Nr. 182. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Betlage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Auslands Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Bost- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Mr. 6652. Vorwärts 9. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wocheningen bis 7 1hr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eernsprech- Anschluss amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Wächter über„ Gesetz“ und„ Ordnung". den Arbeitern gefallen. Sonnabend, den 6. August 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Atteste über die geſchehene Bezahlung der Gefälle vorzeigen lämpfen, als Schirmherren von„ Geſetz“ und„ Ordnung“ aufzu V Berlin, den 5. August. Unter dem Stichwort ,, Ein neues Opfer des Verbindung stehende, an die Kohlen- Inspektion zu Werden Reichthum proßen, wirklich prächtig, sich den Proletariern gerichtete Requisition:" Die Kohlen- Schiffer, welche keine gegenüber, die für Recht und Freiheit der ganzen Menschheit fönnten, anzuhalten" alle diese Mittel führten nicht zum spielen! Das ist wohl richtig: eine Klage beim Reichsgericht gegen Die rheinisch- westfälischen Grubenbarone gehören heute Ziele, so daß das Oberbergamt sich schließlich genöthigt sah, den König von Preußen brächten die Kohlenbarone nicht bekanntlich zu denjenigen Leuten, welche fortwährend die militärische Eretution zu beantragen. Dies wurde mehr zu Stande....... Die Grubenbesitzer in Rheinlandgrößte Loyalität nach oben heucheln, um ihre Arbeiter umsomehr nöthig, als die Unterschichtmeister sich allen An- Westfalen sollen also lieber die loyale Maske nicht zu oft unter Berufung auf die heilige, fegensreiche Ordnung", ordnungen der Bergbehörden direkt widersetzten und die aufsetzen, wenn es sich um die Knechtung ihrer Bergarbeiter auf Gesetz" und" Verfassung" desto wirksamer nach ihrem persönliche Sicherheit der Beamten" ge- handelt. Sie sind in ihrer vorhergehenden Generation noch Gutbünken knebeln zu können. Die Entrüstung der Herren fährdet wurde"." Zunächst war das seitens der Mi- viel ungesetzlicher vorgegangen, als es heute irgend eine über eine„ Gefährdung" oder„ Störung der öffentlichen litärbehörden zur Verfügung gestellte aus einem Unter- Arbeitergruppe auch nur wagen dürfte, und wenn sie sich Ordnung" durch die Arbeiter, wie sie schon pure Gewerk- offizier und 4 Mann bestehende Kommando viel zu heute auf" Gesetz" und" Ordnung" berufen, so liegt dies vereinsversammlungen nennen, kennt umgekehrt gewöhnlich schwach; eine durchgreifende Exekution war damit nicht daran, daß dieselben nunmehr genau nach ihrem Geldsackgar keine Grenzen, und Gendarmerie ist immer das möglich. Die Grubenbesitzer wandten sich nunmehr interesse eingerichtet sind. Das ist der ganze Unterschied! Mindeſte, wonach sie bei einer ſelbſtändigen Regung an das Reichs- Kammergericht zu Weglar, welches denn auch ihrer Lohnsklaven rusen. Da legt nun eine Festschrift, wirklich am 1. Oftober 1803 durch einen eigenen Reichsdie der Königl. Preußische Ober- Bergrath Kammergerichts- Boten eine Klage der Werden'schen GeReuß kürzlich( im Verlage von W. Ernſt u. Sohn, werken gegen den König von Preußen dem OberBerlin, 1892) im Auftrage des Handelsministers zu einem Bergamte infinuiren ließ. Dies Schreiben, das übrigens Politische Webersicht. Jubiläum des Dortmunder Ober- Bergamtes hat erscheinen nicht erbrochen, sondern vorsichtig verschlossen gelassen und laſſen, eine Epiſode aus den Flegeljahren der rheinisch- west- so höheren Dries vorgelegt wurde, verfehlte seine Wirkung fälischen Grubenkapitalisten nahe, die sehr bezeichnend dafür vollständig: es gab nur Veranlassung zu einer, an sämmtist, wie die loyalen Kohlenbarone ihren Ginn für„ Ord- liche Kammern in den Entschädigungs- Ländern ergehenden Militarismus" veröffentlichten wir in Nr. 172 vom mung" und" Gesetzlichkeit" bethätigt haben, wenn ihnen Anweisung: Wenn wiederum Insinuata des Reichs- 26. Juli folgenden Brief des Soldaten Wilhelm Gesez und Verfassung ähnlich schlecht gefiel, wie sie heute Kammergerichts ähnlicher Art vorkommen möchten, solche Schweng ber, Musketiers der 6. Kompagnie im nicht anzunehmen, sondern allenfalls den Reichs Kammer Infanterieregiment von Alvensleben( 6. Brandenburgisches Im Jahre 1801 erhielt Preußen als Entschädigung für gerichts Boten damit über die Grenze zu bringen". Das Nr. 52 in Cottbus), welchen derselbe vor seinem das ihm verloren gegangene linke Rheinufer mehrere Vorgehen des Reichs- Kammergerichts war indessen unter selbstgewählten Tode an seine Mutter gerichtet hatte: früher unter anderer Oberherrlichkeit gestandene westfälische den Grubenbesitzern bekannt geworden und es war in VerRohlenbezirke zugewiesen. Diese Bezirke wurden nun von folg desselben die Nachricht verbreitet, das Reichs- Kammereinem preußischen höheren Bergbeamten bereift, ganz ver- gericht habe bei Geldstrafe jede weitere Maßregel gegen die wahrlost in bergbaupolizeilicher Hinsicht gefunden wir Bechen untersagt, so daß ein großer Jubel unter denselben berichten immer auf Grund der halbamtlichen Festschrift entstand, der zu neuen und zum Theil recht schweren Wider6. 23 ff, durch ein Patent vom Jahre 1803 dem Au- feglichkeiten Anlaß gab. Nun jab das Oberbergamit sich zu gemeine Landrecht und der Cleve- Märkischen Bergordnung energischen Schritten gezwungen und es setzte durch, daß im unterstellt und in geordnete bergbaupolizeiliche Verwaltung November 1803 zwei Kompagnien Grenadiere des westfälischen Ober- Bergamtes genommen. Es handelte( Regiment von Schenk) und eine Estadron Blüchersich dabei namentlich um die Kohlenzechen des Essener Be- Husaren aus Wesel einrückten und sich bei den renitenten zirts. Fortwährende Geſetzesübertretungen der Gruben- Grubenbesitzern einquartierten. Diese Maßregel war von tro„ öffentlicher Ordnung“ und„ Gesetz" die Antwort auf amts- Direttor Sack sich mit einer erheblichen Verminderung die behördlichen Maßnahmen. Die Behörden verhandelten des Exekutionskommandos einverstanden erklären, und es zunächst mit den widerspenstigen Kapitalisten, gaben in trat bald eine große Ruhe ein." einigen Dingen nach und drohten im Uebrigen mit empfind- Diese Episode aus der Entwicklung des modernen Kalichen Strafen. Aber die Grubenbefizer pfiffen einfach auf pitalismus läßt sich aus der zitirten halbamtlichen Fest Schreiben folgenden Inhalts: Gesetz“ und„ Ordnung". Sie unterwarfen sich-von jetzt schrift den kapitalistischen Tugendbolden entgegenhalten. Als soll die Darstellung der halbamtlichen Festschrift möglichst es für sie galt, den Profit und die Ausbeutungsfreiheit, Gericht der 5. Division. wörtlich zitirt werden- trotz aller gütlichen Vorstellungen die sie allzu lange ungestört genossen hatten, aufrecht zu erden neuen Einrichtungen schlechterdings nicht und ver- halten, da waren den Vätern der heutigen westfälischen weigerten hartnäckig die Zahlung der Berggefälle. Bei Grubenbarone„ Gesetz“ und„ Ordnung" höchst gleichgiltig. Sie schritten zur offenen Revolte, zur gröbsten Wiberseglich der 6. Kompagnie Infanterie- Regiments von Alvensleben Art der Exekution nicht durchführbar; eine Anweisung an feit gegen Behörde und Obrigkeit, und zwar nicht idealer( 6. Brandenburgischen) Nr. 52 kurz vor seinem Selbstmorde am die Schichtmeister: M Liebe Mutter!!! Verzeihe mir diesen Schritt, aber ich kann nicht anders, denn ich halt es nicht mehr aus diese Schinderei, mir ist das Leben eine Qual, am Sonnabend hat mich der Unteroffizier Wezzereck drei Mal mit der Faust in's Gesicht geschlagen, und das kann ich nicht über's Herz bringen und für heute steht mir auch wieder eine Glanznummer in Aussicht und die geh' ich aus dem Wege, indem ich mich erschieße. Grüße alle meine Verwandten von mir und sie sollen mich stets im Andenken behalten. Dein Sohn May Schwengber. May Schwengber. Zu dieser Angelegenheit empfingen wir nun ein Frankfurt a. D., den 4. August 1892. Sei herzlich gegrüßt von Deinem Sohn Berichtigung." Eine richtige Beurtheilung des von dem Musketier Schwengber " Die Kohlen von den zur Ruhr Güter halber, sondern lediglich schnöden materiellen Ge- 18. Juli d. J. an seine Mutter geschriebenen Briefes bedarf der liefernden Bechen aus" den Niederlagen vor Bezahlung der winues wegen. Und es steht den Söhnen dieser Kapitalisten, Kenntniß der folgenden Thatsachen: Gefälle nicht verabfolgen zu lassen" und die hiermit in die jetzt mit dem theilweise auf solche Weise erworbenen Feuilleton. Nadbrud verboten.) Das schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. ( 32 1. Es ist festgestellt, daß Schwengber die scharfe Patrone, Der Schöffe schüttelte den Kopf mit dem Ausdruck plosion suchte sie das Mädchen Ghilaine auf; der Name ist tiefster Aufmerksamkeit. Der Richter fuhr fort: Ihnen ja bekannt. Den Tag darauf war sie nicht mehr da, seitdem hat man sie niemals wiedergesehen. Und jetzt hören Sie wohl, was ich gethan wissen will. Das gedämpfte Geräusch eines zufallenden Thores Die Kohle ist wie das Salz. Sie erhält die Körper. Sie hallte in diesem Augenblick in dem Hause wider. Herr wissen, das man halb versteinerte Menschen in den Gruben Dieulafon näherte sich dem Fenster, zog den Vorhang in findet, Opfer vergessener Katastrophen. Vor einem Jahre die Höhe, sah auf die Straße, kam zurück und sagte hat in einem Schacht des Borinage der Einsturz eines für sich: Kohlenflözes drei Männer aufgedeckt, dreihundert Meter Sie sind es nicht. Man wird Jacquemin sofort zum Verhör vorführen. Bur felben Zeit trat der Diener, der den Schöffen hereingeführt hatte, wieder ein und sagte sich verneigend: Es ist eine Frau in der Angelegenheit Jacquemin da. Welche Frau? unter der Erde. Man erinnerte sich, daß sie fünfzig Jahre Danu sah er nach der Uhr und wendete sich zu dem darin gewesen sein mußten und sie kommen herauf als un- Schöffen: wenn Nun wohl, man die Diese Grubenarbeiter, die keine Spuren hinterlassen versehrte Steinfiguren. haben und die begraben geblieben sind in dem Schacht, Galerie weiterführt, die von dem Kreuzweg Saintin welchem sie gearbeitet haben, waren nach dem, was man Barbe bis zu dem zu dem dunklen Punkt der alten verfestgestellt hat oder feststellen zu können glaubte, in Nummer schütteten Strecke Nummer fünfzehn reicht, bis zu dem verfünf. Man hat sich damit begnügt zu registriren, daß fünf schütteten Zimmerplatz, dessen Drt jederzeit annähernd festMann verschwunden sind. zustellen ist, muß man die fünf Leichen wiederfinden, da sich Eine alte Frau, die der Herr Rath noch nicht kennen Und daß Fünf getödtet wurden, sagte der Schöffe. die Strecke geschlossen hat über fünf Männer. Findet man wird. Bunkt, auf den ich Ihre Aufmerksamkeit lenken möchte. entflohen. Fünf getöotet? sagte der Rath. Das ist gerade der aber einen weniger, so ist von den Verschwundenen einer Diese Worte riefen eine Bewegung auf dem kalten Gesicht des Richters hervor. Er antwortete: In dieser verhängnißvollen Woche, ward nun der Rath Lassen Sie sie sofort eintreten. das da unten wahnsinnig geworden, wieder herauf ge- von dem Schöffen unterbrochen, verschwand noch eine sechste Nach einigen Sekunden des Schweigens sah man auf bracht wurde. Es ist gewiß, daß dieses Mädchen Person. Ich habe alle die Nachforschungen angestellt, die der Schwelle einer der schwarzen Ebenholzthüren eine große bekannten Beschuldigungen vorbrachte. in ihrem irrsinnigen Gerede stets gegen einen Un- Sie von mir verlangt haben, Herr Rath, und ich alte Frau erscheinen, deren trübe Augen wie erschreckt breinEs ist ferner habe festgestellt, daß zu dieser Zeit aus dem Dorfe schauten und die unter ihrem langen schwarzen Mantel zu gewiß, daß sie nach neun Monaten einem Kinde das Leben eine gewisse Frau Barbe Delatre verschwunden war, eine zittern schien. gab und daß sie dieses Kind aufzog in dem Hasse gegen Schentwirthin, deren Wirthschaft fleißig von Bergarbeitern ben Unbekannten, von dem sie sagte, daß sie ihn niemals besucht wurde. gesehen habe, und den sie den Mann des bösen Wetters nannte. Es ist endlich gewiß, daß während der dreißig Jahre, die seit der Explosion verstrichen sind, jene Fünf ver schwunden blieben. Aber es ist nicht gewiß, daß alle Fünf todt find. Nein! Barbe Delâtre, widerholt Ject Dieulafoy, ich weiß davon nichts. Und er fügte hinzu: Unter welchen Umständen ist die Frau verschwunden? Der Schöffe zuckte die Achseln. Man weiß nichts Näheres. Am Tage nach der ExDie alte Frau ging bis in die Mitte des Zimmers, betrachtete einen nach dem andern, den Schöffen und den Rath, und hüllte sich dann mit erschrockener Geberde fester in ihren Belz. Haben Sie etwa Enthüllungen zu machen? fragte Herr Dieulafon. Ja, sagte sie. mit welcher er sich erschossen, sich vor der am 16. Juli 1892| lungen liegen im System und werden ohne dessen Beseitigung| Kriegsheer" braucht auch diese indirekte Steuer, dem Volk durch den Unteroffizier Weczerek erlittenen Mißhandlung zu ver- nicht aufhören. Was beim 12. Armeekorps vorkommen fonnte, zur Bein, der Reaktion zur Freude, schaffen gewußt hat. davor ist am Ende auch die 5. Division nicht geschützt. Die pflichttreuer und tüchtiger Soldat gewesen, balte sich des Vertrauens seiner Vorgesetzten zu erfreuen und war mit der Absicht Gefreiten zu befördern. feines Kompagnie- Chefs bekannt, ihn, sobald es möglich, zum Seine Mutter hat in einem an das Regiments- Gericht unter dem 25. Juli d. J. gerichteten Schreiben ausdrücklich erklärt, daß ihr Sohn gut über seine Vorgesetzten geurtheilt und daß sie von ihm wisse, er hätte einen guten Hauptmann und einen guten Unteroffizier". 4. Gegen den Unteroffizier Weczerek ist das kriegsrechtliche Berfahren wegen Mißhandlung, eines Untergebenen eingeleitet, sobald diese Mißhandlung bekannt wurde. Schon jetzt ist durch eidliche Aussagen sämmtlicher Zeugen festgestellt, daß die frag liche Mißhandlung eine geringfügige gewesen ist, und daß der Unteroffizier Weczerek durch unberechtigten Widerspruch und durch Angaben des Schwengber, welche sich als falsch herausgestellt haben, zur That gereizt worden ist. M 2. Schwengber hat nach Aussage der zahlreichen eidlich ver- Berichtigung des Gerichts der 5. Division hat vor Allem Alters- und Invalidenrenten. Das Reichs- Ver nommenen Zeugen schon vor der Mißhandlung, entgegen seinem den Fehler, daß sie den Unteroffizier, der nach dem Abschieds- sicherungsamt veröffentlicht das Ergebniß der gemäß§ 92 früheren heiteren Wesen, Gedrücktheit und Niedergeschlagenheit briefe Schwengber's dessen Tod mit verschuldete, in so des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesezes bewirkten an den Tag gelegt. rührsamer Weise entschuldigt und dann gar noch aus dem Vertheilung der im Jahre 1891 gezahlten Alters- und Inlebhaften Interesse", das Schwengber für seine Ko u sine validenrenten. Kousine Die letzteren betrugen nur 52,08 M. Es 3. Nach dem Zeugniß seiner Borgesetzten und seiner Kame- als Ber wandte naturgemäß haben mußte, den sind im Ganzen gezahlt worden 15 306 754,34 M., von raden ist Schwengber gern Soldat gewesen, ist bis auf die in elegischen Ausblick auf die bekannte unglückliche Liebe" denen 6 049 848,41 M. auf die Zuschüsse vom Reiche fallen. Frage stehende Mißhandlung gerecht, milde und rücksichtsvoll eröffnet, an welcher angeblich von jeher die Soldaten mit Auf Preußen( einschließlich Anhalt, Waldeck, Schaumburgbehandelt, hat sich niemals über den Dienst oder schlechte Be- besonderer Vorliebe sterben. In einem Gerichtsurtheil Lippe, Lippe, Birkenfeld und Fürstenthum Lübeck) fallen handlung beklagt und hat gelegentlich auf Befragen erklärt, daß hat ein solch phantasievoller Hinweis um so weniger 10 820 876,32 M., auf Bayern 1 364 646,52 m., auf das übrige ihm der Dienst nicht schwer würde. Er ist ein brauchbarer, etwas zu suchen, als es schon zu Großvaters Beiten Deutschland 3 121 231,50 M. Renten. Von den Renten fallen Sitte war, daß„ Selbstmörder aus unglücklicher auf den Kopf der Bevölkerung im Deutschen Reich 31 Pfennige, Liebe" in ihren Abschiedsschreiben diesen Grund auf den Kopf der versicherungspflichtigen Bevölkerung 136 Pf., ganz gewiß nicht verschwiegen. Schwengber spricht aber und zwar auf Preußen 36 bezw. 153, auf Bayern 24 bezw. mit teiner Silbe von unglücklicher Liebe, sondern er be- 103, auf Sachsen 18 bezw. 79, auf Baden 19 bezw. 91, auf zeichnet deutlichst die Schinderei beim Militär, die Hessen 30 bezw. 151, auf Mecklenburg- Schwerin und Brügel, die er vom Unteroffizier bekommen, als das, Streliz 55 beziv. 193, auf die Thüringischen Staaten 24 was ihn in den Tod trieb. Das ist die Ursache des Selbst- bezw. 105, auf Oldenburg 19 bezw. 86, auf Braunschweig mords gewesen, und wenn das Militärgericht auf die Aus- 35 bezw. 134, auf die Hansastädte 14 beziv. 64, auf Elsaß sagen der vereidigten Zeugen verweist, so ist dem gegenüber Lothringen 33 bezw. 146. n den einzelnen preußischen darauf zu verweisen, daß der mißhandelnde Borgesetzte selbst Provinzen fallen auf den Kopf der versicherungspflichtigen verständlich sich gehütet haben wird, zu der Schinderei, die Bevölkerung: in Ostpreußen 240, in Westpreußen 130, in er über Schwengber verhängte, Zeugen hinzuzuziehen. Berlin 56, in Brandenburg 203, in Pommern 144, in weiter ist es natürlich, daß der dreimalige Fauftschlag ins Posen 155, in Schlesien 136, in in Sachsen- Anhalt Gesicht eben nur das letzte Glied einer Steihe von Nieder- 138, in Schleswig Holstein 245, in Hannover trächtigkeiten gegen Schwengber, der letzte Tropfen gewesen 178, in Westfalen 120, in Hessen- Nassau 88, in sein kann, der das Gefäß zum Ueberlaufen brachte. Die der Rheinproving 130. Man sieht aus diesen Zahlen, Kompagnie ist über die Mißhandlungen offenbar überhaupt daß die Altersrenten vorwiegend der ländlichen Be ohne Kenntniß gewesen, weil der Hauptmann erst bei der völkerung zu gute fallen. Während der Reichszuschuß auf Mutter des unglücklichen Soldaten sich nach dem Briefe den Kopf der gesammten versicherungspflichtigen Be5. Der Hinweis des Schwengber in seinem Schreiben, daß desselben erkundigte, um den Grund des Selbstmords zu er völkerung des Reichs 54 Pf. beträgt, beträgt er für Berlin ihm am selben Tage noch eine„ Glanznummer" bevorstehe, ist fahren. Der Unteroffizier hat demnach sein Treiben geheim nur 17 Pf., für die Hansastädte 20 Pf., dagegen für nach den eingehendsten Ermittelungen gegenstandslos geblieben. au halten gewußt und daß das beim Militär vorkommen Mecklenburg 76, für Schleswig- Holstein 91, für Ostraun, das ist um so fürchterlicher für Alle, welche Söhne preußen 107 Pf. Da die Altersversicherung im wesentSchwengber hatte keinerlei Strafdienst zu gewärtigen, der beim Militär haben. lichen die Armenpflege entlastet und die Kosten derselben allgemein angesetzte Dienst war ein in leiner Weise anstrengender. zu mehr als zwei Drittel den Arbeitern und dem Reich Das neue Zuckerstener- Gesetz. Am 1. Auguft ist zur Last fallen, so haben auch hier wieder die Agrarier, 6. Jin Besitze des Selbstmörders hat sich ein Medaillon mit das neue Zuckersteuer- Gesetz in Kraft getreten, das endgiltig die„ nothleidenden" Großgrundbesitzer den Hauptgewinn. der Haarlocke eines jungen Mädchens, der Kousine des Schwengber, mit der Materialsteuer aufräumt. Die Materialsteuer, vorgefunden. größtentheils durch die Ausfuhrprämien wieder aufgezehrt, Vom Grenzverkehr. Ueber den zollfreien war darum das Schooßkind der Zuckerbarone. Sie hatte Grenzverkehr hat, wie wir vor einiger Zeit mitzur Folge, daß der Netto- Ertrag der Zuckersteuer von theilten, die Provinzial Steuerdirektion in Schlesien ihre 67,3 Millionen im Jahre 1882/83 auf 14,7 Millionen im Meinung dahin kundgegeben, daß die den zollfreien GrenzJahre 1887/88 fant. Ein mächtiger Verbrauchsgegenstand, verkehr betreffende Reichsgerichts Entscheidung den Ver für den die inländischen Verbraucher eine hohe Abgabe fügungen des Finanzministers nichts anzuhaben vermag. zahlten, brachte dem Reiche daher fast gar nichts ein. Die Nun liegt aber eine Entscheidung eines Schöffengerichts vor, Stener war gänzlich in Berfall gerathen, weitaus der größte welche von der genau entgegengesezten Voraussetzung ausTheil derselben floß in die Tasche der rübenbauenden Groß- geht. Vor dem Wüſtegiersdorfer Schöffengericht stand näm grundbesizer, beziehungsweise der Zuckerfabrikanten. Das lich, wie der Wüstegiersdorfer Grenzbote" berichtet, vor Ansland erhielt und erhält den deutschen Zucker weit wenigen Tagen eine Frau, welche bezichtigt war, an einem billiger als wir. Das neue Gesetz ist ein Versuch, diese Tage wiederholt Mühlfabrikate aus Desterreich eingeführt Mißstände einzuschränken, aber wie alle Reformen" ist er und einen Theil derselben sogar verkauft zu haben. Die Wenn Jemand, ehe er sich den Tod giebt, seiner Stückwerk. Es ist klar, daß die Verbrauch 3 steuer. Vernehmung der Angeklagten ergab auch wirklich, daß sie Mutter den Abschiedsbrief schreibt, so wird er sicher in die das Volk belastet, fallen muß. Wie liegen die von ihren Kindern täglich zweimal Mühlfabrikate aus dieser Stunde die Wahrheit sagen. Schwengber, den das Dinge jeht? Vom 1. Auguſt bezw. 1. Oktober ds. Js. an Desterreich hat holen lassen und daß sie 18 Pfund davon königliche Gericht der 5. Division selbst als brauchbaren, zahlt der in den Verbrauch gelangende Bucker eine einheitliche an ihre Schwester verkauft hat. Der Amtsanwalt beantragte pflichttreuen und tüchtigen Soldaten" bezeichnet, der sich Abgabe von 18 M. pro 100 Kilogramm Die Material- auf Grund jener Reichsgerichts Entscheidung Freisprechung des Vertrauens seiner Borgesetzten zu erfreuen" hatte und Steuer ist ganz aufgehoben. Mit derselben wird auch ein und der Gerichtshof erkannte mit derselben Begründung auf zum Gefreiten befördert werden sollte, entging- man Theil der schwierigen Fabrik- Kontrollen außer Anwendung Freisprechung. In der Urtheilspublikation hob der Vorhöre! trozdem nicht der thätlichen Mißhand- kommen, und daher auch an den Erhebungskosten gespart fizzende hervor, der Gerichtshof sei der Ansicht, daß eine Iung durch einen Unteroffizier. Als Ursache werden un- werden. Bei der Ausfuhr von Zucker wird eine einheitliche Gesetzesänderung nur vom Bundesrath ausgehen könne, die berechtigter Widerspruch" und" falsche Angaben" Schweng Ausfuhrprämie bezahlt, welche in den ersten drei Jahren Verfügungen der Provinzial- Steuerdirektion daher nicht zu ber's angeführt, wodurch der Herr Unteroffizier gereizt" für die verschiedenen Klassen Zucker 1,25-2,00 m., und Recht bestehen könnten. worden sei. Gegenüber dem Lobe, das man jedoch in den zwei folgenden Jahren 1,00-1,75 M. beträgt. Vom Schwengber spendet, liest sich das immerhin eigenthümlich. 1. Aug. 1897 an fommt die Ausfuhrprämie ganz in Wegfall. schreibt die" Norddeutsche Allgemeine Zeitung": Was sie wollen. In ihrem Jubellied auf Baare Jedenfalls hätte das Gericht sehr gut gethan, darüber Erst dann wird die Unterstützung der Zuckerschreibt die„ Norddeutsche Allgemeine Beitung": Näheres mitzutheilen. Indessen, mag der Grund der produzenten aus der Reichskasse ganz beseitigt sein. Reizung" gewesen sein, welcher er will, er bleibt für die Der in den Konsum gelangende Rohzucker belief sich 1890/91 auf Beurtheilung des Selbstmords ganz gleichgiltig; der Soldat 470 253 Tonnen gegen 313 358 Zonnen in 1885/86. Auf darf überhaupt nicht geprügelt werden. Das ist sogar den Kopf der Bevölkerung betrug dies 1885/86: 6,8 Kilomilitärische Vorschrift. Wenn nun nicht ein gramm, dagegen 1890/91: 9,5 Kilogramm. Mit sorgmal der pflichttreue"," tüchtige"," brauchbare" Soldat famster Schonung der Kraut- und Schlotjunker wird das vor Prügeln sicher ist, so läßt sich ahnen, wie es erst den unerträgliche Trinkgeld- System der Ausfuhr- Die eifrige Gelegenheitsmacherin des Stempelfälscher nicht pflichttreuen, nicht tüchtigen, nicht brauchbaren vergütungen im Krähwinkler Landwehrschritt beseitigt. und Schienenflicker- Klüngels fordert, unterstützt von ihrer Soldaten beim Wilitär ergehen mag. Man braucht ja Eine Halbheit ist der Fortfall der Materialsteuer. Eine Kollegin, der" National- Beitung", in hellem Eifer für ihre übrigens nur die bekannten Erlasse des Prinzen Georg und Reform ist erst dann geschaffen, wenn, wie in England Kundschaft das Menschenmögliche. Wir wollen ihren des bayrischen Kriegsministers zu lesen, um hierfür die und in den Vereinigten Staaten von Nordamerika, der Wünschen entgegenkommen und die Bestimmung formuliren, nöthigen Anhaltspunkte zu haben. Die Soldatenmißhand- Bucker von jeder Steuer befreit ist. Aber unser herrliches die in das Strafgesetzbuch aufzunehmen ist: Als Zengin vernommen, hat dieses junge Mädchen ein Liebesverhältniß zu Schwengber in Abrede gestellt, dagegen er klärt, daß sie im Begriffe stände, sich mit einem Sergeanten desselben Regiments zu verloben. Durch eidliche Aussagen von Beugen ist festgestellt, daß Schwengber sich für seine Kousine Iebhaft interessirt hat. Königliches Gericht der 5. Division. v. Falkenstein, Generallieutenant und Kommandeur der 5. Division. v. Bielawski, Divisions Auditeur. W Sie können reden, fuhr der Richter fort. Und sagen Sie mir zuerst Ihren Namen. Wer sind Sie und woher tommen Sie? Die Frau antwortete: Ich heiße Barbe Delatre. darüber geweint. Ich erinnere mich noch sehr wohl. Es war an einem Winternachmittag kurz che die Nachtschicht anfing. Er hatte Branntwein getrunken und um 5 Uhr, als er fortging, hatte er seine fünf Sinne nicht mehr bei sammen. Ich ich, stand in dieser Nacht schreckliche Angst aus, in dieser Nacht habe ich in meinem Bette gezittert wie Espenlaub; und am nächsten Morgen sprach man im Dorfe von nichts weiter, als vom Tode. In dem Hause neben dem meinigen hatte einer von den getödteten Männern Ich komme aus Brügge, wo ich im Dienst der Frau gewohnt, und man hörte seine Frau schreien und den Kopf Gräfin de Rochefeu stehe. Der Richter fragte: Herr Dieulafon, der sich wieder gesetzt hatte, erhob sich in seinem Sessel, sah den Schöffen an und heftete auf Barbe einen festen, aber sehr ruhigen Blick. Barbe fuhr fort: Was wissen Sie? Kennen Sie Jean Jacquemin? Ich kenne den Mann, der vorgiebt Jean Jacquemin Der vorgiebt so zu heißen? erwiderte Herr Dieulafon aufhorchend. zu heißen. Die alte Frau nickte. Das Gesicht des Richters, dieses blasse strenge Gesicht drückte in diesem Moment die höchste Spannung aus. Er sagte lebhaft; Nun? - " Es ist dringend erforderlich, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie Mittel und Wege zu finden feien, um zu vers hüten, daß noch einmal ein derartiger mehr oder weniger politischer Tendenzprozeß angestrengt werden könne. Nur wenn in diesem Sinne eine gründliche Aenderung in die Erscheinung tritt, wird man sagen dürfen, daß dieser Prozeß wenigstens ein Gutes gewirkt habe. fie zitterte noch stärker und ihr Gesicht nahm einen noch verwirrteren Ausbruck an; sie murmelte: Ghilaine. Es ist so, sagte der Richter leise bei sich. Er fügte hinzu: .. Und wie hieß der Schlepper? Bierre Malen. In diesem Augenblick vernahm man auf der Straße rafches dumpfes Rollen eines Wagens. Herr Dieulafon erhob sich sogleich, ging nach dem Fenster und murmelte zwischen den Zähnen: Er ist da. Er öffnete eine der Thüren des Verhörzimmers und sagte zu Barbe, indem er auf ein Kabinet zeigte: Gehen Sie hier hinein. Dann setzte er sich wieder und sagte zu dem Schöffen: Sie bringen ihn aus dem Gefängniß. an die Wand schlagen, als ob sie sie einschlagen wollte. Selbst wenn man nicht daran schuld ist, kann man, wenn man so etwas erlebt, den Verstand verlieren. Es hatte ein schlagendes Wetter gegeben-- fünf Bergleute hatte man nicht wiederfinden können. Der Schlepper, mit dem ich am Abend vorher gesprochen hatte, war mit ihnen begraben, und ich hielt ihn für todt, bis es mir vor ungefähr zwei Monaten so schien, als ob ich ihn in Brügge wieder erkannt hätte. Ich Ein Zellenwagen hielt in der That auf dem Place fragte nach dem Namen des Mannes, den ich gesehen hatte, Berte unter den Fenstern des Hauses an. Man hörte den und man nannte ihn Jean Jacquemin. Ich sagte mir, Lärm von Pferden, von eisernen Thüren und von Waffendaß ich mich täuschen müßte und ich dachte nicht mehr geklirr. Nach ein paar Minuten erschien, umringt von Und die Dienerin antwortete mit einer Stimme, die wie daran, bis ich plötzlich erzählen hörte, daß einem Manne seinen Wächtern, Jean Jacquemin in der Thür des ersticktes Schluchyzen klang! der Prozeß gemacht würde, der sich den Namen Jean Bimmers. Herr Richter! Ich flehe Gott um Erbarmen! Ich Jacquemin gäbe, der aber nicht so heiße. Und so bin ich Er war seit zivei Monaten außerordentlich gealtert. bin sehr elend! Früher war ich in Pont- sur- Sambre. nun gekommen, um Ihnen Alles zu sagen, Herr Richter. Alle die traurigen schmerzvollen Rückblicke in die BerEs war im Jahre 1844, ich erinnere mich genau. Es ge- D, seit 30 Jahren habe ich gebetet, habe ich um Vergangenheit, seine verzweifelten Zukunftsgedanken, all das schah in diesem Jahre ein Unglück in der Grube. Ich weiß zeihung gefleht und geweint, habe nenntägige Gebete verewige Ringen und Leben seiner Seele war in den tiefen nicht, ob Sie davon wissen- aber ich hatte zu jener richtet- Allmächtiger Gott! Heilige Jungfrau! Gott Falten seiner Stirn ausgeprägt, die noch trampfhafte Zeit eine Gastwirthschaft in dem oberen Theile des Dorses. weiß es, daß ich die Wahrheit gesagt habe. Spuren seiner eigenen Hände zeigte, welche fich darauf ge In meiner Wirthschaft verkehrte ein Mensch, ein Schlepper. Der Schöffe und der Rath betrachteten die Dienerin preßt und hineingewühlt hatten, und all seine furchtbare Da er immer traurig war, fragte ich ihn einmal, ob er voll tiefen Erstaunens. Herr Dieulafon hatte im Laufe Seelenqual sprach aus seinem gesenkten Kopf und aus seinen verliebt sei.- Und dann, Herr Richter, aber ich weiß nicht, dieser Aussage keine Bewegung gemacht. Zuweilen schien graugewordenen Haaren. wie ich das fagen soll. Er sprach mir von einer es, als ob sein weißes Haupt zu Marmor erstarrt wäre, Schlepperin, und ich und ich habe ihm einen Rath gegeben, als ob er nicht mehr athme. Auch als die Frau zu Ende einen sehr schlechten Rath ich sagte, in der Grube war, rührte er sich Anfangs noch nicht, und schien noch ganz fönnte er ja mit ihr machen, was er wollte, er brauchte nur mit seinen Gedanken in das versunken, was er gehört hatte. die Lampe mit einem Fußtritt umzustoßen, damit man ihn Dann sagte er: nicht sehen könne: in dem Schacht gäbe es feine bösen Wetter, sagte ich-- Du mein Gott!-- Ach Herr O Richter, seit dreißig Jahren habe ich blutige Thränen -Wie heißt das Mädchen, das der Bergarbeiter vergewaltigt hat? Bei dieser Frage ward Barbe noch blässer als zuvor, Als ihn der Richter erblickte, sagte derselbe sofort ohne zu zögern, indem er die Thür öffnete, die er hinter Barbe geschlossen hatte: Jean Jacquemin, kennen Sie diese Frau? Jacquemin's Erschütterung war furchtbar. Seit zwei Monaten hatte er sich mit dem Leiden vertraut gemacht, das sein Leben zur Qual machte, aber er hatte sich gesagt, daß das ohne Zweifel die letzte Prüfung sei, das lezte Auf 8. Wer Baare, Bleichröder, Krupp oder ein anderes Rußland auf dem Wege nach Indien. Auf der 18/2 Uhr, 6 Bersammlungen statt, welche sich mit jenem, Mitglied der Oberen Zehntausend beleidigt, wird mit Zucht: Hochebene von Pamir, einem Ausfallthor nach Britisch- durch den Staatsanwalt Romen in den Vordergrund wächst im graden Verhältniß zur Höhe des Einkommens der lebendig. Das Reuter'sche Bureau meldet aus Simla, nach sammlungslokale sind gewählt: I. Wahlkreis: Englisches Indien, wo die Russen sich festzusetzen suchen, wird dort eingegangenen Depeschen seien afghanische Stämme mit Chinesen und Russen am Alitschurflusse in Pamir zu sammengestoßen und hätten eine Anzahl Kirgisen zu Gefangenen gemacht. Die Expedition des Oberst Janoff sei am Aftasch angekommen. Mehr als 500 Russen befänden sich zur Zeit auf dem Pamirplateau. beleidigten Person. Als Beleidigung gilt jede Behauptung, die Tivoli, Kirchenallee, St. Georg; II. Wahlkreis: Wöhlcke's dem Beleidigten nicht gefällt. Ein Beweis für die Behauptung Etablissement( früher Tütge), Balentinstamp 41; III. Wahldarf nicht erbracht werden. Mildernde Umstände sind aus: freis: Hoheluft: Schuhmacher's Kolosseum( früher Gevecke); geschlossen. Ein Antrag des Beleidigten ist erforderlich. Barmbet: Biforiagarten; Hamm: Sieberling, St. Petersburg, oben in Hamm; Rothenburgsort: Saubert's Salon. Deutsche Kulturmission in Afrika. Die Bekämpfung Referenten sind die Genossen E. Fischer, Frohme, Metzger, des Stlavenhandels sollte die Aufgabe der deutschen Molkenbuhr, Pfannkuch, Stadthagen, Stolten u. A. Kolonien in Afrika sein und unter dieser Begründung wurDa es sich um die Zurückweisung einer Beschuldigung handelt, den große Geldmittel vom Reichstage gefordert und ge Aus den russischen Geheimpapieren. Das halb wie sie unberechtigter nur der frühere Reichskanzler Bismarck erwährt. Jezt wird aus Bagamoyo gemeldet, daß die von amtliche Organ der bulgarischen Regierung, die Sofianer fand, als er unsere Partei für die Attentate des Stöderknechts, Söbel ber Deutsch- oftafrikanischen Plantagengesellschaft eingeführten„ Swoboda", fährt fort, aus ihrem Urtundenſchrein Schrift- und des Nationalliberalen Nobiling verantwortlich machte, 500 chinesischen Kulis am 25. Juli in Tanga eingetroffen, ſtücke mitzutheilen, die eine vernichtende Untlage gegen oft so ist die Kundgebung der Hamburger Parteigenoffen eine hochvon wo sie auf die im Norden Deutsch- Dstafrikas gelegenen Barismus find. In einem Berichte des Gesandten in Zur Kennzeichnung des Vorgehens jenes Staatsanwalts sei Tabak- Plantagen Lewa und Dembra vertheilt werden sollen. Bukarest an das asiatische Departement heißt es:„ Kriegs- noch bemerkt, daß in Hamburg eine große Zahl von SozialEs dürfte jetzt die Einführung von Kulis aus den deutschen minister Mutkurow gestattete Novikow, für die bulgarische demokraten das Ehrenamt eines Schöffen, Geschworenen oder Rolonien ins Deutsche Reich nicht lange auf sich warten Armee aus unseren Arsenalen 30 000 Gewehre und 3000 Re- Gewerbegerichts- Beisitzers ausübt. Allen diesen Bersonen wie lassen. Die Hamburger Rheder haben schon früher bereits volver zu beziehen. Unter der Form eines Geschäftes wäre der gangen sozialdemokratischen Arbeiterschaft Hamburgs und Versuche dazu gemacht. bedeutsame. Gelegenheit gefunden, um einflußreiche Offiziere der bul- Deutschlands ist durch die Bezichtigung Romen's die Ehre in garischen Armee zu uns hinüberzuziehen und Novikom eine unverantwortlichster Weise angetastet worden. Daß ein Mann, Auch eine Zedlihinde. In der„ Breslauer Zeitung" wirksamere Agitation zu ermöglichen." Das asiatische welcher solches thut, nicht mehr der Justiz angehören kann, ist ( Nr. 535 vom 3. August) liest man: Departement antwortet dem Gesandten in Bukarest. Nach schon beinerkt worden. " Einer der schönsten Punkte des Waldenburger Gebirges einem Referate von Giers hat der Kriegsminister keinen Die Nichtigkeit der Aeußerungen des Staatsanivalt Romen, ift ohne allen Zweifel die herrlich gelegene Kynsburg. Ungefähr Anstand gefunden, Gewehre und Revolver den Bulgaren zu wonach die sozialdemokratische Partei Züchterin des Meineids sein Die Gewehre werden mit 21 Rubel, die Re- foll, ergiebt sich am deutlichsten aus der amtlichen Statistik der trönt, führt ein schmaler Fußpfad um den Berg herum, volver mit 17 Rubel berechnet, doch möchte ich vor Abschluß wegen Meineids Verurtheilten. Nach den Angaben des vom welcher von einigen Puntten eine entzückende Aussicht nach mit Rovitom persönlich sprechen." Der Gesandte berichtet Raiserlichen Statistischen Amt herausgegebenen Statistischen Jahrden gegenüberliegenden Höhen bietet. Eine ganz eigenartige Heberraschung bereitet dem Wanderer ein mächtiger is sodann an das asiatische Departement unterm 12. Februar buchs für das Deutsche Reich tamen im Jahre 1890 auf je ſpringender Felsen, der folgende Inschrift trägt:" Gegen De 1888:" Den Inhalt des letzten theilte ich au Novikow 10 000 strafmündige Personen der Zivilbevölkerung 1. Verurtheilte mokraten helfen nur Soldaten." Diese Inschrift, deren Farbe mit. Derselbe ist nach Petersburg abgereist, um sich per der insgesammt abgegebenen Stimmen: noch ganz frisch ist, fann unmöglich von einem Touristen her- sönlich vorzustellen und über den Gang der Kon= rühren, da sie weit über Manneshöhe angebracht ist; außerdem ipiration zu berichten, sowie Euer Erzellenz um läßt die sorgfältige Ausführung und die bei Firmenschildern das dringend benöthigte Dynamit zu er übliche Schrift darauf schließen, daß sie nur eine im Buchstaben- suchen." Dynamit, Gewehre, Revolver, Berschwörung, welch' malen geübte Hand verfertigt hat. Einige Minuten später eine sinnige Dekoration für das die Ordnung" sichernde gelangt man an einen zweiten Felsen, auf dem sich sogar zwei Inschriften in derselben Ausführung befinden. Diese lauten: Ruſſenthum! 11 " Es lebe der König“ und„ Es lebe das erste Garde- UlanenVon der Cholera. Das kgl. Polizeipräsidium zu regiment." Man fragt sich verwundert nach dem Zusammenhange, der wohl zwischen diesen Inschriften bestehen mag, aber Berlin erläßt eine Bekanntmachung zur Abwehr der alle Konjetturen führen zu feinem befriedigenden Resultat. Erst Cholera, die wir im lokalen Theile abdrucken. Auf auf der Burg erhält man die gewünschte Aufklärung. Danach den Grenzstationen der Posen Kreuzburger Bahn hat der Besitzer der Kynsburg, Reichsfreiherr von Zedlig werden alle von Rußland kommenden Reisenden ärztlich Hochkirch, diese drei Inschriften anbringen lassen: die eine„ Es untersucht und die Weiterfahrt erst nach bewirkter Des lebe der König", vermuthlich, um seinen monarchischen Sinn zu infizirung gestattet. Zur Durchführung der Maßregel find bethätigen; die zweite Inschrift feiert das Regiment, dem der auf den einzelnen Stationen Polizeibeamte anwesend. Reichsfreiherr selbst angehört hat, und bewahrt die Erinnerung nach den der Behörde vorliegenden Berichten ist im Gean den welthistorischen Moment, wo er mit einigen Offizieren dieses Regiments an dem herrlichen Drte ein fröbliches Trint ſundheitszustand in der Umgebung von Paris eine fortgelage abgehalten hatte. Was den Vers:" Gegen Demokraten schreitende Besserung wahrzunehmen, ausgenommen in helfen nur Soldaten" anbelangt, den im Jahre 1848 ein Herr Argenteuil, wo in der letzten Woche etwa 100 Todesfälle von Merckel erdacht, den ferner ein Herr von Griesheim in infolge von choleraartigem Durchfall und typhösem Fieber weiteren Kreisen bekannt gemacht hat, indem er ihn zum Titel vorgekommen sind. Die Erkrankungen in Argenteuil bei einer Broschüre wählte, und den jetzt ein Reichsfreiherr Paris betreffen zumeist Arbeiter der in der Nähe von Zedlig zu neuem Leben zu erwecken versucht, so soll er die gelegenen Gypsbrüche, welche sich schlecht nähren Erwiderung sein auf ein Hoch auf die Sozialdemokratie, das einst an diesem Felsen angebracht worden ist." und Seine Wasser trinken müssen. Der von Zedliz- Hochkirch spricht nur ehrlich und Vorgestern wurden in den Nothhofpitälern von Argenteuil gegen 250 Kranke aufgenommen. Behördlicher Seits ist geradezu das aus, was den leitenden Gedanken der Reaktion angeordnet, daß das Glockengeläute bei den Sterbefällen bildet, den gesellschaftlichen Fortschritt durch Bayonette und und Begräbnissen einzustellen sei. Nach amtlichen BeRartätschen zu verhindern. Wenn die blutrünftigen Hoff- richten ist die Cholera auch in dem in der Nähe von mungen dieses Krautjunkers auch eitle sind, die Gesinnung Moskau gelegenen Dorfe Perowo aufgetreten. Von den ift da, in ihrer ganzen kulturellen Höhe, und sie wird richtig Stationen der Mostau- Kasan Bahn werden 3 Erkrankungen verstanden werden. Und das empört sich über die große und 2 Todesfälle an Cholera gemeldet. Jm Uebrigen ist der französische Revolution und schmäht auf die Bluthunde", die das Lied gesungen:„ Les aristocrats à la lanterne!" Statthalterschaft entsendete Arzt erklärt, daß die ganze la lanhund Stand der Epidemie nicht verändert.- Der von der galiziſchen ( Die Junker an den Laternenpfahl Eisenbahnroute Kiew- Podwoloszyska noch feuchenfrei sei. Depeschen aus Beirut( Syrien) melden, daß die Aus Alexandrien wird berichtet, Kleinkalibrige Sozialpolitik in Spanien. Spanien. Ein furchtbarer Druck lastet auf dem spanischen Landvolt, as Cholera fich von St. Jean d'arce über sämmtliche syrische durch die Wucherer, durch die Beach die Grundherren, durch be much bolt, as Safenſtädte ausbreitet. Beamten ausgeplündert und ausgesogen wird. Boies But daß am 2. Auguſt in St. Jean d'arce 96 Cholerafälle vorbaben die neuen Gemeindeſteuern gemacht. Was thun'? gekommen, von denen 73 tootlich verlaufen find. Ein Aderlaß, denkt Canovas, Spaniens Ministerwegen Meineids, 2. sozialdemokratische Stimmen in Prozenten • Provinz Ostpreußen Westpreußen. Stadt Berlin.. Provinz Brandenburg. Pommern I. II. 0,79 6,7 0,58 5,5 . 0,4 52,8 0,19 21,2 0,18 8,4 " Posen 0,36 1,4 " Schlesien 0,44 11,1 " Sachsen. 0,25 24,3 • " Schleswig- Holstein 0,07 32,2 Hannover 0,21 20,0 2) Westfalen 0,14 10,6 " Hessen- Nassau 0,22 21,2 Rheinland. 0,09 10,9 • Hohenzollern. Königreich Peußen 0,27 19,0 Bayern r. d. Rheins 0,21 14,2 14,21 Bayern I. d. Rheins( Reg.Bezirk Pfalz).. 0,06 7,0 Königreich Bayern. 0,20 13,9 Königreich Sachsen.... 0,09 42,1 Württemberg. 0,24 8,9 0,19 11,4 0,09 20,7 Mecklenburg- Schwerin. 0,27 26,4 Sachsen- Weimar. 0,17 16,0 Mecklenburg- Strelit 10,8 11,3 Braunschweig. 0,18 31,6 Sachsen- Meiningen.. 0,06 20,4 Sachsen- Altenburg. . 0,08 35,9 Sachsen- Koburg- Gotha a 0,21 36,0 0,27 27,1 Schwarzburg- Sondershausen Schwarzburg- Rudolstadt. 40,0 21,0 6,2 Reuß ältere Linie 51,4 Reuß jüngere Linie 0,12 50,4 Schaumburg- Lippe 15,3 Lippe 0,12 7,5 45,4 0,48 48,7 0,07 58,7 0,06 10,7 0,22 19,7 Baden Hessen Oldenburg. Anhalt Waldeck. Lübeck Bremen. Hamburg Elsaß- Lothringen Deutsches Reich Es ergiebt sich aus dieser Tabelle, daß in den Distrikten, wo Berichtigung. In der„ Politischen Uebersicht" der präsident, ist das Beste. Aus Madrid kommt unter'm Nr. 181 vom 5. August hat der Druckfehlerteufel arg ge- geringere ist, als wo jenes nicht der Fall. Jedenfalls ist damit erunfere Partei am stärksten vertreten, die Zahl der Meineide eine 5. Auguft folgende Nachricht:" Drei Regimenter Kavallerie haust. Es ist zu lesen in der Notiz:„ Ein kleiner Irr- wiesen, daß unsere Partei eher einen fittigenden Einfluß ausübt, und Infanterie wurden von Sevilla und Cartagena gegen thum" statt nummerisch numerisch," statt Nummerzahl als das Gegentheil. die rebellischen Bauern in den Provinzen Alicante und Stimmenzahl; in der Notiz: Ein Kleiner von den Murcia gesandt. Die gesammte Garnison der Balearischen Seinen" statt der beste der Lette, statt Beitungsgesindels Inseln hat sich nach Murcia eingeschifft.". Wie lange die Beitungsgesindes. tonservativ- monarchische Herrlichkeit in Spanien noch dauern wird? Es fracht in allen Fugen. Parteinachrichten. des Aufforderung! Sämmtliche Delegirte haben ein schriftliches Mandat vor zuzeigen, worauf wir besonders aufmerksam machen. Gäste haben Butritt. Brandenburg a. H., den 3. August 1892. * Polizeiliches, Gerichtliches 2c. - In Hamburg hatten am 4. August Redaktion und Expedition des" Hamburger Echos" wiederum einen Besuch der Polizei. Es wurden. beschlagnahmt die Nummern des Hamburger Echos" vom Dienstag und Mittwoch dieser Woche, sowie einige Stereotypplatten. Manuskripte wurden gesucht, aber nicht vortauchen seiner Vergangenheit; und nun erhob sich vor ihm gefunden. Außerdem wurden die Personalien" des gesammten plöglich nicht nur das Andenken an seine Bergangenheit, Redaktionspersonals, sowie sämmtlicher am Echo" beschäftigter nein, es war in Wirklichkeit sein Verbrechen selbst, sein Setzer aufgenommen. Es handelt sich bei dieser Haussuchung Elend selbst, das wieder auflebte auf dem Gesicht dieser wieder um den Herrn Staatsanwalt Dr. Romen. Der verant alten Frau, und das Auge und der Mund der ehemaligen Turntag Zu dem am 18. September cr. in Berlin stattfindenden wortliche Redakteur Genosse Emil Fischer hat zu heute, SonnMärkischen Arbeiter Turner abend, bereits eine Vorladung zum Untersuchungsrichter erhalten. Schentwirthin mußte nun in dem gebeugten und reuigen Bundes" werden sämmtliche Vereine, welche dem Bunde an- Das Dekret, laut welchem Genoffe Behr aus Reuß Mann von heute den elenden Verbrecher von ehemals gehören oder demselben beizutreten wünschen, aufgefordert, bis jüngerer Linie ausgewiesen wurde, hat folgenden Wortlaut: wieder erkennen und zur Anzeige bringen. Jacquemin pätestens zum 1. September ihre Delegirten beim Unterzeichneten Aus den uns mit Bericht vom 3. Juni d. J. vorgelegten fämpfte seine Bestürzung nieder; er brach nicht unter diesem anzumelden. Nach dem am 26. Juni auf dem Kongreß zu und im Anschlusse wieder beifolgenden Akten haben wir ersehen, Donnerschlag zusammen. Der Unglückliche war in seiner Brandenburg a. H. gefaßten Beschluß hat jeder Verein das daß der am 29. Januar 1854 zu Oberleutersdorf in Böhmen getäglichen Quälerei so weit gekommen, daß er seinen inneren Recht, auf je 25 Mitglieder einen Delegirten zu entfenden, borene, dermalen in Pforten aufhältliche Weber Anton Behr bereits feit längerer Zeit durch fein agitatorisches Er antwortete dem Richter einfach: Schrecken mit übermenschlicher Straft zu verhehlen vermochte. Bruchtheile von mindestens 3 zählen für voll. Verhalten, insbesondere durch die aufreizenden und hetzerischen Reden, welche derselbe in Vereinen und öffentDiese Frau? Nein. lichen Versammlungen zu führen pflegt, sowie auch durch seine vom gleichen Geiste beseelte schriftstellerische ThätigDer provisorische Vorstand. feit bei der gutgesinnten. Einwohnerschaft von Gera und UmJ. A.: O. Gary, Wilhelmsdorferstraße 5N. gegend fortgesetzt Anstoß und ergerniß erregt. Da dem Ge nannten ein Recht auf Gestattung des hiesigen Aufenthaltes nicht Wieder deutsche Arbeiter mit einem Federstrich zusteht, so ist derfelbe anzuweisen, Pforten und das Fürstenthum rechtlos gemacht. Der Landrath zu Königsee in Schwarzburg: Reuß j. 2. binnen acht Tagen, und zwar zur Vermeidung einer Rudolstadt hatte bekanntlich eine politische Arbeiterversammlung mit einwöchigen Haftstrafe, zu verlassen und gleichzeitig zu bedeuten, der Begründung verboten, es verstehe sich auch auf Versammdaß er im Falle feiner verbotswidrigen Rückkehr auf Grund gelungen jener§ 8 der dortigen landesherrlichen Verordnung,§ 361 Nr. 2 des Reichs- Strafgesetzbuches werde in Strafe ge welcher besagt: Arbeitervereine und Verbrüderungen, welche nommen werden." politische, sozialistische oder kommunistische Zwecke verfolgen, Fürstlich Reuß.- Plauisch.- Ministerium, werden andurch als ordnungswidrig verboten." Das Ministerium hat dieses lanbräthliche Verbot bestätigt und dadurch die geAbtheilung für das Innere: gez. v. Hinüber." Mit dieser amtlichen Empfehlung, meint der Zeiger Volkss fammte dortige Arbeiterschaft rechtlos gemacht. Diese That ſteht im Einklang mit dem Wahlrechtsraube, welchen der Kieler bote" sehr richtig, wird Behr bei allen Parteigenossen gaftliche Liberalismus am Rieler Arbeiter verübte; besonders entrüstet Aufnahme finden. kann man also über die Schwarzburger Reaktionäre nicht sein. Von den Düsseldorfer Sozialdemokraten, die am Sonntag Das ehrenveſte" deutsche Bürgerthum ist ihnen ja vorangegangen. eine Agitationstour nach Kaisers werth unternommen hatten Indeffen, ob Bureaukrat oder Bürger: die Maxime, den deutschen und dort Flugblätter vertheilten, wurden nach der BoltsArbeiter von heute zum Sklaven zu machen, zu einem Wesen, Beitung" fünf durch einen Gendarmen zum Bürgermeister sistirt das die politischen Rechte der Andern nicht genießen darf, sie ist und dort protokollarisch vernommen. Die Bernehmung erfolgte so unklug, daß sie bei jedem Menschen, welcher die Geschichte der jedoch nicht durch den Herrn Bürgermeister selbst, sondern durch großen französischen Revolution mit einigem Verstand gelesen dessen Ehegattin. hat, Staunen darüber hervorrufen muß, daß die herrschenden Er besann sich aber sofort, daß Barbe Dienerin bei Madame de Rochefeu war, und daß man es befremdend| finden würde, wenn es so aussähe, als ob er sie garnicht tenne, und er sagte lebhabt: Doch, doch! Ich glaube ich habe sie schon gesehen. Wo? fragte Herr Dieulafon. Jacquemin sagte mit gleichgiltiger Miene: merksamkeit. Ich erinnere mich nicht mehr; aber ich habe sie fehen. Herr Dieulafon beobachtete Jacquemin mit tiefer AufEr fragte nichts weiter, befahl aber den Wächtern, sich mit dem Angeklagten einen Augenblick zurückzuziehen und sagte zu Barbe, als er sich mit ihr und dem Schöffen allein befand: Bleiben Sie dabei, daß Sie in diesem Mann den Schlepper wieder erkennen, der nach Ihrer Aussage Pierre Malen heißen soll? haft geworden wäre. Die alte Frau zögerte zuerst, als ob sie plöglich zweifelDann antwortete sie mit dem Kopfe nidend: Ja, Herr Richter. Herr Dienlafon fuhr fort: in Brügge begegnet? Unter welchen Umständen sind Sie ihm das letzte Mal Er kam zu meiner Herrin, der Frau Gräfin de Rochefeu. ( Forthehung folgt.) lassen Deutschlands aus der Geschichte so rein gar nichts gelernt haben. Die Sozialdemokratie und der Meineid. In Hamburg und Umgegend finden am Dienstag, den 9. August, Abends Gera, den 21. Juni 1892. " Wenn man den Damen bereits polizeiliche Funktionen überJurisprudenz zuläßt. Wie soll senst ein Intulpat nach den Regeln der Themis verdonnert werden können? trägt, so gehört es sich auch, daß man sie zum Studium der Schloß Für den Inhalt der Inferate über Weinenice. Zum Sternecker.tag, Müggel- Schlößchen( Friedrichshagen). nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 6. August. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. 2818L 50jähr. Jubiläum des Chevalier O. Blondin. 92: 1. Tag- und Nachtvorstellung mit Feuerwerk.. morg. Grosser Sommernachtsball Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. des Allgemeinen Arbeiterinnen- Vereins( Filiale Norden). Der Bettelstudent. Ostend- Theater. Onkel Bräfig". Bellealliance- Theater. Das kleine Krokodil. am Sonnabend, den 6. August 1892, in Babe's Salon( früher Knebel), Badstrasse 58. Gesangs- Vorträge Sonntag, den 7. August 1892: Grosses 169/2 Sänger- Fest des Arbeiter- Sängerbundes Berlins und Umgegend ( 162 Vereine mit 4500 Sängern). Adolph Gruft- Theater. Fräulein unter gütiger Mitwirkung des Gesango. Unverdroſſen( Mitgl. d..-..) Großes Doppel- Konzert. Feldwebel. Kroll's Theater. Der Prophet. Anfang 8 Uhr. Entree 20 Pfg. Ende?? Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen, sowie beim 486/12 Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Berl. Sommer- Theater Vorstand zu haben. ( Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg.) ( Artistischer Leiter: Paul Pauli.) Sonnabend, den 6. August. Vorstellung in 5 Abtheilungen. 612 Uhr: Genossenschafts- Bäckerei für Berlin und Umgegend. Auf dem 225 Quadratm. großen Pariser Tanzplatz: Grosser Frei- Tanz. Anfang des Konzerts früh 7 Uhr. Anfang der Gesangsaufführungen Nachm. 4 Uhr. Billets 25 Pf. mit Ueberfahrt, Alles Nähere die Programme. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Ferner bei: F. Schrader, Ackerstraße 81, bei Schreiber, Abends 7-9 Uhr E. Schleuß, Buchholzerstraße 1. A. Neumann, Brunnenstraße 101 II H. John, Wrangelstr. 57 III. A. May, Forsterstr. 43. F. Kortum, Manteuffelstraße 70 IV. R. Pescheck, Friedrichsfelderstr. 5, bei Tombach. G. Krause, Blumenstr. 52, Hof III. R. Meyer, Mariannenstr. 2. H. Neumann, Kurfürstenstr. 171, Hof, 2. Ging. IV. G. Däumig, Schöne berg, Bahnstr. 9. A. Hübner, Hedemannstr. 11, Hof part. M. Schmidt, D. Rasche, Mariannenstr. 34, Hof II. A. Kaiser, Ackerstr. 34, Hof III. hagen Borm. 8,15, 9,00, 10,00 11,00, 12,15. Nachmittags von 2 Uhr ab Dampferverbindung von Jannowih- Brücke nach Friedrichshalbstündlich. Der Preis von Jannowigbrücke nach Friedrichshagen beträgt Concert, Musikdirektor Rachfall.( Eingetragene Genossenschaft mit beschr. Haftpflicht.) Staligerstraße 27, of, 2. Eing. IV. D. Santa, Adalbertfir. 76, Sof 712 Uhr: Spezialitäten 1. Ranges. Fred. Addiks. G. Rösser. Ferike Horvath. Gebr. Schwarz. 8 Uhr: Die Zillerthaler. Liederspiel von F. Nesmüller, Ferdinand Worms als Gast. 91/2 Uhr: Specialitäten 1. Ranges. Mlle. Ancion. G. Rösser. Dóra Ebert. Gebr. Schwarz. 101/4 Uhr: Grosses' Ballet. Prima Ballerina: Marie Ala. 6 SoloAußerordentliche General- Versammlung Dienstag, d. 16. Auguft, Abends 8½ Uhr, bsi Joel, Andreasstr. 21. Tagesordnung: Berichterstattung des Aufsichtsrathes event. Neuwahl des Geschäftsführers. Der Aufsichtsrath. J. A.: Spiekermann. 98/6 hin und zurück 60 Pfg., Verein der Maschinisten u. Heizer Berlins. Einzelfahrt 40 Bfg. Von Köpenick 25 Pf. Sonntag, den 7. August, Nachmittags 5 Uhr, in Schultheih' Brauerei- Ausschank, Neue Jakobstr. 24/25: 11 Versammlung. Tänzerinnen, ein Solotänzer, Corps Referent: E. Roland. 2. Verschiedenes. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Die Theorie Charles Darwin. Gäste willkommen. de Ballet 20 Damen. Fantoches- Theater, des Mr. Winn. 1370b Der Vorstand. Adolph Ernst- Theater. Berband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter 3um 50. Male: 2794L Berlins und Umgegend. Fräulein Feldwebel. Sonntag, den 7. August, Vormittags 10% Uhr, im Restaurant Gesangsposse in 3 Atten von Ed. Jacobsohn und W. Mannstädt. Musik von G. Steffens. Feuerstein, Alte Jakobftraße Nr. 75: Branchen- Versammlung Wir machen darauf aufmerksam, daß die Bundes- Mitgliedskarten nicht zum Eintritt berechtigen, sondern haben sich die Mitglieder wegen Sängerb illets an F. Kortum zu wenden. Der Vorstand. Auf obenstehende Annonce Bezug nehmend, mache darauf aufmerksam, daß ich zum Sängerfeste einen Verkauf von 169/3 Wurst- u. Fleischwaaren ( zu Schlächterpreisen), Brot und sonstigen Badwaaren ( zu Bäckerpreisen) Anfang 7%, Uhr. der Rohrleger und Helfer.erichte. Ebenfalls stehen an diesem Tage zwei Kaffeeküchen Morgen: Dieselbe Borstellung: Der Sommergarten ist geöffnet. 2 Tages Ordnung: zur gefl. Benugung. 1. Vortrag des Herrn Fr. Berndt. 2. Diskussion. 3. Ausgabe der Gratweil's Bierhallen Fragebogen. Zahlreichen Besuch erwünscht Kommandantenstraße. 77-79. Täglich: Der Vorstand. 480/9 Gr. Konzert für Wilmersdorf u. Umgegend Große öffentl. Volksversammlung Großer Frühstücks- u. Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen. 3wei Säle zu Bersammlungen und Vergnügungen. 2810L F. Sodtke. PassagePanopticum. Neu! am Mittwoch, den 10. August, Abends 8% Uhr, im Restaurant Schulz, Berliner und Augustastraßen- Ecke. Tagesordnung: 1. Die Bürgerparteien und die Sozialdemokratie". Referent: Stadtverordneter Vogtherr. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Arbeiters ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Der Vertrauensmann. Todesanzeige. 498/5 Verband der in HolzBlaue Grotte bearbeitungs- Fabriken und mit Wasser, Kähnen u. auf Holzplätzen beschäftigten Beleuchtungseffekten. Arbeiter und Arbeiterinnen Eine KriminalDeutschlands. 466/10 geschichte Neu! in fieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Moabiter Gesellschaftshaus, Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Alt- Moabit 80/81. Anfang 4 Uhr. 2289L Entree 30 Pfg. Hellmuth Peters. Scheffer's Tanzinstitut, Inselstr. 10. Ortsverwaltung Berlin 1. Mitglieder- Versammlung Montag, den 8. August, Abends 81/2 Uhr, Grüner Weg 29. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Albert Wit über: Streifzüge in die Gescheinen ersucht Allen Freunden und Bekannten die Memelerstr. 13 aus statt. In Achelier Control der Arbeiter C Marke deurscher Schutz- Marke 4590 Ausgegeben Control Ivan Hurmacher Sion in Berlin Commission Jean Holze, Hamburg Die Marke ift grühm auf weißem Papier gebrudt. Paul Zibolsky. Solidarität! Arbeiter! Nur Hüte, welche nebenstehende Marte unter dem Schweißleder tragen, bieten Garantie, daß den Berfertigern gerechter Lohn wurde! Rauft nur Hüte mit dieser Marke! folgenden Geschäften sind Hüte mit Kontrollmarken zu haben: C. Pimpel, Landsbergerstr. 100, W. Rother, Arndtstr. 31, vis- à- vis de Schenckendorffstraße. E. Rieck, Badstr. 64. traurige Nachricht, daß mein lieber H. Aertsens, Prinzenſtr. 28. Mann, der Maurer Carl Moritz am W. Alschäfsky, Gr. Frankfurterstr. 44. Böhme, Potsdamerstr. 104. gung findet Sonntag, den 7. Auguft, Rud. Beisse, Chauffeestr. 70. 5. August verstorben ist. Die Beerdi- 0. Arnold, Dresdnerstr. 116. Bormittags 10%, Uhr, vom Trauerhause A. Becker, Steinickendorferstr. 14a. 0. Böttcher, Lichtenbergerstr. 1. A. Bracklow, Schönhauser Allee 29. Alb. Binn, Landsbergerstr. 43. W. Böhm, Blücherstr. 11. Dresdenerstr. 123. H. Diederich, Oranienstr. 9. Mariannenstr. 43. 1886b Um stilles Beileid bittet Die trauernde Wittwe nebst Kindern. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt, Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 opiof, Bantitr. 24a. E. Dtitmer, Ackerstr. 68b. G. Dunsing, Dresdenerstr. 6. C. Schulz, Swinemünderstr. 145. 0. Schulze, Ruppinerstr. 27. A. Schlegel, Brunnenstr. 33. Carl Stark, Neue Königstr. 73. H. J. Stoboy, Oranienstr. 170. P. Sporreuter, Roßstr. 23. W. Sy, Brunnenstr. 139. C. A. Vierow, Alte Schönhauserstraße, Ecke Münzstraße. A. Wittenbecher, Moabit, Lübeckerstr. 4. Stromstr. 59. ſchichte." 2. Berbandsangelegenheiten. Die zahnärztliche Poliklinik 3. Gewerkschaftliches. 4. Fragekasten. Um zahlreiches und pünktliches Gr- Chaufferstraße la ist auch während der Ferien wochentäglich Vorm. Paul Drenske Nachflg., Oranienstr. 172. Rud. Wegener, Der Vorstand. von 8-1 und Nachm. von 3-6 Uhr F. Fraude, Müllerstr. 183. geöffnet. 2814L A. Fuchs, Manteuffelstr. 35/86. Den Parteigenossen empfehle mein Th. Gerlach, Linienſtr. 39. Gfaligerstr. 39. reichhaltiges Lager in Bigarren, A. Glaab, Neue Hochstraße 40a. Zigaretten und Tabaken. Allgemeine Kranken- u. Sterbe- Kasse der Metall- Arbeiter. . 5. Nr. 29 Samburg, Filiale Große Versammlung 2. Montag, den 8. d. M., Abends 8 Uhr, in Krösche's Lokal, Fichteftr. 29. Tagesordnung: zu Weimar. Referent: Otto Klein. 1. Bericht von der Generalversammlung Neu renovirt. Wiedereröffnung 2. Verschiedenes. und Aufnahme zum Unterricht SonnDer wichtigen Tagesordnung wegen, tag, den 7. August, Nachm. 4 Uhr.[ 13766 ist es Pflicht der Mitglieder vollzählig Allen Freunden und Bekannten au erscheinen. bringe meine 2789L Destillation u. Steh- Bierhalle Zu den 3 Kronen" in freundliche Erinnerung. H. Hammel, 228/15. Freireligiöse Gemeinde. Rosenthaler- Straße Nr. 38. Sonntag, Vormittags 1014 Uhr: Vortrag v. Waldeck Manasse: Religion und Wissenschaft. Gäste sehr willkommen. 89/16 Spez. ff. 5- und 6- Pf. Zigarren. M. Vok, Berlin SO., Köpnickerstr. 39a. PERP. WHICH HAVER Prinzessinnenstr. 15( am Moritz- Platz). Medaillen NEU! Berlegbarer Küchen- BadeNeue Krug Allee. Apparat mit selbstthätiger Gust. Gross, Frankfurter Allee 167. R. Haase, Kastanien- Allee 36. Ph. Haase, Reinickendorferstr. 64. P. B. Hansen, Münchebergerstr. 26. Pr. Hanpt, Große Frankfurterstr. 145. W. Hildebrandt, Schönhauser Allee 4. J. Joggers, Schwedterstraße 243. 0. Jörs, Pantstr. 5 a. A. Kehr, Röpnickerstr. 126. W. Kliem, Bernauerstr. 108. 99 G. Köpke, Prinzenstr. 60. Potsdamerstr. 126a. Kriegshammer, Bellealliancestr. 91. G. Knaake, Andreasstr. 24. P. Kunz, Prinzen- Allee 87. Ph. Krull, Rheinsbergerstr. 50. 0. Liskow, Oranienstr. 47a. Arnold Lange, Brunnenstr. 136/137, H. Meissner, Neue Hochstr. 43. A. Nauen, Wrangelstr. 99. E. Nauen, Oppelnerstr. 45. Ch. Otto, Chausseestr. 22. W. Röhrich, Frankfurter Allee 118a. C. Polvoigt, Frobenstr. 28. W. Zapel, Staligerstr. 131( neben d Frister u. Roßmann). A. Zechelius, Eisenbahnstr. 10. C. Rättig, Fehrbellinerstr. 88. E. Bergmann, Markgrafenstr. 100. Renz, Oranienſtr. 6. " Grüner Weg 82. A. Schumann, Gerichtstr. 17. H. Graudegus, Frants. Chaussee 45a. J. Kock, Kastanien- Allee 80. G. Gottmann, Große Frankfurterstr. 180. A. Graffert, Rummelsburg, Türrschmidtstr. 1. W. Benecke, Potsdam, Jägerstr. 36. C. Böttcher, Friedrichshagen. Bosselmann, Charlottenburg, Scharrenstr. 11a. T. Koschel, Charlottenburg, Sophie Charlottenstr. 27." 0 E. Radloff, Charlottenburg, Berlinerstraße 5. F. Julow, Pankow, Breitestr. 24. G. Schaudt, Neu- Weißensee, Langhanssir. 71. C. Schmidt, öpenick, Riegerstr. 41. A. Klinge, Röpenick, Grünstr. 38. C. Wanke, Rixdorf, Bergstr. 13 a. C. Sarsch, Rigdorf, Berlin er straße 48. Wir bitten die Genoffen namentlich die von uns veröffentlichten Geschäfte 3 Min. zum grossen Sängerfest Zirkulation d. warmen Brauſewaffers u. zu berücksichtigen. Aber auch hier immer nach der Marke zu 1375b selbstthätiger Zurückführung des ver- fragen und sich zu überzeugen, daß dieselbe im Hut flebt. Jedes Ginkleben F. Nürnberg, brauchten Waffers zum Küchenausguss. Treptow h. Parad. sind zu haben bei Garten. = Bender's Restaurant. Friedrichshagen, Linden- Allee Nr. 1. Patent Anderssen. Auch in Zimmer, der Marke beim Kaufen ist Betrug. Korridor 2c. schnell auf und abzu1374b 25 Mk. Wassergasse 38a an der InselJeden Sonntag: Tany. Kaffeeküche Bum Sängerfest in Friedrichshagen bauen. Komplett mit Heizvorrichtung empfehle ( 60 Pf.). 3 große Kegelbahnen Erinnerungs- Medaillen. ftraße. 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Wenn aber nicht, mein verehrter Redakteur, dann als die freiwillige Feuerwehr zu alarmiren. Den Mannschaften " " Sur Beachtung! Die Volksversammlung, welche am stehe ich für nichts, dann tönnen sie eine sensationelle Notiz derfelben gelang es, dreiviertel Stunden später die beiden Ber 4. Auguſt in der Brauerei Friedrichshain tagte, beschloß, den bringen mit der Spitzmarke:„ Ein neues Opfer der Sonntags- unglückten, welche in dem Triebsand des Brunnens versunken über die Lokale der Norddeutschen Brauerei, sowie der Brauerei Feldschlößchen, Schloß Schönholz, Wä be- lichen Dilettanten unter den Musikliebhabern- einfallen, die feinen Erfolg. Die Berunglückten sind Beide verheirathet und kind( Ausschank der Aktienbrauerei Moabit, Thurmstraße) und gegen die angeführten musikalischen Ruheſtörungen gemachten Familienväter. Weimann's Bolts garten verhängten Bontott aufrecht ruhe" hiermit in Verbindung zu bringen, und sei es auch nur Einwendungen und Gloffen zu bemängeln. Aber die SonntagsZwei Durchbrenner. Der Postgehilfe Arthur Knoff aus zu erhalten.( Siehe heutigen Versammlungsbericht.) im Scherz, das ist entweder dumm oder unanständig. Nicht Groß- Lichterfelde ist seit dem Dienstag Abend um 11 Uhr nach Von Herrn Hugo Friedländer ging uns auf unsere Mit- weil die Rube as" Sonntag einen hiermit verknüpften 3wed flüchtig. Knoff ist 18 Jahre alt, 1,6 Meter groß, unterſezt, hat Sonntag heilig" ist, wie gewisse Leute glauben, und Unterschlagung von Rassengeldern im Betrage von rund 4000 m. theilung der von Herrn Meyer gegen ihn erhobenen Anschuldi-, die ujet emenjatag einen en tombern weil das Bischen rothes, rundes Geficht, dunkles Haar, breite gedrückte Naſe, ſpißes Shugen eine längere Zuſchrift zu, worin er sich gegen diese An- Sonntagsruhe, das wir befizen, ein und wenn auch noch so kinn und trägt wahrscheinlich Kneifer und hellgrauen, steifen Hut. schuldigungen verwahrt und erklärt, gegen Herrn Meyer Klage das pie bet Brenſchyeit unbüroige Ausbeutung Für die Ergreifung des Flüchtlings und Wiedererlangung des erheben zu wollen. Herr Friedländer war zur Zeit der Vereiner Borstoß, gegen bie ber sauberen ist; weil der Forderung Geldes find von der Ober- Poſtdirektion 300 M. Belohuning ausöffentlichung unseres Artikels in Effen als Berichterstatter über des einen Menschen bush liftede einen vollständigen Ruhe geſeht. Aus Breslau ist der hiesigen Polizeibehörde telegraphisch Sozialisten nach Jen Bochumer Stempelfälschungs- Prozeß thätig, hatte nach seiner von Humaniſten und die atmen, huntal ausgebeuteten Pro- mitgetheilt worden, daß von dort der Volontär Julius Schubert longabe dort den Artikel des„ Vorwärts" nicht zu Gesichte betetatter, den sie je nöthig brauchen wie das liebe Bret, hierdurch unter Mitnahme von 15 000 M. durchgegangen ist. Schubert iſt tommen, daher die Berzögerung. Selbstverständlich werden wir denarier, ben fie fe nöthig bust purbe, Gin anständiger Mensch 1,70 Meter groß, schlank, blond, hat einen kleinen Schnurrbart über Verlauf und Ausgang dieses Prozeſſes Mittheilung machen. eine kleine Rongeffion gemacht benu tehnflaven auch nur die ge und ist der ruſſiſchen, wie auch der polnischen Sprache mächtig. Bekanntmachung zur Abwehr der Choleragefahr: Das Polizeipräsidium erläst unterm 3. d. M. folgende ringste Erleichterung in seinem Elend bietet! ruhe!" waren, aus dem Schacht herauf zu holen. WiederbelebungsEs wird Niemandem vielleicht ausgenommen die häus- versuche, welche drei herbeigerufene Aerzte vornahmen, hatten leider zur Folge. 1. Verbot. 2. Warnung. 1101 Er wird auf seiner Flucht von einem Frauenzimmer, Namens Gertrud Keiß, begleitet. Troß des schönen Sommerivetters ist der Besuch der Asyle für Obdachlose in den Monaten Juli und August immer Der völlig unbekleidete Leichnam einer unbekannten Um die Einschleppung des Ansteckungsstoffes der Cholera noch ein sehr starker gewesen. Im städtischen Obdach befanden Frauensperson wurde gestern Morgen um 5½ Uhr aus der Rußland zu verhüten, wird für die Stadtbezirke Berlin und sich am 1. Juli 63 Familien mit 293 Personen, darunter 14 Gäng: Oberspree, in der Nähe der Sachse'schen Bade- Anstalt, aus dem Charlottenburg die Ein- und Durchführ von gebrauchter Leib- linge. Am 1. Auguſt war der Beſtand 75 Familien mit 265 Per- Wasser gezogen. Die Verweſung ist bereits in dem Grade vorU14 Bettwäsche, gebrauchten Kleidern, Hadern und Lumpen aller jonen, darunter 23 Säuglinge. Das Asyl für nächtliche Obdach geschritten, daß weder die Gesichtszüge, noch auch die KörperArt, Obst, frischem Gemüse, Butter und sogenanntem Weichkäse loſe benusten im Laufe des Monats Juli 11 842 Personen, und formen mehr zu erkennen find. Die Todte, welche nach einer aus Rußland hiermit bis auf Weiteres verboten. Im Männerasyle des Schäßung etwa anderthalb Jahre lang im Wasser gelegen haben widerhandlungen gegen dieses Verbot haben Ginleitung des Berliner Ajylvereins für Obbachſpje nächtigten in Molat Zuli fann, dürfte mit Bestimmtheit niemals refoguoszirt werden Strafverfahrens auf Grund des§ 327 des Strafgesetzbuches 9296 Personen, im Frauenaspl 1468 Personen. Aus dieser können. Statistik geht hervor, daß im Juli in diesen Anstalten etiva Von einem Steinwagen überfahren wurde gestern Morgen 23 000 Menschen haben nächtigen müssen! Das vorstehende Verbot erstreckt sich zwar nicht auf die Wäsche und Kleider von Reisenden, jedoch vermögen auch diese nach Wenn man in Betracht zieht, daß im Juli die Nachfrage auf dem Moltenmarkte der Schlosser Karl Friede. Er wurde in Arbeitskräften eine einer Droschke nach seiner Wohnung, in der Fransedistraße, sehr starke fein pflegt, Gegenstände, da sie durch Cholera- Abgänge verunreinigt ſein und weil in een landwirthschaftlichen Betrieben die Haupt- gebracht. ben Ansteckungsstoff lange Zeit im wirksamen Zustande enthalten arbeit bevorsteht, so wird zugegeben werden müssen, daß in fönnen, gefährlich zu werden. Die Gefahr droht Allen, welche Berlin die Arbeitslosigkeit selbst im Juli eine große ist. Die in Mann in seiner Wohnung in der Fürbringerstraße. Auf der Polizeibericht. Am 4. d. M. Morgens erschoß sich ein solche Wäsche oder Kleider auspacken, waschen, sonstwie reinigen den Asylen nächtigenden 28000 Menschen sind aber nur ein Theil Charlottenburger Chauffee, in der Nähe der Sieges- Allee, scheute oder mit ihnen in irgend einer anderen Weise zu schaffen haben, der Beschäftigungslosen, dieselbe Zahl ist sicher noch in Berlin Bormittags ein Droschkenpferd vor einer im Betriebe befindlichen bevor dieselben desinfizirt worden sind. Es werden daher hiermit vorhanden, nur sind dieselben noch nicht so weit am Ende des Dampfwalze und warf bei einem plötzlichen Sprung zur Seite Alle, welche aus Rußland kommende Personen aufnehmen, ins- Endes angekommen, daß sie teine Schlafstätte mehr besitzen und den besetzten Wagen um. besondere Gastwirthe und deren Personal, vor dem unvorsichtigen in Asyl Zuflucht suchen müssen. Die gegenwärtig in den land- Bock geschleudert und erlitt eine bedeutende Verlegung an den Hierbei wurde der Kutscher vom Umgehen mit den erwähnten Sachen gewarnt. wirthschaftlichen Betrieben Beschäftigten werden aber bei Eintritt Hüften, während die Fahrgäste unversehrt blieben. In der Wäsche und Kleidungsstücke von derartigen Fremden müssen des Herbstes auf mindestens die Hälfte reduzirt. Sobald der Spree, vor der Oberschleuse, wurde Nachmittags die völlig entnach Deffnung des Gepäckes sofort und zwar, wo möglich, in Großgrundbesitzer die Ernte eingeheimst hat, werden die„ unnüßen blöste und start verweste Leiche, anscheinend einer Frauensperson, einer öffentlichen Dampf- Desinfektionsanstalt desinfiziert werden. Freffer" wieder davon gejagt. So lange das Wetter es nur angeschwemmt. Die Personen, welche mit den noch nicht desinfizirten Gegen- irgend zuläßt, wandern die Soldaten der Armee der Arbeitslosen alte Frau infolge eines Fehltritts zur Erde und erlitt einen Vor dem Hause Frankfurter Allee 95 fiel eine ständen bei dem Auspacken oder anderweitig zu thun gehabt auf der Landstraße umher und führen ein klägliches Leben, in Bruch des Unterschenkels, so daß sie nach dem Krankenhause am haben, müssen sich sofort die Hände desinfiziren und dürfen welchem der Hunger und die Gendarmen die ersten Rollen spielen. Friedrichshain gebracht werden mußte. Im Laufe des Tages namentlich, bevor sie dieses gethan haben, etwas Genießbares Sobald aber das Wetter rauh und unwirthlich sich gestaltet, dann fanden 3 fleine Brände statt. nicht in die Hand nehmen. beginnt der Marsch nach den Großstädten, weil sich hier noch eher Zum Waschen sollen solche Wäschestücke erst gegeben werden, eine Gelegenheit bietet, so viel zu verdienen, wie zum nothdürfnachdem sie desinfizirt worden sind. tigsten Lebensunterhalt nothwendig ist. In erster Linie wird Das in Vorstehendem Gesagte gilt natürlich auch für ge- natürlich Berlin mit Arbeitslosen überschwemmt werden, die brauchte Wäsche und Kleider, welche vielleicht dem Verbote Vorgänge des letzten Jahres können sich also sehr leicht auch in zuwider in Post- oder anderen Sendungen aus Rußland ein- diesem Winter wiederholen. treffen. Verhalten, die von uns bereits mitgetheilt sind. = Gerichts- Beifung. kammer des Landgerichts I stattfand, erhielt durch die kaum je Ein Betrugsprozeß, welcher gestern vor der ersten Strafvorgekommene Leichtgläubigkeit der Betrogenen einen erheiternden Amalie Mathilde Kaiser, welche einen vollständigen Roman ersonnen und durchgeführt und dadurch die Wittwe Schmidt um ihr ganzes Beigeschmack. Auf der Anklagebank befand sich die Aufwärterin Vermögen gebracht hatte. Die Geschädigte ist eine 63jährige Dame, die Wittwe des verstorbenen Privatdozenten Dr. jur. Schmidt. Diejelbe befaßt sich seit dem Tode ihres Mannes mit Kräuterturen und soll sich eines lebhaften Zuspruches erfreuen. Die Angeklagte näherte sich ihr im Herbste 1890 dadurch, daß sie eine Kräutermedizin für einen angeblichen italienischen Grafen Franworin der Graf die anredete. Nach Die rapide Zunahme des Proletariats ist eine natürliche Dieselbe Gefahr, wie solche Wäsche, birgt auch das Stroh, Folge der fapitalistischen Gesellschaftsordnung. All die Mittel, Heu und anderes ähnliches Material in sich, welches zur Ver- welche die Bourgeoisie dagegen angewandt hat, haben sich und lamentlich mit Sendungen von Stern in größeren Mengen an- aber die wirtungen nicht aus der geen erreifen. Mann langt; denn auch diese Stoffe können durch Auswurfstoffe Ursachen weiter bestehen läßt. Der Beseitigung dieser Ursachen cholerakranker Menschen besudelt sein. Mit solchem Material widersetzt sich die Bourgeoisie mit allen Strästen- das weiter daher sehr vorsichtig umgegangen werden; es darf nicht aufgabe, deren Lösung die sozialdemoratische Partet nicht voie weiter zum Verpacken oder zu irgend einem anderen Zwecke be- bringen wird. nugt, auch nicht auf den Dünger geworfen, sondern muß sofort nach dem Auspacken vollständig verbrannt werden. Die Per- Pflichten des Gastwirths gegen seine Gäste. Nach fonen, welche das Auspacken besorgt haben, müssen ebenfalls ihre einer interessanten Entscheidung des Reichsgerichts ist der GastHände desinfiziren und vorher eßbare Dinge nicht anfassen. wirth zwar nicht gesetzlich, jedoch durch seine gewerbliche Stellung Es folgen dann die bekannten Belehrungen, Rathschläge und verpflichtet, allen Gästen, die sich anständig betragen, Speisen und Unweisungen über das während der Cholerazeit zu beobachtende Getränke zu verabfolgen. Es stehe durchaus nicht in dem We- coni, der in einem hiesigen Hotel erkrankt sein sollte, beſtellte. Von lieben eines Gastwirths, irgend welchem anständigen Gast die Ver- dieser Zeit an wußte die Angeklagte bei der Frau Doktorin ein abreichung zu verweigern, denn dadurch, daß der Gastwirth sein lebhaftes Interesse für den hohen Patienten zu erwecken, über Die Sonntagsruhe, oder vielmehr das, was unsere Staats- Lotal dem öffentlichen Berkehr zur Verfügung stellt, erwirke jeder dessen Verhältnisse sie wunderbare Geschichten zu berichten weisen der Novelle zur Gewerbe- Drdnung uns als Sonntagsruhe anständige Mensch das Recht, als Gast in dasselbe einzutreten wußte: Er sei unermeßlich reich. Wittwer und besige zwei vorgeſetzt haben, muß vielfach in„ Wit", und anderen Blättern und das Berlangte zu verzehren. Die grundlose Zurückweisung Kinder. Der Graf zeigte sich als ein warmer Berehrer der bürgerlicher Richtung herhalten zur Befriedigung der Spottlust würde eine Beleidigung sein. Habe aber der Gast vas Bestellte Kräutertur und deren Ausüberin; bald erhielt Frau Dr. Schmidt Die Fach- und Gelegenheits- Stribifagen. Die Tendenz der meisten erhalten und verzehrt, oder habe er verständigem Ermessen ein in überschwänglichen Ausdrückten verfaßtes und mit italienischen Unzulänglichkeit der bestehenden Sonntagsruhe, nein, sie geht ihn der Wirth nicht länger zu dulden. efer geistigen Produkte ist aber nicht die der Berurtheilung der nach Zeit genug gehabt, dasselbe zu verzehren, Dann brauche Broden vermischtes Dankschreiben, Mache aber der Gast Adresfatin sein verehrtes Mütterchen" stehende nicht als zu wenig, sondern als zu viel zu ver serade nach der entgegengesezten Geite; das Gelüft, das Be- eine neue Bestellung, dann müsse sie der Wirth auch ausführen. einiger Zeit erschien die Angeklagte bei der Zeugin Schmidt mit betrübter Miene. Sie erzählte, daß der Graf Franconi urtheilen, ist ihr Leitmotiv. So bringt das„ Intelligenz- Blatt" Betrüger. In hiesigen Geschäftskreisen erregt in schlechte Hände gefallen sei. Man habe ihm nicht nur seine folgenden Erguß als„ Buſchrift":„ Berehrter Herr Redakteur! der Gelbsimeroversuch, Den der Kaufmann Stein vor einigen Baarschaft bis auf den letzten Heller, sondern auch seine mit Schon lange vor dem neuen Gesetz" habe ich ſireng auf eine ge- Tagen gemacht hat, berechtigtes Aufsehen. Stein war bis vor Brillanten besetzte Uhr und sämmtliche Kostbarkeiten abgenommen. fiffe Sonntagsruhe gehalten, ich meine, auf ein fleines Mittags- eva zwei Jahren Inhaber eines ziemlich bedeutenden Waaren- Er könne ja an einen feiner Juspektoren schreiben, aber dies sei ſchläfchen, das mir in der Woche nie vergönnt ist. Ich wohne, geſchäfts und meldete damals Konkurs an; die vorhandene Maffe immerhin zeitraubend. Frau Dr. Schmidt fah dies ein und war freilich in einem sehr muſikaliſchen Hauſe; aus allen Stodwerfen wie aber eine o geringe, daß die Gläubiger betrügerischet sofort bereit, den Grafen mit 300 M. zu unterſtüßen, die sie der unter, über und neben mir dringt ein reizendes Potpourri der Bankrott für vorliegend hielten, und demgemäß auch Straf Angeklagten für ihn einhändigte. Einige Zeit darauf wiederverschiedensten Melodien an mein Ohr; aus dem Keller mit anzeige erstatteten. Die Untersuchung verlief jedoch resultatlos. holte sich eine ähnliche Geschichte und die Beugin gab wieder Gefang das Nationallied von der Holzauttion, eine Treppe Gleis ein halbes Jahr später eröffnete der ehemalige Kutscher 200 Mark, trotzdem sie den Grafen noch nie zu Geficht bekommen sich der klassische Beethoven vernehmen, aus des falliten Kaufmanns Stein ein gleichartiges Engrosgeschäft und hatte. Der Letztere zeigte sich aber dankbar. Frau Dr. Schmidt er Dean weiten Stockwerk giebt's den Chopin'schen Trauer- engagirte den Leyteren, seinen ehemaligen Chef als Geschäftsführer. hielt von ihm ein Schreiben, in welchem ihr in den schmeichelmarsch( e3 ist zum Weinen), jenseits der Mauerwand libt magrent aber der neugebadene„ Brinzipal" das Ausfahren und Abhaftesten Ausdrücken angeboten wurde, die Repräsentation Ab Kommerslieder, und über mir geht's flott im Huſarenritt. tragen der Waaren besorgte, übernahm der Geschäftsführer Stein die auf den gräflich Franconischen Gütern bei Florenz zu übernehmen ber, Herr Redakteur, ich bin an die Klangfülle dieſer Boch- Zeitung und alte feinem„ Chef" allmonatlich eine beſtimmte und zugleich die Erziehung der beiden gräffichen Kinder zu leiten. genüsse längst gewöhnt, und ob man auch alle Fenster geöffnet Summe. Dieses sonderbare Verhältniß hielt sich bis vor wenigen Die Adreffatin schwamm in Wonne, zumal ihr auch angeboten hat, meine Sonntagsruhe leidet nicht darunter, ich entschlüpfe Wochen. Da machte der Rutscher die Bekanntschaft eines Wintel- wurde, ihre wunderwirkende Kräutertur an sämmtlichen Gutshämlich all dieſen wohlgemeinten Klavierattentaten durch ein konsulenten und warf auf beſſen Nath eines Tages den Herri inſaſſen, von den Oberinspektoren bis zu den Mauthiertveibern Ben retiro zu einem fleinen Hinterzimmer, wo das gewaltige Geschäftsführer" Stein aus„ feinem" Geschäft hinaus. Stein und den Zitronenpflückern hinab zur Anwendung zu bringen. Potpourri zu ſauſteſten Moderato abgeschwächt ist. such und wo icht in der Lage, zu flagen, da er ja nicht Besiger des Ge- Mit diesem Anerbieten wurde die Anzeige verbunden, daß en de schläft es sich so wunderbar süß, jedoch nur am Sonntag; schäfts sein bari, und in der Verzweiflung und Wuth, von seinem Graf Franconi der Frau Dr. Schmidt zu einer bestimmten jeden Werkeltag brumit nebenan einer Dampfmaschine, deren das Fortissimo Strohmann düpirt worden zu sein, wollte sich Stein das Leben Zeit seine Aufwartung machen werde. Der angesagte Besuch Aber seit gestern ist Gewalt feine Ruhe duldet. nehmen. Der betrogene Betrüger brachte sich am vergangenen blieb aus, statt dessen erschien ein Dienstmann, der vom dahin. diese erquickende Siesta nun auch Sonnabend in der Jungfernhaide eine Schußwunde bei, die ihn Grafen Franconi ein prachtvolles Rosenbouquet und außer Denken Sie, noch in Herzgegend schwer verwundete. Troß der sehr gefährlichen der Visitenkarte des Spenders auch noch die eines Barons über mir ein fonntagruhender Handlungs? Werlegung hot man aber, Stein, ber in eine hiesige Privat Sanſtein überbrachte. Der Graf zeigte am folgenden Tage on gehilfe, der als solider junger Mann, seine Mußestunden Klinik eingeliefert wurde, am Leben zu erhalten. daß unaufschiebbare Geschäfte ihn zur plöhlichen Abreise genüglich verbringen will. Aber was flötet er und wie, zwungen, er bat sein verehrtes Mütterchen", unverzüglich nach Durch Brunnengase sind schon wieder zwei Arbeiter ums Florenz zu reisen, wo sie von den Angestellten des Grafen erwenn ich nochmals durch getreue Schilderung sie auffrischen Leben gekommen. Auf dem Grundstück des Maurermeisters wartet und nach dem Schlosse Janna St. Gianetta begleitet soolite! Nie habe ich Jemanden so grausam, so herzzerreißend Schmidt zu Steglit, Plantagenstraße 17, befindet sich ein über werden würde. Die vertrauensselige Dame machte sich auf und falsch blasen hören. Es ist der umgekehrte Rattenfänger: wenn 8 Meter tiefer Brunnen, dessen Sohle vor kurzem tiefer gelegt nahm noch eine Bekannte mit, der sie einen Posten als Schloßder mit seiner Flöte in den Keller ginge, da würden sich alle worden war. Gestern Nachmittag wollten die Arbeiter Pepper fastellanin zugedacht hatte. In Florenz angekommen, fanden die Pagethiere in die tiefften Ziesen ihrer Schlupfwinkel ver- und Buhlmann in Abwesenheit des Hauseigenthümers die Brunnen Damen Niemand vor, der sich ihrer annahm; Niemand kannte friechen. Aber leider geht er nicht flöten", nein er flötet zu sohle mit einer Riesschüttung versehen und stellten zu dem Behuse den Grafen Franconi, noch das bezeichnete Schloß. Mun that Sauſe, und so stehe ich nun als tieſgebeugter Wann schmerzerfüllt eine lange Leiter in die Grube. Pepper stieg hinein, kam aber die Frau Dr. Schmidt den ersten vernünftigen Schritt in der letzten Mittagsruhe! Doch ich raffe mich nicht wieder zum Vorschein. Nun wollte Buhlmann nach seinem ganzen Komödie: sie begab sich zum deutschen Konsul und auf, mein Entschluß ist gefaßt. Ich kaufe meinem Jungen eine Arbeitsgenossen sehen und begann ebenfalls, die Leiter hinabzu gelangte hier zu der Heberzeugung, daß man ein nichtsTrommel, und wenn der oben wieder flötet, dann schlag ich mit ſteigen. Doch kaum war er einige Meter tief, da verließ auch würdiges Spiel mit ihr getrieben. Die Damen reisten jugendlichem Gijer einen bomneuben Wirbel, und mag das ihn das Bewußtsein, und lautlos stürzte er in die Tiefe hinab. schleunigst zurück. Frau Dr. Schmidt ist um ihre gesammten Grganze Trommelfell zerspringen! Mein Junge muß hinter mir Gin britter Arbeiter gebrauchte die Vorsicht, sich beim Einsteigen sparnisse, ca. 3000 m., gekommen. Die Angeklagte war im marschiren, dann siehe ich trommelnd durch das Vorderzimmer, in den Brunnen an einem Seile festhalten zu laffen; doch auch gestrigen Termine geständig, sie behauptete, die ganze Komödie hoch läßt am Grabe meiner ich habe " Versammlungen. allein in Szene gefeßt und ausgeführt zu haben. Der Vorsitzende| zelnen Kompagnie, Bataillons- und Regimentscheis„ im Interesse| Was find die Folgen dieses Borgens? Erstens eine unsolide fragte die Beugin Schmidt, wie sie, die Frau eines Juristen und der dienstlichen Ausbildung" überlassen werden müsse. Da Wirthschaft. Der Arbeiter, welcher borgt, giebt, soweit sein Kredit feit 40 Jahren in Berlin lebend, von einer so unbegreiflichen nun gar keine Soldaten zu Ernte- Arbeiten beurlaubt wor- reicht, mehr aus, als der Arbeiter, welcher baar zahlt. Er dreht Leichtgläubigkeit sein könne. Die Gefragte erklärte achfelzuckend, den sind, müssen dem wohl dienstliche Rücksichten im nicht so ängstlich den Pfennig in der Hand herum. Es geht in daß sie Alles geglaubt habe, denn bis dahin habe sie noch nie Wege stehen( Gefechts- Uebungen u. f. w.). Der Arbeiter einem Borg hin. Er berechnet nicht so sehr, was er sich seinen einen schlechten Menschen kennen gelernt. Der Staatsanwalt be- mangel auf dem Lande hat aber nicht nur in der Sachsengängerei Mitteln gemäß gestatten kann. Das führt schließlich zur Verantragte gegen die Angeklagte eine Gefängnißstrafe von 5 Jahren seinen„ Grund". Wenn, wie anzunehmen, daß stehende Heer zum lumpung der Haushaltung. und Ehrverlust auf gleiche Dauer, das Urtheil lautete auf größten Theile vom Lande rekrutirt wird, so haben die Herren Zweitens: Er lebt theurer, das heißt, er muß schlechtere 4 Jahre Gefängniß und fünfjährigen Ehrverlust. Grundbesitzer ja nur nöthig, mit dafür zu wirken, daß das Waare für sein Geld hinnehmen, er ist in seiner Auswahl be stehende Heer abgeschafft wird. Anstatt dessen bewilligen gerade schränkt, er ist abhängig von dem, der ihm Kredit giebt. Geheime Vor langer Zeit. Durch einen Artikel, der in der ersten fie jede Heeresforderung, weil sie im stehenden Heere den besten Kommerzienräthe sind vielleicht nicht in der Lage, zu ermessen, Nummer der Breslauer Volkswacht" stand, hatte sich der Ver- Schutz ihrer wirthschaftlichen und politischen Privilegien erblicken. welche Folgen das für die tausende Arbeiterhaushalte hat, die alle leger des Breslauer General- Anzeiger" beleidigt gefühlt und Wie bei der Sachsengängerei ist es demnach auch hier nur folge- mit sehr fleinen Summen rechnen müssen und von der Hand gegen den damaligen Redakteur Frizz Kunert einen Beleidigungs- richtige Nemens, wenn sie nicht genügend Arbeiter bekommen zum Munde leben. Geordnete Haushalte werden dadurch in prozeß angestrengt. Derselbe ruhte, so lange der Reichstag tagte, fönnen, um den Grund und Boden mit größtmöglichem Profit ungeordnete umgewandelt." und als vor einiger Zeit endlich die Verhandlung stattfand, erhob bewirthschaften zu können. der Beklagte den Einwand, daß die Sache inzwischen verjährt sei. Der Vertreter des Klägers bekämpfte entschieden diese Auf- Agrarierkuiffe. In der, Magdeburgischen Zeitung" erzählt ein fassung, indem er bemerkte, daß im vorliegenden Falle die Ver- Irgendwer aus dem Elsaß: Auch hier zu Lande hat sich durch die jährung eine um so schreiendere ungerechtigkeit(!) bedeuten drei letzten Volkszählungen herausgestellt, daß die Bevölkerung würde, weil es sich um eine Privatllage handle und der auf dem platten Lande, namentlich in den rein Ackerban treibenKläger dafür, daß er sich nicht ungejirajt beleidigen lassen den Bezirken, fortwährend abnimmt. Die Folge ist gewesen, daß wollte, auch noch Kosten zu bezahlen hätte. Der Beklagte in den ländlichen Arbeitskräften ein immer grömachte darauf dem Kläger das Anerbieten, ihm die Kosten zu Berer Mangel eingetreten ist, der allmälig droht, zu einer Die Berliner Lokalfommission hatte für den 4. d. M. erstatten, dieses Anerbieten wurde aber energisch zurückgewiesen. Kalamität für die Landwirthe zu werden. In Lothringen ist der eine öffentliche Bolts versammlung nach dem Saale der Das Gericht fette schließlich die Entscheidung aus, bis das Reichs- Werth der Aecker hauptsächlich deshalb bereits vielfach so tief Brauerei Friedrichshain einberufen, um über den Boykott der gericht seine Entscheidung in dem Majestätsbeleidigungs- Prozesse gefunten, weil es wegen fehlender Arbeitskräfte nicht möglich ist, Norddeutschen Brauerei Bericht zu erstatten. Den Bericht er wider Kunert gefällt haben würde. Diese Entscheidung ist in- fie ordnungsmäßig zu bewirthschaften. Nun haben zwar die stattete Genosse Wernau, nachdem ein Antrag, den ersten zwischen, wie bekannt, zu Gunsten Kunert's ergangen. Das Ver- elsaß- lothringischen Landwirthe diesem Mangel an mensch- Punkt der Tagesordnung abzusehen, abgelehnt worden war. fahren gegen ihn ist, nachdem ihn das hiesige Landgericht zu vier lichen Arbeitskräften dadurch abzuhelfen gesucht, daß sie ernau verwahrte die Lokalfommission gegen das in dieser Monaten Gefängniß verurtheilt hatte, eingestellt worden, weil mehr und mehr den Betrieb mit Maschinen einführten, Angelegenheit ihr entgegengebrachte Mißtrauen. Bald nach BerVerjährung eingetreten. Am Montag nun stand abermals auch einen großen Theil der Necker in Wiesen umwandelten. hängung des Boykotts kam der erste Direktor der Brauerei zu Termin in dem Injurienprozesse an. Der Vertreter des Klägers Allein dies genügt noch nicht. Man verlangt daher weitere Ab- Wernau, um eine Besprechung zu veranlassen. Er erklärte, nicht wollte mit Beziehung auf die Entscheidung des Reichsgerichts hilfe. Die Einführung fremder Arbeiter hat sich unthunlich er an der Lokalverweigerung Schuld zu sein, er sei durchaus nicht noch eine glänzende Nede halten. Er hob an:" Die Sozial- wiefen. Es ist daher angeregt worden, während des Sommers arbeiterfeindlich gesinnt, sympathifire vielmehr mit der Sozial temofratie hat feinen Anlaß, auf diesen Sieg stolz zu sein", aber und namentlich während der Erntezeit die Beurlaubung demokratie.( Heiterkeit.) Die gewünschte Zusammenkunft mit der Vorsitzende ließ keine weiteren Ausführungen zu, indem er von Soldaten in weiterem Umfange als bisher eintreten der Lokalkonimission fam unter Hinzuziehung von Verbemerkte: Jedes Wort sei überflüssig. Die Sache sei verjährt und außerdem den Nachmittagsunterricht in den trauensleuten zu Stande, verlief So aber resultatlos. Es ist natürlich durch- ruhte und die Klage gelte als zurückgenommen. Die Kosten, die der Volksschulen ausfallen zu lassen." die Angelegenheit mehrere Wochen. Dann tam Kläger zu tragen hat, belaufen sich auf etwa 40 M. aus zweifelhaft, ob es in Elsaß- Lothringen selbst an der ein von der Brauerei abhängiger Restaurateur zu Wernau, ausreichenden Bahl landwirthschaftlicher Arbeiter fehlt. Wahr ihn sein Leid zu klagen. Diesem folgten sämmtliche Bier Der Absender einer Postkarte war wegen eigenmächtiger scheinlich werden dort die Landarbeiter auch so schlecht bezahlt und fahrer der Brauerei, welche darlegten, daß der Boykott Zurücknahme und Vernichtung derselben auf Grund des§ 133 behandelt, wie fast überall in Deutschland, daß sie lieber in der Stadt in jeder Hinsicht wirke( Bravo), daß sie aber empfindlich unter St.-G.-B. zu 1 Tag Gefängniß verurtheilt worden. Er hatte ihr Brot fuchen. Das ist um so eher anzunehmen, als sich sogar die demselben zu leiden hätten, indem sie nicht mehr ihre Familien einen Postaushelfer, welcher einen Straßen- Briefkasten leeren Einführung fremder Arbeiter als unthunlich" erwiesen hat, zu ernähren vermöchten. In einer daraufhin stattgehabten wollte, gebeten, ihm eine Postlarte, welche aus Versehen in den Warum unthunlich"? Nun, die fremden Arbeiter werden sich Sigung erklärte die Lokalkommission, nicht abgeneigt zu sein, mit Briefkasten gesteckt worden war, wiederzugeben. Als dies ver- auch als ihres Werthes selbstbewußte Arbeiter fühlen, anständig dieser Angelegenheit vor eine Volksversammlung zu treten, ver weigert wurde, griff der Betreffende, während der Bostbeamte behandelt und bezahlt sein wollen. Das wollen die frommen langte aber vordem eine Ehrenerklärung der Arbeiterschaft. Die die Drehscheibe des Briefkastens stellte, in die noch unter dem elsässischen Grundbesitzer jedenfalls ebenso wenig als ihre Kollegen Lokalfommission hielt sich zu diesem Vorgehen für berechtigt in legteren hängende Sammeltasche, entnahm derfelben die Postkarte im übrigen Deutschland, und daher schreien sie nach Soldaten Anbetracht, daß die Existenzen der Arbeitsgenossen der Bierfahrer und zerriß sie. Das Gericht hielt durch dieses Vorgehen den und entblöden sich natürlich auch nicht, der Jugend die ohnehin und vieler Restaurateure auf dem Spiele stehen und daß die § 133 St.-G.-B. für verletzt, welcher die vorsätzliche Vernichtung fümmerliche Unterrichtsgelegen beit noch zu schmälern, damit die- Lokalfrage gerade im sechsten Wahlkreise eine sehr schwierige von Urkunden, Registern, Aften oder sonstigen Gegenständen, felbe die Danaidenarbeit verrichte, den Agrarien die Taschen sei. Eine Deputation der Lokalkommission fand seitens welche sich zur amtlichen Aufbewahrung an einem dazu be- zu füllen. Tie Habsucht der Agrarier in ein System gebracht, der Brauereidirektion eine sehr freundliche freundliche Aufnahme stimmten Orte befinden, oder einem Dritten amtlich übergeben das ist auch ein Stück der Erbschaft, welche der Gautler Bis-( Lachen). Die Lotal Kommission Bedin stellte ihre worden sind" bestraft. Die hiergegen eingelegte Revision be- marck dem deutschen Volfe hinterließ. gungen bezüglich der Ehrenerklärung, die aber dem Herrn hauptete, daß eine Postkarte weder zur ersten noch zur zweiten Direktor Schulze zu demüthigend erschienen, um sie annehmen zu Gattung der im§ 133 genannten Gegenstände gehöre. Das Berufsgenossenschaftliches. Aus Auerbach schreibt fönnen. Nach mehrtägigem Verhandeln erklärte sich aber Direktor Reichsgericht ist jedoch der gegentheiligen Ueberzeugung des ersten man der Vogtländischen Volkszeitung":" Wie niedrig man in Schulze mit der ihm diftirten Erklärung einverstanden. Daraufhin Nichters beigetreten. gewissen Kreisen über die Arbeiter urtheilt und damit sein christ- entschloß sich die Lokalkommission, mit dieser Angelegenheit vor liches Menschlichkeitsgefühl bekundet, davon mag Nachstehendes eine Bolksversammlung zu treten. Hiermit habe sich der Verwieder einmal einen drastischen Beweis liefern. Der Steinbruch- trauensmann des sechsten Wahlkreises, Gieshoit, einverstanden Arbeiter Louis Schädlich in Rebesgrün hat bei seiner Thätig- erklärt. Daraufhin sei später Wernau eine vom Direktor Schulze teit durch Verschüttung eine schwere Verlegung davongetragen, unterschriebene Erklärung zugegangen, die aber nicht den Soziale Ltebersicht. so daß er jetzt gezwungen ist, einen extra für diesen Wortlaut der von der Lotaltommission dikFuß gefertigten Schuh zu tragen. Dieser konnte bis jetzt aber tirten Erklärung habe. Die Kommission sei bereit geAchtung! Schneider und Schneiderinnen Berlins! noch nicht passend hergestellt werden und muß sich der Mann wesen, aus taktischen Gründen, und aus menschlichen Beweg Kollegen und Kolleginnen! Der diesjährige Schneider- und bei seinem mühsamen Gehen eines Holzschuhes bedienen. gründen der Angelegenheit näherzutreten, sofern ihre Erklärung Kollegen und Kolleginnen! Der diesjährige Schneider- und Da ihm nun jetzt von Seiten der Steinbruch- Berufsgenossenschaft unterschrieben worden wäre. Nachdem aber dies nicht geschehen Schneiderinnen- Rongreß ist zum 26. Auguſt cr. nach die Versicherungsprämie von 39 auf 31 Mart gekürzt worden ist sei, müsse die Kommission den Genossen überlassen, nach eigenem Magdeburg einberufen und sind wir verpflichtet, Stellung hierzu und dieser Betrag bei seiner größeren Familie faum von der Ermessen zu beschließen.( Beifall.) Genoffe Marten war entschieden zu nehmen. Dieselbe kann unserer Ansicht nur die sein, daß wir denselben beschicken, da der jetzige Kongreß bei der auch in Hand zum Mund reicht, richtete der Arbeiter das Gesuch an er- gegen Aufhebung des Boykotts. Die Arbeiterschaft sei von der Direktion unserem Gewerbe immer mehr sich vollziehenden Konzentration wähnte Berufsgenossenschaft, ihm doch die erstere Summe vor- beleidigt worden und hätte gar kein Verlangen, Bier der„ Norddes Großkapitals Normen für Agitation und Organisation läufig weiter zu gewähren, worauf ihm folgender Bescheid deutschen Brauerei" zu trinken. Die Bierfahrer steckten ebenso, schaffen muß, damit wir zu geeigneter Zeit dem Unternehmerwie die Direktion die Arbeitergroschen in die Tasche. Vorläufig thum gerüstet gegenüberstehen. Um über etwa zur Agitation und hungerten sie noch nicht, sie verdienten noch mindestens so viel Organisation zu stellende Anträge zu berathen, findet am Montag, wie ein Arbeiter und sollten auch einmal die Noth des Lebens den 8. August, in der Ressource, Kommandantenstr. 57, eine erkennen lernen. Die Bierfahrer ständen nicht auf Seiten der öffentliche Versammlung statt, in welcher Kollege 2. Pfeiffer Arbeiter. Würden sie sich organisiren, dann würde auch die über die Bedeutung des Magdeburger Kongresses und hierzu zut Arbeiterschaft hinter ihnen stehen. Redner erinnerte an den stellende Anträge referiren wird. Auch findet in dieser VerBrauerstreit, an den Fall Ewald u. f. w. Für die Norddeutsche fammlung die Wahl der Delegirten zum Stongreß statt. Es ist Brauerei gäbe es feinen Pardon.( Beifall.) Die Lokale Schönbringend nothwendig, daß alle Zivil- und Militärschneider, holz und Feldschlößchen( Müllerstraße) waren in der VerArbeiter und Arbeiterinnen der Herren- und Damenkonfektion, Wir erwarten von Ihnen, daß, nachdem eine Verbesserung fammlung gleichfalls bezüglich der Boykottfrage vertreten. Auch sowie der Trikottaillenbranche erscheinen. Mit follegialem des Schuhes vorgenommen worden ist, Sie sich in dem Betriebe gegen eine derartige Eventualität wandte sich Warten und war Gruß Die Agitationstommission. des Herrn Lenk behufs Erlernung des Steinmez- Geschäftes ein- für strikte Aufrechterhaltung sämmtlicher Boykotts.( Großer finden, da wir andernfalls eine wesentliche Verkürzung oder Entziehung Ihrer Rente vornehmen würden. Die Töpfer ersuchen um Fernhaltung des Zuzugs nach Harburg, Nürnberg( Rittler'sche Ofenfabrit), Hennigs dorf a. H. und Bielefeld( D. Rühle). M Die Verbieterei der Bildhauer Organisation hat, nachdem dieselbe sich von der Polizeiaufsicht emanzipirt, natürlich im Königreich Sachsen ihren Anfang genommen. Sowohl in Leipzig wie in Dresden verbot man den Gauverein. Die sächsischen Bildhauer zahlen nun als Einzelmitglieder weiter und je ein Vertrauensmann besorgt in den genannten Städten die Verwaltungsgeschäfte. wurde: An Dresden- Altst., den 15. Juli 1892. den Arbeiter Louis Schädlich in Rebesgrün b. Auerbach i. B. Behuss Besichtigung und event. Reparatur des Ihnen gelieferten Schnürschuhes werden Sie hierdurch angewiesen, am Dienstag, den 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, sich dem t. Bezirks arzte Herrn Dr. Schröter in Auerbach vorzustellen. Herr Lent theilte uns mit, daß er sehr gerne bereit fei, Sie mit leichten Arbeiten zu beschäftigen, es scheint uns aber, daß Sie lieber die höhere Rente beziehen, als arbeiten zu wollen. Der Vorstand von Settion VII der Steinbruch 3 Berufsgenossenschaft. Ludolph Schulze. Wie kommt D erften Beifall.) Brauer Preuß hätte öfteren Hinweis auf den Boykott im Vorwärts" gewünscht, hielt dafür, daß Direktor Schulze in Nebereinstimmung mit dem Direktor Lange und die Restaurateure im Interesse der Direktion gehandelt haben. Die Bierfahrer feien nicht als Arbeitsgenossen anzuerkennen, diese seien Kapitalisten. Erst sollten sie sich organisiren. Auch die Brauer der Norddeutschen Brauerei hielten sich der Organisation fern. Seine Meinung ging dahin, ent Wir überzeugten uns nun von dem Zustand des Fußes und weder der Boykott wird aufrecht erhalten, oder Direktor Schulze wird entlassen, wie schon die Lokalkommission verlangt hatte. müssen konstattren, daß Herr Schädlich allerdings nicht im Stande Albert Fischer sprach sich im Sinne der Vorredner aus. ist, sich in der ihm seitens der Berufsgenossenschaft angeordneten Wernau verwahrte die Lokalkommiffion ganz entschieden gegen Branche bethätigen zu können, wie Herr Lent, bei dem er um die versteckte Verdächtigung, daß die Lokalkommission von der Ortsübliche Tagelöhne. Leipzig( Stadt und diejenigen Arbeit nachfragte, auch selbst sich aussprach. Von uns eingezogene Brauerei in irgend einer Weise beeinflußt worden sei. Die GeDrte des Amtshauptmannschafts- Bezirks, welche zum Verbande Erkundigungen ergaben, daß Herr Schädlich ein sehr solider nossen Jakob, Rogath, Tauschel, Lestmann, der Ortz- Krankenkasse gehören): erwachsene männliche Arbeiter und bei seinen Kollegen beliebter Arbeiter ist. 2 M., desgleichen weibliche 1,333 M., jugendliche männliche nun die hochwohllöbliche Steinbruch- Berufsgenossenschaft zu dem Schwartz, Julius Schmidt, Wildener u. A. sprachen und weibliche 0,831/ 8 M., Kinder( 14-16 Jahre) 0,50 M.; Schlusse, daß Schädlich lieber die Rente beziehen, als arbeiten fich unter allgemeiner lebhafter Zustimmung für Nichtaufhebung die übrigen Orte der Amishauptmannschaft( Leipzig- Land): er wolle"?" Die alte Geschichte! So lange der Arbeiter seine bes Boykottes, vielmehr für Verschärfung desselben aus, wobei bewachsene männliche 1,662/ 3., weibliche 1 W., jugendliche Arbeitskraft zur Verfügung stellen und sie nach Möglichkeit aus- fonders hervorgehoben wurde, daß Gewerkschaftsversammlungen größeres Gewicht Gewicht auf die Bekanntgabe des Boykotts männliche und weibliche Arbeiter wie oben. gebeutet werden konnte, war er noch gut genug; wird aber seine Genosse Gteshoit, welcher an den Arbeitskraft durch Alter oder sonstwelche Umstände unbrauchbar, legen möchten. Ueberall daffelbe.„ Von dem in Nürnberg herrschen- so sorgt unser heutiges humanes Menschengeschlecht dafür, ihm Berhandlungen der Lokalkommission mit der Direktion der den Arbeitsmangel tann man sich" schreibt die dortige noch einen moralischen Fußtritt zu versetzen. Norddeutschen Brauerei theilgenommen, ergänzte bezw. berichtigte Das ist die beste stellenweise die Ausführungen Wernau's und erklärte, niemals Stadt Zeitung", ein nichtsozialdemokratisches Blatteinen der Welten, in der wir leben!" Begriff machen, wenn man früh über den Plerrer geht und die für eine Aufhebung des Boyfotts gewesen zu sein. Die Volks Arbeitsbörse" einer Besichtigung unterzieht. Selbst im schlimm- Krankenkassenwesen. Den Mainzer Krankenkassen ist versammlung beschloß schließlich gegen eine Stimme fol sten Winter sah man nicht eine solche Menge Beschäftigungsloser Seitens des Kreisamtes eine Zuſchrift zugegangen, wonach sie gende Resolution: Die heute in der Brauerei Friedrichshain tagende öffent geduldig stundenlang warten, bis vielleicht irgend Jemand auf bis zum 10. Auguft sich erklären sollen, ob sie auch fernerhin den Boykott vom dritten ein paar Stunden ihre Dienste gebraucht, und viele kehren Abends als von den Zwangstassen befreite Rassen bestehen bleiben liche Boltsversammlung beschließt wieder heim, ohne den hungrigen Mäulern etwas mit- wollen oder nicht. Die Antwort ist sagt die„ Hessische Volts- Osterfeiertage d. I. über die Lokale der Norddeutschen bringen zu können. Sehen die Leute Jemanden tommen, stimme" für fast alle Mainzer Kassen durch die General Brauerei, Feldschlößchen, Schloß Schönholz, Der einen Arbeiter braucht, so ist er flugs ist er flugs umringt, versammlungsbeschlüsse bereits gegeben, da sich fast alle Kassen abekind( Ausschant der Aktien Brauerei Moabit, Thurm straße) und Weimann's Volksgarten aufrecht zu er und von einer Lohnabmachung ift gar feine Rede: in sogenannte Zuschußtassen umwandeln. halten." Jeder nimmt, was ihm geboten wird; ist es doch immer besser, # " des " Gleichzeitig richtete die Volksversammlung an die Nedaktion Vorwärts" das Ersuchen, diesen Beschluß ebenso in ge sperrter Schrift an der Spike des lokalen Theiles zu veröffentlichen, wie dies mit der Erklärung des Direktors Schulze geschehen Wäschezuschneider ein Vergnügen in dem gesperrten Lokale von Buhlmann( Schönhauser Allee) veranstalte, sondern die freie sozialdemokratischen Gastwirthsvereins iſt. Hilfskaffe der Wäschezuschneider, deren Borsigender Mitglied des brachte die Organisations- resp. Trinkgeldfrage der Gastwirths Gehilfen zur Sprache und die diesbezüglich gefaßten Beschlüsse in Erinnerung. Eine Angelegenheit, die Brauerei Friedrichshain betreffend, veranlaßte die Einbringung folgender Resolution: Kellner Ebert als gar nichts. Und dabei sind die dort Harrenden keineswegs Zum Artikel ,, Musterstätten der Arbeiterfürsorge", unter die sogenannten Gelegenheitsarbeiter zu zählen, keine ver- den der Vorwärts" in Nr. 160 brachte und worin fritisirt war, wahrlosten Burschen mit Schnapsgesichtern, die nur arbeiten, daß in den Eisenbahn- Direktionsbezirken Berlin, Frankfurt a. M. wenn ihnen das Geld zum Fusel ausgegangen ist, sondern das und Erfurt die Arbeiter den Lohn monatlich einmal erhalten, find zumeist sauber aussehende Leute, die gern arbeiten würden, unter Zusicherung Vorschuß zu bekommen, welcher Brauch, wie ist. Berichtigend wurde mitgetheilt, daß nicht der Verein der wenn sie nur könnten, und denen man oft anzusehen glaubt, wie befürchtet wurde, in allen Bezirken durchgeführt werden solle, schwer es ihnen ankommt, dort tagelang in dem Haufen der Arbeits- bemerkt die Germania" zustimmend: lofen herumfungern zu müssen. Arbeit und Brot, das ist der Lohn nicht am Ende, sondern am Anfange des Monats voraus " Von Vorschüssen könnte der Staat sprechen, wenn er den Ruf dieser Hunderte." bezahlte; aber das ist kein Vorschuß, wenn mir einer zwanzig Die Zahl der Sachfengänger ist in Schlesien, wie Mart schuldig ist, und er giebt mir zehn. Man dari nicht ver der Köln. 3tg." unterm 29. Juli berichtet wird, diesmal bis wechseln die Thatsache der Schuld mit dem Fälligkeitstermine. auf 75 000 gestiegen, und das Generalfommando hat auf die Schuldig wird der Staat, sobald er die Leistung des Arbeiters Gesuche der Grundbesizer um Beurlaubung von Soldaten zum übernommen, fällig wird die Schuld am Lohntage. Schmerze derselben auch noch geantwortet, daß eine Bestimmung Das Groß der Arbeiter wird die zweite Hälfte des Monats des Turnus, innerhalb dessen die Ablösung der zu den Ernte auf Borg leben. Man borgt lieber beim Metzger, beim Bäcker, Arbeiten beurlaubten Mannschaften zu erfolgen hat, nicht gegeben beim Krämer, als daß man stets in der Hälfte des Monats mit werden könne, da die Entscheidung in dieser Beziehung den ein- der Müze in der Hand kommt und um Borschuß bettelt. " Da durch die Erläuterungen des Redners Genossen Kampfe henkel vollständig klar gelegt ist, daß der Genosse Wünsche seiner politischen Gesinnung wegen gemaßregelt wurde, so beantrage, daß die heutige Versammlung einstimmig beschließen möge, die Attien- Brauerei Friedrichshain zu boykottiren und zwar so lange, Die freie Vereinigung der Zivil- Berufsmnfifer hielt am. 26. Juli ihre ordentliche Mitgliederversammlung ab. Unter „ Raffenangelegenheiten" kommt zur Kenntniß, daß wiederum eine große Anzahl Mitglieder mit den Beiträgen über 3 Monate rückständig sind. Es wird beschlossen, dieselben aufzufordern, bis zur nächsten Vorstandssitzung zu zahlen, und Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht nachkommen, aus der Mitgliederliste zu streichen. Bei„ Vereinssachen" wird Kollege Vogel seines Postens als zweiter Schriftführer enthoben. Die Angelegenheit des Koll. Jahnke giebt wieder Veranlassung zu längeren Debatten. Die felbe ward bis zur nächsten Versammlung vertagt, wo sie dann endgiltig erledigt werden soll. gefunten. bis betreffender Genoffe zu seinem Rechte gelangt und der Brau-| Bezug und beschloß die Versammlung, den Vertrauensmann der 2. Kassirer; Isaat, 1. Schriftführer, 2ehmann, 2. Grift meister Herr Jos. Weinzierl unschädlich gemacht ist." Hausdiener zu ersuchen, in der nächsten öffentlichen Hausdiener- führer; Brademann, Baumhentel, Werner, Jänsch, Unter Ueberweisung dieser Resolution an die Gewerkschafts- Bersammlung einen Punkt auf die Tagesordnung zu feyen: Wie Butschte, weiß, Beifizer. Zu Revisoren wählte man die Organisation der Brauer ging die Volksversammlung über dies ist es möglich, die zwischen den bestehenden Hausdiener- Ver- Genossen Obst, Abes und Krüger. Hierauf bielt Genoffe felbe zur Tagesordnung über. Zum Schlusse wurde die Ne- einigungen herrschenden Streitigkeiten beizulegen. Nachdem die Dr. Bernstein einen interessanten Vortrag über die Cholera. spektirung der Lokalliste Berlins und Umgegend gefordert. Aufnahme von 11 neuen Mitgliedern bewirkt war, theilte der In gemeinverständlicher Weise erörterte er ihr Wesen, die BeVorsitzende mit, daß das erste Sommerfest am 17. Juli bei Lips dingungen ihrer Förderung und die Mittel ihrer Bekämpfung. infolge des schlechten Wetters sehr ungünstig ausgefallen; der An den Vortrag knüpfte sich eine Diskussion, an welcher mehrere Verein sei den Theilnehmern für ihre Ausdauer aber Dank Genossen theilnahmen, von denen Antrick sich polemistrend schuldig und so finde denn als Ersaz für dieses Fest am gegen einige Bemerkungen des Referenten bezüglich der Ber21. August ein zweites Sommerfest bei Lips statt. Unbedingte hütungsmaßregeln der deutschen Regierung wandte. Nach einigen Pflicht jedes Mitgliedes sei es, an demselben Theil zu nehmen. darauf Bezug nehmenden Klarlegungen des Vortragenden ging man zu Verschiedenem" über. Genosse Klein theilte Namens Der Verein deutscher Schuhmacher, Filiale Berlin, nahm des Borstandes mit, daß die gegen den Genossen Luhm von geam 1. August zum zweiten Male Stellung zu der am 26. Sep- wisser Seite gerichteten Anschuldigungen sich als haltlos erwiesen tember in Frankfurt a. M. stattfindenden Generalversammlung. hätten, und forderte dann zu reger Theilnahme an dem am Nach lebhafter Diskussion, die sich hauptsächlich um die Form 20. August auf Tivoli stattfindenden Sommerfeste des Vereins der Organisation drehte, erklärte sich die Versammlung einstimmig auf. Darauf schloß die Versammlung mit einem Hoch auf die für den Anschluß an das Gewerkschaftskartell der Bekleidungs: Sozialdemokratie. Industrie. Nach Erledigung einiger Vereinsangelegenheiten gab In einer mäßig besuchten Versammlung der Zimmerer, der Vorsitzende bekannt, daß die nächste Versammlung, in welcher Eine gutbesuchte öffentliche Versammlung der Töpfer welche für den Süden, Südosten und Osten Berlins einberufen Herr Dr. Wolff einen Bortrag über die Schwindsucht halten tagte am 4. Auguft. Um eine endgiltige Beschlußfaffung über die war, berichtete am 29. Juli Herr Obst über die Lohn- und wird, im Verkehrslokale, Dresdenerstr. 116, stattfindet. Die Mit- zentralisirte Wanderunterſtüßung herbeiguführen, war Kollege Arbeitsverhältnisse in diesen Bezirken. Redner führte aus: glieder werden um zahlreiches Erscheinen gebeten. Plorin aus Halle erschienen. Er erklärte, daß die Behauptung, Soviel man aus dem vorhandenen Material ersehen könne, seien er habe seine Ansicht über die Form der Organisation geändert, die Lohnverhältnisse der Zimmerleute miserable. Wenn man Eine Generalversammlung des Fachvereins der irrig sei; er halte auch heute noch das zentralistische Vertrauenseinen Stundenlohn von 55 Pfennigen erziele, müsse man schon Tapezirer Berlins verhandelte am 1. August über die Tages- männersystem für die geeignetere Form, denn auch der siebente sehr zufrieden sein. Der Lohn sei vielfach unter 50 Pfennige ordnung: Vierteljahrsbericht des Vorstandes, der Arbeits- deutsche Töpferkongreß habe ihn nicht von dem Gegentheil überVon dreißig Plägen, von denen die Löhne be- vermittlungs- und der Lohnkommission. Der Vorsitzende, Kollege zeugen können. Wenn es den Anschein habe, als sei seine fannt sind, feien es nur fünfzehn, welche noch einen Stunden- Fri e d meier, gab einen kurzen Ueberblick über die sechs in jetzige Taktik eine andere, so habe dies seinen Grund lediglich John von 55 Pfennig zahlen, d. h. auch nur als höchsten Lohn, dies em Vierteljahr stattgefundenen Versammlungen. In der ersten darin, daß ihn der Gedanke beherrsche, man müsse, um etwas da auf diesen Plätzen abgestufte Löhne gezahlt werden. Tag- wurde der Beschluß gefaßt, die nächste Versammlung mit der für die Arbeiter ersprießliches erringen zu können, ein einiges täglich würden Lohnverkürzungen vorgenommen, dem müsse Tagesordnung festzusetzen: soll der Verein weiter bestehen oder Zusammengehen der verschiedenen Richtungen herbeizuführen energisch entgegengetreten werden. Die Schinderei nehme dabei nicht. In der zweiten wurde obengenannter Antrag diskutirt. suchen und das müffe vornehmlich bei der Wander- Unterimmer mehr zu, maßlose Ueberstundenwirthschaft reiße ein. Die Abstimmung ergab jedoch Ablehnung deffelben. In der tüßungsfrage, dem materiellen Bindemittel, geschehen. Wenn die wurden an Stelle der ausscheidenden Vorstands Berliner Kollegen beschlossen hätten, eine einheitliche Legitimadaß die Kameraden so gleichgiltig seien und man infolgedessen mitglieder Feder Feder und Biester die Kollegen Friedmeier tionskarte für ganz Deutschland einzuführen, das vom Generalimmer schwach besuchte Versammlungen habe. Darum müßten als erster und Dahlstein als zweiter Borsitzender ge- ausschuß als Legitimation eingeführte Statut und Quittungsbuch die, welche die Versammlungen befuchen desto energischer wählt. In der vierten wurde die Frage erörtert, wie am aber nicht akzeptiren wollten, so befänden sie sich darin im für die Organisation und gegen die Verschlechterung der Besten eine Agitation entfaltet werden könne. Die fünfte brachte Gegensatz zu sämmtlichen Kollegen Deutschlands. Demgemäß Arbeitsbedingungen agitiren. An der Diskussion nahmen Theil einen Vortrag des Genossen Glocke, woran sich eine lebhafte plädirte Plorin für Einführung dieses Buches als einheitliche die Herren Schmidt, Geffrois, West, Köster, 3ippfe Diskussion schloß. Auf der Tagesordnung der sechsten standen Legitimation, dabei die Vortheile, welche eine solche für sich habe, und Dorn. Herr Schmidt erifárte es für dringend noth- mehrere Statutenänderungs- Anträge, die nach lebhafter Debatte vor Augen führend. Die Ausführungen Plorin's riefen eine wendig, die jungen Kollegen zur Bewegung heranzuziehen, haupt- abgelehnt wurden. Sodann berichtete Kollege Da bi stein, äußerst lebhafte Debatte hervor, an der sich eine ganze Anzahl fächlich aber für Geldmittel zu forgen. Herr Geffrois fon- daß in den Büchern noch 213 Mitglieder verzeichnet waren, von Kollegen betheiligten. Kollege Thieme bestritt, daß die statirte, daß schon Löhne von nur 40 und 421/2 Bi. pro Stunde wovon jedoch 67 wegen zu langen Restirens der Beiträge ge- Berliner Kollegen den Kongreßbeschlüssen sich nicht fügen wollten, gezahlt würden. Auf dem Playze Stange hätten die Kollegen bei strichen werden mußten. Die Namen der Letzteren wurden ver- weil sie die Beschlüsse der vom Kongreß mit der Regelung des lebensgefährlicher Arbeit nur 50 Bf. bekommen. Hier habe es leſen. 65 Kollegen sind noch drei bis sieben Monate schuldig Wanderunterstützungswesens beauftragten Kommission nicht für aber an ihnen selbst gelegen, wenn sie nicht mehr bekämen. und nur 81 sind ihren Verpflichtungen voll und ganz nach gekommen. fich bindend erachteten, erklärte vielmehr, daß diese Regelung Solchen Indifferentismus unter bedauerlicherweise Kollege Faber verlas sodann den Kassenbericht. April: durch die Kommission nicht im Sinne des Kongresses geschehen den reftes Vorgehen gegen Kollegen jetzt sehr häufig an. Ein di Kassenbestand 50,20 M., Einnahme 40,50 M., Summa 90,70 M.; fei. Es sei deshalb Kongreßbeschluß und Kommissionsbeschluß die Unternehmer werde in diesem Ausgabe 21,90 M., bleibt Bestand 68,80 M. Mai: Bestand nicht zu identifiziren. Kollege Hagen trat für Einführung einer Jahre nicht möglich sein, man werde sich darauf beschränken 68,80 M., Ginnahme 65,18 M., Summa 183,98 M.; Ausgabe besonderen Wanderlegitimationstarte ein, weil sich die Kollegen müssen, für das Anschwellen der Organisation und für Auf- 43,15 M., bleibt Bestand 90,83 m. Juni: Bestand 90,83 M., burch, Annahme des Mitgliedsbuches als Legitimation zur tärung, wie auch für Geld zu sorgen. Folgende Resolution Einnahme 25,10 M., Summa 115,93 M.; Ausgabe 93,40 M., Annahme Durch dieses Die Versammlung beschließt, bleibt Bestand 22,53 m. Von dem Gelde find jedoch nur 2,63 M. Generalverband verpflichten würden. Nachdem noch die die Sammlung zum Generalfonds" ber Berliner Zimmerleute rege baar vorhanden, 19,90 m. lauten auf einen Schuldschein. Frage, ob Vertrauensmänner- oder ob Verbands- System find 709 Billets verkauft und bis die vortheilhaftere Organisationsform sei, eine erregte Debatte keine anderen Wege offen stehen, um Lohnreduzirungen zu ver- jetzt 355 Mart eingekommen, ein Poften steht noch ein Poflen steht noch aus. gezeitigt, fam es zur Regelung der Wanderunterstützung durch hindern, und die Anwesenden verpflichten sich, wo es nur irgend Der Kassirer wurde entlastet. Sodann berichtete Kollege Mos- Annahme eines Antrages des Kollegen Larson, wonach die angängig ist, die 55 Pfennig Stundenlohn zu fordern und topf, daß die Bibliothek, welche jetzt 96 Bände zählt, im legten abreifenden Kollegen, die hier ihren Berpflichtungen nachgekommen eventuelle Streitigkeiten mit den Unternehmern zur Kenntniß Bierteljahre von 19 Kollegen benutzt wurde, diefelben lasen find, je ein Statutenbuch ausgestellt bekommen, in welchem beDer Vertrauensmänner zu bringen."- Zum zweiten Bunft der 27 Bücher. Ueber den Arbeitsnachweis berichtet Kollege Rolstätigt ist, daß sie ihren Pflichten den Kollegen Deutschlands Tagesordnung:„ Stellungnahme zur Wahl von Platzdeputirten", brunn, daß von April- Juli 86 Stellen aufgegeben wurden, gegenüber gerecht geworden sind". Dann gab Kollege Thieme wurde auf Antrag Geffrois' von der Fassung eines Beschlusses wevon 4 nach außerhalb, 8 telephonisch vermittelt und 4 nicht über die Wahlen zum Gewerbe Schiedsgericht einige Erläutenach längerer Debatte Abstand genommen. Es soll den Kollegen besetzt wurden. 50 Kollegen waren eingeschrieben gegen 327 im rungen, worauf die Kollegen Jacobey und Thieme als Kander einzelnen Plätze überlassen bleiben, Deputirte zu ernennen, 1. Vierteljahr. Daß das Bureau so schlecht benutzt wird, führt didaten einstimmig in Vorschlag gebracht wurden. Nachdem noch die sich von den Bertrauensleuten Sammelmaterial beforgen und Redner auf die Gründung eines dritten Gehilfenbureaus zurück. Die Angelegenheit, betreffs der Firma Brälow u. Woseniz flar die den Vertrauensleuten von den respektiven Arbeitsverhält- Ueber den von der Lohnkommission gesammelten Fonds berichtet gestellt worden war, was durch eine besondere Entgegnung im nissen Kenntniß geben. Zum Verkehrslokal für den Süden wurde Kollege Gräße 1, daß derfelbe jetzt, nachdem im letzten Viertel- Vorwärts" ihre Beleidigung finden wird, schloß die werdann das Restaurant von D. Klein, Echönleinjir. 6, ernannt jahre 29,70 m. gesammelt wurden, 1177,35 M. beträgt, davon fammlung. ( Bertrauensmann Böchert, Kottbuser Damm 99, v. 2 Tr. bei find 263,50 M. an Darlehen ausgegeben; einige fäumige Kollegen Minzler) und für den Osten das von Tempel, Langeſtr. 65 werden aufgefordert, nun endlich daran zu denken, ihre Darlehen Adlershof. Am 21. Juli fand die Generalversammlung des ( Bertrauensmann W. Klewe, Blumenstr. 36 a, Hof part.). zurückzuzahlen. Das einem Kollegen gewährte Darlehen von Arbeiter- Bildungsvereins für Adlershof und Umgegend statt. ZuDer Vertrauensmann für den Norden ist Merter, Müller- 15 m. sollte demselben als Arbeitslosen- Unterstützung angerechnet nächst gab der Vorsitzende Baar 3 bekannt, daß der Gaal von fraße 7a, das Verkehrslokal ist bei Wendt, Köslinerstr. 17. Im werden; die Versammlung lehnte dies jedoch mit der Wöllstein zu Bersammlungen nicht mehr zu haben ist, die GeBeſten ist Stolle, Nollendorfstr. 7, Bertrauensmann und das Motivirung ab, daß derselbe, follte er jemals in eine beffere Lage noffen also diefes Lotal jetzt meiden mögen. Weiter berichtete Raumann'sche Lokal, stulmſtr. 36, Berfebrelofal. In den Ver- kommen, das Geld immer noch bezahlen könne. Kollege Gräßer der Vorsitzende, daß in der abgelaufenen Geschäftsperiode des tehrslokalen sind die Bertrauensleute des Sonntags Vormittag zog sodann seine Statutenänderungs- Anträge Umstände halber Vorstandes 7 Vereinsversammlungen, 5 Borstandssitzungen und zurück, behielt sich jedoch vor, dieselben in der nächsten eine Agitationstour stattgefunden haben. Es folgte der Bericht Versammlung verhandeln zu lassen. Kollege Kerfac hatte des Rafsirers. Danach betrug die Einnahme 40,45 M., die Austreffe wurde schließlich angenommen: von 9 Uhr ab anwesend. man bes Statuts und für Sen Ethische 7. Uhr, und Damen stets willkommen. Gemeinde Sonntag, 7. August, VorWissenschaft. Neuer Berliner Handwerker- Verein. Sonnabend, den 6. Auguft, Abends 9 Uhr, Vereinsversammlung bet Müller, Johannisstr. 20. Vortrag des Herrn Dr. Hermann Weyl über Boltskrankheiten, mit besonderer Berückfichtigung der Cholera. Metallarbeiter.( E. H. nr. 29, Hamburg), Filiale Berlin 2. Große Bersammlung aux tontag, ben 8. Auguſt, Abends& Uhr, in Krösche's zotal, Fichteftr. 29. Bericht über die Generalversammlung zu Weimar. Referent Dito Klein. Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein. Filiale Friedrichsberg. Bersammtung Sonntag Nachmittag 4 Uhr, in Schneider's Geſellſchaftshaus, Prostauerstraße 38/39. Borderung der Mullin, Vortrag des Herrn Robert Wolf: Die Sozialdemokratie, eine Tischler- Verein. Heute Abend 9 Uhr Melchiorstr. 16 Versammlung. Uhr. Marfusstr. 31: Unterricht in Deutsch( unt.); Nordschule, Müllerstraße Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris.„ Cafe de la Nouvelle Poste", Ecke von Rue Montmatre und Rue Etienne Marcel, EtnDie Kuopfarbeiter Berlius und Umgegend hielten am ebenfalls einen Antrag eingebracht, welcher lautete: gabe 43,15 M., mithin blieb ein Defizit von 2,70 M. Dem 1. Juli eine öffentliche Bersammlung ab. Derselben veranschau-„ I. Statutenänderungs- und Zusaßanträge werden inner Saffirer wurde Decharge ertheilt. Die Bibliothek ist von 17 MitRichte Genoſſe Roland in einem einstündigen Vortrage ben halb 3 Monaten nur einmal verhandelt. II. Anträge zur Auf- gliedern benutzt worden, welche 26 Bücher gelesen haben. Die Sweck und Nußen der Gewerkschaftsorganisation. Das Referat lösung des Fachvereins kommen innerhalb 3 Monaten nur ein Vorstandswahl hatte folgendes Resultat: Baar 3, 1. Vors.. fand lebhafte Anerkennung. Nachdem in der Diskussion Kollege mal auf die Tagesordnung." Hierzu beantragte Rollege Gräbert, 2. Vorf., Gallasch, 1. Kassirer, Worbs, Spieß des Weiteren die Verpflichtung zur gewerkschaftlichen Gräßel Uebergang zur Lagesordnung, weil der Antrag Schriftführer, Fiedler, 2. Raffirer, und Neubacher, Organisation erläutert und Rollege Schubert auf den bestehen- reaktionär sei. Die Abstimmung ergab Ablehnung des Antrags Bibliotgelar. Im Weiteren wurde noch bebauert, daß sich die den Fabrikantenverein hingewiesen, auch andere Medner in dem Grässel. Nunmehr wird der Antrag Kerfack distutivt, nach Mitglieder an der Agitationstour schwach betheiligt haben. ſelben Sinne sich geäußert hatten, wurde einstimmig eine Reso- heftiger Debatte jedoch ebenfalls abgelehnt. Zum Schluß lution angenommen, in welcher die Bersammlung der Ansicht( Derselbe war Musdruck gab, daß nur durch eine stramme Drganiſation etinas proteiinte Solfege 23 achen noch nachtraglich bell tot bes perrn Dr. Jutgenau über den ältesten Menschen ber cube. Buy, Bortrag Sie erreichen sei, und sich verpflichtete, Mann für Mann, soweit sammlung vom 23. Mai, wonach er gesagt haben soll, daß das bies noch nicht geschehen, der Fachorganiſation ver Knopfarbeiter Büreau des Kollegen Schepe in der Seidelstraße start verschuldet mittags 10% upr, Rosenthalerſh. 38. Herr Walbert nanale: Suligton Bur beizutreten und für biefelbe ju agitizen. Zum Delegirten zur fei. Gr habe vielmehr gesagt, daß genannter Kollege das Büreau Berliner Streit- Kontrollkommission wurde hierauf nach voran- aus Chikane aufrecht erhält. gegangener Berichterstattung über die Thätigkeit der StreifKontrollkommission Kollege Schubert gewählt. Einen weiteren In einer Versammlung der gewerblichen Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen hielt am 1. August Genosse J. Timm Röhll'ſchen Knopffabrit. Geliſamenweise war diese gabril in der Ber- einen intereſſanten mit Beifall aufgenommenen Vortrag über den ſammlung nicht vertreten. Die dortigen Arbeiter sind allerdings nicht Werth der Organisation. An der Diskussion betheiligten sich die organisirt. Die Versammlung trat deffenungeachtet in eine Be- Genossen Solisch, Scholz und Neumann. Dieselben beDen gemachten Mitthei- tonten wie der Referent besonders die Nothwendigkeit der Theilbungen zufolge beträgt die zohnreduktion bismo pet. Machnahme der Mädchen und grauen an den Stämpien der älvbeiter bem letzten Streit in der Fabrit hat der Fabritant feine Fabrit und somit an den Organisationen derselben. Herr Neumann mit Arbeitern aus Sachsen und Böhmen besetzt. Angesichts der konstatirte, daß schon Schritte gethan feien zur Schaffung eines saule, Sagelsbergerir. 43: unterricht in Deutſch( unt.); Süd- Dft= augenblicklichen Geschäftslage, wo die Fabrit zeitweise gänzlich allgemeinen Vereins der gewerblichen Arbeiter und Arbeiterinnen, Schule, Steichenbergerfir. 133: Unterricht in Buchführung; ft:& tule: geschlossen war, wurde die Lohnreduktion um so schärfer ver- und forderte zu reger Agitation für die demnächst stattfindende nr. 179a: Kein Unterricht. In allen Lehrfächern, mit Ausnahme Mathematic Urtheilt. Angeblich sei die betr. Arbeit, welche andere Fabrikanten öffentliche Versammlung auf, in welcher dies Projekt näher und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jest im Bause brückgewiefen haben, nur ang. Subit, welche andere Fab Urbeiter erörtert werden soll. Die Versammelten gingen mit einem och bes Cemeſters, eintreten. überhaupt zu beschäftigen. Gegen diese Praxis wurden ernste auf die internationale Arbeiterbewegung auseinander. Bedenken geltend gemacht, da die Meinung war daß die redu gang Rue Etienne Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Bersammlung; zirten Löhne auch fernerhin beibehalten werden würden und dann| Die Freie Vereinigung der Graveure und Eiseleure reiche Bibliothet, Beitungen, franzöfifcher Unterricht. Der anen wählte am 1. Auguſt nach Abänderung einiger Paragraphen des der fremd nach Paris kommt, findet hier einen Anlehnungspunti, arbeiter, für gänzlich unmöglich erklärt. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends den gebotenen Cohn beiten, unde Statuts den Kollegen Krauß an Stelle des Kollegen Groebel Die stattgehabte Lohnreduktion zum Mitglied des Ausschusses. Es folgte der Bericht über den 9 Uhr: Uebungsflunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Giche, Rir2yrania, Landsbergerfchate als tlaſſiſcher Beweis für die Nothwendigkeit der ouvert Arbeitsnachweis, wonach der Stand desselben günstig ist. Hierauf borf, Germann- und Kneſebedfr.- Gde bei Beyette. Sanges Echo, Naunynstraße 86, bei gubetl. Glück zu, bet ſchaftlichen Organisation und der Durchführung eines einheit- trat man in die Diskussion über den neunſtündigen Arbeitstag Freundschaft 2. Friebenfiraße 8: 0," am lichen Lohntarifes erachtet. ein. In einigen Werkstätten ist thatsächlich noch eine 101/ 2- und Knebel, Badstraße 68( Gesundbrunnen). Phönir, Bülowstraße 65 bei Bretlow. Teltow in Teltow, Schwarzer Adler.- Esmeralda, Königsmehrstündige Arbeitszeit üblich; eine solche von 9 Stunden jetzt bergerstr. 24.- Liederkranz in Brandenburg, Wengert's Boltsgarten. Sand in Hand 2, Friedrichsberg, Friedrich Startstraße 11 bet Heinecke. Mitgliederversammlung ab, in welcher Getoffe,& fit tiver das ba die Geschäftslage eine äußerst ungünstige und die IntereffeDer Verein Berliner Handbiener hielt fürzlich eine zu erreichen jedoch, wie hervorgehoben wurde, zur Zeit unmöglich, Gesundbrunner Männerchor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. geselligen Thema sprach: Wie ftellt der Berein sich zu Dem in der öffent- losigkeit eher zu- als abgenommen hat. Es wurde deshalb be: que Buſchriften, den Bund der gefelligen Arbeitervereine betreffend, bichen Hausdiener- Bersammlung angenommenen Antrag betreffs schlossen, für ein eventuelles Vorgehen einen geeigneten Zeitpunkt mbau lichten án Mar Gens, Berlin Deligatorischer Einführung einer neu zu grünbenden Seitung für abzuwarten und bis dahin genügende Vorbereitungen zu treffen. abend: Theaterverein" Iphigenta", bei Kramer, Rizbort, Perrmannden Verein? Der Redner begrüßte zunächst die Organisation in der Hausdiener- Bewegung und tadelte das Zurückhalten vieler Gine Generalversammlung des sozialdemo- Weberstr. Geselliger Verein Neue Welt" bet Strohschänk, Ryteftr. 48, frafischen Wahlvereins für den 2. Berliner Gefelliger Berein» Norb" bet Strüger, genuit. t Theater- und Artistenklub Gründung eines einheitlichen Digang allerhungen empfaden Steichstag 8-28 a bitte is erstattete, au 4. Auguſt Genolje Sugen straft 2 bet Bet Senn fir, 5. Eiche bet Niederschuh, Fürbringerstr. 7.Gewerbe Angestellten, wodurch es möglich würde, einen Druck Ehling den Kaffenbericht für die Zeit vom 12. Januar bis rech, Schulstraße 104. wef die quelcher Weise, eine obligatorische Giftſpiele fürgang gegeben 136,55 92, jomit blieb ein Ueberschuß von 282,25 W. Bergerne. 2( gum) Er bemerkte hierzu noch, daß die in Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Anh Provinzen Angestellten sich schon lange nach einem rechnung über die Matinee am 18. April fonstatirte einen Ueber- nickel'scher Musitverein Allegro, bet Spinbler, Reichenbergeritage Bau, Anhaltepunkt sehnen und sich einemt derartigen Unternehmen mit schuß von 148,80 M. Derselbe wurde dem Vertrauensmann zur zweckaller Entschiedenheit anschließen würden. Gine diesbezügliche mäßigen Verwendung für die Familien kranker und bedürftiger Geüber wurde der Vortrag mit greuben begrüßt, nur nahmen wahl ergab folgendes Resultat: D. Klein, 1. Vorsitzender; einzelne Reduer auf die bestehende Uneinigkeit der hiesigen Wereine Baltow, 2. Vorsitzender; Ludwig, 1. Kassirer: Miley, eine Belehrung. 31 Musehold. straße 140. Arbeiter- Tambour- Berein, Vorwärts" Rirdorf, Herrmannund Wandzlickstraßen- Ecke bei Rober. Rauchklub Anita" bet Regte, Stralauerstr. 57. Die dann verlesene Ab- GefangEcke Forsterstraße. " Tambourverein Deutsche Rauchklub Dornröschen bei Bergnügungsverein Grüne Schleife bei Zambourverein Borussia bei Zeichnis, KönigsVergnügungsverein Helgoland 2 bei Miegels, und Vereine. Sonnabend. Paul Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute von 8-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Bühnenverband Normania jeden letzten Sonnabend im Monat bei Abends 39 lyr bei Coulz, Brunnen, e Theaterverein Bar jeden Sonnabend nach dem 1. und 16. Bibends on perin Berline Leichniß, Königsbergerstr. 24. Privattheatergesellschaft, ch neeglöckchen", nickerstraße 68. Theaterverein essing. Jeden ersten und legten Sonnabend im Monat 9 1hr Abends Sitzung bei Studolph, Krautr. 6. Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Seindorf, Barnimſtr. 16. Bergnügungsverein Lustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. Vergnügungsverein Jugendfreunde, jeden Sonnabend Abend 9 bis 11 Uhr bei Schulz, Brenzlauer Allce.. Mariannen- Ufer 2. ftraße 103 bei Radke. -Literarisches. zu 3 Monaten Gefängniß, Müngersdorff, welcher den Paß gegeben. hatte, zu 6 Wochen Haft, welche aber als durch die Untersuchungshaft verbüßt erachtet werden. Der Besorger des Passes, Vogt, wurde freigesprochen. Berliner Volks Tribüne, Sozialpolitisches Wochenblatt. Pautenbach, Cuvrystr. 3.- Bergnügungsverein& uſtige Becher Abends Vierteljahr 1 M. 50 Pf., monatlich 50 Pf. Inhalt der Nummer 32 Bergnügungs- vom 6. August: Aus der Woche. Individualismus II. verein Carmen Sylva Sigung 9 Uhr im Restaurant von D. Wils, Staatssozialismus und Sozialdemokratie I. Zur Frage des Zur Lage Geselligkeitsverein Pallisaden Eiche, Abends 9 Uhr, Pallisaden- Schwihsystems in der Berliner Bekleidungsindustrie. Danst Forening Freia( Dänischer Verein der Braunkohlen- Arbeiter im Falkenau- Elbogener Kohlenbecken. Freia), Lindenstraße 106 bei Poppe. Verein ehemaliger Schüler Vom Schlachtfelde. Gedicht. Novelle. die Juraföderation im Jahre 1888 aus Frankreich ausgewiesen wurde, trug bei der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant url, Koppen- und Michael Bakunin, I. Straße 58. Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Die Monopolisirung des deutschen Voite, Kolbergerstr. 23. Petroleumhandels.- Aus Bulgarien, II. Gewerkschaftliches.. Stattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinstr. 22. Stattlub Revolution Von der Bewegung. Vermischtes. Abends Reichenbergerstr. 73, bei Fausimann. Schaftopf- Klub Bruder= tette tagt jeden Sonnabend Abends 9 Uhr bei Weiß, Andreasstr. 77a. Rauchtlub Dornröschen, Abends 9 Uhr, Schulstraße 104 beim Reftaurateur rech. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Sof, Admiralstv. 18c. Sprecisaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. " Dermischtes. Paris, 5. Auguft. Die heute verhafteten zwei Anarchisien, der Italiener Agresti und der Franzose Powet, welche in dem Verdacht stehen, Komplizen des Anarchisten Parmeggiani zu sein, verweigerten bei ihrer Bernehmung jede Aussage. Agresti, der seiner Verhaftung Waffen und gefälschte Urkunden bei sich. London, 5. August. Nach einem Telegramm der„ Times" aus Simla von heute hat die indische Regierung dem Emir von Afghanistan Dschellalabad als Ort einer Zusammenkunft zwischen ihm und dem Oberbefehlshaber der indischen Truppen, Lord Roberts, vorgeschlagen. Eine Eskorte von hinreichender Stärke würde General Roberts dorthin begleiten. 11 Wie nach einer weiteren Meldung desselben Blattes verlautet, sollen 4 oder 5 Russen im Hazaragebiete gefangen genommen und nach Kabul geschickt worden sein. Vergiftung durch Schierling. In Münster i. W. ist am 1. August die aus fünf Personen bestehende Familie des Kanzleifefretärs Oppermann vergistet. Unter einer Quantität Sellerie, London, 5. August. Eine Depesche der Lloyds" aus die auf dem Markte gekauft und zum Mittagessen verwendet Hongkong von heute meldet, auf dem dem Norddeutschen Lloyd wurde, befanden sich einige Schierlingsblätter. Die Aerzte sollen gehörigen Dampfer Oldenburg" sei auf offener See Feuer auskaum noch Hoffnung haben, die Vergifteten am Leben zu erhalten. gebrochen. Der Schaden sei unbedeutend, ein Theil der Ladung Auf der Jagd erschossen. Der Förster Stolp in Mellenthin sei über Bord geworfen worden. spürte am 28. Juli spät Abends im Walde einen Hirsch, und Der Kommission der Tabakarbeiter Berlins zur Erwiderung, stand hinter einem Wachholderstrauche auf Lauer, als er plöglich ( Depeschen des Bureau Herold.) daß es mir fern liegt, mit meiner Genossenschaftszigarre irgend ein Geräusch bemerkte und auch etwas Lebendes fah. Im Glauben, Köln, 5. August. Die„ Köln. Volts- Zeitung" meldet aus eine Täuschung zu beabsichtigen. Das sagen die Worte: Aus daß es der vorhin gesehene Hirsch war, gab er Feuer und traf Cettinje, Fürst Nikolaus habe Kenntniß von einer Verschwörung der Mannheimer Genossenschaft." Und jede Kiste ist mit einer einen 56jährigen Dachdecker, welcher mit seiner Sense auf erhalten, welche auf seine Abseßung hinwirken soll. KomproBigarrenarbeiter- Kommission, als sie bei mir sich die Genossenschafts- und vier Kinder hat, ist so schwer verletzt, daß an seinem Auf- scheinenden Zeitung„ Echo" find wegen der Angriffe gegen den Schußmarte( Solidarität) versehen, wie sich die Herren der dem Rücken den Heimweg antrat. Der Getroffene, der eine Frau mittirte Personen verlassen eiligst das Land. Hamburg, 5. August. Drei weitere Nummern der hier er zigarre fauften, überzeugt haben werden. Zudem scheint der gestrige fommen geziveifelt wird. Sprechsaal- Artikel nur darauf hinzuzielen, mit einem Händler", Staatsanwalt Dr. Romen neuerdings tonfiszirt worden. der nicht Zigarrenmacher ist, anzubinden. Denn jeder Raucher weiß, und verfolgt die Sache mit Interesse, daß die Zigarren= Kontrollmarke( nicht Schutzmarke) erst am 1. Oktober eingeführt werden soll. Die Mannheimer Genossenschaft ist gerade ein solches privates Institut, wie es die Bäckereigenossenschaft in Berlin ist. An der Spitze der Zigarrenarbeiter- Genossenschaft steht Genoffe Dreesbach. Es werden zumeist nur ausgesperrte Arbeiter beschäftigt! Das ist Grund genug, um dort zu kaufen und für recht weite Verbreitung der Waare derselben zu sorgen. Dazu treibt das Solidaritätsgefühl. Also braucht sich, die Kommission der Tabak- Frankfurt a. M., 5. August. Prozeß Jäger. Die arbeiter keine grauen Haare darob wachsen zu lassen, daß eine Straffammer verurtheilte Jäger zu 10 Jahren Gefängniß und Täuschung geschehen könnte. Vorläufig ist die 3igarren- 5 Jahren Ehrverlust, den Mitangeklagten Hensel zu 6 Jahren Kontrollmarte ihrerseits noch nicht eingeführt. Nachher ist Gefängniß und 5 Jahren Ehrverlust, die Josephine Klotz zu immer Zeit, Sprechsaal- Raketen loszulassen, denn ich wiederhole: 3 Jahren Gefängniß, den Buchhalter Fr. Ad. Gerloff, die Wittwe Einigkeit macht start, und so lange der Arbeiter den Arbeiter be- Margarethe Gerloff und die Klavierlehrerin Charlotte Gerloff zu tämpft, wird unser Roggen nicht blühen. je 2 Jahren Gefängniß, Adolf Gerloff außerdem zu 3 Jahren Ehrverlust, Frau Jäger und deren Eltern zu je 11/2 Jahr Gefängniß, das Dienstmädchen Messer zu 1 Jahr und deren Schwager Nicolaus Messer zu 6 Monaten Gefängniß, Constanze Ochs MACHT EINIGKEIT GESETZL DEUTSCHE S STARK GESCH ERFURT SCHUHFABRIKE Paul Fiedler, Zionskirchpl. 7. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Bremen, 5. August. Nach einer bei der Direktion des Norddeutschen Lloyd" eingegangenen Meldung habe der Dampfer Oldenburg" durch ein an Bord desselben ausgebrochenes Feuer feinen Schaden gelitten. 4 Stockholm, 5. August. Unter Vorsitz des Königs Oskar fand heute ein norwegischer Ministerrath statt, zu welchem die Mitglieder der hiesigen norwegischen Staatsraths Abtheilung gestern eintrafen. Eine vollkommene Einigkeit zwischen dem König und der norwegischen Regierung scheint noch nicht her gestellt, denn die norwegischen Staatsräthe werden nächste Woche wieder nach Christiania zurückkehren. Auch„ Nya Dagbl. Alle handa" befürchtet, daß noch schwere Kämpfe mit Norwegen be vorstehen. Briefkaffen der Redaktion. H. G., Dortmund. Der Artikel ist bereits an das dortige Blatt zurückgesandt, da er von vorwiegend lokalem Interesse und wir hier teine Beweise für die Richtigkeit der Angaben haben. Emil Paeckart. Tausend. Charlottenburg. Wir wissen den Namen des Betreffenden ebenfalls nicht. Schuhe u. Stiefel Bankow, Borchardt's Vereinshaus. mit Kontrollmarke Schulzestrasse Station Nordbahn. Nur Hüte 2661L mit der Größter Saal der Umgegend. Allen Ausflüglern bestens empfohlen.[ 2641L echten Arbeiter- Kontrollmarke Empfehle nach wie vor mein verMartin Klein, dem verehrten Publikum. Vorwärts, andere aus.[ 1142L aus der Deutschen Schuh- größertes Lokal, frans. Billard 2c. 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