Nr. 178. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's. Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Gernsprech- Anschlug 3mt 1, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Dienstag, den 2. August 1892. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. sondern in hohem Grade das, was bei richtiger Anwendung des Wortes unter Realpolitik zu verstehen ist. der einen oder anderen Weise die Staatsgewalt in Anspruch genommen wird. Das gilt z. B. in hervorragendem Maße von fast allen Forderungen des Arbeiterschutzes, von unserer Es ist wahr, der Erfurter Kongreß hat bei der ProBum Monatswechsel eröffnen wir ein neues Abonnement Forderung der Erweiterung und Unentgeltlichkeit der Volts grammberathung die Einreihung eines besonderen Passus auf den schule und der an sie anschließenden obligatorischen Bildungs- gegen den Staatssozialismus abgelehnt. Aber dies geschah anstalten, nach Unentgeltlichkeit der Rechtspflege 2c. 2c. 2c. in der Erwägung, daß eine solche rein negative Erklärung Sind diese Forderungen deshalb, weil sie die Mitwirkung schon deshalb nicht ins Programm gehöre, weil dieses a IIdes Staates in sich begreifen, solche, die man ganz wohl gemeine Grundsähe zum Ausdruck bringt, nicht aber als staatssozialistische bezeichnen tann"? Oder soll dies sich mit Erscheinungen beschäftigt, deren besonderer Charakter „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntagsbeilage ,, Neue Welt“. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Sans. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von von den Steuerreformen gelten, die unser Programm ver- durch bestimmte Zeitverhältnisse bedingt ist. Wir hätten langt, oder gar von dessen politischen, auf Wahlrecht 2c. uns, wenn wir eine besondere Erklärung gegen den Staatssich beziehenden Forderungen? Wir müßten das Letztere sozialismus hätten aufnehmen wollen, auch über andere voraussetzen, denn von allen Forderungen unseres Pro- Strömungen der Zeit, die sich mit unserer Bewegung gramms, auf die die Bezeichnung als„ Maßnahmen zur kreuzen, aussprechen müssen, und dies unter genauer Darstufenweisen Anbahnung einer besseren Gesellschafts- legung der Gründe unseres derzeitigen Widerspruchs. Dazu Organisation" allenfalls paßte, sind fünf Sechstel oder aber ist ein auf weite Beit hinaus bestimmtes Programm mehr politischer Natur. Und dies mit Recht, da die nicht da. Vorbedingung der von uns angestrebten gesellschaftlichen Wir sind keine Antistaats- Fanatiker. Wir wissen, daß Umgestaltung die Stärkung des politischen Einflusses der man den Staat nicht von heute auf morgen abschafft, Arbeiterklasse, die Demokratifirung des öffentlichen Lebens daß der Staat überhaupt nicht abgeschafft" wird, sondern nur sehr bedingt unter die obige Rubrit gestellt werden. Die Menschen einmal dahin gelangt find, ihre Verhältnisse entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 Sie beziehen sich in erster Reihe auf Besserstellung der Ar- so zu regeln, daß jede die Gesellschaft beherrschende Autorität beiter in der heutigen Gesellschaft oder möglichste Ver- überflüssig wird. Schon deshalb wäre ein Aussprechen gegen hinderung gewiffer, der Arbeiterklasse schäolicher Wirkungen den Gedanken des Staatssozialismus an sich ein Unding des kapitalistischen Wirthschaftssystems. Mit alledem hat gewesen. Aber zwischen der Ablehnung einer solchen Er2,20 Mark für die Monate August und September it. Unſere wirthschaftlichen Forderungen dagegen können eines Tages ſein natürliches Ende erreichen wird, sobald unter Nr. 6652.) Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der eigentliche Statsjozialismus, nur insoweit zu thun, als klärung und dem Vollmarischen Versuch, die Partei vor Die Sozialdemokratie und der Staatssozialismus. II. Der Staat und der Sozialismus. ( Schluß.) er die Arbeiterklasse mit der gegenwärtigen Wirthschafts- den staatssozialistischen Wagen zu spannen, ist ein gewaltiger ordnung zu versöhnen sucht und in dieser Hoffnung manche Unterschied. Wer das Erfurter Programm mit den früheren der betreffenden ökonomischen Reformen unterstützt. Programmen der deutschen Sozialdemokratie vergleicht, der Das thun aber auch Leute, die im Uebrigen nichts wird alles andere darin finden, als eine Annäherung an weniger als Freunde staatssozialistischer Experimente den Staatssozialismus. Es zeichnet sich vielmehr grade find, Den Normal- Arbeitstag, das Verbot der Nacht- dadurch vor ihnen aus, daß die Forderungen, die es an arbeit für Frauen und Minderjährige, die Unterdrückung den bestehenden Staat stellt, ausschließlich solche sind, welche gewisser schädlicher Fabrikationsarten, die obligatorische die heutige, kapitalistische Gesellschaftsordnung voraussetzen, Wenn nun der Staatssozialismus als solcher seiner Unfallversicherung zc. als Annäherung an den Staats- daß es von ihm keinerlei Verwirklichung des Sozialismus Tendenz nach antisozialdemokratisch ist, so ist damit noch Sozialismus zu bezeichnen, mag im Interesse der Anwälte verlangt. Vollmar wird nun sagen, es sei Uebertreibung, nicht gesagt, daß eine jede staatssozialistische Maßregel anti- des Letzteren liegen, im Interesse der Sozialihm vorzuwerfen, daß er die Sozialdemokratie vor den fozialdemokratisch wirken muß. Etwas anderes sind die Ab- de mofratie liegt es sicherlich nicht. sichten, welche die Parteien mit bestimmten Neuerungen verEin altes Sprichwort sagt:„ Wer wohl unterscheidet, staatssozialistischen Wagen zu spannen suche, und sich binden, etwas anderes die Wirkungen dieser Neuerungen. erklärt gut." Niemand hat mehr Ursache, dies zu beherzigen, auf seine Kritik des offiziellen Staatssozialismus unter Es hängt das schließlich von der Art derselben und den als unsere Partei. Beruht doch unsere Stärke gerade in Bismarck und dem jetzigen deutschen Regime berufen. Wir souftigen Umständen ab. Hier indeß eine Bemerkung: der Schärfe, mit der sich die Massen des Gegensatzes be- wollen auch annehmen, daß ihm eine solche Absicht bei AbEs heißt in dem zitirten Vollmar'schen Aufsatz: jedenfalls wünschen wußt find, welcher zwischen unsern Bestrebungen und denen faffung seines Artikels ferngelegen " Werden doch im Gegentheil eine Reihe von Maßnahmen der um ihre Gunst sich bewerbenden bürgerlichen Parteien wir durchaus nicht, ihm etwas unterzuschieben, was er nicht zur stufenweisen Anbahnung einer besseren Gesellschafts- besteht. Das Verwischen dieses Gegensages gesagt. Aber wenn er sich auch nicht ausdrücklich für die Organisation von uns angestre bt und schließlich mitbeschlossen kann heute, wo die Schlagworte Sozial- Unterstützung des heutigen Staatssozialismus ausgesprochen, werden, welche man ganz wohl als staatssozialistische bezeichnen Reform und Staatssozialismus" immer so ist dies doch die nothwendige Konsequenz tann."( Im französischen Text: que l'on peut bien consi- mehr Mode sache werden, nur der Demagogie feines Artikels. Eine einzige Frage wird dies flar dérer comme se rattachant au socialisme d'Etat.) der Gegner Vorschub leisten, sowie bei neustellen. Wie, wenn der„ neue Kurs" einem„ neuesten", der " Es ist bedauerlich, daß Vollmar diese Maßnahmen nicht auftauchenden sozialpolitischen Projekten Sozialdemokratie fich weniger schroff gegenüberstellenden genauer bezeichnet hat; es würde dies die Diskussion un- in unseren eigenen Reihen Berwirrung Play machte? Wie wird sich Vollmar alsdann zu dessen gemein vereinfacht, manches etwaige Mißverständniß von stiften. Es ist daher durchaus kein Doktrinarismus, etwaigen staatssozialistischen Projekten verhalten? Wird er pornherein ausgeschlossen haben. Wir haben eine ganze wenn wir uns gegen eine Verquickung des Begriffs Staats- fie ablehnen? Se ann er sie ablehnen, wo nach, ihm„ die Reihe von Forderungen auf dem Programm, bei denen in Sozialismus mit den Bestrebungen unserer Partei auflehnen, Entwicklung der Verhältnisse in Deutschland längst jede Feuillefont. Nachdruck verboten.] Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. [ 28 jener ungezwungenen Plaudereien, die zugleich welt- zückte Marcel, dann sagte er sich, daß das ein durch nichts und begründeter Einfall sei und daß er von unmöglichen Dingen altmodisch waren, lich, politisch, gelehrt und von denen von Geist träume. Die Unterhaltung war jest etwas weniger lebhaft. Ender wußte, daß sie dabei zu sprühen pflegte, obwohl die alte vornehme Dame selten lich schlug die Stunde zum Abendessen. Ein leichter Schritt kam Gelegenheit hatte, so zu plaudern. Nachdem das Gespräch die Treppe herab; leises Flüstern, das Rauschen eines in höchster Lebendigkeit ungefähr zwei Stunden gedauert Kleides wurde im Flur hörbar. Dh, das war zweifellos hatte, dutzte die alte Gräfin bereits Marcel unter dem Vor- nicht der Schritt, nicht die Stimme, nicht die Bewegungen wand, daß sie lateinisch spreche, lud ihn zum Abendessen der alten Dieneriu. Das war das Geflüster eines jugendein und ging hinaus, um ein Kouvert mehr auflegen zu lichen Mundes, das Lachen eines Mädchens, und Marcel lassen. Der junge Mann ließ sich, ganz betäubt von dem heftigen Bochen seiner Pulse, in einen Sessel nieder. Als Madame de Rochefen wieder erschien, näherte sie sich ihm und sagte, ihre Locken mit geheimnißvoller Miene schüttelnd: Wie alt find Sie? Marcel entschuldigte sich, so weit es ihm in der Beſtürzung, in der er sich befand, möglich war. Was war das doch! Babette kam in dieses Haus! Was war das für ein unerhörter Traum? Und wie tam sie hierher? Er hielt sich nicht lange mit diesen Fragen auf, die er sich nur stellte, um seine Freude recht langsam zu genießen, brachte schnell seinen Geist wieder ins Gleichgewicht und entschied sofort mit jener Schnelligkeit der Erkenntniß und mit jenem fieghaften Selbstbewußtsein, die so große unerwartete Situationen lieben. Wie alt ich bin, Madame? Ja, wie alt, junger Mann? Zweiundzwanzig Jahre. Dann werden Sie wohl nur Frauen von dreißig Jahren stets dem Genie und der Liebe eingeben. Es hing in diesem Dieser sonderbare Ausspruch setzte Marcel zuerst in Ser empfand eine Art angstvoller Freude, und es war ihm zu Muthe, als ob eine kleine grausame Hand sein Herz zufammenpresse, als die Thür sich plötzlich öffnete und Mad. de Rochefeu auf Babette wies, die in den Salon eintrat, und sagte: Herr Roquebert, mein Gesellschaftsfräulein. Nach diesen vorstellenden Worten wurde die alte Dame, welche die Unterhaltung ermüdet hatte, vou einem schrecklichen Hustenanfall befallen, während Babette und Marcel sich zu faffen suchten, indem sie einen raschen Blick austauschten. Und die Gräfin erhob sich, legte ihre Hand auf den Arm des jungen Mannes, dann hielt sie ihn durch eine fräftige Bewegung zurück und fragte, ihn mit ihren großen, Schwarzen, glänzenden Augen ansehend: Ach! rief Madame de Rochefeu, als sie den Anfall Moment alles davon ab, daß er die alte Dame eroberte. Berlegenheit; denn, da er unaufhörlich an Babette dachte, überstanden hatte, was für ein altes engbrüftiges Pferd bin Er fühlte, daß in diesem Augenblick sein Wille allmächtig hätte er eine Untreue zu begehen befürchtet, wenn er eine ich doch Vorwärts.- Das Essen ist aufgetragen sei und eine magnetische Kraft besige. Das Schicksal der derartige Frage mit" ja" beantwortet hätte, und da er Herr Marcel, geben Sie mir den Arm. ganzen Welt schien ihm weniger wichtig, als die Noth- außerdem sehr aufgeregt war, so fing er an, bis zu Thränen wendigkeit, die alte Dame einzunehmen, und seine Geschäfte zu lachen. als Rechtsgehilfe bei M. de Heem und seine aufgeschobenen Sehen Sie, nahm die alte Dame wieder das Wort, bei Geschäftsangelegenheiten, sammt den angeblich wartenden mir werden Sie nur verschimmelte alte oder kleine Hühnchen Klienten, sein schmähender Chef, all das erschienen ihm nur treffen, die noch nach der Küche be3 Pensionats schmecken. unbedeutende Einwände, über die man hinweggeht, ohne fie Jezt klang das Lachen des jungen Mannes ein wenig Er eröffnete die Unterhaltung mit ein paar anders. Die letzten Worte hatten ihn verlegt. Sprach die wißigen Einfällen, flocht einige sehr gewagte paradore Säße Gräfin etwa gar von Babette? Aber würde Babette etwa die ein und veranlaßte Madame, de Mochefeu au einer gar mit der Gräfin zu Abend essen? Dieser Gedanke entzu beachten. Sind Sie ein Feinschmecker? In diesem Augenblicke hatte Marcel für Alles, was Küche anbetraf, nur Gleichgiltigkeit und er fagte einfach: O mein Gott!- " verbinden wollen der echte, rechte Sumpf. 11 Gefahr, welche aus einer Benütung des Staats- 1 Vom Grafen Gersdorff. Ueber ihren Parteigenossen, I Beamtenschaft gegen die Vorgesetzten aufgereizt, weshalb sozialismus zu machtpolitischen Zwecken entstehen den blaublütigen Hochstapler Grafen Gersdorff, preußischen sich denn auch nach der Ueberzeugung des konservativen konnte, beseitigt hat"? Selbst die Rücksicht auf einen Landrath und Kammerherrn a. D., Mitglied des preußischen Parteiorgans jeder Vaterlandsfreund von einem solchen möglichen allerneuesten" Kurs mit wiederum gegen die Abgeordnetenhauses, schreibt die freikonservative" Post": Treiben mit Berachtung abwenden wird." Für die AufSozialdemokratie, das seine volle Emanzipation erstrebende Der genannte Abgeordnete hat seit seiner Wahl an den fassungen, welche in gewissen konservativen Kreisen Proletariat, gerichtetem Visir würde ihn danach nicht abhalten Verhandlungen des Abgeordnetenhauses sich nicht betheiligt, über staatsbürgerliche Rechte, namentlich über dietönnen, mit Schmoller und Wagner Arm in Arm kaiserlich- die Räume desselben in der Regel nur behufs Erhebung der jenigen der Beamten heute noch herrschen, ist diese töniglichen Staatssozialismus zu treiben. Ebensowenig giebt Diäten betreten und hat seit einiger Zeit seinen Wohnsitz Auslaffung des konservativen Parteiorgans zu bezeichnend, es ein ökonomisch- soziales Kriterium, das ihn zurückhält. ganz in Desterreich genommen. Sein Name ist inzwischen als daß man dieselbe nicht zur Kenntniß weiterer Kreise Was läßt sich nicht alles unter den Gedanken des Staats- in Verbindung mit Prozessen und mit anderen Geld- bringen sollte, wenn man sich schließlich bei dieser Sorte sozialismus an fich" in der Weite, wie Vollmar ihn auf- angelegenheiten recht unerquicklicher Natur in der Preffe von petrefakten Politikern auch über nichts wundern darf. gefaßt wissen will, einreihen? Es kommt auf die Definition mehrfach genannt worden. Abweichend von der Nebung, Aber einigermaßen gespannt wird man sein dürfen, wie die an, die man der Sache giebt, meint Vollmar. Wenn das richtig in Fällen solcher Art das Mandat niederzulegen, hat Graf Kreuz- Zeitung" die Verachtung" der Vaterlandsfeinde" ist, dann ist schließlich alle Welt Staatssozialist. Ist nicht ein Gersdorff dies nicht gethan, vielmehr nach Zeitungsnach von der Konservativen Korrespondenz", die ja sie zum Sumpf eigentlich einWasser und einThier, das im Wasser lebt, ein richten noch während der letzten Session vom Auslande die Theil mittrifft, entgegennehmen wird. Vielleicht erleben wir Fisch? räsounirt der Wolf in der Fabel und bemächtigt sich Diäten, wenn auch erfolglos, reklamirt. Der Fraktions- es, daß das eine Junkerblatt dem anderen Junkerblatt klar des Schweins, das er im Sumpf aufindet, nachdem er so vorstand, welchem er sich allerdings nur dem Namen nach macht, wer in Wahrheit die Beamten aufhett", die„ Be eben dem Bauer gelobt, seinen Biehstand zu schonen und angeschlossen hatte, hat ihn längst(?!?) aus seiner Gemein- amtentreue" untergräbt, ob Diejenigen, welche das Unrecht sich nur noch von Fischen zu nähren. schaft ausgeschlossen." Längst" also ist der adelige Muster- und die Mißstände zur öffentlichen Kenntniß bringen, Der Sozialismus ist eine sehr bestimmte Sache, der knabe ausgeschlossen"? Will die" Post" nicht die Güte damit sie abgestellt werden, oder Diejenigen, die das UnAusdruck für die auf Beseitigung des kapitalistischen Aus haben uns mitzutheilen, seit wann das Tischtuch zwischen recht schaffen und die Mißstände nicht beseitigen, sondern beutungssystems durch die gesellschaftlich und für die von der Botschafterpartei und diesem gräflichen Ehrenmanne verheimlichen wollen. der Klassenherrschaft befreite Gesellschaft geregelte Pro- zerschnitten ist? Der Zeitpunkt ist auch für Nichtduktion. Der Staat ist ebenfalls ein bestimmtes Ding, und Freikonservative von Interesse. Uebrigens ist der öko- Die Schnitter Schlacht auf der Puszta Tamasi. namentlich wissen wir, was wir in einer gegebenen Zeit und nomische Sinn des Grafen, der seine Taggelder sich pünktlich Wie wir fürzlich berichteten, hat das von dem kleinkalibrigen in einem gegebenen Lande von ihm zu halten haben. abholt, uradelig oder um mit dem„ Konservativen Handbuch" Gewehr bei Großwardein angerichtete Gemezel, dem Der Staatssozialismus aber ist als" Gedanke an sich" ein zu reden, er zeugt von jener Ueberlieferung", die sich Dutzende armer Teufel zum Opfer gefallen sind, einen Bindar Zwitterding, beliebig deutbar, je nachdem der Ton auf den nicht mit den Anforderungen einfacher Rechtschaffenheit be- in der österreichischen Regierungspresse gefunden. Wie be ersten oder den zweiten Theil des Wortes gelegt wird. Er gnügt".... rechtigt der Ingrimm der von den Gendarmen zur Strecke ist nicht Wasser und nicht festes Land, er ist wir wiedergebrachten Landarbeiter war, ersieht man aus den ausführ holen, daß wir keinerlei persönliche Insinuation damit Der Fischer- Erlah. Wir haben kürzlich den ver- licheren Nachrichten, die uns jetzt über den Vorfall zutraulichen Erlaß des Chefs der dritten Abtheilung des gegangen find. Einhundertachtzig Schnitter beim Bächter Für die Sozialdemokratie in Deutschland, wo weniger Reichspostamts veröffentlicht, wonach den Postassistenten die Julius Stern wollten, als sie die Weizen- Erntearbeit vollwie in irgend einem andern Kulturland von politischer Theilnahme an der Generalversammlung des Postassistenten- endet hatten, ihren Antheil an Weizen nach Hause führen. Selbstverwaltung die Rede ist, ist es doppelt Pflicht, das Vereins, sagen wir, verekelt werden sollte. Sogar die Bächter Stern hinderte sie daran und wollte sie zwingen, Bächter Stern hinderte sie daran und wollte sie zwingen, Wort Staatssozialismus nicht anders als in seinem histo- Kreuzzeitung" hat sich nicht enthalten können, das Schrift die noch zu machende Feldarbeit für einen Schundlohn zu rischen Sinne zu gebrauchen. Jeder Gebrauch in ftück als bedenklich zu bezeichnen, nur hat sie dieses Be- übernehmen. Die ohnedies sehr anspruchslosen Arbeiter einem andern, aus Beweigerten sich angesichts der horrenden Ausbeutung dies der Grammatit ab denken in einen, freilich kaum eruftgemeinten Zweifel an weigerten sich angesichts der horrenden Ausbeutung dies geleiteten Sinne führt zur Täuschung- die Echtheit des Schriftstücks eingewickelt. Die Frankfurter zu thun, und wollten unter allen Umständen ihren Eruteentweder zur Täuschung Anderer oder, Zeitung"( Nr. 212 vom 30. Juli) schreibt nun:„ In der theil nach Hause führen. Die Hüter der öffentlichen was im gegebenen Falle noch schlimmer, zur That ist ja die Sache auch ganz danach angethan, daß alle Ordnung", das heißt der maßlosen Ausbeutung, die Selbsttäuschung. Diejenigen, denen die verfassungsmäßigen Rechte der Staats- Gendarmen, attaquirten die Landarbeiter und wollten sie bürger etwas mehr als ein leerer Schall find, von dem sie Darüber empörten sich die Arbeiter, und die Gendarmen erzwingen, sich dem Willen des Pächters zu unterwerfen. wie Bismarck einst zu dem Abg. Lasker sagte, verschont" Darüber empörten sich die Arbeiter, und die Gendarmen erbleiben möchten, Protest einlegen gegen das Vorgehen des öffneten ein Schnellfeuer auf dieselben, wobei ein Arbeiter Generalpoftmeisters, welches eine direkte Verlegung getödtet und viele schwer verwundet wurden. Im Ganzen Politische Uebersicht.ines wichtigen verfassungsmäßigen Rechtes eines Theiles wurden rasch 42 Schüsse abgegeben, 107 Schnitter wurden feiner" Beamten bedeutet. Man hätte daher nicht einmal nach Großwardein in's Gefängniß geschleppt. Sechzig Millionen, schreibt offiziös die Post", wird Presse in diesem Falle aufgetreten ist, als etwas besonders schreibt darüber: Grund gehabt, die Einmüthigkeit, mit welcher die deutsche ungarisches bürgerliches Blatt, Magyar Hirlap", die neue Militärvorlage fordern. Und das Sümmchen Rühmliches zu preisen, man hätte sie lediglich als etwas Wegen der Tumulte auf der Pußta Tamasi sind nicht hat das Reich aufzubringen. Wie? Durch in dirette Selbstverständliches ansehen sollen. Nun zeigt sich plötzlich, die Arbeiter zu beschuldigen; es ist vielmehr ein Wunder zu Steuern. Wie lange noch, Militarismus, wirst Du der daß diese Einmüthigkeit gar nicht einmal existirt, daß es in nennen, daß die Empörung nicht früher ausgebrochen ist. Die Völker Lammsgeduld mißbrauchen? der That noch Leute giebt, welche das Verfahren des Schnitter melden sich bei der Polizei freiwillig, und aus ihren Aussagen ist zu entnehmen, daß der Pächter ihnen seit acht Tagen die vertragsmäßig gebührende Kost verweigert; wem es möglich war, ließ sich von zu Hause Nahrungsmittel kommen, die Allerärmsten gingen nach der benachbarten Ortschaft Rojt um Brot betteln. Aber auch das verbot man ihnen, und dabei wurden sie derart angetrieben, daß man ihnen während der Arbeit nicht einmal gestattete, Trinkwasser zu holen! Die Leute waren durch Entbehrungen so herabgekommen, daß fie während der Arbeit zusammen brachen; es war unerträglich geworden, und die Schnitter beschlossen, nachdem die Weizenernte beendet und der Pächter betreffs der Kost kontraktbrüchig geworden, die Arbeit nicht fortzusehen und ihren bedungenen Antheil wegzufchaffen. Sie holten aus Rojt Wagen und wollten ihren Weizen vorläufig beim Stuhlrichteramt einlagern, um dann den kontraktbrüchigen Bächter zu zwingen, sie zu entlassen. Während des Aufladens famen Gendarmen und feuerten auf die Menge: Darauf kam es zum Zusammenstoß." " 1 Berlin, den 1. Auguft. F " Ein Nachklang zum Baukenkrach. Die„ Post"( Nr. 209 Herrn Stephan geradezu und ausdrücklich billigen. vom 2. Auguft schreibt: Wie wir aus fonft gut unter- Das thut nämlich in seiner neuesten Nummer das richteter Quelle erfahren, ist man in Regierungskreisen mit offizielle Organ der konservativen Partei, der Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs beschäftigt, welcher die konservative Rorrespondenz". Sie ent die Pflichten des Kaufmanns für die Aufbewahrung rüstet sich, nicht etwa über die Unterdrückungsversuche des fremder Werthpapiere betrifft. Der genannte Herrn Stephan, sondern über die Unsittlichkeit" der SozialGefeßentwurf dürfte dem Bundesrath bei dem im Herbst demokratie, die kein Bedenken trägt, das eine oder andere, stattfindenden Wiederzusammentritt desselben zur Beschluß ihr durch Diebstahl oder Vertrauensbruch zugänglich gefaffung vorgelegt werden." machte, vertrauliche Aftenstück zu veröffentlichen". Es ist derselbe Jammer, den wir auch bei der Veröffentlichung Bismarck und der Liberalismus. Was für eine des„ geheimen" Erlasses des Herzogs Georg von Sachsen charakterlose Partei der Deutschfreisinu ist, in der That über die Soldatenmißhandlungen erlebt haben; auch da das alte Weib unter den bürgerlichen Parteien, offenbart lohte in den junkerlichen Kreisen der Konservativen sich in diesen Tagen wieder auf das Herrlichste. Bismarck, Korrespondenz" eine helle Empörung auf über die der Häuptling der internationalen Reaktion, jetzt Beröffentlicher des geheimen" Erlasses nicht etwa deklassirter Hausmeier, sucht jetzt auf seinen Bummelreisen über die Soldatenschindereien. Der Erlaß des Herrn das beifallsluftige Bürgerthum so oder so, durch Mätzchen Stephan und das bekannte Rundschreiben des OberSo muß also selbst ein Bourgeoisblatt die maßlose und Koulissenreißereien, zu kräftigem Klatschen zu reizen. Postdirektors Rehberg, durch welches die glücklichen Em- Ausbeutung der Arbeiter eingestehen. Das Repetirgewehr So spielt er heuer die Rolle des konstitutionellen Liberalen, pfänger eines Monatsgeldes von 50-60 M. von Leichtsinn aber, von der geübten Hand der Ordnungswächter geführt, er, der jede Freiheit mit Füßen trat, so weiß er jetzt das und der Schlemmerei abgehalten werden sollten, sind in den hat wieder unschäßbare Dienste den Besitzenden geleistet. Barlament herauszuftreichen, er, der die Boltsvertretung zu Augen des konservativen Parteiorgans zwei durchaus zu Im ganzen Umkreise wird heilsamer Schreck unter den länd einer Marionette gemacht hat. Und die liberalen Organe billigende postalische Erlasse", ihre Veröffentlichung dagegen lichen Arbeitern durch dieses Vorkommniß verbreitet werden, gerathen in Verzückung und erklären:„ Gegen diesen Bis- und die Kritik, die die freisinnige Presse daran geübt hat, und die ländlichen Arbeiter werden begreifen lernen, daß marck haben wir weit weniger einzuwenden, als gegen den ein tief beklagenswerther Uebelstand. Denn durch die fort- fie, wenn ihnen auch das Mark aus den Knochen genommen früheren" und faseln davon, daß der erzkonservative gesetzten freifinnig- demokratischen Agitationen" ist die wird, zu kufchen haben. Freilich wird bei solcher Behand Schnapsjunker sein„ Damastus" gefunden habe. Das sprüchwörtliche Treue deutscher Beamten- glücklicher Weise lung endlich auch einmal die Erkenntniß in diesen Prolegenügt.mir im geringen Maße erschüttert" worden, die untere tariern erweckt werden, sie werden finden, daß sie eintreten werth? Ich glaube, daß Barbe uns das, was sie eine grüne den Anschein zu geben, als ob er Madame de Rochefen zu- geistsprühender Unterhaltung einmal hinausgegangen war, Suppe" nennt, bereitet hat. hörte, während Babette, die der Gräfin gegenüberfaß, ohne sagte Marcel leuchtenden Auges: Ah! zu sprechen, von Zeit zu Zeit leicht erröthete. Als es zehn Finden Sie Madame de Rochefeu nicht bewundernsEin flüssiges Kunstwerk, in dem alle möglichen grünen Uhr schlug, erhob sich Marcel, zog sich mit glühender Stirn Geschichten herumschwimmen mit Fleischklößchen zusammen. zurück und war am nächsten Morgen bei Mr. de Heem sehr Ist Ihnen das so recht für den inneren Gebrauch? unangenehm dadurch berührt, daß er wieder aus den hochfliegenden Träumen des vergangenen Tages hinabgestürzt fei in die Niederungen seiner Existenz als erster Rechtsgehilfe inmitten dieser häßlichen alten Aktenstöße. Mein Gott, sagte Marcel, ohne sie zu verstehen, aber mit einem außerordentlich höflichen Lächeln. Jch, für mein Theil, schloß die alte Dame mit überLegener Miene, mir fommt es immer so vor, wenn ich das sehe, als ob die Thiere die Suppe verunreinigt hätten." Ja, fagte Babette kalt. Jch begreife nun auch, weshalb Sie zu ihr zu Besuch kommen. Erstaunt betrachtete Marcel Babette. Eine Thräne der Eifersucht drang unter ihren gesenkten langen Augenwimpern hervor, die den Wimpern eines Kindes Von diesem Tage an wurde der junge Mann ein beglichen. Dann warf sie heftig eine Arbeit hin, die sie vor ständiger Gast in dem Salon der alten Dame, und jedes hatte, lief hinaus und erschien nicht wieder. Ganz verMal, wenn er in dem Beguinenkloster zu Mittag oder zu steinert wartete Marcel eine Zeit lang, verabschiedete sich Abend aß, fingen Babette und er wieder an, ihre Vorsichts- dann von der Gräfin und ging betrübt nach Hause. Hier maßregeln zu treffen und sich immer mehr zusammen zu setzte er sich an den Tisch, stützte den Kopf in die Hände nehmen, damit sie sich nur unter dem Tisch nicht stießen. und fing an zu weinen. Dieser Vergleich brachte auf Marcel dieselbe Wirkung hervor, welche in den Ferien die Leute empfinden, die von unsichtbaren Händen Ohrfeigen erhalten. Er prallte förm lich zurück, ohne daß er Jemandem dafür die Schuld beimessen konnte, und war ganz bestürzt. Er erröthete bis in Ganz aufrichtig gesagt, offenbarten sie es sich selbst nicht, Nach einigen Tagen aß Marcel wieder in dem Beguinen den Nacken, daß Babette diese Unschicklichkeit gehört haben daß stets eine Minute fam, in der sie es doch riskirten, sich floster zu Mittag und als die Mahlzeit beendet war, rief gegenseitig ein Leid anzuthun, indem sie sich berührten. So die Gräfin: Indeffen traten sie in das Speisezimmer und Madame de Rochefeu rief: tönnte. Hier sind wir in meinem Triklinium!*) geschah es eines Tages, man weiß nicht wie, daß Babette, Babette, hole mir meinen großen Hut, ich muß Herrn die wahrhaftig der festen Ueberzeugung war, daß sie Marcel meinen geheimen Schloßgarten zeigen. sich nicht gerührt habe, mit der kleinen Spize ihres Als sie den geheimen Schloßgarten der Gräfin beEs war ein enges, einfach möblirtes Gemach, dessen Stiefelchens auf die unbewegliche Stiefelette Marcels traf. traten, erkannte Marcel den Platz, wo er vor einem Monat, Fenster nach dem Kanal hinausgingen. Es war schönes Bis dahin hatten sie taum mit einander gesprochen. an einem sonnigen windigen Nachmittage, Babette mitten mildes Wetter, und man setzte sich bei offenem Fenster zu Sie befanden sich übrigens niemals allein. Die alte Dame unter den Rosen entdeckt hatte. Es war ein Gärtchen, das Tisch. Man hörte das Rauschen der Mühle und sah war immer bei ihnen. Jedoch eines Abends ging die nicht an das kleine Häuschen austieß und das Madame de Brügge von der untergehenden Sonne in rosige Gluth ge- Gräfin selbst in ihr Zimmer hinauf, um ein Buch zu holen. Rochefeu gemiethet hatte. Die alte Dame ging auf die taucht. Sie blieben eine Minute allein mit einander, Marcel Treppe zu, die an den Kanal hinunterführte und sagte: lächelte und Babette erröthete. Dann ging sie zum Fenster, sah nach dem Wetter aus und sagte: Es ist sonderbar, ich finde, daß es nichts Traurigeres giebt, als den Abend. Es ist wahr, sagte der junge Mann, indessen Seine Stimme zitterte, er vollendete nicht. Nach einem Moment des Schweigens fügte er hinzu: Wir werden gießen. Sie junger Mann können Wasser schöpfen. Ich kann mich schon lange nicht mehr bücken. Vorwärts, Babette, an die Arbeit. Das ward in der That ein Tag wie im Paradies. Nicht ohne Grund ist die Idylle eine ländliche Gottheit. Unter dem grünen Laube kann man sich so gut verbergen und die Blumen gehen dabei mit gutem Beispiel voran. In einem traulichen Momente hörte Babette dicht an ihrem Ohr eine Stimme flüstern. Sie sah sich um; es war Marcel. Babette! hauchte er ganz leiſe. Sie aßen an einem kleinen runden Tisch; Marcel saß neben Babette und um die Mitte der Mahlzeit fanden die jungen Leute, daß ihre Füße unter dem Tisch nicht weit von einander entfernt waren. Es schien Babette, als ob fie bei der geringsten Bewegung ihres Fußes an den seinen anstoßen müßte; und als ob sie dann Ursache haben würde, fich zu schämen, wagte sie nicht, sich zu rühren. Marcel seinerseits glaubte neben seinem Fuße etwas Weiches, zartes zu bemerken, dem er nicht derb begegnen wollte. Er fühlte übrigens, daß seine Begeisterung für die Gräfin nachzulassen Die Thür öffnete sich und Madame Rochefeu tam begann und mußte mächtige Anstrengungen machen, um sich wieder herein. Sie waren gerade bei der Treppe, die sie hinunter Die Nacht brach ein. Es wurde dunkel. stiegen. Die Mühle klapperte da oben an ihrer Seite; ein Als ein anderes Mal die alte Dame nach besonders alter wurmstichiger Kahn, stellenweise vom Mehlstaub ganz *) Eßzimmer, • Der Abend ist so schön, daß man im Wald spaziren gehen möchte. müssen in die Reihen des gegen die herrschenden Zustände tämpfenden Proletariats. Italienische Schergenstreiche. Cipriani, eines der Opfer des schmählichen römischen Lockspitel- Prozesses, ist aus dem Gefängniß zu Rom nach demjenigen von Perugia abgeführt worden, weil man wissen wollte, er forrespondire heimlich mit seinen Genossen. Als man ihn vor seiner Ueberführung untersuchen wollte, setzte er sich zur Wehre und wurde von den Justizbanditen deshalb schrecklich zu gerichtet. Man fand bei ihm dann freilich Papiere von absoluter Bedeutungslosigkeit. Was das Herumgehen des anarchistischen Waumaus 1 Neues aus den russischen Geheimakten. Auf die in den letzten Wochen betrifft, so ist dabei nicht zu ver- unverfrorenen Ableugnungsversuche der Petersburger Restehen. geffen, daß die Generalrathswahlen vor der Thüre gierungsblätter antwortet die Sofianer Swobode", das Blatt der bulgarischen Regierung, mit neuen Enthillungen. Man höre: Generalrathswahlen in Frankreich. Von den Ergebnissen der am 31. Juli stattgehabten Generalrathswahlen find bis jetzt 709 bekannt; es sind 538 Republikaner und 115 Konservative gewählt, außerdem find 56 Stichwahlen erforderlich. Die Republikaner haben 75 Size gewonnen. In den Departements Eure und Sarthe ist die Majorität von der Rechten auf die Linke übergegangen. In Monté limar, Departement Drôme, ist der Ministerpräsident Loubet Französisches. Aus Paris wird uns geschrieben: wiedergewählt worden. Im Kanton Montrésor kommt der Im Anschluß an unseren neulichen Bericht über die Weige- berüchtigte Schwiegersohn Grevy's, Wilson, in Stichwahl rung des Pariser Stadtraths, d. h. seiner radikal- sozialistischen mit den Kandidaten der Republikaner und Konservativen. Majorität, die von der Regierung geforderte Mehrausgabe zur Vermehrung des Polizeipersonals um 30 Entsetzlich! In elegischem Tone wehmeiert die Tante 1100 Mann zu bewilligen, tönnen wir heute mittheilen, daß Voß( Nr. 354 vom 1. August):„ Ein betrübendes Bild von der Ministerpräsident Loubet in der letzten Sigung des der Art und Weise, wie die französischen Sozialisten für Staatsraths erklärt hat, er sei entschlossen, traft seiner ihre Ideen" Anhänger werben, liefert folgende Meldung: Amtsgewalt dem widerspenstigen Stadtrathe die Mehr- Aus- Paris, 1. Auguſt.( Eig. Drahtber. d." Boss. 3tg.") Bei gabe aufzunöthigen. Dem Buchstaben des Gesetzes nach hat der feierlichen Preisvertheilung an den Marseiller Gymdas Ministerium das Recht hierzu; und doch bedeutet nasien hielt der dortige Maire die Festrede und sagte der dieser Aft wieder einen neuen schweren Eingriff in die Rechte Schuljugend unter Anderem: Die gegenwärtige der Stadt Paris deren Autonomie man in jeder Weise Gesellschaft ist schlecht eingerichtet. Sie ist einzuschränken sucht, weil sich die Regierung vor der revolu- dem Volke hart und nur uns, den" Bourgeois", gnädig; tionären Gesinnung von Paris fürchtet. Uns geht es wie ich sage darum: Brechen wir mit unserer den Reisenden auf der Landstraße," schreibt Genosse eigenen Hand diese Gesellschaft, über die wir Chauvière im Parti Socialiste"," welche von Ban- schamroth werden müffen." In der That, greuclvoll, höchst diten ausgeplündert werden. Man nimmt uns unser Geld, greuelvoll! über diese Franzosen!" " " Die Sozialdemokratie in Dänemark. Aus Kopen aber man verlange nicht, daß wir noch feierlich unsere Zustimmung dazu geben!" Ueber den Kongreß der sozialistischen Gemeinderäthe, den die Genossen hagen wird uns geschrieben: Die dänische Sozialdemokratie von St. Ouen einberufen haben, hat sich eine lebhafte hat in diesem Sommer eine rege Agitation entfaltet, beBreßfehde entsponnen. Man erinnert sich, daß der„ Temps" sonders auf dem Lande, wo viele neue Bandarbeiter- Vereine und andere Kapitalistenblätter gleich von Anfang gegründet worden sind. Auch in diesem Sommer haben an die Nachricht ausgesprengt hatten, die Regierung würde wir zwei große allgemeine Arbeiterfest- Demonstrationen abdie Abhaltung des Kongresses untersagen. Das Ministerium gehalten, nämlich für Zeeland mit Kopenhagen und die felbst schwieg vorläufig; und der Gemeinderath von umliegenden Inseln im Monat Juni, und für Jütland im St. Quen, unbekümmert um das Gebell der kapitalistischen Monat Juli. Beide Demonftrationen waren sehr gelungen, Breßmente, versandte die Einladungsformulare. Als nun aber die jütische war die gewaltigere. Die zeeländische bekannt wurde, daß der radikale Präsident des Pariser Demonstration wurde in einem der bei Kopenhagen beStadtrathes, Saut on, auch ein solches erhalten und legenen Staats- Luftwälder und die jütische in der Stadt dasselbe sofort sämmtlichen Stadtverordneten mitgetheilt Randers abgehalten. Bei beiden Kundgebungen hatte das habe, ging der Lärm von neuem Los. Der stolze Arrangementskomitee veranlaßt, daß die Staatsbahnen verspielte den freiwilligen Regierungslakaien schiedene Extrazüge zur Verfügung stellten, und hauptund zitirte eine Gesetzesvorschrift, welche den Gefächlich mit Diesen wurden die Theilnehmer meinderäthen verbietet, unter einander in Beziehung fördert. Bei der zeeländischen Demonstration war zu treten; nach diesen Paragraphen sei der Kongreß gesetz- unser deutscher Genosse, Redakteur Stengele, Hamwidrig und daher von der Regierung nicht zu gestatten. burg, anwesend, und er brachte unter sehr lebhaftem Beifall Hiergegen protestirt der Chefredakteur der Justice", einen Gruß " Temps" ein um vers von unseren deutschen Brüdern. W be Der 1. Geheimes Schreiben des russischen Ges fandten in Bukarest an den Direktor des Asiatischen Departements, Joan Alexejewitsch Sinoview. Butareft, Juni 1889. Gnädiger Herr Jvan Alexejewitsch! Dragan Zantow und Peter Stantschow haben mir ein schriftliches Einverständniß zwischen den politischen Parteien in Bulgarien überbracht, laut welchem die Entfernung des Prinzen Koburg aus Bulgarien und die Einrichtung einer euen Regierung in Bulgarien mit einem taiserlichen Komenissar an der Spitze geplant wird. Indem mir die Herres: Dragan Zankow und Peter Stantschow das Schriftstück, trieses Einverständniß betreffend, und ebenso eine Erkki rung im Original des militärischen Revolutionskomitees in Sofia, dessen Hauptleiter der Major Panizza ist und an welchem auch der Stadtkommandant und Kommandant der Sofianer Brigade, Oberstlieutenant Rissow, sich betheiligt, übergaben, sezten sie mich davon in Kenntniß, daß von den Führern der Barteien und von den Herren Offizieren der Garnison von Sofia endgiltig beschlossen worden ist, den Prinzen Stoburg aus Bulgarien zu entfernen und die jeßige ungefeßliche Regierung in Bulgarien zu beseitigen. In ihrer Eigenschaft als Bevoll mächtigte bitten die genannten Personen, den faiferlichen Rommissär für Bulgarien möglichst schnell zu ernennen, damit derfelbe wenigstens im Laufe einiger Tage nach dem bevorstehenden Umsturz in Sofia ankommen könne. Außerdem bittet Herr Bankow persönlich, Geldmittel zu seiner Verfügung zu stellen, um folche an diejenigen Personen austheilen zu können, welche ihre Bereitwilligkeit erklärt haben, an der Umwälzung in Bulgarien thätigen Antheil zu nehmen, und sich im vorhinein mit Anderen einverstanden erklärt haben, den Prinzen Roburg zu ermorden. Indem ich die Bitte der Herren Zankow und Stantschow der wohlgeneigten Erwägung Eurer Exzellenz übergebe, habe ich die Ehre, Sie zu benachrichtigen, gnädiger Herr, daß die von den genannten Personen erbetenen Geldmittel vermittelst unferer Bertretung in Belgrad, wo Herr Zankow die Absicht hat, fich bis zur Durchführung der Umwälzung in Bulgarien aufzuhalten, gezahlt werden können. Gleichzeitig mit Gegenwärtigem halte ich für meine Pflicht, hinzuzufügen, daß von mir aus den Summen des Ottupationsfonds den Herren Zankow und Stantschow eine persönliche Unterstützung von 10 000 Frants gezahlt worden ist, worüber beiliegende Quittung ausgestellt wurde. Genehmigen... 2. Chiffrirte Antwort des Direktors des Asiatischen Departements an den faiserlich russischen Gesandten in Bukarest. Juni 1889. Infolge der vertraulichen Mittheilung vom Juni dieses Jahres habe ich die Ehre, Eure Exzellenz ganz ergebenst zu bitten, gütigst die nöthigen Anordnungen zu treffen, daß aus den Summen des Otkupationsfonds 50 000 Francs unserer Vertretung in Serbien überwiesen werden, um dieselben durch Dragan Zankow an die Personen austheilen zu lassen, welche ihre Bereitwilligkeit erklärt haben, an einem Umsturze in Bul garien theilzunehmen. Ueber die Art und Weise der Berausgabung dieser Summe, sowie über die Rechnungslegung an die Abtheilung der Personal- und wirthschaftlichen Angelegenheiten ist von mir bereits direkt unserem Gesandten in Belgrad geschrieben worden. Camille Belletan, in einem langen Artikel auf das Demonstrationszug in Randers, der mit 5 Musikkorps und Lebhafteste und hält der Regierung die Unrechtmäßigkeit 54 Fahnen durch die Straßen nach dem Festplat eines solchen Verbots vor; man habe den Sozialdemokraten marschirte, war der größte Aufzug, die je durch die Straßen fo lange utopistische Träumereien und praktische Unfrucht der genannten Stadt zog. Selbst die reaktionären Blätter barkeit vorgeworfen, und nun, da sich die vom Volke schäßten die Theilnehmer auf 10 000. Unter anderem wurde erwählten Vertreter sozialistischer Gemeinden zu bei der Zusammenkunft in Randers beschlossen, daß im einigen beabsichtigten, Nachsommer ein allgemeiner Landarbeiter Kongreß in Programm direkt burchzuführender sozialer Reformen aufzustellen, wolle Jütlands Hauptstadt Aarhus, abgehalten werden soll. man sie daran verhindern! Pelletan giebt den Ein- unser Parteikongreß, der die oberste Behörde der dänischen Wenn der Zarismus, dessen schamlose Maulwurfsarbeit berufern des Kongresses den Rath, energisch auf ihrem sozialdemokratischen Bartei ist, ist vom 22. bis 24. Juli in Die Theilnahme war durch diese Mittheilungen klärlich aufgezeigt wird, endlich die Regierung mit Gendarmen den Kongreß auseinander dieses Jahr bedeutend größer wie bisher, indem 104 durch die längst schon nothwendige Umwälzung gestürzt sein treiben würde; er räth ferner, auch die sozialdemokratischen Delegirte anwesend waren. Der im Jahre 1890 abgehaltene wird, kann die Welt noch viel auferbaulichere Enthüllungen aus den reichhaltigen Urkundenscheinen des russischen und anderen arbeiterfreundlichen Abgeordneten zu kongreß zählte nur 71 Mitglieder. Den dem Kongreß vordem Kongresse einzuladen. Die Regierung zaudert noch liegenden Mittheilungen zufolge zählen jetzt die politischen Despotenthums erleben. immer, sich über die Sache auszusprechen; in der letzten Organisationen 15 000 und die fachlichen Organisationen Gleiches mit Gleichem. Nachdem in den Kämpfen Sigung des Staatsraths sollte über die Angelegenheit be- 32 000 Mitglieder. Die Landarbeiter haben 24 politische zwischen Kapital und Arbeit in Pennsylvanien die Fabrikschlossen werden; es ist nicht geschehen. Doch, mag die Vereine. Das Hauptorgan der sozialdemokratischen Partei, befizer zum Schuße ihrer Interessen Privatpolizisten" von Entscheidung ausfallen, wie sie wolle, eines ift ge 22 000 Abonnenten. In Jütland haben wir 4 Tageblätter. richten die Arbeiter sich nun auf militärische Schulung und Social- Demokraten", der in Kopenhagen erscheint, hat der Sorte der Pinkerton- Mannen" zu Hilfe gezogen haben, wiß: das Munizipalprogramm wird auf jeden Fall ausgearbeitet; fann es nicht in St. Dnen geschehen, Der Kongreß, der in befter Harmonie verlief, beschäftigte bewaffneten Widerstand gegen diese modernen Landsknechte wird der Kongreß von Marseille die Ar- sich hauptsächlich mit Organisations- und Agitationsfragen. ein. In Chicago und Boston wollen einzelne Gewerkvereine beit verrichten. Die Kommission, welche die Ent- Im Programm wurden nur einige ganz unwesentliche ihre Mitglieder im Gebrauch der Waffen ausbilden und schädigung Menderungen vorgenommen. Der Kongreß wurde mit einem so bei etwaigen Ausständen den Privatpolizisten entgegender Opfer der Dynamit attentate zu regeln hat, ist fürzlich ernannt worden. Hoch auf den internationalen Sozialismus geschlossen. Der treten. Der vom Genoffen Allemane redigirte, Barti Duvrier" nächste Kongreß wird 1894 in Aarhus abgehalten werden. zählt die Namen der Mitglieder auf und bemerkt zum Ein englisches Urtheil. Truth"( Wahrheit), das Schlusse:„ Wir gestehen, daß die Anarchisten ein aus Londoner Sensationsblatt des Gladstoneaners. Labouchère, gezeichnetes Mittel erfunden haben, um die Eigenthümer zu veröffentlicht nachstehenden Flottenbefehl, der wahr bekämpfen! Wann wird die nächste Tölpelei erfolgen? Das scheinlich durch eine Indiskretion zu ihrer Kenntniß geBolt ist ja zum Zahlen da!" langt ist: Wildfire", Sheerneß, 4. Juli 1892. so weißgefärbt war am anderen Ufer an einem Tau befestigt. Sie bemerkten ihn Beide zur selben Zeit, dann glitten Marcel's Augen rasch über den Garten, über die Stufen und den Kahn hin. Ihre Blicke kreuzten sich; Babette war ganz blaß geworden. Sie stieg wieder hinauf und fing auf's Neue an zu gießen. Woran denken Sie in diesem Augenblick? fragte er, als er sie einholte. Sie sind ganz bleich. An nichts. Ich weiß, woran Sie denken! Ach nein! Generalbefehl Nr. 37. 1. Ueber das Ziviltragen der Offiziere an Sonntagen. Es ist zu meiner Kenntniß gelangt, daß ein Offizier eines Schiffes Ihrer Majestät am Sonntage in einem hellen Anzuge gesehen worden ist. Die Offiziere werden mit Rücksicht darauf hiermit von mir aufgefordert, an Sonntagen, falls fie Zivil tragen, sich nur in Anzügen von dunklen Stoffen sehen zu lassen, wie solches die Schicklichkeit erfordert. A. C. F. Heneage, " Vize- Admiral und kommandirender Admiral. Labouchere bemerkt dazu: Wenn wir deshalb den Admiralen 2500 Pfund( 50 000 Mark) zahlen, damit sie Wenn Sie wollten, tönnten wir uns eines Abends hier solches dummes Zeug von sich geben, so übertragen wir sehen, ich werde fommen, ich liebe Sie! Sie sind abscheulich! Babette! Schweigen Sie! III. Von der Cholera. In der Vorstadt Gonesse bei Baris find mehrere choleraähnliche Erkrankungen und infolge derselben heute 4 Todesfälle vorgekommen. Soziale Ltebericht. An die Stuckateure Berlins! Kollegen! Wie Ihr Alle wißt, findet in nächster Zeit unser dritter Kongres in Stuttgart statt. Zu demselben wurden in einer öffentlichen Versammlung für Berlin zwei Delegirte gewählt. Um diese nun mit den nöthigen Geldmitteln zu versehen, ist es unbedingt nothwendig, daß Ihr Euch opferwilliger als bisher zeigt. Gebe ein Jeder seinen Theil dazu, der Kongreß wirkt ja für Guch Alle. Wenn einige Kollegen be fo erinnern wir Euch daran, wie wenig noch vor einigen Jahren haupten, die Kongresse hätten uns noch keinen Nuzen gebracht, die Stuckateure Deutschlands organisirt gewesen sind und in wie beffer einer verständigen Frau den Oberbefehl über die vielen Städten die Kollegen feit dieser Zeit Organisationen geFlotte." Wenn Labby", wie die Londoner Labouchère gründet haben. Die Inhaber der Listen werden ersucht, dieselben nennen, nicht in einem wilden Lande" lebte, würde er bis spätestens 6. August beim Vertrauensmann Meyer, Romüber wichtige Vorschriften, wie diese Kleiderordnung nicht mandantenstraße 22, abzuliefern. Die Liste Nr. 27 ist verloren solch lästerliche Neben führen. Da sind unsere Liberalen gegangen und dieselbe daher als ungiltig zu betrachten. viel verständnißinniger. geben? $ Achtung, Stuckateure! Kollegen! Jedes Jahr, wenn die Baukonjunktur ihren Als Marcel an diesem Abend heimkehrte, wußte er nicht, ob er glücklich liebe. Aber er war ernst und feierLich gestimmt. Der Wantau auf Reifen. Da die Seeschlangen, Wir machen hiermit bekannt, daß am 30. Juli die Baus Es war Nacht. Gegen zehn Uhr hörte das Geräusch welche früher in der heißen Jahreszeit durch die Blätter Stuckateure der Firma Ischyrota", Treptow, wegen Berlängerung der Mühle plöglich auf. Man jah ein Zicht zugleich im trochen, ben Kredit eingebüßt haben, läßt sich der Pariser der Arbeitszeit( auf 10 Stunden täglich) und wegen Lohnkürzung Hauſe des Müllers und im Kanal von einem Fenster Gaulois" aus London eine ungeheure, noch nie das die Arbeit niedergelegt haben. Wir warnen vor Zuzug. zum andern wandern Wartel geweſene 31 len maschine beschreiben, welche die russi- niedrigsten Stand erreicht hat, haben wir mit Lohnkürzungen, wandern und dann erlöschen. überschritt den Damm, kam an locheile Ufer, ichen Nihilisten dort in aller Stille tonſtruirt hätten. Den Verlängerung der Arbeitszeit zc. zu rechnen. Das Unternehmerlauschte, ob er Niemanden kommen hörte, stieg in den Kahn Tag der Einweihung wird man doch rechtzeitig bekannt thum kann dieses um so leichter vornehmen, als es hierbei auf und landete an der Treppe des kleinen Gartens. Der junge Mann erflomm vorsichtig die feuchten Anarchisten" jagd. Humbug, nichts als Humbug! So muß ale unorganisirt ihm keinen Widerstand entgegensetzen können. Stufen, setzte sich auf eine alte Bant, die an der mater feßt der" Herold" unterm 1. Auguſt aus Paris melden: Wir rufen deshalb allen jenen Kollegen, welche noch abseits von der Terrasse angebracht war und wartete. Die bei dem Anarchisten Ferdinand gefundenen angeblichen unserer Bewegung stehen, die Mahnung zu: Tretet ein in unsere In feine Stirn waren ganz feucht, und es schien ihm ale Sprengstoffe haben sich bei der amtlichen Untersuchung als Reihen, damit wir Schulter an Schulter gegen das Unfere zunehmen vermögen. ob er in seiner Bruſt und in seinem Kopfe einen Som des zu Exploſivzwecken ungeeignete Chemikalien erwiesen." Ob nehmerthum zu kämpfen, unsere Intereffen mit Erfolg wahrSchmiede- 3 Brausepulver oder Brechweinstein war, wird nicht Die Vertrauensleute: hammer schlagen höre. Er stützte die Ellbogen auf seine 2. Kleinert, gefagt.H. Meyer. Knie und träumte. Geit ungefähr einer Woche bedrückte ein schwerer Kummer Babettens Herz. Ihr sonst so Spanisches. In Morata bei Murcia fam es bei der In Schwechat bei Wien stellte die Mehrzahl der Faß. blühendes heiteres Gesicht war blaß und ernst und schien faft Erhebung der Gemeindeftener auf Lebensmittel zu bindergehilfen der Brauerei Anton Dreher die Arbeit ein, Ausschreitungen. Die Gebäude der Zolliache wurden in weil die Firma den Austritt der Gehilfen aus dem Fachverein Brand gesteckt. verlangte. Zuzug ist fernzuhalten. gealtert. Fortsetzung folgt.) Seine Hände " 0 Für den Inhalt der Inserate überNeue Welt. Bergsglo- Bramerei, Saſenhaide. 15. Berliner Neichstags- Wahlkreis. Heute Dienstag: 1334b nimmt die Redaktion dem Publikum Bon 4 Uhr Volks- und Sommerfest. gegenüber keinerlei Verantwortung. Nachm. ab: Theater. Dienstag, den 2. August. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Zigeunerbaron. -PO Oftend- Theater. Das Jrrlicht. Hierauf: Im Schillingshof. Kroll's Theater. Fra Diavolo. Bellealliance- Theater. Das kleine Krokodil. Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel. Berl. Sommer- Theater ( Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg.) ( Artistischer Leiter: Paul Pauli.) Dienstag, den 2. August. Posse. Ballet. Spezialitäten 1. Ranges. Mlle. Adrienne Ancion. Gebr. Schwarz. Georg Rösser. Ferike Horvath. Dora Ebert. Zum 26. Male: Ein moderner Rasirsalon. Posse in 1 Akt v. L'Arronge. Inscenirt von Paul Pauli. Zum 27. Male: Gold und Silber. Grosses Ballet- Divertissement. Prima Ballerina: Marie Ala. 6 SoloTänzerinnen, ein Solotänzer, Corps de Ballet 20. Damen. Fantoches- Theater des Mr. Winn. Anfang: des Konzerts 61/2 Uhr, der Vorstellung 7 Uhr. Täglich: Grosse Vorstellung. Concert, Specialitäten, Ball, Pantomime, Illuminationen. Entree 25 Pfg., Kinder 5 Pfg. Kinderbeluftigungen. E Mittwoch, den 3. August: Erstes Kinder- Erntefeft mit Erntezug. Donnerstag, den 4. Angust: Monftrefeuerwerk, Nachtfest in Japan. Müggelschlößchen( Friedrichshagen). Sonntag, den 7. August 1892: Grosses 169/2 Sänger- Fest des Arbeiter- Sängerbundes Berlins und Umgegend ( 162 Vereine mit 4500 Sängern). Grokes Doppel- Konzert. Auf dem 225 Quadratm. großen Pariser Tanzplatz: Grosser Frei- Tanz. Anfang des Konzerts früh 7 Uhr. Anfang der Gesangsauffährungen Nachm. 4 Uhr. Billets 25 Pf. mit Ueberfahrt, Alles Nähere die Programme. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Ferner bei: F. Schrader, Ackerstraße 81, bei Schreiber, Abends 7-9 Uhr G. Schleuß, Buchholzerstraße 1. A. Neumann, Brunnenstraße 101 II H. John, Wrangelstr. 57 III. A. May, Forsterstr. 43. F. Kortum, Manteuffelstraße 70 IV. R. Pescheck, Friedrichsfelderstr. 5, bei Tombach. G. Krause, Blumenstr. 52, Hof III. R. Meyer, Mariannenstr. 2. H. Neumann, Kurfürstenstr. 171, Hof, 2. Ging. IV. G. Däumig, Schöneberg, Bahnstr. 9. A. Hübner, Hedemannstr. 11, Hof part. M. Schmidt, Staligerstraße 27, Sof, 2. Eing. IV. D. Hayta, Adalbertstr. 76, Hof I, D. Rasche, Mariannenstr. 34, Hof II. A. Kaiser, Ackerstr. 34, Hof III. Dampferverbindung von Jannowitz- Brücke nach Friedrichshagen Vorm. 8,15, 9,00, 10,00 11,00, 12,15. Nachmittags von 2 Uhr ab halbstündlich. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Bundes- Mitgliedskarten nicht zum Eintritt berechtigen, sondern haben sich die Mitglieder wegen Der Vorstand. Adolph Ernst- Theater. Sängerbillets an F. Kortum zu wenden. 3um 46. Male: 2794L Fräulein Feldwebel. Gesangsposse in 3 Atten Don Ed. Jacobsohn und W. Mannstädt. Mufit von G. Steffens. Anfang 7%, Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Der Sommergarten ist geöffnet. PassagePanopticum. Neu! Grosses Sommerfest Der Tabak- Arbeiter Berlins. Sonnabend, den 6. Augut, im Elysium, Landsberger Allee 40/41. Concert, Gesangs- und humoristische Vorträge unter Mitwirkung des Gesangvereins Vorwärts II"( M. A.-S.-B.). und Kinder- Fackelzug bei bengaverbunden mit Gratis- Berlosung lischer Beleuchtung.( Jedes sind erhält eine Stocklaterne gratis.). Zum Schluß: Grosser Sommernachtsball. 1335b Grosse öffentliche allgemeine Volks- Versammlung am Dienstag, den 2. August cr., Abends 8% Uhr, im Saale Altes Schüßenhaus", Linienstr. 5. Tagesordnung: " 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Arthur Stadthagen über das Thema: Wer dem Arbeiter den Lohn nicht giebt, ist ein Bluthund. 2. Dis fussion. 3. Verschiedenes. 386/3 Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 2. Auguft, Abends 8 Uhr, im Saale der Kronen- Brauerei", Alt- Moabit Nr. 47-49: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Hafenbach. 2. Dis. fussion. 3. Vereinsan gelegenheiten und Verschiedenes. 4. Fragetaften. Gäste willkommen. 424/9 DR. P. WILL HAVER Der Vorstand. NEU! NV Angenehme und nüßliche Hautpflege. Unents behrlich und aufstellbar selbst im kleinstem Haushalt. In jedem Zimmer oder Küche in I Minute auf- oder abzubauen. Patent! 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Blaue Grotte Die Kaffeeküdje steht den geehrten Damen von 4 Uhr ab zur Verfügung. mit Wasser, Kähnen u. Gäste haben Zutritt. Pferdebahnlinie: Moritzplatz- Spittelmarkt- Molten Beleuchtungseffekten. markt- Alexanderplatz bis vor die Thüre. Das Comitee. Anfang 6 Uhr. Entree 30 Pf. Billets vorher 25 B. bei C. Butry, der deutschen Wagenbauer. Neu! Eine Sriminal Verband deutsch. Zimmerleute geschichte in fieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Viktoria- Brauerei. Lützow- Straße 111/112. Im Konzertgarten resp. Saal) ( außer Läglich Sonnabends): Stettiner Sänger. 3. ( Lokalverband Berlin). General- Versammlung morgen, Mittwoch, den 3. August, Abends 8½ hr, im Lokal des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstrasse 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Th. Mehner. 2. Abrechnung vom 2. Quartal. 8. Berschiedenes.- Das Erscheinen aller Mitglieder ist nöthig. 458 11 Der Vorstand. Verein der in der Buch-, Papier- und Lederwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Berlin 1. Am 29. Juli verstarb nach kurzem Leiden unser Mitglied, der Stellmacher W. Mroczinsky. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 2. August, von Bethanien aus nach dem kathol. Kirchhof in Weißensee statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 371/11 Die Ortsverwaltung. oskar sehrke zu ſeinem 36. Wiegene fefte ein donnerndes Hoch, daß die Unserm Pfeifenbruder und Genossen ganze Klaviatur wackelt. Oskar, heut' woll'n wir uns' mal ordentlich den Stoob von den Pantoffeln schütteln. Die Pfeifenbrüder der eifernen Pfeife: 1331b U. H. M. B. G. Allen Freunden und Kollegen die traurige Mittheilung, daß mein lieber Mann Karl Hauss am Sonnabend, den 30. Juli, in der Charitee gestorben ist. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des 1338b Emmaus- Kirchhofes statt. Verein d. polnischen Sozialisten Sie trauernde Gattin: Marie Hauss. zu Berlin. Sonnabend, den 6. Auguft ds. Js., Abends 8 Uhr: Sommernachts- Ball in Friedrichsberg und Frankfurter Allee 38/39. 251 ( Schneider's Salon), Proskauerstraße Das Komitee. Erste General- Versammlung Bom Sommerfest des des neugegründeten Vereins am Mittwoch, den 3. August, bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75. Tagesordnung: 1. Aufnahme der Mitglieder. 2. Statutenberathung. 3. Wahl des Borstandes. 4. Verschiedenes. 440/15 Stets wechselnd. Die Mitglieder der aufgelösten Vereine gelten als berechtigte Mitglieder Programm. und haben sich durch Mitgliedsbuch resp. Karte zu legitimiren. Anfang 8 Uhr. Wir machen noch besonders darauf aufmerksam, daß lant Entree 50 Pfg. pünktlich 8½ hr beginnt. 7 Empfehle mein Geschäft in friscaen 533 L Blumen und Kränzen. Robert Meyer, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu ver meiden, bitte ich meine Freunde und Gen offen, genau auf meine Adresse zu achten. 1 ( 1832 L Berbandes der in der Metall- Sophabezüge! industrie beschäftigten Arbeiter sind untenstehende Gewinne bis spätestens 15. Auguft bei F. Schuster, Anbreasstraße 69, abzuholen. Gewinne, welde nicht abgeholt werden, werden Eigenthum des Verbandes. 336. 338. 465, Refte in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, pottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! Sonntags? Uhr: Beschluß der konstituirenden Versammlung die Versammlung 532, 620, 622. 688. 746. 837. 1064. Genossenschaftsbrot frei ins Haus. Wochentagsbillets à 40 Pf.( S. Plakate.) Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit Der provisorische Vorstand. Große öffentliche Versammlung liefert a.Bestell. 1066. 1075. 1090. 1130. 1226. 1240. 13376 P. Neidhart, Naunynstr. 70. 1235. 1258. 1264. 1219. 911. 916. 480/6 Das Komitee. Ratio: Gr. Konzert, Theater d. Militärlieferungs- u. Zivilschneider Butter- Handlung Täglich: und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pfg. 2289L Hellmuth Peters. Die Beleidigung gegen Frau Krüger nehme ich hiermit zurück und erkläre fie für eine ehrenhafte Frau. 1339b A. Eisenmann. am Mittwody, den 3. Auguft, Abends 8%, Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandanten- Strasse No. 20. Tagesordnung: on gros von en detail 180/9 P. Schulze 1. Die Lohnabzüge im Deutschen Offizierverein, bei Berger u. Collani und die Verhandlungen mit der Agitationstommission. Referent 3. Timm. 1. Geſchäft: Friesenstraße 21. 2. Weitere Stellungnahme hierzu. Kollegen und Kolleginnen! In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Eure Pflicht, zahlreich zu erscheinen. Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. 2. Geschäft: Zoffenerstraße 43. Bruch Gold, Silber, Staubgold, Platina fauft Bez, Laufiberstr. 40. 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Marm.Ind., Kiefer, Trebbinerstraße. 1336b R. Sch. verl. Ebeling, Fischerstr. 13. Berlins und Umgegend. Ordentliche General- Versammlung am Donnerstag, den 4. August, Abends 82 Uhr, in Philipp's Restaurant, Rosenthaler- Strasse No. 38. Tagesordnung: 1. Raffenbericht des Nendanten. 2. Wahl eines Schriftführers. 3. Bestätigung resp. Neuwahl von Kommissionsmitgliedern. 4. Anträge. Mitgliedstarte legitimirt. Der Vorstand. 480/7 Redakteur und Expedient gesucht. Für unser am 1. Oktober wöchentlich dreimal erscheinendes Parteiblatt fordern wir alle Diejenigen, welche sich um eine von beiden Stellen bewerben wollen, hiermit auf, ihre werthen Offerten bis spätestens 10. August mit Gebaltsansprüchen an den Unterzeichneten einzusenden. Nur Solche, welche entweder derartige Stellen schon bekleidet, oder die nöthigen Fähigkeiten befizen, wollen sich melden. Julius Seifert, Zwickau, Richardstr. 15. Verantwortlicher Redakteur: August Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag 2779L ОСУГІЙ HECH R.HECHT BERLIN Stempelfabrik & von R. Hecht BERLIN S. Oranienstr. 55 liefert schnell und billig alle Arten Stempel. .[ 2485 L Fuhrherrn oder Unternehmer, zu vermiethen. Das grösste Brot für 50 Pf. liefert[ 2494L Albrecht's Bäckerei, bi Wrangelstr. 8, KRONEN 100 GARN ** " di Langestr. 26., Falkensteinstr. 28. Bi Sei de sch V da to Di Si Ar gei fich Steinmetz- Strasse 52 b. Busch zugefügte Beleidigung zurück. bei Hannemann, Milch- Geschäft. 13326 Bading in Berlin SW', Beuthstraße 2. Erklärung. Nehme die irrthümlich dem Kollegen Dea frit ſch 0. Schmidt. Hierzu eine Beilage. welche die Abfuhr von Erde übernehmen wollen, können sich melden im Komtoir der Brauerei von Oswald 27962 Berliner, Brunnenſtr. 112. Die Genossenschafts- BrotbäckereiNiederlage für den Westen befindet YARDS Bestes Nähgarn! Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 178. Parteinachrichten. Dienstag, den 2. August 1892. 9. Jahrg. fräftig zu fördern. Darauf wurde folgende Resolution ein- Scheu vor der Deffentlichkeit? Jedenfalls ist es den Herren von, stimmig angenommen:„ Die Versammlung erklärt sich mit den auf und woßu nicht gerade angenehm, daß ihre Handlungsweise Ausführungen des Referenten voll und ganz einverstanden und gegen die Arbeiter in die breite Deffentlichkeit dringt, da diese Aus Breslau wird uns geschrieben: Am Sonnabend, den wird für die Forderungen der Sozialdemokratie thatkräftig ein- dann erfahren müßte, daß Abzüge nicht etwa wegen schlechten 30. Juli, fand im Saale„ 3um weißen Hirsch" in Breslau eine treten." Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Geschäftsganges gemacht wurden. Bewahre! Die Herren vou Boltsversammlung statt, in welcher die leidige, Solidaritäts". Sozialdemokratie ging man auseinander. der christlichen Liebe und Barmherzigkeit werden die VerFrage definitiv erledigt wurde. Vor Eintritt in die Tagesurtheilung ihres Vorgehens scheuen, da sie sich wohl selbst ordnung beschloß man auf Antrag des Genossen Thiel einDie Sozialdemokratie Jenas und Umgegend hat ein zugestehen müssen, müssen, durchaus eine Heldenthat begangen. stimmig, die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern der heutigen Flugblatt erlassen, in welchem sie den dort zu Besuch erwarteten zu haben, als sie von ihrer wirthschaftlichen Ueberlegenheit gegenVersammlung nach Abzug der Auslagen dem sozialdemo-„ Bolksfreund" Bismarck so charakterisirt, wie es dieser Mann um über den Arbeitern in der Zeit der Krisis Gebrauch machten. kratischen Parteifonds zu überweisen. Genosse Thater referirte Die Arbeiterklasse verdient hat. Hat das Volk Ursache," fragt 3weifellos ist die Sympathie desjenigen Theils der Kundschaft, sodann über das Thema:" Zweck und Ziele des Vereins„ Soli- das Flugblatt,... dem Anzettler dreier Kriege, dem Depeschen- deren Herz noch nicht vollständig erstorben, auf Seiten der Ar darität" und wie stellen sich die Arbeiter Breslaus zu demselben?" fälscher, dem Vater des Sozialistengefeßes, dein Veranstalter der beiter, und daher wohl wünscht man den Ausschluß der Deffentim Sinne der Gründer dieser Genossenschaft. Er führte zu 87er Karnevalswahl, dem ruhmlos besiegten Kulturkämpfer, dem lichkeit. Hieraus ergiebt sich die Nothwendigkeit, daß ein Druck Gunsten derselben den„ Vorwärts"- Artikel„ Er rempelt wieder" Einleiter des Raubzuges gegen das Volf,... dem Verivalter auf die öffentliche Meinung fortgesetzt werden muß; seiner Zeit in Nr. 115 vom 18. Mai, sowie ein Zitat aus Vebel's Broschüre des unkontrollirten Welfenfonds, dem Korrumpirer aller öffent- werden wir über das Ergebniß berichten. Eins steht jedenfalls Unsere Ziele" an und polemisirte dann gegen die Redaktion der lichen Verhältnisse zuzujubeln? Wir fagen Nein!!" fest: für die proletarische Bewegung wird jener Schachzug in Volkswacht", die seiner Ansicht nach nicht genügend für die bei Es giebt eine Nemesis, nämlich die Logit der Dinge, und jeder Weise von Vortheil sein. Die Militärschneider, früher noch der Gründung betheiligten Genossen eingetreten sei. Ge- ihre Erefutive ist heute das Proletariat. Mögen das auch die in einem gewiffen Dünkel befangen, weil sie für Offiziere arbeiten, noffe Karl Thiel ging auf die Ausführungen des Andern nicht vergessen! beginnen, sich von demselben zu befreien, indem sie sich immer Referenten Punkt für Punkt ein, Er kennzeichnete dieselben widerlegend. mehr der Sozialdemokratie zuwenden. So prangte in diesem den Standpunkt der Volkswacht" in In Gotha wurde Sonnabend voriger Woche in den Abend- Jahre zum ersten Male ein großer mit rother Schleife verzierter dieser Frage und wies nach, daß diefelbe absolut nicht anders stunden die ganze Stadt mit Flugblättern belegt, in welchen Kranz, gewidmet von dem„ Verein der Militärschneider", auf den handeln durfte, als sie es gethan. Hedner betonte, daß die zur Wahl sozialdemokratischer Landtags- Abgeordneter Wahl sozialdemokratischer Landtags- Abgeordneter auf- Gräbern der Märzgefallenen. Bald wird auch der letzte Militär" Boltswacht" entgegen den Behauptungen des Referenten mit gefordert wird. schneider Sozialdemokrat sein!" ihrer Stellungnahme in dieser Frage dem Vorwärts" feineswegs genossen anerkennt." er= finden wird." Der . nachgehinkt sei, sondern im Gegentheil ihre Meinung über die In Dortmund zählt der Sozialdemokratische Verein jetzt triebsreglements der deutschen Eisenbahnen binnen furzem in Die neue Verkehrsordnung, welche statt des jetzigen Be Gründung durchaus unabhängig zum Ausdruck gebracht habe. 159 Mitglieder; seit Januar hat sich der Mitgliederstand ver- Seraft treten soll, wird, wie das Zentralbl. der Bauverwaltung" Die sozialdemokratische Partei als solche habe mit der„ So- doppelt. lidarität" abfolut nichts zu thun. Er empfahl der Versammlung, mittheilt, auch eine veränderte Bestimmung in Bezug auf die in einer diesbezüglichen Resolution ihrer Meinung ungweideutigen Zur Sammlung der Arbeitsordnungen bemerkt der in Signale mit der Stationsglocke bringen. Das in früherer Zeit Ausdruck zu geben. An der ferneren Diskussion, die sich zu einer alle a. S. erscheinende„ Töpfer":" Wir unterstützen selbst- Buges naht" und das dritte Läuten, welches die Abfahrt felbft übliche dreimalige Läuten mit der Bedeutung: Die Abfahrt des sehr lebhaften gestaltete, betheiligten sich die Genossen Schü 3, verständlich den Vorschlag des Vorwärts", wie wir ja schon von verkündete, sind geradezu zwecklos gewesen, denn für den ZeitSiepelt, Zahn, Hauch, Geiser, Friedrich 2c. Nach Anfang an im„ Töpfer" aufgefordert haben, uns alle ArbeitsSchluß derselben gelangte die von Thiel eingebrachte Resolution ordnungen in den Töpferei- Gewerbebetrieben zur Besprechung punkt der Abfahrt war stets das vom Zugführer mit der Mundmit allen gegen 4 Stimmen zur Annahme. Dieselbe lautet: einzusenden. Nur möchten wir die Frage angeregt haben, ob es Pfeife gegebene Signal, nicht das Glockensignal maßgebend. Dema genossenschaft„ Solidarität" als ein rein privates Unternehmen eine einzige Zentralstelle einzusenden, dieselben zunächst an steigen" gelegt und einfach bestimmt:" Das Zeichen zum Eins " In Erwägung, daß die Gründung der Breslauer Produktiv- fich nicht empfiehlt, die Arbeitsordnungen, statt sie sämmtlich an gemäß wurde auch in§ 15 des zur Zeit noch giltigen Betriebsreglements nur Werth auf das zweite Glockenjignal„ Eineinzelner Personen zu betrachten ist; Zentralstellen der einzelnen Gewerbe oder Gewerbegruppen zur Zeitungspolemik die möglichste Klarstellung dieser Angelegenheit manches für die einzelnen Gewerbe spezifisch Eigenthümliches Baragraphen ist aber in den letzten Jahren mit Zustimmung des in der ferneren Erwägung, daß infolge einer entstandenen Prüfung gelangen zu laffen, da in den Arbeitsordnungen fich feigen in die Wagen wird durch zwei unterschiedene Schläge mit der Glocke gegeben." Von dieser Bestimmung des genannten vor der Deffentlichkeit dringend geboten erscheint, beschließt die heutige Volfsversammlung: Die Breslauer Weiter wird die Sammlung empfohlen von der Medlen Reichs- Eisenbahnamts ebenfalls mehrfach abgewichen worden, weil Sozialdemokratie als folche hat mit der et burgischen Volkszeitung", dem„ Fachgenoſſen"( Organ der Arbeiter auf größeren Stationen und besonders auf Knotenpuntten innerwähnten Genossenschaftsgründung nichts zu der Glas-, Porzellan- und Thonwaaren- Juduſtrie, Dresden). halb weniger Minuten Züge nach den verschiedensten Richtungen schaffen. Die Versammlung erkennt das Verhalten des hiesigen abzugehen pflegen und in solchen Fällen nicht mehr zu unterParteiorgans in dieser Frage als durchaus torrett an und Auch in Peterswaldau hat der nach Schlesien entfandte scheiden ist, für welchen Bug das Glockensignal„ Einsteigen" gilt. überläßt es im Uebrigen Jedermann, wie er sich aut ber, Goli- Wanderredner der„ Unabhängigen" eine Niederlage erlittens, die Solche Glockenfignale haben dann nur zur Berunruhigung des darität" stellen will, deren Gründer sie als anständige Partei- dortige Versammlung verlief ungefähr so wie die in Reichenbach Bublikums beigetragen, und dieselben sind daher ersetzt worden und Langenbielau vorher abgehaltenen. Kühn, Feldmann und durch das Abrufen der Reisenden zu den einzelnen Zügen. Was noch einige andere Parteigenossen traten den„ Unabhängigen" sich auf den großen Knotenstationen bewährt hat, dürfte sich um Ans Kalar, einem brandenburgischen Städtchen von etwas entgegen. Die bekannte Resolution, in welcher das Einverständ. fo mehr auf den kleinen Stationen bewähren, und so erweitert über 3000 Einwohnern, erzählt die in Frankfurt a. D. niß mit der bisherigen Taktik ausgedrückt ist, fand mit erdrückender denn auch die neue Verkehrsordnung die frühere Bestimmung im scheinende Märkische Volksstimme" eine luftige Historie § 15 dahin, daß die Aufforderung zum Einsteigen in die Wagen Die Mehrheit Annahme. Einwohner" dieser Stadt wurden am 24. Juli in fürchterliche auch durch Abrufen oder Abläuten in den Warteräumen erfolgen Aufregung versetzt. Am Nachmittag fand in der Stube des Turnwesen. Die Turnvereine von Werder und Nofann. Die Anwendung eines aus zwei Schlägen bestehenden Herrn Lehmann eine Bolksversammlung statt, in welcher der wa wes erklärten ihren Beitritt zum Märkischen Arbeiter- Glockensignals ist also nicht mehr wie früher obligatorisch, sonSozialdemokrat Alfons Beyer- Kottbus einen wissenschaftlichen turnbund. dern nur fakultativ geworden. Einer derartigen Menderung ist Vortrag hielt. 3 Gendarmen waren aufgeboten, 2 im Lokal nur beizupflichten, denn es handelt sich um Beseitigung eines und einer vor der Thür. Nach Beendigung der Versammlung Polizeiliches, Gerichtliches c. ziemlich überflüssigen Hilfsmittels, ohne welches die englischen gingen die Besucher derselben auseinander. Der Referent wurde Westfälischen Freien Breffe", Betriebe unserer Stadtbahn als völlig entbehrlich erwiesen hat. Redakteur der Westfälischen Freien Preffe", Stationen schon längst auskommen und welches sich auch bei dem auf Schritt und Tritt, zuerst in einer Entfernung von 3 Schritt Dr. Diederich, wurde wegen Beleidigung des Betriebsführers Mit Recht bemerkt auch das obengenannte Blatt, daß durch diese verfolgt. Alle alten Weiber, viele Hunderte von Kindern liefen Bonacker von Zeche Hansa zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Aenderung eine wesentliche Erleichtung auf den kleinen Stationen den Tag über zusammen. Was ist denn hier passirt? fragte Von einer zweiten Beleidigung desselben sprach ihn das Ge- mit wenig Personal, wo der leitende Stationsbeamte neben seinen man allgemein; Reiner konnte Antwort geben. Um dem Spaße richt frei. ein Ende zu machen, Der Bergmann Heinrich Kördt in Langendreer vielen anderen und wichtigeren Geschäften nur zu oft das dreiSreuzwege auseinander nach allen Richtungen. Immer mehr wurde wegen Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung von der malige Läuten selbst besorgen mußte, herbeigeführt werde. Es Menschen kamen zusammen. Vor dem Hauſe des Einberufers Bochumer Straflammer zu drei Monaten Gefängnis verurtheilt. ſcheint also, daß die Tage der Stationsglocke gezählt sind. ein Posten aufgestellt. Der Referent fab sich gezwungen, die Wegen Veleidigung des Maschinen- und Kesselfabrikanten Nunmehr sind die Lokale mit Damen- Bedienung Nachfolger" im wahren Sinne des Wortes zu versetzen, was ihm Johann Hempel in Dresden hat der verantwortliche Redakteur in Berlin von der Polizei reglementirt. Wie es nicht anders auch dreimal gelang. Die Gendarmen rannten wie Staats- und der Sächsischen Arbeiter 3eitung", H. Wetter, zu erwarten war, ist man hauptsächlich den armen Mädchen zu Leibe Gemeinderetter die Kalauer Straßen' rauf und' runter, fragten 50 M. Strafe zu bezahlen. alte Weiber und Kinder, ob sie nicht einen fremden Mann ge-Aus Mülhausen i. E. schreibt die„ Elsaß- Lothring. Agenten, d. h. die Zutreiber, ungeschoren ließ. Die wesentlichen gegangen, während man die Bordellwirthe und namentlich die ſehen hätten, bis er wieder gefunden war. Um den Neſtaurateuren Volkszeitung" unterm 28. Juli:" Einer unerwarteten Ueber Bestimmungen sind nach der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" feine Unannehmlichkeiten zu machen, ging der Referent zu einem raschung wurden die mit Spazierstöcken versehenen Besucher der die Folgenden: Währenddem erreichte der Auflauf letzten Volksversammlung im Eisteller theilhaftig. Am Eingange§ 1. In den Schaukräumen der Gast- und Schankwirth Die Straßen waren von vielen Hunderten des Saales wurde ihnen nämlich durch den dahinpoftirten schaften, in welchen Kellnerinnen zur Bedienung der Gäſte ge= immer drohender wurde die Haltung einiger Staatsretter", alles Frauenzimmern wurde dagegen galant gestattet, mitgebrachte Räume oder Pläße versteckt, verhüllt oder in irgend einer Weise gesperrt, die ganze Töpferstraße war schwarz von Menschen, Bolizisten eröffnet, daß die Stöcke draußen zu laſſen wären! halten werden, find alle Einrichtungen verboten, durch welche fragte durcheinander: Was ist denn los?" Was ist passirt?" Regenschirme auch im Versammlungslokale zu behalten. Der dem freien Ein- und Ueberblick entzogen werden. Haben sie ihn?"" Was hat er verbrochen?" u. s. w. Ebenso fruchtbaren Phantasie der Hochwohlweisen unser Kompliment: Gaft- und Schantwirthschaften mit Kellnerinnen- Bedienung darf lauteten die Antworten.„ Der Raubmörder sizt in diesem Hause!" vielleicht wurde durch diese ihre weise Maßregel der Ausbruch der Betrieb des Schankgewerbes Morgens nicht vor 7 Uhr beRein, der Sozialdemokrat aus Cottbus fit darin! Totschlagen einer Staatsumwälzung" im Giskellerfaale verhindert! Soweit ginnen.§ 3. Gast und = fonte man die Hunde!"„ Lebendig sollte man ihn aufhängen und uns bekannt, ist man jenseits des Rheines auf dieſen fürsorglichen in ihren Schantlokalen zur Bedienung der Gäſte Rellner Langfam sterben lassen!" Ein Heißsporn, schneidiger Staats- Gedanken noch nicht verfallen; derfelbe scheint sonach auch eine rinnen halten, oder deren Stellvertreter sind verpflichtet, dem retter", wollte durchaus hinten herein, um eine Szene zu voll- der merkwürdigen Polizei- Spezialitäten zu sein, an welchen unser Polizeirevier, in welchem das Lokal belegen ist, ein Verzeichniß führen, wie in Xanten. Die Gendarmen standen wie die Gäulen. gefegnetes Elsaß- Lothringen so reich ist. Ob man wohl die der Kellnerinnen, welches den Vor- und Zunamen, das Datum Nachdem die Kalauer sich gründlich an der Kunst der Staats- chriftlichen Rebstecken der Bauern von Orschweier auch für so der Geburt, den Geburts- und Heimathsort, den Namen, Stand tetterei fatt gesehen hatten, ging der Referent nach dem Bahn- ſtaatsgefährliche Dinger betrachtet wie die sozialdemokratischen und Wohnort des Vaters oder Vormundes, den Aufenthalt hof, denn es wurde bald dunkel und man wußte nicht, was noch Spazierstöce?" Alles passiren konnte. Der Zug nach dem Bahnhofe war ein Die Sonnabend- Nummer des Hamburger Echos" Eintritts enthalten muß, einzureichen und demnächst in gleicher während der letzten drei Jahre, die Wohnung und den Tag des großartiger; gegen 1000 Menschen, beide Gendarmen, alle ist wegen eines Artikels gegen den Staatsanwalt Weise jeden Ein- und Austritt der Kellnerinnen binnen 24 Stunden Straßen schwarz. Der Zug ging zuerst durch die Töpferstraße, Dr. Romen konfiszirt worden. Es wäre schon beffer gewesen, zu melden.§ 4. Die in§ 3 bezeichneten Gewerbetreibenden natur durch eine ganz schmale, enge Gaſſe; alles Bolt hinterher, wenn der Gerichtshof die bekannte Aeußerung des Staatsanwalts haben in ihrem Lokale ein fortlaufendes Berzeichniß ihrer natürlich auch wieder die Gendarmen. Auf dem Bahnhof versetzte der zurückgewieſen hätte, damit wäre die Sache vermuthlich abgethan Kellnerinnen zu halten und jederzeit den Beamten des PolizeiReferent die Hüter der Ordnung zum dritten Male. Gemüthlich ging gewesen. Da das nicht geschah, war es Aufgabe der beleidigten präsidiums auf deren Verlangen vorzulegen. Dieses Verzeichniß derselbe zur Stadt, während die Gendarmen den ganzen Bug fozialdemokratischen Presse, den Staatsanwalt in seine Schranken muß foliirt sein und, bevor es in Gebrauch genommen durchfahen. Gemüthlich, in Ruhe, ohne Ueberwachung war nun zu verweisen. der Referent im Stande, ein Glas Bier zu trinken und auch in wird, auf dem Bureau des Polizeireviers, in welchem Desterreichische 3enfurblüthen. Nr. 31 der die Gaft- oder Schankwirthschaft belegen ist, zur Abstempelung sealau zu schlafen. Hätten die Gendarmen gewult etten„ Wiener Arbeiterzeitung" nach der zweiten Konfiskation: Die vorgelegt werden. in Eintragungen dieses Ver Ein Streit der Kapitalisten. Mir leben in der Zeit des Streitfiebers. Gewöhnlich wird dieselben Eintragungen enthalten, wie die Anmelde- Formulare. zeichniß müssen in jedem Falle unverzüglich erfolgen und Konfiszirt! § 5. Jede weibliche Person, welche in eine Gast- und Schankwirthschaft als Kellnerin zur Bedienung der Gäste eintritt, ist gehalten, dem nach§ 3 zu ihrer Anmeldung Verpflichteten alle zur Erfüllung seiner Obliegenheiten erforderlichen Angaben der Wahrheit gemäß zu machen und die über ihre Person lautenden und in ihrem Besitze befindlichen Ausweispapiere vorzulegen. § 6. Die im Schankgewerbe thätigen Kellnerinnen haben an= ständige und durchaus unauffällige Kleidung zu tragen. Die Kleider müssen insbesondere am Halfe geschlossen sein und mindestens bis zum Fußgelenk herabreichen.-§ 7. Den Kellnerinnen ist verboten, in unanständiger oder auch nur auffälliger Weise an den Fenstern oder Thüren der Schankräume oder an den Hausthüren zu verweilen oder durch Worte, Geberden oder andere Zeichen Personen in die Schankräume anzulocken.§. 8. Die Kellnerinnen dürfen weder für sich noch für Andere noch Gäste Trinken auffordern oder bereden. Genossen Abendbrot essen. den höchsten Grad. " jedenfalls die ganze Viacht das Haus belagert. Nun, ihr Einwohner Don Kalau und Umgegend, was sagt ihr dazu? Was war die Veranlassung zu diesen, des 19. Jahrhunderts unwürdigen Auftritten? Was hatte Beyer aus Kottbus gethan? Nichts! Rein Konfiszirt! garnichts! Sein Vortrag ward ruhig und fachlich! der überwachende Beamte hatte keine Veranlassung einzugreifen, die größte Ruhe herrschte in der Versammlung. Was war es also? Man glaubt durch eine derartige Maßnahme die Einwohner von der Gefährlichkeit der Sozialdemokraten zu überzeugen. Es sind dies die letzten„ geistigen Waffen", wenn alle anderen versagen. Die Lage Ich bin Konfiszirt! weil noch zu helfen ist. P..... r. Streif in Przibram. Konfiszirt!. Ich bin ein Mensch! Konfiszirt! meine vollen Menschenrechte! Tokales. der Agitationskommission der Schneider § 2. In den In Phrih fand vorigen Sonntag im Schüßenhaus eine Boltsversammlung statt, in welcher Genosse Storch aus Stettin feinen zweiten Vortrag und zwar diesmal über„ Die zehn Gebote und die besitzenden Klassen" hielt. Die Versammlung war, troßdem Saal- Entree erhoben wurde, von 387 Personen besucht, ein dertrag die Versammlung zu fesseln verstanden hatte und weiter und" Schneiderinnen Berlins gegen die Lohnherab. Speisen oder Getränke von Gäſten erbitten dafür, daß die Ideen der Sozialdemokratie selbst in dieser streng jegung seitens des deutschen Offiziersvereins zum Diskussion sprachen die Genossen Meyer und Goldbach im ben dort beschäftigten Arbeitern verhandeln will. Distrativen Gegend guten Anklang gefunden haben. In der hat", wie man uns schreibt, insoweit Erfolg gehabt, als man mit ferner unbedingt untersagt, an den Gaſtiſchen in Gemeinsch Sinne des Referenten. Man beschloß dann die Gründung eines Deffentlichkeit will man aber nichts zu thun haben. In den die Vorschriften dieser Bolizeiverordnung unterliegen, ſoweit nicht Arbeitervereins; in die au bieſem Zwecke ausgelegten Listen Wertitellen find Blafate angebracht, durch welche dies den in Ansehung des§ 2 die weitergehende Strafbestimmung des schoneten sich 104 Personen ein. Man hofft, daß der Verein Schneidern bekannt gegeben ist. Der Bahlmeiſter, dem die Un-§ 365 des Reichs- Strafgesetzbuches Anwendung mung des schon in nächster Zeit zu stande kommt. Nach einem Schlußwort gelegenheit untersteht, befand sich auf der Reise, seine Ankunft trafe bis zu 30 M. Für die Beachtung der Vorschriften in den bes Referenten, in welchem derselbe die ländlichen Verhältnisse war erst Mitte August zu erwarten; indessen ist er zur Regelung SS 6, 7 und 8 dieser Polizeiverordnung sind sowohl die tritifirte, forderte er die Anwesenden auf, unsere Agitation that per Sachlage schon jetzt zurückgekehrt. Weshalb nun aber diefe Kellnerinnen als die Gast- und Schankwirthe verantwortlich. Zu Mit der mit Gästen Platz zu nehmen.§ 9. Zuwiderhandlungen gegen Falle einer Stellvertretung haftet der Stellvertreter in derselben vollzogen beim Kassirer Anton Kopp, Borhagenerstr. 20, sowie in Weise, wie der Wirth selbst.§ 10. Auf die Ehefrauen und den Vereinsversammlungen, die gewöhnlich in der Zeit zwischen Töchter der Gaft- und Schankwirthe, sofern dieselben die Be- dem 10. und 20. eines jeden Monats stattfinden. dienung der Gäste ohne Ausübung des Kellnerinnengewerbes be= forgen, findet diese Polizeiverordnung keine Anwendung. In diefer Polizeiverordnung sind gegenüber der durch sie außer Kraft gesetzten vom 26. April 1881 völlig neu die§§ 1, 2, 6, 7, 8. In Ben§§ 3 und 4 ist die Forderung des Nachweises über den Aufenthalt während der letzten drei Jahre neu. falscher Stempel gewesen ob diese Proben aus anderem als dem für ihn bestimmten Material angefertigt, habe er nicht erfennen können. Er habe diese von ihm für falsch gehaltenen Proben zurückgewiesen und sich beschwerdeführend an den Direktor Das königliche Proviantamt in der Magazinstraße ist Leo gewandt. Es sei dann im Beisein des Herrn Bering an anvorgestern von einem gewaltigen Feuer heimgesucht worden. Kurz deren Proben versucht worden, ob auch durch das vor dem nach 6 Uhr früh bemerkte man in der Scheune an der Kaiser- Probiren geschehende Ausschmieden sein Stempel( Königliche Oststraßenfront verdächtigen Rauch. Es lagerten daselbst 2000 3tr. bahn: K. O.) eine dem von ihm für falsch angesehenen ähnliche Stroh, außerdem waren in dem oberen Stockwerk und im Dach Form annehmen könne. Die Versuche hätten ergeben, daß dies geschoß 7000 3tr. Hafer aufgespeichert. Das Feuer war im Stroh- unmöglich sei, und es habe ihm( Benge) gefchienen, als ob Bering Das Gerücht von dem Vorkommen eines Cholerafalles lager entstanden und hatte sich im Nu über den ganzen Raum jene Stempel gleichfalls für falsche gehalten habe. Es sei eine verbreitete sich am Sonnabend in Spandau. Gin unverheiratheter ausgedehnt. Die Feuerwehr eröffnete mit 9 Spritzen den An- genaue Untersuchung versprochen worden, über deren Resultat Zigarrenhändler Namens Schlüter war Morgens todt in seinem griff; außerdem war eine Kompagnie vom Alexanderregiment zur ihm Nichts bekannt geworden sei. Auch habe er sich nicht Bette aufgefunden worden; am Abend vorher war er noch wohl Stelle, die jedoch nicht in Thätigkeit trat und bald wieder abunt das weitere Schicksal der vermuthlich falschen und munter seinen Geschäften nachgegangen. Da ein herbei- rückte. Die Gluth war gewaltig. Zum Glück hielt die Decke der Proben gekümmert. Er habe sich dann aus dem ingerufener Arzt die Todesurfache nicht feststellen konnte, so wurde Scheune soweit Stand, daß von den Hafervorräthen nur ein zwischen noch einer nachträglichen Bearbeitung unterDie Leiche nach dem Obduktionshause geschafft. Der Verstorbene, Theil in Brand gerieth. Bedenklich wurde die Lage, als von der worfenen Material ein Paar richtige Zerreißproben ausgewählt, ein Mann in den 30er Jahren, litt sehr an Strämpfen, die wahr Hitze sich der auf dem Dach dick auflagernde Staub entzündete die dann auch den Anforderungen genügten, so daß er nun das scheinlich auch die Ursache seines plöglichen Todes geworden sind. und das ganze Dachgeschoß in Brand zu setzen drohte. Doch ge- Material habe abnehmen können. Die Herren Sachverständigen Von einer Erkrankung an Cholera fann nicht die Rede sein. lang es hier, das Feuer bald abzulöschen, so daß nur einige erklären gegenüber dem Zeugen es doch für möglich, daß auf Sparren verbrannt sind. Gegen Mittag war die Hauptgefahr be- jenen drei Zerreißproben der Stempel K. O. durch das Ausfeitigt, doch fonnten die legten Mannschaften die Brandstätte erst schmieden die veränderte Form, die Zeuge für gefälscht gehalten, um 6 Uhr Abends verlassen. angenommen habe. Um festzustellen, ob es vorkomme, daß ein Abnehmer wohl Polizeibericht. Am 30. v. M. Nachmittags fiel an der auch Schienen 2c. abnehme, ohne sie überhaupt anzusehen, wird Friedrichsgracht ein fünfjähriger Knabe beim Spielen ins Wasser, der Meister Defontaine von den( Köhler'schen) Neuen WestUnheilschwangeres Gewittergewölk ballte sich am Sonn- wurde aber alsbald durch einen Arbeiter unversehrt herausfälischen Stahlwerken vernommen. Präs. Ist es wahr, daß tag Nachmittag 6 Ühe westlich von Berlin, im osthavelländischen gezogen. Abends versuchte eine Schauspielerin infolge eines der Abnehmer Guillery auf Ihrem Wert einmal 200 Schienen Kreise, nördlich und östlich, im Nieder- Barnimschen Kreise, sowie Streites mit ihrem Direktor, sich hinter der Bühne mittels hat abstempeln lassen, die er gar nicht erst besichtigt, sondern von auch füdlich, im Kreise Teltow, zusammen und zog gegen Uhr Karbolöl zu vergiften. Sie wurde nach dem Krankenhause am denen er nur gefragt hat, ob sie gut seien? 3euge: Das über Berlin, Charlottenburg und Spandau, Köpenick, Nieder- Friedrichshain gebracht. In der Nacht zum 31. v. M. sprang habe ich nicht selbst gesehen, sondern nur von Arbeitern erzählen schläge gebend, dahin. Um 8 Uhr entlud sich nordwestwärts von ein etwa 16 Jahre altes Mädchen am Schöneberger User in habe ich nicht selbst gesehen, sondern nur von Arbeitern erzählen Berlin, wo sich das meiste Gewölt vereinigt hatte, ein schweres, selbstmörderischer Absicht in's Wasser. aber furzes Gewitter. Um 9 Uhr sah man die riesigen, raben- wußtlos geworden, herausgezogen und durch ärztliche Hilfe dem Bochumer Verein gewesen, erst als Vorarbeiter, dann als Zeuge, jetziger Agent öning ist von 1878 bis 1880 auf schwarzen Wolkenbälle sich auflösen und über Havel und Grune wieder zum Leben gebracht. Ferner wurde am Engel- Expedient. Als solcher habe er die Verladung und Absendung wald nach Südwesten ziehend, sich vertheilen. Im Teltower User die Leiche einer Frauensperson und an der SandKreise gab es etwa um 7 Uhr einige Tropfen Regen, doch nur in den Ortschaften dicht bei Berlin. Doch eine Folge, die in 10 Meilen weiter Runde mit Freuden begrüßt worden ist, hat das Gewitter gehabt, nämlich eine bis zum Montag Mittag anhaltende Abkühlung der überaus schwülen Temperatur. Beschlagnahme. Gestern wurde in unserem Verlage und der Expedition die Gedichtssammlung von Fritz Kunert Soziale Weckrufe", Verlag der Volksbuchhandlung Halle, von der Polizei beschlagnahmt. „ Ein wild- romantisches Schauspiel", wie der B.-C." schreibt, bot sich unlängst am Havelufer unweit Wannsee dar. Die Fischer von Tiefwerder waren auf den Malfang ausgezogen und hatten etwa bis Whitternacht ihre Fanggeräthschaften geworfen. Dann wollten sie wie gewöhnlich, unweit des Lindwerder am linken Ufer an Land gehen, um sich Kaffee zu bereiten, erstaunten aber nicht wenig, als sie in einiger Entfernung mehrere Feuer am Ufer bemerkten. Im Schein der Flammen sahen sie eine Reihe von Fuhrwerken; sie hörten fremdartig flingenden Gesang, und zwischen den Lagerfeuern tanzten bunt gekleidete Gestalten, bis plötzlich Geheul und Wehgeschrei erschollen. Mitten in das Zigeunerlager( ein solches war es) war ein Reiter gesprengt, der ein paar der weidenden Pferde am Zügel ergriffen hatte und mit den Thieren davoneilen wollte. Es war ein Forstbeamter, der die Bestrafung der Zigeuner herbeiführen sollte, weil sie ihre Pferde auf einer Wiese des Oberförsters weiden ließen. Der Forstbeamte hatte es aber nicht leicht. Die ganze Zigeunerbande umdrängte ihn und verhinderte die Entführung der Pferde. Doch erhielt er Hilfe von den Fischern, die nunmehr landeten. Nach Turzem Kampfe wurden die Zigeuner zum Rückzug genöthigt. In wilder Haft eilten sie mit den übrigen Gespannen und den Wagen davon. Der Forstbeamte ritt mit den gepfändeten Pferden nach dem Forsthause, hier erlegten die Zigeuner noch in der Nacht die ihnen auferlegte Geldstrafe. Sie wurde, schon behören. krugbrücke die Leiche eines Mannes aus dem Wasser gezogen. der Schienen 2c. zu besorgen gehabt und oftmals feitens des kauf Jin Humboldthafen ertrank eine etwa 40 Jahre alte Frau. Auf worden, an denen nicht Alles in Ordnung gewesen. Er habe männischen Bureaus Vorwürfe bekommen, daß Schienen versandt welche Weise fie ins Wasser gerathen war, ist noch nicht fest- diese Rüffel immer eingesteckt; schließlich habe er einmal mehrere gestellt. Am 31. v. M. Vormittags wurde ein Kellner in Arbeiter bei Nacht bemerkt, wie diese von abgestempelten Schienen auf feinem Schlafraum in einem Hotel erhängt vorgefunden. Beim Baden in der Spree, an der Gokkowskybrücke, ertrank Nach- Frage, was das solle, sei ihm mit Grobheiten geantwortet worden. dem Lager die Stempel entfernten und Schienen titteten. Auf seine mittags ein zwölffähriger Knabe. Die Leiche wurde nach einigen Bräf.: Welche Arbeiter waren das?- 3euge: Unter Stunden von Schiffern aufgefunden und aus dem Wasser gezogen. Anderen Hülsmann und Held. Auf dem Grundstück des fgl. Fourage- Magazins, Magazin- dort Meister? Präs.: Wer war damals straße 3-11, brach Morgens in einer Scheune Feuer aus, wo- Wilhelm Rosendahl. 3euge: So viel ich weiß, Drewel und durch große Borräthe an Stroh und Hafer zerstört wurden. Die Stempel abgefeilt, dem Kontrolleur nochmals vorgelegt wor - Präs.: Sind die Schienen, von denen Außerdem fanden an beiden Tagen acht fleine Brände statt. Zeuge: Ja. Präs. Haben Sie das selbst ge= feben?-8euge: Ja. Präs.: Wurden dieselben Schienen nun demselben Kontrolleur nochmals vorgelegt?- 3euge: Ob es nun gerade derselbe Kontrolleur gewesen, das weiß ich jeßt, nach zwölf Jahren, nicht mehr. Gerichts- Beifung. Die Stempelfälschungen auf dem Bochumer Verein vor Gericht. Essen, 30. Juli 1892. Sechster Verhandlungstag. Bei Eröffnung der heutigen Sigung giebt Vertheidiger Rechtsanwalt Schwering im Auftrage feines Klienten Ingenieur Bering gegenüber der gestrigen, denselben betreffenden Aussage des Zeugen Lange die Erklärung ab, der vom Zeugen Lange geDie zum Tode verurtheilte Raubmörderin Chriftiane schilderte, diesem angeblich verdächtig erschienene Vorfall mit dem Schütt, für die die Geschworenen ein Gnadengefuch eingereicht bewußten Rouvert" sei unbedingt ganz harmloser Natur gehaben, das noch der Entscheidung harrt, ist im Gefängniß von wesen, weshalb Bering sich desselben auch nicht mehr erinnere. einem Knaben entbunden worden. Das Kind ist vorläufig seiner Jedenfalls fönne Herr Bering aufs Bestimmteste versichern, daß Mutter gelassen worden. Der mit der Schütt zum Tode ver- Unreellitäten zwischen ihm und dem russischen Abnehmer( Petrourtheilte Raubmörder Ruttke sieht seinem Schicksal mit äußer- witsch) absolut nicht vorgekommen seien. licher Ruhe entgegen. Ein Liebesroman hat durch den Selbstmord des Kellners Albert Fandré seinen Abschluß gefunden. F., ein 25 Jahre alter Mann war im Hotel Continental bedienstet und unterhielt mit einem jungen Mädchen ein Verhältniß. Das Mädchen wandte aber ihrem Liebhaber den Rücken. Dies wirfte derart auf Fandré ein, daß er sich vorgestern früh in seiner Kammer erhängte. Todt aufgefunden wurde vorgestern Morgen 53/4 Uhr an dem Eingange zum Bahnhof Bellevue der Streckenarbeiter Daniel Fröling. Er war durch einen Schlagfluß getödtet worden. " Den? Der Zeuge Tauböke, seit 1882 und noch jetzt auf dem Bochumer Verein, will nur gesehen haben, daß 1885 oder 1886 einmal Nachts aus 50-60 Schienen die Stempel ausgefeilt wurden. Sonst ist ihm von Unregelmäßigkeiten nichts bekannt. -Vertheidiger Rechtsanwalt Schwering: Ist es richtig, daß Herr Bering angeordnet hat, es sollten schon abgenommene und abgestempelte Schienen, weil fehlerhaft, nachträglich noch aus den abgenommenen herausgenominen und dem Abnehmer nochmals unter Hinweis auf die Fehler mit der Frage vorgelegt werden, ob er, trotz der letteren, die Schienen doch abnehmen wolle? Beug e Jawohl, das ist öfter vorgekommen. Bertheidiger Rechtsanwalt Schwering: Jit das sogar bei schon verladenen abgenommenen Schienen paffirt? 3euge: Ja, auch bei schon verladenen.- Präs.: Haben Sie gesehen, daß Abnehmer ihre Stempel, wenn sie sich entfernten, einem Arbeiter übergaben? 3euge: Ja.- Präs.: Welcher z. B. 3euge: Herr Kurzenberger. Präf.: War der Stempel etwa in einent verschlossenen Futteral? 3euge: Nein. 1 Nach der Mittagspause wird seitens der Vertheidigung doch noch die weitere Vernehmung des Zeugen 2öning verlangt. Der erste heutige Zeuge, Regierungs- Baumeister Niemeyer Präsident: Wissen Sie etwas von der Anfertigung falscher ( 1890-91 Abnehmer), hat von Unregelmäßigkeiten nichts be- Stempel auf dem Bochummer Verein?- 3euge: Daß sie merkt und glaubt auch nicht, daß solche vorgekommen. Präs. wirklich gefälscht waren, kann ich nicht bestimmt sagen; es lagen Haben Sie Ihren Stempel auf dem Bochumer Verein wohl beim Meister Drewel Stempel, von denen gesprochen wurde, daß auch aus der Hand gegeben? 3euge: Nur zu dem unter fie falsch feien. Präs.: Haben Sie nicht einmal den Bochumer meinen Augen stattfindenden Abstempeln. Es ist auch wohl mög- Verein wegen falscher Stempel denunziren wollen und haben Sie lich, daß ich meinen Stempel einmal zu Hause vergessen hatte, da nicht mit Quantius zufammen eine Anzahl Stempel, die Sie dann ließ ich ihn mir durch einen Arbeiter holen.- Präs. erst der Staatsanwaltschaft überbringen wollten, zum Maschinisten Konnte dabei wohl heimlicher Weise ein Blei- Abdruck von Ihrem Lehmkuhl gebracht, der sie dann in seinem Keller niederlegte? Stempel genommen werden? 3euge: Allerdings: Aber 8euge: Dessen kann ich mich nicht mehr recht erinnern. das wäre sogar möglich gewesen in einem unbewachten Augen- Präf.: Jit es denn möglich, daß dies geschehen? 3euge: blick, während des von mir beaufsichtigten Abstempeln. Bras.: Das ist wohl möglich. Präs.: Hat Herr Bering Sie einmal Angeklagter Müller behauptet, Herda habe ihn einmal beauftragt, wegen entwendeter Stempel zur Rede gestellt? 3euge: Ja, Als der vorfählichen Tödtung einer Franensperson drei für Sie beftimante Schienen nachträglich zu stempeln. Ist es er ließ mich einmal in sein Bureau rufen und verlangte von verdächtig ist der schon vielfach mit Zuchthaus bestrafte Bigarren möglich, daß Sie so Etwas erlaubt haben?- Beuge: mir die Herausgabe der Stempel. Ich erklärte Herrn Bering macher Schulte verhaftet worden. Borgestern gegen 24 Uhr Nein. Das würde ich für eine Pflichtverletzung meinerseits ge- aber, teine Stempel zu haben. Angell. Bering will von Morgens sahen zwei Laufburschen und ein Straßenreiniger amn halten haben. diesem Vorgang absolut Nichts wissen. Zeuge Löning Alexanderufer, unweit des Humboldthafens, eine Frauensperson Präsident befragt dann den Zeugen Regierungs- Bau- fagt noch aus, einmal sei auch der Polizeidiener Hackert auf der unteren Sprosse des Ufergitters sitzen, vor ihr stand ein meister Fränkel- Charlottenburg: Haben Sie etwas von Un- zu ihm in seine Wohnung gekommen und habe int Mann, der später als der Zigarrenmacher Rudolf Albert Schulze regelmäßigkeiten auf dem Bochumer Verein bemerkt?-3euge: Auftrage des Herrn Bering verlangt, er folle die festgestellt worden ist. Der am anderen Ufer des Kanals be- Ja, fleinere! Im Jahre 1885 nahm ich auf dem Bochumer Verein Stempel herausgeben. Er( 3euge) habe aber dem Hackert die schäftigte Straßenarbeiter hörte ein Plätschern im Wasser und ab; da legte man mir unter abzunehmenden Radsternen auch Thür gewiefen. Präs.: Ist das auch richtig, fönnen Sie sich bemerkte, von seiner Arbeit aufsehend, daß die Frau verschwunden einen verkitteten vor; ich bemerkte die Verkittung aber sogleich da nicht irren? Hackert will davon gar nichts wissen. war und der Mann, über das Geländer gebeugt, in das Wasser und machte dem Meister Kirchner darüber Vorwürse. Der Fehler 3euge: Nein, ich irre mich nicht. Angeklagter Bering fah. Auf seine Frage: Hier ist wohl Jemand ins Waffer ge- war allerdings unbedenklich und ich nahm das Stück auch erklärt auch davon nichts zu wissen. fallen", antwortete Schulze:" Gott bewahre". Da der Straßen- trotzdem ab. Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Schwering stellt hierauf -Angeklagter Kirchner will davon Nichts wissen. reiniger aber eine Frauensperson aus dem Wasser auftauchen 3euge( fortfahrend): Ich theilte das einigen Ingenieuren mit den Antrag, ein Auskunftsschreiben des preußischen Ministeriums fah, eiste er nach dem Rettungskahn und holte eine Frau,( u. A. den Herren Klein und Bering, welche meinten, der dazu ver- für öffentliche Arbeiten über die Güte des Materials vom die kein Lebenszeichen mehr von sich gab, aus dem Wasser wenbete Kitt müsse von den Arbeitern selbst zu dem Zweck un- Bochumer Verein zur Verlesung zu bringen, welchem Antrage der heraus. Als die Leiche an das Land gebracht worden war, erlaubter Weise hergestellt sein.- Angell. Bering erklärt, davon Präsident entspricht. Danach haben seit dem 1. Juni 1881 sämmtliche schlug ihr Schulze ins Gesicht, indem er ausrief,„ na, Rosalie, Nichts zu wiffen: übrigens gehöre dieser Theil garnicht zu seinem Direktionen der preußischen Staatsbahnen vom Bochumer Verein bist Du bald todt, das habe ich Dir schon lange gewünscht". Ressort; es sei ja wohl möglich, daß Fränkel ihm dies nur ge- Eisenbahnschienen und sonstiges Eisenbahnmaterial auf Bestellung Ueber die Person der Ertrunkenen will Schulze nur soviel wissen, sprächsweise mitgetheilt habe. 3euge giebt zu, das sei aller geliefert erhalten. Bei den meisten Direktionen hat das gelieferte daß sie mit Vornamen Rosalie heißt und unter fittenpolizeilicher dings wohl möglich.- Präs.: Haben Sie sonst etwas bemerkt? Material zu irgendwelchen Ausstellungen feinen Anlaß gegeben, Kontrolle steht. Die Angabe Schulte's, daß er neben der Frauens 3euge: Bei der Abnahme von Querstäben zur Schwellen- noch ist etwas von Falschstempelungen konstatirt worden. Bei den person auf dem Gitter fihend, infolge des Genusses von Spiri- verbindung seien ihm etwa sechs Stück vorgelegt, die an einem Direktionen Berlin, Bromberg und Elberfeld find allerdings tuosen eingeschlafen sei und daher nicht bemerkt habe, daß die Bruchfehler vertittet waren. Er habe die Verkittungen, obgleich fleine Ausstellungen zu machen gewesen, von Falschstempelungen Frauensperson ins Wasser gefallen fei, steht mit den Aussagen sie ziemlich sorgfältig gemacht, doch bemerkt und die sechs Stücke ist auch bei diesen Direktionen nichts bemerkt worden. Solche der Zeugen in Widerspruch. Die letzteren haben sich ferner dahin verworfen! Sachverständiger Regierungsrath Helbig erklärt wurden nur einmal bei der Eisenbahn- Direktion Hannover geäußert, daß es nach der Beschaffenheit des Gitters nicht mög- folche verkittete Fehler für allerdings nicht betriebsgefährlich; in- konstatirt, die im Uebrigen zu Ausstellungen auch nie Verlich sei, durch das Gitter hindurch in das Waffer zu fallen. Bei dessen wolle er damit keineswegs die Vorlegung dieser Stücke anlaffung hatte. Diese Falschstempelangen wurden im Jahre diefer Sachlage ist der Verdacht nicht von der Hand zu weifen, entschuldigen. Präs.: Jit nicht einmal versucht worden, Sie 1882 auf der Strecke bei Hildesheim an Schienen entdeckt, die daß Schulze die Frauensperson vorsäglich in das Wasser ge- bei der Abnahme von Radfäßen in der Zahl der abgenommenen Reg.- Baumeister Oppermann auf dem Bochumer Verein abworfen hat, und ist deshalb seine Festnahme erfolgt. Die Leiche Stücke zu betrügen?- 3euge: Ja; ich sollte einmal neue genommen hatte. Es wurde in dieser Sache eine gerichtliche ist als die der unverehelichten Rosalie Mitosch rekognoszirt Radfäße abnehmen; nachdem ich acht abgenommen, sagte Meister Untersuchung eingeleitet, die aber resultatlos verlief. In den Kirchner zu mir, ich hätte nun also die 9 Radfäße abgenommen; ich Jahren 1884 bis 1891 wurden für die gesammten preußischen wußte bestimmt, daß es nur acht gewesen, und als ich bei dieser Staatsbahnen überhaupt im Ganzen 3 012 903 Schienen geliefert, Friedrichsberg. Der Arbeiter- Bildungsverein zu Friedrichs- Behauptung blieb, meinte Meister Kirchner endlich, dann müßte davon sind in jedem Jahre 1,8 auf je 10 000 Stück gebrochen berg unternahm am letzten Sonntag eine Besichtigung der Ge- fich der neunte wohl noch in der Dreherei befinden. So war es und damit erfaßpflichtig geworden. Der Bochumer Verein nossenschafts- Hutfabrik in der Pappel- Allee zu Berlin. Die auch; aber als er heraufgeholt und mir vorgelegt wurde, fand lieferte von diesen 3 012 903 Schienen 329 076 Stück; von diesen Geschäftsleitung der Fabrik hatte, um den Erschienenen die ich ihn so fehlerhaft, daß ich ihn verwerfen mußte. Präs.: brachen und wurden erfaßpflichtig in jedem Jahre der fünfFabrikation der Hüte beffer vor Augen zu führen, sämmtliche Angefl. Kirchner, ist das richtig?- Angell. Kirchner: Das jährigen Garantiezeit nur 0,724 auf je 10 000- alfo ganz Maschinen in Betrieb sehen lassen. Genosse August in erklärte fonnte nur durch einen Irrthum meinerseits im zählen geschehen bedeutend weniger als die Durchschnittszahl beträgt. den Besuchern die Entstehung und Fabrikationsweise unserer sein. Die Radsäge standen unübersichtlich in verschiedenen Räumen Material, das der Bochumer Verein geliefert, habe im AllKopfbedeckung, von der rohen ungewaschenen Wolle anfangeno, mit noch mehreren anderen durcheinander. gemeinen durchaus den gestellten Anforderungen entsprochen. bis zum fertig zum Verkauf gelangenden Hut. Die Besucher Zeuge Ingenieur Böhnert Verlin, der für die Eisenbahn- Es schließt sich daran an die Verlesung eines zweiten Gutfolgten diesen Erklärungen mit Aufmerksamkeit. Direktion Bromberg abnahm, erzählt, er habe 1886 einmal Fall- achtens und zwar von der Eisenbahn- Direktion Elberfeld, Arbeiter Friedrichsbergs! Die Aufgabe des Vereins proben an Lokomotiv- Radreifen aus Ziegelstahl angestellt, die so das sich gleichfalls sehr lobend über das vom Bochumer ist es, das Wissen seiner Mitglieder immer weiter zu vervoll- ungünstig ausgefallen, daß er die ganze Lieferung habe zurück- Verein gelieferte Material ausspricht. Die Veröffentlichung tommnen. Durch Abhaltung von monatlichen Versammlungen, weisen müssen. Er habe dann angeordnet, daß die Nadreifen des Bahumeisters Düpmann in Schwerte über Schienenbrüche in denen Vorträge wissenschaftlichen, wie politischen Inhalts ge- noch einer nachträglichen Bearbeitung unterworfen würden; vor an Schienen des Bochumer Vereins im Ostberger Tunnel( die halten werden, durch Lese- Abende, durch Besuch industrieller her habe er noch drei zerreißproben ausgewählt und ab seiner Zeit in der Presse Aufsehen erregte) enthalte durchaus Etablissements 2c. soll dieses Ziel erreicht werden. Tretet dem geftempelt. Als er die Probe mit diesen habe vornehmen lassen falsche Angaben, und der Bahnmeister sei dafür auch disziplinarisch Verein als Mitglieder bei und zeigt dadurch, daß Ihr gewillt wollen, sei ihm aufgefallen, daß auf den drei Proben bestraft worden. seid, eine Sache zu unterstützen, die nur Euer Bestes im Auge ein anderer, von dem feinigen abweichender Stempel hat. Der monatliche Beitrag beträgt 20 Pf. Aufnahmen werden gestanden; er sei sogleich der Ueberzeugung gewesen, daß dies ein worden. Das Nach Berlesung dieser Schriftstücke stellt Vertheidiger Rechtsanwalt Dc. Schwering Antrag, durch die Vernehmung der " Sachverständigen feststellen zu laffen, ob durch einen Schienen- Sanau. Der Ausstand der Brauer in der Brauerei Nikolay führte, arbeiten Konditoren und Pfefferküchler in Fabriken sogar bruch ein Eisenbahnunfall herbeigeführt werden kann. Sach ist beendet. Man hat sich gütlich geeinigt. in Berlin für 12-15 Mart pro Woche; derfelbe forderte die verständiger Eisenbahndirektor Passauer: Nein! Ich habe Anwesenden dringend auf, dem auf dem Boden der modernen früher bei einer großen Anzahl von Eisenbahnunfällen die AufAus Bochum wird uns geschrieben: In der am 31. Juli Arbeiterbewegung stehenden Zentralverbande beizutreten. Die räumungsarbeiten zu leiten gehabt. Nun kommt es ja wohl vor, hier abgehaltenen Generalversammlung des Verbandes deutscher Versammlung vollzog ferner die Wahl einer Agitation3. daß auf der Unfallstelle gebrochene Schienen gefunden werden. Bergleute wurde folgender Rechenschaftsbericht gegeben. Vom Rommission, bestehend aus den Kollegen Hohlfeld, Aber dieselben brauchen durchaus nicht die Ursache des 1. Juli 1891 bis 1. Juli 1892 find eingenommen worden Prüfer, Gabisch, Haase, Weißenstein, Wilms, Unfalls gewesen sein, sondern diese Schienenbrüche tönnen 57 950,19 M., ausgegeben im gleichen Zeitraum 57 166,77 M., Strobel. Seitens des Verbandes ist auch ein für beide Theile ebenso gut erst infolge des Unfalls entstanden sein. Sach- sodaß ein Ueberschuß verbleibt von 743,42 M. Hierzu kommt tostenloser Arbeitsnachweis errichtet worden( Annenstr. 14), was verständiger Regierungs- Baurath Helbig: Ich schließe mich im der Bestand aus vorigem Jahre im Betrage von 28 000 M. Die den Prinzipalen mittelft Birkulars bekannt gegeben worden ist, Großen und Ganzen der Erklärung des Herrn Passauer an; nur Einnahmen stellen fich aus folgenden Revieren zu ebenso den Bäckermeistern, welche Konditorgehilfen beschäftigen. möchte ich eine kleine Einschränkung machen: Der Ausdruck sammen: Niederrheinisch- Westfälisches 50 192,99 M., Saarrevier Wie mitgetheilt wurde, sind am 9. d. M. von der Firma Hilde" Unfall" wird bei uns auf jede unbedeutende Kleinigkeit an- 1666,97 M., Niederschlesisches 2231,00 M., Provinz Sachfen brandt u. Sohn, welche gegen 400 Leute beschäftigt, 3 Pfeffergewandt, felbst wenn eine Lokomotive nur mit einer Achse ein 2542,96 M., Wurmrevier 687,00 M., Plauenscher Grund, Nassau tüchler, die einzigen drei, welche Mitglieder des Verbandes waren, wenig aus den Schienen geräth. Da ist es nun wohl möglich, und a. Harz 629,27 M. Die Ausgaben vertheilen sich auf entlassen worden! Eine Kündigung besteht bei dieser Firma nicht. daß so eine ganz unbedeutende Entgleisung durch einen Schienen- folgende Poften: Agitation 6236,51 M., Rechtsschutz 6140,94 M., Von derfelben Firma ist auch unlängst ein Arbeiter, der 22 Jahre bruch veranlaßt werden kann; aber es ist niemals festgestellt, daß Berwaltung 6790,34 M., Fachzeitung 33 963,70 M., Korrespon- in der Fabrik gearbeitet hatte, einer geringfügigen Sache wegen ein solcher kleiner„ Unfall" durch den Bruch gerade einer fehler- denz und Packetversandt 2143,12 M., Ber- und Gebrauchs- entlassen worden! Demgegenüber wurde allseitig der Anschluß haften Schiene veranlaßt ist; die Ursache fann ebenso gut eine gegenstände, Miethe Heizung U. f. 10. 1892,16 m., an den Verband empfohlen, da nur durch eine starke Organiburchaus gute, aber gebrochene Schiene sein. Auch veranlaßt Briefe, Karten und Packete sind eingegangen 4924. Geldsendungen fation derartigen Machenschaften entgegengewirkt werden könne. ein Schienenbruch durchaus nicht immer gleich eine Entgleisung; find eingegangen 844. Abgegangen sind an gewöhnlichen Briefen Leider sei aber die Organisation noch zu schwach, um irgend über eine gebrochene Schiene können ohne Gefahr immer noch 1723, doppelten Briefen 260, Einschreibe- Briefen 130, Postfarten etwas unternehmen zu können. Nach wiederholter Aufforderung, mehrere, selbst Schnell- und schwere Güterzüge hinwegfahren; 1547, Packeten 3385, Kreuzbändern 3407, Geldsendungen 364. der Organisation, dem Zentralverbande beizutreten, wurde die inzwischen wird denn auch der Schienenbruch entdeckt und die Die Zahl der Ortschaften, wo Mitglieder vorhanden sind, beträgt Versammlung, deren Theilnehmer, wenn auch schwach an Zahl, betreffende Schiene ausgewechselt. Jedenfalls ist es nie vor 270. Die Selbstkosten pro Mitglied betrugen jährlich 1,30 Mt. Doch vom besten Geifte beseelt waren, mit einem dreifachen Hoch gekommen, daß ein Eisenbahn- Unfall durch einen Fabrikatsfehler an In 75 Ortschaften sind die Mitglieder unter diesem Satz ge- auf die internationale Arbeiterbewegung geschlossen. der Schiene, der einen Schienenbruch herbeiführte, veranlaßt blieben, was verurfacht wurde theils durch die Arbeitslosigkeit, worden wäre. Präs.: Sind die anderen Herren Sachver theils durch andere Schwierigkeiten, wie Abtreibung von Ver- Die Steinmetzen hielten am Sonntag eine öffentliche Vers ständigen damit einverstanden? Das ist der Fall. fammlungslokalen, Maßregelung der Vertrauensmänner und in sammlung ab, um Stellung zu der Aussperrung der Kollegen Sachverständiger Ingenieur Freudenberg: Herr Präsident, einzelnen Fällen auch durch Gleichgiltigkeit der Bergleute. In beim Domuferbau zu nehmen. Die Steinmetzarbeiten zu diesem ich muß noch eine Erklärung abgeben, die für weite Kreise über 100 Ortschaften steht kein Bersammlungslokal zur Ver- Bau sind auf dem Submissionswege zum Preise von 10,50 M. großes Interesse hat und die ich hier abgebe, damit sie außer- fügung, so daß die Einkassirung der Beiträge von Haus zu pro Quadratmeter an den Bau- Unternehmer Jänicke und von halb des Gerichtssaales überall bekannt werde: Die Herren Mit Saus erfolgen mußte. Mehrere Bezirke waren infolge deffen diesem wiederum zum Preise von 8,50 M. an die Firma Ww. Sachverständigen, soweit sie, wie ich, Gelegenheit hatten, auch abzumelden, einzelne auch wegen Entlassung einer größeren Staulfürst vergeben worden. Diese weigert sich ganz entschieden, die Fabrikation von Eisenbahnmaterial im Auslande kennen zu Anzahl von Mitgliedern, so daß die noch in Arbeit verbleibenden ihre Arbeiter nach Tarif zu bezahlen. Das Ersuchen der Arbeiter, lernen, haben mich beauftragt, hier ausdrücklich zu erklären, den Austritt anzeigten, dafür aber mittheilten, daß sie Abon- eine Befferung der Lohnverhältnisse eintreten zu lassen, zumal die daß sie zu den deutschen Werken speziell auch zum Bochumer nenten der Zeitung bleiben wollten. Daß die Kündigung von Bustände auf dem Bau selbst äußerst ungünstige und ver Verein hinsichtlich der Güte des Fabritats das größte Mitgliedern auf einer Reihe von Zechen ausgeübt wurde, wollen besserungsbedürftige sein sollen, beantwortete die Firma mit Bertrauen hegen, während sie dazu gegenüber ausländischen, dieselben dem Umstande zuschreiben, daß die Mitglieder jetzt der Entlassung ihrer Arbeiter. Die in der Versammlung anwesenden speziell auch gegenüber englischen Werken nicht im Behörde wieder angemeldet werden und von letzterer befürchtet Vertreter der Firma Kaulfürst vermochten das von den Arbeitern Stande feien, sondern diesen gegenüber geradezu zu Mißtrauen sich wird, daß sie die Namen der Mitglieder der Betriebsleitung über: Borgebrachte nicht zu widerlegen, gaben vielmehr zu, daß die veranlaßt fühlen. mittel. Aehnliche Besorgnisse werden von der schwarzen Polizei Bustände auf dem Bau nicht die günstigsten sind. Sie weigerten Bertheidiger Rechtsanwalt Dr. Schwering stellt den An- gehegt. Was nun über die einzelnen Posten der Ausgaben zu sich aber nach Tarif zu bezahlen und motivirten diese Weigerung trag, auch die anwesenden Vertreter ausländischer Bahnen zu be- fagen wäre, ist: daß der Verband bei der im März stattgehabten damit, daß die Arbeiten nicht so sauber ausgeführt zu werden fragen, ob die von dem Bochumer Verein gelieferten Eisenbahn- Knappschaftsältesten- Wahl, welche urplötzlich kam und von den brauchten. Durch Annahme einer Resolution wurde über den Materialien beffer find, als die im Auslanee fabrizirten! beſten Erfolgen gekrönt ist, in der Agitation keine Kosten scheute; Domuferbau für die Steinmetzen die Sperre so lange Die betreffenden beiden Sachverständigen, Baumeister Mad das Gleiche gilt für die in betreff der Berggefegnovelle noth verhängt, bis der tarifmäßige oder der übliche MinimalZum nächsten Punkt Abrechnung und van Root- bestätigen dies; Sachverständiger M a dwendig gewefene Agitation; demgemäß sind die Ausgaben für die lohn bewilligt würde. der Fremdenkasse, wurde durch den Kassirer festgestellt, erklärt, daß speziell das in Belgien fabrizirte Material nicht so Agitation enorm gestiegen. gut sei. Bei den 251 Personen, welchen Rechtsschuß gewährt wurde, daß am 18. Juli ein Bestand von 651,51 M. vorhanden war. Darauf wird die Sitzung geschlossen. Nächste Sitzung: Mon- tamen die Nachweben des vorjährigen Streits sehr in Betracht und Dem Saffirer wurde Decharge ertheilt. Die Fremdenkasse wird tag 9 Uhr. obgleich eine große Zahl der Angeklagten freigesprochen wurde, von nun an von dem Vertrauensmann mitverwaltet. Da das so mußte der Verband doch die Vertheidigungsfoften tragen. bisherige Mitglied der Preßkommission Kollege Rempfer sich aus Eine für die gesammte Presse wichtige Verhandlung Ferner hatte die Verwaltung mit dem Umstand zu rechnen, daß zu verschiedenen Gründen weigerte, sein Amt weiter zu verwalten, fand gestern vor der ersten Strafkammer des Landgerichts I gegen verschiedenen Malen die Redakteure in Untersuchungshaft ge- wurde für diesen Kollege Scherz gewählt. Vor Schluß der Den Redakteur des„ kleinen Journals", Max Kahlenberg, statt. nommen und sobald Ersatz für sie gleich zur Stelle war, nach Versammlung kam noch eine Angelegenheit zur Sprache, in Der Angeklagte war in derselben Sache im September v. J. ihrer Rückkehr einstweilig in der Verwaltung beschäftigt werden welcher das Verhalten des Polierers der sonst als zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt worden. In der Nummer mußten, bis den Nachfolger das gleiche Schicksal traf. human bekannten Firma Wimmel u. Co. einer scharfen Kritik des Kleinen Journals" vom 20. November 1890 war eine Mit- Damit diese verhältnißmäßig hohen Ausgaben gedeckt werden unterzogen wurde. Mit dieser Angelegenheit wird sich noch die theilung enthalten über Borkommnisse standalöser Natur, die sich konnten, mußte sich die tägliche Einnahme der Hauptkasse auf nächste Versammlung beschäftigen. in einem Kasino eines süddeutschen Offizierkorps zugetragen haben 156,62 m. belaufen. Die Außenbezirke( Schlesien, Provinz follten. Der Angeklagte entschuldigte sich damit, daß er von Sachsen und Wurmrevier) find nicht auf die Selbfitoften ge Zum Bericht über die lehte Versammlung der Freien dem Inhalte des Er habe Artikels feine Kenntniß gehabt habe. kommen, was darin begründet, daß dort die Organisation erft Vereinigung der Kanflente theilt uns Herr Perleberg, am Abende des 19. November die Redaktion mit Anfang des Jahres ins Leben trat. Hoffentlich werden diese Chausseestraße 57, hinsichtlich des von Herrn Adler angeführten verlaffen müssen, bevor die in der Frühe des nächsten Reviere die sonstigen Schwierigkeiten überwinden und bald dahin Geschäftstniffs" berichtigend mit, daß weder an den ParterreTages erscheinende Nummer fertig gestellt war. noch an den in der ersten Etage gelegenen Lokalitäten des PerleSein kommen, daß sie sich selbst erhalten können. Stellvertreter, ein Redaktionsmitglied, welches schon über zwölf berg'schen Geschäfts ein Plakat angebracht sei, welches die Worte Jahre diesen Posten bekleidet hatte, ohne ein einziges Mal gegen 1300 Berglente stehen in Petrosseny( Ungarn) feit enthielt:„ Meine Wohnung ist. Es hänge überhaupt kein das Preßgesetz verstoßen zu haben, hatte den beanstandeten At- 18. Juli im Streit. Die Ursache beruht nach der Budapester Plakat derartigen oder ähnlichen Inhalts aus, und das Personal titel in der„ Frankfurter Zeitung" gefunden und den Abdruck Arbeiterpreffe" darin, daß der Direktor der Werke die dieses Geschäfts habe durchaus ungeschmälerte Sonntagsruhe. Desselben im Kleinen Journal" veranlaßt. Geft am folgenden Organisationsbestrebungen der Arbeiter nicht vertragen kann und Ebenso erklärt uns Herr Bindenbaum, Größe FrankfurterMorgen fei dem Angeklagten der Artikel, den er nicht auf- daher die bisher schon arg genug gewesene Bedrückung derselben straße, daß auch sein Personal absolut nicht in der gesetzlichen genommen haben würde, zu Gesicht gekommen. Die Straffammer noch steigerte. Als der Streit begann, telegraphirte der Manir Sonntagsruhe geschmälert werde. Er freute sich im Gegentheil wollte diese Entschuldigung als stichhaltig nicht anerkennen, sondern nach Militär unter dem lügnerischen Vorgeben, die Streikenden selber, daß Sonntagsruhe geschaffen, zumal er vor zwei Jahren verurtheilte den Angeklagten wie vorerwähnt. Auf die eingelegte demolirten die Werke und hätten die Eisenbahn mit Dynamit dafür in öffentlichen Versammlungen eingetreten sei. Revision hob das Reichsgericht das Erkenntniß auf. Von einer unterminirt und was des Schwindels mehr war. Versammlungen. Zum Bericht über die im Norden abgehaltene Versamm lung des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter ist noch nachzutragen, daß Kollege Hansen mittheilte, in der Schwarzkopff'schen Maschinenfabrik ,, Sibirien" seien die Löhne der Dreher bis zu 50 pCt. gekürzt worden, weshalb verschiedene Kollegen die Arbeit dortselbst niedergelegt hätten. Wer dem Beleidigung Seitens des Angeklagten könne teine Rede sein, einer neuen Verhandlung könne höchstens die Entscheidung der Frage obliegen, ob der Angeklagte sich nicht einer Uebertretung des Preßgesezes durch Fahrlässigkeit schuldig gemacht habe. Wäh rend der Staatsanwalt eine solche für vorliegend erachtete und eine Geldstrafe von 200 m. beantragte, sprach der Gerichtshof den Angeklagten völlig frei, da er durch Anstellung eines als zuverlässig bekannten Mitarbeiters als Stellvertreter alles gethan habe, was man von einem gewissenhaften und umsichtigen ReBerichtigung. Im Bericht über die letzte Generalvers Ju der öffentlichen Versammlung der Konditoren, sammlung des Fachvereins der Musikinstrumenten- Arbeiter ist dem batteur verlangen könne. Da aber objektiv eine Beleidigung vor- Pfefferküchler und Berufsgenossen stand als erster Punkt zur Schriftführer ein Fehler unterlaufen. Der Antrag des Kollegen Liege, so feien die Nummern des„ Kl. Journals", welche den be- Tagesordnung: Die Arbeiter Statistit". Kollege Krohn lautete: Die Vereinsversammlungen vorläufig nur alle anstandeten Artikel enthalten, zu vernichten. Kretschmer aus Hamburg referirte darüber. Derfelbe be- vier Wochen stattfinden zu lassen. Dieser Antrag wurde ab= Der Führer eines Schlächterwagens, der durch un- mängelte das Fehlen jeder amtlichen Arbeiterstatistik. Die stati gelehnt. Mithin finden die Versammlungen nach wie vor alle finniges Fahren ein erhebliches Unglück angerichtet, erhielt gestern seien durchaus unzureichend. Insbesondere sei dies der Fall in stischen Erhebungen seitens der gewerkschaftlichen Organisationen vierzehn Tage statt. burch Urtheil der vierten Straffammer des Landgerichts I eine ber Nahrungsmittel Industrie, da hier die Organisationen noch In Friedrichsberg tagte am 29. Juli eine Voltsverfamms empfindliche Strafe. Wie die Zeugen übereinstimmend bekundeten, auf sehr schwachen Füßen ständen. Weil aber für die nächste lung für den Niederbarnimer Kreis, in welcher Reichstagswar der auf der Anklagebank befindliche Kutscher Albert Krüger Zukunft noch keine amtlichen Arbeiterftatistiken zu erwarten wären, Abgeordneter Stadthagen über das Thema am Nachmittage des 11. November wie toll durch die Greifs- würde es auch fernerhin Aufgabe der Gewerkschafts- Drganisationen Arbeiter feinen Lohn nicht giebt, ist ein Bluthund!" sprach. walderstraße gejagt, sein Pferd durch Peitschenhiebe zu immer Schnellerer Gangart antreibend. Gin vierjähriger Knabe, der den fein müſſen, die Statiſtik zu pflegen. Von dem Resultate der von Die Versammlung war start besucht, auch von Frauen und Giraßendamm überschreiten wollte, wurde von dem Gefährt er- welche zunächst im Bäckerei, Skonditorei- und Müllerei Gewerbe flarlegte, wie oft feitens der Bourgeoisie gegen vorgenannten Reichswegen niedergesetzten Kommission für Arbeiter- Statistik, Mädchen. Während seines Vortrages, in welchem der Referent faßt und überfahren. Er erlitt schwere Verlegungen. Als das Grhebungen veranlaßt, versprach sich Redner nicht besonders viel. Bibelspruch gesündigt wird, kam er auf den Staatssozialismus Unglück geschehen war, versuchte der Angeklagte davonzujagen, es er als eine Thorheit bezeichnete. gelang aber, ihn zu stellen. Der Vater des verlegten Ruben Referent, welcher dem Berufe nach Bäcker ist, befürwortete ein zu sprechen, welchen Zusammenarbeiten der Konditoren mit den Bäckern und die Wahl Nach kurzer Diskussion über das Referat wurde be= trat als Nebentläger auf, der Gerichtshof erkannte demselben eine einer Kommission, welche, wie es die Bäcker gethan haben, dem schlossen, die diesjährige Laffallefeier in Friedrichsberg ſelbſt Don dem Angeklagten zu zahlende Geldbuße von 100 Mart zu. Bolizeipräsidium ihre Hilfe bei den amtlichen Erhebungen als Fach- zu veranstalten; außerdem sprach die Versammlung den Wunsch Der Letztere wurde zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt leute anbieten und für alle Fälle bei der Ausfüllung der amtlichen aus, daß diejenigen Genoffen aus dem Niederbarnimer Kreise, und sofort verhaftet. Fragebogen kontrollirend und aufklärend wirken sollen. Des welche zur Lassallefeier eine Agitationstour auf das platte Band unters Weiteren verbreitete er sich über die Fragebogen und die Aus- nehmen wollen, dies geschlossen und nicht jeder Ort vereinzelt für sich füllung derselben und legte besonderes Gewicht auf die wahrheits- thun möge. Die Vorbereitungen zur Feier in Friedrichsberg getreue Beantwortung der gestellten Fragen. Dadurch, daß die übernimmt eine Kommission von 9 Personen. Es wurde noch fchon oft gerügten Mißstände offiziell fonstatirt würden, erhoffte die Neuwahl von drei Lokal- Kommissionsmitgliedern Redner einigermaßen Abstellung derselben und Festsetzung einer genommen. täglichen Maximal- Arbeitszeit. Desfenungeachtet sei der gewert- Gasanstaltsarbeiter und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. schaftlichen Organisation und dem Ausbau derselben die größte Generalversammlung am Dienstag, den 2. Auguft, Abends 8 Uhr, bet SeeKollegen! Wie uns bereits mehrfach bekannt geworden, be- Thätigkeit zu widmen. Das letzte Ziel sei allerdings die Be- feldt, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Vierteljahresbericht.". Bortrag des Genossen Schwarze über: Sungerlöhne auf den Gasanstalten". sinnt auch in unserer Branche das Unternehmerthum die gefeß- Beifall.) Im Anschlusse hieran referirte Kollege Sturm über Bersammlung. feitigung der tapitalistischen Produktionsweise.( Allseitiger Zentralverein der Bildhauer Deutschlands. Gauverein Berlin. liche Regelung der Sonntagsarbeit für die Arbeiter illusorisch zu Die Bage des Gewerbes Tagesordnung: 1. Ergänzungswahl des Vorstandes. machen. Gegen derartige Praktiken muß entschieden Front geund die Arbeiter 2. Modelleurabend. Verein Berliner Golportage- Buchhändler. Dienstag, den 2. August, macht werden, und ersuchen wir daher alle in Engros- und Four- bewegung. Derselbe schilderte die Mißstände im Lehrlings: nituren- Handlungen beschäftigten Kollegen, berartige Umgebungen wesen, die Nothlage der Konditorgehilfen, besonders hervor- Stralauterftr. 67( Wiegel), der Sonntagsruhe fofort dem Unterzeichneten zu melden: es pensen bebend, daß Gehilfen, die Soldaten gewesen find, wegen der alsdann die erforderlichen Schritte gethan werden, um den Gesetzes- Uebungspflicht in ihrem Fortkommen ungemein gehindert find verlegern das Handwerk zu legen. Soziale Uebersicht. An die Berliner Uhrmacher! Mit kollegialem Gruß M Die Agitations Rommission der Berliner Uhrmacher. vorAbends 8 Uhr, außerordentliche Generalversammlung im Bereinslotal Bentral- Kranken- und Sterbekalle der Tischler und anderer gewerb licher Arbeiter. Dertliche Verwaltung Berlin A. Dienstag, den 2. August Adalbertstr. 21. Mitgliedsbuch legitimirt. 5. J., Abends 8 Uhr, Mitgliederversammlung im Zotal des Herrn Moll, Bentral- Kranken- und Sterbekaffe des deutschen SenefelderRestaurant Rölich, Neue Friedrichstr. 44, Mitglieder- und VerwaltungsBundes.( E.$.) Berwaltungsstelle Berlin. Heute Abend 8 Uhr im Versammlung. und am wenigsten Aussicht auf Anstellung baben; er gedachte ferner der rapiden Abnahme der Konditoreien und kam zu dem Resultate, daß die Konditorgehilfen weitaus schlechter gestellt feien, als sonstige Arbeiter. Die tägliche Arbeitszeit betrage durchgehends J. A.: Otto Nather, N., Fehrbellinerstr. 24, III links. 14 Stunden, das„ Salair" intl. Kost und Wohnung günstigsten Tambourverein Hohenzollern. Dienstag und Freitag Abends 8% Uhr, Falles in Backgeschäften 90 M. monatlich. Trotzdem beseele die ebungsstunde bei Gürte, Landsbergerstr. 38. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend 8%-10% thr: Sübschule Achtung, Metallarbeiter! Konditorgehilfen noch immer ein völlig unberechtigter Künstler- Sagelsbergerstr. 43: Unterricht in Deutsch( mittleres); Südost- Schule: Siermit werden alle ehemaligen Borstand?- sowie Kom- stolz". Auch er erfah das Heil der Arbeiter nur in einer Um- Reichenbergerfir. 133: Unterricht in Deutsch( mittleres), Mathematit;, Ost Schule, Markusstraße 31: Unterricht in Physiologie; missions- Mitglieder des Verbandes aller in der Metallindustrie gestaltung der heutigen Produktionsweise, empfahl demzufolge Schule, Müllerstraße 1794: Unterricht ut Nord= beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend aufgefordert, das gewerkschaftliche und politische Bethätigung in Gemeinschaft mit allen Lehrfächern, mit Ausnahme Mathematik und Buchführung, rönnen etwa noch in ihrem Besige befindliche Material bes Berbandes allen Arbeitern der Nahrungsmittel- Induſtrie und zu diesem Be- noch Schüler und Schülerinnen, auch fest im Laufe des Semeſters, ein ( wie Poſttarten, Kouverts u. f. 1.) unverzüglich, spätestens aber hufe die Wahl einer Agitationskommission.( Beifall.) Die Ver- Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Johannes Webde, s uhr, bis zum 15. d. M. im Arbeitsnachweise- Bureau des Berbandes, fammlung wählte nach Anhörung der beiden Referate eine Kom- bet 3. Wintier, Manteuffelſtr. 60. Agitationsverein Lassalle, Abends Wallstr. 7-8, abzuliefern. Gegen die Säumigen behalten wir mission, die beim Polizeipräsidium dahin vorstellig werden soll, 8½ uur, bei Schayer, Reichenbergerfir. 54. daß die von der Kommission für Arbeiterstatistik zu verausgabenden bbs. 8% Uhr, bei Triple, Reichenbergerstr. 47. Fragebogen ihr zum Vertrieb übergeben werden. Die Kommission Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Freundschaft 1, bet beſteht aus den Kollegen Meinhardt, renberg, traße 5 bei Bartels.- Din mpia, Alte Fatobftr. 68 bei Richter.- SildPrüfer, Haase und Sturm. Wie Kollege Reinsch an- horn, Usedomstr. 33 bet witete.- Fidelitas, Bergstr.68 bei Keller.- II euns weitere Schritte vor. Mit kollegialem Gruß Der Vorstand J. A.; G. Wegner, Reinickendorferstr. 20 c. treten. Lese- u. Distutirklub Spinoza, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends Oswald Berliner, Brunnenstraße 114. Sarmonia, Flottwell mangel, Man vermuthet Brandstiftung; der Staatsanwalt aus Altona hat die Untersuchung eingeleitet. Die Cholera ift dem Petersburger Regierungsboten" zu folge im letzten Drittel des Monats Juli auch im Gouvernement Tobolst( Sibirien) die Cholera ausgebrochen. Der Ausbruch der Cholera in Warschau wird amtlich bethätigt. Ferner sind Cholera- Erkrankungen bereits auf der Grenzstation Sosnowice gro, Wrangelfir. 141, bet Schmidt.- Alpenglode, Grüner Meg 29, bet Saeger. Berliner Buchdrucker, Alte Jakobftr. 83 bei Wienecte. Bruderherz, Lichtenbergerstr. 21, bet Heise.- Ihn'scher Humor, Straußbergerstraße 3 bei Birt. Unverzagt 2, Moabit, Kronen- Brauerei. Hoffnung 2, Deutsch- Wilmersdorf, Brandenburgstraße bei Gräz. Bern, 1. Auguft. Heute früb 5 Uhr wurde in der DstWaldkapelle 1, Stallschreiberstr. 298. eisernen Stab.- Arbeiter- mat- und Zentralschweiz ein ziemlich heftiger Erdstoß in vertikaler bund, Nowawes, Wallstraße bei Gärtner.- Gängertette, Schönleinstr. 6 Richtung verspürt. bei D. Klein. Kreuzberg, Lichterfelderstraße 7-8 bet Winter. Ite Linde, Mariannenftr. 31-32 bet Doberstein. Vorwärts 4, Nathenow, Restaurant ,, Walhalla". Einigteit 2, Landsbergerstraße 31 bei Musehold. Sorgenlos, Röslinerstraße 17 bet Wendt. Gefangverein der Böttcher Steineiche, Jüdenstr. 55 bei Trieschmann. Vorwärts 8, Marwig, bet Wilhelm Nölte. Vorwärts 2. Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmen. Silaria, Blumenstraße 46 bei Want, Freies Lied 2, Friedrichsberg, Frankfurter Allee 165, bei Feder. Sänger Chor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44, bei Röllig. Gneisenaustraße 88 bei Rärger. Sängerfreiheit, 9 Uhr, bei Fröh lich, Naunynftr. 44. Freiheitsgruß, Schönhauser Allee 46 bei Buffe. Echo 3. Zehlendorf, Anglersruh" Alsenstraße bei Ghmte. Gefang verein Senefelder, bei Althoff, Brüderstr. 26.- Johanni, Rüdersdorfer= ftraße 45, Gesellschaftshaus Oftend. Freiheit 1, Kulmſtr. 36 bet RauVorwärts 3, Friedrichsfelde, Wilhelmstr. 10 bet Momber. Gefangverein Rothe Melte 2, bei Raabe, Ruppiner und Schönholzer ftraßen- Ecke. Schneeglöckchen 1, Hermannplay 39 bei Jakob. fangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, Restaurant Hinz.- Mola'sches Doppelquartett Friedrichsbergerstr. 19. Wiederhall, Eisenbahnstraße 20 bei Siegmund. Sufriedenheit, mann. Ge= Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Zuſchriften, den Bund betreffend, sind zu richten an Mar Geng, Berlin N., Belforterstr. 26, 1 Tr. Dienstag- Theaterverein Blumenlese bei Ringe, Dresdenerstr. 105.- Tambourverein Deutsche Eiche bei Niederschuh, Fürbringerstr. 7.( Uebungsstunde). Geselliger Verein Mehr Licht bei Babel, Frankfurter Allee 90- Tambour- Verein Borussia bei Leichniß, Königsbergerfir. 24( Uebungsstunde). Tambourverein Ruf bei Sperling, Inselstr. 1( Uebungsstunde). Tambourverein Wirbel, bet Müller, Gartenstr. 52( Uebungsstunde). Rauchklub Graue Wolte bei Ratte, Krautstr. 48. Stattlub Kreuz- Golo bet Mühle, Krautstr. 2. Privat Theatergesellschaft Lustspiel bei Hoffmann, Oranienstr. 180. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Pienstag. Gefangverein Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bei Keßner, Annenstraße 16. Musitverein Nord 8-11 Uhr, Wriezenerftr. 6, bet Sendte. Admiralstr. 18c. Gefangverein lagt jeden Dienstag Abend 9 Uhr, im Märkischen Hof, Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Tägers, Gartenftr. 13-14. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, Köpnicerstraße 158 bet Buchs. Privattheaterverein Crescendo. Abends, Buttbuferstr. 35, bei Schulz. 8-10 Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10.Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. festgestellt. Ans Newyork wird gemeldet, daß bei der fortdauernden Hike die Pferdebahn- Gesellschaft beschlossen hat, deren Betrieb einzustellen, da die Pferde zu Hunderten krepiren. Die Austragung der Postfachen ist auf das geringste Maß beschränkt, da den Briefträgern kaum möglich ist, dieselbe vorzunehmen. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Briefkaffen der Redaktion. Annonyme Zuschriften berücksichtigen wir nicht. Herr Liebknecht, an den Sie ihr Schreiben adressiren, ist verreist. Was Sie übrigens aus Liebknecht's Schriften und Reden herausfinden wollen, hat er nie geschrieben oder gesagt, jedenfalls nicht in dem von Ihnen angeführten Sinne. A. Sch., Spandau. Ist an den Vorstand des betreffenden Gauvereins zur Beantwortung überfandt, das ist praktischer. 2. Languer, Nostizstraße. Melden Sie den Streit zunächst der Metallarbeiter- Organisation( Wallstraße 7/8) im Bureau.. H. H. 1. Eine bestimmte Altersgrenze für die Mitgliedschaft politischer Vereine besteht zwar gefeßlich nicht; jedoch dürfen Schüler und Lehrlinge nicht als Mitglieder aufgenommen werden. 2. Wenn sich Ehegatten beerben, so ist teine Erbschaftssteuer zu zahlen. Wenn aber nicht ein gegenseitiges Testament andere Bestimmungen enthält, so hat ein Ehegatte nicht Anspruch auf den ganzen Nachlaß des anderen, sondern kann nur die Hälfte des gemeinschaftlichen Vermögens fordern. Nr. 999. 1. Die ganze Wohnung einschließlich der Geschäftsräume muß am 1. Oktober aber nicht bis 12 Uhr, sondern im Laufe des Tages geräumt werden. 2. Das ist keine strafbare Beleidigung. C. G. Zehlendorf. Wer einen regelmäßigen Mittagstisch für Fremde hält, bedarf, wenn er denselben Bier geben will, der Schanktonzession. Eine Strafanzeige wegen Gewerbekontravention würde daher voraussichtlich Erfolg haben. Effen a. d. Ruhr, 1. August. Stempelprozeß. Die heute über das Verhalten des angeklagten Ingenieurs Bering vernomTarn, Solmsstr. 33. Wir glauben nicht, daß ein Rechtsmenen Beugen bekundeten, daß derselbe ein strenger, gewissenhafter anwalt Ihre Klage selbst mit Vorschuß annehmen würde, da dieRichter'scher und vielbeschäftigter Beamter fei. Zu wiederholten Malen habe selbe völlig aussichtslos iſt. Sie haben allen Ansprüchen an derselbe aufgeladenes Material wieder abladen lassen mit der Ihren Onkel schriftlich entsagt und können daher, auch wenn Anweisung, es nochmals den Abnahmebeamten vorzulegen. Ihnen dieser Werzicht jetzt leib thut, nichts mehr fordern. Nur Bering habe das Bestreben, stets gute Waare zu liefern und habe beim Tode Ihres Onkels können Sie auf Grund des Ihnen von die Abnehmer auf schlechtes, versehentlich abgenommenes Material Herrn 2. dann herauszugebenden Reverses 2000 M. fordern. aufmerksam gemacht. Andere Zeugen bekundeten, daß sie von J. H. F. in M.- Gladbach. Nach§ 9 des Vereinsgesetzes falschen Berreißproben Kenntniß gehabt hätten. bedürfen öffentliche Versammlungen unter freiem Himmel der Effen a. d. Ruhr, 1. August. Im weiteren Verlaufe der vorgängigen schriftlichen Erlaubniß. Versammlungen eines poliBergnügungsverein Reichstrone, Abends 9 Uhr, in Reichert's Feft Kettner für Mittwoch als Zeugen zu laden. Der Präsident des find aber keine öffentlichen, für sie genügt polizeiliche AnBergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bet Schönnagel, Barnimftr. 47. heutigen Sigung beschloß der Gerichtshof den Regierungsbaurath tischen Vereins, zu welchen nur dessen Mitglieder Zutritt haben, Gefelliger Verein Brüderschaft, im Restaurant Gerichtshofes und der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Sello meldung. heute Abend 9 Uhr, Raupachstr. 6.- Bergnügungsverein Fiberto. alle theilten mit, daß eine große Anzahl anonymer Briefe bei ihm Paul. Sie können auf Einräumung eines Kellers und auf eingegangen sei. Es wurde beschlossen, dieselben unbeachtet zu Gewährung der im Kontratte bedungenen Wasserleitung bestehen. Orientalischer Rauchflub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, lassen. Der Zeuge Meister Hahn jagte aus, daß falsche Proben Wenn Ihnen der Wirth dies auf Verlangen nicht liefert, so Reichenbergerstr. 24, bei Schröder.- Rauchklub Eldorado. Abends 8% Uhr, nicht untergeschoben worden seien. Hierauf theilte der Präsi- fönnen Sie vom Miethsvertrage abgehen, ohne zu tündigen.; Böckhstr. 51. Rauchtlub Bruderbund. Abends 9 Uhr, Laufigerstr. 50, dent mit, daß mit Ausnahme des Bauraths Kettner sämmtM. B. 25. Ein Abzugsattest ist nicht erforderlich. Es bei Grande. Rauchtlub Beitgeist, Abends 9 Uhr bei Staspar, Restaurani liche Zeugen vernommen seien. Schließlich bekundeten die noch genügt die polizeiliche Abmeldung unter gleichzeitiger Angabe des zum Beitgeist, Bernauerstr. 72.- Rauchtlub Ambalema, Abend 9 Uhrmals vernommenen Sachverständigen übereinstimmend, daß es neuen Wohnsihes. Reichenbergerstr. 73a, bei Fauſtmann. Rauchflub Portorico, Abends 9 Uhr, bei Rohn, Wrangelstr. 136. Rauchtlub Gemüthlichteit 2, nicht möglich sei, daß das Abfeilen und Abfraisen der Schienen A. J., Waldemarstraße. Da es sich um ein reines Abends 9 Uhr bei Achsel, Stöpenickerstr. 161. Tambourverein Rothe Nette, Dienstag und Freitag, Abends 9 Uhr, und abefraisten Schienen dem Abnehmer vorgelegt worden giltig, derselbe hätte gerichtlich abgeschlossen sein müssen. in der geschilderten Weise vorgenommen und daß die abgefeilten Schenkungsversprechen handelt, ist der schriftliche Revers nicht Touristentlub Wanderlust, Abends 9 Uhr, bet Biehrat, Franfeciftraße feien. Direktor Passemer sagte aus, daß er die Richtig- P. K., Neue Maaßenstraße. Ihre Tochter kann nur dann, feit der Angaben mehrerer Zeugen über eine Unterschiebung wie Sie es nennen, ehelich geschrieben werden, wenn Sie den von Zerreißproben nicht für möglich halte. Was die Lokomotiv Vater des Kindes nachträglich geheirathet haben. Dann muß achsen betreffe, so bezweifle er, daß bei Schlagproben der Vater auf dem Standesamt die Tochter als die feinige an= eine Unterschiebung hätte stattfinden müssen. Daß dies geschehen erkennen. fälen, Müllerstr. 7. Deutscher Reichsabler, Beuffelstr. 9. Vergnügungsverein Saturnalia, Dienstag Abends 9 Uhr Sigung mit Damen bei Seifert, Dranienftr. 21. im Restaurant W. Schulze, Dfibahnhof 7. bei Thiele, Brandenburgstr. 56. und Schönhauser Allee Ecke. Rauchtlub Dammerwolfe, Literarisches. fen, habe kein Zeuge bekundet. Die übrigen Sachverständigen K. 2., Sfaligerstraße. Ihre Tochter kann die restlichen stimmten dem zu. Regierungsbaumeister Hellwig fagte aus, ihm 6 M. beim Amtsgericht I. einklagen. fei während der Verhandlungen nichts so unklar geblieben, als eine gerichtliche Entscheidung herbeizuführen gesucht und dabei auf G. N., Treskowstraße. Es haben schon oft Impfgegner die Angaben über die Zerreißproben. Er habe die Ueber Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der zeugung, daß die Zeugen sich geirrt hätten. Ingenieur Bering die durch die Impfung drohende Gefahr für die Gefundheit hinArbeiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist uns soeben sei stets bestrebt gewesen, voll und ganz seine Schuldigkeit zu gewiesen. Es ist jedoch stets Bestrafung erfolgt. Dieser Widerdie Nr. 15 des 2. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt thun. Der Abnehmer Ingenieur Conrad stellte dem Angeklagten stand ist auch angesichts der ganz bestimmten Vorschrift des Impfdieser Nummer heben wir hervor: Auf der Armensünderbank. Herda ein sehr gutes Zeugniß aus. gesetzes völlig aussichtslos. Die Frauenarbeit in den Vereinigten Staaten. Feuilleton: Ulm, 1. August. In der heutigen Sigung des deutschen M. S. 100. Es ist eine vielverbreitete, aber ganz unrichDie Nachbarn. Ein Märchen von Schtschedrin. Aus dem Anthropologen- Kongresses, an welcher etwa 150 Mitglieder theil- tige Ansicht, daß man von einem Miethskontrakte innerhalb Russischen von A. T.( Schluß.- Arbeiterinnenbewegung. nahmen, gab Major Tröltsch Stuttgart ein Bild der Vorzeit 24 Stunden wieder zurücktreten kann. Kleine Nachrichten. Schwabens. Hölder- Stuttgart sprach über die sogenannte CannFalkensteinstraße. Als Bierverleger dürfen Sie Sonntags stadter Rasse des französischen Naturforschers Quatrefages, außer von 7-10 und von 12-2 Uhr Nichts verkaufen. welche er als ein Phantasiegebilde bezeichnete. Von VirchowSchriftmaler. Wenn über Kündigung Nichts vereinbart ist, Berlin wurde dem Neanderthal- Schädel jede typische Bedeutung fo mußten Sie fündigen und haben sich durch plötzliches Niederabgesprochen; bis jetzt sei lein Beleg dafür erbracht, daß der legen der Arbeit schadensersatzpflichtig gemacht. Mensch mit dem Mammuth zusammen gelebt habe. Wien, 1. August. Auf Antrag des Ministers des Innern Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' hat die Nordbahn bis auf Weiteres den direkten Uebergang Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist soeben das 44. Heft des 10. Jahrgangs erschienen. aus Rußland kommender Waggons auf österreichisches Gebiet Aus dem Inhalt heben wir hervor: Rapitalistische Agonie. eingestellt. Kulis für Deutsch Ostafrika. Das Thonjilber"( Aluminium). der Generalraths- Wahlen sind 977 Republikaner und 217 KonserParis, 1. Auguft. Nach den bisher bekannten Resultaten -Aus dem großen Schuldbuch. Von Gustav Hoch. Literarische vative gewählt und 90 Stichwahlen erforderlich. Die RepubliRundschau. Notizen. Feuilleton: Dunkle Mächte. Roman faner gewannen 127 Size.. von Elise Langer.( Fortsetzung.) Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf ,, durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost Zeitungsliste für 1892 unter Nr. 2564 a) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. M Inferatenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. = O. K., Weißenburgerstr. Wenn die Vereinsstatuten dem Vorstande das Recht zur Vertretung des Vereins nach Außen beimeffen, so kann der Borstand für den Verein Klagen. Sonst müßte die Klage von allen Mitgliedern eingereicht werden. A. N., Königshütte. Wenn ein Strafverfahren wegen nimmt daffelbe seinen Fortgang, auch wenn der Antragsteller Meineides einmal bei der Staatsanwaltschaft eingeleitet ist, so feinen Antrag zurücknimmt. Es ist daher anzunehmen, daß der Staatsanwalt den Meineid nicht für erwiesen hält und deshalb feine Anklage erhebt. Vielleicht reicht Ihre Kousine eine neue Strafanzeige ein, dann wird sie Bescheid erhalten. Ju der Alimentenfache läßt sich, wenn nicht eine Verurtheilung des Beflagten wegen Meineides erfolgt ist, nichts thun. ( Depeschen des Bureau Herold.) Wir erhalten foeben Heft 15 des Lieferungswertes:„ Die Essen( Ruhr), 1. August. Stempelprozeß. Stationsbeamter Deutsche Revolution, Geschichte der deutschen Bewegung von Heer befundet, das Zurückholen von Schienenladungen von 1848 und 1849" von Wilhelm BI o 3.( Stuttgart, J. H. W. Dietz' Bahnhof sei wegen falschen Rangirens geschehen. Die Ar- 2. S. Wir können Ihre Anfrage ohne Kenntniß der EinzelVerlag.) beiter Greef und Krummacker sagen aus, Ingenieur heiten nicht beantworten. Zu mündlicher Auskunft sind wir Das vorliegende Heft schildert die durch die Voltserhebung Bering habe oft bestimmt, daß schlechte Schienen nicht bereit. in Wien veranlaßte Abdankung des Kaisers Ferdinand und die verladen werden follten. Der Hotelbefizer Budde erThronbesteigung dessen Neffen, Franz Josef I. Ferner wird in zählt, ein bei ihm wohnhaft gewesener Abnahmebeamter verlegung handelt, muß der Strafantrag seitens des Verletzten 5. P. 41. Sofern es sich um eine leichtere Körpereinem interessanten Kapitel der Staatsstreich in Preußen be- Namens Galleis habe Morgens seinen Stempel einem Arbeiter in drei Monaten gestellt sein. Eine bestimmte Frist, innerhalb schrieben.- An Illustrationen enthält das Heft: Johann Jacoby gegeben und sei dieser Abends von demselben zurückgebracht deren die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten von dem erfolgten vor Friedrich Wilhelm IV., Wrangel und die Bürgerwehr vor worden. Galleis habe gesagt, seine Bahn sei mit den Lieferungen Strafantrage Renntniß geben muß, ist gefeßlich nicht vorbem Schauspielhause in Berlin, sowie zwei getreue Nachbildungen zufrieden gewesen. Arbeiter Höhn bekundet die Anfertigung von geschrieben; gewöhnlich geschieht dies aber in wenigen Wochen. des ungarischen Revolutionsgeldes, der sog.„ Kossuth- Noten". Berreißproben aus Vierkantstäben und die Stempelung derselben Desgleichen gelangen die Portraits von Julius Fröbel, Franz mit nachgemachten Stempeln. A. S. 47. Wir haben den Amnestie- Erlaß von 1870 nicht Josef I., Victor von Unruh, Minister von Manteuffel, Karl Effen( Ruhr), 1. August. Bochumer Stempelprozeß. Arbeiter sur Hand und können daher Ihre Anfrage nicht beantworten. d'Ester und Louis Napoleon in diesem Heste zum Abdruck. F. H. 1. Nein, dazu ist der Fabrikant nicht berechtigt. Höhn sagt aus, Mohring habe die zum Unterschieben 2. Ja. Das Werk wird in 21 Lieferungen à zwei Bogen Groß- dienenden Proben in einem verschlossenen Schranke aufbewahrt. oktav komplett vorliegen. Alle 14 Tage erscheint ein Heft zum Stratenwerth hat gesehen, daß Mohring falsche Proben, welche Jemandem die Befugniß zur Einziehung von Mitgliederbeiträgen Abonnent in B. Eine zentralisirte Gewerkschaft ist befugt, Preise von 20 Pf. den Beamten unterschoben wurden, aus einem Schranke nahm. zu gewähren, z. B. indem sie demselben die betr. Quittungen Bahnmeister Mohnkopf bekundet, die Rheinische Bahn habe von übergiebt, ohne daß darin eine neue Vereinsbildung liegt. anderen Werken zuweilen Schienen mit Schönheitsfehern gekauft und in die Hauptgeleise gelegt. Die morgige Sigung fällt aus. Am Mittwoch beginnen die Plaidoyers. Vermischtes. Waldbrand. Aus Eberswalde wird unterm 1. August geschrieben: Gestern Nachmittag sind bei Joachimsthal, unmittelbar neben der Schorfhaide, 1500 Morgen Wald niedergebrannt. Ein sich gegen Abend einstellender Gewitterregen verhinderte eine weitere Ausdehnung des Feuers. Lübeck, 1. Auguft. Ein Erlaß des Senats verbietet die Einund Durchfuhr gebrauchter Leib- und Bettwäsche, Kleidern( mit Ausschluß derjenigen der Reisenden), Hadern, Lumpen aller Art, Obst, frischem Gemüse, Butter, Weichkäse aus Rußland. Auf die Ein- und Durchfuhr genannter Gegenstände aus Finnland er streckt sich das Verbot nicht. A. B., Sorauerstr. Der Miethsthaler kann dem Dienst mädchen nachträglich vom Lohn abgerechnet werden; auch muß sie den Werth einer von ihr durch Unvorsichtigkeit zerbrochenen Lampenglocke ersetzen. G. R. 1. Die Frage, ob die breimonatliche Kündigung einer Wohnung am 1. Juli noch rechtzeitig erfolgen kann, oder ob der 30. Juni der letzte Tag ist, wird von den Gerichten verschieden beantwortet, auch beim hiesigen Amtsgericht entscheidet die eine Abtheilung in diesem, die andere in jenem Sinne. Wir Breslau, 1. August. Im russisch- polnischen Industrie- Bezirk tönnen Ihnen daher keine bestimmte Auskunft geben, ob Sie bei ist den Verwaltungen fämmtlicher Gruben und Fabriken an- Gericht Recht bekommen werden. 2. Wenn Sie Sachen, die sich befohlen worden, Cholerabaracken für je 100 Mann zu errichten. in Ihrer Wohnung befinden und Ihnen gehören, zum Nachtheile Vom Schlachtfelde der Arbeit. In der Badischen Anilinund Sodafabrik in Ludwigshafen hat sich am 21. Juli ein Nachrichten lauten recht trübe. Das Frühjahr war ungewöhnlich Kopenhagen, 1. Auguft. Die aus Jsland eingegangenen des Wirths verkaufen, so machen Sie sich strafbar. schweres Unglück ereignet. Der Fr. Tpst." schreibt man falt, Anfangs Juli waren in Reikjavik am Tage nur 2 Grad fall nachgewiesen werden kann, so haften Sie jedenfalls nur bis B. 2. 84. Wenn Ihnen eine Schuld an jenem Unglücksbarüber: Heute Vormittag find vier Arbeiter verunglückt, von Wärme. Die Schifffahrt ist wohl eröffnet, aber es liegt noch zur Höhe der erforderlichen Reinigungskosten. denen der eine, ein Familienvater von 4 Kindern, sofort todt sehr viel Treibeis an den Küsten; geht dieses Treibeis nicht bald war, der andere durch furchtbare Brandwunden unrettbar dem weg, dann dürfte der Futterertrag sehr gering werden und damit Kalenderquartals, in welchem ihr Mann gestorben ist, kündigt, J. S. 100. Wenn die Frau dem Wirth innerhalb des Tode geweiht ist und zwei jüngere Arbeiter lebensgefährlich der Schasbestand, der einzige Reichthum der Isländer, in so darf sie sechs Monate nach Schluß des betreffenden Quartals verlegt sind. Der Unglücksfall selbst trug sich folgendermaßen schwierige Lage gerathen. ziehen. An der Hauptwasserleitung, unmittelbar an dem zur Fabrit gehörigen Wasserthurm, war ein Krahnen defekt geworden am Sonnabend wurde der Antrag Foosnäs, für den Ankauf von aus den gesetzlichen Vorschriften. Sie können nur, wenn die Chriftiania, 1. August. In der Abendfihung des Storthings E. M. 100. Die Ihnen ertheilte Antwort entspricht durchund der Maschinenmeister Unrath wollte die Reparatur vor: Gewehren für weniger bemittelte freiwillige Schüßen 200 000 gefeßliche Reklamationsfrist von 4 Wochen noch nicht um ist, nehmen. Gleichlaufend mit den Wasserleitungsröhren läuft auch Kronen zu bewilligen, auf Vorschlag des Staatsrathes Holst für eine Reklamation gegen Ihre Veranlagung zur Staatseinkommendie Gasleitung, von der zufällig ein Rohr, das ebenfalls diese Tagung zurückgestellt, und gleiches geschah mit dem Antrag steuer an die in Ihrer Einschätzung angegebene Behörde richten. mangelhaft war, bedeutend Gas ausströmen ließ. Der Maschinen- Rinde, bei dem ersten Thronwechsel die Bivillifte um 100 000 meister wollte mit einem Streichholz die Stelle untersuchen, aber Kronen herabzusetzen. Das Storthing wird heute Mittag ge- werden aber nachweisen müssen, daß unentgeltliche Trauung mit M. R. Köpenick. Verjährt ist die Forderung nicht. Sie in demselben Augenblick trat auch die Katastrophe ein. Unter schlossen werden. Donnerähnlichem Krachen flog Alles, was in der Nähe war, sogar dem Bastor seiner Zeit verabredet war. Riga, 1. Auguft. Der Gouverneur ordnete unter Androhung die oben liegenden Eisenbahnschienen, in die Höhe, die Gas- strenger Strafen die sofortige Einrichtung von Krankenräumen in explosion hatte den Maschinenmeister fofort getödtet, den Ressel- sämmtlichen Fabriken Livlands an. meister Wild bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und die obenstehenden zwei jüngeren Arbeiter tödtlich verlegt. zu: Hamburg, 1. Auguft. Gestern wurden in Holm bei Wedel durch eine Feuersbrunst 12 Häuser, darunter die Schule, zerstört. Mehrere Personen wurden schwer verletzt; es herrschte WasserWerthes; übersteigt der Werth 1500 Mart, so erhält der Finder Zwei Wettende. Der Finderlohn beträgt 10 pt. des von dem Mehrwerth 1 pet. Briefkaffen der Expedition. R. W.-B. 10 M. empfangen. Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.