Nr. 283. Abonnements- Bedingungen: # bonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30., monatl. 1,10 wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. Post. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat, Eingetragen in die Post- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Versammlungs- Anzeigen 25 Pig. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Bfg., jedes meitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inferate für ble nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Anno 1763. Freitag, den 2. Dezember 1904. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Entweder oder! Politische Ueberficht. Berlin, den 1. Dezember. Junkerliche Kirchensteuerschen. aufzuschwingen vermochte, ist freilich allzu natürlich; denn das christlichen Staates sein dürfte, so werden die Zentrumsliberale Bürgertum, das ein solcher Kampf voraussetzt, existiert abgeordneten nicht anders können, als die Forderung zu ernicht; und in der besonderen Frage gar der Berliner heben, daß der protestantische Religionsunterricht Im Jahre des Heiles 1768 wurde der siebenjährige Krieg Selbstverwaltung, der kommunalen Unabhängigkeit von den gleichermaßen verbannt werde wie der freireligiöse, nicht nur beendigt. Aber in diesem Jahre geschah noch etwas Wichtigeres. Vexationen der Staatsgewalt hat das freisinnige Stadt- aus städtischen Schulräumen, sondern auch aus dem SchulEs wurde vom absoluten Herrscher irgend eine Verordnung regiment jahrelang aus Scheu vor einem Konflitt immer unterricht selbst! über das Schulwesen erlassen, die von einer so großen Be- wieder nachgegeben und so sehr kompromisselt, daß es nicht deutung gewesen sein muß, daß ihre Lebenskraft unsterblich mehr von einschneidendem Einfluß sein kann, ob es nun doch blieb. Denn 141 Jahre später, nach einem Zeitraum also, in einmal für ein paar Tage die Geduld verliert und sich zur welchem die Erde fich wirtschaftlich und politisch von Grund Wehr ſegt. Die Regierung wird auch in diesem Falle ihre aus umgestaltet hat, trat in Berlin im preußischen Absicht durchsetzen, und die Stadt Berlin wird die Expropriation Abgeordnetenhause ein Minister auf, von dem man aus dem eigenen Befige damit beantworten, daß sie Geschenke fagte, daß er den Kultus verwaltete, und dessen Name, außer- byzantinischer Demut zum Hochzeitstage des Thronfolgers Das preußische Herrenhaus hat am Donnerstag zunächst halb seiner engeren Bekannten- und Verwandtenkreise, dem stiftet, obwohl es der Stadt Berlin doch ganz klar ist, woraus den Gesezentwurf betr. die Erhebung der KirchenGedächtnis sofort wieder entschlüpft, sobald man ihn fassen die Maßnahmen der Regierungsbehörden zu erklären sind. steuern in den Kirchengemeinden und Parochialverbänden will. Dieser Minister also holte jene Verordnung vom Jahre Unter den Umständen ist es nicht erstaunlich, daß der evangelischen Landeskirche entsprechend den Vor1763 hervor, um damit zu beweisen, daß es der Gemeinde Berlin nicht erlaubt sei, über die ihr gehörigen Schulräume bas Abgeordnetenhaus auch diese Angelegenheit in schlägen seiner Kommission in Verbindung mit einer Resolution in den vom Schulunterricht freien Zeiten so zu verfügen, wie ihrem starken ursprünglichen Interesse mehr abschwächte als des Grafen Mirbach angenommen, wonach Realsteuern fie es für gut hält. steigerte. Obwohl es ein großer Tag" war, standen die nur ausnahmsweise und in geringem Umfange zum So groß war die Weisheit des alten Fritz, daß er bereits Debatten auf keinem wesentlich höheren Niveau als ge- Maßstabe kirchlicher Steuern gewählt werden sollen. Eine weitere Resolution, die von der Kommission beantragt im Jahre 1763 dem Minister eines seiner späteren Nach- wöhnlich. Die Begründung überließen die Interpellanten, so wird war, ersucht die Regierung, auf gesetzliche Maßnahmen kommen das geistige Rüstzeug gab, mit dem er demonstrieren สน nehmen, damit die Heranziehung der fonnte, daß es staatsgefährlich und deshalb unzulässig sei, in uns aus dem Abgeordnetenhause geschrieben, dem Frankfurter Bedacht Unternehmungen zu städtischen Schulräumen auf polnisch oder sozialdemokratisch Abg. Fund, um dadurch zu dokumentieren, daß es sich nicht Besitzer größerer gewerblicher zu turnen. Freilich, der alte Friß war ein grober Gottes- um eine spezielle Berliner Angelegenheit, sondern um eine den Stirchenlasten ermöglicht werde. Nach längerer Debatte, lästerer, der weder an Himmel noch Hölle glaubte und selbst Angelegenheit handelt, an der alle Selbstverwaltungsförper in der Graf Hohenthal tiefsinnige Betrachtungen über den feinen Spott mit dem Herrn Christus trieb. Er war viel in gleichem Maße interessiert sind. Obgleich Herr Fund Zusammenhang zwischen der Zahlung von Kirchensteuern und heidnischer, als selbst die freidenkerische französische Regierung fehr maßvoll sprach, erregte er doch den Born des dem Anwachsen der Sozialdemokratie anstellte, gelangte auch heute ist. Der alte Fritz hat wohl auch die Religion dem Ministers, der es übernommen hatte, die Maßnahmen diese Resolution zur Annahme. Der Mann ist dieser Nach Erledigung der Vorlage betreffend die Erhebung von Bolte erhalten wollen, aus Staatsräjon, aber er konnte der Regierung zu verteidigen. weder die Pfaffen leiden noch das Christentum, und so hätte Aufgabe auch nicht entfernt gewachsen, und mit der von einem Kirchensteuern in den katholischen Gemeinden und einiger er wohl schwerlich seinem Minister erlaubt, es mit der Ehre Geheimrat ausgearbeiteten Rede, die er ziemlich fließend fleinerer Gefeßentwürfe vertagte sich das Haus. Am Freitag stehen kleinere Vorlagen und Rechnungssachen und dem Zweck des Staates für unvereinbar zu erklären, eine herunterlas, machte er selbst auf die rechte Seite des Hauses schauung zu lehren. Es ist ein prächtig satirisches Zusammen Standpunkt, daß dem Staate ein Aufsichtsrecht über die Schule Die Koftspieligkeit des füdwestafrikanischen Feldzuges. von der Religion unabhängige religiöse und sittliche An- feinen Eindruck. Der Minister vertritt den rein formalen auf der Tagesordnung. treffen, daß der brave Minister, der heute im preußischen zusteht, und um diese Behauptung, die kein Mensch bestritten Schon fürzlich wiesen wir auf die ungeheuerliche KostKultusministerium sigt, weil Herr Lukanus offenbar seine hat, zu beweisen, framt er allerhand Regierungsverfügungen Adresse vergessen hat-- daß dieser Staatsmann eine und Gesetze aus, die bis auf das 18. Jahrhundert zurüdliegen. fpieligkeit des Herero- Feldzuges hin. Wir konnten nicht beFriderizianische Verordnung ins Feld führte, um freireligiösen Der Aufklärung der Gründe, aus denen das Provinzial- greifen, wie denn dieser Strieg bereits mehr als 100 Millionen Unterricht aus Berliner Schulräumen rechtmäßig" zu be- Schulkollegium ganz plöglich einen so schweren Eingriff in verschlungen haben sollte. In dem heute im Original vorseitigen. Zum mindesten hätte er gleich hinzufügen sollen, das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden vornimmt, wich der liegenden Nachtragsetat finden wir nun allerdings Zahlen, daß es auch verboten sei, in städtischen Schulräumen vom alten Minister aus. Auch sein Kommissar, der Ministerialdirektor deren Höhe allgemein in Verwunderung segen wird. Frigen zu reden. Da werden nämlich für 99 Offiziere und Militärbeamte Schwarzkopf, der Dezernent für das Elementar" Das ist der Fortschritt, den die Bureaukratie in schulwesen, hielt weitere Aufklärungen über diesen Bunft für für ein Jahr nicht weniger als 736 815 M. gefordert für Gehalt und Löhnung". Das macht pro Kopf die 141 Jahren genommen hat. Das patriarchalische Regiment uunük. blüht wie ehedem. Bureaukratie und Polizeidespotismus Eindrucksvoll trat dem Minister der frühere Berliner Ober- gewaltige Summe von 7442 M.! Dabei befinden sich haben sich in ungeschwächter Kraft erhalten, aber was an bürgermeister und spätere Finanzminister, der nationalliberale unter den 99 Dffizieren nur drei Stabsoffiziere, die übrigen geistigen Fortschritten schon im Zeitalter des auf- Abg. Sobrecht, entgegen, der trotz seines hohen Alters mit find 9 Hauptleute, 48 Leutnants, eine Anzahl Aerzte usw. geklärten Absolutismus erzielt war, das hat die Bureau- jugendlicher Frische das Verhalten der Regierung einer ver- Diese Ausgaben sind ganz unerklärlich hoch, umsomehr, als fratie, die Polizei, die Staatsgewalt nicht mit herüber nichtenden Kritik unterzog und sich stellenweise zu so scharfen für den Chinafeldzug erheblich geringere Beträge gegenommen. In den 141 Jahren hat sich das offizielle Wendungen verstieg, wie man sie von nationalliberaler Seite fordert worden sind. Damals erhielt nämlich ein HauptPreußen aus dem Zeitalter des aufgeklärten in das seit Jahrzehnten nicht gehört hat. Auch der freifinnige mann nur 600 M. monatlich 7200 m. pro Jahr, ein mur 240-425 M. pro Monat, also Zeitalter des unaufgetlärten Despotismus zurück- Redner, Abg. Caffet, fand trok mancher Verbeugungen Beutnant gar entwickelt. Und darum wendet ein preußischer Minister des vor der Regierung, die die Freisinnigen nun einmal mur 2880-5100 m., wozu noch 1200-1440 M. AusrüstungsJahres 1904 mit vollem Rechte eine patriarchalische Ver- nicht lassen fönnen, fräftigere Worte, als gewöhnlich. gelder tamen, die aber auch diesmal besonders in Anrechnung ordnung aus der Mitte des 18. Jahrhunderts an, indem er Aber er raubte seinem Angriff dadurch die Straft, daß er sich gebracht werden! Die Offiziere erhalten also diesmal unfie zugleich als Waffe gegen die Aufklärung benutzt, die auf die formale Rechtsfrage wesentlich beschränkte und ausgefähr doppelt soviel, als beim Chinafeldzug! Warum? schon vor 141 Jahren erreicht war. drücklich im Namen der Freifinnigen versicherte, sie würden Für die Mannschaften betragen die entsprechenden Aus6. Die Verhandlungen des preußischen Ab- fich einem Gerichtsurteil die Regierung hat das gaben inkl. der Feldwebel, Sergeanten und Unteroffiziere nur geordnetenhauses über die freisinnige Interpellation Verwaltungsstreitverfahren umgangen unterwerfen. Diese 1042 M. pro Kopf und Jahr, also nur ein Siebentel deszum Berliner Schulkonflikt haben faum etwas im voraus verkündete Unterwerfung unter die 1904 ausgelegte fenigen, was die Herren Leutnants erhalten. Im ChinaBemerkenswerteres zutage gefördert, als diese Berufung auf das Weisheit von 1763 bedeutete die Verwandlung einer poli- feldzug erhielten die Unteroffiziere monatlich 120 M., alte Edikt, das im Jahre 1817 so fräftig erneuert wurde, tischen Frage von größter Bedeutung in den Advokaten- das sind 1440 M. pro Jahr, also mehr als jetzt! Doppeltes Rätsel! daß es noch heute unmittelbar zur Anwendung gelangen kann. Formalismus eines papiernen Zufalls. Man hat in den Verhandlungen zwar auch viel von der freien Für die Regierung trat bisher nur der Konservative Wir möchten die Herren von der Regierung höflichst Selbstverwaltung gesprochen, scharfsinnige juristische Unter- Ballaste mit einer Striegervereinsrede ein. Am Freitag um Aufklärung über diese wunderlichen Dinge gebeten suchungen angestellt und wohl auch energischer als sonst die wird die Debatte fortgesetzt. haben! Nechte der Stadt Berlin verteidigt. Aber es scheint uns Deutsches Reich. durchaus zwecklos, in preußischen Dingen von Rechts. Das Zentrum hat sich bisher nicht geäußert. Es wird fragen zu reden. In Preußen gibt es überhaupt kein von einigem Interesse sein zu erfahren, ob es sich ebenso berordentliches Recht. Die ganze preußische Verfassung und alle halten wird, wie seine Berliner Breßvertretung. Nicht wie es Das Deffauer Kriegsgerichts- Urteil preußischen Gesetze sind vormärzliche Ruinen. Nichts ist aus sich zu den formalen Rechtsfragen der Selbstverwaltung stellt, erscheint in noch viel graufigerem Lichte, wenn man ihm ein anderes gebaut, nichts vollendet, für jede Willkür findet man irgend interessiert uns, sondern wie es sich fachlich gegenüber dem Urteil an die Seite stellt, das am 30. November vom Kriegsgericht eine Verordnung, und was der jeweiligen Regierung an recht- Anspruch verhält, daß in städtischen Schulräumen auch frei Nürnberg ausgesprochen wurde. Die Soldaten Trösch, Wagner lichen Rückständen unbehaglich ist, das läßt sich leicht auf dem religiöser Unterricht erteilt wird. In dem vom Reichstag an- und Hofmaier vom 14. Infanterie- Regiment waren der Menterei und Wege der Polizeiverordnung erreichen. Nicht ob die preußische genommenen, vom Zentrum ausgehenden Toleranz- anderer Vergehen angeschuldigt. Regierung und ihr Werkzeug, das Provinzialschulfollegium, antrag hat das Zentrum ausdrücklich den Rechts- Im Manöver erschienen sie eines Tages zu spät beim das geschriebene Recht habe, aus den städtischen Schul- anspruch auch der Dissidenten auf freie Religionsübung und Appell, und als sie endlich ankamen, wurde ihnen mitgeteilt, räumen freireligiösen Unterricht und polnische Turnerei zu Religionsunterricht anerkannt. Daraus ergibt sich von selbst, daß sie vom Hauptmann je einige Tage Mittelarrest zudiktiert entfernen, ist zu diskutieren, sondern der Angriff hätte sich da- daß es den freireligiösen Unterricht nicht nur außer bekommen hätten, außerdem wurde ihnen befohlen, sich nachgegen zu richten, daß sich überhaupt eine heutige Regierung halb der Schulstunden in städtischen Schulräumen, sondern mittags um eins und drei Uhr zum Appell einzufinden, damit Serartige Verhöhnungen alles modernen Staatswesens heraus- fogar innerhalb der Schulstunden als berechtigt anerkennen sie teine Gelegenheit zum Trinken hätten. Sie lamen jedoch nicht, zunehmen wagt. Ob da irgend ein Fezen Papier eritiert, muß. Stellt sich das Zentrum im preußischen Abgeordneten- und auch zum Hauptappell um 5 Uhr erschienen sie viel später und ob er jo oder so zu deuten ist, das ist ganz gleichgültig. Dieses hause auf den Standpunkt des preußischen Unterrichtsministers, in total betrunkenem Zustande. Als sie der Hauptmann von weitem Regierungssystem ist der Feind, und es kommt nicht daß freireligiöser Unterricht so sehr dem„ chriftlichen Staats- kommen fah, befahl er dem Bizefeldwebel, ihnen entgegen zu gehen darauf an, ob er einmal milder oder schroffer, einmal formell zwecke" widerspreche, daß er sogar nicht einmal in den und sie in ihre Quartiere abzuführen. Dem Befehle des Feldwebels, berechtigter oder formell gesezwidriger sich hervorwagt. Räumen, zwischen den vier Wänden, in denen sonst staatlich mit ihm zu gehen, leistesten sie teine Folge, und als sie letterer Zu solcher prinzipiellen Haltung konnte sich natürlich das Konzessionierter Unterricht erteilt wird, geduldet werden könne, aufmerksam machte, daß es Befehl des Hauptmanns fei, erklärte preußische Abgeordnetenhaus nicht emporheben. Die bürger- so follte das Zentrum so tonsequent sein, auch zu verlangen, Trösch:" Das ist mir Wurst". Trösch stieß auch mit seinem Gewehre lichen Verteidiger der Selbstverwaltung beklagten sich bitter, daß protestantischer Religionsunterricht gleichfalls nicht wiederholt heftig auf den Boden, und Hofmaier erhob drohend die zum Teil sogar heftig über die Schifanierung der Stadt in Räumen geduldet werde, in denen der christliche Staat Hand. Der Feldwebel wurde als„ Kohldampfschieber" tituliert. Berlin, aber was nüßte es, über Unbill und Schikane zu vermeintlich die Oberaufsicht hat. Die Zeugen befundeten, daß die Angeklagten sich schon in ihrem jammern! Es wäre notwendig gewesen, den prinzipiellen Wir haben neulich darauf hingewiesen, daß katholische Quartier verabredet hätten, dem Befehle, zum Appell zu gehen, Gegensatz zwischen einem liberalen Bürgertum und einer Lehrbücher, die in preußischen Boltsschulen gebraucht werden, nicht nachzukommen. bureaukratisch patriarchalischen Regierungsmethode klar zu den Protestantismus für die Quelle aller Unfittlichkeiten ftellen. Daß man sich zu dieser Klarheit nicht erklärt. Da nun Unfittlichkeit zweifellos nicht der Zweck des Das Gericht fonnte sich aber nicht davon überzeugen, daß hier, Meuterei vorliege, und verurteilte jeden von den dreien lediglich wegen Ungehorsam, Achtungsverlegung, Beleidigung, Trunkenheit im Dienst und unerlaubter Entfernung zu 42 Tagen Mittelarrest. Damit ist die Unbesonnenheit der drei jungen Leute gerade genug bestraft, ihre Verfehlung ist aber jedenfalls auch nicht geringer, als diejenige der in Dessau zu Zuchthaus verurteilten Soldaten, wenn man bei diesen überhaupt von einer Verfehlung reden will, die nur in berechtigter Notwehr gehandelt haben. " Das Denkmal der 50 000. Kreatur. Im Berliner Tageblatt" kann man folgendes lesen: Gelegentlich des Jagdaufenthaltes des Kaisers in Oberschlesien dürfte die Mitteilung interessant sein, daß der Monarch bereits am 2. Dezember 1902 gelegentlich seines Befuches in Groß- Strelitz auf 50 000 von ihm erlegte Kreaturen zurückblicken konnte. Aus diesem Anlasse ließ der Schloßherr Graf Tschirschky- Renard gegenüber dem Standorte des Kaisers einen zwei Meter hohen Malhügel aus roten erratischen Blöcken errichten, deren oberster, ein schön geförnter Porphyr, gespalten ist. Die Spaltfläche trägt unter der Kaiserkrone die nachstehende Inschrift: Seine Majestät der Kaiser und König Wilhelm II. erlegte an dieser Stelle am 2. Dezember 1902 allerhöchft seine 50 000. Kreatur, einen weißen Fasanenhahn." Da der Kaiser bei der letzten Hofjagd in Neuded allein 951 weitere Kreaturen zur Strecke gebracht hat, darunter 937 Fasanen, so wird ein Denkmal der 100 000. Kreatur nicht lange auf sich warten lassen. " Entschuldung des ländlichen Grundbesitzes. Vor einigen Wochen brachten die„ Berliner Politischen Nachrichten" die offiziöse Mitteilung, daß im Staatsministerium eine Vorlage zur Entschuldung des ländlichen Grundbesiges vorbereitet würde. Welche Maßnahmen geplant seien, wurde jedoch nicht gesagt, wenn sich auch mit einiger Sicherheit folgern ließ, daß es sich um eine abgeschwächte Variation des vor zwei Jahren veröffentlichten, von den Junkern zurückgewiesenen Podbielstischen Projekts handle. Diese Vermutung wird jetzt durch die Kölnische Zeitung" bestätigt, die über die Absichten der Regierung folgendes erfährt: = Husland. Frankreich. Die Beschuldigungen gegen den Jeu- Minister. Es soll auf dem Wege der faffung nach preußischem Muster. In Oldenburg wurden am Donnerstag wiederum direkten, allgemeinen, gleichen und geheimen ProportionalRuhstrat- Prozesse verhandelt. Im November 1903 wurde der wahl eine Stadtverordneten Versammlung gewählt werden, die Redakteur des„ Residenzboten" Biermann verurteilt, weil er dem dann wieder die Verwaltungsbehörde, den sogenannten Stadtrat Justizminister Rubstrat den Vorwurf gemacht hatte, daß er vor wählen. Die erwähnten Städte wehren sich gegen diese neue Gekasino und anderen Lokalen viel und hoch gespielt habe. Diese behalten und nur noch mehr befoldete Gemeinderäte anſtellen dürfen als mehreren Jahren, als er noch Erster Staatsanwalt war, im Zivil- staltung. Speziell will Stuttgart die bisherige Verfassung beiSpiele sollen so umfangreich gewesen sein, daß in einer Nacht Un- bisher. Von der Sozialdemokratie sind nunmehr grundsägliche Anträge summen verloren wurden. Ein Offizier habe sich aus diesem Anlaß auf Umarbeitung des ganzen Abschnittes gestellt worden. Wir verlangen erschossen, ein Gerichtsassessor sei ausgewandert. Ganz besonders das Ein- Kollegial- System d. h. eine einzige Körperschaft, die Stadtwurde dem Minister zum Vorwurf gemacht, daß er infolge großer verordneten- Versammlung, welche aus ihrer Mitte einen VerDadurch, daß die Mitglieder dieses Spielverluste sich von dem Gymnasialdirektor Frühstück Geld geliehen waltungsausschuß wählt. habe und diesen deshalb, nachdem er inzwischen Minister geworden, Ausschusses stets Mitglieder der Stadtverordneten- Versammlung sein befördert habe. und bleiben müssen, kann dieser Ausschuß niemals zu einer zweiten Der Gerichtshof hat damals den versuchten Wahrheitsbeweis rivalisierenden Körperschaft werden, welche die Wege der anderen Körperals nicht erbracht angesehen. Aber auch der Minister wurde später schaft zu durchkreuzen vermag, wie dies bei der preußischen wegen Beleidigung Biermanns zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Magistratsverfassung nur zu leicht und auch sehr häufig der Fall ist. üble Behandlung Biermanns im Gefängnis hat dann im Reichstag Nach unserem Antrag sollen beide Körperschaften auch nur ein und zu lebhaften Debatten geführt. denselben Vorsitzenden haben. Genosse Kloß begründete heute diesen Im September d. J. erschienen nun im ,, Residenzboten" wiederum Antrag eingehend nnd wies nach, daß dieser die gründlichste Ermehrere Artikel, in denen mitgeteilt wurde, es sei gegen Minister ledigung der städtischen Angelegenheiten gewähre. Von seiten der Rubstrat bei der Staatsanwaltschaft die Anzeige erstattet worden, Volkspartei hat man sich heute bereits ablehnend zu unseren Anträgen derselbe habe im November 1903 wissentlich einen Meineid geleistet. geäußert. Die Debatte wird morgen fortgesetzt. Außerdem wurde behauptet, der Minister habe im Landtag die Unwahrheit gesagt. Er habe vor Gericht beschworen, er habe nur im Eine Richtigstellung. In der„ Kreuz- Zeitung" wurde ein Protest Zivilfasino gespielt. Im Landtag habe der Minister gesagt, feine des Fabrikanten Wittum, nationalliberalen Landtags- Abgeordneten Spielerepoche liege 14-15 Jahre zurück.„ Tatsächlich hat der von Pforzheim, gegen ein Zusammengehen mit den Sozialdemokraten Minister", so heißt es in einem der Artifel, bis in die erwähnt. Dazu wird bemerkt, Wittum sei in seiner Jugend selbst neueste Beit in öffentlichen Lokalen mit größter Leidenschaftlich- Sozialdemokrat gewesen. Das ist falsch, Wittum war nie feit dem Glücksspiel gefrönt und ist fast stets Banthalter gewesen." Sozialdemokrat, sondern stets Gegner der Sozialdemokratie. Es wird in den Artikeln ferner öffentlich Protest erhoben, daß ein unwidersprochen des Meineids beschuldigter Mann in irgend einer Form an den Geschicken des Landes teilnimmt" usw. Die Strafanzeige wurde von der Staatsanwaltschaft als unbegründet abgelehnt. Der Unterrichtsminister und die Jungfrau von Orleans. Dagegen wurden gegen Biermann und den Redakteur Schwiegaert mehrere Anklagen wegen Beleidigung des Ministers eingeleitet. Die Angelegenheit des Professors der Geschichte im Lyceum " Es handelt sich darum, den ländlichen Grundbesitzern( unter In der Verhandlung vor dem Landgericht am Donnerstag stellte Condorcet Thanamas, welcher wegen ihm zugeschriebener Ausschluß des Großgrundbesizes) Gelegenheit zu geben, ihre Hypo- sogleich nach dem Zeugenaufruf die Verteidigung den Antrag auf Aeußerungen über die Jungfrau von Orleans thekenschulden in unfündbare, billig verzinsliche und amortifierbare Ablehnung des Vorsitzenden Landgerichts- Direktors Erk sowie der anderes Gymnasium verfekt worden ist, soll in der Hypotheken zu verwandeln, um sie so mit Hülfe der Amortisation Beisigenden Kiz, Jansen, Böhmke und Dr. Ranff wegen Beheutigen Sigung der Deputiertenkammer zur Sprache kommen. Die allmählich zu tilgen. Soweit sich die Schulden innerhalb der ersten fangenheit. Bei der Begründung dieses Antrages führt die Radikalen und Sozialisten wollen den Unterrichtszwei Drittel des Wertes des Grundeigentums halten, wird diesem Verteidigung aus, den Landgerichts- Direktor Erf verbinde mit dem minister interpellieren, weil er auf Grund von SchülerBwed jetzt schon genügt durch die provinziellen Kreditinstitute, in der Kläger eine langjährige innige Freundschaft. Kitz und Jansen feien aussagen einen republikanischen Lehrer der Nachsucht der Rheinproving durch die Landesbank der Rheinprovinz in Düsseldorf. Durch beisigende Richter in früheren Verfahren gegen Biermann gewesen Rückschrittler ausgeliefert habe. Der nationalistische die geplante Aktion soll also denjenigen Grundbesitzern zu Hülfe gekommen und würden außerdem von der Verteidigung in dem heutigen Prozeß Deputierte Berry beabsichtigt anläßlich dieser Debatte den im werden, die über zwei Drittel, und zwar bis zu fünf Sechstel des als Zeugen in Anspruch genommen werden. Die Begründung des Jahre 1894 von der Kammer nicht angenommenen Gesetzentwurf Wertes ihres Grund und Bodens verschuldet sind; die höher ver- Ablehnungsantrages stüßt sich auch darauf, daß sich die Artikel im einzubringen, nach welchem zu Ehren der Jungfrau von Orleans ein gegen den schuldeten sollen als unrettbar verloren ausgeschlossen sein. Es Residenzboten" Justizminister als ein nationaler Festtag angesetzt werden soll. gewendet haben. Der unter Anhandelt sich also um die Beleihung des fünften Sechstels des Wertes Exemplar seiner Zunft Paris, 1. Dezember. Wie verlautet, hat der Marineminister des Grundbefizes, die bisher den erwähnten Krediteinrichtungen durch klage stehende Artikel legt ausdrücklich nicht nur gegen den nunmehr sämtliche von den Hafenarbeitern verlangten Zugeständnisse ihr Statut verwehrt ist. Die geplanten Maßnahmen sollen zunächst Justizminister Protest ein, sondern gegen die ganze Klasse, bewilligt. Eine amtliche Bestätigung für diese Meldung liegt inversuchsweise nur für die Provinz Brandenburg und die Rhein- von der Ruhstrat nur ein einzelner Vertreter ist, gegen die ganze dessen noch nicht vor. In Rochefort wurden Maueranschläge verprovinz bestimmt sein. Die oben erwähnten Krediteinrichtungen dieser liederliche, faule, tolle Wirtschaft", die in den letzten Jahren offen öffentlicht, worin es heißt, daß alle Beziehungen zwischen den Provinzen sollen ihr Statut dahin ändern, daß sie über die bis- bart worden ist, gegen die tief in Schulden steckende Gesellschaft, Syndikaten und dem Marinepräfekten abgebrochen seien und daß die herigen ersten vier Sechstel des Wertes hinaus auch noch das fünfte die sich nicht länger als Eckpfeiler des Staates aufspielen dürfe". Regelung sämtlicher Forderungen auf administrativem Wege Sechstel in Form einer unfündbaren Amortisationshypothek beleihen. Hieraus ergäbe sich ohne weiteres, daß ein Oldenburgischer Richter erfolgen müsse. Die an der Entschuldung teilnehmenden Grundbesizer sollen zu in diesem Beleidigungsprozeß nicht als unbefangen gelten fann. Deputiertenkammer. Grosjeau( Nationalist) bringt einen Jahresgesellschaften vereinigt werden, deren jede einen Garantie- Der Gerichtshof zog sich nun auf eine Stunde zur Beratung Antrag ein, dahin gehend, einen oberen Unterrichtsausschuß zu fonds bis zur Höhe von 10 Proz. der Gesamtdarstellungssumme zurück. Nach Wiederaufnahme der Verhandlung erklärt das aus bilden, um die Angeberei im Unterrichtswesen zu verhindern. Er ber betreffenden Jahresgesellschaft dadurch aufbringen soll, daß jedes zwei Richtern gebildete Kollegium, daß bis auf die Beisitzer Kiz wirft dem Unterrichtsminister vor, die Angeber nicht bestraft zu Mitglied seine gesamten, also auch die für die Vorhypotheken zu und Jansen, die als Zeugen notwendig sind, der Gerichtshof in haben. Minister Cha umié erwidert, daß er stets nach bestem zahlenden Tilgungsraten zunächst zu diesem Fonds entrichtet. Außer seiner ursprünglichen Zusammensetzung bestehen bliebe, da die Be- Wissen und Gewissen gehandelt habe; seine Aufgabe sei schwer dem ist der Staat bereit, eine Garantie für Verluste bis zu 10 Proz. fangenheit der übrigen Beanstandeten nicht anerkannt werden genug und es liege ihm nichts daran, sein Amt weiter zu behalten. der Entschuldungsdarlehen zu übernehmen." ( Fortsetzung folgt.) ( Lebhafte Bewegung.) 2aferre( sozialistischer Radikaler) verteidigt hierauf den Grand Orient. " Es ist noch recht vieles unklar aut der Mitteilung der Köln. Zeitung", die überdies zu den früheren Angaben der Politischen Nachrichten" in einem gewissen Widerspruch steht. Damals wurde berichtet, es handle sich um den bäuerlichen Besiß, und zwar vor nehmlich in Pommern. Jetzt wird allgemein vom ländlichen Grundbefiz gesprochen und als Versuchsgebiet die Provinz Brandenburg und die Rheinprovinz bezeichnet. " " fönne. 24 873. nur an ein Grosjean zieht hierauf seinen Antrag zurück und spricht die Hoffnung aus, daß der Kriegsminister gegen die Angeber vorgehen werde. Es folgt die Interpellation des sozialistischen Deputierten Sembat und Allard betreffend die Auslassungen des Professors Talamas über die Jungfrau von Orleans, Der Kommunalkampf in Dresden. In seinen weiteren Ausführungen legt Lafferre VerAus der sächsischen Hauptstadt wird uns in Ergänzung unseres wahrung ein gegen den Diebstahl von Schriftstücken beim Grand gestrigen Telegramms geschrieben: Orient und nimmt für die Republikaner das Recht in Anspruch, Die Wahl ist unter einer Wahlbeteiligung von zirka 70 Prozent fich Auskünfte zu verschaffen und sich gegen ihre Feinde zu ver vor sich gegangen. Von 34 116 eingeschriebenen Wählern stimmten teidigen. Der Grand Orient habe keine Angebereien berübt, er habe Die Sozialdemokraten haben einen Riesenschritt nur politische Auskünfte geliefert. Die Opposition werfe ihm Tatvorwärts getan, ihre Stimmenzahl stieg gegen das Vorjahr von sachen vor, die sie selbst täglich begehe. Redner wirft der Regierung Der hausagrarisch- antisemitisch- konservative alsdann vor, Maßnahmen gegen Beamte ergriffen zu haben, die Die Mehrkosten der Militärpenfionen. Die durch die Militär- 6000 auf 10 200. ( Protestrufe rechts.) pensions- Gesetzentwürfe geforderten Kosten lassen sich jetzt, nachdem Mischmasch siegte noch einmal mit 11 500 Stimmen, die National- ihre Pflicht als Republikaner getan hätten. Die Entwürfe dem Reichstage zugegangen sind, genauer übersehen. liberalen brachten es auf ganze 2500 Stimmen. Beide bürgerlichen Er schließt mit den Worten: Ohne unsere Schriftstücke würde das Das Offizier pensions- Gesetz würde im ersten Jahre Stimmlisten zusammen hatten gegen das Vorjahr nur eine Zunahme Land eine Armee befizen, die des Staatsstreiches fähig wäre. Da aber einfache Majorität über sämtliche( Heftige Protestrufe.) Lafferre zieht alsdann seine Worte zurück feiner Wirksamkeit beim Allgemeinen Pensionsfonds und dem von 1500 Stimmen. Pensionsfonds der Schutzgebiete eine Mehrausgabe von 3011 700 M., Kandidaten entscheidet, hat die Kommunalreaktion mit nur reichlich und fügt hinzu: Die republikanischen Vereinigungen werden ihre Reinigungsfur fortsetzen.( Beifall links und Lärm rechts.) beim Reichs- Invalidenfonds eine solche von 433 000 M., zusammen 1000 Stimmen nochmals gefiegt. Die Arbeiterschaft Dresdens fämpft seit einer Rethe von Jahren Kriegsminister Berte aur erklärt, daß alle auf die Aneine Mehrausgabe von 3 444 700 M. Hervorrufen. Im Höhepunkte die Stadtverordnetengebereien bezüglichen Dokumente verbrannt seien.( Beifall im der Belastung würde nur eine Mehrausgabe bei den ersteren Fonds in energischer und geschickter Weise um Der Dresdener Stadtrat hat die Arbeiter von der Zentrum.) Der Minister gibt zu, daß die Republik nach 33jährigem berbleiben, diese aber er 8494 000 m. betragen. Das Mann- mandate. schaftsversorgungs- Gesez würde im ersten Jahre ein Erwerbung des Bürgerrechts abgehalten, indem man den gefeßlichen Bestehen keine Armee habe, die mit den republikanischen GrundMehr von 2822 825 und 203 000 m., zusammen von 3025 825 Bestimmungen eine unerhört rigorose, den Arbeitern nachteilige Aus- fäßen übereinstimme, aber er konstatiere, daß es seit 33 Jahren keinen Mark erfordern, im Höhepunkt der Belastung ein solches legung gab. Erst das im Jahre 1900 ne eingerichtete sächsische Staatsstreich gegeben habe, troß der Aufstachelungen dazu.( Beifall Er, der Minister, werde seine Pflicht erfüllen, er werde bon 8037 960 m. Demgemäß würde sich die aus beiden Oberverwaltungsgericht mußte diesem Treiben durch mehrere Urteile links.) Gesezen herrührende Mehrbelastung im ersten Jahre auf einen Riegel vorschieben. So ist denn nun in letzter Zeit mit Erfolg 6470 525 M. und im Höhepunkt der Belastung, d. H. dauernd, auf eine Agitation für maffenhaftes Erwerben des Bürgerrechts durchgeführt gerecht und wohlwollend sein und die Republik zu verteidigen wissen. h.( Anhaltender Beifall.) Guyet de Billeneuve( nationalistischer Republikaner) 16 531 960 m. stellen. Beide Geseze sollen nach den Entwürfen worden. Daher rückte der Zeitpunkt in gefahrvolle" Nähe, daß die am 1. April 1905 in Kraft treten, sie beschäftigen sich jedoch mit Kandidatenliste der Arbeiterschaft durchdringen kann. Die geistige Ab- wirft unter fortwährenden Unterbrechungen durch die Linke dem der Frage der Dedung der Kosten nicht. Erforderlichenfalls soll, wehr dieser Aussichten bestand im Plan der Wahlrechtsänderung Ministerpräsidenten Combes und dem früheren Kriegsminister André wie verlautet, die Lösung der Dedungsfrage durch eine und erschlechterung. Hierüber aber vermochten sich die vor, daß diese das Angebersystem organisiert hätten. André sei derdem Reichstage zu machende besondere Vorlage gefunden Konservativen und Reformer" mit den Nationalliberalen nicht zu jenige gewesen, der die Ausfünfte verlangte. werden, wobei die Verbündeten Regierungen von der Voraussetzung einigen, so daß sich bei der Wahl am Mittwoch die drei Listen ausgehen, daß die Mittel zur Deckung des erforderlichen Mehr- gegenüberstanden. Zahlenmäßig drückt sich das Vordringen der Sozialdemokraten bedarfs aus den eigenen Einnahmequellen des Reiches bereit zu stellen sein würden. Die Mehrausgaben würden gegebenenfalls in bei den Stadtverordnetenivahlen folgendermaßen aus: 1900: 700, die entsprechenden Etats nachträglich hineingearbeitet werden müssen. 1901: 1500, 1902: 2500 und 1903: 6000 Stimmen. 1903 ist der Schleppmonopol und Schiffahrts- Abgaben. Die Kanalfommission große Sprung mit auf die Einverleibung von 11 Vororten mit zirka Die Kanalfommission 85 000 Einwohnern, zum großen Teil Arbeiterbevölkerung, zurückdes Abgeordnetenhauses beriet am Donnerstag in zweiter Lesung zuführen. Um so bedeutsamer erscheint der riesige Fortschritt bei der Mißglückter Bauernfang. den Gesetzentwurf, betreffend den Rhein- Hannover- anal. diesmaligen Wahl. Hierzu liegt vor ein Antrag Schmieding( natl.), wo- Es ist nicht zu bezweifeln, daß der Plan der Wahlrechtsänderung Berliner Tageblatt" hat sich in einem Versuch die Garantieverbände am Schleppbetrieb nun zur Durchführung gebracht werden wird. Einesteils aber wird beteiligt sein sollen, Privaten die mechanische Schlepperei auch nach Beseitigung des jetzigen Wahlverfahrens und nach Ein- erstaunlicher Schlauheit bemüht, den Vorwärts" in der Schlinge untersagt zum diesem Falle Befahren führung eines„ Berufs"-Wahlsystems, welches man beabsichtigt, der zu fangen, die er sich scheinbar selbst gelegt hat. Das von Theodor dieser Schiffahrtsstraße durch Schiffe mit eigener Triebfraft es einer Einzug einer Anzahl sozialdemokratischer Vertreter in das reaktionäre Fontane in feinen Privatbriefen so trefflich charakterisierte Organ besonderen Genehmigung, die nur auf Grund gefährdeter Betriebs- Kommunal- Parlament erfolgen. Andererseits wird die konservativ- Rudolf Moises aber hat unsere Harmlosigkeit bedeutend überschätzt. sicherheit zu versagen sei, bedürfen soll. Ferner wünscht der Antrag, daß antisemitische Reaktion auch in diesem letzten Bollwert ihrer Macht von Der Bauernfang, den es an uns versucht, wendet sich gegen das Wir haben das Blatt für die ewigen Ideale des nur die Betriebskosten durch die Gebühren gedeckt werden sollen. Im Laufe der öffentlichen Meinung endgültig und vollkommen verurteilt; durch Blatt selbst. der Debatte erklärt Minister v. Bu dde es nicht für zweckmäßig, auf dem brutale Gewalt wird dies tonservativ- antisemitische Stadtregiment freigesinnten Bürgertums in eine Falle gelockt, in die es hineinGroßschiffahrtsweg Berlin- Stettin das Schleppmonopol an- noch eine Zeitlang herrschen können, aber der Verachtung aller ver- getappt ist, indem es uns hineinzulegen wähnte. Die Geschichte ist zu hübsch, um sie unseren Lesern vorzuzuwenden. Schon die technischen Schwierigkeiten seien sehr bedeutend ständigen Menschen ist es sicher! enthalten. Wir mußten neulich feststellen, daß das„ Berliner wegen der Verschiedenartigkeit der einzelnen Strecken der gesamten Wasserstraße von Berlin nach Stettin. Auch sei eine Schädigung Fürstlicher Lohn. Nach der dem sächsischen Landtage Tageblatt" aus einem Artikel des großen norwegischen Dichters der Kleinschiffahrt durch das Schleppmonopol zu befürchten, die unter über Zivilliste und Apanagen zugegangenen Vorlage bleibt die Björnson über die Friedensheuchelei die Stellen, die Deutschland auch nur anzudeuten, daß allen Umständen vermieden werden müsse; ebenso müßten manche Zivilliste des Königs mit 3 550 000 M. unverändert, ebenso das betrafen, unterschlagen hatte, ohne Das Blatt rächte sich seiner Art Rechte entschädigt werden. Völlig anders läge die Sache auf neu Wittum der Witwe König Alberts mit 210 000 M. Für die Prin diese wichtigen Stellen fehlten. herzustellenden Kanälen. Aus allen diesen Gründen sei die Ein- zessin Mathilde, die Schwester des Königs, find 37 000 M. Apanage gemäß nicht direkt, sondern es wartete auf irgend eine Gelegenheit, um Da die Gelegenheit von selbst nicht kommen führung des Schleppmonopols auf dem Großschiffahrtsweg Berlin- und 8500 M. für Gründung eines eigenen Haushalts ausgefeßt. In sich zu revanchieren. Stettin nicht zu empfehlen. Bei der Abstimmung wird zum§ 9h Wegfall kommt die bisherige Apanage der Prinzessin mit 20 000 2. wollte, fabrizierte es sich eine. In Berlin waren einige Arbeiter Wir hatten die Sache kurz im ( Schleppmonopol) ein redaktioneller Antrag der Konservativen an- und die Kronprinzen- Apanage mit 300 000 M. Nach der Regierungs- angeklagt wegen Hazardspiels. genommen, der Antrag Schmieding jedoch mit 20 gegen 7 Stimmen vorlage hat Sachsen somit 3 797 000 M. Statt bisher 4 080 000 M. Gerichtsteil notiert und der völlig unauffälligen Angelegenheit natürlich keine weitläufigen Betrachtungen gewidmet. Das„ Tagefür die königliche Familie aufzubringen. abgelehnt. blatt" aber fiel wegen dieses„ Totschweigens" von Verfehlungen in unseren eigenen Kreisen über uns her und erklärte mit schöner moralischer Empörung, wir, die wir uns seinerzeit so arg über den Harmlosenprozeß entrüstet hätten, wir wüßten fein Sterbenswörtchen zu sagen jetzt, wo es sich um Harmlose aus dem Proletariat handele. Wir erwiderten darauf, wenn das" Tageblatt" diese Angelegenheit der spielenden Proletarier für so wichtig halte, so stände es ihm ja frei, felbft Betrachtungen darüber anzustellen, und wir verpflichteten uns, seine Betrachtungen wörtlich abzudruden. nach werden und in mitDas " Der§ 9i fordert die Schiffahrtsabgaben auch für die Die Prinzessinnensteuer. Der, Landtag" von Medlen Vergangenheit, soweit die Flüsse eine Verbesserung erfahren haben". Die Nationalliberalen beantragen, das Wort„ haben" zu streichen. burg- Schwerin in Malchin stimmte der Erhebung einer Steuer Außerdem wünschen fie für jeden Strom die Einrichtung einer be- in Höhe von 70 000 W. zu, welche Summe der Braut des deutschen fonderen Kasse, die bloß für Schiffahrtszwecke verwandt werden Kronprinzen in die Mitgift gegeben werden soll. dürfe. Von freisinniger Seite wird besonders die rückwirkende Von der württembergischen Gemeindereform. Kraft, die in dem Antrag enthalten sei, bekämpft und darauf hinStuttgart, 1. Dezember.( Privattelegramm.) Der Landtag ist gewiesen, daß es an einer Zeitgrenze vollständig fehle. Auch seien Die Schiffahrtsabgaben ganz willkürlich in dies Gesetz eingeführt. in der Beratung der neuen Gemeinde- Ordnung nunmehr bis an Das Tageblatt" überlegte sich eine Weile den Fall und, da Der Minister erklärt, die Schiffahrtsabgaben würden sehr wahr- den Abschnitt gelangt, der die Verfassung der Großstädte, zunächst für Stuttgart, sodann Heilbronn und Ulm regeln soll. Der Re- inzwischen die Geschäftspraktiken Rudolf Mosses in unserem Blatte scheinlich auch ohne Kanal fommen. gierungsentwurf, welcher in der Kommission vielfach abgeändert einer Kritik unterzogen werden mußten, so tam als Antwort auf wurde, sezt an die Stelle der bisherigen zwei bürgerlichen Kollegien diese neuerliche Stritit wirklich eine Betrachtung über die proletarische des Gemeinderates und des Bürgerausschusses die Magistrats- Ber- Hazardspielerei. Das Blatt unterläßt auch nicht, uns an unsere Die nationalliberalen Anträge werden dann gegen 8 Stimmen abgelehnt, der§ 9a mit 18 gegen 9 Stimmen angenommen: Statt sollen erhoben werden" wird gejagt sind zu erheben". " Berpflichtung zu erinnern, nunmehr diesen Artikel abzudruden. Ver- 1 die Lafterhöhlen des Harmlosenklubs ausgehoben zu haben. Das wiederholt erhobenen Widerspruchs mit 12 gegen 1 Stimme für die mutlich hat sich der Verfasser wegen dieses genialen Einfalles, uns Berliner Tageblatt" hat die Harmlosen überhaupt erst ent Annahme entschieden. Die prinzipielle Zustimmung zu der Anzu fangen, so sehr in seinem Größenbewußtsein gesteigert, daß er deckt. Es hat damals Tag für Tag über die Verkommenheit lage hat die Versammlung schon 1888 gegeben. Dr. Langerhans daraufhin eine Gehaltsaufbesserung bei Rudolf Mosse nachgesucht dieser Gesellschaftskreise Artikel und Notizen und Notizen gebracht. Der hält den Bau aber heute noch für nicht nötig und auch für viel zu hat. Wir aber haben jene Verpflichtung mit gutem Bedacht auf Harmlosenprozeß war die allereigendste Enthüllung und die Sensation fostspielig. Es wird der Versammlung vorgeschlagen: Den uns genommen; denn wir wünschten, daß das„ Berliner Tageblatt" des Berliner Tageblattes". Und dasselbe„ Berliner Tageblatt", Magistrat zu ersuchen, nunmehr die Ausführung des Gemeindeauf dieses Thema noch einmal eingehen möchte, um ihm unsererseits das heute moralisch uns zu belehren sucht, daß es nicht angängig beschlusses von 1888 in die Wege zu leiten, die nötigen Vereinnoch einige Erinnerungen widmen zu können. Wir drucken deshalb sei, für einzelne Verfehlungen ganze Klassen verantwortlich zu barunger mit dem Eisenbahnfiskus herbeizuführen und der Ver= mit Vergnügen nachfolgend die Auslassungen des„ Berliner Tage- machen, dasselbe Blatt hat sich zu jener Zeit mit großer Ent- sammlung hierüber eine Vorlage zu machen. Ueber die Verhandlung blattes" ab: schiedenheit dagegen gewehrt, daß es sich bei jenem Spielerklub referiert Stadtv. Dinse( N. L.). nicht um Angehörige der ersten Kreise" handele. Damals hatte die National- Beitung" gegen die niederträchtige Manier des Berliner Tageblattes" polemisiert, den politischen Gegner zu einem moralischen Hallunken zu stempeln, und das„ Berliner Tageblatt" antwortete damals auf diese Abschwächungsversuche: Vor einem Berliner Landgericht stand fürzlich eine Spielergesellschaft vor Gericht. Die Angeklagten sollten das Hazardspiel gewerbsmäßig betrieben haben. Es wurde auch behauptet, daß fie„ Gimpel" anzuloden pflegten, die sie dann im Spiel rupften. Die Verhandlung endigte mit der Verurteilung eines Kaufmanns, eines Schlächters, eines Tischlergesellen, eines Eisendrehers, eines Friseurs und eines Arbeiters zu einer Woche bis einem Monat Gefängnis. Der Beruf der einzelnen Angeklagten beweist zur Genüge, daß man es hier mit sogenannten Proletariern" zu tun hat. Ob es auch„ zielbewußte Genossen" waren, wissen wir nicht; wir möchten auch keine Vermutung in dieser Richtung aussprechen, obgleich zu den Verteidigern der sozialdemokratische Reichstags- Abgeordnete Heine gehörte. " Wir wollen darauf mit der Frage antworten, ob Offiziere der Garde- Kavallerieregimenter in Uniform, Offiziere der Kavallerieregimenter in näherer und weiterer Entfernung von Berlin, sogar bis Demmin, ob tonservative Barlamentsmitglieder mit adligen Namen, ob Offiziere der sächsischen Kavallerie, ob junge Herren aus der haute finance zu ersten Kreisen gerechnet zu werden pflegen oder nicht. Stände der„ National- Zeitung" das Material aus dem Klub der Fröhlichen zur Verfügung, das uns bekannt ist, so hätte sie die Ehrenrettung der„ upper ten"( der oberen Zehntausend) sicherlich nicht versucht, denn die dortigen Vorgänge be= weisen gerade, daß man den sogenannten ersten Kreisen sehr oft mit größtem Unrecht den üblichen Respekt entgegenbringt." Von den Stadtvv. Haberland und Wallach( A. L.) wird hierzu beantragt: unter Ablehnung des Ausschußantrages den Magistrat zu er suchen, von neuem mit dem Eisenbahnfiskus zu verhandeln wegen event. Ausführung des qu. Ueberführungsbauwerkes und der Versammlung baldmöglichst eine Aufstellung über die durch den Bau entstehenden Kosten zu machen. Gleichzeitig soll der Magistrat ersucht werden, mit den an dem Bau interessierten Terrainbefizern wegen freiwilliger Gewährung von Beiträgen zu den Kosten des Baues zu verhandeln. Stadtv. Wallach bittet, seinen Antrag anzunehmen und nicht mit dem Ausschuß einen Sprung ins Dunkle zu machen und ein unübersehbares finanzielles Engagement einzugehen. Zweckmäßig Ebensowenig fällt es uns ein, nun etwa aus diesem Einzelund wünschenswert sei die Anlage, dringend notwendig aber nicht. falle allgemeine Schlußfolgerungen dahin ziehen zu wollen, daß Stadtbaurat Krause: Der Magistrat hat schon früher eine fich das Proletariat mit Vorliebe dem Hazardspiel hingibt. Wir Vorlage gemacht, sie wurde hier abgelehnt. Einen neuen Kostenwissen nur zu gut, daß solche Verallgemeinerungen durchaus anschlag brauchen wir nicht, die Kosten stehen ziemlich genau feft. ungehörig sind. Man darf eine Klasse nicht nach den Auswüchsen An Verallgemeinerung läßt jene Auslassung nichts zu wünschen Es wird sich um 1% Millionen handeln, ohne Grunderwerb.( Hört!) beurteilen, die einzelne ihrer Angehörigen zeigen. Man darf auch übrig. Wenn das Blatt heute diese Auffassung nicht mehr vertritt, Freiwillige Zuschüsse zu leisten wird sich niemand bereit nicht etwa die Sozialdemokratie für die moralische Verlotterung wenn es den Harmlosenprozeß nicht mehr typisch für gewisse finden. Kommt es zu feinem positiven Beschluß, so find auch Ververantwortlich machen, über die heute so viel geklagt wird. Ja, Gesellschaftsschichten hält, so braucht uns dies nicht weiter zu be- handlungen mit dem Eisenbahnfiskus aussichtslos. wir halten diese Klagen sogar für übertrieben. Wer sich bemüht, unruhigen. Wenn morgen wieder ein Harmlosenprozeß irgendwo Stadtv. Rosenow( N. 2.) beantragt, auch die baldmöglichste unser Volt ohne Scheuklappen zu betrachten, der muß viel- entstehen sollte, so wird es unbekümmert um seine heutigen Vorlegung eines Entwurfs mit Kostenanschlag vom Magistrat zu mehr zugeben, daß es gegen früher in moralischer Beziehung nicht Gerechtigkeits" anwandlungen genau in derselben Weise das ehren- erbitten, damit seitens der Versammlung auch dokumentiert werde, schlechter, sondern besser geworden ist. Es ist heute im arbeitenden hafte engelreine Bürgertum gegen den verlotterten Adel und ins- daß sie das Bauwert für notwendig halte. Dieser Antrag solle dem Wolfe ein größerer Ernst, eine tiefere Lebensanschauung, ein besondere gegen die Werkommenheit der Streise, aus denen sich die Antrag Wallach hinzutreten, wenn der Ausschußantrag nicht zur höheres Interesse für allgemeine Fragen vorhanden als etwa vor Garderegimenter refrutieren, retten, und es wird diese nieder- Annahme gelange. einem Menschenalter. Der politische und ethische Horizont des trächtige" Manier solange beibehalten, bis seine Anverwandten Stadtv. Haberland: Wir wollen zunächst wissen, wie weit wir Volkes hat sich erweitert. Dabei haben viele Momente mit- ebenfalls in die Garde aufgenommen werden. Dann allerdings, uns finanziell engagieren. Die Eisenbahn hat auch ein erhebliches geholfen, vor allem die stärkere Betonung der sozialen Pflichten, aber erst dann wird man beim„ Berliner Tageblatt" auch in diesen Interesse an dem Brückenbau wegen der event. Frequenzsteigerung wie sie im deutschen Bürgertum sich geltend gemacht hat. Aber Fällen nur von Auswüchsen und nicht von Gesellschaftserscheinungen Stadtbaurat nicht eingestellt worden, der ist aber gerade der undes Bahnhofes Putlizstraße. Der Grunderwerb ist von dem wir leugnen nicht, daß auch die Sozialdemokratie, so unerfreulich sprechen. ihre rücksichtslose Agitation zeitweise gewesen ist, doch zu der sicherste Faktor. Im Interesse der Kostenersparnis sollten Sie Disziplinierung der Massen mitgeholfen und ihnen vielfach erst unseren Antrag annehmen. den Blick über die Alltagsmifere hinaus erschlossen hat. " Vom ostasiatischen Kriegsschauplage. " Stadtv. Hinge( Soz.) tritt den Stadtbv. Wallach und HaberTand entgegen. Auf Grund des§ 9 des Kommunalabgaben- Gesetzes würde sich auch eine Heranziehung der Interessenten ermöglichen lassen. Man spreche von 3 Millionen Kosten, um abzuwinken. Stadtv. Deutsch( soz.- fortschr.) spricht sich für die Anträge Haberland- Rosenow aus. Stadtv. Haberland: Die Vermutung, daß sich die Terrains dort mein Antrag auf Verbilligung der Kosten hinwirken. in einer Hand vereinigen, wird bald Wirklichkeit sein; da kann nur Stadtv. Wallach: Herr Hinze pfeift auf meine Auslassungen; Unruhe.) vielleicht läßt er uns seine Pfeife einmal hören!( Heiterkeit und Je mehr wir aber bereit sind, die proletarischen Fortschritte Erftürmung des 203 Meter- Hügels. anzuerkennen, um so rückhaltloser müssen wir die pharisäische Tokio, 1. Dezember. Selbstgefälligkeit verurteilen, mit der sich das Proletariat gewöhnt ( Meldung des Reuterschen hat, auf das Bürgertum herabzubliden. Und daran hat die sozial- Bureaus".) Die Japaner haben den 203 Meter- Hügel erobert demokratische Preise den allergrößten Teil der Schuld. Man sagt und halten ihn besetzt. nicht zu viel, wenn man es einmal offen ausspricht, daß diese Tokio, 1. Dezember.( Meldung des„ Reuterschen Presse das deutsche Volk verhetzt. Das tut sie nicht bloß, indem Bureaus.) Das japanische Hauptquartier vor Port Arthur sie bei jedem Vorgange dem Bürgertum stets die niedrigsten meldet: Die Belagerungsarmee begann die Beschießung des Motive unterschiebt und selbst dort einen schimpflichen Egoismus 203 Meter- Hügels am Morgen des 30. November. fupponiert, wo über die wirklichen Beweggründe gar kein Zweifel machte bis 4 Uhr nachmittags mehrere Angriffe, die aber Sie sein kann; das tut sie auch insofern, als sie irgend welche Damit schließt die Diskussion. In der Abstimmung wird der unerfreulichen Vorgänge im Bürgertum grundsäglich verallgemeinert wegen des hartnäckigen Widerstandes des Feindes fehlschlugen. und der Gesamtheit in die Schuhe schiebt, was einzelne verlorene Um 5 Uhr nachmittags rückten die japanischen Truppen gegen Antrag Wallach mit dem Antrage Rosenow angenommen; daund verkommene Elemente sich zu schulden kommen ließen. den südöstlichen Teil des Hügels vor und gelangten in heftigem mit ist der Ausschußantrag erledigt. Mit der Festsetzung von Fluchtlinien für eine Gerade der Prozeß des proletarischen Harmlosenklubs läßt die Angriffe bis 30 Meter unterhalb des Gipfels. Um 7 Uhr, Straße 11a in Abt. XI des Bebauungsplanes zwischen Schön. Erinnerung an jenen früheren Harmlofenprozeß auftauchen, durch nachdem Verstärkungen eingetroffen waren, wurde sodann die hauser Allee, Bornholmerstraße und Schivel. den Mitglieder der höheren Gesellschaftsschichten bloßgestellt Spize des Hügels besetzt. Die gegen den nordöstlichen Ab- beinerstraße hat sich der niedergesetzte Ausschuß einverstanden wurden. Wie hat damals die sozialdemokratische Bresse von der hang vorgehenden japanischen Truppen griffen ebenfalls an erklärt. Die Versammlung stimmt ebenfalls zu. Verrottung der Gesellschaft" gefühlvoll zu deklamieren gewußt. und um 8 Uhr fiel das Fort auf der Spitze des Hügels gänzlich worden sind, herrscht natürlich auf der ganzen sozialdemokratischen lichen Seite des Hügels Haufen von Leichen zurück. Jezt, wo auch einmal Proletarier in gleicher Weise schuldig ge in die Hände der Japaner. Die Russen ließen auf der öst Linie bängliches Schweigen. Diese niederträchtige Manier, den politischen Gegner zu einem moralischen Halunken zu stempeln und die eigene Klasse in engelhafter Reinheit darzustellen, gehört an den Pranger. Wir leugnen nicht, daß auch im Kampf gegen die Sozialdemokratie hie und da zu solchen verwerflichen Mitteln gegriffen wird. Aber nirgends ist diese Methode so rein durchgeführt wie in der sozialdemokratischen Presse. Die Sozialdemokratie beklagt sich so oft über die schlechte Behandlung, die ihr zu teil wird. Möge sie selbst damit beginnen, gerechter zu werden. Der proletarische Harmlosenklub wird ihr zum Bewußtsein gebracht haben, daß sie allerlei Schmutz von ihrer eigenen Schwelle wegzufegen hat." So der Artikel des„ Berliner Tageblattes". * neue bon Den Bericht des Ausschusses für den Entwurf eines Ortsstatuts zur Regelung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe erstattet Stadtv. Modler( A. L.). Der Ausschuß hat dem Entwurf zugestimmt und schlägt außerdem eine Resolution bor: Japanische Verluste vor Port Arthur. Den Magistrat zu ersuchen, an die zuständigen Staats- und Kirchenbehörden das dringende Ersuchen zu richten, im Interesse der London, 1. Dezember. Daily Telegraph" meldet aus Tschifu im Handelsgewerbe Angestellten die Stunden für den Sonn. vom 30. November: Die Japaner eröffneten am 29. November tags- Vormittags- Gottesdienst auf die Zeit nachts ein neues heftiges Bombardement. Aber nirgends nachts ein neues heftiges Bombardement. Nach in Tschifu ein- 11-1 Uhr festzusehen. Alle weitergehenden Anträge sind im getroffenen Berichten kam es bei dem Sturm auf die Forts Erlung- Ausschuß abgelehnt worden. schan und den 203 Meter- Hügel wiederholt zu Bajonettkämpfen. Die zulässige Arbeitszeit wird danach auf die zwei Stunden Die Verluste waren sehr schwer. Im Hauptquartier der Be- von 8-10 Uhr vormittags beschränkt. Nach§ 2 findet diese EinLagerungsarmee wird erklärt, daß seit Beginn der Belagerung 25 000 fchränkung auf den Handel mit Nahrungs- und Genußmitteln, soJapaner auf dem Schlachtfelde umkamen. wie auf den Handel mit dem zur Erhaltung der Angaben über die Zahl verwundeter russischer Krieger. Nahrungs- und Genußmittel dienenden Eis keine Im November- Heft der„ Sibirskija wratschebnyja wjedomosti" Anwendung. ( Sibirische medizinische Nachrichten") finden wir folgende Angaben über die Zahl verwundeter russischer Krieger. Am 21. Oktober befanden sich in den Lazaretts 352 verwundete und 559 kranke Offiziere, 8346 verwundete und 14 207 franke Soldaten; in dem„ geschwächten Regiment" 2620 verwundete und 1508 franke Militärs, im ganzen also 27 592 Personen; außerdem waren auf dem Wege nach Charbin vom 14. bis zum 21. Oktober 22 144, nach Transbaikalien und Primorskaja- Gebiet 4960 Invaliden, im ganzen also 54 696 verwundete und kranke Personen. Die meist vorkommenden Krankheiten sind: Typhus, Disenterie, Diarrhöe und Grippe. Aus den gequälten Darlegungen des Blattes geht zunächst herbor, daß es seinerseits dem Vorgang, den wir angeblich feige totgeschwiegen haben, teinerlei Beachtung schenkt. Das Blatt ſelbſt behauptet nicht nur nicht, sondern es leugnet sogar, daß es typisch für das sozialdemokratische aufgeklärte Proletariat sei, dem Hazardspiel zu frönen; und es stellt in seiner verworrenen Ausdrucksweise ganz richtig fest, daß die typische Erscheinung des sozialdemokratischen Proletariats sein Bildungsdrang, sein Idealismus, fein Opfermut sei. Aber, so meint es, genau so ständen auch die Dinge in den anderen Gesellschaftsklassen. Auch hier handelt es sich immer um Ausnahmen und Aus vüchse, nicht um typische Verfallerscheinungen, wenn Fäulnisprozesse aus den herrschenden Gesellschaftsklassen Aufmerksamkeit erregen. " Stadtvv. Sonnenfeld, Galland u. Gen. beantragen, die gesperrten Worte zu streichen. Außerdem haben die sozialdemokratischen Mitglieder ihre im Ausschuß abgelehnten Anträge wiederholt. Stadtv. Goldschmidt( N. L.): Jch bedaure, daß wir den Entwurf vom Ausschuß unverändert zurückerhalten haben. Es ist keine einzige Verbesserung zur rascheren Herbeiführung einer wirklichen Sonntagsruhe für die Handelsangestellten zu erreichen gewesen. Auch ich muß heute auf umfassende Verbesserungsanträge verzichten, da sie aussichtslos sind. Wenigstens aber sollte auch in den Speditionsgeschäften die Sonntagsarbeit auf zwei Stunden bermindert werden, denn was den Fabril- und Engrosgeschäften recht Deutsche Kronzengenschaft für Roschdjestwensky? ist, ist den Speditionsgeschäften billig. Ich persönlich werde auch Kiel, 1. Dezember. Die Kieler Neuesten Nachrichten" für weitergehende Anträge, die von anderer gestellt werden, stimmen. veröffentlichen nachstehendes ihnen vom Präsidenten des Kaiserlichen Stadtv. Singer( Soz.): Das letztere ist sehr hübsch von dem Es verlohnt nicht, dem„ Tageblatt" auseinanderzusetzen, daß Stanalamts in Stiel, Löwe, auf eine Anfrage zugegangenes Schreiben: Borrebner, es bleibt aber zu wünschen, daß er auch seine Freunde das eben der Unterschied ist zwischen aufsteigenden und sinkenden An die Redaktion der Kieler Neuesten Nachrichten" hier: Auf die zu seiner Anschauung befehrt, die sich in der Regel, und so auch Klassen, daß jene alle Kulturgüter der menschlichen Gesellschaft zu gefällige Anfrage vom 25. d3. teile ich der Redaktion ergebenst mit, hier, mit platonischen Zustimmungen begnügen. Wenn ich noch erwerben und zu beherrschen trachten, während diese in der ge- daß in der Nacht vom 8. zum 9. Oktober d. J. ein als Lust- Yacht einmal den Versuch mache, auf Grund der Anträge Antrick etwas schichtlichen Verdammnis ihrer Existenz naturgemäß der Korruption betlarierter mit einem ordnungsmäßigen eng- weiteres zu erreichen, so habe ich allerdings heute damit zu kämpfen, jeglicher Art verfallen müssen. Wie das Bürgertum in seiner Tischen Meßbrief versehener Turbinendampfer daß die Versammlung sich in einer Art Sonntagsstimmung befindet, revolutionären Zeit die gewaltigen Eigenschaften und Kräfte des unter englischer Handelsflagge den Kaiser Wilhelm- Kanal ostwärts d. h. daß sie nicht ernsthaft diskutieren, sondern sich unterhalten reinen Menschentums zu verkörpern trachtete, so ist heute das passiert hat. Dieser Dampfer führte den Namen„ Karoline" und will. Trotzdem hoffe ich noch, die Versammlung meinem Standpunkt Proletariat prometheisch bestrebt, die idealen Güter der Humanität hatte seinem Aeußeren nach große Aehnlichkeit mit einem zu anderen geneigt zu machen. Zwölf Jahre hat es gedauert, bis der Magistrat fich zu eigen zu machen. Damit ist nicht gesagt, daß jeder Arbeiter als Kriegszwecken aptierten Torpedoboot, wie z. B. die Stations- an die Aufgabe ging, die ihm durch die Reichsgesetzgebung gelassene ein Halbgott und jeder Bourgeois ein Lump sei. Um solche Vachten der Marine. Die„ Karoline" hatte keine Armierung individuellen sittlichen Wertungen handelt es sich überhaupt nicht, an Bord. Ueber die weiteren auf diesen Fall bezüglichen durch die sondern es stehen eben nur typische Klassen erscheinungen Presse verbreiteten Ausführungen ist hier nichts bekannt. Der in Frage und insofern ist ein hazardierender Proletarier allerdings Präsident Löwe. eine Ausnahme, ein Widerspruch gegen seine selasse, während bei den kapitalistischen Klassen, dem Junfertum und der Großbourgeoisie allerdings die fulturellen Verfallerscheinungen nicht Auswüchse, nicht Ausnahmen, sondern immanente Züge ihres Wesens sind. Kommunales. Stadtverordneten- Bersammlung. In diesem Sinne ist auch die sittlich kulturelle Würdigung von Parteien gemeint, in diesem Sinne ist etwa auch von der Korruption 37. Sigung vom Donnerstag, den 1. Dezember 1904, der bürgerlichen Presse zu sprechen. Nicht jeder bürgerliche Journalist ist ein verkommenes Subjekt, vielleicht ist die Mehrzahl sogar persönlich achtbar; das hindert aber nicht, daß der ganze Beruf, aus seinen Existenzbedingungen heraus, forrupt sein muß; und gerade die persönlich anständigen Elemente, die in diesen Beruf geraten find, werden die ersten sein, uns das zuzugeben. nachmittags 5 Uhr. Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sibung um 26 Uhr. Der Deutsch- nationale Handlungsgehülfen- Verband" hat sich in einer Eingabe betr. die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe der Redewendung bedient, die Gemeindevertretungen hätten wieder einmal bewiesen, daß sie zur Ausführung der sozialen Reichsgesetze unfähig und unwürdig seien. Unter lebhafter Zustimmung der Versammlung weist der Vorsteher diesen nicht mehr schönen" Ton der Eingabe und ihrer Urheber zurück. Initiative zu ergreifen. Weder das kaufende Publikum noch die verkaufenden Gewerbetreibenden in Berlin werden dadurch ges schädigt, wenn am Sonntag überhaupt nicht im Handelsgewerbe gearbeitet zu werden braucht. Nach wie vor muß ich es als eine joziale Rückständigkeit bezeichnen, daß die durch dieses Reichsgesetz gegebene Freiheit von Magistrat und Versammlung nicht benutzt wird. Was den Detailhandel betrifft, so liegen die Verhältnisse in Berlin feineswegs exzeptionell, sondern ganz wie in anderen Städten, zumal die Rücksicht auf die Landbevölkerung, wie sie z. B. in Süddeutschland genommen werden muß, für Berlin nicht in Betracht kommt. Nach der Beurteilung der Situation muß ich freilich auch glauben, daß die Mehrheit der Berliner Stadtvertretung für diesen fleinen Fortschritt noch nicht reif ist. Die Fassung des § 1 beugt nicht bestimmt genug einschränkender Interpretation vor. Die Einschaltung nämlich soweit der Betrieb nicht in offenen Verfaufsstellen stattfindet" kann dahin führen, daß gewisse EngrosDeswegen war es auch vollkommen richtig, in dem Harmlosen Geschäfte 5 Stunden arbeiten können; ich lege Wert darauf, daß prozeß eine typische Erscheinung der Klassen zu sehen, in der er sich auch der Magistrat offiziell erklärt, daß eine solche Auslegung unabgespielt hat, während es völlig gleichgültig ist, ob ein paar Proles statthaft ist, daß also nicht etwa ein großes Engrosgeschäft, das tarier noch so wenig von dem Hauch des Sozialismus verspürt haben, gleichzeitig an derselben Stelle ein Detailgeschäft hat, deswegen um ein Interesse an dem öden Unfinn des Hazardspiels zu finden. berechtigt ist, in den Engros- Geschäftsräumen 5 Stunden arbeiten Freilich, das Berl. Egbl." scheint ja jezt über den harmlosenprozeß einer das Kaufmannsgericht. zu lassen. Bezüglich der Speditionsgeschäfte schließe ich mich den anderen Meinung zu sein. Es hat eben seine Ueberzeugung zu Stadtv. Bamberg( A. 2.) beantragt mit Rücksicht auf die Sach- Ausführungen des Vorredners durchaus an. Die SpeditionsEhren dieser Polemik wieder einmal für 24 Stunden revidiert. Tage und die Wünsche des Magistrats die Umstellung beider Gegen- geschäfte gelten als Hülfsgewerbe für das Handelsgewerbe, find also Wir aber wollten gerade diese neue Meinung des Berliner stände. auch als Handelsgewerbe anzusehen; der Versuch, die SpeditionsTageblattes" über den Harmlosenprozeß provozieren, um ihm in die Stadtv. Singer( Soz.) hätte es höflicher gefunden( Unruhe), branchen als nicht unter die Gewerbeordnung, sondern unter das Erinnerung zu rufen, daß gerade es selbst damals jenes Verbrechen wenn man sich dieserhalb vorher mit den Antragstellern verständigt Transport- oder Verkehrsgewerbe zu rubrizieren, findet im Gesetz begangen hat, jene niederträchtige Manier" geübt, den politischen hätte; gegen die Umstellung hat er nichts einzuwenden. feine Begründung. Das Speditionsgewerbe verlangt eine besonders Gegner zu einem moralischen Hallunken zu stempeln. Nicht die Es wird nach dem Antrag Bamberg beschlossen. intensive Anstrengung der Angestellten; will man diese nun dafür sozialdemokratische Presse hat damals von der Verrottung der Gesell- Der Ausschuß für den Antrag Dinse u. n. wegen Her- noch besonders strafen mit längerer Sonntagsarbeit? Die Eingabe, schaftsschichten gesprochen, nicht der„ Vorwärts" hat die Führung stellung einer Verbindung der Stadtteile Moabit und die uns nachweisen will, das Gewerbe brauche die 5 Stunden, übernommen, um die in jenem Prozeß zutage tretenden Erschei- Wedding durch ein Ueberführungsbauwert über die enthält nichts für uns Durchschlagendes. Ich bitte also, dem Antrage nungen zu verallgemeinern, sondern es war dasselbe Berliner Eisenbahngeleise im Zuge der Putliz- und Föhrerstraße des Kollegen Goldschmidt zuzustimmen. Seine Ausführungen waren Tageblatt", das damals mit großem Stolz sich das Verdienst beimak, hat sich trotz des aus seiner Mitte vom Vorsteher Dr. Langerhans auch wohl bloß ein kleines Pflästerchen auf die Wunde, die er sich Auf der sehr reichhaltigen Tagesordnung steht der Antrag Antrid wegen der Streifpoften vor der Magistratsvorlage betr. selbst schlug, als er auf weitere Anträge verzichtete.(Zuruf des Stadtv. Goldschmidt.) Gcwih, wir sind Optimisten, indem wir unsere Ziele weit stecken; aber Pessimisten sind wir und müssen wir sein allen Anregungen gegenüber, die von der heutigen Gesell- schast ausgehen.(Sehr gutl) Wir bitten dringend, sich noch in letzter Stunde zu überlegen, ob es nicht wichtiger ist, jetzt ganze Arbeit zu machen und nicht ewig mit Halbheiten sich zu begnügen. .(Beifall.) _ Stadtrat Weigert: Unter..offener Verkaufsstelle" versteht das Gesetz das, was wir„Detailverkehr" nennen. Unser Statut soll nur de» Engrosverkehr regeln. Selbstverständlich darf nicht zur Umgehung dieser Bestimmungen das Engrosgeschäst in das Detail- geschäft verlegt werden. Auch wir haben daran gedacht, daß auch die Spediteure sich mit 2 Stunden am Sonntag begnügen könnten. So weit wir auf Grund§ 105b Einschränkungen eintreten lassen können, bin ich gern bereit, diese Forderung beim Magistrat zu befürworten. Die weitergehenden Anträge bitte ich abzulehnen. Der Vorwurf, daß der Magistrat sehr langsam arbeite, trifft uns nicht; die Vorlage ist zwei Monate in den Händen der Versammlung und es steht zu befürchten, daß sie nicht zum 1. Januar in Kraft treten kann. Stadtv. K-llokowskl,(soz.-fortschr.) bedauert auch, daß aus dem Ausschuß nur eine Halbheit herausgekommen sei. Mit dem Appell an die Kirchenbehörden sei absolut nichts zu erreichen; hier helfe nur Selbsthülfe und zunächst energische Beteiligung der Liberalen an den Kirchenwahlen. Mit dem Anfang des Gottesdienstes um 11 Uhr wäre die ganze Frage gelöst. Zurzeit sei leider nichts als der Ausschußantrag zu erreichen. Stadtv. Rosenow(N. L.): Auch wir werden genötigt sein, uns auf die AuSschußanträge zurückzuziehen. Erfreulich ist die Er- klärung des Stadtrats über die Speditionsgeschäfte. Wir werden danach jetzt für den Antrag Goldschmidt stimmen. Ein Handlungs- gehülfen-Verein, welcher Richtung er sei, sollte nicht einen solchen Don anschlagen, wie er hier bereits charakterisiert worden ist.(Ruf: Unverschämt I); solches Unterfangen kann nicht scharf genug zurück- gewiesen werden. Wenn wir jetzt auch noch für die 2 Stunden stimmen, so wird die völlige Sonntagsruhe sich schließlich doch durch- setzen. Stadtv. Eckard(A. L.) protestiert gegen die Bestrebungen auf weitere Einschränkung des Detailhandels. Der Antrag A n t r i ck auf völlige Sonntagsruhe im Handels- gewerbe(mit Ausnahme des Handels mit Nahrungs- und Genuß- Mitteln) wird abgelehnt; der Antrag, auch die Speditions- geschäfte in§ 1 aufzunehmen, gelangt zur Annahme, ebenso 8 1 mit dieser Erweiterung. Zu§ 2 liegt der oben mitgeteilte Antrag Sonnenfcld vor. Stadtv. Singer: Wir beantragen, 8 2 gänzlich zu streichen. Die Einschränkungen zugunsten des Engroshandels mit Nahrungs- und Genußmitteln und des Handels mit Eis zur Erhaltung von Nahrungs- und Genußmitteln können wir nicht billigen. Nach den Ausführungen des Kollegen Borgmann in der ersten Lesung und nach den Ausschutzverhandlungen ist es absolut unnötig, dem Engros- Handel mit Nahrungs- und Genußmitteln eine längere Arbeitszeit am Sonntag zu gewähren. Es besteht auch gar kein Wunsch einer überwiegenden Mehrheit im Detailhandel mehr, die Benutzung der Mittagsstunden aufrecht zu erhalten. Wenn auf die auswärtigen Restaurateure und auswärtigen Gastwirte hingewiesen wird, die noch für den Nachmittag event. müßten Bestellungen aufgeben können, fo macht man doch Gesetze nicht fürs Wetter. Man macht hier bloß einem gewissen alten Schlendrian ein Zugeständnis. Ein praktisches Bedürfnis für diesen 8 2 ist umsowcniger vorhanden, als der Detailhandel leider ganz frei gegeben bleibt. Stadtv. Sonnenfeld(A. L.) befürwortet den Antrag Galland. Der Eishandel würde außerordentlich schikaniert werden, wenn§ 2 unverändert bliebe. Auch Redner bekennt sich als Freund völliger Sonntagsruhe, aber man dürfe nur schrittweise, nicht sprungweise, vorgehen. Stadtv. Singer: Herrn Sonnenfcld hat sein Optimismus nicht ruhen lassen. Seine Ausführungen, wahrscheinlich der Rest einer nicht völlig gehaltenen Bezirksvercinsrcde(Heiterkeit), gleichen dem, was wir jetzt täglich sich vollziehen sehen. Es wird jede Gelegenheit benutzt, uni"Rache dafür zu nehmen, daß das Volk über Sie zur Tagesordnung übergegangen ist. Ich habe doch zu viel Respekt vor der Arbeit dieser Versammlung, als daß ich ihm in dieser Aus- einandersetzung folgen könnte. Wir können ruhig das Urteil dem Volke überlassen. In Konkurrenz mit den Freisinnigen um die Zufriedenheit des Volkes zu treten, würde ich für einen so un- lauteren Wettbewerb halten, daß ich mich nicht dazu verstehen kann. Aber um einer Legendcnbildung vorzubeugen, erkläre ich, wenn er meint, ich hätte mich im Gegensatz zur prinzipiellen Stellung unserer Partei zum Pessimisten bekannt, so hat er unbewußt das Verfahren einer gewissen Presse eingeschlagen, die nach Belieben Stellen wegläßt und nur das zitiert, was ihr in den Kram patzt.(Wider- spruch. Rufe:„VorwärtsI") Es ist ein Volzug des„Vorwärts", daß er das nicht tut; er kann nichts besseres tun, als möglichst voll- ständig zu bringen, was die Gegner sagen; damit erfüllt er nicht bloß eine Pflicht der Anständigkeit, sondern auch der Klugheit. Wenn Herr Sonncnfeld mich heute als Pessimisten hingestellt hat, so hat er das Markanteste vergessen, was ich sagte, nämlich, daß ich Optimist sei in bezug auf unsere Ziele, aber � gegen alles, was von Ihnen kommt, Pessimist sein muß. Und das ist durch den SSjährigen Kampf, den ich führe, vollauf bewiesen. Man kann gar nicht Pessimist genug sein gegen Sie, namentlich wenn es sich um die kapitalistische Ausbeutung, wie auch hier bei der Sonntagsruhe handelt, und wenn Herr Sonnenfcld olle Kamellen aufwärmt, wie daß die Sozialdemokratie gegen soziale Gesetze gestimmt hat, so locken Sie damit auch nicht einen Arbeiter auf Ihre Seite I(Vor- steher Dr. Langerhans bittet den Redner, sich kürzer zu fassen.) Ich appelliere an Ihre Gerechtigkeit. Wir haben gegen die Gesetze gestimmt, weil sie uns nicht das bieten, was die Arbeiter zu fordern berechtigt sind.(Beifall bei den Soz.) Stadtv. Sonnenfeld: Herr Singer hat nur bestätigt, was ich sagte. Er hat ganz vergessen, was er selbst vorher gesagt hat und was mir zur Abwehr Veranlassung gab. Wenn er mit dem winzigen Mittelchen operiert, daß ich den Rest einer Bczirksvereinsrede ge- halten, so charakterisiert das nur seine Ohnmacht, sachlich zu ant- Worten. Wenn er mit den Freisinnigen nicht in Konkurrenz um die Zufriedenheit des Volkes treten will, so akzeptiere ich das: Nicht besseres leisten wollen Sie, aber besseres versprechen!(Stür- mische Zustimmung bei der Mehrheit.) 8 2 wird nach dem Antrage Sonnenfeld angenommen, ebenso der Rest des Statuts. Der Termin des Inkrafttretens wird nach einem Antrage Singer offen gelassen. Die Resolution des Ausschusses gelangt ebenfalls zur Annahme.. �. Der Magistrat hat nunmehr den Entwurf eines Ortsstatuts für das Kaufmannsgericht der Stadt Berlin vorgelegt. Stadtv. Bamberg(A. L.) beantragt die Ueberweisung der Vorlage an einen Ausschuß von IS Mitgliedern, der noch heute vom Vorstande ernannt werden soll. Stadtv. Rosenow stimmt dem Antrage auf Ausschußberatung, aber nicht den Ausstellungen des Vorredners zu. istadtv. Liebknecht(Soz.): Wenn Herr Sonncnfeld vorher nicht verstanden hat, was Singer unter Pessimismus meinte, so wird ihm wohl durch die Rede des Herrn Bamberg ein Licht aufgegangen sein.(Der Vorsteher ersucht, auf diesen Streit nicht weiter einzugehen.) Ich konstatiere bloß, daß das Verständnis für die Stellungnahme der Sozialdemokratie sehr klar durch diese Rede er- läutert worden ist. Die Angliederung an das Gcwerbegericht wird deshalb von den Angestellten so eifrig gefordert, weil man ein großes Mißtrauen gegen ein selbständiges KaufmannSgericht und ein großes Vertrauen zu den Gewerbegerichten hat. Die Kaufmann- schaft hält diese Gerichte für wichtiger als die Gewerbegerichte; es soll ein vornehmes Gericht sein, während das Gewerbcgericht nur ein Arbcitcrgericht ist. Es ist die Sorge vor dem sozialen Geist der Gewerbegerichte, die sie zu dieser Stellung bringt. Die Gründe für den Vollzug des Anschlusses an das Gewerbegericht sind weit überwiegend; wir werden schon im Ausschuß diesen Anschluß in dem Statut selbst durchsetzen. Das vorgeschlagene Wahlsystem sehen wir als zweckentsprechend an, es ist schon in Charlottenburg und anderen Städten eingeführt. Die Frage der Zweckmäßigkeit der Aufstellung von Listen für die Angestellten ist sehr wichtig; die Aufstellung hat viel für sich und viel gegen sich; bei den Gewerbegerichten sind wir ohne sie ausgekoimnen. In jedem Falle wird der Legitimation der Wähler bei dem Wahlakte große Aufmerksamkeit zu widmen sein. Die Vorlage setzt eine Bescheinigung der Polizei oder des Arbeit- gebers voraus. Nun können aber auch vorübergehend Arbeitslose wählen, wie das Musterstatut des Ministers ergibt. Da mutz ein Ausweg gefunden werden; event. könnte man die Jnvalidenkarten für ausreichend erklären. Die Wahl am Sonntag ist ein altes Petitum der Sozialdemokratie und eine Forderung der Gerech- tigkeit, deren Erfüllung auch keine Schwierigkeit macht, sondern der man bloß mit Verlegenheitsausflüchten widerstrebt. Die Reichs- gesetzgebung hat vor etwa 2 Jahren die möglichste Sicherung des Wahlgeheimnisses vorgeschrieben. Es fragt sich, ob nicht Wahl- couverts auch für die Kaufmannsgerichte einzuführen seien. Wir werden einen entsprechenden Antrag auf Einführung von Wahl- couverts und amtlichen Stimmzetteln stellen. Die sozial-fortschritt- liche Partei hat zu diesem Statut Anträge eingebracht, aber nicht diese selbe Forderung gestellt, welche noch gestern abend in einer Versammlung dieser Partei erhoben wurde; heute fehlt sie unter diesen Anträgen. Tie Gcbührcnfreiheit, die schon in anderen Städten beschlossen worden ist, so in Charlottenburg, mutz auch in Berlin platzgreiscn. Die Analogie der Gewerbegerichte kann man hier nicht heranziehen; warum sollen wir nicht den Anfang machen mit einer Reform, die bei den Gewerbegerichten längst dringend geworden ist? Scharf zu tadeln ist auch, daß der Magistrat die Höchstsätze, welche das Gesetz kennt, als Gebühren angenommen und die Gebühren d es Musterstatuts verdoppelt hat. Es wäre eine Schmach für Berlin, wenn Berlin sich nicht einmal so sozial be- nähme, wie der preußische Minister es vorgeschlagen hat in seinem Statut. Die Entschädigung der Beisitzer betreffend hat Herr Bamberg ausgeführt, es solle der Eindruck nicht verwischt werden, daß es sich hier uni ein Ehrenamt handelt. Ist eS denn ein Ehrenamt, wenn man mit drei, aber keines mehr, wenn man mit sechs M. bezahlt wird? Das Gesetz läßt die Unentgeltlichkeit nicht zu, auch Richter und Beamte sind besoldet; gerade in der Besoldung ist ein Schutz ihrer Unabhängigkeit gegeben. Für die selbständigen Kauf- leute mag es ja genug sein, wenn sie 3 M. bekommen, aber un- zutreffend ist, daß die Frage bei den Augestellten deswegen keine Rolle spielt, weil sie ihr Gehalt weiter beziehen. Das trifft doch nur solange zu, solange sie sich i» Stellung befinden.(Zwischenruf.) Denken Sie doch an die Möglichkeit von Maßregelungen.(Wider- spruch und Unruhe.) Sie scheinen garnicht begreifen zu können, daß jemand geringe Einnahmen hat. Es gibt auch sehr schlecht bezahlte Handelsangestellte; die Leute haben ganz gewiß nichts übrig und Sie werden ihnen doch zubilligen können, was ihnen anderwärts zugebilligt ist. Ich halte es für selbstverständlich, daß der Taschen- geld-Standpunkt des Herrn Bamberg nicht durchdringen wird. Die Heranziehung der Frauen betreffend verweise ich auf das Steglitzer Statut, das dort bereits angenommen ist und unter gewissen Vor- auSsetzungen die Frauen als Vertraucnspersonen zuläßt; ebenso müssen sie als Auskunftspersonen und als Vertreterinnen einer Partei zugelassen werden. Wir müssen es als nobile olficium betrachten, den Frauen auf diesem Wege zu gewähren, was das Gesetz ihnen vorenthalten hat. Oberbürgermeister Kirschner: Ob das eintritt, wenn wir den Vorschlägen des Borredners folgen, ist mir sehr zweifelhaft. Ob die Diäten 3 oder ü Mark betragen, wird die Unabhängigkeit des Richters nicht tangieren, und sollte wirklich ein Märtyrer geschaffen werden, so werden ihn seine Parteigenossen gewiß reichlich schadlos halten.(Große Heiterkeit.) Die Wahl am Sonntag kann man probeweise vornehmen, aber man sollte sie nicht ins Statut schreiben. Die Frage, ob selbständig oder an das Gewerbegericht angegliedert, wird viel zu schwer genommen. Eine gewisse Selbständigkeit werden die ftammerii dieses Gerichts ohnehin haben; eine Vereinigung mit den Gewerbegerichten findet nur statt beim Einigungsamt und bei Gutachten und auch nur in der Person des Vorsitzenden. Dieses Gesetz nlmint wiederum eine Leistung dem Staat ab und legt sie auf die Gemeinde, die die Kosten tragen mutz. Da kann der Minister die Sätze äußerst niedrig bemessen, denn ihn kostet die Sache überhaupt nichts; wir stehen also hinter dem Minister nicht zurück. Wer vor deni Gericht unterliegt, kann auch einen Kostenbeitrag zahlen. Stadtv. Ullstein(soz.-fortschr.): Weshalb die Angliederung an das Gewerbegericht nicht zweckmäßig sein soll, hat Herr Bamberg nicht angegeben. Es bleibt ja dabei, wie auch der Oberbürgermeister schon ausführte, die Selbständigkeit beider Gerichte durchaus gewahrt. In, einzelnen beantragen wir Gebührenfreiheit und Erhöhung der Entschädigung auf 6 Mark. Die Frauen als Vertrauenspcrsonen zuzulassen, scheint nach dem Wortlaut des Gesetzes nicht statihaft; im übrigen wäre die Zulassung in den schon erwähnten Punkten ausdrücklich zu statuieren. Die Sicherung des Wahlgeheimnisses ivollcn wir im Ausschusse noch näher erörtern. Für den Sonntag als Wahltag sind wir an sich auch. Stadtv. Friedbrrg(Fr. Fr.) hat nur zu monieren, daß die An- gliederung an das Gcwerbegericht auf Bedenken stößt; schon dieser Punkt lasse Ausschußberatung notwendig erscheinen. Stadtv. Galland(A. L.) tritt für die Erhebung von Gebühren ein, damit der Atomisierung der Rechtspflege auch auf diesem Wege entgegengearbeitet werde. Stadtv. Liebknecht: Nicht allein als Vertraucnspersonen kommen die Frauen in Betracht, sondern auch als Beisitzer, die vom Vor- sitzenden zuzuziehen sind auf Grund des letzten Absatzes des§ 67 des Gesetzes. Im letzteren Falle ist die Zulassung von Frauen un- bedingt möglich, denn hier spricht das Gesetz nicht von Vertrauens- männern, sondern von Vertrauenspersonen. Wenn der Oberbürger- meister im Punkte der Gebühren für die Beisitzer unsere Partei ver- höhnen zu müssen geglaubt hat, so kann ich nicht begreifen, wie man, mit solchen Mitteln Sozialpolitik treiben zu können glaubt. Berlin ist doch wohl noch imstande, zu tun. waS Charlottenburg kann. Die Intention des Ministers hat der Oberbürgermeister ganz absprechend beurteilt; macht der Minister diesen Vorschlag, so tut er dies als Vertreter der Regierung, der für S i e doch etwas Autorität haben sollte.(Heiterkeit.) Die Regierung stachelt doch sonst nicht die Begehrlichkeit der Arbeiter gegen die Gemeinden an, und die Gunst so sanftmütiger Gemeinden wie Berlin Ivird sie sich so leicht nicht zu verscherzen suchen.(Heiterkeit.) Daß die Gebühren eine Strafe für leichtfertiges Prozessieren sein sollen, daS hat's früher mal ge- geben, das gibt's nicht mehr. Bekennen Sie sich etwa schuldig, im Falle Kersin leichtfertig prozessiert zu haben, weil die Stadt jetzt die Kosten zahlen muß?(Heiterkeit.) Stadtv. Cassel(A. L.): Wenn Herr Liebknecht meint, die Autorität des Ministers müsse für uns maßgebend sein, so war das wohl bloß ein unglücklicher Emfall. Die Regierung hat schon oft gleichzeitig unsere Rechte beschränkt und unsere Lasten vermehrt. Wenn er dann andeutete, die Mitglieder unserer und der Freien Fraktion hätten noch nie Hunger gelitten, so sind doch auch unter seinen Freunden eine Anzahl recht wohlgenährter Leute, die man im Alphaber nicht weit zu suchen braucht.(Große Heiterkeit.) Mit solchen Haranguierungen wird das gegenseitige Verständnis nicht gefördert. Mit Ausdrücken wie„Schande",„Schmach",„Rück- ständigkeit" und andere Komplimente werden sie uns nicht erschüttern. Die Vorlage geht darauf an einen Ausschuß, der sofort ernannt wird, und dem auch Singer, Hintze und Liebknecht an» gehören. Damit schließt die Sitzung nach 16 Uhr. 6ewerkrchaftlichc9e (Siehe auch 1. Beilage.) Achtung, Eisendreher'. Durch Maßnahmen des Betriebs- Ingenieurs Prix und des Obermeisters Otto im Siemens- Schuckert-Werk am Nonnendamm drohen Differenzen aus- zubrechen wegen der Akkordarbeit. Versammlungen. Die Mitgliederversammlung des Zentralverbandes der Glase», die am 21. November im Gewerkschaftshause tagte, beschloß wegen des Anschlusses der Lokalorganisation an den Zentralverband in nochmalige Verhandlungen zu treten. Ferner wurde beschloffen, des Zeitungsversandes wegen Berlin und Vororte in Bezirke zu teilen und je einen Bezirk einem Kollegen zuzuteilen, der die Zeitung an die Mitglieder per Reichspost zu senden hat. Dann gab Altendorf den Bericht über das Streikpostenstehen vor dein gesperrten Jnnungsnachweis und führte unter anderem aus, daß der Nachweis sehr wenig besucht wird. Ter Kassenbericht vom 3. Quartal, den Krause darauf gab, ergibt einen Ueberschuß von 261,79 M. bei einer Einnahme von 8176,39 M. und einer Aus- gäbe von 7914,69 M. in der Hauptkasse, während die Lokalkasse bei einer Einnahme von 8210,46 M. und einer Ausgabe von 3192,18 M. mit einem Ueberschuß von 13,28 M. abschloß. Ter Fachvcrein der Tischler hielt am 23. November eine außer- ordentliche Generalversammlung im„Fürftenhof" ab, in welcher noch ein Teil der Tagesordnung vom 10. d. M. zu erledigen war. Uebcr den Stand der Aussperrung referierte M. Hürtler. Nach den Be- richten der..Fachzeitung" sollen bis jetzt 5044 Tischler ausgesperrt sein, doch ist diese Zahl furchtbar übertrieben. Auch die sogenannte Aussperrung der Bautischler nimmt keinen Fortgang. Diejenigen Bautischler, welche von den Unternehinern als ausgesperrt bezeichnet werden, sind in Wirklichkeit nur arbeitslos, wie dies bei der ab- nehmenden Konjunktur immer der Fall ist. Wenn auch einige Unternehmer die Aussperrung zurückgezogen haben, ist Redner der Meinung, daß damit noch nichts erreicht ist. Die Unternehmer hatten keinen Grund, ihre Arbeiter aufs Straßenvflaster zu setzen, dies geschah aus reinem Uebermut. Der Willkür der Untenichmer müsse unbedingt eine Grenze gezogen werden. Die Arbeiter nur allein haben über ihre Arbeitskraft zu verfügen und warten nicht darauf, bis es den Herren Arbeitgebern gefällig ist, ihre Betriebe wieder zu öffnen, sie müssen von dem Gedanken, noch einmal aussperren zu wollen, gründlich abgebracht werden. Weiter gibt Redner bekannt. daß die Unternehmer unter den Bedingungen, die Lohnsichcrung fallen zu lasse li�, Anerkennung einer Schlichtungskommission und des Arbcitsnackiwcises der Innung, sofort die Aussperrung beendigen würden. Das kann und darf es niemals geben, und lvmn Berlin ein zweites Crimmitschan werde. In der Diskussion sprachen sich alle Redner dahin aus, daß bei Beendigung der Aussperrung un- bedingt Forderungen gestellt iverden müssen, und zwar: Bei neuer Arbeit den vollen Durchschnittslohn sichern, Verkürzung der Arbeits- zeit auf täglich 8 Stunden und prozentual« Lohnerhöhung. Hierzu wurde der'Vorstand beauftragt, mit allen an der Aussperrung be- teiligten Orgmiisationen in Verbindung zu treten.(Siehe Resolution in Nr 277 des„Vorwärts" vom 25. d. M Ann,, d. Schriftf.) Ten Bericht der zweiten Konferenz der„Freien Vereinigung der Tischler Deutschlands", welche am 7. November in Berlin stattfand, gab der Delegierte H. S ü v e r l i n g. Harte und schwere Kämpfe hatte die Zentralstation während des ersten Jahres ihres Bestehens zu führen. In Landsverg a. W. und Nürnberg kämpften die Mit- gliedcr einen laugen, aber siegreichen Kampf. Der vierwöchentliche Streik in Nürnberg Isar strategisch ein Meisterstück. Viele An- forderungen traten an die Geschästsleitnng. trotzdem wurde in Agitation das menschenmöglichste geleistet, um die Form der politischen Gewerkschaftsbewegung zu verbreiten, Ivos ja recht oft auf harten Widerstand stieß.„Das alles soll uns nicht abhalten', unser Ziel. Befreiung der Menschheit vom Jockic des Kapitalismus, zu erreichen," schloß Redner seinen Bericht. Sämtliche Anträge der Konferenz wurden einstimmig angenommen, die Errichtung eines Bureaus jedoch abgelehnt. Die Geschäftsleitung setzt sich zusammen aus M. Hürtler. Rob. W i n k l e r. H. Süv e r l in g. W. K i e n a st und P. Nirecki. Für den Berliner Verein wurde A. Trebsch als Revisor gewählt. Die Kartelldclegation vertritt der Vorstand. Letzte JVadrncbten und Depefcben. Der Japper-Prozeh. Königsberg, 1. Dezember.(Prwat-Depesche des„Vor- wärts".) Vor dem Landgericht wurde heute in langer Sitzung, die bis 10 Uhr abends währte, gegen den Redakteur des lokalen Witzblattes„Der Japper" verhandelt. DaS Blatt hatte allerlei Skandal- Geschichten veröffentlicht. durch die sich verschiedene Spitzen der Königsberger Gesellschaft getroffen und beleidigt fühlten. Die Ver- Handlung war größtenteils nicht öffentlich. Redakteur Beselin wurde zu der selbst in preußischer Pretzfreiheit über- raschend hohen Strafe von zwei Jahren vier Monaten Gefängnis verurteilt. Ein zweiter Angeklagter erhielt fünf Monate Gefängnis._ Vom südwestafrikanischel» Kriegsschauplatz. Berlin, 1.' Dezember. General von Trotha meldet aus Windhuk unter dem heutigen Datum: An« 29. November 4 Uhr 30 Minuten morgens" wurde die Kompagnie des Ober- leutnant Grüner(zwei Drittel der 7. Kompagnie Regiments 2. bisher Hauptmann Preusker) in ihrem Lager be, Lidfontein sud- östlich Hoachanas von etwa 250 Hottentotten angegriffen. Nach dreistündigem Gefecht wurde der Feind aus seinen Stellungen ge- warfen und floh unter Verlust von acht Toten nach Süden. Dies- seits wurden sechs Gewehre und sieben Pferde erbeutet. Di« Cholera in Transkaukasien. Petersburg, 1. Dezember. Nach amtlicher Meldung erkrankten an der Cholera im Gouvernement Erioan vom 21. bis 23. November 914 Personen und starben 363; aus Teschkcnt wird vom 26. November gemeldet, daß an der Cholera gestern 13 Menschen erkrankt und 8 gestorben sind. Lemgo. I. Dezember.(W. T. B.) Bei den Landtagswahlen in der zweiten Abteilung wurde Schemel, Führer der Konservativen und Gegner der Regierung, mit geringer Majorität wiedergewählt. Tokio. I. Dezember.(Meldung des„Rcuterschen Bureaus".) Ein Telegramm des Hauptquartiers der japanischen Mandschurischen Armee vom 29. November meldet verschiedene kleine Scharmützel, in denen die Japaner die Angriffe der Russen regelmäßig abschlugen und der russischen Infanterie, welche nördlich Schentzulin erschienen, einige Verluste beibrachten.— Vom iapanischen Hauptquartier vor Port Arthur wird gemeldet, daß Generalleutnant Thuckija und Generalmajor Nakamura verwundet seien; letzterer erhielt Per- wundungcn an beiden Beinen als Führer der japanischen Schwert- männer beim Angriff am letzten Sonntag. Kaiserslautern, 1. Dezember.(W. T. B.) Die„Pfälzische Presse" meldet: Der Schuhwarenfabrikant Heusser aus Otterberg. der in der letzten Woche Selbstmord beging, hat zum Nachteil der Spar- und DarlehnSkasse Ottcrberg 72 000 Mark unterschlagen und diese Unterschlagungen durch jahrelang fortgesetzte Bücherfälschungen verdeckt. Rom, 1. Dezember.(W. T. B.) Die Dcputtertenkammer wählte Marcora zu ihrem Präsidenten; Marcora war Kandidat der Äe» gierung. Zu Vizepräsidenten wurden erwählt Fortts. DeriseiS. Gorio und Torrigiani. Räch der Wahl der Sekretäre und Quästoren wurde die Sitzung vertagt. Konstantinoprl, 1. Dezember.(W.?. B.) Das Gericht in llrfa hat wegen des auf den Deutschen Eckard begangenen UeberfallS zwei Soldaten zu je einem Jahr und einen dritten Soldaten zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Verautw. Redakt.: Paul Büttner. Berlin. Ich-rat« verantw.(mit Ausnahme der.Neu« Welt-.Beilag«): TH.Glocke, Berlin. Druck».Verlag: Vorwärts Buchdr.».BerlagSanst. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilageu»Ututcrhaltuugsbl. Nr. 283. 21. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 2. Dezember 1904. Hbgeordnetenbaus. 109. Sigung vom Donnerstag, den 1. Dezember, nachmittags 1 Uhr. Auf der Tagesordnung steht die Interpellation der Abgg. Cassel( frs. Bp.) und Broemel( frs. Bg.) über den Berliner Schulkonflikt. Cie lautet: 2. Das Provinzial- Schulkollegium zu Berlin hat mittels einer Verfügung vom 4. Oktober 1904 Rektoren der städtischen Gemeindeschulen zu Berlin unmittelbar angewiesen, Turnhallen und Aulen Berliner städtischer Gemeindeschulen für Vereine, denen zu bestimmten Zwecken seitens des Magistrats zu Berlin die Benutzung dieser Räume gestattet war, geschlossen zu halten und den Mitgliedern dieser Vereine den Eintritt zu verwehren. Hält die fgl. Staatsregierung diese mit Umgehung des Magistrats und der städtischen Schuldeputation zu Berlin an die diesen Behörden unterstellten Rettoren unmittelbar erlassene Verfügung materiell und der Form nach mit den Rechten der Gemeinden für vereinbar?" Minister Studt erklärt sich bereit, die Interpellation sofort zu Zur Begründung der Interpellation nimmt das Wort Abg. Funck( fri. Vp.): beantworten. " 1 " Kultusminister Dr. Studt: Gerade es hätte ein besonderes Interesse, die Selbstverwaltungs- der Freireligiösen Gemeinde. Diese macht nämlich in rühmlichster organe in ihrer Stellung zu stärken. Wenn diese verstimmt, ent- Weise einen Unterschied zwischen dem allgemeinen Auftreten und mutigt werden, wird das der Schule am ersten unzuträglich sein. ihrem Unterricht für schulpflichtige Kinder. Würden ihre allgemeinen Vergegenwärtigen Sie sich, welche enormen Lasten die Gemeinden Versammlungen in den Schulräumen abgehalten, so möchte ja gerade auf dem Gebiete des Schulwesens dem Staate abnehmen. vielleicht einmal etwas vorkommen, wodurch die vom Staatsreden hätten, so würde das dem allgemeinen Besten nicht dienen. Jugendunterricht ist das ausgeschlossen. Hätte man dem Magistrat gesagt, Wenn sie erkennten, daß sie nur zahlen sollten und nichts dreinzu- ministerium verteidigte Würde der Schulräume verlegt würde. Bein Wer weiß, welche Unsumme intellektueller und materieller Kraft in daß in den von der Freireligiösen Gemeinde benutten Schulräumen aufder Selbstverwaltung tätig ist, wird dieser Auffassung zustimmen. reizende Reden gehalten würden, so würde der Magistrat sofort nachgegeben 1. Aus welchen Gründen hält die fgl. Staatsregierung die beim Zusammenarbeiten in der Selbstverwaltung viel leichter als städtischen Selbstverwaltungsförpers, hier zu protestieren. Mit dem Auch die Ueberwindung von nationalen und Klaffengegensägen ist haben. Aber das war nicht der Fall. Es war eine Ehrensache des Verfügung des Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts- und irgend wo anders. Medizinalangelegenheiten vom 17. November 1903 an die sämtlichen heute wesentlich auf der Grundlage der Städte- Ordnung von 1808. fchaft ist, muß sich mit ihr solidarisch fühlen, mag er konservativ, Die Selbstverwaltung in Preußen ruht noch Parteistandpunkt hat es nichts zu tun. Wer Mitglied einer KörperRegierungen, nach welcher die Verwendung oder Ueberlassung der Zusammen mit Elementarschulräume durch die Gemeinden zu anderen Zwecken, als der Selbstverwaltung der Heeresreform ist es die Einführung liberal oder demokratisch sein.( Sehr richtig! links.) In einer Zeit, zu denen des öffentlichen Elementarunterrichts der vorgängigen Ge- geburt danten, gewesen, der wir Preußens Wieder wo die materiellen Interessen alles zu überwuchern drohen, sollten nehmigung der Schulaufsichtsbehörde bedarf, mit den bestehenden die Preußen stark gemacht hat dahin Sie das Ehrgefühl der Mitglieder der städtischen Verwaltung nicht zu kommen, 100 Gesetzen und insbesondere mit den aus der Selbstverwaltung für Die geschichtliche Entwickelung des preußischen Staates beruht nicht links.) Unseren großen Erfolg in St. Louis verdanken wir doch vor es heute steht.( Sehr wahr! links.) unnüt verlegen durch eine übertriebene Präfettentätigkeit.( Bravo! die Gemeinden sich ergebenden Befugnissen für vereinbar? Dingen mitarbeiten zu können. Dinge, die so tief gewurzelt sind, fach sich wiederholender Beifall auf der ganzen Linken.) zum geringsten Teile auf dem Stolz des Bürgertums, an allgemeinen allem der Tätigkeit der städtischen Schulbehörden.( Lebhafter, mehrsoll man nicht antasten. Ich glaube, daß die Regierung allen Anlaß hat, dafür zu sorgen, daß nicht engherzig- bureaukratische Auffassung, die sich bis zum Unteroffizierston versteigt( Vielfaches Ich muß unterscheiden zwischen dem Aufsichtsrecht des Staates Sehr gut! links), die Selbstverwaltung schädigt. Gerade das Kultus- und den Pflichten der Gemeinde und das Aufsichtsrecht lasse ich mir ministerium sollte ein Ministerium des geistigen Fortschritts, nicht nehmen. Der Vorredner war über die tatsächlichen Verhältnisse follte auch in erster Reihe dafür sorgen, daß die preußischen Der flare Wortlaut des Ober- Verwaltungsgerichts- Erkenntnisies ist nicht des geistigen Rückschritts sein( Sehr wahr! links), es offenbar nicht genügend informiert.( Lebhafter Widerspruch links.) Traditionen gefördert werden. nicht revolutionärer Anwandlungen verdächtig ist, hat sich bei der worden. Es ist ein grundlegender Irrtum, wenn gesagt wird, daß Das Herrenhaus, das doch gewiß durch die Ausführungen des Herrn Vorredners nicht erschüttert den Standpunkt gestellt, daß die Verordnung von 1817 einer Ein- behandelt werden müsse. Die Regierung steht auf dem Standpunkt, legten Etatberatung in der Budgetkommission fast einstimmig auf das städtische Eigentum nach den Grundsätzen des Privateigentums schränkung, keiner Ausdehnung bedürfe. Meine politischen Freunde daß mittelbar pädagogische Interessen verletzt worden sind und und weitere Kreise dieses Hauses stehen auf dem Standpunkte, daß hat deshalb den jugendlichen Turnern und mur den der Weg, den die Regierung jetzt beschritten hat, wenn er weiter jugendlichen wie den jugendlichen Angehörigen der freiEs handelt sich um Eingriffe in das Selbstverwaltungsrecht der verfolgt wird, zu nichts Gutem führt. Die Regierung würde sich religiösen Gemeinde die Benugung verboten. Ich frage, konnte Gemeinden, die für die ganze preußische Monarchie von großer Be- bei niemand schaden, wenn sie die zu weitgehenden Maßnahmen von der Regierung ein schonenderer Weg gefunden werden, deutung sind. Wir betrachten diese beiden Erlasse als den schwersten redressierte. Tut sie es nicht, so entfesselt sie im Lande einen als sie ihn eingeschlagen hat. Sollten etwa die Mitglieder der Eingriff in das Selbstverwaltungsrecht, der seit langer Zeit von der Widerstand, der den Schulinteressen nicht förderlich sein kann.( Leb- Schuldeputation in Strafe genommen werden?( Burufe links: Regierung begangen ist und die energischeste Abwehr nötig macht. hafter Beifall links.) Warum denn nicht. Inumer zu! Lachen!) Die Regierung hat eine ( Sehr richtig! links.) Der Berliner Magistrat hat in würdiger und Kultusminister Dr. Studt: allgemeine Verfügung erlassen, bloß um den Anschein zu vermeiden, fachlicher Form feinen Standpunkt gewahrt und von den Rechten Die außergewöhnliche Schärfe der Angriffe, die der Interpellant daß die Behörden mit irgend welcher Animosität gerade gegen Berlin der Selbstverwaltung nicht das geringste preisgegeben.( Sehr richtig! foeben gegen mich erhoben hat( Lebhafter Widerspruch links) läßt borgehen. Freilich, wenn die Berliner Behörden so entgegenkommend links.) nicht um eine vereinzelte Erscheinung, sondern um eine allgemeine, nur, fondern auch der Rechtsverhältnisse erklären.( Dho! links.) Ich schon im Jahre 1897 hat der Oberpräsident v. Achenbach Veranlassung Wir haben die Empfindung, daß es sich bei diesem Eingriff sich durch die teilweise Unkenntnis der fachlichen Verhältnisse nicht gewesen wären, wie der Vorredner es dargestellt hat, wäre es noch anders. Aber sieben Jahre sind Verhandlungen gepflogen worden und gegen die Selbstverwaltung gerichtete Tendenz handelt: ich erinnere werde den Beweis dafür führen und erwarte den Gegenbeweis von nur an den Königsberger Sparkassenstreit. Auf die juristische benen, die dem Redner vorher einen gewissen Beifall bezeigt haben. gehabt, einzuschreiten.( Beifall rechts. Zischen links.) Seite der Angelegenheit will ich nicht eingehen. Feststeht, Es ist schwer, verwickelte Rechtsgebiete ohne jede Vorbereitung einer daß die Regierungsinstruktion, auf die man sich beruft, in großen Versammlung darzulegen. Abg. Pallaske( f.): Leider haben die Herren Abihrem hundertjährigen Bestehen, so wie jezt noch nie geordneten die Form der Interpellation gewählt und damit ein- politische Angelegenheit. Der Abg. Funde hat von einem UnterEs handelt sich hier um eine Rechtsfrage und nicht um eine ausgelegt worden ist.( Sehr richtig! lints.) Im ersten gehende Beratung in der Kommission und eingehende schriftliche offizierton gesprochen und der Abg. Hobrecht von einer PräfettenStadium des Konflikts ist immer nur von den Schulintereffen" Berichterstattung unmöglich gemacht. Ich muß also versuchen, hier tätigkeit der Schulverwaltung. Was haben solche Aeußerungen bei die Rede gewesen. In der Verfügung vom 4. Ottober 1904 in fnappester Form die ganze Rechtslage darzulegen. Ich muß einer Nechtsfrage zu tun. Nach dem Allgemeinen Landrecht ist die aber spricht das Provinzial- Schulfollegium von den allgemeinen dabei etwas weiter zurückgreifen auf zunächst staatlichen Interessen", die ein Eingreifen der Aufsichtsbehörden er- preußische Schulreglement das Schule eine Veranstaltung des Staates. Nach der historischen bon 1763. forderlich machten. Mir ist es unverständlich, wie die allgemeinen anhaltende ( Stürmische, lang Entwickelung und nach der Rechtsprechung unterstehen auch Heiterkeit links. Staatlichen Interessen durch die Abhaltung von Religionsübungen der Redner weist an der Hand weiterer Verfügungen und Entscheidungen in den Kommunen haben sich zu fügen in das Staatsganze. Rufe rechts: Ruhe! Ruhe!) die Schulgebäude der Aufsicht des Staates. Die Herrschaften Freireligiösen Gemeinde( Lachen rechts.) geschädigt werden können. eingehend nach, daß die Verwendung und Ueberlassung von Schul- Wir achten jede religiöse Ueberzeugung, auch wenn sie uns unsymAber gefegt, es wäre der Fall, dann hätte doch das Ministerium des räumen seitens der Gemeinden stets von der Genehmigung der Schul- pathisch ist. Die Staatsregierung muß aber der Aumaßung entInnern eingreifen müssen und nicht das Provinzial- Schulkollegium. aufsichtsbehörden abhängig gemacht worden sei. Durch dies sonderbare Vorgehen ist der städtischen Verwaltung die stehende Verfügung bedeutet keinesfalls etwas Neues. Ich habe gelehrt wird, von solchen beansprucht werden, deren Lehren das verDie in Frage gegentreten, die darin liegt, daß Anstalten, in denen Gottesfurcht Möglichkeit absolut genommen, gegen die Verfügung den Instanzen- das Gefühl gehabt gegenüber einzelnen Breßorganen, als ereiferten legt, was der großen Maffe des Voltes heilig und teuer ist, und weg zu beschreiten, was sie gegen eine Verfügung des Ministers hätte sie sich über die Angelegenheit nur, soweit fie ihr Barteiprogramm wir hoffen, daß die Regierung auch fernerhin so verfahren wird, wie tun können.( Sehr richtig! links.) Ich bin begierig, von der königl. berührt.( Oho! links.) Die Fürsorge des Staates für die Jugend- bisher.( Lebhafter Beifall rechts.) Staatsregierung zu hören, warum sie diesen Weg des Vorgehens erziehung gibt den inneren Grund für das Recht, in die Selbstgewählt hat. verwaltung der Gemeinden einzugreifen.- Die Interpellanten Abg. Caffel( frf. Vp.): Was nun den Erlaß in seinem materiellen Gehalt anbetrifft, so haben früher dieselbe Meinung gehabt und beim Kultusminister stehen wir auf dem Standpunkt, daß die Schulgebäude in den am 15. März 1899 und am 14. Februar 1900 die Abstellung sich in seiner flaren Weise nicht nur unserer Stadt, sondern Ich danke dem sehr geehrten Kollegen Hobrecht, daß er Städten lediglich Eigentum der städtischen Gemeinden find, daß ein von Mißbrauch von Schulräumen beantragt. Ein Eingreifen auch des Rechtes aller Gemeinden in so vorzüglicher Weise staatliches Aufsichtsrecht, soweit es überhaupt existiert, sich nur auf in die Selbstverwaltung geschieht nur, wo es das Staatsintereffe angenommen hat.( Lebhafte Zustimmung links.) Nie ist von die Art und Weise und Beschaffenheit der Gebäude, auf die Größe erfordert. unferer Seite bestritten worden, daß dem Staate die Schulaufficht der Räume und dergleichen erstrecken kann, aber sich nicht in eine Art In Bezug auf den zweiten Teil der Interpellation, betreffend zusteht( Sehr richtig! links), und daß über den Wirkungskreis der Verwaltung auswachsen darf; daß der Staat nicht für sich in An- das Verbot des Provinzial- Schulkollegiums, dem polnischen und Stadtgemeinde die allgemeine Staatsaufficht fungiert. Es ist desspruch nehmen darf, eine maßgebende Entscheidung auch über die tschechischen Turnverein, dem Arbeiter- Turnverein Fichte" und der halb durchaus irrtümlich und führt die Deffentlichkeit irre, wenn Verwendung der einzelnen Räume zu haben. Warum sollte man Freireligiösen Gemeinde Schulräumlichkeiten zur Verfügung zu in einem, ohne Kenntnis der Stadtverordneten- Verhandlungen, den Städten, denen man ja soviel Vertrauen entgegenbringt, nicht stellen, kann ich das Vorgehen des Schulkollegiums ganz unanfechtbar geschriebenen Artikel die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" behauptet auch die Fähigkeit der Verfügung über ihre Schulräume zutrauen? nennen. Diese Behörde hat das Recht und die Pflicht, die zweck hat, die Redner dort, der Oberbürgermeister und ich, hätten das Sind doch Mißstände in dieser Beziehung nie zutage ge- widrige Verwendung von Schulräumlichkeiten zu verhindern. Und Aufsichtsrecht des Staates angegriffen. Die Verordnung von 1817 treten. Daß die freireligiöse Religionsübung den Schul- die Verwendung durch die in Betracht kommenden Vereine ist eine regelt die Befugnisse der Verwaltung und Regierungsgewalt nur interessen in feiner Weise hindernd in den Weg tritt, habe zweckwidrige. Die polnischen Turnvereine sind diejenigen Vereine, insofern, als sie den einzelnen Abteilungen der Hauptgewalt die ich schon ausgeführt. Auch der Umstand, daß in den Räumen geturnt die im geeigneten Moment die polnische Aktion einleiten sollen. ihnen obliegenden Aufgaben zuweist, schafft aber kein neues objektives wird, scheint mir nicht ausreichend, eine Maßregelung herbeizuführen. Wenn das Turnen ihren Hauptzwed bildete, könnten ihre Mitglieder Recht gegenüber den selbständigen Organisationen, über die die Wir sind alle Tage in der Lage, wissenschaftlichen und Gefang- einem deutschen Turnverein beitreten.( Burufe links.) vereinen unsere Schulräume zur Verfügung stellen zu müssen. Wie Regierung staatliche Befugnisse ausüben will. Das geht aus den Die Freireligiöse Gemeinde steht dem Christentum und damit§ 8 dieser Regierungsinstruktion von 1817 deutlich hervor. Diese soll in diesen Fällen verfahren werden. Ich las erst jegt in einer dem Staatsinteresse direkt feindlich gegenüber. Instruktion schafft neues Recht auch nicht hinsichtlich der StaatsFachzeitung, daß bei Musikaufführungen in den Schulen das Pro- Ich will gern die große Sorgfalt anerkennen, welche die Stadt aufsicht und-Verwaltung über das Elementar- Schulwesen. Denn die gramm vorher dem Provinzial Schulfollegium vorgelegt werden Berlin dem Schulwesen widmet, und ich habe stets dahin gewirkt, Staatsaufsicht fennt schon das Landrecht und das Verwaltungsrecht müsse, damit es prüfen tönne, ob nicht ein sozialdemokratischer oder daß fie von den mir unterstellten Behörden mit aller Rücksicht be- kann nicht so verstanden werden, daß die Regierung nun jede Schule zu polnischer Komponist gespielt werde.( hört! hört! links. Lachen handelt werde, die sich nur irgend mit dem Staatsintereffe vereinigen berwalten hat, daß sie eingreifen fann in die Tätigkeit jeder Schulrechts.) Ich will ja nicht behaupten, daß das ernst gemeint ist. Aber lasse. Aber in der vorliegenden Sache handelt es sich in letter fozietät, sondern will nur sagen, daß sie diejenige Verwaltungszu Ihrem Lachen ist kein Grund. Ich habe mich in diesen Dingen Linie um eine Frage der nationalen Ehre.( Oho! Lärm und tätigkeit wahrzunehmen hat, die ihr nach dem Gesetz obliegt. Die allmählich an das Nil admirari gewöhnt.( Sehr gut! links.) Das Bischen links.) gesetzlichen Bestimmungen aber finden sich in dem Titel 11,§ 193, Provinzial Schulfollegium hat auch sehr bald eingesehen, daß eingesehen, daß Abg. Fischbeck( frf. Bp.) beantragt die Besprechung der Inter- und Titel 12,§§ 18 und 19 des Allgemeinen Landrechts. Es bec3 nicht jeden einzelnen Fall entscheiden fann und pellation. stimmt, daß ebenso wie Korporationen die Verwaltung des Kirchenhat deshalb für eine ganze Zahl bon Fällen die bermögens gebührt, so den Schulsozietäten die Verwaltung des generelle Genehmigung erteilt. Die Städte find ja Schulvermögens. Dieses Recht ist ihnen nie bestritten worden, auch fönigl. Staatsregierung sehr dankbar, wenn sie sich auf ihre nicht durch das Ober- Verwaltungsgericht. Der Minister hat hier Wünsche und Beschwerden entgegenkommend zeigt. Sie haben aber den Vorwurf erhoben, daß wir die Entscheidungen des Oberfein Verständnis dafür, daß ihnen Rechte genommen werden, die fie Verwaltungsgerichts einseitig zitieren, hat aber nicht versucht, die von Hause aus befizen.( Sehr wahr! links.) Daß aus dem Ge- Der Herr Staatsminister stügt sich auf alte Ober- Landesgerichts- Entscheidung sinngemäß brauch ihrer Rechte schwerwiegende Mißstände sich ergeben haben, Entscheide, deren geistige Fundamente im Laufe der Zeit doch un- Nachdem das Ober- Verwaltungsgericht dargelegt hat, daß bei den Zusammenhange wiederzugeben. ist nachzuweisen auch von der Regierung nicht versucht worden. ficher geworden sind. Vor allem aber muß man sich diese Entscheide Gemeinden das Recht, die Schule zu verwalten, mit der örtlichen Neben den Verfügungen der Regierung an das Provinzial- einmal genau auf die Veranlassungen hin ansehen, auf die hin sie Schulaufsicht zusammenfällt, feßt es die staatlichen Befugnisse ausschulkollegium erscheinen die des Provinzialschulkollegiums an die gefällt sind. Man wird dann finden, daß es sich bei dem gegeneinander. Ebensowenig wie die Selbstverwaltung und BeaufsichRettoren fast noch bedenklicher. In ihnen legt sich das Provinzial- wärtigen Streitfalle um ganz etwas anderes handelt. Man kann tigung der Schulen durch die Gemeinde, seien die staatlichen Befugfchulkollegium nun das Recht bei, direkt mit den Rektoren zu ver- doch unmöglich, wie es der Herr Staatsminister getan hat, aus einem niffe zur Schulaufsicht zu bestreiten. Jedenfalls dürfe die Regierung handeln, die der städtischen Schuldeputation auch als Verwalter der einzigen Sage, der sich in den Motiven der einen Entscheidung nichts verfügen, was dem Gesetz zuwiderläuft und sei nicht berechtigt, Schule unterstellt und deren Pflichten durch ein von der Regierung findet, so weitgehende Konsequenzen ziehen.( Sehr richtig! links.) der Schulverwaltung der Gemeinde die ihr zustehende Verfügung genehmigtes Statut genau begrenzt sind.( hört! hört! links.) Unfer Schulrecht ist im Laufe der Zeit entstanden, und wir wissen über das Schulvermögen zu entziehen.( Lebhaftes Hört! hört! Die Widersprüche in den Befehlen, die einmal vom Magistrat alle, wie mißlich es ist.( Sehr richtig! links.) Ich frage den Herrn lints.) Nun haben ber Vorredner und der Minister und ein ander mal vom Provinzial- Schulkollegium ausgehen, müssen Staatsminister, war es unter solchen Umständen notwendig, und, bestritten, daß die Schulgebäude Eigentum der Städte wären. Das die städtische Autorität untergraben und die Disziplin lockern, die wenn es nicht notwendig war, war es flug, in einer so schroffen find fie ganz zweifellos, richtig ist nur, daß die Städte nicht begerade auf dem Gebiete der Schule auf das sorgfältigste hätte ge- Weise zu erklären, jede Benutzung der Schulräume bedürfe der staat rechtigt find, schrankenlos über das Eigentum zu verfügen, fondern hittet werden sollen.( Sehr richtig! links.) Auch der Minister steht lichen Genehmigung?( Sehr richtig! links.) Es handelt sich überhaupt das Nutzungsrecht der Schule zu achten haben. Deswegen aber sind nicht ganz auf dem Standpunkte des Schulkollegiums. Er erklärte nur um ganz wenige Fälle, in denen die städtischen Behörden den fie doch Eigentümer geblieben, und schon nach privatrechtlichen im Herrenhaus in diesem Jahre, das Provinzial- Schulfollegium Anweisungen des Ministers nicht gefolgt sind. In den allermeisten Bestimmungen folgt daraus das Recht der Gemeinden, über die tönne auf den direkten Verkehr mit den Nektoren nicht verzichten, Fällen folgten sie ohne weiteres und( mit gehobener Stimme) wie Gebäude wie ein Privatmann zu verfügen, soweit es dem Schulzweck besonders in rein technischen Fragen. Höchst sonderbar ist ich hinzusetzen will, fie tun es noch heute.( hört! hört! links.) nicht widerspricht. In keiner Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts auch die ganze Auffassung von der Stellung der Selbstverwaltungs- Bon den etwa 270 städtischen Schulanstalten sind es gerade drei, ist dieses Eigentumsrecht verkannt worden. Wir bestehen auf dem Recht, organe, die sich in der Korrespondenz des Provinzial- Schulfollegiums welche den der Regierung nicht genehmen Vereinen eingeräumt waren. die Schulräume zu anderen Zwecken zu verwenden, soweit es der mit ihm zeigt. Man scheint dort von der Stellung des Berliner Ich bin selbst längere Zeit Vorsitzender der Schuldeputation Schulzweck gestattet. Wir Magistrats gar feine Vorstellung zu haben. Zu dieser unter gewesen und kenne die Verhältnisse ganz genau. Ich weiß, wie Ausdruck haben ständig der Auffassung gegeben, daß wir in geordneten Auffaffung( Sehr gut! links) gefellt sich auch ein mert fireng darauf gehalten wird, daß in den Schulräumen nichts Räume für der Zeit, in der die den Unterricht nicht beansprucht werden, nach würdiger Ton:" Der Magistrat wird unserer Verfügung zu ent- Anstößiges vorkomme. Keine Rede darf 3. B. sprechen haben. Ueber die Ausführung unserer Anordnung erwarten der Turnstunden gehalten werden. Wenn der Herr Minister gefagt Die Stadt Berlin hat Schullofale Vereinen zur Verfügung gestellt, während unserem Ermessen für andere Zwecke darüber verfügen können. wir in 14 Tagen Bescheid."( Lebhaftes Hört! hört! links.) Jch hat, die nationale Ehre stände in Gefahr, so wenden wir ein, daß die nützliche, ethische oder gesundheitliche Biele verfolgen. Die Frage glaube, der Minister hätte alle Veranlassung, die ihm untergeordneten diefe von denjenigen Behörden gewahrt werden folle, die dafür spißt sich dahin zu: Inwieweit unterliegt ein folches Verfügungs Behörden auf die Bedeutung der Berliner Stadtverwaltung hin- berufen sind. So liegt die Sachlage: Der Magistrat bestreitet recht der Genehmigung der Aufsichtsbehörde? Wir bestreiten diefes gutveifen. Bis jetzt hat für die Welt und die Unsterblichkeit der durchaus nicht das staatliche Aufsichtsrecht, er bestreitet nur die Genehmigungsrecht. Alle die Befugnisse, die im Landrecht den Berliner Magiftrat noch mehr geleistet als das Provinzial Kompetenz des Provinzial Schulfollegiums dafür. Ferner ist Storporationen zugesprochen sind, stehen auf Grund der Selbst Schulfollegium.( Sehr ( Sehr gut! links.) Gerade das Kultus- hervorzuheben, wie wechselnd die Stellung der preußischen Staats- verivaltung jetzt den Kommunen zu. ministerium wird schlechte Erfahrungen machen, wenn es sein regierung in der Frage der Dissidentenkinder gewesen ist. Außer Die Schulauffichts Behörde hat das Recht der Aufsicht über ( Sehr richtig! lints.) Aufsichtsrecht in ein Bevormundungsrecht umwandeln will. dem zeigte sie sich schlecht unterrichtet über das Verhalten die inneren Schulangelegenheiten, darüber, daß die erforder( Bei der Abstimmung über den Antrag Fischbeck erhebt sich der der größte Teil der Abgeordneten, selbst auf den Bänken der Konfervativen. Das Haus tritt in die Besprechung der Interpellation ein.) Abg. Hobrecht( natl.): " Hichen Mittel für die für die Schulunterhaltung und die Lehrerdie Lehrer- Gegen§ 57, der die Gebühren für die Eintragung ins Börsen- liner Tageblattes wendet sogar folgendes Nötigungsmittel, um die Besoldung aufgewendet werden und daß geeignete Schulgebäude register von 150 auf 25 W., und die für die Berlängerung der Inserate zu bekommen, seit Jahr und Tag an: die Revorhanden sind. Wenn in der Entscheidung des Oberverwaltungs- Eintragung von 25 auf 10 m. pro Jahr herabſegen will, erklärte dattion läßt ben Emissionsfirmen mitteilen, gerichts von 1900 der Aufsichtsbehörde die Aufsicht über die Schul- Burlage( 3.) vorläufig Stellung nehmen zu müssen. Ihm gegen- daß, wenn der geschäftliche Teil des„ Berliner Tages gebäude zugesprochen ist, so ist das nur so aufzufassen, daß sie sich über verwies Singer auf den Zweck, für den das Börsenregister blattes"" nicht die vollständigen Inserate zur toftendarum zu kümmern hat, ob die Schulgebäude zweckmäßig find, nicht seinerzeit eingeführt wurde. Es handelt sich darum, diejenigen, pflichtigen Beröffentlichung erhielte, der Kurs aber darum, ob diese außerhalb der Schulzeit auch zu anderen welche Börsentermingeschäfte machen, zu veranlassen, dies auch durch des betreffenden Papiers in den täglichen KursZweden als für Schulzwede verwendet werden.( Sehr richtig! Eintragung in das Register zu befunden. Dabei war ein startes zettel des Berliner Tageblattes" nicht aufs links.) Wir bestreiten dem Minister durchaus nicht das Recht, sich Vorurteil gegen diese Geschäfte maßgebend, das heute einer vernünftigenommen würde, selbst wenn das Leserpublikum nach diesem dafür zu interessieren, es handelt sich nur darum, daß feine Kom- geren Beurteilung gewichen ist. Die Eintragungsgebühr habe nicht den Kurs verlangen sollte. Auch hier sehen wir die tatsächliche Verpetenz innerhalb des Rahmens des Gesetzes bleibt.( Sehr richtig! links.) Zweck, von der Eintragung abzuschrecken, sei auch für die meisten quickung von redaktioneller und geschäftlicher Tätigkeit, oder, wie Wenn der Minister der Ansicht gewesen wäre, die Dinge in Berlin Leute, die dabei in Frage kommen, nicht hoch genug, einen solchen Herr Norden so schön sagt, die Rücksichtnahme auf den geschäftlichen seien nicht zu dulden, und hätte er die Aufsichtsbehörde veranlaßt, Zweck zu erfüllen. Es sei eine reine Frage der Fiskalität und da Teil des„ Berliner Tageblattes" seitens der Herren Redakteure. Wir dagegen einzuschreiten, so könnte auf dem Wege des Verwaltungs- stimmt die Sozialdemokratie für die Ermäßigung. denken nicht daran, Herrn Norden persönlich irgend welchen Vorwurf streitverfahrens festgestellt werden, ob ein Eingreifen der Aufsichts- Nachdem noch die Abgg. Dove, Burlage und Schwerin zu machen; im Gegenteil halten wir es für selbstverständlich, behörde berechtigt war. Wie der Rechtsstreit ausgegangen wäre, das 2öwig gesprochen, wird der Paragraph nach dem Regierungs- baß er alle möglichen Rücksichten auf den geschäftlichen Teil hätten wir hingenommen, wir sind die legten, die dem entwurf einstimmig angenommen. Ohne Widerspruch werden die des Tageblattes" nimmt, und daß nur dort, wo eine ausdurch Gerichtsurteil anerkannten Recht Widerstand entgegensetzen. unverändert gebliebenen§§ 58 bis 65 angenommen. Zu einer leb- geprägte Stollision des von Herrn Norden erkannten öffentlichen Wo es aber feinen Kläger geben kann, gibt es auch feinen haften und fich lange hinziehenden Debatte gibt aber der§ 66 Interesses mit dem Interesse des" Tageblattes" hervortritt, er ent Richter. Wir können gegen die Schritte des Ministers nicht klagen, Anlaß. Nach der Regierungsvorlage soll der jezige Wortlaut, wo- weder auf seine Stellung in der Mosseschen Redaktion resigniert, und es ist daher der Appell des Ministers, wir möchten flagen, nicht nach Börsenbennungsobjekte, für welche nicht beide Parteien zurzeit oder seinen Herrn Chef zu belehren sucht. Herr Mosse betreibt ja angebracht. Die Entschließungen der Selbstverwaltung kann man des Abschlusses ins Register eingetragen waren, feinerlei Schuld- sein Zeitungsunternehmen nicht, um der Deffentlichkeit einen Dienst nicht ein für allemal an die vorgängige Erlaubnis der Aufsichts- verhältnisse auch nicht auf hinterlegte Sicherheiten begründen, zu leisten, oder aus hohen ethischen Gründen, sondern um Geld zu behörde binden, denn dann verwaltet ja die Selbstverwaltung nicht, dahin abgeändert werden, daß einfach die Verweigerung der verdienen, aus Erwerbsrücksichten." dann stellt man sie als einen Uumündigen hin, der seine Angelegenheiten Erfüllung solcher Geschäfte erlaubt wird. Ein Abänderungs- Wir sind neugierig, was das„ Berliner Tageblatt", das erst im nicht selbst verwalten kann.( Sehr richtig! links.) Dann würde auch der große antrag Reventlow, der solche Geschäfte furzweg untersagen gestrigen Abendblatt wieder über die pharisäische Selbstgefälligkeit Apparat der Selbstverwaltung und die große Mühe und Arbeit ganz will, wird vom Grafen Schwerin- Löwiß aufgenommen und so auch des Proletariats und des„ Vorwärts" orafelte, auf diese Aeußerung unnötig, die viele Tausende selbstlos leisten. Wenn man die Selbst zur Debatte gestellt. verwaltung für notwendig hält, dann darf die Regierung auch nicht Gegen den Antrag sprechen vornehmlich Geheimrat Wendelstadt, erwidern wird. Bisher hat es noch feine Antwort gefunden. mehr in fie eingreifen, als unbedingt notwendig ist. Wir haben als Vertreter der Regierung, Dove( frf. Vg.), Paasche( nl.), Stämpf Der Konkurrenztampf der gemischten" gegen die reinen" Eisenin Berlin das Gefühl, daß wir wegen der politischen Gesinnung( frſ. Vp.), Bazzig( nl.) und in Vertretung der sozialistischen Aufwerke. Schon seit längerer Zeit tritt unter den Werken, die den seiner Bewohner und wegen der politischen Gesinnung der fassung Singer und Bernstein. Für ihn tritt wiederholt Graf Rohstahl von den Stahlwerken kaufen und weiter verarbeiten, also Mehrheit in den städtischen den städtischen Behörden mit einem anderen Schwerin- Löwig in die Schranken. Er zieht dann aber schließlich Rohstahl von den Stahlwerken kaufen und weiter verarbeiten, also unter den reinen Walzwerken, den Kleineisen- Industriellen und teilMaße gemessen werden, als andere Kommunen!( Oho! den Antrag zurück. rechts. Lebhafte Zustimmung links.) Wir beklagen uns darüber, Darauf wird die Debatte über§ 66 geschlossen, die Abstimmung daß uns nicht die gleiche Freiheit gewährt wird, wie anderen Selbst- aber ausgefeßt, bis der§ 68a- c durch beraten sei. Hierauf wird verwaltungskörpern, namentlich auf dem Lande. Einen Brief, wie die Debatte auf Freitag vormittag vertagt. ihn das Provinzial- Schulkollegium an den Berliner Magistrat gerichtet hat, wird kein Landrat an einen Amtsvorsteher richten.( Lebhafte Buftimmung links.) Wir wollen nur die Möglichkeit haben, unsere Befugnisse auszuüben und unsere Rechtsanschauung zum Ausdruck zu bringen. Es handelt sich nicht um die Zurücksetzung nur von Polen und Tschechen, sondern auch von Mitbürgern fozialdemokratischer Gefinnung. Ich bin entschiedener Gegner der Sozialdemokratie und habe dem oft Ausdruck gegeben. Ich bestreite aber, daß es eine zweckmäßige Art der Bekämpfung der Sozialdemokratie ist, wenn man Ausnahmen macht in bezug auf das, was die Gemeinde leisten kann, derart, daß Leute mit sozialdemokratischer Gesinnung die Vergünstigungen nicht erhalten, die die anderen genießen. 1 Partei- Nachrichten. Personalien. Zum befoldeten Parteisekretär für die Provinz Schleswig- Holstein ist von der Siebener- Kommission, die in Hamburg tagte, Genoffe Saalfeld aus Hamburg gewählt worden. Genosse Saalfeld wird sein Amt am 1. Januar antreten. Aus der Redaktion der Magdeburgischen Volksstimme" ist der Er wird in die Redaktion der Genosse Albert ausgeschieden. Breslauer Volkswacht" eintreten. " " Aus Induftrie und Handel. weise auch unter den Maschinenfabrikanten das Bestreben hervor, sich zu einem Verbande zusammenzuschließen, um besser gegen den Stahlwerksverband und die Konkurrenz der großen gemischten Werke gerüstet zu sein. Wie es scheint, haben diese Bestrebungen jetzt festere Gestalt gewonnen, denn wie die Rhein.- Westfälische Zeitung" schreibt, sollen demnächst in Köln Beratungen Köln Beratungen stattfinden, die Aussicht auf eine Verständigung bieten. Diese Hoffnung," meint das Blatt, wird gestärkt durch den Umstand, daß sich zwei ganz hervorragende Industrielle, die dem letztgenannten Zweige an gehören, für die Sache interessieren, und voraussichtlich dabei beteiligt sein werden. Die Vereinigung ist als Schußwall gegen die in immer größeren und trustartigen Gebilden auftretende Großindustrie gedacht, von der man befürchtet, daß sie auch die Erzeugnisse der weiterverarbeitenden Maschinen- und KleineisenIndustrie in sich aufnehmen wird, wenn die Walzwerke zum Erliegen tommen oder durch sonstige Umstände als Halbzeugabnehmer für die Großindustrie ausscheiden würden. Die Kleineisen- und Maschinenindustrie sieht sich also nächst den Walzwerken hauptsächlich durch die gemischten Werke in ihrer Gristenz bedroht. Bekanntlich gibt es ja auch heute schon gemischte Betriebe, die diese Erzeugnisse herstellen. Die Halbzeugverbraucher suchen jezt einen festeren Zusammenschluß untereinander, um den Stahlwerfen gegenüber geschlossen auftreten zu können; sie haben in Hagen ein Bureau gebildet, durch das ihre Interessen gemeinschaftlich vertreten werden; man will von dem Stahlwerksverbande das Halbzeug nur nicht mehr einzeln kaufen, sondern diesen um eine Gesamtofferte, für ein bestimmtes Quantum und auf bestimmte Zeit angehen. Sollte der Stahlwerksverband keine konvenierenden Preise stellen, so wird man sich von neuem um von den überlegen müssen, Mittel und Wege zu finden, werden. Die Sache ist zwar Gewerkschaftliches. Der Referent ist nicht erschienen! " Zu diesem Thema erhalten wir noch die folgende Zuschrift aus Referentenkreisen: Unter dieser Spizmarke brachte der Vorwärts" vor einiger Zeit die Aeußerung eines Genossen aus Weißensee, die, da sie zweifellos die Ansicht vieler wiedergibt, nicht unwidersprochen bleiben sollte. Der Betreffende sagte, daß ein rednerisch begabter Genosse den Einberufer von Versammlungen nur dann abschlägig bescheiden sollte, wenn er schon anderweitig versagt ist". Zunächst haben doch die Referenten einen Beruf, Totenliste der Partei. Infolge eines Betriebsunfalles starb in Zu politischen Versammlungen hat die Stadt Berlin übrigens Regensburg der Buchbindereifaktor Genosse Böhler. Er stürzte ihre Schulräume nie hergegeben. Es handelt sich bei unserer An- mit dem Fahrstuhl zwei Stockwerke tief und starb nach einigen gelegenheit um einen Turnverein, dessen Mitglieder meist Sozial- Stunden. Der Verstorbene, der ein Alter von 51 Jahren erreichte, demokraten sein sollen, sodann um eine Turnabteilung von Kindern, war ein opferfreudiger, tüchtiger Parteigenosse, der auch unter dem die lediglich turnen sollen. Die königliche Staatsregierung hat über Sozialistengesetz viel für die Partei geleistet hat. die Gefährlichkeit im Ueberlassen von Unterrichtsräumen nicht immer so geurteilt.( Hört, hört!) Als nämlich im Jahre 1892 das Gesuch um Ueberlassung von Schulzimmern zu polnischem Sprachuntericht an die Schuldeputation gerichtet war, und diese die Sache liegen ließ, wurde durch einen Brief des Kultusministers an das Herren- d Aus der Praxis der Börsen- und Handelspresse. haus- Mitglied v. Coscielski die Wiederaufnahme des Gesuches ver- In der Börsenpresse ist ein kleiner häuslicher Bwist entbrannt, anlaßt, da, nach dem Briefe des Ministers, die staatlichen Schul- der, wenn er an sich auch keine große, welterschütternde Bedeutung aufsichts- Behörden, in der Genehmigung nichts Unstatthaftes fanden. Da dürfte es denn dem Reiche wohl auch nichts schaden, wenn in den hat, doch insofern einiges Interesse bietet, als in ihrem Ingrimm Schulen polnisch gesprochen würde( Große Heiterkeit), wenn da Polen die beteiligten Stämpfer sich allerlei schöne„ Usancen" aus ihrer Stahlwerken unabhängig zu turnen. Der spätere Staatsminister v. Hobrecht hat 1874, damals Ober- Pragis vorwerfen, die recht niedliche Beiträge zum Kapitel„ Rapital noch in den ersten Anfangsstadien, doch dürfte der Zusammenschluß bürgermeister von Berlin, als erster der Freireligiösen Gemeinde und Presse" liefern. Der Gegenstand des Streites ist die heutige der gesamten weiterverarbeitenden Industrie als der einzige Weg Schulräume zur Verfügung gestellt.-Aber hier handelt es sich Form der Prospektinserate. Nach einer auf Grund des Börsen- anzusehen sein, um gegen die Uebergriffe einzelner Mitglieder des Stahlwerksverbandes ankämpfen zu können". darum, daß in mehr als 50 Fällen religiösen Gemeinschaften der gefeges erlassenen Verfügung müssen die Prospekte über die Emission Nutzen wird der Kampf wenig. Die großen gemischten Werke, artige Bugeständnisse gemacht werden. Ich stehe der Freireligiösen neuer Effekten, welche an der Berliner Börse eingeführt werden in denen vielfach nacheinander das Eisenerz die verschiedensten Gemeinde ganz fern; aber ich fage: wir dürfen nicht ein- follen, ihrem vollen Wortlaute nach in mindestens zwei inländischen Produktionsphasen bis zum Fertigprodukt durchläuft, bieten zu große feitig sein! Wir wollen gleiches Recht für alle bom Staat geduldeten religiösen Gemeinschaften. Wenn die Re- Beitungen veröffentlicht werden. Diese Bestimmung hat zu einem Vorteile, als daß die reinen" Walzwerke auf die Dauer mit ihnen gierung auf ihrem Standpunkte nunt berharrt, hat sie gewissen Prospektinseraten- Monopol bestimmter Blätter geführt. Da zu konkurrieren vermöchten. Die Verhältnisse treiben zu immer Samit noch nicht begründet, mit welchem Rechte fie fich mit ihrer nämlich infolge der Anforderungen, welche die Zulassungsstelle der stärkerer Betriebskonzentration. Verfügung an die einzelnen Rektoren wandte. Abg. v. Hobrecht hat Berliner Börse an die Prospekte stellt, diese meist sehr lang aushervorgehoben, daß die Rektoren zum Gehorsam gegenüber den fallen, so begnügen sich gewöhnlich die Banken damit, bei ihren Aufsichtsbehörden verpflichtet seien. Das wissen wir. Jedenfalls Emissionen den vollen Wortlaut ihrer Prospekte nur im„ Reichsfind die Rektoren nach§ 2 der vom Schulkollegium anerkannten Anzeiger" und im„ Berliner Börsen- Courier" oder der„ BörsenDienstanweisung Untergebene der Schuldeputation. Hätte der Minister gegen den Magistrat das Strafreglement angewendet, Beitung" zu veröffentlichen. Die anderen Börsen- und Bankblätter so wäre die Möglichkeit zu rechtlicher Entscheidung gegeben worden. erhalten meist nur als Inferate kürzere oder längere Auszüge aus Dieser Entscheidung hätten wir uns gefügt. Was wir nicht wollen, dem Prospekt. Oft begnügen sich die Banken sogar nur mit der das ist derartiges präfektmäßiges Schurigeln.( Sehr gut! links.) Inserierung der Emissionsbedingungen. Lasse man den Gemeinden ihre Selbständigkeit auf die Gefahr hin, Dieser Zustand deucht vielen der größeren kapitalistischen Blätter daß sie Fehler machen und dadurch lernen. aber längst„ unhaltbar", denn die groß.it, feitenlangen Annoncen der entsteht Erbitterung, die die Kommunen hindert, dem Staat großen Banken bringen erkleckliche Summen, welche die Herren Verdas Größte zu leisten. Der Abgeordnete Ballaste hatte betont, leger dieser Blätter ungern entbehren. man folle bedenken, daß Berlin, was es fei, den Hohenzollern Da nun türzlich die Berliner Zulassungsstelle sich mit der verdanke. Nun, einen kleinen Unterschied wird man doch wohl zwischen dem Provinzial- Schulfollegium und den Hohenzollern noch Prospettfrage beschäftigte, so haben einige dieser Zeitungen, voran machen dürfen.( Große Heiterkeit.) Wenn das aber so weiter geht, das„ Berliner Tageblatt", aufs neue einen Kreuzzug gegen die ver- der sie ernährt, dem sie ihre Kräfte widmen, dessen Arbeitslaſt und die Kommunen nur bezahlen sollen, so wird das meines Er- fürzten Prospektinserate unternommen natürlich, nach ihrer Anzuzeiten sogar alle Kräfte in Anspruch nimmt; die weiblichen achtens nicht zum Heile der städtischen Entwickelung, aber auch nicht gabe, nicht im Interesse ihrer Herren Verleger, sondern unter ihnen haben häufig Familie, haben eine Hauswirtschaft. zum Heile des gesamten Staatsivesens ausschlagen.( Lebhafter im Interesse des deutschen Volkes. Die verkürzten Prospekte, Soll für alle diese nicht gelten, was wir mit so viel Nachdruck Beifall links.) fo behaupten sie in moralischer Entrüstung, führten das für jeden Arbeiter fordern: daß ihnen hier und da Zeit übrig Ministerialdirektor Dr. Schwarzkopf: ,, kapitalfräftige Publikum" irre und veranlaßten manchen bleibt für ihre Familie, für sich selbst, ihre Erholung und Der springende Bunkt ist: hat die Schulaufsichtsbehörde ehrsamen Bürger Geld in Geld in Effekten anzulegen, bor deren Ausbildung? Es liegt auf der Hand, daß diese Gründe allein das Recht, über die Schulräume auch außerhalb der Schulstunden zu verfügen? Dieses Recht ist aber unzweifel- Ankauf er sich sonst hüten würde. Die Behauptung ist recht naiv. ausreichen, um die Absurdität der Forderung des Weißenseer haft. Das preußische Landrecht stipuliert die Volksschule Die weitaus größte Mehrzahl der Prospekte hat überhaupt nur Genossen zu beleuchten. Aber noch andere kommen hinzu: als eine Veranstaltung des Staates, nicht der Kommunen. Die einen sehr minimalen Wert, das beweist die Geschichte der zweifel- Es gibt z. B. tüchtige Redner, deren Gesundheitszustand ein Fortschritte der städtischen Selbstverwaltung im 19. Jahrhundert haften Gründungen aufs schlagendste. Außerdem aber dürften sehr häufiges Sprechen in der schlechten Luft öffentlicher Ver haben vor dem Schulwesen Halt gemacht. Die Städte dürfen keine ehrsame kapitalfräftige Bürger, sofern sie nicht Fachmänner sind und jammlungen nicht zuläßt. Sollen sie gezwungen werden, sich neuen Schulgebäude errichten, keine neuen Schulbücher einführen, ohne einigen Verstand befizen, nie auf solche vertürzten Prospektinserate zugrunde zu richten, oder in Acht und Bann getan werden, Staatserlaubnis. Das ist ganz dasselbe, wie der vorliegende hin, die sich schon durch ihre Ueberschrift als bloße Auszüge weil sie wohl zweimal, aber nicht öfter, in einer Woche zu reFall.( Lebhafter Widerspruch links.) Wie müssen die Gemüter der Schul- charakterisieren, zum Ankauf schreiten, ohne sich vorher bei ihrem ferieren imstande sind? finder durch die an den polnischen Turnverein erteilte Erlaubnis Ein anderes Moment aber scheint mir von ausschlagleiden.( Lachen links.) Man muß daran festhalten: die Schule ist Bankier und einigen anderen Fachmännern erkundigt zu haben. Diesen für die Veröffentlichung voller Prospekte kämpfenden gebender Bedeutung zu sein, und es ist gerade das, was sehr eine Veranstaltung des Staates.( Beifall rechts.) Hierauf wird die weitere Besprechung der Interpellation auf liberalen Blättern haben sich aber alsbald kampfesmutig andere zum Schaden der Wirkung unserer agitatorischen Arbeit Freitag 2 Uhr vertagt. entgegengestellt, die für verkürzte Prospekte, in die Schranken treten, niemals beachtet wird: Ein Vortrag, der Bedeutung haben, da sie nämlich ihrer Art nach doch nicht auf die Inserate der großen der aufklären, belehren, aufrütteln soll, bedarf sorgfältiger Banten rechnen tönnen, ihre Hauptinteressenten ihre Geschäfte weniger Vorarbeit einer Vorarbeit, die um so mehr Zeit in Anan der Fonds- als an der Produktenbörse machen, oder weil sie von spruch nimmt, je gewissenhafter der Referent ist. Schematische früher her mit den Blättern der ersten Gattung noch ein Hühnchen Wiederholungen alter Vorträge, wozu die Referenten ge= Nach dem Verzeichnis der Mitglieder des Reichstages, das am zu pflücken haben. Zu diesen Blättern der zweiten Art gehört die zwungen wären, wenn die Ansicht des Weißenseer Genossen 28. v. Mits. abgeschlossen ist, sind erledigt die Mandate der Abgg. Banks und Handels- Beitung" des Herrn Dr. Walther Mante. Sie hat Geltung gelangen würde, find angesichts des raschen Wechsels Fürst v. Bismarck( 6. t. F., 3. Magdeburg), Dr. Dröscher( f., kürzlich dem Berl. Tagebl." vorgeworfen, es habe bei seinem Vorgehen der Ereignisse, des immer neuen Materials zu ihrer Be2. Mecklenburg- Schwerin), v. Mycielski( Pole, 5. Posen) und Schmidt nur das Interesse des Herrn Mosse an langen Inseraten im Auge, leuchtung und Beurteilung nur bei rein historischen und ( S., Kalbe- Aschersleben). Die 393 übrigen Size verteilen sich auf denn er habe schon bisher alle möglichen Mittel angewandt, die wissenschaftlichen Thematas zulässig, anderenfalls aber eine 52 deutschkonservative Mitglieder, 21 Angehörige der Reichspartei, Emissionsfirmen zu bewegen, alle Prospekte über neue Effekten dem Gewissenlosigkeit gegenüber den Zuhörern. Nicht die 7 der deutschen Reformpartei, 13 der wirtschaftlichen Vereinigung, Wortlaute nach in seinen Spalten zu veröffentlichen. Das„ Berliner Quantität, sondern die Qualität der Referate macht den Wert 103 des Zentrums, 15 Polen, 51 Nationalliberale, 10 Mitglieder der Freifinnigen Vereinigung, 20 der Freifinnigen Volkspartei, 6 der Tageblatt" wies darauf diese Anschuldigung zurüd, indem sein des Redners aus. Weniger ist auch für die Zuhörer in diesem Deutschen Volkspartei, 77 Sozialdemokraten, 10. Elsässer, 2 Deutsch- Handelsredakteur Herr Norden erklärte, daß er in seinem Bestreben, Falle mehr. Hannoveraner und 6 Abgeordnete, die, wie der Präsident Graf der Deffentlichkeit zu dienen, sich niemals von Rücksichten auf den Ballestrem, feiner Fraktion angehören. geschäftlichen Teil des„ Tageblattes" habe leiten laffen. Die Börsenkommission des Reichstages nahm gestern ihre Sigungen Darauf nimmt jetzt wieder die Baut- und Handelszeitung" das wieder auf und beriet die§§ 51 bis 66 des neuen Börsengesetz- Wort und behauptet: Entwurfes. Zu dem§ 51 wie zu einigen weiteren Paragraphen Im übrigen möchten wir noch feststellen, das das Berliner Zur Aussperrung in der Gelbmetall- Industrie. lagen Abänderungsanträge des Grafen Reventlow vor, die der Tageblatt" nicht etwa nur mit dem Druck auf die Zulassungsstelle leber angebliche Ausschreitungen von Streifenden resp. Aus Heiferkeitsmacher der Agrarier aber schnöde im Stich ließ. Seines den Verfuch gemacht hat, die ungekürzten Prospekte für den„ geAbänderungsantrages zu§ 51 nahm sich formell Graf Schwerin- fchäftlichen Teil der Zeitung" zu erhalten, sondern, daß es auch feit gesperrten segen bürgerliche Blätter von Zeit zu Zeit arge Schwindel So fonnte auch in der gestrigen Streit Löwit an; er wurde dadurch zur Abstimmung gebracht, aber gegen Jahr und Tag Gebrauch des Berliner Tageblattes" ist, im rebat- notizen in die Welt. die Stimmen der anwesenden Zentrumsleute verworfen, und der tionellen Teile keinen Waschzettel von den Emissionen zu veröffent- versammlung nachgewiesen werden, daß eine im" Lokal- Anzeiger" Baragraph nach dem Regierungsentwurf angenommen. Ebenso lichen, deren Injerate dem„ Berliner Tageblatt" nicht zur foften wie auch in der Märkischen Volkszeitung" breit ausgesponnene wurden die§§ 52-56 unverändert angenommen. pflichtigen Aufnahme zugehen. Noch mehr! Die Redaktion des Ver- Tatarennachricht über eine Messerstecherei, die von Streifenden der Schluß 5 Uhr. Parlamentarifches. " " " " Auch wir empfahlen seinerzeit den Genossen, so zeitig auf die Suche nach Referenten zu gehen, daß diesen noch Zeit zur Ausarbeitung ihrer Vorträge bleibt. Berlin und Amgegend. COROO = 0 Kaufmannswahlen. Firma Schlesinger an Arbeitswilligen verübt sein sollte, auf fellen die Forderung der Lohnsicherung bei der Anfertigung aller auf längere Zeit von Erwachsenen und Kindern nicht genommen purem Schwindel beruhte. Ein Streifender hat lediglich mit der neuen Muster fallen lassen. Sie sind nicht abgeneigt, ganz werden kann, ohne Widerwillen zu erregen. Vor dem regel Hand, nicht mit einem Messer, den Angriff eines Arbeits- neue Muster die sich mit anderen nicht vergleichen lassen, zum mäßigen Genusse von Kaffee und Tee als Frühstücksgetränke willigen, der jenen mit der blechernen Kaffeekanne ersten Mal in Lohn anfertigen zu lassen. Damit könnten sich die warnen die Aerzte, wie das aus einer erst vor kurzem in 2. Auflage schlagen wollte, abgewehrt, wobei sich allerdings eine Streifenden wohl zufrieden geben, andernfalls können sie noch bereits erschienenen Abhandlung des Münchener Arztes Dr. Weigl Anzahl Neugieriger ansammelten.• Ueber das immer schroffere monatelang feiern." flar hervorgeht. Kaffee und Tee enthalten bekanntlich einen gifugen Vorgehen der Polizei gegen Streikposten wurde wieder Diese Zugeständnisse kommen den von den Vertretern des Reizstoff, das Koffein. Sie sind deshalb für gesunde und kräftige die lebhafteste Beschwerde geführt. Tagtäglich werden vor Holzarbeiter- Verbandes als Grundlage für die Verhandlungen Erwachsene zuweilen ganz angenehme Anregungsmittel, eignen den verschiedensten Betrieben die Streikposten dugendweise arretiert; gemachten Angeboten so nahe, daß man sich erstaunt an den Stopf sich aber niemals für jugendliche Personen und für schwächliche die Schuhleute arbeiten zeitweilig förmlich in Afford, um die stetig fassen und fragen muß, warum in aller Welt denn nun die deute als Getränke; zu Tagesanfang auch nicht für gesinde Berwieder ersetzten Streitposten in Nummer Sicher abzuführen. Das sonen. Da wird nun seit Jahren von den Aerzten übergroße Aufgebot von Polizisten und in den Vororten von Unternehmer die Verhandlungen abgebrochen und die Aus Kathreiners Malzfaffee empfohlen und in der Tat ist dieser Gendarmen zur Jagd auf Streitposten scheint in den Polizeibureaus sperrung inszeniert haben? Für den Holzarbeiter Verband ein ganz vorzügliches, wohlbekömmliches Getränke, welches den schon einen Mangel an Beamten herbeigeführt zu haben, sodaß die liegt nach unserer Information die Sache jetzt so, daß er Bohnenkaffee ersetzt. Wir können somit die Frühstücksfrage als notwendigsten Bureaugeschäfte zum Schaden des Publikums ver- seinerseits keine Veranlassung hat, Unterhand gelöst erachten. nachlässigt werden, wie folgender Vorfall beweist: Lungen anzubahnen, er aber andererseits nach wie Also eine ganz gewöhnliche Reklame, für die der Herr Dr. med. Am Dienstag morgen wurde von der Stadtboigtei aus vor seine Friedensliebe dadurch befunden wird, daß er einem in irgend einer Form vom Auftraggeber bezahlt wird. Wir haben plötzlich auf dem Metallarbeiter- Bureau angeflingelt und dem Ge- offiziellen Wunsche der gegnerischen Seite nach Verhand- natürlich nichts dagegen einzuwenden, daß sich ein Arzt, namentlich werkschaftsbeamten telephonisch die Mitteilung gemacht, daß der Arbeiter K. zweds Berbüßung einer gerichtlich auf 50 Mark bes Arbeiter K. zwecks Verbüßung einer gerichtlich auf 50 Mart be- lungen entgegenkommt. Wünschen die Holzindustriellen feine benn er, was wir von dem Herrn Dr. Weigl annehmen, in seinem messenen, bisher nicht bezahlten Geldstrafe aus seiner Wohnung Verhandlung von Organisation zu Organisation, so wird der dient. Aber der, wenn auch sehr plumpe Versuch, ein wissenschaftBerufe feine Befriedigung findet, durch Reklameschreiben Geld ververhaftet und per„ grünen Bagen" auf bei Bolizeipuino Verband den erfolgreich betretenen Weg weitergehen und m mit fiches und schriftstellerisches Interesse vorzuschützen, ist ein Mißgeliefert sei. Der Verhaftete protestiere zwar dagegen und behaupte, jedem Unternehmer, der Neigung dazu zeigt, einzeln ver- brauch, der die öffentliche Kritik herausfordert. Die in der Reklamedie 50 Mark feien längst bezahlt, nur habe er die Quittung darüber handeln. notiz erwähnte Abhandlung des Dr. Weigl ist uns unbekannt, aber nicht in Händen, sondern diese werde wohl auf dem Metallarbeiterdie Umstände rechtfertigen die Vermutung, daß auch diese AbBureau sein. Da nun auf dem Polizeipräsidium von einer Be= Einen paritätischen Arbeitsnachweis für das Glasschleifergewerbe handlung nichts wie eine bezahlte Rekiame ist, in der der ärztliche zahlung der Geldstrafe nichts bekannt sei, so müsse unbedingt zu errichten, ist bekanntlich durch eine der Bestimmungen des Tarif- Titel dazu dient, das Publikum über den Zweck der Abhandlung die Ueberführung des Verhafteten nach dem Tegeler Gefängnis vertrages vereinbart worden, der Anfang vorigen Monats nach dem zu täuschen. erfolgen, falls nicht sofort die Quittung über die Einzahlung langwierigen Glasschleiferstreik zustande kam. Nun hat inzwischen der Summe vorgelegt eventuell der Betrag gezahlt werde. Auf dem die gemeinsame Kommission der Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Metallarbeiterbureau hatte man nun auch nicht gleich die Quittung Geschäftsordnungs- Entwurf für diesen Nachweis ausgearbeitet. Dieser In einigen Orten sind jetzt die Wahlen zu den Kaufmannszur Hand, wußte jedoch bestimmt, daß die 50 m. bereits am 19. No- Entwurf entspricht jedoch in einzelnen Punkten nicht den Wünschen gerichten vorgenommen worden. In Stuttgart errang dabei bember bar und richtig bezahlt waren. Alles Parlamentieren aber der Arbeiter und namentlich erscheint es ihnen unstatthaft, daß der Zentralverband einen recht erfreulichen Erfolg. Die dortige half nicht Kurz und bündig tönte es durch das Telephon von der die Arbeitsvermittelung bei Streits und Sperren, fogar Ortsgruppe ist erst vor einiger Zeit wieder ins Leben gerufen worden Stadtvoigiei zurück:„ Entweder Sie bringen sofort die Quittung, bei solchen Sperren, die von der Schlichtungs- und traute sich selbst noch nicht viel zu. Die Leiter der Gruppe oder der Mann tommt nach Tegel." Unter diesen Um- kommission verhängt sind, keine Unterbrechung erleiden traten deshalb an die vereinigten kaufmännischen Vereine mit dem ständen blieb nun nichts anderes übrig, als unter Vorbehalt schnell soll und der Arbeitsvermittler nur auf die Differenzen aufmerksam Ersuchen heran, wenigstens einen Kandidaten des Verbandes auf noch einmal die 50 M. zu zahlen, worauf der Arbeiter dann frei zu machen verpflichtet wird. Die Vertreter der Arbeitgeber in der die gemeinsame Liste zu nehmen. Dies wurde abgelehnt und der gelassen wurde. Die Retournierung der Erlösungssumme erfolgte Nachweiskommission waren jedoch nicht zu bewegen, diefe, dem Zweck Verband stellte deshalb eine eigene Liste auf. Der Erfolg war, daß dann ebenfalls, als die inzwischen gefundene Quittung auf dem des Tarifvertrages offenbar widersprechende Bestimmung abzuändern. die vereinigten kaufmännischen Vereine 631 Stimmen und 23 BeiPolizeibureau vorgelegt werden konnte. Es wirft dies polizeiliche Am Mittwoch befaßte sich, bereits zum zweitenmal, eine fizer, der Verband 181 Stimmen und 7 Beisiber erhielt. Bureaukratenstückchen ein bezeichnendes Licht auf die Ordnung, welche Versammlung der Glasschleifer, Polierer und In Pforzheim war nur eine Liste aufgestellt, an der der die zur Aufrechterhaltung derselben berufene Behörde im eigenen Beleger mit diesem Geschäftsordnungs- Entwurf. Er wurde Verband beteiligt ist. Es wählten nur 11 selbständige Kaufleute Hause hält. Längst ist die Geldstrafe bezahlt, dem betreffenden anderen nach furzer Debatte wiederum abgelehnt, und zivar und 29 Gehülfen. Ressort aber nichts davon mitgeteilt, und nun erfolgt prompt und mit starker Mehrheit. Es ist nicht unmöglich, daß infolge dieses Beschneidig die Verhaftung mit all' ihren Widerwärtigkeiten. Wie schluffes weitere Differenzen entstehen, da die Arbeitgeber der EinTeicht ließe sich doch dem„ Mangel" an Registratoren abhelfen, wenn führung des paritätischen Arbeitsnachweises seit Beginn des Streifs man einige Streitpostenjäger in die Bureaus hineinsetzte, denn deren große Bedeutung beigemessen haben, die Arbeiter aber ihren mit Tätigkeit auf der Straße ist wie ja zur Genüge aus den Gerichts- vieler Mühe errichteten eigenen Nachweis sehr ungern aufgeben und urteilen hervorgeht im Grunde genommen mindestens überflüssig. nun selbstverständlich schwer dafür zu haben sind, einen Nachweis anIn der Versammlung wurde von der Streifleitung sodann mit zuerkennen, der auch Streifbrecher vermittelt, und das sogar dann, geteilt, daß die Gewerkschaftstommission mit dem Plane wenn es sich um eine Sperre handelt, die selbst von den Vertretern umgehe, den Kindern sämtlicher Streitenden und der Arbeitgeber in der Schlichtungskommission als berechtigt anAusgesperrten sowohl in der Metall- wie auch erkannt wird. in der Holzindustrie eine außergewöhnliche gemeinsame Weihnachtsfeier zu bereiten und jedem Kinde unter 14 Jahren nach einem uns zugegangenen Privattelegramm ein Streif Geschenk zu überreichen. Dieser Gedanke ist aus dem Be- ausgebrochen. Zuzug von Metalldrückern, Klempnern, Schleifern wußtsein heraus gereift, daß jeder gewerkschaftlich organisierte und Schlossern ist fernzuhalten.- Arbeiterblätter werden um AbArbeiter es mit Freuden begrüßen wird, wenn er weiß, daß am Feste drud gebeten. der christlichen Nächstenliebe wenigstens nicht die Kinder der Streifenden und Ausgesperrten unter der Hartherzigkeit der messingenen und hölzernen Kühnemänner zu leiden haben. Die Direktoren haben jeden Einigungsversuch, auch den des Abgeordneten Die Aussperrung der Wiener Kohlenarbeiter dauert fort. Die Vertrauensleute der Arbeiter wurden bereits angewiesen, eine Auf- Genossen Dr. Ellenbogen abgelehnt. Es ist ihnen leider gelungen, stellung über die Zahl der in Betracht kommenden Kinder vorzu- 222 Mann als Ersatz für die 360 Ausgesperrten zu erhalten. Die Lebhaften Beifall erwedte schließlich die Mitteilung Cohens, ihren ausgesperrten Arbeitsbrüdern weder an Kraft, noch an GeEingestellten sind durch lange Arbeitszeit entfräftete Leute, welche Der Rat zu Dresden. Stadtbauamt A. daß der Metallarbeiter- Berband eine Jubiläumsnummer heraus wundheit gleichkommen, so daß sie den Unternehmern schließlich mehr Köppen. gegeben hat, die dem Anwachsen der Organisation auf 200 000 Mit- Kosten verursachen, als ihre früheren Arbeiter an Lohn verlangten. des Rates ihre Erpresserabsicht bereitelt. Sie werden wohl nun eine Die Antisemiten werden schreien; wird doch durch diese Haltung glieder gewidmet ist. ſt. Seine Ausführungen schloß er mit dem Be Leider sind auch die Ausgesperrten nicht organisiert, so daß kein merken, daß keine Worte besser auf den gegenwärtigen Stampf in Mittel zur Unterstützung vorhanden war und auch sonst die SchwierigAbänderung der Arbeitsordnung fordern. der Gelbmetall- Industrie passen, wie das nachstehende Motto diefer feiten wuchsen. Eine mit 30 000 Unterschriften versehene Petition um Era Jubiläumsnummer: nehmen. Deutfches Reich. Auch in Wandsbed war die Beteiligung äußerst schwach. Die einzige Liste war von den Deutschnationalen aufgestellt. " ein passendes... In der Fahrradlaternenfabrik von Lohmann zu Bielefeld ist diesem zur weiteren Erledigung an die unterzeichnete Geschäftsstelle Wir stehn im Feld, hoch wehen unsere Fahnen, Ein Heer von zweimalhunderttausend Mann; So schreiten wir die selbstgewählten Bahnen, So fünden wir der Knechtschaft Fehde an. Wo Mammonspriester hart das Volk bedrücken, Entfalten wir zum Kampfe das Banier; Sobrechen wir der Kühnemänner Tüden, Wie einst dem Zuchthauskurse trotten wir. wir Die Aussperrung der Tischler. Husland. Den städtischen Arbeitern in Dresden ist bekanntlich durch die Arbeitsordnung die Zugehörigkeit zum Konsumverein verboten. Das war von einer Abteilung des Rates ganz im Sinne der antisemitischen Urheber dieser Arbeitsordnung, die ja damit nur die Bereicherung ihres Krämeranhanges bezwecken, so ausgelegt worden, daß auch die Frauen dieser Arbeiter nicht Mitglied des Konsumvereins sein dürften. Auf eine Beschwerde des Konsumvereins an den Oberbürgermeister ist nun dieser Bescheid ergangen: Auf Ihre an den Herrn Oberbürgermeister gerichtete, von abgegebene Anfrage vom 3. November teilen wir Ihnen zugleich für die übrigen Mitunterzeichner derselben mit, daß das seitens einer städtischen Geschäftsstelle an ständige Arbeiter gerichtete Verlangen zur Abgabe einer schriftlichen Erklärung des Inhalts, daß auch die durch Ratsbeschluß als nicht gerechtfertigt erachtet worden ist. Die Ehefrauen solcher Arbeiter ihre Mitgliedschaft an Konsumvereinen aufgekündigt haben und endgültig aus letzteren ausscheiden werden. Bestimmung in§ 16 der Allgemeinen Arbeiterordnung ist also auf Ehefrauen ständiger Arbeiter nicht anwendbar. Die Steinhauer- Aussperrung in Bohuslän. Nachdem die Steinrichtung einer allgemeinen Orts Krantentasse in hauer an der Westküste Schwedens nun seit sieben Monaten aus- Nürnberg ging am Mittwoch an die mittelfränkische Kreisgesperrt sind, ist es endlich gelungen, einen Tarifvertrag aufzustellen, regierung ab. Die Unterzeichner find Mitglieder der Nürnberger dem sowohl die Vertreter der Arbeitgeber als auch die der Arbeiter Gemeinde Krankenkasse. Bekanntlich wird seit länger als einem zustimmten. Die Verhandlungen, die dazu führten, fanden Anfang Jahrzehnt von den Arbeitern Nürnbergs die Errichtung einer alldieser Woche in Uddevalla unter Vorsitz des Bürgermeisters dieses gemeinen Drts- Strankenkasse verlangt, welche Forderung von den Ortes statt. Die Ausgesperrten werden jetzt durch Urabstimmung freifinnigen Stadtvätern stets unter nichtigen Vorwänden abgelehnt über die endgültige Annahme des Tarifs beschließen. Voraussichtlich wurde, weil man den Arbeitern keine Rechte über ihre StrantenDeshalb wurde die Sache nun in wird die Arbeit am nächsten Montag wieder aufgenommen. Es versicherung zugestehen will. muß jedoch vorher noch ein Uebereinkommen für zwei mit in den dieser Weise gemacht und die Regierung ersucht, den Magistrat zu Lohnfampf veriidelte Nebenbranchen getroffen werden, worüber verpflichten, daß er bis zum 1. April 1905 eine allgemeine Drts Krankenkasse zu errichten habe. zurzeit noch verhandelt wird. Soziales. Ein Produkt ärztlicher Standeswürde. Wir erhalten die folgende Zuschrift, die wahrscheinlich auch anderen Redaktionen zugegangen ist: München, den 28. November 1904. Reichenbachstr. 5. Sehr geehrte Redaktion! Sowohl durch Vorträge, als auch schriftstellerisch, bin ich für die Förderung der Gesundheitspflege schon seit einer langen Reihe von Jahren tätig. bon Jahren tätig. Gestern ist dem Holzarbeiter- Verband fein Ausgesperrter gemeldet worden. Das ist das erste Mal während des ganzen Stampfes, daß auch nicht ein Arbeiter an einem Tage ausgesperrt wurde. Man kann nun wohl ohne Zweifel annehmen, daß die Aussperrung in rapider Abwärtsbewegung begriffen ist. Nicht sowohl deshalb, weil gestern fein Arbeiter ausgesperrt wurde bas kann eine zufällige Erscheinung sein sondern vielmehr aus dem Grunde, weil sich die Zahl der Arbeitgeber, die die von ihnen Ausgesperrten wieder einstellen möchten, von Tag zu Tag mehrt. Meistens gestaltet sich die Sache so, daß die betreffenden Meister sich an den einen oder anderen der Ausgesperrten wenden, um einen Teil der Ausgesperrten wieder einzustellen. Wenn dann jemand von der Leitung des Holzarbeiter- Verbandes erscheint und die Erklärung fordert, daß der Meister die Aussperrung zurüdnimmt und alle Es ist auch nicht zu verkennen, daß in dieser Richtung in Ausgesperrten einstellt, wird diese Erklärung mit Rücksicht auf die Deutschland eine erfreuliche Bewegung eingetreten ist, die zu unterFreie Vereinigung der Holzindustriellen verweigert und die Folge davon ist, daß keiner der Ausgesperrten oder Streikenden die Arbeit stüßen in erster Linie wohl die Presse berufen sein dürfte. Ich erlaube mir deshalb, mit der Bitte an Sie heranzutreten, aufnimmt. So ging es den Tischlermeistern Unger, Frankfurter diese meine Bestrebungen zu unterſtüßen und Ihnen beifolgend einen Allee, Schwarz, Urbanstraße, Prächtel, Ruge, Kochhann- allgemein verständlichen Artikel zu Ihrer freien Verfügung zu überstraße. Diese wollten wohl einzelne Ausgesperrte wieder einstellen, senden. Erwünscht wäre mir nur die Zusendung jener Nummer, in aber nicht die geforderte Erklärung abgeben, deshalb nahm niemand der Sie meine Abhandlung zum Abdruck bringen werden, wofür ich die Arbeit auf. Die Tischlermeister Moda, Stallschreiberstraße, Ihnen schon zum voraus meinen verbindlichsten Dank aussprechen Krause, Rigdorf, und Kurzner, Reichenbergerstraße, haben die Erklärung, nicht mehr auszusperren, abgegeben und sämtliche Ausgesperrten wieder eingestellt. möchte. Der Bautischlermeister Tragel, dessen Gesellen die Aussperrung mit der Arbeitsniederlegung beantwortet haben, sucht sich dadurch zu der helfen, daß er seine angefangenen Arbeiten in der Weißenseer Holzbearbeitungs- Fabrit und Bautischlerei anfertigen läßt, wo fast nur unorganisierte Arbeiter beschäftigt sind. Mit vorzüglicher Hochachtung Dr. med. J. Weigt. Das beigegebene Erzeugnis der schriftstellerischen Förderung Gesundheitspflege lautet wörtlich: Was sollen wir frühstücken? Hiezu wird uns von befreundeter Seite geschrieben: Diese Frage wird in vielen Familien mit Beginn der falten Jahreszeit wieder lebhaft erörtert, bildet sie ja für jede denkende Eine Korrespondenz, die Informationen aus Unternehmer- Hausfrau, die um das leibliche Wohl ihrer Angehörigen besorgt ist, freisen bezieht, bringt folgende Auslassungen, die bedenklich den Gegenstand ernstester Ueberlegung! Wenn man auch die Milch nach einem Versuchsballon aussehen: als ein sehr zweckmäßiges Frühstücksgetränke ansprechen kann, so ist Unter diesen Umständen wäre es nun an der Zeit, Frieden es doch eine allgemeine Erfahrung der Eltern, Aerzte und Erzieher, zu schließen. Die Arbeitgeber sind dazu bereit, wenn die Ge- leine Erfahrung an jedem Familientisch, daß die Milch für sich allein Bratflundern ( Kleine Scholle) pro Pfd. 17-20 Pf., 3 Pfd. 50 Pf., 6 Pfd. 90 Pf. Cabliau, ohne Kopf Pfd. 30-33 P , im Anschn. ,, 35 Pf. ( zum Kochen und Braten). " Aus der Frauenbewegung. Ernestine Schloffer. In 3 widau starb vor einigen Tagen die Parteigenössin Ernestine Schlosser. Namentlich unter dem Sozialistengesetz hat unsere Genossin, wie das„ Sächsische Volksblatt" schreibt, der Partei unschätzbare Dienste geleistet. Sie war auf den gefahrvollsten Bosten gestellt: 3hr lag die Pflicht ob, den in Deutschland verbotenen Sozialdemokrat" unter den Zwidauer Genossen zu verbreiten. Mit großer Umficht und Geschicklichkeit hat sie die ihr aufgetragene Pflicht erfüllt. Troßdem die Häscher ihr stets auf den Fersen waren, wußte fie jeder Verfolgung zu ditgehen. Nur einmal, als eine Haus suchung in der Wohnung Schloffers nach verbotenen Schriften vorgenommen wurde, hatte sie noch ein Exemplar in der Behausung. Schnell entschlossen verbarg sie das Blatt unter ihren Kleidern, um es vor den Augen der polizeilichen Späher zu verbergen. Doch einer der Polizisten nahm an der Frau eine körperliche Untersuchung vor und nahm ihr das Blatt vom bloßen Leibe weg. Aus Scham über die ihr zuteil gewordene schmachvolle Behandlung und um den vermeintlichen Vorwürfen ihres früh vom Schachte heimkehrenden Gatten zu entgehen, beschloß sie, aus dem Leben zu scheiden. Nur mit dem Notdürftigsten bekleidet, lief sie nachts aus ihrer Wohnung, um sich in dem nahen Mühlgraben zu ertränken. In dem eisigfalten Wasser befielen die unglückliche Frau Geburtswehen; sie rettete sich wieder ans Ufer und gab einem Knaben das Leben. Die in dem nahen Anstaltsgarten patrouillierende Schildwache fand sie hier, das neugeborene Kind in den Armen haltend. Lange Zeit bedurfte sie, um die ihr angetane Schmach zu überwinden. Auch in den späteren ruhigen Jahren war sie eine allezeit hülfsbereite, opferfreudige Genoffin. Eine Frau, die so für die Partei gelitten und gestritten hat, ist es wert, daß ihr Name in der Parteigeschichte einen Ehrenplatz erhält. Ihr Andenken wird allezeit in Ehren gehalten werden. Alle Fischarten find infolge großer Fänge soeben in großen Mengen eingetroffen. Die mannigfachen Zubereitungen sind aus dem umfangreichen Seefisch- Kochbuch, das jeder Käufer gratis erhält, ersichtlich. Ein Versuch mit diesen äußerst schmackhaften Fischen ist jeder Hausfrau zu empfehlen. " Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft Nordsee" " Filiale: Berlin C. 2, Bahnhof Börse, Bogen 8-10. Prinzenstrasse 30, ( am Moritzplatz) Verkaufs- Niederlagen: Madaistrasse 22, Landsbergerstrasse 52-53 ( im Schlesischen Bahnhof).( der Kurzenstr. gegenüber) Schellfisch, Seelachs, Muscheln, Scholle, Rotzungen, Goldbarsch, Roche, Heilbutt, Tarbutt, Steinbutt, Seezungen, Branzini, lebende Hummer, Ia. holländer Austern, Zander, Silberlachs, Lachs- Schellfisch ( Haddock), Stockfisch etc. etc. ebenfalls sehr billig. mod Warenhaus Hermann Levy bisher Carl Goldstein Nachf. 59. Brunnen- Straße 59, 5 Minuten vom Bahnhof Gesundbrunnen. Die Ecke Stralsunder- Straße. 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Berliner Partei- Angelegenbeiten. beantragte, die Forderung der Beschwerdeführer auf Rückerstattung sind in den letzten zehn Jahren rund ein Fünftel eingegangen, aber Die zur Vorberatung der Beschwerde eingesetzte Subtommission Schulen. Von den privaten höheren Mädchenschulen Berlins der gezahlten und teils zwangsweise von ihnen eingezogenen Extra- die Gesamtzahl der Schülerinnen dieser Schulen ist, wenn von den Schöneberg. Morgen, Sonnabend, veranstaltet der Wahlverein beiträge abzulehnen, der Tischlerimmung aber aufzugeben, den Schwankungen einzelner Jahre abgesehen wird, dieselbe geblieben. im Obst schen Saale, Meiningerstraße 8, ein Vereins- Arbeitsnachweis derart umzugestalten, daß er Im Schuljahre 1893/94 bestanden hier noch 49 private höhere vergnügen. Das Komitee hat alles aufgeboten, um den Mit- nur von Mitgliedern dieser Innung benutzt und Mädchenschulen, doch war ihre Schülerinnenzahl nur 11,578, jie war gliedern und deren Angehörigen einen genußreichen Abend zu ver- unterhalten wird. Dieser Antrag wurde vom Plenum an- also nicht größer als diejenige der heute bestehenden 40 Schulen. schaffen. Entree nach Belieben. Tanz frei. Zutritt ist nur gegen genommen. Das ist um so bemerkenswerter, da die öffentlichen höheren Borzeigung des Mitgliedsbuches gestattet. Es wird Mit der Teilung der ersten Handwerkerschule er- Mädchenschulen Berlins in demselben Jahrzehnt einen Rüdgang eine rege Beteiligung erwartet. flärte fich die Deputation einverstanden. Diese Teilung ist in der ihrer Schülerinnenzahl gehabt haben. Die 8 öffentlichen Schulen Beise gedacht, daß eine Abteilung unter der Bezeichnung Fach- wurden im Schuljahr 1893/94 noch von 5390 Schülerinnen besucht trennt und unter Zeitung eines eigenen Direktors gestellt werden soll. famtzahl ihrer Schülerinnen hat sich also in den lekten zehn Jahren schule für Elektrotechnik" von der Handwerkerschule ge-( die 2 föniglichen von 1020, die 6 städtischen von 4370), die Geschule wurde der Tischlermeister Friedrichsen, Mitinhaber der Firma Bum Mitgliede des Kuratoriums der Berliner Tischler- um rund 200 vermindert. Kimbel u. Friedrichsen, gewählt. Charlottenburg. Am Sonntag nachmittags um 4 Uhr findet im Boltshause, Rosinenſtr. 3, eine Volksversammlung statt, in welcher die Genoffin Frau Dr. David einen Vortrag über „ Lebensmittelverteuerung und gemeinsamen Wareneinkauf" halten wird. Nach der Versammlung findet geselliges Beisammensein mit Tanz statt. Hohen- Neuendorf. Sonntag nachmittag 4 Uhr findet bei Kleesen Zum schwarzen Adler") eine öffentliche Versammlung des Wahlvereins statt. Vortrag des Genossen Kauf über„ Die biblische Weltschöpfung". Johannisthal. Sonnabend ist bei Rau, Parkstr. 12, Versammlung des Wahlvereins. Genosse Mieth te spricht über das Thema: „ Die moderne Arbeiterbewegung und der Alkohol". Lokales. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. " " --All of mur Straßen- Buddelei. Der Magistrat hat jeßt eine Zusammenstellung der von den Organen der örtlichen Straßenbau- PolizeiDas Schlacht- und Vichhof- Kuratorium hielt am Mittwoch eine verwaltung, Abt. I, zu beachtenden Bestimmungen" drucken und an Sizung ab, in welcher der neue Etat zur Beratung stand. Bon die zuständigen Beamten verteilen lassen. Das 56 Seiten umfassende uebergabe des Etats an die Mitglieder des Kuratoriums. Eine schriften kodifiziert, welche die Stadt- Bauinspektionen( aus Anlaß sozialdemokratischer Seite erging zuerst ein Protest gegen die späte Werfchen enthält in übersichtlicher Anordnung die sämtlichen Voreingehende Prüfung ist den Mitgliedern unmöglich gemacht und von Hochbauten, Bürgersteig- und Straßen- Regulierungen, Entdamit natürlich auch eine ordmungsmäßige Beratung. Die Wahrheit wässerung usw.) angehen; es bringt ferner die Bestimmungen betreffs dieser Kritik zeigte sich denn auch bei der Eile, mit welcher der Feststellung des Bebauungsplanes( Pflasterkonsense, BorgartenEtat, auf den der Herr Kämmerer schon mit verzeichnis usw.) und erläutert schließlich auch die Aufgaben der Schmerzen wartet", durchgepeitscht wurde. Sogar die Bitte Plantammer, des Vermessungsamtes, der Oberaufseher und Aufseher der Handwerker um eine Lohnzulage fiel fang- und klanglos unter der Straßenreinigung usw. Als erfreulich begrüßen wir die für den Tisch, nachdem Genosse, Hoffmann diese und die Arbeiter- Prüfung der Bauprojekte und die ewige Bub de lei" gegebenen frage angeschnitten hatte. Hierbei gelang es wenigstens, ein Borschriften. Die Frist zur Erledigung der Bausachen soll nun Unrecht gut zu machen. Vor Jahren wurde der neunstündige fünf Tage betragen und in besonderen Fällen sollen die Arbeitstag auf dem Schlacht- und Viehhof eingeführt, aber dann Hinderungsgründe angegeben und zugleich angezeigt werden, bis Auf der Tribüne war gestern das kaufmännische Element start d. h. statt 3 M. 50 Pf. nur 3 M. 15 Pf. ausgezahlt und Kontrolle der genehmigten Bauten seitens der Bauinspektionen die wurde bei der Lohnzahlung die Stunde gekürzt, wann die Erledigung voraussichtlich erfolgen wird. Ebenso hat bei vertreten. Die ungemein reichhaltige Tagesordnung enthielt unter den Arbeitern Gelegenheit gegeben, durch Ueberstunden sich zurückgabe der Bauscheine binnen acht Tagen zu erfolgen. Auch anderem zwei Beratungsgegenstände, die für die Kaufmanns- das abgezogene Geld wieder herauszuarbeiten. Man hatte also auf den Eigentümern sind kurze Präflusivfristen für Regulierungs- oder welt für die Geschäftsinhaber wie für die Gehülfenschaft Hintertüren den zehnstündigen Arbeitstag wieder, ja, sogar den elf- Reparaturarbeiten usw. zu stellen, besonders dann, wenn die Wegvon großer Bedeutung sind: das Ortsstatut über die Er- stündigen Arbeitstag eingeführt. Nach teilweise heftigen Debatten famkeit" der Straße irgendwie beeinträchtigt erscheint. Hier sind weiterung der Sonntagsruhe und das Ortsstatut über sollte nun der Lohn von 3,15 M. pro Tag auf 3,25 M. erhöht Fristen von vier und fünf Tagen vorgesehen und der Verkehr Meldedie Errichtung eines Kaufmannsgerichtes. Die werden; diese Zulage von 10 Bf. zu dem zu Unrecht um 35 f. ge- settel". Für die„ Buddelei", welche bei Rohr- und Kabelverlegung werden, also eigentlich der Lohn von 3,50 M. um 25 Pf. gekürzt mit der Zentrale geschieht durch besondere Boten" und Erörterung dieser beiden Fragen nahm fast allein die ganze Sibung fürzten Lohn sollte dadurch mehr als illuforisch gemacht werden, daß leider zu oft erforderlich wird, wird die„ tumlichste Be= in Anspruch und hielt die Stadtverordneten bis in die elfte Stunde die bisher auch am arbeitsfreien Sonntag gezahlte kleine Ent- fchleunigung" zur Pflicht gemacht. Lite St Die Arbeiten sollen zusammen. fchädigung fortfallen sollte. Das war denn selbst einem Stadtrat zu unbeschadet sorgfältigster Beachtung der gegebenen Vorschriften Das Ortsstatut über die Erweiterung der Sonn- viel, und schließlich wurde wenigstens erreicht, daß der schon in unmittelbarer Aufeinanderfolge ausgeführt werden. Während tagsruhe wurde nach den Vorschlägen des Ausschusses, dem es vor Jahren festgesezte Tagelohn von 3 M. 50 Pf. jezt wirklich im der Zeit vom 15. November bis 15. März jeden Jahres soll der Aufzur Vorberatung überwiesen worden war, angenommen. Eine neuen Etatjahre gezahlt werden soll. Für den Sonntag soll aber bruch von Straßenpflaster nur stattfinden, wenn die Aufrechtgroße Tat bedeutet es nicht. Die sozialdemokratische Fraktion hat nur denen etwas gezahlt werden, die Sonntagsarbeit verrichten. erhaltung des Betriebes solches erheischt", nicht aber zu Neu- oder im Ausschuß versucht, eine möglichst weitgehende Einschränkung der Dagegen sollen Feiertage, welche auf einen Wochentag fallen, Erweiterungsbauten. Alle diese Vorschriften sind sehr gut und heilSonntagsarbeit durchzusehen, aber die Mühe war vergeblich. Gestern mann festgestellt hatte, daß beispielsweise in der Woche des Buß- Die Landes- Versicherungsanstalt Berlin wird sich demnächst mit fünftig voll bezahlt werden. Dies wurde erreicht, nachdem Hoff sam, hoffen wir, daß nach ihnen auch verfahren werde. wurde der Versuch noch einmal wiederholt leider nur mit dem- tages Löhne von 18 Mart 16 Bf. nach Abzug des Kranken- und der Fürsorge für Lupus Kranke beschäftigen. Auf ihre Verselben Mißerfolg. Selbst die linksstehenden Gruppen der frei- Invalidengeldes an städtische Arbeiter auf dem Schlacht- und Viehhof anlassung hat die Zentralfommission der Stranfenfaffen eine Umfrage finnigen Mehrheit erklärten, daß fie 3 unächst nichs Weiter ausbezahlt wurden. Wenn man bedenkt, daß es Provinzstädte an an die Berliner Kassenärzte über die Verbreitung des Lupus unter gehendes wollen" und„ vorläufig sich mit dem begnügen, was der äußersten Wasserkante Deutschlands giebt, die als geringsten der Berliner Arbeiterbevölkerung erlassen. Der Vorsitzende der sie kriegen können". Genosse Singer sprach die Befürchtung aus, Lohn ihren städtischen Arbeitern 3 M. 50 Pf. zahlen, so war die Landes- Versicherungsanstalt Dr. Freund weilte dieser Tage in daß leider wohl auf lange Zeit hinaus nichts Weitergehendes" zu Forderung Des Arbeiterausschusses, die Genoffe Hoffmann Kopenhagen, um das Finsen Heilverfahren und die hierfür in haben sein wird. Er spottete über diese Bescheidenheit, die sich bertrat. als Anfangslohn 4 M. zu setzen, gewiß eine Betracht kommenden Berwaltungs- und technischen Fragen zu allemal dann zeigt, wenn die Langsamkeit und Lässigkeit der an Bescheidenheit nichts zu wünschen übrig ließ, 3,25 M. Tage- fommen die Einrichtung einer Finsen- Abteilung in den Beelizer bescheidene. Selbst ein Antrag des Stadtverordneten Goldschmidt, studieren. Für die Landes- Versicherungsanstalt Berlin wird in Frage freifinnig fommunaler Sozialpolitiker bemäntelt lohn und den Sonntag mitzuzahlen, fand keine Gnade. Ersterer Heilstätten bezw, die Einrichtung einer ambulatorischen Behandlung werden soll. Als Singer die Halbheit geißelte, an der all ihre Be- Antrag wurde mit allen gegen die Stimme Hoffmanns abgelehnt, in Berlin selbst. Bezüglich der letzteren Einrichtung dürfte die Ausschlüffe franken, rief Stadtv. Sa ch 3 dazwischen: Montag auch für den zweiten traten nur Goldschmidt und Hoffmann ein, legterer führung im Einvernehmen mit den staatlichen und städtischen Benoch, Montag auch noch!" Diefer Hohn kennzeichnet den Unmut mit dem Zusatz, 3,50 M. zu zahlen. Der Antrag, das Gehalt der hörden versucht werden. der Mehrheit und die Widerwilligkeit, mit der sie sich zu der winzigen Pförtner dem der Markthallen- Bortiers gleichzustellen, wurde trot Erweiterung der Sonntagsruhe bequemt. Die Debatte endete mit wärmster Befürtwortung des Stadtrats Heller mit allen gegen drei einer Pauke gegen die Sozialdemokraie, die der Stadtv. Sonnen- Stimmen abgelehnt, und der Etat schließlich im ganzen angenommen. feld( Alte Linke) sich leisten zu sollen glaubte. Herr Sonnenfeld schalt, die Sozialdemokratie gehe nur darauf aus, dem Volke alle „ Errungenschaften" hier unterbrach ihn Gelächter zu berefeln. Ginger erwiderte fühl, das Urteil hierüber dürfe man dem Volke selber überlassen, das dem Freifinn erst kürzlich wieder eine NiederTage bereitet habe. " " = Der Marine Offizier als Schuldner. Im Hause Ritterftraße 71 herrscht zurzeit eine gewisse Aufregung. Man glaubt, daß dort die Metallwarenfabrik von Hugo Ruben in Aus der Charité ins Waisenhaus. Vor einiger Zeit meldeten ihrem Lagerfeller einen gefährlichen Explosionstörper wir, daß die Charité ein ihr übergebenes Kind eines Tischlers J. aufbewahrt hält, der großes Unheil anrichten könnte. Tatsächlich unter eigenartigen Umständen an das Waisenhaus abgeschoben hatte. hat auf Veranlassung des Herrn Ruben am Mittwoch ein OberDer vom Vater unternommene Versuch, das Vorkommnis in allen Feuerwehrmann nebst einigen Polizisten die ominöse Bombe beEinzelheiten aufzuklären, mißlang leider, weil die um Auskunft er- fichtigt, doch wagte sich niemand an sie heran. Es wurde vielmehr fuchte Charité- Direktion sich nicht dazu herbeiließ, ausführlich und polizeilicherseits angeordnet, daß im Laufe des heutigen Tages Fachdeutlich genug zu antworten. Rach unseren eigenen Ermittelungen leute von der Oberfeuerwerkerschule in der Lehrterstraße die Das Ortsstatut über die Errichtung eines aufwäre der Hergang der gewesen, daß man in der Charite das Kind Bombe besichtigen und gegebenenfalls unschädlich machen sollten. mannsgerichtes, mit dem sich die Versammlung in erster als geheilt ansah und den Water wiederholt zur Abholung auf- So gruselig der Vorfall erscheint, er dürfte jedoch eine Lesung zu beschäftigen hatte, wurde einem Ausschuß zur Vor- forderte, daß aber der Vater wiederholt in persönlicher Unterredung harmlose Aufklärung finden. In den Fabrikräumen von Ruben beratung überwiesen. Auch hier lief die Debatte aus in einen darum bat, man möge das Kind einstweilen noch weiter in der war bis vor einigen Monaten ein früherer Marine Offizier heftigen Zusammenstoß zwischen Freifinn und Sozialdemo- Charité behalten. Man unterließ es, den Vater hinreichend darüber tätig, der für eigene Rechnung elektrische Apparate anfertigte. Vom fratie, weil ein sozialdemokratischer Redner es" gewagt" zu belehren, daß ein geheiltes Kind nicht länger im Krankenhause Geschäftsinhaber Ruben wurde ihm ein erheblicher Geldbetrag gehatte, den Unterschied zwischen freisinniger und sozialdemokratischer bleiben darf, und eines schönen Tages wurde dann das Kind dem liehen. Der ehemalige Offizier hatte aus früherer Zeit noch Sozialpolitik fräftig zu betonen. Die Redner der freisinnigen Waisenhause überwiesen, ohne daß der Vater mancherlei finanzielle Verpflichtungen zu erledigen und sah deshalb Gruppen begrüßten das werdende Kaufmannsgericht sämtlich mit hatte. Herr J. versicherte uns, erst bei seinem nächsten Besuch in der blieb er plötzlich aus dem Geschäft fort, was anfangs nicht weiter borher von dieser Maßregel Renntnis erhalten den Gerichtsvollzieher als häufigen Gast bei sich. Ende September Wohlwollen", mit Befriedigung" usw., doch unterschieden sie sich Charité habe er erfahren, daß man sein Kind habe fortbringen auffiel, weil man toußte, daß er fräuflich war. Als er aber auch in ihrer Stellungnahme zu einzelnen Fragen der Organisation. Die müssen. Inzwischen hatte aber das Bureau des Waisenhauses da s im Oftober nichts wieder von sich hören ließ, beantragte Herr Ruben Herren Rosenow und UIIstein( Neue Linke" und Sozial- geheilte" kind sofort nach dem Waisenlazarett den zwangsweisen Verkauf der von seinem Schuldner hergestellten Fortschrittler") billigten die Angliederung an das Getverbegericht, hinausgeschidt, und als der Vater es von dort zurückholen Fabritate. Die Versteigerung erfolgte, doch wagte der Gerichtsvollzieher während Herr Bamberg( Alte Linte") diesen Gedanken be- wollte, um es in Privatpflege zu bringen, bezeichnete man es ihm nicht, einen bombenähnlichen, in einer Stifte liegenden zylinder fämpfte. Unser Genosse Liebknecht führte die Abneigung gegen als schwer krank" und gab es nur sehr wider Willen heraus. förmigen Körper unter den Hammer zu bringen. Der Gegenstand den Angliederungsplan zurück auf Furcht vor dem sozialen einmal zurück, weil der Vater uns mitteilt, daß ihm jetzt von der langen Zylinder herauslugende Fäden sahen Zündschnüren sehr ähn Wir kommen heute auf die merkwürdige Angelegenheit noch erschien ihm nicht recht geheuer. Zwei aus dem bombenartigen fußGeist der Gewerbegerichte, der dem wirtschaftlich Waisenverwaltung auch noch eine Rechnung über die sto sten des lich. Der Gerichtsvollzieher ließ den Gegenstand wieder nach dem Schwachen wenigstens einen fleinen Rückhalt gewährt. Er trug so Transportes und der Verpflegung des Kindes präsentiert worden Keller schaffen, wo er bisher liegen blieb. Nun sollen Oberfeuerdann eine Reihe von Wünschen vor, die sich bezogen auf das Wahl- ist. Wie wär's, wenn der Vater sich weigerte, die von ihm gar nicht werker die Bombe unschädlich machen oder wenigstens ergründen, berfahren( Sonntag als Wahltag, Sicherung des Wahlgeheimnisses), beanspruchte Waisenhauspflege des Kindes zu bezahlen? Er sollte es welche Bewandnis es mit ihr hat. Merkwürdig erscheint nur, daß auf die Gebührenfreiheit, die Höhe der Vergütung für die Beifizer, einmal darauf ankommen lassen. Vielleicht erreicht er dann man sich nicht sofort an den noch in Berlin lebenden ehemaligen die Zuziehung von Frauen. Ein paar starke Ausbrücke, die Lieb- wenigstens das eine, daß völlig aufgeklärt wird, wie es möglich war, Offizier, deffen jetzige Wohnung allerdings Herr Ruben nicht kennt, Inecht zur Kennzeichnung der Mängel des vom Magistrat vorgelegten daß das Kind unter so eigenartigen Umständen ans Waisenhaus ab- gewandt hat, um Aufschluß über den Fund zu erhalten. Vielleicht Statuts gebraucht hatte, veranlaßten Herrn Oberbürgermeister geschoben wurde. handelt es sich hier lediglich um ein Trockenelement einer elektrischen Kirschner, in höhnendem Tone zu antworten. Liebknecht repliBatterie. zierte scharf, aber im letzten Augenblicke sprang noch Herr Cassel ein und sicherte dem Freisinn für diesmal das letzte Wort. Das Statut wird nun zunächst einen Ausschuß zu passieren haben. Wird es in nennenswert veränderter Gestalt aus ihm hervorgehen? " Die Elternfreuden werden in Berlin den Vätern am häufigsten etwa im 25.- 40. Lebensjahre, den Müttern am häufigsten etwa im Liebesdrama im Hotel. In einem Hotel in der Mittelstraße 20.- 35. Lebensjahre zu teil. Die Grenzen liegen aber bekanntlich fehrte Mittwoch abend um 8 Uhr ein Paar ein, das sich Kaufmann viel weiter, nach oben hin und auch nach unten. Die äußersten Neumann und Frau aus Jauer nannte. Die angeblichen Eheleute Grenzen nach beiden Richtungen liegen sogar so weit, daß man es aßen zu Abend und suchten dann bald ihr Zimmer auf. Gestern fast nicht glauben möchte, wenn nicht die Statistik auf Grund der morgen furz nach 7 Uhr hörten Angestellte des Hotels ein schweres Standesamtslisten den Beweis dafür erbrächte. Unter den Vätern Stöhnen. Sie holten unverzüglich die Polizei, die durch einen Die Gewerbebeputation des Magiftrats beschäftigte sich in ihrer der hier im Jahre 1903 ehelich geborenen Kinder waren einige, die Schlosser die verschlossene und verriegelte Tür öffnen ließ. Man Sigung am Mittwochabend mit der Festsetzung des Etat bei der Geburt ihres Sprößlings noch nicht einmal das 20. Lebens- fand das Paar bewußtlos auf dem Sofa fißen. Auf dem Tische stand entwurfs für das gewerbliche Unterrichtswesen jahr vollendet hatten. 6 Väter hatten es erst auf 19 Jahre gebracht, eine Flasche mit einem Rest von Lysol. Daneben lag ein Zettel, auf für das Etatsjahr 1905. Der Etat schließt mit einer Ausgabe von 1 Vater sogar erst auf 18 Jahre. Das Gegenstück bildete eine recht dem der Mann bat, beide Leichen nach seiner Wohnung in der 962 453 W., welcher eine Einnahme von 337 994 M. gegenübersteht. stattliche Zahl von Ehemännern, die vor der Schwelle des Greisen- Lausigerstraße 12 bringen zu lassen. Da die Lebensmüden noch nicht Es hat demnach die Stadt- Hauptkasse einen Zuschuß von 624 459 M. alters standen oder sie sogar schon überschritten hatten und in so hohem tot waren, brachte man beide nach einem Krankenhause. Die Ers zu leisten; das sind 1408 m. weniger als im Vorjahre. Alter noch Vaterfreuden genießen durften. 155 Väter waren mehr oder mittelungen ergaben, daß man es mit dem 22 Jahre alten HandIn der Nadlerei der Firma C. Lerm u. Gebr. weniger weit über ihren 55. Geburtstag hinaus. Alterspräsident lungsgehülfen Richard Neumann von hier und seiner Braut, der Ladewig, Elisabethstr. 60, werden 16( nach anderen Angaben 18) war ein Mann von 76( sechsundsiebzig) Jahren, den seine 41jährige 20 Jahre alten Kaufmannstochter Frieda Berlin aus Jauer zu Lehrlinge gehalten. Hiergegen ist auf Grund der Bestimmungen Ehefrau mit einem Töchterchen beschenkte. Unter den Müttern der tun hat. des§ 128 der Gewerbe- Ordnung Beschwerde erhoben worden. Die ehelich geborenen Kinder des Jahres 1903 hatten 91 bereits das Getverbedeputation hielt diese Beschwerde für gerechtfertigt und be- 45. Lebensjahr vollendet. Die beiden ältesten davon brachten noch Ein Landgerichtsrat verschwunden. Im Kriminalgerichtsgebäude schloß, den Firmeninhabern aufzugeben, die Zahl ihrer Nadler- nach Vollendung des 49. Lebensjahres ein Kind zur Welt. Sie macht das Verschwinden des Landgerichtsrats Hoffmann AufLehrlinge auf 8 zu beschränken. wurden aber noch übertroffen von einer außerehelichen Mutter, die fehen, da man über seinen Verbleib noch völlig im Untlaren ist. Hierauf wurde wiederum über die Beschwerde der Tischler- noch im Alter von 51 Jahren gebar. Gegenstück zu diesen Müttern Landgerichtsrat Hoffmann war längere Zeit Beisiger der siebenten meister Peege und Genoffen, wegen Heranziehung zu Extra- find die jungen Ehefrauen, die bereits. Mutter wurden, ehe sie noch Strafkammer. Als diese vorgestern ihre regelmäßige Sigung abbeiträgen für die Tischlerinnung behujs Deckung der recht den Kinderschuhen entwvachsen waren. 17 Mütter hatten bei halten wollte, wartete das Kollegium vergeblich auf das Erscheinen durch den Arbeitsnachweis entstandenen Untoften, verhandelt. der Geburt ihres Kindes erst das 16. Lebensjahr vollendet, eine des sonst pünktlichen Richters, und der Vorsitzende entsandte deshalb Die Beschwerdeführer bestreiten der Innung das Recht, für den Mutter sogar erst das 15. Jahr. Zieht man auch die außerehelichen einen Boten nach der in der Wilhelmshavenerstraße gelegenen Arbeitsnachweis von den Innungsmitgliedern Extrabeiträge zu Mütter in Betracht, so reicht die Grenze noch weiter hinab. Die Wohnung. Von dort kam aber der Bescheid der Wirtin, daß Landfordern, und verlangen Rüdzahlung derselben. Sie weisen nach, daß sechs jüngsten hatten erst das 14. Jahr hinter sich. gerichtsrat Hoffmann, schon seit dem Tage vorher nicht mehr in dieser Arbeitsnachweis nicht von der Innung allein, sondern in feiner Wohnung zurüdgefehrt und über seinen Verbleib nichts bekannt Gemeinschaft mit noch vier anderen Unternehmerverbänden errichtet Die höheren Mädchenschulen Berlins wurden in der zweiten sei. Die Straffammer mußte daher am Mittwoch sämtliche anworden sei und noch unterhalten werde. Es handele sich also um Hälfte des Schuljahres 1903/04 von 16 784 Schülerinnen besucht. gesetzten Termine aufheben. Der 50jährige unverheirate Richter war feinen Arbeitsnachweis, wie er nach§ 81a der Gewerbe- Ordnung zu Lavon entfielen 5192 auf die 8 öffentlichen Schulen( 982 auf noch am Montag im Kreise von Amtsgenossen in fröhlichster den Aufgaben der Innung gehöre. 2 fönigliche, 4210 auf 6 städtische) und 11 592 auf die 40 privaten Stimmung, feitdem er sich dort verabschiedet hatte, ist jede Spur von ihm verschwunden. Wegen Kindesmordes wurde gestern morgen die 23 Jahre alte Köchin Pauline Babudze verhaftet, die bei einer Herrschaft am Karlsbad in Stellung war. Sie gab in der Nacht einem Mädchen das Leben, erstickte es mit einem Stück Papier, das sie ihm in den Mund steckte, und legte die Leiche in ihre Kammer. Dann ging ste zu Bett und blieb gestern liegen, weil sie unwohl sei. Heute morgen entdeckte die Dienstherrschaft die Leiche und benachrichtigte die Polizei, die das Mädchen als Polizeigefangene nach der Charité und die kleine Leiche nach dem Schauhause brachte. Die Himmelserscheinungen im Monat Dezember. Blickt man um 10 Uhr abends zum Himmel empor, so sieht man den zarten Schimmer der Milchstraße nicht mehr, wie vor einem Monat, von Often nach Westen sich hinziehen, sondern er hat bereits eine etwas nordwestliche Richtung angenommen. Ein wenig westlich vom Zenith ( Scheitelpunkt) steht in ihr das W- förmige Sternbild Cassiopeja weiter im Nordwesten der helle Stern Deneb vom Schwan und unter ihrem Nordwestrande tief im Nordwesten Wega, der Hauptstern der Leier. Am südwestlichen Himmel prangt der herrliche Planet Jupiter. sid const Auffallendere Firfterne als der westliche zeigt der öftliche Teil des Himmels. Unterhalb der Milchstraße ſehen wir, nach Osten zu schreitend, den hellen Algol( 2. Größe), die Gruppe der Plejaden und das Siebengestirn, den hellen Aldebaran ( 1. Größe), dann das große Viereck des Sternbildes Orion mit zwei Sternen erster Größe und dem aus drei Sternen zweiter Größe gebildeten Gürtel, von dem in südöstlicher Richtung der Hunds stern oder Sirius, der hellste Firstern, der an seinem starken Flimmern leicht kenntlich ist, sich auch bereits über den Horizont erhoben hat. Am nördlichen Saume der Milchstraße nach Osten gehend, finden, wir Capella tom Fuhrmann( 1. Größe), dann das Zwillingspaar Cast or und Pollux( 2. und 1. Größe) und den Prokyon ( 1. Größe), den Hauptstern des Kleinen Hund. Rixdorf. In der Sitzung der Stadtverordneten Versammlung = am Leider ist wohl anzunehmen, daß ihm ein nach ihrem Weggange drang plötzlich Nauch aus der Korridortür der 100 halbe Seiten fertig, er glaubte aber noch 100 Seiten fertig zu Unglüd zugestoßen ist. H.schen Wohnung. Hausbewohner eilten schleunigst herbei, und bekommen und gab auf seinem Monatszettel für Mai 200 halbe Landgerichtsdirektor Heidrich, der Vorsitzende der 7. Straffammer während einige die Tür gewaltsam öffneten, sorgten andere für die Seiten als geschrieben an. Dies war falsch, denn infolge einer des Landgerichts I, der mehrere große Sensationsprozesse, wie den Alarmierung der Feuerwehr. Noch bevor diese aber eintraf, hatte eiligen Arbeit, die er zugewiesen erhielt, fonnte er die zweiten Sanden- Prozeß, den Pommernbanks, den Trakehner Schul- Prozeß man die beiden Kinder, die in einer Ecke zusammengekauert dalagen 100 Seiten nicht mehr schreiben. Der Aftuar, dem die Prüfung u. a. geleitet hat, ist mit dem gestrigen Tage zum Zivilgericht über- bom Rauch schon übel mitgenommen waren, ins Freie geschafft der Arbeiten des Angeklagten oblag, prüfte nur oberflächlich und gegangen. Den Vorsitz in der 7. Straffammer hat Landgerichts- und fofort einen Arzt herbeigeholt. Das Feuer war durch einen Ofen bescheinigte die Richtigkeit der Aufstellung, und so kam es, daß der entstanden und hatte in der Nähe hängende Betten und Kleidungs- Angeklagte 100 halbe Seiten( die ganze Seite zu 9 Pfennigen!) Sirektor Dr. Menz übernommen. stücke ergriffen, konnte aber dank der frühen Bemerkung noch gelöscht zu viel bezahlt erhielt und auf diese Weise einen Vorteil von werden, bevor es größeren Schaden anrichtete. Hoffentlich erweisen 4,50 M.( 1) erzielte. Er wurde nun durch die Anklage beschuldigt, sich die Rauchvergiftungen der beiden Kinder als nicht sehr schwer, so in doloser Weise sich diesen Vorteil verschafft und zur Verdeckung daß sie mit dem Leben davonkommen. des Sachverhalts eine Rasur in dem Kanzleischriftstück vorgenommen zu haben. Der Angeklagte bestritt seine Schuld und versicherte, daß er infolge häuslichen Unglüds an jenem Tage außerordentlich aufgeregt gewesen sei und daß nur ein Versehen seinerseits vor1. Dezember wurde zum Vertreter für den 4. preußischen Städtetag sei aber schon vorhanden gewesen, als er die Aufstellung dem Aktuar liege, das er durch die Rasur wieder gutgemacht habe. Die Rasur neben zwei Mitgliedern des Magistrats der Stadtverordneten zur Prüfung vorlegte. Rechtsanwalt Dr. Davidjohn führte die AufVorsteher Sander gewählt. Ausschüsse", sowie die Beratung eines neuen Reisekosten- Regulativs erhalten hatte, daß das eine Kind von dem Arzte aufgegeben worden Die beiden nächsten Punkte:„ Bildung der Deputationen und regung des Angeklagten darauf zurück, daß er zwei Kinder krank zu Hause zu liegen und gerade an dem kritischen Tage die Nachricht für die städtischen Beamten" wurden ohne Debatte den betreffenden erhalten hatte, daß das eine Kind von dem Arzte aufgegeben worden ſei. Ausschüssen zur Vorberatung überwiesen. Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten im Sinne der AnDie Fischerei-, Gras- und Eisnuzung auf dem Rigdorfer Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten zur geringsten Strafe flage für schuldig und beantragte 3 Monate Gefängnis. Schiffahrtskanal schlägt der Magistrat vor, zu einem Gesamtpreise von 1 Woche Gefängnis. Herzzerreißend war es, als nach von 600 M. zu verpachten. Stadtv. Gericke( Soz.) erklärt, daß Verkündigung des Urteils die Ehefrau des Angeklagten wehklagend seine Freunde und er nur der Vorlage zustimmen könnten, wenn dem einen Fußfall vor dem Gerichtshof tat und händeringend um Gnade Pächter die Verpflichtung auferlegt würde, den Rirdorfer Schul- bat. Der Vorsitzende riet der Frau, die Gnade des Kaisers ankindern die Benußung der Eisbahn unentgeltlich zu gestatten. zurufen. Dieser Vorschlag rief eine lebhafte Debatte hervor, in deren Verlauf Bürgermeister Voigt erklärt, der Magistrat stehe dem Vorschlage Auch ein Aerztekrieg. Eine Prügelszene zwischen zwei Aerzten Gericke sympathisch gegenüber. Er bitte aber, die Angelegenheit nicht erregte am Abend des 6. Juli in der Rettungswache Kastanieneiner besonderen Kommission wie die Antragsteller wollten Allee 56 großes Aufsehen. Der praktische Arzt Dr. Magnus. N. sondern der Schuldeputation zu überweisen. Stadtv. Conrad hatte an jenem Abend den Dienst in der Wache, als der Arzt. Dr. ( Soz.) entgegnet, daß seine Fraktion dieser Ansicht nicht beitreten med. S. etwas ungestüm eintrat und seinen Kollegen mit be= könne, da diese lettere in der Schuldeputation nicht vertreten leidigenden Ausdrücken, wie„ Lump"," Idiot"" Sie stehen ja mit sei. Im übrigen müsse er sich wundern, daß vom Stadtv. Abraham einem Kurpfuscher in Verbindung" usw. traftierte. Als Dr. N. sich verlangt werde, die freie Benußung der Eisbahn nur" unbemittelten" diese Komplimente entschieden verbat, wurde Dr. S. immer aufKindern zuzugestehen. Wie solle denn dies lettere festgestellt werden? geregter, ergriff einen Stuhl, um damit seinen Kollegen zu schlagen, Er halte es für einzig richtig, wenn den Schulkindern von ihren und als ihm dies mißlang, gab er ihm mit der Hand zwei Schläge Lehrern auf Verlangen Karten ausgehändigt würden, die zum freien ins Gesicht. Er stürmte dann wieder aus dem Wachlokale heraus Eintritt in die Eisbahn berechtigen. Bei der Abstimmung entschied und rief dem dort beschäftigten Beamten zu:" Sie haben gesehen, sich die Mehrheit für Ueberweisung des Magistratsvorschlages an eine daß ich den Dr. N. geohrfeigt habe!" Bei dem Handgemenge ließ Kommission von 6 Mitgliedern, der u. a. auch die Stadtverordneten sich Dr. N. gleichfalls zu beleidigenden Worten hinreißen, er soll auch Gericke und Conrad( Soz.) angehören. feinen Gegner mit dem Fuße gestoßen haben. Die turbulente Szene hatte eine Anzahl von Personen in die Rettungswache gelodt, die erst energisch hinausgewiesen werden mußten. Die Erklärung für den Erzez liegt in dem Umstande, daß Dr. S., der auf eine Wohnung in einem Neubau spekulierte, der falschen Ansicht war, daß ihn Dr. N. ausgemietet habe. Er glaubte auch annehmen zu sollen, daß seine Wirtschafterin, die in Unfrieden von ihm geschieden war, sich von Dr. N. ein Attest habe ausschreiben lassen. Darob In geheimer Sigung genehmigte die Versammlung eine war es bei gelegentlichen Begegnungen der beiden Kollegen schon Unterstüßung für eine Schuldiener- Witwe und stimmte nach längerer mehrmals zu unliebsamen Aeußerungen gekommen, bis dann der Debatte dem Ankauf eines Grundstückes für die Zwecke der Kanali- Krach in der Rettungswache erfolgte. Die Folge dieses Intermezzos fations- Verwaltung zu. Hierfür sind 120 000 M. nötig. Am war, daß die beiden Aerzte gestern im Anklageraum des Schöffen Schluß waren wieder einmal eine Reihe Ersawahlen für gerichts Plaz nehmen mußten, um sich wegen gegenseitiger Be amismüde Bezirksvorsteher und Armenpfleger vorzunehmen. leidigung und Körperverlegung zu verantworten. Der StaatsJugendschriften- Ausstellung. Die Literarische Vereinigung des Stellungslosigkeit hat den 45 jährigen Kaufmann Hugo. anwalt beantragte je 150 M. Geldstrafe. Die peinliche Affäre Berliner Lehrer Vereins veranstaltet eine Aus- aus Lübeck, der mit seiner aus Frau und vier kleinen wurde durch das Bemühen der beiderseitigen Rechtsanwälte in stellung empfehlenswerter Jugendschriften und Kindern bestehenden Familie im Hause Weichselstraße 65 hier- kunstvoller Weise aus der Welt geschafft. Zunächst wurden die tünstlerischen Wandschmucks, die ähnlich gedacht ist und selbst wohnt, zum Revolver greifen lassen. In der Nacht zum Strafanträge wegen der Beleidigungen auf beiden Seiten zurüddenfelben zwecken dienen foll wie die in den letzten Jahren durch Donnerstag schoß sich H. in seiner Wohnung eine Revolverkugel in genommen und dann schloß sich der Gerichtshof der Anſicht der Verprivate Initiative veranstaltete Jugendschriften- Ausstellung im den Leib. teidiger an, daß die Tätlichkeiten auch als tätliche Beleidigungen" Schwerverletzt wurde er nach einem Krankenhause ge- gelten und gegenseitig aufgewogen werden konnten. Berliner Gewerkschaftshaus. Sie unterscheidet sich von der letzteren schafft. dadurch, daß sie in verschiedenen Stadtgegenden stattfindet, im Künstliche Gebisse im Werte von ca. 300 Mark wurden in letzter Zentrum in der Aula des Gymnasiums zum Grauen Nacht dem Zahntechnifer Kurth, Bergstr. 59, mittels Einbruchs aus Kloster, Klosterstraße 74, im Südwesten in der Aula einem Schaufasten gestohlen. Bisher fehlt von dem Diebe jede Spur. der Augusta- Schule, Kleinbeerenstraße 16-19, im Nordwesten in der Aula der 172. und 185. Gemeinde- Von seinem eigenen Fuhrwerk überfahren wurde in der Kiefschule, Bremerstraße 13-17 und im Westen im Albrechtholzstraße der Kutscher W., welcher bei der Firma Nicolai, MühlenDürer- Haus, Stronenstraße 18; dadurch soll den Einwohnern ftraße 60 in Berlin, angestellt ist. Als W. den Wagen besteigen der verschiedensten Stadtteile bequemere Gelegenheit zum Besuch wollte, zogen die Pferde an, W. fiel unter die Räder, die über ihn der Ausstellung gewährt werden. Leider ist der gesamte Often mit hinweggingen. Mit schweren Verlegungen wurde der Bedauernsseiner überaus zahlreichen Arbeiterbevölkerung hierbei gar nicht werte nach dem Krankenhause geschafft. berücksichtigt. Ziemlich tief im Norden steht das Sternbild des Großen Bären oder Wagen, dessen Deichsel nach dem Horizont weist. Am frühen Abendhimmel, bald nach Sonnenuntergang, ist im Südwesten der Planet Saturn und westlich von ihm der helle Abendstern, Venus, zu sehen; Venus rückt im Laufe des Monats sehr nahe an den Saturn heran, am 28. Dezember steht sie nur 1½ Vollmondsbreiten von ihm entfernt. Die Sonne fintt während des Monats noch tiefer hinab; ihren tiefsten Stand erreicht sie am 21. Dezember, an dem sie nur 14 Grad über den Horizont emporsteigt. Dann erst fängt sie wieder sehr langsam an, sich nach aufwärts zu bewegen. Der Mond ist im Iegten Viertel, Neumond ist am 7. Dezember, erstes Viertel am 14., Vollmond am 22. und legtes Viertel am 29. Dezember. Die Dauer der Ausstellung erstreckt sich nur über 4 Tage, bom 1. bis 4. Dezember, und zwar ist nur die Ausstellung des Dürerhauses den Tag über, von 9-8 Uhr, zu besichtigen, die anderen sind nur in den Abendstunden von 6-9 Uhr geöffnet. Am Sonntag, den 4. Dezember ist die Besichtigungszeit überall von 5-8 Uhr festgesetzt, bis auf die Ausstellung in der Augustaschule, die am Sonntag bereits geschlossen ist. Zur Ausstellung gelangen neben sehr hübschem künstlerischem Wandschmuck sämtliche Bücher, etwa 400, welche die Literarische Vereinigung des Berliner Lehrer- Vereins in ihr Verzeichnis aufgenommen hat. Die Beschränkung auf Bücher bis zum Preise von 4 M., welche die früheren Ausstellungen im Gewerkschaftshaus sich auferlegten, ist fallen gelassen, weil die gegenwärtige Ausstellung sich auch an das besser fituierte Publikum wenden will; doch sind auch sehr billige und empfehlenswerte Jugendschriften bis zu Preisen von 20 und 15 Pf., wie beispielsweise die Wiesbadener Boltsbücher, vertreten. Daher ist den Arbeitern der Besuch der Ausstellung sehr zu empfehlen; sie finden hier Bücher, die sehr wohl geeignet sind, die bei unserer Schuljugend so sehr verbreitete Schundliteratur zu verdrängen. Der Renovierung des städtischen Krantenwagens stimmt die Versammlung zu und genehmigt die Kosten in Höhe von 1500 m. Debattelos bewilligt wurden auch 3083 m. als anteilige Kosten zu der von der Stadtgemeinde Berlin beabsichtigten Aufnahme der Wohnungs- und Grundstücksverhältnisse von Berlin und seinen Vororten. " Nowawes. Ein Raubmordversuch an einem 77jährigen Mann lag einer Anklage wegen schweren Raubes zugrunde, welche gestern vor dem Schwurgericht II zur Verhandlung tam. Dem erst 23jährigen Anstreicher Otto Kegel wurde ein Verbrechen gegen Leben und Eigentum eines alten, halbblinden Mannes zur gelegt, wie es scheußlicher faum gedacht werden fann. Der Antlage lag folgender Sachverhalt zugrunde: Der bisher unbestrafte R. war bei dem Malermeister Möbius in Groß- Lichterfelde als Anstreicher beschäftigt. Er arbeitete zur vollen Zufriedenheit seines Meisters und selbst der 77jährige Rentier Hesse, gegen den der An getlagte später das zur Anklage stehende Verbrechen berübte, stellte ihm das Zeugnis eines guten Arbeiters aus. Der Angeklagte trieb sich jedoch bald längere Zeit umher und beschloß, an dem Rentier Das sogenannte Schmumachen der Nowaweser Weber bildete die einen Raubmordversuch zu verüben. In der Nacht zum 7. Sep Grundlage einer Anklage wegen Hehlerei und Entziehung beschlag- tember drang Kegel in die Villa ein, versette dem alten Mann nahmter Gegenstände, derentwegen sich der Fabritbefizer Grust mehrere Schläge über den Kopf und ließ sich dann von ihm das bare 120 M. aushändigen. Herr Hesse Todtenhagen aus Nowawes vor der Potsdamer Straffammer am Geld, das ihm Hause war Der Räuber wurde Mittwoch zu verantworten hatte. Er betreibt eine Möbelpoſamenten- büßte infolge der Verlegungen ein Auge ein. Fabrik und benutzt dazu die verschiedenartigsten Wollgarne, die er zwei Tage nach der Untat in Brandenburg a. H. festgenommen. Der bald hier und bald da auftauft und häufig nach Berlin zu dem Gerichtshof verurteilte ihn zu zehn Jahren Zuchthaus. Färbereibefizer Heisemann zum Färben schickt. Am 18. März d. J. sandte er auch einen Sack mit Weftgarn durch den Fuhrherrn Behlau an Heisemann. Aus Verfehen lieferte dieser aber den Sack bei der Die Freireligiöse Gemeinde veranstaltet am Freitag, abends 81 Uhr, Berliner Teppichfabrit von Siegfried Benjamin ab, welche in im großen Saale der Kronenbrauerei, Alt- Moabit Nr. 47-49, eine Bolts. Nowawes etwa 50-60 Weber mit der Anfertigung von Arminster- versammlung zugunsten der Gemeinde. Reichstags- Abgeordneter Adolf teppichen als Hausarbeiter beschäftigt. Schon lange hatte die Firma Hoffmann spricht über: Die Volksschule im Widerspruch mit Kultur Zahlreicher die Entdeckung gemacht, daß von den Wollgarnen, welche sie den und Wissenschaft". Nach dem Vortrage findet Diskussion statt. Zentralverband der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen Webern gab, nach der Ablieferung der Waren größere oder kleinere Besuch von Damen und Herren iſt dringend erwünscht. Posten fehlten, ohne daß dafür die Weber zur Verantwortung ge- Deutschlands( Bezirk Berlin). Heute Freitag, abends 9 Uhr: Deffentliche zogen werden konnten, weil auch die Witterung häufig auf das Bersammlung in den Zentral- Feftjälen, Alte Jakobstr. 32. Kollege Julius Gewicht der Wolle, welche leicht Nässe anzieht, Einfluß hat. Die Kalisti spricht über: Frauenarbeit im Handelsgewerbe. In den drei in Schul- Aulen stattfindenden Ausstellungen sollen Händler, welche dies sogenannte Schmumachen durch Anlauf des um 7 Uhr Vorträge über den Zweck und Nußen derselben gehalten Garnes begünstigen, fennen zu lernen, lag deshalb schon lange in werden. In der Augustaschule, die wir am Gröffnungstage be- der Absicht der Berliner Fabrikanten. In dem fälschlich bei Benjamin fuchten, war der Besuch ein so außerordentlich schwacher Arbeiter abgegebenen Sad wurden nun Arminsterwollgarne vorgefunden, waren überhaupt nicht zugegen daß der angekündigte Vortrag wie solche diese Firma, ferner die Firma Feibig und die Firma unterblieb. Hoffentlich ändert sich dies noch in den nächsten Tagen. Rudolf Baader in Berlin, nur allein in Nowawes durch die Waffenschmiede im Klaffenkampf. Die Errichtung von Unter Auf die ausgestellten Bücher im einzelnen gehen wir nicht ein; Weber verarbeiten ließen. Kriminalwachtmeister Bosse hielt noch richtskursen, die als ständige Einrichtung gedacht sind und hauptwir verweisen hierfür auf die Ausstellungen selbst und die dort an demselben Tage eine Haussuchung bei dem Angeklagten ab und sächlich der Heranbildung agitatorischer Kräfte umsonst erhältlichen Verzeichnisse. beschlagnahmte zirka vier Zentner Arminsterwolle im Werte von dienen sollen, planen die organisierten Arbeiter Düsseldorfs. Das Jm National Theater wird heute Bertés zirka 600 M., von welcher er etwa zwei Zentner in der Fabrik des Institut, das schon sofort nach Weihnachten eröffnet werden soll, Operette„ Die Millionenbraut" zum erstenmal gegeben.- Kasino- Angeklagten zurückließ und zwar mit der Erlaubnis, einige Strähnen wird von der Partei und den Gewerkschaften gemeinsam unterhalten Eine öffentliche Versammlung des Gewerkschaftskartells Theater. Heute Freitag findet die Erstaufführung des drei- davon noch benutzen zu können. Todtenhagen soll mum von diesem werden. aftigen Militärfchwants In Vertretung" von Heinz Gordon statt.beschlagnahmten Garn größere Posten verarbeitet haben. Er bestritt entsandte drei Delegierte in eine fombinierte Stommission, die die Im Zentral- Theater werden Die Geisha" heute zum dies, ebenso wie die Behauptung, daß in Nowawes nur die drei nötigen Vorarbeiten tun und zusammen mit den Unterrichtserteilern, 1028. Male gegeben. Im Belle Alliance Theater geht Berliner Firmen Arminsterwollgarne verarbeiten lassen. Er lieferte als welche sich die Genossen Dr. Laufenberg, Schotte und Giebel zur Die Teilheute Freitag eine Novität Harte u. Co.", eine Weihnachtskomödie ferner den Beweis, daß er 17-18 Bentner Garne von dem Ge- Verfügung gestellt haben, die Lehrpläne aufstellen soll. in 5 Bildern frei nach Charles Dickens Cristmas Carol" von schäftsführer Werner in Nowawes zum Preise von 100-110 Mart nehmerzahl wurde auf höchstens 20 festgesetzt. Der einzelne Kursus 2. Ottomeyer, Musik von Frizz Krause in Szene. Im Thalia- pro Zentner gekauft hatte. Werner hatte diese Garne von seinem soll 4 bis 8 Abende in Anspruch nehmen. Der Unterricht soll unTheater ist Sonnabend nachmittags 4 Uhr die zweite Kinder- verstorbenen Vater, der sie von den Webern aufgekauft hatte, über- entgeltlich erteilt und für Partei- und Gewerkschaftsbeamte soll vorstellung von„ May und Morit". Das Carl Weiß- Theater nommen. Unter diesen Umständen und bei der fragwürdigen Be- dessen Besuch obligátorisch gemacht werden. Mit der Schule wird bringt ein Sensations- Schauspiel„ Die Diamanten des Sultans" schlagnahme- Erklärung der Garne, beantragte der Staatsanwalt eine Zentral- Bibliothek und eine Bentral- Materialiensammlung vers selber die Freisprechung des Angeklagten, auf welche der Gerichtshof bunden werden. Die Unterrichtskommission wurde auch mit der morgen zur Aufführung. auch erkannte. Ueberwachung der Bibliothek betraut. Theater. " " Wegen eines ehrenkränkenden Vorwurfs, der ihr von der Herrschaft" zugefügt worden, hat das siebzehnjährige Dienstmädchen, das bei einer Frau B. im Hause Pragerstr. 30 in Stellung war, sich mit Lysol vergiftet. Die Frau hatte dem Mädchen vorgeworfen, ein Messer gestohlen zu haben, worauf das vom Lande tommende arme Geschöpf Gift nahm. Schwierigkeiten machte es, das Mädchen ins Krankenhaus zu schaffen, da die Frau sich anfänglich weigerte, für die Kosten aufzukommen. Das Messer wurde später in der Müllgrube gefunden. Gerichts- Zeitung. Vermischtes. Sozialpolitik Anno dazumal. Bon der sozialen Mission der Hohenzollern hatte der Brandenburgische Kurfürst Joachim II. merkwürdige Vorstellungen. Im Jahre 1540 verordnete er, wie wir im neuesten Heft der Kulturbilder Wider die Pfaffen Der Menschheit ganzer Jammer konnte einen bei einer Ber- herrschaft" lesen, den Konfessionswechsel für sein Land, um die handlung packen, die die 9. Straffammer des Landgerichte I gegen Kirchen- und Klostergüter an Adelige und Städte verpfänden zu den Kanzleigehülfen Julius Neise wegen Betruges und können, die für seine Schuldenlast von 600 000 Talern auffamen, die Urkundenfälschung führte. Der jezt aus seiner Dienststelle er in ein paar Jahren gemacht hatte. Dabei war die Einziehung des entlassene und brotlos gewordene Angeklagte ist seit 17 Jahren Ranglist und war seit dem 1. Mai 1903 bei der Staatsanwaltschaft des Landgerichts I als Kanzleigehülfe beschäftigt. Er hatte viel mit der Not des Lebens zu kämpfen, denn seine Frau war dauernd frant und der Angeklagte suchte durch angeftrengte Nachtarbeit seine Vom Erstickungstode gerettet wurden gestern zwei Kinder in der Einkünfte etwas zu verbessern. Dies gelang ihm auch, freilich nur Spandauerstraße 22. Dort hat die Buchhalter familie. eine in der Weise, daß ihm seine Frau nachts 2 Uhr falten Raffee Heine Wohnung inne. Während nun Herr H. früh seiner gewohnten brachte und er seine Füße in faltes Wasser steckte, um sich vor dem Arbeit nachgegangen war, entfernte sich später auch seine Frau, um Einschlafen zu bewahren. Am 28. Mai erhielt er den Auftrag, eine Einkäufe zu machen, und ließ ihre beiden im Alter von 8 Monaten 248 halbe Seiten umfassende Urteilsausfertigung abzuschreiben. und 4 Jahren stehenden Kinder allein in der Wohnung zurück. Bald Bei dem Kanzleiabschluß am 30. Mai hatte er von dieser Arbeit erst Aus den Nachbarorten. Charlottenburg. Kirchengutes nur ein Tropfen auf einem heißen Stein. Joachims verschwenderischer Hofhalt, seine Jagden, Pferderennen, seine Spiel wut, seine Bauten, seine Maitressen verschlangen solche Unsummen, daß er das arme Volk in der furchtbarsten Weise durch Steuern auspreßte. Die Bauern wurden, um die Gutsherren für Steuerbewilligungen gefügig zu machen, dem Drucke der Grundherren preisgegeben, so daß fie allmählich in völlige Beibeigenschaft gerieten. Aber seinem Wild ließ dieser fromme Landesvater weitgehendsten Schutz angedeihen. In einer Jagdordnung verfügte er:„ wer ein Hirschkalb, Rehlamm oder ein wildes Schwein in den Wäldern greifen würde, dem- sollten beide Augen ausgestochen werden!" Briefkaften der Redaktion. Dubberke. Die Firma S. ist mit ihrem Kapital an dem Blatte beteiligt, zeichnet aber nicht mit ihrem Namen. Böhland. Bebels Buch " Die Frau" beziehen Sie zum Preise von 2 Mark aus der Buchhandlung Borwärts, SW. Lindenstr. 69. Juriftifcher Teil. Kenntnis der Alten nicht sagen. Haben Sie zu den Anwälten, die Sie bislang geschriebenen Mindestgrenze bleibt, darf nur als" Magermilch bezeichnet vertreten haben, kein Vertrauen, so wenden Sie sich an einen Anwalt, zu dem werden. Als Kindermilch"," Säuglingsmilch"," Kurmilch" oder ähnlichen Sie Vertrauen haben. Die Klage müßte durch einen Anwalt angestrengt werden. Bezeichnungen, die andeuten, daß die Milch besonders gute Eigenschaften Caprivistr. 18. 1. Nach zutreffender, aber noch nicht in letter Instanz hat, darf nur Milch bezeichnet werden, der nichts genommen und nichts entschiedener Ansicht: nein. 2. Der Raum verbietet die Beantwortung Ihrer hinzugefekt ist und die mindestens 3 Prozent Feft enthält und von Milchallgemeinen Frage. Stellen Sie die Ihren Fall betreffende Frage. fühen genommen ist, welche hinsichtlich ihres Gesundheitszustandes und ihrer P. 2. 40. Es ist unmöglich, über die Rechte oder Pflichten der Mitglieder Pflege den Anforderungen einer Sanitätsmolkerei genügen. Ob( eventuell eines sogenannten, nicht eingetragenen Konsumvereins Ihnen Auskunft zu bei einem Aichungsamt) Sie den polizeilichen Milchprober nachprüfen lassen Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends erteilen, ohne das Statut zu kennen. Die juristische Sprechstunde steht können, ist uns nicht bekannt; im Falle eines gerichtlichen Verfahrens von 7 bis 92 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. jedem Abonnenten offen. F. St., Jüterbog. Sie sollten den Vater werden Sachverständige gehört.- D. N. Nein. F. T. 1. u. 2. Ja. 23. 3000. Sie müssen bis zum Schluß der letzten Ziehung zahlen und und den Sohn auf vollen Schadenerfaz verklagen. Mit absoluter Sicher haben Anspruch auf etwaigen Gewinn nur nach Abzug der statutenmäßigen heit läßt sich der Ausgang feines Prozesses voraussagen. Abzüge. C. Kreuzberg. Lehrlinge find frankenversicherungspflichtig, Der Unterstüßungswohnsiß wird in der Regel durch zweijährigen Aufenthalt Marktpreise von Berlin am 30. November. Nach Ermittelungen des wenn sie gegen Gehalt oder Lohn beschäftigt werden. Als Gehalt oder erworben, falls in dieser Zeit Unterstüßung nicht erfolgt ist. 5. W., gl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte Lohn gilt auch die Gewährung von Naturalbezügen, also z. B. Gewährung M. K. 03. Nein. mittel 17,63-17,62 M., geringe 17,61-17,60. V., Tieckſtr. Neue Friedrichstr. 35.... 17,65-17,64 M., von Logis und Kost Wird nur dies gewährt, so hat der Lehrherr die vollen Kassenbeiträge zu zahlen, weil er dem Lehrling bares Geld nicht abziehen 50, Klagebeispiele S. 218-222 des dem„ Arbeiterrecht" beigefügten Führers 14,01-14,00 m. B. M. 2. 1. Die Rechte des unehelichen Kindes finden Sie S. 34 bis Roggen**), gute Sorte 14,05-14,04 m., mittel 14,03-14,02 M., geringe Futtergerste*), gute Sorte 15,70-14,70., mittel 14,60 kann, denn die Abzüge find lediglich vom Lohn und für höchstens zwei durch das Bürgerliche Gesetzbuch dargestellt. 2. Will das Mädchen selbst bis 18,60 m., geringe 13,50-12,50 M. Safer*), gute Sorte 16,40-15,60 m., Lohnzahlungsperioden zulässig. Der Lehrherr kann die Befreiung des Lehr- flagen( Entbindungskosten usw.), so würde sie das Armenrecht auf dem mittel 15,50-14,70 M., geringe 14,60-13,90 M. Grbsen, gelbe, zum Stochen lings von der Versicherungspflicht durchsehen, wenn leistungen für den Krankheitsfall er die Mindeſt- S. 524 und 592 des„ Arbeiterrechts"( 4. Auflage) angegebenen Wege zu 40,00-30,00 M. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 m. Linsen 60,00-30,00 m. vertraglich übernommen Richtstroh 4,82-4,50 M. Heu 9,10-7,30 M. hat. erwirken haben. Soll der Vormund flagen, so tritt an Stelle der magistrat Sartoffeln 9,00-7,00 m. Sch., Elbingerstr. 82. 1. Entscheidend ist der Wortlaut des uns nicht lichen Bescheinigung eine Bescheinigung des Vormundschäftsgerichts. Das Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 M. Eier per Schock 4,50-3,20 2. mitgeteilten Statuts. 2. Ja, bis zur Hälfte des ortsüblichen Tagelohnes. Arbeiterrecht" liegt in den öffentlichen Bibliotheken aus.- A. B. 50. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. P. J. 51. Ob sie schadenersatzpflichtig sind, hängt davon ab, ob der 1. In diesem Falle könnte leider nur mit Einwilligung des VormundschaftsRichter annimmt, Ihnen falle eine Fahrlässigkeit zur Last. Ist diese Frage gerichts dem Kinde sein Recht werden. Die arme Waise scheint vom Waisen- Wasserstand am 30. November. Ibe bei Ausfig+0,14 Meter, bei zu bejahen, so haben Sie neue Gardinen nur gegen Rückgabe der alten zu haus in einen beschwerlichen Dienst durch Vermittelung eines sich Wohl- Dresden 1,46 Meter, bei Magdeburg+0,96 Meter. Unstrut bei liefern. Ch. 2. W. 1. Beide Verträge find gültig. 2. Der auf 3 Jahre tätigkeits- und Rettungsverein nennenden Ausbeutungsvereins zur Vermitte- Straußfunt+ 1,15 Mefer.- der bei Natibor+2,04 meter, bei Breslau mündlich geschlossene Mietsvertrag gilt für ein Jahr. Der Mieter könnte lung von Arbeitsstellen für weiße Sklaven in Dienst gegeben zu sein. Ist das Ober- Begel+5,12 Meter, bei Breslau Unter Begel+ 0,02 Meter, bei in Ihrem Fall auf Abschluß eines schriftlichen Antrages flagen, der die Dienstverhältnis auf länger als ein Jahr geschlossen, so ist es ungültig, falls Frankfurt+1,65 Meter. Weichsel bei Brahemünde+3,16 Meter. vereinbarten, nicht aber die von Ihnen zugesekten Bedingungen enthält. vormundschaftgerichtliche Genehmigung fehlt. Erkundigen Sie sich nur zunächst Marthe bei Bosen+0,80 Meter. Neze bei Usch+0,82 Meter. K. K. 6. Bis zu Ihrem Austritt, und falls das Statut eine längere schleunigst danach: welches Gericht Vormundschaftsgericht ist, welche WaisenZeit der Zahlungsverpflichtung festfest, bis dahin, sind Sie zur Zahlung der haus- Verwaltung in Frage steht, auf wie lange der Sklavereivertrag ab Beiträge verpflichtet. Ob die Abtretung aller Ansprüche auf restierende geschlossen und ob gerichtliche Genehmigung erfolgt ist. Dann wird sich Mitgliederbeiträge durch den Konkursverwalter an einen Forderungs- fagen lassen, ob und welche Schritte zu unternehmen sind. 2. Tragen Sie auffäufer überhaupt gültig ist, kann zweifelhaft sein. Jedenfalls brauchen auf gerichtliche Entscheidung an. S. R. 3. 1. Nein. 2. Wird erledigt. Sie nur gegen Aushändigung der Bessionsurkunde zu zahlen. Es empfiehlt Bahlte. Soweit Ihre Schilderung den Sachverhalt erkennen läßt, ist Stationen sich deshalb in Ihrem Falle, es auf eine Klage gegen Sie ankommen zu der Verband im Recht. Ein öffentliches Interesse hat. Ihre Privatsache laffen. lecker. Die Verführung eines unbescholtenen Mädchens im nicht. C. M. 26. 1. Die erbrechtlichen Verhältnisse vor 1900 geAlter von 14 bis 16 Jahren ist auf Antrag mit Gefängnis bis zu einem schloffener Ghen werden teils nach altem, teils nach neuem Recht beurteilt. Jahre zu bestrafen. Hat das Mädchen nicht eingewilligt, so liegt das mit Sie müssen mitteilen, wo die Ehe geschlossen ist, wo der erste Aufenthalt Buchthausstrafe bedrohte Verbrechen der Notzucht vor.*. 14. Sa nach Eheschluß erfolgte, und um welche Frage im speziellen es sich handelt R. O. Die Witwe, und falls eine solche nicht vorhanden ist, die hinter-( Testamentsinhalt? Testamentsform? Pflichtteilsrecht usw.?) 2. Seiten 86 laffenen ehelichen Kinder unter 15 Jahren, haben einen Erstattungsanspruch bis 89 des dem Arbeiterrecht" beigefügten Führers durch das auf die alfte der Klebebeiträge, wenn für den Verstorbenen mindestens Bürgerliche Gesetzbuch finden Sie die von Ihnen gewünschte Er200 Wochen lang Beiträge entrichtet waren und der Tod eingetreten ist, läuterung. Das Buch liegt in den öffentlichen Bibliotheken aus. bevor eine Invaliden- oder Altersrente zusprechende Entscheidung zugestellt Robert C. 43. Nach der Polizeiverordnung für den Umfang des war. Aufnahme in einem Krankenhause( z. B. Beelitz) entzieht den Hinter- Landespolizeibezirks Berlin vom 15. März 1902 muß" Marktmilch" einen bliebenen das Recht auf Rückerstattung nicht. Sp. 12. Eine Regreß- Fettgehalt von mindestens 2,7 Prozent und ein spezifisches Gewicht von flage gegen den Anwalt wäre aussichtslos. Ob Sie eine Klage gegen den mindestens 1,028 entsprechend 14 Grad des polizeilichen Milchprobers bei 15 Grad Verkäufer mit Aussicht auf Erfolg anstellen können, läßt sich ohne genaue Celsius haben. Milch, deren Fettgehalt unter der für Marktmilch vorFür den Inhalt der Jujerate Urania, Taubenstr. 48/49. übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 2. Dezember. Anfang 72 Uhr. Opernhaus. Sinfonie Abend der tgl. Stapelle. Neues königl. Opern Theater. Andromache. Frauen. Deutsches. Maskerade. Die gelehrten Berliner. Göz von Berlichingen. Leffing. Der Biberpelz. Weften. Wiener Blut. Thalia. Der Weiberkönig. Belle Alliance. Harte u. Co. National. Die Millionenbraut. Anfang 8 Uhr: Um 8 Uhr im Theater: Frühlingstage an der Riviera. Hörsaal: Dr. v. Unruh: Die Schwermetalle. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. Hörsaal: Tierleben in der Wildnis. CASTAN'S ANOPTICUM. PANOP Friedrichstr. 165. Achmet Effendi mit sein. sprechenden Puppen. Abdul Chan, der geheimnisvolle Zauberer aus Bagdad. Orientalische Märchenwelt. Schiller O.( Ballner Theater.) Deutsch- Amerikanisches Theater. Wallensteins Töd. Lerche. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Die Hauben Nenes. Die Kronprätendenten. An fang 7 Uhr. Kleines. Elettra. Zentral. Die Geisha. Residenz. Eine Hochzeitsnacht. Carl Weik. Die Diamanten des Sultans. Luftspielhaus. Der Familientag. Luijen. Hasemanns Töchter. Trianon. Gastons Frauen. Deutsch- Amerikanisches.New- Yort. Metropol. Die Herren von Marim. Kasino. Wildes Blut. Apollo. Simone. Berliner Luft. Spezialitäten. Palast. Ringtämpfe. pezialitäten. Herrnfeld Theater. Prinz Levy in Ahlbeck. Passage Theater. Dida. Spezialitäten. Anf. 5 Uhr. Wintergarten. Spezialitäten. Reichsha Stettiner Sänger. Urania. nstraße 48/49. uvends: Frühlingstage ver Riviera. Köpnickerstr. 67/68. Stat. Jannowitzbr. Heute u. jed. folgenden Abend 8 Uhr: Gastspiel Adolf Philipp NEW- YORK 5 Bilder m. Gesang a. d. Nachtleb. einer Weltstadt, Text und Musik von ADOLF PHILIPP. Sonntag nachmittags 3 Uhr!! HALBE PREISE Ueber'n TEICH. großen Was der ,, VORWÄRTS" sagt: Kein grelles Brokentum lenkt das Auge von der Bühne ab, fondern langsam regt das fatte Graugrün zum Betrachten an und berbreitet Behagen. Apollo- Theater. 92 Uhr: Debuts der neuen Im Hörsaal: Dr. v. Umruh:„ Die amerikanisch. Sensations- Novitäten Invalidenstraße 57/62. Stern mile& Schiller- Theater. Schiller Theater 0. ( Wallner- Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Wallensteins Tod. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Die Räuber. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Freitag, abends 8 Uhr: Bum erstenmal: Die Haubenlerche. Schauspiel in 4 Aften von Ernst v. Wildenbruch. Sonnabend, abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Mutter Erde. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Haubenlerche. Kleines Theater Neues Theater. Bereinigte Bühnen unter der Leitung von Max Reinhardt. Anfang 8 Uhr. Elektra. Sonnabend: Nachtasyl. Sonntag nachmittags: Familienidyll. Liebesträume. Serenissimus. Abends: Der grüne Kakadu. Vorher: Der tapfere Kassian. Anfang 7 Uhr. Die Kronprätendenten. Sonnabend: Die lustigen Weiber von Windsor. Sonntag: Die Morgenröte. Montag: Die Kronprätendenten. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Vollständig neu ausgestattet! Täglich: Gr. internat. Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock Brauerei. Zirkus Schumann. Zirkus Busch. Noch nie dagewesener Erfolg! Der neueste Sensations- Att. 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Sonntag, nachmittag: Der Pfarrer bon Kirchfeld. Abends: Bon Stufe zu Stufe. Montag: Hasemanns Töchter. Kasino- Theater Lothringerstraße 37( Rosenthaler Tor). Täglich 8 Uhr, Sonnt. 7-8 Konzert. 912 use: In Vertretung. Militärschwank in 3 Alten von Gordon. Borher: Corradini 2c. 2c. Sonntag 4 Uhr: Wildes Blut. Täglich: Stettiner Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Sänger. Donat Herrnfeld. Prahidal, dessen Reisebegleiter: Anton Herrnfeld. Anfang 8 Uhr. Borverkauf 11-2 Uhr. Fris Anfang d. Abendvorst. 8 Uhr. Anf. nachm. Wochent. 5 Uhr, Sonntags 3 Uhr. Ludolf Waldmann Berlins populärster Lieder- Komponist. Carla Lingen Witterungsübersicht vom 1. Dezember 1904, morgens 8 Uhr. Barometer. stand mm Wind richtung Windstärke Swinemde. 755 N Hamburg Berlin Frankf.a.M. 761 München Wien 756 Still 75623 761 62 Wetter 2wolfig Nebel 2 bedeckt 2 bedeckt Temp. n. C. Hot Dog Stationen Barometer stand mm richtung Wind Windstärke 3 Haparanda 753 N 5 Petersburg 752 Still 4 Cort 7 Regen 4Regen 2 7 Aberdeen 752 SW Paris 765 S23 Better Temp. n. C. o Do 1 molten!-- 20 -ipollent- 20 3bedeckt 2 bedeckt 47 762 23 756 Wetter- Prognose für Freitag, den 2. Dezember 1904. Nachts etwas tälter, am Tage mild, jedoch vorwiegend trübe mit Niederschlägen und ziemlich lebhaften westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Trianon- Theater. Lustspielhaus Heute und folgende Tage: Bus Friedrichstraße 236. Täglich abends 8 Uhr: Gastons Frauen. Der Familientag. Anfang 8 Uhr. Sonntag nachmittag: Ihr zweiter Mann. Bon Gustav Kadelburg. W. Noacks Theater. Palast- Theater Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. zum letztenmal: Berlin bei Nacht. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Sonnabend: Wegen Privatfestlichkeit geschlossen. 2 03 Gustav Behrens Burgstr. 22, früher Feen- Palast. Ringkampf- Konkurrenz Große internationale Protettorat: Prof. Reinhold Begas. 20Heutige Ringkämpfe:. 9 Uhr präzise 9 Uhr Petroff gegen Pohl- Abs II Beaucairois gegen Dickmann. Spezialitäten- Dazu das länzende Dezembermple Theater, Frankfurter. Allee 85. Das neue Dezember- Programm. Neu! Madame Pompadour mit ihren Kapen. Neu! Der Reformdichter. Neu! Geschw. Norsah, Gejangsduettisten. Neu! Mr. Gibson, Neger- Clown, sowie die übrigen Spezialitäten. Spezialitäten- Programm. Morgen Sonnabend finden keine Ringkämpfe statt. Anfang 7, Uhr. Vorvert. 11-1 Uhr. Verleihfauch einzelne Platten ALFRED DAEGE Charlottenburg, Pestalozzistr. 95. Wilhelm Ebener Usedom- Str. 17.03 Magazin für Haus- und Küchengeräte. Glas und Porzellan. Die große Spielwaren- Ausstellung ist eröffnet. Lieferant des Rabatt- Sparvereins Norden. Wildn& Seltener Carla Lingen Gelegenheitskauf Die Gefangene". 99 Ein Drama im Kerkerhof. 14 neue erstklassige Nummern. Residenz- Theater. Dir.: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: SaalSalonHiro Zum Feste. Teppiche a 50, 65 his 90 M. Teppiche. 30, 40.65. Eine Hochzeitsnacht. Speiſe- Teppiche 25, 30.50und. Barre. Anatol Durosel: Richard Merander. Sonntag nachm. 3 Úhr: Nora. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Die Gastspielvorstellungen finden in folgenden Etablissements statt: Bernh. Rose- Theater. Stadt- Theater Moabit. Fröbels Allerlei- Theater. Prachtsäle des Westens. Neue Welt. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf., numer. Platz 50 Pf. " Carl Weiß- Theater. Große Frankfurter Straße Nr. 132. Blut- u. Direktion M. Ed. Fischer. Letzte Aufführung: Heute Freitag: rische ber Wurst in bekannter tadel loser Qualität. Rich. Augustin, Lindenstr. 69, Hof parterre. Frühstücks- und Mittagstisch. Sigungszimmer. Tel. Ami IV, 8729. Senta Wolfsburg. Anfang 8 Uhr. Sonnabend zum erstenmal: Die Diamanten des Sultans. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Hänsel und Gretel. Sonntag, nachm. 32 11hr: Der Weg zum Herzen Wohn- Bimmer- Teppiche. 20, 25.35 Herren- Teppiche. 15, 18.25 Teppiche. 6. 8. 14. Sofa50 Bett- Teppiche. 1,25 2,5% 5. bis " Außerdem offeriere zirka 680 Stück prima echt Velours, echt Arminster, echt Tournay, echt Brüssel, echte Perser und Orient, sowie echte Schmiedeberger Smyrna- Teppiche, hand: geknüpft, und echte Perfer und Orient in allen Größen und reicher Musterwahl, mit kleinen, unmerkbaren Musterfehlern, zum Feste für die Hälfte des regulären Wertes. 1262 Teppich- Haus B. Hurwitz, Rotes Schloß vis- à- vis dem National- Denkmal. Telephon Amt 1, 8311. Etablissement Buggenhagen Bakit Bag Deutscher Metallarbeiter- Verband. Moritzplatz.gr Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. In den unteren Sälen jeden Abend 8 Uhr: Verwaltungsstelle Berlin: Engel- Ufer 15. Militär- Konzert. Arbeitsnachweis: Bimmer 34. Amt 4, 3353. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Fritz Steidl- Sänger. Nach jeder Vorstellung im Kaisersaal Tanz. Otto Pritzkows Abnormitäten- Ausstellung Münzstraße 16. Täglich Borstellung Hauptbureau: 8immer 1-5. Amt 4, 9679. Sonntag, den 4. Dezember, vormittags 10 Uhr, in der ,, Neuen Welt", Hafenheide 108-114: General- Versammlung. Tages- Ordnung. 1. Erledigung des von der letzten General- Versammlung zurückgestellten Antrages betreffend die Unterstützung der durch Branchenstreiks in Mitleidenschaft lebender Kuriositäten! Bezogenen Arbeitslosen. 2. Antrag betreffend die Erhebung doppelter Beiträge für die Dauer der Medizinische Rätsel, Bewegung in der Gelbmetallindustrie, mindestens aber für zwei Monate. anatomische Wunder. Riesen! Zwerge! Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Die Bauanschläger- Bersammlung fällt wegen der Generalversammlung aus. із Die Ortsverwaltung. 192/8 Buchhandlung Vorwärts Zentral- Verband der Maurer. 69. Für die Weihnachtszeit empfehlen wir zu bedeutend herabgesetzten Preisen: Leopold Jacoby: Çunita. Ein Gedicht aus Indien in 10 Gesängen. Elegante Ausstattung. v. Wildenradt: ( Zweigverein Berlin. Sektion Pußer.) 134/15 Sonntag, den 4. Dezember, vorm. 10% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20 Mitglieder- Versammlung. Preis 2.50 m. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Waldeck Manasse. 2. Verbandsangelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht. Die örtliche Verwaltung. J. A.: H. Neumann. Preis 1.- m. . Bibaht: Der Zöllner von Klausen. Zentral- Verband der Handlungsgehülfen u. Gehülfinnen Deutschlands. Illustriert von C, M. Lilien. Bictor Sugo: 1793. 1989- mo Bezirk Berlin. T Beerdigungsverein Berliner Zimmerleute. Am 29. November starb nach langem Krankenlager im Alter von 61 Jahren unser Mitglied, der Zimmerer Herr Heinrich Brettschneider. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am 2. Dezember, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Matthäi Friedhofs in Schöneberg, Priesterweg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Zentral- Verband 4016 d. Zimmerer Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin und Umg.) Am Montag verstarb nach längerem Leiden under Mitglied Heinr. Brettschneider. Die Beerdigung findet heute nachmittag um 3, Uhr von der Leichenhalle des neuen MatthäiKirchhofes in Schöneberg am Priesterweg aus statt. Um rege Beteiligung bittet 255/13 Der Vorstand. Zentralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrs arbeiter Deutschlands. Hierdurch diene den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Karl Meyer Historischer Roman aus der franzöfifchen Preis 2. m. Heute Freitag, 2. d. M., abends 9 Uhr, in den Zentral- Leftfälen, Alte Jakobftr. 32: verstorben ist. Revolution. Für die Jugend: Gustav Schalt: Jm Märchenlande. Eine Auswahl guter Märchen. 1918 Für die reifere Jugend: Erdmann- Chatrian: Frau Therese. Eine Erzählung aus der Zeit der großen französischen Revolution. Ferner: M. Oeffentliche Versammlung. 22 Breis 1,50 m. Preis 1.- m. 234/4 5. G. Jentsch: Ein neuer Totentanz. M 18 Blätter in Quart( 23, X 31%, Bentimeter). Preis 2,50 m. In eleganter Mappe. Preis 2.50 m. odfor- 282/ 12 Es spricht Kollege Julius Kaliski über: Frauenarbeit im Handelsgewerbe. Handlungsgehülfinnen! Handlungsgehülfen! Gricheint zahlreich in dieser Versammlung. Die Ortsverwaltung. Stukkateure! Hiclinging odiow Laut Generalversammlungsbeschluß vom 17. Oftober d. J. ist die Arbeitszeit für Baustuktateure 9-9 Pärchen- und Bilderbücher find in reicher vom Auswahl und in allen Preislagen zu haben. ranz- u. Blumenbinderei Skala- Theater. Kr Linienftr. 132( a. d. Friedrichstr.) Sensationelles Programm! Angust kommt. Poffe mit Gesang in einem Alt, fowie bon H. Eckert, 98. Rottbuser Damm 98. 16. November bis 15. Januar eine siebenstündige, und zwar Anfang 8 Uhr, Frühſtüd Mittag 12-12% Feierabend 4 Uhr. Nur so können wir dem eintretenden Arbeitsmangel steuern, indem diese verkürzte Arbeitszeit wird! offenen Koksfeuern ist abzulehnen. berglasten Saufen und be: Jebe eftonige Sichtarbeit über die gegebene Zeit, das Arbeiten auf imDie Ortsverwaltung der Filiale Berlin des Zentralverbandes der Stukkateure Deutschlands. N. 37, Straßburgerstraße 17. Telephon: Amt III, 1447. 175/ 12* 71/10 Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung Berlin 1. Deutscher** Metallarbeiter- Verband Berwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Friedrich Kerkow am 29. d. Mts. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 2. Dezember cr., nachm. 3, Uhr, von der Leichenballe des Heilands- Kirchhofes in Blößensee aus statt. Rege Beteiligung erwartet 192/9 Die Ortsverwaltung, Für die herzlihe Teilnahme und die Kranzspenden bei der Beerdigung meiner Schwiegermutter Deutscher Holzarbeiter- Verband Deutscher Holzarbeiter- Verband. Karolina Meiling 30 internation. Spezialitäten. Seute Freitag, abends 8½ Uhr, im Gewerkschaftshauſe, Engel- Ufer 15: Sitzung der Ortsverwaltung. Anfang 7%, Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. Sanssouci. Rottbuser Tor Stat. der Hochbahn. Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger und Tanzkränzchen. Jeden Dienstag und Mittwoch: Theater- Abend. Conntag, den 4. BARERISA Sonntag, den 4. Dezember 1904, vormittags 10 Uhr: Bezirks Versammlung D nu es für Westen und Südwesten bei Habel, Bergmann- Strasse 5-7. Wisin Tages Ordnung: 92/14 Zahlstelle Charlottenburg. Sonntag, 4. Dezember, vorm. 10% Uhr, im„ Boltshaus", Rofinenſtr. 3: Außerordentl. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Die Aussperrung in der Holzindustrie. träge der Ortsverwaltung dazu. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. An 22/15 Die Ortsverwaltung. fage ich allen geb. Ernst und Ver wandten, insbesondere Herrn Manaffe für die liebevollen Worte am Grabe meinen trefgefühlteften Dank. 12752 Aana Meiling, Sedanstr. 34. Danksagung. Far die vielen Beweise herzlichster Teilnahme und die Kranzspenden bei det Beerdigung eines lieben Mannes und guten Baters Wilhelm Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. When Geppert Zweigverein Berlin. 1. Vortrag. 2. Wahl des Bezirksleiters, eines Beitragssammlers für Sektion der Gips- und Zementbranche. Gruppe: Rabitzspanner. die Bahlstelle 6 und Wahl von Mitgliedern der Werkstatt- Kontrollkommission. 3. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Am Sonntag, dem 4. Dezember, vormittags 10 Uhr, findet bei Jannascht, Inselstr. 10, die regelmäßige Die Zahlstelle 51 befindet sich vom Sonnabend, dem Mitglieder- Versammlung Sonnabend: Extra Vorstellung dantenstr. 65, sondern und Familienkränzchen. Bum Besten armer schulpflichtiger Kinder veranstaltet vom Verein der Schulfreunde. 76 Neues Programm. Mason und Bart Kom. Reckturner. Ernesto Rocco Mandolin.- Virtuose. Madeleine de Nocé Pariser Sängerin. Artemis Colonna Barfuß- Tänzerin. Launceston Elliot Pas de Fleurs Athlet. Blumentanz. M. Kara Meisterschaftsjongleur. Signora Carlotta Arab. Sängerin. Phantasie- Tänzerin. Walthour u. Kreamer Wettrennen. De Dio Aquamarinoff Russ. Gesangs- und Tanz- Truppe. Jacques Jnaudi Rechenkünstler. Der Biograph. ,, Berliner ArbeiterRadfahrer- Verein" Mitglied des Bundes , Solidarität“. Sonntag, den 4. Dezember, mitt. 1, Uhr nach Spandan, Bichelsdorferstr. 39. Start: Brandenb. Tor. bei Ladewig. 3. Dezember ab nicht mehr Komman Alte Jakobstr. 83 Prosit Böhmisches Brauhaus. BERLIN. bizof Empfehlen unser helles u. dunkles Tafelbier: Gambrinusbräu( Münchener) Nepomukbräu( Pilsener) Voran II. Dienstag, 6. Dezember, Böhmisches Brauhaus NO. abends 82 Uhr, im Elysium", Landsberger Allee 40/41, außerordentl. General- Versammlung. Sämtliche Mitglieder werden ersucht, zu erscheinen Eintritt nur gegen Borzeigen des Mitgliedsbuches. 128/13 Der Vorstand. 99 Fass Abteilung: Landsberger Allee 11/13. T. VII. 5088. FlaschenFrieden- Strasse 93. T. VII. 1670. Unsre Original- Abzug- Flaschenbiere in fast allen Kolonialwaren- Handlungen. 6221 der Spanner statt. Tages- Ordnung: 1. Die Mißstände in unserem Beruf und wie beseitigen wir dieselben? 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. 154/12 Verein der Bauanschläger Berlins u. Umgegend. 12742 fagen wir allen Sogen, Freunden und Bekannten unseren tiefgefühltesten Dant. Die trauerndes bst Sohn RESTE. Zur Damenmantel- Konfektion, Mädchen- und Knabengarderobe, Damentuche in schwarz und farbig, Kostümstoffe, Kammgarn, Cheviot, Corkskrew Plüsch, Sammete, Besatzartikel etc. KONFEKTION Fertige Jacketts, Paletots, Capes, Kostüm- Röcke etc. Sonntag, den 4. d. M., vormittags 10%, Uhr, bet Franke, Größte Auswahl. Billige Preise. Sebastianstr. 39: Versammlung. Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. NB. Der Arbeitsnachweis befindet sich bei August Schröder, Sebastianstr. 50. Dortselbst werden Beiträge entgegengenommen und Mitglieder aufgenommen. Bildhauer! 282/13 C.Pelz, Kottbuser- 4. Eine Mark wöchentliche Teilzahlung liefere eleg. tertige Herren- Moden Montag, den 5. Dezember, abends 8 Uhr, bei Habrecht, Bestellungen n. Maß, tadell. Auss. Große Frankfurterstr. 30: Oeffentliche Versammlung. Vortrag des Genossen Stusche: Die Aussperrung, ein Kampfmittel des Unternehmertums. Zahlreichen Besuch erwartet Die Agitationskommission der Bildhauer Berlins. Hut- Zentrale Ecke Oranienstr. 2 anteuffelstr. Großes Spezialgeschäft für Filz- u. Seiden- Hüte. Großes Lager in Herren- Wäsche, Krawatten, Handschuhen, Trikotagen, Schirmen, Stöcken Mützen. ut. 30/15 Streng reelle Bedienung in eigener Werkstatt. Spezialgeschäft für Herren Bekleidung. Kein Waren- Kredithaus. J. Kurzberg, An der Jannowitbrücke 1, 1. Bahnhof Jannowißbrüde. Die weltbelannte Bettfedern- fabrik GuftabLuftig, Berlins., Prinzen ftraße 46, verfendet gegen Nachnahme garant.neue Bettfedern d. 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