Nr. 287. Abonnements- Bedingungen: bonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. " Mittwoch, den 7. Dezember 1904. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Mr. 1984. " " I wendigkeit erscheinen, daß den Hereros für ihre Herden weite bare Geschichte von der Fruchtbarkeit unserer füdafrikanischen Die Vernichtung der Hereros. Gebiete zur Verfügung stünden. Um das Land und seine Sandwüste erzählt haben, sind eben Leute, die keine genügenden In unserer vorletzten Nummer konstatierten wir, daß die Stulturfähigkeit zu beurteilen, muß man lange Jahre im Lande Kenntnisse der Landesverhältnisse besigen. Die Missionare, amtliche Herero- Denkschrift zugestanden habe, daß der Land- zugebracht haben, um sich ein richtiges Urteil darüber erlauben die viele Jahre lang die Boden- und klimatischen Ver und Viehraub in Südwestafrifa nicht nur von einzelnen zu können, denn einer Reihe von guten Jahren pflege eine hältnisse zu studieren Gelegenheit hatten, sind ganz anderer Reihe ebenso schlechter Jahre zu folgen, eine Tatsache, die Ansicht. Händlern oder Farmern, sondern ganz allgemein von in vielen Gegenden Südafrikas festgestellt sei. Wenn nun Nach den Darstellungen der Missionare, wir betonen es den häufig unbemittelten, aber um so raubgierigeren Kolonisten ein Beamter nur eine Reihe guter Jahre erlebt nochmals, kann man es den Hereros nicht verdenken, wenn betrieben worden sei. Wir gaben in dieser Notiz bereits habe, müsse er sich eine ganz einseitige Meinung von sie sich endlich zum Verzweiflungskampfe gegen ihre Unterunserem Erstaunen Ausdruck, wie die Denkschrift am Schluß der ihrer Darlegungen zu der ganz wundersamen Auf- machen. Wolle man also die Existenz der Hereros sichern, Kulturfähigkeit und der Ergiebigkeit des Landes drücker emporrafften. fassung gelangen konnte, daß diese Eristenzvernichtung der so müsse man unbedingt Reservate schaffen. Und noch eins. Graf Bülow erklärte, daß die deutsche Hereros trotz alledem nicht die unmittelbare" Ursache sich Es frage Regierung nicht so grausam" sei, die„ halb verhungerten und der Empörung gewesen sei, vielmehr hätten sich die freiheit ich freilich, ob man darauf hinarbeiten wolle, ob die Hereros berdurfteten" Herero- Banden erbarmungslos niedermegeln der Empörung gewesen sei, vielmehr hätten sich die freiheit ihre unabhängige Lebensweise weiter führen sollten, oder ob zu wollen". Diese Erklärung hat nicht das Gewicht einer liebenden Eingeborenen die Herabdrückung" durch die man sie in ein Hörigkeitsverhältnis zu den Weißen zu zwingen Feder! Hat man doch bisher nicht das geringste davon Deutschen nicht gefallen lassen wollen. Diese Schlußgedenkt; das erstere sei aber der allein richtige Weg, gehört, daß man in Unterhandlungen mit den verschmachtenden folgerung ist so bar aller Logik, daß es unbegreiflich wenn man nicht ein verkommenes und verlumptes Volk heran- Hereros eingetreten sei. Vielmehr hat General Trotha noch ist, wie sie zu Papier gebracht, geschweige gedruckt dem bilden wolle! in den letzten Tagen ausführliche Berichte eingesandt über die Reichstage vorgelegt werden konnte! Die ,, Herabdrückung", von Am 21. April 1902 wiederholt die Rheinische Missions Truppenbewegungen, durch die die umherschweifenden Hereros der die Denkschrift spricht, bestand eben nicht nur in einer gesellschaft ihre Vorstellungen mit noch größerem Nachdruck; vollständig vernichtet werden sollten. Graf Bülow wird Beleidigung des nationalen Stolzes der Hereros, sondern in bei der ihr gewordenen Antwort könne sie sich nicht beruhigen, also erst einmal durch die Tat beweisen müssen, daß er wirklich einer vollständigen Vernichtung ihrer Existenz. Die Denkschrift durch die bisherige Politik entstehe eine drohende große Ge- der humane Mann ist, der zu sein er versichert hat. Da er konnte freilich nicht umhin, zuzugeben, daß in unverschämter fahr. Die Erklärung des Gouverneurs Leutwein, daß die es ja selbst für grausam" und" töricht" erklärt hat, die Weise eine Raub- und Unterdrückungspolitik gegen die Hereros Zeit für die Regelung der Reservatangelegenheit im Herero- Eingeborenen einfach aufzureiben, sollte er schleunigst die nötige getrieben worden ist, strozen doch die Eingaben der lande noch lange nicht gekommen sei, könne sie Weisung an den General Trotha ergehen lassen, damit endlich den Missionare an das Kolonialamt förmlich von Beweisen unmöglich beruhigen, es sei vielmehr ihre Pflicht, immer Borerjagden gegen die Hereros ein Ende gemacht wird. dafür, in welch unerhörter Weise namentlich der Landraub an wieder von neuem auf die Notwendigkeit der Schaffung lange dies nicht geschieht, können wir die Erklärung des den Eingeborenen verübt wurde, ein Landraub, durch den den der Reservate hinzuweisen. In diesem Briefe wird eine Grafen Bülow nur als das ansehen, für was gestern der Hereros jede Existenzmöglichkeit an der Wurzel abgeschnitten wurde. Aber diese Eingaben der Missionare beweisen nicht ganze Reihe von Beispielen angeführt, wo durch den Ankauf Genosse Bebel alle die schönen Phrasen unserer besitzenden nur, welche wüste Raubpolitit von den Kolonisten gegen die on Weideland den Hereros bestimmter Distritte ihr legtes Klassen erklärt hat! Stück brauchbares Weideland abgenommen sei. Diese Gefahr Hereros verübt wurde, sondern sie beweisen vor allen Dingen auch, drohe einer ganzen Reihe der übrigen Stämme. Die Deutsche daß das Gouvernement und das Kolonialamt jahrelang voll- Kolonial- Zeitung" habe ja freilich erklärt, es entspräche nur ständig taub gewesen sind gegen die immer wiederholten Be- dem Zwecke der Kolonisation, daß das Land überhaupt aus ständig taub gewesen sind gegen die immer wiederholten stürmungen der Missionare. Alle Appelle an die verantwort- den Händen der Eingeborenen in die der Weißen übergehe, lichen Stellen, doch endlich einmal etwas gegen die Räuber- die Eingeborenen hätten einfach zu weichen und sich in Serr Liebermann bon Sonnenberg, der Etatsredner der prattiken der Kolonisten zu unternehmen, und durch Schaffung den Dienst der Weißen zu begeben. Sie müßten neu firmierten wirtschaftlichen Vereinigung, wächst sich immermehr von Reservaten den Eingeborenen die fernere Lebensmöglich aber ganz entschieden gegen diesen Standpunkt protestieren. zum eigentlichen Wortführer der bürgerlichen Parteien des Reichskeit zu sichern, prallten an der Gleichgültigkeit sowohl des Es entspreche nicht der Würde und der Ehre des Reiches, tages aus; er redet wirklich den Leuten aus der Seele und aus dem Gouvernements als des Kolonialamtes ab! Vergebens er- daß eine solche Kolonialpolitik vertreten werde. Laute doch der Geist, er sagt das, was die anderen nur deshalb nicht reden, weil innerten die Missionare daran, daß es sich mit der Würde innerten die Missionare daran, daß es sich mit der Würde bekannte Schutz- und Freundschaftsvertrag mit den Hereros sie den Ruf der äußerlichen Vornehmheit wahren wollen. der deutschen Nation nicht verträge, entgegen feierlichen Vervom 23. Dttober 1895 folgendermaßen: derben, ungelenken Späße des Mannes begeistern das hohe Haus, sprechungen von allerhöchster Stelle" diese Raubpolitik zu und es traut dem parlamentarischen Vertreter der Heffischen Spreedulden. Es war alles vergebens; die Räuberpolitik wurde wälderinnen" die Kraft zu, ordentlich auf die Sozialdemokratie losnur noch in erhöhtem Maßstabe und beschleunigtem Tempo zudreschen. So lange der Graf Püdler tein Reichtagsmandat hat, fortgesetzt, sodaß der Aufstand der Hereros gar nicht ausbleiben wird Liebermann von Sonnenberg die unbestrittene Führerrolle, zum founte! mindesten der Rechten, behalten. " Politifche Ueberlicht. Berlin, den 6. Dezember. Der Zirkusdirektor So Die Der Oberhäuptling Maherero bittet Seine Majestät den deutschen Kaiser, die Schuhherrschaft über ihn und sein Volt zu übernehmen. Se. Majestät der deutsche Kaiser nimmt dieses Gesuch an und sichert dem Maherero seinen allerhöchsten Schuh zu." In dem Brief heißt es dann wörtlich: ,, Unserer bescheidenen Allerdings erschöpfen selbst diese Vorstellungen und Dar- Meinung nach verträgt sich dieses Kaiserwort schlecht mit einer Allerdings wurde es Herrn Liebermann am Dienstag leicht gelegungen der Missionare bei weitem nicht das gesamte den solchen Stellung der Regierung." macht, das Zwerchfell der Reichstagsmehrheit zu gewinnen. Niemals Hereros zugefügte Unrecht. Es ist da wohl von dem Land- In demselben Briefe wird dann ferner auf die standa- floß eine Etatsdebatte so trübfelig dahin. Für die Konservativen und Viehraub die Rede, nicht aber von der zügellosen lösen Handelspraktiken der Händler hingewiesen. Es sei gar reckte ein Freiherr v. Richthofen Damsdorf die Beredsamkeit Brutalisierung der Eingeborenen. Es ist nicht von nicht selten, daß den Hereros von den Händlern auf Borg, oder des konservativen Fraktionsvorsitzenden v. Normann zwar nicht den Brutalitäten des Prinzen Arenberg die Rede, der einen wie man dort zu Lande sehr bezeichnend sagt, auf Bankerott" inhaltlich, aber doch quantitativ solange, bis eine Etatsrede herausmit den einflußreichsten Häuptlingsstämmen verwandten ein- alle möglichen Waren, namentlich unnötiger Tand verkauft tam. Ihm folgte Dr. Sattler, der dem wiedergewonnenen Baffergeborenen Unteroffizier in der scheußlichsten Weise massatrierte, würden. Die Händler ermunterten die Hereros auf alle mann anscheinend das Feld noch nicht räumen will und der diesmal es ist nicht die Rede von den zahllosen Prügel- Weise zum Kreditnehmen, so lange fie noch irgend welches nicht mehr Leder, sondern mit zähem Leim bestrichene Bierfilze strafen, die wegen geringfügiger Vergehen über Hereros Vieh oder Land befäßen. Leider sei eine Verordnung des redete, so zäh quollen die Worte aus dem Archiv seiner Zähne. Auch verhängt wurden, es ist nicht die Rede von der Ver- Gouverneuers vom 11. Januar 1899 gegen dieses Verfahren Müller Sagan, der für die freisinnige Volkspartei stellvertretend, gewaltigung der Hererofrauen usw. Aber selbst der Händler schon am 23. Februar dieses Jahres wieder wegen Eugen Nichter's Erkrankung, redete, vermochte nicht zu interwenn alle diese Scheußlichkeiten nicht vorgekommen wären, suspendiert worden. Offenbar habe der Gouverneur dem effieren, obwohl der gut geübte Chor feiner recht vereinzelten„ Freunde" schon das Anklagematerial, welches in den Eingaben der Drängen der weißen Ansiedler oder Händler nachgegeben. nach jedem Satz durch beifällige Zwischenrufe begeisterte Volksstimmung Missionare zusammengetragen ist, reicht vollständig Der Begriff sei so ziemlich dasselbe, denn tatsächlich gebe es zu erzengen suchte. aus, um den Herero- Aufstand zu erklären und alle die nur sehr wenige der sogenannten" Ansiedler", die nicht gleich- Bom alten, rüftig polternden Herrn v. Kardorff, der folgte, an den Farmern begangenen Morde reichlich zu entschuldigen. zeitig oder gar ausschließlich Händler seien. Manche erwartete man einige Heiterkeit. Aber auch er enttäuschte. In der Politik Diese Anklagen sind so vernichtend, daß wir die Stirn der von ihnen hätten so viel Farmen erworben, daß sie schwört er auf Anton v. Werner der sich hier Graf Bülow nennt, Regierung nicht begreifen können, die da behauptet, daß sie offenbar Landspekulationen betreiben wollten. Die Regierung er ist ein grimmer Feind aller Sezeffion, und ist jezt geradezu un,, ehrlich bemüht gewesen" sei, die Eingeborenen gegen die möge doch endlich den Vorstellungen der Missionare entsprechen, wahrscheinlich zufrieden; wenn nun noch das rasende Tempo der ,, natürlichen(!) Folgen des Zusammenstoßes von Kultur und denn wenn sie auch einseitig das Wohl der Eingeborenen zu Sozialreform gestoppt und die Sozialdemokratie vom starken Mann Unkultur nach Möglichkeit zu sichern". Auf welcher Seite vertreten schienen, so könnten sie doch getrost behaupten, daß erwürgt wird, dann sind seine letzten Wünsche befriedigt. Uebrigens Kultur und Unkultur lag, mag das Folgende beweisen: sie damit das wahre Wohl und die gesunde Entwicklung der entwickelte Kardorff eine erstaunliche Kenntnis russischer Zustände: In einer Eingabe der Rheinischen Missions Kolonie erstrebten. Er erzählte dem Hause, daß die Russen bei den Semstwoberatungen gesellschaft vom 12. Februar 1901 wird darauf hin- Alle diese Vorstellungen begegneten tauben Ohren. Der auf Stühle steigen, wenn fie reden; glaubt die Versammlung, daß gewiesen, daß die Hereros ihre frühere Lebensweise, bei der sie Gouverneur kam diesen Wünschen entweder überhaupt nicht der Redner genug gefagt habe, so entzieht man ihm einfach mit sich lediglich durch Viehzucht ernährten, bei dem so bedeutend nach, oder aber wenn Reservate geschaffen würden, so wären dem Stuhl das Wort. Die Beredsamkeit Kardorffs wird zwar durch verminderten Landbesitz nicht fortsetzen könnten, sondern daß sie doch so klein und so wenig günstig, daß dadurch die keinen wirklichen Stuhl gehoben, aber man hat doch immer den sie sich dem Ackerbau zuwenden müßten, aber dieser Ackerbau Existenz der Eingeborenen durchaus nicht gesichert war. Heißt Eindruck, als ob er jeden Augenblick vom Stuhle seines Geistes sei für sie deshalb unmöglich, weil bis jetzt nur in den Fluß es doch in einer Verfügung des Gouverneurs Leutwein, daß fallen möchte. betten und nur in sehr beschränktem Umfange Korn habe zwar dem Interesse der Eingeborenen und der Mission Erst Herr Liebermann v. Sonnenberg brachte dann den bürgergebaut werden können. Ob Kornbau auch auf dem übrigen entgegenzukommen sei, jedoch nur so weit, als es die Be- lichen Parlamentarismus auf seine Höhe. Ms Jdeal seines Lebens Lande möglich sei, das sei noch eine offene Frage. In siedelung des Schutzgebietes mit Weißen zulasse! So sah die verkündete er:„ Ich möchte Birkusdirektor fein!" Um die Beeinem Briefe derselben Missionsgesellschaft vom 14. Ottober 1901 Stultur" aus, die die deutsche Regierung den Eingeborenen in fähigung zu diesem ersehnten Amte nachzuweisen, redete er höchst wird die Forderung des vorigen Briefes, doch endlich für Südwestafrita brachte! Sie bedeutete für die Eingeborenen ausgiebig. Er schlug vor, die Judenschaft vom Heeresdienst ausSchaffung von Eingeborenen- Reservaten zu sorgen, damit die Enteignung von Land und Vieh, d. h. völlige Unterdrückung zuschließen und sie dafür zu befteuern. Er erklärte die Russen für Hereros nicht verhungern müßten, von neuem bringlicher ihrer Existenz, Brutalisierung, Unterdrückung trots aller die Borkämpfer der weißen Raffe gegen die gelbe Gefahr. Er ererhoben: es müßten schon jest Refervat- Bestimmungen er feierlichen Erklärungen über den Schutz, den der deutsche zählte von einem japanischen Offizier, der in der Trunkenheit folgen. Die Auffassung, daß das Hererogebiet ja noch sehr groß, Kaiser über die Eingeborenen laut Vertrag ausüben zu wollen alle Japaner faufen bekanntlich das fürchterliche Geund deshalb Reservate nicht nötig seien, lasse vollständig die erklärt hatte. heimnis verraten habe, Japan wolle stiautschou erobern, Natur des Landes außer Acht, nur in den engen Flußtälern, Wie wir aus den Vorstellungen der Missionare ersahen, wozu sich beiläufig Deutschland beglückwünschen könnte. Er die noch dazu der verheerenden Ueberschwemmung ausgesetzt sind alle die Versicherungen des Reichskanzlers in seiner vor- sprach von der falten Teufelsfauft Bebels und proflamierte als seien, sei Ackerbau mit Erfolg zu betreiben. Die ganz geftrigen Rede über die angebliche Fruchtbarkeit Grundsatz der Sozialdemokratie: Eigentum ist Diebstahl! Als er unberechenbaren Regenverhältnisse, die in allen Monaten des füdwestafrikanischen Sandfeldes nichts als Illufionen. Graf aber gar zum Schluß der Sozialdemokratie zurief: Sehen Sie sich gelegentlich eintretenden Fröste und endlich die in jedem Jahr Bülow verstieg sich ja dazu, zu erklären, daß der Boden mur um, auch bei Ihnen gibt es Roués, Modegeden, Prozen, Auswiederkehrenden Heuschreckenplagen machten allen Ackerbau zu von Südafrika um nichts schlechter sei als der Boden des beuter, Trottel, und diese Betrachtung in das Heilandswort: ciner sehr prekären Sache. Es werde wohl dabei bleiben benachbarten Britisch- Südwestafrikas. Ein Land also, in dem Dtterngezücht" zusammenfaßte, da ging ein Jauchzen durch die müssen, daß die Hereros ihren Unterhalt nach wie vor durch Flüsse und Quellen so gut wie überhaupt nicht existieren, befreiten Gemüter der bürgerlichen Parteien. Der Birkusdirektor die Viehzucht gewinnen müßten. Die geschilderten klima wird hier mit dem flußreichen Britisch- Südwestafrita ver hatte mit einer Glanznummer geschlossen. tischen und Bodenverhältnisse ließen es als zwingende Not- Iglichen. Die Herren, welche dem Grafen Bülow die wunder- So ging der Tag zu Ende, = " Die Finanznot. Glauben und Rasse, mit Festigkeit gewahrt werden müßten. Es verwaltung sei. Konnte man sich eine passendere Einleitung Die Kölnische Volkszeitung" glaubt aus einer Bemerkung des habe sich als sehr schwierig erwiesen, von Rußland für die wünschen? Reichs Schatzsekretärs entnehmen zu dürfen, daß die Regierungen, amerikanischen Bürger jüdischen Glaubens die Bewilligung Pokerrecht. dem Zwang der Verhältnisse folgend, auf die Erhöhung der Tabak- des Rechts zu erreichen, Bässe zu erhalten und in Rußland zu leben. Wenn ein amerikanischer Bürger, Jude oder Christ, Die Oldenburgischen Nachrichten für Stadt und Land" ziehen und Biersteuer Verzicht leisten. Angeblich soll jetzt an eine quotisierte sich in Rußland schlecht führe, fönne er ausgewiesen werden; in einem langen Artikel das" Fazit" des letzten Ruhstrat- Prozesses. Reichs- Vermögenssteuer gedacht werden, die auf die Vermögen über führe er sich aber so wie es sich gehöre, so sei es ein Unrecht. Jede Zeile verrät das Bemühen, sich zwischen der Rücksicht auf die 100 000 m. progressiv von 1/2 bis zu 5 pro Tausend oder mehr, je ihm nur auf Grund seiner Rasse oder seiner Religion den immer noch Hochmögenden und der erbitterten öffentlichen Meinung nach Bedarf, gelegt werden soll. Wenn, so meint die Kölnische Paß zu verweigern, und die Vereinigten Staaten seien be hindurchzuwvinden. Das bürgerliche Blatt konstatiert zwar, daß der Volkszeitung", auf diese Art jährlich 250 bis 300 Millionen aufrechtigt, gegen solches Unrecht Einspruch zu erheben. Die Justizminister glänzend gereinigt sei, aber diese offizielle Versicherung gebracht werden, so dürfte manchem die Zustimmung zu militärischen starke Waffe der Regierung, heißt es in der Botschaft weiter, durch ist doch nur als diplomatische Schutzbehauptung vorausgeschickt. und kolonialen Ausgaben erleichtert werden, auch könnten dadurch welche die Regierung ihren Rechten in internationalen Angelegen- Ueber die Verhaftung des unglücklichen Kellners Meher schreibt „ andere drückende Steuern, welche die wirtschaftlich Schwachen hart heiten Achtung verschaffe, sei die Flotte. In deren weiterem das Blatt: Die Botschaft belasten, zum Beispiel die Salzsteuer, fünftig ganz in Wegfall Ausbau dürfe kein Stillstand eintreten. befürwortet den Bau von Torpedo bootszerstörern fommen". Das Zentrumsblatt eröffnet ganz nette Aussichten zur Reichsfinanzfrage, deren Verwirklichung ganz in der Kraft des Zentrums liegt. Es wird sich zeigen, ob diese Partei endlich ein wenig Wort halten wird. Die konservative Presse will natürlich von neuen Steuern für die Reichen nichts wissen. Die, Kreuz- Zeitung" sagt: " Nach unserer Auffassung kann das Reich nur durch Erschließung neuer Einnahmequellen auf eine gesunde finanzielle Grundlage gestellt werden, und diese Einnahmequellen können, wenn man nicht die Autonomie der Einzelstaaten bezüglich ihres Steuerwesens völlig beseitigen will, nur auf dem Gebiete der indirekten Steuern gefunden werden. Davon will aber die Partei des Abg. Spahn zur Zeit nichts wissen. Die Hoffnung auf die Wiedergewinnung einer gesunden Grundlage für die Reichsfinanzen wird also einstweilen noch aufgegeben werden müssen." Und die" Post", welche sich soeben in rohen Schmähungen über die" Hetzereien" Bebels ergeht, betreibt wie folgt die Aufhegung Wenn das Zentrum sich vorläufig auch noch gegen eine Erhöhung der Steuern auf reine Genußmittel( Bier und Tabak!) sträubt, so wird es, wenn die Partei es ernstlich mit ihrer Verantwortlichkeit nimmt, doch nicht umhin können, schließlich in die volle Nutzbarmachung dieser reichen Einnahmequellen des Reiches zu willigen, wenn die Regierung mit der nötigen Entschlossenheit nach dieser Richtung hin vorgeht und hinter ihre Vorlagen den nötigen Nachdruck setzt." der in Genüssen schwelgenden Bevölkerungsmenge: "' Zu den Riesensunumen, die das arbeitende Volk durch schmähliche Verkümmerung aller Lebensbedürfnisse aufbringen muß, soll es auch auf Bier und Tabak erhöhte Steuern tragen. Dá fließen die „ reichen Einnahmequellen des Reiches"! Aber die Vermögen der armen Reichen dürfen nimmermehr angetastet werden. und bon Unterseebooten; das Flottenpersonal müsse auf den höchsten Grad der Leistungsfähigkeit gebracht werden. Bezüglich des Heeres betont die Botschaft, daß dieses mehr Offiziere benötige; ferner sei es wichtig, daß die Offiziere sich in der Führung größerer Massen üben, und daß die Nationalgarden der einzelnen Staaten sich an das Manövrieren im Felde, besonders in Verbindung mit der regulären Armee, ge= wöhnen. Endlich erwähnt die Botschaft noch die Philippinen. Der Präsident spricht die Hoffnung aus, daß die Philippinen schließlich soweit selbständig werden, daß sie zu den Vereinigten Staaten in ein Verhältnis treten, wie es für Kuba besteht. Die Aufgabe Amerikas auf den Philippinen entspreche, wenn auch nicht genau, der Aufgabe der anderen großen Kulturmächte, die Besitzungen im Osten haben; mehr aber als diese bemühe Amerika sich, die Eingeborenen dahin zu bringen, daß fie immer größeren Anteil an der Regierung nehmen können. „ Ein psychologisches Rätsel! Die Auffassung, Meher könne doch noch Recht haben, wird von normalen Menschen nicht geteilt werden können, da das eidliche Zeugnis so vieler ehrenwerter Leute unwiderleglich dartut, daß in der von ihm behaupteten Zeit feine„ Lustige Sieben" gespielt worden ist. Der Mensch muß verwirrt und verrannt sein, daß er auf seinen jedenfalls seiner Ueberzeugung entsprechenden Angaben troß wiederholter Mahnung des Vorsitzenden und obwohl ihm der Staatsanwalt noch im letzten Augenblick wohlmeinend die Hand zum Rückzuge bot, dennoch beharrte und daraufhin eine unausbleibliche Folge wegen Meineidsverdachts in Haft genommen wurde. Weinend folgte er dem diensttuenden Gendarmen. Das hat man davon, wenn man die volle Wahrheit sagt!" rief er der Frau Biermann anklagend zu, als er an ihr vorbeigeführt wurde. Daß er wissentlich die Unwahrheit bekundet hat, nimmt auch das Gericht nicht an. Er wird sich, höchstwahrscheinlich wegen fahrlässigen Meineids, demnächst vor der Straffammer zu verantworten haben." 11 Das psychologische Rätsel bildet nicht der Zeuge Meyer, dem mit einem ganz ungewöhnlichen Eifer nahegelegt wurde, seine Aussagen zurückzunehmen, sondern das gegen ihn eingeleitete Verfahren. Wie letzten Jahren getrieben hat. Sie atmet den Stolz und das Selbst- fast ist jedem Prozesse stand auch hier Aussage gegen Aussage; Die Botschaft entspricht ganz der Politik, die die Union in den bewußtsein der neuen Großmacht. Ihr Hauptgewicht liegt auf der auch die anderen Zeugen konnten sich irren, jedenfalls fehlte jeder psychologische Grund, warum der Zeuge bei einer falschen Betonung der Weltpolitik und des Militarismus, Aussage durchaus beharren wollte, da er ja die Gefahr dieser namentlich des Wassermilitarismus. Heer und Flotte sollen Aussage bei seiner sozialen Stellung wohl kannte. Es gibt nur immer mehr ausgebaut werden zur Erhaltung des Friedens! eine vernünftige Deutung des Verhaltens des Zeugen, daß er das Die Friedensphrasen sind recht fadenscheinig. Schwächere Nationen Bewußtsein hatte: Jede andere Aussage sei ein Meineid. dürfen nicht unterdrückt werden, proklamiert der Räuber des feinen Umständen durfte man aus dem bloßen Widerspruch der spanischen Kolonialbesizes! Doch elende Heuchelei ist Beugenaussagen das Recht ableiten, gerade denjenigen Zeugen zu verhaften und dadurch dessen Zeugnis von vornherein zu entwerten, der allen kapitalistischen Regierungen eigentümlich! von allen Personen, die im Prozeß erschienen, gerade derjenige ist, der das geringste, der gar kein Interesse daran hatte, so oder anders auszusagen. " ant. Unter Die abermalige Ankündigung einer Trustgesetzgebung bewegt sich in den abgedroschenen, zu nichts verpflichtenden Redens arten. Roosevelt denkt natürlich nicht daran, dem Großkapitalismus, der eben erst die Wahlkosten für ihn aufgebracht hat, auch nur halbWie man den Hauptbelastungszeugen durch den Verdacht des Die" Post" ermahnt die Regierung zur Steuer Entschloffenheit, wegs ernsthaft zu Leibe zu gehen. Meineides erledigte, so hat, wie bekannt, der Justizminister Ruhzu nötigen Nachdruck". Die„ Post" ist aber in ihren Mahnungen Entschiedenere Töne schlägt sie schon gegen das Proletariat strat den Verteidiger des Angeklagten dadurch unschädlich zu an die Regierung fast ebenso dumm wie in ihrem Geschimpf gegen Vielleicht bezieht sich der Passus von der nicht zu duldenden machen gewußt, daß er als angebliche Erzählung der Frau Bierdie Sozialdemokratie; die Regierung wird sich weislich hüten, die Pöbelherrschaft" auch auf den fortschreitenden Sozialismus, der mann die Behauptung wiedergab, Dr. Sprenger stehe selbst mit den Steuerfrage zur Wahlparole zu machen. In dieser Un- freilich seinen Siegesmarsch auch ohne gnädige Erlaubnis der inkriminierten Artikeln in Zusammenhang. Fran Biermann selbst ermöglichkeit wiederum liegt die Stärke der Zentrumspartei, Raubſtaaten fortsegen wird. Die sozialpolitischen An- lärt nun öffentlich: auf welche die volle Verantwortlichkeit fällt, wenn sie nicht endlich fündigungen sind recht dürftig, zudem bleibt ihre Erfüllung erst abzuwarten. Das Verbot der Frauenarbeit in die Regierung nötigt, die starken Schultern" gebührend zu be- erst lasten, wenn sie wieder durch Anleihebewilligungen und fleinlich Fabriken zeugt von phili ströser Rückständigkeit. unzulängliche Aushilfsmittelchen die Mißwirtschaft der Reichsfinanzen räumen wird, liegt noch in grauer Ferne. Zudem ist ja die SelbstDie Zeit, wo man den Filipinos eine Selbstverwaltung einverwaltung ubas auch nur eine scheinbare! ſtützt." Die Botschaft Roosevelt's So ist die Proklamation Roosevelts alles in allem nur eine Kundgebung des im Siegesbewußtsein schwelgenden, Weltmachtgelüften nachjagenden Großkapitals. Deutsches Reich. Preußischer Städtetag. „ daß das vom Minister Ruhstrat angeblich gehörte und vor Gericht wiedergegebene Gerücht, ich hätte behauptet, der„ Protest" Artikel im„ Residenzboten" sei von Herrn Dr. Sprenger vorher durchgelesen oder gebilligt worden, eine Berleumdung ist. Mit der Verbreitung dieses Gerüchtes kann nur der Zweck verbunden gewesen sein, Herrn Dr. Sprenger sein Amt zu verekeln und uns dadurch des Rechtsbeistandes zu berauben. Ich habe keinerlei Anlaß gegeben, daß dieses Gerücht, falls es wirklich vorgelegen hat, entstand. Ueber die moralischen Wirkungen der Ruhstratschen Aeußerungen Alles schreibt unser Banter Parteiblatt unter der Spitzmarke: potert": " Eine Folge des Rubstrat- Prozesses ist, daß am Sonntag in Stadt und Land viele Wißbegierige zusammenfamen, um sich in die Geheimnisse des Pokerspiels einweihen zu lassen. Wie bei fast allen Glücksspielen das Pokerspiel ist nur durch ein Ministerhebt einleitend hervor, daß die Vereinigten Staaten sich fortdauernd bemerkenswerten Gedeihens erfreuen. Mit Recht werde in solcher Zeit mehr als in ungünstiger zu größeren Ausgaben für dauernde Zwecke, für den Bau von Schlachtschiffen, Forts, öffentlichen Gebäuden und die Verbesserung von Wasserstraßen geschritten; auf Vermeidung unnötiger Aufwendungen sei jedoch gleichwohl beständig zu achten. Die Regelung der Fragen von Kapital und Arbeit sei durch die Trennung der Machtbefugnisse der Bundesregierung und der Einzelstaaten er- Der diesjährige preußische Städtetag, über dessen Verhandlungen wort in Oldenburg als harmloses Spiel erklärt worden schwert. Besonders zeige sich diese Schwierigkeit hin- wir an anderer Stelle berichten, hat für seine Beratungen zwei besteht die ganze Geschicklichkeit des Spielers darin, durch anfängs sichtlich der Gesetzgebung über das Arbeiten mit un- Tage in Aussicht genommen. An erster Stelle sollte am Dienstag liches Seßen kleinerer Summen seine Mitspieler zu locken, immer geheuren Kapitalien. Auch zum Schutze der Nechte der über das Baufluchtlinien- Gesez verhandelt werden, sodann wollte höhere Summen zu setzen. Sind dieselben in die Falle gegangen, Arbeit, wie andererseits gegen Uebergriffe der Arbeiter man sich mit dem Entwurf des Wohnungsgesetzes beschäftigen, und so setzt er selbst eine so hohe Snmme, daß die übrigen Mitspieler organisationen einzuschreiten, stehe der Bundesregierung als letztes follte die Besprechung der Rechte" der Städte an ihren verblüfft und in den Glauben versezt werden, er habe so hohe nur selten das Recht zu; gegen Ausschreitungen der letzteren müßten Schulen herankommen. Diesen dritten Punkt hatte man sich wohl als Karten, daß die ihrigen nicht heranreichen. In den meisten Fällen aber alle guten Bürger und öffentlichen Diener Front machen. Die Krönung des Ganzen gedacht. Er sollte eine machtvolle Kundgebung passen sie dann. Pöbelherrschaft dürfe in keiner Form geduldet werden. Die Lohn für die gefährdete Selbstverwaltung der Kommunen sein ein Das Spiel ist ein sogenanntes Vierblatt. Jeder Spieler ist arbeiter hätten aber Anspruch auf besonderen gesetzlichen Schutz; in Protest des freien Bürgertums", der der Staatsregierung imponieren bestrebt, vier gleichwertige Blätter zu bekommen, die in der Reihenihrem Interesse folle nach Mäglichkeit ein strenges Haft- und einen würdigen Abschluß des Städtetages bilden würde. Aus folge Aß, König, Dame, Bauer, bis himmter zu den sechs Augen pflichtgesetz durchgeführt werden. Der Präsident empfiehlt äußeren Gründen mußte aber die Tagesordnung geändert bewertet werden. Ist der Spieler im Besize seiner vier Blätter, sodann Maßregeln gegen die immer häufiger werdenden Eisenbahn- werden, so daß der Schluß in die Mitte geriet. Die Protest so hat er das Recht, wie beim Dreiblatt, sie zu ergänzen, indem unfälle, kündigt eine Sonderbotschaft über den Gruben fundgebung fiel auch gar nicht so eindrucksvoll aus, wie man's arbeiter Auns stand in Kolorado an und erklärt es für gehofft hatte. Die Referate wie die Diskussion bildeten von Anfang wünschenswert, daß das Bureau für Arbeiterwesen eine Zusammen- bis zu Ende eine fast tragikomisch wirkende Illustration zu dem stellung der Fabrikgesetzgebung der Einzelstaaten ausarbeite. Die Bot- Märchen von der Selbstverwaltung der Kommunen. schaft wendet sich sodann der Frage der Behandlung der großen Ueber das Baufluchtlinien Gesez sprachen OberKorporationen zu und führt aus, daß solche notwendig seien, doch sollten sie bürgermeister Wilms Posen und Oberbürgermeister Dehlermit gebührender Achtung der Interessen des großen Halberstadt. Ihre Referate, denen die Delegierten fein übergroßes Publikums geleitet werden. Die Ergänzung der auf die großen Interesse entgegenzubringen schienen, gipfelten in der Forderung, Korporationen bezüglichen unzulänglichen Geseze follte nicht im daß um der Gemeinden wie um der Grundbefizer willen das Flucht Geiste der Feindseligkeit, sondern mit dem ernsten Be- linien- Gesetz zu mildern sei. " " = = er von den übrig gebliebenen Karten eine oder mehrere kauft und dadurch versucht, so viele gleichwertige Karten wie möglich in seinen Befiß zu bekommen. Der rücksichtsloseste Mensch wird den raffiniertesten Pokerspieler abgeben. Daß eine weitere Geschicklichkeit als die genannte zu dem Spiele gehöre, ist unzutreffend. Wir stimmen daher dem preußischen Oberverwaltungsgericht zu, welches in dem beschriebenen Jeu ein Glücksspiel sieht, dessen gewerbsmäßige Ausnüßung, z. B. durch einen Gastwirt in seinen Räumen, strafbar ist. die mühen, Schaden zu vermeiden, aber auch mit der festen Absicht er- Dann ging man mit größerem Interesse an die Besprechung Die Kriegslegende von 1870. Die„ Deutsche Tageszeitung" folgen, nach und nach die Uebelstände zu beseitigen, die sich für den der Rechte" der Städte an ihren Schulen, deutlicher zitiert aus den Kriegsbriefen des Generals v. Kretschman jene zwischenstaatlichen Handel ergeben haben. gesagt: des Schulstreites zwischen Staatsregierung Stelle, in der er von den Betrügereien jüdischer Agenten erzählt und Die Botschaft beklagt die Uebervölkerung der Großstädte und und Stadtgemeinden, der besonders in Berlin ungemütlichere hinzufügt, die Juden seien die wahren Schlachtenräuber. die Entvölkerung des flachen Landes und wünscht scharfe Kinder- Formen angenommen hat. Referent war Stadtrat Ribe Breslau, Die Deutsche Tageszeitung" verwundert sich, daß„ feltsamerarbeits- und Fabritinspektions- Geseze und das der in fesselnden Darlegungen die„ Rechtslage" bezüglich der Volks- weise" diese Mitteilung in den Blättern der Genossen recht geringe Verbot der Frauenarbeit in Fabriken. Bezüglich schulen beleuchtete. Er kam zu dem Ergebnis, daß hier von einem Beachtung gefunden habe". Wir können im Augenblick das Verder Einwanderung und der Naturalisation führt die Recht überhaupt keine Rede sein könne, sondern höchstens von einer halten der anderen sozialdemokratischen Blätter nicht kontrollieren, Botschaft aus, es wäre absurd, einen Unterschied machen zu Verwaltungspraxis, die sich zum Teil auf älteste Ver- was aber den Vorwärts" anbelangt, so haben wir dieser Briefstelle durch wollen zwischen dem Manne, dessen Eltern nach Amerika ordnungen gründet und in ihrer Wirkung zu völliger Rechtlo sig- wörtliche Aufnahme siehe„ Vorwärts" vom 3. Nov. 1903 einwanderten, und dem Manne, dessen Eltern schon vor keit der Gemeinden führt. Ueber die tollsten Beispiele, die Redner gleiche Beachtung geschenkt wie den anderen den Krieg charakterimehreren Generationen landeten. Jeder sei berechtigt, lediglich anführte, brachen die Zuhörer in schallendes Gelächter aus. Was fierenden Einzelheiten. nach seinem Werte als Mensch beurteilt zu werden. Aus welchem sollten sie auch anderes tun als lachen? Das war wenigstens aufDagegen müßten wir uns sehr irren, wenn wir nicht feststellen Lande die Einwanderer fämen, sei gleichgültig; wenn sie förperlich richtig, ihrem Schelten aber glaubt ja doch niemand. Korreferent tönnten, daß die Deutsche Tageszeitung" selbst die neuerlichen beund geistig gesund, vor allen Dingen aber guten Charakters seien, Bürgermeister Lichtenberg- Dortmund behandelte die höheren deutsamen dokumentarischen Berichte über die Plünderungen und dann solle man sie mit herzlicher Gastfreundschaft bewillkommnen. Schulen und kam zu einem ähnlichen Ergebnis, wie Rive. Ausschreitungen deutscher Truppenteile in Sens verschwiegen hat. Die gute Lebenshaltung der amerikanischen 2ohn- Die Debatte eröffnete der Vertreter einer kleineren Stadt, arbeiter aufrechtzuerhalten, sei wesentlich, und deshalb Bürgermeister Wadehn Weißenfels. Er gab sich als Sprachrohr Das Berliner Tageblatt" schließt die von ihm provozierte sollen nicht Massen von Leuten zugelassen werden, deren Lebens- einer der Regierung zustimmenden Minderheit. Ingrimmig eiferte Debatte über Klassenmoral, die es auf das private und persönliche haltung, Gewohnheiten und Gebräuche auf eine niedrigere Stufe er gegen Berlin und gegen die Polen, Freireligiösen, Sozialdemo- Gebiet schleifte, mit der würdigen Feststellung, daß ihm die„ Post" herabgedrückt werden könnten. fraten usw., denen man hier bereitwilligst Schulräume überlassen und die Deutsche Zeitung" zustimme. Mögen ihm diese Sympathien Wenn man von der auswärtigen Politik und der habe. Sein Vorwurf, daß es in der Berliner Stadt- treu bleiben, auch gegenüber der neuerlichen Feststellung, daß für den Haltung sprechen wolle, welche die amerikanische Nation in der verordnetenversammlung eine radikale Mehr- redaktionellen Handelsteil des„ B. T." die Inserate von entWelt beobachten solle, so sei davon untrennbar die Frage, welche heit" gebe, wurde vom Stadtverordneten Mommsen, einem scheidendem Einfluß sind. Stellung der Kongreß gegenüber der Armee und namentlich der der Vertreter Berlins, zurückgewiesen. Mommsen hatte recht: die Gewisse Arten von Frieden freisinnige" Mehrheit der Berliner Stadtverordnetenversammlung Ein Aufruhrprozeß. Marine einzunehmen gewillt fei. Aus Königsberg wird uns bom wären in höchstem Grade unerwünscht und auf die Daner ebenso fann im Ernst wirklich kein Mensch für radikal" halten. Dem 6. Dezember telegraphisch gemeldet: Vor der Straffammer wurde zerstörend, wie irgend ein Krieg. Das Ziel, welches der Nation und Weißenfelser wurde noch von mehreren Seiten erwidert. Ober- Heute gegen 9 Bauarbeiter unter Aufgebot von 40 Zeugen in siebender ganzen Menschheit gefegt werden solle, das sei der Friede der bürgermeister Bender- Breslau und Oberbürgermeister Becker- stündiger Verhandlung prozessiert. Der Krawall am 6. Juni, der Gerechtigkeit. Es sei Pflicht im Gedächtnis zu behalten, daß eine Köln hoben dabei mit besonderem Nachdruck hervor, daß die Stadt- den Anlaß gab, stand nicht in Zusammenhang mit dem BauarbeiterNation nicht mehr Recht habe, einer anderen, schwachen oder gemeinden der aufsichtführenden Staatsregierung zu gehorchen starten, Nation eine ungerechtigkeit zuzufügen, wie haben und ihr auch gehorchen wollen, soweit fie müssen. Wie Streit. Die Polizei hatte einen Zusammenstoß befürchtet und viele einem einzelnen Menschen einem anderen gegenüber ein solches Recht weit sie auf dem Gebiet des Schulwesens das müssen, darüber gehen Mannschaften aufgeboten, doch gab es keinen Grund, gegen die zustehe. Aber man dürfe auch nicht vergessen, daß es die Pflicht freilich die Ansichten auseinander und es steht auch in keinem Gesetz. Streifenden einzuschreiten. Später sammelte sich eine Menge an, einer Nation, wie die des einzelnen Menschen sei, die eigenen und nur das ist der Kummer des freien Bürgertums. die nicht auseinanderging, sondern mit Steinen und Flaschen warf. Rechte und Interessen zu schützen. So lange nicht Mittel und Das Ergebnis der Debatte war die fast einstimmige Annahme Dabei wurden sieben Personen verhaftet. Wege gefunden feien, Nationen, welche ein Unrecht begehen, einer Reihe von Leitsägen, deren letter fordert, daß für die Die Angeklagten sind nicht der Gewalttätigkeit beschuldigt, internationaler Kontrolle zu unterstellen, wäre es für die Entscheidungen der Schul- Aufsichtsbehörde eine sondern der bloßen Zusammenrottung"(§ 115, I St.-G.-B.). zibilisiertesten Nationen eine böse Sache, Rechtskontrolle geschaffen werde. Die freien Bürger wollen Verteidiger Haase führte aus, es liege nur Auflauf vor(§ 116). abzarüste 11. Eine vollständige Abrüstung von seiten der die Backenstreiche, die ihnen die Regierung verabreicht, geduldig hin- Zwei Angeklagte wurden freigesprochen, vier zu sechs Monaten, einer großen zivilisierten Völker würde gleichbedeutend mit einem so- nehmen, wenn nur die Verabreichung reglementiert wird, so 3wei Angeklagte wurden freigesprochen, vier zu sechs Monaten, einer fortigen Rückfall in die Barbarei in der einen oder anderen daß jeder Backenstreich mit einem Paragraphen belegt werden kann. zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Zwei, die außerdem WiderForm sein. Hiermit schloß die erste Sigung. Eröffnet hatte sie Oberbürger- ftand geleistet haben sollen, wurden zu sieben beziv. acht Monaten Die Botschaft kommt dann auf die Rechte amerikanischer meister Kirschner mit einem Hoch auf den König, das er damit verurteilt, wobei die Untersuchungshaft größtenteils angerechnet Bürger im Auslande zu sprechen, die, ohne Rücksicht auf deren begründete, daß der König von Preußen ein Freund der Selbst- wurde. " - " " " München, 5. Dezember. Die Prozesse wegen Majestäts- 1teilt. Wenn die Fachzeitung" aber abstreiten will, daß die be- so scharf vorgehen, er habe es doch auch verstanden, die Erfüllung Beleidigungen haben sich in letzter Zeit auch in Bayern auf- treffende Korrespondenz nicht auf Informationen aus Unternehmer- des Aussperrungsbeschlusses sieben Wochen hinauszuschieben, man fallend gemehrt. Daß aber das Unwesen der Majestätsbeleidigungs- freisen zurückzuführen ist, so müssen wir das als ein starkes Stück möge also gegenseitige Rücksicht walten lassen. Solche Konzessionen prozesse auch in Richtertreisen widerwillig empfunden wird, bezeichnen. Der hier in Frage kommende Zeitungskorrespondent fonnte ein Arbeitervertreter natürlich nicht machen. Hier hieß es: scheint nachfolgendes Urteil zu beweisen, das heute vom Landgericht ſetzt derartige Notizen nicht in die Welt, ohne dazu von irgend einem entweder die Aussperrung zurücknehmen, oder auf sämtliche ArMünchen II gefällt wurde. Der Taglöhner Mathias Rap polder der führenden Arbeitgeber veranlaßt worden zu sein. Wir glauben beiter verzichten. von Aichbichl war beschuldigt, daß er im Jahre 1903 fortgesezt den auch annehmen zu dürfen, daß ein uns wohlbekanntes, sehr ein- Das sieht denn doch anders aus als die Darstellung der FachRegenten seines Landes beleidigt haben soll, indem er aus Aerger flußreiches Vorstandsmitglied der Freien Vereinigung der Holz- zeitung" und zeugt durchaus nicht von der Einmütigkeit und Gedarüber, daß ein von seiner Frau, die wegen Körperverlegung zu industriellen der Inspirator der Korrespondenz ist. Jener Herr schlossenheit der Arbeitgeber.- Es ist gewiß nicht erfreulich, wenn 6 Wochen Gefängnis verurteilt wurde, an den Prinzregenten ge- hatte nämlich schon seit Beginn der Aussperrung den lebhaften der Inhalt von Verhandlungen, die nicht für die Oeffentlichkeit bes richtetes Begnadigungsgesuch abschlägig beschieden wurde, wiederholt Wunsch nach einem baldigen Friedensschluß, was sehr begreiflich ist, stimmt waren, veröffentlicht werden müssen, es ist aber leider nothier nicht wiederzugebende Beleidigungen gegen den Regenten aus da sein Geschäft nur florieren kann, wenn die Tischlermeister recht wendig, um die Unwahrhaftigkeit derer zu kennzeichnen, welche in stieß. Die Anzeige wurde von dem mit Rappolder verfeindeten Tag- viel Arbeit fertigstellen lassen. So viel ist sicher, daß der Zeitungs- der Fachzeitung" schmetternde Kriegsfanfaren blasen, während sie Löhner Johann Wagner gemacht. Der Angeklagte stellte die ihm zur forrespondent nicht ohne Einverständnis mit irgend einem der alle Ursache hätten, die Erbitterung nicht weiter zu schüren, denn Last gelegten Aeußerungen entschieden in Abrede und führte die führenden Unternehmer gehandelt hat. Wenn die Fachzeitung" das Spiel, welches die Scharfmacher spielen, kann doch nur zum Anzeige auf einen Racheakt des Wagner zurück. Die Beleidigungen das jetzt ableugnet, so kann man daraus zweierlei schließen. Ent- Schaden eines großen Teils ihrer eigenen Berufsgenossen enden. wurden in der Verhandlung von dem Denunzianten und seinen weder war die Korrespondenz, wie wir vermuteten, ein Versuch, die Eltern unter Eid bestätigt, während ein vierter Zeuge ebenfalls unter Arbeiter zur Einleitung von Verhandlungen zu bewegen, und die Eid deponierte, daß seine in der Voruntersuchung gemachten An- Fachzeitung" befindet sich nun in der Lage des Fuchses, dem die gaben der Wahrheit nicht entsprechen und er zur Abgabe Trauben zu hoch hängen, weshalb er sie für sauer erklärt; oder dieser Angaben von dem Denunzianten mit den Worten:" Sag' nur, aber die Uneinigkeit unter den führenden Arbeitgebern ist bereits Du hast es gehört, die 7,50 M. Zeugengeld kannst Du auch mit so weit gediehen, daß die in der Fachzeitung" vertretene scharf nehmen," angestiftet worden sei. Wegen dieser Aeußerung stellte macherische Richtung nicht mehr weiß, was ihre Kollegen, die die der Staatsanwalt dem Denunzianten eine Anflage wegen Anstiftung Aussperrung von Anfang ar für eine Dummheit hielten, tun. Diese zum Meineid in Aussicht. Trotzdem der Staatsanwalt gegen den Annahme erscheint sehr wahrscheinlich, wenn man den stimmung Angeklagten 8 Monate Gefängnis beantragt hatte, erkannte die machenden Leitartikel der letzten Nummer der Fachzeitung" mit Straffammer aber dennoch auf Freisprechung, mit der Be- den wirklichen Verhältnissen vergleicht. Was da alles zusammen gründung, daß bei der Beurteilung der in der letzten Zeit stark in geschrieben ist, um den Lesern die Meinung aufzudrängen, als den Vordergrund tretenden Denunziationen in bezug auf Regenten- ständen die Scharfmacher unmittelbar vor dem endgültigen Siege, beleidigungen doppelte Vorsicht geboten sei. das spottet jeder Beschreibung. Ein Nachspiel zum Gelsenkirchner Wasserwerks- Prozeß. Aus Essen wird uns geschrieben: Professor Emmerich dürfte die Antwort auf diese Provokation nicht schuldig bleiben, umfoweniger, als er seine Aussagen teilweise durch Vorlage photographischer Aufnahmen decken fann; ebenso seine Bekundungen von zwei weiteren Zeugen unterstützt sind. Unter diesen Zeugen befindet sich der frühere Gelsenkirchener Arzt Dr. Bliesner, jetzt im Kultusministerium tätig. Der Gelsenkirchener Prozeß kann noch unangenehme Wirkungen haben. Neue Verluste in Südwestafrika. " " " gesperrte zu verzeichnen. Einer derselben ist aus der Werkstatt von Gestern hatte der Holzarbeiter- Verband nur 2 neue AusSchäfer in der Reichenbergerstraße, die jetzt erst den ersten Arbeiter aussperrte. der Strautstraße legten die Tischler zugunsten der ausgesperrten In der Möbeltischlerei von Ad. Zerbst in Polierer die Arbeit nieder. lichen Generalversammlung auf Antrag des Vorstandes einstimmig, Die Kistenmacher beschlossen gestern abend in ihrer außerordent zur Weihnachtsunterstützung der Ausgesperrten in der Holzindustrie für vier Wochen einen Ertrabeitrag von je 50 Pf. zu er heben, der bis Weihnachten zu zahlen ist. Reichenbergerstraße als aufgehoben erklärt, weil die Firma den Ferner wurde der Werkstattstreit bei der Firma Opis in der Betrieb sozusagen eingestellt hat. Der Streit der Klavierarbeiter Alles, was im Vorwärts" wie überhaupt von den Arbeitern über den Stand des Kampfes berichtet wurde, ist nach der Fach zeitung" die haarsträubendste Unwahrheit, während das scharfEine Demonstration gegen Professor Emmerich leistete sich am macherische Unternehmerorgan seinen Lesern natürlich nur die Freitag die Stadtverordneten- Versammlung in Gelsenkirchen. Pro- lauterste Wahrheit vorseßt. Tatsachen, welche unsere Angaben wird unverändert weitergeführt. Die Kommission hatte einer Verfessor Emmerich hat unter seinem Eide die sanitären Verhältnisse widerlegen könnten, bringt die Fachzeitung" allerdings nicht. Seit fammlung der Streifenden, die am Dienstag vormittag im Gewerkim Gelsenkirchner Gebiet einer sehr scharfen Kritik unterzogen, u. a. wir durch Veröffentlichung von Namen nachgewiesen haben, daß schaftshause tagte, einen Antrag auf Aufhebung des allgemeinen bezeichnete er Schalte als den schmutzigsten Ort in der Welt. Gegen sehr viele als Aussperrende angeführte Bautischlermeister weder Streits und partielle Fortführung desselben vorgelegt, der Antrag die Aussagen Emmerichs protestierten die Stadtväter, der Bürgermeister ausgesperrt haben, noch sich an der Aussperrung beteiligen wollen, wurde jedoch mit großer Mehrheit abgelehnt. bezeichnete die Schiderungen als zum Teil direkt unwahr, zum Teil sind bereits zwei Nummern der Fachzeitung" erschienen, aber keine als Phantasiegebilde. derselben hat auch nur den Versuch gemacht, unsere Angaben zu lung referierte, gab zunächst einen Ueberblick über die gegenwärtige Sickfeld, der als Obmann der Kommission in der Versamm widerlegen. Trotzdem aber fährt die Fachzeitung" fort, alles, Situation des Streits. In der vergangenen Woche haben 4 Betriebe was von unserer Seite über die Aussperrung veröffentlicht wurde, mit etwa 100 Arbeitern bewilligt. Außerdem ist die Arbeit aufals unwahr zu bezeichnen. Wenn man dagegen den Inhalt der Fachzeitung" auf seine Arbeitszeit, aber nicht offiziell, bewilligt haben. Es sind das die genommen worden in mehreren Fabriken, die nur die verkürzte Richtigkeit prüft, dann kommt man zu dem Urteil, daß sie in Klaviaturfabriken außer einer, die neben der verkürzten Arbeitszeit weitestem Maße das übt, was sie anderen ohne Grund vorwirft. auch noch andere Zugeständnisse gemacht hat. Jekt arbeiten etwa Da wird beispielsweise behauptet, die Meister stehen unerschütterlich 1000 Kollegen in Fabriken, wo eine Einigung, beziehungsweise Bezusammen, von Abbröckelung sei gar keine Rede, nur zwei Firmen: willigung der Forderungen stattgefunden hat. Eine kleine Zahl von Scheffler und Heller seien abtrünnig geworden. Wir können dem Streifenden hat die Arbeit bedingungslos aufgenommen, es bleiben Berlin, 6. Dezember. Amtliche Meldung. Telegramm gegenüber feststellen, daß es bereits sieben Firmen sind, die mit den noch etwa 600 Streifende übrig. In einer Reihe von Fabriken hat aus Windhut: Am 2. Dezember im Gefecht bei Rietmont ge- haben. Die Zahl der Firmen würde um ein mehrfaches größer gefunden. In diesen Betrieben ist nach Ansicht der Mehrheit der Arbeitern Frieden geschlossen und die Aussperrung zurückgenommen eine verhältnismäßig große Zahl fremder Streifbrecher Eingang fallen: Beutnant Kurt Hildebrand b. d. Marwit, geboren sein, wenn die Meister nicht fürchten müßten, daß sie von ihren Kommission für die Streikenden nichts mehr zu erreichen. Würde 28. 2. 83 zu Doritfeld; Reiter May Richter, geboren 19. 5. 81 Kollegen in der empfindlichsten Weise terrorisiert werden. Das be- hier der Streit aufgehoben, so sei zu erwarten, daß die Arbeitszu Furth; Reiter Hermann Riegel, geboren 3. 7. 83 zu mit den Vertretern der Arbeiter angeknüpft werden, die aber noch unter Berücksichtigung dieser Umstände ist die Kommission zu der weisen die zahlreichen Verhandlungen, die täglich von Arbeitgebern willigen entlassen und die Streifenden wieder in die Betriebe kämen. Ebersbach. Bermißt: Gefreiter Friedrich Bartels, geboren 29. 1.79 3u feinem Ergebnis gekommen sind, weil die betreffenden aus den Ansicht gekommen, daß eine Aenderung in der Tattit des Streits einzu Demmin, früher im Grenadier- Ngt. Nr. 2. angegebenen Gründen die formelle Zurücknahme der Aussperrung treten muß. Namens der Kommission machte der Redner der VerLeicht verwundet: Leutnant Helmuth Auer v. Herren- fürchten. Wenn das nicht deutliche Zeichen von Kampfesmüdigkeit fammlung einen Vorschlag, der allerdings nicht einstimmig von der firchen, geboren 12. 11. 76 zu Karlsruhe, Fleischschuß linken Ober- in den Reihen der Unternehmer find, dann wissen wir nicht, was Kommission angenommen worden ist. Der Vorschlag geht dahin, schentel; Reiter Richard Maas, geboren 10. 7. 81 zu Lands- sonst noch geschehen soll, um zu beweisen, daß die Reihen der Aus- daß der allgemeine Streit aufgehoben und nur in den Fabriten berg a. W., Fleischschuß linken Oberarm. Am 1. Dezember im Gefecht bei Gobabis gefallen: Reiter über die Situation des Kampfes. Auf die Haltung der Arbeiter mission etwa 15 Betriebe in Betracht. In welchen Fabriken die Mögen die Unternehmer sich immerhin selbst etwas vortäuschen ist. Es tommen in dieser Hinsicht nach den Feststellungen der Komweiter gestreift wird, wo für die Streifenden noch etwas zu erreichen Otto Rae, geboren 15. 9. 81 zu Klinkken. bereit, einen annehmbaren Frieden zu schließen, wenn aber die Verbindung mit den beteiligten Arbeitern bestimmt werden. übt das keinen Einfluß aus. Die Arbeiter sind natürlich stets Arbeit wieder aufgenommen wird, das soll durch die Kommission in Unternehmer den Kampf weiterführen wollen, so sind auch die der Annahme dieses Vorschlages- sagte der Redner- würden sich Arbeiter bereit, dasselbe zu tun. Sie sind gerüstet und bereit bis die Kollegen nichts vergeben, denn es sei ein Gebot der Klugheit, daß weit in das nächste Jahr hinein den ihnen aufgezwungenen Kampf der Kampf in den Betrieben abgebrochen wird, wo er aussichtslos weiterzuführen. erscheint. Die Vertreter der Kommission hätten von Anfang an be= die veränderte Situation erfordere. Mit tont, daß sie eine Aenderung der Taktik vorschlagen werden, wenn es schlage erfülle also die Kommission ihre Pflicht. Man möge nun in gegenwärtigen Vorgeheimer Abstimmung über den Vorschlag beschließen. An Typhus gestorben: Reiter Xaver Lehner, geboren 17. 2. 80 zu Schwarzhöfen, am 4. Dezember im Lazarett Windhuk; Reiter Johann Höbel, geboren 7. 10. 83 zu Euskirchen, am 4. Dezember im Lazarett Windhuk. Hamburg, 6. Dezember. Der Dampfer, Palatia" von der Hamburg- Amerita- Linie ist mit 48 Offizieren, 539 Unteroffizieren und Mannschaften sowie 996 Pferden heute nachmittag 3 Uhr nach Deutsch- Südwestafrika abgegangen. Husland. Frankreich. Déroulède und Jaurès haben sich heute duelliert. fand zweimaliger Kugelwechsel ohne Ergebnis statt. Rußland. Zur Verfassungsbewegung. sperrer wanken. " " Mit der Arbeiter, es behagt ihnen nicht mehr, auf der Straße zu stehen In der Fachzeitung" heißt es zwar, es bröckelt in den Reihen „ mit farger und immer färglicherer und immer unregelmäßigerer Streifunterstützung", aber dieses Stimmungsbild steht ebenso mit der Wahrheit in Widerspruch wie die sonstigen Angaben der FachAn der Diskussion beteiligte sich eine ganze Reihe von Rednern, zeitung". Mögen doch die Tischlermeister einmal bei den Aus- die alle unter lebhaftem Beifall der Versammlung für unveränderte gesperrten und Streifenden selbst anfragen. Sie werden ihnen be- Weiterführung des Streits eintraten. Zur Begründung ihres Standstätigen, daß die Streifunterstüßung weder färglicher geworden, noch punktes führten sie aus, sie halten die von der Kommission empfohlene Es jemals unregelmäßig gewesen ist. Die Unterstützungen sind noch Taktik für verfehlt. Nachdem man 10 Wochen gestreift habe, dürfe immer so reichlich, wie es das Statut irgend zuläßt und mit pünkt man den Streit jezt nicht abbrechen. Mit der Aufhebung des Streits licher Regelmäßigkeit gezahlt worden, und es ist dafür gesorgt, daß würden auch in den Fabriken, die bewilligt haben, die Zugeständnisse fie noch auf lange Zeit mit derselben Pünktlichkeit und Regel- zurückgezogen werden und der ganze Kampf würde vergeblich gewesen mäßigkeit ausgezahlt werden. Das stimmt zwar mit der mühe- sein. Habe man so lange ausgehalten, werde man auch noch länger Aus Petersburg erhalten wir aus einer durchaus vollen Berechnung der Fachzeitung" nicht überein, es mag auch den aushalten. Es würde ein Verrat an der Arbeiterfache sein, wenn sicheren und gut orientierten Quelle die Nachricht, daß Unternehmern nicht angenehm sein, aber richtig ist es nun einmal. man jetzt den Kampf abbrechen wollte. Diejenigen Fabriken, die eine man am Petersburger Hofe eine abwartende Stellung einnimmt. Zur Aufbesserung der Stimmung in Arbeitgeberkreisen ver- nennenswerte Zahl von Streifbrechern haben, seien nur kleine BeMan ist dort zwar überzeugt, daß Konzessionen an die Forderungen öffentlicht die Fachzeitung" eine Postkarte, die ein abgereister triebe, in den großen Betrieben dagegen sei die Situation für die der Neuzeit sich nicht umgehen lassen werden, jedoch will man zu- Tischler an seine hiesigen Kollegen in der Werkstatt von Jonuleit Streifenden noch durchaus günstig. Einer der entschiedensten Gegner nächst abwarten, um zu sehen, ob die Situation in der Tat und Pfaff geschrieben hat. Derselbe teilt seinen Kollegen mit, daß des Kommissionsvorschlages war kleinlein vom Fachverein. Er ernst ist und ob demgemäß die Konzessionen bereits jetzt ge- die Verhältnisse an seinem jezigen Aufenthaltsort nicht besonders betonte, daß er auch in der Kommission gegen den Vorschlag derselben macht werden müssen. Die Schlußfolgerung, welche aus dieser günstig sind, er aber trotzdem daselbst verweilen werde, bis der gestimmt habe.- Schuhmacher vom Gewerkverein führte gegenStimmung am Hofe zu ziehen ist, ist die: alle Verfechter des russischen Kampf in Berlin zu Ende ist. Also gewiß ein Zeichen von an- über den Vorrednern aus, daß es das Recht und die Pflicht der Fortschritts müssen dafür sorgen, daß der Regierung möglichst schnell erkennenswertem Opfermut.-Wie ist nun die Fachzeitung" zu Kommission sei, eine Aenderung vorzuschlagen, wenn sie es für gefein Zweifel mehr darüber gelassen wird, daß die Situation dieser Postkarte gekommen? Sie war an die Tischlergesellen bei boten halte. Man möge den Kommissionsvorschlag rein sachlich in der Tat im höchsten Grade ernst ist, daß sehr weite Volks- Jonuleit u. Pfaff" adressiert, und ist vielleicht im Kontor der Firma prüfen. Leopold vom Holzarbeiter- Verbande war der einzige, schichten hinter der Forderung einer Neuordnung des russischen abgegeben worden. Die Firma hat diese Starte erst zur Veröffent- bez außer dem Referenten den Vorschlag der Kommission befürStaatswesens auf der weitgehendsten demokratischen Grundlage stehen lichung in der Fachzeitung" benutzt, und sie erst später den wortete. Sidfeld betonte in seinem Schlußwort, daß er den und daß fie gewillt sind, alle Kräfte einzusetzen, um dies Ziel in Adressaten ausgehändigt. Ein bezeichnendes Beispiel von dem Kommissionsvorschlag nicht empfohlen haben würde, wenn ihn nicht der nächsten Zukunft zu erreichen. in Unternehmerkreisen herrschenden Anstandsgefühl. die in der letzten Woche veränderte Sachlage zu der Ueberzeugung ge= Es ist doch eine gar zu plumpe Stimmungsmache, welche die bracht hätte, daß es an der Zeit sei, die bisherige Taktik zu ändern. Fachzeitung" betreibt, sie ist so plump, daß sich das Blatt damit Es seien nicht nur verschiedene Betriebe durch Streifbrecher vollselber ins Gesicht schlägt. Frisch und frank wird da behauptet, die ständig besetzt, sondern auch von den Streifenden selbst seien in den Fälle werden immer häufiger, daß die Gesellen sich bei ihren Meistern letzten Tagen nicht wenige abgefallen. So hätten die 18 Streikenden melden und um Aufnahme in die Werkstatt bitten zu den alten eines Betriebes am Freitag gegen zwei Stimmen die Weiterführung Bedingungen. des Streiks, am Sonnabend aber schon die Wiederaufnahme der Haben wir je eine unwahrheit gehört, so ist es diese. Das Arbeit zu den alten Bedingungen beschlossen. Es mache sich also in Vom " ostasiatischen Kriegsschauplatze. Tokio, 6. Dezember.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) Wie es heißt, dauert die Beschießung der in Port Arthur liegenden Flotte durch die Japaner mit Erfolg au. Am Abend Gegenteil ist der Fall. Immer häufiger werden die Fälle, wo die den Reihen der Streikenden eine Kampjesmüdigkeit bemerkbar. des 4. Dezember wurden zwei oder drei Schiffe in Brand ge- Meister mit ihren Gesellen Rücksprache nehmen und diese um Unter diesen Umständen sei die Annahme des Vorschlages der Kontschoffen und brannten eine halbe Stunde. Die Namen der Wiedereintritt in die Werkstatt zu den alten Bedingungen ersuchen. mission gerech, crtigt. Sollte die Versammlung dagegen den VorSchiffe und die Ausdehnung des Schadens ist nicht bekannt. Aber die Gesellen gehen nicht darauf ein, wenn die Meister die schlag ablehnen, dann möge aber auch jeder Kollege dafür sorgen, daß Im allgemeinen ist man der Ansicht, die Flotte müsse eiligst Aussperrung nicht in aller Form zurücknehmen. Es vergeht auch fein Streifbrecher in einen Betrieb hineingehe. auslaufen oder sie werde einen unerseßlichen Schaden erleiden. Kein Tag, wo nicht auf Veranlassung des Holzarbeiter- Verbandes Die geheime Abstimmung ergab die Ablehnung des Vorschlages Tschifu, 5. Dezember. Von Port Arthur hörte man und unter Zustimmung der Beteiligter. neue Arbeitsniederlegungen der Kommission mit 307 gegen 97 Stimmen. 4 Stimmen waren heute beständig schweren Geschützdonner. Die Japaner machen als Gegenwehr gegen die Aussperrung erfolgen. Also nicht Stampfes- ungültig. Der Streit wird also wie bisher weitergeführt. Das Abunablässig die entschlossensten Anstrengungen, die Nordostforts müdigkeit, sondern erhöhte und begeisterte Kampfesfreudigkeit herrscht stimmungsresultat wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen, zu nehmen. in den Reihen der Arbeiter. # Shanghai, 4. Dezember. Die Japaner brachten gestern den Akasakayama Hügel, ungefähr 300 Meter füdlich vom 203 Meter- Hügel, völlig in ihre Gewalt. Auf dem letzteren bringen die Japaner 20 schwere Maschinengeschüße in Position. Gewerkschaftliches. Berlin und Amgegend. Die Aussperrung der Tischler. " Fachzeitung" entstellt werden. Es heißt da: Nun noch ein Beispiel dafür, wie tatsächliche Vorgänge in der In der in unserer Sonntagsnummer veröffentlichten Liste der Pianofortefabriken, die noch nicht bewilligt haben, ist die Firma edte nachzutragen. Deutfches Reich. " Bei der Firma C. Prächtel, Hoflieferant, Krausenstr. 31/32, haben am Dienstag, den 29. d. M.. 59 Gesellen die Arbeit niedergelegt. Dies geschah, weil die Firma am vergangenen Sonnabend neuerdings wieder 15 Leute entlassen hatte und Herr P. sich weigerte, Der Streit bei Gebrüder Stoewer- Stettin( Motorwagenfabrik), dieselben wieder einzustellen. Von der Arbeiterorganisation be- den wir gestern schon durch Privattelegramm meldeten, ist ein Anmühte sich, wie wir hören, insbesondere Herr Eyner, Herrn P. über griffsstreik. Die Dreher der genannten Firma arbeiten zu den die verderblichen Absichten der anderen Arbeitgeber und die allein- schlechtesten Löhnen, die in Stettin für diese Branche bezahlt werden. seligmachenden Anschauungen der Herren Gesellen aufzuklären" Bis zu 26 Pf. pre Stunde herunter gehen die Löhne. Dabei wird leider vergeblich. Der Betrieb der Firma ruht jetzt vollständig." fast nur in Stundenlohn gearbeitet, so daß es fast unmöglich wird, Diese Darstellung soll den Anschein erwecken, als habe der Ver- auch nur die allernotwendigsten Lebensbedürfnisse zu decken. Es wäre Wir nahmen türzlich von einer auf Information ans Arbeit- bandsvertreter Erner die Initiative ergriffen, um die Beilegung schon längst seitens der Organisation eingegriffen worden, jedoch geberkreisen beruhenden Korrespondenz Notiz, welche schrieb, die des Konflikts in der Prächtelschen Werkstatt zu betreiben und sei haben die meisten Arbeiter, die in den Betrieb eintraten, denselben Tischlermeister seien zu einem Friedensschluß bereit auf der Grund- damit abgewiesen worden. Das Gegenteil ist der Fall. Das Gegenteil ist der Fall. Erner ist baldigst wieder verlassen, so daß es niemals dazu fam, einen Stammt lage, daß ganz neue, mit anderen nicht vergleichbare Muster das auf ausdrücklichen, ihm übermittelten Wunsch des Herrn Brächtel fester Arbeiter dort zu haben. Natürlich ist auch dementsprechend das rftemal in Lohn angefertigt werden. Die Fachzeitung" schüttelt zu diesem gegangen, und hat aus der Verhandlung mit Herrn Organisationsverhältnis stets ein ungünstiges gewesen. Jezt endlich nun diese Korrespondenz ab, indem sie behauptet, die Arbeitgeber Prächtel den Eindruck gehabt, daß Herr Prächtel der übrigens ist es soweit gekommen, daß wenigstens die Dreher und Hülfsarbeiter hätten von dieser Information erst durch das Erscheinen derselben nicht neuerdings", sondern zum erstenmal ausgesperrt hatte fast alle, bis auf zwei Mann, organisiert sind. Die Bewegung ist in der Presse Kenntnis erhalten. wohl dem Aussperrungsbeschluß nachkommen, andererseits aber die gut vorbereitet, und die Ortsverwaltung Stettin des Metallarbeiter. Das trifft für die Mehrzahl der Arbeitgeber ganz gewiß zu, benötigten Arbeiter behalten möchte. Herr Prächtel sagte im Laufe Verbandes ist in der Lage, diejenigen über Wasser zu halten, die benn Informationen werden natürlich immer nur von einzelnen er der Verhandlung, die Arbeiterorganisation solle doch gegen ihn nicht ihre Karenzzeit noch nicht voll durchgemacht haben. Die Forderungen find feit«vesenilichkn die folgenden: 1. Eine Lchnzulage von 2 Pf. für Hülfsarbeiter und 3 Pf. für Dreher, unter Zugrundelegung von 32 Pf. Mindestlohn für Hülfsarbeiter und 3S Pf. für Dreher. 2 Beseitigung der regelmäßigen Nachfeierabendarbeit, in dringenden Fällen Zahlung eines Aufschlages. 3. Beschränkung der Nachtarbeit auf die dringendsten Fälle eventuell ebenfalls Aufschlag und Wechsel der Arbeiter, die Nachtschicht leisten müssen. Hierzu kommen noch einige Nebenforderungen, die anderweit selbstverständlich stnd, und das Verlangen, die Abmachungen schriftlich durch Tarif festzulegen. Selbstredend wurden vor Eintritt des Streiks alle Wege der friedlichen Verständigung versucht. Alles ohne Erfolg. Die Inhaber der Firma stellten sich auf den sattsam bekannten Standpunkt des ,, Herrn im Hause" und wollten die Nebenforderungen wohl in Erwägung ziehen, jedoch vor allen Dingen von Lohnerhöhungen absolut nichts lvissen. Von 34 in Betracht kommenden Arbeitern sind 32 ausständig. Zwei bleiben im Betrieb, der eine ist ein frommer Katholik, dessen Pfarrer ihm nicht erlaubt, sich zu organisieren, der andere ein alter ehemaliger Wcrkführcr. Der Geschäftsgang ist ein überaus guter. Die Bestellungen drängen, und weim der Zuzug ferngehalten wird, muß der Sieg auf feiten der Arbeiter sein.— Alle Parteiblätter werden u m Weiterver- breitunggebeten. Bergarbeiterstreik im Ruhrrevier. Durch verschiedene Maß- nahmen seitens der Zechengewaltigen ist unter der Bergarbeiterschast che» Ruhrrcviers teilweise große Unzufriedenheit vorhanden. Durch einen kontreten Anlaß ist nun auf Zeche„Brnchstraße" in Langendreer «in Streik ausgebrochen, der vorläufig allerdings nur lokale Be- deutung hat, aber leicht allgemeine Bedeutung erlangen könnte. Die genannte Zeche gehört zu den kürzlich von Herrn Ninncs-Mülheim erworbenen, und wie dem Herrn Wurst ist, was die Bergbehörde will, so scheint ihm auch Wurst zu sein, wie die Bergarbeiter Neuerungen, die eine Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse bedeuten, aufnehmen. Die Bergbehörde hat der von Ninnes beschlossenen Stilllegung der Zeche„Louisctiefbau" widersprochen. Herr Ninnes erklärte jedoch. er kümmere sich nicht um Schreier, eS bleibe bei dem Beschluß. Herr Ninnes weiß auch, daß die Bergarbeiter sich Arbeitszeitverlängerungen widersetzen werden, trotzdem ist plötzlich am 29. November eine am 1. Dezember in Kraft tretende Schichtverlängcrung angeordnet worden. Früher begann die Einfahrt der Morgenschicht um 4% Uhr und dauerte bis b Uhr, die Ausfahrtzeit war von 1% bis 2 Uhr. In der kurzen Zeit wurde die Ausfahrt aber nicht bewältigt. Es wurde nun angeordnet, daß die Ausfahrt bis 2Vi Uhr dauere und demnach auch die Einfahrt der Mitragsschicht bis zu dieser Zeit; die Ausfahrt sollte abends um%11 Uhr beginnen. Mit dieser Anordnung hatte man die Arbeitszeit um eine halbe Stunde verlängert. Am Sonntag fand dann eine Versammlung statt, die sich mit der Angelegenheit be- schäftigte. Eine Kommission von drei Belegschaftsmitgliedern wurde beauftragt, bei der Betriebsleitung zwecks Zurücknahme der Maß- nähme vorstellig zu werden. Die Leute wurden kurzer Hand zurück- gewiesen. Von der M o r g e r« s ch i ch t fuhren 50 Mann an, von denen 30 um 8 Uhr wieder ausfuhren, von der Mittagschicht fuhr nur ein Mann— ein B erg- schüler— an. Gestern fuhr niemand an! Im vorigen Jahre belief sich die Belegschaft auf rund 11 000 Mann, sie ist aber jetzt um zirka 300 Personen stärker. Die Kommission hat sich zu Herrn Ninnes begeben; bis abends war noch keine Nachricht über das Resultat bekannt. Gestern— Dienstag— fanden zwei BelegschaftS- versammlungsn statt, in denen über eventuelle weitere Matznahmen beraten wurde. Die Bergarbeiter sind der Meinung, daß man auf „Bruchstratze" den Anfang mit einer allgemeinen Arbeitszeitverlängerung machen wolle. Akan hat „Bruchstratze" wohl als das geeignete Versuchsobjekt gehalten, weil hier die Organisation verhältnismäßig schwach ist, was sich daraus erklärt, daß diese Zeche von den Bergleuten gern gemieden wird und daher hier alles eingestellt wird, was sonst nirgends Aufnahme findet. Es ist hier ein ziemlich starkes Kontingent von Leuten vertreten, das zwar politisch indifferent, aber trotzdem nicht geneigt ist, dem Unter- nchmer als Spielball zu dienen, das leicht bei der Hand ist, die Brocken hinzuwerfen. Gerade aus diesem Grunde mit ist die Situation kritisch. Herr Bergrat Remh in Witten, zu dem sich die Kommission der Streikenden begab, erklärte dieser, er lehne jede Ber- Mittelung ab, der Betriebsführer sei gesetzlich und korrekt vorgegangen; die Leute der Kommission seien zu jung, um die Situation zu überschauen, die Arbeitswilligen würden weitgehend st ge- schützt werden!— Der Arbeit swilligenschutz durfte sicher nicht viel Mühe machen; die Bergarbeiter sind genug gereizt worden, um Mann für Mann die angebotenen Schläge abzuwehren. WaS aus der„Bruchstratze"-Affäre eventuell noch folgt, dafür wird man in erster Linie die Bergbehörde mit verantwortlich machen. Ninnes sorgt direkt für seinen Geldsack, die Bergbehörde bat für Ninnes Partei ergriffen, durch ihre ablehnende Antwort stellt sie sich a u f die Seite des angreifenden Kapitals, gegen die angegriffenen Arbeiterl— Am Montag abend sind sechs Mann angefahren, am Dienstag früh fuhren einschließlich Beamte 18 Mann an. Der Streik ist demnach vollständig. Auf den benachbarten Zechen stehen die Berg- leute bereit, wenn nötig, ihrerseits in den Kampf einzugreifen. Das Kapital hat wieder einmal ein Feuer angezündet, das leicht zu lichter- lohen Flammeri emporschlagen kann. Bezüglich der Organisations- Verhältnisse ist noch nachzutragen, daß der Bergarbeiter-Verband auf Zeche„Bruchstratze" in der letzten Zeit sehr gute Fortschritte gemacht har und nun tatsächlich% der Belegschaft organisiert sind. Die christ- liche Organisation zählt nur wenige Mitglieder. Bemerkenswert ist noch, als Symptom für die Erbitterung der Arbeiter und den Ernst, mit welchem diese den Kampf aufnehmen, daß der i» d e n Z e ch e n- Häusern wohnende größere Teil der Belegschaft sich einmütig dem Streik angeschlossen hat. Langendreer, 6. Dezember.(Privatdepesche des„Vorwärts".) Der hier ausgebrochene Bcrgarbeiterstreik wurde heute vorläufig für beendet erklärt, nachdem die Verwaltung auf Veranlassung der Berg- behörde den Anschlag für Dezember zurückgenommen; es wird jedoch befürchtet, daß der die Ursache des Streiks bildende Anschlag am 15. Dezember erneut angeschlagen wird. In diesem Falle würde der Kampf von neuem aufgenommen. HtisUftS. Ein Streik der Weinarbciter ist in Süd-Frankceich ausgebrochen und dehnt sich über alle Zentren des süd-französischen Weinbaues aus. Es ist den einzelnen lokalen Arbeiter-Syndikaten überlassen, mit den betreffenden Unternehmer-Organisationen zu verhandeln und Konzessionen zu machen, jedoch soll an der Minimumforderung, 50 Cent, pro Stunde und mindestens sechsstündige Arbeitszeit pro Tag, festgehalten werden.__ Hus der Frauenbewegung. Genosse Adolf Hoffmann bittet uns als zweiter Borsitzender der Freireligiösen Gemeinde um Aufnahme folgender Erklärung: In der DienStags-Nummer des„Vorwärts" 3. Beilage befindet sich ein Artikel unter der Spitzmarke„Was ist Religion?"; in diesem wird über eine Versammlung des„Vereins für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse" berichtet, daß Herr Dr. Maurenbrecher mit bezug auf die Freireligiöse Gemeinde folgen- den Satz ausgesprochen hat: „Ebenso halte er den häufiggefordertenErsatz des Religionsunterrichts durch den Jugendunter- richt der Freireligiösen Gemeinde nicht für sehr zweckmäßig, da auch dort nicht eigentliche prole- tarische Sittenlehre, sondern, je nach dem Vor- tragenden, geistig-mystische Strömungen und dergleichen verbreitet werden." Hat Herr Dr. M a u r e n b r e ch e r diese Worte wirklich gebraucht, Kindererziehung auch nicht die allergeringste Ahnung hat.„Vor tragende" haben wir für unsere Kinder überhaupt mcht mehr und zwar seit Jahren, seit der Zeit, wo die Schnlbehörden bis zum Minister unseren Jugendlehrern(Dr. Wille und Frl. Altmann) diesen „Unterricht" wegen der„p r ol eta ri sch en" Neigungen und des Fehlens jedes„Mystizismus" verboten und dieselben ins Gefängnis gesteckt haben. Wir haben daher seit über einem Jahr zehnt uns mit Vorlesern behelfen müssen, welche für Kinder aus gearbeitete Vorträge vorlesen, also ihren eigenen„Neigungen' gar keine Rechnung tragen könnten, selbst wenn sie solche besäßen. Die geschriebenen Vorträge selbst stehen aber Herrn Dr. Mauren- Brecher zur Durchsicht ebenso zur Verfügung wie unsere drei Teile des Lehrbuches für den Jugendnnterricht und unsere wöchentlich an unsere Kinder verteilte„Freie Jugend". Daraus möge Dr. Maurenbrecher nachweisen, daß wir unsere Jugend„ M h st i- zismus" lehren an Stelle proletarischer Sitten- und Morallehre; so lange man aber nicht einmal Kenntnis von dem hat, was gelehrt wird, ist es unschön, eine Vereinigung, die wahrlich jetzt Verfolger genug hat, öffentlich herabzusetzen nach dem Motto: Man spricht am besten über eine Sache, wenn man sie nicht kennt, da ist das Urteil von keinerlei Sachkenntnis getrübt. Soziales. Preußische Gesetzlichkeit. Auf dem letzten Berufsgenossenschaftstage beschwerte sich der Genossenschaftsdirektor Wenzel aus Berlin darüber, daß bei der jetzigen Besetzung der Schiedsgerichte für Arbesterversicherung den Beisitzern oft die Sachverständigkeit für die Beurteilung von Unfall- folgen fehle, weil sie selten dem entsprechenden Berufe angehörten. Die Beschwerde ist an sich interessant, da wir es sonst nicht gewöhnt sind, daß für Richter in Arbeiterstreitfragen besondere Berufs- sachverständigkeit als erforderlich betrachtet wird. Die Gewerbe- gerichte und jetzt die Kaufmannsgerichte sind ja gerade mit dem Argument bekämpft worden, daß die Einheitlichkeit der Justiz gestört werde durch die vermehrte Schaffung von Fachgerichten. Dem Ber- treter der Berufsgenossenschaften war es allerdings, wie aus seinen weiteren Ausführungen hervorging, mehr darum zu tun, daß die Nentenverweigerungsgründe der Berussgenossenschaften von den Schiedsgerichten nicht immer genügend berücksichtigt werden. Da soll nun die mangelnde Sachverständigkeit der Beisitzer schuld sein. Es müssen nämlich die Beisitzer zu den Schiedsgerichten auf Grund des Jnvalidengesetzes nach einer vorher durch das Statut festgesetzten Reihenfolge einberufen werden. Erforderliche Abweichungen von dieser Reihenfolge sind aktenkundig zu machen, sind also nur aus ganz triftigen'Gründen zulässig. Diese Beschwerde fand eine auffällige Erwiderung. Der Ge- Heime Ober-Rcgierungsrat Dr. H o f f m a n n, der bekannte Herr aus dem Handelsministerium, antwortete nämlich darauf nach dem Bericht der„Arbeiterversorgung": „Sodann wurde von dem Vorredner darüber Klage geführt, daß keine sachverständigen Beisitzer zugezogen würden. Das ist zweifellos ein gewisser Uebelstand; aber ich darf darauf hinweisen, daß die Vor- sitzenden eigentlich gar nicht in der Lage sind, nach eigener Willkür Beisitzer auszusuchen. Das Gesetz enthält eine Bestimmung, die auf Antrag des Abgeordneten Stadthagen in das Gesetz aufgenommen ist, nämlich die Bestimmung, daß die Reihenfolge, in der die Beisitzer zu- zuziehen sind, im voraus festgestellt werden muß. Als Grund für diese Bestimmung wurde von dem Antragsteller angeführt, daß Vor- sitzende auf den Gedanken kommen könnten, einen Beisitzer zuzuziehen, der für die Versicherten ungünstig urteile. Der Hinweis, daß solche Verdächtigungen völlig aus der Luft gegriffen und jeder konkreten Unterlage entbehren, vermochte nicht, die Aufnahme dieser die Einrichtung der territorialen Schiedsgerichte nachteilig beeinflussenden Bestimmung zu verhindern. Viele Borsitzende sind so verftöndig ond richten sich nicht nach dieser Bestimmung, die mit einer zweckmäßigen Besetzung der Schieds- gerichte unvereinbar ist." Das heißt also, ein hoher preußischer Ministerialbeamter erklärt kühlen Mutes, vielen Schiedsgerichtsvorsitzenden ist das Gesetz ganz schnuppe, sie machen es, wie es ihnen gefällt, und dieser Herr findet das ganz in der Ordnung. Ein lieblicher Herr, dieser Regierungs- beamte. Er ist reif zum preußischen Minister. Ueberforderung ist Ehrensache. Das folgende Inserat spricht für sich selbst: „A e r z t e- G e s u ch. Die unterzeichnete Kasse hat einem ihrer Aerzte kündigen müssen, da derselbe trotz wiederholter Mah- nungen, auch vou feiten seiner Kollegen, fortgesetzt das Drei- und Mehrfache an Fuhrkostcn liquidierte als die übrigen.Kassenärzte. Die Folge war, daß sämtliche Kollegen bis auf einen ihr Amt nieder- zulegen erklärten, falls die Kündigung seitens der Kasse nichr zurückgezogen würde. Wir können nicht glauben, daß die deutsche Aerzteschaft mit einem solchen Vorgehen einverstanden ist, bei dem es sich nur darum handelt, der Kasse das Selbstverwaltungsrecht zu nehmen. Wir suchen daher zum 1. Januar 1905 je einen Kassenarzt für Wohlan, Leubus. Dyhernfurth und Auras. Das Honorar beträgt außer Fuhrkosten 3.— M. pro Mitglied, auch hat schon eine größere Zahl landwirtschaftlicher Arbeitgeber erklärt, die Behandlung ihrer nicht versicherten Leute den neuen Herren Aerzten übertragen zu wollen, und dieselben haben auch sonstige Privatprapis bestimmt zu er- warten, so daß wir von Anfang an ein Mindesteinkommen von 4000 M. garantieren können. Baldige Meldungen erbeten. Wohlau, den 30. November 1904. Der Vorstand der gemeinsamen Ortskrankenkasse des Kreises Wohlau." Acrztlichc Standesehre ist eben ein Ding, das nicht jedermann versteht. Wir geben gern zu, daß wir für diese Art Betätigung der Standesehre keinen Sinn haben. Die Beschlüsse des Münchener Ortskassentages in Beziehung auf die Kaffenbeamtcn wurden, tvie wir aus der„Volkstümlichen Zeit- schuft für praktische Arbeiterversicherung" ersehen, von den General- Versammlungen der Ortskassen in Straßburg und in Würzen (Sachsen) gutgeheißen. Eine Reichskommission der Krankenkassen ist in Wien be- gründet worden. Sie hat den Zweck, die gemeinsamen Interessen der österreichischen Krankenkassen zu wahren. Vorsitzender ist Genosse Dr. Leo Verkauf. so hat derselbe ohne jede Kenntnrs der Sachlage a sprachen und den Beweis erbracht, daß er von der fteireligiöse Reichstags-Ersatzwahl im Wahlkreise Jerichow I und II. Bei der Wahl am 16. Juni 1903 wurden im ersten Wahlgange von 34 013 eingeschriebenen Wählern 25 132 gleich 74,1 Proz. gültige Stimmen abgegeben. Davon erhielten: Fürst v. Bismarck-Schön- Hausen II(Rp.) 10 430, Voigt(Soz.) 8140, Merten(frs. Vp.) 6480 Stimmen. dieübrigen82Stimmenz-rsplittertcn. Bei der notwendig gewordenen Stichwahl wurden 24 407 gültige und 210 un- gültige--- 72,4 Proz. Stimmen abgegeben. Fürst v. Bismarck- Schon hau senil siegte durch die Unterstützung der Freisinnigen mit 14 665 Stimmen über unsem Genossen Voigt, welcher eS auf 9742 Stimmen brachte. Ueber den Ausfall der heutigen Wahl liegen folgende De- peschen vor u Burg, Reg.-Bez. Magdeburg, 6. Dezember.(W. T. B.) Bei der heutigen Reichstags-Ersatzlvahl im Wahlkreise Jerichow I und II wurden bis 9% Uhr abends gezählt für vom Rath(natl.) 2329, von Brauchitsch(kons.) 2721, Mentens(sreis. VolkSp.) 3620, Dr. Wohl- farth(AntisJ 1492, Voigt'(Soz.7 4409 Stimmen,«u« etwa 100 Ortschaften fehlen die Ergebnisse noch. Burg, 6. Dezember, 11 Uhr 5 Min.(Telegramm des Berliner Korrespondenz-Bureaus.) In der heute stattgefundenen Reichstags- Ersatzwahl im 3. Magdeburgischen Wahlbezirk Jericho l und II, die durch den Tod des bisherigen Vertreters Fürsten Herbert Bismarck notwendig geworden und bei welcher nicht weniger als 5 Parteien Kandidaten aufgestellt hatten, erhielten bisher: Rittergutsbesitzer v. Brauchitsch(kons.) 3416 Stimmen, Legationsrat vom Rath (nal.-lib.) 2876 Stimmen, Rechtsanwalt Dr. Wohlsarth(Antis.)i 1605 Stimmen, Lehrer Mertens(sreis. Volksp.) 4399 Stimmen, Stadtverordneter Voigt- Gommern(Soz.) 5289 Stimmen. Vermutlich Stichwahl zwischen Voigt(Söz.) und Merten? (sreis. Volksp.)._ Letzte JSfaebnebten und Depefeben. Württembergisch-preußische Eisenbahngemeinschaft. Stuttgart, 6. Dezember.(Privat-Telegramm des„Vorwärts".)� In der heutigen Landtags-Sitzung brachte der Abgeordnete Hauß- mann(Volkspartei) eine Interpellation über den Stand der Ver- Handlungen über die prcußisch-wllrttembergische Betriebsmittel- gcmeinschaft ein. Der Minister des Auswärtigen Freiherr v. Soden erklärte, daß die Grundlage für eine parlamentarische Verhandlung zurzeit nicht gegeben sei und berief sich auf frühere Erklärungen, in denen er sich für einen engeren Anschluß des Eisenbahnwesens, aber nicht nach dem Muster des preußischen Eisenbahnbetriebes aus- gesprochen hat, der ihm nicht gefällt. Eine Uebertragung an das Reich fei heute nicht mehr möglich, der Zeitpunkt fei verpaßt. Die württembergische Regierung habe als Grundgedanken aufgestellt: Gemeinsame Lokomotiven, Gepäck- und Güterwagen, eventuell auch eine Werkstättengemeinschast, ferner gemeinsame Beschaffung, Er- Haltung und Erneuerung der Betriebsmittel und Betriebsmaterials. Dabei müssen die Hoheitsrechte nach jeder Seite gewahrt werden. Auf eine Anfrage hat Minister Budde sich bereit erklärt, in Verhand- lungen einzutreten, jedoch den Wunsch ausgesprochen, daß auch anders Staaten mittun. Auf die Initiative Wüttembergs erklärten auch Baden und Bayern zur Teilnahme an den Verhandlungen sich bereit. Bei dieser Betriebsmittelgemeinschaft ist jedoch zunächst von einer Aenderung der Wagencinteilung, Einführung der 4. Klasse keine Rede. Die für die württembergische Vertretung gewählte Kom» Mission werde im Januar 1905 wieder zusammentreten und voraus- sichtlich wird es zu einer Einigung kommen, die sich möglicherweise auch auf andere süddeutsche Staaten erstrecken wird. Man sah bei dieser Sachlage von einer weiteren Diskussion ab. * Von der Gcmeindewahl in Stuttgart. Stuttgart, 6. Dezember.(Privat-Telegramm des„Vorwärts".) Am Sonntag wurde das sozialdemokratische Flugblatt für die am Freitag stattfindende Bürgerausschuhwahl in Stuttgart in 100 000 Exemplaren verbreitet. Morgen verbreiten die bürgerlichen Parteien das ihrige, worin den Sozialdemokraten als Todfeinden der bürger- lichcn Gesellschaft das Recht auf eine Vertretung im Rathause ab- gesprochen wird. Die Sozialdemokratie entfaltete rege Agitation. Am Mittwoch und Donnerstag werden 11 Versammlungen in allen Teilen der Stadt abgehalten. Paris, 6. Dezember.(W. T. B.) Senat. Das Haus nimmt die Beratung des cnglisch-ftanzösischen Abkommens wieder auf. Lavrue Moysan kritisiert das Abkommen über Neufundland. G a r r e a u hebt die guten Beziehungen zwischen Frankreich und England hervor, hält aber die Opfer, die Neufundland zugebilligt seien, für zu groß und beantragt deshalb, das Abkommen abzulehnen. Ebenso spricht sich Admiral Cuverville gegen das Abkommen aus. Er kritisiert alsdann die Klauseln betreffend Aegypten und Marokko und führt aus, Deutschland und England würden aus den Anstrengungen Frankreichs Nutzen ziehen. D a u l n a y bedauert das Ausgeben der Finanzkontrolle in Aegypten, aber beglückwünscht sich zu dem marokkanischen Abkommen. Er werde für die französisch- englische Konvention stimmen, weil dieselbe für die Politik der An- Näherung und des Einvernehmens mit England eintrete— eine Politik, welche gestatten werde, daß der Huller Zwischenfall friedlich geregelt werde. Nächste Sitzung morgen. Paris, 6. Dezember.(W.T.B.) Deputiertenkammer. Die Beratung der Vorlage betreffend die Einkommensteuer wird fort- gesetzt. Jules Roche nimmt seine gestrige Rede zu diesem Gegen. stände wieder auf und gibt einen historischen Uebcrblick dieser Steuer in den Vereinigten Staaten, welche der Oberste Gerichtshof im Jahre 1894 für ungesetzlich erklärt habe. Redner hebt sodann die Schwerigkeit hervor, die sich bei der genauen Feststellung des Ver- mögens jedes einzelnen Bürgers ergäbe. Roche schließt seine Rede mit der Bitte um Ablehnung des Entwurfes, dessen Anwendung für die Finanzen und die Republik gefährlich sein würde. Hierauf wird die Weiterbcratung auf Montag vertagt. Die Interpellation Pclloux im Senat. Rom, 6. Dezember.(W. T. B.) In fortgesetzter Besprechung der Interpellation Pelloux erklärt Ministerpräsident Giolittr auf eine Rede Garneris, daß die Regierung, wenn sie bei dem Aus- stände im September Gewalt angewendet hätte, der Monarchie und der Ordnung einen sehr schlechten Dienst erwiesen haben würde. Die ländlichen Arbeiter- Vereinigungen seien zu einem wirtschaftlichen Zwecke auf der Grundlage deS Vereinigungsrechtes, welches durch das Gesetz garantiert sei, gegründet. Alle Länder seien übrigens in einer Periode sozialer Umwandlung, weil die Arbeiterklassen den Wunsch haben, besser zu leben und da der dritte Stand Fortschritte gemacht habe, wolle der vierte daS auch, und kein Gesetz könne diese Bewegung aufhalten. Die Monarchie sei. wie auch Garneri gesagt habe, die Grundlage der Einheit Italiens, die republikanische Fornr würde das Land spaltenund es zu neuer Knechtschaft führen; die Monarchie müsse verteidigt werden nicht dadurch, daß man auf die Massen schieße, sondern daß man sie unseren Einrichtungen geneigt mache, und dadurch, daß wir selbst den sozialen Fortschritt fördern.(Lebhafter Beifall.) Nachdem noch mehrere Redner gesprochen, wird die Weiterberatung auf morgen vertagt._ Bom ostasiatischen Kriegsschauplatz. Tokio. 6. Dezember.(Meldung des„Reuterschen Bureaus".) Dem amtlichen Bericht aus dem Hauptquartier der Belagerungs- armee vor Port Arthur zufolge scheinen die Japaner die Eroberung deS 203 Meter-tzügels ausnutzen zu wollen, indem fte dort Schiffs- geschütze aufstellen, deren Feuer es den russischen Schiffen unmöglich machen wird, sich länger unter dem Schutze des Forts Paiguschan zu halten. Unter dem 3. d. M. wird aus dem Hauptquartier gemeldet: Unsere Schiffsgeschütze beschießen die feindlichen Schiffe.„Pobjeda" wurde sechsmal getroffen, ein Schiff von der Klasse des„Retwisan� sogar achtmal. 16 weitere Schüsse trafen die anderen Schiffe. Weiter wird gemeldet, daß am 5. die Beschiotzung fortgesetzt wurde und „Pobjeda" siebenmal und„Poltawa" und„Rctwisan" elfmal ge» troffen wurden. Am Nachmittag fielen sapanifche Geschosse in ein feindliches Magazin südlich von Paiguschan, wodurch eine heftige Explosion hervorgerufen wurde. Es entstand em Brand, der mehrere 'Stunden währte. An demselben Tage schössen wir aus unseren großen Kanonen auf die feindlichen Schiffe und trafen den„Peres- viet" zweimal und zwei andere Schiffe der„Poltaiba"-Klasse eben- falls zweimal, die dann eine Stunde lang heftig brannten.-i.ie Bewegungen gegen das Fort Sungschufchan und die östlich davon ge» legenen Forts wurden während der Nacht sowie des folgenden Tage? fortgesetzt. Am 4. wurden bei Erlungschan zwei 36 Millimeter» Geschütze genommen._ Verantw.Redatt.:Pa»lBütMer, Berlin. Inserate verantw.(mit Ausnahme der„Reue Welt".Beilage)!Th.GIocke, Berlin. Druck u.Verlag:B»rwärtsBuchdr.u.BerlagSanst.PalllSingerLCo..BerlinZ1V. Hicrzn S Beilagen u.Unterhaltungobl Nr. 287. 21. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 7. Dezember 1904. Am Bundesratstische: v. Einem, Frhr. v. Stengel. Abg. Frhr. v. Richthofen( f.): Nachdem gestern mehr neben als über den Etat gesprochen worden ist und nachdem wir gestern eine hochbedeutsame Rede des Herrn Reichstanzlers gehört haben, fällt mir die Aufgabe zu, eine mehr geschäftsmäßige Rede zu halten. Ueber die Militärvorlage wird ein anderer meiner politischen Freunde sprechen. Wenn wir bisher nicht in der Lage waren, die ordentlichen Ausgaben durch die ordentlichen Einnahmen zu decken, so hoffe ich, daß das in Zukunft der Fall sein wird. stand in Südwestafrika unseren Standpunkt darlegen. Daß Die Haltung, welche Graf Bülow gegenüber den Parteien im dieser Aufstand so folossale Summen fosten könnte, hat man russisch japanischen Kriege einnimmt, halten wir nach den bis vor kurzem nicht geahnt. Natürlich verlangt die deutsche Erfahrungen, welche wir bei Gelegenheit des Friedensschlusses von 106. Sigung. Dienstag, den 6. Dezember 1904, Ehre, daß der Aufstand nun ganz niedergeschlagen wird, das ver- Shimonijeti gemacht haben, für verkehrt. Ebenso wenig kan nachmittags 1 Uhr. langt auch die Rücksicht auf die deutschen Ansiedler. Ich freue mich, uns das Verhalten der Reichsregierung zu den Einzelstaaten immer daß der Herr Reichskanzler diese moralische Verpflichtung anerkennt. gefallen. Es wäre zu wünschen, daß in den Hof- Telegraphen geDie erste Beratung des Etats in Verbindung mit der Der Aufstand wäre nicht in dem Umfange ausgebrochen, wenn man nügende Leitungs- Widerstände eingeschaltet würden, damit die TeleBeratung des Nachtrags- Etats und der Militär- Borden Bau von Eisenbahnen gesorgt hätte. Die Schuld, daß dies nicht pretation vorliegt.( Lebhaftes Bravo! links und im Zentrum.) Wir von vornherein genügend für die Entwickelung der Kolonie durch gramme nicht eher bestellt werden, ehe nicht ihre authentische InterIagen wird fortgesetzt. geschehen ist, liegt weniger bei der Kolonialverwaltung als beim müßten eben die verantwortlichen Reichsminister haben, die Reichstage selbst.( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.)- Was die wir schon seit Jahrzehnten gefordert haben. Frage der Anwesenheitsgelder anlangt, so stehen wir nach Früher wurde immer das Schreckgespenst des Einbruchs in die wie vor auf dem Standpunkt, daß Diäten sobald wie möglich be- West- und Ostgrenzen vorgeführt. Diesmal ist die Ostgrenze in den willigt werden sollten. An dem Königsberger Prozeß ist nur das Motiven vollständig fortgeblieben. Es wird aber da auf Frankreichs eine aufgefallen: es dürfte doch nicht vorkommen, daß sich deutsche Vorgehen hingewiesen zur Begründung der Erhöhung unserer Präsenz Behörden im Besiz unrichtiger Gesezessammlungen befinden. ziffer. Ich muß den militärischen Schematismus, der sich in solchen Schließlich möchte ich mir die Frage erlauben, ob uns schon in der Vergleichen der Präsenzziffern zeigt, bekämpfen. 1902 blieb der nächsten Woche die Handelsverträge vorgelegt werden. Wir geben Heereserfaß in Frankreich erheblich hinter dem in Deutschland zurück. uns der Hoffnung hin, daß damit erreicht wird, was wir bei der Tatsächlich kann Frankreich seinen ziffernmäßigen Erfaz gar nicht Durchführung des Bolltarifs gegen die rücksichtslose Opposition im decken. Auch die Einführung der zweijährigen Dienstzeit in FrankAuge hatten, nämlich besserer Schutz der Landwirtschaft, aber auch reich kann nicht zur Begründung der Erhöhung der Präsenzziffer Erhaltung der Exportmöglichkeit für die deutschen Industrieprodukte. bei uns verwandt werden. Der Kriegsminister meinte, ( Bravo! bei den Nationalliberalen.) die Regierung habe ja noch von der letzten Heeresvorlage 7000 Mann gut. Wir müssen aber einen Nach to eis für die Nokder Fußartillerie und der Pioniere stehen wir nicht so antipathisch wendigkeit der Heeresvermehrung verlangen. Der Vermehrung sein, aber es läge im Interesse eines guten Verhältnisses zwischen gegenüber wie der der Kavallerie. Die Marineforderungen mögen an sich nicht unberechtigt Regierung und Volksvertretung, wenn wir uns hier nicht auf Jahre hinaus binden, sondern jährlich das Notwendige hierzu bewilligen. Wenn nun aber auf allen diesen Gebieten des Heeres, der Flotte und der Kolonien die Kosten ständig steigen, und wenn gleichzeitig die Matrikularbeiträge bleiben, wie sie find, so ist die einfache, kommen.( Sehr richtig! b. d. Freis.) Die Sache liegt wirklich so, daß man für den Reichstredit fürchten kann. Der Reichsschatzsekretär steht naturgemäße Folge die, daß die Finanzen in Unordnung Abg. Dr. Müller- Sagan( frs. Vp.): Wir gehören nicht zu denjenigen, welche der Regierung ein Butett neuer Steuern vorhalten. Wir erwarten vom Reichsschazamt entsprechende Vorlagen, die wir gründlich und sorgfältig prüfen werden. Wir hoffen sodann, daß die Handelsverträge so abgeschlossen werden, daß wir ihnen zustimmen können. Wenn es nicht möglich sein sollte, alle Verträge zugleich vorzulegen, so hoffen wir, daß die Regierung keinen Meistbegünstigungsvertrag mit solchen Mehrheit des Reichstages verlangten Diäten, ich will nicht sagen, Der Reichskanzler sprach sich gestern über die von der großen gekommen ist. Die Ausgaben für Südwestafrika, die ganz warst doch sonst nicht so, Graf Bülow! Ich erinnere an feinen AusStaaten abschließt, mit denen ein Handelsvertrag noch nicht zustande wegwerfend, aber doch in einer Weise aus, daß ich sagen muß: Du unvorhergesehen waren, lassen sich unbedenklich durch eine Anleihe decken. Aber es bleibt noch ein Rest vom Defizit übrig, von dem spruch, daß er für seine Person eine ganz andere Ueberzeugung ich im Namen meiner politischen Freunde erklären muß, daß er nicht richtig! links.) Wenn der Kaiser in Breslau gejagt hat: Schidt über die Diätenfrage habe, als er sie gestern mitteilte.( Sehr durch eine Zuschußanleihe gedeckt werden darf. Für die Niederwerfung des Sereroaufstandes mir doch den schlichten Mann der Werkstatt in den werden wir alles bewilligen, was die Regierung ber- Reichstag, den Reichskanzler wohl die langt. Wir fönnen und wollen nicht die Verantwortung für die Frage nahe gelegen, wie der schlichte Mann hier auf dem teueren Iangt. Wir tönnen und wollen nicht die Verantwortung für die längere Dauer des Aufstandes oder für ein Mißlingen des Feldzuges Pflaster ohne Diäten leben soll.( Sehr richtig! links.) Freilich, längere Dauer des Aufstandes oder für ein Mißlingen des Feldzuges fener schlichte Mann ist nicht gewählt worden. Aber wenn es zu übernehmen. Nur über die projektierten weiteren Bahnbauten so hätte für aus in Südwestafrika behalten wir uns ein endgültiges Urteil vor. In Diäten, weil der Reichstag ohne Diäten gewählt war, und jetzt in bor der Alternative, ob er den Reichskredit durch geeignete MaßForderung der Fünf- Millionenentschädigung für die Farmer in Süd- weiß ich nicht, wann es geit dazu sein soll. Vielleicht weiß natürlichen Finanzreserven, sowohl bei sich selbst, als bei den Forderung der Fünf- Millionenentschädigung für die Farmer in Süd- der Mitte der Seſſion soll es wieder nicht an der Zeit fein, so kann nur der erstere Weg gangbar sein, denn noch hat das Reich seine westafrika. Ich hoffe, daß die Majorität des Reichstages diesmal er es, gesagt hat er es nicht. Jedenfalls scheint der Reichskanzler Einzelstaaten. Aber ein Ende muß gemacht werden mit den platonatürlichen Finanzreserven, sowohl bei sich selbst, als bei den anderer Meinung über die Diätenfrage zu sein als früher. aussprechen wird. Ich kann sagen, daß wir die Ausgestaltung Wir wollen die Diäten nicht als Gnadengeschenk haben, sondern nischen Erklärungen für die Sparsamkeit! Sparsam kann in Wirkder Kolonialabteilung und die Erhaltung einer verlangen fie um des Reiches und des Volkes willen, aus allgemeinen Ozean der Weltpolitik hinaussegelt.( Lebhafter Beifall links.) Wir starten Militärgewalt in den Kolonien mit benicht auf den sonderer Freude begrüßen. Ich wäre nur neugierig, zu Gründen heraus.( Sehr richtig! links.) erfahren, wie der Herr Reichskanzler sich die Organisation der Der Abg. Dr. Spahn hat sich mit Recht darüber beschwert, haben an sich nichts einzuwenden gegen eine Reichs- VermögensTruppen in unseren Kolonien denkt. Wir werden auch auf diesem daß die Berufung des Reichstags bei der Entiendung fteuer. Wir haben fogar selbst vor einigen Jahren, ich glaube es tar 1895, einen dahingehenden Antrag gestellt. Aber bon Truppen nach Südwestafrita unterblieben Gebiete allen erforderlichen Ausgaben zustimmen: sparsam müssen wir sein, aber das Notwendige wollen wir bewilligen, denn Reichstages glauben dürfen, daß die Berufung des Reichstages nicht blicklich, ist die Finanzlage des Reiches überhaupt noch nicht gewesen, ist. Der Reichskanzler meinte, er habe nach der Stimmung des durchaus nicht für geeignet. Denn fo dunkel, wie augen halten wir hierfür den gegenwärtigen Augenblick es handelt sich hier um die Ehre der Nation.( Beifall rechts.) nötig gewesen sei. Ich meine, der Reichstanzler war zur EinAbg. Dr. Sattler( natl.): berufung des Reichstages verpflichtet, weil das Ziel des Kampfes und zwar besonders deshalb, weil ja die Einnahmen aus den Böllen, Herr Bebel hat es nicht unterlassen können, in seiner gestrigen ein anderes geworden war. Früher handelte es sich um die Unter- wie sie fich auf Grund der neuen Handelsverträge entwickeln werden, Rede meinen Freunden den Vorwurf der Verfassungsverlegung zu drückung des Herero- Aufstandes. Jezt aber handelte es sich bei den noch gar nicht zu übersehen sind. Die Bollpolitik des Deutschen machen. Ein solcher Vorwurf ist um so merkwürdiger, weil über- Truppennachschüben nach den Aeußerungen des Reichskanzlers Reiches sollte vernünftiger gestaltet werden; das liegt nicht nur im haupt in den letzten Jahren eine Verfassungsänderung nicht statt- zweifellos darum, sämtliche Eingeborenen zu ent- Interesse der Allgemeinheit, sondern auch in dem des Reichshaushaltsgefunden hat.( Buruf links: Geschäftsordnung!) Geschäftsordnung waffnen, und an diese Veränderung des Zieles mußte ein ganz bann werden auch die Reichs- Einnahmen besser werden! Macht eine Etats. Möge das Reich eine vernünftige Wirtschaftspolitik treiben, ist doch ganz etwas anderes als Verfassung. Oder sollten auch Sie diese anderer Maßstab gelegt werden als an die früheren Bewilligungen. beiden Dinge nicht auseinanderhalten können, wie es dem Abg. Bebel Der Reichskanzler hat wohl selbst erst größeren Nachschüben widerstrebt gute Politik, dann werdet Ihr gute Finanzen haben.( Beifall bei passiert ist? Derartige Vorwürfe sind auf das schärfste zurückzuweisen. und hat später eine andere Stellung eingenommen. Bei der Forderung den Freisinnigen.) Die Vorwürfe Bebels sind um so unverantwortlicher, da es keinen von Hunderten von Millionen mußte der Reichstag berufen werden. Abg. v. Kardorff( Rp.): Staat gibt, wo Regierung und Voltsvertretung Die Truppennachschübe nach Südwestafrita sind viel größer, als es Wir kennen ja die Melodie, die Herr Müller- Sagan eben wieder sich die größte Mühe gegeben haben, den wirt nach dem Etat erscheint. Wir lesen da, daß sich im Schutzgebiete gesungen hat. Wir sollen wieder zum alleinseligmachenden Freischaftlich Schwächeren zu helfen. Wir müssen derartige eine Zahl von 8240 weißer Truppen befänden. Rechnet man aber handel übergehen, dann würden die Finanzen besser werden. Aber beleidigende Vorwürfe ohne Anführung von Tatsachen auf das alle die Zahlen zusammen, von denen man weiß, daß sie nach und sehen Sie doch das schutzöllnerische Frankreich an, dort sind die schärfste zurückweisen.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Zu meiner nach hinübergeschickt sind, so tommt man zu der Ueberzeugung, daß Finanzen durchaus günstig, wie überhaupt in allen streng schutzFreude ist aus dem Etat zu ersehen, daß der sozialpolitische Geist, die Zahlen des Etats nur bis Ende Oktober gehen. Was feitdem zöllnerischen Ländern. der seit der Botschaft Kaiser Wilhelms die Gesetzgebung und Ver- nachgeschoben worden ist, liegt der Berechnung nicht vor. Es geht Belastung für die Konsumartikel. Bier und Branntwein find Herr Müller- Sagan forderte verminderte waltung beseelt hat, auch jetzt noch immer seine Tätigkeit beweist. also immer weiter mit den Kosten für diesen Aufstand.( hört! doch auch Konsumartitel, ich weiß aber doch nicht, ob die Mit dem Wunsche des Herrn Spahn, daß für die Heimarbeiter mög- hört! links.) Der Etat, wie er uns vorliegt, war also schon in dem Herren von der Linken damit einverstanden sind die Herren lichst bald Sorge getragen wird, sind wir durchaus einverstanden. Augenblick antiquiert, als er uns vorgelegt wurde.( Sehr richtig! links.) Sozialdemokraten fangen ja jetzt auch an, sich für die EntLeider befinden sich unsere Finanzen in einem geradezu schreck- Der Reichskanzler hat selbst auch die Diskussion eröffnet, indem er den haltsamkeit zu ertvärmen daß der Konsum in diesen lichen Zustande, den man auf das tiefste beklagen muß. Herero- Aufstand gestern für beendet erklärte. Er hat die Frage ein Artikeln erheblich gesteigert werde. Diese schlechten Finanzen entstehen ja zum großen Teile aus dem gehend, wenn auch nicht erschöpfend zur Verhandlung gebracht: Finanzlage war ja schon im vorigen Jahre traurig, ( Sehr gut rechts.) Die unordentlichen Verhältnisse zwischen den Einzelstaaten und dem Was soll denn nun aus Deutsch- Südwestafrika werden? Im vor- aber ich muß gestehen, daß es in diesem Jahre noch weit Reiche. Man hat dieses Verhältnis ja durch die Vorlage des legten liegenden Etat wird schon flott weiter organisiert. Da finden schlimmer gekommen ist, als wir dachten. Herr Bebel Jahres etwas verbeffert. Trotzdem werden von den Reichseinnahmen wir Summen ausgeworfen für neue Bezirksämter, hat ja ein sehr einfaches Rezept: Die Reichs- Einkommenimmer noch 189 Millionen an die Einzelstaaten überwiesen, die Bureausetretäre usw. usw. Da heißt es z. B. in der Bes st euer, dann auf dem Wege der Matrikularbeiträge erst mühsam wieder gründung, daß die Errichtung zweier Bezirtsämter nach Vermögenssteuer. Die Reichs Vermögenssteuer hat aber auch Herr Müller- Sagan sprach von einer Reichszurüdgeholt werden müssen. Das Reich befigt nicht die nötige der Besizergreifung des Hererolandes notwendig geworden sei. Herr Nichter zugunsten einer Reichs- Erbschaftssteuer finanzielle Selbständigkeit. Mir liegt es natürlich fern, neue Steuern Man scheint also den Schwerpunkt der Verwaltung nicht mehr in bereits fallen gelassen.( Widerspruch bei den Freifinnigen.) vorzuschlagen; das ist Sache der Regierung. Der Herr Abgeordnete die zentrale, sondern in die lokale Verwaltung legen zu wollen. Bei Einführung einer folchen Steuer würde den Einzelstaaten so viel Bebel hat ja eine Art dahingehenden Vorschlages gemacht; er hat Jch weiß nicht, ob das der richtige Weg für die Organisation ist, von ihrer Souveränetät abgehen, daß im Bundesrat eine Mehrheit erklärt, er würde durchaus nichts gegen eine Einkommensteuer von in Deutsch- Südwestafrika möglichst viele selbständige dafür in absehbarer Zeit nicht zu finden sein wird und ich glaube 20 Proz. haben. Nun, wenn man Staatssteuern, Kommunal- Verwaltungsstellen einzurichten. Der Reichskanzler sagte, auch, daß noch Generationen vergehen, ehe der Reichstag für eine steuern usw. zusammenzieht, so besteht an vielen Orten eine es schwebten ernste Erwägungen darüber, wie in Zukunft dort organi- solche Steuer zu haben sein wird. Für die Kleinstaaten ErleichteSteuerquote, die nicht viel hinter 20 Broz. zurückbleiben dürfte. fiert werden solle. Ich will nicht eingehen auf die Grörterung über rungen zu schaffen ist schon deshalb recht und billig, weil sie zu den tönnen Sie mir glauben, Herr Abgeordneter Bebel! die Gouvernementsbeiräte, auf die Berrechnung der Einnahmen in großen Revenuen beitragen, die die großen Staaten aus ihren An einer ganzen Reihe von Orten beträgt der Kommunalsteuer- den Bezirksämtern, obwohl ich große Bedenken dagegen habe, die Eisenbahnen haben. Zuschlag 200 Proz Das macht allein eine Steuer von 12 Broz. Kontrolle der Einnahmen von hier entziehen und in das Schutz- Wir Reichstags- Abgeordnete sind ja nicht in der Lage, hier des Einkommens. Dazu kommt noch die Grund- und Gebäudes gebiet verlegen zu lassen. Ich fürchte, daß die Herren vom Kolonial Steuervorschläge zu machen, weil nur die Regierung in der Lage ist, steuer, die Kirchensteuer und die Schulsteuer, die vielfach heute noch amt dann noch selbständiger wirtschaften werden, als sie schon jetzt sich die nötigen tatsächlichen Grundlagen für die rechnerische Vorausgesondert besteht, so daß die Steuer sicherlich nicht unter 20 Broz. tun. Ueber die ganze Organisationsfrage können ja die Meinungen ficht ihrer Wirkungen zu machen. Man halte mir nicht entgegen, bleibt. Das ist am schlimmsten für die kleinen Bauern, die mur ihr auseinandergehen, zunächst aber müssen wir doch Auskunft darüber daß ich früher selbst hier Steuern auf Rohle und Roheisen borLand haben. Daß wir aber schon heute die Einkommen haben, welchen Weg der Organisation Sie gehen wollen. bis zu 20 Proz. besteuern, weiß der Abg. Bebel nicht, daher geschlagen habe, die übrigens niedriger waren, als die kleinsten PreisIntereffant war mir in den Ausführungen des Herrn Schatz- schwankungen in diesen Artikeln. Diese Steuervorschläge waren nur glaubt er wunder welchen Effekt zu erzielen, wenn er sich bereit er- sekretärs der Sat, es sei ihm zweifelhaft, ob wir nicht mit Kolonien die Antwort auf die Behauptung des Freiherrn v. Thielmann, das flärt, die Einkommen- und Vermögenssteuer in solcher Höhe zu be- überladen wären. Er meinte nur, wir haben sie nun einmal und Steuerfeld sei abgegraft. Gestern ist im preußischen Abgeordnetenwilligen. Ich will damit die Betrachtung der schlechten Finanzlage müssen dort unsere Kulturmission erfüllen. Was ist denn unter hause über die Umjazsteuer für Mühlen gesprochen worden. abbrechen und zwar deshalb, weil auch ich kein Mittel Kulturmission überhaupt zu verstehen? Die Missionen verstehen Dabei ist schon richtig bemerkt worden, daß nur, wenn das Reich gegen sie weiß( Lachen bei den Sozialdemokraten), und weil darunter die Betehrung der Heiden zu Christen, die diese Steuer einführt, die großen Mühlen in den Hansestädten ich glaube, daß fie uns nicht abhalten darf, zu bewilligen, was zur Solonialabenteurer denken an Flaggenhissen, an ernstlich getroffen und die fleinen binnenländischen Mühlen Erhaltung der Machtstellung des Deutschen Reiches notwendig ist. Beutemachen, die Kolonialgesellschaften an Eisenbahnen und Berg- geschützt werden fönnen und auf diese Wenn ich mit der Militärverwaltung beginne, so stimme ich der Ver- werke. Graf Bülow sprach von den Eingeborenen, die als Arbeits- Konsequenz wirtschaftliche allein, nicht auf den mehrung des Ausbildungspersonals zu, die notwendig geworden ist fräfte für Farmen und Bergwerke nötig seien, und gerade diese kommt es bei dieser Steuer an. Herr Spahn ist auf dent finanziellen Ertrag durch die zweijährige Dienstzeit. Ich bestreite dem Abgeordneten Aeußerung hat mich besonders interessiert. Ich hatte nach den Standpunkte der Resolution von 1900 stehen geblieben, daß keine Bebel, daß die Militärdienstzeit verrohend auf die Bevölkerung wirkt. vorhergehenden Ausführungen des Reichskanzlers über die Schaffung neuen Steuern auf Massentonsumartikel gelegt Im Gegenteil, diejenigen, die ihre Dienstzeit in der Armee durch von Reservaten gedacht, daß seine Kolonialpolitit fich werden dürften. Er meinte, diese seien schon durch die Zölle gemacht haben, find stolz darauf und erinnern sich mit Vergnügen in anderer Nichtung betvegen würde. Wie man aber verteuert worden. Wenn Herr Spahn auf diesem Standpunkt steht, Ser Zeit, in der sie gedient haben.( Bravo! rechts.) Wenn dem so auch über den Wert der Kolonien denken mag, das ist den ich nicht teile( Lachen bei den Sozialdemokraten), so ist doch die ist, müssen auch die notwendigen Mittel für das Seer bewilligt zweifellos, daß sie nun und nimmer die Millionen, die wir zwischen arbeitende Klasse bereits durch die größere Arbeitsgelegen werden. Zur Erhöhung der Dienstfreudigkeit kann es allerdings die Steine und Dornen von Südwestafrika gefäct haben, werden dort heit im vollsten Maße entschädigt worden für die Bernicht beitragen, wenn so kolossal hohe Strafen ausgesprochen werden, wieder ernten können.( Sehr richtig! links.) Und wenn es auch teuerung einiger notwendiger Lebensmittel. Ganz wie in den jüngsten Militärgerichtsurteilen.( Sehr richtig! links.) möglich wäre, jene Wüste in ein Paradies umzuwandeln, so wäre anders liegt es bei den mittleren Klassen, die keine ProduSo ist jüngst ich glaube wohl in Dessau, wegen eines Streites es doch unberechtigt, die Kosten dafür den deutschen Steuerzahlern zenten sind und denen ein Schutz nach Analogie der bismit einem Unteroffizier ein Mann zu der tolossal hohen aufzubürden. Bedenken Sie, welche ungeheuere Ausdehnung die herigen Sozialgesetzgebung für Arbeiter dringend notwendig wäre. Strafe von fünf Jahren Buchthaus verurteilt Kolonie hat. Das Deutsche Reich hat 400 000 Quadratkilometer, Herr Spahn wollte unsere bisherige Sozialpolitif bor Das schlimme ist, daß infolge der hohen Minimal- Deutsch- Südwestafrita aber allein 831 000 Quadratkilometer. Unser wärts treiben; ich möchte doch sehr vor einem zu raschen Tempo Strafen es dem Richter gar nicht möglich ist, nach feiner vernünftigen ganzer Solonialbesig nimmt 2 600 000 Quadratkilometer ein. Ueberzeugung eine Strafe festzusetzen. Ich glaube daraus den Schluß will Graf Bülow in solch ausgedehnten Ländereien es durchführen ziehen zu dürfen, daß eine Reform des Militär Straf wollen, Eingeborenen die Feuerwaffen abzunehmen? Was Riautschou vornherein auf einem vollständig anderen Standpunkt Bezüglich der Kolonien und der Flotte habe ich von gefegbuches in Betracht zu ziehen ist. Nun glaubt der anlangt, so hat es mich gewundert, daß in dem Etat für 1905 an gestanden als Abgeordneter Dr. Müller- Sagan.( Heiterkeit.) Abg, Bebel, hinsichtlich der Formierung der Truppenkörper festgestellt Armierungsausgaben für diese Kolonie 2500 000 m., also 2 Millionen Ich bin von Anfang an der Meinung gewesen, daß Deutschland zu haben, daß die Kavallerie absolut nicht nötig sei. Die Kriegs- mehr als im Vorjahre gefordert werden. Das kann den Gerüchten, verpflichtet ist, eine Weltpolitit zu treiben. Dazu gehören Kolonien geschichte lehrt, daß auch im Striege 1870/71 der fritischeste Moment die man in der gelben Bresse fand, als ob Kiautschou zu einem und eine starte Flotte. Ueber die Gestaltung der Kolonialverwaltung des ganzen Krieges durch Aufopferung eines Kavallerieregiments zweiten Port Arthur ausgestaltet werden sollte, nur neue Nahrung hat der Reichskanzler ungefähr das gesagt, was meine Freunde für bezeichnet und entschieden wurde. So wird die Stellung der geben. Ich hoffe, daß in dieser Beziehung alle 8weifel beseitigt notwendig halten. Was die auswärtige Politit betrifft, so kann ich Ravallerie bleiben und wir stehen ihrer Vermehrung daher durchaus werden. Wir haben teine Ursache, für eine Weltpolitif, die uns mir nicht verhehlen, daß es mich einigermaßen befremdet hat, freundlich gegenüber. nichts einbringt als Nasenstüber und Nackenschläge, große Summen daß der Reichskanzler sich hat von Bashford interDie Marinevermehrung hält sich in den Grenzen des Flotten zu opfern. Der Herr Schatsekretär sprach ja auch vom Sparen, viewen lassen. gefeges; ich brauche also nicht darauf einzugehen. Es wäre besser gewesen, wenn er seine Hingegen nahm allerdings den Heeres, Marines und Kolonialetat aus, Aeußerungen hier im Reichstage gemacht hätte. In Bezug auf die muß ich zu den Kolonialfragen, insbesondere zu dem Auf- also gerade die Etats, die die riesigsten Beträge verschlingen. Finanzen müssen wir das Ergebnis des neuen 8olt. Das worden. Wie warnen. führer. tarifs abwarten. 1879 find auch alle Schägungen übertroffen Tage berechneten Vollversammlung zusammen. Es waren etwa| bedarf, besteht aus Delegierten der Regierung.( Lärmender Widerspruch.) worden, und ich glaube, es wird auch jetzt geschehen. Wenn die 200 Vertreter von preußischen Städten mit über 25 000 Einwohnern Jedenfalls steht es doch fest, daß die Sozialdemokraten Finanzen sich bessern werden, so werden wir auch die vom Reichs erschienen. international, antimonarchisch und revolutionär sind.( Lärmender fanzler vorgeführte Politik führen können.( Beifall rechts. Lachen Oberbürgermeister Kirschner eröffnete den Städtetag mit einer Widerspruch. Schlußrufe. Rufe: Zur Sache!) Meine Herren! Ihre bei den Sozialdemokraten.) Begrüßungsansprache, in welcher er hervorhob: Seine Majestät Schlußrufe stören mich nicht.( Heiterkeit.) Es ist viel leichter, in Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Antis.): nimmt an den Arbeiten und Bestrebungen des preußischen Städte- einer Versammlung Beifall als Widerspruch zu erfahren. Ich wiederWir danken dem Staatssekretär Freiherrn v. Stengel dafür, daß tages den lebhaftesten Anteil. Der hohe Herr hat sich mir gegen- hole: Die Sozialdemokraten find international, antimonarchisch und Wir danken dem Staatssekretär Freiherrn v. Stengel dafür, daß über persönlich dahin geäußert, daß er die Arbeiten der städtischen revolutionär; ich halte es für falsch, daß hier in Berlin dieser Partei er uns die ungünstige Finanzlage des Reiches offen dargelegt hat. Selbstverwaltungen, insbesondere die Arbeiten der Männer im Ehren- und der Freireligiösen Gemeinde, die aus einer Gruppe Wie die Finanzen saniert werden sollen, das ist Sache des amt der städtischen Selbstverwaltung sehr hoch schätzt. Mögen die atheistischer Menschen besteht, auf Aufforderung einer radikalen Bundesrats, zu erwägen. Allerdings sind auch aus dem Hause Arbeiten des preußischen Städtetages dasselbe Ergebnis haben, Richtung innerhalb der Berliner Stadtverordneten- Vervielfach Steuern vorgeschlagen, so hat Windthorst früher das Inseratenmonopol vorgeschlagen, das allerdings nicht welches unser Landesfürst erstrebt; mögen unsere Arbeiten zur Wohl- ſammlung die öffentlichen Schulräume zur Verfügung ge ( Stürmischer Widerspruch und Schluß- Rufe.) durchführbar ist, weil die Presse auf die Inserate angewiesen fahrt und Größe des Vaterlandes beitragen.( Lebhaftes Bravo!) stellt werden. Meine Herren! Sehen Sie sich doch den Verzweiflungskampf ist. Praktischer wäre vielleicht eine Plakatsteuer, wie sie in Redner schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Die Versammlung wählte sodann Oberbürgermeister Kirschner- an, den unsere deutschen Brüder in Desterreich gegen die Tschechen Frankreich schon besteht. Am sympathischsten wäre uns aber eine Berlin zum ersten, Oberbürgermeister Becker- Köln zum zweiten und unsere eigenen deutschen Landsleute gegen die Polen führen! Wehrftener. Ich bin überzeugt, wenn die Judenschaft vom Vorsitzenden und Stadtsynditus Hirsetorn Berlin zum Schrift Das deutsche Städtewesen hat geblüht zurzeit der Hansa, der Kriegsdienst befreit würde, würde sie gern dafür Reformation und 1813, also stets in Zeiten, in denen es weder Steuern bezahlen. Denn die gerühmte Tapferkeit der Juden Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildete das Bau- Sozialdemokraten noch Freireligiöse gegeben hat.( Widerspruch und zeigt sich ja von neuem im russisch- japanischen Kriege: massenhaft fluchtlinien- Gesetz und die mit ihm in Verbindung stehenden Be- Heiterkeit.) Ich bemerke zum Schluß: ich bin mit den Anträgen der desertieren russische Juden über die Grenze.( Lachen links.) Und die Juden Deutschlands sind auch nicht besser; die Judenschaft der Stimmungen des Enteignungs- Gesetzes. Die Berichterstatter, Ober- Berichterstatter einverstanden, ich kann denselben nur nicht bezüglich Dr. Wilms Posen und Oberbürgermeister der Lokalfrage beistimmen.( Heftiger Widerspruch.) ganzen Welt fühlt sich ja als einheitliche Nation. Es scheint fast, Dr. Dehler Halberstadt, haben hierzu eine Reihe von Leitals ob diese aus der Wiege der Pandora- Büchse emporgestiegen fätzen vorgeschlagen. Der wichtigste dieser Leitfäge lautet: ist.( Lachen links.) Auch die Börsensteuer könnte viel höhere Erträge bringen, namentlich wenn besondere Strafen für Uebertretung der Börsengefeße eingerichtet würden. Die Zahl der großen Vermögen ist stets im Wachsen, und ich fürchte, daß in ihnen ein gut Teil der verschwundenen Mittelstandsvermögen steckt. Der von mir sehr geschätzte Abg. Kardorff hat sich gegen die Reichs- Einkommensteuer ausgesprochen und zwar mit Gründen, die ich durchaus zu schätzen weiß. Troßdem habe ich im Namen meiner politischen Freunde von der Wirtschaftlichen Vereinigung" auf Grund des Programms zu erklären, daß wir für eine Reichs- Einkommensteuer eintreten.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.). " Oberbürgermeister Bender- Breslau: Wir haben es hier nicht mit dem Rechtsgefühl, sondern mit dem Recht zu tun. Wir Eine Umgestaltung des Fluchtlinien- Gesezes entspricht sowohl wissen ganz genau, daß wir uns den Anordnungen der Obrigkeit dem dringenden Bedürfnis der Gemeinden, als auch der zweck zu fügen haben. Wir wollen uns aber in das Recht der Selbstmäßigen Verwertung und Bebauung des Grundbesizes. Es ist verwaltung nicht hineinsehen lassen, weil wir wissen, daß wir es notwendig, Grundsäge, welche auf Grund der gegenwärtigen beffer machen.( Beifall.) Stadtv. Dr. Mommsen- Berlin: Es handelt sich hier nicht um Fassung des Gesetzes vom 2. Juli 1875 durch die Rechtsprechung gebildet worden sind, geseglich festzulegen, Lücken und Härten in eine Lokalfrage; ob es eine radikale Richtung in der Berliner StadtSem bisherigen Recht zu beseitigen, dieses Recht im Interesse verordneten- Versammlung gibt, weiß ich nicht. Jedenfalls gehöre einer Erleichterung der Aufschließung des Baugeländes und der ich derselben nicht immer an. Das kann ich aber versichern: unsere zweckmäßigen und besseren Bebauung weiter zu entwideln und Beschlüsse in der vorliegenden Angelegenheit sind nicht auf Verzugleich unbillige Grundsäge des bisherigen Enteignungsrechts zu mildern. Nach den Referaten der Berichterstatter wird dieser Leitsatz ohne Debatte einstimmig angenommen. Es wird hierauf über den wichtigsten Gegenstand der Tagesordnung verhandelt, betreffend die Rechte der Städte in ihren Schulen. Die anlassung einer bestimmten Richtung, sondern vom Magistrat und Stadtverordneten einstimmig gefaßt worden.( Beifall.) Oberbürgermeister Delius- Siegen teilte mit, daß die Regierung der Siegener Gemeinde noch nicht einmal gestattet habe, in den Schulgebäuden Haushaltungsschulen zu errichten. Die Versammlung beschloß hiernach, die Besprechung zu schließen. Danach gelangten die zu Anfang des Berichtes schon mitgeteilten Anträge der Referenten mit allen gegen eine Stimme zur Annahme. Die Verhandlung wurde darauf gegen 434 Uhr nachmittags auf Mittwoch vormittag 10 Uhr vertagt. Partei- Nachrichten. Die Forderung der Artillerievermehrung war not= wendig, nachdem andere Staaten uns vorangegangen sind, auch die Vermehrung der Kavallerie ist berechtigt tro Herrn Bebel und anderen. Herr Bebel verurteilt den Drill, aber ein strenger Dienst stählt die Nerven, im Augenblick, wo der Tod vor Augen steht, soll man gar nicht anders können als ge= Der Referent, Stadtrat Rive- Breslau, führt hierzu aus: Die horchen. Die Erfahrung hat die Vorzüge des preußischen Städte betrachten naturgemäß die von ihnen eingerichteten und Drills erwiesen. Gewiß ließe ließe sich noch manches an der unterhaltenen Schulen als ihre Schulen und die kommunale Dienstzeit ersparen, mancher unnüße Griff könnte aufgegeben Selbstverwaltung sanktioniert diese Forderung. Leider muß nach den werden. Das hat der Herr Kriegsminister selbst zugegeben. neuesten Vorgängen die Frage aufgeworfen werden: Können denn Durch die Einführung der zweijährigen Dienstzeit wird die Land- überhaupt die Gemeinden noch eigentlich von ihren" Schulen reden? wirtschaft schwer belastet, weil meist aus ihr die Leute für den( Sehr richtig!) Laut allgemeinem Recht steht dem Staate nur die Dienst in der Kavallerie und Artillerie genommen werden. Das ist Aufsicht über die Schulpflicht zu; die Durchführung der Schulpflicht, Zur Jahreswende erscheint im Verlage der Buchhandlung Vorschwer, aber notwendig, und deshalb wird es die Landwirtschaft er die Errichtung der Schulanstalten ist Sache der Gemeinde. tragen. Die Erfahrungen mit dem einjährigen Dienstsystem sind Schulen sind staatliche Veranstaltungen, aber wärts eine illustrierte Zeitung unter dem Titel„ hau mich aus", nicht die günstigsten von der Welt. Argumentiert Herr Bebel, daß keine Staatsanstalten.( Lebhaftes Bravo!) Eine andere auf die wir die Genossen aufmerksam machen. Mehr wie irgend eine andere Klasse hat das Proletariat ein nach ihrem Muster alle nur ein Jahr zu dienen brauchten, so behaupte Auffassung hieße den Schulen die Eigenschaft einer Gemeindeich, es wäre verständiger, den einjährigen Dienst abzuschaffen und den Anstalt entziehen und sie der städtischen Rechtspflege entkleiden. Anrecht, die Bürde seines Daseins gelegentlich in freiem, losgebunzweijährigen allgemein einzuführen. Dann wäre die gesetzliche Un- Bei seinem finanziellen Unvermögen war ja nicht daran zu denken, denen Lachen zu erleichtern. Aber dies Lachen ist nicht das fatte, gleichheit beseitigt, und die studierenden jungen Leute und die anderen daß der Staat die Kosten der Schuleinrichtung and Unter- zwedlose, schwammige Grinsen derer, die nicht Not kennen, und für er mußte Gebildeten könnte man auf andere Weise entschädigen. haltung selbst tragen konnte( Heiterkeit); fich die Witz und Humor als verdauungsförderndes Hausmittel einDie Verbesserungen für die Unteroffiziere begrüßen wir mit Freuden. also nach jemand umsehen, der die Lasten der Schulen trug. Dem genommen wird. Auch das Lachen des Proletariats ist Rampf, Nur sollte man ihnen auch den Anreiz des Avancements Staat steht lediglich das Aufsichtsrecht über die kommunale Selbst- seine Freude Wirken, sein Karneval trotzige Empörung. Im Gelächter geben. Es ist zweifelhaft, ob nicht ein neuer Scharnhorst in verwaltung zu. Deshalb sind auch die städtischen Schulen Gemeinde- schwingt es die Geißel. Silvester sucht alle Welt die Zukunft im Bleiguß zu erfassen. Friedenszeiten das durchführen muß, was die Not einst im Striege Anstalten, welche der Selbstverwaltung unterstehen, freilich unter geboten hat. Herr Bebel verwarf das jetzige System, weil es nicht Aufsicht des Staates. Diese letteren Rechte dürfen aber nicht soweit Unsere Silvester- Beitung strebt Höheres und Vornehmeres an. alle Wehrfähigen zur Vaterlandsverteidigung heranziehe. Ich glaube ausgedehnt werden, daß die Aufsicht zur Leitung und die Gemeinde Sozialdemokratie hat zu Ehren der Narrenstunde zwischen den aber, das Milizsystem mit den Schützenfesten alle 14 Tage( Heiter zur Staatsanstalt wird.( Stürmische Zustimmung.) Die Errichtung Jahren sich dem edlen Kunstwaidwerk des„ Denkmalens" ergeben. keit), bei denen sich die Bevölkerung in die Keller verkriecht aus von Schulen ist lediglich Aufgabe der Städte. Diese haben die Unsere Zeitung hat ein ganz neues Mittel erfunden, wonach jeder Angst, von den umherirrenden Kugeln getroffen zu werden( Heiter- Schulen nicht bloß zu errichten, sondern auch zu erhalten. Die Zeitereignisse zu bedenkmalen vermag. Das Blatt gibt auch soteit), oder aus Angst vor den animierten Milizsoldaten, wenn sie Der Staat nimmt aber auch die Volksschullehrer als Staatsbeamte gleich eine reiche Anzahl von Denkmalsmodellen nach dem neuen heimkehren, würde schwerlich das deutsche Volk wehrhafter machen. in Anspruch. Die Besoldung der Volksschullehrer überläßt er Berfahren eine förmliche Denkmalsstrecke der Ruhmestaten des Neben Heer und Flotte ist das Dritte der Friede im Lande. aber den Gemeinden. Sowohl bei der Ruhegehaltslasse, als abgelaufenen Jahres, ein vorausgeahntes Universal- Denkmal für 1904 Trotzdem ich die Kritik des Abg. Bebel nicht für nicht nützlich für bei den Alterszulagen hat der Staat die Städte auf Kosten der und ein Siegesallee- Monument der Zukunft. In Marmor ausgehauen, unser Vaterland halte, soll doch auf nationaler Seite nicht ver- ländlichen Gemeinden zurückgesetzt. Ja, durch ein Gesetz von 1886 gleiten die politischen Ereignisse des vergangenen Jahres und der schwiegen werden, daß auch dort infolge bureaukratischer Ungeschicklich hat der Staat die ländlichen Gutsverwaltungen von den Schul- Bukunft an unserem Auge vorüber. Der Preis für die Nummer ist 10 Pf., bei Partiebezug gewährt feit, aus wirtschaftlichen und nationalen Gründen Unzufriedenheit lasten vollständig befreit. In gleicher Weise, wie der Staat die im Lande herrscht. Im Wahlkreise Eschwege- Schmalkalden wollten Städte auf Kosten der ländlichen, insbesondere der Gutsgemeinden der Verlag Rabatt. Bestellungen erbittet der Verlag bis zum wir eines jener harmonischen Voltsfeste feiern, die in ein Hoch auf beschränkt, beschränkt er ihre Rechte auf die Schulen. Das all- 10. Dezember. die deutsche Arbeit ausklingen.( Heiterkeit.) Plöglich wird das Fest gemeine Landrecht spricht nicht davon, daß die Volksschullehrer mittel- Eine Bezirkskonferenz für Elsaß- Lothringen, auf der alle reichsverboten, weil zu großer Andrang zu erwarten sei.( Heiterkeit.) Die bare Staatsbeamte seien. Diese Tatsache spricht aber gegen die Aufhessische Polizei ist so tolerant gegen die Umzüge der Sozialdemo- fassung des Staates. Schuld hieran trägt indessen das schlechte Schulgesetz. ländischen Wahlkreise mit Ausnahme von dreien vertreten waren, fand am Sonntag in Straßburg statt. Nach Erledigung des fraten.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Da verlangt man( Beifall.) Jedenfalls sprechen alle gesetzlichen Bestimmungen dafür, höchstens Stautelen, die bei Ihnen notwendig sind( Lautes Lachen daß die von den Gemeinden errichteten Schulgebäude Eigentum der Geschäftsberichts wurde über die Presse verhandelt und dazu beschlossen, zum Zwecke der Ausgestaltung der Freien Breffe" in bei den Sozialdemokraten), aber nicht bei den hessischen Bauern. Gemeinde sind.( Sehr richtig!) Nach einer Entscheidung des Ober- schlossen, zum Zwecke der Ausgestaltung der Freien Presse" in Ich möchte doch wissen, ob ein Landrat oder Minister es wagen Verwaltungsgerichtes liegt es den Gemeinden ob, die Jugend ent- Straßburg den Abonnementspreis von 60 auf 70 Pf. monatlich zu erhöhen. Ferner wurde beschloffen, eine Konferenz der sozialdemowürde, dem Zentrum einen solchen Aufruf zu untersagen. Meine sprechend den Gemeindeverhältnissen unterrichten und erziehen zu Herren! Nach meiner Meinung ist ein Minister nicht dazu da, lassen. Der Staat soll danach nur darauf achten, daß mit dem Zweckratischen Gemeinderatsmitglieder des Reichslandes in Colmar zu veranstalten. um Sozialdemokraten zu züchten.( Große Heiterkeit im ganzen der Schule kein Mißbrauch getrieben wird. Daraus geht hervor, daß Dann sprach Peirotes über Landagitation und vertrat dabei den Hause.) In der Diätenfrage stimme ich ausnahmsweise die Schule eine Angelegenheit der Gemeinde und nicht des Staates ausnahmsweise die Schule eine Angelegenheit der Gemeinde und nicht des Staates dem Abg. Bebel entgegen der Meinung des Reichskanzlers zu. ist. Es ist ein eigentümlicher Rechtszustand, daß der Magistrat an Standpunkt, daß die Auffassung von der Konzentration des Kapitals Der Abg. Bebel schilderte die russischen Verhältnisse in den seinem Eigentum fein Recht mehr hat. Dieser Zustand ist überhaupt kein in der Landwirtschaft nicht zutreffe. Er empfahl neben der gewerbschwärzesten Farben und nahm dann einen russischen Arzt und Juden Rechtszustand.( Stürmischer Beifall.) Der Staat scheint das Gefühl lichen eine bäuerliche Sozialpolitik: Unterstützung des ländlichen Genossenschaftswesens, Erleichterung des Kredits, eventuell Verin Schuß. Warum erregt er sich über ihn? Konnte der Paß nicht verloren zu haben, daß wir ein Gesetz der Selbstverwaltung haben, staatlichung der Hypothekarschulden und die Ermöglichung der Begefälscht sein, den er vorzeigte? Fälscht man nicht in nihilistischen Wenn der Kompromißantrag im Abgeordnetenhause zur Annahme und anarchistischen Kreisen auch, ist nicht der Mörder Plehwes auch kommen sollte, dann dürfen wir noch keine große Hoffnung haben. muzung von Maschinen für die Kleinbauern. So werde sich auch auf dem Lande zeigen lassen, daß die Interessen von Klein und auf Grund gefälschter Bässe befreit worden? Herr Bebel ist immer daß es besser werden wird. Das städtische Schulwesen hat sich troß Groß sich widersprechen und die Sozialdemokratie habe ein dankbares hottentottischer als die Hottentotten und chinesischer als die Chinesen der Verkümmerung der Rechte der Gemeinden am Schulwesen in Tätigkeitsfeld. Eine Diskussion über diesen Vortrag fand nicht statt; den Städten immer mehr entwickelt.( Lebhafter Beifall.) gewesen.( Heiterfeit.) dagegen wurde gewünscht, daß auf der nächsten Konferenz die Frage Das Raffegefühl muß im deutschen Volke wachgerufen werden, Korreferent Bürgermeister Lichtenberg- Dortmund beschäftigte sich erneut behandelt werde. Zugleich soll auf der nächsten Konferenz wir sind Weiße und dort sind Gelbe, Rußland fämpft als Vor- in der Hauptsache mit der Behandlung der höheren Schulen. über die Taktik der reichsländischen Sozialdemokratie verhandelt tämpfer der europäischen Nation gegen die gelbe Raffe.( Lautes Ge- Ganz besonders wäre für die Städte das Recht der Wählbarkeit der lächter links.) Die Russen schlagen dort den gelben Feind, der, Lehrer zu verlangen. Den Stadtverwaltungen müsse das Necht zu wenn er fiegt, gewiß nicht in Storea Halt, machen wird, der auf stehen, die wissenschaftliche und die erzieherische Befähigung, wie die Kilautichou losgehen wird, das haben japanische Offiziere jittliche Qualifikation der Lehrer zu prüfen. Es ist dieses Recht für in der Trunkenheit selbst verraten.( Andauerndes stürmisches Ge- die Ausbildung und Erziehung der Jugend von nicht zu unterlächter links; Buruf bei den Sozialdemokraten: Die schießen schäzender Bedeutung. Nach herrschender Ansicht seien die Lehrer wenigstens nicht auf Fischer! Heiterkeit.) der höheren Schulen Staatsbeamte; er( Redner) sei der Meinung, Herr Bebel hat auf den Fall Mirbach hingewiesen. Gewiß, der diese Lehrer seien nur mittelbare Staatsbeamte, ebenso wie die Fall ist nicht ohne Nest aufgegangen und hinterläßt eigene Kommunalbeamten. Es habe sich wiederholt gezeigt, daß es gegen Empfindungen. Aber all die unerfreulichen Typen der bürgerlichen die Verfügung der Schulaufsichtsbehörde kein Beschwerderecht gebe. Gesellschaft finden Sie auch bei sich. Da finden Sie den gewissen- Hiergegen müsse die Hülfe des Ober- Verwaltungsgerichtes angerufen lofen Noué, den Modegeck, den Ausbeuter, den Prop, den Trottel werden.( Lebhafter Beifall.) Die Referenten schlagen diese Leitsätze vor: schauen Sie sich nur um außerhalb dieses Hauses.( Große Heiterkeit.) Wemi Sie so zur Selbsterkenntnis kommen und es dann noch wagen, solche Vorwürfe gegen die bürgerliche Gesellschaft zu erheben, dann greift auch ein Wort des Heilands Plaz, das er an die Pharisäer und Schriftgelehrten richtete:( mit einer Wendung zu den Sozialdemokraten): Ihr Otterngezüchte!( Stürmische andauernde Heiterkeit.) Hierauf vertagt sich das Haus. Persönlich bemerkt Abg. Müller- Sagan( frs. Vp.): Herr v. Kardorff hat einen Gegensatz gefunden zwischen meinen Ausführungen über die Reichs- Vermögenssteuer und die Haltung des Abg. Richter... Präsident Graf Ballestrem: Das ist keine persönliche Bemerkung. ( Seiterkeit.) Abg. Müller- Sagan: Herr v. Kardorff hat mir vorgeworfen, daß ich den Standpunkt verlassen hätte, den meine Freunde zur Reichs- Vermögenssteuer... Präsident Graf Ballestrem: Auch das ist keine persönliche Bemerkung. Sie dürfen nur richtig stellen, wo sie falsch zitiert oder verstanden sind. Abg. Müller- Sagan verläßt unter großer Heiterkeit des Hauses die Tribüne. Nächste Sizung: Mittwoch 1 Uhr( Fortsetzung der ersten Etatsberatung. Preußischer Städtetag. Berlin, 6 Dezember. Der preußische Städtetag trat heute vormittag 10 Uhr im Sigungsfaale des Stadtverordneten- Kollegiums au seiner auf zwei 1. Die städtischen Volksschulen in Preußen sind staatliche Veranstaltungen, aber städtische Anstalten. 2. Die Rechte der Städte an ihren Volksschulen sowie an ihren höheren Schulen entsprechen nicht den Leistungen der Städte für diese Schulen. werden. Die Zahl der organisierten Parteigenossen stieg in Schlesien von 6000 auf 8350 im Laufe des letzten Jahres. Ju Wahlkreise Hof hatten die Genossen die Kandidatur zum Reichstage für die bevorstehende Ersatzwahl dem Genossen Göhre getragen. Göhre hat abgelehnt, wird jedoch im Streife agitatorisch tätig sein. " Der ehemalige sozialdemokratische Journalist Lebins in Dresden, der jetzt dort eine Zeitung herausgibt, betreibt darin zwei Spezialitäten. Er schreibt byzantinische Gratulationsartikel zu monarchischen Festlichkeiten und Enthüllungen" über die Sozialdemokratie. anderem auch Genoffe Auer als Schnapsbruder gekennzeichnet war, In einer seiner letzten Enthüllungen, in der unter wurden über den Genossen Hue ehrenrührige Behauptungen aufgestellt. Hue sollte für den„ Allg. Beobachter" in Essen Korrespondenzen gegen Entgelt geschrieben haben, während dieser von der Partei boykottiert wurde und er sollte auch auch als Mitglied eines bürgerlichen Korrespondenzbureaus für dieses arbeiterfeindliche Artikel geschrieben haben. Diese Behauptungen wurden von der bürgerlichen Presse des Ruhrreviers mit Wonne ausgeschlachtet. Hue hat jest einem 4. Der Erlaß des Ministers der geistlichen, Unterrichts- und dieser Blätter eine Erklärung in der Sache geschickt. Er hat für den Medizinalangelegenheiten vom 17. November 1903, nach welchem Essener Beobachter", während dieser boykottiert war, teine Zeile geschrieben. Vor dem Boykott hat er dem Blatte manchmal Notizen die Verwendung der Elementarschulräume durch die Gemeinden zu über die Bergarbeiterbewegung geliefert und dafür einmal 13 Mark anderen Zwecken als zu denen des öffentlichen Elementarunterrichts der vorgängigen Genehmigung der Schulaufsichtsbehörde Honorar bekommen, das er einem tranten Parteigenossen überbedarf, überschreitet die Grenzen des staatlichen Aufsichtsrechtes wiesen hat. Dann hat er einmal auf Ersuchen eines bürgerlichen, und ist geeignet, das Interesse und die Opferwilligkeit der Städte nicht arbeiterfeindlichen Blattes ein gewerkschaftliches Entrefilet für die Schulgebäude und Schulen zu schädigen. 3. Eine Einschränkung der den städtischen Schuldeputationen übertragenen staatlichen Schulaufsicht liegt nicht im Interesse der städtischen Volksschulen und entspricht auch nicht der Instruktion vom 26. Juni 1811. geschrieben und das Honorar dafür im Betrage von 10 Mark Teilhaber des erwähnten Korrespondenzbureaus ist er nie gewesen. ebenfalls einem franken Genossen überwiesen. Mitarbeiter oder 5. Es ist darauf hinzuwirken, daß für die Entscheidungen der Schulaufsichtsbehörde eine Rechtskontrolle geschaffen wird. Es folgt eine ausgiebige Debatte, aus der das Folgende hervor- Bei den Stadtratswahlen in Ludwigshafen wurden die 11 sozial zuheben ist: demokratischen Kandidaten gewählt, ferner acht sogenannte un Bürgermeister Wadehn( Weißenfels a. S.): Das Allgemeine parteiische, vier Zentrum und drei Liberale. Als Erfagleute( als Landrecht bezeichnet die Schulen als Staatsveranstaltungen. Wir welche die mit den wenigsten Stimmen Gewählten gelten) wurden sind doch nicht in der Lage, dies Wort dahin zu eskamotieren, daß sechs Liberale und drei Zentrum gewählt. An oberster Stelle der wir sagen: Die Schulen sind Staatsveranstaltungen, nicht aber Gewählten stehen vier Parteigenoffen mit 3723 bis 3148 Stimmen. Staatsanstalten.( Heftiger Widerspruch.) Ich bin der Meinung, die Die geringste Anzahl Stimmen erhielt von den Parteigenossen ganze Frage ist eine Kulturfrage. Es gehört zu dieser Frage die einer mit 2467. Da rund 5000. Wähler abgestimmt haben, daß etwa die Hälfte Entscheidung über Konfession, Politik usw.( Erneuter Widerspruch.) Ich so folgert die Pfälzische Post", bin der Ansicht, der Magistrat, der doch der Bestätigung der Regierung der Wähler Sozialdemokraten sind, indem sie von der Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Loewe. Boraussetzung ausgeht, daß die auf den niedrigft gewählten Partei-| schaft hat diese Unternehmung finanziell unterstützt, um für die in Deutschland einander nicht heiraten. Dispens ist zuläffig.- H. D. 72. genoffen gefallenen Stimmen nur sozialdemokratische sind. Ist diese Angestellten geeignete Wohnungen in der Nähe der Arbeitsstätten Sa. Steglit 18. Eine Frist für die Pflicht, einbehaltene Sachen aufs Voraussetzung richtig, dann wären also unsere Parteigenossen ziem- zu beschaffen. zubewahren, gibt es nicht. Sie können Ihre Forderung einklagen und dann lich so weit, mit einer reinen Liste den ganzen Gemeinderat zu be- Die Bergwerksverschmelzungen im Ruhrkohlenrevier nehmen Akademiker nehmen in einer Partei, die für Gleichberechtigung eintritt, feine die Sachen durch einen Gerichtsvollzieher versteigern lassen. Th.D. C. setzen. Jedenfalls aber hätten sie selbst unter Anwendung des be- ihren Fortgang. Der Grubenvorstand des Steinkohlenbergiverks andere Stellung als Nichtakademiker ein. Befürchten Sie wirtschaftliche Nachliebten freiwilligen Proporz Anspruch auf mehr als 11 Size. An„ Herkules" beruft zum 19. Dezember eine außerordentliche General- teile durch Organisationsbeitritt, so steht es Ihnen frei, an den Vertrauens. der Wahl der zwei Adjunkten( Bürgermeistergehülfen) wollen sich die versammlung nach Essen, auf deren Tagesordnung folgende Anträge mann Ihres Wahlkreises regelmäßige Beiträge zu zahlen. Die Parteigenossen zum erstenmal beteiligen und einen dieser Posten für stehen: Beschlußfassung über Verschmelzung mit einer anderen Ge- Literatur ist in den Parteitagsprotokollen enthalten. 2. Y. 100. Nein. sich beanspruchen. werkschaft durch Uebernahme sämtlicher Kure derselben, oder Ankauf F. Krüger. Wenn Sie nicht innerhalb sechs Wochen die Erbschaft aus. und Uebernahme deren gesamten Bergwerks- und sonstigen Besizes geschlagen haben, so sind Sie Erbe geworden. Man erbt den Nachlaß. Zum Nachlaß gehören auch die Schulden. Wollen Sie nur nach Kräften des und Aufbringung der zur Durchführung dieses Beschlusses erforder- Nachlasses haften, so müssen Sie ein Inventar einreichen usw. Nur als lichen Mittel, eventuell durch Aufnahme einer Anleihe, eventuell Erbe, nicht als selbständiger Schuldner haften Sie als Sohn. unter Verpfändung des Bergwerkseigentums unserer Gewerkschaft Ist Ihre Wohnung so beschaffen, daß ihre Mängel die Gesundheit erheblich gefährden( ob das der Fall, können Sie durch ärztliche Sachverständige festoder eines Teiles desselben. stellen lassen), so steht Ihnen das Recht zu, die Wohnung ohne Innehaltung einer Kündigung zu räumen. Sie können auf Anerkennung dieses Rechts beim Amtsgericht flagen. 2. T. 1880. Nein. F. 16. Ja. -A. 2. 2. 1. Provision steht Ihnen nicht zu. 2. Nem. Glückspilz. Eine geschlossene( Privat-) Gesellschaft kann tanzen, wann sie will.-J. 1. Ja. Wilhelm S. Nach dem Gesetz darf sich ein Deutscher männlichen Geschlechts erst von erreichter Volljährigkeit ab verheiraten. Bolljährig wird ein Deutscher ohne Unterschied des Geschlechts mit Beginn des Tages, an 18. Lebensjahre ab für volljährig durch das Amtsgericht erklärt werden. dem er 21 Jahre alt wird. Er kann auf Antrag von vollendetem Die Wünschen Sie, daß Ihr Sohn vor dem 21. Jahre heiratsfähig wird, so stellen Sie solchen Antrag; den Weg hierzu finden Sie S. 53 Anm.' des wird mit vollendetem 16. Lebensjahre heiratsfähig, jüngeren Mädchen kann in den öffentlichen Bibliotheken ausliegenden Arbeiterrechts". Ein Mädchen Dispens von Die Berliner Polizei scheint recht neugierig zu sein. Sie läßt gegenwärtig in Fürth i. B. Erkundigungen einziehen, ob der dortigen Bahlstelle des deutschen Glasarbeiter- Verbandes auch Arbeiter aus der Umgegend angehören, wie viele es deren sind und wver sie sind. Man wendete sich dabei auch an die Beamten der Zahlstelle, als diese aber erfuhren, wer dieses freundliche Interesse an der Glasarbeiter- Organisation bekundet, wurde die Auskunft rundweg verweigert. Aus Industrie und Handel. Siemens u. Halske, Aktiengesellschaft, Berlin. Der soeben er schienene Geschäftsbericht zeigt, daß, wenn auch diese Gesellschaft nicht unberührt geblieben ist von dem flotten Geschäftsgang, der seit etwa Jahresfrist in der Elektrizitätsinduſtrie eingekehrt ist, doch ihre Geschäftsresultate sich nicht mit denen anderer großer Elektrizitätsgesellschaften messen können, die jüngst ihre Jahresabrechnungen veröffentlicht haben. Der Fabrikationsgewinn beträgt nur 7,41 gegen 7,02 Millionen Mark im vorigen Jahre. Wenn trotzdem die Gesellschaft diesmal 7 Proz. Dividende gegen 5 Proz. im Vorjahre zur Verteilung bringt, so erklärt sich diese Erhöhung aus den geringen Abschreibungen( 1,07 gegen 1,45 Millionen Mark im vorigen Geschäftsjahr) und der Abnahme der Handlungsunkosten, da diesmal die besonderen Kosten, die sich im Vorjahr aus der Gründung der Siemens- Schuckert- Werke als„ Gesellschaft mit beschränkter Haftung" ergaben, fortgefallen sind. Ebensowenig läßt die Bilanz einen geschäftlichen Aufschwung erkennen. " Zugleich mit ihrer eigenen Bilanz veröffentlicht die Gesellschaft auch die Bilanz der Siemens- Schuckert- Werke, doch ergibt sich aus dieser nicht der von der Gemeinschaft erzielte Gewinn. Ein Gewinn- und Verlustkonto fehlt. Der erzielte und den Stammhäusern" gutgeschriebene Reingewinn wird nämlich mit den Kreditoren zusammengeworfen und in einem Posten verbucht. Rechtlich ist dieses Verfahren unanfechtbar, denn als Gesellschaft mit beschränkter Haftung sind die Siemens- Schuckert- Werke zur Nachweisung ihrer Gewinne nicht verpflichtet; aus gewissen Gründen würden aber jedenfalls den Aktionären der Siemens u. HalskeGesellschaft nähere Angaben über die Rentabilität der neugegründeten Koalition recht erwünscht sein. Vom rheinisch- westfälischen Kohlenmarkt. Der Absah der Ruhrgechen hat im November sich recht lebhaft gestaltet. Während die Anforderungen an leere Wagen in der ersten Hälfte des vergangenen Monats arbeitstäglich durchschnittlich 20 011 Doppelwaggons zu 10 Tonnen betrugen, stellten sich diese in der zweiten Hälfte auf 20 282 Doppelwaggons je Arbeitstag; sie haben also die vorigmonatliche Zahl, welche sich in der ersten Hälfte auf arbeitstäglich durch schnittlich 19 099 Doppelwaggons und in der zweiten Hälfte auf 20 238 Doppelwaggons belief, nicht unerheblich überholt. stärkeren Anforderungen machten sich, wie die„ Rheinisch- Westfälische Die höchste Tagesleistung war am 12. vorigen Monats mit 21 230 3tg." meldet, namentlich in der Zeit vom 16.- 30. Nov. bemerkbar. Doppelwaggons zu verzeichnen gegen 20 210 Doppelwaggons im November vorigen Jahres. von dem Alterserfordernis erteilt werden und wird insbesondere dann erteilt, wenn Umstände in Bezug auf ihre Person zutreffen, die bei einem Manne nicht zutreffen können. Tausend. Nein. N. M. 100. Wollen Sie wissen, ob Sie Handlungsgehülfe, oder WerkBriefkaften der Redaktion. meister, oder Gewerbegehülfe oder selbständiger Kaufmann sind, so müssen Kopenhagen. Lotto. Uns leider nicht bekannt geworden.- A. G. Sie die Art Ihrer Beschäftigung genauer angeben. Auf allgemeine Fragen Sie nach bei der Verwaltung der Eisenbahnwerkstätten, entweder Fragen lassen sich ohne sehr ausführliche, in diesem Fall über den GesamtOstbahn oder Tempelhof, und zwar mündlich oder schriftlich. A. 2. 100. raum des" Vorwärts" weit hinausgehende Darlegungen, nicht beantworten: Das erfahren Sie hier in der Invalidenstr., vis- a- vis dem Stettiner Bahnhof. Geseze im allgemeinen und die auf das Arbeiterrecht bezüglichen im beDO. K. 1. In diesem Falle: Borschule.-1001. 1-3. Baris. 4-7. Spanien. fonderen sind nicht so exakt gearbeitet, daß sie wie ein Präzisionshammer liche Rüdsprache ist nötig. Verschwiegenheit selbstverständlich. Mephisto- Neuenhagen. Teilen Sie uns Ihre Adresse mit. Persön- auf einen Druck ohne jede weitere Zutat antworten. Als Filialleiter einer 33. B. Färberei" können Sie einer der oben genannten Kategorien angehören, 1. Nein. 2. Ja. Sappe. Nr. 280 des Vorwärts", auch„ Mineur" und welcher, ergibt Ihr Vertrag, die Art und der Kreis Ihrer Rechte und Bionier". Herberge. Frankfurt a. Herberge. Frankfurt a. M. Ja, für organisierte und nicht- Pflichten. Ergänzen Sie also Ihre Anfrage. B. M. 1. Der Austritt organisierte Arbeiter. Beip. Zu empfehlen. H. Th. Berühmter aus der Landeskirche geschieht persönlich und nur für die Person des Austretenden. Rezitator. Troß Austrittes des Mannes S. G. T. Sie werden bei dem Spiel in jener Serien- Lotterie bleibt die Frau und bleiben die Kinder in so lange der nur Ihr Geld los. Geben Sie doch die Sache auf. Kirche, bis fie selbst ( Kinder nach zurückgelegtem 14. Lebensjahr) austreten. G. K. 1. Wenn Juriftifcher Teil. Sie nicht innerhalb 6 Wochen nach erlangter Kenntnis bon dem Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Todesfal durch notariell oder gerichtlich beglaubigte Erklärung die Erbschaft von 7 bis 9½ Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. ausschlagen, werden Sie Erben und haften als solche auch für diese Erb17. 1., 1. Das Wahlrecht wird nach Ablauf eines Jahres, gerechnet von schaftsschulden. 2. Nein. Schön. Maßgebend für die Verpflichtung zur der Entlassung aus dem Krankenhaus, wieder lebendig, gleichviel ob Zahlungen Errichtung eines Gewerbegerichts ist die bei der letzten Volkszählung vor geleistet sind oder nicht. 2. Ist abzugsfähig. 3. und 4. Nein. Rirdorf handene Einwohnerzahl. Uebersteigt diese 20 000, so muß ein Gewerbe77. 1. und 2. Ja. Müller, Fruchtstr. Wieviel Sie geklebt haben, ist gericht errichtet werden. gleichgültig. Der Antrag ist an die Versicherungsanstalt Breitestr. 24a, am anstaltete zu verstehen, ebenso ist bei Differenzen über die Ermittelungszahl Unter Volkszählung ist die für das Reich ver besten nach Rücksprache mit einem Vorstandsmitglied Ihrer Krankenkasse, zu die nach dem Reichsgesetz von den durch die zur endgültigen Ermittelung Betreffs der Geschäftslage sagt der Bericht, daß sich im letzten stellen. Gothe 25. Sie können auf Beschaffung einer geräuschschwächenden angeordneten Instanzen ermittelte Zahl zugrunde zu legen. Die letzte Geschäftsjahr die Beschäftigung beträchtlich vermehrt habe." Dieses Unterlage( Gummipfropfen oder Gummidecke) flagen. Nehmen Sie mit dem Volkszählung fand am 1. Dezember 1900 statt. Diese Volkszählung, deren Resultat," heißt es, berdankt die Gesellschaft der aufs sorgfältigste Obermieter Rücksprache und beteiligen Sie sich eventuell an den Kosten der Resultate in der Statistik des Deutschen Reichs, Band 150, niedergelegt sind, gepflegten Entwickelung ihrer Fabrikationstätigkeit und des hierauf Geräuschschutzdecke; das führt schneller und sicherer als Klage zum Ziel ist maßgebend. Danach hatte Fürstenwalde nur 16 765 Einwohner, erreicht A. G. 9. Wenn die Maßnahmen des von Ihnen angeblich Denunzierten also die für ein Muß- Gewerbegericht erforderliche Anzahl auch unter Hinzuberuhenden normalen Verkaufsgeschäfts. Das letztere ſtüßt sich im gegen die guten Sitten verstoßen, so können Sie Schadenersatz beanspruchen. rechnung des neu eingemeindeten Teils nicht. Es empfiehlt sich aber unter wesentlichen auf zahlreiche in- und ausländische Geschäftsstellen, Db in einem Prozeß diese Boraussetzung als vorliegend erachtet werden Darlegung der Zunahme der Arbeiterschaft bei dem Ministerium die Ere welche gleichzeitig für die Siemens- Schuckert- Werke und für die in wird, ist in Ihrem Falle zweifelhaft. A. K. 56. 1. Warenschulden für richtung zu beantragen. Dies kann auch bei geringerer Einwohnerzahl die eigener Verwaltung der Siemensu.Halske A.-G. verbliebenen Abtei- Waren, die für den Gewerbebetrieb geliefert sind, verjähren in vier Jahren Errichtung eines Gewerbegerichts anordnen. Bei Ihnen fällt auch lungen tätig sind. Die Gesamtzahl eingegangener Bestellungen bei nach Ablauf des Jahres, in dem die Warenforderung entstanden oder der große Schiffsverkehr ins Gewicht. O. R., Rigdorf. Nein. dieser und den Siemens- Schuckert- Werken zusammen überstieg in der anerkannt ist. 2. In 30 Jahren. A. W. 46. Wiederholen May Auers. Treten Sie direkt mit einem Anwalt in Verbindung, ersten Hälfte des Berichtsjahres die Gesamtsumme der gleichen Sie Ihre Anfrage; hier liegt eine solche nicht vor. H. R. 2. Den An- zu dem Sie Vertrauen haben. Klage G. E. 1. Es können beide zuPeriode des Vorjahres um mehr als 20 Broz., während die Be- spruch können Sie zusammen mit dem Rentenanspruch geltend machen, der sammen, es kann auch jeder für sich flagen. 2. Amtsgericht II, Hallesches Pionier 100. Nach dem Geset: Ufer 29/31. 3. In der Regel nein. Emilie, Reinickendorferstr. Sostellungen der zweiten Hälfte des Berichtsjahres diejenige des ersten noch nicht entschieden zu sein scheint. C. M. O. Anwaltsgebühren verjähren in zwei Jahren vom Ab- weit Ihre Darlegung erkennen läßt, steht Ihnen das von Ihnen be Halbjahres wiederum um 17 Proz. überstiegen. In den abgelaufenen lauf des Jahres ab gerechnet, in dem sie entstanden sind. Ob höhere anspruchte Recht nicht zu. W. 5. 100. Eine Klage hätte sehr wenig Monaten des laufenden Jahres hielten sich die Bestellungen im Instanzen für den Prozeß noch laufen, ist gleichgültig. F. D. 9. Nein. Aussicht auf Erfolg. V. 62. Der Betreffende kann wahlberechtigt und Durchschnitt auf der zum Schluß des Berichtsjahres erreichten Höhe. Martha 30. Ein vor der Ehe von einem anderen als dem Ehemann fähig sein, als Beuge aufzutreten. Es hängt die Entscheidung der Die Fabrikationsbetriebe sind während des ganzen Jahres voll be- erzeugtes außereheliches Kind kann den Namen des Gatten erhalten, wird Frage von dem Wortlaut und Datum des Urteils ab. X. 7. Ja. schäftigt gewesen. Die Arbeiterzahl erfuhr eine stete Steigerung, aber, falls nicht Adoption erfolgt, nicht Kind des Gatten. Ein in der Che H. B. Ist Ihre Frau volljährig( über 21 Jahre), so ist sie an den trotzdem konnten die Aufträge nur unter Zuhülfenahme von Ueber- geborenes in gleicher Weise erzeugtes Kind gilt als ehelich. Es müßte der ihr durch Zureden eines Reisenden aufgeredeten Bertrag( Bahlung und Abstunden bewältigt werden. Diesen Uebelstand hofft die Verwaltung Ghemann auf unehelichkeitserklärung klagen und erst dann könnte der Er- nahme eines für sie wertlosen Buches) gebunden. Sie als Ehemann haften durch die in Angriff genommenen erheblichen Erweiterungen der unterbleibt wohl besser die nicht im Interesse des zeuger zur Alimentation herangezogen werden. In Ihrem Falle für diese Schuld nicht. Unendlich häufig haben wir davor Kindes, seiner gewarnt, Bestellsch eine zu unterschreiben. R. S. 33. Fabrikationsstätten wesentlich einschränken zu können. Die Siemens Mutter und des ehelichen Friedens liegende Klage. Das Kind i. Ja. 2. Bis zur erreichten Volljährigkeit. 3. Nein, die Erziehung steht der Schuckert- Werke haben größere Neuanlagen am Nonnendamm teils wird in Ihrem Falle mit dem vollen Recht eines ehelichen geboren. Mutter, die Vertretung dem Vater zu. 4. In der Regel nein, der Inhalt in Angriff, teils in Aussicht genommen. Der ausgedehnte Neubau, Otto 153. Sie sind in vollem Umfange zahlungspflichtig.- M.N. 100. der Versicherung ist entscheidend. W. M. 100. Von dem Wert, der den die Gesellschaft für ihr Berliner Werk, ebenfalls am Nonnen- Sie können auf Zahlung klagen und dann pfänden lassen, dürfen aber ohne 2500 M. zu sein scheint. damm, errichtet hat, ist soweit vorgeschritten, daß der Umzug vor- dies oder ohne die Zustimmung Ihres Schuldners nicht die Pfandsachen in aussichtlich in den ersten Monaten des Jahres 1905 wird erfolgen Ihr Eigentum übergehen lassen. Sie können auch öffentlichen Berkauf der Briefkaften der Expedition. können. Auch das elektrochemische Laboratorium erhält einen felb- bas Testament formell gültig, so fönnen Sie gegen den Inhalt, Bfandsachen( ohne Klage) androhen und ausführen lassen. S. 101. Sit ständigen Neubau auf dem gleichen Grundstück. In unmittelbarer der die kinderlose Witwe zur Universalerbin einfekt, nichts machen müssen spätestens adi Tage vor dem Ersten des betreffenden Patienten in Beelik, Grabowsee ze. Anträge auf Ueberweisung Nähe aller dieser Fabrikanlagen ist eine ganze Kolonie von Beamten Geschwister sind seit dem 1. Januar 1900 nicht pflichtteilsberechtigt. Monats in unseren Händen sein, da sonst die ersten Nummern im Monat und Arbeiterwohnungen in der Entstehung begriffen. Die Gesell- S. 6. Ist die Ehe wegen Ehebruchs geschieden, so dürfen die Ehebrecher von der Post nicht geliefert werden. GoldSpazierstöcke mit echt silb. Griff 800/1000 ges. gestempelt, schon M. von Wollen Sie Goldene Broschen, mit Steinen verziert, 833/1000 ges. gestempelt, schon M. von und SilberWaren. Brillant Ringe, ( nicht Diamant), 14kar. Gold, solid gefasst, schon von M. 6 Juwelen. 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Böstrom. im Moabiter Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 24, Emdenerstr. 34/35. 13562 Zages Drdnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten G. Ledebour über: Die Krisis des zarischen Absolutismus und das Erwachen des russischen Volkes. Bu zahlreichem Besuch ladet ein 2. Diskussion. Der Vertrauensmann. 220/9 Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend. Bureau: C. 25, Hirtenstraße 20. Telephon Amt VII, Nr. 4999. Donnerstag, den 8. Dezember 1904, abends 8 Uhr, Acker Straße 6/7: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Fritz Kater über:" Der Achtstunden- Arbeitstag und welche Bedeutung hat derselbe für das arbeitende Proletariat?" 2. Diskussion. 3. Die legten Vorkommnisse auf Bauten. 4. Soll in diesem Jahre noch in den Zahlstellen weiter tassiert werden? Wenn ja bis wann? 130/7 Der Vorstand. NB. Stollegen, wahrscheinlich ist es die letzte Versammlung in diesem Jahre, infolgedessen ersuchen wir, daß die Kollegen pünktlich und vollzählig erscheinen. D. 0. Rabatt- Spar- und Konsumverein„ Süd- Ost". Hierdurch die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere Mutter, Tante und Schwägerin geb. Helene Hempel Bettcher nach schwerem Wochenbette ver storben ist. 5366 Die trauernden Hinterbliebenen. Paul Hempel nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Donnerstag nachmittags 3 Uhr auf dem Auferstehungs- Friedhof in Weißensee statt. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis Bimmer 34. Amt IV, 3353. Mittwoch, 7. Dezember, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel Ufer 15( Saal V): 4 Versammlung sämtlicher in der Drahtindustrie beschäftigten Arbeiter. Tages- Ordnung: Am 5. d. Mts. verschied nach langem Leiden der frühere Ber trauensarzt der Zentralfommission Herr Dr. Curt Freudenberg Der Berstorbene stand uns eine Reihe von Jahren als ärztlicher Berater zur Seite, der sich durch feinen raftlosen Eifer und sein liebenswürdiges Wesen rasch unser aller Herzen eroberte. Sein tatfräftiges, aufopferungsvolles Eintreten überall da, wo es galt, Forderungen der sozialen Hygiene für die Versicherten zu vertreten, fichern ihm aufrichtigen Dant und ehrendes Andenken in unseren Reihen. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 8. Dezember, nachmittags 1 Uhr, von der Leichenhalle des Berliner Gemeinde- Friedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Wir bitten die Mitglieder der Zentraltommission und die Vorstände der Krankenkassen, sich rege zu beteiligen. 282/15 Die Zentralkommission 1. Bortrag des Kollegen Mahle. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 192/14 Zu dieser Versammlung sind keine Handzettel verfchidt, froßdem der Krankenkassen Berlins erwarten wir zahlreichen Besuch. Die Ortsverwaltung. Charlottenburg. Donnerstag, den 8. Dezember 1904, abends 8 Uhr, im Volkshaus: 99 Unterhaltungs- Abend. Vor Sonnenaufgang" von Gerhart Hauptmann. Rezitiert von Frau Steinbach aus Hamburg. Freitag, 9. Dezember, abends 8 Uhr, im Lokal ,, Neue Welt", Hasenheide 108/114: Eintrittspreis 10 Pf. Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: Der Stand unseres Vereins. Der Vorstand. 128/ 15* Zur Beachtung! Nur die ausgegebenen Auszahlungsscheine berechtigen zum Eintritt zu dieser Bersammlung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Vertrauensleute. In den heute stattfindenden VertrauensmännerBezirksversammlungen soll festgestellt werden, wieviel Der Vorstand des Wahlvereins. Verband der Wäsche- und Krawattenarbeiter Deutschlands.( Filiale Berlin.) Donnerstag, den 8. Dezember, abends 8 1hr, im Restaurant Urania, Wrangelstr. 10/11: Oeffentliche Versammlung Ziehung v. 10.- 17. Dezbr. fämtlicher in den Dampf- Wasch- und Plättanstalten befchäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen d. Oftens u. Südoffens. 3. Sankt RochusLotterie zu Düsseldort. Kollegen in den einzelnen Betrieben seit dem 1. Oftober 15,379 Gewinne. Wert Mark entlassen und wieviel eingestellt wurden. Um diese Feststellungen in den Versammlungen schnell zu erledigen, werden die Vertrauensleute ersucht, schon im Laufe des Tages sich diesbezügliche Notizen zu machen. Die Ortsverwaltung. Branche der Korbmacher. Donnerstag, den 8. d. M., abends 81%, Uhr, bei Krause, Koppenftr. 41: 93/4 Vertrauensmänner- Versammlung. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Buch und Karte legitimiert. N Die Kommission. Tages Ordnung: 1. Bortrag der Genossin Emma Ihrer Pankow. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Wir ersuchen die in den kleinen Blättanstalten tätigen Plätterinnen, in dieser Versammlung vollzählig zu erscheinen. Gleichzeitig bitten wir die Genossen, in ihren Kreisen für den Besuch dieser Versammlung zu agitieren. 251/6 Die Ortsverwaltung. 120000 Buchhandlung Vorwärts Hauptgewinne: 30000 10000 usw. Lose à 2 M., Porto u. Liste 30 Pf. extra, versendet auch unter Nachnahme Berlin S. 68, Lindenftr. 69, Laden. Als Weihnachtsgeschenke empfehlen wir folgende 234/ 15* Billige Klaffiker- Ausgaben: Börne. 3 Bände. Leinen 6,- M.| H. v. Kleist. 1 Band. Leinen Halbleder 9,50 M. Brinckmann. 1 Band. Leinen 2, M., Halbleber 3, M. Bürger. 1 Band. Leinen 1,75 M. Halbleder 2,70 M. Byron. 3 Bände. Leinen 6,-M. Berlin W., Unter den Linden 3. Chamisso. 1 Band. Leinen 1,75 M. Sozialliberaler Verein, Berlin. Carl Heintze, Donnerstag, 8. Dezember, abends 8% Uhr, im großen Saale der Berliner Ressource, SW., Kommandantenstraße 57: Oeffentliche Vereins- Versammlung. 5185 Vortrag des Herrn Neichstags- Abgeordneten Blumenthal: ,, Wo steht der Feind?" Freie Aussprache. Gäste, Männer und Frauen, willkommen. Eine Mark wöchentliche Teilzahlung liefere fertige Herren- Moden Bestellungen n. Maß, tadell. Ausf. in eigener Werkstatt. Spezialgeschäft für Mittwoch, den 7. Dezember, abends 9 Uhr, bei Wilke, Herren Bekleidung. Brunnenstr. 188: Volks- Versammlung. Der Polizeikampf gegen den Anarchismus. Prozesse. Die Bersammlungsverbotę. Diskussion. Kein Waren- Kredithaus. Halbleber 2,70 M. Eichendorff. 2 Bände. Leinen. 3,50 M. Gaudy. 1 Band. Leinen 1,50 M. Goethe. 4 Bände. Leinen 6,- M. 6 Bände. Leinen 10,-. Halbleder 15, M. Grillparzer. 1 Band. Leinen 99 1,75 M. Hauff. 2 Bände. Leinen 3,50 M. Hebbel. 4 Bände. Leinen 6,- M. 1,75 M., Halbleder 2,70 M. Körner. 1 Band. Leinen 1,60 M. Halbleder 2,40 m. Lenau. 1 Band. Leinen 1,75 M. Halbleder 2,70 M. Lessing. 2 Bände. Leinen 4,50 M. 3 Bände. Leinen 5,- M. Halbleder 7,50 M. Ludwig. 2 Bände. Leinen 4,- M. Halbleder 6, M. Novalis. 1 Band. Leinen 2,- M. Halbleder 3, M. Rückert. 3 Bände. Leinen 6,-M. Schiller. 4 Bände. Leinen 6,-M. Shakespeare. 4 Bände. Leinen Halbleder 9,50 M. 6, M., Halbleder 9,50 M. Stifter. 2 Bände. Leinen 4,- M. Halbleder 6,- M. und der Vororte. Die Beisezung des Dr. med. Curt Freudenberg findet am Donnerstag, den 8. Dezember, 14 Uhr von der Leichenhalle des Berliner GemeindeFriedhofes zu Friedrichsfelde aus statt. 5335 Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Bezirk XI. Todes- Anzeige. Am 5. Dezember verschied plöt lich unser langjähriges Mitglied Wilhelm Müller. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am 8. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Zions- Kirchhofes zu Nieder- Schönhausen aus statt. 5196 Die Ortsverwaltung. Bekannten und Freunden die traurige Nachricht, daß unsere liebe Tante 541b Elise Tissot am 5. Dezember, abends 10%, Uhr, im 77. Lebensjahre nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. Dies zeigen in Trauer an Selma, Arthur und Ida Baar. Die Beerdigung findet am Freitag, den 9. Dezember, nachmittags 3 Uhr von der Halle des neuen Jakobi- Kirchhofes, Rigdorf, Hermannstraße, aus statt. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten fowie dem Verband der freien Gastund Schankwirte, dem Gefangverein " Nordwacht" für die rege Beteiligung und Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau und unserer guten Mutter sprechen hiermit unseren herzlichsten Dant aus 5246 Heinrich Bark nebst Kindern. Ich habe mein Bureau von Brüden( nahe Bahnhof Friedrichstraße), Fern Allee 14 nach Universitätsstraße 3b sprecher I 2957, verlegt. Dr. Herzfeld, Rechtsanwalt. Heine. 4 Bände, Leinen 6,- M. Tieck. 1 Band, einen Blank's Schnitt Halbleder 9,50 M. Hoffmann. 8,- M. Uhland. 1 Band. 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Friedrich Sedlatzek, Berlin W. 5, Friedrichstr. 196, zwischen Leipziger und Krausen- Strasse. Berantiv. Redakteur: Baul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlaa: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 287. 21. Jahrgang. 1904 Lokales. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 7. Dezember 1904. Zur Herabminderung der Säuglingssterblichkeit. fonnte die mit werden, die zu anderen als Schulzwecken, fönnen, " Db Tagen, betreffend die Annahme einer legtwilligen Zuwendung der bald gefaßt. Es dauerte nämlich gar nicht lange, da kommen Koßberwitweten Frau Johanna Bergemann geborenen Bluth, die ling und Stahnke, der Wächter und der Fahrstuhlführer, luden auf Annahme der Staatsschen Stiftung, den Ausbau des Kaiser und ihre Schultern, was sie nur heben konnten, und trugen es einem Kaiserin Friedrich- Kinderkrankenhauses, mehrere Kostenanschläge dritten Manne zu, der fie draußen im Dunkel der Nacht erwartete. Rafcher, als wir es gedacht und erwartet hätten, wird die für Ausführungen beim Neubau der III. Jrrenanstalt in Buch Der Dritte, der die Beute alsbald wegschleppte, war der SchuhStadtverordneten- Versammlung in die Lage kommen, über die und die Bereitstellung weiterer Mittel für den Neubau der Grün- macher Georg Krüppa, der in der Nähe der Lederhandlung in der Vorschläge zur Herabminderung der Säuglingsstraßenbrücke. Vorlagen, betreffend die zukünftige Behandlung Neuen Friedrichstraße sein Geschäft betrieb, ein mehrfach bestrafter sterblichkeit zu beschließen, zu denen im Juni dieses Jahres von Fällen, in denen durch leztwillige Verfügungen oder Mensch. Koßling und Stahnke beschuldigten ihn, daß er sie zum die gemischte Deputation gelangt ist, die sich Monate hindurch mit durch Schenkungen der Stadtgemeinde Mittel oder Gegen- Diebstahl verleitet und das gestohlene Leder selbst verarbeitet oder dieser Frage beschäftigt hatte. Soeben ist den Stadtverordneten stände überwiesen Ferienordnung an den verkauft habe. Krüppa dagegen beschuldigt die beiden, nicht bloß eine Vorlage zugegangen, die das enthält, was der Magistrat aus höheren Lehranstalten für das Schuljahr 1905, Abänderung für ihn, sondern auch für andere Hehler gestohlen zu haben. Ob eine Vorlage zugegangen, die das enthält, was der Magistrat aus des§ 9 des Gemeindebeschlusses vom 9. Mai 1901 wegen das zutrifft, bedarf noch weiterer Untersuchung. Fest steht, daß der jenen Vorschlägen akzeptiert hat. Die gemischte Deputation war eingesetzt worden in der Bewilligung von Ruhegeld und Hinterbliebenen- Versorgung für Handlung für über 8000 M. Leder gestohlen wurde. Dieb und Hehler Ausführung eines Beschlusses, den die Stadtverordnetendie ohne Pensionsberechtigung im Dienste der Stadt dauernd be- wurden dem Untersuchungsrichter zugeführt. Bersammlung auf Antrag der fozialdemokratischen schäftigten Personen, die Erwerbung eines Schulgrundstückes an der Driesenerstraße, Fraktion im Januar 1901 gefaßt hatte. Drei Jahre dauerte es, bis Das Ende des Damenheims, das eigens dazu dienen sollte, die Gewährung von Schulräumen der Magistrat es über sich gewann, dem Ersuchen der Stadt drohenden Ausfälle im Stadthaushalts- Etat gedeckt werden gewähren, steht unmittelbar bevor. Durch die betrügerischen Manidie Frage, in welcher Weise die alleinstehenden Damen der Gesellschaft" Schutz und Unterkunft zu verordneten- Versammlung Folge zu leisten. Erst im Februar Deputation und zusammentreten den Etat für das Viehseuchenkonto für das Kalender- pulationen des ehemaligen Direktors Kurze, der im Februar dieses ihren Beratungen beginnen. Aber, zur Ehre der Deputation jahr 1905, Maßnahmen zur Bekämpfung der Säuglings Jahres wegen Untreue und Unterschlagung zu zwei Jahren Gefei es gesagt: sie fängnis, 750 Mark Geldstrafe und dreijährigem Ehrverlust verurteilt sterblichkeit, erkannte jetzt die Wichtigkeit der ihr den Verkauf des Grundstückes Pantstraße 7, gestellten Aufgabe doch etwas beffer als im Januar 1901 Stadtrat die Organisation in der Verwaltung des städtischen Rudolf Virchow- wurde, ist die Wohnungsgenossenschaft Damenheim bekanntlich zuStraßmann, der damals vor den Stadtverordneten als Vertreter des viertel, die Einsetzung einer gemischten Deputation zur Beratung Grundeigentum bis auf zwei Gebäude versteigert worden ist, sollen Krankenhauses, den Ankauf einiger Grundstücke im Scheunen- Quote von 3½ vom Hundert begnügen müssen. Nachdem das grunde gerichtet worden. Die Gläubiger werden sich mit einer Magistrats die geforderte Deputation für überflüssig erklärte. In über geeignete Maßnahmen zur Abwehr der durch Einführung nur nunmehr diese beiden ebenfalls unter den Hammer kommen. Es jener Stadtverordneten- Sigung wurde von unserem am Montag außerhalb Berlins tierärztlich untersuchten Fleisches drohenden sind die Grundstücke Hauptstraße 20 und 20a zu Schöneberg. Das verstorbenen Genossen Freudenberg in einer vortrefflichen Nede Außerdem findet um 6 Uhr eine gemeinschaftliche Amtsgericht II Berlin, das als Konkursgericht fungiert, macht jetzt über dem erschreckenden Umfang der Kindersterblichkeit Abwehrmak statt, behufs der Wahl von acht Mitgliedern und acht Stellvertretern bekannt, daß die auf den Namen Wohnungsgenossenschaft Damenregeln zu ergreifen. Freudenberg mußte später zur Wiederherstellung bes Steuerausschusses der Gewerbesteuerklasse 1 für den heim", E. G. m. b. S., eingetragenen Grundstücke, Hauptstraße 20 seiner Gesundheit nach dem Süden gehen. Die erhoffte Genesung blieb ihm leider versagt, und er schied dann aus der Stadtverordneten Veranlagungsbezirk Berlin und eines weiteren Mitgliedes und Stell- und 20a, am 29. d. Mts. im Wege der Zwangsvollstreckung verVersammlung aus. Aber an dem Programm, das er vor drei Jahren vertreters zum Zwecke der Veranlagung der Warenhaussteuer für steigert werden sollen. entwickelt halte, haben unsere Genossen Bernstein und Wehl, die die Steuerjahre 1905/1907. als Vertreter der sozialdemokratischen Fraktion in die gemischte Depu tation entsandt wurden, festgehalten. Sie haben es im einzelnen noch tveiter ausgestaltet, und es hat so in der Deputation die Grundlage der Verhandlungen gebildet. Zwar hat die Mehrheit der Depu tation gegenüber manchen Anregungen sich zugefnöpft und unzugänglich gezeigt, wie es freisinnigen Anschauungen entspricht. Doch in mehreren anderen Punkten konnte man mit dem Ergebnis der Beratungen zufrieden sein. Die Beschlüsse, die gefaßt wurden, sind vom Vorwärts" bereits im Juni nach Schluß der Beratungen mitgeteilt worden. Sie liefen darauf hinaus, daß un bemittelten Eltern die gesundheitliche Fürsorge für ihre im Säuglingsalter stehenden Kinder durch die Gemeinde erleichtert werden soll, namentlich durch Belehrung, durch Gewährung ärztlichen Rates und durch Lieferung guter Säuglingsnahrung. Gefahren. " " Diese Meldung finden wir in einer hiesigen Zeitung, dem Berliner Blatt". Wir sind überzeugt, daß aus dem Redaktenr, der sich jetzt in solchen Unarten ergeht, noch ein ordentlicher, gefitteter Mensch werden kann, wenn seine Eltern sich entschießen, ihn dem Lehrlingsverein als Mitglied zuzuführen. werden soll. Ausnahmen von der Sonntagsruhe. Der Polizeipräsident macht Die Notwendigkeit des fürzlich gegründeten Lehrlingsvereins wird bekannt: Auf Grund der§§ 105b, Abfab 2, 105e und 41a der Reichsvon neuem durch folgende Zeitungsmeldung bewiesen: Gewerbe- Ordnung und in Gemäßheit der Ziffern 133, 134, 136 und " Was man in Süddeutschland Laus buben Verein" 137 der neuen Ausführungsanweisung zur Reichs- Gewerbe- Ordnung nennen würde, ist in Berlin geschaffen worden. Um nämlich einem bom 1. Mai 1904 wird für den Landespolizeibezirk Berlin folgendes bestimmt: 1. Jm Handelsgewerbe, jedoch mit Ausschluß der Bank, längst und dringend gefühlten Bedürfnis" abzuhelfen, ist ein Wechsel und Lotteriegeschäfte, dürfen, abweichend von der allgemein Lehrlingsverein mit eigenem Vereinsorgan begründet worden. festgestellten fonntäglichen Beschäftigungszeit, Gehülfen, Lehrlinge Der Redakteur und Expedient des Blattes fowie eine durchweg aus und Arbeiter an den beiden lezten Sonntagen vor Weihnachten, am Lehrlingen bestehende Breßkommiffion wurden von der Versammlung 11. und 18. Dezember, A. in Berlin, Charlottenburg und Rigdorf von gewählt. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 25 Pf. monatlich 8 bis 10 Uhr vormittags und von 12 bis 8 Uhr nachmittags, B. in festgesetzt. Die Versammlung leitete der Vortrag eines biefigen Schöneberg von 8 bis 9% Uhr vormittags und von 11½ bis 8 Uhr jüdischen Rechtsanwalts ein. Ein Teil der Lehrlinge war in Be- nachmittags beschäftigt werden. Der Verkauf von Back- und Kongleitung der Eltern erschienen, denen das selbstbewußte Auftreten ditorwaren, von Fleisch und Wurst, der Milchhandel und der Betrieb ihrer Sprößlinge fichtliche Befriedigung" verursachte. Ueber den der Borkosthandlungen ist an den genannten beiden Sonntagen schon Titel der Vereinszeitung haben wir nichts gehört; wir schlagen vor Beginn der allgemeinen Verkaufszeit, und zwar von 5 1 Im Magistratskollegium, das dann zu den Deputations- Der Lausbub" vor. Natürlich sind die Macher auch hier Juden morgens an, desgleichen der Handel mit Roheis von 6 Uhr morgens beschlüssen Stellung zu nehmen hatte, ist leider manches wieder ab- und Sozialdemokraten. Man kann die Seele nicht früh genug an zulässig. Der Handel mit Brennmaterialien( Holz, Kohlen, Koks, geschwächt und einiges ganz gestrichen worden. Was übrig vergiften, und darum ist dieser Verein vielleicht nur eine Zwischen Britetts, Torf und Kohlenanzündern) ist an den obigen zwei Sonngeblieben ist, wird jetzt den Stadtverordneten mit dem Ersuchen stufe zum Hosenmag- Verein". tagen, abweichend von der obigen Bestimmung, nur während der um Zustimmung vorgelegt. Dem Vorschlage, mit Hülfe von Zeit von 5 bis 10 Uhr vormittags gestattet. 2. Von dem allgemeinen Aerzten, Hebammen und Pflegerinnen durch Vorträge, Berbot der Beschäftigung von Gehülfen, Lehrlingen und Arbeitern Merkblätter und persönliche Belehrung die Mutter darauf im Handelsgewerbe am 25. Dezember 1904, dem ersten Weihnachtshinzuweisen, daß sie ihren Kindern im Hinblick auf die Gefahren tage, werden, soweit der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen der tünstlichen Ernährung möglichst die Mutterbrust reichen und stattfindet, ausgenommen: a) der Handel mit Milch, A. in Berlin, dabei den Genuß von Alkohol meiden, stimmt der Magistrat zu. Für unbemittelte stillende Mütter empfahl die Deputation BarErhöhte Fahrpreise für die Motordrofchten. Der Polizeipräsident Charlottenburg und Rigdorf während der Zeit von 5 bis 10 Uhr vorunterstützungen aus Mitteln der öffentlichen Armenpflege oder aus b. Borries sucht die Einführung von Automobil- und Motorbroschten mittags und von 12 bis 2 Uhr nachmittags, B. in Schöneberg Wohltätigkeitsfonds. Der Magistrat erkennt die Notwendigkeit solcher nach Kräften zu fördern. Namentlich aber wendei er den elektrisch während der Zeit von 5 bis 9 Uhr vormittags und von 11½ bis Unterstützungen an, aber er wünscht, daß hierin über die Grenzen Besitzer aufzumuntern, mehr als bisher zum Motorenbetrieb über- sowie mit Konfituren; A. in Berlin, Charlottenburg und Nixdorf betriebenen Fuhrwerken seine Aufmerksamkeit zu. Um die Fuhrwerts- 2 Uhr nachmittags; b) der Handel mit Back- und Konditorwaren, der öffentlichen Armenpflege nicht hinausgegangen werde. Die Deputation empfahl Einrichtung von öffentlichen Fürsorgestellen, die den zugehen, hat er jetzt dem Obermeister der Droschfenfuhrwerks- Innung während der Zeit von 5 bis 10 Uhr vormittags; B. in Schöneberg Müttern für ihre Kinder unentgeltlichen ärztlichen Rat und auch gute Herrn Haase ein Schreiben zugehen lassen, in welchem angekündigt während der Beit von 5 bis 9% Uhr vormittags und von 11% bis Säuglingsnahrung zu billigem Preise oder unentgeltlich gewähren wird, daß den Motorbroschten fünftighin ein höherer Tarif zugeftanden 12 Uhr mittags; c) der Handel mit Fleischwaren, A. in Berlin, follten. Unter gewissen einschränkenden Bedingungen erklärt der Weil nämlich die Betriebskosten bei Motoren höhere Charlottenburg und Rigdorf während der Zeit von 5 bis 10 Uhr vorMagistrat sich hiermit einverstanden. Dagegen hat er sich nicht für feien als beim Pferdebetrieb und bei Benzindroschten, so rechtfertige mittags, B. in Schöneberg während der Zeit von 5 bis 9% Uhr den Gedanken erwärmen können, daß im Interesse der Kinder, die fich eine Ausnahmestellung der Motordrojchten hinsichtlich ihrer Fahr vormittags; d) der Handel mit Kolonialwaren, mit Vortoftwaren, erst geboren werden sollen oder eben geboren worden sind, auch den preise. Es sei deshalb in Aussicht genommen, für die Motordroschten mit Blumen, mit Bier und Wein, mit Tabat und Zigarren, A. in Schwangeren und Wöchnerinnen eine beffere Fürsorge als bisher zu den Tarif I des Fahrpreisanzeigers gänzlich in Wegfall kommen zu Berlin, Charlottenburg und Rigdorf während der Zeit von 8 bis teil werde. Das gehe, so meinte er, über die durch die öffentliche lassen, so daß die niedrigste Tare dem Tarif II der übrigen Droschten 10 Uhr vormittags, B. in Schöneberg während der Zeit von 7% bis 9½ Uhr vormittags; e) der Handel mit Roheis, A. in Berlin, Armenpflege gezogenen Grenzen hinaus", und er lönne das nicht entsprechen würde. Charlottenburg und Rigdorf während der Zeit von 6 bis 10 Uhr vorfür eine Aufgabe der Stadtgemeinde erachten". Man sieht, daß es In der Eisfrage hat das Polizeipräsidium dem Vormittags, B. in Schöneberg während der Zeit von 6 bis 9% Uhr borleider unserem Magistrat noch nicht gelungen ist, sich loszumachen sizenden des Vereins der Cafétiers Herrn Berkowitz mit Bezug auf mittags; f) die Zeitungsspeditionen in Berlin, Charlottenburg, Rigvon den fleinlich krämerhaften Grundfäßen freisinniger Kommunal- feine mündliche Rücksprache mit dem Polizeipräsidenten v. Borries dorf und Schöneberg während der Zeit von 4 bis 9 Uhr vormittags. politik und die höheren Aufgaben moderner Großstadtkommunen zu einen schriftlichen Bescheid zugehen lassen, in dent es heißt: 3. Am 26. Dezember, dem zweiten Weihnachtstage, gelten die allgebegreifen. Nach der neuen Ausführungsanweisung zur Gewerbe- Ordnung meinen Vorschriften über die Beschäftigung von Gehülfen, Lehrlingen vom 1. Mai 1904 fann an Sonn- und Festtagen die Versorgung der und Arbeitern im Handelsgewerbe an Sonn- und Festtagen. Kundschaft mit Roheis während der für den Handel mit Roheis von den Verordnungen für die Vorjahre abweichende Festfehung der freigegebenen Stunden gestattet werden, und ich würde unter Um- Beschäftigungszeiten am 1. Weihnachtstage für den Handel mit Badständen nicht abgeneigt sein, diesen Handel und die Versorgung der und Konditorwaren( einschließlich Konfitüren), den Blumenhandel Kundschaft mit Roheis von 6 Uhr morgens zu gestatten, wenn und den Handel mit Roheis sowie der Fortfall der Ausnahme be= die Eisfabriken und die Eiskonsumenten dies dringend fordern sollten. züglich des Handels mit Brennmaterialien beruhen auf Nr. 134 Die Eisfabriken fönnen schon jetzt an Sonntagen von 5 bis 7 Uhr und 137 der neuen Ausführungsanweisung zur Gewerbe- Ordnung In der geftrigen Situng der Deputation für die Straßen- morgens das Eis gewinnen und die Beladung der Wagen vom 1. Mai d. J. reinigung hatte sich diese nochmals mit der Verdingung der Be- mit dem gewonnenen Eis betreiben und von 7 bis 10 Uhr und Meschugge ist Trumpf. Graf Büdler Klein- Tschirne hat an dienung und Instandhaltung der Sprengwagen zu beschäftigen. 12 bis 2 Uhr das Eis verfahren. Die Anträge auf weitere AusBor Erteilung des Zuschlags war noch eine Offerte eingegangen, die dehnung der Arbeitszeit an Sonntagen auf die Stunden von 3 bis Montag abend in Potsdam in einer von der Berliner Bückler- Verfich wesentlich billiger präsentierte, wie die des Mindestfordernden. 5 Uhr nachts mußten bisher und müssen abgelehnt werden, weil Schon am Sonntag hatten Berliner Anhänger des Grafen Flugblätter einigung einberufenen öffentlichen Versammlung eine Rede gehalten. Die lettere stellte sich im Effeft um 50 000 m. höher gegen das Vor der darin liegende Eingriff in die Sonntagsruhe der Arbeiter zu verteilt und waren an viele Schußmänner auf der Straße heranjabr. Da die billigere Offerte fich nur auf drei von acht in Frage einschneidend wäre und eine Notwendigkeit dafür bei gutem Willen getreten mit der Aufforderung, zur Versammlung zu kommen; sie kommenden Lose bezog, beschloß die Deputation mit den feitherigen der Unternehmer und entsprechende Einstellung von mehr Arbeits- hätten nichts zu befürchten, die Polizei in Berlin sei gut Freund mit Unternehmern nochmals in Verhandlung zu treten darüber, ob sie träften oder Gespanne nicht nachgewiesen erscheint. bereit feien unter den seitherigen Vertragsbestimmungen das Ver- Uns erscheint es sehr fraglich, ob es notwendig ist, die dem Grafen. Ueber den Abend berichtet die„ Potsdamer Korresponhältnis fortbestehen Stadt Sonntagsruhe der Arbeiter auch in dem vom Polizeipräsidenten zu grafen mit 2uther verglich, ertönte der Zwischenruf:„ Bei Luther denz" folgendes:" Als bei der Eröffnung der Vorsitzende den Dresch= um 9000 Mart beffer wegkommen, als wenn fie die gesagten Sinne zu unterbrechen. Es darf nicht vergessen werden, daß gab's noch feine Steile!" worauf der Vorfißende erklärte, wer in uBuLose getrennt, den beiden Mindestfordernden zuwendet. Weigern gewisse Unternehmer grundfäßlich jede dem Wohl der Arbeiter funft störe, fliege fofort raus. Im ersten Teil seiner Rede begrüßte sich die gegenwärtigen Unternehmer, auf eine Verlängerung dienende Maßnahme unter nichtigen Vorwänden bekämpfen. Graf Pückler die Potsdamer als famose Kerle; sie müßten aber alle ihres Vertrages einzugehen, soll die Bergebung nochmals aus Berliner Wohnungsstatistit. Ende Dezember 1903 wurden in Antisemiten werden, sonst wären sie Duffeltöpfe, Schlafmüßen und geschrieben werden. Berlin 26 411 benutte Grundstücke und zwar 25 803 bebaute und Nachtwächter. Sehr vorsichtig drückte sich Graf Bückler aus, als Die Lieferung der Bekleidungsstücke erhält der seitherige Lieferant 608 unbebaute gezählt. Der Nutzungswert sämtlicher Grundstücke er aufforderte, den Juden die Türe zu weisen; man wisse ja, recht für rund 39 000 M., das Höchstangebot betrug 62 000 m. betrug rund 391 Millionen Mart. An Wohnungen wurden 550 109 freundlich, so wie er es meine. Zum Schluß wurde er heiser und erDen Antrag des Abfuhrunternehmer- Berbandes, eine Kommiffion gezählt. Die Zahl der Wohnungen hat sich in den legten zehn flärte, nachdem er noch verschiedene Kraftausdrücke gebraucht hatte, zur Studierung und Beseitigung von Uebelständen bei der Müll- Jahren um rund 120 Tausend vermehrt. Während im Jahre 1896 daß er auf göttlichen Befehl seine Agitation betreibe, obgleich abfuhr einzusehen, lehnte die Deputation ab. Der in Frage der Durchschnittswert einer Berliner Wohnung 626 m. betrug, stellte er wisse, daß er entweder im Irrenhaus oder im Gefängnis endigen kommende Verband macht noch verzweifelte Anstrengungen, fich der er sich 1903 schon auf 710 M. übermächtigen Konkurrenz der Wirtschaftsgenossenschaft Das Spielen mit einer Schußwaffe hat wieder einmal unheil angerichtet. Der Arbeitsbursche Franz Mittler, der bei seinen Eltern in der Reinickendorferstraße 40 wohnt, hatte sich ein Teschingewehr gekauft und zeigte die Waffe seinem 15jährigen Arbeitsgenossen Otto Grunow aus der Willdenowstraße 6 am Sonnabend während der Vesperpause in der Wagnerschen Schuhwarenfabrik in der Willdenowstraße 4, in der beide beschäftigt waren. Als er ihm erklären wollte, wie man schießt, trachte auch schon ein Schuß und das Sechsmillimetergeschoß drang dem Grunow in das linke Schulterblatt ein. Gestern wurde der Zustand des Verwundeten, der auf der nächsten Unfallstation die erfte Hülfe erhalten hatte, so bedenklich, daß man ihn nach der Charité bringen mußte. Mittler wurde von seinem Arbeitgeber sofort entlassen und außerdem der Polizei angezeigt. Turinerstraße wird behufs Umpflasterung vom 8. d. Wits. ab bis Straßensperrung. Die Amsterdamerstraße von Müller- bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Die freisinnige Stadtverordneten Mehrheit wird es dem Magistrat danken, daß er ihr mit gutem" Beispiel vorangeht und noch einmal den Beginn des Zukunftsstaates" hinaus rüdt, den schon in der Deputation einige Wortführer des Freisinns von einer Ausführung aller Vorschläge der sozialdemokratischen Mitglieder befürchteten. zu lassen. Dabei würde die werde. Die zu erivehren. In authentischer Form wurde bekannt gegeben, daß Die Leiche des Landgerichtsrats Paul Hoffmann ist gestern früh mit dem 1. Januar 1905 die Wirtschaftsgenossenschaft für Müll an der Lüzowbrücke aus dem Landwehrkanal gelandet worden. Hoff abfuhr 25 000 Häuser Berlins in ihrem Geschäftsbetrieb umfaßt und mann, der seit etwa acht Tagen vermist wurde, ist also offenbar das damit umgeht, ihren Betrieb auf Groß- Berlin" auszudehnen. Opfer eines Unfalls geworden. Er hai seit 1883 im preußischen Seit längerer Zeit hat die Verwaltung Schrubbermaschinen Justizdienst gestanden und war im April 1888 zum Gerichtsassessor in probeweisen Betrieb genommen, die pro Stunde 11000 Quadrat- ernannt worden. Im Oktober 1894 erfolgte seine Anstellung als meter Asphaltpflaster reinigen, während es ein Arbeiter in der Amtsrichter in Sorau. Dem hiesigen Landgericht I gehörte er seit gleichen Zeit nur auf 4000 Quadratmeter bringt. Ehe weitere An- dem 1. August 1898 an, seit Mai v. J. als Landgerichtsrat. fchaffungen gemacht werden, sollen einige Maschinen der Deputation Die Berliner Zeitung" erklärt, daß sie ihren Plan auf Verim Betrieb vorgeführt werden. Die fernere Verleihung von Fahränderung der Erscheinungsweise aufgegeben habe; sie werde unfarten der Straßenbahn an die Kontrollbeamten hatte der verändert weiter erscheinen. Magistrat von dem Nachweis abhängig gemacht, daß die durchschnittliche Benutzung der Fahrkarte den Fahrkartenpreis absorbiere. in der Neuen Friedrichstraße. Da sie fortwährend bestohlen wurde, Den Bock zum Gärtner gemacht hatte eine Lebergroßhandlung Diesen Nachweis erachtete die Deputation durch den Bericht der so stellten sie einen besonderen Wächter und einen eigenen Fahrstuhl Direktion erbracht und befürwortete die Bewilligung der erforder- führer an, der auch noch mit aufpassen sollte. Beide waren auch lichen 12 Fahrtarten. stets auf dem Poften, trotzdem aber wurde nach einer kurzen Pause Die Stadtverordneten- Versammlung hat sich in ihrer Sigung noch ärger gestohlen als vorher, daher beauftragten die Geschäfts- Von der Transmissionswelle ist am Montag der Arbeiter Januzz vom Donnerstag u. a. mit folgenden Gegenständen der Tages- inhaber zwei Privatdetektivs, um gemeinschaftlich mit dem Wächter in den Werken der Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation zu Treptow ordnung zu befaffen: Antrag von Mitgliedern der Versammlung, Bernhard Koßling und dem Fahrstuhlführer Albert Stahnte ben erfaßt worden, als er die Fenster pußte. Er fam versehentlich der betreffend die Einleitung von Schritten, um die Beschränkung des Dieben nachzuspüren. Die Detektivs aber entdeckten auch nicht eine Welle zu nahe und wurde auf der Stelle getötet. Der Verunglückte gesetzlich gewährleisteten Rechtes der Einwohner auf Benutzung der Spur. Nachdem also auch dieses Mittel versagt hatte, beauftragte wohnt in der Liegnigerstraße zu Berlin und hinterläßt eine Witwe Straßen und Pläge durch Polizei- Organe für die Zukunft zu man zwei Mäimer, ohne Wissen des Wächters und des Fahrstuhlführers, mit sechs Kindern. = hindern und unberechtigten Berhaftungen vorzubeugen mit der nächtlichen Aufsicht. Diese wurden heimlich eingelassen und Feuerbericht. Dienstag früh bald nach 6 Uhr wurde die Wehr sowie Uebernahme der Sicherheitspolizei durch die Stadt.- Vorhielten sich in den Lagerräumen versteckt. Nun waren die Diebe nach der Stallschreiberstr. 6 gerufen, weil hier in einem Keller des linken Seitenflügels Feuer ausgekommen war, das Kisten, allerlei auf eine Probebelastung gedrungen wurde, wirft allerdings ein eigen-| noch arbeitenden Kollegen aus dem Betriebe herauszuziehen, um fo Brenn- und Verpackungsmaterialien erfaßt hatte. Der fieb- tümliches Licht auf frühere Verhältnisse; es dürfte dies, wie Stadtv. die Produktion der Firma zu unterbinden und sie zur Wiedereinzehnte Löschzug hatte längere Zeit mit einer Schlauchleitung Wasser Bartelt hervorhob, in Preußen wohl einzig dastehen. Die ausstellung der Entlassenen zu bewegen. Da zwei Leute sich aber zu geben, um die Flammen zu ersticken. Ein zweiter Kellerbrand führende Firma Aktiengesellschaft Monier scheint nach den vor- durchaus als Arbeitswillige betätigen wollten, so kam es zwischen mußte dann in der Reinickendorferstr. 55 abgelöscht werden. liegenden Akten auch nicht mehr zu einer Probebelastung verpflichtet ihnen und Cohen zu einer Aussprache, wobei gegenseitig die oben Möbel, Decken und Kleidungsstücke hatten in der Möckernstr. 71 in zu sein, da inzwischen Die dreijährige Garantieleistung erwähnten Worte fielen. einer Wohnung Feuer gefangen, während in der Köpenickerstr. 33a abgelaufen ist, nachdem die Stadtverordneten- Versammlung Rechtsanwalt Dr. Heinemann als Verteidiger des AnFett brannte. In der Bergmannstr. 4 mußte vorher ein Brand vor drei Jahren einen ähnlichen Antrag auf spätere geklagten wies auch hier nach, daß es sich überhaupt nicht um eine beseitigt werden, der den Fußboden und die Balkenlage ergriffen Zeit zurückgestellt hatte. Von verschiedenen Seiten wird vor- Ueberredung von Arbeitswilligen zivecs Beteiligung an einem Streif hatte. Ein Küchenbrand beschäftigte die zweite Löschkompagnie in geschlagen, der interessierten Straßenbahn- Gesellschaft, zur Erringung günstigerer Lohn- und Arbeitsbedingungen gehandelt der Grünauerstr. 27 I furze Zeit. Unfug am öffentlichen Feuer- die über die Friedenauer Brücke Gleise legen will, die Garantie habe, sondern um eine Maßregel zur Rückgängigmachung der Entmelder lag einer Alarmierung zugrunde, die dann bald nach Mitter- für die Sicherheit zu überlassen. Die Angelegenheit wird einem lassungen, auf die sich weder der§ 153 der Gewerbeordnung, noch nacht die Wehr noch nach der Bossestraße führte. Es gelang leider Ausschuß überwiesen. sonst eine gefeßliche Bestimmung bezieht, der Anklage mithin der nicht, den frevelhaften Burschen zu fassen. Ebenfalls an den Ausschuß gelangten die Magistratsanträge Boden entzogen sei, da die Beleidigungen nur als private Beleidiüber die Bewilligung der Kosten für Einrichtung und Aus- gungen anzusehen seien. Der Kanarienzüchter- Verein Berlin NW. hält seine diesjährige rüstung der Nord- Feuerwache mit Automobil- Da das Schöffengericht diese Ausführungen seinerzeit nicht gelten Ausstellung vom 10.- 12. Dezember d. J. Ecke der Seidlig und Löschzugen in der Spehererstraße im Gesamtbetrage von lassen wollte, sondern die Beleidigung als in Verbindung mit§ 153 Rathenowerstraße ab. 86 769 M. sowie der Baukosten für Hauptgebäude, Badestation, gefallen ansah, so beantragte diesmal schon der Steigehaus und Nebenanlagen in Höhe von 306 000 m. Der auto- Staatsanwalt selber die Freisprechung, weil auch Theater. Im Zentral- Theater wird heute nachmittag mobile Löschzug wird aus einer Automobil- Kohlensäure- Gassprize, feiner Auffassung nach der§ 153 nicht in Betracht kam. Es handle 4 Uhr in der Kindervorstellung„ Däumelinchen" aufgeführt. Die einer Automobil- mechanischen Leiter mit aufgeprogtem zweiräderigen sich hier wieder um einen Fall, den die sogenannte Zuchthausvorlage Direktion hat die neue Einrichtung getroffen, daß für jedes Kind nur Schlauchwagen, einer Automobil- Dampfsprize mit angehängtem habe treffen wollen, die aber nicht Gesetz geworden sei. Unter diesen ein halbes Billett nötig ist. Abends wird„ Der Zigeunerbaron" zweiräderigen Schlauchwagen und zwei Rädern bestehen. Die Wach Umständen war diesmal auch der Angeklagte in der Lage, sich dem gegeben mit den Hauptdarstellern: Gusti Fischer, Frizi Gella, Marie befezung soll betragen i Brandmeister, 6 Oberfeuermänner und Antrage des Staatsanwalts anzuschließen, welchen Anträgen das Hastedt, Oskar Braun, Rudolf Anders, Emil Albes, Erich Deutsch, 20 Feuermänner. Gericht denn auch nach kurzer Beratung entsprach. Hans Golwig, Karl Schulz. Rasmer über und bei ſtein) iſt aus München hier eingetroffen, um den Broben und der Bei den abgeänderten Ausschußanfrage über die Gewährung einer der Beweisaufnahme nicht nur die Ansichten der Gerichte, jonbern Erstaufführung ihres neuen Schauspiels Johannes Herkner", wurde nach der Berichterstattung durch den Genossen Küter zugestimmt auch der Staatsanwälte auseinander. die im Lessing- Theater am Sonnabend stattfindet, beizu- mit dem Zusazantrage, den Magistrat zu ersuchen, dafür Sorge zu wohnen. Der Rigdorfer Schuhmannsprozeß, über den wir mehrfach einIm Schiller- Theater O.( Wallner- Theater) be- tragen, daß die Auswahl der Kinder, welche seitens der Schöneberger gehend berichtet haben, hat gestern das Reichsgericht beschäftigt. herrscht in dieser Woche die Weihnachtskomödie Heimg'funden" Volksküche unentgeltlich Nahrungsmittel erhalten, durch die Rektoren Am 17. April d. J. wurden die Schuhleute Knuth und Beruleit von von Ludwig Anzengruber" den Spielplan, es findet daher nur und Schulärzte in engster Fühlung mit der städtischen Armendirektion der vierten Straftammer des Landgerichts II zu je 5 Monaten eine Aufführung von Wallensteins Tod" und zwar heute erfolge". Mittwoch statt. Für die nächste Woche ist Wallensteins Tod" zweiGefängnis wegen Körperverlegung in Verbindung mit Vergehen Aus dem Dispositionsfonds des Magistrats erhält der Verein im Amt verurteilt, auch wurde ihnen auf drei Jahre die Fähigkeit mal und zwar für Montag und Donnerstag angesetzt. Mittwoch außerdem noch 500 M. wird der erste Teil der Wallenstein- Trilogie:" Wallensteins Lager" und„ Die Piccolomini" gegeben werden. Sodann erfolgten noch einige Nachbewilligungen, u. a. 625 M. zur Bekleidung eines öffentlichen Amtes abgesprochen. Das ReichsCarl Weiß- Theaters veranstaltet am Mittwoch, den 7. De- Ortsstatuts betreffend das Kaufmannsgericht, an dessen Spize es leute sollen am Spätabend des 1. August v. J. den Dachdecker Karl Die Direktion des für die Schuletats pro 1904, und eine Berichtigung des§ 15 esgericht hat gestern dieses Urteil aufgehoben und die Sache an das Berliner Landgericht II zurückverwiesen. Die genannten Schutzzember, nachmittags 3 Uhr, die erste Schülervorstellung. Bur jetzt heißen muß:„ Die Wahlhandlung ist öffentlich." Aufführung gelangt das Schauspiel von Heinrich Laube:" Die Karlsschüler". Die Preise sind so gering bemessen, daß Loge Friedrich aus nicht erkennbarer Veranlassung arg mißhandelt haben. Der des Mordes an der Lucie Berlin angeklagte Händler 1 M., Parkett Sperrfis 60 Pf., I. Parkett 40 Pf., II. Parkett 25 Pf., Theodor Berger hatte sich gestern vor der zweiten Straffammer I. Rang Tribüne 25 Pf. toften. Die 283. Veranstaltung des des Landgerichts I wegen Suppelei zu verantworten. Er war Vereins für Voltsunterhaltungen findet am Sonntag, den 11. Debeschuldigt, der Prostituierten Liebetruth, die in dem am 12. Dezem zember, nachmittags 3 Uhr, im Schiller- Theater O. ftatt. Zur Aufber stattfindenden Mordprozeß als Zeugin auftreten wird, Zuhälterführung gelangt:„ Die Kreuzelschreiber“ von Ludwig Anzengruber. dienste geleistet zu haben. Der aus der Untersuchungshaft vorDas Apollo- Theater hat in diesem Monat auf sein Spezialitätengeführte Angeklagte bestritt zum Teil seine Vergehen. Das Gericht Programm besondere Sorgfalt gelegt. Eine ganz seltsame Erverurteilte ihn als zuhälter zu 6 Monaten Gefängnis, scheinung find die elektrischen Tanzbilder mit einer Nachtpartie in 3 Jahren Ehrverlust und Ueberweisung an die Landespolizeibehörde Venedig im Hintergrunde. Ein umfangreiches Ballett taucht im nach verbüßter Strafe. Der Gerichtshof hielt dem Angeklagten daDunkeln auf, und jede Dame wird beleuchtet durch eine Anzahl bei zugute, daß er krank gewesen und von der Liebetruth gezwungen elektrischer Lampen an ihrer Kleidung. Es kommen da Farbenworden sei, zu ihr zu halten. wirkungen von ausgesuchter Pracht vor, die an die aus den Geißlerschen Röhren bekannten Lichterscheinungen erinnern. Da die Tänzerinnen auch die Kunst, sich graziös zu bewegen, verstehen, so bietet sich ein Bild von seltener Anmut. Nach dieser Grazie tritt die Blumpheit in höchſteigener Person ans Rampenlicht. Ein Herz Schicklan führt etliche Bären auf die Bühne, die in Tänzen und die in und Burzelbäumen alles leisten, was das Herz nur begehren kann. treffliche Akrobaten auf dem Drahtseil sind die Holloways, eine aus einer Dame und zwei Herren bestehende Truppe, die gewagte Sprünge und Tänze aufführen. Eine vortreffliche Meisterin der Tanzkunst ist Miß Orione. Der Kosmograph bringt Bilder vom russisch- japanischen Krieg. Hus den Nachbarorten. Charlottenburg. Wir machen die Genossen und Genoffinnen auf den Unterhaltungs- Abend aufmerksam, der am Donnerstag, abends 8 Uhr, im großen Saale des Volkshauses veranstaltet wird. Die als Rezitatorin ( Siehe Anzeige in der heutigen Nummer.) rühmlichst bekannte Genoffin Steinbach aus Hamburg wird Gerhart Hauptmanns soziales Jugenddrama„ Bor Sonnenaufgang" verlesen. Der Eintrittspreis beträgt nur 10 Pf.. Beginn ist auf Punkt 129 Uhr festgesetzt. Der Vorstand des Wahlvereins. In Potsdam hält der Wahlverein Donnerstagabend 8 Uhr bei Ladenthin eine Versammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen Anträge zur Kreis- Generalversammlung, Wahl der Delegierten. " Annahme eines Grundstücksangebots wurde unter In den Ausschuß für Beratung der Vorlage betreffend die anderem Genosse Dbst gewählt. Adlershof. Die Gemeindevertretung hat in ihrer letzten Sizung beschlossen, weitere 6 Gaslaternen aufzustellen und die Brenndauer sämtlicher Laternen an den Sonn- und Feiertagen von 11 Uhr bis 1 Uhr nachts, bis der lezte Zug aus Berlin eintrifft, zu verlängern. Die Pflichtfeuerwehr soll gegen Unfall bei Feuersgefahr versichert werden. Der Bau der Kanalisation des Ortes, welcher erfreuliche Fortschritte macht, hat unter den hiesigen Grund- und Hauseigentümern eine bedeutende Erregung hervorgerufen, die besonders in der letzten Versammlung ihres Vereins zum Ausdruck kam. Die KanalbauKommission wurde heftig angegriffen und ihr der Vorwurf gemacht, daß ihre ganze Handlungsweise bei Ankauf des Rieselgutes, sowie bei den Kanalisationsarbeiten jede Sachkenntnis vermissen lasse. Diese Angriffe bewogen endlich die Kanalbau- Kommission, aus ihrer Reserve herauszutreten und der Gemeindevertretung das Aftenmaterial in der Sizung zur Kenntnis zu bringen. Aus dem verlesenen Gutachten des Prof. Albrecht von der Forstakademie in Durch die Ablehnung des Antrages, zur Leitung des Baues einen Eberswalde ging die Haltlosigkeit der erhobenen Angriffe hervor. Regierungsbaumeister anzustellen, sprach die Vertretung auch ihr Vertrauen zur Kanalbau- Kommission aus. Betreffs der Anlegung der Straßen auf dem v. Oppenschen Terrain wurde auf das Gesuch des jezigen Eigentümers Treisel hin, die Straßen mit Asphalt versehen zu dürfen, beschlossen, die Genehmigung hierzu von der sofortigen Hinterlegung der Unterhaltungskosten für 19 Jahre abhängig zu machen. Spandau. = Die Stadtverordneten- Ersahwahl der dritten Abteilung, welche am Mittwoch, den 14. d. M., stattfinden soll, sieht auch unsere Gegner bereits auf dem Posten. Die Bezirksvereine haben ihren Kandidaten bereits nominiert; unsere Parteigenossen werden den sozialDer demokratischen Kandidaten in der Volksversamm Iung am fommenden Freitag, in welcher Genosse Adolf Hoff mann- Berlin sprechen wird, bekannt geben. Es bedarf in der Tat einer tüchtigen Anspannung unserer Kräfte, wollen wir das erledigte Mandat behaupten. Es ist gefährlich, wollten die Arbeiter sich allzu sehr von der sicheren Siegeszuversicht einlullen und sich von einer tatkräftigen Wahlagitation abhalten lassen. Der Schein trügt nur allzu oft; niemand in unseren Reihen sei darum lässig, sondern jeder Parteigenosse nube die wenigen Tage bis zur Wahl in fleißiger und grundsäßlicher Propaganda für die Sozialdemokratie aus! Auch die erste Wahlabteilung hat demnächst Ersatzwahlen vorzunehmen und zwar für die zu unbefoldeten Stadträten gewählten Stadtverordneten Kersten, Reinede und Zimmermann. Köpenick. Den Mitgliedern des Wahlvereins zur Nachricht, daß der nächste Diskutier- Abend am heutigen Mittwoch, abends 8 Uhr, beim Genossen Helling, Schönerlinderstraße, fiattfindet. Da eine Versammlung des Wahlvereins laut Beschluß der letzten Generalversammlung in diesem Monat nicht mehr stattfindet, ist es Pflicht der Genossen, den Diskutier- Abend recht zahlreich zu besuchen. Treptow- Baumschulenweg. of Am 8. März 1904 erhielt Genosse Gramenz 322 und der vereinigte Mischmasch 311 Stimmen. Brizz. Köpenick. Verfammlungen. der Der Verband der Hafenarbeiter hielt am Sonntag, den 20. Nobember, seine Monatsversammlung ab. Zum ersten Punkt der Tagesordnung erstattete der Kaſſierer Bericht über Einnahme und Ausgabe. Es ist ein Bestand von 1321,70 M. vorhanden. Dann Kenntnis, worin der Hauptvorstand es ablehnt, irgendwelche Unbrachte der Vorsitzende ein Schreiben des Hauptvorstandes zur kosten, die durch Unterschreiben der Krankenscheine entstehen, zu zahlen. Der Vorsitzende teilte mit, daß in der Sigung des Vorstandes von Berlin II beschlossen wurde, nur einen Krankenschein nach Ablauf der Krankheit mit Unterschrift dem Kassierer vorzulegen, da es dann nur einmalige Unkosten verursache, welche die Mitglieder zu tragen haben. Dem 2. Kassierer wurden, da die Arbeit sich vermehrt hat, 300 M. monatlich bewilligt. Deutscher Arbeiter- Abstinentenbund, Ortsgruppe Berlin. Mittwoch, den 7. Dezember, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: der Jugend". Diskussion. Gruppenangelegenheiten. Gäste, Damen und Vortrag der Lehrerin Frl. Lischnewska über: Die geschlechtliche Belehrung Herren, willkommen. Berliner Frauenverein. Donnerstag, den 8. Dezember, abends 7, Uhr, Victoria- Lyceum", Potsdamerstr. 39: Monatsbericht über die Frauenbewegung. Vortrag von Frl. Dr. jur. Frieda Duensing:" Vormündernot und weibliche Vormundschaft". Gäste willkommen. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, den 7. Dezember, abends 8 Uhr, in Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstr. 75: Bersammlung. Landsleute, auch Damen, werden als Mitglieder aufgenommen und find willkommen. Vermischtes. Ein vielseitiges Talent. Wegen Weinfälschung wurde der frühere Weinhändler, jetzige Privatier und Oberleutnant a. D. Freiherr v. Lengerte aus Wiesbaden von der Straffammer in Mainz zu 2 Wochen Gefängnis und 500 M. Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte ist weiteren reisen dadurch bekannt geworden, daß er seinen Schwiegervater, den Altbürgermeister Lebert in Erbes- Büdesheim gelegentlich eines Familienstreites mit dem Revolver niederschoß. Gemeindewahl. Die Sozialdemokratie hat mit glänzender Die Stadtverordneten- Versammlung hat ein Ortsstatut über die Majorität über die bürgerlichen Gegner gefiegt! Genosse Ausdehnung der Krankenversicherungspflicht auf die in den Komin ann erhielt 324 von 605 abgegebenen Stimmen, also munalbetrieben und im Kommunaldienst der Stadtgemeinde 21 Stimmen Mehrheit. Trotzdem seitens der Geguer zirka 120 Papier- beschäftigten Personen beschlossen. Sie sollen der Orts- Krankenkasse stimmen präsentiert wurden, brachte es der Konservative Schirmer Verunglückte Fischer? Die„ Labiauer Zeitung" meldet: Fünf auf ganze 187 und der liberale Kartellkandidat auf 94 Stimmen. für Köpenick und Umgegend, Siz Adlershof, zugeteilt werden. Der Am 10. Oktober 1902 erhielt Genosse Gerisch 233, Schirmer 232 an den Magistrat zurückverwiesene Antrag betreffend Pachtung eines Fischerkähne, von denen zwei aus Gilge und zwei aus Tawe waren, Zimmers beim Gastwirt Ringeltaube zur Unterbringung der einzu- hatten sich am vergangenen Mittwoch aufs Haff begeben und waren und der Freisinnige 52 Stimmen. wurde nunmehr gegen die Stimmen unserer Genossen angenommen, die Kähne durch Eistreiben, welches infolge des Wetterumschlages richtenden Hülfstlasse für minder begabte Schulkinder mit der Besatzung infolge des in der folgenden Nacht plötzlich eingetretenen strengen Frostes eingefroren. Am Sonnabend wurden nachdem der Magistrat erklärt hatte, ein anderes Schulzimmer nicht beschaffen zu können. Dem Antrag der Gesundheitskommission, für eingetreten war, ins Haff getrieben. Die Angehörigen der Bedas städtische Krankenhaus eine dritte Schwester einzustellen faßungsmannschaften telegraphierten an den Regierungspräsidenten und den Schwestern nach zehnjähriger Dienstzeit die Pensions- um Hülfe. Dieser ordnete die sofortige Absendung des Regierungsberechtigung zu sichern, wurde die Zustimmung erteilt. Das Orts- dampfers„ Memel" zur Bergung an. Die Fischer waren nur bis statut für das Kaufmannsgericht, welches gleichzeitig für die zum Sonntag verproviantiert. Gemeinden Köpenick, Grünau, Adlershof und Friedrichshagen errichtet werden soll, wurde nach der Vorlage des Magistrats an- Marktpreise von Berlin am 5. Dezember. Nach Ermittelungen des genommen. Einige Abänderungsanträge unserer Genossen betreffend fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Rentner: Weizen**), gute Sorte die Angliederung des Kaufmannsgerichts an das Gewerbegericht, die Roggen**), gute Sorte 14,10-14,09., mitte! 14,08-14,07 M., geringe mittel 17,73-17,72 M., 17,75-17,74 M., geringe 17,71-17,70. Besetzung der Stammern statt mit einem mit zwei Kaufleuten und 14,06-14,05 m. Futtergerste*), gute Sorte 15,70-14,70 m., mittel 14,60 zwei Angestellten wurden abgelehnt, trotzdem der Genosse Woick auf bis 13,60 m., geringe 13,50-12,50 M. Hafer*), gute Sorte 16,50-15,70., vorgekommene Fälle beim Gewerbegericht hinwies, welche vier Bei- mittel 15,60-14,80 M., geringe 14,70-13,90 M. Erbsen, gelbe, zum Stochen siger notwendig machen. 40,00-30,00 M. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 m2. Linfen 60,00-30,00 W. Kartoffeln 9,00-7,00 2. Richtstroh 0,00-0,00 2. Heu 0,00-0,00 M. Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 M. Eier per Schod 4,50-3,20 m. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Die Gemeinde wirtschaftete im Jahre 1903 mit einer Einnahme bon 987 157,10 M., wozu noch ein Bestand von 45 390,99 M. kommt. Nach mehrjähriger Unterbilanz sind jetzt wieder geordnete Zustände im Gemeindebudget. Die Mittenwalder Bahn will an der Grenze von Tempelhof und Briz einen Güterbahnhof anlegen und das Gleis zwischen der Ringbahn und der Brizer Gasanstalt tiefer legen. Da hierzu neues Terrain erworben werden muß, soll ein Streifen Landes ausgetauscht werden. Die Gemeinde als Mitbesizerin der Gasanstalt will die geforderten 5 Ar für 4 M. den Quadratmeter hergeben. Der Erlaß eines Ortsstatuts über den Betrieb der Freibank wurde von der Gemeindevertretung abgelehnt. Einstimmig angenommen wurde jedoch ein Antrag, wonach die Umsagsteuer für unbebaute Grundstücke von 1 auf 12 Broz. erhöht werden soll. Schöneberg. Gerichts- Zeitung. Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Better Temp. n.. 5° E. 4° R. Stationen Barometer stand mm Wind. richtung Windstärke Wetter Temp. n. T. Eine Freisprechung. Anfangs Oktober berichteten wir über eine Dresden- 1,36 Meter, bei Magdeburg+1,06 Meter. Wasserstand am 5. Dezember. Elbe bei Auffig+ 1,01 meter, bei Unstrut bei Verurteilung des Bevollmächtigten Cohen vom Deutschen Metall- Straußfurt+1,35 Meter. Oder bei Ratibor+ 1,65 Meter, bei Breslau Aus der Stadtverordneten- Versammlung. Seit der Uebernahme arbeiter- Verband zu drei Wochen Gefängnis, die ihm Ober- Pegel+5,00 Meter, bei Breslau Unter Begel-0,25 Meter, bei der Geschäfte durch den jezigen Vorsteher, Herrn Prof. Heyne, hat vom Schöffengericht zu Moabit zudiftiert waren, weil er einen Ar- Frankfurt+1,88 Meter. Weichsel bei Brahemünde+2,90 Meter.. sich die Praxis herausgebildet, nur alle 14 Tage eine Sigung statt- beitswilligen angeblich durch Ehrverletzung in Verbindung mit§ 153 arthe bei Posen+ 0,66 Meter. Nezze bei Usch+0,97 Meter. sinden zu lassen, und es tritt natürlich dadurch eine Zusammen- der Gewerbeordnung beleidigt haben sollte, indem er ihn„ Streiflegung einer größeren Anzahl Gegenstände ein, deren Ab- brecher" nannte. Die Angelegenheit wurde noch besonders dadurch Witterungsübersicht vom 6. Dezember 1904, morgens 8 Uhr. widelung gewiß nicht immer durch ein beschleunigtes Tempo interessant, daß sich der Staatsanwalt damals die Gegenbeleidigung im Interesse der Beteiligten liegen dürfte. Auch gestern des Arbeitswilligen, Cohen ernähre sich ja nur von den wies die Tagesordnung nicht weniger als 23 Punkte auf. Schweißgroschen der Arbeiter, vollständig zu eigen Stationen ungerechnet die nichtöffentliche Sigung. Zunächst widmete der Herr machte, und, da Cohen darauf entgegnete, er müsse für seine BeOberbürgermeister dem den Stadtverordneten zugegangenen Bericht zahlung genau so gut arbeiten wie der Staatsanwalt, noch obendrein über die Verwaltung und den Stand der Gemeinde- Angelegenheiten wegen Ungebühr vor Gericht zu 20 M. Geldstrafe verurteilt wurde. für die Jahre 1899-1902 einige Worte. Auf eingelegte Berufung hin wurde die Sache gestern erneut Swinemde. 753 WSW 3bedeckt 753 WSW 4 bedeckt Unter anderem delegierte die Versammlung aus ihrer Mitte zur vor der Straffammer verhandelt, und das Resultat war eine Hamburg 755 SSW 2bedect Berlin Die Beweisaufnahme ergab Teilnahme am preußischen Städtetage neben dem Ober- glänzende Freisprechung. Frankf.a.M. 758 S 4 bedeckt 9 Aberdeen bürgermeister Wilde den Vorsteher Herrn Heyne. den Sachverhalt genau so wie in der Schöffengerichtsverhandlung. München 762 2 6 bedeckt 5 Paris Für die gegen Ende der 90er Jahre erbaute Siegfried und Im Juli hatten die Metallarbeiter bei der Firma Loofmann Bien 763 Still-Nebel für die Friedenauer Brücke wurden jetzt nach beinahe sechs gestreift, jedoch nach gütlicher Einigung mit dem Arbeitgeber die Wetter- Prognose für Mittwoch, den 7. Dezember 1904. Jahren die Mittel gefordert, damit eine Probebelastung vorgenommen Arbeit wieder aufgenommen. Mehrere Tage darauf entließ aber der Etwas fühler, zeitweise heiter, aber veränderlich mit geringen Niederwerden kann. Die Forderung stellt sich auf 9750 M. Daß seiner Meister die Mehrzahl der Arbeiter, und da der Metallarbeiter- Ver- schlägen und frischen westlichen Winden. Zeit weder von dem Erbauer noch der damaligen Gemeindevertretung band hierin eine Maßregelung erblickte, so wurde versucht, auch, die 7 Haparanda 726 2 2bedeckt 8 Petersburg 744 S 2 bedeckt Cort 7 743 S 1 heiter 18 26 759 SSB 3halb bd. 6 Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Jujerate Urania, Taubenstr. 48/49. übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 7. Dezember. Anfang 72 Uhr. Opernhaus. Romeo und Julia. Nenes königl. Opern Theater. Macbeth. Deutsches. Maskerade. Berliner. Die Karlsschüler. Nachm. 3 Uhr: Die schöne Melusine. Lessing. Der Biberpelz. Westen. Die Juden. Nachm. 3 Uhr: Der Struwwelpeter. Thalia. Der Weiberkönig. National. Der Barbier von Sevilla. Hierauf: Lucia. M Anfang 8 Uhr: Belle Alliance. Harte u. Co. Nachm. 32 Uhr: Frau Holle und Prinzeß Tausendschön. Schiller 0.( Wallner Theater.) Wallensteins Tod. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Die HaubenLerche. Neues. Die lustigen Weiber von Windsor. Kleines. Nachtasyl. Zentral. Der Zigeunerbaron. Nachm. 4 Uhr: Däumelinchen. Residenz. Herkulespillen. Carl Weiß. Die Diamanten des 1. Die Diamante Sultans. Lustspielhaus. Der Familientag. Luiten. Die Hugenotten. Trianon. Gastons Frauen. Deutsch- Amerikanisches.New- York. Metropol. Die Herren von Marim. Kasino. In Vertretung. Apollo. Berliner Luft. Wundersterne. Elektrische Tanzbilder. Palaft. Spezialitäten. Herrnfeld Theater. Prinz Levy in Ahlbeck. = Passage Theater. Die Gefangene. Spezialitäten. Anf. 5 Uhr. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Um 8 Uhr abends: Frühlingstage an der Riviera. Um 8 Uhr im Theater: Frühlingstage an der Riviera. Hörsaal 6 Uhr: Dr. B. Donath: Praktische Durchführung der Funkentelegraphie. Sternwarte InvalidenHörsaal: Schiller- Theater. Schiller Theater 0. ( Wallner- Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Wallensteins Tod. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller. str. 57/62. Donnerstag, abends8Uhr: Tierleben in der Wildnis. Heimg'funden. Freitag, abends 8 Uhr: Heimg'funden. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Die Haubenlerche. Schauspiel in 4 Akten von Ernst v. Wildenbruch. Donnerstag, abends 8 Uhr: Mutter Erde. Freitag, abends 8 Uhr: Die Haubenlerche. CASTAN'S Kleines Theater Neues Theater. PANAS ANOPTICUM. Friedrichstr. 165. Achmet Effendi mit sein. sprechenden Puppen. Abdul Chan, der geheimnisvolle Zauberer aus Bagdad. Orientalische Märchenwelt. Passage- Theater. Vereinigte Bühnen unter der Leitung von Max Reinhardt. Anfang 8 Uhr. Nachtasyl. Donnerstag zum erstenmal: Die stillen Stuben. Freitag: Die stillen Stuben. Anfang 8 Uhr. Die lustigen Weiber von Windsor. Donnerstag: Die Morgenröte. Freitag: Die Kronprätendenten. Zirkus Schumann. Zirkus Busch. Heute Mittwoch, d. 7. d. Mts., abds. präz. 72 Uhr: Grande soirée equestre. Elite- Programm. 1. a.: Zum 2. Male: Größte Novität! Aus dem Katharina II. Die Original Japaner. Die dressiert. Affen u. Tiergruppen. Herr Direktor Busch u. Herr Ernst Schumann mit ihren hervorragenden lichen Programmnummern. Anfang d. Abendvorst. 8 Uhr. Reiche der Elektrischen Wunder. Freiheitsdreffuren und die vorzüg Anf. nachm. Wochent. 5 Uhr, Sonntags 3 Uhr. Ludolf Waldmann Berlins populärster Lieder- Komponist. Sensationelle Demonstrationen der Telegraphie ohne Draht( Marconi). Explosion einer Pulvermasse durch cleftrische Wellen 2c., vorgeführt von Mons. Philippo. Ferner: Wirklich phänomenale Leistung Carla Lingen Der in ihrer Szene Sprung in den Mond mit dem Moto- Cycle ausgeführt von ,, Die Gefangene". ber tollfühnen Mile. Helene Ein Drama im Kerkerhof. 14 neue erstklassige Nummern. Apollo- Theater. Täglich! Die sensationellen amerikan. Novitäten des phänomenalen Dezember- Progr. Vorher 8 Uhr: Berliner Luft. Musik von Paul Lincke. Um 6 Uhr im Hörsaal: Doktor B. Donath: Praktische Durchführung der Funkentelegraphie. Sonntag, 11. Dezember, nachm. Invalidenstraße 57/62. Stern 3 Uhr: Ermäßigte Preise: warte. Täglich geöffnet von 7 Frühlingsluft und Spezialitäten. bis 11 Uhr. Im Hörsaal: Tierleben in der Wildnis. Französin Münstedts reizende Liliputaner. Der unübertreffliche Agube Gudkow ſowie die großart, neuen Spezialitäten. 92 Der Kurier des Zaren. W. Noacks Theater. Direttion: Rob. Dill. Brunnenſtr. 16. Der Leiermann und sein Pflegekind. Original Boltsstück von Charlotte Birch- Pfeiffer. Donnerstag: Benefiz f. Fritz Kiefer: Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bf. Die Kameliendame. Metropol- Theater Bernhard Rose- Theater National-Theater Die Herren von Maxim. Weinbergsweg 12a- 13b. Mittwoch, den 7. Dezember 1904: 12. Mittwochs- Abonnement. Gastspiel Franzeschina Prevosti: Der Barbier von Sevilla. Hierauf: Lucia. 4. Att: Wahnsinnsszene. Anf. 72 Uhr. Gesundbrunnen, Badstraße 58. Große Fest- Benefiz- Vorstellung für Karl Lohrmann zur Feier seines 20 jährigen BühnenJubiläums: Große Ausstattungsposse mit Ge- Ein Mann aus dem Volke. sang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Boltsstück mit Gesang und Tanz in 4 Arten von Leon Treptowo. Anfang 8 Uhr. Direktor Richard Schultz. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Henry Bender. Josef Giampietro Palast- Theater Zentral- Theater Josef Josephi. Anton Grünfeld. Burgstr. 22, früher Feen- Palaft. Nachmittags 4 Uhr: Kindervorstellung. Halbe Preise, zwei Kinder ein Billett. Däumelinchen. Märchenspiel mit Gesang und Tanz. Abends 72 Uhr: Der Zigeunerbaron. Morgen: Der Generalkonsul. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr. Gastspiel des Theaters des Westens: Frid Frid. Fritzi Massary. Das Fest des Lichts.( Ballett.) Das große neue Dezember- Programm. 9 Uhr: Uhr. Rauchen gestattet. Anf. 8 Uhr. Mietze Fröhlich. 19 Residenz- Theater. Burleske mit Gesang in einem Aft. Vorher und nachher: Dir.: Richard Alexander. Spezialitäten 1. Ranges. Heute Mittwoch zum erstenmal, abends 8 Uhr: Herkulespillen. Schwank in 3 Atten von Baul Bilhaud und M. Hennequin. Deutsch von M. Schönau. Morgen und folg. Tage: HerkulesSonntag nachm. 3 Uhr: Nora. Die Hugenotten. Donnerstag: Bie bie Ulten jungen. pillen. und folg. Freitag: Julius Cäsar. Sonnabend: Die Reise durch Berlin in 80 Stunden. Sonntag nachm.: Julius Cäsar. Abends: Die Reise durch Berlin in 80 Stunden. Montag: Tochter d. Hrn. Fabricius. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Gebrüder Herrnfeld- Theater. Die stürmisch bejubelte Situations: Komödie: Gastons Frauen. Prinz Levy in Ahlbeck Anfang 8 Uhr. Deutsch- Amerikanisches Theater. Köpenickerst. 67/68. Stat. Jannowitzbr. Heute u. jed. folgenden Abend 8 Uhr: Gastspiel Adolf Philipp NEW- YORK 5 Bilder m. Gesang a. d. Nachtleb. einer Weltstadt, Text und Musik von ADOLF PHILIPP. Sonntag nachmittags 3 Uhr!! HALBE PREISE Deber'n TEICH. großen Was der ,, VORWÄRTS" sagt: Kein grelles Prozentum lenft das Auge von der Bühne ab, fondern langfam regt das satte Graugrün zum Betrachten an und verbreitet Behagen. Kasino- Theater Lothringerstraße 37( Rosenthaler Tor). Täglich 8 Uhr, Sonnt. 7-8 Konzert. In Vertretung. Militärschwank in 3 Atten von Gordon. Sonntag nachm. 4 Uhr( fl. Preise): Wildes Blut. 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