vormittags diesem Jahre wird das dankenswerte Unternehmen wiederholt beuußt. Die königliche Eisenbahndirektion Halle hat zwei schwere werden, doch ist es diesmal die beim Berliner Lehrerberein bierachfige Gepäckwagen gestellt, wie sie in den D- Rügen verwendet bestehende Literarische Vereinigung, deren Vorstand werden. Der Antrieb erfolgt durch eine Lokomotive der Militärals Veranstalter auftritt. bahn. Die jetzigen Versuche haben den Zweck, den Widerstand der Jene ersten Ausstellungen waren den persönlichen Bemühungen Luft und der Reibung näher zu bestimmen. Die Wagen werden unferes Parteigenossen Leo Arons zu danken gewesen. Arons hatte mit wechselnder Belastung in Bewegung gefeßt und dann sich selbst aber, als er den Versuch geglückt sah, sich an die genannte Ver- überlassen. Aus der verschiedenen Dauer des Auslaufens läßt sich einigung gewandt und ihr den Vorschlag gemacht, die weitere Ver- dann der Anteil der einzelnen Arten der Widerstände berechnen. Die anstaltung dieser Ausstellungen zu übernehmen. Der Vorschlag jetzigen Versuchsfahrten werden noch etwa acht Tage in Anspruch wurde zunächst verworfen. Die Berliner Lehrer stellten sich damit in nehmen. einen nicht vorteilhaften Gegensatz zu den Lehrern unseres Nachbarortes Charlottenburg, die sehr bald die Idee der Jugendschriften- Das Ausfahren von Bier an Sonn- und Festtagen in den Ausstellungen aufgriffen und eigene Ausstellungen dieser Art ver- Wintermonaten foll vom 1. Dezember d. 3. ab nach einem bom Schöneberg. Am Dienstag findet im Obstschen Saale die Ver- im Publikum fast gar nicht und selbst in Fachkreisen nur wenig be- Abkommen in Wegfall kommen; nur an den jeweils zweiten Feieranstalteten. Sie blieb freilich ein mißlungenes Experiment, das Verein der Brauereien Berlins und der Umgegend" getroffenen ſammlung des Wahlvereins statt. Auf der Tagesordnung achtet wurde und dann rasch in Vergessenheit geriet. Nunmehr tagen foll es auch in Zukunft gestattet bleiben. Das Berbot gilt steht: Bolitische Wassenstreits". Referent: Eduard Bernstein; haben aber auch in Berlin die Lehrer sich endlich wieder der Sache in den folgenden Jahren vom 1. Oftober bis 31. März. Die Korreferent: Frig Zubeil. angenommen. Die Literarische Vereinigung wird Ende November Brauereien haben sich durch entsprechende Maßregeln zur strengen Köpenid. Dienstag abends von 7 Uhr ab findet für unseren Ort und Anfang Dezember in verschiedenen Stadtteilen Ausstellungen Innehaltung verbunden. Das Verbot wird damit begründet, daß eine Flugblattberbreitung statt. Die Parteigenoffen, empfehlenswerter Jugendschriften und fünstlerischen Wandschmudes in den betreffenden Wintermonaten ohnehin nur wenig Bier an welche helfen wollen, melden sich rechtzeitig bei ihren Bezirksführern abhalten, die im wesentlichen den früheren Ausstellungen gleichen Sonn- und Festtagen ausgefahren zu werden pflegt und der etwaige oder in ben vier bekannten Sammelstellen. id werden. Als hauptsächlichster Unterschied sei hier genannt, daß Sonntagsbedarf der Kundschaft ohne Schwierigkeit an den voraufan Stelle des Bücherverzeichnisses der Jugendschriften- Brüfungsaus- gehenden Tagen zugefahren werden kann. Es wurde schon lange soZehlendorf. Am Dienstag abends 8 Uhr findet bei Giese, schüsse der deutschen Lehrerschaft, das der früheren Ausstellungen zu wohl in den Kreisen der beteiligten Arbeitnehmer, ivie auch nicht ordnung steht ein Vortrag des Genoffen Scheler: Wilh. Weitling grunde gelegt war, von der Literarischen Vereinigung ein eigenes, minder seitens der Brauereien als mißlich empfunden, daß wegen und die Anfänge der deutschen Arbeiterbewegung". dieser geringfügigen Sonntags- Bierbestellungen das Fahr- und etwas abweichendes Verzeichnis benutzt werden wird. Stallpersonal und die Pferde in Bereitschaft gehalten werdent mußten und dadurch in ihrer berechtigter. Sonntagsruhe und Schomung beeinträchtigt wurden. Man wird erwarten dürfen, daß auch die Gastwirte mit diesem verständigen Beschluß der Berliner Brauereien gern einverstanden sein werden. Französisch- Buchholz. Am Dienstag abends 81%, Uhr findet in Kähnes Lokal die Mitgliederversammlung des Vereins statt. Tagesordnung: Die Gebildeten und die Sozialdemokratie." Diskussion. Verschiedenes. Gäste willkommen, oda Lokales. Totenfonntag. 27 Die diesjährigen Ausstellungen sind nicht gedacht als ein Konfurrenz unternehmen gegen die Ausstellung, die vom Gewerkschaftshaus auch diesmal wieder beabsichtigt war. Genoffe Arons hat die Wandlung, die er bei den Berlinern Lehrern sich vollziehen sah, mit freudiger Anteilnahme verfolgt, und als dort die Bereitwilligkeit zur Veranstaltung einer Jugendschriften- Aus Wider die Pfaffenherrschaft", Kulturbilder aus den Religionsstellung feststand, hat die Verwaltung des Gewerkschaftshauses auf rämpfen des 16. und 17. Jahrhunderts, reich illustriert mit Bildern eine eigene Ausstellung verzichtet, so daß jede Rivalität ausgesund Dokumenten aus der Zeit. Das 32. Seft beginnt mit dem schlossen ist. Wir bitten unsere Leser, den Ausstellungen der Lite- Kapitel: Kirchenreform und Seherverbrennungen in der Schweiz", irarischen Vereinigung des Berliner Lehrervereins dieselbe Bein benen der Verfasser darstellt: Sittenverwilderung- Neujahrs. achtung zu schenken, wie den früheren des Gewerkschafts- scherze in Nonnenklöstern Jugendfünden Zwinglis Zwingli Hauses. Nähere Mitteilung über Zeit und Ort wird noch erfolgen. als Reformator Soziale Gesetzgebung Zürichs Zwinglis Der Toten gedenken und die Toten ehren soll auch der Unfromme, der an Gott nicht glaubt. Das Totenfest bliebe Die Heilsarmee Tenkt in diesen Tagen die Aufmerksamkeit Berlins Tob Die politische Lage Genfs Herenverbrennungen bestehen, auch wenn alle anderen Feste der Kirche abgeschafft auf sich. Mit einer Reflame, die trotz Mirbach und Geldchristentum Calvins Grausamkeit Die Verbrennung Michael Servets würden und in Vergessenheit gerieten. Und es ist es wert, fie bisher in Deutschland wenigstens bei religiösen Veranstaltungen nicht Luther, Swingli und Calvin. Die Illustrationen des Heftes stellen alle zu überdauern. üblich gewesen ist, sucht sie die Einwohnerschaft auf ihre Versamm Szenen dar aus dem schweizer Landsknechtsleben; es enthält auch Lotenkult war da, ehe die Kirche da war. Würde die lungen aufmerksam zu machen, in denen der 76 Jahre alte General die Porträts von Zwingli und Calvin. Booth in englischer Sprache Belehrungsreden hält. Solche Ver Jede Lieferung des Werkes kostet 20 Pf. und kann noch von Feier, die wir dem Andenken unserer Toten weihen, ihres fammlungen fanden bei Busch und in der Neuen Welt statt, und das Heft 1 an nachbezogen werden. Der Verlag bittet die Genossen firchlichen Gewandes wieder entkleidet, so wäre sie darum nicht übliche Schauspiel, daß Bußfertige ihrem Sündenleben entfagen und um rege Agitation für dieses Unternehmen. weniger würdig. Sie berlöre wenig oder nichts und gein Ertase gottseligen Lebenswandel im Schoße der Heilsarmee Eiserne Willensstärke. Ein seltenes Beispiel treuer Pflichtwänne viel. Sie könnte vor allem Eins gewinnen, was doch geloben. bot sich sich auch hier wieder. Die nach Reklame erfüllung gab ein Heizer eines Stadtbahnzuges, welcher die Lokomo Hve eines Nordringzuges bediente. Als der Zug vorgestern abend im Erdgeschoß bringen sollte. Statt es abzuliefern, verschwand er größere Bescheidenheit empfahl. Erst seit furzer Zeit ers Berichte über die wichtigen Vorgänge ber gegen 111 Uhr den Bahnhof Jannowitz- Brücke verließ, bog sich mit dem Gelde und kehrte auch zu ſeiner Mutter nicht wiederfcheinen " Die Vajine bedienende geizer vermutlich um an der zurück. Bisher galt der Ungetreue als ein ordentlicher Mensch, der Storkower Stadtverordneten- Versammlung in der Presse, was einem Einen Mordverfuch wegen verschmähter Liebe verübte in der Nacht zu gestern in Borhagen- Rummelsburg der hier in der Kochhaunstraße 5 wohnende 43 Jahre alte Tischler Albert Muchow. Er hatte schon vor einem halben Jahre der 38 Jahre alten Gastwirtin Marta Schweizer gedroht, sie zu erschießen, wenn sie ihn nicht heiraten würde. Gestern abend fam er wieder in ihr Lokal und fragte ihren Vortragsabend im Gewerkschaftshause. Auf den heute abend Sohn Willy nach ihr mit dem Bemerken:" Heute muß Deine Mutter 7 Uhr im Gewerkschaftshause stattfindenden V. Volkstümlichen Sterben!" Als der junge Mensch ihm erwiderte, daß die Mutter Vortragsabend Eintritt 30 Pf. fei hiermit nochmals hinnicht zu Hause sei, zog Muchow einen Revolver aus der Tasche und gewiesen. Billets abends an der Kasse von 7 Uhr ab. tis wollte ihn entsichern. Da aber die Gäste ihn deshalb aus dem Herr Dr. Otto Nordenstjöld, der Leiter der Schwedischen SüdLokal hinauswerfen wollten, beruhigte er sie mit der Erklärung, es polar- Expedition, hat sich gütigst bereit erklärt, am Dienstag, den sei nur Scherz gewesen. Muchow ließ sich dann Bier geben und 22. November 1904, abends 6 Uhr 30 min., im Institut für Meerestrank davon. Plötzlich trat er dicht an Willh Schweizer heran, 309 funde, Georgenstr. 34/36, einen Vortrag mit Lichtbildern über seine Die rechte Hand verbunden hatte, benußte er zum Schießen die linke, den Revolver Hervor und schoß nach dem jungen Manne. Da er Expedition zu halten. Einlaßfarten zu diesem Vortrag sind wochen und wohl nur diesem Umstande ist es zuzuschreiben, daß die Kugel täglich in der Zeit von 9-3 Uhr im Geschäftszimmer des Instituts das Ziel verfehlte und dicht am Kopfe Schweizers vorbeiging. Sie zu haben. Die von dem Justitut für den Zyklus der öffentlichen blieb in der Wand stecken. Die Gäste flohen nun aus dem Lokal, Vorträge ausgegebenen Dauerkarten haben zu diesem Vortrag feine Gültigkeit. Muchow trant sein Glas Bier ruhig aus und ging dann ungehindert fort. Erst gestern vormittag kam der Vorfall zur Anzeige. Ein Selbstmord im Hotel wird aus der Breslauerstraße gemeldet. Dort lehrte gestern, Freitag nachmittag ein etwa 35 Jahre Friedrichshagen. Nach der im Oktober d. I. stattgefundenen alter Mann ein, der fich als Schlosser Hermann Gornatz aus Neu- Personenstands- Aufnahme des Gemeindebezirks beträgt Ruppin in das Fremdenbuch einschrieb und sich eine Stunde nach die Einwohnerzahl zurzeit 12 737. Siervon entfallen auf Westend 14, feinem Eintreffen, gegen 6 Uhr abends auf sein Zimmer begab. Neu- Kamerun 21 und die Kolonie Hirschgarten 208 Einwohner. Im Dort fand man ihn um 712 Uhr tot wieder. Alle Zeichen deuten Vorjahre betrug die Seelenzahl 11 958, es hat demnach eine Zudarauf hin, daß er sich mit Chanfali vergiftet hat. afenahme von 779 Seelen stattgefunden. Aus den Nachbarorten. 410 " Gerichts- Zeitung. Lokomotive etwas zu kontrollieren, zur Seite; er verlor das Gleich nach Aussage seiner Mutter abends auch stets pünktlich nach Teil der Stadtväter nicht recht behagen will, weil dadurch alles, gewicht und stürzte herab. Der Heizer fiel mit dem Kopf gegen die Hause kami. was sie sagen, auch wenn es unrichtig ist, bekannt wird. Auch über Stange einer Signallaterne, behielt jedoch seine Besinnung und ver fuchte fofort wieder aufzustehen, während der Lokomotivführer Straßensperrung. Die Burgstraße zwischen Mühlendamm und die Sigung, in welcher die Bürensteinschen Angelegenheiten verbremste. Um sich zu erheben, griff T., eine Stüße fuchend, mit der Kurfürstenbrüde wird behufs Impflasterung vom 21. d. M. ab bis handelt wurden, erschienen Beitungsberichte, welche Kommerzienrat Bürenstein veranlaßten, bei den Storkower städtischen Behörden das rechten Hand nach der Seite, geriet dabei mit dem Handteller auf auf weiteres für Führwerke und Reiter gesperrt. gegen zu protestieren, daß er Anlaß zu Differenzen gegeben habe. die Schiene und das eine Rad der noch langsam rollenden Maschine Feuerbericht. In der Nacht zum Sonnabend hatte die vierte In der letzten Stadtverordneten- Versammlung tam mum dieser Protest ging dem Unglücklichen über die Hand, dem drei Finger buch Kompagnie der Feuerwehr lange Zeit in der Chausseestr. 53 zu tun. zur Verlesung, worauf man sich in allerlei Mutmaßungen über stäblich abgeschnitten wurden. Inzwischen kam der Stationsvorsteher Dort war in der im dritten Stock des Quergebäudes belegenen den Berfasser der Zeitungsberichte erging und schließlich den des Bahnhofs Jannowitz- Brücke herbeigeeilt, um nachzusehen, wes- Laternenfabrik von J. Schwarz angeblich durch Selbstentzündung abfonderlichen Beschluß faßte, Herrn Bürenstein zu empfehlen, in halb der Zug nochmals halte. Bevor der Stationsbeamte jedoch Feuer ausgekommen, das bei Ankunft des ersten Löschzuges schon Berlin bei den Redaktionen den Verfuch zu machen, den Verfasser cine Frage stellen konnte, rief der Verstümmelte jenem zu:" Be- eine größere Ausdehnung angenommen hatte. Es wurde daher so- zu ermitteln. stellen Sie Reserve- Heizer nach dem Schlesischen Bahnhof," sprang fort eine Dampfsprize in Tätigkeit gesetzt und energisch Wasser geauf die Lokomotive und im nächsten Augenblick fuhr der Zug davon. geben. Trotzdem dauerte es doch geraume Zeit, bevor die Flammen Der ganze Vorfall hatte kaum eine Minute gedauert. Bei der An- erstickt waren. Der entstandene Schaden beträgt 5-6000 M., da kunft auf dem Schlesischen Bahnhof war der wackere Heizer infolge wertvolle Fahrrad- und Wagenlaternen sowie eine größere Menge Wenn ein Arbeiter das öffentliche Interesse wahrnimmt. Wegen des bedeutenden Blutverlustes derartig geschwächt, daß er von der Rohmaterialien vernichtet wurden. Vorher gingen in der MöckernLokomotive herabgehoben und nach dem Stationsbureau gebracht straße 105 Gardinen und Kleidungsstücke in einer Wohnung in wissentlich falscher Anschuldigung hatte sich gestern der Maurerwerden mußte, wo ihm ein Notverband angelegt wurde. Dann Flammen auf, während in der Müllerstraße 35 Modelle in Brand geselle Karl Friedrich Klose vor der vierten Strafkammer des wurde der Verunglückte, der anscheinend auch bei dem Sturz innere geraten waren, der indes vom 16. Löschzuge in turzer Zeit ab- Landgerichts I zu verantworten. Der Angeklagte, der am 13. Juli Verlegungen davongetragen hatte, nach einem Krankenhause ge- gelöscht werden konnte. In der Besselstraße 10 entstand durch der Arbeit aufgehört hatte, erschien am nächsten Tage auf dem zus auf einem Neubau in der Koloniestraße gearbeitet, dann aber mit schafft. Hoffentlich wird dem pflichttreuen Heizer der Heroismus lebertochen von Fett in der Bäckerei von R. Kelm ein Feuer, dessen ständigen Polizeibureau und gab dort an, daß bei der Aufmauerung nicht mit Scherereien wegen der Unfallmeldung gelohnt. Ablöschung aber auch leicht erfolgen konnte. Außerdem liefen noch in den letzten 24 Stunden aus der Pallisadenstraße 2, Utrechter- er Giebelwand an dem Neubau für die Mauersteine stellenweiſe straße und noch aus einigen anderen Orten Marmierungen ein, die wenig Mörtel verwendet würde. Ein Protokoll über diese Mitindes durchweg auf ganz unbedeutende Brände zurückzuführen waren, sofort die Maurerarbeit selbst an, und obwohl ihm nichts auffiel, die ein sonderliches Eingreifen der Wehr nicht erforderten. benachrichtigte er die Bauaufsichtsbehörde. Diese erschien am nächsten Morgen, inspizierte den Bau und stellte feft, daß nirgendwo ein zu geringes Quantum Mörtel zu entdecken war. Infolge= dessen wurde die Anklage gegen Klose erhoben. Dieser bes hauptete, daß er gar nicht daran gedacht habe, eine strafbare Handlung zur Anzeige zu bringen, vielmehr nur den Zweck verfolgt habe, die Polizei zu veranlassen, ein wachia mes Auge auf den Bau zu haben, damit nicht Menschen in Gefahr kämen. Uebrigens hätte er doch zur Besichtigung zugezogen werden müssen, um der Polizei die Stellen zu zeigen, die er im Auge hatte. Ein von ihm als Zeuge vorgeladener Maurergeselle bestätigte ihm, daß die Arbeit Murtsarbeit" gewesen sei und sich breite Fugen zwischen den Steinen gezeigt hätten, weil zu wenig Mörtel verwendet worden sei. Nachträglich, d. h. bevor noch die Bauinspektion kam, seien die Fugen noch schnell verschmiert worden. Die Annahme der Anklage, daß es sich lediglich um einen Racheakt des Angeklagten handle, wurde durch die Verhandlung nicht bestätigt. Staatsanwalt Langen hielt für geboten, die Sachverständigen vorzuladen, die die Giebelwand untersucht haben. Rechtsanwalt eine beantragte dagegen ohne weitere Bertagung die Freisprechung des Angeklagten. zunächst sei dieser sich überhaupt nicht bewußt, eine Straf. Anzeige erstattet zu haben, er habe vielmehr nur für seine Pflicht gehalten, die Polizei auf eine nach seiner Meinung mangelhafte Bauausführung aufmerksam zu machen, durch die tatsächlich große Gefahren für viele Menschen hätten entstehen können. Gerade die Durch das entschlossene Eingreifen eines Schuhmannes ist Reinickendorf. In der letzten Gemeindevertretersizung wurde Bauaufsichtsbehörde sei doch auf die Mitwirkung der Bauarbeiter gestern vormittag am Rosenthaler Tor ein schweres Unglück verhütet beschlossen, zum 1. April 1905 vier Lehrer und eine Lehrerin, zum angewiesen, wenn sie Gefahren rechtzeitig vorbeugen wolle. Außer worden. Gegen 11 Uhr war in der Elsasserstraße das Gespann 1. Oktober vier Lehrer für die Gemeindeschulen neu anzustellen. Die dem sei nichts dafür erbracht, daß der Angeklagte die Anzeige wider eines Milchwagens scheu geworden, und der Kutscher bemühte sich vom Regierungspräsidenten für notwendig gehaltene Anstellung eines besseres Wissen erstattet habe, vielmehr sei das Gegenteil der Fall. vergeblich, die Tiere zu zügeln, die im wilden Galopp nach dem verantwortlichen Gemeinde- Baubeamten wurde abgelehnt, da Der Gerichtshof schloß sich diesen Ausführungen an und erkannte Rosenthaler Tor zu stürmten. Bei dem außerordentlich starken ein Bedürfnis hierzu noch nicht vorhanden sei. Die Mitglieder des auf Freisprechung. Verkehr an diesem Blaß wäre eine verhängnisvolle Katastrophe un- östlichen Bezirksvereins fühlen sich in ihrer Sicherheit bedroht und Man sollte es nicht für, möglich halten, daß unter diesen Umvermeidlich gewesen, wenn nicht der dort poſtenſtehende Schuhmann petitionieren deshalb um die Errichtung einer Polizeiwache ständen ein Arbeiter, der das Wohl seiner Mitmenschen wahrnehmen die drohende Gefahr rechtzeitig erkannt hätte. Durch Winke brachte im östlichen Ortsteil, sowie um Vermehrung der Polizei- will, den Blackereien eines Strafprozesses ausgesetzt wird. Nach er die Fuhrwerke, die das Rosenthaler Tor kreuzen wollten, zum beamten. Da dieses zirka 16 000 Mark Kosten verursachen solchen Erfahrungen werden andere Arbeiter sich schönstens bes Halten, sprang dem heranstürmenden Gespann in die Zügel, ließ würde, Tehnt die Versammlung den Antrag ab. In einer banten, in einer öffentlichen Kalamität helfend einzugreifen! sich eine Strecke mitschleifen, und so gelang es ihm, die Pferde an türzlich stattgefundenen Gerichtsverhandlung wurde ein Angeklagter, Ein schauderhaftes Familienbild entrollte sich gestern vor der der Einmündung dr Lothringerstraße zum Stehen zu bringen. der beschuldigt wurde, Widerstand gegen die Staats- Straffammer des Landgerichts II bei der Verhandlung einer gegen Ein Raubmordverfuch wurde Freitag abend auf dem Wege vom gewalt geleistet zu haben, freigesprochen, weil er den vom Gericht den Arbeiter Sch mo II aus Nauen und dessen Ehefrau gerichteten Bahnhofe Strausberg nach Eggersdorf verübt. Der Täter ist anerkannten Einwand machte, die Reinickendorfer Gemeindediener Anklage wegen Blutschande und schwerer Suppelei. Der Angeflagte Die Vertretung wurde überführt, seine eigene 15jährige Tochter in der gemeinsten verhaftet, sein Opfer liegt schwer verlegt im Krankenhause zu Straus feien als Polizei- Organe nicht erkennbar. berg. Der Bauerngutsbesißer Gunzler aus Eggersdorf war Freitag beschloß deshalb, zum 1. April 1905 die Gemeindedienerstellen in und empörendsten Weise mißbraucht zu haben. Der Ehefrau wurde in Berlin und lernte in der Schankwirtschaft zum Vater Hans" in Amtsdienerstellen umzuwandeln und bewilligte hierzu die not- nachgesagt, daß sie dieses abscheuliche Treiben nicht nur geduldet, der Fidicinstraße den Arbeiter Otto Schulz kennen, der 25 Jahre alt, wendigen Gelder. Die Kosten in Höhe von 500 m. für statistische sondern ihm noch Vorschub geleistet habe. Das als Zeugin voraus Bangerow im Kreise Röslin gebürtig ist und als Junggeselle Erhebungen der Grundstücke und Wohnungen zc., welche in Gemeinschaft geladene Mädchen verweigerte ihr Zeugnis, sie hatte aber seinerzeit in der Chausseestraße 27 zu Mariendorf wohnt. Schulz fah, daß mit der Stadt Berlin bei der nächsten Volkszählung am 1. Dezember vor der Polizei die Schandtaten ihres Vaters tundgegeben und gegen wurden einstimmig genehmigt. die Wahrheit dieser Beschuldigung ließ sich nichts einwenden. Der der Landmann in seinem ledernen Portemonnaie eine größere Geld- 1905 gemacht werden sollen, summe hatte, freundete sich mit ihm an, machte eine Bierreise mit Für die am 12. Dezember 1904 stattfindende allgemeine Geflügel- angeklagten Ehefrau fonnte eine Schuld nicht nachgewiesen werden, ihm und fuhr endlich mit ihm nach Strausberg hinaus, um ihn ausstellung stiftete die Versammlung zwei Preise in Höhe von 75 sie wurde deshalb freigesprochen, der Ehemann dagegen zu drei nach Eggersdorf zu begleiten. Nicht weit vom Bahnhof entfernt und 50 M. Bum drittenmale beschäftigte sich die Gemeindevertretung Jahren Buchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. ging Schulz hinter Gunzler auf der vom Bahnhof durch einen Wald mit der Erhöhung der Umsagsteuer für unbebaute Grundstücke. Die bekannte Angelegenheit der Schußleute Knuth und Beruleit getrennten Chaussee einher, zog plötzlich sein Messer und versuchte, Die im Februar dieses Jahres beschlossene Erhöhung auf 2 Broz. ihm von hinten die Kehle zu durchschneiden. Gunzler erhob noch wurde von der Regierung nicht genehmigt, daraufhin wurden rasch zum Schutz seine Hände und erreichte dadurch, daß der 1½ Proz. festgesetzt und jetzt, da nach der Meinung des Amtscchnitt nicht so tief wurde, als der Räuber beabsichtigt hatte. Beim vorstehers Aussicht auf Genehmigung vorhanden sei, wieder 2 Pro3. Ringen fiel er dann hin und nun trat ihm Schulz wiederholt mit beschlossen. Unsere Genoffen stimmten dagegen. dem Stiefelabjay ins Gesicht. Als der Ueberfallene mit schwacher Schöneberg. Der Entwurf eines Ortsstatuts für das aufwege begriffenen Mann, der abseits ein Bedürfnis verrichtete, in Stimme um Hülfe rief, entfloh der Räuber, nachdem er ihm das mannsgericht ist jetzt von der Kommission, an die er verwiefen empörender Weise mißhandelt zu haben. Das Reichsgericht hatte Portemonnaie mit 120 Mart abgenommen hatte. Ein Sohn Gunzlers, war, durchberaten und fertiggestellt worden. Erhebliche Aenderungen, das Urteil aufgehoben, in erneuter Verhandlung kam aber die der zufällig auf dem Bahnhof in Strausberg war, hörte den Hülfe- die größtenteils von unserem Vertreter beantragt waren, sind leider Straffammer abermals zu einer Verurteilung. Gegen das zweite ruf, eilte mit anderen Leuten seinem Vater zur Hülfe und fand ihn abgelehnt worden. So u. a. bas gewiß berechtigte Verlangen, die Urteil legte Rechtsanwalt Dr. Löwenstein aufs neue Revision ein schwer verwundet daliegen. Der Veraubte wurde nach Strausberg Zahl der Beisiger statt auf 18 auf 24 festzusetzen, sowie die Nicht- und so wird das Reichsgericht wiederum über das Schicksal der beiden in das Krankenhaus gebracht. Da er die Person des Täters angeben fonnte, so wurde noch in der Nacht die Verfolgung auf- aufstellung von Wählerlisten. Es werden also für die ehemaligen Schußleute zu befinden haben. Kaufleute und Handlungsgehülfen gesonderte Listen aufgestellt, in die Der in dem Münzfälschungsprozeß Gelhaus u. Gen. zu sechs genommen. Schulz fehrte im Laufe der Nacht in seine Wohnung alle Wahlberechtigten, deren Eintragung innerhalb zwei Wochen nach Jahren Zuchthaus verurteilte Buchdrucker& a che hat durch seinen zurück, wurde dort verhaftet und der Berliner Kriminalpolizei zu Bekanntgabe des Wahltermins unter Beifügung der erforderlichen Verteidiger Rechtsanwalt 3aufe gegen das Urteil des Schwurgeführt. Das Portemonnaie mit dem Gelde wurde noch bei ihm Bescheinigungen beantragt wird, einzutragen find. Wer diefes gerichts Revision eingelegt. Lache war bekanntlich im Gegensat gefunden. Dennoch bestreitet er, einen Raubmordverſuch oder au fonach versäumt hat, geht seines Wahlrechts verlustig. Die Wahlen zu dem Gutachten mehrerer Sachverständiger von den Gebegangen zu haben. Er behauptet vielmehr, daß Gunzler unterwegs felbst, für die das System der sogenannten verbundenen schworenen für zurechnungsfähig erklärt worden. Die ers sonderbare Ansinnen an ihn gestellt und ihn bedroht habe, wenn er nicht gefügig sei. Darauf habe er ihn abgewehrt, ihm auch das der unbeschränkten Zahl einer Vorschlagsliste Personen verschiedener ist im Gefängnis ebenso geschwäßig und scheinbar harmlos, wie isten maßgebend ist, finden Sonntags statt. Es können somit aus fannte Strafe scheint ihn nicht niedergedrückt zu haben, denn er Portemonnaie weggenommen und sei nach Hause gefahren. Listen nach der Reihenfolge ihrer Stimmenzahl gewählt werden. eine Kellerstube, befindet sich in der Chausseestraße 27 zu Marienzeugung dahin aus, daß die Gerechtigkeit fiegen werde". Nachträglich wird noch gemeldet: Die Wohnung des Täters, Zu der Entschädigung der Beisiger auf seche Mart konnte sich die während der Hauptverhandlung. Er drückt seine felfenfefte ueberein!" Gine dorf. Als gestern drei Kriminalbeamte dort hintamen, war Schulz Mehrheit des Ausschusses auch hier nicht aufschwingen. noch nicht zu Hause gewesen. Da er den Schlüssel mitgenommen hatte, so ließen die Beamten durch einen Schlosser öffnen und hielten fich in der Kammer versteckt. In der Nacht zu gestern um 1½½ Uhr lehrte der erwartete Verbrecher heim und wurde nun festgenommen und zunächst nach dem Amt gebracht, das ihn Sonnabend morgen der Berliner Kriminalpolizei zuführte. In dem Portemonnaie, das der Verhaftete zuerst für sein eigenes ausgab, befand sich zufällig noch ein Zettel mit der genauen Adresse des Vater Hans". Gunzler hatte sie sich besonders aufgeschrieben, weil er dem be freundeten Wirt ein paar Gänse schicken wollte. So erwies sich gleich die erste Behauptung des Verhafteten als eine Lüge. " Raub zu Mixdorf wird nun am 29. d. Mts. noch einmal das Reichsgericht in Leipzig beschäftigen. Die beiden Beamten waren am 31. Dezember 1902 von der Straffammer des Landgerichts II zu längerer Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil der Gerichtshof fie trotz ihres energischen Bestreitens für überführt erachtete, einen auf dem Heim,, Na, Fräulein!" Eine exemplarische Strafe erhielt der KaufSchöneberg. Der Magistrat hat mit Bezug auf den Beschluß mann V. aus Treptow am Freitag von dem Schöffengericht I. Er der Stadtverordneten- Versammlung vom 24. Oktober betreffend die hatte auf der Straße eine junge Dame belästigt und sie dann, als Schaffung einer befoldeten Stadtratstelle be- fie sich seine Budringlichkeit verbat, mit den Worten bedacht:„ Was schloffent, gemäß§ 36 der Städte- Ordnung eine gemeinschaftliche wollen Sie denn, Sie freches Weib!" Der hinzukommende VerSommission, bestehend aus drei Magistratsmitgliedern und fünf lobte der Dame ließ ihn sistieren. Einige Tage nach dem Vorfall Stadtverordneten, einzusetzen. Diese Kommission foll zugleich über erhielt die Dame eine Vorladung zum Schiedsrichter, um sich wegen den von der Versammlung feinerzeit gefaßten Beschluß betreffend angeblicher Beleidigung des Kaufmanns V. zu verantworten. Sie die Schaffung von zwei un befoldeten Stadtratstellen beraten und leistete dieser Aufforderung nicht Folge und stellte gegen den Kläger insoweit als Delegation im Sinne des§ 59 der Städte- Ordnung Strafantrag. Im Termin spielte der Angeklagte den Unschuldigen; gelten. Wie erinnerlich, ist die Mehrheit der Stadtverordneten er wollte der Beleidigte sein und die Dame nur versehentlich anSem Antrage des Magistrats auf Anstellung besoldeter Stadt gesprochen haben. Die Beweisaufnahme zeigte das Haltlose seiner räte nicht beigetreten, erhoffen doch gewisse Streise als deren Behauptungen. Der Staatsanwalt beantragte 100 M. Geldstrafe; Bortführer seinerzeit der Stadtv. Leifig auftrat von einer das Urteil lautete auf zwei Wochen Gefängnis und Tragung der Vermehrung un befoldeter Magistratsmitglieder eine Verstärkung Kosten. 23 ihrer Hausagrarierposition. Ob der Magistrat nachgeben wird, bleibt o abzuwarten. Verfammlungen. Rigdorf. Am 15. November fand im Lokale von Eisermann, Lichtenberg. Von Verwandten des Tischlers Stapelberg, über dessen Verurteilung zu neun Monaten Gefängnis wir gestern berichteten, werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß er nicht Hermannstraße 49, eine Mitgliederversammlung des Wahlvereins wegen jittlicher Berfehlung an den Töchtern des Arbeiters B. ftatt, in welcher Reichstagsabgeordneter Pfannkuch das Referat fondern wegen eines auderen Sittenvergehens verurteilt worden ist. übernommen hatte. Derfelbe führte etwa folgendes aus: Die RigBeim Abspringen von einem fahrenden Straßenbahnwagen ist gestern wiederum eine Frau schwer zu Schaden gekommen. Die 64 Jahre alte Frau Marie Heinide, Graudenzerstr. 11 wohnhaft, benutzte gestern morgen einen Straßenbahnwagen der Linie Streuz berg- Demminerstraße zu einer Fahrt nach dem Alexanderplatz und wollte den Waggon an der Brenzlauerstraße verlaffen. Der Schaffner hatte bereits das Haltefignal gegeben, als Frau H. trotz Warnung des Beamten die Hinterplattform des bereits in langsamer Fahrt befind lichen Waggons verließ. Die S. glitt aus, fiel rüdlings zu Boden ich bieb Desinnungslos, auf dem Straßenpflafter liegen. Die Verunglückte hatte, wie auf der Unfallstation in der Steibelstraße feftNaive Leute führen anscheinend im Stadtparlament zu Storfow dorfer Arbeiterschaft habe zu Beginn der nächsten Woche die Aufgabe, gestellt wurde, eine Gehirnerschütterung erlitten und mußte nach das Wort. Die Potsd. Storr." meldet: In einem feinstädtischen ein Drittel der Stadtverordneten durch Ergänzungswahlen zu ereinem Krankenhause überführt werden. Parlament werden mitunter recht sonderbare Beschlüsse gefaßt. In neuern. Vielfach bestehe nun in abgelegenen Orten die Versuchung, Mit 6565 M. durchgebrannt ist der 20 Jahre alte Handlungs- Storfow war es vor einiger Zeit in der Stadtverordneten- Verfamm mit den bürgerlichen Parteien gemeinsame Sache zu machen. Mehr gehülfe Franz Greue, der einzige Sohn einer Arbeiterwitwe, die lung zu lebhaften Erörterungen wegen eines Grundstücks, das der und mehr müßten jedoch unsere Genossen dabei zu der Ueberzeugung jezt im Südosten die Stelle einer Pförtnerin versieht. Der junge Berliner Kommerzienrat Bürenstein von der Stadt kaufen wollte, fommen, daß eine solche Kompromisselei dem Charakter und dem ProMann war seit einem Vierteljahre bei der Deutschen Grammophon gekommen, weil die Mehrheit dafür einen höheren Preis verlangte, gramm der Sozialdemokratie nicht entspricht, indem der Weg, den Attiengesellschaft in der Ritterstr. 36 als Schreiber angestellt und wie ihn der Magistrat borschlug. Es tamen dabei noch andere wir zu gehen haben, durch unser Programm vorgezeichnet sei. Unsere besorgte auch wichtigere Botengänge. Vorgestern nachmittags 5 Uhr Herrn Bürenstein betreffende Sachen zur Sprache und schließlich ließ Pflicht sei es, alles daran zu ſehen, um größeren Einfluß in Gebekam er von der Gesellschaft 6565 M., die er aus dem Geschäft im fich der Bürgermeister Runge eine rednerische Entgleifung zu meinde, Landtag und Reichstag zu gewinnen, die politische Macht zu indem er den neuen Stadtverordneten erringen. Da nach den legt erzielten Resultaten in der zweiten Abersten Stock nach der Depofitentasse der Mitteldeutschen Kreditbank schulden tommen, Ritter v. Maffei und teilung, und den Erfolgen bei der Landtagswahl in Rigdorf be= Auch unser Parteiblatt in Offenbuch meldet über den Zuzug Kleines Theater. Sonntag: Nachtasyl. Montag: Nachtashl. Diens gründete Aussicht vorhanden sei, in der zweiten Abteilung Mandate bußfertiger Fremder erbauliche Stückchen. In Berlin vergnügt tag: Der grüne Kakadu. Tapfere Kassian." Mittwoch: Nachtasyl. Donners zu gewinnen, so ist es Pflicht eines jeden einzelnen, mit aller Energie man sich am Bußtag bekanntlich in den Bierpalästen. Das ist etwas tag: Der grüne Kakadu. Tapfere Kassian. Freitag: Elektra. Sonnabend bei den Stadtverordnetenwahlen in die Agitation einzutreten. Das so Selbstverständliches, daß es sich gar nicht lohnt, davon Notiz zu idyll. Liebesträume. Serenissimus- Zwischenspiele. Der grüne Kakadu. Tapfere Kassian. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Familien. Referat wurde mit lebhaften. Beifall aufgenommen. Diskussion fand nehmen. Komisch ist nur der Kontrast zwischen der offiziellen Be- grüne Statadu. Tapfere Stassian. Montag: Elektra. Sonntag abends: De nicht statt. Als Kandidaten der dritten Abteilung wurden auf deutung dieses wunderlichen Feiertages, den von ekelhafter Salbung Trianon Theater. Sonntag: Gastons Frauen. Montag: Das Vorschlag des Vorstandes aufgestellt: für den 5. Bezirk May triefenden Leitartikeln, die konservative Blätter ihm zu Ehren los elfte Gebot. Von Dienstag bis Sonnabend: Gastons Frauen. Sonntag, Groger, Ziseleur; 7. Bezirk Paul Mitschke, Steinarbeiter; lassen, und der Art und Weise, in der das Philistertum an diesem nachmittags 3 Uhr: Ihr zweiter Mann. Sonntag abends: Gastons Frauen. 11. Bezirk Gustav Ostermann, Spediteur; 12. Bezirk Franz Tage die Zeit totschlägt. Montag: Gastons Frauen. Thurow, Gewerkschaftssekretär; 13. Bezirk Eigentümer Belle- Alliance- Theater. Sonntag bis Sonnabend: Der MillionenPaerschke. Da die Kandidaten im 1., 6. und 13. Bezirk HausNeber Milchpantschereien wird uns aus München berichtet: bauer. Sonnabend, nachmittags 3 Uhr: Frau Holle. Sonntag, nachmittags besitzer sein müssen, der Vorstand jedoch zurzeit nur einen Haus- Kaum haben sich die Pforten des Gefängnisses hinter einem raffi- 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Montag: Der Millionenbauer. befizer empfehlen kann, bleiben die Kandidaturen für den 1. und 6. nierten Milchpantscher, dem f. t. Hoflieferanten Oskar Maier, ge- Luisen Theater. Sonntag: Die Räuber. Montag: Mein Leopold. Bezirk noch offen. Die Genossen erhalten von der Aufstellung geſchloſſen – er wurde, wie berichtet, ou 1 Jahr Gefängnis vertelt Dienstag: Haſemanns Töchter. Mittwoch: Der Regiſtrator auf Reisen. eigneter Kandidaten noch rechtzeitig Mitteilung. In der zweiten Ab- und sofort verhaftet, so macht schon wieder ein Pantscher- Prozeß Donnerstag: Robert und Bertram. Freitag: Die Reise durch Berlin in 80 Stunden. Sonnabend: Der Registrator auf Reisen. Sonntag, nach teilung wurden aufgestellt für den Nordbezirk die Genossen Georg von sich reden, mit dem sich zurzeit der Untersuchungsrichter be- mittags 3 Uhr: Die Räuber. Sonntag, abends: Die Reise durch Berlin Rambow, Buchbindermeister und Emil Rezerau, kassen- schäftigt. Es handelt sich um jahrelange Pantschereien und Be- in 80 Stunden. Montag: Der Registrator auf Reisen. beamter; für den Südbezirk die Genossen Ferdinand Henning, mit beschränkter Haftung, der unter anderen Zylinderbauern und bis Donnerstag: Bieberleute. Freitag und Sonnabend: Der Familientag trügereien in der Molkerei Wittelsbach, eine Genossenschaft big Qu Lustspielhaus. Sonntag: Drei. Abschied vom Regiment. Montag Schankwirt, Karl Rohr, Galanteriearbeiter und Kassenbeamter Paul Stieler.- Den Bericht von der Kreisgeneralversammlung Professoren diverse Reichsräte u. a. Graf Töning, Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Drei. Abschied vom Regiment. Sonntag erstattete Genosse Engel. In der Diskussion sprach Hoff= Prinz Ludwig von Bayern abends: Der Familientag. Montag: Biederleute. meister die Ansicht aus, daß die Berichte der Gewerkschaften im als Genossenschafter angehören. Daher rekrutiert sich die Kundschaft Carl Weiß Theater. Von Sonntag abends bis Freitag: Sent „ Vorwärts" einen zu breiten Raum einnehmen. Dadurch würden der Molkerei Wittelsbach aus den vornehmsten und höchsten abends: Senta Wolfsburg. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Gebannt und Wolfsburg. Sonnabend, nachmittags 4 Uhr: Schneewittchen. Sonnabend die Berichte der Wahlvereine zu sehr gekürzt. Die Berichte der Ge- reifen. Die aus den Stallungen der Genossenschafter gewonnene erlöst. Sonntag abends und Montag: Senta Wolfsburg. werkschaften gehören, mit Ausnahme derjenigen, welche Lohn- liefert, von wo aus die Kundschaft besorgt wurde. Die Pantschereien Montag bis Dienstag: Der Generalkonsul. Mittwoch, nachmittags 4 Uhr: Milch wurde täglich nach München in die Molkerei Wittelsbach ge= Zentral- Theater. Sonntag: Die Glocken von Corneville. Von bewegungen und Aussperrungen betreffen, in die Gewerkschaftspresse, noch dazu wo viele der Gewerkschaftler nicht einmal„ Vorwärts" wurden nicht in der Molkerei, wo täglich mehrmals Kontrollen und Däumelinchen. Mittwoch abends und Donnerstag: Der Generalkonsul. Leser seien. Auch verurteile er, daß viele Parteigenossen außer Visitationen durch die zuständigen Beamten vorgenommen wurden, Freitag: Das süße Mädel. Sonnabend nachmittags 4 Uhr: Däumelinchen. dem Vorwärts" noch nebenbei" die Lokalpresse lesen. Man solle sondern während der Ausfahrt der Milch auf offener Straße und in Sonnabend abend: Der Generalfonsul. Sonntag, nachmittags 3%, Uhr: die bürgerliche Presse nicht noch durch Abonnement unterstüßen. Hausgängen verübt. Auch mit der in der Molkerei gewonnenen Der Zigeunerbarou. Sonntag abends: Der Generalkonsul. Montag: Der Lorenz widersprach der Ansicht von Hoffmeister, indem er meinte, Butter wurde betrügerisch manipuliert. Der Inspektor soll nämlich Thalia- Theater. Sonntag: Der Troubadour. Montag bis Freitag: daß eine zurücksetzung der Berichte von Gewerkschaftsversammlungen auf dem Viktualienmarkt billigere Butter eingekauft und zu hohen Der Weibertönig. Sonnabend, nachmittags 4 Uhr: Mar und Moriz. ungerecht wäre, indem ein Blick in den Inseratenteil jeden davon Preisen an die Kundschaft als eigenes Fabrikat weiter verkauft Sonnabends abends: Der Weiberkönig. Sonntag, nachmittags 3%, Uhr: überzeugen müsse, daß die e Gewerkschaften den„ Vorwärts" auch haben. Die Untersuchung richtet sich gegen den Betriebsleiter der Charleys Tante. Sonntag abends und Montag: Der Welbertönig. materiell unterstüßen und andererseits auch die Gewerkschaftler den Molkerei Wittelsbach, dem Inspektor Trenntwein, und noch Rafino Theater. Sonntag, nachmittags 4 Uhr: Mutter Gräbert. Bon Sonntag abend bis Sonnabend: Wildes Blut. Sonntag, nachStamm der Parteigenossen bilden. Was das Lesen bürgerlicher einige Angestellten. Blätter neben dem Vorwärts" betreffe, so müsse er von sich mittags 4 Uhr: Mutter Gräbert. Sonntag abends und Montag: Wildes Blut. Apollo Theater. Allabendlich: Berliner Luft. Spezialitäten. Sonn sagen, daß er gern darauf verzichte, wenn der Vorwärts" Berichte tag, 27., nachmittags 3 Uhr: Frühlingsluft und Spezialitäten. über kommunale Angelegenheiten nur annähernd in solcher AusDeutsch- Amerikanisches Theater. Ueber'n großen Teich. Bon führung bringe. Einen Vorwurf tönne man aus diesem Grunde Dienstag ab: New York. darum niemand machen. Dr. Silberstein fordert am Schluß der Versammlung nochmals auf, bei der Stadtverordnetenwahl eine intensive Agitation zu entfalten, damit unsere Kandidaten diesmal mit einer höheren Stimmenzahl gewählt werden als dies bei den letzten Wahlen der Fall war. Unsere Hauptaufgabe müsse jedoch auch dahin gehen, Erfolge in der zweiten Abteilung zu erzielen. Daß dies möglich sei, haben die Landtagswahlen bewiesen; nur sei erforderlich, daß jeder einzelne seine Schuldigkeit tue. oren 3 richtete noch an die Streifenden, gleichviel ob Holz- oder Metallarbeiter, das Ersuchen, sich an den Wahltagen recht zahlreich zur Verfügung zu stellen. Neu aufgenommen wurden 112 Mitglieder. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be nukung für jedermann, SW., Alexandrinenstr. 26. Geöffnet werktäglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. In den Lesesälen liegen zur Zeit 515 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung aus. " " " Verein zur Bekämpfung der Tuberkulose.( Gegründet von ehemaligen Patienten der Heilstätte in Belzig.) Montag, den 21. November, abends 8 Uhr, in Louis Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: Vortrag des Herrn Dr. Paul Bernstein: Pflege des Säuglings in gefunden und franken Zagen. Eintritt frei. Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins. Heute nachmittag 3 Uhr: Deffentliche Versammlung des Vereins in Pachuras KlubHaus, Landsbergerstr. 39( großer Saal). Tagesordnung: 1. Bortrag des Kollegen Lehmann über:" Was will der Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins?" 2. Freie Diskussion. Alle Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen werden zu dieser Versammlung hierdurch eingeladen. Eintritt frei. Kein Trinkzwang. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. ( C. H. 29 Hamburg.) Filiale Berlin 8. Sonntag, den 20. November, bormittags 10 Uhr: Mitglieder- Bersammlung bei Schirm, Badstr. 19. In der humanistischen Gemeinde, Niederwallstr. 12, in der Aula der Friedrichwerderschen Oberrealschule, hält heute Sonntag vormittag 10%, Uhr Herr Dr. Hudolf Benzig einen Vortrag über:„ Das Gelbst as Glaser. VI. Auf eigenen Füßen." Damen und Herren haben freien Zutritt. " Generalkonsul. blich: Diba, full on Mazi Sonntag: Die lette Ehre. Hausfierer Jocele. Gebrüder Herenfeld Theater. Allabendlich: Prinz Levy in Ahlbeck. tag: Therese Serones. Metropol Theater. Allabendlich: Die Herren von Mayim. Sonn Paffage- Theater. Allabendlich: Dida. Wintergarten. Allabendlich: Anne Dancreh. Spezialitäten. Reichshallen Theater. Anabendlich: Stettiner Sänger. Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Sonnabend bis Mittwoch: Bon der Zugspitze zum Waymann. Donnerstag bis Sonnabend: Abends 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Dienstag: Der Aufbau und die Frühlingstage an der Riviera. Anfang 8 Uhr. Invalidenstraße 57-62: Entstehung des Weltalls. Briefkaften der Redaktion. ,, Norges" Untergang. Das See- und Handelsgericht in openhagen verhandelte am 14. und 15. November gegen den Kapitän Gundel, den Führer des am 28. Juni J. untergegangenen dänischen Auswandererschiffes„ Norge", von dessen 788 Passagieren bekanntlich nur 166 gerettet wurden. Der Vertreter der Anklage richtete schwere Vorwürfe gegen den Kapitän, die besonders darauf hinausliefen, daß er den gefährlichen Weg südlich um die RockallFlippen statt des vorgeschriebenen nördlichen Surses gewählt, daß er den Klippen zu nahe gesteuert und auch die allgemeinen Vorsichtsmaßregeln außer acht gelassen sowie in dem gefährlichen Fahrwasser nicht einmal gelotet habe. Im übrigen wurden auch die mangelhaften Rettungseinrichtungen des Schiffes kritisiert, die es mit sich brachten, daß bei einem derartigen Unfall von vornherein 522 Passagiere als unrettbar verloren angesehen werden mußten. Ferner tamen zur Sprache die mangelhaften Untersuchungen der Kompasse vor Antritt der Reise, Anklagen, die sich weniger gegen den Kapitän als vielmehr gegen Det forenede Dampskibselskab" richten. Im allgemeinen stimmten die Anklagen mit dem überein, was bald nach dem Unglück in mehreren sachkundigen Artikeln unseres Bruderorgans Social= E. N. Schöneberg, Sedanstr. 57. Wettende 29. Auf 100 männDemokraten" ausgeführt wurde.- Die Verteidigung stüßte sich liche kommen 103 weibliche Einwohner. Feuerbestattung. Zeitschrift Die Flamme", Berlin, Breitestr. 5. 3. N. M. 129. Bu ersehen im hauptsächlich darauf, daß die dunkle Erscheinung, die der Steuermann Soz. Demt. Prof. Tönnies. BuchOtto und andere Gerettete für die Rockallklippe angesehen haben, ein dreßbuch 2. Band, Teil 2, Seite 153. handlung Vorwärts. Rosenthal. Wenden Sie sich an Georg Weihnacht, Segelschiff gewesen sein könnte, die„ Norge" demnach der Klippe Grünftr. 21, Lokal. G. R. 100. Ja. C. St. 28. Die Stadtbahn nicht so nahe gewesen sei. Die Fahrt südlich von Rockall versuchte wurde eröffnet. Frühjahr 1882. Die Ringbahn 1871 zunächst nur für Güterman mit einem Hinweis darauf zu rechtfertigen, daß auch die verkehr, wenige Jahre später auch für Personenbeförderung.- Dorfschulze. Deutsche Seewarte" diesen Kurs anempfohlen hat. Der 1. Dit genug wird an der Spitze des Briefkastens" darauf hingewiesen, daß Mut und die persönliche Tapferkeit, die Kapitän wie Mannschaft bei schriftliche Auskunft nicht erteilt wird. 2. Deutsch. System Stolze. dem Unglück bewiesen haben, wurden allgemein anerkannt. Das F. C. 42. 3 M. G. R. 20. Mit derartigen Instituten sind wir nicht Urteil des Gerichts wird in einigen Tagen gesprochen werden. vertraut. M. N. 57. Touffaint- Langenscheidtsche Unterrichtsbriefe. Preis 27 M. N. 1. Wenden Sie sich an German Konsul Kleine vermischte Nachrichten. Kleine vermischte Nachrichten. Braunschweig. Gestern Philadelphia Penj. U. S. A. nacht versuchte sich die Witwe des Glasschleifereibesizers Bertling, fasten ungeeignet. P. S. 5. Zur Beantwortung im BriefM. J. 161. Am besten wenden Sie sich an eine der welche sich fümmerlich durch Zimmervermieten ernährte, nebst ihren im 2. Band, Teil 4, Seite 221 des Adreßkalenders verzeichneten Motor H. A. 1. Vorjähriges 75 Bf., diesjähriges 70 Pf., beiden Kindern durch Einatment von Leuchtgas ums Leben zu bringen. fahrzeug- Fabriken. Die Witwe und Braunschw. N. 9th sechsjähriges Töchterchen wurden, wie die Amsterdamer 1 M. 2. Ja. 3. und 4. Liefert beides die Buchhandlung Bot Nachr." melden, in bewußtlosem Zustande nach dem wärts; Preis des Bildes verschieden. 5. Nein. Krankenhause gebracht, während die achtzehnjährige Tochter bereits die Juriftifcher Ceil. tot war. Erschoffen aufgefunden wurde gestern früh in einem Hotelzimmer in Holtenau der Kontorist Buck aus Kiel und die Frau des hiesigen Schutzmannes Laudi. Den Kieler N. Nachr." zufolge haben die angestellten Ermittelungen ergeben, daß es sich um Mord und Selbstmord handelt. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 7 bis 9 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 20. November, vorm. 8 Uhr, im Bürgerſaale des Rathauses, Eingang Königstr. 15-18: Versammlung. " Freireligiöse Vorlesung". Um 10%, Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag 21. 555. 1. und 2. Anfragen darüber, ob wegen eines bestimmten des Herrn Waldeck Manasse:„ Unsere Toten." Gäste, Damen und Herren, Deliftes bestimmte Staaten ausliefern, lehnen wir, wie wiederholt dargelegt, sehr willkommen. grundsäßlich ab, weil das Reichsgericht die Beantwortung solcher Fragen als Arbeiter Samariterkolonne. Montag abend 9 Uhr: Uebungsstunde strafbare Begünstigung angesehen hat. Ihnen steht die Durchsicht der Dresdenerstr. 45. Vortrag der praktischen Aerztin Frl. Dr. Profé über Cholera in Rußland. Ueber das Fortschreiten der Cholera in Staatsverträge in den öffentlichen Bibliotheken frei. 3. Ja. 4. Es kann Knochenbrüche, Berrenkungen und Verstauchungen. Gäste willkommen. Neue 5. Wenden Sie sich Teilnehmer können jederzeit eintreten. Einschreibegeld sowie Monatsbeitrag Rußland wird aus Petersburg telegraphiert: In der letzten Woche strafbare Begünstigung(§ 257 Str.-G.-B.) vorliegen. E. K., Rig je 25 Pf. Bibliothek steht unentgeltlich zur Verfügung. die meisten Grkrankungen in den Gouvernements Griwan, Becher Stranfertaffe für Frauen und Mädchen. Baku und Samara vor, in letzterem 67 Erkrankungen in 12 Drt- dorf, Pannierstr. 59. Wenden Sie sich an den Magistrat, Abteilung für schaften. In den Städten Aftrachan und Saratow famen keine Er- Invalidenversicherung, um Auskunft in Ihrem Falle. Ob die Frau eines Hausreinigers, die tatsächlich die Hausreinigung ausführt, flebepflichtig ist, frantingen vor, hingegen 17 im Gouvernement Astrachan und 21 frankungen vor, hingegen 17 im Gouvernement Astrachan und 21 ist von Fall zu Fall, insbesondere unter Berücksichtigung der Gegenleistungen, im Gouvernement Saratow, und zwar die letzteren in der er Stadt zu entscheiden. Liegt Stlebepflicht vor, so hat die Frau die Hälfte, Barizyn, wo 14 Personen an Cholera gestorben sind. Jm Transtafpi- die andere Hälfte der Wirt zu leben. x. 9. 3. Sie irren. gebiet wurden drei Krankheitsfälle festgestellt. dswauA Vermifchtes.otsowane Dackbrand in Boston. Ein riesiger Dockbrand hat die Warrenlinie sehr geschädigt. Der Materialschaden beträgt 600 000 Dollars. Die Brandstrecke erreichte das Zentrum der Stadt. Die Dampfer entfamen glücklicherweise. Soweit bekannt ist, wurden keine Personen getötet. famen die -w D. M. 8. Sie müssen zunächst Ihre Forderung ausflagen. Auf Grund des vollstreckbaven Urteils können Sie sich dann das Erbrecht des Schuldners in Höhe Ihrer Forderung, nachdem der Erbanfall eingetreten ist, überweisen Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. laffen. S. F., Schwiebus. Leider hat die Klage wenig Aussicht auf Erfolg. Soweit als durch den vorzeitigen Austritt aus dem Dienst durch Gegen die Neger. Der Rassenkrieg gegen Reger treibt in Die Baltüre.( Anfang 7 Uhr.) Dienstag: Die lustigen Weiber von Windsor. dessen Erstattung verlangen. Königliches Opernhaus. Sonntag: Die Hugenotten. Montag: Annahme anderer Kräfte dem Arbeitgeber Schaden erwachsen ist, kann er E. 2. 104. Abfindungen an Stelle der Amerita zu seltsamen Maßregeln. Aus New York wird berichtet: Mittwoch: Siegfried.( Anfang 7 Uhr.) Donnerstag: La Traviata. Freitag: Unfallrente können( abgesehen von Ausländer- und Renten für Witwen, die Die ganze farbige Bevölkerung von Reno( Nevada) wurde am Sinfonie- Matinee. Anfang mittags 12 Uhr. Sinfonie- Abend der Königl. wieder heiraten) nur dann stattfinden, wenn derRentensas 15ẞroz. nicht übersteigt. Donnerstag von den dortigen Polizeibehörden ausgewiesen. Alle Stapelle. Sonnabend: Götterdämmerung.( Anfang 6%, Uhr.) Sonntag: 2. M. 26. Unfallrente wird an die Hinterbliebenen nur dann gezahlt, Farbigen mußten die Stadt innerhalb 24 Stunden berlassen. Die Die lustigen Weiber von Windsor. Montag: Lohengrin.( Anfang 7 Uhr.) wenn der Tod infolge des Unfalls herbeigeführt ist. Morit. Sie können von Reno abgehenden Züge waren mit den Familien der Aus- Neues Königl. Opern- Theater. Sonntag: Julius Cäsar. Mon- lediglich auf Bahlung( einschließlich des Futtergeldes) flagen und dann Ist der Aufenthalt des gewiesenen und ihrem Hausgerät überfüllt. Das Vorgehen der tag: Der Kompagnon. Dienstag: Theodora. Mittwoch: König Richard III. Zwangsvollstreckung in die Sachen betreiben. ( Anfang 22 11hr.) Flachsmann als Erzieher. Donnerstag: König Schuldners nicht zu ermitteln, so ist öffentliche Zustellung möglich. Polizei ist die Folge einer Anzahl Verbrechen von Negern gegen Richard HII. Freitag: Theodora. Sonnabend: Andromache. Gelehrte A. V. Ja. O. 2. 77. 1. Nein. 2. Ja, Sie müßten den Antrag weiße Frauen, als deren Konsequenz Lynchjustiz zu befürchten war. Frau. Sonntag: Theodora. Montag: Flachsmann als Erzieher. auf Ueberweisung von dem von Ihnen zu bestimmenden Datum ab an die Die Polizei wollte auf diese Weise Gesezwidrigkeiten der weißen Deutsches Theater. Sonntag: Don Carlos.( Anfang 7 Uhr.) Mon- Expedition richten. 2. S. K. Sie könnten lediglich auf Abnahme flagen. Bevölkerung verhindern. tag: Kettenglieder. Dienstag: Maskerade. Mittwoch: Maskerade. Eine Frist für Ihre Aufbewahrungspflicht besteht nicht. 2. B. 102. Donnerstag: Maskerade. Freitag: Don Carlos.( Anjang 7 Uhr.) Sonn- Gin fremder Staatsangehöriger, der in den unmittelbaren oder mittelbaren abend: Maskerade. Sonntag, nachmittags 22 Uhr: Stettenglieder. Abends: Staats-, Kirchen, Schul, Kommunaldienst eines deutschen Staates ausMaskerade. Montag: Don Carlos.( Anjang 7 Uhr.) genommen wird und dessen Anstellung von einer höheren VerwaltungsBerliner Theater. Sonntag: Soldaten. Montag: Zapfenstreich. Behörde vollzogen oder bestätigt wird, wird durch die Anstellung Dienstag: Soldaten. Mittwoch: Jm bunten Rod. Donnerstag: Soldaten. als Beamter Angehöriger des betreffenden Staates, es sei denn, Freitag: Ein Teufelstert. Sonnabend: Ein Teufelskerl. Sonnag: Soldaten. in der Bestallung steht ein entgegenstehender Borbehalt. Montag: Unbestimmt. M. I. Besagt der Wortlaut Ihres uns nicht mitgeteilten MietsLessing Theater. Sonntag und Montag: Die Siebzehnjährigen. vertrages nicht etwa, wie in Berlin üblich, das Gegenteil, so hat der Wirt Donnerstag: Die die Reparaturen für Jalousien usw. zu tragen.$. 63. Hat ein Mädchen Dienstag: Traumulus. Mittwoch: Florian Geyer. Siebzehnjährigen. Freitag: Traumulus. Sonnabend: Die Siebzehnjährigen. innerhalb der Konzeptionszeit mit mehreren intim verkehrt, so hat leider Sonntag, nachmittags 22 Uhr: Die versuntene Gloce. Abends: Die weder sie noch ihr Kind einen Anspruch gegen den Erzeuger. Welches die Siebzehnjährigen. Montag: Die Siebzehnjährigen. Stonzeptionszeit ist, ersehen Sie aus den Tabellen S. 36-40 des dem Arbeiterrecht" beigefügten Führers. Seite 169 des„ Arbeiterrecht", vierte Auflage, ist dargelegt, wie weit wegen Alimentenforderungen der Lohn pfändbar ist. Das Buch liegt in den öffentlichen Lesehallen aus. Oftelbien. Eine wunderliche Bekanntmachung" hat der Direktor Schweißfurth vom Emaillierwerk Baruschowig erlassen, der gleich zeitig Amtsvorsteher ist. Sie lautet wörtlich:" Der Zutritt zu dem neuen Maschinenraum, in dem jetzt montiert wird, ist allen Unbefugten strengstens verboten. Erwachsene Arbeiter, welche nicht bei der Montage beschäftigt sind und sich auch nur in den Türen des Maschinenraumes blicken lassen, werden mit dem bollen Tage= Yohne bestraft. Jungens, welche sich in dem Maschinenraum blicken lassen, sind durch zuhauen und kann dies jeder besorgen, der einen solchen Bengel im Maschinenraum sicht." Die Gesetzestenntnis scheint bei dem Amtsvorsteher und Direktor etwas ins Hintertreffen geraten zu fein, alldieweil er sein Selbstbewußtsein allzuforsch ausbildete. Hoffentlich geschieht es dem guten Mann nicht, daß ein ebenfalls mit wenig Gesezeskenntnis versehener Staatsbürger an ihm gelegentlich das Rezept erprobt, das er in seiner Verordnung verschrieben hat. lefen wir: = D. Nein. 10. Ja. Theater des Westens. Sonntag: Undine. Montag: Rigoletto. Dienstag: Bar und Zimmermann. Mittwoch: Die Fledermaus. Donners. tag und Freitag: Wiener Blut. Sonnabend, nachmittags 3 Uhr: Kabale F. G. 115. Da Jhr Vater am 11./2. 34 geboren ist, hat er 520 Marken und Liebe. Sonnabend abends: Rigoletto. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: La Traviata. Sonntag abends: Wiener Blut. Montag: Die Hugenotten. aufzuweisen. Ihre Angaben lassen nicht erkennen, daß zu wenig geklebt ist. National Theater. Sonntag: La Traviata. Montag: Der Barbier 3ft zu wenig geflebt, so fönnen die für die lezten beiden Jahre zu klebenden von Sevilla. Dienstag: La Traviata. Mittwoch: Die Favoritin. Donners- Marken nachgeklebt werden. Ist in der früheren Zeit die Kleberei unterPreußisches Christentum. In der„ Mainzer Volkszeitung" tag: Donna Juanita. Freitag: Fedora. Sonnabend: Figaros Hochzeit. lassen, wiewohl sie erfolgen mußte, so haften die Arbeitgeber in vollem Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Rigoletto. Sonntag abends: Fedora. Mon- Umfange. Die von Ihnen gewünschte Aufklärung finden Sie in der vierten Auflage des Arbeiterrecht" S. 498 bis 501 und S. 607 Nr. 101. Das " Buß- und Bettag war gestern in Preußen und einer tag: Unbestimmt. Neues Theater. Sonntag: Die Kronprätendenten.( Anfang 7 Uhr.) Buch liegt in den öffentlichen Bibliotheken aus.- G. 5. 18. Falls aus Anzahl fleinerer Bundesstaaten, ausgenommen unser Heifenland. Montag: Die Morgenröte. Dienstag: Die Morgenröte. Mittwoch: Die dem Statut nicht das Gegenteil folgt: ja. G. St. 83. Da über die An diesem Tage pflegen seit Jahren Taufende von Fremden aus lustigen Weiber von Windsor. Donnerstag: Die Morgenröte. Freitag: Kündigungsfrist nichts vereinbart ist und da Sie nicht während der Frankfurt, Wiesbaden, dem Rheingau 2c. nach Mainz zu kommen, Die Kronprätendenten.( Anfang 7 Uhr.) Sonnabend und Sonntag: Die Stranfheit entlassen sind, gilt für Sie als Handlungsgehülfen die 6wöchentliche zum Quartalsersten. Keineswegs ist Ihr Chef berechtigt, Sie in einer um fich hier ordentlich auszuleben wir haben wahrhaftig nichts Morgenster Montag: Die Inftigen Weiber von Windsor. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntag: Medea. Montag: anderen Stellung zu beschäftigten als in der, zu der sie sich verdagegen, bringen sie doch viel Geld mit in die Stadt. Die RestauSie haben also Wirtschafterinstüßen- Arbeiten und ders rants, Cafés, das Theater, die Variétés sind überfüllt, Strieg im Frieden. Dienstag: Die Großstadtluft. Mittwoch: Wallensteins pflichtet haben. M. 90. Nein. überall herrscht ein fröhliches Leben und Treiben. In der Lager. Die Piccolomini. Donnerstag: Wallensteins Tod. Freitag: Die gleichen nicht zu leisten. Ihr Chef hat nachzufleben. Großitadtluft. Sonnabend: Wallensteins Tod. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: F. D. 149. Das Beispiel 55 auf Seite 238 des dem„ Arbeiterrecht" Stadthalle amüsierte man sich über Otte Reuttersche Wize, in den Maria Stuart. Sonntag abends: Tyrannei der Tränen. Montag: Wallen- beigefügten Führers durch das bürgerliche Gesetzbuch genügt. Das Buch großen Bierlokalen spielten Damen- und Militärkapellen, ein steins Rager. Die Piccolomini. liegt in den öffentlichen Bibliotheken aus.- U., Namlerstraße. Wenden Bariété hatte sich sogar eine Bärenkämpferin tommen lassen. Und Schiller Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag: Gie sich behuss sachgemäßer Bertretung in Ihrer Unfallsache an Ihre Ges alles das für die Leute, die nach der Vorschrift ihrer Kirche Die Jüdin von Toledo. Montag: Die Tyrannet der Tränen. Dienstag: wertschaft oder an das Arbeitersekretariat, Engel- llfer 15. Eine spätere 5. G. 86. Buße tun sollen. Es sind gerade die sogenannten besseren Mutter Erde. Mittwoch: Die Jüdin von Toledo. Donnerstag: Die Wiederaufnahme ist außerordentlich schwierig. y. 3. Ja. Streise, die nicht oft genug über die Religionslosigkeit Tyrannei der Tränen. Freitag: Die Jüdin von Toledo. Sonnabend: Nein. Sie können die Entfernung des Ungeziefers aus Ihrer Wohnung Mutter Erde. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Mutter Erde. Sonntag verlangen, dem Wirt androhen, daß Sie die Entfernung auf seine Stosten der Sozialdemokratie wettern können, aber den Bußtag hier in abends: Strieg im Frieden. Montag: Tyrannei der Tränen. vornehmen laffen, falls er nicht in einer bestimmten Frist Ihr Verlangen Mainz in der bekannten Weise begehen. Niemand wird es uns Residenz- Theater. Sonntag: Nora. Bon Montag bis Sonnabend: erfüllt, dann mit Hülje eines Kammerjägers Ihre Drohung verwirklichen verargen, wenn wir von einem solchen Christentum nicht viel Eine Hochzeitsnacht. Sonntag, nachmittags 3 1hr Die 300 Tage. Sonn- und die Stoften einklagen. F. C. 4. Erfundigen Sie sich bei dem Vor halten." tag abends: Eine Hochzeitsnacht. Montag: Eine Hochzeitsnacht. mundschaftsgericht wer Vormund ist.- S. N. 7. Auch unsere Meinung. A.JANDORF& Co BRUNNEN- STR. 19/21 SPITTELMARKT 16/17 BELLE ALLIANCE- STR. 1/2 GROSSE FRANKFURTER STR. 113 Am Blücherplatz Ecke Andreas- Strasse Ecke Veteranen- Strasse Ecke Leipziger Strasse Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, soweit der Vorrat reicht. Handarbeiten und Tischläufer vorgezeichnet, Kreuz- und Stielstich, mit Saum ca. 150 cm lang ,,, Rein Leinen" vorgezeichnet, Küchenhandtücher Kreuz- und Stielstich ,, Rein Leinen" Stuben- Paradehandtücher vorgezeichnet, mit Saum und Bordüre ca. 35/35 cm, Nachttischdecken mit Spitze garniert und vorgezeichnet Wandschoner mit Spitze, garniert und vorgezeichnet 70 Pf. 95 Pf. 95 Pf. 28 Pf. 65 Pf. Regenschirme für Herren und Damen Regenschirme Marke ,, Athlet" schönes Stocksortiment Prima Halbseide 395 Taffet ,,, Reine Reine Seide 525 Regenschirme Taffet," Reine Seide, für Herren 6.75 M. und Damen, modernes Stocksortiment 1000 Tage schriftliche Garantie gegen regulären Verschleiss in den Lagen. Neuheit! Schlummerkissen 10 Kissen mit Volant, fertig, mit Füllung 435 435 Neuheit! Originelles Schlummerkissen( 10 mit Volant vorgezeichnet, Postkarten- Form Strümpfe M. Tricotagen 1.20, 1.40, 1.60 M. 1.90, 2.10, 2.35 M. 1.20, 1.40, 1.60 M. 1.90, 2.10, 2.35 M. Herren- Hemden Normalfaçon, 3 Grössen Herren- Hemden Normalfaçon, 3 Grössen Herren- Hosen Normalfaçon, 3 Grössen Herren- Hosen Normalfaçon, 3 Grösseny Damen- Unterjacken weiss oder normalfarbig 48 Pf. mit langen Aermeln 85 Pf. Damen- Strümpfe schwarz, gestrickt, deutsch lang ,,, Wolle plattiert" Damen- Strümpfe schwarz, gestrickt, deutch lang. Reine Wolle" Damen- Strümpfe schwarz, gewebt, englisch lang ,,, Reine Wolle" Damen- Strümpfe gewebt, englisch, lang, buntfarbig geringelt ,,, Reine Wolle" 38, 60 Pt. 75, 95 Pf. Herren- Socken meliert, gestrickt.„ Winterqualität" 65 Pf 75 Pf 28, 38, 60 Pf. Herren- Socken meliert, gestrickt ,,, Reine Wolle" 85, 1.10 M. Corsetschoner weiss, mit Spitzenpasse und Banddurchzug 33 Pf. Corsetschoner mit langen Aermeln, weiss oder normalfarbig, Reine Wolle" Strickwolle schwarz oder meliert, gute Qualität 75 Pt. Zuaven- Jäckchen für Damen Pfund 1.95, 2.40 M. Kinder- Capotten hell oder dunkelfarbig Pfund 2.90 M. Castor- oder Zephyr- Wolle in verschiedenen Farben Kinder- Strümpfe schwarz, engl. lang, 1 × 1 gestrickt für das Alter von ca. 1-2 2-3 3-4 4-5 5-6 6-7 7-8 9-10 10-12 Jahren 68 Pf. 120 Pf. ,, Wolle plattiert" 28 33 38 43 48 53 58 63 Reine Wolle" 40 50 60 70 80 90 100 110 Ein Posten Kinder- Jäckchen zum Überziehen, weiss 75 Pf. Baumschmuck Damen- Untertaillen gefüttert, 3 Grössen 3903 Tricot- Damenröcke zweiseitig, prima Qualitäts Taillen- Tücher für Damen, in schöner Farbenstellung Barchend- Damen- Röcke mit Volant Barchend- Damen- Beinkleider 70 Pf. 2.45 M. 95 Pf., 1.35, 1.85 M. 75, 1.10, 1.45 M. 2.25, 2.75 M. 1.35, 195 M. 1.10, 1.65 M. in verschiedenen Grössen Ein Posten Herren- Westen gestrickt, nur gute Qualität, 2.45 M. Herren- u. Knaben- Sweaters in grosser Auswahl. Pfefferkuchen Puppen- u. Spielwaren- Ausstellung. Photographische Ateliers geöffnet von morgens& Whe 8 Uhr bis abends 9 Uhr. Wir billen Weihnachtsaufträge möglichst bald aufzugeben. 104. Visit 1Person 1,80. 104z. Cabinet 1Person 480. 1D4. Postkarten 1Person 120 Central- Leihhaus, Berlin, Jägerstraße 72, Ecke Kanonierstraße. 877L* 5000 moderne Winter- Paletots und Winter- Anzüge von M. 10, 12, 15, 20, 25-30 Prima. Knaben- und Jünglings- Anzüge, Rammgarn- Anzüge, Hochzeits- Anzüge, wel von Kavalieren nur sehr wenig getragen sind, spot bearbeitet. Ein Posten Teppiche. Herren- und Damen- Stiefel Damen- Mäntel. welche spottbillig." Tausende eleganter Herren- Garderoben grosser Auswahl vorhanden. Poliz. konz. Leihhaus. sind jetzt zum Verkauf gestellt, und sind Bauchsachen, selbst für die korpulentesten Herren passend, in Gummi- Mäntel, Herren- Pelze. Alles fabelhaft billig. Die Verwaltung. Bitte genau auf Nr. 72, Ecke Kanonier- und Jägerstrasse, zu achten. Auch Sonntags geöffnet von 7-10 und 12-2. Nerantwo. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drrd u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 273. 21. Jahrgang. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 20. Mourmber 1904. Arbeitslosenzählung in Charlottenburg. Heute, Sonntag, den 20. November, findet die dritte Arbeitslofenzählung in diesem Jahre statt. Alle Mitglieder der Gewerkschaften und des Wahlvereins fordern wir hierdurch auf, zu der Verteilung und Einsammlung der Arbeitslosenkarten sich in folgenden Lokalen einzufinden und sich recht rege daran zu beteiligen. Diese Stellen find: 1. Ferd. Pasche, Potsdamerstr. 44. 2. Baade, Nehringstraße 25. 3a. E. Müller, Rosinenstr. 3. 3b. Rai, Osnabrüderstr. 4. 5. Adolf Bartsch, Sesenheimerstr. 11. 6. Starl Sellin, Krummestr. 43. 7. Röttger, Leibnizstr. 3. 8. Joseph Hoffmann, Kleiftstr. 15. Da die Arbeitslosenzählung im Interesse der Arbeiter eingerichtet ist, fordern wir die Arbeiterschaft auf, sich am genannten Tage der Sache zur Verfügung zu stellen und durch massenhafte Beteiligung das Resultat der Zählung der Wahrheit so nahe als möglich zu bringen. Der Ausschuß der Charlottenburger Gewerkschaftskommission. Arbeiterinnen Berlins, wahret Eure Rechte! Die Gewerbe- Inspektions- Assessorinnen Frl. Reichert, EngelUfer 4, Frl. Kummert, Georgenkirchplatz 21, Frl. v. Bennigsen- Förder, Die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung, die zum Schuße der Prinzen- Allee 88, find für Arbeiterinnen allein jeden Donnerstag Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter erlassen sind, werden viel- von 7-8 Uhr abends und jeden ersten Sonntag im Monat von fach seitens der Unternehmer nicht beachtet und die Rechte der 9-10 Uhr vormittags zu sprechen. Arbeiterinnen werden oft gekürzt. Die Beschwerdekommission der Arbeiterinnen Berlins. hält der Frauen- und Mädchen- Bildungsverein zu Oberschöneteide Oberschöneweide. Montag, den 21. November, abends 8 Uhr, im Lokal von Schulte, Wilhelminenhofstraße 43, feine regelmäßige Versammlung ab. Frl. Jda Baar hält einen Vortrag über: Die Frau als Arbeiterin". Nach dem Vortrage Diskussion. Gäste herzDas Gesetz bestimmt: Die Arbeitszeit dauert für Arbeiterinnen über 16 Jahre 11 Stunden täglich, mit einstündiger Mittagspause; an Vorabenden von Sonnund Festtagen nur 10 Stunden, und es muß die Arbeitsstätte an von 14-16 dürfen 3c. Frizz Lindstedt, Erasmusstr. 5. 4. Eduard Dörre, Wallstr. 90. diesen Tagen bis spätestens 512 Uhr verlassen sein. ich nur lich willkommen. J. A.: Der Vorstand. Aus der Frauenbewegung.g Aufruf! 10 Stunden mit einstündiger Mittagspause sowie je 12stündiger Frühstücks- und Vesperpause beschäftigt werden. Eingegangene Druckschriften. " Kündigungen und Entlassungen. Gründe für sofortiges Verlassen der Arbeit sind z. B.: Unsittliche Angriffe der Unternehmer Bom Archiv für Socialwissenschaft und Socialpolitik", heraus oder ihrer Vertreter, Thätlichkeiten, grobe Beleidigungen, un- gegeben von Werner Sombart, Max Weber und Edgar Jaffé, welches als regelmäßige Lohnzahlung, bei Accordarbeit nicht ausreichende Be- Neue Folge des Archivs für soziale Gesetzgebung und schäftigung usw. Statistit im Berlage von J. C. B. Mohr( Paul Siebeck) in Tübingen Inhalt des Heftes fezt sich folgendermaßen zusammen: Abhandlungen. erscheint, wurde eben das erste Heft des XX. Bandes ausgegeben. Der Die protestantische Ethik und der„ Geist" des Kapitalismus. Bon Mar Weber. Die genossenschaftliche Bewegung in Belgien und ihre Resultate. Von Louis Bertrand, Brüssel. Die englisch- schottische Bodenleihe. Bon Dr. Adolf Weber, Bonn. Arbeiterkammern. Von Fabrikinspektor Dr. R. Fuchs, Karlsruhe i. B. Gesetzgebung. Die Arbeiterversicherung in Ungarn. Bon Dr. Robert Marschner, Brag. Litteratur. Die politische Dekonomie über die Lohnfrage. Bon Prof. Dr. Otto v. Zwiedined- Südenhorst, Karlsin Frankreich. Von Dr. R. v. Waha, Luxemburg. Neuere Litteratur ruhe. Die Kündigungsfrist beträgt 14 Tage; sie kann durch gegen feitige Vereinbarung ausgeschlossen werden. Wenn Kündigungsfristen bestehen, müssen fie für beide Teile gleich sein. Ausstellung von Zeugnissen. Die Arbeiterin hat das Recht, ein Beugnis über Art und Dauer ihrer Beschäftigung zu verlangen; besondere Merkmale, welche die Schädigung der Arbeiterin zur Folge Es ist ein hocherfreuliches Zeichen des immer wachsenden haben können, sind ungefeßlich und zurückzuweisen. fulturellen Fortschritts unter der Arbeiterschaft, daß sich an Stelle Strafgelder. Bestimmungen über Lohnabzüge in Form von der früheren Gleichgültigkeit gegenüber den Einrichtungen und dem Strafgeldern müssen in der Fabrifordnung, die sichtbar aushängen Geiste der Voltsschule in lezter Zeit endlich im Proletariat das muß, bekannt gegeben sein. Die Verhängung jeder Strafe muß der Bewußtsein der hohen Wichtigkeit der Jugendbildung emporgerungen Arbeiterin ohne Verzug mitgeteilt werden. hat. Die Maffen der Arbeiterschaft beginnen allmählich zu begreifen, Hygienische und Schutzmaßregeln. Arbeitsräume, Arbeitsräume, Betriebswelch' unendliche Bedeutung nicht allein für den einzelnen, sondern vorrichtungen, Maschinen und Gerätschaften sind so einzurichten und für die Zukunft des gesamten Proletariats und damit auch für die zu unterhalten, daß die Arbeiterinnen gegen Gefahren für Leben Zukunft des sozialistischen Gedankens die Entwicklung der Jugend und Gesundheit geschützt sind. Es ist für genügend Licht, reine gute besitzt und wie notwendig es deshalb ist, die tiefe geistige Rück- Luft, Beseitigung von Staub und Abfällen zu sorgen; ebenso find ständigkeit, die längst überlebten Anschauungsformen, die heute noch Schutzvorrichtungen an Maschinen anzubringen. In Anlagen, deren in unserer Volksschule herrschen, durch eine Jugendbildung zu ersetzen, Betrieb es mit sich bringt, daß die Arbeiterinnen sich umkleiden und die modernem Denten und Empfinden, die dem vorwärts drängenden nach der Arbeit reinigen, müssen ausreichende, für beide Geschlechter Geiste der heutigen Arbeiterschaft entspricht. Um aber durch getrennte Ankleide- und Waschräume vorhanden sein. Bedürfnis zubringen gegenüber den reaktionären Bestrebungen der herrschenden anstalten müssen in genügender Zahl vorhanden und so eingerichtet Selaffen, die sich niemals unklar waren über den gewaltigen Einfluß sein, daß Sitte und Anstand nicht verlegt werden. der Schule auf das geistige Leben des Proletariats und die deshalb Arbeiterinnen, achtet darauf, daß diese zu Gurem Schutze erdie Volksschule immer tiefer nach rüdwärts zu steuern streben lassenen gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt und innegehalten dazu bedarf es einer nie ermüdenden, einer stets wachsenden werden. Agitation unter der Arbeiterschaft, dazu bedarf es einer immer erhöhten Anteilnahme der breitesten Schichten des Proletariats an dieser Agitation, dazu bedarf es endlich in noch ganz anderem Maße als bisher auch der Beteiligung der Frauen an dem Kampfe für eine unseren Begriffen entsprechende Neugestaltung der Schule. Bum 22. November ist im„ Eiskeller", Chauffeeſtr. 88, eine Boltsversammlung einberufen, in der Reichstags- Abgeordneter Robert Schmidt wiederum über das Thema:" Volksschule und Volksbildung" referieren wird. Es ist dringend notwendig für alle diejenigen, die Verständnis für diese Kämpfe gewonnen haben, ihr Interesse durch den Besuch solcher Versammlungen zu befunden, und es ist notwendig für alle die, die bisher diesen Kämpfen ferngeblieben sind, sich dort Aufflärung und Belehrung durch Reden und Diskussion zu holen. Nur durch Massenbeteiligung an der Agitation kann ein Fortschritt errungen werden. Genossen und Genessinnen! Kommt so zahlreich wie möglich in diese Versammlung! Die Vertrauensperson. Wir weisen darum von neuem darauf hin, daß nachstehende Personen bereit sind, um es den Arbeiterinnen zu ermöglichen, ohne Nachteile für ihre Eristenz auf Beseitigung der Mißstände in den Arbeitsstätten hinzuwirken, wahrheitsgetreue Beschwerden entgegen zunehmen und für schleunigste Abhilfe Sorge zu tragen. ,, Le Courrier Européen". Wir werden um Aufnahme folgender Anfündigung ersucht:" Am 14. November begann in Paris eine neue wöchentliche Zeitschrift zu erscheinen: Le Courrier Européen" ( Der europäische Courier") unter der Leitung von Björnstjerne Björnson, Salmeran und Seignobus und unter der Mitarbeit von Mitarbeitern der Beitschrift„ Européen", aus welcher dieselben wegen prinzipieller GegenIn der neuen Zeitschrift will die Redaktion dasselbe Ziel verfolgen, das sie fäge mit dem ausschlaggebenden Teile der Administratur ausgetreten sind. im Européen" fid) gestellt hatte: Mitwirken zur Entwidelung der Solidarität der Völker und zur Befreiung der unterdrückten Nationalitäten". Volkshochschulverein zu München gehalten von Dr. J. Unold.(„ Aus Natur Aufgaben und Ziele des Menschenlebens. Nach Borträgen im und Geisteswelt." Sammlung wissenschaftlich- gemeinverständlicher Darstellungen aus allen Gebieten des Wissens. 12. Bändchen.) Zweite, ver besserte Auflage. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig.[ VIII u. 152 S.] 8. Preis geb. 1,2 M., geschmackvoll geb. 1,25 M. Das deutsche Handwerk in seiner kulturgeschichtlichen Ent. Wickelung. Bon Dr. Eduard Otto. Mit zahlreichen Abbildungen.( Aus Darstellungen aus allen Gebieten des Wissens. 14. Bändchen.) 2. Auflage. Natur und Geisteswelt." Sammlung wissenschaftlich gemeinverständlicher Berlag von B. G. Teubner in Leipzig.[ VI u. 154 S.] 8. Preis geh. 1,- M., geschmackvoll geb. 1,25 W. Dr. Alfred Freiherr v. Berger, Dr. Karl Gloffy. Desterreichische Rundschau, 120 Seiten, Band I. Heft 2. Berlag von Karl Stonegen, Bien. Dr. jur. N. Neichesberg, Handwörterbuch der schweizerischen Volks Beamtenvereine, Fleischpreise. Bweiter Band, erfte Hälfte: Forstwesen und wirtschaft, Sozialpolitik und Berwaltung. Erster Band, zweite Hälfte: Handelsgerichte. Verlag Encyklopädie Bern 1903/1904. Die Namen der Beschwerdeführer werden streng geheim gehalten! Beschwerden nehmen entgegen: Fräulein Baader, Blücher straße 49, of II. Frau Bauschke, Rostockerstr. 48, Quergeb. I. Frau Dr. Weyl, Lothringerstr. 67, I. Frau Lut, Waterloo- Ufer 9, Rhenius, Dr., Direktor der Landwirtschaftsschule mit Gymnasialklassen im Laden. Frau Panzeram, Pappel- Allee 128, vorn I. Frau Tiek, zu Samter( Bezirk Posen): Wo bleibt die Schulreform?" Ein Bedruf Blumenstr. 63, I rechts. Frl. Heidemann, Alte Jakobstr. 108, IV. an das Boll der Denter. Gewidmet der deutschen Jugend und ihrem Kaiser. Frl. Grünberg, Köpniderstr. 8b, IV. Frau Jeeze, Rirdorf, Steinmetz- 10 Bogen. Preis 2,50 M. Leipzig, Felig Dietrich. straße 120, of I. Frau Schmidt, Charlottenburg, Wilmersdorfer- Herausgegeben im Auftrage des Verbandsvorstandes von Th. Reipart. Almanach des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes für das Jahr 1905. traße 130. 6. Jahrgang. Für Verbandsmitglieder 0,50 M., im Buchhandel 0,75 M. Verlag J. H. W. Diek Nachf., Stuttgart. Sprechzeit jeden Mittwochabend von 7-9 Uhr. Gewerkschafts- Bureau, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, im Laden. Vorm. 9-1 und nachm. 6-8 Uhr. Frau Dr. Wegscheider- Ziegler. Die arbeitende Frau und der Alkohol. 19 Seiten. Preis 10 Bf. QQQQQQQQQQQQQ Beste Waren. Billigste Preise. Vornehme Mass- Anfertigung! Feste Preise. Bar- Verkauf. ad 2 19 WinterPaletots бизданное für Herren. Unübertroffen reichhaltige Auswahl In sehr vielen Tausenden Exemplaren, Neueste Moden in Stoffen, Fassons und Abfütterungen. 65,- 60,- 55,- 50,- 45.- 50 40.- 36.- 33.- 30,- 27.24.- 21.- 18.- 15.- 12.850 Geh- Pelz Imitat. Feiner Eskimo ,, mit Astrach, BreitschwanzFutter u. echtem Sealbisam- Kragen -50 M. 19 Winter. Anzüge für Herren. Vielseitigste Auswahl für Alltag, Beruf und Festlichkeit. Neueste Geschmacksrichtungen. Moderne Verarbeitungen. Von einfachen bis zu den edelsten Erzeugnissen, in sehr vielen Tausenden Exemplaren. 70,- 60,- 50,- 48.- 45.40.- 36.- 33.- 30,- 27.24.- 21.- 18.- 15.- 12.Winter- Hosen 9. M. für Herren. Gute Stoffe, Moderne Muster Neuest. Schnitt, 14,-12.- 10.- 8.- 6.Q 4 M. 85 Mk. WinterJoppen für Herren, Warme Lodenstoffe, mit dicken, molligen Futterarten. Praktische Fassons. Doppelter, breiter Brust- Ueberschlag. Schutz gegen Erkältung. 19189 Riesen- Läger, Riesen- Auswahl. 27.- 21.- 18.- 15.13.50 12.- 10.- 6.450 Starke Bezugstoffe, Pelz- Joppen durchweg mit Pelzfutter 45.- 36.- 30.- 27.- 21 18 M. Knaben- Mäntel Grosse Posten, wegen Aufgabe der Serien 3 Aechte an oder Mängel bedeutend herabgesetzt, von Mk. rode ne ono2 Geh- Pelze verschiedene Pelzfutter 225.-, 175.-, 135.Knaben- Anzüge Grosse Posten, wegen Aufgabe der Serien oder Mängel bedeutend herabgesetzt, von BAER SOHN Chausseestrasse 24a- 25 Zwischen Invalidenstrasse und Schiller- Theater N. 1190 SPEZIAL- HAUS GRÖSSTEN MASSSTABES laismida 11 Brückenstrasse 11 Zwischen Jannowitzbrücke u. Köpenickerstr.( Ecke Rungestr.) 2 Mk. Meal bo NSLURA dspa an M atred T- sa Gr. Frankfurterstr. 20 Ecke Koppenstrasse Am Bürger- Hospital. -Am Die 24th Winter- Preisliste har samt Herren Kabong wird kostenlos versandt. und Ausstattung mit 200 Abbildungen QQQQQQQQQ Für den Inhalt der Inserate Um 8 Uhr im Theater: Urania, Taubenstr. 48/49. übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Von der Zugspitze zum Watzmann. Verantwortung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater. Sternwarte InvalidenSonntag, 20. November. Anfang 7 Uhr. Opernhaus. Die Hugenotten. Montag: Der Ning des Nibelungen: Die Walküre. Anfang 7 Uhr. Neues königl. Opern Theater. Julius Cäsar. Montag: Der Kompagnon. Deutsches. 7 Uhr. Don Carlos. Anfang Montag: Kettenglieder. Berliner. Soldaten. Montag: Zapfenstreich. Leffing. Die Siebzehnjährigen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Weften. Undine. Montag: Rigoletto. Thalia. Der Troubadour. Montag: Der Weiberkönig. Belle Alliance. bauer. Der Millionen Montag: Dieselbe Vorstellung. National. La Traviata. Montag: Der Barbier von Sevilla. Zentral. Die Gloden von Cornes bille. Montag: Der Generalkonsul. Metropol. Therese Krones. Montag: Die Herren von Marim. Kasino. Mutter Gräbert. Montag: Dieselbe Vorstellung. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Medea. Montag: Krieg im Frieden. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Die Jüdin von Toledo. Montag: Die Tyrannei der Tränen. Neues. Die Stronprätendenten. Montag: Die Morgenröte. Kletues. Nachtasyl. Montag: Nachtashl. Earl Weiß. Senta Wolfsburg. Montag: Senta Wolfsburg. Residenz. Nora. Montag: Eine Hochzeitsnacht. Lustspielhaus. Drei. Abschied vom Regiment. Montag: Bieberleute. cuijen. Die Räuber. Montag: Mein Leopold. crianon. Das elfte Gebot. Montag: Gastons Frauen. Deutsch- Amerikanisches. großen Teich. 3 Ueber'n Montag: Dieselbe Borstellung. Apollo. Frühlingsluft. Spezialitäten. Montaa: Simone. Spezialitäten. Herrnfeld- Theater. Die letzte Ehre. Hausierer Jodele. Montag: Prinz Levy in Ahlbeck. Baffage Theater. Dida. Spezialitäten. Anf. 3 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Balast. Ringkämpfe. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Bon der Zugspige zum Wahmann. Montag: Dieselbe Borstellung. Juvalidenstraße 57/62. Sterit warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Hörsaal: str. 57/62. Tierleben in der Wildnis. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonntag, abends 8 Uhr: Medea. Trauerspiel in 5 Aften von Franz Grillparzer. Montag, abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Dienstag, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonntag, abends 8 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Historisches Trauerspiel in 5 Aufzügen bon Franz Grillparzer. Montag, abends 8 Uhr: Die Tyrannei der Tränen. Dienstag, abends 8 Uhr: Mutter Erde. ANOPTICUM. Kleines Theater Neues Theater. Friedrichstr. 165. ,, Es war einmal-!" Großer orient. Märchenzyklus in lebensgroßen plastischen Figuren mit verbindendem Text und Musikbegleitung. Passage- Theater. Heute Anfang 6 Uhr. Ende 11 Uhr. Kurzes Gastspiel des berühmten Gedankenlesers Bror Sundeen aus Stockholm. Phänomene des sechsten Sinnes. Lucie König, das erstklassige Mädel. Der magische Kessel. Dida die Erschaffung eines Weibes aus d. Nichts. Apollo- Theater. Totensonntag: 8 Uhr: Die November- Spezialitäten und Ein Stierkampf in Barcelona. Kosmograph. Orig.- Aufnahme. Hierauf: Vereinigte Bühnen unter der Leitung von Max Reinhardt. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Montag: Nachtasyl. Anfang 7 Uhr. Die Kronprätendenten. Montag: Die Morgenröte. Dienstag: Die Morgenröte, Mittwoch: Die lustigen Weiber von Dienstag: Zum erstenmal: Der tapfere Kassian. Der grüne Kakadu. Windsor. Palast- Theater Burg Straße 22, früher Feen- Palast. Divettion: Rich. Winkler. Anfang 7 Uhr. Marianne Anfang 7 Uhr. oder: Ein Weib aus dem Volke. Volksschauspiel in fünf Aften. 91 Uhr. Weltmeister Georg Lurich. 91 Uhr. Harry Smith, Jongleur. Mr. Thekley, Hand- und Kopf- Equilibrist. Zentral- Verband der Töpfer Filiale Berlin. Sonnabend, den 26. November 1904 in den Gesamträumen des Gewerkschaftshauses, Engel- Ufer 15 Gr. Herbft- Vergnügen bestehend in Konzert unter Leitung des Dirigenten Herrn R. Tiet. Turnerische Aufführungen, dargestellt von Mitgliedern des Turnvereins Fichte". Gesangs- und humoristische Vorträge. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Alles Nähere befagt das Programm. Billetts inklusive Tanz: Herren 50, Damen 30 Pfennig. Anfang des Konzerts pünktlich 8 Uhr. Ende? Die Kollegen von Nah und Fern sind freundlichst eingeladen. Das Komitee. 196/14 Gustay Behrens ,, Freie Scholle". 99 Der Gesangverein ,, Freie Scholle" feiert am Spezialitäten- Sonnabend, den 26. November, Theater, FrankfurterAllee 85. Montag: Gr. internationale Ringkampf- Konkurrenz. Das großartige Novemberprogramm 1. John Pohl- Abs II, Deutscher, gegen Beaucairois, Franzose. Entscheidungskampf. 2. Diekmann, Rheinländer, gegen Francois de Ridder, Belgier. 3. Romanoff, Russe, gegen Ali Achmed, Türfe. Montag Anfang 7, Uhr. Borvert. 10-1 Uhr an der Stasse. Einlaß 62 Uhr. Preise der Plätze wie gewöhnlich. Neu! Neu! Lily Durand mit ihrer Verwandlungsnummer Neu! New! Großstadtleben. Ostarra Trio großartige Kopfbalance auf schwingendem Trapez, sotvie die noch übrigen erstklassigen Spezialitäten. Deutsche Konzert- Hallen. Viktoria- Brauerei An der Spandauer Brücke 3. Vollständig neu ausgestattet! Täglich: Gr. internat. Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Zirkus Schumann. Heute Sonntag, den 20. November, abends präz. 712 Uhr: Extra- Gala- Vorstellung. Koloss. Erfolg des neuen Programms. Zirkus Busch. ( Totensonntag.) Nur eine Vorstellung 72 Uhr. Mit noch nie dageweſenem Erfolg 11. a.: Neu! Mlle. Briami. Neu Katharina II. Mons. Proserpi. Neu und sensationell! Herr Burkhardt- Foottit, Schulreiter. Frühlingsluft Mons. Agube Gudkow. Reu! Der Operette von Strauß. Montag: Simone. BalettPantomime. Metropol- Theater Einmalige Aufführung: originelle Osetiner Bergbewohner. d. Auftreten abends 82 Uhr, in Waidmannslust im Lokal 37 ,, Schweizerhäuschen" sein Stiftungs- Fest wozu Mitglieder der Bausowie alle Freunde und Gönner hiermit genossenschaft eingeladen sind. 33 Billetts a 25 Pf. sind im , Schweizerhäuschen" zu haben. Der Vorstand. 149/8 Neu! Neu! Go Strickmerikanische Lützowstr. 111-112. Heute sowie jeden Sonntag: Donnerst. u. Freitag: Horsts Nordd.Sänger. A Bierquelle Imbiß und Konzert frei. Jarosch, Frankfurter Straße 67. Täglid: Gr. Bürger- Café Meyer licher Mittagstisch. DresdenerStrasse 128/29. Säle zu Vereinsfestlichkeiten, Ber- Kaffee 10 u. 15, Bier, hell u. dunt., 10 Pf. fammlungen 2c. 3. fulant. Bedingungen. ca. 50 Zeitungen; 2 Billards Std. 40 Ferdinand Butschke empfiehlt sein neueröffnetes 29145* norw. Rittmstr. a. D. Herrn Grimgaard Weiß-& Bayrisch- Bier- Lokal Bernhard Rose- Theater Weidenweg 65, Geertstraße. Der phänom. Amerikaner Mr. Franco und die vorzügl. Programmnummern. Piper, ein musikalisches Phänomen Marno- Truppe, fliegende Afrobaten. Herr Albert Carré 2c. Ferner: Die größte Sensation in Berlin! Münstedts Therese Krones, Liliputaner- ZirkusVolksstück mit Gesang in 3 Akten von Karl Haffner. Musik von Adolf Müller. Raimund: Josef Giampietro. Krones: Fritzi Massary. Anfang 7 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die Herren von Maxim. Im Hörsaal: Um 8 Uhr: Tiere in Kasino- Theater der Wildnis. Lothringerstr.37. Anf.Wch.8, Sonnt.72. National- Theater Mutter Gräbert. Weinbergsweg 12a- 13b. Sonntag, den 20. November 1904: 3. Gastspiel Franzeschina Prevosti: Traviata. Anfang 7 Uhr. Montag: Barbier von Sevilla. Zentral- Theater Abends 72 Uhr: Die Glocken von Corneville. Volksstück mit Gefang in drei Aften von Reiflingen. Borher d. vollst. neue Novemberprogr. 1. a. Die Original- Noranas. : Vorstellung. Die größte Sehenswürdigkeit. Die reizenden fleinen Liliputaner als Birkuskünstler in jedem Genre. Ferner: Sämtl. Spezialitäten u. Dir. Alb. Schumann's Monstredressuren. Um 9, Uhr: Noch nie dagewesener Erfolg, das große mimische Drama in 8 Aften: Gesundbrunnen, Badstraße 58. Heute abend 72 Uhr: Der Goldbaner. Original Schauspiel von Charlotte Birch- Pfeiffer. = Entree 40, Parkett 75 Pf., Sperrfitz 1 M. Morgen Montag große Ertra- Borstellung: Kean oder Genie und Leidenschaft. Stadt- Theater Moabit. Alt- Moabit 47/49. Der Kurier des Zaren. ca. 250 Mitwirkende. 2 Musikkorps. Montag: Gala- Sport- Vorstellung. Gastspiel des Bernh. Rose- Theaters. Münſtedts Colibri. Kurier des Baren. Die Haubenlerche. Gebrüder Herrnfeld- Theater. Nur heute Sonntag, 20. Nov., 8 Uhr: Trianon- Theater. Die letzte Ehre. Das elfte Gebot. Anfang 8 Uhr. Montag und folgende Tage: Operette in 3 giften von Blanquette. Gastons Frauen. Montag und folgende Tage: Der Generalkonsul. Mittwoch und Somabend, nachnittags 4 Uhr: Däumelinchen. Halbe Preise, 2 Kinder ein Billett. Lustspielhaus Friedrichstraße 236. Drei. Luisen- Theater. Schauſpiel in 3 etten b. Mar Dreher. Abends 8 Uhr: Die Räuber. Trauerspiel in 5 Aften v. F. v. Schiller. Morgen: Mein Leopold. Dienstag: Hasemanns Töchter. Mittwoch: Der Registrator auf Reifen. Donnerstag: Robert und Bertram. Deutsch- AmerikanischeS Theater. Köpenickerstr. 67. Zum Hierauf: Abschied v. Regiment. Schauspiel in 1 Att v. D. E. Hartleben Anfang 8 Uhr. Montag bis Donnerstag: Biederleute. W. Noacks Theater. Direttion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Don Carlos. Lazar... Donat Herrnfeld. Hierauf: Hanfierer Jockele. Eine ungar. Dorfgeschichte von A. und D. Herrnfeld mit den Autoren in den Hauptrollen. Billett- Vorverkauf 11-2 Uhr. Morgen und folgende Tage: Prinz Levy in Ahlbeck. Carl Weiß- Theater. Große Frankfurter Straße Nr. 132. Direktion M. Ed. Fischer. Letzte Woche. Senta Wolfsburg. Anfang 8 Uhr. Morgen: Senta Wolfsburg. Heute abend 8 Uhr: Gin bramatisches Gedicht von Friedrich Skala- Theater. 407. Ueber'n TEICH. MALE: grossen Ende 10 Uhr 30. VORANZEIGE. Dienstag, 22. Nov., abds. 18 Uhr! Gastspiel Adolf Philipp. PREMIERE NEW- YORK 5 Bilder m. Gesang a. d. Nachtleb. einer Weltstadt, Text und Musik von ADOLF PHILIPP. Billetts( o. Vorverkaufsgeb.) s. jetzt a. d. Theaterk. sow. b. Wertheim z. h. Residenz- Theater. b. Schiller. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bẞ1. Montag: Dieselbe Vorstellung. Dienstag zum letztenmal: Zar und Zimmermann. WINTERGARTEN. Anfang 8 Uhr. ANNE DANCREY Pariser Sängerin. Baptiste und Franconi, Kopfläufer. Patty- Frank- Truppe, Meisterschaftsturner. Morcaschani, Creolische Sängerin. Everhart, Reifenkünstler. Magic- Kettle- Act, der Wunderkessel. John Weil, Zauberkünstler. Jacob Wunderhund. Montag und folgende Tage 8 Uhr: Lantini, Jongleure. Dir.: Richard Alexander. Heute 8 Uhr: Nora. Heloisa Titcomb, amerik. Singerin Linienftr. 132( a. d. Friedrichstr.) Sensationelles Programm! August kommt. Bosse mit Gesang in einem Aft, jomie 30 internation. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. Otto Pritzkows Abnormitäten- Ausstellung Münzstraße 16. Schauspiel in vier Aften von Ernst von Wildenbruch. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pfg. Parkett und Balkon 1 M. Dienstag, den 22. November, große Extra- Borstellung: Novität. Mutterliebe. Novität. Reichshallen- Theater. Täglich: Stet tettiner Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. allen Freunden und Bekannten. Ecke " Zahlstelle der Freien Volksbühne. Urania. Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: 4712* Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Tanz frei. C. F. Walter. Empfehle mein Lokal zu FestArtushof lichkeiten und Bersammlungen. ( Inh. Adolf Schmidt) Perlebergerstrasse 26 empfiehlt seine 87L* 3 neu renovierten Festsäle mit Nebenräumen Alhambra Wallner- Theaterstraße 15. Jeden ( 800, 300 u. 200 Personen fassend) Sonntag: den geehrten Vereinen zur AbGroßer Ball haltung von Festlichkeiten jeder bei doppelt befektem Orchester. Art, unter coulanten Bedingungen. Anfang 5 Uhr. A. Zameitat. Admiral- Str. 18 c. F. Schulz. Märkischer Hof, Empfehle meine Säle, 100 bis 500 Personen fassend, zu Ber sammlungen und Festlichkeiten; desgleichen Vereinsräume von 10 bis 300 Personen. Jeden Sonntag großer Ball. Wilmersdorf. Restaurant Selke. Brandenburgische Straße 100. Angenehmer Familien- Aufenthalt. Musikalische Unterhaltung. Vereinszimmer( 80 Personen). Billardzimmer. Warme Küche zu foliden Preisen. Graumanns Festsäle Sänger. Theaterbühne. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. In den unteren Sälen jeden Abend 8 Uhr: Militär- Konzert. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Naunynstr. 27. 4762* 3 Kegelbahnen. Nach umfassenden baulichen Veränderungen stehen den pp. Gewerk schaften und Vereinen meine Säle auch Sonntags zu Festlichkeiten, Ber8982* fammlungen 2c. zur Verfügung. Neujahrstag und Sonnabende im Dezember noch frei. Gustav Graumann. H Achtung! Im November cr. berlege mein Vereine! Weiß- und Bairischbier- Lokal 8592* nach Alte Jakobstr. 83, vis- a- vis der Sebastianstraße. Empfehle zwei Bereinszimmer, Saal, zwei Kegelbahnen Kommandantenstr. 65. u. Garten. Gustav Ladewig, Tel.- Amt IV. No. 2991. Anton Boekers Ball- Salon Weber- Straße 17 Fritz Steidl- Sänger. empfiehlt den geehrten Vorständen von GewerkNach i eder Vorstellung im Staisersaal Tanz. schaften und Vereinen seine Säle zu Versammlungen, Hochzeiten, Festlichkeiten; auch steht ein Sanssouci. Saal, ca. 200 Personen fassend, Sonnabends Kottbuser Tor- Stat. der Hochbahn. und Sonntags, und zwei große Vereinszimmer Heute Sonntag: den geehrten Herrschaften zur Verfügung. Bum erstenmal Ein' feste Burg ist unser Gott. Boltsstück in 5 Aften bon Arthur Müller. Morgen Montag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Tanzkränzchen. Dienstag, den 22. November: Täglich Vorstellung Ein' feste Burg ist unser Gott. lebender Kuriositäten Trompeterkorps. Medizinische Rätsel, Eine Hochzeitsnacht. Romsakoff- Truppe, weibl. Kosaken. Sawant in 3 gutten von§. Réroul Cliffe- Berzac mit seinen dressierten Ponies. und A. Barre. Anatole Durosel: Richard Alexander. Permane Bros., Musikal- Akt Sonnte nachm. 3 11hr: Die 300 Tage. Der Biograph. cola Ein deutscher Schulmeister. anatomische Wunder. Berliner Riesen! Zwerge! Ergebenst Anton Boeker, Weberstr. 17. Um Ihnen aber 7992* jekt eine gute Gelegenheit zu bieten, unsere berühmte Sprechmaschine Sonora mit harten Schallplatten( Grammophon. System) billig und unter fulanten Bes dingungen einzukaufen, offerieren Ihnen den Apparat, 130 M. toftete, der früher jekt mit 50M. auf Teilzahlung bei mäßiger monatlich 3 M. Ik- Trio. Phonographene Felix Scheuer Stralsunderstr. 1. Anzahlung, auf eichen Holzkasten, nur ato la len M. 12.- gegen 12 extra laut. Walzen Kasse. Teuere Phonographen und Grammophons auf Teilzahlung. E. Schmidt, Fabrik Alexandrinenstr. 95/96, vorn II. Staga Fischkonserven Direkter eigener Import. Keine Ausnahmepreise. Die Preise gelten für die ganze Saison. Oelsardinen, Dose 30, 40, 50 Pf. Appetit Sild, Dose 30, 45, 60 Pf. Marke Amieux frères, 50 Pf Dose hoch 100 " " Béziers, " Cascadec, 23 Dose, hoch 80, 90, Dose, niedr. 60 Martel, suism Dose 2 m. Schl. " 18-20 Fische 110, Monastère, Dose 125 99 Anchovis, • " 35, 40, 60, Hummer ausgesuchter Qual. Dose.... 65, 95, 170, Büsumer Krabben, Dose 25 u.40" Bratheringe, beste Ostseeware in Champignon- S. 45 u. 80 33 Delikateẞheringe in Wein-, Tomaten-, Champign.- S. 60 u. 100% Bratheringe ohne Kopf, ЯЗН ГОАНИЗЯВАЙ ความ สาม 1619 19 " Sardinen in Tomaten, Amieux frères, Dose. 75 29 Loyannecs in Tomaten u. in Oel, ovale Dose 50 " Kräuterheringe, 4 Liter- Dose 170, " 29" 170 1908 08 Russ. Kaviar, rein im Geschmack, ½ kg 9 u. 12 M. In geräucherten Fischen treffen täglich Eilgut- Sendungen aus Kiel, Eckernförde, Flensburg, Altona, Bremerhaven, Stralsund usw. ein. Versand nach außerhalb ohne Berechnung der Verpackung. 01 Berliner Volks- Chor. ( Dirigent Dr. Zander.) Montag, den 28. November cr., abends 812 Uhr pünktlich und in Wiederholung am Montag, den 5. Dezember cr., abends 81 Uhr pünktlich in der ,, Neuen Welt", Hasenheide 108-114: 16 Das Paradies und die Peri von thebulins Robert Schumann. SS Tolleth 81 21 01 ST 1192 190 Hans Metscher. Hauptgesch.: N., Brunnenstr. 62, Fernspr. III, 3536.8 88 2. Geschäft: SO., Köpenickerstr. 114. 3. Geschäft: N., Brunnenstr. 31. sl1102L 19821 oe 102 220 22 EA 88 Damen- Mäntel. 8C als Selten günstige Gelegenheit zu billigem Einkauf bei Heinrich Rackwitz, jetzt Niederwallstr. 30 A, part. 91b Mache meine geehrte Kundschaft darauf aufmerksam, dass der Einzel- Verkauf meines Engros- Lagers nur noch in den Parterre- Räumen Niederwallstr. 30A, Ecke Kreuzstrasse, Nähe Spittelmarkt stattfindet. Schicke Paletots, neueste Aermel, in schwarz Eskimo u. Cover- Coat auf Seidenfutter 7, 8, 9, 12--45 M. Neueste Haveloks und Capes 7, 9, 11-25 M. Kinder- u. Backfisch- Paletots 5, 6, 12-24 M. Täglich bis abends 9 Uhr, Sonntags bis 2 Uhr geöffnet. Cognac und Rum selbst zu bereiten! Reichel's Echter Cognac- Extrakt Niemals lose, nur in Fl. à 75 Pf., fine Champagne*** Fl. 1.25 M. Keine künstliche Essenz, sondern ein echtes Naturprodukt, ein Destillat edler französischer Weine nach der in Frankreich üblichen Methode der Charente hergestellt. Eine Originalil. Reichels 24 Ltr. Cognac Cognac- Extrakt gibt über von vollem, naturreinem Geschmack und feinblumigem Bukett, der von besseren französischen Marken nicht zu unterscheiden ist. Man überzenge sich, der Geschmack entscheidet! Reichel's Jamaica- Rum- Extrakt Niemals lose! Nur in Orig.- Flaschen à 75 Pf. Volle Stärke*** 1.25 M. Keine künstliche Essenz, sondern ein direktes Produkt des echten Jamaica- Rum in höchst konzentrierter Form. von Eine Originalfl. Reichels 2 Ltr. Rumneem, Rum- Extrakt gibt über Aroma und feinem, natürlichem kräftigem Geschmack, Vorzüglich zu Tee u. Grog. Begeisterte Anerkennungen aus aller Welt! In Deutschland unerreicht! Ein Versuch zeigt die ungeahnte Ersparnis! „ Die De Bei 6 Flaschen die 7te gratis. Wertvolles, illustriertes Rezeptbuch Die kostenfrei. Destillierung im Haushalt" Erhältlich in den durch Plakate kenntlichen Geschäften und bei Berlin SO., Otto Reichel, Eisenbahn- Str. 4. Grösste Spezialfabrik Deutschlands. Echt ist allein das Originalprodukt mit Marke Lichtherz. Lasse sich Niemand durch Nachahmungen täuschen. Nur seidene Blusen. Morgen Serien- Berkauf mehrerer hundert seidener Blusen und bietet derselbe auch Privaten Gelegenheit zu ganz besonders vorteilhaften WeihnachtsEinfäufen. Serie I: Elegante Seiden- Blusen früh. bis 15,00, jett 7,50, 9,50. Serie II: Reinseid. aparte Schottenblujen Serie III: Reinseidene elegante Theaterund Gesellschafts- Blusen Serie IV: Schicke Sammet- Blusen • " " 25,00 13,50, 18,50. " 20,00 12,50, 15,50. 30,00 " 12,50, 22,50. Aenderungen sofort in meiner Konfektions- Abteilung. 2 Adresse genau beachten! Seiden- Engros- Haus Hermann Herzog, Berlin, nur Spandauerstr. 33/35, 1 Tr. links, Ecke Simons- Apotheke. Elegante Herren- Moden Wilhelm Seide listdA asla BERLIN SO., Dresdenerstr. 20,". Etage, am Oranienpl. u. Empfehle mein großes Lager 122L* ein- und zweireihig, Mk. 9. von Mk. 18. an, in Tuch, Paletots Jackett- Anzüge 12, 15, 20, 25,- bis 30. Rock-. Gehrock- Anzüge Kammgarn von Mk. 30.- an. Maßanfertigung zu soliden Preisen. Großes Stofflager. Frack- und Gesellschafts- Anzüge werden verliehen. 81 CA 12, 15-100,00. Frau Weinbaum, Herr Jungblut, Mitwirkende: QA SE S 9 ON 89 Das verstärkte Berliner Tonkünstler- Orchester D 2 potnoM potensia doowntim 9072 Berlins grösstes Teppich 2 Spezialhaus Frau Grumbacher de Jong, Fräulein Erler, Ob 88 Herr Biden. nom OT 2 CA sind's ( 55 Künstler), der Berliner Volks- Chor ( ca.200 Sänger u. Sängerinnen) Einlaßkarten im Vorverkauf 60 Pfennige sind Emil Lefèvre Berlin Oranienstr. 158. S., ( Erweitert b. Prinzessinnenstr.) Höchste Leistungsfähigkeit durch seine und den stev 198lgr zu haben: In sämtlichen Zahlstellen der Freien Volksbühne, der Neuen Freien Volksbühne, bei den Unterrichts- Abenden der Arbeiter- Bildungsschule, 1 bad in den Verbands- Bureaus der Bildhauer, Buchbinder, Holzarbeiter, Lithographen u. Steindrucker, Maler, Metallarbeiter, Sattler, Schneider und im Gewerkschafts- Bureau, sämtlich im Gewerkschaftshause; auch im Bureau der Buchdrucker, Ritterstraße 88. Außerdem bei Augustin, Rest. i. Vorwärts- Gebäude; Siemerling, Mus.- Handlung, W., Nürnbergerstr. 69a, Ecke Kurfürstenstr.; Rühle, Mus.- Handlung, Moritzplatz, Bickhardt, Buchhdlg, Rixdorf, Bergstr. 13, und Philipp& Sohn, Mus.- Handlung, Rosenthalerstr. 40, am Hackeschen Markt. [ 27b] Eintrittskarten an der Abendskasse 75 Pf. Der Vorstand. I. A.: Heimann, Fidicinstraße 18. 00.8 eld de allied sigoT- sie 8 2201 the 9xilialu Riesen Lager Riesen- Umsatz! Zurückgesetzte Teppiche, Prachtexemplare, M. 3,75, 6, 10, 20-100 etc. Gardinen, Portieren, Möbelstoffe, Islay aslidasy 19 Steppdecken etc. Kinderwagen- Bazar ,, Baby" S. Kaliski. Invalidenstr. 160 Geschäft: an der Brunnenstrasse 2. Lager Gr. Frankfurterstr. 115 an der Andreasstraße. 3. Lager Dranienftr. 31 an der Adalbertstraße. 3. Eager Benefitr. 18 am ber Zhurmstrane. 5. Reinickendorferstr. 2e neben d. Markthalle. Auf Nummer achten. 6. Lager Potsdamerstr. 83b an der Göbenstraße. 7. Lager Belle Allianceftr. 107 am Halleschen Thor. 8. Lager Tauenzienftr. 7a an der Nürnbergerstraße. 9. Lager Brunnenstr. 92 an der Rügenerstraße. 10. Lager Spandau, Havelstr. 20. Allerbilligste Cassapr. auch bei gröss. Ratenzahlung. Special- Abteilung für Singer- A., Naumann- Bobbin-, Adler-, Weeler-& Wilson- Maschinen, mit 5 jähr. Garantie. Auch ohne Anzahlung 1 M. wöchentlich. Unterricht wird gratis ertheilt. Reparaturen in eigener Werkstatt billigst. Alte Maschinen nehme bis zu 30,00 Mart in Zahlung. Auf Wunsch kommt Vertreter mit Catalog. Neue Singer A. Schneider, Schneiderinnen u. Versicherungsbeamte etc. von 45.00 an. 9pzes werden als Agenten angestellt. Istegildo Pracht- Katalog mit. 600 Abbildungen etwa Bablokerl 8, 10-60.00. Lieferant der Lehrer-, Postbeamten und des Rabattvereins Norden. 13.50, 18, 22.50-150.00. Bernhard Keilich. Größtes Spielwaren- 19 Schaufenster nur Spielwaren Geschäft der Welt, kein Bazar Gr. Hamburger Str. 21-23, Oranienburger Str. 11, bie 19 Eckhaus, beim Monbijouplatz, Hackescher Markt, Bahnh. Börse, bietet tatsächlich eine Auswahl best gearbeiteter Spielwaren, wie sie größer in der ganzen Welt nicht anzutreffen, nämlich 18 000 verschiedene Nummern dabei zu denkbar billigsten Preisen. bis zu d. feinsten Ausführungen loads soon Gesellschafts- u. Beschäftigungsspiele für jedes Alter, von 10 Pf. an Feinste Kugelgelenkpuppe„ Luise". Hervorragendes Fabrikat. Eigene der Firma geschützte Marke. ff. Bisquitkopf, ff. genähte Lockenperücke, Schlafaugen und Zähne. Dieselbe auch mit natürlichen Augenwimpern. Einfachere, aber gute Gelenk- Täuflinge in verschiedenen Ausführungen ,. ebenso Lederbälge zu ausserordentlich niedrigen Preisen. Eigene Reparatur- Werkstatt. Einzelne Teile, als Köpfe, Arme, Beine werden ohne besondere Kosten aufgesetzt. Braueren Karl Gregory Aktien- Gesellschaft tb hala 100 mosine- ai ban Benplagio su dote off. Berlin N. dous a empfiehlt ihre vorzüglichen Biere, aus bestem Malz und Hopfen hergestellt, als: Lager- Bier( goldgelb) in Gebinden Pilfener Eier( Spezialität) Hofbräu( nach Münchener Art) rt)/ und flafchen. 700L* in künstlerischer Ausstattung auf 19 Wunsch gratis u. franko. Extra billig diverse Teppiche mit Webfehlern! kleinen Rabatt ON gewähre den Abonnenten des ,, Vorwärts". Sie sparen viel Geld durch direkten Bezug. alut Praktische W WeihnachtsGeschenke. Ein Posten prima SmyrnaVelvet- Teppiche mit kleinen Webefehlern 90X175 M. 4.50 130X200 7.65 99 165 × 240 12.10 200X300 17.50 250X350 24.00 99 99 300X400 99 33.50 350X450 99 45.00 400X500, 65.75 Pas Pult- und Bettvorleger sende M. 1.00 u. 2.00. 1190 Teppich- Engros- Haus Hermann Bursch, Spandauerstr. 65-67, 1. Etage. Kein Laden. Zwischen Kaiser Wilhelm- und Bischofstraße. 50/4 Auswärt. Aufträge w. sofort erledigt J.B J. Baer Badstr.26, Prinz- Allee Ecke Herren- und KnabenModen. Berufskleidung. Elegante Paletots und Havelocks. Großes Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maß. Allerbilligste, streng feste Preise. 25788 T EIN T daigneT WAARENHAUS HERMANN TIETZ Montag Dienstag Mittwoch euniiniser Glas 10113-2 Leipzigerstrasse 46-50 Krausenstrasse 44-49. ngemdenen onto Vorzugs- Preise ho9 qb bu 25 32 40 Pf. 28 40 45 Pf. Legal nye haz Soweit der Vorrat reicht. Emaille Eimer ca. 28 cm grosse Form EST .CP grau blau marine 65 70 85 Pf. Eimer ca. 28 cm, fein dekorirt, incl. Deckel 175 240 85 Pf. 115 155 195 80 Pf. 100 110 125 145 Gassschmortöpfe incl. Deckel, 2 Grössen 90 Pf. 110 Gas- Casserollen incl. Deckel, extr. gross, statt 2,40 150 Koch- Töpfe grade Form, 10 Grössen 7 Pf.- 60 Pf. Suppen- Töpfe grosse Form, aus einem 55 Pf. 175 Stück gest.„ Neu" Kaffeekannen 20-65 Pf. Theekannen 50 Pf. Wasserkrüge, Kugelform 60 Pf. Waschschüsseln, weiss, flach u. tief 25 Pf.- 150 Bratpfannen, viereckig statt 1,05 1,20 1,50 M- 801 ohledusse nsual Porzellan Compotièren gepresst Compotièren gepresst ☐ Küchengarnitur, decorirt Glasteller gepresst 5 6 8 Pf. Vorratstonnen 50 Pf. Wannen oval Butterdosen gepresst 18 25 Pf. Essig und Oel 50 Pf. Wasserkessel Käseglocken gepresst 38 45 Pf. Salz- u. Mehlmetzen 100 Compotièren geschliffen 45 55 70 85 95 Pt. Gewürztonnen Glasteller geschliffen 20 22 Pf. Salztöpfe, 6 teilig Citronenpressen weiss 9 Pf. Teller tief und flach, 38 Pf. fein dekoriert Hyacinthengläser weiss, Dtzd.75 Pf. farb. St. 8 Pf. Teller ff. flach, blau 28 Pf. Rand und Linie Gambrinustulpen crystall 32 Pf. Teller, tief u. flach 15 Pf. 150 Dessertteller 25 Pf. Dessertteller 22 Pf. 10 15 18 Pf. Roth- u. Rheinweingläser crystall 25 Pf. Dessertteller 7 12 15 Pf. Fussbecher crystall 28 Pf. Compotteller 6 Pf. Bowlengläser fein geschliffen, crystall 60 Pf. Saucièren 55 Pf. Champagnerschalen fein geschliffen, crystall Rheinweingläser fein geschliffen, crystall Madeiragläser fein geschliffen, crystall Theebecher mit Bordüre Goldrandbecher Viktoriabecher mit Goldrand Käseglocken geschliffen Römer crystall gravirt Römer crystall glatt 60 Pt. Compotièren gross 38 55 Pf. 50 Pf. Theekannen decorirt 50 P. 40 Pf. Butterdosen decorirt 10 Pf. 4 Ltr. 7 Pf., 0,8 Ltr. 8 Pt. 14 Ltr. 25 Pf. Rahmkannen decorirt Satz- Töpfe 6 theilig. Werth bis 3.00 Aufsätze mit Fuss 55 65 Pf. 38 45 Pf. 45 75 Pf. Kaffeeservice für 6 Personen 75 85 Pf. 25 28 30 45 Pf. Tafelservice für 6 Personen Tafelservice für 12 Personen 150 38 45 Pf. 250 275 375 1450 1575 1875 3500 3850 4500 Ein fein dekor. Pf. Ein Posten blaues Porzellan Wert bis 50 Pfg. aussergewöhnlich billig decorirt Meissen Essbestecke Serie L. Ebenholz mit Hotelgabel, 900 statt 12,50 Dtz. Paar Essbestecke Serie II schwarz gebeitzt, 4 Zink Gabel Esslöffel 10 Pf. 375 statt 4,90 Dtz. Paar Kaffeelöffel 5 Pf. Seifnäpfe zum Anhängen nur 75 85 110 Echt Prager Emaille per Stück 10 Pt. schutzreifen mit KupferKochtöpfe 12-36 cm 85 Pf. 100 150 200 250 395 500 Casserollen 1/2 3/4 1 12 2 Liter mit Stiel oder 2 Griffen 75 85 90 Pf. 110 145 Nelsonbrater mit festschliessendem 90 Pf. 280 280 305 Deckel PreisDecorirte Geschirre 25° ermässigung Stahlwaaren Ein Posten Kaffee- u. Theetassen 28 Staunend billig werden die von letzter Saison zurückgesetzten und hochmodernen Herren- Anzüge und Winter- Paletots verkauft. Jackett- Anzüge 850 jetzt 30, 24, 18, 17, Gehrock- Anzüge 19jetzt 33, 27, 25, 21, Winter- Paletots 775 jetzt 36, 30, 25, 20, Einzelne Hosen u. Jacketts schon von. 150 an. Herm. Schendel 38 Oranienstr. 38 3. Haus vom Oranienplatz. Das älteste Rester- Geschäft des S.-O. von Wilh. Mühlbach empfiehlt Refter von Plüschen, Krimmer, Eskimos zu Damenund Kinder- Jacketts zu den billigsten Preisen. Grösste Auswahl in fertiger Konfektion. 10 Oppelnerstr. 10 WEBDIENSTYBLLE gra STUN AUSSTELL EIPZIG FOR DEALE TOUNG- TO 34 УРУЛО ЛЮБІВ 11 CHYOUTBO оть МНИСТЕРСТВА ANGEB 06.061Chausseestr. 16 Etwas ganz Neues Bucal's bietet das Buch ,, Massage im Hause", welches jedem einzelnen völlig kostenlos und portofrel zugesandt wird. Das Buch ist mit vielen Illustrationen versehen und enthält wichtige Ratschläge, um Gesundheit und Kraft zu erhalten und zu fördern. usdo2 Wer im Leben Erfolge erzielen will, wer etwas Besonderes leisten will, wer ein frohes und heiteres Leben führen will, muß auf Erhaltung seiner Gesundheit bedacht sein und sollte deshalb unser Buch ,, Massage im Hause" lesen. Jeder, dem seine Gesundheit am Herzen liegt, jeder, der Krankdaheiten vorbeugen will, jeder, der sich gegen herannahende Schwäche schützen will, lasse sich dieses lehrreiche Buch kommen. Dasselbe bietet gleich großes Interesse für Damen wie für Herren, für jung wie für alt. Die Zusendung kostet absolut nichts und verIch fühle mich um 20 Jahre jünger. pflichtet zu nichts. Eine Postkarte genügt, man schreibe sofort an 000 81 VIBRATOR, G. m. b. H., Berlin 175 Stallschreiberstrafse 8a. Mariendorf 7- dnelob 61033 Chausseestr. 16 Restaurant Hermann Reichardt. Berliner Ressource Kommandanten- Strasse 57. Bum Totenfest bringe ich hiermit allen Kirchhofsbesuchern meine Empfehle meine hocheleganten, renovierten, großen u. Kleinen Festfäle Lokalitäten in Erinnerung. Familien, Gesellschafts- und Vereinszimmer, zu Festlichkeiten und Bersammlungen. Adolf Stein. Regelbahn, zwei Billards, gute Speisen und Getränke( Happold- Bier). [ 10812] Einziges der organisierten Arbeiterschaft zur Verfügung Silvester und ein Sonntag im Februar frei. stehendes Lokal am Ort. 365* Fernsprecher Amt IV, 9675. Prämiiert mit Staats- und Goldenen Medaillen! Höchst beachtenswert! Beste Herren- und Knaben- Garderoben der Gegenwart! Berlin So, Köpenickerstr. Carl Zobel, Berlin So. Ecke 119 Michaelkirchstrasse. Ernst Hess, Harmonika- Fabrik( gegr. 1872) Klingenthal( Sachsen), liefert seine dauerhaft gebauten und auf den Weltausstellungen zu Sydney und Melbourne wegen ihres prächtigen Orgeltones mit dem 1. Preis gekrönten KonzertZug- Harmonikas mit offener Nickel- Klaviatur, 3teil ( 11 Falt.) Doppelbalg, mit vernickelten Stahlblechschutzecken, ff. poliertem Gehäuse u. kräftigen Doppelbässen. Mark 10Tast., 2chör., 2Reg., 50Stimm. 5, 10 3 70 " " " 11 7, 10 4 90 13 99 9, 19 2mal 2chör. 108 10,50 Schule zur Selbsterlernung sowie Kiste und Verpackung umsonst. Porto extra. Glockenspiel 60 Pf. mehr. Reich. illustrierte PreisKataloge üb. Zugharmonikas ( 120 verschiedene Nummern von 2 M. bis 80 M.), Zithern, Violinen, Musikwerke usw. verschicke umsonst und portofrei. 1633b* + Hygienische Bedarfsartikel. Neueft. Katalog m. Empf. viel. Aerzte u. Prof. grat. u. fr. H. Unger, Gummiwarenfabril, Berlin N., Friedrichstr. 131c. 121 Für die Herbst- und Winter- Saison 1904-5 sind die Läger in allen Abteilungen in reichster Auswahl ausgestattet, alle Größen, auch für korpulente Herren, sind vorrätig. Meine Garderoben zeichnen sich besonders durch vorzügliche Verarbeitung, elegante Fassons, tadellosen Sitz und dauerhafte Stoffe aus; für jedes bei mir gekaufte Kleidungsstück übernehme ich volle Garantie. Wie in meinen sieben großen Schaufenstern, so sind auch in meinen Lägern an jedem Gegenstand deutlich mit Druckschrift in Zahlen vermerkte feste Preise, die ich in Anbetracht der Güte so billig berechnet habe, daß ich mich sowohl in fertigen Garderoben wie auch bei der Anfertigung nach Maß von keiner Konkurrenz überbieten lasse. BesichtiZuschneider und Werkstätten im Hause. Der gung ohne Kaufzwang gestattet. Ankleidezimmer in jeder Abteilung. neueste Katalog wird gratis versandt. 657L* Berantiv. Redakteur: Baul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Ginger& Co., Berlin SW. fc m a»« 4. KilU in„Nmiills" Knlim WsdlM»-*««« Versammlungen. Die Konsumgenossenschaften betreiben gegenwärtig in Berlin ein? rege Agitation, um den Genossenschäftsgedanken in die Massen zu tragen und neue Mitglieder für die Konsumvereine zu gewinnen. Eine Reihe von Versammlungen sind zu diesem Zweck in verschiedenen Stadtgegenden abgehalten worden. Bekannte Ver- treter des Genossenschaftswesens traten als Redner aus und legten ihren Zuhörern die wirtschaftliche Bedeutung des genossenschaftlich organisierten Vertriebes der Konsumartikel dar. In nächster Zeit finden noch verschiedene Versammlungen statt, die alle dem gleichen Zweck dienen. Am vergangenen� Freitag fand eine Versammlung in Schmidts Saal in der Gartenstrasse statt. Als Referentin fungierte Frau Dr. Hoffmann. In sachkundiger Rede zeigte sie den Frauen, die be- sonders zahlreich vertreten waren, datz die Arbeiterfrauen, da sie mit knappen Mitteln zu rechnen haben, sich die Vorteile zu eigen machen mühten, welche die Konsumvereine ihren Mitgliedern bieten, indem sie ihnen gute Waren zu möglichst billigen Preisen liefern und ausserdem noch eine Dividende gewähren. Die Wirt- schaftlichen Vorteile, welche die Konsumvereine den Konsumenten gewähren, würden um so grösser sein, je zahlreicher die Mitglieder sind. Jedes neu hinzutretende Mitglied stärke die Leistungsfähigkeit der Genossenschaft. Darum möge jeder, der den Wert der Genossen» schaften erkannt hat, neue Mitglieder werben und dadurch beitragen zur Stärkung des genossenschaftlichen Gedankens und Erhöhung des Nutzens, den die Genossenschaft ihren Mitgliedern bringt. Die blosse Mftgliedschaft könne allerdings nicht viel helfen, die Haupt- fache sei, dah die Mitglieder auch ihren Bedarf im Konsumverein kaufen, denn nur bei möglichst grossem Umsatz könne die Ge- nossenschast die Höhe der Leistungsfähigkeit erreichen. Manche Haus- frau möge vielleicht einwenden, es sei ihr zu weit bis zur nächsten Verkaufsstelle des Konsumvereins. Diesem Nachteil könne abge- halfen werden, indem die Freunde des Genossenschaftswesens in ihrer Nachbarschaft neue Mitglieder werben. Sobald eine genügende Zahl von Käufern in einer Stadtgegend vorhanden sei, werde der Konsumverein nicht säumen, dort eine neue Verkaufsstelle zu er- richten. Möge deshalb jeder dafür sorgen, dass die Genossenschafts- bewegung, die auch eine Waffe sei im wirtschaftlichen Kamps des Proletariats, in Berlin grössere Verbreitung finde, als es bisher der Fall war.— Nach der Referentin sprach Genosse Mücke, ein be- kannter Praktiker auf dem Gebiet des Genossenschaftswesens, sowie Genosse Wurzel. Beide Redner zeigten, dass die Konsumgenossen- schaften in den letzten Jahren in Deutschland erfteuliche-Fortschritte gemacht haben, und dass besonders die Genossenschaft„Produktion" in Hamburg so schnell zu bedeutender Entfaltung gelangt sei, wie man es in der Geschichte der Konsumvereine noch nicht erlebt habe. Das glänzende Vorbild, welches die Hamburger Arbeiterschaft auf diesem Gebiete gegeben habe, verdiene Beachtung und Nachahmung. Hosfentlich sei die Zeit nicht mehr fern, wo auch Berlin, wie in politischer und gewerkschaftlicher Beziehung, so auch auf dem Gebiete des Genossenschaftswesens an der Spitze marschieren werde. Wie in den früheren Versammlungen, so wurden auch am Freitag einige neue Mitglieder aufgenommen, aber der Erfolg ent- spricht den Erwartungen der Genossenschaften noch nicht. Die Agitation wird in nächster Zeit mit Eifer fortgesetzt werden und es ist zu wünschen, dass die unausgesetzten Bemühungen der Vertreter des Genossenschaftswesens bei den Berliner Arbeitern auf frucht- baren Boden fallen und der erwartete Erfolg nicht ausbleibt. Eine öffentliche Photographen-Bcrsammlung hatte die Agitattons- kommisfion der.Abteilung Berlin des Deutschen Photographen» gehülfen-Verbandes"(Fachverein der Photographen) zum Donners» lag nach Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstraße, einberufen. Dlsselbe war von 250 Personen und zwar zu einem großen Teil von noch nicht organisierten Photographen besucht. Gewerkschaftssekretär Brückner wies in sement Referate:.Die Mißstände in der Bezahlung der Ueberswnden mit spezieller Bezug» nähme auf die Weihnachtsarbeit' auf die ungeregelten Verhältnisse im Photographenberuse hin. Seine Ausführungen stützten sich aus authenttsches statistisches Material und entrollten mitunter traurige Zustände. Redner betonte, daß man cS nicht für möglich halten sollte, wie eine verhältnismäßig intelligente Berufsklasse sich derarttges bieten lasse, wie eS die Statistik für die Photographen beweist. Das einzige Mittel dem entgegen zu arbeiten, sei nur in einer starken und festen Organisation zu finden. Die Aus- führungen Brückners fanden reichen allseitigen Beifall. Nach leb- haster Diskussion, in welcher noch so manches trübe Bild entwickelt wurde, kam folgende Resolufion zur einstimmigen Annahme: „Die am 10. November in Feuersteins Festsälen versammelten Photographengehülfinnen und-Gehülfen erklären hiermit, so» weit sie noch nicht organisiert find, sich dem deutschen Photo- graphen- Gehülfenvcrband, Abteilung Berlin, als einzigster und zweckmäßigster Gehülfenvereinigung anzuschließen und dann zu ge« gebener Zeit die Vereinsleitung zu weiteren Schritten gegen diese Mißstände zu veranlassen.— Die Anwesenden erblicken in der festen Organisatton das beste und einzige Mittel, um sich gegen ungerechte und nicht humane Behandlung zu schützen."— In einem Schlußwort betonte Brückner, daß auch jeder einzelne in seinem Kreise für die Organisatton agittcren müsse. Eine ganze Anzahl der Anwesenden ließen sich sofort in den Verband auf» nehmen. Fabrik-, Land- und HülfSarbeitrr-Berband. In der am Sonn- tag abgehaltenen Generalversammlung der Zahlstelle Berlin er» stattete BrunS den Halbjahresbericht deS Vorstandes. An einer Reihe von Einzelfällen zeigte der Redner, dass die Organisation in Berlin und der Umgegend befriedigende Erfolge erzielt hat. In mehreren Fabriken, wo Mitglieder des Verbandes arbeiten, sind Lohnerhöhungen bis zu 1,50 M. pro Woche erreicht worden. Zu diesen gehört auch die Allgemeine ElettrizitätS-Gesellschaft. Hier ist für die Hülfsarbeiter zum viertenmal eine Lohnerhöhung er- langt worden die diesmal 1,20 M., für Vorarbeiter 1,50 M. be» trägt. Die Hülfsarbeiter sind in der Allgemeinen Elettrizttäts- Gesellschaft verhältnismässig besser organisiert als die gelernten Arbeiter. In diesem Betriebe hatte der Verband früher oft Meinungsdifferenzen mit dem Metallarbeiter. beM. dem Handelsund Transporlarbeiter-Berbande wegen Zuständigkett der Organi- sationen für die betreffenden Arbeiter. Diese Differenzen sind jetzt im allgemeinen beseitigt und kann konstatiert werden, dass die kon» kurrierenden Organisationen jetzt nicht nur in der Allgemeinen ElettrizitätS-Gesellschaft, sondern überhaupt in Berlin einträchtig zusammenarbeiten. In anderen Fabriken ist eS der Tätigkeit des Verbandes gelungen, Verkürzungen der Arbeitszeit durchzusetzen, die Einsetzung von Arbeiterausschüssen zu veranlassen und der Organisation Anerkennung zu verschaffen.— Einen erheblichen Teil der Tätigkeit nahm die Bewegung der GummiiArbeiter in An» spruch. Von einer Fabrik ausgehend, verbreitete sie sich über ganz Berlin. Die Forderungen der Arbeiter sind nur in einzelnen Be- trieben durchgesetzt worden, aber die ganze Tarifbewegung ist damit keineswegs aufgegeben. Die Gummi-Arbetter sind gut organisiert, ihre Sache steht im allgemeinen nicht schlecht. Der Verband war an sechs Streiks anderer Gewerkschaften(Holzarbeiter, Steinsetzer und Rammer, Metallarbeiter) beteiligt. 12 Mitglieder wurden ge- maßregelt, sie sind bis auf 2 wieder in Arbeit gebracht worden. Die Angelegenheiten der Organisation wurden erledigt in 3 öfftnt- lichen, 3 Mitglieder», 82 Bezirksversammlungen, 72 Werfftatt- und Fabrikbesprechungen sowie verschiedenen Borstandssitzungen. Im allgemeinen hat die Organisation recht befriedigende Fortschritte gemacht.— Nach dem gedruckt vorliegenden Kassenbericht wurden /V2S.22 M. eingenommen, 3580,97 M. ausgegeben und 3003,38 M. M den Hauptvöchand abgeliefert, so daß ein Bestand von 441,87 M. bleibt. An Streikende und Gemassregelte wurden 1232,15 M., für sonstige Unterstützungen 232,45 M. ausgegeben. Für die Arbeits- losen-Unterstützung war ein Bestand von 4254,80 M. vorhanden, dazu kommt eine Einnahme von 1391,59 M., ausgegeben wurden 197,70 M., bleibt ein Bestand von 5448,64 M. Im Laufe des Halb- jahres ließen sich 69 Arbeitslose eintragen, von denen 23 unter- stützungsberechtigt waren. Zu diesem Punkte ersuchte der Vor- sitzende Bruns die Kollegen, daß sie freiwerdende Stellen dem Ver- bandsbureau melden, damit sie durch arbeitslose Mitglieder besetzt werden können.— Die Zahl der Mitglieder ist im Laufe des Halb- jahres um 400 gestiegen, an, Schluß des Halbjahres hatte die Zahl- stelle 1398 männliche und 81 weibliche Mitglieder.— Nach Erledigung des Vorstands- und Kassenberichts gab Funk einen Bericht über die am 16. Oktober abgehaltene Gaukonferenz, die sich hauptsächlich mit Fragen der Agitation und Organisation befaßte. Darauf erstattete Opitz den Bericht als Delegierter zur Berliner Gcwerkschaftskommission.— Unter Verschiedenem beantragte ein Mitglied, den Lokalbeitrag um 5 Pf. zu erhöhen. Dieser Antrag rief eine lebhafte Diskussion hervor. Er wurde von mehreren Rednern warm befürwortet, von anderen bekämpft. Schliesslich beschloß man, daß der Antrag erst in den Bezirken diskutiert und er dann der nächsten Generalversammlung zur Beschlutzfassung vorgelegt werden soll. Deutscher Textilarbeiter- Verband(Filiale I). Die Filiale be- schäftigte sich am Sonnabend, den 12. November, in ihrer regel- mäßigen Versammlung mit der Lohnbewegung in den Teppich- Webereien. Der Vorsitzende schilderte die Verhältnisse speziell in der Axminsterweberei. Da hier nur drei Fabriken mit dreierlei Arbeitszeit in Bewacht konmien und die Bewegung aus der Mitte der Kollegen und Kolleginnen kommt, ist es wohl an der Zeit hier eine Besserung zu verlangen. In der Diskussion schilderte Last die Verhältnisse in den mechanischen Webereien. Jeder Weber hat dort an seinem Stuhl eine Gehülfin, mit welcher er Hand in Hand arbeiten muß. Da nun eine Arbeiterin nur 8 bis höchstens 12 M. verdienen kann, so lassen häufig die Arbeiterinnen die Arbeit stehen, um sich lohnendere zu suchen. Da durch diesen häufigen Wechsel der Gehülfin auch der Arbeiter in Mtleidenschaft gezogen wird, der eine neue erst anlernen muß, ist es auch sein Interesse, den Lohn der Arbeiterinnen ausgebessert zu sehen. Fräulein Balke schilderte hierauf die Unterhandlung bei der Firma Benjamin u. C o. Die gesorderten Lohnaufbesserungen seien immerwährend verzögert worden, so daß die Arbeiterinnen nicht mehr gewillt sind, länger als bis Montag, den 14. November, zu warten. Auch soll der Chef gemeint haben, daß doch die Arbeiter ihren Mit- arbeiteriunen das, was an ihrer Lohnaufbesserung fehlt, zulegen sollten und datz an die geforderten 15 Prozent isicht zu denken sei. Der Berwauensmann der Firma Baader meinte, dass die Verkürzung der Arbeitszeit von 9>/z auf 9 Stunden wohl durchgeführt werden könnte und dass auch in seinem Betriebe die Lohnverhältnisse in der Art etwa? gerechter geregelt sind, da der Arbeiter zwei Drittel und die Arbeiterin ein Drittel vom Lohn bekommt: allerdings wurde geregelt teilweise auf Kosten der betreffenden Arbeiter. Auch sein Chef weist auf die Firma Feibisch hin, welche am schlechtesten entlohnt und auch keine Nebenarbeit bezahlt. Redner warnte die Arbeiterinnen davor, voreilig zu sein und schon am Montag die Arbeit ruhen zu lassen, da doch bei ruhiger Ueberlegung und Unterhandlung mit der Firma mehr erreicht wird, als durch den Sweik, welcher doch als letztes Mittel angewandt werden soll. Die Arbeiterinnen betonten jedoch, daß sie auf ihren Beschluß bestehen bleiben und am Montag die Arbeit niederlegen. Es liefen hierauf folgende.Resolutionen ein, welche fast einstimmig, auch von den Arbeiterinnen, angenommen wurden: Die heutige Versammlung beauftragt den Vorstand, Schritte zu einer allgemeinen Agitation zwecks Hebung der Lage der in Axminster-Wevereien beschäfttgten Arbeiter und Arbeiterinnen zu unternehmen. Die am 12. November bei Merkowstt stattfindende Mttglieder- versannnlung erkennt die von den Arbeitern und Arbeiterinnen der Firma Benjamin gestellten Lohnforderungen als gerecht an und stellt denselben anheim, den vonseiten des Chefs bis Donnerstag, den 17. November, in Aussicht gestellten Bescheid abzuwarten. Sollte derselbe nicht zu ihrer Zufriedenheit ausfallen, so haben sie sich mit der Filialleitung in Verbindung zu setzen resp. die Fachkommission anzurufen. Hierauf forderte Last noch auf. doch zahlreicher in den Ver- band einzutreten. Unter„Verschiedenes" ehrte die Versammlung noch das Andenken des verstorbenen Kollegen Schlüter durch Erheben von den Plätzen. Eine öffentliche Versammlung hielt am Freitag, den 11. November, bei Patt. Dragonerstr. 15, das Gewerkschaftskartell für Berlin und Umgegend ab. Zunächst erstattete der Kassierer den Kassenbericht vom letzten Quartal. Demzusolge betrugen die Einnahmen 1969,33 M., denen gegenüber eineAusgabe von 1583,17 M. stand.—Hierauf berichtete Jonny Hinrichsen über die letzten Gewerbegerichtswahlen. Redner führte nochmals die Gründe an, die das Kartell veranlassten, mit eigenen Kandidaten selbständig in die Wahl emzutteten. Die ausser» ordentliche starke Wahlbeteiligung in diesem Jahre sei wohl auf die rege Wablagitation, wie sie von feiten des Gewerkschafts- Kartells und der Gewerischasts- Kommission entfaltet worden sei, zurück zu führen. An der Agitatton der letzteren übte Redner eine scharfe abfällige Kritik. Was die Gewerkschastskommission damit hat bezwecken wollen, sei nicht enffernt von ihr erreicht worden. Im Gegenteil, denn das Ergebnis der Wahl für das Kartell sei unter Berücksichtigung der Umstände ein sehr günstiges Resultat. Betreffend die Erklärung deS Ausschusses der Gewcrk- schafts-Kommiffion in der Nr. 243 des„Vorwärts" verlas Redner das Protokoll der PreßkommissionS» Sitzung, woraus deutlich hervorgeht, daß die Gewerkschaftskommission bei der Redaktion die Forderung gestellt und begründet hat: den lokalistischen Gewerkschaften den„Vorwärts" zu sperren. Auf den Bericht folgte eine längere Debatte.\n der Juppen- latz(Zimmerer) vieles an der Wahl und dem Kartell- Ausschuß zu bemängeln hatte. Dem traten Hoffmann(Töpfer), M i ch u I(KonfektionSarbeiter) und Berndt(Maler) scharf ent- gegen.— Den im Ausstand befindlichen Tischlern und Musik» mstrumenten-Arbeitern wurde seitens der übrigen Gewerkschaften die Sympathie und die weitgehendste Unterstützung zugesichert. Die Metallarbeiter-Gewerkschaft hielt am Sonntag im „Englischen Garten" ihre nur schwach besuchte Generalversammlung ab. Zedier sprach zunächst über den derzeitigen Stand der Aussperrung in der Gelbmetall-Jndustrie, woran auch eine Anzahl Mitglieder der Gewerkschaft beteiligt find. Redner bezeichnete die Haltung und Opferfreudigkeit der Aus- gesperrten als eine vorzügliche; behielt sich indessen vor, auf tattische Fehler der Streikleitung bei diesem Kampfe nach dessen Beendigung noch näher einzugehen.— Die Arbeitsvermittelung der Gewerkschaft funktioniert den Verhältnissen entsprechend befriedigend.— Den Kassenbericht für das 3. Quartal verlas und erläuterte W i e S n e r. Demnach wurden vereinnahmt 7159,05 M. und verausgabt 5836,79 Mark, darunter 2205,25 Mk. an Streikunterstützung und 73,14 M. für Rechtsschutz, während 1944,95 M. dem Hauptvorstande über- wiesen wurden. Inklusive des bisherigen Kassenbestandes ver- blieben der Gewerkschaft 2975,49 M.; der Bestand der Lokalkasse be» trägt 1036,63 M.— Nach längerer Aussprache über den Unter. stützungSmodus während der gegenwärtigen Lohnbewegung wurde beschlossen, als MietSzuschuss für den Monat Dezember den am Gürtler- und Drückerstreik beteiligten verheirateten Mitgliedern je 10 M. und den ledigen je 5 M. aus Vereinsmitteln zu zahlen. Um auch die weiterhin erforderliche Unterstützung im ausreichendem Masse leisten zu können, wurde ferner beschlossen, daß während der Dauer des Streiks alle Mitglieder mit einem Wochenverdienst von über 24 M. zur Zahlung eines Extrabeitrages von wöchentlich 50 Pf., und alle Mitglieder, die unter 24 Mk. verdienen, zur Ent- richtung von monatlich 50 Pf. verpflichtet seien.— Hierauf wurden gewählt: als Bezirkskassierer für den Süden Scholz; in die Presskommission des Vereinsorgans P i tz o n k a und G r o t h; als Beisitzer im Hauptvorstande E. D e ck e r; als Kartell- delegierter B u t h; als dessen Stellvertreter S ch a k o h l und als Bibliotheksrevisor S ch m e t tz e r. Der Fachverein der Tischler hielt am 10. November seine Generalversammlung ab. Den Vorstandsbericht gab der Vorsitzende H a n e l. Es fanden im letzten Vierteljahr eine Generalversamm- lung und eine außerordentliche Generalversammlung, 2 öffentliche und 12 Bezirksversammlungen statt. Die Geschäfte des Vorstandes wurden in 9 Sitzungen erledigt. Differenzen brachen in 15 Werk- stellen aus, darunter in 4 Bautifchlercien wegen Anerkennung des Nettotarifs. Rechtsschutz erhielten zwei Kollegen.— Den Kassenbericht gab der Kassierer M. Deutschmann. Die Einnahme betrug einschließlich Bestand 3978,65 M., die Ausgabe 1802,77 M., bleibt Bestand 1275,88 M.— Ueber den Stand der gegenwärtigen Aussperrung referierte Heinrich Süverling. Die Zahl der Ausgesperrten und Arbeitslosen beträgt 91. Der Referent forderte die Anwesenden auf, mit allen Kräften dafür einzutreten, die aus- gesperrten Kollegen materiell und moralisch zu unterstützen, um so den Unternehmern zu zeigen, daß die Berliner Tischler auch Solidarität besitzen und ihre ausgesperrten Arbeitsbrüder nicht untergehen lassen. Die Diskussion war eine sehr lebhaste und be- wcgte sich im Sinne des Referates. Hierauf wurde folgender Be- schluß einstimmig gefaßt: „Die Generalversammlung beschließt, der wöchentliche Beitrag beträgt während der Zeit der Aussperrung das dreifache, 1,05 M. Diejenigen Mitglieder, welche diesem Beschlüsse nicht nachkommen, haben bei eintretender Arbeitslosigkeit infolge der Aussperrung keinen Anspruch auf Unterstützung. Dieser Beschluß tritt mit der 46. Woche in Kraft." Außerdem wurde beschlossen, die Arbeitslosen mit zu unter- stützen.— Herrn. P o s s e l t verlas hierauf aus den drei letzten Nummern der„Holzarbeiter-Zeitung" die Artikel, in welchen der Vorstand des Fachvereins angegriffen und beleidigt wird, was in der Versammlung allgemeine Entrüstung hervorrief. Die Per- sammlung sprach sich dahin aus, daß man sich nicht mehr mit der verkehrten Taktik des Holzarbeiter-Verbandes solidarisch erklären dürfe und nahm einstimmig folgende Resolution an: „Die heutige Generalversammlung weist die in den letzten drei Nummern der„Holzarbeiter-Zeitung" veröffentlichten, an den Vorstand des Fachvereins gerichteten Angriffe mit Entrüstung zurück. Sie erklärt sich mit den vom Vorstande getroffenen Maß- nahmen einverstanden und bedauert, daß die„Holzarbeiter-Zeitung" durch unwahre Behauptungen einerseits und durch gehässige An» griffe gegen den Vorstand des Fachvereins andererseits die Ein- tracht, welche während des jetzigen Kampfes in unserem Gewerbe unter den einzelnen Organisationen herrschen soll, zu zerstören versucht." A. T r e b s ch gab die Namen der verschiedenen Streikbrecher bekannt, welche in der Fabrik von I. C. Pfaff arbeiten.— Zum Sö�uß nahm die Versammlung den Antrag an, daß sie sich mit der Handlungsweise des Vorstandes voll und ganz einverstanden erklärt. Wilmersdorf. Eine gut besuchte Versammlung der hiesigen Zahlstelle der Vereinigung der Maler. Lackierer, Anstreicher, Tüncher und Weihbinder(Filiale Charlottenburg) tagte hier am 10. d. M. im Lokale des Herrn N a t u s ch. In derselben hielt Jakoveit» Berlin ein Referat über die wirtschaftliche.Lage in unserem Gewerbe. Der Redner empfahl, um durch Zahlen die mißliche Lage der Be. rufSkollegen näher beweffen zu können, die Vornahme einer Statistik. mit welcher Berlin vor kurzem schon den Anfang gemacht habe. In der Diskussion, an der sich Rebel. Kühl, Albrecht, M a tz k e und Flemming beteiligten, wurden die Ausführungen des Referenten durch viele Beispiele näher bekräftigt und die Vor- nähme einer Statistik auch für Charlottenvurg und Wilmersdorf gut geheißen. Fragebogen zu diesem Zweck sollen vom 1. Dezember ausgegeben lverden und wird gebeten, die Rubriken ßenau auszu- füllen. Köhler als Gcwerbegerichtsbeifitzer gab einen genauen Bericht über die Tätigkeit des Wilmersdorfer GewerbcgerichtS für die letzten 2 Jahre. In der Diskuffioi' hierüber wurde die Laug- samkeit des Gewerbegerichts lebhaft bedauert. Der Wahlverein für Wilhelmsruh und Umgegend hielt am Sonntag, den 13. November, feine erste Mitgliederversammlung im neuen Vereinsjahre im Lokal Krieg in Nordend ab. Den Vereins- bericht gab Kemnitz, ebenso den Bericht von der Kreiskonferenz. Unter Vereinsangelegenheiten wurde beschlossen, für Wilhelmsruh den DiSkutterabend am ersten Dienstag nn Monat, die Mitgliederversamm- lung am zweiten Dienstag und den Zahlabend am dritten Dienstag statt- finden zu lassen, mit der Maßgabe, daß der DiSkutterabend nur zur gegenfeittgen Belehrung über unsere polittschen Forderungen dienen soll. Mtgliederversammlungen sollen jetzt stets mit einem Vortrage eingeleitet werden. Für den Vereinsbezirk Nordend sollen die Mtgliederversammlungen am Sonntag nach dem Ersten statt« finden.— Der Wahlverein für Wilhelmsruh zählt nach einjährigem Bestehen 95 Mitglieder, von denen 22 in Nordend, 5 in Rosenthal wohnen und sich auf folgende Gewerbe verteilen: 27 Arbeiter, 11 Schlosser. 6 Töpfer. 6 Maurer, 6 Dreher, 4 Gastwirte, 5 Former. 3 Maler, je 2 Tischler. Lederarbeiter, Schneider, Schmiede, Steindrucker, Händler. Zuschneider, je 1 Metallschleifer. Mechaniker, Rentenempfänger, Schuhmacher, Kontorist, Kürschner, Posamentter, Bügler, Gerber, Klempner, Bildhauer, Zimmerer. Kellner. Hobler. Die Vereinseinnahme bettug im ersten Vereinsjahr 162,62 M., die Ausgabe 90,09 M., der jetzige Bestand 72,53 M. Der Vorstand wird vertreten durch Kemnitz als Vorsitzender, Spitzler al» Kassierer. Heinrich K u n tz s ch als Schriftführer. Funltionäre sind: Schwarz als Bibliothekar, KurgaS. Karbstein, Kemnitz als AgitationS- kommisfion für Rosenthal und die ländlichen Außenbezirke im Wahlkreise: Krätke. K a r b st e i n, Klatt, Zühlke, Schar- now als Abteilungsführer. Tegel. Am 15. November fand bei Robert Schmidt eine General- Versammlung des Wahlvereins statt. Gemeindevertreter Rodeike erstattete einen Tätigkeitsbericht der Gemeindevertretung. Aus diesen Bericht ist hervorzuheben, daß auch in Tegel dem Arbeiter- Turn- verein die Schulturnhalle zur Benutzung verweigert wurde. In de» Diskussion meinte Krieckel. man müsse diese Tatsache als Agitation»- Material bei den nächsten Gemeindewahlen ausbeuten.— Der Kassen- bericht ergab einen Bestand von 194,56 M.— Zum örtlichen Vertrauensmann wurde WilSd orf und zum Bezirksführer für deri 1. Bezirk Pelzner gewählt. Nachdem Llchtenberg den Bericht von der Kreiskonferenz erstattet hatte, bewilligte die Ver» sammlung einstimmig den monatlichen Zuschuß von 6,50 M. zum „VorwärtS'-TrauSport, worin eine Aenderuug erfolgen mußte.— Weiter wurde beschlossen, die Bremer Parteitags-Protokolle an Mt- glieder für 80 Pf. zu verkaufen und den Mehrbettag deS Selbst- kostenpreifeS aus der Vereinskasse zu decken.— Nach dem einsttmmigen Beschluß. 100 M. an den Kreis abzuliefern, wurden uoch drei neu- gemeldete Mitglieder aufgenommen. Wasserstand am 18. November. Elbe bei Aussig-ff 0,4Z Meter, bei Dresden— 0,30 Meter, bei Magdeburg-ff 1,80 Meter.— U n st r u t bei Sttaussfurt-ff 1,50 Meter.— Oder bei Ratibor-ff 2,l4 Meter, bei Breslau Ober-Pegel-ff 5,12 Meter, bei Breslau Unter• Pegel-ff 0,18 Meter, bei Fcanlsurt-ff 1,34 Meter.— W e i ch s e l bei Brahemilnde-ff 2,64 Meter.— W a r t h e bei Posen+ 0,30 Meter. Netze bei Usch ff 0.74 Meter. Gemeinsame Orts- Krankenkasse Allgemeine Sozialdemokratischer Wahlverein 5. und 6. Wahlkreis für Mariendorfu. Umgegend. Orts- Krankenkaffe für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 22. November, abends 8, Uhr, in Zühlkes Salon, Dennewikstr, 13: Versammlung. Zages Drdnung: 1. Vortrag des Genossen Grunwald über: Unsere Biele". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erivartet Der Vorstand Sozialdemokratischer Wahlverein 30. Kommunal- Wahlbezirk. Am 27. November d. J., vormittags 92 Uhr, im Restaurant Reichardt zu Mariendorf, Chausseestr. 16: Ordentliche für Rixdorf. Dienstag, den 22. November, abends 8, Uhr, General- Versammlung, abends 8%, Uhr, findet im Restaurant im ,, Rosenthaler Hof", Rosenthalerstr. 11/12: Wähler- Versammlung zu der die Herren Delegierten hier durch ergebenst eingeladen werden. Tages- Ordnung: Montag, den 28. November, Thiel, hier, Bergstraße 150/1, die zweite diesjährige ordentliche General- Versammlung 1. Wahl eines Arbeitgeber- und statt, zu welcher die Herren De Tagesordnung: 1. Bericht über die neu beschlossenen Aerzteverträge. Zages Ordnung: 1.„ Die Aufgaben der Gemeinde" weier Arbeitnehmer- Bertreter in den legierten ergebenſt eingeladen werden. Referent: Genoffe Dr. Leo Arons. 2. Distuffion. für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Rahlreiches Gefcheinen notwendig Uhr, Dienstag, den 22. November, abends 8 Zum Alexandriner", Alexandrinenstraße 37a( im weißen Saale): Versammlung. 252/ 4* 3. Verschiedenes. Die Vertrauensleute. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Gewerkschaftssekretärs Eugen Brückner über:„ Rechte und Pflichten aus dem Strankenversicherungs- Mittwoch, den 23. November, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Gefeß". 2. Diskussion. Gäste haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet 241/ 5* Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein J. d. 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( SO.). Dienstag, den 22. November, abends präzise 8, Uhr, im Saale des Herrn Graumann, Naunynstraße Nr. 27: Außerordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Ströbel über:" Die politische Lage". 2. Diskussion. 3. Antrag auf Ergänzung des Statuts( Wahlen der Kommissionsmitglieder). 4. Wahl der Preß-, Agitations- und Lokaltommissionsmitglieder. 5. Wahl des 2. Schriftführers. 6. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. 244/ 19* Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Charlottenburg. Sozialdemokratischer Wahlverein. Mitglieder- Versammlung am Dienstag, den 22. d. M., abends 81, Uhr, im Volkshaus, Rosinenstr. 3. Tages- Ordnung: 1. Die Aufgaben der bevorstehenden Reichstags- Seffion. Referent: Reichstags- Abgeordneter Kunert. 2. Bericht der Delegierten von der Generalversammlung des Kreises. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt; für Frauen ist die Tribüne reserviert. Der Vorstand. 250/19 Rixdorf! Dienstag, den 22. November, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Thiel, Bergstraße 151/152: Engel- Ufer 15( Saal 5): 2. Wahl dreier Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung für 1904. 3. Statutenänderung betreffend die §§ 1, 2, 12, 13, 14, 15, 22, 25, 30, 46, 57 des Statuts. 4. Berschiedenes. Mariendorf, 17. November 1904. C. Schröder, 1. Borsitzender. 2. Neuwahlen zum Borstande, und zwar 1 Arbeitgeber und 2 Arbeif nehmer. 277/13 3. Bahl der RechnungsprüfungsKommission. 4. Vortrag des Herrn Dr. Brann, Spezialarzt für Beinleiden. Orts- Krankenkasse 5. Berschiedenes. der Schuhmacher. ordnung ist bollzähliges und pünktBranchenversammlung der Parkettleger. Generalversammlungen Tages- Ordnung: 1. Bericht der Kommission vom dritten Quartal 1904. 2. Verbands- Angelegenheiten. 3. Branchen- Angelegenheiten und Verschiedenes. % 92/5 Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Billetts a 30 Pf. zur 75 jährigen Jubiläums Feier des Kollegen W. Schmitz( genannt ut a 3), welches am Sonnabend, den 3. De zember im Gewerkschaftshause stattfindet, sind auf den Zahlstellen und im Verbandsbureau zu haben. Der Obmann. Branche der Modell- und Fabriktischler. Donnerstag, den 24. November, abends 8%, Uhr: Branchen- Versammlung bei Schmidt, Gartenstraße Nr. 6. Zages Drdnung: 1. Vortrag des Genossen W. Miethke über: Störung der Gehirnfunktion durch mäßigen Alkoholgenuß. 2. Branchen- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Die Kommission. Zentral- Verband der Dachdecker. Filiale Berlin. am 21. November im Lofale Landsbergerstraße 31. I. Abends 8 Uhr: Generalversammlung der Arbeit. geber. Tages Ordnung: 1. Ersatzwahl von 10 Vertretern pro 1904. 2. Neuwahl von 129 Vertretern pro 1905/06. II. Abends 8, Uhr: 277/6 Bei der Wichtigkeit der Tagesliches Erscheinen Pflicht. Rigdorf, iger, ben 10. Sovember 1901 Vorstand. E. Wutzky, Borsigender. Orts- Krankenkasse der Zigarrenmacher und Zigarettenmacher. Am 29. d. M., abends 62 Uhr, im Restaur. Hempel, Rosenthalerstr. 11/12: Generalversammlung der Ber General- Versammlung treter der Arbeitgeber pro 1903/04. Tages- Ordnung: Wahl von 2 Vorstandsmitgliedern pro 1905/06. III. Abends 72 Uhr: Generalversammlung der Kaffenmitglieder. Zages Ordnung: 1. Ersatzder Arbeitgeber. Tages- Ordnung: 1. Wahl für drei ausscheidende Vor standsmitglieder. 2. Verschiedenes. Am selben Tage, im selben Lokal wahl von 41 Vertretern pro 1904. abends 8 Uhr: 1905/06. 2. Neuwahl von 259 Vertretern pro General- Versammlung treter 4 IV. Abends 842 Uhr: Generalversammlung der Verder Kaffenmitglieder pro 1903/04. Zagesordnung: Wahl von Borstandsmitgliedern pro 1905/06. V: Abends 9 Uhr: Generalversammlung der Vertreter der Arbeitgeber und Kajsen: mitglieder pro 1903/04. Tages- Ordnung: 1. Wahl von 3 Mitgliedern zur Vorprüfung der Jahresrechnung pro 1904. 2. Aberhöhung). 3. Abänderung der Kontrollvorschriften. 4. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. 806 der Arbeitnehmer. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bes richt des Rendanten. 3. Neuwahl für 6 ausscheidende Vorstandsmitglieder. 4. Wahl von 3 Mitgliedern zur Vorprüfung der Jahresrechnung. 5. Wahl einer Kommission zur Anstellung eines Kassenbeamten. 6. Antrag des Vor standes betr. Regelung des Gehalts der Kaffenbeamten. 786 Der Vorstand. Mittwoch, 23. November, abends 8 Uhr, bei Feind, Weinstraße 11: änderung des Statuts(§ 29 Beitrags- Orts- Krankenkasse Weissensee. OS Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zum Tarif. 2. Unsere Wertstellenagitation. 3. Verbandsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Fr. Weber, Bors., Werneuchenerstr. 3. 54/9 Orts- Krankenkasse d. Drechsler u. verw.Gewerbe Volks- Versammlung. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Generar esamung Zages Drdnung: 204/7 1. Vortrag der Genoffin Kiesel über:" Die Frau im Klassenstaat". 2. Bericht und Neuwahl der Vertrauensperson. Um zahlreichen Besuch bittet Die Vertrauensperson. Sozialdemokratischer Wahlverein für den Bezirk Lichtenberg. Dienstag, den 22. November cr., abends 8, Uhr, im Saale des Herrn Höflich, Frankfurter Chauffee 120: Zweigverein Berlin. Sektion der Gips- und Zementbranche. Gruppe der Rabitzputzer. Mittwoch, den 23. November, abends 8 Uhr, in den Armin hallen, Kommandantenstraße 20/21: 154/5 Mitglieder Versammlung. Ordentliche General- Versammlung am Montag, 28. November 1904, abends 7, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, wozu die Herren Bertreter der Kaffe hiermit ergebenst eingeladen werden. Tages Ordnung: Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. gliedern( 1 Arbeitgeber, 2 ArbeitUm zahlreiche Beteiligung ersucht Jedermann ist eingeladen zu den Der Vorstand. Außerordentliche General- Versammlung. Versammlungen Zages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Bericht von der Kreiskonferenz. 3. Wahl des ersten Borsitzenden. 4. Wahl der Delegierten zur Kreiskonferenz. 5. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. ( die Freundin der Arbeiter ber Gräfin Schimmelmann von der Internationalen genannt) 14/15 in Friedrichshagen Bad Bellevue am Sonntag, 20. November, Der Vorstand. 4 Uhr, den 21. und 22. November, 8, Uhr. Schöneberg dasd Sozialdemokratischer Wahlverein. Achtung! Glasbläser u. Glasbläserinnen. Achtung Montag, 21. Novbr., abends 8 Uhr, in Wilkes Festsälen, Brunnenstr. 188: Oeffentliche Versammlung der Glasbläser u. Glasbläserinnen aller Branchen. Tages- Ordnung: 905 1. Vortrag über: Arbeiterschutz- Geseze. Referent: Genoffe Link. Dienstag, den 22. d. M., abends 8%, Uhr, im Obstschen Saale, 2. Wie stellen sich die Kollegen und Kolleginnen zu der Kündigung der 26ürbeitsverträge in der Glühlampen- Branche? 3. ie fchaffen wir einheit. Meiningerstr. 8: 26/6 Versammlung. Zages Ordnung: 1. ,, Politische Massenstreiks". Referent: Eduard Bernstein. Storreferent: Frih Zubeil. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung bon der Generalversammlung des Kreises. 4. Bereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Einem zahlreichen Besuch sieht entgegen Der Vorstand. Holzbearbeitungsmaschin- Arbeiter. Montag, 21. November, abends 8% Uhr: Außerordentliche General- Versammlung sid in den„ Andreas- Feftfälen", Andreasftr. 21. Zages Ordnung: 1. Bericht über den Stand der Aussperrung. 2. Anträge des Vorstandes. 3. Gewerkschaftliches. In Anbetracht der außerordentlich wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller Mitglieder erforderlich. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. 76/15 Achtung! Achtung! Fliesenleger- Hilfsarbeiter ( Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hülfsarbeiter). liche Lohnverhältnisse in der Thermometer- Branche? 4. Freie Aussprache. Kollegen und Kolleginnen! Es ist Pflicht, daß alle in dieser so wichtigen Bersammlung erscheinen. Bahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. General Booth Gründer und Leiter der Heilsarmee 66 hält am Montag, den 21. November, abends 8 Uhr, im großen Saale der Neuen Welt", Hafenheide, einen interessanten, lehrreichen Vortrag. Thema: 1. Wahl von drei Vorstandsmit nehmer). Die Wahl findet für die Herren Arbeitgeber im Saal II, für die Arbeitnehmer im Saal V statt. Hierauf um 8/2 Uhr für sämtliche Vertreter im Saal V: 2. Bericht des Vorstandes. 3. Statutenänderung,§ 30, Erhöhung der Beiträge. 4. Bericht der Kommission für die Regelung der Gehälter der Beamten. 5. Wahl des Rechnungsausschusses pro 1904. 19 6. Statutenänderung,§ 56, al. 6 wird am Schlusse zugesett:„ wird u. f. tv. 7. Verschiedenes. Generalversammlung der Vertreter am Mittwoch, den 23. Nov. 1904, abends 8 Uhr, im Restaurant Prälaten", Lehderstraße 122 zu Neu- Weißensee. Tagesordnung: 1. Wahl der Rechnungs- Prüfungs Kommission( 2 Arbeitnehmer, 1 Arbeitgeber) 2. Ergänzungswahl des Vorstandes ( 3 Arbeitnehmer, 2 Arbeitgeber). 3. Beschlußfassung über eingegangene Anträge auf Abänderung der§§ 31, 43, 49 und 56 der Kassensazungen. 4. Verschiedenes. 276,7* Neu- Weißensee, den 31. Oktober 1904. Der Vorstand. J. A.: Büttner, Borsigender. 6rts- Krankenkasse für die Wäschefabrikation. Mittwoch, den 30. November, abends 7, Uhr, in den Arminhallen, Komman dantenstraße 20: eine Beschwerdekommission gewählt 40. ordentliche Generalverfammlung der Ortskaffe für die Wäschefabrikation 29685 Der Vorstand. J. A. G. Tiedt, Borfizender. Orts- Krankenkaffe zu welcher hiermit die für die Jahre 1902/04 gewählten Vertreter eingeladen werden. Dieselben erhalten noch beBetreten des Saales als Ausweis dienen. d. Schneider, Schneiderinnen fondere Einladungskarten, die beim Tages Drdnung: und verwandter Gewerbe zu Berlin. Wahlversammlung der Arbeitgeber. Die Arbeitgeber, welche für gemeldete Staffenmitglieder Beiträge aus 1. Neuwahl für drei Vorstands. eigenen Mitteln zahlen, werden zu mitglieder( 1 Arbeitgeber und 2 Ardeu am Montag, den 28. Nov. 1904, beitnehmer). 2. Wahl des Ausschusses abends von 8-10 Uhr, in den Apollo- für die Prüfung der Rechnung des Sälen, Sebastianstr. 39( fleiner Saal), Jahres 1904. 3. Beantwortung aller stattfindenden Vertreterwahlen pro derjenigen Anfragen, welche im all1905 hiermit eingeladen. gemeinen Interesse der Krankenkasse Tages- Ordnung: liegen und bis zum 28. November d. J. Wahl von 160 Vertretern laut§ 49 schriftlich oder mündlich an den Vordes Statuts. figenden der KStasse gestellt werden. 895 Berlin, den 15. November 1904. F. Frankfurther, Borsigender, Meyerbeerstr. 1-4 ,, Die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Heilsarmee". nmeldebescheinigung oder die lekte 4. Berschiedenes. Jedermann willkommen. Produktiv- und EinkaufsRechnung dient als Legitimation. Wahlversammlung der Arbeitnehmer. den 29. Voran II. Genossenschaft für Radfahrer. finden in demſelben Lokal, SebaſtianAn die Mitglieder! Nachdem der bisherige Geschäftsführer, Herr W. Hein, Gozlerstr. 16, fich weigert, den zur ordnungsgemäßen Erledigung der Geschäfte seitens des Vorstandes getroffenen Maßnahmen nachzukommen, ferner erflärt, daß er das dem Verein gehörige, in seiner Verwahrung befindliche Warenlager als sein Eigentum betrachtet, hat der Vorstand in seiner Sigung vom 15. d. M. beschloffen, Herrn W. Hein auf Grund des Statuts feiner Stellung als Geschäftsführer zu entheben. Derselbe ist demzufolge weder berechtigt, Zahlungen einzukaffieren und auszuführen, noch Aufträge entgegenzunehmen. Alle Zahlungen und Aufträge find bis auf weiteres an Genossen M. Labbé, Swinemünderftr. 69, 3 Treppen, zu richten. ſtraße 39( großer Saal), abends 8 Uhr, Orts- Krankenkasse die Bertreterwahlen der großjährigen Kassenmitglieder pro 1905 statt, wozu dieselben hiermit eingeladen sind. der Tages- Ordnung: Bildhauer, Stukkateure Wahl von 358 Vertretern aus den Reihen der Kaffenmitglieder laut§ 49 des Statuts. und verwandten Gewerbe. Bekanntmachung. Montag, den 28. November cr. abends 82 Uhr im Lokale Annenstraße 16: Das Duittungsbuch dient als Legitimation, ohne dasselbe fein Zutritt. Um 9 Uhr werden die Türen geschloffen. Späterkommende verlierer Ordentl. Generalversammlung ihr Wahlrecht. 595 Berlin, 20. November 1904. Frau Frau Emma Reimann, Elisabeth Rösicke, Vorsitzende. Schriftführerin. Montag, den 21. November, abends 71% Uhr im Gewerkschaftshause Elysium", Landsberger Alle 40/41, eine außerordentliche General Orts- Krankenkasse der Zigarren- bon zwei Boistanb goud( Saal 7), Engel- lifer 15: 34/19 Außerordentl. Sektions- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Welche Stellung nehmen wir zum Ablauf unseres Bertrages ein. Referent Sollege K. Heidemann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber, ist das Erscheinen Die Ortsverwaltung. aller Mitglieder erforderlich. Am Dienstag, den 6. Dezember, abends 8%, Uhr, findet im Versammlung statt. Sämtliche Mitglieder werden ersucht, zu erscheinen. Eintritt nur gegen Vorzeigen des Mitgliedsbuches. Der Vorstand. 128/3 M. Rabbè. H. Knobloch. A. Hartmann. F. Thielert. Fr. Marquardt. City- Hotel, macher und Zigarettenmacher. Gin Kaffenbeamter wird ver80 Zimmer von 2 M. an langt. Meldungen find bis zum Dresdener- infl. Licht u. Bedienung. 27. b. M. im Kaffenlokal, Neue Schönfraße 52. Verobiert. Nene bauferstraße 14, abzugeben. отно Verwaltung. 56b75b Der Vorstand. gemäß§ 49 des Statuts. Tages Ordnung: 1. Jn ge trennter Wahlversammlung: a) Wahl eines Borstandsmitglieds( Arbeit mitgliedern( Arbeitnehmer). 2. Wahl Sabresrechnung pro 1904. 3. Gedes Ausschusses zur Prüfung der gung von eventuell hierzu gestellten schäftliche Mitteilungen und Erledi Anträgen. 277/18 Der Vorstand. 3. A.: Fritz Waldeyer, Borfizender Stönigsbergerstr. 4. Genossinnen! Genossen! Ortskrankenkasse a Stellmacher) Montag, den 28. November, abends 82 Uhr: Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Begräbnis meines lieben Mannes und guten Baters Dienstag, den 22. November, abends 8 Uhr, im„ Eiskeller", Ordentliche General- Versammlung Schwanebook fagen mit allen Chausseestraße 88: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: „ Volksschule und Volksbildung." 197111 Diskussion. Referent: Genosse Reichstags- Abgeordneter Robert Schmidt. Bahlreichen Besuch erwartet Achtung! Die Vertrauensperson. 1/14 101 19 Achtung! Dienstag, den 22. November, abends 8 Uhr findet eine öffentliche Wählerversammlung bei Anton Becker, Weberstr. 17, statt. Zages Drdnung: Vortrag des Genoffen Adolf Hoffmann. Distusfion. Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Regen Besuch erwartet Achtung! Achtung! Montag, den 21. November, abends 8 Uhr: Volks- Versammlung in Schneiders Salon, Belforterstraße 15. 10 Zages Drdnung: 128/1 in Dräsels Festsälen, Neue Friedrichstraße 35. Tagesordnung: Verwandten und Bekannten, dem Arbeitergesangverein Nordwacht und den Barteigenossen des 6. Reichstags1. Bericht des Vorstandes über den Wahlkreises( Bezirk 701), auch dem Stand der Kaffe. 2. Neuwahl sowie Herrn Dittmann und seinem gesamten Ersatzwahl von zwei Vorstandsmit- Personal unseren herzlichsten Dant. gliedern( Arbeitgeber). 3. Neuwahl 706 Die trauernde Witwe sowie Ersazwahl von drei Vorstands Auguste Schwanebeck nebst Sohn mitgliedern( Arbeitnehmer). 4. Wahl Gustav. Danksagung. on drei Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung 1904. 5. Antrag des Aus Anlaß meines 25 jährigen Borstandes auf Erhöhung der Bei Geschäftsjubiläums find mir von träge sowie der Leistungen der Kaffe. meinen werten Gästen, Freunden und 6. Antrag des Rendanten um Ge- Kollegen von Nah und Fern so zahl haltserhöhung. 7. Berschiedene Kassen- reiche Zeichen der Freundschaft und angelegenheiten. 277/9 Liebe zu teil geworden, daß es mir Um recht pünktliches und zahlreiches unmöglich ist, fedem einzelnen meinen iches und zaž Erscheinen ersucht Dant auszusprechen. Tief gerührt von diesen Zeichen der Freundschaft nehme ich an dieser Stelle Gelegenheit, allen denen, die an meinem Ehrentage Der Vorstand. J. A. H. Lehr, Borsigender. Freie Kranken- u. Begräbnis- Kasse der Schuhmacher und Berufsgenossen Berlins ( E. H. Nr. 27). Sonntag, den 4. Dezember, nachmittags 4 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: meiner gedacht, meinen innigsten Dant hierdurch zum Ausdruck zu bringen. Hermann Wannemacher, Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45. NB. Gleichzeitig empfehle meine bollständig renovierten Säle u. Vereinszimmer von 20-200 Personen. 666 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Theodor Diskar am 15. November verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 92/3 Die Ortsverwaltung. Verband deutscher Gastwirtsgehülfen ( Ortsverwaltung Berlin). Unseren Kollegen hiermit die traurige Mitteilung, daß nach furzem Krankenlager unser Mit glied Christian Müller verstorben ist. am Wir werden unserem Kollegen ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet Montag, den 21. November, nachmittags 2 Uhr, auf dem Jakobi- Kirchhof zu Nixdorf, HerAußerordentl. General- Versammlung. Orts- Krankenkasse mannstraße, ſtatt. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal. 2. Diskussion über die in der legten Versammlung gestellten Anträge. Duittungsbuch legitimiert. Der Vorstand. 282/4 Orts- Krankenkasse der Lackierer. Sonntag, den 27. Nov., vorm. 10 Uhr, im Rest. Schuhmacher, Staligerstr. 126: der Mechaniker, Optiker und verw. Gewerbe zu Berlin. Mittwoch, 30. Nov., abds. präz. 8 Uhr, im Deutschen Hof, Qudauerstr. 15: Bahlreiche Beteiligung erwartet 282/5 Der Vorstand. Deutscher Ordentl. General- Versammlung Metallarbeiter- Verband sämtlicher Vertreter. Zages Drdnung: In getrennter Wahlversammlung: Für die Vertreter der Arbeitgeber: Wahl von einem Mitglied zum Vorstand. 576 General- Versammlung. Für die Vertreter der KassenmitZages Ordnung: 1. Ersazwahl des Vorstandes( ein Arbeitgeber, zwei Arbeitnehmer). glieder: Wahl von drei Mitgliedern zum Vorstand. In gemeinschaftlicher Versammlung: 1. von drei Mitgliedern und Jahresrechnung von 1904. Wie schützen wir uns vor der Versteuerung unserer Lebensbedürfnisse? egrescens Bro 1004 dret Grfagleuten zur Krifung der Referentin: Frau Dr. David- Mainz. Bu zahlreichem Besuch laden ein Die Einberufer. Ueber dasselbe Thema sprechen am 23. November: Fräulein Else Lüders im Swinemünder Gesellschaftshaus" und Simon Katzenstein im Gesellschaftshaus Wedding, Müllerstraße 7; am bad", Badstraße 35/36. " 2. Wahl Ausschusses zur fung Jahresrechnung ( ein Arbeitgeber, zwei Arbeitnehmer). 3. Verschiedene Kaffen- Angelegen heiten. Der Vorstand. Otte Weidemann, Borfizender. 435 2. Antrag des Vorstandes betreffend Aenderung der Kontrollvorschriften. 3. Antrag auf Abänderung des Dienstvertrages der Beamten. 4. Antrag Gutsche auf Abänderung 28. November: Frau Dr. David in„ Habels Brauerei und Simon Katzenstein im Marien Orts Krankenkasse der Gebalistala( Generalversamm Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 21. November, abends 8% Uhr, in Graumanns Festsälen, Naunynstraße 27: Mitglieder- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Vortrag des Genoffen Theodor Fischer über:" Das Unfallversicherungs- Gesetz und seine Anwendung". 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Der Stand unseres Streits. 5. Vereinsangelegenheiten. 142/10 Bei der wichtigen Tages- Ordnung erwarten wir, daß unsere Mitglieder vollzählig erscheinen. Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, 27. November, vorm. 11 Uhr, in der Brauerei friedrichshain: Uebungs- Stunde. Lieder:„ Herbstfeier"," Der Menschheit Erwachen" und„ Abends". Pünktlich erscheinen! Mitgliedskarte legitimiert. Im Nebensaale präz. 10 Uhr: Ausschuss= Sitzung. Tages- Ordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Abrechnung vom Sängerfest. 3. Bereinsangelegenheiten. NB. Die Vereine werden ersucht, zahlreich zu erscheinen, besonders die zum Stiftungsfest ausgelosten, da die beiden letzten Lieder von diesen als Sonderchor dort zum Vortrag kommen. Der Vorstand. Versandhaus Germania seit 15 Jahren Unter den Linden 21, II. neben der Passage. Fahrstuhl. Zweiggeschäfte unterhalten wir nicht. 1016L* Hochvornehme Herren- Paletots und-Anzüge aus feinsten Maßstoffen 25 bis 40 M. hochelegante Beinkleider 9 bis 12 M. Vorjährige Herrengarderoben wesentlich billiger. Tadelloser Sitz. Enorme Ersparnisse im Haushalte Weingeist 16/15 Vornehme Façons. erzielt man durch die überall und von Jedermann unbestritten als befte anerkannten Noas Original- Extrakte zur finderleichten, mühe losen Selbstbereitung von Rognat, Rum, Branntwein, echtert Likören sowie allen alkoholhaltigen und alkoholfreien Getränken ze. Preis p. Fl., reichend zu 2 Liter und mehr fertigem Liför 2c., je nach Sorte 25, 30, 40, 50, 60, 75 Pf. 2c. Rezept zu Rum à la Jamaika: 1 Qtr. Weing. 96% allerf. 1,55 1 Ltr. Wasser Rezept zu Kognak: 1 Str. Being. 96% allerf. 1,55 1 Qtr. Waffer 1 Fl. Noas Rognat- Ertr. egil. 0,70 = Mt. 2,25 1 Fl. Noas Rum- Extr. ertl. über 2 Ltr. 7842* 0,70 über 2, 2tr. = Mt. 2,25 Jeder fleine Versuch eine große Ueberraschung. Mizlingen unmöglich! Ber Noas Original- Extrakte mur einmal versuchte, wird niemals wieder etwas anderes verwenden. Glänzende, ehrenvolle Anerkennungen aus hohen und allerhöchsten Kreisen des In- und Auslandes. Werto. Rezeptbuch 160 seit. illuftr. 10. Auflage. ,, Die Destillation im Haushalte", fämtl. Rezepte enthaltend, gratis. SUMINGGUARDSchutzmarke.mmmmm Fabrik und Verkauf Max Noa, Berlin N. 24, Gljasserstr. 5, 3. Haus vom Rosenthaler Tor. V der Maler. Donnerstag, den 24. Nov., abds. 81, Uhr, in den ,, Arminhallen", Stommandantenstraße 20: lungsbeschluß vom 9. 5. 04). 5. Verschiedenes. Berlin, den 20. November 1904. Der Vorstand. J. A.: Erh. Schlenker, Vors. Beschwerden, zu deren Erledigung lich ist, sind bis zum 26. November schriftlich im Staffenlokal einzureichen. Generalversammlung der Delegierten. Die inficht der Kassenatten erforder= Tages- Ordnung: 1. Neuwahl der ausscheidenden Vors stands- Mitglieder. 2. Wahl des Ausschusses für die Prüfung der Jahresrechnung 1904. 3. Definitive Wahl der vom Bore stand eingesezten Stassenbeamten. 4. Statutenänderung. 5. Verschiedenes. 306 Der Vorstand. Verlag Max Richter, Berlin W. 30, Speyererstr, 27. Soeben erschien: 3fes Causend Die Harnleiden ihre Gefahren, Verhütung und Beseitigung von Dr. med. Schaper. Preis 1 Mark. Arpfel! feinite, 5 Pfund 25-40 Pf. Kartoffeln, Zentner 3,20 M Lüneburgerstraße, Stadtbahnbogen353. Orts Krankenkasse der Dachdecker in Berlin. Dienstag, den 22. November, abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Feind, Weinstr. 11: Ordentl. Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Wahl eines Vorstandsmitglieds für Arbeitgeber auf zwei Jahre. 2. Wahl von zwei Vorstandsmitgliedern für Arbeitnehmer auf zwei Jahre. 3. Wahl des Prüfungsausschusses für das Jahr 1904. 4. Erhöhung des Ge halts der Angestellten. 5. Abänderung des§ 39 des Statuts. 6. Verschiedenes. Delegiertenkarte legitimiert. Der Vorstand. 277/17 A. Salzmann, Vorsitzender. obra ARGARINE ist gleich NATURBUTTER ein vorzügliches Nahrungs- und Genußmittel, jedoch im Preise bedeutend billiger. Ueberall erhältlich. Alleinige Fabrikanten: A. L. MOHR, Akt.- Ges., Altona- Bahrenfeld Filiale: Berlin C., Neue Friedrichstraße 37 Fernsprecher: Amt III, Nr. 2708 und 1450. Hüte, Mützen, Pelzwaren deutsche, italienische und englische Fabrikate. Stets: Neueste Formen. Pelzwaren, Kolliers, Stolas. Sämtliche Reparaturen meines Faches werden in meiner eigenen Werkstatt sauber und billig ausgeführt. Ph. Bernstein, 952L* Kürschnermeister, 64a Reinickendorferstr. 64 a. Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Hobler Gustav Beisse am 17. d. Mts. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 20. November cr., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Reinickendorf, Granatenstraße 20, aus nach dem Reinidendorfer Kirchhof, Humboldtstraße, statt. 191/16 Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied Wilhelm Gallneg am 18. d. m. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 21. November, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Rigdorf aus statt. Der Kollege ist als Streitposten vom Herzschlag getroffen und erwartet deshalb rege Beteiligung besonders seitens der streifenden Kollegen 191/17 Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein für Reinickendorf u. Umgegend. Am Todes- Anzeige. 17. November, abends 1/28 Uhr, verstarb nach kurzer Krankheit unser langjähriges Mitglied Gustav Beisse. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntagnachmittag 23 Uhr vom Trauerhause, Granatenstraße 20, aus statt. Bahlreiche Beteiligung erwartet 223/8 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Wilhelm Sarach am 18. d. Mts. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 21. Robember, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause, 2vangelstr. 90, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 191/15 Die Ortsverwaltung. Parteigenossen, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Fratt 11196 Amalie Cohn geb. Moeritz gestorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, 21., früh 9 Uhr, von dem Friedhof der jüdischen Gemeinde in Weißensee aus statt. Um ſtille Teilnahme bittet Simon Cohn, Dunderstr. 80a. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, besonders der Direktion und den Herren Kollegen der Allg. Elektr. Ges. sowie den Herren Kollegen der früheren Hoppeschen Fabrit sage ich für die herzliche Teilnahme anläßlich des Ablebens meines lieben Mannes Carl Grünberg hier durch meinen innigsten Dant. 885 to. Anna Grünberg. 1610 Bekannte Güte und Ausführung. Leinen- u. Baumwollstoffe Fertige Betten Bettwäsche Haus- und Küchenwäsche Taschentücher Bade- Artikel Tisch- Wäsche, Kaffee-, Tee- und Abend- Decken Handgestickte PrunkGedecke und Läufer Aufgezeichnete Artikel für Handarbeiten. Clos V- elledralsich Sehr billige Preise! Weihnachten! Zu Geschenken geeignete Artikel für Familienangehörige, Angestellte, Wohltätigkeitszwecke sind in großer Auswahl in allen Abteilungen ausgelegt. Bestellungen für besondere Anfertigungen, auch für Namen- Stickereien, erbitte möglichst frühzeitig. BA Wäsche für Damen, Herren und Kinder Trikotagen, Strümpfe Reform- Wäsche und Unterzeuge Damen- Blusen Unterröcke, Schürzen Gardinen, Vorhänge Bettdecken, Steppdecken Schlafdecken Eiserne Bettstellen. F. V. GRÜNFELD HOV Landeshuter Leinen- und Gebildweberei, BERLIN W. 8, 25 Leipzigerstr. 25. 10. Biehung 5. Klasse 211. Kgl. Preuß. Lotterie.| 115024 183 202 26 60[ 3000] 392[ 3000] 520 66 bu] Biehung vom 19. November 1904, vormittags. Nur die Gewinne über 240 Mr. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachbruc verboten. 20 398 454 501 54 59 94[ 500] 694 96 700 85 90 833 1036 297 326 818 87 95 2250 313 41[ 500] 416 44 79 90 547 623 704 904 3117 18 208 36 87 306[ 10001 468[ 1000] 82 670 797 4198 240 367 81 477[ 500] 519 97 624 870 910 5009 378 440 555 818 912 62 6057 213 537 99 613 82[ 500] 976 94 7067 79 523 639 821 8012 172[ 1000] 203 51 339 417 46 526 73 905 77 9002 302 409 642[ 500] 757 90 97 917 48 460 10077 122 25 60 248 58 63 347 48 480 1500] 632 57 78 11098 123 81[ 5001 429 66 526 673 944 12030 97[ 3000] 281[ 1000] 400 62 870 903 13000 62 168 256 430[ 1000] 86 618 807 24 34 915 76 14219 390 571 784 85 919 42 15180 335 522 32 610 90 16030 261 85 379 555 68 637 856 918 88 17298[ 1000] 314 88 692 18119 380 82 493 528 57 721 19053[ 3000] 138 329 456 815 20000 30 90 459 511 961 21076 222 594 781 908 13 17 79 22197 242[ 10001 57 98 362 471 624 69 798 976 23060 291 356 452[ 1000] 596 700 860 24027 333 538 628 723 943[ 3000] 25165 67 233 438 83 554 86 788 90 93[ 1000] 836 963 26063 19 374 484 647 929 61 27084 119[ 500] 86 226 358 527 630 59.88 95 801 28044 283 1500] 433 677 843 88 913 29049 277 98 394 428 63 637 95 702 16[ 3000] 53 30120 218 50 97 381 414 42 52 571 602 26 735 85 875 973 31354 400 64 94.554 724 75 978 32015 43 143 61 483[ 1000] 550 786 891 944 33047 433 572 696 [ 500] 850 53 86 34119 281 477 582 743[ 3000] 837 [ 500] 43 35138 218 90 405 26 584 626 89 706 827 84 36151 61 88[ 500] 417[ 500] 95 517 29 672 78 978 37260 322 552 95[ 500] 604 45 702 846 935 38077 126 47 270 80 337 44[ 500] 418 519 795 834 39515 57 [ 3000] 81 603 32 57 98 838 86 946 48 40389 473 94 745 70 966 41148 300 30 488 510 30 701 82 821 42060 248 313 45 456 605 744 53 76 940 43023 616 45[ 1000] 757 94[ 1000] 96 865 922 44490 618[ 500] 45307 99 499 541 901 63 73 94 46365 413 56 76 569 1500] 686 47182 232[ 1000] 51 52 110001 333 99[ 500 594 709 53 71 87 48027 179 226 463 548[ 500] 96 625 86 89[ 3000] 713 967 49009 [ 500] 299 414 44 80 704[ 500] 928 50245[ 5001 96 454 631 44 720 40 862[ 1000] 51002 72 121 93 308 433 569[ 10001 627 57 732 821 [ 500] 64 940 87 52128 290[ 500] 93 384 413 571 700 15 895 929 53031 108 46 210[ 500] 332 505 49[ 500] 689 73 80[ 500] 753 817 929[ 500] 81 54000 325 50 97 416 73 505 734 804[ 500] 25 55218 364 725 51 834 919 49 56005 301 552 83 655 810 53 954 982 57273 333 464 570 721 32 42 55[ 3000] 72 928 58268 371 537 625 753 857 61 59035 74[ 1000] 159 261 69 99 13000] 371 79 433 556 89[ 5001 720[ 5000] 60004 346 500 650 766 81 908 61072 173 302 72 94 520 28 86 695 500] 764 86 811 928 30 47 62013 29 68 193 456 578 687[ 5001 92 822 947 63111 320 38 42 449[ 1000] 548[ 500] 916 30[ 500] 64045 116 73 377 1500] 502 72 779[ 1000] 819 32 T500] 65102 27 1500 205 432 655 63 66028 178 95 225 48 90 379 549 77 695 805 957 67010 69 108 333 506 629[ 500] 947 68097 181 216 91 410 73[ 3000] 531 56 630 707 803 979 11000] 69127 32 80 250[ 3000] 436[ 500] 535 [ 500] 671 709 860 70091 103 217 93 375 507 55 797 888 936 71042 178 209[ 500] 352 423 85 538 55 98[ 1000] 667 96 707 99 817 60 72178 518 79 677 73039 180[ 500] 245 335 463 615 746 55 78 79 74067 170 228[ 1000] 456 66 558[ 500] 89[ 3000] 678 724 940 75013 33 132 61 215[ 1000] 26 403 571[ 5001 659 727 869 76059 359 655 56 727 36 837 51 80 912[ 500] 20 77155 81[ 500] 459 542 67 601 64 812 61 78147 249 301 513 61 715 851 924 29[ 500] 48 79174 201 35 324 29 573 703 [ 3000] 93 80132 334 96 428 81 83 658 734 81081 236 609 727 843 925 82064 93 111 296 336 517 780 840 83340 63 527 703[ 5001 16 912 25 26[ 500] 79 84112 58 608 14 15 73 717 817 941 85134 56 70 300 420 504 52 762 76 957 95 86048[ 1000] 263 88[ 500] 384[ 1000] 608 44 52 76 757 803[ 500] 18[ 1000] 86 953 95 87048 194 223 69 449 58 701 82[ 1000] 935 85 88090 298 [ 500] 352 486 564 807 16 73 89020 25 144 77 222 78 446 68 586[ 1000] 90007 93 194 285 421 595 941 59 91 91042 113 83 264 462[ 500] 689 726 68[ 1000] 69[ 1000] 952 89 [ 500] 92133 246 379[ 500] 698 93043 169 356 492 664 739 82 94067 77 140 212 365 99 582 623 906 84 95117 376 484 658[ 3000] 992 96095[ 500] 350 454 648 847 84[ 500] 975 1500] 97102 245 69 661 723 98234 59 362 569 698 730 807 9 954 99121 66 282 86 308 60 95 407 33 592 696 100045 167 464 75[ 1000] 660 760 935 101450 620 721 44 861 102359 433 694 15001 771 99 866 103237 42 110001 357 636[ 3000] 57 73 793 104109 61 75 94 536 809 56 907 14 105195 329 50 447 70 73 607 19 771 908 106615 16 107017 231 33 94 315 508 26 42[ 500] 652 83 85 94 722 60 833 91 950 108069 132[ 1000] 57 68 76 97 222 505 27 646 731 908 82 109175 247 98 397 456 58[ 3000] 89 580[ 1000] 741 838 906 10 29 63 77 110006 71 111 300 46 519 82 705 8 855 92 99 111146 235 403 718 848 112390 553 714 30 90 844 96 928 52 113003 131 72 251 382 89 455 512 39 80 686 728 808 75 114221 331 484 700 5 42 956 741 116038 54 122 64 80 243 51 453 79 843 963 117362 89 418 647 54 725 1500] 871 88 118579 606 47 767[ 500] 946[ 1000] 119003 215 37 444 565 669 966[ 5001 120088 246 76 485 639 928[ 3000] 61 121068 [ 10001 190 462[ 1000], 587 678 941 122016 81 220 57 465 522 675 123075[ 10001 139 92 257 64 78 85 88 417 602 42 926 99 124076 120 215 378 82 529 125130 201 304 508 95 834 43 91 94 930 61 110001 76 126170 84 265 473 88 666 795 839 920 127157 64 224 355 410 64 539 942 53 58 128148 342 417 706 815 129041 [ 500] 135 65 241 372 447 521 785 812 83 130143[ 30 0001 242 699 847 909 51 93 131183 277 80 469 658 833 132045 139[ 1000] 94 216[ 500] 56[ 500] 342 474 584 600 60 835 79[ 500] 929 71 98 133049[ 3000] 325 566 708 807 910 51 1000] 134168 492 99 666 800 929 135050 64 218[ 10001 30 84 326 410 853 929 136216 51 504 61[ 1000] 822 63 944 137051 133 231 68 384 460 649 92 130001 848 86 964 86 138364 591 94[ 1000] 712 890 909 139257, 85 352 408 31 528 635 927[ 5001 67 140123[ 5001 255 82 377 441 558[ 500] 639 74 747 66 911 141026 59 61 267 351 77 431 48 651 [ 10001 76 836[ 1000] 93 142239 520 21 639 713 868 920 143056 200 309 400 802 927 144043 109 243 [ 1000] 54 359 444 502 67 674 790 831 81 145011 270 74 347 82[ 500] 476 529 859 85 1500] 97 940 146062 82 340[ 5001 483 556 746 967 95 147253 67 366 408 22 44 48[ 10001 675 847[ 500] 60 62 990 148117 92 94 303 476 521 790 986 149151 87 330 81[ 500] 440 [ 5001 511 617 854 150021 56 155 64 82 539 751 76 833 61 74 912 31 46 83 151133 98 295 457 543[ 5001 783 967 152163 222 395 500 38 850 72 957 67 153025 49 53 79 180 358 95[ 500T 503 67 650 79 992 97 154230 59 81 488 580[ 10001 660 740 91 968 155085 124 36[ 1000] 209 29 334 424 93 554 624 95 725 77 849 907[ 1000] 156076[ 10001 162[ 500] 241 426 54[ 30001 56 838 975 95 157319 22 89 428 725[ 1000] 158000[ 500] 170 85 379 492 669[ 3000] 873 975 159048 378 705 862[ 1000] 927 160165[ 10001 77 99 265 402 513 680 789 855 915 61 62 161040 70 225[ 5001 530 654 98 803 902 61 [ 5001 92 162015 166 10001 269 502 958 69[ 500] 163179 235 42 50 326 45 477 636 800 65 937 164070 [ 5001 292 310 64 97 415 622 819[ 5001 165433 86 628 746 834 83 905 53 166064 161[ 1000] 79 87 89 217 34[ 500] 61 351 63 411 49 608 77 815 933 44 167069 97 272 384 501 15 59 689 796 820 81 940 168037 84[ 30001 489 576 872[ 500] 94[ 1000] 169043 205 22 384 483 756 71 909 96 170008 32 81 221 22 368 82 724 171532[ 1000] 91 644 59 930 72 172123 334 566 70 81 742[ 500] 61 868 986 173076 103 222 57 77 83 522 661 174130 [ 500] 233 81 347 76 425 54 521 650 77 959 96 175167 81 356 483 614 54 810 61 176335[ 10001 486 582 177154 211[ 1000] 499 655[ 500] 94 979 178449 532[ 5001 634 179670 795 887 966 180415 71 638 923 181096 301 444 83[ 500] 97[ 500] 560 629 84 816 954 182171 326 412 24 51 88 10001 561 922 183059 73 101 9 282 301[ 1000] 720 40 78 184075[ 5001 249 90 312 22 31 66 1000] 420 89 185083[ 1000] 122 270 411 645 878 80 186153 [ 1000] 249 364 433 50 501 57 658[ 30001 872 79 970 187011 20 184[ 500] 262 86[ 3000] 487 188000 15 57 160 534[ 3000] 71 98 660[ 1000] 74 80[ 5001 937 [ 500] 189346 78 502 41 72 611 731 190046 153 76 97 441 76 526 45 717 993 191017 143[ 3000] 215 77 336 697 953 192027 220 81[ 500] 316 44 5001 504 58 659 743 193068 169 231 334 93 402 19 521 71 91 711 828 194127 66 233 344 555 697 851 195116 53 359 96 457 96 555 613 20[ 500] 196095 110 232 303 10 67 81 424 76 531 670 772 197227 43 47 369[ 1000] 75 406 11 500 636 64 706 51 94[ 30001 859 65[ 500] 964 198123[ 500] 216 577 628 50 741[ 5001 846 909[ 3000] 199003 45 325 56 508 719 822 200026 28 130 56 83 216 390 773 201092[ 3000] 202186 113 259 68 480 506 72[ 5001 748 925 15001 338 488 523 701 7 869 960 88 203053 60 143 48 66 83 290 397[ 500] 400 12 72 519 95 606[ 500] 51 707 818 98 204389[ 3000] 479[ 1000] 527 897 205047 126 341[ 500] 561[ 500 662 828 31 206100 34 200 15001 74 312 44 58 531 82 693 207137 63[ 30001 530 788 994 208036 320 23 520[ 500] 732 95 959 209226 57 350 525 31 87 672 709 902[ 500] 19 63 83 86 210195 220 421 22 97 699 710 23 34 864 900 22 211170 312 698 838 929 212306 43 55 83 99 429 [ 10 000 730 63 74 993 213195 286 479 658 99 790 214035 68 126 32 404 10001 507 647 83 95 837 90 958 215083 206 379[ 500] 82 461 500 744 963 216016 200 47 48 472 577 641 217024 56 77 293 362 69 455 513 93 801 13 34 36 61 70 218032 158 254 490 660[ 5001 725 T5001 43 951 219032 34 40 154 [ 1000] 58 66 351 89 484[ 3000] 513 66 659 769 861 91 921 37[ 1000] 220056 132 39 240 85 444 T50001 97 502 83 677 701 88 221362 558 662[ 30001 766[ 30001 989 222143 379 404 565 637 859 914 223064[ 1000] 371 412[ 500] 55[ 500] 508 15 63 74 91 626 986[ 500] Jm Gewinnrade secotteben: 1 Bramte 4 300 000 RL I Gewinn 500 000 R 1 gu 200000 18 150000 1 78000 SRL, 2 m 50000 1 8 40 000 M 4 8 30 000 , 14 g 15 000 2, 23 4 10 000 RL, 53 5000 L, 814 3000 L, 1195 1 1000 t., 1976 D. Berichtigung. In der Lifte vom 19. Nomber nachmittags, lies 197 899 jtati 197 799, 10. Bichung5. Klasse 211. Kgl. Preuß. Lotterie.| 905 114032 155 64[ 500] 77 351 416 717 800 912 Biehung vom 19, November 1904, nachmittags. Rar die Gewinne über 240 wet, ind den betretenden Rummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachdrud verboten, 87 92 149 76 294 436 61 99 566 638 43 91 934 [ 1000] 1087 90 94 184 213 18 83 316 498 500[ 5001 816 962 96 2185 243 541 644 729 71 822 3000] 925 56 3132 459 86 584 636 716 48 60[ 3000] 4029 219 41 67 468 557 686 726 56 15001 71 802 5146 13000] 367 824 29 6025 109 12 14 322 3000] 40 643 7002 157 90 423 43[ 1000] 501 31 860 8069 220 62 301 77 88 459 78 516 723 866 92 9032 99 1500] 102 203 95 353[ 3000] 10007 124 389 483 542 732 98 851 921 11061 82 136 44 15001 47 53 286 360 426 74 742 1000] 936 [ 500 47 12112 30 232 63 64 82 88 1000] 430 665 1738 49[ 500] 898 954 13013 14 22 73 79 281 485 95 99 642 730 83[ 3000] 837 14251 66 646[ 3000] 829 41 15118 95 220 36 744 59 16044 100 10 1500 23 480 708 842[ 500] 916 50 17228 70[ 5001 525 656 718 895 18018 43 124 68 251 315 23[ 500] 53 408 15001 568 786 895 19089 136 257 360[ 1000] 524[ 3000] 83 97 750 828 51 912 38 20007 27 197 496 653 701[ 500] 901 21053 360 404 583 636 707 965[ 500] 22034 64 350 417[ 500] 545 757 23017 91 310 447 72 531 34[ 5001 737 52 55 813 900 10 16 24172 224 42 53 97 393 481 599 623 778 96 846 97 25065 261 421 10001 26 517 978 26280 345 460 61 513 612 51 84 5001 703 870 925 27045 94 680 733 84 829 53 28170 81 220 686 748[ 3000] 817 29169 363 456 564 654 85 856 630107[ 1000] 370 585 621 701 36 818 25 69[ 500] 83 31086 92 127[ 3000] 97 351 77 507 709[ 500] 96 951 59 32072 75 129 248 367[ 3000] 934 33219 21 72 305 481 747 59 74 857 915 34124[ 500] 332 69 [ 1000] 411 83 501 7 665 762 35025 30 60 344[ 3000] 535 41[ 500] 69[ 5001 770 96 896 989 36097 154 336 615 86 768 966 37048 67 111 15 208 496 506 675 726 38022 101 21 25 429 522 31 698 707[ 1000] 37 80 826 956 74 39165 73 75[ 1000] 207 321 481 95 504[ 3000] 40 662 URMA ANAYEP 40090 119[ 5001 52 228 58[ 500] 86 88 90 305 [ 3000] 84 95 432 92 554 743 85[ 5001 982 41015 59 73 174 285 305 34 483 629[ 1000] 39 62 42028 198 238 54 339 590 673 779 43229 329 475[ 500] 580 615 715 18 28 825 923[ 5000] 72 44347 54[ 1000] 59 408 45 832 993 45254 505 12 92 684[ 3000] 975 46082[ 5001 377 506 22 705 814 948 47018 57 69 217 31 41[ 3000] 46[ 1000] 311 534 699 718 20 801 997 48079 137 84 85 5001 399 558[ 500] 666 764 49007 70 76 92 161 243[ 1000] 348 65 683 960 50108 12 70 279 401 694 888 928 36[ 8000] 51151 209[ 500] 42[ 500] 311[ 500] 85 526 681 741 929 52045 326 63 411 73 513[ 3000] 25 675 779[ 3000] 961 53080 178 92 443[ 30001 551 84 95 746 961 92 54099 192 282 541 722 59 936 42 76[ 10001 55005 38 138 208 10 56052 [ 1000] 12 70 373 517 43 45 792 873 938 45 99 180 228 413 37[ 500] 590 716 994 57514 42 844 915 58206[ 1000] 741 824 49[ 10001 58 73 958 82 59122 44[ 1000] 226[ 1000] 402[ 10001 55[ 5001 59 505 903 7 60134 61 203 21[ 3000] 445 552 65 83[ 500] 675 [ 3000] 979[ 500] 61477 547 600 48[ 500] 757 62137 652 724 827 940 63115[ 3000] 258 335 405 823 969 64054 81 186 380 418 523 901 65016 41 123 389 466 542 896 66021 25 236 391[ 500] 484[ 500] 972 67022 25 126 39 238 50 400 87 686 734 835 901[ 500] 68119 42 245 451 678 737 814 983 94 69045 265 361 77 415 [ 1000] 35 900 77 84[ 3000] 70005 111 21 219 26 380 415 64 508 49[ 1000] 93 619 62 844 71018[ 5001 250 56 66 312 60 673 700 1 834 72056 282 84 407 752 64 849 70 916 23 73361 421 658 98 74191 99 433 59 70 524 673 711 56 872 75061 98 400 9 607 780[ 500] 863 934 377 415 556[ 1000] 717[ 5001 860 78016 449 562 87 845 945 728 38 805[ 30001 55 94 76055[ 3000] 56 184 77173 328 52 462 778 79078[ 3000] 224 440 80142 47 242 49 79 390 828 982 81067 297 324 80 443 579 629 718 887[ 500] 82175 509 621 884 963 83253 67 501 636 75 705[ 1000] 12 40 814 84304 68 404 45 85 514 668 799 832 47 923 85136 201 27[ 500] 380 92 461 634 83 834 86059 245[ 500] 338 470[ 5001 71 525 626 918 87051 201 347 72 86 577 609 18 824 88127 341 65 405 54 63 539 705 51 54 809 58 932 53 [ 500] 89058 340 421 762 78[ 500] 858 943 44 60 90064 203 27 423 602[ 10001 870 81 918 91130 34 35 257 352 515 42[ 1000] 98 929 15001 92523 730 863 929 35 59 93105 59 1000] 263 566 649 709 13 96 94217 370 517 804 49.74 95124 200 329 60 760 917 96016 60 390 480 618 55 78 771 88[ 500] 833 952 97085 143 83 226 47 362 405[ 1000] 675 78 93 806 14[ 3000] 99 98006 25 105 293 95 338 42( 5001 607[ 1000] 54[ 500] 771 923 99026 86 92 242 451 62 77 608 703 800 1 100075 191 352 509 99[ 500] 612 768 852 59 101022 200 594 724 811 59 83 913 26[ 5001 102159 83 220[ 1000] 25 347 432[ 1000] 99 706 103003 11 193 [ 1000] 343 583 778 816[ 1000] 104040[ 3000] 126 1000] 68 262 997 105167 790 823 44 67[ 3000] 106021 231 331 53 530 107054 259 333 510 67 637 63 733 1000 882 932 49 62 108036 246 401 513 [ 1000] 796[ 30001.964 109047 121 205 53 15000] 67 681 878 110034 63 221 425 546 48 76 669 815 26 958 111022 140 231 73 649 84 792 800 37 64 989 112161 200 370 511 631 61 792 113022 328 67 90 551 840 45 63 115057 93 139 218[ 500 712 1500 61 87 867 15001 960 116072 174 427 46 608 755 955[ 500] 92 117010 197 287 1500 428 584 770 989 118021 5001 80 109 49 51 293 365 71 95 610 29 85 876 977[ 1000] 119073 111 67 69 203 110001 562 651 62 916 18[ 500] 58 120065 108 206 48 538 130001 71 92 678 711[ 1000] 842 48 969 121122 29 55 369 458 713[ 500] 810 59 932 122021 390 411 70 539 699 825 28 68 123159 224 33 319 45 442 83 619 777 846 928 124073 110 255 [ 500] 383 425 647 84 739 927 50 52 125287 316 43 495 500 777 885 936 126103 47 249 360 455 661 84 756 875 907 127097 363 509[ 500] 735 854 65 128017 35 146 266 454[ 3000] 782 826 30 918 129078 172 547 130077 109 15001 269 312 435 39 44 91 523 789 824 76 964 131006 329 564 617 852 53 80 98 929 75 [ 500] 132115[ 3000] 245 78 486 94 706 21 74[ 500 808 133053 180 497 528 46 637 44 835 77 989 134285 322 423 L1000] 81 522 835 135008[ 5001 56 438 527 82 684 1000 715 18 949 15000] 136019 50[ 500] 170 215 368 93 98 660 790 981 137052 15001 202 3000] 16 18 39 331 61 405 62 599 602 58 821 138072 96 109 64 251 396 410 26 67 503 731 81 878 139110 11 15 51 364 95 460 542 733 92 880[ 500] 92 140042 305 97 510 664[ 1000] 67[ 3000] 901 141058 142 439 43 88 92 96 142072 127 47 252 53 310 48 617 84 739 1500] 869 83 143031 625[ 500] 723 47 94[ 3000] 996 144301 407 576 15001 80 670 862 85 89 975[ 1000] 145019[ 500] 48 109 26 743 878 146029 41 69 75 182 328[ 500] 470 T30001 739 84 [ 1000] 900 55 147052 159 99 260 584[ 500] 88 642 57 989 148429 902 149045 47 176 204 411 13 529-987 150057[ 500] 103 324 81 585 638 69 74[ 500] 83 151091 416 26 36 643 708 10 25 823 25 947 70 152494 624 707 935 48[ 1000] 55 153000 133 509 628 769 975 [ 3000] 154008 191[ 500] 583 844[ 3000] 905 15 62 155003 47 100 4 253 327 454 78 704 39 89 800 7[ 500] 90 962 66 156103 328 500 616 701 9 908 157100 466 76 661 720 28 917 158034[ 1000] 275 419 76[ 3000] 704 159023 24 578 85 783 877 952 160433 711 82 807 913 29 60 161072 81 396 566 [ 500] 74 746 47 913[ 1000] 84 162147 88 418 718 806 [ 1000] 74 95 932 68 86 163006 236 335 59 93 519 86 643 164424 630 721 852 65 902[ 500] 165162 239 476 631 759 66 852 166106 276 88[ 500] 383 481 84 549 86 628 856 167018 188 380 98[ 500] 487 556 83 862 168035 40 50 143 71 569 635[ 500] 885 904 169051 54 84 103 19 401 500 4 13 93[ 1000] 605 28[ 3000] 832 170072 93 214 859 987 171000 15 1500] 163 208 11 20[ 500] 357 79 172127[ 1000] 59 66 85 205[ 500] 20 78 91 392 98[ 3000] 450[ 1000] 79 557 633 84 846 53 920 26 39 173296 352 478 864 976 174428 527[ 500] 51 620 717 40 44 48 829 175033 310 63 405[ 3000] 24 94 626 31 719[ 500] 960 176023[ 500] 118 227 522 177076 165 241 63 382 602 776 95 178015 152 259 [ 3000] 376 86[ 1000] 91 565 652 707 910 46 179072 90 160 220 50 55 310 584[ 500] 601 26 762 89 800 954 180141 309 484 519 56 884 93 924[ 1000] 31 181377 408 13 23 627 182023[ 500] 91 145 53 203 59 463 525 74 787 98 183043 147 53 79 231 409 501 641[ 1000] 731[ 1000] 941[ 3000] 184347 412 88 697 810 21 29 87 89 918 47 185331 67 460 658 186178 382 409 56 80 85 681 706 14 814 21 927 187410 849 916 62 188053 66 165 242[ 1000] 48 76 83 354 78[ 1000] 404 [ 3000] 10 47 80 503 12 828 90 189125 96 310 416 29 60 827 35 959 190235 302 570 98 665[ 500] 747[ 500] 80 818 46 72 94 926 191086 94 115 210 345[ 500] 503[ 1000] 14 39 669 701 44 813 24 71[ 10001 77 903[ 3000] 192047 57 111 268[ 30001 374 407[ 500] 16 49 721 880[ 500] 193054[ 30001 92[ 5001 170 268 130001 431 74 534 35 39 52 194402 605 16 783 90 801 195015 209 46 50 465 86 F1000] 677 802[ 3000] 52 955 196047 115 32 [ 3000] 356[ 1000] 403 61 533 727 197391 429[ 3000] 52 97 820 81 901 198112 72 382 423 88 549 92 684 893 95 944 199155 203[ 500] 487 510 823[ 1000] 60 939 200033 61 142 398 444 506 623 970 201450 568 609 876 202109 23 241[ 1000] 46 411 742 56[ 500] 59 203095 282 452 643 849 63[ 5001 75[ 30001 916 66 204212[ 500] 92 379 491 523 608 205224 501 9 856 71 77 93 206003 59 300[ 500] 6 28 744 955 207193 344 66 449 60[ 5001 526 75 919 208055 167 312 677 711 14 21 26 85[ 500] 897 967 82[ 10001 209026 77 300[ 1000] 493 530 32 614[ 500] 26 94 877 83 954 210045 132[ 1000] 461 65 507 88 601 911 90 211123 65 239 347 486 593 787 852 212896[ 3000] 213124 59 93 317 448 598 628 760 910 44[ 1000] 215019 214190 320 523 640 727 66 816 941 91 [ 5001 266 75 301 30 47 75 540 41 15001 89 622 52 216151 72[ 500] 86 87 250 63 77 328 86 565 964 217134 83 335 77 637 719 32 15001 41 946 94 218040 58 112 339 63 432[ 5001 83( 3000] 543[ 500] 46 899 915 68 90 219187 357 76 479 549 883 84 909[ 500] 220423 96 550 604 16 78 769 804 24 86 988 221021 230 33 578 648 934 222025 150 210 130001 19 380 442 530 713 32 95 130001 805[ 30001 10 925 223409 642( 1000] 750 98 878 87 Jm Gewinnrade agrolieben: 1 Bramie an 300 000 1 Gewinn 500 000 200 000 1 150000 2 1 76 000 t, 23 50 000 2 1 38 40 000 4 30 000 DL 14 u 15 000 9, 23 4 10 000 92, 50 zu 5000 751 3000 R 1126 12 1000 L, 1860 500 Verantw. Redakteur: Paul Büttner. Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 273. 21. Jahrgang. tun. 5. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 20. November 1904. Literararisches. Olav Kringen,„ Die Kirche, betrachtet von einem sozialistischen Standpunkt".( ,, Kirken set fra et socialistisk synspunkt") ist der Titel einer kürzlich in eigenem Verlage des Verfassers erschienenen 24 Quartseiten umfassenden Schrift. Wir haben es hier nicht mit einer Agitationsbroschüre für den in mehreren sozialdemokratischen Parteiprogrammen enthaltenen Sah Religion ist Privatsache" zu Der Verfasser der bekanntlich langjähriger Mitarbeiter und seit dem letzten norwegischen Parteitag Redakteur des Zentralorgans Sozial- Demokraten" in Kristiania ist wendet sich viel mehr gewissermaßen gegen jene Auffassung, nämlich insofern, als in jenem Sage unter Religion nicht das innere religiöse Gefühlsleben des einzelnen, das ja selbstverständlich immer Privatsache ist und bleiben wird und nicht erst als solche erklärt zu werden braucht, verstanden wird, sondern die äußeren Formen, die Religionsübungen, die Kirche. " Sind es aber die Religionsübungen, um was es sich handelt, so bedeutet jener Programmpunkt einen tiefen Eingriff," sagt der Verfasser. Denn das Charakteristische an ihnen ist gerade das Oeffentliche, das Gemeinsame. Es ist die Gruppe, der Stamm, das Bolt, das seinem Gotte durch die Religionsübungen dient, weniger der Privatmann, der einzelne. Das Charakteristische an der Sozialdemokratie ist gerade Organisation und Ordnung, und daß sie diese, die stärkste aller menschlichen Organisationen, ganz dem wilden Wachstum überlassen oder versuchen sollte, sie zu unterdrücken, ist hinsichtlich beider Alternativen gleich unwahrscheinlich und, was die letzte Alternative anbetrifft, unmöglich. In " einem Vorwort zu seiner Schrift weist der Verfasser darauf hin, daß anzeige, die der Großkaufmann nicht entbehren kann. Diese Kirchen in dem ersten Parteiprogramm der norwegischen Sozialdemokratie verkaufen die Hoffnung des Lebens und den Trost des Todes an folgender Paragraph stand:„ Alle Beiträge aus öffentlichen Mitteln Meistbietende für Geld."- Das vorletzte Kapitel der Schrift handelt für kirchliche und religiöse Zwecke hören auf. Die kirchlichen Gemein- von Kirche und Schule. Der Verfasser ist selbstverständlich für völlige schaften sollen als private Vereinigungen angesehen werden." Diesen Trennung dieser beiden Institutionen und für konfessionslose Paragraphen beschloß der Parteitag von 1901 zu streichen. Der Schulen, wünscht aber eine Art Religionsunterricht beizubehalten. Zweck der Streichung, bemerkt der Verfasser, gehe deutlich aus der Er stützt sich hier unter anderem auf seine Erfahrungen als Lehrer Debatte hervor und falle ungefähr mit dem in seiner Schrift Ge- an amerikanischen religionslosen Schulen. Selbst dem Freidenker," sagten zusammen. Er habe nur versucht, die Ideen auszubilden und sagt er, ist nicht damit gedient, daß seine Kinder unwissend larzulegen. Doch seien viele in der Partei, die noch an dem alten über die Prinzipien der Religionen und der herrschenden StaatsFreikirchen- Paragraphen festhielten, und aus Rücksicht auf deren Kirche die Volksschule verlassen." In seinen Schlußbemerkungen sagt Meinung führe er diese Gedanken nur als seine eigenen an. der Verfasser, auf die Grundbegriffe des Margismus Bezug nehmend, Der Verfasser nimmt selbstverständlich ganz besonders Bezug auf unter anderem:" Darum greifen wir auch keinen Stand als solchen die norwegische Staatskirche, die, wie jede andere Staats- und keine Institution als solche an. Die Stände und Institutionen, institution in Norwegen, unter der Aufsicht des Voltes steht, in der die aus dem Kapitalismus geboren sind, fallen mit ihm; die, welche deswegen Raum ist für freidenkende Mitglieder und Geistliche, wie im Ewigmenschlichen Wurzel haben, können nicht zum Wanten gefür orthodoxe, in der aber auch dafür gesorgt ist, daß der Inquisi- bracht werden fie können nur verwandelt werden mit der Menschtorenarm orthodorer Geistlicher nur so weit reicht, wie der Staat heit und mit ihrem Vorwärtsschreiten auf ihrer ewigen Wanderung. will, wie wir wollen." An anderer Stelle nennt der Verfasser Im allgemeinen ist die fleine Schrift Olav Kringens außerdiese Staatskirche in ihrer Organisation außerdem noch die am ordentlich lesenswert. Natürlich kann man seine gute Meinung von meisten sozialistische Institution, die es gibt," der norwegischen Staatskirche, von der er sagt, daß ihre Entwicklung weil Arm und Reich die gleiche Gelegenheit haben, ihre Versamm respektabel" sei und daß diese Entwicklung fortschreite und fortlungshäuser und Gnadenmittel zu benutzen. Im Gegensatz dazu schreiten werde, nicht einfach auf die Staatskirchen anderer Länder schildert er namentlich die amerikanischen Freikirchen als übertragen. Doch verdient der Gedanke erwogen zu werden, ob es intolerant, tyrannisch und undemokratisch: n zweckmäßig ist, die Befriedigung des doch recht allgemein verbreiteten einer privaten amerikanischen Kirche von aristokratischem Gepräge religiösen Bedürfnisses ganz der unkontrollierbaren Privatspekulation tauft man Stühle, wie man auf Theaterpläße abonniert. Einen und Privatinitiative zu überlassen. hervorragenden Platz in der Kirche zu haben, ist eine GeschäftsWohlfeile Kleiderstoffe Beachtenswert für Weihnachts- Einkäufe. Sehr preiswerte Qualitäten Wollene Lodenstoffe Große Sortimenteter 55 Pf. bis 135 Wollene Damentuche Glatt und melierter 60 Pf. bis 1 Wollene Noppenstoffe und Meter 25 50 75 Schwarze Alpaccas Glatte 100/120 cm Meter M. bis 2M. Schwarze Damentuche sowie farbige Meter M. M. Madapolam und Blaudruck Breite 70/80 cm 30 bis 60 Pf. Wollene Blusenstoffe Gestreift und kariert 90 Pf. bis 15. 10 bis 1M. 30 bis 45 Pf. Schwere Warps Glatt, gestreift, kariert 80 Reinwollene Cheviots Große Farben- Meter Pf. bis 180 Schwarze Cheviots Breiter 75 Pl. bis 200 Ginghams für Hauskleider, Schürzen Meliert, gestreift, kariert, 90/110 cm Meter 90 Pf. bis 180 Zibeline und Homespuns Neue Melangen, Breite 110/115 cm Meter M. und Kammgarnstoffe, Schwarze Mohairs Gemustert.. Meter 1. bis 2. M. doppelt breit sortimente Sn gestreift und kariert. Meter Meter 50 bis 75 PL. Reinwollene Kammgarnstoffe Neue Bindungen. ;. Meter M. 115 bis 1M. • 00 M. M. Schwarze Merveilleux Breite 48/52 cm Meter 1 bis 300 Schwarze Seiden- Damaste Breite 45/50 cm 145 145 bis 2M. Meter M. Farbige Seidenstoffe Glatt und gemustert 90 Pt. bis 300 Lama und Damentuche für Morgenröcke 45 Pf. bis 70 Pf. Gemusterte Sammete für Blusen Meter 1 bis 20. Kostümröcke, Blusen, Unterröcke, Schürzen, sowie englische Tüllgardinen in bekannt großer Auswahl. Gr. Frankfurter Str. 126. S. Weissenberg Deutsche Bierbrauerei A.= G. ( Absatz im letzten Geschäftsjahre 210912 Hektoliter) empfiehlt ihre aus bestem Malz und Hopfen hergestellten Biere in Fässern und Flaschen. Adresse für Faßbier: Alt Moabit 60. Telephon: Amt II, 1615 u. 1616. RESTE. Zur Damenmäntel- Konfektion, Mädchen- und Knabengarderobe, Damentuche in schwarz und farbig, Kostümstoffe, Kammgarn, Cheviot, Corkskrew, Plüsch, Sammete, Besatzartikel etc. ONFEKTION KS Fertige Jacketts, Paletots, Capes, Kostüm- Röcke etc. Größte Auswahl. Billige Preise. C.Pelz, Kottbuser- 4 Strasse Jedes 5 Wort: UnfallEinbruch1113L* Adresse für Flaschenbier: Kaiserin Augusta- Allee 15/16. Telephon: Amt II, 3066. Lebens- Versicherung. VICTORIA zu BERLIN. Lebons- Versicherungsbestand: über 1 Milliarde u. 100 Mill. Mk. Gesamt- Vermögen: Uber 440 Millionen Mk. Prämien- und Zinsen- Einnahme in 1903: 95 080 296 Mark. Pro 1903 erhalten die Versicherten 19 154 862 Mark Ueberschuß als Dividende. Volks- Versicherung. VICTORIA. 5872L* FEUER- VERSICHERUNGS- ACTIEN- GESELLSCHAFT. Pfennig. Das erste fettgedruckte Wort 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. preise. Ganz neue liberalste Bedingungen. Feuer- Versicherung. HaftpflichtDiebstahl35 50 Ecke Koppen- Strasse. Bekanntmachung. Unsere neuerbaute Unterstation in der Zossenerstrasse hat den Betrieb aufgenommen und liefert Elektrizität für 970L* Beleuchtung und gewerbliche Zwecke in dem Stadtteil südlich des Landwehrkanals, zwischen Anhalter Bahn, Kreuzbergstrasse, Bergmannstrasse, Hasenheide, Fichtestrasse, Urban- und Bärwaldstrasse. Anträge wegen Stromentnahme werden in unserem Bureau, Luisenstrasse 35 entgegengenommen, woselbst Interessenten ausserdem jede gewünschte Auskunft erteilt wird. Berlin, im November 1904. Berliner Elektrizitäts- Werke. NESTLE'S Kinder. mehl Unübertroffen bei: Brechdurchfall Diarrhoe Darmkatarrh Vorrätig in Apotheken, Drogerien, Colonialw Kleine Anzeigen. 1 * Jetzt wieder V. Einzel- Verkauf direkt aus der Fabrik Bu spottbilligen Preisen nach beendeter Engros- Saison. Jacketts a 42-54-62 bis 7-30 9. Capes 3-4-5-6 bis 36 M. Abendmäntel a. GolfCapes 62-734-8 bis 25 M. Feste Preise! Bei Vorzeig. diefes Inserats 5% Rabatt. Feste Preise! Fabrik Pelz, Kurstr. 41-42 ( Sonnt.geöffn.) teppdeden tauft man am pretswerteften nur direkt in der Fabrit, 72 Wall ftraße 72, wo auch alte Steppdecken aufgearbeitet werden. 8. Strohmandel, Berlin 14. Juustrierter Breistatalog gratis. für die nächste Anzeigen Nummer werden In den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12Uhr, in der Hauptexpedition Lindenstrasse 69 bis 5 Uhr angenommen. Fahrräder, Zeilzahlungen, Berg 5680* ftraße 28, Staligerstraße 40. 45 Kanarienroller 4,00, Borschläger ( Seifertstamm) 7,00 bis 15,00. Münz 50/2 ftraße 16, Quergebäude. Kanarienroller verkauft Scholt, Schönleinstraße 20, IV. +119 Kanarienhähne, größte Auswahl, billig. Seramer, Rigaerstraße 136,+32 Kanarienhähne, Selbstzucht, billig. Mahnke, Görligerstr. 32, II( linter) Aufgang III. +2 Stamm Trute, bertauft Gödde, ReiKanarienhähne, Stamm Setjert, nickendorferstraße 54. Schmuckfachen, Möbelstüde, Spott Reifemuster. Herrenpaletots, Gardinen, Teppiche, Läuferstoffe. + 30* Brachteremplare, prima, spottbillig. Marcus. Empfehlenswerte Einkaufsquelle Schönhauser Allee 72b, born III lints. Arbeiterhemden, beftes eigenes Möbel, Spiegel, Bolfterwaren, Bfandleibhaus Weidenweg 19.+ 30* Knabenanzüge, Paletots, Mäd Fabrikat. Marcus. 568* neu und gebraucht, billig BosenerWinterpaletots, Jackett- Anzüge, straße 5. + 30* Goldsachen, Uhren, Ringe, Ketten; henkleider, Jacketts, verkauft man am Kostüme, Blusen, Kleideranferti Pfandleihpreise, Pfandleihhaus Wei Herrenuhren, goldene, silberne. Reiche billigsten Otto Hoffmann, VeteranenDringend sollen fämtliche Möbel 25348* gung. Marcus. 56 denweg 19. +30 Auswahl zu tatsächlich billigen Ge- ftraße 14. einer großen Wohnung billig verkauft Bilder, Winterpaletots, Joppen, Pfand- legenheitspreisen. Leihhaus Neue Rofenberg, Rottbuserdamm 98. Reichgestickte Portieren, Wolle werden, auch Gardinen, leihpreise, Pfandleibhaus Weidenweg Schönhauserstraße 11. 415* Mädchenjaden, Mädchenkleider, Riesen- 7,50, Tuch 9,00, Plüsch 10,50, die Teppiche, Steppdecken, gute Feder neunzehn. + 30* Gardinenhaus Große Frankfurter auswahl, Spottpreise. komplette Dekoration. Teppichhaus betten( Stand 25 Mart), Dresdener * straße 38, born II lints. Winterpaletots, Gehrodanzüge, straße 9, parterre. Rosenberg, Rottbuserdamm 98. Emil Lefèvre, Dranienstraße 158. 49/ 10* + 87* Pfandlethpreise, Pfandleibhaus WeiTeppiche mit Farbenfehlern Fabril Hochvornehme Herren Anzüge, Knaben Anzüge, Knaben, Baletots, Teppiche!( fehlerhafte) in allen niederlage Große Frankfurterstraße 9, denweg 19. + 30* Winterpaletots, borjährig, aus feinsten Joppen. Riesenauswahl. Spottpreise. Größen für die Hälfte des Wertes parterre. +37 Winterpaletots, Damengarde- Maßftoffen, 18,00-38,00. Deutsches Rosenberg, Kottbuserdamm 98. im Teppichlager Brünn, Hadescher +88 roben, Pfandleihpreise, Pfandleihhaus Versandhaus, Jägerstraße 63 I. Damenjadetts, Damencapes, Damen- Markt 4, Bahnhof Börse. 142/ 12* Hochvornehme Herrenhofen aus Weidenweg 19. Kanarienhähne eigener Büchterei, feinsten Maßstoffen Herren Garderobe nach Maß, röde, Damenblusen. Riesenauswahl. Teppiche mit Winterpaletots, Knabengarde saubere Arbeit, großes Stofflager Spottpreise. Farbenfehler, Berkauf Sonnabend und Sonntag. Stamm Seifert. Rizenhain, Holl1156 roben, Pfandleihpreise, Pfandleihhaus Baletot, Anzug 36 Mart an. Kauft Gardinen, Steppdecken, Portieren, Versandhaus Germania, Unter den mannstraße 2. Rosenberg, Kottbuserdamm 98. Tischdecken, Fellvorlagen, Läuferstoffe, Linden 21. Keine Filialen. Weidenweg 19. + 30* beim Handwerker, laffet den Hand- Reste zu Damenjadetts, Reste zu Diwandecken spottbillig wegen Räu50 Stanarienweibchen 0,70, Saterker verdienen. Teilzahlung ge Photoapparate, Stativ und narienhähne. Bornholz, ScharnhorstVerfallene Taschenuhren, Trau- stattet. F. Dörge, Dresdenerstraße 109. Knabenanzügen, Reste aller Art; mung bis Weihnachten. Teppichhaus Klapptameras, Reifemufter, spottbillig ftraße 34, Duergebäude. 69b ringe, Pfandleihpreise, Weidenweg Buschnitt gratis; enorme Auswahl. Conrad Fischer, Potsdamerstraße 100. Martgrafenstraße 19. neunzehn, + 30* Herrenanzüge, Ueberzieher, wenig Spottpreise. Bettenverkauf, Wäschebertauf, getragene Monatsgarderobe von 6 Mart Blandleihpreiſe, Bſandleihhaus, Wei- an, große Austin haft billig, Reinickendorferstraße 7 a, Tritotagen, Massenauswahl, fabel+ 30* auch neue zurüdgefekte, fauft man am billigsten direkt nur beim SchneiderFreischwinger, meister Fürstenzelt, Fürstenzelt, Rosenthaler Kleiderstoffrefte für den halben 130* straße 15, III 149/ 3* Preis. Marcus. 56 denweg neunzehn. Regulatoren, Spottpreise. + 30* Marcus. Bettfedern von 35 Pfennig an; 1,90 Mart pro Bfund. Fertige Betten echt chinesische Mandarinen Daunen 9-12 Mart. 94.8* 972* Kanarienhähne, feine Sänger, bertauft Schneider, Rigdorf, Staffer Friedrichstraße 201, born IV.+130 Edelroller und Weibchen( Seifert stamm) verkauft Kreher, Choriner+ 56* ftraße 68. 157 Kanarienhähne billig, Schöneberg, Bahnstraße 43, Laden. + 117* Kanarienhähne, große Auswahl, ( Driginal Seifert), Selbstzucht, hoch, prämiert 1903. Reißner, Kastanien 74See 23. 565 11 Mart an. Mar Schöne, Lands berger Allee 149. Täglich Dampfbettjebern- Reinigung. Große Inserate fosten viel Geld, tver aber wirklich billig verkaufen will, fann nicht Hunderte für Inserate ausgeben. Ich bitte deshalb die Leser, regelmäßig die kleinen Anzeigen zu lesen. Sie werden hier von mir oft Nachrichten erhalten über Neueingänge und Fortschritte meines Geschäfts. Herrmann Schlesinger, Turmftraße 85. 134 Ningschiffchen, Bobbin, Schnellnäher, ohne Anzahlung, Woche 1,00, gebrauchte 12,00. Postkarte genügt. Köpniderstraße 60/61. Große Frank furterstraße 43. Prenzlauerstraße 59/60. Nähmaschinen sämtlicher Systeme, ohne Anzahlung, Woche 1,00. Alte werden hoch in Zahlung genommen. Gebrauchte spottbillig. Postkarte genügt. Frankfurter Allee 10, Ringbahnhof. Alt- Borhagen 4, Ecke Neue Bahnhofstraße. + 140* Abessinerbrunnen von 8,00 an, leihweise, Gummischläuche und Pumpen billigſt. gebrauchte W. Wolff, Pumpenfabrik, Acker straße 81. 131* Steppdecken billigst Febrik Große Frankfurterstraße 9, parterre.+ 37* Schankgeschäft billig zu verkaufen Oppelnerstraße 47. Ohne Zweifel fann bei großem Umsatz stets frische, saubere Ware geliefert werden. Berstaubte, schmuzige, unmoderne minderwertige Werkzeuge oder Herren- und Knabenkonfektion gibt es nicht bei Schlesinger. 1348 Die Vergrößerung meines Um fakes hat es zuwege gebracht, daß meine Leistungsfähigkeit außerordentlich gestiegen ist; so habe ich zum Beispiel einen Herrenpaletot, hochmodern, feinfein grauen Streifen, mit Sammettragen, Windriegel und Billetttasche, sauber und schön gearbeitet, für 20 Mart. Herrmann Schlesinger, Turmstraße 85. 134 + 2* Zigarrengeschäft, gutgehend, umständehalber sofort billig zu verkaufen Straßmannstraße 26. + 31* Butter, Käsegeschäft, gutgehend, wegen Uebernahme Erbschaft außer halb, verkaufe sofort billigst. Se. Piotrowig, Pannierstraße 29, of III. 456 Es ist auch gar kein Wunder, daß lezt alles zu Schlesinger läuft. Solch eine Leistungsfähigkeit in Joppen, Paletots und Anzügen ist noch gar Bigarren aus gesunden Tabaken, nicht dagewesen, von Hosen gar nicht 100 Stück von 3 Mark an. Auf zu reden, die waren schon immer 12 Bigarren jeder Preislage eine erstaunlich billig. Arbeitssachen sind gratis. Arndt, Rigdorf, Ziethenauch alle da. Wo denn? Zurmstraße 21. 585 Straße 85. 1348 Brennholz und Sägespäne ver fauft billig Kistenfabrit, Dirdſenstraße 42. 149/6 Sie staunen über die Ausführung und Qualität meiner Joppen und Baletots, ich auch. Ich freue mich aber auch, daß der Zuspruch täglich größer wird und ich auch in der Lage bin, in Schulanzügen und Knabenjoppen bedeutendes zu leisten. Herr mann Schlesinger, Turmstraße 85. ch der Meinung bin, daß der Leser Je have nie Preiſe inſeriert, weil fich kein Urteil bilden kann, wenn er has betreffende Stück nicht sieht. Meine Herrenpaletots zu 20 Mart, mein Paletot Fehr zu 40 Mart, find aber so hervorragend preiswert, daß ich nicht umhin kann, auf diese beiden Spezialitäten besonders aufmerksam u machen. Herrmann Schlesinger, Surmstraße 85. 1348 + 30* Pinoleum, Wachstuche, Teppiche, Läufer, Reste, eine Fehler, spottbillig. Müller, Holzmarktstraße 52. Große Frankfurterstraße 45. Bringmaschinen, Zinkwaschfässer, Bober, Sigwannen, beste Ware. Teilzahlung gestattet. Poftfarte. Kottloff, Stalizerstraße 108. 588* Nähmaschinen! Ringschiff, Adler, Zentral- Bobbin, Drion, Wheeler und Wilson, Elastik, Säulen 2c. Prima Qualität, Preise billigst. Für die Güte meiner Nähmaschinen sprechen Taufende meiner Stunden. Drei Jahre reelle Garantie, bei Abzahlung fu lanteste Bedingungen. E. Bellmann, Gollnowstraße 26, nahe der Landsbergerstraße. Alte Maschinen nehme in Zahlung. 158 Nähmaschinen sämtlicher Systeme, Saal! Dritter Weihnachts- Feiertag Möblierte Schlafstelle vermietet ohne Anzahlung, Woche 1,00. Gründ- frei. Annenstraße 16, Klubhaus.* Bitwe, Naunynstraße 86, vorn I liche Anlernung, Postkarte. Paul, Schneiderin empfiehlt sich zur lints. 946 Dianienstraße 204. +2 Anfertigung moderner Damengarde- Bessere Schlafstelle, 2 Herren, Nusbaummöbel, drei Zimmer, robe, Kostüme 8 bis 12 Mart, Kinder- Flureingang, Ritterstraße 124 I, gediegene, neu, auch einzeln. Taschen- fleider 3 bis 7 Mart. Dranien- Bohnsack. +71 fofa 45,00 und Küchenmöbel staunend straße 144, Hof rechts parterre. billig. Besichtigung empfohlen, auch Möblierte Schlafstelle, Herrn, Sonntags. Perlebergerstraße 14, Ball- und schonend gewaschen, Bettwäsche, links. Heinrichsplay. Handwäscherei. Wäsche wird sauber separat, Dranienstraße 14, vorn IV lokal. 1136 Leibwäsche, 4 Handtücher, 4 Taschen133 * 865 Im Arbeitsmarkt durch besonderen Druck hervorgehobene Mnzeigen fosten 40 Pf. pro Beile. Tüchtiger Metalldreher, Freundlich möblierte Schlafstelle der auch etwas Formerei versteht und Milchgeschäft mit Rolle, täglich tücher 0,10. Abholung Mittwoch. sofort oder später, Manteuffelstraße 67, Werkzeug machen kann, wird als Werkdrei Faß, sofort zu verkaufen. Zu F. Kussah, Köpenid, Müggelheimer- vorn III, Schulk 766 erfragen Laufiberstraße 40, III Treppen straße 36. führer für eine mittlere Metallgießerei 11122* Zwei freundliche Schlafstellen bei und Dreherei gesucht. links, Meißner. +2 Allen Freunden und Genossen zur Godegast, Maurer, Steinmet Bewerber können sich bei Philipp Aquarium, heizbare( passendes Nachricht, daß ich das Schankgeschäft straße 45. Weihnachtsgeschent), besser als jede in der Kürassierstraße 10a weiter 736 Kochmann in Beuthen 0.-S. unter AnSanalheizung, sowie alle Sorten betreibe. Gleichzeitig Schlafstelle für Herrn, separat, gabe ihrer bisherigen Tätigkeit melden. empfehle Ritterstraße 124, Hof 3 Treppen, fremdländischer Zierfische und Wasser- mein Vereinszimmer. Achtungsvoll Schlosser- Lehrling pflanzen verkauft Klasen, Büdler- A. Pahlke. Elsholz. 726 verlangt. Woche 5 Mart. Nixdorf, straße 26, IV, Bierfischzüchterei. Die Beleidigung Witwe Berlinerstraße 7. 145* gegen Frau Schlafftelle vermietet Zwei Mark vierteldugend Damen- Mathilde Hippler nehme ich als Bünther, Admiralstraße 16, vorn IV Arbeits Nachweis 836 815* Hemden, Herrenhemden 3,30, große grundlos mit Bedauern zurück. Alfred Bettlaken 1,30, Normalhemden, Marquardt. Barchendhemden sowie elegante Reise- Pfandleihe Markusstraße 27. muster spottbillig. Wäschefabrik Salomonsky, Dirdjenstraße 21( AllerZitherunterricht, schnellfördernd, anderplatz). Rabe, Brizerstraße 14, II. 126/10 716* Borsigwalde. Rechtsbureau, Rat, Auskunft. Unterricht in Deutsch, Französisch, Englisch, Stenographie, Buchführung. Näuschstraße 23. Nähmaschinen sämtlicher Systemte ohne Anzahlung, Woche eine Mark, gebrauchte spottbillig, Bostkarte genügt. Wienerstraße 6. Aderstraße 113. 936 Metallbetten, zivet hochelegante, 100,00, Kinderbett 25,00, Blumentisch 12,00. Rappold, Ritterstraße 112.+57 Nähmaschinen, ohne Anzahlung, bis 10,00 Vergütung. Postkarte. Breit 926 holz, Ackerstraße 10. Aquarium billig zu verkaufen Reuterstraße 36, zweiten Hof IV, Brekel. +130 Vertiko 30,00, Kleiderschrank, Sofa, Bettstellen mit Matraßen 15,00, straße 24. 126/14 Kohlenplatz verkäuflich, Prinzenstraße 93. +71 Bäckerei- Niederlage, Milch und Rolle, verkauft sofort Bismarckstraße 21, Charlottenburg. + 135* 205 Ladewigs Gesellschaftshaus, Frankfurter Allee 127. Dritter Feiertag und Silvester noch frei, auch einige Sonnabende. 1095 Festfäle mit Bühne Sonnabende frei, größtes Entgegenkommen. Perlebergerstraße 14. 1126 65b Schlafstelle für Herrn, Camphausenstraße 3 bei Frau Hinz. Auch ein fleines Zimmer für 1 Herrn. Schlafstelle vermietet Nidsch, Rott buserstraße 11 born I. 966 zwei Möblierte Schlafstelle Herren, Lindner, Frankfurterstraße 133. Schlafstelle, separat, Breitfuß, Landsbergerstraße 113, Hof I. +96 = der Vergolder. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15, Zimmer 18. Vorm. 8-10. Verlangt: 1 Barockleisten- Bergolder für Berlin. 1 Barockleisten- Bergolder f. außerhalb. 1 Bersilberer für außerhalb. 227/16 Schlafstelle vermietet zum 1. De Achtung! Holzbearbeitungsgember Frau Pavel, Manteuffelstraße Bu erfragen maschinen- Arbeiter! 68, Quergebäude II. bon 12-2. +3 Wegen Differenzen sind die Firmen Warschauer ftraße 78, Möblierte Schlafstelle, 2 Gerren, M.& F. Berndt, +3 und +88 Lühr& Wiese Nachfolger Waldemarstraße 16, III. Freundliche Schlafstelle, WiesenStraße 6, Herrmann. +2 Möblierte Schlafstelle, feparat, Scheringstraße 8, gebäude II, bei Storff. 16,-, Gubenerstraße 3, Pfandleihe.* Betten, Stand 11,-, zweischläfrig Landparzellen! Nach kurzer Zeit erfolgt eine Neu- Barzellierung ganz nahe Bahnhof Grünau. preis nur 22 Mark pro Quadratrute. Beck, Michaeltirchplatz 18. Guter Boden, idyllische Lage. Georg Kommode, Spiegel. Draeger, Weber: straße 141( Stottbuser Tor). Billigste Anfangs * 465 Pfandleihe Küftrinerplatz 7, verkauft spottbillig Betten, Bett wäsche, Teppiche, Tischdecken. Trauringe, Herrenuhren, Damenuhren, Stetten spottbillig Pfandleihe Süstrinerplak 7. * Winterpaletots, Joppen spottbillig Pfandleihe Küstrinerplatz 7.* Pallisadenstraße 101. Lieferwagen, alle Sorten Räder, 826 556* Verschiedenes. Stenographie, 21* Vogelausstellung. Kanarien, Zentralleihhaus für Damen- sprechende Papageien, Groten usw. Mäntel, Sadetts, Capes, Kostüme, 28. November. Bekleidung, Jägerstraße 70, Damen- Rosenthalerstraße 11/12, am 26., 27, Jeder 50. Besucher Röde, Blusen, neu und getragen, einen Kanarienhahn gratis. 29486 äußerst preiswert. Buchführung, lichen Buch, Stettiner Vorortbahn Karlstraße 26. 10 Mart Quadratrute beim herr- Schreibmaschine, Sprachen. Salomon, 20 Pfennig. Barzellen jeder Größe, Maschineschreiben, Stenographie, fulant, riesige Bautätigkeit. Otto Buchführung, Richtigsprechen, Richtig Joers, Pantow, Elisabethweg 10. schreiben, 30 Stunden 3,00, Englisch Sonntags Albrecht, Buch oder August 0,60( London geprüft). Frl. Steffens, Joers, Charlottenburg, Wilmers Klosterstraße 30( Stönigstraße). dorferstraße 125. Tanzschule Günther, Neue Roßstraße 3. 27506* Moabit. Rechtsbureau, Menz, Wilhelmshavenerstraße 61, alte Nummer 49. Klagen, Gesuche, Verträge, Raterteilung. 855 Motore, für Gas, Benzin, Spiritus, fleine, für alle Zwecke verkauft billig Gollong, Proskauerstraße 18. Cigarren, bedeutend unter Preis, gebe nur an Wiederverkäufer. Offerten " Casse", Hauptpost. 645 585 Bigarrengeschäft wegen Umzug nach außerhalb sehr preiswert zu vertaufen Stazzbachstraße 39. Restauration, flottgehend, verfäuflich Demminerstraße 12, Annahmestelle. 1116 1080* allein, Quer Nüdersdorferstraße 26, früher Richterscher Betrieb, gesperrt. 75/ 20* Der Vorstand. Achtung, Holzarbeiter! +88 Angenehme Schlafstelle für Herrn zu vermieten, Adolfstraße 9, born I links. +88 Schlafftelle, Rheinsbergerstraße 42, Der Zuzug nach der Firma born II, Horn. +101 J. C. Pfaff, Beughofftr. 9, sowie Schlafftelle, Bü Möblierte Schlafstelle, Pückler- zur Montage- Arbeit für J. C. Pfaff straße 27, born II rechts. +3 im Bau Wertheim, Leipzigerstraße Schlafstelle bei Lier, Schering-( Säulen aufstellen), ist streng fernzuhalten; desgleichen nach der Bau+88 Straße 8, Quergebäude II. tischlerei Herrmann, Chausseeſtr. 52, Schlafftelle, separat, Herrn oder Bautischlerei Lüdke, Gitschinerstraße Mädchen vermietet Bengsch, Emdener- Nr. 106 a, und Bautischlerei Lassen, straße 28. +81 Kastanien- Allee 21. Möblierte Schlafstelle für an Für Einsetzer gesperrt find ständigen Herrn oder Dame. Schöne- folgende Bauten: berg, Gleditschstraße 23, Quer gebäude 4, rechts. Freundliche Lehmann, Wilhelmstraße 28, Duer- und Ebersſtraßen- Ecke, Schöneberg. gebäude 4 Treppen. Die Beschuldigung gegen Kollegen Otto Becker nehme ich hiermit zurück. Hermann Deckert. Rechtsbureau Wulkow, Stalizeraller Gerichtsklagen, Anfertigung Strafsachen, Schankerlaubnis, Eingabegesuche Raterteilungen. 1075 Allen meinen Freunden und Befannten hiermit zur gefälligen Nachricht, daß ich in Nirdorf, Weserstraße 15, eine Restauration eröffnet habe. Es wird mein Bestreben sein, jeden meiner geehrten Gäste zufrieden zu stellen. Ernst Möbis. Französisches Billard. Elektrisches Pianino. Mein Vereinszimmer( zirka 50 Personen) ist noch zu vergeben. +119 Hobelbänke, 6 Stück, auch einzeln, fauft sofort mit und ohne Werkzeug Nickel, Grimmstraße 17. +119 Abkommen. Ich fordere die Genossen Josef Neumann, Paul Schneider, Ernst Gröschte auf, ihre Adreſſe an Gustav Höst, Matternstraße 18, abzugeben. +32 Vereinszimmer mit Pianino zu Sonnabend, Sonntag noch frei. bergeben. Saal zu Festlichkeiten Große Frankfurterstraße 133, Frit Stienis. +32 Schneiderin arbeitet Kleider billigst. Stechert, Dranienstraße 204, vorn II. bahnen zu vergeben MichaelkirchGroßes Vereinszimmer, 2 Regel straße 29, Ecke Wusterhausenerstraße, straße 1 a. H. Dobberahn. 1015* +114 Schlafstelle, billig. Arbeitsmarkt. 1065 Stellengesuche. Humorist Schmelzer, Stettiner, + 101* Bau Schossow, Charlottenburg, Straße 1b, Barzelle 10. Bau Fechner, Zimmermſtr., Haupt Bau Herold, Friedenau, Hähnelstraße 9. Bau Laßt, Wilmersdorf, Nachod straße 38. Schöneberg, Feurichstr. 53. Kurfürstendamm 68. Ludwigkirchplak ( Aufsichtsamt), Berlinerstr. 19, Char lottenburg. Bau Wand, Ehlauerstraße. Bau Greling u. Demme, Frei ligrathstr. 12. Bau Müller, Bevernstraße, Ede Gröben- Ufer. + 2* 91/13 Die Ortsverwaltung. straße 57. Humorist Gnörig frei. Fenn Elsholz, Komiker, außer ersten Welcher Parteigenoffe hilft mit Feiertag frei. Gropiusfiraße 7. 29476 Achtung! Kistenmacher! straße 47, Friedrichsberg.+140 Maschinen- u. Holz- Arbeiter. Unfallsachen.Rechtsbureau Pubger, Stegligerstraße fünfundsechzig.[ 12* Unfallsachen, Strafsachen, Ein- 75 Mart? Rückgabe Januar. Nach gabengesuche, Raterteilungen. Petsch, richt unter„ Dringend" O. 34. Brunnenstraße 97. 1005 + 101* Nähmaschinen. Bahle bis 10,00, wer Teilzahlung Nähmaschinen fauft oder nachweist. Alle Systeme. Woche 1,00. Poftfarte. Borchert, Borndorfer straße 50. + 31* Bronzegaskronen, 6,00, Lyren 1,50, Wandarme 0,65, Gastocher 0,75, Bweiloch 3,00, Gasplätteisen 2,25. Nechtsbureau( Alexander- Play), Schröder, Hochstraße 43. 29735+ Sturzestraße achtzehn! Erfahrener Nußbaummöbel, acht Zimmer, Prozeßbeistand! Ehetlagesachen, InterBronzegaskronen! dreiflammig! 6,00. Gaslyren 12. Schaufenster- auch einzeln, spottbillig, Taschensofa, ventionen, Strafsachen! EingabenGasbeleuchtung spottbillig. Wohlauer, 45,00. Brautleuten Gelegenheit. gesuche! Raterteilung. 126/ 5* Wallnertheaterstraße 32. 38 Köpenickerstraße 126a, I. Rechtsbureau, Gerichtssekretär Gasheizöfen, Sparsysteme, 6,00, Steppdecken, eleganten Teppich, früherer, Andreasstraße 38. SonntagsPetroleumöfen spottbillig. Wohlauer, gutes Federbett, Gardinen, Tischdienst. Wallnertheaterstraße 32.( Gastocher becke, Gastrone, Plüschportieren, haus.) 988 Tüllbettdecken, Diwandede, Wäsche Hoffmann, NaunynEisenöfen, gebrauchte, neue 2,00( neu) billig. 1086 straße 52. Dauerbrandöfen 11,00. Cadéöfen, Germanenöfen, Gasöfen 6,00, Plüschgarnitur umzugshalber billig. Stochmaschinen 14,00. Schröder, Hoch- Mode, Alte Jakobstraße 96/97 II. 1176 ftraße 43. Freischwinge- Uhr, Regulator, 8,00, umständehalber. Kramer, Adalbertftraße 33. Schankelwanne verkauft Memes, Boechstraße 4. Zonophonplatten 1,00, an. 29746* bett 25, ganze Einrichtungen billigst. Transport frei. Möbel, Teppiche. Durch Zufall habe ich große Partien Waren wieder getauft. Offeriere deshalb, soweit der Borrat reicht, spottbillig: hochelegante, neue Rugbaumeinrichtungen sowie einzelne Möbelstücke, Büffette, Schreibtische 26,00, Bücherschränke, Waschtoiletten, Ankleideschränke, Säulen trumeaus 30,00, Salongarnituren, Baneelsofas, Tische, Bettstellen, Ruhe 1146 1165 1106* 1056 1026 Bäckerei- Niederlage fofort spottbillig verkäuflich. Reflektanten schreibt unter„ Reell", Bostamt 43. 1036 29706* Patentanwalt Dammann, Dra nienstraße 57, Morigplatz. Rat in 29815* Batentfachen. Vermietungen. Laden mit Wohnung, geeignet für Schuhmacher, zum Januar zu vermieten, Rigdorf, Bannierstraße 18. Wohnungen. Kleine Wohnungen Müllerstraße 129. Wohnung, Stube, Küche, zum Zahnersatz. Klinik für Unbemittelte. Bähne, Plomben, Bahnziehen, Um- 1. Januar gesucht. Offerten mit Preis unter„ K", Postamt 86. arbeitungen, Reparaturen. Billigste Selinifpreise! Teilzahlung. Garantie. Zimmer. Wassertorstraße 56. 45/ 2* III links. +71 875 635 625 Volksduettisten Lüders, Pfarr+130 Mekkow, Charakter Komiker, In der Berliner Kisten- Fabrik empfiehlt sich. Rirdorf, Bieten Reichenbergerstr. 47 sind sämtliche straße 55. Volkshumorist Gerhardy, Wrangel- stand getreten. Arbeiter wegen Differenzen in Ausstraße 115. 104/7 Buzug ist fernzuhalten. +3 Flickschneider, spottbillig, fizend, schnell, geübt Aenderungen, gutDie Lohnfommission. Reparaturen, Garderobenreinigung, Achtung Bauarbeiter! sucht Kundschaft. Ebert, Frucht straße 46. +32 29635 435 Edert, 149/4 * Die Firma Bonnet& Co.( Inh. Hildebrand), Stastanien- Allee 84, ist bis auf weiteres für Jolousien- Arbeiter, Tischler, Maschinen- und Hülfsarbeiter wegen Differenzen gesperrt. Es find grüne, gestempelte Rons troll- Karten ausgegeben, bitte sich dieselben zeigen zu lassen. Auf die Bauten ist speziell zu achten: Gasteinerstraße 6, Belziger straße( Bau Kurt Berndt), Suarezs ftraße( Neubau), Sedanstraße 69. Die Kommission der Jalousie Arbeiter. Annahme- Stellen Osten: Wengels, Gr. Frankfurterstr. 133, Gustav Vogel, Koppenſtr. 85. H. Namm, Gr. Frankfurterstr. 91. Nordosten: 2. Zucht, Neibelstr. 42. 3. Reul, Barnimſtr. 42. Stellenangebote. Koloristen auf bessere Postkarten berlangt Beglow, Ritterstraße 42. Geldschrank Schlosser verlangt Möbelverkauf in meiner Möbel Brandes, Alexandrinenstraße 118. fabrit Wallstraße 80-81, nahe Spittelmarkt. Infolge des großen Umzugs Gut möbliertes Bimmer billig Schlosserlehrling verlangt Brandes, billig, schnell. Gebrüder Maudrich, Bauzeichnungen, Fassaden, sehr bermietbar! Jacob, Fehrbelliner- Megandrinenstraße 118. befinden sich am Lager viele zurüd Architekten, Charlottenburg. Fernstraße 47 II, Borderhaus.( Besich gefette und verliehen gewesene Möbel, Arbeitskutscher verlangt Greifsdie wie neu find, leiderspind, 2,00, Apparate 25,00. Chausseegroße sprecher 6054, Staiser Friedrichstraße 86. tigung von Mittags ab. walderstraße 92. 126/11 Bertito 27,00, Ausziehtisch 16, Muschelstraße 121. Möbliertes Flurzimmer für zwei Aufpolsterung! Sofa 5,00, Matrage Tüchtiger Dreher für Hinterdrehbettstelle mit Federmatraßen und 4,00, auch außerm Hause. Bachmann, Herren, Skalizerſtraße 1. Schön. 605 bank wird verlangt. Friedrich SteinHerrenfahrrad, umständehalber Blumenstraße 35 b. Keillissen 36, Taschensofa 50, Baneel18* Einfach möbliertes Zimmer zu rüd, Urbanstraße 116. +130 fofa 70, Waschtoilette 20, Nuhe- spottbillig. Schönhauser Allee 9, Pfandleihe, bermieten. Memes, Baumschulenweg, Kausch. Prinzenstraße 63, Tüchtigen Schriftmaler, hoher 315 Ecke Annenstraße, täglich 8-8, Sonn- Baumschulenstraße 65. Lohn, Kaiser Wilhelmstraße 32. 796 Materialwarengeschäft, Grün- tags bis 2 Uhr geöffnet. 49/ 9* 127* Möbliertes Zimmer, Gräfe- Schlofferlehrling fann fich melden für„ Kleine Anzeigen". 1200 Mart verkäuflich. Offerten unter fram und Rolle, mit Warenbestand, Lerika und alle andren Bücher Straße 6 III. Röder. 40b bei Hille, Charlottenburg, Rosinenfauft, beleiht Antiquariat, Koch- Möbliertes Zimmer, ein oder straße 7. " Existenz", Postamt 55. straße 56 I. Amt I 8831. * zwei Herren, bermietet Dranien Bandwürmer mit Stopf, frisch in straße 204, born III rechts. Spiritus eventuell Wasser, taujen a Freundliches Herrenzimmer, 2 Mark Linnaea, Invalidenstraße 105. Brandenburgstraße 59, Seitenflügel Restauration wegen Uebernahme einer Schlächterei sofort billig vers Drei Vereinszimmer von 20 bis Einfach möbliertes Bimmer für fäuflich, guter Umfat, Brauereihülfe. 70 Personen in Parteilokal zu WerkOfferten unter U. 4, Expedition dieses statt- Sigungen, zu zahlstellen be- 1 oder 2 Herren. Völlinger, Inſter fonders geeignet, noch frei. Engel, burgerstraße 3, vorn IV links. Seydelstraße 30. 29026* Einfach möbliertes Bimmer, separat, 9 Mart. Schulze, Kleine MarkusTaschen Vereinszimmer, renoviert, 50 Per fonen, Pianino. Auch zwei Kegelbahnen ſtraße 27, II. 49/20 zu vergeben. Liezmannstraße 26, Säulenpaneelfofa umständehalber Platina, alte Bahngebisse, aller- Teilnehmer zur möblierten 49/15 höchste Preise, Aderstraße 174, II, Schlafstelle sucht Jacobeh, Kolbergerbillig nur im großen Möbel- Verkaufs985 ftraße 26. speicher( Anhalter Halbrenner, spottbillig, 30,00, Bahnschuppen) Mödernstraße 25, direkt Hochbahnhalte- tadellos, seltene Gelegenheit, dringend Wer Stoff hat! Fertige Anzüge Möblierte Schlafstelle vermietet( 2-4 Mark) verlangt Klemann, H. Schröder, Kreuzbergstr. 15. stelle. Ganze Warenlager, Konkurs- verkäuflich. Horn, Große Frankfurter- nach Maß 18, 20 Mart. Tadelloser Erpel, Akazienstraße 19, III, Schöne- Petersburgerstraße 25. + 114* Sit. Haltbare Futtersachen. Franke, berg. maffen, Wirtschaften faufe jederzeit straße 124. +32 Alte Frau nach Vorort bei drei St. Frik, Prinzenstr. 31. und lasse dieselben zu coulanten Frettchen, Neze, Maulförbchen Ackerstraße 143, Ede Invaliden- Kleines Zimmer als Schlafstelle, fleinen Stindern gesucht. Miteinwohnen. F. Gutschmidt, Kottbuser Damm 8 Bedingungen versteigern. Gekaufte billig. Schnelle, Große Frankfurter 996 Hannad, Rigdorf, Schönstedtstraße 14. Offerten M. P., Wiesenstraße 41/42, Südosten: Möbel lagern fostenlos. 24688* ftraße 13. +32 Saal mit Bühne, Sonnabende, Schlafftelle für anständigen Herrn, Filiale des„ Borwärts". +88 Möbeltischleret liefert geschmadPaul Böhm, Lausiber Platz 14/15. ersten Feiertag, Silvester frei, Neue Mariannenstraße 19, born I lints. Nußbaummöbel, Garnitur, Sofa, Königstraße 7. Koloriſtinnen, tüchtige auf Boft- P. Horsch, Engel- Ujer 15. volle Wohnungseinrichtungen sowie Bilder, Portieren, Säulentrumeau 126/12 Schlafstelle bermietet Witwe farten, verlangt Peglow, Ritter Charlottenburg: einzelne Möbel. Moderne Küchen. verkauft Artilleriestraße 29, II lints. Nechtsbureau( Andreasplak) Brauer, Görligerstraße 39. 956 straße 42. Große Auswahl. Kein Laden, nur Keller und Hinterräume. Teilzahlung. Restaurant, große Ecke, Harnad, Tischlermeister, Dresdeners heitshalber verkäuflich. straße 124. 91* ftraße 1, Bigarrengeschäft. 1046 betten mit hocheleganten Diwan- Blattes. decken 22,50, prachtvolle, ertragroße Ritterstraße 125, Charlottenburg, Salonteppiche 18,00 und 25,00, wunder- Kaiser Friedrichstraße 42. schöne Zimmerteppiche 8,00, Spachtel- uhren reinigen 75, Feder 75, Becker stores, reichgestickte Plüschportieren, 60, Regulator 1,15. Steppdecken, Tüllgardinen, Plüschtischdecken 5,00, Küchenmöbel, Bianinos, Bilder, Kronen, Uhren spott- spottbillig, Fräulein Gehler, Prinzenstraße 64. bon Graun+137 Karl Spaet. nicht Laden. straße. + 96* Grünerweg vierundneunzig. Langfrank- jähriges! Erfolgreichstes! 126/ 13* Küchenmöbel, wunderbare Farben, langjährige Haltbarkeit, streicht billigst Auktion der bei mir berfallenen Malergehülfe. Frauen organisierter Pfänder aus den Monaten September Parteigenossen Teilzahlung gestattet. und Oktober 1903, am Donnerstag, Offerten: Parteispedition Kastanienden 24. dieses Monats, nachmittags Allee 96. +57 Uhr. 2. Regen, 121 Große FrantVereinszimmer mit Pianino, furterstraße. +32 20-40 Personen, Trautmann, Dieffenbachstraße 34. +71 Handelslente! auch Frauen! Hustentropfen! Harlemertropfen! Him- Achtung! 20 Mart kostet der AnGuitarrezither, fongessenzi Harzertee! Vorteil zug, wer Stoff bringt. Für tadellosen Notenblätter, neu, 7,00, Brunnen hasteste Einkaufsquelle! Schönhauser- Siz Garantie. Kuschewski, Annen straße 100, Strabei. +57 straße 2. Sofas, größte Auswahl, 21 Mart an, direkt in der Fabrit Blumenstraße 35 b. 2* Musikwerke, selbstspielende. Teilzahlungen. Invalidenstraße 148( Eingang Bergstraße), Frankfurterstraße 56, Staligerstraße 40. Menzenhauer 768* 29966* allee 141. Ostermann. 74b Schlafstellen. +32 +32 Kistenmacher verlangt Große Hamburgerstraße 20. Schraubendreher verlangtSchrau benfabrik Auguststraße 69. 149/5 Bauanstalt gesucht, schon anderweitig Lehrling für meine Motorentätig gewesen bevorzugt. Karl Staamann junior, Reinickendorf- West, Scharnweberstraße 147. +88 Klavierspieler verlangt, Sonnabends und Sonntags, Matusched, Salzwedelerstraße 15. +81 Norden: H. Naschke, Rügenerstr. 24. Karl Mars, Kastanien- Allee 95/96 E. Stoltenburg, Wiesenstr. 41/42 2. Dechaud, Ruheplaystr. 24. H. Vogel, Demminertr. 32. . Tien, Invalidenstr. 124. Nordwesten: Junges Mädchen, welches schneidern fann, sucht Frau Möbius, Choriner- Karl Anders, Salzwedelerstr. 8. straße 32, Quergebäude IV.+57 Wir suchen zum baldigen Eintritt Südwesten: Weiße Kinder- Reform Näherin S. Werner, Mittenwalderstr. 30. +32 für sämtliche Abteilungen Verkaufsperfonal und Aufsichten. Meldungen von 12-1 Uhr mittags. Brunnenstrasse 17/18. 29055* 11102 H. Greifenhagen Nachf. Veteranenstrasse 1/2. Süden: G. Scharnberg, Sesenheimerstr. 1. Steglitz: H. Bernfee, Schloßstr. 115. Friedrichsberg: O. Seifel, Kronprinzenstr. 50. Pankow: Kummert, Floraftr. 48. Rixdorf: M. Heinrich, Prinz Handferystr. 7. Conrad, Hermannstr. 50. Schöneberg: Wilh. Bäumler, Martin Lutherstr.51 Weissensee: W. Neste, Sedanstr. 53. Jul. Schillert, König- Chaussee 39a Berantw. Redakteur: Baul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verumtw.. Sh. G, Berlin. Drud u. Veg: Vorwärts Muchdruck ei. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW