Nr. 22. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pig. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Volksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. zeile oder deren Raum 40 Pig., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 Pig. ,, Kleine Anzeigen", das erste( feltgedruckte) Bort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Big. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Injerate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Donnerstag, den 26. Januar 1905. Das brennende Rußland. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Ein Freund aus der ruffischen Intelligenz, ein tiefer würdige Verräter der Boltssache, in jämmerliche Abtrünnige zu uns hinüber, und unwillkürlich drängen sich die Zeiten Kenner der russischen Verhältnisse, schreibt uns: des russischen Volkes, die nie und durch nichts sich von dem sie der heiligen Alliance auf, als die Könige Europas sich im AIS 1834 die Arbeiter der Loge Trade- Union sich auf bedeckenden Blute rein waschen werden. Der Absolutismus Namen des Evangeliums von Metternich zuſammentaten, um den Straßen gezeigt hatten, um gegen das Ausnahmegesetz, rechtfertigte in großartiger Weise die Hoffnungen, die auf ihn die Rechte des Volkes und der persönlichen Freiheit zu unterunter das die Arbeiter- Vereinigungen gestellt waren, zu die gesamte europäische Bourgeoisie setzte, und wenn die drücken. Es ist wahr, jezt herrschen nicht nur die Könige allein. demonstrieren, marschierte an ihrer Spike eine geistliche russischen Zaren sich bisher des Ruhmes freuten, die Gendarme Im konstitutionellen Europa gehört die Macht nicht nur der Person". Als nach einer ganzen Reihe machtvoller Demon- der Reaktion zu sein, so verdienten sie jetzt den unweltbaren rohen Gewalt des Absolutismus. Wenn die Volkssouveränität strationen und nach der gewaltigen Bittschrift der Charte Lorbeer der Reibhenker der kapitalistischen Knechtschaft, der dort auch noch nicht anerkannt wird, so ist doch bei ihnen des Volkes" in der Nähe von Manchester 1838 große Ver- Klassendespotie und des industriellen Sklavenbesizes. Nur in wenigstens die Freiheit der Volksmeinung und der Volksfammlungen veranstaltet wurden, proklamierte der Dissidenten- einem Punkte irren die kurzsichtigen Optimisten, die mit so vertretung gesichert. Nun fragt es sich, ob die europäischen pastor Stivens folgendes Grundprinzip der Charte:„ Jeder viel Zärtlichkeit nach dem zaristischen Often blicken und mit Bölker genug Macht haben werden, die Versuche ihrer freie Mensch, der die freie göttliche Luft atmet und die freie heuchlerischem Mitgefühl für die zahlreichen Opfer auf die Regierungen, fich zugunsten der zarischen Dynastie hineinzuGotteserde betritt, besitzt das Recht auf einen eigenen Herd." baldige Unterdrückung der„ Unruhen", nicht der Revolution mischen, zu verhindern. Werden nicht manche Regierungen Und derselbe Priester forderte die Anwesenden auf, zu den hoffen. die russische Revolution dazu benutzen, um unter dem VorWaffen zu greifen; allein die Bewegung nahm nun einen Diesen Herolden der Stumpfheit und wande, die gesetzliche Ordnung herzustellen, das Unglück eines friedlichen Verlauf. Ungeachtet deffen, daß Wellington selbst des Verrates wird es nicht gelingen, aus europäischen Krieges über die russische Grenze zu bringen? 1848 fich zur Verteidigung der Stadt gegen die Chartisten dem Petersburger Blutbade ein warnendes Mit ihrem Golde nährte die europäische Bourgeoisie das gerüstet und etwa 170 000 freiwilliger Polizisten um sich Beispiel für das ungehorsame und un- morsch gewordene Reich der russischen Tyrannei. Die heilige gesammelt hatte, tam es zu einem blutigen Zusammenstoß mit ruhige europäische Proletariat zu machen. Pflicht der europäischen Gesellschaft, insbesondere der demoSen Massen nicht. Auf das Volk wurde nicht geschossen und Sie irren sich, wenn sie glauben, daß die Lehre vom 22. Januar fratischen und sozialdemokratischen Parteien Europas ist, die einer der Führer konnte sogar die Bittschrift dem Parlamente eine vollendete Tatsache einer grausamen, aber wohlverdienten russische Revolution vor dem westeuroeinreichen. So begann die Arbeiterbewegung in England. Strafe für den Pöbel ist. Wir wagen es, den Optimisten päischen Bajonett zu verteidigen. Und wenn In Frankreich ging es viel schlimmer. Als die die Versicherung zu geben, daß sie zu früh triumphieren. sie nicht in der Lage war, die Unterstützung des Zarismus Bourgeoise 1848 während der Junitage beschlossen hatte, das mit Gold zu verhindern, so muß sie wenigstens die Unterstützung sozialistisch gestimmte Proletariat niederzuzwingen, wurden im mit dem Eisen verhüten! Laufe von drei Tagen Zehntausende von Arbeitern niedergeschossen, während die Gefangenen ebenfalls, ohne Gerichtsverfahren, niedergeschossen oder zur Verbannung verurteilt wurden. Das Drama der russischen Geschichte ist noch nicht zu Ende. Das Blutbad in Petersburg war der erste Akt des großen drohenden Kampfes, nur die erste blutige Saat des Absolutismus auf dem Felde der Volksverzweiflung! Der Blutherr von Petersburg. Das ist der erste Schlag, der aus dem Boden Millionen General Cavaignac handelte erfolgreicher als von Menschen herausstampfen wird und die Flamme des Wellington. Obwohl die Arbeiter bewaffnet waren und der revolutionären Brandes über das ganze Reich verbreitet. Seit Montag hat der russische Absolutismus wieder die schwere ftliche Teil der Stadt Paris in ihren Händen war, wurden Die Petersburger Arbeiter sind nicht allein. Ihnen Tür geschlossen, die am Sonntag in der ersten Erregung ein wenig fie geschlagen und vernichtet, ihre Barrikaden mit Blut getränkt folgen Hunderttausende aus dem Fabrikviertel Moskaus, offen blieb. So sehr die Sensationspreffe angefüllt ist mit wilden und ganze Stadtviertel verwüstet. Daß der republikanische aus dem Sohlengebiet am Don und aus dem Nachrichten von der ruffischen Revolution, so sicher ist es, daß fast Aufstand von 1851 gegen den Napoleonischen Zäsarismus industriell hochentwidelten Süden. Ihnen gesellen sich alles der Phantasie insbesondere der englischen Sensationspresse entgescheitert war, ist ebenfalls als das natürliche Resultat des Arbeiterbataillone aus 23 a ricau, zodz. Riga, sproffen ist. Der weltgeschichtliche Ernst der russischen Revolution Blutbades der Junitage zu betrachten. Fünfzehntausend ibau und Reval zu. Fünfzehntausend Libau und Reval zu. Ueberall, wo Schornsteine der verbietet es zur Befriedigung einer niedrigen Neugier alle Menschen gingen in die Berbannung, achttausend wurden unter Gabriken emporragen und die Fabrikpfeife gehört wird, wo diese aufregenden Erfindungen wiederzugeben. Die russische polizeiliche Aufsicht gestellt, achtzig aus Frankreich aus. Docs und Lagerplätze sich befinden, wo das Land Schienen Benfur hält offenbar jetzt das russische Reich geradezu luftgewieſen, während der rufſtand in den östlichen Arbeiter durchziehen, überall, wo induſtrielle Arbeit geleistet wird, dicht verſchloſſen, ſelbſt der Briefverkehr ist zum Teil untervierteln von Paris im Blute ertränkt wurde. überall dort werden Arbeiterarmeen gebildet und diszipliniert, bunden und es scheint, als ob man alles fontrolliere, was irgendwie In Rußland gab es bis jetzt noch keine bewaffneten um im rechten Augenblick sich zu vereinigen und an sich zu verdächtig ist, daß es in Westeuropa Auflärung über die Vorgänge Aufstände. Der russische Sozialismus empfahl mit Ausnahme reißen die demokratisch geſtimmte Intelligenz, Millionen in Rußland verbreiten könnte. der Terroriſtenpartei immer friedliche Mittel des sozialen Bauern, die schon längst vor den Hungertod gestellt sind und So ist die öffentliche Meinung Westeuropas im wesentlichen auf Stampfes, organisierte Streiks, führte eine weitverbreitete nur die Wahl zwischen dem Tode zu Hause und dem Tode vor die Zen furmitteilungen angewieſen, die nur darüber KlarBropaganda unter dem Bolke und nahm nur in äußersten der japanischen Kugel im Osten zu treffen haben. heit bringen, daß die gewaltigste Gärung, die Rußland jemals gepaďt Fällen zu Maffendemonstrationen ohne Waffen, ohne Bomben Gegenwärtig verstummten alle Streitigkeiten der Parteien hat, auch durch den Zenfor nicht ganz aus der Welt gestrichen werden und Barrikaden Zuflucht. Auch am Sonntag, den 22. Januar, vor der Größe der Ereignisse. Eine neue, stählern strahlende kann, und die ferner mit aller Brutalität barüber keinen Zweifel betraten die Arbeiter ohne Waffen die Straßen, und gleich den Göttin der Völker, die Revolution, trat min in ihre Rechte. laffen, daß die ruffifchen Gewalthaber entschloffen find, wenn englischen Brieſtern von 1834 schritt ihnen Gapon voran, der Vor ihrem flammenden Blicke erstarren die Feigen und wagen es ſein muß, die eine Hälfte des Volkes durch die andere hinmorden ganz und gar von der Idee des ursprünglichen christlichen es nicht, sich in ihre jämmerliche Zufluchtsstätte zu verkriechen. au laſſen, um sich in ihrer Schreckensherrschaft zu behaupten. Kommunismus durchdrungen ist, der von der Auferstehung Vor ihrem heiligen Altar verstummen die kleinliche Feind- Die verrufenste Kreatur des Zarismus seit Plehwes Beseitigung, des alten christlichen Ideals fest überzeugt ist, ein Bauern schaft und persönliche 3wiſtigkeiten, für einen Augenblick der General Trepow ist, wie wir bereits gestern telegraphisch priester, der Sozialiſt und Revolutionär ist, wenn er es auch werden auch die Klaffengegensäge vergessen, die Stimme des mitteilten, zum Generalgouverneur von Petersburg ernannt worden, felbst nicht wußte. Und das Ergebnis war grauenerregend: wohlgesinnten füßlichen Liberalismus verhallt. nachdem er eben erst einem Moskauer Attentat entronnen. 2-3 Tausend Tote, 15-20 Tausend Verwundete ohne Unter- Mit dem Blute der ersten Opfer vom Der Name Trepot spielt in der Geschichte der revolutionären schied des Geschlechts und des Alters, ohne Rücksicht darauf, 22. Januar befestigt sie den Bund des sich Bewegung eine bedeutende Rolle. An ihn knüpft sich jene terroristische ob es wirkliche Teilnehmer des Zuges waren oder nur einfache erhebenden Voltes, auf dem unermeßlichen Raum Bewegung am Ende der siebziger Jahre an, der Alexander II. zum Zuschauer, Kinder, die im Parke spielten oder unglückliche und russischer Gefilde entfacht sie das Feuer, den Vorboten der Opfer fiel. Gegen einen Trepot richtete fich jener erfolglose bejammernswerte Anhänger des patriarchalen Zarismus, die Freiheit. An der Spike einer Millionenarmee, Entschlossenheit Schuß, mit dem im Jahre 1878 Wera Sassulitsch die Untat von auf den Knien um Gnade flehten. im Blicke und Verachtung gegen den ehrlosen Feind, schreitet Auspeitschungen politischer Gefangener zu rächen gedachte. Die russische Praxis übertraf die englische und fran- sie in unerschütterlicher, schicksalsschwerer Macht daher und auf heutige Trepow gehört zur Familie und zur Rasse des Alten. Er zösische. In England wurde die Bittschrift angenommen und ihrem Schilde stehen die Worte: Es lebe der Sozia ist ein noch junger Mensch, hervorgegangen aus der Gendarmerie. auf das Bolt wurde nicht geschossen. In Frankreich wurde l'ismus und die Demokratie!" Er hat jene schnelle Karriere gemacht, die in Rußland die Ungeheuer auf beiden Seiten gekämpft und die schwächere mußte den Mit dem durchschossenen Bilde des Baren, das in den zu machen pflegen, die vor feinem Terrorismus zurüdschreden. Trotz des Aufstandes gegen die triumphierende Bourgeoisie Händen der Petersburger Arbeiter war, fielen die letzten, In die Hände diefes Generals Trepow ist eine Machtvollkommen mit ihrem Leben, Hab und Gut bezahlen. In Rußland ging Ueberreste des romantischen Traumes; zu Boden getreten ist heit gelegt worden, wie fie der Zar selbst nicht hat. Er ist der es ganz anders vor sich. Mit Spott und Hohn wurden hier das alte russische Ideal eines ursprünglichen Kommunismus Diktator von Petersburg, der nach seinem Willen jede Maßnahme die elementarsten Forderungen des Volkes abgelehnt; un- und eines gnadenvollen Zaren, zerrissen ist der Bund zwischen ergreifen kann, die sein Gehirn für notwendig hält. Selbst die bewaffnete Massen wurden von den eisernen Sufen der dem Zaren und dem Lande, der Bund, in dem die Regierenden finstere, blutige Geschichte Rußlands kennt keinen Fall, in dem Rofatenpferde zu Tode getreten; Nagaitas( Peitschen) schlugen und Untertanen zusammenhausen, Geseze machen, Krieg und ein einzelner Mensch mit dieser Machtvollkommenheit ausStinderaugen aus; Säbel hieben auf Frauenschultern ein. In Frieden erwägen und Steuern sammeln. Einen ungeheuren gestattet ist. Es iſt, als ob die graufige Phantafie eines wilder Blutgier stürzten sich betrunkene Soldatenborden auf Preis mußten die Petersburger Arbeiter für den letzten Versuch, Maffenmörders zum höchsten und einzigen Staatsrecht erhoben ihre Brüder, die für die dee sterben wollten; grausam fielen die volkstümlichen christlichen Ideen zu verwirklichen, bezahlen. worden ist. Die Säbelhiebe auf die schuldlose Menge und verwandelten Seit Sonntag gibt es in Rußland keine Monarchie mehr! Der Zar hat nach der Niedermegelung von Tausenden Wehr" Der lebendige Menschen in einen blutigen Brei von menschlichen Im Blute der Arbeiter entstand die russische Demokratie Lofer nunmehr beschlossen, daß auch der letzte Rest von Recht Leibern, in einen beweglichen Berg aufeinandergeschichteter und damit zugleich begann eine neue Epoche nicht nur der füfiliert werde. Zur Aufrechterhaltung der Staatsordnung und der Leichen, unter dem Verwundete stöhnten und Sterbende in der russischen, sondern der Weltgeschichte überhaupt. Die schmach- öffentlichen Sicherheit" hat er die Diktatur der Anarchie proflamiert, Starre des Todeskampfes die verbluteten Kameraden in letter volle Dynastie Romanow wird den Thron und Rußland ver- die sich vermißt, ohne jede gefeßliche Garantie mit dem Leben, Umarmung hielten. Lassen müssen. Nach dem 22. Jannar hat der russische Adel dem Befize der Freiheit aller Russen zu spielen. Der Ufas Bäterchens Die russische Praris des Großfürsten Wladimir ließ hinter und die russische Bourgeoisie jede Möglichkeit verloren, der lautet: fich zurück die Hunnentaten Cavaignacs und Napoleons 111. Monarchie neues Leben zuzuführen, der Monarchie, die die Die russische Sie zeigte der Welt, wie geschickt die proletarischen Aufstände Hände des Absolutismus begraben haben. zur Ruhe gebracht werden können, wie vorzüglich die Flinte Revolution wird mit einer Republik enden. neuester Technit gegen unbewaffnete Boltsmassen hilft. Die Da wendet sich unwillkürlich der Blick jedes russischen Ergebnisse übertreffen alle Erwartungen. Nicht minder recht- Patrioten unruhig und suchend nach dem Westen. Dort unter fertigte sich das System der eisernen Soldatendisziplin und dem Schatten der konstitutionellen Verfassung leben und der Verwandlung der Menschen in eine wütende Tierherde. herrschen zahlreiche Verwandte des elenden russischen Tyranns, Der Waffenrod vollbrachte sein Werk, er tötete in den Russen von dort drangen nicht nur einmal die romantischen Hymnen das Gewissen, die Ehre, die Menschlichkeit. Er bedeckte sie mit an das absolute Regime die Aufforderung, die Prinzipien der -gegen den Wunsch der Volksder Schmach des größten Verbrechens, das jemals auf der Erde Legitimität zu befestigen begangen wurde. Er verwandelte sie in verabscheuungs- massen, die einen sozialen und politischen Fortschritt anstreben Die Ereignisse der letzten Tage in Petersburg haben gezeigt, daß es notwendig ist, anßerordentliche, den Zeitumständen entsprechende Maßregeln zur Aufrechterhaltung der Staatsordnung und der öffentlichen Sicherheit zu ergreifen. Deshalb haben wir für nötig erachtet, das Amt eines Petersburger Generalgouverneurs auf der Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen über die Gouvernementschefs und der nachfolgenden Regeln zu errichten: 1. Dem Petersburger Generalgouverneur werden Stadt und Gouvernement Petersburg untergeordnet. 2. In den Fragen betreffend die Aufrechterhaltung der Staatsordnung und der öffentlichen Sicherheit werden dem General 3. Der Generalgouverneur besißt das Recht, nach Uebereinkunft mit dem Minister des Innern, die im Artikel 140 des Zenfurstatuts angegebenen Maßregeln zu ergreifen. 4. Abgesehen von dem Recht, nach Maßgabe des Gesetzes obligatorische Verfügungen über verschärften Schuß zu treffen, hat der Generalgouverneur das Recht, obligatorische Verfügungen zu treffen über Gegenstände betreffend die öffentliche Ruhe und Ordnung in seinem Amtsgebiete unter Festsetzung der Strafen und des Verfahrens in Fällen von Uebertretungen solcher Verfügungen gemäß dem Artikel 15 und 16 des Gesetzes über den verschärften Schutz, wobei der Generalgouverneur mit der Erledigung dieser Sachen den Gouverneur und den Stadthauptmann von Petersburg, die ihm untergeben sind, beauftragen kann. gouverneur alle lokalen Zivilbehörden und die Lehranstalten aller Am Nachmittag des Mittwoch hat aber auch in Moskau die auf diese Frauen gezielt zu haben- fiel, ohne einen Laut von fich Refforts unterstellt. Metelei begonnen! Durch alle amtlichen Lügen schlägt das Blut zu geben, um. Die andere aber stieß einen schrecklichen Schrei aus der Gemordeten durch! Es wird von dort vom 25. Januar und beugte sich zu der teuren Leiche nieder. An der Ecke, wo das von Wolff gemeldet: Moika- Ufer und der Newski zusammenstoßen, lagen schon viele Hente nachmittag um 4 Uhr hatten sich in der Pjadnik- Tote. Als ich später an diesem Platz vorbeiging, habe ich alles fajastraße 3000 Arbeiter augesammelt, die vom Führer des voll Menschenblut gesehen. Um 5 Uhr abends ging ich weiter Militärs vergeblich aufgefordert wurden, auseinanderzugehen. durch die Gorochowajastraße, die in ein Feldlager umgewandelt war. Die Kosaken eröffneten hierauf das Fener, mehrere Personen Was an anderen Stellen geschehen ist, habe ich nicht gesehen, aber wurden verwundet. Am Abend war die Ruhe wieder her- man erzählt, daß noch viel mehr Schreckenstaten in Wassili- Ostrow gestellt. geschehen sind. Die Arbeiter haben einige Barrikaden gebaut. Abends Diese amtliche Meldung fordert zur dringenden Schluß- besuchte ich eine Volksversammlung. Maxim Gorki hat mitgeteilt, folgerung heraus, daß die Petersburger Schrecken auch der zweiten daß der Priester Gapon nicht getötet, nicht einmal verwundet iſt. Er russischen Hauptstadt nicht erspart geblieben sind. Erlogen ließe den Arbeitern sagen, daß er sie segne für die Revolution, die waren die amtlichen Angaben über den Petersburger Sonntag, jest beginnen müsse; jetzt müßten die Arbeiter mit der Revolution erlogen sind offenbar auch die Polizeimeldungen vom Moskauer beginnen, weil es anders nicht möglich sei, etwas zu erreichen. Ich 5. Der Generalgouverneur hat das Recht, zur Unterstügung Mittwoch. Nur das eine geht mit Bestimmtheit anus ihnen eile auf die Straße. der Zivilbehörden Militär herbeizurufen, sobald er es für nötig hervor, daß der Schrecken von Petersburg den Mut von erachtet, und nach Gutdünken Waffengattung und Anzahl der Moskau nicht gebrochen hat. Die Revolution schreitet fort. Heeresteile zu bestimmen, welche sodann seinen Befehlen unter- Daß übrigens auch schon am Dienstag Moskau im stehen. Jn vorgerückter Abendstunde fand gestern eine Bersammlung der Gehülfen der Rechtsanwälte statt, in der beschlossen wurde, die Führung von Prozessen wegen des Fehlens der nötigen Ruhe einzustellen. Jenseits der Moskwa durchzogen 6. Dem Generalgouverneur unterstehen in seinem Amtsbezirt Aufruhr ſtand, geht aus folgender Meldung hervor: die Petersburger Gendarmerieverwaltung und die Eisenbahngendarmen und in polizeilicher Hinsicht alle Behörden und Amtspersonen in der zu Eisenbahnzwecken expropriierten Zone. 7. Dem Generalgouverneur sind in polizeilicher Hinsicht alle Kronsfabriken und Werkstätten im Amtsbezirk unterstellt. 8. Alle Rechte des Ministers des Innern bezüglich der Bestätigung im Amte von Mitgliedern der Kommunalbehörden und der Semstwos im Bereiche der Hauptstadt und des Gouvernements gehen an den Generalgouverneur über. Soweit unser Gewährsmann. Seine Mitteilungen bestätigen alles, was von den Schrecken des Blutsonntags in den ersten Depeschen berichtet worden ist. Er bestätigt auch, daß mit den Szenen des 22. Januar die Revolution in Rußland erst begonnen hat! Petersburg. während der ganzen Nacht Truppen, Polizei, Patrouillen und Depeschenmaterial angewiesen, über dessen Glaubwürdigkeit Arbeiterhaufen die Straßen, doch fanden keine Zusammenstöße schon alles Notwendige gesagt wurde. Vom 25. Januar datierte statt. Die heutige Feier des 150 jährigen Jubiläums der Uni- Telegramme besagen folgendes: versität bleibt auf einen Gottesdienst in der Universitätskirche " Die vergangene Nacht ist ruhig verlaufen; nur in dem Stadtteil Waffili- Ostrow wurden Schüsse gehört. Diesem Petersburger Eine russische Meldung! Reine Zusammenstöße, keine Un Stadtteil durchzogen die ganze Nacht hindurch Patrouillen, welche ruhen. Aber die Advokaten wollen wegen mangelnder die Bassanten aufhielten und ausfragten. Arbeiterhaufen durchzogen 9. Dem Generalgouverneur steht das Recht zu, einzelnen Ruhe" nicht prozessieren! bis Mitternacht die Hauptstraßen. Heute sind die Läden geschlossen; Persönlichkeiten den Aufenthalt im Amtsbezirke zu verbieten. eine Anzahl Straßen werden von Patrouillen durchzogen, im allAuch im Petersburger Stadtteil Wassili- Ostrow, dem Arbeiter- gemeinen zeigt die Stadt ein ruhiges Aussehen. Die Zeitungen erLaut amtlicher Bekanntmachung hat der Kaiser dem neu- viertel, das in der Geschichte der russischen Revolution zu scheinen noch nicht, ausgenommen Regierungsbote" und" Invalid". ernannten Petersburger Generalgouverneur General Trepot für einer besonderen Rolle berufen zu sein scheint, ist auch in der An den höheren Lehranstalten werden keine Vorlesungen gehalten. die ausgezeichneten und eifrigen Dienste", die er auf seinem bis- Nacht vom Dienstag zum Mittwoch gefämpft worden. Im Alle Professoren des Polytechnikums wohnten mit dem Rektor heute herigen Posten als Oberpolizeiminister von Moskau geleistet habe, übrigen Rußland breitet sich die Bewegung aus. Riga und der Beerdigung der am Sonntag getöteten Studenten und Arbeiter Saratow werden als die nächsten genannt. bei. Auf der Newstiwerft erschienen die Arbeiter, um den Rest wieder aufgenommen worden. Der Kurator des Lehrbezirks machte ihres Lohnes in Empfang zu nehmen; sie verhalten sich ruhig. Der Unterricht in den Gymnasien und Realschulen ist heute bekannt, daß es als triftiger Grund für die Versäumnis des Schulbesuchs gelten sollte, wenn diese Versäumnis aus Furcht vor den Unruhen erfolgt sei. feine Dankbarkeit ausgesprochen. Ein einziger Verbrecher kann also jezt morden, wen er will. Er kann Beamte einsetzen und absetzen. Er darf jeden verhaften, heit hervor: das ist aber auch so ziemlich alles. Denn der Soviel geht aus den vorliegenden Meldungen mit Gewiß den er will. Er schreibt vor, was jeder zu denken hat. Er ver- 8ensor steht noch immer. Wie es in den Tagen nach bietet Zeitungen nach Willkür. Er schaltet mit den Arbeitsverhält- dem Blutsonntag wirklich in Rußland zugegangen ist, nissen nach Gutdünken. Kein Recht, kein Gericht. Die ganze ge- davon wird man erst allmählich aus Privatbriefen etwas erschichtliche Tradition ist ausgelöscht. Der Wahnsinn selbst kann fahren können, die dem Spürsinn der russischen Post entJeinen radikaleren Umsturz aller Dinge erfinnen. Dieser Ukas des gangen sind. Ein erstes Dokument solcher Art, das wir nach Baren ist die feierlichste Fanfare der Revolution. stehend veröffentlichen, datiert noch vom Sonntag. Denn der höchste Herr des Absolutismus verkündet damit selbst, daß die russische Rechtsordnung nicht einen Pfifferling wert ist, so wertlos, daß sie mit einem Federstrich aufgehoben und an ihre Stelle die schrankenlose Begierde eines Ungeheuers gesetzt wird. Der Zar hat's befohlen: Die russische Ordnung ist aufgehoben! Es gibt keinen russischen Staat, kein Recht, keine Ordnung mehr, es gibt nur noch einen Menschen namens Trepow, der Petersburg an allen vier Ecken anzünden kann, wenn's ihm beliebt. Es gibt aber auch keine diplomatischen Beziehungen mehr mit den Kulturstaaten. Irgend ein blutgieriger General, dem die gefamte Regierung untersteht, ist nicht verhandlungsfähig. Der Zar selbst hat aller Welt den Krieg erklärt und die Anarchie des Schredens verkündet! berhindern! Bericht eines Augenzeugen. Zeitweise war von unserer Seite und von der Seite drüben ein Eine Menge unglaublicher Gerüchte sind hier im Umlauf, die alle zu dementieren unmöglich ist. Unter anderem iſt die Meldung von der Abreise der Kaiserin Witwe vollständig unbegründet, auch das Gerücht von der Verhaftung Maxim Gorkis ist nicht wahr. Es geht das Gerücht, daß Foullon zum Generalgouverneur von Warschau ernannt werden wird; General Tschertkow hat jedoch seine Entlassung noch nicht gegeben. Aus dem, was die amtlichen Depeschen melden, geht hervor, was sie verschweigen. Und das ist allemal das Wichtige. Wenn gemeldet wird, daß zwei Tabakfabriken die Arbeit wieder aufgenommen haben, so heißt das: Im übrigen ist der Generalstreit noch immer allgemein! Der Ruf nach der Verfassung. Einem uns zur Verfügung gestellten Privatbrief eines Petersburger Rechtsanwalts entnehmen wir die folgende Schilderung: Am 9./22. Januar früh ging ich auf dem Newski- Prospekt in der Richtung nach dem Schloßplay, wo die Arbeiter persönlich ihre Petition dem Zaren überreichen wollten. Aber ich konnte nicht bis Zuerst stand ich bei dem Hause des zu dem Blaze gelangen. Schloßplatz zuwendet. Was auf dem Blaze geschehen ist, fonnte ich Generalstabes, das seine Fassade dem Newski- Prospekt und dem nicht sehen, weil vor mir eine Kavallerie- Abteilung stand, welche die Weiter wird aus Petersburg vom 25. Januar gemeldet: Menge auf dem Newsti einerseits und diejenige auf dem Admirals- Vierzehn Mitglieder der Semstwo des Gouvernements Damit wird die Revolution des Volkes zu keiner Frage mehr, platz und in dem Alexandergarten andererseits von einander trennte. Simbirks haben folgenden Beschlußantrag gefaßt: über die man debattieren kann. Sie ist eine absolute Notwendigkeit lautes Hurra zu hören. Die Menge hat sich aber sonst sehr ruhig und Stillschweigen zu beobachten und nicht zu sprechen. In allen Während unseres ganzen Lebens waren wir gezwungen, des Lebens. Es gilt, Rußland aus dem Zusammenbruch zu retten, den der Zar beschlossen hat. Nikolaus II. hat verfügt, daß Rußland da durch fie irgend welche Gewalttaten provoziert werden könnten. Die die Grundlagen des Staates zu zerstören drohten. Vierzig zurückhaltend benommen. Viele protestierten gegen die Hurrarufe, unseren neuen Gedanken sahen die Behörden rote Gespenster, in die Luft gesprengt werde wie die Panzerschiffe in Port Arthur! Ich fah dann zweimal, wie von dem Schloßplag auf die Admiralitäts- Jahre lang haben wir bestätigt, daß alles gut sei; dermaßen Die Revolution des Volkes hat die Ausführung dieses Befehles zu straße zu, Schwadronen mit blanker Waffe vorbeizogen. All find wir an den Gedanken gewöhnt, daß jede andere Aeußerung Die russische Geschichte beginnt also ganz von Anfang. Zum mählich drang zu uns auch die Nachricht, daß die heilige Kreuz- ein Staatsverbrechen wäre. Diese Haltung des zum Sklaven ersten Male sieht man, was der„ Nihilismus" ist, mit dem die prozeſſion der Arbeiter, an deren Spitze der Prieſter Gapon erniedrigten Volkes hat Rußland eine Krise gebracht. Aus ersten Male sieht man, was der„ Nihilismus“ ist, mit dem die mit der Petition in seinen Händen auseinandergetrieben und dieser kann man nicht durch palliative halbe Maßnahmen Drdnungsretter Westeuropas die Kinder schrecken. Der absolute Nihilismus, das ist der Zarismus! daß auch an allen anderen Stellen die Arbeiter zurückgeschlagen herausgelangen. Rußland ist auf dem Wege zum vollständigen Diese Revolution des Bolkes ist der Aufbau, die Drdnung, die worden seien. Die Arbeiter, die in meiner Nähe standen, fagten: Untergang. Die Gefahr für das Vaterland ist ungeheuer, Neuschöpfung! Die Dynastie der Romanows, will in ihren Unter- da, jetzt sieht man, daß wir vom Zaren keine Hülfe bekommen. nicht allein von seiten der auswärtigen Feinde, mit denen wir Wir haben um Brot gebeten es werden uns Kugeln gegeben. jetzt im Kampfe liegen, sondern auch seitens der inneren gang ein ganzes Bolt hineinziehen, sie hat sich den General Trepot Vom Schloßplaze her und vom Alexandergarten war kein Geräusch Feinde, für welche die Bureaukratie so lange in dem Vatergedungen, um das Werk der ungeheueren Zerstörung zu vollbringen! Wohlan, das russische Bolt, das gemordet werden soll, hat nur noch zu vernehmen, aber es war offenbar nur die Stille vor dem Sturm. lande fäjädlicherweise gekämpft hat. Die Gefahr liegt in dem Blöglich ertönte auf dem Schloßplatz eine Salve, dann eine zweite, durch die Bureaukratie geschaffenen tiefen Daruiederliegen der eine Wahl, zu leben, die Revolution! eine dritte und aus der Mitte der Menge, die vor mir stand, wurden allgemeinen Entwickelung. Die russische Nation ist künstlich Die unumschränkte Alleinherrschaft Trepowe steht auch nicht Getötete und Berwundete fortgetragen. Ich habe selbst viele Tote in ihrer natürlichen Entwickelung aufgehalten. Jeder etwa auf dem Bapier. Bereits verkündet ein Benjur Tele- und Verwundete gesehen, u. a. auch ein junges getötetes Mädchen Organismus gerät dem Tode nahe, wenn das Leben sich nicht gramm aus Petersburg, daß die Minister ihre Gewalt in die und einen getöteten jungen Mann. Die Toten und Verwundeten mehr regen kann; auch das Darniederliegen des Landes bringt wurden durch den Newsti getragen. Ein Mädchen, wahrscheinlich eine unentrinnbare Gefahr herbei. Vertreter der Semstwos Petersburg, 25. Januar, abends. Der Minifter des Innern fie auf eine Bank legten, die sofort von ihrem unschuldigen Blut in Rußland zu sprechen. Die Bureaukraten haben jedoch eine Studentin, trugen wir in den Hof des Nachbarhauses, wo wir haben Gelegenheit gesucht, frei und offen über Mißstände Fürst Swiatopolt- Mirsti empfing heute die Vertreter der bedeckt war. In der Mitte der Stirn hatte die Verletzte eine Maßnahmen ergriffen, um diese Möglichkeit auszuschließen. sie Bresse, welche ihm eine Bittschrift und die Beschlüsse der Konferenz Wunde, doch mußte fie noch eine andere Wunde am Kopfe Der Präsident des Simbirsker Semstwos hat beantragt, eine der Redakteure überreichten. Ein Mitglied der Abordnung wies auf die Notwendigkeit der Freiheit der Presse hin, sowie darauf, Man brachte sie in eine Wohnung, reinigte die Wunde, legte einen was nicht zur Zuständigkeit der Semstwos gehört und hat in gehabt haben, da sie mit dem Gesicht nach oben lag. Adresse abzusenden, gegen die inneren Feinde anzukämpfen, daß die Semfiwos zu einem Stongreß einberufen werden müßten. Berband an, da noch schwache Lebenszeichen zu bemerken waren und keiner Weise von den Mißständen in Rußland gesprochen. Das sei das einzige Mittel, um die Gemüter zu beruhigen. Der Minister erwiderte, er werde die Petition prüfen, aber er Die Erbitterung und Empörung der Menge haben Unsere Pflicht gegenüber dem Vaterlande und dem Throne fönne nicht allein darüber entscheiden, das gehöre auch in das barten Teile des Newski- Prospektes und der Gogolstraße besetzt und und zu erklären, was uns das Gewissen heißt. Der Präsident könne nicht allein darüber entscheiden, das gehöre auch in das das höchste Maß erreicht. Die Menge hatte buchstäblich alle benach zwingt uns, dieser Adresse unsere Zustimmung zu versagen Reffort Trepows. ohne Es ist verbrecherisch, die Augen Ferner wird gemeldet: Auf Befehl des Generalgouverneurs ne conung wurden alle Militärs, die im Schlitten vorüber- läßt dies jedoch nicht zu. Ferner wird gemeldet: Auf Befehl des Generalgouverneurs fuhren, von der Menge geschlagen. So sah ich, wie zwei Gendarmerie- gegenüber der das Land bedrohenden Gefahr zu verschließen. Trepow werden ununterbrochen Haussuchungen vorgenommen. Mehrere hundert Personen aller Schichten des Volkes wurden ver- Offiziere von der Menge blutig geschlagen wurden, auch zwei Artillerie- Nur gewählte freie Vertreter des Volkes würden Rußland ans Dem einen wurde der Säbel fort- der gegenwärtigen Lage befreien können. Diese Vertreter Ferner hat Trepow eine Proklamation erlassen, daß die genommen und die Epauletten abgerissen, während es den anderen müßten stets an der Gesetzgebung, der Budgetgebarung und Arbeitswilligen gegen die Ausständigen geschützt werden, und daß gelang, noch rechtzeitig zu flüchten. Die Menge hat auch auf einen der Kontrolle über die Behörden teilnehmen; sie würden Rußalle diejenigen, welche versuchen sollten, Arbeitswillige an der Arbeit Infanterie- und auf einen Garde- Küraffieroffizier eingeschlagen, land und seinem Kaiser eine neue, friedliche und ruhmreiche zu verhindern, in die Verbannung geschickt würden. Ein Bahn weisen." * Hände des Generals überliefert haben: * haftet und sofort nach der Peter Pauls- Festung gebracht. Die Diktatur Trepows das muß das Ende sein! Vom Schauplatz der Revolution. In Moskan wie in Petersburg! schaffte sie fort. fähnriche wurden geschlagen. den auch Untertänige aber entschiedene Bitte. welch Tegterem fie Säbel wegnahm. älterer General wurde mit einer Flasche Flasche au der Stirn verletzt, die Epauletten wurden ihm abgerissen, seine Müze fortgenommen und unter Hurrarufen in die Luft geworfen. Auch Aus Simferopol wird vom 25. Januar telegraphiert: ein Kapitän zur See wurde geprügelt. Das alles spielte sich in der Das Semstwo von Taurien hat folgende einstimmig anNähe der Truppen ab, konnte aber von ihnen nicht verhindert genommene Adresse an den Kaiser gesandt: werden. Auf dem Newsti- Prospekt, nicht weit von der Morskaja- Majestät! Das Semstwo von Taurien beglückstraße, hatte die Menge eine große Boltsversammlung improvisiert. wünscht Ew. Majestät und die Kaiserin zur Geburt des ThronEine Nachricht von vielleicht entscheidender Bedeutung Ich habe zwei flammende Reden gehört. Eine endigte mit dem folgers; er ist in einem schrecklichen Jahre eines grausamen kommt aus Moskau. Trotz aller Vertuschungsversuche ist es Rufe:" Nieder mit der Selbstherrschaft!" und mit Enthusiasmus und blutigen Krieges und einem Jahre schwerer Unruhen in klar geworden, daß auch das heilige Moskau in hellem wurde der Ruf von der Menge wiederholt. Die zweite Rede endigte Innern geboren. Daß der Friede im Innern Rußlands und Brande der Revolution steht. Von dort, einem Hauptsitz der mit dem Rufe: Zu den Waffen!" und fand auch einen großen an seinen Grenzen kommen möge, das sind die besten revolutionären Bewegung, weiß das„ Bureau Wolff" vom Widerhall in der Menge. Nun erschien zuerst eine und dann noch Wünsche, welche alle russischen Untertanen für den russischen 25. Januar nur das zu berichten: eine zweite Abteilung der Jäger, welche die ganze Menge in zwei Thronfolger aussprechen können. Der Ufas Eurer Majestät Heute früh herrschte hier Ruhe, gestern streikten die Arbeiter Teile getrennt hielt und wir wurden auf das Moika- Ufer verdrängt. vom 25. Dezember gibt uns die Hoffnung, auf den in 20 vorzugsweise mittelgroßen Fabriken. Auf der Fabrik Weichelt Die Jäger besetzten die Polizeibrücke. Ich stand auf der Seite, wo inneren Frieden, der überall beruht auf der Sicherforderten die Arbeiter den Achtstundentag, Entlassung von vier der Ausgang des Adelsklubs ist. Plöslich ertönte eine Salve vom heit des Gesetzes, Gleichheit aller Bürger, Frei Meistern wegen Bedrückung der Arbeiter, Beseitigung der Strafen, anderen Ufer der Moika her, und nach einigen Minuten heit des Gewissens und der Religion, Freiheit des höfliche Behandlung der Arbeiter. Außerdem wünschen die wurden die verwundeten, mit Blut besudelten Leute fortgetragen. Wortes, der Bresse, der Vereine und Versamm Arbeiter an der Abschäzung der gelieferten Arbeit teilzunehmen. Auch drüben am andern Ufer stand, eine große Wolfsmenge. Die lungen. Majestät! Wir sind überzeugt, daß die Erfüllung Die Arbeiter der Fabrit Bromley, welche fast gleichzeitig mit Leute standen ganz still. Sie hatten anscheinend kein Interesse mehr Ihrer Absichten und Ihre Unverletzlichkeit nur möglich sind, jenen die Arbeit einstellten, schlossen sich den Forderungen derselben an unter Aeußerung einiger anderer Wünsche betreffend Schaffung an irgend welchem Rampflärm, denn sie waren alle von den er- wenn freigewählte Vertreter an der Gesetzgebung teilnehmen. einer Fabrik- Bibliothek und eines Lesesaales; ferner soll das schütternden Eindrücken durchdrungen und voll der größten Trauer. Wir glauben aufrichtig, daß die Einheit des Staates und der Fabrit Ambulatorium in ein Krankenhaus umgewandelt werden. Aber diese Leute blieben auch nicht verschont. Es ertönte wieder Nation ein Unterpfand für die kräftige Entwicklung der proIn beiden Fabriken fordern die Arbeiter, daß der Lohn für die eine Salve. Eine von zwei Frauen, die bei der Wand der Apotheke duktiven Kräfte des Landes gibt. Wenn die Vertreter der Zeit des Ausstandes voll gezahlt werde. etwas getrennt von einander standen- die Jäger scheinen absichtlich Nation berufen, um au der Gesesgebung der Budgetaufstellung, der Kontrolle über die Behörden und der Ueberwachung der vorhanden sei, Prozesse mit Ruhe zu führen, und daß die Es sind alles nur selbstverständliche Forderungen, die in wenigen Durchführung der Gesetze und den Absichten Euerer Majestät Advokaten es daher ablehnen, vor Gericht aufzutreten. Schließ- Tagen Gesetzestraft haben tönnten. teilzunehmen, werden Sie aus Rußland eine Macht schaffen, lich wurde noch beschlossen, Geldsammlungen zu veranstalten unbesiegbar nach außen und im Innern blühend unter dem zum Besten der Arbeiterpropaganda. Lichte des Rechts und der Wahrheit. Gerade weil der Weg so einfach und mühelos ist, um den Arbeitern zu ihren elementarsten Rechten zu verhelfen und den Uebermut des Kohlensyndikats zu brechen, rasen die von dem Ueber die Persönlichkeit des Priesters Gapon Die Verhafteten von Petersburg. Unternehmertum ausgehaltenen Organe über diesen Vorschlag, der bringt die mäßig- liberale Petersburger Zeitung" Novosti" doch eigentlich den Herren äußerst angenehm sein müßte, weil er Die Nachricht, die im Laufe des Mittwoch die ganze folgende Einzelheiten. Georgij Gapon ist Geistlicher des Trans- doch so gar nichts von der verhaßten„ Klassenverheßung" enthält, Kulturwelt mit neuem Abscheu vor den Henkersknechten des portierungs- Gefängnisses. Er ist tief überzeugt, daß die Arbeiter- sondern ein Appell zum Frieden, gerichtet an die Reichsregierung, Zaren erfüllte, die Nachricht, daß sich die Schreckensherrschaft klasse imstande ist, den größten Grad des materiellen und kulturellen ist. Schweinburg muß wie folgt toben: an dem geweihten Haupt eines weltberühmten Wohlstandes zu erzielen. Er ist ungefähr 35 Jahre alt, mittelgroß. Dichters vergriffen habe, wird amtlich dementiert. Die Infolge der unaufhörlichen Arbeit und der schlaflosen Nächte sieht russische Polizei erklärt, daß Marim Gorki frei sei. Sie das edle Gepräge der selbstverleugnenden Idee des Kampfes für den er sehr angegriffen aus. Das Aeußere des Priesters Gapon trägt hat Respekt vor großen Kultur na men, weil sie in Barbaren- Nächsten. Ein wenig erregt im Gespräch mit den Genossen, mit eitelkeit nicht für barbarisch gelten möchte, sie hat aber feinen welchen er den Tag und die Nacht verbringt- er gönnt sich im Tage Respekt vor der Sache der Kultur. Die Professoren und nur 3 bis 4 Stunden Ruhe, erscheint Priester Gapon im Verkehr Schriftsteller, von deren Verhaftung wir gestern berichteten, mit anderen Leuten als ein Mensch von kaltblütigem Charakter, einer find angesehene und zum Teil bedeutende Männer. Die eisernen Energie und eines tiefen Glaubens, welche sich in seinen Vossische Zeitung" erzählt von ihnen: lebhaften und durchdringenden Augen wiedergeben. die Der Vorwärts", der sich täglich in Hezereien überbietet und die Ernte für die Sozialdemokratie einheimsen möchte, zu der auch zum guten Teile von anderen politischen Parteien im Ruhrrevier gesäet worden ist, verlangt ein sofortiges Einschreiten der Reichsgesetzgebung. Das sozialdemokratische Organ forderte.... Ueber die Frage der Reichstagskompetenz in diesen Dingen wollen wir uns gar nicht mit dem ,, Vorwärts" in eine Auseinandersetzung einLassen. Wenn aber das Hauptorgan der Sozialdemokratie„ nationale" Interessen auf seine Fahne schreibt, das Organ, welches alles, was nationale Ehre, nationale Pflicht und nationales Bewußtsein betrifft, beschimpft und in den Kot tritt, so gibt das vielleicht denen, die mit der Sozialdemokratie so gern mitlaufen, doch einiges zu denken." Gedacht hat sich Schweinburg natürlich nichts bei dieser blödsinnigen Berufung auf die nationalen Interessen des Kohlensyndikats, dessen Essener Organ, die, Rheinisch- Westfälische Beitung", aus Zechenkreisen sich folgende Scharfmacherei schreiben läßt: „ Die Sympathie- Erklärungen, die politischem Stimmenfang oder urteilslofem Mitgefühl entspringen, verlängern nur den Streit und häufen die Not. Die Zechenbefizer werden lieber jetzt bis zum Ende aushalten, denn sie wissen, daß die unaufhörlichen Streits und damit ihre Beamten und ihre besten und tüchtigsten Leute unaufhörlichen Gewalttätigkeiten ausgesetzt sind." Die Herren Kareew und Hessen sind Gelehrte, der erstere Sohn eines einfachen Bauern aus dem Gouvernement Poltawa ein Historiker von europäischem Ruf. Früher war er lange Jahre( Südrußland), hatte dieser" Demagoge" in dem edelsten Sinne des hindurch Professor an der Petersburger Universität, vor etwa drei Wortes in seiner Jugend Gänse und Schweine gehütet. In der Jahren mußte er jedoch wegen seiner unabhängigen Haltung das Dorfschule hat Georgij seine glänzenden Fähigkeiten bewiesen und Lehramt niederlegen. Er ist mit einer ganzen Anzahl von kam dann ins theologische Seminar. Wegen politischer Propaganda umfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten hervorgetreten, darunter hat man Gapon schon aus der 4. Klasse des Seminars ausgeschlossen mit einem vielbändigen Werk über neuere Geschichte und nach Hause geschickt, aber nur auf einige Zeit. Er wurde wieder des westlichen Europa, mit einem zweibändigen Traktat aufgenommen und führte seine Studien zu Ende mit einer„ beüber Geschichtsphilosophie wie mit einer Arbeit über die friedigenden" Note für Führung". Schuld daran war wieder sein Lage der Bauern in Frankreich im XVIII. Jahrhundert. Interesse an der Politik. In der legten Zeit wurde er zum Stadtverordneten gewählt und In die Universität, wohin er sehr gern wollte, tam Gapon nicht. ist als solcher wie auch in den Versammlungen, die von der Er wurde Semſtwo- Statistiter eine Stellung, welche ihn sehr nahe Intelligenz in Petersburg veranstaltet wurden, sicher für die zu den Bauern bringen mußte. Eine Bekanntschaft mit einem Menderung der bestehenden Staatsform eingetreten. Sonst aber Jünger von Tolstoi hatte seine Laufbahn auf immer bestimmt und nahm er kaum einen besonderen aktiven Anteil an der Bewegung. er widmete sich dem Kampfe für Rechtsfreiheit und für die Hebung Was den Herrn Heffen anbetrifft, so ist er Jurist, Herausgeber der materiellen Lage der unteren Schichten des Volkes und besonders der fachjuristischen Wochenschrift Das Recht“(„ Prawo"), die in der Arbeiter. der letzten Zeit durch ihre freimütigen, aber in der Form stets Dann machte Gapon eine Bekanntschaft mit einem Mädchen, maßvoll gehaltenen Artikel über die brennenden Fragen der welche ihn bewegte, in den Priesterstand einzutreten. Nach ihrer aktuellen Politik sehr oft von sich reden machte. In seiner Berson Ueberzeugung kann man in der Priesterjutane viel mehr dem Volte wollte man sicher auch seine Wochenschrift treffen. Das nämliche Nußen bringen als in der Uniform eines Tschinowniks oder in dem muß auch von den Verhaftungen Annewkis und Peschechonows Frack eines Advokaten. gesagt werden: Beide sind ständige Mitarbeiter der Monatsschrift Gapon kommt nach Petersburg und tritt in die theologische " Rufsfoje Bogatswo" und der Zeitschrift„ Naschi Dni", die die Akademie ein. Das vierjährige Verbleiben in der Akademie überStelle des verbotenen" Syn Otetscheſtwa" eingenommen hat. Herr zeugt Gapon, daß es in Rußland keine Freiheit der Wissenschaft Annenski ist ein älterer, in liberalen Streisen sehr beliebter Herr. und des Gedankens gibt. Er erprobte das am eigenen Leibe. Seine In den oppositionellen Versammlungen wurde er oft zum Präfi- Abhandlung über die Lage der Arbeiterklasse in Rußland und von Zentrums- Abgeordnete haben nämlich folgenden Antrag eingebracht: Senten gewählt. Er war schon einmal in Sibirien. Unter Plehive der Notwendigkeit eines Zusammengehens der Kirche mit dem Volke wurde er aus Petersburg ausgewiesen. Erst im vorigen Herbst wurde von der Akademie- Konferenz verworfen, und der Verfasser wurde es ihm gestattet, nach Petersburg zurückzukehren. Sein bekam eine harte Rüge. Deutschland in Rußland voran? Kollege Beschechonow ist bedeutend jünger. Von Haus aus Troß aller Hindernisse und Widerwärtigkeiten blieb Gapon in Statistiker, ging er in den letzten Jahren zur Publizistik über der Akademie, führte sein Studium zu Ende und bekam das für und erwarb sich als Journalist einen sehr bekannten Namen. seine Ziele notwendige Attest. Die beiden in dem Telegramm zuletzt genannten Herren Kedrin und Schnitnikow find Rechtsanwälte und Stadtverordnete. Den Groll der Regierung haben sie anscheinend in ihrer letzteren Eigenschaft auf sich heraufbeschworen. Herr Kedrin war vor der Reform des städtischen Wahlrechts in Petersburg Führer der„ neuen" ( liberalen) Bartei. Seit der Reform spielt er eine weniger hervorragende Rolle. Er ist eine in weiten Streifen der Petersburger Gesellschaft sehr bekannte Persönlichkeit. Seine Verhaftung wird sicher auch in den Kreisen Aufsehen erregen, die der Politit fern stehen. Saratow. Aus Saratom wird vom 25. Januar gemeldet: Die Arbeiter in den Werkstätten der Eisenbahn sind in den Ausstand getreten. Kowno. Ja es geht um die Hausordnung"! Aber um die von ganz Rußland! Deutsche Mordpfaffen. Gerade deshalb wird die Reichsgesetzgebung notwendig sein, um die Herren von ihren Gewaltphantasien abzubringen, die doch nur die wiederspiegelung ihrer eigenen Gewalttätigkeit ist, mit der sie das ganze deutsche Volt terrorisieren und obendrein verhöhnen. Wir hoffen, daß auch das Zentrum sich unserer Aktion des Friedens anschließt. Seine Vertreter haben ja die gleichen Auffassungen bekannt. Doch scheint es uns bedenklich und zwecklos, wenn sie ihre Aktion in den preußischen Landtag verlegen. Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: die königliche Staatsregierung zu ersuchen, sofort eine Kommission, unter Zuziehung von mindestens 7 Mitgliedern des Abgeordnetenhauses, zur Untersuchung der Arbeiterverhältnisse im Kohlenbergbau einzusetzen, und auf Grund der Ergebnisse einen Gesezentwurf zur Beseitigung der festgestellten Mißstände schleunigst einzubringen. Das bedeutet also die Forderung eines preußischen Notgesetzes. Wenn auch gegen die Untersuchungskommission nichts einzuwenden ist, so ist doch in der jetzigen Lage mit, Untersuchungen" nichts getan, bei denen doch außer einer verhängnisvollen Verschleppung nichts herauskommen kann, als Feststellung von Tatsachen, die längst bekannt sind. In der ganzen Welt, soweit sie auf den Ruf der Gesittung einigen Anspruch macht, erhebt sich der Schrei des Entsetzens und der Empörung über die Verbrechen des Zaren. In der Schweiz, in Frankreich bereiten sich große, vornehmlich in dem sozialdemokratischen Antrag formuliert werden, sind ohne Jetzt gilt es unverzüglich zu handeln! Die Forderungen, die von sozialdemokratischer Seite eingeleitete Rundgebungen vor. weiteres flar und begründet. Wir haben nichts gegen die Aftion In den Vereinigten Staaten herrscht gewaltige Aufregung, Liberale, konstitutionelle Demokraten, Sozialisten, Revolutionäre, wie Ihr Euch auch nennt, welchen Parteinamen Ihr auch führt, welches Sonderideal Euch auch bewegen mag: macht es, daß die Feinde des Zarismus die Soldaten Westeuropas sind, ausgefandt wider die asiatisch- byzantinische Barbarei, die sich seit einem halben Jahrhundert streckt und recht, das zivilisierte Europa bedrohend. Das zivilisierte Europa hat die Pflicht, sie anzufeuern und ihnen zu helfen. Nene Verhandlungen. 黃 Der„ Reichsanzeiger" berichtet über diese neuen Verhandlungen: Nachdem die Vertretung der ausständigen Ruhrbergleute, die sogenannte Siebenerkommission, bei ihrer Vernehmung durch die Ministerialkommission am 17. und 19. d. M. zugesagt hatte, die Unterlagen für ihre Beschwerden mit tunlichster Beschleunigung zu beschaffen, wird die Ministerialfommission am nächsten Freitag, den 27. d. M., wiederum nach Dortmund reisen, um am folgenden Tage nach Anhörung der Siebenerkommission endgültig einen Plan für die Vornahme der Untersuchungen der Beschwerden aufzustellen. Die Untersuchungen sollen alsdann Anfang nächster Woche beginnen. * Der Streik steht! besonders in New York, wo die Zahl der Russen sehr groß ist. Alle des Zentrums in Preußen, nur darf durch sie die zunächst Gemüter sind in Spannung versezt durch den Gedanken an den dringende Aktion im Reich nicht aufgehalten oder beeinträchtigt Beginn einer wirklichen Revolution gegen den russischen Absolutismus.werden. Hat das Reich einmal Grundlinien eines deutschen BergDie offiziöse russische Presse hat sich so oft beklagt über den„ Mangel rechts festgestellt, so bleibt für preußische Ausführungsan Sympathie" in Amerika, der seit Ausbruch des Krieges mit Japan arbeit auf dem Gebiete des Bergrechts noch immer sehr viel zu Eine Bekanntmachung des Gouverneurs be- fich deutlich kundgab. Statt" Mangel an Sympathie" könnte diese tun übrig. sagt, der Ausstand sei durch Drohungen einer verhältnismäßig Breffe jest" Verachtung" setzen, denn die amerikanischen Zeitungen fleinen Gruppe von Arbeitern herbeigeführt, welche wahr- halten nicht zurück mit Ausdrücken des Abscheus über das Blutscheinlich auf diese Weise einige Abänderungen der in den Nikolaus II. und Ludwig XVI. Man hofft im Volte auf den Zubergießen von unbewaffneten. Man zieht Vergleiche zwischen Aus Effen wird telegraphiert: Die Siebenerkommission Fabriken bestehenden Hausordnungen und eine Lohusammensturz im Junern und freut sich über die Niederlagen nach der Bergarbeiter ist auf Sonnabend vormittag 10 Uhr in das erhöhung(!) zu erreichen glaubten. Solches Mittel führe außen, trotz aller offiziell gepflegten Freundschaft von Washington aus. Oberbergamt zum Zivecke der Prüfung des Beschwerdeerfahrungsgemäß nicht zum Ziel. Bei der gegenwärtigen In der„ Humanité" erläßt Jean Jaurès einen Auf- materials geladen. allgemeinen Beschränkung der Produktion in den Fabriken ruf, der mit folgenden Worten schließt: ristierten viele Arbeiter nach Beendigung des Ausstandes ihre Stelle zu verlieren. Die Bekanntmachung fordert dann im Intereffe der Arbeiterklaffe(!) und der übrigen Bevölkerung die Ausständigen auf, den Einflüsterungen Nebelgesinnter nicht Gehör zu schenken und die Arbeit wieder aufzunehmen. Zum Schluß verspricht der Gouverneur volle gesetzmäßige Unterstützung sowie Prüfung der Arbeiterforderungen und Erfüllung derselben nach Maßgabe der Möglichkeit, kündigt aber zugleich an, daß erim Falle Wenn Genosse Jaurès diesen Auruf auch an die Revon Straßenunruhen energische Maßnahmen ergreifen und gierungen Europas gerichtet haben sollte, so überschätzte nötigenfalls Waffengewalt anwenden werde. er sie. Das italienische Ministerium hat erklärt, keine Interpellation annehmen zu wollen, die sich auf die Vorgänge in Rußland bezieht. Und die preußisch- deutsche? Tua res agitur!" Um ihre eigene Sache handelt es sich, hat ja der preußische Wir haben gestern die naive Meinung ausgesprochen, daß Justizminister gesagt. Unter solchen Umständen muß einen Nach dem Reichs- Anzeiger" fuhren in den vom Ausstande dedie Streuz- Zeitung" das einzige christliche" Blatt der Welt eine Nachricht höchst stuzzig machen, die aus Breslau fommt. troffenen Zechen in der Morgenschicht am 24. d. M. insgesamt sein würde, das mit der Henkerarbeit der Petersburger Garde Der„ Oberschles. Grenzztg." zufolge wurde in den letzten 49 484 Mann an, also 1349 mehr als in der Morgenschicht des vorvon Herzen zufrieden ist. Wir hatten dabei vergessen, daß es Tagen das in Beuthen garnisonierende dritte Bataillon des hergegangenen Tages. Zur Mittagsschicht tamen 207 Mann, mithin außer gescheitelten Verkündern der Menschenliebe auch ge- 22. Infanterie- Regiments wiederholt alarmiert, um zu mili- 11 Mann mehr als am Tage vorher. schorene gibt. Die Verlegung der Parität läßt sich aber die tärischen Uebungen an der russischen Grenze auszurücken. " Germania" nicht gefallen; sie meldet sich selbst, indem zum Teil wurden die Uebungen bei Nacht abgehalten, als sie schreibt: Vorübung für eine Grenzbesetzung, die sofort eintritt, sobald Nachdem der in revolutionären Tolstoischen Ideen Heran- der Aufruhr in Russisch- Polen größere Dimensionen an- sich sogar der„ Reichs- Anzeiger" zu folgender Anerkennung gegebildete Pope Gapon in der gestern bereits mitgeteilten Er- nehmen sollte. flärung mit den Worten" Das Bolt hat keinen Kaifer mehr. zivungen: Welchen Zweck diese Vorbereitungen haben sollen, ist unEs lebe der Beginn der Volkserhebung für die Freiheit!" offen erfindlich. Wenn es in Russisch- Polen zu kämpfen kommt, so ,, Größere Ruhestörungen. seitens der Streilenden tamen nicht vor, dagegen werden fortgesetzt Fälle von Belästigungen und MißMilitärdiktatur über Petersburg nicht mehr wundernehmen. geschieht das doch nicht auf offenem Schlachtfelde wie im handlungen einzelner Arbeitswilligen auf ihrem Wege zu und von Allerdings ist Gapon, auch wenn er Arbeiterführer ist, nur ein Striege, wo der Uebertritt der einen oder anderen Bartei über der Grube gemeldet. Es scheint, daß die Streilleitung ernstlich einzelner Mann. Aber die Entscheidung darüber, ob es wirklich zu die Grenze möglich ist, sondern in festumgrenzten Ortschaften, darauf bedacht ist, Störungen der öffentlichen Ordnung zu vermeiden, einer allgemeinen Erhebung des Proletariats kommen oder bei an denen das deutsche Militär glücklicherweise nichts zu tun wie aus einer Bekanntmachung des Streiffomitees in Beck, vereinzelten Arbeitertrawallen sein Bewenden haben wird, hat. Es täte auf alle Fälle gut, der Mißdeutung leicht unterwie sie auch sonst schon hin und wieder vorgekommen liegende Grenzmanöver zu unterlassen. Kreis Ruhrort, hervorgeht, welche Teilnehmer an Aufläufen mit find, liegt nicht an dem Willen eines mehr oder minder einflußreichen Verlust der Unterstützung und der Organisationsrechte bedroht. Eine Hülfsaktion Deutschlands zugunsten des Zaren muß Mannes, sondern an einem objektiven Moment, nämlich an der trotz allem wohl für ausgeschlossen gelten. Für die Lohnzahlung wurden alle Vorsichtsmaßregeln Zuverlässigkeit des Heeres und diese Zuverlässigkeit het am Sonntag getroffen. Die Zechenverwaltungen suchten meist durch Verlegung die Probe bestanden. Es ist anzuerkennen, daß die russischen Soldaten der Ein- und Ausfahrzeiten zu verhüten, daß die Arbeitswilligen wenigstens in Petersburg ihrer militärischen Pflicht auch im Falle ciner dura necessitas( harten Notwendigkeit) bei dem Straßenmit den zum Lohnempfang kommenden Ausständigen zusammen kampfe dem Befehle ihrer Borgesezten gemäß getreu geblieben find. treffen." Aber ob das Blutbad Die Behörden könnten sich ein Verdienst erwerben, wenn sie am Sonntag notwendig und zweckentsprechend war, darüber dürften die am Mittwoch beschlossen, auf dem Wege eines Initiativantrages die alle Vorsichtsmaßregeln" vermeiden und die Aufrechterhaltung der von den streikenden Bergarbeitern aufgestellten Forderungen nach Ordnung den Streitenden selbst überlassen. Es ist ganz offenbar, Eine ruhige Prozession mit dem Kreuze an der Sitze wird von reich gefeßlicher Regelung zur möglichst schleunigen Behandlung vor daß noch niemals im Ruhrrevier so wenig Ausschreitungen vorden wilden Horden des Zaren niedergemacht. Und die„ Germania" den Reichstag zu bringen, und zwar soll dieser Antrag einschließen gekommen find, wie gerade jetzt während des Streiks. die Frage der täglichen Schichtzeit, der Sonntagsarbeit und der Ueberschichten, der Beseitigung des Wagennullens, der Schaffung von Montag abend bersammelten sich die Advokaten, des Arbeiterausschäffen, sowie von Wagen- und Grubenkontrolleuren Petersburger Appellhofes und deren Gehülfen, im ganzen aus den Reihen der Arbeiter. die Revolution verkündet hat, gehen. lobt die Mörder! fann Eine Demonstration der Advokaten. Reichs- Berggesetz. Die sozialdemokratische Reichstags- Fraktion hat in ihrer Situng * * Der Streit ist demnach unverändert. * Eine offizielle Anerkennung der Ordnung. Gegenüber der wüsten Scharfmacherei der Zechenpresse sieht * * Die Zuversicht des Sieges. Aus Köln wird telegraphiert: In einer stark besuchten Volksversammlung berichtete der Führer der christlichen Bergarbeiter, Efferts, aus Essen über den gegenwärtigen Stand des Bergarbeiterstreiks. Er fei auf einem toten Punkt angelangt, werde indessen nicht beendet werden, bis die hauptsächlichsten Forderungen seinem verhängnisvollen Blutvergießen zu erheben. Ferner lichen Parteien, ihre Sympathien mit den Bergarbeitern auf die der Bergleute bewilligt seien, selbst wenn der Ausstand noch zwei etwa 350 Personen, zu einer Beratung im Gerichtsgebäude. Es wurde beschlossen, sich mit der Arbeiterbewegung solidarisch Die Schaffung eines Reichs- Berggesetzes ist somit von der zu erklären und Protest gegen das gegenwärtige System mit Sozialdemokratie in die Wege geleitet. Es ist nun an den bürgerㄓ wurde beschlossen, dem Gericht mitzuteilen, das unter den einfachste Art zu beweisen; denn wie wir schon geſtern ausführten, bis drei Wochen andauere. gegenwärtigen Umſtänden für die Advokaten keine Möglichkeit irgend welche Schwierigkeiten kann ein solches Berggesetz nicht haben. Die Kohlenmonarchie. Aus Effen wird dem„ Tag" telegraphiert: Die Scharfmacherpresse signalisiert jekt jede Ausschreitung als Streifvergehen. Bergarbeiterstreik in Belgien. Jm Borinage ist der Streit ausgebrochen, der sich auszubreiten scheint. Das Syndikat plant die Berteilung eines Flugblattes zur des Streits abgenommen haben. Beeinflussung der öffentlichen Meinung im gesamten Reich. In welchem Sinne dies geschehen soll, läßt sich aus einer Unterhaltung erraten, welche der Korrespondent der„ Chicago Daily News" mit dem Vertreter des Syndikats Bergmeister Engel hatte, als dieser ihm die obige Mitteilung machte. Der Amerikaner gibt das Gespräch heute als Kabeldepesche an sein Blatt. Wir erwähnen daraus folgende Worte des Bergmeisters: Wir fämpfen für Gesek, Ordnung und die Sache der Monarchie gegen jene der Anarchie", und ferner:„ Wir werden durch den Streit Geld verlieren; das fönnen wir verschmerzen und wieder einbringen. Aber eine Einbuße an Autorität, welche die Folge eines Eingehens auf die Forderungen der Arbeiter sein würde, fönnen wir nie wieder einbringen, und darum werden wir nie nachgeben!" Wenn das der Inhalt der Aufflärung" sein sollte, so würde es doch genügen, das Flugblatt bloß in einem einzigen Eremplar zu verbreiten; denn die Tiraden können doch nur auf eine Person berechnet sein, der man wahrhaft majestätsbeleidigende Borstellungen unterschiebt. schreibt uns abermals, * 營 Der Mitmensch Stinnes ,, daß die Arbeiterkommission von Bruchstraße" überhaupt keinen Brief von mir erhalten hat. Da meinerseits fein Brief geschrieben worden ist, ist Ihre Bemerkung, daß möglicherweise der Brief etwas anderes enthalten habe, unverständlich." Der Mitmensch bittet uns, den Mut zu haben", unumwunden öffentlich zuzugeben, daß uns etwas vorgemacht" sei. Wir sehen keinen Mut darin, die Wahrheit zu befennen, wenn fie eine Wahrheit ist. Der edle Eifer des Mitmenschen aber rührt uns doch einigermaßen. Es will uns scheinen, als ob er den Brief wirklich nicht geschrieben hat und daß hier ein Mißverständnis vorliegt, das wir nicht aufzuklären vermögen! * * * Solidaritäts- Kundgebungen. Der Zentralverband der Maurer hat beschlossen, die Streifenden wöchentlich mit 20 000 2. zu unterstützen. Sowohl in Wasmes als in Flénu Produit haben die Kohlenarbeiter den Ausstand erklärt. Die Zahl der Feiernden beträgt jetzt etwa 2000, für heute wird der Ausstand in Anaregnon erwartet, wo durch sich die Zahl auf etwa 6000 heben wird. Ueberall herrscht größte Ruhe. Charleroi, 25. Januar. Die Direktion einer Kohlengrube in Gosselies hatte die Verkürzung der Löhne angekündigt; daraufhin weigerten sich die Arbeiter, die Arbeit fortzusetzen. Bisher ist die Ruhe nicht gestört worden. Doch befürchtet man eine Ausdehnung des Ausstandes. Der Jtaliener hat mit den streikenden Bergarbeitern nichts zu 1 sammlungen tagten: 4 General, 4 außerordentliche, 1 öffentliche, fun. Die Polizei fonstatiert vielmehr, daß Ausschreitungen während 7 Monatsversammlungen und eine am 1. Mai; außerdem 3 Ber sammlungen in Lichterfelde und 2 in Waidmannsluft. Ferner fanden 3 Bezirksversammlungen mit Frauen statt. Die Zahlstelle Teltow ist seit dem 1. Juli aus dem Verein ausgeschieden und bildet eine selbständige Organisation; ebenso haben die Kameraden von Hermsdorf am 1. Januar 1905 eine eigene Organisation begründet. Der Arbeitsnachweis ist in 1904 von den Unternehmern mehr in Anspruch genommen worden, wie in allen anderen Jahren vorher. Es wurden verlangt 938 Personen. Davon in den Monaten Juli, August allein 480. In Arbeit gebracht sind von 522 eingeschriebenen 379 Stameraden. Arbeitslose Wochen wurden gezählt 1941, im Jahre Streits im eigenen Beruf wurden ausgegeben 1860,84 M., für andere vorher 3242; durch Krankheit verloren wurden 1446 Wochen. Für Berufe 10 429,80 M.; zusammen 12 280,64 M. Auf jedes Mitglied tommt die Summe von 7, M. Die Gesamteinnahme betrug 33 423,88 M. Dazu der Bestand von 1903 mit 35 000,74., macht die Summe von 68 424,62 M. Die Ausgabe betrug 27 139,93 M. Es bleibt mithin ein Bestand für 1905 bon 41 284,69 M. Am Schlusse des Jahres zählte der Verein 1723 Mitglieder. Den Bericht der Rechtsschußkommission gab Th. Fischer. Er wies darauf hin, daß derselben 70 Sachen vorgelegen haben, und in Zukunft alle diesbezüglichen Angelegenheiten nur noch im Bureau geregelt werden. Klinger gab den Bericht der Bibliothekare und bemerkte, daß, nachdem die Bibliothek nach dem Bureau überführt worden sei, die Frequenz eine bessere ist. Den Bericht der Achtzehnerkommission erstattete Fischer. Es sei heute nicht angebracht, näher auf die Verhandlungen einzugehen. In fürzester Zeit müffe eine Versammlung einberufen werden, die sich nur mit diesem Thema zu befolgendes: 1. Vorsitzender Albert Juppen lab, 2. Vorsitzender Wilhelm Schmidt, 1. Kassierer Gottlieb Mehner, 2. Staffierer Franz Schimmelpfennig. 1. Schriftführer Ferdinand a bitke, 2. Schriftführer Paul Kerber, Revisor Wilhelm Martens, Kontrolleure Rudolf 3mislawski und August I antikow, Startelldelegierte Th. Fischer und Wilhelm Schmidt, Rechtsschutzkommission Juppenlas, Fischer und Franz Czeminati, Bibliothekaren Jup peniaz und Ernst Gum 3, Agitationsfommission Juppenlas, Schmidt, Labizke. In den Ausschuß wurde Wilhelm Dahms gewählt. Ein Antrag Schäffer, die Agitation betreffend, wurde dem Vorstande überwiesen. Nach einigen anfeuernden Worten des Vorfizenden schloß derselbe die gutbesuchte Versammlung. Die Revolution in Rußland. Saratoff, Reval und Riga im Aufstand. Saratoff, 25. Januar.( W. T. B.) Der Gouverneur hat jede Ansammlung in den Straßen verboten und gegebenenfalls das Eingreifen der bewaffneten Macht angekündigt. Reval, 25. Januar.( W. T. B.) Hier herrscht allgemeiner schäftigen habe. Die nun folgende Wahl des Gesamtvorstandes ergab Ausstand. Riga, 25. Januar.( W. T. B.) Der allgemeine Ausstand ist hier proklamiert worden. Alle Arbeiter haben sich mit denen in Petersburg solidarisch erklärt. Die zu den Fahnen einberufenen Soldaten zertrümmerten Scheiben und Laternen, die Polizei machte von der Waffe Gebrauch und zerstreute die Ruheftörer. Nach allen Richtungen find Patrouillen entsandt. Eine Anzahl Zentrumsmitglieder und chriftlicher Arbeiterführer gewaltsamen Lodes gestorben; er ist am 22. Januar i Letzte Nachrichten und Depeschen. von Rheinland- Westfalen erlaffen einen Aufruf zugunsten der Bergarbeiter. Das Komitee der schottischen Berglente wünscht in einem Telegramm den deutschen Bergleuten Erfolg und will, wie schon bes richtet, die Geldunterstützung organisieren. Dresden, 24. Januar. In acht überfüllten Voltsversammlungen bekundeten die Dresdener Arbeiter den streikenden Bergarbeitern im Ruhrrevier ihre Sympathie. Etwa 7000 Arbeiter hatten sich eingefunden. Eine Resolution, in der materielle Unterstützung zugefagt wurde, wurde angenommen. * Desterreichisches Abgeordnetenhaus. Das Polytechnikum ehrt die Märtyrer der Revolution. Petersburg, 25. Januar.( W. T. B.) Der Rat des polytechnischen Instituts hat folgenden Beschluß gefaßt: Ein Angehöriger der Gemeinschaft des Petersburger polytechnischen Instituts, der Studierende Sawinkin, ist eines Alexandergarten erschossen worden. Sawinfin ist eines der Opfer der gegen eine unbewaffnete friedliche Menge begangenen Schlächterei. Der Rat des Instituts ist entrüstet und nieder- lehnte die Dringlichkeit des tschechisch- radikalen Antrages betreffend Wien, 25. Januar.( W. T. B.) Das Abgeordnetenhaus gedrückt ob der Ereignisse vom 22. Januar, die bewiesen haben, die Aenderung eines Paragraphen des Wehrgeſehes ab und sodann daß in Rußland das Leben selbst friedlicher Bürger nicht sicher die Dringlichkeit eines zweiten tschechisch- radikalen Antrages be= ist, und spricht seine tiefe Entrüstung über die Massenerschießung treffend die Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten, geans, von deren Opfern der Student Sawinfin eines ist. Der heimen Wahlrechts. Als der Präsident um 6½ Uhr zum Abbruch Nat ist der Ansicht, daß unter den gegenwärtigen Umständen der Verhandlungen schreiten will, werden lebhafte Brotestrufe seitens die Fortführung des Unterrichtes durchaus unmöglich ist und der Deutschen laut: Nicht abbrechen! Fortberaten! Der Präbeschließt, den Finanzminister von seiner Ansicht zu unter- fident ersucht, einen diesbezüglichen Antrag zu stellen. Bom richten. Die Beerdigung Sawintins soll auf Kosten des bg. Glödner wird darauf ein Antrag auf Weiterberatung ge stellt, der mit überwiegender Mehrheit angenommen wird. Das Juftituts erfolgen. Die Professoren und Studenten des Haus schreitet nunmehr zur Verhandlung des dritten tschechischpolytechnischen Instituts find bis zum September beurlaubt, radikalen Dringlichkeitsantrages betreffend die Gewalttaten gegenda die Vorlesungen eingestellt sind. Die Profefforen und über den böhmischen Minderheiten in Böhmen. Dr. Baya beStudenten des polytechnischen Instituts haben dem Direktor gründet eingehend den Antrag. Vertreter gesandt und ihre Solidarität mit dem von dem Rat gefaßten Beschluß erklärt. Zur Wirtschaftslage im niederrheinischen Industrierevier. Gezwungen durch den Kohlenmangel haben im rheinischen Industriegebiet in den legten beiden Tagen noch einige weitere Werte zu Betriebseinschränkungen gegriffen. So wird aus Düsseldorf gemeldet, daß das Oberbilfer Blechwalzwerk sowie das Blechwalzwert der Firma Capito n. Klein, die schon vor einigen Tagen die Arbeitszeit verkürzt hatten, nun den Betrieb ganz eingestellt haben. Ferner haben die Brückenbaufirmen Harfort in Duisburg und Flender in Der Rat des Ingenieur- und Mineninstituts hat an der Benrath die Arbeitszeit eingeschränkt, während das Baroper Walz- Bahre zweier Studierender dieses Instituts, die ebenfalls am werk und das Soester Eisenwert von Gabriel u. Bergenthal 22. Januar getötet wurden, Kränze niedergelegt. einen Teil ihrer Betriebe stillgelegt haben, in den anderen Petersburg, 25. Januar.( W. T. B.) Der hentigen Beaber vorläufig noch weiter arbeiten Tassen. Auch einige stattung des am Sonntag am Kaiser Alexandergarten durch Maschinenfabriken, Spinnereien und Webereien im Gladbacher Bezirt fünf Kugeln getöteten Studenten des polytechnischen Instituts sollen Arbeiter gekündigt und entlassen haben. Dagegen wird die Sawinkin wohnten der Direktor des Instituts, Fürst Gagarin, Meldung, daß die Misburger Zementwerte ebenfalls ihren Betrieb alle Professoren und Studenten und eine etwa 2000 Personen eingestellt hätten, widerrufen. Wie der Köln. 3tg." aus Hannover starke Menschenmenge bei. Der Sarg wurde von Studenten geschrieben wird, ist die Meldung in diesem Umfange nicht zutreffend, denn noch am 20 d. M. waren fast alle bedeutenden Misburger getragen. Ein Student der Universität sprach am Grabe. Zementfabriken in vollem Betrieb. Daß bei längerer Dauer des Er sagte:„ Wir begraben unseren Kommilitonen, deffen nnfalens, sondern auch die des benachbarten Hannoverschen Bezirks in gierung vergossen wurde. Er ist tot, aber sein Geist lebt unter Ausstandes im Ruhrgebiet nicht allein die Zementindustrie West- schuldiges Blut durch einen Gewaltakt der autokratischen ReMitleidenschaft gezogen werden dürfte, ist freilich mit Sicherheit zu uns und fordert uns auf, unaufhörlich zu kämpfen für das erwarten. Vorläufig sind jedoch die meisten Fabriken noch mit Vor- Recht, frei zu leben und zu denken." Viele Kränze wurden auf räten an Stohlen bersorgt und soweit diese nicht ausreichen sollten, dem Grabe niedergelegt. fönnte die Mehrzahl der Fabriken ihren Bedarf dann durch englische Kohlen decken, die über Bremen und Hamburg in genügender Menge bezogen werden können. Ausdehnung des Ausstandes. Moskau, 25. Januar.( W. T. B.) Die Gesellen kleiner Werkweiterzuarbeiten, sind wieder in den Ausstand getreten. Ruhestörende Arbeiterhaufen wurden mit blanker Waffe auseinandergetrieben. Aus der Hull- Kommission. Baris, 25. Januar.( W. T. B.) Nach Wiederaufnahme der Sigung wurde der Vertreter einer Huller Fischereifirma, Heers. bernommen. Derselbe fagte aus, daß die Boote seines Hauses born ein deutliches Firmenzeichen tragen und die vorschriftsmäßigen Lichter hatten. Er habe die Beladung der Boote mit Vorräten über gelangt; ebensowenig habe sich irgend ein Japaner dort befunden. wacht, es seien weder Kriegswerkzeuge noch Kriegsmaterial an Bord Hierauf wurde der zweite Führer der Fischerflottille vernommen. Er erklärte, daß er gerade den Booten das Signal gegeben habe, die Nege auszuwerfen, als er in nördlicher Richtung grünes Licht bemerkt habe. Bald darauf habe er Scheinwerfer und Signale wahrgenommen, die von Striegsschiffen kamen, welche, 4 bis 6 an weiter spielen lassen. Blöglich hätten sie gefeuert. Er habe hierauf der Zahl, auf die Flottille los fuhren und den Kurs nach Südwesten hatten. Die Schiffe hätten Halt gemacht, ihre Scheinwerfer aber eine grüne Ratete steigen lassen, um anzuzeigen, daß die Fischerboote ihre Fahrt nach Osten fortsetzten. Granaten und Kugeln schlugen rings um das Boot ein, auf welchem er sich befand, das Deck wurde durchlöchert. Die Fischer flüchteten erschreckt in die Kabinen. Zeuge fuhr damit fort, grüne Rafeten steigen zu laffen, um zu zeigen, daß die Schiffe Fischerboote waren. Es weigert sich, wie der Köln. Volkszig." geschrieben wird, den stätten im hiesigen Bezirk, welche gestern schriftlich versprochen hatten, walter der Fischereigesellschaft, aus, daß während der Nacht den Berlen, die mit der Abnahme der von ihnen in Auftrag gegebenen Mengen zurückgeblieben sind, jezt die rädständigen Posten nachzu Liefern; höchstenfalls läßt es sich zur Abgabe homöopathischer Dofen herbei, ein Beweis dafür, daß das Syndikat die von ihm in die Welt gesandte Mitteilung, daß die Bergarbeiter bald zum Wieder- Fabrikanten beschloß, an die Regierung ein Telegramm zu senden, Moskau, 25. Januar.( W. T. B.) Eine Versammlung hiesiger anfahren gezivungen sein würden, selbst nicht glaubt, denn wenn es auf einen so schnellen Sieg rechnete, hätte es feinen Zweck, mit den in welchem es heißt, die zur Beratung der gegenwärtigen Lage versammelten Vertreter der Moskauer Industrie bäten, daß die Truppen Gewalttätigkeiten verüben, oder plündern. nicht die Waffen gegen die Arbeiter anwenden, so lange lettere nicht Borräten nicht aufzuräumen. Die Arbeitsruhe in Moskan. In der Nachmittagsfizung sagte der Zeuge Beeching, VerFischerbooten die Signale durch rote oder grüne Raketen gegeben worden feien; er fegte auch die Bauart der Boote auseinander. Auf die Frage nach der Zahl der in der Nacht zum der Beuge: 46. Auf eine andere Frage fagte er, daß man an Bord 21. Oftober an der Doggerbank anwesenden Fischerboote erwiderte weder Torpedos, noch sonstiges Kriegsmaterial hatte. Auch habe er niemals davon gehört, daß Japaner sich auf den Booten befänden, Der Bergarbeiterstreit und die Werften. Der Streit im Kohlen und noch viel weniger, daß in den dortigen Gewässern Kriegsschiffe seien. Der russische Vertreter Mandelstain fragte hierauf, rebier übt, wie der„ Kieler Voltszeitung" mitgeteilt wird, bereits auf ob es möglich fei, Torpedoboote mit Fischerbooten, die keine Segel die Kieler Werften eine Wirkung aus. Die Kontrakte, welche die hätten, zu verwechseln. Der Zeuge erwiderte: nein, das sei Werften mit dem Sohlensyndikat über die Lieferung von Kohlen ab= unmöglich. Baron Taube fragte sodann, ob nicht irgend ein geschlossen haben, können nach einer Mitteilung des Syndikats an die Moskau, 25. Januar.( W. T. B.) Die Arbeit ruhte hier heute anderes Schiff zu der Fischerflottille gestoßen sei. Der Beuge Werften, darunter auch die Reichswerft, nicht innegehalten werden. in 50 Fabriten es eigentlichen Fabriken- Stadtteils mit in ganzen antwortete, nicht ein einziges. Hierauf fand eine Bauſe ſtatt. Wenn es nicht gelingt, genügenden Ersatz in englischer Kohle zu be- 30 0000 Arbeitern, in den übrigen Fabriken wurde weiter gearbeitet; Der zweite Führer der Fischerflottille erklärte weiter, es hätte schaffen, so dürfte man bei längerer Dauer des Streits nach Meinung das wurde dadurch erreicht, daß die Ausständigen verhindert wurden, Nebel geherrscht. Das Meer sei stark bewegt geweſen. Alle Lichter der maßgebenden Personen mit einer teilweisen Einschränkung des sich nach diesen Fabriken zu begeben und dort einen Druck auszuüben. auf Deck, die Segel waren beigesetzt. Nachdem das Feuern fünf waren angezündet. Die Laternen brannten. Alle Fischer arbeiteten Bon größeren Fabriken ist die Metallfabrik Hübner heute vom Minuten gedauert, änderten die Fischerboote ihren Kurs und ents Aus London wird telegraphiert: Jufolge des Ausstandes im Streit betroffen worden; in den Druckereien herrscht Unruhe, in fernten sich in nordöstlicher Richtung. Von den Kriegsschiffen wurde Ruhrkohlen- Revier haben die schottischen Bergwerksbesiker große Auf- einigen derselben wurde die Arbeit niedergelegt. Die Ausständigen mit Gewehren und Kanonen geschossen, die Beschießung dauerte etwa träge für nach Deutschland bestimmte Kohlen erhalten. Die Export- Arbeiter gingen heute truppiveise durch die Straßen, doch tam es zwanzig Minuten. Auf die Bemerkung eines russischen Vertreters, preise sind seit Beginn des Ausstandes um einen ganzen Schilling außer in der Pjatnizkajastraße, wo hundert Mann Militär die daß zu Beginn des Schießens kein Schrecken der Fischer bemerkt Arbeiter auseinandertrieben, nicht zu Zusammenstößen mit den worden sei, erwiderte der Zeuge, man habe zuerst geglaubt, daß von Truppen. den Kriegsschiffen blind geschossen werde. Hierauf wurde die Sizung geschlossen. Betriebes zu rechnen haben. fir die Tonne gestiegen. E. Dortmund, 25. Januar.( Privat- Depesche des Vorwärts".) Die Zahl der Streifenden hat heute etwas nachgelaffen. Der Siebener- Ausschuß hat einen Rechtsanwalt beauftragt, gegen alle Zechen, welche Abzüge machten, wegen Kontraktbruchs Klage anauftrengen, weil ungefeßlich. Heute abend fanden in Dortmund zwei großartig verlaufene Bolksversammlungen statt, in denen Sachse und Bömelburg sprachen. Das Lotal war bereits um 7 Uhr wegen Ueberfüllung polizeilich gefchloffen. Es wurden Resolutionen angenommen, in denen gefordert wird, daß die Regierung in einer Borlage gefekgeberisch die Forderungen der Bergleute festlegt. Die Rechtsanwälte fordern Aussehung der Gerichtsverhandlung. anwälte stellte heute bei Gericht den Antrag, die Sigung wegen Moskau, 25. Januar.( W. T. B.) Eine Gruppe hiesiger Rechtsnicht genügender Ruhe abzubrechen. Der Antrag wurde abgelehnt. Verfammlungen. 21 Kohlenarbeiter- Ausstand in Belgien. Gossely find die Arbeiter in den Ausstand getreten. Es waren mit Charleroi, 25. Januar.( B. H.) Auf Zeche Grand Chonth" in den Arbeitern Berhandlungen geführt worden, die zur Zufriedenheit der Arbeiter erledigt worden waren, trotzdem ist ein großer Teil wegen Lohnforderungen in den Ausstand getreten und weil die Direttoren große Mengen von Kohlen, die für die Arbeiter bestimmt waren, nach Deutschland gesandt haben. Schneestürme in Amerifa. Der Berein der Zimmerer Berlins und Umgegend hielt am Charleroi, 25. Januar.( B. H.) In verschiedenen Gruben find Sonntag, den 22. Januar, in den Industriesälen, Beuthstr. 20, seine die Arbeiter zu einem Ausstand geneigt. Man befürchtet, daß derGeneralversammlung ab. Borerst ehrten die Anwesenden den ver- felbe große Ausdehnung annehmen werde. Ferner wurde' Oberbürgermeister Schmieding aufgefordert, storbenen Kameraden Gustav Ohnesorge in der üblichen Weise. im Interesse der Bürgerschaft auf seinen Poften als Oberbürgermeister Hierauf gab der Kassierer die Abrechnung vom 4. Quartal. Einer zu verzichten. Einnahme von 7929,03 m. stand eine Ausgabe von 10 622,57 M. New Dort, 25. Januar.( W. Z. B.) In den östlichen Staaten Die" Rheinisch- Westfälische Zeitung" berichtet heute wieder von 41 284,69 M. Den Bericht des Vorstandes gab JuppenIak. Die Verkehr hindern. An der atlantischen Küste von Jacksonville bis entgegen. Der Vermögensbestand zum ersten Quartal 1905 ist herrscht faltes Wetter mit blizzardartigen Schneeftürmen, die den Streiteraeffen. In Oberhausen soll ein Streifbrecher er- Gewerbegerichtswahlen furz streifend, schilderte er die Situation Eastport, ferner in New Orleans und Galveston find Sturmzeichen schoffen worden sein. Der Erschossene ist fein Streifer, auch lein bes Jahres 1904. Trotz des Friedens sei das Vereinsleben ein reges aufgestellt worden. Mehrere Dampfer von Europa find hier übers Streifbrecher, sondern ein Italiener, der seit einigen Tagen erst in gewesen. Es haben 31 Vorstandssitungen stattgefunden und vier fällig; man nimmt an, daß sie bei Sandy Hook warten, bis der die Oberhausen wohnte. Sibungen mit auf den Arbeitsstellen gewählten Delegierten. Ver- Einfahrt erschwerende Schneesturm vorüber ist. Berantw. Nedakt.: Paul Büttner, Berlin. Inserate verantwo.( mit Ausnahme der Neue Welt"-Beilage): Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchd. Braseu Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagenu.Unterhaltungsbl. Nr. 22. 22. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Boerstag, 26. Januar 1905. 127. Sigung vom Mittwoch, den 25. Januar 1905, nicht gelten foll. nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: rätte. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der zweiten Beratung des Bostetats. Hiezu liegen vor: 1. Resolution Hige- Herold( 8.) auf Gewährung einer Ermäßigung der Fernsprech- Gebühren für gemeinnügige Arbeitsnachweise. 2. Resolution Gröber- Size( 3) auf Vermehrung der Sonntagsruhe, weitere Beschränkung der wöchentlichen Maximalarbeitszeit für Postbeamte und auf statistische Aufnahme über die Lage der Postbeamten in den Kolonien. 3. Resolution Eidhoff Dr. Müller- Sagan( fri. Vp.), die verlangt, daß in der zweiten Resolution statt" Stolonien" gefagt wird: in den deutschen Schutzgebieten und im Auslande". " D " Schluß 684 Uhr. die Sendungen müssen so früh befördert werden, daß sie noch am eine prinzipielle Entscheidung vermieden. Wenn die Briefe alle zu Sonnabendabend eintreffen. Ganz notwendige Sendungen müßten fammen an die Firma gefchickt werden, tann doch von Portoals Eilsendungen deklariert werden, für welche das Sonntagsverbot Hintergehung gar keine Rede sein. Für die mittleren Beamten ist biel geschehen, weniger für die Unterbeamten. Vor allem aber Noch ein Wort zu den gehobenen Stellen. sollten weniger nicht- etatsmäßige Angestellte bei der Post sein. Da Leute, die da denselben Dienst tun, bekommen verschiedene sollte einmal ein großer Schub vorgenommen werden.( Heiterkeit Besoldung. Ganz unzweifelhaft ist die Beförderung in gehobene bei den Antisemiten.) Sodann sollte das Höchstgehalt früher Stellen von dem Wohlwollen des zuständigen Amtsvorstehers ab- erreicht werden, früher, ehe die volle Lebenskraft des Betreffenden hängig. Das richtigste ist, daß die Unterbeamten in einem be- berbraucht ist. Eine Aufbefferung der Postbeamten von unten ftimmten Dienstalter in gehobene Stellen" ausnahmslos einrücken. herauf, würde das ganze deutsche Verkehrswesen fördern.( Beifall Für die Verleihung der Alterszulagen soll das bienstliche bei den Antisemiten.) und außerdienstliche Verhalten" maßgebend fein. Das ist Staatssekretär Krätte: Was der Herr Vorredner gegen die wirklich ein zu dehnbarer Begriff; außerdem aber haben disziplinarische weiblichen Bostbeamten gefagt hat, tann ich nicht zu Strafen unter diesen Umständen eine dauernde Benachteiligung zur geben. Wirkliche Beamte weiblichen Geschlechts find überhaupt Folge.( Beifall im Zentrum.) nur im Fernsprechwesen. Hier haben sie sich aber besser bewährt Staatssetretär Straette: Ich bin selbst kein Freund der Bestellungen als die männlichen. Sie werden weniger leicht nervös, weniger zur Kirchzeit und werde für die Einschränkung des Bestelldienstes leicht grob( Große Heiterkeit), höchstens, daß sie leicht schnippisch" tun, was irgend möglich. Eine Einschränkung aber, wie sie die werden.( Heiterkeit.) Für die Landbriefträger ist im Interesse Abg. v. Chlapowski( Bole): Die Poft ist ein wirtschaftliches In- Herren Antragsteller wünschen, scheint mir doch etwas zu weit zu ihrer Gesundheit der Drillichanzug nicht zu empfehlen. Mit der stitut und darf nicht politischen Zweden dienen. Politische gehen. Das Austragen der gewöhnlichen Briefe wird sich kaum je Verkürzung der Dienstzeit wird fortgeschritten werden. Eine Swede aber liegen vor, wenn Briefe mit polnischen Adressen nicht entbehren lassen, und wenn der Briefträger hierbei zugleich die Druck Minimalziffer von 8 Stunden, wie fie der Herr Borrebner wünschte, befördert werden, Auch diejenigen Beamten, welche etwas Polnisch fachen bestellen fann, so bedeutet das einerseits schon eine Er ist nicht durchführbar, weil die Verhältnisse ja nach der Größe ber verstehen, werden maschinenmäßig gezwungen, wider besseres Wissen leichterung und verhindert auf der anderen Seite eine zu starke Be- Bostämter sehr verschieden sind. Der Forderung eines Einheitsund Gewissen Briefe zurückzusenden. Ein Verwalter einer Bost- lastung des Montage. Aufrechterhalten muß ich meine Behauptung, portos für Batete bis 10 kilogramm stehen wir nach wie vor abAgentur, der Ortslehrer war, mußte die Briefe, die für daß die Baletschalter Stunden am Sonntag gerade im Interesse lehnend gegenüber. So lange wir im Inlande keinen Einheitssak einen nur zwei Stunden entfernten Drt bestimmt waren, des kleinen Mannes" aufrechtzuerhalten sind: Jeden Sonntag tönnen haben, können wir ihn auch dem Auslande nicht gewähren. zurücksenden, so daß sie von der Oberpostdirektion geöffnet Sie Dienstmänner und Dienstmädchen an den Schaltern sehen.- Abg. Erzberger( 8.): Ich habe unseren Antrag zu begründen, wurden, also das in der Verfassung garantierte Briefgeheimnis Daß die Beförderung in gehobene Stellen von dem Wohlwollen des der den Reichskanzler ersucht, den gemeinnützigen Arbeitsnachweisen direkt verletzt wurde. Die Umtaufung der Namen führt zu Un- Amtsvorstehers abhinge, fann nicht gesagt werden, da der Post- in bestimmten( Morgen-) Stunden die Benutzung der Fern zuträglichkeiten. Sollen denn die Polen die ganze preußische direktor doch durch ständige Organe eine fortwährende Kontrolle übt. fprecheinrichtungen gegen ermäßigte Vergütigung Anabaptisten Politit mitmachen? Ein mit" Inowrazlaw Ein mit Inowrazlaw" Und wenn gesagt wird, daß jezt eine Zahl von Unterbeamten das zu ermöglichen. adressierter Brief tam in dieser Stadt wirklich an, ging aber als Gefühl der Zurücksetzung haben müßte, so gilt dasselbe auch für die In den frühesten Morgenstunden, die hier hauptsächlich in Beunbestellt zurück mit dem Vermert, daß eine Stadt dieses Namens in vielen Beamten, denn alle können doch nicht avanzieren! tracht kommen, ist das Telephon von der Geschäftswelt nicht so in dieser Provinz nicht existiert! Der Poststempel des Briefes trug aber Abg. Eickhoff( frf. Vp.): Auf die Frage der polnischen Briefe Anspruch genommen. In Württemberg hat diese Einrichtung sich sehr noch den Namen: Inowraz law.( Heiterfeit.) Jemand schrieb an den will ich nicht näher eingehen. Ich kann dem Abg. Roeren nur zu gut bewährt, ebenso in Baden. Hier find Summen für diesen Zweck Drganisten Benker, schrieb aber aus Versehen Center; der Brief kam stimmen. Ich will nur die Stellung meiner politischen Freunde in den Etat eingestellt. Das Reich sollte dahin wirken, daß dies zurüd. Nun schrieb er zum zweitenmal, im Uebereifer aber dies- zum eigentlichen Bostetat bezeichnen. Die Postverwaltung verspricht auch in den anderen Bundesstaaten geschieht. Industrie wie Landmal: Binker; der Brief kam wieder zurück. Jetzt schrieb der ver- für das kommende Jahr einen Ueberschuß von 60 Millionen Mart wirtschaft könnten davon nur Vorteile haben. Sehr erwünscht zweifelte Mann:„ An Herrn Organist Center oder Benter oder Binter( wohlgemerkt nach Abzug der einmaligen Ausgaben!). wäre eine Ermäßigung der Telephongebühren auf dem Lande oder Zinfe, ganz nach Wahl der Recherchen der Post." Jetzt war die Das ist ein Ueberschuß, wie er noch nie gewesen ist. Das ist ja aber sowie eine Herabjegung der Bestellgebühren für Bakete. Post befriedigt und beförderte den Brief.( Heiterkeit.) Alle diese auch kein Wunder, da das wirtschaftliche Leben immer schneller Redner wünscht, daß die Bekanntmachungen der Postdirektionen Verhältnisse sollten ihren Schriftsteller finden, einmal einen Stetten- pulsiert. Hierin also kann ich den Worten des Kollegen Bazig an alle größeren Blätter gehe. Jedenfalls dürfe heim, der darüber plaudert, und dann einen Gorki, der eine Anklage- bom vorigen Sonnabend zustimmen, nicht aber dem, daß politische Stellung der Beitung nicht ausschlaggebend sein. schrift daraus macht. er es beklagt hat, daß die Postverwaltung zur Kost Weiter sollten die Postdirektionen angewiesen werden, daß bei PostZum Schluß des Kapitels Postschikane eine Anfrage an den gängerin der Reichsschuldenverwaltung geworden ist. Es handelt beamten, die durch das Vertrauen ihrer Mitbürger zu StadtStaatssekretär: Durchaus vorschriftsmäßige Postkarten sind in der sich bei den fünf Millionen doch um produttive Anlagen, zumal der verordneten gewählt werden, die Festsetzung der Dienſtſtunden unter Provinz Bosen mit Strafporto belegt worden. Etwa deshalb, weil Staatssekretär uns sagen konnte, daß auch das Fernsprechwesen jest möglichster Berücksichtigung dieser Tatsache erfolgt. hat man doch fie auf der Rückseite Bilder aus der polnischen Geschichte und anfängt, Ueberschüsse abzuwerfen. Auch ist zu bedenken, daß die bestimmt, daß unteren Bostbeamten und Arbeitern in solchen Fällen Literatur trugen? Ich möchte den beleidigenden Verdacht einer Bostverwaltung 15-16 Millionen Ausfälle infolge der Portofreiheit für den Besuch der Stadtverordneten- Sigungen tein Lohnabzug gederartigen an orientalische Zustände erinnernden Willkür gegen die für den amtlichen Verkehr hat und 5-6 Millionen sozialpolitischer macht werden darf. Zum Schluß erörtert der Redner die Fragen Bostbehörde nicht aufkommen lassen. Belastung. So steht die Postverwaltung nach außen hin im der Sonntagsruhe, der Innehaltung der örtlichen Feiertage usw. in Der Redner erhebt dann noch namens seiner Fraftion Protest günstigsten Lichte da. Aber wie steht es mit der inneren demselben Sinne, wie mehrere Redner seiner Partei vor ihm. gegen die schon im vorigen Jahre abgelehnte Ditmarken- Bulage, die Verwaltung? Wird der Staatssekretär feinem am 18. Februar 1904 Staatssekretär Krätte stellt sich den einzelnen Wünschen des jetzt in der feusch verblümten Form einmaliger Unterstügungen" im gemachten Versprechen, jeder Verschlechterung in der Stellung der Vorredners wohlwollend gegenüber. Betrage von 120 000 Mart verlangt würden.( Beifall bei den Polen.) Beamten vorzubeugen, immer nachkommen können? Neue Stellen Unterstaatssekretär v. Sydow: Die Regierung steht dem Wunsche Staatssekretär Krätte: Wenn man's so hört, tönnt's leidlich find in diesem Jahre geschaffen worden, aber werden sie sich auch nach Ermäßigung der Telephongebühren für Abonnements der scheinen" möchte ich dem Herrn Vorredner erwidern. Ich möchte in den folgenden Jahren neufchaffen lassen? Ich glaube, mit der Arbeitsnachweise durchaus wohlwollend gegenüber. Auch den Bau ihm doch raten, alle solche Sachen, die sich hier etwas humoristisch Stellenvermehrung allein wird man nicht dauernde Abhülfe schaffen von Dienstwohnungen wird die Regierung gern weiter fördern. ausnehmen, den zuständigen Behörden zur Kenntnis zu bringen, da- können. Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Aus Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Donnerstag mit fie beurteilen, was dahinter ist.( Lachen bei den Polen.) So der Broschüre des Oberpostdirektors Hildebrand würde der 1 Uhr. ganz törtlich möchte ich die Ausführungen nicht nehmen. Er sagte, Staatssekretär manchen guten Rat entnehmen können. Es Taufende von Briefen seien in den letzten Tagen an die fehlt an gleichmäßigen Grundsäzen über die BesoldungsUebersehungsstelle gegangen. Nun, in der Tat gehen in Bosen von verhältnisse. Wir werden der Resolution Trimborn zustimmen, die ungefähr 280 000 täglich eingehenden Briefen noch nicht 200, eine Statistik über die Verhältnisse der Postbeamten in den Kolonien in Bromberg bon 220 000 noch nicht 20 an die Ueber- verlangt und bitten auch unser Amendement anzunehmen, das diese fegungsstelle.( hört! hört! rechts.) Die Phantasie des Herrn Statistik auf die Postbeamten im ganzen Auslande ausdehnen Borrebners muß also recht lebhaft sein.( Burufe bei den Polen.) will. Redner wünscht des weiteren, daß geprüfte Sekretäre zu VorDie Budgetkommission des Reichstags Wenn der Herr Vorredner hier in humoristischer Weise von stehern von Bostämtern dritter Klasse ernannt würden. Die fonnte am Mittwoch ihre Sigung nicht um 10 Uhr pünktlich eröffnen, Inowrazlaw gesprochen hat, so ist der Fall so überaus lächerlich, Stellenzulagen follte man am besten überhaupt be da die Zentrumsabgeordneten sich im Nebensaale zunächst zu einer daß er unmöglich so vorgekommen sein kann. Ueber den Fall war feitigen, jedenfalls müssen sie gleichmäßiger verteilt werden. Spezialberatung bersammelten um die Rettung der auch in der„ Germania" berichtet, wir haben uns erkundigt und es Besonders die Bostassistenten kommen bei diesen Stellen-& orderung für die Dtavi Gesellschaft zu prä hat sich herausgestellt, daß in der Tat täglich Tausende von zulagen sehr schlecht weg.( Sehr richtig! links:) Das ist auch parieren. Abg. Erzberger übernahm die Motivierung der Sendungen mit der Adresse Inowrazlam befördert werden. im neuesten Etat nicht anders geworden.( Sehr richtig! links). Bewilligungsfreudigkeit des Zentrums, das lediglich den Antrag Es handelt sich also wohl um eines der beliebten Sensationsstücklein Wir sind der Meinung, daß sobald die Finanzlage es stellt, die Stavi- Gesellschaft folle das ihr etwa zuviel gezahlte der polnischen Propaganda. Bahrscheinlich hat auf dem Umschlag irgend gestattet, zunächst die Gehälter der Unterbeamten Geld zurückzahlen; einstweilen müsse man aber die Forderung genicht gestanden nowrazlaw in Bosen unbekannt", sondern In aufgebessert werden müssen. Wir wollen es nicht anfangen wie der nehmigen. Abg. Dr. Müller- Sagan stellte nochmals Sie Inowrazlaw in Posen unbekannt". Der betreffende polnische Landtag, der zunächst die Ministergehälter erhöht hat. Die Landbrief programmatischen Fragen in den Vordergrund der Disfuffion. Der Rebatteur hat erklärt, das mehr auffinden träger müßten den Stadtbriefträgern gleichgestellt werden und man sollte Hinweis des Kolonialdirektors auf die Denkschrift des Dr. Rohrbach zu können, es ist also feine Aufklärung des Falles möglich und dazu übergehen, einen Teil Telegraphenarbeiter zu Beamten zu machen. tonne den Mangel eines Programms nicht erießen. Es scheine, mit der Behauptung von der Verlegung des Briefgeheimnisses Was die Oftmarkenzulage anlangt, so bin ich weit davon entfernt, als ob neuerdings wieder impulsive Eingriffe in die werden Sie feinen Eindruck machen.( Buruf des Abg. v. Chla- mir die Ausführungen des Abg. Singer zu eigen zu machen, in der Kolonialpolitit stattgefunden hätten. Abg. Dr. Arendt powski. Abg. v. Nardorff: Ruhe Still) Die Beamten find Sache selbst stehen wir auf demselben Standpunkt wie im Vorjahre. wunderte sich über die Erleuchtung", die dem Zentrum über Nacht auf das Briefgeheimnis vereidigt; nur find sie verpflichtet, fie auch Die Erklärung des preußischen Finanzministers über die Erhöhung gekommen sei. Die Meinung des Zentrums, der Rechnungshof des an den Adressaten zu befördern. Darum müssen sie unter allen der Wohnungsgeldzuschüsse für die Unterbeamten haben wir mit Seiches könne die Rechnungen nachprüfen, fei ganz falsch, denn die Umständen den Sinn der Adresse ermitteln. Freuden begrüßt, meinen allerdings, daß auch große Schichten der Firma Koppel tönne gar nicht zur technungslegung gezwungen Zur Geschäftsordnung beantragt Abg. Dr. ichler mittleren Beamten einer Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses werden. Der Zentrumsantrag fei also wertlos. Aber es frage fich, ( 8.), Titel 1 des Post- Etats, Einnahmen aus Porto- und Telegraphen- dringend bedürfen.( Sehr richtig! links.) Auch die Sonntagsruhe ob die Firma nicht schon jetzt Strafgelder zahlen müsse oder gezahlt gebühren, der Budgetkommission sofort zu überweisen, da der Post- wollen wir den Beamten im weitesten Umfange fichern. Aber unsere habe. Da er keinen anderen Ausweg wiffe, so sei er allerdings Etat morgen in ihr zur Verhandlung kommen und dieser Titel bei Beit steht einmal im Zeichen des Verkehrs und er kann auch am auch gezwungen, für den Posten zu stimmen. Kolonialdirektor Dr. der Aenderung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der postalischen Sonntag nicht ruhen. Weite Streise von Handel und Industrie Stübel wünschte die programmatischen Auseinandersetzungen bis Einnahmen einer Revision bedürfe. würden durch das völlige Stilliegen des Verkehrs am Sonntag zur Behandlung der Landfrage zurückgestellt zu sehen. Was die schweren Schaden leiden. Die Handelskreise wünschen auch eine Konventionalstrafen anlange, fo feien darüber jetzt untersuchungen Abg. Roeren( 8.): Wenn von der Oberpostdirektion Posen so bessere dirette Briefbestellung nach den in Hamburg. Bremen usw. im Gange. Abg. Dr. Südekum fragte den Kolonialdirektor, verfahren worden, wie es hier durch den Abg. Chlapowski behauptet liegenden Schiffen. In Hamburg ist für diesen Zweck schon eine ob es wahr sei, daß die Firma Koppel Ingenieure von und durch Borlegen von Starten bewiesen ist, so ist es höchste Zeit, Barkasse Verfügung gestellt worden. Die Handels- dem Bau der Otavi- Bahn zurückgezogen habe, um die Vorarbeiten daß die Postverwaltung mit dieser Art von Germanisierungs- freise wünschen Vermehrung der Wertzeichen für die Bahn Windhut- Rehoboth auszuführen; wenn fie dieses getan bestrebungen ein Ende macht.( hört! hört! bei den Polen.) Als ich Automaten und fragen sodann den Herrn Staatssekretär, habe, ohne ihr Personal entsprechend zu verstärken, dann habe sie er nicht eine elektrische Rohrpost mit den Vororten ein- bolos gehandelt, da sie die Verpflichtung raschen Baues gehabt habe. Posen meinen Bekannten, den Erzbischof v. Stablewati, auf seinem richten will. Er möge sodann erklären, wie er zu der Anregung Geheimrat Sei fonnte keine genaue Auskunft geben und verLandsize zu Kröten, einem Orte von etwa 1000 Einwohnern, besteht, den Wechselverkehr durch Postauftrag zu erledigen. Der Staats- fprach genaue Untersuchungen einzuleiten; jedenfalls sei die Beantfuchte, fragte ich ihn u. a. auch über die postalischen Verhältnisse. sekretär Nieberding hat erklärt, es sei bereits mit der Reichsbank und wortung der Frage Dr. Südekums von erheblicher Bedeutung für Da wies er auf feinen Bapierforb, und ich fand in diesem nicht mit Herrn Krätte darüber gesprochen. Vor allem aber möchte ich die Beurteilung des Vertrags. Abg. Gröber polemisierte gegen weniger als 15 Briefadreſſen, die erſt an die Uebersetzungsbehörde die deutschen Portosäge fürs Ausland. hier einmal besprechen. Die Arendt und juchte die Haltung des Zentrums zu rechtfertigen. gegangen waren aus dem einzigen Grunde, weil auf ihnen das Wort Normalsäge im Weltpostverein für Briefe, Boftfarten und Drucksachen Da Abg. Storz anfragte, wie es mit der Konzession der Dtavifür Erzbischof" polnisch gegeben war; im übrigen lautete die betragen 25, in bahn stehe, so legte der Kolonialdirektor dar, die Gesellschaft Adresse: Dr. v. Stablewski in Kröten!" ( hört! hört! im deutscher Währung 20,25, 8,10 und 4,05 Pfennig. Eine augen habe einfach um die Erlaubnis zu einem Bahnbau gebeten und diese Zentrum und bei den Polen.) Und die scheinlich sehr fachkundige Feder in der Frankfurter Beitung" fei ihr erteilt worden. Dagegen wandte Abg. Dr. Arendt ein, wo Briefe hat mit Recht darauf hingewiesen, daß die Abrundung daß das ganz irrig sei. Die Otavi- Gesellschaft habe minen angekommen find, die überhaupt teine trugen, von 20,25 f. in 20 Pf. durchaus berechtigt ist, daß aber die Ab- Stonzessionen erhalten und daran sei die Bedingung des Bahnbaues ſondern nur die Beschreibung der förperlichen Eigentümlichkeit des rundung für die übrigen Weltpoftfäße ungerecht sind. 8,10 Bf. mußte geknüpft worden. Später sei ihr dann der Bau einer anderen Linie Adreſſaten.( Seiterkeit.) Tatsächlich weiß ich von einem Fall, doch auf 8 und 4,05 auf 4 Pf. abgerundet werden.( Sehr richtig! gestattet worden. Der Zentrumsantrag fei ganz wertlos, weil der daß ein Brief mit völlig hebräischer Adresse angekommen ist; dieser bei den Freifinnigen.) Es mag ja für die Schalterbeamten ganz Rechnungshof des Deutschen Reiches kein Mittel habe, um die Firma Brief war vorher polnisch geschrieben gewesen um in dieser bequem sein, aber diese müssen ja auch jetzt schon sehr viel Kupfer Koppel zur Rechnungslegung zu zwingen. Abg. Ledebour fagte, Der des Welt es fei früher behauptet worden, man wolle zugunsten der Dtabisekretär würde ja das Uebersetzungssystem auch wohl nicht ein- portos für Postkarten, Drucksachen und Warenproben. Dadurch Bahn die Staatsbahn aufgeben. Kolonialdirektor Dr. Stübel er es abschaffen.( Sehr richtig! bei den Polen und im Zentrum.) wünschenswerten erleichtert bestritt, daß eine solche Absicht bestanden habe; aber immerhin fei werden. Die Parole für die deutsche Post muß bleiben: Alzeit die Frage theoretisch erörtert worden. meine politischen Freunde auch in diesem Jahre ablehnen und Die Ost marten gulage für die Postbeamten werden voran!( Lebhafter Beifall bei den Freisinnigen.) Der Antrag des Zentrums wurde ebenso wie die Position selbst Abg. Böckler( Antis.) schließt sich im wesentlichen den Bentrums- angenommen. Die Dtabi- Gesellschaft bekommt zwar aus denselben Gründen, wie im Vorjahre. Die relativ ungünstige Gesundheitsziffer für die also ihre 1 Millionen Mart. Auch der Nachtrag zum Reichs- Haupt- Etat mit dem JndemnitätsSodann wurde der Etat für den Hererotrieg begonnen. Das Haus beschließt debattelos nach dem Antrage. " Post doch so findig sein! fonft tann Ich kenne Fälle, " Nun will ich rednern an. zur 10 und 5 Centimes, das find Parlamentarifches. der Postbeamten und Postunterbeamten sind im allgemeinen wirklich einen Teil der Schuld tragen. Eine der wichtigsten Fragen ist die paragraphen wurde gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und habe sie zu rofig dargestellt. Der Herr Staatssekretär hat ber ja der Herr Staatssekretär selbst zugegeben, aber wozu in die Ferne geben. gegen unſere liegt bei uns sehr nah. Bau von Die für die Verstärkung der Schutztruppe und Wiederherstellung der wird bei Bert Bedenten auf Beamtenwohnungen ist fein geniigendes Hülfsmittel. So manche Eisenbahn geforderten Beträge von 45 Millionen Mark wurden ge 75 Proz. der Geldsendungen Sonntagen Firmen, die ihr Geschäft geschlossen haben( hört! hört! im Zentrum) tafernen. Die Hauptsache ist, daß der Wohnungsgeldzuschuß erhöht werden 800 000 m. gefordert; die Referenten beantragten 200 000. leer gegen an Beamte also eine wirtschaftliche Schädigung würde durch das Verbot der wird. Ebenso ist dringend notwendig, daß die Gehälter der Unterbeamten abzustreichen. Abg. Bebel sagte, daß die Gelder für kleine Paketbeförderung der Post am Sonntagvormittagen ist geradezu Schon der Gedanke: Der Staatssekretär geht um( Heiterkeit.) würde schaffen werden könne, müsse ein Bagger erster Klasse dorthin eintreten. ärgerniserregend.( Sehr richtig! im Zentrum.) Leicht verderbliche viel helfen. Der Staatssekretär im Reichspostamt, rätte, suchte verständige ernennen, während der Vorsiz mit neutralen" Schiebs nach allerlei schwächlichen Entschuldigungen für diese unsinnige richtern besetzt werden soll. Außerdem enthält der neue Vertrag Praris. Wenn er die Ausführungen des polnischen Redners Abmachungen über den Eisenbahnverkehr. allzu sehr entstellte, versuchten ihn die Polen durch Zurufe zu Von Zugeständnissen Desterreich- Ungarns wird nur erwähnt, Preußisches Abgeordnetenhaus. Neuer Vertragszoll Alter Vertragszoll Roggen Weizen Malzgerste Hafer. 0 . • pro 100 kg 5,00 M. . 5,50 $ 4,00 5,00 " " " " pro 100 kg 3,50 M. 3,50 " 2,00" 2,80 " Bei dem Etat für die Expedition nach Südwestafrika er flärte Geheimrat Twele, daß das Marinedetachement vor dem 1. April zurückgezogen werden folle; deshalb könne man 1 460 000 Mark hier streichen.( Sie tauchen entsprechend in einem Nachtragsetat wieder auf, für andere Truppenteile.) Die Summe der Ausgaben für Südwestafrika im Jahre 1905 ist belehren, aber die Rechte zwang sie zur Ruhe. Die Polen daß der österreichische Einfuhrzoll für deutsches Roheisen nur geringe mit 12 Millionen in den ordentlichen Etat eingesetzt worden. Für haben eben im Reichstag eine unglückliche Stellung, sie sißen Herabsetzung erfahren hat, und ferner sich die österreichischen Unter Jahresgehälter an Eingeborenenhäuptlinge find zirka 15 000 20. in zu weit nach rechts, zwischen dem Zentrum und den händler zu ansehnlichen Ermäßigungen des prozentualen Wertzolles den Etat eingesetzt worden; dagegen wird gefragt, ob denn über- Stonservativen, und täten gut daran, sich möglichst weit nach und des maximalen Zollbetrages für Teerfarbstoffe verstanden haupt noch solche Jahresgehälter gezahlt würden, da so ziemlich alle links hinüberzuschieben. Herr Rören vom Zentrum schloß haben. Dagegen hat Desterreich- Ungarn die deutschen GetreideStämme im Aufstande seien. Abg. Arendt meinte, auch die sich in der Kritik fleinlicher Polenquälerei durch die Reichs Mindestzölle, und zwar auch den Malzgerstenzoll, akzeptiert. Es Ovambos feien Hereros( Große Heiterkeit) und befänden sich im Auf- post dem polnischen Redner an. Wie lächerlich diese Schikanen beträgt also fünftig der neue deutsche Vertragszoll für österreichisches stand. Auf Anfrage des Abg. Ledebour gab der Kolonialdirektor an, die Bastards und noch ein kleiner Stamm stellten auch jetzt noch sind, beweist der Umstand, daß Briefe mit hebräischer Adresse ohne Getreide: zuverlässige Hülfskräfte. Schwierigkeiten bestellt werden nur solche mit polnischer nicht. Bei dem Posten für Gefängnisse wurden die scheußlichen Miß- Als bestes Mittel gegen die Kindereien mancher polnischer handlungen der farbigen Gefangenen zur Sprache gebracht. Ge- Chauvinisten, die absichtlich durch polnische Adressen den Postheimer Rat Golinelli erkannte an, daß die Gefängnisse nicht den beamten die Arbeit erschweren, entpfahl er, sie zu- ignorieren. üblichen hygienischen Ansprüchen genügten. Man bemühe sich jetzt, Im übrigen brachte er, wie sein Fraktionsfollege Erzberger Besserung herbeizuführen. Abgeordneter Erzberger behauptete, und der Freisinnige Eickhoff, allerlei Kleinigkeiten über daß man in den Kolonien nicht ohne Prügelstrafe Stellenzulagen, Sonntagsruhe, Paketbeförderung, Telephon- gerste unter den obigen Zollfaz von 4 M. heruntergegangen ist, wird Db und inwieweit die deutsche Regierung in bezug auf Futterauskommen fönne, aber in Südwestafrika werde zuviel ge- gebühren, Postpaketadressen usw. In dem vollen Wuſt winziger nicht mitgeteilt. Für Walz ist hingegen nach dem Telegramm der prügelt. Dem Versuche des Geheimen Rat Golinelli, den Reichstag für die Mißstände im Gefängniswesen in Südwest- Reformvorschläge sucht man vergeblich einen allgemeinen, zu deutsche Vertragszoll auf 5,75, für Mehl auf 10,20 und für Hopfen auf. afrila verantwortlich zu machen- er behauptete aus freier Faust, ſammenfassenden Gedanken, vergeblich die Forderung endlich 20 m. pro 100 Kilogramm festgesetzt worden. Die allgemeinen Zölle des das Parlament habe früher nicht genug Geld bewilligt- traten die einmal durch eine gründlichere Aenderung der Verwaltungs- neuen Zolltarifs vom 25. Dezember 1902 betragen für diese drei Abgeordneten Dr. Südekum und Müller Sagan energisch praris die Arbeitszeit und Bezahlung der Beamten und Ar- Artikel 10,25 M., 18,75 m. und 70 M. entgegen. beiter der Post nach den Anforderungen einer vorgeschrittenen weisen die neuen Vertragszölle jedoch immerhin noch recht beträchtGegen die bisherigen Am Donnerstag soll zunächst der Postetat bearbeitet werden. Sozialpolitik zu gestalten. Nachdem noch der Antisemit liche Böckler seine Scherze über das Benehmen der Juden nur 3,60 m., für mehr 7,30 M. und für Hopfen 14 M. Erhöhungen auf; denn bisher wurde für Malz Wahlprüfungs- Kommiffion. Gegen die Wahl des Abgeordneten jüngels" vor den Postschaltern und über die Frauenarbeit im Faltin im Wahlkreise BIeß- 9ybnil, Reg.- Bez. Oppeln, ist Telephondienst an den Mann gebracht hatte der Ausdruck die übrigen landwirtschaftlichen Produkte ähnliche enorme, Eran Zoll erhoben. Weisen die neuen Vertragszölle für von polnischer Seite Protest eingelegt worden, der besonders die ist fast wörtlich zu nehmen, da die Besetzung des Reichstages höhungen auf, dann rechtfertigt er die schlimmsten Erwartungen, mißbräuchliche Agitation der katholischen Geistlichen rügt und eine nicht stärker war, wurde die weitere Beratung des Post dann können tatsächlich sich die Junker zu ihrem auf Kosten der Anzahl Pfarrer mit Namen benennt, die während des Gottesdienstes Etats auf morgen 1 Uhr vertagt. von den Kanzeln für Faltin agitiert haben. In Staude legte sogar breiten Voltsmasse erzielten Erfolg Glück wünschen. Der Wucher siegt. der Pfarrer Zentrums- Flugblätter zum Verteilen vor dem Altar au 3. Die Kommission hielt an den früheren Beschlüssen fest, daß die geistliche Agitation nicht Freifinn und Bergarbeiterstreik. als amt- Das preußische Abgeordnetenhaus hat am Mittwoch das liche Wahlbeeinflussung zu betrachten, also unerheblich in Ordinarium des Etats der landwirtschaftlichen Verarbeiterstreit unserer Kritik unterzogen, wiederholt haben wir darauf Wiederholt haben wir die Haltung des Freisinns zum Bergbezug auf die Gültigkeit der Wahl sei. Wahlproteste bezeichneten Verstöße wurden wohl von der Kommission bot das gewöhnliche Bild: über die nebensächlichsten Dinge für das gewaltige Heer der Streifenden absolut nichts bedeuteten, Die anderen im waltung in zweiter Lesung zu Ende beraten. Die Debatte hingewiesen, daß platonische Sympathie- Erklärungen für beachtlich befunden, allein da selbst bei Kassierung der betreffenden von der Welt wurde stundenlang geredet, und wenn nicht der sondern daß es die Pflicht des Freisinns sei, auch von Partei Wahlatte resp. der Stimmen eine erhebliche Mehrheit für Faltin noch bestehen bliebe, so wurde die Wahl des Abg. Faltin brave Pod Mitleid empfunden und von Zeit zu Zeit durch wegen Sammlungen zu veranstalten. für gültig erklärt. feine bekannten Sprachverrenfungen das Haus erheitert hätte, fimm lehnt Der Freis Dann gelangte die Wahl des Abg. v. Hodenberg( Welfe), so wären zweifellos die braven Voltsvertreter in einen ebenso der Zentrumspresse mit der lächerlichen Motivierung ab, daß eine solche Aktion für die Streifenden gleich Hannoverscher Wahlkreis Celle- Beine Gifhorn, zur Prüfung. tiefen Schlaf verfallen, wie die drei sonderbaren Schwärmer der Streit feinen politischen Charakter" tragen dürfe, sondern Bei der Hauptwahl erhielten Stimmen: Nationalliberale 7524, Welfe auf der Zuschauertribüne, die es über sich gewannen, der daß das ganze Bürgertum, das ganze Volk für die Streikenden 7113, Sozialdemokraten 6996, Bund der Landwirte 4238, Zentrum Sigung beizuwohnen. Natürlich wurden sämtliche Forderungen eintreten müsse. Diese pyrasenhaften Erklärungen wurden auch 475; bei der Stichwahl: Welfe 12003, Nationalliberale 11947. Gegen der Regierung bewilligt, darunter auch die halbe Million zur gestern wieder in einer Versammlung der Hirsch. die Wahl ist von nationalliberaler Seite Protest eingelegt worden. ertraordinären Verstärkung des Fonds für Pferde Dunderschen Gewertvereine abgegeben. Man versicherte Der Protest behauptet, in den Wahlbezirken Dieckhorst, Dannenbüttel, Wilsche, Neubodel, Stederdorf sei im Wahllokal tein folierraum ein- rennen. Von den sonstigen Etatspositionen seien nur noch die Streifenden der Sympathie der ganzen Nation, betonte aber, gerichtet gewesen. Da, falls sich dies bewahrheitete, die Wahlatte erwähnt die auf das ländliche Fortbildungsschulwesen bezüg daß es geradezu ein Verbrechen gegenüber den Streifenden sei, in diesen Orten kassiert werden müßten und solchenfalls die Mehrlichen, deren Beratung einigen frommen Zentrumsleuten, wie wenn sich einzelne Parteien offiziell an den Sammlungen beteiligen heit des Herrn v. Hodenberg verschwände, so beschließt die Kom- alljährlich, den Anlaß gab, die Einführung des Religions- würden. Namentlich wurde diese Stellungnahme von dem Redakteur mission Erhebungen über betreffende Protestbehauptungen veranstalten unterrichts in die ländlichen Fortbildungsschulen zu verlangen. des„ Gewerkverein", dem freisinnigen Landtags- Abgeordneten zu laffen. Ferner beschloß die Kommission Erhebungen über den Wahlatt in Oberg, wo auf dem Tisch im Wahllokal Stimmzettel wirtschaftlichen Verwaltung, Gestütsetat, Forstetat. Donnerstag: Extraordinarium des Etats der land- Goldschmidt vertreten. Da bereits in der Volks- Zeitung" für b. Hodenberg ausgelegen haben sollen. Sollten die Erhebungen in der vorigen Woche angekündigt worden war, daß diese Verdie Protestangaben bestätigen, würde die Wahl für ungültig erklärt werden müssen. sammlung dazu dienen solle, die Angriffe des„ Vorwärts" gegen den Freifinn zu brandmarken, war auch ein Mitglied der Die Petitionskommission des Reichstages verhandelte am MittDie reaktionäre Presse stellt mit großer Betrübnis fest, Vorwärts"-Redaktion in der Versammlung erschienen, um den woch über eine Petition der Tariffommission der Militäreffekten- daß die Sozialdemokratie den start bedrohten Wahlkreis beabsichtigten verwirrenden Darstellungen der freisinnigen Redner Sattler Deutschlands in Berlin. Petenten fordern: 1. daß die Ver- Salbe- Aschersleben nicht mehr mit Ehren, sondern mit entgegenzutreten. Herr Goldschmidt, aber auch der Vorsitzende der gebung von Arbeiten an Zwischenmeister untersagt, 2. die Heimarbeit fast überraschend großem Erfolg behauptet hat. Die bürger- Versammlung und der Referent des. Abends, der Bergmann Schiller, in der Militäreffekten- Industrie beseitigt werde. Der anwesende lichen Parteien wetteifern darin, gegenseitig sich zu be- erklärten, daß es Uneinigkeit in die Reihen der Streifenden hineinRegierungskommissar suchte nachzuweisen, daß eine völlige Beseitigung schuldigen, daß sie die Kandidatur des nationalliberalen tragen hieße, wenn jetzt der Vorwärts" die freisinnige Partei an der Heimarbeit nicht so leicht durchführbar sei, da ein beträchtlicher Blacke nicht genügend unterstützt hätten. Die Post" aber gegriffen habe, weil sie nicht offiziell zu Sammlungen auffordere. Teil von Arbeitern, zum Beispiel Strippel, welche in den Fabriken sieht selbst in dieser falschen Begründung unserer Stichwahl- Unier Genosse vom Vorwärts" trat diesen kuriosen und entstellenden feine Arbeit fänden, mit der Heimarbeit noch beschäftigt werden könnten. Auch verdienten die Heimarbeiter ebensoviel wie die in fieges keinen ausreichenden Trost. Wenn auch Parteihader und Behauptungen energisch entgegen. Wenn eine Partei, wie die freiFabritbetrieben beschäftigten Arbeiter. Abg. Weißenhagen( 3.) als Erbitterung in den Gemütern einzelner bürgerlichen Elemente finnige, durch ihre Mitglieder im Reichstag die Forderungen Referent wies u. a. auf die oft sehr beschränkten Arbeitsräume der den Weg zum Erfolg geebnet hätten, so sei doch eine solche der streifenden Bergarbeiter für berechtigt erklärt, so sei Heimarbeiter hin, so daß schon aus hygienischen Rücksichten Ver- gequälte Tröstung praktisch ohne Wert. Die Sozialdemokratie es ein zwingendes Gebot anlassung vorliege, den Wünschen der Petenten Rechnung zu tragen. Habe den Triumph und ihr komme unbeschränkt der moralische Konsequenz, daß durch Sammlungen, die von Partei wegen arrangiert der Logik und der politischen Abg. Peus( Soz.) hob hervor, daß die Heimarbeiter von den Eindruck eines Sieges zu gute. Die Post" grämt sich darüber, werden müssen, den Streifenden werktätiger Beistand geleistet wird. Die anderen Arbeitern mit Recht als Lohndrücker betrachtet würden, daß es nicht gelungen sei, der Sozialdemokratie noch einen Zahl der Streifenden betrage über 200 000, so daß bei einer Unterda sie, um soviel zu verdienen, wie die in Fabriken beschäftigten Ar- weiteren Sig seit dem Dreimillionensiege zu entreißen. beiter, viel länger arbeiten müßten als lettere. stützung von 10 M. pro Kopf in einer Woche 2 Millionen erforderSeite wurde daran erinnert, daß die Beseitigung des Zwischenmeister- Wir glauben nicht, daß der Sieg der Sozialdemokratie lich seien. Diese Riesenmittel könnten unmöglich von den Gewerksystems( soweit Berlin in Frage kommt) schon beim letzten großen auf die kleinen fleinen Zänkereien zwischen Nationalliberalen, schaften allein aufgebracht werden. Es müßten deshalb die außer Sattlerstreit vor dem Berliner Gewerbegericht als Einigungsamt Agrariern, Mittelständlern zurückzuführen sei. Wir sind über ordentlichsten Anstrengungen gemacht werden, um den Streitfonds bereinbart worden sei. Die Kommission beschloß, die Petition dem zeugt, daß auch diesmal die reaktionäre Masse zusammen- der Bergarbeiter zu stärken, zumal das Unternehmertum ja erst in Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen, soweit die gehalten hat. Wenn trotzdem die Sozialdemokratie, die in letzter Stunde wieder die Erklärung abgegeben habe, daß Beseitigung der Zwischenmeister in Frage kommt, den übrigen den letzten Stichwahlen nicht durch besondere Erfolge verwöhnt es sich auf keinerlei Konzessionen einlassen werde. Teil der Petition: Beseitigung der Heimarbeit", dem Reichskanzler worden ist, diesmal wieder in ihrer ganzen Straft sich bewährt optimistische Hoffnungen auf das Eingreifen der Regierung zur Erwägung zu überweisen. Eine Petition des Verbandes deutscher Eisenbahnhandwerker in hat, so führen wir diesen erfreulichen Sieg darauf zurück, daß zugunsten der Arbeiter seien durchaus nicht am Plaze. Trier wünscht die Anstellung( als pensionsberechtigte Beamte) der der politische Blutdruck der Zeit sich verstärkt hat, daß Einerlei, was vielleicht auf gesetzgeberischem Wege früher oder später über zehn Jahre im Eisenbahndienst beschäftigten Handwerker und das politische Interesse durch die Vorgänge im Ruhrrevier und für die Bergarbeiter zu erreichen sei: zurzeit komme es darauf an, Arbeiter. Die Kommission beschloß, diese Petition dem Reichskanzler in Rußland eine starke Anspannung im ganzen Volke er den Bergarbeitern die Mittel zur Verfügung zu stellen, den Streit als Material zu überweisen. weckt hat. Eine Petition betreffend Abänderung der Bestimmungen über möglichst lange durchzuführen. Die sozialdemokratische Partei habe Die Sozialdemokratie als die einzige Partei der geschicht denn auch sofort zu Sammlungen aufgefordert. Dasselbe hätte jede die Prüfung der Nahrungsmittel Chemiker, desgleichen eine andere lichen Fortentwickelung und der politischen Aufklärung hat andere Partei tun müssen, die den Streit für gerechtfertigt hält. betreffend Einschränkung des gewerblichen Musizierens der Militär- naturgemäß von einer Steigerung des politischen Interesses Geschehe dies nicht, so sei auf alle Sympathie- Erklärungen nichts zu musiker sollen dem Reichskanzler als Material überwiesen werden. Eine Betition aus Görlitz, die Abänderung des Krankenversiche den größten Rußen zu erwarten. Wenn die Masse politisch geben. Die Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereinler und der Freisinn rungs- Gesetzes betreffend, protestiert gegen die freie Aerztewahl, eine regsam und erregt wird, so wird das Auge der Wähler follten dem„ Vorwärts" doch dankbar dafür sein, daß er dem andere, von Dresdener Aerzten ausgehend, empfiehlt deren Ein- schärfer und man erkennt, daß die Sozialdemokratie der Freifinn die Gelegenheit gegeben habe, durch die Taten den führung bei den Krankenkassen. Eine dritte Petition bittet um zuverlässigste und einzige Träger der Kultur ist. Die Stagnation Beweis zu führen, daß er es ebenso ehrlich mit den gefeßliche Regelung der Anstellungsverhältnisse der Rendanten und in den sozialistischen Wahlerfolgen, die wir in den letzten Nach- Streifenden meine, wie die Sozialdemokratie. Sonstigen Angestellten der Krankenkassen. Alle diese Petitionen follen wahlen beobachteten, war wesentlich darauf zurückzuführen, daß auf private Sammlungen. Es werde sich ja zeigen, welche Summen Man verweise dem Reichskanzler als Material überwiesen werden, desgleichen ein das politische Gesamtinteresse einer gewissen Erschlaffung nach dem durch diese privaten Sammlungen aufgebracht werden. Brotest aus Leipzig gegen die Verkümmerung des Selbstverwaltungs- Siege vom 16. Juni 1903 verfallen war, ohne daß die Abrechnungen würden ja offenbaren, wie weit die werktätige Hilfe Spätere rechtes der dortigen Ortskrankenkasse. Eine Petition aus Halle( Westfalen) wünscht Abänderung des sozialistische Agitation imstande war, das Intereſſe wieder zur ber bürgerlichen Streise gegangen sei. Dann würden auch bei Fleischbeschau- Gesetzes durch Aufhebung der Untersuchung des lebenden ganzen Höhe zu heben. Die inneren Streitigkeiten in der ruhigem Nachdenken diejenigen Gewerkvereinstreise, die sich jetzt Biehes vor der Schlachtung und Aufhebung der Trichinenschau. Die Partei waren überdies auch nicht geeignet, die Begeisterung in eine Erbitterung gegen den„ Vorwärts" hätten hineinheßen lassen, Kommission ertärte diese Wünsche für ungeeignet zur Erörterung im der Masse anzufachen. Seit dem prächtig verlaufenen Preußen- ein richtiges Urteil über den Grad der Arbeiterfreundlichkeit der Plenum. Weiter verlangen dieselben Petenten Abänderung der tage und seit den neuesten entscheidenden Ereignissen der all- verschiedenen Parteien gewinnen. Gebührensäge, die Fleischschau betreffend. In Hessen würden für gemeinen Politik ist wieder der Aufschwung der politischen die Untersuchung eines Stüdes Rindvieh 60 Pf., in anderen Teilen Teilnahme und Anspannung und damit auch der Aufschwung Teilen Deutschlands 1 M., 1,50 M. bis 3 M. erhoben. Es werden der sozialistischen Werbekraft erreicht! gleiche Gebührensäge gefordert. Dieser Teil der Petition soll nach dem Beschlusse der Kommission dem Reichskanzler als Material überwiesen werden. Politische Ueberlicht. Postetat. Von anderer Berlin, den 25. Januar. Der Sieg in Kalbe- Aschersleben. " Der neue deutsch- österreichische Handelsvertrag. " " " Auch Auch Standpunkt, die Partei habe mit dem Streit nichts zu tun", Die folgenden freisinnigen Redner beharrten bei ihrem wobei man sorgfältig vermied, eine Unterscheidung zu machen zwischen einer Beeinflussung der Streitenden und dem bloßen Aufbringen bon Geldern für dieselben! Der neue Tarifvertrag mit Desterreich- Ungarn ist zum Abschluß erklärte man noch wiederholt, daß der Freisinn im Gegensatz zur gelangt. Die Paragraphierung des Textes des neuen Vertrages Sozialdemokratie streng bemüht sei, aus der Gewerkvereinspolitik nebst Annegen durch die deutschen und die österreichisch- ungarischen jeden politischen Einfluß fern zu halten. Die gegenteiligen BeBertragstommissare ist noch gestern abend hier in Berlin erfolgt und Hauptungen der Sozialdemokratie seien aus der Luft gegriffen, gegen Mitternacht zu Ende geführt worden. Es ist also nun auch Dabei hatte der Referent des Abends, der Bergmann Schiller, in der letzte der noch ausstehenden Tarifverträge abgeschlossen, und feinem Vortrage erzählt, daß die Zentrumspartei zu den christlichen werden wahrscheinlich in den nächsten Tagen sämtliche sieben Ver- Gewerkvereinen in den engsten Beziehungen stehe, eine Behauptung, träge dem Reichstage zugehen. die bekanntlich von der Zentrumspresse mit der nämlichen Entrüstung zurückgewiesen worden ist, wie die den Tatsachen entsprechende BeIn ermüdender Breite sprachen heute im Reichstag eine ganze Anzahl bürgerlicher Redner in der Generaldebatte über allerhand Einzelheiten des Poſtetats. Am erträglichsten war Ueber die Bestimmungen des neuen Vertrages schweigt sich die noch der Pole von Chlapowski mit seinen komisch- offizielle Meldung aus; ein Wiener Telegramm der Frankfurter Hauptung der Sozialdemokratie, daß die Gewerkvereine in demtraurigen Beispielen aus der Germanisierungspolitik der Post Beitung", das uns soeben zugeht, gibt jedoch an, daß der Ver- felben Verhältnis zum Freisinn ständen, wie die freien Gewerk verwaltung, die ganz im Geiste Hammersteins, des Kriegs- trag bis 1918 gilt, indes sei mit Rücksicht auf das schaften zur Sozialdemokratie und die christlichen Gewerkvereine ministers des Innern", geleitet wird. Zwangsweise werden österreichisch- ungarische Zollbündnis es beiden Mächten gestattet, zum Zentrum. die Beamten zu polnischen Analphabeten gemacht, damit ihn schon 1916 aufzulösen. Für zolltarifliche Streitigkeiten alle polnischen Briefaufschriften erst nach einer Uebersetzungs- wie auch für Streitfragen, die sich aus der Handhabung der Bestelle gehen und den Empfängern mit einer beträchtlichen stimmungen des gegenseitigen Veterinär- Abkommens ergeben, wird Verspätung in die Hände gelangen müssen. ein Schiedsgericht ernannt werden, zu welchem beide Staaten Sachdem Freifinn absolut nichts zu tun hätten, wurde ja schon wiederDie Behauptung, daß die Hirsch- Dunderschen Gewerkvereine mit legt durch das Auftreten der freisinnigen Abgeordneten May Hirsch, Goldschmidt und Mugdan, die( namentlich Herr Mugdan 1) in ihrer Weise durch Aufzählung der Verdienste des Freisinns für die Hebung Niederlande. Herbesthal und Blohberg veranlaßten. Auf Einspruch der Kölner der sozialen Lage der Arbeiter, speziell der Bergarbeiter, partei- Eine liberale Allianz gegen das fleritate Regime. Die„ Liberale Eisenbahndirektion hat die belgische Verwaltung jedoch vorgestern politisches Rapital aus der Versammlung zu Union" und der Freifinnig- demokratische Bund" haben sich auf ein ihren Dienstbefehl zurückgezogen, so daß jetzt wieder die Abfertigung schlagen suchten; ganz abgesehen von der absolut überflüssigen, gemeinsames Wahlprogramm geeinigt, mit dem sie gegen die der Züge an der Grenze ohne längere Verzögerung erfolgt. durchaus parteipolitischen Anrempelung der Sozialdemokratie lerifalen Barteien in den Kampf ziehen wollen, um durch die im industrie ihren Absatz nach Deutschland zu vergrößern. Wie der Neben England und Belgien sucht auch die böhmische Kohlendurch den freisinnigen Abgeordneten Goldschmidt. Juni stattfindenden Kammerwahlen das Ministerium Kuyper Einen besonderen Knalleffekt suchte man dadurch zu erzielen, möglich zu machen. In dem Programm wird u. a. verlangt:" Bossischen Zeitung" aus Prag gemeldet wird, ist der Kohlenverkehr daß man einen Brief vorlas, durch den Herr Rudolf Mosse dem Förderung des öffentlichen Volksschulwesens und Hebung des auf der Buschtiehrader Bahn nach Bayern und Württemberg infolge Verbandskassierer der Gewerkvereine den Betrag von 10 000 m. für mit Staatsbeitrag und Revision des Armengesetzes und Reform des Eger fünf und auf der Linie Komotau- Eger zwei bis drei Kohlens Unterrichts, foziale Reformen wie Invaliden- und Altersversicherung des Ruhrausstandes derart gestiegen, daß auf der Linie Falkenaudie Streifenden überwies. Hieraus könne man ersehen, daß die Militärwesens in der Richtung eines Volksheeres. Zur Wahlrechtsfrage ſeparatzige täglich eingelegt wurden. Das Kladnoer SteinkohlenHirsch- Dunckerschen Gewerkvereine des Geldes der Sozialdemokratie, begnügt sich das Programm damit, was doch der„ Vorwärts" behauptet habe, absolut nicht bedürften, Verfassung in dem Sinne abgeändert werde, bahnen helfen der Buschtiehrader Bahn mit Kohlenwagen aus. beiläufig eine Deutung der„ Vorwärts"-Auslassungen, die unser daß das Wahlrecht durch ein besonderes Gesez und somit Genosse ebenfalls als demagogische Entstellung zurückgewiesen hatte. Durch die allgemeinen gefeßgebenden Faktoren Anforderungen kaum zu genügen vermögen, hat der Frachtverkehr Ein anderer sozialdemokratischer Redner nahm Veranlassung, die Gabe des geregelt werden kann. Diese Verfassungsänderung soll so vorbereitet im Ruhrgebiet stark abgenommen. Auf den großen Rangier- und Herrn Mosse dadurch in die gebührende Beleuchtung zu rücken, daß er darauf werden, daß vor Ablauf der vierjährigen Legislaturperiode der erste Sammelbahnhöfen mit ihrem sonst so riesigen Verkehr herrscht eine unheimliche Ruhe, die weitaus größere Mehrzahl der Güterzüge im Hinwies, daß die„ Volkszeitung" durch Herrn Mosse zum Zeutralorgan für Streifbrecher- Inserate gemacht worden sei! Auf Grund dieses Plans zur Wahlrechtsreform hegt man, Nah- sowie im Fernverkehr verkehren nicht mehr, weil keine Frachten namentlich auf freisinnig- demokratischer Seite, die Hoffnung, daß vorhanden sind. Kohlenzüge fahren schon seit einigen Tagen überauch die Sozialdemokratie sich der neuen Linkenkoalition gewisser- haupt nich. mehr, Sokszüge verkehren vereinzelt. Erwägt man, daß maßen anschließen werde. in Zeiten des flotten Verkehrs täglich rund 20 000 Kohlen- und Herr Mosse hat übrigens bereits verstanden, seine Spende zu Reklamezwecken gebührend auszunuzen. Hat er doch, wie wir hören, von der heutigen Morgennummer der„ Volkszeitung", in der von seiner Spende gebührend Aft genommen wurde, 36 000 Eremplare mehr zu Propaganda zwecken herstellen lassen. Das Geschäftsgenie dieses biederen Arbeiterfreundes Mosse zeigt sich aber auch barin, daß in dieser Reklamenummer die üblichen Streitbrecher- Inferate dadurch sorgfältig maskiert worden sind, daß der Bermerk der gesperrten Unternehmer, daß, unorganisierte" Arbeiter gesucht werden, diesmal fortgeblieben ist. * * Deutfches Reich. Reichskanzler- Verantwortlichkeit. Die sozialdemokratische Reichstags- Fraktion hat am Mittwoch Die fozialdemokratische Reichstags- Fraktion hat am Mittwoch Beschlossen, zum Etat des Reichskanzlers nachstehende Resolution einzubringen: Die berbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage in Bälde den Entwurf eines Gesetzes vorzulegen, durch welches eine wirksame politische und budgetrechtliche Verantwortung des Reichs Tanzlers festgestellt wird. Volksschuldebatten in Württemberg. Beschluß darüber vorliegt. Amerika. zu verlangen, Die Lage in Colorado. daß die revier weist ebenfalls einen Mehrversand auf. Die bayrischen Staatss Während aber in diesen Gegenden die Bahnverwaltungen den Unser Bruderorgan" Het Volt" bemerkt hierzu: Es sei wohl Kokswagen auf den Strecken rollen, so kann man sich einen Begriff möglich, daß unsere Parteigenossen für jene Verfassungsänderung davon machen, in welch' ungeheurer Menge die Wagen auf den stimmen würden. Das aber könne für die Partei kein Grund sein, Sammelbahnhöfen stehen. Der Frachtausfall für den Staat beziffert und sich mit Parteien zu verbinden, die ebenso Gegner der Sozial- anscheinend auf eine starte Berfrachtung oberschlesischer Kohle nach ihre prinzipielle Forderung des allgemeinen Wahlrechts aufzugeben sich täglich auf Hunderttausende. Wie die Köln. Volksztg." meldet, rechnet die Bahnverwaltung demokratie seien wie die Klerikalen. dem rheinischen Industriegebiet, denn eine Anzahl Lokomotiven sind nach Schlesien dirigiert; am Sonnabend ging ein Ertrazug Lokomotiven dorthin ab, um den Anforderungen, die in den schlesischen Bezirken an den Eisenbahnverkehr gestellt werden, Rechnung tragen zu können. Die Dortmunder Union bezieht gegenwärtig auch schlesische Kohle, um wenigstens in einigen Abteilungen des Werkes wieder den Betrieb aufnehmen zu können. Das Eisen- und Stahlwerk Hoesch liegt ingebiets hat die Eisenbahn ihre Kohlenvorräte bereits nahezu aufAuf einzelnen Stationen des rheinisch- westfälischen Industriedessen noch still, da die Kohlenzufuhr eine ungenügende ist. gebraucht. So wird dem„ Lokal- Anzeiger" aus Effen berichtet, daß in Oberhausen und auf anderen Stationen die Eisenbahn die dort lagernden Kohlen verbraucht hatte, so daß der sogenannte Kriegsbestand in Hausbrandkohlen an die Werksangehörigen abgab, hat dies jet Angriff genommen werden mußte. Die Firma Krupp, die bisher Der Güterverkehr auf den wegen Stohlenknappheit eingestellt. Der demokratische Gouverneur Alva Adams tst in sein Amt eingesetzt worden trotz des wütenden Widerstandes von Peabody und deffen Anhängern. Peabody ernannte kurz vor Niederlegung seiner Amtstätigkeit zwei Mitglieder zum obersten Gerichtshof des Staates, senat, dazu die nötige Bestätigung zu geben. Diese Ernennungen deren Stellen neu zu besehen waren, und er veranlaßte den Staatssind sehr wichtig für die Kapitalisten, denn es handelt sich darum, wie weit man sich bei Streitigkeiten mit den Arbeitern auf die obersten gerichtlichen Entscheidungen im Staate verlassen kann, die unter allen Umständen respektiert werden müssen. Die allgemeine Annahme war, daß dem neuen Gouverneur diese Ernennungen zu stehen, und Adams erklärte daher auch diesen letzten Att seines Vorgängers für ungültig. Er wird selbst Ernennungen vornehmen. In Peabody verlieren die Bergwerksbefizer ihr gefügiges Werk- Bahnen des Ruhrreviers hat denn auch seit gestern eine weitere Stuttgart, 25. Januar.( Privattelegramm.) zeug, und es schien fast, als sollte ein Bürgerkrieg ausbrechen, ehe beträchtliche Einschränkung erfahren; d. h. es fallen seit gestern eine Auch die heutige Sigung galt der Beratung der Volksschul- dieser Arbeiterfeind dem bei der Wahl ausgesprochenen Willen des ganze Reihe fahrplanmäßiger Frachtzüge aus. Novelle. Gegen den gestern von der Volkspartei gestellten Antrag Volfes gehorchte. Man wollte ihn mit Gewalt im Amte halten; auf Uebernahme der Gehaltsaufbesserung auch für die unſtändigen da kam ein scharfer Wink von Washington und man verlor den Lehrer auf den Staat wendete sich der Zentrums- Abgeordnete Kiene. Mut. Die herrschende republikanische Partei wollte sich nicht vor Er erklärte namens seiner Partei sich gegen jeden Schritt, der eine dem ganzen Lande kompromittieren, indem sie Peabody dazu verVerstaatlichung der Schule anbahne, weil durch eine solche das Band half, die unverantwortlichen, verfassungswidrigen Zustände in zwischen Familie und Gemeinde zerrissen werde. Ju Wahrheit ist, Colorado durch einen Staatsstreich zu krönen. Die Erbitterung der wie der Volksparteiler Hartranft hervorhob, diese Stellungnahme organisierten Arbeiter war durch Peabodys Niederlage etwas genur aus der Furcht des Zentrums zu erklären, die Grundlage mildert worden, die Streiffituation flärte sich in Colorado; es war feines bisherigen Widerstandes gegen jede Verbesserung der gefährlich, neue Konflikte heraufzubeschwören, man hätte die VerVolksschule, die demagogische Aufhezung der armen Landwaltung in Washington verantwortlich gemacht. In Colorado selbst gemeinden gegen die Kosten jeder Hebung des Volksschul- gab es viele Republikaner, die einem Gewaltstreich abgeneigt waren, wesens und damit die Volksbedeutung zu verlieren. Dieser Dema: aber Peabody hatte die Legislatur und die Gerichte auf seiner gogie entsprach auch die von Kiene geäußerte Befürchtung, daß bei Seite. Adams ist einer von den drei Gouverneuren, die von den einer Uebernahme der Schullasten auf den Staat eine Erhöhung Demokraten in solchen Staaten gewählt wurden, die starte der Staatssteuern eintreten werde, die für die Gemeinden nicht zu Majoritäten für Roosevelt abgaben. Auch die beiden anderen, Folk ertragen sein werde. Abg. Haußmann( Vp.) trat den gestrigen Ausführungen Hilden- in Missouri und Douglas in Massachusetts, haben vor kurzem ihr Amt angetreten. brands vollständig bei und wies auf den in Württemberg eingetretenen Lehrermangel hin, der zu vorzeitiger Entlassung des Lehrernachwuchses aus dem Seminar zwinge, um die frei werdenden Stellen zur Not zu besetzen. Der Krieg Krieg in Ostasien. Im Mittelpunkt der Debatte stand die scharfe Abrechnung, die London, 25. Januar." Daily Telegraph" meldet aus Shanghai Genosse Hildenbrand mit dem Kultusminister wegen seiner anmaßlichen vom 24. d. Mts. In den Hospitälern von Port Arthur befinden Sprache in der gestrigen Sitzung vornahm. Vom Kammerpräsidenten sich noch 15 000 Stranke, 500 starben seit der Kapitulation. wiederholt zur Mäßigung aufgefordert, hielt er dem Minister vor, daß dessen Rede den Anschein erweckte, als ob er es unter seiner Würde 9 Englands unterirdische Kohlenvorräte. Die in England zur Untersuchung der abbaufähigen Kohlenvorräte in den englischen, schottischen und irischen Gruben eingesetzte Kommission hat gestern ihren Bericht erstattet. Sie gibt folgende Schäßung ab: Die gegen wärtige jährliche Ausbeute beträgt rund 230 Millionen Tonnen, und es wird angenommen, daß die zu Gebote stehenden Mittel der untersuchten Kohlenlager rund 100 000 Millionen Tonnen betragen. Es ist allgemeine Ansicht der Distriktskommission, daß aus physikalischen Gründen die gegenwärtige Steigerung der Kohlenförderung nicht mehr lange anhalten kann. Die königliche Kommission sieht daher voraus, daß eine Zeit kommen wird, wo die Steigerung der Förderung langsamer werden wird, darauf eine Zeit gleichbleibender Förderung und dann eine allmähliche Abnahme. Während die Ausbeute in England seit 1870 sich wenig mehr als verdoppelt hat, habe der Ertrag in Deutschland sich mehr als vervierfacht, in Amerika nicht weniger als verzehnfacht. In allen übrigen Teilen der Erde habe sich der Ertrag ebenso bedeutend erhöht. Kokerei Wilhelmsburg. Wie die Neue Hamburgische Börsenhalle" meldet, beruft die Kokerei Wilhelmsburg, Aktiengesellschaft in Hamburg, eine Generalversammlung ein zur Beschlußfassung über einen Vorschlag des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikats für die Stillegung des Werks. Die Offerte des Syndikats entspricht nach dem genannten Blatt so wenig den Forderungen der Gesellschaft, daß die Verwaltung ihre Annahme den Aktionären nicht Die von den Vereinigten Staaten an die Mächte gerichtete Note empfehlen tann; sie beantragt daher Beschaffung neuer Mittel für halte, auf die Ausführungen eines Sozialisten sachlich zu ertvidern, über die territoriale Integrität Chinas, die von den amerikanischen eine Erweiterung der Anlagen durch Ausgabe von 600 000 M. Voraber es werde die Zeit kommen, wo er sich dazu veranlaßt fühlen Botschaftern den Staatssekretären der verschiedenen fremden Mächte zugsaktien. Wie das Blatt weiter berichtet, ist sowohl bei dieser werde. Hildenbrand konnte darauf verweisen, daß eine heute ein- überreicht und bereits von allen Mächten in zustimmendem Sinne Gesellschaft wie bei den Norddeutschen Kohlen- und Kotswerten der gelaufene Petition der katholischen Volksschullehrer zu dem gleichen beantwortet wurde, lautet folgendermaßen:„ Meine Regierung erfährt, Geschäftsgang zurzeit infolge des Streits sehr lebhaft. Schlusse über die Bezahlung der Lehrer komme, wie er und daß im daß die Möglichkeit befürchtet wird, es könnten bei etwaigen Rechnungsabschluß und Kapitalserhöhung der Allgemeinen Motiven- Bericht der Regierungsvorlage nicht nur von einem, sondern Friedensverhandlungen zwischen Rußland und Japan Fragen wegen In der vorgestern abgehaltenen von mehreren Hungerjahren gesprochen werde, die der junge Lehrer Abtretung chinesischen Gebiets an neutrale Mächte entstehen. Ich bin Berliner Omnibus- Gesellschaft. beauftragt, Ew. Erellenz mitzuteilen, daß der Präsident der Ver- Aufsichtsratssitzung der Allgemeinen Berliner Omnibus- Aktiendurchzumachen hat. wenn er diese Be- gesellschaft legte, wie die Gesellschaft offiziell mitteilt, die Direktion Hildenbrands überaus temperamentvoll vorgetragene Ausführungen einigten Staaten es sehr bedauern würde, machten starken Eindruck und der Minister sah sich zu einer ziemlich fürchtungen zu teilen hätte, da er überzeugt ist, daß die Hinein- den Abschluß für 1904 vor. Bei einer Gesamtbetriebseinnahme von fleinlauten Entschuldigung veranlaßt, in der er sich darauf berief, bringung von Fragen, die den zur Erörterung stehenden fremd find, 5376 566 M.( im Vorjahre 3796 696 M.) ergibt sich ein Bruttono ch gewinn von 1390 637 m.( 744 319 M.), der sich zuzüglich des daß Hildenbrand feine Schärfe durch scharfe Angriffe provoziert in derartige Verhandlungen den Friedensschluß habe. Was insbesondere die Bemerkung betrifft, daß die An- weiter verzögern würde, der so sehr zu wünschen Vortrages aus 1903 mit 612 653 m. auf 2003 290 M. erhöht, von forderungen des Reiches vom württembergischen Finanzminister iſt." Nach Bezugnahme auf die Bemühungen Ameritas welchen zu Abschreibungen 616 037 M., davon auf Pferdekonto Nach Abzug der ohne Widerspruch hingenommen werden, müsse er, um Miß zugunsten der Integrität Chinas und des Grundsatzes der offenen allein 438 146 M., verwendet werden sollen. verständnisse nicht auffommen zu laffen, doch bemerken, daß dies Tür" fährt die Note fort:" Meine Regierung widersetzt sich Gewinnbeteiligung an die Angestellten der Gesellschaft in Höhe der Abgeordnete Hildenbrand nicht wissen tönne. Es scheint jedem Gedanken einer Reservierung territorialer Rechte oder einer im von 95 000 M., nach Berücksichtigung der Tantieme des Aufalso, daß Hildenbrands treffendes Wort, es sei notwendiger, die chinesischen Reiche auszuübenden Oberaufsicht und glaubt, ihre Ab- fichtsrats, Dotierung des Dispositions- und Pensionsfonds verWürttemberger zu kultivieren als die Hereros, auf den Minister nicht sichten in dieser Beziehung offen mitteilen zu sollen, um jedes Miß- bleiben einschließlich des Vortrages 1387 253 M. Reingewinn, von ohne Eindruck geblieben ist. Die Vorlage wurde schließlich zur verständnis bezüglich der Politik der Nation zu vermeiden, die so welchem 630 000 m. zur Verteilung einer Dividende von 15 Proz. Aenderung einiger Kleinigkeiten an die Kommission zurückverwiesen. große Interessen im Stillen Ozean und in China hat und deren benußt und 616 035 M.( 612 653 M.) auf neue Rechnung vorgetragen Wie zur Bekräftigung der Kritik Hildenbrands an der Benach- Befizungen in dem Gebiete, das zu dem großen chinesischen Reiche werden sollen. Die Note schließt mit dem ErFerner teilt die Verwaltung mit, daß. vorbehaltlich der Geteiligung der Lehrer zugunsten der Pfarrer begründet der heute der den Zugang bildet, so wichtig sind." Kammer zugegangene Etat des Kultusministeriums die Forderung suchen um Witteilungen der Ansichten über die angeführten Punkte. nehmigung beider Generalversammlungen ein Abkommen zwischen den Verwaltungen beider Gesellschaften geschlossen worden ist, wonach die von 300 000 Mart zur Aufbesserung der evangelischen und Vittoria- Speicher- Aktiengesellschaft als Ganzes ohne Liquidation in 150 000 Mart Mark zur Aufbesserung der katholischen Geistlichen den Besitz der Allgemeinen Berliner Omnibus- Aktiengesellschaft mit mit der Notwendigkeit einer" standesgemäßen Lebensführung" allen Rechten und Pflichten vom 1. Januar 1905 ab überdieser Beamtentategorie. Das Mindestgehalt der Pfarrer beträgt geht. Als Abfindung gewährt die Omnibusgesellschaft auf zurzeit 2200 M., das der unständigen Lehrer 720 Mt. Das Höchstdas Aktienkapital der Vittoria Speicher Aktiengesellschaft gehalt der Pfarrer soll nach der Vorlage 4300 m. betragen und nach Höhe bon 2 Millionen Mark Ein neues Kuriosum auf dem Gebiete der Versammlungs- in 800.000 m. in jungen 21 Dienstjahren erreicht werden. Dem Lehrer sind nach 32 Dienst verbote wird wieder einmal aus dem Großherzogtum Sachsen- Omnibus Aftien, denen außerdem ein Bezugsrecht auf jahren 2200 M. zugesprochen. Den unſtändigen Geistlichen, die bis weitere 200 000 m. junge Omnibus Aktien zum Kurse jegt mit 1500 m. entlohnt wurden, soll aus dem Staatsfädel eine Weimar gemeldet: Um ferner die noch brach Aufbesserung von 100 m. gewährt werden und den unständigen Am Sonntag sollte in Neunhofen bei Neustadt eine Versamm- von 210 Broz. eingeräumt wird. Lehrern wirft man den Bettel von jährlich 50 M. hin und überträgt lung stattfinden, in welcher der Tischlermeister Genosse Hohl aus die Zahlungsverpflichtung auf die Gemeinde. Neustadt über das Thema: Welches Recht hat der Arbeiter in Staat und Gemeinde?" sprechen sollte. Jedoch am Vormittag wurde dem Einberufer folgendes interessante Schriftstück zugestellt, das Herrn Eberhardt Südwestafrika. Berlin, 25. Januar. Nach einen Telegramm aus Windhuk ist wörtlich lautet: der Gefreite Ernst entschel, geb. 9. 5. 1882 zu Bedliß, früher im Leib- Husaren- Regiment Nr. 2, am 23. Januar 1905 in KleinWindhut an Typhus gestorben. Husland. Frankreich. Partei- Nachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. hier Die auf heute anberaumte Deffentliche Volksversammlung wird, wie hiermit geschied, untersagt, da deren abhaltung und die Behandlung durch Sozialsche Agitator des Themas, gerade an dem heutigen Edge, an welchem Kirchlich der so früh heimgegangenen Landesherrin gedacht wird, den Gefühlen der Ortsbevölkerung geradezu ins Gesicht W B liegenden Borderterrains der Omnibus- Geſellſchaft in der Monumenten, Usedom, Rigaerstraße und Frankfurter Allee auszumußen, sollen dieselben mit der Gegend entsprechenden Mietshäusern mit fleinen Wohnungen bebaut werden. Zur Aufbringung der hierfür nötigen Mittel sowie zur Vornahme der zur Erweiterung des Bes triebes erforderlichen baulichen Veränderungen auf dem ViktoriaSpeicher und anderen Depots der Gesellschaft wird beabsichtigt, das Attienkapital um weitere 1 100 000 m., also influſive obiger einer Million junger Aktien das Kapital der Omnibus- Gesellschaft auf insgesamt 6 300 000 M. zu erhöhen. Auch diese jungen Attien sollen den alten Aktionären der Gesellschaft zum Kurse von 210 Proz. dergestalt offeriert werden, daß auf je 4800 M. alte Attien eine junge Paris, 25. Januar. Der„ Matin" will wissen, daß in der inter- ichlagen, und daher hiermit ein dringende Gefahr für die Deffent- Attie von 1200 M. entfällt. nationalen Kommission zur Untersuchung der Hull- Angelegenheit Ilche Ruh, und Ordnung in sich schließen würde. Nur dem Neunhofen, den 22. Januar 1905. wiederholt ernste Schwierigkeiten aufgetaucht feien. geschickten Eingreifen des Vorsitzenden der Kommission, des franDer Gemeindevorstand. Werther. zösischen Admirals Fournier, sei es zu danken, daß die Kommission fich auf unbeſtimmte Zeit vertagt habe. Das Blatt behauptet ferner, Neben allgemeiner Heiterkeit wird dieses bürgermeisterliche daß die russischen Mitglieder der Kommiſſion ble hereffe Dokument die versteckte Empörung über ein vorfündflutliches Vereinszur Verfügung gestelten Eintrittskarten zumeist üretime geſetz und seine Handhabung hervorrufen. llebrigens verkennt der polizisten abgegeben hätten. Herr Gemeindevorsteher die Gefühle der Ortsbevölkerung ebenso, Aus Industrie und Handel. Zwischendecksverkehr zwischen deutschen Häfen und New York. Nach Angabe des amerikanischen Landungsagenten Wm. C. Moore auf Ellis Island haben die deutschen Schiffahrtsgesellschaften in Jahre 1904 wiederum die meisten Zwischendeckspassagiere von allen an diesem Geschäft beteiligten europäischen Reedereien nach New York geführt. Die Hamburg- Amerika- Linie benutzten auf 84 Dampfern von Hamburg aus 82 364 Personen, den Norddeutschen Lloyd auf 89 Schiffen von Bremen aus 75 547. Außerdem beförderte die Hamburg- Amerika- Linie von Genua, Neapel und Palermo aus weitere 13 776 und ferner von Stettin mit dem Norddeutschen Lloyd zusammen 1 577 Zwischendecker. Außerdem fuhren mit Schiffen des Lloyd 22 902 Zwischendeckspassagiere vom Mittelmeer nach New York. Die Oberschlesische Eisenbahnbedarfs- Gesellschaft. außer Paris, 25. Januar. In parlamentarischen Streisen verlautet, der wie die Regeln der Orthographie und der Grammatik. neue Ministerpräsident werde übermorgen( Freitag) nach der Verlesung der Erklärung der Regierung in der Deputiertenkammer mitteilen, daß er die eingebrachte Interpellation über die allgemeine| Politik des neuen Kabinetts sofort beantworten wolle; er werde dann erklären, daß er zunächst die Erledigung des Budgets für die wichtigste Einkommensteuer- Gesezentwurfs fortgesetzt werden solle. Im übrigen genommen, daß an der Grenze vielfach Stauungen im Eisenbahn- Fusionsvertrag mit den Huldschinskyschen Werken, ferner einstimmig der Regierung aufrecht. Die Zufuhr belgischer Kohlen in das niederrheinische Industrie- ordentliche Generalversammlung der Oberschlesischen Eisenbahngebiet hatte läufiger Aufhebung des Kohlenfrachtverkehrs über die Stationen durch bedingte Statutenänderungen. alsdann die Einladungen zu den Versammlungen und die Ergeb- widerte, es werde Jahr für Jahr schlimmer mit bet nisse derselben zukommen lassen können. Die Lage ist ernst und Einigkeit dringend nötig. Hochachtungsvollst Die Gründung der Süddeutschen Diskonto- Gesellschaft, von der wir vor kurzem berichteten, hat gestern in Mannheim stattgefunden. Das Aktienkapital beträgt 20 Millionen Mark; die Aktien sind von den Inhabern der Firma Wilh. Ladenburg u. Söhne in Mannheim und von der Direktion der Diskonto- Gesellschaft in Berlin übernommen worden. Den Vorstand bilden die Herren Eduard Ladenburg, Dr. Paul Ladenburg, Dr. Richard Ladenburg und W. Lindeck. Stellvertretendes Vorstandsmitglied ist Herr Theodor Frank. Der erste Aufsichtsrat besteht aus den Herren Geh. Kommerzienrat Karl Ladenburg in Mannheim als Vorsitzenden, Franz Urbig, Geschäftsinhaber der Diskonto- Gesellschaft in Berlin als stellvertretenden Borfizenden, Ernst Ladenburg in Frankfurt a. M., August Laden- Kampf vorbereitet. burg in Frankfurt a. M., Rechtsanwalt Ernst Bassermann in Mannheim, Otto Alrich, Direktor der Diskonto- Gesellschaft in Frantfurt a. M., Hermann Waller, Direktor der Diskonto- Gesellschaft in Berlin. Die Gründung ist als ein Schachzug der Berliner DiskontoGesellschaft gegen die Deutsche Bank zu betrachten. Gewerkschaftliches. Berlin una amgegend. An die zentralorganisierten Zimmerer Berlins und der Umgegend! Wie Euch durch die Presse bekannt sein dürfte, tobt gegenwärtig ein gewaltiger Kampf im Ruhrrevier. Gegen 240 000 Bergarbeiter find am 17. Jannar in den Generalstreit eingetreten, um die Anerkennung ihrer Rechte zu erzwingen. Die Bechenbefizer und Kohlenbarone lehnen jedes Entgegenkommen in der schroffesten Weise nicht nur ab, sondern sie weisen auch jede Verhandlung mit den Vertretern der Arbeiter weit von auch jede Verhandlung mit den Vertretern der Arbeiter weit von sich. Das Grubenkapital verlangt also, daß die Bergarbeiter fich bedingungslos unterwerfen sollen. Das darf unter keinen Umständen geschehen. Im Interesse der gesamten Arbeiterschaft muß dies unbedingt verhindert werden. Deshalb, Kameraden, sind auch wir verpflichtet, die streikenden Bergarbeiter in ihrem Kampfe beizustehen. Unsere Solidarität verlangt es, nicht abseits zu stehen. Nein! Wir müssen als organisierte Männer die Hand mit anlegen, um den geplanten Gewaltstreich der Kapitalisten abzuwehren. Große finanzielle Opfer sind hierzu notwendig, wozu ein jeder von uns sein Scherflein beitragen muß. Von seiten unserer Organisation nahm am Sonnabend, den 21. d. Mts., eine Konferenz des Vorstandes, der Bezirksführer und Bezirkskassierer zu dem Streit der Bergarbeiter Stellung und einmütig war die Meinung vorhanden, daß unsererseits den Streitenden gegenüber getan werden muß, was irgend möglich ist. Um jedoch die Sammlung der Gelder einheitlich und korrekt durchzuführen, wurde der Beschluß gefaßt, wie bisher unter unseren Organisationsgenossen keine Listen zirkulieren zu lassen, sondern Extramarken a 25 Pf. mit der Aufschrift ,, Für die ftreifenden Bergarbeiter" herauszugeben. Diese Marken find vom Freitag, den 27. b. Mts., ab bei allen Bezirkskaffierern und in unserem Verbandsbureau, Engel- Ufer 15, Zimmer 32, in Empfang zu nehmen. An diesen Stellen find auch alle gesammelten Gelder für verkaufte Marken sofort abzuliefern. Zwecks Ausweis für geleistete Unterſtützung wird es sich empfehlen, diese Extramarken, deren Kauf ein freiwilliger ist, auf der Innenseite des Deckels im Mitgliedsbuch einzufleben. Kameraden! Berbandsmitglieder! Tut in diesem Kampfe zwischen Bourgeoisie und Proletariat Eure Schuldigkeit. Bekundet auch diesmal Eure Solidarität durch regen Kauf der Extra- Marken und sorgt gleichzeitig für den weitesten Vertrieb derselben, damit wir Mitglieder des Zimmerer- Berbandes uns späterhin darauf berufen können, daß wir die streitenden Bergarbeiter nach Kräften unterstützt und unsere volle Pflicht erfüllt haben. Die Verbandsleitung. J. A.: Wilh. Witt. Kreisverband Pfälzischer Baugewerke. Im Auftrag: A. Heil, 1. Vorstand. Termin 25. Januar 1905. Anbei 1 Bostanweisung. Auch in diesem Schriftstück wird also scheinheilig von einer Bewegung der Arbeiter gesprochen, derweilen man selbst einen Soziales. Arbeitslosigkeit. Berner erklärte, daß die Petition ber Arbeitslosen als Storthingsdokument gebrudt werden solle und daß das Storthing sich in der ersten Sizung dieser Woche damit befassen werde. Er zweifle nicht daran, daß die Abgeordneten die Angelegenheit gründlich erwägen würden. In der vorigen Woche ist die Deputation der Arbeitslosen bereits bei dem Ausschuß der Gemeindevertretung von Kristiania vorstellig geworden. Auch hier zeigt man fich in Worten sehr entgegenkommend und versprach, die Frage so bald wie möglich und mit der Sympathie und dem Mitgefühl, das fie verdient, zu erwägen. Zeitgemäße Firmenänderung. Die Lübecker Schuhmacher. Innung hat am legten Dienstag beschlossen, sich in einen Vergnügungsberein umzuwandeln. Die Lübecker Schuhmachermeister scheinen den Wert der Junungsspielerei eben erkannt zu haben. Verfammlungen. Die alsdann borge= Eine Versammlung in einer Scheune. Eine öffentliche Metallarbeiter- Versammlung fand am 19. Juni vorigen Jahres in einer Scheune zu Müdenberg bei Lauchhammer( Regierungsbezirk Merseburg) statt, in welcher der erste Bevollmächtigte der Zahlstelle Berlin des Deutschen Metallarbeiterverbandes, Adolf Cohen referierte. Das Scheunentor stand offen, um Licht herein zu lassen, und so dem überwachenden Beamten GeDie Holzbearbeitungs- Maschinenarbeiter hielten am Montag in legenheit zu geben, sich Notizen zu machen. Es war am Nachmittag der Königsbant" eine gut besuchte Generalversammlung ab. eines Sonntags. Bei Beginn der Versammlung befanden sich alle aed teilte im Vorstandsbericht u. a. mit, daß die vor der bis dahin anwesenden Teilnehmer in der Scheune. Nachdem Cohen Aussperrung ausgebrochenen oder mit der Aussperrung im Zuſammenbreiviertel Stunden gesprochen hatte, löste der überwachende hang stehenden Differenzen nunmehr fast sämtlich zugunsten der Gendarm die ordnungsgemäß angemeldete Versammlung auf, weil Arbeiter erledigt seien. Die meisten Maschinenarbeiter haben mit sich auf dem Hof vor der Scheune noch etwa 30 Personen nach und einer Lohnzulage die Arbeit wieder aufgenommen. Bezüglich des nach eingefunden hatten, die dort hörten, was von Cohen in der Arbeitsnachweises bemerkte der Redner, daß derselbe nach wie vor Scheune gesprochen wurde. Die von Cohen beim Amtsvorsteher, gut floriert. Hierauf gab 3impel den staffenbericht vom Landrat und Regierungspräsidenten eingelegte Beschwerde hatte bierten Quartal v. J. Mit Einschluß des alten Bestandes belief fich teinen Erfolg. Der Regierungspräsident zu Merseburg betonte die Einnahme auf 36 555,15 M., der eine Ausgabe von 11 275,70 m. in seinem ablehnenden Bescheid gleich den anderen Instanzen, daß gegenübersteht, darunter 3565 M. für Krankenunterſtüßung. Es verdie Versammlung durch die Anwesenheit der Leute bleibt somit ein Bestand von 25 279,45 M. Am Schluſſe des Quartals auf dem Hofe vor der geöffneten Scheune zu einer solchen unter gehörten dem Verbande 1454 Mitglieder an. Ueber die Tätigkeit der freiem Himmel geworden sei, die einer polizeilichen Ge- ontrollfommiffion berichtete We ft. Demnach haben im nehmigung nach dem preußischen Vereinsgesetz bedurft hätte, lebten Halbjahr 141 Werkstattsizungen stattgefunden, die eine be und für welche die bloße Anmeldung nicht genüge. friedigende Beteiligung aufwiesen. Gaedice teilte namens der Cohen beruhigte fich trotz der brei ablehnenden Bescheite bei Rechtsschußkommission mit, daß in einer Reihe von Undenselben nicht, sondern erhob gegen den Regierungspräsidenten fallsachen die erforderlichen Rechtsmittel zur Wahrung der Rechte zu Merseburg durch seinen Vertreter, den Rechtsanwalt Dr. der Verletzten ergriffen seien. In den beiden gemeldeten StreitHeinemann, Klage vor dem Oberverwaltungsgericht. Die postenprozessen ist Freisprechung erfolgt. Klage geht davon aus, daß selbst eine Versammlung in einer oben nommene Vorstandswahl hatte nachstehendes Ergebnis: 1. Vorsißengedeckten, nach drei Seiten geschlossenen und nach einer Seite der Bankow, 2. Vorsitzender Hofmann, 2. Kassierer Mittag, offenen Halle als Versammlung in einem geschlossenen Raume nach 2. Schriftführer Kuzner, Revisoren Pega und Rottmann, der Rechtsprechung des Kammergerichts anzusehen ist. Unerheblich Gewerkschaftskommissions- Delegierte Wolff und Steinborn, wäre, wenn sich hier während der Versammlung noch Leute ein- Obmann der Kontrollkommission West. Beschlossen wurde sodann, fanden und auf dem Hof verblieben, während in der Scheune die die bisherigen außerordentlichen Beiträge von meisten Hörer, vor allem das Bureau und der Redner, sich auf- der vierten Januarwoche an nicht mehr zu er. hielten. heben, sondern nur noch den statutenmäßigen Beitrag von 75 Bf. Das Oberverwaltungsgericht gab der Klage statt pro Woche zu leisten. Aus der Organisation mußten wegen Dis und erklärte die Auflösung mit folgender Begründung für nicht ziplinverstoßes resp. Streifbruchs die bisherigen Mitglieder berechtigt: Eine Versammlung in einer Scheune bleibe Flügge, Kleemann, Sattler, Michael und Bra= eine solche im geschlossenen Raum, wenn auch datsch ausgeschlossen werden. Zum Schluß ermahnte der Vordie Türen offen standen. Inwiefern sich diese Versamm füßende die Anwesenden, nach Sträften für die materielle Unterlung durch Zutritt von Teilnehmern, die sich außerhalb der Scheune ftübung der streikenden Bergleute im Ruhrgebiet tätig zu sein. und vor derselben befinden, zu einer solchen unter freiem Himmel trete fofort ein, wenn auch nur eine einzelne der außerhalb des geschlossenen Raumes stehenden Personen sich aktiv an den Verhandlungen beteilige. Aber diese Umwandlung tonne auch vorkommen, wenn sich die außerhalb des geschlossenen Raumes befindlichen Personen auch nur durch Zuhören beteiligten, 3. B. dann, wenn der Redner seine Rede ausdrücklich an sie richte, wenn er durch eine Oeffnung zu ihnen spreche. Deshalb könne das Gericht sich auch nicht der Meinung des Klägers und seines Vertreters anschließen, daß eine Versammlung immer dann eine solche im geschlossenen Raum bleibe, wenn sich der Redner, das Bureau, der überwachende Beamte und die meisten Hörer im geschlossenen Raum befänden. Im vorliegenden Falle, unter den hier obwaltenden Umständen nehme indessen das Gericht an, daß hier die Versammlung durch die hinzugekommenen, draußen stehenden Teilnehmer nicht zu einer unter freiem Himmel bie Auflösung der Versammlung zu Unrecht erfolgt. stattfindenden geworden sei. Deshalb sei die Klage begründet und voll Sie Der Verband der Wäsche und Krawattenarbeiter( Filiale Berlin) hielt am Donnerstag eine zahlreich besuchte Generalversammlung ab. Der Vorfigende eller gab den Bericht des Vorstandes, wonach im verflossenen Geschäftsjahre 3 Generalversammlungen, 5 Mitglieder und 3 öffentliche Versammlungen stattgefunden haben. Borträge wurden in 6 Versammlungen gehalten, ferner wurden 18 Vorstandssitungen und 5 Vertrauenspersonen- Sibungen abgehalten. Desgleichen waren die Arbeiten der einzelnen Sektionen sehr gute. Hierauf gab der Kassierer Gue den Jahresbericht. Die Einnahmen betrugen 6694,60 M. Die Ausgaben waren infolge der feit dem 1. Juli 1904 eingeführten Aenderungen und der in größerem Umfange betriebenen Agitation faft gleich hoch. Es wurden an Krantenunterstützung 975,16 M., an Gemaßregelten- Unterstüßung 615 M. gezahlt. Dann gab ergt den Bericht vom Arbeitsnach weis, worin er besonders erwähnte, daß der Nachweis fast von allen Kollegen und auch fast von allen Fabrikanten benutzt würde. Der Der Streit in der Gelbmetallindustrie dauert fort. Die Unternehmer Bibliothekar erstattete ebenfalls einen Bericht, wonach auch die Biblio thet sehr gut benutzt wurde. Darauf erfolgten die Vorstandswahlen. haben bekanntlich den Aussperrungsbeschluß aufgehoben, verlangen Gewählt wurden zum 1. Vorsitzenden Keller, zum 2. Vorsitzenden aber von den Arbeitern, daß diese beim Antritt der Arbeit einen Revers unterschreiben, in dem sie ihren Austritt aus dem Verbande erklären. Arbeitslosen- Zählungen. Die von den Gewerkschaften in Gotha Frl. Brauer, zum 1. Staffierer Eue, zum 2. Raffierer Borch, zum 1. Schriftführer Schöngens, zum 2. Schriftführer Frl. In Anbetracht dieser Sachlage und der langen Dauer des Streits am 15. Januar vorgenommene Arbeitslosen- Zählung ergab 253 gana Ma a 3. Als Beifiker wurden Fr.' Weiß, Fr. Hahnhofb, glaubte die Zeitung desselben von den Streifenden selbst ein Arbeitslose, darunter 24 weibliche; ferner wurden 70 nicht von Fr. Rosenstengel gewählt, zu Revisoren Schwerin, Beschäftigte gezählt. In Ludwigshafen unternahm das zweifelsfretes Botum hören zu müssen, wie fich diese zur Gewerkschaftsfartell eine Arbeitslosen- Zählung am 22. Januar. Das Baetsch und Jennerjahn, und zum Arbeitsvermittler Die Versammlung war sich mun völlig darüber einig, daß eine Aufhebung des Streits Ergebnis war folgendes: 670 völlig Arbeitslose und 178 nicht bollergt. Unter Verschiedenem beschloß die Versammlung einen Anals Antwort auf die Aufhebung der Aussperrung deswegen Beschäftigte. Von ersteren find 321 verheiratet und beträgt die Zahl trag an den Zentralvorstand, den Bergarbeitern 100 M. aus der Verbandskaffe zu übermitteln. Einige Unterstüßungsanträge wurden überflüffig sei, weil ja niemand den vorgelegten Revers unter der Kinder zusammen 747. 234 ganz Arbeitslose find organisiert, abgelehnt. Bom Kassierer wurde zum Schluß noch bemerkt, das feit schreiben wolle. Der formell aufgehobene Streit würde unter diesen 436 gehören feiner Organisation an. dem 1. Januar 1905 zirka 70 Aufnahmen stattgefunden haben. ilmständen tatsächlich seinen Fortgang nehmen. Die Versammlung der Streifenden, die ungewöhnlich stark besucht war, beschloß faliez Abbe gestorben war, wußte die bürgerliche Presse zu berichten, daß Dienstag im Gesellschaftshaus stattfand, sprach Reichstags- AbgeordProfessor Abbes Bermächtnis. Bald nachdem Professor Ernst Friedenau. In der öffentlichen Volksversammlung, welche am lich mit 2620 gegen 81 Stimmen die Fortführung des Streits. Das Resultat wurde mit großer Begeisterung aufgenommen. er nahezu eine Million Mark zur Förderung künstlerischer Schließlich nahm die Bersammlung noch eine Resolution an, in und wissenschaftlicher Anstalten Thüringens hinterlaffen habe". neter Dr. David über den Klassenkampf im Ruhrrevier. Ein der den Bergarbeitern sowie auch den russischen Arbeitern die Diese Nachricht erweckte den Anschein, als ob Abbe noch am Ende Diskussionsredner, welcher die Freuden des Bergmannes auch geSympathie und Anerkennung der streikenden Metallarbeiter aus- feiner Tage über ein fürstliches Vermögen verfügte ,. von dem er nossen hatte, bestätigte die Ausführungen des Referenten. Sodann gesprochen wurde. einen Teil für gemeinnüßige Zwecke ausfekte. Dem ist aber nicht wurde einstimmig eine Resolution angenommen, in der die Verfammelten den Bergarbeitern ihre Sympathie ausdrückten. fo. Professor Abbe hat sein Privatvermögen in die Karl Zeiß- Antrag Achtung, Parteigenossen und Gewerkschaftler! In mehreren Stiftung umgewandelt und, wie der Stiftungskommissar bei der Antrag auf Ueberweisung des Ertrages der Tellersammlung wurde ebenfalls angenommen. Mit einem Hoch auf die streikenden Berg Versammlungen wurden am Dienstag den Besuchern Listen Trauerfeier für Abbe in seiner Gedächtnisrede sagte, sich an seinem arbeiter schloß der Vorsitzende die Versammlung. vorgelegt, die weder von der Gewerkschaftskommission noch Lebensabend mit einem bescheidenen Beamtengehalt begnügt, von der Partei abgestempelt waren. Da der Verbleib der während er über Millionen frei verfügen fonnte, Es dürfte indessen Rummelsburg. Die Volksversammlung, in welcher Genosse Gelder aus solchen Sammlungen ungewiß ist, werden die weniger Selbstentsagung bewiesen hätte. einige Zahlen darüber angebracht sein, einige anzugeben, was Grenz über den Klassenkampf im Ruhrgebiet sprach, war von Genossen gut tun, alle Listen vor dem Zeichnen daraufhin an- Brofessor Abbe direkt und durch die Karl Zeiß- Stiftung für wiffen- Männern und Frauen start besucht. Das Referat wurde mit lebzusehen, ob dieselben an zuständiger Stelle abegestempelt sind. fchaftliche und gemeinnützige Zwede aufgewendet hat. Nach zu David über„ Die Notwendigkeit der Genossenschaften". Dieses haftem Beifall aufgenommen. Nachdem sprach noch Genoffin verlässiger Auskunft handelt es sich dabei um mehrere Millionen Mart. Der größte Teil entfällt auf die Förderung wissenschaftlicher Referat fand ebenfalls reichen Beifall. Nach beiden Referaten erfolgte Die diesjährigen Bauarbeiter- Aussperrungen scheinen von den Zwede, speziell die Universität Jena, die Abbe nicht nur die eine furze Diskussion. Der Ertrag der Tellersammlung wurde den Unternehmern im Süden und Südwesten Deutschlands vorbereitet Errichtung neuer Lehrstühle und die Durchführung einer Besoldungs- streifenden Bergarbeitern überwiesen. Zur Ehre der kämpfenden zu werden, nachdem im vergangenen Jahre die nord- und mittel- reform, sondern auch mehrere Institute und schließlich auch das russischen Arbeiter erhoben sich die Anwesenden von ihren Plätzen. deutschen Unternehmer der Baubranche auf diesem Gebiete„ bahn- neue Universitätsgebäude verdankt. Denn ohne die Karl Zeißbrechend" vorgegangen find. Jüngst meldeten wir, daß die Stutt- Stiftung hätte das legtgenannte Projekt auf viele Jahre hinaus Reinickendorf- West. In sehr gut besuchter Versammlung sprach garter Bauunternehmer Streits in der Baubranche als bebor- praktische Gestalt nicht gewonnen. Für Zwede gemeinnügiger Art, Reichstags- Abgeordneter Genosse Stadthagen. Redner ging stehend ankündigten. Jetzt ist der Pfälzischen Post" folgendes ver- von denen besonders die Stadt Jena und die Nachbargemeinde zunächst auf die Ursachen des Riesenstreits ein. Um den Uebermut trauliche Zirkular auf den Redaktionstisch geflattert: Wenigenjena den Vorteil haben, wie Volkshaus, Lefehalle, Schäffer- der Kohlenbarone zu brechen, müßten die Zechen in das Eigentum Kreisverband Pfälzischer Baugewerte. Museum, Kinderheim usw. wurden 3,3 Millionen Mart aufgewendet. des Reiches übergeführt werden. Nur dann dürften die Forderungen Rechnet man zu diesen Summen noch die jährlich sich wiederholenden der Arbeiter wenigstens teilweise erfüllt werden. Nunmehr ging außerordentlichen Wohlfahrtsausgaben für die Angestellten der Redner auf die Zustände in Rußland ein und schilderte in optischen Werkstätte von Karl Zeiß, so gewinnt man ein ungefähres flammenden Worten den Freiheitskampf der dortigen Arbeiter. Im Bild von der Hochherzigkeit dieses Mannes. Anschluß daran verlas er die gestern mitgeteilte Resolution mit einem Rußland betreffenden Busat. Sie wurde einstimmig angenommen. Zu Ehren der unter den Kugeln und Säbeln der ruffifchen Soldatesta gefallenen Freiheitstämpfer erhoben sich alle Anwesenden von ihren Plätzen. Bertraulich! Deutfches Reich. " wenn er Ein Raiserslautern, 20. Dezember 1904. Die Zeichen der Zeit laffen für das Frühjahr eine Demonstration der Arbeitnehmer Organisationen, welche in lezter Zeit durch zahlreiche Zugänge ges ftärkt wurden, in Form einer Lohnbewegung erwarten. Eine Arbeitslosendeputation vor dem norwegischen Storthing. Diesbezügliche Forderungen liegen bereits vor in Pirman Kristiania herrscht gegenwärtig wieder außerordentlich große sens seitens der Steinhauer, in Kaiserslautern seitens Arbeitslosigkeit, die nur durch zweckmäßige Maßnahmen der Staatsder Maurerorganisationen, welchem sich, dem Vernehmen nach, alle und Gemeindebehörden gemildert werden könnte. Am Montag be= übrigen Organisationen des Baugewerbes anschließen wollen. gab sich eine von zirka 600 Arbeitslosen gewählte Deputation nach Lichtenberg. Die Boltsversammlung, die fich mit dem Ausstand Diesem festgeschlossenen Block der Arbeitnehmer ist es nötig, eine dem Storthingsgebäude und ihr Wortführer, Steinarbeiter& arl- der Bergarbeiter beschäftigte, war von zirka 1000 Männern und ebenso gute und tüchtige Organisation der fen, verlas vor den Präsidenten des Storthings, des Logthings Frauen besucht und hörte mit fichtlichem Intereffe die Ausführungen Arbeitgeber gegenüber zu stellen, wenn wir nicht im Früh- und des Odelethings eine von den Arbeitslosen beschloffene Betition, der Referentin Ihrer sowie der Diskussionsrednere bold, jahr überrascht und in unseren Interessen schwer geschädigt werden in der verlangt wird, daß die Arbeiten an der Bahnstation in Grauer und Frl. Gemeinhard an. Die Resolution fand einKristiania, sowie die Bahnbauarbeiten im Lande beschleu::: gt werden, stimmige Annahme. Die gleiche Versammlung hörte die Bericht Bereits haben wir Fühlung mit den Arbeitgeber baß Zuschüsse zu den Arbeitslosenkassen der Arbeiter gewährt erstattung vom Preußentage. Auch für diesen Teil war Genoffin berbänden der Nachbargebiete genommen, um ein ge- werden und die Errichtung neuer Arbeitslosentassen befördert werde, Ihrer Berichterstatterin. Eine Diskussion wurde darüber nicht meinsames, folidarisches Vorgehen zu erzielen. Um und daß es den Arbeitern leichter gemacht werde, Arbeiter- Land- beliebt. Vor Erledigung vorstehender Punkte beschloß die Ver mit Erfolg die Vorsichtsmaßregeln frühzeitig einleiten zu können, wirtschafts- und Wohnungsdarlehen zu erhalten. Außerdem wird fammlung die Begründung eines Vereins für die Frauen und ist es nötig, daß sich alle Bauhandwerksmeister im Kreisverband zu der Storthing ersucht, die öffentliche Arbeitsvermittelung zu Mädchen der arbeitenden Klasse Lichtenbergs. Genoffin Wichmann ſammenfinden und solidarisch vorgehen. Wir ersuchen Sie deshalb fördern. Der Storthingspräsident Berner erkundigte sich in erstattete über die Vorarbeiten Beri, Bur Borsigenden des neuen höft, alsbald durch Einsendung des Jahresbeitrages von M. 2,00 einer längeren Unterredung mit dem Wortführer der Deputation, Vereins wurde Frau Brühl, als Raffiererin Frau 2ange und per Bostanweisung Ihre Mitgliedschaft zu erklären, damit wir Ihnen ob denn die Lage schlimmei sei als früher, worauf Karlsen er als Schriftführerin Frl. Gemeinhard gewählt. Berantto. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glrd, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW wollen. Nr. 22. 22. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Bonerstag, 26. Januar 1905. Lokales. Das Aergernis des Staatsanwalts. nach dem Instanzenzug endgültigen prozessualen Niederlage je vier Fahrten an je sechs aufeinander folgenden Wochen- Wert" " Berliner Partei- Angelegenbeiten. zu beruhigen. Er ſchrieb an den Miniſter Schönstedt und tagen auf allen Zügen, welche der öffentlichen Benutzung dienen, forderte von diesem, daß er schleunigst gegen die zuständigen soweit in letzteren Pläße frei sind. Der Preis einer Wochenkarte Der polnisch- sozialdemokratische Wahlverein teilt uns mit, Richter des Kammergerichts, die das Urteil gefällt beträgt 1,75 M., so daß jede Fahrt mit solcher Starte auf 7,4% f. Saß am Sonntag, nachmittags 2% Uhr, in den„ Arminhallen", hatten, im Dienstaufsichtswege das Geeignete veranlasse" und zu stehen kommt. Prediger und Kirchendiener. Uns wird geschrieben: Am Kommandantenstraße 20, eine polnische Volks- Versammlung ihm von dem Geschehenen Mitteilung mache". Mit Rücksicht stattfindet, in welcher der Genosse Franz Morawski aus darauf, daß Herr Ring als ehemaliger Landtagsabgeordneter 18. d. Mts. war vor dem königlichen Konsistorium die HauptKattowit nach seiner dreijährigen Inhaftierung zum ersten genau wissen mußte, daß richterliche Entscheidungen der Ein- berhandlung in dem im Anschluß an die Matthessche Aegelegenheit Male über„ Polenpolitik und Sozialdemokratie" sprechen wird. wirkung durch den Justizminister wenigstens nach dem Gesetz gegen den Küster Schröder von der Kaiser Friedrich- Gedächtniskirche eröffneten Disziplinarverfahren. Nachdem Herr Rechtsanwalt entzogen sind, wurde dies Verlangen damals lebhaft be- Röhrig, der Verteidiger des Beschuldigten, eine ganze Anzahl neuer sprochen. Nun veröffentlicht die„ Deutsche Tageszeitung" die Beweisanträge gestellt hatte, nahm die Sache eine wohl alle Be Antwort des Herrn Schönstedt auf das Gesuch des Herrn teiligten überraschende Wendung: Das königliche Konsistorium sah Ring- Düppel. Sie datiert vom 18. Januar und lautet sich veranlaßt, die Hauptverhandlung auszusehen und von neuem in wörtlich: die Voruntersuchung einzutreten. Im Zusammenhang hiermit Auf die Eingabe vom 14. November habe ich den Bericht des dürfte es von Interesse sein, daß die königliche Staatsanwaltschaft Ein Stück preußisches Mittelalter gefährlicher Art trat Kammergerichtspräsidenten erfordert. Soweit die Behandlung der bereits die gegen den Küster Schröder erstattete Anzeige wegen gestern in einem politischen Preßprozeß ans Licht. Wegen Sache in der Berufungsinstanz einer Nachprüfung im Auf- Meineids nach sorgfältiger Prüfung der Aften usw. zurückgewiesen fichtswege unterliegt, ist von mir das Erforderliche veranlaßt und das Verfahren gegen ihn eingestellt hat. Es ist zu hoffen, Gotteslästerung und Religionsbeschimpfung hatte sich der worden. Zu einer Nachprüfung der sachlichen Entscheidung und daß nunmehr auch die Disziplinarbehörde eine wirklich gründliche, Maler Hans Ruegg vor der 10. Straffammer des Land- ihrer Begründung bin ich gesetzlich nicht ermächtigt. nach jeder Richtung hin erschöpfende Untersuchung dieser immer peingerichts I zu verantworten. Ruegg zeichnet als verantwort- Wie nun die Nachprüfung im Aufsichtswege besorgt worden licher werdenden Angelegenheit veranlaßt, und kann es dann nicht Wie wir hören, licher Redakteur für die anarchistische Zeitschrift Der freie ist, wie der Justizminister dem Zivilgericht gegenüber das Er- fehlen, daß endlich der Schuldige entdeckt wird. Arbeiter". Gegenstand der Anklage bildeten zwei in dieser forderliche veranlaßt hat, darüber zerbrechen liberale Blätter, hat sich einer der tüchtigsten hiesigen Rechtsanwälte des ehemaligen Zeitschrift veröffentlichte Artikel, deren erster unter dem Titel so die Vossische Zeitung", sich den Kopf. Vielleicht schwebt sicht auf ein Wiederaufnahmeverfahren zugunsten des Matthes. Kirchendieners Matthes angenommen, und besteht begründete Aus„ Gott der erste und Gott der zweite" dem„ Armen Conrad", ihnen der Königsberger Russenprozeß vor, in welchem Der zweite unter dem Titel„ Sittlichkeit und Christentum" ja allerdings nicht nachher, sondern während des Vorverfahrens alte Schuhfabrikant Siegmund Lichtenstein aus CharlottenEin sauberer Unternehmer. Verhaftet worden ist der 41 Jahre einem Werke des Schriftstellers Multatuli entnommen war. bis dahin für unglaublich gehaltene Dinge verübt worden In dem ersten Artikel wurde in der Form eines Märchens find. Immerhin ist es interessant, daß der Justizminifier den burg. i hatte früher eine Fabrik in Düsseldorf und stand dort Ende des Jahres 1903 unter der Anklage des betrügerischen Bankrotts. erzählt, wie der ehemalige alte liebe Gott abgesetzt und an Agrariern Balsam auf selbstverschuldete Wunden streut, während Er ging aber frei aus, weil man ihm eine strafbare Handlung nicht seine Stelle der zweite Gott in Gestalt des Staates getreten er nicht am Blake ist, wenn im Reichstage die schwersten nachweisen konnte. Im Januar v. J. fam er mit seiner Frau und fei. In dem zweiten Artikel wurde unter anderem gesagt: und begründetsten Anklagen gegen die deutsche Justiz erhoben drei Kindern hierher, mietete im Hause Kantstr. 76 eine Wohnung " Die Moral der Bibel sei fast durchgehends infam." Die werden. von 5 Zimmern für 1200 M. und richtete in der Wassertorstr. 50 7. Straffammer hatte die Eröffnung des Hauptverfahrens eine Schuhfabrik Lichtenstein 1. Comp. ein. Sie beschäftigte einen bezüglich des ersten Artikels abgelehnt, weil sie meinte, daß Breise für Kohlen, Kofs, besonders für Schmelztofs, der sehr ge- Der Buchhalter mußte mehrere tausend Mark einlegen, jeder HausZur Kohlenfrage meldet der Magistrats- Berichterstatter: Die Buchhalter, einen Werkmeister, 28 Gesellen und 3 Hausdiener. an dem Inhalt des Artikels wohl niemand Anstoß sucht wird, sind trotz des eingetretenen Tauwetters weiter gestiegen. Diener eine Bürgschaft von 100 bis 150 M. stellen. Dem Buchgenommen habe. Das Kammergericht ordnete aber die Er Die hiesigen maßgebenden Firmen erhalten jetzt täglich 30 bis 50 halter räumte Lichtenstein das Recht ein, sich bis zu 6000 M. an hebung der Anklage an, da der Erste Staatsanwalt Figge als Anfragen nach Kohlen und Kots von Abnehmern, die sonst nicht von der Einrichtung schadlos zu halten. Bald haperte es aber mit der eine Persönlichkeit auftrat, die Aergernis an dem Artikel Berlin beziehen. Die meisten dieser Anfragen müssen ablehnend Miete für die Fabrikräume. Als sich der Hauswirt durch die Eingenommen hatte. Erster Staatsanwalt Figge befundete gestern beantwortet werden, weil die Vorräte an Kohlen und Kots zurzeit richtung sichern wollte, ergab sich, daß er den Vertrag mit Lichten als Zeuge,(!) daß die rohe Ausdrucksweise, mit der das, bedeutend fleiner find, als im Januar 1903 und 1902. Auch stein persönlich abgeschlossen, die Firma Lichtenstein u. Comp. aber was einem religiösen Menschen heilig sei, in den Staub gezogen die Zufuhren sind nicht so bedeutend wie in früheren Jahren ge- der Frau Lichtenstein gehört. Dei Buchhalter hatte sich den ParaStaatsanw.- Rat wesen. In den letzten Tagen sind viele Wagenladungen Kohlen graphen des Handelsgesetzbuches, nach dem ihm 2. die Schadloswerde, ihm Aergernis bereitet habe. Lindow beantragte wegen beider Artikel 5 Monate nach der Provinz Hannover verladen worden, die sonst nur west- haltung eingeräumt hatte, nicht angesehen, und nun stellt sich heraus, fälische und andere Kohlen bezieht. Mehr als 1000 Waggons daß er für ihn wertlos ist, daß er von ganz anderen Dingen handelt. Gefängnis. Rechtsanwalt Viktor Fraenki bestritt böhmischer Kohlen sind in den letzten Tagen über Dresden nach Aber auch im anderen Falle war ihm nicht geholfen, denn die dagegen die Anwendbarkeit des§ 166 auf diesen Fall, zum Westdeutschland gegangen. Täglich verkehren jest Güterzüge mit Maschinen sind noch nicht bezahlt. Eine Kölner Lederhandlung hatte Teil aus den schon von der abweisenden 7. Straffammer geltend Kohlen auf den Strecken Breslau- Brieg- Brockau usw., und mit L. einen Vertrag geschlossen, nach dem er ihr Stiefelschäfte hergemachten Gründen und beantragte die Freisprechung, da der Riesa- Leipzig usw. Zwei Senftenberger Braunkohlengruben sind stellen sollte aus dem Leder, das sie ihm lieferte. Die Menge der Angeklagte die Artikel ja aus unbeanstandet gebliebenen zurzeit vollständig ausverkauft und können nicht einmal ihre alten abgelieferten Schäfte stand aber in einem so argen Mißverhältnis zum gelieferten Leder, daß der Chef der Handlung sich veranlaßt Quellen übernommen und deshalb das Bewußtsein der Straf- Abnehmer befriedigen. barkeit nicht gehabt habe. Der Gerichtshof erkannte auf Berliner Schulangelegenheiten. In der gestrigen Sitzung der sah, sich persönlich von dem Stande der Dinge zu überzeugen. Er Freisprechung bezüglich des ersten Artikels, verurteilte aber den städtischen Schuldeputation wurde unter den Vorsiz des Stadt- fand für 70 M. Ware vor, während er für rund 40 000 M. zu vers Angeklagten wegen des zweiten Artikels zu 2 Monaten synditus Dr. Hirse torn der von einer Kommission unter dem langen hat. 2. hatte das ihm anvertraute Leder verseht und ver Vorsitz des Stadtschulrats Dr. Gerstenberg ausgearbeitete fo- fauft. Diese Entdeckung führte den Zusammenbruch herbei. Seinen Gefängnis. Aus den neunziger Jahren ist der berühmte Verlegenheits- genannte Stoffverteilungsplan für die achtklassige Gemeindeschule Arbeitern empfahl 2., fich für den Ausfall der vierzehntägigen gendarm in Erinnerung, der bei den groben Unfugsprozessen, beraten. Der Plan, nach dem sich die Lehrer bei der Verteilung Kündigung Maschinen zu nehmen. Dann ging er in den Kaiser. welche gegen Versammlungsleiter wegen eines Hochs auf die des Unterrichtsstoffes in den einzelnen Klaffen richten sollen, fieht feller, um sich von den Schrecken zu erholen. In der Nacht zum eine Ergänzung des in den Gemeindeschulen vorgeschriebenen Dienstag machte die Polizei dem Wohlleben ein Ende und brachte revolutionäre Sozialdemokratie angestrengt wurden, oder bei Unterrichtsstoffes vor und war nötig geworden, um eine leber- ihn nach Moabit. Für die Privatwohnung ist 2. auch schon Miete ähnlichen Gelegenheiten vorschriftsmäßig, sich beunruhigt" einstimmung in den einzelnen Selassen der vielen Gemeindeschulen schuldig. Der Gerichtsvollzieher geht dort aus und ein, fann aber fühlte. Diesen Unglücksmenschen sind wir glüdlich los ge- herbeizuführen, damit bei dem häufigen Wohnungswechsel und der dadurch nichts holen, weil dem Wohnungsinhaber nichts gehört. Die Hausworden, nachdem die Handhabung des groben Unfugs- bebingten Umschulung der Kinder diese gleichmäßig fortschreiten und diener haben nur einen Teil ihrer Bürgschaft retten tönnen. paragraphen gegen politisch mißliebige Personen gründlich ihr nicht zurückbleiben oder einzelne Lehrstoffe überspringen. Dieser Plan Teil dazu beigetragen hat, daß über die Qualität der preußisch- Berschiedenheiten verschwinden. Die neu projektierte Gemeinde hat mannigfache Verkehrsstörungen im Gefolge gehabt. wird nun gleichmäßig bei allen Schulen verteilt werden und die Der Witterungsumschlag deutschen Justiz im Bolte das bekannte, in keiner Weise mißzu doppelschule in der Lithauerstraße wird nach den Beschliffen des Glatteis brachte Dienstag abend zudem verschiedene Unglüdsfälle. verstehende Urteil gefällt wird. Jetzt scheint es wirklich und Ausschusses und des Magistrats eine Turnhalle im Erdgeschoß des Die städtische Straßenreinigung wurde troß der vorgerückten Stunde wahrhaftig, daß der beunruhigte Gendarm von dem ärgernis- Schulgebäudes erhalten, während bisher die Turnhallen auf den in nehmenden Staatsanwalt abgelöst werden soll. Wenn er diesmal Höfen getrennt von den Schulgebäuden in besonderen Gebäuden er um Sandstreuen requiriert, um Unfällen vorzubeugen. Trotzdem por Gericht noch kein rechtes Glück gehabt hat, so ist die Hoffnung richtet wurden. Das beim Turnunterricht entstehende Geräusch waren solche recht zahlreich zu verzeichnen. An der Ede der Alten berechtigt, daß er ein zweites Weal um so besser abschneidet edentſprechende. Bentilation usw. etwaige Unzuträglichkeiten für Die Tatsache, daß ein Berliner Gericht einen so ernsten und fittlich reinen Schriftsteller wie den Holländer Defter für einen den Schulunterricht beseitigt werden. Mann anftett, der gegen einen der bedenklichsten Paragraphen des Strafgesetzbuches verstößt, läßt für die Zukunft zu ausschweifendsten Hoffnungen Raum. Seltsame Solidarität. Für die Berliner Ferienkolonien hat ein unbekannter Bürger zur Erinnerung an seine verstorbene Frau 10 000 m. geftiftet. Das Wie hilflos die Autos dem Straßenschmuß gegenüberstehen, fonnte man abends in der Potsdamerstraße beobachten. Eine Der Leute aus und zogen sich bei dem Sturz erhebliche Verlekungen im Geficht zu. In der Lindenstraße tam eine Almosenempfängerin zu Fall und verrenkte sich dabei den rechten Arm. In der Oranien Straße wäre der Glätte beinahe ein Menschenleben zum Opfer gefallen. Gegen 210 Uhr freuzte dort an der Ede der Brandenburg, Die Influenza scheint in diesem Winter in Berlin wieder mehr straße ein zehnjähriges Mädchen den Fahrdamm und glitt zwischen Opfer fordern zu sollen als in dem vorjährigen. Nachdem fie schon den Straßenbahngleisen aus. In diesem Augenblid nahte ein Opfer fordern zu sollen als in dem vorjährigen.. Nachdem fie schon Straßenbahnzug der Linie Charlottenburg- Görlizer Bahnhof im Dezember stärker um sich zu greifen begonnen und eine größere heran, und nur durch die Geistesgegenwart des Führers gelang es, Ein Parteigenoſſe ſchreibt uns: In einer Versammlung des zahl von Sterbefällen berigtet aufgetreter, wie man es hier feit den Wagen wenige Schritte vor dem am Boden liegenden Mädchen Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereins, die zugunsten der aus- Januar ab mit einer Heftigteit ständigen Bergarbeiter einberufen war, glaubte ein Parteigenoffe mehreren Jahren nicht mehr beobachtet hat. Ueber die Influenza- 3um Stehen zu bringen. auf einer Ziste für die Bergarbeiter fammeln zu sollen. In dem Sterblichkeit der letzten Wochen liegen endgültige Feststellungen des Belustſein, anwesenden Mitgliedern des Hirsch- Dunderschen Gewerkvereins Sie ergeben, daß die Woche vom 1. bis zum 7. Januar bereits Motor schnaubte, die Räder drehten sich in rasender Geschwindigkeit, Gelegenheit gäbe, nicht nur mit Worten, wie die bürgerliche Presse, 30 Influenza- Sterbefälle gebracht hat. Noch im Dezember waren sondern auch materiell ihre Solidarität zu beweisen, machte er sich aus teiner Woche mehr als 20 Sterbefälle dieser Art gemeldet ohne daß der Wagen dadurch von der Stelle kam, nur der StraßenTätigkeit. Anfangs ging's ja auch ganz gut. Doch nach worden, und bis Ende November war die Zahl der Influenza- schmutz wurde von den Rädern in die Luft geschleudert, weil sie auf an fine dem er einige Lische abgefragt hatte, nahte das Verhängnis in Sterbefälle sogar nicht über 10 pro Woche hinausgegangen. Seit dem schlüpfrigen Asphalt feinen Stützpunkt fanden. Hohnlächelnd den Berfonen einiger Mitglieder des Vorstandes. Wütend stürzte tem Winter 1899/1900 ist es jetzt das erstemal, daß die Influenza vorbei, und der arme Autofutscher mußte zum Schaden noch die einer der Herren auf unseren Genoffen zu und sagte scheltend, daß Sterblichkeit einer Woche wieder bis auf 30 gestiegen ist. urwüchsigften Berliner Kalauer über sich ergehen lassen. Der Humor Der Umbau der Eisenbahnbrücke über die Spree zwischen bei der Sache ist, daß in dem Auto als Passagier ein Polizei er sich in die Versammlung geschlichen habe; ein anderer magte die liebenswürdige Bemerkung, daß sich die Genossen woh! Treptow und Stralau wird rasch gefördert. Für die ältere, strom- Offizier faß. mit den hier gesammelten Geldern groß tun wollten. Auf die höf: abwärts gelegene Hälfte, auf die der Umbau sich erstreckt,' ist das Ueber verschiedene Unglüdsfälle auf dem Eise wird liche Erwiderung, daß er, der Sozialdemokrat, es als seine Pflicht Mauerwerf der Widerlager beider Ufer verstärkt worden. Die alte noch gemeldet: In dem Mündefee fanden vorgestern nachmittag der bidfradte, bei allen ihm gegebenen Gelegenheiten für die Opfer dieses Eisenkonstruktion ist beseitigt, und man hat bereits mit der Auf- neun Jahre alte Paul und die sieben Jahre alte Hedwig Eſchert, Rieſentampfes zu sammeln, und dies auch an dem nächsten Tiſche ſtellung des neuen, stärkeren Brückenbauwerkes beginnen können. Kinder des Arbeiters E., ihren Tod. Während der Vater bei der weiter tat, fam einer der Herren, der später mit im Bureau der Durch die Wintertälte sind die Umbauarbeiten wenig behindert Eisernte beschäftigt war, spielten die Kinder in der Nähe auf dem Bersammlung saß, und forderte einen jungen Mann direkt auf, nichts worden. Ihre baldige Beendigung ist wünschenswert; für den ge- Eise und brachen ein. Die sofort angestellten Rettungsverfuche Beraie Ritte zu zeichnen. Erfreulicherweise hatte aber sein Bemühen ſamten, ziemlich lebhaften Personenzugsverkehr zwischen den Ring- waren vergeblich. Auf dem Grienericfee bei Rheinsberg brach teinen Erfolg. Nun schienen aber einzelne der Herren gana bahnstationen Stralau- Rummelsburg und Treptow ſteht auf der der Bädermeister Ernst Franke beim Schlittschuhlaufen ein. Dem Gintien all lommen; einer forderte in barschen Tone unſeren Ge- Spreebrüde gegenwärtig nur ein einziges Geleise zur Verfügung, Ertrinkenden wurde eine Stange gereicht, die er auch erfaßte. Gr noffen auf, sofort ben Saal zu verlaffen, er mache von seinem so daß die von Stralau- Rummelsburg kommenden Büge meist ließ sie jedoch sofort wieder lo3 und ging unter. F. war allem AnBausrecht Gebrauch usw. Der Mann geleitete unseren Genossen zu einige Zeit vor der Brüde liegen bleiben müssen. feinem Blake, wo dieser nun freilich dem Herrn gehörig die Meinung geigte, so daß er doch vorzog, seine Drohungen mit Hinauswerfen scheine nach von einem Herzschlage getroffen worden. Ein vierter Ein Sohn des Kaisers ist bedenklich erkrankt. Wie offiziell ge- tödlicher Unglücksfall wird aus Templin gemeldet. Der dreizehnnicht in die Tat umzuſeßen, vielmehr beschämt von dannen ging. meldet wird, haben Oberstabsarzt Wiedemann und Stabsarzt jährige Sohn des Tischlermeisters Jakobi lief auf dem Templiner Unser Parteigenoffe hätte sich gewiß beschieden, wenn ihm etwa Wiemuth bei dem Prinzen Eitel Friedrich eine beginnende See Schlittschuh und geriet in eine offene Stelle. Der Anabe rief herausgebe und aus diesem Grunde die sozialdemokratische Kon- Sohn des Kaisers am 7. Juli 1883 geboren, steht also in einem bei törper aus dem Wasser zu ziehen. Der Tod des Kindes war inzwischen eingetreten. Am Donnerstag und Freitag voriger Woche furrenz nicht gern gesehen sei. aber im Interesse der ganzen Lungenerkrankungen kritischen Alter. find nach einer amtlichen Zusammenstellung auf den Gewässern Wochenkarten auf städtischen Straßenbahnen. Die Verwaltung innerhalb des Regierungsbezirts Potsdam 11 Personen eingebrochen Arbeiterschaft ist es bedauerlich, daß ein Mann, der noch nichts tat,| erregen konnte, wie geschehen, der städtischen Straßenbahnen teilt uns mit: Um auf den Straßen- und ertrunken. Ueber die rohe Tat einiger Schlittschuhläufer wird arbeiter- Ausstand besonders notwendige Solidarität der Arbeiter bisher von der Lösung ganzer Monatstarten Abstand nahmen, folie folgendes gemeldet: Um die Schlittschuhläufer vor Lebensgefahr denjenigen, welche für eine solche Karte während eines ganzen zu schützen, sind auf der jetzt stark besuchten Eisfläche der Oberhavel Monats feine Verwendung haben, wird die Berliner elektrische die als unsicher bekannten Stellen gesperrt und ihr Betreten polizeiStraßenbahnen- Aktiengesellschaft auf ihren beiden Linien Behrens lich verboten worden. Zur Durchführung dieser Maßregel sind auf Eine Art Kotau vor der Milchzentrale war dem Juſtizminiſter Dr. Schönstedt vor einiger Zeit ftrage- Treptow und Mittelstraße Bankom vorläufig versuchs- dem Eise täglich Polizeibeamte im Dienst, die das Publikum warnen Die Milchzentrale führt gegen Unter- weise vom 30. Januar d. J. ab neben den Monatskarten auch und solche Personen, welche zuwiderhandeln, zum Verlassen der verDer Spandauer Polizeibeante genossenschaften, die sich aufgelöst haben, weil ihnen der Atem Wochenfarben zur Einführung bringen. Dieselben sollen, um ihre botenen Stellen auffordern. Benutzung den Fahrgästen soviel als möglich zu erleichtern, außer Wittte, der Zibilkleidung trug, hatte mehrere Schlittschuhläufer die Gesubgllis, eine Reihe Zivilprozeſſe So hatte bie mauerlichen in den Geschäftsstellen von jedem Schaffner an jedem Werktage außerhalb der freigegebenen Eisbahn betroffen und fie auf bis als auguren Brozeß gegen eine aus neun kleinen bäuerlichen ausgegeben werden, und zwar ohne die angegriffen Beigern bestehende Milchverwertungs- Genoſſenſchaft vor dem graphle oder einer Unterschrift verlangt i eigabe einer Bhoto fahren hingewiesen. Sie verhöhnten aber den Beamten, und als Rammergericht in letter Instanz verloren. Herr Ring- Düpper, gilt nur für denjenigen, für welchen fie gelöſt wurde, iſt nicht über, und mit Meffer stich en bearbeitet; ein Stoß traf base der Zeiter der Sentrale, zeigte keine Neigung, sich bei dieser kragbar und berechtigt auf der in der Karte bezeichneten Linie zuluge, das sogleich auslief; im weiteren Stampf wurde der Be schaft gestärkt. zugemutet worden. wird. Die Wochenfarte er die Namen der Lente feststellen wollte, wurde er tätlich fucht. amte noch mehrfach verlebt, ihm auch der Daumen der rechten Hand 13tveier weiterer Polizeibeamten, besonders in Rücksicht auf die Mehr- Der Gemeindevorsteher als Wahlfälscher. Wegen Berfälschung abgeschnitten. Als dem Bedrängten andere auf dem Eise postierte arbeiten, welche durch die Eisaufsicht bedingt sind, wurde ab eines Wahlergebnisses ist am 7. April v. J. vom LandPolizeibeamte zu Hülfe eilten, nahm die inzwischen start an- gelehnt. In der Debatte hielten die Kommissionsmitglieder mit gericht Graudenz der Besizer und Gemeindevorsteher Gustav gewachsene Menge eine drohende Haltung an und verhinderte die einer scharfen Kritik des Verhaltens der Regierung nicht hinterm Stichert in Dulzig zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt Festnahme und Namensfeststellung der Täter, die alsdann ent- Berge, welche fortgesezt neue Aufgaben und Lasten den Gemeinden worden. Bei der Reichstagsstichwahl am 25. Juni 1903 war er kommen sind. Der verlebte Beamte liegt schtver krank danieder. zuweist, ohne selbst, wie es ihre Pflicht wäre, in die eigene Tasche Wahlvorsteher. Wie sich bei Prüfung der Stimmzettel und UmWenn diese Mitteilungen zutreffen, dann ist ein Roheits zu greifen. Die an sich durchaus nötige Beaufsichtigung der Eisflächen schläge ergab, waren 15 derselben, die auf den Namen des einen berbrechen verübt worden, das in der Lokalchronik seinesgleichen wird der städtischen Polizei Spandaus bis weit über das städtische Kandidaten lauteten, durchlocht und auf diese Weise gekennzeichnet. Gebiet hinaus, bis nach Nieder- Neuendorf, Tegel und Pichelswerder Sie konnten deshalb dem Kandidaten nicht zugerechnet werden. Das Durch einen Sturz vom Dach ist der 34 Jahre alte Dachdecker- Fiskus die erklecklichen Pachtsummen einſtreicht. hin aufgebürdet, und dies obendrein auf Wasserstraßen, für welche der Gericht hat festgestellt, daß nur der Angeklagte diese Kennzeichnung Die Kom bewirkt haben kann. Die Revision des Angeklagten wurde meister Adolf Schoeneich aus der Brizerstr. 4 gestern um das Leben mission beschloß: Es sollen nur für die Dauer der Eiszeit zwei gestern vom Reichsgericht verworfen. gekommen. Schoeneich, der mit seinem Vater in der Dresdener Hülfsbeamte gegen Tagesdiäten eingestellt, die Einziehung der Kosten straße 19 gemeinsam ein Geschäft betrieb, wollte auf dem vierstöckigen vom Fiskus soll versucht werden. Einen breiten Raum in der Hause Sebastianstraße 73, das neu gedeckt werden soll, Zink an der Debatte nahm ferner die Angelegenheit der unzähligen RückVermischtes. Dachrinne abreißen. In dem Glauben, daß er noch festhalte, zog er fragen der Direktionen der hiesigen Staatsbetriebe bei der mit einer Zange stark an. Da aber der Zink bereits gelockert war, Polizeiverwaltung in Unterstützungsfragen ein. Dieserhalb Eisenbahnunfall. Nach amtlicher Meldung hat gestern nacht so gab er leicht nach und der Meister verlor nun auf dem vom Frost ist seinerzeit dem Magistrat nahegelegt worden, die Beantwortung der gemischte Zug Nr. 909 bei der Einfahrt in den Bahnhof Sonderglattgewordenen Dache den Halt, stürzte kopfüber in die Tiefe hinab Ser zirfa 600 bis 800 und zog sich einen doppelten Schädelbruch zu. Fragebogen mit je 18 Einzel- burg, anscheinend infolge Versagens der Bremse, den Prellbock überDer Verunglückte fragen, welche alljährlich einlaufen, abzulehnen, da starb bereits auf dem Wege nach dem Krankenhause. den fahren. Die Maschine und der Tender stürzten die Böschung hinab, Direktionen ein Recht, die kostenlose Leistung dieser der Postwagen fuhr auf beide. Der Lokomotivführer wurde schwer, Feuer in einer Militäreffekten- Fabrik. Mittwoch früh kam in und unzähliger anderer Arbeiten durch die Polizei zu der Heizer leicht verletzt. Reisende wurden nicht beschädigt. Der der Dresdenerstr. 82-83 ein größeres Schadenfeuer zum Ausbruch verlangen, nicht zuerkannt werden könne. Dieserhalb hat nun eine Betrieb ist nicht unterbrochen. und beschäftigte die Feuerwehr fast drei Stunden. Jm linken Seiten- Korrespondenz mit der Feldzeugmeisterei stattgefunden, deren Resultat flügel sind dort im zweiten und dritten Stock Werkstätten der der Kommission zur Kenntnis gebracht wurde. Die Kommission stellte„ Don Carlos" ist in Rostow a. Don verboten worden. Im dortigen Die russische Unzucht gegen Schiller. Die Aufführung des Militäreffekten- Fabrik von Franz Cobau untergebracht, während sich nun auf den Standpunkt, daß die Beantwortung der Fragebogen Schauspielhause war auf den Spielplan dieser Woche unter anderem der erste Stock als Heu- und Futterboden dient. Im Erdgeschoß be- wieder in der bisherigen Weise ausgeführt werden soll. sofern findet sich ein Pferdestall. Bald nach 2 Uhr wurde der Portier seitens der Feldzeugmeisterei ein jährlicher Zuschuß zu den Polizei- auch" Don Carlos" gefekt, die vorgeschriebene Erlaubnis der Ortsdes Hauses durch heftiges Gepolter, das ein im Stalle stehendes fosten von etwa 5000 M. geleistet werde. zenjur war bereits eingelaufen, mußte jedoch noch dem Stadts Pferd verursachte, aus dem Schlaf geweckt. Als er auf den Hof Ueber eine Verfügung" des Regierungspräsidenten, die städtische Hauptmann vorgelegt werden. Und siehe da, eine Randbemerkung: eilte, schlugen ihm schon helle Flammen aus den Fenstern des Polizei folle für einen geeigneten Wagen zum Transport franker" Die Tragödie Schillers Don Carlos" ist wegen ihrer schädlichen zweiten Stocks entgegen, weshalb er schleunigst die Feuerwehr Passagiere von der Ballinschen Domäne, zu deutsch: vom Au3- Richtung vom Spielplan des hiesigen Theaters zu streichen." Dem alarmierte. Als diese eintraf, brannte der langgestreckte Arbeitssaal wanderer- Bahnhofe Ruhleben nach dem städtischen herbeigeeilten Theaterdirektor erklärte der Stadthauptmann, daß im zweiten Stock bereits in seiner ganzen Ausdehnung, und die Krankenhause sorgen, ging die Kommission zur Tagesordnung über. er das Verbot deshalb aufrecht erhalten muß, weil der Marquis Gefahr lag nahe, daß die Flammen auch auf das Quergebäude, in Für die Spandauer Bevölkerung steht in solchen Fällen der Posa in seinem Monolog vom freien Worte spricht, und dies sei welchem sich ebenfalls Werkstätten derselben Fabrik befinden, über- städtische Krankenwagen zur Verfügung. in Rußland, zumal jetzt, nicht zulässig! sprangen. Die Wehr ging daher von hier aus mit mehreren Schlauchleitungen vor und es gelang ihr, dem Feuer den Weg nach dem Quergebäude zu verlegen. Die Decke nach dem ersten Stock brannte aber durch und die hier lagernden Heu- und Strohvorräte wurden von den Flammen erfaßt. Nach einstündigem Wassergeben war die Gefahr beseitigt. Der große Arbeitssaal brannte mit die Wählerliste. Regalen, Arbeitstischen, Rohstoffen und fertigen Militäreffekten fast vollständig aus, so daß der entstandene Schaden beträchtlich ist. Einem Kutscher erstickten in dem Rauch 24 Kaninchen. Die Bewohner des Vorderhauses waren durch Hitze und Rauch stark belästigt und hielten sich in steter Bereitschaft, um erforderlichenfalls rechtzeitig die Flucht ergreifen zu können. Erst in der sechsten Morgenstunde konnte der letzte Löschzug abrücken. D Wilmersdorf. Die Gemeinde Wählerliste, die in der Zeit von 9-2 Uhr zur Einsicht im Rathaus ausliegt, wird nunmehr auf Antrag am Sonnabend den 28. d. Mts. in der Zeit von 6-8 Uhr abends und am Sonntag den 29. d. Mts. von 11-12 Uhr im Rathause zur Einsicht ausliegen. Versäume niemand die Einsicht in Schöneberg. Zum Besten der Bergarbeiter wird Sonntag vormittag 12% Uhr in Obsts Festsälen eine Matinee veranstaltet, bei der die Mitwirkenden unentgeltlich tätig sind. Karten zu 30 Pf. sind bei Obst, Meiningerstraße, zu haben. Um zahlreiche Beteiligung wird ersucht. angeblich durch einen Anthrazitofen entstanden sein. Das Feuer soll Kaufmannsgericht werden am 28. Januar geschlossen. Die Beim ersten Versuche abgefaßt wurden Juwelendiebe, die in der Potsdamerstraße einbrechen wollten. Sie versuchten vom Keller aus in den Laden zu kommen und hatten bereits den Puzz der Decke beseitigt, als sie gestört wurden. Auf der Flucht wurde einer ergriffen und als ein Schlosser Mar G. festgestellt. Er gestand, daß er einen Helfershelfer gehabt habe und dieser wurde in der Person eines gewissen Fritz v. d. H. in seiner Wohnung im Norden der Stadt festgenommen. Beide waren bisher unbescholtene Leute. Einen Selbstmordverfuch mit dem Strumpfband machte in der Nacht zum Mittwoch die 37 Jahre alte Berta Bietisch, die unter Aufsicht der Sittenpolizei steht und in der Urbanstr. 85 wohnt. Sie ging am Mittwoch morgen schon um 6 Uhr von Hause weg, betrank sich im Laufe des Tages und traf abends um 7 Uhr in einer Wirtschaft in der Kottbuserstraße ihren früheren Geliebten, einen Zu" Lichtenberg. Die Listen zu Eintragung der Wähler zum Eintragung ist bisher eine außerordentlich schwache; hoffentlich werden die Beteiligten noch im letzten Augenblick ihr Interesse an der Sache betätigen. Auch die Listen zur Gemeindewahl finden nicht die Beachtung, die sie verdienen. Im März sollen die Wahlen stattfinden; die dritte Abteilung ist fast ganz zu erneuern, gerade Grund genug, daß jeder Wähler sich überzeugt, ob er in der Wählerliste stehe. Wer nicht eingetragen ist, kann das ganze Jahr sein Wahlrecht nicht ausüben. Der Schluß der Einsichtnahme ist am 30. Januar! Die Liste liegt aus wochentags von 8-3 Uhr und Sontags von 9-12 Uhr im großen Sizungssaale des Rathauses ( 1 Treppe geradezu), Dorfstraße. Gerichts- Zeitung. AnDeutschlands( E.. 26.) Offenbach a. M. Verwaltungsstelle Berlin L. Central- Kranken- und Begräbniskaffe für Frauen und Mädchen Donnerstag, den 26. Januar, abends 82 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal III: Hauptversammlung. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht pro 4. Duartal 1904. 2. Bortrag des Herrn Dr. J. Sternberg über: Medizin und Wissenschaft". 3. Diskussion. 4. Bericht über die Konferenz Beiträge werden in der Versammlung entgegengenommen. Um zahlreiches der Krankenkassen der Provinz Brandenburg. 5. Kassen- Angelegenheiten. Erscheinen der Mitglieder ersucht Die Ortsverwaltung. genossen Deutschlands„ Hoffnung", E.§. 64. Zentral- Kranken- und Begräbniskaffe der Sattler und BerufsAm Sonnabend, den 28. Janitar, abends 9 Uhr: Quartalversammlung bei G. Weihnacht, Grünstraße 21. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1904. 2. Wahl des halben Borstandes. 3. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird erwartet. Jeden Sonnabend: Zahlabend und Aufnahme neuer Mitglieder bei G. Weihnacht, Grünstr. 21, O., und G. Silgenfeld, Der Vorstand. Bergstr. 60, N. Rigdorf. Donnerstag, den 26. d. M., abends 10 Uhr, bei Frik Hoppe, Verband der Friseurgehülfen Deutschlands. 8 weigverein Berlinerstr. 14: Versammlung. Tagesordnung: Geschäftliches. Lattit bei Lohnbewegungen. Neber„ Antimilitarismus und Weltfriede" sprechen am Donners. tag, abends 8 Uhr, in der vom Bunde für Menschenrechte nach Alte Jakobftr. 34 einberufenen öffentlichen Versammlung die Herren Dr. Eduard Löwenthal und Dr. Mar Schütte. Briefkaften der Redaktion. an in der Charité. R. B. 16. Der betreffende Stadtverordnete hat, SteuerWette. 1. Die Reichsbank ist weder eine reine Staatsbant, noch eine reine Aftiengesellschaft, sondern ein Gemisch aus beiden. Dbgleich lediglich auf Privatkapital gegründet, ist sie doch dem Gesetz nach eine öffentliche hälter Ferdinand Günther. Als dieser sie beschuldigte, daß sie ihn den Großdestillateur Adolf Wulfert aus Nauen vernommen, der Vorschriften. 2. Ja, die Beamten der Bank haben die Rechte und Pflichten Ungefähr 50 Zeugen wurden gestern in einer Straffache gegen Anstalt des Reiches und untersteht nicht den für Aktiengesellschaften erlaffenen bei der Polizei angezeigt habe, gerieten fie tätlich aneinander. Da 3. Selbstverständlich hat die Reichsbank das Recht, fie den Streit auf der Straße fortsetten, so wurden beide nach der sich wegen Betruges vor der Straffammer des Landgerichts II zu Bantnoten auszugeben( au 100, 500 mb 1000 M.). Bache des 48. Reviers gebracht. In der Zelle legte sich die Wietisch vielen Fällen sich eines unreellen Kniffs bedient zu haben, um berantworten hatte. Er wurde beschuldigt, seit längerer Zeit in O. P. 200. In einem größeren Strankenhause. Fragen Sie mündlich ein Strumpfband um den Hals und drehte es fest an, um sich zu seinen Geschäftsverdienst zu vergrößern. Der Angeklagte betreibt gleich vielen anderen der freisinnigen Stadtverordneten, nur langsam und erwürgen. Als die Beamten ihr Beginnen wahrnahmen, war sie eine ziemlich umfangreiche Likör- und Spritfabrik engros und die widerstrebend sich dazu herbeigelassen, Bau und Betrieb von Straßenbahnen schon so weit, daß man sie in ein Strankenhaus bringen mußte. Bahl seiner Kunden, die er fässerweise mit seinen Fabrikaten ver- durch die Stadtgemeinde zu billigen. Er war aber bekehrt, noch ehe die Günther wurde der Kriminalpolizei zugeführt. sorgt, ist über die ganze Provinz verbreitet. Er soll nun, wie Magistratsvorlage über die fünf Straßenbahnlinien an die StadtverordnetenFeuerbericht. Neben dem größeren Fabrikbrande in der die Anklage behauptete, in zahlreichen Fällen seinen Kunden Versammlung fam. Dresdenerstraße 82-83 hatte die Wehr in den letzten 24 Stunden gegenüber fich einer unreellen Manipulation schuldig geJuriftifcher Teil. noch fast ein Dußend andere Feuer abzulöschen. Mittwoch vor- macht haben, indem er die bom Böttcher ihm zu Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends mittag 10 Uhr wurde sie nach der Lindenstraße 59 gerufen, wo im seinem Geschäftsbetriebe gelieferten Fässer bon seinen von 7 bis 92 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Erdgeschoß des linken Seitenflügels in einer Küche Feuer ent- gestellten ausmessen ließ und dann beim Einbrennen der Inhalts- weisen, daß in der Tat von dem Kaufmann, bei dem Sie haben wechseln S. 40. Da es nach Ihrer Schilderung kaum möglich ist, nachzu. standen war. Der 18. Löschzug konnte die Gefahr leicht beseitigen. angabe auf den Fässern den Gehalt des Fasses höher angab, als Möbel, Decken und Kleidungsstücke gingen dann in der Hussiten- ermittelt worden war. Der Verdacht, daß in dieser Weise die laſſen, das falsche Geldstück herausgegeben ist, wären gerichtliche Schritte vor aussichtlich mußlos. B. 300. Errichten Sie ein eigenhändig geschriebenes straße 15 in einer Wohnung in Flammen auf. Drei weitere Kunden übervorteilt würden, war schon längere Zeit rege, bis dann Testament. Unterlassen Sie das, so erben die Verwandten mit. Beispiele Wohnungsbrände beschäftigten die Wehr Am Oftbahnhof 7, in der auf Grund der Angaben eines entlassenen Arbeiters eine weitläufige für solche eigenhändig geschriebenen Testamente finden Sie auf den legten Prinzenstraße 22 und in der Gaudystraße 6. Im wesentlichen Untersuchung eingeleitet wurde. Tatsache ist, daß in einer ganzen Seiten des dem Arbeiterrecht beigefügten Führers. Das Buch liegt wurden in allen diesen Fällen ebenfalls Möbel, Gardinen, Wäsche Anzahl von Fällen die Kunden beim sorgfältigen Ausmessen der in den öffentlichen Bibliotheken aus. E. D. 44. Anzumelden stücke uſtv. beschädigt. In der Ramlerstraße 21 hatten später Fäffer Differenzen festgestellt haben, die bis zu 20 bis 22 Liter pro haben Sie Ihr Geschäft( Steueramt für direkte Steuern). Weidenkörbe, in denen Aetherballons standen, Feuer gefangen, das Faß zu ihren ungunsten sich herausstellten und daß sie der An- 3000 M. erheischt haben und der Jahresverdienst unter 1500 m. bleibt. pflichtig iſt Ihr δα Geschäft nicht, die Anlagen weniger als indes bald erstickt wurde. Nach der Lessingstraße 17 wurde dann geklagte dann auf ihre Reklamationen mit nicht unerheblichen Summen Schm. 64. Ohne Einsicht in das Urteil ist es unmöglich, Ihnen mitdie vierte Löschkompagnie gerufen, weil dort infolge eines Wasser- fchadlos gehalten hat. Der Angeklagte bestritt im gestrigen Termin mit zuteilen, ob und was Sie gegen dasselbe anfangen können. 5. F. 20. rohrbruches ein Keller überschwemmt war. Der 15. Löschzug hatte aller Entschiedenheit den Vorwurf unlauterer Machenschaften und verwies 1. und 2. Ja. 3. Sie müßten Ihre Forderung bei dem Amtsgericht einlängere Zeit zu tun, um die Wassermengen wieder auszupumpen. darauf, daß er die Entschädigungen an die reklamierenden Kunden flagen, in dessen Bezirk Ihr Schuldner wohnt. 4. Nein. E. N. 05. Außerdem liefen noch aus der Alexandrinenstraße 99, Händel- keineswegs ohne weiteres bezahlte, sondern zunächst entschieden da- Vormundschaftsgericht in Charlottenburg ist das dortige Amtsgericht. Gegen straße 10 und aus einigen anderen Orten Marmierungen ein, die gegen protestiert habe. Er behauptete, daß bei den festgestellten dessen Anordnungen ist Beschwerde zulässig. Diese ist beim Amtsgericht jedoch nur ganz unbedeutende Brände betrafen, die bereits vor Ein- Differenzen des Rauminhalts Irrtümer untergelaufen sein müßten, einzulegen und wird vom Landgericht II( Hallesches Ufer 29/31) entschieden. E. H. 1. Während der Krankheitsdauer ist fündigungslose Entlassung treffen der Wehr von Hausbewohnern unterdrückt waren. für die er nicht verantwortlich sei. Sein Verteidiger R.-A. Jaradi zulässig und der Arbeitgeber ist im Recht. 2. Die Höhe der Invaliditāts. führte auch dem Gerichtshof eine ganze Reihe von Zeugen vor, die be-, marten richtet sich nach der Höhe und Art des Lohnes und nach der Art Theater. Im Thalia- Theater ist Dienstag nächster wie auch mehrere ehemalige Arbeiter des Angeklagten von Un-. 478 bis 480 des in den öffentlichen Bibliotheken ausliegenden Arbeiterfundeten, von dem Angeklagten stets reell bedient worden zu sein der Krankenkasse, der der Versicherte zugehört. Das Nähere finden Sie Woche die Premiere eines neuen Ausstattungsstückes. Es heißt Der reellitäten nichts zu befunden vermochten. Die Zahl der den An- rechts" Pötschik. Die Herrschaft ist verpflichtet, für die Dauer von Kilometerfresser". Im Bellealliance Theater gastiert Sonntagnachmittag Frau Maria Bonn in Maria Stuart". geklagten belastenden Zeugen ließ sich jedoch nicht aus der Welt sechs Wochen für Kur- und Berpflegungskosten im Falle einer Erkrankung Im Residenz Theater ist diesen Sonnabend die fünfzigste Auf- schaffen. Der Gerichtshof verurteilte ihn nach den Ergebnissen der des Gesindes Sorge zu tragen, kann aber die Kosten auf den in die führung des französischen Schwantes„ Herkulespillen". RasinoBeweisaufnahme zu einem Monat Gefängnis und 1000 M. Strankheitszeit fallenden Lohnteil anrechnen. Klagen Sie beim Amtsgericht auf Zahlung. 2. 2. 41. 1. Ja: 30 Pfennige. 2. Wer zwei Theater. Nur noch fünf Aufführungen des Schwankes In VerGeldstrafe. Jahre lang nicht fleben läßt, läßt seinen Anspruch verjähren. Der Anspruch tretung" tönnen stattfinden.- Apollo Theater. Sonntags Schwere Strafen gegen Zigarettenfälscher verhängte gestern lebt nach Neullebung von 200 Marken wieder auf. Nachgelebt fann nachmitttag 3 Uhr findet eine Aufführung der mit so großem Beifall die vierte Strafkammer des Landgerichts I. Wegen Vergehens gegen nur für die beiden letzten Jahre werden. Tragen Sie hierauf an. 3. Für aufgenommenen Ausstattungsoperette„ Venus auf Erden" statt, und das Warenzeichengeset und wissentlichen Gebrauchs falscher Stempel den Fall der Invalidität, der Erreichung des 70. Lebensjahres, der Autfnahme in eine Heilstätte und der Heirat erwachsen aus dem Kleben Bor zwar zu bedeutend ermäßigten Preisen. Bentral Theater. hatten sich die aus Wilna stammenden Tabakschneider Feimel teile. Das Nähere ersehen Sie aus S. 467 bis 504 des in den öffentlichen Am Freitag wird statt" Die Geisha"" Der Zigeunerbaron" mit Jochelewicz und dessen Ehefrau& st her zu verantworten. Als Bibliotheken ausliegenden„ Arbeiterrechts". Prämien. Soweit ersichtlich, Gusti Förster und Dstar Braun in den Hauptpartien gegeben. Die Nebenkläger traten die Inhaber der Firmen J. Garbaty- Rosenthal liegt weder ein Anspruch auf Patent noch ein solcher auf Muſterschutz vor. Premiere von Jurheirat" findet, wie bereits gesagt, am Sonnabend in Berlin und Julius Barsdorf in Hamburg auf, denen die Waren- Ignoro. 1. In der Regel von 6000 M. an. 2. Berlin, Fleischel u. Cie. statt. Die nächste Erstaufführung des Schiller Theaters zeichen„ Garbath" und" Kyriazi- frères" geschüßt sind. Die Anist das Schauspiel Im Hafen" von Georg Engel. Die Novität geklagten scheinen die Nachahmungen in Massen angefertigt zu Marktpreise von Berlin am 24. Januar. Nach Ermittelungen des hat in Hamburg bereits ihre Feuerprobe bestanden. Die Proben haben. Es ist nachgewiesen, daß der angeklagte Ehemann je 4000 fgl. Polizei- Bräsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte des Stückes haben bereits begonnen, die Hauptrollen werden von Zigarettenhülfen und je 4000 fertige Zigaretten, welche mit diesen 17,60-17,58 W., mittel 17,56-17,54 M., geringe 17,52-17,50 9. Else Wasa, Agnes Werner, May Pategg, Georg Päschte, Franz Rolan Marken versehen waren, an einen Zigarettenreisenden verkauft Roggen**), gute Sorte 14,00-13,99., mittel 13,98-13,97 m., geringe und Leopold Thurner dargestellt. 13,96-13,95 M. letztere minderwertigen Futtergerste*), gute Sorte 16,00-14,90 m., mittel 14,80 Franzeschina Prevosti, die sich hat. Diese Hülsen und Zigaretten demnächst zu längerem Gastspiel nach Wien und von dort nach Tabak enthaltend waren zum Teil von beiden Angeklagten selbst mittel 15,60-14,80 m., geringe 14,70-14,00. Erbsen, gelbe, zum Stochen bis 13,70 M., geringe 13,60-12,50 M. Hafer*), gute Sorte 16,50-15,70., Budapest und Bukarest begibt, verabschiedet sich Sonnabend im hergestellt, zum Teil auf ihre Bestellung von anderen Personen 45,00-30,00 m. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 M. Zinsen 60,00-30,000. National Theater als„ Violetta" in„ La Traviata". angefertigt worden. Der Ehemann hat ferner 2000 Stück solcher Startoffeln 10,00-8,00 M. Richtftroh 4,82-4,32 m. Heu 9,00-6,80 M. gefälschter Garbath" und" Kyriazi"-Zigaretten an einen Restau- Für ein Kilogrammi Butter 2,80-2,00 M. Eier per Schod 5,50-3,20 M. In dem von der Berliner Typographischen Gesellschaft" ein- rateur berkauft und 10 000 Stüd falscher Garbaty"-Zigaretten-*) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. gerichteten Buch gewerbesaale, Friedrichstr. 231, sind gegen hülsen sowie 2000 Stück falscher Kyriazi"-Zigarettenhülsen nebst wärtig eine Anzahl Arbeiten des Malers und Zeichners Georg Verpackung zu der letzteren Marke bei dem Zigarettenhändler HerWagner ausgestellt. Dienstag, den 31. Januar, abends 9 Uhr, mann Berndt abgesetzt. Die echten Kyriazi- frères"-Bigaretten wird derselbe einen Vortrag halten über:" Das Zeichnen für die fommen je nach der Anzahl der in den einzelnen Berpadungen entGraphit". Gäste haben Zutritt.- Der Buchgewerbesaal ist täglich haltenen Stüde mit Stempelmarken der ägyptischen Zollbehörde Stationen von 11-2 Uhr geöffnet. versehen in den Handel. Diese Stempelmarken sind die Quittung für eine bestimmte bei der Ausfuhr zu entrichtende Abgabe. Auch diese Stempelmarken sind von den Angeklagten fälschlich angefertigt und die Verpackungen und Umhüllungen damit versehen worden. Swinemde. 766 SSW Der Statsanwalt beantragte mit Rücksicht auf den Umfang, in Hamburg 766 S Svandau. Berlin 768 SS welchem die Angeklagten diese Fälschungen betrieben, je 6 Monate Frantj.a.M. 772 Die städtische Polizeikommission in Spandau beschloß in ihrer Gefängnis. Rechtsanwalt Dr. Davidsohn und Justizrat München 773 B S legten Sigung auf einen dahingehenden Antrag, den städtischen Wronker beantragten außerdem noch eine an die Nebenkläger Bien 776 Still Nachtwächtern monatlich eine dienstfreie Nacht zu gewähren und zu zahlende Buße von je 1000 M. Der Gerichtshof verurteilte die Wetter- Prognose für Donnerstag, den 26. Januar 1905. außerdem die sonstigen Vertretungskosten auf die Stadtkasse zu über- Angeklagten zu je sechs Monaten Gefängnis und 1000 M. Bunächst mild, jedoch vorwiegend trübe und regnerisch bei ziemlich leb. nehmen. Daher soll noch ein Hülfs nachtwächter angestellt werden. Buße, und verfügte die Publikation des Urteils. Der Angeklagte haften westlichen Winden; später aufflarend und etwas tälter. Die wiederholt vom Ober- Bürgermeister beantragte Anstellung wurde auch in Haft genommen. Berliner Betterbureau. V " " = Aus den Nachbarorten. = Witterungsübersicht vom 25. Januar 1905, morgens 8 Uhr. Better Stationen 3bededt 3Nebel 3 Regen 1bedect 3halb bd. Mebel 1 Haparanda Belter 1bededt 2 Betersburg 762 523 1 Scilly 771 5 1wollig 1 Aberdeen 763 N 4 heiter Paris 772 SSW 1Nebel Temp. n. T. 5° C.= 4° R. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 26. Januar. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Rienzi, der Leßte der Tribunen.( Anfang 7 Uhr.) Neues königl. Opern Theater. Geschlossen. Deutsches. Das Nachtmahl der Kardinale. Die große Leidenschaft. Berliner. so ich Dir! Lessing. Das gerettete Venedig. Westen. Don Juan. National. Die Jüdin.. Zentral. Die Geisha. Neues. Die lustigen Weiber von Windsor. Anfang 8 Uhr: D Schiller 0.( Wallner Theater.) Familie Schierte. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Kleines. Salome. Residenz. Herkulespillen. Lustspielhaus. Der Familientag. Trianon. Die glückliche Gilberte. ( Heureuse.) Deutsch- Amerikanisches. New York. Luisen. Mutter Thiele. Kasino. In Vertretung. Metropol. Die Herren von Marim. Belle Alliance. Lumpacivagas bundus. Carl Weik. Geld und Name. Apollo. Berliner Luft. Spezialitäten. Paffage Theater. Bernardi. Willi Prager. Anf. 5 Uhr. S Herrnfeld Theater. Prinz Levy in Ahlbed. Palast. Ein Allerweltsmädel. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Jm Theater abends 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Hörsaal: Prof. Dr. Müller:„ Stärke und Mehlarten". Jnvalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Jm Theater abends 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Kleines Theater Abends 8 Uhr: Salome. Freitag: Die Neuvermählten. Hierauf: Abschiedssouper. Sonnabend: Die Neuvermählten. Hierauf: Abschiedssouper. Sonntag nachm. 3 Uhr, ermäßigte Breise: Familienidyll. Liebesträume. Serenissimus. Abds. 8 Uhr: DieNeuvermählten. Hierauf: Abschiedssouper. Neues Theater. Anfang 7%, Uhr: Die lustigen Weiber v. Windsor. Freitag, Sonnabend, Sonntag: Der Graf von Charolais. National- Theater Weinbergsweg 19. Donnerstag, den 26. Januar 1905: zum 1. Male: Die Jüdin. Anfang 7 Uhr. Freitag, 27., 3. 1. M.: Gute Nacht, Herr Pantalon. Die Hand. Die schöne Galathee. Zentral- Theater Anfang 7 Uhr, zum 1045. Male: Die Geisha. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. ( Mimoja: Mia Berber.) Morgen: Der Zigeunerbaron. Sonnabend: Die Jurheirat. Luisen- Theater. Mutter Thiele. Abends 8 Uhr: Gastsp. d. Schauspielhaus- Ensembles. Freitag: Die wilde Kake. Sonnabend: Hajemanns Töchter. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Schiller- Theater N. ( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater). Donnerstag, abends8Uhr: Donnerstag, abends 8 Uhr: Familie Schierke. Schwank in 3 Akten v. G. Kadelburg. Freitag, abends 8 Uhr: Fuhrmann Henschel. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Kreuzelschreiber. Wallensteins Lager. In 1 Aft von Friedrich Schiller. Die Piccolomini. In 5 Aften von Friedrich Schiller. Freitag, abends 8 Uhr: Wallensteins Tod. Sonnabend, abends 8 1hr: Fuhrmann Henschel. Freie Volksbühne Sonntag, 29. Januar, nachmittags 22 Uhr: Metropol- Theater. Berliner Theater. 5. Abteilung: 3. Abteilung: Madame Bonivard. Die Räuber. IV. Kunstabend im Rathaus. Montag, den 30. Januar, abds. 8 Uhr: Grillparzer- Schubert. Eintrittskarten( a 30 Pf.) sind in den bekannten acht Zahlstellen zu haben. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 228/4 Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Vollständig neu ausgestattet! Täglich: Gr. internationale Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Urania, Taubenstr. 48/49. 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Hörsaal: Prof. Dr. Müller: Stärke und Mehlarten. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. CASTAN'S ANOPTICUM. PACAS Der Friedrichstr. 165. geheimnisvolle Hexentisch!! das Mirakel des 20. Jahrhunderts. Apollo- Theater. 218 Friedrichstr. 218. Täglich: Berliner Luft Luft von Paul Lincke und das hochinteressante JanuarSpezialitäten- Programm mit Golemanns Hundemeute. Sonntag, 29. Jan., nachm. 3 Uhr, ! Unerreichter Dressur- Akt! ermäßigte Preise: Venus auf Erden und Spezialitäten, Metropol- Theater Die Herren von Maxim. Passage- Theater. Anfg. d. Abendvorstellung 8 Uhr. Anf. nchm.Wochentg.5, Sonnt.3Uhr. Arturo Bernardi. der berühmte italienische Ber wandlungskünstler. Littke Carlsen Willy Prager 14 erstklassige Nummern. Typographia Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer. Gegr. 1879. Chormeister: Alexander Weinbaum. M. d. A.-S.-B. Sonntag, 29. Januar, mittags 12 Uhr, in der„ Neuen Welt", Hasenheide Nr. 108-114: MATINEE zum Besten der streikenden Bergarbeiter im Ruhrrevier. 19 Mitwirkende: Frau Paula Weinbaum( Alt). Herr Alfred Wittenberg ( Violin- Virtuose). Herr Alexander Weinbaum( Klavier). Eintritt 30 Pf., an der Kasse 40 Pf., Garderobe 10 Pf. Billetts sind zu haben in der Musikalienhandlung von Kaun, Grüner Weg 17; in den Zigarrengeschäften von Horsch, Gewerkschaftshaus, Gottfried Schulz, Kottbuser Tor, Paul Ihm, Wrangelstr. 58, Emil Schulz, Mittenwalderstr. 2; F. Gut. schmidt, Kottbuser Damm 8, Nikolas Nachfolger, Skalitzerstr. 107; in d. Ta bakarbeiter- Genossenschaft, Kopenhagenerstr. 2; in den Restaurants Neue Welt, Arminhallen, Kommandantenstr. 20, Augustin( ,, Vorwärts"), Lindenstraße 69; Tolksdorf, Görlitzerstr. 58; E. Gegus, Schöneberg, Belzigerstr. 5, Hof IV, u. in den mit Plakaten belegten Handlungen. Zirkus Schumann. Zirkus Busch. Heute Donnerstag, den 26. d. M., abends präz. 712 Uhr: Grosser Sports- Abend. Die beiden Phänomene Elite- Abend. Gala Programm. Sisters Amalia- Léonora. 1. a.: Die beliebte jugendliche Schulreiterin Frl. Dora Schumann. Berliner Taxameter, höchstkom. Parodie Geschw. Hodgini. Talep u. Manolo. Marno frères. Ron Jan Clermont Romischer Klown Dressur- Akt. Sämtl. Spezialitäten u. Dir. Albert Schumanns neue u. moderne Dreffuren. Um 92 Uhr: Ein Sensat.- Schlager I. Manges: Die große Schumannsche AusstattungsPantomime Eine Nordlandreise. Im Strahl der Mitternachtssonne. Komisch phantastische Pantomime in 7 prachtvollen Bildern. Entworfen und auf das glänzendste inszeniert vom Dir. Alb. Schumann. Gebrüder Herrnfeld- Theater. Der bisher unübertroffene lachluftigste Deutsch- Amerikanisches Herrnfeld- Schlager Theater. Köpenickerstr. 67/68. Jeden Abend 8 Uhr: Gastspiel Ad. Philipp: NEW- YORK Sonntag nachni. 3 Uhr, halbe Preise Ueber'n grossen Teich. Residenz- Theater. Dir.: Richard Alexander. Seute und folgende Tage 8 Uhr: Herkulespillen. Schwank in 3 Atten von Paul Bilhaud und M. Hennequin. Deutsch von M. Schönau. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Der Hüttenbesitzer. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Geld und Name.! Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend nachm. 4 Uhr: KinderVorstellung: Dornröschen. Sonntag nachm. 3 Uhr( Parkett 60 Pf.): Maria Stuart. Große Ausstattungsposse mit Ge- Stadt- Theater Moabit. sang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Direktor Richard Schultz. Alt- Moabit 47/49. Gastspiel des Bernhard Rose- Theaters: mit seinen stürmisch bejubelten Situationen Prinz Levy in Ahlbeck Schwant in 3 Akten mit den Autoren in den Hauptrollen. Magnus Prinz Levy: Donat Herrnfeld. Prahidal, dessen Reisebegleiter: Anton Herrnfeld. Anf. 8 Uhr. Billettvorverk. 11-2 Uhr. Palast- Theater Burgstr. 22, früher Feen- Palast. Das epochemachende JanuarBrogramm. 14 Schaunummern I. Ranges! 9 Uhr Ein Riesen- Lacherfolg! Ein Allerweltsmädel. Burleske m. Gesang u. Tanz v. Braune. Freitag, d. 27., Elite- Vorstellung: Leonore. Baterländisches Schauspiel in 4 Atten von Karl v. Holtei. Vorzeiger dieser Annonce zahlen Anfang 8 Uhr. Eröffnung 7%, Uhr. Entree 50 Pf. Onkel Bräsig. wochentags die halben Kassenpreise. Lebensbild in 5 Aften v. Karl Werel und Wegener. Pf. Die glückliche Gilberte Henry Bender. Josef Giampietro. ang.& the. Gente 30, maine. BL, 508 Volksgarten- Theater Josef Josephi. Anton Grünfeld. Frid Frid. Fritzi Massary. Anfang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Das elfte Gebot. Kasino- Theater Lothringerstraße 37( Rosenthaler Tor.) Anf. 8 Uhr. Täglich 8 Uhr, Sonnt. 7-8 Konzert. Nur noch bis Montag: In Vertretung. Dienstag: Premieren- Abend. Sonntag 4 Uhr: Mutter Gräbert. Das Fest des Lichts.( Ballett.) Rauchen gestattet. 8 765 1 Lustspielhaus Neues Programm Abends 8 Uhr: Der Familientag. Allabendlich: Der Familientag. Sonntag nachm. 3 Uhr: Das böje Prinzeßchen. W. Noacks Theater. Tortajada, span. Tänzerin und Sängerin. 0. K. Sato, komischer Jongleur. The Nightons, Kraft- Gladiatoren. Johnstone, Kunst- Radfahrer. Das Mädchen mit dem goldenen Haar. Otto Reutter. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Pas de Fleurs, Blumentanz. Extra- Elite Vorstellung! 11. Klassiker- Abend! De Bière, Zauberkünstler. Johnson u. Dean, Mulatten- Giger] Alexia, Pariser Tänzerin. Emilia Galotti. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Ball. Der Biograph. Trauersp. i. 5 Aufz. v. G. E. Leffing. The Potters, Luft- Gymnastiker. f. 8 Uhr. Bl. Boraugstarten zu halben Staffen: preisen haben Gültigkeit. Sonntag, 29.: Onkel Bräfig. Skala- Theater. Linienftr. 132( a. d. Friedrichstr.) Sensationelles Programm! Die Dame von Maxim. Posse mit Gesang in einem Att, sowie 30 internation. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. Victoria- Brauerei Lützowstr. 111-112. Heute 8 Uhr: Tanzkränzchen. Montag u. Freitag: Nordd. Sänger. ( früher Weimann). Heute: Keine Vorstellung. Sonntag, d. 29. Januar, nachmittags: Aschenbrödel. Abends: Leonore. Otto Pritzkows Abnormitäten- Ausstellung Münzstraße 16. Täglich Borstellung Katharina II. Die Löwenbraut Die Riesin Jlona Miss Claire Heliot 485 Bid. schwer, die schwerste Dame, und die vorzügl. Programmnummern. Sanssouci. Rottbuser Tor- Stat. der Hochbahn. Sonnt., Mont., Donnerst.: Hoffmanns Norddeutsche Sänger u. Tanzkränzchen. Jed. Dienstag u. Mittwoch Theater- Abend. Dienstag, zum 2. Male: Kean oder Genie und Leidenschaft. Reichshallen- Theater. Stettiner Anfang: die je gelebt. 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Wegen Auflösung gewähren auf alle Preise Geschenk-, Verlosungs-, Haus- u. Wirtschafts- Artikel 15% Rabatt. L. Katz& Co. Ecke Königund Spandauerstrasse. Victoria- Brauerei Victo Fernsprecher: Aktien- Gesellschaft Amt VI Str. 728 Berlin und Stralau Fernsprecher: Amt VII Nr. 3835 empfiehlt ihre aus bestem Malz und Hopfen eingebrauten Biere: = Bock- Bier 19292* Victoria- Lagerbier( halb bem| Victoria- Tafelbier( ganz hell) von vorzüglichem vollmundigem Geschmack Victoria- Saazer- Bräu ganz licht nach Pilsener Art, sehr aromatisch schmeckend. Victoria- Exportbier dunkeles Gebräu nach Münchener Art, besonders malgreich. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Buchhandlung Vorwärts. Achtung! Berlin SW. 68, Lindenstr. 69, Laden. Soeben erschienen: Protokoll über die Verhandlungen Bautischler. Achtung! Donnerstag, den 26. Januar, abends 8 1hr, bei Boeker, Weber- Straße 17: Branchen- Versammlung. des Parteitages der sozialdemokra tischen Partei Preußens. Abgehalten zu Berlin 28.- 31. Dezember 1904. Inhalt: Der Wohnungsgesehentwurf. Der Schulgesetentwurf. Der Gesezentwurf betreffend die Bestrafung wegen Annahme kontraktbrüchiger Arbeiter. Das Landtags- Wahlrecht. Donnerstag, den 26. Januar 1905, abends 8%, Uhr, im„ Rosen: Preis 30 Pf. thaler Hof", Rosenthalerstr. 11/12: Tages- Ordnung: 1. Bericht des Obmannes über die Verhand lungen des neuen Grundtarifes und Ausgabe desselben. 2. Diskussion. 3. Neuwahl des Obmannes. 4. Verschiedenes. Ferner empfehlen wir die Protokolle der deutschen Parteitage: Halle. 1890. Neu- Organisation; Zu dieser Versammlung sind die Vorstände der Vorort- Bahlstellen geladen. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Obmann. Branchen- Versammlung der Stellmacher. Programmrede Liebknechts; Stel Tages- Ordnung: 1. Jahresbericht der Kommission. 2. Diskussion. lung zu Streits und Boykotts; 3. Neuwahl der Kommission. 4. Branchen- Angelegenheiten. 5. Verschiedenes. Auseinandersetzung mit den„ Un- 78/4 abhängigen". Erfurt. 1891. 50 Pf. Festlegung des Achtung! Programms; Programmentwürfe; Ausschluß der Unabhängigen" Taktik der Partei. " 50 f. Berlin. 1892. Staatssozialismus: Genossenschaftswesen, Boykott, Kontrollmarte. 50 Pf. Köln. 1893. Gewerkschaftsbewe gung; Antisemitismus; Wahlrecht und Beteiligung an preußischen Landtagswahlen. 40 Pf Frankfurt. 1894. Budgetbewilli gungsfrage in den Landtagen; Agrarfrage; Trusts, Ringe und Kartelle. 25 Pf. Die Kommission. Achtung! Fliesenleger. Donnerstag, den 26. Januar, abends 8 Uhr: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung Breslau. 1895. Agrarprogramm der Sektion der Fliesenleger des Zentral- Verbandes der Maurer Hausindustrie. 30 Bf., gebd. 50 Pf. Gotha. 1896. Frauenagitation; Literaturdebatte. 30 f. Hamburg. 1897. Preuß. Landtagswahlen; Militarismus. Brosch. 35 Pf., gebd. 60 Pf. Stuttgart. 1898. Roalitionsrecht; im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal 7). Tages- Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Diskussion. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Pflicht eines jeden im Fliesenlegerberuf beschäftigten Kollegen ist Bergarbeiterschutz; Preuß. Landtags- es, in dieser Versammlung zu erscheinen. 136/ 6* 50 Pf. wahlen; Boll- und Handelspolitik. Mitgliedsbuch resp. Legitimationskarte legitimiert. Brosch. 35 Pf., gebd. 60 Pf. Hannover. 1899. Bernstein- Debatte; Zuchthausvorlage; Militärfrage. Mainz. 1900. Weltpolitik; Vertehrs- und Handelspolitik; Taktik Der Sektionsvorstand. J. M.: F. Rabe. Kleber! Verwaltungsstelle Berlin. Arbeitsnachweis Zimmer 34, Amt IV, 3353. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher Amt IV, 9679. Sonntag, den 29. Januar, vormittags 10 Uhr anfangend: Stichwahl für den Posten eines Bureaubeamten Stichwahl für einen Delegierten zum Gewerkschaftskongreß. Die Wahl wird in folgenden Lokalen vorgenommen: Bernhard Rose- Theater, Badstraße 58, Raabe, Kolberger Salon, Solbergerstraße 23, Wernaus Festsäle, Schwedterstraße 23, Graumanns Festsäle, Naunynstraße 27, Kumpke, Bülowstraße 59, Anton Bökers Festsäle, Weberstraße 17, Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47/49, Thiel, Rixdorf, Bergstraße 152, Volkshaus, Charlottenburg, Rosinenstraße 3, Joll Böhle, Spandau, Neumeisterstraße 5, Kaufhold, Ober- Schöneweide, Wilhelminenhofstraße 18, Tempel, Rummelsburg, Alt- Borhagen 56. Jeder Kollege kann nur einmal wählen und erhält zur Kontrolle einen Stempel ins Mitgliedsbuch. Ohne Mitgliedsbuch kann niemand wählen. Am Eingang zum Saal erhält bei den Landtagswahlen; Anhang; Donnerstag, den 26. Januar, abends 7 Uhr, bei Wendt, jedes Mitglied zwei Stimmzettel, einen für die Wahl des Beamten und einen für die Wahl Bericht über die Frauenkonferenz. 50 Pf. Lübeck. 1901. Bergriffen. München. 1902. Die bevorstehende Reichstagswahl; Arbeiterversicherung; Kommunalpolitik; Der inter nationale Kongreß 1908. Anhang: Bericht über die 2. Frauenkonferenz. 60 Pf. Dresden. 1903. Taktik der Partei; Reichstagswahlen; Vizepräsidialfrage; Die revisionistischen Bestrebungen. 75 Bf., gebd. 1 M. Bremen. 1904. Organisation; Beuthstraße 20: Versammlung. Zages Ordnung: Unsere Lohnbewegung. Referent: Sollege 0. Wels. Pflicht eines jeden Klebers ist es, zu erscheinen. 177/3 Die Verbandsleitung. Rabatt- Spar- und Konsum- Verein ,, Süd- Ost" Kottbuser Ufer 44 a. Achtung, Mitglieder! Kommunalpolitit; Der internatio Vorbesprechung zu den Delegiertenwahlen nale Kongreß zu Amsterdam. Anhang: Bericht über die 3. Frauenfonferenz. Brosch. 70 Pf., gebd. 1 M. General- Versammlung der Möbelfabrik, Einigkeit E. 6. m. b.. Köpenickerstraße 154a. Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß die diesjährige ordentliche General- Versammlung am Sonntag, Montag, den 30. Januar 1905, abends 8 Uhr. In Berlin: 1. Wahlbezirk im Lokal von Tolksdorf, Görlizerstr. 58. 2. Wahlbezirk im Lofal von Thiele, Manteuffelstr. 119. 3. Wahlbezirk im Lokal von Schnieber, Admiralstr. 21. 4. u. 5. Wahlbezirk im Lokal von Gansewig, Reichenbergerstr. 147. 6. Wahlbezirk im Lokal von Ewald, Schönleinstr. 6. Jn Rixdorf: 7. Wahlbezirk im Lokal von Hoppe, Berlinerstr. 14. 8. Wahlbezirk im Lokal von Wischnewsth, Biethenstr. 34. 105/5 9. Wahlbezirk im Lokal von Kutschera, Wipperstr. 13, Ede Kirchhofstr. Jn Johannisthal, den 12. Februar, bormittags 9 Uhr, Ober- Schöneweide und Baumschulenweg: in unserem Geschäftslokal, Köpenider straße 154a, im Fabrikgebäude, 1 r., stattfindet. 16165 Zages Ordnung: 1. Borlage des Jahresabschlusses. 2. Bericht über die stattgefundenen Revisionen. 3. Neuwahl des Vorstandes und Auffichtsrates. 4. Geschäftliches. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Bilanz für die Genossen in unferem Kontor, Köpenickerstr. 154a, zur Einsicht ausliegt. Der Vorstand. A. Siebert. E. Vorpahl. Inventur= Ausnahmepreis! 10. Wahlbezirk: Johannisthal im Lokal von Gobin, Roonstr. 2. Ober- Schöneweide im Lokal von Kaufhold, Wilhelminenhofstr. 18. Baumschulenweg im Lokal von Speer, Baumschulenstr. 78. Die Wahlen der Delegierten finden in allen Bezirken eine Woche später statt, also Montag, den 6. Februar 1905, abends 8 Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Schöneberg. 1569b Heute Donnerstag, abends 8 Uhr, bet Obst, Meiningerstraße 8: Außerordentl. Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag: Ueber den Vertragsabschluß in der Holzindustrie." 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht jedes Kollegen zu Die Ortsverwaltung. erscheinen. Reichgestickte Arnswalde- Friedeberger Parteigenossen! abgepaßte Sonntag, 29. b. M., nachmittags 3 Uhr, im Saale des Genossen Merkowski, Andreasstr. 26: Portièren Oeffentliche Verſammlung. Die Dekoration ganze ( best. aus 2 Flügeh. u.Querb.) 885( Wert 16,00) in Plüsch in Filztuch. 485( Wert schwer. Wollserge 525( Wert in 7,50) 9,00) 13,50) inViktoriatuch 825( Wert seidenart. Empire 1025( Wert in hell 18,00) Teppich- Spezialhaus Emil Lefèvre Berlin Oranienstr. 158. S. Nach auswärts per Nachnahme. Inventur- Extraliste gratis u. und Katalog mit ca. 600 franko. Illustrat. Berantwo. Redakteur: Gründung eines Agitationsvereins für unseren Wahlkreis. Erscheinen aller aus dem Streise ist notwendig. Frauen haben Zutritt. Tischler- Verein zu Berlin. E. H. 89. 11 Sonnabend, den 28. d. M., in Sanssouci", Kottbuserstr. 4a: Großer Wiener Maskenball. Billetts sind zu haben bei: Wreschnick, Eisenbahnstr. 27; Hinz, Waldemar straße 65a: Rose, Stöpeniderstr. 190; Kühn, Gräfeftr. 69/70; Riemer, Franzftraße 19; Lecher, Adalbertstr. 97; Lipke, Noftizstr. 59; Lanpichler, Graudenzerstr. 12; Gebhardt, Eisenbahnstr. 32; Zehnpfund, Herzbergstr. 26; Kretschmar, Fruchtstr. 41, und König, Jahnstr. 24. Achtung! Städtische Arbeiter. Filiale Gross- Berlin. 198/3 Achtung! Sonnabend, den 28. Januar, im großen Saale der Neucu Welt", Hafenheide 108/114: 285/19 Grosser Wiener Maskenball. Die Musit wird von zwei Kapellen ausgeführt. 2 Um 12 Uhr Demastierung; vorher große Gratisverlosung des Delegierten zum Gewerkschaftstongreß. Die Wahl dauert von 10 bis 1 hr. Später werden keine Stimmzettel mehr abgenommen. Das Wahlresultat wird im Vorwärts" beröffentlicht. Wir ersuchen alle Kollegen, an der Wahl teilzunehmen. Selbstverständlich ist, daß niemand über acht Wochen mit seinen Beiträgen im Rückstand sein darf. Wer wählen will, muß mindestens die 50. Woche des verflossenen Jahres geklebt haben. Die Ortsverwaltung. 111/3 Heute erschien: Europa Wochenschrift für Kultur und Politik. 1016 Heft 2. Höchst aktuell! Die Zeitschrift, welche alle Gebiete der Wissenschaft und des Lebens( einschliesslich Naturwissenschaften und Technik) behandelt, ist politisch und sozial durchaus vorwärts gerichtet und hat die angesehensten Mitarbeiter aus allen Parteien der Linken. Die in schöner und vornehmer Ausstattung erscheinenden Hefte sind nach jeder Richtung hin aktuell gestaltet und enthalten, was sonst bei Revuen dieser Art nicht der Fall ist, einen satirischen Teil mit Karikaturen. Die Zeitschrift kostet im Abonnement pro Quartal Einzelheft und ist zu haben 3,- M. 0,25 39 in allen Buchhandlungen 99 " auf " Zeitungsständen Bahnhöfen bei der Post und auch direkt per Kreuzband beim unterzeichneten Verlage für 3,50 M. pro Quartal. Probenummern werden auf Verlangen gratis und franko zugesandt. Verlagsgesellschaft Europa( G. m. b. H.) Berlin- Charlottenburg, Niebuhrstr. 1. Graumanns Festsäle wertvoller Geschenke für Masken. Um 1 Uhr Staffeepause, während derselben Theaterbühne. Naunynstr. 27. 3 Kegelbahnen. fatirisch komische Vorträge, ausgeführt vom ,, Berliner Ulk- Trio". + Hygienische Bedarfsartikel. Neueita Satalog Billett 50 Bf. * Sonnabend, den 18. März 1905 frei geworden. Sonnabende m. Empf. viel. Aerzte u. Prof.( rat. u. fr. Anfang 8 Uhr. H. Unger, Gummiwarenfabrit, Sede Maste erhält beim Eintritt ein Los. Verlosung vor der Demastierung. und Sonntage im April, Mai und Juni noch frei. Das Komitee. Berlin N., Friedrichstr. 131o. Hierzu Jabet ergebenst ein Gustav Graumann. Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW 7 . 22. 22. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Bonerstag, 26. Fannar 1905. Für die streikenden Berglente des Ruhrreviers gingen bei dem Unterzeichneten weiter ein: 0 " " " Summa 31 085,93 M. Bereits quittiert 31 473,90 M. Jm ganzen 62 559,83 M. Berlin, den 25. Januar 1905. A. Gerisch, Lindenstr. 69. Bei größerem Andrang der Personen erfolgt die Abnahme der Gelder und Ausgabe der Listen im Saal 3 des Gewerkschaftshauses. Für Berlin sind die Gelder, welche mittels der Post eingehen, an A. Körsten, Engel- Ufer 15, zu richten. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. Berichtigung. In Nummer 20 des Vorwärts": Niles Maschinenbau Liste 1436 muß 25,50 heißen und nicht 15,50. W Verband der Buch- und Steindruckerei- Hülfsarbeiter- und Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle II Berlin. Todes- Anzeige. Am Montag, den 23. Januar, starb plöglich unser Mitglied im Alter von 47 Jahren. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. am Die Beerdigung findet Donnerstag, den 26. Januar, nachmittags 4 Uhr, vom GeorgenKirchhof, Weißensee, aus statt. 36/1 Der Vorstand. A Allen Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser Schwager, Onkel und Bruder, der Feilenhauer 16395 Emil Pätzelt am am 23. Januar verstorben ist. Die Beerdigung findet Freitag, den 27. Januar, nachmittags 4 Uhr, non der Leichenhalle der Zions- Gemeinde, NiederSchönhansen- Nordend, aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. H. Schültzke nebst Familie. Bernhard Pätzelt. berb. d. Töpfer Deutschl., Filiale. 50,- Altona( Elbe), Dr. H. 10,-. Arb. d. F. J. Pintsch auf Listen 1901, 3928, 3929, 3930, 3931, 3932, 3933, Rheinbrohl, Ing. 6,-. Bunzlau, von den Steinarbeitern 50,-. Charlotten 3934, 3935, 3936, 3937, 3938 190,25. Liste 82 und 873, Arb. v. H. Fiele Iburg, D. E., Bahntünstler 3,05. Mannheim, Expedition der Volksstimme", u. Co. 40,25. Verb. d. Buchb., Zahlstelle Berlin 250,-. Hutmacher, Wallner I durch Pfeiffle 2. Rate 200,- Fürstenwalde a. Spree, Gewerkschafts- Theaterstraße 5,50. Rauchflub Strelitzer Auktion 21,40. Hildebrand und fartell 100,-, sozialdemokrat. Wahlverein 68,-, Arbeiter- Turnverein Stephan, Buchd. u. Buchb. 6,-. M. u. A. 10,- Luben 20,- Liste 1472, " Friesen" 32,-, Sa. 200,- Charlottenburg, Zentralverb. d. Handels- Gummifabrik. W. D., S. 20 u. 21 11,65. Rifte 1473, desgl. 32,85. Liste u. Verkehrsarb., Ortsverwaltung Ch. 50,-. Schiffbeck, R. BI. 3,- 1431, Messingwalzwert S. W. D. 10,-. Lifte 1432, desgl. 13,95. Liste 1403, Hamburg, eingegangen in der Expedition des Echo", 1. Rate 5500,-. Peterswaldau, v. d. Mitgl. d. deutsch. Textilarbeiter- Berbandes 30,-. Flens- Revolver- Auto N. A. G. 10,50. Lifte 1405, Maschinenarbeiter Auto N. A. G. Desgleichen 2. Rate 5000,- Altona( Elbe), sozialdemokr. Verein 1000,- burg, sozialdemokr. Verein 200,- Breslau, ges. v. d. Redaktion d. Bolts- 19,30. Lifte 1416, Dreher M. M. K. W. D. 15,95. Liste 1401, Auto- Dreher Hannover, Expedition des Boltswille" durch Lohrberg 2000,- Köln a. Rh., wacht" 200,-. Hirschberg i. Schles., Silesia I" 3,-. Düsseldorf, Fischer 2,-. N. A. G. 14,-. Liste 1439, Töff- Töff 17,20. Lijte 1444, Berzinnerei K. W. D.7,25. eingegangen bei der Rheinischen Zeitung" 1. Rate 1000,-. Desgl. 2. Rate Heerdt a. R., b. d. Lederarbeitern 8,40. Neubrandenburg, von Maurern.. 20,-. Verein der Einseßer Berlins und Umgegend 100,-. 2000,-. Berlin: 4. Streis( Dit) auf Listen 2200,-( darunter 4681 13,15, 20,-. Mannheim, Expedition der" Volksstimme" durch Pfeiffle, 3. Rate A., Badstr. 13 5,-. Liste 3949, Pianofortefabrik Stöffel 10,15. Töpfer Bau Truds 15,25, Möbelf. Scheffler 13,-, Batienten d. Erholungsstätte 300,- Brerham, Haus Schr. 18,36. Brüssel, Fischer 4,32. Ro. 3,- Liften 760, 761, 4105, Maler von Gebrüder Bendisch Eichlamp v. roten Kreuz 9,05, Beamte der Ortskaffe der Maschinenbau- Nieder- Schönhausen, durch Herm. Wedel 5,-. Tepli D. H., dei Habermann 35,65. Liften 2765/6, 2. Sonned, Rigdorf 26,80. Arbeiter 21,20, Firma Kühl u. Klatt 11,75, Stammgäste v. Hiller, Kochhann- S., R., St. t. 18,50. Dble( Dänemark), um ein 2. Crimmitschau Gesammelt b. Flohr, Maschinenfabr., Chauffeestr., Liften 2482 22,50, ftraße 22 11,30, 1. Rate Firma Schuchardt, Saal Gang 32,55, Stodfabrit zu vermeiden, v. einem deutschen Tapezierergeh. 10,-. Lindow, Verband 2483 20,-, 2484 29,60. Verein aller in Schriftgießereien beschäft. Arbeiter Rezlaff, Königsbergerstr. 9,10, Tischlerei Rößler u. Schmidt 14,90, Kollegen der Maurer, Bahlstelle 2. 20,- Charlottenburg, den Landslüt 3,-. Charu. Arbeiterinnen, 1. Rate 150,-. Listen 3862, 65, 67 31,30. Gef. bei einer der Firma Kümmel 40,55, desgl. Belder u. Plathen 17,-, Gasanstalt lottenburg, Patienten der Heilstätte Grabowsee 41,43. Rigdorf, Möbelfabrik Beerdigung, S. P. A. b. Koste 6,25. Listen 31, 32, Bautischlerei Wegner, Danzigerstraße durch Halfer 12,90, Möbelfabrik Hoffnung" 20,40, von Lade 16,50. Rirdorf, Wahlverein 200,--. Rigdorf und Briz, freie Turner- Wilmersdorf 38,55. Lifte 30, Bautischl. Weiß, Tempelhoferstraße 20,45. Liste 34, den Arbeitern der Möbelfabrik Stern, Seliger u. Co., außer den Möbel- schaft 20,-. Friedrichshagen, J. Feld 20,-. Charlottenburg, G. S. 1,50. Bautiicht. Packebusch, Schöneberg 9,50. Liste 37, Bautischl. Dohm 10,-. Liste 35, polierern 14,75, Geburtstag bei Graß 1,-. Tellersammlung des Kranken- Roßlau, Porzellandreher Schomburg 26,90. 2. in 2. E. 5,-. Reinickendorf, Bautischl. Geride 10,30. Liste 33, Bautischl. Reddemann, außer einem 35,50. Unterſtügungsberein für Bau- u. gewerbl. Hülfsarbeiter 5,10). 6. Wahl- Lawnizat 1,-. Meran, 2. 100,- Friedrichshagen, vom sozialdemokr. Liste 12 durch Becker 14,40. Liste 7 durch Becker 10,45. Listen 45, 46 gcfreis 1260,75. Buchdruckerei- Hülfsarbeiter im Vorwärts", Rotations- Arbeiterbildungsverein 50,-. Limbach i. S., Arbeiter- Wahlverein 100,-. sammelt durch Voß 88,05. Arbeiter von Eppenstein u. Co. 7,-. Rauchklub maschinenjaal, 1. Rate 10,-. Dsna 5,-. Von Mitgliedern der Konsum- Duderstadt( Eichsfeld), von organisierten Handschuhmachern 10,-. Wol- Ruhiga( M. 5. A. R.- 8.) 10,- Unterstüßungsfonds der Stralauer Glasgenossenschaft Berlin u. Umg., Berkaufsstelle Moabit, 1. Rate 10, gast i. Po., durch Passeh! 263,-. Krossen a. D., gesammelt v. Bartei- arbeiter 300,-. Liste 2831 Straßenbahner 20,35. Sektion der Puzer Berlins, B. L., Schüßenstraße 5,-. A. 5. 0,50. Arbeiter u. Arbeiterinnen der genossen 8,55. Elbing, F. 1,-. Oranienburg, Reinh. Gerling 10,-, Fr. Kos- Zentralverband deutscher Maurer 3000,- Bentralverband der Handels-, GewerkschaftsBuchdruckerei Vorwärts", Abt. Buchbinderei 20,-. A. Rhode 2,-lomsti 5,-, Sa. 15,-. Langenbielau, v. d. Filiale des Tertilarb.- Verb. 150,-. Transport- und Verkehrsarbeiter, Zentralvorstand 1000, Berlin W. 5,- Ges. v. Mitgl. d. Konsumgenossenschaft Berlin u. Umg., Garten- Rüdersdorf, Zentralverein der Hutmacher, Filiale Rt. 20,- Tegel, gef. in Kartell Rummelsburg,( darunter Liste 612 Hutfabrik 2. Bock 1. Rate 30,-, ftraße 3 6,- Kohlenplay Megerstr. 13 1,-. Bigarrengesch. Megerstr. 15 1,- der Borsigschen Gußpuzerei 8,-. Celle, v. sozialdemokr. Wahlverein 200,-, Extrabeitrag 13,-) 100, Gesango. Waldhor, Borsigwalde, amerit. Aukt. d. Maspfuhl 10,-. D. SI., von Mitgliedern 9,05, Sa. 209,05. Celle, gesammelt i. Kl. b. Celle 12,60. Summa 10 385,40. Bereits quittiert 16 027,87. Jm ganzen 26 413,27. Mödernstraße 10,-. Von einer Baumwollfirma 100,- Lotterieverein Doppel- Alt- Warthau, ges. v. d. organisierten Steinarbeitern der Bahlstelle Weitere Beiträge werden entgegengenommen im Bureau der frone, b. Struhl, Rügenerstr. 15 14,-.. Dietrich u. Frau 1,-..- W. 66, Luda, S.-A., von den organisierten Schuhmachern 40, Berliner Gewerkschaftskommission Engel- Ulfer 15, vorm. 9-1 und Dr. J. Spr. 5, Anonymus 5,-. St. 60, Roter Stammtisch, Bolts Parchwiz i. Schl., von den Lederarbeitern 20,- Tirschenreuth( Oberpfalz), café, Scharrnstraße 3,45. Joseph 2, Dr. Otto B. 5,- Kistenfabr. v. G. 10,-. Charlottenburg, M. A. 2, Charlottenburg, Krankenhaus nachm. 4-8 Uhr. Kaiser ut. Michaelis 7,50. Leipzigerstr. 90 20,-. Fabrik von Wig u. Westend, Pavillon V, gej. d. Glazel 3, Dranienburg, Zentralverb. der Genest 20,-. 2. Wahltr., Tellersammlung b. d. Generalversammlung 26,85. Töpfer 30,-. Rirdorf, Gesangverein" Schneeglödchen" 15,-. Werder a. H., Werkabteilung des Borwärts" 25,-. 13 Hülfsarb d. Werkabt. Bor- sozialdemokr. Wahlverein 25, Leipzig, F. D. 1,-. Döbeln, zwei alte wärts", 1. Rate 10,-. Armin und Immer, Mechanikersaal 15,45. Genossen 10,70. Furtwangen 51,-. Elbing, Ungenannt 50,- Chemnik, Bon der Dreherei Ed. Pintus, Dresdenerstr. 40, 1. Rate 13,40. durch die Expedition der Volksstimme", 1. Rate 800,-( darunter von der Stuffateure in der Schaaffhaufener Bank 6,-. Schmidt 6,- Einige Chemnitzer Filiale des Tertilarb.- Verb. 300,-, Textilarbeiter Einsiedel 20,-, Bankangestellte 7,50. Von den roten Fliesenlegern der Fima Emil Ende Glaserverband 30,-). Neustadt( Oberschl.) von Klassenbewußten Arbeitern 9,- Amt Grünauerstr. 1 2,-. Lotterieverein Favorit 6,-. Arbeiter von als Munition für die waderen Kämpfer, 1. Rate 47,35. Posen, Dr. G. u. Pforzheim, vom Holzarbeiter- Verband durch Sch. 37,08. Schulte Nachf. 12.-. Buchdruder bei Dimmick 10,50. Schleifer der Firma Dr. K. 10,-. Henniger, einer ausgenommen 11,45. Personal der Deutschen Kunstdruderei Aus Luxemburg 30,-. Teltow, Rauchflub Guter Tabak" 10,-. Hüls, von Friedrichstraße 9,25. Dr. G., Lindenstraße, 6,-. Tanbstumme Brüder 2,-, der Filiale des Textilarbeiter- Verb. 5,- Vervier, deutsche Hutmacher 4,84, Leipzig, Stodfabr. Redlich, zwei ausgenommen, 4,75. Tapezierer der Firma Jächel 6,50. Prag, die Tschecho- Slavische Gewerkschaftskommission 850,34. Wasserstand am 24. Januar. Elbe bei Aussig+1,19 Meter, bei Unstrut bei Knabe 10,-. Tapeziererwerkst. Dunsky, 1. Rate, 15,-. Tischler und Polierer Leipziger Boltszeitung" 600,-. Niederschönhausen, Wahlverein gesammelt Dresden 1,92 Meter, bei Magdeburg+0,58 Meter. ausschließlich der Tapezierer v. Eberhard 14,-. Schneider der Firma auf Listen 50,-. Charlottenburg, B. H. 50,- Charlottenburg, gesammelt Straußfurt+1,25 Meter. Oder bei Ratibor+ 1,35 Meter, bei Breslau Arbeiter der von den Gästen d. Restaur. Bartsch, Nonnendamm 1 6,05. Niederbarnimer Ober Begel+4,90 Meter, bei Breslau Unter Begel J. Biester 7,50. Arbeiter v. Pardemann, 1. N. 13,70. 0,84 Meter, bei Präzisionswertz.- Maschinenfabr. v. Schebed( Strafgelder) 9,- Personal Wahlkreis: Liste 14032 Chemigraph Labisch 28,50. Liste 14162 Schweizer Frankfurt+ 1,24 Meter. Weichsel bei Brahemünde+ 4,19 Meter. Bernau desgl. 30,-. der Buchdruckerei Dito Elsner: Werlabt. 13,25, Akzidenz 13,05, Maschinen- u. Bepler 9,50. Bantow a Stonto 50,-. Dranien- ar the bei Bosen+ 0,78 Meter. Neze bei Usch--Meter. säle u. Buchbinderei 31,05, Sa. 57,35. Personal der Firma Bierow u. burg 50,-. Ertner 30,-. Rummelsburg 30,-. Sa. 248,- Schöneberg, Meusch 14,90. A. E. G. 8. Klofter 7,20. Brillant Letters 6,25. Buch Rauchklub Alt- Schöneberg", Mitgl. d. A.-R.-B. 10,- Königsberg i. Pr., druckerei G. Schade( D. Franke), 1. Rate 9,20. Für die tapferen Bergleute. M. 20, Lankwitz, A. R. 5,-. Intrator, Moseista 2,-. Intrator, Moseista 2,- Rigdorf, und ihre Familien von diesen Elenden Du. D., 1. Rate 3,50. Arb. v. Flatom, 1. Rate 7, Elektro Monteme der A. E.-G. Abt. 8., Bau Wertheim 12,50. Der sanfte Berthold fehlt" 5,-. Von den Klempnern der Firma Beters Nachf. 5,-. Acht pharmazeutische Arbeiter, ges. durch Spanne 8,-. R. Müller, Aderstraße 10,05. Aus der Lokaltasse d. Berl. Stonjumvereins, Abt. III, Moabit, 1. Rate, 25,- Turbinenfabr. A.-E.-G., Abt. O 11,-. Buchdruderei von Freitag, Potsdamer str. 29 9, H. G. u. C. m. 10,-. Bildhauer- Atelier Gerschel, 2. Rate 12,50. Bergolder von Meißner, Putbuserstr. 17 4,-. Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen folgende BeiLotterieverein Kartoffel" 5,-. Dr. D. R. 100,-. 1. Nate d. Arb. d. Sattlerei träge ein: Stammtisch im Zentralverein d. Bureauangestellten Deutschlands 100,-. Arbeiter be Luczynski 4,55. Friz Kopras 5,- 6. G. 20, Café Bauer 20,- S. R. 3,05. Flatow 4,05. Alter Genosse Gebr. Petersfeld, Silberwarenfabr. 20,05. J. B., Sammlung unter BankSchönhauser Allee 10,-.. C., Glud auf! 5,-. Stohlenfarrer Berliner beamten 62,- Zweigverein der Maurer, Königs- Wusterhausen 50,-. Velvetfabrit, Köpeniderstr. 18-20 2,55. Dr. Bertr. 20,- Bartettleger v. Bentralverband der Maurer, Bahlstelle Friedrichshagen 40,-. Bergnügungs Johann Scholz Rosenfeld u. Co., 1. Rate 7,50. Rauchklub Feigenblatt", M. d. A.-R.-B. fonds der Maurer, Zahlstelle Rirdorf, durch Heidemann 50,-. Anschl.5, Bon einigen Anwälten des Landgerichts I und II Berlin durch Schule IV, Wilmersdorf 4,50. H. Z. F., Potsdam 25,-. Familie Anton Rechtsanwalt Roth 138,-. Mathies 7,-. Möbelfabrik Schirn, Weißensee, 2,-. Deutsche Telephonwerke, Saal 8 49,65. S. u.., Markgrafenstraße: 1. Rate 55,60. Bautischlerei Bingut 5,-. Elsa Walther 1,50. Personal v. Listen: 1801 17,20, 1806 9,75, 1807 17,85, 1808 12,45, 1813 39,75, Julius Jakobsohn 10,-. Arbeiterinnen von Siemens u, Halste, Abt. Labich 1814 17,35, 1818 20,50, 1819 9,-, 1820 21,75. Liste 1. Maurer, Bau und Korn 16,-. B. d. Bauhandwerkern d. Baues Thomasstr. 14/15 23,15. Hauptstr. 39,40. Liste 16. Tischler bei Stavenom. 1. Rate 25,-. Bon einer russischen Sozialistin 4,25. Monteur Harleben 5,20. Von der Buchdruckerei von Ad. Riefenstahl 2,50. Drtsverein Neubabelsberg, Berband Firma Beiswinger, Vortstr. 59 9,85. Theatergesellschaft Deborah 5,- Franz der Buchdruder 20,-. Dr. P. Ch. 20,-. Verband der Friseurgehülfen, Schulze 4,05. Schweinstreuz 3,- Biseleure von Froost u. Söhne 7,50. 8weigb. Berlin 20,-. Großdestill. Wilh. Lenz, Feldstraße 10,05. Filiale II, Bauarbeiter vom Bau Hecht u. Wegner, Mariendorf 7,50. F. E. 51 3,-. Berlin, Rammer, d. Gremat 50,- Arb.- Bildungsv. Tangermünde 15,-. Wagenbauer, Berlin 11 20,-. Sammlung beim Maskenball des Rauchflubs C. Moser 10,-. Töpfer d. F. Berndt, Bau Grünbergerstr. 4 4,50. Ambalema und Stattlub Ramsch 6,80. Listen 3063, 3065 und 3066. E.-G., H. Schwarz, Oderbergerstraße 4,-. Lotte, gemütliches Beisammensein bei 1. Nate 59,65. Abteilung Tischlerei Buchdruckerei Jakoby u. Co. Graffunder 4,-. Einsiedler Franz Dr t in Schwanow 3,-. Bautischl. 27 11,-. Buchdruckerei Liebheit Boftstraße Thiesen 32,65. Wienert, Antonstraße 3, Gesellen der Bäckerei Dalldorferstr. 38 6 B. Mannheimer, Kürschnerwerkſt. Schulze 33,50. Vom technischen Personal Modelltischlerei R. Hempel, Schönhauser Allee 7, Notenstecher Charlotten und Mitgl. des Apollo- Theaters 74,45. Ungenannt 15,- G. K., für nicht burg B. M. D. 5,-. Sezerpers. d. Buchdr. Herm. Arendts Berl. 15,05. geleistete Extrabeiträge 2, Klempnerei Berger, Boffenerstr. 43 5,-. Durch Durch 2. Reimann, Schwedterstraße 13,50. Stoll. d. Klempnerei v. Alfr. Stattl. Froh u. Munter", .. 2, Z. 1, R. und H. durch B. 21,35. H. A. M. 5. A. E. Pfuhl 3,50. P.. Stöthenerstr. 32 4,40. 3. Fünf lustige Brüder 7,10. Personal des Versandhauses Germania", Wrangelstraße 3,15. C. D. 9. 4,90. Delateure, Niederwallstr. 13 7,15. Von den Wasserwerksarb. Alegans Tabatarb. d. Firma Herzog 4,65. Angest. d. F. 2. B., Neue Königstr. 85 1. d. Linden 5,20. Gieshoit 100, Gesammelt im Kaiser- Seller 45,05. 3,85. Vier organ. Tischler Fredersdorf 2,50. R. Gregor, Pflugstr. 15 3,-. drinenstraße 5,15. Dr. 2. M. 10, Tapezierer von Jakob u. Braunfisch 20,-. A. u. 2. S. 3,-, Lotterieklub Simmermann Blaschte 3, Restaurant Koloniestr. 28 5, Stuttateure Treffer, Solmsstr. 22 10, telesu. Distutierklub„ Borwärts", 5. Wahlfr. 10,-. d. 3. Schirmer, 1. Rate 13,- Emil u. Guli, 1. Rate 2,50. Bergnügt. Bom Bau Frohmann, Reinickendorferstraße die Köpfer d. Meinte 8,25. Bude Sonnabend b. Liebigt 7, Verband der Porzellanarbeiter, Bahlstelle 3hm3 6,- Juden, die auch unterdrüdt werden, gef. v. W. M. 7,65. Per- Berlin II 100,-. Berf. v. Janiszewski 6, Liſte 2454, Buchdr. W. Schenk Beitungsspedition Weiße 3,-. Pelzer 2,-. Nachfl. P. M. Weber 16,75. Lifte 2407, Aleranderwerke, Neue Jakobstraße 41,35. fonal der Firma E.. 8, Pfarr 5,- Br. Th.- Gef. Men burch B. Lilienthal 10,50. 2.-B. Tipp Bigarettenavb. b. Mar Jofel 7,- Holzarb.- Verband, Zahlstelle CharlottenTopp"," Bappel- Allee 24 10, belfabrit Geißler, Weißensee 16,90. Ber- burg, d. Haffe 200,- Zentr. Leberarb., Weißg. u. Färber, Filiale Berlin I sonal der Firma Schwan u. Co. 10,55. Ges. bei einer Geburtstagsfeier im 100.- oto 21, Jof. Neufeld, Kurfürstendamm 216 20,- Drtsverein Geburtstagsfeier einer Bossener Buchdruder( i. V. b. D. B.) 30,-. Bahlst. d. Holzarb.-Berbandes Genoffenschaftswirtshaus Stargarderstraße 10,-. Für ein halbes rebbin 30,- Möbelfabr. R. Störner 20,-. Bentr.- Verb. d. Schuhmacher, elenden baterlandslosen Rotte 7,50. Ed. J., Hausdiener 5,-. Fil. Charlottenburg 25,-. Adolf, Langmann, Bozz 62/63, Unter den Linden Brödchen bei Saffenbach 11,30... 1a 10 Ameri. Qult. b. Boß, Bodbierfest 10,30. Statt Sonnabends- Kneipe 1,15,-.. M. 2. 8, Jul. Stahl, Wilmersdorf 5,- Tellersamml. BollsWerkstatt C. A. Döring, Alte versamml. Meißner, Adlershof 22. 1. 05 25,60. Elise Jablonski, Charlotten Rote Schneiderftube, Huttenstraße 10, Safobftr. 18/19 11,70. Musterzimmer G. u. S., durch Sshunte 8,60. Fürburg 10,- Gesangv. der Zimmerer, Friedrichsberg C. R., 1. Rate 10,-. Die„ Bertragsbrecher" v. B. U. 2,- Durch Kampf zum Sieg 5,-. Bon Statklub Glüdauf", Adlershof 10,- Werfft.- Arbeiter b. Wendler u. Saltben organisierten Hausdienern der Warenhäuser Jandorf 231,20. Rüdfort mann 4,50. B. Lachmann, Brunnenstr. 115 5,-. Kaufm. Bersonal einer Fenster 2,50. Staitlub Glid auf Berichtstr. 19 5,-. Tellersammlung Fabrik 9, Herm. Krüger, Wiesenburg i. M. 13, F. in Waidmannslust 5, Geburtst. 6. Fr. Müller d. Grab 3,65. Stattisch Albrecht, GneisenauRösliner Hof", Röslinerstr. 8 112,50. Bon einem elenden Droschfenkutscher 3, Bon nichtorganisierten Hausdienern 3,25. B. C. 25,-. B. D. Baded 3, straße 4 4,55. Gust. Barthel, Bannierstr. 59 3,50." Glüdauf" B. Schneider N. N. 5, Incognito 10,- 3,-. Schmiede d. Huhn 5,-. Billardspieler 2,10. Krämer, Charlottenburg Anti- Bivisettionsgegner 6,-.. S. 1, Gef. auf einem Bergnügen d. Männer- Abt. d. Turnvereins Fichte" durch 3, B. Bude, Neue Schönhauserstr. 5,-. 5 Graveure in Aue i. Erzgeb. 7, Herzog 9,51. Die Tapezierer von Markiewicz 12,35. Privat- Theatergesellsch. Gutenberg- Haus Schöneberg 2, Photogr. Kollegium Jandorf, Gr. Frant " Rorben" burch Herrn Hempel 15,55. S. G. 20,-. Gef. in einer Stlaffe furterstr. 117 7,- Arbeiter b. Waffen- und Munitionsfabrik: Lifte 1871, N. N., Berlin N., 10,-. G. Noll 3, Hennig 40,55. Lifte 1872, Hennig 33,50. Liste 1873, Kugelbau 8,60. der Schneiderfachschule 2Charlottenburg, von einem Studenten Liste 1874, Kugelbau 17,20. Liste 1875, Schleifer Büttner 17,50. Lifte 1878, 3. R. 3, Ungenannt 10, bom Sylvester- Ueberschuß Maurer 18,10. Stugelbau 20,30. Liste 1879, Rugelbau 21,25. Liste 1880, Kugelbau 22,-. 3,- Barmen, bom Zentralverband der Maurer, Bweig- Liste 1884, Transport- Kolonne 11,05. Liste 1886, Hachmann 25,15. Liste 1887, Hagen in Westfalen, Lifte 1888, Rensch 18,85. Liste 1889, Christensohn 23,60. verein. 50,-. Cronenberg, von den Schraubenarbeitern 24, Friedrichs Hilscher 17,50. Liste 1891, Müller 51,10. Liste 1892, Eders dorf t.., von den organisierten Hutmachern 10,- Lübed, Expedition des Lifte 1890, Spizler 26,05. Liste 1893, Bahr 33,05. Lifte 1894, Drban 42,10. Liste Boltsboten" durch Effinger, 1. Mate 280,-. Mannheim, Expedition der 15,70. Neubauer 29,50. Liste 1897, Bülow 37,65. Liste 1898, " Boltsstimme" durch Pfeiffle, 1. Rate 100,-. Maaß, Soldin 3,-. Lugem 1896, Buzerkolonne Wilh. R. 17,70. Horn 15,- 10,05. Lifte 1899, Drban 7,10. 10," Seifbennersdorf, Liste 3990, Rest. Baum 9,50. Druderei„ Woche Hülfsarb., Bahlst. 2 15, Genthin, Lokal Berb. der Wäschearbeiter auf Listen 2118, 19, 23, 24, 25, 26 85,50. Bau b. d. Bahlstelle des Vereins deutscher Schuhmacher 10, kaffe des Ortsvereins der Handschuhmacher 10,-. Barmen, sozialdemo- tischler F. Marquardt 8,- Verb. d. Wäschearb., Turnertneipe, AndreasStatbrüder Greifswalderststr. 218 2,90. Liſte 2445, Deutsch. fratischer Verein 300,-, Rummelsburg& B., Tellersammlung b. d. Volks. ftraße 21,50. Lifte 3985, Trisor 23,55. Lifte 2370, bersammlung am 17. 1. 05. 22,20. Charlottenburg, R. Li. 100,- Schwerin Kurjerprismen- Syndikat 21,75. 1. M. Berband der Maurer 50,- Charlottenburg, Silba N. 12,- Tachau, Telephontischler von Becker 17,50. Stiftenfabrik Adolf, Rummelsb., 1. Raté 333, Stiel, vom fozialdemokrat. Berein 500,-Stiel, vom Bersonal 10,50. Lifte 4837, Eins. Stuhnert u. Stühne, Sturfürstend. 12,75. Lifte 2434, der Schleswig- Holft. Boltszig. 61,50, rettenberg i. S., von den Arbeitern Tischt. Naute, Krautstraße 6,90. Tiſchl. Lyzijewski. auß. zweien 6, Der Zabalarbeiter- Genoffenschaft Stettin, v. b. Bauarbeitern Deutsch Lifte 3896 Auf Listen gesammelt A. E.-G., Aderstraße: lands, Bahlstelle Stettin 100,-. Souft 2., Streiswahlverein Gorau Forst 1001 13,35. 1006 18,60. 1011 19,70. 1016 8,10. 1021 18,15. 1027 32,80. 200,- Heidingsfeld, v. sozialdemokratischen Verein 1. Rate 40,-. Wismar, 1032 6,05. 1038 13,05. 1044 26,50. 1049 12,50. 1002 35,40. 1003 14,80. Dont ben organisierten Metallarbeitern 50,- Gelle, aus der Lokalkaffe des 1004 24,25. 1005 14,25. 1007 21,45, 1008 24,30. 1009 42,05 1010 22,90. 1013 36,90. 1014 17,25. 1015 19,80. Meg, von den Parteigenoffen 1012 20,50. 1018 1017 30,25. Deutschen Holzarbeiter- Berbandes 25,-. 1024 26,75. Waldhof- Elgershausen, von Patienten und Bersonal der 21,10. 1019 14,90. 1020 52,-1022 21,35. 1023 9,25. 1. Rate 44,90. Salzungen, A. M. 2, 1029 17,05. 1030 37,50. 1031 8,70. 1033 München, J. M. 5,- 1025 28,30. 1028 14, 1037 19,20. 1034 31,75. 1036 10,-. 1040 27,50. 1041 Stegliz, Stuftateure u. Bildhauer der Firma Trommer u. Co. 34,-. Rig- 9,60. Stegli, Bimmerer bei Senf 7,50. Coburg, 41,55. 1042 11,75. 1043 9,05. 1045 27-1046 15,05. 1047 5,35. 1048 11,10. 1053 18,85. 1050 3,75. 1100 4,75. oburg, vom Gewerkschaftstarted, 1051 17,85. 1052 32,20. Liste 2433, Streifende Holz- u. Metallarbeiter von 1. Rate 25,-. Gr.- Rhüden a. H., K. P. 11,-. Nirdorf, Personal d. Buchdr. Buchbind. Alderecht 14,40. Bankow, d. Hillilamp 24,75. Liste 2401, Nofter 10,- Potsdam, Arbeiter der Holzbearbeitungsfabr. E. Möller 8,55. W. A. Hischmann, Lifte 1825, M. u. G., Karlsruhe i. B., D. W., Werderstr. 8,-. Bismar, Holzarbeiter- Verb., Zahl Behling u. Liebke, Admiralstraße 11,30. Lifte 1832, M. u. G., Saal Schousgard 10,20. stelle 2. 20,-. Braunschweig, Arb.- Radfahrerverein, Sektion ,, Borwärts" Saal Beist 9,70. G., Saal Stemmwedel 20,20. Lifte 1821, M. u.( S., St. 20, Profeffor Reichel fr. 10, Dr. S. Fr. 10,- Summa Fr. 35, Saal Schettlinger 23,50. Lifte 1833, M. u. G., Saal Barow 41,25. Lifte Wiesbaden B. u. G. 10,-. Ulm, J. F. 1,-. Bruchsal, fozial 1826, M. u. G., Saal Noad 66,25. A., Rirdorf-, 50. Liste 4267, Personal 10,- Ziefenfurt in Schl., fozialdemokr. Wahlverein 20,-. Schlachtensee, Buchdr. Siefr. Scholem, Schöneberg 32, Bom Abendtisch bei Schneider Ustanus 5, Reinidendorf, etliche Bureau- Angestellte der A.-E.-G. 2,80. 6,50. 2ifte 3987, Firma R. Krüger, Michaeltirchstr. 41 16,10. Liſte 3988, Celle, vom Kartell 50,-, von einer Zellerjammlung d. Verb d. Zimmerer Firma R. Krüger, Michaelfirchstr. 41 21,-. Arbeiter u. Arbeiterinnen von Bädereiarbeiter des Konsumvereins 21,-. Fürstenwalde a. Spree, Sentral d. Huje 32,45. Fil. V Kupferdruder d. Verb. Lithogr. u. Steindr. 87,55. Heilstätte B.-E. 9,40. " dorf, Mofaitarbeiter 18,40. bom fozialdemokr. Landesverein 25, . 28, 2. M. 5, It. der 14,50. Zentral- Verband deutscher Brauerei- Arbeiter Berlin, Sektion II. Am 18. Januar verstarb infolge eines Straßenbahn- Unfalles unser Mitglied August Schwerin ( Löwen- Brauerei). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donners tag, den 26. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes in Rirdorf, Hermannstraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 41/2 Allen Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, daß unser lieber Bater, der Schrift. feter Bernhard Theise im Alter von 46 Jahren sanft entschlafen ist. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Freitag, den 27. 5. Mts., nach mittags 3 Uhr, vom Friedhof in der Marstraße, Schöneberg, aus ftatt. 16365 am Zentral- Kranken- u. Sterhekasse der deutschen Wagenbauer, Bezirk 5. Todes- Anzeige. Hiermit zur Kenntnis, daß ant Montag, den 23. d. M., unser langjähriges Mitglied, der Arbeiter Franz Nämsch infolge einer Fußquetschung plöt lich verstorben ist. 253/2 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet statt nachmittags 3 Uhr, auf dem neuen Razareth Kirchhofe, Dalldorfer Chauffee. Die Ortsverwaltung. Im Auftrage: P. Teichgräber. Danksagung. 16156 Anläßlich der bei der Beisetzung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters und Bruders Franz Schulze erwiesenen Teilnahme sprechen wir hierdurch Herrn Malermeister Esdorf, den Kollegen und der Freien Ver einigung der Maler und Anstreicher Berlins fowie allen Berwandten und Bekannten unsern innigsten Dank aus. Die trauernde Witwe, Kinder und Geschwister. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten für die herzliche Teilnahme und die reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau Marie Scholz geb. Bielefeldt spreche ich hiermit meinen herzlichsten Dank aus. Im Namen der trauernben Hinterbliebenen: Paul Scholz als Gatte. Danksagung. Danksagung. Allen Freunden und Berwandten, insbesondere dem Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend, sowie dem sozialliner Reichstagswahlkreis Süd- Ost für Teilnahme und die reichen Kranzdemokratischen Wahlverein f. d. 4. Ber Für die vielen Beweise herzlicher bie innige Teilnahme und vielen spenden bei der Beerdigung meiner Strangipenben bei der Beerdigung lieben Frau sagen wir allen Teilmeines lieben Mannes sage ich hiermit nehmern unseren tiefgefühlten Dank. 19312 Ludwig Manker. unseren herzlichen Dant. Witwe Pau nebst Kindern. Familie Happe. Brauerei Germania Akt.- Ges. Berlin O., Frankfurter Allee 53. Tel. VI 2645 4/10 Liter Ausschank in ca. 80 eigenen Geschäften. Bock- Bier 10 Pf. 1 Flasche 10 Pf. 1/8 Tonne Mk. 3.50. 19230* 15 Flaschen Mk. 1.50 frei Haus. 000000 Hasenheide Neue Welt. Arnold Scholz. 108-114. Vom 1. bis inkl. 12. Februar 1905: Großes bayrisches Bockbierfest nach echt bayrischen Sitten und Gebräuchen, veranstaltet vom ober- Georg Ehrngruber bayrischen Festwirt mit seiner 30 Mann starken Kapelle D'Oberlandler( in Nationalkostüm). 1875L* Großer Bock Jubel und Trubel! Absingen der neuesten und fidelsten Bocklieder. Ausschank von vorzüglichem Bergschloss- Bock. Verabreichung von vorzügl. 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