Nr. 303. Abonnements- Bedingungen: S bonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illuftrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 21. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 fg. Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Borte über 15 Buchstaben zahlen für zwei Borte. Inferate für bie nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernbrecher: Amt IV. Nr. 1983. Sonntag, den 25. Dezember 1904. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. friede auf Erden! Da die Dirten ihre Derde Ließen und des Engels Worte Crugen durch die enge Pforte Zu der Mutter und dem Kind, fubr das himmlische Gefind' fort im Sternenraum zu fingen, fuhr der Dimmel fort zu klingen: " friede, friede! auf der Erde!" Seit die Engel fo geraten, O wie viele blut'ge Caten Dat der Streit auf wildem Pferde, Der geharnischte, vollbracht! Jn wie mancher heil'ger Nacht Sang der Chor der Geifter zagend, Dringend flebend leis verklagend: friede, friede auf der Erdel" Lichte Nacht! 0 Spärlich und trib ist der Tag, lange Nacht bedeckt das winter liche Land. Aber der immergrüne Nadelbaum ist hereingebracht, seine Lichter brechen das Dunkel und fünden das neue Werden lichter Tage. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1984. Doch es ist ein ew'ger Glaube, Daß der Schwache nicht zum Raube Jeder frechen Mordgebärde fallen werde allezeit: Etwas wie Gerechtigkeit Webt und wirkt in Mord und Grauen, Und ein Reich will fich erbauen, Das den frieden fucht der Erde. Mäblich wird es fich geftalten, Seines beil'gen Amtes walten, Waffen Schmieden ohne fährde, Flammenfchwerter für das Recht, Und ein königlich Gefchlecht Wird erblüb'n mit ftarken Söhnen, Deffen helle Cuben dröhnen: " friede, friede auf der Erde!" Der Arbeitsmann ist nicht unter den Frommen und Betern, aber unter dem Licht des Weihnachtsbaumes sinnt er von alter Legende und neuer Wahrheit, von holden Verheißungen und furchtbaren Wirklichkeiten. Sie feiern, so sinnt er, die Geburt des Heilands, der nicht hatte, wohin er sein Haupt legen sollte, dem die Mächtigen die Krone von Dornen in das Haupt drückten und der am Kreuze den Märtyrertod erlitt. Aber sie selbst leben in Brunt und lassen zu, daß Bahllose nicht wissen, wo sie ihr Haupt hinlegen sollen; fie selbst verfolgen und ächten die Verkünder neuer Lehre und das Kreuz haben sie in das blutige Schwert verwandelt. Conrad ferdinand Meyer. Neben der Kirche aber ragt Gefängnis und Zuchthaus. Wehe dem Entgleisenden, der die heilige Ordnung des Besizes nicht ehrt, wehe dem in trostloser Jugend Vertvahrloften. In tausend Formeln geübte Richter sprechen ihm das Recht, daß er im Kerker büße, was die Zerrüttung des Gesellschaftslebens versündigt. Zehn tausende modern, aber Staat und Kirche gedeihen in ihrer bor trefflichen Ordnung. Und mit der Arbeit entwürdigt ist das Weib. Um der Mutterschaft willen, der die höchste Ehrfurcht gebührt, ist es vom ganzen Menschentum verstoßen und den niedersten Dienstleistungen untertworfen. Die Herrschaftsordnung des Befizzes hat die Heiligkeit ber Gebärerin entheiligt und die Mädchen der Armut dem Verkauf der edelsten Empfindungen preisgegeben. Not und Tod, Laster und Verkommnis, das sind die Früchte einer Zeit des gepriesenen Aufschwunges, unendlicher Reichtumsentfaltung, maßlosen Herrscherpomps... Jm gleichen Fest erscheinen alle geeint, die sonst wider einander ringen im Lebenstampfe. In den pruntenden Palästen des Frieden auf Erden tönt es durch die stille Nacht, aber Reichtums, in den Salons der Staatsmänner und Diplomaten, im Seriegsmord und Menschenbedrüdung verheert die Welt. Wieder zehn Wohnhaus der Bürger, im fargen Heim der Arbeiter, selbst im tausend Soldaten mehr, neue Gewehre, neue Kanonen, hundertKellerwinkel und in der Mansardenkammer der Wermsten das fältig tobbringend. Unsere Jugend wird der Stulturarbeit auf Jahre basfältig felbe Fest, das Fest des Friedens. Von den Türmen der entrissen, in Kasernen gepfercht und zu fnechtischer Unterwürfigkeit Dome und Kirchen läuten die Glocken milde und feierlich: Frieden gezwungen. So soll Frieden gesichert werden, aber immer Diese Bilder fieht der Proletarier vorübergleiten, ba er bor auf Erden 1" ungeheuerlicher schwellen bei allen christlichen Nationen die Armeen dem Lichterbaum finnt. Er sieht in eine Zeit, durch deren Dunkel Doch die Gleichheit des Friedens ist äußerer Schein. Die und die Waffenrüstungen auf, immer furchtbarer wird die Drohung Flammen von Blut lodern. Nun wird der Sinnende endlich durch Gefühle, die Gedanken der Menschen flingen nicht friedensvoll des Weltkrieges, der über der Menschheit hängt. In fremde liebliche Kinderstimmen erweckt, nun sieht er das Licht des ineinander. Wie an den Alltagen des haftenden Erwerbes der Bonen ist man gefahren, fernen Menschenstämmen nahm man Land Weihnachtsbaumes, das Auge wird hell und er spricht zu Weib und Mensch dem Menschen ein Fremdling gewesen, Fremblinge sind sie und Gut. Nun müssen in öben Sandwüsten Afritas deutsche Soldaten Kind: Ich sah in düstere, blutige Nacht, aber es glimmt das Licht, einander unter dem Lichterbaum, Fremdlinge werden sie einander durch Seuche und im Gefecht zugrunde gehen. Immer neue das die Sonnenwende kündet, die Geburt des neuen Tages, ber bleiben vom nächsten Tage, der den Schein des Friedens ablegt und Soldatentransporte, immer neue Berlustlisten, aber in der Reichs- neuen Zeit. den alten Streit aller gegen alle erneuert. hauptstadt feiert man rauschende Feste! Und im fernen Osten ein Neues Hoffen entfacht das Weihnachtslicht im Kämpferheer der Die da in den Palästen und stattlichen Häusern Weihnacht entsegensvolles Ringen zweier Völker, deren eines sich auch ein arbeitenden Menschheit. Alte Festgedanken vom Wiederaufstieg des feiern, heißen sich Christen, aber wie wenige unter ihnen sind„ chriftliches" nennt und dessen Herrscher die Einleitung des Welt- Sonnenballs, von der Geburt des erlösungsmächtigen Gottessohnes bemüht, sich in die Lehre, der sie in Worten huldigen, einzudenken. friedens verkündigte, das aber räuberisch Land um Land an sich riß sind wiedergeboren im Geiste der Gegenwart, in den Jdealen des Den meisten ist das Weihnachtsfest das Fest der Geschenke und der und statt der Rüstungsverminderung ungeheure Rüstungsvermehrung Sozialismus. reichlichen Mahlzeit. Es ist auch ein Fest für die Kinder, die mit herbeiführte. Zehntausende Menschen fallen in einer Stunde vor Aus der Krippe wieder kommt der Menschheit neue Botschaft. übermäßigen Gaben überschüttet und zu eben der Gedankenlosigkeit den Feuerschlünden der Kanonen, Minen explodieren Menschenleiber Die Armen und Bedrückten sind wieder die Wegweiser der Menschaufgezogen werden, in der die älteren behaglich genießen. Kein zerreißend, Panzerschiffe, deren Erz der Bergmann mühselig aus dem heit, doch sie bauen nicht auf Legende und Dogma, sie bauen auf hoher Gedanke bewegt dies Feiern! Schoß der Erde geschürft, finten im Augenblick in die Flut und die Errungenschaften der Wissenschaft und Vernunft, sie bauen auf Mancher freilich folgt der Kirchenglocke und läßt sich vom Geist menschliche Arbeit liegt wertlos auf dem Grunde der See. Blutiger das unauslöschbare Streben nach der menschlichen Vervollkommnung. lichen ein erbaulich Wort erzählen von der Geburt des Erlösers und Schrecken raft durch die Menschheit, da die Glocken ertönen: Frieden mittel der Gewalt find aufgeboten, um die Zukunft zu erschlagen, Wohl wehrt sich das Dunkel gegen das neue Licht. Tausend von der Verkündigung des Engels: Siehe, ich verkündige Euch auf Erden! große Freude, die allem Volle widerfahren wird." So hat der che fie zum Leben erivedt wird, tausendfache Lift und Tüde ift fromme Bürgersmann seine Pflicht getan und beruhigten Gewissens darf er zurückkehren zu seinem weltlichen Treiben, das nimmer allem entfeffelt und die Witzigsten der Pharifäer mühen sich, mit Bolte Freude gebracht. geringen Späßen das Wachsen einer neuen Menschheit zu hemmen. Aber das gewaltige Wollen, das im Arbeitervolle lebt, ist nicht zu erbrüden, ist nicht zu überlisten und nicht vom Lachen ungläubiger Toren zu entweihen. Hunderttausende, Millionen kämpfen Menschlichkeit. Es soll eine Zeit gewonnen werden, da nicht ber mensch den Menschen auszehrt und vernichtet, da jeglicher des anderen Recht achtet und in freudiger Eintracht alle an der Arbeit der Menschheit wirken. Klasse hat sich über Klasse erhoben, Millionen find in ben Staub des Elends geworfen, damit Tausende in den heiteren Höhen atmen. Die Arbeit, die Aufgabe der Menschen ist zur Stlaberei um Lohn entwürdigt. In maßlofer Ueberarbeit, in nervenerschütternder Teilarbeit müssen die Menschen sich erschöpfen; in reichender Nahrung, die schmählicher Bucher frevelhaft verteuert, müssen sie den Hunger stillen. Siechtum zerstört die Leiber in der Blüte der Jahre, betrogen um Jahrzehnte des Lebens wird der Proletarier zu Grabe getragen. Der Frommen Frömmfte aber, am hohen Festtage milde gestimmt, zeichnen Beiträge für den neuen Stirchenbau; eingebent der Mahnung eines begnadeten Gottesmannes zeichnen sie nicht unter fargen Hütten luftlos und lichtlos müssen sie hauſen; von unzu von Tag zu Tag für das Werden einer neuen Epoche, einer höheren 200 Reichsmart, daß sie sauber im goldenen Buch vor den Herrscher des Landes gebracht werden und daß fie fich nicht minder der Gunst ihres himmlischen Herrschers versichern. Die Arbeit ist vertrieben vom Erbe der Wissenschaft Das ist die geweihte Nacht der sich Christen Rennenden. Man denkt voll Rührung des Zimmermannsfindes in der Stallkrippe, doch Noch deckt die lange Nacht das winterliche Land. Aber das beffer ist es, in Wohlleben und Schwelgerei den Leib zu pflegen und und Kunft. Die Herrschenden haben die Bildung, um sie zu ver- Licht vom immergrünen Nadelbaum erhellt die Wirren der GegenArmut und Demut, Stall und Krippe anderen zu lassen. fälschen und zur Festigung des Unrechtes auszubeuten. Die wart und leuchtet verheißungsvoll in die Zukunft. Für diefe Bu Die Anderen feiern auch Weihnachtsfest, ein anderes Arbeitenden dürfen nichts ahnen von der befreienden Wahrheit, die funft zu wirken in aller Begeisterungskraft, das ist das weihWeihnachtsfest. Klein ist der Wohnraum, schmächtig der Rabel- Denterweisheit gefchaffen, von den Schönheitswerten göttlicher nachts- Gelübbe der Arbeiterflaffe! baum; oft blaß und überarbeitet die Kinder, denen Vater und Mutter Dichter, die erst dem menschlichen Leben Lebenswert geben. aus mühselig erfparten Mitteln billig erstandene Gaben reichen. Aber Dunkle Gewalt bedroht selbst die dürftige Schule bes Boltes, in jenen weiten hohen Räumen des Wohlstandes ist der Geist uraltes Dogma soll die kindlichen Geister ertöten und das Volk zu unwahr und enge, in diesen engen Wohnftätten der Arbeit ringen geistiger Bedürfnislosigkeit zähmen. Eine Lehre der Liebe soll zur die Herzen nach weitem Fühlen, streben die Geister in hohen Flügen Entfachung fanatischen Hasses mißbraucht werden, auf daß die Macht zu erhabenen Menschheitsgedanken! der Kirchengetvalt gesichert ist. ating Politifche Ueberficht. Berlin, den 24. Dezember. Eine der königlich dänischen Fabrik angefertigten Waffen an Rußland geliefert werden. Er sagte: sammlung aussprach. Der Direktor des Instituts Swerykin er stattete darüber dem Finanzminister( dem das Institut unterſtellt ist) Bericht, worauf er die telegraphische Aufforderung erhielt, eine " Die Regierung soll nur darauf achten, daß keine dieser Sigung des Senats einzuberufen, in der über Maßregeln beraten Die Verfassungsbewegung in Rußland. Waffen nach einer der friegführenden Mächte verschifft oder werden soll, wie in der Zukunft Studentenunruhen" zu verhüten Ueber die Beweggründe, die Swiatopolt- Mirsky geleitet jeien. Der Senat beschloß in der Sitzung vom 7. Dezember, dem abgesandt werden und das Syndikat hat bei der Bestellung haben, als er die Zusammenkunft der Semstvovertreter be- minister eine Antwort zu erteilen, der wir die folgenden dafür garantiert. Die erwähnten Waffen sind für einen Empfänger in Deutschland bestimmt. Aber selbstverständlich hört die Garantie günstigte, wird uns von unterrichteter Seite mitgeteilt, er habe Stellen entnehmen: Die Ursachen der Studentenunruhen des dänischen Staates mit dem Augenblick, wo sie die Grenze geglaubt, die Semsiwoleute würden wohl in der unterwürfigsten liegen in den Staatsverhältnissen Rußlands, die feine eines anderen neutralen Landes passieren, auf. Von dem Augen Form um einige Reformen betteln, dafür aber der Regierung Sicherheit gewähren für die bürgerlichen Rechte der Person. blick an wird es in diesem Falle Deutschlands Sache sei, darauf erfolgreiche Entwickelung höheren Bildung ift ihre Dienste zur Beilegung der inneren Wirren" anbietenzu achten, daß sie von Deutschland nicht nach einer Anderes Der friegführenden Mächte geschickt werden. so hatten es nämlich die Semstwos im Jahre 1881 nach der unter dem gegenwärtigen Regime unmöglich. Wir sind Zeugen eines und mehr kann irgend welche Regierung nicht tun." Thronbesteigung Alexanders III. in zahlreichen Adressen, die traurigen Schauspiels der allmählichen Entartung und des ununterGewiß hat die deutsche Regierung die Pflicht, dafür zu an diesen gerichtet waren, gemacht, und diese schwebten dem brochenen Verfalls der ruffiſchen Bildung, was die unausbleibliche Folge der nicht aufhörenden Unruhen ist. Und darin erblicken wir, " Frühlings" minister als Muster vor. Der radikale Beschluß die wir Wacht halten über die höhere Bildung in Rußland, eine sorgen, daß von hier aus keine Waffen nach Rußland gedes Semstwokongresses war für die Regierung eine Ueber- ernsthafte nationale und Stulturgefahr für Rußland und erachten es liefert werden, solange der Krieg dauert, und wir werden ja raschung, und man beschloß abzuwarten, ob die für unsere bürgerliche und akademische Pflicht, auf diefen Zusammen sehen, wie sie diese Pflicht nun, wo eine solche Lieferung Bewegung einen ernsten Hintergrund hat und hang des Verfalls der höheren Bildung mit der allgemeinen Recht- vahrscheinlich versucht werden wird, erfüllt. Aber die Aufman genötigt ist, Stonzessionen zu machen oder nicht. Nach einiger losigkeit der Person in Rußland hinzuweisen." Des ferneren erklärt fassung, daß es sich mit der Neutralitätspflicht vereinbaren Zeit glaubte man nun in den Hofsphären den Eindruck gewonnen der Senat sich vollständig einverstanden mit dem Beschluß des lasse, wenn die königlich dänische Gewehrfabrik Waffen für zu haben, daß eine bedrohliche Macht hinter den konstitutionellen Semstwokongreſſes und erklärt: Als Mitglieder des akademischen Rußland aufertigt, ist doch so leichtfertig, daß sie kaum einer Kollegiums und als russische Bürger erachten.wir es für unsere Pflicht Widerlegung bedarf. Elementen nicht stecke. Auf den Banketten soll es vielfach zu im gegenwärtigen entscheidenden Moment auf die dringende Not- Auffassung nicht, denn er sagte zu einem Interviewer:„ Erst Auch Madsen teilt offenbar diese Zusammenstößen zwischen mäßigen und radikaleren Elementen wendigkeit einer fundamentalen Reform hinzuweisen, die alle Negekommen sein. Die Versammlungen der Gouvernement formen auch die akademische- in sich schließt, nämlich die Not- jetzt, als von" Social Demokraten" die Behauptung aufgestellt Semstwos, die in einer großen Reihe von Städten begonnen wendigkeit, in Rußland eine repräsentative Regierungs- wird, die Gewehre seien dazu bestimmt, auf Umwegen haben, verlaufen in der überwiegenden Mehrzahl ganz ruhig. form einzuführen mit sicheren Garantien für die persönlichen und nach Rußland zu gehen, hat man im KriegsEin Teil des grundbesitzenden Adels, der in den Semstwos, öffentlichen Rechte auf Grundlage der politischen Gleichberechtigung ministerium Veranlassung gefunden, teils eine Untersuchung einzuleiten, teils die Ablieferung zu verbieten, solange die vertreten ist, ist mit dem Verhalten der Semts vovertreter in aller Bürger". Petersburg unzufrieden und in manchen Semstwoverſamm des Semstwo- Kongresses möglichst bald erfüllt werden und bittet Zum Schlusse spricht der Senat den Wunsch aus, daß die Wünsche Untersuchung nicht beendet ist." lungen regten sich reaktionäre Parteien. Weder die Senistwos den Senatsbeschluß auch zur Kenntnis des Ministers des Innern wiederum glauben zu machen, daß die Gewehre nicht für Im übrigen sucht der Kriegsminister der Deffentlichkeit noch die Stadtverordneten- Versammlungen( ausgenommen zu bringen. Unterschrieben wurde dieses Antwortschreiben vom Petersburg und Saratow) erhoben energischen Protest, Direktor des Justituts und 26 Professoren des Polytechnikums. Rußland bestimmt sind oder doch für irgend ein anderes Land als die Vorsitzenden es verhinderten, daß Fragen allgemein- Am folgenden Tage fand eine vom Direktor genehmigte Ver- beſtimmt sein könnten. Er redet davon, daß südamerikanische politischen Charakters besprochen wurden. Der radikale Teil sammlung der Studenten statt, in der diese beschlossen, ihre Staaten dasselbe Kaliber gebrauchten wie Rußland, ja daß mit dem Beschlusse des Senates und ihren auch Bulgarien der Besteller sein könnte, obgleich dieses der Studentenschaft regte sich zwar energisch und bewies großen Solidarität Opfermut, es gelang ihm aber nicht, eine Bewegung von der Dank den Professoren auszusprechen. Der Direktor und die Pro- Land, wie auch im dänischen Armee- Handbuch zu lesen ist, Ausdehnung ins Leben zu rufen, wie es die Studentenstreits fessoren erschienen zum Schluß in der Versammlung und die Re- nicht das 7,62, sondern das 8 Millimeter- Kaliber hat. Seine zuerst in bestimmter Form aufgestellte Behauptung, der Jahre 1899 und 1901 waren. Die Arbeiterschaft bekundete solution der Studenten wurde ihnen vorgelesen. Es ist das die erste Sundgebung eines ganzen Professoren zwar in einer Reihe von Städten Verständnis für das politische tollegiums zugunsten einer Verfassung. Leider ist bis jetzt noch nichts Portugal sei der Besteller, hat er jetzt einem Interviewer Moment und sucht durch ihr Eingreifen das Rückgrat der über eine Nachahmung dieses lobenswerten Beispiels anderwärts be- gegenüber in folgende Form gekleidet:„ Wir haben etwas davon gehört, daß die Gewehre nach Portugal bestimmt sind; bürgerlichen Opposition zu steifen, jedoch war auch ihr Auf- tannt geworden. aber ob es die Regierung oder eine private Firma ist, die sie treten fein so allgemeines und massenhaftes, daß es der bestellt hat, wissen wir nicht." * Regierung hätte wirkliche Furcht einflößen können. Diese Moskan, 24. Dezember.][( W. T. B.). Eine gestern abgehaltene Sachlage war es, die der Regierung den Mut gab, ganz| Sigung des Landwirtschaftlichen Vereins nahm einen sehr stürmischen unvermittelt wieder die Fahne des verwegenen und tattlosen" Verlauf. Ein Mitglied verlas eine Erklärung, in welcher 28 mit Absolutismus hochzuheben. glieder ihrer Sympathie mit den Refolutionen der in Petersburg abNun, mangelhafte Organisation der russischen gehaltenen Konferenz der Semstwo- Vertreter Ausdruck geben; die Opposition und revolutionären Parteien hatte es verhindert, Berlesung erfolgte trotz des Einspruches des Vorsitzenden. Der Verdaß die Kräfte, die ihnen der ganzen Sachlage nach zur Vertreter des Kostromaschen Zweigvereins teilte mit, daß dieser gleiche fügung stehen müßten, mit der erivünschten Schnelligkeit mobil Beschlüsse gefaßt habe und Beendigung des Krieges fordere. Beifallsgemacht worden sind. Doch noch nicht aller Tage Abend ist! fundgebungen begleiteten diese Erklärung. Die Situation bleibt nach wie vor außerordentlich günstig für die russischen Revolutionäre, ja nach der schroffen Zurück weisung der Semstwoleute ist sie für sie eigentlich noch günstiger, weil jede Hoffnung auf die Möglichkeit, etwas Diefes offiziell entfärbte Telegramm deutet auf eine tiefe und burch Bitten zu erreichen, wohl bei vielen endgültig zerstört gewaltige Gärung, die in Rußland die letzten Proklamationen des worden ist. Bei geschicktem und geschlossenem Vorgehen sind Absolutismus hervorgerufen haben. noch weitere neue Massen mobil zu machen und die Regierung in bi fann ihr gewagtes Spiel schon bald verloren haben. Der Borsigende verließ hierauf den Saal, und die Versammlung forderte Wahl eines Vorsitzenden aus ihrer Mitte. Bis zu vorgerückter Nachtstunde wurden erregte Reden gehalten. Zum dänischen Neutralitätsbruch liegt noch immer keinerlei bestimmte Erklärung irgend einer Das„ Bulletin de l'Osvobojdenie" veröffentlicht interessante verantwortlichen Person vor. Einige Zeitungen haben wiederum Details über die Kundgebung des Senats des Bolytechnischen Inftituts den Kriegsminister interviewen lassen, und die Nationalin Kiew zugunsten einer Neuordnung der politischen Verhältnisse in Rußland. Am 25. November hatte in dieser Hochschule eine tidende" auch seinen Departementschef, den Oberst Meyer. Studentenversammlung stattgefunden, die die Forderung der Ein- Dessen Aussage ist insofern interessant, als er Deutschland die berufung einer von ganzen Wolfe gewählten konstitutionellen Ber- ganze Verantwortung dafür zuschieben will, wenn die in der gewichen. Ein Teil der Leute sigt auf den Bänken und blickt stumpffinnig vor sich hin. Andere liegen auf dem Boden, Zigaretten qualmiend, noch andere stehen an den Fenstern und starren in das Dunkel hinaus. Der Zug fährt langsamer, ein langer Pfiff, und der Zug hält. Mit Mit Ballin unterwegs. IV. Im Auswandererzuge. Ein schrilles Abfahrtssignal, der Zug setzt sich in Bewegung, Tilsit war verlassen. Es geht einer neuen, unbekannten Heimat entgegen. Auf allen Gesichtern ruht ein Schimmer von Hoffnung und Genugtuung den ersten und schwersten Gefahren entgangen zu sein. Alles gibt sich nach der Aufregung der letzten Tage einer twohltuenden Ruhe hin. Rollend und stampfend zieht der Zug durch die weite oftpreußische Tiefebene, dem Auge des Beschauers nichts weiter bietend, als endlose Felder. Allenstein, 30 Minuten Aufenthalt. Allenstein, 30 Minuten Aufenthalt. Es wird nun auch behauptet, daß die von SozialDemokraten" für russische Buchstaben angesehenen Zeichen auf der Grundfläche der zu den Schießproben verwandten Patronen die römischen Zahlen II und III und ein in einem von einem Pfeil durchschnittenen kleinen Streis bestehendes Fabrikzeichen Samseien. Aber selbst ein sehr konservatives Organ wie fundet" erklärt, die Zeichen seien zweifellos russische Schriftzeichen. In diesem Punkt ist übrigens auch jeder Irrtum ausgeschlossen. To slain si " w us * * Deutsches Reich. Ich bin's nicht gewesen! Graf Bülow legt Wert darauf, festzustellen, daß er nicht den Mut habe, die heutige Lage der Minister richtig zu fennzeichnen. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bussireibt: Nach der„ Danziger Beitung" hat auf der Provinzial- Versammlung des Bundes der Landwirte für Westpreußen der Abgeordnete v. Oldenburg erklärt, er habe einen hohen Staatsbeamten gefragt, wie er einen dem Vaterlande schädlichen Handelsvertrag unterschreiben könne. Der Staatsmann habe ihm geantwortet: Wenn ich es nicht tue, dann tut es ein anderer." Da diese Aeußerung in mehreren Blättern dem Reichskanzler Grafen v. Bülow angehängt wird, so stellen wir fest, daß der leitende versuchte zu schlafen. Jetzt erst kam mir die schreckliche Atmosphäre zum Bewußtsein. Ein undefinierbares Gemisch von Gerüchen: Hering, Branntwein, menschliche Ausdünstungen schlimmster Art, durchzogen von dem starken, feinen Aroma russischen Tabaks, vereinigte sich zu einem widerlichen Gestank. Ich konnte nicht schlafen, öffnete ein Fenster tros protestlerischen Murrens und schöpfte Atem. Nun trat der junge russische Jude, der ams das Schicksal der drei Russen geNun kommit Leben in die Gesellschaft. Einige, darunter cuch schildert hatte, zu mir und begann ein Gespräch: Seht die arme Leit," ich, ergreifen ihre Teekessel, um aus der Bahnhofswirtschaft heißes begann er, auf die vielen Schläfer weisend, sein glücklich, daß se Wasser zu holen. Bald ist der Tee fertig und wird an alle Jusaisen von Rußland weg sein. Jche bin auch glücklich, iche weiß, Viele ziehen mun ihren daß wir werden frei sein, aber ich weiß auch, daß es werd sein eine unferes Wagens gleichmäßig verteilt. Wenns werd ganz gut Mundvorrat, der bei den meisten nur aus trockenem Brot besteht, Freiheit zum arbeiten und zum hungern. Andere bringen einen ungewaschenen Hering zum Vorschein. der mit sein, werd man haben zum leben, so lange man fann arbeiten. Wer Stumpf und Stiel verzehrt wird, einige Wohlhabende fördern sogar is frei? Wer's hat Geld. Jche bin gewesen Klempner in' n große Allmählich wird es Nacht und der Drang nach Mitteilung läßt Würste zutage. Auch die Branntweinflasche erscheint auf der Bild- Fabrik. Wie soll der Arbeiter werden e Fabrikant? Er ist Arbeiter von Mund zu Mund. so lange er lebt. Auf der einen Seit steht heint( heute)' s Kapital, plaudernde Gruppen entstehen. Nun betrachte ich mir unsere Reise- fläche und wandert von Hand zu Hand gesellschaft genauer. In der einen Ecke lehnt ein riesenhafter Wer nichts hat, dem wird von seinen Nachbarn gegeben, ganz gleich, auf der andern die Arbeiter, in der Mitten steiht der Pristaw ( Polizist), die Polizei ist die Macht. Wers Geld hat, hat die Macht." Litauer, ein Landwirt, und erzählt den Umstehenden, wie er, um ob Russe oder Pole, Litauer oder Jude. sich der Einberufung zum russischen Heere zu entziehen, als älterer Nehmt's nich fer übel?" fragte ich, jeid' 3 Ihr vom Bund?" Inzwischen hat der Zug fich wieder in Bewegung gesetzt und Mann, Stellung und Familie verlassen und nach verzweifeltem fährt gleichmäßig dahin. Eine unübersehbare Reihe von Stationen( Jüdisch- russischer Arbeiterbund.) „ Ich bin vom Bund", erwiderte er. Auch ich erklärte ihm Kampf mit der ruffischen Grenzwache glücklich entkommen ist. Er zieht wird passiert und auf jeder gehalten, ohne daß die Auswanderer nach Mittelamerita, wo bereits ein Bruder sich als Bauer angesiedelt auch nur einen Blick hinauswerfen. Das einfache Mahl hat die Sozialist zu sein, und bald vernahm ich, daß er joeben das Gefängnis hat, und denkt heute schon mit Sehnsucht daran, Weib und Kind Menschen wieder ermuntert und gesprächig gemacht. Wieder bilden in Mitau verlassen hatte, wo er ein Jahr wegen Teilnahme an einer Er war ein begeisterter Sozialist, nachkommen zu lassen. Unter den Zuhörern befinden sich zwei sich fleine Gruppen und eine lebhafte Unterhaltung beginnt. Man Versammlung zugebracht hatte. jüngere Männer, beide ehemalige russische Infanteristen, ebenfalls hatte sich schnell fennen gelernt. Gemeinsames Unglück und erlittenes der zu meiner Freude große Teile des kommunistischen Manifestes Litauer, beides Bauernsöhne; sie erzählen von ihrer schönen Unrecht schweißen die heterogensten Elemente zusammen: orthodoge im Jargon auswendig fannte. So verging die Zeit im interessanten Gespräch mit ihm, bis der Heimat, die sie ungern verlassen haben. Zwei Brüder von ihnen Russen, römisch- katholische Polen und Juden, zum Teil noch strengsind dem Kriege schon zum Opfer gefallen, ihre alte Mutter hat sie gläubig. Zu mir gesellte sich ein polnischer Kleinkaufmann aus Lodz, Morgen graute. Als der Zug wieder an einer Station hielt, stieg ein Beamter selbst zur Flucht getrieben. An einem der Fenster steht eine Gruppe der seine schon sehr schäbig gewordene bürgerliche Kleidung, an der von Juden, Leute im Alter von 20-40 Jahren. Einer von ihnen selbst ein einft weiß gewesener Stehkragen nicht fehlte, noch immer in den Wagen und erinnerte uns durch den Ton, den er anschlug, war Artillerist in Suwalki, ein anderer Jäger in Dwinsk; beide mit vielem Stolz zur Schau trug. Er war zur Truppe eingezogen, daß wir uns noch immer im Osten Preußens befanden. " Ich, schmeiße den Korb raus", donnerte er, im Vollbewußtsein tragen noch ihre Militärhosen. Der Artillerist erzählt von der doch hatte er im Borgefühl der kommenden Freuden es für besser seiner Macht gegenüber eingeschüchterten Auswanderern, als er dicht Truppenschau, bei der bekanntlich auch der Oberpräsident von Ost- befunden, polnischen Abschied zu nehmen. preußen Gast des russischen Zaren war. Der Zar," bemerkte er am Eingang einen großen Korb erblickte. lachend, hat uns glückliche Reis' gewunschen, er ist gereist, und wir sind auch gereist." # 1 int dort verübten und 27 In gebrochenem Deutsch erzählte er mir von seinen Leiden, Schmeißen Sie doch den Korb raus, so etwas hab' ich gern", von den unzähligen Chikanen der Polizei und den ewigen Trink geldern an die hungrigen Staatsdiener. Er schloß seine Erzählung entgegnete ich, gereizt durch sein brüstes Auftreten. Was fagen Sie da", fuhr er mich an, Sie glauben wohl, ich Wie viel von Euch sind ausgespuckt"? fragte ich ihn. Zwei- mit dem Ausspruch:" Mag sich Zar Soldaten hollen, wo will". undvierzig, die ich weiß, davon 12 Juden. Es gehen noch lange Was hat er auszustehen gehabt gegen uns", warf ein Jude bin ein Duffel?" „ Sie müssen doch wissen, was Sie sein", antwortete ich, scheins nischt genug Juden weg von der Fahn. Fer wem( für wen) und ein, der die Erzesse in Mohilew miterlebt hatte der Einzelheiten fer was sollen wer Soldaten sein, rief er, auf seine Frage sich selbst entsetzende bestialischen bar harmlos. beredter Sprache schilderte. Ein anderer" Halten Sie die Schnauze", gröhlte er mich nun an, und als antwortend, weil man uns hat immer getreten, gestoßen und Grausamkeiten ein noch junger Mann mit intelligenten Zügen, ich wagte, ihm verständlich zu machen, daß ich mich beschweren geschächt schlimmer wie Vieh." Der Jäger aus Dwinst, ein schwarzer, Jude, stämmiger Gefelle, erzählt, wie sein Leutnant beim letzten Appell, wies auf drei russische Arbeiter hinter sich, die ihm ihre Erlebnisse werde, vernahm ich seine in Ruhe gegebene Antwort, die mir als Sie waren als Teilnehmer an einem Umzuge ein Programm der Behandlung russischer Auswanderer erschien: den er mitgemacht, ihnen gejagt habe:" Bande, wenn Ihr desertieri, erzählt hatten. Auf Sie hört niemand, und geglaubt wird Ihnen doch nicht." nehmt nicht etwa die neue Uniform mit, Ihr friegt höchstens 6 Rubel politisch verdächtig, nachts durch Kosaten unter schweren Mißhanddafür." Wir haben aber bloß drei bekommen," fügte er hinzu, lungen aus den Betten gerissen worden, um zwangsweise zur Truppe Aehnliche Szenen, wenn auch nicht in dieser Schärfe, wiederholten sich im Verlauf der Reise noch häufig. der Leutnant wäre aber wohl am liebsten mitgekommen. Die Woche gebracht zu werden. vorher war auch ein Leutnant mit 12 Polen weggelaufen, die haben Es gelang ihnen bei dem Reservistentransport zu entkommen, So berging der Tag zwischen Schlafen und Wachen, Aufstehen und Niederlegen. Je mehr wir uns dem Westen näherten, um so sogar ihre Gewehre mitgenommen." Da stand ein älterer Jude, der nach Hause zurückzukehren und über die Grenze zu flüchten. Die Russen fingen an, ihre bisher auf seinem Korbe gesessen hatte, auf und erzählte, daß er mit Als sie merkten, daß der Jude von ihnen erzählte, entblößte besser wurde die Stimmung. seiner Familie und seinem alten Vater ein Haus für 500 Rubel be- einer der Russen seinen linken Arm und zeigte einen zwei Finger melancholischen Weisen zu singen, litauische, polnische und jüdische So näherten wir uns sessen hätte, das er um um 175 Rubel verkaufen mußte, um Geld breiten Striemen, der von der Schulter bis zum Ellbogen lief. Lieder setzten im bunten Wechsel ein. zur Flucht zu schaffen. Ein Bruder und Schwager von ihm war während bisher alles das unzusammenhängend, wie die Erinnerung Berlin. bereits seit Anbeginn des Krieges in der Mandschurei. Seit es ihnen gerade eingab, erzählt wurde, sprudelte jetzt eine Flut vou hatten fie bon ihnen, aller trog Anfragen, Flüchen und Verwünschungen über den Baren und seine Regierung nichts gehört. Rechtmäßig hätten die Frauen die Kriegs- in polnischer, russischer und jüdischer Sprache hervor. Welche Unsumme von Haß muß die verbrecherische Gewaltherralten fchaft entfachen, wenn selbst diese sonst so geduldigen Menschen von Water, der sich beim Polizeimeister darüber beshwerte, habe ein verzweiflungsvoller But erfaßt werden! Sofał mit der Nagaika ein Auge ausgeschlagen. Die Hunde," Armer Bar und armer Barewitsch, wehe, wenn nur ein Teil schloß er seine Nede, sind wert, daß fie Gott vom Erdboden ver- jener Flüche, die ich gehört habe, sich an Euch erfüllen sollten! tilgt! Vielleicht hat Gott, der Gerechte, die Japaner zu seinem Rasch flaute die Unterhaltung ab, es war späte Nacht geworden, allgemeine Müdigkeit trat ein. Man legte sich nieder neben Werkzeuge auserwählt." Darauf war es still. Langsam und eintönig rollt der Zug einander aneinander übereinander so gut und so schlecht weiter. Das vorher so lebhafte Gespräch ist allgemeinem Schweigen es eben gehen wollte. Auch mich überkam eine Mattigkeit und ich Monaten Mehl, Salz in Form von unterstützung bekommen, aber bisher keine Kopeke Brot Salz und erhalten. Dem " Es war um die fünfte Nachmittagsstumde, nach vierundzwanzigftündiger Fahrt, als wir in die mächtige Halle des Schlesischen Bahnhofs einfuhren. Alles sprang von den Sizen und drängte sich ein Zauberflang. freudig erregt an die Fenster. Berlin, Berlin Neugierig, mit Nun fährt der Zug langsam durch die Stadt. leuchtenden Blicken suchen meine Gefährten die vorüberhuschenden Bilder festzuhalten. Der Alexanderplatz kommt in Sicht und das Licht der Straßenbeleuchtung und der vielen Lampen vor hellerleuchteten Läden dringt glitzernd, funkelnd zu uns hinauf. Wie der Schein einer besseren Zukunft wird der Lichtglanz begrüßt und fast andächtig rufen einige Juden:" Jetzt wird's lichtig!"( herrlich, lichtvoll). Staatsmann niemals etwas Derartiges gesagt hat. Wir überlassen| Notwendigkeit sind. Von einem konservativen Abgeordneten, ist, Vorräte zu erhalten, haben die chinesischen Beamten viele chine. es dem Abg. v. Oldenburg, zu erklären, wer der von ihm gemeinte dem Oberbürgermeister der Stadt Altenburg, war angeregt fische Flüchtlinge nach Norden angeregt fische Flüchtlinge nach Norden abgeschoben. hohe Staatsbeamte ist." worden, die Regierung solle das Wahlgejezz einer Prüfung Inzwischen ist bekannt geworden, daß der aufrichtige Schäfer nach der Richtung hin unterziehen, ob nicht eine gerechtere London, 24. Dezember.„ Daily Telegraph" meldet aus SöuI Podbielski heißt. Verteilung der Size zwischen Stadt und Land nötig sei. vom 23. d. M.: Jm Norden von Korea fanden scharfe Vom guten Ton der bürgerlichen Presse. Ju Harburg wurde Heute stehen die Dinge nämlich so, daß die Städte die meisten Gefechte statt, in denen die Japaner siegreich waren. in 10 000 Exemplaren ein Flugblatt des Genossen Paul Pflüger, der Steuern leisten, aber nur 12 Size im Landtage haben; das platte Der in Nord- Korea kommandierende russische Oberst wurde wegen Land zieht dagegen das meiste aus den Mitteln des Staates und seiner Tapferkeit zum General befördert; er hat sein Hauptquartier Pfarrer an der Stadtkirche in Zürich ist, verbreitet. Darauf schreibt verfügt dafür über 18 Size, die sich sämtlich in den Händen der am oberen Yalu. Das Hauptquartier des japanischen Generals Ein Schandbubenstreich. Da erlauben sich die hiesigen Sozial- Agrarier befinden. Natürlich hat selbst dieser lendenlahme Versuch, wird telephonisch mit dem Palais des Kaisers von Korca verbunden. unter einem erbärmlichen Vierklassen- System den Schein von New York, 23. Dezember. Der„ New Yorker Herald" meldet aus demokraten( natürlich nur die bezahlten Führer) einen Schandstreich, Gerechtigkeit zu erzielen, den lebhaftesten Protest der in Söul vom 19. d. M.: Die japanische Garnison wurde ein Schurkenstück, wie auf dem Gebiete der Herzens- ihrer ausschlaggebenden Position bedrohten Agrarier hervor stark vermindert, die Truppen gehen nach dem verrohung und Sinnenruchlosigkeit ein Schlimmeres nicht geben kann. Ein Feßen Papier wird verteilt. Damit die Eltern die Gefährlichkeit gerufen. Mit Mühe und Not stimmten sie dafür, daß der Antrag Norden. Die Mündung des Valu und der Hafen von Tschides elenden Wisches und des mit Geifer und Gift durchsetzten Zettels frühere Reichstags- Abgeordnete v. Bloedau stimmte selbst hiergegen. über das Eis nach den Inseln legen, um Vorräte für die mandschu= der Regierung zur Kenntnisnahme überwiesen wurde, der abgesägte nampho find zugefroren. Die Japaner wollen eine leichte Eisenbahn nicht erkennen, ist ausdrücklich als Verfasser und Autor ein Pfarrer genannt. Dieser erste Hallunkenschritt genügt aber den sich daß er ein demokratisches Wahlsystem durchaus nicht Dabei hatte der konservative Antragsteller von vornherein betont, rische Armee befördern zu können. Petersburg, 23. Dezember. General Kuropatkin meldet nun wahrhaft als Luftverpester und Wasserversencher entpuppenden wünsche; der Führer des Bundes der Landwirte v. Bloedau hatte unter dem heutigen Datum: In der Nacht zum 23. Dezember unterGenossen nicht, sie gehen weiter zur Begründung der aufgestellten Bosheiten. erklärt, eine Vermehrung der Size im Landtage führe nur dazu, nahmen mehrere Abteilungen eine Erkundung der feindlichen Die Spitfindigkeit, die Verrohung, Ein Teil drang ins daß mehr Reden gehalten werden, und damit halte man höchstens Stellungen beim Dorfe Bianiupotse. absichtliche Verdrehungsgemeinheit, mit der man den die Erledigung der Geschäfte auf! Dorf ein, während der andere die japanischen Schanzen erstürmte. Bringer des neuen Evangeliums zitiert, ist aber bodenlos gemein, selbst ein Sozialdemokrat muß dieses vichische Gebaren in Altenburg wohnende Reichstags- Abgeordnete Sticklen die Bataillonen zum Angriff vor, wurde aber mit großen In der Sigung des Reichstages vom 19. März 1904 hatte der Der Feind ging mehrere Male in der Stärke von ungefähr zwei der Obergenossen grundsätzlich verwerfen und sich im widerlichen altenburgische Juſtizpflege kritisiert, Anstatt ihm dort zu antworten, Verlusten zurückgeschlagen. Neun Japaner wurden ges Etel von solchem Miste verkommener Subjekte abwenden. Wie das besagte hat man es für besser gehalten, dies im altenburgischen Landtag zu fangen genommen. Auf unserer Seite sind 3 Offiziere uns Pamphlet sich moralisch ſelbſt richtet, richtet es auch mit schneidender tun, dem Genosse Stud len nicht angehört, so daß er sich auch 6 Mann gefallen und 3 Offiziere und 61 Mannveie Schärfe seinen Autor, der ein Betrüger und Lügner, aber kein Pfarrer nicht verteidigen konnte. Ganz nach berühmten Mustern; die preußi- wundet. die mitteln ab. * Am 21. Dezember beschoß der Feind mit Artillerie ist. Und was der sozialdemokratische Lügner der Schmähschrift in 28 Antworten und 28 Fragen zu erläutern sucht, sagt uns Chriftus in schen Schönstedt und Hammerstein haben in Altenburg einen recht beim Dorfe Sahepu unsere Stellung. Am 22. Dezember nahm eine einem Sage:„ Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!" Das„ Nichtwollen" gelehrigen Schüler gefunden in der Person des ehemaligen Chemnizer Patrouille den Japanern 9 Wagen mit Fourage und Nahrungsdes Auffassens, das Ignorieren und Verdrehen kennzeichnet die Bürgermeisters und jetzigen altenburgischen Staatsrats Gerber. zynisch gemeine Impotenz des Autors und verdient eine lebens- Unter diesen Umständen wird die Sache bestimmt noch ein Nachspiel im Reichstage haben. Von dem sozialpolitischen Verständnis der längliche Zuchthauszüchtigung wegen Gotteslästerung. Für den Arbeiter aber, der nicht weiter altenburgischen Regierung zeugt auch die Bemerkung zu der Bedenkt, als er liest, war es ein probates Mittel der Berhetzung, Verpestung und Ver- gründung der sehr hohen Fleischsteuer, daß die unteren Schichten seuchung. Die Obergenossen sollen die zahlenden Brüder nicht aus- des Volkes eine große Liebhaberei für- Wurst an den beuten durch Verkauf der Bilder besonders hervorragend Hetzer und ist und in den schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen wurzelt, ist Betrüger. Wer bezahlt beispielsweise die vorliegende Flugman offenbar noch nicht gekommen. schrift? Niemand anders als der Arbeiter! Mit anderen Worten: Für sein Geld arbeiten arbeitsschene Schurken und elendes, verlottertes Gesindel an seinem Ruin Die weiteren Ruhstrat- Prozesse sind auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Hie Rhein, hie Moselkanal! Es wird uns geschrieben: In industriellen Kreisen wird eine Fehde gesponnen für und wider einen der beiden Kanäle. Die Moselindustriellen behaupten, eine Kanalisierung der Mosel sei notwendiger als der Rhein- Kanalausbau; die rheinischen Industriellen vertreten den entgegengesetzten Standpunkt. Stürzlich ist nun eine Broschüre erschienen, in der nachzuweisen versucht wird, daß die Mosel- und Saarwerke aus örtlichen Gründen billiger produzieren als die rheinischen Werke. In der Broschüre, die dem Großinduſtriellen Thyssen zugeschrieben wird, berechnet der Verfasser die Herstellungskosten an der Ruhr per Tonne Roheisen auf 50 M. im Minimum, dagegen follen sich die Erzeugungskosten der Saar- und Moselwerte nur auf 38-42 M. belaufen. In einer Publikation der Interessenten für den Moselfanal wird dagegen behauptet, die Berechnungen seien unzutreffend, es feien augenscheinlich die Selbstkosten eines Ruhrwerkes, das seine Kohlen und Erze kaufen muß, in Vergleich gestellt zu den Erzeugungskosten eines Saariverfes mit eigenen Erzgruben. Unter Zugrundelegung eines Kokspreises von 15 M., dazu 1 M. Frachtkosten bis zum Hochofen, werden dann die durchschnittlichen Selbstkosten für ein Ruhrwerk auf 50,70 M. berechnet, dagegen für ein Saarwerk auf 48,36 M. und für ein Moselwert auf 44,58 M. Diesem Preisunterschiede stehe aber zugunsten der Ruhrwerke ein Frachtkostenunterschied von mindestens 8 M. gegenüber. Damit wäre der Beweis erbracht, daß Der Moselkanal notwendiger sei als der Rhein- Hannover- Kanal. Von der anderen Seite wird aber noch geltend gemacht, daß der Moseltanal eine Gefahr für die weiterverarbeitende Industrie be= deute, indem das Rohmaterial auf dem Moselkanal zu den billigſten Preisen nach dem Auslande gehe und dadurch die Konkurrenz fähigkeit der deutschen verarbeitenden Werke untergraben werde. Bei den Selbstkostenberechnungen scheint aber ein wesentlicher Faktor, der sehr schwer ins Gewicht fällt, nicht berücksichtigt worden zu sein. Es sind die Ersparnisse, welche die geschlossenen Werte durch Verwendung der Hochofenabgase usw. und der Ersparung eines Schmelzprozesses erzielen. In seinem Buche:„ Die gemischten Werte im deutschen Eisengroßgewerbe", berechnet Heymann folgende Mindertosten: Gasüberschuß bei der Kokerei 1 M., direktes konvertieren 5 M., Hochofengasmaschinen 4 M., Auswalzen in einer Size 2,50 M. Bei einem Ausbringen von 85 Kilogramm Rohstahl aus 100 Kilogramm Roheisen bei 100 Kilogrammi Koksverbrauch würde die Ersparnis betragen auf 1 Tonne Robstahl 3,65 M., auf 1 Tonne Fertigfabrikat 15 M. Mit solchen Ersparnissen würde ein kombiniertes Ruhrwerk stets ein reines Wert an der Mosel und ein kombiniertes Werk an der Mosel sicher auch jedes reine Wert an der Ruhr schlagen. Hinter dem Streit, ob Rhein- oder Mosellanal, bei dem von beiden Seiten allgemeine volkswirtschaftliche Interessen in den Vordergrund geschoben werden, verbergen sich die Sonderinteressen der Monopolisten. Militärisches Interesse"! Die in Hildburghausen erscheinende fonservative Dorfzeitung" veröffentlicht folgende Zuschrift aus Weimar: " Neue Gefechte in Südwestafrika. meldet unterm 23. Dezember aus Windhuk: Von der Abteilung Kleist Berlin, 24. Dezember. Amtliche Mitteilung. General Trotha griff Oberleutnant Ritter mit der 2. Kompagnie und einer halben Batterie am 21. Dezember aufständische Nordbethanier, Kamadams und Witbois überraschend an und zersprengte den 150 bis 200 Man starten Feind, der in verschanzter Stellung am Hudup südlich Aub hartnäckigen Widerstand leistete, nach 10 Stunden langem Gefecht volle ständig. 12 beladene Ochsenwagen, 50 Pferde, gegen 1000 Stück Großvieh, mehrere tausend Stück kleinvieh, mehrere Gewehre, zahlreiche Munition wurden erbeutet. 10 tote Hottentotten gefunden. Nach Meldung Lengerkes sind die Veldschoendrager, die am 15. Dezember bei Stoes geschlagen und nach allen Nichtungen zersprengt waren, mit dem Hauptteil in südlicher Richtung nach den Karrasbergen panifartig entflohen. Die Verfolgung wurde am 18. Dezember abends abgebrochen. Der Feind hat bei Gefecht und Verfolgung insgesamt 54 Tote, 45 Gewehre und viel Munition verloren. Erbentet wurden 500 Stück Großvieh, 50 Pferde und Esel, etwa 3000 Stück Kleinvieh. Die Verluste unserer eigenen Truppe, die bei einem zehnstündigen heftigen Gefechte wahrscheinlich nicht klein sind, hat General Trotha mitzuteilen wieder einmal nicht für notwendig erachtet! Husland. Frankreich. Zum Tode Syvetons and wird dem B. T." gemeldet, daß bei der Untersuchung von Syvetons entdeckt wurden. Syveton hat sich also vor dem Selbstmord entEingeweiden ansehnlicheQuantitäten Morphium( 200-300 Centigramm) weder selbst eingefchläfert, oder eine er eine andere hat ihm den legten Schritt erleichtert. Das Gerücht, daß einige Verhaftungen beborständen, darunter die von Frau Syveton, erhält sich mit hartnädigfeit. Als Frau Sybeton gestern nach einer langen Vernehmung das Palais de Justice verließ, folgte ihrem Wagen ein anderer mit Ihr Haus in Neuilly wird zwei Beamten der Sicherheitsbehörde. bewacht und zwar in sehr offensichtlicher Weise. Der Untersuchungsrichter hat zwei neue Sachverständige, die Herren Bordas und Pouchet, ernannt. Bouchet hat seiner Ansicht über die Erzählung der Frau Syveton bereits in folgender Form Ausdruck gegeben: Geschichte kommt mir vor, als wenn man mir erzählen wollte, Jawohl, würde ich Syveton habe sich im Waschbecken ertränkt. aber es muß ihm jemand den erwidern, das ist schon möglich, Kopf gehalten haben!" „ Diese Griechenland. Athen, 24. Dezember. Das Kabinett hat seine Entlassung gegeben. Amerika. Castro und Roosevelt. " New York, 24. Dezember. Die New York Sun" meldet aus Washington: Das Staatsdepartement bestätigt die bereits früher Gegenwärtig werden die landwirtschaftlichen und Gartenbau- eingegangene Meldung, daß der Präsident von Venezuela, Castro, vereine des Großherzogtums durch eine behördliche Verordnung be- in den Häfen von La Gueira und Puerto Cabello unruhigt, infolge deren die Obstbäume an den Landstraßen in ganz Creusotgeschüße aufgestellt habe. Die„ New York Sun" außerordentlicher Weise ausgeputzt worden sind. Dieses Verfahren jagt, eine Reihe von Zwischenfällen beweise, daß Präsident Castro erscheint wohl geeignet, dem Obstbau Schaden zuzufügen, da die Grund zu der Befürchtung habe, die Vereinigten Staaten würden Bäume unter den ihnen zugefügten Wunden leiden. Man führt die gegen ihn vorgehen und ihn zwingen, seinen Verpflichtungen nachVerfügung auf militärische Gründe zurück: die auf den Bürgersteigen zukommen. Der New York World" wird aus Wassington gereitenden Offiziere und die auf der Landstraße reitenden Truppen meldet, dem Präsidenten Castro wird eine Frist von 60 Tagen mit Lanzen follen durch die Zweige nicht gehindert werden. Sollte gestellt werden, binnen deren er sein Verhalten dazu wirklich eine so umfassende Maßregel nötig sein? Und ist eine zu ändern habe. Tue er dies nicht, so würde ein ameri gleiche Verordnung auch in anderen Ländern erschienen? fanisches Geschwader zum 3wede einer DemonAltenburg, 23. Dezember.( Eig. Ber.) Der Landtag des Herzogstration nach Venezuela gesandt werden. Sollte sich tums Sachsen- Altenburg, ein ausgeprägt reaktionäres Gebilde, hat dies als ungenügend erweisen, so würden die Zollämter in verwie jedes Jahr so auch heuer wieder kurz vor Weihnachten seine schiedenen Häfen besetzt und so lange besetzt gehalten werden, bis Tätigkeit beendet. Die Regierung bemißt nämlich dem Landtag die die Streitigkeiten in befriedigender Weise beigelegt wären. Zeit, bis zu welcher er versammelt sein darf. Was bis furz vor Weihnachten nicht erledigt ist, bleibt einfach bis zum Winter des Ein amerikanisch- englisches Schutzbündnis anderen Jahres liegen. Neben der Etatsberatung, die sich nur empfiehlt die New York Sun" in einem Leitartikel, der sich mit alle drei Jahre wiederholt, waren es namentlich Gehaltsvorlagen, die den der vom Präsidenten Roosevelt geforderten starken Marine zur Landtag beschäftigten. Die Geistlichen, an denen hierzulande feines- Durchsetzung der Monroe- Doktrin beschäftigt. Das Bündnis sollte wegs ein Mangel ist, sind unablässig bestrebt, ihre Lage zu nach dem Vorbild des englisch- japanischen Bündnisses gestaltet sein verbessern und fast alle drei Jahre hat sich der Landtag mit einer und die grundlegende Bestimmung enthalten, daß die beiden Mächte solchen Vorlage zu befassen. Diesmal hatten die Geistlichen ihr nur zusammengehen, wenn eine von ihnen von einer Vereinigung Elend sogar ziffernmäßig nachgewiesen. Ein Geistlicher mit einem mehrerer Seemächte angegriffen wird. Es würde dann nicht nötig Jahresgehalt von 3400 M. stellte nämlich fest, daß ihm zur Be- sein, mehr als 100 Millionen Dollars jährlich für die amerikanische streitung der Nahrung für sich, Frau, Tochter und Dienstmädchen Marine auszugeben. Die Sun" hält es nicht für undenkbar, daß für das ganze Jahr nur sage und scheeibe 38 M. die Vereinigten Staaten von einer Koalition Deutschland- Frankübrig bleiben. Solchem Elend mußte abgeholfen werden reich Rußland angegriffen werden, gegen die Amerika, auf sich durch eine fräftige Aufbesserung der Gehälter. Um diese ollein angewiesen, hoffnungslos im Nachteile wäre, während durch Freigebigkeit aus den Taschen der Steuerzahler aber in ein Abkommen mit England wir der Zukunft mit absoluter Ruhe etwas milderem Lichte erscheinen laffen, zu hat man entgegensehen könnten". auch die herzlich schlecht gestellten Lehrer etwas aufgebessert. Nach 30 Diensjahren erreicht der Schullehrer einen Gehalt, der dem Vom Vom oftasiatischen Kriegsschauplage. Anfangs gehalt eines Geistlichen entspricht! Der Etat unseres finanziell gut dastehenden Ländchens zeigte diesmal eine recht bedentScharmütel am Schaho und Valu. liche Spannung. Hervorgerufen ist diese dadurch, daß vom Reich den Einzelstaaten teine Ueberschüsse mehr überwiesen werden, sondern im London, 24. Dezember. Dem„ Reuterschen Bureau" wird aus Gegenteil an das Reich höhere Beiträge zu zahlen sind. Gleichwohl wollte Mukden vom 23. d. M. gemeldet: Heute gelang es den Russen, die Regierung nichts wissen von dem Verlangen unserer Partei- mehrere Belagerungsgeschütze auf der Fahrstraße 4½ Kilo= genossen: es solle der Vertreter des Herzogtuns im Bundesrat an- meter nach Süden vorzuschieben, obgleich die Japaner gewiesen werden, gegen jede weitere Vermehrung der Ausgaben für ein ziemlich heftiges Artilleriefeuer unterhielten. Der Feind verHeer und Flotte zu protestieren. Die Regierung ist nämlich davon schoß ungefähr 100 Granaten. Der angerichtete Schaden ist geringüberzeugt, daß höhere Ausgaben auf diesen Gebieten eine dringende fügig. 12 Mann wurden verwundet. Da es in Mukden schwierig Baris, 24. Dezember. Echo de Paris" meldet aus Petersburg: Bisher hat kein amtliches Telegramm die Meldung bestätigt, daß es acht russischen Torpedojägern gelungen sei, im Schneesturm aus Port Arthur zu entkommen. gramme aus Wladivostok ein. Man glaubt, daß es fich Petersburg, 24. Dezember. Hier trafen chiffrierte Tele. um Instruktionen handelt, welche Admiral Strydlow dem Admiral Rosch die stwenski über die Bewegungen der japanischen Flotte übermitteln lassen wiII. Allem Anscheine nach dürfte es bei Singapore noch nicht zu einer schwader kommen, vielmehr dürften sich die Japaner vorläufig großen Seeschlacht zwischen dem russischen und dem japanischen Gedarauf beschränken, den Gegner beobachtend zu verfolgen. Port Arthur. Tokio, 24. Dezember.( Amtliche Mitteilung.) Von der Be lagerungsarmee vor Port Arthur wird berichtet, daß eine Abteilung der rechten Kolonne einen Hügel östlich von Hoyang. chata o besette. Der Feind machte einen energischen Gegenangriff, wurde aber zurückgeschlagen. Unsere Befizergreifung ist jest ziemlich gesichert. Der Hügel liegt unDurch die Beschießung mit unseren schweren Geschüßen entstand im gefähr 11 Meilen südlich des 203 Meter Hügels. Fort Novifitayanghao eine große Feuers brunst. Partei- Nachrichten. In der Leipziger Voltszeitung" schreibt Franz Mehring unter der Aufschrift„ Eine Abwehr" und dem Motto aus Richard III: ,, Sehet hier das Trauerstück der falten Bosheit": , Die brave Tat, die Genosse Parvus mit seinem Artikel ,, bom guten Ton" vollbracht hat, erregt den Unmut des„ Vorwärts". Er schreibt( es folgt unsere Notiz in Nr. 300 unter Weglassung ihres ganzen ersten Teiles) " „ Auch nach dem Zugeständnis Mehrings" in der Tat! Die Leipziger Genossen nahmen die Einladung des Parteivorstandes zu einer Konferenz unter der Voraussetzung einer freundschaftlichen Aussprache ohne jeden verbindlichen Charakter" an, womit, wenn die Unterhaltung sonst einen praktischen Zwed haben sollte, ihr streng vertraulicher Charakter gegeben war. So gab Mehring zu, daß Genosse Jaech sich in einzelnen Ausdrüden des Zolltarifartikels verhauen haben möge, weil er durch übermäßige Barteiarbeit überreizt sei; so auch nahm er die von einem Mitgliede des Parteivorstandes gegebene Anregung auf, Jaeckh möge zur Er holung einen Urlaub nehmen. Diese vertraulichen Aeußerungen Mehrings warf ein Mitglied des Parteivorstandes in einem Augenblick des Zornes in die Deffentlichkeit und zwar in einer dunklen und äußerst mißverständlichen Anspielung auf„ Menschlichkeiten" unserer Redaktion, die in der Konsequenz aufgedeckt worden sein sollten. Dadurch wurde Mehring gezwungen, seine vertraulichen Aeußerungen öffentlich klarzustellen, was seine mißliche Seite hatte. Zwar einzelne bürgerliche Blätter besaßen so viel Takt, die Sache in anständiger Form zu registrieren. Andere aber, wie das Organ des biederen Gerlach, schtvatte von einem„ politischen" Erholungsurlaub, und ein Hauptorgan der Brotwucherer, wie die Kreuz- Zeitung", folgerte mit der üblichen Portion junterlicher Roheit, der Zolltarifartikel sei also von einem halbverrückten" geschrieben worden. Und nach alledem kommt das Zentralorgan der Partei nachträglich denn über den ganzen Verlauf der Sache hat der Vorwärts" nach seiner üblichen Manier ganz einseitig, lückenhaft, parteiisch und zum Teil, wie wir gestern an einem schlagenden Beispiele gezeigt haben, wiffentlich unwahr berichtet und schlägt auf einen überarbeiteten und deshalb von den Gegnern verhöhnten Genossen mit kränkender Invektive ein: ,, kalte und triviale Schimpfereien"," Kraftmeierei"," Athletentum in Worten"," Abichwächung des sozialistischen Kampfes durch inhaltlose Phrasenhaftigkeit". Das ist eine Tat, die sich würdig neben die Tat stellt, die der Minister Hammerstein an Janina Berson vollbracht hat; das ist eine Tat, die durch das Dichter wort gekennzeichnet wird: Seht hier das Trauerstück der falten Bosheit. Und wer ist nun der Ankläger? Ein Blatt, das trotz seiner ungeheueren Mittel und seines weiten Verbreitungsbezirks ziffern mäßig nicht einmal so viel propagandistische Werbekraft zu ent falten vermag, wie die meisten mittleren und selbst kleinen Parteiblätter trotz ihrer oft winzigen Mittel entfalten. Ein Blatt, das durch seine blöden Sensationen à la Strupp und Kaiserinsel die Partei aufs äußerste bloßgestellt hat, Sensationen, die ihm nur deshalb ungenossen hingingen, weil das halb tölpelhafte, halb aber auch raffiniert schlaue Einschreiten der Polizei und Staatsanwaltschaft und anderer Unterdrückungsorgane den übrigen Parteiblättern ein sehr unwillkommenes Schweigen auferlegte. Ein Blatt, dessen leitender" Redakteur, nachdem ihm dergleichen Mosfiaden gelegt worden sind, damit in die Broschürenliteratur flüchtet und in dem Titelbilde zu der Lieferungsschrift über den Königsberger Prozeß falte und trivale Schimpfereien", Kraftmeiertum" 2c. Klassisch illustriert, im Stil eines ästhetischen Botokuden. Ein Blatt mit einem Worte, das statt seiner Bes stimmung gemäß das prinzipienfeste Rückgrat der Partei zu sein, in jeder prinzipiellen Frage hin- und herschwankt und für die politische und wissenschaftliche Entwickelung der Partei längst zum rudimentären Organ geworden ist. " In der Tat alle Schwierigkeiten, mit denen die Leipziger Volkszeitung" zu kämpfen hat, entspringen in letter Instanz daraus, daß sie nicht etwa nur nach dem Willen der Leipziger Genossen, sondern auch sehr weiter Parteikreise und darunter der ältesten und erfabreusten Parteigenossen, in einer ungleich bes schränkteren Lage die Aufgaben eines führenden Partei- Organs erfüllen soll, die der Vorwärts" vollkommen vernachlässigt. Und wenn der„ Vorwärts" nun gar noch einen fleißigen und pflichttrenen Redakteur unserer Zeitung, von dem er meint, daß er erfrankt fei, wegen, inhaltslojer Phrafenhaftigkeit" zu verhöhnen sich erdreistet, so ist es feine Anmaßzung der Kameraden, sondern eine Pflicht der Kameradschaft, einfach zu sagen: Genosse Jaedh ist in jedem Fache sozialistischer Wissenschaft noch allemal so be flagen, daß fieben Eisner nicht einmal ein Siebentel von ihm aufzuwägen vermögen. sondern rückwärts schreitet. " F. M. Wenn trotz dieser Zunahme der Steinkohlenförderung die Klagen Jun würdige System des Kost- und Logiswesens beseitigt ist und über zu geringe Beschäftigung der Bechen aus dem Ruhrrevier nicht daher eine größere Reinlichkeit bei Herstellung des täg aufhören, so erklärt sich das daraus, daß durch Nenanlagen und lichen Brotes gewährleistet ist, erscheint am Neujahrstage. Berbesserungen die Leistungsfähigkeit der Gruben noch weit stärker Wir bitten die Arbeiterschaft für Verbreitung und Beachtung gestiegen ist als die Bedarfszunahme. dieser Liste zu wirken. Verband der Bäder Deutschlands. ( Ortsverwaltung Berlin.) Doch genug Wir haben in den letzten Tagen je eine Arbeiterstimme aus Königsberg und Dortmund unseren Lesern mitgeteilt. Begreiflich genug, daß der Groll in den Arbeitermassen von einem Ende Deutschlands bis zum anderen aufzuschäumen beginnt. In ihnen erwacht die ganz richtige Erkenntnis, daß die schwächung in der Arbeitslage der Eisen- und Metallindustrie, welche Zur Lage der Eisen- und Maschinenindustrie. Die leichte AbPartei, wenn in ihr wegen eines halben Dutzend möglicherweise als eine Folge des Herannahens der winterlichen Jahreszeit bereits überflüssiger Kraftausdrücke gegen die giftigsten Feinde der Arbeiterklasse, nun schon seit Wochen ein Heidenlärm tobt, in der im Oktober eingetreten war ,, hat sich, wie die lehte Nummer des Die im Handels- und Transportarbeiter- Berband organisierten Eroberung der Welt, die sie erobern muß und will, nicht vorwärts, zeit weiter geltend gemacht. Eine darüber hinausgehende Ver- Groß- Richterfelde, Abteilung Berlin- Bachstraße, haben mit der „ Reichs- Arbeitsblattes" berichtet, mit dem Vorschreiten der Jahres- Bierfutscher und Mitfahrer der Feldschloß- Brauerei zu schlechterung der Konjunktur ist jedoch nicht eingetreten, vielmehr Firma gestern einen Tarifvertrag abgeschlossen, der vom 1. Januar Wir hätten es vorgezogen, die Weihnachtszeitung von den Wider- wird man die wirtschaftliche Konjunktur der Industrie als im wesent- 1905 bis dahin 1906 gilt. Die Flaschenfutscher erhalten danach einen wärtigkeiten dieses Barteistreites fern zu halten. Da aber bereits lichen gegen Oftober unverändert bezeichnen dürfen. Die Besserung festen Lohn von 6 W. pro Woche. Außerdem erhalten dieselben an im Roheisenmarkt hat im abgelaufenen Monat angehalten. Die Ab- Provision für je 100 zurückgebrachte leere Flaschen 70 Pf. Für die„ Bossische Zeitung", das„ Berliner Tageblatt", die Deutsche rufe waren im gleichen Zeitraum nicht unwesentlich stärker als im eigene Kunden fortlaufend pro Kasten 5 Pf. Bei einem durchschnittFreie Presse" sich mit äußerstem Wohlbehagen auf die Seite der Vormonat. Die Arbeitslage der Eisengießerei war auch im No- lichen Verkauf von 180 Raften in der Woche erhält jeder Kutscher Leipziger Volkszeitung" stellen und die Ausführungen Mehrings bember wie in dem Vormonat noch immer eine ziemlich befriedigende. einen Mitfahrer. Kutscher, welche diesen Umsatz nicht erzielen, vollinhaltlich wiedergeben, so waren wir genötigt, den seit langem Für Röhren und Bauguß ließ der Jahreszeit und dem Ende der Bau- dürfen sich an Tagen, wo sie über 35 Kasten vertaufen, einen Mit innegehaltenen Grundsatz zu verlassen, die„ Leipziger Bolts- saison und der Erdarbeiten entsprechend die Beschäftigung etwas fahrer selbst annehmen; den Lohn für eine solche Arbeitstraft be zeitung" nicht zu kennen, soweit fie solchen Parteistreit nach, ohne daß besonders starke Betriebseinschränkungen deswegen zahlt die Brauerei, derselbe beträgt 3,50 M. pro Tag. Die fests betreibt. Wir haben darum oben den Artikel Mehrings wieder erforderlich gewesen wären. Verkürzungen der Arbeitszeit werden angestellten Mitfahrer erhalten einen Lohn von 20 M. pro Woche; aus den übrigen Betriebszweigen der Eisengießerei überhaupt nicht gegeben, wir lehnen aber auch jetzt ab, uns irgendwie an dieser gemeldet, vielmehr arbeiteten alle berichtenden Werte mit vollem We außerdem eine Provision von 50 Pf. für 1000 zurückgebrachte leere Stelle in eine Auseinandersetzung gegenüber den ehrenrührigen Betrieb. Die Arbeitslage der Stahlwerke( Stahlformguß, Siemens Monat, sowie eine Provision( Spundgeld) von 75 Pf. pro Tonne Flaschen. Die Faßtutscher erhalten einen Lohn von 95 m. pro schimpfungen einzulassen, welche die Leipziger Volkszeitung" gegen Martinstahl, Temperstahl, Schmiedestücke) hat gegen Oktober wesent( zurüdgebrachte leere Fässer). Bei Ladungen von übec 12 Tonnen ein Mitglied unserer Redaktion richtet. Lediglich ist zur Vermeidung liche Veränderungen nicht erfahren, fie kann nach den vorliegenden erhält jeder Faßlutscher einen Mitfahrer. Falls der Betrieb in irriger Annahme unter den Leipziger Parteigenossen festzustellen, Berichten auch für den Monat November als normal befriedigend solchen Fällen feinen Mitfahrer stellen kann, ist der Kutscher bes daß Franz Mehring den Angriff zu einer Angelegenheit persönlichen angesehen werden. Die Einlegung von Feierschichten wird im No rechtigt, fich eine derartige Arbeitskraft annehmen zu dürfen. Der Hasses macht, während die über den Parvus- Artikel im Vorwärts" bember nicht gemeldet. Die Beschäftigung der Walzwerke( gemischte Bohn für einen solchen Mitfahrer wird von der Brauerei gezahlt veröffentlichte Aeußerung Meinung der Redaktion ist. und ungemischte) war feine einheitliche. Ungünstig hat sich besonders und beträgt 4 M. pro Tag. Bei alleiniger Berrichtung werden dem die Beschäftigung der Blechwalzwerke gestaltet. Es mußten bei diesen Stutscher 3 m. vergütigt. Sonntagsjour wird jedem Kutscher und Die Redaktion des Vorwärts". Werfen wegen Arbeitsmangels an mehreren Orten Feierschichten Mitfahrer von morgens 8 Uhr bis nachmittags 2 Uhr mit 2 M. eingelegt werden. Für die Fabrikation nahtloser Röhren wird zu bezahlt. Bei Neueinstellungen von Arbeitskräften soll nach MögDie Beschäftigung der Drahtindustrie wird von den berichtenden Werken verschieden be- lichkeit der Arbeitsnachweis des Verbandes der Handels-, Transporturteilt, im rheinisch- westfälischen Bezirk günstiger als in Süd- Abschluß des Vertrages bedeutet für die Bierkutscher und Mitfahrer und Verkehrsarbeiter, Engel- llfer 15, berücksichtigt werden. Der deutschland. Der allgemeine Maschinenbau war auch im November in normaler, befriedigender Weise nach allen vorliegenden Berichten außer der allgemeinen einheitlichen Regelung auch gleichzeitig eine nennenswerte Verdiensterhöhung. beschäftigt. * " Infolge meiner Abreise von Berlin am Montag früh und eines mehrtägigen Aufenthaltes auf der Reise hierher, kommt mir die Entgegnung des Genossen Mehring auf meine Erklärung in der letzten Sonntagnummer des Vorwärts" erst heute zu Gesicht. " Dieser lettere Umstand ist der Grund, daß ich darauf verzichte, nachträglich auf die höchst einseitige und die Hauptsache beiseite schiebende Entgegnung des Genossen Mehring noch mit einem Wort zu antworten. 8ürich, den 28. Dezember 1904. Zum preußischen Parteitag. A. Bebel In der Magdeburgischen Boltsstimme" spricht gh. den Wunsch aus, daß sich der preußische Parteitag nicht bloß mit einer Protesterklärung zu den in Frage stehenden Gegenständen begnügen werde, sondern daß er eine Protest attion einleiten werde. Ueber die Form dieser Aktion sagt er: Außenhandel des deutschen Zollgebiets. Nach dem vom kaiserlichen Statistischen Amte herausgegebenen November- Heft 1904 der monatlichen Nachweise über den auswärtigen Handel des deutschen Zollgebiets beträgt in den elf Monaten Januar bis Nobember 1904: Zur Lohnbewegung der Hausdiener bei der Firma Engel in der Landsbergerstraße erhalten wir vom„ Verband deutscher Warens und Kaufhäuser" eine Buschrift, in der es heißt: Wir gestatten uns darauf aufmerksam zu machen ,, daß das Geschäft Hermann Engel, Landsbergerstr. 86/87, fein Warens haus, sondern ein Spezialgeschäft der Bekleidungsbranche ist und daß man selbstverständlich für Vorkommnisse in Spezial geschäften die Warenhäuser nicht verantwortlich machen darf Die Zuschrift ist wohl dadurch veranlaßt, daß in der antisemiti. schen Preise die Zustände bei der Firma Engel, die ja inzwischen eine Regelung erfahren haben, als charakteristisch für die Waren. Häuser hingestellt wurden, während man die Verhältnisse der Angestellten in den Spezialgeschäften über den grünen Klee lobte. Wir sind der Meinung, daß weder die Warenhäuser noch die Spezialgeschäfte Veranlassung haben, die Baden allzu voll zu nehmen; uns bedünkt es über beide, wie eine über den Rabbi und den Mönch. 1. Die Einfuhr in Tonnen: 44 521 914 gegen 43 164 820 und 40 044 216 im gleichen Zeitraum der beiden Vorjahre, also mehr 1357 094 und 4477 698. Bei 31 von den 43 Zolltarifnummern ist die Einfuhr größer als im Vorjahre, besonders bei Erden, Erzen, Edelmetallen, bei Holz und anderen Schnigstoffen, Steinkohlen, Wir denken uns die Sache zum Beispiel bei der Protestbewegung Braunkohlen, Apotheker- und Farbwaren, Del, Fetten, Instrumenten. gegen den Schulunterhaltungsentwurf ungefähr folgendermaßen: Maschinen und Fahrzeugen, Eisen und Eisenwaren. Unmittelbar, nachdem die Regierungsvorlage erschienen ist, gibt der 2. Die Ausfuhr in Tonnen: 35 251 807 gegen 35 164 788 und Parteivorstand den Wortlaut derselben nebst der Begründung" 31 892 382 der beiden Vorjahre, also mehr 87 019 und 3 359 425. und einer kurzen Antwort darauf, die das uns zur Verfügung stehende 25 von 43 Bolltarifnummern zeigen ein Mehr gegenüber dem VorTatsachen- und Zahlenmaterial zusammenfaßt, in einer Broschüre jahre: Steinkohlen, Braunkohlen, Kots, Erden, Erze, Edelmetalle, heraus. Dann wendet er sich an die Arbeiterschaft mit einem Auf- Getreide und andere Erzeugnisse des Landbaues, Drogerie-, ruf, in dem er behufs eines einheitlichen Protestes gegen den Ent- Apotheker- und Farbwaren, Instrumente, Maschinen und Fahrzeuge; wurf empfiehlt, überall, wo es irgend geht, in öffentlichen Versamm ein Weniger zeigen insbesondere Eisen und Eisenwaren, Material, leider bekanntlich eine recht unzuverlässige ist, gibt für das dritte Lungen den Protest zu erheben, in allen anderen Orten den Brotest Spezerei-, Konditorwaren, Holz und andere Schnitzstoffe. durch die Sammlung von Unterschriften zu veranstalten. Die beschlossenen, beziehungsweise unterschriebenen Proteste sind dann an die Regierung und die verschiedenen Fraktionen des Abgeordnetendie Regierung und die verschiedenen Fraktionen des Abgeordneten hauses zu schicken. Selbstverständlich muß diese Bewegung durch unsere Presse und durch Flugschriften in jeder Weise unterstützt werden. Ueber eine Versammlungstour des Genossen Gb. Bernstein in Baden urteilt der Karlsruher Korrespondent des Schwäbischen Merfur": manche Politiker ihre Zukunftspolitik bauen." " In einer Ludwigshafener Parteiverfammlung tam es zu lebhaften Auseinandersehungen über die letzten Stadtratswahlen. Was borgegangen ist, erfährt man aus dem Bericht der Pfälzischen Post" nicht. Nur dieser Satz deutet etwas an: ist nach der„ Kölnischen Zeitung" ausgeschlossen. Von den Werken, Feinblech Berband. Eine Erneuerung des Feinblech- Verbandes bie an der Berbandversammlung noch teilgenommen und bestimmte Erklärungen abgegeben hatten, haben dem genannten Blatte zufolge neun überhaupt nicht geantwortet, acht ganz unerfüllbare Vorbehalte gemacht; ein Wert hat verneinend geantwortet. Bis zum Ablauf dieses Jahres sei also mit dem Zusammenbruch des Feinblech- Verbandes und somit auch des Grobblech- Verbandes zu rechnen. Gewerkschaftliches. Die Lichter brennen! Deutfches Reich. Die amtliche Statistik der Ausstände und Aussperrungen, die Vierteljahr 1904 an, daß die Zahl der Aus stände, die begonnen 524 gegen 869 im britten Vierteljahr 1903, 253 im britten Biertel. worden sind, ganz ungewöhnlich groß war. Sie betrug jahr 1902, 216 im britten Vierteljahr 1901 und 320 im dritten Vierteljahr 1900, so daß gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 155 stattgefunden und die Zahl sich seit zwei Jahren mehr als vers doppelt hat. Von den einzelnen Gewerben war an den neuen Auss ständen am meisten beteiligt das Baugewerbe mit 173( 1903 157) Ganz enorm aber war die Zunahme bei der an zweiter Stelle stehen. den Industrie der Holz- und Schnitzstoffe mit 149( 1903 57) Aus Die Borkämpfer des Rebisionismus find nur in nebensächlichen ständen. Auf die Metallverarbeitung fommen 59( 1903 31), auf die Bunkten etwas vernünftiger als die Radikalen; in der Hauptsache Maschinenindustrie 23( 22) Ausstände. Die Textilindustrie hotte sind sie genau ebensolche Theoretiker wie jene. Das hat sich auch nur 6 Ausstände gegen 15 im Vorjahre. Be en det sind im dritten in dem Vortrag des Genossen Bernstein gezeigt. Der Redner wirbt Bierteljahr 584 Ausstände( 1903 385), alfo 60 mehr als eröffnet für die Gewerkschaftsbewegung, gleichzeitig aber auch für die worden sind; darunter befanden sich 463, die erst in demselben politische Organisation, das heißt für die Sozialdemokratie, und er Das wird nun schon zur Gewohnheit, daß irgendwo in Vierteljahr eröffnet waren und 61, die schon früher begonnen hatten. geberdete sich in dieser Hinsicht so korrekt" bom Parteistandpunkt deutschen Landen das gewerkschaftlich kämpfende Proletariat Am Quartalsschlusse blieben noch 99 Ausstände in Wirksamkeit, aus, daß ein Unterschied von den Radikalen auch mit bewaffnetem Auge faum zu erkennen wäre. Wie die Radikalen steht Bernstein fein Weihnachtsfest nicht als Friedens, sondern als Stampf- darunter 38, die schon vor dem 1. Juli 1904 begonnen hatten. Von auf dem Boden des„ Stlaſſentampfes".... Es wäre müßig, von der fest feiern muß. Vor zwei Jahren waren es die Meeraner 2030) Betriebe betroffen, von denen 646( 574) zum völligen Stillden im dritten Vierteljahr beendeten Ausständen waren 2222( 1903 Arbeit der Revisionisten die„ Mauserung" zu erwarten, auf die Weber, vor einem Jahre ihre Crimmitschauer Kollegen stand famen. In diesen Betrieben waren 83 689( 1903 54 857) und dies Jahr sind's die streitenden und ausgesperrten Arbeiter beschäftigt, darunter 17 133( 9582) in den ausschließlich Metall- und Holzarbeiter Berlins. Und wie im vom Ausstande ergriffenen Betriebszweigen. Die Zahl der Betriebe, Vorjahre in Crimmitschau feiern auch die im Kampf stehenden in denen der Ausstand sich nicht auf alle Geschäftszweige erftredte, Berliner Arbeiter ihr Fest im Zeichen der Aussperrung! betrug 664( 387). Die höchftzahl der gleichzeitig ausständigen Ar Sonst ist's um die Weihnachtszeit auf dem gewerkschaft- beiter ist auf 32 668( 1903 27 448), die der gezwungen feiernden " Gine Resolution, in der das Vorgehen der Parteileitung ge- lichen Stampffeld still und öde. Die Zeit der Warenproduktion auf 2544( 1564) angegeben. Die Ausständigen hatten in 167 Fällen legentlich der Stadtratswahlen entschieden mißbilligt und in der die Erwartung ausgesprochen wurde, daß derartige Manipulationen für ft in fast allen Branchen längst vorbei, Hochkonjunktur herrscht einen bollen, in 214 einen teilweisen und in 203 gar feinen Erfolg. Der Prozentsab der erfolglofen Ausstände betrug die Zukunft vermieden werben mögen, wurde vor der Abstimmung fegt viel mehr in der Warenverteilung. Was alles die fleißige hiernach nur 84,8 gegen 44,4 im Jahre 1908 und 64,7 im Jahre 1902, Hand des Arbeiters rührig schaffte, es geht jekt hinüber in die so daß die Arbeiter mit ihren Ausständen einen weit erheblicheren gewisser Konsequenzen wegen zurückgezogen." Die Gemeinderatswahlen im Streife Offenbach sind nunmehr Hände der Konsumenten. Auch im gewerkschaftlichen Stampfe war in Erfolg gehabt haben als in den früheren Jahren. Sowohl die Zuvollzogen und das Gesamtresultat ist jest flar zu übersehen. Ge- früheren Jahren das Weihnachtsfest gewöhnlich eine Zeit des nahme der Ausstände als auch der Prozentzahl der erfolgreichen wählt wurde in 30 Gemeinden. In 12 Ortschaften siegten die Friedens. In 12 Ortschaften siegten die Friedens. Jetzt stört das Unternehmertum diesen Frieden Streits ist auf die Befferung der Konjunktur zurückzuführen. Bürgerlichen", das heißt: der Ordnungsklüngel, der im Kreise und wirft Tausende und Abertausende, die gern arbeiten noch weit höherem Maße als die Zahl der Streits hat die Zahl der Aussperrungen zugenommen. Es sind im dritten Viertel. Offenbach aus Liberalen und Ultramontanen zusammengeschweißt möchten, auf die Straße. ist. In ebensoviel Gemeinden fiegten die sozialdemokratischen Friede auf Erden wird nicht eher sein, als bis der hab. jahr 1904 deren 36 begonnen worden gegen 7 im dritten Vierteljahr 1903 und 15 im dritten Vierteljahr 1902. Beendet sind 42 AusKandidaten. In den verbleibenden 6 Gemeinden wurden infolge der gierige Stapitalismus seine Krallen nicht mehr ausstrecken kann sperrungen, während am Quartalsschlusse noch 14 in Kraft waren. Streichungen auf den Betteln teils bürgerliche, teils fozialbemo- 14 in Strafta tratische Standidaten gewählt. Insgesamt wurden 59 Sozialdemo- nach schaffenden Menschenleibern, um aus ihnen den Mehrwert Von den Aussperrungen sind 454 Betriebe betroffen, von denen 79 Die Brandfackeln, die das Unternehmertum zum völligen Stillstand famen. Die Höchstzahl der gleichzeitig austraten und 55 Bürgerliche" gewählt. Das ist ein Resultat, auf zu erpressen. das die sozialdemokratische Partei gewiß mit Recht stol3 fein fann. gegen das für den Stulturfortschritt kämpfende Gewerkschafts- gesperrten Arbeiter betrug 8664, die der gezwungen Feiernden Die Richtigstellung in Sachen der„ Leipziger Volkszeitung" proletariat erhebt, sind die Richter, welche der Arbeiterschaft zu 285. Bon den Aussperrungen hatten 9 vollen, 13 teilweisen und in unserer gestrigen Nummer hat das Mißgeschick betroffen, daß fie Weihnachten leuchten, Lichter, die grell das Wahrwort er 20 feinen Erfolg. Die fabelhafte Zunahme der Aussperrungen zu einer Zeit steigender Konjunktur zeugt von einem blindwütenden, noch einer Berichtigung bedarf. Der leidlichste Abschluß eines fennen lassen: durch keinerlei ökonomische Erkenntnis beeinflußten Draufgängerleidigen Konflikts", von dem in der Erklärung Mehrings die Nede Der Klassenkampf verschärft sich! tum des Unternehmertums. Die 42 Aussperrungen, von denen nur war, ist bei uns durch Ausfallen des Wortes Abschluß" ins Gegen9 einen vollen Erfolg hatten, sollten die Unternehmer veranlassen, teil verkehrt worden. In unserem Auszuge aus Mehrings Erihren gutbezahlten Scharfmachern durch die Bant wegen gänzlicher flärung waren bekanntlich die zwei Artikel, zu denen Mehring einUnfähigkeit zur Leitung ökonomischer Kämpfe einen wohlgezielten mal von Vertrauensleuten und einmal von Fraktionsmitgliedern Tritt vor den Allerwertesten zu versehen. Bustimmung erhalten hatte, versehentlich als eins behandelt worden. " " Aus Industrie und Dandel. Berlin und amgegend. An die organisierte Arbeiterschaft Berlins und der Umgegend! Parteigenossinnen und Genossen! Das zähe Ningen der Bäckergesellen um eine einzige Freinacht an jedem der drei hohen Feste Ostern, Pfingsten und Weihnachten ist endlich von Erfolg getrönt! Der Polizeipräsident hat durch eine Verfügung den Bädermeistern verboten, in der Nacht vom ersten zum zweiten Feiertage Arbeiter zu beschäftigen. Trotzdem wollen einzelne Bädermeister sich nicht einmal diesem minimalen Stüdchen Arbeiterschutz unterwerfen. Kohlenproduktion im Deutschen Reich. Die im Reichsamt des Junern zusammengestellten Nachrichten für Handel und Industrie" bringen eine Uebersicht über die Produktion von Steinkohlen, Braunfohlen, Kots und Briketts während der Monate Januar bis November dieses Jahres. Die Uebersicht zeigt, daß in diesem Jahre die Produktion im November fich auf der Höhe der Erzeugung des Oktobermonats gehalten hat, während im November vorigen Jahres eine Gerade diejenigen, die sich allen, auch den kleinsten Verbesserungen allgemeine Abnahme der Kohlen-, Koks- und Brikettproduktion zu verzeichnen war. Die Steinkohlenförderung ist zwar auch diesmal ber Lebensbedingungen der Arbeiter auf das hartnäckigste widersetzen, im November zurückgegangen; sie fiel von 10 715 781 auf find es auch hier wieder, die den Bäckergesellen diese eine freie Nacht 9 935 751 Tonnen, dafür hat aber die Gewinnung von Braunkohlen, nicht gönnen. Rots und Briketts zugenommen. Sie wollen ihre Gesellen durch die Hunger peitsche mit Bergleicht man die Gesamtproduktion an solchen Brennstoffen Hülfe der Winterfälte zur ungefeßlichen Arbeit während der ersten 11 Monate bom Januar bis Ende Novemberdieses Jahres mit der Erzeugung des Jahres 1908, so ergibt sich, daß im laufenden Jahre die Produktion nicht unbeträchtlich gestiegen ist. Sie betrug vom Januar bis November für: zwingen. In Die Stuffateure in Münster haben die Arbeit niedergelegt. Grund der Arbeitsniederlegung ist Nichtinnehaltung des geltenden Lohntarifs. Zuzug ist fernzuhalten. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Nachdrud gebeten. Letzte Nachrichten und Depefchen. Zum Eisenbahnunfall auf der französischen Nordbahn. Paris, 24. Dezember.( W. T. B.) Bei dem Eisenbahnunfall auf der Nordbahn sind im ganzen zwölf Personen ums Leben ge kommen. Unter den bier Toten, deren Identität bisher festgestellt ist, befinden sich Leutnant Cuvinot, ein Sohn des Senators Cubinot, und der Soldat Lyon, ein Entel des Mitgliedes der Akademie Berthelot. Unruhen in Marokko. Baris, 24. Dezember.( W. T. B.) Bezüglich der Anordnung der französischen Regierung, nach welcher der französische Vizekonful In der Macht der Arbeiterschaft liegt es, diese schamlosen Aus- und die französischen Staatsangehörigen aus fez abberufen worden beuter an ihrem Vorhaben zu hindern. seien, spricht das" Journal des Débats" die Vermutung aus, daß es sich wohl nur um eine Vorsichtsmaßregel handele. Man wolle für den Raufe daher teine Arbeiterfamilie am zweiten Feiertag Brot Fall, daß militärische Demonstrationen an der Küste notwendig werden oder Backware! Meldet überhaupt die unanständigen Bäckermeister! fellten, die im Innern des Landes lebenden Europäer den ihnen von Die Liste der Bäckereien, welche ihre Gesellen deren bescheidenen den Eingeborenen drohenden Feindseligkeiten entziehen, zu denen das menschen diese durch die Demonstrationen vielleicht angestachelt werden könnten. Forderungen entsprechend entlohnen, wo Verantw. Rebatt.:Paul Büttner, Berlin. Inferate verantwo.( mit Ausnahme der„ NeueWelt- Beilage): Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Berladgsanft. Paul Singer& Co., Berlin SW. Sierzu 4 Beilagen u.Unterhaltungsbl Steinkohlen Braunkohlen Kots 1904 1903 109 638 117 106 714 278 44 238 083 41 624 043 11 244 023 10 509 084 Briketts und Naßpreßsteine 10 422 835 9 531 359 ».m. 21 z-hrs.� t. DtÜllßt kö Jorroirtö" pcrlinrt Polfeliliitt.?.!«»» tm. Weiterentwickeltes Christentum. Wenn auf dem Askanischen Platz die Tannenbäume rauschen und blaugefrorene Jungen in der Leipzigerftrage acht Weihnachts- Postkarten für einen Groschen ausbieten, zieht etwas wie ein fernes Klingen durch jedermanns Gemüt, und selbst den im Unglauben der- härteten sozialdemokratischen Bücherrezensenten lockt es, einmal wieder ein gutes christliches Buch zur Hand zu nehmen, um nack- denklich zu untersuchen, ob Erde und Himmel noch immer so weit von einander entfernt seien wie in den übrigen Wochen eines christ- lichen Jahres. Da fällt ihm in der übergroßen Auswahl des theologischen Weihnachtsmarktes ein Buch in die Hände, das durch die Eigenart seines Titels und die wohlbekannten Namen seiner Verfasser seine Aufmerksamkeit fesselt.„Beiträge zur Weiter- entwickelung der christlichen Religion" betitelt es sich, unter den Verfassern der Aufsätze, die es enthält, finden sich Namen ivie Gunkel, Herr»rann, Eucken, Dorner und andere, die in der protestantischen Welt einen guten Klang haben. Auf dem kunstvollen Deckblatt fieht man einen Sturzbach, der, aus hohem Felsgebirge hervorbrechend, sich in zahlreiche Arnre teilt und drunten einer grünenden Alm ihr Leben gibt. Uns dürstet nach der Offen- barung, und getrost folgen wir ihren gläubigen Verkündern nach ihrer phantastischen Landschaft. Haben wir aber erst das Land, das uns so geheimnisvoll er- schien, betreten, so erleben wir alsbald eine merkwürdige Ueber- raschung. Denn bald bemerken wir, daß wir uns gar nicht in dem romantischen Zaubergarten eines dogmen-gläubigen Christentums, sondern auf dem uns bekannteren Boden moderner Gelehrsainkeit be- finden, und daß der Sturzbach, wenn er auch in Wirklichkeit nicht gar so hoch von oben kommt, und wenn er auch nicht so unbändig schäumt, und wenn seine Wasser auch mitunter nicht ganz so klar sind, gar nicht der Quell der göttlichen Offenbarung, sondern der der modernen Wissenschaft ist. Jetzt erscheint uns die Bedeutung des Titelblattes völlig verändert! der Back, ist nicht mehr die Religion, sondern die Philosophie, und die Niederungen, denen er zu neuer Frucht- barkeit verhelfen soll, find nicht die des allgemein irdischen, sondern die des kirchlichen Jammertals, dessen Brunnen längst versiegt find. Dieses Buch ist ein Versuch, einen Sterbenden zu beleben— den christlichen Glauben I Und so bleibt unsere gute Absicht nach allerhand christlicher Auferbaulichkeit diesmal unbelohnt. Statt eines Zeugnisses für die Kraft des christlichen Glaubens, haben wir eines für die Selbstverleugung und Selbstzersetzung des Christentums in unseren Händen. Versöhnung mit der Wissenschast! Das ist ein Ruf, der durch die ganze theologische Literatur geht. Der katholisch oder evangelisch Rechtgläubige erhebt ihn vorwurfsvoll und drohend, wenn er es nicht etwa vorzieht, kaltblütig zu erklären, daß es zwischen„echter" Religion und„echter" Wissenschaft" überhaupt keinen Streit geben könne. Mag die Wissenschast dafür sorgen, daß sie ihre„Echtheit" erhalte! Durch dieses Buch aber schallt der Ruf nach Versöhnung fast wie ein Angstschrei:„Versöhnung um jeden Preis!" Unter dem Titel„Wifienschaft und Religion" schreibt Professor R. Eucken« Jena: ... ein„Reich der Philosophie und der Wissen- schaft" verkündete schon Bacon(1561—1626) mit begeisterten Worten, ein solches Reich ist in Wahrheit durch jahrhundertlange Arbeit entstanden und umfängt heute uns alle mit über- l e g e n e r M a ch t. So muß das Christenwm eine ungeheure Erschütterung erleiden, wenn es mit der neuen Wissenschaft in Konflikt gerät, in Konflikt nicht bloß bei den Ergebnissen, sondern in der Gesamtart des Lebens und Strebens. Kann die Religion die Probe der Wissenschaft nicht bestehen, so wird sie leicht aus dem Kern zu einem nebensächlichen Anhange des Lebens, ja zu einer leeren Einbildung. Damit ist für jeden, der lesen kann, klar genug gesagt, daß nicht die„göttliche Wahrheit" der Offenbarung die Grenzen menschlicher Wissenschaft vorschreibe, sondern umgekehrt die Wahrheit des göttlichen Wortes von der Schärfe der menschlichen Denkkraft abhängig sei. WaS Kant wollte, wäre damit erreicht, die Philo- fophie trüge nicht mehr der Theologie die Schleppe nach, sondern vielmehr— das Licht voran. Eucken verhehlt sich keineswegs, welche Bedeutung einem solchen Wechsel der Funktionen zuzuschreiben ist.„Kann denn", so ftagt er. „die Religion den Forderungen des neuen Lebens mit seiner Wissen- schaft genügen, ohne sich selbst preiszugeben? Bedeutet die Annahme der neuen Denkweise nicht eine Zerstörung ihres innersten Wesens?" Und er entgegnet sich selbst: Die Sache liegt keineswegs so einfach, und die Frage läßt sich nicht so frohmütig beantworten, wie es von manchen geschieht, die rückhaltlos dem Strom des modernen Lebens folgen und nebenbei sich auch leicht ein Stück Religion glauben wahren zu können. Die Religion hat in Wahrheit, nicht zum mindesten durch die neuere Wissenschaft, schwere B e r l u sie erlitten und befindet sich augenscheinlich in einer peinlichen Krise: vermag sie für ihre Verluste nicht eine entsprechende Ver- stärkung zu finden, vermag sie nicht ihre Selbständigkeit im Ganzen des Levens neu zu befestigen, so ist eine Auflösung oder doch ein immer iveiteres Zurücktreten nicht zu vermeiden. Prof. Eucken setzt schließlich an den dunklen Himmel dieses Nacht- gemäldes einen schwachen Hoffnungsstern. Er glaubt nicht mehr den Glauben, aber er glaubt a n ihn, und daß er auf irgend eine Weise, auf welche scheint ihm selber unklar, wieder zu neuem Leben erwachen werde. Gibt so Prof. Eucken zu, daß das Dogma nicht mehr zu halten sei, so zerstört Prof. Herrmann- Marburg nicht minder radikal die Grundlagen christlicher Ethik. Die moralische Inferiorität eines Systems, das das Gute als Befehl Gottes betrachtet, unter jenem der Philosophie, das die Gute seiner selbst willen lehrt, ist ihm durchaus gewiß: � Die Sittlichkeit ist in ihrer Wurzel vergiftet, sobald ein Gedanke, der allerdings jedem frommen Menschen heilig ist, zum Grund der sittlichen lleberzeugung gemacht loird, nämlich der Gedanke, daß das sittliche Gebot das Gebot Gottes ist. Ohne diesen Gedanken wollen wir Christen freilich nicht leben. Sehen wir aber wirklich in ihm den Grund mfferex sittlichen lleberzeugung. so haben wir überhaupt keimte sittliche Ueberzeugung. Unsere lleberzeugung hat/dann vielmehr einen doppelten Inhalt, der mit Sittlichkeit gar nichts zu schaffen hat, sondern ein Ausdruck tiefer llnsittlichkeit sein kann. Wir sind dann erstens erfüllt von dem Gedanken, daß wir uns vor einem allmächttgen Willen beugen müssen und haben zweitens die Borstellung, daß uns gesagt werde, was dieser Wille uns gebiete. Das erste kann ein Gedanke der Feigheit sein, das zweite ein Gedanke des S e l b st b e t r u g S. So haben, sich aber Millionen Menschen, die wahrhaft sittlich und fton�n zu sein meinen, innerlich eingerichtet. Wie ein Gedanke der Feigheit und des Selbstbetruges, der die Sittlichkeit in ihrer Wurzel vergiftet, dennoch einem sittlichen und vernünftigen Menschen„heilig" sein könne, bleibt das neueste Mysterium des Christentums......,. � 0,, Prof. A. Dorner in Königsberg nimmt vom D o g ni a Ab- schied. Dieses ist ihm nicht mehr der Mittelpunkt des„Heils- glaubens". sondern steht völlig außer ihm.... DaS Dogma hat im Laufe der christlichen Elitwickelung seine Starrheit und Unbeug� samkeit verloren: Heute steht es so. daß man das Recht der Individualität für die religiöse Ueberzeugung mindestens insoweit in Anspruch nimmt. daß man dasDogma nach sei nerArt sich denken könne. Ja man verlangt vom Dogma, daß eS solche Deutung offen läßt. DaS weist darauf hin, daß man in weiten Kreisen einen Unter- schied zwischen dem Allgemeiiigiiltig'u und der individuelle» Aus- gestaltung dieses Allgemeingültigen mehr oder weniger bewußt macht. Andererseits freilich gilt gerade von dem populären Glauben, daß er den Inhalt des Geglaubten, also den Inhalt des Dogmas als Wahrheit ansehen muß, wenn er wirklich glauben soll; denn das Volk ist gänzlich außerstande, in irgend einer Form die Lehre von der doppelten Wahrheit sich anzueignen, daß nur für das. Gefühl, den Willen, die Phantasie etivas Geltung haben soll, was in der Form eines Dogmas als Wahrheit aus- gesprochen wird. Sobald sich das Volk davon überzeugen würde, daß man ein Dogma nicht als wahr erkennen kann, daß Tatsachen, die geglaubt werden sollen, sich historisch nicht feststellen lassen, würde auch der Glaube an das Dogma schwinden. Mir anderen Worten: das Dasein eines persönlichen, wollenden, eines christlichen Gottes kann als Wahrheit nicht erkannt werden. Man kann von diesem Gott nichts wissen, sondern nur ihn„fühlen", ihn„wollen" oder ihn sich phantastisch vorstellen. Dorners Christentum der Gebildeten ist längst über den dogmatischen Kinderglauben, der die Behauptungen der Religion einfach als Wahrheit hinnimmt, hinaus. Den Pöbel aber darf man diese„doppelte Wahr- h e i t" nicht merken lassen. Mosern man ihm überhaupt die Religion erhalten will. Es gibt also ein doppeltes Christentum, das populäre, das ganz einfach glaubt, und das gebildete, das diesen naiven Kinderglauben belächelt, wodurch dieses gebildete Christentum freilich nicht gehindert wird, den Kindern des Volkes in der Schule den dlten naiven Glauben als wortwörtliche Wahrheit einzupauken.— Professor Gunkel- Berlin schreibt in seinem Aufsatze:„Das alte Testament im Lichte der modernen Forschung" über die Bibelkritik: Man hat dieser„kritischen" Wissenschaft das Leben wahrlich nicht leicht gemacht. Noch in der Mitte des verflossenen Jahr- Hunderts har ein fanatischer Ansturm gegen die Kritik stattgefunden, und noch sind die Stimmen nicht ganz verstummt, die alle solche literarische Kritik an der Bibel als Unglauben verurteilen. Woher die Leidenschast dieser Bestreitungen? Es ist ganz deutlich im letzten Grunde die I n s p i r a t i o n S l e h r e, die Lehre von der göttlichen Eingebung der heiligen Schrift, worum hier � kämpft wird. Denn wenn die heilige Schrift wirklich in allen ihren Teilen„Gottes Wort" ist, vom heiligen Geiste den Schriftstellern übernatürlich eingegeben. so müssen alle ihre Angaben und auch ihre Ueberschriften Wahrheit sein. Um so bedeutsamer ist demnach die Thatsache, die gegen- wärttg offenkundig vorliegt, daß die„Kritik" auf der ganzen Linie gesiegt hat.... Und auch Theologen, die von Freund und Femd„positiv" oder„orthodox" genannt werden, haben sich der Wucht der kitischen Gründe mcht verschließen können. Denn diese„posittven" Theologen denken vielfach sehr viel anders, als die„positiven" Laien denken, und als diese denken, daß die Theologen dächten. Professor Gunkel beschuldigt bannt ziemlich unverblümt auch die„positiven" Theologen eines„doppelten" Christentums. Die positiven Gottesgelahrten erhalten das ftomme Volk in dem Glauben daß fie selber noch die Bibel für Gottes Wort hielten. In Wirklich- keit aber wissen sie, daß die„fünf Bücher Mösts" gar nicht von Moses, die„Psalmen Davids" nicht von David, der zweite Teil des Buches Jesaijas gar nicht von JesaijaS verfaßt sein kann, daß diese Bücher vielmehr ein auf natürlichem Wege zustande gekommenes Sammelsuriun, von Schriften ist. Der ungeheuren Masse des deutschen Volkes aber sollen diese Siege ber_ geschichtlichen Forschung über den Glauben unbekannt bleiben. Ein Lehrer, der es wagte, den Kindern in der Schule zu sagen, die Bibel sei nicht das„Wort Gottes", würde mit Schimpf und Schande aus Amt und Brot gejagt werden. Es erübrigt sich,_ die„positive Seite" dieses merkwürdige» Buches, dessen Verfasser sämtlich Doktoren oder Professoren der Theologie und Christen sind, wenigstens sich für solche halten, einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Die„Beiträge zur Weiterentwickelung der christlichen Religion" sind ja auch keine Ausnahme-Erscheinung innerhalb der modernen theologischen Wissen- schaft, sondern nur ein Gipfel einer durch Jahrhunderte fortgesetzten Entwickelung. Schöpferisch ist diese Entwickelung in keinem Augenblick gewesen; mit dem Katholizismus und der orthodoxen Theologie muß die moderne Wissenschast in der Beurteilung dieses „weiterentwickelten Christentums" lvenigstens darin übereinstimmen, daß auch sie dieses Christentum überhaupt für keines mehr halten kann. Es ist vielmehr nichts als eine barocke Außenskulptur, die auf das strenge Renaissancegebäude der Wissenschaft ausgeklebt wird. und den klassischen Zug semer Linien in stilwidriger Weise durch- bricht. Die Struktur unseres Geisteslebens wird nicht mehr von religiösen, sondern von wissenschaftlichen Elementen gebildet, auch die Verfasser der„Beittäge" denken fast alle rein wissenschaftlich bis zu dem Punkte, an dem plötzlich„ihr Wille, ihr Gefühl oder ihre Phantasie" von dem geraden Wege der Vernunft abbiegt. Die„Beiträge" sind darum als Weihnachtslektüre niemand zu empfehlen. Sie wirken durchaus nicht auferbaulich. Die Phantasie, die sich immerfort dessen bewußt bleibt, daß sie Phantasie ist, wirkt nicht phantastisch. Der alte Glaube hat Poesie; die neue Prosessorenreligion will sie bloß haben. Man feiert das Christfest besser entweder ganz naiv-gläubW als den Geburtstag des göttlichen Jungfrausohnes, der die Menschheit von ihren Sünden erlöst hat oder ganz niederträchtig atheistisch als ein altes, nettes Familien- fest, das nun einmal da ist und mitgemacht sein will.„Kommentar" ist da wirklich„überflüssig". Es kann kein umständlicheres Weih- nachten geben als das weiterentwickelte christliche der Herren Professoren! k. s. Praktisches Christentum in Südwest- Asrika. Die(Machen des Rcrero-Hufftandeo. Amtliche Prügelstrafen. Wie ausgiebig unter den Hereros geprügelt wurde, buchte ge- Wissermatzen die amtliche Denkschrift für das Jahr 1302. Danach wurde nicht weniger als in 473 Fällen die Prügelstrafe vollzogen. Namentlich im Hererogebiet wurde besonders« oft geprügelt, nämlich in Swakopmund 128mal, in K a r i b i b 87mal und in W i n d h u k 99mal. Ein Herero über das Prügelsystem. Die„Tägliche Rundschau" veröffentlichte folgenden Brief eines nach Britisch-Südafrika ausgewanderten Hereros: „Ich teile Dir mit, das Land der Engländer ist wahrscheinlich ein gutes Land, da sind keine Misthandlungen; Weißer und Schwarzer stehen auf gleicher Stufe.... Es ist viel Arbeit und viel Geld und wenn auch Dein Vorgesetzter da ist, so schlägt er Dich nicht, aber wenn er Dich schlägt und hat das Gesetz übertreten, so wird er auch bestraft." Amtliche Statistik des Biehraubes. In welchem Maße die Eingeborenen ihres teuersten Besitzes, ihres Viehstandes, beraubt wurden, auch darüber gibt die Denkschrift für das Jahr 1992 Auskunst. In diesem Jahre wurde nämlich der Viehstand sämtlicher Eingeborenen in Südwestafrika auf 45 895 Stück Rindvieh, 1675 Pferde und 136 557 Stück Kleinvieh geschätzt. Dieser Viehbestand entfiel auf eine Gesamtbevölkerung von zweimal hunderttausend Köpfen. Die weiße Bevölkerung betrug um diese Zeit zirka 4060 Köpfe, also den 5». Teil der Bevölkerungs- ziffer der Eingeborenen. Dieser 59. Teil besaß jedoch 44 487 Stück Rindvieh, 3590 Pferde und 210 803 Stück Kleinvieh. Wenige Jahre zuvor wurde, gleichfalls a m t l i ch, der Viehbestand der Eingeborenen auf 3 bis 4mal hunderttausend Köpfe geschätzt! Wer verübte die meisten Verbrechen? Nach der amtlichen Denkschrift weist die Kriminal- statistik für das Jahr 1902 folgendes auf: In der ganzen Kolonie wurden wegen Eigentumsvergehen, Raub, Erpressung, Brand- stistung usw. insgesamt 516 Eingeborene bestraft, das sind 9,25 Proz. Wegen der gleichen Bergeheu wurden 28 Weiße be- straft, das macht bei einer tvcißen Bevölkerung von 4635 Köpfen 9,69 Proz. Unter den Weißen war also die Zahl der Diebe usw. prozentual mehr als doppelt so grost als unter den Eingeborenen. Noch viel schlechter schneiden die Weißen ab, wenn man die Per- brechen und Vergehen wider die Person in Betracht zieht. Solcher Vergehen wegen wurden 1302 ganze 17 Eingeborene ver- urteilt, also auf je 11764 Personen einer. Die Zahl der wegen dieser Delikte verurteilten Weißen beträgt dagegen 19, das macht auf je 463 Personen eine Verurteilung. Amtliches Material über den Land- und Biehraub. In der Denkschrift über den Hereroaufstand vom 29. No- mber 1904 heißt es: „... und so strebte— abgesehen von Ausnahmefällen, die hier unberücksichtigt bleiben können— jeder weiße Kolonist nur danach, durch Erwerb von Grund und Boden die Möglichkeit zum Viehzuchtbctrieb für sich zu begründen. Zur Erreichung dieses Zieles boten sich ihm, der meist ohne genügende Geldmittel war, zwei Wege, nämlich der des Transportgeschäftes und der des Handels... So ergoß sich der Strom klemerer Händler in die von den Sitzen der Verwaltung abgelegenen Eingeborenengebiete. Sie widmeten sich, wie man sich im Schutzgebiet ausdrückt, dem Feldhandel. An diesem Feldhandel beteiligten sich aber außer minder bemittelten Leuten auch solche, welche überhaupt keine Geldmittel besaßen... Am wirksamsten erwies sich das Mittel der Kreditgewährung... Es artete in den letzten Jahren infolge der wachsenden Konkurrenz zu einem schweren Miststande aus, denn es hatte eine rapid fortschreitende Ber- schuldung der Eingeborenen zur Folge. Der Kolonialrat und seine Kommission erblickten die wesent- lichstcn Gefahren der Verschuldungsfrage darin, daß einmal die Schulden der Eingeborenen sich im Laufe der Zeit zu ungemessenen und unkontrollierbaren Beträgen anhäuften, die— ohne daß es der Eingeborenen zum Bewußtsein kommt— deren wirtschaftliche Existenz vernichten; daß ferner für die Schulden Einzelner da!- Stammesvermögen häufig in Anspruch genommen werde." Die Kulturarbeit der Weißen. Ein in der Denkschrift für das Jahr 1902 zitierter M i s s i o n S- b e r i ch t aus dem Hererolande lautet: „Besondere Unzucht und Trunksucht herrschen im hohen Grade, leider sind oft Weiße nicht allein schlechte Vorbilder in dieser Beziehung, sondern auch direkte Verführer. Venerische Krankheiten haben in besorgniserregender Weise um sich ge- griffen.... Sehr bedauerlich ist es, daß es hier in weiten Kreisen üblich ist, eingeborenen Arbeitern den Genuß von Branntwein regelrecht anzugewöhnen." In einer Zuschrift an den„R e i ch s b o t e n" heißt es: „Nun schreibt man in gewissen Zeitungen von den Greuel- taten der Hereros, daß sie die Frauen der Ansiedler ab- geschlachtet und dort auch Männer kastriert hätten. Was letzteres betrifft, so haben gewisse Hereros das getan an Weißen, die sich an ihren Frauen und Mädchen schändlich vergriffen hatten. Viele der unverheirateten Ansiedler lebten mit eingeborenen Weibern und stellten den Ehefrauen der Hereros nach. So sittlich tief der Herero auch steht, so hat bei ihm doch auch hier die Unzucht eine Grenz e." In einem Artikel des„Reichsboten" heißt es: „Man hat in missionarischen Kreisen bisher zurückgehalten, was man über das Treiben der Weißen weiß, wodurch sie die Erbitterung, den Haß und die Rachsucht der Hereros hervorgerufen haben: das wüste Leben der Möner gegenüber den Hcrerofrnuen, die brutale Behandlung der HercroS, ihre Aus- beutung durch die Händler.... Die deutsche Nation will nicht, daß eine Hand voll Abenteurer in den Kolonien wüste Brutalitäten üben, die Eingeborenen zur Rache erbittern und das Reich dann alles ausbaden soll." In einem späteren Artikel des„R e i ch s b o t e n" heißt es: „Wir fragen uns aber immer wieder, wie es gekommen, daß die Hereros, die seit Menschengedenken nie einen Weißen aus- geraubt, ermordet haben, nun auf einmal so greuliche Mörder ge- worden sind. Ihr ganzer Charakter gegenüber den Weißen war nicht auf Rauben und Morden angelegt, sondern eher aus Respekt auf der einen und der sklavischen Furcht auf der anderen Seite... Wer war ihr Vorbild, ihr Lehrmeister? Noch kurz vor dem Aus-' bruch des Aufstandes hat ein Soldat einem unschuldigen Herero die Schädeldecke eingeschlagen und ihn wie ein Stück Vieh be» handelt. Wollte man alle diese Mißhandlungen mit Latten, Stötten, Rhinozerospcitschcn— eine gewöhnliche Strafe für einen Nn- schuldige», 25 Hiebe, daß der Bestrafte blutend wie tot dalag—, das Niederknallen so mancher Unschuldigen, ganz abgesehen von den vielen Gefängnisstrafen zusammenstellen, so wird man sich nicht wundern über den Haß der Eingeborenen gegen die Weißen.... Ist denn Hereroland ein Verschickungsland für ungeratene, unbequeme Söhne, deren Vorleben hier die Ursache des dortigen Aufstandes nicht allein, sondern der ganzen Ver- rohung der Hereros ist?" Exzesse der weißen Kulturträger. Ueber die bestialische Bluttat an dem Herero Kain sagte in dem Prozeß gegen den Prinzen Arenberg der Zeuge Reiter K i e- berger folgendermaßen aus: „Der Angeklagte sagte zu mir, er will fliehen, schießen Sie. Ich hatte dann den Herero, der zusammenbrach, in den Unterschenkel getroffen. Der Prinz äußerte sich daraufhin: „Sie haben saumäßig geschossen, Sie schießen doch sonst gut." Dann zog er einen Revolver hervor und schoß Kain, der sich wieder er- hoben hatte, eine Kugel in den Kopf. Wir gingen dann fort. Als wir bald darauf zu der Stelle wieder zurückkamen, saß Kain an einem Busch... er bat mich um Wasser. Darauf sagte der Angeklagte:„Du brauchst nicht mehr zu trinken" und warf den Verwundeten so auf die Erde, daß er mit der Brust auf dem Boden lag. Daun setzte der Prinz den Fuß auf den Rücke» Kaius und fragte mich, wie man ihn am besten töte. Er forderte von mir den Ladestock, da ich ihn aber nicht sofort herausbekam, warf der Prinz den Kain auf den Rücken und befahl mir, ihn mit dem Bajonett zu erstechen, er zeigte mir auch die Stelle, wo ich hinstcchen sollte, dann warf er den Ver- wundeten wieder um, der noch immer röchelte, ließ sich von mir den Ladeslock geben und stieß ihn 5 bis 6mal durch die Schußwunde ins Gehirn." Ueber die bestialische Mordtat wurde von sachkundiger Seite dem „R e i ch s b o t e n" geschrieben: „Warum verdeckt man auch bei Arenbergs Fall den Umstand, daß die Mutter des so hingeschlachteten Willi Kaius, um in deutscher Sprache zu reden, eine Prinzessin war, eine nächste Anverwandte der jetzt aufständischen Leute und Oberhäuptlinge? Wird denn hier der Mord einer Person aus königlichem Geschlecht etwa so übersehen? Und die Verwandten Sniiinel Mnhnrero, Rinord Nandjua, sollten diese die Abschculichkeit des Prinzen Arenberg so bald vergessen haben? Der Farmer H e e r f u r t h erhob gegen den Unteroffizier K o s s a k folgende Anklage; 1. Der Unteroffizier Koffat hat einen Neger, in grausamster Weise zu Tode gemartert. 2. Der Beschwerde des Farmers Groeneveld ist keinerlei Folge gegeben worden. 3. Der Unteroffizier Stoffat hat in seiner Charge weiter Dienst geleistet. 4. Es ist der Versuch gemacht worden, den Angeklagten Groeneveld unter Mißbrauch der Gerichtsgewalt zu vernichten." Land- und Viehraub. In der Frankfurter Zeitung" ließ sich ein Reisender, der 8 Monate vor dem Aufstand Deutsch- Südwestafrika bereiste, folgendermaßen aus: „ Die Eingeborenen hatten sich freundlich und zugänglich gezeigt, aber aus ihrer Erbitterung gegen die Händler fein Hehl gemacht. Die Händler hatten mit äußerster Rücksichtslosigkeit Schulden eingetrieben und im Falle des Zahlungsunvermögens große Rinderherden hinweggetrieben. Das ganze Volk der Hereros befinde fich infolge unsinniger Viehwirtschaft und Verschuldung in fortschreitender Verarmung." In einem Zirkular des Missionshauses Barmen vom 27. Februar heißt es: " Wir haben nie ein Hehl daraus gemacht, daß neben den fortgesezten Landverkäufen vor allen das von vielen Weißen, Händlern, benußte System des maßlosen Kreditgebens an die Eingeborenen und die darauf folgende rücksichtslose Eintreibung der Schulden, mit anderen Worten die Ausbeutung des Leichtsinns der Eingeborenen, Zustände schuf, die trübe in die Zukunft schauen ließen. Wir haben immer wieder unsere bittende und warnende Stimme erhoben und haben es auch nicht unterlassen, geeigneten Ortes vorstellig zu werden. Wir stehen mit dieser unserer Auffassung. daß die Rücksichtslosigkeit einzelner Farmer und vieler Händler den Uebelstand gehäuft haben nicht allein." In einem Vortrage machte Missionar Meyer nach der Osnabrücker Zeitung" folgende Ausführungen: „ Die Händler ließen so viel zusammenkommen, bis es ihnen genug war und dann nahmen sie den Hereros ein Stück Land ab, denselben Leuten, die oft vier: bis fünfmal bezahlen mußten, da sie sich keine Quittungen geben ließen, außerdem wurden ihnen viele Hundert Prozent abgenommen. Nahm man nun den Hereros ein Stück Land nach dem anderen ab arme ins Land gekommene Händler brachten es in kurzer Zeit zu einer Farm so dachte man doch seitens der Regierung nicht an die Errichtung von Reservaten." Die Kreuz 3eitung" schreibt: = Man hat es gewissenlosen Händlern gestattet, die Unerfahrenheit und den Leichtsinn der Hereros auszubeuten. Die Verschuldung bei den weißen Händlern war in dem letzten Jahre ins ungeheure gewachsen, ganze Dörfer waren mit allem ihrem Vieh und ihrem ganzen Grundbesitz bei ihren Gläubigern verschuldet. Wenn das so weiter geht, müßte das ganze Volk in kürzester Frist zu einem besiklofen Proletariat herabsinken... In der Zeitschrift" Die deutsche Kolonie" heißt es in einem Briefe aus Ontja vom 27. Januar 1904: 44 " Die meisten Händler sollen ermordet sein und kann man Hierin nur einen nicht unberechtigten Rachealt der Eingeborenen sehen, die sich den unerhörten Vergewaltigungen und Brandschabungen der Händler widersetzten. Die Händler... meist tief verschuldetes, bankrottes Gesindel plünderten die Eingeborenen systematisch aus. Jeder Händler hat genommen, was er hat fassen können, so hat z. B. ein Händler im November von einer Werft für 28 000 M. an Vieh weggetrieben." Der Präses der Rheinischen Missionsgesellschaft Missionar Thiel I schrieb im„ Reichsboten": „ Das ihnen( den Hereros) als Reservat zugedachte Land ist so flein und ungelegen gewesen, eine faft wertlofe Wüste in den Augen der Hereros. Dazu kam der Verdacht, sie sollten dort eingepfercht werden und ihres übrigen Landes für immer verlustig gehen." Missionar Dassel erklärte über die Ursache des Hereroaufstandes das Folgende: einen Gewehrschuß und 2 Pistolenschüsse... noch einen dritten, der sich im Gebüsch verkrochen hatte, entdeckte ich und gab ihm 2 Pistolenschüsse. Da kam noch ein anderer hinzu und zerschmetterte ihm mit einer Flintenkugel den Schädel." In einem Briefe des gefallenen Leutnants Thiesmeyer hiees: ,, Was hier gefangen worden ist, ist aufgehängt oder erschossen worden... Der schlimmste Fehler der deutschen Kolonisallon ist die Humanitätsdufelei." " In dem Sprottauer Wochenblatt" vom 10. November wurde ein Brief des Sanitätsunteroffiziers Josef Thiel veröffentlicht. In diesem hieß es: „ Gestern wurde eine Gefangene gebracht, die nur aus Haut und Knochen bestand. Die Hereros sind nämlich alle schon halb verhungert. Die Gefangene sagte aber trotzdem nichts aus und wurde deswegen gleich erschossen." In einem im 3 abrzer Anzeiger" veröffentlichten Soldatenbriefe heißt es: „ Er( v. Trotha) hat 5000 Mark Prämie ausgesetzt, wer den Oberkapitän Samuel Maharero ergriffe, für jeden Unterkapitän find 1000 Mark ausgesetzt. Jeder Kaffer, der getroffen, soll erschossen und jede Frau und jedes Kind vertrieben werden." Vergeblicher Appell an die Menfchlichkeit. In dem schon erwähnten Zirkular des Missionshauses Barmen heißt es: ,, Die Ehre des deutschen Namens verlangt auch, daß nach dem Siege den armen irregeführten und verblendeten Hereros, die sich haben hinreißen lassen, Schonung zu teil werde und daß mit der Gerechtigkeit sich Milde paare." Die Deutsche Tageszeitung" schreibt im August dieses Jahres: werden." " Die Hauptfrage ist jetzt, was macht man mit den Hereros nach ihrer Unterwerfung? Die Krieger werden von den übrigen getrennt und nach Kriegsrecht behandelt, die große Masse des anderen Volkes... wird wohl in mehreren Lagern untergebracht Der Reichsbote" schrieb Anfang November: „ Aus allen Meldungen geht mit voller Deutlichkeit hervor, daß die Hereros völlig widerstandsunfähig sind... die entmutigten Scharen hält nur ein Gefühl ab, die Waffen zu streden, die Furcht vor der Rache des Siegers. So ist es denn unserer, als christlicher und menschlich denkender Nation würdig, daß den Berführten, namentlich den verführten christlichen Hereros, Gnade gewährt werden wird.... Wir würden unsere braven Soldaten nicht allein zu Menschenschlächtern degradieren, wenn wir sie zwingen, auf Verzweifelnde Jagd zu machen, wir würden uns selber schädigen, wollten wir die Hereros ausrotten." Die Husrottung der Dereros. Graf Bülows Erklärung und die Wirklichkeit. Dieses Jahr sieht es wenig nach Frieden aus für das italienische Proletariat, wenig Freudigkeit und Festruhe scheint die Weihnacht zu bringen. Bleischwer lastet die alte Bürde der Arbeitslosigkeit und der politischen Bedrückung. Drohender als in anderen Jahren ers scheinen die beiden, große Trübsal verkündigend und Kampf auf Erden" und alle Kirchenglocken der Satten können das Stöhnen der Not nicht übertönen, das in ihrem Gefolge erscheint. In der norditalienischen Tiefebene, in der Romagna, in Süditalien und auf den Inseln fehlt die Arbeit, und mit der Arbeit fehlt das Brot. Und laut und vernehmlich erhebt sich die Stimme des Grolls, und die Regierung hört zu und verspricht Maßnahmen, bis hier und da ein Trupp Hungernder ungeberdig wird. Dann besinnt sie sich, daß für den Hunger nichts besser ist als Pulver und Blei, und daß sich nirgend so ruhig schläft, wie auf dem Friedhof. Dort hat man so manchen Hungernden gebettet und wird noch manchen betten, ehe das Frühjahr kommt. In völliger Ohnmacht schreitet das ländliche Proletariat unter dem Joch. Es fordert die Gemeindeländereien zurück, die man ihm genommen, es fordert das Recht, das Brachland der Reichen zu beBauen, das ihrer müßigen Arme und ihres Hungers spottet. Aber felbst helfen kann es sich nicht. Auch die Gemeinden können nur benig helfen; sie hätten wohl Arbeiten zu verrichten, aber kein Geld, sie zu bezahlen. Und der Staat selbst versucht es gar nicht, damit man nur nicht sehe, wie sehr die furchtbare Frage seine Mittel und Fähigkeiten überragt. Und so geht die Arbeitslosigkeit um, wie einst die Hungersnöte und die Pest umging, als etwas, dem man nicht wehren fann. Man fragt sich staunend, wie dies zugeht, in Zeiten so mächtigen wirtschaftlichen Aufschwunges, wo die Staatsfinanzen blühen und der nationale Wohlstand wächst, in Zeiten der rapid fortschreitenden Industrialisierung. Der Wohlstand sickert nicht durch bis aufs platte Land. Das mag Arbeiter abgeben an die Fabriken, es mag Hunderttausende hinübersenden, damit sie die Tunnel und Bergwerke fremder Länder mit ihren Knochen pflastern, in den Haziendas Brasiliens oder in den Spinnereien Nordamerikas dahinfiechen bei denen, die zurückbleiben, bleibt das Glend. Denn, wenn die Löhne steigen, lassen die Besizer das Land lieber brach liegen. Sind sie doch selbst er= drückt von der Steuerlast, entmutigt durch die Desorganisation und die hohen Preise der Transporte, erschreckt durch das Damoklesschwert schlechter Ausfuhrbedingungen. Und so ist ein großer Teil des flachen Landes wie abgeschnitten von der Aufwärtsbewegung, weil dort der Fiskalismus, der bis 60 Prozent des Bruttoertrages der Güter verschlingt, alle Initiative und alles Kapital weggefogen hat. Die wenigen Reichen ziehen gerade jetzt, in der Zeit des Aufschwunges, ihre Kapitalien vom Boden zurück. Die mittleren und fleinen Besizer fristen mühsam ihr Dasein, nur von dem Wunsche beseelt, das Land los zu werden, das mehr dem Fiskus gehört als ihnen. Und die Arbeiter hungern. Vielleicht war die Lage seit Jahrzehnten nicht so ernst, wie sie heute ist; gerade die bedeutende Verbesserung der Staatsfinanzen und die gewerbliche Blüte machen die Notlage auf dem Lande unerträglich. Und deshalb hat man das Recht, zu sagen, daß für Italien die Stunde der Reformen gekommen ist, jene geschichtliche Stunde, In der Reichstagssißung vom 6. Dezember erklärte Graf weil jetzt die Wechsel fällig sind, die die Regierung der Arbeiterschaft die noch keine herrschende Klasse unbestraft verpakt hat. Nicht allein, Bülow: „ Eins aber möchte ich ausdrücklich sagen: wir sind weder so ausgestellt hat, gegen geduldiges Warten und Langmut ohne gleichen. grausam, noch sind wir so töricht, die einzige Möglichkeit für die Vor allem, weil heute die Möglichkeit da ist, die landwirtschaftliche Widerherstellung geordneter Zustände darin zu erblicken, daß die Produktion zu entlasten und die geradezu phantastische Höhe erjetzt aus den Wüsteneien des Sandfeldes hervorströmenden halb reichenden Abgaben auf den Voltsnahrungsmitteln zu vermindern. Wie weit die Regierung davon entfernt ist, ihre Aufgabe zu berhungerten und verdursteten Hererobanden erbarmungslos niedergeknallt werden." verstehen, das zeigt sie durch das einzige Geschenk, das sie dem ProAm 9. Dezember erklärte der Bülow- offiziöse„ okal- letariat auf den Weihnachtstisch gelegt hat: das Gesetz über die Verokal- mehrung der Polizei. Es ist eine Art Banit über die Bourgeoisie Anzeiger": „ Einen Beitrag zur Beurteilung der Frage, wie im übrigen gekommen, und sie äußert sich in einer„ Unentwegtheit" der Reaktion, mit gefangenen Gingeborenen in Südwestafrika verfahren wird, wie sie Italien seit Crispi nicht gesehen hat. Die Weihnachtswochen wird, tehen enthält die heute hier eingetroffene Nummer der Deutschfüdwest tehen geradezu im Zeichen der Klassenprozesse. Es ist kein Ort so afrikanischen Zeitung". Danach wurden zwei Ende November mit ein, daß er nicht seinen Generalstreifprozeß hätte. Es sind nicht die Waffen gefangene Hereros friegsrechtlich abgeurteilt und gehängt, ihren Verurteilungen, die auf Jahrzehnte lauteten und an deren lärmenden Prozesse der unerfahrenen und typischen Reaktion mit die unbewaffnet eingebrachten wurden wieder weggeschickt, um zu Ausführbarkeit die Richter selbst nicht glauben. Nüchtern und trocken ihren Leuten zurückzukehren. An verschiedenen Wasserstellen kamen Hereromänner und Frauen und Kinder und versuchten, im geht es zu: sechs Monate, acht Monate, ein Jahr, höchstens zwei bis deutschen Lager zu bleiben, in der Hoffnung, hier kost zu er drei Jahre Gefängnis pro Kopf, kurz Verurteilungen, die sich so halten. Sie wurden aber sofort wieder weggewiesen...." gefährlich nicht anhören und in der Praxis vollständig genügen, um Das Berliner Tageblatt" veröffentlichte am 19. De- die Familie des Betroffenen an den Bettelstab zu bringen und für zwei Briefe aus dem Tagebuch eines Schußtrupplers vom den Verurteilten ein trauriges Gefolge von Arbeitslosigkeit und Siechtum nach sich ziehen. In der Weihnachtswoche selbst schweben Besiegt wurden die Kaffern fast noch mehr als durch die einige 30 dieser Prozesse: Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Waffen dadurch, daß wir ihnen jede Zufuhr an Mais, Reis, Tabat, Munition und Schnaps abgeschnitten haben und daß sie den größten Teil ihres Viehes durch Hunger und Durst verloren, denn besiegt sind sie endgültig, darüber kann kein Zweifel bestehen; sie haben sich zerstreut und wagen feinen ernstlichen Widerstand mehr. Sicher möchten sie gern Frieden schließen, sie wissen nur nicht wie...." Bierfünftel ihres Landes habe man den Hereros abgenommen. Es fehle den dortigen Weißen vielfach an Selbstzucht, man sei gleich bereit, seine sittliche Larheit mit der sogenannten Tropen- gember frankheit zu entschuldigen. Die Missionare 9. und 17. Oktober. In denselben heißt es: wüßten nichts von jener Tropenkrankheit. Es gäbe aber schwache Naturen, bei denen sich die sogenannte Tropen= frankheit auch am Nordpol einstellen würde." In einer Eingabe der Rheinischen Missions= gesellschaft an den Kolonialdirektor heißt es: Wie schon oben angedeutet, vollziehen sich aber fast alle Landverkäufe in der Art, daß die Hereros bei den Händlern, die notabene gar nicht selten gegen den Willen der Hereros sich unter ihnen niederlassen, auf Borg, oder wie man dort zu Lande sehr bezeichnend sagt, auf Bankrott". In dem bekannten Schuh und Freundschaftsver= trage vom 27. Oftober 1885 heißt es: „ Der Oberhäuptling Maharero bittet Se. Majestät den deutschen Kaiser, die Schußherrlichkeit über ihn und sein Volt zu übernehmen. Se. Majestät der deutsche Kaiser nimmt dieses Gesuch an und sichert dem Maharero seinen allerhöchsten Schuß zu." „ Unserer bescheidenen Meinung nach verträgt sich dieses Kaiserwort schlecht mit einer solchen Stellung der Regierung ( nämlich mit Verweigerung der Schaffung von Reservaten für die Eingeborenen)." Chriftliche Derrenmenschen. Bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt!. In der„ Kolonialzeitschrift" las man im Jahre 1904: " Ist der Farbige nicht willig, so brauchen wir Weißen eben Gewalt. Er hat sich den modernen Anforderungen zu fügen, oder von der Bildfläche dauernd zu verschwinden. " mit seinen ungezählten Keimen, wie hinter dem bleigrauen Himmel Aber wie unter der Schneedecke des Nordens das Leben schläft doch die Sonne steht mit ihrer Gabe, allen Schnee zu schmelzen und alles Schlafende zum Leben zu erwecken, so ruhen auch im italienischen Proletariat Kräfte, die die Stunde der Not und der Reaktion überdauern. Was überdauerte das Proletariat nicht, das aus dem Die Hereros find offenbar gänzlich aufgelöst, demoralisiert Fonds einer Urkraft zurückgreifen kann, die Jahrhunderte der Not und haben nicht mehr viel Munition. Dazu plagt sie der Hunger und Knechtung nicht brachen! Viel Schapereres wurde ertragen, anscheinend in furchtbarer Weise, alle zuletzt gefangen genommenen auch in Zeiten, do dem Proletariat noch nicht die frohe Botschaft" waren entseßlich abgemagert. Aber das schlimmste für sie ist, der neuen Ziele verkündet worden war. Heute ist die Arbeiterschaft daß sie nicht mehr imstande sind, ihr Vieh gehörig zu besorgen in Italien unverzagt und zukunftsvertrauender als je. Mag hie und da bei den Führern Abspannung dem großen Kraftaufgebot der und zu tränken.... Das sahen wir schon bei Eridi- Pondake. Je weiter nach dem Osten, desto schlimmer wird es. Dort find alle Septembertage gefolgt sein, mag mancher heute die Opfer für größer Löcher angefüllt mit totem und trepiertem Vich, der Rest hat ansehen als die Errungenschaften. Das Proletariat denkt und fühlt In seiner revolutionären Energie liegt die Verheißung. nichts zu ſaufen, ist schlapp von den vielen großen Fluchtmärschen nicht so. und liegt zu Tausenden verendend im Busch. Mit seinem Vieh Nicht das Proletariat wird Italien aus der Bahn der friedlichen aber muß der Herero zugrunde gehen, und so scheint mir der ganze Entivickelung drängen. Wenn aber die vereinten Kräfte des BürgerTeil des Voltes, der sich am Aufstand beteiligt hat, dem Unter- tums und der Pfaffen der Forderung der geschichtlichen Stunde sich entgegenstellen, dann werden stärkere Septemberſtürme hereingang geweiht, eine gerechte Strafe." brechen, und die den Kampf wollten, werden ihn haben. Das offizielle Italien steht an der Wegivende, wo es sich zum Frieden wenden kann und zum Krieg. Es könnte dem Lande eine Zeit der freien Entwickelung geben, die Fesseln einer widersinnigen erwürgenden Gesetzgebung lösen. Wenn es dem Frieden auf Erden" den Kampf vorzieht, so werfe es ruhig die christliche und humanitäre Das Proletariat weiß, daß ihm kein Erlöser geboren werden wird, daß es sich selbst erlösen muß; es ist bereit zum Kampf, als dessen Lohn jene Erfüllung leuchtet, die die Legenden aller Völker dunkel ahnten, jene Erfüllung, die nicht aus dem demütigen Ertragen geboren wird, nicht aus dem Dulden sondern aus der Tat. Das Verbrechen der Bereros. Missionar Dassel sagte noch in feinem schon erwähnten Vortrag: Durch ihr frevelhaftes Treiben gereizt, hat Nicht für die Missionierung der Farbigen, nicht für ihr schließlich das ganze Hererovolk nichts anderes getan, Wohlergehen in erster Linie haben wir die Kolonien erworben, als was Hermann der Chernsker einstmals auch fondern für uns Weiße. Wer uns in dieser Beziehung entgegentritt, getan hat." den müssen wir aus dem Wege räumen." Ein gewisser E. Schlettwein ließ sich in einer Broschüre, die das ob der„ Vossischen Zeitung" empfing, folgendermaßen aus: „ Gesunder Egoismus, praktisches Kolonisieren nach der einen Seite; übertriebene Menschlichkeit und vager Idealismus vernünftige Gefühlsdufelei. Die Hereros müffen jest zunächst befitlos gemacht werden. Zu diesem Zwecke müßten die jetzigen Chriftliche Kriegs- Dokumente. un= mit dem " Die Weihnacht des proletarischen Italiens. Maske ab. Gerichts- Zeitung. mehrere andere In vierter Instanz freigesprochen wurde gestern der Droschten Rom, den 20. Dezember 1904. futscher Julius Süfter von der vierten Straffammer des Häuptlingsfamilien beseitigt werden: die Männer Weihnachten bedeutet dem italienischen Volke weniger als dem Landgerichts II. Der bisher völlig unbescholtene Angeklagte war am Tode bestraft, die Weiber... in Staatsgewahrsam abgeführt werden; deutschen. Wie der graue Himmel, der Schnee und das Bild der 25. August 1902 vom Schöffengericht II wegen Diebstahls zu einem denn das Volk muß nicht nur als solches unmöglich, es müssen auch schlafenden Natur fehlt, so fehlt auch in der Volksseele jede mystische Monat Gefängnis verurteilt worden unter Zugrundelegung alle, jedes nationale Gefühl wieder erweckende Faktoren beseitigt Grundstimmung. Weihnachten ist ein Fest von vielen, nicht, wie in folgenden Sachverhalts. Küster war bis zum 1. April 1902 bei dem werden. Man muß den Herero jezt zur Arbeit zwingen und zwar Deutschland, das Fest. Als religiöse Feier führt es ein Schein- Maurermeister Mattheus in Deutsch- Wilmersdorf als Kutscher anzunächst zu einer Arbeit ohne Entschädigung, nur für Beköftigung." basein, wie alles religiöse Leben in Italien, wo 1% Jahrtausende der gestellt. Nach seinem Weggange vermißte M. ein Kummetgeschirr Pfaffenherrschaft ein- für allemal die Glaubensfähigkeit zerstört und Geschirrteile sowie einige Bretter; haben, die den nordischen Völkern noch bleibt. Auch hat das Fest der Gesamtwert der der gestohlenen Gegenstände betrug etwa hier nicht seine mit Poesie umwobene Tradition. Der Weihnachts- 100 Mark. Der Verdacht der Täterschaft fiel auf den AnIn einem Briefe, den der„ Triersche Boltsfreund" baum ist nicht traditionell er hat nur in den Häusern der Reichen geflagten. Eine bei ihm vorgenommene Haussuchung förderte Grund veröffentlichte, schrieb der Sohn des Schneidermeisters Peter und als fremder Brauch Eingang gefunden-; selbst die Sitte des auch die sämtlichen gestohlenen Sachen zutage. Auf Scherr aus Trier wörtlich: Beschenkens der Kinder ist es nicht, sondern gilt vielfach für den dieses Sachverhalts erfolgte feinerzeit die Verurteilung des K. Wir dürfen keinen Gefangenen machen. Alles, was lebend ersten Neujahrstag oder das Fest der Drei Könige. Der Weihnacht Gegen das Urteil des Schöffengerichts legte Küster Berufung ein. ist und schwarze Farbe hat, wird niedergeschossen." bleibt nur das eine Vorrecht: ein Fest der Familie zu sein, der Der Angeklagte behauptete, er habe die Gegenstände nicht gestohlen, In einem Briefe des Tierarztes Dr. Baumgart, den weiteren Familie, die in Italien noch durch festere Bande verknüpft sondern nur aus Versehen beim Umzuge mitgenommen, er habe sich die Leipziger Neuesten Nachrichten" veröffentlichten, ist, als in den wirtschaftlich mehr fortgeschrittenen Ländern. Die damals überhaupt in einem merkwürdigen Zustande einer Berwirrtheit heißt es: erwachsenen Söhne und Töchter mit ihren Kindern vereinigen sich befunden. Die Berufung wurde jedoch unter Bestätigung des ersten Die Erbitterung ist hier sehr groß, feiner gibt Pardon, alles am Weihnachtstage im Hause der alten Eltern man beklagt den, Urteils verworfen, ebenso wurde die Revision des Angeklagten vom wird niedergeschossen.... Einem habe ich den Weg abgeschnitten der in der Ferne weilt; die alte patriarchalische Familie schließt sich Kammergericht abgewiesen. Das Urteil wurde rechtskräftig, gleicher riß aus und versteckte sich im Gebüsch. Schon hatte für den einen Tag zusammen, um schon am nächsten wieder ver- zeitig erhielt Küster die Aufforderung zum Strafantritt. Sein Wesen er zwei Schuß aus meiner Brauningpistole erhalten, da sprang prengt zu werden, wohin Arbeit und Beruf und das schnell pul- veränderte sich mehr und mehr, er erkrankte und beauftragte den ich vom Gaul herunter und schlug ihn mit einem erbeuteten Ge- fierende Leben unserer Zeit sie treibt. Weihnachten sollte ein Inter- Rechtsanivalt Leo Kempner den Antrag auf Strafaufschub zu wehr so lange auf den Schädel, bis Gewehr und Schädel taput mezzo des Friedens und der Ruhe sein, ohne die wilde lärmende stellen. Dem Anwalt fiel das eigenartige Wesen des K. auf, der alle waren. Einem anderen ritt ich nach... verwundete ihn durch| Fröhlichkeit der Ostertag und der Sommerjonnenwende. Anzeichen einer beginnenden Gehirnerweichung an sich trug. Es demokratie. Eingegangene Druckfchriften. Jean wurde deshalb nicht der Antrag auf Strafaufschub gestellt, sondern handlung abspielte, dem als Sachverständigen geladenen Arzt auf Wiederaufnahme des Verfahrens, da sich Küster schon bei Dr. Je bens die Frage vorlegte, ob die Züchtigung als übertrieben Begehung der Tat in einer frankhaften Störung der Geistestätigkeit zu bezeichnen sei, antwortete der Arzt" Ja". Der Vorsitzende Beuthstraße 2) haben soeben das Januar- Heft ihres 11. Jahrganges er Die Sozialistischen Monatshefte"( Administration: Berlin SW. 19 befunden haben konnte. Wie auch tatsächlich durch Gutachten des Landgerichtsdirektor Frommel erklärte aber hierauf, diese scheinen lassen. Aus seinem Inhalt heben wir hervor: May Schippel: Die Nervenarztes Dr. Placzek und des Professors Köppen fest Frage habe das Gericht zu entscheiden. Der Arzt er- alte und die neue Handelsvertrags- Periode.- Dr. Eduard David: Der gestellt wurde, ist bestimmt anzunehmen, daß sich Küster schon bei flärte dann weiter, daß ihm in seiner Praxis ein solcher Fall von Reichstanzler und die Sozialdemokratie. Gabriel Deville: Revolutionärer" Begehung der Tat in einer frankhaften Störung der Geistestätigkeit übermäßiger Züchtigung noch nicht vorgekommen sei. Trotzdem be- und reformistischer" Sozialismus in Frankreich. Adolf v. Elm: Der befunden hatte. Einem Wiederaufnahme- Verfahren mußte deshalb antragte der Staatsanwalt gegen unseren Genossen Däumig vier Boykott als Waffe im wirtschaftlichen Kampf.- Robert Schmidt: Intereſſenstattgegeben werden. In einer neuen Verhandlung, welche gestern Monate Gefängnis und das Gericht erkannte auf 500 Mark Geld- vertretung der Arbeiter. Paul Kampffmeyer: Abolitionismus und SozialHenri van Kol: Die russische Kolonialpolitik. vor der vierten Straffannier des Landgerichts II stattfand, wurde strafe mit dem Hinweise, daß eine Ueberschreitung des Allemane: Luise Michel. Dr. Albert Südefum: Reichsfinanznöte und der Angeklagte auf Grund des§ 51 dem Antrage des Verteidigers 8ichtigungsrechts nicht vorliege. Erbschaftssteuerfragen. Dr. Conrad Schmidt: Zola über die Rolle des Der Lehmpastor". Die Straffanmerverhandlung gegen den Geldes in der Literatur. Wirtschaft von May Schippel. Politik von Sozialpolitik von Paul Kampffmeyer. Soziale Zwei moderne Schatzgräber, die Arbeiter Paul Menes und Redakteur Gerpheide der Felke- Zeitschrift" fand, wie wir bereits Richard Calwer. Sozialistische Bewegung Josef Horsch standen vor der siebenten Strafkammer des Land- angekündigt haben, vorgestern vor dem Landgericht zu Essen statt. Der Kommunalpolitik von Dr. Hugo Lindemann. Gewerkschaftsbewegung von Ernst Deinhardt. gerichts I. Einer von ihnen hatte im Gefängnis die Bekanntschaft Angeklagte versicherte, er habe mit seinem Artikel feine bestimmten von Hugo Poetsch.. Sozialpädagogische Beeines Mitgefangenen gemacht, der ihm eine mysteriöse, abenteuer- Personen treffen wollen, sondern nur die Revisoren im allgemeinen. Genossenschaftsbewegung von Gertrud David. wegung von May Hermann Baege. Frauenbewegung von Henriette liche Geschichte von großen Schäßen aufband, die auf einem hiesigen Er habe nicht gewußt, daß Vertreter der Regierung von Düsseldorf Fürth. Sozialwissenschaften von Simon Kabenstein. Bildende Kunst Kirchhofe dicht an den Gräbern zweier im Jahre 1880 beziv. 1885 an den Revisionen beteiligt waren. Es wurde eine Anzahl Zeugen von Anna Blehn. Dichtkunst von Mar Hochdorf. Buchbesprechungen - Revuen von Lisbeth Stern. beerdigten alten Damen vergraben und dort bei sorgfältigem Nach- vernommen, die gegen den Angeklagten aussagten. Pastor Felfe von Ida Häny- Lur. Als Beigabe bringt suchen zu finden sein sollten. Die schöne Geschichte fiel bei den beiden wurde nicht vereidigt, weil er verdächtig erscheint, an dem inkrimi- das Heft ein Borträt von Luise Michel aus den achtziger Jahren. Der Preis des Heftes beträgt 50 Pf.; vierteljährlich 1,50 M. Zu Angeliegien auf fruchtbaren Boden; fie assoziierten sich zu gemein- nierten Artikel beteiligt zu sein. Der Staatsanwalt hielt die Bejamer Schatzgräberei, gingen auf den Kirchhof und begannen alsbald mit schlagnahme der Rezepte und Schließung der Repeler Niederlage für beziehen durch alle Buchhandlungen, Stolporteure und durch jede Postanstalt. Ferner direkt durch den Verlag der Sozialistischen Monatshefte", den mitgebrachten Spaten die Erde in unmittelbarer Nähe der beiden berechtigt und beantragte eine Geldstrafe von 200 m. bezeichneten Gräber auszuschaufeln. Ihre Hoffnung, mit Bente reich 11 1hr abends ausgesprochene Urteil lautet: Der Angeklagte ist der Stuvert). Probehefte stehen auf Verlangen jederzeit fostenfrei zur Verfügung. Beuthstr. 2, Berlin SW.( Zusendung unter Kreuzband oder in geschlossenem beladen den Heimweg antreten zu können, wurde aber vereitelt. Sie öffentlichen Beleidigung schuldig und wird zu einer Geldstrafe von hatten schon drei große Löcher gegraben und dabei die Gräber 100 M. und Publikationsbefugnis verurteilt. Wasserstand am 23. Dezember. Ibe bei Ausfig+0,38 Meter, bei Unstrut bei mehrfach beschädigt, ohne daß sie auf die erwarteten, mit Gold, Herr Kaufmann Behm. Zu der in der letzten Sonntagsnummer Dresden 1,06 Meter, bei Magdeburg+ 1,25 Meter. Dder bei Ratibor+1,94 Meter, bei Breslau Silber und Edelsteinen bis zum Rande gefüllten Kassetten gestoßen enthaltenen Berichtigung des Kaufmann Behm, Straußbergerstr. 36, Straujurt+1,10 ctecte 0,14 Meter, bei wären. Dagegen war ihr sonderbares Treiben bemerkt worden und die mir erst jetzt zu Gesicht kommt, bemerke ich, daß Behm mir bei Ober- Begel+5,12 Meter, bei Breslau Unter Begel Frankfurt+1,93 Meter. Weichsel bei Brahemünde+ 3,42 Meter. fie mußten es sich gefallen lassen, von den Aufsichtsbeamten fest- meiner polizeilichen Vernehmung als der alleinige Angeber ge- art he bei Posen+0,84 Meter. Ne he bei Usch+0,81 Meter. genommen zu werden. Der Gerichtshof verurteilte beide wegen nannt wurde. Ebenso war er in der Prozeßverhandlung als der Sachbeschädigung, und zwar Menes zu sechs Wochen, Horsch einzige Zeuge, welcher meine Aeußerungen in der Versammlung zu zwei Monaten Gefängnis. gehört hatte, anwesend. Uebrigens hat Behm in seiner letzten Bemeistern zugetragen hat. Mit diesem Eingeständnis seiner Zwischen richtigung" zugegeben, daß er meine Aeußerungen den Bäderträgerei hat er sich selbst zur Genüge gekennzeichnet und halte ich Stationen jedes weitere Wort in dieser Sache für Papier- und Zeitverschwendung. Carl Hezschold. Das um Witterungsübersicht vom 24. Dezember 1904, morgens 8 Uhr. Barometerstand mm Wind. Bump Windstärke Beller 3 heiter Temp. n. G. 5° 6.4° R. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke 1 Haparanda 747 3 Befersburg 739 GD 3 Scilly Better Temp. n. T. 180902 4wolkig- 15 ₩ 700 Preußische Richter über Prügelpädagogik. Zu dem Prozeß gegen den Genossen Redakteur Däumig vom„ Halleschen Volksblatt", über den wir gestern bereits telegraphisch berichteten, wird uns aus Halle ergänzend mitgeteilt: Der Volksschullehrer Nürnberger von Naumburg fühlte sich dadurch beleidigt, daß ihm in einem im Monat Juni im„ Voltsblatt" veröffentlichten Artikel der Vorwurf Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Sonntag, Swinemde. 760 gemacht worden war, er habe das Züchtigungsrecht den 25. Dezember, abends 6 Uhr: Weihnachtsfeier verbunden mit Kinder: Hamburg 764 WNW 2 bedeckt Berlin: 762 WNS 4wolkig überschritten. Durch die Beweisaufnahme wurde fest- bescherung, Vorträge, Tanz in Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstraße 75. Franfi.a.M. 769 SW 1 Mebel gestellt, daß Lehrer Nürnberger das dreizehnjährige Schul- Landsleute sowie Gäste find willkommen. 767 SW 4 heiter mädchen Luise Hasselmann am 4. Juni dieses Jahres wegen Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins. 766 3 1 bedeckt einer ungezogenen Redensart mit dem Stod ganz erheblich Freitag, den 30. Dezember, abends 8 Uhr, im Lokal Arminhallen, KomWetter- Prognose für Sonntag, den 25. Dezember 1904. und durch Schläge ins Gesicht derartig geprügelt hatte, daß die des Herrn Dr. Frank- Mannheim über: mandantenstraße 20: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag Die Jugendorganisation Süd- Etwas tälter, vielfach heiter, aber sehr veränderlich mit Schneefällen und Lippen geschwollen und einige Zähne locker geworden waren. Als deutschlands". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Gegenseitige ziemlich starken nordwestlichen Winden. Staatsanwalt Schlitter vor der Strafkammer, wo sich die Ver- Aussprache und Mitteilungen. Gäste willkommen. Kein Trinkzwang. Berliner Wetterbureau. Nachruf. Am 23. Dezember starb unser geehrter Chef, der Fabrikant Rudolf Auerbach. Wir verlieren in ihm einen humanen Arbeitgeber und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. 1591L Die Arbeiter der mechanischen Werkstatt und Gravieranstalt von Rudolf Auerbach, Grünauer Strasse 17. Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins u. Umg. Zahlstelle Osten. Am 23. Dezember verstarb unser Mitglied Valentin Szezepanski. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 27. Dezember, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses Friedrichshain, Virchowstraße, aus nach dem Freireligiösen Friedhof in der Pappel- llce statt. Um rege Beteiligung ersucht Sozialdemokrat. Wahlverein f.d.4.Berl. Reichstagswahlkreis. ( Osten.) Stadtbezirt 190a. Todes Anzeige. Am Donnerstag, den 23. d. M., starb unser langjähriges Mitglied, der Hutmacher August Joppich. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 26. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichen halle des Markus Kirchhofes in Wilhelmsberg aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 262/12 Der Vorstand. Nach langem schweren Leiden verschied am 23. d. M. unser geliebter Bater, Schwager und Onkel August Joppich im 48. Lebensjahre. 959b Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Montag, den 26. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Markus- Kirchhofes aus statt. Danksagung. Für die Beteiligung und schönen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres Vaters, Groß- und Schwiegervaters Louis Heinz fagen allen Freunden und Bekannten, besonders den Kollegen der Fabrik von Kindermann u. Co. unsern herzlichsten Dant. 9436 Die trauernden Hinterbliebenen. Für die große Beteiligung und den schönen Gesang der Mitglieder des Gesangvereins" Eintracht bei der Beerdigung ihres langjährigen Mitgliedes Louis Heinz unseren besten Dank. 9445 Die trauernden Hinterbliebenen. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 3. Berl.ReichstagsWahlkreis. Todes- Anzeige. Unser Mitglied, Genosse Meyn ift infolge eines Automobilunfalls gestorben. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 26. Dezember, nachmittags 3 Uhr, auf dem Simeons- Kirchhof am Tempelhof- Brizer Weg statt. Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Zentralverein aller in der Hutbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. ( Filiale Berlin.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Freitag, den 23. d. Mts., unser Kollege August Joppich verstorben ist. Die Beerdigung findet Montag ( 2.Weihnachtsfeiertag), nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Martus- Kirchhofes, Wilhelmsberg, aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 294/16 Der Vorstand. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler usw. C Verwaltung Berlin H. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Donnerstag, 22. Dezember, unser Mitglied Franz Hennig nach langem Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 26. Dezember, nachmittags 22 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofes, Hermannstraße in Briz, aus statt. 184/17 Die Ortsverwaltung Berlin H. 9195 Hermine Schier Eduard Packheiser Verlobte. Berlin, Weihnachten 1904. Louise Schultze Leopold Jacubowski Verlobte [ 948b Berlin, Weihnachten 1904. en Kolleginnen der Spedition Raschte für die Aufmerksamkeit 15922 unseren besten Dank. Richard Liehr nebst Frau. Central- Verband der Maurer Deutschlands. Ortsverwaltung Spandau. Nach furzem Leiden verstarb in der Nacht zum Freitag unser erster Bevollmächtigte Stollege August Degner. Ihm verdankt die hicfige Maurerbewegung sehr viel, denn unermüdlich war er bestrebt, unsere Organisation zu fräftigen und auszubauen. 154/8 am Sein jäher Tod reißt eine schmerzliche Lücke in unsere Reihen Sein Andenken halten wir in Ehren. Die Bevollmächtigten. Die Beerdigung findet zweiten Feiertage statt; die Verbandskollegen wollen sich möglichst zahlreich um 122 Uhr nachmittags in unserem Verkehrslokal Neumeisterstr. 5 einfinden. D. D. Konsumverein Merkur, Spandau. Am 22. d. M. verschied nach furzem Leiden das Mitglied unseres Aufsichtsrats August Degner. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am 26., nachmittags 1 Uhr, vom Leichenbause, edwig str. 2, aus statt. 140/2 Die Verwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein Spandau. Der Tod hat uns einen herben Verlust bereitet, indem er unseren braben Mittämpfer, den Maurer August Degner nach kurzem schweren Leiden, im blühenden Alter von 26 Jahren, aus unseren Reihen riß. Der Entschlafene war eine allzeit rührige und umsichtige Werbekraft für die sozialistische Sache, sein ruhiges und gefälliges Wesen gewann ihm mit Leichtigkeit die Sympathien jedes Parteigenossen. Sein AnMünchen Wien Braut- Seiden 2 Schnee -2 Aberdeen -3 Paris 765D 767 28 768 N 1 bedeckt 1 Dunst 1 1 bedeckt -1 sowie Seiden jeder Art von 1,00 bis zu den elegantesten Qualitäten. Reinseidene Damaste, Merveilleur 15,00, 20,00, 25,00, 30,00 per Robe. Reine Seiden für Straßen- und Gesellschafts- Roben von 1,50. Reine Seiden für Ball- Roben v. 75 Pf. Aparte Blusen- und Jupon- Seiden von 1,00 Markt. Prima Sammete für Blusen und Kleider von 75 Pf. Spezialität: Braut- und Hochzeits- Seiden. Direkter Verkauf an Private an jedermann zu wirklichen Engros- Preisen. Muster franko! Adresse genau beachten! 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Nach den Vororten( Groß- Berlin) liefere zu demselben Breise frei Haus gleich 30 FL zuzüalich 10 Bfg. Brand pro Flasche. Ersatz für Badereise, Prospekte gratis. Nach auswärts: Riste mit 30 Flaschen frei zur Bahn M. 15, 2 Risten zugleich M. 28, gegen Einsendung oder Nachnahme des Betrages. Bei Fortsehung im Anschluß 1 Rifte M. 13. Aifte mit 30 leeren Flaichen frankiert zurückgesandt, wird mit M. 4 angenommen Besonders bewährt bei: Blutermut, Bleichsucht, Nervenleiden aller Art, Schwäche, Kopfschmerz, Appetitlofiakeit, Magen, Darm, Leber-, Gallenstein, Nieren- und Blasenleiden, Abmagerung, Hals-, Kehltopf. u. Luftröhren- Verschleimung. leichtem Lungen- Katarrh, Athembeschwerden( thma). Schlaflosigkeit, Lähmungen, Rückenmarkleiden, Rheumatis mus, Gicht, Jechias, Stropheln, Drüsenanschwellungen, Flechten, Herzverfettung. Leiden der Wechseljahre, Unterleibeleiden aller Art, Verstopfung und allen damit in Zusammenhang stehenden Stoffwechselfrankheiten, chronischen Leiden aller Art. Die Trintfur fann jederzeit, auch im Winter, ohne Berufsstörung, ohne ftrenge Diät und ohne befondere Brunnenpromenade zu Hause vorgenommen werden. Jebe Sendung ist frisch präpariert. Analyse: Natriumchlorid 1.202 Natriumsultat 2.920. Kaliumsulfat 0.172, Magnesiumsulfat 1.160, Mangansultat 0.140, Eisencarbonat 2.197 in 10,000 Teilen. Sehr geehrter Herr! Was ich von Ihrem Berliner Stahlbrunnen" aelefen habe. hat mir sehr gefallen und macht den Eindruck vollster Wahrheit. Ich habe baber Beichloffen, den Brunnen zunächst selbst zu trinten und zwar ote erften amei Wochen in tieinen Portionen. Wollen Ste die Güte haben, mir zunächst Tag um Zag 1 Flasche zu übersenden. Sanitätsrat Dr. Wolf, Berlin. Sehr geehrter Herr Kumbier! Geftern habe ich die 15te Flaiche Ihres Berliner Stahlbrunnens" getrun'en. Ioh friere nicht mehr, wie vorher; meine Stimmung ist zuversichtlicher, und ich kann die Treppen weit leichter hinaufsteigen. Auch die Esslust und der Stuhlgang sind besser geworden. Für die pünituche Uebersendung des Brunnens jage Ihnen meinen aurichtigen Dant und bin Jhr dan bar ergebener Dr. Wolf, Ganitätsrat, Berlin. Geehrter Herr Rumbier! Ich bitte Sle, mir Ihren Stahlbrunnen weiter zu senden. da er mir gute Dienste geleistet hat. Ich litt an Asthma und Lungenleiden, hatte dabei keinen Schlat und keinen Appetit. Beide, Schlaf und Appetit, habe ich bereits wieder erlangt, so dass ich auch wieder Lust zum Leben bekommen habe. Berlin, Georgentirchftr. 53, den 29. 1. 04. Geehrter Herr Kumbier! Hochachtungsvoll Ad. Holstinski. Gs brängt mich, Ihnen zu fagen welche guten Erfolge ich durch den Gebrauch Ihres Stahlbrunnens gehabt habe. Jch litt fett 4 Jahren an nervösen Krankheitserscheinungen schwerster Art, bauptiächlich Magen- und Unterleibsbeschwerden; ich habe jahrelang nur von flüssiger Nahrung gelebt, die Aufnahme von jefter Spetse wurde mir zur Unmöglichteit durch unüberwind tchen Wider willen und nachfolgende Schmerzen und Beklemmungen. Die Folge davon war. dass ich gänzlich abgemagert war und mich so schwach fühlte, dass ich mich nur mit Mühe aufrecht erhalten konnte und im Freien nur mit zitternden Knieen eine ganz kurze Strecke gehen konnte. Mehrere Aerate darunter 2 Spezialärzte für Magenund Darmiran heiten, erklärten mein Leiden für nervöses Magenleiden, aber alle dagegen angewandten Mittel halfen nicht; den Rat rechi fräftig und viel zu effen, ionnte ich nicht befolgen, weil der bloße Gedante an Apeiseaunahme mir schon eine Dual war. Da wurde ich von einer Verwandten auf Ihren Stahlbrunnen aufmertfam gemacht. und nachdem ich 60 Fl. davon getrunten, stellte sich wieder natürlicher Appetit ein, ich wurde kräftiger und munterer und kann bereits leichtere Arbeiten in meiner Wirtschaft verrichten. Mein Aussehen ist ein so auffallend besseres, dass alle Bekannten mich erstaunt fragen, womit ich das zu Wege gebracht habe. Jch bente nach einiger Zeit noch weitere 60 FL. zu trinten, um weitere Fortschritte auf dem Wege zur völligen Gesund. hett zu machen, und auch meine 13jährige Tochter, welche bleichfüchtig und schwach ist, soll den Brunnen trinten. Ihre von Herzen dankbare Berlin, Mühlenftr. 59a, ben 20. 2. 03. Frau Kemnitz. Sehr geehrter Herr Kumbier! Siermit fann ich Jonen beftätigen. daß ich von meinem hartnäckigen und schmerzhaften Gallenstein- Leiden nur durch Ihren verzüglichen Siahlbrunnen geheilt bin. Ich bin vorher 2 Jahr lang von 2 Aerzten behandelt, aber statt besser wurde mein Leiden immer schlechter, so dass meine Bekannten und ich selbst keine Hoffnung auf Besserung mehr hatten. Ich konnte das Bett nicht mehr verlassen und wenn ich wieder solch schmerzbaiten anfall ehabt hatte, wurde ich im Gesicht und in den Augen ganz gelb, selbst mein Haar bekam auf einige Tage eine bläuliche Färbung. Bu ällig las ich dann in der Zeitung von Ihrem Stahlbrunnen, beftellte mir folchen und tann nur| fagen, dass der Erfolg überraschend war. denn schon nach 8 Tagen konnte ich alle Speisen vertragen, mein Befinden wurde von Tag zu Tag besser, und nach 3 Wochen konnte ich wieder ausgehen und meine Einkäufe besorgen. Ich geftatte Ihnen gern, dieses Schreiben zum Abdruck zu bringen; ich tann nur der Wahrheit die Ehre geben; möge 3hr Stahlbrunnen noch recht vielen leidenden Menschen zum Segen gereichen. Mit Hochachtung Berlin, Dresdenerftr. 66, den 31. 8. 04. Frau Elchler Wwe, Sehr geehrter Herr Rumbier! Beehrter Herr Rumbier: Jch teile Ihnen bierdurch mit, dass ich mich jetzt so weit wohl fühle; die Anfälle habe ich nicht mehr gehabt und der LuftröhrenKatarrh ist auch gehoben. habe Appetit und Stahlgang, bin auch zufrieden mit dem Schlaf. Sage onen meinen innigften Dant für den Stah brunnen wie für die pünstliche Ausendung. Hochachtungsvoll Berlin, Bremerftr. 47, den 13. 12 04. Frau Sturm, Ww. Sehr geehrter Herr Kumbier! Spreche Ihnen hiermit meinen berzlichten Dank aus für die grossartige Wirkung Ihres Stahlbrunnens. Schon bei der 2. Flasche bekam ich Linderung meiner Schmerzen und bin jetzt nach dem Gebrauch von 30 Fl. wie neu geboren. Bitte um weitere Lieferung von 30 Fl. Mit Gruß hochachtunasvoll Charlottenburg, Gauerir. 24 b. 3. 9. 04. 0. Lehmann. Geehrter Herr Rumbler! Jhr Stahlbrunnen den ich gegen Nervenreissen anwendete, hat mir ausgezeichnete Dienste geleistet. Ich fühle mich jetzt sehr wohl und völlig sohmerzfrei. 8ur Sicherheit werde ich die Kur im Früh. jahr noch wiederholen. Bor der Hand faae Jonen berzlichsten Dant. Hochach ungsvoll Friedenau, Wielandstr. 23, den 3. 12. 04. Frau Schottka. Sehr geehrter Herr Kumbier! Indem ich Sie bitte, für meine Frau wieder 30 I von Ihrem vorzüglichen Stahlbrunnen zu senden. fann ich Ihnen über die Wirkung desselben nur Lobenswertes sagen: Schon als Mädchen litt meine jest 27 Jahre alte Frau an Bleichsucht, und während unferer 3 fährtaen Verheiratung war fie ftets blutarm, fühlte sich matt, schwach, angegriffen. hatte oft Schwindelanfälle, Kopfschmerzen und war missgestimmt, der Appetit war schlecht, Stuhlgang unregelmässig, die Menstruation trat bald nach 14 Tagen, bald nach 5 bis 6 Wochen wieder ein und immer verbunden mit grässlichen Kreuzschmerzen und Kopfschmerzen, so dass sie meist liegen musste. Nach dem Bebra ich Ihres St. hlbrunnens ist sie nun zu meiner arößten Freud wie umgewandelt. Sie hat ein gutes Aussehen, fühlt sich durchaus wohl. ist arbeitslustig, ja im ganzen von frendiger Stimmung, während sie vordem oft des Lebens überdrüssig war; sie hat den schönsten Appetit. geregelten Stahlgang, und die Menses treten nicht nur regelmässig alle 4 Wochen ein, sondern auch ohne irgend welche Beschwerden. Bielen Dant für diese schöne wirtuna! Die Wiederholuna der Kur foll zur Befestigung des Wohl. befindens dienen Hochachtungsvoll zeichne Berlin, Georgenkirchftr. 46, d. 7. 7. 03. E. Prinz und Frau. Sehr geehrter Herr Kumbier! Da ich bei mein m Magen-, Leber-, Gallenstein- und Hämorrhoidalleiden mit dem Gefühl steten Vollseins und arger Nervosität n Folae schlechter Blutmischung mit Ihrem Stahlbrunnen bessere Erfolge erzielte als mit zweimaliger Kur in Karlsbad, fo bute ich wiederum um gufendung von 30 Fl. Bugleich fann ich Ihnen mitteilen, daß Berannte, benen ich Jbren Stahlbrunnen empfohlen, ebenfalls guten Erfola gehabt haben. Hochachtungsvoll Jul. Scheibe, Spezial- Schlofferet. Briz b. Berlin, ben 10. 2. 1900( früber Berlin). Sehr geehrter Herr Kumbier! Ueber die Kur, welche meine Frau mit Jbrem ,, Berliner Stahlbrunnen" Doraenommen bat. fann ich Ihnen mitteilen dass derselbe ausserordent lich geholfen hat, wofür ich Jonen meinen beften Dant faqe Sehr geehrter Herr Kumbier Ich bezeuge hiermit der Wahrheit aemäß. baß Jhr,.Berliner Stahlbrunnen' bei meinem schweren Leber- und Gallensteinleiden wahrhaft überraschende Erfolge hervorgebracht hat.- Bor etwa 10 Jaaren erfranite ich an Gallensteinkolik derart, dass ich zeitweise täglich mit den grässlichten Schmerzen verbundene heftige Krampfanfälle bekam. Meine Farbe war erdfahl mit dunklen Schatten unter den Angen, dazu trat Gelbsucht, so dass das Weisse im Ange ganz gelb war. Die Behandlung mehrerer Aerzte nacheinander brachte mir keine Hilfe, nur Linderung auf kurze Zeit, auch im Krankenhause erzielte ich solche nicht. Eine Operation ollte das einzige sein. das mir helien tönne. Da mir aber ein sicherer Fortfall der unerträglichen Schmerzen auch nicht in Aussicht geftellt wurde, sah ich vor der Operation ab und unternahm eine Kur mit Ihrem Stahlbrunnen, der mir von anderen Leidensgefährten warm empfohlen wurde, weil er ihnen grosse Erfolge gebracht hatte. Ich trant nun 4 Monate hinter einander bren Stabibrunner er bekam mir vorzüglich, ich konnte wieder essen, verdaute wieder gut, kam wieder zu Kräften, die Schmerzen liessen nach, die Anfälle wurden seltener, auch weniger schwer, und nach etwa 6 Wochen blieben dieselben ganz fort. Mein Aussehen wurde wieder ein autes und ich fühle mich seltdem ganz wohl; ich habe bis heute keine Anfälle mehr gehabt, wozu ich jedoch bemerte. daß ich um eine Wieder ehr zu verbülten, Ihrem Rai Mein folgend, die Kur etwa alle 2 Jahre mit 60 Flaschen wiederholt habe. Alter ift jezt über 50 Jahre. Nach diesen Erfolgen fann ich Ihren Stahlbrunnen allen ähnlich Seidenden nur warm empfehlen. und gebe Gott, daß noch recht viele leidende Menschen durch den Gebrauch desselben igre Gefundheit wiedererlangen, wie ich. Ihre Ihnen sehr dantbare Berlin, Christburgerstr. 23, d. 25. 2. 03. Frau Agnes Finster, Sehr geehrter Herr Kumbier! Da sich Ihr Stahlbrunnen bei meiner hochgradigen Blutarmat ganz vorzüglich bewährt, bitte ich Sie um weitere Lieferung von 30 lafchen. Ich habe bereits 20 Pfund zugenommen, während ich bis. her, obgleich ich verichterene Aerzte batte und 3 Monate im Krankenhause ge Bin nach dem Brunnen ein ganz legen babe ohne eden Erfola war. anderer Mensch geworden. Ihnen bestens dantend. zeichne bochachtungsvoll Berlin, Weidenweg 62, den 4. 2. 04. Frau A. Graft, Pianofortefabrit Sehr geehrter Herr Kumbier! Einliegend übersende ich Ihnen 53 Rubel und bitte Sie, mir dafür wiederum 9 Riften à 30 Fl von Ihrem Berliner Stahlbrunnen" zu senden. Wie Sie aus der Wiederbestellung ersehen, hat uns der Brunnen gut getan. Mit freundschaftlichem Gruß Hermann Neufeldt, Gutsbes. Dec Jwerstofé bei Nicopol den 20 2 03. ( Gouvern. Jekaterinoslaw. Süd- Rußland). Geehrter Herr Kumbier! Drei Jahre litt ich an Blutarmut und grosser Nervenschwäohe so furchtbar, dass mir niemand helfen konnte und selbst der beste Arzt mich für lungenschwindsüchtig erklärte. Da tran ich Ihren Berliner Stahlbrunnen", nach welchem ich mich 1% Jahre bis jetzt ganz wohl fühlte, nichts anderes hat mir geholfen. Da sich die Nervenschwäche jest wieder bemertbar macht, bitte ich Sie mir denselben wieder für 2 Monate zu senden. Ihre dantbare Berlin, Wusterhausenerstr. 12, d. 18. 4 03. Frau Schwesinger. Sehr geehrter Herr Kumbier! Meine Frau litt seit einem Jahre an einem schweren Magenleiden, an Magengeschwären mit Krebsbildung. Wir batten 7 Aerzte barunter auch sogenannte Seitünftler, außerdem verschiedene Mutel. die in den Stermit sage ich Ihren tür die freundl Uebersendung der 30 L. Berliner Beitungen anaeprtefen wurden, aber alles war vergebens. Das Körpergewicht Stablbrunnen" meinen beiten Dant Die Wirkung des Brunnens war meiner Frau ging dabei herunter von 164 Pfund auf 81 Pfund, ausgezeichnet, besser als ich gedacht habe. Schon nach der sämtliche Speisen, auch die leicht verdaulichsten, wurden nicht 5. Flasche schwand mein nervöses Magenleiden, die Schmerzen mehr vertragen. Dann bestellte ich im vor Sommer 30 F. von Forem haben sich ganz verioren, und fühle ich mich jetzt wohler denn Berliner Stahlbrunnen", und schon vom ersten Tage an stellte sich je. Wo ich nur tann. werde ich Ihren Brunnen empfenlen, und zwar aus ruhiger Schlaf ein, bei der 10ten Flasche hörte das Erbrechen reiner voller Ueberzeugung. vollständig auf und nach Verbrauch der 30. Flasche( in 60-70 Tagen) hatte meine Frau bereits 20 Pfund an Gewicht wieder zugenommen. Der Appetit hatte sich nach der Kur derart gesteigert, dass sie jetzt wieder ihr früheres Gewicht hat. Ich fann daher allen Magentranten den Berliner Stahlbrunnen" beftens empfehlen. Hochachtungsvoll Neu- Weißensee, Straßburgstr. 22, d. 15. 2. 08. Geehrtefter Herr Kumbier! Robert Hagen. Meine 3 Jahre alte Tochter Ittt fett Auguft v. J. an starkem nässendem Auschlag, besonders im Gesicht und an Armen und Beinen. Außerdem waren die Drüsen in der rechten und linken Leistengegend angeschwollen. Wir haben dagegen Ihren Stahlbrunnen angewendet, indem wir zuerst später 4 Fl. pro Tag aaben. Indem ich die Rifre mit den leeren Flaschen zurücksende, für die Sie ja Heute tann ich Ihnen die erfreuliche Mitteilung machen, dass nach Verbrauch von 30 Pl. der Ausschlag tast vollständig verschwunden 4 Mart vergüten, fann ich Ihnen das 8'uanis ausitellen, dass Ihr Stahlist nur wenig noch am Gesäß) und dass die Drüsenanschwellung be- brunnen mich von allen meinen schrecklichen Schmerzen bel dentend abgenommen hat. Bur Fortjegung der Stur bute um weitere 30 FL Mu herzlichem Dant zeichne hochachtungsvoll Plauen b. Dresden, den 15. 2. 04. Geehrtester Herr Stum5ter! J. Gründling. Mit Freuden tann tch Ihnen mitteilen, daß die Kur mit Ihrem Berliner Stahlbrunnen" bei meiner Frau ausserordentlich geholfen hat. Diefelbe litt sett einem Jahre an einem schweren n. agenleiden, bei dem fast gar keine Speisen mehr vertragen wurden. Jetzt aber, nach Verbrauch von 30 Fl. Ihres Stahlbrunnens, hat sich ihr Zustand so gebessert, dass sie auch die schwersten Speisen wieder verträgt. Ich sage Ihnen daher hiermit beften Dant und lann Joren Stahlbrunnen des halb jedem Magentranten aufs befte empfehlen. Die Rifte mit den leeren Hochachtungsvoll Flaschen erfolgt zurück. Natla( Bayern). Mühlftr. 71, den 27. 8. 04. Heinrich Laalfrank, Mufiter. meinem Magen-, Leber- u. Nierenleiden sowie von dem schrecklichen Gelenkrheumatismus vollständig geheilt hat. Ich kann jetzt wieder alles essen, ohne jemals Schmerzen im Magen zu bekommen. Gegen die noch vorhandene Zuftrobrenverschleimung mit Atembeschwerden werde ich im Frühjahr die Kur wieder fortsegen. Beichne mit Dant und hochachtungsvollem Gruß Chemnig i. S., den 22. 1. 04. Beehrter Herr Rumbier! J. Plehler. Jch bitte Sie. mir Ihren wobituenben Stahlbrunnen wetter zu fenden, derselbe hat mir in 4 Wochen den Stuhlgang und guten Appetit verschafft, wie dies 3 Jahre lang nicht der Fall war. Mit Gruß hochachtungsvoll Berlin, Oberbergerstr. 36, den 3. 7. 08. A. Köppen. Indem ich Sie bitte, die leeren Flaschen abholen zu lassen, zeichne Hochachtungsvoll H. Erdmann, Drogenhandlung. Berlin O., Frankfurter Allee 69, d. 12. 7. 02. Sehr geehrter Herr Kumbier! Durch den wirklich grossartigen Erfolg, den meine Schwester mit Ihrem Stahlbrunnen gegen ihren Rheumatismus nach Gebrauch von nur 60 Flaschen erzielte, fühle ich mich veranlaßt, auch einen Bernuch mit demselben zu machen und bitte Sie höflichft um Sieferung desselben. Ich In 2 Monaten hat Ihr Brunnen bewirkt, was zehn Jahre langes leibe auch an Rheumatismus; fonft ift meine Natur ziemlich widerstandsfäht Ihre hochachtungsvoll ergebene Reissen verdorben hatte und was Medizin und Arzt nicht fortgebracht haben. Berlin, Wormierstr. 8, den 80. 11. 03. E. Rüdiger. Sehr geehrter Herr Rumbler! Mit Freude beftättae teb hiermit. daß Jhr Stahlbrunnen meiner an schwerer Bleichsucht leidenden Tochter endlich wirklich geholfen hat, mäorend die konsultation giveter Chiesiger Aerate ohne Eriola gewesen Nachdem meine Tochter allerdings 2 Kiften von Ihrem Stahlbrunnen verbrauch hatte. stellte sich das lange Zeit fortgebliebene Unwohlsein wieder ein und nachdem fie noch eine dritte Kiste als Nachtur getrunten, ist sie völlig wiederhergestellt. Ich dante Ihnen daher nächst Gott für diese Hilfe und werde nicht verfehlen, Hochachtungsvoll Jhren Stahlbrunnen bestens zu empfehlen. Poppau b. Bandau, d. 10. 11. 1900. A. Furiau, Befizer. Singewiefen sei noch darauf, daß mein Berliner Stahlbrunnen" sich besonders auch bei Nierenleiden bewährt, woran sehr viele Menschen leiden, ohne es zu wissen, ohne es gleich wahrzunehmen. Begründet 1864. Pelzwaren- Fabrik S. Schlesinger, Neue Königstr. 21 xx ,, Ordonnanzhaus" Einzelverkauf nach beendeter Engros- Saison. 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Wenn sich erst die Pforten des Zuchthauses hinter dem Manne geschlossen haben, der wochenlang„im Mittelpuntte des hauptstädtischen Interesses" stand, dann werden bald neue Sensationen, neue Freude oder neue Trauer die Erinnerung an Theodor Berger verwischt haben, der zu Weihnachten 1904 in Berlin verurteilt wurde, weil er die kleine Lucie Berlin geschändet und getötet haben soll. In zitternder Erregung harrte am Freitagabend die Menge des Spruches der Geschworenen: Wird er zum Tode verurteilt? wird er ganz freigesprochen? kommt er ins Zuchthaus? Wirr klangen die Fragen durcheinander, sie selbst ein Abbild der Unsicherheit und Unklarheit, die, wie so oft schon, auch diesem Mordprozeß sein Gepräge gaben. Der ganze Prozeß war aufgebaut auf der Voraussetzung, daß Berger die kleine Berlin getötet habe, und zwar in der Wohnung der Liebetruth getötet habe. Die Vermutung, daß die grauenhafte Tat etwa außerhalb der Wohnung geschehen sein könnte, ist nur flüchtig gestreift worden. Daher spitzte sich die ganze Schuldfrage schließlich zu einem merk- würdigen Entweder— Oder zu: entweder Berger hat die kleine Lucie in der Liebetruthschen Wohnung ermordet, oder— er hat sie gar nicht ermordet. Der Beweis für den Mord in der Wohnung ist nicht erbracht worden; der Verteidiger konnte mit Recht darauf verweisen, daß auch die peinlichst genaue Untersuchung des Fußbodens, der Wände, der Waschgelegenheiten, der Kleidungsstücke keine Spur von Blut zutage gefördert habe, während es undenkbar sei, daß der Mord in dem engen Gelaß ohne Spur ausgeführt sei. Dennoch haben die Geschworenen den Angeklagten nicht frei- gesprochen, sind also in freier Würdigung des vor ihnen aus- gebreiteten Prozeßmaterials von der Deduktion des amtierenden Staatsanwalts in dem entscheidenden Punke abgewichen. Der Korb, der Korb I Dieses wichtige„Beweisstück" kostet dem Berger seine Freiheit und auch wohl sein Leben; denn fünfzehn Jahre Zuchthaus übersteht so leicht keiner. Niemand wird sich dem Eindruck entziehen können, daß der Korb in der Tat als ein Beweisstück ersten Ranges gegen den Angeklagten be- nutzt werden mußte, nachdem einmal feststand, daß ein gleiches oder gar dasselbe Behältnis aus der Liebetruthschen Wohnung zur kritischen Zeit verschwunden war. Aber dieses Beweisstück reichte allein zur Ueberführung des Angeklagten nicht aus, weil die Anklagebehörde nicht einmal den Versuch des Nachweises unternomnlen hat, daß ein Mord in der Liebetruthschen Kabuse spurlos vorgenommen werden konnte, oder daß er an einem anderen Orte von Berger ausgeführt worden ist. Berger ist verurteilt worden, weil man ihm die Tat zutraute. Nicht sowohl ihm als Person— denn alle seine Bekannten schilderten ihn als einen sogenannten guten Kerl— sondern ihm als den Angehörigen einer sittenlosen und häufig verbrecherischen Zunft, als einem Hefeteilchen der menschlichen Gesellschaft. Der Verteidiger hat sich gegen diese Art der Jnkulpation gewendet, hat darauf verwiesen, daß es den Grundsätzen der modernen Straftechtspflege geradezu ins Gesicht schlage, statt des Beweises der Tat die Ueberzeugung dem Urteil zugrunde zu legen, ein Angeklagter sei der Tat als fähig zu erachten: aber wir haben aus den Vcr- Handlungen die Meinung mit nach Hause genommen, daß in Wirklichkeit hier allerhand„Stimmungen" gewaltet haben. Aber eines darf man natürlich nicht aus den Augen lassen, wenn Die Weihnachtsfeier fiir die Kinder der Ausgesperrten und Streikenden. Kampf-Weihnachten! Das Fest, welches die christliche Welt unter der Devise:„Friede auf Erden" feiert, fällt für einen erheblichen Teil der Berliner Ar- beiter in eine Zeit ernsten gewerkschaftlichen Kampfes. Seit rund einem Vierteljahr ringen Tausende von Arbeitern der Holz- und der Metallindustrie um die Anerkennung ebenso bescheidener wie gerechter Forderungen mit dem organisierten Unternehmertum ihrer Berufe. Gestählt durch die Kraft, welche der Zusammenschluß Gleichgesinnter und Gleichintcresfierter verleiht, gespeist aus den Quellen, welche sie durch praktische Betätigung brüderlicher Solidarität sich selbst er. schloßen haben, führen die Arbeiter diesen Kampf mit anerkennenS- werter Energie und unermüdlicher Ausdauer. Handelt es sich doch für die Kämpfe rschar um mehr als bloß materielleVorteile, nämlich um die Anerkennung des Rechtes, daß sie beim Abschluß des Arbeits- Vertrages als gleichberechtigter Faktor mit zu bestimmen haben. waS im Arbeitsverhältnis gelten soll. Die Unternehmer, welche ihrerseits diesen Kampf mit besonderer Hartnäckigkeit führen, mögen darauf gerechnet haben, daß die Strei- teuden und Ausgesperrten angesichts des nahenden Weihnachtsfestes kapitulieren, daß sie bedingungslos in die Fabriken und Werkstätten laufen würden, um unter den Bedingungen, welche der Unternehmer vorschreibt, einen Teil der besonderen Ausgaben aufzubringen, die das Weihnachtsfest, alter Gewohnheit gemäß, dem Familienvater auf- erlegt. Nun ist der„heilige Abend" herangekommen und die Er» Wartungen der Unternehmer haben sich nicht erfüllt. Es ist dafür ge- sorgt, daß nicht materielle Not die kämpfenden Arbeiter zur Unter- wcrfung zwingt, und öS war auch dafür gesorgt, daß den Kindern der Streikenden und Ausgesperrten der Weihnatchtstisch gedeckt und der Lichterbaum angezündet wurde. * Nicht falsche Humanität— sondern echte Solidarität! Es war ein guter Gedanke der Gewerkschaftskommission, den Kindern der Streikenden und Ausgesperrten eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Indem die Gewerkschaftskommission diesen Gedanken verwirklichte, wollte sie nicht etwa einen Akt der Wohltätigkeit aus- üben, wie es Leute aus der bürgerlichen Gesellschaft tun. wenn sie zur Weihnachtszeit Bescherungen armer Kinder veranstalten. Den Angehörigen der kämpfenden Arbeiter soll kein Almosen gewährt werden. GS ist vielmehr«ine schöne Pflicht der Solidarität, welche klassenbewußte Arbeiter erfüllen, wenn sie den Kindern ihrer im stampfe stehenden Klasjengenoffen den Weihnachtstisch decken und ihnen die Freude bereiten, die der eigene Vater bei diesem Weihnachtsfest seinen Kindem nicht hätte bereiten können. Bildet doch die klassenbewußte Arbeiterschaft gewissermaßen eine einzige große Familie, deren Glieder zusammengehalten werden durch das Band gleicher Gesinnung, gleichen Strebens und gemeinsamer Interessen. Wenn den Kindern der Ausgesperrten und Streikenden diesmal der Weihnachtstisch nicht von den eigenen Eltern aufgebaut worden ist, so waren es doch nicht fremde Leute, die ihnen bescherten, sondern eS warer. die Gesümungsverwandten der Eltern, die eine Pflicht der Solidarität erfüllten, indem sie den Kindern der gewerkschaftlichen Kämpfer Wcihnachtsgabcn austeilten. Solche Arr des Schenken» hat für den Empfänger nichts Beschämendes, sie ist vielmehr erhebend, denn sie gibt einen scksiincn Beweis von dem echt brüderlichen Geist, welcher die klassenbewußte Arbeiterschaft beseelt. man gegen die Stimmungsmache im Kriminalprozeß an kämpft: es ist auch in diesem Falle möglich,»daß dem An geklagten ein gerechtes Geschick erreicht hat. Der Kritiker des Rechtsverfahrcils kann in der Schuldfragc ebenso irren, wie Geschworene und Richter; dadurch erleidet aber seine Aufgabe keine Minderung ihrer hohen Bedeutung. Denn die Kritik des Prozesses, das ist die eigentliche „ O e f f e n t l i ch k e i t" des Verfahrens. Der Pöbel in mannigfachster Abstufung der Kleidereleganz und der Kragen höhe, der sich vor den Zuhörerbänken des Schlvurgerichts� saales ein nervenkitzelndes und aufregendes Sensations' schauspiel Vormimen läßt, oder der Philister, der die alberneu und gefährlichen Momentbilder aus dem Prozeßsaal in seinem Klatschblatt zum Morgenkaffee mit wohl' lüstigem Gruseln schlürft— sollen sie etwa die Oeffentlichkeit sein? Die Oeffcntlichkeit des Verfahrens ist als Garantie der unparteiischen und gewissenhaften Rechtspflege gedacht, nicht als eine Gelegenheit, Spektakelstücke aufführen zu können. Darum ist sie auch nur Ivertvoll, wenn sie zur ernsten und tiefgründigen Kritik ausgenützt wird. Sie nach Art des„Berliner Lokal-Anzeiger" zur Kol- portage eines Schauerromans in Fortsetzungen auszuschlachten, heißt sie i n n i ch t s w ü r d i g e r Weise mißbrauchen. Wir legen öffentlich Protest gegen diesen gefährlichen und gewissenlosen Unfug ein; die Gerichts Handlung wird zur Komödie, die Freiheit des Urteils der Ge schworcnen zur Faxe, die Unabhängigkeit der Richter zur schändlichen Lüge, wenn es üblich werden sollte, daß in einem Sensationsprozeß jeden Abend und jeden Morgen Rezensionen veröffentlicht und Zensuren erteilt werden. Ein solches Gebaren bringt die Presse auf das Liebetruth-Niveau herunter; wir überschätzen ganz gewiß die kapitalisttsche Journalistik nicht, trauen ihr auch vieles zu; aber vielleicht behält sie doch noch genug Besinnung und Selbstachtung, um die Manieren der Scherl-Kohorte allzu ver- ächtlich zu finden.— Einen Prozeß wie den Bergerschen studiert man nur dann mit Erfolg, wenn man zu den Tabellen der Statistik greift. Bcrgcr— Liebetruth— Familie Berlin— Lenz— und wie sie sonst alle heißen, die in dem Schwurgerichtssaal vor die Schranken getreten sind: ihr denkt, es seien Individualitäten? Ich aber sage euch, es sind Typen, das heißt, es sind Menschen, in denen die Persönlichkeit durch die Einflüsse eines grauenhaften Milieus verkümmert worden ist, während typische Züge scharf herausgearbeitet wurden. Berger ist der Zuhälter, der„Lude", mit allen Zügen, die wir in dem Bilde eines jeden Zuhälters mit Ballonnmtze finden; Johanna Liebetruth ist d i e Prostituierte, die„Schneppe", das kümmerliche Strichmädchen, das dem aufmerksamen Beobachter im Berliner Norden abends alle zehn Schritte begegnet, die anderen sind der„Agent", der Budiker usw. Mit dieser Feststellung soll kein moralisches Urteil verknüpft sein; wir sind darüber hinaus. Menschlich- Allzumenschliches nach den moralinsauren Vorurteilen der honetten Gesellschaft eilfertig zu klassifizieren. Wir suchen die Erscheinungen der Menschemvelt zu ergründen; und das bleibt ewig wahr: alles verstehen, heißt alles verzeihen! Woher kommt es denn, daß in der Menschen- schar, die dieser Prozeß aufwühlte und für einen Augenblick an die Oberfläche schwemmte, der Persönlichkcitswert so herab- gedrückt ist? Das ist die Schuld der Gesellschaft! Wer sich mit pharisäischem Gleichmut über diese furcht- Ter Plan der Gewerkschaftskommission fand freudige An- erkennung und opferbereite Unterstützung bei den Berliner Arbeitern. Aus ihren Groschen sammelten sich in kurzer Zeit so ansehnliche Summen, daß man nicht nur für die Bescherung der Kinder größere Aufwendungen machen konnte als man anfangs geplant hatte, sondern es konnte auch noch jedem der Streikenden und Ausgesperrten eine Weihnachtsgabe von drei Mark in barem Geldc verabfolgt werden. Die Organisation der Feier. Mit den organisatorischen und praktischen Arbeilen, die für die Weihnachtsfeier nötig waren, hatten«ine Anzahl in der Partei so- wie in den Gewerkschaften tätigen Genossinnen und Genossen tage- lang vollauf zu tun, und am Tage der Feier selbst stellte sich eine er- hebliche Zahl von Männern und Frauen aus der Arbeiterschaft in den Dienst der Sache, um die erforderlichen Hülfsleistungen zu über- nehmen. Die Arrangements waren so gut getroffen, daß alles auf das beste von statten ging. Für die Feier waren drei Lokale hergerichtet. In der Neuen Welt erhielten etwa 2700 Kinder der Metallarbeiter ihre Weihnachtsgeschenke. Rund 23<)l) Kinder von ausgesperrten und streikenden Tischlern, feierten ihr Weihnachtsfest bei Keller in der Koppenstratze, und im Gewerkschastshause fanden sich die Klavierarbeiter. Möbelpolierer, Ria- schinenarbeiter. Bildhauer und anderer an den Lohn- kämpfen beteiligter Arbeiter mit ihren Kindern ein. Arrangement und Verlauf der Feier waren an allen drei Stellen die gleichen. Der Festakt. Von 10 Uhr vormittags an waren die Säle den Festteilnehmern geöffnet. Riesige Tannenbäume erstrahlten im Glänze zahlloser farbiger elektrischer Lämpchcn. Zunächst sammelten sich die Er. schienenen im großen Hauptsaale, wo eine Musikkapelle Konzertstücke vortrug, und ein Marionettcn-Theater zur Belustigung der Kinder leine Späße aufführte. Fast ohne Ausnahme waren die kleinen Gaste vom Vater, der Mutter, oder auch von beiden Eltern ins Fest- lokal geführt. Man sah es keinem der Anwesenden an, daß hier Arbeiterfamilien beisammen waren, deren Ernährer sich zum Teil schon seit einem vollen Vierteljahre im Ausstände befinden. Auch nicht einer sah so aus, als ob er infolge des langen Kampfes von Not und Sorge bedrückt wäre. Eltern und Kinder waren festlich ge- kleidet, die letzteren oft sogar recht schmuck angezogen und die Stimmung, welche diese große Familie kämpfender Proletarier be- scelte, war so freudig, so ungezwungen, so festlich, wie es bei einer Weihnachtsfeier im eigenen Heim nicht besser sein kann. Diese Tausende festlich-froh gestimmter Männer, Frauen und Kinder waren eine lebende Illustration der Macht und Bedeutung der gewerkschaftlichen Organisation. Wer diese Weihnachtsfeier mit- erlebt hat, der ist überzeugt, daß diese Arbeiter den Kampf gegen daL Unternehmertum noch lange aushalten können, und daß die Unternehmer sich arg verrechnet haben, wenn sie meinen, Not und Elend müsse die Arbeiter schließlich doch zur Unterwerfung zwingen. Nachdem sich die Festteilnehmer eine Zeitlang an den Aus. führungen im Hauptsoale erfreut hatten, ging es truppweise in die Nebensäle. Hier waren die Geschenke aufgebaut, wohlgeordnet für Mädchen und für Knaben, und jede dieser beiden Hauptgruppen wieder nach dem Alter der Kinder, von den jüngsten bis zu vierzehn Jahren, gesondert. Da gab es Spieljachen der verschiedensten Art, Untcrhaltungsspielc, Bilderbücher, für die größeren Kinder Jugend. schriftcn und anderes mehr. Aber auch an nützlichen Dingen fehlte bare Anklage hinwegsetzen will, dem sagen wir: gehe erst einmal hin und sieh dir das Haus in der Ackerstraße 130 an; aber nicht nur von außen; überwinde dich und tritt in das grauenhafte Elend, in den starrenden Schmutz und den fauligen Hauch eines Massenquartiers großstädtischen Pro- letariats ein. Vielleicht ist die gnädige Frau Baronin v. Reitzenstein, die Besitzerin dieser Elendsburg, so freundlich, dir den Weg in diesem Labyrinth von Wohnungen, in diesem wimmelnden Haufen von Menschen zu weisen! Wenn du dann diese Treppenhäuser durchklettert, diese dunklen Korridore durchleuchtet hast,— dann verteidige diese Gesell- schaftsordnung! Verteidige das Privateigentum am Grund und Boden, dem wir die schändliche Massenanhäufung menschlicher Lebewesen verdanken, verteidige die Gesetze und Vorschriften, die eine himmelschreiende Auswncherung der Armen und Aennsten nicht nur zulassen, sondern geradezu begünstigen und fördern; verteidige die wirtschaftlichen Einrichtungen, die einen Teil des Volkes zur Unter- ernährung und häufigen Arbeitslosigkeit zwingen und dem Verbrechen und der Schande in die Arme jagen; verteidige die Kirche, die mit Mirbachschen Mitteln pomphaft austritt, um die Tatsache zu verhüllen, daß sie ein Herrschaftsinstrument der Reichen und Mächtigen und eine Verdummungsanstalt für die Armen und Unmündigen geworden ist! Ja, wir warten auf den Lobsänger des kapitalisttsche» Systems! Grauenvoll ist der Tod der armen Lucie Berlin gewesen. Das liebe, frische Ding springt in fröhlicher Kindheitslaune vom Tisch der treusorgenden Eltern auf, tritt auf die Stiege hinaus— einem jähen, schauerlichen Geschicke verfallen; in viehischer Brunst naht sich ihr ein Unhold, schändet den zarten Leib und metzelt dann das verröchelnde Opfer.... Aber es sind nur die äußeren, dramattsch gesteigerten Begleiterscheinungen, die diesen Fall so grausig machen. Denn das weiß doch jeder, daß in den Massenquartieren groß- städttschen Elends Tausende und Abertausende von wunder- voll ersprießenden Menschenblüten vernichtet werden, ehe sie zur Reife gedeihen. Jede große Stadt in den„gesegneten Gefilden" des Kapitalismus hat ihre Gegenden, die man, wie einen Teil von Brüssel, leg quartiors de l'inceste, d. h. die Quartiere der Blutschande, taufen könnte. Gesell- schaff und Staat, die Wohnungszustände wie die unseren bestehen lassen, sind die wahren Massen- mörder. Federleicht wiegt die Schuld des vertierten Lüstlings, der die Lucie seinen geilen Trieben opferte, gegen die Schuld der Gesellschaft, die den Boden für solche Ver- tierung schuf. Darum soll man dieser Gesellschaft den Mordprozeß machen. Sie kann nicht leugnen, täglich Tausende zu schänden, Tausende zu morden, Lüge und Betrug, Ehr- losigkeit und Unzucht aus sich heraus zu gebären. Es gibt keinen Paragraphen des Strafgesetzbuches, gegen den sie nicht stündlich fehlte, keinen Paragraphen, den man sich nur aus- denken kann, gegen den sie nicht schändlich frevelte; sie achtet nicht menschliches und nicht göttliches Gebot. Scheinheilig aber zerrt sie ihr Gesicht von Zeit zu Zeit zur widerlichen Fratze der frommen Einfalt und plärrt mit himmelwärts ver- drehten Augen:„Und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! Wir Ivollen ihr die Maske herabreißen und sie aufs Armsünderbänkchen zerren, nicht weil wir pharisäisch aufgeblasen uns besser dünken, sondern weil wir sie mehr lieben, weil wir m e h r hoffen, weil wir einen reineren Glauben haben! es nicht. Kleidungsstücke, ja vollständige Anzüge, Wäsche, für die Mädchen Pelzkragen, Muffen und manche andere schöne und nützliche Gegenstände. Jeder Altersklasse stand die Wahl frei zivischen 15 bis 20 der verschiedensten Gegen- stände. Die Hände der Kinder, namentlich der jüngeren, streckten sich begreiflicherweise zunächst nach den hübschen Spielsachen, während sich Vater und Mutter lieber für nützliche Gebrauchsgegenstände ent- schieden. So kam es nicht selten zwischen Eltern und Kindern zu einer kleinen Erörterung über die Wahl des Geschenks. Nicht immer siegten die praktischen Erwägungen des Vaters oder der Mutter. In der richtigen Erkenntnis, daß es doch gelte, das Herz des Kindes zu erfreuen, gaben die Eltern dem Wunsche der letzteren nach. Freudestrahlend nahmen die Kleinen das erwählte Geschenk, wohl- verpackt, entgegen, und schließlich erhielt jedes Kind als besondere Zugabc noch eine Bonbondüte und ein Päckchen Honigkuchen. Wohlerzogene Kinder sind gewöhnt, sich für ein erhaltenes Ge- schenk zu bedanken. Doch wem sollten sie hier ihren Dank abstatten? O, die Kleinen waren deswegen keinen Augenblick im Zweifel. Ge- wohnt, alles, was das Herz erfreut, von den lieben Eltern zu er- halten, fielen sie diescu um den Hals und statteten ihnen unter herzlichen Küssen den Dank ab. Die eigentlichen Geber werden auch an diesem Ausdruck des Dankes ihre Freud« haben, ist er doch der beste Beweis dafür, daß die Art, wie die Feier vor sich ging, bei den Kindern gar nicht die Empfindung aufkommen ließ, als ob fremde Hände ihnen den Weihnachtstisch aufgebaut hätten. Wer die Herrlichkeiten in den Ausstellungssälen besichtigt und seine Geschenke in Empfang genommen hatte, konnte nach Hause gehen oder noch länger im Hauptsaalc verweilen. Meistens zog man letzteres vor. Da ging es denn an ein Betrachten und gegen- fettiges Zeigen der erhaltenen Geschenke. Ungezwungene, aus frohen Kinderherzen kommende Freude, die sich auch den Erwachsenen mit- teilte, herrschte überall. Auch nicht der geringste Mißton trübte die Feier. So saßen Eltern und Kinder noch lange beisammen, bis sie schließlich die eigene Häuslichkeit wieder aufsuchten. So, Mann der Arbeit, sollst D» Feste feiern! Wir hatten öfter Gelegenheit, jenen Weihnachtsbeschcrungen beizuwohnen, welche fromme Wohltäter fü«. arme Kinder veranstalten. Welch ein Gegensatz zwischen jenen Bescherungen und dieser Weihnachtsfeier der Ausgesperrten. Der Unterschied ist so groß wie der Gegensatz zwischen der bürgerlichen und der prole- tarischen Weltanschauung. Dort fromme Lieder, salbungsvolle Reden, Hinweis aus die„großmütigen Wohltäter", und die Be- schenkten unter dem Eindruck solcher Veranstaltungen in gedrückter Stimmung, belastet von dem Bewußtsein, daß sie ein Almosen empfangen, für das sie demütig zu danken haben. Wie anders sah es dagegen auf dem Weihnachtsfest der Aus- gesperrten aus. Frei und frank schritten die Kinder an der Hand der Eltern einher. Was man ihnen gab, kam aus den gern ge- gebenen Mitteln Gleichgesinnter. Die Arrangeure des Festes hatten mit feinem Takt alles vermieden, was an die besonderen Umstände erinnern konnte, die den Anlaß zu dieser WcihnachtSbescherung gegeben haben. In jeder Hinsicht herrschte völlige Ungezwungenheit, echte und rechte Feststimmung und Festfreude. Damit ist denn auch die Absicht, auS der die Veranstaltung hervorging, in vollem Matze erreicht: während die Familienväter feit langer Zeit in ernstem Kampfe stehen, ist ihren Kindern eine schöne Weihnachtsfreude be-> reitet, ein Fest, von Proletariern für Proletarier arrangiert, auf das jeder der Teilnehmer mit voller Befriedigung zurückblicken wird. Die Armen von heute mühen sich, einen Bösewicht un- 1 Feiertagen schwillt das Heer der Stellungslosen übermäßig an, die daß er mit der Ermordung der Lucie Berlin nichts zu tun schädlich zu machen. Selbst das gelingt ihnen nicht auf ein Krankenziffern der Krankenkassen steigen. habe. wandfreie Weise und hinter jedem Richterspruch unserer angestellten. Will man den Angestellten das schönste und beste GeDas sind die Weihnachtsgaben des Kapitals für die HandelsKriminalistik schreitet der graue Zweifel einher. schenk darbringen, dann beschere man ihnen das noch so stark Wann aber wird die Zeit kommen, wo mangelnde Verständnis für den wirtschaftlichen Kampf zur Erman zu verhüten sucht, daß Menschen Böse- langung fröhlicherer Weihnachten! wichte werden? Wann kommt uns„ frohe Botschaft"? feier versammelten. " Lokales. Weihnachtsfriede. In der kapitalistischen Welt feiern in der Tat alle Menschen das Fest des Friedens, mit Ausnahme derer, die die Weihnachtswaren schaffen und verteilen. Die Weihnachtsfeier der Herbergsgäste. ,, Wider die Pfaffenherrschaft", Kulturbilder aus den Religions kämpfen des 16. und 17. Jahrhunderts von Emil Rosenow, reich illustriert mit Bildern und Dokumenten aus der Zeit. Lieferung 37 enthält die Fortsetzung des Kapitels über den Jesuitenorden. Kommerzienrat Hermann Berthold, der Begründer der im Jahre 1858 errichteten, später zur Attiengesellschaft umgewandelten Bertholdschen Messinglinienfabrik und Schriftgießerei, ist nach kurzem Krantenlager verstorben. Die Beerdigung findet am Dienstag, mittags 1 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes zu Halensee aus statt. " Wie alljährlich, so hatte auch am gestrigen Weihnachtsabend die Verwaltung des Gewerkschaftshauses ihren Herbergsgästen eine Einen wagemutigen Handel mit Antiquitäten hat in Berlin Nun ist das Haften dieser Wochen, das Jagen dieser Tage Weihnachtsfeier bereitet. Es nahmen ungefähr 150 Personen daran der 20 Jahre alte Arbeiter Otto Biledi aus Spandau eine Zeitlang zu Ende und am Ziel. Der Weihnachtsfriede hat seinen Ein- teil. Die Zahl war in diesem Jahre etwas geringer als im vorigen, betrieben. Der junge Bursche hatte in seiner Vaterstadt 80 M. ge= zug gehalten. In den Straßen, die noch gestern widerhallten da die großen Aussperrungen und Streiks viele der organisierten stohlen und wurde deshalb von dort aus steckbrieflich verfolgt. Er von dem Lärm und Getümmel des Weihnachtstrubels, ist es arbeitslosen Wanderer abhält, ihre Schritte nach Berlin zu lenken. wandte sich nach Berlin und lebte nun mit seiner Geliebten zustill und leer. In den Häusern, wo noch bis in den späten Es war eine gemütliche und herzerfrischende Feier, die wohl geeignet sammen. Auf Arbeit, sagte Bileci, fonnte er sich nicht einlassen, Abend hinein eifrig und rastlos geschafft wurde, überläßt heute war, die Gorgen, mit denen so manch einer dieser Heimatlosen zu weil er sich durch jede Meldung die Polizei auf den Hals gehebt hätte. jeder sich behaglicher Ruhe. Die Weihnachtsbescherung, die so füllen. kämpfen hat, zu verscheuchen und ihn mit neuem Lebensmut zu er- Daher legte er sich aufs Stehlen. Die erste Beute machte er im Museum für Völkerkunde. Als er das gestohlene Gut einem Alterumständlich vorbereitet wurde, ist vorbei. Die Kerzen des Zu allererst hatte die Festleitung für die leibliche Stärkung der tümerhändler vorlegte, hatte er mit dem Verkauf kein Glück, weil Weihnachtsbaumes find herabgebrannt und erloschen. Aber Gäfte in ausreichendem Maße gesorgt, was ja bei diesem Feste ganz der Händler an dem redlichen Erwerb des Objektes zweifelte. Dafür wie ein freundlicher Abglanz ihres Schimmers liegt es noch besonders als eine notwendige Vorbedingung der Gemütlichkeit an- fand Bilecki aber Gelegenheit, auch dem Händler einen Gegenstand auf denen, die voll des Empfindens ihrer Zusammen- zusehen war. Dann folgte eine kurze herzliche Begrüßungsrede von zu stehlen. Nun bot er beide Antiquitäten einem zweiten Händler gehörigkeit unterm Lichterbaum sich zu schlichter Weihnachts- Sassenbach, dem Verwalter des Gewerkschaftshauses, und es an und verkaufte auch diesem ein Stück. Um seinen Vorrat„ billig" machte einen besonders wohltuenden Eindruck, als er den Gäſten zu ergänzen, stahl er diesem Händler wieder etwas anderes und Leise klingt aus der Nachbarwohnung Gesang herüber, sagte, daß das Fest ganz und gar nicht als eine Wohltätigkeits- verkaufte dann alles an einen dritten Händler. Jezt holte sich der der von der ,, stillen, heiligen Nacht" erzählt oder dieselige, fleinen Ersatz für die ihnen versagte Feier im Familienkreise bieten museum, verkaufte es wieder an einen Händler, dem er ebenfalls veranstaltung anzusehen sei, sondern die Verwaltung ihnen nur einen unternehmungsluftige Mann ein schönes Stück aus dem Trachtenfröhliche Weihnachtszeit" preist. Und auf dem nächsten Stirch wolle, und daß ja die Gewerkschaften der Arbeiter gleichsam auch eine aus seinem Besitz etwas stahl. Die Reihe der Händler, bei denen turm beginnen die Weihnachtsglocken sich zu regen und senden große Familie bildeten. Allgemeine lebhafte Zustimmung bewies, Bilecki stahl und verkaufte, war endlich so groß, daß sein Gedächtnis ihren ehernen Gruß in den kalten Morgen hinaus. Der wie sehr der Redner den Versammelten aus der Seele gesprochen nicht mehr ausreichte, um die Geschäfte" sicher zu führen. So Weihnachtsfriede, der heute in allen Gotteshäusern der Christen- hatte. Dann folgten gemeinsam gesungene Lieder, Arbeiterlieder, fand der Handel ein Ende. Einer der bestohlenen Händler erkannte heit von den Kanzeln herab gepredigt werden soll, will mehr Wanderlieder, Volkslieder, und alle fangen fräftig mit. Zwischen den Biledi wieder und ließ ihn, als er zum zweiten Male fam, versein als dieses bloße Behagen einer Feiertagsruhe, die die Liedern Vorträge ernſten und heiteren Inhaltes aus dem Kreise der haften. Mühen der Werktage angenehm unterbricht, mehr als die Herbergsgäste. An Stoff und an Talenten fehlte es nicht; auch in fremden Sprachen, französisch, ungarisch, wurden Gesangsvorträge Ein verheerendes Feuer bloße Gemütlichkeit eines althergebrachten Festes von ungeboten und nicht etwa stümperhaft. Daß es an Dialektvorträgen fam in der Nacht zu gestern aus noch nicht ermittelter Ursache im verwüstlicher Volkstümlichkeit, das jeder mit den Seinen in nicht fehlte, ist bei einer aus allen Gegenden zusammengekommenen Osten, in der Frankfurter Allee 47, an der Proskauerstraße, in einer Eintracht begeht. Es ist der Friede auf Erden", den die Gesellschaft selbstverständlich. Der ideale Gedanke, der dem Feste Pianofortefabrik zum Ausbruch. Ueber den Brand, der die FeuerDiener der Kirche heute ihren Gläubigen fünden. zugrunde lag, war wohl dazu angetan, einen dauernden Eindruck wehr bis gestern mittag beschäftigte und bei dem leider mehrere Nichts past so wenig in unsere Zeit hinein, wie dieses hervorzurufen, und mancher der Teilnehmer wird sich noch in seinem Feuerwehrleute verunglückt sind, ist folgendes bekannt: Gegen Mitternacht wurde die Wehr nach der Frankfurter Wort vom Frieden auf Erden". Aber gerade deshalb wird späteren Leben gern des frohen Weihnachtsfestes erinnern, das er Allee 47 gerufen, dort befinden sich auf dem Hofe zahlreiche große um so lauter nach ihm gerufen und bringen soll ihn die im Berliner Gewerkschaftshause verlebte. Fabrikbetriebe, Holzbearbeitungsfabriken, Möbeltischlereien. Fräse Kirche. Die Kirche, die doch nur eine Dienerin der besigenden reien, Fouragehandlungen, eine Fetthandlung usw. Klasse und der herrschenden Gesellschaft ist! In den Arbeiterfunft des 7. Dampfsprizenzuges standen die Maschinenkeller, das vierteln Berlins ragt Gotteshaus an Gotteshaus auf, dazu Erdgeschoß und der erste, zweite und dritte Stock des Quergebäudes bestimmt, das kämpfende Proletariat zu dem Frieden" der Pianofortefabrik von 2. Neufeld, die hierher erst vor kurzem zurückzuführen, den die besitzende Klasse sich wünscht, so oft sie von der Boeckstraße verlegt worden war, in größer Ausdehnung in das Weihnachtsevangelium hört. Von allen Türmen locken heute Flammen. Das Feuer war im Maschinenfeller ausgekommen. Es die Weihnachtsglocken. Doch draußen, wo die Arbeiter wohnen, brannten Holzvorräte, Fußböden, Transmissionsriemen, Fenster an locken sie vergeblich. Die weiten Hallen wollen sich nicht füllen, und verschiedenen Stellen, so daß Brandstiftung nicht ausgeschlossen erscheint. Die Feuerwehr wurde durch energisches Vorgehen des Feuers nur wenige Gläubige lauschen dort der Friedensbotschaft", die bald Herr und hielt die Gefahr für beseitigt, als sie abermals von von den Kanzeln herabklingt. vielen Seiten alarmiert wurde. Abermals stand die Pianoforte= Nach dem Frieden auf Erden", den die Kirche uns fabrik in ihrer ganzen Ausdehnung in Flammen. In furzer Zeit bringen möchte, verlangt uns nicht. Der Friede auf Erden", Eine den Singspielhallen- Betrieb angehende Entscheidung hat waren acht Löschzüge der 1., 2. und 5. Kompagnie zur Stelle. Das den wir uns wünschen, läßt sich nur durch Kampf erringen. das Ober- Verwaltungsgericht soeben gefällt. Ein Berliner Chantant. Quergebäude glich einem Hochofen. Die Flammen loderten hoch zum Und zu diesem Kampfe mögen die paar Tage des Befizer war angezeigt worden, daß in seinem Lokale die Simmel empor. Die Feuerwehr hatte drei mechanische Leitern auf „ Weihnachtsfriedens", die uns vergönnt sind, uns neue Kraft Sängerinnen bei den Gäſten ſizen und mit ihnen trinken. Die dem Hofe aufgestellt und gab von diesen aus wirksam Wasser. Auch Polizeibehörde erblickte darin einen Verstoß gegen die Kellnerinnen- über die schon brennenden Treppen und die Dächer der angrenzenden Verordnung, die das Siten bei den Gästen verbietet, und bedrohte Gebäude usw. wurde vorgegangen, und unausgesetzt wurden große den Lokalinhaber mit 100 M. Geldstrafe für jeden Fall, in dem die Wassermengen in die Glut gespritzt. Oberfeuermann Batschan von bei ihm auftretenden Sängerinnen sich unter das Publikum mischen der zweiten Kompagnie stürzte im zweiten Stock und fiel durch die würden. Der Verein der Berliner Variété- und Konzerthaus- Dede ins erste Stockwerk, wobei er schwere Verletzungen erlitt. Zum Inhaber nahm sich der Sache an und beschloß, sie durch alle Instanzen Glück wurde der Unfall sofort bemerkt, Kameraden Holten den Verdurchzufechten. Der Bezirksausschuß wies die Beschwerde ab und unglückten heraus und brachten ihn, nachdem er gelabt worden war, erkannte die polizeiliche Verfügung für gerechtfertigt. Das Ober- nach dem Krankenhause am Friedrichshain. Oberfeuermann Verwaltungsgericht, als oberste Instanz, entschied jedoch zugunsten Frazumdienst erkrankte an Rauchvergiftung und mußte ärztliche des Variétéinhabers. Die Kellnerinnen- Verordnung sei zu Ünrecht Hülfe in Anspruch nehmen. Nachträglich haben sich noch einige herangezogen, da sie sich bloß auf den Gewerbebetrieb des Lokal- Feuerwehrmänner frank gemeldet. Erst nach 5stündiger Tätigkeit befibers beziehe, die Sängerinnen jedoch nicht als gewerbliches fonnte die Gefahr für die vielen übrigen Betriebe als beseitigt gelten. Personal" anzusehen seien. Es stehe nichts im Wege, daß sie sich. Die Pianofortefabrik ist total ausgebrannt. Die Aufräumungsnach Beendigung ihrer Vorträge, allerdings, um den Anstand zu arbeiten und die vollständige Ablöschung werden die Feuerwehr noch wahren, in Straßentoilette, mitten unter dem Publikum bewegten längere Zeit in Anspruch nehmen. und bei den Gästen Plak nähmen. Damit ist eine alte Streitfrage grundsäßlich zugunsten der Variétébefizer entschieden und der polizeilichen Gleichstellung der Chansonetten mit den Kellnerinnen ein Ende gemacht worden. und neuen Mut geben. Weihnachten der Handelsangestellten! Verschwunden ist der alte Weihnachtsmarkt mit seinem in unserer Kinderzeit uns so reizvoll erschienenen Trubel, seinem Budenpark, seinen mehr oder weniger wißigen Händlern und ihren altmodischen Weihnachtsartikeln. Nur fümmerliche Ueberbleibsel sind erhalten, die man pietätvoll nicht ganz unterdrückte, aber hinaus an die Peripherie der Stadt verdrängte. Berlins Handel ist zum ständigen Jahrmarkt geworden. In glänzenden Palästen, in gewaltigen Warenburgen haben die Händler ihre Stände aufgeschlagen. Es sind nicht mehr feilschende Sändler, die mit überfließender Beredtsamkeit ihre Kunden zu fesseln versuchen, jekt sind es wohlorganisierte Heere von männlichen und weiblichen Angestellten, die im Dienste einiger Unternehmer stehen. Der Kapitalismus hat mit der Umgestaltung des Kleinhandels auch dem Weihnachtsmarkt ein anderes Gepräge gegeben. In breiten lebendurchfluteten Straßen ziehen schwarze Menschenmassen an den breiten lichtstrahlenden Auslagen vorüber. Die Vorfreude ist des Genusses höchster Teil auch bei den Weihnachtssorgen. Wer seine Angehörigen beschenkt und mag er um Pfennige rechnen müssen, genießt bei seinen Einkäufen die Freude des Schenkens. Als Käufer und Besucher ziehen Hunderttausende schon wochenlang vor den Weihnachtstagen vor und in die Warenhauspaläste. Hinter blendenden Spiegelscheiben und den schön drapierten Warentischen aber arbeitet ein Proletariat, dessen Elend verhüllt ist durch schöne saubere Kleidung. Sie sind in ihrem Aeußeren nicht als arme, schlecht entlohnte Arbeiter und Arbeiterinnen zu erkennen. Ist für fie doch ein gutes Kleid ein notwendiges Handwerkszeug für ihren Beruf. " Entlohnt wie die Bettler, gekleidet wie die Herzöge", so charakterisiert ein englischer Arbeiterführer die Lage der Handelsangestellten. Die Weihnachtsfreude anderer wird ihnen zu einer andauernden Qual. Der Großbetrieb fennt für seine Arbeiter, solange sie bezahlt werden, keine Ruhe. Die Weihnachtswochen bringen tägliche Arbeitszeiten von 14-16 Stunden bei hastigem Treiben in menschenerfüllten Hallen, bei nervenanspannender ununterbrochener Tätigkeit. Doch unsere Sozialpolitik, hat sie nicht den Handelsangestellten einen ausreichenden Schuß gegeben? Der Neunuhr- Ladenschluß und die elfstündige Ruhezeit, die die tägliche Arbeitszeit der in Ladengeschäften Tätigen regeln sollen, sind oft genug bei normalem Geschäftsgang nichts als blendender Schein. Doch kommt die fröhliche Weihnachtszeit, dann treten von Gesetzeswegen für lange Zeit nicht nur diese Bestimmungen außer Kraft, sondern auch die Sonntagsruhe wird verabschiedet. Endlos werden die Arbeitstage, und über die Zeit, die Prinzipalswillen für die kaufmännischen Angestellten bestimmt, hinaus, währt die Arbeit der Hausdiener. So werden in den Weihnachtstagen junge Mädchen, kaum den Kinderschuhen entwachſen, mit Monatslöhnen von 20, 30, 40 und 50 Mark beglückt. Doch immer pünktlich und adrett, immer ein freundliches Geficht, wie zur photographischen Aufnahme bereit, gegenüber den anstürmenden Kunden, mögen sie noch so unangenehm in ihrem Auftreten sein. Kein Wort des Unwillens, kein Zeichen der Ermüdung. Gewiß läßt sich die drängende, alle Kräfte bis zur Erschöpfung in Anspruch nehmende Arbeit jetzt nicht vermeiden, doch den Angestellten erwächst nach den Feiertagen nicht die fauer verdiente Ruhe. Ist das Geschäft vorbei, dann geht ein Teil des Perjonals wohl in die Ferien, doch in die unfreiwilligen, unbezahlten, es wird mit schlichtem Abschied entlassen. Man hat die Handelsangestellten zu Saisonarbeitern gemacht, ohne daß man ihnen die Saisonarbeit entsprechend lohnt. Beginnt das Weihnachtsgeschäft, dann werden starke Personaleinstellungen in den großen Geschäften vorgenommen, den Neuengagierten wird ein heller Blick in die Zukunft eröffnet durch das obligate Versprechen, daß man bei Fleiß und gutem Betragen eine Lebensstellung zu erringen vermag. Doch die Qualifikation des Lebensstellungs- Kandidaten muß erprüft werden, so gibt man ihm eintägige Kündigungsfrist für die Dauer von drei Monaten. Vergessen sind alle Versprechungen nach Weihnachten; das Geschäft ist kein Versorgungsheim! Kleinere Geschäfte wiffen für die Weihnachtszeit auf noch billigere Weise Arbeitskräfte heranzuziehen. Ihre Lieferanten werden ebenso höflich wie dringend ersucht, das eigene Personal für die Abendstunden und die Sonntage zu leihen. Gutmütig, wie die Herren sind, wenn es sich um Gefälligkeiten handelt, die aus dem Vermögen anderer Leute bezahlt werden, legen sie ihren Angestellten nahe, dem ehrenvollen Rufe zu folgen, und das Personal folgt natürlich freiwillig". Nach den In den Wärmehallen am Alexanderplat, deren Stadtbahnbögen durch die skerzen dreier Riesentannen erleuchtet waren, hatten sich etiva 1300 Personen eingefunden. Die Feier wurde eingeleitet mit der üblichen Frömmigkeit, an welche sich die Verteilung von Stollen und Aepfeln an sämtliche Besucher anschleß. Der Bescherung wohnten die Stadträte Kalisch und Münsterberg bei. Am heutigen Tage erhält jeder Besucher der Wärmehallen zur Suppe eine Wurst oder ein Stück Speck. Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen, daß das Komitee der Wärmehallen getragene Kleidungsstücke und alte Stiefel erbittet, ganz besonders erwünscht sind große Stiefel. Die Sachen werden ausgebessert und an bedürftige Besucher verteilt. Zum Leichenfund am Hamburger Bahnhof wird mitgeteilt, daß die Tote jetzt festgestellt ist als eine 55 Jahre alte Witwe Anna Wicke geborene Wichert. Sie stammt aus Greifenberg und wohnte Massenbettel? Ueber das neueste auf dem Gebiete der Wohl- feit 24 Jahren in dem Hause Elisabethkirchstr. 11. Ihr Mann war tätigkeit lesen wir im„ Berl. Tagebl.":" Die Vorbereitungen zu dem Rorkenfabrikant und starb vor 15 Jahren. Zulegt wohnte Frau sogenannten Kinderhülfstag schreiten rustig fort. Mehr als vierzig Wicke mit einer 22 Jahre alten Tochter Klara bei dem Arbeiter der Kinderfürsorge dienende Vereine sind dem Komitee bereits bei- Albert Jaster, einem Mann von 27 Jahren. Am Donnerstag abend getreten. Man will sich nicht nur auf Abmachungen mit Kaufleuten, fuhr die Tochter zum Besuch nach Straßburg i. E. Die Mutter beTheatern, Vereinen usw. beschränken, sondern plant auch eine ganze gleitete sie um 93/4 Uhr abends nach dem Lehrter Bahnhofe. Von Von be diesem Ausgange fehrte sie nicht wieder zurück. Jaster vermißte sie Reihe eigener Veranstaltungen, Feste und dergleichen. sonderem Interesse wird eine Ausstellung sein, die Werke der vorgestern morgen, unternahm aber feine weiteren Schritte, weil er berühmtesten Künstler über das Thema„ Mutter und Kind" umfassen die Arbeit nicht versäumen wollte, und ging ohne Kaffee weg. Als wird. Daneben werden an zehntausend junger Mädchen er sie vorgestern abend um 6 Uhr bei seiner Rückkehr noch nicht in weißen Kleidern und bgnten Schärpen, Rosenzweige auf dem antraf, machte er dem Hauswirt Mitteilung, der nun das VerHaupte, von Haus zu Haus gehen, um an Türen und Herzen zu schwinden der Frau der Kriminalpolizei anzeigte. Im Schauhaufe pochen." Werden es hülfsbedürftige oder helfende junge Mädchen erkannte dann Jaster in der Toten vom Hamburger Bahnhof die fein, denen diese unglaubliche Abgrafung anvertraut ist? Im letzteren Vermißte. Frau Wicke ist nach ärztlichem Gutachten einem inneren Falle darf man den Damen den Sport ja nicht mißgönnen; sollen Leiden erlegen. Wahrscheinlich wollte sie auf dem Heimwege in aber die Hülfsbedürftigen selber auf das Einsammeln milder Gaben den Anlagen austreten und erlitt dabei einen Krampfanfall. ausgehen, so ist nicht einzusehen, warum sie das nicht auf eigene Rechnung machen. Einer Gasvergiftung erlag in der vergangenen Nacht die 19 Jahre alte Luise Vierguth, die seit fünfviertel Jahren bei dem Kaufmann Schuster in der Wilhelm Stolzestraße 27 als Dienstmädchen in Stellung war. Heute morgen fand man die Küche, in der sie sich gestern abend um 11 Uhr schlafen gelegt hatte, mit Gas angefüllt. Der Schlauch der Kochmaschine war geplagt und das leute mit dem Sauerstoffapparat sowie zwei Aerzte anstellten, blieben Mädchen lag tot im Bette. Wiederbelebungsversuche, die FeuerwehrDie öffentlichen Einrichtungen an den Feiertagen. Für die öffentlichen Einrichtungen sind die Besonderheiten der Festtage von den beteiligten Behörden rechtzeitig bekannt gegeben worden. Wenn das Fest aber da ist, so sind die Bekanntmachungen vergessen oder verlegt. Wir stellen deshalb kurz das nötige zusammen. Die Poſtämter find an beiden Feiertagen wie Sonntags von 8-9 und von 12-1 Uhr geöffnet. Einige Postzweigstellen bleiben gonz geschlossen. erfolglos. Am Chriftfest bleiben ausnahmsweise die Patetausgabestellen wie in Die Leiche eines neugeborenen Mädchens wurde gestern nachder Woche geöffnet. Auch finden zwei Paketbestellungen statt. Nach mittag im Tiergarten aufgefunden. Sie lag im Gebüsch in der Landorten werden ausnahmsweise auch am zweiten Feiertag Pakete Nähe des Leſsing- Denkmals und war eingehüllt in ein graues abgetragen. Am ersten Feiertag findet außerdem in Berlin eine Wickeltuch und graues Backpapier. Ob das Kind ermordet ist, bedarf zweite Briefbestellung statt. Die tönigl. Museen, das Zeughaus und noch der Feststellung; Spuren äußerer Gewalt wurden bei der Bedas Reichspost- Museum sind nur am zweiten Feiertag offen, die sichtigung der Leiche nicht entdeckt. fönigl. Museen von 12-3, das Reichspost- Museum von 12-2. Bu Selbstmord eines Greises. Der frühere Kürschner Eduard Gustav den Mnseen ist das Kaiser Friedrich- Museum gekommen. Am ersten Bertrand, der seit fünf Jahren im französischen Hospital in der Feiertag ist der Handel mit Milch, Back- und Konditorwaren, sowie Friedrichstraße 129 wohnte, verlor vor einem Jahre durch den Tod mit Konfitüren und mit Fleisch von 5-10 Uhr vormittags gestattet. seine Frau. Schon früher dem Trunke ergeben, trant er jetzt noch Blumen, Kolonial- und Vorkostwaren, Brennmaterialien, Bier, Wein, mehr und wurde von Tag zu Tag, schwermütiger. Am Freitag Tabak und Zigarren dürfen nur von 8-10 Uhr vormittags verkauft abend war der 74 jährige Mann wie alle Hospitaliten zu der werden. Die Zeitungsspedition ist von 4-9 früh, der Handel mit gemeinsamen Weihnachtsfeier geladen, nahm aber nicht daran teil. Druckschriften auf den Bahnhöfen von 1/ 8-10 Uhr zulässig. Am Alls am Sonnabend morgen der Milchjunge kam und keinen Einlaß zweiten Feiertag gelten dieselben Vorschriften wie an den Sonntagen. fand, entdeckte man, daß er sich am Fensterriegel erhängt hatte und bereits erstarrt war. " In Freien Stunden", illustrierte Roman- Bibliothek für das arbeitende Volt. Das Schlußheft des 8. Jahrganges ist soeben er= schienen. Mit dem 1. Januar beginnt ein neuer Roman:" Im Banne der Versuchung" von Hektor Malot. Wir machen unsere Leser darauf aufmerksam, indem wir ihnen empfehlen, auf diese Wochenschrift, von der wöchentlich ein 24 Seiten startes illustriertes Heft für 10 Pf. erscheint, zu abonnieren. Alle Parteibuchhandlungen, sowie die Kolporteure und Austräger der Parteizeitungen, in Berlin die Parteifpediteure und die sonstigen Zeitungsspeditionen, nehmen Bestellungen entgegen. Bon der Straße weg gestohlen wurde einem Hausdiener der Teppichhandlung von Adler u. Co. in der Königstraße ein Handwagen, während er in dem Hause Friedrichsbergerstr. 7 eine Be Der Wagen enthielt fünf verschiedenartige stellung ausrichtete. Teppiche, die 24 Meter breit und 34 Meter lang sind, vier Pakete Plüschdecken und zwei große Plüsch- Fenstervorhänge. T Zeugen gesucht. Am 17. d. M., vormittags gegen 7 Uhr ist vor dem Hause Gitschinerstr. 67, der Arbeiter F. Mein, Gitschiner straße 70 wohnhaft, angeblich durch Ueberfah verunglückt und Revision im Mordprozeß Berger. Der am Freitag zu fonders diejenigen, die den Verunglückten in ein Haus getragen am folgenden Tage verstorben. Augenzeugen des Vorganges, be15 Jahren Zuchthaus verurteilte Berger hat gegen das haben, werden ersucht, sich im fgl. Polizeipräsidium, Zimmer 330, Urteil durch seinen Verteidiger die Revision anmelden lassen. zu melden, oder zur Tagebuch- Nr. 11 007 IV/ 1904, dorthin Nachricht Berger behauptet auch seinem Verteidiger gegenüber standhaft, zu geben. Der Weihnachtsbaum- Markt ist in diesem Jahre fast vollständig geräumt. Jm Südwesten und Westen der Stadt waren die Bäume schon zum größten Teil am Vormittag des Heiligabend vergriffen und in den nördlichen und östlichen Stadtteilen trat sogar ein Mangel an Tannen ein. Schöneberg. Von Mittwoch bis Sonnabend: Die Neuvermählten. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Des Pastors Stiefe. Abends: Abschieds- Souper. Die Neuvermählten. Montag: Nachtasyl. Die Beisigerwahlen zum Kaufmannsgericht in Schöneberg find Trianon Theater. nach einer Bekanntmachung des Magistrats auf Sonntag, den Abends: Die glückliche Gilberte. Montag nachmittag 3 Uhr: Ihr zweiter Sonntag nachmittag 3 Uhr: Ihr ztbeiter Mann. 5. Februar 1905 von 1-4 Uhr nachmittags im Zimmer 14 des Mann. Abends: Die glückliche Gilberte. Von Dienstag bis Montag: Die Rathauses anberaumt worden. Die Wahlperiode ist eine dreijährige glückliche Gilberte. Belle Alliance Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Kabale und Im städtischen Asyl für Obdachlose in der Fröbelstraße fanden und läuft bis 31. März 1908. Es sind laut Bestimmung des Ortsauf den verschiedenen Stationen Weihnachtsfeiern statt, denen die statuts 18 Beisiger, je 9 aus dem Kreise der Kaufleute und Handlungs- Liebe. Abends: Ein Bligmädel. Montag nachmittag 32 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Abends: Ein Blißmädel. Stadtverordneten Riemer und Jakoby sowie Mitglieder des Kura- gehülfen, zu wählen; die Wähler müssen sich in vom Frau Holle. Abends: Ein Blißmädel. Dienstag nachmittag 32 Uhr: toriums und des Magistrats beiwohnten. Im Familien- Ob Magistrat aufzustellende Wählerlisten eintragen Gin Blikmädel. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Ein unbeschriebenes Blatt. da ch vereinigten sich die Insassen in den Speisesälen vor den brennen- lassen. Diese Eintragung kann nur in der Zeit vom 25. De- Abends: Das Blikmädel. Montag: Das Blizmädel. den Weihnachtsbäumen. Um 25 Uhr begann die Feier mit Gesang, 3 ember 1904 bis zum 7. Januar 1905 beantragt werden, Luisen- Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Hamlet. Abends: Die dann folgte eine Ansprache des Herrn Liz. Gräbner, der sich Ge- was entweder schriftlich an den Magistrat oder mündlich an Reise durch Berlin in 80 Stunden. Montag nachmittag 3 Uhr: Das fangs- und Weihnachtsvorträge durch Kinder von Asylisten anschlossen. den Wochentagen von 8-3 Uhr in der Gerichtsschreiberei des Ge- Käthchen von Heilbronn. Abends: Robert und Bertram. Dienstag nachVon den 282 Insassen des Obdachs erhielten die Erwachsenen neben werbegerichts zu erfolgen hat. Wahlberechtigt find nur solche mittag 3 Uhr: Mein Leopold. Abends: Die zärtlichen Verwandten. Mitt Weihnachtsstollen, epfeln, Nüssen Bekleidungsgegenstände, die dem Kaufmannsstande angehörige Personen, die am Wahltage das woch nachmittag 3 Uhr: Rotkäppchen. Abends: Die Reise durch Berlin in 80 Stunden. Donnerstag: Die zärtlichen Verwandten. Freitag: Die Kinder außerdem Schuhe und Spielsachen. In der Abteilung 25. Lebensjahr erreicht haben. Um wählbar zu sein, muß man zärtlichen Verwandten. Sonnabend: Doktor Fausts Zauberkäppchen. Sonnfür weibliche Kranke wurde die Feier im unteren Saale ab- 30 Jahre alt sein und mindestens 2 Jahre im Bezirk Schöneberg tag nachmittag 3 Uhr: Don Carlos. Abends: Der Registrator auf Reisen. gehalten. Die Jujassen wurden in gleicher Weise beschenkt wie die beschäftigt sein oder eine Handelsniederlassung haben. Die Vor Montag: Die Reise durch Berlin in 80 Stunden. anderen Asylisten. In der Station für männliche Kranke schlagslisten sind bis zum 15. Januar, von mindestens 20 Wahlfand eine eigentliche Feier nicht statt. Den Patienten wurden Weih- berechtigten unterzeichnet, einzureichen. Die Wahl der Beisiger ist nachtsstollen, Aepfel und Nüsse verabfolgt. Insgesamt wurden 525 geheim. Zum Vorsitzenden des Kaufmannsgerichtes ist Stadtrat Personen beschert. Trotz der schlechten Erfahrungen, die im ver- eyl gewählt. gangenen Jahre gemacht worden sind, wurde nach einem Beschluß des Kuratoriums den Besuchern des nächtlichen Asyls heute morgen statt Mehlsuppe und Brot Kaffee und Stollen verabfolgt. Außerdem gelangten aus der Dr. Eulenburgschen Stiftung 175 Hemden zur Verteilung. Im städtischen Siechenhause wurde die Feier im Speisesaal abgehalten, woselbst den Insassen auf langen Tafeln Stollen, Pfefferkuchen und Bekleidungsstücke aufgebaut waren. en, effectuen and effeidungsfide aufgebaut waren. An einer Gasvergiftung starb in der Nacht zum Sonnabend die 19 Jahre alte Luise Vierguth, die seit 14 Jahr bei dem Kaufmann Schuster in der Wilhelm Stolzestraße 27 hierselbst diente. Gestern morgen fand man die Küche, in der sich das Mädchen am Abend vorher um 11 Uhr schlafen gelegt hatte, mit Gas angefüllt. Der Schlauch der Kochmaschine war geplakt, und das Mädchen lag tot im Bette. Wiederbelebungsversuche, die Feuerwehrleute mit dem Sauerstoffapparat und zwei Aerzte anstellten, blieben erfolglos. " Die Unterführung der verlängerten Gotenstraße in Schöneberg ist jetzt in Angriff genommen worden. Die Eisenbahnverwaltung läßt einen Nebendamm aufschütten, auf den die Geleise während des Baues der Unterführung verlegt werden sollen. Für die Ver breiterung der Kolonnenstraße ist von der Tiefbaudeputation vorläufig ein Posten im Etat eingestellt worden, bis zur Ausführung derselben dürfte es jedoch noch gute Weile haben. Spandau. Abends: Der Familientag. Montag: Der Familientag: Carl Weiß- Theater. Sonntag nachmittag 32 Uhr: Die Kette. Lustspielhaus. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Familientag. Abends: Der Familientag. Montag nachmittag 3%, Uhr: Der Familientag. Abends: Der Familientag. Dienstag nachmittag 3 Uhr: Das böse Prinzeßchen. Abends: Der Familientag. Mittwoch nachmittag 3 Uhr: Das böse Prinzeßchen. Abends: Der Familientag. Donnerstag und Freitag: Der Familientag. Sonnabend nachmittag 3 Uhr: Das böse Prinzeßchen. Abends: Der Familientag. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Familientag. Abends: Die Reise um die Erde in 80 Tagen Montag nachmittag 3, Uhr: Die Kette. Abends: Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Dienstag nachmittag 3 Uhr: Die Kette. Abends: Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Mittwoch nachmittag 4 Uhr: Aus der Märchenwelt. Abends: Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Donnerstag und Freitag: Die Reise um die Erde in 80 Tagen: Sonnabend nachmittag 4 Uhr: Aus der Albends: Die Reise Märchenwelt( Rotkäppchen.) um die Erde in Die Beerdigung unseres Genossen Aug. Degner findet morgen 80 Stunden. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Kean oder Genie und Leiden. am zweiten Feiertage nachmittags um 1 Uhr vom Trauer- schaft. Abends: Die Reise um die Erde in 80 Stunden. Montag: Die hause, Hedwigstraße 2, aus statt. Die Gewerkschaften ver- Reise um die Erde in 80 Stunden. sammeln sich um punkt 1 Uhr in ihren Verkehrslokalen; die Zentral- Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Puppe. Abends: Mitglieder des Wahlvereins treffen sich zur selben Zeit im Lokal von Die Negerlein. Montag nachmittag 3 Uhr: Die Geisha. Abends: Die Kumte, Schönwalderstr. 80. Negerlein. Dienstag nachmittag 3 Uhr Die Geisha. Abends: Die Abends: Die Negerlein. Mittwoch nachmittags 4 Uhr: Däumelinchen. mittag 4 Uhr: Däumelinchen. Abends: Die Negerlein. Sonntag nachNegerlein. Donnerstag und Freitag: Die Negerlein. Sonnabend nachmittag 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Die Negerlein. Thalia- Theater. Sonntag nachmittag 3, Uhr: Charleys Tante. Abends: Der große Stern. Montag nachmittag 3½ Uhr: Charleys Tante. Abends: Der große Stern. Dienstag nachmitag 32 Uhr: Charleys Tante. Abends: Der große Stern. Mittwoch bis Sonnabend: Der große Stern. Sonntag nachmittag 32 Uhr: Charleys Tante. Abends: Der Montag: Der große Stern. große Stern. Kasino Theater. Sonntag nachmittag 4 Uhr: Mutter Gräbert. -Die Parteigenossen werden um eine recht zahlreiche dem Andenken unseres entschlafenen Freundes würdige Beteiligung ersucht. Im Thalia- Theater war Freitag abend wieder neues Kostümfest. Eine Berufsfeuerwehr wird in Wilmersdorf am. 1. April nächsten Denn auf anderes laufen an unseren Ausstattungsbühnen die Jahres in Tätigkeit treten. Die zunächst in den Etat einzustellenden Premieren nicht hinaus. Ob die neue Posse wie diesmal Der Mittel belaufen sich auf rund 40 000 m. für das erste Jahr. Die große Stern" heißt oder sonst einen Namen trägt; die Haupt- freiwillige Wehr bleibt nebenbei bestehen. Für die Berufsfeuerwehr fache ist, daß etliche Bühnensterne mit einem Minimum von Handlung werden ein Brandmeister und 25 Feuerwehrleute angestellt, später und einem Maximum grotesker Kleider brillieren können. Die wird die Mannschaft verstärkt werden. Gleichzeitig mit der ErrichFirma Hugo Baruch u. Co. hat auch jetzt wieder den Vogel ab- tung der Berufswehr wird eine Erneuerung und Ergänzung der geschossen; und wenn den Herren Kren und Schönfeld als beiden Feuerwehrdepots erfolgen. Autoren und Direktoren Anerkennung gebührt, so eigentlich nur Das sind noch Arbeiter. Die Braut des preußischen Kronprinzen dafür, daß sie mit einem beträchtlichen Aufwand von Gedanken hat jetzt einem Orte Preußens ihren Namen gegeben. Der Ararbeit verstanden haben, möglichst viele Gelegenheiten zum Kostüm- beiter- Bauberein in Potsdam hat im Potsdamer Forst wechsel zu finden. Für die Träger der Hauptrollen eine Kolonie errichtet. Sie liegt auf dem linken Ufer der Havel, undas Wort Träger in wörtlicher Bedeutung genommen mittelbar an der Südostgrenze der Stadt Potsdam. Die Chausseen tommen wohl ein Dußend verschiedener Gewänder in Betracht, von von Potsdam nach Templin und die von Potsdam nach Wittenberge denen eines immer kostbarer und auffälliger ist als das andere. Wir wollen nicht leugnen, daß auch dies Kunst ist und komisch wirkt. gehen dort auseinander. Die Kolonie liegt schon im Kreise ZauchBelzig. Nach einer Verfügung des Potsdamer Regierungspräsidenten Db Herr Thielscher im hellgrünen Anzug herumläuft oder in ist der neuen Gründung der Name Cecilienhöhe beigelegt griechischer Gewandung bei Miß Duncan hopst; es reizt zum Lachen, worden. Die Benennung ist nach dem Namen der fünftigen Gemahlin selbst wenn er den Mund gar nicht auftut. Wo nun aber einmal des Kronprinzen erfolgt. Kostümpracht und Massenaufzüge das Wesentliche bilden, da sollte denn auch dafür gesorgt werden, daß die unteren Chargen mit Zu dem Verschwinden des Photographen Przibill aus Friedenau den erstklassigen Menschen einigermaßen harmonieren. Lina wird mitgeteilt, daß auf dem Polizeipräsidium gestern nachmittag Abarbanell, Else Wannovius und Helene Ballot aus Schlesien eine Nachricht eingelaufen ist, wonach in mehreren find in ihrer Art Charaktere, haben haben Eigenheiten, die schlesischen Ortschaften ein Photograph Przibill aufgetaucht sein soll. ihnen so leicht keiner nachmachen kann; und diesen Damen Ob dieser der Verschwundene ist, konnte bisher noch nicht ermittelt find vom göttlichen und gottvollen Thielscher ganz ab- werden. Die Handlung zu erzählen ist unmöglich. Ein flatterhafter Ehemann, der eine Künstlerin geheiratet hat, ohne von ihrer Bühnentvirksamkeit zu wissen, ein Theaterschneider, der aus den Geheimnissen dieses Ehepaares Kapital zu schlagen versteht, um so etwas dreht es sich in den eigentlich über Gebühr ausgedehnten drei Aften. Solche Vorgänge zeichnen sich ebensowenig durch Originalität aus wie die Musik, der es, soweit sie Original ist, völlig an Schlagern fehlt. Aber trotz der dreieinhalbstündigen Dauer des Stückes ging das Publikum schließlich befriedigt von dannen; höchstens daß man sich über die Enttäuschung, die der Titel brachte, aufhielt. Denn auf die neueste Tiergartenverstümmelung wurde nur ganz beiläufig und ohne Geist in einem der vielen Massenaufzüge hingedeutet. Die Puppenfee. Abends: In Vertretung. Montag nachmittag 4 Uhr: Wildes Blut. Abends: In Vertretung. Dienstag bis Montag: In Vertretung. Apollo Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Berliner Luft und Wundersterne. Montag nachmittag 3 Uhr: Berliner Luft und Wundersterne. Allabendlich: Berliner Luft. Wundersterne. Elekrische Tanzbilder. tag nachmittag 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Allabendlich: New York. Deutsch Amerikanisches Theater. Sonntag, Montag nnd Diens. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Gebrüder Herrnfeld- Theater. Allabendlich: Prinz Levy in Ahlbeck. Metropol Theater. Allabendlich: Die Herren von Marim. Baffage- Theater. Allabendlich: Ludolf Waldmann. Carla Lingen. Wintergarten. Allabendlich: Spezialitäten. Reichshallen Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger. Balast- Theater. Eingeschneit. Spezialitäten. Urania Theater. Taubenstraße 48/49. Im Theater: Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, abends 8 Uhr: Jm Bannkreis der Jangfrau. Mittwoch, nachmittags 4 Uhr: Von der Zugspitze zum Wayman. Invalidenstraße 57-62: Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, abends 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Vermischtes. gesehen, die Herren Helmerding und Paulmüller Eine schwere Eisenbahnkatastrophe hat sich, wie aus ebenbürtig. Aber betrachtet man neben solchen Künstlern Chor und Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Statisterie, die doch fast unausgefeßt heran müssen, so packt einem ein Paris berichtet wird, Freitag abend 10 Uhr auf der Grauen ob der Ungelenkigkeit. In diesem Punkte kann das Thalia- Montag nachmittag 2% Uhr: Hänsel und Gretel. Königliches Opernhaus. Sonntag: Der Roland von Berlin. Pariser Nordbahn vor den Toren von Baris ereignet. Ein Theater vom Metropol- Theater, das unter ähnlichen Bedingungen Montag: Die lustigen Weiber von Windsor. Dienstag: Margarete. Mitt Zug, der von Boulogne fam, stieß auf den Zug, der abends arbeitet", noch außerordentlich viel lernen. Dort sind auch die woch: Die Meistersinger von Nürnberg( Anfang 7 Uhr.) Donnerstag: Der 11 Uhr 10 Minuten von Paris nach Lille abgeht; infolge Massen sorgsam ausgewählt und vortrefflich eingeschult Roland von Berlin. Freitag: Mignon. Sonnabend: Die Regiments: dichten Nebels hatte der Führer des Boulogner Zuges das und erfreuen daher ebenfalls das Auge. tocher. Sonntag: Théâtre parė. Das eherne Pferd( Anfang 7 Uhr.) Haltesignal nicht gesehen. Der letzte Wagen des Liller Zuges Montag: Tannhäuser. Neues Königl. Opern- Theater. Sonntag: Die Jungfrau von wurde vollständig zermalmt. Bis heute früh 3½ Uhr waren Orleans( Anfang 7 Uhr.) Montag: Theodora. Dienstag: Wallensteins acht Leichen unter den Trümmern hervorgezogen, und man ager. Die Piccolomini. Mittwoch: Wallensteins Tod. Donnerstag: Die befürchtet, daß sich noch mehr Opfer unter den Trümmern beerzmarke. Freitag: Die Herzmarke. Sonnabend: Geschlossen. Sonntag: finden. 15 Personen wurden schwer und eine große Anzahl Ein Sommernachtstraum. Montag: Die Herzmarke. Deutsches Theater. Sonntag nachmittag 2, Uhr: Der Ver- wurden leicht verletzt. Bis jetzt konnte man die Persönlichkeit schwender. Abends: Helden. Montag nachmittag 1%, Uhr: Don Carlos. von zwei Toten feststellen, einer davon war ein Marineoffizier. Abends: Maskerade. Dienstag nachmittag 2½ Uhr: Der Verschwender. Die Zahl der Verwundeten wird auf ungefähr 30 geschäßt. Abends: Helden. Mittwoch: Maskerade. Donnerstag: Helden. Freitag: Der Liller Zug trifft sonst 10 Uhr 25 Minuten in Paris Maskerade. Sonnabend: Helden. Sonntag nachmittag 2%, Uhr: Der Verschwender. Abends: Helden. Montag: Maskerade. ein, er hatte jedoch Verspätung, und der Boulogner Zug überBerliner Theater. Sonntag:. 2, Uhr: Bapfenstreich. Abends:: so ich Dir. Montag nachmittag fuhr infolge des Nebels das Haltesignal. Bald nach dem so ich Div. Dienstag nachmittag 22 Uhr: Die schöne Melusine. Abends: ich Dir. Mittwoch nach Zusammenstoße ertönten gellende Hülferufe. Am Bahnhofe tag: Alt- Heidelberg. Freitag: miltag 3 Uhr: Die schöne Melusine. Abends: so ich Dir. Donners- sammelte sich sofort eine große Menschenmenge, die Auskunft so ich Dir. Sonnabend nachmittag über die Verunglückten verlangte. 3 Uhr: Die schöne Melusine. Abends: Die Gräfin v. Keck. Sonntag: Die Gräfin v. Ked. Montag: so ich Dir. Zu dem Eisenbahnunglück bei Station Wutha i. Th., das durch Lessing Theater. Sonntag nachmittag 2%, Uhr: Rose Bernd. den Zusammenstoß der Güterzüge 6816 und 6090 herbeigeführt wurde. Abends: Traumulus. Montag nachmittag 2, Uhr: Die versunkene Glode. wird weiter berichtet, daß die durch die Trümmer versperrten beiden Abends: Der Biberpelz. Dienstag: Traumulus. Mittwoch: Florian Gleise wieder fahrbar gemacht worden sind, so daß der Verkehr in Sonnabend: Im grünen Baum zur Nachtigall. Geyer. Donnerstag: Die Siebzehnjährigen. Freitag: Traumulus. Der Arzt seiner Ehre. vollem Umfange aufgenommen werden konnte. Die Zahl der Toten Sonntag: Im grünen Baum zur Nachtigal. Der Arzt seiner Ehre. ist amtlich auf drei angegeben worden; schwer verletzt sind drei, leicht verletzt sieben Personen. Was den Materialschaden anbetrifft, so dürfte sich dieser, dem Vernehmen nach, auf etwa eine halbe Million beziffern. Es sind insgesamt einige zwanzig Wagen zertrümmert und drei Lokomotiven beschädigt. Die Untersuchung nach dem Urheber des Unfalls ist im vollen Gange. Die Orgelvorträge in der Marienkirche müssen wegen Krankheit des Musikdirektors Otto Dienel für die nächste Zeit ausfallen. Volkstümliche Veranstaltung Maria Holgers. Märchen und Geschichten für Kleine und Große. Die zum Vortrag gelangenden Märchen sind vorwiegend der bei Reclam erschienenen Sammlung „ Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm entnommen. Diese Sammlung enthält den schönsten und reichsten Märchenschatz des deutschen Volkes. Die Vortragende wird sich bemühen, diesen Schatz im Herzen der kleinen Zuhörer lebendig zu machen. Die Veranstaltung findet am 1. Januar, nachmittag 4 Uhr, SW. Kom Ermandantenstr. 20, im großen Saale der Arminhallen statt. wachsene zahlen 30 Pf., Kinder die Hälfte. Vorverkauf bei Horsch, Bigarrenhandlung, SO. Engelufer 15. Caftans Panoptikum, das Riesenetablissement in der Friedrichstraße 165, hat dem Geschmack der Kinderwelt durch eine sinnige Weihnachtsausstellung Rechnung getragen. Hier tut sich die weite, herrliche Märchentvelt in plastischen Bildern vor den Kinderaugen auf; indische Zauberer, Bauchredner und Märchenerzähler wissen Jung und Alt in fesselndster Weise zu unterhalten; im" Illusionssaal" bieten sich Bilder aus der Mythologie und in den weiten Sälen und Hallen tausenderlei ebenso unterhaltende wie belehrende, durchweg tünstlerisch ausgeführte Schauobjekte. Der Kunstabend am dritten Feiertag in der Aula des hiesigen Gymnasiums beginnt diesmal um 7 Uhr und lautet:" Weihnachten in Wort und Bild". Jung und Alt hat Zutritt. Den musikalischen Teil bestreiten der Sänger Herr Rich. Glohen und der 11jährige Gemeindeschüler und hervorragende Klaviervirtuose Frik Bethge aus Berlin, der in dortigen Konzerten wiederholt hervortrat. Die Vortragskünstlerin Johanna Meyer und der bekannte Dichter Dr. MarrMöller werden Märchen und Weihnachtsgedichte zu Gehör bringen, letzterer aus eigenen Dichtungen. Für die diesjährige Weihnachtsverlosung gilt die Garderoben- Nummer als Los. Näheres ergeben die Anschlagsäulen. Aus den Nachbarorten. Pankow. Die Versammlung des Wahlvereins fällt aus. Am 5. Januar n. J. referiert Reichstags- Abgeordneter Genosse Molten buhr in einer öffentlichen Versammlung. Spandau. Die Parteigenossen werden hiermit nochmals auf die heute im Kumteſchen Saale, Schönwalderstraße 80, stattfindende Weihnachtsfeier aufmerksam gemacht. Die Feier wird vom Wahlverein veranstaltet, das Programm ist ein recht stimmungsvolles und auserwähltes. Montag: Traumulus. mann. " " " Theater des Westens. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Undine. Abends: Don Cesar. Montag nachmittag 3 Uhr: Die Hugenotten. Abends: Wiener Blut. Dienstag nachmittag 3 Uhr: Bar und BimmerAbends: Der Prophet. Mittwoch nachmittag 3 Uhr: Der Struwwelpeter. Abends: Don Juan. Donnerstag nachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Abends: Wiener Blut. Freitag: Der Troubadour. Ein Graf als Wechselfälscher. Unter dem Verdacht der WechselSonnabend nachmittag 3 Uhr: Der Strumpwelpeter. Abends: Wiener Blut fälschung wurde in München der Graf Hans v. Kaldreuth in Unter( Anfang 7 Uhr.) Sonntag nachmittag 3 Uhr: Don Juan. Abends: Don fuchungshaft genommen. In einem bei dem dortigen Landgericht Cesar. Montag: Wiener Blut. anhängig gemachten Wechselprozeß gegen den Grafen wurde festNational Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Bar und Zimmer- gestellt, daß der auf den Namen eines Professors an der Kunstmann. Abends: Die Hugenotten. Montag nachmittag 3 Uhr: Der Troubadour. Abends: Dornröschen. Dienstag nachmittag 3 Uhr: Der gewerbeschule ausgestellte Wechsel gefälscht sei. Inzwischen sollen Abends: Die Millionenbraut. Mittwoch: Dornröschen. nun noch weitere Wechselfälschungen von beträchtlicher Höhe, deren Wildschüß. Freitag: Die Fledermaus. Sonnabend: der Graf verdächtig ist, bekannt geworden sein. Infolgedessen erDonnerstag: Millionenbraut. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Barbier von folgte gestern auf Antrag der Gerichtsbehörde die Inhaftnahme des Die Fledermaus. Sevilla. Abends: Der Toubadour. Montag: Unbestimmt. Grafen. Neues Theater. Sonntag: Der Graf von Charolais. Montag: Die Hamburg, 24. Dezember. Der hiesige Kunstmaler Anton lustigen Weiber von Windsor. Dienstag: Der Graf von Charolais. Mitt- Aßmussen, welcher seit dem 12. November spurlos verschwunden woch: Die lustigen Weiber von Windsor. Donnerstag: Der Graf von Charolais. Freitag: Der Graf von Charolais. Sonnabend: Einen Jur war, wurde heute als Leiche aus der Alster gezogen. will er sich machen. Sonntag: Der Graf von Charolais. Montag: Die Ein ungetreuer Seelenhirt. Wie von zuverlässiger Seite bes lustigen Weiber von Windsor. Schiller- Theater O.( Wallner- Theater.) Sonntag nachmittag 3 Uhr: richtet wird, ist der katholische Pfarrer Goldbach der Gemeinde Medea. Abends: Krieg im Frieden. Montag nachmittag 3 Uhr: Die Hauswurz im Kreise Fulda nach Unterschlagung von 23 000 Tyrannei der Tränen. Abends: Das Heiratsnest. Dienstag nachmittag Mark Kirchengeldern seit einigen Tagen mit seiner Haushälterin 3 Uhr: Maria Stuart. Abends: Pension Schöller. Mittwoch: Wallensteins verschwunden. Tod. Donnerstag: Die Tyrannei der Tränen. Freitag: Die Haubenlerche. Selbstmord eines Liebespaares. In der Nacht zu gestern beging Sonnabend: Pension Schöller. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Mutter Erde. in der Brüsseler Vorstadt Saint Giles ein Liebespaar, der 33jährige Abends: Krieg im Frieden. Montag: Heimg'funden. Schiller- Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag Pferdehändler Delcambre und die Dienstmagd Therese Müller aus nachmittag 3 Uhr: Mutter Erde. Abends: Johannisfeuer. Montag nach Mühlhausen i. E., Selbstmord. Der Grund zur Tat ist darin zu mittag 3 Uhr: Heimg'funden. Abends: Gin unbeschriebenes Blatt. Dienstag suchen, daß die Eltern des jungen Mannes die Zustimmung zur nachmittag 3 Uhr: In Behandlung. Abends: Die Haubenlerche. Mittwoch: Heirat verweigerten. Beide wurden als Leichen im Zimmer bor= Die Tyrannei der Tränen. Donnerstag: Heimg'funden. Freitag: gefunden. Heimg'funden. Sonnabend: Familie Schierce. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Kreuzelschreiber. Schierce. Residenz Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Nora.. Herkulespillen. Montag nachmittag 3 Uhr: Die 300 Tage. Herkulespillen. Von Dienstag bis Sonnabend: Herkulespillen. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die 300 Tage. Abends: Herkulespillen. Abends: Familie Schierce. Montag: Familie In Sioux City, Jowa, wurden zwei ausgedehnte Häuserblocks mitten im Geschäftsteil der Stadt durch eine Feuersbrunst Abends: zerstört. Das Feuer brach abends in einem Laden aus, der mit Abends: Leuten, die Weihnachtseinfäufe besorgten, dicht gefüllt war. Die Leute konnten sich nur mit Mühe vor dem Feuer retten. Ein Feuerwehrmann kam in den Flammen um. Der Schaden ist sehr erheblich. Kleines Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Des Pastors Rieke Zwei Todesfälle an Abends: Die stillen Stuben. Montag nachmittag 3 Uhr: Des Pastors Rieke. Hitzschlag werden aus Rio de Janeiro abends: Salome. Dienstag: Salome. Mittwoch: Elektra. Donnerstag: gemeldet. Die Temperatur betrug dort vorgestern 30 Grad im Salome, Freitag: Die Neuvermählten. Sonnabend: Abschieds- Souper.| Schatten. M. Schneider& Cie. Spittelmarkt No. 11 SPEZIAL- KAUFHAUS Ecke Kur- Straße für schwarze und farbige Kleiderstoffe, Seidenstoffe, Leinen- und Baumwollwaren, fertige Wäsche, Trikotagen, Unterröcke, Schürzen, Korsetts, Gardinen, Portieren, Teppiche, Läufer, Tisch-, Stepp-, Schlaf- und Bettdecken, Blusen Kostümröcke 1579L zu auffallend billigen aber festen Preisen. Gelegenheit Vom 26. bis 31. Dezember geben wir, um unser Lager zur bevorstehenden Inventur zu verkleinern, auf jeden Einkauf extra 10% Rabatt. Auf Waren, die für Umtausch gekauft werden, hat dies keine Gültigkeit. 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Desiree, die freudig Gehorchende, zur Frau. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. Theater. Soweit, bis zum Ende des dritten Aftes, ist es möglich zu folgen. Die langen, langen Jamben- Reden stören, doch hilft die Spannung der Situation, das Lyrische und der Anschein einer ges wissen Geschlossenheit der Charaktere zur Not darüber fort. Dann Bigarrenh. R. Ewald, Straußbergerstr. 13 3,-. Tischlerei Buß und aber stürzt alles übereinander, ein neues Drama mit denselben Tischlerei Schön u. Grünthal 16,45. Friedr. Großmann, Zahlstelle Bots Personennamen, aber ganz willkürlich veränderten Charakteren bedam 50,-. E. Winterstein, Bernau 20,-. Anton Raith, München 20, Neues Theater. Der Graf von Charolais. Trauerspiel ginnt. Nicht einmal Aufäge irgend einer inneren Entwickelung hat Carl Kraft, Berlin 10,-. Tapezierer b. A. Schäfer, Oranienstraße 4,- in 5 Aften von Beer Hofmann. Nach dem Applaus zu urteilen, ber Autor gegeben. Gewiß, die Menschen handeln dem, was sich Buffleb, Lifte 1998 5,95. August Schmidt, Liste 1999 8,85. Carl Rogge, hatte der in Berlin bisher fast unbekannte Wiener Autor mit seinem ihnen als ihr„ Wesen" darstellt, oft in wunderbarer Weise Rifte 2092 15,35. Brüggemann, Hochmeisterstr. 27 5,75. Rich. Schmidt, romantischen Trauerspiele, was man einen starken Erfolg nennt. entgegen, und dieser Widerspruch fonn auch dramatisch Schwedterstr. 35 a 9,85. Mig u. Geneſt, Saal 164 15,-. Höppner, Liste Am Schluß des dritten Aktes wurde der Beifall, sich immer steigernd, fruchtbar gestaltet werden. Aber dann muß der Dichter hinter dem 1930 9,70. Liften 1267 und 1394 7,35. Von einer Straffasse 3, Otto stürmisch demonstrativ, um in der zweiten Hälfte allerdings dann bewußten ihr unbewußtes Wesen, das in solchem Handeln aufblißt, Kringel, Liste 1657 24,10. Metallarbeiter der Rüdersdorfer Zementfabrik 6,- Lanzenberger, Liſte 1661 44,65. Bautischlerei Franke, Schliemann- merklich abzuflauen. Daß diese Premierenaufnahme dem Stück eine uns haben schauen lassen. Beer- Hofmann tut nichts dergleichen. straße 8,70. Mirke, Lifte 1986 4,40. Gesammelt d. Biecens 23,30. Schulz, längere Dauer in dem Repertoire verspräche, ist trotzdem wohl aus- Eine glückliche Gattin und junge Mutter, lebt Desiree mit ihren Liste 1311 17,45. Liste 1268 11,-. H. Anders, Liste 53 6,50. Adolf Schöpfe geschlossen, und von Rechtswegen. Eine spannende dramatische Situation Manne. Kein Zeichen deutet auf verborgene Hintergründe. Da er3,-. Baumann, Liste 1271 13,80. Thießen, Lifte 1120 28,30. Lifte 1129 9,35. am Anfang, manche innige und zarte Stimmungen, eine Sprache, scheint ein Better Philipp, der schon im zweiten Aft das Programm Rifte 1121 5,10. Firma Sentfer, Müllerstraße 20,35. Gesammelt durch die bei aller Redseligkeit gewiß auch oft zur Kraft und Schönheit seiner Koketterien ausführlich auseinandersezte, fällt auf die Jaehn 35,50. Gutsche, Liste 1737 9,85. Liste 1900 7,50. Stollegen sich erhebt das etwa ließe sich an unmittelbaren dichterischen Knie und redet, redet, redet Verse, bis ihm die Angebetete der Metalldreherei Kießling. Naunynstraße 5,-. Merten, Lifte 993 6,10. Qualitäten dem Werke nachrühmen. Im übrigen ist es ein Er in den Garten und, wie man fpäter erfährt, in ein vers D. 3., Metallarbetter 3. Brambt, gifte g99 22,10. Daar kenge periment, das durch archaistische Nachahmungen- der Dichter hat dächtiges Abſteigequartier folgt. Und Charolais ift faum, wieber G. Oskar Steiniger, 995 13,85. Liste 1687 24,70. Glaserei Suchard, d. Grundey 9,45. Hellwagen, Rifte 983 12,80. Paul, Rifte 1686 9,80. Seeliger, Liste 981 ben Stoff einem alten englischen Drama Majsiegers entnommen zu erkennen. Wie er, der Liebende, den Verrat erfährt, nimmt er 9,85. Paul, Liste 2086 5,15. P. Schönau, Liste 992 9,65. Kudut, Liste 998 vielleicht für Kenner der Literaturgeschichte Interesse hat; für sie das Kind und eilt mit ihm, die Ungetreue zu ertappen, in das ver13,90. Verein der Lithographen und Steindruder, Filiale I Berlin 75,- mag es von ganz pifantem Reize sein, das Primitive in den Bann rufene Haus. Philipp erdrosselt er, läßt den Vater rufen und ver Sechsertopp Germania 16,20. Werkstatt von Biele, Friedenstraße 4,75. der Handlung und der Charakteristik, die Buntheit der sich drängenden langt von ihm, dem gerechten Richter, daß er über die im Hemde Gummifabrik C. Müller, Neu- Weißensee, Bierproz. 7,65. Metalldrücker von Ereignisse, grelle gewaltsame Effette, Züge eines früheren drama- aufgescheuchte zitternde Frau ein Todesurteil spreche. Das Flehen Schmidt u. Himmelsbach 6,20. Menzenhauer u. Schmidt, Rungestraße 22,- tischen Kunststils hier nachgebildet zu finden. Tapezierer von C. Müller u. Co. 5, Budiker Schmidt nebst Gästen 9,40. Vergnügungen sind mit einem Theaterabend zu teuer bezahlt. Das sie mehr ihr Kind berühren. Du willst, ich soll sterben, damit Aber die gelehrten Defirees weist er mit härtesten Beschimpfungen zurück. Nie darf Das macht mir Spaß 14,80. Bildhauer Verband auf Listen 136,95 ( darunter Firma Böttcher 8,50. Simbel u. Friedrichsen 18,10). Firma unbefangene Urteil wird sich nicht täuschen lassen und Unzuläng- Du mich wieder lieben fannst, ruft sie und stößt ein Messer E. Schneidenbach, Luisen- Ufer 17,50. Tischlerei Herzer 13,20. Sparverein feiten, darum, weil sie in literar- historischer Kostümierung auftreten, sich ins Herz. Er spricht etwas über das dunkle Fatum, Rote Nelke" durch Karpentiel 15,-. Zentralverband der Zimmerer, nicht weniger als Unzulänglichkeiten empfinden. das aller Menschen Handeln leite, und zieht dann, um zu fühnen, Bernau 15,- Geburtstagsfeier Rigdors, Reuterstraße 10,-. Arbeiter von Verheißungsvoll setzt das Drama ein. Der Führer der franzö- ein Bettler, in die Welt. Aber kein noch so leiser Schauer der Hing, Lichterfelde 23,60. Firma Roft u. Eichholz, Schulstraße 9,70. Die fischen Armeen, der wackere Charolais, der, die Soldaten zu ber- Notwendigkeit, die wir nur fühlen, wenn wir sie aus den Charakteren Berlen von R. Meisler, Friedrich Karlstraße 6,30. Töpfer Bau Jde 9,- pflegen, und sein Vermögen hingegeben Hülfsarbeiter und Arbeiterinnen Rud. Mosse, Akzidenz- Abt. 10,-. Wagen Schuldenlast erdrückende selbst entstehen sehen, weht aus diesen Szenen. Das schreiende Schuldenlast auf sich im gehäuft, ist fabrit R. Franke, Inselstraße 7,80. Restauration Baum 6,60. Bautischlerei Kriege gefallen. Furioso dieser Leidenschaften, die durch ein ganz Unverständliches Die Gläubiger haben, Geride, Grunewaldstraße,( außer 3 Organisierten) 7,50. Maschinenfabrik wozu ein altes Burgundisches entfesselt sind, peinigt die Nerven und bringt nichts mehr als kalte Uhlemann, Eisenbahnstraße 10,20. Bier Stammbrüder vom Attienbudiker Gesez sie ermächtigt, auf die Leiche des Schuldners Beschlag Verwunderung hervor. Ehrlich 1, Tischlerwerkstatt Langemann mit Buditer, Boffenerstraße 21, gelegt und verweigern, bis die Schuld getilgt, ein ehrliches Die Aufführung litt unter der Hast, in der vielfach die Verse Küchenmöbelfabrik Stutsch, Königsbergerstraße 5,60. Tischlerei Backebusch, Begräbnis. Rührend ist die Klage des Sohnes, der mit unendlicher heruntergejagt wurden. Von der endlosen Liebeserklärung, die Schöneberg 8,30. Alb. Eidam, Schöneberg 1,-. Tischlerei Liebnis u. Röse, Liebe an dem Vater hing. Markusstraße 23,40. Tischlerei Weiß, Schöneberg 16,25. Lederwaren- Fabrit Der Jude bleibt hart. Vergebens fleht er die Wucherer an. Herr Moissi zum Beispiel als Philipp deklamieren mußte, waren Diese Szene ist voll bewegter Stontraste. überhaupt nur Bruchstücke zu verstehen. Eine feine, feelenvolle Studie Salomon 13,45. Bautischlerei Rauch 4,75. Firma Brüggemann, 2. Rate 22,05. Verein Berliner Turner, von Brüggener 13,80. Durch Tuchtenhagen Jeder Klage Charolais fezte der rote sig eine wuchtigerere Klage gab Rayßler in der Rolle des Grafen. Lucie Höflich hatte 9,60. Buchdruckerei Belling, Karlsbad 15,- Durch Brose 13,80. Firma gegenüber. Seinen Vater haben die Christen bei lebendigem Leibe im ersten und im letzten Aft wieder ganz prächtige Momente; Humpert, Stallschreiberstraße 16,25. Bierprozente Firma Brüning, Dresdener verbrannt! Warum soll er jetzt menschlich sein, er, den man immer weniger gelang die Liebesszene. Vollendet war Reinhardt in ftraße 17,-. Weher 15,60. Durch Beschte 14,70. Raede, Rifte 1750 7,85. mit Haß und Berachtung verfolgte!- In seiner ab der Episodenfigur des roten Juden. Das Spiel dauerte volle vier Tischlerei Golz u. Breitemann 8,70. Tischlerei Hoffmann, Hagelsberger schließenden Szene hat auch der zweite Aufzug im Hause Stunden. Um so merkwürdiger, daß die Regie nicht an den üppigstraße 10,90. Gesammelt bei Wählisch 4- Messingwerke, Alexandrinen bes alten Gerichtspräsidenten, der den Prozeß der Gläubiger wuchernden Reden Streichungen vorgenommen. ftraße 32,00. Bautischlerei Karl Richter 15,-. Drechslerei Blumen entscheiden soll, eindrucksvolle Straft. Wie der Vater Charolais für thal, Schöneberg 6,60. A. Buschid 10,-. A. Heinrich 22,20. den Sohn gelebt, so der greife Rochfort für seine Tochter. Seine 28. Knospe 4,45. Klinkmüller zweite Rate 18,50. Zentralverband der Töpfer Deutschlands, Filiale Berlin 5000,-. Bautischlerei Liebe hat einen Hauch schwärmender Verehrung. Wie vor etwas Hoffmann, Prinzenstr., 6,-. Rabiker von Sittig, Bau Kriminalgericht, Natürlich- Gräßlichem schreckt er bei dem Gedanken auf, daß sich in 2. Rate 10,35. Tischlerei Bunge 6,65. Mäbeltischlerei Rotter 15,-. Tischlerei ihr ein sinnliches Begehren regen und sie die Bewerbung eines nicht Röhl 4, Goldleiftenfabrik Methlow 7,55. Sparverein Namenlos Marien- erprobten Freiers erhören lassen könne. Von ihm, der die Herzen dorf 26,80. Former und Gießerei- Arbeiter der Stabelwerke Ober- Schöne durchschaut, aus seiner Hand soll sie den Gatten empfangen. Das weide 10,-. Liste 1729 10,05. Metallwarenfabrik Hammann 13,45. Liste Gespräch, in dem sich des Mädchens Seelenreinheit, ihr grenzenloses 1822 18,35. 23. Aßmus, Spandau( Berband der Porzellanarbeiter) 10,- Vertrauen zu dem Vater offenbart, leuchtet von warmer, echter St. 20,-. H. M. 2,-. Rauchklub Glühlicht I 5,-. Von den Drahtlosen Lindenstr. 17,25. Bon den Kellerwürmern 9,- Monteure u. Helfer der Empfindung. Aber daneben schieben sich schon bereits nicht wenig tote Firma Jant u. Better 22,90. Bautischler der Firma Hellmig 65,50. Bon Stellen ein. Als Rochfort den tiefen Schmerz des jungen Charolais Sen Arbeitern der Tischlerei Markgraf u. Thau 16, in der Gerichtsverhandlung fieht, wie er sich selbst den Gläubigern Summe 6751,40. Bereits quittiert 20 520,01. Gesamtsumme 27 271,41 M.| zur Gefängnishaft darbietet, wenn sie nur die Leiche freigeben, da ORIGINAL SINGER NAHMASCHI Singer Nähmaschinen. 9482* Einfache Handhabung! Große Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! Weltausstellung Grand Prix Weltausstellung Paris 1900: St. Louis 1904. Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Berlin W., Leipzigerstr. 92. Filialen in allen Stadtteilen. Kronleuchter- Fabrik PetroleumlampenAusverkauf einzelner u. älterer Muster unter Fabrikpreis. DF Auf Wunsch Teilzahlung. 12722+ Siegel& Co., Prinzenstr. 33. Zum Weihnachtsfest kaufen Sie am besten auf Teilzahlung wöchentlich nur 1,- M. Herren- und Damenuhren, Standuhren, Regulateure, Freischwinger, Broschen, Ohrringe, Ringe, Ketten etc. sowie auch echte Menzenhauer Zithern. Phonographen und Plattensprechmaschinen. Juhre& König, nur Warschauerstr. 72, 1, Wir unterhalten keine Filialen. Sonntag bis 8 Uhr geöffnet. 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Abteilung: im Schiller- Theater N., Mutter Erde. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Der Roland von Berlin. Montag: Die lustigen Weiber von Windsor. Nachmittags 2 Uhr: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Dienstag: Margarete. Renes königl. Opern Theater. Die Jungfrau von Orleans. Anf. 7 Uhr. Montag: Theodora. Dienstag: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Deutsches. Helden. Nachmittags 22 Uhr: Der Ver= schwender. Montag: Maskerade. Nachmittags 12 Uhr: Don Carlos. Dienstag: Helden. Nachmittags 22 Uhr: Der Berschwender. Berliner. so ich Dir! Montag: Dieselbe Vorstellung. Nachmittags 22 Uhr: Zapfenstreich. Dienstag: Ein Teufelsferl. Nachmittags 22 Uhr: Die schöne Melusine. Lessing. Traumulus. Nachmittags 22 Uhr: Rose Bernd. Montag: Der Bibelpelz. Nachmittags 22 Uhr: Die berfunkene Glocke. Dienstag: Traumulus. Westen. Don Cesar. Nachmittags 3 Uhr: Undine. Montag: Wiener Blut. Nachmittags 3 Uhr. Die Hugenotten. Dienstag: Der Prophet. Nachmittags 3 Uhr: Bar und Zimmermann. Thalia. Der große Stern. Nachmittags 32 Uhr: Charleys Tante. Montag: Der Große Stern. tags 3% Uhr: Charleys Tante. Dienstag: Der große Stern. Nachmittags 32 Uhr: Charleys Zante. National. Die Hugenotten. Nachmittags 3 Uhr: Bar und Bimmermann. Montag: Dornröschen. Nachmittags 8 Uhr: Der Troubadour. Dienstag: Die Millionenbraut. Nachmittags 3 Uhr: Der Wildschüß. Zentral. Die Negerlein. Nachmittags 3 Uhr: Die Puppe. Montag: Die Negerlein. Nachmittags 3 Uhr: Die Geisha. Dienstag: Die Negerlein. Nachmittags 3 Uhr: Das füße Mädel. Metropol. Die Herren von Marim. Montag und Dienstag: Dieselben Borstellungen. Kasino. In Vertretung. Montag und Dienstag: Dieselben Vorstellungen. Montag nachmittag 4 Uhr: Wildes Blut. Anfang 8 Uhr: Neues. Der Graf von Charolais. Montag: Die lustigen Weiber von Windsor. Dienstag: Der Graf von Charolais. Belle Alliance. Ein Blitzmädel. Nachmittags 3 Uhr: Kabale und Liebe. Montag: Ein Blizmädel. Nachmittags 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Dienstag: Ein Blizmädel. Nachmittags 32 Uhr: Frau Holle. Schiller 0. Nachmittags 3 Uhr: Ihr zweiter Mann. Montag und Dienstag: Dieselben Vorstellungen. Montag nachmittags 3 Uhr: Ihr zweiter Mann. Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonntag, nach m. 3 Uhr: Medea. Deutsch- Amerikanisches.New- York. Historisches Trauerspiel in 5 Aufzügen Nachmittags 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Montag und Dienstag: Dieselben Vorstellungen. von Franz Grillparzer. Sonntag, abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Schiller- Theater N. Deutsch- Amerikanisches Theater. Luisen- Theater. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Jeden Abend 8 Uhr. Gastspiel Adolf Philipp Sonntag, nach m. 3 Uhr: Mutter Erde. Drama in 4 Aufzügen von Mar Halbe. Sonntag, abends 8 Uhr: Johannisfeuer. NEW YORK 5 Bild. mit Ges. aus dem Naddleben einer Weltstadt. Text u Musik vAd. Philipp. 3 Nachm.3 Uhr Luijen. Die Reise durch Berlin in Lustspiel in 5 Akten von G. v. Moser Schauspiel in 4 Aften von Hermann Halbe Preise Uberh grossen Teich" 80 Stunden. Nachmittags 3 Uhr: Hamlet. Montag: Robert und Bertram. Nachmittags 3 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Dienstag: Die zärtlichen Verwandten. Nachmittags 3 Uhr: Mein Leopold. Apollo. Berliner Luft. Wundersterne. Elektrische Tanzbilder. Montag: Dieselbe Vorstellung. und F. v. Schönthan. Montag, nach m. 3 Uhr: Die Tyrannei der Tränen. Montag, abends 8 Uhr: Das Heiratsnest. Dienstag nach m. 3 Uhr: Maria Stuart. Dienstag, abends 8 Uhr: Pension Schöller. Sudermann. Montag, nach m. 3 Uhr: Heimg'funden. Montag, abends 8 Uhr: Ein unbeschriebenes Blatt Dienstag nach m. 3 Uhr: In Behandlung. Dienstag, abends 8 Uhr: Die Haubenlerche. Nachmittags 3 Uhr: Berliner Inft. National- Theater, Wundersterne. Dienstag: Berliner Luft. Wundersterne. Elektrische Tanzbilder. Passage Theater. Ludolf Waldmann. Klara Lingen. Anf. 5 Uhr. A Urania. Taubenstraße 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Zar und Zimmermann. Abends 72 Uhr: Die Hugenotten. Weinbergsweg 19. Montag nachmittag 3 Uhr: Der Troubadour. Abends 72 Uhr: Dornröschen. Dienstag nachm.: Der Wildschük. Abends: Die Millionenbraut. Gebrüder Herrnfeld- Theater. An allen 3 Weihnachts- Feiertagen: Die stürmisch bejubelte Situations: Komödie: Prinz Levy in Ahlbeck Nachmittags 3 Uhr: Hamlet. Abends 8 Uhr: Die Reise durch Berlin in 80 Stunden. Montag nachmittag: Käthchen von Seilbronn. Abends: Robert und Bertram. Dienstag nachm.: Mein Leopold. Abends: Die zärtlichen Verwandten. Mittwoch nachm.: Rotkäppchen. Abends: Die Reise durch Berlin in 80 Stunden. 875 Heute und die folgenden Tage die sensationellen Wettrennen zwischen dem Montag und Dienstag: Dieſelben Kleines Theater Neues Theater.( weiter Weihnachts- Feiertag): amerikanischen Radfahrer Walthour Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Invalidenstraße 57/62. Jm Theater abends 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Montag und Dienstag: Dieselben Borstellungen. Urania, Taubenstr. 48/49. Sonntag im Theater 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Im Theater Invalidenstr. 57/62 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Anfang 8 Uhr. Vereinigte Bühnen unter der Leitung von Max Reinhardt. Sonntag nachm. 3 Uhr ermäß. Br.: Des Pastors Rieke. Abends 8 Uhr: Die stillen Stuben. Montag nachmittag 3 Uhr: Des Pastors Rieke. Montagabend 8 Uhr: Salome. Dienstag: Salome. Mittwoch: Elektra. Der Graf von Charolais. Montag 8 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor. Dienstag: Der Graf von Charolais. Mittwoch: Die Morgenröte. Zirkus Schumann. Montag im Theater 8 Uhr: Im Sonntag, den 25., Montag, den 26. u. Dienstag, den 27. Dezember. Bannkreis der Jungfrau. Im Theater Invalidenstr.. 57/62 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Dienstag im Theater 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Im Theater Invalidenstr. 57/62 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Mittwoch im Theater 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Im Theater 4 Uhr: Von der Zugspitze zum Watzmann. Im Theater Invalidenstr. 57/62 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. CASTAN'S ANOPTICUM. PA Während der Festwoche: Große WeihnachtsAusstellung!! Die Hanffschen Märchen. Achmet Effendi, der indische Bauchredner a. seine sprechenden Wunderfiguren. Der rätselhafte Zaubertisch. Je An allen 3 Weihnachts- Feiertagen nachmittags 32 Uhr und abends 12 Uhr: grosse ausserordentl. Gala- Fest- Vorstellungen 2. In jeder Vorstellung gleich reichhaltiges abwechselndes Programm, fämtl. Spezialitäten, Klowns u. Auguste, sowie Dir. Alb. Schumanns anerkannt unerreicht dastehende Originaldressuren. An allen 3 Feiertagen Sin Kind frei. nachmittags auf allen Plätzen ohne Ausnahme: Jedes weitere Kind halbe Preise, außer Galerie. Abends jedoch volle Preise. An allen 3 Feiertagen Die größte Neuheit: in jeder Vorstellung: Münſtedts reizende Liliputaner. Allabendlich zum Schluß: Die große Schumannie Ausstattungspantomime Eine Nordlandreife Schwank in drei Akten von Anton und Donat Herrnfeld mit den Autoren in den Hauptrollen. Anfang 8 Uhr. Vorverkauf 11-2 Uhr. Montag, den 26. Dezember Nachmittags- Vorstellung. Anfang 3 Uhr, bei halben Preisen: Nur eine Nacht. Bei Atte aus einer Ehe mit Anton und Donat Herrnfeld. Sonnabend, den 31. Dezember: Silvester- Feier mit Riesen- FeſtProgramm. Billett- Vorvert. Hierfür bereits heute. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brummenstr. 16. 1. Feiertag: Der Wilddieb. Anfang 2. Feiertag: Höhere Töchter. Anfang 7 Uhr. 8 Uhr. 3. Feiertag: Bummelfritze. Anfang 7 Uhr. Entree 1. u. 3. Feiertag: 30 Pf. bis 1 M., 2. Feiertag: 50 Pf. bis 1,50 M. Am 2. u. 3. Feiertag: Festball. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. An allen drei Feiertagen: = Große Feft Norstellungen. Feiertag nachm. 3 Uhr: Der große Wohltäter. Abends 7 Uhr: Ihre Familie. 2. Feiertag nachmittag 3 Uhr: Am Altar. Abends 7 Das bemooste im Strahl der Mitternachtsfonne. Nach der Borstellung: Gr. Ball. Komisch phantastische Pantomime in 7 Bildern. Bearbeitet und einstudiert von dem tgl. Ballettmeister Giovanni Pratesi. Entworfen und auf das glänzendſte in Szene gefekt vom Direktor Albert Schumann. 1. Bild: Im Hamburger Hafen. Die Boermann- Expedition am Duai der Hamburg- Amerika- Linie. II. Bild: Die Ueberfahrt. III. Bild: Anläßlich der Baumblüte großes Kinderfest im Tivoli zu Kopenhagen. IV. Bild: Chriftiania. Großes Eisfest mit echtem norwegischen Stilauf, ausgeführt von eigens dazu engagierten Norwegern. V. Bild: Bei den Eskimos. VI. Bild: Die Nordpol- Expedition unter der Mitternachtsdonne." VII. Bild: Int ewigen Gife. Die Bewohner des Nordpols. Die nordische Boe( Schnee- Drkan). Grosse Schluss- Apotheose. 3. Feiertag abends 7 Uhr: Der große Wohltäter. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Mittwoch, den 28. Dezember 1904: und 1. Berliner Rennfahrern, 2. dem amerikanischen Rennpferd ,, Dolly", geritten vom Jockey Kreamer, sowie das glänzende Dezember- Progr. Gustav Behrens SpezialitätenTheater, Frankfurter Allee 85. Das neue Dezember- Programm. Neu! Mr. Isano mit seinen lebensgroßen sprechenden Automaten. Neu! Der Reformdichter. Otto Pritzkows Abnormitäten- Ausstellung Münzstraße 16. Täglich Borstellung lebender Kuriositäten. Medizinische Rätsel, Herr und Frau Doktor. Anfang 8 Uhr. anatomische Wunder. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Entree 30 Pf., numer. Platz 50 Pf. Riesen! Zwerge! Stadt- Theater Moabit. Etablissement Buggenhagen Alt- Moabit 47/49. Moritzplatz. Mittwoch, den 28. d. M.: Gala- Abend. Elite- Brogramm. Münstedts Gastspiel des Bernh. Rose- Theaters. Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. Colibris und Eine Nordlandreise. Passage- Panopticum, Volks- Tage. Berliner Jeder Erwachs. hat 1 Kind frei. Jedes Kind erhält ein Weihnachts- Geschenk. Der Riese Machnow der größte Mensch, der je gelebt hat. Das Bärenweib. Marionettentheater Die 3 kleinsten Schwesfern d. Welt. Alle Schaustellungen u. Nebensäle ohne Eintritt 50 Pfg. Extra- Entree. Passage- Theater. Anfang an den 3 WeihnachtsFeiertagen: Nachm. 3 Uhr, abends 8 Uhr. Das Elite- Weihnachts- Programm. Ludolf Waldmann allner Theater Carla Lingen Krieg im Frieden. Rachmittags 3 Uhr: Medea. Montag: Das Heiratsneft. Nachmittags 3 Uhr: Die Tyrannen der Tränen. Dienstag: Pension Schöller. Nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart, Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Johannisfeuer. Nachmittags 3 Uhr: Mutter Erde. Montag: Ein unbeschriebenes Blatt. Nachmittags 3 Uhr: Heimg'funden. Dienstag: Die Haubenlerche. Nachmittags 3 Uhr: In Behandlung. Kleines. Die stillen Stuben. Nachmittags 3 Uhr: Des Paftors Riefe. Montag: Salome. Nachmittags 3 Uhr: Des Pastors Riete. Dienstag: Salome. Residenz. Herkulespillen. Nachmittags 3 Uhr: Nora. Montag: Herkulespillen. Rachmittags 3 Uhr: Die 300 Tage. Dienstag: Herkulespillen. Carl Weiß. Die Reise um die Erde in 80 Zagen. Nachmittags 3 Uhr: Die Kette. Montag: Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Nachmittags 3 Uhr: Die Kette. Dienstag: Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Nachmittags 3 Uhr: Die Kette. Lustspielhaus. Der Familientag. 14 neue erstklassige Nummern. Zentral- Theater Sonntag nachm. 3 Uhr halbe Preise: Die Puppe. Operette in 3 Atten v. Ed. Audrian. Abends 7, Uhr: Die Negerlein. Groteske Operette in 3 Aften von Franz Arnold. Musik von Waldemar Wendland. Abends 7 Uhr: Die Negerlein. Montag nachm. 3 Uhr: Die Geisha. Dienstag nachm. 3 1hr: Das süße Mädel. Abends 7, Uhr: Die Negerlein. Metropol- Theater Heute und folgende Tage: Aquarium Unter den Linden 68a Eintrittspreis: Zirkus Busch. Heute( Sonntag) und morgen( Montag) 1. u. 2. Weihnachts- Feiertag: Eingang Schadow- Straße No. 14.12 gr. Gala- Vorstellungen. An den drei Weihnachtsfeiertagen: Nachm. 4 Uhr und abends 72 Uhr. Nachm. 4 Uhr ein Kind frei, weitere Kinder halbe Preise. In beiden Borstellungen: Reichhaltigste Ausstellung der Die Original Japaner. Welt an lebenden Seetieren, Die dress. Affen des Clown Armando. Reptilien etc. 50 Pfg. M 60/16 Kasino- Theater Lothringerstraße 37( Rosenthaler Tor). Täglich 8 Uhr, Sonnt. 7-8 Konzert. 9% use: Ju Vertretung. 110 Borher: Corradini etc. An den Festtagen 7 In Vertretung. 25. Dezember 4 ühr: Mutter Gräbert. Wildes Blut. Eine Zebra- Komödie. Nachmittags 4 Uhr: Südwest- Afrika. Abends 72 Uhr: Katharina II. und die vorzügl. Programmnummern. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: 26. Dezember 4 Uhr: Die glückliche Gilberte Apollo- Theater. 218 Friedrichstr. 218. Am 1. u. 2. Weihnachts- Feiertag, nachmittags 3 Uhr: Grosse Extra- Vorstellung Berliner Luft u. die amerik. Sensations- Novitäten! d. phänomenal. Dezember- Programms. Am 1. u. 2. Weihnachts- Feiertag, abends 8 Uhr: Dieselbe große Extra- Vorstellung wie nachmittags. Carl Weiß- Theater. Große Frankfurter Straße Nr. 132. Sonntag nachm. 3 Uhr( Parkett 60 Pf.) Die Kette oder: Die Schuld einer Frau. Sonntag abend 72 Uhr: Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Morgen und Dienstag: Dieselben Vorstellungen. Anfang 8 Uhr. Sonntag und Montag nachmittag 3 Uhr: Ihr zweiter Mann. Residenz- Theater. Dir.: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Herkulespillen. Schwant in 3 Akten von Baul Bilhaud und M. Hennequin. Deutsch von M. Schönau. Sonntag nachm. 3 Uhr: Nora. Montag nachm. 3 Uhr: Die 300 Tage. Lustspielhaus Friedrichstraße 236. Nachmittags 3 Uhr: Das böse Prinzeßchen. Abends 8 1hr: Der Familientag. Morgen nachmittags und abends dieselben Borstellungen. Palast- Theater An allen drei Feiertagen: Große Left- Vorſtelungen. In den unteren Sälen jeden Abend 8 Uhr: 1. Feiertag: Herr und Frau Doktor. Militär- Konzert. 2. Feiertag: Der große Wohltäter. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. 3. Feiertag abends 7 Uhr: Der große Wohltäter. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Donnerstag, den 29. Dezember cr.: Der große Wohltäter. Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Entree 30 Pf. Num. Platz 50 f. anssouci. Stottbuser Tor- Stat. der Hochbahn. An allen drei Feiertagen: Humoristische Soiree. Hoffmanns Norddeutsche Sänger Am 1. und 2. Feiertag Anfang: Konzert 5 Vorstellung 7 Uhr. Uhr, Am 3. Feiertag: Konzert 6 Uhr, Borstellung 28 Uhr. Am 2. und 3. Feiertag: Nach der Vorstellung: Tanz. Chausseestr. 103. Arnold Scholz. Germania- Prachtsäle. Montag, den 26. Dezember 1904. 2. Weihnachts- Feiertag: 1347L Hamburger Sänger. Dir.: Otto Steidl Wilh. Wolff. Mit neuem humorist. Programm. Nach der Soiree findet im großen Die Herren von Maxim. Maxim. Volksgarten- Theater Burgite.. früher fren- Bafaft. und weißen Sale großer Ball statt. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Direktor Richard Schultz. Henry Bender. Josef Giampietro. Weimann). Sonntag nachmittags 3 Uhr: Dornröschen. Entree 10 Pf. Montag nachm. 3 Uhr: Der armen Kinder Weihnachtsfest. Entree 10 Pf. Abends 7 Uhr: Theolinde und Der eingebildete Kranke. Dienstag, den 27. Dezember cr., Nachmittags 3 11hr: Diefelbe Bor: Josef Josephi. Anton Grünfeld. nachmittags 3 Uhr: neewittchen. stellung. Montag: Dieselben Borstellungen. Dienstag: Der Familientag. Nachmittags 3 Uhr: Das böse Prinzeßchen. Trianon. Die glückliche Gilberte. ( Heureuse.) Frid Frid. Fritzi Massary. Das Fest des Lichts.( Ballett.) Rauchen gestattet. Anf. 82 Uhr. Dienstag und folgende Tage: Die Herren von Maxim. Entree 10 Pf. L Abends 7 Uhr: Der Dornenweg. Entree 30 Pf. Am 2. und 3. Feiertag: Grosser Ball. Freitag, Sonnabend, Sonntag dasselbe. 22, Feen- Palast. An allen drei Feiertagen: br: Eingeschneit. br. 9 11hr: 9 Uhr. Weihnachtsbild mit Gesang von Walter. Nachher: Die Attraktionen des neuen Spezialitäten- Programms. 1. Feiertag, nachm. 3 Uhr, fl. Preise: Der Goldbaner. Schauspiel in 4 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. 2. Feiertag, nachm. 3 Uhr, fl. Preise: Das Schloß am Meer. Schauspiel in 4 Aften von D. Walter. Anj. 7, Uhr. Kaffenöffnung 62 Uhr. Borverkauf ab 11 Uhr. Anfang Am Silvester in sämtlichen Räumen Gr. Silvester- Ball. Urania. Wrangelstrasse 10/11. 2. Feiertag: Grosser Ball. 3. Feiertag: Weihnachtshescherung und Ball. Jeder erhält ein Geschenk gratis. Jeden Dienstag: Nordd. Sänger. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Fritz Steidl- Sänger. Nach jeder Vorstellung im Kaisersaal Tanz. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Anfang am 1. und 2. Feiertag 7 Uhr. Am 3. Feiertag: 7½ Uhr. Montag, 26. Dezbr.( 2. Feiertag): Große Benefiz- Fest- Soiree. Zum erstenmal: Bei Vatern. Ein Weihnachtsbild von Mehsel Anfang 12 Uhr. Entree 50 Pf. Germania- Prachtsäle Chausseestr. 103. Arnold Scholz. Sonntag, den 25. Dezember 1904: I. Weihnachts- Feiertag: Im grossen Saale: Gr. Weihnachtsfeier der IX. Männer- Abteilung der Berliner Turnerschaft. Im weissen Saale: Hamburger Sänger Dir.: Otto Steidl- Willi Wolff. Mit außerordentlichem WeihnachtsProgramm. Nach den Feierlichkeiten: Gr. Familien- Ball. Anfang 6 Uhr. Alhambra Wallner- Theaterstraße 15. Jeden Sonntag: Großer Ball bei doppelt befeztem Orchester. A. Zameitat. Anfang 5 Uhr. Konzerthaus Sanssouci Kottbuser- Strasse 4a. Montag, den 26. Dezember 1904( zweiter Weihnachtsfeiertag): Grosse Matinee veranstaltet von den Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises( Süd- Ost) unter Mitwirkung von Hoffmanns Norddeutschen Sängern. Anfang 12 Uhr. Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! 214/12 Billett 30 Pf. Das Komitee. Achtung! Vierter Berliner Reichstags- Wahlkreis( 6sten). Große Matinee Montag, den 26. Dezember 1904( 2. Weihnachtsfeiertag), mittags 12 Uhr, in 2. Kellers Festsälen, Koppenstr. No. 29. Die Konzertmusik wird ausgeführt von dem neuen Berliner Konzert- Orchester unter Leitung seines Dirigenten Herrn Rudolf Tietz. Auftreten der Volkssänger- Gesellschaft Hermann Lewandowski. Billetts 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. 262/9 Das Komitee. 6. Wahlkreis Montag, 26. Dezember( 2. Weihnachts- Feiertag) präzise 12 Uhr mittags: 8 Matineen Moabit: in folgenden Lokalen: Granienburger Vorstadt: Peters Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 24. Germania- Säle, Chausseestraße 103. Unter Mitwirkung der Theater- Gesellschaft Strzelewicz, des Gesangvereins Vereinte Sangesbrüder Moabits und Mitgliedern des Turnvereins Fichte. Billett 25 Pf. Kassenverkauf findet nicht statt. Unter Mitwirkung der Hamburger Sänger und des Gesangvereins Nordwacht. Billett 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. Tempelhofer Tivoli 1. Weihnachtsfeiertag: Großes Vokal- u. Instrumental- Konzert arrangiert vom Männerchor Sangeslust III ( M. d. A.-S.-B.) unter Mitwirkung des Zitherklubs Waldrose- Tempelhof u. des beliebten Magdeburger Couplet- Säng. Breitmeier. Anfang 6 Uhr. Nach dem Konzert: Tanz. 2. Weihnachtsfeiertag: Berlinerstr.50 3. Weihnachtsfeiertag: Großes Weihnachts- Vergnügen Weihnachts- Kränzchen arrangiert vom Wahlverein Tempelhof. Konzert, Gesang, Aufführungen u. Tanz, u. a.: Weihnacht. J Melodramatische Dichtung, gesproch. v. Gen. Fritz Zubeil, unter Mitwirk. d. Männerchors Sangeslust III( M. d. A.-S.-B.) u. eines Kinderchors. Anfang 4 Uhr. KoppenLouis Kellers Festsäle, strasse 29. Zweiten Weihnachts- Feiertag: Große Soiree ber beliebt. Norddeutschen Sänger verbund. m. Großem Konzert ausgeführt von der ganzen Kapelle des Berliner Konzert- Orchesters unter Leitung des Hrn. R. Tietz. Nach dem Konzert in den Rebensälen: Großer Ball. Sehenswert! Avis! Der feenhaft erleuchtete Weihnachtsbaum. Sehenswert! Am 31. Dezember: Grosser Silvester- Ball. Am 5. Januar: Erste grosse Soiree der beliebten Norddeutschen Horst- Sänger. Arbeiter- Bildungsschule Berlin Sonntag, den 25. Dezember( 1. Feiertag): Vortrag des Genossen Waldeck Manasse: ,, Freie Weihnachten" im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 1. Eintritt 20 Pf. Garderobe frei. 5/ 12* " d. Rauchklubs Blaue Wolke". Vorsitzender Gen. Alb. Thiel. Anfang 6 Uhr. Wir laden hiermit unsere Genossen und Freunde herzlichst ein und bitten im Hinweis auf das reichlichst Gebotene um recht regen Zuspruch. Im Namen der Vorstände Albert Thiel. [!! Neujahrskarten!! bekannt reelle. billige Bezugsquelle für Geschäfte und Wiederverkäufer. Neujahrs- Kollektionen für Straßenhändler. J. Jaffé, Rosenthaler str. 56. Wedding: Feldschlößchen, Müllerstraße 142. Unter Mitwirkung des Gesangvereins Freiheit- Nord u. der Herren Gebr. Riedel. Billett 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. Billett 25 Schönhauser Verstadt: Brauerei Königstadt u. Berliner Prater. Auftreten der Norddeutschen Sänger ( Dir. Horst), des Berliner Ulk- Trio und des Gesangvereins Linde I( M. d. A.-S.-B.) Entree 30 Pf. Kassenverkauf findet nicht statt. Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen: Ballschmieder, Badstraße 16; Bernhard Rose, Badstraße 58; Weimanns Volksgarten, Badstraße 56. Billett 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. Billetts haben in allen Lokalen Gültigkeit. Tische und Stühle dürfen nicht reserviert werden. Um recht zahlreichen Besuch bitten Die Komitees. Gewerkichaftshaus Berliner Ressource Engel- Ufer 15. Engel- Ufer 15. Sonntag, den 25. Dezember, erster Feiertag( Großer Saal): Weihnachts- feier veranstaltet vom Buchbinder Männer- Chor( M. d. A.-S.-B.) Direktion M. Bombelke, bestehend in Vokal, Instrumental: u. Orgel Konzert, Deklamation, Kinderbescherung und Verlosung. Anfang 6 Uhr. Programm 30 Pf. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Teilnehmende Herren zahlen 50 Pf. nach. Freunde und Gönner ladet freundlich ein Der Vorstand. 108-114. Arnold Scholz. Neue Welt Hasenheide Sonntag, 25. Dezember 1904 Gr. Weihnachts- Matinee ( 1. Feiertag): veranstaltet von der Gesang- Vereinigung der Werkmeister Bezirksvereine Berlins und Umgegend unter Mitwirkung der Kapelle des Garde- Füsilier- Regiments. Dirig. H. Dippel. Entree 30 Pf. Anfang 12 Uhr. Montag, den 26. Dezember 1904( 2. Feiertag), mittags 12 Uhr: Märkischer Hof, Admiral- Str. 18c. Matinee des Vereins Berl. Buchdrucker u. Schriftgiesser. F. Schulz. Empfehle meine Säle, 100 bis 500 Personen fassend, zu Verjammlungen und Festlichkeiten; desgleichen Vereinsräume von 10 bis 300 Personen. Jeden Sonntag großer Ball. Brauerei Friedrichshain ( früher Lipps) ( Defonom: E. Niemann) Am Königsthor. Größter Konzertfaal Berlins. Am 1. und 2. Weihnachtstage: Große Fest- Vorstellung der Nachmittags 5 Uhr: Horsts Norddeutsche Humoristen und Quartett- Sänger. Gr. Militär- Konzert. Entree 50 Pf.( Vorverkauf 40 Pf.) Res. Platz 75 Pf. Nach der Vorstellung: Familien- Kränzchen. Von 4 Uhr ab in den hinteren Sälen: Grosser Ball. Dienstag, 27. Dezember 1904 ( 3. Feiertag): Grosser Ball. E Entree 30 Pf. Anf. 6 Uhr. Von 12-2 Uhr: Grosser Mittagstisch. 4 Gänge f Mark. Mittwoch, 28. Dezember: Horsts Nordd. Humoristen und Quartett- Sänger. Ermäss. Entree. Anf. 7. Uhr. Donnerstag, 29. Dezember 1904: Bernhard Rose- Theater. Nachdem:. Familien- Kränzchen. Graumanns Festsäle Führmann- Walde- Sänger Theaterbühne. fowie Großes Streich- Konzert. Elektrische Riesen- Weihnachtsbäume. Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Führmann- Walde- Sänger 7 1hr. Avis! Am 3. Weihnachtstage: Gr. Extra- Vorstellung der Führmann- Walde- Sänger. Anfang 72 Uhr. Am 2. u. 3. Feiertag: Entree 30 Bi. Nach der Vorstellung im großen Saale: Am Sonnabend, BALL. d. 31. Dezember 1904: Großer Familien- Silvester- Ball. Naunynstr. 27. 3 Kegelbahnen. Nach umfassenden baulichen Veränderungen stehen den pp. Gewerfschaften und Vereinen meine Säle auch Sonntags zu Festlichkeiten, Bersammlungen 2c. zur Verfügung. Sonnabend, den 7. Januar, frei geworden. 8982* Gustav Graumann. Karneval- und KotillonArtikel: 1522L* Humoristische Kopfbedeckungen, Silvesterscherze, Neujahrs Spitzen, Jux- und Scherzartikel, Damen- und Herrenspenden, Masken, Nasen, Bärte etc. Grösste Auswahl billigste Preise. Pohl& Weber Nachf. 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Im Tunnel: Konzert( Damen- Kapelle). 8986 Anfang der Konzerte 6 Uhr, des Tanzes 4 Uhr. Helmuth Peters. Moabiter Gefellichaftshaus Wiclefstr. 24 und Emdenerstr. 34/35. Dienstag, den 27. Dezember: ** Familien- Abend** arrang. v. Genossen d. Berliner Konsumvereins u. der KonsumGenossenschaft für Berlin und Umgegend. Konzert, Humoristische Soiree und TheaterAufführung von der beliebten Gesellschaft Strzelewicz. Nachdem: Tanz. Nachzahlung für Herren 50 Pf. Anfang des Konzerts 4, Uhr. Eintritt 25 Pf. Es findet zugleich eine Waren- Ausstellung und Verlosung von Büchern und Broschüren statt. Freunde und Anhänger der Konsumvereins- Bewegung sind freundlichst eingeladen. 140/4 Das Fest- Komitee. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111-112. Am 2. Weihnachtsfeiertag: Gr. Elite- Militär- Konzert. = Von 5 Uhr ab: Tanz. Zahlstelle Berlin. Orts- Krankenkasse Weißensee General- Versammlung der Vertreter Mittwoch, 28. Dezember, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20: am Donnerstag, d. 29. Dezember, Außerordentliche Mitglieder- Versammlung Tages Ordnung: 154/ 19* 1. Aufstellung der Kandidaten zum Verbandstag. 2. Anträge zum Verbandstag. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Verbandsleitung. J. A.: E. Thöns. Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Sonntag, den 15. Jannar 1905, in L. Kellers Festfälen, Koppenstr. 29: 14. Stiftungs- Fest unter Mitwirkung hervorragender Kräfte. Kammermusik Harmonium- Festrede Gesang des Gesangvereins Typographia", Gesangv. Berl. Buchdr.( M. d. A.-S.). Nachher: Tanz. 5/13 11 Eröffnung 6 hr. Beginn 7 Uhr. 66 Am B. Pelertag: Grosser Ball. Arbeiter Baugenossenschaft„ Paradies" 3. Avis: Am 31. Dezember: Gr. Silvesterball mit staunenswerten Ueberraschungen bei der Polonaise. Im Restaurant täglich Grosser Mittagstisch à Couvert 75 Pf., 4 Gänge, bei anerkannt vorzüglicher Küche. 25/12 H Max Saeger. Alte Jakobftr. 83, Ladewigs Restaurant, vis- a- vis d. Sebaſtianſtraße. Am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, nachm. 5 Uhr: * Grosses Frei- Konzert** D des ersten kroatischen Künstler Ensembles" Sloga" unter Direktion des Herrn Z. Zadravec.[ 15612* Am 31. Dezember, abends 8 Uhr ab: Große Silvesterfeier. Volkstümliche Veranstaltungen von Maria Holgers. Sonntag, den 1. Januar 1905, nachmittags 4-6 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20( gr. Saal): Märlein und Geschichten für Kinder und Erwachsene. Eintritt 30 Pf. Kinder die Hälfte. Sonntag, den 15. Januar 1905, abends 7 Uhr, im ,, Gewerkschaftshaus" Engel- Ufer 15( gr. Saal): VI. volkstümlicher Vortragsabend. Multatuli: Gustav Schüler. Musikalische Mitwirkung: Betsy Schot. 976b Vorverkauf beide Male bei Horsch, Zigarrenhandlung, Engel- Ufer 15. Eintritt 30 Pf. ELYSIUM Skala- Theater Landsberger Allee 40/41. 132. Linienstr. 132. Am 1. Weihnachtsfeiertag: Lehmanns Possen- Ensemble, sowie 30 erstklass. Spezialitäten. Saffeneröffnung 6 Uhr, Anf. 7 Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. An allen 3 Feiertagen findet der Borverkauf der Theaterbilletts bon 11 Uhr bis 1 Uhr statt. Am 2. Feiertag: Nachmittags Vorstellung bon 2, Uhr bis 52 Uhr. Abends nach der Tanz- Réunion. Vorstellung: Wernaus Restaurant und Festsäle, Schwedterstr. 23/24. Am ersten, zweiten und dritten Weihnachts- Feiertag: Theater- Vorstellung u. Tanz. Im Kleinen Saale und im Restaurant: Fidelitas ohne Entree. Angenehmer Familien- Aufenthalt. Lade zum Besuch freundlichst ein 15712* Wernau. Wirtshaus Moritz Uhle, Kreuzbergstr. 3. Am 1. u. 2. Feiertag: Frikassee v. Huhn. Großer Mittagstisch à Kuvert 60 Pf. Reichhaltige Abend- Speisekarte. Kleine Preise. Vorzügl. Biere. Bon 4 Uhr an Freikonzert. Am 2. und 3. Feiertag: Grosser Ball Anfang 4 Uhr. Entree frei. Avis: Stelle den geehrten Vereinen meinen vollständig neu hergestellten zu Berlin ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). Bureau: SO. 26, Kottbuser- Ufer 44 H. r. I. Geöffn. v. 8-10 u. 4-7 Uhr. Donnerstag, den 29. Dezember, abends 8 Uhr: Außerordentl. General- Versammlung bei Fiebig, Große Frankfurterstr. 28. Tages Ordnung: 1. Verlesung des Revisionsberichtes. 2. Enthebung mehrerer Vorstandsmitglieder vom Amt. 3. Neuwahlen zum Vorstand. 4. Eventuelle Ersatzwahlen zum Aufsichtsrat. 5. Verschiedenes. 140/3 ersuchen wir die Mitglieder, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Da die Beschlüsse dieser Generalversammlung von Wichtigkeit sind, so Ohne Mitgliedsbuch kein Eintritt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Aufsichtsrat Arbeiter- Baugenossenschaft, Paradies" zu Berlin ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). J. A.: R. Stramm. Karl Franke. Fr. Zimmermann. Alb. Langer. der Verband der Sattler. Ortsverwaltung Berlin. Achtung! Achtung! Den Kollegen und Kolleginnen zur Nachricht, daß die allgemeine Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 28. Dezember. ausfällt. Des weiteren ersuchen wir, Anmeldungen zu den Hochschultursen Januar, Februar, März umgehend im Bureau Gewerkschaftshaus, EngelUser 15, Zimmer 22, erfolgen zu lassen. 157/18 Gaal an Wochentagen unter günftiger Voran II. Bedingung zur Verfügung. 15802 Carl Eifermann. Neues Konzerthaus Grand Hotel Alexanderplatz Inh. Albert Moerner. Weihnachten Grosses Curt Goldmann0 0 Konzert 0 unter Mitwirkung des 9jährigen Violin Kun Arpád Virtuosen Solis: Faust- Fantasie v. Alard Rondo capriciosa v. Saënt- Saens Mores- Fantasie von Paganini. Erstes Konzert v. Kun Arpád und des Opernsängers Fr. Hoberg. Anfang 5 Uhr. Avis! Für die SilvesterFeier wolle man vorher Tische bestellen. 1541L* W. Lange's Zentral- Festsäle Bier-. Kaffeehaus 180. Oranienstrasse 180. An allen drei Feiertagen: Konzert und Ball. Bon 12-4 Uhr: Familien- Mittagstisch, Suppe, Braten, Kompott, 60 Pfg. Einige Sonntage noch frei. 3m Tunnel: Freikonzert. len Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich Danziger und Nykestraßen- Ecke ein Schanklokal fäuflich erworben habe. Bitte um gütigen Zuspruch. Achtungsvoll 960b Gustav Bar. Berantw. Redakteur: Empfehle mein direkt am Berliner 8entral- Friedhof belegenes Gartenlokal besonders als Sammelpunkt zu Beerdigungen. 27726 W. Lange, Gastwirt. Goßmann's Fest- Säle. SW., Kreuzbergstr. 48 Am ersten Feiertage: Extra- Soiree Die Ortsverwaltung. Wir Produktiv und Einkaufsgenossenschaft des " Berliner Arbeiter- Radfahrer- Vereins" ( Mitglied des Arbeiter- Radf.- Bundes Solidarität"). Die am 6. Dezember stattgehabte Generalversammlung des Vereins Boran II" hat beschlossen, fortan vorstehenden Namen zu führen. richten nunmehr an alle Mitglieder des Berliner Arbeiter- RadfahrerVereins" die Bitte, ihren gesamten Bedarf an Rädern, Ersatzteilen, Gummi, Sportkleidung usw. nur durch die Einkaufsgenossenschaft zu decken. Schundware wird nicht geführt. 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Die erste Abänderung der§§ 12, 13, 20, 29, 30, 38 und 39 zum revi dierten Statut ist nach den Beschlüssen der Generalversammlung unter dem 1. November 1904 vom Bezirks- Ausschuß genehmigt. Somit fommt vom 2. Januar 1905 die 5. Mitgliederklasse in Wegfall. Durch Erlaß des Herrn Ober- Pra fidenten vom 24. 10. 04 ist der durchschnittliche Tagelohn für die 1. Klasse auf 3,50 M. 2. "" " 2,50 3. " " " 2,00 " 4. " " 1,50 festgefeßt. 278/11 Als zweite Abänderung zum revi dierten Statut wird nachstehender Erlaß zur Kenntnis gebracht: Da die Vertretung der Drts. Krankenkasse der Schneider, Schnei derinnen und verwandter Gewerbe zu Berlin der in meinem Erlasse vom 11. Oftober 1904 O. P. 21327 getroffenen Anordnung keine Folge gegeben hat, ändere ich hiermit gemäß § 33 Abjat 3 des Kranken- Versiche rungsgefeßes den§ 30 Absatz 1 dieses Statuts von Amts wegen mit rechtsverbindlicher Wirkung vom 2. Januar 1905 dahin ab, daß derselbe lautet: Die wöchentlichen Kassenbeiträge betragen: für die Mitgl. der 1. Klasse 1,17 M. 0,84 " " 7.65 " 165 × 240" 12.10 200X300 17.50 99 250X350 24.00 99 33.50 300X400 99 350X450 45.00 99 400X500 99 65.75 Pas Pult- und Bettvorleger sende M. 1.00 u. 2.00. Teppich- Engros- Haus 2. " 3. " " 4. 0,66 0,51 Potsdam, den 24. November 1904. Der Ober- Präsident. In Bertretung: gez. von Winterfeld. Frau Emma Reimann, Borsitzende. Frau Elisabeth Rösicke, Schriftführerin. 111 Brunnenstraße 111 im alten Pferdebahn- Depot: Ausstellung des größten Hermann Bursch, Walfisches der Welt. Spandauerstr. 65-67, 1. Etage. Kein Laden. De Zwischen Kaiser Wilhelm- und Bischofstraße. 61/3 Auswärt. Aufträge w. sofort erledigt Raub- und Tiefseefische. Geöffnet von morgens 10 Uhr bis abends 10 Uhr. Eintritt: I. Platz 30 Pf., II. Platz 20 Pf., Schüler und Militär ohne 939b Charge 10 Pf. Charlottenburg. F. Kunstmann Englisch. Unterricht or Wallstr. 1 ( Konversation u. 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Er wird zum bloßen, abhängigen Dividenden schaft für 54 Millionen Mark die" Henrichshütte", die durch weitere bezieher, dem es schließlich gleich ist und sein muß, was mit seinem Anlagen alsbald erweitert, und dann, da sie nicht rentierte, Eigentum" geschieht, wenn er nur seine Rente erhält. in der nach dem deutsch französischen Krieg anbrechenden Gründerperiode mit der Stroußbergschen Dortmunder Hütte" und dem Hüttenwerk„ Neu- Schottland" zur berüchtigten und be= rühmten„ Dortmunder Union" vereinigt wurde. Die mächtige Entfaltung der deutschen Industrie hatte jedoch in" 1 Soziales. Festtag ist heut. Ein Lokalblatt meldet aus Bramsche: Tat. Eine der wichtigsten hygienischen Fragen stand am letzten Donnerstag auf der Tagesordnung der Stadtverordneten- Versammlung: Die Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit. Die Kommune hat die unabweisliche Pflicht, wirksame Maßnahmen zu treffen, um, soweit zwischen schon( im Jahre 1858) in Darmstadt zur Gründung der das im Rahmen der heutigen Gesellschaftsordnung möglich ist, die Bank für Handel und Industrie geführt, die nach dem Vorbilde des etwa 50 Jahren ins Ortsgefängnis gesteckt, da er gebettelt hatte. ,, Vorgestern abend wurde ein vagabondierender Geselle von Sterblichkeit der Säuglinge einzudämmen. Die Vorschläge einer Bariser Credit Mobilier vornehmlich das Gründungs- und industrielle Zu dem Gendarmen äußerte er: Ich hänge mich auf." Natürlich gemischten Deputation, soweit dieſelben sich auf die Belehrung der Beteiligungsgeschäft betreiben sollte. Zu gleichen Zweden bestimmt, ent- tun es solche, die es fagen, gewöhnlich nicht. Als man am Abend Mütter und die Verabfolgung einwandfreier Nahrung beziehen, sind stand 1856 in Berlin selbst die Berliner Handelsgesellschaft, die, weil die das Effen hereinbrachte fand man ihn erhängt vor. Aus Riemen nun vom Magistrat genehmigt worden; dagegen wurden mit ganz preußische Regierung allen derartigen nach dem System des Credit von Bettlaken hatte er sich den Strick gedreht. Aus den wenigen unzulänglichen Gründen die Forderungen unserer Genossen, die eine Mobilier geplanten Banken die Konzession beharrlich verweigerte, ebenso Bapieren war ersichtlich, daß der Selbstmörder zuletzt in Erlte bei eingehende Fürsorge für Schwangere, Wöchnerinnen und stillende wie die Diskontogesellschaft als Kommanditgesellschaft auf Attien Bisbed gearbeitet hatte und gebürtig aus dem Paderbornschen Mütter verlangten, abgelehnt. Euch, Ihr Mütter aus der Arbeiter- gegründet wurde. Zugleich entstanden im Reich verschiedene ähnliche stammt. Die Leiche wurde ins Krankenhaus überführt. Der Selbstmörder flaffe, braucht nicht mehr auseinandergesezt zu werden, daß die Für- Inſtitute. Erinnert ſei hier nur an die Mitteldeutsche Kreditbank in war in Damme sehr bekannt und hatte früher bei hiesigen Geschäfts. forge für die Mütter bor der Geburt deshalb so wichtig Meiningen und den Schlesischen Bankverein in Breslau. Leuten gedient, denen er vor der Tat auch einen Besuch abstattete." ist, weil gerade durch die schlechten sozialen und Ernährungsverhält Nun tann der vagabondierende Geselle nicht mehr an die Türen nisse der Mütter die Kinder bereits so geschwächt zur Welt kommen, flopfen und die Festtagsruhe des guten Bürgers stören. Es war daß ein Widerstand gegen die Krankheitsursachen mannigfacher Art ein verdienstvolles Wert, daß er sich rechtzeitig aufhängte! nicht erwartet werden kann. Es gilt ferner in den Kreisen aller Sachverständigen die Ernährung mit der Mutterbrust als die einzige Gewähr einer wirklich zweckentsprechenden Ernährung der Kinder. Dant energischer Befürwortung unserer Genossen sprachen sich alle Redner erfreulicherweise einstimmig dahin aus, daß nur durch eine ausreichende Unterstützung der Mütter das Ziel, das uns vorschwebt, einigermaßen erreicht werden kann. Die Vorlage ist nunmehr an einen Ausschuß überwiesen worden; es wird jetzt die dringliche Aufgabe der Arbeiterinnen, der ehelichen und unehelichen Mütter, sein, den Forderungen unserer Genossen den nötigen Nachdruck zu verleihen durch eifrigen Besuch der von uns einberufenen Versammlungen, welche sich mit diesem Gegenstand beschäftigen werden. Dann allein können wir die Hoffnung hegen, daß Berlin in diefer Frage mustergültige Einrichtungen treffen wird. Mittwoch, den 4. Januar nächsten Jahres, werden die Stadtverordneten Dr. A. Bernstein in den Germaniasälen, Chausseestraße, und Dr. H. Wehl bei Keller, Koppenstraße, sprechen über: Die Arbeiterinnen und die Säuglings Fürsorge der Stadt Berlin. Um regen Besuch bitten Die Vertrauenspersonen. ſchaft. Wirtschaftlicher Wochenbericht. Damit vollzog sich in der bisherigen Entwickelung des Bank wesens eine Wendung. Die Großbanken traten in verschärfte Konfurrenz zu den Mittel- und Kleinbanken, indem sie deren industrielles Hinterland ihrem Geschäftsbereich einzugliedern suchten. Die Folge war, daß, während die Großbanken ihre Aktienkapitalien rasch erhöhten und eine Reihe von Provinzbanken von sich abhängig machten, die Gründung neuer Institute immer spärlicher wurde. Der Fluch der Kinderarbeit. Die Unterlage für ihre Geschäftstätigkeit lieferte diesen Instituten die mächtig aufichießende deutsche Industrie und der überall betriebene Eisenbahnbau, an dem sie sich meist stark beteiligten. Und der Erfolg stimulierte; neben den ihre Aftienkapitalien mehr und mehr erhöhenden Großinstituten entstanden überall in den industriellen Bentren mittlere und kleinere Kreditbanken. Besonders regte sich, Eine Notiz der Köln. Zeitung" aus dem sachsen- meiningischen als nach der Beendigung des preußisch- dänischen und preußisch- Städtchen Wafungen wirft ein grelles Schlaglicht auf den unheilösterreichischen Krieges eine neue Prosperitätsperiode einsetzte und vollen Einfluß dürftiger Lohnverhältnisse und besonders der großen auch der deutsch- französische Krieg eine günstige Wendung nahm, Ausdehnung der Heimarbeit auf die geistige Entwickelung der dabei der Gründungstrieb: 1870 wurden, abgesehen von kleineren Instituten, mitbeschäftigten Kinder. Nicht nur zeigt sich infolgedessen ein großer in Berlin die Deutsche Bank, in Hamburg die Kommerz- und Diskonto- Teil der dortigen Schulkinder im allgemeinen wenig begabt, sondern bant, 1871 in Elberfeld die Bergisch- Märkische Bank und im nächsten von 587 Schulkindern waren 35, gleich 6 Prozent in so hohem Grade Jahre in Dresden die Dresdner Bank gegründet. schwach begabt und verblödet, daß sie dem Unterricht der anderen Der auf die Gründungsperiode von 1870/74 folgende Krach Kinder nicht folgen konnten, so daß es nötig war, für sie eine gebrachte auch den Banken trübe Zeiten, aber mit dem erneuten sonderte Nachhilfeklasse einzurichten. Während sonst in den deutschen Aufschwung industrieller Tätigkeit zu Beginn der achtziger Jahre Schulen im Durchschnitt nicht über 1 Prozent der Kinder so schwach dehnte und rechte sich auch wieder das Bankgewerbe. Neue Bant- begabt sind, daß sie in einer gesonderten Nachhülfeklasse unterrichtet gründungen erfolgten, darunter in Berlin die der Nationalbank für werden müssen, ist also hier der Prozentsatz derselben sechsmal so Deutschland. groß. Die Ursachen dieser Erscheinung sind in der außerordentlich Reichliche Einnahmen brachte in den folgenden Jahren die Ver- ungünstigen sozialen Lage der Hauptsächlich von Heimarbeit lebenden staatlichung der Eisenbahnen. Die Banten gewannen bei dem Auflauf Bevölkerung zu suchen. Um bei dieser ihren Lebensunterhalt zu der Eisenbahnaktien und deren Wiederverkauf an den Staat riesige erschwingen, fißt die ganze Familie mit Einschluß der kaum der zugleich allerdings verschlossen sie sich dadurch ein profitables Summen; Wiege entwachsenen Kinder in ihrer engen Stube, die meist zugleich Geschäftsgebiet, denn die Eisenbahnen waren bisher die besten Kunden als Schlafftube und Küche dient, von früh bis in die Nacht, um der Banken gewesen und in ihren Aktien und Obligationen hatte sich Masten oder andere Atrappen zu bemalen und fertig zu machen, oder an der Börse ein bedeutendes Geschäft vollzogen. Es mußte für in der Schuhmacherei zu helfen. Ein Wunder ist es nicht, wenn Berlin, 24 Dezember 1904. das verlorene Terrain Erfag gesucht werden, und dieser fand sich in dann die übermüdeten Kinder vollständig unfähig sind, dem einDie Konzentration im Bankgewerbe. weiterer Forcierung des industriellen Gründungs- und Beteiligungs- fachsten Schulunterricht zu folgen. Es wurde festgestellt, daß die geschäfts. Eltern der erwähnten 35 schwachsinnigen Kinder, die gesondert von Das deutsche Bankgewerbe um die Mitte des vorigen Jahrhunderts. den anderen in der Nachhülfeklaffe der. Schule unterrichtet wurden, Entstehung des A. Schaaffhausenschen Bankvereins und der Diskonto- Gesell auf einen geradezu kümmerlichen Verdienst angewiesen sind, wie Bankgründungen in den sechziger, siebziger Jahren. Einfluß der überhaupt für einen großen Teil der Bevölkerung Kartoffeln, Brot Eisenbahnverstaatlichung. Der Konzentrationsverlauf der lekten beiden und Schnaps die Hauptnahrungs- und Genußmittel sind. Schnaps Jahrzehnte. Die Konzernbildungen. Rüdwirkung auf die Konzentrinken neben den erwachsenen Männern und Frauen auch Schultrationsbewegung in der Industrie. kinder; sie trinken ihn und genießen ihn mit Zucker vermischt auf Brot gestrichen. Selbst den Säuglingen wird Schnaps mit Zuder Der Konzentrationsprozeß des Bankgewerbes eilt mit RiefenDeutlich ergibt sich diese Tendenz aus der alljährlich im Juli gemischt, in die Gummisauger gefüllt, gegeben. Vererbung und die fchritten vorwärts. Wie gewaltig auch im rheinisch- westfälischen Revier der Zug zur Zusammenballung großer, die verschieden vom„ Deutschen Defonomist" veröffentlichten Uebersicht über die elende Ernährung im Verein mit ungesunden Wohnungen haben den artigften Produktionszweige miteinander verbindender Industrie- Entwickelung der deutschen Banken. Danach gab es Ende 1888 in hohen Prozentsas schwachsinniger Kinder verschuldet, die meist auch unternehmungen fein mag, im Vergleich zu der Konzentrations- Deutschland 71 Kredit- Aftienbanken mit einem Grundkapital von förperlich degeneriert sind. Die Kinder der Hülfsschule stehen an über eine Million Mark, Ende 1893= 93, Ende 1903 124. Größe und Gewicht um 3 bis 4 Jahre hinter ihren Altersgenossen bewegung des Bankgewerbes erscheint jene der rheinischen Gisenindustrie als schwerfällig und bedächtig. Nur in der völlig während aber 1883 das Aktienkapital dieser Banken nur 705 Millionen zurück und zeigen schwere Formen der englischen Krankheit und Mart betrug, stellte es fich 1893 auf 1046 und 1903 auf Strophulose. Was nach diesen Ermittelungen seitens der Behörden im Schlepptau der großen Bankfinanz segelnden Elektrizitäts 1990 Millionen Mart. Zugleich stieg das in der Verwaltung der zur Beseitigung dieser ungefunden Verhältnisse geschehen ist, ob industrie finden wir eine Tendenz zur Betriebs- und Kapitalskonzentration. Die fleinen Notizen Kreditbanken befindliche eigene und fremde Kapital von 1962 Millionen Aerzte, Hebammen, Krankenpfleger, Armenpfleger angewiesen der Tagespresse über in 1888 auf 7571 Millionen Mark in 1903. An diesem Aktienkapital wurden, dem unheilvollen Schnapsgenuß der Kinder energisch entδα und dort in der Provinz waren aber Ende 1903 die 15 Berliner Kreditbanken mit nicht gegen zu treten, ob die Gewerbeaufsichtsbeamten zu einer Aufstattfindende Verschmelzungen fleinerer Bankinstitute oder über den Abschluß sogenannter Interessengemeinschafts- Verträge weniger als 1019 Millionen Mark und am gesamten verwalteten befferung der ungenügenden Löhne zu bewegen gesucht haben und finden taum noch Beachtung, und selbst Meldungen von derartigen Stapital mit 4332 Millionen Mark beteiligt, d. h. mit 57 Prozent, zum Schuße der ausgebeuteten Kinder eingeschritten sind, ob Transaktionen, wie die Uebernahme der Berliner Bank durch die und ebenso kamen von dem gesamten Akzeptkapital im Betrage von Kommune und Staat pflichtgemäß den Bedürftigsten die nötige Kommerz- und Diskontobant, die noch vor einem Jahrzehnt die 1300 Millionen Mark allein 761 Millionen Mark auf die Berliner Unterstüßung gewährt haben, von dem allen schreibt leider die„ Köln. Börse stürmisch erregt und wochenlang den Gegenstand des Ge- Banken. Von diesen 15 Berliner Banken kommen aber nur 10 als Zeitung" nichts. Terrorismus. sprächs gebildet hätten, gelten nach ein paar Tagen als erledigt und eigentliche Großbanken in Betracht, von denen außerdem inzwischen die Dresdner Bank sich mit dem Schaaffhaufenschen Bankverein zu begraben. Wie das Hallesche Boltsblatt" erfährt, sind in Weißenfels Das deutsche Bankgewerbe hat heute eine Stufe der Kon- einer Interessengemeinschaft vereinigt hat und die Berliner Bank die Bahnarbeiter aufgefordert worden, aus dem Konsumverein auszentration erreicht, wie in keinem anderen Industriestaat Europas; demnächst in die Kommerz- und Diskontobank aufgeht. Aber diese Zahlen veranschaulichen nur einen Teil des zutreten. Man hat ihnen aufgegeben, die Austrittsbescheinigung int Wirklichkeit beherrscht noch kein Dußend Großbanken fast den ganzen deutschen Geldmarkt und doch ist das moderne Aftienbank- Konzentrationsverlaufs. Eine große Anzahl der Provinzbanken, die vorzulegen. wesen in Deutschland weit jüngeren Datums als z. B. in Frank- in der Statistit des" Dekonomist" aufgeführt sind, sind nämlich nur reich und England. Zu einer Zeit, wo wir das englische Bank- nominell ſelbſtändig; tatsächlich sind sie kaum mehr als Filialbetriebe gewerbe schon als Geldgeber und-Leiher der ganzen zivilisierten der Berliner Großbauten, die einen großen Teil ihrer Aftien besigen Welt finden, wo in seinen Händen schon fast alle Fäden eines weit- und deren Direktoren in ihren Aufsichtsräten den Ausschlag geben. berzweigten internationalen Kreditverkehrs zusammenlaufen, herrschte So gehören z. B. dem Konzern der Deutschen Bant folgende Bant in Deutschland noch tiefe Nacht. Bis zur Mitte des vorigen Jahr- institute an: hunderts finden wir in Deutschland feine einzige auf Attien ge= gründete Kreditbank, und auch die privaten Banthäuser hatten uur in den Metropolen der rheinischen Industriegegenden und den nördlichen Hafenplägen einige Bedeutung erlangt; sonst bot der deutsche Geldmarkt ein ödes, unkultiviertes Terrain, entsprechend dem niedrigen Stand der Industrie Deutschlands und seinem geringen Anteil am damaligen internationalen Handelsverkehr. Die erste eigentliche Attienbank, die entstand, war der A. Schaaffhaufensche Bankverein in Köln, der 1848 aus dem in Zahlungsstodung geratenen Bankhaus Abraham Schaaffhausen nach einem Plan des Finanzministers Hansemann hervorging- unter Geburtshilfe des preußischen Staates, der für die Verzinsung und Tilgung des dritten Teiles des Aktienkapitals, das aus dem Attivvermögen des Hauses A. Schaaffhausen im Betrage von zirka 6 Millionen Taler bestand, auf mehrere Jahre die Garantie übernahm. Rheinische Kreditbank, Mannheim Bergisch- Märkische Bank, Elberfeld Effener Kreditanstalt in Essen Schlesischer Bankverein, Breslau Hannoversche Bank, Hannover Duisburg- Ruhrorter Bank, Duisburg Effener Bankverein Westfälischer Bankverein, Münster Süddeutsche Bank in Mannheim . Siegener Bank für Handel und Gewerbe Oldenburgische Spar- und Leihbank Mannheimer Bank Emdener Bank in Emden. Aktienkapital 66 000 000 M. 60 000 000 40 000 000 30 000 000 " " " 22 500 000 0 " 12 000 000 " 7 500 000 • " 7 000 000 " 6 000 000 " 4 000 000 " 4 000 000 • " 1 000 000 13 " 1 000 000 Die Sonntagswahl für das Kaufmannsgericht war auf sozialdemokratischen Antrag vom Stadtverordneten- Kollegium in Mainz mit knapper Mehrheit beschlossen worden. Das hessische Ministerium hat jedoch dieser Bestimmung die Genehmigung versagt und nun hat sich die liberale Mehrheit des Kollegiums dem Ministerium ohne weiteres gefügt und die Sonntagswahl wieder gestrichen. # Der Stadtmagistrat Nürnberg wird endlich dazu gedrängt, die borfintflutlichen Arbeitsverhältnisse in manchen städtischen Betrieben. einigermaßen zu beseitigen. Bei der demnächst erfolgenden Neuregulierung der Straßenbahn Fahrpläne soll darauf Bedacht genommen werden, daß auf allen Linien die zehnstündige Arbeitszeit für das Fahrpersonal durchgeführt werden kann. Es hat aber erst bieler Vorstellungen des Personals bedurft, bis man sich endlich zu diesem Schritte entschlossen hat. Außerdem erhalten die Straßen fehrer und Arbeiter der Müllabfuhr, deren Stundenlohn gegenwärtig 32 Pf. im Durchschnitt beträgt, auf wiederholtes Ansuchen eine Lohnaufbesserung von je 20 Pf. täglich, die jedoch nur solchen Arbeitern gewährt wird, die sich ordentlich verhalten". Was ordentliches Verhalten" ist, darüber hat der Branddirektor, dem die Müllabfuhr unterſtellt ist, zu entscheiden; er hat auch das Recht, Leuten, die später Anlaß zu Klagen geben, den Zohnzuschlag wieder zu entziehen. Der Stadtmagistrat Nürnberg scheint Liebedienerei und knechtische Gesinnung, die durch diese Prämie auf das Wohlverhalten" großgezogen werden, an seinen Arbeitern sehr zu lieben. Das ist freifinnige Sozialpolitik. " Rechnet man die Leiterin des Konzerns, die Deutsche Bank, mit Schon im Jahre 1851 wurde jedoch eine andere der heutigen einem Aktienkapital von 180 Millionen Mark hinzu, so ergibt sich Großbanken gegründet, die, wenn sie auch gegenwärtig etwas in den ein Gesamt- Aktienkapital von 441 Millionen Mark. Und ähnliche Hintergrund getreten ist, doch lange Zeit an der Spitze der deutschen abhängige Gruppen haben die meisten anderen Berliner Riefenbanken Kredit und Gründerbanken gestanden hat: die Berliner Distonto- um sich gesammelt, so daß tatsächlich drei Vierteile des Gesellschaft. Gerade die Entstehungsgeschichte dieser Bank beweist ganzen Geschäftsgebietes, und zwar die weitaus aber auch, wie weit damals noch das Bantwefen Deutschlands hinter wichtigsten Teile, bon acht Großbanken beherrscht Richtverantwortlicher Mitarbeiter oder verantwortlicher„ Meister". dem Englands und Frankreichs zurückstand. Als David Hansemann 1851 und beaufsichtigt werden. Gegen den Großbuchbindereibefizer Frydrychowicz klagte der dieses Institut gründete, wurde es zunächst als bloße Kreditgesellschaft er. Die Gefahren, die diese Macht der Großbanken in sich schließt, ehemalige Schlosser W. auf Auszahlung vorenthaltenen rückständigen richtet zunt Zweck einer Vermittelung, wie es hieß, zwischen geld- laffen sich nicht verkennen. Die Interessen der Industrie sind andere, Nchnes. Kläger will nur als gewöhnlicher Arbeiter an den Falzleihenden und geldbedürftigen Mitgliedern. Speziell rechnete man als die der Bankfinanz; selbstverständlich aber ordnet die letztere die maschinen des Beklagten beschäftigt gewesen sein, während dieser ihn auf kleinere Industrielle und Kaufleute. Der Gewinn sollte aus der industriellen Interessen ihren eigenen unter. Die Verkoppelungen einen Falzmaschinen me i ster nennt und ihn haftbar machi für Differenz des Zinsfußes bestehen. Die erste Schwierigkeit, das staat- der verschiedenartigen industriellen Unternehmungen, die in letzter einen größeren Schaden, der bei Bedienung einer der Maschinen liche Verbot der Annahme von Depofitengeldern, wurde zwar von Beit von den Banken durchgeführt worden sind, bedeuteten 3. B. durch eine Arbeiterin entstanden ist. Beklagter betonte, er habe David Hansemann, dem Ex- Finanzminister und früheren Leiter feineswegs in jedem Fall einen wirtschaftlichen Fortschritt. Mehrfach gerade, um ein gewisses Rifito loszuwerden, über die Falzmaschinen der Preußischen Bant geschickt dadurch umgangen, daß er find dadurch leistungsfähige Werke zur Mitdurchschleppung anderer und die beteiligten Arbeiterinnen einen Meister" gefekt. Kläger den Charakter einer Kommanditgesellschaft gab: verurteilt worden, die sie in der Entwickelung ihrer Kräfte hindern. hätte dafür zu sorgen gehabt, daß die Maschinen richtig gestellt seien eine Form, die für das damalige Handelsgesetz noch Für die Banken liegt, wie die Geschichte der Dortmunder und nicht durch falsche Stellung einer Falzmaschine, wie hier, nicht eristierte und der staatlichen Genehmigung deshalb Union zeigt, der Verfuch allzu nahe, minderwertige Be- Schaden entstehe. Der Kläger blieb dabei, daß es nicht so sei. nicht bedurfte. Aber trotz aller Versuche, das Kreditinstitut vorwärts triebe, an denen sie sich finanziell beteiligt haben, anderen Der Beklagte wurde in einem Termine darauf aufmerksam zu bringen, blieben die Ergebnisse geringes fehlte an dem besser rentierenden Werken aufzupacken, damit diese sie durch gemacht, daß eine Aufrechnung des Schadens gegen den verdienten nötigen Kapitalzufluß. Kreditanforderungen wurden genug an die schleppen. Außerdem aber verstärkt der Rückhalt, den die Lohn nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch unstatthaft sei, worauf der Bant gestellt, die Einlagen aber hielten sich in bescheidenen Grenzen. Großindustrie an der Bankfinanz hat, ihre Widerstandskraft gegen Unternehmer wegen des Schadens Widerklage erhob. In dem letzten So fühlten sich denn die Leiter des Unternehmens schon 1856 ver- die Verstaatlichung. Trotzdem haben wir durchaus keinen Anlaß, der erforderlichen Termine stand nun sowohl die Klage als auch die anlaßt, die Distontogesellschaft in eine wirkliche Bant mit einem vom sozialistischen Standpunkt aus die Konzentration des Bank- Widerklage zur Entscheidung. Grundkapital von 30 Millionen Mark umzuwandeln. Damit änderte betriebes zu beklagen. Er wird dadurch nicht nur selbst ver- Der Gerichtshof erachtete auf Grund der Verhandlung für darsich auch der geschäftliche Charakter des Unternehmens. Das bis- staatlichungsfähig, sondern fördert auch gewaltig die Konzentration getan, daß Kläger eine Stellung im Sinne der Angaben des Beherige Kreditgeschäft wurde zwar zunächst noch als Hauptgeschäfts- der Kohlen- und Eiſenindustrie, die Vorbedingung der späteren Ver- flagten gehabt habe. Aus diesem Grunde nahm die Kammer auch zweig betrachtet; aber neben diesem trat mehr und mehr das staatlichung dieser Industriezweige ist. Und noch eine zweite an, daß W. für jenen Schaden hafte. Auf Zureden einigten sich die Anleihegeschäft in den Vordergrund. Wirkung kommt in Betracht. Der fleine und mittlere Aftionär Parteien auf Zurücknahme von Klage und Widerklage. Der Vorder Bank Doch auch dieses bot nicht genügende Gelegenheit zu vorteilhafter wird durch diesen Einfluß der Großbanken auf die fizende bemerkte noch, bei einer Entscheidung wäre Beklagter auf Verwertung und Verzinsung des neuen großen Bankfapitals. So industriellen Betriebe mehr und mehr feines Rechts beraubt, die Klage zur Herauszahlung des Lohnes und Kläger auf die Widerfuchte denn die Leitung alsbald andere, lohnendere Geschäftsgebiete bei der Verwaltung des Unternehmens, in welchem sein Geld steckt, flage zur Ersatzleistung für den Schaden verurteilt worden. Nach auf, und als solches bot fich die Beteiligung an großindustriellen mitzubestimmen. Er verliert völlig die Möglichkeit, dessen Leitung der Berechnung des Beklagten betrug der Schaden mehr, als der einUnternehmungen und an dem damals in umfangreichem Maße be- zu beeinflussen und in bezug auf sein„ Eigentum" seine Interessen behaltene Lohn ausmacht. Jedes Wort: 5 Pfennig. Das erste fettgedruckte Wort 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Winterpaletots, Jackettanzüge, Gehrockanzüge, Damenkonfettion, verfallene, staunenerregend. PfandleihHaus Weidenweg 19. +33 Winterpaletots, Taschenuhren, Spottbillig. 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