Nr. 7. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Bellage Die Neue Welt" 10 Pfg. BostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. B Ericheint täglich außer Montags. 18 and mes Vorwärts Berliner Volksblaff. 200 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel geile oder beren Raum 40 ẞfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 25 Big. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgebructe), Wort 10 Pfg., jedes weitere Bort 5 fg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Mr. 1983. Der Krieg im Ruhrrevier. Die Gärung im Ruhrrevier hat zu einem ersten Ausbruch geführt. Wie uns ribattelegramme melden, ist der Streit auf Zeche„ Bruchstraße" vollständig. Beide Versammlungen beschlossen, am Sonnabend nicht anzufahren. Streiffarten sind ausgegeben. Wie uns ferner telegraphiert wird, herrscht auch auf den Gruben in der Umgegend eine starte Gärung, weil feine Kohlenfcheine ausgegeben werden. Auf Zeche„ Borussia" wird für Montag der Streik erwartet. Die Arbeiter haben in ihre Forderungen noch den Bunkt aufgenommen, daß Maßregelungen nicht stattfinden dürfen. Nur einige Stimmen waren dafür, mit dem Ausstand zu warten, bis vor dem Einigungsamt verhandelt worden sei. In der Mittags- und Abendschicht ist auf der Strecke„ Bruchstraße" angefahren. Nach dem offiziösen Telegraphenbureau herrscht„ sonst Ruhe"; die Nachbarzechen würden von dem Ausstand nicht berührt. n Einer Mitteilung der Bossischen Zeitung" zufolge seien die leitenden Kreise des Syndikats und des Bergbauvereins überzeugt, daß der Ausstand belanglos sei; die Kohlenvorräte und die Organisation verhinderten den Erfolg. Ueber die Stimmung und Vorgänge im Ruhrrevier wird uns aus dem Ausstandsgebiet geschrieben: Die Entscheidung ist gefallen: die Morgenschicht auf Beche Bruchstraße" ist heute früh nicht angefahren. Einmütig verweigerte man die Einfahrt. Wie ein Blitzstrahl die dumpfe Atmosphäre von entsetzlichem Druce befreit, so ging es wie ein Aufatmen durch die Menge, als durch die Erklärung des Streits die unerträgliche Ungewißheit einer Entscheidung Blaz gemacht hatte. Sonntag, den 8. Januar 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Die Versammlung fordert von der Verwaltung der Reche blattes", daß man mit seinem Mitgefühl sich an Vorsicht gewöhnen" Bruchstraße" neben Festhalten an der alten Schichtzeit und Seilfahrt noch folgendes; 1. Ein Minimallohn in Höhe von 4,50 M. für Sauer und Lehrhauer, 3,50 M. für Schlepper, 2,75 M. für Pferdetreiber und Bremser, 3,50 M. für Tagarbeiter; müffe. Es ist nicht einzusehen, wie die gerade in der Bergwerks soweit sie vorhanden ist, mit den Beschwerden der Bergarbeiter zu gegend aus tiefen sozialen Ursachen begründete alkoholische Neigung, tun haben soll. Das rechtfertigt doch weder die Schichtverlängerung, 2. zur Vorbringung von allerlei Beschwerden seitens der Arbeiter noch das Wagenmullen, noch die rigorose Behandlung, am aller zur Beilegung von Lohnstreitigkeiten, namentlich auch zur wenigsten die nichtnutzige Provokation der Verweigerung der KohlenUntersuchung und Entscheidung von Differenzen wegen zu scheine. Vor allem aber ist es eine dreiste Erfindung, daß gerade niedrigem Gedinge, ferner zur Verwaltung der Unterstüßungs- diese jungen Elemente mit den„ stieren Augen", die der Bericht taffen und zur Kontrolle unreiner und ungenügend gefüllter erstatter des Berliner Tageblattes" gefehen haben will, irgend eine Kohlenwagen wird ein Arbeiterausschuß in geheimer Wahl Führung oder einen Einfluß in der Arbeiterbewegung haben. Die von der Belegschaft gewählt. Auf jedes Steigerrevier soll ein Unzufriedenen", das sind gerade die gereiften Männer, die Einsicht Ausschußmitglied bestimmt werden, jede Kategorie, also auch die Tagesarbeiter, müssen mindestens einen Vertreter haben; und flare Augen genug haben, um das Unwürdige der jetzigen 3. humane Behandlung; Situation zu erkennen. Es ist eine Verleumdung der Bergarbeiter. 4. die Versammlung ersucht alle Kameraden der Nachbarzechen bewegung, wenn auch nur andeutungsweise nach Scharfmacherftil und des ganzen Ruhrreviers, nicht in einen allgemeinen Streit die Buchtlosigkeit der Jugend" zu einem Faktor von irgend welcher einzutreten, weil dadurch der Sieg unserer gerechten Sache Wirkung gemacht wird. fehr in Frage gestellt wird. Auf anderen Zechen sollen die Kameraden erst dann Forderungen stellen oder sich anschließen, wenn ihre Verwaltung die Zeche Bruchstraße" direkt oder indirekt unterstützt. Alle Kameraden Deutschlands ersuchen wir, uns moralisch das durch zu unterstügen, daß sie allen Zuzug fernhalten. Daß Diftator Stinnes die Forderungen anerkennen wird, bezweifeln wir sehr start. Mit diesem Herren wird die Bergbehörde noch manches Tänzchen zu machen haben; bisher hat immer Herr Stinnes dazu aufgespielt. Wird das so bleiben? . " Aber derartige Stimmungsmacheret der bürgerlichen Breffe beweist, daß sie das Bedürfnis hat, von vornherein jede spätere Schwenkung vorzubereiten. " " ihrem legten Abendblatt als einzigen Beitrag zur Bewegung im Die Voffische Zeitung" hat den üblen Geschmack, in Ruhrrebier Aeußerungen jenes Geheimrats Kirdorf, des HiberniaFechters, wiederzugeben, der nicht nur der Leiter des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikats und der Generaldirektor der Gelsenkirchener Bergwerks- Aktiengesellschaft ist, sondern auch mit allen Maßgebenden des ganzen Industriebezirkes vielfältig berfippt ift. Herr Kirdorf Aus Neumühl, 6. Januar, wird uns berichtet: wagt es, entgegen feststehenden Tatsachen, dem Mitarbeiter der fand hier heute nachmittag fiatt. Ueber 2000 Mann der Belegschaft die unausgesetzt und planmäßig betriebene agitatorische Heze ber Eine Riesenbersammlung der Belegschaft von Zeche Neumühl"" Bossischen Zeitung" vorzureden, daß die Ursache des Ausstandes auf waren erschienen, die Gesamtbelegschaft zählt über 5000 Mann. dem Kampfe gesehnt habe, das war nicht die Stimmung. Aber das Ein Mann erklärte, er müsse für 4,60 M. nackend, in 1½ Fu tiefem Man darf das nicht mißverstehen: Nicht als ob man fich nach Eine große Anzahl von Mißständen wurde zur Sprache gebracht. Bergarbeiter- Berbände" zurückzuführen sei. Es sei nach seiner Auffassung unrichtig, wenn bie Führer der Bergarbeiter ewige Abwarten, das parren auf die Lösung des Konfliktes, das Waffer stehend, arbeiten. Ein anderer Redner meinte unter stürini- behaupteten, fie fuchen gegenüber gegenüber der der Gärung unter Hinausschieben eines festen Ergebnisses hatte eine Stimmung erzeugt, fchem Beifall, es sei höchste Zeit, daß die Verbandsvorstände endlich den Arbeitern zum Frieden zu mahnen. Im Gegenteil würde die schier unerträglich wurde. Immer wieder hörte man den Aus die Bremse losließen: Laßt uns den schlimmen Zuständen endlich durch die Art ihres Vorgehens die Stimmung unter den ruf: Es muß endlich etwas geschehen. Wir müssen ein Ende machen, forderte ein anderer Sprecher. Anhaltende Arbeitern noch gereizter. Herr Kirdorf tann einen wirklichen heraus aus der quälenden Ungewißheit! Ein jeder fühlte, es 8 u stimmungsrufe.- Dem Abg. Sie wurde zugerufen: Grund zu dieser Ausstandsbewegung nicht finden. Er wiederholte muß irgend etwas geschehen, was die furchtbare Spannung aus. Das ist ja Bremsen! Damit hört endlich auf! Mit stürmischer die falsche Behauptung, daß es sich bei den Maßnahmen der Zeche und so wurde der Streit unvermeidlich, als immer und Begeisterung beschloß man eine Solidaritätserklärung für die Kameraden Bruchstraße" nicht um eine Verlängerung der Arbeitszeit handle, immer wieder gefordert wurde: Abwarten! Gite glatte ist Eine glatte Erklärung: Es ist nichts zu machen, die direkte von Bruchstraße". Eine Kommission erhielt Auftrag, bei der VerAufforderung: Ergebt Euch in Euer Schicksal, wäre eher ruhig hin- waltung wegen Abstellung von Mißständen vorstellig zu werden. auf das Wagennullen könne man nicht verzichten, das sei eine Maßnahme der Disziplin, um die Qualität der Arbeit zu kontrollieren. genommen worden, als die Folter des unabsehbaren Abwartens. In der Kommission sind alle drei Organisationen vertreten. Die Voffische Zeitung" fügt diefen Aeußerungen eines der ärgften Also die Würfel sind gefallen! Am Sonnabend früh begaben sich die Verbandsrorfizenden Sachse und Hausmann in Begleitung Der Delegation der Belegschaft von Zeche„ Westend" wurde Kohlenfeudalherren hinzu, daß er das Ruhrgebiet wie fein anderer der Kommission zur Beche und legten dem Betriebsführer die Entfeitens der Direktion auf die eingereichte Forderung wegen des fenne; aber er sei immerhin Parteimann, und das Urteil tönne also schließung der Versammlung vom Freitag abend vor. Die Ent- Lohnes bemerkt: Da müßt Ihr Euch an die anderen Bechen nicht als völlig unbeeinflußt erscheinen. Auch in seinen Aeußerungen schließung besagt: wenden. Wenn die den Lohn erhöhen, tun wir das auch gegen die agitatorische Heze" der Bergarbeiter- Berbände scheint der ist das nicht blutiger Hohn? Selbst erkennt man Belegschafts- Bossischen Zeitung" nicht alles berechtigt. angehörige als Vertreter der Kameraden nicht an, aber man ber Die vorstehend erwähnten Meinungen der bürgerlichen Bresse weist die Kommission an andere Grubenverwaltungen!. Beche beweisen, daß die Redaktionen innerlich von dem Rechte der Arbeiter Westend" ist Hüttenzeche des Stahlwerts Phönig und deffen General- und von dem Unrecht des Unternehmertums überzeugt find. Es wird direktor ist der bekannte nationalliberale Sozialpolitiker" eine Probe auf die sozialpolitische Einsicht der deutschen Bourgeoisie Alexander Hilbď. Löft Bom Betriebsführer ist die schriftliche Busage zu fordern, bis Dienstag, den 11. Januar cr., sämtlichen Belegschaftsmitgliedern Hausbrand zu liefern. Wird die Busage veriveigert, fährt die Belegschaft nicht an! Der Betriebsführer weigerte sich, die geforderte Erklärung zu geben, worauf die gesamte Morgenschicht die Anfahrt verweigerte. " ! " Das ist Kontrattbruch!" So wird das Unternehmertum und seine Dienerschaft ausrufen. Gewiß, Kontrattbruch liegt vor, aber Aus sämtlichen Mitteilungen geht übereinstimmend hervor, daß nicht auf feiten der Arbeiter. Die Verwaltung von Bruchstraße" das Unternehmertum mit allen Mitteln einen Streit zu provozieren hat sich zweimal des Kontraktbruches schuldig gemacht. Das erstemal durch Anordnung der verlängerten Schichtzeit, ohne Berüc fucht. Die Verweigerung der Kohlenscheine ist in der Tat nichts sichtigung der gesetzlichen Bestimmungen, das zweitemal durch die weiter, wie ein brutaler Kontraktbruch, der umso bösartiger ist, als nicht ordnungsmäßige Lieferung der Deputatfohlen. Auf die er auf reine Schikane hinausläuft. Wie auch immer über die Be orbmungsmäßige Lieferung von Kohlen haben die Bergarbeiter einen schwerden der Bergarbeiter gedacht werden möge, wie immer sich historisch gewordenen Rechtsanspruch. Die Verwaltung hat den die Bewegung im Ruhrrevier entwickeln würde, die eine Tatsache ist Rechtsanspruch nicht befriedigt und ist damit kontrattbrüchig festzustellen, daß sich selbst von bürgerlichen Begriffen aus das geworden. Nach Schilderung in der bürgerlichen Presse ist die Nicht so Unternehmertum von vornherein ins Unrecht gefeßt hat. Sogar ein lieferung der Kohlen in der bestimmten Abficht erfolgt, auf die Berg- fo lammfrommes Blatt, wie der Berliner Lokal- Anzeiger" läßt sich arbeiter dadurch in ihren Entschließungen einen Drud auszuüben. aus Bochum telegraphieren: Für einen findigen Staatsanwalt läge da die Konstruktion einer Nötigung gar nicht fern. Eine fontraftbrüchige Firma hat lein Recht, zu verlangen, daß sich der andere Teil die Rechtsverlegung ruhig gefallen läßt. Ueber den Verlauf der Abendversammlung am Freitag ist noch folgendes für die späteren Entschließungen Bedeutungsvolle und Richtunggebende nachzutragen. Als die Mitteilung erfolgte, die alé Einigungsamt vorgeschlagene Spruchkammer Witten des Berg- Getverbegerichts habe den bekannten Herrn Remy, der die Kommission damals wie dumme Jungen behandelte, als Vorsigenden, erfolgten heftige Protest rufe. Husemann schlug dann vor, den Berghauptmann als Vorsigenden zu verlangen. Das Einigungsamt muß in Kraft treten, wenn das von beiden Parteien gewünscht wird. In diesem Falle will das Einigungsamt durch je zwei Vertreter der Arbeiter und der Unternehmer ergänzt werden. Hausmann schlug vor, den Vorschlag, das Einigungsamt anzurufen, Stürmische Rufe: Nein! Nein! Nein! Wir warten zu akzeptieren. nicht mehr! " sein deren sie sich doch so unabläffig rühmt!, wie fich die öffentliche Meinung im weiteren Verlaufe des von dem Unternehmertum heraufbeschworenen sozialen Krieges im Ruhrrevier ver halten wird. Bescheidener fönnen Forderungen von Arbeitern nicht fein, mit größerer Besonnenheit und Geduld fönnen grundlose Bro volationen der Unternehmer nicht ertragen werden, als in diesem Konflikt zwischen Arbeit und Kapital. Der Klassentampf, der jezt im Ruhrrevier aufzüngelt, entspringt durchaus dem Kampfbedürfnis der Unternehmertlasse, der längst die erstartten Organisationen der Bergarbeiter verhaßt sind und die nunmehr hofft, diese Organisationen brechen zu können. Darüber hinaus scheint man auch einen Vorstoß gegen die Sozialpolitik des Reiches zu beabsichtigen. Die Scharfmacher rüsten sich zu einem Husarenritt gegen das Proletariat, die Herren im Hause gelüftet es, den Arbeiterschuß und die politische Freiheit der Arbeiter zu demütigen. Das mächtige Unternehmertum, deffen Einflüsse weit hinaufreichen, Jedem Bergmann steht nach alt verbrieftem Brauche das Recht auf Hausbrandtohle zu. Die Reche liefert ihm Kohlen etwa zum Selbsttoſtenpreise, so daß er für einen Taler monatlich sein Haus heizen tann. Die Zeche„ Bruchstraße" hatte in Erwartung des Streits die Lieferung dieser Kohlen verweigert. Die Erfann feinen anderen 8wed verfolgen als den, sich mit dem aufwärts. bitterung der Arbeiter über diese Maßregel, welche von der Beleg strebenden Proletariat in eine Schlacht einzulaffen. Das Proletariat schaft auch wieder dahin gedeutet wird, daß die Bechenverwaltung aller Länder aber wird die Absicht dieses mutwilligen Attentates des ihren Leuten ihre Machtvollkommenheit ad oculos demonstrieren, Kapitals erkennen und denen beistehen, die zum Versuchsobjekt des wenn nicht einen Streit vom Zaune brechen wollte, machte sich in Scharfmachertums gemacht werden sollen. Auch die russische Politik der gestrigen Versammlung Luft usw." Der Korrespondent schließt des scharfmacherischen Unternehmertums hat eine Grenze, wie jede feine Betrachtungen: Alle Augen sind auf diese Belegschaft Bolitit der brutalen Macht. ( Bruchstraße") gerichtet, die viel Langmut befundete. Lenkt die Bechenverwaltung nicht schleunigst ein, so wird der Agitator fortan im Ruhrgebiet ein fruchtbares Feld finden. Die Erbitterung ist jezt schon eine allgemeine und erstaunlich hochgradige. Ruheftörungen find aber bei der überall hervortretenden Besonnenheit nicht zu beflirchten." Zechenlöhne und Zechenprofite. Der Streit um ble Die Erbitterung der Bergarbeiter im Ruhrrevier. Seilfahrtverlängerung. Lohnforderungen. Die Deutsche IndustrieBeitung" gegen die Bergarbeiter. Die Lohnsteigerungen und Lohn. rückgänge der Bergarbeiter des Dortmunder Bezirks seit 1894.- Die Steigerung der Kohlenpreise. Die Gewinn und Dividendenerhöhungen ber Bergwerks- Attiengesellschaften des Kohlensyndikats. Berstaatlichung des Kohlenbergbaues. Auch die sonstigen Aeußerungen der bürgerlichen Preffe, die Asserts, Borstandsmitglied des christlichen Gewerkvereins vielfach ihre Berichterstatter ins Kohlenrevier entfandt hat, deuten erklärte, der Gewerfvein werde ben Kampf auf Bruchstraße" moralisch darauf hin, daß man sich allgemein bewußt ist, es handle fich bei und materiell unterstüßen. Breßlot erflärte dasselbe hinsichtlich der der jeßigen Bewegung um eine übermütige, aus wirtschaftlichen, polnischen Organisation. Man habe mit ca. 82 000 polnischen aber wohl auch aus politischen Ursachen gewagte Machtprobe der Bergarbeitern im Ruhrrevier zu rechnen. Schließlich erklärte sich eine Majorität mit Anrufung des Scharfmacher, die ihre Zeit für gekommen halten. Das Berliner Tageblatt" versucht ziemlich hülflos zwischen den Am wirtschaftlichen Horizont drohen finstere Sturmwolfen. Die Einigungsamtes einverstanden. Sachfe und Hausmann wurden als Vertreter der Arbeiter gewählt. Dann gab es aber noch wieder eine gegenfäglichen Interessen zu vermitteln. In einem Satz gibt es Erbitterung, die, von den Bergwerksmagnaten in herrischem MachtMeinungsverschiedenheit über das Verhalten der Belegschaft. Diese immer die Anschauung der Unternehmer, im anderen die der Arbeiter gefühl frivol genährt, feit langem unter der Bergarbeiterschaft des selbst stand auf dem Standpunkt, nicht mehr anzufahren. Schließlich wieder. Es herrscht die offenbare Bemühung in diesen Schaufel- Ruhrreviers gärt und siedet, dräuet die sperrenden Schleusen zu übererklärte man sich einverstanden, bis zur Entscheidung vor dem betrachtungen, sich nach feiner Richtung bin festzulegen. Bezeichnend fluten. Das provokatorische Verhalten der Verwaltung der Reche„ BruchEinigungsamt anzufahren, wenn der Betriebsführer die eingangs für diese Art der Verichterstattung ist es, daß völlig über- ftraße", bie erst die Antwort auf die von der Belegschaft erhobenen besprochene Erflärung abgebe. Weiter wurde befchloffen, fich nun mit der Ablehnung der Schicht füffigerweise darauf hingewiesen wird, daß es unter den Beschwerdeforderungen, obgleich fie unter allen Umständen zur Abberlängerung nicht mehr zu begnügen, sondern dem Einigungsamt bie nach der Schicht in die meisten Stellerkneipen wandert ber Antwort nach dem Zechenplatz hinbestellt hat, sie dort fecs jungen unverheirateten Burschen keine geringe Baht" gebe, schiebt und bann, nachdem sie die Kommission zur Entgegennahme noch folgende Forderungen zu unterbreiten: und Schnaps ganze Stumben Die Morgenschicht nimmt von der heutigen Verhandlung am und hier bei starten ber Stunden warten läßt, steht durchaus nicht vereinzelt da. Derartige Oberbergamt Kenntnis. Da das Einigungsamt angerufen wird, bringe, um dann johlend und mit stieren Augen nach Hause zu Kanoffa- Späße gehören zu den Sportsvergnügungen der durch den so beschließt die Versammlung folgende Forderungen: taumeln". Deswegen meint der Berichterstatter des Berliner Tages Verlauf der Hibernia- Affäre in ihrem Machtbünkel roch mehr Bestärkten Herren der Zechendirektionen. Stach ihrer feudalherrlichen Auffassung haben sie einfach zu befehlen, die Bergarbeiter zu gehorchen. Kohlenversand für Rechnung des Syndikats für Jn- u. Aus u. land Tonnen 26 738 196 26 879 132 29 447 870 Erlös aus den versandten Mengen im ganzen pro Zonne M. 124 541 419 M. Proz 7,83 195 955 623 8,02 2 222 270 410 8,14 4 31 638 507 33 510 477 254 670 742 8,45 8 277 069 403 8,62 10 35 226 733 311 598 473 9,14 17 37 899 802 37 068 089 384 666 476. 361 121 321 10,56 11,01 35 41 [ der von allen Verhältnissen keine Ahnung hat und sich nicht Preiss im geringsten um die volkswirtschaftlichen Bedürfnisse der Kolonie steigerung fümmern zu wollen erklärt. Jetzt endlich scheint ja, wie Der äußere Anlaß zu der Erregung im Ruhrrevier, die Verbefragt sich gegen 1894 die gestrige Notiz aus Omaruru bewies, mit dieser Verlängerung der Ein- und Ausfahrt auf der Zeche„ Bruchstraße" von einer halben bis zu einer Stunde, also eine Verlängerung der tägnichtungspolitik gebrochen zu werden sollen. Es nur, ob es nicht schon schon viel zu Ein viel zu spät ist! lichen Arbeitszeit der unterirdisch tätigen Bergarbeiter um eine 1894 Stunde, mag manchem gering dünfen; es ist aber die von der Ver- 1895 großer Teil der Hereros ist jedenfalls bereits ausgerottet waltung eingeführte Seilfahrtsausdehnung gewissermaßen nur der 1896 worden, ein anderer Teil ist nach dem Owambolande oder legte Tropfen, der das längst gefüllte Maß der Erbitterung zum 1897 nach Britisch- Südafrika geflüchtet und nur der kleinste Teil der leberlaufen gebracht hat. Die 1889 nach dem großen Bergarbeiter 1898 Hereros dürfte noch vorhanden sein. Dadurch ist die ohnehin Streit in das Berliner Protokoll aufgenommene Bestimmung, daß die 1899 traurige Lage der Kolonie noch unendlich verschlechtert worden. Seilfahrtdauer in der Regel" nicht mehr als eine halbe 1900 Es fehlt jetzt nicht nur an Wasser, sondern auch an einStunde betragen soll, wird schon längst nicht mehr beachtet. 1901 Die im Bergbau hervortretende Tendenz, die Förderung auf die geborenen Arbeitsfräften. Den Farmern könnte man allerleistungsfähigsten Schächte zu übertragen und die minder rentablen nicht nur ein Jahr länger angehalten, sondern es sind auch die die Hereros nichts Besseres verdient haben. Die deutschen Es hat demnach für die Zechenbefizer die Steigerungsperiode Sings ihr Schicksal gönnen, da sie durch die infame Heze gegen entweder stillzulegen oder ihre Förderung mehr oder minder einzu- von ihnen erzielten effektiven Preise weit mehr Steuerzahler aber werden auch für den ſtrategiſchen Fehler schränken, hat durch den neuen Beteiligungsfestsetzungsmodus des gestiegen als die Arbeitslöhne sämtlicher Berg Kohleninditats noch eine wesentliche Berschärfung erfahren und arbeiter Kategorien. Selbst wenn außer den Löhnen auch unseres Generalissimus aufkommen müſſen. dazu geführt, daß auf den rentablen Zechen die Belegschaft vielfach alle anderen Produktionskosten in gleichem Maße gestiegen wären, beträchtlich gewachsen, auf den minder ergiebigen hingegen zurück hätten die Zechenbefizer noch immer einen bedeutenden Vorsprung. Norddeutsche Verlegenheit. Der sozialdemokratische Preußentag gegangen ist. Die Folge war, daß vielfach auf den Zechen, auf Nun aber bildet der Lohn nur einen Teil der Produktionskosten, ist der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" so fatal, daß sie nun denen die Belegschaft zunahm, die Seilfahrtdauer verlängert wurde, nämlich nur etwa 50 bis 55 Proz. Dr. Beumer veranschlagte aller- fchon einen zweiten Wochenrückblicksartikel auf ihn verwendet. Um da die vorhandenen Einrichtungen zu schnellerer hinunter dings in der Kartellkommission den Lohnteil auf 60 Proz., und dieser das Hochmaß dieser Aufmerksamkeit zu würdigen, ist nicht zu verbeförderung der Bergleute nicht nicht reichten. Meist hieß es bei dieser Verlängerung, es handele sich nur um einst fich Satz mag auch in einigen Fällen stimmen, doch kann er, wie gessen, daß diese Rückblicksartikel die einzige selbständige Arbeit der leicht an den spezifizierten Abrechnungen brrschiedener offiziellen Redaktion ist. Zivei Wochen norddeutſch allgemeiner weilige Maßnahmen; Maßnahmen; später würden später würden neue Einfahrtsschächte Kohlenbergwerks- Gesellschaften nachweisen läßt, nicht als Durch Geistesbemühung ist dieser Preußentag immerhin schon wert, der angelegt oder betriebstechnische Verbesserungen vorgenommen schnittssak gelten. Der andere Teil der Produktionskosten: Justand zunächst als völlig mißlungen ausschwadroniert wurde. Die„ Nordwerden, die eine neue Ein- und Ausfahrt ermöglichten. Statt dessen haltung des Betriebes, Zinsen, Geschäftsuntosten usw. hat sich aber deutsche Allgemeine Zeitung" unternimmt allerlei Gerede über verkamen jedoch die anderen Zechen, die bisher sich an die Bestimmung keineswegs während der Jahre 1894-1901 ebenfalls im Verhältnis fehlten„ Mauferungs- Illuſionismus“ liberaler Blätter, über sozialdes Berliner Protokolls gehalten hatten, und erklärten, auf diesen zur Förderungsziffer um 40 Prozent vernrehrt; das heißt, wenn der demokratische Neigungen zur Gewalttätigkeit und dergl., was wie und jenen Gruben dauere die Seilfahrt dreiviertel oder eine Stunde, auf die Tonne entfallende Rohn beispielsweise von 3,50 M. auf 4,40 Straut und Rüben durcheinander geworfen ist, sodaß einige ausfolglich müsse bei ihnen fünftig ebenfalls mit der Einfahrt eine Mart gestiegen ist, so stiegen damit nicht auch gleichzeitig die Zinsen führliche Mühe aufzuwenden wäre, die Dinge wieder au den richtigen viertel oder halbe Stunde früher begonnen werden. Auch von der und sonstigen Betriebsunkosten pro Tonne von 3,50 M. auf 4,40 m. Ort zu stellen, was sich aber nicht lohnt, da die norddeutsche Verwaltung der Zeche Bruchstraße", deren Belegschaft, da auf dieser Im Gegenteil, ein Teil dieser Betriebs- und Vertriebskosten hat sich Genialität fie bei nächster Gelegenheit, sei es aus bösent willen, Zeche jetzt ein Teil der früher von der Zeche Zuise" gelieferten gerade infolge der Organisation des Absages durch das Kohlensyndikat fei es aus allgemeiner Geistesschwäche, doch sofort wieder rettungslos Kohlenmenge mitgefördert wird, in legter Zeit um ungefähr wesentlich verringert. Demnach muß die Gewinnsteigerung pro durcheinander wirren wird. 400 Arbeiter zugenommen hat, wird die Verlängerung der Seil- Tonne eine weit höhere gewesen sein, als die Preis- Es ist lediglich festzustellen, daß das Regierungsorgan zu dem Ge fahrt damit begründet, daß anderswo ganz ebenso verfahren werde. So hat sich, indem immer die eine Zeche ihre Anordnung mit teigerung. Davon zeugt denn auch trotz der hohen Ab- ständnis genötigt ist, daß die zersetzende und verseßende Kritik, die schreibungen, die gerade in den Jahren 1898/1901 vorgenommen der Preußentag an den Zuständen in Preußen in einseitigster und dem auf einer anderen üblichen„ Brauch" begründete, in letzter Zeit sind, das enorme Emporschnellen der Dividenden. Nehmen wir als gehässigſter Weise geübt, eine gewisse Wirkung inner " übertragen. Zu dieser den Arbeitern aufgezwungenen Maßnahme Beispiel die wichtigsten dem Kohlensyndikat angegliederten Bechen, halb der eigenen und beio auch das Regierungsorgan lloj modi fijan ada malis ag 2500 2ba Jezige Beteiligungsgiffer Dividende gesellen sich jedoch eine Reihe anderer Gründe der Unzufriedenheit: bunden sind, bei denen sich also genau die Dividendenverteilung seit Das häufige Wagennullen, die rigorose Behandlung und die Günſtlings 1893, dem Gründungsjahr des Kohlensyndikats, nachweisen läßt, so wirtschaft auf manchen Gruben, die Geringfügigkeit der gegen die ergibt sich folgende Steigerung: Ausbreitung der Wurmkrankheit ergriffenen sanitären Maßregeln, die ergibt sich folgende Steigerung: häufige Einlegung von Feierschichten, während gleichzeitig von den Werbe- Agenten der Zechen immer größere Massen von i galizischen und polnischen Arbeitern nach dem Ruhrrevier gelodt werden, und schließlich die Verkürzung der Löhne seit dem Hereinbruch der Krije. Mehrfach wurde in den letzten Versammmlungen der Bergarbeiter die Forderung eines Minimallohnes von Arenbergsche Aft.- Ges. 5 M. für Hauer und 3,50 M. für Schlepper gestellt, der auch bezahlt Concordia, Bergb.- Gef.. werden soll, wo ein Gedinge vereinbart worden ist und diese Säge Consolidation, Bergw.- Aft.- Ges. nicht erreicht werden. in se nedsping Gelsenkirchener Bergw.- Ges. Pr. Aft. 1893 1900 1903 verfehlen wird... beginnt sich bewußt zu werden, daß der sozialdemokratische Preußentag machtvoll in das Land hinaus wirken wird. Daß die Ursache davon in der sozialdemokratischen Verhetzung und nicht in den preußischen Elendigkeiten liegt, ist eine Meinung, die bei dem Blati der schuldigen Regierung nicht verwundert. std is Jons spletug Entwurf einer Wertzuwachsftener in Heffen. am Syndikat Broz. Broz. Broz der Wohnungsgesetzgebung in Deutschland bahnbrechend voran Das Großherzogtum Hessen, das die Ehre hat, auf dem Gebiete gegangen zu sein, will sich auch das Verdienst erwerben, mit einer 23 e wachssteuer den Anfang zit machen. Soeben ist dem Landtag eine Regierungsvorlage zugegangen, die 11 den Gemeinden eine Wegsteuerung des Wertzuwachses bis zu 20 Proz. gestattet.d 1 872 000 30 50 40 1526 376 4 29 18 1740 000 8 30 28 7 698 000 6 13 7 240 000 3 12 11 5 416 500 4 15 11 904 438 5 331/3 271/ a 1 040 000{ 88 20 17 3 15 12 503 089 6 550 000 12 462/3 35 600 000 11 2 740 000 20 16 1 000 000 9 75 1 In der Begründung wird darauf hingewiesen, daß namentlich die größeren Städte, die seither einen beträchtlichen Teil ihrer Ein nahmen aus Verbrauchssteuern aus Getreide, Mehl, Backwaren, Vieh, Fleischwaren 2c. deckten, beizeiten an einen Ersatz denken müssen, da ihm der§ 13 des Zolltarifgesetzes die Beseitigung des Oftrois zur Pflicht macht. Als Ersatzsteuer komme da in erster Linie die Be steuerung der bei Veräußerung von bebauten oder unbebauten Grundstücken erzielten Getvinne in Betracht. Die Berechtigung einer 32% folchen Steuer wird mit den gleichen Gründen erhärtet, die von sozialistischer und bodenreformerischer Seite seit Jahren ins Felb geführt werden. Es ist zu begrüßen, daß die hessische Regierung diese Gedankengänge atzeptiert hat. Sie fagt: 46 Die aus den Kreisen der Zechenbesizer inspirierte Unternehmer- Harpener Bergb.- ft.- Ges. presse macht sich ihre Abweisung diefer Forderungen recht bequem, Sibernia, Bergwv.- Gef. fie erklärt einfach, daß die Rücksicht auf die Lage des Kohlenmarktes stölner Bergw.- Verein und die geringen Zechengewinne den Verwalt angen folche Zus geständnisse nicht gestatte. Die Bergarbeiter eien einfach um- König Wilhelm} Conv. Aft. verschämt. Keine Arbeiterschicht hätte der industriellen Louise Tiefbau Entwickelung Deutschlands in den beiden letzten Jahrzehnten einen Magdeburger Bergt.- Aft.- Ges. folchen Nutzen gehabt, wie gerade die Bergleute. So fchreibt z. B. Majien, Bergb.- ft.- Ges. die Deutsche Industrie- Zeitung" in ihrer legten Rummer: Nordstern Wenn wir auch vorläufig annehmen wollen, daß die Gemüter Schalter Gruben- Verein fich wieder beruhigen und über die Aussichtslosigkeit einer größeren Bewegung bei der gegenwärtigen Marktlage nicht im Zweifel fein Die Tabelle zeigt, in welchem Maße die Dividenden der Kohlenwerden, so dürfte es doch nicht überflüffig sein, daran zu erinnern, bergwerksgesellschaften von 1893 bis 1900 emporgefchnellt sind. Seit daß gerade die Bergarbeiter am wenigsten Ursache haben, den dem sind die hohen Profite zwar etwas zusammengeschrumpft, aber deutschen Markt und den Gang der Geschäfte zu stören, noch immer gehören die rheinisch- westfälischen Kohlenbergwerke zu oa fie bon der bisherigen wirtschaftlichen den rentabelsten fapitalistischen Betrieben. Es ist eitel Humbug, Entwickelung nachweislich den größten Rußen wenn angesichts eines derartigen Dividendenstromes die großen und anter den verschiedenen Arbeiterkategorien fleinen Dynastien der Kohlenreviere durch ihre Presse verkünden gehabt haben. Es dürfte aber auch an der Zeit laffen, fie fännten die bescheidenen Forderungen der Arbeiter nicht fein, ihnen in Erinnerung zu rufen, daß ein Versuch, die bewilligen. .nnere Ruhe des wirtschaftlichen Lebens ernstlich Für die sozialdemokratische Partei aber dürfte, wenn es zum u stören, einem so machtvollen Widerstand der Arbeitgeber be- Ausstand im Ruhrrevier kommt, zu erwägen sein, ob es nicht Jegnen wird, wie ihn selbst die Tage von Crimmitschau angebracht ist, eine energische Agitation für die aicht gesehen haben." Verstaatlichung des Sohlenbergbaues einzu natürlich nicht eine Verstaatlichung nach den Grundsägen, die Herr Möller bei seiner Hibernia- Berstaatlichungsaktion befolgte und die einfach die durch die Preispolitik des Kohlen syndikats hochgetriebenen Zechenprofite als gegebene Basis für die Entschädigungsberechnung akzeptierten. Wie die Hibernia- Affäre bewiesen hat, besteht in weiten Streifen eine starke Sympathie für die Verstaatlichung der Bergwerksbetriebe. Und in dasselbe Horn stößt das Korps der übrigen syndikatsoffiziösen Blätter. Demgegenüber verlohnt es sich zu zeigen, in welchem Verhältnis im letzten Jahrzehnt, seit der Gründung des Rheinisch- Westfälischen Kohlensynditats, die Bergarbeiterlöhne und die Zechenprofite ges stiegen sind wer also tatsächlich von der bisherigen wirtschaftlichen Entwicklung nachweislich den größten Nugen" gehabt hat: Bergarbeiter oder Zechenbefizer? Leider gibt es eine einwandsfreie Statistik der Bergarbeiterlöhne nicht; die amtliche Durch" Leiten -ſchnittsberechnung hat manche Mängel, da sie aber die einzige ift, Politifche Ueberficht. Berlin, den 7. Januar. die wenigstens annähernd die Lohnverschiebungen registriert, bleibt nichts anderes übrig, als sie zum Vergleich heranzuziehen. Nach dieser Statistik betrugen während der letzten Prosperitätsperiode die Gegen die Ausrottungsstrategie Trothast to Bergarbeiterlöhne im Oberbergamtsbezirk Dortmund:#spricht sich auch der Berichterstatter der Kölnischen Zeitung" Durchschnittlicher Jahresverdienft dns Gall peines Arbeiters Durchschnittlicher Schichtlohn eines über Tage Schleppers Hauers 2C. sid beschäftigten Bergarbeiters M. M. M. 1894. 961 3,73 2,61 1895. 968 3,75 2,65 1896. 1035 3,90 1897. 1128 4,82 og 2,88 2,96 2,72 2,72 2,74 2,81 1175 4,55 3,00 3,04 5,16 3,82 4,98 3,35 3,32 1898. 1899. 1900... 1901. 12554,848,163,18 1332 1224 3,36 Mit aufsteigender Entwickelung eines Gemeinwesens geht in der Regel eine starte Wertsteigerung des Grundbesizes, ins befondere des an der Peripherie und in den Ge fchäftslagen gelegenen Hand in Hand. Fast überall, tvo mit der Zunahme der Bevölkerung auch das Wohnungsbedürfnis gestiegen ist, pflegt sich ein Grundstückshandel zu entwickeln, welcher kauft, um mit Vorteil wieder zu veräußern. Die Baupläge werden zu Spekulationsobjekten, welche gekauft werden, um sie später zu bebauen oder durch Dritte bebauen zu laffen. Die Werterhöhung des Grund und Bodens in Gemeinden mit starker Bevölkerungszunahme tritt jedoch nicht nur bei dem in spekulativer Absicht erworbenen Gelände, sondern unterschiedslos bei allen an sich dazu geeigneten Grundbesitz ein. Sie vollzicht sich in den meisten Fällen ohne Zutun des Besizers infolge der natürlichen Entwickelung der Stadt und eignet sich für eine Besteuerung durch die Gemeinden auch um deswillen, weil die Werterhöhung der in Betracht kommenden Objekte mit Vorkehrungen der Gemeinde oft in engem Zusammenhang steht." Leider aber wird aus diesen Säßen nur der Schluß gezogen, daß den Gemeinden das Recht einzuräumen sei, einen Teil des durch ihre Gesamtwirtschaft entstandenen Gewinnes durch Besteuerung an sich zu ziehen. Der richtigere Schluß hätte lauten müssen: also haben die Gemeinden die Pflicht, eine solche Steuer einzuführen. Auch in Hessen ist der Einfluß der Grund- und Hauseigentümer auf die städtische Verwaltung ein sehr großer. Bleibt es bei der Beſtimmung des Entwurfs, daß die Einführung der Wertzuwachssteuer nur auf Antrag der betreffenden Gemeinde von der Regierung gestattet" wird, so ist zu fürchten, daß nicht allzuviel aus der Sache wird. Die Steuer muß für alle Gemeinden obligatorisch ge macht werden. de " in einem Briefe vom 1. 12. aus. Der Berichterstatter meldet, daß aus Okahandja und Omaruru die Nachricht komme, daß die sich dort aufhaltenden Hereros sich gern er geben möchten, wenn sie nur wüßten, welches Schicksal ihrer M. Sharrt. Es sei jetzt an der Zeit, um dem fliehenden Feind Neben der eventuellen Wertzuwachs- Steuer, die ausschließlich in goldene Brücken zu bauen und ihm die Rückkehr in geordnete die Gemeindekaffe fließen soll, bleibt die seitherige staatliche Verhältnisse so leicht und so lockend wie mäglich zu machen. Besißwechsel- Abgabe" bestehen. Sie beträgt in progressiv Man fönne doch nicht die Vernichtung des ganzen Volkes abgestuften Säßen 20 Bf. bis 1 9. für je 100 m. des veräußerten Was Wertes. Das ist sehr bescheiden. Der städtischen Wertzuwach 3oder seine Verdrängung aus dem Lande wollen. die Menschlichkeit gebiete, das sei zugleich Forderung der Steuer bleibt also freie Bahn zur Entfaltung. Sie soll, wie Klugheit. Treibe man die Hereros zur Verzweiflung, bereits bemerkt, bis zu 20 Prozent des ermittelten Wertzuwachses gehen können". Auch statt dieses„ können" sollte es müssen" so werde man zwar mit dem Truppenaufgebot, das man jezt heißen. Und ebenso ist die Bestimmung des Entivurfs, daß die AbDanach ist der durchschnittliche Jahresverdienst der Bergarbeiter zur Verfügung habe, dem Volt den Garaus machen können, stufung der Steuer progressiv gestaltet werden kann", dahin im Dortmunder Bezirk während der Aufschwungsjahre 1894/1900 nicht aber werde man verhindern können, daß sich zahllose zu ändern, daß die progressive Gestaltung als allgemeinverbindlicher von 961 Mart auf 1332 Mart, d. h. um 38 Proz, gestiegen. In kleine Räuberbanden bildeten. Sobald die Regenzeit Grundsay festgelegt wird. dieser Zunahme sind aber die Erfralöhne für Ueberschichten 2c. einsehe, würden die Hereros überall einen Weg finden, um Aus den Einzelheiten des Entwurfs seien noch folgende wesent mit enthalten; der Schichtlohn stieg feineswegs in gleichem durch das Netz, das man um fie gezogen habe, hindurchzu- licheren Punkte hervorgehoben: Maße: seine Steigerung betrug für Sauer zwar ebenfalls schlüpfen und sich überall durch verwegene Räubereien zwar ebenfalls schlüpfen und sich überall durch verwegene Räubereien Die Wertzuwachssteuer darf in allen Fällen des Besizwechsels über Tage arbeitende Bergarbeiter gar nur 22 Proz. Im Jahre 1901, bemerkbar machen. Das Land brauche Arbeiter. Schon jetzt erhoben werden mit Ausnahme der unmittelbar auf Erbfall bes während die Kohlenpreise noch immer stiegen, fielen jedoch bereits mache sich ein begreiflicher Mangel an Eingeborenen geltend, ruhenden Eigentumsübergänge. Als Wert, den das Grundstück bei dem früheren Eigentumsdie Löhne wieder. Der durchschnittliche Jahresverdienst sinkt auf( Was solle erst später werden, wenn die Farmen wieder alle wechsel hatte, gilt der Preis, zu dem der Veräußerer oder sein Erb1224, der Schichtlohn für Hauer von 5,16 auf 4,98 m. und im bezogen würden! Dann könnte die Kolonie in die Lage lasser das Grundstück erworben hatte. Diese Wertfeststellung gilt nächsten Jahr gar auf 4,57 M. Im Jahr 1903 begann der Schicht kommen, farbige Arbeiter, die man jetzt für schweres Geld jedoch nur für die Zukunft. Die vor in Kraft treten der Steuer Lohn wieder etwas zu steigen und dürfte fich für das abgelaufene zum Lande hinausjagt, in wenigen Jahren für schweres Geld stattgehabten Befizwechſelfälle sollen nicht mehr zum AusgangsJahr vielleicht auf 4,70 M.( die amtliche statistische Berechnung liegt wieder einführen zu müssen! punkt der Wertzuwachsbestimmung gemacht werden. Statt dessen noch nicht vor) stellen. Es haben also noch immer nicht die Schichtbeim Inkrafttreten Wie man sieht, spielt auch bei diesen Erwägungen der soll der der Steuer zu konstatierende löhne wieder die Höhe erreicht, die sie bereits 1899 hatten. Wie verhalten sich demgegenüber die Zechenprofite? Gewöhnlich Gedanke der Humanität und der Chriftlichkeit nur eine unter- Staufwert des Grundstücks eintreten, der durch die Beranlagungs Rommission zur Grundsteuer festzustellen ist. Die Stener ist also werden mit der Lohnsteigerung die Preissteigerungen für die geordnete Rolle. Aber auch vom Standpunkte des volkswirtschaft nicht rütdwirkend, was zu bedauern ist. Wenn es auch wegen der wichtigsten Kohlenforten, häufig die vom Syndikat festgesetzten Richtlichen Nugens fällt man über die Vernichtungspolitik des nicht rüdwirkend, was zu bedauern ist. Wenn es auch wegen der prattischen Feststellungsschwierigkeiten nicht augängig erscheint, auf preise verglichen. Tatsächlich sind aber die beim Verkauf erzielten Generals Trotha das denkbar herbste Urteil und prophezeit die inbestimmte Zeit zurückzugehen, so ließe sich doch mindestens für Preise mit diesen nicht identisch; sie stehen im Durchschnitt unter schlimmste Zukunft für die Kolonie, wenn nicht endlich der alle Antäufe innerhalb der letzten 20 Jahre sehr wohl der seinerzeit den Richtpreisen schon um deswegen, weil bei seinen Versendungen Taktik des Generals Trotha entgegengetreten werde. 38 Prozent, für Schlepper aber nur 28 Prozent und für erzielte Preis feststellen. 1 nach dem Auslande das Kohlensyndikat beträchtlich unter seine Aus alledem ergibt sich, in welch' unglaublich sinnloser Bei der Feststellung des zu versteuernden Wertzuwachses sollen Nichtpreise herabgeht. Für die letzten Jahre fehlen die Angaben Weise General Trotha gegen die Hereros vorgegangen auf den Antrag des Steuerpflichtigen folgende Abzüge gemacht über die Beträge, welche das Kohlensyndikat für die von ihm nach ist. Der Fehler lag aber in dem Syftem, das man gegen bauung des Grundstücs, Umbauten, Herstellungen, Unterbebanter werden dürfen: 1. inzwischen gemachte Aufwendungen für die Be die Jahre 1894/1901 find sie jedoch von der Verwaltung des Kohlen- wärtig in Südwestafrika beobachtet hat. Statt dem Oberst 2. geleistete Beiträge zum Straßen- und Kanalbau; 3. bei unbebauter synditats in den vor zwei Jahren abgehaltenen Sigungen der Leutwein, dem Landeskundigen, die Regelung der Verhältnisse Grundstücken pro Jahr 4 Proz. Zinsen des Ausgangswertes, wobei Enquetetommiffion mitgeteilt worden. Es ergibt sich danach folgende nach Niederwerfung des Widerstandes der Hereros zu über jedoch etwaige Einnahmen aus dem Grundstück abzuziehen find; Gegenüberstellung: tragen, schichte man einen Eisenfresser nach Südwestafrika, 4.Wertzuwachs, der aus etwa entdeckten Bodenschäzen, Erzen, Kohlen, Ein Wertzuwachs von weniger als 10 Prozent des früheren Wertes bleibt steuerfrei. " Quellen stammt; 5. bei Grundstücken, die seinerzeit in der Zwangs- 1zember 1904 mit einer Buschrift des Dr. Bendig bedacht, in der Der Gipfel des Pharisäertums ist es aber, wenn sich die reaktionär versteigerung erworben wurden, der nachweisliche Betrag einer aus folgende Stelle vorkommt:" Wir sind es der Deffentlichkeit, in der verfimpelte Berliner" Post" bon einem ihr gleichwertigen gefallenen Forderung. ständig ergernis durch Ihre Schaustellung erregt wird, Esel" aus Zürich eine Fruftifizierung der besprochenen Vorgänge schuldig, diesem Zustand ein Ende zu machen." gegen die Volkswahl der Richter zurecht machen läßt. Der Was waren es mun für gräuliche Nacktheiten, die ständig Korruption einiger bürgerlicher Bezirksrichter in Zürich lassen sich ergernis erregten, die der Domkapitular den Augen des Publikums aus monarchischen Ländern noch ganz andere Skandalzu entziehen wünscht, da das geplante Heinzegesetz den Säuberungs- geschichten richterlicher Kreise zur Seite stellen und doch werden dort dienst nicht übernommen hat? In einer Erwiderung der Buch- die Richter nicht vom Volke gewählt, sondern von den Justizministern Handlung wird mitgeteilt:" Als von der Dom- Fabrik im allgemeinen und Monarchen ernannt. Gegenüber dieser Bevormundung des und Herrn Dr. Bendir im besonderen als standalös" bezeichneten Volkes durch Beamte, die feine Diener sind und gegenüber den ErKunstwerken kommen nach dem 12. Oktober nur folgende Gegen- zessen der Klassenjustiz in anderen Ländern gegen das arbeitende stände und Bilder in Betracht: Kobersteins Frühling", Michel- Bolt ziehen wir die Demokratie mit der Volkswahl der Richter angelos ,, Tag und Nacht", Danneders, Ariadne auf dem tausendmal vor, da ihre allfälligen Fehlgriffe durch die freie Kritik anther", ferner der Dornenanszieher", die Kugelspielerin", die nötige Korrektur erfahren, was in monarchischen Ländern nicht der borghesische Fechter", der sterbende Gallier" und die Benus der Fall ist. von Milo". Die Firma Bittor von Zabern stellt jedermann frei, Einsicht von dem Register der zur Ausstellung gelangten Gegenstände zu nehmen. Für die Zahlung der Zuwachssteuer haftet der Verkäufer; nur im Falle, daß sie von diesem nicht eingetrieben werden kann, ist der Erwerber zahlungspflichtig. Vorbehaltlich mancher Einzelheiten und anzustrebenden Verbefferungen kann man diesem Gesetz grundsätzlich zustimmen. Es ist wenigstens ein erster Schritt auf guter Bahn. Das Gleiche läßt sich von den weiteren in demselben Gesezentwurf vorgesehenen städtischen Steuern auf Theaterbilletts und Tanz lustbarkeiten, bei denen vermutlich viel mehr Schikane als Geld herausspringt, nicht sagen. Die Vogelfreiheit der Fremden! Zum Fall Berson hatte Herr Karfunkelstein bei der Oberstaatsanwaltschaft gegen den Polizeipräsidenten v. Borries Anzeige wegen Freiheitsberaubung erstattet. Der Oberstaatsanwalt Isenbiel hat darauf folgende Antwort erteilt: " Afien. Die Philippinen. Für die Philippinen steht im neuen Jahre viel Neues in AusZur Ersagwahl im Wahlkreise Hof. Obgleich der Termin der sicht. Die jüngst vom Kongreß angenommene Philippinen- Bill beErsagwahl auf den 14. Februar anberaumt ist, hat der Bund der stimmt für die Inseln die Anlage eines ausgedehnten EisenbahnLandwirte bis jetzt noch immer nicht eine endgültige Stellungnahme neges. Gegenwärtig gibt es nur eine Eisenbahnlinie dort, nämlich Ihre Eingabe vom 10. November 1904 gibt mir zu einem fundgegeben. Es scheint ausgeschlossen, daß man sich auf dieser von Manilla nach Dagupan, 120 englische Meilen weit. Außerdent strafrechtlichen Einschreiten keinen Anlaß. Seite doch noch zu einem Eintreten für den freifinnig liberalen Aller- sollen neue Landstraßen angelegt und die alten in guten Zustand Die Festnahme und polizeiliche Inhaftnahme der Ruffin weltskandidaten Dr. Goller entschließen wird, da die ländlichen gesetzt werden. Große Hafenverbesserungen sind geplant und in den Janina Berson ist vom Königlichen Polizei- Präsidium zu Berlin Wähler von dieser Kandidatur nicht sehr erbaut find, trotz aller Städten sollen für die Gesundheitspflege allerlei Einrichtungen geangeordnet und ausgeführt worden, weil Fräulein Berson aus persönlichen Wertschäzung". troffen und viele öffentliche Bauten errichtet werden. Bezahlen Gründen des Staatswohls als lästige Ausländerin des Landes zu Von den liberalen Organen aller Schattierungen wird Goller müssen die Filipinos die schönen Neuerungen natürlich, wenn auch verweisen war. Bei Durchführung dieser Maßnahmen haben sich inzwischen den Bündlern als das Mädchen für alles angepriesen, als Onkel Sam einige Garantien übernimmt, wie bei den Eisenbahnen. das Königliche Polizei- Präsidium und die im einzelnen beteiligten ein Freifinniger, der nach eigenem Sinn und Willen politisch denkt Die Inselbewohner haben nun ihre eigenen Ansichten darüber, wie Polizeibeamten in den Grenzen ihrer gesetzlichen Befugniffe ge- und fühlt und den Landwirten große Zugeständnisse machen will, ihnen am besten zu helfen wäre; sie behaupten nämlich, wichtiger halten und gegen die Strafgefeße nicht verstoßen. Ihre Annahme, nicht nur in der Zollfrage, sondern auch in bezug auf die Grenz- als alle Neubauten wäre es, wenn sie für Hauptprodukte, wie Buder daß das Königliche Polizei- Präsidium zu den getroffenen Maß- sperre". Mehr fann man von einem unentivegten Freifinnigen wahr- und Tabak, einen Markt in den Bereinigten Staaten nahmen nicht befugt gewesen sei, weil Fräulein Berson weder in haftig nicht verlangen. Als Anwärter auf die agrarische Kandidatur gewinnen würden. Dieser Markt bleibt ihnen verschlossen; die Deutschland noch in Rußland eine strafbare Handlung begangen wird von der einen Seite Freiherr v. Feiligsch auf Ofen, von der andern hohen Bollschranken schließen ihn ab. Bei der Beratung der habe, ist insofern irrig, als die Bestimmungen der Strafprozeß- Gutsbesizer Baumann in Tröstau genannt, die letztere Kandidatur Philippinenbill wurde ein Amendement, den Zoll auf Zuder und Ordnung über vorläufige Festnahme und Verhaftung für Freiheits- wird aber energisch in Abrede gestellt. Für den Fall einer Tabat, soweit diese Produkte von den Inseln kommen, auf 25 Broz. entziehungen, die zu präventivpolizeilichen Zweden stattfinden, Stichwahl zwischen den Freisimmigen und Sozialdemokraten wollen zu ermäßigen, verworfen. Hinter Zucker und Tabak stehen sehr überhaupt nicht maßgebend, sondern lediglich für die Zwede der im die Bündler für den freifinnigen Kandidaten stimmen. Hoffentlich einflußreiche Gruppen in den Vereinigten Staaten, die ihre ZuInlande stattfindenden Strafverfolgung gegeben find. Eine solche entheben unsere Hofer Parteigenossen den vereinigten Mischmaschstimmung zur Besizergreifung der Inseln nur unter der Bedingung Strafverfolgung des Fräulein Berson im Inlande tam überhaupt ein für allemal aller Sorgen um den Wahlkreis. பவம் gegeben haben, daß ihre Interessen respektiert werden. Gegen die nicht in Frage, vielmehr nur deren Ausweisung als lästige AusSchwere dieser Interessen wiegen die Wünsche der Filipinos feder länderin. Nach dieser Richtung hatte das Königliche Polizei- Präleicht. fidium innerhalb der ihm durch§ 10 Teil II Titel 17 Allgemeinen Neue schwere Kämpfe in Südwestafrika. Der Kongreß hat sogar bestimmt, daß nach dem 1. Juli 1906 der Handel zwischen den Philippinen und den Vereinigten Landrechts gezogenen Grenzen selbständig diejenigen Maßnahmen Berlin, 7. Januar. Nach Meldung Generals von Trotha Staaten nur durch amerikanische Schiffe vermittelt werden darf, was zu treffen, die nach seinem pflichtgemäßen Ermessen zur Erreichung hatte Major Meister am 2., 3. und 4. Januar hart eine Erhöhung der Frachtraten mit sich bringen wird. des angestrebten Zwedes notwendig waren. Wenn Fräulein näckige Gefechte beim Vorgehen von Stamprietfontein Berson sich durch diese Maßnahmen des Königlichen Polizei- Prä- bis Groß- Nabas. Mit dieser Bezeichnung ist anscheinend ſidiums beschwert fühlt, ſteht es ihr frei, an zuständiger Stelle Be- Gei- Nabafarus gemeint. Groß- Nabas wurde nach fünfzehn Der Feind war 1000 Maun start, darunter nach Aussage Gefangener Friedrich Maharero mit 250 Hereros. Genaue Nachrichten über die diesseitigen Verluste konnten noch nicht übermittelt werden, da die Heliographenlinie durch dringend notwendige Telegramme über Truppenbewegung und Nachschub von Verpflegung und Munition vollständig in Anspruch genommen ist. schwerde zu führen Im Wege des Strafverfahrens kann aber nichts veranlaßt werden. gez. Jfenbiel, Oberstaatsanwalt. Gegen diese Entscheidung hat Rechtsanwalt från kl Beschwerde Gegen diese Entscheidung hat Rechtsanwalt från kl Beschwerde beim Oberpräsidenten erhoben. Der Oberpräsident erteilte folgende Auskunft: Potsdamt, 26. Nov. 1904. thund stündigem Kampf genommen. Is C Husland. Schweiz. Bis zum Jahre 1908 haben die Spanier mit den Amerikanern die gleichen Handelsbedingungen auf den Philippinen. Nach dem Frieden von Paris, am 10. Dezember 1898, find den Spaniern auf zehn Jahre dieselben Rechte eingeräumt, welche die Amerikaner sich nehmen würden. Diese richten sich ein, um nach dieser Zeit den fremden Handel soweit wie möglich auszuschließen. Afrika. Zu den Wirren in Marokko. Paris, 7. Januar. Aus Mafine wird gemeldet: Zwischen den maroffanischen Regierungstruppen und den Scharen des Prätendenten fand etwa 30 Kilometer von Udscha ein neuer Kampf statt. Die letzteren wurden geschlagen, zogen sich aber nach einem schon vorher ausgewählten Bunft zurück, wo Verstärkungen bereit standen. As die Regierungstruppen die Fliehenden verfolgten, gerieten sie in diesen Hinterhalt und wurden vollständig aufgerieben. Der Verlust an Toten und Verwundeten beträgt 400 Man. Amerika. Konflikte der Union mit Venezuela. Auf die im Auftrage der russischen Staatsangehörigen Janina Berson erhobene und mir durch den Herrn Polizei- Präsidenten von Berlin vorgelegte Beschwerde vom 13. November 1904 erwidere ich nach Prüfung des Sachverhalts, daß die inzwischen aufgehobene Festnahme Ihrer Mandantin durch die Berliner Polizeibehörde als gerechtfertigt anzusehen ist. Nach den stattgehabten Ermittelungen hatte sich Ihre Mandantin als Reichsausländerin läftig gemacht. Ein Krach bürgerlicher Stellenjägerei in der Schweiz. Deshalb hatte der Herr Polizei- Präsident ihre Ausweisung aus Zürich, 5. Januar.( Eig. Ber.) Eine fürchterliche Abrechnung Preußen beschlossen. Zur Sicherung der Durchführung der Aus- mit der wüsten und leichtfertigen Stellenjägerei der bürgerlichen weisung ist Fräulein Berson festgenommen worden. Es ist ein an- Parteien zur Versorgung der öfters recht minderwertigen Bourgeois- Das Reutersche Bureau" erfährt: Die Vereinigten Staaten erkannter Ausfluß des Staatshoheitsrechtes, daß die zuständigen jugend haben fürzlich unsere Genossen im Züricher haben am 31. Dezember an Venezuela eine Botschaft geschickt, die Verwaltungsbehörden hierzu befugt sind. Den Ausländern stehen se antonsrat vorgenommen. Es war bei der Behandlung auf ein Ultimatum hinausläuft. In dieser wird erklärt, daß, hierbei nicht diejenigen Rechte der Preußen" zur Seite, welche der des Rechenschaftsberichtes des Obergerichtes für 1903, als unsere wenn die darin enthaltenen Forderungen nicht innerhalb Litei II der Preußischen Verfassungsurkunde den diesseitigen Genoffen Pfarrer Pflüger, Buchhalter Heußer und sechzig Tagen vollständig erfüllt werden, eine Staatsangehörigen gewährleistet und welche auch die Angehörigen Schriftfeger Heußer geradezu sensationelle Enthüllungen Lotte geschickt werden wird, die die Zollamter der übrigen deutschen Bundesstaaten nach Artikel 3 der Reichs- über die Zustände im Bezirksgericht Zürich machten. Dasselbe in La Guaira, Puerto Cabello und Maracaibo besezen soll. Man berfassung genießen. Auch die Bestimmungen der Strafprozeß- zählt 25 Mitglieder, die aber ausschließlich bürgerliche Partei- An- hat Grund zu glauben, daß, wenn eine solche Attion für notOrdnung kommen im Ausweisungsverfahren nicht in Betracht, weil gehörige sind. Mit der Wahl unseres Genossen Lang wendig erachtet würde, sie durch ein starkes Geschwader unter die Ausweisung sich nicht als Verfolgung einer strafbaren Handlung aus dem Bezirksgericht in das Obergericht hat die Ar- Admiral Dewey ausgeführt und daß Truppen bis nach Caracas darstellt. Dieser Bescheid ergeht im Rahmen meiner Zuständigkeit beiterschaft keinen Vertreter mehr in dem Bezirksgericht, selbst geschickt werden würden. In den Forderungen ist enthalten zugleich auf die an den Herrn Reichskanzler gerichtete Eingabe zählt dasselbe fein Mitglied mit fozialem Berständnis Erfüllung der Verpflichtungen nach dem Protokoll von 1903 und vom 7. November 1904 und das Telegramm an den Herrn Minister in seinen Reihen. Die empörenden Klassenurteile, die in den letzten Genugtuung für die Ausweisung eines amerikanischen Bürgers aus des Innern vom 6. November 1904, welche mir zur Verfügung Jahren gegen unsere Parteipresse und gegen eine ganze Anzahl Caracas sowie für die ungefeßmäßige Beschlagnahme des Eigentums zugegangen find. Im übrigen habe ich Ihre Eingabe zur weiteren Genossen gefällt wurden, offenbarten der Arbeiterschaft mit schreck der American Asphalte Company. Gleichzeitig haben die Engländer Entscheidung wieder dem Herrn Minister des Innern vorgelegt. licher Deutlichfeit, welcher Geist in diesem ausschließlich bürgerlich bringende Vorstellungen in Caracas mit Bezug auf verschiedene Es geht aus diesen Aftenstücken, die jetzt veröffentlicht werden, zusammengesetzten Gerichte herrscht. Alle Versuche der sozialdemo- englische Beschwerden gemacht, wiederum hervor, daß der Fremde im Deutschen Reiche rechtloser ist, fratischen Partei, die sie feit Jahren bei jeder Wahl machte, bewährte Nach Privat- Telegrammen soll Präsident Castro feine Politit Saſtro feine als der schwerste Verbrecher. Solange ist der Fremde der völligen sozialdemokratische Juristen in das Bezirksgericht als Arbeitervertreter des Ausweichens fortfehen; außerdem ist es bekannt, daß Willkür der Polizeibehörde überantwortet, als er nicht so flug ist, zu bringen, scheiterten an dem demokratisch- liberal- konservativen Venezuela seine Küstenbefestigungen verstärkt und neu einen fleinen Verstoß gegen die Strafgesetze zu begehen; dann Bündnis, das sich zur Aufgabe gestellt hat, das Bezirksgericht zu ar miert. nämlich genießt er die Garantien unserer deutschen Strafprozeß einer Versorgungsanstalt für unreife Bourgeoisjünglinge zu s Ordnung. Solange er sich aber nichts zuschulden kommen läßt, kann machen, die kaum von der Universität gekommen sind und die Polizei mit ihm machen, was sie will. Es liegt in dieser Ver- das daher alle sozialdemokratischen Kandidaten vermöge der wirrung aller Rechtsbegriffe, daß die Rechtssicherheit erst beginnt mit ihm noch als Haninetherde folgenden Majorität der Stimm der Verübung eines Deliftes, tatsächlich eine starke Provokation für berechtigten zurückweist. Es war unvermeidlich, daß bei diesem mit Ausländer, daß sie, um nicht auf Gnade und Ungnade der Polizei überantwortet zu sein, zu ihrer eigenen Sicherheit irgend einen Strafgesetzbuch- Paragraphen verlegen. " Ein polnischer Redakteur im Gefängnis. In der neuesten Nummer der Krakauer Monatsschrift Krytyka" veröffentlicht Dr. Kazimir Rakowski Aufzeichnungen aus dem Posener Zentralgefängnis Bronte. Ratowski ist wegen einiger Artikel in der polnischen Zeitung Praca", deren Verfasserschaft ihm zugeschrieben wurde, zu mehrjähriger Gefängnisstrafe verurteilt worden, aus der er im Dezember 1904 entlassen wurde. Er teilt u. a. mit, daß ihm beim Eintritt in das Gefängnis Kopf und Bart fahl abgeschoren wurden. Er wurde an die Strumpfmaschine gestellt und mußte tägtich mindestens zehn Stunden daran arbeiten; erst später erhielt er Selbstbeschäftigung. Man vergleiche diese Behandlung eines Mannes, der schlimmsten falls im politischen Streit für seine Nationalität zu weit gegangen ist, mit der Behandlung des Hüffener im fidelen Festungsgefängnis.Heinzerei in Mainz. Die„ Mainzer Neuesten Nachrichten" veröffentlichen einen Briefwechsel zwischen dem Domkapitular Dr. Bendir und der Buchhandlung Viktor v. Zabern, die in einem dem Domkapitel gehörigen Hause betrieben wird. " Die Gärung in Rußland. Anschlag auf einen Polizeimeister. Betersburg, 7. Janus. Wie die Nowoje Wremja" meldet, der Justiz getriebenen groben Unfug unfähige und ungeeignete wurde gestern auf den Polizeimeister von Jekaterinoslaw, Elemente zu Bezirksrichtern gewählt wurden, die aber zuweilen von Tager, ein Anschlag verübt. Ein Edelmann Jvanikky, der als den bürgerlichen Parteien den Stimmberechtigten in Bersammlungen, Bittsteller erschien, gab auf den Polizeimeister einen Schuß ab, der in der Presse, in Flugblättern als wahre Idealmenschen mit den besten Charaktereigenschaften, mit den reichsten Kenntnissen, mit der aber fehl ging. Er wurde verhaftet, verweigert aber jebe Erklärung gründlichsten juristischen Bildung, mit peinlicher Gewissenhaftigkeit, über den Beweggrund der Tat. unermüdlichem Fleiße usw., die wahrhaft geborene Richter feien, zur Wahl empfohlen und natürlich dann auch gewählt wurden. Unsere Genossen zeigten nun im Stantonsrat, was für„ feine Herren" da als Bezirksrichter gewählt worden sind. Der Bezirks richter Mettler wurde als vollständig unfähig für seinen Posten bezeichnet; der Bezirksrichter Hanhart fommt in betrunkenem Zustande in sein Bureau, so daß ihn der Gerichtsdiener mit dem Nat nach Hause schickt, er soll in nüchternem Zustande wieder erscheinen; der Bezirksrichter Jordan gehört zu den bedenklichen Elementen; der Gerichtsschreiber ofmann, der inzwischen zurückgetreten ist, war brutal, eigenmächtig und rach fchtig, hielt feine Bureauzeit nicht ein und trieb noch nebenbei lukrative Erwerbsgeschäfte. Das ist so eine nette Blütenlese bürgerlicher Richter und Streber. Pflüger erklärte, daß ihm auch gegen andere Bezirksrichter eine ganze Anzahl von Beschwerden zugegangen, die er aber wegen Mangel an Zeit noch nicht habe gründlich prüfen können. Offenbar ist noch mehr faul im Züricher Bezirksgericht. • Das Petersburger Fort Chabrol". Unter den Ereignissen an den höheren Lehranstalten Rußlands, welche ihren Teil zur Konstitutionsbewegung dieses Landes beitragen, erregt eines unser ganz besonderes Interesse. Es ist dies die Verteidigung des Petersburger Polytechnikums gegen einen Ueberfall feitens der Polizei. Am Montag, den 12. Dezember, erschienen um 12 Uhr nachts in dem 15 Kilometer von Petersburg entfernten Gebäude des Internats des Petersburger Polytechnikums ein Polizeileutnant mit einem Wachtmeister, um eine Haussuchung im Zimmer eines am Vorabend bei der Demonstration festgenommenen Studenten vorzunehmen. Sofort famen sämtliche Studenten( es sind ihrer 1500) aus allen Zimmern herbei, versammelten sich im Vestibül, drängten sich auf den Treppen und Korridoren bis zum oben erwähnten Zimmer, welches sie bald vollständig ausräumten und nur einen Waschtisch zurückließen. Der Polizei tamen sie mit Zischen und Geschrei entgegen, ließen sie zwar ins Zimmer dringen, jedoch als sie bereits Am 4. Oktober 1901 schon erhielt die Firma von dem Dom Der Präsident des Bezirksgerichts, Holz, Auch- Demokrat und drin war, erlosch das elektrische Licht und dem Polizeileutnant wurde tapitular ein Schreiben, in welchem sich folgender Basins befindet: Mitglied des Kantonsrates, suchte alle vorgebrachten Beschwerden und ein Schlag ins Gesicht versetzt. Der Leutnant machte sich, begleitet Zu unserem Befremden müssen wir die Wahrnehmung Anklagen zu entkräften und die Sache zu beschönigen, während vom Zischen der Studenten, aus dem Staube. Als er und der machen, daß die sämtlichen Auslagefenster sowie die Ladenräume, die Dr. Bissegger, der Chefredakteur der„ Neuen Züricher Zeitung" Wachtmeister sich außerhalb des Internats befanden, benachrichtigte wir Ihren Wünschen gemäß herstellen ließen und welche nunmehr und Hauptmacher der ganzen bürgerlichen Politik im Kanton Zürich, dieser die Sicherheitsabteilung, daß Militär nötig sei. Die Studenten von außen fast ganz übersehen werden können, durchweg mit so versprach, das Mögliche zu tun, um die begangenen Fehler wieder jedoch beriefen noch zu 1 Uhr nachts eine Versammlung ein, um über genannten Kunstprodukten der neuesten Richtung gut zu machen, nachdem der Hochmut seiner Klasse zu Fall gekommen. Das weitere Vorgehen zu beraten. Auch die Professoren beteiligten ausgestattet und dann auch in einigen der Schaufenster Literatur- Von diesem Versprechen eines Hauptschuldigen, Buße zu tun, ist sich an dieser Versammlung und erklärten, daß die Polizei in das erzeugnisse sehr zweifelhafter Natur in größerem Umfange nicht viel zu halten. Dagegen dürften den Wählern die sozialdemo- Territorium der Hochschule feinen Eintritt finden werde. Nun wurde Wir fügen hinzu, wir daß zusammengestellt sind. für fratischen Enthüllungen die Augen darüber geöffnet haben, was alles eine Verteidigungskommission organisiert, das Gebäude folche Ausstellungen die Räume nie und nimmer so her- ihnen die bürgerlichen Barteihäupter zumuten, wie sehr sie mit den Barrikadengräben umschüttet, Saugpumpen aufgestellt, selbst die Aehnliche gestellt hätten." Klagen wiederholten fich in Uebermenschen" hinters Licht geführt wurden und sie werden in Tische wurden auseinandergenommen, deren Füße an die Studenten Der Folgezeit. Am 18. Dezember 1902 folgte eine weiterer Brief Bukunft kritischer sein und nicht mehr das gedankenlose Stimmvieh als Verteidigungsknüttel verteilt, furz, alles was irgendwie zur Abdes Domtapitular Dr. Bendig mit folgendem Inhalt:„ Wir werden abgeben. wehr dienen konnte, wurde in Gebrauch genommen. Dieser bewaffnete von dritter Seite darauf aufmerksam gemacht, daß Ihre Ausstellung Gegen die Wahl der Richter durch das Bolt Bustand hielt bis zum nächsten Morgen an; am 13. Dezember frühmorgens in den Schaufenstern dermalen zu ernsten Bedenten Versprechen diese schlechten Erfahrungen troßdem nicht und lassen sie wurden Patrouillen aufgestellt und mit gehißter roter Fahne und anlassung bietet. Wir empfehlen Ihnen dringend, die Anstoß er sich dagegen auch nicht verwerten. regenden nachten Geftalten aus den Fenstern zu entfernen, die ichon Fehler macht, vermag auch, fie wieder Bolt ber Demokratie, das begeisternden Gefängen begaben fich die Studenten im Zug nach der zu korrigieren. Sie werfen Forstschule, die zwei Kilometer von der technischen entfernt ist, um an sich, insbesondere aber durch ihre Zusammenstellung mit Objetten ein sehr bedenkliches Licht auf den moralischen Zustand des Bürger- dort Hülfe zu holen. Blöglich erhielten sie Nachricht, daß die bes religiösen Charakters Mergernis erregen. Die bischöfliche Dotations- tums, das angefault, torrumpiert und im Niedergang begriffen ist rittene Polizei herannahte, machten also Kehrt. Indessen hatte der verwaltung fann die Aergernis erregende Benutzung der Räume und lassen die soziale Demokratie an Stelle der herrschenden Rat der Professoren den Direktor überzeugt, selbst Maßregeln zu nicht zulaffen." Nach längerer Bause wurde die Firma am 12. De- itapitalistischen als dringend notwendig erscheinen. I ergreifen. Sofort wurde der Befehl erteilt, sämtliche GinGebäude mit gange zu verbarrikadieren und zu schließen. Die Dekane der einzelnen Hochschulabteilungen stellten sich an den Ausgängen auf und erklärten, daß die Polizei nur unter Anwendung von Ge- Walt eindringen werde. So verlief die Zeit bis 6 Uhr abends, da lehrte die Polizei nach der Stadt zurück. Jetzt begab sich der Direktor Fürst Gagarin zum Finanzminister, dem das Polytechnikum unter- stellt ist, und erhielt von ihm die volle Garantie, daß die Polizei nicht wieder erscheinen werde, er gab ihm auch die Vollmacht, sie keinesfalls zuzulassen; dieses teilte der Minister in Gegenwart des Fiirsten Gagarin auch telephonisch dem Stadthauptmann mit. Mit diesen Garantien kehrte der Direktor nach der Hochschule zurück und machte den Studenten aus einer noch um 10 Uhr abends einberufenen Versamnilung davon Mitteilung. In einer längeren Resolution legte das Professorenkollegium am 13. Dezember seine Meinung über diese Lorfälle nieder. Der bemerkenswerte Schluß dieser Resolution sei hier wörtlich angeführt: „Der Professoreurat gibt seiner tiefen Ueberzeugung Ausdruck, daß es nicht lokale akademische Ursachen sind, welche die Störungen im normalen Lauf der Lehranstalten erzeugen und ihnen einen chronischen Charakter verleihen, sondern, daß es die gesamten Zustände der Staats- und Gesellschaftsordnung sind, die dies hervorrufen. Die Swdcntenunruhen sind unumgängliche Begleit erscheinungen der jetzigen Staats- und gesellschaftlichen Zustände Rußlands bei dem Grade politischer Entwickelung, welche die russische Gesellschaft jetzt erreicht hat. Keine Reglenlentierung des Lebens der Höheren Lehranstalten ist imstande, die Studenten- unruhen aus der Welt zu schaffen, da, wenn auch jeder Anlaß zu Unruhen im lokalen akademischen Leben fehlt, es die eine oder die andere Erscheinung, die auf dem Boden unseres StaatslebenS entsteht, sein kann, die in die empfängliche nud eindrucksfähige Mitte der lernenden Jugend plötzlich einen Funken werfen kann. Die akademische Jugend, welche die politische Stimmung der umgebenden gesellschaftlichen Sphäre wieder- spiegelt, gibt sich diesen Stimmungen unmittelbarer und mit größerer Gewalt hin. Darum muß die Grundlage zur Beruhigung des akademischen Lebens die Beruhigung der gesellschaftlichen Mitte sein. Infolge des oben Gesagten hält es der Rat für seine moralische Pflicht, zu erklären, daß es auch sür die höhere Lehranstalt in Ruß- land unbedingt und unumgänglich notwendig ist, eine Rechts- ordnung zu schaffen, die dem gesellschaftlichen Rechtsbewußtsein entspräche, eine Rechtsordnung, die die Unantastbarkeit der Person und des HeimS eines jeden Bürgers aaran- tiert, die Freiheit der Preffe und Versammlungen, Gleich- heit aller, ohne Unterschied der Klasse, der Nationen und der Religion und ohne sonstige Unterscheidungen vor ein und demselben Gesetj, das für alle gleich bindend ist. Eine unbedingte Not- wendigkeit und zugleich die einzige Garantie sür eine solche Rechts- ordnuitg ist die»veitgehende Beteiligung einer frei gewählten Volksvertretung an der Ver- wirklichuna der gesetzgebenden Macht und an der Äonttolle über die Tätigkeit der Administratton. Der Professorenrat ist fest überzeugt, daß erst die Einführung ehrer Rechtsordnung, die auf den unerschütterlichen Garantien eines Grundgesetzes ruht, den Lehrenden »ad Studierenden der höheren Lehranstalten die Möglichkeit ge- »vähxen wird, ihre Kräfte endlich ganz der wissenschaftlichen Arbeit und dem Wohl des Baterlandes zu lvidmen." ES ist das das zweite Professorenkolleoium, daS sich zugunsten einer Verfassung ausgesprochen hat.(Das erste war das des Kiewer Polytechnikum?, worüber wir seinerzeit berichtet haben.) Wie die russischen Professorenkreise immer mehr in die Reform- bewegung hineingezogen werden, ist auch zu ersehen rnis der Zustimmung, die der von einem Professor in der Presse angeregte Gedanke an einen Professorenkongreß gefunden hat. Die letzte Nummer der Zeitung„Raschi De»" bringt folgende Professoren- kundgebnng: „Wir, die hier unterzeichneten Professoren der höheren Lehr- «nstalten, begrüßen aufs lvärmste da» Erscheinen in der Presse der Arttkel von Z. A. Timwiaiasen„Die akademische Freiheit"(in der „Rußijo Wedomosto"), welche die jetzige anormale Lage der Höheren Lehranstalten vorzüglich zum Ausdruck bringen, wir erklären un» mit den hier ausgesprochenen Anschauungen vollständig solidarisch und finden cS unaufschiebbar, die Institution der Association der Professoren zu schaffen und auch die Einrichtung von Professoren- kongressen zur Erlangung der akademischen Freiheit." ES folgen die Unterschriften von 2(5 Professoren. Die Uebergabe der Port Arthur- Truppe»». Port Arthur, 6. Januar.(Meldung deS„Reuterschcu BureanS".) Die russischen Schntzeuregimenter Nr. 5, 13, 14, 15 und 16, zusammen 186 Offiziere und 5431 Mann, sind heute a«S Port Arthur ausgerückt, um sich in die Gefangen- schaft der Japaner zu begeben. Tokio, 7. Januar. General Nogi berichtet aus Port Arthur, daß sich bis gestern mittag ferner in Kriegsgefangen- schaft begeben haben die russischen Schützenregimenter Nr. 25, bestehend aus 42 Offizieren und 1432 Mann, Nr. 26 mit 46 Offizieren und 1426 Mann, Nr. 27 mit 58 Offizieren und 1178 Mann. Tokio, 6. Januar. In einer Unterhaltung mit japanischen Marine-Offizieren erfuhr der Korrespondent des„Reuterschen Bureaus" über den Zustand der russischen Schiffe in Port Arthur, daß sich augenblicklich nur zehn brauchbare Schiffe im Hafen von Port Arthur befinden. Diese Schiffe lvurden von den Russen benutzt, um von den gesprengten Kriegsschiffen »vieder an Land zu gehen. Der Hafen ist durch die gesunkenen .Kriegsschiffe fast völlig gesperrt und es ist gefährlich, durch die Minenfelder Schiffe hindurch zu bringen. Bei dem Mangel au Tauchermaterial konnten die gesunkenen Schiffe bisher noch nicht untersucht werden. Tokio, 7. Januar.(Amtliche Meldung.) Angesichts der Besetzung der ganzen Halbinsel Liauwng durch die Japaner wurde die Blockade, die am 1. Januar durch Admiral Togo erklärt war, niit dein heutigen Tage aufgehoben; allein gegenwärtig ist es keinem Schiffe, außer denen, die in Diensten der japanischen Regierung stehen, gestattet, in den Hafen von Port Arthur einzulaufen. Krieg und Sittlichkeit. Bürgerliche Schriftsteller und Militärs, darunter sogar ein M o l t k e, haben allerlei über die sittliche Reinigung und Verjüngung der Menschen durch den Krieg gefabelt. Wie furchtbar entsittlichend der Krieg in der Tat wirkt, schildert der Kriegsberichterstatter der„Frankfurter Zeitung" folgender- niaßen: „Auf dem ganzen Wege war in den Hunderten von Dörfern, durch die wir ritten, kaum ein einziges Haus von dem Besitzer deS- selben bewohnt. An den meisten Orten waren die Häuser einfach ver- lassen, jeder, der Lust hatte, konnte ungehindert in das öde leere HauS hlneingehen, durch dessen offene Fenster und durch dessen zerbrochene Türen der Regen hineinpeitschte und der Sturm heulte. Nur in den größeren FansaS. deren Besitzer offenbar wohlhabend waren, war einer vom Gesinde zurückgeblieben, um die Sachen zu bewachen, die nicht fortgeführt oder versteckt»oerden konnten. Von großem Nutzen waren die Wächter aber nicht, denn wer Holz nötig hatte, zerschlug ohne lange zu frage», die Schranke, Stühle und Tisch», die sich im Hause vorfanden, er nahm es trotz der Drohungen und Bitten des armen zurückgebliebenen Knechtes, der für das Eigentum seines Herrn aufzukonrmen hatte. Die Zeit der Verhandsimgen ist eben vorbei: jetzt gilt ihre Leser detrogen, dem Feinde doch de- aber sie sind unbe- hier nur noch ein Gesetz, das des Krieges«nd nur«in Recht, das de? Stärkere»... Die einförmigen Tage und die„hohen Feste' des Kriege? umschließt überall und immer derselbe Rahmen: Ein Land, in dem die Arbeit jählings unterbrochen,>vo Frauen und Kinder vor Angst weinen, wo das Recht deS Besitzer« aufgehobr», die Ernte zerstört »der vor der Zeit verbraucht worden ist, wo die mciischlichcn Wohnungen zu Ruinen verfnllcn und Not und Berbrcchcn herrschen. Wie der Stein, der ins Wasser getvorfen wird, immer weitere Kreise zieht, so breitet sich die Sorge von Tag zu Tag, so lange der Krieg dauert, immer weiter aus, über Tau sende von Meilen. Die Sorge kauert in den Häusern von Hundert« t a u s e n d e n. Sie sind nicht wahr die alten von Geschlecht zu Geschlecht sich fortpflanzenden Erzählungen von der begeisternden Macht des Krieges. Der Krieg ist als Handlung barbarisch, als Schauspiel armselig und häßlich. Er verlangt Entbehrung auf Entbehrung, er ermüdet den Körper und stumpft den Geist ab. Der Krieg ist cinc Ehre oder ein Borteil für wenige, für keine» ein Glück. Ein Fluch ist er, der auf den Nationen ruht, daß er weder entbehrt noch ausgerottet werden kann." So urteilt ein Mann, der den Krieg miterlebt hat! Speziell über die K r i e g s z e n s u r schreibt die R u s s": „Nur diejenigen, die den Gang der militärischen Operationen nach ausländischen, und zwar nach unzensierten ausländischen Nachrichten verfolgten, konnte» erkennen, daß die Japaner all- mählich die wichtigsten Positionen besetzten und der Fall der Festung daher nicht besonders weit entfernt sein konnte. Die Leser der russische» Zeitungen mußte» ganz anderer Ansicht sein. Jeden Tag suchte man sie davon zu überzeugen, daß vor Port Arthur immer noch um d ie v o rgeschobenen Befestigungen gekämpft werde, daß eS zu einem Sturm auf die permanenten Forts noch nicht gekommen sei und die Belagerung daher noch eine unbestimmte Zeit sortdaucrn könne. Warum hat aber die russische Presse warum hat sie jene Wahrheit verhüllt, die kannt war? Diese Vorwürfe werden laut, rechtigt oder an die falsche Adresse gerichtet. Die Nummer des„Rnsski Jnwalid" vom 21. Dezember schreibt: In den Telegrammen, die in dieser Nummer abgedruckt seien, werde bereits der Fall Port Arthurs mitgeteilt, in der mili- tärischen Rundschau aber werde gesagt, daß die Operationen des rechten feindlichen Flügels„zu nichts Wesentlichem geführt und unverhältnismäßig viel schwerere Opfer gekostet hätten", daß die Japaner eine Befestigung besetzt hätten, die sie„als das Fort Oerlungschan bezeichneten", daß die Forts«unschuschan,„II" und Palungichan ebenfalls„vorgeschobene Befestigungen seien", daß die „geringen Resultate der bereits über 10 Monate dauernde» Be- lagcrnng Port Arthurs" in Japan die äußerste Nervosität und wachsende Unruhe hervorriefen. „Und alles dieses wurde in einem Moment geschrieben, wo die Nachricht von der Kapitulation i» Petersburg bereits eingetroffen war»nd allgemeiner Enthusiasmus in Japan herrschte!? Wozu eine solche... Entstellung der Wahrheit? Die?kot- wendigkeit einer KriegSzensur wird von jedem erkannt. Selbst- verständlich wäre es ein Verbrechen, wenn man in der russischen Presse und aus russischen Quellen solche Nachrichten über Port Arthur, wie die Erschöpfung der Kriegsvorräte und des Proviants, die Zunahme der Erkrankungen in der Garnison, die Beschädi- gungen der Forts usw., mir einen» Worte alles, was der Feind ausnutzen, was seine Zuversicht heben konnte, mitgeteilt hätte— welchen Nutzen aber konnte das Verschweigen der Tatsache bringen, daß die Japaner per nia- nent Forts zu erstürmen suchten? Waren die Herren Kriegszensoren oder die Personen, die ihnen ergänzende Instruktionen geben, wirklich der Ansicht, daß die russische Presse durch solche Nachrichten die Japaner selbst in die Irre führen »nd zur Annahme verleiten könne, das Fort, das sie stürmten, sei kein permanentes, sondern ein temporäres Werk, nach dessen Einnahme der Belagerer einem noch furchtbareren Fort gegenüberstehen werde? Von solchen Annahmen konnte man sich in der KriegSzensur natürlich nicht leiten lassen, die„Entstellung der Wahrheit" hatte folglich einen anderen Zweck. Aber welchen? Wahrscheinlich die Beruhiguiig der russischen Gesellschaft. Meine Herren Kriegszensoren, erlauben Sie uns die Be- merkung, daß wir einer solchen Beruhiguiig nicht bedürfen I Wir wollen die Wahrheit, jene ganze Wahrheit, deren Beröffentlichnng dem Gegner keinen Nutzen bringen kann! Für die Nerven der russischen Gesellschaft zu sorgen»nd sie vor verfrühter Unruhe zu behüten, ist aber nicht die Aufgate der KriegSzensur." Die russische Preffe über den Fall Port Arthurs. Die„Ruß", die eine ganze Reihe erregter Artikel ver- öffentlicht, sagt: „Der Fall Port Arthurs ist ein welthistorisches Ereignis, daS unS veranlasien muß, nachzudenken, zur Besinnung zu kommen. Jetzt, wo das Sühnopfer auf dem Scheiterhausen ver- brannt ist und«vir von der Verpflichtung befreit sind, zum Entsätze Port Arthurs vorzudringen, muß das volle Licht des Ver st an des in sein Recht treten. Die Ungewißheit kann nicht länger dauern. Versuche und immer wieder Versuche, die dieser lliigewißheit ein Ende machen sollen, führen nur zu Niederlagen, Rückzügen und Katastrophen. WaS soll weiter werden? Das Land fühlt es. daß sich nach einigen weiteren Schritten in derselben Richtung ein Abgrund auf- tut, aus dem man sich nur um den Preis eine« furchtbaren historischen Unglücks retten kann. Demt in der Tat: im Landkrieg«— eine Niederlage, im Seekriege— eine Stied-rlage. im FestunaSkriege— eine Niederlage. Was ist noch nicht versucht worden? WaS muß die Armee empfinden, die da sieht, daß ihre Existenz dem Lande nur Nieder- lagen bringt?..." „Wenn alleS in klarer und überzeugender Weife dem Volte zur Kenntnis gebracht ist, so wird nach unserer Anficht der Krieg zu Ende geführt werden; gleichzeitig glauben wir aber auch, daß die Beratung der allaemernen Sachlage durch gewählte Vertreter deS Landes das einzige Mittel ist, um die Sache in gehöriger Weise zu Ende z» führen." Die„ B i r s h c iv i j a W j e d o m o st i" schreiben: „Port Arthur ist gefallen wie ein Held der Sage, und auf feinen Trümmern prangt statt der Bndreas-Flagge die Devise: „Die Kraft liegt im Wisien, und da« Wissen wird von einer freien Presse gegeben." Der ostasiatische Krieg ei« Kreuzzug! DaS Pariser sozialisttsche Organ„Tribüne Russe" ist in den Besitz einer Eingabe PobjedonoSzews an den Zaren ge- langt, die folgendermaßen beginnt: „Unser Herr und Gott JeiuS Christus hat Dir die heilige Sendung aufgetragen, das rechtgläubige Kreuz im äußersten Osten inmitten von Bevölkerungen auszurichten, die an Götzen und nicht an Gott glauben, die folglich nicht GotteS Ebenbild zeige», sondern der unreinen Tierart der Affen gleichen. Die Siegcsstunde ist nahe" usw. Eine geradezu tolle Leistung des Oberprokurators deS Heiligen Synod I Seltsam nur, daß der„Lenker der Schlachten" bisher den Götzenanbetern und„Affen" den Sieg beschert hat!—__ Versicherungsanstalt Berlin entgegen. Für den vor- stand berichtete S i m a n o w s k i sehr ausführlich über eine Reihe innerer Verwaltungsangelegenheiten sowie über Maßnahmen sozial- politischen Charakters. Von letzteren ist zu erwähnen die erfolgte .Regelung des Urlaubs der Beamten und Llngestellten der � Anstalt, der für das sogenannte niedere Personal auf 10 Tage jähr- lich bemessen worden ist.— Von wesentlichem Einflüsse auf die Geldvelcihung an gemeinnützige Vereine und Genossenschaften dürfte der Umstand sein, daß die Landes- Versicherungsanstalt nicht mehr Gelder zur ersten Hypothek hergibt, sondern nur noch die Zinsen der zweiten Hypothek garantiert. Dieser Modus hatte beispielsweise zur Folge, daß die Hirsch-Duncker- schcn Gewerkschaften die zum Bau ihres Verbandshauses nötigen Gelder der zweiten Hypothek zirka% Proz. billiger bekamen wie die der ersten Hypothek.— Daß der Vorstand der Anstalt auch recht zarte Rücksichten auf die Unternehmer bei Streiks nehmen kann, ist beim Bau des neuen Verwaltungsgebäudes deutlich offenbar geworden. Das Gebäude konnte in seiner inneren Vollendung zum kontraktlichen Termin, dem 1. Oktober, nicht fertiggestellt werden, weil der Vor- stand, soweit er sich aus Beamten und Arbeitgebern zusammensetzt, beim Streik der Glaser usw. den ausführenden Unternehmer nach Belieben schalten und walten ließ. Als die Arbeitervertreter dagegen ihre Bedenken geltend machten, wurde ihnen erwidert, daß das Gebäude zu der Zeit, wenn es gebraucht würde, mit Leichtigkeit fertig sein werde. Dies war jedoch nicht der Fall und hatte überdies noch den Nachteil, daß das Schiedsgericht für Arbeiter-Versicherung, dessen Verlegung in das neue Gebäude anfänglich geplant war, wegen nicht rechtzeitiger Fertigstellung der in Aussicht genommenen Räume von der Lokalverlegung Abstand nahm.— Beschlossen ist sodann eine Erhöhung der Unterstützung von Familien, deren Ernährer sich in einer Heilstätte der Landes-Versicherungs- anstalt befindet, falls der Bundesrat diesen Beschluß genehmigt.— Eine scharfe Kritik übte Simanow-li alsdann an dem eigen- mächtigen Handeln des Herrn Dr. Freund, des Vor- sitzenden der Anstalt, wie es in besonders drastischer Weise bei der von diesem auf eigene Faust geforderten, von den städtischen Körperschaften indes abgelehnten Anstellung eines vierten� Beamten zutage getreten ist. Redner bemerkte, es sei kein Vergnügen, mit Tr. Freund zusammenzuarbeiten. Am liebsten ordne dieser alles selbständig an, ohne sich viel um den Gesamtvorstand zu bekümmern. Es vergehe auch kaum eine einzige Sitzung, wo es nicht Dn>ercnzen mit Dr.Freund gäbe. Woldcrski, ebenfalls Vorstands- Mitglied, bemängelte gleichfalls das eigenmächtige Benehmen des Herrn Dr. Freund. Dieser habe wohl eine sozialpolitische Ader, sei jedoch ein Autokrat vom reinsten Wasser. So z. B. sei es ihm bisher niemals eing. fallen, dein Gesamtvorstand Aufschluß �er die Geschäftsvcrteilung des beamteten Vorstandes zu geben. Erst die bekannte Ablehnung des vierten Beamten habe ihn jetzt dazu bewogen. Von dem Antrags des Herrn Dr. Freund an den Magistrat um Anstellung jenes Beamten habe der Gesamtvorstand überhaupt nicht eher etwas zu wissen bekommen, als bis es in der Presse stand. Aehnlich ungünstig über Tr. Freund urteilte auch W a r n st, der als Vorsitzender des Ausschusses den Ausschutzbericht gab. Dieser Redner erwähnte unter anderem auch«ine Beschwerde der im Handelshülfsarbeiter-Verband organisierten Hausdiener von der Heil- stätte Belitz, bei der sich schließlich herausgestellt habe, daß die An- gaben der Beschwerdeführer nicht in allen Teilen der Wahrheit ent- sprachen. Demgegenüber sei eine Beschwerde deS Personals der Licht-nbcrger Anstalt, weil vollständig beweisbar, als durchaus be- rcchtigt anerkannt und Abhülfe geschaffen worden. Ebenfalls habe der Ausschuß eine allgemeine Lohnerhöhung des Personals der genannten Institute der Anstalt in Vorschlag gebracht, die vom Vorstande akzeptiert worden ist. auch soll ein Arbeiter-AuSschuß eingeführt werden. Als sehr auffallend bezeickmct eS her Redner. daß von 017 Rentenablehnungen 159 wegen Verfall der Anwartschaft erfolgen mußten. Die betreffenden Antragsteller hatten sich eben nicht genügend um daS Kleben der Jnvalidenmarken gekümmert, so daß die Gültigkeit ihrer Karten verloren ging.— Dw Einnahmen und Ausgaben der Landes-Bersicherungsanstalt balanziercn in der Summe von 10 868 429 M. Das Vermögen der Anstalt beläuft sich auf zirka 65 Millionen Mark. Infolge der vorgerückten Zeit wurde die Diskussion über die Berichte bis zur nächsten Versammlung vertagt. Steglitz. In der Versammlung des WahlvcrcinS am 4. Januar gab der Kassierer den Kassenbericht pro Oktober/Dezember 1904; nach demselben beträgt die Einnahme 553,03 M., die AuSgabe 108,63 M., an den Zentralverein wurden abgeliefert 368,68 M.— Genosse T i na t erstattete den in voriger Sitzung wegen Zeitmangels zurückgestellten Bericht über die Generalversammlung des Zentral- Wahlvereins in Tempclhof. Redner führte unter anderem Klage über den bei einzelnen Punkten vorgenoinmenen gewaltsamen Tebattenschluß durch Schlutzanträge. In der Diskussion wurde ent. schieden protestiert gegen das sowohl vom Vorstandstisch als auch von: Genossen Z u b e i l beliebte Schulmeistern derjenigen Wahl- vereine, die sich erlaubt hatten, gegen die Vorschläge und Anträge des Vorstandes zu opponieren. ES wurde betont, daß die Steglitzer Parteigenossen durchaus nicht gewillt seien, sich auf den„Herden- standpunkt" herabdrücken, und den Grundsatz„Zahlen und Maul- halten" innerhalb d.Z Zentral-WahlvereinS einreißen zu lassen. — Genosse L e i m b a ch gab einen kurzen Ueberblick über die Ver- Handlungen der hiesigen Gemeindevertretung und zeigte an einzelnen Beispielen, wie die auf dem Rathause lierrschende Mehrheit die „Interessen der Allgemeinheit" vertritt, welches Schlagwort bekannt- lich von jener Seite d Wahlzeiten bis zum Ueberdruß wiederholt wird. Die Diskussion förderte noch manches Interessante aus dem Dorfparlament zutage.__ Der Konflikt im Ruhrrevrer. Essen«. R., 7. Januar. Ter Bcrgbauvercin veröffent- licht folgende Bekanntmachung: Auf Zeche„Bruchstraße" ist heute früh mir ein geringer Teil der Belegschaft angefahren. Die Behauptung verschiedener Zeitungen, daß den Bergleuten die Kohlen für ihren Hausbrand verweigert feien und daß des- halb der Ausstand heute ausgebrochen sei, ist falsch. In normalen Zeiten werden von»nS von 1600 Wagenförderungen noch nicht 30 Wagen täglich für Deputatkohlen verlangt, wäh- rend in den letzten Tagen 40 Wagen täglich dafür geliefert und heute jeder siebente Wagen, also über 200 Wagen, für diesen Zweck für heute und die nächsten Tage angeboten waren. Die Belegschaft verlangte schriftliche Zusicherung, daß sie bis nächsten Dienstag mit Kohlen für diesen Monat zu versorgen wäre. Diese Zumutung wurde abgelehnt. Die gleichfalls als Beschwerdcgrund angeführte Dauer der Seilfahrt von einer Stunde ist in der Mehrzahl der großen Zechen von jeher im Gebrauch. Die Behauptung, daß das Militär von Stinnes um Ein- greifen im Falle eines Ausstandes angegangen sei, ist nach dessen Angabe unwahr._ Versammlungen. Der Arbeitervertreter-Berein nahm in seiner Versammlung am Tonnerstag den Jahresbericht über die Tätigkeit des Vorstandes und des l�et�re f�ackrickten unci vepefcken. Breslau. 7. Januar. Die„Schlcsische Zeitung" meldet aus Saarau: Tie Verschütteten auf der Kulmizschen Braunkohlen. grübe sind trotz eifrigster Arbeit vorläufig nicht zu retten, da sich den Bergungsarbeiten große Schwierigkeiten entgegenstellen. Es dürfte acht Tage dauern, bis man zu den vier Verschütteten gelangt. Ter heute morgen Gerettete ist vormittags verstorben. Bremen. 7. Januar.(W. T. B) Aach einer Meldung der „Wescr-Zcitung" ist im starken Sturm der letzten Nacht daS Feuer- üsschusseS der Landes-' schiff„Borkum-Rifs" mit 14 Mann Besatzung vertrieben._ Berantw. RedakUPaul Büttner, Berlin. Inserate veranlw.(mit Ausnahme der.NeueWcll"-Beilage):TH. Glocke. Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Suchdr. u VerlagSanst.Paul SingerÄ(So..BerlinSW. Hierxu 4 Beilagenu.U»terhalt«u»S»t. *7- 22 � 1 Keilllge des JotnW letliitet NslksdlM. Partei- JVacbrlchten. DaS Grab van Karl Marx. Die.Breslauer VoUSwacht" veröffentlicht die Zuschrift eines Freundes aus London, der kürzlich daS Grab� von Karl Marx besuchte. Der schildert darin, wie der- nachlässigt das Grab unseres großen Vorkämpfers in einem der öden Friedhöfe Londons ist. Im Kommunistischen Arbeiter-Bildungs- verein ist ihm gesagt worden, daß man mehrfach versucht hätte, einen Denkstein zu setzen, die Mittel hätten jedoch nicht aus» gereicht. Ja der Ttadwerordneten-Bersammlung in Stettin wurde unser Genosse Vogtherr zum zweiten Schriftführer gewählt. Wir ei» schwedischer Bischof die sozialdemokratische Presse unter- stützt. Unser Malmöer Bruderorgan.Arbetet" brachte dieser Tage die erfteuliche Mitteilung, daß es einen neuen festangestellten sehr befähigten Mitarbeiter in der Person des bisherigen Dozenten an der Universität Lund, Bengt LidforS, gewonnen habe. Diesen Gewinn hat das Blatt dem Prokanzler der Universität, Bischof B i l l i n g, zu danken. Bengt Lidfors hatte ein Dozenten- stipendium von 1200 Kronen und als Leiter des pslanzenphyfiologischen Juslituts ein Gehalt von 1500 Kronen. Das Dozentenstipendium sollte zum Jahreswechsel erneuert werden, was auch von der Fakultät und dem Konsistorium befürwortet wurde. Der Bischof Willing lehnte aber die Erneuerung des Stipendiums ab und zwar lvegen der freiheitlichen und sozialdemokratischen Gesinnung des Dozenten, dessen wissenschaftliche Tüchtigkeit allgemein anerkannt wird, Das veranlaßte Bengt Lidfors, zu dem sozialdemokratischen Organ Von Malmö in ein festes Arbeitsverhältnis zu treten. Hus Induftrie und Handel Börsenmache. Seit einigen Tagen wird an der Börse in höchst origineller Weise für die neue Ruffen-Anleihe Stimmung gemacht. Um nach außen den Anschein zu erwecken, als sei starke Kauflust für die neuen„Russenwerte" vorhanden, haben die Emissionshäuser verschiedenen Börsenmaklern größere Beträge derAnleihe zum Emissions- kurS von 95 Proz. überlassen und kaufen die von diesen angebotenen Stücke nun teilweise zum Kurse von 96 und 96'/g Proz. zurück. Die Folge ist, daß in den Börsenberichten die Meldung erscheint, in der neuen russischen 4'/, prozentigen Staatsanleihe fanden lebhafte Um- sätze zum Kurse von 96'/, Proz, statt. Woraus dann der mit der Mache nicht vertraute kleine Kapitalist natürlich schließt, eS bestände bereits eine rege Nachftage in den neuen Obligationen, so daß es vielleicht ratsam sei, sich an der Subskriptton am 12, d. M, zu beteiligen. Ebenso werden die anderen russischen Anleihewerte künstlich hochgehalten. Als heute die Obligationen der 1902er russischen Anleihe in größerer Anzahl angeboten wurden, trat sofort daS Bankenkonsortnnn in Aktion und übernahm das ganze angebotene Material. Da die Banken ja von dem Ertrag der neuen Anleihe bis zur Höhe von zirka 32 Millionen Mark fiir derartig«„Stützungs- zwecke" verwenden dürfen, können sie sich solche Käufe leisten. Die»berschlestschen Hochofenwerke blicken auf ein recht gutes Geschäftsjahr zurück. Es wurden von einzelnen Mtgliedern des RoheisensyndikatS zwar erheblich größere Posten von Roheisen zum Verkauf gestellt, aber trotzdem waren nach dem.Breslauer General« Anzeiger" die Roheisenbestände am 1. Januar 1904 nur zirka 19 000 Tonnen groß, während sie am 1. Januar 1905 35 000 Tonnen betrugen. Die Bestände find im verflossenen Jahre meist von Quartal zu Quartal zurückgegangen, und zwar betrugen sie am 1. April 23 000 Tonnen, am 1. Juli 11 000 Tonnen, und nur am 1. Oftober trat eine Steigerung von 3000 Tonnen ein. Für die günstige Entwickelung des Absatzes kommt in erster Reihe die Belebung in Betracht, die das Gießerei-Roheisengeschäst erfahren hat, da die Gießereien auch ihrerseits eine erhebliche Steigerung ihres Absatzes zu verzeichnen hatten. Das Exportgeschäft, für welches eigentlich nur Oesterrcich-Ungarn in Frage kommen kann, ist durch das Abkommen, welches das oberschlesische Roheisenshndikat mit dem österreichischen Eisenkartell getroffen hat, so ziemlich gegenstandslos geworden. Der Preisstand am österreichischen Markt ist im Verhältnis zu den Erlösen, die im Jnlande erzielt werden können, übrigens so ungünstig, daß nennenswerte Abschlüsse für Oberschicsien auch ohne das österreichische Abkommen nicht in Frage kommen können. Deutsche Tabakindustrie in 1904. Die Lage der Zigarren- fabrikatton Deutschlands hat nach dem Jahresbericht der Handels- kammer für den Kreis Mannheim sich im Jahre 1904 wesentlich günstiger gestaltet. Nach wie vor ficht aber die Zigarrenindustrie ihren Nutzen durch die wachsenden Ansprüche der Kundschaft Hinsicht- lich der Farben, Fassons und Aufmachungen stark beeinträchtigt: namentlich die Vorliebe für die fahlen grauen Decktabake, die der Fabrikant nur mit enormen Kosten befriedige» kann, zehrt am Ge- schäftSnutzen. Dazu kommen neben der wachsenden Konkurrenz der Zigarette die ungebührlich langen Zahlungsfristen und die Zunahme der Konkurse unter der Händlerkundschaft. Die Rauchtabakindustrie konnte nur mit Anspannung aller Kräfte den weiteren absolute» Rückgang deS Umsatzes Einhalt gebieten, eine der Vermehrung der Bevölkerung entsprechende Erhöhung deS Verbrauchs gilt als gänz- lich ausgeschlossen. Auch hier drücken vergrößerte Geschäftsunkosten »nid vermehrte Ansprüche der Kundschaft an Qualität und Aus- stattung den Stutzen. Dir FlenSburger Schiffswerft hat von allen europäischen Wersten des Festlandes im Jahre 1904 an ferttge» Schiffen, nach Brutto- Registertonnen berechnet, am meisten abgeliefert. In dem Wettstreit mit sämtlichen europäischen Werften kommt die hiesige Werft mit L4 730 Brutto-Negistertonnen an elfter Stelle.- Den Löwenanteil am Schiffbau haben die englischen Werften. An der Spitze steht die Schiffswerft von Ruffel u. Ko. am Tlyde mit 73 690 Tonnen. Erst an 14. Stelle erscheint die Hamburger Werst von Blohm u. Voß mit 29 775 Bnitto-Registertonnen. Alle anderen deutschen Wersten haben weniger denn 24 000 Brutto-Negistertonnen abgeliefert. .Dieses Ergebnis ist", bemerkt dazu die.SchleSwig-Holsteinische Volkszeitung",.wohl auch das einzige, worin sie FlenSburger Schiffswerft an der Spitze marichiert. In Frage der Arbeiterentlohnung und Behandlung dürfte sie eine der letzten Stellen erhalten, da wohl auf keiner der Wersten in den letzten Jahren solch horrende Abzüge gemacht wurden, wie auf der Flensburger Werft. Ebenso durfte die Behandlung der Arbeiter durch die Vorgesetzten nirgends so viel zu wünschen übrig lassen. Vor nicht langer Zeit feierte der Direktor sein 25jShriges Jubiläum. Da wurde berechnet, daß während seiner DirektionSzeit den Aftionären über 300 Proz. Dividende gezahlt worden sind. Das ist vom kapitalistischen Staudpunkt«in tüchtiger Erfolg. Aber trotz dieses Erfolges, oder besser gesagt, gerade durch diesen kapitalistischen Erfolg ist es dem Direktor nicht möglich gewesen, den Lohn der Platzarbeiter auf die Höhe des von der Behörde festgesetzten orts- üblichen TagelohnS zu bringen." Soziales. Die Gewervegerichtswahlcn in Würzburg finden in diesem Jahre zum erstenmal nach dem Proportionalsystem mit verbundenen Listen statt. Bei der Wahl der Unternehmerbeisitzcr erzielte die Liste der vereinigten Handiverkerkorporationen 247 Stimmen, die der freien Arbeitgeber 55 Stimmen. Von dieser Liste sind fünf Mam, gewählt, darunter auch einige sozialdemokratische Arbeitgeber. Die Arbeiter- beisitzer-Wahl findet am Sonntag statt. Die Proporttonalwahl wurde nur ans Furcht vor den freien Gewerkschaften eingefiihrt, die in Würzburg m den letzten Jahren große Fortschritte gemacht haben. Das Zeugnis des Ausgelernten. Ein Schlosser hatte mehrere Jahre in einer Berliner Maschinen- fabrik in der Lehre gestanden und hatte dann ein ungünstiges Zeugnis erhalten, worin nach Angabe der Lehrzeit fl. Oktober 1900 bis Ende September 1904) unter anderem bemerft ivar, daß man mit seinen Leistungen„wenig zufrieden" gewesen sei. Der junge Manu verklagte die Firma beim Gewcrbegericht auf Aus- stellung eines Zeugnisses, worin seine Leistungen als be- sriedigend bezeichnet werden. Die Kammer V unter dem Vorsitz des GewerberichterS Dr. Wölbling veranstaltete eine umfangreiche Beweiserhebung über die Leistungen deS Klägers während der Lehr- zeit. Es wurden eine Anzahl Gehülfen der Firma vernommen, bei denen der Lehrling nach und nach hatte Helsen müssen. Alle waren wenig zufrieden mit seiner Hülfe gewesen. Sie hatten aber auch Grund, vom Lehrling eine gewisse Leistung zu verlangen, denn sie arbeiteten meist in Akkord und hatten bei Inanspruchnahme der Hülfe des Lehrlings dessen Kostgeld zu tragen. Bemerkenswert ist auch, daß einer der Zeugen meinte:„Ein klein bißchen waren ja die Leistungen der anderen Lehrlinge besser."— Wegen der Aussagen der Zeugen hielt der Gerichtshof eS für das beste, dem Kläger zu raten, sich zuftieden zu geben, wenn ihm einfach bescheinigt»verde, daß er in der und der Zeit in der Fabrik Schlosser gelernt habe. Es kam dann auch ein Vergleich zustande auf Ausstellung einer der- arttgen einfachen Bescheinigung der Art und Dauer der Lehre, unter Beiseitelassung von Leistung und Führung. GewerKfchaftlicKes. Scharfmacher-Sehne«. Der neugegründete Lehrlingsverein hat in der kurzen Zeit seines Bestehens den Haß der Scharfmacher in so intensiver Weise auf sich gelenkt, daß dadurch unwillkürlich die Sympathie auch derjenigen anständigen Leute sich ihm zuwandte, die ursprünglich dem Unternehmen skepttsch gegenüberstanden. Die neueste„Slrbeitgeber-Zeitung" ruft den Lehrlingen und Jugend- lichen gegenüber nach dem starken Mann: „Die Regierung wüßte hier einschreiten und in erster Linie, wie in Sachsen, den Unmündigen die Teilnahme an polittschen Versammlungen verbieten I l" Die„Arbeitgeber-Zeitung" vergißt, daß— wenn sie auch zehnmal den Verein einen„sozialdemokratischen" nennt— seine Versammlungen deswegen iminer noch nicht, auch nicht im „polizeitechnischen Sinne", politische werden. Wäre dies der Fall, dann hätte die Behörde den Verein längst verboten. Zu helfen wäre also den Scharfmachern nur mit einer Ver- schärfung des preußischen Vereinsgesetzes. Ein Vorstoß nach dieser Richtung hin kann aber gar leicht inS Gegenteil umschlagen, wie die Aufhebung des Verbindungsverbotes und die Segment-Verordnung gezeigt hat. Das preußische Vereins- gesetz ist s o erzreakttonär, daß jede Veränderung dasselbe nur liberaler zu gestalten vermag. In dieser Beziehung heißt's also fiir unsere Scharfmacher: Lerne leiden, ohne zu klagen! Kerlin una Llmgegenck. Die Fliesenlcger-Hülfsarbeiter(Sektion des Bauarbeiter-Ver- bandes) befaßten sich am Freitag in einer in Pfeffers Lokal abgehaltenen gutbcsuchten Versammlung erneut mit ihrer Tarif- angelegenheit. Eine Verlängerung des jetzigen Tarifs bis zmn 1. September d. I. haben die Unternehmer abgelehnt. Für ein Weiterlaufen des Tarifs bis zuin 1. Februar nächsten Jahres aber wollen sich die Arbeiter mls bestimmten Gründen nicht erklären. Da sich bezüglich der Lohnerhöhung nun auch ein« Finna auf die andere beruft, so wurde endgültig beschlossen, den jetzigen Tarif, der am 1. Februar d. I. abläuft, nicht wieder zu erneuern, sondern den Unternehmern folgende Forderungen zu unterbreiten: Erhöhung des Stundenlohnes von 50 auf 57% Pf.; Verkürzung der Arbeitszeit auf 9 Stunden und Ausschaltung der Karenzzeit für die Zahlung des Minimallohnes an neu angelernte Arbeiter. Falls die Unter- nehmer dies« Forderuirgen nicht anerkennen sollten, behalten sich die Arbeiter vor, ai» einem ihnen günstig erscheinenden Zeitpunkt in den Streik einzutreten. 0«uts«sse» Rcleh, Tie Firma Gebrüder Stoewer in Stettin macht die aller- größten Anstrengungen, Streikbrecher nach Stettin zu ziehen. Sie rechnet auf Zuzug aus Bremen, Westfalen und Hannover. Von den Agenten der Firma»vird den Arbeitern meist geflissentlich ver- schwiegen, daß sie Streikbrccherdienste leisten sollen. Zwei aus Hannover nach Stettin gelockten Schlossern wurde auf ihre Anfrage sogar ausdrücklich gesagt:„Nein, um HimmelSlvillenI Bei uns ist kein Streik! Die Nachtschicht ist aufgehoben worden und deswegen muß die Neueinstellung von Drehern und Schlossern er- folgen."— So sagte der Hofarbeiter Zentte,»velcher im Auftrage der Firma Gebr. Stoewer in Hannover dem Agenten der Firma, Herrn Robert Zöller, Karmarschstr. 16, zur Anwerbung von Arbeits- kräften behülflich war. Außerdem aber glaubte dieser Hofarbeiter Zemke noch ein UebrigeS tun zu müssen, um gleich der Konkurrenz ein» auszuwischen und seine Auftraggeber herauszustreichen. Er sagte wörtlich vor Zeugen:„In der Jahrzeugfabrik Eisenach sei außerdem ein Streik ausgebrochen und infolgedessen hätte die Firma Gebr. Stoelver viele Aufträge erhalten. Die Fabrik der Gebrüder Stoewer sei keine Klamotten- und Schwindelbude," setzte der wackere Zemke dann noch überzeugungsvoll hinzu. Der wahrheitsliebende Herr Zemke wird heute und in den nächsten Tagen noch lvcitere Versuche zur Anwerbung von Arbeitswilligen in Mitteldeutschland und im Boigtlande machen.— In Erfurt arbeitete für die Firma ein Monteur Zacher als Streikbrccheragent. Auch dieser verneinte auf Anfrage, daß in Stettin gestreikt werde. Für die Aufklärung, die er verweigerte, sorgten aber die Erfurter Metallarbeiter und so gelang eä ihm, aus der großen Masse der Arbeitsuchenden nur sechs Opfer zu finden, mit denen er nach Stettin abreiste. Diese sechs Leute haben nun allerdings nicht die Entschuldigung für sich, daß sie in Unkenntnis der Verhältnisse handelten, überlegen sich aber hoffent- lich noch auf der Reise das Unsolidarische ihrer Handlungsweise.— Zuzug von Metallarbeitern ist von Stettin fernzuhalten. Brust, der Schimpfchrist, bleibt uns und den Christlichen er- halten. In einer am 1. Januar abgehaltenen Vorstandssitzung des christlichen GcwerkvcreinS der Bergarbeiter wurde unter folgenden Bedingungen eine Einigung zwischen dem früheren Vorsitzenden Brust einerseits und dem Christlichen Gcwerkverein andererseits erzielt: Brust verzichtet auf eine Wiederwahl zum Vorsitzenden, bleibt hingegen als Mitarbeiter in der GewerkschaftSorgani;ation der christlichen Bergleute tätig. Die Generalversammlung, die Mitte Februar stattfinden sollte, wird dadurch hinfällig. Dieselbe soll im Sommer abgehalten»verden. HiraUnd. Die ausgesperrten Wiener Tischler setzen ihre Demonstrationen fort. Nach einer imposanten Acrsamnilung im Saale des Arbeiter- im» zogen die Ausgesperrten nach der Fabrik deS Scharfmachers üllcr auf dem Einsicdlcrplatz, Ivo 200 Wachleute bereit standen, um die Pfuiruf« der Ausgesperrten mit den Säbeln zu parieren. Die Polizisten stürzten sich wie besessen auf die Leute. Besonders ein Wachmann hieb auf dieselben ein und schlug einen 34jahrigen Tapezierer, der auf dem Heimweg von der Fabrik in seine Wohnung in der Leitgebgasse war, mit einem Hieb zu Boden und verschwand dann eiligst im Polizistenknäuel. Minutenlang lag der Mann im seinem Blute ohnmächtig auf dem Boden, die Polizei kümmerte sich» nicht um ihn. Dem Manne war der Hut durchgehauen»vorden und' der Arzt konstatierte auf dem Kopfe eine große Wunde in der Form eines rechtivinklichen Dreiecks. Es ist bezeichnend für das blinde gelassenen Polizisten, daß harmlose Passanten mißhandelt wurden. In der Oberen Amtshausgasse schlugen sie einen alten«Straßen- wurden. In der Oberen Amtsgasse schlugen sie einen alten Straßen- kehrer. der gerade aus der Volksküche kam. nieder. Auch auf einen Tisck>ler stürzten sich drei Polizisten und bearbeiteten ihn m,t Fäusten derart, daß er zu Boden stürzte und sich auf dem Trottoir ein großes Loch in den Kopf schlug. Auch er wurde ohnmächtig weg- getragen. Diese Vorgänge steigerten natürlich die Erbitterung der Masse immer mehr und es ging ein ganzes Gebrause von Pfuirufen über die Polizei und den Ausbeuter Müller nieder, und es dauerte um so länger, bis sich die Demonstranten zerstreuten. Die Tapezierer, welche natürlich auch unter der Aussperrung leiden, beschlossen die Erhebung einer Extrasteuer, um ihren Wider- standsfonds zu stärken.__ Bus der frauenbewegung. Schöneverg. Der Verein für Frauen und Mädchen zu Schöneberg und Umgegend hält Montag den 9. Januar in Wcimanns Klubhause. Hauptstr. 5/6, seine Generalversammlung ab, in welcher Bericht des Vorstandes, Kassenbericht, Abrechnung vom Herbst- und WeihnachtS- vergnügen, Neuwahl der ersten Borsitzenden stattfindet. In der Versammlung wird auch die Broschüre„Die Schulstage" von Klara Zetkin unentgeltlich an die Mitglieder verteilt. Rixdorf. Dienstag, den 10. d. M., findet im Lokale de? Herrn Thiel, Bergstt. 151/152, die Monatsversammlung des Verein» gewerblich tättger Frauen und Mädchen von Rixdorf und Umgegend statt. Auf der Tagesordnung steht folgendes: 1. Vorlesung der Genossin Pause über das Thema:„Warum ich nicht mehr Volksschul- lehrer bin". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Gäste sind zu dieser Versammlung herzlich willkommen. Gerichts-Zeltung. I« der mehrfach besprochenen Privatklage des ehemaligen Predigers, jetzigen Reichstagsabgeordneten K r ö s e l l wider den Chef- redatteur Dr. Max Wittenberg stand am Freitag vor der 3. Strafkammer wiederum Termin in der Berufungsinstanz an. Dr. W. war in erster Instanz wegen Beleidigung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Im gestrigen Termin legte Rechtsanwalt Dr. H a l p e r t Schriftstücke darüber vor, daß infolge der zwischen den Parteien stattgefundenen Verhandlungen sowohl die Klage als die Widerklage zurückgenommen feien. Da die Schriftstücke zu Bedenken keinen Anlaß gaben, beschloß der Gerichtshof nach dem Anstage de» Verteidigers auf Einstellung deS Verfahrens. Der Hausstgm-Schwindrl. Der Massenvertrieb von„Haussegen" durch die Kunstanstalt„Samarita" unterlag gestern der Prüfung der dritten Strafkammer des Landgerichts II. in deren Sitzungszimmer sich Geschäftsbücher und Kisten mit Haussegen in der mannigfaltigsten Ausstättnng zu ganzen Bergen auftürmten. Wegen wiederholten Betruges hatten sich der aus der Untersuchungshast vorgeführte Kaufmann Kornelius V o ß k a m p und dessen Ehefrau zu verant- Worte». Außer 20 Zeugen waren der Fabrikbesitzer R i f f a r t h, der Kaufmann B o r ch a r d und die Fabrikanten Schmidt und Weber als Sachverständige geladen. Unter der Firma„Kunst an st alt Samarita" betrieben die Angeklagten zu Rixdorf, Bergstr. 134, ein umfangreiches Geschäft, welches sich ausschließlich mit dem Ver- triebe von Haussegen und Vergrößerungen von Photographien be- faßte. Außer ernem großen Personal in Rixdorf wurden ständig 2—300 Reisende in ganz Deutschland beschäftigt. DaS Deutsche Reich war in Provinzen emgcteilt, jede Provinz hatte einen Ober- reisenden. Die Summe der eingehenden Postanweisungen betrug mitunter Tausende von Mark, der jährliche Umsatz über 400000 M., die Unkosten für Personal etlva 80 000 Mark und der jährliche Reingewinn etwa 45 000 Mark. Diesen hohen Umsatz und Ge- winn sollen sich die Angeklagten, wie die Anklage behauptet. durch eine raffinierte Spekulation auf die Mildtättgkeit des Publikums verschafft haben. Die Angeklagten erließen zu Hunderttausenden Proipefte folgenden Inhalts:„Aufruf zur Unter st ützung nnd Linderung der schweren Not armer, ver- krüppelter Kinder und Idioten. Die Kunstanstalt „Samarita" in Nixdorf hat es sich zur Aufgabe gemacht, arme ver- krüppelte Kinder zu unterstützen. Dieser hervorragende und ideale Zweck betätige sich dadurch, daß zurzeit zehn Verkrüppelte und Idioten von der Anstalt jährlich 1200 M. Unterstützung in monat- lichen Raten erhalten. Da sich aber,»vie stattstisch festgestellt sei, über 60 000 Krüppel in Deutschland befinden, so iväre die Anstalt mit Aufnahmegesuchen überflutet und reichten die Mittel deshalb bei weitem nicht aus. Die Kunstanstalt„Samarita" will nun durch Verkauf preis- werter Gegenstände ein Scherflein dazu beittagen, die Not»md er- bärmliche Lage der Kinder zu mildern--." In dieser Weise war der ganze Inhalt des ProspeftS gehalten; auf der Rückseite be- fanden sich die Abbildungen von zehn verkrüppelten Kindern, die angeblich durch das.Krüppelheim" Unterstützung fänden. Darunter befand sich ein Stempel, welcher einen einherschreitenden Christus darstellt, der eine Kinderschar segnet. Unterzeichnet war der Prospett mit dem Namen des emeritierte»» Lehrers Correns. Dieser war von dem Angeklagten gebeten worden, dessen Namen bei dem Berkauf von Waren zu wohltätigem Zweck als Empfehlung benutzen zu dürfen. Gegen den Willen des C. setzte der Angeklagte jedoch den Namen unter jene Prospekte, so daß diese den Anschein gewannen, alS wenn ein emeritterter Lehrer mit dem Krüppelheim in naher Verbindung stehe. Ein weiterer Trick, um dem ganzen Unterneh,nen den Anschein zu geben, als handele es sich um ein aus christlicher Nächstenliebe entstandene« wohltätiges Institut,»velcheS nur alles Edle im Sinne habe, war folgender: Die verschiedenen Reisenden er- hielten Anlveisung, möglichst in schwarzer Kleidung oder einer anderen einem kirchlichen Beamten ähnlichen Kleidung bei den Leuten vorzusprechen. In der Hand hielten sie ein gesangbuchähnliches schlvarz eingebundenes Hest, auf dessen Deckel sich ein große» goldenes Kreuz befand; eine Reisende. trat sogar als fromme Schwester auf. Sämtliche Reisenden gaben die entsetzlichsten Geschichten von den martervollcn Leiden armer Krüppel und Idioten zum Besten. Es wurden nur die weniger be- mittelten BevolkerungSschichten von den Reisenden aufgesucht; die einfachen Leute wurden mitunter zu Tränen gerührt durch die Schilderungen der Reisenden. Eine große Anzahl von Schreiben wurden an den Angeklagten gerichtet, in welchen dem„Kriippelheim Samarita" in rührend-naivster Weise Anerkennung gezolltt wurde. Von Leuten, die vielleicht selbst nicht viel übrig haben, wurden sogar Geldbeträge eingesandt, die zmn größten Teil in d»e Geschäftskasse des Angeklagten flössen. Wie festgestellt worden ist. hat der Angeklagte allerdings»nehrere Hundert Mark für in Waisenhäuser untergebrachte Krüppel gespendet. er hat dies aber, wie die ganze Sachlage erkennen lasse, nur als B o r w a n d und Rückendeckung benutzt. Er selbst hat durch die Angaben, es handele sich ausschließlich um ein wohltätiges Unternehmen, die größten Vorteile genossen, denn die Bilder und Haussegen wären von dem Angeklagten obeirvrein noch erheblich zu teuer verkauft worden. D»e hierüber vernommenen Sach- verständigen bekundete»», daß man ganz gleichartige Haussegen schon für 2,50 bis allerhöchstens 4 M. überall zi» kaufen bekomme. Der An- getlagte hat fich indeffen für die uneingerahmten Bilder 4,50 M., Sühne erachtet, die Strafe sei durch die Untersuchungshaft als ver- geführt zu haben, endete mit der Freisprechung. Der Gerichts für die eingerahmten dagegen 6,50 m. bezahlen lassen. Auch eine büßt anzusehen. Die Ehefrau Boßkamp sei freigesprochen hof führte aus, daß die Angeklagte jene schweren, groben Versehen, große Anzahl anderer Momente ſprächen dafür, daß es dem An- worden, da sie mit der eigentlichen Geschäftsführung nichts zu tun sowohl vom rein medizinischen Standpunkt, wie auch in ihrer Eigen. geflagten nur daran gelegen habe, möglichst viel Bestellungen zu gehabt habe. schaft als Naturärztin, begangen habe, daß diese Verfehlungen aber erhalten. So habe er einem Reisenden in Bayern, als sich die dort Der Liförfabrikant Herr G. Welte, Dranienstr. 32, teilt uns zu nicht kausal seien mit dem Tode der Kinder. Anfäfifgen weigerten, ihre Mildtätigkeit auch auf die in Rirdorf bei der Verurteilung des Reisenden Fischer mit, daß dieser Herr ein Berlin wohnhaften Krüppel und Jdioten zu erstrecken, die Anweisung bedeutend höheres Einkommen hatte als das angegebene von 85 M. gegeben, den Leuten mitzuteilen, es handle sich nicht um das Rigdorf Sein festes Monatsgehalt habe zuletzt 150 M. betragen, hierzu feien Bei Berlin, sondern um das Rigdorf bei Hof in Bayern. die Spesen gekommen, die in einem Monat, wie angegeben, sich Auf vielseitige Anzeige von Geschädigten wurde der Angeklagte im auf 85 M., in einem anderen Monat sogar auf 93 M. gestellt Mai vorigen Jahres in Zürich verhaftet und an das Moabiter hätten. Der verurteilte Gallep ſei Kutscher, Glienecke Destiйlateur Untersuchungsgefängnis überführt. Ueber die„ Kuranstalt Samarita" gewesen. wurde im September vorigen Jahres das Konkursverfahren eröffnet. = = N Den Der Vorstand. Oeffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3–6 Uhr. nukung für jedermann, SW., Alexandrinenstr. 26. Geöffnet werktäglich von In den Lesesälen liegen zur Zeit 515 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art und Richtung aus. Allgemeine Familien: Sterbekasse. Heute Zahltag: Aderstraße 123 bei Dieke. Sozialdemokratischer Agitations Verein für den Reichstags Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten Voßkamp, damals von uns berichtet wurde, die Konferenz des fünften westlichen Barteigenossen zur Nachricht, daß die Versammlung am 10. Januar aus. Mißglückter Polizeikampf. Der polizeilichen Auflösung war, wie Wahlkreis Züllichau Schwiebus Krossen Sommerfeld. der ein gemeingefährlicher Mann jei, 1 Jahr Gefängnis unter Anrechnung von 6 Monaten Untersuchungshaft, ferner 1500 m. Geld- polnischen Turngaus( Sokol) verfallen, die in Berlin in einem Lokale fällt und dafür am 17. Januar die Generalversammlung bei Groffer, Geld- in der Alten Jakobstraße stattfinden sollte. Die Auflösung erfolgte, Dirdjenſtr. 39, stattfindet. strafe event. noch 150 Tage Gefängnis und 2 Jahre Ehrberlust, bevor die Verhandlungen begonnen hatten. Dabei wurden die Per- Verein der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins. gegen die Ehefrau 4 Wochen Gefängnis. Der Gerichtshof unter sonalien sämtlicher Anwesenden, die meist Vertreter auswärtiger Heute, Sonntag, den 8. Januar, nachmittags 3 Uhr: Deffentliche Versammdem Borsiz des Landgerichtsdirektors v. Haugsdorf kam zu Sokol- Vereine waren, aufgenommen. Die Konferenzteilnehmer er- lung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( großer Saal). Tagesordnung: folgendem Urteil. Durch die Beweisaufnahme ist festgestellt worden, hielten bald darauf Strafmandate wegen Beteiligung an einer Referent: Rechtsanwalt Dr. Broh. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1. Christliche Jünglingsvereine oder freie Vereine jugendlicher Arbeiter?" daß der Angeklagte Voßkamp die Seele des auf die mildtätigen polizeilich nicht angemeldeten Versammlung. Sie erhoben jedoch Lehrlinge, jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen! Erscheint vollzählig in Regungen des menschlichen Herzens fußenden Schwindelunter- Widerspruch dagegen und beantragten gerichtliche Entscheidung. Das dieser Bersammlung!- Kein Trinkzwang. nehmens war. Er hat durch jene Prospekte eine Täuschung des Gericht hob die Strafmandate auf und erklärte die polizeiliche AufPublikums herbeigeführt und sich dadurch einen großen Absatz lösung der Sokol- Konferenz für ungerechtfertigt. Da mur innere verschafft. Die Leute glaubten etwas ganz besonderes, eine von Krüppeln angefertigte Arbeit zu kaufen und zwar Verwaltungsangelegenheiten auf der Konferenz besprochen werden zum guten Zived, fie erhielten jedoch nur gewöhnliche Fabrikware, follten, wie schon aus der Tagesordnung hervorgeht, sei eine polizeidie überall billiger zu kaufen ist. Der Gerichtshof habe bei Ab- liche Anmeldung der Zusammenkunft nicht erforderlich gewesen. Desmeffung des Strafmaßes mildernd berücksichtigt, daß V. noch nicht halb seien die Teilnehmer an der zu Unrecht polizeilich verhinderten Konferenz straffrei. tvegen Betruges vorbestraft ist und daß der Schaden der einzelnen Personen nicht allzu erheblich war. Da der Angeklagte sich über acht Monate in Untersuchungshaft befindet, so habe der Gerichtshof eine Strafe von 6 Monaten Gefängnis für eine ausreichende Für den Inhalt der Injerate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 8. Januar. Freie Volksbühne, nachm. 24 Uhr: 8. Abteilung: im Metropol- Theater, Die Juden. 2. Abteilung: im Berliner Theater, Die Räuber. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Lohengrin. 7 Uhr. Montag: Das eherne Pferd. Neues fönigl. Opern Theater. Die Verschwörung des Fiesco zu Genua. Montag: Wie die Alten fungen. Deutsches. Helden. Nachmittags 2, Uhr: Der Berschwender. Montag: Don Carlos. 7 Uhr. Berliner. so ich Dir. Montag: Jm bunten Rod. Leffing. Der Biberpelz. Hierauf: Der Arzt seiner Ehre. Rachmittags 2, 11hr: Die verfuntene Glode. Montag: Traumulus. Weften. Wiener Blut. Nachmittags 3 Uhr: Der Postillon von Lonjumeau. Montag: Der Wildschüz. Thalia. Der große Stern. Nachmittags 3, Uhr: Charleys Tante. Montag: Der Große Stern. National. Die Fledermaus. Nachmittags 3 Uhr: Rigoletto. Montag: Bar und Zimmermann. Zentral. Madame Sherry. Nachmittags 3 Uhr: Der Zigeunerbaron. Montag: Madame Sherry. Neues. Der Graf von Charolais. Montag: Die Morgenröte. Kajino. In Vertretung. Nachmittags 4 Uhr: Gräbert. Mutter Montag: In Bertretung. Metropol. Die Herren von Marim. Montag: Dieselbe Borstellung. Anfang 8 Uhr: Urania. Taubenstraße 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Montag: Zwei Jahre im Eise des Südpols. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Im Theater abends 8 Uhr: Kier. leben in der Wildnis. Die freigesprochene Naturärztin. Aus Tilsit wird gemeldet: Der Prozeß gegen Frau Ni bios, die bekanntlich beschuldigt war, durch ihre Naturheilmethode zwei Kindestötungen fahrlässig herbeiSchiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonntag, nach m. 3 Uhr: Don Carlos. Ein dramatisches Gedicht in 5 Alten von Friedrich Schiller. Sonntag, abends 8 Uhr: Familie Schierke. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Sonntag, nach m. 3 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Schauspiel in 4 Aufz. v. Henrik Ibsen. Deutsch von Wilhelm Lange. Sonntag, abends 8 Uhr: Heimg'funden. Urania, Taubenstr. 48/49. Schwant in 3 Utten v. G. Stabelburg. Beihnachtstomödie in 6 Bildern von 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Montag 8 Uhr: Professor v. Nordenskjöld: Zwei Jahre im Eise des Südpols. str. 57/62. Sternwarte invalidenHörsaal: Tierleben in der Wildnis. CASTAN'S PAN Montag, abends 8 Uhr: Heimg'funden. Dienstag, abends 8 Uhr Die Haubenlerche. Ludwig Anzengruber. Montag, abends 8 Uhr: Familie Schierke. Dienstag, abends 8 Uhr: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Zirkus Schumann Zirkus Busch. Heute Sonntag, den 8. Januar, nachm. 3, Uhr und abends 72 Uhr. 2 große außerordentliche 2 Gala: Vorstellungen. ANOPTICUM. Sn beiden Borstellungen, nachmittags Friedrichstr. 165. Neu! Hendrik Witbei. Neu! Samuel Maharero. Neu! General Nogi. !! Kuropatkin!! Admiral Skrydlow!! Passage- Panopticum. 9 Uhr vorm. bis 10 Uhr abends. Der Riese Machnow der größte Mensch, der je gelebt hat! Ohne Extra- Entree. Die Prinzessinnen aus Liliput. Willards Fantoches- Theater. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a Eingang Schadow- Straße No. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis: Schiller 0.( Ballner Theater.) 50 Pfg. Familie Schierte. Nachmittags 3 Uhr: Don Carlos. Montag: Heimg'funden. 露 Reichhaltigste Ausstellung der Welt an und abends: Gleich reichhaltiges abwechselndes Programm und Driginal Jan Clermont, Clown tomische mit seinem Parodie- Zirkus. Ameritas beste Miß Emmy Stickney, Barforce- und Feuer- Reiterin. Ferner: Sämtliche Spezialitäten, Clowns und Auguste sowie Direktor 2 gr. Gala- Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr( 1 Kind frei) und abends 7%, Uhr. Nachmittags 4 Uhr: Südwest- Afrika. Auftreten der weltberühmten amerit. Flammentänzerin Miß Ida Fuller. In beiden Borstellungen: Die Löwenbraut Miss Claire Heliot. Abends 72 Uhr: Die beiden Phänomene Sisters Amalia und Léonora. Katharina II. Alb. Schumanns Monstredressuren. und die vorzügl. Programmnummern. Nachmittags Marokko. zum Schluß: Große Ausstattungspantomime. Birta 200 Mitwirkende. Nachm. auf all. Plägen ohne Ausnahme 1 Kind frei. Jedes weitere Kind halbe Preise( außer Galerie). Abds. 91/2 Uhr: Sensationeller Erfolg! Die große Schumannsche AusstattungsPantomime Carl Weiß- Theater. Große Frankfurter Straße Nr. 132. Sonntag nachm. 3 Uhr( Parkett 60 Pf.) Maria Stuart. Abends 72 Uhr: " Marktpreise von Berlin am 6. Januar. Nach Ermittelungen des Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte gl. Polizei- Präsidiums. 17,65-17,64 M., mittel 17,63-17,62 M., geringe 17,61-17,60. 13,91-13,90 M. Futtergerste*), gute Sorte 15,90-14,80., mittel 14,70 mittel 15,50-14,60 M., geringe 14,50-13,70. Erbsen, gelbe, zum Stochen 40,00-30,00 M. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 M. Linjen 60,00-30,00 Kartoffeln 10,00-7,00 m. Richtstroh 5,32-4,82 m. Heu 9,60-7,30 M. Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,20 M. Eier per Schod 4,80-3,20 M. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Roggen**), gute Sorte 13,95-13,94 W., mittel 13,93-13,92 M., geringe bis 13,60 m., geringe 13,50-12,40 m. Hafer*), gute Sorte 16,50-15,60 m., RIGINA SINGER NAHMASCHIN Singer Nähmaschinen. 16332* Einfache Handhabung! Große Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! Weltausstellung Grand Prix Weltausstellung Paris 1900: St. Louis 1904. Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. Singer Co. Nähmaschinen Hct. Ges. Berlin W, Leipzigerstr. 92. Filialen in allen Stadtteilen. Kasino- Theater Lothringerstraße 37( Rosenthaler Tor). Täglich 8 Uhr, Sonnt. 7-8 Konzert. Das neue Januar- Programm. Der beliebte Neumann 2c. Großer Erfolg! Stürm. Heiterkeit! Gebrüder Herrnfeld- Theater. Der bisher unübertroffene lachluftigste In Vertretung. Sonntag nachm. 4 Uhr: Mutter Gräbert. Herrnfeld- Schlager Deutsch- Amerikanisches mit seinen stürmisch bejubelten Situationen Theater. Köpnickerstr. 67168. Jeden Abend 8 Uhr: Gastspiel Ad. Philipp: Prinz Levy in Ahlbeck NEW- YORK Schwant in 3 Aften, mit den Autoren in den Hauptrollen. Magnus Prinz Levy: Donat Herrnfeld. Anton Herrnfeld. Brahidal, dessen Reisebegleiter: Die Reise um die Erde in Anf. 8 Uhr. Billettvorverk. 11-2 Uhr. 80 Tagen. Morgen und folgende Tage: Die Eine Nordlandreise. Reise um die Erde in 80 Tagen. Komisch phantastische Pantomime in g 7 Bildern. Entworfen und auf das glänzendste inszeniert vom Dir. Albert Schumann. Wirklich feenhafte hier noch nie gesehene Effekte Lustspielhaus Friedrichstraße 236. Nachmittags 3 Uhr: Palast- Theater Burgstr. 22, früher Feen- Palast. Noch nie dagewesenes Programm. Montag: Gala- Sport- Vorstellung. Kamerad von Zeck. 14Schaunummern 1. Ranges. Jan Clermont, ganz erquisites Progr. u. Eine Nordlandreise. Abends 8 Uhr: Zum 45. Male: Apollo- Theater, er Familientag. 218 Friedrichstr. 218. lebenden Seetieren,| Nachmittags 3 Uhr ermäßigte Preise: Schiller N.( Friedrich Wilhelm- Reptilien etc. städtisches Theater). Heimg'funden. Rachmittags 3 Uhr: Die Stützen National- Theater der Gesellschaft. Montag: Familie Schierte. Kleines. Die Neuvermählten. Abschiedssouper. Nachmittags 3 Uhr: Familienidyl, Liebesträume 2c. Montag: Nachtasyl. Belle Alliance. bundus. LumpacivagaWeinbergsweg 19. Sonntag nachmittags 3 Uhr bet ermäßigten Preisen: Rigoletto. Abends 7, Uhr: Die Fledermaus. Allabendlich 8 Uhr: Der Familientag. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Venus auf Erden Die Räuber auf Maria Kulm von Paul Lincke und die Januar- Spezialitäten. Abends 8 Uhr: Berliner Luft von Paul Lincke Montag( Abonnement): Zar und und das gr. Januar- SpezialitätenZimmermann. Dienstag: Die Hugenotten. Programm. Nachmittags 3 Uhr: Romeo und Zentral- Theater Metropol- Theater Julia. Montag: Lumpacivagabundus. Carl Weiß. Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. Nachm. 3 Uhr in erster Besetzung: Der Zigeunerbaron. Operette in 3 Aften von Joh. Strauß. Abends 7, Uhr: Die Herren von Maxim. Große Ausstattungsposse mit GeMontag: Die Reise um die Erbe Madame Sherry Sang und Tanz in 5 Bildern von in 80 Tagen. Residenz. Herkulespillen. Nachmittags 3 Uhr: Nora. Montag: Herkulespillen. Luftspielhaus. Der Familientag. Nachmittags 3 Uhr: Kamerad von Bed. Montag: Der Familientag. Trianon. Die glückliche Gilberte. ( Heureuse.) Nachmittags 3 Uhr: Gebot. Operette in 3 Atten von Hugo Felix. Wiederauftreten des Frl. Mia Werber. Montag u. folgende Tage: Madame Sherry. Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Direktor Richard Schultz. oder: Die Kraft des Glaubens. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf. Ball. Montag: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend, den 25. Februar für Vereine frei. Gesundbrunnen, Badstraße 58. Heute nachm. 3 Uhr: Am Altar. Abends 7 Uhr: Bernhard Rose- Theater Das 8 Uhr: Novität! 812 Uhr: Ein Allerweltsmädel. Burleske mit Gesang und Tanz. Sonntag nachm. 3 Uhr feine Preise: Das Gefängnis. Lustspiel in 4 Aften von St. Benedir. Dr. Hagen. Dir. Rich. Winkler. Vorzeiger dieser Annonce zahlt Wochentags auf allen Pläken die Hälfte der gewöhnl. Kaffenpreise. Anf. 72 Uhr. Borher: Konzert. Entree 50 f. WINGTORTEN 76 bemooste Haupt. Neues Programm Schauspiel in 4 Aufzügen von Roderich Benedir. Tortajada, span. Tänzerin und Sängerin. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Entree 40, Barlett 75 Pf., Sperrfit 1.0. K. Sato, komischer Jongleur. Montag: Der große Wohltäter. The Nightons, Kraft- Gladiatoren. Johnstone, Kunst- Radfahrer. Henry Bender. Josef Giampietro. Stadt- Theater Moabit. Das Mädchen mit dem goldenen Haar. Luisen- Theater. Josef Josephi. Anton Grünfeld. Das elfte Die Nachmittags: zärtlichen Verwandtett. zärtlichen Verwandten. Abends: Montag: Die glüdliche Gilberte. Der Prinz von Homburg. Deutsch- Amerikanisches.New- York. Nachmittags 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Montag: New- Yort. Luisen. Prinz von Homburg. Nachmittags 3 Uhr: Die zärtlichen Verwandten. Montag: Von Stufe zu Stufe. Apollo. Berliner Luft. Spezialitäten. Nachmittags 3 Uhr: Venus auf Erden. Montag: Berliner Luft. Spezialitäten. Passage Theater. Bernardi. Willi Uhr. Montag: Bon Stufe zu Stufe. Neues Theater. Anfang 72 Uhr: Der Graf von Charolais. Frid Frid. Fritzi Massary. Das Fest des Lichts.( Ballett.) Alt- Moabit 47/49. Gastspiel des Bernh. Rose- Theaters. Der große Wohltäter. Anf. 28 Uhr. Rauchen gestattet. Posse mit Gesang in 3 Aften von H. Wilken. Musik von R. Bial. Anfang 6 Uhr. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Dir.: Richard Alexander. Entree 50, Parkett und Balton 1 M. Residenz- Theater. Beute und folgende Tage 8 Uhr: Herkulespillen. want in 3 tten von Baul Bilhand und M. Hennequin. Deutsch von Schwant M. Schönau. Montag: Die Morgenröte. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Nora. Dienstag: Der Graf von Charolais. Windsor. Mittwoch: Die lustigen Weiber von Kleines Theater Montag: Dieſelbe Borstellung. Trianon- Theater. Anfang 5 Uhr. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Balaft. Spezialitäten. Herrnfeld Theater. Prinz Lebh in Ahlbeck. Heute und folgende Tage: Die glückliche Gilberte Anfang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Das elfte Gebot. Nachmittags 3 Uhr ermäßigte Breiſe: Serenissimus- Zwischenspiele. Abends 8 Uhr: Die Neuvermählten. Hierauf: Abschiedssouper. Montag: Nachtasyl. Dienstag: Die Neuvermählten. Hierauf: Abschiedssouper. Mittwoch: Elektra. Dienstag: Der große Wohltäter. Otto Pritzkows Abnormitäten- Ausstellung Münzstraße 16. Täglich Borstellung Pas de Fleurs, Blumentanz. Otto Reutter. De Bière, Zauberkünstler. Johnson u. Dean, Mulatten- Gigerl. Alexia, Pariser Tänzerin. The Potters, Luft- Gymnastiker. Der Biograph. vorzügl. Sonntag nachm. 3 Uhr, halbe Preise Ueber'n grossen Teich. Volksgarten- Theater ( früher Weimann). Sonntag, den 8 Jan., nachm. 3 Uhr: Schneeweißchen und Rosenrot. Entree 10 Pf. 7 Uhr: Trilby. Entree 30 Pf. Nach der Vorstellung: Ball. Skala- Theater. Linienftr. 132( a. d. Friedrichstr.) Sensationelles Programm! Bum- bum oder: Nu aber raus! Bosse mit Gesang in einem Aft, sowie 30 internation. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. Passage- Theater. Anfang d. Abendvorst. 8 Uhr. Anf. nachm. Wochent. 5 Uhr, Sonntags 3 Uhr. Das glänzende Neujahrsprogramm. Arturo Bernardi der berühmte italienische Verwandlungskünstler. Willy Prager mit ganz neuem Repertoire. 14 neue erstklassige Nummern. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. In den unteren Sälen jeden Abend 8 Uhr: Militär- Konzert. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Gustav Fritz Steidl- Sänger. Behrens SpezialitätenTheater, FrankfurterAllee 85. Konzertfängerin. Der neue Januar- Spielplan. lebender Kuriositäten. Anny Raaly, borg bed- franz. Medizinische Rätsel, ausgezeichnetes Lyrika- Duett. anatomische Wunder. Fatme, Indische Gaullerin Riesen! Zwerge! fowie alle übrigen erstklass. Spezialit Anj. nachm. 7 Uhr. Sonntags 42 Uhr. Nach jeder Vorstellung im Kaisersaal Tanz. Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. 16202* Brauerei Friedrichshain ( früher Lipps) Am Königstor. Größter Konzertfaal Berlíns. Heute sowie jeden Sonntag Führmann- Walde- Sänger und Konzert. Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Führmann- Walde- Sänger 7 Uhr. Kaffenöffnung 4 Uhr. Entree 50 Bf. N Bahrend des Konzerts im St. Saal} Familien- Kränzchen, Nach der Soiree im Großen Saal Märkischer Hof, Admiral- Str. 18e. F. Schulz, Empfehle meine Säle, 100 bis 500 Personen fassend, zu Verfammlungen und Festlichkeiten; desgleichen Vereinsräume von 10 bis 300 Personen. Jeden Sonntag großer Ball. Armin- Hallen, Kommandantenstr.20. Große und kleine Festfäle auch an Sonnabenden und Sonntagen im Januar, Februar und März noch frei. 1151b Germania- Prachtsäle Neue Welt Chausseestr. 103. Arnold Scholz. Heute sowie jeden Sonntag: AB Hamburger Sänger Dir.: Otto Steidl- Willi Wolff. Pieseckes Zwerg- Theater. Humoreske von Wilh. Wolff. Im Nachtasyl. Posse von Wilh. Wolff. Nach der Soiree: Familienball Anfang 6 Uhr. Entree 50 Pf. Jm weißen Saal von 5 Uhr ab: Großer Ball. Arnold Scholz Hasenheide 108-114. Jeden Sonntag: Horsts Nordd. Humoristen und Quartett- Sänger und Sozialdemokratischer Wahlverein Deutscher für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Metallarbeiter- Verband Sonnabend, den 21. Januar 1905: STIFTUNGS- FEST in den Gesamträumen des Gewerkschaftshauses. *** Künstler Konzert = *** ausgeführt vom Neuen Berliner Tonkünstler- Orchester, Dirigent Franz Hollfelder, und unter Mitwirkung von Frl. Bertha Geipelt, Herrn Emil Severin( Gesang); Herrn Ludwig Wagner( Violine), Herrn Musikdirektor Franz Hollfelder( Violoncello). Nachher Ball und Reigenfahren. * Herren, die am Tanz teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang 8 Uhr. Billetts a 30 Pf. sind bei allen Vorstandsmitgliedern sowie in den Zahlstellen zu haben. Zahlreichen Besuch erwartet Arbeiter- Bildungsschule Der Vorstand. XTO Berlin. Sonntag, den 15. Januar 1905, in L. Kellers Festfälen, Koppenstr. 29: 14. Stiftungs- Fest Kammermusik Harmonium- Festrede Mitwirkende: Gesang. Frau Helene Löffler- Hinte, Mezzo- Sopran. Johannes Snoer, PedalHarfe. Albrecht Löffler, Violoncello. Rich. Franke, Harmonium. Birtuos( Klavier- Begleitung). Gesangverein, Typographia"( M. d. A.-S.-B.). Nachher: 3ALL. 4/5 Beginn 7 Uhr. Billett 50 Pf. Eröffnung 6 Uhr. Billetts sind an den bekannten Stellen und an der Kasse zu haben. 08: Gr. Militär- Streich- Konzert. sgdoasW Anfang 5 Uhr. Entree 50 Pf. ( Vorverkauf 40 Pf.) Nach der Vorstellung: Familien- Tanzkränzchen. Von 12-2 Uhr: Gr. Mittagstisch ( 4 Gänge 1 M.). Von 4 Uhr ab in d. hint. Sälen: Gr. Ball. Jeden Donnerstag: Bernh. Rose- Theater. Nachdem: 1729L Familien- Tanzkränzchen. Vorzugskarten sind in den mit Plakaten belegt. Handl. zu hab. Avis: Vom 1. bis 12. Februar: Gr. Bockbierfest nach echt bayrischer Sitte. Neues Konzerthaus Victoria- Brauerei Grand Hotel Alexanderplatz. Inhaber: Albert Moerner. Heute sowie täglich: Grosses Curt Goldmann- Konzert Jeden Abend: Salon- Komiker Oskar Saldow als Doktor Eisenbart. Kinematograph, bunte lebende Bilder. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Krug zum grünen Kranze. Täglich: Fidelitas. K. Lüdeckes humor. Konzerte. Meine drei Säle sind Sonntags bis 5 Uhr nachmittags für Versammlungen zu vergeben. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68, Lindenstr. 69, Laden. Wir empfehlen: Aufklärungsschriften über das Christentum. War Jesus Gott, Mensch oder Uebermensch? Von Dr. Eugen Losinsky. Preis 15 Pf. Waren die Urchristen wirklich Sozialisten? Von Dr. Eugen Lofinsky. Preis 15 Pf. Das wahre Christentum als Feind von Kunst und Wissenschaft. Bon Dr. Eugen Losinsky. Preis 15 Pf Was haben die Armen dem Christentum zu verdanken? Bon Dr. Eugen Losinsky. Preis 20 ẞf. Ferner empfehlen wir: Christentum und Sozialismus. Eine religiöse Polemik zwischen Kaplan Hohoff und August Bebel. Preis 10 Pf. Die wahre Gestalt des Christen: tums. Uebersetzt und mit Vorwort versehen von A. Bebel. Preis 50 Pf. Gloffen zur wahren Gestalt des Christentums. Von A. Bebel. Preis 30 Pf. Sozialdemokratie und Zentrum. Von A. Bebel. Preis 20 Pf. Die Neligion der Sozialdemo tratie. Von J. Dietgen. Preis 20 Pf. Wider Gottes- und Bibelglauben. Bon A. Donai. Preis 30 Pf. Die Kirche im Dienste des Unter nehmertums. Von R. Calwer. Preis 10 Pf. Arbeiterkatechismus. Preis Von R. Calwer. Preis 10 f. Wie ein Pfarrer Sozialdemokrat wurde. Von P. Göhre. 10 Pf. Christliche Arbeiterpflichten. Jesuitische Fragen und sozialdemofratische Antworten. Preis 20 Pf. Kann ein Katholit Sozialdemokrat sein? Von Dr. Heinrich Laufenberg. Preis 50 Bf. Die fatholische Kirche und die Sozialdemokratie. Von Karl Kautsky. Preis 75 Pf. 233/2 Rübowstraße 111/112. Heute: 84 Alhambra Lese- u. Diskutierklub ,, Südost" Wallner- Theaterstraße 15. Jeden Sonntag: Großer Ball bei doppelt besetztem Orchester. Anfang 5 Uhr. A. Zameitat. Urania. Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Tanz frei. 16342* C. F. Walter. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten und Versammlungen. Militär- Konzert Café Meyer Von 6 Uhr an: Tanz. Montags u. Freitags: Nordd. Sänger. DresdenerStrasse 128/29. Kaffee 10 u.15, Bier, hell u. dunt., 10 Bf. ca. 50 Zeitungen; 2 Billards Std. 40 Zahlstelle der Freien Volksbühne. Sanssouci. Zentral- Festsäle Rottbuser Tor Stat. der Hochbahn. Sonnt., Mont., Donnerst.: Hoffmanns Sonntag, den 8. Januar 1905, in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29: 14. Stiftungsfest. Konzert. Feftrede gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Paul Singer.- Gefang: Gesangverein Norddeutsche Schleife", Chormeister Kowalski. Rezitation, humoristisch- satirisch, Ober- Regisseur Johannes Cotta. Während der Vorträge bleiben die Saaltüren geschlossen. Rauchen während des Konzerts nicht gestattet. Kasseneröffnung 4 Uhr. Anfang 5 Uhr. Billetts 30 Pf., an der Kasse 40 Pf. Programme an der Kasse gratis Achtung Weißensee! Achtung! Dienstag, den 10. Januar 1905, abends 8 Uhr, im ,, Prälaten", Lehderstraße 122: Oeffentliche Versammlung. 180. Oranienstrasse 180. 222/1 Sonnabende: 14 Jan., 11., 18. und 25. März Saal für 100 Perf. frei. Sonntage: 22. Jan., 5., 12., 19. und Norddeutsche Sänger 26. Febr. Säle für 100, wie für 200 u. Tanzkränzchen. Dienstag, den 10. Januar: Mutterſegen. Schausp. m. Gef. in 5 Aften. Mittwoch, den 11. Januar: Mutterſegen. Masken- Garderobe bon 16712* Carl Ernst, Köpnickerstr. 126, 1 Tr. Größte Auswahl! Billigste Preise! Vorzeiger dieser Annonce erhält 10%, Preisermäßig. !! Von 36 Mk. an!! liefere Herrenanzug oder Winterpaletot, ohne konturrenz, neueste Muster, nur reinw. Stoffe, feinste Zutaten. 2 Anproben. Für guten Siz belam goldeneMedaille. Ludwig Engel, Prenzlauerstraße 23 II ( Alexanderplat). Gegründet 1892. Großes Tuchlager. 16582* Berlins größtes TeppichSpezialhaus Emil Lefèvre Berlin Oranienstr. 158. S., Stets Gelegenheitskäufe: Teppiche, Gardinen, Portieren, Möbelstoffe, Tischdecken etc. Pracht- Katalog mit zirka 600 Abbildungen gratis und franko. bis 300 Personen frei. 17246* Wirtshaus 17502* Zum Strauss Pappel- Allee 25 Saal für 150 Personen noch an Tages Ordnung: 1. Bericht vom preußischen Parteitag. 2. Bericht der sozialdemokratischen Gemeindevertreter. 3. Stellungnahme zur Gemeindevertreter- Wahl. Bahlreiches Erscheinen erwartet Der Vertrauensmann. Der Kampf im Bäckergewerbe. Folgende Bäckereien sind als geregelt in die Neujahrsliste der bewilligten Bäckereien einigen Gonnabenden zu vergeben. nachzutragen: A Norden: Graunstr. 28, W. Sakrenz. Swinemünderstr. 80, Karl Truß. Südosten: Rottbuserstr. 101, Beder. Nixdorf: Hansastr. 2, Willig. Dderbergerstr. 38, Busch. Anklamerstr. 36, Falkenberg ( nicht Artilleriestraße). Invalidenstr. 157, Hanke. Ober- Schöneweide: Bartstr. 1, Franke. Nordwesten( Moabit): Beusselstr. 24,. Graf. Köpenick: Rudowerstr. 25, Hein. Wegen Nichteinhaltung unserer Forderungen sind folgende Bäckereien aus der Liste der bewilligten Bäckereien zu streichen: Nordosten: Immanuelkirchstr. 30, Baldin. Nordwesten( Moabit: Claudiusstr. 10, Fach. Süden: Die Gitarrezitgereform" mit unterlegb. Notenblättern( D. R. P. 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Januar, verstarb unser langjähriges Mitglie's Gustav Ohnesorg. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet, Sonntagnachmittag 1 Uhr von der Leichenhalle des Zentrrd- Friedhofes in Friedrichsfelde us statt. Rege Beteiligung erwartet 257/1 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse Albert Müller am Donnerstag gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags 2, Uhr, bom Krankenhause Westend aus statt. 250/1 Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband Charlottenburg. Den Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß unser Kollege Albert Müller am am Donnerstag verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, nachmittags 22 Uhr, vom Krankenhause Westend aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 77/11 Der Vorstand. Danksagung. Für die Beteiligung und vielen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Sohnes 11675 Wilhelm Gembus sage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten, besonders demẞersonal der Firma H. S. Hermann sowie der Firma selbst, meinen herzlichsten Dank. Witwe Marie Gembus. Danksagung. Da es mir nicht möglich ist, jedem einzelnen meinen Dant persönlich abzustatten, so sage ich für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme und die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung unserer einzigen, lieben, guten Tochter Meta unseren herzlichsten Dank. Fritz Hoppe nebit Frau und Kindern. Gewerkschaftshaus SO., Engel- Ufer 15( Großer Saal). Sonntag den 15. Januar 1905, abends 7 Uhr: 6. Volkstümlicher Vortragsabend bon Maria Holgers. Musikalische Mitwirkung: Betsy Schot. Eintrittskarten zu 30 Pfennig bei Horsch, Zigarrengeschäft, SO., Engel Ufer 15 und abends an der Kaffe. 285/7 Auf Teilzahlung!!! taufen Sie am besten!! 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Saucieren Terrinen 2.50 Mk. Kartoffelschüsseln 1.40 Mk. Saucieren 68 Pl. Kaffeekannen 45 Pf. Salatieren 48 Pf. Milchtöpfe 8. 11 P. Kompottschalen 12 PL Zuckerdosen 15 Pf. Bratenschüsseln 1.20 b. 1.95 Zuckerschalen 3 Pf. Kaffeekannen 40 u. 65 Pr. Tassen dick 11 Pf. Teekannen 55 PL. Obertassen dick 6 Pf. Zuckerdosen 25 Pf. Kuchenteller 28 Pf. Kuchenkörbe 45 Pf. Milchtöpfe 15, 23, 35 Pf. Kakesdosen 25 Pf. Kaffee- Service für 6 Personen, dekoriert 1.90, 2.25 Tassen mit Goldverzierung 22, 23 P. Tassen bunt dekoriert Tassen 25 PL. Glas Butterdosen gepresst 14. 20 P.| Trinkgarnitur Käseglocken 22 38 Pf. Salatschalen 5 Grössen 5 b. 33 Pf. Kuchenteller 22 u. 33 Pf. Kompotteller 5 u. 6 Pf. Salatschalen eckigen 13 b. 85 Pf. Kompotteller passend 22 PL. mit Schleifenmuster Rot- Weissweingläser 25 Pf. Portweingläser Likörgläser soweit der Vorrat reicht: Steingut mit Heringsboote weiss 1.60 u. 2 Mk.| Blumentöpfe untersatz 50 b. 1.15 Heringskasten 1.40 Mk. 11 PC Satz 7 Stück Kaffeebecher Runde Schüsseln 33 b. 72 Pf. Salatieren 95 Pf. Kaffeebecher blau Zwiebelmust. 9 Pt. Aschschalen Majolika 13 u. 20 Pf. Waschgarnituren Blumenkübel Majolika 23 b. 1.50 bunt glasiert Salatschüsseln bat 4 Stück 42 PL. Satz Speiseteller gerippt, tief und flach 9 Pf. Dessertteller gerippt] Kompotteller gerippt Teller mit holländ. Bildern 17 Pf. 8 Pl. 7 PL 5 telig 2.80, 4.50, 6.50 Mk. Stahl- u. Nickelwaren schwarzes Heft Tischbestecke Paar 40, 80 Pf. Tischbestecke vernickelt, Heft Paar 42 Pf. Esslöffel Brittannia- Metall Dtz, 1.20 Mk. Teelöffel Brittannia- Metall Dtz, 60 Pf. Geflügelscheeren 3 Sorten 2.10 b. 8 Mk. zum Ausziehen und Leuchter Anschrauben Salzstreuer 32 b. 90 Pf. 5 Pl. 20 Pf. Salzstreuer geschliffen Kakesdosen mit Bügel Kaffeeservice 4 teilig 85 Pf. 7.50 u. 8 Mk. Blech- u. Eisenwaren 2 Gasplätten mit Erhitzer 4.50 Mk. Ofenvorsetzer Schirmständer 3 Sorten Mk. 3 Sorten 1.60 bis 2.85 2.10 bis 4 Wringmaschinen 2 Gröss. 9.50, 10.50 9.50 2.75 Leuchter lackiert 28 Pr. Vorratsbüchsen blau dekoriert Teebüchsen bunt dekoriert 81. 25 Pt. 12 Pf. Waschfässer m. Drahteinlage 8 bis 11 Mk. Waschfässer mit Wulst 9.50 bis 13 Mk. Waschzober 2 Grössen 9 Mk. u. 10,50 Borsten- u. Holzwaren Teppichkehrmaschinen Waschtische 2 Sorten Mk, u. 6 23 Pf. Kohlenplätten mit Glühkohlen 20 Pf. Bowlengläser 30 Pt. Champagnerschalen 33 Pf. Champagnerkelche 30 Pf. Biertulpen 33 Pf. Bierbecher 20 Pf. 4 5 Pf. Wasserbecher 20 Pf. Ausklopfer Selterbecher 23 Pf. Abstäuber 25 b. 65 Pf. Möbelbürsten 8 Mk. 75 u. 95 Pf. 4 Sorten 8 bis 60 Pf. 4 Sorten 75 Pf. b. 1.25 4 Sorten 45 Pf. b. 1 Mk. Weinkorke Holz Eieruhren Klammern Polierbürsten Filz 65 Pf. Rotweinkelche 16 Pf. Poliertücher 18 Pf. Hosenstrecker Champagnerkelche 16 Pf. Portweinkelche Likörgläser Handwaschbürsten 12 Pf. 14 Pf. 12 Pf. dazu 11 u. 13 Pf. Zuckerschalen 9, 15 u. 20 Pf. Wassergläser Citronenpressen Farbige Krüge u. 9 PL. Likörservice dekor. 1.45 b. 3.90 Posten Kristallgläser farge Sturzflaschen big 55, Schliff. 38 PL. Wasserflaschen geschliffen 38 Pf. Wassergläser geschliffen 18 Pt. Strassenbesen Bürstenbleche komplett 1.75 Mk. Serviettenringe Holz 8 Pf. 8 Pf. 2 Sorten 18 u. 22 PL. Schock 10 u. 15 Pf. 12 PL. 50 Pf. Scheuerbürsten 3 Sorten 25 bis 60 Pf. Kleiderbügel lackiert Küchenbretter 6 Grössen 15 bis 70 Pf. Gewürzetageren chen m.6 Tönn 1.90 bis 8 Mk. Kasserollen ohne Ring Kasserollen mit Ring Schmortöpfe ohne Ring Schmortöpfe mit Ring Wasserkessel ohne Absatz Wasserkessel mit Absatz Maschinentöpfe Milchtöpfe Emaille- Geschirre 8 Grössen 15 bis 40 Pl. 6 Grössen 50 Pf. b. 1 Mk. 5 Grössen 45 bis 90 Pf. 5 Grössen 60 Pf. b. 1.15 55 Pf. b. 1,35 5 Grössen 5 Grössen 80 Pf. b. 1,50 6 Grössen 10 bis 30 Pf. 4 Grössen 20 bis 60 Pf. Kaffeekannen Essenträger Essnäpfe Teller tief und flach Bratenschüsseln oval 4 Grössen 30 bis 90 Pf. Teesiebe 8 Pl. Leuchter 20 Pl. 4 Grössen 35 Pf. b. 1.10 Schaum- u. Schöpflöffel Grössen 15 bis 30 Pf. Salzmesten 60 Pf. 38 PL. 4 Grössen 1.15 bis 2,25 Mk. 2 Grössen 15 und 20 Pf. 4 Grössen 12 bis 20 Pf. 3 Grössen 30 bis 55 Pf. Küchenschüsseln tief 6 Grössen 60 Pf. b. 1.15 Küchenschüsseln flach 8 Grössen 22 bis 65 PL. Durchschläge 4 Grössen 35 bis 65 Pl. Wassermass mi Konsol Wannen rund Wannen oval Toilette- Eimer Eimer ca. 28 cm grau 6 Grössen 1.10 bis 2.60 Mk. 1.60 Mk. 65, hellblau 80, marmor. 85 Pf. In der Lebensmittel- Abteilung: Citronen Dtz. 28 u. 35 Pf.| Mandarinen Kiste Apfelsinen Dtz. 30 u. 40 Pf. Datteln 25 Stück 60 Pf. Karton 38 Pf. Ananas ausgewählte Früchte Pfund 68 pr Pf. Berantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. r. Z. 22. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 8. Januar 1905. Parteigenoffen! Mittwoch ift Zahlabend in Berlin und den Vororten! fratischen Stadtverordneten für die Bewilligung der Gabe in Berliner Partei- Angelegenbeiten. der Form einer Stiftung zu haben seien. Genoffen und Genoffinnen! Dienstag, den 17. Januar, abends 8 Uhr, finden in allen Berliner Wahlkreisen Versammlungen zwecks Bericht allen Berliner Wahlkreisen Versammlungen zwecks Bericht erstattung vom Parteitag der Sozialdemokratie Preußens statt. Um zahlreichen Besuch bitten Die Vertrauensleute. Parteigenoffen von Berlin, Teltow- Beeskow, Nieder- Barnim und Potsdam- Osthavelland. Am Sonntag, den 22. Januar 1905, erscheint die nächste Botal. Lifte. Wir ersuchen daher die Mitglieder der Loka ffommission von obigen Kreisen, die Neu- Aufnahmen und die genauen Aenderungen noch nie einen Anlaß erlebt hätte, über Strafwürdigkeit oder Nichtstrafwürdigkeit dieser Dinge nachzudenken, von deren Vorkommen, Diese Mitteilung ist, wie uns geschrieben wird, falsch. Art und Ursächlichkeit ich überhaupt nichts Sicheres wüßte, und daß Der sozialdemokratische Redner hat unter grundsäglicher Ab ich unmöglich mit fälschlich angenommener Sachfennermiene eine Unterschrift leisten könne. Jezt aber muß ich sagen, wenn eine Ber lehnung der Magistratsvorlage in dieser Beziehung nur ge- fehlung, die doch im Grunde der Sphäre höchst persönlicher, förper. sagt, daß es selbst für diejenigen, welche einer Huldigung für licher Gefühle angehört, die eigentlich keinem anderen etivas an den Kronprinzen nicht abgeneigt seien, passender erschiene, gehen, geeignet ist, ein so himmelschreiend schändliches Berbrechen, statt der Vermehrung des kronprinzlichen Silberschates wie eine solche Kette von Erpressungen es ist, nach sich zu ziehen und eine den Kosten des beabsichtigten Geschentes entsprechende das Glüd einer ganzen unschuldigen Familie zu zerstören, daß Summe zu einer Stiftung für Arme und Bedürftige zu ver- ich nun erst die Erwägbarkeit, ja den brennenden Charakter jener Petition verstehe." wenden. Vom Magistratstisch wurde darauf erwidert, daß man wohl gelegentlich goldener und silbener Hochzeitsfeiern Stiftungen errichten können, daß aber eine solche Form der Gabe für eine grüne Hochzeit nicht passend sei. bis spätestens Donnerstag, den 12. Januar 1905, einsenden auaweite Hälfte des 8. Jahrgangs der im Verlage der Buch- Das Blut floß aus allen diesen Wunden in so großer Menge aus, daß wollen und zwar für: Teltow- Beeskow an den Genossen Robert Gramenz in Baumschulenweg, Kiefholzstraße 253, b. III; Nieder- Barnim an den Genoffen Robert Ried in Rummelsburg, Rantstraße 22, parterre; Potsdam- Ofthavelland an den Genossen Karl Linz in Spandau Mittelstraße 13; Diverse Orte an den Genoffen Gustav Nowag in Strausberg( Stadt), Baltmühlenstraße; Zum Raubmord in Moabit. Die Obduktion der ermordeten Frau Sinnig, die Gerichtsarzt Dr. Störmer und Professor Dr. Straßmann gestern vormittag um 10 Uhr im Schauhause begannen, war bereits um 1 Uhr beendet. Sie stellte fest, daß die Ermordete an Verblutung gestorben ist. Am Kopfe wurden nicht weniger als " In Freien Stunden." In einem stattlichen Bande liegt die 22 Verlegungen gefunden, die zum Teil das Gehirn bloßgelegt haben. Handlung Vorwärts erscheinenden Wochenschrift In Freien es nicht nur vor dem Ladentisch eine große Lache bildete, sondern sich bis hinter den Tisch ausdehnte. Der Kopf ist förmlich zerhackt. Der Stunden" nunmehr vor. Der Inhalt zeigt, daß Verlag und Mörder muß auf sein Opfer mit bestialischer Roheit losgeschlagen Redaktion ihrem Grundsak treu geblieben sind: Ihren Lesern haben, bis es hinfiel. Er brachte ihm die meisten Verlegungen erst nur vorzügliche Erscheinungen der Weltliteratur zu bieten, um bei, als es schon am Boden lag. Daß sich im Laden nicht viel Blutso den Geschmack an besserer Lektüre zu erregen. Der Haupt- fprißer finden, erklärt sich daraus, daß der Samtumhang über den roman mit seinen hübschen Illustrationen ist ein Charakter- Stopf gezogen war. Der Mörder schlug mehrfach durch den Umhang gemälde aus dem vergangenen Jahrhundert:„ Der Jesuit" hindurch in den Kopf hinein. bon C. Spindler. Den gewaltigen, unheilvollen Einfluß der Die Nachforschungen der Kriminalpolizei wurden gestern nach Berlin an den Genossen Karl Rott, O. 84, Straßmannstraße 29. Jesuiten auf das Familienleben schildert der Verfasser in allen schon angedeuteten Richtungen fortgesetzt. Viele Leute, die Die Lokalkommissions- Mitglieder wollen die genauen martigen Zügen. Sein Roman ist eine lebende Illustration des Freitag bereits ihre Wahrnehmungen mitteilten, wurden gestern auf dem Polizeipräsidium noch einmal eingehend vernommen. Eine Frau „ Ein enderungen und Neu- Aufnahmen für obige Liste Jesuitenwahlspruches:" Der Zweck heiligt die Mittel". bekundete, daß sie in dem Laden der Frau Sinnig gegen 1 Uhr nachts umgehend mitteilen, da spätere Einsendungen teine Refrut" von Erdmann- Chatrian, die zweite Erzählung, einen Schrei gehört und Licht gesehen habe, ohne weiter darauf au und ist des Beifalls von jung Berücksichtigung mehr finden können. alt sicher. Es ist achten. Diese Wahrnehmung wird jetzt bestätigt durch einen im Hause gegen den Völkermord, den sich unsere der Ermordeten wohnenden Beamten. Der Mann war Donnerstag Bielfach kommt es vor, daß Buschriften in ,, Lofalangelegenheiten" ein Protest Wer die Leiden ausgegangen, ohne den Hausschlüssel mitzunehmen. Während er an die Redaktion oder Expedition des Borwärts" gesandt Jugend zu Herzen nehmen sollte. werden; zur schnellen Erledigung derselben ersuchen wir die Ge- des jungen Kriegsmannes gelesen, dem wird der Ge- num gegen 1 Uhr vor der Tür auf den Wächter wartete, hörte er im noffen, alle Anfragen und Zusendungen nur an den Genossen Start schmacam Kriegspatriotismus vergehen. Ein Roman von Laden Stimmen von Streitenden und sah ebenfalls das Licht. EinNott, Berlin O. 34, Straßmannstraße 29, zu richten und nicht an F. N. Potapenko:„ Eine Scheinehe und ihre Folgen" schildert Bentimeter hochgezogen, aber gleich darauf wieder heruntergelaffen. mal wurde der Rollvorhang der Ladentür an der Straße etwa 30 den Borwärts". in herzerschütternden Bildern das tragische Schicksal dreier Nach diesen Beobachtungen muß Frau Sinnig mit einer ihr bekannten Die Barteiblätter ber oben genannten Kreise Menschen, und endlich bildet eine Novelle von M. Hartmann: Berson nachts im Laben gewesen sein. Wer aber diese Perfon gewesen werden um abbrud ersucht. Die Ausgestoßenen" den Schluß des Bandes, den zahlreiche sein tann, ist auch jetzt noch völlig dunkel. Die Nachforschungen nach fleine Auffäße und Notizen aus allen Gebieten recht mannig- Leuten, die sich der Witte zu nähern suchten, um sie zu heiraten oder Berlin. Der Rauchklub Der Rauchklub, Lothringen veranstaltet am fach gestalten. Jedem Freunde guter Lektüre ist das Abonne- auch anzuborgen, werden fortgesetzt. Zu dem Kreise dieser Leute 25. Februar in Wolters Kristallpalaft, Elsafferstr. 10, einen Masten- ment auf diese Zeitschrift zu empfehlen. Der soeben be- gehört, wie schon mitgeteilt wurde, auch ein Angehöriger der ball. Da dies Lokal der Arbeiterschaft zu Versammlungen 2c. ginnende neue Jahrgang bringt als Hauptroman Im Banne Marine. Er ist ein Matrose, der seine Beit jetzt abgedient hat. nicht zur Verfügung steht, so ist das Vergnügen streng zu meiden. I der Versuchung" von Heftor Malot und daneben" Die Mör Die Nachforschungen gehen auch nach Schöneberg. Das MordwerkSteglit. Der Rauchflub Flora" veranstaltet am Sonn- derin", eine Geschichte vom Gardasee, von Schulze- Smidt, und eug ist trop gründlicher Durchsuchung aller Räume nicht gefunden abend, den 14. Januar, im Etablissement Krone", Albrechtstraße, den überaus packenden Roman Der Pedlar" von Otto einen Mastenball. Da auch dieses Lokal der Arbeiterschaft zu Ber. Ruppius. In jeder Woche erscheint ein 24 Seiten startes fammlungen 2c. nicht zur Verfügung steht, so ist es ebenfalls streng Heft, das in allen Partei- Buchhandlungen und bei den Kol. zu meiden. Auch die Post nimmt Bestellungen porteuren zu haben ist. Auch die Post nimmt Bestellungen entgegen. " Die Lokalkommission für Berlin und Umgegend. tung, erfter Wahlkreis! Dienstag, den 10. Januar, abends 19 Uhr, in Dräsels Festsälen, Neue Friedrichstr. 35: Versammlung des Wahlvereins. Genoffe Dr. David Mainz spricht über: Wichtige Fragen der Reichspolitik". Gäste, auch Frauen, haben Butritt. Genoffen, agitiert für zahlreichen Besuch dieser Versamm Lung. Der Vorstand. Sechster Wahlkreis( Schönhauser Vorstadt). Dienstag, abends 8 Uhr, findet im Berliner Prater, Staftanien- Allee 7-9 eine Boltsversammlung statt. Tagesordnung: Vortrag des Genoffen Paul John über: Erklärung der Religion zur Privatsache. Bu zahlreichem Besuch der Versammlung ladet ein Der Vertrauensmann. Weißensee. Eine Erfaswahl zur Gemeindevertretung ist dadurch notwendig geworden, daß Genosse Schumann vom Ort berzogen ist. Die Wahl findet statt am Sonnabend, 14. Januar, bon 5-7 Uhr nachmittags. Wegen Aufstellung eines Standidaten wird am Dienstag abend 8 Uhr eine Versammlung im Prälaten abgehalten, in der auch vom preußischen Parteitag und von der Gemeindevertretung Bericht erstattet werden soll. Donnerstag abend 8 Uhr ist von Schmutz, Königstr. 38 aus Flugblattverbreitung. Bahlreiche Beteiligung wird erwartet. " Bir bemerken noch, daß der heutigen Nummer unseres Blattes ein Prospekt der Freien Stunden" beiliegt. worden. Tod infolge Mißhandlung? In das Zeichenschauhaus ist gestern die Leiche des 61jährigen Rafernenwärter Ritschlowsty eingeliefert storben ist. Am Dienstag abend kam N., welcher in der Kaserne worden, welcher mutmaßlich an den Folgen einer Mißhandlung gedes Kaiser Alegander- Garde- Grenadier- Regiments den Posten eines Stajernenwärters versah, in seine Wohnung und flagte über heftige Schmerzen im Kopf. Der alte Mann erzählte dann seinen An Das Verbot des Schächtens auf dem städtischen Schlachthof in gehörigen, daß er wenige Minuten vorher von dem stellvertretenden Potsdam beschäftigte am Freitag wiederum die dortige Stadtver- Kaferneninspektor Winning mit dem Kopf gegen die Wand gestoßen ordneten- Versammlung, und zwar bei Beratung einer neuen worden sei, weil er, N., einem Auftrage des Inspektors nicht sofort Schlachthof- Ordnung. Der Magistrat hatte den im vorigen Jahre nachgekommen sei. Der Kasernenwärter, welcher bis dahin stets gefaßten Beschluß der Stadtverordneten zur Ausführung gebracht gefund gewesen, mußte noch an demselben Abend das Krantenlager und eine neue Schlachthofs- Ordnung vorgelegt, in welcher angeordnet aufsuchen und am Donnerstag trat bei ihm völlige Bewußtlosigkeit wird, daß das Vieh nur nach vorheriger Betäubung geschlachtet ein. Gestern ist N. gestorben. Als Todesursache wurde ärztlicherwerden darf. Da hierdurch das Schächten verboten wird, hatte der feits ein Bluterguß in das Gehirn festgestellt. Die Leiche ist durch Vorstand der Potsdamer Synagogen- Gemeinde an die städtischen die Behörde beschlagnahmt und zur Obduktion nach dem Schauhaufe Behörden das Ersuchen gerichtet, den Gemeindebeschluß vom 14. Sep- überführt worden. Da Winning Zivilbeamter ist, hat bas Militär. tember 1892, demzufolge das Schlachten nur auf dem städtischen gericht die Untersuchung in der Angelegenheit abgelehnt und es ist Schlachthof gestattet ist, aufzuheben und der jüdischen Gemeinde die das Verfahren durch die königliche Staatsanwaltschaft in die Wege geleitet worden. Errichtung eines eigenen Schlachthauses, in welchem das Vieh ge= schächtet werden darf, zu gestatten. Der Magistrat verhielt fich Nach neun Monaten tot aufgefunden. Das rätselhafte Vers hierzu ablehnend, weil er ein Bedürfnis nicht anerkannte, da von schwinden des Einjährigen Weber von der 12. Kompagnie des 442 Botsdamer Juden nur 34 Familien streng nach dem Ritual leben. 2. Garderegiments zu Fuß, über das wir berichteten, hat jekt seine Stadtv. Justizrat Dr. Friedländer bezeichnete diesen Standpunkt als Aufklärung gefunden. In der Krausnider Forst bei Lübben fand eine Vergewaltigung seiner Glaubensgenossen, fand aber heftigen man die stark in Vertefung übergegangene Leiche eines Unbekannten, Widerspruch, da das Schächtverbot nur wegen der Tierquälerei er bie zweifellos mit dem Vermißten identisch sein dürfte. Da vermutet laffen sei. Der Antrag der Synagogen- Gemeinde wurde abgelehnt. wird, daß Weber möglicherweise einem Verbrechen zum Opfer gefallen Wilmersdorf. Mittwoch ist in Salomons Voltsgarten, Berliner- Der Arbeiter- Schwimmerbund ersucht uns, den folgenden Aufruf ist, find sofort die erforderlichen Ermittelungen eingeleitet worden. ftraße 40, die regelmäßige Vereinsversammlung. Genosse an die Arbeiterschaft Berlins und der Vororte zu veröffentlichen: Weber war am 1. Oftober 1903 bei dem genannten Regiment als M. H. Baege spricht über die Entwickelungsgeschichte des Weltalls. Wie uns von zuständiger Seite mitgeteilt wird, beabsichtigen Einjährig- Freiwilliger eingetreten und hatte in der Schumannstraße 9 Außerdem wird von der Generalversammlung Bericht erstattet. Jeder einige Schwimm- Vereine einen neuen Arbeiter- Schwimmerbund zu ein möbliertes Zimmer gemietet. In dienstlicher Beziehung lag Parteigenoffe muß anwesend sein. gründen. Wir halten es daher für unsere Pflicht, die Arbeiterschaft gegen ihn nichts vor. Am 30. April b. 3. bezahlte Weber die fällige Berlins und der Vororte ganz besonders darauf aufmerksam zu Miete und entfernte sich dann in Zibilkleidung aus der Wohnung mit Ober- Schöneweide. Mittwoch abend 81, Uhr findet die Mitmachen, daß der Arbeiter Schwimmerbund", gegr. 1897, dem Bemerken, daß er einen Ausflug in den Spreewald unternehmen glieder- Versammlung des Wahlvereins bei Kaufhold, Wilhelminenyof nach wie vor besteht, und daß diesem folgende Vereine angehören: molle. Seit dieser Zeit war der junge Mann, der nennenswerte Straße 18 statt. Tagesordnung: Bericht vom Barteitag. " Freie Schwimmerschaft zu Köpenid", Schwimmberein Vorwärts". Barmittel nicht mitgenommen hatte, spurlos verschwunden. Auf die Steglib, Schwimmklub" Borwärts"-Rigdorf, Schwimmklub" Vor- Ermittelung des Vermißten war von seinem in München- Gladbach ,, Vorwärts"-Berlin und ansässigen Vater eine Belohnung von 300 M. ausgesetzt worden; wärts"-Charlottenburg, Schwimmklub Schwimmklub Vorwärts", Abteilung Norden, Berlin. Alle diese jest nach neun Monaten hat man endlich die erste Stunde erhalten. Vereine stehen auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung. Die Funktionäre dieser Vereine sind nicht nur politisch und gewerk. schaftlich organisiert, sondern auch in der Partei bezw. Gewerkschaft tätig. Es sind daher alle erforderlichen Garantien vorhanden. Aus diesen Gründen richten wir an die organisierte Arbeiterschaft die Bitte, falls die Absicht vorliegen sollte, einem Schwimmberein bei treten zu wollen, sich nur an einen der vorstehend genannten Vereine zu wenden. Jede nähere Auskunft erteilt gern der Genoffe R. Danziger, Burgsdorfstr. 14. Bankow. Achtung! Gewerbegerichtswähler! Am Montag, den 9. Januar ist die Wahl der Beifißer zum Gewerbegericht im Restaurant von Höpfner, Breitestr. 21, und zwar für die Arbeitgeber bon 10 bis 1 Uhr, für die Arbeitnehmer von 6 bis 9 Uhr! Wer fich in die Wählerliste hat eintragen lassen, übe sein Wahlrecht aus! Schmargendorf. Die nächste Mitgliederversammlung des Wahl bereins findet am Dienstag, abends 8 Uhr, im Wirtshaus Schmargendorf", Warnemünderstr. 6, statt. Auf der Tagesordnung steht Vortrag über Parteiprogramm. Gäste, auch Frauen, will tommen. Brit. Dienstag abend 82 Uhr hält der Wahlverein eine Generalversammlung, verbunden mit Vortrag und Bericht des Vorstandes, im Lokal des Genossen Weniger, Werderstr. 27, ab. Gleich zeitig zur Nachricht, daß die Zahlabende in Bufunft am ersten Dienstag nach dem 15. jeben Monats stattfinden. Auch liegen die Wählerlisten zur Gemeindewahl vom 15. dieses Monats zur Ein ficht aus. = Infolge der Schneeschmelze und des anhaltenden Regens find die Spree und die Havel stellenweise über die Ufer getreten und haben weite Strecken überschwenimt. Auch fleinere Flüsse und Bäche, wie zum Beispiel die Nuthe, führen jetzt viel Waffer mit sich und haben alle tiefliegenden Wiesen und so weiter weithin überschwemmt. Das Wasser ist noch im Steigen begriffen. Johannisthal. Am Freitag, den 18. Jamuar, nachmittags 5 bis Ein Bubenstreich. In der Nacht zu gestern sind die roten Sand. 7 Uhr, findet im Lindenhof, Friedrichstr. 61, die durch Verzug des steinpfeiler der Lessingbrüde, die Szenen aus" Nathan"," Minna Genoffen Mertins notwendig gewordene Ersazwahl eines Ge von Barnhelm"," Miß Sara Sampson" und" Emilia Galotti" meindevertreters der dritten Wählerklasse statt. Arbeiter! tragen, bösartig beschädigt worden. Man nimmt an, daß betruntene Barteigenossen! Es ist Eure Ehrenpflicht, Euch vollzählig an der junge Burschen die Täter sind. An einem Sandsteinpfeiler ist eine Wahl zu beteiligen. Da die Wahl noch auf Grund der vorjährigen große Ede ausgeschlagen. Bei den übrigen sind die Inschriften der Wählerliste erfolgt, ist es notwendig, daß jeder Arbeiter, jeder Partei- Bilder zum Teil ausgefragt. Der Schaben wird sich indeffen gut genoffe, der die Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten wünscht, machen lassen, weil man nur die einzelnen Blöcke durch neue zu pünktlich erscheint und feine Stimme für den Kohlenhändler Louis ersetzen braucht. Die Bronzebilder selbst sind nicht beschädigt. Sebberoth abgibt. Lokales. Zur Kronprinzenspende. Verschiedene bürgerliche Blätter bringen die Mitteilung, daß bei der Beratung in der Stadtverordneten Versammlung über das Hochzeitsgeschenk für den Kronprinzen von sozial demokratischer Seite geäußert worden sei, daß die sozialdemoErschoffen hat sich der 73 Jahre alte Kaufmann Josef Lagowitz aus der Wichmannstraße 16, der eine Agentur für Schiffsverfrachtung betrieb. Seit acht Jahren Witter, lebte er für sich allein und ließ fich von der Pförtnersfrau sein Hauswesen besorgen. Als die Frau vor einigen Tagen abends nachsehen wollte, ob fein Zimmer in Ordnung sei, fand sie ihn entseelt auf dem Sofa fizen. Der alte Mann hatte sich durch einen Revolverschuß getötet, weil er in seinen wirtschaftlichen Verhältnissen zurückgekommen war. Eine Tochter bes Berstorbenen ist in Wien verheiratet und Besizerin eines Ritter gutes, das sie von ihren Großeltern erbte. Straßenbahnunfall. Wir werden um Aufnahme folgender Mits teilung ersucht: Am 2. Januar wurde der Straßenfeger Richard Transfeld an der Ede der Brunnen- und Anflamerstraße von der elektrischen Straßenbahn und einem Wagen der Nixdorfer Vereins. Brauerei überfahren. Er blieb besinnungslos liegen und wurde mit einer Droschte nach dem Lazarus- Krankenhause gebracht, wo er einige Stunden darauf verstarb. Die Kriminalpolizei hat sich mit der Sache befaßt, aber es haben sich noch keine Augenzeugen gefunden. Ber fonen, die etwas über den Unfall wissen, wollen sich bei der Mutter, Frau Auguste Transfeld, Berlin N., Usedomftr. 82, linter Seiten flügel 2 Treppen, melden. Fenerbericht. Nur wenig Alarmierungen hatte die Wehr in den Tekten 24 Stunden zu verzeichnen. Sonnabend früh gegen 7 Uhr Zum Fall Haffe äußert sich ein Bekehrter, der Professor Mar wurde sie nach der Urbanstr. 3 gerufen, weil hier in einer Wohnung Schneidewin, im" Lag" wie folgt:" Der Fall des Landgerichts. Möbel und Kleidungsstücke in Brand geraten waren. Der elfte direktors Hasse muß den Menschenfreund mit Gram erfüllen im Löschzug konnte die Gefahr in kurzer Zeit beseitigen. In der Gedanken an die unfägliche Seelenqual des Mannes und das schred Marienburgerstr. 34 mußte dann im Seitenflügel ein Feuer ab liche Herzeleid, das über seine Fantilie hereingebrochen ist. 8weimal gelöscht werden, das den Fußboden und die Balkenlage ergriffen bin ich in den letzten Jahren durch ein Rundschreiben eines Vereins hatte. Allerlei Gerümpel, Körbe usw. standen in der Manteuffel ad hoc aufgefordert worden, eine Betition an den Reichstag wegen straße 125, in einem Steller, in Flammen, die indes vom fünften Aufhebung des Paragraphen des Strafgesetzbuches, welcher das Ber- Löschzuge mit Leichtigkeit erstickt werden konnten. Die übrigen gehen, wegen dessen Saffe angezeigt zu werden fürchtete, unter ganz bereinzelt eingelaufenen Alarmierungen waren auf blinden Strafe steut, mit zu unterschreiben. Ich habe geantwortet, daß ich Lärm" zurückzuführen. " Die Beifikerwahlen zum Kaufmannsgericht haben gestern statt- billiger", demnächst wiederkehren. Bei der Vorlage über Be Iwo er mit Speise und Trank gelabt tourde, bis ihn das sofort Benach gefunden. Bei der verhältnismäßig schwachen Beteiligung erlangten fchaffung eigener Bespannung der Straßenreinigungs- richtigte Regiment abholen ließ. Der Deserteur ist aus Aschaffenburg die vereinigten antisemitischen und Hirsch- Dunckerschen Vereine und Feuerlöschgeräte, die zum wiederholtenmal die Vertretung be- gebürtig und hat sich nach seiner Angabe bereits zum drittenmal von 121 Stimmen, während für die Liste des Zentralverbandes schäftigte, tamen endlich einmal die„ Erbeingesessenen" zum Worte! feinem Truppenteil entfernt. der Handlungsgehülfen und S Gehülfinnen August, Dir wird's noch gereuen," wurde einem abtrünnigen Schweres Eisenbahnunglück. Gestern vormittag um 7% Uhe Deutschlands 37 Stimmen abgegeben wurden. Ein Char- Eingesessenen, der für Annahme der Vorlage eintrat, bon lottenburger Lokalblatt, und nach ihm einige bürgerliche Zeitungen, feinen Freunden zugerufen aber mit einer Stimme Mehrheit auf den von Wollin eingefahrenen und am Bahnhofe haltenden Zug fuhr auf Station Wietstock der von Gollnow kommende Personenzug berichtet, daß die verbündeten Vereine 11 Beisiger zu stellen hätten, entschied sich die Vertretung zum Ankauf von zehn Pferden. Für auf. Ein Bahnarbeiter wurde getötet, vier Reisende leicht verlegt. dem Zentralverbande aber nur ein Siz zufiele. Diese Berechnung ist die Versorgung der Nachbargemeinden Marzahndas Ergebnis mangelnder Kenntnis des Proportional- Wahlsystems. Biesdorf- Mahlsdorf mit Gas und Wasser aus den Gemeinde- Werken Zwei Maschinen und zwei Wagen sind beschädigt. Der Betrieb ist In Wirklichkeit entfallen auf die Liste des Zentralverbandes 3 Bei- Lichtenbergs wurde ein Kredit von 480 000 m. gefordert und debattelos aufrecht erhalten. Der Unfall ist wahrscheinlich durch Nichtbeachtung des Haltesignals vor der Station herbeigeführt worden. fizer, auf die Liste der vereinigten Gegner 9. Die organisierten bewilligt. Handlungsgehülfen können das unter den schwierigsten Bedingungen erzielte Wahlresultat mit Befriedigung aufnehmen. Mit dem Bau einer Notbrücke für die Oranienbrücke ist jetzt auf deren Nordostseite begonnen worden. Der Bau soll so beschleunigt werden, daß die Notbrücke Anfang März dem Verkehr übergeben werden kann. Dann wird sofort der Neubau der neuen massiven Brücke begonnen werden. Gegen das agrarische Sackfleisch.„ Verkaufsstelle für Fleisch, das in der Untersuchungsstation der Stadt Berlin untersucht ist", so lautet die Aufschrift eines Plakats, das das städtische Markthallenfuratorium druden ließ und unentgeltlich denjenigen Standinhabern zur Verfügung gestellt hat, die nur solches Fleisch zum Verkauf bringen, das in der städtischen Untersuchungsstation untersucht worden ist. Hoffentlich wird das Plakat auch Ladenschlächtern zu gestellt. Einen Selbstmordverfuch machte am Sonnabend abend zwischen 6 und 7 Uhr der bei dem 19. Polizeirevier in der Gollnowstraße an gestellte Kriminalbeamte August Stresemann. Den durch zwei Reviers nach dem Krankenhause am Friedrichshain. Aerger über Revolverschüsse in die Brust schwer Verletzten brachten Beamte seines einen ungeratenen Sohn soll die Veranlassung zu der Tat gegeben haben. Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Heute abend 7% Uhr in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, Vortrag des Genossen Kazenstein über:" Deutsche Sozialgesetzgebung" Sonntag, den 15. Januar: 14. Stiftungsfest in Kellers Festsälen, Koppenstr. 29, unter Mitwirkung hervorragender Kräfte.( Siehe Inserat.) Beitige Billettentnahme geboten. gesetzt: Grunwald. Der Lehrplan für das erste Quartal 1905 ist wie folgt festMontag, den 16. d. M.: Nationalökonomie( Theoretische Nationalökonomie, 2. Teil). Teil). Vortragender: Schriftsteller May Dienstag, den 24. d. M.: Geschichte( Die Geschichte der Neuzeit bis zur französischen Revolution). Vortragender: Schriftsteller Dr. Rudolf Steiner. Mittwoch, den 18. d. M.: Naturerkenntnis( Entwickelungsgeschichte der Lebewesen). Vortragender: Schriftsteller M. H. Baege. Donnerstag, den 19. d. M.: Gesezeskunde( Die Verfassung des Deutschen Reiches). Vortragender: Schriftsteller Simon Rabenstein. Freitag, den 27. d. M.: Rede- Uebung( Uebungen in mündlicher Rede und im schriftlichen Aufsatz) Vortragender: Schriftsteller Dr. Rudolf Steiner. Sonntag, den 22. d. M.: Fortschrittskursus in Nationalökonomie ( Die neuen Handelsverträge). Vortragender: Schrif., teller Max Grunwald. # Eine Anleihe in Höhe von rund 1 600 000 m. die zur Be- Wetterstürz. Aus den Salzburger Alpen, Oesterreich, Tirol, schaffung von Mitteln für bereits beschlossene Grundstücks- Galizien, Schlesien und anderen Landesteilen laufen Meldungen anfäufe, Schulbauten und Erweiterungen der Gas-, Wasser- und über enorme Niederschläge ein. Es herrscht Regen mit orfanartigem Elektrizitätswerke dient, wurde an ein Hallenser Bankhaus ver- Sturm und Gewittern. Zahlreiche Drahtleitungen sind zerstört. geben. Nach der dieser Vorlage beigegebenen Begründung be- In vielen Gegenden besteht große Hochwassergefahr. In den Tiroler Die Alpenbahn trugen die Kosten für das von der Kontinentalen Wasseriverks- Alpen gehen fürchterliche Lawinenstürze nieder. Gesellschaft übernommene Wasserwerk nach seiner zweck- und ge- mußte auf verschiedenen Strecken den Verkehr einstellen, einige Büge brauchsfähigen Herstellung 2 880 000 m. Eine teure Lehre dafür, sind überfällig und anscheinend im Schnee stecken geblieben. Das daß solche Werke nicht durch Privatgesellschaften, sondern durch Ge- Städtchen Glurnz steht unter Wasser. meinden von vornherein hergestellt und betrieben werden sollen. Schöneberg. Die Wahlzeit von 16 Stadtverordneten läuft in diesein Jahre ab. Beteiligt sind daran die erste und die dritte Abteilung mit je fünf und die zweite Abteilung mit sechs Stadtverordneten. Auf das Hausbesigerelement entfallen davon allein 13 Gike. Auf die dritte Abteilung entfällt nur ein Sib, der nicht an Grundbesitz gebunden ist. Dieses Mandat hat unser Genosse Masuch inne, welcher ununterbrochen von 1900 ab den dritten Bezirk vertritt. Von der dritten Abteilung scheiden u. a. noch aus die Herren Speck( 7. Bez.), sämtlich Hausbesizer. Bergemann( 6. Bez.), Finde( 5. Bez.), Gallandi( 10. Bez.) und Zur Auslosung am 1. Januar 1906 stehen a cht Mandate, davon je drei der ersten und dritten Abteilung und zwei der zweiten Abteilung In der dritten Abteilung trifft dies die Stadtv. Bobel( Mieter, 10. Bez.), Schneider und Presch im 2. bezw. 9. Bez.( Hausbes.), sowie die Stadtv. Linicus, Hepner und Claus in der ersten und Gutsche und Gansow in der zweiten Abteilung. Weißensee. jetzt in ein neues Stadium getreten zu sein. Die Affäre des Amtsvorstehers Klingenberg in Weißensee scheint Die Gemeinde hat nunmehr Herrn Klingenberg auf Herauszahlung von 2000 M. Provision, die er von einer Frau Babel erhalten haben soll, bei dem Landgericht verklagt. Sie behauptet, K. Habe den Verkauf des zu Weißensee belegenen Grundstücks vermittelt, welches die Gemeinde Weißensee für 72 550 M. von der Frau Zabel, damals Witwe Stahl, gekauft hat. Er habe hierbei 2176 m. Provision er halten. K. will sich im Beistande des Rechtsanwalts Bahn auf den Prozeß einlassen und im Wege der Widerklage die Gemeinde zwingen, anzuerkennen, daß fie feinen Anspruch an ihn habe. Er steht auf dem Standpunkt, daß der f. 3. gefaßte Beschluß der Gemeindevertretung: St. solle sein Amt als Gemeindevorsteher niederlegen, ungefeßlich sei, da hierdurch das Urteil in der Disziplinar sache, welches St. zu einer geringen Geldstrafe verurteilte, einer unzulässigen Nachprüfung unterzogen werde, zumal der Beschluß nur mit einer Stimme Majorität ergangen sei. Ebensowenig will K. Ebensowenig will K. den eingeklagten Betrag herauszahlen, da der Kaufpreis von 72 550 M. unter Billigung des Landrats von der Gemeinde nach forgfältiger Prüfung der Sachlage festgesetzt worden sei. Steglik. Sturm im Kanal. Aus Brüssel wird berichtet: Seit gestern abend wütet wiederum ein heftiger Sturm, im Aermelkanal herrscht hoher Seegang. Neue Unfälle werden befürchtet. Die Dampferverbindung kann nur mit größter Mühe aufrecht erhalten werden. Kloster bei Brescia sind gestern zwei franzöſiſche Mönche erfroren. Zwei Mönche erfroren. Aus Rom wird berichtet: Jm Trappisten Wochen- Spielplan der Berliner Cheater. Königliches Opernhaus. Sonntag: Lohengrin.( Anfang 7 Uhr.) Montag: Das eherne Pferd. Dienstag: Don Juan. Mittwoch: Der Evangelimann. Phantasien im Bremer Ratsteller. Donnerstag: Der Roland von Berlin. Freitag: Das Rheingold. Sonnabend: Die Walküre. ( Anfang 7 Uhr.) Sonntag: Der Roland von Berlin. Montag: Siegfried. ( Anfang 7 Uhr.) Sonntag: Die Verschwörung Neues Königl. Opern Theater. = Dienstag: des Fiesco zu Genua. Montag: Wie die Alten jungen. Coriolan. Mittwoch und Donnerstag: Geschlossen. Freitag: Theodora. Sonnabend: Geschlossen. Sonntag: König Ottokars Glüd und Ende. Montag: Der Kaufmann von Benedig. Deutsches Theater. Sonntag nachmittag 2, Uhr: Der Ber schwender. Abends: Helden. Montag: Don Carlos.( Anfang 7 Uhr.) Sardinale. Dienstag: Maskerade. Mittwoch und Donnerstag: Das Nachtmahl der Die große Leidenschaft. Freitag: Helden. Sonnabend und Sonntag: Das Nachtmahl der Kardinale. Die große Leidenschaft. Montag: Helden. Berliner Theater. Sonntag: so ich Dir. Montag: Im so ich Dir. bunten Rod. Dienstag: Die Gräfin v. Kec. Mittwoch: Donnerstag: Die Gräfin v.Ked. Freitag: so ich Dir. Sonnabend so ich Dir. und Sonntag: Modell. Montag: Lessing Theater. Sonntag nachmittag 22 Uhr: Die verfuntene Glode. Abends: Der Biberpelz. Der Arzt seiner Ehre. Montag und Dienstag: Traumulus. Mittwoch: Florian Geher. Donnerstag und Freitag: Traumulus. Sonnabend: Die Frau vom Meere. Sonntag nachmittag 2%, Uhr: Rosenmontag. Abends und Montag:: Traumulus. V " " Theater des Westens. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Postillon Dienstag: La Traviata. Mittwoch nachmittag 3 Uhr: Der Struwwelpeter. von Lonjumeau. Abends: Wiener Blut. Montag: Der Wildschütz. Abends: Wiener Blut. Donnerstag: Der Prophet. Freitag: Don Cesar. Sonnabend nachmittag 3 Uhr: Der Struwwelpeter. Abends. Die neu gierigen Frauen. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Undine. Abends und Montag: Die neugierigen Frauen. National Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Rigoletto. Abends: Die Fledermaus. Montag: Bar und Zimmermann. Dienstag: Die Hugenotten. Mittwoch: Der Barbier von Sevilla. Donnerstag: Die Hugenotten. Freitag: Die Zauberglode. Sonnabend: Figaros Hochzeit. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Barbier von Sevilla. Abends: Die Bauberglode. Montag: Unbestimmt. Neues Theater. Sonntag: Der Graf von Charolais. Montag: Das königliche Institut für Meereskunde, Georgenstraße 34/86, veranstaltet in der kommenden Woche abends 8 Uhr folgende öffentliche, Herren und Damen zugängliche Vorträge: Montag, den 9. d. Mts., spricht Herr Professor Schubert- Eberswalde über„ Der In der ersten Gemeindevertreter- Sigung im neuen Jahre teilte Wärmehaushalt des Meeres und das Seeklima"; Dienstag," den der Vorsitzende zunächst mit, daß der Beschluß auf Errichtung eines 10. d. Mts., Herr Professor v. Dettingen- Berlin über„ Das Meer in follegialen Gemeindevorstandes die Genehmigung erhalten und daß Die Morgenröte. Dienstag: Der Graf von Charolais. Mittwoch: Die der Kunst", mit Lichtbildern; Freitag, den 13. d. Mts., Herr die lette Sihung des Gemeindevorstandes bereits nach den neuen luftigen Weiber von Windsor. Donnerstag: Der Graf von Charolais. Professor v. Luschan Berlin über" Fremde Einwirkungen auf Bestimmungen stattgefunden habe; ferner, daß der Schöffe und Freitag: Die lustigen Weiber von Windsor. Sonnabend, Sonntag und afrikanische Wölfer", mit Lichtbildern; Sonnabend, den 14. d. Mts., Standesbeamte Mande als stellvertretender Amtsvorsteher bis Montag: Der Graf von Charolais. 1. April 1906 bestätigt worden sei. Um die im Sommer bei der Schiller- Theater O.( Wallner- Theater) Sonntag nachmittag 3 Mhr: Herr Professor Stieda- Leipzig über„ Der Untergang des Hansischen Straßenreinigung und-Unterhaltung beschäftigten Arbeiter auch im Peter- Hofes in Nowgorod". Einlaßkarten sind zum Preise bon 25 Pfennig pro Abend von 12-2 Uhr mittags und an den Vortrags- Winter, soweit als möglich, zu beschäftigen, beantragt der Gemeindeabenden selbst von 6 Uhr abends ab im Institut erhältlich; außer- borstand Nachbewilligung von 4000 M. zu dem betreffenden StatsDas der dem in der Zeit von 9-4 Uhr im Deutschen Flotten- Verein, Bern- titel. Ohne Debatte wird der Antrag angenommen. Gemeinde gehörige Rittergut Klein- Biethen( Rieselanlage) ist mit burgerstraße 35 1. Groß- Biethen zu einem Schulverbande vereinigt. Die Verteilung der Schullasten erfolgte bisher im Verhältnis des Grundbesizes, nach welchem Modus Steglik jährlich 8.( 1) Mark zu zahlen hatte. GroßBiethen beantragt jetzt Verteilung nach der Kopfzahl der Schüler, wodurch sich für Steglit der Beitrag auf 48 M. jährlich erhöht, und zwar für eine Schülerzahl von 21( 1). Der Antrag wird angenommen. Ein unentgeltlicher Kursus in Elektrotechnik beginnt am Montag, den 9. Januar, abends 7% Uhr, in der 7. städtischen Fortbildungsschule, Gräfeftr. 85/88. Die Teilnahme ist jedermann gestattet. Anmeldungen werden daselbst im Amtszimmer entgegengenommen. Dienstag: Die Haubenlerche. Mittwoch: Strieg im Frieden. Donnerstag Don Carlos. Abends: Familie Schierte. Montag: Heimg'funden. Die Haubenlerche. Freitag: Familie Schierte. Sonnabend: Fuhrmann Henschel. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Johannisfeuer. Abends: Krieg im Frieden. Montag: Fuhrmann Henschel.. Schiller- Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Abends: Heimg'funden. Montag: Familie Schierte. Dienstag: Wallensteins Lager. Die Piccolo mini. Mittwoch: Familie Schierke. Donnerstag: Strieg im Frieden. Freitag: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Sonnabend: Heimg'funden. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Romeo und Julia. Abends: Die Stüzen der Gesellschaft. Montag: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Residenz Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Nora. Abends: Herkulespillen. Bon Montag bis Sonnabend: Herkulespillen. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Nora. Abends und Montag: Herkulespillen. Großfeuer. Die Dachpappen-, Asphalt- und TeerproduktenKleines Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Familienidyll. LiebesFabrit von Emil Reuter in Ober- Schöneweide wurde ein Raub der träume. Serenissimus Zwischenspiele. Abends: Abschieds- Souper. Die Flammen. Das Feuer war kurz vor Arbeitsschluß ausgebrochen und Mittwoch: Elettra. Donnerstag: Die Neuvermählten. Abschieds- Souper. Neuvermählten. Montag: Nachtasyl. Dienstag: Die Neuvermählten. hatte sich außerordentlich rasch verbreitet. Die aus Ober- und Freitag. Salome. Sonnabend: Die Neuvermählten. Abschieds- Souper. Nieder- Schöneweide sowie aus den umliegenden Ortschaften herbei- Sonntag nachmittag 3 Uhr: Familienidyll. Liebesträume. Serenissim... eilenden Feuerwehren standen dem Brande machtlos gegenüber. 3wischenspiele. Abends und Montag: Die Neuvermählten. AbschiedsTrotz aller Anstrengungen konnte auch von dem Kesselhause wenig Souper. gerettet werden. Mehr als 25 Familienbäter sind arbeitslos ge= Auf der Treptow Sternwarte wird Direktor Archenhold, am 9. Januar beginnend, an 10 Montagen in einem gyflus„ Die Einführung in die Astronomie" die verschiedenen interessanten einzelnen Gebiete dieser Wissenschaft behandeln. Die Vorträge beginnen abends 9 Uhr, jedoch stehen den Hörern Fernrohre zur praktischen Uebung vorher zur Verfügung. Außerdem wird Direktor Archenhold auf Veranlassung der Humboldt- Akademie Dienstag, den 10. ds., beginnend, in dem Dorotheenstädtischen Realgymnasium, abends 8-10 Uhr, in fünf Doppelstunden Weltanschauung und Himmelskunde", und Donnerstag, beginnend am 12. ds., in Charlottenburg, worden. Kaiser Friedrich- Schule, am Savignyplak, 8-10 ihr, in fünf Doppelstunden Die Bewohnbarkeit der Welten" behandeln. Zu allen Vorträgen sind Karten in den Verkaufsstellen der HumboldtAkademie und im Bureau der Treptow- Sternwarte zu haben. Das Thema der öffentlichen Vorträge auf der TreptowSternwarte lautet am Sonntag, den 8. ds., nachmittags 5 Uhr: " Neuentdeckungen auf dem Monde", und abende 7 Uhr:" Werden und Vergehen". Mit dem Riesenrefraktor wird beobachtet der Mond und einige Planeten. Aus den Nachbarorten. Lichtenberg. " Vermischtes. Trianon Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Das elfte Gebot. Abends: Die glückliche Gilberte. Bon Montag bis Sonnabend: Die glüdliche Gilberte. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Das elfte Gebot. Abends und Montag: Die glüdliche Gilberte. Belle Alliance Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Romeo und Julia. Abends: Lumpaci Vagabundes. Bon Montag bis Sonntag: Lumpaci Bagabundus. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Jungfrau von Orleans. Montag: Lumpaci Bagabundus. Luifen- Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die zärtlichen Ber wandten. Abends: Prinz von Homburg. Montag: Von Stufe zu Stufe. Dienstag und Mittwoch: Das Stiftungsfeft. Donnerstag: Die zärtlichen Verwandten. Freitag: Brinz von Homburg. Sonnabend: Die Reise durch Berlin in 80 Stunden. Sonntag: Das Stiftungsfest. Montag: Die zärtlichen Verwandten. Lustspielhaus. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Kamerad von Red. Abends: Der Familientag. Montag und Dienstag: Der Familientag. Mittwoch nachmittag 3 Uhr: Das böse Prinzeßchen. Abends: Der Familientag. Donnerstag und Freitag: Der Familientag. Sonnabend Abends: Der Familientag. nachmittag 3 Uhr: Das böse Prinzeßchen. Sonntag nachmittag 3 Uhr, abends und Montag: Der Familientag Carl Weiß- Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Maria Stuart. Abends: Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Montag bis Freitag Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Sonnabend nachmittag 4 Uhr: Mar und Moriz. Abends: Die Reife um die Erde in 80 Tagen.( Anfang 7%, Uhr.) Abends und Montag: Sonntag nachmittag 3 Uhr: Senta Wolfsburg. Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Zentral- Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Zigeunerbaron. Abends: Madame Sherry. Montag bis Freitag: Madame Sherry. SonnAbends: Madame Sherry. abend nachmittag 4 Uhr: Däumelinchen. Abends und Montag: Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Bettelstudent. Madame Sherry. Zu einem Pistolenduell, das kurz vor Weihnachten im Juditter Walde stattfand, und in dem einer der Duellanten fiel, werden der Königsberger Hartungschen Zeitung" folgende Einzelheiten mitgeteilt: Der Getötete ist, wie schon gemeldet, der Baron Julius von Delfen auf Kockenhof in Livland. Er war mit einem Fräulein v. Sch., der reichsten Erbin Livlands, verheiratet, die ihm über zehn Millionen Rubel mit in die Ehe brachte. Der Ehe sind vier Kinder entsprossen. Frau v. Delsen ist im höchsten Grade nervös, und diesem Umstande ist es wohl zuzuschreiben, daß sie sich eines Tages verpflichtet fühlte, ihrem Gatten die Mitteilung zu machen, sie stehe in Beziehungen zu Die Gemeindevertretung, in der unter 31 Mit einem ihrer Gutsnachbarn. Als daraufhin der Gatte jenen zur Rede gliedern außer den beiden Berufsvorstehern nur drei stellte, gab dieser sein Ehrenwort, daß durchaus nichts Unerlaubtes unserer Genossen als Nichteigentümer fiken, hatte sich auch in ihrer geschehen sei, sein Verkehr mit Frau v. Delsen sich vielmehr lediglich ersten Sizung im neuen Jahre zunächst wieder mit der Erstattung nachbarlich- freundschaftlich gehalten habe. Da Baron v. Delsen im von weiteren 5297,91 M. Bürgersteigsregulierungskosten an drei- Hinblick auf das Geständnis feiner Gattin in beleidigender Weise das zehn Hausbesizer zu beschäftigen. Durch den Widerspruch unserer Ehrenwort des Herrn bezweifelte, so kam es zu einer Forderung, die Genossen wurden die Eigentümer wiederum gezwungen, diese Summe in Juditten ausgetragen wurde. Die Bedingungen lauteten auf dreisich selbst zu bewilligen. Eine vom Landrat infolge des von einigen maligen Kugelwechsel bei zehn Schritt Entfernung und fünf Sekunden Grundbesizern zuungunsten der Gemeinde erstrittenen Erkenntnisses Bielzeit. Gleich im ersten Gange erhielt Baron v. Delsen einen über die Unterhaltungspflicht der Bürgersteige angeregte Abänderung Schuß durch die Leber, an dessen Folgen er später in der Klinik starb. des§ 5 des Ortsstatuts, nach der die Reinigung der Bürgersteige Ueber das Grubenunglück in Saarau i. Schl. wird berichtet, daß fortan des Stadtsäckels übernommen werden solle, wurde ab es Freitag abend nach angestrengtester Arbeit gelang, bis zu einem Thalia- Theater. Sonntag nachmittag 31, Uhr: Charleys Tante. Montag bis Freitag: Der große Stern. Abends: Der große Stern. der fünf Verschütteten vorzubringen und ihn, der bereits 2½ Lage Sonnabend nachmittag 4 Uhr: Mag und Moriz. Abends: von der Außenwelt abgeschlossen war, zu retten. Der Gerettete ist Stern. Sonntag nachmittag 3, Uhr: Charleys Tante. Abends: Der am Sonnabend morgen gestorben. Tie übrigen bier Verschütteten große Stern. Montag: Der große Stern. find trop eifrigster Arbeit nicht zu retten, da sich den Bergungs- Kasino Theater. Sonntag nachmittag 4 Uhr: Mutter Gräbert. arbeiten große Schwierigkeiten entgegenstellten. Es dürfte acht Tage Abends: In Vertretung. Von Montag bis Sonnabend: In Bertretung. bauern, bis man zu ihnen gelangt. Sonntag nachmittag 4 Uhr: Schwarzer Peter. Der Blumenstrauß. Abends: In Vertretung. Apollo Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Berliner Luft und Spezialitäten. Allabendlich: Berliner Luft. Wundersterne. Elektrische Tanzbilder. -O gelehnt. Die Wahl der beiden Vorsitzenden Des hiesigen Gewerbegerichtes in gleicher Eigenschaft für das zu errichtende Kaufmannsgericht, ebenso die der drei Stellvertreter fand die Zustimmung der Versammlung. Der Antrag auf Abänderung des Ortsstatuts für das Gewerbegericht, das bisher Gebührenfreiheit vorgesehen hatte, fand natürlich die Bu stimmung der bürgerlichen Vertreter. Fortan werden Gebühren erhoben bei Alageobjekten von einschließlich 20 M. 50 f., 20 bis 50 M. 1 M., von über 50 m. 1,50 M. und von jeden weiteren 100. 1,50 m. mehr. Begründet wurde die Vorlage mit stetig wachsender Zunahme der Klagen und der Abweisung vieler Klagen. Unsere Genossen ließen diesen Gründen die gebührende Beleuchtung zuteil werden, leider ohne Erfolg. Los eines Deserteurs. Ein rücfälliger Deserteur wurde in der Person eines Soldaten vom großherzoglich hessischen Dragoner- Regiment Nr. 23 in der Nähe des Landgrabens bei Griesheim in einem Streuhaufen entbedt; er hatte sich am ersten Weihnachtsfeiertage heimlich aus seiner Kaserne in Darmstadt entfernt und hatte sich seither in dem Streuhaufen versteckt gehalten. Der Bedauernswerte Die beantragte Erhöhung der Umfassteuer für unbe- war nur mit einem leichten Drillichanzuge bekleidet und hat seit seiner Baute Grundstücke von 1 Proz. auf 2 Broz. zeitigte eine außer Flucht nichts gegeffen; nur einmal hat er während der Nachtzeit sein ordentlich lebhafte und für die Naturgeschichte unserer Terrain- Lager verlassen und an dem Brunnen eines nahegelegenen Bahnspekulation äußerst lehrreiche Debatte zwischen dem Gemeinde- wärterhauses Wasser getrunken. Seine Füße waren durch die Kälte borsteher und den Generalvertretern derer von„ Besitz und Bildung" in zu unförmlichen blauen Klumpen angeschwollen und nur mit unferem Rathause. Die Vorlage fand keine Gnade bei dem Strümpfen bekleidet. Einige Leute, die in der Nähe mit Eismachen Hausbefizerparlament. Voraussichtlich wird diese Vorlage, aber etwas beschäftigt waren, brachten den Unglücklichen in das Bahnwärterhaus, % Der große Deutsch Amerikanisches Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Allabendlich: New York. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Üleber'n großen Teich. Urania- Theater. Taubenstraße 48/49. Im Theater: Sonntag, abends 8 Uhr: Im Bannkreis der Jangfrau. Montag: Zwei Jahre im Eise des Südpols. Dienstag bis Montag: Jm Bannkreis der Jungfrau. Invalidenstraße 57-62: Täglich( außer Dienstag), abends 8 Uhr: Sier leben in der Wildnis. Wetter- Prognose für Sonntag, den 8. Januar 1905. Etwas tälter, zeitweise heiter, aber noch veränderlich mit geringen 1901 Niederschlägen und frischen nordwestlichen Winden. Долзо Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 10. Januar, abends 1,9 Uhr: Versammlung in Dräsels Festsälen, Neue Friedrichstr 35. Tages Ordnung: 236/1 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Genoffen Dr. David- Mainz über: Wichtige Fragen der Reichspolitik". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste, auch Frauen, haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Achtung! VI. Wahlkreis. Achtung! Orts- Krankenkasse Schönhauser Vorstadt. Schneider, Schneiderinnen und verw. Gewerbe zu Berlin. Bureau: Dresdenerstr. 88/89. Dienstag, den 10. Januar 1905, abends 8%, Uhr, im Berliner Prater, Fernsprecher: Amt IV, Nr. 8410. Kastanien- Allee 7-9: Volks- Versammlung. Tages Drdnung: Da die Aufsichtsbehörde die Ber treterwahl der Arbeitnehmer pro 1905, die am 29. November 1904 stattfand, für ungültig erklärt hat, so findet am 17. Januar, abends von 8 bis 10 Uhr, in den Apollo- Sälen, Sebastianstr. 39, eine wiederholte 1. Vortrag des Genossen Paul John über:„ Erklärung der Religion Wahlversammlung Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter our Brivatfache" alion Montag, den 9. Jan., abends 8, Uhr, bei Graumann, Naunynstr. 27: Werkstatt- Delegierten- Versammlung. Tages- Ordnung: 141/1 1. Unsere Aufgaben im neuen Jahre". 2. Diskussion. 3. WerkstattAngelegenheiten. Zur Beachtung: Jede Werkstatt muß vertreten sein. 2. Diskussion. Zahlreicher Besuch der Versammlung ist notwendig. 219/1 Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. be Sonnahend, den 11. Fehr., in Schnegelsbergs Festsälen, Hasenheide 21: Versammlung Großer Wiener Maskenball. Anfang 82 Uhr. Billett 50 Pf. Billetts sind in der Versammlung, den Zahlstellen und bei den Borstandsmitgliedern zu haben. Der Vorftand. Verein der Lehrlinge und jugendl. Arbeiter. Sonntag, den 8. Januar, nachm. 3 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( großer Saal): Geffentliche Versammlung. Tages Drdnung: 1. Chriftliche Jünglingsvereine oder freie Vereine jugendlicher Arbeiter? Referent: Rechtsanwalt Dr. Broh. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Alle Freunde unseres Vereins, besonders alle jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins, sind hiermit eingeladen. Um recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Kein Trinkzwang. 285/5 Dienstag, den 10. Jannar, abends 8 Uhr, im ,, Kösliner Hof", Köslinerstr. 8. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Max Grunwald über 50 Jahre preußisches Herrenhaus". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste( Damen und Herren) willkommen. 246/ 1* Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. der Arbeitnehmer statt, wozu sämtliche Kaffenmitglieder, die großjährig find und sich im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befinden, hiermit ein geladen sind. Zages Ordnung: Wahl von 318 Vertretern aus den Reihen der Kaffenmitglieder laut§ 49 des Kassenstatuts. 270/2 Das Quittungsbuch dient als Legitimation, ohne dasselbe kein Zutritt. Berlin, den 7. Januar 1905. Der Vorstand. Frau Emma Reimann, Vorsitzende. Elisabeth Rösicke, Schriftführ. Rabatt- Spar- Verein„ Süd- Ost" Rudolf Kratina G. m. b. H. aus Budapest, Montag, den 9. Januar 1905, abends 8 Uhr, im großen Saale der ,, Neuen Welt", Hasenheide: Maschinenschlosser, welcher im Anfange Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: eelis 105/1 1. Fortsetzung der Diskussion über„ Die Lage unseres Vereins". 2. Wahl einer UntersuchungsKommission. 3. Die Zukunft des Vereins. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder des Vereins erwarten Die Einberufer. Der Eintritt erfolgt nur mit Legitimationskarte oder Mitgliedsbuch. Arbeiter Sängerbund .extieldu Berlins und Umgegend. Der Vorstand. 00000000 Sonntag, 15. Januar, vormittags 11 Uhr, in der Brauerei Zentral- Verein der Bildhauer Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin. Sonntag, den 15. Januar, abends 6 Uhr, Friedrichshain: Uebungs- Stunde.= 20/2 Pünktlich erscheinen! In den Industrie Festsälen, Beuth- Strasse 20: Gesellschafts- Abend unter Mitwirkung des Rezitators Herrn Karl Albert Stripp und der Konzertsängerin Frl. Hansi Neuburg. Nachdem: Tanz. Lieder:" Dem Lenz entgegen"," Sehnsucht" und" Zukunftsblüten". U tim near Bundeskarte legitimiert. Im Nebensaale präz. 10 Uhr: Ausschuss- Sitzung. 16/1 Tages- Ordnung: 1. Ausnahme von Bereinen. 2. Bundesangelegenheiten. NB. Die Vereine werden auf den Beschluß der Ausschußsigung vom 27. November 1904, die Extrasteuer betreffend, hingewiesen. Ausgabe eines neuen Liedes. Der Vorstand. Achtung! borigen Jahres in einer elektrischen Fabrik in St. Johann Saarbrüden beschäftigt war, wird ersucht, von sich Lebenszeichen zu geben, da man ihm eine dringende Familienangelegenheit mitteilen will. Josef Meiszner, Budapest H. Batyanyi u. 12. 11625* UNVERGLEICHLICH füllkräftig und haltbar sind GUSTAV LUSTIGS echt chinesische MANDARINMONOPOLDAUNEN gefehl. gefchüßt das Bib. t. 2.85. Daunen, wie alle inländischen garantirt neu, 3-4 Pfd.zu großem Oberbett ausreichend. Biele An erkennungen. Verpackg. umsonst. Versand nur allein von der ersten Bettfedernfabrit m.elektr.Betrieb. GUSTAV LUSTIG.BERLIN S.PRINZENSTR.46. Herren- Moden Wilhelm Seide, Kistenmacher. Adtung! 20. Dresdenerstr. 20, oramienplatz. Billetts infl. Zanz und Garderobe a 40 Bf. find zu haben bei den Solfegen: F. Weiland, Eisenbahnstr. 9 III. O. Misbach, Gewerkschaftshaus, Bimmerftr. 26/27. H. Noack, Mustauerstr. 20, Restaurateur. E. Böhme, Montag, den 9. d. M., abends 8% Uhr, in den„ Andreas- Festsälen", Andreasstr. 21: M9,12,-, 15, 20, 25, 5.30, Ritterstr. 121, Restaurateur. Das Komitee. Arbeiter- Baugenossenschaft ,, Paradies" 99 zu Berlin. 66 Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Bureau: SO. 26, Kottbuser Ufer 44, H. r. L. Geöffnet von 8-10 und 4-7 Uhr. Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über:" Die Aufgaben der Gewerkschaftsbewegung im Jahre 1905". 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen wird erwartet. Der Vorstand. Sonnabend, den 21. Januar cr., in ,, Böckers Festfälen", Weberstraße 17: Großer Wiener Maskenball 12 Uhr Demastierung. 1 Uhr Kaffeepause. Die schönfte Damen- und die originellste Herren- Maske erhalten je ein wertvolles Präsent. Tiedemann, Laufiber- und Reichenbergerstraßen- Ecke, und in dieser Versammlung zu haben. Billetts find. bei den Mitgliedern des Vorstandes, im Arbeitsnachweis, Breslauerstr. 28, im SO. bei Empfehle mein großes Lager Paletots u. Jackett- Anzüge Rock- u. Gehrock- Anzüge bon 18 M. an, in Zuch u. Kammgarn bon 30 M. an. Maßanfertigung zu soliden Preisen. Großes Stofflager. Frack- u. Gesellschafts- Anzüge werden verliehen. 1639L* Englischer Garten, Alexanderstr. 27c, empfiehlt seine vier Säle( 150 bis 500 Bersonen fassend) zu Vergnügungen, Versammlungen zc. Sonntag, 29. Januar 1905 D. O. ist frei geworden( der obere gr. Saal). Deutscher Holzarbeiter- Verband. Kleber! Admiralstraße 18 c: Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß die Geschäftsstelle fich mur Kottbuser Ufer 44, of t. I, befindet, und sind alle für die Montag, den 9. Januar, abends 8%, Uhr, im„ Märkischen Hof", Genossenschaft bestimmten Sendungen an die obige Adresse zu richten. Gleichzeitig geben wir bekannt, daß der Vorsigende jeden Dienstag und Frei tag von 6-8 Uhr ebenda zu sprechen ist. Am 16. Januar beginnen wir mit den Bezirks- Versammlungen und ersuchen die Mitglieder zur fleißigen Agitation für dieselben. Die erste findet für den Norden statt. Da in Bezirks- Versammlung unfeven Baöſtellen verſchiedentlich Menderungen erfolgt find, fo geben wir für die Bezirke Süden u. Süd- Osten. den Genossen dieselben dem Bemerken, daß Neu- Aufnahmen, Beiträge und Zahlungen auf Spar- Konto auch dort erfolgen tönnen. 1. SO., Kottbuser Ufer 44, of r. I, im Bureau. Geöffnet von 8-10 und 42-7/ 2 2. G. Kosska, Bigarrengeschäft, SO., Wienerstr. 29. 3. M. Mohn, Restauration, SO., Oranienstr. 197. 4. F. Kubat, 5. Wass, 6. A. Zietz, 7. Ką Momas, 8. Kumke, 9. Scholz, 10. dewig, 11. F. Rausch, 0., Blumenstr. 38 ( früher Chr. Schulze). " N., Brunnenstr. 96. " N., " 12. G. Habbich, Schuhmacher, 13. A. Nierich, Restaurateur, 14. F. Hoppe, 15. H. Lindner, 16. E. Wolf, " Warschauerstr. 61 ( früher P. Litfin). Gartenstr. 90. SW., Bülowstr. 59. S., S., Barutherstr. 22, Ede Boffenerstraße. Alte Jakobftr. 83 del ( früher Kommandantenstraße). NO., Winsstr. 12. Schöneberg, Hauptstr. 84. Rixdorf, Hermannstr. 152/153, Ede Kranoldstraße. ,, Berlinerstr. 14. Rummelsburg, Türrschmidtstr. 37. Lichtenberg, Hagenstr. 1. 17. E. Deichsel, Färber, Köpenick, Schönerlinderstr. 5, II. Tages Drdnung: 1. Vortrag des Genossen Herrn Scheffler; Arbeitsnachweis und Arbeitsvermittelung". 2. Diskussion. 3. VerbandsAngelegenheiten und Verschiedenes. Nichtmitglieder und Frauen haben freien Zutritt. Mittwoch, ito, den 11. Januar, abends 7 Uhr, bei Wendt, Beuthstr. 20( großer Saal): Versammlung. пер Zages Ordnung: 1. Sind wir gewillt, in eine Lohnbewegung einzutreten? Referent: Kollege Wels. 2. Diskussion. NB. Jeder Kleber hat die Pflicht zu erscheinen! Siehe Säulenanschlag am Dienstag. Die Verbandsleitung. notum 177/1 Bezirk Wedding und Gesundbrunnen. Bei Bernhard Raabe, Kollbergerstr. 23: Bezirks Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen M. Kiesel. 2. Dis fuffion. 3. Verbands- und Werkstattangelegenheiten. Dienstag, den 10. Januar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15: Kommissionssitung der Parkettleger mit Vertrauenslenten. Jede Firma muk vertreten sein. Die organisierten Kollegen, welche bei der Firma A. Mittag, Grolmannstr. 35, beschäftigt find, find hierzu eingeladen. Der Obmann. Bezirk Friedrichsberg. 18. G. Lamprecht, Bureaubeamter, Adlershof, Genossenschafts- Am Montag, den 9. Januar 1905, abends 81/2 Uhr, im Lokal von straße 9, I. 19. H. Sass, Reftauration, Alt- Glienicke, Grünauerstraße. Wir hoffen, daß ein jeder nach wie vor seine Pflicht Genossen! boll und ganz im Interesse der Genossenschaft erfüllen und nach besten Kräften für dieselbe wirken wird. 105/2 Der Vorstand. J. A.: H. Schleffler, Borfizender. Wildener, Friedrich Karlstraße 11: Bezirks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Liepe:" Durch Nacht und Eis". 2. Verbands- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Frauen und Nichtmitglieder haben Zutritt. 77/10 Der Bezirksleiter. Sparklub Goldregen". Verein für Frauen u. Mädchen Cuheid ben 29. Januar 1905, nachmittags 4 Uhr, in der Urania, foole 11012 1015 alboro Taubenstraße 48/49: m Bannkreis der Jungfrau. Preise der Pläge: 75 Pf., 60 Pf., 40 Pf. Anfang der Vorstellung 5 Uhr, Der Vorstand. Paul Schwigk, Schönleinstr. 28. der Arbeiterklasse. Montag, den 9. Januar, abends 8, Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: 57/3 Vortrag von Fräulein Adele Schreiber: Aus dem dunklen Lande der Kinder", Gäste willkommen. 55/1 Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule Berlin Sonntag, den 8. Januar 1905, abends 7 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Vortrag des Genoffen Katzenstein über Deutsche Sozial- Gesetzgebung". Nach dem Vortrage: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Cintritt 20 Bf., Garderobe frei. 4/ 3* Putzer Charlottenburgs! Donnerstag, den 12. Januar 1905: Wiener Masken- Ball im großen Saale des Volkshauses adio Rosinenstraße 3. Gäste willkommen. Anfang 8 Uhr. H Achtung! Ich habe mein 11905 Das Komitee. Vereine! 16422 Weiß- und Bayrischbier- Lokal nach Alte Jakobstr. 83, vis- a- vis der Sebastianstraße perlegt. Empfehle zwei Vereinszimmer, Saal, zivet Segelbahnen und Garten. früher Gustav Ladewig, Kommandantenstr. 65 A.JANDORF& Co BRUNNEN- STR. 19/21 SPITTELMARKT 16/17 Ecke Leipziger Strasse BELLE ALLIANCE- STR. 1/2 GROSSE FRANKFURTER- STR. 113 Am Blücherplatz Ecke Andreas- Strasse Ecke Veteranen- Strasse 219x108 Glas Porzellan weiss V Montag, Dienstag, Mittwoch soweit der Vorrat reicht Wirtschafts- Artikel Dessertteller gepresst 5PL. Speiseteller nach oder tief 17 PL. Familienwagen 1.55, 1.95| Leitern Stufe 38Pt Dessertteller ca. 19 cm. 12 Pt. 12 PL. Reibemaschinen Wärmflaschen oval 98, 1.25 1.25 Fleischmaschinen 2.95,4.25 Zinkfässer mit Draht 7.50, 8.75 einlage Zinkfässer mit Walst 9.50, 10.75 Zink- Zober 8.75, 11.50 Vorratsbüchsen 16, 19P Wringmaschinen Ia Walzen 8.75 8Pf. Plättbretter 2.25 Feuerzeuge 8Pt. Aermelplättbretter 45 Pf. 25, 33P. Klammern Schock 10, 19 PL. Zuckerschalen gepresst 15 Pf. Satznäpfe gepresst Sats& Stack 32 P. Compottschalen 20P. Käseglocken gepresst 38 Pf. Wassergläser geschliffen 23 Pf. Victoriabechereldrand 24 Pf. Gold 24 P. Sturzflaschen mit Bild 38P Milchtöpfe 9pt. Kaffeetassen. Unterlasse Schalenform 10pt PL Saucieren verschied. Formen 42 Pt. verschied. 45 Pf. Kaffeekannen men Bratenplatten 30,42,55PL Terrinen verschied. Formen 1.55 Formen Citronenpressen 9. Satztöpfe grosse Form Leuchter Spirituskocher Scheuertücher Bata 6 Stack 1.10 Fussbänke Stuhlsitze Asbestteller Decoriertes Porzellan Kaffeetassen mit Untertassen, Schalenform 13 Pf. Milchtöpfe Satztöpfe 15 Pf. Satz 6 Stück 1.45 Tafel- Service, 23 Teile für 6 Personen Veilchenmuster 11.75 Speiseteller Veilchenmuster 33PL Dessertteller Veilchen 20 PL. Rosenmuster Speiseteller RosenDessertteller Rosen13.50 muster mblilans). muster Steingut Kaffeetassen blan Zwiebel- 10 Pr Salatschüsseln oder 38P Fond Salz- u. Mehimesten 48 PL muster 38P 25P. Wasserkannen decoriert 85 pt Satztöpfe Stack mit 1.05 gerippt, blau Salatschüsseln st.1.20 Waschgarnitur Fondstell 3.15 Waschgarnituro, bla Fond mit Gold 5 oder oliv 8.50 Emaille- Eimer ca. 28 cm., grau, neublau oder marmor 62 Pf. 9, 12 15P. Küchenbretter 19, 22, 28PL 38P Küchengarnituren 7tellig 55PL 33PL 12 Pf. Gewürz- Etagèren 12. Gemüse- Etagèren 38, 85PL. Besenu. Handfeger schwarz 1.25 Handtuchhalter mit 3 Porzellan- 25 PL Emaille Schildern Kochgeschirre, welche beim erstmaligem Gebrauch ausplatzen, werden bereitwilligst umgetauscht. mit Seifenbehälter für die Wand Neu! 25Pt Sand Seife Soda Behälter Gold 1-85 Waschgarnituren teko 2.45 Toiletten- Eimerm. Bohrbagel 3.25 Fenster- Eimer ca. 22 cm. 52PL Wannen oval 1.10, 1.25, 165 Casserollen ohne Ring 28,33,38 P. Casserollen mit Bing 48, 55,65 PL. Gasschmortöpfe m. Deckel 75,98 PL Closettbürstenbehälter 98 Wasserkannen Löffelbleche dekorirt депblan 85,98 PL. 98 P. Kaffeekannen dekor. 98,1.15,1.35 Asch- Eimer 95, 1.10, 1.25 Nachtgeschirre Leuchter 25, 45 PL. 25, 35 PL. Schmortöpfe ohne Bing 38,45,55 PL. Schmortöpfe mit Bing 48, 60,70 PL. Milchtöpfe neublau od. weiss 35, 45 P. Durchschläge neublau od.weiss 38,48 Maschinentöpfem. Henkel 8,12,15 Pf. Wasserkessel. Feuerung1.25,1.65 Theekannen 28, 35, 42P Müllschaufeln aus einem Stück 38 Pt. 8, 35, Muschelconsole 55P Theesiebe Sand Seife Soda Behälter 98 Pt. Schaumlöffel Waschgarnituren Porzellan- Form, fein dekorirt statt 9.00 12 PL. 10 PL. 9.00 4.85 Die für den Inventur- Räumungs- Verkanf und Spezial- Verkauf anderer sehr preiswerter Artikel bestimmten Preise bleiben bis Mittwoch den 11. Januar Abends bestehen. Metzner's Kinderwagen, Korbwaren jeder Art, Triumphftühle, Tifche. Stühle, Bulte, Biegenbockwagen für Kinder, Kinderbettftellen. Buyven- und Sportwagen. Grösstes Spezial- Geschäft berlin, Andreasstrasse 23, Brunnenstrasse 95, Beusselstrasse 67, Leipzigerstr. 54-55. 1000 Mk. 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" " der Theorien über den Mehrwert. Element der Wirtschaft zur zentralen Triebfeder des ganzen| Ausführungen ausgeschaltet habe, die eigentlich Wiederholungen des sozialen Mechanismus. jenigen darstellen, was Marg bereits in seinen anderen ökonomischen Aus dem nachgelassenen Manuskript, Zur Kritik der politischen Was ist produktive Arbeit"? Für den Vulgärökonomen eine Werken behandelt. In der Tat ist dasselbe Problem der Erklärung Oekonomie“ von Karl Marx. Herausgegeben von Karl Kautsky. Ist doch das Arbeiten mit Definitionen die erprobte Methode, die bearbeiteten nationalökonomischen Kapitel des Engelsschen Antireine Definitionsfrage, wie alle Grundbegriffe der Nationalökonomie. des Quesnayschen Tableau économique in dem von Marg felbft 1. Anfänge der Theorie vom Mehrwert bis Adam Smith.") es dem Dekonomen gestattet, nach einem höchst wissenschaftlich Dühring mit großer Kürze und Einfachheit behandelt; desgleichen Bald ist ein Vierteljahrhundert seit dem Tode von Karl Marr felbe Portion Weisheit glücklich herauszufischen, die er selbst in produkts in Arbeitslohn und Revenue bereits im 2. Band des Bald ist ein Bierteljahrhundert seit dem Tode von Karl Mary Schillernden Prozeß der Untersuchung an ihrem Schluß genau die- findet sich das Problem der Auflösung des gesellschaftlichen Gesamtwaltigen Gebantenarbeit nicht erschöpft. Das wissenschaftliche Wert, ihrem Anfang hineingefchmuggelt hat. Ein amüsantes Beispiel diefes Kapital", und zwar unvergleichlich reifer und präziser dargestellt. das Marg in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begonnen, Definitionen hinter das Geheimnis einer wirtschaftlichen Erscheinung es ganz besonders für die sorgfältige Sichtung und Veröffentlichung harmlosen Spieles, das auf dem Wege eigener ausgeflügelter Allein wenn wir Kautsky für etwas zu Dank verpflichtet sind, so ist speist noch das 20. Jahrhundert, und man muß es bekennen feit den ersten Geistesprodukten des jungen Genies, wie sie uns fommen will, bieten ja in imferer Zeit die Untersuchungen über die dieses großen zweiten Anhanges im vorliegenden Bande. Mehring in seinem„ Nachlaß" jüngst wieder lebendig vor die Augen Länge und für jeden Geschmack- freilich wenig barüber hinaus- ökonomischen Lehre in ihrem Entstehen verfolgen können, bie Kartelle, die wohl ein gutes Dutzend Definitionen von beliebiger Nicht bloß, daß wir hier diejenige Partie der Marrschen geführt, bis zu dem soeben erschienenen letzten nichtveröffent- Länge und für jeden Geschmack lichten Werke, das uns Kautsky darbietet, ist nichts auf dem Gebiete produziert haben. zu den wichtigsten und bis jetzt am wenigsten gewürdigten gehört. der Nationalökonomie, ja der Sozialwissenschaften überhaupt er Auch die Frage nach der Produktivität der Arbeit" ist für den Der ganze Anhang ist, gerade weil er uns nicht die fertigen schienen, was an Tiefe und Universalität der Gedanken neben diese Arbeit„ produktiv" nennen soll, je nachdem fie Waren, oder vor die Augen führt, ein Muster der theoretisch- ökonomischen bürgerlichen Detonomen lediglich Geschmacksache. Ob man die Resultate, sondern den Prozeß der Marrschen Forschung selbst Arbeiten gestellt werden könnte. Der tote Marg ist es immer noch, materielle Güter überhaupt, oder auch noch allgemeiner nügliche Analyse, wie sie von der bürgerlichen Nationalökonomie weder der dem kämpfenden Proletariat der Welt die fruchtbarsten neuen Anregungen und leitenden Gedanken hinwirft, und der tote Marg ist es Dienste" leistet, ob wir die Arbeit des Schusters, des Seiltänzers vor Mary noch nach ihm je angewendet worden ist. Daß die immer noch, der als ein Lebender unter den Larven der bürger- und des Reichskanzlers gleichmäßig„ produktiv" nennen oder mur deutsche historische Schule" an Stelle einer Analyse die bloße lichen Sozialwissenschaft mit ftegreichem Lächeln wandelt. einzelne Kategorien davon mit diefem schmeichelhaften Titel ans- Destription betreibt, ergibt sich schon logisch aus ihrem Zwar find es- wie uns Kautsky in der Vorrede mitteilt zeichnen sollen, das ist ein Streitpunkt der bürgerlichen Dekonomie, historischen" Beruf, die Erkenntnis der Gesezmäßigteit rein äußere zufällige Umstände, die zuerst Engels ber ebenso alt ist wie diese Dekonomie selbst und an dessen Lösung der kapitalistischen Wirtschaft zu verdecken. Ebenso selbst dann Kautsky selbst verhindert haben, das bereits Anfang der 60er umfomehr Scharffinn der„ Gelehrten“ verwendet wurde, je tiefer die verständlich ist es, daß die früheren Vulgärökonomen, beren Jahre von Marg geschriebene und von Engels schon 1885 in Aussicht sich die bürgerlichen Theoretiker je der tiefeinschneidenden Be in ihrem inneren objektiven Zusammenhange, sondern in ihrer Bers Nationalökonomie in den Vulgarismus versant ohne jedoch, daß Methode darin bestand, die sozialen Vorgänge nicht gestellte Werk früher herauszugeben. Daß aber dieses Werk, das fast ein halbes Jahrhundert verborgen lag, heute noch nicht im beutung dieses Problems für ihre Wissenschaft bewußt geworden zerrung durch die Gefeße der Konkurrenz an der sozialen Oberfläche geringsten veraltet, überholt, überflüssig gemacht worden ist, daß es bom Standpunkt des Einzelinteressenten zu fopieren, unter der Vorwie glänzendes Gold frischeſter Prägung direkt in die geistige Methode an und weist nach, daß der Begriff der„ produttiven Trivialitäten des gefunden Menschenverstandes" leisteten, wofür der Mary wendet hier wie in allen Fragen die dialettische spiegelung einer wissenschaftlichen Untersuchung bloß eine Serie von Zirkulation des heutigen Tages geworfen werden kann das ist Arbeit" nicht Gegenstand der Privatliebhaberei oder des Esprit des Schwäßer Sah ein Vorbild für alle Zeiten bleibt. Aber auch bei durchaus kein zufälliger Umstand. Das Werk ist ein historisches eine Geschichte der bürgerlichen Nationalökonomie, aber gerade einzelnen Defonomen, sondern ein geschichtliches Produkt den Klassikern beruht ihre deduktive Methode mehr auf genialen deshalb ist es nicht veraltet; denn die bürgerliche National- der Gesellschaft fei. Genau wie er das Bevölkerungsproblem hnungen der großen Zusammenhänge der kapitalistischen Wirtökonomie hatte wohl einst eine Geschichte,- nämlich die, auf einen neuen Boden gestellt hat, indem er nachgewiesen, daß es fchaft, auf der Intuition, die fich aus der völlig unbefangenen die Marr eben tritisch seziert, seitdem jedoch hat sie fein allgemeines absolutes Bevölkerungsgefeg für alle Beiten und Stellung der Petty, Smith, Ricardo gegenüber der bürgerlichen Ge feine mehr. Ihre Geschichte wie ihr Lebensfaden sind bald nach den Länder gäbe, vielmehr jede historische Gesellschaftsform ihr eigenes, fellſchaft ergibt, die sie zugleich als die einzige, die absolute Ge Klassikern, mit dem Entstehen der Margichen Lehre, abgelaufen. allerdings in ihren Schranken mit der Straft eines Naturgefeges fellschaftsform betrachten. Erst aus ber böllig veränderten Seitdem haben wir nur ein Fortvegetieren, ein Drehen im Kreise wirkendes Bevölkerungsgesetz habe, so behandelt Marg den Begriff Stellung Margens зи seinem Forschungsstoffe, aus der Bulgärökonomie, die lebendige, pulsierende Aber der ökonomischen der produktiven Arbeit" nicht als etimologische Definition, sondern Stellung des Sozialisten, der die Grenzen der bürgerlichen Forschung ist in den Strom der proletarisch- sozialistischen Gedanken- als historische Kategorie. Jede Wirtschaftsform stempelt die Arbeit Wirtschaftsform von einer höheren Warte überblickt, furz aus der welt abgeleitet, und aus dieser revolutionären Gedankenwelt taucht zur produttiven" vom anderen Gefichtspunkt, je nach ihrem eigenen Dialettischen Methode Warrens ergab sich die Möglichkeit jetzt auch das erste- und einzige Geschichtswert über das Glüd 3wed. In der primitiven, auf direkten Selbstgebrauch der Arbeitenden auch in bezug auf Einzelprobleme der Dekonomie die Analyse und Ende der bürgerlichen Nationalökonomie auf. gerichteten kommunistischen Gesellschaft erscheint offenbar als pro- anzuwenden. Wie meisterlich und streng wissenschaftlich Mary das Aeußerlich freilich ist das neue Werk von Marg nichts weniger von Gebrauchsgütern der Kommune bient. In der Periode der einfachen das zeigt eben der zweite Anhang in seinem neuen Buche, wo er buktiv" jede Arbeit, die zur Herstellung und Vergrößerung der Summe bei das analytische Verfahren auf die Nationalökonomie anwendete, als eine fertige, ausgearbeitete Geschichte, vielmehr nur ein Brouillon, ein erster Entwurf einer Arbeit, deren Fertigstellung handwerksmäßigen Warenproduktion gilt diejenige Arbeit als gefell- mit peinlicher unermüdlicher Sorgfalt ans Wert geht und stufenweiſe einer späteren Zeit vorbehalten blieb. Man braucht sich nur die an schaftlich produktiv", die sich in der Herstellung von Waren durch die Fragestellung, Ausschaltung variabler Momente, Firierung jedem Kapitel unten angebrachten Vermerke über die for- materialisiert. Endlich in der kapitalistischen Wirtschaftsordnung, des eigentlichen Problems, Konfrontierung mit angrenzenden Bes respondierenden Manuskriptseiten anzusehen, um sich einen Begriff die weder auf die Herstellung von Gebrauchswerten, noch von Waren griffen, Probelösungen und Betveisführungen a contrario Schritt von der Mefenarbeit zu bilden, die die Fertigstellung dieses gerichtet ist erstere sind nur die notwendige allgemeine für Schritt wie mit einem Meißel sich in die Materie einbohrt, um Manuskripts erforderte. Es galt, in einem enormen, fortVoraussetzung, herrschende Form der schließlich zu derjenigen Lösung vorzubringen, die er uns im zweiten laufenden Text ohne alle äußere Einteilungen, dafür mit unzähligen fapitalistischen Produktion, deren eigentlicher Zweck die Produktion Bande des" Kapital" in fertiger Gestalt unter der Form einer Wiederholungen und Abschweifungen, mit einem gänzlich durcheinander von Kapital ist, in dieser Gesellschaft erscheint logischerweise als Konstruktion à priori, nämlich feiner originellen Theorie des Ausgewürfelten Stoff, wie er eben im Prozeß der Selbstverständigung. mehr wert schafft. Darin ist aber bereits eingeschlossen, daß duktion von Produktionsmitteln darstellt. Für diejenigen, die fich produttiv nur diejenige Arbeit, die den Kapitalstoff, den tausches zwischen der Produktion von Genußmitteln und der ProSer ersten Untersuchung des Gebietes entsteht, einen Plan, eine logische und historische Entwickelung herauszufinden und zur äußeren es Arbeit für andere, ausgebeutete Arbeit, Arbeit unter der Klassen mit dem Krisenproblem ernst beschäftigen wollen, wird dieses Gestaltung zu bringen, dabei jedoch dem Cäsar zu lassen, was des herrschaft ist. Der Begriff der Produktivität der Arbeit liegt fomit Fragment vielfach ebenso wichtig und anregend sein, wie die entTäfars ist, und durch keine eigenen Busätze die Lücken auszufüllen in der Marrschen Beleuchtung nicht im Verhältnis zwischen Mensch sprechenden Kapitel im 2. Bande des Kapital". oder Brücken zu bauen. Kautsky hat für sich den schwierigsten und und Arbeitsstoff, allgemeiner: zwischen Mensch und Natur, allwo ihn undankbarsten Teil der Herausgeberrechte und pflichten gewählt, der Bulgarus seit einem Jahrhundert im Schiveiße feines Angesichts indem er sich darauf beschränkt hat, sich so in den Gedankeninhalt fchaftliches Verhältnis, das unter dem Begriff der" pro- Hinsicht ein Unikum dar, als das einzige Beispiel einer Disziplin, fucht, sondern zwischen Mensch und Mensch, es ist ein gefelt. Die Nationalökonomie stellt unter den Wissenschaften in gewiffer des verwickelten und verworrenen Marrschen Manuskripts hineinzu- buttiven Arbeit stedt, genau wie unter dem Begriff von Kapital. der es vorenthalten ift, ihre eigene Geschichte zu schreiben. Zur arbeiten, um es gleichfam nur mit unsichtbarer Hand zu einem Durch das Prisma dieses Begriffes gesehen, ersteht vor uns die Geschichtsschreibung gehört nämlich in diesem Falle als erste Be inneren Ganzen zu ordnen, und trotzdem er mit dem Stoffe außer tapitalistische Gesellschaft wie auf flacher Hand in deutlichsten Farben bingung diejenige Einficht in den Busammenhang zwischen dem ordentlich frei schaltete und waltete, dem Publikum schließlich doch und Konturen, in all ihrem objektiven Wahnsinn der Gefeße und gesellschaftlichen Brozeß und feinem theoretischen Refler, deren Fehlen nichts anderes als Marg felbst und nur Marg zu bieten. Und diese Aufgabe ist ihm allerdings vollständig gelungen. Das in all ihrer subjektiven Verkehrtheit der Anschauungen, die Gefell- gerade die wissenschaftliche Grundlage der bürgerlichen NationalBuch ist ganz von Kautety, aber jeder Gedanke und jedes Wort ist schaft, in der als innerer, gleichsam von Gott und Natur bestimmter otonomie und ihrer Methoden bildet. Und daraus ergibt sich schon von Marg, und was ans geboten wird, ist ein organisches Ganges Die Gesellschaft, in der die Ausbeutung als die Norm, dagegen Forschungsgegenstand, ihren Stoff felbft im Dunkeln ist, indem ihre Zweck der menschlichen Arbeit die Bereicherung, anderer erscheint, der merkwürdige Umstand, daß die Nationalökonomie über ihren von hoher Formreife. Wer nicht feinen Form und Stilgeschmad bie Arbeit zum eigenen Wohl des Arbeitenden als Abnormität, gelehrten Hiftoriter trampfhaft den Anfängen der nationalan der modernen glatten Schönschreiberei, an der pedantisch zise- Ueberflüffigkeit, Zwedwidrigkeit gilt, die Gesellschaft, in der die stets ofonomischen Theorien im ersten Morgengrauen der menschlichen lierten, in einen Schnörkeln fofett gearbeiteten Form verdorben hat, wird fogar mit ästhetischem Genuß den nachlässig hingeworfenen wachsende Masse des Volkes nur in dem Maße unter den Begriff der Geschichte, im klassischen Drient, beinahe bei dem AffenRohbau betrachten, bei dem der innere, grobtörnige Marmor des produktiven Arbeiter" fällt, in dem fie- die eigene soziale Stlaberei menschen, furz überall da nachspüren, wo fie ebensowenig Gedankenstoffes um so schimmernder zutage tritt. Die ganz un produziert. zu finden ist, wie ihr einziger wirklicher Gegenstand die gefünftelte Disposition, die Kautsky gewählt hat, ist auch deshalb die die bürgerliche Dekonomie sofort mit allen Geschützen gegen den von der bürgerlichen Gesellschaft als einer absoluten und ewigen Erst in dieser Beleuchtung wird die Generalattade begreiflich, fa pitalistische Produktionsweise. Der Vorstellung glücklich, weil sie den Leser je weiter je angenehmer enttäuscht und alten Adam Smith eröffnete, nachdem er hier, wie in den meisten Gesellschaftsform in bezug auf die Zukunft entspricht logisch die glüdlich, weil sie den Lefer je weiter je angenehmer enttäuscht und stärker fesselt. Zuerst finden wir nur lose Bemerkungen und Zitaten- Hauptgefeßen der kapitalistischen Wirtschaft, mit" lassischem Freimute Vorstellung von der Nationalökonomie als einer absoluten und bündel, wie wenn man in einem privaten Notizenhefte mit nach bindel, wie wenn man in einem privaten Notizenhefte mit nach- hart aus lässiger Hand aus der Mitte blättern würde. Bald tauchen mitten hart an die Grenze der Erkenntnis gestoßen, damit zugleich aber ewigen Wiffenfchaft in bezug auf die Bergangenheit. Und aus lässiger Hand aus der Mitte blättern würde. Bald tauchen mitten in den Fragmenten einzelne Gedankenblizze auf, die mit einem Mal die sterblichen Seiten dieser Gesellschaftsform entblößt hatte. Die beiden ergibt sich, daß die Geschichte der Nationalökonomie nur auf ganze Epochen und Schulen ein grelles Licht werfen und dem fritische Revne der großen Kontroverse zwischen der klassischen und von einem Sozialisten, genauer nur vom Marrschen Standpunkte Leser das sichere Bewußtsein einer festgefügten allgemeinen der Bulgärökonomie über den Begriff der produttiven Arbeit" ist geschrieben werden konnte. Leser das sichere Bewußtsein einer festgefügten allgemeinen die tiefste und glänzendste Partie des vorliegenden Maryschen Werkes, Konzeption geben, die den den Fragmenten zugrunde liegt. Die auf einem ganz neuen Wege, wenn auch in vollkommenster der gesellschaftlichen Bewußtseinsformen, der Ideologie, fo zum Anscheinend liegt freilich nirgends der materielle Hintergrund Nach und nach verbinden sich einzelne fritische Striche und Fragmente logischer Verknüpfung mit dem ganzen Margschen System, zur Ein- Greifen nahe, ist nirgends so leicht zu faffen, wie bei den Theorien zu einem großangelegten Geschichtswert, und schließlich kommen noch brei umfangreiche Abschweifungen, in denen Marg, aus der Geschichte sicht in den Gesamtcharakter der kapitalistischen Wirtschaft und ihrer über das wirtschaftliche Leben selbst. Allein gerade hier zeigt es in die Theorie der Nationalökonomie fallend, sich in die Lösung wichtiger historischen Bedingtheit führt. fich auch, was es mit jenen naturwüchfigen, instinktiven AnBrobleme vertieft, auf die ihn seine kritische Analyse der bürgerlichen Bedeutung die kritische Geschichte der bürgerlichen Mehrwert Dialettit auf sich hat, mit denen so manche Ueberwinder" Im Lichte dieser Einsicht erscheint auch erst in ihrer wahren wendungen des historischen Materialismus ohne die Marrsche Defonomie gebracht hat. Mit liebevoller Sorgfalt und innigstem theorien, die den Hauptinhalt des vorliegenden Bandes ausmacht. des Marrschen" Dogmas" viel Wesens machen. Verständnis hat Kautsky, unbeschadet der durchsichtigen und einheitlichen Buchkompofition, jedes fleinste Gedankentörnlein aus Indem Marg die große Linie in der Entwickelung der Mehrwert so schlagend, wie die Geschichte der Nationalökonomie, daß bei den der letzten nachgelassenen Arbeit Margens herauszulesen, zu retten theorie verfolgt von der ursprünglichen Vorstellung, daß der nichtmarristischen Anwendungen des Materialismus gerade jene rohe und in dem Ganzen anzubringen gewußt. tapitalistische Profit auf dem landwirtschaftlichen Acker als Ableitung der abstraktesten ideologischen Formen direkt aus der wogendes Kornfeld wächst und reift, bis zu der Einsicht, daß die Suppenschüssel herauskommt, die eingeschworene Vertreter des Grundrente umgekehrt in der Fabrit unter Geftampf industrieller historischen Ellettizismus der Marrschen einseitigen" GeschichtsDampfmaschinen produziert wird, entwirft er die Geschichte des- auffassung unermüdlich nachsagen. jenigen Kristallferns", um den sich alle übrigen Begriffe der jeweiligen Richtung und Schule der Nationalökonomie in logischem Zusammenhang anseßen. I. die letztere II. " Nichts zeigt Das Buch heißt Theorien über den Mehrwert", und dieser Titel deckt sich auch formell mit dem überwiegenden Inhalt des Abgesehen von dem rein chronologischen Historismus", wie ihn vorliegenden ersten Bandes. Doch wer die Rolle und die Bedeutung Professor Roscher z. B. darstellt, der es fertig gebracht, einen Riesender Mehriverttheorie in dem Margschen ökonomischen Lehrgebäude band über die Geschichte der deutschen Nationalökonomie zu schreiben, fennt, wird von vornherein wissen, daß es sich hier nicht um eine Was namentlich den ökonomischen Forscher in diesem historischen die ausgenommen den Deutschen Karl Marggar feine GeTeiluntersuchung, um eine geschichtliche Monographie, sondern um Bilde frappieren müßte, ist die äußerlich ganz unzusammenhängende schichte hat, in dem er mit derfelben pedantischen Wichtigtuerei die das innerste Wesen selbst der Nationalökonomie in ihrem historischen Entwickelung der so innig mit einander verbundenen Wert und Ernestinischen und Albertinischen Pamphlete, die Kazbalgereien über Werdegang handelt. Friedrich Engels fagt in seinem Anti- Dühring: Mehrwerttheorie. Beide bewegen sich vielmehr in zwei getrennten die mittelalterlichen Ripper- und Wipper- Praktiken der deutschen " Indem Mary... nachwies, wie Mehrwert entsteht und wie und anscheinend selbständigen Linien, indem wir zum Beispiel Fürsten auftischt, wie z. B. die Smithschen Entdeckungen und ihren allein Mehrwert unter der Herrschaft der den Austausch bereits bei den Merkantilisten sehr flare Ahnungen in Abglanz in Deutschland, abgesehen von solchen geistlosen Chronisten, bon Waren regelnden Geseze entstehen kann, Tegte er Bezug auf bie Arbeitswerttheorie finden, und zugleich für die jedes Schriftchen, wie in Gottes Tiergarten der fleinste den Mechanismus der heutigen tapitalistischen die vulgärste Ableitung des Profits aus der Ueberborteilung im Käfer dazu dient, den Geift des Schöpfers- hier die Gelehrsamkeit des Produktionsweise und der auf ihr beruhenden Handel, während andererseits die erste wissenschaftliche Erklärung des Historikers abzuspiegeln, sind manche Geschichten der NationalAneignungsweise bloß, enthüllte er den Krystall- Mehrwerts bei den Physiokraten sich mit einer ganz rohen Wert ökonomie, wie namentlich die von Adolphe Blanqui, an materialistikern. um den die ganze heutige Gesellschafts- theorie verträgt, die den Wert grob- materialistisch als Naturstoff auf- fchen Hinweisen und Erklärungen reich. Dieser Materialismus ordnung sich angefest hat." Weun indes die umfassende faßt. Erst durch das Zusammentreffen der ausgebildeten Arbeits- erschöpft sich aber meistens in solchen empiristischen Trivialitäten, Bedeutung diefer Tatsache in allen ihren Konsequenzen für sie werttheorie mit der aus dem Produktionsprozeß abgeleiteten Er- wie die Beobachtung, daß die Merkantilistenlehre mit dem Auffapitalistische Wirtschaft noch aus den bisher veröffentlichten Unzer- tlärung des Mehriverts entsteht jene abgerundete Lehre, die alle kommen der Städte und des internationalen Handels zusammenfuchungen Margens aus Zur Kritik", aus dem Kapital" nicht Probleme der kapitalistischen Wirtschaft auflöst. Warum nun der hänge, die Manchesterlehre aber mit dem Aufschwunge der Manudeutlich und klar genug hervorgetreten sein sollte, dann trägt gerade jenige Knotenpunkt, in dem die Werttheorie mit der Erklärung des faktur und der kapitalistischen Produktion u. dergl. Dabei zeigen schon das jetzt erschienene Buch in vollkommenem Maße dazu bei. Nachdem Mehrwerts wissenschaftlich zusammentrifft, nicht mehr auf dem die Schicksale des ersten wissenschaftlichen Systems der Dekonomie, Marg nämlich im ersten Teil des vorliegenden Bandes oie ver- Pfade der bürgerlichen Defonomie gefunden werden konnte, der Physiokratenschule, allein, wie sehr die ökonomische Theorie der schiedenen bürgerlichen Konzeptionen über die Entstehung des Mehr vielmehr selbst der Lebensknoten dieser Detonomie bildet, den nur bürgerlichen Gesellschaft für diese selbst ein Buch mit sieben Siegeln werts untersucht, gibt er im zweiten Teile eine fritisch- historische Marg durchhauen konnte, das findet in jedem einzelnen Falle im ist. Während z. B. ein Spezialist auf dem Gebiete, der Berner Analyse des Begriffs von der produktiven Arbeit“. Und hier vorliegenden Margschen Buche feine Erklärung. Profeffor Onden, den Staub von dreizehn Bibliotheken aufwirbelt entfaltet sich vor dem Refer fortschreitend die Bedeutung des Mehr- Wenn einer von den drei selbständigen theoretischen Anhängen und alle staatswissenschaftlichen Fakultäten zum Niesen bringt, um werts aus einer fragmentarischen Einzelerscheinung. aus einem der Geschichte das bezeichnete Problem der„ produktiven Arbeit" be- bie epochemachende Tatsache festzustellen, wer von den Physiokraten handelt, so befassen sich die beiden anderen in verschiedener Form zuerst das Wort laissez faire, laissez passer" gebraucht habe, *) Stuttgart 1905. Verlag von J. H. W. Diez. Brosch. 5,50 M., mit der Zirkulation und Reproduktion des Kapitals. Kautsky bleibt diese Kampfparole des anbrechenden Kapitalismus bei den geb. 6 M. entschuldigt fich gleichsam in der Vorrede dafür, daß er hier nicht hyfiokraten mit ihrem schlagenden Widerspruch zu der Verherrlichung III. " der Landwirte als der einzigen produktiven Kaffe und der De- wetteren Bänden verspricht uns Kautsky die Analyse Ricardos und In gewissem Sinne ft allerbings nicht zu bezweifeln, daß h gradierung des industriellen Mittelstandes zum Parasiten die Auflösung seiner Schule zu geben, damit auch den Untergang auch die Professoralwissenschaft die neue Gabe Kautskys aneignen der Grundbefizer für die bürgerliche Geschichte ein undurch- der wissenschaftlichen Nationalökonomie überhaupt, also mit anderen wird, wie sie von den früheren Entdeckungen Marrens bis auf den dringliches Rätsel. Und der Spezialist Onden weiß uns Worten die theoretische Inaugurierung des proletarischen Klassen heutigen Tag zehrt in der Weise nämlich, daß sie den gewaltigen nur mit vollem Ernste zu versichern, daß der Angelpunkt fampfes. | Stoff in einzelne Partikelchen zerpflückt und damit ihrer wissender ganzen volkswirtschaftlichen Theorie Quesnahs die schaftlichen Leere einige Broden wirklichen Wissens einfügt. In Preislehre sei! Ein naives Bekenntnis, daß er von seiner ganzen Größe und seinem revolutionären Geist kann auch das dem genialen Schöpfer des Tableau économique nicht das Abc neue Werk von Marg nur in dem kämpfenden Proletariat lebendig verstanden hat. Mit der jetzt erscheinenden Geschichte der Nationalökonomie wird das werden. Ein anderer von der deutschen Zunftgelahrtheit sehr ernst Margsche Kapital" und damit sein Werk der wissenschaftlichen Ueber- Auf den ersten Blick scheint freilich der Zusammenhang zwischen genommener bürgerlicher Historifer, der Engländer Ingram, speist wtudung der bürgerlichen Gesellschaft vollendet. Das Buch ist wie einer fritischen Geschichte der bürgerlichen Nationalökonomie und dem uns gar mit der tiefsinnigen Betrachtung ab, daß die Vorliebe der alle grundlegenden Werke der Marrschen Lehre nicht nur eine wissen- Tageskampf der Sozialdemokratie schwer zu erfassen sein, wie denn ( physiokratischen) Schule für die Landwirtschaft" ein Ausdruck des im schaftliche Leistung ersten Ranges, sondern eine geschichtliche Tat, überhaupt das lebendige Gefühl für die Bedeutung der Theorie in borrevolutionären Frankreich vorherrschenden Geschmacks für das die erst im Zusammenhang mit dem historischen Kampfe der Sozial- dem mächtig in die Breite gewachsenen Strom der proletarischen Natürliche" und für ursprüngliche Einfachheit" a la Rousseau ge- demokratie und im Lichte dieses Kampfes gewürdigt werden kann. Bewegung in der letzten Zeit nicht deutlich genug zutage tritt. wesen sei, sozusagen eine Ueberlegung der Watteauschen Fêtes Für die offizielle bürgerliche Wissenschaft freilich ist auch diese Zweifellos ist der ganze Kampf der Sozialdemokratie von der galantes und der gepuderten Schäferszenen von Boucher ins glänzende Frucht des Marrschen Geistes nicht geschaffen. Der Marrschen Einsicht in die sozialen Bedingungen und Ziele beseelt, Nationalökonomische. Marg gibt auf wenigen Seiten eine Moment, in dem sie erscheint, zeigt die bürgerliche Nationalökonomie wie etwa ein auf ein bestimmtes Geleise gestellter Zug schon durch allgemeine Analyse des Physiokratismus, die zugleich die erste in einem noch viel vorgeschritteneren Bersegungsstadium, als es zur- das Gesetz der Trägheit die vorgeschriebene Bahn befolgt. Allein wissenschaftliche Lösung aller scheinbaren Widersprüche dieses Systems zeit des Erscheinens des„ Kapitals" war. Als der erste Band des die praktische Kleinarbeit und das wirtschaftliche und politische Scharmüzel und das glänzendste Beispiel der Anwendung der dialektisch- Maryschen Hauptwerkes erschien, stand noch die historische Schule" des Tages drohen immer mehr den unumgänglichen bewußten Prozeß materialistischen Geschichtsauffassung darstellt, indem er nachweist, in ihrer Blüte, zurzeit des zweiten Bandes aber und bis in die der Umbildung, Umwertung der ganzen Gedankenwelt des Proletariats daß dies alles Widersprüche der kapitalistischen Pro 90er Jahre hinein machte der„ Subjektivismus" in den bürgerlichen im Geiste der revolutionären Marrschen Weltanschauung in den duktion seien, die sich aus der feudalen Gesellschaft heraus- Streifen falsche Vorspiegelungen eines neuen Aufschwunges der Hintergrund zu drängen. Wie sehr aber dieser Prozeß eine unaufgearbeitet und lettere selbst nur mehr bürgerlich interpretiert, ihre Nationalökonomie als Wissenschaft. Heute ist von der historischen Hörliche dringende Notwendigkeit ist, das hat unter anderem in den eigene eigentümliche Form aber noch nicht gefunden hat; wie etwa Schule" außer einem allgemeinen Kazenjammer als einziger legten Tagen wieder ein Fall dargetan, wo ein mit Amt und Würden die Philosophie, die sich erst in der religiösen Form des Bewußtseins praktischer Niederschlag bloß die Log Brentanosche Massenfabrik bekleideter, also formell zur Vertretung der Partei und Erziehung herauskonstruiert und damit einerseits die Religion als solche ver- hoffnungsvoller Doftoren mit einem mikroskopisch- anatomischen der Massen berufener Sozialdemokrat die Theorie von einem metanichtet, andererseits sich positiv selbst nur noch in dieser idealisierten, Institut für den wissenschaftlichen" Tagesbedarf des geschäfte- physischen„ religiösen Gefühle" entwickelte, das in jeder Menschenin Gedanken aufgelösten religiösen Sphäre bewegt." machenden Kapitals übriggeblieben. Die„ subjektive" Böhm- brust wohne, und von der Notwendigkeit, auch in Zukunft dem Volke In derselben Weise bringt Marg in alle Wendungen des Jevoussche Gemeinde aber weiß, nachdem ste an allen die Religion ohne die Pfaffen zu erhalten, gewissermaßen eine Theorie theoretischen Gedankens der bürgerlichen Dekonomie historischen Bu- grundlegenden Problemen der Nationalökonomie schon früher ihre der Aushöhlung" der Kirche, die sich in voller Analogie zu der sammenhang und damit helles Licht hinein. Namentlich scheinen dürre Sterilität bewiesen, mit dem einzigen neuen Problem, mit dem famosen Theorie der Aushöhlung des Kapitalismus befindet uns dabei die eigenartigen Schicksale der Werttheorie ein be- fie wirklich etwas zu tun hat mit den Kartellen nicht das geringste und mit ihr die volle Entfremdung von der materialistischen sonderes Augenmerk zu verdienen. Es ist dies in der Tat eine anzufangen. Der hie und da erschallende Nuf zur Rückkehr zu der Geschichtsauffassung zur gemeinsamen Wurzel hat. Der interessante Tatsache, daß wir bereits im 17. Jahrhundert, also deduktiven Methode der alten Klassiker ist ein sprechendes Symptom selbe Fall, wie fo biele andere, zeigt zeigt deutlich, deutlich, daß unter der Herrschaft der zunftmäßigen Warenproduktion ein so tiefes dieses verzweifelten Zustandes. es unsere Aufgabe ist, nicht bloß möglichst breite Massen Verständnis für die Arbeitswert- Theorie finden, wie sie von Betty, Daß aber dieser Ruf selbst aus einer hoffnungslosen Untlarheit für die formelle Anerkennung des Programms der SozialLocke, North an den Tag gelegt wird, während seit Ricardo, gerade der heutigen Dekonomen über sich selbst wie über das Wesen der demokratie zu gewinnen, sondern die Denfweise dieser Massen, vor im gleichen Schritt mit der vollen Entfaltung der kapitalistischen Klassischen Nationalökonomie geboren ist, beweist der Umstand, daß allem also unserer Agitatoren, von Grund aus durch die Marrsche Produktionsweise, die jedenfalls durch die täglichen Preisrevolutionen sich z. B. als jüngster Herold der deduktiven Methode" kein anderer Lehre zu revolutionieren. Nur auf diese Weise und nicht bloß durch im Zusammenhange mit technischen Umwälzungen die Grund- als der Frankfurter Professor Pohle meldet, der wissenschaftliche die Aufnahme der frischen Truppen in die Wählermassen der lage des Arbeitswertes flarer wie je je zum Bewußtsein Vertreter des Hausbefizervereins, die denkende Materie des städtischen Sozialdemokratie, in die Partei- und Gewerkschaftsorganisationen bringt, eine radikale Abkehr von der Arbeitswert Theorie Bodenwuchers, der theoretische Sachwalter des ins moderne, groß- wird die geistige Loslösung des Proletariats von der Herrschaft der und schließlich eine Flucht in die psychologischen Nebel städtische Zeitalter übersetzten Shylockschen Rechts auf das proletarische Bourgeoisie und von ihrer Klassenkultur vollzogen. der subjektiven Schule" stattfindet. Marg löst die Frage durch einige Pfund Fleisch. Der Herr Professor hat also nicht die leiseste Ahnung, daß In diesem Sinne ist das neue Buch von Mary ein reicher Born turze Fingerzeige, indem er aufzeigt, daß gerade die ersten Kon- die, deduktive Methode" der Klassiker nicht ein mechanisches Dentwerkzeug geistiger Anregungen, der namentlich die intellektuellen Kräfte des zeptionen der Arbeitswerttheorie nicht Sonntagsbetrachtungen müßiger ist, das wie ein Korkzieher nach Belieben aus dem Schrant geholt jenigen bedeutenden Trupps unserer Agitatoren zu erfrischen und zu Erfinder" der Nationalökonomie, sondern polemische Waffen des und von jedem Kellner zur Bedienung der Herrschaften gebraucht beflügeln berufen ist, die durch das Medium der Presse und der auskommenden Kapitals gegen den herrschenden Grundbesitz, nicht werden kann, sondern daß es jener heiter- unbefangene homerische parlamentarischen Tätigkeit auf die große Masse des Proletariats einEingebungen eines in der Luft schwebenden Forschungsgeistes", Blick auf die junge Welt ist, mit dem der Erzvater der Dekonomie wirken. Sich in die grundlegenden Werke Margens mit fondern ideologische Abspiegelungen des Klaffentampfes Adam im Paradies der noch in Knospen stehenden bürgerlichen ehrlichem Fleiß hineinzuarbeiten und die Brücke zwischen der Bourgeoisie gegen den Feudalismus waren. Und daraus wird Gesellschaft in göttlicher Nacktheit lustwandelte. Nachdem die bürger- seinen wissenschaftlichen Theorien und der auf ihnen basierten ohne weiteres klar, daß sobald die Arbeitswerttheorie umgefehrt zur liche Wissenschaft vom Baume der Erkenntnis der Klassengegenfäße Bragis der Sozialdemokratie auf Schritt und Tritt zu finden, theoretischen Waffe des aufstrebenden Proletariats gegen die Bour- genossen und, über ihre Nacktheit erschrocken, in den Beamtenfrack um dadurch sich selbst wie die Massen aus der drohenden geistigen geoisie geworden war, sie für die legtere und ihre bes befoldeten Professors schlüpfte, nachdem namentlich auch die Verödung und Verflachung im Tagestampfe emporzureißen, das offizielle Wissenschaft" ein überwundener Standpunkt wurde Margsche Erkenntnis in drei Millionen denkender Köpfe Fleisch ge- ist die Aufgabe der sozialdemokratischen Redakteure, Journalisten genau so wie der Liberalismus, wie die Demokratie. In striftem worden ist, ist es für die heutige Defonomie ebenso möglich, zu der und Barlamentarier. Für sie ist auch vor allem das Buch, das uns Parallelismus zu ihren politischen Wandlungen bleibt die deduktiven Methode und zum Verständnis der Klassiter zurück Kautsky darbietet, bestimmt, wie es denn durch den hohen geistigen Bourgeoisie auch in der Nationalökonomie nur so lange Trägerin der zukehren, wie es für die heutige naive" deutsche Ueberbrettl- Syrit Genuß, den es bietet, zum Ausgangspunkt einer neuen eifrigen wissenschaftlichen Forschung, wie sie sich gegen die feudale Gesellschaft möglich ist, zum süßen„ Tandaradei" Walters von der Vogelweide Pflege der Theorie in den Reihen der Partei werden sollte. wendet, sie verfällt sofort in den Bulgarismus und das Apologeten zurückzukehren". Etwas weniger himmelstürmende Begeisterung bei der Abwehr tum, sobald sie sich gegenüber die aufstrebende Arbeiterklasse erblickt. Deshalb vermögen wir auch nicht der optimistischen Erwartung pfäffischer Attentate auf die bürgerliche Kunst oder bei der Und wenn sich die theoretische Geschichte des Sozialismus in der Kautskys zuzustimmen, der in seiner Vorrede von einer nunmehr zu Gründung eines Konsumvereinsladens, dafür mehr begeisterte AnRichtung von der Utopie zur Wissenschaft bewegt, so erwartenden Umkehr der bürgerlichen Nationalökonomie zum ver- strengung zum Verständnis der historischen, philosophischen und ökono schildert uns Mary zum erstenmal die Geschichte der bürgerlichen tiefenden und befruchtenden Studium der Klassischen Schule spricht. mischen Wurzeln des sozialdemokratischen Klassenkampfes, ein Zurückgehen Defonomie von der Wissenschaft zur Utopie von der Immerhin mögen sich aber die Leuchten der Kathederweisheit merken, von der abgegriffenen fupfernen Scheidemünze der notdürftigen Erkenntnis der inneren Bewegungsgesetze der bürgerlichen Gesellschaft daß es gerade derjenige Vertreter des Marrismus ist, über dessen Tageslofungen und lösungen zum lauteren Gold der Marrschen ur apologetischen Lehre von der Verewigung dieser Gesellschaft starre Erklusivität und doktrinäre Keterrichterei fie am meisten zu Konzeption in ihrer ganzen teltumspannenden Gewalt das ist entgegen ihren eigenen Bewegungsgesetzen. flagen pflegen, der in milder, weitherziger Menschlichkeit so weit es, wozu das neue letzte Wert aus dem wissenschaftlichen Nachlag Im vorliegenden Bande analysiert Mary ausführlich die vulgäre geht, sogar von ihrem geistigen Distelstrauch zu erwarten, daß er Marrens mahnt. Reaktion, die bereits auf Adam Smith eingetreten ist. In den noch einmal Feigen der wissenschaftlichen Erkenntnis tragen werde. Rosa Luxemburg. W % BERLIN C. Spandauerstr.26-30 Gegründet 1815 N.JSRAEL BERLIN C. Königstrasse 11-14 1 Baumwollen- und Leinen- Waren, Fertige Wäsche, Betten, Bettfedern, Eisenmöbel, Tischgedecke, Handtücher, Taschentücher, Trikotagen und Strümpfe, Badetücher und-Mäntel, Reisedecken, Tücher, Bett- und Schlafdecken, Steppdecken, Pferdedecken, Gardinen, Möbelstoffe, Vorhänge, Teppiche, Linoleum, Wachstuche und Möbel. Verkaufshäuser der Firma, gegenüber dem Rathause Kleiderstoffe, Seidenwaren, Waschstoffe, Weisswaren, Schirme und Stöcke, Damen- und Kinder- Konfektion, Reisekleider und-Mäntel, Handschuhe, Krawatten, Schuhe und Stiefel, Damen- und Kinder Hüte, Herren- und Knaben- Bekleidung, Hüte und Mützen, Rucksäcke, Fächer, Spitzen, Bänder, Stickereien. Nach beendeter Inventur: Restbestände zu ermässigten Preisen In allen Abteilungen. Wäsche Ausstattungen. 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Es ist also auch für den Fall, in dem jederzeitige stündiArbeiter schon oft genannte Sekretär Meine de vom Arbeitsnachweis ber überall Japaner sehe. Durch die kritischen Ausführungen des Bersonen, die vor deren Einführung geboren sind, von der Kirche, in der ihnen einen Streifposten sehe. Er verglich ihn mit Roschdjestwensty, gung bereinbart ist, der volle Tageslohn zu zahlen, falls im Laufe des Tages entlassen wird. 2. Die Geburtsurkunde ist vom Standesbeamten, für der Holzinduſtriellen hatte wieder ein ber Berteidigers fühlte sich der Meinecke derartig ge- ihre Geburt angemeldet ift, zu erfordern. Zeuge Strafantrag gestellt, und zwar gegen den Tischler G. wegen Haus- troffen, daß 2.2. 19. 1. und 2. Nein. friedensbruchs und den Tischler K. wegen öffentlicher Verteidiger in seinem Plaidoyer heftig unter- Jahren berjähren Gericht losten; fede Bollstreckungshandlung läßt die Frist plöglich aufsprang und den. O. 1. Nur soweit der Lohn jährlich 1500 Mart übersteigt. 2. In bier Beleidigung. Die Beweisaufnahme in der dieserhalb geſtern bra ch. Es bedurfte erst des energischen Hinweises von neuem laufen. 3. 3 ist zwedmäßig, vor Eingehung der Ehe einen stattgefundenen Schöffengerichtsverhandlung ergab folgenden Sach- des Vorsitzenden auf eine eventuelle fofortige Be- Vertrag nach Art des S. 225 Mr. 22 in dem„ Führer durch das Bürgerliche Gefeßbuch" aufgeführten Beispiels zu schließen. Der Führer" ist dem Beide Angeklagte standen am 19. Juli v. J. Kontrollposten vor dem strafung wegen Ungebühr vor Gericht, um den er in den öffentlichen Bibliot helen ausliegenden Arbeiterrecht" beigefügt. Der Das Urteil war für Herrn Meinke Bertrag ist notariell oder gerichtlich zu schließen. Die Höhe der Kosten straße. Herr Meinecke sah den Angeklagten G. und ließ ohne jede Ver- geradezu vernichtend. Der Vorsitzende führte nämlich aus, daß der richtet sich nach der Objekt shöhe. 23. M. 1000. Ift ganz aussichtlos. anlaffung dessen Personalien durch einen Schußmann feſtſtellen. G. ärgerte te ngelagte fich schon beshalb feines Hausfriedensbruchs G. 5. 100. Sie mü fen ein Testament machen. Anleitung und Beierfte sich hierüber, ging dann hinter Meinecke und dem Schußmann her in schuldig gemacht habe, weil Meinecke ihm ja gar keine Zeit gelaffen spiele zur Errichtung eine 3 eigenhändig geschriebenen Testaments finden Sie den Hof des Arbeitsnachweisgebäudes und wollte nun seinerseits die habe, sich auf die Aufforderung hin zu entfernen, sondern ihn gleich- Seite 238 und 239 des de m„ Arbeiterrecht beigefügten Führers. Das Buch Unwissender. Wenn Sie geBerfonalien des Meinecke feststellen lassen. The es aber soweit kam, zeitig mit der Aufforderung mißhandelte. Bezüglich des zweiten Anliegt in den öffentlichen sehallen aus. sprang Meinecke auf G. los, packte ihn an der Kehle, schlug und stieß dessen Bemerkung überhaupt eine Beleidigung erblickt werden könne. fenntnis über die erste Ehe halten. Sonit tann wegen intellektueller Urkundengeklagten müsse es aber von vornherein schon zweifelhaft erscheinen, ob in Sie dem Standesbeamten vorlegen, dürfen auch Ihre Braut nicht in Unschieden sind, so können Sie wieder heiraten. Das Scheidungsurteil müssen ihn und warf ihn obendrein zu Boden, dabei dem Mißhandelten zu wolle man aber auch eine Beleidigung annehmen, so sei doch nicht fälschung und Betrugs gegen Sie eingeschritten und die Ehe angefochten werden. rufend: Hund verfluchter" und" Machen Sie, daß Sie rauskommen". $. S., Görlitzer fer. Berjährung eines Darlehns fritt erst in Mehreren unbeteiligten Zeugen, die ihrer Entrüstung über das brutale eriviesen, daß der Angeklagte den Beugen habe treffen wollen. In seinen Betunt ndungen möge derzeuge Meine de wohl 30 Jahren ein. Es ist aus Ihrer Darstellung nicht ersichtlich, weshalb Vorgehen des Meinecke Luft machten, drohte dieser ebenfalls teils mit den Willen haben, die Wahrheit zu sagen, doch zeige er Ihnen eine Bilicht zua Rückzahlung nicht obliegen follte. Borten, teils mit Tätlichkeiten. Als G. dann von Meinecke bis zur in seinem ganzen Benehmen, daß ihm ein objektives Auffassungs B. 22. Trok des leider auch von Ihnen unterschriebenen Paffus des P. Drei 2. K. 123. Sit nicht möglich. H. S., Wücke. Ja. Straße geschoben resp. gestoßen worden war, sah der zweite Angetlagte§. feinen mißhandelten Kollegen an und bemerkte, wenn ihm vermögen mehr oder minder zu fehlen ſcheine. Es sei daher auf§ 4 des Mietsvertrages, nach dem jegliche Veränderung, auf stoften bes 10 übel mitgespielt worden wäre, würde er sich das nicht so ruhig haben reisprechung erkannt worden. Mieters angeordnet inertien fann, ist der Wirt in vollem Umfange schadenDrollig ist, daß die Staatsanwaltschaft sich selbst eines Mannes erjaßpflichtig, wenn es futh um Räumungen erheblicher Teile oder gar der gefallen lassen, sondern sich gegen Meinte energisch gewehrt haben. von derartigen Eigenschaften im Kampfe gegen die Arbeiterschaft ganzen Wohnung handelt.. 106 Beuffelstraße. 1. Nein. 2. Ja. Meinke aber will diese Bemerkung so verstanden haben, als hätte liebevoll angenommen hat. A. B. C. Sie find im Irrtum. Die zum Schuß gegen Schwindeleien K. gesagt, er( der Angeklagte) würde ihn( Meinece) noch einmal derb 3wedmäßige Vorschrift des§ 15a der Gewerbe- Ordnung in der dem Paraverhauen. Die vorläufige Folge dieser Geschichte war, daß Herr graphen durch Artifelt 9 des Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch Meinte gegen den von ihm Mißhandelten sowie gegen dessen Kollegen gegebenen Fassung schreibt vor, daß Gewerbetreibende, die einen offenen Strafantrag stellte, gegen den ersten wegen Hausfriedensbruch, weil Laden oder Gast- oder Schankiwirtschaft betreiben, verpflichtet sind, ihren er seiner angeblich wiederholten Aufforderung, den Hof zu verlassen, Familiennamen mit mindestens einem ausgeschriebenen Bornamen an der nicht Folge geleistet habe, und gegen den zweiten, weil dieser ihm von 7 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabende Außenseite oder am( Eingange des Ladens oder der Wirtschaft in deutlich lesbarer Schrift anzubringen; Staufleute, die eine Handelsfirma führen, durch jene zu dem Mißhandelten geäußerte Bemerkung öffentlich beleidigt habe. Beide Strafanträge sind von der Staatsanwaltschaft eine gegen Sie angestellte Beleidigungsklage dies Gericht zuständig. Firma ber Familiennai ne des Geschäftsinhabers mit dem ausgeschriebenen M. 2. 10. Wohnen Sie im Bezirk des Amtsgerichts II, so ist für haben zugleich die Firma in dieser Weise anzubringen. Ist aus der auch angenommen und vertreten worden, während ein Strafantrag Außerdem ist aber das Gericht zuständig, in dessen Bezirk Sie die Be- Vornamen zu ersehen, so genügt die Anbringung der Firma. Bei offenen des Mißhandelten gegen Meinke wegen Körperverlegung von der leidigung erhoben haben. Den Unzuständigkeits- Einwand müßten Sie aus- Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften find die Namen der perStaatsanwaltschaft abgelehnt und erst im Beschwerdeweg anerkannt drüdlich erheben... 90. 1. Die Anzeige von dem Betrieb eines fönlich haftenden Gesellschafter anzubringen. J. B. Ein derartig allstehenden Gewerbes( Arbeitsstube mit vier Hülfskräften ist ein solches) ist in gemein gehaltenes Urteil ist nie ergangen, wohl aber find Urteile die Bestinamte Teile Merkwürdig waren nun die Aussagen des Herrn Meinecke in Berlin an die Berwaltung der direkten Steuern, sonst an den Gemeinde- ergangen, eines Mietsvertrages unter be fülr nichtig erflärten. feiner Eigenschaft als 8euge. Er will den Angeklagten nur angefaßt borstand zu richten. 2. Den unverstümmelten Seine( einschließlich Schloß- ftimmten Verhältnissen Tragen Sie den ausführlich in der juristischen und vom Hofe geführt" haben, als dieser sich weigerte, seinen mehrmaligen Aufforderungen, sich zu entfernen, nachzukommen. Bei dem meisten Berliner Mietsverträge, die Schadenersatzverpflichtung des Wirtes. G. Ihre Anfrage ist ohne Darlegung des Sachverhalts, der Sie Hinausführen sei der Angeklagte dann von selbst gestolpert und ge- auf den Mieter überträgt, fo find Sie zum Ersatz der durch den Sturm betrifft, nicht zu beantworten.-J. B. 83. Anmeldung und ausdrücklicher fallen! Zu der Fortweisung vom Hofe sei er berechtigt gewesen, weil zerschlagenen Scheiben verpflichtet. Arb.- Nadfahrer 7. 1. u. 2. Liegt Antrag auf Steuerfreiheit unter Darlegung des Sachverhalts muß erfolgen. ihm von dem Hauseigentümer das Hausrecht übertragen worden ist. ein Unfall vor, so kann Ihre Frau eine Unfallrente beanspruchen. Der S. R. 10. Nach Ihrer Schilderung können Sie sich nur an den A. B. Von Ihrem Erbteil hat Ihr Mann nichts zu Herr Meinecke will auch ganz genau gehört haben, daß die Be- Antrag ist an die Berufsgenossenschaft zu richten. Liegt tein Unfall vor, Herrn St. halten. merkung des zweiten Angeklagten auf ihn gemingt gewesen sei. Er aber Snvalidität und hat Ihre Frau mindestens 200 Marten geflebt, jo erhalten. Sie sollten das Erbteil auf Ihren Namen ficher anlegen. Bebahl 44 2. Sie leiten Rechte aus einem Testament, einem Stauf will die„ beleidigenden Worte nach jenem Vorfall gleich notiert steht ihr ein Anspruch auf Invalidenrente zu. Der Antrag ist an den Magistrat Abteilung für Invalidenversicherung, zu richten. 3. und und Altfiz- Bertrag sowie einer späteren Vereinbarung her und wollen haben, mur hatte er diese jetzt zufällig nicht bei sich. 4. Ihr Anspruch auf Unfallrente ist seit 1899 verjährt. X. Ja. wissen, welche Rechte Ihnen danach zustehen. Ihre Frage ist ohne Einsicht Krieg. Ihre Mitgliedschaft ist leider erloschen, wenn Sie seit 28. No in die von Ihnen erwähnten Dokumente unmöglich zu beantworten. bember zahlungsrückständig sind. Die Mitgliedschaft erlosch mit Ablauf der Wiederholt haben wir darauf hingewiesen, bei allen Fragen, die zweiten Woche, in der Sie nicht zahllen. 100. Jit Ihre Tochter als ich auf Rechte aus Urfunden, Verträgen usw. beziehen, Sontoristin in einer Buchhandlung angestellt und über die Kündigungsfrist die Dokumente felbst im Original oder in Abschrift nichts vereinbart, so gilt für sie, da sie Handlungsgehülfin ist, die gefeßliche beizufügen oder mit diesen die juristische Sprechstunde aufzusuchen. Kündigungsfrist. Das ist nicht eine vierzehntägige oder vierwöchentliche oder Bankowo 133. 1., 2. und 4. Sind drei Monate Kündigungsfrist vereinmonatliche, fondern sechs Wochen zum Quartalserften. Es muß also späte- bart, so muß die Kündigung spätestens am 31. 12. dem zu Kündigenden stens am 17.( im Schaltjahr am 18.) Februar, am 19. Mai, am 19. Auguft, zugehen. Ob er die Annahme verweigert, ist gleichgültig. 3. Die verspätete am 19. November zum 1. April, Juli, Oktober, Januar gefündigt sein. Sündigung haben Sie durch die mitgeteilte Redewendung gebilligt: Sie 1000 m. Sie find zur Bahlung verpflichtet. Der Mietsstempel ist all- müssen also ziehen. jährlich an den Wirt zu zahlen. Dieser hat an die Steuerbehörde zu zahlen. wurde. Zur besseren Würdigung dieser Aussagen sei bemerkt, daß der Vorsißende des Gerichts aus den Aften feststellte, daß der Zeuge Meinecke bereits wegen schwerer Körperverlegung mit sechs Monaten Gefängnis vorbestraft ist, diese Vorftrafe bei einer polizeilichen Vernehmung trotz ausdrücklicher Frage des vernehmenden Beamten aber nicht angegeben hatte. Nachdem der Staatsanwalt die Bestrafung der Angeflagten zu 20 refp. 10 M. Geldstrafe beantragt hatte, wies der Verteidiger Dr. Heinemann auf die häufigen Auftritte zwischen dem Zeugen Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. legende) erhalten Sie wohl durch die auswärtige Barteibuchhandlung in Ihren Freund betreffenden Fall Wien. C. F. 70. Sie sind im Irrtum. Da Ihr Vertrag, wie die Sprechstunde oder schriftlich unter Beifügung des Vertrages vor. Kaufhaus Max Mannheim Frankfurter Allee 89. 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