Nr. 12. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 MI, monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsmmmer mit illustrierter SonntagsBeilage Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonelgeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Vom unverdienten Wertzuwachs. liegenden Grundstücken war. Sonnabend, den 14. Januar 1905. = " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Auch sonst arbeitet die bürgerliche Presse weiter mit tendenziös entstellten Berichten. So wird gleichlautend in verschiedenen bürgerlichen Blättern die Essener Delegiertenversammlung von der Germania" z. B. charakterisiert: Man fühlte zwei Strömungen, den Einfluß Sachses, der nunmehr gegen den christlichen Verein zum Streit riet." Die Resolution wäre deshalb einstimmig durchgedrungen, weil Efferts, der christliche Führer, im letzten Augenblid drohte, wenn die Resolution nicht angenommen wird, dann reinliche Scheidung zwischen den christlichen und sozialdemokratischen Vereinen. Der Sozialdemokrat unterlag also mit der Forderung so. fortiger Streitankündigung". Es geht schon aus dem Wortlaut der chriftlichen einstimmig an genommenen Resolution hervor, daß es sich bei den Meinungsverschiedenheiten in der Delegiertenversammlung nicht um Streit der Betriebseröffnung des Kanals( 1898) angesehen werden, schon daraus hervorgeht, daß von der Polizei lediglich zwei betrunkene wiewohl an großen Hafenplätzen schon während der Bauzeit italienische Arbeiter, die erst seit einigen Tagen in Oberhausen anErhöhungen eingetreten sind, weil hier die Spekulation schon wesend waren, verhaftet worden find. Eine treffliche Illustration dafür, wie gewaltig der Wert frühzeitig Erwerbungen veranlaßte. Soweit der Kanal im des Grund und Bodens ohne Zutun der Besizer durch in der Industriegebiet liegt, in den Kreisen Dortmund, Bochum und Umgegend vorgenommene Meliorationsarbeiten steigt, bietet Recklinghausen, ist die Preissteigerung nur in nächster Nähe der Bericht der preußischen analkommission. In des Kanals und der Häfen vorwiegend auf die Wasserstraßen der Kommission war u. a. der Antrag gestellt worden, die zurückzuführen. Das Maß dieser Preiserhöhungen wird aber Regierung um Ermittelungen über die infolge der Anlage des durch die dabei mitwirkende Spekulation und sonstigen beKaiser Wilhelm- Kanals, des Dortmund- Ems- Kanals und des gleitenden Umstände, wie die Erweiterung städtischer BebauTeltow- Kanals eingetretenen Preissteigerung des anliegenden ungsanlagen, neuer Zechen, für welche das Vorhandensein des Geländes zu ersuchen. Die von der Regierung angestellten Sanals von wesentlich entscheidender Bedeutung bei der Wahl Ermittelungen erstrecken sich darauf, bis zu welcher Tiefe die des Ortes gewesen ist, u. a. m. derart beeinflußt, daß eine preissteigernde Wirkung der Wasserstraßen in das Land hinein- einwandsfreie Beantwortung der Frage, welcher Anteil an der reichten, in welchem Zeitpunkte die Preissteigerung eintrat, Preissteigerung dem Kanal, und welcher den sonstigen Gründen wie sie weiterwuchs, und endlich wie die Preissteigerung in der zuzuschreiben ist, bisher nicht möglich ist. Nähe der Städte, und wie sie bei den von den Städten entfernt Berlin, der schon wirksam gewesen ist, bevor der Bau des oder Nichtstreik gehandelt haben kann; denn gerade die christliche Beim Teltow anal erschwert der Einfluß von Anhaltspunkte darüber, ob und in welchem Maße Preis- Kanals mit einiger Sicherheit in Aussicht stand, und der Resolution fündigt ja den Generalftreit an. Die sozialdemokratischen Steigerungen bei Anlage der Kanäle stattgefunden haben, boten namentlich die Umwandlung landwirtschaftlichen Geländes in Redner wendeten sich lediglich gegen den Satz der christlichen Neam Raiser Wilhelm- und Dortmund- Ems- Kanal die von den Bauland zur Folge gehabt hat, die Erkenntnis, ob und inwie- folution, daß zunächst teine Belegschaftsversammlung dort stattfinden Kataster- Kontrolleuren geführten Kaufpreissammlungen; für weit die Preissteigerung der Grundstücke durch den Kanal ver- follte, wo noch nicht gestreift werde, da nach den bisherigen Erdie Ermittelungen am Teltow- Kanal sind die Umsatzsteuerlisten ursacht ist, oder ob sie nicht auch ohne dessen Anlegung infolge fahrungen die Kollegen dieser Weisung nicht folgen würden und da der Gemeinden herangezogen worden, die für die Zeit vor dem des wachsenden Wohnungsbedürfnisses und der Ausdehnung durch nur neuer Konflikt heraufbeschworen würde. Nur auf die AnKanalbau angegebenen Werte find in Verbindung mit den des Großgewerbebetriebes eingetreten und vermehrt worden nahme diefes Busages bezogen sich die Meinungsverschiedenheiten und Umsatzsteuerlisten auf Grund von Schäßungen und örtlicher wäre. Die Preissteigerung, soweit sie auf den Kanalbau zu nur hierauf die Drohung der chriftlichen Delegierten, die Konferenz Sachkenntnis eingesetzt worden, wobei auch die Ergebnisse des rückzuführen ist, trat hier sprunghaft in dem Zeitpunkt des zu verlaffen. In der Sache selbst waren alle Organisationen einer Enteignungsverfahrens berücksichtigt worden sind. Bekanntwerdens des Kanalunternehmens etwa 1899/1900 Meinung. Bereits der nächste Tag hat ja gezeigt, daß der von den Führern Im allgemeinen sind die Verkäufe noch nicht in solcher ein, und wuchs seitdem jährlich schätzungsweise um 10-15 Bahl erfolgt, daß sich ganz sichere Schlüsse mit voller Sicher- Prozent. Mehrfach ist nach dem erstmaligen Steigen der des Bergarbeiter Verbandes bekämpfte Satz wertlos gewesen ist, heit ziehen lassen. Zudem sprechen bei den einzelnen Grund- Preise ein Stillstand beobachtet worden. Die Preissteigerung und tatsächlich den von Sachfe vorausgesagten Erfolg gehabt hat. stüdsveräußerungen so sehr Einflüsse verschiedenster Art mit, ist nicht in allen Gemeinden eine gleichmäßige, fie ist am höchsten Der Streit hat trotz dieser Formulierung der Resolution um sich daß sich die preisändernde Wirkung irgend eines Faktors und in Johannisthal, Britz und Teltow, während in einzelnen Ge- gegriffen, die Bewegung ist nicht mehr einzudämmen. Ueber den Umfang des Streites in dem jeßigen Stadium ift auch des Kanals selten klar nachweisen läßt. Immerhin geht markungen, in denen die Bebauung bereits eine verhältnisaus den statistischen Daten hervor, daß im allgemeinen die mäßig geschlossene war, z. B. in Klein- Glienice, überhaupt feine volle Klarheit zu gewinnen. Nach Mitteilungen aus UnterAnlage der genannten Kanäle eine Wert- feine wesentliche Erhöhung zu verzeichnen ist. Eine Sonder- nehmerkreisen handelt es sich gegenwärtig um 50 000 Ausständige steigerung des Bodens herbeigeführt hat. stellung nimmt die Niederung des Bäkeba ch es ein, auf 84 Bechen, während nach unseren Privatmeldungen bereits Nach Ansicht der Regierung allerdings ist die Wert- welche durch den Kanal erst eigentlichen Verkaufswert und eine auf 95 Bechen vollständige Arbeitsruhe herrscht, und 70 000 Mann fteigerung im Durchschnitt keineswegs so bedeutend gewesen verhältnismäßig bedeutende Steigerung ihres Wertes erhalten im Ausstand sich befinden. und hat den Beteiligten oder der Grundstücksspekulation nicht hat. Der Kanal durchzieht diese Niederung, und es sind ihre so große Gewinne eingebracht, wie es nach einzelnen bekannt moorigen Wiesengründe erst durch seine Anlegung nutzbar gegewordenen Vorkommnissen allgemein scheinen könnte und macht worden. Diese Wiesen sind vor 1900 fast unverkäuflich vielfach behauptet worden ist. gewesen, dann aber Gegenstand des gewinnsuchenden Handels Die Lage nach dem Effener Beschluß Der Beschluß der Vertrauensleute bedeutet die Proklamierung nicht anerkennen. Wenn beispielsweise bei wiederholter Ber- wirtschaftlich benuzten, von Berlin entfernt gelegenen und daher des allgemeinen Streits bom nächsten Dienstag an. Darüber ist Diese Ansicht der Regierung können wir als zutreffend mit Grundstücken geworden. In einigem bisher rein land- harakterisiert unser Z- Mitarbeiter wie folgt: äußerung dasselbe bebaute Grundstück in Rendsburg im Jahre seiner Einwirkung mehr entzogenen Gelände, wie Stahns 1886 22 000 m., im Jahre 1901, also fünf Jahre nach der dorf, Teltow, Rudow und Alt- Glienide bat fein Zweifel. Ein Entgegenkommen der Unternehmer wagt zunächst Eröffnung des Kaiser Wilhelms- Kanals 33 000 m. gebracht der Kanal die Grundstücke für die Bautätigkeit und für ge- niemand zu hoffen. Ob sie sich auf Verhandlungen einlassen werden, hat, oder wenn der Preis eines anderen Grundstückes von werbliche Anlagen überhaupt erst erschlossen. Auf den Wert fann man noch nicht voraussehen. Jedenfalls werden, wenn die Herren 1893 bis 1898 von 14 000 auf 21 000 M. gestiegen ist, so der landwirtschaftlich genutzten Liegenschaften dieser Gemeinden es angemessen finden zu verhandeln, die Interessen der Bergleute beweisen diese Zahlen doch, daß man mit Recht von einer aber hat die Ranalanlage bis jetzt im allgemeinen feinen Ein- fachgemäße Vertretung finden, da nur Organisationsbeamte in die Kommission gewählt wurden. Die Kommission besteht, wie schon starken und sprunghaften Steigerung der Grundstückspreise fluß ausgeübt. sprechen kann. Richtig ist freilich, daß sich diese sprunghafte Zweifellos wird nach den bisherigen Erfahrungen auch gemeldet, aus zwei Vertretern des alten Verbandes: Sachse und starfe Steigerung nur in der Nähe größerer Ortschaften und die neue Kanalvorlage gewaltige Preissteigerungen des Grund Hansmann, zwei Vertretern des christlichen Verbandes: Kühme und Häfen, und allenfalls noch bei Grundstücken von geringer und Bodens zur Folge haben, und die privaten Spekulanten, Efferts, zwei Vertretern der polnischen Berufsorganisation und einem Größe zeigt, die als Bauplatz dienen sollen. Hier rechnen die die naturgemäß schon rechtzeitig ihre Kapitalien in solchem Vertreter des Hirsch- Dunderschen Gewerkvereins. Die gestern mitgeteilte Resolution kennzeichnet ganz vortrefflich Preiserhöhungen oft nach hunderten oder gar nach tausenden Grund und Boden angelegt haben, werden ein glänzendes GeSie mißbilligen von Prozenten. fchäft machen. Sache einer Regierung, die wirklich die Inter- die allgemeine Stimmung der Vertrauensleute. Einige Beispiele mögen dies beweisen. Im Pots- effen der Allgemeinheit im Auge hätte, müßte es sein, rechtzeitig alle das unüberlegte Losschlagen, aber sie sehen auch alle ein, daß Die Konferenz dauerte mit einer damer Forst ist ein Grundstück, das vor Anlegung des Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, daß einige wenige es da kein Halten mehr gibt. Gs traten Stanals 15 700 m. wert war, nach Anlegung des Kanals auf Reiche auf Kosten der gesamten Bevölkerung sich noch mehr Borbesprechung von früh 9 bis abends gegen 8 Uhr. 50 000 M. im Preise gestiegen. Die Preissteigerung beträgt bereichern. Die preußische Regierung allerdings, die stets nur zwar vielfach gegensätzliche Auffassungen über die Form des Voralso 218 Proz. In der Gegend von Wannsee, Stolpe die Interessen der besitzenden Klasse im Auge hat, hat nicht gehens zutage. Bei den Vertretern der christlichen Organisation zeigten und Kohlhasen brüd begegnen wir einer Preissteigerung nur nichts getan, um der Privatspekulation das Handwerk zu sich mancherlei Bedenklichkeiten, die von den Vertretern des alten von 15 700 M. auf 100 000 M., d. h. um 537 Proz. In legen, sie wird auch in Zukunft nichts tun, um den unver- Verbandes nicht geteilt wurden. Schließlich einigte man sich aber Tempelhof betragen die Preissteigerungen 60-100 Proz., dienten Wertzuwachs der Gesamtheit zuzuführen, von einer auf die Vorschläge der Vertreter der christlichen Organisation, in Teltow 220-300 Broz., in Alt- Glienice 150 Ueberführung des Grund und Bodens in den Besitz der All- die auch den Vorschlag machten, nur Organisationsbeamte in die bis 400 Proz. Hier handelt es sich überall zum größten Teile gemeinheit, der einzig wirklich durchgreifenden Maßnahme, Kommission zu wählen. um Industriegelände. ganz zu schweigen. Der Kulturkampf im Ruhrrevier. Die Unternehmerpresse beginnt bereits den Umstand, daß der Streit von unten angewachsen ist, gegen die Organisationen zu Ganz ähnlich wie am Teltow- Kanal liegen die Verhältnisse tehren. So meint die Rheinisch- Westfälische Zeitung", was denn am Kaiser Wilhelm- Kanal und am Dortmund- Ems- Kanal. nun diese Drganisationen geleistet hätten. In friedlichen Zeiten hätten Ueberall gewaltige und plötzliche Wertsteigerungen infolge der die Verbandsleiter ihre Eristenzberechtigung nachweisen müssen, indem sie Kanalbauten. Nur auf dem platten Lande zeigt sich meist eine nur langsam steigende Wertzunahme. Daneben darf nicht Nach der Annahme der von dem Vertreter der chriftlichen Berg- Mißstände aufsuchten und in grellen Farben ausmalten und dadurch Mißaußer Acht gelassen werden, daß sich die Erhöhung da Boden- arbeiter eingebrachten Effener Resolution zweifelt niemand mehr, Stimmung verbreiteten. Nun sie aber das Meisterstück leisten sollten, wertes häufig mehr in besseren Erträgen zeigt, die nament- daß es am Beginn der nächsten Woche zum Generalausstand der zum Frieden zu raten, einzulenten und abzumahnen, da versagten lich am Dortmund- Ems- Kanal durch Besizer selbst einwands- gesamten Bergarbeiterschaft im Ruhrrebier kommen werde. Das fie. Das wären fomische Arbeiterorganisationen, deren Meisterstück frei nachgewiesen sind. Unternehmertum denkt nicht daran, die berechtigten Forderungen der darin bestände, zum Frieden zu mahnen und einzulenken. Arbeiter 3 Bezeichnender und erklärlicher Weise tritt der preis- Arbeiter zu erfüllen. Es beschäftigt sich anscheinend vielmehr damit, organisationen, die im Interesse der Arbeiter gegründet sind, haben steigernde Wert der Kanalanlage bei landwirtschaftlich bebauten durch niederträchtige Berleumdungen der Arbeiterbewegung in der die Aufgabe, die Lage der Arbeiter zu verbessern, und darin mag Grundstücken bis zu größerer Entfernung vom Kanal weniger von ihnen ausgehaltenen Preffe die gute Sache in der öffentlichen ihr Meisterstück bestehen, das mit möglichst wenig Kosten und als bei städtisch bebauten oder industriell ausgenutzten Län- Meinung herabzusetzen, Bemühungen, die freilich vergeblich sein werden. möglichst wenig Erschütterungen zu erreichen, aber wenn es schon dereien zutage. So verbreitet Wolffs Bureau" nach der Rhein.- Westf. Beitung" durchaus nicht auf friedlichem Wege geht, dann eben auf einem anderen. Wer als Kenner des Ruhrreviers behauptet, die Führer hätten Im einzelnen sei noch bemerkt, daß am Kaiser Wil- Mitteilungen, wonach es am Donnerstag nachmittag auf einigen helm Rana I auch in denjenigen Gebietsteilen, welche durch Bechen beim Schichtwechsel zu Zusammenstößen zwischen Streifenden Mißstände aufgesucht und in möglichst grellen Farben gemalt, der den Kanal nicht beeinflußt sein können, eine Preissteigerung und Arbeitswilligen gekommen sei. Arge Szenen hätten sich vor dem spricht gegen befferes Wissen. Es gehörte die Kunst eines Zola dazu, der Grundstücke in den letzten zehn Jahren nachgewiesen ist. Schacht II der Zeche Kontordia" in Oberhausen abgespielt. Hier um die Zustände nur annähernd so grell zu malen, wie sie wirklich Diese preissteigernde Wirkung begann zum Teil bereits vor feien etwa 1500 Ausständige auf den Zechenplay gedrungen, hätten find. Mag sein, daß die Führer in den Versammlungen sich bei in starten Worten er Fertigstellung des Kanals, im allgemeinen jedoch erst von der die Zäune niedergebrochen und die Ausfahrenden sowie die zur Ein- Kennzeichnung der Zustände oft Aber Von den letzteren soll gehen. Kanaleröffnung ab. Sie zeigte sich besonders dort, wo für die fahrt bereiten Bergarbeiter mißhandelt. das ist auch notwendig. Um dem hiesigen flar au machen, wie unmenschlich sein Leben vielen am Bau beschäftigten Beamten und Arbeiter Wohnungen niemand gewagt haben, zur Nachmittagsschicht einzufahren. Selbst Bergmann find starte Worte nötig, weil man ihm das geschafft werden mußten oder wo andere durch den Bau her- der höchst unzuverlässige„ bon G"-Spezialberichterstatter Scherls ist, da vorgerufene Anlagen wie Dampfziegeleien usw. errichtet fügt freilich hinzu, daß die Arbeitswilligen nicht nur von Streifern, wahre Kulturleben gar nicht zeigen fann, auf daß ihm der wurden. Besonders starke Preissteigerungen sind in der Nähe fondern auch von anderen Müßiggängern" der Arbeitsstätte Gegenfaz augenfällig wird. Man sollte die Vorträge in den der Städte und größeren Orte zu bemerken. ferngehalten wurden, wonach also die Streikenden von Scherls Organ Arbeiterversammlungen des Ruhrreviers durch bunte ProjektionsAehnlich am Dortmund- Ems- Kanal. Hier als Müßiggänger betrachtet werden. Nach telephonischen Erfun- bilder beleben können; die Sprache reicht gar nicht aus zur Erfann als Zeitpunkt des Beginns der Preissteigerung das Jahr digungen ist aber an der ganzen Geschichte kein Wort wahr, was zielung der erforderlichen Wirkung. Und will ettva jemand auf kir bringen nebenstehend unseren Lesern eine Karte, aus »velchcr die Einteilung des Oberberganitsbezirls Dort- niund ersichtlich ist, der Bezirk ist in Reviere eingeteilt, die Namen derselben sind: Osna- brück, Nördlich- Dortmund, Oestlich-Dortmund, Westlich- Dortmund, Sprockhövel, Wit- ten, Dahlhausen, Bochum, Herne, Gelsenkirchen, Reckling- hausen, Essen, Fronhausen, Oberhausen, Altendorf, Wer- den. Die Steinkohlenschächte des ganzen Bezirkes sind soweit wie möglich in der Karte durch besondere Signaturen kennt- lich gemacht. Die Zahl der Zechen verändert sich natürlich sehr oft. 1858 gab es 292, 1868 232, 1879 206. 1889 198, 1881 200. 1882 192, 1883 192, 1884 186, 1885 190, 1886 179, 1887 173, 1888 167, 1893 167 Zechen. Die bedeutendsten davon sind: Gelsenkirchener Bergwerks- A.- G., Essener Bergwerksverein„König Wil- Helm", Dortmunder Berg- Werksverein„Hibernia" in Herne, Kölner Bergwerks- verein, Konsolidation Schalke, Plutow in Essen. Konkordia in Oberhausen und andere mehr. Der Absatz des Ruhrkohlen- gebieteS erstreckt sich Vorzugs- weise auf das nordwestliche Gebiet deS Deutschen Reiches. Grohe Mengen gelangen Das schwarze Reich. rheinabwärtS nach Hollaub und Belgien, mittels der Eisen- bahn bis nach Frankreich, rheinaufwärts nach Mann- heim und mittels der Eisen- bahn nach Luxemburg zc. In Hamburg und Bremen be- gegnen dieRuhrkohlen den eng- lischen, in Berlin den schlest- scheu, i�en südwestdeutschen Bezirkenden Kohlen des Saar- gebietes. Auch die Ausfuhr über Hainburg, Bremen und Holland ist mit Erfolg ein- geleitet worden. Das eigentliche Ruhrkohlen- gebiet liegt in 3 ausgedehnten Mulden, der Sprockhövel- Hördeschen im Osten, der Wcrdeii-Bochumscheii in der Mitte und der Mülheim- Essenschen im Westen. Im Süden wird das zutage tretende Kohlengebiet durch die 41 Kilometer lange Linie Horath— Wetter— Schwerte, im Norden durch die 56 Kilo- meter lange Linie Mül- heim— Bilmerich begrenzt, während die Ausdehnung deS ganzen Kohlengebietes von Osten nach Westen 82 Kilo- meter beträgt. Die an der Oberfläche liegende Stein- kohlenablagerung umfaßt ei- nen Flächenraum von 440 Quadratkilometer, die des ganzen bis jetzt aufgeschlosse- nen Gebietes aber 830 Qua- dratkilometer. treten und sagen, es sei gut so, wie der Kapitalismus die Massen hier mißhandelt, die das Gold zutage schaffen? Also die Führer haben nicht nur im Interesse der Massen ge- handelt, wenn sie sich bemüht haben, den Rnhrbergmann zum Bewußtsein seiner Lage zu bringen, sie haben geradezu eine Kultur- Mission erfüllt, sie haben im Interesse der Menschheit gehandelt. Das könnte den paar Dutzend Kapitalisten so passen, wenn die Organisationen ihre Aufgabe nur darin sähen, immer nur einzulenken. Die Herren pressen und schinden den Arbeiter bis aufs Blut, werfen die Menschen hin und her, als wären sie ein Haufen Kohle, ganz wie es die Konjunktur, das heißt das Dividendeninteresse erfordert; die besser bezahlten Antreiber höhnen und brutalisieren den Arbeiter und die Organisationen lenken immer ein. Ja, wenn sich die Herren unter einer guten Organisation nichts weiter vorstellen, dann wird ed nie eine gute Organisation geben. lieber die Zwecknmßigkeit des Streiks im gegenwärtigen Augenblicke zu reden, hat keinen Wert. Genug, er ist da und es ist die Pflicht der Führer, sich an die Spitze zu stellen und ihn so zu führen, daß er für die Arbeiter so gut als möglich ausschlägt, und die Pflicht der Presse ist es, der Oeffrntlichkeit, dem ganzen Bolle zu sage», was aus dem Spiele steht. Es ist ein wahrer Kulturkampf, an dessen Ausgang das ganze Volk beteiligt ist. Wer sind denn die Herren des Bergmanns? Wer sind denn die wahren Urheber des Streiks? Einige Dutzend Millionäre I Das gesamte übrige Volk hat ein lebhaftes Interesse daran, daß der Bergmann in menschen- würdigen Verhältnissen lebt. Er ist es, von dem das ganze moderne Leben abhängig ist, und niemand außer den paar Millionären hat einen Vorteil von der Ausschindung des Bergmanns. Deshalb hat das ganze Volk ein Interesse daran, dem Bergmann beizustehen, wenn er allein nicht stark genug ist.--- Bereits spielt man mit dem Feuer. Die Presse der Gruben- Herren ruft nach Militär, obwohl niemand zu behaupten wagt, daß irgendwo Ruhestörungen vorgekommen sind. Will man Blut sehen? Man weiß doch, daß es unter den Bergarbeitern viele recht wilde Elemente gibt, die nicht die ererbte preußisch-deutsche Polizeifrömmig- keit besitzen. Die romanischen, südslavischen und. polnischen Elemente, die namentlich im Revier Oberhausen stark vertreten sind, die das Kapital in seinem Interesse herangezogen hat, find äußerst schwierig. Aber sie werden auch während des Streiks nichts schlimmeres tun, als es in normalen Zeitläuften geschieht. Wenn sie nicht provoziert werden. Nichts aber wäre ge- eigneter, Krawalle zu provozieren, wie die Heranziehung des Militärs. Wirkt doch schon die Heranziehung der zahlreichen Gendarmerie aus allen Teilen des Reiches provozierend. Es ist überall das ernste Bestreben vorhanden, die Ruhe zu bewahren und die Einsicht, daß das notwendig ist, ist auch bei den ausländischen Arbeitern zu finden. Ein gutes Wort wirkt beruhigend auf den Aufgeregtesten, ein schnauziger Befehl kann das Gegenteil erzielen. Es wird von einigen Fällen berichtet, wo Fenster eingeworfen und zwei Leute blutig geschlagen wurden. Wer dabei von Streik- ausschreitungen und Ruhestörungen infolge des Streiks redet, der lugt. Das sind alltägliche Vorgänge, von denen sonst kaum geredet wird. Aber bielleicht wäre den Herren Unternehmer« ein kleines Putschchen recht willkommen zu politischen Zwecken.-- Wenn ich Zahlen angebe über die Ausdehnung des Streiks, so hat das vorläufig immer nur einen sehr beschränkten Wert. Wenn der Brief in die Hände der Leser kommt, dann sind die Zahlen schon wieder überholt. Wenn auch noch viele unkontrollierbare Meldungen einlaufen und viele Nachrichten schließlich widerrufen werden, so kann man doch im Augenblick, das heißt also Freitag ftüh, zwischen 60(XXI und 70000 Mann rechnen, aber es kommen noch immer mehr hinzu und bis zum Montag, wo die neue Delegiertenversammlung statt- findet, dürfte der allgemeine Streik schon ziemlich vollendete Tat- fache sein. Auf einigen Zechen sind den Streikenden bereits für den 1. Februar die Zechenwohnungen gekündigt worden. Das sind die berühmten WohlfahrtSeinrichtungen. Es sind nicht Arbeiter- Wohl- fahrtseinrichtungen, sondern Unternehmer-Wohlfahrtseinrichtungen.— Ueber die Verhandlungen der Essener Konferenz, der Kommissare der Regierung zu Düsseldorf und Arnsberg bei- wohnten, entnehmen wir der Dortmunder„Arbeiter-Zeitung" folgende Einzelheiten: Ein Delegierter nach dem anderen erhebt sich und erklärt, man könne nicht mehr zurück. Es sei nicht mehr möglich, die Bremse zu �"�Nachdem etwa 12 Delegierte in diesem Sinne gesprochen, erklärt der Christliche Efferts: Das Vorbringen der Mißstände genüge nicht, Ratschläge, wie der Streik geftihrt werden solle, ieien hier am Platze.„. � Graf-Herne: Wenn heute beschlossen werde: ES wird mcht ge- streikt so gehe er nicht hin und sage es den Kameraden, er muste befürchten dann von der Bühne herunter geholt zu werden. Er habe ii gab folgenden Befund: Das rechte Schambein zeigt gegen links erhebliche Veränderungen, indem der horizontale Schämbeinast um zirka 1 Zentimeter höher steht als links, dementsprechend einen steileren Verlauf nimmt und an der Schambeinsiige mit einem Knochenvorsprung endet. Ebenso ist der aufsteigende Teil des unteren Schambeinastes der Schambeinfuge, die als erlveiterter Spalt erscheint, zirka 1 Zentimeter hoher als links, nimmt dem- zufolge ebenfalls einen steileren Verlauf; infolgedessen ist die » Knochenlücke des„Forainen obturatoriurn" rechts nur zirka so grost als links. Weitere Veränderungen sind auch am rechten Hüftgelenk zu konstatieren; die Hüftgelenkpfanne zeigt an ihrer Umrandung Knochenverdickungen und-Auslagerungen; Schenkelkopf und-Hals sind rechts verdickt, ansierdem erscheint der Schenkelhals rechts kürzer als links, der große Rollhiigel rechts um- > fangreicher als links. Die Entfernung des kleinen Nollhügels von der Schambeinfuge beträgt rechts um zirka 1 Zentimeter weniger als links. Nach dem Befund bei den wiederholten Untersuchungen und be- sonders mit Nucksicht auf die bei der Rviitgen-Durchleuchtung und -Photographie gefundenen, tatsächlich vorhandenen Veränderungen der rechten Becken- und Hiiftgelenkscite handelt eS sich bei K. um einen durch den Unfall hervorgerufenen rechtsseitigen Becken- b r u ch mit Zusammen- und Einpressen der das rechte Hüftgelenk zusammensetzenden Knochenteile nach innen und oben. Die jetzt noch vorhandenen Folgeznstände der Unfallverletzung sind die beschränkte Belvcglichkeit des rechten Hüftgelenks, verursacht durch dessen Gestaltvenänderungen. Die Klagen des K. erscheinen glaubwürdig und sind durch den objektiven Befund begriindet. K. ist d u r ch» d i e jetzt noch bestehenden Folgen des großen Unfalls zu SS Proz. erwerbsbeschränkt zu erachten, und steht bei den komplizierten Verhält- nissen des betreffenden Körperteiles und den bleibenden Veränderungen der rechten Becken- Hälfte und des rechten Schenkelkopfes und- Halses eine wesentliche Besserung nicht mehr zu er- warten. Leider konnte das Reichs- Versicherungsamt die Rente nicht auf 35 Proz. erhöhen. Da der Verletzte keinen Rekurs eingelegt hatte, mutzte es bei den 20 Proz. bleiben. Das Bedauerliche an der Sache ist, daß die Berufsgenossenschaften mit Vorliebe Aerzte in Anspruch nehmen, denen die genügenden Spezialkenntnisse mangeln. Dr. Passet mag in gutem Glanben gehandelt haben, nie- mand gibt mehr als er kann. Es erscheint aber geradezu furchtbar, daß die Berufsgcnosscnschaft sich auf solche mangelhaften Gutachten stiitzt. Diesen Irrtum ihres Vertrauensarztes konnte die Berufs- gcnossenschaft selbst aufklären, ahne daß es eines so langwierigen Verfahrens bedurfte, aber es fehlte der gute Wille hierzu. Ist der Verletzte auf Grund der vertrauensärztlichen Gutachten abgewiesen, dann gibt es kein Mittel mehr, das ihm zu der rechtmäßigen Ent- schädignng verhelfen könnte. Die Arbeitslosen in England mehren sich im Laufe dieses Winters in erschreckender Weise. Alle üblichen Mittel versagen gegen das große Nebel, jene notwendige Begleiterscheinung des Kapitalismus, die Armee der Arbeitslosen. Die Privat-Wohltätigkeit erscheint lächerlich gering; alle Hülfssonds sind überlastet; die Armenpflege wird stärker in Anspruch genommen als jemals während der letzten Jahre; die Gewerkschaften haben Berichte über die Arbeitslosigkeit und die Notwendigkeit ausgedehnter Unterstützung veröffentlicht; in den Arbeitshäusern haben ganze Familien Zuflucht gesucht. Die reichen Kirchen sind sehr sparsam mit werktätiger Nächstenliebe. von der so viel gepredigt wird. Die Heilsarmee sammelt zehn Pfund und gibt davon ein Pfund unter Pankenschlägen und Trompetenstößen an die armen Leute ab. Die Zeitungen beschäftigen sich mit dem sozialen Problem und einige stellen tiefsinnige Betrachtungen an, ob nicht das Gefühl der Unabhängigkeit eines „En�lisiirnim" darunter leide, wenn er Almosen empfange und ob es nicht besser sei, man lasse es gehen wie es halt geht. In einer Zuschrift an die„Saturday Review" macht ein Wohlmeinender den Vorschlag, das Problem damit zu lösen, daß die Arbeitslosen nach Kanada abgeschoben werden. Anstatt sie im Lande immer wieder zu unterstützen und doch schließlich der alten Misere zu überlassen, wäre es besser, etwa acht Pfund pro Mann für die Beförderung nach Kanada anzulegen; ein fleißiger Mensch könne in Kanada immer noch durchkommen. Das ist natürlich nur die Weisheit des Philisters, der nicht einmal daran denkt, daß irgend toelche Chancen auf dem Arbeitsmarkt in Kanada von den Arbeitern in den Vereinigten Staaten am ersten ausgenützt werden könnten, aber solche Chancen sind gar nicht vorhanden.„Und nähmst du die Flügel der Morgenröte und flögest ans äußerste Meer", du könntest dem Kapitalismus nicht entrinnen; er herrscht in Kanada wie in England._ Der Beirat für Zlrbeiterftatistik war seit Montag, den 9. d. M., versammelt, um zunächst 58 Aus- kunftspersonen des Fuhrgewerbes zu vermehren. Es Ivaren alle Branchen des Gewerbes vertreten. Soweit die Auskunftspersoncn über die tatsächlichen Verhältnisse befragt wurden, wurde jetzt durch Schilderungen in Worten bestätigt, was bereits durch die statistischen Erhebungen festgestellt ist, d. h. daß die Fuhrleute in der Regel so lange Arbeitszeit haben, daß nicht einmal die zum Essen und Schlafen nötige Zeit bleibt. Irgend toelche Zeit zur Erholung und zum Lebensgenuß haben die Leute gar nicht, da das Jahr für die Kutscher in der Regel 365 Arbeitstage hat. Die einzige Rücksicht, die genommen wird, ist meistens die Rücksicht auf die Pferde. Hat der Kutscher nur ein Gespann Pferde, dann arbeitet er so lange wie die Pferde und hat dann, wenn die Pferde in den Stall geführt werden, dieselben zu bedienen, also zu füttern, putzen und zu tränken. Da diese Arbeit einige Stunden in Anspruch nimmt, übersteigt der Arbeitstag des Kutschers den Pferdearbcitstag um einige Stunden. Wo Pserdepflege und Fahren getrennt sind, tritt keineswegs ein günstigeres Verhältnis ein. So wurde z. B. aus dem Omnibusbetncb der Allgemeinen Berliner Omnibus-Gesellschaft mitgeteilt, daß die Pferde täglich 25 Kilometer zu laufen haben, also eine tägliche Arbeitszeit von vier Stunden haben. Längere Arbeit tpürde die Gesundheit der Pferde zu sehr angreifen. Hier loären die Kutscher glückliche Leute, wenn sie die doppelte Arbeits- zeit wie die Pferde hatten. Aber da wurde mitgeteilt, daß zwischen Beginn und Ende der Arbeit 16 Stunden liegen. Dieses sei aber keine Arbeitszeit, weil die Arbeit von vielen Pausen unterbrochen wird. Nach Abzug der Pausen bleiben nur 12 Stunden wirkliche Arbeitszeit. Worin bestehen aber die sogenannten Pausen? Ein gewöhnlicher Arbeiter wird an eine Frühstücks-, Mittags und Vespcrpausc denken. So ist es hier aber nicht. Ter Wagen sährt je nach der Linie 35 bis 40 Minuten. Zwischen Ankunft und Ab- fahrt liegen, wenn keine Verspätungen durch schlechtes Wetter, Straßensperrungen usw. eingetreten sind, acht Minuten. Diese Zeit muß der Kutscher ausnützen, um zu effen oder zu trinken oder sonst menschliche Bedürfnisse zu verrichten. Der Kutscher mutz also ein Virtuose im Schnellessen sein. Merkwürdig ist die Bescheidenheit der Arbeiter im Fordern des Schutzes. Die meisten wären zu- frieden, wenn man ihnen nur Zeit zur Nachtruhe gewähren wür�e. Man glaubt, daß es nicht anders einzurichten ist. Nur einige Unternehmer aus dem Spcditions- und Frachtfuhrwcrks-Betriebe waren der Meinung, daß es besser sei, wenn ein Maximal-Arbeits- tag vorgeschrieben werde. Freilich wollten sie einen 14— 15stündigen Arbeitstag haben. Mit dem Gedanken, daß bei kürzerer Arbeitszeit ebensoviel geleistet wird, wie jetzt, scheint sich kein Mensch befreunden zu können, obwohl es doch auf der Hand liegt, daß überarbeitete Pferde und Renschen weniger leistungsfähig sind, Die Verhandlungen sind stenographisch aufgenommen und werden den Sozialpolitikern viel Stoff geben. In einem späteren Stadium werden die Organisationen befragt werden, ob und wie die Mißstände zu beseitigen sind und wie eine Regelung der Arbeits- zeit der Sonntagsruhe usw. herbeigeführt werden kann. Sodann wurde ein Fragebogen festgestellt, der an die Organisationen der Fleischer versandt lverden soll. Hier werden die Organisationen befragt, welche Regelung der Arbeits- und Ruhezeiten sie für er- wünscht und durchführbar halten. ** •» Als letzter Gegenstand wurde dann über die weitere Behandlung der Frage betreffend die Arbeitszeit der in Kontoren beschäftigten Personen behandelt. Bei Beginn der Verhandlungen kam zunächst eine Angelegenheit zur Sprache, die ein grelles Schlaglicht auf die Reichsfinanzen wirft. Seit Schaffung des Beirats für Arbeiter- statistik wurde etwas schärfer gearbeitet als früher in der Kommission für Arbeiterstatistik. Die letztgenannte Kommission hat in den letzten Jahren ihres Bestehens immer nur einige hundert Mark von dem im Etat angesetzten 39 000 M. verbraucht. Seit Begründung des Bei- rats wird das'„Reichsarbeitsblatt" herausgegeben und ist auch ent- sprechend der gesteigerten Arbeit eine größere Anzahl von Druck- fachen herausgegeben, so daß die Druckerrcchnung in einem Jahre auf 40 000 M. angewachsen ist. Nun ist man im Bundesrat der Ansicht, daß diese Rechnung bald über die Zahlungsfähigkeit des Reiches hinausgeht und es wurde dem Beirat anheim gegeben, zu erwägen, ob hier nicht einige Beschränkungen eintreten können. Hier zeigt sich, daß der Bundesrat auch sparsam sein kann, tvenn nicht gerade der Militär-, Marine- oder Kolonialetat beraten wird. Zur Sache selbst wurde allseitig zugegeben, daß durch die Befragung der Organisationen noch eine Reihe von Mißständen aus- gedeckt sind, die durch die Fragebogen nicht ermittelt sind. Namentlich sind große Mißstände aufgedeckt, soweit die. Handelshülfsarbeiter in Betracht kommen. Diese bilden gewissermaßen das Bindeglied zwischen dem Großhandel und dem Spcditionsfuhrwerk. Die Lage der hier in Betracht kommenden Arbeiter ist ähnlich wie die der Fuhrleute im Spcditionsgewcrbe. Beschlossen wurde, die Er- Hebungen fortzusetzen und Auskunftspersonen aus den Kreisen der Prinzipale, der Handlungsgchülfen und der Handelshülfsarbeiter zu vernehmen. Sodann soll das Reichsgesundheitsamt ein Gut- achten darüber abgeben, ob durch die gegenwärtige Arbeitszeit die Gesundheit der Arbeiter gefährdet wird. Zum Schluß kündigte Hitze an, daß er den Teil seines An- träges betreffend die Erhebungen im Fuhrgewerbe, den er in der Kommission für Arbeiterstatistik hatte fallen lassen, wieder auf- nehmen werde. Er hatte damals beantragt, die Erhebungen auf das ganze Fuhrgewerbe einschließlich der Straßenbahnen auszu- dehnen. Er ließ den Teil des Antrages, in welchem die Straßen- bahnen genannt sind, fallen, weil die Kommission für Arbeiter- statistik sich nur mit den Verhältnissen der Arbeiter befassen durfte, welche der Gewerbeordnung unterstellt sind. Die Straßenbahnen sind hiervon aber durch§ 6 ausgeschlossen. Diese Beschränkung besteht für den Beirat nicht. Er kann sich mit allen Arbeiterfragen beschäftigen. Nun wurde aber durch einen Regierungsvertreter mit- geteilt, daß bereits zwischen dem Reichskanzler und den Regierungen der Bundesstaaten Verhandlungen schweben, die auch darauf ab- zielen, die Erhebungen auf die durch Elektrizität, Dampf oder Pferde betricbencn�Straßenbahnen auszudehnen. Die nächste Sitzung des Beirats wird am Montag, den 23. d. M. und folgende Tage stattfinden und Auskunftspersonen, welche in der Fischindustrie beschäftigt sind, darüber vernehmen, ob die Gewerbeordnung in bezug auf den Schutz weiblicher Arbeiter schon über das zulässige Maß hinausgegangen ist. Es gibt Unter- nehmer, die es behaupten und an den Bunl.'srat die Bitte gerichtet haben, die§§ 135 bis 138a der Gewerbeordnung für die Fabriken, in denen Fische bearbeitet werden, ganz oder teilweise außer Kraft zu setzen.—_ Hub Induftric und Handel. Das Kohleusiindikat und die Bcrgarbeiterbewcguug. Es war vorauszusehen, daß, sobald der Ausstand im Ruhrrevier größere Dimensionen annehmen würde, die Unternehmervresse, speziell die syndikatsoffiziösc, im Bunde mit den Blättern der an der Hoch- Haltung der Kohlenaktienkurse interessierten Bankfinanz die Streik- bewegung als ungefährlich und völlig einflußlos auf die Zechen- ertrüge hinstellen lvcrde. Einige kleine derartige Notizen, die aller- dings vorläufig noch etwas versteckt auftraten, haben wir denn auch bereits entdeckt. Dazu gehört die nachfolgende, zweifellos aus dem Kreise des Kohlensyndikats stammende Notiz der„Köln. Ztg.": „Wie wir von gut unterrichteter Seite hören, ist die Lage des Kohlenmarktcs infolge des Bergarbeiter-Ausstandes derart, daß sie den Abnehmern des Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Syndikats keinerlei Anlaß zu irgend welchen Besorgnissen gibt. Wenn auch gestern und heute eine Anzahl von Belegschaften neu in den Ausstand ein- getreten ist, so hat sich doch auf einer Anzahl anderer Zechen die Zahl der einfahrenden Bergarbeiter bereits wieder vermehrt, und es ist, zumal noch Vorräte vorhanden sind, zu erwarten, daß die durch den Ausstand hervorgerufenen Unregelmäßigkeiten in wenigen Tagen wieder überwunden sein werden. Auch rechnet man damit, daß der Ausstand nicht von allzu langer Dauer sein wird. Es liegt somit für die Abnehmer des Syndikats keinerlei Grund zur Beunruhigung vor, und eS kann nur die Warnung vor übereilten Schritten ans- gesprochen werden. Dem Vernehmen nach wird noch heute den Ab- nehmern des Syndikats ein Rundschreiben zugehen/ in dem die Lage klargestellt wird." Es wäre unter den jetzigen Umständen völlig zwecklos, mit der „Kölnischen Zeitung" darüber streiten zu wollen, ob die Lager- Vorräte des Kohlensyndikats bezw. des Kohlencomptoirs und der vom Syndikat abhängigen Kohlenhandelsgesellschaften tatsächlich so groß sind, wie von jener Seite behauptet wird; wir möchten nur unsere Parteipresse darauf hinweisen, solchen und ähnlichen Notizen in den nächsten Tagen, wenn es zum allgemeinen Streik der Berg- arbeiter kommt, nicht zu viel Wert beizumessen, auch nicht, wenn sie im politischen Teil der Unternehmerpresse Unterschlupf gefunden haben. Beschäftigung der Holzindustrie. Nicht so günstig wie im Vor- jähre hat das Holzgewerbe das neue Jahr angetreten. Vor allem übt die geringere Bautätigkeit seit Herbst vorigen Jahres eine lähmende Wirkung aus. Vor Jahresfrist war von allen Zweigen des Holzgewerbes gerade die Bautischlerei am besten mit Aufträgen versehen. In diesem Jahre nun macht sich nicht nur in der Provinz, sondern auch in den Großstädten in vielen Betrieben ein gewisser Arbeitsmangel bemerkbar, der zu zahlreichen Entlassungen führte. Bemerkenswert ist die Beobachtung, daß die Mattigkeit in den Jndustriegegenven etwas geringer ist als in den Großstädten, Iva? wohl darauf zurückzuführen fein dürfte, daß in einer Reihe von Gewerben die Unternehmungslust wieder im Wachsen begriffen ist. Vergrößerungen bestehender Werkstätten, Errichtung neuer Anlagen bringen auch der Bautischlerei selbst während der Wintermonate genügend Arbeit. Weit ungünstiger noch liegt die Möbeltischlerei. Hier ist durchweg der Be- schäftigungSgrad zurückgegangen, und zwar sowohl in den Be- trieben, die billige Möbel massenweise fabrizieren. als auch in der Kunstmöbelfabrikation. DaS Weihnachtsgeschäft war gerade in Möbeln weniger befriedigend, als erwartet wurde. In den Magazinen und Ausstattungsgeschäften hatte man sich im Hinblick auf größere Umsätze mit stattlichen Lagern versehen, von denen aber zum Teil recht viel Ware zurückgeblieben ist. Neue Aufträge größeren Umfanges werden daher wohl nicht so schnell erteilt werden, um so weniger, als bis gegen Ostern der Ab- satz keine größeren Dimensionen anzunehmen pflegt. Auf dem Ge- biete der kunstgeiverblichcn Möbeltischlerei ist schon seit einiger Zeit eine ungünstige Wendung bemerkbar. Die Konkurrenz ist allmählich so stark geworden, daß der Bedarf lange nicht nachfolgen kann. Auch haben sich aus einzelnen Werkstätten große, leistungsfähige Fabriken entwickelt, die durch eine Reihe von Vorteilen auf technischem»md kaufmännischem Gebiet die Lage der kleineren Werkstätten nachteilig beeinflussen. In der Böttcherei macht sich die günstige Lage deS Brauerei« gewerbes in einer Zunahme der Arbeitsgelegenheit bemerkbar. Nur wird über scharfe Konkurrenz geklagt, die zum Teil zu äußerst niedrigen Preisen minderwertiges Fabrikat anbiete. Weit besser als im Vorjahre sind die Tischler in den Waggonfabriken beschäftigt; fast durchweg find für längere Zeit genügend Austrüge vorhanden, um die Arbeiter voll beschäftigen zu können. Die Zahl der Be» schäftigten hat seit Jahresfrist erheblich zugenommen. Auch auf den Schiffswerften haben die Tischler genügend zu tun. Freilich vermag bei der relativ geringeren Anzahl von Tischlern im Wagenbau und auf den Schiffswerften der bessere Geschäftsgang die Ungunst in der Bau- und Möbeltischlerei auch nicht entfernt auszugleichen. Auch in der Kistenmacherei hat nach Weihnachten die Tätigkeit stark nach- gelassen. Deutsche Maschiuenausfuhr nach England. Der soeben er- schienene Jahresbericht des englischen Konsuls in Hamburg, Sir W. Ward, bringt interessante Zahlen über Deutschlands Ausfuhr an Maschinen nach England. Es ergibt sich daraus, daß während der letzten zehn Jahre die Ausfuhr von Maschinen aus Deutschland nach England beinahe auf das dreifache gestiegen ist.' Im Jahre 1894 betrug das Totale 3 970 000 Pfd. Sterl., im Jahre 1903 aber 11600 000 Pfd. Sterl. Von dieser Summe kamen auf elektrische Maschinen 289 550 Pfd. Sterl., auf Maschinenwerkzeuge 62 200 Pfd. Sterl., Lokomotiven und Lokomobilen 103 050 Pfd. csterl., Näh- Maschinen 141 050 Pfd. Sterl. und andere Arten Maschinen für In« dustriezwecke 187 000 Pfd. Sterl. Demgegenüber wuchs die englische Ausfuhr nach Deutschland in den vergangenen zehn Jahren von 1 415 000 auf 2 855 000 Pfd. Sterl. Diskontogesellschaft. Die schon vor mehreren Tagen angekündigte Vereinigung des Mannheimer Bankhauses W. H. Ladenburg und Söhne mit' der Berliner Diskontogesellschaft ist gestern offiziell voll« zogen worden. Die Firma Ladenburg wird unter Mitwirkung der Diskontogesellschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden, die den Namen Süddeutsche Diskontogesellschaft Akt.-Ges. an« nehmen wird. Das Aktienkapital beträgt 20 000 000 M. und wird von den bisherigen Teilhabern sowie von der Diskontogesellschaft übernommen lverden. Die Firma E. Ladenburg in Frankfurt a. M. bleibt unter kommanditarischer Beteiligung der Diskontogesellschaft bestehen. Es handelt sich bei der Transaktion um einen Gegen-Schachzug gegen die Geschäftspolitik der Deutschen Bank. Nachdem diese jüngst ihrem Konzern die Rheinische Kreditbank in Mannheim an- gegliedert hat, sucht jetzt auch die Diskontogesellschaft ihre Position in Baden zu verstärken.__ 6ewerhfcbaftUcbc9. Die Jnvalidenkarte. Das Gesetz verbietet bekanntlich die Anbringung von Merkmalen in den Jnvalidenkarten und stellt dies unter Strafe. Leider sind die„Klebekarten" allein schon durch ihre Ausstattung und die Art der Markenentwertung geeignet, kämpfenden Arbeitern Unannehmlichkeiten zu bereiten. Solange als Entwertung der Marken der wagerechte Strich diente, war dies in geringerem Maße der Fall. Seit dieser durch den Datumsstempel ersetzt ist, können die Unternehmer es leider schon ans diesem ersehen, wann ein Arbeiter die Arbeit nieder- gelegt hat und bei einiger Kenntnis der gewerkschaftlichen Vor- gänge daraus kombinieren, ob ein Arbeiter als Streikender oder Ausgesperrter anzusehen ist oder nicht. Aber auch die äußerlich kenntlich gemachte Herkunft der Karten und Äitarkcn dient den Unternehmern als Kennzeichen. Im„Neuen Deutschen Handwerkerblatt" werden die deutschen Tischlermeister aufgefordert, den ausgesperrten Berliner Tischlern keine Arbeit zu geben. Es heißt da: „Der Holzarbeiter-Verbcmd schiebt bereits alle ledigen Leute von Berlin ab, um seine Kasse zu schonen und den Kampf weiter führen zu können. Diese Leute nicht einzustellen, muß Ehrensache eines jeden anständigen Tischlermeisters sein I Die Invaliden- karte ist das beste Erkennungszeichen dieser Leute, man achte nur auf die ein geklebten Marken mit der Schrägschrift„Berlin"." Uns sittlich über ein Unternehmertum zu entrüsten, daS zu solchen Mitteln greift, fehlt uns jeder Anlaß. Wir und unsere Leser wissen, wessen sich die deutsche Arbeiterschaft von dieser Seite zu vergewärtigen hat. Für den Staat, der seinerseits die Kenntlichmachung der Karten gesetzlich verbietet, bestände aber wohl eine Veranlassung, dem Klebesystem eine Form zu geben, die nicht die guten Absichten der Gesetzgeber zunichte macht!_ Berlin und Umgegend. Neberstunden und Mißstände am Bau des königlichen Schauspiel- hauseS. Obgleich zurzeit in allen Bauberufen eine große Anzahl Arbeitsloser vorhanden ist, hält es die Bauverwaltung des Schauspiel- HauseS für notwendig, daß an diesem Bau lleberstunden gemacht werden und daß sogar an den Sonn- und Feiertagen gearbeitet wird. Dieser llebelstand wurde gesteni abend ineinerStukkateur« Versammlung besprochen, die von fast allen am Bau des Schauspielhauses beschäftigten Arbeitern dieses Berufes besucht war. Wie hier festgestellt wurde, ist an diesem Bau bis abends 7. 3, ja bis 9 Uhr gearbeitet worden, obwohl die jetzt geltende Arbeitszeit von sieben Stunden spätestens um 5 Uhr beendet sein sollte. Auch an den Sonntagen wurde den ganzen Tag lang ge« arbeitet, ebenso am N e u j a h r s t a g e. ES sind jedoch offenbar nicht die Unternehmer, die ein Interesse an diesem Uebcrstundenwesen haben, sondern die Bauverwaltung, die wiederum von höherer Stelle beeinflußt wird.. In der Versammlung erklärten sich sämtliche Redner im Interesse ihres Berufes und im Interesse der Arbeitslosen gegen diese Ueberstunden. Einstimmig wurde folgende Resolution angenommen: „Die Versammlung der auf dem Schauspielhaus- Umbau be- schäftigten Stukkateure sämtlicher Firmen verpflichten sich, angesichts der jetzigen Arbeitslosigkeit keine Ueberstunden zu machen. Da die Ursache des beständigen Treibens nicht auf feiten der Unternehmer. sondern auf feiten der Bauverwaltung liegt, so soll diesem Höheren Druck gemäß ausnahmsweise anstatt der vom 15. Januar ab üblichen 8stiindigen, eine normal S'/ostünbige Arbeitszeit, von morgens l/z3 bis nachmittags 5 Uhr, jetzt schon durchgeführt werden. Dieser Beschluß ist sämtlichen am Bau beteiligten Arbeit» gebern sowie auch der königlichen Bauverwaltung mit einem be« gründenden Anschreiben zu übermitteln." Es wurden außerdem noch einige � andere Mißstände erwähnt, z. B. der, daß es sür die Stukkateure von einer Firma an einer ordentlichen Baubude fehlt, sowie daß für mehrere hundert Arbeiter nur fünf Aborte vorhanden sind. Oeutfches Reich. Der Streik der Elberfeldcr Schwebebahner ist erfolglos verlaufen. Man hat lange von demselben nichts mehr gehört, bis jetzt die Elberfelder Geiverkschaftskommission sich entschloß, auch den formell' noch immer bestehenden Boykott über die Schwebebahn aufzuheben. Nach der Schilderung, welche in der Gewertschaftskommission von dem Streik gegeben wurde, waren schon am zweiten Tage Streikende fahnenflüchtig, und die Werkstellcn-Arbciter lehnten es ab, sich an dem Streik zu beteiligen. Es war vier Wochen vor Weihnachten und somit die Situation recht ungünstig. Man hielt den Streik für aus« sichtslos und der Metallarbeiter- Verband erklärte, daß seine Mit» glieder weiterarbeiten dürften, nur Streikbrecherdienste(als Fahrer. Kondukteur) sollten sie nicht übernehmen und würden nur infolge« deffen gemaßregelte Mitglieder unterstüßt. Das Gewerbegericht| Auch hier ist der Zusammenhang zwischen fugendlicher findenden Parteiverfammlung zur Berichterstattung vom preußischen lehnte es ab, als Einigungsamt einzugreifen, weil die Schwebebahn Erwerbstätigkeit und späterer Kriminalität zu sehen, 70 Broz. mit Parteitag ein. fein gewerblicher Betrieb sei. Auch an die Firma in Nürnberg hat Gefängnis Bestrafter waren in ihrer Kindheit erwerbstätig. Die fich der Ausschuß der Gewerkschaftskommission erfolglos gewandt. Schulzeit wird diesen arbeitenden Kindern zur Qual, sie sind stets Der Verband der Möbelpolierer nahm gestern abend in einer Die Direktion erklärte einfach, die Sache sei für sie erledigt, sie lasse übermüdet, und es bildet sich oft bei ihnen die sogenannte Schul- stark besuchten außerordentlichen Generalversammlung, die in der sich mit niemand darüber ein. Der Ausschuß machte darauf den furcht. In engster Beziehung damit steht das Vagabondentum und Königsbank" abgehalten wurde, gleichfalls Stellung zu dem ErVorschlag, den Kampf abzubrechen und empfehlen, sich einzeln zu bemühen, wieder Stellung zu bekommen. ländern sind die Selbstmorde der Kinder gestiegen, und obenan dem Gewerbgericht vereinbarte Abkommen, das vorbehaltlich der Zus den Streitenden zu die immer mehr zunehmenden Selbstmorde. In den meisten Kultur- gebnis der Einigungsverhandlungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern in der Holzindustrie. Nitschke bezeichnete das bor Der Leiter der Bewegung, Dettmering, wollte aber davon nichts marschiert Preußen mit seinen unendlichen Schultragödien. Die ftimmung der Generalversammlung getroffen worden ist, als ein wissen und verließ die Sigung. Der Streit ist dann im Sande ver- Qualen der Schwachbegabten sucht man jetzt zu lindern, indem man für die Arbeiter durchaus zufriedenstellendes. Von nicht zu unterLanfen. besondere Schulklassen für dieselben einrichtet, ebenso haben aber Eine Verlängerung der Arbeitszeit um drei Stunden die Woche auch die Reichbefähigten, die sich nicht in die Schablone der Schule Schäßender Bedeutung sei es, daß sich die Arbeitgeber zur Anerkennung der Arbeiterorganisation haben verstehen müssen. Auch mutet die Normal- Fenster- Fabrik von Wagner in München einfügen tönnen, zu leiden. ihren Tischlern zu. Der Fabrikausschuß, der vorstellig wurde, Neben der wirtschaftlichen Not hält die Referentin den Alkohol- fönne die Schaffung des paritätischen Arbeitsnachweises und die wurde nicht nur nicht angehört, sondern auch am Abend desselben genuß der Erzieher für eine der größten Ursachen der Mig- Festlegung des Softgeldes als eine wesentliche Verbesserung des handlungen des Kindes. Den größten Prozentsatz der unglüd- früheren Zustandes betrachtet werden Alles in allem genommen Tages entlaffen. Zuzug von Tischlern und Maschinenarbeitern iftlichen und entarteten Rinder stellen die unehelich geborenen. Es ist sei zu fonstatieren, daß die Arbeitgeber mit ihrer Aussperrung ihre von der Firma fernzuhalten. daher eine der wichtigsten Aufgaben, den Mutterschutz weiter aus- ursprünglich gestedten Ziele, die rundweg auf eine Vernichtung der zudehnen. Auch die seguelle Aufklärung der Kinder in ernſter und all diesen Gründen empfehle er, sich den Beschlüssen des HolzarbeiterArbeiterorganisation abzielten, Schiffbruch gelitten hätten. zarter Weise von der Mutter gegeben, kann diefelben vor manchem Verbandes anzuschließen, da ein etwa entgegengesetzt ausfallender Unheil bewahren. Dem Elend der Kinder kann nur abgeholfen werden, wenn die wissenschaftliche Erkenntnis in all die Abgründe Beschluß der Möbelpolierer das durch die Abstimmung des Holzhineinleuchtet. Die Referentin schloß mit Nietzsches Worten:" Eurer arbeiter- Verbandes herbeigeführte endgültige Resultat doch nur unwesentlich zu beeinflussen imftande sei. n der Diskussion wurde In Rusland. Kinder Land sollt ihr lieben". Aus In der Aussperrung der Wiener Tischlergehülfen ist nun ein Stillstand eingetreten. Die Absicht der Scharfmacher, wenigstens 3000 Gehülfen auf die Straße zu werfen, eiweißt sich als undurch führbar. Die bei den Demonstrationen in Margareten verhafteten Arbeiter sind in Untersuchungshaft behalten worden und zwar wegen Gefahr der Wiederholung der strafbaren Handlung"! Die Es folgte eine sehr rege Diskussion. Herr Bohn spricht sich hauptsächlich der Baffus des Vertragsentwurfs bemängelt, der die Berhafteten, acht an der Zahl, sind teilweise weder am Streit, noch für völlig freies Entfalten der kindlichen Individualität aus. Fräu- Nichtentlassung der Arbeitswilligen vorsicht. Schließlich gelangte an der Aussperrung beteiligt. Die Familienbäter unter ihnen sind lein Baader hält die Gesellschaft gegen Kindermißhandlungen für folgende Resolution mit Majorität zur Annahme: dadurch der Möglichkeit beraubt, für ihre Angehörigen Sorge zu ganz wertvoll, meint aber, daß sie nicht imftande wäre, das lebel Die Generalversammlung der Möbelp plierer schließt sich dem tragen. Das Verhalten der oberen Behörden wirkt sofort auch mit der Wurzel auszurotten. So lange die Menschen in Not Beschluß der gleichfalls heute tagenden Generalversammlung des demoralisierend auf die Schußmannschaften ein. So wurde von und Elend leben, fönnen sie auch den Kindern keine schöne Holzarbeiter- Verbandes über den Vertragse.atwurf an, ganz gleich, einem derfelben ein Streifposten ohne jeden Anlaß aufgefordert, Jugend schaffen, man verbessere die Arbeitsbedingungen und wie derselbe ausfällt. Gerichts- Zeitung. Die nächste Vereinsversammlung findet am 23. Januar statt. Am 19. Februar feiert der Verein sein 6. Stiftungsfest. " Neu- Weißensee. Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse von Weißensee hielt am Montag, den 9. Januar, im Lofale des Herrn Gara seine Vereinsversammlung ab. Herr Schrift ſteller Ba'e ge sprach über das Thema:" Die heutige Schule, wie fie ist und wie sie sein soll." Der vortreffliche Vortrag wurde mit großer Aufmerksamkeit von den anwesenden Frauen verfolgt. Verfammlungen. Schmargendorf. In der am Dienstag stattgefundenen Mit glieder- Versammlung wurde bekannt gegeben, daß die Gemeinde wählerlisten vom 15. bis 31. Januar im Rathause ausliegen; es ist Pflicht jedes Genossen, sich darum zu kümmern, daß sein Name in den Listen steht. Das Lokal Wirtshaus Schmargendorf" ist vom Amtsvorsteher als gesundheitsschädlich geschlossen und steht uns somit nur noch Restaurant Sanssouci" zur Verfügung. " feinen Platz zu verlassen. Der Schußmann fügte hinzu:„ Wenn Sie Erziehungsanstalten, dann wird das ganze Menschengeschlecht Eine Generalversammlung der Freien Boltsbühne fand am nochmals getroffen werden, wo er den Sie arretiert und acht gehoben werden. Ferner verlangt sie die Ausdehnung des 5. Januar 1905 im Gewerkschaftshause statt. Den Abend eröffnete Tage eingesperrt. Jezt geht es nicht mehr so, jetzt geht Wöchnerinnenschutzes. Frl. Heydemann illustriert durch ihr ein Vortrag des Dr. Emil Geyer: Bom schauspieler und seiner ein anderer Wind". Das hört sich ja an, als wenn der Wind eigenes Leben die tragische Psychologie der Kinderseele. Andere Kunst." Alsdann gab der Vorsitzende Konrad Schmidt den Geaus Nordwest von Preußen herüberwehte. Rednerinnen wenden sich stark gegen den Alkoholgenuß. In ihrem schäftsbericht über das erste Winterquartal. In dem Prozeß mit Schlußwort betont die Referentin, daß sie selbstverständlich in erster der Firma Bloch- Erben sei noch immer feine entscheidende Wendung Linie die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse als Ursache des zu verzeichnen. Auch über das Märzfeft und die geplante SchillerKinderelends betrachte, aber doch nicht allein, denn gerade in den feier des Vereins könnte näheres heute noch nicht mitgeteilt werden. höheren Schulen spielen sich so viele Kindertragödien ab, es Er fündigte Madame Bonivard" als nächstes Stück im Zyklus der Trauriger Abschluß einer Dampferpartie. Das Meijer spielte sprächen da doch rein seelische Fattoren mit. eine traurige Rolle in einer Verhandlung, welche gestern vor dem Aufführungen an, erläuterte, weshalb der Ausschuß ausnahmsweise durch einen Schwant die Reihe ernster Vorstellungen unterSchwurgericht I stattfand. Wegen Körperverlegung mit tödlichem breche und empfahl die Kunstabende zu noch regerem Besuche. Den Ausgange und Körperverletzung mit einem Messer in einem weiteren Falle war der 39 jährige Arbeiter August Bendig an- Liebermanns Gaal tagende öffentliche Bersammlung für Frauen und betrug 9107 M. Die Einnahmen des vorletzten beliefen sich auf Wilhelmsruh. Eine am Dienstag, den 10. d. Mts. hier in Kaffenbericht erstattete Winkler. Der Bestand vom letzten Quartal getlagt. Am 17. Juli v. J., einem Sonntage, hatte der Gesang Männer, welche für die hiesigen Verhältnisse gut befucht war, folgte 26 313,10 m., die Ausgaben auf 10 881,61., so daß am 30. Sep verein Freiheit" eine Dampferpartie nach der Oberspree unter mit Interesse den Ausführungen der Genoffin Ihrer, die über das tember 1904 ein Sassenbestand von 15 431,49 M. vorhanden war. nommen. Diesem Verein gehörte der 32jährige Maurer Richard Trage als Bannerträger an. Der Angeflagte hatte an der Thema: Welches Intereffe haben die Frauen an In der Diskussion bemängelt Hold, daß die Billettverlosung nicht der politischen Situation?" referierte. Dampferpartie nicht teilgenommen, sondern mit dem Arbeiter Franz folgende Resolution zur Annahme:„ Die am 10. Januar in Lieber- flärte, daß die Polizei das leider inhibiert habe. Franke klagt über Es gelangte in dem Vorderraume des Berliner Theaters stattfinde. Winkler erLuszinsky verschiedene Lokale besucht. Gegen 12 Uhr nachts wollte Luszinski seine Mutter und deren Nichte Hedwig Nöllentin von der manns Saal in Wilhelmsruh tagende öffentliche Versammlung für die durch die unpünktlichen Mitglieder bei den Aufführungen verDampfer- Anlegestelle an der Michaelkirchbrücke abholen. Diese voll und ganz einverstanden und versprechen die Anwesenden, dahin stellung kommenden erst in der Pause nach dem ersten At hineinFrauen und Männer erklärt sich mit den Ausführungen der Referentin ursachten Störungen und beantragt, die nach Beginn der Vorhatten mit dem Gesangverein an der Dampferfahrt teilgenommen. Gegen 1 Uhr trat die ganze Gesellschaft den Heimiveg an. Der An- zu wirken, daß im hiesigen Bezirk ein Bildungsverein für Frauen zulassen. Der Antrag wird nach längerer Ziskussion gegen eine geflagte ging mit dem Luszinsty, dessen Mutter und Nichte erst noch Stimme abgelehnt. Man erwartet nun aber, daß nach den wiederund Mädchen ins Leben gerufen wird." Hoffentlich wird bei einem Zusammengehen mit dem benach holten Beschwerden die Mitglieder durchgehends rechtzeitig erscheinen in ein Lokal an der Ecke der Holzmarktstraße. Fräulein N. verließ barten Reinickendorf die Gründung einer Frauenorganisation schnell und so die gerügten Störungen selbst abstellen werden. Rozberg dieses auf furze Zeit und traf draußen auf der Straße mit einigen ins Werk gesetzt werden. Teilnehmern der Dampferpartie zusammen. Ein Mitglied des Ge tadelt, daß Billetts für die Kunstabende an zu wenige Zahlstellen fangvereins, der Tischler Paul Obst, welcher Fräulein N. kannte, und auch an diese nicht in genügender Anzahl ausgeteilt würden, das erschwere den Besuch. Vom Vorstandstisch aus werden die faßte diese im Spaß um die Taille. Durch den hinzukommenden Gründe angeführt, warum dieser Modus der Billettverteilung_geAngeklagten entstand aus diesem geringfügigen und harmlosen wählt worden und schwer zu ändern sei. Das Mögliche soll geschehen. Anlaß eine gegenseitige Reiberei. Plötzlich zog Bendig, der etwas Gegenüber Ausstellungen, die an dem Märchenabende gemacht werden, jähzornig und unüberlegt ist, sein Taschenmesser hervor und stach erklärt Winkler, daß die engagierte Künstlerin darum, weil fie unblindlings auf Obst los, welcher jedoch glücklicherweise nur eine geringfügige Verlegung am Ohr erhielt. Der Maurer Trage kam erwartet an demselben Abende im Theater habe spielen müssen, nicht mit der Vereinsfahne hinzu, um den Streit zu schlichten. Er wurde das ganze Programm hätte vortragen fönnen. Stampfer vom jedoch ebenfalls vor Bendig mit dem Messer angegriffen. Der AnAusschuß tritt für die Märchenauswahl, die für jenen Abend getroffen sei, ein. Gute Märchen seien nicht nur für Kinder; Ergeflagte stach mit seinem sehr langen und kräftigen Messer wie toll um fich. Trage erhielt nicht weniger als sechs Stiche und wurde Der sozialdemokratische Wahlverein für den ersten Berliner wachsene tönnten ebensowohl ihre Freude daran haben. Unter Berbald infolge eines folossalen Blutverlustes ohnmächtig. Jezt erst Wahlkreis hatte am 10. Januar in Dräsels Festsälen, Neue Friedrich- schiedenes" wird über Vorzugspläße bei den Vorstellungen angefragt und von einer Seite moniert, daß über die Aufführung der„ Räuber" erschienen sechs Schußleute auf dem Schauplah der wüsten Schlägerei ftraße, eine gutbesuchte Versammlung. Genosse Dr. David und nahmen den Messerhelden fest. Da es in der Nacht große referierte über: Wichtige Fragen der Reichspolitik." Einleitend im Vorwärts" feine Kritik erschienen sei. Es erklärt sich das aus Schwierigkeiten hatte, sofort ärztliche Hülfe zu verschaffen, fo berührte er die Meldung der Abendblätter, daß Kaiser Wilhelm einer Kollision dieser Aufführung mit einer Novität der Neuen freien Volfsbühne. mußte Trage nach der Unfallstation am Mariannen- llfer geschafft sowohl dem russischen General Stöffel, als auch dessen japanischen werden. Infolge der erlittenen Verlegungen war Trage, als er Besieger, General Nogi, den preußischen Verdienstorden, den Orden dort eintraf, nach kurzer Zeit eine Leiche. Wie der Gerichtsarzt Pour le mérite berliehen habe. Die dem Japaner erwiesene Ehrung Dr. Störmer vor Gericht als Sachverständiger bekundete, have ftelle einen gewissen Fortschritt, eine gewisse Entwickelung in der fich bei der Obduktion ergeben, daß T. nicht weniger als sechs Stiche Auffassung des offiziellen Deutschland dar, welche früher in dem erlitten hätte, von denen einer unbedingt tödlich wäre, wenn nicht Worte ihren Ausdruck fand: Völker Europas, wahret Gure heiligsten fofort ärztliche Hülfe in Anspruch genommen würde. Wenn irgend Güter!" Man sehe hier wieder, daß der Erfolg entscheide. An jemand daran gedacht hätte, dem Trage oberhalb der Wunde eine offizieller Stelle scheine man abgekommen zu sein davon, daß nur feste Binde etiva aus einem Hosenträger umzulegen, so wäre mit ein guter Christ ein tapferer Soldat sein könne. Auch möge jetzt aller Wahrscheinlichkeit das Leben des Berlegten gerettet gewesen. daran erinnert werden, daß wir bald nach dem Ausbruch des Mittwoch feine ordnungsmäßige Mitglieder- Bersammlung ab. Der Der fozialdemokratische Wahlverein Groß- Lichterfelde hielt am Der Angeklagte, welcher bei seiner Verhaftung erklärte, er habe in Strieges hörten, russische Trauer sei deutsche Trauer. Nun, General Bierteljahresbericht fonnte nur provisorisch erfolgen, da noch ver der Erregung gehandelt und bedaure seine Tat unendlich, behauptete Nogi und die japanische Nation hätten sich auch unserer Meinung schiedene Abrechnungen zu erledigen find. Der Mitgliederbestand nunmehr vor den Geschworenen, er sei zuerst angegriffen worden nach wirklich ein Verdienst erworben, wenn ihre Erfolge dazu bei im letzten Quartal erhöhte sich von 230 auf 246 Bur Gemeinde und habe nur in der Notwehr gehandelt. Den Vorsitz führte tragen sollten, daß das absolutistische System in Rußland gestürzt Vertreter- Ersatzwahl sprach Wenzel. Landgerichtsrat Wagner, die Anklage vertrat Assessor Dr. werde und die üblen Einwirkungen Rußlands auf das Land der die unfreiwillige Amtsniederlegung des Er führte aus, daß durch Gemeinde- Vertreters Schmittendorf. die Verteidigung lag in den Händen des Borussen aufhörten. Eine der dunkelsten Seiten der preußischen Dietsch in der nächsten Zeit eine Neuwahl notivendig werde. Da Rechtsanwalts Dr. Hirschberg. Die Verhandlung 30g fich Bolitit jei ja seine Verrufsung. Hierauf geht Redner mit kritischer bis in die späte Nachmittagsstunde hin, da etwa zwanzig Zeugen zu Schärfe näher ein, um dann unter besonderer Berücksichtigung der nach Ansicht des Redners, die derselbe unter spezieller Bezugnahme vernehmen waren. Dem Antrage des Verteidigers gemäß hielten politischen Vorgänge der letzten Zeit darzutun, daß in Preußen das gründet, auf einen Erfolg leider nicht zu hoffen fei, empfahl der auf die bei früheren Gemeindewahlen gemachten Erfahrungen beauf die bei früheren Gemeindewahlen gemachten Erfahrungen bedie Geschworenen mildernde Umstände für vorliegend. Der Wahr- Junkertum regiere und daß andererseits das Deutsche Reich von gründet, auf einen Erfolg leider nicht zu hoffen sei, empfahl derselbe, diesmal bon einer Beteiligung an der Wahl abzusehen. spruch der Geschworenen lautete auf gefährliche Körperverlegung Breußen regiert werde. Die demnächst bevorstehenden Verhand- selbe, diesmal von einer Beteiligung an der Wahl abzusehen. Anflagebehörde beantragte zwei Jahre Gefängnis. Das Wirkungen der Schutzzollpolitik zu erörtern, wobei er besonders sich teiligung der Sozialdemokraten an der bebor. Urteil lautete auf a wei Jahre drei Monate Gefängnis zur Aufgabe machte, nachzuweisen, daß die große Masse der Land- teiligung der Sozialdemokraten an der bebor. unter Anrechnung von vier Monaten der erlittenen Unter- wirte geschädigt werde, indem man den Großgrundbesikern nüze also ausgeschlossen. Vom Vorstand wurde jedoch darauf Ersakwahl ist suchungshaft. und diese vielfach künstlich am Leben erhalte. Redner entwickelte seinen bekannten agrarpolitischen Standpunkt. Dem Bauernstande hingewiesen, daß die Wählerlisten, die vom 15.- 30. Januar auf Um ein Nichts ein Menschenleben vernichtet zu haben, wurde werbe nicht geholfen durch Bölle. Sie schädigten ihn, indem sie die dem Rathause ausliegen, trotzdem von den Genossen einzusehen find, bem Stellmacher Wilhelm Janesti vorgeworfen, der fich Roh- und Halbprodukte usw. verteuerten, mit deren Hülfe er eine um bei späteren im Laufe des Jahres etwa eintretenden Ebenvor dem Schwurgericht des Landgerichts I wegen Störper- berfeinerte Bodenkultur und qualifizierte Viehzucht mit sich an- tualitäten gerüstet zu sein. Ein Antrag Geisen- Kersting, verletzung mit tödlichem Ausgange zu verantworten hatte. Janetti schließender Verwertung ihrer Produkte betreiben könne, wohin die daß die als Mitglieder sich anmeldenden Genossen in der aufnahmefein Mittagbrot bei dem im Nachbarhause wohnenden Schankwirt bölfern gehe. Die heutige Agrarpolitik sei bauernfeindlich. Dagegen Borchardt seinen Vortrag über das Parteiprogramm fort. Am hatte seine Arbeitsstätte in der Frankfurter- Allee 136 und pflegte Tendenz der Bauernwirtschaft bei den westeuropäischen Kultur- beschließenden Bersammlung anwesend sein müssen, fand Annahme. Nach Aufnahme einer Anzahl neuer Mitglieder sette Dr. Gelleszat einzunehmen, mit dem er wöchentlich abrechnete. Am 8. November kam es aus ganz unbedeutendem Anlaß zu Mighellig- Bauern, der werktätigen ländlichen Bevölkerung. Nicht bloß ihre außerordentliche Bedeutung gerade dieser Vorträge hin und wünschte liege die Politik der Sozialdemokratie durchaus im Interesse der Schluß der Versammlung wies Geisen- Kersting auf die teiten zwischen dem Schantwirt und dem Angeklagten. Zepterer Anti- Bollpolitik, sondern auch ihr Streben, die Verhältnisse der einen noch besseren Besuch der künftigen Versammlungen. rechnete bei der Frau Birtin seine Zechschuld zusammen und be- großen Volksmassen zu bessern und so die Kundschaft des Bauernhauptete, daß er"( womit er den Wirt meinte) ein Butterbrot standes konsumfähiger zu machen. Unsere große Aufgabe wäre es, schon bezahlt erhalten habe. Diese Anrede mit„ er" berbat sich den Bauern nachzuweisen den Zusammenhang ihrer Interessen mit im Bürgersaale des Rathauses, Eingang Königstr. 15-18: Bersammlung. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 15. Januar, vorm. 8% Uhr, Herr G., es fam zu einigen Auseinandersetzungen, die damit dem Interesse der großen Masse des Volkes an der Hebung seiner Freireligiöse Borlesung." Um 10% Uhr vormittags in der Schul. endeten, daß dem Angeklagten bedeutet wurde, fofort das Lokal zu Lebensbedingungen. Wenn wir so die Mehrheit der ländlichen Be- ula, L Fran! furter str. 6: Bersammlung. Bortrag des Herrn verlassen. Ehe letzterer diesem Befehle nachkam, erhob er plöslich den völkerung hineinzögen in unsere Bewegung, dann werde der Tag Brof. Dr. Albert Gehrke:„ Luther und Fichte." Gäste, Damen und Herren, Fuß und verfekte Herrn G. einen wuchtigen Tritt gegen den Unter- tommen, wo wir sagen könnten: Jetzt ist es mit der Junterherrschaft sehr willkommen. Diese Roheit hatte ein großes Unglück im Gefolge: infolge vorbei. Das wertvollste der Verhandlungen des preußischen Partei- der Friedrichwerderschen Oberrealschule, hält am Sonntag vormittag 10%, Uhr In der humanistischen Gemeinde, Niederwallstr. 12, in der Aula einer durch den Fußtritt verursachten Darmzerreißung war der tages sei nicht etwa die Debatte über Straßendemonstrationen ge- Herr Dr. Rudolf Benzig einen Vortrag über: Deutsche Göttersagen: Schankwirt bald darauf eine Leiche. Das Schwurgericht verurteilte wesen, sondern daß das Material zusammengetragen wurde, die 1. Wotan." Damen und Herren haben freien Zutritt. den Angeklagten zu zwei Jahren Gefängnis unter An- Munition, mit der die werktätige Masse auf dem Lande in Berechnung von einem Monat Untersuchungshaft. wegung gesetzt werden müsse. Unter Umständen möge ja vielleicht nutzung für jedermann, SW., Allegandrinenstr. 26. Geöffnet werktäglich von Deffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be mal eine Demonstration von Nußen sein, aber die eigentliche Bastion, 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. die niederzurennen sei, die liege doch auf dem Lande. Das Funda- In den Lesefälen liegen zur Zeit 515 Zeitungen und Zeitschriften jeder Art ment der Macht des Juntertums sei die Rückständigkeit der länd- und Richtung aus. lichen Massen und auch der Masse des Kleinbauernstandes. Da liege Verein der Wittstocker. Sonntag, den 15. Januar, abends 6 Uhr, ,, Aus dem dunkelen Land der Kinder", lautete das Thema eines der eigentliche Widerstand. Sei erst dieses Bollwerk über- im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: Sizung. Bortrages, den Fräulein Adele Schreiber im Verein für wunden, wer wolle uns da noch widerstehen! Die Herrlichkeit der Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse" hielt. Die Referentin Junker sinke in dem Maße zusammen, wie wir die Massen da draußen schilderte in ergreifender Weise, an der Hand eines reichen Materials, auftlärten. Redner schloß den Vortrag mit einer begeisternden tgl. Bolizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen), gute Sorte Marktpreise von Berlin am 12. Januar. Nach Ermittelungen des wie aus dem sonnigen Lande der Kinder ein dunkeles Land des Anfeuerung der Versammelten, in diesem Sinne zu wirken, und mit 17,65-17,63 M., mittel 17,61-17,59 M., geringe 17,57-17,55 02 Elends und der Seelenqual geworden sei. In verschiedenen Ländern, einem Ausblick auf die Erfüllung des sozialistischen Endziels. Leb- Roggen**), gute Sorte 13,90-00,00., mittel 00,00-00,00 m., geringe auch in Deutschland haben fich Gesellschaften gegen die Mißhandlungen hafter, anhaltender Beifall folgte feinen Ausführungen. 00,00-00,00 M. Futtergerfte), gute Sorte 15,90-14,80 M., mittel 14,70 ber Kinder gebildet. Dieselben haben unzählige Fälle aufgededt Diskutiert wurde nicht. Der Vorsitzende Strehl er- bis 13,60 m., geringe 13,50-12,40 M. Hafer), gute Sorte 16,50-15,80 m., und durch ihre Kontrolle und Einwirkung viele Erfolge erzielt. munterte zur Agitation für die Parteipresse und für den Wahlberein. mittel 15,50-14,70., geringe 14,60-13,80 M. Erbfen, gelbe, zum Stochen 87 Prozent aller Verbrecher hatten als Kinder eine robe Die etwa 700 Mitglieder ständen noch in keinem Verhältnis zur startoffeln 10,00-7,00 2. 40,00-30,00. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 9. Linsen 60,00-30,00 2. Behandlung. Ebenso schwer und düster in das Set 0,00-0,00 2. das Richtftroh 0,00-0,00 2. Kinder Zahl der bei der Reichstagswahl abgegebenen Stimmen. Oppel Für ein stilogramni Butter 2,80-2,00. Eier per Schod 4,80-3,20 m. leben eingreifend, ist die Erwerbstätigkeit der Kinder. trat für recht zahlreichen Besuch der in der nächsten Woche statt-*) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Berantwo. Redakteur: Baul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. und Körperverlegung mit tödlichem Ausgange. Der Vertreter der lungen über die Handelsverträge veranlaßten ihn, die Ursachen und er sting begründete, wurde angenommen. Ein dahingehender Antrag des Vorstandes, den GeifenTeib. Aus der Frauenbewegung. stehenden Gemeinde Vertreter # S Gine Be= Nr. 12. 22. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 14. Januar 1905. Zur Weihnachtsbescherung für die Kinder der ausgesperrten und streitenden Metallarbeiter, Holzgeworden. Der Passant, der vor dem Haufe Wilhelmstr. 106 schildert. Der Verlag bittet die Parteigenoffen, in ihren Freundes steht, wird schwerlich ahnen, daß dies der Ort ist, von dem und Bekanntenkreisen neue Leser zu werben und dadurch ihr Teil beizutragen zur Verdrängung der Geist und Gemüt tötenden Schundaus seine Taschenuhr reguliert wird. literatur. arbeiter und die Kinder anderer ausgesperrten Arbeiter Mit der Uebernahme des Kontrollbetriebes durch die Normalzeit" wurden zunächst die sechs alten Normaluhren Der Straßenbahnprozeß ist einer der fettesten, die je einem gingen bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion folgende Bei um eine neue, die auf dem Lützowplay Aufstellung gefunden hat, Rechtsanwalte begegnet sein mögen. Für die erste Instanz( Land. träge ein: Töpfer der Firma Haff, Kranzspende 2,50. Lifte 1667 durch Hermann vermehrt. Sodann wurden noch 17 städtische Kandelaber- gericht) belaufen fich dem„ Berliner Tageblatt" zufolge die Gerichts6,-. Berband der Möbelpolierer 100,-. Liste 2182 9,90. Lifte 1165 12,90. Meyer- Allee, Vinetaplatz, Kastanien- Bappel- Allee, Wörther find, beziffern fich auf 120 476 M., für zwei Anwälte( da der 6,05. Klingner 3, Lifte 2156 2,50. Weihnachtsbescherung Rauchllartona" uhren aufgestellt. Ihre Standorte sind: Badstraße, Gustav foften auf 300 080., für die zweite Instanz( Kammergericht) auf 375,100.; die Anwaltsgebühren, die in beiden Instanzen gleich Liften 1658, 59, 60, Stadtbez. 180d 17,20. Arb. b. F. Frige, Rummelsburg, plak, Plaz am ehemaligen Königstor, Petersburgerstraße, gegnerische Anwalt mitbezahlt werden muß) also auf 240 952 m. d. Sperling 20,- Rechtsanwalt Heinemann d. Bezold, Metallarbeiter Verband 314, Lifte 2180-85. Lifte 1308 3,50. Lifte 1668 3,10. Ede Landsberger Allee, Küstrinerplatz, Baltenplay, Warschauer- Daraus ergibt sich insgesamt eine Kostenlast für die beiden ersten Lifte 2084, 85, d. Seeliger 5,75. Lifte 1936, 37, 38, d. Maytvald 35,05. straße, Hohenstauffenplay, Grimm- und Urbanstraße, Horn- Instanzen von 916 132 Mart. Wenn, wie zu erwarten steht, Grünthalerhof 1,50. Lifte 1155, Janiszewosti 22,00. Lifte 1909, C. Dobbert und Großbeerenstraße, Bülow- Göben- Yorkstraße, Kurfürsten- die Große Berliner" Revision einlegt sie hat dazu einen m. Bud. Nagler 10,00. Lifte 2065, Sänger, Mauerftr. 47/48, 2. Rate 13,75. Neujahrsspizen b. R. Thomas 1,65. Anschläger, Tegel 1,00. Liste 2174, play, Alt- Moabit und Gotkowsky- Brücke, Nathenow- Stendaler- Monat Zeit, gerechnet vom Tage der Zustellung des erst noch d. Seiffert 3,50. Lifte 1665 5,95. Weihn.- Besch. d. Berl. Tanzlehrer- Verb. ftraße. auszufertigenden Erkenntnisses so würden vor dem Reichsgericht 5,30. Liste 1984, 85, Roll. v. Baule 11,15. Liste 1677 1,10. R. P. Diese Kandelaberuhren werden mit der Minute richtig noch entstehen 449 720 Mart Gerichtstoften und zweimal 78 309 Mart ( 0,50), S. 2.( 1,00) 1,50. Verb. d. Sattler, auf Riften 13,55. gehalten, entsprechen also dem allgemeinen Bedürfnis voll- dürfte auch vor dieser hohen Ausgabe faum zurückschrecken; verliert Anwaltskosten, zusammen 606 338 Mart. Die„ Große Berliner" Verb. d. Holzbearb.- Maschinen- Arb. auf Liften 32,85. Lifte 2114 2,35. Aufgelöfte Bunge 2,60. Liste 1150, d. Eisenhauer, Weißensee 8,50. tommen. sie aber auch in dritter Instanz, so hätte sie insgesamt für den Lifte 1152, gef. b. Brettschneider u. Gräfer 10,05. Lifte 1151, d. Jeltsch 2,15. Auch sonst stehen in Berlin eine Menge Uhren, die nach Prozeß 1 522 470 Mart geopfert. Gegenüber folchen Summen spielen Lifte 1153, b. Raag, Weißensee 6,55. Von roten u. blauen Kaffenbeamten genauer Sternwartenzeit reguliert werden. 4,50. Listen 2159, 60, 61, 62, 63, Entmann 13,40. So z. B. die natürlich die Ausgaben für Gutachten, juristische Hülfsarbeiter, Bu Kraftturnver.„ Brüderschaft I", 2. Rate 10,- Liste 2166, Gust. Kraal, Eisenbahnstraße 13,71. Uhren der Urania- Gesellschaft und eine Anzahl Uhren im stellungs- und Kanzleitosten usw. gar keine Rolle. Wäre, wie dies Filzschuharb. b. H. Hinze Nachf. 7,50. Kunststeinarb. b. Charnikow, Baid- Privatbesitz von Geschäftsinhabern. Auch eine Anzahl Uhr von beiden Parteien beantragt war, in diesem Prozesse eine Beweise mannsluft 3,65. M. N. 2,00. Liste 1917, d. Zaubert 3,50. Liste 2175, macher haben sogenannte Sternwarte- Uhren. Wer also ein aufnahme angeordnet worden, so würden sich die Kosten noch beTischl. b. Ruß, 2. Rate 9,60. Lifte 1575 3,45. Liste 1288, d. H. Mangold 13,25. Von einer fröhl. Silvesterf. b. Steinborn 3,50. Frik Falfch, Borsig wenig Uebung hat, der kann in Berlin seine Uhr in den deutend erhöht haben; für alle drei Instanzen wäre noch rund eine walde 9,95. Seber von Bürenstein, Verbandsmitglieder, 2. und 3. Rate hebräischen Unterricht senden, ohne daß er wegen der Zeit in weitere Million fällig geworden! 34,80. Lifte 1307, gesammelt bei Wiedemann 6,96. Lote Maus 5,80. Verlegenheit täme. Wenn nur das Einlösen nicht soviel winter, hat der Stadt Berlin tros der nur achttägigen Periode, Der leste Schneefall im Januar d. J., der zweite in diesem Lifte 2183, org. Straßenbahner 10,15. Liste 326, Erich Schmidt 4,-. Koll. Kopfzerbrechen machte. b. Panzer, A.- Ges., Badstraße 7,80. Liste 1764, Krantenfaffenbeamte 6,60. eine Ausgabe von rund 56 000 m. verursacht. Es gelang aber auch Schloffer b. Hommann u. Co. 4,-. Liste 1526, d. Spalle 2,50, Joh. Mar fchall, Lehrterstraße 5,85. Herm. Wegener, Stolpischestr. 60 2,50. Lifte 1939 in wenigen Tagen, vom 1. bis 8., fämtliche Straßen und Plätze 9,80. Silvesterfeier Strause, Bilhelmsberg 2,05. Tabalarb.- Berb. a. Listen durch die neunte Straftammer am Landgericht I erregt natürlich Berlins unter Hinzuziehung von 1000 Hülfsarbeitern vom Schnee 2,30. Lifte 2088, Schulz 10,-. Lifte 1205, Rosenheim 1,65. Listen 1277, 78, Aufsehen. Sechs Monate Gefängnis sind ja teine Kleinigkeit, und und Schmuz vollständig zu befreien. Rund 19 000 Fuhren Schnee 1280, George 14,85. Liste 2051, Gallus 8,95. Liste 2052, Schulze 3,85. fie mögen besonders überraschend einem Mann gekommen sein, der mußten hinausbefördert werden. Liften 2136, 37, Mikolei 11,05. Lifte 1473 2,30. 2ifte 2142, b. fl. Schloffer auch bei normalem Geisteszustande, als er dem Verurteilten zuStarl 18,20. Die neue Prüfungs- Ordnung für Hufschmiede wird soeben zu Liste 2112, Töpfer Bau Aftfalt 5,20. Lifte 2108 11,75. geschrieben werden muß, zu dem Glauben tommen fonnte, daß er gleich mit dem Reglement, betreffend die Bildung der staatlichen Technisches Personal des Residenz- Theaters 22,35. Lifte 2158, Kollegen der der verwöhnte Liebling des Glückes fei und sich schon sein Teil kommission zur Abhaltung der Hufbeschlags- Prüfung, amtlich Firma Sommerfeld 9,70. Liste 2181, Firma Arnold, Meßpalast 6,05. Lifte 821, Schultheiß 8. Lifte 1752, Rante 3,20. Liste 225, Dumke, herausnehmen dürfe. Wer der Meinung ist, daß Polizei, Staats- befannt gegeben. Die Kommission wird fünftig aus dem Departe Faldensteinstraße 7,75. Bon den Kanonenbrüdern d. Fuchs 4,05. Lifte 2155 anwaltschaft und Gerichte ohne Ansehen der Berfon ihres Amtes ments- Tierarzt des Regierungsbezirks, einem im Hufbeschlag ge1- Silvesterfeier Tempel, Borhagen 4,65. Lifte 1523, Mar Faber, walten, wird es wunderbar finden, daß Graf Büdler jabre prüften Schmiede-( möglichst Lehr-) Meister und einem von der Stephanstraße 8,20. Lifte 1143, Saffe 9,65. Lifte 1853 3,15. Liften 281, lang heillose Brandreden halten tonnie, ohne daß ihm sonderlich Landwirtschaftskammer vorzuschlagenden Sachverständigen bestehen. 1101, 1110, 1111, darunter 4,25 v. Bildhauerei Brenzel, Görliger etwas zu Leide geschah, während im Gegensatz zu diesem juristisch Die Prüfungen werden in jedem Vierteljahr mindestens einmal statt. Ufer 23,55. Von Mitgliedern der Berliner Genossenschafts- Bäderei 250,- gebildeten Mann einfache Arbeiter sofort beim Kragen genommen finden, der Termin foll zwei Monate vorher bekannt gemacht werden. Paul Richter 3,-. Lifte 2167, Stolan 6,25. Liste 2152 5,-, Liste 1746, Roi 9,30. Liste 1819, Buchbinderei Sperling 37,30. Lifte 1865, werden, wenn sie in Worten, wie sie allgemein in der Arbeiterschaft Die Prüflinge müssen das 19. Lebensjahr vollendet und mindestens 66, Buch- u. Steinbruder b. B. Bittius 17,60. Liste 1350, Alexanderwert, üblich find, etwa einem Streitbrecher ihre ehrliche Meinung sagen. Die letzten drei Monate im Bezirke der Brüfungskommiffion sich auf Neue Zalobstraße 34,85. Lifte 2080, Alexanderwerk 4,60. Lifte 1911, Da fordert der Dreschgraf in seiner verrückten Manier Abend für gehalten haben; zwischen einer erfolglosen und einer zweiten Wegener 1.- Lifte 1847, Schmidt, Holzarb. 12,95. Lifte 1849, Schmidt Abend zu Verbrechen auf und der Polizeileutnant fitt Prüfung sollen mindestens sechs Monate liegen. Die Prüfungs4,45. Lifte 1850, Schmidt 6,45. Liste 315, Schmidt 5,05. Liste 2171, in Seelenruhe an seiner Seite und läßt ihn reden. gebühr beträgt zehn Mark. Marunde 5,95. Stammtisch Strufemart, Rummelsburg 2,-. Am. Auftion Erst am Dienstag dieser Woche hat Graf Bückler in Potsdam gegen 50 Bigarren, Gientes Bierhaus 11,50. Verb. d. Schneider, a Stonto 55, 20 Bf. Eintrittsgeld eine Rede gehalten, die wiederum die ärgsten Die Krankenhäuser Groß- Berlins find seit Wochen überfüllt. InRifte 135, 1133, Barbiere d. Bolljahn 19,35. Wilhelm Behrends, Tegel 14,20. Setzereien enthielt, ohne daß der überwachende Polizeikommissar folgedessen ist es fast unmöglich, selbst Schwerkranke in ein StrankenSumme 1316,97. Bereits quittiert 34 841,20. Sm ganzen 36 158,17 m. fich veranlagt gesehen hätte, dagegen einzuschreiten. Püdler forderte haus unterzubringen. Verschiedene Krankenkassen der Vororte sehen Alle Restanten werden höflichst aber bestimmt erjucht, die noch in ihren wieder direkt zum Einbruch bei jüdischen Geschäftsleuten auf. Man sich daher gezwungen, ihre Kranken nach Privatanstalten zu bringen, Händen befindlichen Listen und Gelder an Unterzeichneten abzuliefern, damit lefe öfter in den Zeitungen, daß in Potsdam Einbruchsdiebstähle wodurch den Kassen natürlich bedeutende Mehrausgaben erwachsen. auch buchmäßige Abrechnung erfolgen fann. vollführt wären, aber immer nur bei Christen. Er sei kein Einbrecher, In allen Fällen, wo die Patienten einigermaßen häusliche Ver Postsendungen sind zu richten an Alwin Körsten, Engel- Ufer 15. aber wenn er einbrechen würde, so täte er es bloß bei Juden. Ganz pflegung haben, werden sie in ihrer Wohnung behandelt und mur, Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. horrend waren die Ausfälle, die sich Bückler gegen den Schwager Zu diesem Zwecke müssen die Kranken aber oft stundenweit gefahren wo dies absolut nicht möglich ist, tritt Krankenhaus- Behandlung ein. Berichtigung. des Kaisers, den Herzog Ernst Günther von 15,10. In Nr. 306 des Vorwärts" auf Lifte 970 muß es heißen Albin Kirmse. In einer weiter zurüdliegenden Nummer ist statt M.- Gesangverein Namen Los 20,-, M. Gaftw. V. gedruckt worden. Berliner Partei- Angelegenheiten. " Der Vertrauensmann. Die Berurteilung des Grafen Pückler Holstein, leistete. Dieser habe den dredigen Professor Cohn" werden, was natürlich in vielen Fällen für die Patienten höchst nach Primfenau eingeladen, einen Mann, den er nur mit der Zange nachteilig ist. Um der Krankenhausnot in Berlin abzuhelfen, sollten anfaffen würde. Es wäre beffer, der Herzog„ machte" nach Palästina die größeren Borortgemeinden eventuell von der Aufsichtsbehörde und würde Fürst von Jerusalem. Schließlich gab Bückler den beranlaßt werden, für den schleunigen Bau eigener Krankenhäuser lieben roten Brüdern" noch den Nat, wenn sie nachher in einer au forgen. Kneipe einen Juden träfen, ihn totzuschlagen. Die Wahl des Ausschusses der Arbeitgeber- Beifiker des Gewerbe Und die Gerichte? Der Vorsitzende der Glogauer Strafgerichts fand am Freitag in einem recht fleinen Saale( 3 Treppen) lammer, Landgerichtsrat Knoll, verkündete 1899 einen Freispruch des Rathauses statt. Auf allzu starten Besuch hatte man von bürgerSechfter Wahlkreis( Schönhauser Vorstadt). Sonntag abend gegen den Grafen unter der Begründung, daß man es in dem An- licher Seite wohl nicht gerechnet, denn eine größere Zahl der Er51% Uhr in den Berolina- Sälen", Schönhauser Allee 28, Versamm geklagten mit einem ideal gesinnten Mann zu tun habe, in dessen schienenen fand keinen Stuhl mehr. Von den 210 Beisigern waren Tung für Männer und Frauen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Ausdrüden teine Aufforderung zu Gewalttätigkeiten zu erblicken fei, 89 erschienen. Herr Bernhardt Hatte recht fleißig die Stimmzettel Genossen Mag Stiefel über: Friedrich Schiller, deutscher Dichter". weil diese Ausdrüde nur bildlich gemeint wären. Ein Berliner feiner Kandidaten verbreitet und wurden diese auch mit 80 bis Nach der Versammlung gemütliches Beisammensein. Zu zahlreichem Gericht verurteilte ihn zu einer geringen Geldstrafe unter der 81 Stimmen gewählt; soweit unsere Genossen anwesend waren, Besuch ladet ein Der Vertrauensmann. Begründung, daß die Ausführungen dieses bornehmen gaben dieselben weiße Bettel ab. Etwas sehr unmutig Sechster Wahlkreis. Sonntag abend 6 Uhr findet im Kolberger aristokraten" fich im großen Ganzen in erlaubten Grenzen waren die Herren, als einer Afflamationswahl unseres Genoffen Salon, Stolbergerstr. 23, eine Versammlung für Männer und Frauen gehalten hätten und daß ein tiefes Gottvertrauen hinge widersprochen wurde; es mußte infolgedessen Zettelwahl statt statt, in welcher der Stadtv. Genosse Hermann Schubert über und ein tiefer Glaube an die chriftliche Religion fich in finden, welche obiges Ergebnis hatte. Herr Bernhardt hausierte die preußische Volksschule einen Vortrag hält. Bei der Bedeutung feinen Worten fundgeben. Als Graf Bückler im Herbst 1901 dann noch mit einer Lifte, in welcher sich die Anwesenden zur Feier dieser Frage gerade für die Arbeiterklasse erwartet zahlreichen Besuch die Feldbahn seines Gutsnachbarn zerstörte, floh er zunächst wegen des Geburtstages des Kaisers einzeichnen sollten. Die Feier foll der Gefängnisstrafe, die ihm drohte, in die Schweiz. Er fehrte mit Magistrat und Stadtverordneten im Rathaus am 27. d. M. Charlottenburg, V. Bezirk. Die Besichtigung der Ausstellung wirkt und er bestimmte Hoffnung hatte, daß die Gefängnisstrafe in figer, welche ihre Diäten von 6 M. opfern wollen. zurüd, nachdem seine Brüder die Zurücknahme des Steckbriefes erstattfinden. Soweit wie wahrnehmbar, fanden sich nur sechs Beifür Arbeiterwohlfahrt findet Sonntag statt. Treffpunkt 12 Uhr Festungshaft umgewandelt werde. Der Graf wurde denn auch zu mittags im Bezirkslokal, Sesenheimerstr. 11, bei Bartsch. der Mindeststrafe von sechs Wochen Gefängnis verurteilt, doch be ,, Wider die Pfaffenherrschaft", Kulturbilder aus den ReligionsRigdorf. Die Stich wahl zur Stadverordneten- Versammlung gnadigte der Kaiser ihn zu Festungshaft, während welcher er fröhlich kämpfen des 16. und 17. Jahrhunderts von Emil Rosenow, reich in der zweiten Abteilung findet Dien sag, 17. Jamuar, nach und guter Dinge an einem Festdiner teilnahm, das aus Anlaß einer illustriert mit Bildern und Dokumenten aus der Zeit. Heft 39 und mittags von 3 bis 7 Uhr in der Vereinsbrauerei statt. Unser Kan- Denkmalsenthüllung veranstaltet worden war. 40 find foeben erschienen. In dem letzteren beginnt die interessante didat ist Buchbindermeister Nambow. An demselben Tage ist in An fich haben wir selbstverständlich gegen eine milde Beurteilung Darstellung der Herenprozeffe, jenes fürchterlichen Kapitels mensch Gröplers Festsälen, Bergstr. 147, die Generalversammlung von Kraftworten durch die Polizei und Gerichte ebensowenig etwas lichen Wahnes und religiöser Verfolgungssucht. In jeder Woche erdes Wahlvereins. einzuwenden wie gegen eine milde Strafvollstredung. Was empörte, fcheint ein Heft des Werkes, das 50 Lieferungen a 20 Pfennig umTreptow- Baumschulenweg. Sonntag früh 8 Uhr pünktlich sind die zahlreichen Beispiele für die Tatsache, daß Mitglieder faßt und von jeder Buchhandlung bezogen werden kann. Flugblattverbreitung von folgenden Lokalen: Treptow: der herrschenden Gesellschaftsschicht, Personen, die als Stützen der Breuß, Neue Krug- Allee 59, Schmidt, Kiefholzstr. 22; Baumschulen heute noch bestehenden Ordnung gelten, von Polizei, Staatsanwälten jahre freiwillig hinzugefügt wird, ist in den Berliner GemeindeEin neuntes Schuljahr, das dem pflichtgemäßen achten Schul weg: Schäfer, Baumschulenstraße 14. Am Dienstag hält der Sozial- und Gerichten oft ungemein milde behandelt werden, wogegen An- jahre freiwillig hinzugefügt wird, ist in den Berliner Gemeindeschulen nicht ganz felten. Namentlich seit Einführung des Achtklassen. Restaurant Adermann, Baumschulenstr. 78 ab. Bahlreichen Besuch lassenstaat die ganze Schwere des Gesetzes zu fühlen bekommen. die Schulpflicht hinaus auf der Gemeindeschule zu belaffen. Es be demokratische Wahlverein feine Generalversammlung im hänger oppositioneller Parteien und besonders Sozialdemokraten im Systems sind noch mehr Eltern als sonst geneigt, ihre Kinder über Der Vorstand. Gestern wollte es ein leidiger Umstand, daß Graf Bückler bei aller darf dazu nur einer Eingabe an die Schuldeputation, von der die Lichtenberg. Dienstag abend, pünktlich 8%, Uhr, hält der Wahl- sonstigen Rücksicht, die ihm vor Gericht widerfuhr, zu sechs Monaten Bewilligung gern gewährt wird. Wie viele diefer Kinder in den verein seine Monatsversammlung im„ Schwarzen Adler", Gefängnis und außerdem zu einer Ungebührstrafe verurteilt wurde. Gemeindeschulen fißen, darüber hat die Schuldeputation keine geFrankfurter Chauffee 120 ab. Erscheinen aller Mitglieder dringend Bider Erwarten feste der Gerichtshof geistige Mündigkeit bei dem nauen Zahlennachweise bekanntgegeben. Daß aber ihre Zahl in legter Grafen voraus. Wenn er sich bis zum letzten Augenblick in dem Zeit start gestiegen ist, das ergibt sich aus der Gruppierung der Genotwendig. Nieder- Schöneweide. Heute Sonnabends abend 81%, Uhr findet bei Irrtum wiegte, daß er auch diesmal glücklich davonkommen werde, meindeschuifinder nach dem Alter, die von der Schuldeputation alljähr Franz, Grünauerftr. 5, die Generalversammlung des Wahlvereins fo ist der Jrrtum vollauf erklärlich aus der Toleranz, mit der ihm lich aufgestellt wird. Die Aufstellung für die zweite Hälfte des Schul Bolizei und Gericht bis dahin begegneten. In diesem Sinne ist er jahres 1903/04 weist 5874 Stinder nach, die zwischen 14 und 15 Jahre fiatt. Um vollzähliges Erscheinen wird ersucht. gewiffermaßen ein Opfer seiner Bertrauensseligkeit. erwartet Lokales. Richtiggehende Uhren. Heute findet eine außerordentliche Magistratssigung statt, in der dringende Vorlagen erledigt werden sollen. alt, und 55 Kinder, die noch älter waren. In der zweiten Hälfte worden. Die starke Zunahme( um 15 Broz.), die in gar keinem bon 1902/03 waren aber erst 4659 und 43 solcher Kinder gezählt Berhältnis steht zu dem gleichzeitigen Gesamtzuwachs an GemeindeDie Dezernate des kürzlich aus dem Amt geschiedenen Stadtrats schulkindern( nur 2 Proz. der Gesammtzahl), ist offenbar dadurch und jüngsten Ehrenbürgers von Berlin Ha a d find verteilt worden. bewirkt worden, daß im Winter 1902/03 der neue Lehrplan ein Im öffentlichen Uhrenwesen der Stadt Berlin haben im Stadtrat se olle hat das Dezernat für die städtischen Wasserwerke geführt und die Klaffen von VIII bis I numeriert wurden. SelbstTekten Jahre beträchtliche Veränderungen stattgefunden, die, erhalten; Stadtrat Seller ist vom Magistrat zum Vorsitzenden der verständlich hatten diese über 14 Jahre alten Kinder nicht sämtlich gewählt worden; dem Stadtrat schon die Schulpflicht vollendet, da diese ja immer nur mit dem Halbwenn das Publikum sie auch weniger bemerkt hat, von Fach- Lange Schude Stiftung Aber mindestens ein Teil von ihnen, Yeuten mit größtem Interesse verfolgt worden sind. Nicht mielenz ist der Vorsitz in der Kaiser Wilhelm- und Augufta- jahresschluß aufhört. jeder Mensch ist in Besige einer Uhr, die ihm mit aftro. Stiftung und dem Stadtrat Selberg der Vorfiz in der Ber- und wahrscheinlich sogar die Mehrzahl, muß bereits dem jeder Mensch ist im Besige einer Uhr, die ihm mit astro- waltung des Hospitals zum heiligen Geist und St. Georg übertragen freiwilligen Schuljahr zugerechnet werden. Eine ähnlich nomischer Genauigkeit die Zeit angibt, denn für den Durch worden. auffällige Zunahme hatte schon das Schuljahr 1901/02 schnittsmenschen genügt es, wenn seine Uhr mit der Minute, ja noch innerhalb der Minute mit der mitteleuropäischen Zeit mit bem foeben der neue Jahrgang der in Arbeiterkreisen beliebten 89 ergab. Das Mehr( 12 Broz.) ist auch hier viel größer als der Im Banne der Bersuchung" ist der Titel des neuen Romans, gebracht, in dessen zweiter Hälfte 4694 und 34 solcher Kinder gezählt wurden, während die Aufstellung für 1900/1901 nur 4179 und gleichgeht. richtig gehenden Uhren in einer Stadt wie Berlin nicht verfasser, der französische Schriftsteller Hektor Malot, hat den Stoff gleichzeitige Gesamtzuwachs an Gemeindeschultindern( damals nur zu seinem Roman aus dem wirklichen Leben genommen. In packender ½ Proz. der Gesamtzahl). Im Winter 1900/1901 war der WeberFrüher unterstand der ganze Betrieb der öffentlichen Beit Darstellung zwingt er den Leser zu gespanntester Anteilnahme an gangslehrplan und die Klassennumerierung VII bis I eingeführt angabe der Berliner Sternwarte, die sowohl die Normal dem Schicksal der Heldin des Romans, die, eine arme Lehrerin, im Die Berhaftung in der Moabiter Mordtat. Der berhaftete uhren als auch die Uhren der Post und Bahn regulierte. Seit Banne der Versuchung" mühsam um ihr Dasein tämpfen muß gegen einiger Zeit ist hierin eine Aenderung eingetreten. Die Stern. Gemeinheit und religiösen Fanatismus. Die Jlluſtrationen find auch Arbeiter Tschirner hält alle seine Aussagen aufrecht, obwohl sie von Er will mit der warte reguliert von ihrer Zentraluhr aus nur noch zwei Uhren bei diefem Roman von den Münchener Maler J. Damberger. Reben einwandsfreien Beugen längst widerlegt find. diesem Hauptroman gelangen zum Abdruck: diesem Hauptroman gelangen aum Abdruck: Die Mörderin", eine Ermordung der Frau Sinnig nichts zu tun haben und bleibt auch und zwar die Normaluhr vor dem Kammergericht in der Geschichte vom Gardasee, in der ein junger Maler feine interessanten dabei, daß er das Päckchen mit den Schmudsachen an der Ecke der Lindenstraße und die Uhr der Gesellschaft Normalzeit" in der Erlebnisse auf einer italienischen Neise schildert, und„ Der Pedlar" Turm und Wilhelmshavenerstraße au 6. d. W., am Tage nach Wilhelmstraße. Diese Gesellschaft ist an Stelle der Sternwarte von D. Ruppius, der in lebhafter Form, in spannender Handlung dem Morde, auf dem Bürgersteige gefunden habe. Nach dieser getreten und somit die Zentrale für die gesamte deutsche Zeit voll lebhafter Konflitte, Leben und Stämpfe auf Ameritas Boden Richtung hin hat die Kriminalpolizei noch einmal die ein gering. Der worden. gehendsten Nachforschungen angestellt, aber niemand ist ermittelt, Wie geht es dem Arbeiter? I die Steine zu zweien und dreien hinter den Bauzaun zu schaffen. " wichtigsten Arbeiterorganisationen in der Weise gewonnen, daß zu eingang Dadurch würde als Eisenbahn- Station nicht in abend abgehalten. aus der neue in Die Straßenbahn durch die Neue Krug- Allee wird wohl bald ge baut werden. Berlin, welches hier die Unterhaltungspflicht hat, erhob feinerzeit gegen die Legung der Schienen Einspruch. Der Einspruch ist zurückgenommen worden; es schweben Verhandlungen wegen Uebernahme der Unterhaltung der Treptower Chaussee, der Dorfstraße und der Neuen Krug- Allee. der ein solches Päckchen an jener Stelle gesehen hätte. Gestern vor- Eine wertvolle statistische Arbeit veröffentlicht das Statistische Hierbei wurden aber die Bauarbeiter recht wesentlich in ihrer Tätig mittag hat nun Tschirner im Polizeipräsidium ein Päckchen zurecht- Aint der Stadt Berlin in seinem dritten Heft der Berliner Statistit, feit von ihnen behindert; ein Bauarbeiter erhielt sogar von einem gemacht, wie er es gefunden haben will. Es ist etwa 15 Zentimeter das sich mit den 2 ohnermittelungen und Haushalts Polizeiarbeiter einen Stoß, worauf er diesen mit einer draſtiſchen Tang und 8 Zentimeter breit und hoch. Das Mordinstrument und die rechnungen der minder bemittelten Bevölkerung im Jahre 1903 Bemerkung zur Vorsicht mahnte. Der Schutzmann hörte dies und Schlüssel sind noch nicht gefunden. Tschirner erscheint so schwer be- befaßt. Enqueten dieser Art hat die Stadt Berlin seit 1879 unter- notierte den Bauarbeiter wegen Beleidigung des andern. Gleich Tastet, daß er noch gestern nachmittag dem Untersuchungsrichter vornommen; die letzte hier behandelte ist im September 1903 erfolgt. darauf kam auch der Wachtmeister, der sich vorher auf geführt wurde. Vorher sicherte das Statistische Amt sich die Mitwirkung Sach kurze Zeit entfernt hatte, und zu diesem soll nut " Lodderwirtschaft" in der Eisenbahnverwaltung. Der Ausdrud verständiger auch außerhalb der Deputation für Statistit, indem es nach Aussage mehrerer Zeugen der Schuhmann gesagt haben: „ Lodderwirtschaft" wurde vom Potsdamer Schöffengericht als eine mit den Vertretern der Gewerkvereine und Gewerkschaften in Ver- Es ist man gut, daß Sie kommen; die Hunde berechtigte Kritik eines Organs der Eisenbahnverwaltung anerkannt. fehr trat. Außer den zwei Mitgliedern der Deputation für Statistik, werden hier noch frech!" Einer der Bauarbeiter wünschte Ein wegen Beleidigung des Stationsvorstehers in Michendorf an der den Stadtvv. Goldschmidt und Wurm, beteiligten sich an den hierauf von dem Wachtmeister die von dem Mantel verdeckte Nummer Beglarer Bahn angeklagter Maurerpolier aus Beeliz, der diesen Erörterungen für die Gewerkschaften unsere Parteigenossen Störsten des Schußmanns zu wissen, weil er sich durch dessen Aeußerung bes Ausdruck gebraucht hatte, wurde freigesprochen. Er hatte schon und Legien, für die Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereine die Herren leidigt fühlte. Anstatt ihm aber die Nummer zu sagen, wurde er wiederholt den Anschluß in Wannsee versäumt, weil der Zug in Hartmann und Klein. Die Versendung der Fragebogen er- von beiden Beamten gepackt und so wie er ging und stand, in Michendorf übermäßig lange gehalten hatte, indem immer noch folgte an Immungen, Gewerkvereine, Gewerkschaften, Innungs- Bantinen und ohne Rock, nach der Polizeiwache geführt, woselbst Nachzügler aufgenommen wurden. Am 5. September v. J. hatte er Krankenkassen, Orts- Krankenkassen und an andere Arbeiter- und man ihn erst nach zirka zwei Stunden wieder entließ. Durch diesen deshalb zum Wagenfenster hinaus über Bummelei und Lodder- Unternehmerverbände, ebenso auch an die städtischen Werke. Für Vorfall veranlaßt, fammelte sich vor dem Bau eine große MenschenUm sich aber nicht zu Unbesonnenheiten hinreißen zu wirtschaft geschimpft, was das Gericht bei den Zuständen auf der die Gewerkschaften diente als Vermittlerin die Gewertschafts- menge an. Station für berechtigt hielt. Kommission, die die Verteilung und auch die Einsammlung lassen und etwa noch Anlaß zu weiterem polizeilichen Einschreiten zu der Fragebogen übernahm. Im ganzen wurden 332 Fragebogen geben, verließen sämtliche Maurer und Bauarbeiter für den Tag den Unter Pockenverdacht wurde gestern nachmittag ein 34 Jahre verschickt, von denen 61 an Innungen, 56 an andere Unternehmer- Bau. Gegen die Beamten aber ist Strafantrag gestellt worden. alter, aus Belgien gebürtiger Glasbläser Artur André, der sich verbände, 58 an Gewerkvereine, 70 an Gewerkschaften, 11 an andere auf der Durchreise von Rußland nach seiner Heimat befand, hier Arbeiterverbände, 17 an Innungs- Krankenkassen, 53 an DrtsSchöneberg. angehalten. Der Mann erkrankte auf dem Bahnhof und wurde von Krankenkassen und 5 an städtische Betriebsverwaltungen Schöneberg. Die Parteigenossen werden auf den am Sonn einem Schußmann nach dem Krankenhaus am Friedrichshain ge- gingen. Von den wieder eingegangenen Formularen fonnten tag, den 15. Januar, in der Aula des Hohenzollern- Gymnasiums bracht. Dort erkannten die Aerzte Erscheinungen von Bocken- für die Veröffentlichung 227 benutzt werden, von welchen( Belzigers, Ecke Eisenacherstraße) vom Verein zur Förderung der erkrankung und ließen André durch den Schutzmann sofort nach den 54 auf Jnnungen, 27 auf andere Unternehmerverbände, 35 auf Kunst veranstalteten Goethe- Abend aufmerksam gemacht. Baracken der Charité bringen, wo er isoliert wurde. Der ärztliche Gewerkvereine, 60 auf Gewerkschaften, 6 auf andere Arbeiter- Billetts hierzu find zum Preise von 30 Pf. in unserer Parteiund der Verwaltungsdirektor der Charité, Generalarzt Dr. Scheibe verbände, 8 auf Innungs- Krankenkassen, 37 auf Orts- Krankenkassen spedition Martin Lutherstr. 51 zu haben. Anfang 7, Uhr abends. und Geheimrat Bütter, ordneten mit der Sanitätskommission des entfielen. Sobald eine größere Anzahl von Fragebogen eingegangen Polizeipräsidiums unverzüglich alle im Reichs- Seuchengesetz vor- waren, begannen zu allen denjenigen Bogen, die zweifelhafte AnSteglit. gesehenen Maßnahmen an. Der Schutzmann und die beiden Wagen- gaben enthielten, auf dem Statistischen Amte mündliche Vernehmungen; der Direktor des Friedenauer Sportparks das Gelände an der Vom Sportpark Steglit. Wie fürzlich schon gemeldet wurde, hat begleiter wurden ebenfalls isoliert, die Wagenbegleiter auch von dem im ganzen wurden 118 derartige Rücksprachen genommen. ärztlichen Direktor des Verbandes für erste Hülfe, Professor Es geht heute natürlich nicht an, das reichhaltige Material, das Wannseebahn, zwischen der verlängerten Feldstraße und den Berliner Dr. George Meyer geimpft. Der Wagen und alles zugehörige gewonnen wurde, auch nur annähernd wiederzugeben und wir be- Vororts- Elektrizitätswerken, auf mehrere Jahre gepachtet. Die Material wurden in der Reichenbergerstraße desinfiziert. Ob echte schränken uns daher auf eine Mitteilung aus den Haushalts- Arbeiten sollen so gefördert werden, daß bereits im Juli die Rennen oder Windpocken vorliegen, steht noch nicht fest. rechnungen. Diese Haushaltsrechnungen sind unter Beihülfe der auf der neuen Bahn stattfinden können. Es ist geplant, den Hauptan der schwarzen Brüde im Zuge der Feldstraße An einen Doppel- Selbstmord erinnert das Konkursverfahren, das jetzt vom Amtsgericht I, Abteilung 82, über den Nachlaß des Anfang des Jahres 1904 Formulare für die Eintragung der anzulegen. 1903 Ausgaben des Jahres Prokuristen Hermann Danielowski verhängt wurde. Danielowski Einnahmen und großer Steglitz, sondern der Wannseebahnhof Friedenau Bes berteilt wurden.& 908 tommen, bon wo bertrat hier 18 Jahre lang die Weinhandlung von Wachenhusen Menge gelangten Rechnungen tracht Sportplatz in zu erreichen ist. Auch für Radfahrer u. Protz in Stettin. Anfang März v. J. stellte sich, als der von Haushaltungen mit 1 bis 13 Personen zur Bearbeitung, knapp fünf Minuten Wagen wird dadurch eine bequeme Verbindung mit Geschäftsinhaber nach Berlin kani, heraus, daß der Vertreter 40 000 m. darunter 209 zu 3 Personen und 231 zu 4 Personen. Im und unterschlagen hatte. Danielowstis 50 Jahre alte Schwester, die seinen ganzen bezogen sich die 908 Rechnungen auf 3828 Personen. Schöneberg- Berlin erzielt, da von der Ringbahnbrücke im Zuge der Haushalt leitete, schoß sich, als sie von der Veruntreuung ihres Bruders Den Einnahmestufen nach, welche mit je 100 m. abgegrenzt sind, Hauptstraße in Schöneberg eine direkte Straße durch den Schöne hörte, in ihrer Wohnung eine Kugel in den Kopf und starb an der kommen die meisten auf 1600 bis 1700 m.( 109) und 1700 bis berger Ortsteil von Friedenau, am Bahnhof Friedenau vorüber, Verlegung in der Königlichen Klinit. Inzwischen irrte er fünf Tage 1800 M.( 100). Die Gesamt- Einnahme dieser 908 Haushaltungen nach dem in Aussicht genommenen Terrain führt. Für die Bes lang in Berlin umher. Am 5. März morgens um 3 Uhr machte er belief sich auf 1589 547 M., im Durchschnitt auf 1751 M. Bieht wohner des genannten Ortsteils wird das neue Sportunternehmen dann seinem Leben ebenfalls ein Ende. Mit dem Revolver stellte er man aber 275 035 M. Nebeneinnahmen in Rechnung, so tommt man noch insofern von Bedeutung sein, als damit die Notwendigkeit fich gegenüber dem Hause Königin Augustastraße 24 so auf, daß er auf einen Durchschnitt von nur 1448 M. Diese Rebeneinnahmen einer direkten elektrischen Bahnverbindung mit Schöneberg eintreten für den Fall eines schlechten Schusses in den Kanal fallen mußte. tommen in 690 Haushaltungen vor, meist bestehend im Mitverdienst wird; die Neuerung wird die auf dieses Biel gerichteten Bestrebungen Die Kugel, die er sich in den Mund und in den Kopf schoß, traf der Haushaltungsangehörigen. Der Gesamteinnahme von 1589547 m. endlich der Verwirklichung näher bringen. Stegliz selbst dürfte aber so gut daß sie allein schon den Tod herbeiführte. Das ver- stand eine Gesamtausgabe von 1 605 219 M. gegenüber, so daß ein unter diesen Umständen sehr wenig von dem Verkehr des Sportuntreute Geld hatte Danielowski, ein Mann von 57 Jahren, in ver- Fehlbetrag von 15 672 M.( 17 M. im Durchschnitt 1 Proz. der plages zu sehen bekommen. fehlten Spekulationen verloren. Ausgaben) verblieb. Von den 908 Haushaltungen hatten 464 ein Treptow- Baumschulenweg. Defizit, 399 einen Ueberschuß. Von allen Ausgaben kommen Ein trauriger Borfall ereignete sich gestern abend auf dem Post 20,3 Proz. auf Wohnung einschließlich Heizung und Beleuchtung wohl nicht oft vorkommen. Es war in Treptow immer üblich, daß Daß einer Gemeindebehörde ein Saal verweigert wird, dürfte amt 25 in der Klosterstraße. Der Silberwaren Fabrikant Franz 48 Proz. anf Nahrung, 8 Proz. auf Bekleidung, so daß die Gemeindevertretung mit dem Honetten Bürgertum zusammen Schneider aus der Elisabethstraße 40, ein im Anfang der sechziger diese drei Ausgaben drei Viertel von allem verschlangen. Jahre stehender Herr, hatte auf dem Poſtamte zu tun. Plöglich zieht man aber den Kreis der existenznotwendigen Ausgaben etwas Kaisersgeburtstag durch ein Festessen im Restaurant Paradiesgarten brach er zusammen und wand sich in Krämpfen. Während einige weiter, indem man noch das Essen( nicht das Trinten) im Wirts- feierte. Der Inhaber dieses Lokals verweigert aber in diesem Jahre Personen aus dem Publikum sich mit dem alten Herrn beschäftigten, hause, die Ausgaben für Handwerksgerät, Straßenbahn, Stadtbahn, die Hergabe seines Saales, weil er an den Wochentagen tein wurden Postbeamte herbeigerufen, um von draußen Hülfe Omnibus hinzurechnet, so würden mindestens( in Haushaltungen mit Personal habe. Es wird jetzt von der üblichen Feier mit Damen herbeizuholen. Auch einige Privatleute beteiligten sich hieran 2 Personen) 76,3 Proz., höchstens 85,3 Proz.( in Haushaltungen Abstand genommen und dafür in einem anderen Rokal ein Herrenund glaubten, daß es das beste sei, einen Schuhmann mit 8 Personen) in dieser Weise ausgegeben. Die Steuern, Verzu benachrichtigen. Dieses Bemühen hatte jedoch seine Schwierigssicherungsbeiträge, Schulgeld und Schulbedarf nehmen 2,9 Proz. feiten. Der erste Sicherheitsbeamte, auf den man stieß,( bei 7 Personen), bis 3,8 Proz.( bei 9 Personen) in Anspruch, die erklärte, daß die Angelegenheit nicht in sein Revier gehöre und man geistige und förperliche Pflege d. H. Trinken im Wirtshause, Bäder, sich daher an jemand anders wenden müsse. Ein anderer Schutz- Tabat, Zeitungen, Bücher, Vergnügen 5,1 Proz.( bei 9 Personen) mann, der nunmehr um Hülfe angegangen wurde, schickte die Hülfe- bis 12,8( bei 2 Personen) uff. Die Tabellen ergeben eine Menge suchenden auf die Reviertache. Von dort aus wurde dann nach von Einzelheiten und Aufklärungen. Wie im Vorwort von dem einem Lückschen Krantenwagen telephoniert. Mittlerweile waren die Herausgeber gesagt ist, erscheint der eingeschlagene Weg der ErSamariter wieder nach der Unfallstätte zurückgekehrt, wo sich selbst hebung, trotz einzelner Mängel, die leicht zu beseitigen sind, wohl verständlich andere Leute aus dem Publikum um den Kranken gangbar und ermutigt zu einer Wiederholung. bemühten, doch wußte niemand recht Rat zu schaffen. Man machte den Vorschlag, den Mann in einer Droschte nach der Unfallstation zu transportieren, doch hiergegen hatte ein Schußmann Bedenken, Januar- Spezialitäten ist und bleibt der urkomische Jean Clermont Zirkus Schumann. Die größte Attraktion der ausgezeichneten der sich inzwischen im Bostamt eingefunden hatte. Es war zu sehen, mit seinem amerikanischen Parodie- Zirkus a la Baruum und Beiwie das Leben des alten Herrn immer mehr erlosch und herzzerreißend leid". Jean Clermont ist ein ungemein vielseitiger Künstler, der Für das Hochzeitsgeschenk des Kronprinzen bewilligten die Stadtwar der Anblick, als seine Gattin, die man herbeigerufen hatte, über als Dresseur wie als Charakterkomiter gleich Bortreffliches leistet. verordneten zu Forst i. 2. 5 M. pro 100 Einwohner. Unsere Geihm zusammenbrach. In ihren Armen starb Herr Schneider. Mittlerdie verschiedensten Tiere in Freiheit dressiert" nossen in der Stadtverordneten- Versammlung gaben dazu eine weile war eine Stunde verflossen, als endlich der Lücksche Kranken- vorführt, weiß er die einzelnen Produktionen durch so viele treffende Protesterklärung ab, die mit Bezugnahme auf§ 35 der Städte wagen erschien, der nunmehr einen Toten fortzuschaffen hatte. Man wige zu begleiten, versteht er so meisterhaft zu improvisieren und Ordnung die Bewilligung für unzulässig erklärt und hervorhebt, daß fieht, daß auch heute noch der Krankentransport sehr seine Mängel hat. feine Scherze mit einem so urdrolligen, behäbigen Humor vor die Mehrheit der Forster Einwohnerschaft antimonarchisch ge Feuerbericht. Eine ganze Reihe Alarmierungen hatte die Wehr zubringen, daß das Publikum aus dem Lachen gar nicht heraus- finnt ist und es ablehnt, aus ihren Steuergroschen derartige Geschenke in den letzten 24 Stunden zu verzeichnen. Freitag abend 5 Uhr kommt. Seine Randbemerkungen über die mehr oder minder zu machen. Debatte wurde nicht zugelassen und auf die Frage:" Ihr wurde sie nach der Mauerstr. 63 gerufen, weil hier in einem Keller gelungenen Tricks feiner vierbeinigen Künstler sind schon allein monarchisches Empfinden verträgt wohl keine Stritit?" erscholl der Körbe und Stroh in Flammen standen. Der 19. Löschzug konnte ungemein erheiternd. Dann die Unterhaltung mit den Zuschauern, Ruf: Gemeinheit!" Worauf prompt der Gegenruf lam: die Gefahr leicht beseitigen. Zwei weitere Kellerbrände mußten seine Selbstgespräche, und das wird alles mit einer SelbstverständMeinen Sie die Mundtotmachung?!" dann in der Blücherstr. 12 und in der Fontane- Promenade 1 ab- lichkeit ohne jede Mache und Künstelei gebracht, als ob diese Zirkusgelöscht werden. Allerlei alter Hausrat, Kisten und Verpackungs- vorstellung die ernsteste Sache von der Welt wäre. Die vierbeinigen materialien wurden in diesen beiden Fällen im wesentlichen ein- Komiter stehen ihrem Meister nicht nach, die einen erregen freiwillig, geäschert. Durch Ueberkochen von Fett fam später in der Roden- die anderen unfreiwillig wahre Heiterfeitsstürme, ganz besonders bergstr. 1 in der Bäckerei von H. Mai Feuer aus, das vom 3. Lösch- belacht werden stets" Der Sängerkrieg auf der Wartburg", auszuge in furzer Zeit unterdrückt werden konnte. Möbel und geführt von zwei auf Kommando in den verschiedensten Tonarten Kleidungsstücke wurden gegen Mitternacht in der Mittelstr. 39 bei frähenden Hähnen, das turnende Wildschwein und das Ferkel einem Wohnungsbrande beschädigt. In der Lützowstr. 107/108 als Baby. war in der Automobil- Reparaturwerkstatt von P. Spielhagen durch Kurzschluß ein Benzinmotorwagen in Brand geraten. Der 9. Löschzug beseitigte die Gefahr. Bald darauf brannte es am LützowIlfer 4 in einer Badestube und in der Schmidstr. 37 in einem Fabrikraum. In beiden Fällen konnten die Flammen mit Leichtigkeit erstickt werden. Die übrigen Allarmierungen, die die Wehr noch nach der Turmstr. 1, Kaltscheunenstr. 2 und noch nach einigen anderen Orten führten, betrafen ganz unbedeutende Brände, die bereits vor vor Eintreffen der Löschzüge von Hausbewohnern abgelöscht waren. Am Freitag nachmittag wurde die Feuerwehr nach der GräfeGefälschte Jagdlisten. Der Polizeisekretär Reschke, der auf Bordum, der im Oktober vorigen Jahres in einem Walde bei Limstraße 33 gerufen. Dort war in einer Küche in Abwesenheit der Grund gefälschter Jagdlisten Unterschlagungen in Höhe von etwa burg die unverehelichte Elise stöhler, seine Braut, auf deren ausMutter Feuer ausgekommen. Betten u. a. hatten Feuer gefangen. 8000 Mart sich hat zuschulden kommen lassen, ist jetzt verhaftet drücklichen Wunsch durch zwei Revolverschüsse tötete, wurde unter Der Brand, der im vierten Stock des Quergebäudes ausgekommen worden. Reschke, der bei der zweiten Abteilung des Polizeipräsidiums Bersagung mildernder Umstände zu vier Jahren sechs Monaten war, wurde erst bemerkt, als der Rauch sich bemerkbar machte. Haus- in Charlottenburg beschäftigt war, hatte sich lange verborgen Gefängnis verurteilt. Der junge Mann, der nach dem Tode seiner bewohner suchten nun das Feuer zu löschen, fanden aber die Wohnung gehalten. Gestern vormittag sahen ihn Beamte, die ihn kannten, zu- Braut sich sofort selbst entleiben wollte, hatte schließlich den Mut verschlossen. Unter den zahlreichen Hausbewohnern das Haus wird fällig auf dem Lehrter Bahnhof und nahmen den lange Gesuchten hierzu verloren. von 50 Barteien bewohnt entstand eine unbeschreibliche Banit, in Gewahrsam. Die Fälschungen wurden in der Weise vorgenommen, als bekannt wurde, Wasserstand am 12. Januar. Elbe bei Auffig-0,78 Meter, bei daß sich Kinder in der brennenden daß Reschke doppelte Listen führte. 1,18 Meter, bei Magdeburg+1,11 Meter. Unstrut bei Wohnung befinden sollten. Zum Glück war die Feuerwehr schnell Straußfurt+1,30 Meter. Dder bei Ratibor+1,82 Meter, bei Breslau zur Stelle und holte aus der verqualmten Wohnung den durch die Ober Begel+5,20 Meter, bei Breslau Unter Pegel Eine unliebsame Störung ihrer Berufstätigkeit durch Polizei- Frankfurt+1,52 Meter. 23 eichsel bei Brahemünde+ 3,26 Meter. 0,62 Meter, bei Raucheinatmung bewußtlosen Knaben Hugo Storch heraus. Es wurde sofort ein Arzt herbeigerufen und Wiederbelebungsversuche dorf, Kaiser Friedrichstr. 215, am Donnerstag gefallen lassen. beamte mußten sich die Bauarbeiter des Neubaues zu Rir- Barthe bei Posen+0,64 Meter. Nete bei Usch+1,34 Meter. angestellt. Durch Einflößen von Sauerstoff gelang es, den 4jährigendorf, Knaben ins Leben zurückzurufen und auch die Flammen durch kräftiges In den Vormittagsstunden erschien nämlich auf dem Bau eine Wetter- Prognose für Sonnabend, den 14. Januar 1905. Wassergeben zu löschen. Solonne von zwölf Gelegenheitsarbeitern unter Führung eines Etwas tälter, zeitweise nebelig, vielfach heiter bei schwächeren nördlichen Polizeiwachtmeisters und eines Schußmannes mit dem Auftrage, Winden; teine erheblichen Niederschläge. Verschwunden ist seit Mittwoch der am 5. Mai 1888 zu Berlin etwa 4000 Mauersteine, die außerhalb des Bauzaunes auf dem Berliner Betterbureau. geborene Staufmannslehrling Paul Salpeter, der bis dahin bei Bürgersteige lagerten, zu entfernen. Ob der Bauherr schon eine feinem Stiefvater, dem Tischler August Werner, Insterburgerstr. 14, polizeiliche Aufforderung zur Beseitigung jener Steine erhalten wohnte. Anfangs glaubten die Eltern, daß der junge wohlerzogene hatte, mag dahin gestellt sein; jedenfalls wußte der Polier nichts Mann in dem Geschäft, wo er angestellt war, eine Verfehlung be- von einer solchen und konnte auch der Meinung sein, daß es gangen habe, doch hat sich herausgestellt, daß nichts gegen ihn vor- mit der Steinlagerung wohl nicht so genau genommen liegt. In einem Abschiedsbrief an seine Eltern teilt Paul Salpeter werde, weil auch bei anderen Bauten die Mauersteine Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends mur mit, daß er seinem Drang, sich in der Welt umzusehen, folgen nicht nur auf dem Bürgersteige, sondern sogar auf von 7 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. müsse. Es wird vermutet, daß er nach Hamburg gegangen ist. Der dem Fahrdamm liegen. Er bat deshalb den Wachtmeister, zu ge- A. T. 1 und 2. X. 72. 1. Jit die Wohnung gesundheitsgefährdend, Verschwundene ist von schlanker Gestalt, hat blondes Haar und trägt statten, daß die Steine von den auf dem Bau tätigen Arbeitern so liegt ein Recht auf Aufhebung des Bertrages vor. Ob eine Gefährdung einen schwarzen Kammgarn- Anzug sowie einen schwarzen Eskimo- weggetragen würden, weil diese damit bedeutend schneller fertig mit einem Antrage auf Erlaß einer einstweiligen Berfügung und einer vorliegt, laffen Sie am besten durch einen Arzt feststellen, reichen das Attest paletot. Seine Geldmittel sind nur gering. Wer etwas über den würden wie die ungeübten Gelegenheitsarbeiter. Diesem Wunsche Klage auf Aufhebung des Mietsvertrages beim Amtsgericht ein. 2. Solcher Verschwundenen weiß, wird gebeten, entweder die Eltern oder das aber entsprach der Beamte nicht, sondern ließ das Dugend Ge- Abzug wäre nur gerechtfertigt, wenn etwa stundenweise Bezahlung vereinbart nächste Polizeirevier zu benachrichtigen. legenheitsarbeiter in Funktion treten, die sich dann auch abmühten, ist. Zuständig für die Klage auf den zu Unrecht nicht gezahlten Teil des Während er Holgers Sonntag abends 7 Uhr im Gewerkschaftshause vortragen. Dichtungen von Multatuli und Gustav Schüler wird Frl. Marie Aus den Nachbarorten. Charlottenburg. Rixdorf. Gemeinde- Baumeisters in eigener Regie ausgeführt werden. Die Die Kanalisation im Orte wird unter Leitung des Amts- und nötigen technischen Hilfskräfte sind schon teilweise eingestellt. Ueber den Stand der Arbeiten sollen fortlaufend Bauberichte veröffentlicht werden. " " Vermischtes. Raubmord an einem Geistlichen. Der aus Prien am Chiemsee gebürtige Pfarrvikar von Altstätten, Georg Adamer, wurde, wie aus Zürich gemeldet wird, unweit Ringliton erschossen aufgefunden. Nach den bisherigen Ermittelungen war der Bifar nachts von einem unbekannten Burschen gebeten worden, er solle dessen schwerfranken Mutter in Ninglikon die letzte Wegzehrung bringen. Auf dem Wege scheint dann der Raubmord begangen worden zu sein. Die Kranke war fingiert. Von dem Täter ist noch keine Spur vorhanden. Eine Liebestragödie fand gestern vor der Straffammer in Frankenthal ihren gerichtlichen Abschluß. Der Barbiergehülfe Dresden 11 # Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. schäftigungsart usw. durchschnittlich zu verdienen pflegen. 2. Der Antrag eines Ausländers um Naturalisatien ist an die Polizeibehörde zu richten. Einen Anspruch auf Naturalisation hat er nicht. Stoſtenpunkt 50 Mart. Kantstr. 80. Wenn nicht nachgewiesen wird, daß die Krankheit durch den Dienst veranlaßt ist, so haftet in Ihrem Fall nicht die Herrschaft. F. M. 17. Wenn in den letzten acht Jahren nicht geflebt ist, so hat Ihr Berwandter einen Anspruch auf Rente nicht.-- C. P. In dem von Ihnen geschilderten Fall würde das Vorliegen einer strafbaren Handlung nicht angenommen werden. Veteran. Liegt der Fall so, wie Sie ihn schildern, so ist Ihrem Vater zu Unrecht das Veteranengeld abgelehnt. Er soll sich an den Reichskanzler und an den Reichstag wenden. N. U. Ja. Lohnes ist das Gewerbegericht. M. R. 7. Jedenfalls sehr zweifelhaft. haben Sie dann innerhalb vier bis sechs Wochen nach Eingang nicht mehr ein Drittel dessen verdienen kann, was Leute mit ihrer Be R. G. 47. Wenden Sie sich an Genossen Simanowski, vielleicht fann Ihres Antrags Ihren Austritt auf Gericht persönlich zu erklären. dieser Ihnen Auskunft erteilen. Zwei Wettende. 3 Mart. 100 S. in Pankow. Das Amtsgericht in Altona ist zuständig. D. 2. Bu einer Rüdgabe der Weihnachtsgeschenke ist das Mädchen leider A. B. 100. Das Geschäft ist zu der Zahlung nicht verpflichtet, weil verpflichtet, fofern es dieselben noch hat und innerhalb des Dienstjahres den es nicht zum Umtausch verpflichtet war. Schön. 1. und 3. Sie können Dienst selbst aufgibt oder die Aufgabe verschuldet. 348. J. 2. Auf solche Aufforderung an Ihren Sozius richten, auch die Androhung bei Grund des Urteils kann Bollstreckung ergehen. Sollte der Wortlaut des fügen und ausführen, aber bei der Unbestimmtheit des Vertrages würde Urteils fich auf die von Ihnen angegebene Zeit nicht beziehen, so kann die eine Klage auf Schadenersatz schwerlich Erfolg haben. 2. und 4. Die NichtMutter( beim Amtsgericht) auf Erjazz des Berauslagten flagen. stempelung des Vertrages beraubt den Vertrag keineswegs seiner Gültig A. G., Falckensteinstraße. Die Höhe der Gewerbesteuer richtet sich feit. Nur ist, wenn der Vertrag nicht innerhalb 14 Tagen gestempelt nach der Höhe des Betriebskapitals und Jahresumsages. X. 9. Ja. ist, Stempelstrafe verwirkt. M. M., Dresdenerstraße. Nein. C. R. 56. Der Austritt aus der Landeskirche erfolgt 88. A. W. Der Kreisarzt kann die Rente nicht entzogen haben. bei dem Gericht, in dessen Bezirk der Erklärende wohnt, also für Berlin Tragen Sie Ihren Fall unter Beifügung des die Rente entziehenden Be beim Amtsgericht I, Grunerstraße, für Ihren Vorort beim Amtsgericht II, scheides oder einer Abschrift in der juristischen Sprechstunde oder brieflich Hallesches Ufer 29/31. Der Austritt erfolgt durch persönliche Erklärung auf vor. 2. R. 18. Sie können Erbteilung beantragen, das eventuell auf Gericht. Der Aufnahme dieser Austrittserklärung geht ein Antrag um Auf- Sie entfallende Geld haftet aber für die Kurkosten. 2. J. 1. Wenn für nahme des Antrags voraus; ein Formular für solchen Antrag erhalten Sie die Frau mindestens 200 Marken geklebt sind und sie invalide im Sinne des durch die Buchhandlung Vorwärts und durch die in der Blumenstr. 14. Invalidenversicherungs- Gesetzes ist, so hat sie Anspruch auf Invalidenrente. Gleichviel ob Sie dann eine Einladung zum Gericht erhalten oder nicht, Als invalide gilt sie nach dem Gesek, wenn sie infolge ihres Zustandes Für den Inhalt der Jujerate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, 14. Januar. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. 1. Abend: Die Waltüre. Anfang 7 Uhr: Neues königl. Opern Theater. Geschlossen. Deutsches. Das Nachtmahl der Kardinale. Die große Leidenschaft. Berliner. Die Räuber. Lessing. Die Frau vom Meere. Urania, Taubenstr. 48/49. 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Im Hörsaal 8 Uhr: Dr. B. Donath: Wellenstrahlen. InvalidenSternwarte str. 57/62. 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. 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Januar 1905, abends 8 Uhr, im Lokale von Fritz Wilke, Brunnenstr. 188: Versammlung aller in der Innung angehörigen Betrieben beschäftigten Rohrleger und Helfer Berlins. Jeder Kollege hat sich unbedingt vom Arbeitgeber die dazu erforderlichen Einlah- Formulare verabfolgen zu lassen. 110/9 Volks- Versammlung Jeder Arbeiter, Seber Handwerker follte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen. Allein- Verfauf. Sehr starkes Leder in praktischen grauen u. braunen Streifen, auch einfarbig. Am Bund aus einem Stud gearbeitet. Sehr feste Kappnähte. Haltbarste Pilot- Taschen. Große Flicken umsonst. Die Hofe bei Entnahme von Mt. 50 6 Stüd 26 Mt. Echtblaues Monteur- Jadett 1 M. 90 Echtblaue Monteur Hose.. 1 M. 50 in Wendts großem Festsaal, Beuthstraße 19/20. 13066 Echtblaues Monteur Jadett Brima Köper- Gewebe.. 2 M. 50 Tagesordnung: Die Vorgänge im Ruhrgebiet und ihre Ursachen. Referent: Bergarbeiter Rüdiger. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. 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Da in diesem Jahre eine Neuwahl sämtlicher Gesellen78/18 Ausschußmitglieder vorgenommen werden muß, ersuchen wir um zahlreichen 77/19 Bericht über die Vereinbarungen vor dem Gewerbegericht Besuch dieser Versammlung. und Beschlußfassung über Abschluß des Vertrages. Die Kommission. J. A.: Henke. Tages- Ordnung: Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis: Zimmer 34. Amt IV, 3353. Sonntag, den 15. Januar, vormittags 10 Uhr, im Gesellschaftshaus Ostend, Memelerstr. 67: Metallarbeiter- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die Mißstände und Maßregelungen im Betriebe der Hochund Untergrundbahn zu Berlin. Ref.: Kollege Buse. 2. Diskussion. Kollegen, wir erwarten auf das bestimmteste, daß diese Versammlung überfüllt wird, damit wir durch starken Besuch Protest gegen die willkürlichen Maßnahmen der Betriebsleitung einlegen können. Das gesamte Personal sowie die Betriebsleitung der Hoch- und Untergrundbahn, ebenso die Kollegen der Firmen Pintsch, Hinkel, Weber& Co. nnd Kärger sind ganz besonders eingeladen. Sonntag, den 15. Januar, vormittags 10 Uhr: Bilderrahmenmacher! Steffelreiniger- Anzüge, blau, nach Vorschrift. 5 M. 50 Die Preise gelten für normale Größen. Baer Sohn En gros. Export. En detail. Chauffeeſtr.24a/ 25. Brückenstr.11. Gr. Frankfurterstr. 20. Die 23. Preisliste 1904 wird fostenlos und portofrei zugesandt. Bei Bestellung von Hosen ist die Bundweite und die Schrittlänge, bei Jadetts und Kitteln die Brustweite anzugeben. 17382* Versand von 20 M. an franco. Montag, den 16. b. W., abends 8, Uhr, bei Ladewig, Nachdruck Alte Jakobstr. 83: Branchen- Versammlung. Die Kommission erscheint um 8 Uhr. Der Obmann. Sozialdemokratischer Wahlverein Rixdorf. Dienstag, 17. Januar, abbs. 8 Uhr, in Gröplers Festfälen, Bergfte. 147: General- Verfammlung. Tages Ordnung: Ergänzungswahl desselben. 3. Bericht über den preußischen Barteitag. 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht des Vorstandes und Referent: Reichstags- Abgeordneter Zubeil. 4. Diskussion. 5. Vereins232/1 angelegenheiten und Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung erwartet pünktliches Erscheinen aller Mitglieder Der Vorstand. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Versammlung der Feilenarbeiter Achtung! 110/8 im Lokale von Sachse, Lindowerstr. 26. Die Ortsverwaltung. Spandau. Sozialdemokrat. Wahlverein. Dienstag, den 17. b. Mts., abends 8, Uhr, bei Köpnick, Pichelsdorferstraße 39: General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Geschäfts- und Kaffenbericht. 2. Konstituierung des Wahlvereins und Wahl des Borstandes 2c. 3. Bericht von der General- Bersammlung in Nauen und vom preußischen Parteitag. 4. Geschäftliches. 285/2 Die Mitglieder werden um recht zahlreiches Erscheinen ersucht. Der provisorische Vorstand. WO? machen wir am Sonntag hin? Nach Pichels. werder zum 17402* Achtung! Vergolder! Filiale Berlin. Montag, 16. Januar, abends präzise 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20( großer Saal): General- Verfammlung. Tages- Ordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes und der Gewerkschafts- Delegierten. 2. Abrechnung: a) vom Projektionsvortrag; b) von der Matinee; c) vom verboten! Kranken- und Sterbekaffe Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schnittarbeiter Georg Koch am 11. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 15. Januar cr., nach mittags 2, Uhr, von der Leichenhalle des Rigdorfer GemeindeKirchhofes, Mariendorfer Weg, aus ſtatt. Rege Beteiligung erwartet 110/1 Die Ortsverwaltung. Am Mittwoch entschlief nach langen, schweren Leiden unser inniggellebter Mann und Vater, der Former Otto Reuter im 54. Lebensjahre. 13155 Dies zeigen tiefbetrübt an Frau Louise Reuter geb. Reichel, nebst Kindern. Die Beilegung erfolgt am Sonn tag, den 15. Januar, nachmittags 22 Uhr, von der Leichenhalle des Strankenhauses Moabit nach dem Friedhofe der neuen St. Pauls Gemeinde. Zentralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin I. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege August Gramm am am 12. Januar berstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 12% Uhr, von der Leichenhalle der königl. Charité aus nach dem CharitéStirchhof statt. Um recht rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. aller gewerbl. Arbeiter für Sage allen Freunden und Beund Schöneberg Berlin. Hülfskasse No. 115. Sonntag, den 29. Januar 1905, bormittags 10 Uhr: General- Versammlung im Lokale des Herrn Obst( Tunnel) Schöneberg, Meiningerstr. 8. Zages Drdnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Jährlicher Kassenbericht. 3. Neuwahl des Gesamt- Borftandes. 4. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Um pünktliches Erscheinen ersucht 270/ 3* Der Vorstand. ' Frankenhausen a. K. Kyffhäuser- Technikum Electro- u. Maschinen- Ingenieur- Sehule. Staatl. Abgangs- Prüfung. Modernes Laborat fannten, dem Zentralverband der Töpfer, Herrn Töpfermeister Müller sowie den Kollegen der Firma Müller für die innige Teilnahme und die vielen Kranzspenden beim Hinscheiden und Begräbnis meines lieben Mannes 1308b Witwe Stuhlmann. meinen tiefgefühlten Dank. General- Versammlung Möbel- Fabrik ,, Union" der Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht Montag, den 30. Januar 1905, abends 5 Uhr, im Geschäftslokal. Tages- Ordnung: 1. Bilanz. 2. Statuten- Aenderung. 3. Wahl des Vorstandes und des Aufsichtsrats. 4. Geschäftliches. Der Vorstand. NB. Die Bilanz liegt zur Einsicht nahme für die Genossen im Geschäftslotal aus. 13056 Verband der Möbelpolierer. Montag, den 16. Januar 1905, abends 8%, 1hr, bei Keller, Roppenstraße 29: Versammlung. Tages Drdnung: 1. Bericht vom Delegiertentag. 2. Diskussion. 4. Quartal 1904. 3. Neuwahl des Gesamt- Filialvorstandes, der Revisoren 3. Bahl der gesamten Bezirksleitung. 4. Verschiedenes. und der Delegierten zur Gewerkschaftskommission. 4. Verschiedenes. Friedrichsbergerstraße 19: 145/3 Eintritt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches oder der Mittwoch, den 18. Januar, abends 8%, 1hr, bei Wasewitz, Kontrollkarte. Vollzähliges Erscheinen aller Mitglieder erforderlich. 225/1 alten Freund! Da ist man immer wie zu Hause. S. Piket, Prinzenstr. 44. Herren- und Knaben- Garderoben. Von heute ab empfehle: Einen grossen Posten jetzt M. Winter- Paletots früher M30 13,00 Herren- Anzüge jetzt M. 15,-, 12, früher M. 30, 10,00 Ferner: Seltener Gelegenheitskauf! Winter- Joppen jetzt von M. 2,50 Monats- Garderobe. an. Der Vorstand. Reinickendorf- Wilhelmsruh. Mittwoch, 18. Januar, abends 8 Uhr, im ,, Schützenhaus", Reinickendorf Oft, Residenzjir. 1/2( Leder): Kombinierte General- Versammlung für Reinickendorf und Wilhelmsruh. Zages Ordnung: 1. Bericht vom preußischen Barteitage. Referent Genoffe Grauer Lichtenberg. 2. Diskussion. 3. Wahl des Parteispediteurs. 4. Wahl der Zeitungskommission und der Revisoren für den Bertrauensmann. Kombinierte Kommissions- Sitzung. Die Kollegen werden ersucht, den in dem Berbandsbuch befindlichen Fragezettel gewissenhaft auszufüllen und sofort dem Werkstatt- Bertrauens mann oder auf der Zahlstelle abzugeben. Der Vorstand. Sonntag, den 15. Januar, in den Industrie- Festsälen, Beuthstrasse 20: Gesellschafts- Abend der Bildhauer! 222/3 Rezitation: Herr C. Stripp.- Gesang: Frl. Hansi Neuburg. Rege Beteiligung erwartet Der Vertrauensmann: 2. Bollstein. Verband der Maschinisten und Heizer sowie Berufsgen. Deutschlands, Verwaltungsstelle Berlin u. Umgegend.) Sonntag, 15. Januar, nachm. 3 Uhr, bei Voigt, Ritterstr. 75: Nachher: Tanz. Billetts a 40 Pf. inkl. Tanz und Garderobe sind zu haben bei: F. Weiland, Eisenbahnstrasse 9, III. H. Noak, Restaurateur, Muskauerstrasse 12. O. Misbach, Engel- Ufer 15, III, Zimmer 27. E. 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Offenbach Offenbacher Abendblatt" Große Marktstr. 25, Rostock Medlenburgische Volkszeitung" Doberanerstr. 6. Saalfeld„ Bolfsblatt" Rosmaringasse 15. St. Johann„ Saarwacht" Hafenstr. 7-9. " " Die Neue Zeit", Revue des geistigen und öffentlichen Solingen Bergische Arbeiterstimme" Hohegasse 7. Lebens. Stuttgart, Furthbachstr. 12. Redaktion: Stettin„ Bolts- Bote" Schillerstr. 10. Berlin- Friedenau, Saarstr. 19. Täglich erscheinende Zeitungen. Altenburg Altenburger Volkszeitung" Kunstgasse 12. Straßburg i. E. Freie Presse für Elsaß- Lothringen" Finkmattstaden 2. Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. Zwickau i. S.„ Sächsisches Volksblatt" Richardstr. 15. Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Augsburg Augsburger Volkszeitung" Maximilian- Altwasser„ Wahrheit" An der Promenade. ftraße B 31. Bant" Norddeutsches Volksblatt" Neue Wilhelmshavener- Volkszeitung" für die Kreise Landeshut, Bolfenhain, Breslau Schlesische Volkswacht" Neue Graupenstr. 5/6. straße 82. Jauer. Bielefeld Volkswacht" Schulstr. 20. Bochum Boltsblatt" Maarbrückerstr. 17. Brandenburg Brandenburger Zeitung, Märkisches Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Boltsblatt" Kurstr. 73. " Braunschweig Braunschweiger Volksfreund" Kleine Burg 16. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Hankenstr. 21-22. Bremerhaven„ Norddeutsche Volksstimme" Am Hafen 49. Breslau„ Volkswacht" Neue Graupenstr. 6. Caffel Boltsblatt für Hessen und Waldeck" Töpfermarkt 6. Chemnitz Boltsstimme" Uferstr. 14. " Crefeld Niederrheinische Volfstribüne", Breitestr. 62. Dessau Boltsblatt für Anhalt" Ballenstedterstr. 5. Dortmund Arbeiter- Zeitung" Stielstr. 5. Dresden Sächsische Arbeiter- Zeitung" 8wingerstr. 22. " Sächsischer Volksfreund" Zwingerstr. 22. Düffeldorf Volks- Zeitung" Bemratherstr. 6. Elberfeld- Barmen Freie Presse" Friedrichstr. 37. Erfurt„ Tribüne" Kleine Arche 1. Forst i. 2. Märkische Volksstimme" Frankfurterstr. 11. Frankfurt a. M. Bolts ftimme" Großer Hirschgraben 17. Fürth Fürther Bürger- Zeitung" Moststr. 7. Gera Reußische Tribüne" Alte Schloßgasse 11. Görlitz Görlizer Boltszeitung" Teichstr. 6. Greiz Reußische Volkszeitung" Untere Silberstr. 2. Delmenhorst Delmenhorster Volksblatt" Schulstr. 8. Langenbielau„ Der Proletarier aus dem Eulengebirge" Ober- Langenbielau, 2. Bezirk. einmal Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Cassel„ Der Wegweiser" Hohenthorstr. 2. Dresden„ Der arme Teufel" Falkenstr. 10. Gießen Mitteldeutsche Sonntags- Beitung" Kirchenplak 11. Köln Rheinische Zeitung"( Wochenausgabe) Ursulaplazz 6. Stuttgart Schwäbischer Volksfreund" Furthbachstr. 12. Aller 14 Tage erscheinend. Stuttgart Die Gleichheit" Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen, Furthbachstr. 12. Monatlich zweimal erscheinend. Königsberg„ Der Ostpreußische Landbote" Knochenstr. 32. Monatlich einmal erscheinend. Gotha Boltsblatt für die Herzogtümer Coburg und Berlin„ Die Fadel" N. 31 Boltastr. 45. Gotha" Mohrenberg 7. Halle a. S.„ Volksblatt für Halle" Geiststr. 21. Hamburg Hamburger Echo", Hamburg I, Fehlandstr. 11. Harburg Boltsblatt" Großer Schippsee 4, part. Hannover Volkswille" Burgstr. 9. Hof Oberfränkische Volkszeitung" Karolinenftr. 39. Karlsruhe„ Bollsfreund" Louisenstr. 24. Hanau" Der Bauernfreund" Philipp Ludwigs- Anlage Witblätter( Erscheinen aller 14 Tage). München„ Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Kiel Schleswig- Holsteinische Volks- Zeitung" Bergstr. 11. Stuttgart" Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Köln Rheinische Zeitung" Ursulaplab 6. Königsbergi. Pr. Königsberger Bolts- Beitung" Knochenstraße 32, part. Leipzig Leipziger Boltszeitung" Tauchaerstr. 19-21. " Boltszeitung für das Muldenthal" Tauchaerstraße 19-21. " Ludwigshafen Pfälzische Post" Marstr. 65. Lübeck Lübecker Boltsbote" Johannisstr. 50. Lüneburg Lüneburger Boltsblatt" Schröderstr. 11. Illustrierte Unterhaltungsblätter. Berlin Jn freien Stunden" SW. 68, Lindenstr. 69. Er scheint in Wochenheften. Gewerkschaftspreffe Deutschlands. I. Quartal 1905. Dreimal wöchentlich erscheinend. Leipzig Correspondent für Deutschlands Buchdrucker und Schriftgießer", Salomonftr. 8. Wöchentlich erscheinend. Altenburg„ Correspondent für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Hut- und Filzwaren- Industrie", Wilhelmstr. 2, parterre. " Berlin Bildhauer- Zeitung", SW. 29, Solmsstr. 33. Buchbinder- Zeitung", SO. 26, Elisabeth- Ufer 40 I. " Correspondenzblatt der Generalfommission der Gemertschaften Deutschlands", SO. 16, Engel- Ufer 15. " Die Einigkeit", Organ der Vertrauensmänner- Bentralisationen Deutschlands, W. 30, Golkſtr. 43, III. Allg. Fahr- Zeitung", SW. 12, Schüßenstr. 58. " Der Gastwirtsgehilfe", C. 25, Dircksenstr. 39 I. " Allg. deutsche Gärtner- Beitung", N. 37, Megerstr. 3 " Der Handschuhmacher", O. 34, Tilsiterstr. 40, II. Fachzeitung für Schneider", SO. 33, Köpenickerstr. 32. " Der Töpfer", SO. 16, Engel- Ufer 15. " Bochum Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Beitung", Wiemelhauserstr. 42. Bremen Deutsche Böttcher- Zeitung", Hantenstr. 21/22. Charlottenburg" Die Ameise", Organ des Porzellanarbeiter- Verbandes, Rosinenstr. 3. Chemnitz„ Der Textilarbeiter", Uferstr. 14. Gotha„ Schuhmacher- Fachblatt", Mohrenberg 7. B Hamburg Deutsche Bäcker- Zeitung", Drgan des BäckerVerbandes, Hamburg 23, Marstr. 27. " Der Bauhilfsarbeiter", Bremerreihe 15, part. " Der Grundstein"( für Maurer), Hamburg 5, St. Georg, Brennerstr. 11, I. Aller 14 Tage erscheinend. Altona- Ottensen„ Die Biene", Organ des Bentral verbandes der Konditorgehilfen 2c., Eulenstr. 61, H. Berlin Der Courier", Zentralorgan für die Interessen der im Handels-, Transport- u. Verkehrsgewerbe beschäf tigten Arbeiter Deutschlands, SO. 16, Engel- Ufer 15. Correspondenzblatt des Verbandes der Vergolder Deutschlands", NW. 5, Wilsnackerstr. 39. " " Deutscher Maschinist und Heizer", Drgan der Maschinisten und Berufsgenossen Deutschlands, SO. 33, Bücklerstr. 55. „ Die Gewerkschaft", Drgan für die Interessen der Arbeiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Betrieben, Berlin W. 57, Bülowstr. 21. " Lederarbeiter- Zeitung", SO. 16, Engel- Ufer 15, IV. Sattler- Zeitung", SO. 16, Adalbertstr. 56. 11 " Allg. Steinfeger- Beitung", NW. 21, Wiclefftr. 16. " Solidarität“, Drgan aller im graphischen Berufe be schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 18, Elbingerstr. 27, b. IV. " Solidarität" Publikationsorgan der deutschen Metallarbeiter- Gewerkschaft, S. 59, Urbanſtr. 83. " Der Wäsche- Bote", Organ für alle in der Wäsche und Krawattenbranche, Dampfwäschereien und Plättereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, NO. 55, Greifswalderstr. 218, II. Bremerhaven„ Der Werftarbeiter", Am Hafen 49. Frankfurt a. M.„ Neue Deutsche Dachdecker- Zeitung", Brüdenstr. 31. Hamburg Correspondenzblatt der Tapezierer", Stein damm 99. Friseurgehilfen- Zeitung", Hamburg 19, Ofterstr. 166, III. Der Hafenarbeiter", Hamburg 1, Gänsemarkt 35, II. Handlungsgehülfen- Blatt", Hamburg 6, Marktstr. 136. Der Schiffszimmerer", Eilbed, Konventstr. 5. Der Kupferschmied", Hamburg 23, Gilbeck, Marstr. 6, I. Der Seemann", Hamburg 4, St. Pauli, Hafenstr. 116. " Beckruf der Eisenbahner", Hamburg 27, AusschlägerAllee 32. „ Schmiede- Zeitung", Uhlenhorst, Herderstr. 2. " Der Stuffateur", Hamburg 22, Barmbed, Am Holften- Hannover" Der Proletarier"( für Fabrik- 2c. Arbeiter famp 39a, II. und Arbeiterinnen) Schillerstr. 5, II. Vereins- Anzeiger für Maler 2c.", Hamburg 22, Barmbed, Leipzig- Volkmarsdorf" Der Lithograph", Natalienſtr. 12. Schmalenbeckerstr. 17. Offenbach Portefeuiller- Zeitung", Waldstr. 8, I. " Der Zimmerer", Hamburg 22, Barmbed, Feßlerstr.28, I. Karlsruhe„ Glaser- Zeitung", Schüßenſtr. 8 a. Leipzig„ Der Steinarbeiter", Gr. Fleischergasse 14. I. " Der Tabatarbeiter"( für Zigarrenarbeiter), Tauchaerstraße 19/21. Leipzig- Schkeudit„ Graphische Presse", Schkeudik. Linden- Hannover„ Brauer- Zeitung", Burgstr. 9. 9. Löbtau- Dresden„ Der Fachgenoffe"( für Glas-, Porzellanund Thonwaren- Arbeiter), Reisewigerstr. 34. Stuttgart Holzarbeiter- Beitung", Adlerstr. 43. Metallarbeiter Zeitung", Druckerei des deutschen Metallarbeiter- Verbandes, Rötestr. 16b. Hamburg Die Neue Welt" Hamburg I, Fehlandstr. 11. Erscheint wöchentlich einmal. " Der Schläger", Druckerei des deutschen MetallarbeiterVerbandes. " " Monatlich einmal erscheinend. Berlin Der Asphaltarbeiter", Organ des Verbandes deutscher Asphalteure, Pappdecker und sämtlicher Hülfs. arbeiter, SO. 26, Elisabeth- Ufer 29. " Der Bäcker", Drgan für die Interessen der Bäcker gesellen Berlins und Umgegend, C. 54, Gipsstr. 2. " Der Bureau- Angestellte", NW. 21, Emdenerstr. 4. " Beitschrift für Xylographen", Organ der Xylographen " Die Sanitätswarte", SO. 16, Neanderstr. 13. des deutschen Sprachgebietes, Schöneberg Berlin, Hauptstr. 110 I. Hamburg Fachzeitung für Zivilmusiker", HamburgEimsbüttel, Hellkamp 33, II. Etage. Der Organisator", Schäferstr. 19. Leipzig Monats- Blätter des Lagerhalter- Berbandes, Connewig, Marienstr. 5. " Monatlich dreimal erscheinend. Altenburg Müller- Zeitung", Publikationsorgan des Verbandes deutscher Mühlenarbeiter, Zwickauerstr. 12. Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Be Berlin Zeitschrift für Graveure und Giseleure", SO. 26, ginn jedes Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Mariannenplay 5, Hof I. Aldreß oder sonstige Veränderungen bitten wir uns zur Bormertung mitteilen zu wollen. Monatlich zweimal erscheinend. Berlin„ Der Fleischer", C. 54, Dragonerstr. 15. außer Frage, daß das Proletariat sich nach wie vor der Vertreter Der Kongreß der italienischen Arbeits- zu bedienen hat, die im Parlament fißen. kammern und Gewerkschaften. Rom, den 6. Januar. ( Erster Tag.) Heute wurde im Verbandslokal der Angestellten in Genua der zweite Kongreß der italienischen Gewerkschaften und Arbeitskammern eröffnet. Bugegen sind 76 Delegierte. Von den 77 derzeit in Italien bestehenden Arbeitskammern sind 34 vertreten, von den 27 zentralisierten Gewerkschaften 13. Nach den Statistiken der Gewerkschaftssekretariate beläuft sich die Zahl der organisierten Arbeiter in Italien auf 561 562, unter denen 290 362 industrielle Arbeiter, 161,200 Landarbeiter und 110 000 Angestellte. Der Kongreß, der 4 Tage dauern wird, wird über die Beziehungen zwischen Arbeitsfammern und Gewerkschaften zu beraten haben, ferner über das Verhältnis von Gewerkschafts- und Genossenschaftsbewegung, über die Aufgaben und das Statut der Arbeitskammern, schließlich über die soziale Gesetzgebung, über die Gewerkschaftspropaganda in den füdlichen Provinzen, über die Auswanderung und Sachsengängerei sowie über die Stellungnahme des organisierten Proletariats gegenüber der politischen Gewaltaktion der herrschenden Klassen. Die Verhandlungen, denen als Vertreter der deutschen Gewerkschaften Genosse Legien beiwohnt, gestalten sich gleich am ersten Tage recht lebhaft. Im Uebereifer wird, wie das meist bei italienischen Kongressen der Fall ist, recht viel Zeit verloren. Nach einem Sympathievotum für das russische Proletariat protestiert der Abgeordnete Genosse Rigola gegen das Ministerium, der dem Kongreß das ihm zustehende Recht der Fahrpreisermäßigung berweigert hat. Gleich darauf protestiert Spam panoni gegen die Anwesenheit des Direktors des Reichsarbeitsamtes. Ein Regierungsvertreter hätte auf diesem Kongreß nichts zu suchen; ebenso erhebt man Einsprache gegen die Anwesenheit des Direktors der Mailänder Wohlfahrtsgesellschaft Umanitana". Beide Herren erklären, nicht als Vertreter der von ihnen geleiteten Institute, sondern als Gäste nur ihrer Studien halber dem Kongreß, zu dem sie eingeladen wurden, beizuwohnen. Der Kongreß nimmt darauf die verweigerte Fahrplanermäßigung zur Kenntnis und geht zur Tagesordnung über. In namentlicher Abstimmung wird darauf mit 56 gegen 8 Stimmen bei 2 Enthaltungen eine Tagesordnung Beletti- Sacco angenommen, in der„ der Kongreß anerkennt, daß die soziale Gesetzgebung ein Mittel zur Erhebung des Proletariats ist". Darauf geht man zur Diskussion der einzelnen Schutzgesetze über. Die Debatte über die vielfach umstrittene Nüßlichkeit des obligatorischen Lohnbuches dehnt sich bis nach 7 Uhr abends aus und ihr Abschluß wird auf morgen verlegt. ( 3 weiter Tag.) Rom, den 8. Januar. Am zweiten Tage hat sich die Zahl der Delegierten um 5 Vertreter von Arbeitskammern vermehrt. Die Diskussion über die Arbeiterschuß- Gesetzgebung wird fortgesezt. Der Eisenbahner Branconi schlägt vor, bei Gelegenheit der internationalen Ausstellung, die 1906 in Mailand stattfinden soll, einen Kongreß organisierter Arbeiter ohne Unterschied der politischen Parteistellung einzuberufen. Angeri möchte eine Agitation gegen die Nachtarbeit und gegen die Gefängnisarbeit ins Leben gerufen sehen. Redner beantragt, das Reichs- Arbeitsamt so lange zu boykottieren, bis es den Fordes rungen des Proletariats entspricht. Genoffin Rygier spricht zugunsten einer Bewegung für die Sonntagsruhe. Sabatini von der Arbeitskammer in Rom befürwortet eine lebhafte Agitation gegen den Kornzoll. Der Referent Rigola antwortet darauf den verschiedenen Rednern und gibt einen Ueberblick über die Vorschläge und Anregungen der Delegierten. Redner könne sich nicht mit dem Vorfchlag einverstanden erklären, besondere Vertreter der Gewerkschaften ins Parlament zu senden. Als sozialistischer Abgeordneter fühle er sich im Parlament lediglich mit der Vertretung proletarischer Interessen betraut. Was das Lohnbuch betrifft, dessen Einführung das Arbeitsamt dekretiert habe, so hält Redner seine Nachteile für gering, den Vorteilen gegenüber. Berlin, den 5. Januar 1905. Der Parteivorstand. In namentlicher Abstimmung erhält die Tagesordnung Cabrin 31 Stimmen der Arbeitskammern und 10 der Gewerkschaften, Corradi 29 der Arbeitskammern und 4 der Gewerkschaften. Die Motion Cabrini, gegen die alle Delegierten der größeren Städte stimmen, ist somit angenommen. Weiter wird angenommen eine Tagesordnung Sabatini. Maran, die die Einberufung eines Kongresses der Genossenschaften, der Arbeitskammern und der Hülfstassen für dieses Frühjahr be schließt, um über die Arbeiterschutz- Gefeßgebung, Abgabenreform und die Abschaffung des Kornzolles zu beraten, und eine Tagesordnung Branconi, in der die Unzulänglichkeit aller bisherigen Reformen betont wird und die Sicherstellung des Arbeiters gegen ArbeitsTofigkeit, die Kranken- und Mutterschaftsversicherung sowie die Alters- und Invalidenpension gefordert werden und das Gewerkschaftsfetretariat beauftragt wird, für das Jahr 1906 einen allgemeinen Arbeiterkongreß in Mailand einzuberufen. Die Nachmittagssigung bringt eine lange und interessante Disfussion über den Schutz der Reisarbeiter. Diese zum großen Teil Frauen, die als Sachfengänger die Arbeit annehmen- find in den Sümpfen, wo der Neis wächst, der Malaria ausgefeßt. Es handelt sich nun darum, die bereits bestehenden Schutzgesetze im Sinne der neuen Kenntnisse über die Verbreitung der Malaria durch Mücken umzuarbeiten. Es liegt darüber dem Parlament bereits ein Gesezesentwurf vor, zu dem die Kongressisten in verschiedener Weise Stellung nahmen. Schließlich beschloß man, die Frage einer Kommission zu überweisen, die morgen berichten wird. Nach längerer Diskussion nimmt darauf der Kongreß eine Tages. ordnung an, in der die Einrichtung der den Gewerbegerichten entsprechenden Institution für die Landwirtschaft gefordert wird. Cr Unter allgemeiner Aufmerksamkeit ergreift darauf der Vertreter der deutschen Gewerkschaften, Genosse Legien, das Wort. spricht in deutscher Sprache; die Rede wird vom Genossen Falbi übersetzt. Es sei nicht einer leeren Form zuliebe, wenn die Vertreter anderer Länder an den Kongressen teilnehmen. Ein Land könnte immer vom anderen lernen und alle hätten bei diesen internationalen Annäherungen nur zu gewinnen. Die Deutschen hätten den Engländern vieles zu danken; heute seien sie selbst nun schon stark und machtvoll organisiert, so daß sie den in der Organisation noch jüngeren Ländern mit Rat zur Seite stehen können. Redner hat nichts gegen die Agitation für die Sonntagsruhe einzuwenden, widerrät aber den Organisationen, zuviel auf einmal Redner schildert darauf die Entwickelung der deutschen Gewerk Durch eine Umstellung der Verhandlungsfolge tritt man in die zu unternehmen. Man müßte nichts übereilen. Neue Kongreffe fschaften und gibt einen Ueberblick über ihre jezige Kraft. Mit dem lebDiskussion über die Arbeiterschuß- Gesetzgebung ein. würden folgen, die sich neue, weitergehende Aufgaben steden könnten. haftesten Beifall werden seine Worte begrüßt, als er die noch junge Es entspinnt sich eine lebhafte Debatte über eine Präjudizial- Die Frage der Arbeitslosigkeit, über die Branconi Vor- italienische Bewegung auffordert, ihre Kraft nicht in einem Hader zu frage, die Genosse Corradi im Auftrag der Arbeitskammer von schläge gemacht hätte, hält der Redner für ungeheuer ernst. Er ist vergeuden. Mailand vorbringt. Der Kongreß soll zunächst betonen, daß die aber überzeugt, daß dem Staat die Möglichkeit fehlt, irgend eine Legien weist dann auf die Notwendigkeit der Disziplin in den Schutzgesetzgebung von dem Proletariat gewollt und durch seine wesentliche Reform durchzusetzen. Wichtiger als von dem Staat die Reihen des Proletariats hin. Der Stärke der Gegner muß eine Aftion erzwungen werden müsse. Könne man demnach die Ab- Versicherung gegen Arbeitslosigkeit zu fordern ist es, ihn zum Schutz starte, festgefügte Bhalang entgegengestellt werden. Das Kapital ist geordneten weiter mit der Durchführung dieser Gesetzgebung be- der ausgebeuteten und verlaffenen Kindheit anzurufen. Einstweilen international und dringt überall hin, wo es menschliche Arbeit ausauftragen? Redner hält dafür, daß die Abgeordneten die Aufträge werden im Auslande Versuche staatlicher Versicherung gemacht. Die zubeuten gibt. An dem Felsen des international organisierten des Proletariats bisher nicht erfüllt hätten. Als sich im General- mögen dann zur Basis für die Forderungen dienen. Heute schon Proletariats wird die Kraft des Kapitalismus zerschellen.( Langstreit der Wille des Proletariats geltend machte und eine von bestimmte Gesezesmaßnahmen zu fordern, wäre voreilig. anhaltender Beifall.) 19 Arbeitskammern angenommene Tagesordnung den Abgeordneten Ueber die Nüglichkeit des Reichsarbeitsamtes fordert Rigola den Nach einigen herzlichen Dankesworten des Genossen Cabrini der äußersten Linken zur Pflicht machte, mit allen Mitteln den Kongreß auf, sich auszusprechen. Redner wolle auf diesem Gebiete vertagt sich der Kongreß auf morgen. Rücktritt Giolittis und den Erlaß eines Gesezes gegen die Ber- den Delegierten nicht raten, sondern von ihnen Rat empfangen. wendung von Waffen gegen streikende Arbeiter zu erzwingen, seien die 3 Fraktionen der äußersten Linken dieser Aufforderung nicht nachgekommen. Als nächster nimmt der Genosse Abgeordneter Cabrini das Rom, den 9. Januar. Wort. Die sozialistischen Abgeordneten, sagt er, hätten alle Auf( Dritter Tag.) träge erfüllt, die ihnen das organisierte Proletariat gegeben hat. Nachdem der Kongreß ein Votum für die Nationalisterung des Ein Republikaner spricht sich gegen die Diskussion dieser Frage Ueber das Reichsarbeitsamt fönne man nicht so in Bausch und Bogen Eisenbahnbetriebes angenommen hat und über das Reglement zum aus, die gehöre auf politische Kongresse. Die Gewerkschaften als absprechen, wie das hier geschehen sei. Soweit es ein Schutz der Reisarbeiter abgestimmt hat, wird die Frage über die solche besäßen feine Vertreter im Parlament. Gegen jede Form stelistisches Osservatorium des fozialen Lebens ist, fei Beziehungen zwischen Arbeitstammern und Ge fozialer Gesetzgebung wendet sich ein Anarchist. es dem Proletariat auf alle Fälle nüglich. Was seine Maßnahmen wertschaften aufgenommen. Genosse Rigola meint, der Kongreß dürfe jest nichi persön- in der Arbeitergesezgebung betrifft, so könne man es natürlich Der Referent, Genosse Reina, ist der Ansicht, daß diese Frage lichen Verantwortlichkeiten nachspüren. So wie die Mailänder fritisieren. Die Sozialisten im Arbeitsrat wären in der Minderheit. die wichtigste des ganzen Kongresses ist. Alle Länder, auch Arbeitskammer die Frage darstelle, brächte sie nur Verwirrung. Solle man ihn dafür boykottieren oder nicht vielmehr versuchen, ihn Deutschland, hätten in ihrer Gewerkschaftsbewegung den Widerstreit Alle dem Proletariat möglichen Geseze müßten natürlich der Re- zu erobern? Redner schlägt eine Tagesordnung vor, die sich zu zwischen lokalen und nationalen Interessen der Drganisationen. In gierung abgezwungen werden. Hier auf dem Kongreß handelt es sich gunsten des Arbeitsamtes ausspricht und ihm die Mitwirkung der Italien stellt sich dieser Widerstreit dar als ein Antagonismus und aber darum, zu entscheiden, welche Geseze nüßlich sind und auf welche Organisationen berbürgt. Ihr entgegen steht die Tagesordnung Stompetenzenkonflikt zwischen Arbeitskammern und Gewerkschaften. Art sie zu erreichen sind. Will man Reformen durch den General- Corradi gegen das Arbeitsamt, das von dem organisierten Nun find aber in Italien diese beiden Institutionen regellos Streit erzwingen, so soll man das sagen. Ihm, Redner, scheine es Proletariat boykottiert werden soll. neben einander aufgewachsen und es haben sich zwischen ihnen, je nach den lokalen Verhältnissen, verschiedene Beziehungen ge- larbeit grundsäglich festzulegen und so da, tvo bisher nur ein| die Arbeitskammer als offizielle Vertretung des Proletariats. Die bildet. In den Arbeitskammern vereinigen fich die Ar- Gewohnheitsrecht besteht, durch Kongreßbeschluß Normen zu geben. weiteren Beziehungen zwischen beiden Institutionen hat das Sekretariat beiter einer Stadt oder einer Provinz die in der In der lebhaften, aber durchaus sachlichen Diskussion treten der Arbeitskammer und der Gewerkschaften zu regeln. Kammer die Vertretung ihrer Klasseninteressen sehen. Im allgemeinen drei Richtungen zutage. Die eine( Ciacchi) wünscht die Bei- Die dritte Tendenz, die der Referent Reina vertritt, erhielt ist es Aufgabe der Arbeitskammern, eine Zentralstelle für die behaltung des jezigen Zustandes, bei dem sich ein durch die Tages- die Zustimmung der Mehrheit des Kongresses. 31 Arbeitskammern Arbeitsvermittelung zu bilden, ferner den Bildungs- praris geregeltes Zusammenarbeiten ergibt, ohne daß feste Regeln und 17 Gewerkschaften stimmten für fie. zwecken der Arbeiterklasse durch Abendkurse, Bibliotheken und Vor- über die gegenseitigen Verpflichtungen und Rechte bestehen. Obwohl im großen ganzen den Forderungen Corradis verwandt, träge zu dienen, den Rechtsschutz zu gewähren und die Streits Die zweite Tendenz, deren Hauptvertreter Corradi von der hat sie den Vorteil der größeren Klarheit und besonders den, in zu leiten. Die am Drte bestehenden Gewerkschaften als solche Mailänder Arbeitskammer ist, hält dafür, daß Arbeitskammern und deutlichen Worten bestimmte und greifbare Verpflichtungen aufzutreten der Arbeitskammer bei und haben meist im Siz der Kammer Zentralorganisation berufen seien, einander zu ergänzen. Den Zentral- erlegen. Die Tagesordnung Reina sezt fest, daß jede Arbeitsihr Gewerkschaftslokal. organisationen will sie die Aufgabe zugewiesen wissen, für die Ver- tammer der entsprechenden Gewerkschaft sofort die Bildung einer Da nun aber die Gewerkschaften, außer der Arbeitskammer, befferung der Arbeitsverhältnisse in ihrer Berufskategorie zu wirken. Ortsgruppe in ihrem Beruf anzeigt und diese Ortsgruppe nötigt noch ihrer Zentralorganisation, der Federazione angehören, in der Dagegen soll die Arbeitskammer sich die allgemeine Erziehung und bei Strafe der Ausstoßung aus der Arbeitskammer binnen alle organisierten Arbeiter des Berufs vereinigt sind, so hat sich im die Erweckung des Klassenbewußtseins der gesamten Arbeiterschaft einem Jahr der Zentralorganisation beizutreten. Andererseits Laufe der letzten Jahre das Bedürfnis herausgebildet, eine flare ihres Ortes angelegen fein lassen. müssen die Gewerkschaften ihre Ortsgruppen bei der Arbeitskammer Grenzlinie zwischen dem Thätigkeitsgebiet der Arbeitskammern und Auf Grund dieser Auffassung fordert Corradi 1. die Verpflichtung des Drts organisieren. Alle übrigen Punkte decken sich mit den der Zentralorganisation zu ziehen. Es hat sich herausgestellt, daß der Arbeitskammern für die Zentralorganisation zu agitieren und Forderungen Corradis. Ueber die finanziellen Verpflichtungen fehlt die eigentlichen Gewerkschaftstämpfe besser von der Zentralorganis die lokalen Gewerkschaften zum Anschluß an diese zu bestimmen. auch bei der Tagesordnung Reina jede Norm. fation entschieden werden, die einen besseren Ueberblick über den 2. Die Verpflichtung der Arbeitskammern den zentralisierten Gewerk- Jedenfalls wird ein fünftiger Rongreß auf die Frage zurüdnationalen Arbeitsmarkt befigt und bei der geringeren Zahl der Auf- schaften statistisches Material zu liefern. 3. Verpflichtung der Zentral- tommen müssen. Einstweilen wird die Braris neues Material bei gaben auch der finanziellen Mittel nach berufener ist, speziell bei organisation, ihre Verbandsorgane den Arbeitskammern für ihre bringen, um die Grundsäge für eine möglichst zwedmäßige und unStreifs in Attion zu treten. Mitteilungen zur Verfügung zu stellen. 4. Verpflichtung gegenseitiger bureaukratische Abgrenzung der Pflichten und Kompetenzen zu er Da es sich um Institutionen handelt, die einander notwendig Hülfeleistung im Falle der Tat. 5. Zur Erklärung eines Angriffs geben. ergänzen und in die Hände arbeiten, ist dieser Kongreß berufen, die oder Solidaritätsstreiks ist die Autorisation der Arbeitskammer und gegenseitigen Verpflichtungen in der Agitations- und Organisations- der Zentralorganisation erforderlich. Während des Streiks gilt| H. Esders& Dyckhoff Leipziger Strasse 50a am Dönhoffplatz. Oranien- Strasse 48 Ecke Luckauer- Strasse. Herren- und Knaben- Bekleidung fertig und nach Maß. Besichtigung erbeten. 25% Fertige Herren- u. Knaben- Garderobe. Kein Kaufzwang. Inventur- Ausverkauf. Ermässigung auf Restbestände sämtlicher Abteilungen bis 15. Januar. DAMEN- KONFEKTION 1748L* Unterzeuge, Handschuhe, Strickwesten, Socken etc., Schuhe, Hüte, Pelzsachen für Herren u. Damen usw. Jedes Pfennig. Wort: 5. 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