Nr. 30. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 Mr., monatl. 1,10 r., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Geträgt für die sechsgespaltene stolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 25 Pfg. Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Sonnabend, den 4. Februar 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Die freifinnigen Monöver, inerseits den Streifenden ein- bindenden Versprechungen geben. Sollten die Herren schon Der Reichstag für die Bergarbeiter. aureben, daß fie feinen Erfolg haben werden, und zugleich die Einig- auf Erfolge der Bestrebungen auf Zersplitterung der Arbeiter keit der Arbeiter zu stören, indem sie den cor en Bergarbeitern rechnen. Die erneute Erklärung der Siebenerkommission und vor der Sozialdemokratie graulich machen, werden munter fort- der Vertrauensleute dürfte ihnen zeigen, daß die Arbeiter alle gefeßt. So läßt sich die Vossische" aus Essen melden: " 1 " Im Effener Revier herrscht überall Ruhe und Ordnung. In Bestrebungen, sie auseinanderzugraulen, zurückweisen. Und zahlreichen Versammlungen wurden Kommissionen gewählt, die bei die abermalige progige Ablehnung aller Verhandlungen zeigt den Regierungskommissionen die einzelnen Beschwerden vorbringen wohl auch den Arbeitern, daß die Unternehmer die Arbeiter follen. Es macht sich eine gedrückte Stimmung bemerkbar, weil viele ohne Ausnahme über einen Ramm scheren- nur ArbeitsBergleute einsehen, daß der große erwartete Erfolg wohl schwerlich willige jeder Qualität sind ihnen liebe Elemente. Mißstände eintreffen wird. Der Standpunkt Efferts gewinnt immer weitere gibt es nicht; nur Arbeiterforderungen sind Mißstände für die Kreise. Die Siebenerkommission hält fortgefekt Beratungen ab, Unternehmer. und es ist nicht ausgeschlossen, daß die Entscheidung in den nächsten Tagen für Beendigung des Generalausstandes fallen wird. Man erwartet eine Erklärung der Regierung über die Schichtdauer. Effect reiste nach Berlin. Wegen des katholischen Feiertages fiel heute die Schicht aus, so daß die Versammlungen auch von Arbeitswilligen besucht waren; Zwischenfälle sind jedoch nicht vorgekommen." den Vertrauensleuten und Ausstandsleitern berichtet, die eine ErSodann wird über eine Sigung der Siebenerkommission mit flärung beschlossen, in der es heiße: Hammerstein im Streikgebiet. Die Debatte über die von unserer Partei und der Freisinnigen Vereinigung eingebrachten Resolutionen auf ein Reichs- Berggesetz hat geendet, wie wir es wünschten. Eine bedeutende Majorität, die sich aus der gesamten Linken, den Polen und dem Zentrum- dieses allerdings nur teilweise!- zusammensetzte, hat die Resolution Auer, die Erfüllung der Bergarbeiter- Forderungen durch ein Reichs- Berggesetz verlangt, und die Resolution Gothein, die formulierte Vorschläge in derselben Richtung, wenn auch geringeren Umfanges, machte, zum Beschluß des Reichstages erhoben. Sie hat den Verschleppungsantrag des nationalliberalen Freiherrn v. Hehl auf Erhebungen abgelehnt und diesem Arbeiterfreunde damit die verdiente Niederlage bereitet. Die Regierung freilich, für die zweimal Graf Posadowsky sprach, ließ nicht den mindesten Zweifel darüber, daß sie den angenommenen Resolutionen nicht bei treten werde. Graf Posadowsky bringt dem Streit sicherlich mehr Sympathien entgegen, als seine preußischen Ministerkollegen, etwa der„ ordinäre Polizeiminister", Herr v. Hammerstein. Er anerkannte wiederholt ausdrücklich mit warmem Lobe die Ruhe und Besonnenheit der Streifenden, wiederholte seine bereits am Mittwoch abgegebene Erklärung, daß die Berichte der Werkspresse über die Ausschreitungen gegen Arbeitswillige sich selbst vor den Untersuchungen der Polizei als grobe Lügen erwiesen hätten und sprach die Erwartung aus, daß auch künftighin die Ruhe in keiner Weise gestört werden würde, zumal da die Gewerkschaften mit der größten Energie für Aufrechterhaltung der Ordnung sorgten. Aber er fonnte namens der Reichsregierung keinerlei Hoffnung auf Erlaß eines Reichs Berggesezes machen. Die Reichsregierung fühlt sich nicht imftande, gegenüber dem preußischen Partikularismus, der nach dem heute vom Abg. Bebel zitierten Wort Bismards der gefährlichste ist, den Bergarbeitern zu ihrem Recht zu verhelfen. Immerhin stellte Graf PosaWir wissen nicht, welche Motive die Bertreter der Bergarbeiter dowsky das preußische Berggesetz für eine sehr, sehr nahe Zeit in für ihren Beschluß haben, auf welche besonderen Vorkommnisse sich ihr Presse, über Kontrattbruch zetern die Bergbeamten, über Ueber den Kontrattbruch zetern die Grubenbarone und Aussicht und gab das Versprechen, daß es den Beschwerden der der Beschluß stüßt and die„ Berliner Zeitung" weiß es offenbar auch sontrattbruch zetern die Regierungsvertreter bis hinauf zu Arbeiter tatsächlich abhelfen werde. nicht; aber die Zurückweisung der Quertreibereien, die darauf ge- Möller, und selbst Herr v. Bülow stimmte in das Geschrei über Allzu viel tönnte man freilich auf solches Versprechen auch richtet sind, die christlichen Bergarbeiter vor angeblichen sozial ben Kontrattbruch der Bergarbeiter ein. Wohlan: Ist der Kontraftnicht geben, wenn auch die preußische Regierung den festen demokratischen Einflüssen graulich zu machen, die verdienen aller- bruch ein solch fluchwürdiges„ Verbrechen", dann mögen die Herren willen dazu hätte. Hängt doch die preußische Gesetzgebung von dem dings entschiedene zurückweisung. Es sind das vor allen Dingen vom Bergbaulichen Verein nur vor ihrer eigenen Tür kehren. Der Willen des Dreiflaffen- Parlaments und des Herrenhauses ab. Jeder gehenden Versuche, den Streit in nichtgewerkschaftlichem Sinne für bruch wird zur Genüge fompensiert durch den jahrzehntelang an den die von Freifinnigen und von Geistlichen der Diözese Bochum aus- von den Arbeitern durch Eintritt in den Streit begangene Kontraktder Redner der Parteien, die heute zu Worte tamen, lieferten einen sich zu beeinflussen. Es würde lediglich den Unternehmern zugute Arbeitern Hundert- und tausendfach begangenen Kontraftbruch der Beitrag zum Beweise dafür, wie ungeeignet das gesamte preußische fommen, wenn die unfelige Uneinigkeit unter den Arbeitern sogar Bechenverwaltungen. Staatswesen zur Bergarbeiterschutz- Gesetzgebung sei. Bunächst un- jetzt im Kampfe wieder aufflammte. freiwillig der konservative Frhr. b. Richthofen und der frei- Auf Zeche„ Rheinpreußen" sollen die Mitglieder des christ tonservative Abgeordnete v. Ziedemann, indem sie zur Voraus- lichen Gewerkvereins beschlossen haben, wieder anzufahren, während setzung jeder„ Beschränkung des Rechts der Arbeitgeber", wie die Mitglieder des alten Verbandes weiterzuftreifen beschlossen fie es zu nennen belieben, ein neues Buchthausgeses machten. Wenn hätten. das die Haltung ihrer Parteien bleibt, so hat kein BergarbeiterschutzGesek im Landtage Aussicht auf Annahme. Effen a. R., 3. Februar.( W. T. B.) Der heute hier eingetroffene Minister des Jnnern, Freiherr v. Hammerstein, machte in Begleitung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Nasse, des Regierungspräsidenten von Düsseldorf und anderer eine Rundfahrt durch den Polizeibehörde getroffenen Maßnahmen. Hierauf fand eine Konferenz Stadt- und Landbezirk und überzeugte sich von den feitens der auf dem Landratsamt statt, an der außer den genannten Herren " Die heutige Bergarbeiterversammlung erklärt gegenüber sämtliche Oberbürgermeister und Landräte der in Betracht kommenden allen Versuchen, die Ausstandsbewegung zu zersplittern: als Ge- Teile der Rheinproving teilnahmen. In der Konferenz wurden die samtvertretung der Ausständigen erkennen wir nur die aus Ver- getroffenen polizeilichen Maßnahmen besprochen, die der Minister tretern aller Verbände zusammengesetzte Siebenerkommission an billigte und für ausreichend erachtete. Alsdann begab sich der und wir sprechen dieser unser volles Vertrauen aus, wir haben die Minister nach Dortmund, wo morgen eine Konferenz zu demselben Ueberzeugung, daß unsere Siebenerkommission in hinreichender Zwecke stattfindet. Weise die Interessen der Bergarbeiter vertritt und weisen alle Es wird also wohl nun auch Hammerstein vom Bergbauverein Quertreibereien gegen die Einigkeit der Kameraden entschieden gerügt werden, daß er die Polizei für ausreichend hält. zurück. Die Versammlung verpflichtet sich unbedingt, nur der Parole der Siebenerkommission zu folgen. Unsere Bewegung muß als eine rein gewerkschaftliche durchgeführt werden, nur dann fuchungskommission auf Zeche Herkules" von dem Direktor Tengel ist uns der Erfolg sicher." Dazu bemerkt die" Berliner Zeitung": Diese Erklärung richtet sich anscheinend gegen die sozialdemokratische Agitation, die in letzter Beit sehr start ins Zeug gegangen ist und von der man eine Spaltung der Bewegung be= fürchtet." Thyssen der jüngere über den Streit. Im Roland von Berlin" veröffentlicht Herr August Der Abg. Gothein von der Freifinnigen Vereinigung er- Thyssen der jüngere einen Artikel über den Streit der Berg öffnete die Reihe der Redner, die mit aller Entschiedenheit für ein arbeiter, aus dem einige Angaben um deswillen interessant Reichs- Berggesetz eintraten. In Preußen, wo die Arbeiter nur Objekt sind, weil der Sohn eines der maßgebendsten Gruben der Gesetzgebung sind, nicht Subjekt, ist, wie er treffend bemerkte, ein unternehmer sie macht. Herr Thyssen vertritt die Ansicht, wirklicher Arbeiterschutz unmöglich. Herr Spahn vom 8entrum daß die Unternehmer den Streit provoziert haben. Dann bewies juristisch die Zuständigkeit des Reiches; handelt es sich doch schreibt er: um lauter Anträge, die eine Ergänzung der Reichsgewerbe- Ordnung bezwecken. Der Abgeordnete orfanty erinnerte an die Zustände in den Gruben, die dem preußischen Staat gehören; da dort die Arbeiter noch schlimmer ausgenutzt und in ihren staatsbürgerlichen Rechten noch mehr beengt werden, fehlt dem preußischen Staat das moralische Gewicht, das die innere Grundlage für ein Bergarbeiterschutz- Gesez bieten müßte. Schließlich wies der christlichsoziale Abg. Burdhardt darauf hin, daß, wenn die Regierung den Streit beenden oder wenigstens berfürzen wolle, fie dies nur durch ein Reichsgesetz könne und der Freisinnige Mug dan mahnte die sozialistentöterische Regierung, nicht durch ihre Hartnäckigkeit weitere Zehntausende von Arbeitern im Ruhrrevier in die Hand der Sozialdemokratie zu treiben. " Der Bergmann Wiesener ist bei den Verhandlungen der Untermann als Sozialdemokrat bezeichnet worden. Demgegenüber stellen wir ausdrücklich fest, daß Wiesener der sozialdemokratischen Partei nicht angehört und ihr niemals angehört hat. Wer begeht Kontraktbruch? Man schreibt uns: wenigstens zu einer Zeit, wo man in allen Tonarten mit heuch= Nun sollte man glauben, daß die Bechenverwaltungen fich lerischem Augenverdrehen und mehr oder minder gut imitierter Ent rüstung über den Kontrattbruch der zum Ausstand getriel nen Arbeiter herzieht, um damit die eigenen Sünden zu verdeden, also wenigstens nach Ausbruch des Streits den Schein wahren, d. h. Gesetz und Arbeitsordnung gegenüber den Arbeitern beobachten wir zeigen, daß dem nicht so ist. würde. An der Hand folgender Tatsachen neuesten Datums werden eine Stameradschaft von 3 Mann im Gedinge( Kolonnenalford) teils Auf Zeche Bruchstraße" arbeitete vom 1. bis 30. November 1904 vor der Kohle, teils im Gestein, Für Gesteinsarbeit waren die Leute übrigens eigentlich angenommen. Es sei ausdrücklich bemerkt, daß es sich um tüchtige, erfahrene Hauer handelt. Da während der in Wer unbefangen und objektiv jahrelang in jener Gegend ge- der Arbeitsordnung vorgesehenen Frist von 10 Tagen eine Ginigung weilt und mit flarem Auge das Leben und die Daseinsbedingungen über das Gedinge für die am Ersten des Monats begonnene Arbeit der Bergarbeiter beobachtet und studiert hat, wird nicht umbin nicht zustande tam das Angebot war eben so miserabel, daß die fönnen, einen großen Teil ihrer Forderungen als nur zu berechtigt Leute es nicht annehmen konnten stand den Arbeitern laut anzuerkennen. Der Punkt, bei dem bedingungslos eine Abhilfe Arbeitsordnung der ortsübliche Tagelohn, d. h. der bei gleichartiger geboten erscheint, ist zunächst das Wagennullen. Der Vermerk Arbeit in der voraufgegangenen Pohnperiode auf der betreffenden auf der schwarzen Tafel, der die Arbeit vieler Stunden für den Beche durchschnittlich pro Tag verdiente Lohn zu.(§ 12 resp. 13 der Arbeiter vernichtet, hängt von der Willkür eines Betriebsbeamten Arbeitsordnung und§ 80 c bes Berggesezes.) ab, der dem betreffenden Bergmann aus irgend einem Grunde nicht wohl will. Man darf hierbei nicht vergessen, daß nur in den seltensten Fällen eine wirklich böse Absicht seitens des Bergmanns vorliegt. Besonders bei den nördlichen Flögen des Ober Bergamts Düsseldorf, die stark mit Schiefer durchwachsen find, ist es für den Arbeiter beinahe unmöglich, die Kohle vom Schiefer zu reinigen, da diese Arbeit allein sonst Stunden erfordern würde. Die Rechenbefizer wenden freilich dagegen ein, daß der Erlös für die genulkten Wagen in die Unterstügungstaffe fließe. Aber das ist nur ein Trugschluß. Denn wenn die Unterstützungstaffen der Zechen sich auf diese Weise füllen, so brauchen sie eben von ihrem übrigen Gewinn nur einen geringen Bruchteil für diese Zwecke zu verwenden, und ich möchte als Beispiel anführen, daß in einer Zeche allein in einem Jahre ein Betrag von 45 000 M. für genullte Wagen in die Unterstützungstaffe abgeführt worden ist. 4 Was geschieht aber? Bei der am 23. Dezember erfolgten Löhnung für den Monat November erhielten die Leute unbekümmert darum, daß sie das Gedinge nicht angenommen hatten, ihren Lohn doch nach Maßgabe dieses Gedinges berechnet und ausbezahlt! Und das war eigentlich gut so. Die Oeffentlichkeit erfährt auf diese Weise, welche Gedinge Gesteinhauern, also neben den Schachthauern der bestbezahlten Gruppe on Bergleuten, angeboten werden. Nicht nach den Grundsätzen der leichheit, wie sie bei Kolonnenalford nach Maßgabe der geleisteten Arbeitszeit des einzelnen als selbstverständlich gilt, sondern frei nach Willkür wurde der nach dem Gedinge berechnete Gesamtlohn unter die drei Kameraden wie folgt verteilt: Giner bekam für 21 Schichten 49,04 m., der andere für 23 Schichten 47 M., der dritte für 21 Schichten 49,04 M. Auf den Einwand der Arbeiter erhielt der erste und dritte noch 8,50, der zweite noch 10 M. Bulage, so daß also der erste und dritte mit je 21 Schichten 57,54, der zweite mit 22 Schichten 57 M. erhielt. Von Diesem Loha gehen noch 6,91 M. für Gefälle ab. Daß die Beche mit felchen Löhnen keinen Staat machen kann, scheint sie selber einzu sehen. Zwei der Arbeiter haben nämlich beim Berg- Gewerbegericht Klage erbol.n, der britte tat desgleichen. In seiner großzügigen Rede faßte Genosse Bebel all das zusammen, was gegen Preußen und für das Reich spricht. Es war eine gründliche Abrechnung mit der jahrzehntelangen Untätigkeit der preußischen Regierung, mit der Arbeiterfreundlichkeit, die das preußische Parlament, diese reaktionärste„ Bolksvertretung" der Welt, seit Jahrzehnten auch gegenüber den Bergarbeitern bewiesen hat. Aber wie soll man die Diener loben, tommt doch das Aergernis von oben!" Wußte doch der Reichskanzler, der Diplomat, nichts flügeres zu tun, als den Streikenden mit dem ,, Volke in Waffen" zu drohen, Ebenso berechtigt ist die Forderung nach geaichten Wagen. das, wenn es befohlen wird, auch auf Vater und Mutter schießt. Es ist in den Zechen ein offenes Geheimnis, daß die bauchigen Als Bebel dem staunenden Reichstag mitteilte, daß man sich um Lowries( Hunde), die eine Tonne enthalten sollen, weit mehr in Geburtstag des Kaisers im Schlosse zu Berlin über die entsetzliche sich aufnehmen, und daß dieser eigentlich unceelle Ueberschuß ledigNiedermegelung friedlicher, wehrloser Arbeiter in Petersburg nicht lich der Zechenverwaltung zugute kommt." Die nächste Folge diefer Klage war, daß der Vorsitzende der empört, sondern sie vielleicht als Ansporn zur Nacheiferung in Deutsch- Wenn schon der Sohn eines Rechenbesitzers zugibt, daß zuständigen Spruchfammer, der zugleich Vorsitzender der UntersuchungsLand empfunden hätte, wurde es wohl selbst den bürgerlichen Parteien das Wagennullen nach bloßer Willfür und Gun, t geübt wird fommission der Seche„ Bruchstraße" ist, den läger mit 22 Schichten flar, mit wie gutem Recht der Aufruf unseres Parteivorstandes die und daß die Arbeiter durch falsches Maß von den Unter- zur Untersuchungskommission lud. Arbeiter gemahnt hatte, nichts von der kapitalistischen Regierung zu nehmern frech betrogen werden, dann wird niemand die Be- daß in der von der Zeche vorgelegten Lohnliste der Arbeiter mit 4,00 M. per Schicht verzeichnet war. Sobiel bekannt, soll es der erwarten nichts als Flintenkugeln. rechtigung der Klagen der Bergarbeiter bestreiten können. Zechenvertretung nicht gelungen sein, dem Vorsitzenden plausibel zu Bittere Selbstironie fonnte es nur sein, wenn danach Graf machen, wie das zugehe. Soviel ist nur sicher, daß die Echtheit Posadowsky von den Kulturaufgaben sprach, die die Einzel- Mißstände gibt es nicht! So läßt jetzt der bergbauliche der Lohnbücher nicht angezweifelt worden ist, womit die Sache staaten, voran Preußen, sich nicht wollen nehmen lassen. Bebel Berein wieder verkünden und knüpft daran die selbstherrliche allerdings noch nicht ihre Erledigung gefunden haben dürfte. traf den Ton der gewaltigen Empörung, die sich des Volkes nach Erklärung, daß er auch in Zukunft nicht gewillt sei, mit den Ein anderer Fall: Drei Gesteinshauer von Zeche„ Bruchstraße" den unaufhörlichen Provokationen durch die Regierung nach ihrer Arbeitervertretern zu verhandeln. Allerdings wollen sie mit haben ein Gebinge angenommen. Nach diesem Gedinge hatten sie Abdankung vor dem Industriefeudalismus bemächtigt hat.- den einzelnen Belegschaften- wegen Wiederaufnahme der Arbeit zu fordern für 18 Meter Schiefer à 45 M.= 585,00 M., für 2 Meter Sandstein à 65 M. 180,00 2., für 5 Meter Holz verhandeln, nicht etwa wegen Abstellung von Mißständen und& 5 m. 25 M., in Summa 740,00 W. Sie erhielten angeschrieben Bewilligung der bescheidenen Forderungen. Wegen Unter- und bezahlt 14 Meter Schiefer à 45 9.680,00., ithin zu lassung von Maßregelungen könnten sie jedoch keine wenig 110,00 m. Wir wollen zugeben, daß ein Irrtum vorliegen Dort stellte sich nun heraus, gemacht werden können. könnte, aber dieser hätte doch bei der Reklamation der Arbeiter gut[ wenige Lücken auf. Aber das Publikum kam nicht auf seine; die Aussteuer an, die ein Landarbeiter seiner Tochter mitgibt, Rechnung. Die Vorgeschichte des Kanals scheint vergessen zu dann werde niemand mehr von niedrigen Löhnen sprechen. Einem Bergmann auf Zeche Zentrum" wurde bei der am sein; nichts mehr von dem Trotz der Junker, die die Regierung Nicht die höheren Löhne seien es, die die Arbeiter in die 26. Januar cr. erfolgten Löhnung für Dezember ein Betrag von ihren Willen aufgezwungen haben, fam in den Reden der Städte treiben, sondern nur die Vergnügungssucht. Zu 49,80 M. vom Lohne eingehalten, wovon 43,62 m. ganz un= zweifelhaft in direktem Widerspruch mit dem Lohnbeschlagnahme- analgegner zum Ausdruck, es wurde nicht mehr oder doch bedauern sei ferner der Einfluß der Schule, die die Gesetz beschlagnahmt, resp. dem Zugriff eines Dritten überlassen wenigstens nicht mehr in der früheren scharfen Art der Osten Kinder der Landarbeit entfremde. Des Pudels Kern sei aber, worden waren. Die Berg- Gewerbegerichte pflegen in der Negel sich gegen den Westen, die Industrie gegen die Landwirtschaft aus- er scheue sich nicht, das offen auszusprechen, die absolute für solche Streitigkeiten als unzuständig zu erklären. gespielt, die Regierung drohte nicht mehr wie einst den Kanal- Freizügigkeit. Erst nach dem 20. Lebensjahre dürften Ein anderer Fall: Auf Zeche Neu- Iserlohn" wird mit einer aus rebellen mit der Entziehung ihrer Gunst. Allgemein herrschte die Kinder darüber entscheiden, ob sie in die Stadt wollen acht Mann bestehenden Kameradschaft ein Gedinge abgeschlossen. Friedensstimmung, das Ganze machte einen mehr als oder nicht.( Lebhafter Beifall.)- Frhr. von WangenOhne die Kameradschaft zu fragen, werden ihr am 7. Dezember noch schläfrigen Eindruck. heim kritisiert das Unterstützungswohnsiz- Gesez, das zuztvei Mann zugeteilt, welches Manöver, im voraus bemerkt, zu Ende Schritt für Schritt ist die Regierung vor den Junkern sammen mit der Freizügigkeit geradezu eine Prämie auf die des Monats wiederholt wird. Der Drisälteste( Kolonnenführer) protestiert gegen die till fürliche zurückgewichen. An Stelle der ursprünglichen Kanalvorlage Landflucht setze.- Kammerherr Graf zu RanganVermehrung der Kameradschaft und verlangt Neuregulierung hat sie einen Torso eingebracht, nichts Halbes und nichts Ra storf hat Bedenken gegen die Ansiedelung der Landdes Gedinges. Als der Steiger sich dessen weigert, Ganzes, und selbst diese Vorlage wurde in der Kommission arbeiter. Das habe solange feinen Zweck, als der preußische beruft sich der Arbeiter auf§ 13 der Arbeitsordnung, und noch mit allerlei Bestimmungen bepadt, um sie zu Falle zu Staat die Arbeiter für billiges Geld, für Arbeiterdas mit vollem Recht. Der Steiger drückt dem Arbeiter seine Be- bringen. Die Kommission hat das sta a tliche Schlepp- fahrkarten, in die Stadt zur Arbeit transwunderung über seinen„ gelehrten Kopf" aus und läßt ihn stehen. monopol beschlossen, d. h. es soll auf dem Kanal vom Rhein portire. Den ländlichen Gemeinden fielen darum die Der Betriebsführer befährt eines Tages die Strecke und der Arbeiter bis zur Weser, auf dem Anschluß nach Hannover, auf dem Schul- und Armenlaften zu.( Sehr richtig!) wird bei ihm unter Verufung auf Sie Arbeitsordnung vorstellig, um Lippe- Kanal und auf den Zweiglanälen dieser Schiffahrt- Damit schließt die Diskussion. In seinem Schlußwort die Neuregulierung zu erreichen. Dieser antwortet: Fällt mir gar nicht ein; dann hätte ich was gemacht!"- Der Arbeiter erklärt, daß straßen ein einheitlicher staatlicher Betrieb eingerichtet und wendet sich Professor Sehring gegen die Wünsche auf Beer fich auf alle Fälle an das vereinbarte Gedinge nicht mehr ge- Privaten die mechanische Schlepperei untersagt werden, die schränkung der Freizügigkeit. Dadurch würde es vielleicht gebunden halte und wird schließlich im Bureau des Betriebs- Kommission hat ferner die Kanalisierung der Mosel von der lingen, die Arbeiter etwas länger auf dem Lande festzuhalten. führers vorstellig, als er am Lohntage sieht, daß bei Berechnung Lothringischen Grenze bis Koblenz, der Saar von Brebach bis Aber das seien dann mir widerwillige Arbeiter. Die nicht nur die Vermehrung der Kameradschaft außer Betracht gelassen, Stonz und der Lahn von der hessischen Grenze bis zur Mündung Verhältnisse auf dem Lande müßten so gestattet werden, daß sondern der Lohn nicht einmal nach den für diesen Fall vor verlangt, sie fordert ferner, daß von der Inbetriebsetzung des die Arbeiter freiwillig dableiben. gesehenen Bestimmungen der Arbeitsordnung, sondern nach dem Kanals vom Rhein bis zur Weser an Gebühren zum Ausdurch Vermehrung der Kameradschaft aufgelösten Gedinge berechnet, gleich für die Kosten der Verbesserung und Unterhaltung der wodurch die Kameraden empfindlich geschädigt worden sind. Er stellt dem Betriebsführer vor, daß ein derartiges Verfahren, bei natürlichen Binnenschiffahrtsstraßen, soweit diese durch staatdem er trotz großen Schuftens in 26 Schichten nur 110 m. liche Aufwendungen eine über das natürliche Maß hinausDer Seniorentonvent des Reichstages hat Freitag unter verdient, doch nicht recht sei. Der Betriebsführer erwidert unter gehende Verbesserung oder Vertiefung erfahren haben. Anspielung auf den untersetzten Körper des Beschwerdeführers, Und die Regierung ist bereit, auf alles einzugehen. Alle Vorsitz des Präsidenten über die Geschäftsverteilung der nächsten es würde wohl mit seiner Schufterei nicht soweit her ihre früheren Bedenken hat sie fallen gelassen, in allen prin- Tage folgendes Abkommen getroffen: Um einem Abkommen aus gewesen sein. Mittlerweile Tomunt der Inspektor hinzu, zipiell wichtigen Fragen ist sie entschlossen, auf Befehl der der letzten Woche gerecht zu werden, soll am Sonnabend, den welcher dem Manne nach Anhörung des Sachverhalts die troft analgegner ihre Meinung zu ändern. Der Ressortminister 4. d. M. der Toleranzantrag des Zentrums zur Veratung reiche Versicherung gibt: Mann, das machen wir wie wir wollen!" Als ihm der Arbeiter erwidert, die Arbeits- b. Budde zeigt nur den Eisenbahnarbeitern gegenüber die gelangen. Montag, den 6. d. M., soll die Beratung der freifinnigen Inter ordnung sei doch nicht bloß für die Arbeiter da, sondern die Be- gepanzerte Faust, den Junkern gegenüber ist er die Nachselbst. Zwar will er prinzipiell von der Mosel-, pellation( Schiffahrts Abgaben) stattfinden. " Deutfches Reich. Die Beratung der Handelsverträge. Dienstag, amten hätten sich auch nach derfelben zu richten, erhält er von dem Saar- und Lahnkanalisierung nichts wissen, aber er stimmt der den 7. d. M., folgt die Verhandlung der Zentrums- Interpellation Betriebsführer zum drittenmal eine abweisende Antwort. Wie heißt es doch in den Antworten des bergbaulichen Vereins bezüglichen Resolution zu, zwar hält er nichts vom Schlepp( Magimal- Arbeitstag von 10 Stunden), und Mittwoch, den an die Verbände gelegentlich früherer Eingaben um Regulierung monopol, aber er ist auch dafür zu haben. Am leichtesten macht 8. d. M., ist dann wieder Schwerinstag( entweder Fortsetzung der der Löhne: Wenn der eine oder andere Arbeiter glaubt eine höhere er es sich mit der Abgabenfrage. Er gibt zu, daß es staats. Beratung des Zentrums- Antrages( Toleranz-] oder die Beratung des Bezahlung beanspruchen zu dürfen, so mag er sich nur an seine rechtlich im höchsten Grade fraglich ist, ob Preußen überhaupt fozialdemokratischen Initiativantrages( Errichtung eines ReichsZeche wenden, er darf der wohlwollendsten Prüfung wie bisher das Recht hat, Gebühren auf natürlichen Wasserstraßen ein- Arbeitsamtes usw.). ficher sein. Am Donnerstag, den 9. d. M., wird dann die erste Beratung der Und zum Schluß eine föftliche Kontraktbruchprobe: Ein Arbeiter zuführen, aber er rechnet sich nicht zu den Staatsmännern, der Zeche Dannenbaum" hat am 15. Dezember gekündigt. Seine Zeit sondern zu den Männern der Praris, und deshalb ist er un- Handelsverträge beginnen und vermutlich 6-8 Tage in Anspruch ist am 31. Dezember um, er ist also bei der Zeche nicht etwa kontrafibrüchig bekümmert um alle entgegenstehenden Bedenken, unbefümmert nehmen. Es wird beabsichtigt, die Handelsverträge einer Kommission geworden. Bei der am 24. Jamuar er. erfolgten Reftlöhnung für Dezember segar darum, daß vor noch nicht langer Zeit im Reichstage zur Borberatung zu überweisen, da, wie es scheint, die Regieing werden ihm auch noch 17 M. auf das Konto seines Bruders eingehalten, einer seiner Kollegen die Erhebung von Gebühren auf natür- das Bedürfnis fühlt, vertrauliche Mitteilungen über die Vertragsden man entlassen hatte, weil er krank geworden. Dies nur ein paar lichen Wasserstraßen als zur Kompetenz des Reiches gehörig verhandlungen zu machen. Proben von Kontrattbruch aus neuester Zeit, und nur solche, wo der bezeichnet hat, auch für diesen Wunsch der Junker zu haben. Kontrattbruch offen zutage liegt, es also gar keiner Beweisaufnahme Warum sollte auch Herr v. Budde staatsrechtliche Bedenken bedars. Nervöse Gendarmen! haben, wenn selbst der Justizminister sich über solche Bedenken leichten Herzens hinwegsetzt! Aplerbeck, 3. Februar.( Privatdepesche des„ Borwärts".) Hier überritten reitende Gendarmen eine Anzahl Schulkinder und Streikende. Die Flüchtenden wurden von den Gendarmen bis an die Haustür verfolgt. Sind die Gendarmen etwa durch die Lektüre der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" nervös geworden? * Ueber die Zahl der Streifenden verbreitet W. T. B." unterm 3. Februar folgende Angaben des bergbaulichen Vereins: Effen, 3. Februar. In den 18 Bergiverks- Revieren des OberBergamtsbezirks Dortmund und auf Zeche" Rheinpreußen" fuhren heute an von einer Gesamtbelegschaft von 259 446 Mann unter und über Tage 62 361 Mann( gegen 245 957 bezw. 52 089 am 1. d. M., aber ohne Rheinpreußen" gerechnet), auf Rheinpreußen" sind heute 2992 von 4506 Mann angefahren. Das Oberbergamt in Dortmund, das seine Zusammenstellungen dem Reichs- Anzeiger" zugehen ließ, verzichtet jet schon seit zwei oder drei Tagen auf diese Mitteilungen. Kein Wunder, daß einer solchen Regierung gegenüber die Kanalgegner ihr Spiel fortseßen und sie ganz offen verhöhnen. Wenigstens sind eine Anzahl der zahlreich vorliegenden Anträge als nichts weiter denn als Verhöhnung aufzufassen. So 3. B. der Antrag v. Heydebrand( f.), daß, che mit dem Bau des Kanals vom Rhein nach dem Dortmund- Ems- Kanal begonnen wird, Schiffahrtsabgaben auf dem Rhein erhoben werden müssen zur Vergütung für solche Anlagen, durch welche die Schiffbarkeit des Stromes über dessen gewöhnliche Fahrbarkeit erhöht worden ist. Ebenso sind andere Anträge zu beurteilen, die eine möglichst hohe Bemessung der Gebühren verlangen. Das Schicksal der Vorlage hängt an einem seidenen Faden. Der größte Teil der Konservativen und eine Minderheit der Freikonservativen sind dagegen, weil sie darin den Anfang zum Bau des Mittelland- Kanals erblicken, selbst die Freisinnigen Generalstreit in Oberschlesien in Sicht! haben gegen die Gestalt, die die Vorlage jetzt angenommen Aus Zabrze( Oberschlesien) wird uns geschrieben: Gegen- hat, große Bedenken. Dafür sind vorläufig nur die Nationalwärtig streift die gesamte Belegschaft der fiskalischen Königin liberalen und das Zentrum, das, wie Abg. Herold meinte. Luisen- Grube hierselbst, Tag und Nachtschicht, rund 7900 Mann. nachdem der Landwirtschaft in letzter Zeit einige Vorteile geAuch in der anderen fiskalischen Grube des Zabrzer Kreises, Biel- währt sind, auch der Industrie etwas zukommen lassen will. Die Debatte wird am Sonnabend fortgesetzt. schowitz, ist ein Teil der Belegschaft schon in den Ausstand getreten. männer der Streifenden Die fozialdemokratische Reichstagsfraktion hat zum Etat des Reichsamt des Innern folgende Refolutionen wieder eingebracht: 1. Auf Vorlegung eines Gesehentwurfes zur Einrichtung eines Reichsarbeitsamtes. 3. Auf Erlaß von Bundesratsvorschriften nach§§ 120 e und Arbeiter durch Reichsgesetz. 3. Auf Erlaß von Landesratsvorschriften nach§§ 120 e und 139 a für alle Betriebe mit hoher Vergiftungsgefahr. 4. Auf Vorlegung eines Gesetzes zum Schuße der Bauarbeiter. 5. Auf Erlaß einer Verordnung noch im Laufe dieses Jahres, durch welche die Arbeit an Sonn- und Festtagen in Glashütten verboten wird. 6. Auf Vorlage eines Strafgefeßes gegen Unternehmer oder deren Vertreter, die den Arbeitern durch schwarze Listen oder ähnliches ihr Fortlommen erschweren wegen Teilnahme an Arbeiterorganisationen. 7. Auf Vorlegung eines Gefeßentwurfs, durch den die ge werbliche Arbeit an Sonn- und Feiertagen verboten, eine Ruhepause von 36 Stunden für einen Feiertag und eine solche von 60 Stunden für zwei aufeinanderfolgende Feiertage angeordnet wird. Ausnahmen für Verkehrs-, Transport, Gastwirts- und Bergnügungsgewerbe und für notwendig kontinuierliche Betriebe sollen zugelassen werden. Verkaufsstellen für Nahrungs- und Genußmittel sollen höchstens drei Stunden am Vormittag geöffnet sein. Die Aufhebung des Saarbrückener Urteils. Am Abend des 2. Februar traten die Vertrauens Die Sigungen des preußischen Landes- Dekonomiekollegiums, ( Eig. Ber.) Eine eklatante Niederlage der ganzen Scharfzu einer Konferenz zusammen, die gestern hier begonnen haben, liefern recht interessante Bei- macherei des saarabischen Gebietes ist die Aufhebung und Bein der beschlossen wurde, die von den streikenden Ruhr- träge zur Rubrik der unfreiwilligen Komit. In der gestrigen gründung des Saarbrüdener Gerichtsurteils von drei Monaten Bergleuten gestellten Forderungen ebenfalls aufzustellen und an die Situng setzte Herr v. Podbielsfi in junterlicher Urwüchsigkeit Gefängnis gegen den früheren Bergmann Karl Krämer Bergverwaltung zu richten. Der Streit soll nach Beschluß dieser auseinander, daß beim Abschluß der Viehseuchen- Konvention Konferenz zunächst auf die Arbeiter in den staatlichen Gruben Ober- mit Desterreich- Ungarn die von dieser Macht ernannten Unter- Durch den 1. Straffenat des Reichsgerichts. Krämer sollte in schlesiens beschränkt bleiben, doch soll an die Reichsregierung die händler arg geprellt worden seien, und heute gelangte, nach Bergwerksverwaltung beleidigt haben, und zwar im Sinne Forderung gerichtet werden, eine Reichs- Berggejezvorlage dem die Erörterung des staatlichen Schleppmonopols von der von§§ 185, 186 und 187 des Strafgesetzbuches. In der im Reichstage einzubringen und ziv ar Bis Tagesordnung abgesezt worden war, das komische Fragespiel: zum 8. Februar! Ist zu diesem Termin die Vorlage Wie denten Sie über Landarbeiterflucht und Freizügigkeit?" Revisionsinstanz vor dem Reichsgericht hatte Genosse eine beim Reichstage nicht eingegangen, dann sollen die gesamten Bergzur Aufführung. Eingeleitet wurde die heitere stomödie die Revision eingehend begründet und Aufhebung des Urteils arbeiter Oberschlesiens zum Generalstreit schreiten. Von in der durch einen Vortrag Professor Gehrings über die„ Land- beantragt, sowie die Verweisung der Sache an ein anderes GeKonferenz anwesenden- arbeiterfrage". Er warf die Frage Verbander richt. Dem ist in der gestrigen Entscheidung in vollent wurde der Beschluß ohne Erfolg bekämpft, man wollte von Bedenken flucht gesteuert werden? Zunächst, erklärte er, durch eine Umfange entsprochen worden, und zwar ist die Sache an das nichts hören, sondern in der schärfsten Weise vorgehen, da die hier staatliche Kolonisierung fleiner Bauern. Es sei erfreulich, daß fagte in seiner Begründung der Urteilsaufhebung, daß schon Das Reichsgericht Herrschenden Uebelſtände mindeſtens so schlimm ſeien wie in Rhein- die preußische Regierung für diesen Zwed 2 Millionen Mart sagte in seiner Begründung der Urteilsaufhebung, daß schon die Verletzung des§ 243 der Strafprozeß- Ordnung zur Aufin den Etat eingestellt hat. Weiter müßte der Großgrundbesiz Einfluß der polnischen Zentrumsgeistlichen von der Gruppe des„ Katolit" letzten Jahrhunderts an sich gerissen hat. Darauf könnten über das Nichtabhören gefaßt; ein Verzicht auf die Zeugen Entstanden ist die hiesige Bewegung im Schoße des unter dem die 800 000 Hektar wieder abgeben, die er im Laufe des hebung hätte führen müssen. Ueber die Beweisanträge der Gericht keinen stehenden Arbeitervereins Bur gegenseitigen Hilfe", dessen Mitglieder 80 000 Familien mit 300.000 Stöpfen angefiedelt werden. einige hundert Mark Streikgelder gesammelt hatten. Der Vorstand Allein das sei nicht die eigentliche Lösung des Problems. Die habe aber vom Angeklagten nicht vorgelegen. Auch darin stellt des Vereins fuchte die gewaltig hervordrängende Bewegung zunächst Hauptursache der Landflucht aber sei die inten- bei den§§ 186 und 187 genau zwischen den Tatsachen und den sich das Gericht auf den Standpunkt der Verteidigung, daß dadurch zu bemeistern, daß er eine Bittschrift an die Bergverwal- fivere Ausnuzung der Arbeitsfraft in Behauptungen, sowie den daraus gezogenen Schlüffen hätte tung richtete, doch genügte das den unzufriedenen Arbeitern nicht, der Industrie und die dadurch bedingte 8 ahlung unterschieden werden müssen, und das Gericht durfte sich nicht die ihren Vorstand beiseite schoben und selbständig vorgingen. höherer Löhne. Für die Landwirtschaft gelte es Viele Mitglieder des genannten katholischen Arbeitervereins schloffen jekt, die Saison- und Banderarbeit zu be in der" Feststellung" damit begnügen, von unwahren Besich dem Bergarbeiterverbande an. feitigen und die Landarbeiter an dem Drt ihrer Beschäf. hauptungen in den Flugblättern zu reden. Bon geradezu prinzipieller Bedeutung ist die Entscheidung Beuthen, 3. Februar. Auf der„ Königin Luise- Grube" sind bei tigung fest anzusiedeln. In jedem Dorfe müßten so viele der heutigen Frühschicht angefahren 332 Mann, ausständig find 2574. Menschen angesiedelt werden, als dort zur Verrichtung von wegen des unrechtmäßigen Versagens des§ 193 des StrafArbeiten notwendig sind. Weiter sei zu empfehlen Bau 595 ausständig. Im ganzen find also 876 Mann eingefahren und von Arbeiterwohnungen, vielleicht durch die Unter. große Anzahl Menschen in Berufsvereinen, Syndikaten usw. Tand- Westfalen. " 1 3169 ausständig. Die Ausständigen verhalten sich rubia. Belgien. Mona, 3. Februar.( W. T. B.) Heute streiken in Borinage otva 12 000 Mann. Politische Ueberlicht. Berlin, den 3. Februar. ein gemeinsames Interesse existiert, so hört die diesem zugrunde stügung der Landes Versicherungsanstalten. Der Redner bringt eine Resolution ein, in welcher liegende Sache nicht auf, das Interesse des einzelnen zu sein. der Landwirtschaftsminister gebeten wird, zu veranlassen: Das trifft beim Angeklagten mit dem Bergarbeiter- Verband 1. daß im nächsten Jahresbericht der Landwirtschaftskammern 34. Selbst wenn er nur vermeintlich berechtigte Interessen auf Grund einer Umfrage bei den Wanderlehrern usw. eine wahrgenommen hätte, oder wahrnehmen hätte wollen, durfte ihm der Schutz des Paragraphen nicht ganz versagt werden. eingehende Darstellung der bisherigen Versuche, landwirtschaft- Bezüglich der Anwendung dieses Paragraphen wies liche Arbeiter seßhaft zu machen, gegeben werde; 2. daß eine das Gericht schließlich noch auf eine Entscheidung des dritten amtliche Statistit über den Zu- und Abzug ausländischer Straffenats hin, die sich mit der Auffassung der gestrigen EntWanderarbeiter aufgenommen werde." scheidung deckt. Er Die zweite Lesung der Kanalvorlage. Am Freitag begann im preußischen Abgeordnetenhause Die Diskussionsrebner waren aber mit solchen milden Mitteln die zweite Lesung der Kanalvorlage, oder besser gesagt des nicht zufrieden; sie verlangten Beschränkung der Freizügigkeit. Gefeßentwurfs betr. die Herstellung und den Ausbau von Den Reigen eröffnete Graf v. Bernstorff Wehningen. Wasserstraßen. In Erwartung eines politischen Ereignisses führte aus: Gering sei der Lohn des Landarbeiters durchaus hatte sich auf den sonst so leeren Tribünen ein zahlreiches nicht. Mer habe denn das Geld auf den Sparkassen? Publikum eingefunden, und auch der Sizungsfaal wies nur Die Landarbeiter!( Zustimmung.) Man sehe sich nur einmal Gin liberaler Reinfall. Aus München wird uns geschrieben: Se näher die bayerischen Landtagswahlen heranrüden, desto arbeiterfreundlicher wird der neu„ gecinte" Liberalismus und desto feltener erscheinen in der liberalen Presse die Korrespondenzen der Holzerland, May Lorenz und ähnlicher Sosialistenfresser, die 13 Schußtruppfer, 5 Frauen), verunglückt und tot 18, verunglückt sonst fast täglich in den liberalen Papieren die Arbeiterorganisationen und lebend 8, verivundet 342, Summe der Toten 837, Summe der vernichten. Am Mittwoch haben wir sogar das Schauspiel erlebt, Lebenden 350. daß die verschiedenen lieberalen Gruppen es sind nur sieben! gemeinsam eine große Volfsversammlung veranstalteten, in der fich 3 liberale Referenten mächtig für die Arbeiter und ihre Organifationen ins Zeug legten und gegen die Kohlenbarone so losdonnerten, daß einigen bewährten Altliberalen angst und bange wurde. Die von ihnen vorgeschlagene und schließlich auch fast einstimmig angenommene Resolution hat diesen Wortlaut: Husland. Desterreich- Ungarn. Reine Reformen in Rußland! Offiziell werden jetzt die Grundsäge veröffentlicht, nach denen fünftig in Rußland der Absolutismus regieren will. Der Reform plan hat nichts zu tun mit irgend welchem Anfang eines verfassungsmäßigen Lebens. Die vom Telegraphenbureau verbreiteten EinzelDie neuen Bestimmungen scheinen darauf hinauszulaufen, die ab solute Willkür der Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung zwar nicht zu beseitigen, aber sie durch bureaukratische Schutzmaßnahmen äußerlich, aftenmäßig einzuschränken. Zur ungarischen Ministerkrisis. Graf Andrassy wurde am Freiheiten beweisen nur die völlige Rechtsanarchie, die gegenwärtig in tag nachmittag vom Kaiser in 1stündiger Audienz empfangen, in Rußland besteht und die seinerzeit im Königsberger Prozeß zeugender er seine Anschauungen über die politische Lage entwickelte. Auf eidlich bekräftigt worden ist. " Die Versammlung spricht den im Ruhrgebiet streitenden Berg- Grund dieser Erörterung wurde Andrassy damit betraut, mit den arbeitern ihre Sympathie aus für deren Kampf um Anerkennung leitenden ungarischen Staatsmännern in Fühlung zu treten, worüber er der Organisationen, um Sicherung des Arbeitsvertrages und um in einigen Tagen dem Kaiser Bericht erstatten wird. Eine formelle Bes Befferung der Lebenshaltung. Sie verurteilt aufs schärfste den tranung mit der Kabinettsbildung ist vorläufig nicht erfolgt; es ist Herrenstandpunkt der Unternehmer, die, selbst aufs vollkommenste nicht ausgeschlossen, daß der Kaiser noch andere politische Persön organisiert, den Gegenorganisationen der Arbeiter die Anerkennung lichkeiten empfangen wird, jedoch sind Dispositionen über eine Reise verweigern; sie sieht in der Uebermacht der einheitlich organisierten des Kaisers nach Budapest bisher nicht getroffen. Andrassy konferierte Großunternehmungen im Kohlenbergbau eine ernste Gefahr für vormittags mit dem Minister des Aeußern Graf Goluchowski, be unser wirtschaftliches Leben und sie fordert deshalb ein Eingreifen fuchte nachmittags den Grafen Tisza und kehrte abends um 5 Uhr der Staatsgewalt, um den bedrohten Interessen der Gesamtheit und nach Budapest zurück. der Arbeiterklasse gegen die Uebermacht zur Geltung zu bringen; sie fordert unbeschadet der Hoffnungen, die an das gesetzgeberische Vorgehen der preußischen Regierung gefnüpft werden können, das Eingreifen der Reichsgesetzgebung: ein Reichsberggeseh, die völlige Sicherung des Koalitionsrechtes, die obligatorische Einführung von Schiedsgerichten und Einigungsämtern; sie spricht ihre Genugtuung aus über die einmütige Stellungnahme der öffentlichen Meinung, sie erwartet aber auch fernerhin von den weitesten Wolfslreisen ohne Unterschied der Partei, daß sie die Arbeiter in ihrem schweren Stampfe moralisch und materiell unterstützen." Ohne genaue Kenntnis des gesamten Reform- Entivurfes aber tägt sich nicht entscheiden, ob auch nur diese geringen Abschwächungen der absolutistisch- bureaukratischen Willkür einen größeren als papierenen Wert haben. Man will z. B. künftig nicht mehr von der gefeßmäßigen Art der Veröffentlichung von Gesetzen abweichende Frankreich. Verordnungen zulassen. Es ist nicht klar, ob sich diese Bestimmung Zur Syveton Affäre. gegen die geheimen Ukaje" richten soll, durch die jedes Gesetz aufDie Anklagefammer soll heute über den Einspruch des gehoben und die Anwendung jedes Gesetzes nach Willkür geregelt Vaters Sybetons gegen die Einstellung des Verfahrens wider werden konnte. Man will offenbar die bisherige Willkür dadurch Unbekannt beraten. Die nationalistischen Blätter veröffent- äußerlich verkleiden, daß man den Senat zum Mitschuldigen der lichen heute eine Unterredung mit der Witwe des Buderfabrifanten Willfür macht. Der soll vorher seine Entscheidungen treffen. Es Auch ebandy, in welcher diese die Behauptung der Frau Syveton lohnt sich kaum auf diese Bagatellen einzugehen. widerlegt, daß ihr Gatte Gelder der Vaterlandsliga unterschlagen die angekündigte zivilrechtliche Haftbarkeit gegen Beamtenwillkür wird habe. Frau Syveton aber verweigere die Herausgabe von 10000 r., schwerlich etwas an den bestehenden Zuständen ändern. So verdie Sybeton noch kurz vor seinem Tode von ihr, Frau Lebaudy zur klausuliert sind alle„ Reform" bestimmungen. Beschaffung eines bedeutenden Verteidigers vor dem Schwurgericht erhalten habe. Frau Lebaudy versichert auch, daß Syveton vergiftet worden sei. Er sei schon öfter von unerklärlichem Unwohlfein ergriffen worden; seine Umgebung habe, da der Versuch fich seiner mittels schleichenden Gistes zu entledigen, mißlungen sei, schließlich zu einem stärkeren Gifte gegriffen. Italien. Die Zivilliste vor der italienischen Kammer. Mom, den 30. Januar. So weit ging die Geschichte also ganz gut. Aber die freie Disfuffion" führte zur Katastrophe. Großes Unbehagen entstand schon bei den liberalen Komiteemitgliedern, als ein Dr. H. sein Bedauern über die Haltung der liberealen Abgeordneten im preußischen Abgeordnetenhaus aussprach.( Stürmische Zurufe: Wie in Bayern! Das ist Fleisch von Eurem Fleisch!) Ganz unangenehm aber wurde der demokratische Redakteur Richter, dieser erinnerte an das Verhalten des Liberalismus beim Streifin Crimmitschau. Damals habe man trotz der Taten der sächsischen Polizeibüttel kein Wort des Protestes gehabt und man müsse sich nun fragen, was denn eigentlich das plötzliche Erwachen der sozialen Instinkte bei den Liberalen bewirkt habe.( Stürmische Zurufe: Die Landtagswahlen!) Die italienische Rammer hat mit 313 gegen 21 Stimmen die An die liberalen Führer richte er die Frage, woher denn dieser Bibilliste des Königs in der bisherigen Böhe, 16 050 000 2ire, beplöbliche Umschwung tomme. Könne man darauf eine befriedigende willigt. Wie es heißt, sah die Negierung der diesbezüglichen DisAntwort nicht geben, so müsse er sagen, der Liberalismus fuffion nicht ganz ohne Besorgnis entgegen. Der Mehrheit war man habe in richtiger Karnevalsstimmung eine Maske natürlich sicher, aber man fürchtete unangenehme Erörterungen und aufgesetzt, sich geschminkt und gepudert! Diese etwa gar Angriffe auf das glorreiche Haus Eavohen". Worte riefen einen tosenden, minutenlangen Beifallssturm hervor. Nun, die Besorgnis war unbegründet. Die Mehrheit war in Als es endlich gelang, notdürfig einige Ruhe herzustellen, gab der hyperloyaler Libree erschienen und brüllte jetes Wort der republiBorsitzende schleunigst den Referenten das Schlußwort, die sich aber lanischen Opposition einfach nieder. um eine Beantwortung der fatalen Frage vorsichtig herumdrüdten. Der Plan der Münchener Liberalen, Arbeiterstimmen einzufangen, ist also gründlich fehlgeschlagen. Für eine Partei, die so viel am Kerbholz hat wie der bayerische Liberalismus, ist es eben sehr gefährlich, sich dem Heuer eines Diskussion in einer öffentlichen Versammlung auszusehen. Man verbrennt sich dabei zu leicht die Finger. Achtstundentag für städtische Arbeiter. Aus Offenbach wird telegraphiert: Die sozialdemokratische Stadtverordnetenfraktion, die im städtischen Kollegium die Mehrheit vertritt, beantragte nach dem „ Offenbacher Abendblatt", daß die Arbeitszeit der städtischen Arbeiter vom 1. April 1905 nicht länger als 9 Stunden, vom 1. April 1906 nicht länger als 8 Stunden betragen foll. Es ist ein Widerspruch in sich, wenn der Absolutismus geje zlich werden soll. Das kann er nicht oder er hört auf, Absolutismus zu sein. Ohne die Garantien einer demokratischen Verfassung ist auch die vorzüglichste patriarchalisch- bureaukratische Maschinerie eine Waffe gegen das Volk und diese bureaufratische Reform tann nicht einmal den Anspruch erheben, im Sinne des modernen Rechts einen irgendwie erheblichen Fortschritt zu bedeuten. Für die Phantasten, die immer noch geglaubt haben, daß der Zar sich entscheiden werde, nach der vorläufig in Blut erstickten Voltsbewegung politische Konzessionen zu machen, wird noch ausdrücklich von dem russischen Telegraphen gemeldet, daß von einer Einberufung einer Landesversammlung keine Rede sein könne, die Regierung habe diese Frage überhaupt niemals erwogen. Ebenso wird dementiert die Umwandlung des Miniſterkomitees in ein Ministerkabinett mit einem Premierminister an der Spitze. D Der Absolutismus bleibt also wie er war. Er versucht vielleicht, Die Republikaner brachten durch den Abgeordneten Mira= belli einen Präjudizialantrag ein, der die Einseßung einer Kom- sein Firmenschild frisch anzustreichen, aber an seinem Wesen ändert mission zur Untersuchung der Befißtümer des töniglichen Hauses, er nichts. Die bureaukratisch staatsrechtlichen Reformen find eiteľ seiner Einnahmen und Ausgaben forderte und die Festsetzung der Wind gleich wie die sozialreformerischen Verheißungen. Zivilliste bis zum Bericht der Kommission vertagt sehen wollte. Mira- Inzwischen hält die Gärung in Rußland an, namentlich in belli fagte, er hätte seine republikanische Ueberzeugung diesmal Bolen herrscht nach wie vor die blutgierige, räuberische Soldateska, draußen gelassen und spreche nur mit Rücksicht auf den gerupften deren Taten gen Himmel schreien. Die Ausstandsbewegung ist Steuerzahler. Für die Parteifraktion sprach Genosse Bissolati. Er kriti- noch nicht beseitigt und wo scheinbare Ruhe herrscht, glimmt überall fierte die Begleitworte des Gesetzentwurfs und sagte, es sei in der das Feuer. italienischen Politik jekt Mode geworden, zu handeln ohne zu begründen. Die Partei troute dies nicht nachmachen, sondern ihr verneinendes Botum begründen. Eine sozialistische Partei sei natürlich gleichzeitig republikanisch.( Lärm, Unterbrechungen.) die Partei heute, fuhr Bissolati fort, feine Kampfstellung gegen die von der Umwandlung des Ministerkomitees in ein MinisterMonarchie einnimmt, so geschieht das, weil die Sozialisten nicht kabinett mit einem Premierminister als Vorsitzenden sind glauben, daß eine Aenderung der Stactsform den Inhalt ändere. unbegründet. Ebenso ist die Meldung auswärtiger Blätter Wenn aber morgen die Monarchi: der sozialistischen Bewegung die von der Einberufung einer Landesversammlung unbegründet; Straße sperrt, so wird sich die Bewegung energisch gegen die die Regierung hat diese Frage niemals erwogen. Monarchie wenden.( Große Unruhe.) Wenn Weiter sprach Bissolati von der Notwendigkeit, die Lurusausgaben eines so armen Landes wie Italien es ist, zu beschränken. Der König in Italien sei von der Demokratie an seinen Plaz gestellt: der Pomp und Lurus stünde dem aus der Revolution entspringenden Königtum Italiens nicht an. Die Monarchie solle sich ihres revolutionären und antiklerikalen Ursprungs bewußt bleiben; an dem Tage, wo Viltor Emanuel III. feinen Fuß in den Vatikan fezt, hört er auf, König von Italien zu sein. Der nächste Oppositionsredner, Colajanni, kam gar nicht zu Worte. Das Endresultat war die oben erwähnte Abstimmung. Alle Radikalen stimmten für die Zivillifte! Und seit Monaten hat man in die Welt hinausposaunt, daß die Regierung selbst die Herabsehung der Liste um 4 Millionen bean= tragen würde! Troß der Armut des Landes, und der unverhältnismäßigen Höhe der Summe hat sie gar nicht daran gedacht. Dänemark. * M Der Absolutismus verzichtet nicht! Petersburg, 3. Februar. Auswärts verbreitete Gerüchte Der Reform" plan. Das russische Ministerkomitee hat in den Sigungen vom 3., 6. und 17. Januar den ersten Punkt des Manifestes vom 25. Dezember v. J. beraten und dabei drei Grundfragen unterschieden, auf welchen die Wahrung der Geseze basieren müsse: 1. Verhinderung der Verlegung des für die Veröffentlichung von Gesezen vorgeschriebenen Weges; 2. Auffindung der Mittel und Wege zur Erhaltung der Aktionsfähigkeit der zur Aufrechterhaltung der Geseze berufenen Drgane; Der Stuttgarter Gemeinderat gegen die Konfessionsschule. Stuttgart, 2. Februar.( Eig. Ber.) Eine für den Tiefstand des Volksschulunterrichts bezeichnende Veröffentlichung des Amtsblattes der königl. württembergischen Zentralstelle für Gewerbe und Handel bildete den Hintergrund einer bemerkenswerten Kundgebung des Stuttgarter Gemeinderats in seiner heutigen Sitzung. Bei Beratung des städtischen Schuletats stellte Genosse Wunz den Antrag auf Streichung des bisher geleisteten städtischen Zuschusses zur Besoldung der staatlichen Ortsschulinspektoren solange, als der Forderung nach Abschaffung der geistlichen Schulinspektion nicht Rechnung getragen ist. Da der Oberbürgermeister Gauß dem Antrag dersprach, unterstüßte Genosse Sperta den Antrag aufs kräftigste durch den Hin weis auf die eingangs erwähnte Veröffentlichung. Sie betrifft das Er gebnis einer amtlichen Prüfung, der die 29 Schüler der gewerblichen Fortbildungsschule in einer Stuttgart benachbarten Oberamtsstadt unterzogen wurden, um einen Maßstab für den durchschnittlichen 3. Verantwortlichkeit der Beamten. Bildungsgrad zu gewinnen, mit dem die württembergische, WolfsHinsichtlich der ersten Frage beschloß das Ministerkomitee, schule ihre Schüler entläßt. Das Ergebnis der Prüfung der zumeist die Möglichkeit zu verhindern, daß die Minister bei kaiser14 und 15jährigen Schüler, welche sieben und acht Jahre städtilichen Verordnungen von dem gesetzlichen Wege abgehen, schen Volksschulunterricht hinter sich hatten, war das denkbar traurigste. Die Kenntnisse im Rechnen und in der deutschen Für den Freihandel. Nach dem zu urteilen, was man von den und entschied sich, zu diesem notwendigen Zwecke jede AbSprache erwiesen sich als absolut unzulänglich; eine leichte deutschen Agrariern gewohnt ist, müßte man annehmen, das neue weichung von der gesetzmäßigen Art der Veröffentlichung Prozentrechnung wurde nur von 3 Schülern richtig gelöst und dänische Ministerium, das doch im Grunde genommen ein Bauern von Gefeßen zu verbieten. In den besonderen Fällen, in taum ein Biertel der Schüler war fähig, ein einfaches ministerium ist, müßte landwirtschaftliche Schutzölle einzuführen be- denen der Kaiser das Ministerkomitee mit der Beratung von Dittat fehlerlos zu schreiben. Ganz unglaubliche Resultate er strebt fein. Das ist aber nicht der Fall. Bei der mun beendeten Gefeßzen beauftragen werde, Bei der mun beendeten Gefeßzen beauftragen werde, sollen die Entscheidungen gaben die Fragen, welche den Grad allgemeiner Bildung feststellen zweiten Beratung des Budgetvorschlags caflärte der neue Finanz- des Komitees zuerst dem Senat unterbreitet werden. Das sollten: drei Schüler wußten nicht, wie der König von minister, Laffen, er fehe es als seine Hauptaufgabe an, Somitee beschloß, den Kaiser um seine Einwilligung zu Württemberg heißt; mur 11 wußten den Erdteil zu nennen, eine Zollreform zu fördern. Es könne sich aber nur zu dem Japan gehört; 6 kannten die Hauptstadt des um eine auf den Freihandel gerichtete 3011 bem Sinne, daß die Veröffentlichung von dauernden oder Bollersuchen für die Anslegung der bestehenden Geseze in Deutschen Reiches nicht; 17 wußten nicht, wer Bismard reform handeln. Die Aufgabe sei schwierig, bewar, und nur einer schrieb dessen Namen richtig; auf die sonders δα man gegen eine Weltströmung zu fämpfen borläufigen Gefeßen, sowie von Aenderungen oder Aufhebung Frage nach dem Begründungsjahr des Deutschen habe, aber er hoffe, daß es ihm glücken werde, dem Ziele einige von Gesetzen, ausschließlich die Form von Meinungsäußerungen Reiches gaben mur 10 die richtige Antwort; tein Schritte näher zu lommen. Der Minister sagte freilich nicht, wie des Staatsrats haben müsse, die vom Kaiser und durch vom einziger wußte zu sagen, wer in Württemberg Gesetze zu der Ausfall an Einnahmen gedeckt werden soll. In dem neuen Pro- Kaiser unterzeichnete Erlasse ratifiziert werden, und daß, im beschließen hat. Was hätte sich erst gezeigt, wenn diese Opfer der gramm der Reformpartei wird auf eine Zurussteuer hingewiesen. Falle es nötig ist, außerordentlichen Maßnahmen der Minister württembergischen Volksschule nach Schiller oder Goethe ge- Es ist wahrscheinlich, daß man hierbei an die Lurusartikel der obligatorischen Charakter zu geben, die Minister verpflichtet fragt worden wären? Dabei handelt es sich keineswegs um abnorme, großen Masse denkt, an Steuern auf Branntwein und sind, diese Maßregeln unverzüglich auf dem für die Veröffentbesonders ungünstige Schulverhältnisse, sondern um durch- abat. Bei der schon seit mehreren Jahren vorbereiteten Zollschnittliche Schuleinrichtungen dicht vor den Toren der Haupt- reform wird es fich wesentlich um Aufhebung und Ermäßigung von lichung von Gesetzen vorgeschriebenen Wege bekanntzugeben. Das stadt! Mit Recht machte Genojie Sperfa die geistliche Schulaufsicht Industriezöllen handeln. Agrarzölle bestehen bekanntlich in Dänemark Komitee beschloß ferner, den Staiser um seine Eimvilligung zu und die Neberfütterung der Volksschule mit Religions nicht und die Bauern verlangen auch nicht danach.. unterricht verantwortlich für diesen beschämenden Stand der Volksbildung. Neben 112 Stunden für Geschichte und Südwestafrika. Amerika. ersuchen zur Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs, durch den die Statuten des Senats vervollkommnet werden und dem Senat die Pflicht auferlegt werden soll, die vorgeschriebene Publikation 1 Stunde für Naturgeschichte stehen 12 Stunden Religions- Bon Roosevelts Plänen, die Macht der Regierung zu stärken auszusetzen bei gesetzgeberischen Materien, wenn diese den Anunterricht pro Woche im Lehrplan. Unter dem um gegenüber den großen kapitalistischen Korporationen, wird in der forderungen der Gesetze nicht entsprechen. Weiter wurde behaglichen Eindruck diefer amtlichen Feststellungen amtlichen Feststellungen wurde Preffe viel geschrieben, aber es zeigt sich wenig Sympathie für diese beschlossen, einen Staatssekretär mit der Ausarbeitung dieser schließlich der sozialdemokratische Antrag mit 12 gegen Pläne in den Zeitungen. Die vielbesprochene Revision des Zoll9 Stimmen angenommen. Handelt es sich auch zunächst bloß tarifs, die in ficherer Aussicht stehen sollte, gilt jetzt als aufge- Vorschläge zu beauftragen und sie dem Staatsrat zur um eine Demonstration, so wird sie ihre praktische Wirkung äußern geben. Im Kongreß war teine Majorität dafür zu haben; eine Beratung zu unterbreiten, ohne vorher mit den interessierten in der Kräftigung der Volksbewegung gegen die geistliche Schul- Umfrage ergab, daß Roosevelt nur auf einen fleinen Teil seiner Institutionen in Verbindung zu treten. Bezüglich der Partei dabei rechmen konnte. Jetzt ist das Tagesgespräch eine neue Vor- zweiten Frage hält das Ministerkomitee es für notwendig, aufsicht.lage, die Bundesaufsicht über den Handelsverkehr be- 1. daß der Senat und seine Entschlüsse vom Justizminister treffend. Die Regierung verlangt eine scharfe Kontrolle über und den übrigen Ministern unabhängig seien, 2. daß die Berlin, 3. Februar. Ein Telegramm aus Windhut meldet: die Eisenbahn- Frachtraten im zwischenstaatlichen innere Organisation des Senats und seine GeschäftsDiese Frachtraten werden willkürlich um die RechtReiter Georg Walter, geboren am 30. Juli 1882 zu Unter- andelsverkehr. Schönmattenweg( Großherzogtum Hessen), hat sich am 8. Januar 1905 gefeßt, immer zum Nutzen der Großen und zum Schaden ordnung vervollkommnet werden müssen, Durch Gewährung von Rabatt und günstige sprechung in Verwaltungs- Angelegenheiten zu beschleunigen, zwischen Owifokorero und Onjatu von der Kolonne entfernt und der Kleinen. 3. daß der Senat leichter zugänglich sein müsse für Personen, dem Großhandel allerlei Vorteile geAbmachungen werden wird seitdem vermißt. Die Verluste unserer Truppen in Südwestafrika haben im boten, während der Kleinhandel die volle Laft der hohen die infolge der Willfür von Organen der Verwaltung Unrecht Januar 1905 betragen: Tote: 6 Offiziere, 6 Unteroffiziere, 23 Mann, Raten tragen muß. Es wird eine Regelung durch die Bundes- erlitten haben, 4. daß der Senat das Recht haben solle, der insgesamt 35; Verwundete: 5 Offiziere, 11 Unteroffiziere, 44 Mann, regierung verlangt, und Roosevelt erklärt, daß die Regierung in höchsten Gewalt direkt über Verwaltungs- Angelegenheiten zu An Krankheiten sind erlegen: einer Sache, die von Wichtigkeit für das Wohl der Nation fei, eine berichten, die der Entscheidung des Kaisers bedürfen, sowie in insgesamt 60, vermißt 2 Mann. 15. höhere Machtbefugnis haben müsse als die großen Korporationen, Offizier, 2 Unteroffiziere, Außerdem wurde 1 Mann in Swakopra und auf Bahnhofs- die jezt allein alle Bestimmungen treffen. Auch diefem plan wird erhöhtem Maße das Recht gesetzgeberischer Initiative. Das Ministerkomitee hält es für angebracht, lokale Verwache von fremder Hand angeschossen und verwundet. biel Widerstand entgegengebracht. Man beruft sich auf die bestehenden Der Gesamtverlust beträgt im Januar bei 35 Toten, Gefeße, die verschärft werben fönnten, wenn sie nicht genügen, aber waltungsgerichtshöfe in Verbindung mit dem Senat einzusetzen, 61 Verwundeten, 2 Bernisten, 15 an Krankheit Gestorbenen, einer Neuregelung widersetzt man sich. Trozdem stellen sich viele im ersten Departement des Senats die Stellung eines ersten 4 Berunglückten 117 Köpfe. Bis zum Schluß des Monats Januar Politiker in dieser Frage auf feiten der Regierung; auch Bryan, Präsidenten zu schaffen mit dem Recht, persönlich dem Kaiser betrug der Gesamtverlust des ganzen Feldzuges 1187 Köpfe, davon der Führer der Demokraten, soll seine Hülfe Roosevelt angeboten Vortrag zu halten, und die Frage zu entscheiden, ob die bestehende Vereinigung der Funktionen des Justizministers und gefallen 299, den Wunden erlegen 19, an Strankheit gestorben 326, habent. bermißt 82, ermordet 93( darunter 41 Farmer, 34 Kaufleute, des Generalprokurators des Senats in einer Person wünschens1 12 Mann, zusammen wort fei Ferner wurde beschlossen, daß das erste Departement endgülttge Beschlüsse mit einfacher Majorität fassen dürfe, daß die Oeffentlichkeit zu juristischen und administrativen Ber- Handlungen zugelassen und den Klagenden das mündliche Ber- sahreu zugestanden werde. Das Ministcrkomitee unterscheidet ferner drei verschiedene Formen, in denen Beamte strafrechtlich, zivilrechtlich und im Disziplinarverfahren zur Rechenschaft gezogen werden können. Es macht auf die Schwierigkeiten aufmerksam, die für Privat- Personen bestehen, die strafrechtliche Prozesse gegen Beamte durchführen wollen, und schlägt vor, den Entwurf eines neuen Strafgesetzbuches anzunehmen, der von einer auf kaiserlichen Befehl eingesetzten Kommission ausgearbeitet werde. In dem Gesetzentwurf Wird beantragt, Privatpersonen gesetzmäßiges Recht zugeben, Klage zu führe» gegen Beamte, die größtmögliche Teilnahme der Klagenden bei den Prozessen zuzulassen und Verbrechen, die mit Verlust von gewissen Rechten und bürgerlichen Vorrechten geahndet werden, unter Teilnahme eines höheren Richters ent- scheiden zu lassen. Sodann werden weitere Einzelheiten über die Rechtsprechung aufgeführt. Das Ministerkomitce beschloß, die Einwilligung des Kaisers nachzusuchen, daß über die Ver- antwortlichkeit der Beamten im Staatsrat unverzüglich ver- handelt werde. Sämtliche Anträge des Ministerkomitees wurden am 29. v. M. vom Kaiser genehmigt. Die Unruhen in Rnssisch-Polen. Nach englischen Blättern dauerten auch noch Donnerstag abend die Unruhen in Warschau fort. Dagegen macht der Warschauer Polizeichef bekannt: Infolge der„außergewöhnlichen Maßregeln" haben die Ruhe- störungen aufgehört und die vollständige Ordnung ist wieder hergestellt. Man solle sich vor den Gerüchten hüten, die von böswilligen Leuten Verbreitet werden, um die Einwohner zu erschrecken. Man solle sich nicht an die von Verbrechern, welche Wohnungen und industrielle Burcaux heimsuchten im Namen von nicht existierende» Organisationen, erhobenen Forderungen kümmern. Man solle ferner zu den gewohnten Beschäftigungen zurückkehren, um die Wiederherstellung normaler Lebensbedingungen zu unterstützen. Es sei unmöglich zu bezweifeln, daß die Arbeiter, beeinflußt von den gnädigen Worten des Kaiser», die Arbeit wieder ausnehmen und ihre Familien von den schweren Schädigungen des Aus- standes befreien werden. Die genaue Ausführung der Maß- nahmen des Generalgouverneurs und aller polizeilichen An- ordnungen wird die Ruhe wieder herstellen. Ein ferneres Polizei-Telegramnr gibt den„Streckenrapport" an: 57 Personen getötet oder an den Wunden gestorben! Man kann daraus ermessen, wie furchtbar die Zahl in Wirklichkeit gewesen sein muß. Der Polizeibericht gesteht sechs Frauen und drei Kinder zu. Dagegen fühlt sich der Warschauer„Daily Mail"-Korrespondent veranlaßt, aufs entschiedenste gegen das Verfahren der russischen Be- Hörden in Warschau zu protestieren. Er sagt, die Soldaten hätten vorsätzlich etwa 29 Knaben im Alter von 12 bis 16 Jahren erschossen, die weiter nichts getan hatten, als daß sie aus Mutwillen die russischen Firmenschilder übertünchten. Militärische Patrouillen halten nachts achtbare Bürger an und raube» sie ans. Die Ber- hafteten werden in den Gefängnissen ohne Verhör schweren Durch- peitschungen unterworfen, jedoch freigelassen, wenn ihre Verwandten dem Polizeiscrgeantcn 19 Rubel zahlen. Nach offiziellen Telegrammen erscheinen die Z e i t u n g e n in Warschau wieder. In allen polnischen Zuckerfabriken, ebenso in den Kohlen- bergwerken von Dombrowa sind die Arbeiter in den Ausstand ge- treten. Die Kohlenförderung ist eingestellt worden. Die Kohlen- preise in Warschau steige». Warschau, 3. Februar. fW. T. B.) Heute mittag ist der bei den letzten Unruhen getötete Student DserjbitSkij unter Beteiligung einer großen Volksmenge, namentlich vieler Studierender, beerdigt worden. Bei diesem Anlaß wurden eine Anzahl Verhaftungen vor- genommen. Militärischer Massenmord. Lodz, 3. Februar. Auf die Fabrik Kunitzer wurde vom Militär eine Salve abgegeben, wodurch 6 Personen getötet und 48 verwundet wurden; ein Teil der Arbeiter hat die Arbeit wieder aufgenommen. In der Fabrik Koller wurden die Arbeiter von einer Menge an der Arbeit gehindert. Das Militär machte von der Schußwaffe Gebrauch. Aus Kattowitz wird telegraphiert: In Schoppinitz ist alles ruhig, ebenso auf der Eiseubahustrecke zwischen SoSuowice und Kattowitz. Die Eisenbahnbrücken sind unversehrt. Der Eisenbahn- verkehr zwischen Rußland und Deutschland sowie Deutschland und Oesterreich vollzieht sich unverändert und in vollem Umfange. Der Eisenbahndircktion ist nichts bekannt, daß, wie die Blätter melden, in Kattowitz angeblich Waggons für eventuelle Militär, ransporte bereit stehen. Sosnowitz. Am Morgen des 1. Februar begann auch in Sosnowitz und Umgegend der Arbeiterausstand. Zuerst legten die Arbeiter der Werke Fizner und Gamper die Arbeit nieder. Von hier gingen die AuSstanoigen in alle Fabriken, Werke und Schachte, wo bei ihrem Erscheinen die Arbeit eingestellt wurde. Nur den Bäckereien wurde die Fortsetzung der Arbeit gestattet. Es streiken etma 29999 Mann; die Ruhe wurde nicht gestört. Bjelostok. In fast sämtlichen Fabriken und Werkstätten ist die Arbeit wieder ausgenommen worden. Kjelze. An dem hiesigen Gymnasium fanden Ruhestörungen statt. Die Schüler der oberen Klassen verlangten von dem Direktor den Unterricht in der polnischen Sprache, Ernennung ausschließlich polnischer Lehrer, Abschaffung des Verbotes betreffend Zulassung jüdischer Schüler. Die Schüler begaben sich in großer Zahl nach der Mädchenschule und verlangten Einstellung des Unterrichts. In der Stadt herrscht große Unruhe. Die Läden sind geschlossen. Kalisch. Der Ausstand dauert fort. Es haben Besprechungen von Vertretern der Arbeiter mit den Fabrikanten begonnen. sö* ♦ Die AusstandSbewegnng. In PeterSbnrg haben nach einer„Lassan"- Meldung 36 Arbeiter zweier großen Baumwollspinnereien und eines großen Eisenwerks die Arbeit wieder niedergelegt, weil die vom Zaren empfangene sogenannte Abordnung von Vertretern der Arbeiter nicht von den Arbeitern gewählt, sondern von den Behörden ausgesucht wurde. Riga. Während der letzten drei Tage haben noch ver- schiedene Zusammenstöße zwischen den Demonstranten und den Soldaten stattgefunden, wobei 49 Personen getötet und 199 ver- letzt worden sind, darunter 12 Studenten und 3 Soldaten ge- tötet. Die Ruhe ist noch nicht wieder hergestellt. Libau, 3. 2..(W. T. B) Die Zahl der Arbeiter, welche die Arbeit wiederaufgenommen haben, hat etwas zugenommen; die allgemeine Lage ist aber unverändert. 59 Schiffe warten auf Ein» nähme der Labung, 1290 Güterwagen auf Entladung. Odessa. Die Hochschulkurse für Frauen sind wegen der Studentenunruhen geschlossen worden. Batum. Hier herrscht jetzt Ruhe. Die Arbeit wird wieder anfgenommen. Der Ausstand dauert fort in den Werken von Berantw. Redalt.: Paul Büttner, Berlin. Inserate verantw.(mit AuS nahi Montafcheff und Katfchatrioz sowie im Haft». Ans dem Eiseu- bahndepot wurde die Arbeit niedergelegt. Tiflis. Die Zeitung„Kawkas" meldet aus Batum: Nachdem schon im Laufe des Januar durch aus Baku ein- getroffene Agitatoren die Arbeiter zu Ruhestörungen veranlaßt worden waren, die indes beim Herannahen der Kosaken auf- hörten, erzwang am 30. Januar ein fünfhundert Köpfe starker Arbeiterhaufen die Einstellung der Arbeit im Hafen: die Arbeiter verlangten Lohnerhöhungen. Ruhestörungen kamen nicht vor. Am Dienstag stellten hier die Arbeiter in den Werkstätten der Transkaukasischen Bahn, in den mechanischen Fabriken und Druckereien die Arbeit ein. Außer dem„Kawkas" erschien keine Zeitung. Die Zahl der Ausständigen betrug 3990—4999. Der Ausstand breitet sich weiter aus. Agitatoren, welche die Eisenbahn-Arbeiter zum Ausstand zu bewegen suchten, ferner Arbeiter, welche die Angestellten kaustuäunischcr und gewerblicher Unternehumngen znui Ausstand zu zwingen strebten, und ver- schiedene Personen, die öffentlich Reden halten wollten, sind verhaftet worden. Gestern ist hier der Pferdebahnbetricb ein- gestellt, jedoch am Nachmittag unter militärischem Schutz wieder aufgenommen worden. Minsk. Die hiesigen Apotheker sind in den Ausstand getreten. ».« Die Freilassung Gorkis wird bestritte«! Die Nachricht von der Freilassung GorliS wird von dem PcterS- burger„Daily Expreß"-Korrespondenten als unwahr bezeichnet. Der Korrespondent hatte eine Unterredung mit einem Freunde Gorkis, der diesen am Donnerstag in sciucin Gefängnis besucht hat. Dagegen wird von anderer Seite gemeldet: Tie Freilassung Maxim Gorkis erfolgte auf direkten Befehl des Zaren, welcher hierzu durch der Zarin vom Darmstädter Hofe zugegangener Briefe veranlaßt wurde. Von der Freilassung der anderen Opfer verlautet nach wie vor nichts I Auffällig ist, daß man ein direktes Lebenszeichen bisher von Gorki trotz der angeblichen Freilassung nicht ver- nommen hat. ** * Die Zaren-Arbeiter— verkleidete Polizisten l In Petersburg«hat der Empfang der Arbeiterdelegation seitens des Zaren nicht den erwarteten Erfolg gehabt. Die Mehrzahl der Delegierten solle», wie behauptet wird, verkleidete Polizisten gewesen sein. �* Sozialdemokratischer Protest. Der gestern schon erwähnte Aufruf des internationalen sozialistischen BureauS lautet: An die Arbeiter aller Länderl Ein unsühnbares Verbrechen ist begangen worden, desien Opfer ein ganzes Volk ist. Tausende von Arbeitern hatten sich erhoben, welche wähnten, noch Hoffnungen auf menschliche Gefühle de» Mannes setzen zu können, der sich ihren Vater nannte, der sich den Friedenszaren nennen ließ. Sie forderten das Ende eines verwüstenden Krieges, die Besserung ihrer traurigen Lage, die Bewilligung der elementaren politischen Reformen, die von allen Nationen des Westens schon errungen worden sind. Nikolaus II. und seine Ratgeber ließen sie statt jeder Antwort filsilieren. An einem einzigen Tage des Blutes und der Trauer sind Männer, Frauen und Kinder— eine wehrlose Masse ohne Waffen— niedergefallen unter den Schlägen einer wilden Solda- teska, der besinnungslosen Helfer der abscheulichsten aller Tyranneien. Jetzt herrscht die Ordnung in Petersburg! Der Nacheiferer Abdul Hamids regiert noch auf den Leichen seines Volkes I Aber zwischen dem Zarismus und all denen, welche sich von nun an vereinigen in dem gleichen Gefühl einer unwiderstehlichen Auf- lehnung, gähnt ein Abgrund, den neue Unterdrückungsversuche nur erweitern können. Vergeblich wähnen diejenigen, die vor dem Meuchelmord nicht zurückgeschreckt sind, um ein verruchtes System zu erhalten, eine Bewegung austilgen zu können, die alle Klassen er- griffen hat, indem sie. zu den Schrecken der Metzelei rechtswidrige Massenverhafwngen hinzufügen: Fortan hat der Entscheidungskampf begonnen und der Heldenmut des russischen Proletariats, der Vorhut der Revolution, ist uns ein Unterpfand, daß er bis zum Ende fort» gesetzt werden wird, bis zum Sturz eines Regimes, das die un» geheuerlichsten Anachronismen, das die drohende Gefahr. für die Freiheit ganz Europas bedeutet. In diesem Kampf müssen unsere russischen Brüder nicht allein auf unsere moralische Solidarität zählen köirpen, sondern auf die werktätige Hülfe der sozialistischen Parteien der ganzen Welt. Der Kamps, den sie führen, ist unser Kamps! Der Feind, der sie bedrückt, ist der Feind de? Menschen- geschlechts I Au alle diejenigen, die in der Lage sind, durch welches Mittel immer, sei eS durch Tat, Einwirkung, Agitation beizutragen zu dem Befreiungswerk, einem der größten und fruchtbarsten Ereignisse der Weltgeschichte, richtet das sozialdemokratische internationale Bureau einen warmen Aufruf. Indem Nikolaus U die Metzeleien von Petersburg befahl, hat er das Todesurteil des Zarismus unter- schrieben. Nieder mit dem Absolutismus! Es lebe der internationale Sozialismus I Das Exekutivkomitee dcS sozialistischen internationalen BnreanS. Emile Vandervelde. Eduard Anseele. Sekretär: Victor Servy. *# In München sprach, wie uns von dort geschrieben wird, über die Revolution in Rußland Genosse v. Volkmar am Donuerstagvormittag vor einer überfüllten Versammlung im Riesen- saal des Hackerbräukellers. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: „Die von der sozialdemokratischen Partei einberufene Volks- Versammlung brandmarkt die von der Soldateska des Zarentums gegen wehrlose Männer. Frauen und Kinder verübten Greueltaten als ein in der Weltgeschichte beispielloses, die Menschheit schändendes Massenvcrbrechcn. Sie begrüßt aus tiesstem Herzen die Kämpfer und Märtyrer der russischen Revolution aller Stände, vor allem unsere Brüder und Gesinnungsgenossen, die russische Sozialdemokratie, die au der Spitze des Proletariats mit beispielloser Selbstausopferung stir die Freiheit ihres Volkes blutet. Wir fordern unsere Vertreter im Reichstage auf, mit allem Flachdruck dafür zu sorgen, daß die Schcrgendiensle der deutsche» Regierungen der russischen Regierung gegenüber— ein Schandfleck aus der Ehre unseres Voltes— ein für allemal aufhören. Die Versammlung verurteilt aufs schärfste daS Fortbestehen deS bayerisch-russischrn Aus- lieserunzsvertrages als einer eines zivilisierten Landes unwürdigen Polizei-Einrichtung."— Mit einem begeisterten dreifachen Hoch auf die internationale revolutionäre Sozialdemokratie und den FreiheitS- kämpf des russischen Volkes wurde die imposante Versammlung ge- schlössen.__ ;e her ,NeueWelt"-Beilage): Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdr. Versammlungen. In der Generalversammlung des Zentralverbanbcs der Fleisch« gab der Vorsitzende Th. K e s l i n k e den Jahresbericht. Aus dem» selben ist zu entnehmen, daß auf Drängen der Organisation die Gewerbe-Jnspektion eine umfangreiche mit Erfolg geführte In» spizierung der Arbeits- und Schlafräume vorgenommen hat. Be» treffs Sitzgelegenheit des Ladenpersonals hat die Gewerbe-Jnspektion, weil dies nicht in ihr Reffort gehört, sich beschwerdeführend an die Polizeibehörde gewandt. Es fanden 12 Vorstandssitzungen und 9 Sitzungen mit dem Sparverein„Süd-Ost" statt; ferner 5 General-, 10 Vereins- und 10 öffentliche Versammlungen. 40 000 Flugblätter wurden zu Versammlungen usw. verteilt. 1500 Reverse wurden an die Fleischermeister gesandt, wovon kaum 100 Stück wieder ein» gingen. Zur Beseitigung des Kost- und Logisshstems fanden 3 Kommissionssitzungcn statt. 14 Streitigkeiten zwischen Arbeit» nehmern und Arbeitgebern wurden durch den Vorstand geregelt. 7mal wurde durch Hensel die Vertretung am Gewerbegericht über» nommen. In den Gauporstand wurden drei Kollegen gewählt. 50 Gesellen wurde durch den Arbeitsnachweis Arbeit vermittelt, jedoch entsprach dies nicht der großen Nachfrage. Der Gesamteinnahme von 3072,62 M. steht eine gleich hohe Ausgabe gegenüber. Hiervon sind 1213,62 M. an die Hauptkasse gesandt, während die übrige Summe zur örtlichen Agitation und zur Deckung des Hamburger Streiks verwandt wurde. In den Vorstand wurden per Akklaination gewählt: Th. Kes linke als Vorsitzender, G. Callie s als Kassierer, ferner ein Schriftführer, drei Beisitzer und zwei Revisoren. Heber die weitere Agitation berichtete P. Hensel und führte aus, daß die Freie Vereinigung der Meister Berlins und Umgegend aus Angst vor etwa kommenden Lohnbewegungen einen Streikfonds gegründet habe resp. gründen wolle und in Zukunft für mindere Arbeiten Hausdiener einstellen wolle. Damit soll dem angeblichen Gesellenmangel abgeholfen werden, da bekanntlich jetzt wenige Arbeitersöhne das Fleischerhandwerk erlernen. Das Ganze hat jeden- falls den Zweck, nicht dem Gesellenmangel, den es in Berlin über» Haupt nicht gibt, zu steuern, sondern bei einem Streik eingearbeitete Hülfskräfte zur Hand zu haben. Zum Schluß appellierte der Vor» sitzende an die Mitglieder, daß die Zahl von über 1000 derselben im kommenden Geschäftsjahr dem Verband treu bleiben mögen. Johannisthal. Am Sonnabend hielt der Wahlverein seine Mit, gliederversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung wies der Borsitzende auf die Vorgänge in Rußland hin und ehrte die Ver» sammlung das Andenken der den russischen Schergen zum Opjcr gefallenen Freiheitskämpfer durch Erheben von den Sitzen. Hierauf hielt Genosse B ö s t e seinen zweiten Vortrag über daS Parteiprogramm. Die Anwesenden folgten mit sichtlichem Interesse den lehrreichen Ausführungen des Referenten.— Dem von der letzten Generalversammlung zurückgestellten Kassenberichte war zu ent» nehmen, daß der Verein eine Einnahme von 94,65 M. hatte, welcher eine Ausgabe von 62,80 M. gegenübersteht.— Zu dieser Versammlung hatte der Vorstand diejenigen Wähler eingeladen, welche bei der letzten Gemeindcvertreterwahl ihre Stimme für unseren Kandidaten abgegeben hatten. Leider war nur eine geringe Anzahl der Ge» ladenen erschienen und meldeten sich zwei von diesen zur Ausnahme in den Verein. Letzte Nachrichten und Depefeben« Vcuthen, 3. Februar.(23. T. 83.) Auf der Königin Luise-Grube sind bei der heutigen Rachmittagsschicht auf dem Westostfelde ein- gefahren 652 Mann, ausständig sind 2000. Auf dem Westselde sind eingefahren 535, ausständig sind über 600. Exzesse in Wien. Wie», 3. Februar.(W. T. B.) Hier kam es heute nachmittag zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und ausgesperrten Tischler- gehiilfen. Die letzteren verursachten wiederholt einen Angriff gegen die Müllersche Möbelfabrik, woran sie von der Polizei mit der blanken Waffe verhindert wurden. Die Polizei, welche wiederholt mit Steinen beworfen wurde, nahm eine Anzahl Verhaftungen vor. Das neue Militärgesetz vor dem Senat. Paris, 3. Februar.(W. T. B.) Der Senat setzte die Beratung des Militärgesetzcs fort und genehmigte»tehvere Artikel. 8Zei dem Titel„Offizierschule in St. Cyr" und„Polytechnische Schule" stimmte Kriegsministcr Bertcaux dem Vorschlage des Senats zu, wonach der Dienst, den die Schüler dieser Schulen bei der Truppe zu machen haben, anstatt auf zwei, auf ein Jahr ftstgesetzt wird. Dieser An» trag, für den auch Freycinct eintrat, wurde mit 237 gegen 36 Stimmen angenommen und die Sitzung sodann geschlossen. Paris, 3. Februar.(W. T. B.) Die Deputiertenkammcr nahm das Kolonialbudget an._ Die Revolution in Rußland. Väterchen redet zu seine« Kindern. Petersburg, 3. Februar.(Meldung der«Petersburger Tele- graphen-Agentur".) Kaiser Nikolaus empfing heute in Zarskoje Ssclo fünf Arbeiter aus der Zahl der Vertreter, die die Arbeiter der Werkstätten der Expedition zur Herstellung der Staatspapiere ge» wählt haben. Die Arbeiter wurden in einem Hofwagcn vom Bahn- hose nach dem ehemaligen Lyzeums-Gebäude und von da nach dem ?llexanderpalast gebracht, wo sie vom Kaiser im großen Empfangs- zimmer empfangen wurden. Ter Finanzminister Kokowzow und der Vorstand der Abteilung für die Staatspapiere Fürst Golihin waren hierbei anwesend. Der Kaiser befragte jeden der Arbeiter eingehend über die Art seiner Arbeit und die Dauer seines Dienstes in der Expedition. Zum Schlüsse der Unterhaltung sprach der Kaiser den Arbeitervcrtretern seine Zufriedenheit darüber aus, daß sie ihre Pflichten ehrlich und gewissenhaft erfüllt hätten und beauftragte sie, in seinem Namen ihren Kameraden zu danken. Der Kaiser sprach auch den Wunsch aus, die Expedition zu besuchen. Der Finanz- minister bemerkte bei di-sem Anlaß, daß die Expedition dieses Zeichen hohen Wohlwollens verdiene. Ten Arbeitern wurde darauf gestattet, das große Palais zu besichtigen; auch wurde ihnen von der Schloß- Verwaltung ein Mahl geboten. Die Ruhe soll wieder eingetreten sein. Petersburg 3. 2.(Meldung der Petersburger Telegraphen-Agenwr). Amtliche Meldungen bestätigen, daß in ganz Rußland wieder die Ruhe ein- tritt. Die Arbeiter nehmen' die Arbeit wieder auf. Kundgebungen auf den Straßen haben aufgehört; schwierig bleibt die Lage nur noch im Weichfelgebiet, aber die kritische Zeit für Warschau ist vorüber. Allmählich geht auch hier alles wieder seinen geordneten Gang. Die Zahl der Opfer nach„amtlichen" Quellen. Petersburg, 3. Februar.(Meldung der„Petcrsbuger Tele- graphcn-?lgentur".) Nach der heute veröffentlichten amtlichen Liste der Personen, die bei den Unruhen am 22. Januar getötet wurden, bezw. an d-m erhaltenen Wunden in Petersburger Krankenhäusern gestorben sind, sind im ganzen 130(?) Personen ums Leben ge- kommen. Unter diesen sind nur elf nicht rekognosziert, ihre Namen also nickt anzugeben. Durch die Veröffentlichung dieser Liste wird allem übertriebenen Nachrichten über die Zahl der infolge der Vor- gänge des 22. Januar Umgekommenen ein Ende gesetzt. Vom«staflatischcn Kriegsschanplatze. Petersburg, 3. Fe!..... ar.(Meldung der„PeterSbi�er Tele» graphen-Agentur".) General Griepenberg hat aus Gesundheits» rücksichten den Oberbcsthl über die zweite Mandschurei-Armee an den Korpskommandeur General Myloff übergeben l BerlazSanlt.PanlSinzerL vollsten Maße erreicht. Für eine Regierung, die sich ihrer Aufgaben bewußt gewesen wäre, war die Situation nie so günstig wie am 20. Januar in diesem Hause, als der Redner im Namen von Hunderttausenden von Bergleuten unter allen Umständen eine gefeßliche Korrektur eintreten und, wie lichkeit, das Artilleriefeuer auf die Befestigungen von Sandepu und ihre Klagen und Schmerzen zum Ausdruck brachte. Da hätte sie ich Ihnen fagen kann, sie wird eintreten. Libiatun zu konzentrieren. Auf den neuen Positionen werden versprechen müssen, eiligst die Beschwerden zu untersuchen und Der Abg. Bebel hat den Reichskanzler wegen seiner Rede am Batterien aufgestellt. Die lehten Kämpfe galten dem Besitz des sofort Maßregeln zu treffen, um ihnen abzuhelfen. Da hätte das 20. Januar angegriffen. Aber wenn ein solcher Monstrestreit aus- Dorfes Tschantanhonan auf dem linken Hunhoufer. Ein Angriff foziale Königtum Gelegenheit gehabt, einen föniglichen Fischzug bei bricht, von dem man noch nicht weiß, wie er verlaufen wird, können der Japaner in der Nacht des 1. d. M. wurde mit bedeutenden Verder Arbeiterschaft zu machen. Aber der Moment ist verloren auf Sie es da einem Minister verdenken, daß er eine Warnung aus- luften für dieselben zurückgeschlagen, unser Verlust betrug gegen Nimmerwiedersehen.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Gegen spricht, und der Herr Reichskanzler hat seine Warnung ja nach beiden 100 Mann. Am Tage beschossen die Japaner das Dorf, befekten es, die Arbeiter hatte man nur die Drohung, gegen die Unternehmer Seiten gerichtet.( Dho! bei den Sozialdemokraten. Sehr richtig! uns zurückdrängend, wurden aber von uns aus einem großen Teil einen leichten Tadel und Komplimente. Der Reichskanzler beschwerte rechts.) Er warnte, un die ruhigen Elemente unter den Arbeitern des Dorfes wieder verdrängt. Das Geschüßfeuer dauert heute auf sich über den Aufruf des sozialdemokratischen Parteivorstandes, in zu stärken. dem fernen rechten Flügel an, während es auf den anderen Punkten dem es hieß, die Bergarbeiter hätten von der kapitalistischen Reruhig ist. Die japanische Artillerie beantwortet in den letzten Tagen gierung und dem kapitalistischen Parlaments nicht zu erwarten. unser Feuer östlich von der Eisenbahn fast gar nicht. Er hätte sagen sollen, ich will Euch zeigen, wie unrecht Ihr habt. Aber leider haben wir bis jetzt recht gehabt.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Das neue Gesetz wird vom preußischen Ministerium sobald als möglich vorgelegt werden. Wenn der Entwurf die gesetzliche Sanktion findet, dann wird eine ganze Reihe von Beschwerden der Bergarbeiter Petersburg, 3. Februar. Meldungen des Generals Kuro. tatsächlich erledigt sein.( Nufe bei den Sozialdemokraten: Aber pattin an den Kaiser: In der Nacht vom 1. zum 2. Februar nicht alle! Wann kommt das Gesetz?) Sehr bald wird dieses Ge- griffen die Japaner Tschantanhonan am linken Ufer des Hunho Der Reichskanzler hat sozialpolitisch eine sehr kurze Ver- fet vorgelegt werden.( Hört, hört! im Zentrum.) Ein Vorwurf gegen Schantau gegenüber an, nahmen das Dorf, wurden aber mit großen gangenheit. Anders aber steht es mit seinem alter ego, mit Herrn die preußische Regierung wäre ungerecht. Sie hat durchaus un- Verlusten daraus wieder vertrieben. Unsere Verluste übersteigen Möller. Das ist kein unbekannter Mann, weder bei uns, noch bei parteiisch gehandelt. Das können Sie auch daraus erkennen, daß die 100 Mann. Infolge der ergriffenen Maßnahmen sind trok der Kälte den Arbeitern des Nuhrreviers. Er hat dort immer zum Reichstag andere Seite( die Zechenbefizer) die heftigsten Angriffe gegen fie Frostbeulen selten. Nach der Etappenstation Mukden sind bis heute 133 kandidiert und dreimal mußte der Reichstag die Wahl des Abrichtet.( Sehr richtig!) Die preußische Regierung sieht nicht nach Gefangene und 2 unverwundete Offiziere gebracht worden. Ich habe geordneten Möller wegen der schamlosen Wahlbeeinflussungen der rechts und nicht nach links. Sie wird ihre Pflicht tum!( Bravo! im heute unsere lekten Verwundeten besucht; ihre Stimmung ist ausZechenbesitzer kassieren.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Sentrum und rechts.) gezeichnet, sie sind wohl versorgt; die Mehrzahl der Verwundungen Er war 1890 Mitglied dieses Hauses, er gehörte zu den Scharf- Abg. Sachse( Soz.) weist darauf hin, daß die Zechenpresse sind Kugelschüsse. Vom 2. Februar meldet Kuropatkin: Nach eine machern, er verlangte ein Kontraktbruchgeses, er erklärte in einer systematisch„ Unruhen im Ruhrrevier" erfunden habe. Kleine Vor- gegangenen Meldungen griffen die Japaner nach vorhergegangener Schrift, daß er ein entschiedener Gegner des Normal- Arbeitstages für tommnisse feien lügenhaft entstellt worden, worin besonders die starker Beschießung mit Artillerie unsere Abteilungen in der Front erwachsene Männer sei. Wie kann man da erwarten, daß die Rheinisch- Westfälische Zeitung" etwas geleistet habe. Diese von Tschantanhonan an; um Mittag erhielt ich eine neue Meldung, Kohlenarbeiter zu einem solchen Manne Vertrauen haben können? habe mehr gelogen, als die Polizei erlaube.( Heiterfeit.) In Watten- daß sich unsere Truppen zuerst zurückziehen mußten, dann aber das ( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Ich gebe zu, daß die scheid habe Hue auf Einladung der Polizeibehörde für Ruhe gesorgt. Dorf wieder erobert hätten, nur einige Gehöfte wären noch in den streifenden Bergarbeiter formal Kontraktbruch verübt haben. Aber Sobald wir dort Versammlungssäle hatten, konnten wir auf Händen der Japaner geblieben. Unsere Verluste seien unbedeutend. fein gerechter Richter würde sie deshalb verurteilen.( Sehr richtig! die Massen einwirken, und es find feine Rubestörungen Auf den anderen Stellungen verlief die Nacht ruhig. bei den Sozialdemokraten.) Es kommt nicht darauf an, wer den Krieg mehr vorgekommen. Dasselbe ist in Kastrop der Fall, wo erklärt, sondern wer ihn provoziert hat.( Sehr gut! bei den Sozialdemo- Steinwürfe auf die Arbeitswilligen vorgekommen waren. Die Polizei kraten.) Und provoziert hat ihn das Kohlensyndikat, um die Kohlen- forderte uns auf, für Ruhe zu sorgen, und wir hatten Erfolg. preise steigern zu können.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Gegenüber der Darstellung des Bevollmächtigten Meigner muß ich Die preußischen Bergarbeiter sind seit 15 Jahren genarrt, man hat es aufrecht halten, daß in den Untersuchungskommissionen nicht obWegen Beleidigung eines Bürgermeisters wurde gestern efe ihnen die schönsten Versprechungen gemacht, nichts ist gehalten worden. jektiv gearbeitet wird und daß vielfach Verschleppung geübt wird. noffe Fette, Redakteur des Voltsblattes" in alle, zu drei Es ist bereits auf die Rede des Kaisers von 1889 hingewiesen Die Delegierten, die das Beweismaterial für ihre Auflagen gegen Monaten Gefängnis verurteilt. Der Staatsantvalt hatte nicht worden, in der er den Unternehmern entschieden riet, Fühlung mit die Zechen bringen wollen, werden vielfach daran gehindert. Ge- weniger als sechs Monate beantragt. Das ist die dritte größere ihren Arbeitern zu nehmen. Die Folge war das Abkommen, daß heimrat Meißner tadelt unsere Presse. Aber dann müßte er auch die Gefängnisstrafe, die die Halleschen Gerichte innerhalb weniger Wochen Dr. Hammacher im Auftrage des bergbaulichen Vereins hier in Berlin bürgerlichen Blätter tadeln. Die Siebenerkommission ist von den über Fette verhängt haben. Fette hat, wenn das Reichsgericht das mit den Bergarbeitern abschloß. Wenn man diefes Abkommen gehalten Arbeiter- Delegierten einzelner Zechen ersucht worden, gegen die letzte Urteil bestätigt, nun eine Gesamtstrafe von 11, Monuten zu hätte, wäre der jezige Streif vermieden worden. Aber man hat das Kommissionen zu protestieren. Die Untersuchung muß ganz unab- verbüßen. Abkommen schmählich gebrochen, man hat seitdem die Arbeiter un hängig sein!( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) ausgefegt mißhandelt. Da kam das Jahr 1890, morgen werden es Bundesratsbevollmächtiger Geheimrat Meißner( auf der Tribüne 15 Jahre, daß jener berühmte Erlaß veröffentlicht wurde, worin es unverständlich) polemisiert furz gegen Abg. Sachse. heißt: Die staatlichen Bergwerfe wünsche ich bezüglich der Fürforge für die Arbeiter zu Mufteranstalten entwickelt zu sehen." Wo sind denn die staatlichen Musterwerkstätten, wo sind die Arbeiter vertretungen, auf deren Notwendigkeit der Kaiser kurz hinwies?! Die Minister haben diese Erlasse des Kaisers nicht ausgeführt, sie mit Füßen getreten.( Glocke des Präsidenten.) Präsident Graf Ballestrem: Herr Abgeordneter, Sie dürfen nicht fagen, daß Minister faiserliche Erlasse mit Füßen treten, ich rufe Sie deswegen zur Ordnung!( Bravo! rechts.) Abg. Freiherr v. Richthofen( f.) bemerkt persönlich, daß er nicht die Ablehnung der Arbeiterforderungen, sondern nur die der hier eingebrachten Anträge für Arbeiterschutz gemeint habe.( Lachen links.) Die Konservativen im Abgeordnetenhause.. genommen. genommen. Hierauf vertagt sich das Haus. Schluß 7 Uhr. Partei- Nachrichten. Aus Industrie und Dandel. = Die Jahresabrechnung der Gelsenkirchener Bergwerks- Aftiengesellschaft wurde, wie aus Köln gemeldet wird gestern dem Auffichtsrat der Gesellschaft vorgelegt, und darauf von diesem beschlossen, nach Abschreibungen und Nückstellungen in Höhe von 6 633 147 Mart Präsident Graf Ballestrem( unterbrechend): Der Hinweis auf eine Dividende von 10 Prozent gegen 11 Prozent im Vorjahre zur die Konservativen des preußischen Abgeordnetenhauses gehört nicht Verteilung zu bringen. In der Meldung heißt es, daß diese Herabin eine persönliche Bemerkung.( Heiterfeit.) setzung der Dividende in„ Berücksichtigung der durch den Arbeiters Fabriken feine politische Beeinflussung stattfindet. Meine eigenen der Arbeiterausstand jedoch nur einen Vorwand für die Herab Abg. Frhr. v. Heyl( natl.) bemerkt gegen Bebel, daß auf seinen ausstand geschaffenen Lage" geschehe. Allem Anschein nach liefert Abg. Bebel( fortfahrend): Dann kam 1892/93 der große Saar- arbeiter haben mir das bestätigt.( ache bei den Sozialdemo- drückung der Dividende; denn ganz abgesehen davon, daß der Streit fraten.) Ich wünsche, daß auf sozialdemokratischen Kongreffen erst nach Abschluß des Geschäftsjahres begonnen hat, schreibt rebier- Ausstand, 30 000 ausschließlich staatliche Arbeiter erhoben diefelben Forderungen, der Streit ging in furzer Zeit verloren, weil eine persönliche Bemerkung. Präs. Graf Ballestrem: Wünsche auszusprechen gehört nicht in die Verwaltung diesmal zirka 300 000 m. mehr ab als im vorigen Jahre, und außerdem partizipieren, da inzwischen das Aktienkapital die staatlichen Arbeiter feine Organisationen hatten, haben durften. Abg. Stözzel( 8.): Ich habe vorher auf das Wort verzichtet, um 9 Millionen Mark erhöht worden ist, diesmal 69 Millionen Die Führer des Streiks mußten innerhalb vierzehn Tagen ihre weil der Abgeordnete Sachse mir versprochen hatte, ebenfalls zu Mark am Nettogewinn, im vorigen Jahre nur 60 Millionen. Vielstaatlichen Wohnungen verlassen, sie sind im ganzen Saarreier ihr verzichten. Abmachungen mit Sozialdemokraten ist also nicht zu leicht hat man zeigen wollen, daß die Ueberschüsse des KohlenReben lang boykottiert worden. Wie es in der Gegenwart in den staat- trauen. bergbaus doch nicht so hohe sind, wie in letzter Zeit mehrfach nachlichen Gruben aussieht, das hat ja der famose Prozeß Hilger- Krämer bewiesen. Dort ist durch Zeugen, Mitglieder des Zentrums und der Sozial- Sachfe tatsächlich auf das Wort verzichtet hatte, jedoch nur unter Präsident Graf Ballestrem: Ich bemerke, daß Abgeordneter gewiesen worden ist. demokratie, festgestellt worden, daß für die staatlichen Bergarbeiter der Bedingung, daß Geheimrat Meigner nicht mehr sprechen würde. Blankenese- Altona- Hamburg- Dhlsdorf sein. Die Hamburger SenatsDie erste elektrische Vollbahn in Deutschland wird die Bahn im Saarevier weder Vereinsfreiheit, noch Versammlungsfreiheit( hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) noch Wahlfreiheit, noch Preßfreiheit eristiert, daß alle Grundrechte, die für jeden Staatsbürger selbstverständlich sind, den staatlichen Berg Stimmen der Nationalliberalen und eines Teiles der Freisimmigen Bürgerschaft gefunden. Sobald für die preußischen Teile dieser Bahn Hierauf wird die Resolution Hey!( natt.) gegen die vorlage, die den elektrischen Vollbahnbetrieb für diese teilweise neu zu erbauende Strede beantragt, hat die Zustimmung der Hamburger arbeitern genommen sind durch die staatlichen Beamten. Bei und des Zentrums abgelehnt. der letzten Wahl ist staatlichen Bergarbeitern das Verauch die Genehmigung des preußischen Landtages erteilt ist, wird Die Resolution Auer( Soz.) wird mit den Stimmen der mit der Errichtung eines besonderen Elektrizitätswerkes bei Altona treiben bon Flugblättern und Stimmzetteln verboten Sozialdemokraten, Freifinnigen und eines Teiles des Zentrums an- begonnen werden. Die Kosten werden von den beiden Bundesstaaten worden.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Dem Landtag hat ja 1892 eine Novelle zum Berggesez vorgelegen, Die Resolution Gothein( frf. Bp.) wird mit den Stimmen eine schnelle und häufigere Verbindung zwischen Hamburg und seinen die zahlreiche Verbesserungen für die Bergarbeiter in Vorschlag der Freifinnigen, Sozialdemokraten und des ganzen Zentrums an- Nachbarorten herstellen. gemeinsam getragen. Die elektrische Bahnanlage soll in erster Reihe brachte. Sie enthielt Bestimmungen über die Lohnzahlung, die spätestens vierwöchentlich erfolgen sollte, über die Beteiligung der Arbeiter an der Verwaltung der Unterstützungskassen, über die Aichung der Förderwagen, die Festsetzung der Marimalarbeitszeit, durch die obere Bergbehörde für einen ganzen Bezirk. Alles das hat das Abgeordnetenhaus gestrichen und das Herrrenhaus hat zum leberfluß noch eine Resolution auf Verbesserung des Knappschaftswesens abgelehnt. Das geschah unter der Führung von Herrn v. Stumm. Dieses eine Beispiel mag zeigen, wie wenig Grund zum Vertrauen in den preußischen Landtag die Arbeiter haben. Herr In der Budgetkommission des Reichstags entspann sich am Semler hat behauptet, daß die Grubenbesizer durch eine solche Freitag eine lange und eingehende Debatte über den vorgeschlagenen Gesetzgebung gezwungen werden würden, die Kohlenpreise Etatansah für die Einnahmen der Reichspost- und Telegraphenverzu erhöhen. Das tun sie aber schon jetzt. Sie schalten waltung. Die Regierung hat 473 Millionen Mark angenommen. und walten nach Belieben mit dem wichtigsten Lebensmittel Abg. Pichler schlug vor, den Satz auf 483 Millionen, Abg. der Industrie.( Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Arendt ihn auf 476 Millionen Mark zu erhöhen. Diese Er Das ist ein Zustand der Dinge, der einfach unerträglich ist. Ohne höhung ist deshalb von Bedeutung, weil von der Höhe der im Etat Kohlen keine Fabriken, feine Dampfmaschinen, keine Eisenbahnen, eingefeßten Gesamteinnahmen die Höhe der für dieses Jahr in feine Straßenbahnen.. ohne Kohlen nichts. Ein so enorm Aussicht genommenen Zuschußanleihe" abhängt. Die Abgg. Singer, Die Fabrikatausfuhr des Textilgewerbes im Jahre 1904 betrug wichtiges Produkt in den Händen von Privatbesigern zu lassen, das Bichler, Eickhoff und andere legten ausführlich die Gründe dar, die nach den vorläufigen Berechnungen des Kaiserlichen Statistischen ist ein unmöglicher Zustand!( Sehr richtig! b. d. Soz.) Immer für eine Erhöhung des Etatansatzes sprechen. Abg. Gröber trat Amtes 1 434 719 Doppelzentner im Werte von 1076 967 000 W. 23ie näher rüdt die Notwendigkeit, die Grubenbefizer zu erpropriieren. bei dieser Gelegenheit eifrig für eine Erhöhung des Drucksachen- start das Tertilgewerbe an der Gesamtausfuhr von Fabrikaten be( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Es geht nicht weiter, portos ein, weil ihm täglich durch Zusendung von wertlosen Reklamen teiligt ist, ergibt sich aus der Wertsumme sämtlicher im Jahre 1904 daß Herr Stinnes sagt: Ich kann mit meinem Kapital und dergleichen gar zu viele Zeit geraubt würde! Die Debatte ausgeführten Fabrikate. Sie betrug nach den Einheitswerten für machen was ich will. Das wollte selbst Herr Stöcker nicht zugeben. erstreckte sich schließlich auf eine ganze Reihe von Tarifreformfragen. das Jahr 1903 3,45 Milliarden Mark. So groß an sich die Ausfuhr In diesem Streit ist es den Arbeitern so recht zu Gemüt geführt Abg. Paasche beantragte dabei, den Staatssekretär des Reichs- von Textilfabrikaten auch ist, so war die Steigerung im Jahre 1904 worden, daß sie solidarische Interessen haben, christliche Arbeiter und postamtes zu ersuchen, eine Zusammenstellung anfertigen zu lassen, doch nicht sehr erheblich, wenn auch anzunehmen ist, daß der Wert freie Gewerkschaften gehen Hand in hand. Ich hoffe, daß dieser aus der sich ergibt, wie in den lezten 10 Jahren jeweils die Ein- fich auf Grund der endgültigen Berechnungen noch etwas erhöhen Streit die Wirkung haben wird, daß die Arbeiterorganisationen fich nahaneſchäßungen der Regierung sich zu den Anfäßen der Budget- dürfte. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr und im Vergleich in Zukunft nicht mehr unter einander zerficischen. Mau sollte aus femission verhalten haben. Abg. Spahn behauptete, Berlin sei zu früheren Jahren ergibt sich aus der Beweging der Ausfuhr seit dem Streik die Lehre ziehen, daß es vor allem darauf ankommt, die postalisch durch das Ortsporto allzu sehr bevorzugt und ver- 1897. Sie betrug: Arbeiter zu organisieren. Ich bin selbst für Zwangsorganisationen, langte eine Nachweisung über den Ueberschuß des Berliner Postnatürlich mit vollständig freier Selbstverwaltung der Arbeiter. Ich kann jetzt schließen mit der wiederholten Bitte, unseren Antrag anzunehmen und von seinen Grundsätzen kein Titelchen abzuweichen. ( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Zentrums. Parlamentarifches. Aktiengesellschaft Mig und Genest, Telephon- und Telegraphen Werte, Berlin. Die gestern abgehaltene außer Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr: Toleranzantrag des ordentliche Generalversammlung, genehmigte mit großer Mehrheit den Antrag der Verwaltung auf Erhöhung des Aftienkapitals von 1,4 auf 5 Millionen Mark. Die neuen Aktien, die für 1905 die Hälfte der auf die alten Aktien entfallenden Dividende erhalten, werden zu 127,50 Prozent mit der Verpflichtung übernommen, sie den Besitzern alter Aktien gut 130 Prozent in der Weise zum Bezuge anzubieten, daß auf je drei alte Aktien eine neue entfält. 200-000 M. neue Aftien werden nicht zum Bezuge angeboten. Der aus dem Verkauf dieser Attien zu erzielende, einen noch zu vereinbarenden Kurs übersteigende Erlös fällt der Gesellschaft zu. Die neuen Mittel sollen vornehmlich zur Erweiterung des Fabrikgebäudes in der Bülowstraße und zur Anschaffung neuer technischer Betriebsmittel dienen. . 1000 Tonnen Mill. Mark Verhältnis d. Jahres werte zueinander 1897 • 115,9 776,8 100 1898 118,6 762,8 98 1899 120,3 880,4 113 1900 184,5 936,7 121 1901 130,7 905,3 117 1902 142,9 981,6 126 1903 147,9 1904 143,5 1047,4 1077,0 135 139 wesens, nicht undeutlich seinen Wunsch nach Erhöhung des Berliner Ortsportos erkennen lassend. Ihm trat Abg. Ledebour energisch entgegen, der zugleich die Ausführungen des Abg. Gröber über die Erhöhung des Drudsachenportos widerlegte und darauf hinwies, daß die mäßige Ansehung des Drudsachenportos von großer BeStaatssekretär Graf v. Posadowsky: Der Abg. Bebel hat mit deutung für die Volksbildung und Voltsaufklärung sei. Abg. gewohnter Beredsamkeit die ungeheuere Bedeutung der Kohle für Paasche begeisterte sich dagegen lebhaft für den reaktionären VorSas ganze gesellschaftliche Leben dargestellt. Ich hoffe, daß er dann schlag des Herrn Gröber. Mit dem Telephon werde auch Mißjeine große Beredsamkeit auch zur baldigen Beendigung des Streits brauch getrieben; er selbst habe feinen Fernsprecher, aber es fomme wird geltend machen. Der Abg. Bebel hat mir einen Vorwurf häufig vor, daß man sich bei einem im selben Hause wohnenden Der Menge nach hat die Ausfuhr gegenüber 1903 etwas ab daraus gemacht, daß wir die Berggesezgebung noch nicht auf das Ladenbesizer telephonisch erkundige:" Ist Herr Geheimrat genommen, dagegen ist die Wertsumme geftiegen, allerdings lange Reich übertragen haben. Wenn wir allen Resolutionen und Inter- Paasche zu Hause?" Die Benutzung eines Telephons, für das eine nicht so erheblich wie in den Jahren 1902 und 1903. Von den berpellationen Folge gegeben hätten, die Aufgaben der Einzelstaaten Bauschgebühr bezahlt werde, durch Dritte sei eigentlich unzulässig. fchiedenen Zweigen der Textilindustrie hat das Wollgewerbe der auf das Reich übertragen wollen, so wären die Einzelstaaten Bei der Abstimmung wurden die Regierungsvorlage und der Menge, aber nicht dem Werte nach die günstigste Entwicklung des längst zu Provinzen degradiert, wäre ihnen die Lebens Antrag Arendt abgelehnt, der Antrag Pichler mit den Erports aufzuweisen gehabt. Sowohl die Ausfuhr von Wollengarn Traft selbständiger Existenzen genommen.( Burufe links.) Stimmen des Zentrums, der Sozialdemokraten und des Freisinns als Wollenwaren ist ziemlich start gestiegen. Von letteren wurden In dem föderativen Staatenbunde des Deutschen Reiches angenommen. Dadurch wird der Anleihebedarf um zehn nicht weniger als 350 848 Doppelzentner ausgeführt gegen 338 898 haben die Einzelstaaten stets große kulturelle Aufgaben erfüllt, und Millionen Mark herabgemindert. im Jahre 1903. Das ist eine Steigerung von 11 950 Doppelzentner. ich würde es außerordentlich bedauern, wenn die unitarische Richtung Der weitaus größte Teil der Warenausfuhr bestand aus Tuch- und so weit ginge, daß die Bedeutung der Einzelstaaten als selbständige Staatswesen fachlich aufhörte.( Unruhe links.) Eine solche Kon242 848 Doppelzentner im Werte von rund 178 Millionen Mark auszentration würde zu großen wirtschaftlichen und politischen Nachteilen für ganz Deutschland führen, die Einzelstaaten würden geführt. Die Kämpfe auf dem linken japanischen Flügel dauern fort, andann auf auf die Bedeutung herabgedrückt werden, wie sie scheinend ohne besondere Heftigkeit. Offenbar macht die grimmige die Einzelstaaten von Nordamerika besitzen. Es ist das gute Kälte jede energischere Aktion unmöglich.. Recht der Selbstverteidigung, wenn sie sich dagegen wehren, daß Die neuesten Nachrichten lauten: immer eine Materie nach der anderen ihnen vom Reiche entzogen Petersburg, 3. februar. Die Petersburger Telewird. Gerade auf dem Gebiete des Bergrechts steht der preußische graphenagentur meldet aus Cachetun unter dem gestrigen Staat auf einem ganz bestimmten Standpunkt. Das bisherige preu- Datum: Auf dem äußersten rechten Flügel dauert das Artillerie- Unter den vier Gruppen der Wareneinfuhr zeigt die erste Gruppe Bische Bergrecht ist ungenügend, da es zu einer Zeit entstand, in feuer fort, auch finden weiter fleine Zusammenstöße bei verschie- die der Einfuhr von Nahrungsmitteln, Getränken und der man den Aufschluß der unterirdischen Schäze möglichst be- denen Dörfern statt. Die Kämpfe bei Sandepu huiten den Erfolg, Tabak gegenüber dein Jahre 1903 eine Abnahme von 494 309 günstigte. Jezt dagegen bilden sich große Gesellschaften, die ihr daß unsere Avantgarde auf dem rechten Flügel bis zu den Dörfern Pfund Sterling. Der Rückgang ist hauptsächlich auf die verminderte Eigentum beliebig lange ungehoben liegen laffen.( hört! hört! Holontai, Futsiatschiatsi ,, Tsinschatun und Biatadfi vorrückte. Durch Einfuhr von Getreide und Mehl(-895 206 fund Sterling) und links.) Hiergegen, wie gegen das Stillegen der Zechen muß die Besehung dieser Positionen erhielten unsere Truppen die Mög- von Fleisch(-1706 463 Pfund Sterling) zurückzuführen. Die Vom ostasiatischen Kriegsschauplatze. Beugwaren. Bon unbedruckten Tuch- und Zeugwaren wurden Der Außenhandel Großbritanniens hat sich im letzten Jahre recht günstig gestaltet. Nach dem Londoner Economist" belief sich der Wert der Einfuhr auf 551 362 124 Pfund Sterling gegen 542 600 289 Pfund Sterling im Jahre 1903 und wies somit eine Zunahme um 8761 835 Pfund Sterling auf. Deutfches Reich. " 1 Einfuhr von Weizen wies jedoch eine Zunahme auf; fie belief sich, fadenstraße wegen Maßregelung mehrerer Kollegen bereits in den hier eine Versagung des Dienstes" und um„ hart auf 84 277 689 Pfund Sterling gegen 29 940 191 Pfund Sterling im Ausstand getreten sind. Bei der gegenwärtig guten Konjunktur näckigen Ungehorsam gegen die Befehle der Dienstherrschaft" Jahre 1903. Wenn auch Kanada und die Vereinigten Staaten von hoffen die Arbeiter auf eine baldige Erledigung der Lohnbewegung im Sinne des Paragraph 1 jenes Gesezes handele. K. wäre Amerika weniger Weizen sandten, so wurden dafür im Jahre 1904 zu ihren Gunsten. verpflichtet gewesen, die Arbeit zu machen. Nach dem Vertrage hätte erheblich größere Mengen aus Rußland, Argentinien, Indien und er nicht zu entscheiden gehabt, ob sie dringend sei. Und wenn die Australien bezogen. Die Abnahme der Fleischeinfuhr zeigte sich insbesondere in einer geringeren Zufuhr von Speck aus den Vereinigten errungen. Sie haben mit den Unternehmern folgenden Vertrag ab- höchstens auf eine höhere klagen dürfen, sei aber nicht berechtigt Die Elberfelder Tischler haben den Neunstundentag Entschädigung von 25 Pf. ihm zu gering däuchte, dann hätte er Staaten und von gefrorenem Hammelfleisch aus Neu- Seeland. Die Einfuhr von Rohstoffen und von in der 1. März 1905 ab eine neunstündige Arbeitszeit zu einem geschlossen: Der Arbeitgeber- Schutzverband verpflichtet sich vom getvesen, eigenmächtig die Arbeit zu verweigern. Das Kammergericht gab indessen der hiergegen eingelegten Hauptsache unbearbeiteten Artikeln wies im Jahre den bisherigen Tagelohn entsprechenden Stundenlohn einzuführen. Revision des Angeklagten statt, indem es die Angelegenheit zu noch 1904 gegenüber dem Vorjahre im ganzen eine Steigerung von Die Dauer des Vertrages ist auf drei Jahre vom borbenannten maliger Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht zurückverwies. 8700 481 Pfund Sterling auf. Besonders erheblich war die Zu- Termin ab festgelegt und dürfen während dieser Zeit keine Begründend wurde ausgeführt: Es sei zunächst zweifelhaft, ob nicht der nahme der Einfuhr von Baumwolle, deren Wert von 45 026 578 allgemeine Forderungen von sciten der Gewerkschaften mehr gestellt Vorderrichter den Begriff der Dienstverweigerung verkannt habe. Hier Pfund Sterling im Jahre 1903 auf 55 025 325 Pfund Sterling im werden. Der Vertrag ist als verlängert zu betrachten, wenn der handele es sich um das Ausmisten eines Kuhstalles am SonntagJahre 1904 stieg. Wern auch die Menge der eingeführten Baumwolle selbe nicht drei Monate vor Ablauf von einer Seite gekündigt vormittag, was an sich nicht des Angeklagten Dienst war, sondern im Jahre 1904 größer war als im Vorjahre, so ist doch die Steigerung ist. Die bisherige Schlichtungskommission, welche nunmehr aus vier nur in Notfällen. Das Gesez spreche von denen, die den Dienst des Einfuhrwertes vor allem den höheren Preisen zuzuschreiben; Arbeitgebern und vier Arbeimehmern besteht, soll alle in den bersagen". Es stehe hier nur die Verjagung einer einzigen außer denn die Quantitätssteigerung betrug nur 9 Prozent, während die einzelnen Betrieben entstehenden Streitigkeiten resp. Differenzen im gewöhnlichen Dienstleistung fest. Darin liege an sich ein VerWertsteigerung sich auf 22,2 Prozent belief. Arbeitsverhältnis schlichten und beilegen. Die Schlichtungsfommission sagen des Dienstes noch nicht. Es würde darin liegen, wenn Die Einfuhr der Ganz- und Halbfabrikate be- hat die Pflicht, sofort, nachdem der Vertrag bestätigt ist, zusammen- feststände, daß durch die eine Versagung so stark in den Wirtschaftswertete sich im Jahre 1904 auf 135 150 692 Pfund Sterling gegen zutreten, die Regelung der Alfordpreise, der Verkürzung der Arbeits- betrieb eingegriffen wäre, daß sie der Bersagung des ganzen 134 564 351 Pfund Sterling im Jahre 1903, was einer Zunahme zeit entsprechend vorzunehmen, damit diese bei Einführung der neuen Dienst es gleichfäme. Das müsse das Landgericht nachprüfen. Könne um 586 341 Pfund Sterling entspricht. Die Hauptursache dieser Zu- Arbeitszeit festliegen. Es soll in den Betrieben, in denen Regelung es nicht festgestellt werden, so müsse nachgeprüft werden, ob etwa nahme liegt in der Wertsteigerung der eingeführten Metalle und der Affordpreise nicht bis zum 1. März durch die eingesetzte Kom- hartnäckiger Ungehorsam" im Sinne des angezogenen Gesezes vorMetallwaren( ausgenommen Eisen und Stahl), deren Einfuhr von mission vorgenommen werden kann, der Aufschlag in Höhe des ent- liege. Auch ein Fall von Ungehorsam könne schon ein„ hart 18 511 270 Pfund Sterling auf 20 954 681 Pfund Sterling stieg, also gangenen Tagesverdienstes gezahlt werden. nädiger" Ungehorsam sein, dann nämlich, wenn ein andauernd ein Mehr von 2 443 411 Pfund Sterling zeigte. Ferner weisen eine wiederholtes Verlangen nicht erfüllt werde. Hier bei der außerSteigerung der Einfuhr auf: Wollwaren mit 11 428 577 Pfund gewöhnlichen Arbeit fäme diese Bestimmung vom Ungehorsam nur Sterling gegen 11 268 188 Pfund Sterling im Jahre 1903, Chemiin Betracht, wenn K. die Arbeit schon öfter gemacht hätte. Im falien, Drogen, Farben usw. mit 9 301 980 Pfund Sterling gegen übrigen fönne für die Frage der Dringlichkeit jener Arbeit nicht 8 848 292 Pfund Sterling, Papierwaren 4 940 667 Pfund Sterling allein, wie der Vertrag sage, der Dienstherr maßgebend sein. Vielgegen 4 850 183 Pfund Sterling und Verschiedenes 25 359 021 Pfund mehr habe der Strafrichter selber zu prüfen, ob billigerweise Sterling gegen 24 821 786 Pfund Sterling. vom ländlichen Arbeiter oder Gesinde verlangt werden könne, was berlangt worden sei. Die Ausfuhr des Jahres 1904 bewertete sich auf 300 817 897 Pfund Sterling gegen 290 800 108 Pfund Sterling im Jahre 1903. Die Steigerung belief sich somit auf 3,4 Prozent. Hauptsächlich kommt die Gruppe der Ganz- und Halbfabrikate in Betracht. Vor allem zugenommen hat die Ausfuhr von Baumwollwaren, die von 73611 731 Pfund Sterling im Jahre 1903 auf 83 917 694 Pfund Sterling im Jahre 1904 stieg, mithin um 10 305 963 Pfund Sterling. Die Ausfuhr von Eisen und Stahl sowie von Waren daraus zeigt für 1904 eine Abnahme um 2316 569 Pfund Sterling. Der Rückgang ist insbesondere auf die geringere Nach frage aus den Vereinigten Staaten von Amerika nach Roheisen und anderen Eisen- und Stahlsorten zurückzuführen. Im Jahre 1903 wurden nach Amerika 333 256 Tonnen Roheisen im Werte von 1 269 583 Pfund Sterling verschifft, während im verflossenen Jahre nur 58 111 Tonnen im Werte von 272 684 Pfund Sterling nach dort gingen. Der Maschinenerport wies eine Zunahme um rund 1 Million Pfund Sterling auf. Gewerkschaftliches. Zu Gegendiensten gern bereit Osnabrück, den 20. Januar 1905. Achtung, Militärsattler! In Kaiserslautern ist ein Streit ausgebrochen. Die Firma bemüht sich auswärts Erfaßkräfte heranzuziehen resp. die Arbeiten auswärts anfertigen zu laffen. Wir bitten daher auf der Hut zu sein, und etwaige Streitarbeit abzulehnen. Die Hauptverwaltung des Verbandes der Sattler. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. Die lieben Arbeitswilligen. In Mannheim wurden zwei Maurer zu je zwei Tagen Gefängnis verurteilt, weil sie einen Arbeitswilligen durch die Worte beleidigt haben sollen: Das ist ja gar kein Maurer, das ist ja ein Knoddelbub". Der„ Beleidigte", der seinen Streifbruch mit Rücksicht auf seine Familie" begangen haben will, hat diese Rücksicht früher schon sehr schön betätigt. Seine Familienangehörigen mußten erleben, daß er sich ganz erhebliche Strafen zuzog wegen zweier Körperverlegungen, Urfunden fälschung, Betruges usw.- Die Streikenden müssen das nicht gewußt haben, sonst wäre ihr Versuch unerklärlich, diesen Menschen zu einer ehrenhaften Handlung zu verleiten. Weil er feinem Kinde kein Lesebuch kaufen kann ist in Debschwitz ein armer Weber wegen Uebertretung des VolksschulGesetzes mit 2 M. Geldstrafe bedacht worden. Der Aermste hat mit seiner Familie in der letzten Zeit außerordentlich viel durchzumachen gehabt. Am Ende des Jahres 1903 lag die ganze Familie am Typhus frank danieder, was bis zum Februar 1904 andauerte. Im letzten Herbste waren wieder alle fünf Kinder krank und eins davon ist im Krankenhause gestorben. Von den drei schulpflichtigen Kindern brauchte dann eins ein Lesebuch. Der ohne sein Verschulden in bitterste Not geratene Vater konnte aber absolut keins kaufen und ersuchte an Ein Fortschritt in der Nürnberger Metallarbeiterorganisation. maßgebender Stelle darum, dem Kinde das Buch auf GemeindeDie sämtlichen Branchenseftionen des Deutschen Metallarbeiter fosten zu gewähren. Das ist jedoch abgelehnt worden. Später Verbandes in Nürnberg werden zu einer allgemeinen Verwaltungs- erschien in dieser Sache bei der Familie ein Vollstreckungsstelle verschmolzen. Eine kombinierte Mitgliederversammlung nahm beamter, für den aber jedenfalls auch nichts zu haben gewesen ist das Ortsstatut für die Verwaltungsstelle einstimmig an. Die Ge- und das Ende vom Liede ist ein Strafbefehl über 2 M. wegen samtverwaltung besteht hiernach aus der Ortsverwaltung und den lebertretung des Volksschulgesetes. Wir haben, schreibt die Branchenvertretern, die je nach Bedarf Branchenversammlungen„ Neußische Tribüne" hierzu, dem Manne, der sich hülfesuchend an abzuhalten haben und alljährlich in solchen gewählt werden. Für uns wandte, angeraten, richterliche Entscheidung zu beantragen, jede Werkstätte wird ein Werkstättenvertrauensmann aufgestellt, der damit die Gepflogenheiten der Debschwitzer Behörden, die über in einer Bersammlung von den in der betreffenden Weristätte be- das Volksschulgesetz zu wachen haben, durch eine Gerichtsschäftigten Verbandsmitgliedern alljährlich gewählt wird. Alle Be- verhandlung einwandfrei festgestellt und dann der Deffentlichkeit sind die liebenswürdigen Tischlermeister in Osnabrück. Sie schlüsse der Branchenversammlungen sind vom Branchenvertreter der unterbreitet werden können. Für heute wollen wir nur noch versenden folgendes Zirkular: Gesamtverwaltung vorzulegen. Bezüglich der Arbeitseinstellungen hinzufügen, daß der arme Weber in den legten Jahren einen ist bestimmt, daß eine solche nur dann erfolgen lönne, wenn zwei Durchschnittslohn von 11 M. pro Woche gehabt hat. Daß unter Drittel der in der Weristätte an der Differenz Beteiligten voll- solchen Verhältnissen kein Geld für Schulbücher übrig bleiben kann, Sehr geehrter Herr Kollege! Mit Gegenwärtigem überreichen wir Ihnen die Listen der in berechtigte Mitglieder einer Organisation sind und die in Frage sollte auch der Stelle einleuchten, die den Strafbefehl veranlagt hat. kommenden Vorstände ihre Zustimmung gegeben haben. Für die Angesichts derartiger Zustände bedarf die sozialdemokratische Osnabrück im Streit befindlichen Tischlergesellen. Verbandskollegen, die bei Ausbruch eines Streits aus der all- Forderung der allgemeinen unentgeltlichen Lehrmittel- Lieferung keiner Wir bitten Sie nun höflichst, diese Listen unter den Berufsgemeinen Verbandskasse noch keine Unterstübung beziehen können, Begründung mehr. Einstweilen versorgt unser Kulturland HereroKollegen und sonstigen Unternehmern, welche Tischlergesellen be- weil sie die einjährige Wartezeit noch nicht hinter sich haben, wird finder mit Bibeln. schäftigen, möglichst verbreiten resp. bekannt geben zu wollen, aus Lofalmitteln eine Unterstüßung gewährt, die nach halbjähriger damit diese streikenden Gesellen nicht in Arbeit genommen werden. Mitgliedschaft für verheiratete männliche Mitglieder 14 M., für Eine Statistik über die Schädlichkeit der Verwendung von BleiFalls dieſes bereits geschehen sein sollte, bitten wir dieselben so- ledige 12 M., für weibliche Mitglieder 7 M. pro Woche beträgt; nach weiß wird der Ortskrankenkassen- Verband Stuttgart aufnehmen. bald als möglichst wieder entlassen zu wollen. Sollten eventl. einige Namen in unseren Listen fehlen, sound 6 M. Außerdem erhält jeder Familienvater oder jede andere Krankheitsursache in Betracht kommen kann, wird nun der Arzt über 13- bis 26wöchiger Mitgliedschaft beträgt die Unterstützung 12, 10 In den einzelnen Erkrankungsfällen, in denen Bleiweiß als wäre es wohl angebracht, Leute, welche nach dem 1. Oktober 1904 Person, die für den Unterhalt von Kindern zu sorgen hat, für jedes die Ergebnisse seiner Beobachtungen der Drtskrankenkasse Mitteilung noch in Osnabrück gearbeitet haben, auf keinen Fall einzustellen. Sind 1 M. bis zum Höchstbetrage von 5 M. Es sind auch Be- zugehen lassen. Für Ihre Bemühungen sprechen wir Ihnen im voraus unsern stimmungen getroffen, wonach die Verwaltung bas Recht hat, bei Das Bolkshaus der Carl Zeiß- Stiftung in Jena wird sicherlich besten Dank aus und zeichnen, zu Gegendiensten stets einem Streit, an dem mehr als 100 Mitglieder beteiligt sind, nach gern bereit bierwöchiger Dauer eine Versammlung der Werkstättenvertrauens Mit follegialem Gruße männer zur Entscheidung über Weiterführung oder Beendigung des Der Vorstand des Arbeitgeber- Schuß verbandes Streits einzuberufen; find an einem Streit unter 100 Mitgliedern der deutschen Tischlermeister und Holz beteiligt, so hat nach vierwöchiger Dauer die Ortsverwaltung das industriellen. Ortsverwaltung Osnabrüd. Recht, die Entscheidung zu treffen, wobei die Streifleitung Siß und J. A.: H. Wippermann, Vorsitzender. Stimme hat. Den Hinterbliebenen verstorbener Mitglieder wird Den Gesellen gegenüber, welche durch den von ihren ein Sterbegeld gewährt, das auch ausbezahlt wird, wenn die Ehe Händen geschaffenen Mehrwert die Eristenz der Herren Meister frau oder der Ehemann eines Mitgliedes mit Tod abgeht und nach ermöglichen, sind die Herrschaften nicht so rasch zum Dank bereit halbjähriger Mitgliedschaft 20, nach einjähriger 25 M. beträgt und und zu Gegendiensten in Form anständiger Bezahlung er jedes Jahr um 5 M. bis zum Höchstbetrage von 70 M. steigt. Den bötig. Von diesen Gesellen werfen sie durch die dem Zirkular bisherigen Sektionen wird empfohlen, ihr Lokalvermögen der allangeschlossene schwarze Liste einfach 125 Mann auf die gemeinen Verwaltungsstelle zur Bildung eines Lokalfonts zu überStraße. Und niemand schreit wegen dieses Terrorismus nachweisen, worüber erst noch Beschluß zu fassen ist. einem Zuchthausgesetz! Berlin und amgegend. Ausland. Mit einer Aussperrung der Zementarbeiter Dänemarks drohen die dortigen Zementfabrikanten, weil die Arbeiter eine geringe Lohnaufbesserung verlangen. Es gibt in Dänemark fünf große Zementfabriken, die zusammen ungefähr 700 Arbeiter beschäftigen. " feinen zweckentsprechenden Namen behalten. Unter dem Einfluß der öffentlichen Meinung spricht sich neuerdings auch der Bevollmächtigte der Carl Zeiß- Stiftung. Dr. Czapski, gegen den Vorschlag einer Umtaufung in Ernst Abbe- Haus" ans, da ein solcher Name weder von dem Zweck des Hauses noch von dem Manne selbst etwas erzählt, und Abbe sicherlich die geplante Abänderung gemißbilligt hätte. Dafür hegt man jetzt den Plan einer Stiftung behufs Gewährung von Beihülfen an Kinder aus dem Wolfe zur Erlangung höherer( Schul- und hochschul-) Bildung, womit das Andenken an den Volksfreund Abbe am besten hochgehalten wird. Unter der Arbeiterschaft der Stiftungsbetriebe ist außerdem eine Sammlung für ein AbbeDenkmal im Gange, das im Falle der Verwirklichung seinen Plazz jedenfalls auf dem Carl Zeiß- Platz vor dem Volkshause er halten wird. Lohnbewegung der Treppenbauarbeiter. Die in der Treppengeländerbranche beschäftigten Arbeiter( Holzarbeiter- Verband) find sich schlüssig geworden, ihren Arbeitgebern neue Grundforde Die Zuschneider der Herrenkleiderfabriken in Kopenhagen haben rungen zu unterbreiten. Bislang betrug der Mindestlohn 50 Pf. beschlossen. am Montag die Arbeit einzustellen, weil pro Stunde. Die Arbeitszeit entsprach zwar im großen und ganzen die Tarifverhandlungen mit den Fabrikanten ergebnislos verder in der Berliner Holzindustrie üblichen Dauer von 52 Stunden laufen sind. pro Woche, jedoch hatte sich nach und nach ein ausgedehntes Ueber- Ein internationaler Textilarbeiter- Kongreß wird im Juni d. I. zum Schuß gegen Betriebsanfälle besteht bereits stundenunwesen eingenistet. In mehrmaligen Sißungen hat nun die in Mailand stattfinden. Branchenkommission eine Reihe von Forderungen ausgearbeitet, in denen es heißt: Aus der Frauenbewegung. Die Arbeitszeit beträgt 52 Wochenstunden, ein Ueberschreiten der Arbeitszeit ist strikte zu vermeiden. Der Minde st- Rigdorf. Am Sonntag, den 29. Januar, fand in Nixdorf im Iohn beträgt pro Stunde 55 Pf., d. h. die Woche 28,60 M. Dieser Thielschen Lokale eine öffentliche Frauenversammlung Lohn ist an jeden gelernten Arbeiter zu zahlen, der noch nicht in der statt, welche sehr gut besucht war. Genosse Fülle sprach an Stelle Treppengeländerbranche gearbeitet hat. Alle gelernten Arbeiter haben, entsprechend ihrer Fähigkeit, höhere Löhne zu verlangen. des berhinderten Genossen Dr. Borchard über:" Preußische Die zurzeit bezahlten Löhne sind um 10 Proz. zu erhöhen. Jeder Stulturbilder". Der Referent erläuterte in eingehender Weise auf dem Bau beschäftigte Arbeiter erhält pro Tag 1 M. mehr als die Stellung der Frauen zum Wahl- und Versammlungsrecht unter Bezugnahme auf die Gesetzgebung anderer Staaten, in welchen beder in der Werkstatt von ihm erzielte Verdienst beträgt. Bei Lohnarbeit muß am Zahlungstage der volle Lohn ausbezahlt deutend bessere Zustände herrschen als in Preußen. Er sprach dann werden. Bei Affordarbeit unterliegt die Höhe des zu zahlenden über den Bergarbeiterstreik und kritisierte insbesondere die StellungSoftgelbes der Vereinbarung. Bei Arbeiten, die außerhalb der nahme der Regierung und die Behandlung der Arbeiter in den Werkstatt zu leisten find, müssen sämtliche dadurch entstehenden Staatsbetrieben. In der Diskussion schilderte Genoffin Harnisch Es wurde sodann beFahrgelder vergütet werden. Alle anderen Spesen, die durch ihre Erfahrungen aus dem Kohlenrevier. schlossen, die Tellersammlung den streifenden Bergarbeitern zu überweisen. Die Forderung der Invaliden- und Altersversicherung in Schweden. In der Zweiten Kammer des schwedischen Reichstages brachte dieser Tage jalmar Branting im Namen der sozialdemokratischen Fraktion einen Antrag ein, die Regierung zu ersuchen, die bereits in den Jahren 1884 und 1895 vom Reichstag angeregte Invalidenund Altersversicherung sobald wie möglich zu berwirklichen. Dem Antrag ist eine längere Begründung beigegeben, in der die langsame Entwickelung der schwedischen Sozialgesetzgebung einer eingehenden Kritik unterzogen wird. Ein Gefeß feit dem Jahre 1889, aber die notwendige Ergänzung dazu, das jetzt geltende Unfallersatpflicht Gesez, ist erst 1901 zustande gekommen. Zu der lange vorbereiteten Invalidenund Altersversicherung wurde im Jahre 1895 ein Fonds gebildet, der, wie der Finanzminister fürzlich erklärte, im Laufe des kommenden Finanzjahres auf 17 Millionen Kronen anwachsen wird. zur Pensionierung der ersten Generation wären aber nach dem alten Komiteevorschlag 68 Millionen nötig, nach einem stark vere schlechterten Vorschlag vom Jahre 1895 mindestens 37 Millionen. In dem jetzt dem Reichstag vorliegenden Staatsbudgetvorschlag find nur 800 000 tronen als Beitrag zum Arbeiterversicherungsfonds aufgeführt, wogegen in früheren Jahren mindestens 1 400 000 kronen Wenn in dieser Weise weiter verfahren dafür bewilligt wurden. wird, so können noch viele Jahre vergehen, che diese wichtige Aufgabe der Sozialgesetzgebung gelöst wird. Familienangelegenheiten" liegen dem Präsidenten Roosevelt Bei schwer am Herzen. In einer Botschaft forderte er jüngst den Außerhalbarbeiten entstehen, unterliegen der Vereinbarung. Bundeskongreß auf, in der Gesetzgebung Rücksicht auf den notAkkordarbeit muß das Holz an die Bank geliefert werden. wendigen Schutz der Ehe und Familie zu nehmen. Er verlangt, Ein Afford auf Bau beginnt erst dann, wenn sämtliches Material an Ort und Stelle ist. Alle Nebenarbeiten, als: Aufladen, Holzdaß unverzüglich statistisches Material gesammelt werde über Eheund Familienverhältnisse, besonders über die stark zunehmenden tragen, Zuschneiden, Ausspänen usw., sind in Lohn zu bezahlen Werkzeug sowie sämtliches zur Herstellung der Arbeit notwendiges Fälle von Scheidung. Tief beklagenswert sei es, daß die alte, ges Material hat der Arbeitgeber zu liefern. Ebenso darf für Gegen Gewährung einer freien Wohnung und gegen Lohn war achtete, amerikanische Familie im Niedergange begriffen sei; jeder Betriebskraft ein Abzug vom Verdienst nicht stattfinden. Ueberall, der Infimann St. von einem Gutsbesitzer aus der Gegend von Tilfit Einzelstaat sollte sich mit dem Problem beschäftigen, denn die wo höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen vorhanden sind, als Gespannfnecht angenommen worden. In dem Dienstvertrage Heiligkeit der Ehe ist die Grundlage der sozialen Organisation". müssen dieselben bestehen bleiben. Jeder vom Arbeitgeber gemachte war ausgesprochen, daß er Sonntags wie zu außergewöhnlicher Zeit Mit ähnlichen Ermahnungen ist Roosevelt schon öfter vor die DeffentVersuch, die Verhältnisse zu verschlechtern, muß der Organisation nur gegen eine entsprechende Entschädigung zur Arbeit verpflichtet sei, lichkeit getreten; so hat er bekanntlich vor einiger Zeit darauf hingemeldet werden. und auch nur dami, wenn eine besonders dringende Veranlassung gewiesen, daß die Kinderlosigkeit in amerikanischen Ehen so häufig Eine allgemeine Branchenversammlung, die am Donnerstag vorliege. Die Entscheidung hierüber soll aber nach dem Vertrage fei. Daraufhin bildeten sich, z. B. in Boston, Vereine, die auf die im Königsstadt- Kasino stattfand, hieß nach einem Referat Richters nur dem Dienstherrn oder seinem Vertreter zustehen.. hatte Erzeugung einer gewissen Anzahl Kinder Prämien segten, aber sonst und darauffolgender furzer Aussprache die vorstehenden Forderungen nun öfter Sonntagsarbeit geleistet und dafür 25 Pfennige er waren die Ermahnungen fruchtlos, wie die neueste Kundgebung gut und beschloß, die Forderungen am Sonnabend halten. Eines Sonntags sollte er den Ruhstall ausmisten. Er beweist. nach der Lohnzahlung sämtlichen Arbeitgebern verweigerte dies mit der Begründung, er wolle in die Kirche gehen, Submissionsblüten. Das Submissionsunwesen zeitigt immer zu unterbreiten. Am Montag erwarten die Arund 25 Pf. feien auch zu wenig. Er verlangte mindestens 1 M. schlimmere Auswüchse. Konnten wir jüngst über eine Submissionsbeiter Bescheid. Bei denjenigen Arbeitgeberr Da man ihm soviel nicht zubilligte, so unterließ K. die sonntägliche differenz von 435 000 M. bei Offerten im Erdarbeiten im Hannoverschen die sich zu Verhandlungen bereit erklären, jolt Ausmistung. Gemäß einem Strafantrage des Unternehmers wurde berichten, so ist dieser Submissionsrekord bereits wieder geschlagen. einstweilig die Arbeit nicht niedergelegt werden. St. später in der Berufungsinstanz vom Landgericht Tilsit wegen In Mainz waren, wie der Steinarbeiter" berichtet, die Arbeiten In Betracht kommen zirka 300 Arbeiter in etive 30 Betrieben; Uebertretung des Gesetzes betreffend die Verlegungen der Dienst- und Lieferungen zur Trockenlegung eines 1200 Meter langen Tunnels die Arbeiter sind ungefähr zu 90 Prog. organisiert. Mitgeteilt wurde, pflichten des Gesindes und der ländlichen Arbeiter" zu einer Geld zu vergeben. Das Höchstgebot betrug 1144 000 M., der Mindest daß die Arbeiter der Firma Jensen u. Wodrich in der Balli- strafe verurteilt. Das Landgericht nahm an, daß es fich fordernde verlangte 92 610 M. Die Differenz betrug also 1051 390. " Soziales. Ländliche Sonntagsheiligung. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, 4. februar. Anfang 7 Uhr: Opernhaus. Der Roland von Berlin. Neues fönigl. Opern Theater. Geschlossen. Deutsches. Das Nachtmahl der Kar dinäle. Die große Leidenschaft. Berliner. Der Zwist der Verliebten. George Dandin. Lessing. Traumulus. Westen. Die neugierigen Frauen. Nachm. 2, Uhr: Faust. Zentral. Die Jurheirat. Nachm. 4 Uhr: Däumelinchen. National. Alessandro Stradella. Neues. Ein Sommernachtstraum. Thalia. Der Stilometerfresser. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Strieg im Frieden. Urania, Taubonstr. 48/49. 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Hörsaal 8 Uhr: Dr. Donath: Die Lichtstrahlen. Sternwarte Invaliden str. 57/62. CASTAN'S PANO ANOPTICUM Friedrichstr. 165. Neu! Neu! Neu! Das Erwachen ? des Poseidon. ! Kasino- Theater Lothringerstraße 37( Rosenthaler Tor.) Täglich 8 Uhr, Sonnt. 7-8 Konzert. Heirat auf Probe. Schiller N.( Friedrich Wilhelm- Vorher das vollst. neue Programm. städtisches Theater). Schierke. Kleines. Angele. Familie Sonntag 4 Uhr: In Vertretung. bschied vom Regiment. Trianon- Theater. Residenz. Hotel Pompadour. Luftspielhaus. Der Familientag. Heute und folgende Tage: Trianon. Die glüdliche Gilberte. Die glückliche Gilberte ( Heureuse.) Deutsch- Amerikanisches. New York. Luisen. Hasemanns Töchter. Kasino. Heirat auf Probe. Metropol. Die Herren von Marim. Welle Alliance. bundus. RumpacivagaCarl Weiß. Geld und Name. Apollo. Berliner Luft. Radrennen Robl- Arend. Spezialitäten. Wassage Theater. Bernardi. Billi Prager. Anf. 5 Uhr. Herrnfeld Theater. Prinz Levy in Ahlbeck. Palast. Wie man Weiber fesselt. Spezialitäten. Im Wintergarten. Spezialitäten. Meichshallen. Stettiner Sänger. Hrania. Tanbenstraße 48/49. Jm Theater abends 8 Uhr: Bannkreis der Jungfrau. Hörsaal 8 Uhr: Dr. Donath: Die Lichtstrahlen. Invalidenstraße 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bts 11 Uhr. Neues Theater. Anfang Uhr. Ein Sommernachtstraum. Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Montag: Der Graf von Charolais. Dienstag, Mittwoch: Ein Sommernachtstraum. Kleines Theater Anfang 8 Uhr. gum erftenmal: Angele. Borher: Abschied vom Regiment. Sonntag nachm. 3 Uhr, ermäßigte Breise: Familienidyll. Liebesträume. Serenissimus. Sonntag abend 8 Uhr: Angele. Borher: Abschied vom Regiment. Montag: Die Neuvermählten. Hierauf: Abschiedssouper. Anfang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Das elfte Gebot. Div. Residenz- Theater. Richard Alexander. Heute zum erstenmal: Hotel Pompadour. ( La Marmotte.) Schwank in 3 Aften v. Anthony Mars u. Leon Kanrof. Deutsch v. M. Schönau. Sonntag und folgende Tage: Hôtel Pompadour. Sonntag, 5. Februar, nachmittags 3 Uhr: Der Hüttenbesitzer. Sonntag, 12. Februar, nachmittags 3 Uhr: Der selige Toupinel. Deutsch- Amerikanisches Theater. Köpenickerstr. 67/68. Zum Jeden Abend 8 Uhr: Gastspiel Ad. Philipp: 75. New- York Male: Sonntag nachm. 3 Uhr, halbe Preise Weber'n grossen Teich. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Täglich 8 Uhr: Geld und Name. Schauspiel in 5 Atten von M. Meyle. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Frau 3 Helle. Conning, nagmittags 8 lør: Senta Wolfsburg. W. Noacks Theater. Direftion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Wegen Privatfeftlichkeit geſchloſſen. Sonntag: Mutter und Sohn. Anfang 7/2 Uhr. Entree 30 Bf. National- Theater Nach der Borstellung: Tanzkränzchen. Weinbergsweg 19. Sonnabend, den 4. Februar 1905: Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Heute: Geschlossen. Alessandro Stradella. Morgen Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Sonntag nagym.: Der Waffenschmied. Der Kaufmann von Venedig. Anfang 7 Uhr. Sonntag abend: Figaros Hochzeit. Zentral- Theater Anfang 7 Uhr. Die Juxheirat. Operette in 3 aften von Jul. Bauer. Musik von Franz Lehar. Morgen u. folg. Lage: Die Juxheirat. Sonnabend, nachmittags 4 Uhr: Däumelinchen. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Hasemanns Töchter. Sonntag, nachm.: Stüßen der Gesellschaft. Abends: Höhere Töchter. Montag: Hopfenraths Erben. Abends 7 Uhr: Onkel Bräßig. Lebensbild in 5 Aften von C. Werel und N. Wegener. Avis! Donnerstag, 9. Februar: Einmalige Soiree des Zauberkünstlers Mar Nöhner. Gebrüder Herrnfeld- Theater. Der bisher unübertroffene lachluftigste Schiller- Theater. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. 5 uftspiel in Atten von G. v. Mofer und F. v. Schönthan. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Don Carlos. Sonntag, abends 8 Uhr: Pension Schöller. Montag, abends 8 Uhr: Die Haubenlerche. Schiller- Theater N. ( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Sonnabend, abends 8 1hr: Familie Schierke. Schwank in 3 Atten v. G. Stabelburg. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Der Geizige, Hierauf: Der Hexenfang. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Haubenlerche. Montag, abends 8 Uhr: Wallensteins Tod. Zirkus Busch. 21. Parade- Gala- Abend. 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Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW ist der Saal frei für Fest lichkeiten. Nr. 30. 22. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 4. februar 1905. Für die ausständigen Bergarbeiter gingen bei der Berliner Gesverkschaftskommission folgende Beiträge ein: " Humoristische Sänger" 5, bleiben. Aus" ATS 2,50 M. Daß die Herrschaften im Barlett etwas mehr zusammen- das Geschäft für 20 000-30 000 Mart Waren zugesandt. rüden, ist natürlich ausgeschlossen, oben im dritten, vierten oder die Lieferanten sich am 28. Dezember einstellten, war das fünften Rang dagegen ist es selbstverständlich. Aber freilich, wem's Geschäft geschlossen, Herr Berger mitsamt seinem Empfangsnicht recht ist und wer kein Geld hat fürs Parkett, kann eben draußen herrn und seiner Maschinenschreiberin verschwunden. Alle D. S., 3. Rate 1000,-. Werb. d. deutschen Buchdruder, 1. Rate 5000, 1 hatten das Nachsehen, und auch die später ermittelten An Verb. d. Lithogr. u. Steinbruder Deutschl. 3000,-. Stammg. d. Lokals geftellten fonnten ihnen nicht sagen, wie der„ Generalvertreter" Kolonieftr. 28 4,80. 2ifte 7481, Personal b. F. N. M. Maaßen 53,95. Liste Der Spezial- Etat für die Fleischbeschau für das von außerhalb wirklich hieß. Erst nachträglich fand 4265, Schichnitt Badewannen fabrit 11,50. Lotteriever. Immer raus 10, man wenigstens eine C. P. u.. 9,20. Zellers. v. d. Frauenbers. Rirdorf 29. 1. 05 nach Berlin eingeführte Fleisch ist vom Magistrat für 1905 festgesetzt Spur des Verschwundenen. Am 26. Dezember war nämlich aus 6,50. Arb.- Nadf. Ber. Ziel, Adlershof 15,-. Gef. d. Mahlik auf worden. Wenn der Minister v. Podbielski diesen Etat zu Gesicht Wilmersdorf mit seiner Frau und zwei Kindern im Alter von vier Maskenball Adlershof 4, Gefangber. Freie Feldblume" 10,- Bentr. bekommt, wird er seine helle Freude daran haben. Im Jahre 1903 und sechs Jahren ein Mann abgereift, der sich dort einen Monat Verb. d. Töpfer, Fil. Berlin, Lifte 1603 15,40, 1605 15, 1609 6,50, fchloß dieser Etat noch mit 228 618 M., im laufenden Jahre werden vorher unter dem Namen Sam. Buchner, geboren am 12. Februar 1618 13,45, 1623 9,10, 1625 11,50, 1630 5,- 1631 11, die Ausgaben und Einnahmen noch mit 176 225 m. balanzieren und 1873 zu Krakau, in der Bariserstraße niedergelassen hatte. Herr Lifte 7738 d. Leon Hirsch 305. Seffion der Buzer auf Listen: 3051 18,25. für das kommende Etasjahr sind nur 67 600 M. eingestellt. Die Buchner besaß bei seiner Ankunft nicht das geringste Gepäck, seine 3057 13,70, 3061 19,- B064 15,70, 3074 14,90, 3076 10,65, 3080 13,50. Untersuchungen haben seit dem 1. Oftober 1904, infolge des neuen Frau ging in zerrissenen Kleidern und Strümpfen. Er ließ nun Liste 2318, Salomon u. Hafenbach, Blumenfabr. 47,- Verb. d. Lithogr., Steindr. u. beri. Berufe, Fil. I, Steindruder, 2. Rate 274,30; Fil. III, Fleischbeschau- Gesetzes, wouach das schon außerhalb untersuchte Fleisch verlauten, daß er in der Nähe des Spittelmarktes ein Geschäft aufLithographen, 2. Rate 253,00; F. V, Kupferdruder, 2. Nate 82,65. Lifte hier zur Untersuchung nicht mehr vorgelegt zu werden braucht, ganz gemacht habe. Nach und nach wurde die Familie in furzer Zeit 5370, Einjeher Kuhnert u. Kühne, 2. Rate 14,-. Liste 2455, Buchdruderei enorm abgenommen. Kaum ein Viertel der Gesamteinfuhr wird immer feiner. Eine Kostbarkeit in Kleidung usw. wurde nach der Schent Nachf., P. M. Weber 15,90. Lifte 7596, Bockbierfest Neue Welt 8,65. noch untersucht. Auch das aus dem Auslande eingeführte anderen angeschafft, und als die Familie abreißte, waren drei GeLifte 7298, Ungest. d. Ortsr.- K. d. Maurergew., 2. Rate 12,50. Raucht. frische Fleisch unterliegt seit dem 1. Ottober 1904 einer Beschau päckdroschken erforderlich, ihre Koffer nach dem Bahnhofe zu bringen. Beilchendust, 1. Rate 10, Lifte 4826, Jacob u. Braunfisch, unt. Bude 12,45. durch städtische Sachverständige nicht mehr. Die hiesige Trichinenschau Herr Buchner, der niemand anders ist als der Generalvertreter". Organ. Bädergef. Rummelsburg 7,50. Diskutiertl. d. Bäder, 3. Rate 10,60. Liste 4259, Töpfer b. Berriot u. Gesango.„ Maiengruß" 13,55. Big.- Fabr. für das von außerhalb eingeführte Fleisch ist gemäß§ 5 Abs. 2 des löfte für sich und seine Angehörigen Fahrkarten über Hock van Ködrig, Rigdorf, 1. Rate 5,25. Arbeiterinnen- Somitee, 2. Rate 500,- Ber. preußischen Ausführungsgesetzes vom 28. Juni 1902 fast gänzlich Holland nach London. Ob er dort noch zu finden ist, bleibt ab Rohrleger d. F. Baaz 9,50. Lifte 5185 6,40. weggefallen. Die im Jahre 1900 in Aussicht genommene zuwarten. Der Schwindler ist 1,65 bis 1,68 Meter groß, hat Berb. deutsch. Hoteldiener, 1. Rate 21,50. Arb. u. Arbeiterinnen, Lampen- dehnung des Beschauzwanges auf das zu Fabrikationszwecken( Wurst) rötlich- blondes Haar und spricht deutsch mit österreichischem Klang, fabr. Waidmannsluft 26,20. Hochzeit armer Leute 2, Lifte 4842, Tischl eingeführte frische Fleisch wird fallen gelassen, nachdem die Schlacht- englisch und gebrochen französisch und italienisch. Brandtner, Reichenbergersta. 3, Gesammelt d. Grund 83,85. Liste 5489, vieh- und Fleischbeschau im ganzen Reiche durchgeführt und die Angest. d. S. Hotel 25,80. Arbeiter der Maschinenfabrit Schwarz topff, Scheringstraße, Liften 1941 8,85, 1942 8,40, 1943 32,75, 1944 13,35, städtische Kontrolle und Einfuhr infolge des unter Nr. 1, Abs. 2 er1945 17,55, 1946 23,50, 1947 35,75, 1948 16,70, 1049 10,55, 1950 7,20. Dähnten Gesezes vom 23. September 1904 nahezu völlig unFidele Gesellschaft Gocon Reft. 3,60. Lifte 5497, Töpfer Bau Raasch 14,45. wirksam geworden ist. Zentralverband der Maurer, Zweigverein Bernfsee, durch Prochnow 48,75. Geburtstagsfeier Matilde Kupfer, Elbingerstraße 3,70. Weiß- Burichter Nr. 3 Karplus u. H. 1,-. SDrei Nigen 3,50. Kunstschmiede C. Flohr 5,-. A. Walther, Mödernstraße 3,-. Arb. d. A.- Ges. für Selas- Beleuchtung 9.V. d. Werfft.- Verf. d. Abt. 52 Siemens- Schudert 2,- Tellers. Verf. der Gast- und Schankwirte Rigdorfs b. Münzer 19,50. J. M. Algäu 20, Restaur. P. Geier, Lübeckerstraße 10,- Wahlverein Bernsdorf 13,20. x. 9. 20, Lungenpieper von Grabowfee( Budiker 5,-, Bette 1,-) 38,15. Zentralstelle für Arbeiterinnenorganisation 190,05. B. S. Bpest 5,-. Rauchflub„ Eldorado", Mitgl. b. Arb.- Raucher- Bundes 5,-. H. F. 52 2 Lifte 1453, Gummifabrit S. 20... D. 20,80. Lifte 1454, Gummifabrit G. 20.. D. 15,90. Lifte 1460, Tischlerei St. 2. D. 31,40. Liste 1466, Schulte 13,75. Rifte 1490, Stangen und Feinzeug Bartenhoff.. D. 20,30. Lifte 4717, Waschanstalt Heine, Köpenid 8,50. Lifte 4719, Former Niles, Ober- Schöneweide 17, Liste 4742, Meff.- Band- und Walzwert R. 28. D. 14,50. Sommer, Friedenstraße 5,-, Lotterieklub der Hoffnungsbollen" 5,- Lifte 2836, Straßenbahner 30,10. 2ifte 2824, Straßenbahner 26,20. Berband der Graveure Listen: 885, 886 2128, 2129, 2131, 2137 57,25. Lifte 5392, Deutsche Waffenfabrit, Abteilung Göße 24,40. Durch Hollfelder gef. i. B. Doppelflinte" 10,-. Stapellmeister Hollfelder 5, Fabrit 1. Blumen, A. Heymann 10,50. Lifte 5586, 2ot.-A., Abt. Maschinenf., 2.,. 44,60. Rifte 5167 13,65. Lotterieklub Frisch gewagt" 5,-. Summa 11 755,30 M. Bereits quittiert 57 484,64 M. Sm ganzen 69 239,04 M. Weitere Beiträge werden entgegengenommen im Bureau Berliner Gewerkschaftskommission Engel- Ulfer 15, vorm. 9-1 nachm. 4-8 Uhr. der und Bei größerem Andrang der Personen erfolgt die Abnahme der Gelder und Ausgabe der Listen im Saal 3 des Gewerkschaftshauses. Für Berlin find die Gelder, welche mittels der Poſt eingehen, an A. Körsten, Engel- Ufer 15, zu richten. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. Berliner Partei- Angelegenbeiten. Zu einer Protesterklärung gegen die russischen Barbareien finden am Donnerstag, 9. Februar, in Berlin und den Vororten eine Anzahl Wolksversammlungen Die Vertrauensleute. Der Die Ausschreitung auf der Stadtbahn. Die neue Verhandlung gegen Winzler und Genossen, die Erzedenten vom Alexanderplatz, beginnt heute, Sonnabend, 9 Uhr früh vor der Siraffammer VIIIa. Das erste Urteil in dieser Sache ist bekanntlich aufgehoben worden. Die Verteidigung der Angeklagten wird von den Rechtsanivälten Dr. Werthauer und Dr. Karl Loewenthal geführt werden. In der gestrigen Magistratssigung wurde die Beratung des Etats ausgesetzt, weil stämmerer Maaß erkrankt ist und ohne diesen eine Erörterung der finanziellen Fragen nicht möglich ist. Der Sturm hat am Donnerstag schwere Schäden verursacht und Magistrat räumte daher mit einer Reihe Kleiner Vorlagen auf und beschloß unter anderm die Regulierung verschiedener Straßen und zum Teil Verlegungen von Personen herbeigeführt. Nach Meldungen Pläge, die dringend notwendig geworden ist. So wurde ein neuer bei den Glasversicherungs- Gesellschaften wurden in Berlin 42 Fenstergroßer Bebauungsplan für das große Terrain zwischen der Nord- fcheiben eingedrückt. Während des Schneesturmes am Donnerstag bahn( Westen), Pankow( Norden), Schönhauser Anee( Osten) und mittag wurde auf dem Laubenterrain an der Prenzlauer Allee eine Bornholmerstraße( Süden) aufgestellt. Ferner soll einem Wunsche Laube umgerissen und mit solcher Gewalt gegen den Zaun ge der Anlieger zufolge der 7027 Quadratmeter große Sparrplatz frei- fchleudert, daß dieser umstürzte und die Trümmer der Laube In der Prenzlauer Allee, nahe gelegt werden, der ringsum bebaut ist und jetzt einen ähnlichen An- auf die Straße fielen. Er erlitt ein Radfahrer umgeriffen. blid gewährt wie ehemals der Lüzowplaz. Die Kosten der Frei- der Ringbahn, wurde legung werden über 130 000 m. betragen.-In derselben Sigung erhebliche Kopfverlegungen und mußte durch Baffanten nach der wurden vom Oberbürgermeister Kirschner 36 Bezirksvorsteher ver- Unfallstation gebracht werden. In Friedrichsfelde wurde eine pflichtet. In NeuDr. Licht als Magistratsassessor statt. Dann fand noch die Einführung des Gerichtsassessors Windmühle umgelegt und vollständig zertrümmert. Ruppin riß die Windsbraut ein im Abriß befindliches Wohnhaus nieder. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt, da sich der Berlins größere Sorge. Man lefe: Es ist eine schlimme Zeit! Unfall in der Mittagsstunde ereignete. Ferner wurde in der Nähe Die Kriegstrompete schweigt für einige Beit, aber im Lande, von von Neu- Ruppin das Dach einer Scheune abgerissen und etwa dem der Krieg ausging, herrscht der Krieg. Tausende von Russen zehn Meter weit in den See geschleudert. In Potsdam wurde verlaffen ihr Land; in wenigen Tagen ist hier der Russenverkehr der Zintbelag des Daches Alte Lisenstr. 36d zusammengerollt und sehr gestiegen; die von der Newa finden es hier gemütlicher als auf über Höfe und Stallgebäude der Hinterhäuser weg mit solcher Gewalt dem Newsky- Prospekt. In den Stätten der Freude vergessen sie das gegen das Haus Nr. 36 derselben Straße geschleudert, daß von diesent Leid des Vaterlandes. Sie äußern sich nicht, es ist ihnen der Buzz von der Wand heruntergerissen und Fensterscheiben zerpeinlich, über die Zustände zu sprechen. Wie denken Sie trümmert wurden. über Rußland?" ist aber dennoch die ständige Frage. Uebel mitgespielt hat der Sturm auch den ist eben sehr begründet, und begründet auch deswegen, weil Vorort- und Fernverkehr, besonders nach den westlichen Richtungen Sie Fernsprechleitungen. Gestern war der Betrieb stellenweise in dem biel Intereffen auch von hier nach Rußland gravitieren. Hin, zeitweise gestört. Sehr bedeutender Schaden ist durch WindWährend im Often die Kartätschen und Granaten fliegen, fliegen gen bruch in den Forsten der Umgebung Berlins herbeigeführt worden. Westen zu die Streit- Flugblätter, und der ganze Streit Jm Lustgarten bei Potsdam wurden zwei Bäume entwurzelt und Radau im Ruhrgebiet spiegelt sich in Berlin wieder durch auf die Bahnstrecke geschleudert. Das Hindernis konnte von den eine beklemmende Geschäftssituation. Bis tief in den Haushalt Geleisen entfernt werden, bevor Betriebsstörungen entstanden. Bei geben die Gorgen; die stohlen werden teurer, und die Hausfrauen fangen an zu flagen. Das sind aber alles Kleinigkeiten. Es hat uns eine größere Gorge befallen. Gegen Mitte der Woche wurden wir erschreckt durch die Nachricht von der schweren Erkrankung des Prinzen Eitel Friedrich..." So im Berliner Brief" der„ Offenbacher Zeitung". statt. Die Parteigenossen werden ersucht, für diesen Tag Stadt Berlin in ihren eigenen oder in fremden Erziehungsanstalten, Von den Zwangserziehungs- bezw. Fürsorgezöglingen, die die feine andere Versammlungen anzuberaumen. in Familienpflege, in Lehre, Dienst usw. untergebracht hat, ist ständig eine beträchtliche Anzahl auf der Flucht. Bei der andauernden VerCharlottenburg. Am Sonntag findet früh um 8 Uhr eine mehrung der Gesamtzahl der Jögge ist auch die Zahl derjenigen, Flugblattverbreitung statt. Die Genoffen haben fich hierzu die als Flüchtlinge in den Listen der Maisenvertaltung geführt recht zahlreich einzufinden, und zwar für den 1. Bezirk bei Besche, werden müssen, immer größer geworden. Am Schluss des Jahres Potsdamerstr. 44; für den 2. Bezirk bei Bade, Nehringstr. 25; für 1904 waren genau 200 8öglinge als enflaufen gebucht, von überDen 3. Bezirk bei Müller, Rosinenſtr. 3; für den 3b Bezirk bei haupt 374 Knaben und 56 Mädchen der Zwangserziehung 40 Knaben Sei, Osnabrüderstr. 4; für den 3c Bezirk bei Lindstedt, Erasmus- und 2 Mädchen, von überhaupt 1271 Knaben und 769 Mädchen der straße 5; für den 4. Bezirk bei Dörre, Wallstr. 90; für den 5. Bezirk Fürsorgeerziehung 99 Knaben und 59 Mädchen. Auf der Flucht bei Bartsch, Sefenheimerstr. 11; für den 6. Bezirk bei Sellin, befand sich hiernach von den Zwangserziehungszöglingen durchKrummeſtr. 46; für den 7. Bezirk bei Böttger, Leibnizstr. 3; für schnittlich etwa jeder neunte Knabe, aber nur jedes achtundzwanzigste den 8. Bezirk bei Hoffmann, Kleiststr. 15. Mädchen, von den Fürsorgezöglingen durchschnittlich etwa jeder dreizehnte Knabe und jedes dreizehnte Mädchen. A Friedrichsfelde. Montag abend 81 Uhr ist für den 1. Bezirk Zahlabend bei Loffe, Luisenstr. 20; für Starlshorst bei Kubsch, Waldschänke. In Friedrichsfelde ist Dienstag Bahlabend für den 2. Be zirk bei Scholz, Berlinerstr. 109, für den 3. und 4. Bezirk bei G. Schulz, Wilhelmstr. 11. Raulsdorf. Montag abend 8 Uhr 8½ ist Bahlabend bei Bobeh. Waidmannsluft. Sonntag nachmittag 4 Uhr findet in Waidmannsluft im Lotale des Herrn Hoffmann Zum Schweizerhäuschen" die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Vortrag des Genossen Wermuth: Die Eroberung der politischen Macht. Lokales. Eine Oper Durch Mord oder Totschlag sind in Berlin in den letzten beiden Jahren ganz ungewöhnlich viel Menschen ums Leben gekommen. Im Jahre 1904 haben 28 Personen, in. Jahre 1903 hatten sogar 82 Personen auf diese Weise geendet. Von den vorhergehenden Jahren weist feines eine auch nur annähernd so hohe Zahl auf. In dem Jahrzehnt von 1902 zurüd bis 1893 verloren in Berlin ihr Leben durch Mord oder Totschlag: 11, 13, 11, 18, 12, 19, 19, 14, 15, 8 Personen. Der Durchschnitt aus diesen zehn Jahren stellt sich auf jährlich 14 Personen. Von den am Finkenbrug riß der Wind förmliche Lichtungen in die Waldungen. Der Mord in Lichtenberg. Die Beerdigung des ermordeten Dienstmädchens Berta Conradt ist gestern nachmittag um 4 Uhr auf dem Friedhofe in Lichtenberg erfolgt. Ein großer Teil der Lichtenberger Bevölkerung hatte sich auf die Beine gemacht, um der Er mordeten, welche im Dorfe sehr bekannt war, das legte Geleit zu ftanden am Grab: ihres langjährigen pflichttreuen Dienstmädchens. geben. Sowohl das junge als auch das alte Webersche Ehepaar Ebenso waren alle Gärtnereigehülfen sowie das sonstige Personal des Weberschen Hauses erschienen. Von Angehörigen war nur das Gjährige Töchterchen der Conradt zugegen; außerdem war der Bräutigam am Grabe. Zahlreiche Kriminalbeamte hatten sich unauffällig unter die Friedhofsbesucher gemischt. In der Kapelle des Friedhofes war der einfache schmucklose Sarg aufgebahrt. Die Leichenrede hielt Pastor Stunze. dem Nollendorf- und dem Winterfeldplak wegen des Baues des Die Maaßenstraße soll von der nächsten Woche ab auch zwischen großen Regen- Notauslasses für Fuhrwert aller Art gesperrt werden. Diese Maßregel ist gerade für den genannten Teil der Maaßenstraße von schwerwiegender Bedeutung, da hier die Wagen von nicht weniger als 11 Straßenbahnlinien verkehren und deren Ableitung große Schwierigkeiten verursachen wird. Wie dies geschehen soll, steht noch nicht fest. Untersuchungsgefängnis zugeführt worden. Die Verhafteten sind die Zwei Geflügeldiebe sind durch die Nixdorfer Polizeibehörde dem Arbeiter" Grandtte und Alt, die allem Anschein nach schon seit längerer Zeit gewerbsmäßig Geflügeldiebstähle ausführten. Vorgestern statteten sie der Laubenkolonie an den Kölnischen Wiesen einen Besuch ab, wurden jedoch überrascht, als sie mit ihrer Beute, 15 Hühnern, die sie an Ort und Stelle geschlachtet hatten, das Weite suchten. Beide find wohnungslos und beide schon wegen Diebstahls vorbestraft. Bagen auch die Pfandstücke wieder abzujagen. Zu dem Zwede suchte Kuchner ihn auf und drohte ihn mit einer Anzeige wegen fuchte Kuchner ihn auf und drohte ihn mit einer Anzeige wegen Hehlerei, weil er sich von einem anderen eine gestohlene Uhr und gestohlene Pfandscheine habe zustecken lassen. Die Drohung verfing aber nicht, der Page holte vielmehr die Polizei und ließ Kuchner festnehmen. Dieser bekannte nun den ganzen Schwindel und so wurde auch Sommerfeld geholt und eingesperrt. Grünau. Der Wahlverein hält Sonntag nachmittag 3 Uhr in Die J. H. Weydingerschen Stiftungen, von dem verstorbenen der Grünen Ede seine Mitgliederversammlung ab, in der Kaufmann Johann Heinrich Weydinger im Jahre 1887 errichtet und Genoffe M. Kiesel seinen Vortrag über das Programm fort- 1848 ins Leben getreten, sind bestimmt, Personen beiderlei Geschlechts fetzen wird. aus der Familie des Stifters und demnächst aus dem Berufe der feld und ein gewisser Kuchner, die jetzt festgenommen wurden. Abgefeimte Gauner sind ein Handlungsgehülfe Karl Sommer Treptow- Baumschulenweg. Sonntag, früh 8, Uhr, Hand- Weber, welche das 60. Lebensjahr vollendet haben und durch un- Beide hatten wertvolle Stöcke gestohlen und zwei davon versetzt. zettelberbreitung zu der am Dienstag, den 7. Februar stattfindenden verschuldete Unglüdefälle in hülfsbedürftige Lage gekommen find, Den dritten bot Sommerfeld vorgestern einem Hotelpagen in der Boltsversammlung. Treffpunkt für Treptow und Baum Wohnung und Unterstützung zu gewähren. schulenweg in den bekannten Lofalen. Zahlreiches Erscheinen ist 31. März 1903 im Stiftungshause Große Frankfurterstraße 24 be- aber der Page fein Kleines Geld hatte, so erbot sich Sommerfeld, Friedrichstadt an. Sic wurden auf zwei Mark handelseinig. Da dringend nötig! Heute ist Bahl- und Bibliothekabend im Restaurant findlichen 21 männlichen und 28 weiblichen Insassen sind bis 31. März für ihn ein Behnmarkstück wechseln zu gehen. Ohne Pfand aber Sängerheim, Behringstr. 14. 1904 insgesamt 6 Männer nnd 5 Frauen ausgeschieden, davon je wollte der Käufer das nicht hergeben. Nun ging Sommerfeld einige 4 durch den Tod. Aufgenommen wurden 4 Männer und 5 Frauen. Häuser weiter und lieh sich dort von Kuchner die Pfandscheine über Es waren demnach am 31. März 1904 in dem Stiftungshause die versezten Stöcke und eine Uhr. Mit diesem Pfande 19 Männer und 28 Frauen, welche mit Ausnahme einer Frau aus war der Page zufrieden, auf die acht Mart aber, die er herausder Familie des Stifters fämtlich dem Stande der Weber an bekommen sollte, wartete er vergebens. Sommerfeld und Kuchner gehörten. Das Kapitalvermögen der Stiftung betrug am Schlusse waren mit den zehn Mark bald fertig und fannen nun darauf, dem zu hören und zu sehen, ist für einen Arbeiter ein feltener Kunst des Berichtsjahres 384 200 M. Die Infassen des Stiftshauses ergemuß, und doch sehnt sich mancher danach; das Volk liebt die hielten monatlich 12 M. und halbjährlich 12 M. zur Beschaffung Musit. Der niedrigste Preis im Opernhause ist 1,50 Mart, für viele von Brennmaterial, ferner 6 M. Weihnachtsgeld, 3 M. am Geburtsetwa schon ein halber Tagelohn, und das Vergnügen erleidet eine tage des Stifters und je 1,50 m. an den Geburtstagen des Kaisers beträchtliche Einbuße, wenn man mit dem schlechtesten Plaz zu- und der Kaiserin. Wegen besonderer Bedürftigkeit wurden 108 m. frieden sein muß. Mancher verzichtet unter solchen Umständen lieber außerordentliche Unterstügungen gezahlt. darauf; die süßesten Klänge können ihn nicht versöhnen mit seinem Preußische Gastfreundschaft. Als läftige Ausländer wurden durch Blaze in olympischer Höhe, wo er schwißend, in fürchterlicher Enge, an- Verfügung des tönigl. Polizeipräsidiums wiederum 20 Personen aus gestrengt lauschend, übelriechende, dumpfe Luft um sich, mät vorgeredtem Berlin ausgewiesen. Von diesen gehören 10 dem österreichischen Stroh- und Filzhutfabrik von D. de Roche in der Lindenstr. 70 Ein größeres Schadenfeuer tam Freitag gegen Mittag in der Salse einen Ausblid nach der Bühne erspähend, der Oper beiwohnen Staatsverbande an; acht sind Ruffen und arvei Staatsangehörige der zum Ausbruch und drohte einen gefährlichen Charakter anzunehmen. foll. Das ist kein Plaz, um, zerfloffen in Wehmut und in Luft". Vereinigten Staaten von Nord- Amerika. Diese beiden, geborene zum Ausbruch und drohte einen gefährlichen Charakter anzunehmen. ein Musikstück zu genießen. Dennoch beweist der starke Andrang zu Deutsche, sind ein Artist und ein Seezolbeamter. Unter den Aus- Der Brand entstand in einem Arbeitsraum im ersten Stock des den billigen Plätzen, daß in großen Massen im Volke die Liebe zur ländern befand sich eine weibliche Person. Quergebäudes angeblich beim Anheizen eines Dfens und griff mit Musit stark genug ist, um solche Unannehmlichkeiten ruhig mit in folcher Schnelligkeit um sich, daß bei Ankunft des ersten Löschzuges den Kauf zu nehmen. Viele Pläge sind durch Abonnements belegt, Die Firma Gordon in Kapstadt. Eine dunkle Persönlichkeit, auf aus der nahen Hauptfeuerwache die Flammen auch bereits über eine wodurch sie etwas billiger werden. So kommt es in verschiedenen die jetzt die Kriminalpolizei fabndet, hat in hiesigen Geschäftstreifen Verbindungstreppe nach dem zweiten Stock übergesprungen waren Geschäften vor, daß das Personal ein Abonnementsbillett fauft und ein schlechtes Andenken hinterlassen. Sechs Wochen vor Weihnachten und hier die Warenbestände erfaßt hatten. Es wurden daher noch es abwechselnd benugt. Bei 30 Personen würde jeder einmal im Monat machte hier in der Kommandantenstr. 12/13 ein Mann, der sich weitere Löschzüge herangezogen. Eine Gassprize fuhr auf dem Gelegenbeit haben, die Oper zu besuchen. So soll dritter Rang oder britter Berger, Bergner oder auch Gordon nannte, ein Gessäft auf, das zweiten Hofe auf und griff von hier aus ein, während von der Rang- Loge, ein sehr bescheidener play, ganz mit bonnements belegt eine Zweigniederlassung des Welthauses Gordon u. Ko. in Kapstadt Straße aus vier Schlauchleitungen, die von einer Dampfsprige gesein. Diesen Abonnenten wurde in der letzten Zeit eine kleine leber- fein sollte. Er richtete mehrere. Räume sehr schön ein und ließ speist wurden, Wasser gaben. Пeber Treppen und Hakenleitern hin raschung zu teil, die nicht gerade sehr angenehm war; die Size hübsche Geschäftsanzeigen mit der Firma Gordon u. Ko., Stapstadt, weg brangen die Sappeure vor und es gelang in verhältnismäßig wurden nämlich vermehrt und damit unbequemet; die einzelnen Ab- Filiale Berlin herstellen und hiesigen Fabrikanten und Agenten furzer Zeit, die Gefahr zu beseitigen. Immerhin ist der verursachte tellungen, welche die Logen" herstellten, fielen weg. Die Preise großer Fabriken zusenden. Auf die Erklärung hin, daß die Firma Schaden erheblich, da die beiden Räume im ersten und zweiten dagegen blieben unverändert, 4 M. an der Kaffe, im Abonnement nur gegen Stasse laufe und am 28. Dezember Zahltag sei, erhielt Stock zum größten Teil ausbrannten. Bei den Ablöschungsarbeiten gog fich ein Feuerwehrmann schmerzhafte Schnittwunden an den Händen zu. Durch Gasvergiftung ist in der vergangenen Nacht das 27 Jahre alte Dienstmädchen Marie Windelband, das seit einem Jahre bei dem Zahnarzt Libbey in der Lützowstr. 80 in Stellung war, um das Leben gekommen. Das Mädchen sollte gestern abend mit Gas Wasser wärmen, um für die erkrankte Hausfrau einen Umschlag zu machen. Frau Libbey schlief jedoch bald ein und erwachte erst heute morgen wieder. Als sie sich in die Küche begab, fand sie, daß diese ganz mit Gas angefüllt war. Das Mädchen lag tot auf dem Fußboden. Es hatte den Gastocher nicht wie gewöhnlich auf die Wlaschine, sondern auf den Kokskasten gestellt. Dabei war der Gummischlauch Abend am Eingange des Saales zu haben. herabgefallen. Wenn nicht ein Selbstmord vorliegt, so ist anzunehmen, daß das Mädchen ebenfalls eingeschlafen war, ohne das Herabfallen des Schlauches wahrgenommen zu haben. Den Tod im Wasser suchte das 20 Jahre alte Dienstmädchen Erna Fück, das feit 4 Monaten bei deni Rabbiner Dr. Rosenzweig in der Dranienburgerstraße 1 in Stellung war. Seit acht Tagen war das Mädchen sehr niedergeschlagen, weil sein Geliebter ohne sein Wissen nach Hamburg abgereist war; es verließ gestern abend heimlich die Wohnung und stürzte sich von der Weidendammer Brücke in die Spree. Einem Schuhmann und einem Schiffer gelang es aber, das Mädchen zu retten, das nach der Charité gebracht wurde. Der angesehene Mann. Die„ Potsd. Korresp." meldet: Der Oberhofmeister der Kaiserin, Freiherr von Mirbach, hat ebenso wie die Kaiserin selbst, während der Erkrankung des Prinzen Eitel Friedrich im Stadtschloß zu Potsdam Wohnung genommen. Er leitet von dort aus alle Angelegenheiten des Hofstaates und erfreut sich nach wie vor des besonderen Wohlwollens des Kaiserpaares. Das dienstliche Verhältnis hat sich in letzter Zeit so gestaltet, daß zwar der Kammerherr Graf v. Behr- Pinnow der Chef des Kabinetts der Kaiserin ist, Herr v. Mirbach aber dennoch ganz bedeutenden Einfluß auf alle Angelegenheiten desselben besitzt. Abermals ein Opfer des Eisenbahnbetriebes. Beim Rangieren Abermals ein Opfer des Eisenbahnbetriebes. Beim Rangieren verunglückt ist gestern nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr der Bahn arbeiter Schaefer aus Woltersdorf auf dem Bahnhof Erkner. Er geriet zwischen die Puffer zweier Wagen und wurde so schwer verlegt, daß er in die Heilanstalt zu Wilhelmshagen gebracht werden mußte. Fleischschmuggeleien werden trotz des energischen Vorgehens der Polizeibehörde noch immer getrieben. Vorgestern morgen fehrte ein Schlächtermeister T. aus Teschendorf in die Tielsche Gastwirtschaft in Reinickendorf ein und bat den Gastwirt um die Erlaubnis, drei Rinderviertel dort aufbewahren zu dürfen, die später vom Schlächtermeister Heinrich aus Weißensee abgeholt würden. Die Reinidendorfer Polizeibehörde erhielt hiervon Kenntnis, stellte fest, daß das Fleisch ungestempelt und völlig untauglich war und beschlagnahmte es. Feuerbericht. Freitag früh gegen 5 Uhr wurde die Wehr nach der Stettinerstr. 44 gerufen, weil hier in einer Wohnung Möbel und Decken Feuer gefangen hatten. Die Gefahr konnte leicht beseitigt werden. Am Krögel 1 war dann der Fußboden und die Balkenlage in Brand geraten, dessen Ablöschung den 20. Zug längere Zeit in Anspruch nahm. Ein ähnliches Feuer fam später in der Stralauerftraße 21 aus, während in der Köpenickerstr. 181 Gardinen und Kleidungsstüde in Flammen aufgingen.- Unfug am öffentlichen Feuermelder lag einer Alarmierung zugrunde, die nachts die erste Löschkompagnie nach der Fransedistr. 31 führte. Leider gelang es nicht, den frebelhaften Burschen zu fassen. Die übrigen Feuer meldungen, die noch in den letzten 24 Stunden einliefen, waren auf blinden Lärm" zurückzuführen. Theater. An dem Ernst v. Wildenbruch- Abend, den das Schiller- Theater Sonntag, den 5. Februar, veranstaltet, wirken als Sprecher Fräulein Anna Feldhammer und die Herren Friedrich Holthaus und Hans Staufen mit. Den einleitenden Vortrag hält Dr. Raphael Löwenfeld.- Lustspielhaus. Morgen, Sonntag nachmittag, geht zum erstenmal Ernst v. Wolzogens„ Das Lumpengesindel", Tragikomödie in drei Alten, neueinstudiert in Szene. und den beiden letzteren je 40 Pf. Der erste Vortrag jeder Reihe ist für hißig aufflammende und unvermittelt in zärtliche Versöhnung Männer und Frauen frei. Programme gratis im Bureau, NO., umschlagende Liebesstreit Graftens Luciles, der paros von dem Diener und der Bofe wiederholt wird. Landsbergerstraße 32, Th. Fröhliche Buchhandlung, wo auch die distisch von Die Darstellung des Lustspiels war ungleichmäßig. Namentlich Reihen- und Einzelfarten erhältlich sind. Im Verein für volkstümliche Kurse von Berliner Hochschul- Lucile und die Zofe ließen viel zu wünschen übrig. Der spielerische lehrern beginnt am Freitag, den 3. Februar, abends 8½ Uhr, Herr Reiz der schmiegsamen Fuldaschen Reinie kam bei der Art des Professor Dr. H. Strauß seinen Vortragskursus über das Thema: Sprechens nicht zur Geltung. George Dandin hat ein Doppelgesicht; man weiß nicht, ist Wie erhalten wir unsere Verdauungs- und Ausscheidungsorgane der Schwant mehr ein Appell an die gedankenlose Schadenfreude, gefund?" in der Aula des Franzöſiſchen Gymnasiums, NW., Reichs- die in dem gehörnten Ehemann immer nur die lächerliche Figur tagsufer 6. Eintrittskarten zum Preise von 1 Mark( für alle sechs sieht, oder mehr eine bitter- höhnische Satire auf die Verderbtheit Abende) sind außer an den bekannten Verkaufsstellen auch am ersten eines hohen Adels und die Torheit reichen Bürgervolkes, das titelsüchtig mit ihm Verbindung sucht. Möglich, daß Molière, voll Im wissenschaftlichen Theater der 1 ia in der Taubenstraße nagenden Grimms wider diese Sippe, mit flarem Bewußtsein spricht am Montag Herr Dr. P. Schmidt aus Petersburg über die dies Zwielicht wählte, weil er meinte, nicht ungestraft deutlicher Jusel Sachalin, am Mittwoch und Sonnabend wird der Vortrag reden zu dürfen; möglich auch, daß unbewußt in seiner Konzeption Tierleben in der Wildnis" gehalten werden und an den übrigen sich beide Auffassungen mischten. Wie dem auch sei, das doppelTagen der Woche, also am Sonntag, Dienstag, Donnerstag und deutige Durcheinander läßt, auch abgesehen von der Willkür in der Freitag der dekorativ und szenisch ausgestattete Vortrag Jm Bann- Szenenführung, feine rechte Stimmung auffommen. Um über den kreis der Jungfrau" zur Darstellung gelangen. Betrug zu lachen, dazu wird einem feineren Gefühl die Person des gefoppten Dandin zu bieder und zu wehrlos, zu sehr des Mitleids wert Feigheit, mit der der arme Kerl jedesmal demütig revoziert, die dumme erfcheinen und andererseits kompromittiert dies Opfer der feinen" Leute derart, daß im Verhältnis hierzu die Karikatur der Adeligen an Schlagkraft wesentlich einbüßt. Man erfährt nicht, weshalb der wohlhäbige Bauer, der für sein gutes Geld ein so nichtsmuziges Edelfräulein eintauschte und die Gemahlin von Herzen gern los sein möchte, fie immer nur vor ihren hochnäsigen Eltern anklagt, ohne den ihm wohl bekannten Zeugen des Ehebruchs, den einfältigen, alles ausschwazenden Liebesboten herbeizu rufen. So viel Verstand hätte schließlich auch ein dummer Bauer gehabt. Statt dessen versetzt sich Dandin das ist der Nerb des Stückes darauf, den Grafen und die Gräfin durch den Augenschein zu überzeugen. Dreimal versucht er es, Die Gemeindevertretung von Lichtenberg hat in ihrer letzten und dreimal unterliegt er bor der ungeheueren Lügen Sigung ein Drittel der Mitglieder für die im März stattfindenden Zuerst schwört sie mit Besiger Gemeindevertreter Zipter( gestorben) und Kleiber( verzogen), Clitander ab, den Dandin nun auf Befehl des Grafen untertänigst Unschuldsmienen jede nähere Bekanntschaft mit dem windigen Neuwahlen ausgeloft. Das Los traf in der dritten Abteilung die breiftigkeit seiner Hochwohlgeborenen. in der zweiten Abteilung u. a. auch den Gemeindevertreter, hinter um Verzeihung bitten muß; dann, überrascht im Augenblick, als sie dessen Eintragung in der Gemeinde- Wählerliste steht: Das Wahlrecht ruht auf Grund des§ 44 Abs. 4 der L.-G.-D.! Und das, obwohl mit Clitander aus der Tür tritt, ſpielt sie die ehrbare Frau, die der Herr als mehrfacher„ Grundbesitzer und Bauherr" sein Dasein einen eingedrungenen Liebhaber mit Worten hoher Tugend abweist; fristet. Die dritte Abteilung wird außer den erwähnten Herren und wie Dandin sie endlich zur Nachtzeit im Garten erwischt, eilt noch für Ebert( Befizer), der fein Mandat niedergelegt hat, und für fie in ihr Zimmer, verschließt das Haustor und hält, sobald die Eltern herbeigeholt sind, von oben her eine entrüstete GardinenBimmermann( Besizer), der verstorben ist, Ersazwahlen vorzunehmen predigt wider ihren Mann, der im Weinrausch Gespenster sähe. haben; also find vier Eigentümer zu stellen. Die alten Herrschaften find empört, und wieder muß der Schwiegerjohn auf Kommando eine Entschuldigungsrede nachsagen. Programmatisch in drei Absätzen, nur immer forzierter wiederholt sich der gleiche Spaß. Den Stoff hat vermutlich eine der Erzählungen in Boccaccios Dekamerone gegeben. In all feiner Plumpheit war dieser mit einem ernsthaft melancholischen Selbstgespräche des ewig wurde er viel besser. Willi Rohland, in kleineren Rollen Geprellten endigende Schwant doch eindrucksvoller, in gewissem Sinne nachdenklicher als die vorausgeschickte Verskomödie. Gespielt Albert Schindler und Hans Kuhnert zeichneten sich aus, vor allem aber Fräulein Ida Rohland als hold dreinschauendes und dabei grundverdorbenes Aristokratenweibchen. Aus den Nachbarorten. Lichtenberg. In die Kommission von sieben Mitgliedern, die den Ankauf und die Beaufsichtigung der Pferde zum Vorspann bei der Straßenreinigung und der Feuerwehr zu besorgen hat, wurde auch Genosse Grauer gewählt. 1½ Gerichts- Zeitung. dt. Die Wahl eines unbefoldeten Schöffen brachte den Großgrundbefizern einen schönen Erfolg. Einer ihrer energischesten VerGrauer erhielt 4, 3 sind zersplittert; auf den bisherigen Inhaber treter, Techniker Glaschke, erhielt von 23 abgegebenen Stimmen 16! Eine undankbare Gesellschaft! Die entfiel nicht eine Stimme. Bertretung beschloß, einen Kostenbeitrag von ca. 6000 Mark an die Stadt Berlin zu zahlen als Anteil der Summe, die Berlin wegen Verunreinigung der Spree mit Schlammmassen aus dem HohenSchönhausener Graben aufwenden mußte. Die Umänderung der Um fast euerordnung ging in dieser Sigung glatt von statten. Nachdem der Gemeindevorstand der Stimmung des Befizerparlamentes Rechnung getragen und statt der Erhöhung von 1 Proz. auf 2 Proz., nur eine Erhöhung auf 1%, Proz. vorgeschlagen hatte, Ein Komitee als Verein. Eine polnische Wählerversammlung wurde dieser Vorschlag Beschluß. Wie in jeder Sigung der letzten Zeit, für Thorn und Umgegend hatte vor den preußischen Landtagswahlen so tamen auch in diefer Anträge auf Erstattung von ein Wahlkomitee gewählt, welches am 5. November 1903 zusammen Bürgersteig- Pflasterkosten zur Verhandlung. Das Objekt war dies mal trat und aus seinen Mitgliedern einen Vorsitzenden, einen zweiten 7115 M., Fortsetzung folgt. Auch jetzt bereiteten unsere Genossen Vorsitzenden, einen Schriftführer und einen Schatzmeister bestimmte. den Besizern peinliche Augenblicke. Nach längerer Diskussion be- Wiczorek als Vorsitzender wurde am 14. November polizeilich aufwilligten sich die Herren den Betrag. Anträge wegen Aufnahme gefordert, die Statuten und ein Mitgliederverzeichnis des aus 14 Personen einer Anleihe und Veränderung von beschlossenen Anleihen fanden bestehenden Wahlfomitees einzureichen. Man tam dem jedoch nicht Zustimmung. Eine Anfrage des Genossen Welt, ob die Petition der nach, sondern löste am 15. November das Komitee auf, weil nach Gemeinde- Arbeiter an den Gemeindevorstand gelangt sei, wurde dem Resultat der inzwischen erfolgten Urwahlen die Wahl eines Die vier Vorstandsmitglieder" des bejaht und bemerkt, daß die zuständigen Kommissionen sich zu äußern Bolen gesichert erschien. haben und bei der Etatsberatung voraussichtlich die Petition zur Er- Komitees wurden trotzdem wegen Uebertretung des§ 2 des örterung kommen wird. Mit der Mitteilung, daß der Kreisausschuß Vereinsgefeßes angeklagt und in zweiter Instanz zu Geldstrafen in Aussicht gestellt habe, zur Verbreiterung der Bahnbrücke in der verurteilt, weil sie als Vorsteher eines politischen Vereins Gürtelstraße 25 000 M. Beihülfe zu leisten, schloß die Sizung. der Polizei nicht binnen drei Tagen nach Stiftung des Vereins Statuten und Mitgliederverzeichnis eingereicht hätten. Das Kammergericht verwarf die hiergegen eingelegte Revision mit folgender Begründung: Durch die Wahl des Komitees in jener Aber die Leute seien dann zusammengetreten und hätten sich einen polnischen Wählerversammlung sei noch kein Verein entstanden. Borstand gewählt. Damit feien sie vertragsmäßig zusammengetreten und hätten sich dem Vorstande untergeordnet zur Vertretung be enn sich nun auch das Stomitee bald wieder aufgelöst habe, so 8% 9% stimmter Interessen. Damit sei ein Verein zu stande gekommen. Wenn sich nun auch das Komitee bald wieder aufgelöst habe, so hätten sich doch die Angeklagten als Vorstandsmitglieder des Komitees betätigt. Daß dieser Verein eine Einwirkung auf öffentliche An geflagten die Vorschriften des§ 2 des Vereinsgesetzes erfüllen gelegenheiten bezweckte, ſei unstreitig. geklagten die Vorschriften des§ 2 des Vereinsgefeges erfüllen Kafino- Theater. Im Norden Berlins hat der alte harmlose Berliner Humor noch eine Stätte. Wer das Lachen verlernt hat, muß es inmitten der dankbaren Besucher des Kasino- Theaters, wenn die Lachmuskeln nicht gerade erstorben sind, wiederfinden. Das FebruarProgramm ist ganz der heiteren Unterhaltung gewidmet, und es wird ficher für die Dauer seiner Spielzeit die Anziehungskraft bewahren. Die Darbietungen des bunten Teils stehen den Leistungen der großen Variétébühnen nicht nach. Das Wiener Gesangs- Duett Florence und Adolphi eröffnet mit kecken Automobil- Liedern den Reigen. Ausgezeichnet sind die 3 Cronays, die als Reifen- und Keulenjongleure eigenartige, auf diesem Gebiete noch nicht gezeigte Leistungen in launigster Form darbieten. Der ausgesprochene Liebling des Publikums ist der Komiker Müller. Sein selbstverfaßtes Steglik. Die Gewerbegerichtswahlen finden am Repertoire ist reich an aktuellen Schlagern. Seine Couplets über den Montag, den 27., und Dienstag, den 28. Februar, im Rathause, russisch- japanischen Krieg und den Hererofeldzug finden Verständnis Zimmer Nr. 12, statt. Die Arbeitnehmer der Wählergruppe und stürmischen Beifall. Der zweite Teil bringt eine Posse: Verschiedene Gewerbe" wählen am Montag, den 27., von Heirat auf Probe. Es ist ein berlinisiertes französisches Luft- 6-8 Uhr abends zwei Beisitzer;" Bekleidungsgewerbe" am spiel. Die geistreiche französische Bote ist zum Berliner Wit um- Dienstag, den 28., 5-6 Uhr, Graphisches Gewerbe" 6 bis gewandelt. Ein Junggeselle erhält den plöblichen Besuch von Erb- 8 Uhr je einen Beisitzer; Metallgewerbe" von 8½ 9½ Uhr zwei onkel und Tante, denen er vor Jahren berichtete, daß er verheiratet Beisiger. Das Wahlrecht ist durch Stimmzettel auszuüben, welche sei. Schnell muß eine Frau und ein Kind herbeigeschafft werden, um so viel Namen enthalten müssen, wie in der betreffenden Wahldie Notlüge, die er einst in Geldbedrängnis begangen hat, aufrecht handlung Beisitzer zu wählen sind. Den eingeschriebenen Wählern zu erhalten. In einer fremden Wohnung wird das Familienleben gehen vor den Wahlen noch Ausweiskarten zu, welche gut aufzu inszeniert. Verwechselungen folgen auf Berwechselungen, die Enthüllung bricht herein, um mit schließlicher Versöhnung und Ver- bewahren und bei der Wahl vorzuzeigen find. Die ohne solche Karten erscheinenden Wähler müssen sich auf andere Weise auslobung mehrerer Pärchen zu enden. Die Gesangseinlagen zündeten, weisen können. und das Publikum war mit seinem Beifall verschwenderisch. Der nächste Kunstabend im Gymnasium am Savigny- Play, Charlottenburg, der übermorgen, Sonntag, abgehalten wird, behandelt die Kunst der Schweiz. Gottfried Keller, Arnold Böcklin und Konrad Ferdinand Meyer find die drei Männer, denen der Abend gewidmet ist. Für die Bergarbeiter. Frau Tony Siller veranstaltet am 7. Februar, abends 7½ Uhr, in der Aula der städtischen höheren Mädchenschule, Nürnbergerstr. 63, eine Vorlesung aus Dichtungen Marim Gortis. Der Ertrag ist für die Kinder der Bergleute des Ruhrgebietes. Theater. müssen. " Somit hätten die AnKleine und große Bauern. Wegen vorfäglicher Jnbrandsezung eines Waldes, der fremdes Eigentum war, hatte sich am Donnerstag Stärkung des monarchischen Gedankens. Das Dorf Kuhl- vor dem Potsdamer Schwurgericht der 69 jährige, aus der Haft vorDer Verein Mütter- und Kinderheime, Uhlandstr. 40/41, ber- hausen in der Altmark war vor einiger Zeit von einer großen geführte Auszügler Friedrich Kafert aus Glienicke bei Dahme zu anstaltet Montag, den 6. Februar, abends 8% Uhr, in der Berliner Feuersbrunst heimgesucht worden. Die Stadtverordneten- Berjamm- verantworten. Am 14. august vorigen Jahres, zur Zeit der großen Ressource, Kommandantenstr. 57, eine öffentliche Versammlung. Fräulein Dr. jur. Duensing spricht über die Frage:„ Soll die ledige lung der Nachbarstadt Sandau an der Elbe bewilligte zur Linderung Dürre, war der alte Mann in die 2000 Morgen große Forst bes der Not unter den armen Bauern fünfzig Mark. Der Magistrat Ritterguts- und Bergwerksbesitzer Louis Book zu Dominium Mutter mit ihrem Kinde zusammenbleiben?" stimmte diesem Beschluß aber nicht zu, sondern strich von der an sich Glienice gegangen, hatte dort ein Häufchen Reisig und Laub zuschon recht geringen Summe zwanzig Mark. Der Bürgermeister fammengetragen, zwischen welches er eine brennende Lunte Holtheuer führte zur Begründung des magistratlichen Vorgehens steckte. Als das Feuer emporlohte, ging er seiner Wege. Es dehnte aus: Es ist behördlicherseits gewünscht, daß unsere Stadt sich mit sich, begünstigt durch die Trockenheit, mit rapider Geschwindigkeit einem Beitrag für das Prunkgeschenk zur Hochzeit des Kronprinzen aus, so daß zirka 110 Morgen Land, das mit 18-30jährigen Kiefern beteilige, und hierzu sollen die von der bewilligten Summe ge- bestanden war, in Mitleidenschaft gezogen wurden, wodurch dem Besizer ein Schaden von zirka 20 000 mart entstand, den er strichenen zwanzig Mark verwendet werden! selbst zu tragen hat. Der Grund zu dieser Brandstiftung ist in langjährigen Streitigkeiten der Glienicker Büdner mit dem Rittergutsbefizer Book zu suchen. Viele Prozesse wegen Absperrung von Wegen, Verlegung des Dorfpfuhls zc. haben zwischen den Die Mimi Pinson- Stiftung zu Berlin, die es sich, ähnlich der Lustspiel in fünf Atten von Molière. „ Der 8 wist der Verliebten." Parteien geschwebt. Book verbot schließlich überhaupt den Glienider George Dandin." Einwohnern das Betreten seines Waldes, da schon dreimal dort in Paris bestehenden, zur Aufgabe gemacht hat, Arbeiterinnen, in uitspiel in drei Akten von Molière. Uebersetzung von Fulda. Brandstiftungen vorgekommen waren. Der Angeklagte wurde einmal erster Linie Heimarbeiterinnen, durch Freibilletts für Theater und wohl auf den Kredit des Klassischen Namens hin hat es die Direktion zu 5 M. Geldstrafe wegen Hausfriedenbruchs verurteilt, weil er das Stonzerte einen fünstlerischen Genuß zu verschaffen, teilt uns mit, mit diesen beiden Stücken Molières versucht. So interessant sie für Booksche Gehöft betreten hatte. Er gab jetzt die Brandstiftung zu, daß infolge neuerlicher Zuwendungen es ihr ermöglicht ist, wieder die Literaturhistoriker sein mögen, als Dokumente, an denen sich der will aber nur fahrlässig gehandelt haben, als er sich im Walde eine eine große Zahl weiterer Bewerbungen zu berücksichtigen. Der Endtermin des Preisausschreibens für Heimarbeiterinnen-es foll Buſammenhang Molières mit der älteren italienischen Literatur und Tabakspfeife anzündete. Die Beweiserhebung ergab feine Schuld, feine Anknüpfung an dem überkommenen Zeitgeschmack erläutern doch billigten die Geschworenen ihm mildernde Umstände zu. Das ein deutscher Name für die Stiftung gefunden werden, der ihren läßt, im Theater weckt ihre altmodisch ungelente Komik, vielleicht Urteil lautete auf zwei Jahre Gefängnis, worauf drei Monate UnterZweck deutlich zum Ausdruck bringt ist bis zum 1. März hinausgeschoben worden. Die Preise sind bekanntlich 50 m., 30 D., 20 m. von einigen wenigen Szenen abgesehen, heute nicht mehr lebendigen fuchungshaft angerechnet wurden. Widerhall. Die Jntrige im Liebe8zwi st" ist vertidelt bis Die lieben süßen Mägdelein" find mittelbar zu Verrätern Sämtliche Zuſchriften find zu richten an den Verein zur Förderung zur Unverständlichkeit, auf lauter offenfundige Unmöglichkeiten auf eines alten Verbrechers geworden, der gestern in der Person des der Kunst, Albrechtstraße 11. gebaut; und ebenso entbehrt die Ehestandsburleske des George Dandin Stellmachers Friedrich Koeppen vor der 4. Straffammer des Die Volkshochschule Humboldt- Akademie, Lehrstätte NO.( König- fenen wenngleich nur flüchtigen Schein des Möglichen, dessen selbst Landgerichts II. stand. Der Angeklagte hatte in der Umgegend von stadt) eröffnet ihre Vortragsreihen im Winterquartal Dienstag, die Posse bedarf. Das erste Stüd stammt aus der Wanderzeit Berlin, in Pantow, Weißensee und anderen Orten Einsteigediebstähle 7. Februar, abends pünktlich 7% Uhr, im Realgymnasium, Elisabeth Molières, als er noch wenig bekannt mit seiner Schauspielertruppe gewerbsmäßig betrieben und ist f. 3. von der Strafkammer zu drei straße 57/58. Die Zahl der volkstümlichen Vortragsreihen hat sich in der Provinz herumzog; das zweite aus der legten Lebens- Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Die gestern gegen ihn verDiesmal auf 6 vermehrt; es lesen Dienstag, 7-8 Uhr, Dr. M. periode, in die seine Meisterwerke fallen. handelten Straftaten lagen vor diesem Urteil. Wie sich herausstellte, Berliner Theater. Runze, Philosophie und Christentum; 84-9 Uhr derselbe, Re- Ein Mädchen, das die Mutter als Knaben ausgegeben ist der Angeklagte unter falschem Namen auch in Frankfurt a. D. ligions- philosophische Grundgedanken der großen Denker und Dichter; und erzogen hat, gewinnt, die männliche Kleidung mit der zu vierzehn Jahren Zuchthaus verurteilt worden und f. 8. 9-10 Uhr Dr. L. Hirschberg, Franz Schuberts Gesangs- Kom- ihrer Schwester vertauschend, das Herz eines Liebhabers, aus dem Zuchthause ausgebrochen. Am 12. Juni 1903 wurde bei positionen( mit gefanglichen Erläuterungen). Es folgen Donnerstag, der um die Schwester freite. Doch mangelt jede Spur der Herrn Friedrich Schulze in Werder an der Ostbahn ein höchst 9. ds., sämtlich 8-9 Uhr, Dr. O. Fischel, Blütezeiten der Kunst tiefen Märchenpoesie, mit welcher Shakespeare in seinen Lustspielen dreifter Einbruchsdiebstahl verübt. Der Dieb, der mit der Dertlich( mit Lichtbildern und Photographien); Dr. R. Baerwald, Die ähnliche Motive behandelt hat. Molière verlegt in feinem Liebes- feit wohl vertraut sein mußte, war durch die offenstehende obere menschlichen Ausdrudsbewegungen( Mimit mit Demonstrationen); zwift" das Abenteuer nach Paris, teilt uns den Hergang in trodener Hälfte eines Fensters ei gestiegen, hatte aus dem Schlafzimmer, in Augenarzt Dr. J. Wurm, Das Auge und seine Pflege( mit Demon- Erzählung mit und motiviert die aufgezwungene Knabenrolle durch welchem das Schulze'sche Ehepaar schlief, die Schlüssel zu Schränken strationen und Abbildungen). Diese Vortragsreihen sind 6stündig eine ebenso komplizierte wie nüchterne Erbschaftsgeschichte. Ge- und Kästen geholt, damit die Behälter geöffnet und eine reiche und kosten nur 50 Pf., die von Dr. Hirschberg und Dr. Fischel wegen fünftelt find auch die Szenen zwischen den Vätern der beiden Leute gemacht. Unter anderem war eine Kassette mit Wertpapieren teuerer Auslagen 1 M., bezw. 1,25 M. Einzelfarten je 20 Pf., zu Liebenden. Frischere Bewegung, feinere Ironie zeigt nur der in Höhe von 3700 M. und barem Gelde, eine Brieftasche mit D B. N. 159.,.. 100. Nein. mehreren Hundertmarkscheinen 2c. 2c. gestohlen worden. Der Dieb] In der humanistischen Gemeinde, Niederwallstr. 12, in der Aula| Prozeßtoften nicht tragen fönnen. Ueber die etwaige Aussichtslosigkeit bes hatte sich dann wieder durch das Fenster entfernt; die Kassette der Friedrichwerderschen Oberrealschule, hält am Sonntag vormittag 10%, Uhr Prozesses entscheidet das Gericht. Die von Ihnen angegebenen wurde am anderen Morgen auf dem Nachbargrundstück vorgefunden. Herr Dr. Rudolf Benzig einen Vortrag über: Urbäterglaube und Ur- Gründe können als ausreichende Scheidungsgründe erachtet werden. Damen und Herren haben 10. Mietsstempel ist alljährlich für den in die Zeit vom Der Verdacht der Täterschaft war auf einen Mann gefallen, der im bäterweisheit: 2. Der Bauerngott Donar. freien Zutritt. Januar ab fallenden Teil des Vertrages zu zahlen. 2. Nein. März 1903 als angeblicher Sohn eines naturheilkundigen Schäfers Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 5. Februar, vorm. 83 Uhr, F. W. Beide Bezeichnungen werden für dieselbe Art Vergnügen gevon der Frau Schulz zur Heilung ihrer erkrankten Kinder in An- im Bürgersaale des Rathauses, Eingang Königstr. 15-17: Versammlung. braucht. M. K. 41. Nach dem von Ihnen angeführten Statuten spruch genommen worden war und dabei reichlich Gelegenheit fand, Freireligiöse Vorlesung." Um 10% Uhr vormittags in der Schul- paragraph(§ 5h) ist lediglich das Kalenderjahr in Rücksicht zu ziehen, also wahrzunehmen, wo das Geld aufbewahrt wurde. Derselbe Mann Aula, Kl. Frankfurterstr. 6: Bersammlung. Vortrag des Herrn die 13 Wochen müßten in dasselbe Kalenderjahr fallen. Ob etwa aus war auch noch bei einem Nachbar gewesen und hatte sich zum Walded Manasse:„ Der Unglaube als Kulturträger". Gäste, Damen und anderen Vorschriften des Statuts eine andere Auslegung folgt, ist nur aus dem uns Wortlaut des Statuts zu entnehmen. Kurieren franken Viehes angeboten. Der Angeklagte hat eine mert- erren, sehr willkommen. Zentralverband der Handlungsgehülfen und Gehülfinuen es nicht bekannten wont be chitarefreundlichen Wirt schreiben, M. würdige Aehnlichkeit mit jenem verdächtigen Manne. Nicht lange darauf Deutschlands, Heute, Sonnabend, 4. Februar, abends 9 Uhr, bei Obst er solle innerhalb 24 Stunden anerkennen, daß die Kündigung zu Recht wurde von dem Sohne des Besizers des" Café Mozart" der Schöneberg, Meiningerstr. 8: Versammlung. Referent: Koll. F. Guttmann. besteht, widrigenfalls er verklagt würde. Die Drohung soll Ihr Mann dann Kriminalpolizei Kenntnis davon gegeben, daß ein dort verkehrender Bahlreiches Erscheinen erwartet Die Agitationskommission. schleunigst ausführen. Die Kündigung ist durchaus rechtmäßig erfolgt. Gast, der sich Reichert nannte, in auffälliger Weise große Geld22. S. Wenn nichts anderes vereinbart ist, 6 Wochen zum Quartalserften. summen an drei liederliche Dirnen vergeudete und insbesondere die F. M. 1 und 3 Nein, 2 dadurch erledigt. Freihund. Wenden Sie eine, ein ganz junges Ding, namens Martha Placzek, mit mehreren sich an die Steuerdeputation. 2. K. 27. Ueber den fälligen Mietszins Briefkaften der Redaktion. 201 Hundertmarkscheinen bedacht habe. Auf den Vorhalt des Wirtes hinaus braucht Ihre Aufrechnung nicht anerkannt zu werden. hatte der Verdächtige erklärt, daß er keineswegs betrunken sei, M. R. 71. Brinzenstr. 66, IV; Herr 23. Hinz. A. Hamm. 1. Das ist möglich. 2. Die Naturalisation eines NichtJ. St. 21. fondern genau wisse, was er tue. Er habe sich in die Martha so Kennen wir nicht. Meiderich 123. Eine anständige politische Zeitung fann Deutschen ist bei der Polizeibehörde anzubringen. Ob der Naturalisation berguckt", daß er sie heiraten wolle, und ihre Freundin, die unter nicht derartige geschäftliche Empfehlungen für Aktien- Gesellschaften bewirken. stattgegeben wird, hängt von dem Ermessen der Behörde ab. Für die dem Namen„ Frankfurter Hedwig" bekannt sei, solle deren KammerRütting. Konnte leider nicht ausbaldowert werden. Wenden Sie sich Naturalisationsurkunde find 50 M. zu zahlen. 3. Liegt keine Genehmigung -9888. 1. a. bor, so lann solches eft verboten werden, weil es ein öffentliches ist. jungfer werden. Ein Kriminalschuhmann, der mit den weiteren am besten an einen alten Praktikus im grünen Rod. 2. Nein. 2. G. 21.( Auto.) Berl. Adreßbuch, 2. Bd., Teil 4, S. 221. 4. Die Kündigung behält ihre Gültigkeit auch dann, wenn das Haus in Recherchen betraut wurde, erfuhr, daß der betreffende Mann mit K. 10. Wenden Sie sich an den Leiter der Arbeiter Bildungsschule, zwischen verkauft wird.-K. S. 1. Die Verjährung kann durch Vertrag nicht zwei Frauenzimmern sich früh morgens nach den Zelten ver- Herrn H. Lammé, Konsumverein, Kreuzbergstr. 36. A. 5. 65. ausgeschlossen, die Verjährungsfrist auch nicht verlängert, wohl aber verabredet habe. Als er in aller Frühe dort erschien, wollten die Schußmänner 1200-1600 M., kürzt werden. 2. Soweit ein Verkauf zwecks Benachteiligung von Gläubigern Wachtmeister 1500-1800 und 1600 Drei gerade eine Droschke besteigen und als Vierter fuhr gleich bis 2000 m. Jahreseinkommen. 13. W. Con fuoco? Mit Feuer. stattfindet, ist er ungültig und kann strafbar sein. 3. Ja. 4. In dreißig Jahren. B. K. Die Heimarbeiterinnen sind, falls sie ohne Gehülfen und lediglich für darauf der Polizeibeamte mit ihnen. B. Trot Bemühungen nicht ausfindig zu machen. Als dieser sich vor--. 12. Stan wie ſich zunächst an den Vorsteher Ihres Boft- ies auf Sie zu, jo tlagen Sie auf Anerkennung ihrer Mitgliedschaft gegen die 753. einen Arbeitgeber tätig sind, ohne weiteres frankenversicherungspflichtig; trifft gestellt hatte, erfuhr er nämlich in ganz glaubwürdiger Form, daß amts, später an die Ober- Postdirektion Berlin. Ja. H. Ser Mann, der sich Maschinenschlosser Reichert nannte und als solcher Direktion, wie Ihnen die Feder gewachsen ist. Schreiben Sie an die Lokomotiv- Eisenbahn. Ortskrankenkasse; ob Sie in Berlin oder sonstwo wohnen ist gleich, es kommt auch vorübergehend in der Schlegelstraße 14 angemeldet war, mit Nürnberg- Fürth eröffnet 7. Dezember 1835. Wette. Höchst überflüssig! lediglich darauf an, ob Sie in Berlin beschäftigt find. Anders liegt es, wenn nicht unbeträchtlichen Geldsummen hierher gekommen sei, um eine Boller, auch Hohenzoller. diese Voraussetzungen nicht zutreffen, dann kann, da der Bundesrat mit dem Sänger. Fragen Sie wegen der" Facel" Erlaß einer weitergehenden Anordnung seit 1900 streift, die VersicherungsSchlosserei zu kaufen. Er sei aber von einem Mädchen bestohlen Herrn J. Meyer hier, Urbanstr. 131. A. 23. 100. Emil Dreyer, pflicht ſtatutarisch eingeführt werden. Für Berlin ist sie ftatutarisch eingeführt. worden, und nun seien sie alle drei auf der Suche durch verschiedene Friedrichstr. 225 hier, Buchdruckerei. A. 23. 2703. Nicht der biedere Lokale, um der Diebin habhaft zu werden. Der Kriminalbeamte leistete Wladimir, sondern der Gemütsmensch Trepom beansprucht neuerdings den Diese statutarische Versicherungspflicht erstreckt sich jedoch nicht auf die außer halb Berlins Wohnenden. Liegt dieser zweite Fall bei Ihnen vor, so zu diesen Recherchen seine Dienste, er fuhr mit herum, doch blieben Pour le mérite. Jugend. Lorheiten. Rücksprache mit Arzt! die Bemühungen ohne Erfolg. Schließlich forderte der Beamte den mit Angabe der Münzen, Maße und Gewichte im Deutschen Reich. Jezt at Schwindlern in die Hände gefallen zu sein. Ihren Gehaltsanspruch Tücksch? Robert. Beschaffen Sie fich ein Elementar- Rechenbüchlein berlangen Sie Rückzahlung der versehentlich gezahlten Beiträge. - C. K. 15. Sie scheinen in der angeblichen Reichert auf, am nächsten Tage auf dem Polizeipräsidium Auslage von wenigen Pfennigen, für Sie in Zukunft ein hübscher Gewinn. fönnen Sie eintlagen. Sie müssen aber beweisen, daß die Vereinbarungen das Verbrecheralbum einzusehen, und gab ihm seine Visiten- 2. 2. 100. Gegen unser Blatt sind seit seinem Bestehen ungefähr tarte mit, mit der er sich bei ihm melden sollte. Wer aber nicht tam, neun Jahre Gefängnis ausgesprochen worden. Die Geldstrafen mögen sich so getroffen sind, wie Sie behaupten. Den Staatsanwalt scheint die Sache nichts anzugehen. Kontrakt. Die Gültigkeit des Vertrages hängt nicht war Herr Reichert, und als man in der Schlegelstraße 14 nach ihm auf 10 000 Mart belaufen. Etwa 15 Redakteure partizipieren daran. fragte, erfolgte die Antwort, daß er sich entfernt habe und nicht Bolts Zeitung", Königsberg in Preußen, Knochenstraße 32, parterre. A. W. 46. Benutzen Sie nachstehende Adresse:" Königsberger von der Stempelung ab. Soweit ersichtlich steht Ihnen kein Recht an Teilnahme zu, vielmehr liegt Ihnen die Pflicht der Herausgabe ob.-S. 15. zurückgekehrt sei. Die Visitenkarte des Kriminalschuhmanns scheint Streitende. Durch den notwendig eintretenden Zusammenprall und die 1. Das zu entscheiden steht allein dem Verbandsvorstand zu, an den aber bei ihm eine eigenartige Verwendung gefunden zu haben. so entstehende totale Vereinigung der vorher auseinandergerissenen Luft- Sie sich wenden wollen. 2. Sie können das Wort sich erteilen laffen. Nach einiger Zeit wurde nämlich festgestellt, daß ein zweifellos aus teile. B. Sch. 5. Das ist nicht möglich. Dem Ehemann steht das Erdem Werderschen Diebstahl herrührender Kupon in Berlin an einen 1904 vom Stapel gelassenen Linienschiff„ Deutschland" betrug die größte ziehungsrecht zu und kann er die Herausgabe des Kindes verlangen. Für W. H. 8. Der Er Privatier verkauft worden sei und daß der Verkäufer dabei die Stärke des Panzers 225 Millimeter. Zwei Panzertürme waren 300 und Anträge wäre das Amtsgericht Berlin I zuständig. Visitenkarte des Kriminalschutzmanns gewissermaßen als 140 Millimeter dick. 2. Wissen wir nicht. 3. Die Firma Krupp selbst zeuger des Kindes( vertreten durch seinen gesetzlichen Vertreter) ist zu ver 3. S. 42. Sobald Sie nachweisen, daß die Wettsumme zu Leumundszeugnis benutzt hatte. Nunmehr wurden weitere Nach lieferte Amerifa keine Banzerplatten. Die amerikanische Regierung erhielt flagen. forschungen nach dem angeblichen Reichert angestellt, die zu dem die Panzerplatten von einer amerikanischen Firma, die die nach Kruppschem gunsten der Bergarbeiter oder zu einem anderen Zweck hinterlegt ist, soll 5. R. Ihnen geantwortet werden. Den Kindern erster Che Verfahren hergestellten Panzerplatten für 1920 m. pro Tonne lieferte, trop Ergebnis führten, daß Reichert mit dem in Frankfurt a. D. zu dem sie an Strupp noch 105 M. pro Zonne Batententschädigung zahlen ſteht ein Grbanspruch auf den Nachlaß ihrer Mutter zu. 2. Ja. 14 Jahren Zuchthaus verurteilten Verbrecher und dem jezigen An- mußte, während Krupp sich von der deutschen Reichsmarine 2320 M. pro hat, auch für die Schulden des Nachlasses. Zu diesen gehört, soweit ersicht M. H. Die Witwe haftet, wenn sie die Erbschaft nicht ausgeschlagen geklagten identisch ist. Der Angeklagte bestritt dies und behauptete, Tonne zahlen ließ! daß er weder von dem Diebstahl in Werder, noch von den Abenlich, die Forderung von 200 Mart. Die Sprechstunde steht ohne vorherige Anmeldung jedem Abonnenten offen. 2. D. 7. 1. Dafür gibt es feine teuern mit den„ lieben füßen Mägdelein" etwas wisse, sondern zweifellos eine Personenverwechselung vorliege. Die vernommenen von 7 bis 92 1hr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Friftbestimmung. 2. Nein. Sie müßten Ihre Forderung einklagen( beim Amtsgericht) und dann in die Bluse Pfändung durch einen GerichtsMädchen refognoszierten ihn aber als den Spendeur, der sie so Waldemar Kl. Der Lohn oder das Gehalt kann wegen Gerichtstoften vollzieher vornehmen lassen. B. 72. Sie könnten sich an irgend eine generös bedacht hatte, auch der Kriminalbeamte und der Vermieter nicht mit Beschlag belegt werden. M. O. 30. Die von Ihnen an- Reederei wenden, tun aber beffer, fich an die Seemannsschule in Hamburg aus der Schlegelstraße erkannten ihn mit Bestimmtheit wieder. Alles gegebenen Gründe fönnen als ausreichende Scheidungsgründe erachtet zu wenden und Ihrem Söhne dort Ausbildung geben zu lassen. Leugnen half ihm nichts. Der Staatsanwalt hielt ihn des Ein- werden. J. Hartwig. Lediglich der betreffende Sieche, nicht eine G. 2. 59. bruchsdiebstahls für überführt und beantragte 6 Jahre Zuchthaus. Armenverwaltung ist zum Ersatz Ihrer Kosten verpflichtet. Der Gerichtshof erkannte demgemäß, verband aber die Strafe mit 1. Amtsgericht I, Grunerstraße. 2. Ja. 3. Ja; durch einen Gerichtsvollzieher. M. H. 78. Bahlen Sie die Miete an niemand, sondern den ihm zuletzt zuerkannten 3 Jahren Zuchthaus zu einer Gesamt- hinterlegen Sie die Miete bei der Hinterlegungsstelle( Invalidenstr. 52). strafe von 8 Jahren Zuchthaus, Ehrverlust und Polizei-|- Alaska. Wenn der Ausschluß vor Anfall des Gewinns zu Recht erfolgt aufsicht. Da der Angeklagte auch noch seine Frankfurter Schuld zu ist( unter Beobachtung der statutarischen Förmlichkeiten), steht dem Ausbegleichen hat, wird er das Höchstmaß von 15 Jahren Zuchthaus geschlossenen ein Anspruch auf Anteil am Gewinn nicht mehr zu. abzufigen haben. Sinniger Patriot. 1. Leider ist der Lehrer nach Ansicht des Kammergerichts im Recht. 2. Dissidentenkinder müssen am Religionsunterricht teilnehmen. 5. S. R. 2. 1. Zur Auskunfterteilung usw. sind Sie nicht verpflichtet. 2. Sie sind rechtlich soweit zur Unterstützung Ihrer Mutter verpflichtet, als dies ohne Beeinträchtigung des standesgemäßen Unterhalts Shrer Familie( Frau, Kinder) und ohne Schädigung Ihrer sonstigen Berpflichtungen möglich ist. A. F. 937. Sie befinden sich im Unrecht. 100 J. L. Wenn der Betrag mietsstempelpflichtig ist: ja. Der Mietsstempel ist alljährlich im Januar für den in dem Jahre noch laufenden Teil des Vertrages zu zahlen. B., Karlsruhe. Das Sizenbleiben bei Stationen einem Hoch ist keine Beleidigung. Indessen ist auch gegenteilig geurteilt worden. Wäre das Sißenbleiben eine Beleidigung, so wäre das Hoch sicher feine Ehrung. Man hat nicht mit Unrecht umgekehrt gemeint, das Ausbringen eines Hochs oder das Mittun bei einem Hoch seitens jemandes, Swinemde. 753 WNW 4 heiter der dem Angehochten nichts Gutes wünscht, sei eine Beleidigung. Hurra Hamburg 759 WSW in dreifacher Wiederholung heißt wörtlich: Fort, fort, fort und ist in Berlin diesem buchstäblichen Sinne ficherlich keine Ehrung. A. 1000. Nein. Frankj.a.M. 764 S H. 85. Durch ununterbrochenen zweijährigen Aufenthalt an einem Drte München erwerben Sie als großjähriger Deutscher in Deutschland( abgesehen von Bayern und Elsaß- Lothringen) an diesem Ort den Unterstützungs- Wohnfit, falls Sie innerhalb der zwei Jahre teine Unterstüßung aus öffentlichen Mitteln erhalten. Stromstr. 5. Der Armenvorsteher hat lediglich darüber zu befinden, ob Ihre Vermögensverhältnisse derartige sind, daß Sie die Vermischtes. Das Opfer der ehemaligen Oberin v. Heusler vom königlichen Maximilian- Waisenstift in München, die frühere Krantenwärterin Minna Wagner, ist im dortigen Krankenhause links der Jsar an den Folgen einer doppelseitigen Lungenentzündung gestorben. Wie wir seinerzeit ausführlich berichteten, hatte die Oberin v. Heusler der damals in dem genannten Stift bediensteten Wagner vorsätzlich Gift in deren Kaffee beigemischt; das Mädchen siechte im Laufe der Zeit allmählich dahin. Die Oberin wurde wegen dieses Giftmordes vom Schwurgericht in München zu insgesamt sechs Jahren Zuchthaus verurteilt, eine Strafe, die sie gegenwärtig noch verbüßt. Es wird berichtet, daß zugunsten der Oberin ein Wiederaufnahme- Verfahren betrieben wird. D Aus Colombo wird berichtet, daß der Hansa Dampfer „ Lindenfels" elf Meilen von Battiralow auf Grund geraten ist; es find Vorkehrungen getroffen, ihn wieder flott zu machen. Zentral- Verband d. Zimmerer Deutschlands Zahlstelle Berlinu. Umgegend. Hierdurch zur Nachricht, daß unser Mitglied Wilhelm Woinowski am nach langem Leiden verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Jerusalemer Kirchhofes in Rirdorf, Hermannstraße, aus ftatt. Um rege Zeilnahme bittet 254/4 Der Vorstand. Allen Bekannten, Verwandten, Freunden die traurige Nachricht, daß mein innigft geliebter Mann, Bater, Großvater, der Kaffenbote Franz Kunze am 2. Februar plötzlich am Herzschlag gestorben ist. 1865b Die trauernden Hinterbliebenen. Antonie Kunze geb. Schwäpenheuer nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 5. Februar, nachmittags 32 Uhr, von der Leichenhalle der St. Georgen Gemeinde, Landsberger- Allee, aus statt. Allen Freunden und Genossen die traurige Mitteilung, daß meine liebe Frau, unfere gute Mutter Marie Herzig nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist. 18616 Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des EmmausKirchhofes aus statt. Zentralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin I. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriger Kollege Hermann Glienicke ( Hausdiener) am 29. Januar plötzlich verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Sonnabend, nachmittags 3 Uhr, auf dem Simons- Kirchhof in Brit statt. 67/7 Recht zahlreiche Beteiligung er wartet Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Werkzeugmacher Ludwig Maass am im Alter von 51 Jahren am Donnerstag verschieden ist. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 3 Uhr, von bes der Halle St. AndreasKirchhofs aus statt. 1866b Die trauernde Gattin Martha Maass. Allg. Kranken- und Sterbekasse der deutschen Drechsler u. Berufsgen.( E. H. 86, Hamburg). Verwaltungsstelle Berlin B. Am 2. d. Mts. früh verstarb unser langjähriges Mitglied Karl Strohwald am Herzschlag. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, mittags 1 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. 1864b Die Ortsverwaltung. 963. Ja. Alter Abonnent. 1. Bei dem am 19. November Juristischer Teil. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Kenntnis, daß der Kollege, Tischler Heinrich Baumgart nach langer Krankheitsdauer am 2. Februar verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen halle des neuen Rigdorfer Friedhofes, Mariendorfer Weg, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 79/10 Die Ortsverwaltung. Deutscher Marktpreise von Berlin am 2. Februar. Nach Ermittelungen bes fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Bentner: Weizen**), gute Sorte 17,60-17,58., mittel 17,56-17,54 m., geringe 17,52-17,50. Roggen**), gute Sorte 13,90-13,89 M., mittel 13,88-13,87 m., geringe 13,86-13,85 M. Futtergerste*), gute Sorte 16,40-15,20 m., mittel 15,10 bis 13,90 m., geringe 13,80-12,60. Hafer*), gute Sorte 16,50-15,70. mittel 15,60-14,90 M., geringe 14,80-14,10. Erbsen, gelbe, zum Stochen 45,00-30,00 M. Speisebohnen, meiße 50,00-30,00 M. Linsen 60,00-30,00 W. Startoffeln 10,00-8,00 0. Richtftroh 0,00-0,00 M. Heu 0,00-0,00 0. Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 m. Eier per Schod 5,50-3,60 m. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Witterungsübersicht vom 3. Februar 1905, morgens 8 Uhr. Wien Barometer stand mm Wind 757 23 765 23 richnung Bindstärke Better Zemp. n. 6. 5° 5.4° R. Stationen Barometer stand mm Wind. richtung Windstärke Wetter Lemp. n. T. 1803812 polten!-34 -13 -0 Haparanda 748 Still 1 Petersburg 748 SGD 1 bedeckt 2 Scilly 773 N 765 NW 770 SW 4 bedeckt 3 heiter 3 heiter 3wolkig 5 bedeckt 3woltig 3 Aberdeen 6bedeckt O Paris 761 23 5heiter Wetter- Prognose für Sonnabend, den 4. Februar 1905. Etwas tälter, vielfach heiter bei mäßigen nordwestlichen Winden; feine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. 3entral- Kranken- u. Sterbe- Nathan Wand kaffe der Tischler und anderer gewerbl. Arbeiter. Verwaltung Berlin E. Sonntag, den 5. Februar 1905, vormittags 10 Uhr, bei Raabe, Kolbergerstr. 23: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1904. 2. Kaffenangelegenheiten. 3. Ver schiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. 129 Stalikerstr. 129. Die schönsten in neu, Herren- Winter- Paletots und Anzüge jomie ipeziell Monats- Garderobe von Kavalieren getragene Sachen, fast neu, für jede Figur passend, speziell Bauch anzüge sind in großer Auswahl stets zu staunend billigen Preisen zu haben. Jeder Arbeiter, Jeder Handwerker follte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen. Allein- Berkauf. Sehr starkes Leder in praktischen grauen u. braunen Streisen, auch einfarbig. Am Bund aus einem 183/1 Nathan Wand Stud gearbeitet. Sehr feste stapp Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Zur Beachtung! Mitglieder zur Frauen- Sterbefasse werden vom Bebollmächtigten und Kassierer in den Sprechstunden sowie Sonnabends im Metallarbeiter- Verband Staffentotal, Dalldorferstr. 16, ohne Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Gürtler Gustav Liepmann am am 31. b. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. Februar cr., vormittags 10 Uhr, von der Leichenhalle des jüdischen Friedhofes in Weißensee aus statt. Rege Beteiligung erwartet 111/12 Die Ortsverwaltung. Turp NECH Stempel Fabrik bon[ 17072* ärztliche Untersuchung aufgenommen. Gegen Kasse billigste Preise. Eine Mark wöchentliche Teilzahlung liefere eleg. Herren- Moden Ausf. 129 Stalikerstr. 129. Hochbahnstation Kottbuser Tor. Bitte auf Hausnummer zu achten. Sonntag bis 2 thr geöffnet. Rauchfleisch fett. bon jungen Schweinen 9 Pfd. nur M. 7.durchwachsen 9 Pfd. nur M. 8.9 Pfd. nur M. 9.bersendet franko per Nachnahme ganz mager nähte. Haltbarste Pilot- Taschen. Große Fliden umsonst. Die Hose bet Entnahme von 6 Stüd 26 Mr. 4 Mt. 50 Echtblaues Monteur Jadett 19. 90 Echtblaue Monteur- Hose Echtblaues Monteur- Jackett 1 M. 50 Prima Köper- Gewebe.. 2 M. 50 Echtblaue Monteur- Hose Prima Köper- Gemebe.. 2 M. 10 Manchester Hose 9,-, 5,50,4,50,3. 50 Gefüttert. 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Schütte über Alexander II. und der Nihilismus. 2. Diskussion.- 3. Verschiedenes. Es ist pünktliches und zahlreiches Erscheinen aller Kollegen in diesen Versammlungen erwünscht. Diejenigen Kollegen, welche noch tein Protokoll erhalten haben, können selbiges dort in Empfang nehmen. Sonnabend, den 4. Februar 1905, abends 1/29 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer No. 15( Saal VIH): Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Davidsohn über:„ Neuere Bildungsbestrebungen". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Beiträge werden entgegengenommen. Sonntag, den 5. Februar, abends 7 Uhr, im Königstadt- Kasino, Holzmarkt- Straße No. 72: Vortrag von Frau Dr. Zepler über: ,, Die Ethik des Sozialismus". Nachher: Gemütliches Beisammensein und Tanz. Eintritt 20 Pf. Achtung! Garderobe frei. Achtung! 4/8 W. Zapel Hut- Fabrik, Skalitzerstr. 131. Größtes Spezial- Geschäft für Seiden- und Filz- Hüte. Lager in Schirmen und Mützen.[ 19462* Nur neueste Moden. 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Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin u. Umgegend. Sonntag, den 5. Februar, nachm. 3 Uhr, bei Voigt, Ritterstr. 75: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Fortsetzung der Generalversammlung vom 15. Januar. 2. Verschiedenes. 3. Fragelasten. 138/2 Die Ortsverwaltung. Kommandantenstr. 20: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Die Gleichstellung der Militärschneider mit den Dienstmädchen durch das Urteil des Landgerichts I in der Prozent- Prozeßsache wider die Firma 162/6 In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht jedes Robrecht. Referent: Rollege Ritter. 2. Diskussion. Militarineibers, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. drittes Haus vom Alexanderplatz. Gräßte Auswahl, außergewöhnlich billige Preise. Filzhüte für Herren, neneste form, mit Futter M. 1.50, Qualität M. 2,50, extra feine M. 3.-, beste Qualität 4.50. mit Atlasfutter M. 2.-, hochfeine Sonntags geöffnet. Gratis!!! Bilz Bilz Bilz Bilz zahne kostenlos Die Zahnärztliche Klinik u. d. 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