Nr. 278. Abonnements- Bedingungen: bonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Norwärts Berliner Volksblaff. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Stolonel geile oder deren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins, und Versammlungs- Anzeigen 25 Big. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 10 Bfg., jedes weitere Bort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan, der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1983. Die Ungefeglichkeit des preußischen Fleischbeschau- Gesetzes. Die gesamte preußische Politik der Gegenwart ist dadurch gekennzeichnet, daß sie die durch das demokratische Wahlrecht bestimmte Reichspolitik entweder auf dem polizeilichen Verwaltungswege oder durch einzelstaatliche Gesetze zu hemmen und aufzuheben bemüht ist. Die Polenvorlage, welche die Befizerwerbung durch Polen einschränkte, indem sie die Ansiedelungserlaubnis von der Willtür der hakatistischen Verwaltung abhängig machte, widerspricht ebenso der Reichsgesetzgebung, wie die noch in Beratung befindliche Kontraktbruchvorlage ein Hohn auf das Reichsrecht ist. Zu den tollsten Streichen der junkerlichen Politik in Preußen, der die Regierung allezeit ein willfähriger Diener ist, gehört das Ausführungsgesetz zu dem Reichsgesetz über die Fleisch beschau. Diefelben Agrarier, die jedes ausländische Stück Vieh ohne weiteres für seuchenverdächtig halten und es deshalb von den Grenzen ausschließen, haben es durchgesetzt, daß in den preußischen Städten überhaupt keine Sicherheit mehr besteht, gesundheitlich einwandfreies. Fleisch auf den Markt zu bekommen. Die städtische Nachprüfung des Fleisches ist bekanntlich durch diese Verordnung verboten worden. Einzelne Städte, wie Berlin, haben sich gegen die gesundheit lichen Gefahren, die aus dieser agrarischen Gesetzgebung entstanden sind, durch Selbsthülfe zu wehren gesucht. Berlin ist auf diesem Gebiete mit gutem Beispiel vorangegangen. Es bleibt aber abzuwarten, wie weit diese Gegenmittel als wirksam sich erweisen. Sonnabend, den 26. November 1904. Auf Grund der im ganzen Reiche gleichmäßig eingeführten Fleischbeschau durch tunlichst approbierte Tierärzte und auf Grund der im ganzen Reiche gleichen Ausbildung der Tierärzte kann das Gesetz aus theoretischen Gründen nicht umhin, eine amtliche Nachbeschau als nicht zuläffig zu erklären. Sollte es sich dagegen in der Praxis empfohlen haben, wie dies nach den bisher gültigen landesgefeßlichen Bestimmungen der Fall zu sein scheint, eine Nachbeschau in Städten mit Schlachthauszwang einzurichten, so bleiben diese Bestimmungen unberührt. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernfprecher: Amt IV. Nr. 1984. bleiben mit der Maßgabe unberührt, daß ihre Anwendbarkeit nicht der Nachbeschau auf Grund der Ministerialverfügung unter von der Herkunft des Fleisches abhängig gemacht werden darf." liegen. Das widerspricht aber auf das lebhafteste dem SchlußDurch§ 1 des Reichsgesetzes war die allgemeine Fleisch- fat des§ 20 des Reichsgefetes, daß eine Nachbeschau nicht beschau für das ganze Reich eingeführt worden.§5 verfügt von der Herkunft des Fleisches abhängig gemacht werden darf, die Bildung von Beschaubezirken und die Bildung der Be also auch hier ein neuer Widerspruch mit dem Reichsgesek, schauer durch die Landesbehörden. Beschauer sind approbierte d. h. zwei in einer einzigen Ministerialverfügung. Tierärzte oder andere Personen, welche genügende Kenntnisse nachgewiesen haben, d. h. sogenannte Laienfleischbeschauer. Die durch die preußische Verordnung herbeigeführte Den Sinn des Reichsgesetzes kennzeichnet Westenhöfer Scheidung der tierärztlichen und Laienfleischbeschau ist schon wie folgt: deshalb völlig unbegründet, weil, wie Westenhöfer nachweist, die Laienfleischbeschau weniger gefährlich ist als die tierärztliche. Die Befugnisse der Laienfleischbeschauer sind durch das Reichsgesetz genau abgegrenzt, gerade die schweren Fälle bleiben der Entscheidung des Tierarztes vorbehalten. Der Tierarzt ist also eigentlich für hygienisch wichtige Tierkrankheiten der einzige Sachverständige, nicht aber der Zaienfleischbeschauer. Das freizügige Fleisch tranfer Tiere, tierärztlich kontrolliert, darf ungehindert in die Städte, während das Fleisch im allgemeinen gesunder oder gering franker Tiere, durch Laien untersucht, einer Nachbeschau unterliegen soll. Aus den Statistiken verschiedener Städte geht hervor, daß bei der Nun hat aber das preußische Ausführungsgeseh die Nachbeschau in 131 Schlachthausgemeinden Preußens von dem landespolizeilichen Bestimmungen dennoch verändert und im tierärztlich untersuchten Fleisch ungefähr genau so viel be§ 5 untersagt, daß frisches Fleisch, welches einer amtlichen anstandet wurde, wie von dem durch Laienfleischbeschauer vorUntersuchung durch approbierte Tierärzte unterlegen hat, einer untersuchten Fleisch. Auf 100 von fierärztlichen Fleischabermaligen amtlichen Untersuchung in Gemeinden mit beschauern auf dem Lande für tauglich befundenen Rindern Schlachthaus zwang nicht unterworfen werden darf. Westen- wurden in den größeren Städten Preußens durchschnittlich höfer weist nun nach, daß diese Bestimmung des Ausführungs- 1%, bis 2 Rinder für untauglich zum menschlichen Genuß begefeßes im Widerspruch zum Reichsgesetz steht. Am 24. Sep- funden. Daraus folgt, daß tatsächlich eine Nachbeschau untember erkannten der Kultus- und Landwirtschaftsminister durch bedingt notwendig ist nicht nur dem von Laienfleischbeschauern ministerielle Verfügung an, daß tierärztliche Beschauer einen untersuchten, sondern auch dem von Tierärzten voruntersuchten anderen Stempel führen sollen als Laienfleischbeschauer. An Fleisch gegenüber. Nach statistischen Aufstellungen find in fich schon wird durch den§ 5 die Gleichwertigkeit der Tierärzte Berlin in dem ersten Monat des Infrafttretens der Verund Laienbeschauer bestimmt, durch die verschiedene Stempelung ordnung 18 820 Rinderviertel unkontrolliert eingeführt aber auch dem Publikum deutlich vor Augen geführt. worden. In diesem einen Monat hat die Berliner Bevölkerung, Das liegt, führt Westenhöfer weiter aus, nicht im Interlegt man die allgemeine Statistik zugrunde, 270 Rinderviertel effe des Reichsgefeßes, das ja gerade die Einheit gewahrt verkonsumiert, die zu beanstanden gewesen wären. wissen will, ganz abgesehen davon, daß der Bundesrat für das ganze Reich gleiche Stempelforderungen vorschreibt, welche An- Die tierärztliche Untersuchung auf dem Lande ist ihrer ordnung hiermit durchbrochen ist, obwohl nirgendwo im Gesetz Natur nach durchaus unzulänglich. Der ländliche Tierarzt eine solche Ausnahme als zulässig erklärt wird. Wenn die befindet sich im dauernden Interessenkonflikt zwischen der Kund§ 20 des Reichsgesetzes über die Fleischbeschau sagt: Staatsregierung durch diese Maßnahme ganz deutlich die schaft der Grundbesitzer, von denen er lebt, und der Rücksicht Fleisch, welches innerhalb des Reiches der amtlichen Unter- Minderwertigkeit der Laienfleischbeschauer ausspricht, warum auf die öffentliche Boltsgesundheit. Die Stadtverwaltung von suchung nach Maßgabe der§§ 8 bis 16( auf Tauglichkeit) unter- hebt sie diese dann nicht ganz auf? Dies wäre doch die einzige Berlin hat mit gutem Recht den bei ihr angestellten Tierärzten Tegen hat, darf einer abermaligen amtlichen Untersuchung nur zu Konsequenz, freilich eine sehr unpraktische. Dasselbe Preußen, die Privatpraris, abgesehen von gewissen Ausnahmen, verboten. dem Zwecke unterworfen werden, um festzustellen, ob das Fleisch das doch sonst Reservatrechte so perhorresziert, schafft sich selbst Der Grund liegt, wie Westenhöfer bemerkt, nicht etwa in einem inzwischen verdorben ist oder sonst eine gesundheitsschädliche Veränderung seiner Beschaffenheit erlitten hat. Landesrechtliche Vor- im Gegensatz zu den Bundesratsbestimmungen ein solches an. absoluten Mißtrauen dem Tierarzt gegenüber, sondern schriften, nach denen für Gemeinden, öffentlichen Schlachthäusern Da aber in den übrigen Bundesstaaten solche besondere darin, daß der Tierarzt zum Beispiel den Molkereider Vertrieb frischen Fleisches Beschränkungen, insbesondere dem Stempel nicht existieren, so darf das Fleisch dieser Bundes- befizer veranlassen kann, ein Rind wegen Tuberkulose Beschauzwang, innerhalb der Gemeinde unterworfen werden tann, staaten, auch wenn es tierärztlich voruntersucht ist, in Preußen schlachten zu lassen, dessen Krankheitszustand ihm noch eine In einem sehr bemerkenswerten Artikel, den der PrivatDozent an der Universität Berlin Dr. Westenhöfer, Stabsarzt a. D., über dies preußische Ausführungsgesetz nach einem von ihm gehaltenen Vortrag in den Nummern 45 und 46 der Berliner Klinischen Wochenschrift" veröffentlicht, wird nun der Nachweis geführt, daß auch dieses preußische Produkt agrarischer Gesetzgeberei dem Reichsrecht widerspricht. Der Gedankengang des umfangreichen Auffages fei fura ffizziert: Wilhelm- Radau." wenn ein 91er stirbt, eine Bevölkerung nicht in Tränen zerfließen fann. Wenn man dann aber den Zeitungsradau liest, dann efelt einem die furchtbare Lüge." holen, das andere ist bloß langweiliger, aber nicht beffer. Wir stecken schlimm drin; das heißt Mensch sein " " In demselben Brief schreibt er:" Berlin in Schwarz" interIm Dezemberheft der Neuen Rundschau" werden Am 11. März d. J., nachdem Friedrich III., der Abgott der essiert mich gar nicht, alles Blech und Straßenkomödie." Am Familienbriefe von Theodor Fontane veröffentlicht, die er in der liberalen Bourgeoisie, Kaiser geworden, schreibt Fontane sehr gescheit 14. März charakterisiert Fontane unübertrefflich die GesinnungsZeit der 99 Tage, in dem Jahre des großen Kaisersterbens, ge- über die plumpe Spekulation der Fortschrittler: Gestern abenb tüchtigkeit des fortschrittlichen Berliner Tageblattes". Bismards schrieben hat. Die Briefe sind nicht nur wertvoll zur Charakteristit brachte die Bossin... eine sehr merkwürdige, entweder sehr kühne und Herrschaft erschien damals erschüttert und die liberale Presse, des Dichters, sondern sie haben auch ein zeitgeschichtliches Inter- fichere, oder sehr unvorsichtige Stelle, die mir auszudrüden schien... Boffische Zeitung" und das Berliner Tageblatt" in aller Rohesse. Fontane war ein konservativ gerichteter Altpreuße, ein Bis- daß uns die bloße Eristenz Friedrichs III., so lange sie dauert, vor heit, in aller Schabernackfreude voran", richteten sich auf das neue mardschwärmer. Aber seine Stärke war seine unbedingte innere einem großen Unglück bewahrt. Wenn dem Prinzen Wilhelm, nun Regiment ein: Falstaff tritt an den toten Perch heran und nachdem Wahrhaftigkeit. Jede Phrase war ihm in den Tod verhaßt. Ei Kronpring, diese Stelle gezeigt wird, so wird er sich freuen. Die er sich überzeugt, daß er tot, pieft er mit seinem Säbel in ihm vereinigte etwas von Voltairſchem Geist und französischer Keherei Fortschrittspartei operiert wieder mit gewohnter Geschicklichkeit herum und hat nun Heldenblut an seinem Krötenspieß. Der Einmit altpreußischer Ehrenfestigkeit. Der Mann lebte von der Daß die Fortschrittler schlechte Politiker, weil schlechte Diplomaten druck ist widerlich. Gestern noch der Mann, der den Erdball in liberalen Bourgeoisie, er frondete für ein paar Bettelpfennige in und vomöglich noch schlechtere Menschen- und Preußentenner find, Händen hielt, heute nur noch dazu danach dem größten, das dem Millionärsbetriebe von Lessings Erben; für die Bossische das steht mir fest, das haben sie zu oft bewiesen. Bunächst gehen politisch in einem Jahrtausend geleistet worden ist fich Zeitung" schrieb er seine köstlichen Theaterplaudereien über das fie einer grausamen Enttäuschung entgegen und über ein kleines Berliner Schauspielhaus. Die literarische Mode war an ihm stets einem großen Mladderadatsch." vorübergegangen. Erst in seinem hohen Alter fing man an, ihn zu schäßen, seine Berliner Nomane wurden viel gelesen und sogar auch gekauft. " Es liegt eine gewisse Tragik darin, daß dieser Mann vers urteilt war, in einer Gesellschaftsschicht zu leben und für eine Klasse zu schreiben, die ihrer psychologischen Verfassung nach das gerade Gegenteil des Dichters gewesen ist. Fontane, dem nichts so verhaßt war, wie Verlogenheit und unechte Sentimentalität, lebte in jener Zeitungswelt des Berliner Liberalismus, in der kein Ton wahr, fein Gefühl ehrlich ist. In seinem Haß gegen alles Gemachte und Geschminkte wurde er, in seinen vertrauten Bekenntnissen und zwischen den Zeilen auch in seinen lebten Schöpfungen, fast ein Anarchist. Ein tiefer Pessimismus gegenüber dem öffenlichen Leben hatte ihn erfaßt und nur sein gelassener Humor verhinderte ihn, daß seine düsteren Stimmungen einen stärkeren Ausdruck fanden als den eines fegerischen Unbehagens. In den Briefen, die jetzt beröffentlicht werden, schildert Fontane mit äßender Schärfe die patriotischen Spektakelstücke und die fortschrittlichen Geschäftsspekulationen, die in diesen Monaten des Jahres 1888 aufgeführt wurden. Weder nimmt er teil an dem Totenkultus für den alten Wilhelm, noch begeistert er sich für den liberalen Kaiser Friedrich, am allerwenigsten räucherte er Beihrauch, als der neue Herr ans Ruder fam. Aus den bürgerlichen Blättern jener Zeit kann man nicht die Stimmungen der Zeit erkennen, aber die Briefe Fontanes feßen der papierenen Legende die ehrliche Wirklichkeit des Lebens entgegen. " Als der alte Wilhelm gestorben war, brachte die Presse Tag für Tag überschwengliche Schilderungen von der allgemeinen Volts trauer. Fontane hat nichts dergleichen gesehen. Am 9. März 1888 beschreibt er seine Eindrücke: Ach, was für große Momente," spottet er, bei Café Bauer fing das Gedränge an und setzte sich bis zum Palais hin fort; die Menschen sahen aber gleichfalls ungeheuer ge Yangweilt aus. Ich empfing einen geradezu fläglichen Eindruck. Nichts von Geist, von Liebe oder Teilnahme, nur einem elenden Schaubedürfnis hingegeben, standen Tausende da; der Regen drippte von den Schirmen und wie Stretins fahen sie nach dem Palaste hinüber. Ich will zugeben, daß es nicht anders sein fann und daß, In einem Brief vom 13. März erklärt er, warum er die patriotischen Ueberschwenglichkeiten nicht gläubig mitmachen tönne: Dinge, von deren Hohlheit und Lüge ich durchdrungen bin." " Blut". fagen zu lassem, er sei nur ein Diener gewesen und könne, wenn er hübsch artig sein wolle, in seinem Dienstverhältnis bleiben. Unerhört, furchtbar... und das sind dann die Blätter, wonach„ Gefchichte" geschrieben wird. Diener und wieder Diener." Niederträchtiger Undank, Undant und das ist das schlimmste mit hoher polizeilicher Erlaubnis. Nun werden sie wohl alle aus ihren Sümpfen und Höhlen heraustriechen, ihm Mätzchen machen und ausätschen!" " Ich weiß wohl:" Nur der Irrtum ist das Leben, und die Wahrheit ist der Tod"- das Tiefste, was je über Mensch und Menschendinge gefagt worden ist. Aber wie das Tiefste so doch zugleich das Traurigste. Bewußt wird, von Kaiser und König an bis zum Bettler hinunter, gelogen, vor allem eine beständig Gefühls- und Scheinheiligkeitskomödie aufgeführt. Was wir Glauben nennen, ist Lug und Trug oder Täuschung oder Stupidität; was wir Loyalität nennen, ist Vorteilberechnung; was wir Liebe nennen, ist alles mögliche, nur meist nicht Liebe; was wir BeAm 9. Mai 1888 schreibt Fontane über seinen Roman Frau fenntnistreue nennen, ist Rechthaberei." Das ist sein Fleisch und Jenny Treibel", in dem er das Publikum der„ Vossischen Zeitung" auf diesen Unterschied hin wird verbrannt und geföpft, in all seiner berlinischen Echtheit geschildert hat:" Zweck der Gewerden Hunderttausende in Schlachten hingeopfert, und eigentlich schichte: das Hohle, Phrasenhafte, Lügnerische, Hochmütige, Hart-eine Handvoll berrückt- fanatischer Pfaffen ausgenommen ist herzige des Bourgeoisstandpunktes zu zeigen, der von Schiller spricht es jedem gleichgültig. Ich habe noch feinen kennen gelernt, dem und Gerson meint." es nicht gleichgültig gewesen wäre, selbst unsere gute alte. ift au fond mehr für Fasan oder gar Austern, bei denen sie jedesmal ein andächtiges Gesicht annimmt. Alles Höchste und Heiligste kommt vor, oder richtiger, es gibt ernste, tiefe Ueberzeugungen ( die drum noch lange nicht die Wahrheit zu sein brauchen), für die gelegentlich ein Einzelner ehrlich stirbt. Aber dieser Einzelne ist der Tropfen Urtinktur im Ozean. Der Ozean ist nichtiges, indifferentes Wasser. Und die Menschheit ist noch lange nicht Es hat nicht einmal drei Wochen gedauert. Fontane hatte das Waffer, sondern bloß Sumpf, mit Infusorien in jedem Tropfen, Glück, das lebermaß des patriotischen Schwindels nicht mehr zu vor denen man, wenn man sie sieht, ein Grauen und Schaudern erleber, der die Gegenwart erfüllt. Er hat die Zeit der Siegesallee empfindet. Der alte Wilhelm, als vor Jahr und Tag das Volts nicht mehr erlebt. Sein Efel wäre so groß geworden, daß sein anfammeln vor feinem Fenster Mode wurde, sagte:" Diefelben Pessimismus tiefere Töne gefunden hätte. Fontane ist das Schicksal Menschen, wenn ein politischer Umschlag eintritt, zerreißen mich." befchieden worden, in einer charakterlofen im Tiefften verlogenen Nur zu wahr. Wir haben nur das bißchen Kunst und Wissenschaft, Gesellschaft zu leben und zu wirken, ohne boch nach seiner ganzen das uns, in ehrlicher Arbeit, über uns erhebt, und haben als Anschauung den Weg zur Befreiung und Gesundung zu finden. Er bestes die Natur. Alles andere ist Mumpit, und je mehr war ein Revolutionär gegen die Verlogenheit seiner eigenen GesellLärm und patriotischer Radau, desto mehr. Es hat alles gar schaftsschicht, aus deren Umflammerung er fich doch nicht losmachen keinen Wert. Aber man muß es gehen lassen und auch schließlich fonnte; er war ein Revolutionär in der Reaktion, Am 15. März: Politik mag ich heute nicht mehr schreiben, nur mein Entsetzen über die grenzenlose Blindheit der Fortschrittler ist in einem beständigen Wachsen Ewig Vogel Strauß mit dem in den Sand gesteckten Kopf. Es wird ein furchtbar kurzes Interregnum sein und es ist gut so." noch so tun, als freue man sich darüber. Denn um es zu wiederNach dem Tode Kaiser Friedrichs bemerkt Fontane am 17. Juni: Nun ist auch Staiser Friedrich zu seinen Bätern versammelt. Ein wahres Glück, daß sich der Wilhelmradan nicht wiederholt." Und in demselben Briefe: Die Zeitungen schwenken übrigens schon ein und Wilhelm II., der noch vor drei Tagen eine bedrohliche Erscheinung war, ist jetzt bereits ein hoffnunggebender Fürst. Noch drei Wochen und er ist ein Stern." günftige Verwertung des Fleisches wahrscheinlich erscheinen| gesetz ist. Es birgt in sich alle Giftkeime des agrarischen Kapita- Nach dieser Abstimmung stand die Frage zur Debatte, wie welt läßt. Hat er nun das Fleisch nachher zu begutachten, so wird lismus, der es erreicht hat, daß das gesunde Fleisch aus dem der Regierung ein Bestätigungsrecht der gewählten Ortsvorsteher zu es sehr leicht ohne jede eigennütige Absicht dazu gelangen, Auslande nicht hineinkommt, unter dem Vorwand seiner Ge- gestanden werden soll. Visher war die Bestätigung dem freien Gr vielleicht zu günstig zu beurteilen. Viel schlimmer liegen die fundheitsschädlichkeit, während verseuchtes inländisches Fleischmessen der Regierung überlassen, und dieses gleiche Recht hatte sie Verhältnisse, wie Westenhöfer vorsichtig, aber doch genügend geradezu der Bevölkerung aufgezwungen wird, ohne daß die wieder gefordert. In der Kommission war jedoch die Einschränkung bestimmt andeutet, auf dem Lande. Der Tierarzt auf dem fanitäre Untersuchung auch nur gestattet ist. Die Grenzsperre Disziplinarhof geführt werden könnte, falls ein zum erstenmal Ge geschaffen worden, daß gegen die Richtbestätigung Beschwerde bis zum Lande ist völlig von den Landwirten petuniär abhängig. Ohne bewirkt, daß der Junker übermäßige Preise für sein Vieh wählter Zweidrittel- Mehrheit erhalten hätte. Bei dem zum zweiten- oder daß er es will, ohne daß er sich dessen bewußt ist, wird er dort erhält. Die sogenannte Freizügigkeit des Fleisches, d. h. die drittenmal Gewählten solle schon einfache Mehrheit genügen, um ihm milder urteilen, als wenn er gänzlich unabhängig wäre." In Freizügigkeit der Tuberkelbazillen, der Finnen, des Milz- das Beschwerderecht zu sichern. Mit diesem Stommissionsantrag er dem Abgeordnetenhaus hat der Abgeordnete Volger, woran brandes, der Trichinen, bewirkt, daß die Bevölkerung zu den in flärte sich die Regierung schließlich einverstanden, doch sagte der Westenhöfer erinnert, in derselben Sigung, in der über den die Höhe getriebenen Preisen alles Fleisch essen muß, was ihnen Minister, daß bei den Fällen einer weiteren Beschränkung des Ve § 5 des preußischen Fleischbeschaugesetzes verhandelt wurde, die Grundbesitzer auf den Markt werfen. Grenzsperre und stätigungsrechts das Gesetz daran scheitern würde. Von seiten der berlangt, daß die Bezüge der Kreistierärzte erhöht werden, da preußisches Fleischbeschaugesetz zusammen bewirken also zugleich Gründen versagt werden dürfte, die auch den Disziplinarhof in den Sozialdemokratie war beantragt, daß die Bestätigung nur aus mit sie ihre Pflicht freier tun können. Bolger begründete dies die Bewucherung und die Verseuchung der Fleischnahrung. Der Stand fegten, die im Ant befindlichen Ortsvorsteher wegen auch:„ Außerdem müssen Sie mit der Unvernunft der Menschen Junkerstaat gebraucht seine Machtmittel dazu, um die Be- moralischer Bedenklichkeit oder wegen förperlicher oder geistiger Ünrechnen, die den Kreistierärzten das, was ihre Pflicht ihnen zu völkerung zu zwingen, daß es den Agrariern für hohe Preise fähigkeit zur Bekleidung ihres Amtes für unfähig zu erklären. tun gebietet, häufig für Schikane auslegt. Es kommt vor, daß vergiftetes Fleisch abnimmt. Es gibt keine zweite gesetz- Dieſen Antrag ſtellte Genosse Hildenbrand im Namen der die Viehbefizer sagen, wenn der Mensch uns durch seine Be- geberische Erscheinung, die in so krasser Weise den bis zum Selbstverwaltung der Gemeinden und führte an, daß sonst politische merkungen schifanieren will, dann entziehen wir ihm unsere Wahnsinn gesteigerten Erwerbsegoismus des Agrariertums oder religiöse Gründe maßgebend für diese Bestätigung sein fönnten. Kundschaft." Wenn das schon ein preußischer Abgeordneter sagt, spiel. Welchen Glauben an die Dummheit und Gutmütigkeit uige nicht wegen ihrer politiſchen Gesinnung versagt zeigt. Selbst der Zolltarif ist gegen diese Leistung ein Kinder- Genosse Kloß erinnerte den Minister v. Bischek an seine frühere Busage, daß sozialdemokratischen Ortsvorstehern die Bewie schlimm müssen dann die Verhältnisse erst in Wirklichkeit des deutschen Volkes müssen die preußischen Gesetzgeber haben, werden jolle. Darauf antwortete Staatsrat v. Fleischhauer, liegen. Westenhöfer schlägt vor, daß für jeden Fleischbeschau- daß sie meinen, es werde ruhig hinnehmen, zugleich durch daß die Regierung sich ihren Mann ansehen müsse. Auch Sozialbezirk ein Schlachthaus errichtet werde. Das würde erst die fanitäre" Grenzsperren sich die Fleischnahrung unerschwing demokraten fönnten der Regierung die Garantien für gute Amtsallgemeine Einführung der Fleischbeschau bedeuten und dann lich verteuern zu lassen und durch das Verbot der städtischen führung bieten, wenn man aber annehmen müßte bei Sozialdemokraten, könnte auch die Nachbeschau in Wegfall kommen, wenn alles Nachbeschau sich dem verpesteten Fleisch des nationalen Rind- daß fie ihr Amt im Sinne des Bebelschen Wortes, daß sie Todfeinde Fleisch im ganzen weiten Lande in Schlachthäusern von amt- viehs auf Gnade und Ungnade zu ergeben. der bürgerlichen Gesellschaft wären, verwalten würden, so könnten sie lichen Fleischbeschauern, welche so bezahlt werden müssen, daß Wie wir gestern mitgeteilt haben, hat die Berliner natürlich nicht bestätigt werden. fie auf eine Praxis verzichten können, untersucht würde." Aerzteschaft sich entschlossen, eine Agitation gegen dieſes seuchenfördernde Gesetz einzuleiten. Man will das Bublifum zum Boykott aller Schlächter auffordern, die nicht das auf dem Berliner Schlachthof wiederholt untersuchte und gestempelte Fleisch beziehen. Das ist gewiß ein Mittel, aber man fann im Bweifel sein, ob es durchgeführt wird und wenn es durchgeführt wird, ob es jahraus jahrein vorhält. * " Politische Uebersicht. Keil und dem Miniſter v. Bis chef. Darüber entwickelte sich ein Disput zwischen dem Genossen eil und dem Minister v. Pischef. Bebeliche Aeußgering und erflärte alsdann, daß die Erkenntnis von Ersterer verteidigte die der Verwerflichfeit der bürgerlichen Gesellschaft die Mitarbeit au Reformen natürlich nicht ausschließe. Der Minister hatte vorher feine frühere Aeußerung nochmals dahin präzisiert, daß er meine, Sozialdemokraten, welche auf dem Boden der bestehenden Gesche das Wohl der Arbeiter fördern und an den Reformen der bürgerlichen Gesellschaft mitarbeiten wollen, würde er wegen ihrer politischen Gefinnung die Bestätigung nicht verjagen. Bei der dann erfolgenden Abstimmung wurde unser Antrag abgelehnt und ein über den Kommiffionsantrag hinausgehender Gründen versagt werden darf, welche die Entfernung eines amtierenden Zentrumsantrag angenommen, wonach die Bestätigung nur aus Ortsvorstehers auf disziplinarischem Wege rechtfertigen würden. Die Regierung wird sich nun über ihre Stellung zu diesem gegen ihren Willen angenommenen Antrag zu äußern haben. dasdü Zentrum und Wahlrecht. s Unsere wiederholten Hinweise auf die Behauptungen des Freiherrn v. 8edlig bezüglich der Stellung des Zentrums zum Reichstags= Wahlrecht haben nunmehr das Berliner Hauptorgan ber Bentrumspartei zum Sprechen gebracht. Als zuvor die„ Germania" bestritten hatte, daß das Zentrum bereit fei, gegen Diäten vont verfassungsmäßigen Reichstags- Wahlrecht" Kompenfationen zu zahlen, hatte die" Post" erklärt, diese Bestreitung der Germania" fei in ihrem wahren Sinne" zu erkennen, wenn das Wort„ verfassungsmäßig" besonders ins Auge gefaßt werde; das Zentrum wolle das der Verfassung des Reiches festgelegt sei, was aber feineswegs Reichstags- Wahlrecht nur insofern unangetastet lassen, als es in ausschließe, daß das Zentrum bereit sei, Bestimmungen des Wahl. gesetzes als Kompensationen für Diäten daranzugeben. Nunmehr aber erklärt die Germania": teine kompensationen irgend welcher Art als Ausgleich Das ist ein Frrtum. Wir wollen überhaupt für die Bewilligung von Reichstagsdiäten und die Frage des „ Vorwärts“,„ ob das Zentrum bereit sei, wesentliche Bestandteile des Reichstags- Wahlrechts trotz aller früheren Versicherungen um das Judasgeld der Diäten zu verraten", fönnen wir deshalb mit einem runden Nein beantworten." Man darf einigermaßen gespannt sein, ob diese Erklärung dem Freiherrn v. 3edlig neuen Anlaß zu Vermutungen über wahlrechtsfeindliche Neigungen des Zentrums giebt. Auslegungen, wie sie die„ Post" bezüglich der früheren Erklärung der„ Germania" über das verfassungsmäßige Reichstags- Wahlrecht" vornahm, find ohne Zweifel auch gegenüber dieser neuen Erklärung möglich. Für uns ist die Angelegenheit zunächst erledigt. " Der Verfasser geht des weiteren ausführlich auf die gefundheitsschädlichen Wirkungen der Aufhebung der Nachbeschau ein. Die Tuberkulose, die mit am häufigsten die Ursache der Beanstandung war, wird vielleicht, wie Westenhöfer meint, die geringste Bedeutung für die Gesundheit haben, was das Fleisch selbst angeht. Aber woran hat denn Die Darlegung Westenhöfers scheint uns noch einen der Nachbeschauer überhaupt die Tuberkulose des eingeführten anderen Weg gangbar zu machen. Westenhöfer hat zweifellos Rinderviertels erkannt? Doch nur daran, daß noch tuberkulose den Beweis geführt, daß das preußische Gesetz und insbesondere Massen an oder in ihm enthalten waren. Hier wären also, und die Ministerialberordnung zu seiner Ausführung das allerdings zeigt das Gefährliche dieser Einfuhr und die dem Reichsgesetz widerspricht. Daraus folgt die Möglichkeit, allerhöchste Wichtigkeit der Nachbeschau, direkt tuberkulose daß die geschädigten Städte die für die Gesetzvorlage und die Krankheitsprodukte eingeführt worden in Fleisch, das von tier- Ministerialverordnung verantwortlichen Minister auf Schadenärztlichen Beschauern untersucht war. Wenn solches Fleisch mit ersatz verklagen fönnen. Damit würde zum mindeſten das tuberkulosen Anhängseln in den freien Handel kommt, so ist eine erreicht, daß das Reichsgericht vor die Frage gestellt einer Infektion des Menschen Tür und Tor geöffnet. Man wird, ob auch in diesem Falle der preußische Partikularismus muß schätzen, daß auf 100 Rinderviertel eines fommt, welches das Reichsrecht gebrochen hat. Es ist nicht ausgeschlossen, daß mehr oder weniger virulente Rindertuberkelbazillen enthält, das Reichsgericht sich dieser Auffassung anschließen wird, und die nach neueren Untersuchungen ja gefährlicher sein sollen als damit das preußische Ausführungsgesetz beseitigt werden muß. die menschlichen. Die Zahl der Infizierbaren nimmt aber Das preußische Fleischbeschaugesetz ist ein echter Sprößling noch zu, wenn der Schlächter gerade das Fett oder Zwischen- des politischen Junkermajorats, das sich preußischer Landtag gewebe oder die Drüsen dieser Rinder zur Wurstfabritation nennt. Nur auf dem Boden des Dreiflassen- Wahlsystems ist benutzt und so die tuberkulösen Herde auf seine ganze Wurst es möglich, daß eine kleine Clique Besitzender ohne jede Rücksicht masse verteilt, aus der er vielleicht 100 oder noch mehr Würfte auf das Gemeinwohl in brutaler Verhöhnung elementariter macht. Dies nähert sich schon ganz bedenklich den Gefahren, Grundsätze der Wahrheit und Ehrlichkeit Geseze schaffen, die die durch den Genuß tuberkulöser Milch entstehen, nur mit dem alle schädigen und nur denen nügen, die zwar die Produkte nicht Unterschied, daß man doch die Milchgefahr durch Kochen aus genießen, die sie anderen aufzwingen, die aber von ihrem Ertrag schließen kann, beim Wurstgenuß aber ahnungslos die Bazillen ein standesgemäßes Leben führen. Wenn ein Verbrecher durch in voller Virulenz genießt. Auch ist es ferner vorgekommen, Einbruchsdiebstahl, Betrug, Erpressung, Wechselfälschung oder daß bei der Nachbeschau durch einen neu angelegten Schnitt in Raub fich Vorteil auf Kosten seiner Mitmenschen zu verschaffen die Kaumuskeln Finnen entdeckt wurden. Die Beanstandung sucht, wenn sich gewissenlose Geschäftspolitiker in ihrer gesetzsolchen Fleisches hat wohl manchen schon vor einem Bandwurm geberischen Tätigkeit bestechen lassen, so sind das verhältnisbewahrt, jetzt wird er ihn mit staatlicher Genehmigung ermäßig harmlose Dinge im Vergleich zu dieser in ein Syſtem halten." Westenhöfer erörtert ferner die Einschleppung von gebrachten äußersten Korruption, die überhaupt keinerlei RückMilzbrand, die durchaus gefahrdrohend ist. sichten mehr kennt als den eigenen Gewinn. Diese preußische Er legt dar, daß die in dem preußischen Gesetz enthaltene Gesetzgeberei ist politische Poltaschlächterei, sie ist Bestimmung, daß das Fleisch nachuntersucht werden darf, um selbst ebenso frank wie das Seuchenfleisch, dessen ungehinderten festzustellen, ob es auf dem Transport verdorben sei, ganz und Verkauf sie bewirkt. Es müßte wenigstens der. Versuch einer gar wertlos sei.„ Wer stellt denn das Verdorbensein fest? In iuristischen Nachbeschau unternommen werden. die Fleischuntersuchungsstation kommt es nicht, der Empfänger wird sich hüten, es zu melden, sondern vorziehen, es möglichst schnell zu verkaufen und zu Wurst zu verarbeiten. Daß aber Nur ein Wort noch ist der Germania" zu widmen, da sie auf das Geruchsvermögen der Marktpolizei so gut ist, daß sie jedes eingeführte verdorbene Stück riechen kann, das kann man beBerlin, den 25. November. die von uns gestellte Frage eine Gegenfrage an uns zu richten beliebte. Wenn das Zentrum gar nichts Vernünftiges weiß, dann zweifeln, es müßte denn sein, daß die Polizei für jeden Laden Preußisches Abgeordnetenhaus. legt es sich auf Blechschmiederei vom Zukunftsstaat und so fragt denn einen besonderen Kontrolleur einstellen wollte, was sehr foſt- Das Abgeordnetenhaus nahm am Freitag den Gesetz- auch jetzt die" Germania":" Wie wird sich im sozialdemokratischen spielig werden dürfte. Es wird also wohl auch die gesetzlich entwurf betreffend Maßnahmen zur Regelung der Hoch- Bukunftsstaate das Wahlrecht und das Recht der freien Gesinnungsgebotene Kontrolle auf Verderbnis des Fleisches durch die Un- wasser, Deich- und Vorflutverhältnisse an der äußerung gestalten?" Es folgt das übliche Zentrumsgeschimpfe möglichkeit einer Eingangskontrolle einfach illusorisch gemacht, der in dritter Lesung endgültig an und überwies den An- sozialdemokratischen Terrorismus, der sich jetzt schon gegenüber über„ absolutistische Herrschaftsgelüfte der Sozialdemokratie", über so daß nicht nur wegen Strankheit zu beanstandendes, sondern trag Engelsmann( natl.), der die Ueberwachung nicht sozialdemokratischen Arbeitern zeigt"; von einer freien auch wegen Fäulnis zu vernichtendes Fleisch zum Kauf kommen von Nahrungs- und Genußmitteln, insbesondere Gesinnungsäußerung wird bei den Wahlen erst recht nicht die Nede wird. Wer garantiert ferner dafür, daß vom Tierarzt auf dem von Wein baldmöglichst nach einheitlichen Grundsägen und sein können, wenn die sozialdemokratische Parteileitung jetzt schon Lande als tauglich erklärtes und demnach gestempeltes Fleisch durch Bestellung besonderer Landesbeamten im Hauptamt ge- mit Gewaltmitteln wie Maulforbutas, Boykott und Aushungern wirklich auf die Freibank der Stadt gelangt, da doch dieses regelt wissen will, an eine Kommission von 14 Mitgliedern. operiert. Die Arbeiter haben also von der Sozialdemokratie viel Fleisch nicht zur Nachbeschau vorgelegt werden darf?" Den Rest der Tagesordnung bildeten Petitionen ohne weniger Wahlrecht und Wahlfreiheit zu erwarten, als sie jetzt schon besitzen." Interesse. Endlich wird durch das preußische Gesetz die sogenannte Am Sonnabend wird sich das Haus mit Initiativanträgen drückung im Zukunftsstaate so gewiß fühlte, so sollte sie Wenn die Zentrumspartei sich bei der sozialdemokratischen UnterPolfafchlächterei ungeheuer begünstigt. Schmuggel und " Schmuggel und beschäftigen, die eine Revision des Einkommen es doch mit diesem Zukunftsstaat einmal versuchen. Schleichhandel werden blühen, mancher Bauer wird versuchen, steuer- Gesetzes bezwecken. doch der Terrorismus der Sozialdemokratie offenbar werden, das sein frankes Tier heimlich zu verkaufen oder heimlich zu Bolt würde eiligst in den reizvollen Gegenwartsstaat des Zentrums schlachten und entweder ungestempelt oder mit gefälschtem Demokratische Selbstverwaltungsreformen in Württemberg. zurückflüchten und wäre für alle Zeiten von den sozialdemokratischen Stempel versehen in die Städte einzuschmuggeln mit Hülfe Stuttgart, 25. November.( Privattelegramm). Frrlehren geheilt. Vorläufig ist jedoch alles, was die Germania" gewissenloser Händler, welche in den Städten ebenso gewissenIn der heutigen Sigung wurde die Lebenslänglichkeit der Schult. bei dieser wie bei so vielen anderen Gelegenheiten über Terrorismus Lose Fleischer kennen, denen sie das Fleisch abliefern. Den heißen von der Zweiten Stammer beseitigt. Nur vier Privilegierte und Unterdrückung der Wahlfreiheit sagt, unbewiesenes und lächerSchaden trägt die großstädtische Bevölkerung, die das teure und zwar ein Brälat und drei Mitglieder des Ritterschaftlichen Abels liches Geschwäß, höchstens dazu angetan, unwissende Zentrums. Fleisch früher wenigstens im einwandfreien Zustande, jetzt aber waren gegen die Beseitigung. Der socialdemokratische Antrag auf anhänger von dem systematischen Wahlterrorismus der firchlichen im schlechten, gesundheitsschädlichen erhält. Die Gefahren, die Einführung sechsjähriger Wahlperioden erhielt nur unsere Zu Gewalt abzulenken. Der jozialdemokratische Wahlterrorismus" hat durch dieses infolge der Freizügigkeit des Fleisches voraus- ftimmung und die von sechs Volksparteilern, damit war die zehn- fich jüngst in Saara bien offenbart! Da war es die Sozialsichtlich ins Leben gerufene verbrecherische Treiben der groß- jährige Wahlperiode festgelegt. Alle Anträge, die im Amt befind- demokratie, welche katholische Zentrumswähler gegen den kapitalistischen städtischen Bevölkerung drohen, find viel größer als die, welche lichen Schultheißen zu zwingen, sich einer Wiederwahl nach Inkraft- Wahldruck schützte und deren Anhänger für das Wahlrecht und die durch die Unterlassung der Nachbeschau des von Tierärzten vor- treten des Gefeßes zu unteriverfen, wurden abgelehnt und damit ist Wahlfreiheit katholischer Bergknappen Gefängnisstrafe auf sich untersuchten Fleisches eintreten werden. Die indirekten Folgen freiwillig zurücktritt ausgeschlossen. Dagegen wurde ein Antrag die Rückwirkung des Gesetzes es sei denn, daß ein Schultheiß luben! des Gesetzes sind gefährlicher als die direkten und was das Gröber angenommen, daß alle vom 1. Januar 1905 an zu wählenden allerschlimmste ist, diese Gefahren drohen unsichtbar, unfaßbar Ortsvorsteher sich nach zehn Jahren einer Wiederwahl zu unterüber uns, man lebt in ihnen und kann sich doch nicht dagegen werfen haben, auch wenn das Gesetz an diesem Termin noch nicht in Schützen." Kraft tritt. Auch insofern ist das preußische Ausführungsgesetz ein Damit ist eine alte württembergische Boltsforderung verwirklicht, Rückschritt, als es die Errichtung von Schlachthöfen über- die sich so ungestüm geltend gemacht hat, daß alle bürgerlichen Bar- Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht die Hauptteien, so stark anfänglich der Widerstand dagegen war, es bei den ziffern des neuen Militär- und Marine- Etats. Zwar bringen diese flüssig macht. Westenhöfer faßt seine Betrachtungen in bestimmte Vor- legten Zandtagswahlen in ihr Programm aufnehmen mußten. Es Etats keine großen Neuforderungen für eine der einzelnen Abteilungen schläge zusammen, deren wichtigste sind: Obligatorische Nach- wird jetzt noch der Ersten Kammer, der Kammer der Standesherren, des Kriegsrüstungswesens, aber sie bringen dafür vielerlei schläge zusammen, deren wichtigste sind: Obligatorische Nach- überlassen fein zu entscheiden, ob und wann die Bestimmung in Forderungen, die zusammen sehr bedeutend find. beschau in den Schlachthöfen. Für diese Nachbeschau sollen straft tritt. Die Standesherren werden der Bestimmung nur Gebühren nicht erhoben werden. Städte mit öffentlichen schweren Herzens zustimmen, vorausgesetzt daß sie es überhaupt Trotz der unsäglichen Finanglage rastet der Militarismus nicht. Schlachthöfen sind verpflichtet, Fleischvernichtungsanstalten ein- tun; denn sie sehen in dem allmächtigen Ortsvorsteher, der auf den Troß der günstigen Gestaltung der internationalen Situation, die zurichten und in eigenen Betrieb zu nehmen. In Städten mit willen seiner Bürger pfeifen fann, weil er dem Einfluß ihres zur Einschränkung des Rüstungswesens dringlichst heraus öffentlichen Schlachthöfen dürfen Hausschlachtungen zu privaten Wahlrechts durch die Lebenslänglichkeit entzogen ist, eine be- fordert, wird mannigfache Vermehrung an Menschen wie an PferdeZweden nicht vorgenommen werden. Die Fleischbeschau- fonders patentierte Stütze des Staates und ein Bollwert gegen alle und Waffenmaterial seitens der Heeresverwaltung verlangt, wodurch tierärzte auf dem Lande und in den Städten sind so zu be- umbequemen Neuerungen und sozialpolitischen Fortschritte. In sehr bedeutende Mehrausgaben erwachsen. folden, daß sie auf Praris verzichten können. In jedem Schau- dessen dürften sich die Standesherren ihre Stellungnahme diesinal bezirk soll ein öffentlicher Schlachthof angelegt werden. Als doch sehr sorgfältig überlegen. Stommen sie auch bei diefer bis in das entlegenfte Dorf mit Energie verfochtenen Forderung dem VoltsLeiter solcher Bezirksschlachthöfe sind Tierärzte anzustellen. willen nicht entgegen, so dürfte der Proteststurm gegen die Geite Kaminer, der sich dann erheben wird, von solcher Kraft und Gewalt Soweit Westenhöfer. Seine Ausführungen beweisen noch sein, daß der Protest dieses Sommers aus Anlaß der Ablehnung eindringlicher als man es schon bisher wußte, wie gemein- der Fachschulen- Aufsicht nur ein gelindes Säufeln genannt werden gefährlich das preußische Ausführungsgesetz zum Reichsseuchen- dürfte. * * " Deutfches Reich. Militarismus und Marinismus. Würde dann Daß zugleich die zweijährige Dienstzeit gesetzlich festgelegt werden soll, kann als" Fortschritt" natürlich nicht bezeichnet werden, da die weijährige Dienstzeit tatsächlich längst feststeht und bei der enormen Friedenspräsenz des Heeres die Möglichkeit längerer Dienstzeit völlig ausgeschlossen ist. 3000 Wir geben die Hauptsächlichen Ziffern der beiden Etats sowie das wichtigste der sie begleitenden Begründung: Militär- Etat. und Kreuzern eine Erhöhung der Bahl der Stahlgefchoffe, als der im Vorjahre fast völlig gleich stark und der Wetteifer unter ihnen Der Etat für das preußische Militärkontingent weist an leistungsfähigeren Geschoßart, innerhalb der bisherigen Munitions- trug erheblich dazu bei, daß eine Wahlbeteiligung erreicht wurde, Einnahmen im ordentlichen Etat nach: 6 670 215 m.(-21 760 M.) ausrüstungsetats in Aussicht genommen. Dies bedingt, da Stahl- wie faum je bei einer Reichstagswahl. Die Wahlbeteiligung betrug für Rechnung der Bundesstaaten, mit Ausschluß von Bayern, geschosse erheblich teurer sind, gesteigerte Geldaufwendungen. Für die 92 bis 93 Proz. Säumige Wähler wurden in den Abendstunden 416 324 M.( 309 180 M.) für Rechnung aller Bundesstaaten; im bis einschließlich 1904 bewilligten Schiffe sollen diese Mehrkosten noch vielfach in Wagen nach dem Wahllokal befördert. Ja, franke außerordentlichen Etat 1 858 547 M.( 2 963 383 M.). Die fort- aus der Forderung zur Beschaffung von Munition bestritten Personen wurden an die Wahlurne getragen. In vielen Wahldauernden Ausgaben des ordentlichen Etats betragen 463 961 397 m. werden und muß deshalb die ursprüngliche Anschlagssumme bezirken betrug die Beteiligung volle 100 Prozent und in vielen (+12 845 841 M.), die einmaligen 25 026 920 m.(-993 369 M.). der letzteren auf 14 000 000 m. erhöht werden. Die dies Ortschaften konnte der Wahlakt schon mittags beendigt werden, weil Im außerordentlichen Etat werden 53 589 400 m.(+32 470 700 M.) jährige Rate für Munitionsbeschaffung beträgt demnach statt einer um diese Zeit die sämtlichen eingeschriebenen Wähler ihre Stimmen verlangt. Million zwei Millionen Mark. Für die von 1905 ab in Bau zu schon abgegeben hatten. Bei den Mehranfäßen des ordentlichen Etats machen vielfach die nehmenden Schiffe sind die Mehrkosten der Stahlgeschosse durch Er- Das Ergebnis des ersten Wahlganges ist ein für unsere Partei aus den Geschentwürfen betreffend die Friedenspräsenzstärke und die höhung der Anschlagssummen zur artilleristischen Armierung vor- durchaus günstiges. Es hat sich erwiesen, daß die von Wahl Aenderung der Wehrpflicht hervorgehenden Maßnahmen sich geltend. gesehen. zu Wahl größer gewordene Anhängerschaft unserer Partei in dem start Es erscheinen für 1905 die Erfordernisse für zwei Bataillone In- Mit Rücksicht hierauf sowie behufs Verstärkung der leichten ländlichen Wahlkreise fest zu uns steht und trotz der ungeheuerfanterie mit niedrigem Etat als dritte Bataillone bestehender Re- Artillerie zur wirksameren Bekämpfung angreifender Torpedoboote lichsten Bemühungen der Gegner nicht von unserer Fahne zu lösen gimenter, für drei Kavallerie- Regimenter, davon eins mit hohem erhöht die Summe für die Armierung der Linienfchiffe sich fünftig ist. Unsern Parteigenossen des 2. Mecklenburgischen Wahlkreises, die Etat, unter Absetzung der vorhandenen Eskadrons Jäger zu Pferde, auf je 7 900 000 M., eines großen Kreuzers auf 4 700 000 W., der einen heißen Kampf geführt haben, gebührt der Dank der Partei ferner für eine Stompagnie und eine Bespannungsabteilung bei der fleinen Kreuzer auf je 1 350 000 M. Auch bei den Torpedobooten und sicherlich werden sie alles aufbieten, um die Stichwahl, Fußartillerie- Schießschule sowie für eine Versuchstompagnie der wird eine Verstärkung der Geschüßarmierungen notwendig, und zwar mit welchem der beiden Gegner sie auch auszufechten sein wird, Berkehrstruppen unter Abfegung von Mannschaften bei den Eisen- fünftig auf je 770 000 m. für die Division. Die Verstärkung der erfolgreich zu gestalten. bahntruppen. Durch die dauernde Festlegung der zweijährigen Dienst- leichten Artillerie auf den schon vorhandenen oder im Bau bezeit wird bei jedem Infanterie- Regiment ein zweiter Kammer- griffenen Schiffen und Torpedoboots Divisionen erfordert weitere unteroffizier, bei der Feld- Artillerie eine Erhöhung des Pferde- Etats 3 000 000 m., wovon eine Million in diesen Etat eingestellt wird. nötig. Unter den laufenden Bedürfnissen befinden sich neu zu Jm außerordentlichen Etat werden einschließlich des schaffende Stellen als" Offizier beim Stabe" bei den 17 Train- Zuschusses für die einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats bataillonen. 50 117 000 m.(+4 002 000 m.) und ohne den Zuschuß 22 047 000 Von sonstigen Einzelheiten sind bei den fortdauernden Mark(+6 227 000 M.) gefordert. Neu erscheinen hier Summen Ausgaben hervorzuheben: Wichtige, mit Personalvermehrung verfür mehrere Magazine, zwei Arbeiterspeisehäuser, zwei Werfts bundene Henderungen in der Organisation der technischen Institute dampfer, einen Torpedofchießstand in der Strander Bucht, Kajernen der Infanterie und Artillerie, über die eine besondere Denkschrift bauten. unterrichtet; beim Generalstab eine Vermehrung der Offiziersstellen und eine Neuordnung des Kanzlei- und Bureaudienstes, worüber ebenfalls eine Denkschrift vorliegt; die Schaffung des Postens eines Militärbevollmächtigten bei der Gesandtschaft in Befing. Bei den einmaligen Ausgaben müssen auch schon bei den Garnisonbauten zc. Vorbereitungen für spätere Neuformationen getroffen werden, so unter anderen in Allenſtein für zwei neu zu errichtende Bataillone Infanterie, die am 1. Oftober 1905 und am 1. Oftober 1906 hinzutreten; in Müllheim für zwei Fußartilleriekompagnien nebst Bataillonsstab zum letzteren Tage, in Graudenz zum selben Termine für drei Eskadrons nebst Regimentsstab und zum 1. Oftober 1907 für ein Pionierbataillon; in Thorn zum 1. Oftober 1906 für eine Bespannungsabteilung für Fußartillerie; in Mülhausen zum 1. Oftober 1907 für ein Stavallerieregiment. Weiter ist bei den einmaligen Ausgaben die erste Rate von 20 000 M. für die Beschaffung des noch fehlenden Truppenübungsplatzes für das 16. Armeekorps eingestellt. Jm außerordentlichen Etat werden u. a. zur Beschaffung von Handwaffen als erste Rate 9 Millionen Mark gefordert. Auch erscheint hier eine Forderung für die Schaffung einer Referve an Feldartillerie- Material als neunte Rate in Höhe von 13 041 500 M. Der Etat für das sächsische Militärtontingent weist an Einnahmen im ordentlichen Etat 373 695 M.(-6520 M.) nach. Die fortdauernden Ausgaben betragen 43 811 787 M.(+1 714 548 M.). Es erscheinen die entsprechenden Forderungen an neuen laufenden Bedürfnissen aus Anlaß der Verstärkung des Heeres und aus Anlaß der dauernden Festlegung der zweijährigen Dienstzeit. An Neuformationen erscheint zum 1. Oftober 1905 ein Kavallerieregiment mit niedrigem Etat unter Absetzung von 2 Eskadrons Jäger zu Pferde. Die einmaligen Ausgaben betragen 3430 941 M. (+196 972 M.). In Bauzen muß eine Kaserne für ein am 1. Oftober 1906 hinzutretendes Kavallerieregiment zu 3 Eskadrons gebaut werden, das im Jahre 1907 auf 5 Eskadrons gebracht wird; in Freiberg eine Kaserne für ein am 1. Oftober 1908 hinzutretendes Infanteriebataillon; hierfür werden die ersten Raten gefordert, desgleichen für das in Chemnitz am 1. Oktober 1905 unterzubringende Kavallerieregiment. Im außerordentlichen Etat werden 6 649 735 M.(+ 6649 735 M.) gefordert. Der Etat für das württembergische Kontingent weist 175 315 (-837 500 M.) Einnahmen nach. Die fortdauernden Ausgaben be= tragen 21 973 036 M.(+531 080 M.). Es erscheinen die dem preußischen Etat entsprechenden Foederungen an neuen laufenden Bedürfnissen und aus Anlaß der Festlegung der zweijährigen Dienst zeit. Die einmaligen Ausgaben betragen 890 996 M.(-1 901 814 M.). Im außerordentlichen Etat werden 2653 000 M.(+2 653 000 M.) verlangt. Das Reichs- Militärgericht erfordert an fortdauernden Ausgaben 527 229.(+4532 M., an einmaligen 232 800 M. (+216 800 m.), davon 225 000 m. als erste State für Grunderwerb, Entwurf und sonstige Vorarbeiten für ein eigenes Dienstgebäude, das in Charlottenburg an der Ecke der Bismarck und Grolmanstraße, also an der fünftigen Döberiger Heerstraße, errichtet werden soll. Marine- Etat. Der Vergleich des Etatsansatzes der Marine für 1905 mit der Geldbedarfsberechnung zum Geseze, betreffend die deutsche Flotte, ergibt 238,4 gegen 222,8 Millionen Mart, also für den Etatsansah 15,6 Millionen Mark mehr. Dagegen beträgt die Summe der tatsächlichen Ausgaben beziv. der Etatsansäge von 1900 bis 1905 1070,1 Millionen Mark gegen 1070,6 Millionen Mark der bezeichneten Geldbedarfsberechnung, mithin dieser gegenüber noch ein Weniger bon 0,5 Millionen Mart. Damit bleibt Andere Etats. Eine legte telegraphische Nachricht in späterer Abendstunde gibt dieses Ergebnis: Dade 7034, Büsing 7036, Antrid 10 588. Erst die am Montag stattfindende amtliche Auszählung fann endgültig ergeben, wer unser Stichwahlgegner iſt. Das Berliner Tageblatt" hat noch, wie man anerkennen muß, moralisches Selbstgefühl genug, um unsere Feststellung unangenehm zu empfinden, daß es aus dem Björnsonschen Aufsatz über die Friedensheuchelei die entscheidenden Stellen gegen die deutsche Politit herausgestrichen hat, ohne auch nur die Lücke anzudeuten. Leider teilt das Blatt seinen Lesern diesen Grund feiner VerDer Etat für das Reichsschaamt veranschlagt die fortdauernden Stimmung nicht direkt mit, sondern bekennt sich zu seinem SchamAusgaben auf 210 893 905 9.(-2 485 504 M.). Zur Entlastung wir hätten uns nicht geäußert über einen Spielerprozeß; es gefühl in der wundersamen indirekten Form, daß es uns vorwirft, des Reichs- Invalidenfonds von den Beihülfen an hülfsbedürftige hatte sich das Ungeheuerliche begeben, daß Arbeiter dem Spiele Striegsteilnehmer( sogenannte Veteranenbeihülfe) find 14.000 000. (+2 500 000 m.) ausgebracht. Die lle berweisungen an die gefrönt. Wie hätten wir doch über den harmlosenprozeß geschrien! Bundesstaaten sind mit 189 335 000 m.(-6 592 000 M.) angesetzt. Wo sei da Gerechtigkeit, wo gleiches Maß! auf 73 281 058 m.(+2 339 939 M.) Wir gestehen, daß wir jenen Prozeß nicht im mindesten interBeim Allgemeinen Pensionsfonds berechnen die Ausgaben sich essant gefunden haben. Denkt das" B. T." aber anders über den Reichsheer mit 1 637 400 M., die Marine mit 396 600 M., die Zivil- B. T." frei, selber ungezählte Leitartikel über den für seine An der Zunahme ist das Fall, so sind wir gern bereit, uns zu bessern. Wir stellen den verwaltung mit 273 950 M. beteiligt. wir verpflichten uns, alle diese Betrachtungen nachzudrucken. Empfindung doch so bemerkenswerten Fall zu veröffentlichen, und Auf den Reichsinvalidenfonds entfallen Ausgaben in Höhe von 57 863 262 m.(+4741 863 m.), von denen die Veteranenbeihülfen in Höhe von 14 Millionen(+2 500 000 m.) auf den Etat des Reichsichazamts übernommen werden. Die Einnahmen des Reiches an Zöllen, Berbrauchssteuern und Aversen sind auf 857 281 740 W.(+13 595 270 M.) veranschlagt. Die Zölle sollen erbringen 512 282 000 m.(+1413 000 W.), die Tabalsteuer 11 109 000 m.(-746 000 m.). 130 000 000 2.(+14 678 000 m.), die Salzsteuer. 52 282 000 M. (+1976 000 m.). die Branntweinsteuer a) Maischbottichsteuer 13 524 000 2.(-1 251 000 m.), b) Verbrauchsabgabe für Branntwein und Zuschlag 103 954 000 m.(-2 446 000 M.), die Schaum weinsteuer wie im Vorjahre 4 531 000 M.; die Brausteuer und Uebergangsabgabe von Bier 29 521 000 m.(-29 000 M.) Einnahmen Die (-2432 000 M.) angefeßt. an Stempelabgaben sind mit 86 424 000 m. Etat eine Einnahme von 11 024 013 9.(-1317 041 m.) nach, Der Etat für die Expedition nach Ostafien weist im ordentlichen darunter 10 943 283. als vierte Zinsrate der Entschädigung. Die für den außerordentlichen Etat vorgesehenen Ausgaben belaufen sich auf 12 659 605 M.(-104 442 m.). Hiervon entfallen auf die Verwaltung des Reichsheeres 11 414 111 m.(+169 064 m.), auf die Verwaltung der Marine 990 000 m.(+313 000 m.). Die Erläuterungen befagen zu diesen Ausgaben: Die politischen Verhältnisse haben im Jahre 1904 eine Berringerung der Besagungsbrigade nicht ermöglicht. Ihre Stärke beträgt vom 1. Oftober 1904 ab 103 Offiziere, schaften und 1086 Pferde usw. 16 Sanitätsoffiziere, 42 obere Beamte, 11 untere Beamte, 2342 MannDie Militärpensions- Gesetze. die Offiziere sind von uns bereits mitgeteilt worden. Als Die wesentlichen Bestimmungen des neuen Pensionsgesetzes für Vorzüge des neuen Gesezes gegenüber den bisherigen Bestimmungen werden offiziös(!) in der„ Neuen Pol. Korresp." folgende Beſtimmungen bezeichnet: 1. Die Pension kann auch noch nach dem Ausscheiden beantragt werden. 2. Das pensionsfähige Diensteinkommen für die unteren und mittleren Dienstgrade ist erhöht. 3. Die Pension beginnt nach 10 Dienstjahren mit 20/60 des penfionsfähigen Dienſteinkommens, statt wie bisher mit 15/60, fodaß in Zukunft nach 35 Jahren die Höchstpension erreicht wird. 4. Die Friedensverstümmelungszulage ist von 600 m. auf 900 M. erhöht, der Unterschied zwischen äußerer und innerer Dienstbeschädigung fällt fort. 5. Die Grenzen der Kürzung der Pension bei Anstellung im Zivildienst sind bedeutend erweitert. 6. Bei der Pensionierung aus dem Zivildienst erfolgt die Zahlung der Pensionsgebührnisse der Gesamtdienstzeit ensprechend. 7. Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst erhält der Offizier noch für ein viertel Jahr die bisherigen Gebührnisse an Gehalt, Wohnungsgeldzuschuß und Servis. werden kann. hervor: * Die Rente beträgt jährlich für die Dauer völliger Eriverbsunfähigkeit für Feldwebel 900 M., Sergeanten 720 M., Unteroffiziere 600 M., Gemeine 540 M.( Vollrente.) Die fortdauernden Ausgaben des ordentlichen Etats belaufen fich zuzüglich der Sosten der Zentralverwaltung für das Schutzgebiet i autichou auf 105 260 755.(+5 950 246 M.) Angesichts dieser Mehraufwendungen für Militärpenfionszwedke In der Organisation des Reichs- Marineamts tritt, durch ist es aber Aufgabe des Reichstages gründlich zu prüfen, wie den Umwandlung der Konstruktionsabteilung in ein Departement fowie allzufrühzeitigen Verabschiedungen ber Offiziere ein Ende gemacht durch Dezentralisierung im Berwaltungsdepartement eine Aenderung ein, die dem Anwachsen der Geschäfte entspricht. Die Vermehrung Auch der Gesetzentwurf über die Versorgung der Personen der des Flottenpersonals beträgt ebenso wie in den Vorjahren etwa Unterklassen des Heeres wird in der Köln. 3tg." veröffent1½ mehr als die in der Begründung zum& lotten licht. Wir heben daraus vorläufig die wichtigsten Bestimmungen gefez ermittelte Durchschnittsquote. Die Zahl der neu ges forderten See offizierstellen beträgt 100. aber der Bestand noch um 50 Stöpfe hinter dem dienstlichen Bedarf Personen des Soldatenstandes haben bei der Entlassung aus dem Die zur Klasse der Unteroffiziere und Gemeinen gehörenden zurück. Weiter treten hinzu 20 Marine- Ingenieure, 2 Marine- aktiven Dienste Anspruch auf eine Rente, wenn und so lange infolge schaften bei den Matrosen- und Werftdivisionen sowie den Torpedo einer Dienstbeschädigung ihre Erwerbsfähigkeit aufgehoben oder um Abteilungen, 97 bei den Matrosen- Artillerie- Abteilungen, außerdem wenigstens zehn Prozent gemindert ist. hier noch 300 zur Bildung einer besonderen Minen fompagnie. Beim Sanitätswesen treten 11 Aerzte und 30 Sanitätsmannschaften hinzu, des weiteren der Beamtenbedarf für das neue Garnisonlazarett in Wiet. Auch in den in Frage Unteroffiziere und Gemeine, die durch Dienstbeschädigung in der kommenden anderen Stapiteln ist eine der Entwickelung der Marine nachstehenden Weise an der Gesundheit schwer geschädigt sind, erhalten für die Dauer dieses Zustandes neben der Rente eine Vers des Personals unter gleichlaufender stümmelungszulage. entsprechende Vermehrung des Personals unter gleichlaufender Die Verstümmelungszulage beträgt Steigerung der sächlichen Ausgaben vorgesehen. Die einmaligen Ausgaben des ordentlichen monatlich je 27 M. bei dem Verlust einer Hand oder eines Fußes, Etats belaufen sich auf 111 498 450 m(+10 632 480 M.) bei dem Verluste der Sprache, bei Taubheit auf beiden Ohren; fie Davon entfallen 70 070 000 27.(+ 835 000 m.) auf Schiffsbauten. beträgt monatlich 54 M. bei Verlust oder Erblindung beider Augen." Außer den Schlußraten und dritten Raten für im Bau befind bedingte Rente, Alterszulage c. Es folgen Bestimmungen über Kriegszulagen, Zivilversorgung, liche Schiffe erscheinen an Vermehrungs- und Ersaßbauten nach Maßgabe des Flottengesetzes neu die ersten Raten für die Linienschiffe " Q" und" R", für den großen Kreuzer" D", die kleinen Kreuzer „ Erfaz Wacht“ und„ Ersaz Bliz", ferner ein weiteres Kanonenboot Das Wahlergebnis in Schwerin- Wismar liegt noch immer zur Verwendung auf Auslandsstationen. Sodann werden gefordert nicht vollständig vor. Am Freitag vormittag waren gezählt für die Kosten für ein weiteres Flußtanonenboot für Ostasien, für den Dr. Dade( f.) 6993, für Bijing( natl.) 7037, für Antric( Soz.) Tender Ersatz Hay", für ein weiteres für Hochfeevermessungen ein- 10 505 Stimmen. Das Resultat von 5 Ortschaften stand noch aus, gerichtetes Spezialfchiff, die erste State für einen Minendampfer, dessen so daß noch nicht endgültig feststeht, mit welchen der beiden gegnerischen Bau durch die Erfahrungen des russisch japanischen Krieges nötig Kandidaten unser Genosse Antrid in die Stichwahl gelangt. wird; für Torpedoboots Divisionen wird eine Schlußrate und eine Das Wahlergebnis zeigt, daß die Stärke der Parteien im Wahlneue erste Rate gefordert. Schließlich ist noch ein neuer Posten von freise Schwerin- Wismar fich seit dem Vorjahre kaum irgendwie geändert 1 Millionen Mark zur Anstellung von Versuchen zwecks Beschaffung hat. Wir haben eine fleine Stimmenzunahine zu verzeichnen, aber auch von Unterseebooten eingestellt. die beiden anderen Parteien haben eine geringe Zunahme der vor Für artilleristische Armierungen werden 29 271 000 92. jährigen Stimmenziffer erreicht. Der Wahlkampf war überaus er(+ 6745 000 M.) gefordert. Dabei wird folgendes bemerkt: Der bittert. Die Gegner unserer Partei haben alles in Bewegung gesezt, zunehmende Banzerschutz der Schiffe und die größeren Schußweiten um uns eine Niederlage zu bereiten. Dazu tam, daß jede der nötigen zu einer Steigerung der Leistungen der schweren und beiden gegnerischen Parteien das äußerste aufwandte, um mit uns mittleren Schiffsartillerie. Zu diesem Zweck ist bei den Linienschiffen in die Stichwahl zu gelangen. Beide Parteien zeigten sich schon " " Erbitterte Wahl. interessant ist und nicht, allzu weit auseinander. So hat z. B. das Im übrigen gehen wohl unsere Anschauungen über das, was erwähnt, aber feine Silbe von der Charakteristik seiner eigenen ,, B. T." zwar die Briefe Fontanes fiehe das heutige FeuilletonBresse folgend, die aus den Briefen nur ein paar Stellen erwähnt Tugenden mitgeteilt dem Beispiel der gesamten bürgerlichen hat, die recht nebensächlicher Natur find. Aus dem faarabischen Bergmannsparadies wird uns geschrieben Herr Hilger, der bisherige Oberstkommandierende im faarabischen Musterbetrieb, hat im bekannten Krämerprozeß behauptet," feine" Bergleute hätten keine Organisation nötig. Berechtigte und erfüllbare Wünsche seiner Schutzbefohlenen gebe es nicht. In sämtlichen fiskalischen Betrieben seien die besten Wohlfahrts- Einrichtungen getroffen; ein ausfömmlicher, ftets steigender Lohn, gute Behandlung forgung bei Krankheitsfällen, im Alter eine Pension, die zum seitens der Beamten, weitgehendste persönliche Freiheiten, gute Verstandesgemäßen" Lebensunterhalt vollständig ausreiche so sieht Saarabien durch die Brille des Herrn Hilger aus. " Zu diesem Bilde bringen wir eine Illustration aus der Wirklichkeit. wald ein Arbeiter dadurch, daß ihm aus beträchtlicher Höhe eine Vor drei Jahren verunglückte auf der fiskalifchen Grube AltenLeiter auf den Kopf fiel, wodurch er einen Schädelbruch erlitt, und mehrere Monate im Lazarett lag, worauf er an den Revierarzt, von diesem zum Spezialarzt, von diesem wieder zu ersterem verwiesen wurde. Der Mann fonnte nicht wieder hergestellt werden und bleibt dauernd arbeitsunfähig, was das ärztliche Zeugnis des ihn behandelnden Spezialarates unzweideutig feststellt. Da er aber von wieder aufnehmen, die jedoch durch das Inerscheinungtreten der dem Revierarzt als gesund entlassen wurde, mußte er die Arbeit Unfallfolgen sehr häufig unterbrochen werden mußte. Von einer Gewährung der Unfallrente war keine Rede, statt dessen suchte man ihn mit der geringen Snappschaftspension zu entlassen. Bevor es jedoch dazu kam, wurde ihm die Arbeit gekündigt, angeblich, weil er eine Bergarbeiterversammlung besucht haben soll. Während der Kündigungsfrist mußte er fich wieder ftank melden und war dann sechs Monate in ärztlicher Behandlung, wurde aber wieder als arbeitsfähig entlassen, obwohl sein Zustand unverändert war. Die Grube nahm ihn aber nimmer an. Jetzt steht der Aermste, der schon länger als vier Monate vergebens um Arbeit sucht, ohne alle Hilfsmittel da, krant, seine Frau mit vier Kindern hungern fehend, inmitten der saarabischen Herrlichkeit. Eine ihm in Aussicht stehende Stelle konnte er nicht antreten, weil ihm die Ortsbehörde das dazu nötige Führungszeugnis versagte. Die nachgesuchte Armenunterstützung für feine Familie wurde verweigert. Jetzt ist der arme Teufel, der den Hunger der Seinigen nicht mehr mitansehen fonnte, schon wochenlang verschwunden, ohne daß eine Spur von ihm zu finden ist. Die unglückliche Frau des Gehezten, die sich naturgemäß den schlimmsten Gedanken hingibt, hat seit dem Verschwinden ihres Mannes erneut um Unterstügung nachgesucht, wurde indes wieder abschlägig beschieden. Wer will da noch zweifeln an der göttlichen Weltordnung- und an Hilgers Worten? Südwestafrikanisches. Berlin, 25. November. Am 13. November im Gefecht bei Spits opp gefallen: Unteroffizier Johann Splittgerber, geboren 2. November 1877 zu Freienwalde; Reiter Bernhard Lohfint, geboren 25. August 1882 zu Suhl. Schwer verwundet: Reiter Heinrich Theisen, geboren 16. Juli 1881 zu Bech. Am 20. November im Patrouillengefecht bes Cozesfarm öftlich Ruis leicht verwundet: Sergeant Wilhelm Jacobsen, geboren 12. Februar 1877 zu Ramperfelde( Fleisch schuß linker Oberarm). Am 22. November im Gefecht bei Kub gefallen: Oberleutnant Werner Haa d, geboren 27. März 1873 zu Kiel. Schwer verwundet: Kriegsfreiwilliger Oberleutnant zur See a. D. v. Rabenau( Brustschuß rechts und Fleischschuß rechten Oberarm). Leicht verwundet: Leutnant d. R. v. Mosch im Husarens Regiment Nr. 6( Schuß an der linken Schläfe); Vizefeldwebel start Deubert, geboren 9. Oftober 1877 zu Wachtersbach( Fleischschuß rechten Oberarm). tember 1882 au Bajewalt, am 10. November im Lazarett GrootAn Typhus gestorben: Reiter Paul Körd, geboren 20. Sepfontein. An Herzschlag gestorben: Bahlmeister- Aspirant Karl Schade, geboren 28. Mai 1871 zu Dosenrade, am 21. November in Windhut. Berlin, 25. November. An Typhus gestorben: 1. Reiter Ernst Kaiser, geboren 9. September 1883 zu Mühlhausen in Thüringen, früher in der Maschinengewehrabteilung 3, am 24. November im Lazarett Otjimbinde. im Lazarett Otjimbinde. 2. Reiter Eduard Schaltowsti, geboren 1. Januar 1882 zu Wibsch, früher Feldartillerie- Regiment Nr. 71, am 22. November im Lazarett Ots jofondu. 3. Reiter Alfons Thoma, geboren 27. November 1882 zu Ochsenhausen, früher im Dragoner- Regiment König ( 2. Württembergischen) Nr. 26, am 22. November im Lazarett Otahandja. Verwundet: Am 13. November auf Pferdewache bei Okahandja: Gefreiter Johannes Tölle, geboren zu Lichtenau, früher im Pionier- Bataillon Nr. 10, Schuß rechter Fuß. Gelsenkirchener Wasserwerks- Prozeß. Essen, den 24. November.( Eig. Ber.) " " Der eng Der linksradikale Marineminister Belletan hat be- vier Mitglieder, Allard, Bouveri, Dufour und Chaubière fanntlich einige wesentliche Forderungen der Marinearbeiter haben sich der Abstimmung enthaleen, wobei die drei zuerst Heute hat sich der Gerichtssaal in ein wissenschaftliches Stolleg bewilligt: Achtstundentag, Anerkennung der Gewerkschaften Genannten nachträglich ihre Enthaltung- anstatt eines Ja verwandelt; Professor Dr. Emmerich München, der heute sein bezw. Anweisung an die Marinebehörden, mit den Gewerk- Votums- durch ihre momentane Abwesenheit aus dem Gutachten erstattet, hat die Wände mit Tabellen und Zeichnungen schaftsdelegierten über alle vorkommenden Streitpunkte zu Sigungssaale erklären, endlich zwei Mitglieder: Coutant und ausstatten lassen. Professor Emmerich erklärt zunächst, wie er dazu unterhandeln, und eine freilich bescheidene Lohnaufbesserung. Piger, befinden sich zur Zeit im Urlaub. gekommen ist, hier als Gutachter aufzutreten. Er habe sich ge- Jezt aber, angesichts der Streitbewegung, flagt der links- Der stummen Schlacht folgte noch ein heftiges Wortgefecht wundert, daß sich ein preußischer Staatsanwalt finde, der eine wissen radikale Minister in Zeitungs- Interviews über die„ Undant- zwischen Doumer und Combes anläßlich der Höhe des Geschaftliche Streitfrage vor das Forum des Gerichts bringe: Es ist barkeit" der Arbeiter. Mehr als das. Er handelt wie ein heimfonds- Kredits. Die antiministerielle Mehrheit der Budgetmeine feste Ueberzeugung, das Wasser ist nicht die Ursache der barkeit" der Arbeiter. Mehr als das. Gelsenkirchener Epidemie! Ich habe aus vielen Städten festgestellt, fauststarker Staats- und Landesretter. Er hat nach Brest an kommission hatte den Posten von 1 200 000 Frant auf eine daß die Typhusepidemien in der Regel im Sommer und Herbst den Marinepräfekten diese Depesche geschickt: Million herabgesetzt. Die Regierung akzeptierte diese Herabauftreten. Bettenkofer hat durch eigene und andere Forschung feft- Die Regierung wird niemals dulden, daß die Arbeit der jegung. Trotzdem benutzte Doumer als Präsident der Budgetgestellt, daß ein Parallelismus zwischen Grundwasserstand und Typhus- Vorbereitung der Landesverteidigung unterbrochen wird. Lassen kommission die Gelegenheit, um in seiner Wut über die soeben epidemien besteht; es ist fonstatiert, daß Epidemien nach längerer Sie durch Anschlag bekannt machen, daß jeder Arbeiter, der erlittene Niederlage der Verminderung des Kredits eine für Trockenheit bei niedrigem Wasserstand entstehen, sie breiten sich aus Freitag morgen die Arbeit nicht wieder aufgenommen hat, als Combes beleidigende Bedeutung zu geben. Die gestrichenen mit dem Steigen des Wasserstandes und verschwinden, wie der Grund- demissioniert betrachtet werden wird. Die Schuldigsten werden 200 000 Frant, sagte er, wären für Sorruptions zwecke wasserstand sinkt. Das läßt sich an dem Verlauf der Epidemien in entlassen, die übrigen werden zurückgesetzt werden." München ganz genau nachweisen. Nach Verbesserung der öffentlichen Die ministerielle Zeitung Aktion" nennt diese bestimmt gewesen, d. h. für den Kauf von ministeriellen Hygiene verschwanden die Seuchen. Daß diese mit dem Zeitungs- Depesche zutreffend einen utas, der ganz nach dem Ge- Stimmen im Parlament und in der Presse. Combes antwaffer nichts zu tun hatten, geht schon daraus hervor, daß dort erst schmack der Marinebehörden sei, der schlimmsten Feinde des wortete mit einer Retourfutsche: alle Welt wisse, daß er sich eine Wasserleitung angelegt wurde, als die Epidemien schon era Marineministers Pelletan. gewisse Feindschaften zugezogen hätte gerade durch seine lofchen waren. Bei hohem Wasserstand entstehen keine Epidemien, Der sozialreformerische Minister streitet also den Marine- Weigerung, Korruptionsgelder zu zahlen... ihr Beginn fällt immer in die Periode niedrigen Wasserstandes. Die Wahrheit ist, daß alle beide... recht haben. Bei Tiefstand des Wassers findet eine starte Vermehrung der Typhus- arbeitern das Streifrecht rundweg ab. Im Interview, bazillen an der Bodenoberfläche statt, Sättigung des Bodens das der Matin" veröffentlicht, fügt er in seiner bürgerlich- Die Unterſtügung ministerieller Zeitungen und Politiker aus durch Niederschläge und steigender Wasserstand läuft parallel mit patriotischen Befangenheit unfreiwillig dem Schaden noch den den Geheimfonds ist eine ebenso notorische Tatsache, wie der Absterben der Keime. Bei starkem Feuchtigkeitsgehalt finken die Hohn hinzu: Alle Arbeiter haben das Recht, Streit zu lebergang ins oppofitionelle Lager infolge der Weigerung Nahrungsstoffe, gleichzeitig fällt die Temperatur unter 15 Grad, wo machen. Das ist ein unveräußerliches Recht. Ich Combes, z. B. an eine von einem Deputierten geleitete eindurch die Entwidelung und Vermehrung der Seime erschwert wird. erkenne den Arsenalarbeitern ebensowohl zu wie flußlose Zeitung die Geheimfonds- Unterstützung in der früheren Wie sind nun die Verhältnisse im Seuchengebiet? Bei meinen den anderen. Aber die Ausübung dieses„ un- Höhe zu zahlen. Die Streichung der 200 000 Frank ist eine wiederholten Reisen durch dasselbe fand dasselbe fand ich Zustände, wie veräußerlichen" Rechtes bleibt den Arsenalarbeitern verboten offizielle Bestätigung des Gebrauchs der Geheimfonds auch sonst nirgends in der Welt. Der Boden im Seuchengebiet ist wegen seiner Boröfität sehr günstig für die Vermehrung der unter der Strafe der Maßregelung: Ein Privatunternehmer zu Korruptionszwecken. Bazillen. Ich fand in einem Quadratzentimeter Boden nach der kann die Streifenden wieder anstellen; ich glaube sogar, daß Deputiertenkammer.( Fortsetzung.) Ministerpräsident Combes Uebertragung 4 Millionen Keime, nach 11 Zagen waren feine mehr er in aller Gerechtigkeit sämtliche Streifenden wieder anstellen erklärt, das Protektorat im Orient hänge feineswegs von dem Papst vorhanden. Auf Boden von Haus Grimberg fanden sich in muß, es sei denn, daß ein schweres Vergehen vorliegt. ab. Die Fragen betreffend das Protettorat und die Trennung 100 Milligramm Boden 2 268 000 Keime, schnell nahm die Zahl ab, Jch fönnte aber nicht das gleiche tun. Die Arsenalarbeiter von Kirche und Staat müßten gut unterschieden nach 6 Tagen waren alle Keime vernichtet. Durch gründliche sind notwendige Mitarbeiter der Kriegsflotte; diese darf nicht bleiben. Er bestreite, daß die materiellen Borteile des Proteftorats Bodenreinigung, die aber nur theoretisch denkbar ist, würden ihren Launen ausgeliefert werden..." den von Frankreich gebrachten Opfern entsprächen. Epidemien unmöglich gemacht. Im Verseuchungsgebiet war der Boden start verunreinigt, teilweise fehlte es an Sanalisation, die Beseitigung öffentlicht werden, gibt Pelletan die Berechtigung eines hätten nur die Religion im Auge. Unser Einfluß. fuhr der Minister In seinen Erklärungen, die von der Aurore" ver- lische, deutsche und amerikanische Handel in China feien wichtiger der Fäkalien und des Urrats ist vielfach sehr mangelhaft. Die Bodensenkungen bewirken die Stauungen in den Sammelgräben, Streits der Arsenalarbeiter in verzweifelten Notfällen zu fort, würde Schaden leiden, wenn der Papst uns Opposition aus den Gräben, aus Abortanlagen dringt der Unrat in das Erd- gegen eine systematisch arbeiterfeindliche Regierung. Ein machen würde.'" Aber vergessen tvir nicht. daß tvir reich; bei starkem Regen werden die Gruben überfüllt, der Austritt Arbeiterfreund aber wie er hat offenbar das Recht, Arbeiter unseren Einfluß besonders besonders der militärischen Macht Frank ergießt sich in Gärten, Höfe und auf Wege. In Erle fand ich einen auf die Straße zu werfen, ohne daß sie aufmuchsen dürfen. reichs verdanken. Das Protektorat im Orient iſt nüßlich, die Graben, durch welchen Jauche und sonstiger Unrat floß, verschiedent- Am Beispiel Pelletans sieht man, welche tiefe Stluft auch den Miffionare unterrichten in der französischen Sprache: sie werden lich bildeten sich Tümpel; sogar einen Janchefee von zirka besten bürgerlichen Demokraten von der proletarischen Auf- vom Staat unterstützt. Wenn unser Protektorat leidet, so liegt 500 Quadratmeter fand ich. räume, in denen das Müll bis einen halben Meter hoch lagerte. findet man aber leider nur in der ministeriellen halb auf Befehl des Papstes geschehen.( Widerspruch auf der Rechten.) In Gelsenkirchen sah ich of fassung trennt. Eine Stritit seines kosakischen Vorgehens das nicht an uns, sondern an Rom. Wenn Genehmigungsgesuche auswärtiger Miſſionen zurückgezogen feien, ſo ſet dies nicht Diese Zustände können durch keine diplomatische Seife reingewaschen werden. Gegen solche traurigen Zustände müßte man sozialistischen Aktion", nicht in den ministeriell- sozialistischen haft en el wünscht Auskunft über die nächste Konferenz im Haag. mit Donnerstimme protestieren, daß es bis zu den Stufen des Blättern. Der Minister des Aeußeren Delcassé erwidert, die Regierung habe Thrones dringt und in sanitärer Beziehung für das Gebiet, welches die Einladung der Vereinigten Staaten sympathisch aufgenommen. folche Mengen wertvoller Produkte liefert, etwas getan wird. Das Der Konferenz werde ein von den Mächten aufgestelltes Programm wäre mehr wert als Feste feiern. Nach längerer Trockenheit Ende Verurteilung kapitalistischer Revolverhelden. vorausgehen. Die Weiterberatung wurde sodann auf morgen August 1901 vermehrten sich die Typhuskeime ganz gewaltig. Annech, 25. November. Das hiesige Schwurgericht ver- vertagt. Durch Fliegen und andere Insekten wurden die Bazillen Rußland. auf Nahrungsmittel übertragen. Eigentlich ist es noch verwunderlich, handelte heute gegen die Söhne des Fabrikanten Petersburg, 25. November.( Laffan- Meldung.) daf die Gelsenkirchener Epidemie nicht noch furchtbarer gewütet hat. retticz in La Cluse, die im Juli d. J. auf ausständische Ich nahm Bartikelchen von dem Schmuß, der am Schuhzeug haftete, Arbeiter geschoffen hatten. Drei Söhne Crettics wurden Minister des Innern, Fürst Swiatopolk- Mirski, hat die und fand darin Bazillen. Die Feuchtigkeitsverhältnisse im nördlichen zu einem Jahr, ein vierter zu acht Monaten Gefängnis Stadtverwaltung von Kiem benachrichtigen lassen, daß eine westfälischen Kohlengebiet find die denkbar ungünstigsten. Vielfach und alle vier solidarisch zur Zahlung von zwölftausend Konferenz städtischer Körperschaften zur Erörterung von forgte man bei den vielen industriellen und Verkehrsanlagen nicht für Frank Entschädigung an die Hinterbliebenen der Ge- Fragen der Kommunalverwaltung nach dem Vorbild der genügenden Wasserabzug. Wenn plöslich ein Regen niedergeht, töteten bezw. an die Verwundeten verurteilt. Die wegen Semstwo- Konferenz genehmigt werden wird. wird durch die Abschwemmungen das ganze Terrain verseucht. Gelsen- Plünderung angeklagten Arbeiter wurden freigesprochen. Verhaftung eines sozialistischen Komitees in Warschau. firchen ist nun bei all der Bodenverseuchung im allgemeinen wenig für Epidemien disponiert wegen des großen Wasserreichtums des Dem Lag" wird aus Warschau gemeldet:" Der HausBadens. So fanden sich für den Sommer 1901 alle Bedingungen vereinigt, die Bettenkofer für den Ausbruch einer Epedemie voraus- Paris, 23. November.( Eig. Ber.) Die vielen ge- meister eines Durchgangshauses von der Slizkagasse nach der fetzt. Und hier zeigt uns die Natur ein großartiges Experiment. Am scheiterten Versuche der Opposition, das Kabinett Combes im Sosnower Gasse benachrichtigte nachts die Polizei, daß eine 15.- 16. September ging ein wollenbruchartiger Regen nieder; in den direkten Angriff zu stürzen, hatten sie zu einem indirekten Sturz- Versammlung dort stattfände. Eine größere Gendarmeriezwei Tagen betrug die Niederschlagsmenge 51 Millimeter, mehr als versuch verleitet, Die Geheimfonds, ein alljährlicher Budget- Abteilung umzingelte das Haus und drang in das Versonst im ganzen Monat. Und nun war die Macht der Epidemie ge- posten des Ministeriums des Innern, schienen ihr dazu der ſammlungslokal ein. Man verhaftete 37 Personen, darunter brochen, die Erkrankungsfälle ließen nach, die Epidemie verschwand. Wäre der Regen ausgeblieben, die Epidemie hätte geeignetste Boden zu sein. Der Plan war nicht übel aus- sämtliche Mitglieder des sozialistischen Komitees, welches die weiter gefvütet. Seit 25 Jahren war der Wasserstand der gedacht. Das Ministerium war ja in den letzten Inter- Unruhen hier organisiert hat. Auch eine Geheimdruckerei wurde Nuhr nicht so niedrig als im Sommer 1900, mit dem pellationen nur mit Hülfe der revolutionär- sozialistischen Stimmen beschlagnahmt." Steigen des Wasserstandes nahm die Epidemie ab. Gegen die gerettet worden. Diese Hilfe mußte ihm aber in der GeheimAnsicht, daß das Leitungswasser die Epidemie verursacht habe, wendet fondsfrage versagt bleiben. der Sachverständige noch ein, daß die verschiedenen Fälle in den verschiedenen Gemeinden zeitlich weit auseinanderliegen und daß die Epidemie im Zentrum der Städte ihren Anfang nahm, also nicht in Kongruenz mit der Wasserversorgung steht. Verkehrt ist es, das Ruhrwasser wegen seines Gehaltes an Kolitbazillen für gesundheitsschädlich zu halten. Borsigender: Halten Sie Waffer für ein Nahrungsmittel? Gutachter: Nein, nur für einen Nahrungsstoff. Im Verlauf einer Kontroverse zwischen verschiedenen Sach- lediglich den Sturz des Ministeriums, feineswegs die Abverständigen bemerkt Profeffor Emmerich: In Schalte spazieren die schaffung der schmählichen Einrichtung bedeuten würde. Das Suez, 25. November.( W. T. B.) Zwei Schlachtschiffe, drei Schweine auf der Straße herum, der größte Mißstand ist die selbstherrliche, der Kontrolle des Parlaments entzogene Ver- Kreuzer und neun Transportschiffe des ruffischen Geschwaders find Schweinezucht in diefen Gebieten. Medizinalrat Dr. Springfeld führt aus, daß in noch viel fügungsrecht über das Sündengeld für die Geheimpolizei, das wohlbehalten auf den Bitterseen eingetroffen, wo sie während der Sieben Torpedobootsfürzerer Zeit, als Prof. Emmerich für die Lebensfähigkeit der Typhus- Spigeltum und anderes Unwesen sollte eben nur dem Kabinett Nacht por Anker liegen bleiben werden. zerstörer sind aus dem Kanal kommend hier eingetroffen. feime im Wasser annimmt, die Reime bis in den Mund der Waffer- Combes verweigert werden. fonsumenten gelangen und daß mehrere Tage nach der Infektion lebende Keime im Wasser gefunden worden sind. Professor Emmerich glaubt nicht daran, daß die Fälle verbürgt sind. Stabsarzt Dr. v. Drygalsti wendet sich gegen die Ausführungen des Gutachters. Typhusteine lebten sowohl bei Abschluß wie bei Zutritt der Luft. Wiederholt find Typhuskeime im Wasser gefunden worden. Professor Emmerich wendet sich nun wieder gegen Doktor b. Drygalsti. Die Verhandlung wird auf Freitag vertagt. # 1 Husland. Streif der Marinearbeiter. " 1 Frankreich. Um die Geheimfonds. # " Der Letzte Nachrichten und Depefchen. Seit einer Woche bereitete man sich nun hüben und drüben auf einen entscheidenden Tag vor. In den WandelReichstags- Nachwahl in Schwerin- Wismar. Schwerin, 25. November, 11/, Uhr.( Privatdepesche des gängen der Kammer, in den Redaktionssälen, in der Presse drehten sich alle Gespräche, Gedanken und Intrigen um die Antric mit dem Kandidaten der vereinigten Liberalen des Kabinetts des Ministerpräsidenten nicht zu vergessen " Vorwärts".) Nach den bisherigen Feststellungen steht Genosse Geheimfonds. Es versteht sich von selbst, daß ein Kammer- Büsing in Stichwahl. votum gegen die Geheimfonds unter den gegebenen Umständen Das baltische Geschwader im Suezkanal. fränkischen Abkommen zur Regelung des Huller Vorfalles. London, 25. November. Dem Reuterschen Bureau wird aus Petersburg gemeldet, das heute dort abgeschlossene Abkommen be= treffend den Vorfall in der Nordsee werde am Montag in Petersburg veröffentlicht werden. Die Form, in welcher die Einladungen an Frankreich und die Vereinigten Staaten ergehen soll, stehe jetzt Bom oftasiatischen Kriegsschauplate. Ein Telegramm vom Hauptquartier der Mandschurischen Armee vom 24. d. M. besagt, daß am 23. von 1 Uhr morgens ab die feindliche Infanterie eine Reihe von Angriffen gegen die japanischen vorgeschobenen Stellungen bei Lametun gemacht habe, sich aber vor dem Feuer der Japaner in nördlicher Richtung zurückziehen mußte. Gleichzeitg feuerte die russische Artillerie auf die Umgegend bei der Eisenbahnbrücke über den Schaho dreißig Schuß, richtete aber keinen Schaden in den Stellungen der Japaner an. Die Entscheidung ist gestern gefallen. Das Ministerium wurde nebst den Geheimfonds gerettet mit 293 gegen 262 Stimmen, gerettet stillschweigend ohne Wortkämpfe. Die rettende Abstimmung galt einem alljährlich wiederfehrenden Antrag der revolutionär sozialistischen Fraktion auf Abschaffung der Geheimfonds. Der Antrag wurde vom Genossen Dejeante furz begründet als eine prinzipielle zur Beratung. republikanische Forderung, die bereits im ach! wie alt- Petersburg, 25. November.(. T. B.) Das Abkommen be= republikanischen Programm von 1869 erhoben treffend das Schiedsgericht zur Entscheidung der Hull- Angelegenheit wurde. Ministerpräsident Combes verlangte ebenso kurz die ist heute vom Minister des Auswärtigen Grafen Lamsdorff und dem Aufrechterhaltung des Kredits( im Betrage von 1 Million) englischen Botschafter Hardinge unterzeichnet worden. und knüpfte daran die Vertrauensfrage desto nachdrücklicher, als die Opposition durch die Ablehnung desselben die allgemeine Politik der Regierung zu treffen beabsichtige. Die Tokio, 25. November.( Meldung des Reuterschen Bureaus.) Paris, 24. November.( Eig. Ber.) Die Arbeiter der Opposition aber, die vereinigte Opposition der Rechten und Kriegsmarine Arsenale sind in eine folgenschwere Bewegung der diffidenten Linksrepublitaner, blieb stumm. Ganz begetreten. Ursprung derselben ist die Forderung der Feuer- greiflich! Für den prinzipiellen Antrag Dejeante konnte sie wohl werker in der Pulverfabrik von Borient. in die achtstündige stillschweigend stimmen, sie fonnte sich aber weder zu ihm ehrlich Arbeitszeit auch die Zeit einzuschließen, die sie für den Hin- bekennen, noch ihn ausdrücklich in ihrem Sinne, im Sinne eines und Rückweg zwischen ihrer Wohnung und der auf einer Insel antiministeriellen Manövers auslegen. Dejeante hatte übrigens gelegenen Fabrit brauchen. Die effektive Arbeitsdauer würde mit wohlgezielten Worten betont, daß das Votum seines Andadurch um etwa 25 Minuten verkürzt werden. Das be- trages nur den Sinn der endgültigen Abschaffung der GeheimMukden, 25. November.( Meldung der russischen Teletreffende Personal zählt 88 Arbeiter und Arbeiterinnen. Der fonds haben könne. graphenagentur.) Auf der ganzen Front dauern die Scharmükel Streit dieses Personals, der nach Zurückweisung seiner Forde- Die jaurèsistische Kammerfrattion hat- mit fort. Japaner in Stärke bon einigen Kompagnien und einer Eskadron überschritten die Brüde bei Siaofyr, wurden aber unter rung ausbrach, war jedoch von kurzer Dauer. Nur sechs Mann der einzigen Ausnahme des sich enthaltenden Abgeordneten bedeutenden Verlusten in der Nacht vom 23. zum Rüdzuge genötigt. verharrten im Streit. Diese wurden sofort entlassen Beber für die Geheimfonds votiert. Im Vorjahre hatte Der Sunho und der Taitseho sind zugefroren. Der flache Wasserstand und durch Marine Artilleristen ersetzt. das bekanntlich die überwiegende Mehrheit dieser Fraktion ge- des Liaoho verhindert die Zufuhr von Lebensmitteln von Intau. Daher die Streitbewegung der organisierten Arsenal- tan und das auf Drängen von Jaurès hin. Diesmal hatte Der Mangel an Eisenbahnwagen verzögert die Zufuhr von Munition arbeiter, die sich mit den Gemaßregelten solidarisch erklärten. Jaurès schon vor einigen Tagen in der Humanité" für und die Fortschaffung Verwundeter nach Liaojang und Dalny. Zur Stunde stehen im Streif sämtliche Arsenalarbeiter von das Geheimfonds- Votum Stellung genommen, da es sich nur Generalstreik in Argentinien. Brest und nur eine geringe Minderheit in orient( etwa noch um die Vereitelung eines oppositionellen Manövers 500 unter 3700). In Brest wird neben der Wiederanstellung handele und jenes Votum teinen anderen Sinn habe als den Arbeiterbund hat einen allgemeinen 48stündigen Ausstand beschlossen, Buenos Aires, 25. November.( W. T. B.) Der argentinische der sechs Gemaßregelten noch eine Lohnerhöhung und eine einer Vertrauensfundgebung. Vom Standpunkte der Bloc- um gegen die Vorkommnisse in Rosario au protestieren, wo es zu Aufbesserung der Alterspensionen gefordert. In Toulon Tattit ist das allerdings ein durchschlagendes Argument. Zusammenstößen zwischen der Polizei und Ausständigen gekommen und Rochefort haben die Gewerkschaften vorläufig den Von der revolutionär fozialistischen Fraktion war. Der Ausstand soll am nächsten Donnerstag und Freitag stattStreit nur im Prinzip" beschlossen. ( 13 Mitglieder) haben 7 für den Antrang Dejeante gestimmt, finden. Verantw. Redakt.: Paul Büttner, Berlin. Inserate verantw.( mit Ausnahme der„ Neue Welt"-Beilage): Th. Glode, Berlin. Drudu. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanst. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen. " Kr. 278. 21. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 26. November 1904. gehalten. Die Partei erzielte im Staate 45 000( gegen 7095 Die Wahlen in den Vereinigten Staaten. Im Jahre 1900) und in der Stadt Milwaukee allein 18 362 New York, 15. November. Stimmen. Milwaukee schickte vier Sozialisten in die StaatsWas bei der Präsidentschaftswahl am 8. November be- legislatur und außerdem einen Genossen in den Staatssenat. sonders in die Augen springt, ist der unvergleichlich starke Die Genossen Berger und Gaylord, die für den BundesStimmenzuwachs der Socialist Party( Sozialistische Partei) tongreß kandidierten, erhielten mehr Stimmen als ihre demound die eklatante Niederlage der Demokratie, welcher mun- fratischen Gegner, wenn auch die Republikaner ihnen etwas mehr unaufhaltsam der vollständige Berfall dieser Partei voraus waren. folgen wird. War die demokratische Partei schon in den In mehreren Bezirken Milwaukees vereinigten sich legten Wahlkampf nur äußerlich einheitlich gezogen, Republikaner und Demokraten, um den Sieg der Sozialisten 10 zerren jezt nach der verlorenen Schlacht die zu verhindern. ihr vereinigten heterogenen Elemente Auch der östliche Industriestaat Pennsylvanien hat sehr nach allen Seiten auseinander. Auseinandergelaufen, fusioniert und gut abgeschnitten und seine Stimmenzahl von 4831 im reorganisiert: fo stellte sich die Demokratie vor dem achten Jahre 1900 auf zirka 25 000 erhöht. November dar. Eine Partei, die von Cleveland, diesem ausgeprägten Typ eines großkapitalistischen Politikers, auf den radikalen Demagogen und Trusttöter Bryan und von diesem wieder auf Parker, den Vertreter der gesunden", das heißt Tapitalistischen Demokratie gekommen war, eine solche Partei berdiente fein anderes Schicksal, als es ihr durch die diesjährige Wahl zu teil geworden ist. in In der Stadt New York wurden für Debs 25 000 abgegeben, im gleichnamigen Staat an die 40 000. Großartig hat sich der im äußersten Nordwesten gelegene Staat Washington entwickelt, wo die Stimmenzahl innerhalb vier Jahren von wenigen hundert auf 15 000 emporschnellte. Auch Californien hielt sich wacker und brachte 30 000 Stimmen auf. Im Gegensatz zur Sozialistischen Partei ist die Stimmenzahl der Socialist Labour Party( Sozialistische Arbeiterpartei) im ganzen Lande zurückgegangen. In New York erhielt diese Parteischöpfung nicht einmal die genügende Stimmenzahl, um fernerhin auf den amtlicherseits ausgegebenen Stimmzetteln erscheinen zu können. Nun hat Roosevelt sich auf weitere vier Jahre seinen Sitz auf dem Präsidentenstuhl gesichert. Daß er seinen Sieg der Zugkraft des republikanischen Programms zu verdanken hätte, wagen felbft jene nicht zu behaupten, die dieses Programm zusammengedrechselt haben. Mit Programmen operieren nämlich hierzulande die sogenannten großen Parteien nicht. Verdächtigung und Verunglimpfung des Gegners, Stimmenfauf und Fassen wir das Gesamtergebnis der Wahl zusammen, so Wahlbetrug dies sind so ungefähr die Mittel, mit denen dürfen die Genossen mit Genugtuung auf ihren Erfolg blicken. wie ſtets so auch diesmal gearbeitet und gesiegt Es gilt eine, die Masse der Wähler der Organisation zuwurde. Und Geldmittel zum Stimmenfauf standen der republi- zuführen, auf daß sie nicht den Lockungen demagogischer tanischen Partei in unbeschränktem Maße zur Verfügung. Politikanten verfallen, die nach der Niederlage der Demokraten Dafür hatte sich Roosevelt den Kapitalisten und Korporationen mit der Bildung einer neuen, reformierten und arbeitermit Leib und Seele verschreiben müssen. Eine weitere Bürg- freundlichen Demokratie" krebsen gehen. schaft des Erfolges war das kann nicht geleugnet werden Vom ostasiatischen Kriegsschauplatze. Die Lage bei Mukden die Persönlichkeit Roosevelts. Nicht daß seine Präsidentschaft eine für das amerikanische Volt segensreiche gewesen wäre oder daß er sich durch eine voltsfreundliche Initiative ausgezeichnet hätte. Beides war nicht der Fall. Aber sein Maul- ist noch immer unverändert. Ueber ein lebhafteres Vorpostenheldentum, seine Prahlhansereien und seine imperialistische gefecht wird gemeldet: Politik schmeichelten dem Durchschnittsamerikaner. Auch die Arbeiter im allgemeinen machten darin keine Ausnahmen. Sie liefen hinter dem Karren Roosevelts her, wie sie es seit Jahrzehnten bei anderen republikanischen oder demokratischen Kandidaten getan hatten. Selbst die schmachvollen Vorgänge in Colorado, für die zwar Roosevelt nicht direkt verantwortlich zu machen ist, die er aber tatenlos geduldet hatte, vermochten feinen Umschwung herbeizuführen. London, 25. November. Dem Reuterschen Bureau" wird aus dem Hauptquartier Kurotis über Fusan bon gestern gemeldet: Die Russen zeigen an der Front der Armee Okus einige Tätigkeit. Bei Tagesanbruch griffen Abteilungen an zwei Stellen die auf dem linken Flügel und im Zentrum stehenden Divisionen an. Während der Feind im Zentrum nach kurzem Kampfe zurückgeworfen wurde, hatte der Angriff auf dem linken Flügel das Ergebnis, daß die Japaner nach einem heißen Kampfe Putuen nahmen. Die Ruffen ließen viele Tote auf dem Schlachtfelde. " Zu den Kämpfen um Port Arthur. " die Einem Tokioer Blatt das ist das erund ein vollständiges Bild zu liefern strebenswerte Ziel einer interessanten, intelligenten Arbeit. Aber ich dachte nicht an die Lüge, die wir Ihnen nach Rußland melden müssen, denn Lügen melden wir Ihnen, wenn wir Briefe, Korrespondenzen und Telegramme senden. Ich habe noch kein einziges lügenhaftes Wort geschrieben, aber viele habe ich nach Rußland geschickt und schicke ich täglich, denn Lüge ergibt sich als das Resultat, wenn man nur die eine Seite des beobachteten Gegenstandes beschreibt, über die andere aber schweigt. Und das ist unsäglich schwer. Ganz besonders deshalb, weil man sieht, welchen Nutzen die Beschreibung einer gewissen Erscheinung brächte: sie würde schon jetzt leicht zu beseitigen sein und das Leben von Hunderten, häufig sogar von Tausenden retten. Das ist es ja, daß oft von kaum bemerkbaren Kleinigkeiten und Nachlässigkeiten eine Unmasse von Leben und von täglichem Leiden abhängt und von allen diesen Kleinigkeiten und Einzelheiten zusammen sogar der Erfolg des ganzen Unternehmens abhängen kann. Hierbei ist zu bemerken, daß ich nicht von der Kriegszensur rede; sie ist notwendig, und ich finde sie sogar nicht streng genug; in der Presse sind wenigstens mehr als einmal Nachrichten durchgeschlüpft, die die Japaner vortrefflich ausnuten konnten und ohne Zweifel auch ausgenutzt haben. Unsere Mängel müßten alle veröffentlicht werden, die japanischen aber müßte man verschweigen. Wir sollen, so lange es Zeit ist, alles in Ordnung bringen, die japanischen Schwächen wollen wir aber lieber verschweigen; mögen sie ihnen bis zum Schlusse des Krieges erhalten bleiben, ihnen Schaden, uns aber Nuzen bringen. Bei uns handelt man umgekehrt. Das Loch im eigenen Kleide soll man verschweigen, zum Feinde aber kann man gehen und ihm sagen: Flick doch dein Kleid, sonst wirst du dich erfälten, lieber Feind, und schwach werden." Ist das klug? Hier sieht man das auch sehr gut ein und gestattet es, auf ernste Versehen und wichtige Mängel in der Organisation des Heeres und der ganzen Armee hinzuweisen. • Nun hat man einen freien Augenblick abgepaßt, eine Notiz geschrieben und bringt sie zum 3ensor. Der Zensor läßt sie nicht nur passieren, sondern sagt auch:" Es ist ausgezeichnet, daß Sie darüber schreiben. Man fann es nicht genug sagen, denn es bringt uns Nußen." Damit die Notiz ihre Wirkung rascher ausübe, schneller nach Petersburg gelange, befördert man sie telegraphisch. Man kann aber sicher sein, daß man nach drei Tagen vom Telegraphenamt den Bescheid erhält: Ihre Nr. 5329 vom 24. September, an die Zeitung Ruß" in Petersburg, ist von der Zensur nicht gestattet worden." Die Arme sinken einem, und es wird einem schwer ums Herz. Soll man wirklich nur die amethystfarbenen" Bergtuppen beschreiben und die Helden" in hochtrabendem Stil Loben? Soll ich auf den Mangel, unter dem die Sache leidet, wirklich nicht hinweisen tönnen? Ich kann damit ja nur nügen, auf keinen Fall schaden." Die„ Ruß" hat eine Entgegnung auf diese Klagen gePartei- Nachrichten. Wie eingangs erwähnt, ist der Fortschritt der Sozialistischen Partei eine der bedeutsamsten, wenn nicht die bedeutsamste Erscheinung bei der stattgehabten Wahl. Ihr PräsidentschaftsKandidat Debs erzielte eine Stimmenzahl von zirka 600 000. Genaue Zahlen aus allen Teilen der Union liegen noch nicht vor, sind auch vor der amtlichen Stimmenzählung nicht zu London, 25. November. Der Moskauer Berichterstatter erwarten. Dazu kommen vielleicht 20 000 oder 30 000 Stimmen des Daily Telegraph" will aus absolut zuverlässiger ber Socialist Labour Party( Sozialistische Arbeiter Partei) Tschifu durch die Offiziere des Raftoropny" übermittelt - Quelle wissen, Stöffels Depeschen, die dem Zaren über De Leon'scher Färbung. Manchen Genossen mag die Stimmenzahl der Sozialistischen wurden, enthielten die Mitteilung, daß die Besagung von Partei bei einer Gesamtwählerschaft von 20 000 000 nicht allzu Port Arthur buchstäblich Hunger leide und hoch erscheinen. Eine andere Bedeutung aber erhalten die Kapitulation unvermeidlich sei. Wahlziffern, wenn man bedenkt, daß das Votum der Partei zufolge berichtet General Nogi, daß die Feuersbrunst bracht, in der dem zivilen Berichterstatter Manget an bei der Präsidentschaftswahl im Jahre 1900 nur 97 730 be- in der Nähe des russischen Arsenals von Port Arthur, die militärischer Umsicht vorgeworfen wird. Welchen Nutzen könne trug. Optimisten erwarteten angesichts der Vorgänge in am 22. November durch das Feuer der japanischen Marine- es, fragt der Einsender, bringen, wenn das ohnehin Colorado, angesichts der Drangsalierung der Arbeiter bei geschüße verursacht wurde, vierzehn Stunden wütete; nervöse, mißtrauische Publikum durch Aufdeckung von Im Streifs, angesichts der offenen Parteinahme aller staatlichen mehrere große Magazine mit Kohlen und Mißständen noch mehr beunruhigt werde? übrigen habe die russische Presse schon lange nicht so offen Mächte gegen die Arbeiter einen weit größeren Erfolg der Partei. Proviant brannten nieder. reden können, wie während des jezigen Krieges.(!) Auch Aber bei diesen Erwartungen hatte man doch allzu- Tokio, 25. November. Hier eingetroffene Gefangene er dieser Diplomatismus gibt also zu, daß eine nicht verlogene sehr die politischen Traditionen der Arbeiter und die von ihnen klären, daß der Effektivbestand der Garnison von Port Arthur Berichterstattung mur noch schlimmere Beunruhigung bisher geübten Methoden außer acht gelassen. Drüben wird 8000 Mann nicht übersteige. Von diesen sei höchstens ein Drittel im Lande verbreiten müsse! es beispielsweise geradezu unglaubhaft erscheinen, daß in dem mit Winterkleidung versehen. Die Schlaflosigkeit hat bei den meisten wir bleiben bei diesem Schul- Soldaten Augenkrankheiten hervorgerufen. Die Gefangenen erklären, gleichen Staate Colorado beispiel, wo der oberste Staatsbeamte, der Gouverneur, die die Zahl der Russen, welche auf dem Schlachtfelde getötet oder an Militärgewalt und die Gerichte sich verbündeten, um der Dysenterie verstorben find, belaufe sich für die Zeit vom alle garantierten Rechte mit Füßen zu treten und 28. Ditober bis 12. November auf 2000 Mann. Das Ende des Neuen Montagsblatts". eine Schreckensherrschaft zu proklamieren und durch- Tokio, 25. November. Hier werden nunmehr die end- Wir erhalten folgende Zuschrift: zuführen, die Sozialistischen Partei ihre Stimmenzahl trok gültigen Listen über die japanischen Verluste vom 19. bis Ich erlaube mir, durch die Spalten des Vorwärts" bekannt geschickter Agitation nicht nur nicht erhöhte, sondern an 24. Auguft bei den Sturmangriffen auf Port Arthur veröffentlicht. zu geben, daß ich mich veranlaßt sehe, die Weiterveröffentlichung des Stimmen zurückgegangen ist. Und doch erscheint diese Tat- Die Gesamtzahl der Opfer beziffert sich danach auf 14 400 Mann, von mir herausgegebenen Neuen Montageblatte" einzustellen. Mit sache durch die eigenartigen politischen Verhältnisse erklärlich. darunter 550 Offiziere, von denen 200 gefallen find. Es gelang der am letzten Montag, veröffentlichten Nr. 30 hat das Blatt seinen Politik in Deutschland und Politik in Amerika sind zwei ganz damals, zwei vorgeschobene Forts zu besezen, welche die russischen Abschluß gefunden. Die zur Veröffentlichung in ihm eingesandten verschiedene Dinge. Hier bedeutet sie Macht. Den Kandidaten Stellungen überragten und wodurch neue Minen gelegt werden Manuskripte usw. werden den Einsendern in den nächsten Tagen zugestellt werden. einer politischen Partei durchbringen ist gleichbedeutend mit Berlin, den 25. November 1904. Ed. Bernstein. der Einführung und der Durchführung der von ihm verWashington, 25. November.( W. T. B.) Die tretenen politischen Auffassung. Nun gehörte der seitherige Associated Pres" erfährt aus bester Quelle, die Die fozialdemokratische Partei in Genf hat bei den jüngsten Gouverneur des Staates Colorado, Peabody mit Namen. japanische Armee habe Befehl erhalten, heute den Angriff Wahlen zu dem Großen Rat nicht bloß die Zahl ihrer Mandate von der republikanischen Partei an. Mit seinem Namen sind alle auf Port Arthur zu erneuern und die Hauptbefestigungen sie gewöhnlich bei früheren Wahlen erhielt, auf 2200 vermehrt. 7 auf 14, sondern auch die Zahl der Stimmen von 1000 bis 1100, die die empörenden Gewalttaten verknüpft, die in jenem Staate um feden Preis zu nehmen. Unsere Genossen haben also in den letzten Jahren trotz der schädlichen gegen die Gewerkschaften verübt wurden. Tokio, 25. November.( Meldung des Reuterschen Quertreibereien der Anarchisten schöne Fortschritte gemacht, die bei 8. November über die Wahl eines neuen Gouverneurs ent- Bureaus".) Die Laufgräben und Verschanzungen der weiterer energischer und zielbewußter Arbeit in der Partei und für schieden werden sollte, da glaubten die Arbeiter, die Wahl Forts Erlungschan und Sungschufan wurden genommen. die Bartei zu den besten Hoffnungen für die Zukunft berechtigen. des sozialistischen Gouverneurskandidaten nicht durchsetzen Den Russen blieb nur der Besitz der Brustwehren. Die Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Aber dem Gouverneur Peabody wollten japanischen Kanonen begannen später das Feuer und richteten Wegen Beleidigung eines Wandlungsfähigen wurde der allen Umständen eine Niederlage bereften. großen Schaden an. Die Einnahme dieser Forts wird in Redakteur des Werftarbeiter", Genosse Heinrichsen, vom SchöffenUnd δα es teine Stichwahlen gibt, die Wähler furzer Zeit erwartet. Wenn sie genommen sind, scheint die gericht in Blumenthal zu 100 M. Geldstrafe verurteilt. Der Bea aber Stimmenzersplitterung verhüten wollten, so stimmten fie Einnahme von Port Arthur in nicht langer Zeit gesichert leidigte ist Bortier beim Bremer Bultan, heißt Josef Köfter und für den demokratischen Kandidaten, der denn auch erwählt zu sein. ward. Dieweil erzielte Roosevelt und der übrige republikanische Stimmzettel in Colorado eine Majorität. fie zu können. unter Als nun am fonnten. war früher, nachdem er als Unteroffizier bei der Marine entlassen Die neue russische Anleihe. war, Expedient und Berichterstatter der" Dortmunder ArbeiterLondon, 25. November. Wie verlautet, seien die Unter Beitung". Jest als Portier des„ Bulfan" tut er sich in Bekämpfung Aehnlich liegen die Dinge im Staate Massachusetts, wo handlungen über die russische Anleihe in Höhe von 1300 der Arbeiterbewegung öffentlich hervor. Aus diesem Verhältnis gleichfalls der demokratische Gouverneurskandidat mit über Millionen Frank beendet. Die Rückzahlung foll in fünf oder schäftigte und dabei ihn beleidigt haben soll durch scharfe Ausdrücke erklärt sich, daß sich das Gewerkschaftsblatt mit dem Herrn be30 000 Stimmen Mehrheit erwählt ward, während Roosevelt sieben Jahren erfolgen, der Emissionskurs soll derselbe sein, über seine Person. Auf die Klage Kösters, der vor Gericht seinen im Staate 80 000 Stimmen mehr erhielt als Parker. Auch in wie bei der legten Anleihe in Frankreich. Die Substription Patriotismus fo start herausstrich, daß der Vorsitzende den Bu Massachusetts fielen auf die Sozialistische Partei weniger Stimmen soll gleichzeitig, jedoch von einander unabhängig in Berlin hörern die höhnisch- lächelnden Gesichter" verwies, erkannte das als bei den letzten Wahlen( gegen das Jahr 1900 ist indessen und Paris stattfinden, und zwar sollen auf Berlin Gericht auf die genannte Strafe. eine Zunahme zu verzeichnen) und außerdem wurden unsere 500 Millionen, auf Paris 800 Millionen Frank entfallen. bisherigen Vertreter in der Staatslegislatur nicht wieder- Als Termin ist der Januar in Aussicht genommen. gewählt. So unerfreulich der Stimmenrückgang in Colorado und Die lügenhafte russische Kriegsberichterstattung. Massachusetts ist, um so erfreulicher waren die Erfolge der Die Ruß" hat von ihrem Kriegskorrespondenten Sozialistischen Partei in anderen Staaten und namentlich in Nikolai Kirilow ein Schreiben erhalten, das bittere den Weststaaten. So wurden in Chicago im Staate Illinois Klagen über die lügenhafte Berichterstattung erhebt, zu der 44 331 Stimmen abgegeben und zwei Sozialisten in die die Striegsberichterstatter in der Mandschurei gezwungen würden. Staatslegislatur erwählt. Unsere Stimmenzahl im ganzen In dem Brief heißt es: Staate Illinois beträgt ungefähr 100 000 gegen 9687 im Jahre 1900. Sehr gut hat sich Wisconsin und die größte Stadt dieses Staates, das durch seine Brau- Industrie bekannte Milwaukee " Aus Induftrie und Handel. Saatenstand in Deutschland. Nach dem Bericht des Statistischen Amtes stehen die Getreidesaaten in ganz Deutschland noch etwas günstiger, als in Preußen allein. Der Stand wird für Winterweigen auf 2,2, für Roggen auf 2,8 beziffert, während für Preußen in der fürzlich veröffentlichten Statistit der Stand auf 2,4 geschätzt wurde. Unwiderstehlich zog es mich in den Strieg und mir und der größte Teil der Saaten aufgelaufen, wenn auch stellenweiſe Die Herbstbestellung ist bis auf unbedeutende Nüdstände beschafft schien die Arbeit eines Striegschroniſten" so interessant. etwas langsam und unregelmäßig. Spätere Saaten find zwar vielDer Historifer einer lebendigen Zeit zu sein, die Ereignisse fach noch wenig entwidelt. Frühere Weizen, Spela und Roggen wahrheitsgetreu zu schildern, sie mit einander zu verbinden saaten haben sich bei dem feuchtwarmen Wetter sehr schön entwickelt. H Bei dem Winterspelz wird seit dem laufenden Jahre auch über den In der Uhrenindustrie des Neuenburger und Berner Juras sind die Daß, wenn infolge von Zusammenstößen Reparaturkosten entstehen, mit Beimischung von Roggen oder Weizen mitberichtet; die Ver- Goldarbeiter und Graveure in den Ausstand getreten. Ende Oktober diese erst dann abgezogen werden, wenn das Gericht gleichbarkeit der diesjährigen Noten mit denen der früheren Jahre streiften ungefähr 700 Mann. Die Streifenden wollen so lange die den Fahrer für schuldig befunden hat, wurde von hat wegen der geringen Anbaufläche des mit solcher Beimischung Arbeit ruhen lassen, bis sämtliche Arbeitgeber den Neunstundentag den Direktionsvertretern abgelehnt! Außer den ausgefäeten Spelzes dadurch aber doch nur unwesentlich gelitten. bewilligt haben. In den Niederlanden haben die Glas hier angeführten kamen noch eine größere Anzahl Wünsche von den Die Besserung des deutschen Eisenmarktes seit Beginn des arbeiter am 3. Oktober einen allgemeinen Ausstand begonnen, verschiedenen Bahnhöfen zur Sprache, die teils bewilligt, teils abOktobermonats tommt in der Produktionsgiffer des Vereins deutscher Lohnreduktion von 20 Proz. angekündigt hatte. Jufolge des Streits, des Vereins“ den Wunsch äußerte, daß die längere Zeit tätigen weil der Verband der niederländischen Glaswarenfabrikanten eine gelehnt wurden. Allgemeines Gelächter erregte es, als ein Vertreter Eisen- und Stahlindustrieller deutlich zum Ausdruck. Nach den statistischen Ermittelungen dieses Vereins belief sich die Roheisen an dem zirka 1000 Arbeiter beteiligt sind, hat die deutsche Konkurrenz Angestellten Abzeichen an der Uniform erhalten sollten. Erzeugung Deutschlands und Luxemburgs im Oktober 1904 ins- fchon ziemlich umfangreiche Aufträge aus Holland erhalten. So ließ gesamt auf 868 523 Tonnen gegen 833 578 Tonnen im Vormonat 3. B. eine Fabrik aus Delft 150 000 Flaschen aus Deutschland 1903 besteht, läuft, falls er acht Wochen vorher gekündigt wird, am Der Tarifvertrag der Fliesenleger, der seit dem 1. September und gegen 869 463 Tonnen im Oktober 1903, und zwar wurden fommen. Ziemlich matt gegenüber dem Vorjahre ist die Streiferzeugt 173 574 Tonnen Gießerei- Roheisen, 26 817 Tonnen Bessemer- bewegung zurzeit in Spanien. Im Textilgewerbe von Barcelona 1. Februar 1905 ab. Der Verein der Fliesenleger Berlins und UmRoheisen, 547 890 Tonnen Thomas- Roheisen, 56 072 Tonnen Stahl- haben die Weber die Arbeit eingestellt, wodurch einige tausend Arbeiter Gegend hat sich am Donnerstag in einer außerordentlichen MitgliederRoheisen, 547 890 Tonnen Thomas Roheisen, 56 072 Tonnen Stahl beschäftigungslos wurden. Im vorigen Jahre um diese Zeit tobte mit allen gegen eine Stimme beschlossen, den Arbeitgebern mitzuund Spiegeleisen und 64 170 Tonnen Buddel- Roheisen. Die Er- beschäftigungslos wurden. Im vorigen Jahre um diese Zeit tobte bersammlung mit dieser Angelegenheit befaßt und nach kurzer Debatte zeugung hat also gegen den Monat September um 34 945 Tonnen streit sämtlicher Berufe auswuchs. Der Streif, an dem sich damals 1. September 1905 unverändert weiter bestehen der große Bergarbeiterstreik in Bilbao, der alsbald in einen General- teilen, daß der Verein bereit ist, den Tarifvertrag bis zum oder 4,19 Proz. zugenommen. zirfa 50 000 Personen beteiligten, führte zu heftigen Zusammenstößen zu lassen. Falls die Arbeitgeber hierauf nicht eingehen sollten, ist Aftien Brauerei Gesellschaft Friedrichshöhe vorm. Patzenhofer, zwischen Polizei und Ausständigen. In den Vereinigten ber Tarif als gekündigt anzusehen. Der Vorschlag einer VerBerlin. Wie für die meisten Berliner Brauereien war auch für die Staaten von Nordamerika, wo die Konjunktur sich wieder längerung des Tarifvertrages auf nur sieben Monate wird deswegen Bazenhoferiche das legte Geschäftsjahr ein günstiges. Der Rein- etwas gebessert hat, nahm die Streifbewegung bis jetzt nur wenig gemacht, weil am 1. September der für die Freie Vereinigung der gewinn stellt sich auf 1183 238 M. gegen 1 041 274 M. im vorigen zu. Ein größerer Abwehrstreit begann Ende Oktober in den StohlenJahre. Davon gelangen zur Verteilung an: Vorstands- und bergwerten des Staates Illinois. Die an den Schlachtförderungs- die geplante Verschmelzung des„ Vereins" und der Vereinigung" Fliesenleger Berlins geltende Tarifvertrag abläuft, inzwischen wohl Beamtentantiemen 132 816 M.( 109 659 M.), Aufsichtsratstantiemen maschinen beschäftigten Arbeiter widersetzten sich einer Lohnherab- stattgefunden haben wird, und dann ein einheitlicher Tarif für das 88 251 W.( 71 395 M.), Gratifitationen an Angestellte 25 000 M. fetzung um 5% Proz. und legten die Arbeit nieder. Infolgedessen Fliesenlegergewerbe Berlins geschaffen werden soll. ( 20 000 20.), zum Arbeiterunterstützungsfonds 5000 W.( wie im Vor- wurden zirka 54 000 Arbeiter beschäftigungslos. jahre), 15 Proz. Dividende auf 5 670 000 W. mit 850 000 M.( im Vorjahre 14 Proz.), Vortrag auf neue Rechnung 86 669 M. = Der Bierabjazz war beträchtlich höher als im vorigen Jahre. Produziert wurden 1903/04 461 991 hektoliter gegen 419 488 Heftoliter im Vorjahre, verkauft wurden 458 213 hektoliter gegen 419 801 Seftoliter im Vorjahre. An dem Gesamtabsatz war das Faßbiergefa ft mit 328 704 Seftoliter gegen 298 148 Heftoliter im Vorjahre, das Flaschenbiergeschäft mit 134 509 hektoliter gegen 121 653 Heltoliter im Vorjahre beteiligt. Berlin una amgegend. Die Aussperrung der Tischler. Als rabiater Bäckermeister entpuppte sich der Bädermeister Die Modelieure( Zentralverein der Bildhauer) befaßten sich in ihrer Branchenversammlung am Donnerstag eingehend mit einer Regelung der Arbeitsvermittelung. Bislang herrschte in dieser Branche noch immer das Anfragesystem, das noch dadurch Von den großen Zahlen der angeblich Ausgesperrten, mit denen besonders unangenehm wurde, daß die sogenannten Subunternehmer die Fachzeitung" Nellame macht, müssen wir auch heute wieder und auch Gehülfencliquen ihre Spezialbekannten oder„ empfohlene" einiges abstreichen. Herr G. Wegener in Wilmersdorf, den die Arbeitslose in die freigewordenen Stellen unterschoben, während GeFachzeitung" unter den Aussperrenden aufführt, hat auf eine An- hülfen, die sich sakungsgemäß auf dem Vereins- Arbeitsnachweis frage des Werkstatt Ausschusses erklärt, daß er nicht ausgesperrt, hatten eintragen lassen, mitunter viele Wochen lang auf Be= Der Verband Deutscher Bankbeamten- Vereine, der nach seinen hat, und daß er der Fachzeitung" eine Berichtigung senden wird. gegenüber die Unannehmlichkeiten der Arbeitslosigkeit in besonders sondern einige Einsetzer, für die er keine Arbeit mehr hatte, entlassen schäftigung warten mußten und dadurch den„ Untergeschobenen" Angaben 7000 Verbandsmitglieder hat und dem auch der hiesige Ebenfalls haben die Bautischlermeister Schmidt in Reinickendorf hohem Maße durchzufoften hatten. Diesem unfollegialen Berhältnis Verein der Bankbeamten angehört, befaßt sich außer mit allerlei und 3iehe in Rigdorf ihren Gefellen erklärt, daß sie nicht aus- soll nun dadurch abgeholfen werden, daß ähnlich wie in der Holzanderen Dingen auch mit der Stellenvermittelung für seine Mit gesperrt haben. Bei Herrn Ziehe sind wohl Entlassungen vor- branche so auch bei den Modelleuren das Anfrageverbot durchglieder und hat zu diesem Zweck eine Abteilung für Stellen- genommen, jedoch nur wegen Mangel an Arbeit. bermittelung eingerichtet. Daran ist sicherlich nichts Tadelnswertes, geführt wird und die Besetzung der freien Stellen in Zukunft nur Als Ausgesperrte halen sich gestern 11 Mitglieder des Holz durch den Arbeitsnachweis der Organisation erfolgt. wäre nur nicht die Art, wie diese Abteilung ihre Aufgabe arbeiter- Verbandes gemeldet. Darunter sind einige Arbeiter der auffaßt, eine höchst sonderbare und bedenkliche. Der fich um eine Ladeneinrichtungs- Werkstatt des Herrn Mitsch, der erst jetzt mit neue Stelle bewerbende Bankbeamte wird nämlich tatsächlich unter der„ Aussperrung" begonnen hat, obwohl er als Vorstandsmitglied Becker, Swinemituderstraße 66. Die Gewerkschaft der Bäcker hatte Spionage gestellt, und von dem, was auf diesem Wege über den seiner Organisation in erster Linie die Beschlüsse derselben hätte erfahren, daß der genannte Herr seinen Gesellen wieder von den Charakter und die Lebensführung des Betreffenden in Erfahrung ausführen und schon längst mit der Aussperrung beginnen müssen. bekannten Kommissionären bezog und auch jedenfalls die alten gebracht wird, den Herren Chefs auf Verlangen bereitwilligst Aus- Die Gefellen, welche Herr Mitsch jekt„ aussperrt", würden wohl Arbeitsbedingungen wieder eingeführt habe. Der Gewerkschaftsleiter hmft erteilt. In einem uns zur Verfügung gestellten an die wegen Mangel an Arbeit so wie so von ihm entlassen worden sein, Hebichold suchte mit Becker zu verhandeln. Dieser leugnete zu" Chefs" gerichteten Rundschreiben, das zur Benutzung der vom auch wenn es feine Aussperrung gäbe. nächst, daß sein Gefelle ihm vom Kommissionär vermittelt sei. Der Verband eingerichteten Abteilung für Stellenvermittelung auf fordert, heißt es: Herr Plathen, der Vorsitzende der Freien Vereinigung der Gefelle gab dies jedoch zu und strafte so den ehrsamen" Meister Holzindustriellen, ist nachgerade wohl zu der Einsicht gekommen, daß Lügen. Diese Tatsache und die Vorhaltungen Heßscholds, daß es Die Vermittelung geschieht unter strengster Verer und seine Gefolgschaft die organisierten Arbeiter nicht unterkriegen doch vom fittlichen Standpunkte aus gerade nicht sehr edel sei, went schwiegenheit und steht den Firmen fostenlos zur Ver- können. Herr Plathen bemüht sich deshalb, die Polizei zum Ein- der Meister die Gesellen von Kommissionären beziehe, fügung. Seit Jahren gehört es zu unserer Gepflogen- greifen in den gewerkschaftlichen Kampf zu veranlassen. Kein Tag die den Arbeitslosen 3 bis 10 Mart Vermittelungsheit, über jeden Bewerber eine eingehende Aus- vergeht, wo nicht Herr Plathen die Polizeibeamten zum gebühr abnehmen, so daß diese armen Teufel funft bezüglich seines Charakters und feiner energischen Vorgehen gegen die Streitposten zu überreden oft ihre legten abjeligkeiten versezen müssen, Fähigkeiten einzuholen. Hierdurch ist es uns möglich, jucht. Es bietet sich nur fein Anlaß zum Ergreifen„ enet- um überhaupt die Vermittelung bezahlen zu können, brachte den nur solche Bewerber nachzuweisen, denen gute Zeugnisse oder gischer Maßnahmen". Herr Plathen wird sich wohl herzlich Herrn Beder ganz aus dem Häuschen. Er verlegte sich jetzt nur gefreut haben, als endlich am Mittwoch zwei Streifposten vor noch aufs Schimpfen, fuchtelte Hetzschold in einem fort mit der Faust Ferner erlauben wir uns zu bemerken, daß durch Benutzung seinem Betriebe nach der Wache gebracht wurden. So mag er denn vor der Nase herum und sprach vom Rausschmeißen, daß unferer Abteilung für Auskünfte den Firmen oft unbequeme glauben, daß seine fortgesetzten Bemühungen den sehnlichst ge- Sie's Genid brechen". Darauf wollte Heichoid, der seine Rückfragen erspart bleiben. Wir erklären uns gern bereit, auf wünschten Erfolg gehabt haben. völlige Nuhe bewahrt hatte und Herrn Becker wiederholt vergebens Grund des uns vorliegenden Materials Aus- Auf Seiten der Arbeiter mehren sich die Bekundungen praktischer zu ruhiger Aussprache zu bewegen versuchte, den Laden verlassen. die betreffenden Bewerber zu erteilen. Solidarität. So haben die Zahlstellen Stegliz und Lichterfelde des Jeht verlegte Beder diesem plöblich den Ausgang Daher erlauben wir uns, an Sie die ergebene Bitte zu richten, Holzarbeiter- Verbandes, obwohl sie selbst an der Aussperrung nicht in dem er sich mit dem Rüden vor die Ladentür bei eintretenden Vakanzen sich unserer Vermittelung bedienen zu beteiligt sind, beschlossen, von heute ab ebenfalls den für Berlin fest- ftellte. Segidhold forderte ihn wiederholt auf, den Weg frei tvollen und fügen ein Antragformular zur gefälligen Benutzung gesetzten erhöhten Beitrag von 1 M. wöchentlich zu erheben. zu geben, was diefer nicht nur nicht tat, sondern schimpfend bei." usw. und drohend diesen von der Tür abzudrängen vers Ein in seiner Offenheit von fostbarer Naivetät und zugleich Möbelpolierer. Zur Aussperrung der Tischler geben wir be- inch te. Einen Versuch Heyscholds, der den Streit gern um feinen schärferen Ausdruck zu gebrauchen von devotester kannt, daß seit Beginn der Aussperrung 69 Betriebe mit 354 Kollegen vermeiden wollte, nach der Türklinte zu greifen, bereitelte Dienftfeligkeit zeugendes Eingeständnis. Die vom Verband ein bei dem Berband der Möbelpolierer zur Anmeldung gelangten. Da- Beder durch einen Schlag nach der Hand Hezscholds, wodurch gerichtete, Abteilung für Auskünfte" verschafft sich über von wurde in 42 Betrieben von 287 Kollegen die Arbeit zugunsten dieser eine stark blutende Wunde erhielt. Becker die Verbandsmitglieder unter der Hand Material" und der Tischler niedergelegt. Jn 25 Betrieben wurden 63 Kollegen von blinkte dabei dem inzwischen hinzugekommenen Gesellen teilt dann den Herren Brinzipalen, die näheres über seiten der Unternehmer ausgesperrt. In 2 Betrieben wurden vier( Arbeitswilligen), der ebenfalls eine drohende Halden Charakter der Engagierten zu erfahren wünschen, dieses Kollegen als gemaßregelt betrachtet. In Arbeit getreten sind davon tung gegen S. einnahm, vielfagend zu ,, Material" mit. Woher hat die Auskunftabteilung denn ihr 50 Kollegen. Also sind noch 304 Kollegen an dem Ausstande beteiligt. machte legterer furzen Prozeß. Er schob den Bäckermeister mit dem Material"? Doch jedenfalls nur durch Herumfragen bei den Chefs Dazu kommen noch 114 Arbeitslose, so daß 418 Kollegen zu unter- Bemerken, daß er sich ja einer Freiheitsberaubung schuldig mache, bezw. Borgesetzten und Kollegen des Betreffenden. Lautet die Aus- stüßen sind. Der jezige Mitgliederbestand der Möbelpolierer be- beiseite und verließ den Laden. Herr Becker wollte ihm in seiner funft, welche unter Umständen von einem feindlichen Kollegen oder trägt 1737. Rechnet man die Zahl der im Ausstand Befindlichen und blinden Wut auf die Straße folgen, wurde daran aber von zwei Chef herrührt, ungünstig für einen solch ahnungslosen Bewerber, so die der Arbeitslosen davon ab, so verbleibt immer noch eine Zahl Frauen gehindert. Gegen Becker ist von Heyschold sofort bei der erfährt dieser nicht allein fein Wort von der gegen ihn verübten von 1319 arbeitenden Mitgliedern, welche in Arbeit stehen und ihre Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung und Bosheit denn der Verband wird sich hüten, feine Auskunftgeber fciernden Kollegen opferwillig unterstützen. Störperverlegung erstattet worden. zu verraten, sondern er kommt auch gewissermaßen auf die schwarze Liste und erhält schiverlich jemals Stellung. Verhandlungen der Straßenbahner mit der Direktion der Großen Empfehlungen zur Seite stehen. un Der Zweck des Vereins ist unbedingte Sicherung der Standesund Erwerbsinteressen unserer verehrten Prinzipale und Pflege selbstloser Unterwürfigkeit unter den Vereinsmitgliedern." Gewerkschaftliches. Internationale Streifstatistik. " Deutsches Reich. Nunmehr Und ein Verein, der sich solche Praktiken leistet, gibt vor, die Berliner Straßenbahn, fanden gestern im Direktionsgebäude am Von den Schwebebahnern" in Elberfeld haben sich zehn Mann Standesinteressen seiner Mitglieder zu vertreten! Das müssen Leipzigerplatz statt. Sie dauerten von morgens 10 Uhr bis nach zu Streifbrecherdiensten verleiten laffen, dagegen haben nun auch furioſe Standesinteressen sein. Wenn in einer Gewerkschaft der mittags 45 Uhr. Viel ist für die Angestellten trotz der langen die Werkstellen- und Streckenarbeiter die Arbeit eingestellt. Als Vorstand eine derartige Stellenvermittelungs- und Auskunfts- Ab- Dauer der Verhandlungen nicht herausgekommen. Anwesend waren zwei organisierte Schlosser entlassen wurden, weil sie sich weigerten, teilung errichten wollte, er würde sofort hinausfliegen, denn jeder 35 Vertrauensleute, davon 23 vom Verband und 12 vom Verein Streifbrecherdienste zu leisten, hat sich das gesamte WerkstättenKlaffenbewußte Arbeiter würde in solcher Einrichtung eine Verlegung Wünschen aufgestellt worden, über die nacheinander verhandelt bahn wird in beschränktem Maße fortgesetzt, und zwar werden die der Straßenbahner. Von beiden Richtungen war eine Liste von personal mit ihnen solidarisch erklärt. Der Betrieb auf der Schwebe feines Ehr- und Selbstgefühls erblicken. Den Bankbeamten aber, die vielfach in ihrem Standesdünkel sich weit erhaben über den ein wurde. Vier dieser Wünsche wurden jedoch von vornherein von den Wagen, abgesehen von einigen Führern, die tatsächlich ordnungsfachen Arbeiter dünken, mutet man folche Einrichtung Vertretern der Direktion für unerfüllbar erklärt, nämlich die Ermäßig ausgebildet find, von Leuten gefahren, die nicht die nötige geniert zu; und was das Merkwürdige ist: die Vereinsmitglieder höhung des Kilometergeldes der Fahrer von 50 auf 75 Bf.; die technische und praktische Erfahrung haben.- Die Streifenden warnen laffen sich solche Machenschaften ruhig gefallen; sie müssen also in Wahl einer Kommission, der bei Entlassungen die Gründe unter das Bublifum durch Flugblätter vor der Benutzung der Schwebebahn, ihrer Masse nichts Ehrverlegendes darin erblicken! Der Verein der breitet werden sollen; die Herabsetzung der täglichen Durchschnitts- die mit Gefahren verknüpft fei. Die Polizei sucht die Verbreitung Bantbeamten sollte in fein Statut als§ 1 den Satz aufnehmen: dienstzeit der Schaffner von 11 auf 10 Stunden und die der Flugblätter mit allen Mitteln zu hindern. Dabei fam es am Abschaffung der Geldstrafen. Ueber diese Punkte wollten sich die Wall zu einer turbulenten Szene. Dort wurden FlugblattForderung der Erhöhung des Anfangslohnes des Ersatz- und die Leute sich dies nicht gutwillig gefallen lassen wollten, zogen die Die verbreiter von Kriminalbeamten an der Verbreitung gehindert. Als Reservepersonals von 2,80 oder 2,85 m. auf 3 M. rief eine lange Kriminalisten Revolver, drohten zu schießen und schlugen mit den Diskussion hervor. Einer der Vertrauensmänner hatte eine genaue Revolvern auf die Leute ein. Es entstand dann eine regelrechte Berechnung über den täglichen Verbrauch einer fünftöpfigen Familie Schlägerei, bei welcher ein Flugblattverteiler schwer verletzt wurde. aufgestellt und war zu dem Schluß gekommen, daß ein Tages- Noch nach der Schlacht" schlug ein Kriminalist einen zehnjährigen verdienst von mindestens 3,66 M. hierzu notwendig wäre. Um zu Jungen, der sich neugierig hinzudrängte, mit dem Revolver derWie schon im Vorjahr die Streifbewegung von September auf tochtes Rindfleisch mitgebracht, das er vor den Augen der der Bevölkerung ist durch diese Vorkommnisse so gewachsen, daß beeigen, wie weit man damit kommt, hatte er ein halbes Pfund ge- maßen ins Gesicht, daß das Blut hervorsprang. Die Erregung in Oktober im Gegensatz zu früheren Jahren eine Abnahme erfuhr, so Direttionsvertreter in fünf Portionen zerteilte. Die Direktions- reits auf Schwebebahnwagen geschossen und mit Steinen geworfen ist auch in diesem Oktober, nach der Arbeitsmarkt- Korrespondenz", vertreter erkannten denn auch an, daß die Löhne unzureichend wurde. Bei der Station Varresbeck wurden zwei Scheiben eines die Streitbewegung wieder nicht unerheblich zurück- sind und meinten, daß die Direktion wohl etwas zubilligen Wagens zertrümmert. Der Betrieb wurde infolgedessen während gegangen. In Deutschland, Frankreich und Eng- werde. Statt der von den Angestellten gewünschten Lohn- der Dunkelheit ganz eingestellt. land zusammengenommen fant die Zahl der Streits von düten ist die Direktion gewillt, Lohnzettel zum Abtrennen ein129 im September auf 124 im Oktober. In Frankreich und Eng- zuführen. Damit ist der Wunsch insofern erfüllt, als es den AnDer Druckfehlerteufel hat in unserer gestrigen Nummer aus dem land, wo die Zahl der Beteiligten schon ermittelt ist, ging diefe gestellten auch in dieser Form möglich gemacht wird, die Abrechnung berühmten christlichen Schimpfapostel August Bruft einen August Biffer von 24 778 auf 16 329 zurück. In England allein be- nachzuprüfen. Ein weiterer recht bescheidener Wunsch, wonach An- Bruns gemacht. Unsere Leser, die ja die Gewerkschaftsbewegung teiligten sich im Oktober an 16 Streits 4154 Arbeiter: davon waren gestellte, die Sonntags zum Dienst bestellt werden, deren Wagen beffer teunen als der spukhafte Stobold, der vielfach in den Seher2214 Bergleute. Die Ungunst der Lage des englischen Arbeits- dann aber aus irgend einem Grunde nicht fahren, 1 M. Ent- sälen sein Wesen treibt, haben dies hoffentlich schon korrigiert. marktes hat in den ersten zehn Monaten eine starte Abnahme schädigung erhalten sollen, wurde nicht bewilligt, nur nach zwanzig der Streifbewegung gegenüber dem Vorjahre bewirkt. Die Zahl der Minuten Wartezeit sollen sie Anspruch auf einen Stundenlohn haben. Streiftage betrug nämlich von Januar bis Oktober insgesamt nur Die Anstellung des Ersatz- und Reservepersonals innerhalb eines Eine Gewerkschaft von Polizisten mit einem Sozialdemokraten 1 288 100 gegen 2025 300 im Vorjahr. Diese Gesamtsumme verteilt Jahres wurde ebenfalls abgelehnt, doch soll jetzt jeder Angestellte als Präsidenten an der Spike ist in Luzern gegründet worden. Von fich auf die einzelnen Gewerbe wie folgt: einen Anstellungskontrakt erhalten. Sugestanden wurde, daß den 35 Polizisten der Stadt gehören die meisten der Gewerkschaft Weichensteller zu den verkehrsreichen Zeiten an den Weichen, wo sich als Mitglieder an. Dieselbe hat bereits ihren Beitritt zum Zentralfeine Haltestellen befinden, angestellt werden. Signalwärter verband städtischer Angestellter und Arbeiter beschlossen. Der Präsident an den berkehrsreichen Punkten anzustellen, wurde von den Direktions vertretern nicht für notwendig erachtet. Zugestanden wurden: Wer ist unser Genosse Koch, Nedakteur unseres dortigen Parteiblattes Db die neue Polizisten- Gewerkschaft Bestand besserungen der Fußglocken, beschleunigte Einführung der Luftdruck" Der Demokrat". bremsen sowie eine Regelung der Fahrverhältnisse am Dönhoffplay, haben wird, bleibt abzuwarten. Der Stadtpräsident Heller, einer wo bis zum 1. April eine sehr notwendige Berlegung der Weiche der ersten Führer der freisinnigen" Partei der Schweiz ist wütend borgenommen werden soll. Dem Ersatz- und Reservepersonal zwei über die neue Organisation und hat den organisierten Polizisten In Frankreich begannen im Oktober 62 Streits, an denen freie Tage im Monat zu geben, darüber berbaten sich die Vertreter eine fürchterliche Strafpredigt gehalten. Das Vereins- und Verfich 12 175 Arbeiter beteiligten. Trotz des für Streiferfolge wenig der Direttion jede Diskussion. Ebenso wurden die für jeden An- fammlungsrecht existiert nach diesem Freifinnigen" für die Polizisten günstigen Beschäftigungsgrades waren nicht weniger als 26 Angestellten verlangten 10 Tage Urlaub im Jahre abgelehnt. Bei offenbar nicht. griffsstreits zu verzeichnen. In den Hafenplägen Marseille militärischen Uebungen das Gehalt weiterzuzahlen, wurde zugestanden. und Havre sind die Dodarbeiter und Seeleute noch immer Strimmermützen wurden für Fahrer betvilligt, Schaffnern sollen sie Der Generalftreit der Graveure der schweizerischen Uhrenindustric nicht zur Ruhe gekommen. In Rouen hat das Stadt- Theater infolge nur dann geliefert werden, wenn es vom Arzt für not hat mit der Erringung des Neunstundentages geendet. Dagegen ist eines Choristenstreits seine Vorstellungen einstellen müssen. Auch wendig erklärt werde; Belze sollen für sämtliche statt der geforderten zehnprozentigen nur eine vierprozentige Lohndie Schweiz hatte im Oftoberkeinen größeren Ausstand zu verzeichnen. Fahrer bis spätestens zum Winter 1905 geliefert werden. erhöhung erreicht worden. Baugewerbe Bergbau, Steine und Erden Metalle, Maschinen u. Schiffbau. Zertilgewerbe Bekleidung Verkehr Uebrige Gewerbe • 1903 107 400 1.199 200 430,600 92 900 1904 343 500 528 800 144 900 117 500 129 600 11 200 22 000 32 700 43 600 102 700 Husland. " illustrierend. Soziales. Das Ende der Schulpflicht in Preußen. " Saale der Arminhallen stattfand. Sie zeigte das Unzutreffende der Wilmersdorf. Am Montag tagte im Zolal von Lieplad, Dur althergebrachten Meinung, daß die Hauswirtschaft das fonservativste lacherstraße 8, eine öffentliche Versammlung für den Ortsteil Element in der ganzen gesellschaftlichen Entwickelung sei und bleiben Wilmersdorf- Friedenau, in der Genossin Altmann über:„ Die Erwerde, Allgemein gehaltene Notizen in bürgerlichen Zeitungen haben wandlungen die Hauswirtschaft im Laufe der Zeiten er- dem Grundfak, unsere Schule als Bildungsanstalt für die Jugend zu indem sie gefchichtlich nachwies, welche große Um zichung unserer Jugend" einen Vortrag hielt. In dem Referat, von ble Meinung verbreitet, daß nach einer Entscheidung des Kammer- fahren habe. Heute verkleinere sich das Arbeitsgebiet betrachten, ausgehend, beleuchtete Genoffin Altmann die vernunft gerichts im Königreich Preußen die Schulpflicht mit der Vollendung des Hauses immer mehr, und Zahlen bewiesen, daß die gemäße Erziehung, wie sie in Schule und Haus sein sollte. Das una des 14. Lebensjahres ende, ganz unabhängig vom Semesterschluß. Bahl der weiblichen Dienstboten, namentlich im Verhältnis zur haltbare System unserer Schulen sowie die Belastung unserer Jugend Diese Meinung ist durchaus falsch; die Mitteilungen find in ihrer Bevölkerung, in allen modernen Kulturländern in rascher Abnahme mit dem übermäßigen Religionsunterricht wurde aufs schärffte verAllgemeinheit irrig und haben vielen Leuten ganz unnötigerweise begriffen sei, während umgekehrt die Zahl der Industrie- Arbeiterinnen urteilt. Der lehrreiche, interessante Vortrag wurde von den AnBekanntschaft mit dem Strafrichter eingetragen. außerordentlich rasch zunehme. Die Zentralheizung. der Gasheerd 2c. wefenden mit großem Beifall aufgenommen. Hieran schloß sich eine In Wirklichkeit besteht in Preußen ein verwirrend vielfältiges bürgerten sich im modernen Hause ein und ersparten manche Arbeit. lang ausgedehnte Diskussion, in der verschiedene Mängel aus eigenen Recht über diesen Punkt, den" Rechtsstaat" Preußen gar herrlich noch mehr eingreifen werde. wenn erst ausgebildet, das neuefte: die Erfahrungen zum Vortrag gebracht wurden. Der schwache Besuch Zentralisatinn der Hausreinigung. Wir hätten jezt( in der der geladenen Vorwärts"-Leser wurde allgemein bemängelt. Vacuumreinigung) eine Art der Wohnungsreinigung durch Für die Provinzen Ost- und Westpreußen besteht elektrische Maschinen bekommen, die die Dienstbotentätigkeiten Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 27. November, vorm. 83/4 Uhr, ein Gesetz betreffend die Elementarschulen vom 31. Dezember 1845, wieder verminderten. Natürlich wirkten auch noch andere im Bürgersaale des Rathauses, Eingang Königstr. 15-18: Bersammlung. nach welchem allerdings, wie das Kammergericht dauernd ent- Ursachen mit, die Hauswirtschaft zu verkleinern, worauf Freireligiöse Vorlesung". Um 10% Uhr vormittags ebendaselbst: Bortrag schieden hat, in den Provinzen Ost- und Westpreußen Rednerin näher eingeht, unter anderm hervorhebend, des Herrn Prof. Dr. Albert Gehrke:" Buddha und Chriftus". Gäste, Damen die Volksschulpflicht mit dem vollendeten 14. Lebensjahre endet. daß bei unserer ganzen sozialen Entwickelung, die den Frauen und Herren, sehr willkommen. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter In der Provinz Hannover gilt noch das alte hannoversche der Hauswirtschaft zurückgehen müsse. andere Tätigkeiten und andere Interessen eröffne, das Interesse an( E.. 29, Hamburg), Filiale Berlin 10. Sonntag, vormittags 10 Uhr, Volksschulgesetz in Verbindung mit Konsistorialverordnungen, welche fefte Punkt in der Erscheinung Flucht, der Kochherd, der verändere des Genossen G. Link. Nun sage man: Doch der im Artushof, Perlebergerstraße 10: Versammlung. Kassenbericht. Vortrag fich auf die Schulpflicht beziehen. Nach dem Wortlan des Hannöver sich nicht. Ganz falsch. Welch ungeheurer Unterschied bestehe nicht schen Gesetzes ist das Ende der Schulpflicht in der Provinz schon zwischen der alten großen Kochmaschine und dem kleinen reinHannover zum Teil von den Vorschriften solcher für die einzelnen lichen Gasherd. Wir feien durchaus noch nicht bei der letzten EntVermischtes. Sut Landesteile erlassenen Verordnungen abhängig. Es ist also in der Proving wickelung der Hauswirtschaft angelangt. Schon gehe fie weiter. Neue Fundordnung bei der Eisenbahn. Die Fundordnung für Hannover selber nicht einmal einheitlich geregelt. Das Kammer- Man brauche bloß an das Fortschreiten des Pensionswesens in die preußischen Eisenbahnen ist jetzt vom Minister der öffentlichen gericht hat nun bisher auf Grund solcher Verordnungen für England und Amerila zu denken. In Amerika sähen Arbeiten in neuer Fassung erlassen worden. Fundbureaus werden einzelne Konfiftorialbezirle, für einzelne Teile Haushalt zu führen. Sie gingen in die Pension, wohnten namigen Bezirk, in Berlin für die Bezirke Berlin und Stettin, in immer häufiger Familien davon ab, einen eigentlichen im ganzen neun eingerichtet, und zwar in Altona für den gleichder Provinz Hannover anerkannt, daß dort das Ende der dort und ließen sich dort verpflegen. In England gebe es Breslau für Breslau, Kattowitz und Posen, in Bromberg für BromSchulpflicht mit der Vollendung des 14. Lebensjahres erreicht werde. die sogenannten Verteilungsfüchen, von wo aus das fertige Essen berg, Danzig und Königsberg, in Köln für Köln, Elberfeld, Essen Danach muß jeder Hannoveraner erst die Spezialbestimmungen seines bezogen werde und wo nachher auch wieder die Reinigung des Ge- a. Ruhr und St. Johann- Saarbrüden, in Halle für Erfurt und Wohnbezirks über das Ende der Schulpflicht studieren, ehe er irgend schirrs erfolge. Zweifellos würden weitere Veränderungen der Halle, in Frankfurt a. M. für Frankfurt a. M., Kassel und Mainz, welche Schritte tut, sein Kind vor Schluß des betreffenden Schul- Hauswirtschaft folgen, ob man es nun verurteile oder wünsche. Die in Hannover für Hannover und Münster, sowie in Magdeburg für semesters aus der Schule zu nehmen. Entwickelung werde den Einzelhaushalt in einen allgemeineren Magdeburg. Alle Eisenbahnbeamten, Bahnhofswirte und Arbeiter Haushalt verwandeln. In Zukunft würden wir einen voll- haben die auf der Bahnstrecke gefundenen Sachen dem Bahnmeister, ständig veränderten, ganz anders gearteten Haushalt vorfinden die von den Stationen dem Stationsvorsteher, die in den Wagen wie jetzt. Uebrigens würde es nicht viel anders aussehen an den Zugführer sowie die in den Werkstätten an den Vorsteher des befinden, von wo die Speisen in die einzelnen Etagen und Woh zu ermitteln. Gelingt das nicht, so werden sie in halbmonatlichen brauchen wie jetzt, aber im Hause werde sich nur eine Stüche selben abzuliefern. Die Stationen versuchen den Eigentümer sofort mungen gelangten. Die Entwickelung werde Sache vielleicht von Zwischenräumen je am 20. und 5. des Monats an das Fundbureau Jahrzehnten, vielleicht auch von längerer Zeit sein. Aber wir müssen geschickt. Geld über 50 M. und geldwerte Papiere übernimmt eine fie immer ins Auge fassen bei Erörterung des heutigen Themas. besonders bezeichnete Kasse. Lebensmittel ohne besonderen Wert sind an den Abliefernden zurückzugeben. Leicht verderbliche Gegenstände wirtſchaft basielbe, wie für den Arbeiter die moderne induſtrielle miehen berauft, ebenjo Tiere, beren Berberb zu beforgen Auf allen Stationen Verfügung zu stellen. Wird die Abfassung von Telegrammen zur ones Muster für Berluſtanzeigen unentgeltlich zur Ermittelung verlorener Gegenstände den Stationsbeamten überlassen, so wird eine feste Gebühr von 50 Pf. erhoben. Die gefundenen wird eine Belehrung in der Warteräumen und Vorhallen angeGegenstände werden nachgeschickt. Zur Unterweisung des Publikums schlagen. M In Schleswig Holstein gilt die alte dänische Schulordnung von 1814. Danach endet dort die Schulpflicht mit der Konfirmation, wobei wieder. Spezialvorschriften zu beachten sind. Im übrigen preußischen Gebiet aber, also im allergrößten Teil des preußischen Staats, gilt § 46 II 12 des Allgemeinen Landrechts. des Hier muß der Schulbesuch bis zur förmlichen Entlassung aus der Schule fortgefegt werden, welche bekanntlich, in der Gebiete Dorn in München und Dr. Othmar .. Damer Spann in Berlinie Aufgabe stellt, alle beachtenswerten. Neuerscheinungen auf den der Sozialwissenschaften zu rezensieren und eine möglichst vollständige Bibliographie dieses Wissensgebietes zu schaffen. Die Herausgeber erklären, daß sie das Besprechungswesen auf rein wissenschaftlichen Boden stellen und feiner Partei dienen wollen. Sie werden unbeirrt sowohl durch die Tagesströmungen im öffentlichen Leben, wie durch bestimmte Richtungen in der Theorie arbeiten und grundsätzlich keiner wissen fchaftlich vertretenen Auffassung vom Gesellschafts-, Staats- und Wirtschaftsleben, feiner wissenschaftlich vertretenen Lehre und Methode ihre Spalten verschließen." " Es frage sich nun: Welche Wirkung trete für die Dienstboten Sono frihetens mit dem Molauf des Semesters erfolgt, wo das Entwidelung. Ein Arbeiterschutz habe zur Vorbedingung eine gute, Kritische Blätter für die gesamten Sozialwissenschaften. Biblio- starke Arbeiterbewegung, und diese sei erst möglich geworden, graphisch- fritisches Zentralorgan. Unter diesem Titel soll von An- nachdem die Arbeiter der Vereinzelung entrissen wurden. Wo es fang nächsten Jahres im Verlage von D. V. Böhmert in Kinderschuhen. Und die Ursache? Die Vereinzelung, das Gebundenheute eine Dienstbotenbewegung gebe, da stecke sie noch in den Dresden eine Monatsschrift erscheinen, die sich nach dem Prospekt sein innerhalb des Haushalts, die Unfreiheit der Bewegung. So der Herausgeber lange der Brivathaushalt im jeßigen Umtedel Bleiben. Die Dienstbotenbewegung in den Rinderschuhen ſteden bleiben. Dienstboten hätten daher das größte Interesse daran, daß die fördert und unterstügt werde. Entwickelung zum Großbetriebe in der Hauswirtschaft ge= Sie tämen dadurch heraus aus der Haussklaverei, würden zu Arbeiterinnen der Hauswirtschaft, und es werde ihnen gelingen, sich in größerer Menge zusammen zu schließen und wirksam aufzutreten, wenn die greifende Regelung der Arbeitszeit, selbst bei gutem Willen, schwer Vereinzelung aufhöre. Im Einzelhaushalt sei auch eine durch der Dienstbotenfrage nur möglich sei, wenn der Einzelhaushalt sich durchzuführen. Rednerin glaube, daß ein wirklicher Fortschritt in auflöje. Heute eien gerade diejenigen Dienstmädchen, welche schlechtesten ständen, für die Bewegung so gut wie unerreichbar. Der Weg, den die Entwickelung der Hauswirtschaft einschlage, sei nun aber der Weg zu höherer Freiheit und au höherer Bildung nicht bloß für die Dienstboten, sondern für das gesamte weibliche Geschlecht. Jeder müsse doch zugeben, daß viele Hausfrauen, ebenso wie Dienstboten gar feine Neigung, gar kein Talent mitbrächten für alles, was not wendig sei für die Hauswirtschaft. Für sie wäre es vorteilhafter, wenn sie dem nachgingen, wofür sie Neigung und Begabung befäßen, und wenn sie es nicht nötig hätten, sich in einem Berufe abzuradern, der ihrer Neigung durchaus nicht entspricht. Unter großem Beifall schloß Rednerin ihren Vortrag mit einem Hinweis darauf, daß es eine wirkliche Vollendung der Frauenemanzipation nicht geben werde ohne die Befreiung der Dienstboten von ihrer Not und ihrem Drud. Das vorläufige Mitarbeiterverzeichnis weist sowohl aus DeutschLand als auch aus dem Auslande die Namen einiger als Schriftsteller bekannten Parteigenossen auf. am T Dampfer unter Bestverdacht. Aus Hamburg wird berichtet: An Bord des im Auhwaerderhafen liegenden englischen Dampfers " Blagdon", der aus San Nicolas am 14. November mit einer Ladung Weizen eintraf, wurden bei der Entlöschung der Ladung tote Er erklärte jedoch, daß er ein unanfechtbares Urteil, ob die Ratten Ratten gefunden, die der Phyfitus für pestverdächtig hält. an der Beſt gestorben sind, erst in fünf Tagen abgeben könne. Die waren, haben sich einer ärztlichen Kontrolle unterziehen müſſen. weitere Entlöschung der Ladung wurde auf polizeiliche Anordnung eingestellt. Alle Schauerleute, die bisher auf dem Schiffe tätig noch auf ihm verbliebenen Getreideladung au desinfizieren, Es ist ferner begonnen worden, alle Räume des Schiffes nebst der die aus 22 Personen bestehende Besatzung des Dampfers nebst dem Kapitän und dessen Frau wurden nach dem Hafenkrankenhause ge= bracht, wo sie einer ärztlichen Beaufsichtigung unterliegen. Der Hamburger Dampfer„ Hermia" von der Reederei A. Kirsten, der vom findet sich ebenfalls in Quarantäne und ist den polizeilichen BeDampfer Blagdon" einen Teil der Weizenladung übernahm, beStimmungen unterworfen. Auch diese, aus 13 Personen bestehende Besatzung befindet sich im Hafenkrankenhause zur Beobachtung. Die Hermia" wurde ebenfalls desinfiziert. Vorsichtsmaßregeln. Bisher ist keine Erkrankung vorge" fommen. Schiffsunfälle. Der griechische Dampfer„ EIpis" ist im Schwarzen Meer mit Mann und Maus untergegangen; alle Bemühungen, Spuren des Dampfers zu finden, sind vergeblich gewesen. Etwa 60 Personen haben mit dem Dampfer ihren Untergang ge= funden. In Piräus herrscht große Aufregung. Im Schwarzen Meer haben in den letzten Tagen schwere Stürme gewütet, die der Schiffahrt sehr verderblich geworden sind. Vor der Donaumündung wurden vier russische Seeleute, auf einem Wrackstück treibend, von einem Dampfer gerettet; die ganze übrige Mannschaft ihres Schiffes war ebenfalls ertrunken. Die Errichtung einer Pensionskasse für die Augestellten des Konsumvereins Vorwärts in Dresden wurde von der General verfammlung des Bereins abgelehnt. Das ist um so merkwürdiger, als der Verein bisher schon 20 000 m. in vier Jahresraten zu einem Personal- Unterstützungsfonds" zurückgestellt hat, über dessen Verwendung bis jetzt aber noch nichts bestinumt ist. Unter Berufung auf diesen Fonds hatte der Aufsichtsrat des Vereins eine Vorlage für eine Pensionskasse, ausgearbeitet, die dem Verein eine Neubelastung mit 1700 m. jährlich brachte, für den großen Verein eine ganz unbedeutende Summe. Die Ablehnung der Vorlage erfolgte unter den in der Debatte vorgebrachten Gründen, daß es nicht an gebracht sei, für die Angestellten bessere Bedingungen zu schaffen als die seien, unter denen die Mitglieder lebten. Viele Genossenschafts- Frau Regine Deutsch ist der Meinung, daß es einer Dienstmitglieder feien schlechter gestellt als die Angestellten. boten- Bewegung nicht mehr bedürfe, wenn die Dienstboten als Es ist sehr bedauerlich, daß diese Gründe bei der leistungs- Arbeiterinnen in großen Hausbetrieben wären. Wenn man darauf fähigen Genossenschaft durchschlagend waren. Es wird in vielen warten sollte, dann könnte man lange warten. Man wolle aber Gemeinden viele Familienväter geben, die schlechter gestellt sind als schon jetzt etwas erreichen. Da wäre es vor allem erst nötig, daß die Gemeindearbeiter. Wollte aus diesem Grunde eine Gemeinde- der Fall der Gesinde- Ordnung herbeigeführt werde, denn diese sei verwaltung eine Verbesserung der Verhältnisse der Gemeindearbeiter es, die den Dienstboten das Zeichen des Sklaventums aufdrücke. Auch auf der Ostsee wüteten in den letzten Tagen arge ablehnen, so würde das sicher auch von der Mehrzahl derer als Sie bitte alle, daran mitzuarbeiten und schon in der nächsten Zeit Stürme, zum Teil mit Schneetreiben. Die Postschiffe von sozialpolitische Rückständigkeit empfunden werden, die in Dresden das möglichste zu tun. Dänemark und Schweden hatten mehrstündige Verspätungen. Alle den Angestellten ihres Konsumvereins die Wohltat einer Pensions- Fräulein Hoffmann, selbst Hausangestellte, meint unter Nothäfen sind von Schuh suchenden Schiffen überfüllt. Verschiedene taffe verweigerten. Bezugnahme auf den Vortrag, daß es besser wäre, Arbeiterin fleinere und größere Schiffe sind gestrandet und voll Wasser geDer Geschäftsführer des Connewißer Konsumvereins, Bock, ist einem großen Betriebe zu fein als wie Sklavin im schlagen. Bei Harboöre sind eine Anzahl Fischer, die wegen der Herrschaftshause. Bitter beklagt sich Rednerin über die Unfreiheit Brandung den Strand nicht erreichen konnten, von dem zum Schuß verhaftet worden. Es wird ihm Bilanzverschleierung und Urkunden- der Dienstboten und schildert das schwere Los der Dienstmädchen der Fischerei dort liegenden dänischen Dampfer„ Vestküsten" an Bord fälschung zur aft gelegt. Die Urfundenfälschung wird darin zu näher. finden sein, daß ein Aufsichtsrat in der Generalversammlung erklärte, hervor, wie wenig die Bestimmungen der Gesinde- Ordnung vom mußten ihrem Schicksal überlassen bleiben und sind als verloren zu Ihre Kollegin Arnd läßt sich ähnlich aus und hebt genommen. Die Fahrzeuge, darunter sieben wertvolle Motorboote, Bod habe dessen Unterschrift ohne seinen Willen unter die Bilanz Anfange des vorigen Jahrhunderts auf die heutigen Dienstboten betrachten. Auch die Fanggerätschaften sind zerstört. Bei Hanst gesetzt. in paßten, welche meist eine höhere allgemeine Bildung befäßen, als die holm an der Westküste Jütlands find viele verkohlte Schiffstrümmer Schlimmer als ein Schweinestall. Ueber den Schlafraum der Hausfrau von vor 100 Jahren, aus der Geburtszeit der Gesinde fowie eine mit Benzin gefüllte Tonne, die Brandspuren zeigte, angeGehülfen in einer Nürnberger Bäckerei gab der Bezirksarzt Ordnung. Zu bedauern sei, daß viele Damen aus der bürgerlichen trieben. Zweifellos rühren die Gegenstände von einem in der Nordfolgendes Gutachten ab:" Der Raum ist derart allen hygienischen Frauenbewegung die Dienstbotenbewegung nicht als gleichberechtigtes fee verbrannten Schiffe her. Im Kleinen Belt unweit MiddelVorschriften zuwiderlaufend, daß jeder rationelle Schweinezüchter Glied der allgemeinen Frauenbewegung anerkennen. Jene Frauen fahrt wurde ein im Sinten begriffenes Motorboot aufgefunden, an Bedenken tragen würde, denselben als Stall zu benuken, da er wüßte, befürchteten, daß das Eintreten für die Dienstboten ihnen schaden dessen Seite zwei Leichen trieben. Nachforschungen haben ergeben, daß seine Pfleglinge daselbst nicht gedeihen. Auf dieses Gutachten fönnte. Die Herren Schwarz und Conrad traten warm daß es sich um Schüler der Landwirtschaftsschule zu Katharinenberg hin wurde die weitere Benutzung des nicht einmal als Schweineftall für die Dienstbotenbewegung ein. handelt. Die jungen Leute waren auf die Entenjagd ausgefahren; geeigneten Schlafraumes von der Bolizei untersagt. In ihrem Schlußwort stellte die Referentin verschiedene eine Sturzsee hatte ihr Boot vollgeschlagen. Gefeßlicher Schuß der Bäckerei- Arbeiter in Basel. Die Baseler Irrtümer der ersten Diskussionsrednerin über Punkte des Vortrages Das europäische Alphabet soll in Japan eingeführt werden. Nach Bädergewerkschaft hat einen Gefeßentwurf ausgearbeitet, der eine richtig und betonte, daß die Abschaffung der Gefinde- Ordnung für einem Telegramm aus Tokio, 25. November, hat der Oberste Rat tägliche Marimalarbeitszeit von 12 Stunden und eine wöchentliche sie so selbstverständlich die grundlegende Forderung sei, daß es ihr für den öffentlichen Unterricht beschlossen, in Japan das europäische von 80 Stunden für erwachsene und von 11 bezw. 75 Stunden für überflüssig erschien, fie im Rahmen dieses Vortrages noch besonders Alphabet einzuführen, und zwar sofort nach Beendigung des Krieges. minderjährige Arbeiter festsetzt, für jede Badstube den Anschlag der 3 erwähnen. Sie habe keineswegs mir auf die Zukunft vertrösten Bahlreiche Personen beantragten die Einführung des russischen Arbeitszeiteinteilung verlangt, die Meister, welche den Arbeitern Soft wollen, sondern sei natürlich für jede augenblickliche Wirksamkeit, Alphabets, da sich dieses am besten für die japanische Sprache eignen und Logis gewähren, zu ausreichender Ernährung und sauberer, den welche die Bewegung der Dienstboten irgenwie vorwärts helfen und würde. hygienischen Anforderungen entsprechender Beherbergung verpflichtet, den Dienstboten nußen könne. Das sei ebenso selbstverständlich wie Der Raubmord an dem Trödler Cohn. Vor dem Schwurgericht die Arbeits- und Schlafräume der Gewerbe- Inspektion und der es wahr sei, daß die Sozialdemokratie, der sie angehöre, stets Sanitätspolizei unterstellt, längstens 14tägige Lohnzahlung und Ber- und ständig sozialreformatorisch wirke. Hiermit wandte sich Ge- zu eipzig begann gestern unter großem Budrang des Publikums ficherung der Arbeiter gegen Unfall durch die Bäderei- Inhaber noisin Brann gegen Herrn Conrad, in deffen Ausführungen sie eine die Verhandlung gegen den Schuhmachermeister Günther, der des Raubmordes an dem Trödler Cohn in der Seeburgstraße angeklagt fordert. Ueber das tattische Vorgehen, ob der Gesezentwurf als ienes bestreitende Anzapfung der Sozialdemokratie fand. Initiativbegehren aufzustellen sei, ist noch nicht entschieden. Folgende Resolution wurde angenommen:„ Die Versammlung ist. Am 2. Dezember v. J. wurde Cohn, dessen Laden dem Günthers protestiert energisch gegen die weitere Aufrechterhaltung der fast 100 gegenüberliegt, und der mit dem Angeflagten in Geschäftsbeziehungen Rom, 21. November. Gestern fand in Venedig in Gegenwart aller Jahre alten, den heutigen Verhältnissen nicht mehr entsprechenden stand, tot aufgefunden. Er war von hinten mit einem Revolver Arbeiterorganisationen der Stadt der Stapellauf eines großen Last Gefinde- Drdnung. Sie ist ein Hemmnis für die Entwidelung eines niedergeschossen und seines Geldbeutels mit einem Inhalt von zirka bootes statt, das die Arbeitsgenossenschaft der Schiffszimmerer auf gegenseitiges Verständnis und gegenseitige Achtung beruhenden 800 M. und seiner Uhr beraubt worden. Der Verdacht lenkte sich gebaut hat. Es ist auf Bestellung der Genossenschaft der Verhältnisses im häuslichen Dienst, und die Versammlung erachtet sehr bald auf Günther, da dieser schon, bevor andere von dem Morde Laftbootsführer hergestellt und erhielt den Namen Karl Marx. die Aufrechterhaltung der Gesinde- Ordnung für eine schwere soziale Kenntnis haben konnten, Einzelheiten über den Mord gewußt habe. Während des Abstieges des großen Bootes ins Meer wurde die Gefahr. Die Versammlung fordert vom hohen Reichstag die Ein- Der Angeklagte hatte an demselben Tage einen Wechsel über 235 M. Arbeiterhynne gesungen. In Italien ist dies das erste von Arbeits- beziehung der Hansangestellten in die Reichs- Kranken- und Unfall- 50 Bf. einzulösen, war dazu aber nicht instande. Am nächsten Tage genossenschaften gebaute Fahrzeug, dem aber in kürzester Zeit andere versicherung und im ganzen eine moderne Regelung der Dienstboten- dagegen konnte er den Betrag bezahlen, und zwar, wie er sagte, aus und größere nachfolgen werden. Hus der frauenbewegung. Die Entwickelung der Hauswirtschaft und die Dienstbotenfrage. Hierüber sprach Genossin Lily Braun am 24. November in einer gut besuchten Dienstboten- Versammlung, welche im großen frage durch Reichsgeseh." Neu- Weißenfee. Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiter, Flaffe. Montag, den 28, November, abends 8 Uhr, im Lotal des Herrn Schmus, Königchauffee 38, Generalversammlung. Vorher Bortrag der Frau Dr. Berwig über:" Ansteckende Frauenfrankheiten". Nur Mitglieder haben Zutritt. Buch legitimiert. Der Vorstand. seinen Geschäftserträgniffen". Schließlich haben einzelne Leute gefehen, wie Günther furz, nachdem die graufige Tat geschehen sein mußte, den Laden Cohns verließ. Vor den Geschworenen bestritt Günther ſeine Schuld auf das entschiedenste. Die Verhandlungen werden noch zwei Tage in Anspruch nehmen. Brückeneinsturz. Das Hochwasser des Isonzo riß die kolossale im Bau begriffene Eisenbahnbrücke der Korawankenbahn vollständig weg. Der Schaden ist bedeutend. Warenhaus A. Wertheim Konserven Junge Schoten Schoten 1/1 Dose 60 Pf. Bruchspargel Köpfe ohne 1/1 Dose 65 Pf. " 42 Pf. Pflaumen ganze Frucht 11 50 Pf. 99 60 Pf. Birnen ganze Frucht 54 Pf. 99 13 65 Pf. 95 Pf. Schoten mit Karotten Gemischt. Gemüse Bruchspargel I Sardinen in Öl Dose 35 u. 45 Pf. Gemischte Marmelade 95 Pf. Eimer ca. 3 Pfund Mehl.. Hülsenfrüchte Kaiser- Auszug feinstes Mehl Pfd. 18Pf.| Java- Reis II Pfd. 24 Pf., I 30 Pf. Kaiser- Auszug Mehl II Feinst. Weizenmehl 00 Kleine Erbsen Victoria- Erbsen Graupen fein, mittel und grob Gebrannter Kaffee Mischung I Pfd. 80 Pf. 95 Pf. Mischung II Mischung III>> 1.10 Mk. Kunst- Honig in dekorierten Wirtschaftstönnchen ca. 1 Pfd. 45 Pf., ca. 2 Pfd. 80 Pf. Pfd. 1.10 Mk. 1.10 MK. " Landleberwurst 80 Pt. 13 15Pf. Weizen- Gries fein, mittel 13 Pfd. und grob 39 15 Pf. Weizen- Hartgries " 18 Pf. Cervelatwurst 时 16 Pf. Salamiwurst 19 14Pf. 府 13Pf. Hafergrütze 53 16P. Amerik. Hafergrütze 93 25 Pf. " 16Pf. 17 Pf. Haferflocken 39 20 Pf. Hafermehl 99 25 Pf. gross BS 24 Pf., mittel w 20pf. 91 32 P. Jagdwurst 36 Pf. ohne Erbsen Hen Pfd. 18 Pf., grün Linsen gross Bohnen 24 Pf., mittel Kleine Bohnen Pfd. 16 Pf. Rangoon- Reis Oranienstraße 40-41 Die Preise sind streng fest und auf jedem Gegenstand in Zahlen deutlich sichtbar. Starke Herren finden stets passende Kleidungsstücke am Lager 15 Pf. 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Achtung vor Täuschung! deshalb bitte genau auf die Firma und Eingang zu achten. 51/ 7* P. S. Des großen Andranges wegen sind d.Verkaufsräume auch Sonntags geöffn. Nächste Woche! 3.- 5. Dezbr. Metzer Geld- Lott Hauptgew. bar. Lose a 5 M., a 2,50 M. ( Porto u. Liste 30 Pf.) empfiehlt 100000 Rosenberg, Kommandantenstr. 51. Berantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 278. 21. Jahrgang. 2. KnlM b«.lorniirts" Sttlintt öulbtilatt. Sonnabend, 26. November 1904. Die Asylklage imkerer Parteigenossen H o f f ni a.1 n und A u g u st i n ist gestern auch vom Ober-Verwaltungsgericht zurückgewiesen worden. Stadtrat Kischbeck als Vorsitzender des Kuratoriums für das städtische Obdach und Arbeitshaus lieh in dessen Sitzung vom 19. März 1904 folgende von ihm abgegebene Erklärung protokollieren: Herren Stadtverordneten Hoffmann und Augustin hatten am j. A bruar 1904, abends 9 Uhr, das nächtliche Obdach ohne vom Vorsitzenden erteilte Ermächtigung revidiert und die von ihnen festgestellten Mängel im.Vorwärts" unter der Ueberschrift„Not- schrei des Massenelends" veröffentlicht, ohne sie vorher zur Kenntnis der Kuratoriumsleitung zu bringen. Durch dieses Verfahren haben sie die ihnen als Beamte obliegenden Pflichten verletzt. Ich sehe mich daher veranlaßt, freiwillige, nicht angeordnete Revisionen nicht länger zu gestatten. Insbesondere muh ich aber den Stadtvv. Hoffmann und Augustin den Zutritt zum Arbeitshause und Obdach selbst, ohne meine besondere Zustimmung, untersagen. Die Eni- scheidung darüber, ob ich ihnen fernerhin Revisionen übertragen werde, behalte ich mir vor. Die Anstaltsleiter sind entsprechend an- gewiesen." Eine hiergegen gerichtete.Vorstellung' beim Oberbürgermeister, in der um Zurücknahme jener Verfügung ersucht wurde, hatte keinen Erfolg. Der Oberbürgermeister bestritt in seinem Bescheide vom 6. Juni vor allem, daß es sich, wie behauptet worden, um eine Disziplinarmahregel handele. Der Oberpräsident wies eine nunmehr bei ihm angebrachte Be- schwerde ebenfalls ab, indem er im wesentlichen von den Gründen des Oberbürgermeisters ausging und insbesondere betonte, es handele sich um keine Disziplinarmahregel. Gegen diesen Bescheid klagten die Genossen Angustin und Adolf Hofstnaiin beim Ober- Verwaltungsgericht, das sich gestern mit der Sache beschäftigte. Rechtsanwalt Dr. Karl Liebkneckit vertrat die Kläger. Er suchte eingehend darzutun, daß doch eine ungreifbare Disziplinarverfügung vorliege, d. h. die Voraussetzung für die Zulässigkeit der Klage gegeben sei. Unter anderem nvinte er, soweit die vom Oberbürgermeister gebilligte Anordnung des Stadtrats allgemein gehalten sei und alle Kuratorinmsmitglieder treffe, indem freiwillige, nicht angeordnete Revisionen danach nicht gestattet sein sollen, habe sie allerdings keinen diszipli- »arischen Charakter. Wenn aber dann insbesondere den Stadt- verordueten Hoffmann und Augustin der Zutritt zum Arbeits- hause und Obdach, ohne besondere Zustimmung, untersagt werde, so werde ihnen damit das jedem Kuratoriumsmitgliede zustehende selbstverständliche Recht, zu Zwecken der Information in die Anstalten zu gehen, genommen. Dieser Teil wolle die anderen Kuratoriums- Mitglieder nicht von dem Zutritt zu Zwecken der Information aus- schlichen; er richte sich ausschließlich gegen Augustin und Hoffmann, und zwar werde er begründet mit der„Verletzung der ibnen als Beamten obliegenden Pflichten". Hier habe man eine disziplinarische Ahndung. Dasselbe treffe zu auf den Satz:„ Die Entscheidung darüber, ob ich ihnen fernerhin Revisionen übertragen werde, behalte ich mir vor." Auch das richte sich nur gegen die Kläger und zwar aus demselben Grunde der angeblichen Pflichtverletzung im Amte. Zu den Obliegenheiten der Kuratoriumsmitglieder gehöre die Teil- „ahme an den Revisionen, und es unterliege keinem Zweifel, dah eine teilweise Entziehung des Rechts,' ihre Befugnisse auszuüben, Kuratoriums- Mitglieder wie eine Disziplinarstrafe treffe.— Wenn faktisch Mahnahinen mit disziplinarem Charakter verhängt wurden, dann sei das Streitverfahren zulässig, ganz gleich, ob die Absicht, zu disziplinieren, vorlag oder nicht, und ganz gleich, ob die hier angewandten Disziplinier- Mah- tiahmen eine der im Gesetz vorgesehenen Strafen darstellen. Und bei sachlicher Entscheidung mühte die vom Oberbürgermeister gebilligte disziplinarische Anordnung aufgehoben werden, weil eine gesetzliche Stütze fehle. Der Anwalt ging darauf ebenfalls näher ein. DaS Ober- Verwaltungsgericht w i e S die Klage mit folgender Begründung zurück: ES sei zu den, Ergebnis gekommen, daß eine Strafverfügung, eine Disziplinarmahregel nicht getroffen sei, weil keine Ausübung der Disziplinarstrafgewalt vorgekommen wäre. ßcrUncr partei-�ngelegenkeiten. Am Sonntag, den 27. November, früh 8 Uhr, findet im 3 0. Kommunal-Wahlbezirk eine Flugblatt- Verbreitung statt, und zwar im fünften Kreise von W i r t h. Anguststr. S1, und W ittch o w. Elsasserstr. 68. Ecke Kl. Hamburgerstrahe: im sechsten Kreise von M e r k e r, Bergstr. 10. und Hoppe, Ackerstr. 21. Wir ersuchen die Gcnoffen aller Kreise, sich zahlreich zu beteiligen. Am Montag, den 28. November, 8>/z Uhr, ist eine Wähler» Versammlung bei Fiebig s.Borussia-Säle"), Ackerstr. 6/7. Re- fercnt: Genoffe Adolf Hoffmann. Die Vertrauensleute. Im Stralaner Viertel des vierten ReichstagS-Wahlkreises bürgermeifter sowie' die Stadträte Hirsekorn, Fischbeck und Haack gewählt. Feuerbericht. Ein größeres Feuer kam Tonnerstag abend in der Greifswalderstr. 140/141 zum Ausbruch und beschäftigte die erste Konipagnie der Feuerwehr lange Zeit. In einem isoliert stehenden einstöckigen Fabrikgebäude ist dort vor kurzem die Kuchen- inöbelfabrik von E. Manske untergebracht. In dieser, und zwar in einem Tischlereiraum, entstand das Feuer und fand an Spahnen und Hölzern überreiche Nahrung, so daß der erste Loschzug be., einer Ankunft schon einen ausgedehnten Brandherd vorfand. Trotzdem nun sofort kräftig Wasser gegeben wurde, dauerte es doch geraume fleit bevor die Flammen erstickt waren, lieber die Entftehungsursache konnte nichts ermittelt werden.— Dieselbe Loschkompagnie wurde dann nach der Stargarderjtr. 25 gerufen; auch hier gab es für sie viel Arbeit. Es brannten Regale, der Fußboden und die Balkenlage in größerer Ausdehnung. Ilm an den eigentlichen Brandherd heran- zukommen, mußte ein erheblicher Teil des Zwischengebälks freigelegt werden, eine Arbeit, die sehr zeitraubend, aber durchaus notwendig war, damit die vollständige Ablöschung erfolgen konnte.— Möbel und Kleidungsstücke hatten später in der Alexanderstr. 56 in einer Wohnung Feuer gefangen, das indes leicht erstickt werden konnte.— Auch in der Chausseestr. 121 und in der Heidcstr. 49, wohin in den letzten 24 Stunden noch Alarmierungen erfolgten, konnten die ent- standenen Brände in kurzer Zeit unterdrückt werden. Der Tnrnverci»„Fichte" n»d die Arbeiterjugend. Am Donnerstag ist von der XII. Mäiinerabteilung des Turnvereins„Fichte" eine Schlllerabteilung. die fü.fte des Vereins, eröffnet worden. Da dem Verein für das Turnen seiner Jüngsten Turnhallen bekanntlich nicht mehr zur Verfügung stehen, hat man sich auch hier, wie bei de» vier älteren Abteilungen, damit helfen müssen, daß man einen Saal ausfindig machte, der seiner Größe und auch seiner sonstigen Be- schaffenheit nach sich zu diesem Zweck eigner. Für diese fünfte Schülerabteilung hat man den Saal des Etablissements„Schön- Haus er Volksgarten" gemietet, welcher keinen Parkett- oder Stabfußboden, sondern einfachen Dielenbelag hat, ein Umstand, der für das Aufstellen der Geräte, sowie für die Anlaufbahnen von größter Wichtigkeit ist. Es steht zu erwarten, daß die Schüler- abteilung in der volkreichen, vorwiegend von Arbeitern bewohnten Schönhauser Vorstadt sich eines ganz besonderen Zuspruchs zu er- freuen hat, zumal sie von allen hierfür in Betracht kommenden Stellen energisch gefördert wird. Soll doch durch die Errichtung immer weiterer Schülerabteilungen innerhalb des Vereins protestiert werden gegen den Gewaltstreich des königl. Provinzial-Schnlkollegiums, das durch die bekannte Ver- ordnung über den Kopf des Magistrats der Stadt Berlin hinweg die Schließung der Turnhallen verfügte. Trotzdem die Ausstattung der Turnsäle große Summen verschlingt, hat man, um allen Kindern den Beitritt zu ermöglichen, beschlosten, den monatlichen Beitrag vorläufig nur in der alten Höhe von 30 Pf. zu erheben, mit der Maßgabe, daß von zwei Brüdern nur einer Beiträge zu zahlen hat. Zur Aufnahme können sich melden Schüler im Alter von 8—14 Jahren, geturnt wird Montags und Donnerstags von lj{!— Ve9 Uhr. Das königliche Institut für Meereskunde, Georgenstr. 34— 36, veranstaltet in der kommenden Woche abends 8 Uhr folgende öffent- liche, Herren und Damen zugängliche Vorträge: Montag, den 28. dieses Monats spricht Herr Oberinspektor Sachse-Hamburg über: „Der technische Betrieb der Hamburg-Amcrika-Linie" mit Licht- bildern; Donnerstag, den 1. Dezember, Herr Prof. Schmitt über: „Die EntWickelung der deutschen Seemacht im 19. Jahrhundert" mit Lichtbildern. Einlaßkarten sind von 12 bis 2 Uhr mittags und an den Vortragsabenden selbst von 6 Uhr abends ab im Institut erhältlich; außerdem in der Zeit von 9 bis 4 Uhr im Deutschen Flottcnverein, Bernburgerstr. 35, l. In unserer Mitteilung über das Konzert der„Kreuzberger Harmonie" haben wir anl Dienstag vom Berliner Tonkünstler- Orchester gesprochen. Der Musikdirektor Herr Hollfelder macht uns darauf aufmerksam, daß die unter seiner Leitung stehende Kapelle, die bei dem Konzert nntwirkte, Neues Tonkünstler-Orchester heißt. Orgelkonzert. Montag, den 28. November, abends 7>/� Uhr, werden in der Marienkirche Advents- und Weihnachts- Kompositionen ausgeführt durch Musikdirektor Otto Dienel, den kgl. Hofopernsänger Herrn Albin Günther und dessen Frau Gemahlin, Fräulein Käthe Brettschneider, Herrn Paul Schnhder und den Chor von Fräulein Klara Krause. Der Berein Frauenwohl-Berlin(Vorsitzende Frau Minna Cauer) veranstaltet am Freitag, den 2. Dezember, abends 8 Uhr, iin Architektenhausc, Wilhclmstr. 90/91 eine Versammlung mit dem Thema:„Soziales Elend der Jugend infolge vernachlässigter oder mangelhafter Fürsorge". Als Referent ist Herr Direktor Plaß ge- Wonnen, der als Leiter eine? Erziehungsheims für verwahrloste Kinder in Zehlcndorf aus reicher, praktischer Erfahrung heraus sprechen kann. Eintritt frei für Männer und Frauen. Theater. Im Belle-Alliance-Theater findet heute Sonnabend nachmittag 3 Uhr die erste Kinder-Vorstellung bei kleinen Preisen statt. Zur Änfführung gelangt das Märchenspiel„Frau Holle und Prinzessin Tausendschön" mit glänzender Ausstattiing und großen Balletts. Diese Vorstellung wird am Mittwoch, den 30. d. M. wiederholt.— Im Thalia-Theater geht heute Sonnabend nachmittag 3Uz als erste.Kinder-Vorstellung„Mar und Moritz" in Szene. Frau" Josephine Dorn hat in dieser Aufführung für die Kleinen die Rolle der Schneiderin Boeck übernommen. Am Mitt- woch den 30. d. M. wird diese Vorstellung wiederholt.— Das Drama„Mutter Erde" von Max Halbe, das heute, Sonnabend und am daraiiffolgendeii Sonntag nachmittag im Schiller- Theater X.(Friedrich Wilhelmstädtisches Theater) zur Aufführung gelaugt, wird auch in der nächsten Woche wiederholt auf dem Spiel- plan des X.-Hauses erscheinen, und zwar am Dienstag, Donnerstag und Sonntag, den 4. Dezember, uacknuittags. Auch den Besuchern des Schi ller-T heaterS O.(Wallner-Theaters), dessen Repertoire augenblicklich die„Wallenstein-Trilogie" beherrscht, wird daS Halbesche Stück„Mutter Erde" vorgeführt werden.— Zentral-Theater. Heute nachmittag gelangt die Kinder-Vorstellung:„ D ä u m e- I i n ch e n" zur Ailfführung. Die Preise sind auf die Hälfte herab- gesetzt, es können zwei Kinder ein Billett benlltzen. Hua den Nachbarorten. Pankow. Eine bedenkliche Angelegenheit brachte unser Parteigenosse Gemeindeverordneter F r e i w a l d t in der Ge- meindevertretnng zur Sprache. Freiwaldt wies nach, daß seit der Errichtung der Freibank beschlagnahmtes Feisch von hiesigen Schlächtern in den Kesseln der Freibank ausgekocht wird. Finde hierbei auch eine Kontrolle statt, so sei ein Miß- brauch nicht ausgeschlossen. Der Redner erklärte, daß er die Namen der in Betracht kommenden Schlächtermeister kenne; er wolle sie aber schonen, da der Amtsvorstand schuldiger sei als sie. Wären die Nanien dieser Schlächtermeister bekannt, so würde das Publikuni sich hüten, bei ihnen zu kaufen. Der Amtsvorsteher gab die Tatsache zu, entschuldigte sich aber da- mit, daß eine derartige Einrichtung selten gebraucht werde und sehr teuer sei. In der nächsten Sitzung der Gemeinde- Vertretung soll näher auf die Sache eingegangen werden. Was hier von Freiwaldt aufgedeckt wurde, trifft wohl außer auf Pankow noch auf andere Vororte zu. Hoffentlich steuert die Regierung dem Unfug. Die Bluttat in Nencnhagci«. AuS Neuenhagen wurde der Schuh- macher Wilhelm Sch un ck, der vorgestern seine Schwester und seinen Bruder erstach, nach Bcendignng der Leichenschau Donnerstag abend in das U n t e r f u ch u n g s g e f ä n g n i s zu Moabit über- geführt. Ueber das weitere Verfahren niit ihm ist noch nichts be- schloffen. Schniick war auch schon früher der Schrecke» seiner Familie, weil er von jeher dem Schnaps sehr zusprach. Den Fall, durch den er sich einen Armbruch inid eine Kopfverletzung zuzog, erlitt er vor acht Wochen schon im Säufer- Wahnsinn. Als ihn nach diesem Unfall einer seiner Brüder einmal in Berlin traf, wo er damals wohnte, war er sehr hernntergekommen und verwahrlost. Auf Veranlassung der Mutter nahm ihn seine Familie wieder auf.— Die Leichen der Erstochenen bleiben bis zur gerichtsärztlichen Untersuchung in der Wohnung, die Donnerstag abend nach der Besichtigung wieder amtlich verschloffen wurde. Der Sportpark Friedenau wird seinem Zwecke Im nächsten Jahre voraussichtlich doch noch erhalten bleiben; die Verhandlungen, die der Direktor, Stadtv. Knorr-Schöneberg, deswegen eingeleitet hat, lassen einen günstigen Ausgang erwarten. Von den Baulichkeiten. wird nur der an der Kaiser-Allee liegende Teil abgeriffen. Mtt Schluß der Radrennzeit 1905 wird der Sportpark aber aus Friedenau endgültig verschwinden. Rixdorf. Eine unangenehme Ueberraschung wurde dieser Tage einem hiesigen Arzte bereitet. Von verschiedenen Fuhrherren wurden Equipagen geschickt, welche bestellt waren, um den Arzt nach der Irrenanstalt in Dalldorf zu bringen. Wie sich später herausstellte, waren die Bestellungen von einem geisteskranken Patienten des be« treffenden Arztes gemacht worden, der so die Rollen vertauscht hatte. Der Kranke wurde darauf einer Heilanstalt zugeführt. In bürgerlichen Kreisen hat der unerwartet starke Erfolg, den unsere Partei bei der S t a d t v e r o r d n e t e n w a h l der 2. Ab- teilung im Nord bezirk erzielte, indem für unfern Kandidaten 96 Stimmen, für den Kandidaten der gesamten kommunalen Vereine aber nur 101 Stimmen abgegeben wurden, allgemein überrascht und ein starkes Unbehagen erzeugt. Man wird in diesen Kreisen wohl zu der Einsicht gekommen sein, daß die sozialdemokratische Partei große Aussicht hat, demnächst auch in die 2. Abteilung ihren Einzug zu halten, und diese Erkenntnis trägt hoffentlich dazu bei, der sozial- demokratischen Minderheit in Zukunft etwas kulanter entgegen- zukommen, als wie dies bisher der Fall zu sein pflegte. Obcr-Schöneweide. Die Wahl des Genossen Kaufholt zum Ge« meindcrat in der Eigenschaft eines Angesessenen ist seinerzeit für ungültig erklärt worden. Jetzt ist, nackdem die hiergegen an- heischig gemachte K�ge zurückgezogen wurde, der Kandidat der Katholiken, der die ziveitmeisten Stimmen erhielt, als gew ählt proklamiert worden. Genosse Kanfholt, unser Vertrauensmann, war eben nicht reich genug, die Bedingiiugen der Landgemeinde- Ordnung zu erfüllen, welche ihn für das Amt eines angesesfenen Gemeindevertreters reif machen. Schöneberg. Als im Sommer d. I. beim hiesigen Krankenhaus- bau zwischen den Maurern und dem Polier über die Entlassung eines Kollegen eine Differenz entstand, hatten gewisse Leute nichts eiligeres zu tun, als die ganze Sache zu einem„Maurerstreik" zu fruktifizieren'. Und daß auch die hiesigen leitenden Kreise von den wirklichen Tatsachen, die zu einer vorübergehenden Arbeitseinstellung führten, schlecht unterrichtet scheinen, zeigt die Darstellung, die in der letzten Stadtverordneten-Sitzung Herr Baurat Egeling zum besten gab. Der Herr Baurat scheint von der Ansicht auszugehen, daß, da eine Bausperre seinerzeit nicht verhängt wurde, die Differenz als von den Maurern verschuldet entstanden und somit das Vorgehen des betreffenden Poliers als berechtigt anzusehen gewesen ist. Auf Grund des authentisch aufgenommenen Protokolls über die da- maligen Verhandlungen zwischen einem Mitglieds der Zentral- kommission und den Beteiligten, in erster Reihe dem Polier, geht hervor, daß die Entlassung des Maurers Henze ohne allen Zweifel ungerechtfertigt war. Es konnte kein stichhaltiger Grund vorgebracht werden, im Gegenteil mußte der Polier selbst zugeben, daß die Arbeit des Entlassenen gut und sauber sei, aber—„es kam ihm so vor, als ob er die anderen beeinflußt hätte".— Es dürfte dem Herrn Stadt- baurat schwer fallen, andere stichhaltige Gründe für die Entlassung beizubringen, jedenfalls aber hatte es den Anschein, als ob es weniger auf die Qualität als auf die Quantität der geleisteten Arbeit ankam. Oder sollte damit die schnelle Fertigstellung des Baues gefördert werden? Steglitz.„Der Aberglaube als Kulturhindernis" lautete das Thema, welches der Rcich'stags-Abgeordnete Genosse Hoffmann« Berlin am Mittwoch abend vor einer sehr gut besuchten Versamm- lung im„Birkenwäldchen" behandelte. Die Geistlichen unseres OrteS, welche schriftlich eingeladen waren, hatten den besseren Teil der Tapferkeit gewählt und— waren zu Hause geblieben, wohl in der Erkenntnis, daß es leichter ist, von der Kanzler herab (ohne Widerspruch befürchten zu müssen) in salbungsvollen Worten gegen die Schlechtigkeit der Menschen zu eifern, als in öffentlicher Versammlung mit freier Diskussion ihre Lehre zu vertreten. Durch ihr Fernbleiben haben sie sich nicht nur eine gute Gelegenbeit entgehen lassen, die„Irrlehren" des Redners zu wider- legen, sie haben auch bewiesen, daß die Vertreter des heutigen Schein- christentums auch nicht mehr ein Fünkchen jenes MuteS der ersten Christen besitzen, welche für ihren Glauben die größten Martern, ja selbst den Tod willig erduldeten. Selbst die ärgsten Widersacher können die christliche Lehre nicht n>ehr diskreditieren als es die berufenen Vertreter tun durch ihre Scheu, das angeblich höchste Gut der Menschheit in voller Oeffentlichkeit zu verteidigen. Herr Pastor B o g a n lehnte es ab, in der Versammlung zu erscheinen, weil er angeblich nach früheren Erfahrungen zu der Ueberzeugung gekommen sei, daß es in solchen Versammlungen nicht inöglich sei, sachlich zu diskutieren, und ferner behauptete, daß es üblich sei, bei solchen Gelegenheiten die Geistlichen zu beschimpfen, sie als Heuchler und Dummköpfe zu bezeichnen. Nun, über die Wohlanständigkeit der Steglitzer Arbeiterschaft kann sich Herr Bogan bei seinem ehemaligen Amtsbruder, dem Pastor a. D. Kirchner, Ausknnft holen, welcher, obwohl nicht besonders eingeladen, erschienen war und in nahezu �/fftündigen Ausführungen bei größter Ruhe und Aufmerksamkeit seinen Standpunkt vertreten konnte. Leider verfügt der alte Herr nur über sehr mäßige Stimm- mittel, so daß seine liberalen und interessanten Darlegungen nür den Nächstsitzenden verständlich waren.— Daß Herr Pastor Schröder „verhindert" war, bedauern wir mit ihm. Zwei weitere evangelische und die beiden katholischen Geistlichen hielten es nicht für nötig, auf eine höfliche Einladung zu antworten; wir erkennen jedoch gern an, daß eine Pflicht der Höflichkeit nicht besteht.— Die Versammlung wird trotzdem ihre Früchte tragen. Ein neuer Borort. Das umfangreiche Gelände an der Chaussee Berlin-FriedrichSfelde-Marzahn ist von einer Terraingesellschast, die es der Bebauung erschließen will, angekauft worden. Da der Bahn- Hof Friedrichsfelde-Ost in der Nähe liegt, ist ftirs erste für eine aus- reichende Berbindung mit Berlin gesorgt. Die Bautätigkeit wird bereits im kommenden Frühjahr einsetzen. CkricKts-Leitung. Briefmarkenhandcl vor Gericht. Der Briefmarkenhändler Franxois S u r u aus Brüssel, der wegen Bricfmarkenfälschungen seinerzeit in Haft genommen worden ist, stand gestern unter der Anklage des Betruges vor der siebenten Strafkammer des Landgerichts I. Den Vorsitz führte Landgerichts- direktor H e i d r i ch, die Anklage vertrat Staatsanwalt R o h d e, die Verteidigung führten die Rechtsanwälte Morris und Justizrat W r o n k e r. Als Sachverständige waren Regierungsrat Dr. Kalkhoff, Kaufmann Schlesinger und Geschäftsführer Staranschek, aP Dolmetsch der französischen Sprache itzep Rechtsanwalt I l l o h geladen.— Der Angeklagte betreibt in Brüssel ein Zigarrengeschäft und hat sich auch damit beschäftigt, gelegentlich Briefmarken-Kollektionen anzukaufen, die er dann im Ausland vertrieb. Er wird beschuldigt, in 5 Fällen gefälschte Marken verkauft zu haben. Er bestritt unter Tränen seine Schuld und be- hauptete, daß er kein Kenner in Briefmarken sei, vielmehr die Marken-Kollektionen immer erst angekauft habe, nachdem sie durch einen Angestellten geprüft worden waren. Der Stein ist durch den Zeugen Dr. Grüttefien ins Rollen gebracht worden, der von Suru wiederholt gekauft hat. Der Angeklagte behauptet, daß der Zeuge ihm beim Ankauf allerdings gesagt habe, er wolle nur echte und ungeflickte Marken haben, er habe dem Zeugen aber stets-ge. sagt: wenn er Bedenken habe, solle er die Marken prüfen lassen, denn er selbst sei kein Keimer. Dr. Grüttefien bestritt dies wenigstens für die Mehrzahl der Fälle. Als er von Suru wieder eine ganze Anzahl von Marken gekauft hatte, hat er sie prüfen lassen, und dabei hat sich dann herausgestellt, daß ein sehr großer Prozentsatz der Marken falsch und geflickt war. Die- Fälschungen seien ver- blüffend geschickt gewesen, so da ßer als Sammler sie nicht habe erkennen können. Im Interesse der Briefmarkensammler habe er es für seine Pflicht gehalten, die Sache zur Anzeige zu bringen.— Ter Angeklagte versicherte, daß bei dem Verkaufe an den Zeugen ftets der Sachkenner, Briefmarkenhändler Cohn zugegen gewesen behauptet, daß er in der Wahlkampagne 1898 für den Präsidenten| sichtigt habe, auch nach Kenntnis der Absage Stunerts ihn als Refe fei. Die Briefmarken seien von dem Zeugen aus den Kollektiv- 8-900 Stimmen aufgebracht habe. Er arbeitete ferner mit einem renten anzugeben, der die Versammlung im Stiche lasse. Diese Unterheften herausgesucht worden, die nicht er, sondern sein sachverständiger mit ihm in Amerika abgeschlossenen Vertrage über Verteilung eines stellung weist der Vorstand entschieden zurück, er würde es stets verAngestellter( der inzwischen wegen Betruges verurteilt und flüchtig aus dem Verkaufe von Gewehren zu erzielendem Gewinns, ferner schmähen, zu unwahren Ausflüchten zu greifen; im vorliegenden geworden ist) zusammengestellt und mit Preisangaben versehen habe. mit einer Vollmacht einer Frau Hildebrand in New York über den Falle hat der Vorstand seine Pflicht übrigens vollständig getan. Er habe auch in früheren Fällen mehrfach Marken, die der Zeuge Berkauf ihres Cafés" Arkadia", mit einer Vollmacht eines Barons Auch ist der Schaden, wenn eine Mitgliederversammlung einmal ohne gekauft hatte, anstandslos zurückgenommen, wenn sie ihm nicht kon- Falckeneck über Goldminen- Ausbeutung usw. In all' diesen Schrift- Referenten tagen muß, wenigstens für Charlottenburg nicht so erheb= benierten. Weder in diesen, noch in den übrigen Fällen konnte der stücken war er als„ Major der Feldartillerie Mar lich. Freilich kann das angekündigte Thema nicht behandelt werden; Beweis erbracht werden, daß der Angeklagte hätte wissen Schiemangk" bezeichnet und aus diesem Grunde dienten sie ihm aber es gibt so viele speziell für Charlottenburg wichtige Fragen zu müssen, daß die in Frage stehenden Marken falsch waren. als Mittel zum Zweck. Die Schwindeleien würden nicht vor das erörtern, daß der Abend auch ohne Referenten politisch nußbringend Er hatte sie an Leute, Briefmarkenhändler u. dgl. verkauft, die recht Schwurgericht gekommen sein, wenn es sich nicht in einem Falle auch verwendet werden kann. Doch ist heute die übrige Tagesordnung so gute Sachkenner find, sich die Marken selbst herausgesucht und sie um die Ausnuzung einer gefälschten öffentlichen Urkunde handelte. reichhaltig, daß von der Erörterung spezieller kommunaler Ange= doch auch nicht als falsche erkannt haben. Er verkaufte die Marken Für die Verhandlung sind zwei Sigungstage anberaumt. legenheiten abgesehen werden kann. hier in dem Cohnschen Briefmarkengeschäft, wo sich täglich BriefEs wurde dann eingehender Bericht von der GeneralversammPolizei und Gewerkschaft. Wegen Beleidigung des Amtsmarkenhändler einfanden, so daß man von dem Geschäft als Brief vorstehers von Lägerdorf ist am 2. März von der Straffammer in lung des Kreises von den Delegierten Schnell, Diez, Wenmarken- ,, Börse" sprach. Wie die Verhandlung ergab, ist der Briefmarkenhandel des Herrn Suru ein recht ausgedehnter gewesen, auch behoe der Küper Heinrich Otto in Lägerdorf verurteilt worden. ed erteilt. In der Diskussion wurde besonders die mangelfind falsche Briefmarken in großer Anzahl vorgekommen. Anderer- Er ist Vorsitzender der gewerkschaftlichen Böttchervereinigung und haften Preßverhältnisse in den größeren Vororten behandelt. Allseitig wurde anerkannt, daß bei der gegenwärtigen Organisation seits wurde dem Angeklagten bestätigt, daß er fein großer Kenner war von dem Amtsvorsteher S. aufgefordert worden, ein Mitglieder des Vorwärts" ein Vorwurf gegen die Redaktion nicht erhoben fei und in jedem Falle den Käufern geraten habe, vor der Bezahlung berzeichnis einzureichen. Dies zu tun weigerte er sich mit dem Hin werden könne; von der demnächst stattfindenden Beratung der Breßdie Marken prüfen zu lassen. Die Sachverständigen Schlesinger weis darauf, daß in nächster Zeit eine Versammlung stattfinde und und Regierungsrat Kalkhoff waren der Ansicht, daß der Ange- dann wieder neue Mitglieder einträten; bis dahin möge der Amts- kommiffion mit der Redaktion, dem Parteivorstand, der Geschäftsklagte doch nicht so geringe Kenntnisse in der Philatelie befize, wie borsteher warten. Der Amtsvorsteher sandte ihm dann einen Straf- leitung uſtv. erhoffte man eine gründliche Abhülfe, andernfalls werde man selbständige Maßnahmen ins Auge fassen müssen, wie ja auch er behaupte und doch wohl erkennen konnte, daß sich unter seinen befehl über 15 M. In einer Beschwerdeſchrift an den Amtsvorsteher in Rirdorf der Plan erörtert werde, eine Rigdorfer Beilage des Kollektionen außerordentlich viele Fälschungen befanden. Das müsse behauptete Otto dann, daß jener nur dahin wirke, anderen Leuten ,, Vorwärts" auf eigene Kosten drucken zu lassen. Ferner wurde namentlich von den falschen belgischen 5 Frank- Marken gesagt ungelegenheiten zu bereiten, daß sie eventuell mit den Paragraphen in der Diskussion scharfer Widerspruch gegen die im Kreise dem werden, die er in großer Zahl auf seinen Reisen mit sich führte. des Strafgesetzbuches in Konflikt geraten usw. Das Gericht hat darin -Staatsanwalt Rohde erachtete den Angeklagten durch die Be- den Vorwurf der Verletzung der Amtspflicht erblidt.- Auf die Charlottenburger Wahlverein gemachten Vorwürfe, die vollständig weisaufnahme des Betruges für überführt und beantragte gegen ihn Revision des Angeklagten hat das Reichsgericht das Urteil auf- unberechtigt seien, erhoben, wenn auch anerkannt wurde, daß hier 4 Monate Gefängnis. unter Anrechnung derselben auf die gehoben und die Sache an das Landgericht Altona verwiesen. noch ein gewaltiges Stück Organisationsarbeit geleistet werden muß. Unter Vereinsangelegenheiten teilte der Vorsitzende mit, daß die Untersuchngshaft. Der Gerichtshof erkannte nach einer Beratung Arbeiter Hagen, Galvaniſtr. 8, und Wehr, Berlinerstr. 122, von wenigen Minuten auf Freisprechung unter folgender Bewegen des unsolidarischen Verhaltens, das sie bei Streits gegen ihre gründung: Wenn auch die Unschuld des Angeklagten nicht erwiesen Arbeitskollegen bewiesen, aus dem Wahlverein ausgeschlossen worden sei, so haben doch die Schuldbeweise aus objektiven und subjektiven find. Gründen dem Gerichtshofe nicht ausgereicht. " Unter Ausschluß der Deffentlichkeit verhandelte die zehnte Strafkammer gestern eine Anklage wegen uppelei, die sich gegen die unverehelichte Hermine Schaub richtete. Diese hatte dem Vernehmen nach unter dem Aushängeschild einer„ Klavierlehrerin" in ihrer Wohnung in der Zimmerstraße ein unfittliches Treiben geduldet und noch recht junge Mädchen mit Herren in unfittlichen Verkehr treten lassen. Der Gerichtshof verurteilte sie zu 1½ Jahren Gefängnis. Verfammlungen. = Der Sozialdemokratische Wahlverein Königs- Wusterhausen hielt am Sonntag bei Borlow seine Mitgliederversammlung ab. Es war der Tag der Gründung des Vereins. Genosse Böske- Rirdorf hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag über die politische Bedeutung des Wahlbereins. Klage wurde geführt beim Bericht über die Generalversammlung zu Tempelhof über zu schlechtes Verständnis der Verhandlung. Genosse Böske empfahl den Anwesenden, mehr persönliche Agitation zu entfalten und Diskutierabende abzuhalten, um agitatorische Kräfte heranzubilden. Von den Wählern der dritten Klaffe wurde Protest erhoben gegen den Antrag auf geheime Sizung des Schulfuratoriums wegen Uebernahme der höheren Knabenschule und eine öffentliche Sigung verlangt. fgl. Polizei- Präsidiums. Marktpreise von Berlin am 24. November. Nach Ermittelungen des Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte Der in Betrügereien schier unverwüstliche Ingenieur" Mar Schiemangt, bekannter unter der Bezeichnung Major" Schiemangt, stand gestern schon wieder vor dem Schwurgericht, nachdem er erst Tags vorher von der Strafkammer des Landgerichts II zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden ist. Er wird beschuldigt, in 9 Fällen sich des Betruges, des versuchten Betruges, der Urkundenfälschung, Unterschlagung und unbefugten Tragens einer Uniform Der Wahlverein für den dritten Berliner Reichstagswahlkreis schuldig gemacht zu haben. Er soll die Straftaten in den Jahren tagte am Dienstag in dem Lokal„ Zum Alexandriner". Vor Ein1902-1904 in Berlin und Bremen begangen haben. Das Aben- treten in die Tagesordnung teilte der Vorsitzende, Genosse St. Frib, teuerleben des Angeklagten, der u. a. schon 3 Jahre 3 Monate mit, daß der Verein wieder drei Mitglieder durch den Tod verim Zuchthause zugebracht hat, erhielt auch in der gestrigen Ver- Toren hat, und zwar die Genossen Max Pole, Daniel Brinthandlung eine grelle Beleuchtung. Er ist der Sohn eines Gast- mann und Uhrmacher Karl Wunsch. Die Versammlung ehrt wirts, hat eine Dorfschule und dann das Gymnasium in Luckau bis das Andenken der Toten durch Erheben von den Sizen. Hierauf zur Untertertia besucht und kam auf die Unteroffizierschule zu hielt der Gewerkschaftssekretär Genosse Eugen Brückner seinen 17,70-17,69 M., mittel 17,68-17,67 m., geringe 17,66-17,65 m. Potsdam, von der er wegen schlechter Führung entlassen wurde. Vortrag über das Thema:„ Rechte und Pflichten aus dem Kranken- Roggen**), gute Sorte 13,95-13,94 m., mittel 13,93-13,92 m., geringe Im Jahre 1887 ist er beim Militär eingetreten und hat zahlreiche versicherungsgesetz." In der recht lebhaften Diskussion standen sich 13,91-13,90 m. Futtergerste*), gute Sorte 15,70-14,50 m., mittel 14,40 Disziplinarſtrafen erlitten. Im Jahre 1889 ist er nach Amerika Versicherungsnehmer und Kassenbeamte gegenüber. Buffe be- bis 13,30 m., geringe 13,20-12,10 M. Safer"), gute Sorte 16,40-15,60 m., übergesiedelt und hat dort Matrosendienste geleistet und auch als ge- flagt, daß es vielen Betrieben nicht möglich ist, Reinmachefrauen und mittel 15,50-14,80 M., geringe 14,70-14,00 M. Grbſen, gelbe, zum Stochen wöhnlicher Arbeiter auf dem Lande gearbeitet. Im Jahre 1896 ähnliche Hülfskräfte zu versichern; ebenso beklagt er die pärte, die 40,00 30,00 m. Speiſebohnen, weiße 50,00-30,00 2. Linsen 60,00-30,00. Kartoffeln 9,00-7,00 M. Nichtstroh 0,00-0,00. Heu 9,20-7,30 M. fehrte er nach Deutschland zurück, um für seine Erfindungen( Sporen, die Stassen gegenüber den Selbstversicherern walten lassen. Dem- Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 M. Gier per Schock 4,50-3,20 M. Infanterie- Ausrüstungen, Hufeisen ohne Nägel usw.) Patente zu er- gegenüber betonten die Kassenbeamten, daß die Kassen sehr streng*) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. werben. 1897 hatte er zur Abwechselung eine Spionage- Affäre von der Aufsichtsbehörde kontrolliert werden, so daß irgendwelche durchzumachen und kehrte dann nach Amerika zurück. Angeblich hat Ausnahmen nicht gemacht werden können. An den weiteren Auser als" Major" einer Freiwilligen- Truppe den Krieg in Amerika einandersetzungen beteiligten sich Klar, Czernid, Liebe mitgemacht. Nach dessen Beendigung ist er 1898 nach Deutschland now, Bidenroth, Stiegelmeyer, Braun und Frik. zurückgekehrt, angeblich um für Südamerika Waffen zu kaufen, und allgemein wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, über dieses Thema hierbei hat er dann mit Hülfe der verschiedensten gefälschten Papiere in allen Gewerkschaften zu referieren und die Kassenmitglieder aufzu- Sarthe bei Posen die Schwindeleien ausgeführt, die ihm 3 Jahre 3 Monate Zuchthaus rütteln, damit sie für die Wahrung ihrer Rechte eintreten. Im eingebracht haben. Im Dezember 1902 ist er aus dem Zuchthause Schlußwort beantwortete Brückner noch eine Reihe von Einzelin Sonnenburg entlassen worden und schon in demselben Monat fragen. war er schon wieder auf dem Wege des Schwindels. Er stolzierte wieder in der Uniform eines amerikanischen Oberstleutnants umher Charlottenburg. Die Mitgliederversammlung des Wahlvereins und verbreitete das Märchen, daß er in Angelegenheiten einer am Dienstag, den 22. d. M., wurde um 9 Uhr eröffnet.. Vor Ginamerikanischen Regierung nach Deutschland gekommen sei. Auf tritt in die Tagesordnung erklärte der Vorsitzende, Genosse Dr. Grund verschiedener Schriftstücke, die teils echt waren, einen englischen Borchardt, wie es kam, daß der Vorstand wegen Verhinderung Text hatten und höchst untergeordnete Dinge betrafen, teils aber des in Aussicht genommenen Referenten, Genosse 3ubeil sich auch gefälscht waren, ferner durch die Rettungsmedaille, die er un- erst in letter Stunde an den Genossen Kunert wenden konnte; Swinemde. 748 NNA 6 Regen Hamburg 753 W 2 bedeckt befugterweise auf der Brust trug, wußte er einen Nimbus um sich dessen Absage traf am Sonntag, den 20. d. M., ein, und die weiteren Berlin 2 Schnee 0 Cort zu verbreiten und leichtgläubige Menschen zu der Ansicht zu bekehren, Bmühungen des Vorstandes, einen Reichstagsabgeordneten als Refe- Franff.a.M. 755 SW daß er ein hochangesehener, vermögender Mann sei, der sogar in der renten über das in Aussicht genommene Thema zu gewinnen, waren München 754 28 Lage sich befinde, mit Regierungen Verträge abzuschließen. Durch erfolglos. Die Erklärung des Genossen Kunert in der Dienstag- Bien 752 28 3 heiter die wunderbarsten Märchen hat er dann die Gelegenheit zu einer mummer des Vorwärts" war überflüssig, da nach Eintreffen seiner Wetter- Prognose für Sounabend, den 26. November 1904. Reihe von Kreditschwindeleien erhalten. Zu den Mitteln, mit denen Absage der Vorstand das notwendige veranlaßte. Immerhin läßt Zunächst ziemlich trübe mit geringeren Schnellfällen, mäßigen westlichen er sich eine Gloriole ums Haupt wand, gehörten zwei anscheinend sich gegen die ersten 8 Zeilen der Erklärung nicht einwenden. Der Winden und leichtem Frost; später aufklarend. echte Briefe des Präsidenten Roosevelt. Der Angeklagte Schlußjazz enthält aber die Unterstellung, daß der Vorstand beabBerliner Wetterbureau. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Otto Koschnitzki am 24. November 1904 im Alter von 20 Jahren an Blinddarmentzündung verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle der Zionsgemeinde in Nieder- Schönhausen( Nordend) aus statt. 154/18 Um rege Beteiligung ersucht Die Verbandsleitung. Am 22. November 1904 verstarb unser Kollege Rudolf Krüger am im Alter von 29 Jahren an Typhus. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag in Friedeberg in der Neumark statt. Ehre ihrem Andenken! Todes- Anzeige. Hiermit allen Verwandten und Freunden die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere Mutter, Groß- und Schwiegermutter Wilhelmine Pieleke geb. Lechner am 23. b. m. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags um 2 Uhr, vom Trauerhause Barkjtr. 12/13 zu Johannisthal aus statt. H. Pieleke nebst Angehörigen. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme, welche mir anläßlich des Hinscheidense meines geliebten unvergeßlichen Mannes, unseres treusorgenden Vaters teils durch Stranzspenden, teils durch liebreiche, Todes- Anzeige. Am Mittwoch, den 23. d. Mts. starb nach schweren Leiden der Tischler Karl Scholz Bosenerstr. 3. am Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Georgen Kirchhofs, Landsberger Allee, aus statt. 2036 Die trauernde Witwe nebst Kindern. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Karl Scholz am am 23. November verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 27. November, nachmittags um 34 Uhr, von der Leichenhalle des Georgen- Kirchhofes, Landsberger Allee, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 154/10 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Am 24. Novbr., abends 91%, Uhr, verstarb nach kurzem Krankenlager meine Schwiegermutter Karoline Meiling am im Alter von 66 Jahren. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 3 Uhr, auf dem Friedhofe der Freireligiösen Gemeinde( Bappel- Allee) statt. Dies zeigt tiefbetrübt an Frau Anna Meiling. Lokal- Verband der Elektromonteure Aleranderstr. 23: tröftende Worte zugegangen find, Sonnabend, den 26. November, spreche ich hiermit den Herren Kollegen und allen Beteiligten meinen aufrichtigen, tiefgefühlten Dank aus. 1986 Josefine Franke und Kinder Deutscher Holzarbeiter- Verband. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Adolf Frey am 18. d. M. plöglich verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 26. November, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Zentralfriedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 154/9 Die Ortsverwaltung. Köpenick. Meinen werfen Barteigenossen zur geft. Nachricht, daß ich mit dem heutigen Tage mein Geschäft von Berlin nach hier Kietzerstrasse 40 berlegt habe. Metzer Geld- Lotterie Ziehung schon 3.- 5. Dezember cr. Nur Geldgewinne bar ohne jeden Abzug zahlbar. Hauptgewinn Mark: Wafferftand am 25. November. Ibe bei Ausfig+0,05 Meter, bei Dresden 1,41 Meter, bei Magdeburg+1,12 Meter. Unstrut bei Straußfurt+1,20 Meter.-D der bei Ratibor+ 2,30 Meter, bei Breslau ber- Begel+5,29 Meter, bei Breslau interesele+ 3,18 Meter. Meter. Frankfurt+1,75 Meter. Brahemünde Witterungsübersicht vom 25. November 1904, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm 750 N Wind. richtung Windstärke Better Temp. n. T. 5° C.= 4° R. Stationen Barometer. tand mm richtung Wind Windstärke Haparanda 756D Better Temp. n. E. P= 0. 2bedect-10 1 Petersburg 758 D 1 Regen 3bedeckt 1 2 bedeckt-3 Aberdeen 758 WNW 4wolfig-4 Baris 756 S Teppich2 bedeckt Ausnahme- Woche. a SaalSalonTeppiche 50, 65 bis 90 Mk. Speise100000 Spie Lose à 5 M., halbe à 2,50 M. ( Porto u. Liste 30 Pf.) Oscar Bräuer& Co. Nachf. G. m. b. H., Bankgeschäft Berlin W., Friedrichstr. 181. Filiale: 0., Andreasstr. 46 a. Es wird mir eine Freude ſein, Gie Tanzmeister Jürgens, wieder als Kunden begrüßen zu können. Wanzlichstr. 21, Sonnabends, SonnAchtungsvoll Max Schwan, tags frei, übernimmt Tanzleitung Barbier, Friseur und Zahntechnifer. für Vereine 2c. 7022* AUSVERKAUF. Wegen horrender Mietssteigerung jährlich 1500 Mart bin ich gezwungen, mein großes Lager in 4662* Pelzwaren, Hüten, Schirmen zu verkaufen. Die Preise sind bedeutend herabgesetzt. Dresdenerstr. 2, Otto Gerholdt, de taliberſtraße. Hut- Zentrale Oranienstr. 2 Ecke Manteuffelstr. Großes Spezialgeschäft für Filz- u. 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Besonders die Hausfrau kauft gerne so ein, dass sich für sie ein Ueberschuss in der Wirtschaftskasse ergiebt. So ist der Einkauf von MOHRA -Margarine als Ersatz für feinste Naturbutter unentbehrlich für Küche u. Tafel. Grund: ,, gute Waare, ca. 40% Ersparnis." Mohra ist in allen einschlägigen Geschäften käuflich. " 15. Bichung 5. Klasse 211 Kgl. Preuß. Lotteric. 70 77 861 Hieung vom 25. Novembe: 1904, nadimittags. Nur die Gewinne uber 240 t, und den betrenenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Chine Wen hr.) Radbrud verboten 1 70 15001 88 1500] 104 5 57 79 207 484 711 857 15001 909 130001 11 18 27 99 1131 78 94 378 637 898 921 87 2084 119 292 15001 369 431 67 89 645 827 923 3224 45 350 429 76 684 15001 706 891 93 909 72 4105 505 80 110001 712 939 5396 591 647 834 52 1000] 6126 85 225 515 55 704 14 55 863 946 57 15001 7144 45 97 15001 796 837 68 15001 70 99 8513 15 34 79 697 746 894 13000] 9115 639 909[ 1000] 10059 255 317 437 87 640 707 28 36 70 78 97 845 906 11196 282 130001 344 92 896 926[ 500] 12001 166 70 224 375 406 11 33 82 618 130001 47 70 86 13100 230 425 721 881 14446 627 760 15132 605 26 13000] 71 711 804 957 76 16001 249 323 63 74[ 1000] 462 82 15001 571 688 1200 0001 721 886 961 97 10001 17117 15001 72 400 541 53 782 947 18033 286 318 38 74 639 734 39 847 99 940 83 84 19031 239 385 489 730 59 15001 944 20264 10001 631 853 65 951 93 21018[ 3000] 49 60 15001 96 250 15001 69 373 97 572 668 928 22449 81 89 783 895 23116 255 15001 59 304 544 647 809 15001 10 98 915 24174 306 30 611 74 761 70 819 928 25047 110001 103 90 416 19 687 95 747 26130 60 200 41 335 529 44 15001 86 690 828 71 920 27038 199 214 437 88 97 532 1500 64 705 55 28046 173 444 63 10001 517 43 72 15001 93 741 94 897 29016 184 1500] 258 839 30071 161 416 516 31 662 722 31148[ 1000] 270 368 420 589 610 708 867 965 32066 154 204 352 456 603 31 97[ 1000] 33093 168 71 200 27 59 443 881 976 34039 147 15001 215 1500] 344 35172 11000] 279 94 391 562 872 92 15001 920 36 59 36167 1500] 212 379 520 79 720 85 803 904 27 37 49 110001 37053 75 86[ 10001 100 92 455 1500] 82[ 5001-559 818 33 969 75 77 38118 271 338 55 494 615 725 13000] 840 39046 59[ 1000] 108 230 448 843[ 1000] 40030 138 212 40 443 606 747 848 978 41023 24 140 54 200 30 784 897 42032 67 508 602 997 43030 60 447 15001 541 44375 110001 628 54 98 820 950 45040 106 13 80[ 3000] 207 323 669 5001 703 882 46132 238 69 320 86 429 574 96 715 804 900 29 47010 87[ 1000] 203 95 309 483 15001 544 639 67 846 48129 45 202 93 462 515 45 47 635 52 1500 783 805 49140 235 38 305 92 99 438 505 785.842 922 T1000] 50058[ 10001 206 526 748 51.009 100 15 254 [ 3000] 342 437 55 553 749 52221 110001 35 303 730 86[ 5001 53030 72 164 441 615 706 821 36 54002 103 80 338 51 415 74 605 707 907 33 55095 140 70 304 501 741 87 972[ 500] 56075[ 500] 314 464 524[ 500] 608 59 728 88 97 857 130001 939 90 57051 63 153 341 438 95[ 30001 552[ 3000] 633 720 874 907 58084 123 59050 71[ 1000] 327 64 10001 440 632 738 60230 460 86 1500] 89 613 794 851[ 3000] 61257 90 335 15001 71 432 500 3000] 76 760 833 42 54 901 [ 3000 39 62046 65 106 10 84 324 69 74 97 406 1500] 50 509 81[ 3000] 711 1500] 943 63186 412 83 802 24 911 33 50 64176 285 486 93[ 1000] 733 65 1500] 836 76 65028 45 113 240 323 42 76 803 67 99 923 31 75 66118 97 358 563 67100 55 67 721 41 15001 68082 98 164 256 67 1500] 553 848 909 50 69228 417 95 524 681 727 59 963 73 110001 Jeder Arbeiter, Jeder Handwerker follte zur Arbeit die Lederhose Herkules fragen. Allein- Verkauf. Sehr starkes Leder in prattischen grauen u. braunen Streifen, auch einfarbig. Am Bund aus einem Stück gearbeitet. Sehr feste Stappnähte. Haltbarste Pilot- Taschen. Große Flicken umsonst. Die Hose bei Entnahme von 6 Stud 26 M. 4 Mt. 50 Stück Echtblaues Monteur- Jadett 1 M. 90 Echtblaue Monteur- Hoje 1 M. 50 Echtblaues Monteur- Jackett A Prima Köper- Gewebe.. 2 M. 50 Echtblaue Monteur- Hose Prima Köper- Gewebe.. 2 M. 10 Manchester- Hose 8,75,5,50, 4,50,3 M. 50 Gefüttert. Manchest.- Jadett 14,50 8,75 Weiße Friseur Jadetts 3,50, 2 M. 75 Konditor- Jacken, 2reihig 4 M. 50 Maler- Kittel 3,-, 2,50, 2 M. Mechaniker- Kittel( braun) 3,-, 2 M. 40 Weiße Leder- Jacketts, 2reihig Weiße Lederhosen 7,50, 3 M. 75 4,50, 2 M. 90 Steffelreiniger- Anzüge, blau, nach Vorschrift. 5 M. 50 Die Preise gelten für normale Größen. Baer Sohn En gros. Export. En detail. Chauffeeftr.24a/ 25. Brückenstr.11. Gr. Frankfurterstr. 20. Die 23. Preisliste 1904 wird fostenlos und portofrei zugesandt. Bei Bestellung von Hosen ist die Bundweite und die Schrittlänge, bei Jacketts und Kitteln die Brustweite 4672* anzugeben. Versand von 20 M. an franco. Nachdruck verboten! 119078 87[ 10001 384[ 500] 412 521 616 15001 95 839 88( 10001 900 15001 120025 1500) 82 187 259 319 15001 508 607 51 68 734 60 801 67 121012 227 302 95 400 6 902 122329 63 110001 74 110001 530 633 915 123212 44 110001 62 416 65 763 976 124128 94 210 33 459 85 536 78 866 82 785 824 130001 77 125308 73 778 814 19 52 126000 45 122 67 85 286 416 82 90 500 609 50 713 82 847 127178 520 32 1500] 719 833 78 975 128052 150 321 736 814 43 56 65 989 1000] 129070 91 173 262 73 339 49 797 821 992 130057[ 3000] 161 97 384[ 30001 98 447 622 50 57 [ 1000 745 131015 111 207 393 532 609 69[ 500] 761 804 81 132040 206[ 500] 52 360 464 572 1000] 711 977 133055 76 103 1500 55 59 227 57 74 467 82 581 858 962 134036 91 105 130001 78 339 444 85 532 791 815 135009 14 274 472 94 607[ 500] 709 856 110001 136017 261 98 502 681 15001 97 722 934 45 [ 500] 137081 131 71 74 222 15001 375 601 880 902 138078 80 147 223 301 82 1500 510 35 63 67 803 911 189068 82 166 433 662 969 140028 174 367 93 565 91 733 56[ 3000] 96 993 141446 623 130001 73 15001 857 58 959 15001 142105 [ 5001 202 587 15001 654 798 924 58 143093 131 45 49 256 303 70 410 1500] 23 592 668 705 15001 806 985 144028 72 76 11000] 120 860 110001 145043 15003 65 153 93 328 467 669 821 146280 99 302 41 626 825 991 147229 521 63 606 99 738 130001 865 924 64 148087 143 277 605 52 71 86 763[ 500] 96 848[ 500] 985 149v18 15001 243 78 15001 317 564 706-800 150066 169 203 495 525 686 924 151031[ 500] 46 116 367 433[ 500] 62 587 92 699 110001 760 1500] 922 152047 122 30 303 6 28 434 56 617 867 915 63 64 153065 170 245 370 82 93 616 80 749 810 154029 235 351 57 1500] 429[ 1000] 658[ 3000] 86 995 155034 58 90 118 433 36 64 97 538 156045 48 110 228[ 500] 31 351 61 728 41 157061 166 67 13000] 265 77 740 848 158084 93 208[ 3000] 22 395 512 29 611 20[ 500] 713 19 36 887 159022[ 500] 310 566 69 764 802 958 160021[ 500] 249 98 551 725 59 852 924 161171 284 406 24 34 664 989 162100 90 250 57 469 99[ 500] 630 705 11 814 163316 454 66 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76 977 187145 216 411 578 654 869 939 188071 138 205 69 [ 500] 353 516[ 500] 58 663 752 841 943 189115 565 [ 5001 92 621 875 931 1500] 48 64 190085[ 30001 647 751 929 191039 43 121 373 639 47 758 64[ 1000] 846 192139[ 500] 224[ 3000] 59 650 95 716 804[ 3000] 95 913 193168 11000] 293 348 1000] 542 936 92 194150 203 418 68 771 810 82 989 195065 184 272 310 28 49 76 543 56 130001 813 196080 127 54 241[ 10001 312 528 679 15001 88 744 1000] 834 48 197031 39 114 27 365 637 930 38 198016 321 31 88 413 51 56 1500] 646 737 38 67 908 199226 426 627 88 814 1500] 26 70019 110001 365 69 439 577 82 726 929 71095 285 419 621 1500] 22 758 819 90 903 130001 72117 259 97 825 47 13000] 74 84 73273 441 509 63 717 74289[ 3000] 306 545 665 781 13000] 845 925 75200 5 60 458 68[ 500] 79 502 684 76451 521 83 625[ 500] 861 77123( 5001 288 373 415 989 78123 1500 309 [ 500] 439 736 74 839 80 79101 15001 55[ 3000] 218 47[ 500) 74 99 314 543 94 601 32 82 758 906 10001 80115 255 470 15001 505 773 856 984 81129 95 327 582 110001 614 24 802[ 1000] 63 80 936 82011 129 57 64 15001 269 75 91 400 72 537 54 77 706 808[ 3000] 976 83402 781 829 61 906 84277 419[ 5001 516 778 875 918 22 85171 482 15001 509 78 638 865 922 11000] 86125 53 579 618 87115 557 610 1500] 791 99 833 924 88052 55 79[ 1000] 91 290 375[ 1000] 440 632 82 938[ 500] 49 89021 47 67 117 53 242 57 72 400 1300015001 81 634 785 824[ 500] 73 75 914 15001 54 206076 6 L30001 503 601 45 72 730 69 90006 30 240 305 463 99 510 609 799 827 83 91267 482 1500 842 900 55 97 92019 36 197 518 616 915 93038 107 269 460 71 632 744 921 94009 126 208 81 718 45 81 808 46 952 95042 110001 256 88 361 459 [ 1000] 506 15001 18 616 792 879 93 988[ 5001 96 96224 48 468 95 508 654 79 838 948 97084 112 88 217 58 309 486 748 861 95 965 70 98060 99 111 15001 22 41 85 365 447 562 725 1500) 73 818 130001 37 77 93 99018 117 92 234 65 320 29 781 804 903 29 38 83 86 100094 189 309[ 500] 27 491 515 778 812 97 979 101065 71 96 97 15001 268 81 10001 308 14 26 1000] 80 484 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47 576 703 130001 920 35 63 209038 73 738 1000] 840 1000] 151 208 353 457 76 130001 505 67[ 1000] 618 210364 478[ 10001 521 98[ 30001 663 741 42 74 211101 130001 4 130001 34 252 69 83[ 5001 87 472 81 513 643 74 82 770 869 212082 146 417 40 525 56 970 213076 657 715 78 996 214387 446 521 667 875 909 24 215085 15001 244 58 356 415 21 604 27 488( 5001 688 707 809[ 1000] 23 10 0001 919 217114 1500] 40 110001 865 935 93 99[ 30001 216000 4 212 48 207 310 54 659 816 25 218046 494[ 5001 512 73 1000] 604 14 927 31 72 1500] 219028 111 63 222 326 68 830 15001 59 973 220126 50 54 232 49 53 453 736 879 99 918 52 94 221068 190 314 29 562 619 85 725 97 894( 5001 222260 93 477 505 25( 1000] 737 52 820 223019 142 224 65 408 517[ 5001 48 732 33 74 89 859 969 1 Im Gewinnrade serviteben; ramie a 300 000 Get 10 1 8 75 000 50 000 140 000 2 3 30000 4 zu 1500 W, 9 zu 10000 9, 21 g 6000 E, 281 31 3000 2, 407 1 1000 N, 682 Ber htigung. In der Liste vom 24, November, nachmittage, ics 137145 ftatt 137 141. Beranti. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantwo.: Th. Glede, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 278. 21. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 26. November 1904. Verfammlungen. Der Verband der Möbelpolierer befaßte sich am Montag abend in einer Versammlung, die bei Keller in der Stoppenstraße stattfand, wieder einmal mit der Frage des Uebertritts zum Holzarbeiter Verband. Die Verhandlungen wurden durch einen Vortrag von H. Barenthin eingeleitet, der die Vorteile, die der Anschluß an den Holzarbeiter- Verband seiner Meinung nach mit sich bringen würde, und die Leistungsfähigkeit dieses Verbandes fchilderte. Danach sprachen sich einige Redner gegen und ungefähr ebensoviele für den Uebertritt aus. Die Entscheidung über diese Frage soll der am 28. Dezember zusammentretende Delegiertentag der Möbelpolierer treffen, Die Versammlung befaßte sich noch mit anderen Anträgen zum Delegiertentag, die sich teils auf den Uebertritt, teils auf das Verbandsstatut bezogen. Abstimmungen wurden nicht vorgenommen, Als Delegierte zum Delegiertentag wurden gewählt: Gustav Reuter, H. Schulz I, With. Stret, Arndt, August rumz, Rich. John, Berendt, Dumte, Franz Wolf, Beinbich, Schulz II und Bollfras; als Erfaßmänner Gehrmann und Bellin. Briefkaften der Redaktion. Ministerweisheit, M. 100 und Peterchen. Anfragen wiederholen unter Einsendung der Quittungen. Mir oder mich? Wies richtig ist, das weiß ich nicht. Nehmen Sie das Lettere für richtig an. Berschaffen Sie sich eine deutsche Grammatik und lesen Sie fleißig gut geschriebene Werke. Näheres in der Buchhandlung Vorwärts. 2. G. Benußen Sie dazu nachstehende Adresse: Herr P. Strunt, Verbandsvorsitzender, hier, Neanderstr. 13. A. E. Nein. 21. 3. 75. Bau- Genossenschaft " Paradies", hier, Kuttbuser Ufer 44. 23. N. Die Adresse der Wunder täterin" ist uns nicht bekannt. 999. 1. und 2.: Ja. 3. bis 5.: Nein. 789. Räuber"," Rabale" und" Fiesto", Jugenddramen der Sturmund Drangperiode Schillers. M. 2. 100. Ist nicht recht verständlich. Jitambul. Schiiten Anhänger Alis, Sunniten die Freunde Mohameds. Moskau. Das Semstwo ist die Kreis, Gouvernements- bezi. Provinzialvertretung. Semftwo bedeutet wörtlich Landschaft, in der Mehrzahl Semstwos. Im europäischen Rußland durch zaristischen Utas von 1864 eingeführt. Die Semstwos als Ausschüsse bestimmen nichts, fie haben nur beratende Stimme. $. E. 1. und 2. Sezen Sie fich mit einer Anzahl von Partei- Buchhandlungen in Verbinding. 3. Ja. A. G. Ja, durchaus reell. Streitende. 1. Steden Sie als Dissident getrost Ihren Weihnachtsbaum an, wenn es dazu reicht; Ihr Gewissen schädigen Sie nicht. 2. Der Ursprung des Weihnachtsfestes ist das Julfest der alten Germanen. 3. Selbst verständlich. G. R. Lehrstellen Nachweis beim Verein für das Wohl der aus der Schule entlassenen Jugend". Anfrage bei Rektor Drehmann, Hinter der Garnisonkirche 2. Juriftifcher Teil. " Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends bon 7% bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. 2 Streitende, Köpenick. 1. Ein lediger Mensch hat keine Pflichtteilserben, mit Ausnahme seiner Eltern. Besigt er solche nicht mehr, so fann er als unbeschränkten Erben einsehen, wen er will, insbesondere auch eines seiner Geschwister. Ein Beispiel für Errichtung eines Testaments finden Sie Seite 238 und 239 des dem Arbeiterrecht" beigefügten Führers durch das Bürgerliche Gesetzbuch. Das Buch liegt in den öffentlichen Bibliotheken aus. 2. Der Bitwer oder die Witwe einer finderlosen Ehe erhält die eine Hälfte des Nachlasses, die anderen Erben( Eltern, Geschwister, Geschwisterkinder) erhalten die andere Hälfte. Aber der verwitwete Teil erhält überdies als voraus alle Gegenstände, die zum ehelichen Haushalt gehört haben, und die Hochzeitsgeschenke. E. B. 2. Nein. 2.2. 1879. Ja. E. B. 15. Ja, es sei denn, Sie gewinnen eine gegen das Kind gerichtete Slage auf Anerkennung seiner Außerehelichkeit. Die gefeßliche Berder bor Erziehungsrecht entzogen und hat deshalb die Tochter im Waisenhaus Auf1 -A. K. 53. mutung spricht so stark für die Ehelichkeit der während der Ehe geborenen W. S. 45. Ja. A. B. 50. 1. Die Beschwerde wäre an den Kinder, daß nur der Nachweis der den Umständen nach offenbaren Un- Amtsvorsteher oder Landrat zu richten. Sie würde aber kaum Erfolg haben, möglichkeit, daß der Mann ihrer Mutter ihr Vater sein könne, die Ehelichkeit weil die Ueberwachung für zulässig erachtet wird. 2. Jst dem Vater das biberlegen und damit die Unterhaltspflichten des Ehemannes gegenüber dem aufzuheben vermag. G. Sch. 29. In der Regel haftet der nahme gefunden, so hört das Recht und die Pflicht der Waisenverwaltung Vater für den Ersatz einer Scheibe, die fein Sprößling eingeworfen hat, erst mit erreichter Großjährigkeit des Mädchens auf. Liegt ein anderer weil in der Regel der Richter annimmt, daß die Zerstörung die Folge Grund für Aufnahme in das Waisenhaus vor, so wiederholen Sie Ihre mangelnder Aufsicht des Vaters ist. Sie könnten also mit Aussicht Anfrage unter genauer Schilderung des Sachverhaltes und Wiedergabe des auf Erfolg den Vater verklagen, absolut sicher ist der Erfolg nicht. Mertmals der in Betracht kommenden gerichtlichen Entscheidung mit oder Dokumente. Benn der Alleininhaber einer Firma seinem Bruder ge- tragen Sie Ihren Fall in der juristischen Sprechstunde vor. stattet, für die Firma zu zeichnen usw., so ist er für den Betrag verant- Berjährung liegt nicht vor. Aber die Klage hätte wenig Aussicht auf Er wortlich, der Bruder keineswegs strafbar. P. H. 1. Strafanzeigen sind folg, weil aus der Unterredung vor der zweiten Ehe auf eine AuseinanderS. 26. Ja. an die Staatsanwaltschaft oder die Polizei zu richten. 2. Der Arbeiter sezung und Genehmigung geschlossen werden kann. zahlt die Hälfte der Invalidenmarken und zwei Drittel der Krankentajiens Metallarbeiter. Der Vater eines außerehelichen Kindes ist dem Kinde Beiträge. 3. Der Staffenbeamte bat durchaus unrecht gehandelt; Sie hätten gegenüber bis zu deffen zurückgelegtem 16. Lebensjahre unterhaltspflichtig, sich irgend einen Arzt nehmen sollen, da Unfall vorliegt. Die Beschwerdes gleichviel, ob die Mutter vom Vater Geld erhalten hatte, ob sie prostituiert Instanz ist der dortige Magistrat. Sie würden gut tun, solchen Fall in ist, ob sie abgelehnt hat, ihn zu heiraten, u. dgl. Nur dann fällt die UnterIhrer Gewerkschaft und in der Generalversammlung der Kaffe vorzutragen. baltspflicht fort, wenn die Mutter innerhalb der Empfängniszeit die Mögde mehr die Kaffenmitglieder über Eingriffe in ihre Rechte durch Klassen- lichkeit, Bater zu werden, mehr als einem gewährt hat. Tabellen über die beamte schweigen, desto schwieriger ist eine Abhülfe gegen bureaukratische Empfängniszeit finden Sie Seite 36 bis 40 des dem Arbeiterrecht beiMißgriffe. 4. Ja. 5. Es sollte der Schreiber einer Starte ermittelt werden. gefügten Führers. Das Buch liegt in den öffentlichen Bibliotheken aus. 6. D. 26. 1. In der Regel ja. 2. Jn 3 bis 5 Jahren. 3. Wenn A. M. 121 381. Sie müssen sich an die Polizeibehörde wenden. eine Fahrlässigkeit den Wirtsleuten zur Last fällt, so haften fie für die in- Sch., Köpenick. 1. Ja. Auch während der Ehe lönnen Sie Eintragungen folge dieser Fahrlässigkeit abhanden gekommenen Sachen. Gustav Nor. in das Heiratsregister bewirken. Ein Beispiel für die von Ihnen beabsichtigte Die Ihnen gezahlte Pension ist die höchst zulässige. W. V. Treten Sie Sicherung finden Sie S. 225 Nr. 22 des dem Arbeiterrecht beigefügten G. P., Zoffen. aus der Landestirche aus, so find Sie mit Ablauf des auf das Austritts- Führers. 2. Versicherungsanstalt Matthäikirchstr. 19. jahr folgenden Jahres firchensteuerfrei. Treten Sie 1905 aus, so Bar nicht. E. 2. 33. Sind Sie vollfährig, so find Sie an die trok haben Sie vom ab 31. Dezember 1906 Stirche persönliche der vielfachen Mahnungen gegebene Unterschrift gebunden, die Sie ber Steuern nicht mehr zu zahlen.- A. 3. 22. Leider läßt sich pflichtet, das Buch zu bezahlen. D. R. 100. 1. u. 2. Rein. 3. Ja. Sie hätten jest nichts mehr machen. dem Termin Ihre Ernst Rudolph. Es hat auf die Unfallrente keinerlei Einfluß, ob der Buziehung oder die Herausgabe des Ringes an Sie beantragen sollen. Unfallventner ein einträgliches Geschäft besitzt, als Hausbesitzer, als Privat 3. 31. Sie müssen zahlen und sollten nunmehr schleunigst aus der beamter usw. verdient, der Grad der Erwerbsunfähigkeit im Sinne des Staffe austreten(§ 5 des Statuts), um nicht noch garzulange zahlen zu Gesezes wird dadurch nicht geändert. In Ihrem Fall kann von einem müssen. Helene. 1. Soweit ersichtlich haben Sie den Miterben nichts Einfluß der Annahme der Stellung auf die Unfallventenhöhe ganz und gar G. 1150. Für Ihre Hypothek haftet das Grundstück, herauszugeben und können mit den Sachen machen, was Sie wollen. Sie nicht die Rede sein. müßten aber innerhalb sechs Wochen nach dem Tode dem Amtsgericht auch wenn es verkauft wird. Da Ihre Hypothet erste hypother ist, so ist notariell beglaubigt anzeigen, daß Sie das Erbrecht nach dem Bürgerlichen sie sicher. 2. G. 100. Wann eine Forderung verjährt, läßt sich nur Gesetzbuch wählen. Das Erbrecht des Witwers nach dem Bürgerlichen Gesetz- sagen, wenn bekannt ist, um welche Art Forderung( Kauf? Darlehen? buch ist unter 2 Streitende Köpenid" dargelegt. 2. Scheidung fostet Arbeitslohn? Miete? Schadensersat? usw.) es sich handelt. Ihre Frage Geld, es sei denn, Sie erwirken das Armenrecht. B. O. 13. Nein. unterläßt jede Angabe darüber, worauf sich die Forderung bezieht, wie sie A. M. 6. 1. Abzug vom Lehrlingslohn ist unzulässig. 2. Wenn, was entstanden ist. die Regel, Ihr Vertrag nicht entgegengesetzte Borschriften enthält, so können Sie so borgehen, wie Sie angedeutet haben. D. M. 3. Nachzahlung für Klebemarten ist nur für 2 Jahre zulässig. Der Nichtkleber haftet aber in vollem Umfange eventuell für entgangene oder zu geringe Alters- oder Invalidenrente. Beispiele für derartige Schadensersaßflagen finden Sie auf S. 607-610 der vierten Auflage des in den öffentlichen Bibliotheken ausliegenden Arbeiterrechts". 6. 2. 29. Nach dem Gesez hat der außer eheliche Erzeuger die volle Unterhaltungspflicht gegenüber dem außerehelichen einde. Er hat also nicht nur einen Beitrag zu leisten, sondern alles zu zahlen, was für Nahrung, Kleidung, Ausbildung usw. erforderlich ist. Beftimmte Säße fennt das Gesetz nicht. Die Praxis spricht leider dem Kinde in der Regel durchaus genügende Beträge( von 15 bis 25 Mart monatlich, ja auch weit darunter) zu. 2. Ja. Ep. 12. Als Mäller für einen Kaufvertrag haben Sie, falls nicht aus. drüdlich anderes vereinbart ist, nur dann Anspruch auf die versprochene Provision, wenn der Vertrag infolge Jbres Nachweises oder Ihrer Bermittelung zustande gekommen ist. Daß diese Voraussetzungen vorliegen, haben Sie zu beweisen. Ob Ihnen dieser Nachweis gelungen ist und Ste Aussicht auf Erfolg in der Berufungsinstans baben, läßt sich ohne Kenntnis der Aften nicht sagen. Ihr Anwalt wird Ihnen den besten Bescheid geben fönnen. Haben Sie fein Vertrauen zu ihm, so wenden Sie sich an einen bei dem Berufsgericht( Kammergericht) zugelassenen Anwalt. Bor An stellung des Prozesses hätten Sie fich in der juristischen Sprechstunde Rat holen sollen. Unmöglich ist es, eine gewissenhafte Auskunft über einen schwebenden Prozeß ohne Kenntnis des Aftenmaterials zu erteilen, oder mit absoluter Gewißheit vorauszusagen, wie das Rechtsspiel in lezter Instanz ausfallen wird. G. P. 35. Belche Rechte Ihnen aus einer Versicherung Wir zustehen, ergeben Ihre Police und die Statuten der Gesellschaft. kennen beide nicht. M.. 100. Besteht seit dem 1. Januar 1875. Suntient Self -.05 ogün A www bietet die beste Garantie gegen vorzeitige Abnützung der Wäsche. Absolut frei von scharfen Bestandteilen, hergestellt aus den besten Grundstoffen nach dem vollkommensten Fabrikationsprozeffe, unerreicht an milde und Reinigungskraft ist sie der beste Freund der forgfamen Hausfrau. Sunlight- Seife schützt den Schatz des Hauses- den Wäschebestand. Die Hände der Waschfrau bleiben unversehrt und weich. 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Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, 26. November. Anfang 7, Uhr. Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. Dritter Abend: Götterdämmerung. Anfang 6½ Uhr. Neues königl. Opern Theater. Theodora. Deutsches. Maskerade. Berliner. Ein Teufelskerl. Leffing. Die Siebzehnjährigen. Westen. Rigoletto. Nachmittags 3 Uhr: Kabale und Liebe. Thalia. Der Weiberkönig. Nachmittags 32 Uhr: May und Moriz. Belle Alliance. bauer. Der MillionenNachm. 3 Uhr: Frau Holle und Prinzessin Tausendschön. National. Figaros Hochzeit. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Wallensteins Tod. Schiller B ( Friedrich WilhelmUrania, Taubenstr. 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Frühlingstage an der Riviera. Hörsaal Dr. B. Donath: Wechselstrom und Drehstrom. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. Hörsaal: Tierleben in der Wildnis. CASTAN'S ANOPTICUM. PANAS Friedrichstr. 165. Heute Sonnabend: Gr. Elite- Tag zum Besten einer Weihnachtsbescherung für die Truppen in Südwestafrika. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Schiller- Theater N. Sonnabend, abends 8 Uhr: Sonnabend, abends 8 115r: Wallensteins Tod. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Maria Stuart. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Tyrannei der Tränen. Montag, abends 8 Uhr: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Zirkus Schumann. Zirkus Busch. abends präzise 72 Uhr: VIII. Grande 11. Parade- Gala- Abend. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Heute Sonnabend, den 26. November, Katharina II. Soiree High- Life. Gala- Programm u. Quadrille 5 Erdteile, ger. a. 10 Schulpf. Coco, underaffe Mutter Erde. Drama in 4 Aufzügen von Mar Halbe. 3. 2. Male: Der neueste Sensationsakt: Sonntag, nach m. 3 Uhr: Mutter Erde. Sonntag, abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Montag, abends 8 Uhr: Die Tyrannei der Tränen. Kleines Theater Neues Theater. Vereinigte Bühnen unter der Leitung von Max Reinhardt. Anfang 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. Der grüne Kakadu. Die Morgenröte Vorher: Der tapiere Kassian. Sonntag: Die Morgenröte. Sonntag: Dieselbe Vorstellung. Sonntag nachmittag: Familienidyll. Windsor. Liebesträume. Serenissimus. Montag: Die lustigen Weiber von Dienstag: Die Morgenröte. Der Sprung in den Mond der menschliche Norweg. Rittmstr. a. D. Hr. Grimsgaard u. die vorzügl. Gala- Programm- Nrn. mit dem Moto- Cycle Skala- Theater. ausgeführt von Französin ber Frangi Mlle. Helene Ferner: Die neuen großartig. SpeziaBis jetzt noch nirgends vorgeführt. Münstedts Liliput- Zirkus. Der phänomenale Dichiggitreiter Mr. Agube Gudkow. m9 Palast- Theater Burg Straße 22, Direktion: Der Kurier des Zaren. Gonntag 2 Borst. Nachm. 1 Kind frei. # Feen- Palast. Rich. Winkler. Apollo- Theater. Große internationale Ringkampf- Konkurrenz 8 Uhr: Die November- Spezialitäten 834 Uhr: Simone. Pantomime. Musik von Marquis de Dorval. Hierauf: städtisches Theater). Mutter Groe Berliner Luft. Zentral. Der Generalkonsul. Nachmittags 4 Uhr: Däumelinchen. Neues. Die Morgenröte. Kleines. Der grüne Tapfere Kassiau. Kakadu. Carl Weiß. Senta Wolfsburg. Residenz. Eine Hochzeitsnacht. Lustspielhaus. unter dem Protektorat des Herrn Professor Reinhold Begas. 9 Uhr. Heutige Ringtämpfe: präzise 9 Uhr. In beid. Vorft: Der Sprung in den Mond mit dem Moto- Cycle und Münstedts Liliputaner usiv. Nachm.: Marokko. Gr. Ausstattungs- Pantom Petroff, Bulgare, gegen Weltmeister Georg Lurich, Stufe Metropol- Theater 1. 2. Beaucairois, Franzose, gegen Romanoff, Ruffe. Musik von Paul Lineke.orher: Theater und Konzert. Anfang 7%, Uhr. Vorverkauf 10-1 Uhr. Sonntag, 27. November, nachm. 3 Uhr, ermäßigte Preise: Spezialitäten und Frühlingsluft von Strauß. quizen. Der Regitrator auf Reifen. Lustspielhaus Trianon. Gastons Frauen. Metropol. Die Herren von Marim. Kasino. Wildes Blut. Deutsch- Amerikanisches.New- York. Apollo. Berliner Luft. Spezialitäten. Herrnfeld Theater. Prinz Levy in Ahlbeck. = Paisage Theater. Dida. Spezialitäten. Anf. 5 Uhr. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Balaft. Ringkämpfe. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr im Theater: Frühlingstage an der Riviera. Im Hörsaal Dr. B. Donath: Wechselstrom und Drehstrom. Juvalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Im Hörsaal: Tierleben in der Wildnis. National- Theater Weinbergsweg 12a- 13b. Sonnabend, den 26. November 1904: Figaros Hochzeit. Anfang 7 Uhr. Sonntag, nachmittags: Rigoletto. Abends: Gastspiel Prevosti: Fedora. Zentral- Theater Nachmittags 4 Uhr halbe Preise. 2 Kinder ein Billett. Kindervorstellung. Däumelinchen. Märchenspiel mit Gesang und Tanz in 6 Bildern. berbs Der Generalkonsul. 8 Uhr: Operette in 3 Aften v. H. Reinhardt. Sonntag nachm.: Der Zigeunerbaron. Abends: Der Generalkonsul. Luisen- Theater. Anfang 8 Friedrichstraße 236. Der Familientag. Bon Gustav Kadelburg. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Drei. Hierauf: Abschied vom Regiment. Abends 8 Uhr: Der Familientag. Montag zum 49. Male: Biederleute. Telephon Amt III 1129. Einlaß 62 Uhr. Die Herren von Maxim. Linienstr. 132( a. d. Friedrichstr.) Sensationelles Programm! August kommt. fowie Boffe mit Gefang in einem Aft, 30 internation. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. Sanssouci. Rottbuser Tor- Stat. der Hochbahn. Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Nach jeder Soiree: Tanzkränzchen. Bei der voraussichtlich langen Dauer der Entscheidungskämpfe fangen dieselben Punkt 9 Uhr an. Wenn es dann noch die Zeit gestattet, treten Große Ausstattungsposse mit Ge- Seden Dienstag Theater- Abend. Spezialitäten ersten Ranges auf. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Vollständig neu ausgestattet! Täglich: Gr. internat. Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock Brauerei. sang und Tanz in 5 Bildern von und Mittwoch: Julius Freund. 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November, abends 8½ hr, in Fiebigs Borussia- Sälen, Acker- Straße Nr. 6/7: Wähler- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Warum müssen wir bei der Stichwahl siegen? Referent: Genosse Stadtv. Adolf Hoffmann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Agitiert für den Besuch der Versammlung. Moabit! 6. Die Vertrauensleute. 252/7 6. Wahlkreis. Moabit! Sonntag, den 27. November, abends 6 Uhr, im Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 24 Emdenerstr. 34/35: Volks- Versammlung. Tages- Ordnung: Vortrag des Genossen Ströbel über: ,, Weltpolitik“. Nach der Verfammlung: Gemütliches Beifammenfein. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Achtung! Der Vertrauensmann. König- Chauffee Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Miethke über: Alkohol und die Frauen". 2. Disfussion. 3. Besprechung über Anträge zum Delegiertentag. 4 Verschiedenes. " Es ist Pflicht aller Kollegen, mit ihren Frauen pünktlich zu erscheinen. Montag, den 28. November, abends 8, Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstraße 18c: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag der Genoffin Ida Altmann über: Die christlich- europäischen Kulturträger und die farbigen Wilden". 2. Dis3. Besprechung über Anträge zum Delegiertentag. 4. Wahl von acht Delegierten. 5. Verschiedenes. Zu diesem interessanten Bortrage werden die Kollegen ersucht, recht zahlreich und pünktlich mit ihren Frauen zu erscheinen. Montag, den 28. November, abends 8 Uhr, bei Wildner, Friedrichsberg, Friedrich- Karlstraße 11: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen A. Kosiol über: " Die Zufriedenheit ist der größte Feind jedes Kulturfortschritts". 2. Dis220/6 fussion. 3. Besprechung der Anträge zum Delegiertentag. 4. Berschiedenes. Alle Kollegen von Lichtenberg, Friedrichsfelde und Rummelsburg müssen in dieser Versammlung pünktlich erscheinen. Mittwoch, den 30. November, abends 8 Uhr, bei Schulze, Blumenstraße 38: Achtung! Vorstands- Sitzung. Montag, den 28. November, abends 8% Uhr: 2 Volks- Versammlungen in Habels Brauerei, Bergmannstraße 5/7, und im Marienbad, Badstraße 35/36. Tages Ordnung: Die Bedeutung der Konsum- Genoffenschaften für die Arbeiter. Referenten: Frau Dr. David- Mainz und Schriftsteller Simon Katzenstein. Bu zahlreichem Besuch laden ein Die Einberufer. NB. Für die Abonnenten des 2. Kreijes liegt in der Sonntagsnummer ein diesbezügliches Flugblatt bei; wir bitten um gefällige Beachtung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis Zimmer 34. Amt IV, 3353. Sonntag, 27. November, vorm. Punkt 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, großer Saal: Allg. Versammlung der Rohrleger u. Helfer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen P. Pawlowitsch über: Leben und Leiden in deutschen Strafgefängnissen. 2. Diskussion. 3. VerbandsAngelegenheiten. Kollegen! Da die Versammlung pünktlich eröffnet wird, erwarten wir, daß alle Kollegen zur Stelle sind, um den Vortrag, welcher sehr interessant zu werden verspricht, anzuhören. Sonntag, den 27. November, vormittags 9%, Uhr: Versammlung der Zaunaufsteller u. Helfer bei Merkowski, Andreasstr. 26. Zages Drdnung: 1. Vortrag des Kollegen Wiesenthal. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Sonntag, den 27. November, vormittags 10 Uhr: Morgensprache der Schraubendreher bei Hollmach, Wrangelstr. 136. Montag, den 28. November, abends 81/2 Uhr: Versammlung der Former und Berufsgen. im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer Nr. 15, Saal 4. Zages Drdnung: 1. Bericht der Agitationsfommission. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Agitationsfommission. 4. Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Berliner Gießereien. Montag, 28. November, abends 812 Uhr, in der Germania- Brauerei, Frankfurter Allee Nr. 53: Bezirks- Versammlung für den Osten und Lichtenberg. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Baege über:" Bibel und Babel." 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. 191/20 Konsumgenossenschaft von Adlershof u. Umg. ( E. G. m. b. H.) Sonnabend, den 3. Dezember, abends 8 Uhr: General: Versammlung in Arthur Laues Restaurant, Adlershof, Bismarckitr. 10. Tages Ordnung: 1. Geschäftsbericht des Borstandes für das Geschäftsjahr 1904. 2. Bericht des Aufsichtsrates 3 Verlesung des Revisionsberichtes des Verbands. revisors. 4. Genehmigung der Bilanz und Entlastung des Borstandes 5. Berteilung des Reingewinnes. 6. Neuwahlen und Ergänzungswahlen des Aufsichtsrates und Vorstandes 7 Anträge. Mitgliedsbuch oder Legitimationskarte legitimiert. Der Vorstand: Hermann Hildebrandt Wilhelm Kohl. August Süske. 127/20 Anton Boekers Ball- Salon Weber empfiehlt den geehrten Borständen von Gewerkschaften und Vereinen seine Säle zu Versammlungen, Hochzeiten und Festlichkeiten, auch steht ein Saal, ca 200 Bersonen fassend, Sonnabends und Sonntags, und zwei große Beremszimmer den geehrten Herrschaften zur Verfügung. 7992 Ergebenst Anton Boeker, Weberstr. 17. 128/ 6* Buchhandlung Vorwärts Berlin SW. 68 Lindenstraße 69 Laden Wir empfehlen den Genossen zum Abonnement: Wider die Pfaffenherrschaft Kulturbilder aus den Religionskämpfen des 16. und 17. Jahrhunderts Bon Emil Rosenow 50 Lieferungen reich illustriert • à Lieferung 20 Pfennig Der Verfasser entwirft vom Standpunkt des historischen Ma terialismus das Kulturbild der mittelalterlichen Pfaffenherrschaft. Er zeigt wie inmitten der zu sammenbrechenden römischen Ge fellschaft die urchriftlich- tommus nistische Agitation beginnt, aus der sich die Kirchenherrschaft entwidelt. Der Leser sieht wie das Bapsttum entsteht und wie es den Gipfel seiner Macht, bis zur Weltherrschaft ersteigt, bis die wach fende fapitalistische Wirtschafts weise die Pfaffenherrschaft in Blut und Kriegsgetümmel erſtict. Das Werk ist ein dauern des, wertvolles Bildungsmittel für die deutsche Ar beiterklaffe. Der I. Band, umfassend 25 Lieferungen, ist gebunden zu haben und foftet: 234/ 13* In Leinenband 7,- M. In Halbfranzband. 8,- M. Enorm billig 11622* gelangen zum Verkauf die unübertroffen an Eleganz, tadellos an Sitz, in gediegener Maßschneiderarbeit aus feinsten Maßstoffen gefertigten vornehmen Anzüge Paletots Herren, jeden Standes zu empfehlen: Zurückgeblieben, zurückgesetzt sind: Herrenanzüge, Maßsc. Maßpreis bis 70 M., jetzt 18 bis 40 M. Winterpaletots, sonst. Maßpr. bis 70 M.. jetzt 18-40 M. Beinkleider jetzt 7-12 M. Verkauf täglich, auch Sonntag. Deutsches Versandhaus Jägerstr. 63, 1 Treppe. Auf Hausnummer achten! 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