Nr. 21. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonelzeile oder deren Raum 40 Pig., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 25 Big. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgebructe) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutfchlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Der Sturmeskünder. Von Magim Gorki St. Petersburg.") Ueber grauen Meeresflächen Sammeln Winde Wetterwolfen, Zwischen Wolfen und dem Meere Schwebet stolz der Sturmeskünder, Einem schwarzen Blize gleichend, Bald im Flug die Wellen streifend, Pfeilschnell bald zur Höh' sich schwingend, Schreit er und die Wolken hören In dem Schreie kühne Freude. In dem Rufe Kampfessehnen! Zorneswut und Kraft und Feuer, Zuversicht und Siegeshoffnung Hören in dem Ruf die Wolken. Möven stöhnen vor dem Sturm, Stöhnen, flattern über'm Meere; Und auf seinem Grund sich bergen Möchten sie aus Angst vor Stürmen. Dumme Pinguine bergen Ihren feisten Leib im Felsen. Nur der stolze Sturmesfünder Schwebt in fühnem, freiem Fluge leber grauem Meeresschaume. Immer finstrer, immer tiefer Neigen sich zum Meer die Wolken; Und die Wellen jauchzen, tanzen In die Höh', dem Blitz entgegen. Donnerrollen. Wütend schäumen, Stöhnend streiten Wind und Wellen. Da ergreift der Wind, umklammert Fest der Wellen truk'ge Scharen, Wirft fie dann mit einem Male Voller Wut so auf die Felsen, Daß die glänzend großen Wellen Jäh in Staub und Schaum zerschellen. Schreiend schwebt der Sturmeskünder; Einem schwarzen Blige gleichend Dringt er pfeilschnell durch die Wolfen, Streift den Wellenschaum im Fluge. Sich: da schwebt er wie ein Dämon Stolz und schwarz: ein Sturmesdämon. Und bald lacht er und bald weint er Und den Wolfen gilt sein Lachen, Und vor Freude muß er weinen. Denn er merkt, daß im Erschlaffen Längst die Zornestraft des Donners, Und er weiß, die Sonne fönnen Nie die Wolken ganz verdecken, Werden sie durch nichts verdecken. Winde wüten... Donner dröhnen... Und im blauen Licht erglänzen Ueberm Meer die Wolkenmassen. Drauf empfängt die See die Blizze, Löscht sie aus in ihren Fluten Und wie Flammenschlangen winden Sich im Meere und verschwinden Jener Blige grelle Bilder. „ Sturm! Bald wird ein Sturm erschallen!" So der fühne Sturmeskünder Schwebend stolz dort zwischen Blizen, Ueberm Meer, das zornig heulet, Also ruft der Siegestünder: ,, Mag der Sturm noch stärker schallen! Wilder mag das Wetter wüten!" Kohlenarbeiter- Streit in England und Mittwoch, den 25. Januar 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Sieg der Arbeiter. Hoffentlich werden wir dies auch vom Gruben fonnten ihre aufgehäuften Vorräte mit fetten Profiten an Ausgang des vestfälischen Streits sagen fönnen. = den Mann bringen. Unter anderem ward festgestellt, daß die Der Gegenstand des Kampfes war, zum Unterschied von dem Grubengesellschaft, der der Präsident des Unternehmerverbandes der westfälischen Bergarbeiter, lediglich die Lohnfrage. Die angehörte, am Verkauf ihrer Vorräte 60 000 Pfd. Sterling- d. h. anderen Forderungen, um welche heute in Westfalen gekämpft wird, eine und ein Fünftel Million Mark über den alten Preis erzielt waren zumeist in England keine Forderungen mehr, sondern an habe. Die Grubenbefizer konnten den Strieg ruhig mit ansehen, die erkannte Rechte der Arbeiter. So war ihnen das Recht Soften fielen auf die Arbeiter und das Publikum. auf Erwählung eigener Wagenkontrolleure schon 1860 gesetzlich Ganz oesonders schtver hatten die Arbeiter zu leiden. In den zuerkannt und die Stellung dieser Wagenkontrolleure der Arbeiter wenigen guten Jahren, die dem Geschäftsdruck der achtziger Jahre durch spätere Gefeße zuletzt 1887 gegen Schikanen gefolgt waren, hatten sie nicht so ansehnliche Fonds aufhäufen des Unternehmertums sichergestellt worden, so daß können, wie sie für einen sich über Monate hinausziehenden Generalihre Kontrolle aufs beste funktionierte.nps streit erfordert waren. Der Gauverband Yorkshire 3. B. hatte bei Auch das Koalitionsrecht der Arbeiter stand nicht Beginn des Ausstandes 160 000 Pfd. Sterling( 3 200 000 M.), in Frage. Die Gewerkschaft der Arbeiter der große Lancashire 80 000 Pfd. Sterling( 1 600 000 m.) in der Kasse. Britische Bergarbeiter Verband wurde von den Das sind ganz anständige Summen, aber wie bald waren sie er verbündeten Unternehmern von Anbeginn bis zu Ende des Kampfes schöpft, wo Yorkshire über 70 000, Lancashire nahezu ebensoviel als die berufene Vertretung der Arbeiter anerkannt, Bergarbeiter zu unterstützen hatte! So stellte sich nach Verlauf der vor, während und am Abschluß des Kampfes ward offiziell von ersten sechs Wochen fast überall tiefe Ebbe in den Kassen ein, und den Unternehmern mit ihr verhandelt. Will man in der Geschichte die Arbeiter waren auf Hülfe aus anderen Quellen angewiesen. des englischen Kohlenbergbaues Beispiele für einen Unternehmer- Sie ward ihnen auf die verschiedenste Weise zuteil. Da der standpunkt suchen, wie ihn Herr Matthias Stinnes und seine Ge- Frühherbst gekommen war, fanden diejenigen Arbeiter, die Feldsimmungsgenossen vertreten, so muß man gut zwei Menschen- gärten bewirteten, an ihren Kartoffel- usw. Ernten eine gewisse alter zurückgehen, bis auf den famosen Lord Londonderry, Hülfe. Vielen ward ihre Zugehörigkeit zu Arbeiter- Konsumvon dem Engels in der Lage der arbeitenden Klassen" und die vereinen zum Segen, aus denen sie ihre Guthaben und RückWebbs in der Geschichte des englischen Trades- Unionismus erzählen, vergütungen herausnehmen konnten, und die ihnen auch sonst Dieser Feudalherr war es, der gegen Ende der dreißiger Jahre des mancherlei Erleichterungen zuteil werden ließen. Uebervorigen Jahrhunderts seinen Unternehmerabsolutismus mit der jest haupt benahmen sich die Arbeiter- Konsumvereine in dieser Sache viel von Herrn Stinnes aufgeworfenen Frage zu verteidigen suchte: solidarischer, als eine Anzahl der größeren Gewerkschaften, die es Kann ich mit meinem Eigentum nicht tun was bei verhältnismäßig fargen Unterstüßungen bewenden ließen. Die ich will?" was schon damals auch in bürgerlichen Kreisen mit Großeinkaufs- Genossenschaft der englischen Stonsumvereine be cinem sehr kräftigen Nein! beantwortet wurde. willigte schon im September eine Gabe von 100 000 M. für die Ausständigen. Ganz aus eigener Machtvollkommenheit den Lohn zu be stimmen, beanspruchten denn auch die englischen KohlengrubenUnternehmer schon lange nicht mehr. Ueberall bestanden schon aus Vertretern der Unternehmer und der organisierten Arbeiter zusammengesetzte gemischte Lohnämter, die je nach der Marktlage bezw. dem Verkaufspreis der Kohle den Lohnfah bestimmten. --Auch aus den Kreisen des großen Publikums flossen ansehnliche Beiträge. 3tvei liberal radikale Londoner Blätter(„ Daily Chronicle" und" Sun") brachten allein rund eine halbe Million Mart auf. Wie die Not größer und das Wetter kälter wurde, bildeten sich in vielen Revieren Notstandskomitees, die Suppen usw. austeilten. Geistliche predigten von der Kanzel zugunsten der AusNun hatten aber die Arbeiter herausgefunden, daß es mit der ständigen und ließen nach der Predigt für sie sammeln, Lehrer ver Bemessung der Löhne nach dem Verkaufspreis der Stohle seinen anstalteten Sammlungen unter ihren Schülern. Ju Derbyshire bösen Hafen hat. Sie jetzt die Unternehmer in die Lage, bei der leisteten dortige bürgerliche Abgeordnete dem Gauverband der Bergs Jagd um Lieferungsverträge die wahnsinnigste Unterbietungspolitif arbeiter Bürgschaft für ein Darlehen von über 300 000 M. Auch zu betreiben. Fällt dann der notierte Marktpreis der Sohle, so verschiedene Staatsminister zeichneten namhafte Beiträge für die müssen die Löhne nach, und nicht die Unternehmer, sondern die Arbeiter. So der Unterrichtsminister Acland( über 4000 M.), der Arbeiter haben den Schaden. Unterstaatssekretär für die Lokalverwaltung, Sir Walter Foster, Auf diese Weise waren in den achtziger Jahren Kohlenpreise und etwas für Herrn Möller!- der Minister für Handel und Bergarbeiterlöhne im Verbandsgebiet auf einen jammervollen und Gewerbe, Mundella. Stand gesunken, Snapp 5 M. kostete die Tonne Kohlen ab Grube, Natürlich fehlte es nicht an Vermittelungsversuchen aller Art. und auf kaum 16 M. pro Woche stellte sich das Durchschnitts. Sie schlugen indes lange fehl, weil die Arbeiter von der Forderung einkommen vieler Arbeiter. Da rafften sich die Arbeiter, deren ihres Lohnes zum Leben" nichts ablaffen, die Unternehmer eine Organisation ziemlich in Berfall geraten war, endlich wieder auf, größere Lohnreduktion durchsetzen wollten. Nur in einigen Bes und von 1888 ab setzte allmählich eine Besserung ein. Langsam sirken der südlichen Mittelgrafschaften und gewissen vereinzelten stiegen die Löhne, indem die Unternehmer angesichts der sich Gruben verzichteten die Unternehmer auf die Reduktion und ward beffernden Marktlage schrittweise Aufschläge auf den Lohnjak von den Arbeitern vom Verband gestattet, die Arbeit daraufhin wieder 1888, der als Grundlage galt, bewilligten. 1893 war der allgemeine aufzunehmen. Sonst aber war der Generalausstand aufrechtLohnfazz 40 Pros. über 1888. Mittlerweile war aber die Konjunktur erhalten. wieder schlechter geworden, und so verlangten die Unternehmer, daß die Arbeiter in eine größere Lohnermäßigung willigten. Sie sollten von den 40 Proz. Aufschlag den größten Teil fallen lassen und sich mit 15 Broz. über 1888 begnügen. Wie leicht auszurechnen, bedeutete das eine Lohnreduktion von 18 Prozent. Darauf wollten die Arbeiter unter keinen Umständen eingehen. Das Lohnniveau von 1888 war in ihren Augen ein so unmenschlich niedriges, daß jede Annäherung an dieses wie eine Best gemieden werden mußte. Unter einen zum Leben einigermaßen austömmlichen Lohn a living wage, wie sie ihn nannten nicht mehr heruntergegangen werden, und als solcher sollte fortan der damalige Lohn gelten. Den dies für unmöglich erklärenden Unternehmern hielt auf einer im Juni 1893 abgehaltenen gemein samen Konferenz der Bergarbeiterführer Benjamin Pickard entgegen, daß die Arbeiter beim Aufschlag von 40 Broz. Halt gemacht hätten, trotzdem die Kohlenpreise noch luftig bis auf 70 Proz. über den Satz von 1888 weiter gestiegen seien, es könne daher von ihnen nicht verlangt werden, in eine Reduktion zu willigen, bloß weil der Preis von dieser Höhe zurückweiche. Außerdem würden sie von dem " Lohn zum Leben" nicht abgehen. Man solle auf andere Mittel zur Behebung des Preisdruds finnen. Selbstverständlich wurde mit dem Fortgang des Kampfes dic Stimmung eine immer gereiztere. Doch fam es nur an ganz ber einzelten Stellen zu Tumulten. Ein solcher, und obendrein mit blutigem Ausgang, fand vor der Zeche Feadherstone bei Doncaster ( Yorkshire) statt. Aber die Masse der Erzedenten waren gar keine Bergarbeiter gewesen, wurden vielmehr von diesen sehr entschieden desavouiert. Sturze Zeit nach diesem Vorkommnis fand in Heanor in der Grafschaft Terbyshire eine öffentliche Versammlung statt, in der sollte der Redner des Tages laut Berichten der großen Bresse folgendes ausführte:„ Er gratuliere den Bergarbeitern zu der von ihnen betätigten höchsten Form des Mutes, d. h. daß sie trotz Hungerleidens geduldig für ein Prinzip ausharrten. Mit leerem Wagen standhaft bleiben, sei echtes Heldentuni. Tapferkeit unter solchen Umständen zu zeigen, sei eine Ehre für England! Die Arbeiter feien mit Recht darüber verstimmt gewesen, daß man Truppen in ein Revier gesandt habe; glücklicherweise seien die Truppen aber bald wieder abberufen worden. Er halte nichts von der Phrase von Angebot und Nachfrage. Er ziehe die Menschlichkeit im Gewerbe vor, wie sie in der Forderung des „ Lohnes zum Leben" formuliert sei; ein solcher sollte die erst e Pflicht jeder Unternehmung sein, sonst sei die Arbeit Effaverei. Er hoffe, die Arbeiter würden den Kampf bald zu seinem Ende führen, den sie jetzt schon fast gewonnen hätten." Der so sprach, war und das ist etwas für den Reichsfanzler der borerwähnte Unterstaatssekretär Sir Walter Foster, Mitglied des damaligen Ministeriums, also ein Re" Das geht nicht," erklärten die Unternehmer. " Dann haben wir somit die Schreden des Krieges vor uns." Kohlenarbeiter- Streik in Deutschland. erwiderte Bidard. Ein Vergleich. Worauf der Präsident des Unternehmerverbandes verlegen zurückgab:" Bitte, nennen Sie es nicht Strieg.".. Es ward aber Krieg. Es sind jetzt über elf Jahre her, seit England einen gewaltigen Bergarbeiter- Ausstand hatte, der aus verschiedenen Gründen den Am 30. Juni ward von den Unternehmern durch Anschlag gierungsmann! Vergleich mit dem jezigen Ausstand der westfälischen Bergarbeiter bekannt gegeben, daß vom 28. Juli ab alle Gruben geschlossen In der Tat war der Kampf seinem Ende nahe. Am 25. Oktober Herausfordert. Es war ein Riesenkampf, der an Ausdehnung dem werden würden, wo die Arbeiter nicht in die Lohnreduktion willigten. hatte die vorerwähnte Versammlung stattgefunden; am 3. und Ausstand der westfälischen Bergarbeiter nicht nachstand, ihn vielleicht Die Arbeiter blieben jedoch fest, und so trat die Arbeitssperre in 4. November fand in London im Bureau des Ministeriums des noch übertraf. Er erstreckte sich über das ganze weite Gebiet der Straft, auf die die Arbeiter im Verbandsgebiet mit dem General- Auswärtigen unter dem Vorsitz des Ministers Lord Rosebery eine Mittelgraffchaften Englands( Yorkshire, Lancashire, Staffordshire, streit antworteten. Konferenz von Vertretern des Unternehmerverbandes und des Gloucestershire, Leicestershire usw.), Teile des nördlichen Wales der Grafschaft Cumberland, gewisse Regionen Schottlands und sah mehr als breimalhunderttausend Gruben= arbeiter außer Arbeit. Er machte durch ganz England gewaltiges Aufsehen. Ein Bergarbeiterverbandes statt, in der man sich dahin verständigte, daß großer Zeitungskampf über Recht oder Unrech. der beiden Parteien die Arbeit zunächst zu den alten Bedingungen wieder aufgenommen erhob sich. Doktrinäre und interessierte Anwälte des Unternehmer- werden sollte, d. h. die Unternehmer verzichteten bis auf tums warfen den Arbeitern Hochberrat an den Gefeßen der politi- weiteres auf eine Lohnermäßigung. Des weiteren wurden die chen Defonomie vor, unparteiische, bürgerlich- radikale und fo- Grundfähe für spätere Lohnkonferenzen vereinbart der so. zialistische Blätter erklärten die Sperre für ein Manöver der Unter- genannte Rosebery- Vertrag" die unter Vorsitz eines vom Sprecher des Hauses der Gemeinen zu ernennenden Unparteiischen die Preise mit Eintritt der Sperre schnell in die Höhe und die tagen sollten, und die seitdem auch wiederholt in Wirkung getreten Um es vorauszuschicken: sein. Ausgang war- nach nahezu biermonatlicher Dauer! ein entschiedener 17 Uebersetzt von Eugen Levine in der Frankfurter nehmer, die Kohlenpreise in die Höhe zu treiben. In der Tat gingen Zeitung". ver= Find. Nur darin gaben die Arbeiter, als die Konferenz das erste Mal zusammentrat, ettwas nach, daß der Mindestlohn nicht auf 40, sondern nur auf 30 Proz. über den Sah von 1888 normiert wurde. Dafür hatten aber die Unternehmer, die erst von keinem Mindestlohn etwas hatten wissen wollen, diesen nun faktisch in einer Höhe an= erkannt, die sie auf den früheren Konferenzen als ganz unmöglich bezeichnet hatten, und von dem aus bei besserer Konjunktur der fehlende Rest bald nachgeholt werden konnte. Der letzte mir vorliegende Bericht des Britischen Arbeitsamtes 1902 zeichnet den Normallohn der Bergarbeiter im Verbandsdistrikt als 45 Proz. über den Satz von 1888. Die Arbeiter haben die Forde rung durchgesetzt, daß der Lohn auf solcher Höhe, wo er ihnen eine auskömmliche Eristenz gewährt, von den Schwankungen der Marktkonjunktur unbeeinträchtigt bleiben, eine feste Verpflichtung für die Produktion bilden soll, wie es deren andere gibt. Jeder Versuch, daran zu rütteln," schreiben die Webbs im Vorwort zur neuesten Auflage ihrer Geschichte des Trades- Unionismus, würde von den Arbeitern mit der äußersten Energie bekämpft werden." Indes ist von solchem Versuch noch nichts zu verspüren gewesen. Englands Kohlenindustrie aber blüht, sie gehört zu denjenigen Industrien Englands, die noch fortwährend ihre Arbeiterzahl über den Prozentsatz der Bevölkerungszunahme erhöhen. Das war der letzte große englische Kohlenarbeiter- Ausstand im großen Distrikt des Bergarbeiter- Verbandes. Später spielte dann noch der Kampf im südlichen Wales, aber da handelte es sich nur darum, das zu erreichen, was im Verbandsgebiet schon erkämpft war: die Beseitigung des„ bodenlosen" Wandeltarifs, die Anerkennung des auskömmlichen Mindestlohnes. Sonst gibt es wohl Totale Konflikte, aber keine Riesenkämpfe mehr. Und zwar nicht obtvohl, sondern gerade weil die Unternehmer den Verband der Arbeiter anerkennen, mit ihm als gleichberechtigten Faktor im Geiverbe verhandeln, nicht obwohl, sondern weil die Regierung darauf verzichtet, den Arbeitern die starke Faust zu zeigen. Von der Featherstoner Episode abgesehen, und im ganzen, mächtigen Kampfgebiet die ganze Zeit über Truppen unsichtbar gewesen. Statt vor den Unternehmern auf den Knien zu liegen, haben dagegen sich die Regierungsmitglieder teils jedes Urteils enthalten, teils aber offen auf die Seite der Arbeiter gestellt und ihre Sympathie mit deren Sache durch die Tat bekundet. Warum durften sie das? Nun, Englands maßgebendes Parlament wird auf Grund eines Wahlrechtes gebildet, das manche Mängel hat, aber eines nicht kennt: die preußische klasseneinteilung. Es wird von der großen Masse der mündigen männlichen Bevölkerung auf Grund gleichen Wahlrechts gewählt. Das erklärt alles. Ed. Bernstein. Kohlenzarismus. Die vierzehn von den Delegierten der Arbeiter uns unter-[ ebenso eine Glasfabrik in Krugel und ein Eisenwerk. Die ver breiteten Forderungen sind nach unserer aller Ansicht gänzlich schiedenen größeren Eisenwerke, welche sich mit fremden Kohlen aus unannehmbar, und Verhandlungen darüber wären aussichtslos. der Verlegenheit zu helfen suchen, machen damit sehr schlechte Sähen wir die Möglichkeit von Verhandlungen, bei denen Erfahrungen. Für einzelne Betriebe sind die Kohlen durchaus irgend etwas herauskommen könnte, so würde man über die nicht verwendbar. Zum Beispiel müssen zur Aufrechterhaltung rein grundsätzliche Frage der Anerkennung der Gewerkvereins- der mechanischen Betriebe wegen der technischen Einrichtungen Vertreter vielleicht hinwegsehen können. unbedingt Kokskohlen vorhanden sein; denn die Kraftmaschinen der mechanischen Betriebe werden in der Hauptsache durch Kokskohlen betrieben, und wenn kein Koks verwandt werden kann, liegen auch diese Betriebe still. Zehn Prozent der Arbeiterschaft hat sich dem Streit nicht an geschlossen. Die Bewegung kann nur damit enden, daß die Ausständigen einsehen, bei dem Streik komme nichts für sie herans, und daß sie sich allmählich den vorhandenen Arbeitswilligen an= gliedern und sie vermehren. In einer Versammlung, die gestern in Westrich von Frauen einberufen wurde, trat u. A. auch eine Schlesierin auf, die die Wenn Regierung und öffentliche Meinung uns zu Verhand- Männer aufforderte, unter allen Umständen im Kampf auszuharren, lungen zwingen wollen, so mögen sie sehen, wie es kommt. Wir fein Mann dürfe anfahren. Sie erzählte, daß viele Familien aus haben alle politischen Parteien gegen uns. Die Regierung fürchtet Schlesien durch die Versprechung von hohen Löhnen, gesunder die Massen. 1889 verhandelte Hammacher in Berlin und redete Wohnungen usw. in das rheinisch- westfälische Kohlengebiet geholt uns Verpflichtungen auf. Wir haben inzwischen gelernt. Wir worden seien, man habe erfahren, daß die Versprechungen Lüge wollen lieber geschädigt werden, als einen faulen Frieden eingehen, seien. Nun könnten sie nicht wieder zurück, denn die Männer seien der immer wieder zu neuen Streiks führen würde. Wir lassen Wurmseucht und könnten auf den schlesischen Gruben nicht wieder uns durch Kontraktbruch keine Zugeständnisse abtrogen. Wir haben anfangen. Ueberzeugungen und wollen mit ihnen stehen und fallen. Wir dünken uns menschlich nicht mehr, als unsere Arbeiter, und sehen durchaus nicht auf sie herab. Mit jedem eineelnen wollen wir gern verhandeln und auf ganz gleichem Fuße. Wollten wir Arbeiterausschüsse zugestehen, so schüfen wir den Sozialdemofraten in unseren eigenen Betrieben Agitationsherde. Das Wagennullen durch Strafen zu ersetzen, hat sich als unpraktisch erwiesen, Lohnikalen sind undurchführbar, Erhöhung der Löhne und Verkürzung der Schicht bedeutete Erhöhung der Betriebskosten und Kohlenpreise auf absehbare Zeit in der vollen Relation. Kein Gewerbe steht so unter Aufsicht, wie der Bergbau. Wenn wirklich allgemeine Mißstände vorhanden sind, so fann die Regierung das leicht feststellen. Es ist unbegreiflich, daß die Revierbeamten noch keinen Auftrag dazu erhalten haben. Der Streit war vorauszusehen, wenn auch erst für den Frühling. Die Sozialdemokraten und die christlich- sozialen gewerkschaftlichen Fanatiker haben zuviel gehetzt. Die Kotsvorräte des Syndikats reichen noch vier Wochen, die Kohlenvorräte sind freilich geringer. Was den Bezug ausländischer Kohle betrifft, so hat das Syndikat viel Angebote erhalten und seinen Abnehmern seine kostenlose Vermittlung zur Verfügung gestellt. russisch! Es sähe am liebsten, wenn auch die schwarzen Man sieht, das deutsche Kohlensyndikat redet durchaus Schutthalden Arbeiterblut röten würde. Zum mindesten will man das Weißbluten des Hungers. In einer Versammlung in An In einer Versammlung in Annen bei Witten wurde mitgeteilt, daß die Zahl der Arbeitswilligen auf der Zeche Hamburg nur 37 betrage. In der bürgerlichen Presse ist die Zahl der Arbeitswilligen aber auf 230 angegeben. Da sieht man, wie mit den Angaben über die Arbeitswilligen geschwindelt wird. Im Gelsenkirchener Revier ist überall die Polizeistunde herabgesezt auf acht und auf einigen Stellen auf neun Uhr. Schnaps darf nicht verkauft werden und Uebertretung der Verbote wird schwer bestraft. Das Stadt- Theater in Gelsenkirchen ist geschlossen sowie überall die Konzertlokale und die Variétés. In Apenrade hat ein Streitbrecher einen Auflauf verursacht, indem er in provozierender Weise die Streifenden, die ihm durchaus nicht belästigt hatten, beschimpfte und mit Revolverschüssen bedrohte. Der Delegierte Schröder ist heute nach England abgereift, um die englischen Kohlengräber über den Streit im Ruhrrevier Aufklärung zu bringen und finanzielle und moralische Unterstützung der englischen Kameraden zu erwirken. Wie verlautet, wird beabsichtigt, die dem Bochumer Verein ge hörende Zeche„ Engelsburg" stillzulegen. Weiter wird mitgeteilt, die Verwaltung von„ Glückauf- Tiefbau" beabsichtige, nach Beendigung des Streits die Belegschaft auf 200 Mann zu verringern. Alle die Mitteilungen, wie über die einzelnen Leuten ins Haus geschickte Kündigung der Wohnung oder Auffündigung des Arbeitsverhältnisses werden als Schreckschüsse betrachtet, an welche sich die Streifenden durchaus nicht fehren. Ueberall in den Versammlungen wird betont, daß man unter allen Umständen im Kampfe aushalten werde, bis die eingereichten Forderungen bewilligt seien. Sympathiekundgebungen und behördliche Schikane. So eng auch die Schranken der kapitalistischen Ordnung sind, so wäre es doch geradezu eine Verleumdung des Kapitalismus, wenn man die provokatorischen Ausschreitungen des So fremdartig die Einzelheiten der russischen Revolution Sohlen- Barismus im Ruhrrevier für notwendige unvermeidliche der westeuropäischen Stultur flingen, so zeigt doch auch eine Erscheinungen der kapitalistischen Ordnung erklären würde. Urkunde, daß Formen und Wesen des großkapitalisti- Sein unüberwindlicher Zwang des kapitalistischen Mechanismus Die Reden des Herrn Bülow und des Herrn Möller in schen Unternehmertums in Rußland keine anderen erfordert das Wagennullen, die kontraktbrüchige Verlängerung angelegenheit des Generalstreits haben eine doppelte Wirkung find wie in der kapitalistischen Welt sonst. In der russischen der Schichtzeit, die Willkür in der Entlöhnung, die förper- gehabt. Bei der Bürgerschaft hatten sie die Sympathie für die amtlichen Darstellung über die Ursachen des Generalstreifs lichen Mißhandlungen und Beschimpfungen, die brutale Streifenden ganz bedeutend verstärkt, ganz besonders durch die finden sich einige Ausführungen über das Verhalten der Arbeit Diktatur des Unternehmertums. Alle Forderungen der deprimierende Erklärung des Herrn Möller, daß das Gruben= geber gegenüber den Forderungen der russischen Arbeiter. Was Bergarbeiter können ohne weiteres sofort angenommen werden, kapital seine Regierungskommissar e einfach hier die russische Zensur nach Westeuropa verbreiten läßt, könnte ohne daß die kapitalistische Ordnung auch nur an der Haut wieder nach Hause geschickt habe. In vielen Volksebenso gut im Ruhrrevier abgefaßt sein. Die Befriedigung einiger gerigt wird. Weder würde die Industrie zugrunde gehen, und Bürgerversammlungen, die in den letzten Tagen stattgefunden Ansprüche, so heißt es in dem russischen Dokument, müßte ein voll- noch würden die Millionäre des Kohlensyndikates zu hungern haben, ist den Streifenden ausdrücklich Sympathie erklärt, ferner ständiges Sinken der Industrie zur Folge haben. Man kennt das Lied. brauchen. Die Widersetzlichkeit des Kohlensynditats ist ein ihnen aber auch materielle Hülfe zugejagt worden. Andererseits scheint die Möllersche Rede einen scharfen Wind angefacht zu Sowie die Arbeiter etwas fordern, geht die Industrie zu reiner Willkürakt, der nicht unmittelbar in der Wirt haben. Der Bürgermeister von Essen hat ein Verbot des Sammelns grunde. Die russischen Unternehmer hätten auch die Bereitschaftsordnung begründet ist, sondern in Erzessen der erlassen, und in Dortmund geht die Polizei systematisch darauf aus, willigkeit ausgesprochen, mit den Arbeitern zu verhandeln, Interessenten dieser Wirtschaftsordnung. Gerade weil auch das Sammellisten und darauf gezeichnete Beträge zu beschlagnahmen! Eine große Versammlung fand Sonntag in Bochum statt, die von aber dies sei bei der Organisation der Ausständigen Bürgertum weiß, daß die kapitalistische Gesellschaft nicht im Auch hier wurde eine Sympathieunmöglich. Verhandlungen wären nur mit Arbeitern mindesten erschüttert wird, wenn die Forderungen der Berg- 7000 Personen besucht war. einzelner Fabriken möglich gewesen, damit wären die arbeiter bewilligt werden und weil es umgekehrt sich darüber erklärung für die Streifenden beschlossen. In allen BelegschaftsArbeiter aber nicht einverstanden gewesen. Wieder ganz der klar ist, daß diese russische Schreckensherrschaft im Ruhr- bersammlungen erklärten die Streifenden, daß sie unter allen Ums Stil der Herren vom deutschen Kohlensyndikat: Kein Ver- revier die kapitalistische Ordnung kompromittiert, darum ständen den Kampf durchsetzen werden, bis der Sieg errungen sei.Montag nachmittag fand in Court eine sehr stark besuchte Frauen= handeln mit den Organisationen der Arbeiter, sondern höchstens hat es fast einmütig gegen das Kohlensyndikat Stellung versammlung statt, in welcher überaus traurige Mißstände mit dem einzelnen Arbeiter! der genannten Zeche aufgedeckt wurden. Wahrscheinlich wird der Ausschuß der Arbeiter dafür sorgen, daß diese hier aufgedeckten Mißstände der Regierungskommission nicht vorenthalten bleiben. genommen. " Aus Dresden wird uns berichtet: Eine von mehr als zweitausend Personen besuchte Metallarbeiter- Versammlung, die im Trianon" tagte, beschloß einen Extrabeitrag von 50 Pfennig zu erheben, um die streikenden Bergarbeiter ausgiebig unterstützen zu können. Die Versammlung beschloß weiter, aus dem Lokalfonds der organisierten Metallarbeiter Dresdens sofort 2000 Mark in das Ruhrgebiet zu entfenden. Dienstag finden in Dresden acht Volks* Verbot von Sammlungen. Nach Meldungen vom Dienstag hat die Bochumer Behörde Sammlungen für die Ausständigen verboten! Stellen sich nunmehr die Behörden in den Dienst der Wenn es nach dem deutschen Unternehmertum ginge, so Wenn trotzdem die Herren vom Kohlensyndikat darauf behätten wir auch im Ruhrrevier die Zustände, wie sie in den harren, keinen Schritt den Bergarbeitern entgegenzukommen, so Volksschlachten in Rußland aufschreien. Es ist kein Unterschied nimmt das Syndikat offenbar seine trogige Haltung nur deshalb zwischen den Großkapitalisten, die soeben in Baku Zehn- ein, weil es dank seiner mächtigen Beziehungen weiß, daß es untausende von Arbeitern in den Streit gehezt haben, um die gestraft so handeln kann. Wären die Herren im Ruhrrevier Preise des russischen Petroleums in die Höhe zu schrauben, nicht überzeugt, daß die Regierung nicht wagt, ihnen ein und den Herren Kirdorf, Thyssen, Stinnes, welche die deutschen Haar zu krümmen, so würden sie von vornherein mit der Arbeiter so lange mißhandelt haben, bis sie nicht anders Gefahr rechnen, daß auf gesetzgeberischem Wege ihre Willfür fonnten, als die Arbeit niederzulegen und dem Syndikat die herrschaft ohne jede Schwierigkeit gebrochen werden kann. Möglichkeit zu geben, die Kohlenpreise aufwärts zu treiben. Binnen drei Tagen läßt sich zwischen dem Bundesrat und dem versammlungen statt, die sich mit dem Riesenausstand beschäftigen Die ganze öffentliche Meinung Deutschlands ist gegen deutschen Reichstag leicht eine gesetzliche Regelung erzielen, follen. Acht weitere Versammlungen sollen Mittwoch im Blauenschen zwingendes Grunde tagen. das Kohlensyndikat. Wenn werftätige Hülfe für die die die Forderungen der Bergarbeiter als Es läßt sich gefeßlich das Wagenstreifenden Arbeiter im wesentlichen auch nur im Kreise des Recht proklamiert. Die Achtstunden- Schicht einschließlich der Proletariats zu finden ist, so wagen doch selbst Nationalliberale nullen verbieten. und Konservative nicht mehr, das Kohlensyndikat zu ver- Seilfahrt einzuführen hat gar kein Bedenken und ebenso lassen teidigen. Auch der düpierte Minister des Kohlensynditates, sich die anderen Forderungen im wesentlichen gesetzlich regeln. Herr Möller, mußte am letzten Sonnabend einlenken. Für die Reichsregierung, die so stolz auf die sozialpolitische Aber alles das sind Stimmungen, Worte, die auf den Aufgeklärtheit Deutschlands ist, sollte nach den Erklärungen Syndikatsprovokationen? Kohlenzarismus im Ruhrrevier nicht den mindesten Eindruck des Herrn Kirdorf nun wirklich ernsthaft an die Frage heranmachen. In einer Unterredung mit einem Korrespondenten treten, ob sie den Weg der Reichs- Gesetzgebung nicht unverNach dem Kohlenstreifgebiet im Ruhrrevier sind am der Frankfurter Zeitung", die telegraphisch übermittelt wird, züglich einzuschlagen hat. Es bedürfte gar keiner langen Verhat der Leiter des Kohlensyndikates seine und seiner Kumpane handlungen des Bundesrats, um Forderungen gesetzlich fest- Dienstag noch weitere 20 Mann der Berliner Schuhleute abAnschauungen dahin ausgesprochen, daß an ein Nachgeben zusehen, die in anderen Ländern längstens rechtens sind. gegangen. gegenüber den Forderungen der Bergarbeiter nicht zu denken Selbst wenn man die eine oder die andere Forderung, wie Es geht aus diesen Maßnahmen hervor, daß Berlin und fei. Das Kohlensyndikat vertritt, genau wie das russische Unter- etwa die Feststellung von Minimallöhnen für nicht spruchreif Preußen an Polizei- lebervölkerung leidet! nehmertum, nicht etwa gemeinste materielle Interessen, bewahre, hält und ihre Durchsetzung der Selbsthülfe der Arbeiterschaft sondern, wie Herr Kirdorf ausführte, die heiligsten Güter der überläßt, so sind die Mehrzahl und gerade die wesentlichsten Nation; die Zechenbesitzer verteidigten nicht materielle Interessen, Forderungen der Bergarbeiter so selbstverständlich, daß sondern Ueberzeugungen! Was das für Ueberzeugungen ihre Fassung in Paragraphen feine Arbeit, faum eine Befind, hat Herr Kirdorf nicht verraten, aber es ist offenbar die gründung erfordert. Für den deutschen Reichstag, der ja Ueberzeugung, daß in der deutschen Industrie mur einer Herr unmittelbar vor der Beratung des Etats des Reichs Bureaus") es des Innern steht, sollte sein dürfe, nämlich das Kohlensyndikat. amts ** Abwanderung der Schuyleute. * Solidarität englischer Bergarbeiter. ( Telegramm.) Glasgow, 24. Januar.( Meldung des„ Reuterschen Eine Privatversammlung der schottischen Bergnunmehr Pflicht arbeiter- Vereinigung hat einen Antrag angenommen, den AusDie 14 Forderungen der Bergarbeiter bezeichnete Herr sein, die Folgerungen aus der dreitägigen Interpellations- ständigen in Westfalen ihre Sympathie auszudrücken. Die Kirdorf nach Meinung aller Kohlengroßfürsten für gänzlich debatte über den Streit im Ruhrrevier zu ziehen und den schottischen Mitglieder der englischen Vereinigung sind beunanuehmbar; daher wären Verhandlungen aussichtslos. Bundesrat dahin zu beeinflussen, daß er alsbald ein Berggesetz auftragt, darauf zu dringen, daß den deutschen Bergarbeiteru Sähen die Zechenbefizer eine Möglichkeit von Verhandlungen, vorlegt, das sofort in Kraft tritt und der Willkürherrschaft der nur jede mögliche Geldunterstützung zu teil werde, und zu verbei denen irgend etwas herauskommen fönnte Herren des Kohlensyndikats, der Mißhandlung der nationalen langen, daß eine nationale Bergarbeiter- Versammlung einberufen werde, um für weitere Geldunterstützung zu sorgen. nämlich ein Profit für die Unternehmer!- so würde man Gemein- Jutereffen wenigstens in etwas ein Ziel setzt. über die rein grundsägliche Frage der Anerkennung der Ge- Worte haben wir nun genug gehört. Es ist zu verlangen, werkvereins- Vertreter vielleicht hinwegsehen können. Schließ- daß die Reichsregierung rechtzeitig der sozialpolitischen Karlich stellte Herr Kirdorf das Ultimatum: Keine Verhandlungen, tätschenpolitik des Kohlensyndikats vorbeugt. Wenn schon das tein Entgegenkommen, keine Verträge! Herr Kirdorf führte Unternehmertum im Ruhrrevier ebenso russisch ist, wie das in diese Gedanken wie folgt aus: Rußland, so sollte man doch wenigstens hoffen, daß die Regierung so viel Verantwortlichkeitsgefühl hat, um sich durch Rußlands Erfahrungen schrecken zu lassen. Zur Lage. * Nationalliberale Streitzenfur. Auch die Nationalliberalen haben sich im Reichstag durch ihren Leder- Heyl gegen das Kohlensyndikat fanft gewandt. Nationalliberale Blätter dulden aber selbst im Inseratenteil die Aufrufe nicht, sondern zenſurieren sie in russischer Weise. In dem Hildesheimer Tageblatt" wurden folgende Säße eines Sammelaufrufs aus dem Inserat gestrichen: Es liegt mir daran, Sie davon zu überzeugen, daß wir nicht Protzen sind, die nur ihre Geldfacinteressen lennen, sondern daß auch wir leberzeugungen haben, denen wir bis zur letzten Ron... Forderungen, die von jedem einigermaßen human denkenden Menschen als nur zu berechtigt anerkannt werden. Welche Schmach sequenz, und sollte man uns absetzen, tren bleiben wollen. Verteidigten wir nur materielle Jnteressen, so müßten wir ja zu Verauch die nach besserer menschenwürdiger Behandlung findet. Schon für ein Unternehmertum, wenn sich unter Forderungen der Arbeiter handlungen bereit sein. Aber Pflicht und Gewissen sagen uns, diese allein kennzeichnet die Leiden, denen unsere Arbeitsbrüder im daß jederlei Verhandlung nur die eine Folge hätte, den gegen- Die Zahl der Streikenden verändert sich jetzt nur noch sehr stohlenrevier ausgesetzt sind. Wohlan denn, ihr Arbeiter, die wärtigen Konflikt in die Länge zu ziehen und die Streifenden im wenig. Fortgesetzt werden Betriebsbeschränkungen vorgenommen. Bechenbarone, fie haben den Kampf gewollt, fie follen ihn haben; Widerstand zu bestärken. Eire Sprengstoff- Fabrik in Gastrow mußte den Betrieb einstellen, auf zur Unterstützung unserer braven Kameraden!" Unser E- Korrespondent telegraphiert aus Dortmund, vom Dienstag abend: ,, unerwünschte Einmischung des Reichstags" Arbeit ein. Arbeiterklubs habe in ihrer Kasse 15 000 Rubel. Den Be- 1 die russische Verwüstung. Fast alle Staaten haben sich dazu ev nennt die„ Post" die Verhandlungen über die Interpellation Auer: dürftigen würden nur ganz begrenzte Summen ausbezahlt. niedrigt, unter dem Vorwande einer Anarchistenkonvention in ihrem „ Wenn in der gestrigen Reichstags- Sizung mehrfach eine Mit- Die Arbeiter der großen Kasselfabrik von Bari hatten am eigenen Bereich russische Spielfilialen zuzulassen und mit der wirkung dieser Körperschaft zur Beseitigung des wirtschaftlichen Dienstag die Arbeit aufgenommen, darauf drangen Arbeiter russischen Polizei zu konspirieren. Krieges im Ruhrgebiet angeregt worden ist, so hat sich der von den Elektrizitätswerken in die Fabrik ein und ver- Die Großfinanz Europas, ja der ganzen Erde, münzt aus der Es handelt sich dabei um eine rein preußische Angelegenheit, und langten Einstellung der Arbeit. Die Fabrik stellte darauf die Arbeit der ausgebeuteten Völker das Gold, das sie dem Zarismus hingibt, um seine Kreaturen zu bezahlen. Die zivilisierten Staaten wir bedürfen zu deren Ordnung einer Bevormundung durch den Reichstag nicht im mindesten." Die gebildeten Stände sezen die Sammlung von Mitteln bringen den Sold auf für die Kosaken, die alle Menschlichkeit füfilieren. für die Verlegten fort. Keine offizielle Regierung hat Einspruch gegen die neuen Ver Verhaftungen aus Arbeiterkreisen sind noch nicht vor brechen des Zarismus erhoben nicht das mildeste Wort. Keine gekommen; die Führer der Bewegung befinden sich auf freiem Regierung wird es tun. Im Gegenteil: Niemand würde erstaunen, Fuße. Wassiliew, der als Vertreter einer Abteilung des wenn aus westeuropäischen Staaten offizielle Telegramme nach Arbeiterklubs Gapon am Sonntag begleitete, ist getötet worden; Petersburg gelangten mit der freundschaftlichen Mahnung: Ja nicht drei Genossen Gapons sind verwundet. Gapon selbst soll sich vor dem Bolte zu kapitulieren. versteckt halten. Der Aufruf, den jüngst westeuropäische Intellektuelle erließen, In der Nacht zum Dienstag wurden der Professor den russischen Zarismus außerhalb des zivilisierten Völkerrechts zu Karejeff, die Schriftsteller Beschechonoff und Armensky sowie stellen, ihn zu erkommunizieren, findet bei den kapitaliſtiſchen die Stadtverordneten Rechtsanwälte Kedrin und Schmitnikoff Regierungen feinen Wiederhall. Sie stärken den Trotz des Absoluverhaftet. tismus, sie fühlen sich ihm inniger verbunden als den eigenen Völkern. Nikolaus II., wie immer er feige zittert vor dem Rächer, bleibt Der Streit, dessen Erschütterungen in der ganzen Welt der Wirtschaft fühlbar werden, ist nur eine preußische Angelegenheit, natürlich nicht wegen Preußen, sondern wegen des preußischen DreiHassen- Wahlsystems. Das Reich wird hoffentlich durch die Tat sein Recht beweisen, daß der Streit Reichsangelegenheit von elementarstem Interesse ist. Noch eine Kardinal- Streikspende. * * Nach der Kölnischen Volkszeitung" übersandte der Kardinal Kopp der Geschäftsstelle dieses Blattes 3000 M. für die notleidenden Berglente des Ruhrkohlenbezirks. Diese Gaben einzelner Kirchenfürsten machen aber die Unterlassung des Zentrums nicht gut, daß es nicht als Partei sich an den Sammlungen beteiligt. * Druckfehler- Berichtigung. In der gestrigen Nummer muß es in der Ueberschrift auf Seite 4 Spalte 1 oben„ Der Polizei schreck" in der Nacht zum Dienstag: die Hauptstadt ist jeg staaten die Würde der Menschheit gegenüber dem Zarismus vers Ein Stimmungsbild aus Petersburg. Aus London meldet ,, Laffan" von Dienstag früh: immer noch der Zar der Welt des Kapitalismus, der reizende Die Revolution hat jetzt im Ernst begonnen, telegraphiert Kamerad aller Staatsoberhäupter, der geliebte Vetter der dynastischen der Petersburger Korrespondent des Daily Chronicle", Familien. Nur die Sozialdemokratie ist es, die in allen Kultur buchstäblich eine Stadt der Schreckensnächte. Lichter sind erloschen, die Straßen liegen in tiefster teidigt. Dunkelheit, die Waffen der ( statt Polizeistreif) heißen. Die Revolution schreitet fort! Soldaten rasseln rasseln über In Frankreich haben unsere Genossen seit jeher diesen un das Pflaster, dazwischen tönen gelegentlich Schüsse und natürlichen Bund der revolutionären Republik mit dem Absolutismus Ein Heer dunkler, aufregender, aber ebenso widerspruchs. dann und wann ein dumpfer, tiefer Knall, der gefährlichere bekämpft. Jaurès schreibt über„ Den Tod des Zarismus". Der so betitelte voller Meldungen dringt seit Sonntag aus Rußland zu uns Explosionen ankündet, denn die durch das Gemezel herausherüber. Der private Nachrichtendienst versagt nahezu völlig, geforderte Revolution antwortet jetzt mit Dynamit. Ueberall Artikel lautet in seinen Schlußfäßen wie folgt:„ Es gibt eine Stufe und wenn die entsetzlichen Ereignisse des Sonntag scheinbar in den Vorstädten, wo Truppen zusammengezogen sind oder des Verbrechens, worauf absolute Regierungen nicht sinken dürfen, auch auf die Depeschenzensur einen Augenblick lähmend ge- öffentliche Gebäude stehen, werden Bomben geworfen. Eine wenn sie nicht alle Beziehungen mit freien Völkern unmöglich Kein konstitutioneller Souverän und fein wirkt haben, so wird diese jetzt umso erbarmungsloser gehand- Bombe wurde unter die Kosaken am Winterpalast geschleudert. machen wollen. habt. Kann man also nicht wissen, wie weit die Macht. Die Revolutionäre werden von Stunde zu Stunde fühner. republikanisches Staatsoberhaupt der Welt kann, organisation des Zarismus heute schon zerrüttet ist, und Alles deutet auf das Heranziehen einer großen Umwälzung behagen und Verlegenheit zu empfinden, Verbindungen aufscheinen auch mancherlei Anzeichen darauf hinzudeuten, daß hin. Die einzige Hoffnung des Zarenhauses sind jetzt die recht erhalten drüben bereits die vollste anarchische Auflösung des Despo- Truppen, die vorläuffg noch treu bleiben. tismus herrscht, so ist dem System des Zarismus sicher doch bisher eine Macht treu geblieben: die Zensur. Der Zensor ist der Kapitän des russischen Staatsschiffs, er will das Sinkende nur als Letter verlassen. Es gärt in Moskau und allüberall. Mehr noch als das verhältnismäßig moderne Petersburg ist die im Innern des Reiches gelagerte altertümliche Hauptstadt Moskau von allem freien Weltverkehr entfernt. Hier Was an Nachrichtenmaterial vorliegt, stammt aus zwei hat die Zensur leichte Arbeit. Immerhin deutet das, was gleich trüben Quellen: dem russisch- offiziösen Meldedienst des amtlich zugegeben werden muß, darauf hin, daß die Arbeiter Wolffschen Bureaus und den wilden völlig unkontrollierbaren Moskaus dem Beispiele ihrer Petersburger Kameraden folgen. Berichten von Berliner, Pariser und Londoner Bürgerkriegs- Bis Dienstag mittag sollen 10 000 von ihnen in den AusKorrespondenten. Wenn sich aus dieser wirren Masse irgend stand getreten sein, zu ihnen gehören auch die Sezer, so daß ein sicher Stern auslösen läßt, so ist es der: Es ist den russischen Mittwoch früh mehrere Zeitungen nicht erscheinen werden. Behörden nicht gelungen der Volksbewegung durch den Aderlaß Weiter wird amtlich vom Dienstag gemeldet: vom Sonntag ein Ende zu bereiten. Die Arbeiter Rußlands Die Stimmung in den Arbeiterkreisen war morgens stark find nicht entmutigt, sondern sehen den Kampf gegen den erregt, gegen Abend aber ruhiger geworden. Eine größere Despotismus mit heldenhaftem Opfermnt fort. Die Bewegung typographische Anstalt, welche vier Zeitungen druckt, hofft sich hat Moskau ergriffen und springt auch auf andere Städte des mit den Arbeitern zu einigen und dann sofort die Arbeit beReiches über. Petersburg begräbt seine Toten, aber die ginnen zu können. Die Bäcker, Kutscher und Dienstboten verhalten sich ruhig. In einer Vorstadt Moskaus sammelten sich im Laufe des Nachmittags kleine Gruppen von Arbeitern an. Im Zentrum und in der Kremlstadt herrscht vorläufig Ruhe. Revolution lebt! Diese Ueberzeugung herrscht auch in unterrichteten Streifen Londons. Wir erhalten von dort vom 24. Januar abends folgendes Privattelegramm: ohne mit einem menschenmordenden Absolutismus, der es versucht, die bescheidensten und gerechtesten Forderungen der Freiheit im Blute zu ersticken. Will Rußland mit der Zivilisation ferner in Berührung bleiben, so muß es sich vom Zarismus befreien... Und welches Echo werden die Ereignisse von St. Peters burg bei den Soldaten in der Mandschurei hervorrufen?" * * * Die ErUeber die Kundgebungen in Frankreich erhalten wir folgendes Privattelegramm aus Paris: Paris, 24. Januar, 6 Uhr 35 Min. nachmittags. regung wegen der Petersburger Vorgänge wächst. Der Vorstand der Arbeitsbörse schickte einen Brief an die russische Botschaft mit dem Ausdruck der Verachtung. Das Komitee der Freidenker richtet einen Aufruf an die Sozialisten und Republikaner, daß sie von der französischen Regierung den Bruch der Alliance mit dem Zaren fordern. ,, Humanité" eröffnet eine Geldsammlung für die Familien der russischen Opfer. Eine gleiche Geldsammlung ist von einem Komitee von Professoren und Studenten begonnen. Heute veranstalteten Pariser Studenten eine Kundgebung auf der Straße gegen den Zarismus; sie wurden von der Polizei zerstreut. Der Lyoner Gemeinderat, der aus Sozialisten und Radikalen besteht, beschloß mit 42 Stimmen bei 2 Enthaltungen einen Protest gegen die russische Regierung und Sympathie für die Boltsbefreiung. Baris, 24. Januar.( W. T. B.) Die sozialistische Gruppe der Stammer hat 100 Francs für die Opfer in Petersburg bewilligt, um so gegen die blutige Unterdrückung zu protestieren. % * * Kammer- Demonstrationen in Italien. ( Privatdepesche des Vorwärts".) " Alle Petersburger Nachrichten und alle Londoner PreßAuf polizeiliche Anordnung sind die Waffen aus den fommentare stimmen darin überein, daß Rußland in eine revo= Intionäre Periode eingetreten ist. Die„ Zime3" schreiben, ein Schaufenstern der Waffenhandlungen entfernt worden. Die Blutstrom fließe nunmehr zwischen dem Baren und dem russischen meisten Waffenhändler haben ihre Läden geschlossen. Bolle, und die ganze Welt empfinde, daß mit dem 22. Januar Welche Mittel zur„ Beruhigung" der Arbeiter anein neues Stapitel russischer Geschichte beginnt. Wohl die Lehr- gewendet worden sein mögen, verschweigt der amtliche Bericht. reichste Petersburger Depesche enthält der heutige Daily Nach privaten Nachrichten soll in einigen anderen russischen Telegraph". Sie besagt folgendes: Die revolutionäre Be Städten der Generalstreit teils schon ausgebrochen sein, wegung ist eine spontane Aeußerung der Arbeiterklasse und wurde wie in Kowno, oder in Vorbereitung sein, wie in Lodz. feineswegs von bürgerlichen Führern aufgestachelt. Das fort- Auch in Batu muß ähnliches passieren, denn die schreitende Wachstum des revolutionären Geistes macht den Rom, 24. Januar. 5 Uhr 20 Min. nachmittage. Eindruck eines herannahenden Sturmes; es ist das Resultat des Petersburger Telegraphenagentur sieht sich plötzlich verDie Sozialisten Turati und Biffolati übersandten dem MinisterWirkens von Naturgesetzen. Irgendwelche bewußte Aktion war dabei anlaßt zu melden, daß die Arbeit in den Naphtawerken präsidenten folgende Interpellation: faum vorhanden, tein einziger Afteur im Drama war fich des Gesamt- wegen des Schnees" unregelmäßig sei; andere Fabriken Wir fragen die Regierung, ob sie die Verpflichtung gefühlt plans bewußt. So tamen Professoren, Akademiker, Beamte, Ge- hätten ihre Tätigkeit teilweise wieder aufgenommen. hat, bei der russischen Regierung die Entrüstung und den Abscheu heimräte zum Diner zusammen, ahnungslos, daß sie aufgefordert Daß die Feuersbrunst von Sewastopol auf Ereignisse werden sollten, ein Dokument zu unterzeichnen, das den Zaren revolutionärer Art zurückzuführen ist, ist so gut wie gewiß. Zweifelganz Italiens über die Mezeleien in Petersburg zum Ausdruck zu ersucht, die Autokratie abzuschaffen. Wenn ihnen vorher so etwas haft bleibt allerdings, wie weit ein Bericht des Londoner ,, Daily bringen. zugemutet worden wäre, wären sie zu Hause geblieben. Während Expreß" richtig ist, der erzählt, die Feuersbrunst im Marine solidarischen Gruß und brüderliche Sympathie dem russischen Volke In der Kammersizung sandte der Republikaner Mirabelli des Diners kommt aber ein Teilnehmer auf den Gedanken, eine Diese fanden bei ihrer schriften zu verlangen. Anfangs erschraten alle, dann aber ergriff zurückzuführen. nach wenigen Minuten alle der revolutionäre Geist und sie unter- Tore der Kaserne geschlossen, ( Beifall und Händeklatschen links. Von der Rechten ruft man: Zur Ben Boltstiefen auf, aber fie ergreift auch die oberen Schichten Offiziere auf, die Tore öffnen zu lassen. Als die letzteren sich Die Berliner Arbeiter und der Kampf zeichneten mit Enthusiasmus. Die revolutionäre Welle stieg aus befürchtete. Als die Matrosen dies feststellten, forderten sie die Drömung! Von links ruft man: Für Freiheit und Recht!) mit elementarer Gewalt. Die Intellektuellen unter Leitung weigerten, sprengten 600 Matrosen die Tore und griffen die Hessens, des Redakteurs des Brawo". bilden eine Art Jakobinerklub Offiziere an, von denen mehrere verlegt wurden. Einige und sind sich wohl dessen bewußt, daß sie entweder zum Konvent im Ruhrrevier. und sind sich wohl dessen bewußt, daß sie entweder zum Konvent gewählt oder zum Galgen geschleppt werden würden. Sie sind andere Offiziere, welche sich durch die Fenster zu retten suchten, Das war eine imposante Kundgebung, welche die Arbeiterschaft Die Designierten einer provisorischen Regierung. Die Finanzwelt erlitten dabei Armmeuternden von Berlin und den Vororten gestern abend zugunsten ihrer Klassen. warnen sie vor zarischen Anleihen, da nach dem 22. Januar der Matrosen steckten dann das Offizierskafino in Brand. Der genossen, der streikenden Bergarbeiter im Ruhrgebiet, veranstalteten. Kampf um die Souveränität zwischen dem Zar und dem Bolte kommandierende General fandte eine Abteilung Infanterie Daß die Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins, gleich dem Proletariat gegen die Matrofen mit dem Befehl, sofort das Feuer auf ganz Deutschlands, ja der gesamten industriellen Welt seit dem die Matrosen zu eröffnen, die Soldaten weigerten sich jedoch trotz wiederholter Befehle; auch als der Oberst eine Ansprache hielt, erklärten die Mannschaften, sie würden beim Befehl zu feuern auf die Offiziere schießen. Darauf wurde jedes militärische Einschreiten eingestellt. Deklaration gegen den Absolutismus zu entwerfen und Unter- depot von Sewastopol sei auf die Tat von Matrosen in seinem Heldenkampfe gegen den blutbefleckten Selbstherrscher. bereits entbrannt sei. " Diese Petersburger Depesche stammt von Dr. Dillon, einem der bedeutendsten Publizisten Englands. Seine Informationen sind einwandfrei. Nene Unruhen in Petersburg. Am Abend des Dienstag hat es in Petersburg neue Massenansammlungen und neue Angriffe des Militärs gegeben. Amtlich wird darüber nur gemeldet: Petersburg, 24. Januar, nachmittags 4 Uhr. Kojaken verfolgen eine Menge von Arbeitern und schlagen mit Säbeln auf sie ein. Einige Arbeiter sind verwundet. 5½ Uhr abend. Auf dem Newski- Prospekt und in den anliegenden Straßen ist die Haltung des Publikums unruhig. Alle Fenster der Erdgeschosse sind durch Bretter verschlossen. weil man und Beinbrüche. Die Die Schuld Europas. Rückkehr die einen Aufruhr Beginn des gewaltigen wirtschaftlichen Kampfes im schwarzen Reiche mit ihren Sympathien auf der Seite der lange gedrückten und geknechteten Bergarbeiter stehen, ist selbstverständlich. Gestern abend jedoch trat die Solidarität der Berliner Arbeiterschaft mit den durch die schrankenlose Willkürherrschaft der Grubenmillionäre in den Stampf getriebenen Bergstlaven sichtbar und weithin hörbar in die Erscheinung. In achtundzwanzig imposanten Versammlungen waren viele Tausende von Proletariern und Proletarierinnen zusammengekommen, einig in dem Gedanken, dem sie durch ihr Erscheinen, ihr Verhalten und ihre Beschlüsse Ausdruck verliehen: Ihr, die Ihr Die ganze zivilisierte Welt entsetzt sich über die russischen im finsteren Schacht, dem Licht der Sonne und der frischen HimmelsStillen Ozeans Greuel; der Admiral des bon luft entrückt, täglich und stündlich von Gefahren umlauert, keinen Menschenblut, der Zar, der Verantwortliche des Entfezens, ist Augenblick Eures Lebens und Gurer gesunden Glieder sicher, um der Abscheu aller Menschen. Kaum wagt sich noch irgend ein Un- den färglichsten Lohn frondet; Ihr, die Ihr seit Jahren unter dem Wenn man bedenkt, daß diese dürftigen Nachrichten aus hold mit dem Bekenntnis hervor, daß es die heilige Sache des harten Druck des rücksichtslosesten Unternehmertums und seiner derselben Quelle stammen, die von der Zahl der Sonntags- Absolutismus wohl wert sei, daß ein paar Tage Menschenblut in brutalen Helfershelfer schmachtet, eines Unternehmertums, das in unersättlicher Profitgier Millionen auf Millionen häuft, Euch aber opfer höchstens ein Zwanzigstel angegeben hat, so darf man Strömen über die Straßen fließe. den fargen Lohn noch weiter fürzen und die schwere Fron im finsteren wohl annehmen, daß es sich auch am Dienstagabend um recht Dennoch klagt das in Petersburg geopferte Blut nicht nur den Schoß der Erde noch weiter verlängern will: Ihr kämpft einen ernste Vorgänge handelte. Die Situation wird dadurch ver- 3aren, nicht nur die Horde der Großfürsten, nicht nur die herrschende gerechten Kampf und wir, die Arbeiterschaft Berlins, wir werden schärft, daß die elektrische Beleuchtung seit Montagabend versagt. Bureaukratie Rußlands an, die Staaten Europas stehen allesamt im Verein mit dem Proletariai ganz Deutschlands Euch in diesem Die Arbeit auf der Zentralstation der belgischen elektrischen mit den russischen Verbrechern vor dem Gericht der Weltgeschichte. Stampfe unterſtüßen. Unsere Sympathie ist auf Eurer Seite, unsere Gesellschaft ist eingestellt worden, und diese Gesellschaft hat Ihre Schuld ist es nicht zum mindesten, daß der Barismus Ver- werktätige Hülfe und tatkräftige Unterstüßung soll Euch werden.. die meisten Beleuchtungs Abonnenten, sodaß auch die Privat- brechen auf Verbrechen häufen konnte. Die tapitalistischen Staaten zeigte sich, daß die Berliner Arbeiterschaft den lebhaftesten Antell Schon in dem ungewöhnlich starken Besuch der Versammlungen häuser ohne Licht bleiben. Allerdings soll nach einem amt- Europas duldeten nicht nur, sie förderten auch die Schreckensherrschaft zeigte sich, daß die Berliner Arbeiterschaft den lebhaftesten Antett nimmt an den Kampfe, welchen ihre Arbeitsbrüder im Ruhrgebict lichen Beruhigungstelegramm die Störung nur vorüber im Osten. führen. Schon lange vor 8 Uhr strömten die Versammlungsgehend gewesen sein. Die Elektrizitäts- Gesellschaft Helios Jüngst hat der Fürst Uchtomsky, ein russischer Liberaler, offen befucher, Männer und Frauen, in dichten Scharen den Versamms mußte, wie es heißt am Montag gegen 6 Uhr, die Peters- beklagt, daß Europa das russische Volt nicht in seinem Freiheits- lungslokalen zu. Um 8 Uhr waren die meisten Säle bereits dicht be= burger Gesellschaft für elektrische Beleuchtung um 8 Uhr fampf unterstützt:„ Alles schweifwedelt vor dem Barismus!" jetzt. Aber noch immer famen Scharen von Einlaßbegehrenden. abends den Betrieb einstellen, weil das Personal nicht weiter Preußen- Deutschland voran! Tua res agitur, Deine eigene Man rückte zusammen so eng es gehen wollte, und bald waren auch arbeiten wollte. Nach einigen Stunden konnte in beiden Sache steht auf dem Spiel, rief der preußisch- deutsche Justizminister die äußersten Winkel dicht besetzt. Hunderte, die nach der polizeilichen Zentralen der Betrieb für die Straßenbeleuchtung mit Mavine vor einem Jahre aus, als er die herrschenden Parteien Deutschlands Absperrung eines überfüllten Sales feinen Einlaß mehr fanden, personal wieder aufgenommen werden. Das gesamte Netz zum Kreuzzug gegen die russischen„ Anarchisten" nach Königsberg sich dasselbe Bild, Schutzleute sperrten den Eingang, weil der Saal eilten einem anderen Versammlungslokal zu. Aber auch hier zeigte stehe seit Dienstag früh sieben Uhr wieder unter Stromt. rief. Tua res agitur in Wahrheit Deutschland hat mit das bereits überfüllt war. Wie groß die Zahl derer sein mag, die vers Der Generalstreik dauert fort. Amtlich wird Blut der Edlen vergossen, das den russischen Schnee färbt. gebens Einlaß fuchten, läßt sich nicht angeben, da die Polizei, soweit behauptet, daß die in den Kassen der Arbeiter vorhandenen Frankreich schmachtet noch immer in unwürdigem Bunde mit wir es beobachten konnten, jeden Aufenthalt vor den Lokalen unterMittel unbedeutend seien; nur die Narwascher Abteilung des Rußland. England findet gelegentlich Worte, aber keine Taten gegen| fagte. Was schon der äußerst starke Besuch der Versammlungen er- Dichtgedrängt, Kopf an Kopf saßen im abgesperrten Saale des Orten fehlt noch, doch kann dieses an dem EndPennen ließ, das bestätigte der Verlauf derselben aufs neue. Mit Elysium" zirka 1000 Männer und Frauen, um den Worten des ergebnis nichts mehr ändern. Der Sieg ist umso höher gespannter Aufmerksamkeit folgten die Zuhörer den Schilderungen als Referenten erschienenen Genossen Hugo Heimann zu zu veranschlagen, da er nicht auf eine Zersplitterung der des Elends der Bergarbeiter. Wohl die meisten Versammlungs- lauschen. Redner erklärt zum Schluß seiner Ausführungen, nicht Am 16. Juni 1903 war der verstorbene Genosse Albert Schmidt gleich im ersten Wahlgange mit 20 261 Stimmen gewählt worden. = besucher haben das traurige Los des Proletarierdafeins am eigenen umhin zu können, auch den jetzigen Vorgängen in Rußland einige gegnerischen Kräfte zurückzuführen ist. Die Hülfe, die dem Leibe erfahren, und sie wissen, was die Lohnftlaberei bedeutet, aber Worte zu widmen. Er schildert sodann die bis jetzt bekannten Tate Nationalliberalen von dem Bund der Handwerker und Landdie besonderen Verhältnisse, die das Los des Bergmannes zu einem sachen, und die Versammlung ehrt hierauf die Opfer des Zarismus wirte ursprünglich verweigert wurde, ist ihm schließlich doch in der allerdrückendsten gestalten, übertreffen denn doch alles, was groß- in der üblichen Weise. Langanhaltender, tosender Beifall lohnte den ausgiebiger Weise gewährt worden. Die rund 8000 Stimmen, städtische Lohnarbeiter gewohnt sind. Die Schilderungen der fort- Referenten. Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Die die Rahardt im ersten Wahlgange aufgebracht hat, sind jetzt gesezten Bedrückung der Bergarbeiter durch die profitlüsternen Tellersammlung wurde am Schluß der Versammlung fortgesetzt. Blacke restlos zugefallen. Andererseits haben wir noch rund Grubenbarone erregten allgemeinen Unwillen. Jeder Zuhörer Die Versammlung in den Andreas sälen war von über 3000 Mann Reserven aufgebracht.. fühlte: Eine seit Jahren auf das äußerste bedrückte und gequälte 1200 Männern und Frauen besucht und wurde um etwa 81 Uhr wegen Arbeiterschaft ist es, die sich im Ruhrgebiet auflehnt gegen den Ueberfüllung abgesperrt, obgleich Tische und Stühle aus dem Saale Ucbermut des Unternehmertums, gegen den schändlichen Betrug, der entfernt waren. Die Galerie durfte leider infolge eines polizeilichen in Form des Wagennullens an den Bergarbeitern geübt wird, und Verbotes nicht befegt werden. Referent war in dieser Versammlung überall, wo Proletarierherzen schlagen, erkennt man es als vor- Genosse Wermuth, der, mehrfach schon von Beifall unterbrochen, auch Nach einer Wolffschen Depesche waren um 10 Uhr abends nehmste Pflicht, den kämpfenden Brüdern an der Ruhr tatkräftige am Schluß seiner Ausführungen mit minutenlangem tofendem Bei- 17 796 Stimmen für Albrecht, 16 645 für Place gezählt Hülfe zu leisten. Gerechten Unwillen erregte auch die Haltung der fall belohnt wurde. Die Tellersammlung zugunsten der Ausgesperrten worden. Regierung, die dem Treiben der Kohlenbarone seit Jahren untätig wurde am Schlusse der Versammlung wiederholt. Eine spätere Wolffsche Meldung besagt: Bei der Reichszusah und mit Rücksicht auf die mächtigen Syndikatsherren auch In der vom fünften Berliner Reichstags- Wahlkreis nach tagsstichwahl im Wahlkreise Calbe- Aschersleben erhielten jetzt noch nicht wagt, den berechtigten Forderungen der Bergarbeiter den Musiker- Sälen, Kaiser Wilhelmstraße, einberufenen und Albrecht( S03) 21 719 und Blacke( Natt.) 19 433 Stimmen. Gehör bei den Unternehmern zu schaffen. Freilich auch das von etwa 1500 Personen besuchten Versammlung geißelte Genoffe Albrecht ist somit gewählt. wurde in den Versammlungen ausgesprochen die Bergarbeiter Singer zunächst die neuen unerhörten Greueltaten des ZarisTonnten dem unerhörten Druck des Unternehmertums nicht den er- mus. Die in Petersburg an den Tag gelegte Tapferkeit habe zu forderlichen Widerstand entgegenseßen, weil es noch Zehntausende einem vorläufigen Siege über Arbeiter geführt, die nur eine Bittinter ihnen gibt, die der Organisation fernstehen, und weil die, schrift überreichen wollten und Tausenden von ihnen den Tod welche sich organisiert haben, in verschiedene Organisationen zer gebracht. Das dort geflossene Blut sei ein revolutionärer Samen, aus splittert sind. Aber niemand denkt daran, jezt über diese Dinge dem eine erfreuliche Saat, die Beseitigung des mordlustigen zu rechten. Der Stampf ist entbrannt, und in solcher Situation Barismus, ersprießen könne. Zu Ehren der gefallenen und noch kennen die Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins nur eine Losung: im Stampfe stehenden Freiheitshelden erhob sich die Versammlung Den fämpfenden Arbeitsbrüdern an der Ruhr beizustehen, ihren von den Plätzen. Der Referent entwarf hierauf unter großem BeiKampf in jeder Weise zu unterstüßen und so viel an ihnen liegt, alles fall ein Bild von der kapitalistischen Räuberei der Grubenbarone und zu tun, um den streifenden Bergarbeitern zum Siege zu helfen. Bergiverkskönige an ihren Arbeitern, welche zum Streit und seinem ingeteilte Sympathie für die bedrückten Bergsflaven, werftätige lawinenartigen Umsichreifen führte. Nach einer Schilderung des Unterstübung ihres gerechten Kampfes! Das ist es, was die Ber- Referenten von der turmhohen Dividende und der Notwendigkeit, liner Arbeiterschaft in den gestrigen Versammlungen bekundete und den Gewinn aus den schwarzen Diamantfeldern in die Hände der was zum Ausdruck gebracht wurde in einer Resolution, die in allen Gesamtheit überzuleiten, fanden beide Resolutionen gegen 11 Uhr Versammlungen einstimmige Annahme fand. unter stürmischem Beifall einstimmige Annahme. Die Resolution lautet: Die heute tagende Versammlung verurteilt auf das schärfte das Treiben der Zechenbefizer und deren Vertreter, durch welches hunderttausende Bergleute in den Streit getrieben wurden. Sie erblickt in den kämpfenden Arbeitern treue Kameraden, die die Rechte und Interessen des Proletariats gegen Angriffe proziger Unternehmer verteidigen. Der Kampf ist ein Kampf der Arbeiterflaffe gegen das im rheinisch- westfälischen Kohlensyndikat organijierte Kapital. Die Versammelten versprechen, die im Kampfe stehenden Brüder nach besten Kräften zu unterstützen, damit sie nicht durch Hunger gezwungen werden, den Kampf aufzugeben. Die Versammlung erblickt in dem Treiben der Zechenbefizer eine Maßnahme, die den Zweck hat, die Lage des Kohlenmarktes so zu gestalten, daß eine erhebliche Steigerung der Sohlenpreise eintritt und dadurch die Dividenden und der Kurswert der Bergwerksaktien gewaltig in die Höhe getrieben werden. Da die Kohlenpreise großen Einfluß auf die Lage der gesamten Industrien haben, wird durch dieses Treiben das Gemeinwohl in hohem Grade gefährdet. Im Interesse des Gedeihens der Industrie und des Wohles der Verbraucher fordert die Versammlung, daß durch ein schleunigst zu erlassendes Reichs- Berggesetz die Mißstände, betreffend die Arbeitszeit, Lohnzahlung, Strafen und die Gefährdung von Leben und Gesundheit der Bergleute beseitigt werden. Ferner fordert die Versammlung, daß der Kohlenbergbau den Spekulationen der Kapitalisten und der fiskalischen Ausnutzung der Einzelstaaten entzogen und im Interesse des Gemeinwohles durch das Reich betrieben wird. Im Saale der Brauerei Friedrichshain waren 3000 Personen anwesend. Schon um 8 Uhr erfolgte die polizeiliche Absperrung, die zur Folge hatte, daß Hunderte von Erschienenen feinen Einlaß mehr fanden und wieder umkehren mußten. Das Referat hatte Genosse Bebel übernommen, der vielfach von tosendem Beifall unterbrochen wurde. In der Diskussion sprach auch der Anarchist Weidner, der von Bebel leicht abgefertigt wurde. Die Tellersammlung wurde nach Schluß der Versammlung fortgesetzt. Der große Saal des Berliner Praters war von einer 1500 Personen zählenden Volksmasse überfüllt und bereits um 7% Uhr seitens der Polizei abgesperrt, so daß Hunderte von Parteigenossen teinen Einlaß fanden. Hier referierte Genosse Ledebour, welcher der Kopf an Kopf gedrängten Maffe die Vorgänge im Ruhrgebiet, ebenso die Verhandlungen im Reichstage in seinen empörenden Einzelheiten schilderte. Die Bersammelten bewahrten während des Schluß die russische Revolution streifte und die letzten Nachrichten Referats eine mustergültige Stube. Als der Referent jedoch zum darüber verlas, wurde er bei einzelnen Ausführungen durch stürmisch anhaltenden Beifall und Pfuirufe minutenlang unterbrochen. Die von ihm zum Schluß verlesene Resolution wurde mit großem Beifall einstimmig angenommen. Die Versammlung bei Weimann auf dem Gesundbrunnen war von 2500 Personen besucht. Sämtliche Tische und Stühle waren, um Raum zu schaffen, aus dem Lokal entfernt. Genosse 28 urm referierte in wirkungsvoller Weise. Der Generalstreik im Ruhrrevier. E.- Dortmund, 24. Januar, 10 Uhr abends. Privat- Telegramm des Vorwärts".) Auf der nicht zum Syndikat gehörigen Zeche Freier Vogel" haben sich die Verhandlungen zerschlagen, wie bereits berichtet wurde. Dasselbe scheint einzutreten bei geche Uns verhofft". Die Verwaltung hatte Zugeständnisse gemacht, doch will sie nicht mit dem Siebener Ausschuß verhandeln. Die Belegschaft dagegen stellt sich auf den Standpunkt, daß sie nur dann anfährt, wenn gemäß dem Beschluß der Essener Delegierten Konferenz die Abmachungen mit dem Siebener- Ausschuß getroffen werden. M Die„ Kölnische Volkszeitung" berichtet in der Abendausgabe: Der Bergbauliche Verein werde nach wie vor nicht mit den Arbeitern verhandeln, aus Rache gegen die Regierung wegen der HiberniaAngelegenheit. Man sagt, die Regierung habe in der HiberniaAngelegenheit die Kohlenherren schlecht behandelt. Das ist der " Dant vom Hause Desterreich" für die zarte Behandlung, welche die Regierung bei den parlamentarischen Verhandlungen den Kohlenherren angedeihen ließ.( Siehe auch Artikel: Kohlenzarismus.) Letzte Nachrichten und Depefchen. Die Vorstellung des neuen Minifteriums beim Bräsidenten. Als Rouvier heute abend Baris, 24. Januar.( W. T. B.) dem Präsidenten Loubet die neuen Minister vorstellte, gab er dem höchster Achtung gegenüber der Person des Präsidenten beſeelt feien Präsidenten die Versicherung, daß die Mitglieder des Kabinetts von und daß sie sich nur von dem Gedanken der Eintracht, der Einigfeit und der Beruhigung, die dem Präsidenten der Republik stets als Leitstern gedient hätten, leiten laſſen würden. Präsident Loubet unterzeichnete dann die Ernennungsdekrete für die neuen Minister. Das Programm der französischen Regierung. Paris, 24. Januar. Die Minister traten heute nachmittag zu einer Besprechung der Erklärung zusammen, die am Freitag im Parlament verlesen wird, und begaben sich sodann nach dem Elysee, wo sie vom Präsidenten Loubet empfangen wurden. Die im Lokale von Hensel, Invalidenstraße, abgehaltene versammlung war überfüllt, obgleich alle Tische aus dem Saale entfernt waren, und die polizeiliche Absperrung bereits um 8 Uhr erfolgt war. Hunderte fanden keinen Einlaß. Genosse Bruns referierte. Die vorgelegte Resolution fand einstimmige Annahme. Die Versammlung im sösliner of war überfüllt. Kopf Paris, 24. Januar.( W. T. B.) Die neuen Minister werden In den Arminhallen sprach Reichstags- Abgeordneter an Kopf gedrängt lauschten die Genoffen und Genossinnen den am Donnerstag einen Kabinettsrat und am Freitag im Elysee einen Goldstein im überfüllten von zirka 750 Personen besuchten Saal. martigen Worten des Genossen Diet. Auch die russischen Ver- Ministerrat abhalten. Die sozialistisch- radikale Linke hat heute Die Absperrung erfolgte um 81 Uhr. Vor Eintritt in die Tages- hältnisse, welche die Empörung hervorriefen, schilderte der Referent. eine Tagesordnung angenommen, in welcher fie erklärt, sie werde ordnung erhoben sich die Anwesenden zu Ehren der im Kampfe Mit einem warmen Appell, die Arbeiter in diesem gewaltigen keinen republikanischen Beamten der Reaktion opfern und sie sei gegen den Zarismus Gefallenen von ihren Plägen. Auf Antrag Kampfe zu unterstützen, schloß er seine Ausführungen. Hierauf entschlossen, zunächst die Trennung von Staat und Kirche durchwurde die Tellersammlung nach Schluß der Versammlung fort wurde die Resolution mit einem Zusab angenommen, der auch den zusehen. geszt und deren ganzer Ertrag den streifenden Bergarbeitern überiviesen. russischen Kämpfern die Sympathie der Anwesenden aussprach. Paris, 24. Januar.( W. T. B.) Das Parlament ist auf Freitag Die Versammlung im Englischen Garten ehrte vor EinIm Kolberger Salon referierte im überfüllten Saale vor einberufen worden. tritt in die Verhandlung durch Erheben von den Plätzen die im 1000 Personen der Genosse Ritter. Die Resolution wurde unter brutalen Kampfe gefallenen Russen. Sodann nahm der Gnosse lebhaftem Beifall einstimmig angenommen. Scheidemann das Wort zu seinem Vortrag. An der Hand eines reichhaltigen Materials schilderte er, oft von Beifall unter brochen, die Vorgänge im Ruhrrevier. In der Pazenhofer Brauerei zu Moabit waren nicht weniger als 1500 Teilnehmer anwesend, die in atemloser Spannung den Ausführungen des Genossen Ewald lauschten. Der Blutherr von Petersburg. Petersburg, 24. Januar.( Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Der frühere Polizeimeister von Moskau, General Die Versammlung bei keliems in der Hasenheide war völlig Der ziemlich große Saal im Moabiter Gesellschafts- Trepow, wird zum Generalgouverneur von Petersburg ernannt und überfüllt und von mindestens 2000 Genossen und Genofsinnen besucht.ause war um 8 Uhr überfüllt, so daß viele umkehren mußten. der Stadthauptmannsposten von Petersburg wird aufgehoben werden. Trepow gehört zu den verhaßtesten und grausamsten Wüterichen Genosse Fischer referierte. Auch hier erfolgte, wie in den meisten 1500 Personen waren dicht gedrängt im Saale anivefend. Genosse anderen Versammlungen, eine polizeiliche Absperrung. Bridner hielt das Seferat, durch Beifall unterbrochen. Die Ne- des Zarismus. Die bei 3ühlte tagende überfüllte Versammlung nahm, nach- solution wurde einstimmig angenommen. Beim Verlassen des Saales dem Genosse kalisti an der Hand eines reichhaltigen Materials wurde die Tellersammlung fortgesetzt. unter reichem Beifall die Situation im Ruhrrevier scharf beleuchtet Rigdorf. Im dichtgefüllten Saal des Karlsgarten referierte Genosse Wolfenbuhr. Redner befürwortete die Uebernahme Sewastopol, 24. Januar.( Meldung der Petersburger Telehatte, die Resolution an. Die Diskussionsredner sprachen sich im Sinne des Referenten aus. Ein Antrag, die Teller- der Gruben durch das Reich. Die Resolution fand einstimmige graphen- Agentur.) Die auswärts verbreiteten Gerüchte, der Brand des Marinedepots sei durch meuternde Soldaten verursacht worden, sammlung für die Bergleute am Schlufse fortzusetzen, Annahme. Ferner fand eine Sympathie- Resolution für die russischen sind vollständig unbegründet.(?) Der Hafenkommandant erklärt, wurde angenommen. Mit einem Hoch auf die Bergarbeiter Revolutionäre stürmischen Beifall. Organisation wurde die Versammlung geschlossen. Die Zahl der über die Ursache der Feuersbrunst sei, wie bereits gemeldet, nichts Besucher betrug etwa 800 Personen. bekannt. Die Marinedepots nicht durch Soldaten angezündet. Roschdjestwensky, der Seher. Der Saal bei Thiel, Bergstraße 151/52, war überfüllt: die Tische mußten entfernt werden. Der Referent, Genosse Lipinski, In der Versammlung des dritten Wahlkreises, welche in Frankes geißelte eingangs seiner Rede unter lebhaften Pfuirufen das Gemezcl Festfälen tagte, referierte Genosse Sassenbach, welcher in des Barismus und zog dann eine Parallele zwischen dem dortigen treffenden Ausführungen die Lage der Bergarbeiter ergreifend Aufstand und dem Streit im Ruhrrevier. Letzteren behandelte er erklärte in einer Unterredung, er wisse sehr wohl, daß sich japanische Majunga, 24. Januar.( W. T. B.) Admiral Roschdjęstwensky schilderte. Sein Referat wurde oft. durch Zustimmungen unter- in zweistündiger Rede eingehend und ging scharf mit der Regierung brochen. Nach einer kurzen Diskussion, in welcher die Versammelten ins Gericht, die nur ein Interesse an dem Wohlergehen der Unter- Schiffe in der Nachbarschaft aufhalten, und er habe selbst bei der zur Organisation aufgefordert wurden, wurde beschlossen, noch nehmer habe, aber für das Elend der Bergarbeiter blind sei.( Lebh. Fahrt an der Ostküste von Madagaskar vier Schiffe bemerkt, die einmal eine Tellersammlung vorzunehmen und den Gesamtbetrag Beifall.) Die Resolution fand einstimmige Annahme. Das Er- vermutlich japanische waren. Er glaube aber nicht, daß Togo den Fehler begehen würde, ihn soweit von seiner Operationsbasis entden Bergarbeitern zu überweisen. gebnis der Tellersammlung wurde den Streifenden überwiesen. Der verhältnismßäig nicht sehr große Saal bei Voigt in der In Schöneberg tagte die Verfammlung im Obst schen Lofale. fernt anzugreifen. Roschdjestwensty sagte ferner, er erwarte binnen Nitterstraße war bis auf den letzten Plaz gefüllt, 600 Perfonen waren Der Saal war überfüllt; 1500 Personen waren anwesend. In furzer Zeit die Division Betowosky. anwesend. Der Referent Stadtv. Hirsch Charlottenburg referierte anderthalbstündigen, fesselnden Ausführungen legte der Referent, verankert. Sie wird von zahlreichen Kohlenschiffen begleitet. Fünf Die aus 45 Schiffen bestehende russische Flotte ist vor Nossibe unter dem lebhaften Beifall der Anwesenden. Die Resolution wurde Reichstags- Abgeordneter Förster, die Ursachen und die augen russische Matrosen find an Sonnenstich gestorben; seit vier Tagen einstimmig angenommen. Die Tellersammlung zugunsten der blickliche Lage des Streits flar. Einer ausführlichen Kritik unterStreikenden wurde am Schluß der Versammlung fortgesetzt. In der zog er noch die Haltung der Regierung und der bürger- find aber starke Regenfälle eingetreten. Der fanitäre Zustand der Diskussion sprach u. a. der ehemalige Bergmann Binder von lichen Parteien bei Beratung der Interpellation im Reichs- Flotte ist ausgezeichnet. Zeche Altstaden b. Oberhausen, der in ergreifender Weise die Miß- tage und forderte zum Schluß zur energischen Unterstände in den Gruben des Nuhrreviers fennzeichnete. stützung der Streifenden auf. In ber Diskussion Bom ostafintischen Kriegsschauplatz. Die von 1500 Personen besuchte Versammlung in der Drachen- nahm noch ein Arbeiter das Wort, der zur Zeit des 89er Streite Tokio, 24. Januar.( W. T. B.) Nach einem Bericht aus dem burg wurde um 8 Uhr wegen Ueberfüllung polizeilich abgesperrt. als Bergarbeiter im Ruhrrebier gewesen ist. Des weiteren wurde japanischen Hauptquartier bei siendhang haben die Japaner am Vor Eintritt in die Tagesordnung erhoben sich die Anwesenden zu noch auf eine zugunsten der streifenden Bergarbeiter veranstaltete Montag russische Kavallerie in Stärke von ungefähr einer Eskadron Ehren der als Opfer des Barismus hingemordeten Arbeiter. Das Matinee am Sonntag, den 29. d. M., im Obstschen Saale auf- nordwestlich von Weistzaku aus ihrer Stellung vertrieben und diese Referat des Genossen Bubeil wurde häufig von Beifall unter- merfiam gemacht. Die Reſolution wurde einstimmig angenommen. befeht, wobei sie einige Pferde und Waffen erbeuteten. Eine andere brochen. Außer der Resolution zugunsten der Bergarbeiter wurde Charlottenburg. Der große Saal des Volkshauses war bereits japanische Abteilung schlug die Russen bei Chancheng. Die Russen noch die nachfolgend wiedergegebene einstimmig angenommen: um 8 Uhr so stark gefüllt, daß die Tische entfernt werden mußten. hatten einen Verlust von über 20 Toten und Verwundeten. Die Die heute in der Drachenburg tagende Volksversammlung drückt ihren Der hierdurch geschaffene Platz wurde aber bald wieder gefüllt, und Japaner nahmen ferner fünf Mann gefangen und erbeuteten Pferde Abscheu aus über die Massenmorde der zaristischen Henker und Henters- als um 49 Uhr die Versammlung eröffnet wurde, befanden sich im und Waffen. Inechte. Gleichzeitig gibt die Versammlung dem russischen Proletariat ihre Saale etwa 1000 Personen, denen noch immer neue Scharen folgten. Sympathie zu erkennen in seinem schweren Kampfe für Freiheit und Das Referat hielt Reichstagsabgeordneter Genosse Bömelburg. Recht und spricht die Erivartung aus, daß es dem ruffifchen Mehrfach wurden die Ausführungen des Referenten durch spontane Proletariat gelingen möge, den Zarismus und die Despotie zu Ausbrüche der Empörung der Versammelten über die niederträchtige bewältigen und damit menschenwürdige Zustände in Rußland zur Behandlung und schamlose Ausbeutung der Bergleute unterbrochen. Durchführung zu bringen." Die Versammlung im Gewerkschaftshaus war um 8 Uhr überfüllt. Nachdem die Tische hinausbefördert waren, wurde noch für einen größeren Teil der Versammlungsbesucher Zutritt geschaffen. Nichtsdestoweniger wurde die Versammlung furz vor 8½ Uhr polizeilich abgesperrt. Nachdem der Vorsitzende die VerSieg in Calbe- Aschersleben. Aus Aschersleben wird uns depeschiert: Spione. Yokohama, 24. Januar.( W. T. B.) Ein englischer Untertan von portugiesischer Abstammung, namens Collins, der in Japan wohnt, wurde zu elf Jahren Zwangsarbeit wegen Verrats militärischer Geheimnisse an Rußland bestraft. Kowno, 24. Januar.( Meldung der Petersburger TelegraphenBei der heutigen Stichwahl im Streise Calbe- Aschersleben Arbeit eingestellt. Unter dem Druck der Arbeiter der Fabriken Agentur.) Die Arbeiter der Fabriken Tilman haben heute früh die auf Befehl des garen gefallen sind. Die Versammelten erhoben sich erhielt unser Genosse Albrecht 22 187 Stimmen, sein Tilman haben nach und nach auch die Arbeiter aller anderen Fabriken zu Ehren der abgeschlachteten Freiheitskämpfer. Die Resolution nationalliberaler Gegenkandidat Blade 19816. Albrecht die Arbeit eingestellt. Heute abend waren alle Läden geschlossen. wurde nach dem Referat Wiesenthals einstimmig angenommen. ist somit gewählt. Das Resultat von drei fleinen Ruhestörungen sind von seiten der Arbeiter nicht vorgekommen, Verantw.pedalt: Paul Büttner, Berlin. Inserate verantw.( mit Ausnahme der„ Neue Welt" Beilage): Th. Glode, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanft. Paul Singer& Co., Berlin S Hierzu 3Beilagenu.Unterhaltungsbl. Nr. 21. 22. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwody, 25. Januar 1905. rechte nichts geändert. Noch immer hat die mecklenburgische Be- Reichstag die Kompetenz habe, eine Verfassungsänderung zu beReichstag. völkerung keinerlei politiſche Rechte. Daß ich es noch erleben möchte, antragen und daß diese nur scheitern kann, wenn 14 Stimmen im Am Bundesratstische: Graf Posadowsky. Auf der Tagesordnung steht die Interpellation Büsing( natl.), in welcher an den Reichskanzler die Frage gerichtet wird, ob er nicht auf dem Wege bundesfreundlicher Verhandlungen mit den großherzoglich medlenburgischen Regierungen dafür sorgen könne, daß diese der vom Bundesrat im Jahre 1875 ausgesprochenen Erwartung auf Aenderung der medlenburgischen Verfassung nachkommen. Auf Anfrage des Präsidenten erklärt Staatssekretär Graf Posadowsky, die Interpellation sofort beantworten zu wollen. g, daß mein Heimatland aus den unglücklichen staatsrechtlichen Zu- Bundesrat dagegen sind. Präsident Graf Ballestrem: Ich bitte nicht zu klatschen, das ist im Reichstage nicht üblich.( Beifall und Händeklatschen auf den Tribünen.) Präsident Graf Ballestrem( sehr erregt): Wenn die Galerie noch einmal flatscht, dann werde ich sie räumen lassen.( Große Heiterfeit im Hause. 126. Sigung vom Dienstag, den 24. Januar 1905, ständen zu solchen gelange, die den der übrigen Staaten und ben Herr Büsing hat heute nicht einmal gewagt, den früheren Antrag nachmittags 1 Uhr. Anschauungen der heutigen Zeit entsprechen, wer wollte mir den seiner Partei auf Verfassungsänderung zu wiederholen. Die Antwort Wunsch verübeln! So lange meine Kräfte ausreichen, werde ich des mecklenburgischen Bundesratsbevollmächtigten, der ja nicht das dafür eintreten, daß dem mecklenburgischen Volte eine zeitgemäße diplomatische Talent des Herrn Staatssekretärs befigt, war beVerfassung gewährt werde.( Lebhafter Beifall links. Händeklatschen zeichnend für die Machtverhältnisse. Er sagte einfach: Kümmern Sie auf der Tribüne.) fich nicht um Dinge, die Sie nichts angehen. Das ist die Antwort, nachdem die nationalliberale Partei so weit zurückgegangen ist. Es ist das die richtige Antwort, denke ich. Im Jahre 1873 wagte der mecklenburgische Vertreter nicht so zu sprechen, damals hatten die liberalen Parteien hier im Reichstag 200 Abgeordnete und die sieben mecklenburgischen Abgeordneten gehörten zu ihnen und hinter ihnen stand das mecklenburgische Bolt. Damals war der Bundesrats- BevollZur Beantwortung der Interpellation erhält das Wort mächtigte freundlicher und machte Versprechungen. Sie sehen Darauf erhält zur Begründung der Interpellation das Wort der Graf Posadowsky: Auch wenn man den Wünschen der Inter- also: Verfassungsfragen find Machtfragen! Wir müssen also warten, Abg. Büsing( natl.): Ich muß Ihnen in furzen Zügen ein Bild pellanten völlig sympathisch gegenübersteht, so ist man doch, bis wir die Macht haben werden, die mecklenburgische Ritterschaft zu der mecklenburgischen Zustände entwerfen. Nicht um meine engere wenn man in verantwortlicher Stellung ist, verpflichtet, zwingen. Als ich die Interpellation las, glaubte ich auf den ersten Heimat, an der ich mit Liebe hänge, herabzusetzen, sondern um die solche Fragen kühl und an der Hand der Grundlagen zu prüfen, Blid nicht, daß das eine nationalliberale Interpellation fein tönne. imglücklichen Staatszustände und deren Folgen auf politischem und der wir alle unsere Existenz und politische Wirksamkeit verdanken. an Herr Büsing ist doch ein Politiker. Ich suchte nach konservativen wirtschaftlichem Gebiete zu schildern. Medlenburg ist der der Hand der deutschen Reichsverfassung. In dem Präzedenzfall Namen, ich glaubte der Kompromis hätte sich bereits vollzogen, einzige deutsche Bundesstaat ohne Verfassung über die Vermittelung des Herrn Reichskanzlers in konfessionellen denn als Herr Büsing in die Stichwahl tam, da erließ ja sein denn was man in Mecklenburg Verfassung nennt, ist nur eine alt- Fragen konnte er sich meines Erachtens auf Grund des Artikels 3, fonfervativer Gegenkandidat Dade sofort einen Aufruf zu feinen Gunsten. ständische Oligarchie. welcher von den staatsbürgerlichen Rechten deutscher Staatsbürger und Herr Büsing war doch in den Wahlkampf gezogen mit Es bestehen nur alte, privatrechtliche Verträge, welche von den handelt, rechtfertigen. Wesentlich anders steht es mit der heutigen der Parole: Schaffung einer mecklenburgischen Verfassung! Privilegien der Stände handeln und nur diesen und nicht der Be- Interpellation. Die deutsche Reichsverfassung hat auf Grund des Es ist richtig, daß die mecklenburgische Verfassung durch gütliche völkerung politische Rechte erteilten. Im Jahre 1848 verzichteten unter Artikels 72 Absatz 2 ein Recht zur Einmischung des Bundes- Vereinbarung zu stande gekommen ist, aber doch erst, nach dem dem Druck der Ereignisse die Stände auf ihre Privilegien und im rats nur dann, wenn im Einzelstaat ein Verfassungs- in hartem Kampfe die eine Partei unterlegen war. Jahre 1849 fam ein Staats- Grundgesetz zustande auf Grund dessen konflikt vorliegt. Eine solche Meinungsverschiedenheit be- Es war im Jahre 1756. Da hatten die Ritter mit hannoverscher eine Abgeordnetenkammer gewählt wurde. Aber inzwischen hatte steht zwischen dem Landesherrn und der Landstandschaft nicht, Sülfe den Herzog geschlagen und aus dem Lande ge= die Reaktion in Deutschland eingesezt und das Staats- Grundgesetz es liegt uns fein Antrag vor, einen solchen Konflikt durch Beschluß trieben.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten,) Hannover wurde aufgehoben. Neue Verhandlungen wurden in den 70er Jahren des Bundesrats zu schlichten. Das ist meines Erachtens die un hatte acht Aemter zur Deckung der Kriegskosten in Beschlag geführt, aber es tam zu feiner Einigung. Als das Deutsche Reich erschütterliche staatsrechtliche Grundlage, und ich hielte es für sehr genommen. Das war ein Moment, wo die bundesfreundliche Ver gegründet wurde, versuchten die mecklenburgischen Reichstags- Abgeord- gefährlich, wenn der Bundesrat in die verfassungsmäßigen Ver- mittelung des Kaisers Erfolg haben konnte. Jezt aber, two der neten von Reichs wegen eine Aenderung herbeizuführen. Es wurde von hältnisse der Einzelstaaten eingreifen würde, so lange diese ihre nationalliberale Redner mit drei Stimmen Mehrheit gegenüber dem ihnen ein Zusatz zur Reichsverfassung beantragt, welcher für jeden Bundes- Verpflichtungen gegenüber dem Reiche erfüllen. Nur wenn das nicht konservativen Kandidaten in den Reichstag eingezogen ist, wird die staat eine aus allgemeinen Wahlen hervorgegangene Volksvertretung der Fall wäre, müßte allerdings der Bundesrat eingreifen. bundesfreundliche Vermittelung" der Ritterschaft nicht viel Stopfvorschreibt. In den Jahren 1871, 73 und 74 wurde dieser Antrag frage. Der Norddeutsche Bund wurde als Bund der deutschen Fürsten geschlagen war, da sagte der Herzog, die Verfassungsreform Nun abgesehen von dieser staatsrechtlichen Grundlage zur Sach zerbrechen machen. Als 1848 am 18. März der preußische König im Reichstage mit großer Mehrheit angenommen. unserer Seite stimmten u. a. dafür: Bennigsen und Miquel, ebenso hervor- und Freien Städte begründet. Dadurch aber und das stelle ich wäre dringend erforderlich.( Zuruf des Abgeordneten Bebel: ragende Mitglieder der Reichspartei und des Zentrums. Die Mehr- irrtümlichen staatsrechtlichen Ausführungen der legten Zeit gegenüber Das war vor 57 Jahren.) Da hatten die Ritter Angst. heit des Zentrums und der Konservativen hatte Bedenken, aber ausdrücklich fest- daß die Volksvertretungen die Verfassung Sie taten es, als sie mußten, und sie werden es wieder tun, wenn auch diese machten kein Hehl daraus, daß die Reform der mecklen- des Norddeutschen Bundes ausdrücklich genehmigt haben, sie dazu gezwungen werden. Mit nationalliberaler Politik zwingt burgischen Verfassung eine unabweisliche Notwendigkeit sei; ist es gleichzeitig ein Bund der deutschen Staaten man die Ritter nicht dazu, mit nationalliberaler Politik, die mit zum Beispiel Helldorf sprach sich in diesem Sinne aus und Städte geworden.( hört! hört! links.) Das Deutsche dent Rufe: niemals Aufgabe der ständischen Verfassung in den Kampf Er erkannte die Uebelſtände des bestehenden Regimes voll und un- Reich ist demnächst nur eine Fortsetzung des Deutschen Bundes, indem zieht und in der Stichwahl den Konservativen zum Siege verhilft! umwunden an.( Hört, hört! links.) Ein anderer konservativer Führer durch Sonderverträge, die vom Reichstag genehmigt wurden, die( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Vier konservative AbFrhr. v. Malzan führte aus, daß es niemanden gebe, der die füddeutschen Staaten dem Bunde beitraten. Durch die Gesetzgebung geordnete, darunter Herr Rettich, sind mit nationalliberaler mecklenburgische Verfassung nicht für überlebt hielte. Der Bundesrat des Deutschen Reiches, an der der Bundesrat und die gewählten Hülfe in den Reichstag gekommen.( hört! hört! bei den Soziallehnte gegen wenige Stimmen bent hier augentonitenen Antrag ab. Vertreter des Deutschen Reiches teilnehmen, ist die Gelbſt Sunbraten.) Als nach 1848 der König von Preußen erklärt beschloß aber in einer Sigung vom Ottober 1875 die Erwartung aus- ständigkeit der einzelnen Bundesstaaten auf den allerwichtigsten hatte, die mecklenburgische Verfassung muß fallen, da waren es zusprechen, daß eine Reform der mecklenburgischen Verfassung bald politischen und wirtschaftlichen Gebieten wesentlich eingeschränkt worden. wieder bundesfreundliche Verhandlungen, welche dieses Fallen stattfinden werde. Der Reichstag hat dann noch wiederholt den fo- Allerdings entspräche das dem Wesen der Verfassung, da in den veranlaßten. Der Großherzog verhandelte damals mit den Königen genannten mecklenburgischen Verfassungsantrag angenommen, aber Einzelstaaten die Ausführungsgesetze zu den Reichsgefeßen beschlossen von Preußen, Hannover und Sachsen, deren jeder in seinem Lande noch heute besteht die altständische Berfassung Mecklenburgs un- werden, wenn auch in den Einzelstaaten die gewählten Vertreter des die Revolution niedergeworfen hatte, daß ein Schiedsgericht bundesverändert fort. Bolles an den Ausführungsgefeßen zu den Reichsgefeßen beteiligt freundlich prüfen sollte, ob die Verfassung in Medlenburg zu Recht Wie ist nun die Grundlage dieser Berfassung? Zunächst haben werden.( Lebhaftes Hört! hört! links.) Aus dieser Auffassung ist bestände. Die Könige von Preußen, Hannover und Sachsen die beiden völlig unabhängigen und souveränen Großherzogtümer feinerzeit der vom Interpellanten angeführte Beschluß des Bundes- ernannten zuverlässige Richter". Als Mecklenburg fich eine gemeinsame Landesvertretung. Die Grundlage der Vertretung rates hervorgegangen. Ebenso der Entwurf einer Mecklenburger dann weigerte, dem Norddeutschen Bund beizutreten, da im Landtage sind die Ritterschaften und Landschaften. Unter Land Verfassungsänderung, der wieder vom Reichstag beschlossen wurde. waren es wieder„ bundesfreundliche Verhandlungen", nämschaften versteht man die Vertretung der 49 mecklenburgischen Städte, Auf dieser Auffassung beruht die Erklärung des Mecklenburger lich die Drohung, in Mecklenburg einzurücken, welche deren Bürgermeister meist vom Großherzog ernannt werden. Dann Bundesratsbevollmächtigten im Bundesrat und diese Auffassung ist Mecklenburg veranlaßten, einen Teil seiner Vorrechte aufsollen sie gegenüber dem Monarchen die Rechte des Landes wahren! von der autoritativen Stelle in Mecklenburg, von dem hochverehrten zugeben und dem Bunde beizutreten. Solcher Art find Die Ritterschaft stellt die Vertretung der etwa 1200 Rittergüter dar. verstorbenen Großherzog vertreten worden. die bundesfreundlichen Verhandlungen, die etwas erreichen. Bäuerliches Eigentum tennt die mecklenburgische Verfassung überhaupt Er sagte in einem Landtags- Abschied:" Auf Grund der Ver- Aber Verhandlungen, wie sie hier gewünscht werden, die werden nicht.( Hört! hört! links.) Nicht der mecklenburger Bauer, wohl aber handlungen des Landtages hat sich die Ueberzeugung herausgebildet, einfach abgetan, wie der Herr Staatssekretär sagte:„ Das Reich ist der Fremde, der nach Mecklenburg kommt und sich ein Rittergut fauft, hat baß auf eine Vereinbarung über die Verfassungsänderung mur zu nicht kompetent", oder wie der Mecklenburger Bundesbevollmächtigte Vertretung in der mecklenburgischen Landesverfassung. Wie ist nun rechnen ist, wenn eine einheitliche Vertretung des Volkes unter Befagte:„ Kümmern Sie sich doch nicht um Sachen, die Sie nichts die Kompetenz dieser„ Boltsvertretung“? Bunächst wird die Hälfte feitigung des Patrimonial- Charakters der bestehenden Verfassung angehen". Als seinerzeit der Liberalismus in der Maienblüte seiner des Landes vom Domanium umfaßt, dem großherzoglichen Eigen hergestellt wird. In diesem Sinne wird die Verfassungsänderung Macht stand, als Bismard ihn für seine Politik brauchte, da enttum, in dem der Großherzog die alten Lehnsherrenrechte ausübt und in einer demnächst stattfindenden Landtagstagung aufgenommen schloß sich der Großherzog zur Vorlegung eines Verfassungsentwurfs, völlig absolut ist. Was die übrigen Landesteile anbetrifft, so hat werden." der wirklich erwähnenswert ist. Die Ständeverfassung sollte bestehen der Landtag nur mitzustimmen, wenn es sich um die Rechte und Ich habe Nachrichten darüber, daß bertrauliche Verbleiben, ein dritter Stand sollte hinzukommen: die Amt 3Privilegien der Stände handelt. In allen übrigen, den sogenannten handlungen über die Verfassungsreform in gemeinde. Diese sollte 29 Abgeordnete durch ihre Vorstände gleichgültigen Fragen( Heiterkeit!), hat er nur ein Gutachten zu er- Medlenburg bis in die jüngste Zeit bestanden, und wählen, welche großherzogliche Beamte sind( hört! hört! b. d. Soz.), ſtatten. Im Landtag gibt es nun feine Beschlußfähigkeit, feine ich halte es nach den Erklärungen, die wiederholt nach den Erklärungen, die wiederholt von und diese sollten drei Deputierte zum engeren Ausschuß senden. Tagesordnung( Heiterkeit!), jeder Gegenstand kann zu jeder Zeit, autoritativster Stelle aus gegeben worden sind, für Dann sollten noch die Stände das Recht verlieren, jeder für sich gein jeder Sigung zur Verhandlung und Abstimmung kommen ausgeschlossen, daß die mecklenburgische Regierung es aufgegeben haben trennt abzustimmen, d. 5. die sogenannte itio in partes aufzugeben feine Geschäftsordnung. feine follte, eine den Anforderungen der Zeit entsprechende Berfaffung her- und Bewilligungen für Landeszwecke aus der allgemeinen Steuerjeder spricht, wenn es ihm paßt und zustellen.( hört! hört! links.) Konservativ heißt nicht, absolut tasse nicht ablehnen zu dürfen. Eine vorzügliche Verfassung für den häufig sehr viele zu gleicher Beit.( Große Seiterkeit!) negativ den Forderungen einer fortschreitenden Zeit gegenüberstehen Großherzog! Das Fürstentum, das im jahrhundertelangen KlaffenDas merkwürdigste ist, daß über eine abgelehnte Vorlage immer( Lehaftes Sehr richtig! rechts. Große Heiterfeit lints); sondern fampfe in Mecklenburg unterlegen war, tein Besteuerungsrecht, nicht wieder abgestimmt werden kann. Lehnt der Landtag eine Forde- Sonservativismus heißt, neue Formen zu finden, die das Notwendige Sig und Stimme im Landtage hatte erreichen können, wollte bei rung ab, so darf der Landesherr erklären, er tönne bie Ablehnung und Erhaltenswerte auch wirklich der Zukunft erhalten.( Lachen dieser Gelegenheit, wo für die Bevölkerung etwas geschehen sollte, nicht annehmen.( Heiterkeit links.) Dann wird immer wieder links.) Diese Auffassung ist unzweifelhaft auch die Auffassung der endlich die Macht in Mecklenburg verschaffen. Aber so fiebenfache darüber abgestimmt, bis sie einmal bewilligt wird.( Heiterkeit.) medlenburgischen Regierung. Die Einwirkung des Reichskanglers Esel sind die Ritterschaften nicht, freiwillig auf ihre Macht zu verDie Finanzen find ganz ungeregelt. Ursprünglich mußte der auf sie wäre also überflüssig, denn an dem ernsten Willen der zichten.( Heiterkeit links.) So fam gar nichts zu stande. Landesherr aus dem Domanialbesitz die Kosten des Haushalts und mecklenburgischen Regierung kann kein Zweifel sein.( Stürmische Im Jahre 1875 1875 berhandelte der Reichstag wieder die der gesamten Regierung bestreiten. Der Landesgrundgefeßerbvertrag Heiterkeit links.) Berfassungsfrage, da erklärte der Ausschuß des Bundesrates führt eine Aenderung herbei. Es liegen ferner unzählige Einzel- Mecklenburgischer Bundesratsbevollmächtigter Geheimrat v. Derzen: unter Fürst Bismard: Ich empfinde die ständige Widerkehr verträge über ständische Zuschüsse vor. Es gibt feinen Staats- Im Auftrage der mecklenburgischen Regierung habe ich folgendes zu der Frage als läftig und wünsche endlich ihre Erledigung. So tam haushalt, keine Rechnungsablegung.( Heiterfeit links.) Im erklären: Die großherzogliche Regierung hält an der wiederholt im die Erwartung" des Bundesrats zu stande. Aber die medlenJahre 1873 erklärte der mecklenburgische Bevollmächtigte zum Bundes- Reichstage vertretenen Auffassung fest, daß die Einmischung des Reichs burgischen Ritter fürchteten sich nicht, sie hatten ja vom Fürsten rat, Herr v. Bülow, der Vater unseres Reichsfanglers, in Verfassungsangelegenheiten eines Bundesstaates, abgesehen von Bismarck die Erklärung, daß er nicht beabsichtige, mit Gewalt die medlenburgischen Finanzen wären schwer verständlich und er dem Ausnahmefall des Artikel 76 der Verfassung, verfassungswidrig von Rechtswegen in die medlenburgischen Verfassungszustände eingebe vollkommen zu, daß die Berhältnisse nicht und deshalb zurückzuweisen ist. Wenn die großherzogliche Regierung zugreifen. Der Großherzog legte einen neuen Verfassungsentwurf mehr so weiter gingen.( hört! hört! links.) Das war 1873; feinerzeit sich bereit erklärt hat zu Verhandlungen mit dem Bandtag vor, nach dem der Großgrundbesitz 40, die Städte 26 Vertreter im über eine Alenderung der Verfassung, so hat sie die hiermit über Landtag haben sollten, für den im ganzen 102 Mitglieder vorFerner haben wir ein überaus rückständiges Vereins- und Ber- nommene Verpflichtung dadurch erfüllt, daß sie wiederholt ernstlich gesehen waren. Der Schweriner Landesherr sollte den Präsidenten sammlungsrecht. Die Abhaltung einer öffentlichen Versammlung be- bemüht gewesen ist, mit den med lenburgischen Ständen und 6 Mitglieder, der Strelitzer Landesherr den Bizepräsidenten erdarf der vorherigen Genehmigung des großherzoglichen Ministeriums eine Aenderung der bestehenden Landesverfassung nennen. Ein ganz„ moderner" Gedanke, dem Großherzog durch ( Seiterkeit und hört! hört!). Die Beschwerden des Volkes finden zu vereinbaren. Die großherzogliche Regierung hält sich die die von ihm ernannten Stadtmagistrate, durch seine 6 Abgeordneten nirgends Gebör, am wenigsten im Landtage. Dieser hat Entschließung darüber vor, wenn der Zeitpunkt der Wiederaufnahme und seinen Präsidenten einen bedeutenden Einfluß zu sichern. ( Große Heiterkeit links.) Die Bauernschaft, an die wohl Herr Büsing denkt, wäre damit auch Betitionen um Gewährung einer Verfassung einfach abgelehnt. dieser Verhandlungen gekommen ist. Zur Aenderung dieser Zustände gibt es zwei Wege: Einmal Ver- Ich kann nicht sagen, wenn der Zeitpunkt zur Wiederaufnahme der nicht zur Macht gekommen. Aber die Ritterschaft wollte aus ihrer handlungen im Lande selbst mit der Regierung. Der zweite Weg Berhandlungen gekommen sein wird.( Lachen links.) Ich kann Haut auch nicht ein ganz klein wenig Leder schneiden lassen, ihr ist die Hülfe des Reiches. Das Reich hat zweifellos ein großes Ihnen nur dringend raten, sich nicht in mecklenburgische Dinge zu nahm der Entwurf zuviel, der Landschaft gab er zu wenig, so wurde Interesse daran, daß wenigstens eine annähernd grundsägliche Gleich- mischen.( Schallendes Gelächter fast im ganzen Hause.) Im er von beiden abgelehnt. mäßigkeit in den Verfassungen der Bundesstaaten vorhanden ist. Jahre 1894 hat der Abg. Lieber an ein Wort Windthorsts erinnert, Inzwischen nahm die Politik eine Wendung. Das Helden- Beit( Sehr richtig! links.) Unfern Antrag auf Einführung einer Ver- in dem dieser es verbürgt hatte, daß bei Gründung des Nord- alter der Nationalliberalen ging zu Ende, sie wurden an die Band fassungsrevision in Mecklenburg hat der Reichstag bisher aus deutschen Bundes die Absicht bestanden hatte, es unmöglich zu machen, gedrückt. Heute ist Herr Bising die letzte Säule des mecklenburgiRompetenzbedenken abgelehnt, daher haben wir heute unseren daß der Reichstag fich um die Verfassungen der Einzelstaaten fchen Nationalliberalismus im Reichstage. Die Stimmen der Antrag gestellt, gegen den Kompetenzbedenken wohl von fümmere. Ich bitte Sie, das zu respektieren.( Lachen links.) Sie Nationalliberalen in Mecklenburg sind von 32 000 auf 7000 zurüdfeiner Seite erhoben werden fönnen. Wir hoffen, daß haben genug mit den Aufgaben zu tun, die Ihnen die Reichs gegangen. Statt der Nationalliberalen ist heute eine ganz andere der Reichstag sich bereit erflärt, diesen Weg einzuschlagen. verfassung zugewiesen hat.( Stürmische Heiterkeit links.) Bartei herrschend geworden, und für sie bestehen keine Bor vier Jahren brachte das Zentrum seinen Antrag betreffend Auf Antrag des Formalbedenken, Abg. Sattler( natl.) tritt das Haus in die Besprechung der Inter- Wünschen genug getan wird, sträubte sich auch die hinderten, бав freie Religionsübung ein und brachte dabei durchaus berechtigte Beihren konfessionellen ein Teil schwerden über die Lage der katholischen Kirche in Mecklenburg vor. pellation ein. der Ritterschaft gegen die Gleichberechtigungsforderungen der KathoDiesen Beschwerden ist seitdem abgeholfen worden durch die VerAbg. Dr. Herzfeld( Soz.): lifen. Aber der flügere Teil gab nach; er fürchtete mittelung des Herrn Reichskanzlers.( hört! hört! links.) Deshalb Verfassungsfragen sind Machtfragen. Herr sonst große Unannehmlich feiten von der regierenden erbitte ich heute vom Reichstanzler eine Intervention, nicht im Büsing hat uns ja selbst auseinandergesetzt, welche Fülle von Macht Partei im teichstage und im Reiche.( Hört! hört! bei Intereffe einer Konfession, sondern der ganzen medlenburgischen Be- die medlenburger Ritterschaft in Händen hat. Sie hat diese Macht den Sozialdemokraten.) Seit dem Niedergang der Rationalliberalen völkerung.( Sehr gut! links.) nicht irgend welchen Paragraphen oder bundesfreundlichen Ein- ist selbst die gemäßigte bundesrätliche Freundschaft für die geschilderte Es ist absolut notwendig, daß wir einen Schritt vorwärts tun. mischungen zu danken, sondern den Klassentämpfen von Jahr- Art von Verfassungsreform zu Ende. Im vergangenen Jahre ging Bor 34 Jahren bin ich in den deutschen Reichstag eingetreten hunderten. Sie müßte wahrlich nicht eine mecklenburgische Ritter- über die Petition des mecklenburger liberalen Vereins um Verfaffungs als junger Mann, frohen Zuversicht, daß das schaft sein, wenn sie fich durch diese nationalliberale Interpellation reform der mecklenburger Landtag debattelos zur Tagesordnung über: Deutsche Reich auch Licht und Luft in meine beranlaßt fühlen sollte, auch nur ein Titelchen ihrer Macht auf- er habe von der Petition Kenntnis genommen, fühle sich aber nicht Heimat einlassen und Schutt vergangener Jahr zugeben. Der Reichstag ist in dieser Sache kompetent. Wenigstens veranlaßt, dazu Stellung zu nehmen. Nicht einmal die liberale hunderte aufräumen würde. Ich habe mich bitter getäuscht. Ein die große Mehrzahl von uns steht auf dem Standpunkt, daß er die Landschaft griff in die Debatte ein und heute ertvartet Jahrzehnt nach dem andern ist dahingegangen, ich bin alt und grau Kompetenz hat, seine eigene Kompetenz zu erweitern. Im Jahre 1895 man eine große Verfassungsreform bon der bundes geworden, und noch immer hat sich im medlenburgischen Staats- hat sich selbst der konservative Abg. Buchla dahin ausgesprochen, daß der freundlichen Einwirkung! Niemand im Hause, niemand in ( Erneute Heiterfeit!) Rednerliste jezt schreiben wir 1905! neue in der . Wenn das richtig " und es bleibt, sind sie gespalten, alles, Gott sei Dank, beim alten."( Heiterkeit.) wäre, kann man mit diesem Grundsatz jeden Verfassungsbruch recht fertigen und ich bin überrascht, daß solch gefährliche Aeußerung aus der Mitte dieſes hohen Hauſes erfolgt ist. Ich bin bisher immer der Auffassung gewesen, daß Verfassungsfragen Rechtsfragen find. ( Lebhafte Zustimmung rechts und in der Mitte.) Nach einem befannten Sprichwort kann das englische Parlament alles machen, Reichstage wählen können, warum nicht auch zum Landtage, wo gierung lasse es, wie immer, an einer ausreichenden Begründung nur nicht aus einer Frau einen Mann.( Heiterfeit.) So fann doch auch das deutsche Parlament jeden Antrag stellen, aber es muß es stets anerkennen, daß es noch einen anderen Faktor, den Bundesrat, gibt, daß Geseze nur zustande kommen, wenn ihnen der Bundesrat aus weiteres zu.. Die von Mecklenburg wird glauben, daß auf diese Weise eine Verfassung zu gibt es keinerlei Finanzkontrolle; Serenissimus führt das Regiment| leider nicht herankommen können, da der Swakopfluß die Einfah. stande kommt. Was es heißt, die Verfassung zu erobern, das lehren nach eigenem Belieben. Jede politische Versammlung und jeder versandet habe. Als raschestes Mittel dagegen wurden Bagger die augenblicklichen Ereignisse in Petersburg. Der russische Zar, der politische Verein bedarf der Bewilligung des Ministeriums; felbft empfohlen. Ob damit der frühere Zustand wieder hergestellt werden im Osten aufs Haupt geschlagen worden ist, hat traumfelige, wehr- das Reichsrecht über Versammlungsfreiheit während der Wahlzeit wird könne, das wisse man freilich nicht. Abg. Lattmann vermißte lofe Bürger, die ihm die Bitte nach einer Verfassung vortragen wollten durchbrochen. Die kommunalen Verwaltungen leiden unter dem ein Gutachten von Sachverständigen. Durch den Ausbau des Hafens -die bundesfreundliche Bitte, möchte ich sagen( Heiterkeit) der Zar Mangel der Selbstverwaltung, unter der Unmöglichkeit, Zwed werde auch der Bodenwert steigen, deshalb solle man die Werthat diese vertrauensseligen Leute einfach niederkartätschen lassen.verbände der Kommunen zu begründen. Die ständische Verfassung steigerung abzufangen suchen. Die Deutsche KolonialBir Sozialdemokraten wissen mehr, als irgend eine Partei ist ein Hemmnis für die Fortentwickelung der Industrie. Darum ist gesellschaft für Südwestafrika fordere jezt schon ( Lachen rechts) warten Sie doch ab, lachen Sie auch Mecklenburgs Bevölkerung so weit hinter dem Durchschnitt des für den hektar, den sie gratis erhalten habe, später wie sehr Mecklenburg eine Verfassung braucht. Wir Reiches zurückgeblieben. Und dann der Landtag mit seiner„ itio in bei Swakopmundhafen 30-40 000 Mart; für den Plaz tiffen es besser als irgend eine andere Partei, weil die breiten partes". Von ihr fagt ein altes mecklenburgisches Verfassungslied: zu einem Schuppen in Lüderizbucht habe man einer Firma Maffen des Voltes, die wir vertreten, alles Elend und Unrecht ausIch berufe mich sogleich 6000 Mart abverlangt. Das habe das Gouvernement selbst zuhalten müssen, das die Folge des bestehenden Zustandes ist. Wir auf den Landerwerbsvergleich, gestanden. Abg. Erzberger trat diesen Darlegungen bei. Die haben auch in dieser Session den Antrag eingebracht, daß in jedem wo es heißt, wenn beide Stände Forderungen für den Hafen erweckten Besorgnisse für die Zukunft; Bundesstaat eine Volksvertretung auf Grund des geheimen gleichen sich nicht reichen treu die Hände, man müsse wissen, was bei der Geschichte herauskommen werde. direkten Wahlrechts bestehen müsse. Wir erhalten diese Forderung sondern wenn sie sich entzwein Geh. Oberbaurat Lisko las das Gutachten der Untersuchungsaufrecht, aber wir wissen, daß wir sie nicht durchsetzen werden durch tritt ,, itio in partes" ein; fommission vor. Was die Untersuchungen kosten würden, könne Unterstützung der Konservativen oder durch die Erklärung vom niemand sagen; Voranschläge auf weitere Zeiträume seien noch nicht Bundesratstisch. Wir müssen im zähen Klassenkampf alle mecklengemacht worden. Abg. Storz bemängelte die Begründung der burger Wahlkreise erorbern, die einst nationalliberal waren, und die 150 und 200 Eige im Reichstage bekommen, die einst die National Landerwerbsvergleich von 1756 und 1523. Das mecklenburgische zuwachses trat er bei. Kolonialdirektor Dr. Stübel betonte, daß In der Tat, die mecklenburgische Verfassung beruht auf dem Vorlage und vermißte ein klares System in den Hafenbauten. Den Ausführungen früherer Redner über die Besteuerung des Wertliberalen hatten.( Buruf rechts: Und was dann?) Dann werden wir uns nicht begnügen mit bundesfreundlichen Einwirkungen, dann Parlament" das keine Geschäftsordnung besitzt, hat allerdings doch es außer Walfischbai und Swakopmund überhaupt keinen Hafen in einen einzigen Vorzug, nämlich es bekommt Diäten. wird kein Mundspitzen helfen, dann muß gepfiffen sein, dann wird sich in Mecklenburg wie im Reiche der Kulturfortschritt vollziehen, den fleinen Fürstentums Rageburg erwähnen, von dem man heute noch worden. Bei der Beschleunigung der Arbeiten könne man teine Man muß hier auch noch die Klagen der 17000 Bewohner des Südwestafrika gäbe. Mit dem Molenbau sei das Beste geleistet die Nationalliberalen schmählich zurückgehalten haben. Ich hoffe, wedung und Aufraffung des mecklenburger Volkes beitragen werden. Schulzenamt, man hat eine Striegssteuer mitten im Frieden, man würden sich auf eine Million pro Jahr stellen; solchen Hafen daß auch meine heutigen Ausführungen in diesem Sinne zur Auf- nicht weiß, ob es mit Strelik in Personalunion steht, oder ein Teil genauen Pläne vorlegen. Abg. Dr. Paasche wandte sich gegen die dieses Großherzogtums sei. Dort hat man noch ein erbliches Darlegungen des Kolonialdirektors und die Behauptung, daß man sich in einer Zwangslage befinde. Die Unterhaltungskosten der Bagger ( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Staatssekretär Graf Posadowsky: Ich kann eine Bemerkung So hat jeder Teil der mecklenburgischen Lande seine eigenen hat beim Verkauf von Grundstücken den Zehnten zu zahlen usw. könne man nicht dauernd halten. Die Landgesellschaften müßten des Vorredners nicht ganz unbeantwortet vorbeilassen. Er hat Verfassungssorgen. Diese Zustände sind nur noch mit russischen zur Steuer herangezogen werden. Kolonialdirektor Stübel tonnte zu vergleichen, und daß diese vorbildlich seien, kann man nach den nicht bestreiten, daß die Baggerei zunächst etwa eine Million Mark Ereignissen der letzten Tage noch weniger behaupten als sonst. Es pro Jahr ausmachen würde. Dr. Südetum legte dar, daß vom formal- rechtlichen Standgibt ein treffliches Wort, das lautet; Rückständige Regierungen lagen immer: Ist das Volk unruhig, dann ist es noch nicht reif für punkte die Forderungen nicht in den Nachtrags- Etat gehörten; eine Verfassung, ist es ruhig, dann verlangt es gar nicht nach einer praktisch seien fie nicht einwandfrei. Gegen den Molenbau sei schon links.) die Mecklenburger zum Reihrer Forderungen fehlen, denen man nicht zustimmen könne. viel näherliegende Aber Fragen behandelt werden. Den Gesellschaften müsse man scharf auf die Finger sehen es giebt Leute, die jeden fündlich und Fortschritt für fie Geh. zur Wertsteigerungssteuer heranziehen. Rat halten. Hoffentlich find diese bei Ansichten Ihnen schon Dr. Seit wandte sich gegen die Ausführungen Südekums ausgestorben. Der Abg. Stöcker erklärte am Sonnabend: freier Entschließung zustimmt. Es hat seinerzeit der nationalliberalen Gelbst Fürsten haben sich dem konstitutionellen Gedanken gefügt. Da über die mangelhafte Aufstellung des Etats: man habe den Etat Partei auch völlig ferngelegen, aus dem Sinne der Reichsverfassung hatte er Ihren Beifall( zu den Konservativen gewandt). Ich fragte im August schon vorbereiten müssen. Die erste Baurate für einen ein Recht des Reichstages oder Bundesrates auf Eingriff in die mich aber gleich, wird diese Stimmung bei Ihnen bis zum Diens- großen Bagger hatte eingestellt werden müſſen, weil man mit Anmecklenburgische Verfassung zu deduzieren; sondern sie hat ganz forrekt einen Antrag auf Ergänzung der Verfaffing gestellt. Dieser tage aushalten?( Sehr gut! links.) Wenn Fürsten sich beugten, dann zahlungen habe rechnen dürfen. Schlepper- und Leichtermaterial fei Die Zentrumssollten es auch die mecklenburgischen Ritter tun. von der Woermannlinie angeschafft worden. Aber es gibt nicht Antrag ist vom anderen Teil der gesetzgebenden Gewalt abgelehnt worden. Hingegen stand in konfessionellen Fragen der Reichsnur Bergwerksbesitzer, sondern auch Gutsbesitzer, die jede Vermittelung abgeordneten beantragten den Abstrich von 300 000 m. von der Position. Abg. Dr. Miller Sagan wies nochmals darauf hin, schroff ablehnen. Ob meine politischen Freunde einen Antrag regierung ein Recht zur Einwirkung nach Art. 3 der Verfassung ohne auf Verfassungsänderung einbringen werden, kann ich heute noch nicht daß man gar nicht wisse, wohin denn eigentlich die Fahrt in Afrika Abg. Rettich( t.): Die Aeußerungen der Herren aus dem Hause fagen. Mit dem Kollegen Kopsch beurteile ich die Chancen eines gehe: man habe keine Ahnung, was die Geschichte kosten würde. können mich nicht dazu bringen, von meinem Standpunkte, ab- solchen Antrags als nicht ungünstig. Will die mecklenburgische Regie- ich were die Verhandlungen, da die Kolonialabteilung keine Die ständige Abwesenheit des Reichstanzlers er. zuweichen, der dahin geht, daß eine Erörterung der mecklenburgischen rung die Reichs- Intervention vermeiden, so foll fie freiwillig geben, verbindliche Erklärungen abgeben könne. Von einem KolonialBerhältnisse nicht am Blake ist. Der Herr Interpellant hat auch was dem Lande notwendig ist.( Lebhafter Beifall b. d. Freifinnigen.) programm fei nichts zu bemerken. Abg. Erzberger Abg. Dr. Sattler( natl.): Auf die mecklenburgische Bevölkerung verlangte neue Auskünfte über die Forderungen. Der Kolonialnichts Neues darüber sagen können. Ich selbst habe 1895 darüber verlangte neue Auskünfte über die Forderungen. gesprochen und könnte heute nichts Neues darüber sagen. Ich habe wird Herr Herzfeld mit seiner aufgeregten Art wenig Einbrud direktor Stübel behauptete, das Programm der Regierung bestehe machen.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Die mecklenburgische aber zugleich im Namen der Abgeordneten Freiherrn von Malkan, Verfassungsrevision ist seit 30 Jahren mit sem Namen Büsing ver- der wirtschaftlichen Entwicklung" der Schutzgebiete. Die Kolonialvon Treuenfels und von Derzen die Erklärung abzugeben, daß die knüpft, also eine Aufregung über die Tatsache, daß die Interpellation geſellſchaften hätten allerdings vielleicht zuviele Rechte: Ansichten der Konservativen Mecklenburgs über die Verfassungsreform von Herrn Büsing ausgeht, war am wenigsten angebracht. Meine attmann vorgeschlagene Untersuchungskommiſſion ſei der Berauseinandergehen, daß sie aber darin einig sind, daß das Reich Freunde haben es lebhaft bedauert, daß die Antwort der Regierung waltung feineswegs unangenehm; fie ſei ſelbſt bestrebt, die Vernicht berechtigt ist, sich in die Verfassungsverhältnisse der Einzelstaaten auf die Interpellation so schroff gehalten war. Das war um so dem Abschluß der Arbeiten jener Stommission nicht abhängig gemacht hältnisse aufzuklären. Aber die Bewilligung dieses Etats dürfe von einzumischen außer auf Grund des Artikel 76 der Reichsverfassung, der hier nicht anwendbar ist. Wir müßten also auch die„ bundes- weniger angebracht, als in der Begründung der Interpellation jeder werden. Abg. v. Richthofen forderte ebenfalls ein festes stolonialpersönliche Ton vermieden und lediglich die Wünsche der medlenfreundliche Einmischung", falls sie erfolgen sollte, als ungehörig burgischen Bevölkerung zum Ausdruck gebracht wurden. zurückweisen.( Jronischer Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Frhr. v. Hodenberg( Welfe): Die Erklärung der Regierung Abg. Kopsch( frs. Vg.): Herr Rettich hat 1895 allerdings über die mecklenburgischen Verhältnisse gesprochen, aber er hat das in war uns sehr sympathisch. Wir müssen uns allerdings dagegen vereiner Weise getan, daß er auf Grund geschichtlicher Kenntnisse bewahren, daß wir die mecklenburger Zustände schön finden. Ich hoffe, daß die mecklenburger Ritterschaft sich ihrer hohen Aufgaben beAbg. 2attmann beantragte, das Material über die Geselllehrt werden mußte. 36 Jahre lang haben wir uns aberdings schon mit wußt wird und daß ihr die heutigen Verhandlungen Veranlassung schaft zu sammeln und vorzulegen, sodann eine Untersuchungsdiesen Dingen beschäftigen müssen. Die Zeit der Erbweisheit, der Bevor- geben, mundung und des beschränkten Untertanenverstandes sollte doch eigentlich geben, die zahlreichen Wünsche des mecklenburgischen Volkes zu er tommiffion einzusehen und bis nach Vorlage des auf die OtaviGesellschaft bezüglichen Materials die Beschlußfassung über die vorbei sein. Aber wir haben ja durch den Abg, Büsing ausführlich erunterstützung der Otavi- Gesellschaft für angebliche Beschleunigung fahren, daß die politischen Rechte in Mecklenburg nur das Attribut ihres Bahnbaues auszusetzen. Abg. Prinz Arenberg bat, die der Parteien von Grundbesitzern sind. In 36 Jahren hat sich in Diskussion bis zur Beratung des Hauptetats zu verschieben. AbMecklenburg nichts geändert, nur die Tonart seines Vertreters ist geordneter& attmann wies darauf hin, daß ohne Vorlage des anders geworden. Heute wird selbst der bundesfreundliche Rat schroff abgelehnt. Nicht der Reichstag, sondern die mecklenburgische Materials über die Otavi- Gesellschaft die Bewilligung nicht eintreten könne; er hielt deshalb Punkt 3 feines Antrags aufrecht. Der Ritterschaft hätte ermahnt werden müssen. Die 700 medlenburger Abg. v. Oldenburg( f.): Ich möchte mein Einverständnis mit Borsigende machte darauf aufmerksam, daß der Kredit für Ritter follten sich doch nicht einbilden, daß sie das Volk find. Die einem Sage des Herrn Pachnicke erklären. Er hat gesagt, warum Südwestafrika nach den Darlegungen des Schaßsekretärs erschöpft Stimmung im Lande ist ganz anders. In einem Artikel in den Mecklenburger Nachrichten" vom vorigen Sonnabend wird auf die stattet ist? Ich frage auch: Warum soll den Mecklenburgern ver- mann dennoch bewegen läßt, seinen Antrag zurückzuziehen, so Mecklenburger Nachrichten" vom vorigen Sonnabend wird auf die soll den Mecklenburgern das verwehrt sein, was allen übrigen ge- fei; deshalb müsse man den Etat fertigstellen. Da sich Abg. Latt. Herren Hohn und Spott geworfen, weil sie nicht, wie in früherer wehrt sein, sich eine Verfassung zu geben, wie es ihnen past, während wurde die Beratung begonnen. Der Referent Prinz Arenberg Zeit, einen Antrag auf Verfassungsänderung, sondern nur die heutige es allen übrigen Ländern gestattet ist?( Große Heiterfeit.) beantragte Indemnität für die geleisteten Ausgaben von milde Interpellation gestellt hätten. Ich zweifle nicht daran, daß Abg. Dr. Pachnicke( frf. Vg.): Ich stelle fest, daß Herr Dr. Spahn 1700 000 m. an die Otavi- Gesellschaft. Abg. Dr. Arendt beklagte, wenn jener Antrag wiederholt würde, er auch heute die Mehrheit zugestanden hat: eine Erweiterung der Zuständigkeit des Reiches ist daß der Vertrag des Reiches mit der Firma Koppel bekannt geim Hause finden würde. Selbst Herr v. Kardorff hat seinerzeit er- zulässig, sobald die Voraussetzungen erfüllt werden, welche die Ver- worden sei; man habe Urteile darüber gehört, die man einfach nicht klärt, daß die Zustände, wie sie gegenwärtig in Mecklenburg fassung dafür gibt. Sein einziger Vorbehalt ist hinfällig, denn es wiederholen könne. Man solle die Beamten von Koppel mit den existierten, nicht länger aufrecht erhalten werden könnten. Es sei ist dem Reichstage ausdrücklich das Recht der Initiative in der Ver- Beamten des Kolonialamts austauschen! Es sei unbegreiflich, nur ein leeres Spiel mit Worten, wenn man sie eine Verfassung nennt. fassung zugestanden. wie man einen derartigen Vertrag überhaupt abschließen fonnte; Lieber wäre es mir gewesen, wenn ein Antrag gestellt wäre, in dem Staatssekretär Graf Posadowsky: Herr Pachnicke hat gesagt, vor allem das Reichs- Schazamt sei verantwortlich. Wie stehe es die Richtlinien für die Verfassung festgelegt werden fönnten. Wir fordern eine Landesvertretung auf Grund des all- weil der Reichstag das Recht habe, Initiativanträge zu stellen, könne denn jezt nun mit der Bahn? Warum habe man nicht mit den Reichsbahn er auch Abänderungen der Verfassung beschließen.( Zuruf: Be- Mitteln Swakopmund Windgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahl- antragen!) Gewiß beantragen und vorbehaltlich der Zustimmung hut ausgebaut? Geheimer Rat Seiz bestritt, daß der recta. 1895 erklärte Herr b. Dergen mit Hohn, der Parla- antragen!) rechts. 1895 erklärte Herr b. Dergen mit Hohn, der Parlasei. Man fonnte mentarismus sei ja doch im Niedergang begriffen, die Zeiten feien des Bundesrats beschließen. In Artikel 21 der Verfassung heißt es Vertrag unbesehen hingenommen worden aber ausdrücklich:" Der Reichstag hat das Recht, innerhalb der eben nicht mehr erreichen. Man fonnte nicht durch vorüber, in denen das Wohl in formalen, tonftitutionellen Einrich- Kompetenz des Reiches Initiativanträge zu stellen. Die das Militär in den Bau direkt eingreifen. Zunächst beabsichtigte tungen erblickt werde.( Hört! hört! links.) Ich meine die Kompetenz des Reiches beruht aber auf der bestehenden Reichs- man der Gesellschaft für jeden fertiggestellten Kilometer eine Prämie Zustände im öftlichen Nachbarreiche sind nicht dazu geeignet. verfassung. zu zahlen, aber darauf ließ sie sich nicht ein. Die eine Sehnsucht nach dem Absolutismus hervorzurufen. oberen Reichsbehörden haben dann auch dem Vertrag zugestimmt, Es wird uns gesagt: Mecklenburg ist zufrieden. Stimmt denn das? nachdem lange gehandelt worden war. Abg. Dr. Südekum beNach dem Wahlergebnis von 1903 stehen zwei Drittel der in hielt sich eine Charakterisierung der Dtavi- und anderer Gesellschaften Mecklenburg abgegebenen Stimmen hinter den Parteien, die für den für die allgemeine Debatte vor. Die Indemnität für diesen Antrag Büsing find. Wir sagen und das wird hoffentlich am leoninischen Vertrag dürfe nicht gewährt werden. Genugt habe der nächsten Freitag wieder geschehen mit Stolz: ein Volt, ein Herz, Vertrag nur der geschäftsgewandten Firma. Die Regierung entziehe ein Vaterland, aber diese patriotischen Worte, die uns alle aus dem sich der Pflicht, über den Stand der Angelegenheit zu berichten. Herzen kommen, setzen voraus, daß veraltete politische Vorrechte beAbg. Lattmann fragt an, wie es mit der Spurweite der ausseitigt werden.( Bravo! links.) zubauenden Bahn stehe; die Spurweite sei anscheinend verringert worden, wodurch schon die Gesellschaft ein außerordentlich gutes Geschäft gemacht habe. Wie es mit dem Land zu beiden Seiten der Bahn stehe? Die Gesellschaft habe schon in ihrer Konzession ein großes Interesse an der Beschleunigung des Baues. Dr. Stübel legte dar, daß die Konzession sich auf die geringere Spurweite bezogen habe. Landblocks seien nicht bewilligt worden, die Regierung habe solche Ansprüche abgelehnt. Aber die Gesellschaften unter sich handeln dort um Land. Das Reich habe das größere Interesse an dem Vertrage. Gegenwärtig sei die Bahn im Vorbau bis 145 Kilometer gefördert; bis Karibib wird sie März, bis Omaruru etwa im Mai sein. Die Beratung wurde sodann auf Mittwoch vertagt. Abg. Dr. Spahn( 3.): Wir stehen nach wie vor auf dem Standpunkt, daß das Reich nicht kompetent ist, in die mecklenburgischen Verfassungsangelegenheiten einzugreifen, wir teilen aber den Wunsch, daß auch dieses Land bald zu einer Verfassung komme.( Lachen links.) Herr v. Derzen hat uns hier eine Belehrung geben wollen. Die Belehrung paßt sich nicht. Der Reichstag hat gar nicht die Absicht, ſeine Kompetenzen zu überschreiten.( Lebhafter Beifall im Zentrum.) Abg. Pachnicke( frs. Vg.): Der Staatssekretär hat erklärt, daß Bundesfreundliche Ermahnungen nicht nötig seien, weil am Ernst der mecklenburgischen Regierung gar nicht zu zweifeln wäre. Vertreter der mecklenburgischen Regierung aber erklärte, diese Regierung wäre ihrer Verpflichtung schon nachgekommen durch die vergeblichen Bemühungen in den siebziger Jahren. Ja, das ist doch nicht dasselbe. So lange dieser Zwiespalt zwischen der ReichsDer füllen. Abg. Dr. Spahn( 3.): Ich kann Herrn Dr. Pachnicke zugeben, daß allerdings die Kompetenz des Reichs durch das Reich erweitert werden kann. Aber dieses Recht kann nicht ausgeübt werden durch einen Initiatitantrag des Reichstages, sondern der Reichstag fann des Bundesrats gemacht wird. nur zustimmen, wenn ihm ein Vorschlag in dieser Richtung seitens Damit schließt die Besprechung der Interpellation. Präsident Graf Ballestrem beraumt die nächste Sigung an auf Mittwoch 1 Uhr und setzt auf die Tagesordnung: Fortsetzung der zweiten Beratung des Post- Etats. Abg. Dr. Spahn( 3.) beantragt zur Tagesordnung, morgen die Schwerinstage wieder aufzunehmen und den Toleranzantrag des Bentrums zur Verhandlung zu stellen. Abg. Dr. Sattler( nati.) widerspricht diesem Vorschlage. Abg. Schrader( frf. Vg.) schließt sich den Ausführungen des Abg. Rettich( f.) bittet ebenfalls, es bei dem Vorschlage des Präsidenten zu belaffen. Vorredners an. Abg. Dr. Spahn( 3.) zieht nach dem Widerspruch der Vorredner ſeinen Vorschlag zurüd, bittet aber, den Toleranzantrag am Mittoch über acht Tage auf die Tagesordnung zu setzen. Schluß 51 Uhr. Parlamentarisches. Land- und Bahngesellschaften in Südwest- Afrika. In der Budgettommission des Reichstags wurden am regierung und der großherzoglichen Regierung besteht, fürchte ich, Dienstag die unglücklichen Landungsverhältnisse im Hafen von programm. Entsprechend dem Antrage Erzberger wurden nur 1900 000 Mart bewilligt. des Reiches Otavi- Gesellschaft. die die Interpellation wird keinen Erfolg haben. Die Stonservativen Swakopmund behandelt. Die Regierung plant bort große Arbeiten, Der Kongreß der Britischen Arbeiter. partei. fagen hier, die Sache müßte im Landtage erledigt werden, für die als erste Rate schon mehr als 2 Millionen Mark in und im Landtage fagen fie, sie denken gar nicht eine dem immer noch zur Beratung stehenden Nachtragsetat gefordert Reform. Das heißt doch, von Pontius zu Pilatus zu schicken. werden, zum Teil schon ausgegeben worden sind. Referent Prinz London, 22. Januar 1905. Selbst Herr v. Buchka erklärt das Recht auf Eingreifen des Reiches Arenberg beantragte die Genehmigung der Forderung. Abg. Die Britische Arbeiterpartei, die unter dem Namen Labour für selbstverständlich. Für das Reich ist dieses Recht sogar in einem Dr. Müller Sagan wies darauf hin, daß die Versandung des Representation Committee( L.R.C.- Somitee für parlamentarische amtlichen Schriftstück anerkannt. In den Motiven zur Vorlage Hafens von Swakopmund nicht aufgehalten sein werde; es frage sich, Arbeitervertretung) bekannt ist, tritt am 25. d. M. in Liverpool zu betreffend die Einverleibung Elsaß- Lothringens steht wörtlich: Nicht ob die von der Regierung geplanten Maßnahmen zweckmäßig seien. ihrem fünften Jahreskongreß zusammen. Die Partei wurde vor ausgesprochen, aber vorausgesetzt ist in der Verfassung des Reiches Deshalb müsse erst Bericht über die wissenschaftlichen Vorarbeiten ge- fünf Jahren gegründet infolge eines auf dem Trades- Unionskongresse das Bestehen von Verfassungen in den Einzelstaaten, fraft denen die geben werden. Kolonialdirektor Dr. Stübel bestritt, daß der gegen in Plymouth 1899 gefaßten Beschlusses, für eine wirkungsvollere Wie Landtage- Gesetzgebung an die Zustimmung und Kontrolle der Landes- die Anlagen ausgesprochene Tadel berechtigt gewesen sei. Der parlamentarische Vertretung der Arbeiterklasse zu sorgen. vertretung gebunden ist."( Hört! hört! links.) Molenbau-fei bon 1898-1908 zum Versuche ausgeführt zeitgemäß und notwendig dieser Beschluß war, zeigt das rasche Haben wir demnach das Recht, solche Anträge, wie den vor- worden; der Betrieb habe vollkommen befriedigt, die Wachsen der Partei: im Jahre 1900 schlossen sich ihr rund 353 000 liegenden, hier zu stellen, so müssen wir auch das Recht haben, See habe nur geringe Zerstörungen bewirkt. Für gewöhn gewerkschaftlich organisierte Arbeiter an; im Jahre 1901 455 500; Einzelheiten zu ihrer Begründung anzuführen. Im ganzen Lande liche Fälle hätten die Einrichtungen wohl genügt, doch hätte man im Jahre 1902 841 000; im Jahre 1903 956 000, dagegen zeigt das beiterklasse nicht angehören. fartelle verschiedener Städte. Jahr 1904 eine fleine Abnahme; genaue Zahlen liegen noch nicht sammlungsrecht und über die wirtschaftliche und kulturelle faftion nicht aufzuraffen vermocht, was der Vorwärts" gebührenvor, da diese erst am Vorabend der Kongreßeröffnung festgestellt Burückgebliebenheit Mecklenburgs. Unter dem Motto: Ein dermaßen festgenagelt hat. Die Kölnische Volkszeitung" nun ber werden; soweit aus den vorliegenden Berichten ersichtlich ist, dürfte Bolk, ein Recht, ein Kaiser, wollen die freisinnigen Mannes- sucht durch eine ganz törichte Ausrede die Argumentation die Partei gegenwärtig etwa 900 000 Mitglieder zählen, fast lauter Gewerkschaftler mit einem starken Prozentsatz von Sozialisten. Unter feelen revolutionär die Konstitution für Mecklenburg erobern. des Vorwärts" zu entfräften. Sie erklärt, die christlichen Gewerkdiesen 900 000 Mitgliedern dürften höchstens 2000 sein, die der Ar- Beantwortung der Interpellation die Reichseinmischung für zum Zentrum rechneten. Es würde daher geradezu ein„ llebergriff War's dem Grafen Posadowsky ernst, als er in der schaften seien„ kein Gebilde des Zentrums", ihnen gehörten„ insbesondere zahlreiche protestantische Arbeiter" an, die sich politisch nicht Ein geschriebenes Programm hat die Partei noch nicht. Nach überflüssig erklärte, weil die mecklenburgische Regierung au- des Zentrums" bedeuten, und von den christlichen Arbeitern„ als eine den Statuten hat sich die Partei zum Ziele gesteckt:" Durch ge- danerud den festen Willen hätte, eine Verfassung zu stande zu unzulässige Verquickung von politischen Parteien und unabhängiger meinsame Aftion aller der Partei angehörigen Vereinigungen die bringen?! Gewerkschaftsorganisation betrachtet werden", wenn das Zentrum Wahl von Parlamentskandidaten durchzusehen; eine besondere Der mecklenburgische Bundesrats- Bevollmächtigte, Geheim- offiziell einen Sammelaufruf für die christlichen Gewerkschaften erFraktion im Parlament zu bilden, mit eigenen Führern und einer rat v. Dergen, erläuterte den Sinn dieser Erklärung sofort, lassen würde. Das schließe natürlich in keiner Weise aus, daß auch einheitlichen Politik in Arbeiterfragen; die Arbeiterabgeordneten Mitglieder der Zentrumspartei sich an den Sammlungen bes müssen streng darauf achten, sich nicht mit den Konservativen oder indem er hinzufügte, wann die mecklenburgische Regierung teiligten. Jeder, der von der Gerechtigkeit der Sache der BergLiberalen und deren Interessen zu identifizieren; die der Partei an- wieder um Herstellung einer Verfassung sich bemühen werde, arbeiter trok der Fehler, die auf ihrer Seite gemacht worden gehörigen Vereinigungen dürften den Parteikandidaten keine Gegen- das könne er noch nicht sagen, müsse er auch seiner Regierung feien, überzeugt sei, sollte ihnen beispringen und das ſeinige tun, kandidaten entgegenseßen; die Parteifandidaten sind verpflichtet, die zu bestimmen überlassen. damit nicht die Not in die Bergarbeiterfamilien einziehe. Statuten zu unterschreiben, die Beschlüsse der Arbeiterfraktion zu Im übrigen verbat er sich jede Einmischung des Reiches Es wäre müßig, sich mit der„ Kölnischen Volkszeitung" achten und in ihren Wahlkreisen einzig und allein als Arbeiter- in die mecklenburgischen Verfassungsangelegenheiten, forderte darüber zu streiten, wie die christlichen Arbeiterorganisationen irgend fandidaten aufzutreten. den Reichstag auf, sich nicht um Dinge zu fümmern, die ihn zu der politischen Zentrumsorganisation stehen. Selbstverständlich Außer den zahlreichen Gewerkschaftsverbänden gehören der Partei an: die Unabhängige Arbeiterpartei mit 14 000 Mitgliedern, nichts angingen, und lieber die Reichsverwaltung besser zu ist es dem Vorwärts" gar nicht eingefallen, der Zentrumspresse zuzumuten, im Namen der christlichen Bergarbeiter. die Fabier- Gesellschaft mit 730 Mitgliedern, sowie 73 Gewerkschafts- besorgen, als er es jetzt täte. organisation für die Streifenden Sammelaufrufe zu erlassen. Ihm schloß sich der konservative mecklenburgische Abg. Diese Zumutung wäre um so unsinniger, als ja auch der Aufruf Die Partei hat zwei Fonds: 1. Einen allgemeinen Rettich in feierlicher Erklärung namens sämtlicher Kon der sozialdemokratischen Partei im Vorwärts" durchaus nicht im Fonds, der durch einen Beitrag von 15 M. jährlich von jeder der fervativen aus dem Lande des Ochsenkopfes an, und dienst- Namen der freien Gewerkschaften geschah, sondern lediglich als AufBartei angehörenden Organisation für jedes Tausend ihrer Mit- fertig versicherte Herr Spahn für das Zentrum, daß er gar forderung der politischen Partei. Die Gewerkschaften haben glieder gebildet wird; aus diesem Fonds werden die gewöhnlichen nicht daran dächte, die Kompetenzen des Reiches irgendwie zu ia ihrerseits ebenfalls einen derartigen Aufruf erlassen. Ebenso Ausgaben: Bureau, Sekretäre, Porto, Drucksachen usw. bestritten; erweitern.- Was blieb den Nationalliberalen anderes übrig, hätte es die„ Kölnische Volkszeitung", hätten es die übrigen 2. einen Parlamentsfonds, der durch einen Beitrag von Damit wäre also der famose Eine geradezu unsinnige Kompetenzenkonflitt beseitigt gewesen. 1 Benny( 8,5 Pf.) jährlich von jedem Mitglied der Partei gebildet als in bedauerndem Tone durch Herrn Dr. Sattler er Bentrumsorgane machen können. wird; aus diesem Fonds wird ein Teil der Wahlkosten für Parla- klären zu lassen, daß sie diese Schroffheit der Abweisung nicht Annahme der„ Kölnischen Volkszeitung" wäre es aber, daß sich mentskandidaten, und jedem Parlamentsabgeordneten der Partei verdient hätten. die christlichen Gewerkschaftsmitglieder dadurch beleidigt fühlen 200 Pfund( 4000 M.) jährlich als Diäten gezahlt. Die Partei hat Genosse Herzfeld wies ihnen sofort das Gegenteil nach. würden, daß die Zentrumspartei für sie Sammlungen unterbereits vier Abgeordnete: Crooks, Henderson, Keir Hardie, Shack- Einst, in der Zeit ihrer Blüte, als sie die Mehrheit im Reichs- nimmt. Der Streit umfaßt eine so folossale Anzahl von leton, die ihre Diäten seit dem 1. April 1904 bezogen haben. Der tag hatten und Bismarc ihre Hülfe zum Kulturkampf brauchte, Arbeitern und erfordert für seine längere Durchführung so Barlamentsfonds beträgt gegenwärtig über 120 000 Mt. Der haben die Nationalliberalen verabsäumt, die Durchfeßung ihrer enorme Mittel, daß es im Gegenteil die christlichen BergParteisekretär iſt J. R. Macdonald, ein begabter Sozialiſt Verfassungsforderungen zu erzwingen, ein Jahrzehnt nach dem arbeiter mit tausend Freuden begrüßt haben würden, wenn die Zentrumspartei offiziell einen Afruf zum Sammeln für die gegenwärtig 46 aufgestellt, darunter etwa 40 Gewerkschaftsführer, anderen haben sie sich mit leer Versprechungen trösten lassen. Streifenden erlassen hätte! Ihre Freude wäre um so größer gewesen, wie Bornes( Mechaniker), Pete Curran, William Thorne( beide Hohn und Spott haben sie von der trogigen mecklen wenn dieser Aufruf obendrein einen recht bedeutenden finanziellen Gasarbeiter), Bowerman( Buchdruder), Ben Tillett( Docker), Hodge burgischen Ritterschaft, die zusammen mit einigen großherzog Erfolg gehabt haben würde! Ja noch mehr! Nicht nur die christlichen ( Stahlschmelzer), Roberts( Buchdrucker), J. Holmes( Bahn- lichen Beamten den Ständeausschuß in Mecklenburg bildet, Arbeiter, sondern vermutlich auch die übrigen Arbeiter, selbst die arbeiter). Ihre Gegenkandidaten sind teils Liberale, teils Konser- für ihre bescheidenen Wünsche geerntet. Die Ritter haben einst in den freien Gewerkschaften Organisierten, würden mit vative. 1756 und 1523!- ihre Privilegien mit Gewalt den Vergnügen das Geld in Empfang genommen haben, auch wenn Die Partei hat sich bis jetzt ziemlich korrekt gehalten und den Fürsten abgetrotterst die Sozialdemokratie wird ihnen es von ihren politischen Gegnern gekommen wäre. Man sieht alſo, Statuten gemäß gehandelt, obwohl es sehr schwierig ist, die Arbeiter- eine Macht entgegenstellen, die sie zwingt, ihre Vorrechte zu- daß die Ausrede der„ Kölnischen Volkszeitung“ furchtbar fabenführer, die in den siebziger und achtziger Jahren groß geworden find, von den Liberalen zu trennen. So hat die Partei den Abge- gunsten des gesamten Volkes wieder aufzugeben. Es bleibt demnach trok dieses Abwehrversuches bei der Fest= ordneten Richard Bell, dem Sekretär der Eisenbahner, die UnterGraf Posadowsky wollte einen Wig machen, als er stübung verweigert, da er die Statuten, d. h. den Grundsatz der unserem Redner erwiderte, daß nach seiner Auffassung Ver- stellung des" Vorwärts", daß das Zentrum es nicht wagt, selbst dann für Arbeiter, die sich im Streik befinden, Sammlungen zu verSelbständigkeit der Arbeiterpartei nicht unterschreiben wollte. Dieser fassungsfragen Rechtsfragen seien; sollten sie aber als anstalten, wenn es diesen Streit für vollauf berechtigt hält. Das war Streitpunkt wird wahrscheinlich auf dem Kongresse zur Verhandlung Ma cht fragen behandelt werden, so sei auch jeder Verfassungs- gerade das, was wir festnageln wollen. Feierliche Zentrumsgelangen, da sich mehrere Arbeiterorganisationen mit dem Gedanken bruch gerechtfertigt. Aber er regte ernstere Gedanken über das erklärungen und ganz beiläufige, zu nichts verpflichtende Aufder Selbständigkeit nicht befreunden können. gegenwärtige Verfassungsleben an. Wenn die Verfassungs- forderungen an diejenigen unter den Zentrumsmitgliedern, welche die Ueber den Geiſt der Partei werden folgende zur Verhandlung fragen Rechtsfragen wären, so wären alle einzelstaat- den Streit für gerechtfertigt" halten, auch Beiträge füz bir null und nichtig. Denn sie Streifenden zu sammeln, ersehen in keinem Falle einen offiziellen Den eigentlichen Kongreßverhandlungen wird eine Konferenz lichen Verfassungen vorausgehen, die sich mit der Frage der Arbeitslosigkeit und der alle, besonders die preußische, sind Produkte schmach- Aufruf der Zentrumspartei! Graf Speifung der Schulkinder beschäftigen wird. Pete Curran wird hier vollen Eidbruches und dreister Rechtsverhöhnung. Die Lustige Sieben". Der Untersuchungsrichter am Landgericht bei folgende Resolution begründen: Posadowsky hatte heute zugegeben, daß nach dem Sinne Oldenburg erläßt folgenden Aufruf:" In der Untersuchungsder Reichsverfassung in allen Einzelstaaten entsprechend dem fache gegen den Kellner Meyer aus Bremen wegen Verdachts Reichstage im Reichsrecht eine Volksvertretung an der Gesetz- des Meineides werden sämtliche Personen, welche irgend welche be gebung mitwirken müsse. Gerade das will die Sozial- stimmten Angaben darüber machen können, ob die Angaben des Demokratie: in jedem der Bundesstaaten Parlamente, hervor. Meyer, er habe gesehen, daß der frühere Oberstaatsanwalt, gegangen aus Wahlen nach dem Reichstags- Wahlrecht. Die iezige Minister Ruh strat II in Oldenburg, gemeinschaftlich Sozialdemokratie will das Recht verwirklichen, aber die mit dem Zahnarzt Dr. med. Schleppegrell und händler Schmidt, beide wohnhaft in Oldenburg, im ZivilGewalt des Verfassungsbruches steht ihr im Wege und nur fafino zu Oldenburg in der Zeit von April 1899 bis Ende November die Macht des aufgeklärten Volkes, an die Genosse Herzfeld 1900, das Spiel Lustige Sieben"( ein Würfelspiel mit Bankhalter) appellierte, kann sie überwinden. gespielt haben", auf Wahrheit beruhen, hierdurch aufgefordert, sich Die Debatte erlahmte bald durch ihre Zwecklosigkeit. ungesäumt bei dem unterzeichneten Untersuchungsrichter, dem StaatsScharfmachertorheiten des Herrn von Oldenburg- anwalt Becker, oder dem mit der Untersuchung dieser Sache betrauten Januschau und juristische Disputationen zwischen dem Polizeikommissar Böning aus Bremen auf dessen Bureau, Zimmer Mönch und dem Rabbi ich wollte sagen, zwischen Herrn Nr. 14 im Landgerichtsgebäude zu Oldenburg, zu melden." Spahn und Herrn Dr. Pachnicke bildeten ihren matten Abschluß. gelangende Resolutionen Aufschluß geben. " Diese Konferenz von Trades- Unionisten, Sozialisten und Genossenschaftlern ist der Ansicht, daß Arbeitslosigkeit nicht die Folge des Mangels an Kapital, Reichtum und Konsumtionskraft ist, denn wir sehen, daß die Arbeiter hungern inmitten der Fülle von allerlei Waren; die Arbeitslosigkeit ist auch nicht die Folge irgend welcher Zollpolitik, denn wir sehen, daß dieselbe Erscheinung sowohl unter Schutzoll wie unter Freihandel zu finden ist; sie ist auch nicht die Folge der Fremden- Einwanderung; die wirklichen Ursachen der Arbeitslosigkeit sind die Monopole der nichtproduttiben Klassen, und die Lasten, die sie den arbeitenden Klassen auf erlegen, sowie der Mangel an einer solchen industriellen Organisation, die den abwechselnden Perioden von Ueberarbeit und Arbeitslosigkeit vorbeugen könnte." Hodge wird über die Speisung der Schulkinder sprechen und folgende Resolution begründen: " Die Konferenz ist der Ansicht, daß es nötig ist, die SchulKinder auf öffentliche Kosten zu speisen; sie ersucht deshalb die Arbeiterabgeordneten, in der kommenden Parlamentssession einen diesbezüglichen Geschentwurf einzubringen. Sie fordert auch die Stadtverwaltungen auf, Gelder zu diesem Zwede zu bewilligen, bis diese Frage im Parlament erledigt ist." Zur Befestigung der Parteipolitik liegen folgende ResoTutionen vor: -Mittwoch will der Reichstag nach längerer Pause in der Beratung des Postetats fortfahren. Preußisches Abgeordnetenhaus. Das Wichtigste aus der Dienstag- Sigung des AbgeordnetenDie Konferenz hält die Politik strenger Selbständigkeit der Hauses war eine furze Geschäftsordnungsdebatte über die parPartei aufrecht, da sie glaubt, daß die Arbeiterklasse sich nur lamentarische Behandlung der Kanalvorlage. Entgegen dem in dem Maße befreien tann, als sie sich von allen kapitalistischen Vorschlage des Präsidenten, am 31. d. M. mit der zweiten Parteien fernhält."( Gewerkschaftskartell Birmingham.) Beratung der Kanalvorlage zu beginnen, traten die konser„ Kein Arbeiterabgeordneter darf vom Parlamentsfonds unter- vativen, nationalliberalen und Zentrumsredner dafür ein, daß halten werden, wenn er nicht die Statuten der Partei unter- mit Rücksicht darauf, daß die Interpellation betreffend den schreibt."( Gewerkschaftskartell Belfast.) Die Konferenz erflärt, daß das Ziel der Partei ist, das österreichischen Handelsvertrag im Reichstage noch nicht begegenwärtige fapitalistische System zu beseitigen und die Berge- antwortet ist, der Beginn der zweiten Lesung der Kanalvorlage Die Herren spielen sellschaftung der Produktionsmittel durchzuführen, um den Ar- bis Ende nächster Woche vertagt wird. beitern den vollen Ertrag ihrer Arbeit zu sichern."( Gewerk- jetzt mit offenen Karten, sie machen gar kein Hehl daraus, schaftskartell West am; Bapierarbeiter- Union Darwen.) daß sie die Kanalvorlage lediglich als Kompensationsobjekt für " Die Konferenz begrüßt es mit Freuden, daß eine inter- die Wucherverträge betrachten. parlamentarische Gruppe von Vertretern der sozialistischen Parteien und Gewerkschaften der verschiedenen Länder der Welt gegründet wurde, da sie glaubt, daß dadurch die Interessen der Arbeiter tlassen aller Länder gefördert werden, ebenso der internationale Friede und die Befreiung der Arbeiter vom Kapitalismus."( Unabhängige Arbeiterpartei.) Die Adresse des Kongresses ist: Labour Conference, Sun Hall, Kensington, Liverpool. Politische Ueberlicht. Berlin, den 24. Januar. Mecklenburgische Verfassungskämpfe. scheinig ist. " dem BuchRussische Helden und deutsche Sänger. Was kein russisches Blatt zustande bringt, hat das Organ der konservativen Partei, hat die Kreuzzeitung" vollbracht. Die Gardesoldaten in St. Petersburg haben Tausende wehrloser Bittender hingeschlachtet das Blatt der Mirbach und Manteuffel wagt es, in einem begeisterten Artikel das Lob der feigen Mörder zu singen, die das Höchste soldatischer Tugend vollbracht hätten. Es schreibt: Die schwerste Probe, der die Treue und der Gehorsam des Soldaten ausgesetzt werden kann, ist am vergangenen Sonntag Was die tapfere der Petersburger Garnison auferlegt worden. Besatzung von Port Arthur dem stürmischen Mute der Armee Nogis gegenüber und im monalelangen Ertragen von Not und Gefahr geleistet hat, ist mit der Aufgabe nicht zu vergleichen, die die kaiserliche Garde vorgestern in der russischen Hauptstadt zu er füllen hatte. Die eiserne Disziplin allein, der unbedingte treue Gehorsam beherrschten die Truppe und haben sich zum Heile Rußlands bewährt. Die Fleischerknechte des Zaren sind das Ideal christlicher preußischdeutscher Männertugend; der organisierte Massenmord ist das höchste Ziel konservativer Politik! Boltsschuldebatte und Hererofrieg im württembergischen Landtage. Nachdem das Haus sodann ohne Debatte die Einleitung eines Stuttgart, 24. Januar.( Privatdepesche.) Der Landtag trat heute in die Beratung der Regierungsnovelle Strafverfahrens gegen das„ Volksblatt für Hessen und Waldeck" wegen Beleidigung abgelehnt hatte, setzte es die zweite Beratung zum Volksschulgesetz ein, über deren Grundzüge an dieser Stelle schon des Etats der landwirtschaftlichen Verwaltung fort. Die Dis- berichtet wurde. Was die Vorlage insbesondere in bezug auf die fussion war, da die übergroße Mehrheit des Hauses in Herrn materielle Besserstellung der Lehrer bietet, ist so herzlich wenig, daß v. Podbielski den geeignetsten Minister erblickte, ziemlich belang. es die Regierung und die bürgerlichen Parteien nicht viel kostete, los, schon nach wenigen Stunden war das Gehalt des Ministers um die Wette ihr Wohlwollen für die Volksschullehrer zu versichern und ihrer Zustimmung zu der Vorlage Ausdruck zu geben. Württem in Höhe von 36 000 Mark bewilligt. Erwähnenswert ist nur berg, das bisher in bezug auf die Schäbigkeit der Entlöhnung der ein Geplänkel zwischen den Führern des Bundes der Land- Volksschullehrer unter den deutschen Bundesstaaten nur von drei, wirte und den Nationalliberalen. Die Bündler reden sich ein, daß ihr Liebling Dertel mit nationalliberaler Hülfe aus dem Reichstage verdrängt sei. Die Nationalliberalen bestreiten das und zwar mit vollem Recht. Schließlich lagen sich die Der Liberalismus führte Dienstag wieder ein Stück der Kampfhähne beider Parteien versöhnt in den Armen, sie geTragikomödie seines eigenen Unterganges im Reichstag auf. lobten feierlich, in Zukunft bei Stichwahlen stets geschlossen Der nationalliberale Abg. Büsing, der erst jüngst durch gegen die Sozialdemokratie zu marschieren. Als ob sie das Konservative Wahlhülfe in den Reichstag eingezogen ist, nicht auch jetzt schon thäten! beantragte- nicht etwa die Einführung einer Verfassung in Mittwoch soll der Etat der landwirtschaftlichen Verwaltung Mecklenburg von Reichswegen, sondern fragte die Reichs- zu Ende beraten werden. Dann folgt der Gestütsetat. regierung an, ob sie sie bundes freundliche handlungen" mit der mecklenburgischen Regierung einleiten wolle, um die allergnädigsten Herrscher der beiden Großherzogtümer alleruntertänigst zu bitten, dem mecklenburgischen Volte die politischen Grundrechte gewähren" zu wollen. " VerDeutfches Reich. Berlegenheitsphrasen des Zentrums. " darunter natürlich Preußen, übertroffen wurde, rückt auch nach Durchführung der geplanten Aufbesserung erst an die achte Stelle und in bezug auf die Klassenüberfüllung und die durch sie bedingte Ueberlastung der Lehrer läßt die Vorlage alles beim alten. Nach wie vor boch erst in den letzten Tagen in der württembergischen Bresse festwird es Klassen mit 120, 130 und mehr Schulkindern geben. Ist gestellt worden, daß in einer württembergischen Schule ein Lehrer gar 190 Schulkinder zu unterrichten hat. Als einzige Wirkung des Gesetzes bleibt für die ständigen Lehrer, deren Anfangsgehalt auch weiterhin 1200 2. betragen wird, eine Aufbesserung in den ersten Gehaltsstufen um 100 bis 200 M., für die umständigen Lehrer ergibt sich die fürstliche Aufbesserung von 50 M. pro Jahr. Unter solchen Verhältnissen klingt es wie Ironie, wenn der Kultusminister v. Weizsäcker in längerer Rede versichert, daß die Regierung fich in dem Wunsch der Besserstellung der Volksschullehrer mit allen Seiten des Hauses begegnet und feine Opfer für Die Kölnische Volkszeitung", neben der„ Germania" diesen Zweck scheue, trotzdem die Finanzlage der Einzelstaaten durch bekanntlich das führende Organ der ultramontanen Partei, ärgert die Finanzlage des Reiches ungünstig beeinflußt werde. Genosse Herr Büsing sprach müde, resigniert. Seit 34 Jahren sich begreiflicherweise darüber, daß der Vorwärts" darauf aufmert- ildenbrand brachte in das harmonische Plätschern der Debatte gehört er dem deutschen Reichstage an, seit 34 Jahren hat er sam gemacht hat, daß der Bergarbeiterstreit im Ruhrrevier den Ar- einen schrillen Mißklang durch eine schonungslose Kritik der gebeten und gebettelt um die primitivsten Rechte für die beitern jetzt die schönste Gelegenheit geben werde, zu er- fadenscheinigen Lehrerfreundlichkeit der Regierung und der bürgerlichen treuen mecklenburger Untertanen. Einst, nach der Reichs- kennen, welche Parteien wirklich für die Arbeiter eintreten und Parteien. Mit Recht wies Hildenbrand darauf hin, wie schon der gründung, war er mit tausend Masten hinausgefegelt in welche Parteien die Arbeiterfreundlichkeit nur aus Heudjelei be- Ton bei der Behandlung der Vorlage einen Schluß auf die Wertung Sas Meer der freiheitlichen, liberalen Entwicklung Deutsch- treiben. Als Merkmal wirklich arbeiterfreundlicher Gesinnung be- zulaffe, die den Lehrern gezollt werde. Während bei den Vorlagen nur noch, zeichnete der Vorwärts" die Unterstüßung der Streifenden durch die über Gehaltsaufbesserung für Geistliche und höhere Beamte stets bittet gebrochener Greis Tat, durch Geldsammlungen. Er wies darauf hin, daß der sozial- die Notwendigkeit einer standesgemäßen Lebensführung daß die Regierung ihm nicht übel nehmen möge, daß er noch demokratische Parteivorstand im„ Vorwärts" fofort nach Ausbruch den Vordergrund geschoben wird, bemüht man sich bei Lehrerzu seinen Lebzeiten eine Art Verfassung in Weecklenburg ein- des Streifes zum Sammeln von Beiträgen für die Streifenden aufgehaltsaufbeſſerung immer nachzuweisen, wie berechtigt die man auf andere Staaten geführt sehen möchte. Mit ihm jammerten die freifinnigen gefordert habe. Alle Parteien, denen das Wohl der Arbeiter wirklich niedrigen Gehälter find, indem noch schlechterer Entlöhnung der Lehrer berweist. Abgeordneten Ropsch und Pachnicke über die elenden am Herzen liegt, müßten gleiche Aufrufe erlassen. Bekanntlich hat mit Schulverhältnisse, über das nicht vorhandene Vereins- und Ver- sich auch die Zentrumspartei zu einer derartigen werktätigen Hülfs- Der Tanzlehrer der Universität Tübingen hat 1400 Mart lands, als er in 1 Gehalt, ein ständiger Boltslehrer in der gleichen Stadt ein wendigsten Lebensmittel start belastet wurden, lebhaft protestiert.| Grundlage einer Proportionalvertretung im Verhältnis zu den zur folches von 1200 M. Wenn der Kultusminister unter Berufung auf Armut, Schmutz und Glend sind die ständigen Einrichtungen in diesem zeit des Amsterdamer Kongresses konstatierten sozialistischen Kräften, die schlechten Finanzen eine weitergehende Aufbesserung der Lehrer- von der Natur jo reich gesegneten Lande. So werden, wie wir einem die einerseits nach der Bahl der beitragzahlenden Mitglieder und gehälter für unmöglich erklärt, so möge er doch den Finanzminister spanischen Blatte entnehmen, allein in Cadir, einer Stadt von andererseits nach der in den allgemeinen Kammerwahlen von 1902 scharf machen, damit dieser Protest erhebe gegen die Zerrüttung der 60 000 Einwohnern, 20 000 Personen aus öffentlichen Mitteln in der Hauptwahl erhaltenen Stimmenzahl zu berechnen sind Reichsfinanzen durch die unnützen Ausgaben, wie sie jest für den völlig unterstützt. In Madrid ist der Oktroi auf Getreide und Mehl auf- unter der Voraussetzung, daß die Zahl der die Wahlstimmen berüberflüssigen Hererokrieg gemacht werden. gehoben und die Bäckermeister waren durch Erlaß der Behörden ver- tretenden Mandate ein Fünftel der Gesamtzahl der Mandate nicht pflichtet, die Brotpreise dementsprechend herabzusehen. Wie der überschreiten darf. Socialista" mitteilt, treiben die Herren Bäckermeister und Brot- Wahlstimmen- Mandate werden den Föderationen mur dann zu fabrikanten aber mit den Behörden und mit dem Volfe von Madrid geeignet werden, wenn sie mindestens tausend Stimmen aufgebracht ihren Spott. Entweder fabrizieren sie Brot von schlechter Qualität haben, und die Zahl der weiteren Wahlstimmen- Mandate iſt nach und geringerem Gewicht, oder jie verkaufen es zu den alten Preisen, einer abnehmenden Progression zu bestimmen. oder sie betreiben den Schwindel nach beiden Richtungen. Hat Der obige Text wird nicht eher endgültige Geltung bekommen, dann die Geduld des Voltes ein Ende, wendet es sich gegen seine bis ihn die Delegierten der vertragschließenden Organiſationen_im Beiniger und Ausbeuter, dann schickt man Polizei und Militär vor Namen dieser Organisationen im Schoße der Einigungskommission und die„ Ordnung" ist wieder hergestellt. Und wie in Spanien, angenommen haben. so beiläufig überall. Schweden. worden. Natürlich durften auch die Nationalliberalen nicht versäumen, Protest gegen die vaterlandslose Aeußerung Hildenbrands zu er heben, und Abg. Hieber besorgte dies mit großer Aufgeregtheit. Sodann plätscherte die Debatte friedlich weiter. Husland. Die wirkungsvolle Nede brachte den Kultusminister so in Harnisch, daß er mit ungewohnter Schärfe unserem Genossen entgegentrat. Aber trotz seiner Behauptung, Genosse Hildenbrand habe mit falschen Zahlen operiert, vermochte der Minister nicht, dessen Ausführungen in irgend einem Punkte zu widerlegen. Bathetisch schloß der Minister mit der Phrase, in Afrika habe die deutsche Nation ihre Ehre zu verteidigen, und legte Verwahrung ein gegen den Vorwurf Hildenbrands, der Kaffernkrieg sei mutwillig angezettelt Stammerpräsident Bayer bemerkte hierzu richtigstellend, er Habe Hildenbrand keineswegs so verstanden, daß dieser den Ministern Man sieht, in den entscheidenden Punkten stellt sich der Einigkeitsder Bundesstaaten einen Vorwurf aus dem Kriege machen wolle, Der Budgetvorschlag für 1906, der dem schwedischen Reichstag entwurf auf den Boden der Amsterdam- Dresdener Resolution, nachsondern vielmehr einer ganz anderen Stelle. vorgelegt worden ist, schließt mit der Bilanzfumme von 186 770 000 dem übrigens schon die Erklärung der P. S. F.( Jaurèfiften) die Kronen. Das ist dem laufenden Jahre gegenüber eine Erhöhung Bloc- Taktit ausdrücklich preisgegeben hat. Was die wichtigeren von 9 Millionen, die, wie die Thronrede erwähnt, ohne neue Differenzpunkte zwischen dem Standpunkt der P. S. F. und demSteuern möglich werden soll. Der Ertrag aus Zöllen ist für das jenigen der P. S. de F. betrifft, so find fie teils im Sinne des fommende Jahr auf 57 000 000 Stronen berechnet, 31 Millionen revolutionären Sozialismus, teils durch einen Ausgleich geschlichtet höher als im Vorjahre; die Branntweinsteuer auf 24 000 000 Stronen, worden. Die P.S. F. wollte ausnahmsweise das Budgetvotum zugelassen 134 Millionen niedriger als im Vorjahre. Die Zuckerrüben- wissen, falls fich dafür die Fraktion mit einer Dreiviertelmehrheit erklären Steuer foll 12 000 000, die Einkommensteuern 11 000 000 Stronen ein würde. Die Einigkeitskommission hat diesen Vorschlag abgelehnt bringen. Von den Ausgaben kommen nicht weniger als 81 766 500 und an deffen Stelle die Bestimmung votiert, daß die Fraktion selbst Das Abgeordnetenhaus ist heute wieder zusammengetreten. Nach Kronen auf den Militarismus; für das Landheer werden 57 342 000 in Ausnahmefällen die Partei nicht ohne die Zustimmung der Erledigung von Formalien ergreift Ministerpräsident Freiherr Kronen, darunter 14 269 116 Stronen als außerordentliche Ausgaben, legteren engagieren darf. Bezüglich der Vertretung der Kammer b. Gautsch unter lautloser Stille das Wort und erklärt, das Be- verlangt, für die Marine 24 424 500 Kronen, darunter 10 468 344 fraktion in der Parteileitung hat die Kommission noch den streben der Regierung werde vor allem darauf gerichtet sein, wichtige Stronen als außerordentliche Ausgaben. Die Ausgaben, die der allemanistischen Widerstand gegen jegliche Teilnahme eines Eran der Parteileitung zu berücksichtigen gehabt, und dringende Vorlagen im Vereine beider Häuser des Reichsrates Arbeiterschaft zugute kommen sollen, sind dagegen ermäßigt worden, wählten die P. S. de F. nur die Vertretung der der Erledigung zuzuführen. Ohne die Stellung der Regierung im nämlich für den Arbeiterversicherungsfonds, wofür im Vorjahre während Hause zu überschäßen und frei von jedem Optimismus glaube er 1400 000 Stronen, jegt nur 800 000 Aronen angesetzt sind. Für die Fraktion als solcher verwarf und die P. S. F. die Zulassung aus gewissen Anzeichen hoffen zu dürfen, daß das Haus nunmehr Krankenkassen werden freilich statt 350 000 Stronen jetzt 500 000 Stronen einer Kollektivvertretung wünschte, die bis zu einem Drittel der der in die von der Bevölkerung ersehnte Periode der Arbeit vorgeschlagen. Mitglieder der Fraktion und Parteileitung betragen eintreten werde, damit die Erwartungen sich rechtfertigen, welche dürfen sollte. Die Kommission hat sich auf einem Ausgleich Sinne der Allemanisten die individuelle ausschließt, ferner im Sinne der P. S. F. die follektive Vertretung der Fraktion zuläßt, jedoch nur unter Beschränkung ihrer Vertreter auf ein Zehntel der Delegiertenzahl der Parteileitung, und schließ lich aus einer eventuellen Exekutivfommission( engere Parteileitung) die Barlamentarier vollständig ausschließt. Defterreich- Ungarn. Der Staat und die Bürger mit Recht an die verfassungsmäßigen Ein- Die sozialistische Einigkeit in Frankreich. Steigung der Barlamentarier( als Vertreter der Föderationen) richtungen knüpften. Hätten sich aber die Parteien des Hauses wieder zur Paris, im Januar.( Eig. Ber.) gemeinsamen Tätigkeit zusammengefunden, dann scheine auch die Voraussetzung gegeben zu sein, um eine Lösung jenes größten Problems Die sozialistische Einigkeitskommission hat am Vorabend des der österreichischen Politit mindestens anzubahnen, von welcher allein Menjahres, wie bereits gemeldet, ihre Aufgabe vollbracht. Sie hat eine dauernde Gesundung der innerpolitischen Lage die Grundlage der sozialistischen Einigkeit in folgendem Resolutions erwartet werden könne, die Annäherung und Verständigung entwurf feſtgeſetzt: zwischen dem deutschen und dem tschechischen Volts Die Delegierten der französischen sozialistischen Organisationen: tamme. Die Regierung stehe dem deutschen wie dem tschechischen der Revolutionär Sozialistischen Arbeiterpartei( Allemaniſten), der Boltsstamme sowie allen Nationen des Vaterlandes mit vollster Un- P. S. de F.( Guesdisten und Blanquisten), der P. S. F.( Jaurèsisten), parteilichkeit und Würdigung der Individualität und der berechtigten der autonomen Föderationen der Bouches- du- Rhône, der Bretagne, Interessen ihres Volkstumes gegenüber. Die Regierung werde ein besonderes Augenmert darauf richten, ein gedeihliches Wirken aller Landtage herbeizuführen, die gesamte Verwaltung im Sinne strengster Objektivität zu führen, die Geseze gewiffenhaft zu handhaben und von ihren Befugnissen maßvoll Gebrauch zu machen. Sie sei aber fest entschlossen, die Autorität und die öffentliche Ordnung zu wahren. ( Beifall.) Der Ministerpräsident weist auf die wichtigsten des Hauses In der Kommissionsfizung vom 13. Januar wurde denn auch harrenden legislativen Arbeiten hin. Von der Entscheidung über der Einigkeitsentwurf ohne weiteres zur endgültigen Einigkeitsdas wirtschaftliche Verhältnis zu Ungarn und über vertrag erhoben, nachdem die Delegierten der beteiligten Parteien die handelspolitischen Beziehungen zum Ausland und Organisationen im Auftrag ihrer Mandatgeber den Entwurf dürfen wir mannigfache Anregungen zur Entfaltung unserer Boltsunterzeichnet haben. Nur die autonome Föderation des Nordwirtschaft und zur Hebung der Industrie und des Handels erwarten. Sie bekräftigen ihren gemeinsamen Wunsch, eine Klaffenkampf- departements hat ihre Zustimmung bis zu ihrem nächsten Kongreß Der Ministerpräsident fagte die weitgehendste Förderung partei zu gründen, die selbst dann, wenn sie zunt Vorteil der vertagt, der aber schon am 29. Januar stattfindet. der Industrie, des Handels und der Landwirt: Arbeiter die, untergeordneten Konflikte der Besigenden ausnutzt Ferner hat die Einigkeitskommission beschlossen, steh in eine schaft seitens der Regierung zu, fündigt die demnächstige Ein- oder sich in der Lage sieht, ihre Aktion zufällig mit derjenigen einer Organisationstommission des Einigungs- Konbringung einer Gewerbenovelle an, versichert, daß die politischen Partei zum Zwede der Verteidigung der Rechte und der gresies umzuwandeln. Ihre vorbereitenden Arbeiten werden Regierung allen Angelegenheiten der arbeitenden Interessen des Proletariats zu kombinieren, stets eine Partei funda- zweifacher Art sein: sie hat erstens die Statuten der neuen Partei Bevölkerung wirksame Förderung angebeihen mentaler und unversöhnlicher Opposition bleibt gegenüber der auszuarbeiten und zweitens die Kongreßvertretung der einzelnen laffen werde, und schließt mit der Bitte, eine geregelte, frucht Gesamtheit der Bourgeoistlasse und gegenüber dem Staate, der ihr Organisationen gemäß den beschlossenen Regeln festzusehen. bringende Tätigkeit im Hause herbeizuführen, welche Bitte er nicht Werkzeug ist. Der französische Sozialismus fteht somit vor seinem Einigungsnur im Namen der Regierung, sondern auch im Namen des Vater bereit sind, unverzüglich an diesem Werke der Vereinheitlichung der Einigkeit find bereits überwunden. Demgemäß erklären die Delegierten, daß ihre Organisationen Parteitag. Die größten Schwierigkeiten aber auf dem Weg zur landes stelle.Dem kommenden Parteitag Frankreich. sozialistischen Kräfte zusammenzuwirten auf den folgenden einmütig bleibt nur noch die mehr formale Aufgabe, der prinzipiell geeinigten festgesetzten und angenommenen Grundlagen: Partei einen gemeinsamen organisatorischen Rahmen zu geben. Das neue Kabinett. Diese Arbeit wird unzweifelhaft in demselben einigkeitsfreudigen Geiste getan werden wie die ja ungleich schwierigere Arbeit der Weiter ist die sehr lebhaft umstrittene Frage der Vertretungsbafis auf dem kommenden Einigungstongreß durch einen Ausgleich geregelt worden.( Siehe Punkt 7 des Entwurfs.) Die P. S. de F. gab dem Wunsche der P. S. F. nach in bezug auf die Bulaffung von des Héraults, des Norden, der Somme und der Yonne, beauftragt von Wahlstimmen- Mandaten, wobei jedoch die mandatsbildende Stimmenihren respektiven Parteien und Föderationen, die Einigkeit auf den zahl erhöht und die Zahl diefer Mandate überhaupt auf ein Fünftel vom Amsterdamer Internationalen Kongreß bezeichneten Grundlagen der Gesamtzahl der Mandate beschränkt wurde. zu verwirklichen, erklären, daß die Aktion der geeinigten Partei fich Die hervorgehobenen Ergebnisse der Kommissionsberatung zeigen zu richten hat nach den Prinzipien, die von den internationalen, schon für sich allein deutlich genug, daß der Wille zur Einigkeit auf Songreffen festgesetzt worden sind, insbesondere von den neuesten allen Seiten gleich ernst und aufrichtig war. vom Pariser Kongreß 1900 und vom Amsterdamer 1904. Sie fonstatieren, daß die Meinungsverschiedenheiten und die verschiedenen taktischen Auslegungen, die bisher stattgefunden haben mögen, vor allem den Frankreich eigentümlchen Umständen und dem ehlen einer allgemeinen Organisation geschuldet sind. 1. Die sozialistische Partei ist eine Klassenpartei, die zum Ziel Die endgültige und amtliche Liste des neuen hat die Bergesellschaftlichung der Produktions- und Austauschmittel, Kabinetts ist folgende: Rouvier Finanzen und Präsidentschaft, das ist die Umgestaltung der fapitalistischen Gesellschaft in eine prinzipiell- tattischen Verständigung getan worden ist. Delcassé Aeußere, Etienne Juneres, Berteaug Krieg, follettivistische o er kommunistische, und zu ihrem Mittel die Das Zustandekommen einer einzigen und einigen sozialistischen Thompson Marine, Chaumier Justiz, Bienvenu- ökonomische und politische Organjation des Proletariats. Durch ihr Partei in Frankreich darf daher im voraus als eine vollendete TatMartin Handel, Clementen Kolonien, Ruau Landwirtschaft, Ziel, ihr Jdeal, durch die Mittel, die sie anwendet, ist die sozialistische sache der nächsten Monate begrüßt werden. Gothier Bauten. Außerdem wird das neue Kabinett drei Partei, obwohl sie die Verwirklichung der von der Arbeiterklasse geUnterstaatssekretäre umfassen, nämlich Merlau für die Finanzen, forderten unmittelbaren Reformen erstrebt, teine Reformpartei, sondern Dugardin Beametz für die schönen Künste und Berand für Poſt eine Klassenfampf- und Revolutionspartei. und Telegraphen. Die Minister versammeln sich heute nachmittag 1/8 Uhr zur Feststellung des Wortlautes der ministeriellen Ertlärung, welche am Donnerstag vor dem Parlament zur Verlesung gelangen foll. 2. Die Erwählten der Partei bilden im Parlament eine einzige Frattion gegenüber allen bürgerlichen politischen Fraktionen. Die fozialistische Parlamentsfrattion muß der Regierung alle Mittel verweigern, welche die Herrschaft der Bourgeoisie und ihre Erhaltung Baris. Die vorläufige Ministerliste ist umgestaltet worden, am Staatsruder sichern, folglich die Militärkredite, die kolonialen um der demokratischen Linfen des Senats einen Platz im Kabinett Eroberungskredite, die Geheimfonds und die Gesamtheit des Budgets zu sichern. Die neue endgültige Ministerliste, die erst gegen morgens verweigern. 1 Uhr bekannt geworden ist, wird heute nur von wenigen Zeitungen Selbst im Falle ausnahmsweiser Umstände dürfen die Erwählten besprochen. Mehrere gemäßigte und nationalistische Blätter be- nicht die Partei ohne deren Zustimmung engagieren. urteilen dieselbe noch abfälliger als die gestrige und erklären, das Jm Barlament muß sich die sozialistische Fraktion widmen der Kabinett Rouvier bedeute den Combismus ohne Combes. Verteidigung und Ausdehnung der politischen Freiheiten und der Seine Stellung sei unhaltbar, denn der Block sei nach dem Rücktritt Rechte der Arbeiter, der Anstrebung und Verwirklichung der ReCombes vollständig zerfallen. Poincaré und Jean Dupuy, formen, die die Existenz- und Kampsbedingungen der Arbeiterklasse die das gemäßigte republikanische Element vertreten sollten, seien im verbessern. legten Augenblid flug genug getvesen, diesem Ministerium, in welchem fie nur die Rolle von Geifeln und Betrogenen gespielt haben würden, ihre Beihülfe zu verweigern. Die Deputierten sowie alle Erwählten müssen sich der Partei zur Verfügung stellen für ihre Aktion im Lande, für ihre allgemeine Propaganda zugunsten der Organisation des Proletariats und des sozialistischen Endziels. 3. Der Erwählte steht individuell, wie jedes Parteimitglied, unter der Kontrolle seiner Föderation. Partei- Nachrichten. Die fozialdemokratische Agitation im norwegischen Heere versuchte dieser Tage der kommandierende General zu unterbrüden, hat aber dabei nicht die Unterstützung des Kriegsministers gefunden. Unser Parteigenoffe Leutnant unterbold hat eine Agitationsbroschüre, Militarismen"( ,, Der Militarismus") betitelt, verfaßt, die bei den Waffenübungen dieses Sommers auf den Exerzierplägen in 18 000 Exemplaren verteilt worden ist, und zwar auf Beranlassung des Sozialdemokratischen Jugendverbandes, der zu diesem Zweck 650 Kronen gesammelt hatte. Jeßt, am 17. Januar, hat der fon..andierende General ein Rundschreiben an die Abteilungen der Armee gerichtet, in dem die Vorgesetzten aufgefordert werden, den Mannschaften fundzugeben, daß auf den Ererzierplägen, den militärischen Etablissements usw. feinerlei gegen das Heerwesen und deffen Behörden gerichtete Agitation zulässig ist. Im Anschluß daran wird auf den§ 47 des neuen norwegischen Strafgesetzbuches aufmerksam gemacht, welcher lautet: " " Das Begräbnis der Luise Michel. Wer Kriegsleute zum Unwillen gegen den Dienst oder zum Haß Am Sonntag wurden die sterblichen Reste der„ roten Jungfrau" gegen Vorgesetzte aufzureizen versucht oder hierzu mitwirkt, wird von Frankreich in Paris unter ungeheurer Beteiligung Die Gesamtheit der Erwählten als Gruppe steht unter der mit Arrest oder mit Gefängnis bis zu 3 Jahren, wenn der Bevölkerung beigesetzt. Um 10 Uhr morgens war die Kontrolle der Parteileitung. In allen Fällen gehört die souveräne das Verbrechen mittels Druckschriften berübt wurde, Leiche auf dem Lyoner Bahnhof angekommen. Der Bug formierte Entscheidung dem Parteitag. bis zu 4 Jahren bestraft." sich. Vor dem Leichenwagen her wurde ein Wagen mit den zahl- 4. Die Diskussionsfreiheit in der Presse ist unbeschränkt in allen Der General hätte offenbar gerne den Leutnant Buntervold reichen Kränzen, Blumen und Palmen geführt. Hinter dem Sarge Fragen der Theorie und der Zattit, aber in bezug auf die Aktion und seine Mitschuldigen" auf einige Jahre einsperren lassen, mußte schloffen sich an die Vertreter aller Gruppen der französischen Sozial- müssen sich die sozialistischen Zeitungen streng nach den Kongreß aber schon deswegen, weil das neue Strafgesetz erst mit dem bemokratie, Vertreter von Freidenkergruppen und Abordnungen beschliffen richten, wie diese von der Parteileitung ausgelegt werden. 1. Januar in Kraft tra, darauf verzichten. Ülebrigens wird in der italienischer, spanischer, polnischer und englischer anarchistischer Ver- Die Zeitungen, die Eigentum der Partei sind oder sein werden, Broschüre nur gegen den Militarismus und für Volksbewaffnung einigungen. Auch die russische und polnische Sozialdemokratie war fei es Eigentum der Gesamtpartei oder der einzelnen Föderationen, im Sinne des fozialdemokratischen Programms Propaganda gemacht vertreten. Zehntausend schlossen sich dem Zuge an, andere Zehn- stehen oder werden stehen naturgemäß unter der Kontrolle und dem und sie enthält auch nach dem jezt geltenden Gesez keine strafbare Dieser Meinung ist auch der Kriegsminister tausende bildeten auf dem stundenlangen Wege, der mitten durch Einfluß( inspiration) der ständigen Instanz, die von der Partei Aufreizung. Paris führte, Spalier. Das Polizeiausgebot war ein ganz un bezw. von den Föderationen festgesetzt ist. Strupstad. Der sozialdemokratische Storthingsmann Berge geheueres. Trotzdem ist alles in ziemlicher Ruhe verlaufen. Nur Die Zeitungen, die, ohne Eigentum der Partei zu sein, sich als hatte in seiner Zeitung Fremover"( Vorwärts") die Vermutung ein paarmal wurden einzelne Polizei- Hauptleute nervös, als im sozialistische betrachten, werden sich in bezug auf die Aftion streng ausgesprochen, daß das Rundschreiben des Generals vom KriegsZuge die Internationale oder die Carmagnole angestimmt wurde; nach den Kongreßbeschlüssen zu richten haben, wie diese von der minister veranlaßt worden sei. Daraufhin ließ Staatsrat Strupstað auch an einer im Zuge mitgeführten roten Fahne nahm einer der Föderations oder der Parteileitung ausgelegt werden; ferner werden unseren Genossen Berge zu sich rufen und erklärte ihm, das Polizeioffiziere Anstoß und suchte sie dem Träger zu entreißen, fie die offiziellen Mitteilungen der leitenden Instanzen der Födera- Kriegsdepartement habe nichts gegen die Ver wobei auch einige Verhaftungen vorgenommen wurden. Gegen 2 Uhr tionen und der Partei zu veröffentlichen haben. breitung der Broschüre unternommen. Er selbst, erreichte der Bug den Friedhof von Levallois- Perret. Hier sprach Die Parteileitung wird befugt sein, diese Zeitungen zur Be- der Staatsrat, habe die Schrift gelesen und zunächst der Genosse Aufan im Namen des sozialistischen folgung der Parteipolitit zu ermahnen und vorkommendenfalles feinerseits nichts darin gefunden, was strafMagistrats von Levallois. Er betonte, daß die Gemeindeverwaltung bei dem Parteitag zu beantragen, jegliche Beziehungen zwischen ihnen rechtlich berfolgt werden fönnte. Der norwegische von Levallois fich der Ehre betwußt sei, die sterblichen Reste der und der Partei für gebrochen zu erklären. Kriegsminister, der übrigens ein Konservativer ist, unterscheidet fich Er sieht in Luise Michel, die allen Menschen eine Schwester war, in Obhut 5. Die parlamentarischen Erwählten werden individuell in die vorteilhaft von seinen Kollegen in anderen Ländern. nehmen zu dürfen. Der Genosse Grandais erinnert sodann an Parteileitung nicht delegiert werden dürfen, aber sie werden darin dem Kampf gegen den Militarismus und dem Verlangen nach Erdie heroische Rolle, welche die Tote während der Kommune von 1871 durch eine tollektive Delegation vertreten sein, die ein Zehntel der richtung eines Volksheeres feine Wehrlosmachung des Volkes und gespielt habe. Nachdem noch eine Reihe Redner in begeisternden Delegiertenzahl ausmachen und auf keinen Fall weniger als fünf teine staatsvernichtende Agitation. Ansprachen dem Leben und Wirken der Toten in ehrender Weise Mitglieder betragen foll. Gibt es eine Eretutivlommission, so gedacht, nahm die Feier ihr Ende und hinab sank der Sarg der Luife werden fie an derselben nicht teilhaben dürfen. Die Föderationen Michel, der Freundin des Volkes. werden in die Parteileitung als Titularvertreter( im Gegensatz zu Ersatzmännern. Der Berichterstatter) nur im Umkreise der Föderation wohnende Genossen entfenden dürfen. Spanien. Eingegangene Druckschriften. Heiene Suek- Nath: Die Frau. Studie aus dem Leben. Defter reichische Berlagsanstalt. F. u. D. Greipel. Wien. 54 Seiten. Lind, Dr.: Die Pflege der Zähne und der Einfluß der Ernährung auf ihre Entwickelung. Berlin. Berlag von Karl Marschner. Preis 60 1. Kaufmännischer Beitrag zur Lösung der Schienenstokfrage. Der praktische Maschinenwärter. Bon Brauser u. Spennrath. 1902-1901. Die Misere in Spanien. In Cadix und Valencia ist, wie der 6. Die Partei wird Maßnahmen treffen, um die Beachtung des Telegraph nach berühmtem Muster berichtet, die Ordnung wieder gebundenen Mandats seitens ihrer Erwählten zu sichern. Sie wird hergestellt. Welche Ordnung? Die Ordnung, aufgebaut auf der den obligatorischen Beitrag derselben festsetzen. Muspowerung der Massen. Die Bevölkerung der genannten givei 7. Die endgültige Organisation der Partei wird auf einem Städte hatte nämlich gegen den städtischen Oktroi, durch den die not- Songreß erfolgen, der in kürzester Frist einzuberufen ist auf der Berlin. 28. Serayn. Verantwo. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 21. 22. Jahrgang. einen Vortrag. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Reinickendorf. Donnerstag abend 81%, Uhr wird Genosse Eduard Bernstein bei F. Sens, Reinickendorf( Ost), Nordbahnstraße 22, in einer Boltsversammlung über den Bergarbeiterstreit im Ruhrrevier" sprechen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Mittwoch, 25. Januar 1905. abnahme der neuen Gemeinde- Doppelschule in der Greifenhagener- Sammelliste auch einem angeblichen Metallarbeiter vor, der sich Berliner Partei- Angelegenheiten. traße 78/82. Berichterstattung, betreffend die Wahl von Beisigern jedoch weigerte, etwas zu zeichnen. Als Vorwand für dies Verund Beisitzer- Stellvertretern für den Wahlvorstand zu der am halten gab der Mann an, daß er bezweifle, ob der Sammler zur 8. Februar d. J. stattfindenden Stadtverordneten- Ersatztahl. Drei Führung der Liste berechtigt sei. Während der Erörterung, die sich Der Vertrauensmann des sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreises Unterstügungssachen. Borlagen, betreffend die Neuwahl eines an diesen Einwand Inüpfte, ging der in der Andreasstraße wohn( Schönhauser Vorstadt) teilt uns mit, daß laut einer an ihn erBürgerdeputierten bei der Armendirektion, die Neuwahl der Sach- hafte Tischler Meißner hinaus, holte einen Schußmann gangenen Anzeige ein Theaterverein bereit ist, in sämtlichen Berliner verständigen für die Abschätzung der event. zu bewirkenden Land- und ließ den Sammler festnehmen. Auf der Polizei Wahlkreisen je eine Vorstellung zugunsten der streikenden lieferungen des Stadtkreises Berlin und die Entlassung eines wache wurde dem Parteigenossen die Lifte, welche die Bergarbeiter zu veranstalten. Zuſchriften wolle man in dieser stellvertretenden Mitgliedes der Einkommensteuer Veranlagungs- Nummer 4202 trägt, abgenommen. Das gesammelte Geld konnte Angelegenheit an den Parteigenossen Paul Lilienthal, Hoch- Kommission. man ihm dort nicht konfiszieren, da er dieses vorher an sicherer meisterstr. 22, richten. Das Land voll Blut und Tränen. Eine Korrespondenz meldet: Stelle niedergelegt hatte. Den Wirt des Lokals trifft teine Schuld Zoffen. Mittwoch abend 8 Uhr hält Genosse Kazenstein Der Reiseverkehr nach Rußland beginnt in diesen Tagen mert er bedauert den Vorfall vielmehr auf das lebhafteste. Bemerft sei in der bei Rüscher stattfindenden Versammlung des Wahlvereins lich abzuflauen; wer dort geschäftlich oder privatim zu tun hat, schiebt noch, daß Weißner in einer Klaviaturenfabrik in der Dresdenerstraße die Reise, wenn möglich, auf, bis wieder Ruhe eingetreten ist. Unter beschäftigt iſt. den Reisenden, die jetzt unter allen Umständen nach Petersburg Das Verkehrsmuseum. Zur Begründung eines Verkehrs- und müssen, befinden sich zahlreiche Zeitungs- Korrespon- Baumuseums ist in den Etat der Eisenbahn- Berwaltung eine Summe denten aus Deutschland und den westlich und südlich angrenzenden von 650 000 m.( erster Teilbetrag 400 000 M.) eingestellt worden. Ländern. Die Nachricht, daß die Internationale Schlafwagen- Gesell- Der Minister bringt damit einen lange gehegten Wunsch der Verschaft nach Petersburg feine Billets mehr ausgebe, hat das ihrige fehrstechniker der Erfüllung nahe. Schon unter Maybach bestand dazu beigetragen, daß der Reiseverkehr sich noch mehr einschränkte. die Absicht, ein Eisenbahn- Museum einzurichten. Inzwischen sind, Wie uns das Internationale Reisebureau der Gesellschaft auf unsere wie die Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahn- Berwaltungen" Anfrage mitteilt, ist von einer solchen Maßnahme aber hier noch des näheren mitteilt, für die Ausstellung in Chicago, Paris, Düssel nichts bekannt, fie könnte sich allenfalls auf den Verkehr von Petersdorf und neuerdings für St. Louis mit erheblichen Kosten zahlreiche burg beziehen; von Berlin nach Petersburg wurden hier nach wie Modelle und Abbildungen von Bauwerken, Maschinen, BetriebsVergleiche mit Berlin kann manche andere Weltstadt in vor Fahr- und Bettkarten verkauft. Infolge der beunruhigenden einrichtungen ufiv. hergestellt worden, die zu wertvoll find, um sie Rachrichten über bevorstehende Verkehrsbeschränkungen werden auch an einem abgelegenen Orte aufzubewahren und sie dem Verund außerhalb Europas in vieler Beziehung nicht zu ihrem die Auskunftsbureaus der Stadtbahn- Verwaltung vielfach um Rat derben preiszugeben. Diese Modelle sollen nun mit den sonst vorVorteil bestehen. Viele Fremde, die das so lebenslustig er angegangen; es liegen aber auch noch feinerlei amtliche Nachrichten handenen und zu ergänzenden Gegenständen in einem Berscheinende Berlin gern aufsuchen und schnell nach dem Aeußeren vor. Eine Dame, deren drei Kinder sich in Petersburg aufhalten, fehrs- und Baumuseum" vereinigt werden, das auch allurteilen, bezeugen es mit Vergnügen, daß Berlin große Vor- wandte sich in ihrer Not an das Verkehrsbureau der Eisenbahn- gemein zugänglich sein wird. Die Sammlungen werden sich nicht züge besitzt. Besonders sind es die Amerikaner, die mit ihrem Direktion: fie habe wiederholt telegraphisch um Rückkehr ihrer auf die rein, technischen Dinge beschränken. Man wird nicht allein Lobe nicht zurückhalten; man erinnert sich noch, wie über- tinder gebeten, aber nicht einmal eine Antwort erhalten. Die Be- die Geschichte, Entwickelung und Geschichte des Eisenbahn- und schwenglich vor einigen Monaten der frühere Bürgermeister hörde fonnte der geängstigten Mutter unter den vorerwähnten Um Bauwesens tennen lernen, sondern es wird auch den Beamten und ständen natürlich auch nicht helfen. Die Dame muß sich damit Studierenden die Belehrung erleichtert werden. Von der Errichtung von New York, Van Wyck, unsere Stadt pries und rühmte. trösten, daß man es mit dem Antworten in Rußland ja auch nicht eines besonderen Gebäudes für das Museum ist abgesehen. Bon der Sauberkeit und guten Beleuchtung der Straßen und so eilig hatte, als zur Zeit der Königsberger Schmach die Behörden läufig werden die Sammlungen im Erdgeschoß des ehemaligen Bläze wird jeder angenehm überrascht, der aus den amerika- bes Knutenreichs telegraphisch um Bescheid angegangen wurden. Hamburger Bahnhofes zu Berlin und in dem zwischen den beiden nischen Weltstädten herüberkommt. Das Straßenpflaster ist wie damals das offizielle Breußen sich in Ergebenheit fügte, so foll Flügeln des Gebäudes befindlichen Hofe untergebracht, der früher über jeden Vergleich erhaben mit dem von New York, Chicago auch sie als Privatperson sich bescheiden. die Bahnhofsgleise aufnahm. Die einzelnen Räume müssen zur Lokales. Hüben und drüben. Vors oder St. Louis, wo ganze Straßen noch Holzpflaster haben, Im städtischen Arbeitshause zu Rummelsburg befanden sich am Aufnahme der Sammlungen besonders eingerichtet, und der Hof manchmal auf lange Streden halb verfault oder riffig. Ver- 31. Dezember 1904 insgesamt 1899 Korrigenden( 1709 männliche und wird mit einem Glasdach versehen werden. Es ist zu erwarten, daß geblich sucht man in den größten amerikanischen Städten oft- 150 weibliche); 47 männliche und 7 weibliche mehr als am 30. Sep- mit der Fertigstellung der Räume im Jahre 1906 auch gleich die mals nach den Schildern mit Straßennamen, während es in tember 1904. Der Zugang im Quartal Dktober- Dezember 1904 Einrichtung des Museums erfolgen tann. Berlin faum eine Straßenkreuzung gibt, die nicht ihre acht betrug: 543 Männer, 44 Weiber, der Abgang 456 Männer und Das Ende des Erfinders. Der 45 Jahre alte Klempnermeister glänzenden Schilder deutlich zeigt; in Chicago ist man in 37 Weiber. August Freefe aus Wolgast tam vor vierzehn Tagen nach Berlin manchen Gegenden froh, wenn man ein einziges, halb ver- 31. Dezember 432 männliche und 134 weibliche, zusammen Ausweispapiere brachte er nicht mit. Seiner Wirtin erzählte er, daß er Im Hospital des Arbeitshauses zu Rummelsburg wurden am und mietete in der Dorotheenstraße ein Zimmer. Gepäck und wittert, findet. Von anderen Vorzügen Berlins, wie zum 566 Hospitaliten verpflegt, gegen 572 am 30. September. Außerdem eine Erfindung gemacht habe. Diese wolle er hier in einer Wert Beispiel die vielen schönen Kirchen und Kasernen, die immer befanden sich im Filialhospital zu Reinidendorf am 31. Dezember noch statt ausarbeiten lassen und dann das Patent verkaufen. Freese berühmter werdenden Denkmäler, die getreue ueberwachung 121 männliche Hospitaliten, so daß an diesem Tage insgesamt ging jeden Tag aus. Seine Mittel waren bald erschöpft, der Wirtin der Bürger auf Schritt und Tritt durch eine zahlreiche Schutz- 2586 Personen verpflegt wurden. schuldete er bereits zehn Mark. Um sich Geld zu verschaffen, wollte mannschaft, schiveigt man lieber, denn diese Borzüge genießen Als Stranke befanden sich am 31. Dezember 1904 in dem Lazarett er feinen in Rigdorf wohnenden Bruder aufsuchen. Wenigstens erleider nicht die verdiente Anerkennung. des Arbeithauses und in den Lazarettstationen des Hospitals 58 männ- zählte er so. Gestern Nachmittag roch es aus seinem Zimmer nach Ja, Ordnung herrscht in Berlin, für einen Amerikanerliche und 21 weibliche Korrigenden sowie 266 männliche und 95 weib- Bulverdampf. Seine wirtin, die von einem Schusse nichts gehört oft eine ganz unheimliche Ordnung. Jeder anständige Menschliche Hospitaliten; das sind zusammen 435 Personen. hatte, begehrte Ginlaß, erhielt aber keine Antwort und holte deshalb wird bei der Polizei an- und abgemeldet, als Fremder sogar im Arbeitshause durchschnittlich täglich 1848 Personen( Korrigenden), hatte sich mit einem Revolver eine Kugel in die rechte Schläfe ge Während des Vierteljahres Ottober- Dezember 1904 befanden sich die Polizei. Diese fand Freese tot in seinem Bette liegen. Er besonders gebucht. Wer länger hierbleibt, erhält unfehlbar im Hospitale und deren Filiale 696 Hospitaliten. Es waren demnach fchoffen und hielt die Waffe noch in der rechten Hand. Die Leiche feinen Steuerzettel. Jeder Hund hat seinen Maulforb und im Durchschnitt täglich 2544 Personen von der Verwaltung des wurde beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht. seine Marke, jede Versammlung ihren Ober- und Unterschutz- Arbeitshauses usw. zu verpflegen. mann, alles Dinge, von denen man in New York oder Chicago oder sonstwo im wilden Amerika nichts weiß, die man fich aber auch nicht wünscht. Man darf niemals so schnell nach dem Aeußeren urteilen. Den stattlichen Häuserreihen sieht man es auch nicht an, daß in Berlin ein großes Wohnungselend besteht. Freilich, es schaut nicht müßig aus den Fenstern des Vorderhauses; es ist in die Hinterhäuser gedrängt, hinein in die Keller, hinauf in die Dachkammern; es blidt trübselig auf unfreundliche Höfe; nach außen hin aber steht die breite, schöne Straße mit dem buntbewegten, hastig flutenden Weltstadtleben. Der äußere Schein ist nicht so glänzend in den amerikanischen Städten, aber der Arbeiter wohnt dort besser, besonders im Westen, trotz der schmutzigen, schlecht gepflasterten und mangelhaft beleuchteten Straßen. Der Arbeiter wohnt durch schnittlich besser und er lebt auch besser. Er stellt Ansprüche an seine Stadtgemeinde, die er hier nicht stellen könnte, 3. B. für seine Kinder in bezug auf das Schulwesen. Da wird der Unterschied nicht gemacht, daß die armen Kinder die Gemeinde schulen, die reichen Kinder die Gymnasien besuchen, da auch für die höheren Klassen dieser Einheitsschule, deren Lehrplan dem unserer höheren Schulen entspricht, kein Schulgeld erhoben wird. Auf Grund der Bekanntmachung des Reichskanzlers über den gestern auch die Bäderinnung Germania" in ihrer General- find der 28. Januar, der 4., 11., 18., 25. Februar, der 4., 7., 18. März, Mit der Feiertagsruhe für das Bäckergewerbe beschäftigte sich Betrieb der Bädereien und Konditoreien vom 4. März 1896 versammlung. Es wurde beschlossen, beim Polizeipräsidium dahin der 1., 8., 19., 20. April, der 31. Mai, der 8. und 9. Juni d. Js. vorstellig zu werden, daß das Baden vom 1. Feiertag bis zum 2. als solche Tage festgesetzt worden, an denen in Bäckereien und abends verboten wird, und zwar nicht nur in Bäckereien und Konditoreien Gehülfen und Lehrlinge über die vorgeschriebene Zeit Konditoreien, sondern auch in anderen Betrieben, wie Restaurationen, hinaus beschäftigt werden dürfen. die, wie in der Diskussion hervorgehoben wurde, neuerdings damit anfangen, Badöfen zu errichten. Der Vorstand wurde beauftragt, Alt- Berlin. Zahlreiche menschliche Schädel find der„ Bossischen eventuell beim Minister dahin vorstellig zu werden, daß die Verkaufs- Zeitung zufolge bei dem Herausnehmen der Grundmauern des alteir wird. Man will eventuell dann auf das Dffenhalten der Läden am worden. Hier zog sich um die Heiligegeist- Kirche, die jetzt nach erzeit in den Bäckereien am 1. Feiertag von 12-2 1hr verlängert hospitals zum Heiligen Geist in der Heiligengeistgasse gefunden 2. Feiertag von 8-10 Uhr früh ganz verzichten. In der Debatte folgtem Abbruche der früher angrenzenden Privatgebäude vollständig wurde hervorgehoben, daß sich die polizeilichen Verfügungen freigelegt worden ist, ein Kirchhof hit, der durch die bekannte Sage in Sachen der Feiertagsruhe bisher nicht bewährt haben. Viele von den drei Linden in der Lokalgeschichte Verlins eine Rolle spielt. Bäcker find auf Kundenfang ausgegangen; deshalb muß das allge- Drei des Mordes angeklagte Brüder mußten, um ihre Unschuld zu meine Verbot des Badens erfolgen. Einer Deputation von Vorstands beweisen, je eine Linde umgekehrt, das heißt mit der Krone in die mitgliedern aus den beiden Innungen, die fürzlich auf dem Polizei- Erde pflanzen und wurden von der schweren Schuld freigesprochen, präsidium vorstellig wurde, hat der Polizeipräsident erklärt, daß er als alle drei Linden ausschlugen und weiter grünten. Sie gediehen dem Ersuchen, die Bäckereien ganz zu schließen, sympathisch gegen nach der Sage so üppig, daß sie den ganzen Kirchhof beschatteten überstehe. Es wird deshalb wahrscheinlich eine Abstimmung auf und ein Schutzdach gewährten, unter dem die Garnison von Berlin, Grund des§ 41 b der Gewerbe- Ordnung erfolgen. Dann wird die ehe sie eine eigene Kirche hatte, längere Zeit ihren Gottesdienst abhielt. Feiertagsruhe nach dem neuen System schon zu Ostern in Straft treten. Den gleichen Beschluß wie die" Germania" hat auch die Bäderimmung" Concordia" bekanntlich in ihrer letzten Generalversammlung gefaßt. anſtalten. scherte kürzlich seinen Abonnenten eine„ Träumerei" von St. LeonEin Plagiat Leoncavallos? Der Berliner Lakal- Anzeiger" befcherte kürzlich seinen Abonnenten eine Träumerei" von St. Leoncavallo. Wie nun Dr. Friedrich Spiro( Nom) in Nr. 3/4 der Signale für die musikalische Welt" nachweist, soll dieses Stück von Anfang bis zu Ende ein Plagiat oder, wie Spiro behauptet, eine Karitatur" des wunderschönen Melodramas aus Bizets Arlésienne" ( r. 19, Mittelsatz) sein, das als Adagietto für gedämpfte Streich instrumente in die erste Suite aus Stücken jener Theatermusik Eingang gefunden hat. Spiro glaubt an atvei Möglichkeiten: Entweder habe Herr Leoncavallo, als er seine„ Träumerei" schrieb, von Bizet geträumt, oder er habe sichs bequem gemacht und das delikate Original in etwas floßige Form umgegoffen. Daß er es nicht getannt habe, sei unmöglich. An volkstümlichen Einrichtungen könnte Berlin manches Die Zahl der öffentlichen Bedürfnisanstalten hat sich in Berlin Ternen bon amerikanischen Städten. Die öffentlichen im letzten Jahre nur wenig verändert. Es bestehen im ganzen: Bibliotheken mit ihren großen Lesesälen sind modern und 35 zweiſtändige, 135 fiebenständige, 5 zehnständige Anstalten, 1 elf bequem eingerichtet und ohne irgend welche Umstände für ständige, 1 vierständige, 1 dreiständige Anstalt; ferner 11 Anstalten jedermann zugänglich. Die hiesigen Bibliotheken sehen arm- für Frauen und Kinder, 3 für Stinder, 5 für beiderlei Geschlechter felig dagegen aus. In den Parkanlagen ist für reiche und 2 für Männer. Das ergibt zusammen 200 öffentliche Bedürfnis Gelegenheit zu Sport und Spiel von Groß und Klein Sorge getragen. Im Winter sind die Eispläge frei und im Sommer Idealismus. Eine Korrespondenz meldet: Zu einer Protestherrscht unbedingte Rasenfreiheit. Hier ist jedes Fleckchen fundgebung gegen die Beteiligung deutscher Juden an der UnterIm Dienst verunglückte der Polizeileutnant Brodt. Er ver Erde, wo Gras wächst, mit Draht oder Ketten umzogen und bringung der russischen Anleihe fam es in einer Gruppendas Betreten eines Rafenplates strafbar. Dort lagert man versammlung des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen fuchte ein durchgehendes Gespann in der Bergmannstraße aufzuhalten, Glaubens im Zentrum. Rechtsanwalt Dr. Brodnik führte aus, daß wurde aber umgerissen und eine Strecke mitgeschleift. Als er endsich mit Weib und Kind im Grünen oder jucht sich einen es eines Juben un würdig sei, sich auch nur mittelbar an russischen lich die Hände loslassen mußte, wurde er überfahren und erlitt buschigen Winkel, und die Rasenplätze sehen doch immer frisch Finanzoperationen zu beteiligen, angesichts der Judenmekeleien von einen Beinbruch und eine schwere Gehirnerschütterung. Er wurde und wohlgepflegt aus; es foſtet nur etwas mehr Arbeit( und Rischinen und Homel und der Bedrückung in- und ausländischer in ein Strankenhaus gebracht, wo er auf den Tod daniederliegt. dann ist auch das berüchtigte Berliner Stullenpapier" dort Juden in Rußland. Ob das Anlegen von Geldern in russischen Staats- Ein ähnlicher, zum Glück nicht so schwerer Unfall ereignete sich im Der Fleischhändler Friß Großmann aus ziemlich unbekannt). Man kann auch musikalische Genüsse papieren vom rein finanziellen Standpunkte zurzeit empfehlenswert Norden der Stadt. auf Kosten der Stadtgemeinde haben. Arm und Reich zieht sei, bleibe gleichgültig. Der Satz Geschäft ist Geschäft" müsse für Reinickendorf fuhr über das Rosenthaler Tor nach der Brunnenstraße feine Bemit so großer Geschwindigkeit, daß die Baffanten gefährdet wurden. Sonntags zum Konzert hinaus, ohne Entree zu entrichten, den selbstbewußten, charaktervollen Juden seine man befomint sogar ein Programmm, ohne einen Groschen dafür ihränkung finden in dem Prinzip, daß er niemand unter- Auf die Rufe einzelner Leute, das Fuhrwerk aufzuhalten, forderte zu bezahlen; an Sitzgelegenheit mangelt es nicht, und den besten ſtüße, der seinen Glaubensgenossen Menschen- und Bürgerrechte vor der Schuhmanns- Wachtmeister Fensel den Großmann auf, zu halten, enthalte, sie verfolgen und unterdrücke. Der Brotest gegen die was G. aber nicht tat. Fensel ergriff nunmehr die Leine, mußte fie Blah erhält, wer zuerst kommt. Hier freut sich das Volk Tätigkeit der jüdischen Bankiers zugunsten der russischen Anleihe fand aber wieder loslassen, wobei er vor dem Hause Brunnenstraße 8 auf den 25 Pf.- Sonntag im Zoologischen Garten; dort find allgemeine Zustimmung. gegen einen dort haltenden Geschäftswagen taumelte, zu Boden die Zoologischen Gärten und Aquarien frei für Jedermann. wurde. von Großmann überfahren Selbstverständlich wird dieser Appell in allen Bantierkreisen be- stürzte Er erlitt Man sieht, die Reputation Berlins als Musterstadt ver- geisterten Widerhall finden. Höchstens daß der eine oder andere Quetfchungen am rechten Bein, Arm und Kopf. trägt auch unter den heutigen Verhältnissen noch eine be- mit dem Einwand tommt, ob nicht gerade ein intensives Birken der deutende Stärkung. Einrichtungen der genannten Art würden jüdischen Finanz den russischen Absolutismus an cheſten ruinieren der Mehrzahl der Berliner jedenfalls willkommen und nüglicher fönne. fein als neue Kirchen und Denkmäler. " " Festgenommen wurde ein junger Durchbrenner, über dessen Flucht wir vor längerer Zeit berichteten, der Handlungsgehülfe Willy Stöppel aus der Linienstraße. Der junge Mann lag den Einige in Berlin bekannte Persönlichkeiten sind gestorben. ganzen Tag auf der Rennbahn und in den Wettbureaus, unterschlug Ende voriger Woche starb im 80. Lebensjahre der frühere Ballett- Wettbeträge, die ihm übergeben waren, und wurde auch des DiebDie Stadtverordneten- Versammlung hat sich in ihrer Sigung vor Jahren berühmt war. meister Amint Freising, dessen Tanzschule in der Mohrenstraße stahls in Bigarrenhandlungen beschuldigt. Nachdem er das unredlich Ferner ist der Gasitvirt Karl Keller, erworbene Geld in Kneipen mit Mädchenbedienung und am Spielam Donnerstag nachmittag 5 Uhr 1. a. mit folgenden Gegen der Befißer der Neuen Philharmonie in der Köpenickerstraße und tisch durchgebracht hatte, tehrte er jetzt zu seinen Eltern zurüd und ständen der Tagesordnung zu befassen: Die Aften, betr. die Wahl des Bittoria- Gartens in Wilmersdorf, gestorben. Er tat sich etwas wurde nun verhaftet. des Malermeisters Rettig, Joachimstr. 13, zum Stadtverordneten. Ein Naturalisationsgesuch. Wegen eines unfittlichen Angriffes auf ein zehnjähriges Schulbetr. den Erlag eines Drtsstatuts für das St aufmannsgericht zu sozialdemokratischen Versammlungen hergab.- Der vorgestern mädchen ist gestern mittag ein unbekannter Mann auf Betreiben des Berichterstattung über die Vorlagen, darauf zugute, daß er seine Säle wohl zu bürgerlichen, nicht aber und die Borentwürfe zum Neubau je einer verstorbene Probst von St. Hedwig, Brälat Reuber, foll Donnerstag Schuldieners der Gemeindeschule in der Kulmſtraße verhaftet worden. Gemeinde- Doppelschule in der Scherenbergstraße, in der Senefelder auf dem Hedwigs- Kirchhof in der Liefenstraße beigesetzt werden. Der Schuldiener war auf das Geschrei des Mädchens herbeigeeilt, straße, in der Litauerstraße, in der Frankfurter Allee 140 Ein Denunziant. Der Vertrauensmann des vierten Wahlkreises als der Fremde es auf dem Abort anzugreifen versuchte. und in der Edartstraße. Borlagen, betr. den Pflanzentransport( Often) teilt uns mit: Am Sonnabend wollte ein Parteigenosse in nimmt an, daß der Verhaftete derselbe Wann ist, der vor kurzen: für die städtischen Schulen, den Etat des v. Schebeschen Stiftungsfonds einem Lokale in der Andreasstraße für die ausständigen Bergarbeiter in einer Gemeindeschule im Osten ein ähnliches Attentat verübt. nebst Anhangs- Etats für das Jahr 1905- und die erfolgte Bau- Gelder eintassieren. Er legte die ordnungsmäßig abgestempelte und entfam der Stadt Berlin, Man Ueber Erzielung und Messung höchster Temperaturen hält heute abend im großen Hörsaal des Physikalischen Instituts, ReichstagsUfer 7/8, Herr Dr. A. Buß einen vom Verein von Freunden der Treptow- Sternwarte veranstalteten Vortrag. ant zu Feuerbericht. Dienstag nachmittag gegen 3 Uhr wurde die von der Arbeiterschaft bewohnt ist, eine Kirche erhalten, die bisher finde die engere a hI( Stichwahl) nach denselben Vorschriften die Hauptwahl bestimme Wehr nach der Manteuffelstr. 62 gerufen, wo im Erdgeschoß des allerdings kaum vermißt worden iſt. wie die Hauptwahl statt. Für die Hauptwahl Borderhauses in einem Klosettraum Feuer ausgekommen war, das aber§59, daß die Wähler mittels ortsüblicher Bekanntttels ortsüblicher BekanntWilmersdorf. eine Woche machung vor dem Wahltage auch schon die Zwischendecke zum ersten Stock durchschlagen hatte. Der achte Löschzug hatte längere Zeit zu tun, um die Gefahr zu Die Wilmersdorfer Gemeindevertretung nahm in ihrer gestrigen den Wahlen zu berufen seien. Diese Frist sei nicht gewährt. beseitigen. Allerlei Verpackungsmaterial und alter Hausrat stand Sigung Kenntnis davon, daß der im Etat festgelegte Betrag von Die Hauptwahl sei am 18. März gewesen und am 19. März sei Stichwahl durch Bekanntmachung im„ Langenbielauer furz vorher in der Alexandrinenstr. 99 in einem Keller des rechten 400 000 m. für die Regulierung der Fasanenstraße, der Südseite des die an welchem Seitenflügels in Flammen, die indes vom 18. Löschzuge mit Leichtig- Kurfürstendammes, der Liegenburgerstraße und der Düsseldorferstraße Anzeiger" zum 22. März anberaumt worden, teit erstickt werden konnten. In der Litauerstr. 1 mußte in der aufgebraucht ist. Wegen der Regulierung der Achenbachstraße Tage sie auch stattgefunden habe, also nicht eine Woche, sondern Nacht zum Dienstag ein Brand abgelöscht werden, der in einem schwebt zwischen den Anwohnern und der Gemeinde ein Verwaltungs- nur vier Tage nach der Hauptwahl. Aber auch an sich sei Friseurladen entstanden war. Die übrigen Alarmierungen, die in streitverfahren. Bis zu dessen Abschluß soll der Zustand dieser diese Berufung der Wähler zur Stichwahl ordnungswidrig, denn den letzten 24 Stunden noch aus der Antonſtr. 47 und noch aus Straße nicht verändert werden. Wir berichteten vor einigen Tagen, der Gemeindevorsteher allein habe sie erlassen, während einigen anderen Orten einliefen, waren durchweg auf ganz un- daß mit benachbarten Gemeinden ein Kanalisationsverband gegründet§ 62 Absatz 3 für die Stichwahlen eine Bekannts des Wahl vorstandes fordere. Wenn gleich bedeutende Brände zurückzuführen, die ein sonderliches Eingreifen der worden ist. Als Vorsitzender des Verbandes ist im Statut der vor- machung Wehr nicht erforderten. läufig noch im Chaos weilende„ Erste Bürgermeister von Wilmers im Anschluß die Feststellung des Resultats der Hauptdorf" genannt; jede der angeschlossenen Gemeinden ist in der Ver- wahl im Wahllokal seitens des Wahlvorstandes der Termin waltung mindestens mit zwei Delegierten vertreten; doch berechtigt der Stichwahl verkündet werde, so sei das keine Bekanntmachung eine Vermehrung der Einwohnerzahl un Zehntausend den Ort, im Sinne der§§ 62 Absatz 3 und 59, da eine solche sich an alle einen Vertreter mehr zu entsenden. Wähler richten müsse und nicht bloß an die nach der Hauptwahl im Wahllokal anwesenden. Das Ober- Verwaltungsgericht im Prinzip und führte dazu Rettungsdienst für Eisunfälle. Für die Dauer der Eislaufszeit billigte diese Entscheidung Die Gesellschaft Urania hat das Grundstück in der Tauben- ist in Tegel ein besonderer, recht nachahmenswerter Rettungsdienst noch aus, daß gegen die Gültigkeit der Wahlen auch spreche, unterzeichnete Beurkundung über die ftraße 48/49 zum Preise von 860 000 m. käuflich erworben, so daß organisiert worden. Die Freiwillige Sanitätskolonne in Tegel hat daß eine datierte und nunmehr die Ausgestaltung ihrer Pläne ihren Zwecken entsprechend es übernommen, eine Rettungsstation auf dem Tegeler See zu er- Stichwahlen fehle und über sie in unzulässiger Weise nur in weitgehendſtem Umfang in Angriff genommen werden kann. Vor- richten, um bei etwaigen Unfällen, wie sie dort alljährlich eintreten, etwas in das allgemeine Protokoll über die damaligen Wahlen erst wird noch der mit Dioramen und Panoramen illustrierte fofort mit Rettungsgeräten zur Hand zu sein. Die Mannschaften aller Abteilungen hineingeflickt sei. Die Sache mußte gleichszenische Ausstattungs- Vortrag:" Im Bannkreis der Jungfrau, eine sind mit besonders konstruierten Leinen, an denen Holzkugeln be- wohl an den Bezirksausschuß zurückverwiesen werden, lediglich deshalb, Höhenwanderung durch das Berner Oberland" zur Darstellung ge- festigt sind, ausgerüstet. Es wurden drei feste Stationen eingerichtet, weil die beiden Gewählten nicht dem Verfahren beilangen, sodann wird, bei Gelegenheit des Simplondurchstichs, sich ein in denen Verbandskästen, Tragbaren und verschiedene Rettungs- geladen worden waren. Das soll nachgeholt werden. In der Vortrag mit den Fortschritten auf dem Gebiet der Technik sowie mit geräte untergebracht sind, und Mitglieder der Kolonne führen den Publikation wurde hervorgehoben, daß es bei der Ungültigkeit einer Führung durch das Simplongebiet beschäftigen. Ueberwachungsdienst, teils von den Stationen, teils auf freier Strecke der Wahlen bleiben werde. Theater. Luisen Theater. Fräulein Eva Bottſtein feiert aus. Nachmittags trat die Rettungskolonne zum erstenmal in Tätig heute ihr Benefiz, und wird zum erstenmal Mannstadts Posse„ Die Ein Eisschlitten war eingebrochen und vier Personen ins vilde State" gegeben. Die Hauptrollen liegen in den Händen der Wasser gestürzt. Sie fonnten mittels der Rettungsfugeln ohne Damen: Bottstein, Alberth, Sylva und der Herren Hauer, Schön- Schwierigkeit auf das feste Eis gezogen werden. wald, Klink und Techel. Jm Theater des Westens wird die Oper„ Die neugierigen Frauen" von Freitag bis Montag täglich gegeben. Im National- Theater werden Freitag zum erstenmal die Oper„ Gute Nacht, Herr Pantalon", das Mimodrama „ Die Hand" und die Operette„ Die schöne Galathee" gegeben. Aus den Nachbarorten. Svandau. " feit. Einen Akrobatensprung aus einem in voller Fahrt befindlichen Eisenbahnzug machte, wie die„ Potsd. Korr." erzählt, auf der Anhalter Eisenbahn zwischen Trebbin und Throw ein junger Mann. Fm Abteil vierter Klasse hatte er, ein fahrender Artist, plötzlich seine Oberkleider abgeworfen und stand mun im Trikot vor den Mitreisenden, denen er gegen eine kleine Geldspende dann allerlei gymnastische Kunststücke vormachte. Ein Schaffner hatte dies aber bemerkt und schritt ein. Er forderte dem Artisten zunächst die nach Berlin lautende Fahrkarte ab und erklärte ihm, er könne sich die Karte vom Stationsvorsteher wieder holen. Dadurch hatte er zu erkennen gegeben, daß er den Artisten wegen seines Tuns zur Anzeige bringen wolle. Dieser fleidete sich aber schnell an, öffnete die Tür und sprang geschickt aus dem Zug, wobei er nur auf die Hände fiel, und ging dann unversehrt davon. Brit. Eine Anleihe von 615 000 M. zum Zinsfuße von 35% Proz. hat die Brißer Gemeindevertretung aufzunehmen beschlossen. Davon follen 460 000 M. zur Vollendung der Kanalisation, die insgesamt 1300 000 m. foftet( nahezu eine halbe Million Mark mehr als ursprünglich geplant war), und 153 000 M. zum Ankauf von Grundstücken für die Gemeinde verwendet werden. Gerichts- Zeitung. Vermischtes. - Beim Unglücksfälle auf dem Eise. Bei einer Eispartie, die Sonntag nachmittag vier junge Leute, der Müllergeselle Schulz, Musiker Schmidt, Schmiedegeselle Vorderberg und ein Kollege des letzteren, von Seedorf bei Basedow über den Malchiner See nach Zuckerfabrik Dahmen unternahmen, gerieten sie kurz vor ihrem Ziel in der Nähe des Rotenmoorer Ufers auf eine dünne Stelle der Eisdecke und ers tranfen alle vier, da sie sich einander angefaßt hatten. Schlittschuhlaufen auf dem Dammschen See sind, wie aus Altdamm geschrieben wird, vorgestern die im jugendlichen Alter stehende Tochter des Fabrikbefizers Bader mit dem Sohn des dortigen Bürgermeisters Dr. Frost auf der Rückkehr von Arnimswalde ertrunken. Bei dem Empfange der Trauernachricht wurde die Frau Bürgermeister Frost vom Schlage getroffen, welcher ihren sofortigen Tod herbeiführte. Verunglückter Tourist. Trient. Der Maler J. Kelter aus Düsseldorf, der eine Partie auf den Kreuzberg unternommen hatte, wurde von einer Lawine gestreift und stürzte in einen Abgrund. Nur mit großer Mühe gelang es feinen Begleitern ihn zu retten, doch hat er ziemlich schwere Verlegungen davongetragen. W. St. 15. Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. Zirkus Schumann." Berliner Tarameter" betitelt sich eine Driginaldressurnummer des Herrn Direktor Schumann, die allabendlich wahre Heiterkeitsstürme entfesselt. Ein Reisender, der in höchster Eile den Bahnhof erreichen will, besteigt eine Droschke, deren Pferd allerlei untugenden befißt, die während der Fahrt zur Geltung kommen und zu mancherlei äußerst komischen Situationen führen. Der Gaul lahmt, bockt, entledigt sich schließlich seines Geschirrs, zertrümmert die Droschke, macht tätliche Angriffe auf den Fahrgast und schiebt schließlich den Wagen zum Ziel. Das Pferd agiert vollständig selbständig, so daß die beiden Darsteller, die sich mit Humor in ihre oft nicht sehr angenehme Lage hineinfinden, eigentlich nur als Nebenpersonen in dieser Komödie auftreten. Diese Nummer bringt einen neuen Beweis für die außerordentliche Geschicklichkeit, mit der Herr Direktor Schumann die von ihm dressierten Tiere nach seinem Willen zu lenken versteht, ohne selbst in der Manege tätig zu sein. Gelsenkirchen. In Berlin sind bei der Eyefutive etwa 5500 Schuhleute In den französischen Klowns Talep und Manolo besitzt der und 500 Wachtmeister. A. F. 72. In Köthen befinden sich an KrankenZirkus Schumann eine Attraktion, die in ihrer Großartigkeit und häusern das Kreiskrankenhaus, sowie die Homöopathische Anstalt des Herrn Originalität in Berlin vollständig neu ist. Die beiden lustigen Dr. Luzze. P. C. Wir können Ihnen einen solchen Berband nicht nennen. Gesellen, die eine Reihe noch nie gezeigter und sehr wirksamer Tricks 1470. Ja. W. Sch. 17. 1. Läßt sich mit positiver Sicherheit nicht Feiner Der Schatullsekretär. Wegen mehrerer Fälle der Hochstapelei bestimmen. 2. Um 13 Tage ist die russische Zeitrechnung zurüd. mit bewundernswürdiger Gewandtheit ausführen, find ganz vorzügliche Springer, die z. B. über 24 hintereinander aufgestellte Männer hatten sich gestern der Schatullsekretär a. D. Rudolf Reicherdt Knabe. Studieren Sie also Knigges" Umgang mit Menschen".- Ad. 61. hinwegsehen. Mr. Joe Hodgini kultiviert ein ganz neues Gebiet aus Charlottenburg und dessen Ehefrau vor der ersten Straffammer Wir sind leider noch nicht allwissend. Wenden Sie sich daher an den der Jongleurkunst, indem er auf ungesatteltem Pferde in schärfster des Landgerichts II zu verantworten. Die Frau verbüßt zurzeit General- Postmeister Herrn Kraetke durch das Hauptpostamt Berlin. Bace die schwierigsten Produktionen mit Eleganz und nie fehlender eine ihr wegen Unterschlagung auferlegte einmonatige Gefängnis- 3. B. Nein. Sicherheit ausführt. Um 91 Uhr beginnt allabendlich die Auf- strafe. Der Angeklagte war früher Schatuljekretär im KabiDie juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends führung der großen Schumannschen Ausstattungspantomime„ Eine nett der Kaiserin, wurde aber im Jahre 1896 pensioniert. Nordlandreise im Strahle der Mitternachtssonne". Er bezieht eine Gesamtpension von etwa 2000 M., seit dem Anfang von 7 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. des Jahres 1901 ist jedoch ein Gehaltsabzugsverfahren zur Tilgung Sie können Strafantrag an die Staatsanwaltschaft von Schulden eingeleitet und der Angeklagte bezieht monatlich nur richten, auch Beleidigungsflage erheben. 2. Ch. Schiller. Sie müssen 125 M. In den letzten Jahren haben beide Angeklagten eine große nachtleben und dürfen nicht mehr aufrechnen oder Erstattung der Hälfte beAnzahl von Sachen aus verschiedenen Geschäften auf Kredit ent- gehren. Das durften Sie nur bei spätestens der zweiten LohnzahlungsPeriode. N. 30. Der Wirt tann zum Rüdtritt vom Vertrage nicht genommen und die Geschäftsinhaber dadurch geschädigt, daß sie die Sachen, auf die nur eine ganz geringe Summe angezahlt war, wungen werden. Wohl aber können Sie, falls Ihr Vertrag nicht entgegen W. S. 4. steht, einen Untermieter stellen. 1. Solche Klage fann Die Bebauung des neuen Spandauer Stadtteils Nonnenschleunigst versetten bezw. verkauften. Als Geschädigte traten zu- 14 Tage, aber auch monatelang in Anspruch nehmen. 2. Etwa 15 bis 2. G. 12. 1. Jm Rathaus. 2. Nach Ihrer damm" schreitet mit Riesenschritten vorwärts. Die neuen Fabrit- nächst mehrere Möbelhändler auf, von denen der Angeflagte unter 25 M. 3. Etwa 60 M. anlagen der Siemens- Schuckert- Gesellschaft sind bereits soweit fertig Assistenz seiner Ehefrau kurz hintereinander Möbel im Werte von je Darlegung scheinen Sie zu einer Zurüdzahlung verpflichtet zu sein. Neuner, Pankstr. 22. Wiederholen Sie Ihre Anfrage unter Er gestellt, daß sie bestimmt am 1. April in Betrieb gesetzt werden einigen hundert Mark auf Leihvertrag entnommen hatte. Der AnWill der Ehemann dem Kinde nur können. Zu diesem Termin werden auch die ersten zwanzig Wohn- geklagte wußte sich das Vertrauen der Möbelhändler dadurch zu ergänzung nach folgenden Richtungen hin: Ist der jetzige Ehemann Bater W. M. 1000. Nein. gebäude beziehbar, weitere zwanzig bis dreißig Wohnhäuser sollen ringen, daß er unter Vorweisung von Papieren sich als„ Schatull- des Kindes? Wie alt iſt es? H. N. 43. Der Mietsstempel ist alljährlich zu zahlen. Oesterreich. zum 1. Oktober d. 3. fertiggestellt werden; mit den nötigen sekretär Ihrer Majestät der Kaiserin" vorstellte und allerlei inter- seinen Namen geben oder es adoptieren? R. H. 3. Die Gefahr der Bestrafung besteht auch in Blanierungs- und Straßenbauarbeiten ist bereits begonnen. Die essante Dinge vom Kaiser, der Kaiserin und den kaiserlichen Kindern Ja, die Pflicht. O. 2. 6. Leider ist Ihre Gesellschaft hat einen größeren Komplex der Jungfernheide von erzählte, aber die erfolgte Pensionierung und das Gehaltabzugs- diesem Falle trotz des Bancroft Vertrages. dem Forstfiskus zur Arondierung ihres bereits vorhandenen Be- Verfahren verschwieg. Er machte kleine Anzahlungen und sobald er Nichte im Unrecht. Es genügt aber, wenn sie das Geld zurückschickt und sizes angetauft und zwar unter der ausdrücklichen Verein- im Besitze der Möbel war, machte er sie sofort zu Gelde. In ein- mitteilt, daß fie die Genehmigung zur Vermietung nicht erhält und deshalb barung, daß dieses Forstgelände in Spandau eingemeindet wird. zelnen Fällen leistete er noch mehrere Abzahlungen, die Geschäfts- zurücktritt. Wegen etwa später erforderlicher Schritte fragen Sie wieder an. Karl Leopold. Leider wäre eine Beschwerde erfolglos. Ihre Mutter M. 2. 35. Der BeDie Wasserversorgung des neuen Stadtteils wird die Gesellschaft, leute sind aber sämtlich um nicht unerhebliche Summen geschädigt, fann nur statt der Marten bar Geld verlangen. vertragsmäßig, selbst in die Hand nehmen, zu diesem Zweck sind die denn wenn sie schließlich flagbar geworden waren und ein vollstreck- treffende muß sich an die österreichischen Behörden wenden. Lediglich die W. N. Parteigenosse. Die Namenserforderlichen Anlagen bereits geschaffen; im übrigen wird der bares Urteil erstritten hatten, ergab es sich, daß pfändbare Gegen- dortige Ausbildung usw. genügt. " Nonnendamm" an das städtische Gasrohrnez und an die städtische Stände überhaupt nicht vorhanden waren. Außer den Möbeln haben erteilung genügt nicht. Falls Sie eheliche Nachtömmlinge nicht haben, Kanalisation angeschlossen. Die Hinverlegung eines Postamts ist die Angeklagten Fahrräder und goldene Uhren nebst Ketten ent- fönnen Sie Ihr außereheliches Kind adoptieren. Der Kostenpunkt hierfür 50 Mart. G. Nein. bereits gesichert, ebenso die Einrichtung einer Polizeiwache sowie nommen und gleichfalls sofort verkauft, obwohl nur eine ganz fleine, wäre ebenso groß wie der für eine Namensänderung: Der Staats- Das adoptierte Kind hat die Rechte eines ehelichen. eines Filial Magistrats- Bureaus. Bemerkt sei, daß die neu- bezw. gar keine Abzahlung darauf geleistet war. P. K. 1. Die Höhe der Unterhaltskosten ist nicht gefeßlich fixiert an Arbeiter anwalt beantragte gegen den Ehemann 1 Jahr 9 Monate, gegen und fann nicht gefeßlich firiert werden, sondern hängt von der Gesamtlage geschaffenen Wohnungen nicht ausschließlich nur Der Siemens- Schuckert- Gesellschaft, sondern an jedermann vermietet die Ehefrau 9 Monate Gefängnis. Das Urteil lautete gegen den und dem richterlichen Ermessen ab. Etwa 40 Mark dürften in Ihrem Falle 2. und 3. Ja. 4. Ihre und Ihres werden. Der neute Bahnhof Fürstenbrunn", " Fürstenbrunn", welcher den Angeklagten auf ein Jahr, gegen die Ehefrau auf drei Mo- für angemessen erachtet werden. Kindes Alimentationsansprüche gehen ohne Rücksicht auf die Höhe des Nonnendamm an die Eisenbahn anschließt, wird gleichfalls nate Gefängnis. Restes vor. Elstermanu. Ein Erbelegitimationsattest fann nur vom am 1. April eröffnet, obwohl gegenwärtig erst mit den nötigen Erd- Die Presse und der§ 193 des Strafgesetzbuchs. Ein Urteil, das Notar des Gerichts aufgenommen werden. Soweit ersichtlich, wäre in arbeiten begonnen wird. Bis dahin wird auch die zu dem neuen sich mit der bisherigen pressefeindlichen Gerichtspraxis in Widerspruch Ihrem Falle die Verfolgung des Antrags auf Nachlaßregelung muglos. Bahnhof führende Verbindungsbrücke über die Spree, welche jedoch scht, ist gestern vom Reichsgericht gefällt worden. Vom Landgerichte Sie müßten vielmehr Klage erheben, denn in Ihrer Nachschrift behaupten einzig dem Fußverkehr dienen soll, fertiggestellt sein, und da die Hannover war am 22. Juli v. J. der Redakteur des„ Volkswille", Sie, daß Sie enterbt sind. Trifft Ihre weitere gelegentliche Bemerkung zu, Durchführung der Spandauer Straßenbahn bis nach dem Bock" Friedrich West meyer, wegen Beleidigung des Schöffengerichts daß Sie uneheliches Kind find, so scheint ein Erbrecht Ihrerseits überhaupt Legen Sie Ihren Fall mündlich oder schriftlich jezt auch ziemlich gesichert scheint, so wird der neue Stadtteil damit Schweinfurt zu einer Geldstrafe von 50 W. verurteilt worden. Er nicht vorzuliegen. auch die gegenwärtig noch fehlende Straßenbahnverbindung mit der hatte, wie ausdrücklich festgestellt ist, im guten Glauben an die Richtigkeit flarer dar, sonst kann Ihnen eine bestimmte Auskunft nicht erteilt werden. Der Wortlaut des Testaments wäre eventuell erheblich. eigentlichen Stadt erhalten. der ihm übermittelten Meldung in seinem Blatte behauptet, das Marktpreise von Berlin am 23. Januar. Nach Ermittelungen des genannte Schöffengericht habe einen Streifposten, obwohl er gar nicht den Mund aufgetan hatte, wegen Beleidigung verurteilt. tgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Bentner: Weizen**), gute Sorte mittel 17,56-17,54 M., Tatsächlich hat der betreffende Arbeiter bei einer Demonfiration 17,60-17,58 D., geringe 17,52-17,50. gegen Streitbrecher Schmährufe ausgestoßen; der als Zeuge Roggen**), gute Sorte 13,95-13,94 W., mittel 13,93-13,92 M., geringe 13,91-13,90 M. Futtergerste*), gute Sorte 16,00-14,90., mittel 14,80 auftretende Schußmann hatte nur nicht die einzelnen Worte ber- bis 13,70 M., geringe 13,60-12,50 M. Hafer*), gute Sorte 16,50-15,70., stehen können. Im Urteil heißt es: Die Nichtanwendung des mittel 15,60-14,80., geringe 14,70-14,00 9. Erbsen, gelbe, zum Kochen 45,00-30,00. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 2. Linsen 60,00-30,00. Richtstroh 0,00-0,00 M. Heu 0,00-0,00. Startoffeln 10,00-7,00 2. Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 W. Eier per Schod 5,00-3,20 m. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Wasserstand am 23. Januar. Elbe bei Ausfig+1,18 Meter, bei Unstrut bei Dresden-1,87 Meter, bei Magdeburg+0,53 Meter. Oder bei Ratibor+1,44 Meter, bei Breslau Straußfurt+1,25 Meter. 0,78 Meter, bei Ober Begel+4,94 Meter, bei Breslau Unter Begel Weichsel bei Brahemünde+4,24 Meter. Frankfurt+1,24 Meter. Nete bei Usch-- Meter. Wartbe bei Posen+ 1,02 Meter. Rixdorf. " Rigdorf. Der vierte Kunstabend im Realgymnasium am Sonntag ist dem Dichter Mörike und dem Komponisten Hugo Wolf geSchöneberg. widmet. Im verflossenen Geschäftsjahr 1904 haben in Schöneberg dreißig§ 193 bedarf bei der Gehässigkeit der Kritik keiner Darlegung. Stadtverordneten- Versammlungen und 120 Ausschußsizungen statt Die Revision des Angeklagten wurde vom Reichsanwalt für begefunden, in denen insgesamt 562 Tagesordnungspunkte zu erledigen gründet erklärt. Die Nichtanwendung des§ 193 sei zweifellos auf wvaren. Unter diesen befanden sich 380 Vorlagen des Magistrats, rechtsirrtümlicher Basis erfolgt. Das Landgericht spreche auf der einen acht Anträge von Mitgliedern und 22 Petitionen. Unerledigt ließ Seite von gehässiger Beurteilung völlig entstellter Tatsachen, andererder Magistrat u. a. immer noch den von der Stadtverordneten- Ver- feits gebe es zu, daß der Angeklagte, der nicht selbst der Verfasser sammlung am 8. Februar v. J. fast einstimmig angenommenen An- ist, in gutem Glauben war, daß die Unterlage der Kritif trag betreffs Errichtung eines Volts- Brausebades und einer richtig war. Von Entstellung der Tatsachen durch den Angeklagten großen Volks- Badeanstalt mit Schwimmbad; 240 000 M. fönne dann keine Rede sein. Der Revision sei zuzugeben, daß es find zu diesem Zweck schon vor langer Zeit bewilligt. Seit einem sich um die Besprechung einer wissenschaftlichen Leistung handelte. Jahre ist also nicht das geringste in dieser Angelegenheit geschehen. Danach sind tadelnde Urteile an und für sich durch den§ 193 geAuch die städtische Voltsbibliothek, die nun schon seit dem deckt. Es hätte, wenn eine Verurteilung mit Recht erfolgen sollte, 1. Juli v. J. geschlossen ist, harrt noch immer ihrer Wiedereröffnung; nachgewiesen werden müssen, daß der Angeklagte nicht die Absicht wie wir hören, ist diese auf den 6. Febrnar verschoben. Ob der hatte, berechtigte Intereffen wahrzunehmen, oder daß die Absicht der Magistrat auch in diesem Fall, bei den vorgekommenen groben Un- Beleidigung sich aus Form oder Umständen ergibt. Das Reichsgericht regelmäßigkeiten, mit derselben Schneidigkeit einschreiten wird, wie erkannte im Sinne dieser Ausführungen auf Aufhebung des Urteils und verwies die Sache an das Landgericht zurück. gegen den Schularzt Dr. Goldfeld?" 34 S Witterungsübersicht vom 24. Januar 1905, morgens 8 Uhr. Stationen Berlin Barometer. stand mm Wind richtung Windstärke Better 1 heiter 770 SD 773 Still 2 heiter heiter Zemp. n. T. 5° C. 4° R. Stationen Barometer.| stand mm WindBunitpla Windstärke Better 4 wollig 1 bedeckt 3bedect Temp. n. E. -5 3 -7 Haparanda 749 SW -4 Petersburg 765 28 -5 Scilly 766 SSW 2 bedeckt-4 Aberdeen 764 WNW 2 bedeckt 778 SSD 2halb bd.- 9 Paris 770 SSD 2 bedeckt 4 779, Still woltent- 11 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 25. Januar 1905. Etwas wärmer, vielfach wolfig mit geringen Niederschlägen und mäßigen jüdwestlichen Winden. Kreis- Wien Eine weitere Ausdehnung wird in allernächster Zeit der Stadt- Ungültige Gemeindevertreterwahl. Unsere Parteigenoffen Re- Swinemde. 771 teil jenseits der Ringbahn, die sogenannte" Insel", in Schöneberg datteur Franz Feldmann und Zeitungsverleger August Kühn in Langen- Hamburg erfahren. Auf dem von der Kolonnen-, Sedan, Torgauerstraße bielau waren bei einer Gemeindevertreter- Stichwa hI unterlegen. Franff.a.M. 775 SD München und dem Königsweg umgebenen Gelände werden drei neue Straßen Für gewählt erklärt wurden die Herren Adam und Neugebauer. Der und zwei Plätze angelegt. Eine mit dem Königsweg und der Sedan- Genosse Buchdruckereibefizer Pelz focht ihre Wahl an. straße parallel laufende größere Straße wird von zwei kleineren ausschuß und Bezirksausschuß erklärten auch die beiden Wahlen durchschnitten. An den beiden Schnittpunkten werden Pläge an- für ungi gültig. Der Bezirksausschuß führte zur Begründung gelegt; der südliche soll ein Spielplatz, der nördliche ein Kirchplatz aus: Es seien wesentliche Vorschriften des Wahlverfahrens werden. Somit wird auch dieser Teil Schönebergs, der vorwiegend verlegt worden. Nach§ 62 Absatz 4 der Landgemeinde- Ordnung Berliner Betterbureau. Affäre von Hull" sowie die Illustrationen Humanität im Ruhr" Weber, Hermann, M. D.: Die Verhütung des frühen Aterns. u. 1905. Budor, Dr. H.: Fideikommißschuß in Deutschland versus Landarbeiterheimschutz in Dänemark. Zur Agrarpolitik in Deutschland und Dänemark. Leipzig. Felix Dietrich. 1,50 M. Maurenbrecher, Hulda: Gebildete Hebammen? Ein Beitrag zur Frauenberufsfrage. Leipzig. Felix Dietrich. 1 M. Bringmann, August: Geschichte der deutschen Zimmererbewegung. J. H. W. Diez Nachf. Haasenstein u. Vogler A.- G.: Zeitungskatalog. In dem Kataloge find alle Zeitungen und Zeitschriften übersichtlich zusammengestellt. Er enthält wissenswerte Bestimmungen über Bank- und Postwesen, über Telegraphen- und Fernsprechverkehr. Knork: Römische Taktif. Berlin. C. A. Schwetschke u. Sohn. Horrwitz, Hugo: Das Recht der Handlungsgehülfen und HandlungsLehrlinge. J. Guttentag. Berlin. Eingegangene Druckschriften.fignebier, Bort Arthur",„ Aus Ungarn", Bardon wird nicht gegeben". Zweite Auflage. Leipzig. Berlag von Strüger 11. Stolano Königsberg. Mit den soeben herausgegebenen Heften 9-11 liegt Russische Wohltätigkeit"," Das neue Militärpensionsgesek"," Ein hohes nunmehr der Königsberger Prozeß vollständig vor. Diese Hefte bringen Amt" mit dem dazu gehörigen Gedicht von Klara Müller, und„ Ein Stoßneben dem Abschluß des russischen Urkundenmaterials die Plaidoyers der seufzer". Der tertliche Teil der Nummer bringt die Gedichte An die Staatsanwälte und Berteidiger. Zum erstenmal wird die umfangreiche deutschen Machthaber!"," Die Klassiker"," Morgenröte" von Erich Mühsam, Urteilsbegründung in ihren rechtlichen Ausführungen der Deffent- Der freuzfidele Reichskanzler"," Der schwarze Tod"," Winter", sowie außer lichkeit bekannt gegeben nebst einer die Hauptpunkte fritisch zergliedernden zahlreichen kleineren Beiträgen in Poesie und Prosa noch die größeren Würdigung. In den Fußnoten ist wiederum Material zur Kritik des Feuilletons„ Der Selbstmörder" von H. Frenz, Reliquien- Industrie" sowie Prozesses verarbeitet, u. a. werden Ausführungen des Staatsanwalts über Briefe von Sotthilf Nauke" und vom Fleegenwirt Klaus Swartmuul auf Kants Stellung zur Revolution gloffiert. Das Schlußkapitel behandelt den St. Pauli". Der Preis der 12 Seiten starfen Nummer ist 10 Pfennig. Umschwung der öffentlichen Meinung nach Königsberg". Ein Anhang gibt Friz Reuters fämtliche Werke. Mit Vorwort und biographischeinige Aftenstücke zur revolutionären Bewegung in Rußland wieder. Ein literarischer Würdigung von Otto Welzien. 1 Band zu 959 Seiten. Geausführliches Stichwort- Verzeichnis ist dem Werk zur Orientierung bei- bunden 4 Mart. Stuttgart. Deutsche Verlagsanstalt. Nun sind die gegeben. In dieser Woche gibt die Buchhandlung Vorwärts auch ge- Werte unseres niederdeutschen Klassifers, Frib Reuters, in die Reihe der bundene Exemplare heraus. Der 534 Seiten umfassende Band ist zum einbändigen Klassiker- Ausgaben der Deutschen Verlagsanstalt aufgenommen. Preise von 3 Mark erhältlich. Reuter ist ein so wahrhaft volkstümlicher Dichter, daß er wie kaum ein anderer verdient, gerade den allerweitesten Kreisen des Volfes zugänglich Preuß, Dr. Hugo: Das Recht der städtischen Schulverwaltung in gemacht zu werden. Und dazu wird diese einbändige Ausgabe, die zu billigem Preise seine sämtlichen Werke darbietet, im besonderen Maße bei- Preußen. Berlin. 1905. Verlag von R. 2. Prager. Misch, Dr. Julius: Zahnärztliche Hülfeleistung an den öffentlichen tragen. Krankenanstalten. Berlin. Niem, Gustav: Die Lage der Glasarbeiter im Lichte des SiemensHegar, Geh. Rat Alfred: Behandlung des Gebärmutterkrebses. Prozesses. Selbstverlag des Verbandes der Glasarbeiter.( C. Gierbig.) Freiburg i. Br. und Leipzig. 1905. Speyer u. Kärner. Preis 30 Pf. Manskopf, Hermann: Die Beherrschung der fließenden Gewässer. Der„ Wahre Jakob" hat soeben die zweite Nummer seines 22. Jahr-***, Hauptmann a. D.: Der neue Militär- Pensionsgesetz- Entwurf 1. und 2. Teil, mit 42 Figuren( Zeichnungen). Selbstverlag. Breslau, ganges erscheinen lassen. Aus dem Inhalt derselben erwähnen wir die für Offiziere und Mannschaften vor dem Richterstuhle des deutschen Volkes. Lohestraße 33. beiden farbigen Bilder Neutralität bei Krupp" und" Das Schiedsgericht| Nationaler Verlag. Stuttgart. Achtung, Bombe!" betitelt sich ein einattiger Schwank von Ludwig Lessen, der soeben als nenes Heft in der Sammlung sozialistischer Theaterstücke im Verlage der Buchhandlung Vorwärts in Berlin erschienen ist. Einzelne Exemplare kosten 1 Mart. Das Aufführungsrecht ist an die Abnahme von 11 Rolleneremplaren geknüpft, die 5,50 Mart kosten. Das Verzeichnis der in der Sammlung erschienenen Theaterstücke wird auf Wunsch gratis versandt. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 25. Januar. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Der Roland von Berlin. = Neues fönigl. Opern Theater. Geschlossen. Deutsches. Faust. I. Teil. Berliner. Götz von Berlichingen. Leffing. Die Frau vom Meere. Westen. Der Prophet. National. Donna Juanita. Zentral. Die Geisha. Neues. Der Graf von Charolais. Anfang 8 Uhr: Schiller 0. Ballmer Theater Die Großstadtluft. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Die HaubenTerche. Kleine. Die Neuvermählten. Schiedssouper. Residenz. Herkulespillen. Luftspielhaus. Der Familientag. Trianon. Die glückliche Gilberte. ( Heureuse.) Urania, Taubenstr. 48/49. 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. CASTAN'S ANOPTICUM. PANAS Der Friedrichstr. 165. geheimnisvolle Hexentisch!! das Mirakel des 20. Jahrhunderts. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Die glückliche Gilberte Die glückliche Gilberte Anfang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Das elfte Gebot. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Deutsch- Amerikaniſches. New York. Geld und Name. Luifen. Die wilde Kaze. Kasino. In Vertretung. Metropol. Die Herren von Marim. Belle Alliance. Lumpacivagas bundus. Carl Weiß. Geld und Name. Apollo. Berliner Luft. Spezialitäten. Paffage Theater. Bernardi. Willi Prager. Anf. 5 Uhr. Herrnfeld Theater. Prinz Levy in Ahlbeck. Palast. Ein Allerweltsmädel. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Im Theater abends 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Kleines Theater Abends 8 Uhr: Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend nachm. 4 Uhr: KinderVorstellung: Dornröschen. Sonntag nachm. 3 Uhr( Bartett 60 Pf.): Maria Stuart. Kasino- Theater Lothringerstraße 37( Rosenthaler Tor.) Täglich 8 Uhr, Sount. 7-8 Konzert. Nur noch bis Montag: In Vertretung. Dienstag: Premieren- Abend. Sonntag 4 Uhr: Mutter Gräbert. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Mein Heidelberg. Boltsstück mit Gesang in 6 Bildern von Wilken. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Donnerstag: II. Klassiker- Abend. Die Neuvermählten 8um 1. Male: Emilia Galotti. Hierauf: Abschiedssouper. Donnerstag: Salome. Freitag, Sonnabend, Sonntag: Die Neuvermählten. Hierauf: Ab: schiedssouper. Neues Theater. Anfang 72 Uhr: Lustspielhaus Abends 8 Uhr: Der Familientag. Allabendlich: Der Familientag. Sonntag nachm. 3 Uhr: Das böse Prinzeßchen. Der Graf von Charolais. Bernhard Rose- Theater Donnerstag: Die lustigen Weiber von Windsor. Gesundbrunnen, Badstraße 58. Grosse Benefiz- Extra- Vorstellung Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Schwank in 4 Atten v. Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg. Donnerstag, abends 8.11.hr: Familie Schierke. Freitag, abends 8 Uhr: Fuhrmann Henschel. Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Die Hanbenlerche. Schausp. i. 4 Att. v. E. v. Wildenbruch. Donnerstag, abends 8 Uhr: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Freitag, abends 8 Uhr: Wallensteins Tod. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Vollständig neu ausgestattet! Täglich: Gr. internationale Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Zirkus Schumann. Zirkus Busch. Heute Mittwoch, abends prz. 74, Uhr: Grande soirée équestre. Katharina II. Die Löwenbraut Elite Programm re qe frete: Elite Programm und zum 34. Male: Miss Claire Heliot. Sensationeller Erfolg! Die große Schumannsche AusstattungsPantomime Eine Nordlandreise. Jm Strahl der Mitternachtssonne. Die beiden Phänomene Sisters Amalia- Léonora und die vorzügl. Programmnummern. Somijah- phantastische Bantomime in Deutsch- Amerikanisches Entworfen und auf das glänzendste inszeniert vom Dir. Alb. Schumann. Vorher: Sämtliche Spezialitäten, Der urkomische Oiginal- Clown Jan Clermont mit seinem Parodie- Zirkus und Direktor Albert Schumanns Monstredressuren. Passage- Theater. Anfg. d. Abendvorstellung 8 Uhr. Anf.nchm. Wochentg.5, Sonnt.3Uhr. Arturo · Bernardi. der berühmte italienische Ver wandlungskünstler. Theater. Köpenickerstr. 67/68. Jeden Abend 8 Uhr: Gastspiel Ad. Philipp: NEW- YORK Sonntagnachm. 3 Uhr, halbe Preise Ueber'n grossen Teich. Palast- Theater Burgstr. 22, früher Feen- Palajt. Das epochemachende JanuarProgramm. 214 Schaunummern I. Ranges! Littke Carlsen Willy Prager 14 erstklassige Nummern. Gustav Behrens SpezialitätenTheater, FrankfurterAllee 85. Der neue Januar- Spielplan. Freitag, Sonnabend, Sonntag: Derd. Oberregisseur Heinrich Richter. Anny Raaly, borzügl. deutsch- franz. Graf von Charolais. National- Theater Weinbergsweg 19. Mittwoch, den 25. Januar: Donna Juanita. Anfang 72 Uhr. Donnerstag, 26., 3. 1. M.: Die Jüdin. Freitag, 27., 8. 1. M.: Gute Nacht, Herr Pantalon. Die Hand. Die schöne Galathée. Zentral- Theater Anfang 72 Uhr, zum 1044. Male: Die Geisha. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. ( Mimosa: Mia Werber.) Morgen u. folgende Tage: Die Geisha. Sonnabend: Die Jurheirat. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Benefiz. Bum 1. Male: Die wilde Kaze. Morgen, Gastsp. d. SchauspielhausEnsembles: Mutter Thiele. Freitag: Die wilde Katze. Sonnabend: Hasemanns Töchter. Residenz- Theater. Dir.: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 U: Herkulespillen. Schwank in 3 Atten von Paul Bilhaud und M. Hennequin. Deutsch von M. Schönau. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Der Hüttenbesitzer. Der Kaufmann von Venedig. Konzertsängerin. Schauspiel i. 5 Aufz. von Shakeſpeare Ausgezeichnetes Lyrika- Duett. Anf. 8 Uhr. Nach b. Borft.: Gr. Ball. d. Sonntag nachm. zu halben Staffen- Fatme, Indische Gauflerin, preisen: Jägerliebchen. Abends: sowie alle übrigen erstklass. Spezialit. Der Kaufmann von Venedig. Anf. wochent. 7 Uhr, Sonntags 4% Uhr. Apollo- Theater. 218 Friedrichstr. 218. Täglich: Berliner Luft von Paul Lincke und das hochinteressante JanuarSpezialitäten- Programm mit Golemanns Hundemeute. ! Unerreichter Dressur- Akt! Sonntag, 29. Jan., nachm. 3 Uhr, ermäßigte Preise: Venus auf Erden und Spezialitäten. Metropol- Theater Die Herren von Maxim. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Direktor Richard Schultz. Henry Bender. Josef Giampietro. Josef Josephi. Anton Grünfeld. Frid Frid. Fritzi Massary. Das Fest des Lichts.( Ballett.) Anf. 8 Uhr. Rauchen gestattet. Bock- Brauerei 9 Uhr. Ein Riesen- Lacherfolg! Ein Allerweltsmädel. Burleske m. Gesang u. Tanz v. Braune. Freitag, d. 27., Elite- Vorstellung: Leonore. Thurneysen, Dr. Rudolf: Die Etymologie. Eine akademische Rede. Freiburg i. B. 1905. Speyer u. Kärner. Gebrüder Herrnfeld- Theater. Der bisher unübertroffene lachluftigste Herrnfeld- Schlager mit seinen stürmisch bejubelten Situationen Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Anfang: Wochentags 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Prinz Levy in Ahlbeck Sanssouci. Schwank in 3 Akten mit den Autoren in den Hauptrollen. Magnus Prinz Levy: Donat Herrnfeld. Prahidal, dessen Reisebegleiter: Anton Herrnfeld. Anf. 8 Uhr. Billettvorverk. 11-2 Uhr. 11 84 765 Rottbuser Tor- Stat. der Hochbahn. Heute Mittwoch 3. 1. Male: Kean oder Genie und Leidenschaft. Schauspiel in 5 Aften. Sonnt., Mont., Donnerst.: Hoffmanns Norddeutsche Sänger ut. Tanzkränzchen. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. In den unteren Sälen jeden Abend: Neues Programm Bockbierfest. KONZERT. Tortajada, span. Tänzerin und Der dumme Max u. der Kluge Hans. Sängerin. 0. K. Sato, komischer Jongleur. The Nightons, Kraft- Gladiatoren. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Johnstone, Kunst- Radfahrer. Fritz Steidl- Sänger. Das Mädchen mit dem goldenen Haar. Pas de Fleurs, Blumentanz. Otto Reutter. De Bière, Zauberkünstler. Johnson u. Dean, Mulatten- Gigerl Alexia, Pariser Tänzerin. The Potters, Luft- Gymnastiker. Der Biograph. Neues Konzerthaus Grand Hotel Alexanderplatz. Hente Nach jeder Vorstellung im Kaisersaal: Ke Tanz. Otto Pritzkows Abnormitäten- Ausstellung Minzstraße 16. Täglich Borstellung Die Riesin Jlona Baterländisches Schauspiel in 4 etten Gr. Extra- Curt Goldmann- Konzert 485 id. schwer, die schwerste Dame, von Karl v. Holtei. Vorzeiger dieser Annonce zahlen wochentags die halben Kassenpreise. Anfang 8 Uhr. 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Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Albert Masche am 22. Januar verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 26. Januar, nachmittags 4 Uhr, bon der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in der Hermannstraße in Rigdorf aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 78/15 Die Ortsverwaltung. Beerdigungsverein 15.- 18. Febr. 3. at der kommiſſion. 4. Branchen- Augelegenheiten. 5. Berschiedenes. Berliner Zimmerleute. 12977 Geldgewinne bar ohne jeden Abzug zahlbar von Mark 490000 Hauptgew n 78/4 Die Kommission. Vereinigung der Maler, Lackierer, Anstreicher. Filiale Berlin. Donnerstag, den 26. Januar, abends 8, Uhr: 75000 Mitglieder- Versammlung Originaliose à M. 3.30 Für Porto und Liste 30 Pf extra Oscar Brauer& Co. Nachf. G. m. b. H, Bank- Geschäft Filialen: im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15. Tages Ordnung: 124/5 1. Wahl der Delegierten zur Generalversammlung in Hamburg( Stich wahl). 2. Anträge zur Statutenänderung. Mitgliedsbuch legitimiert. Regen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. Berlin W., Friedrichstrasse 181. Deutscher Holzarbeiter- Verband( Zahlsteile Schöneberg 0., Andreasstrasse 46a. 1888L* Sofastoffe Riesenauswahl aller Qualitäten. Wolle: ole Reste! Mocquettes. PlüschSatteltaschen. Donnerstag, den 26. d. Mts., abends S Uhr, bei Obst, Meiningerstraße 8: 1 Hußerordentliche Mitglieder- Verfammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag: Ueber den Vertragsabschluß in der Holzindustrie." 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht jedes Stollegen zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Zentral- Verein der Bildhauer Deutschlands. Verwaltung Berlin. Donnerstag, den 26. Januar, abends 8%, 1hr: Muster b.näher.Angabe franko. Vereins- Versammlung Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Berlin, Mit 5000 Mark Mark ſucht Rentier, 44 Jahre, rentables Gefchäft Ausführliche Offerten unter A. Sch., Boftamt 2, Charlottenburg. 1594b im Gewerkschaftshause, Engel- Efer 15. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Dr. Berger über die Gesundheitspflege des Anges. 3. Verschiedenes. 20/5 Gäste willkommen, besonders die Frauen sind zu dem Vortrage Der Vorstand. eingeladen. Am Sonntag, den 22. Januar, starb plözlich im Alter bon 73 Jahren unser Mitglied, der Zimmerer Herr Johann Viertz. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Mittwoch, den 25. d. M., nachmittags 1³, Uhr, vom Trauerhause Gräfestr. 84 aus nach dem alten 16036 Luisen- Friedhof statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratisch. Wahl verein Rixdorf. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß unser Mitglied, der Schankwirt Gustav Markus ( 7a Bezirk) verstorben ist. Ehre seinem Andenkent Die Beerdigung findet heute, Mittwoch nachmittag 22 Uhr, vom Trauerhause Harzerstr. 88 aus nach dem neuen Rigdorferi Kirchhof statt. 232/2 Der Vorstand. Danksagung. Hiermit sagen wir allen Verwandten und Bekannten sowie dem Gesang verein Weiße Rose" für die rege Teilnahme und die Kranzipenden bei der Beerdigung meiner Heben Frau und unserer guten Mutter Marie Guse Gelooft zu laufen oder Beteiligung Ahtung! Gewerkschaftshaus. Achtung! feren hervalidens Dant Erfindern erwirken und verwerten Batente und Gebrauchsmuster Beeker& Co., 69/9 W., Hobenstaufenstr. 28. Günft. Beding., Ia- Refer. Frettag, den 27. Januar 1905: Bock- Anstich verbunden mit Wellfleisch-& ssen. Dazu ladet ergebenst ein 15965* C. Pohllt. Die Kegelbahnen sind noch an verschiedenen Wochentagen frei! Kleine Anzeigen. Ringschiffchen, Bobbin, Schnell näher, ohne Anzahlung, Woche 1,00, gebrauchte 12,00. Boftfarte genügt. Röpniderstraße 60/61. Große Frant Räumungsverkauf verfallener furterstraße 43. Prenzlauerstraße 59/60. Pfänder, Ausnahmetage. 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Leder Deutsches Reich. und Vom Arbeitswilligen- Schutz. Aus Halle berichtet man uns unterm 23. Januar: Die Arbeiter Otto Kirchhof und Karl " Im Zentrum besteht eine förmliche Arbeitsteilung im Kampfe Minge hatten am 30. September v. J. gemeinschaftlich mit dem gegen die organisierte Arbeiterschaft. Die Preßkaplane werfen mit Arbeiter Schleicher auf der Malzfabrit nach stattgehabtem 2Lohnstreit Kotballen nach den freien und Hirsch- Dunckerschen Gewerkschaften mittags die Arbeit niedergelegt. Schleicher brach sein Versprechen, und derweilen knüppeln die christlichen Unternehmer die Organi- fing nachmittags 4 Uhr wieder an zu arbeiten, und erhielt deshalb sationen der christlichen Arbeiter nieder!" abends auf dem Nachhausetvege von zwei Personen eine Tracht Die ,, bestimmte Erwartung" und die Drohung mit dem Brügel. Auf Grund der eidlichen Aussage Schleichers wurden Se. M. bom Schöffengericht als Täter angesehen Deutlichwerden" soll den Anschein erwecken, als vermeide der und Vorwärts" für gewöhnlich geflissentlich, von Richtigstellungen zu vier und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Gegen dieses Urteil Notiz zu nehmen. Unsere Leser wissen, daß wir darin so hatten Kirchhof und Minge und auch der Staatsanwalt Berufung hyperloyal sind, daß Unverschämte schon verschiedentlich unser eingelegt. Vor der Strafkammer stellte sich nun heraus, daß sich Schleicher bezüglich Kirchhof geirrt" hatte. Nicht Kirchhof, sondern Entgegenkommen in dieser Beziehung mißbrauchten. Ganz ein Arbeiter Gebhardt und Winge hatten Schleicher geschlagen. Das anders die Zentrumspresse, die unsere Richtigstellungen ihrer Gericht mußte nun Kirchhof freisprechen; es erhöhte aber Minges Terrorismuslügen kaltblütig zu übersehen pflegt. Ist die Strafe von drei Monaten auf acht Monate Gefängnis und gegen ölnische Volkszeitung" geladen, einen Feldzug gegen das Gebhardt wurde auf Grund der Selbstbezichtigung ein neues Ververleumderische Schweigen zu unternehmen, gut, so mag sie fahren angekündigt. ein deutliches Wort mit der Zentrumspresse reden! Berlin una amgegend. Vom Borgarbeiterstreit in Neurode meldet uns ein Privat telegramm, daß gestern abermals Verhandlungen zwischen Revierbeamten aus Waldenburg und dem Ausschuß der Bergarbeite: stattfanden. Die Bergleute beharren auf ihre Forderungen. Da die Verwaltung des Herrn Zentrumsgrafen Magnis es stritte ablehnte, auf diese Forderungen einzugehen, zerschlugen sich die Verhandlungen abermals. Rusland. Lifte 2559 5,- Buberkolonne Chemnik, Nixdorf 17, P. d. J. C. Kühne u. Sohn, 1. Rate 35,90. Maler d. J. Gebr. Drabig 14,25. öffentlichten Schriftstück Stenntnis gegeben hätten und knüpft Hinweis auf den§ 11 des Preßgesezes auf, eine Berichtigung dahin B. u. B. 2, Buchdr. Denter u. Nicolas 17,85. Xijlerei Spanier 12,75. daran die bestimmte Erwartung", daß der Vorwärts" den gehend zu bringen, daß er nach Abschluß des Vertrages teine Klempner d. 8. F. Dietrich, Mariannenſtr. 20 8,50. B. d. Buchdr. H. S. Sachverhalt alsbald zur Kenntnis seiner Leser bringe." Sonst", neuen Arbeiter eingestellt habe. Wir Bermann 185,70, darunter X. 9. 3. 5,-, N. n. 3,-, Dr. 3. 3,-, B. 3. 3,-fügt das Blatt hinzu, würden wir ein deutliches Wort reden unterrichtet, nehmen aber loyalerweise an, daß es sich um eine VerM. 3, Tischlerei v. Bröker, Naunynstr. 68 8,75. Verband der Schuhschiedenheit in der Auffassung darüber handele, was unter Neumacher 300,- Gebr. Goldmann, Stodfabrit 13,30. C. Müller, Arb. b. müssen!" einstellung zu verstehen sei. Jetzt werden uns Beweise dafür vorBig.- Fabr. J. Neumann 20,30. Liste 2382 25,05. Stiftungs Nun, wir fonstatieren also noch einmal, daß die Kölnische gelegt, daß Herr Groschkus fogar nach Einsendung seiner feft, Sparverein Liegniger Schweiz 12,80. Buschlag. Liste 2383, Volkszeitung" die betreffende Veröffentlichung zuerst brachte, Berichtigung" an uns() immer noch tätig ist, neue ArWerkstatt Weber-, 70. Lifte 2774 durch Risch 16,-. Töpfer, Bau Müller, Bergstraße 12,-. Drganis. bei Feist u. Go. 3,10. was wir gern und anerkennend konstatiert hätten, wenn es beiter für seinen Betrieb zu gewinnen. Wir überlassen es unferent Schulz 1, Ortsverein Berlin d. Handschuhmacher 30,- Gesammelt bei uns nicht entgangen wäre. Aber das ändert an unseren Lesern, dies Verfahren nach Gebühr zu würdigen, da uns die deutsche Seppels Geburtstag 1,50. Personal der Buchdruckerei Moriz u. Stummer, allgemeinen Betrachtungen über den doppelten Breßfreiheit nicht erlaubt, ohne Konflikte mit dem§ 185 des StrafLandsbergerſtraße 22,25. Bautischlerei Boul u. Neumann, Liſte 2566 17,50. Maßstab, den die Zentrumspresse an Terrorismusfälle gesetzbuches dafür die richtigen Ausdrücke zu finden. Berliner Kartonfabrik 5,05. Personal der Buchdruckerei Louis Borchardt, Liste 2431 17,10. Gesammelt Rest. Kurstr. 25 3, Fidelitas d. Weiber aus dem Lager der freien Gewerkschaften und dem der christfeinde 5, Vertrauensleute d. Jungbierfutscher 7,50. Drechslerei Blumen- lichen Unternehmer legt, kein Jota. Es bleibt bei dem, was thal, Schöneberg 6,05. Personal der Firma Hurih u. Co., Holsteiner wir schrieben: Ufer, außer einem 20,25. Lifte 2403, Buchdruckerei Unger 12,25. K. d. Grammophon- Aktienges. 31,20. Berliner Männerchor 1905 20,-. Buchbinderei Wübben u. Co. 106,-. Lifte 2308 N. König, 19. Januar 11,55. Hoffnung, Ballisadenstr. 56 3,- Technisches und Hülfspers. der Firma Ashelm 61,50. Maler Bau Kurfürstendamm 102 6,- Arb.- Bildungsschule gefunden 0,50. Liste 780, Tapez. u. Näherinn. d. F. E. E. Lehmann 26,- Tischler. Berger, Wienerstr. 12 6,-. Arb. d. F. H. Bernert, Charlottenburg, Bielandstraße 30,50. Lokalkasse d. Verband. d. Maurer, Charlottenburg 150,- Tischler. A. Müller, Ballisadenstraße 6,05. 2ifte 2438, Siemens u. Halste, Saal 27 u. 80 15,50. Drg. Kutscher b. Fedkenhauer, b. Groß 5,-. Dreherei f. Spiralbohrer, Köpniderſtr. 48, 1. Rate 12,75. Lifte 2442, Anilin Fabrik, Treptow Lifte 3983, St. Otto Nachfolg., Usedomstraße 23,- Liste 3957, Mig u. Geneſt, Saal 117 35,- Buchb. H. Büttner, Dranienburgerstraße 5,-. Firmen schilder- Fabr. Schmiedel 11,70. P. d. Buchdr. Janiszewski 8,- Arb. d. Gffig. u. Moſtrich- Fabr. M. Blum 8,-. Liſte 1924, Siemens- Schudert, 216t. 20 14,25. Liste 1921, Siemens- Schudert, Abt. 85 31,95. Lifte 1922, Siemens Schudert, Abt. 78 14,85. Siemens- Schudert,' Abt. 81 35,20. Hirsch u. Zamony 2, Ges.- Verein Rote Nelfe II", 1. Rate 10,-. Starbe, Gaftw., Hafenheide 10/11 5,- Liste 707 9,20. Arb. u. Arbeiterinn., Lurus Papier- Fabr. Lange u. Wunsch, 1. Rate 44,25. 3. nebst Frau 2,-. Lifte 3868 7,45. Lifte 3870 13,20. Lehmanns Geburtstagsfeier 1,40. Firma Bechlin, Neue Königstr., 1. Rate 12,20. Zentralverband deutscher Brauereiarbeiter, Settion I, Brauer: Lifte 803, Stronenbrauerei 10,05. Lifte 804, Müchener Ueber die Lohnbewegung der Klavierarbeiter erstattete Sickfeld Brauhaus, Oranienburg 10,70. Liste 1253, Schloßbrauerei Schöneberg 31,95. Bericht in einer öffentlichen Versammlung, welche die drei an der Liste 1255, Bergschloß 22,10. Liste 1256, Uniou 10,70. Rifte 1257, Bewegung beteiligten Organisationen am Montag nach Stellers Saal Böhmisches Brauhaus 20,30. Liste 1259, Schultheiß IV 1260 10,70. berufen hatten. Der Redner schilderte den bekannten Verlauf der Bazenhofer I 29,10. Lifte 1262, Gregory 12,80. Lifte 1265, Happoldt 12,80. Lifte 1269, Bictoria II 12,70. Rifte 1271, Lohnbewegung und führte dann aus, die Arbeiter hätten wohl geDie Niederländische Vereinigung von Eisenbahn- und StraßenbahnGabriel u. Richter 19,25. Lifte 1272, D. Berliner 11,90. Liste 1276, Habel 10,20. wußt, daß nicht alle Verhältnisse für sie günstig waren. Sie konnten Lifte 1277, Bod II-50. Lifte 1278, Spandauer Berg 18,10. Lifte 1281, zwar mit einer guten Konjunktur rechnen, aber die Organisations- personal hielt am 22. Januar im Voltshause" De Eendracht" zu Beißbierbr. Metves 9,05. Liste 1282, Norddeutsches Brauhaus, Grünau 5.- verhältnisse lagen insofern ungünstig, als ein erheblicher Teil der Utrecht eine allgemeine Delegiertenversammlung ab, auf der vier Lifte 1283, Malzfabr. Münch. Brauh., Spandau 6,50. Lifte 1287, Genoffen- Klavierarbeiter nicht organisiert war. Das mußte die Wirkung des Abteilungen: Amsterdam, Tilburg, Leeuwarden und Utrecht verfchafts Brauerei, Friedrichshagen 5,- Lifte 1289, Kaiserbrauerei 4,40. Streits natürlich beeinflussen. Ein Teil der Nichtorganisierten treten und außerdem eine große Anzahl Einzelmitglieder anwesend Liste 1290, Stadtbrauerei 4, Liste 1294, Krankenkasse 6,- Freie Spende habe ja im Streit wacker ausgehalten, andere dagegen wären tvarent. Die Organisation ist bekanntlich bei dem Generalstreit des Roll. Uehlein, Weißbierbrauerei Hiljebein 10,-. Tellersammlung in der entwickelt Versamml. am 22./1. 33, 9. Abt. Straßenreiniger 10,-. Bessel u. Bratke, zwar in den Streit mit eingetreten, hätten sich aber wieder Arbeit im April 1903 gewissermaßen vernichtet worden, Biele der Männer, die vordem der Freiheit eine Gaffe 5,-. 8. K.-K. der Tischler( D) 7,80. olz gesucht und dadurch den Kampf für die Gesamtheit der Kollegen er- fich aber nun von neuem. nut wiederum arbeiter- Verband, Bez. W. u. SW. d. 23. 3,50. Reichenbergerstr. 174 5,50. fchwert. Für die nichtorganisierten und nicht unterstüßungsberechtigten an der Bewegung eifrig teilnahmen, find Lifte 2385, Deutsche Telephonwerke, Saal III, 1. Rate 29,25. Bandagen- Streifenden feien durch die organisierten Kollegen etwa 8000. an für die Organisation tätig, wenn auch, um sie vor Maßregelungen Fabrit, Spandauer Brüde 12,05. Gefangverein Vereinte Sangesbr., Moabit, Unterstützungsgeldern aufgebracht worden. Ein weiterer Umstand, zu bewahren, ihre Namen nicht öffentlich genannt werden. llebrigens 1. Rate 20,- Lifte 2793/4, Deutsche Telephon- Werke, Abt. Busch u. Tischlerei der die Bewegung ungünstig beeinflußte, sei der teilweise Mangel an orgen die Regierung und die Eisenbahn- Gesellschaften, indem sie 20,75. Fünf luftige Seelen im Bienenkorb 2,-. Lifte 2402, Bohrer, Piano- Disziplin, der sich insofern bemerkbar gemacht habe, als das bei Durchsetzung der Zwangsgefege gegebene Versprechen von mechanitfabrik Jatob 14,65. Holzbearbeitungs- Fabrit von Mühnel 5,25. Maurer, Bahlstelle Wilmersdorf 50,-. Liste 2396 d. Arb. d. F. Buzle, ein Teil der Streifenden die Pflicht des Postenstehens ver- Berbesserung der Arbeitsbedingungen nicht erfüllen, dafür, daß den Ritterstr. 12 31,20. Karl Helbing, Liste 3854 21,50. Liste 2790 4,70, nachlässigten. Es könne festgestellt werden, daß die Fabriken, Angestellten das Bewußtsein von der Unentbehrlichkeit einer starten Lifte 3956 20,95. Liste 3948, Lichtdruder Deyble u. Wagner 41,05... 1, welche Anfang bon beob Organisation nicht verloren geht. Die finanziellen Verhältan nicht durch Streifposten Verb. d. Bauarb. Bez. Friedrichsberg 30,- Firma Mannte 4, Liste achtet wurden, von Arbeitswilligen befezt worden seien, während nisse der Vereinigung sind selbstverständlich noch nicht be2377 Tischlerei Siemens u. Halste 37,10. Möbeltischlerei Szymanzig 7,10. bie von den Streifenden gewissenhaft überwachten Betriebe feine sonders günstige. Das Defizit vont Jahre 1904 ist, wie Lederfabrit Salomon, Rirdorf 15,75. Werkstatt Hansmann. Grünauerstr. 21 Streitbrecher bekommen haben. Was den Erfolg des Streits be- der Vorsitzende Oudegeest bemerkte, von einigen Freunden 1. Rate 15,- Lifte 2386 Buchdruckerei Fr. Schirmer 26,30. Tischleret treffe, fo sei ja bekannt, daß die Arbeiter nicht alles erreicht haben, gebedt worden. Ob dies im Jahre 1905 auch geschehen wird", Hoffmaan 3,50. Bereinte Sangesbr. Moabit, II. Tenor 12,-. Die Kutscher was sie erreichen wollten. Man könne deshalb mit dem Ergebnis fagte der Redner, weiß ich nicht, denn dieses Jahr kostet den Leuten, 5. J. U. Gomerbach 6,15. Koll. d. Firma Saalfeld 8,-. Liſte 2890 Buch ber Bewegung nicht ganz zufrieden sein. Immerhin müsse anerkannt die uns gut gefinnt sind, viel Geld." arbeiter Verband Deutschlands, Berlin II, Lohgerber und Zurichter werden, daß ein großer Teil der Kollegen eine anerkennenswerte Die Versammlung übertvies dem Hauptvorstand 200 Gulden für Zurichter werden, daß ein großer Teil der Stollegen eine anerkennenswerte schriftliche Propaganda durch Flugblätter und Manifeſte. Ferner 50,- Marmor und Granitarbeiter, Berlin II, 117,05. Bade- Verbesserung ihrer Lage erreicht haben. In einigen sechzig wannenfabril Neuenburgerstraße 11,50. Liste 3961, Tischlerei Brandtner Betrieben feien die 51stündige Arbeitszeit und 51 stündige Arbeitszeit und die Haupt- wurde der Anschluß an die Internationalegoderation befchloffen. Sodann Gesangverein Lied hoch" 20,-. Lifte 2399, Ludert u. Weißelbach 19,20 lachlichsten von den aufgestellten Forderungen durchgesetzt worden, wurde beschlossen, an den Abgeordneten Melchers( Sozialdemokrat) ein Motorwerte 19,15. Lifte 3892, P. v. Hopp u. Sturzweg 33,-. Berband der geringeres Maß von Zugeständnissen geeinigt. Es sind dies haupt- Dankschreiben für seine Tätigkeit im Interesse der Eisenbahnangestellten Böttcher, a Konto auf Liſten 100,- Deutsch. Photogr. Gef. Berl. Abt. Berl. fächlich diejenigen Betriebe, in denen noch nach der Aufhebung des zu richten, und eine Resolution angenommen zur moralischen 8,35. Teschn. ges. Pers. Buchdr. Trowitsch 30,35. Weiner, Schäferstr. 1,50. allgemeinen Streits weiter gestreift wurde. Jegt bleibe als einzige und wenn möglich auch finanziellen Unterstützung der Kandidatur Lotterieverein Immerglüd" 5,- Stomm. 3. gem. Agitation u. d. Fabrit, wo der Streit noch fortgesetzt wird, der Betrieb von des Vorsitzenden Oudegeeft zu den bevorstehenden Kammerwahlen. Peters Dehmel 2,65. Pers. Adam Schneider, Rösen er übrig. Hier bestand vor dem Streit noch eine Arbeits- Außerdem beschloß die Versammlung, an die Zweite Kammer eine Riften 2449/50 144,30. Zimmerer Ernst Meyer, Hochstraße 19, zeit von 57% Stunden, die längste von allen Berliner Klavier- Betition über die Ausführung derjenigen Bestimmungen des EisenLokal von eu, Reichenbergerftr. 12, 6,50. Rifte 3940 Metallwarenfabrit fabriten, außerdem wurden bei Nöjener auch schlechte Löhne bezahlt. bahn- Reglements zu richten, die sich auf die Einsetzung von SchiedsHartmann 17,90. Lifte 2411 Curt Eichler 28,50. Lifte 3921 Arb. d. Firma Die Arbeiter dieses Betriebes feien fest entschlossen, so lange im gerichten und auf die Gruppenvertretungen beziehen. H. Freese 15,45. Segelflub Hopp hopp" 5,20. Lifte 3920 Fabrit Schwechten 15,-. Listen 1951, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 60, 61, 62, 70 durch Dohr- Streit zu verharren, bis sie eine nennenswerte Verbesserung neue tegelung der Beiträge zur Organisation wird die im Mai mann 258,10. Maler Bau Techn. Hochschule 5,10. Tischl. von A. Kraft erzielen. Das liege nicht nur im Interesse der Arbeiter, sondern stattfindende Jahresversammlung beraten. 11,30. Liste 2410 Atelier Wagner 6,-. Lifte 2408 Firma Hagelberg, auch im Interesse des ganzen Gewerbes. Nachdem der Streik Lithograph. 21,35. Maler Bilinski 6, 6,-. Lifte 3979 St. Hellmig 21,70. nun bis auf die Fabrik von Rösener beendet ist, sei es die Rifte 3984 9,-. Kollegen der Tapezierer- Werkstatt Treichel 5,50. vornehmste Aufgabe der Kollegen, für die Stärkung und Kräftigung Lifte 3982 9,05. Liste 1406, Auto Reparat. N. A. G. 7,30. Liste 1407, Auto der Organisationen zu forgen, damit sie weiter bauen können auf der Motor N... 23,95. Liste 1415, Reparatur D... D. 9,75. ifte 1402, Grundlage der jetzigen Errungenschaften und damit sie in der ZuDie Wirkung der Petersburger Mezeleien auf die Börse, die wir Auto Dreher N. A. G. 12, Liste 1417, Bieheisenbau St. 28. D. 18,50. Lifte 1428, Stangenzeug Beckenhof St. W. D. 19,85. Lifte 1434, Niles Former tunft das nachholen können, was zu erreichen ihnen diesmal noch gestern im politischen Teil unseres Blattes schilderten, ist recht schnell verflogen. Die geschickte Intervention der an der Hochhaltung der 18,70... D., Lifte 1440, Stupferwalzwerk 43,80. Lifte 1467, Gummi- nicht gelungen ist. fabrit 18,80. Lifte 1468, Gummifabrit 13,70. Liste 1469, Gummifabrit 3,80. In demselben Sinne sprachen auch die Diskussionsredner. Sie Sturse russischer Anleihewerte intereffierten Bankfliquen behauptet das Lifte 1470, Gummijabrit 9,55. Liste 1471, Gummifabrit 14,80. Lifte 1474, betonten, daß diese Bewegung einen so festen Zusammenhalt der Feld. Nachdem die Pariser Börse gestern in ziemlich befestigter Gummifabrit 6,40. Liste 1484, Drahtfabrit St. W. D., S. 9 u. 10, 1. Rate Sollegen gezeigt habe, wie es bisher noch nicht zu verzeichnen war. Stimmung geschlossen hatte, setzten auch hier heute die russischen 21,40. Personal der Lederwarenfabrik B. Guttmann, 10, ifte 2578, Der so lange und so einmütig geführte Kampf werde auch den Unter- Anleihen und Eisenbahnprioritäten mit erhöhten Surfen ein. WefentEinsend. der Beamtenhäuser Rummelsburg, 1. Rate 20,05. Bentral verband der Stuffateure, a Konto auf Listen 500,- Töpfer Karl Heise nehmern im Gedächtnis bleiben, sie würden es in Zukunft nicht lich bei trug zu dieser Reprise eine Zirkulardepesche der PetersEinstimmig d. Finke 6, Rauchflub Pfälzer", Mitglied d. A.-R.-B. 10,-. Lifte 3861 wieder auf einen solchen Kampf ankommen lassen. 12,35. Auttion am Unterhaltungsabend der Abstinenten Arb. Berlins 15.- wurde eine Resolution angenommen, welche besagt: Die Versamme burger Internationalen Handelsbank an die hiesige Bankwelt, Verb. d. Sattler, Drtsverw. Berlin, auf Listen gesammelt 237,25. Sentral lung spricht den Kollegen der Röfenerschen Fabrit für ihr mutiges in der die Lage in Petersburg als recht befriedigend und verband der Handels- u. Transport- Arb., Ortsverw. Velten 50,- Gemert- und forrettes Verhalten in dem 16 Wochen währenden Kampfe volle die Meldungen der russischen Zeitungskorrespondenten an die schaftskartell Rummelsburg, darunter 16,45 auf Liste 627 Anilinfabrit 50,- Anerkennung aus. Es liegt im Juteresse des ganzen Berufes, daß deutschen, englischen und französischen Blätter als maẞlos übertrieben Rifte 2779 und 2784 27,40. Eisenmöbel durch Scheel 2,50. Beniral- die außerordentlich schlechten Verhältnisse in diesem Betriebe auf hingestellt werden. Später trat im Verlauf der Börse zwar nochverband der deutschen Hutmacher, Filiale Berlin, durch Streich 150,- gebessert werden. Die Versammlung hofft, daß die Kollegen von mals eine geringe Abschwächung einiger russischer Werte ein, durch D. Legien 6,30. Bentralorganisierte Bauarbeiter Charlottenburg 79, Textilarb.- Berb., Filiale Rummelsburg 50,-. Personal J. L. Schmidstraße Rösener weiter im Streit aushalten, sie verpflichtet sich, durch Vor- geschicktes Eingreifen wußte die Interventionsgruppe aber alsbald 11,10. Lifte 4270 8,40. Lifte 701 37,- Liste 704 4,85. Berband der nahme von Sammlungen die Unterstützung der Steifenden zu wieder der optimistischen Stimmung zum Durchbruch zu verhelfen, Schneider, Filiale Berlin, atonto auf Listen 300,- Riste 3894 13,55. Pro- erhöhen. so daß sich die Anleihen durchschnittlich um zirka 1 Proz. höher feffor B. 100,- Frau Dr. B. 30,- Liste 4276/7 Wagenfabr. Dittmann, Die Fliesenleger- Hülfsarbeiter nahmen in einer Versammlung stellten als gestern, nur die russischen Eisenbahnprioritäten schloffen Markusstraße 65,30. Rifte 2492 Fest d. Zukunftsstaates 52,45. Ges.- Berein Nord", M. d. A.-S.-B., erste Nate 10,-... d. Saffenbach 10,-. Liste am 23. Januar einen Bericht über das Ergebnis der Verhandlungen meist mit geringen Kursabschlägen. 4820 Arb. u. Arbeiterinnen d. F. Michaels 11,-. Drei a. d. Prinzenstr. 50 mit den Arbeitgebern entgegen. Die Versammlung war vom Verband der Die mit der Bantfinanz liierte Börsenpresse ist natürlich 2, Bon einer Tafelrunde 35,-. Bau-, Erd- und gewerblichen Hülfsarbeiter( Sektion der Fliesenleger über diesen Erfolg der Interventionsaltion höchst befriedigt. Summa 5660,75. Bereits quittiert 10 367,12. Im ganzen 16 027,87. Hülfsarbeiter) einberufen. Heidemann teilte mit, daß die UnterWeitere Beiträge werden entgegengenommen im Bureau der nehmer nach längerer Verhandlung mit der Kommission die Ver- So schreibt z. B. der„ Börsen- Courier", nachdem er die amtBerliner Gewerkschaftskommission Engel- Ufer 15, vorm. 9-1 und fürzung der Arbeitszeit von zehn auf neun Stunden zu lichen russischen Berichte und ihre Angaben über die Zahl der zu- lichen gestanden hätten. Der Stundenlohn foll statt 50 Pfennig, Toten und Verwundeten ohne weiteres als durchaus zuverlässig Bei größerem Andrang der Personen erfolgt die Abnahme der wie unter dem jezigen, am 1. Februar ablaufenden Vertrag, angenommen hat:" Aber es muß doch im höchsten Grade gemißGelder und Ausgabe der Listen im Saal 3 des Gewerkschaftshauses. vom 1. Februar ab bis zum 1. August 54 Pfennig und dann billigt werden, daß die Korrespondenten einer Reihe von Blättern Für Berlin find die Gelder, welche mittels der Post eingehen, 55 Pf. betragen. Die Beseitigung der Karenzzeit für ungeübte sich an der traurigen Wahrheit noch nicht genug sein ließen und an A. Körsten, Engel- Ufer 15, zu richten. Hülfsarbeiter konnte nicht erzielt werden. Für solche Hülfsarbeiter, über die Vorgänge Berichte ins Ausland geschickt haben, die noch die im Fache noch nicht gearbeitet haben, soll die Karenzzeit von über das gebotene Maß hinaus Entsetzen und Erregung drei Monaten weiter bestehen. Die genannten Arbeiter sollen in den verbreiten müffen. Als ein sehr bedenkliches und folgenanderen sechs Wochen 52 Pf.( bisher 47 Bf.) erhalten. Nach einer schweres Beginnen lebhaften Debatte beschloß die Versammlung gegen zwei Stimmen, der versucht wird, die deutschen Besitzer russischer Fonds mit Verlängerung des Vertrags mit den Aenderungen, die sich aus obigen Zu- Hülfe folch' aufgebauschter Berichte zu einem Verkauf ihres geständnissen ergeben, zuzustimmen. Die Vertragszeit dauert bom Besitzes zu veranlassen. Diesem Vorgehen mag vielleicht die Absicht Wir haben unseren Lesern wiederholt Beispiele dafür ge- 1 Februar 1905 bis 1. Februar 1906. Nach Erledigung dieser zugrunde liegen, die Zahl der Pressionsmittel, die bestimmt find, die geben, in welcher Weise christliche Unternehmer gegen christlich Angelegenheit diskutierte man über die Errichtung eines Arbeits- ruffische Regierung zur Gewährung einer Konstitution zu veranlassen, organisierte Arbeiter vorgehen. Legthin teilten wir einen nachweises. Nach Aeußerungen bei den Verhandlungen über den noch zu erhöhen. Dabei wird aber ganz außer acht gelaffen, daß solchen Fall aus Borringen bei stöln mit und knüpften Tarif ist anzunehmen, daß ein Arbeitsnachweis des Bau der Besitz Deutschlands an russischen Werten sich noch immer auf daran die Bemerkung, daß die Kaplanspresse, welche sonst benuist werden wird. Durch einstimmigen Beschluß beauf mehrere Milliarden berechnet und deshalb eine Entwertung der jedes unparlamentarische Wort von Arbeitern gegen Anders tragte die Versammlung die Ortsverwaltung, einen Arbeits- russischen Papiere, vor allem dem deutschen Kapital empfindliche organisierte als Terrorismus" auslege, gegen diesen wirk- nachweis ber Fliesenleger Hülfsarbeiter einzurichten und Wunden schlagen muß. Es ist überraschend, daß trop der Er lichen Terrorismus der Unternehmer nicht die rechte Ent- genügend bekannt zu geben, wenn er in Kraft treten foll. Unter bitterung und Entrüftung über das Blutvergießen in den 2,50. Rauchflub Fidele Raucher I u. II", 10,40. Liste 2001 d. Fiebig 9,95. Tischl. Schulz, Memelerstr. 6,-. llebersch. v. d. Kranzipende, Däumlers Arbeiterinnen 500, nachm. 4-8 Uhr. # Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommiffion. Gewerkschaftliches. Ein deutliches Wort. etwa 30 Betrieben habe man fich auf ein etwas ersten sieben Wochen 50 Pf. Stundenlohn( bisher 45 Pf.), in den arbeiter- Werbandes bon und leber eine Aus Induftrie und Handel. ist es auch zu bezeichnen, wenit machen will. Straßen von Petersburg und trotzdem die Erregung hierüber die Roheisengewinnung im Jahre 1904 10 103 941 Tonnen gegen| Beit verlangten die Arbeiter ihren Lohn und wurden ihre Ansprüche noch systematisch geschürt worden ist, gerade die russischen Fonds 10 085 634 Tonnen im Jahre 1903. Die Zunahme gegenüber dem vom Gewerbegericht als berechtigt anerkannt. Das Gericht ſtügte heute eine wesentlich festere Haltung zeigten als gestern... Vorjahr beträgt demnach 18 307 Tonnen. Absolut betrachtet ist die sich, da eine präzisere Bestimmung in der Arbeits- sowohl wie in der Allerdings steht es außer Frage, daß die ersten Banktreise sich in erzeugte Roheisenmenge im Jahre 1904 äußerst imponierend; vor Gewerbe- Ordnung fehlte, auf§ 615 des Bürgerlichen Gesetzbuches, energischer Weise für die russischen Fonds eingesetzt haben. Aber 5,46, vor 20 Jahren 3,69 und von 30 Jahren zirka 2 Millionen Dienste in Verzug, so kann der Verpflichtete für die infolge des 10 Jahren betrug die Roheisengewinnung des Deutschen Reiches erst der lautet:„ Kommit der Dienstberechtigte mit der Annahme der diese Intervention würde gegenüber einer Panik der Besizer russischer Zonnen. Im Vergleich jedoch mit der Steigerung in den Jahren Verzuges nicht geleisteten Dienste die vereinbarte Vergütung verPapiere doch versagen, und deshalb ist klar, daß die Besorgnisse der 1902 und 1903 ist die Zunahme im Jahre 1904 gering. War doch langen, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein." deutschen Besitzer russischer Wertpapiere durchaus keinen so hohen im Jahre 1903 die Zunahme der Roheisengewinnung so außerGrad erricht haben können, wie man von einzelnen Seiten glauben gewöhnlich, daß bei der internationalen Lage des Eisenmarktes im beschäftigten Arbeiter findet, dem„ Werftarbeiter" zufolge, im Herbst Ein Kongreß aller in Hafen-, Schiffahrts- und Schiffbaubetrieben Jahre 1904 notwendigerweise als Folge eine gewisse Stockung ein- dieses Jahres in Berlin statt. Die Anregung dazu ist von den letzt treten mußte. Das Tempo der Roheisengewinnung mußte nach- jährigen Generalversammlungen der Verbände der Hafenarbeiter und Steigerung der Kohlenpreise im Ruhrrevier. Der Kohlenmangel, lassen, obwohl die Leistungsfähigkeit der deutschen Hochofenwerte einer Seeleute ausgegangen. Jetzt haben sich die an der Frage beteiligten der sich in verschiedenen Industriegegenden Rheinland- Westfalens ganz bedeutenden Steigerung der Produktion fähig gewesen wäre. Verbände auf die Abhaltung des Kongresses, und zwar am oben geltend macht, hat bereits manche Kohlen- Großhändler dazu ver- Der Gegensatz, der zwischen der Leistungsfähigkeit der Hochofen- angegebenen Zeitpunkt, geeinigt. Der Zweck des Kongresses soll sein, anlaßt, ihre Preise beträchtlich zu erhöhen, obgleich ihnen das Kohlen- werke und der Aufnahmefähigkeit des Marktes bestand, zwang zu„ Aufklärung der Deffentlichkeit über die Gefahren des Berufs der syndikat vorläufig noch für neue Sendungen die bisherigen Preise Erzeugungseinschränkungen, die im Siegerländer Bezirk, sowie in Werft-, Hafen- und seemännischen Arbeiter" und" Beratung über berechnet und nur in den Fällen, wo ihm selbst durch den Transport Hannover- Braunschweig so start waren, daß die Erzeugung gegen Mittel und Wege zur Erlangung eines wirksamen Unfallschutzes für von entlegenen Lagerplätzen besondere Kosten entstehen, diese auf die über 1903 absolut zurückging, und zwar im Siegerland um 131 074 Preise aufschlägt. So werden z. B. jezt, wie aus Bochum gemeldet Tonnen oder 18,25 Proz., in Hannover- Braunschweig um 10 144 diese Arbeiterkategorien." wird, von dortigen Großhändlern für Flammkohlen, die bisher Tonnen oder um 5,63 Proz. Gedrückt war die Roheisenerzeugung 12,50 M. pro Tonne( 20 Zentner) fosteten, 17,50 und 18 M. auch im rheinisch- westfälischen Bezirk. Die Zunahme gegen 1903 berlangt. Dieser unverschämten Ausnutzung der Situation durch macht nur 6594 Tonnen oder 0,16 Proz. aus. Günstiger gestaltete den Zwischenhandel zu steuern, hat das Kohlensyndikat an die Groß sich die Produktion in Lothringen und Luremburg mit einem Mehr händler folgendes Rundschreiben gerichtet: von 50 547 Tonnen, ferner die des Saarbezirks, die sich um 16 802 Tonnen erhöhte. Ausgesprochen günstig gestaltete sich die Roheisengewinnung nur in Schlesien. Sie nahm um 9,42 Proz. oder um nicht weniger als 71 954 Tonnen zu. Welche Verschiebungen innerhalb weniger Jahre die Beteiligung der einzelnen Bezirke an der Gesamtroheisengewinnung des Deutschen Reiches erfahren hat, das zeigt eine Gegenüberstellung der beiden Jahre 1900 und 1904: „ Verschiedene Beschwerden über unverhältnismäßig hohe Preis forderungen veranlassen uns, darauf aufmerksam zu machen, daß wir bei der Ueberführung unserer Bestandsmengen in den Verbrauch jeden ungebührlichen Zwischengewinn vermieden zu sehen wünschen. Wie einerseits wir selbst nur unsere normalen Preise zuzüglich der effettiven Unkosten in Ansatz bringen, so müssen wir anderseits unseren Händlerfirmen, denen wir zur Befriedigung des dringendsten Bedarfes in ihren Verbraucherkreisen kleine Mengen aus diesen Vorräten zur Verfügung stellen, zur Pflicht machen, daß sie 1. diefelben nur ihren Vertragskunden zuführen, wobei die dem Gemeinwohl dienenden Berbrauchsstellen, wie Wasser-, Elektrizitäts-, Gaswerie usw. in erster Linie zu berücksichtigen sind, und 2. für sich teinen höheren Nußen rechnen, wie sie ihn an der Vertragslieferung selbst hatten. Indem wir darauf aufmerksam machen, daß allen unseren in Betracht kommenden Verkäufen diese Voraussetzung zugrunde liegt, bitten wir Sie, uns zu bestätigen, daß Sie beim Weiterverkauf der Ihnen überlassenen und eventuell noch zu überlassenden Mengen unseren Wünschen entsprechen werden." Rheinland- Westfalen Siegerland, Lahnbezirk und Hessen- Nassau.. Schlesien und Pommern Königreich Sachsen Hannover u. Braunschweig Bayern, Württemberg u. Thüringen Saarbezirt, Lothringen u. Luxemburg 1900 in Tonnen 3 270 373 1904 4 015 821 1900 1904 in Prozent 38,8 39,8 739 895 847 648 587 032 968 618 8,8 5,8 10,1 9,6 25 598 0,3 344 012 347 635 4,1 3,4 143 777 164 190 1,7 1,6 3 051 539 4 020 645 36,2 39,8 Deutschlands Kohlenförderung und Kohlenaußenhandel im Jahre Am stärksten ist seit 1900 der Anteil des Saarbezirks, Lothringens 1904. Die im Reichsamt des Junern zusammengestellten Nach- und Luxemburgs gewachsen. Er ist im Jahre 1904 gerade so hoch richten für Handel und Industrie" veröffentlichen in ihrer letzten wie der Rheinland- Westfalens. Ein Gegenstück zu dieser Steigerung Nummer die amtliche Statistit der deutschen Kohlenproduktion im bildet der gewaltige Rückgang der Roheisengewinnung im Siegerlezten Jahr, deren Ziffern jetzt, wo im Ruhrrevier der Generalstreit länder Bezirk. herrscht, Anspruch auf besonderes Interesse haben. Produziert wurden Für die letzten sechs Jahre stellte sich die deutsche Roheisenim letzten und vorletzten Jahr: produktion in Millionen Tonnen: 1899 1900 1901 1902 1903 1904 8,1 8,5 7,8 8,5 10,5 10,1 Steinkohlen Brannkohlen Rots. Briketts und . • • Naßpreßsteine 1904 1903 116 664 376 Tonnen 120 694 098 Tonnen • 48 500 222 45 955 558 " " 12 331 163 11 509 259 " " 1 11 413 467 10 476 170 " Steinkohlen Braunkohlen Von dieser Gesamtproduktion tamen im letzten Jahr 112 808 409 Tonnen Steinkohlen und 41 126 856 Tonnen Braunkohlen auf Preußen, und zwar entfielen auf die einzelnen preußischen Oberbergamtsbezirke: Briketts u. Naßpreßsteine 239 541 6 130 411 62 208 1 890 128 1780 190 Breslau Halle a. H. Klausthal Dortmund Bonn Kots 30 595 649 6 981 900 471 67 469 557 13 835 751 112 808 409 1 083 973 32 546 844 692 151 809 769 6 803 888 41 126 856 83 527 10 776 629 598 511 12 208 436 10 102 478 Arbeitslosenzählung in Mannheim. Die durch das Gewerkschaftsfartell hier vorgenommene Zählung ergab 1080 Arbeitslose. 969 sind vollständig arbeitslos, 111 bei verkürzter Arbeitszeit beschäftigt. Verfammlungen. Die Seftion I Ein in Zentralverband Deutscher Brauerei- Arbeiter. ( Brauer) des Zweigvereins Berlin hielt am Sonntag eine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Hodapp erstattete den Geschäftsbericht des Vorstandes, aus dem folgendes zu erwähnen ist: Das verflossene Jahr ist das erste unter Gültigkeit des Tarifs. großer Teil der Brauereien hat sich an die Innehaltung des Tarifs gewöhnt und führt denselben durch. In einem anderen Teil der Brauereien herrschen dagegen noch Zustände, die den Bestimmungen des Tarifs widersprechen, ja, die schon nach den früheren Vereinbarungen seit dem Jahre 1900 nicht mehr bestehen dürften. Hierher der gehört noch manchen Betrieben herrschende Brauch, daß Arbeiter regelmäßig des Sonntags beschäftigt werden und dafür einen Wochentag frei betommen. Am Schluß des Jahres 1903 hatte die Sektion 612 Mitglieder, am Jahresschluß 1904 war die Zahl auf 744 gestiegen. Der durchschnittliche Mitgliederbestand im Jahre 1904 betrug 683. Seit dem 1. Oftober vergangenen Jahres hat die Sektion ein eigenes Burcan. Die Befürchtung, dasselbe werde aus den Einkünften der Lokaltasse nicht erhalten werden können, ist erfreulicherweise nicht eingetroffen, die Lokaltasse hat vielmehr trotz der Ausgaben für das Bureau im IV. Quartal noch einen Ueberschuß von 154 M. erzielt. Es ist somit sicher, daß sich die lokalen Kassenverhältnisse weiter in aufsteigender Linie entwickeln werden. Nach Erledigung des Berichts erfolgte die Neuwahl des Vorstandes. Sie hatte folgendes Ergebnis: Erster Vorsitzender Hodapp, zweiter Vorsitzender Richter, erster Kassierer Schwedler, zweiter Kassierer Knechtel, erster Schriftführer le beleisen, zweiter Schriftführer Grosfuß. Revisoren: Tröger, Heider, Noroschat. Hierauf gab der Kassierer die Abrechnung vom Die ärztliche Untersuchung der Volksschultinder in Stuttgart 4. Quartal 1904. Für die Hauptkasse sind eingenommen 3768,46 m., ergab ein trauriges Bild sozialen Elends. Der Stadtvorstand be- ausgegeben 1683,11 m., abgeliefert 2085,35 M. Die Lokal richtete über das Ergebnis:„ Der Stadtárzt mit den erforderlichen fasse hat eingenommen 1496,57 M., ausgegeben 1341,92 m., von ein Ueberschuß 154,65 M., dazu der Hilfsorganen hat im vergangenen Jahre eine Untersuchung samt bleibt alte Von den AusLicher Volksschüler und Schülerinnen ausgeführt und über den Bestand, ergibt ein Vermögen von 5208,06 m. Befund einen ausführlichen Bericht erstattet, der leider eine wenig gaben sind 954 M. für Kranten, Arbeitslosen, Reise- und Umzugserfreuliche Vorstellung von dem Gesundheitszustand der Jugend der unterſtügung verwendet worden. Die Sammlungen für die ausminderbemittelten Volksklassen wie auch von den sozialen Ver- gesperrten Kollegen in Hamburg ergaben bis jetzt 3212,83 m. hältnissen, bon denen man eine Beeinflussung der Volts- Nach einem Bericht über die Benuzung der Bibliothek wurde begesundheit annimmt, der schlossen, die Bibliothek- Kammission aufzuheben und ihre Funktion gibt. Wenn zwei Drittel Schüler als mit irgend einem Gebrechen oder Fehler den Revisoren zu übertragen. Ferner erstattete Richter den Bericht behaftet, annähernd ein Fünftel als ungenügend ernährt, der Agitationskommission, dann erfolgte die Neuwahl derselben etwa zwei Prozent im Besitz eines tadellosen mit folgendem Resultat: o d app, Richter, Heider, Tröger, Gebisses befunden wurden oder wenn ein Drittel sämtlicher Schwedler. Ueber die Tätigkeit des vom Verbande unterhaltenen Schulkinder in überfüllten Räumen schlafen, so sind das Arbeitsnachweises für die nicht dem Verein der Brauereien an Verhältnisse, die ganz von selbst eine Stadtverwaltung vor große gehörenden Betriebe( ringfreier Arbeitsnachweis) berichtete Behm. Aufgaben stellen. Jener Bericht wird zunächst die Grundlage für Im vergangenen Jahre sind 13 feste und 105 Aushilfsstellen besett die Beratung der Schularztfrage, die demnächst zu lösen sein wird, worden. Ferner nahm die Versammlung einstimmig eine Rebilden." solution an, welche den streikenden Bergarbeitern im Ruhrgebiete volle Sympathie ausspricht und ihnen finanzielle und moralische Unterſtügung nach besten Kräften zusichert. Am Schluß der Versammlung wurde eine Tellersammlung für die streifenden Bergarbeiter vorgenommen. Soziales. Ausgeführt wurden an Steinkohlen 7299 042, an Braunkohlen 22 135 Tonnen. Ungefähr vier Fünftel davon gingen nach Dester reich- Ungarn, Holland, Belgien und Frankreich. Die Einfuhr an Steinfohlen betrug 7 299 042 Tonnen, wovon England allein 5 808 032 Tonnen lieferte, die Einfuhr an Braunkohlen stellte sich auf 7 669 099 Tonnen. Die fast ausschließlich aus Desterreich- Ungarn Auch in Berlin und anderen Städten ist eine ärztliche Untereingeführt wurden. Interessant ist es zu verfolgen, in welche deutsche Gegenden die englischen Steinkohlen vornehmlich Eingang fanden, da heute die englische Kohlenindustrie den Bergarbeiterstreit mit Erfolg zu einer Erweiterung ihres Absatzgebietes in Deutschland auszunuzen sucht. Der größte Teil der englischen Einfuhr, nämlich entseglicherem Maße zutage treten. 2 835 289 Tonnen gingen über die Ostseehäfen ein und zwar vor= nehmlich über Stettin, Königsberg, Kiel und Danzig. Die Einfuhr über die Nordseehäfen betrug 2814 467 Tonnen. Davon wurden über Hamburg- Altona 2 354 363 Tonnen importiert. suchung der Volksschulkinder vorgenommen worden, über deren Resultat aber bisher nichts zu vernehmen war. Das Kinderelend, diese furchtbarste Anllage gegen die kapitalistische Gesellschaft, wird in Berlin und anderen industriereichen Großstädten in einem noch Nieder- Schönhausen. Montag, den 23. Januar, tagte in Wenzels Lindengarten eine auch von Frauen äußerst stark besuchte VoltsUm die Rechtsgültigkeit einer Straßenpolizei- Verordnungs- versammlung, die sich mit dem Bergarbeiterstreit beschäftigte. bestimmung handelte es sich bei einem Strafverfahren gegen den Reichstagsabgeordneter Arthur Stadthagen referierte. Bauarbeiter Sch. Zur Zeit des vorjährigen Bauarbeiter- Streits zu wies nach, wie die Zechenbarone zweds weiterer Steigerung ihrer Königsberg stand Sch. eines Tages vor einem Neubau. Ein Schuß schon so ungeheuren Profite seit Jahren durch eine Reihe schnöder Auf dem Arbeitsmarkte machte sich im Monat Dezember, wie mann wies ihn im Auftrage des Bauunternehmers weg. Er ging Vertragsbrüche systematisch darauf hingearbeitet haben, die Bergalljährlich, der mit der winterlichen Jahreszeit eintretende Rückgang auch, gab aber laut seinem Untvillen über das Verfahren leute in den Streit hineinzutreiben. Redner legt im einzelnen dar, Der Arbeitsgelegenheit verstärkt geltend, ohne daß dieser Rückgang, des Schußmanns Ausdruck, worauf natürlich das Publikum wie gerecht und gemäßigt die Forderungen der Bergleute sind. Es dem Reichsarbeitsblatt" zufolge, über das Maß des Normalen hin- aufmerksam wurde. Der Schuhmann ging ihm nach und wäre an der Zeit, daß dem gemeingefährlichen Treiben der Zechenausgegangen wäre Das Jahr schloß vielmehr mit einem verhältnis- untersagte ihm„ das Lärmen". Sch. ließ sich aber nicht befizer durch ein Reichsberggesez, und dann die Ueberführung der mäßig nicht unbefriedigenden Stande der Beschäftigung; im Vergleich stören. Er wurde demnächst wegen Uebertretung der Kö- Gruben in Eigentum des Reichs, ein Ende gemacht würde. Das mit dem Vorjahre war die Arbeitslage am Schlusse des Jahres sogar nigsberger Straßenpolizei Verordnung in zweiter Instanz ist freilich von der heutigen Regierung als dem Kommis der Untereher besser als schlechter. In der Metallindustrie hatte die über zu einer Geldstrafe verurteilt. Und zwar erstens, weil er nehmer nicht zu erwarten; desto energischer müssen wir unsere Forwiegende Zahl der Werke der verschiedenen Branchen genügend zu einer zur Aufrechterhaltung der Ruhe, Sicherheit und Bequemlichkeit derung propagieren, daß alle Produktionsmittel in gesellschaftliches tun, und die Maschinenindustrie konnte im allgemeinen über eine des Verkehrs ergangenen polizeilichen Aufforderung nicht gefolgt sei, Eigentum zu verwandeln sind. Wenn aber auch nur die bescheidenen befriedigende Geschäftslage berichten. Dies lettere gilt auch von zweitens, weil er auf der Straße belästigend gelärmt" habe. Daß Forderungen der streikenden Bergleute durchgesetzt werden sollen, der chemischen Industrie. Bon der besonderen Gunst der Verhältnisse das Publikum belästigt worden sei, schließt das Gericht furzweg so müssen alle Kräfte aufgeboten werden, um die nötigen Geldmittel war während des ganzen Jahres 1904 und auch im Dezember die daraus, daß Leute stehen blieben, als der Angeklagte sich in zu beschaffen. Zum Schluß warf der Redner einen Blick auf die elektrische Industrie getragen, in welcher mit starker Anspannung groben Worten" über die polizeiliche Wegweisung aus- furchtbaren Petersburger Ereignisse des vorhergehenden Tages und der Kräfte gearbeitet wurde. Das Gleiche galt für die Papier- ließ. Das Kammergericht verwarf die vom Angeklagten sprach die Hoffnung aus, daß die Ströme von Blut nicht umsonst geindustrie. Der Rückgang der Beschäftigung im Dezember tritt am eingelegte Revision mit folgender Begründung: Soweit Ungehorsam flossen sein mögen. Unsere Sympathien gebühren den russischen Arsinnfälligsten in die Erscheinung in den Mitgliederziffern der vorliege gegenüber der Anordnung, nicht zu lärmen, jei die Ver- beitern so gut, wie den deutschen Bergleuten. Beide gewaltige BeBerichtenden Krankenkassen. Bei diesen sant die Beschäftigungsziffer urteilung zweifellos berechtigt. Es sei nur fraglich gewesen, ob wegungen sind vom Standpunkte des Klassenkampfes zu würdigen. am 1. Januar 1905 gegen den 1. Dezember 1904 um rund 145 000 Sch. auch wegen Uebertretung der Bestimmung der Straßen- Stürmischer Beifall folgte den packenden Ausführungen. An der Mitglieder. Dieses Sinken der Mitgliederzahl entfällt zum großen polizei- Verordnung bestraft werden könne, wonach auf der Diskussion beteiligten sich in wirkungsvoller Weise die Genossen Teil auf die Kaffen des Baugewerbes, das durch den Eintritt von Straße jedes belästigende Lärmen verboten" sei. Diese Bestimmung Beyer und Kubig. Einstimmig wurde folgende Resolution anFrost um die Jahreswende sich zur völligen Einstellung der Arbeit wäre ungültig, wenn der§ 360 Nummer 11 des Strafgesetzbuchs die genommen:" Die heutige öffentliche Volksversammlung in Niederim Freien genötigt sah. Es fommt dabei auch zum Ausdruck die Materie des ruheftörenden Lärms erschöpfend regeln würde, so Schönhausen beschließt, unsere fämpfenden Brüder im Ruhrrevier Stille, welche nach dem Weihnachtsfest für eine Anzahl Gewerbe daß bezügliche Polizeivorschriften daneben nicht bestehen könnten.§ 360 tatkräftig zu unterstüßen; gleichzeitig spricht sie den Brüdern in regelmäßig einfekt( Konditoren, Handschuhmacher, Wäscherinnen, Nummer 11 bedrohe mit Strafe den, der ungebührlicherweise ruhestörenden Petersburg ihre Sympathie aus." Das Ergebnis der Tellersammlung Schneider, Schuhmacher usw.). Die Vermittelungsergebnisse der Lärm erregt. Eine erschöpfende Regelung jener Materie durch diesen Para- wurde durch einstimmigen Beschluß den streikenden Bergarbeitern Arbeitsnachweise gingen im Dezember wie immer in diesem Monat graphen sei aber nicht anzunehmen, denn sonst würde ja nicht überwiesen. Sodann wies der Vorsitzende, Herm. Pätzold, auf die auch noch weiter zurück; jedoch nahm auch bei den Arbeitsnachweisen§ 366 Nummer 10 von Verordnungen sprechen, die Bestimmungen nächste Wahlvereinssihung am Dienstag, den 31. Januar, hin, in dieser Rückgang feinen Umfang an, welcher über das in diesem zur Erhaltung der Ruhe, Ordnung, Sicherheit und Leichtigkeit des der Reichstagsabgeordneter Schöpflin über den Krieg in Ostasien Monat gewohnte Maß hinausging. Die verhältnismäßige Gunst Verkehrs auf der Straße enthalten. Das Wort„ Ruhe" in§ 366 und die Lage in Rußland spricht. Mit einem begeistert aufge= der Arbeitslage wird auch dadurch charakterisiert, daß bei den Fach- Nummer 10 wäre ja dann überflüssig. Deshalb meine der Straf- nommenen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie schloß die verbänden, welche Arbeitslosenunterstützung zahlen, am 31. Dezember fenat, daß auch Straßen- Polizeiverordnungen soweit gültig feien, vortrefflich verlaufene Versammlung. 1904 nur 2,6 Proz. Arbeitslose vorhanden waren, das sind genau als sie die Ruhe auf der Straße betreffen und, hinausgehend über so viel wie vor einem Jahre und 0,8 Proz. mehr als ani 30. September 1904. § 360 Nummer 11 des Strafgesetzbuchs, belästigendes Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, Lärmen auf der Straße verbieten. Darum sei Sch. auch in der 25. Januar, abends 8, Uhr, in Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstr. 75: Vereinsversammlung. Beziehung mit Recht bestraft. Deutschlands Roheisenproduktion im Jahre 1904. Die kräftige Steigerung der Roheisengewinnung im Monat Dezember, die gegen- Betriebsunfälle und Lohnzahlung. Eine prinzipiell wichtige über dem Vergleichsmonat des Jahres 1903 nicht weniger als 22 446 Entscheidung auf dem Gebiete der Lohnzahlung fällte das GladTonnen betrug, hat bewirkt, daß die Roheisengewinnung des Jahres bacher Gewerbegericht. In einer dortigen Weberei war ohne Ver1904 noch über die des Jahres 1903 hinausgegangen ist. Nach der schulden irgend einer Person ein Dampfzylinder der Arbeitsmaschine Statistik des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller betrug geplagt, weshalb der Betrieb drei Tage ruhen mußte. Für diese Verein zur Bekämpfung der Tuberkulose.( Gegründet von ehemaligen Patienten der Heilstätte in Belzig.) Mittwoch, den 25. Januar, abends 8 Uhr, in Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstr. 75: Deffentliche Bersammlung. Bortrag des Herrn Dr. Paul Bernstein:" Pflege des Säuglings in gesunden und kranken Tagen". Die Sunlight Roman- Bibliothek bringt als erstes Wert den Driginal- Roman von Otto Höcker: Der dritte Mann". Die Beurteilung, welche speziell dieser Herz und Verstand gleichmäßig fesselnde Roman von allen Seiten erfährt, zeigt sich am besten durch die beispiellose Nachfrage. Im Buchhandel kostet derselbe, komplett in 6 Lieferungsbändchen, 1,50 M. Die Käufer der Sunlight Seife erhalten ihn kostenlos und portofrei direkt vom Verlag zugesandt. Bezugsbedingungen sind aus der jedem Patet Sunlight Seife beigelegten Erklärung zu ersehen. In jedem einschläglichen Geschäft ist diese an Güte konkurrenzlose Haushaltungsseife erhältlich. Berantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.