Nr. 188. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Biertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mr., für das übrige Auslands Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1892 unter Nr. 6652. Vorwärts 9. Jahr g Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. fernfprech- Anschluß: Amt I, Nr. 4186. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Meineid und Sozialdemokratie. Sonnabend, den 13. August 1892. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. giltig an welcher Stelle die Verleumdung auch ausgesprochen Daß es auch in unseren Reihen rändige Schafe giebt, wird. wer wollte das bestreiten? In welcher Partei oder in Wir können es nicht verhindern, wenn politische Gegner, welcher Gesellschaftsschicht giebt es solche nicht? Zugegeben feien es nun Beamte oder Abgeordnete, die Immunität auch, daß von Anhängern unserer Partei schon Meineide Dem jugendlichen Staatsanwalt Romen in Hamburg, ihrer Stellung dazu benußen, gegen unsere Partei und ihre geschworen worden sind, um einen, wegen irgend eines in beſſen freche Angriffe auf unſere Bartet und die Ehre der Anhänger die ehrenrührigsten Anschuldigungen zu erheben; der Partei- Agitation begangenen Bergehens angeklagten Sozialdemokratie von unseren Pamburger Genoffen so wir tönnen es auch nicht verhindern, wenn dieses unsaubere Freund und Genossen vor Bestrafung zu schüßen, was bes Prompt zurückgewiesen wurden, ist jetzt ein Gideshelfer er- Treiben, getreu bem Grundsatze: Verleumde kühn, es weist das gegen die gesammte Partei? Was würde die Naporra und Ihring Mahlow und des Manden. Das Drgan ber Kronzeugen Dbm uno Goedsche, bleibt stets was hängen," in Blättern vom Schlage der Kreuz- Zeitung" dazu sagen, wenn wir die Handlungen der - unterstreuz- Beitung" fortgesezt wird; wohl aber werden wir Grafen Gersdorff und Kleiſt bem geſammten preußischen nummt überschrieben: biefer bubenhaften Bege, gehe sie aus von wem sie wolle, Adel und Junkerthum auf's Kerbholz schreiben wollten. moozialdemokratie und meineid" bie Frage zu beant- immer mit aller Energie entgegen treten und die Verleumder Wenn aber die Kreuz- Zeitung" uns auf die Aus" Meineid im Parteiinteresse" billigt und verherrlicht?" daß die Gozidloemofratic ben und Ehrabſchneider an den Branger der öffentlichen Ber- führungen des„ Sozialbemotrat verweist, jo antworten, wir Natürlich bejaht die Kreuz- Zeitung" diese Frage. achtung stellen. Daß die Kreuz- Zeitung" bei ihrer Beweisführung" Stellungnahme von Geiten ohne vorne herein, daß uns diese dafür, daß die sozialdemokratische Presse den Meineid entseringſten überrascht. belles bes aus Gegner mit allen Mitteln zu vernichten, und das wegen angeblichen Meineides zu drei Jahren Zuchthaus und 3 von der Stunde seines Beſtehens war, een politischen Berurtheilung des Parteigenoffen 3bjen im Jahre 1880 Gin Blatt, dessen leitender Grand- laffungen des Züricher Sozialdemokrat", aus Anlaß der deshalb früher nicht zurückschente, einen Goedsche, den Aberkennung der Ehrenrechte, zurück kommt, brauchen wir das konservative Blatt die ehrabschneiderische Anschuldigung Redakteuren zu haben, und das heute noch zugestandener es ja immer, der in erster Linie herhalten muß, wenn im berüchtigten Zuschauer der Kreuz- Zeitung"", unter seinen wohl unseren Lesern kaum zu sagen. Der Fall Ibsen ist gegen uns begründen! von einem solchen Blatte berührt uns der Vorwurf, daß die lüge vorgebracht wird. Sozialdemokratie den Meineid im Partei- Interesse billige und streberischen Beamten an unverantwortlicher Stelle erhoben Sozialdemokrat" wirklich das enthielten, was unsere Anpreisung, Verherrlichung oder gar Empfehlung des verherrliche, noch weniger, als wenn derselbe von irgend einem Thatsache- angenommen, daß die angezogenen Stellen des Jahre 1880 feinem ganzen Inhalte nach nichts mit einer Wir erklären nun darauf, daß die von dem edlen Junkerblatte unter Gänsefüßchen gebrachten Bitate gefälscht sind. Die KreuzBeitung" hat in ihren Bitaten ganze lange Zwischensäße andere den Sinn verändernde Worte ersetzt. machen, und außerdem einzelne Worte des Originals durch Und mit diesem gefälschten Beweismittel will bann Wie jeder in den Jahren der von unserem verstorbenen Genossen Hasenclever herUnter anständigen Menschen würde freilich die einfache rührende Artikel in der Nr. 4 des„ Sozialdemokrat" vom schon je eft erörterten Gegenstand verfolgt hat, weiß, hat Berleumder behaupten behaupten daß es sich hier nur Meineides zu thun. In dem Artikel wird angenommen, Acußerungen eines obendrein noch im Aus- daß Jbsen wirklich einen Meineid geschworen hat*) und genügen, um die Be Mit feinem Wort billigt der Artikel diese Handlung oder Es bleibt babei, was wir und mit uns unsere gesammte um Parteipresse schon wiederholt ausgesprochen haben: es ist lande und unter ganz exzeptionellen Verhältnissen er daß er dies gethan, um einen Freund vor Strafe zu retten. eine Lüge, daß unsere Partei oder unsere ſchienenen Blattes dreht, Presse, oder unser Programm den poli hauptung, daß es sich hier um eine Rundgebung der Partei empfiehlt er sie etwa gar zur Nacheiferung. Wohl aber polemifirt tischen Meineid billige, verherrliche oder und um einen durch Programm und Presse gelehrten derselbe sehr scharf gegen die Richter und Geschworenen, welche Lehre. Parteigrundsatz handle, abzuweisen. Anständige Menschen dem Angeklagten mildernde Umstände verweigerten, obwohl auch Gegner müssen dies um so mehr und thun derselbe weder vorbestraft sei, sein Vergehen auf keine niedere Wenn die Kreuz- Zeitung" glaubt, zur Bekräftigung| berufen zu können, so bemerken wir, daß dem genannten treter im Reichstage, in der Presse und auf unseren Parteiihrer Berleumdung sich auf den gewesenen Minister Herrfurth dies auch als unsere Partei durch ihre berufenen Ver- Sinnesart deute noch eine gewinnsüchtige Absicht vorliege. Blatte auch noch der Abgeordnete von Stumm und Hans tagen wiederholt und in der unzweideutigsten Weise aus Kreuz- Zeitung" zu zitiren beliebte und wie er in WirklichBlum als Gewährsmänner zur Verfügung stehen, welche gesprochen hat, daß die Vorwürfe in Bezug auf unsere feit in den in Frage kommenden Stellen lautet, wiedergeben, beide dieselbe Behauptung. ersterer des Reichstags Dom 12. Februar in dieses Jahres leumdungen und Ehrabschneidereien, und daß in dieser, damit die Leser ersehen, welcher Mittel sich das KrautjunkerIbsen selbst hat nach Verbüßung seiner Strafe von Mein Vertheidiger Dr. Geiger( Frankfurt a. M.), einer der „ Die Lügen der Sozialdemokratie", aufstellten. Aber damit, internationalen Arbeiterassoziation von 1864 ausgesprochene daß eine Lüge noch so oft wiederholt wird, hört sie nicht und seitdem von einer Reihe von Parteitagen, zuletzt noch Amerita aus in einer längeren Darstellung des zu seiner Vers auf, eine Lüge zu sein. Eine ehrabschneiderische Lüge und in Erfurt, bestätigte Grundsatz:„ daß Wahrheit, urtheilung führenden Vorganges das ihm zur Laft gelegte Vers Berleumdung ist es aber, was die Kreuz- Zeitung" in ihrer Recht und Sitte als die Grundlage für das brechen entschieden bestritten. Am Schlusse dieser Veröffentlichung Nr. 373 vom gestrigen Tage in Bezug auf die Stellung Betragen aller ihrer Mitglieder unterschreibt Jbsen: unserer Bartei zum politischen Meineid behauptet. Was einander und gegen alle ihre Mitmenschen fähigsten Advokaten, aber ein politischer Gegner, drückte mir die wir aber hier von der Kreuz- Zeitung" sagen, gilt gegen ohne Rücksicht auf Farbe, Bekenntniß oder Hand und sagte mit bewegter Stimme: über allen, welche sich der gleichen ehrabschneiderischen Ber- Nationalitätanzuertennen seien", die Richtschnur leumbung schuldig gemacht haben oder machen, gleich- für die Handlungen der Parte igenossen sein muß.. Feuilleton. Nagbrua verboten.J Das Schlagende Wetter. Roman von Maurice Talmeyer. Uebersetzt von B. und A. G. [ 38 18 " Ibsen, es thut mir sehr leid, Sie sind uns schuldig verurtheilt worden. des Zornes aus und mit zusammengepreßten Lippen machte wußte nicht, wer ich war. Ich mußte, um ihn zu retten, er einen Schritt auf den Richter zu, so daß dieser erbebte. ihm der sich mir geopfert hatte, meine Freiheit opfern, ich Ja, es werden Verbrechen begangen, es kommen schauer- mußte ihm meinen Kopf darbringen. Und ich habe meine liche Dinge vor! Aber es ist wunderbar, daß nicht noch Freiheit geopfert, ich wollte meinen Kopf für ihn hinviel Schrecklicheres geschieht. Wenn das Geschäft geht, be- geben! D mein Gott! Ich habe meine zahlt man uns, aber man nimmt ums unsere Heller wieder Tochter verloren! Aber nein, sie ist unschuldig, dann die Arbeitslosigkeit sie hat hat nichts gethan, durch die Schenken. Wenn nein! Man lügt! fommt, bezahlt man uns nicht mehr, und wenn unser Das sind Verleumdungen! Babette, meine Tochter, o meine Elend zum Himmel schreit, schießt man uns zu Tochter, wir sind unschuldig, wir sind unschuldig! Ich bin sammen, ehe man unseren Schrei hört! Ihr er nicht Jean Jacquemin, ich bin nur Pierre Malen! Ich niedrigt uns, wenn wir nicht Hungers sterben; Ihr habe keinen Mord begangen! Auch Du aber hast Dich erinnerst Ich wußte es und ich wollte nicht, daß er für mich tödtet uns, indem Jhr uns verhungern läßt, Ihr säet den nicht vergangen! Ich will, daß man mich wiedererkenne! brechen begangen hat; ich weiß nicht, wer diesen Meuchel- Haß?- Vor zwei Monaten, am Tage vor dem Morde, Du Dich? Ich habe Deine Lampe mit einem Fußtritt um mord verübt hat! Aber ich habe mich dem Gericht gestellt, habe ich auf der Straße von Charleroi eine Equipage vor gestoßen und ich rief: Ghilaine, Ghilaine, Ghilaine! Du beshalb bin ich sier! überfahren sehen, bei der die Pferde die Zügel kaum zu haft Deine Fingernägel fürchterlich in daß ich gezeichnet mein Fleisch bin wie ein Und also schreiend riß er seine Kleider auf und zeigte aumeilen, als ob ein Hauch des Wahnsinns durch seine ihnen hätte ohne Mühe den Wagen ziehen können, trotz dem Galeerenstlave! Sich her, Ghilaine! Erkenne mich! D, fönnen, daß es sein Blut sei, das dahin floß, daß seine Straße; man fühlte, daß niemals eine schwere Last ihre Ghilaine, Ghilaine, Ghilaine! Worte zöge. Man hätte bei jedem seiner Worte sagen waren es zwei; ihre Füße berührten kaum den Staub der Du hast mich nicht gesehen, aber Du mußt mich erkennen! Worten gebiete, so wie er nicht mehr als eine gewisse Menge war, daß die Halsschnur sie nicht verwundete, daß man seine nackte ganz mit Narben besäete Brust. Stimme nicht über mehr als über eine gewisse Zahl von Lenden gebeugt hatte, daß ihr Gebiß am Baume weich Blut in den Adern habe, daß er sterben würde, wenn er ihnen jede Uebermüdung ersparte, daß ihnen von den geendigt hatte und daß er das wüßte und d'rum fuhr er Lataien immer frische Streu zurecht gemacht wurde.[ Und Ghilaine, die bis dahin nichts als Schrecken gezeigt hatte, Dieser Mann ist mein Sohn! Ja, ich bin ein Verbrecher! Förderwagen gezogen hatte, zerquetscht von einem Pferde- eines Nachtvogels, der seinen Hals ausreckt, ehe er auf seine ich dachte daran, daß meine Mutter unten in der Grube die mager und elend wie sie war, jene abscheuliche Bewegung Aber auch ich bin so elend, allbarmherziger Gott. geschirr, wie man ein solches nicht für diese Thiere haben Beute stößt, und wenn sie auch plötzlich die Hand des wie man jene Wagen nicht von Pferden aus Wächters fühlte, der sie zurückhielt, so streckte sie doch Barum auch läßt man in diesem verfluchten Lande möchte Die Frauen in die Gruben Mädchen hinuntergehen. Sehr oft, wenn wir zur Welt brechen begangen! Ja, tommen, haben unsere Mütter neun Monate lang das Licht auf dem hinabsteigen? Ihr schickt Euren Pferdeställen ziehen lassen möchte- Gut! Ja, vor in furchtbarer Erregung ihren kraftlosen Arm mit einer so die Todten hier habe ich schrie Toubeau zu, dessen Gesicht und Blick von schrecklichen Gewissen! Und dieses wahnsinnige Weib wahnsinnigen Bligen durchzuckt waren: ward wahnsinnig durch mich! Dieser Elende lebt durch Es ist genug, fagte Herr Dieulafon mit einer Geberde meine Schuld! Ja, es ist mein Sohn, der durch mich ge-| Toubeau, Toubean, Toubeau, der da ist Dein Vater! Toubeau brachte kein Wort hervor, er stieß keinen Ton Bei diesen Worten stieß Jacquemin einen Schrei mich und das war die ganze Wonne meines Lebens. Er er schloß die Augen und fiel hintenüber mit ausgestreckten litten hat, durch mich, der ich auch gelitten habe. Er liebte aus, aber er wurde leichenblaß, sein Gesicht veränderte sich, Blatt bedient, wenn es gilt: Vorwärts mit Gott für König) und Vaterland" einen politischen Gegner zu verleumden. " Man lese: „ Kreuzzeitung." Was hat nun der Mann eigentlich verbrochen? Er hat, Sozialdemokrat." ,, Was hat aber nun der Mann eigentlich verbrochen? Er hat, Es ist wahr, daß die Unwahr Motive. heit immer verwerflich ist, aber fie in diesem Falle." " = süchtige Absicht Tag nicht vor und dennoch: 1 mehrjährige Zuchthausstrafe und Abertenuun Politische Uebersicht. " " der bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre! Jeder Lieutenant oder Student, der sein Ehrenwort ge Berlin, den 12. August. geben hat, an einem bestimmten Tage einen Wechsel einzulösen, Der Schuft am Pranger. Außer der deutschfreis und der dies Wort nicht hält, ohne darum für strafbar ge- finnigen Volkszeitung", die den ostfriesischen Notabeln - das heißt, wenn der er das heißt, wenn der er beiter, der einem Freunde zu Liebe falsches Zeugniß ab iffens bis jetzt nur die feudale Kreuz- Zeitung"( Nr. 374 halten zu werden, ist moralisch viel schuldiger, als jener Archiff mit aller Entschiedenheit verurtheilt, hat unseres brachte Beweis genügt, ge- brachte Beweis genügt, ge gelegt hat." Logen, wissentlich die Unwahrheit logen, wiffentlich die unwahrvom 12. Auguft) von der Schurkerei dieses mit Ehrens gejagt. Warum? Um einen heit gefagt. Warum? Um einen Das sind die angeblich verleumderischen Anklagen gegen Aemtern" betrauten Sumpenterls Att genommen. Die Freund von Strafe zu befreien. Freund von Strafe zu befreien. Die heutige Gesellschaft" welche die Kreuz- Zeitung" ihren Kreuz- Zeitung" druckt die Winters'sche Anfrage und die Nicht ein Punkt aber ist nach- Nicht ein Punkt aber ist nach- Lefern unterschlagen hat, als ob diefelben nichts mit der famose„ Erwiderung" des Schreibfehler Schiff ab und be gewiesen, aus dem gefchloffen gewiesen, aus dem gefchloffen Streitfrage zu thun hätten. Und doch wird jeder ehrlich merkt mit trockener Deutlichkeit: werden könnte, daß Eigennutz werden könnte, daß Eigennut Urtheilende zugeben, daß erst nach Kenntniß dieser Sätze Elsfleth ist nichtständiges Mitglied des Reichs- Versicherungs. Der Rheder Schiff aus oder sonst ein niedriger Beweg- oder sonst ein niedriger Beweg- man den Standpunkt des Artikelschreibers voll würdigen Amtes für die See- Unfallversicherung. Die Briefgeschichte grund ihn zur Unwahrheit ge- grund ihn zur Unwahrheit ge- tann. Derfelbe plaidirt für mildernde Umstände für das wird wohl noch an amtlicher Stelle zur Erörterung ges trieben hätte, nur Aufopferung, trieben hätte nur Aufopfe- Vergehen und er greift Geschworne und Richter an, daß langen, da, ganz abgesehen von der ,, Verirrung" des„ leider), nur Freundschaft, nur Bartei rung, nur Freundschaft, nur sie dem politisch geächteten Angeklagten verweigert haben, auch der Ausbrud und freue mich, die Assekuranz Intereffe waren die Motive. Partei- Interesse te waren was in zahlreichen anderen Fällen den gemeinen Berbrechern gelber eingeheim ft zu haben" einigermaßen auf Es ist wahr, daß die Un- zugestanden wird. Mag man das behauptete Bergehen fällig klingt."-Doch halt! Das Organ des deutschfreis erklärlich, ja entschuldbar ist wahrheit immer verwerflich ist Ibsen's anders und schärfer beurtheilen, als dies Hafenelever finnigen Herrn Mosse kritisirt, faßt aber den Kapitalisten und wir sind die Legten, welche in dem Artikel des" Sozialdemokrat" gethan hat, aber eine Schiff mit Sammtpfötchen an. Es säufelt(„ Berliner Tages sie vertheidigen; aber erklärlich, Gemeinheit und eine niederträchtige Verleumdung ist und blatt" Nr. 406 vom 12. August): ia entschuldbar ist sie in diesem bleibt es, wenn behauptet wird, jener Artikel und die wärts" erklärt die Angaben des Herrn Adolf Schiff für Der Berliner Vors Falle. fozialdemokratische Partei überhaupt verherrliche und predige unglaubwürdig und spricht die Ansicht aus, Herr Schiff An dem vorstehenden Zitat der Kreuz- Zeitung", das den Meineid, sobald Partei- Interessen dies erheischen. würde sich gefreut haben, wenn er durch den Tod der Sees sonst im Wortlaut übereinstimmt, zeigt sich schon die Wie sehr sich übrigens der Artikelschreiber der Kreuz- leute die Kosten für Heuer und Rücktransport derselben Tendenz zu fälschen in der Art, wie die einzelnen Worte Beitung" selbstbewußt war, daß er die Unwahrheit schrieb, erspart hätte. Wir wollen keinesweg 3 denselben im Drucke ausgezeichnet sind. Die„ Kreuz Zeitung zitirt als er behauptete, daß der angezogene Artikel des Sozial- ungeheuerlichen Verdacht aussprechen; doch in"; wenn sie also Worte, ja ganze Säge fett wieder- demokrat" den Meineid verherrliche, das zeigt die Fälschung, können wir die Bemerkung nicht unterdrücken, daß es giebt, die es im Original nicht sind, so ist das eine welche er sich im zweiten Bitat noch einmal erlaubt hat. mindestens auffällig ist, wie man sich so irren kann, wen Fälschung. Aber es fommt noch hübscher! Das Junker- Wir wollen hier nicht nur davon reden, daß auch hier die ganzen es sich um eine Bemerkung über Tod und Leben blatt schreibt im Anschluß an das vorstehende Zitat: Sabheraushebungen in dem Zitat das eigene Werk des Artikel- von Mitmenschen handelt. Daß diese scharfen " Hieran schließen sich dann nach einer verleumde schreibers sind, obwohl er auch hier in" zitirt, also die Satz- Angriffe gegen Herrn Schiff gerichtet werden, darf ihn um rischen Anklage gegen die ganze heutige Gesellschaft verstellung mindestens eine grobe Unehrlichkeit ist. Auch über so weniger wundern, als er über pie Unfälle in einer überfolgende Kraftstellen: die eines Jesuiten würdige Parenthese zu dem Worte haupt sehr merkwürdigen Tonart berichtet. Er freut" fich, „ Und dann darf eins nicht vergessen werden: der Zeugen Nothwehr wollen wir uns nicht weiter auslassen. Anders die Assekuranzgelder eingeheimft" zu haben. Diese Aus eid wird uns gegenüber als das infamste Erpressungs- aber steht es mit der Thatsache, daß das Zitat, welches, brucksweise konnte freilich nicht die Vermuthung aufkommen mittel benutzt. Gleichwie der Straßenräuber dem Wanderer die Pistole auf die Brust sezt, um ihm das Geld heraus wie der Leser sich überzeugen kann, als ein fortlaufender lassen, daß sich das Wort„ leider" so merkwürdig„ verirrt" zupresjen, so schwingt jetzt die reaktionäre Staatsgewalt über und zusammen hängender Artikel wiedergegeben ist, zwischen hatte." Wenn Herr Mosse der Geschichte seiner eigenen zahlreichen Sozialdemokraten die moralische Keule des Gibes, den Worten:" Kein Verbrecher!" und" Desto schuldiger" Erwerbsthätigkeit mit Sorgfalt nachgeht, wird er vielleicht um sie zu zwingen, gegen ihre eigenen Freunde und Genoffen volle 27 Drudzeilen des Originals fortfinden, daß man weder Millionen, noch Palais, nod auszufagen und sie zu verderben durch Herbeischaffung läßt. Medjidjie Orden für Nichts und wieder Nichts erwirbt. eines Beweises, welchen unsere Feinde auf anderem Wege nicht erhalten können. Läßt sich da, wenn ein Genosse Prozeß das Gepräge des politischen Tendenzprozesses trage, Gras gewachsen, wer weiß, ob er nicht vielleicht in späteren In diesen Zeilen führt Hasenclever aus, daß der ganze Wäre über den Schurkenstreich des Biedermanns Schiff lieber die unwahrheit sagt, als durch seine Aussagen die daß der Vertheidiger Richter und Geschworene beschwor, Zeiten die Möglichkeit gehabt hätte, Kommerzienrath 3 Partei schädigt und seine Freunde und Genossen unseren die politische Parteirichtung des Angeklagten" nicht als werden. Feinden ans Messer liefert, nicht zu seiner EntschulBigung so vieles sagen, so mancher Milberungs- erschwerenden Grund ins Auge zu fassen, daß aber troß- Herr Schiff vom„ Berliner Tageblatt" nach allen Regeln grund anführen, ja sein Bergehen als aus einem übermäßigeu bem mildernde Umstände versagt wurden. der Kunst herausgehauen oder mindestens mit Glaceehand moralischen Zwang, als eine Art Nothwehr erklären? ( NB.! Nothwehr ist erlaubt, der Meineid im Parteiintereffe hier weniger die Schuld, weil er solchen einzelnen absonderliche Ursache. " Den Gesetzgeber," so heißt es in dem Artikel, trifft schuhen angefaßt werden. als Nothwehr also auch erlaubt!!!) Darum wird auch jeder lichen Fall nicht in Betracht ziehen konnte." Und nun vernünftige Arbeiter und Sozialdemokrat den Verbrecher nach erst folgt die Stelle: Desto schuldiger 2c." In diesem Sage verbüßtem, Zuchthaus in feine Armne schließen, für uns ist der eft aber ist das Wort„ Schwere" in umMann ein Märtyrer, fein fein Verbrecher! selbst * Anmerkung des Segers. Der ehrenwerthe Schiff brecher! Desto schuldiger sind aber die Geschworenen, gefälscht, wahrscheinlich um den Verfasser eine Dummheit fehler" zugestoßen, indem sich das Wörtchen leider", welches welche das Schuldig des Meineides aussprachen und die Richter, fagen zu lassen. fich auf den plöglichen Verlust zweier schöner Schiffe beziehen welche die Strafe des Gefeßes noch verdreifachten(?). Sie So also zeigt sich, daß das Hauptbelastungsmaterial follte, an die Stelle hinverirrt hat, wo von der Rettung sind bei vor dem Richterstuhle der Moral aufs schärfste zu ver- der Kreuz- Zeitung" nur gewonnen werben konnte dadurch, Mannschaft die Rede ist". Wie heißt der fritische Satz bede Wie lauten denn nun in Wirklichkeit jene„ verleumdedaß das edle Blatt eutscheidende Stellen ganz unterschlägt fritischen Brief des Notabeln Schiff Hugo" und" Rebede" rischen Anklagen" gegen die heutige Gesellschaft, welche die dem Artikel des Sozialdemokrat" verhält, aber so mit allen geheimist zu haben; leider ist bei beiden Schiffen die Mannschaft " Kreuz- Zeitung" ihren Lesern unterschlägt? Hören wir übrigen Beweisen". Muß doch sogar das in der Nr. 140 Schiffe beziehen, so hieße der Satz: Es folgen in dem Artikel des Sozialdemokrat" zunächst vom 18. Juni ds. Js. im Vorwärts" abgedruckte Ge10 Zeilen, in denen ausgeführt wird, daß in der heutigen bicht der in den Staßfurt- Magdeburger Meineidsprozessen " Hugo" und" Rebecke" habe ich leider total verloren und Gesellschaft die Lüge ein allgemein geübtes Mittel und verurtheilten Genossen Georg Biczorowsky als Beweis dafür beiden Schiffen die Mannschaft gerettet." speziell in der Diplomatie eine anerkannte Waffe sei. Dann herhalten, daß der Vorwärts" über den geleisteten Meinheißt es weiter: Aber Herr Schiff, Herr Schiff, wir trauen Ihnen Bieles, demokrat" in Zürich. eid" denkt und fühlt wie der Meineidsemipfehler Sozialwir trauen Ihnen Alles zu. Aber außer dem bösen, ach! wie Antwort: Schuft! Auf eine solche Unterstellung haben wir nur eine scheußlicher Konstruktionsfehler paffirt sein, für den mein böfen bedauerlichen Schreibfehler" sollte Jbnen noch ein folch Jüngster er geht in die fünfte Klasse der Boltsschule welche das Gesetz zur Ergründung und Sicherung der Wahrheit Jm Uebrigen wollen wir diese Ausführungen schließen, Sie es für viel Geld Wenn das leider" dahin gehörte, wohin eine hohe Strafe setzt. Wenn teine mildernden Um indem wir die Worte folgen lassen, welche der Staats. Sie es für viel Geld ich glaube, Sie gaben die freudig ein Zuchthausstrafe von einem Jahr ein. Aber bei der Rechtsanwalt in dem bekannten Prozeß Stöcker contra Bäcker was bedeutet denn das nackte, fable„ ift"? Es müßte dann doch etwa heißen: bei beiden Schiffen ist die Mannschaft gerettet" Ich sehe den Ewald heute zum ersten Male, während ihm ein kleiner Münchhausen und ein großer Schuft, Sie Taufend " Herr Stöcker hat nach dem Protokoll beschworen: oder die Mannschaft ist bei beiden Schiffen gerettet". Sie find Bei einem Meineidsfall sind für den Richter stets zwei un nachgewiesen ist, daß er mindestens zweimal mit Ewald fünstler der Seeversicherung. Wie hoch waren denn die Schiffchen Punkte für die Strafausmessung maßgebend: 1) Etwaige Bor Auge in Auge verkehrt hat. Die Aussage des Zeugen eine Ahnung", daß sie ihnen total verloren" gehen würden? in Pausch und Bogen versichert? Hatten Sie gar vorher fo bestrafungen, Rückfall 2c. 2c., die auf eine niedere Sinnesart Stöder in seinem Prozeß ist ohne Zweifel falsch, es giebt Sie verkleinern sich, Herr Schiff, und Sie reiten sich immer ärger Im aber falsche Eide, welche nicht strafbar sind, und dazu ge- hinein mit ihrer Verlegenheitslüge, Sie Bremerhaven urtheilen." Wohl der Verurtheilte soll in formeller, feierlicher Weise die unwahrheit gesagt haben, er foll als Beuge befragt und vereidigt, vor Gericht gelogen haben eine Handlung, auf sprechung fommt es vor allen Dingen auf die Beweggründe äußerte. Diese Worte lauten: des Handelns an, die mehr oder minder schlechte, sträfliche, er wiesene oder mit Sicherheit anzunehmende Absicht. des Angeklagten hindeuten; 2) die gewinnsüchtige Absicht bei Ableistung des falschen Eides. vorliegenden Falle aber fehlen beide Borbedingungen. hört dieser." Der Angeklagte war noch nicht bestraft; eine gewinne U. A. p. g. " die Ruthe bekäme. Es hat eben Alles seine natür Thomas in zweiter Auflage, Sie ? des bel gern hinlügen möchten, Mitglied des Vorstands der See- Berufsgenossenschaft und des Reichs- Versicherungsamts. Der gute Alte hatte Jacqueinin geliebt, jetzt verehrte und schwarzgelber als zuvor. Es lag auf ihm wie ber Armen zu Boden, wie ein gefällter Baum, er schlug mit seinem Kopf auf die Steinplatten, die einen er ihn. Er sah nicht in ihm den Fälscher, der sich dreißig dumpfen Ton vernehmen ließen. Jahre lang der Gerechtigkeit entzogen hatte, sondern den Man stürzte auf ihn zu und hob ihn auf. Er schien Mann, der sich von seinem ursprünglichen Lüderlichen nicht mehr zu athmen, aber sein Herz schlug noch. Und in Leben zu der reinen Höhe wahrer Sittlichkeit erhoben hatte dem Zimmer herrschte Schweigen, das kaum durch Stimmen, und der Tag für Tag sich geschleppt, Opfer gebracht und die leise mit einander flüsterten, unterbrochen wurde. Babette gelitten hatte und der versucht hatte, den Gipfel zu erSchluchzen erschüttert. Barbe stand blaß und mit irrem erblicken. Blick nicht weit von ihr und war starr und unbeweglich seinen leblosen Kopf stützte, ganz leise sagen: Schatten von etwas, das man nicht bemerkte. hatte topfschüttelnd gesagt: Beim Anbruch der Nacht war der Arzt gekommen und der Schlingapparat ist bei ihm gelähmt. Der Unglückliche sollte Nahrung zu sich nehmen, aber lehnte seitab, das Gesicht in die Hände vergraben und von Klimmen, auf dem wir das reine Licht des wahrhaft Guten Petit- Waudru dem armen sterbenden Schlepper etwas von Alstündlich einmal, ohne viel zu hoffen, versuchte Herr Am Morgen hatte der Anblick Toubeau's den Schul- Lippen einzuflößen und ihm so das Leben tropfenweife einer stärkenden Medizin zwischen die festgeschloffenen wie ein Steinbild. Der Richter schrieb über den Tisch ge- lehrer erschreckt. Sein Gesicht erschien nicht mehr blaß, wiederzugeben, das mit jedem Athemzug aus seinem Körper in einer frampfhaft zuckenden Falte zusammengezogen. Man schwarzgelbe Farbe des Todeskampfes. Die Augen, in die Toubeau entkräftete. Er starb aus einer anderen Urfache neigt mit fieberhafter Haft und seine Augenbrauen waren zeigte nicht mehr jene Starrheit wie sonst, sondern trug die entwich. Aber es war ja nicht der Hunger allein, ber hörte Jacquemin, der zu Toubeau hingegangen war und noch am Tage vorher der ganze Geist sich zusammendrängte, Er hatte während der letzten fieben Monate nur das Leben D, jetzt möchte ich sterben! Aber das wäre des Glückes wurden von einem sonderbaren wahusinnigen Feuer, sie die Seele sich regen gefühlt, welche diese eine Liebe ben er besaß, die groß und wild dreinblickten und belebt geführt, welches er jenem einen Manne verdankte und nur schien kleiner geworden und Herr Petit- Waudru hatte sich, verdorrt beim Schrei dieses Mannes selbst und seine Gelesen von den Lippen eines Sterbenden. während er sich den Unglücklichen betrachtete, gefragt, ob er hatte beim Schrei der Blödsinnigen sein Hirn zersprengt Er starb, weil er den nicht mehr Es war ein Sommerabend. Es konnte zehn Uhr sein. der Reflex der Kerzen den Schein eines gewissen Lebens fegnen konnte, den er gesegnet hatte, weil er Jenen nicht Indeß hatte er zu ihm gesprochen und ein heiserer bewegten sich wie in einem heftigen, inneren Rampf. zu viel! Sechstes Buch. I. Eine Lampe, die an der Decke des fleinen Saales in dem weißen Hause" hing, beleuchtete das traurige Gesicht des an dem Schreibtisch arbeitete, der an der Wand stand. da vor sich nicht einen falten Körper sähe, dem nur noch um davonzufliegen. verleihe. Seele Ein Herrn Petit- Waudru, der zwischen seinen alten Büchern Ton war zwischen den zusammengepreßten Lippen des heftiger, unbeschreiblicher Streit widersprechender Ge Der Strohseffel, auf dem Jacquemin in der Nacht Born hervorgestoßen wurden, hatten sich seinem Munde ent- armen Kopf, der da lag, zu toben, und das Rop Kranken hervorgekommen. Unartikulirte Laute, die wie im fühle und feindlicher Leidenschaften schien in diefem 3 feiner Ankunft in Pont sur Sambre geschlafen cungen und Herr Petit- Waudru hatte bei seinem Geflüster tissen, hatte, und der Tisch, auf welchem er am Morgen die Worte unterschieden: seiner Abreise ein Glas Wein von dem Lehrer angenommen, Mein Vater hatte, standen noch auf demselben Play, ebenso wie das an auf dem er ächste, erweckte den Gebanten Mund auf, fich zu bewegen, er blieb starr; es schien bann, an ein geheimnißvolles Schlachtfeld. Zuweilen hörte ber der Wand hängende Portrait. Die laue milde Nachtluft dem Kranken wieder genähert und war erschreckt zurück zusammen, als wolle er gegen etwas Protest einlegen Etwas später im Lauf des Tages hatte sich der Lehrer als ob er zu sich selbst spräche. Dann wieder schauerte a strömte durch das offene Fenster herein und manchmal unter gefahren. Toubeau war am Morgen im Vergleich zu früher und auf diesen ruhelosen Lippen, auf diesem Geficht mit brach sich der Lehrer in seiner Arbeit, hob den Kopf und kaum zum Wiedererkennen gewesen; jetzt erkannte man in bem irrsinnigen Ausdruck, las man in manchen Momenten lauschte auf Athemzüge, die man aus dem Nebenzimmer ihm den Menschen vom hörte. selben Morgen nicht mehr. die Seine Augen waren geschlossen und ein unverständliches Er hatte das Versprechen gehalten, das er Jacquemin Murmeln bewegte seine Lippen, die sich beständig mechanisch Worte: Mein Bater!- mein Vater! burd Und der Friede, der in Sommernächten vom Himmel gegeben, und schon seit zwei Tagen ruhte Toubeau in dem öffneten und schlossen. Man hätte sagen können, daß die herabzustrahlen scheint, drang in das düstere Zimmer& gaftlichen Zimmer, das Herr Petit- Waudru zuweilen sein Umrisse seines Gesichtes nach und nach zusammenschrumpften. das geöffnete Fenster herein. Besuchszimmer nannte. Seine Augenhöhlen waren eingefallen, die Haut noch dunkler Fortsetzung folgt.) ein Probeschwimmen des An 581A Joll 19deal " Zu der Katastrophe in der Neiffer Militär- 1, Der Meinung, daß die deutschen Fabrikanten nur deshalb Wenn das Kölnische Zentrumsblatt darauf noch einem Schwimmanſtalt. Wir haben bereits in der vorigen Belgien und Böhmen aussuchen, weil dort die Näh- hohen Adel seine Reverenz erweist und erklärt, es werde Nummer von dem furchtbaren Unglück berichtet, bem acht löhne billiger find, tritt der Beright, an der Danb einer ihm viel leichter, den historischen Abel zu respektiven, als blühende Menschenleben zum Opfer gefallen. Der, Ober- vergleichenden Lohnstatistik entgegen, woraus fich ergiebt, bas in einer Hand vereinigte Kapital", was es ausbridschlesische Anzeiger" berichtet darüber: daß die Nahtpreise in den schlesischen und sächsischen Näherei lich" sage, damit man nicht etwa behaupte, es mache feine mächtigt ob des Unglücs in der Militär- Schwimmanstalt. In in Böhmen Gine furchtbare Aufregung hat sich der Stadt Neisse be- anstalten für manche Handschuhsorten geringer als Ausstellung vom sozialdemokratischen" Gesichtspunkt", fo Schaaren strömten die Bewohner der Stadt zur Neisse, um sich als Böhmen und und Belgien Belgien find." Noch niedriger versteht sich dieser Vorbehalt am Rande. Wir sind freilich Die unglücklichen fieben Opfer der Katastrophe anzusehen. Der triumphirt das Rapital, find die Sarzer Löhne, ein b. 5. neugebackene Junker, in einen Topf zu werfen. Gleiche die böhmischen und belgischen Hungerlöhne, so unbefangen, Großbürger, geschichtliche und ungeschichtliche, Bugang zur Militär- Schwimmanstalt ist aber fofort nach dem Unfall abgesperrt worden. Ueber zwei gefundenes Fressen für die Unternehmer, die nach Näh- Brüder, gleiche Kappen! Jm Uebrigen mögen die liberalen Stunden lang wurden von den auf der Unglücksstätte au schulen" und anderen gemeinnützigen" Anstalten rufen, Organe die Strafpredigt ihrer ultramontanen Kollegin mit menden Lazarethgehilfen und von den sofort hinzugerufenen worin die Weiber und Mädchen, Groß und Klein dressirt Nußen lesen, wenn es ihnen auch recht ſauer ankommen Militärärzten Bieber belebungsverfuche an den Gr- werden für die feine Arbeit. Belcher Gewinn wird produ- mag! trunkenen angestellt, die aber leider vergeblich waren. Was zirt bei unbeschränkt langem Arbeitstag in elendeſter Beben Unfall ſelbſt angeht, so trug sich derfelbe folgender- hausung unter jämmerlichen Lebensbedingungen durch die maßen zu: Mittwoch Bormittag fand in ber 10. Stunde belitaten Finger" von Kindern und Frauen! Gewiß, die haben, hat das Genfer Volk mit drei Fünfteln der abDer Proporz" in Genf. Wie wir bereits gemeldet Bataillons des Infanterie- Regiments von Winterfelben Handschuhnäherei verdient das Eingreifen des Herrn von gegebenen Stimmen in die Kantonsverfassung die Vormbes 1. und 2. Bataillons vom Infanterie- Regiment Berlepsch. Wir haben noch nicht genug haus- schrift aufgenommen, daß die Wahlen in den Großen Rath Bar: 68 statt, alles in allem etwa 200 Mann. Dieselben waren industrielles Glend in Preußen. barfüßig, trugen Drillichanzug und Müge und hatten als nach dem Grundsatz der proportionellen Vertretung voreinziges Gepäct ihre Bajonettirgewehre auf dem Rücken. Krypto Republikanismus." Boller Entrüstung ber Züricher Poft"( Nr. 187 vom 11. Auguft) für den zunehmen seien. Bereits stellt der Staatsrath, heißt es in beiben Ufern der Neiffe waren Truppen aufgestellt, welche fich wendet sich eine offenbar parteioffizielle württembergische Mitte August zusammentretenden Großen Rath die Vorlage mit Blazpatronen beschoffen. Die Freischwimmer waren bem Korrespondenz der volksparteilichen Frankfurter über die Ausführung des neuen Grundsatzes fest, sodaß aller Truppentheil auf dem rechten Neiffeufer zugetheilt, fie follten Beitung"( Nr. 224 vom 11. Auguft) gegen den national- Wahrscheinlichkeit nach in Genf schon die nächste Erneuerungsdie Reiffe nach der Militär- Schwimmanſtalt zu durchschwimmen liberalen Schwäbischen Merkur", weil dieser in einem und den Feind vom linksfeitigen Ufer verjagen. Geschwommen schwäbischen demokratischen Blatt ein paar Säge" gefunden Jahres- nach dem Proporz"-System vor sich geht. Auf Schwäbischen Merkur", weil dieser in einem wahl der gesetzgebenden Behörde im November dieses ichwa, in 3 bet Blatt ein paar ourbe in 3 Gliedern, im ersten Gliede der Schüßenlinie) habe, die ihm geeignet scheinen, gegen die Bolts partei Tessin und Neuenburg folgt somit Einführung der Wahlschwammen die 23er, im zweiten und dritten Gliede( dem Soutien) die 68er. Der Abstand in den einzelnen Reihen be- den Vorwurf des Krypto Republikanismus reform als Dritter im Bunde derjenige Kanton, von welchem ting von Mann zu Mann über zwei Armlängen, der der( b. h. des verkappten Republikanismus) zu machen". Der aus diese Reform zuerst in der romanischen Schweiz angeregt einzelnen Glieder 20 Schritt. Die Strömung des Flusses schwäbische Briefschreiber erklärt: Vorwiegend ist... bie und in ebenso trefflicher als beharrlicher Weise immer bewegt sich am linken User, auf das der Sturm gerichtet war, Meinung in der Volkspartei herrschend, daß auf den In wieder befürwortet worden ist. Lange schien es, daß diesen bin, dort ist daher der Fluß sehr tief, während er am rechten halt weit mehr ankomme, als auf die Form, und daß eine Bemühungen praktischer Erfolg versagt bleibe; aber die Ufer ſeicht ist, so baß er hier durchwatet werden kann. Das aufrichtig tonstitutionelle Monarchie. erfte Glied, die Schüßenlinie, watete bis zur Strömung, einer Scheinrepublik vorzuziehen sei." Für die Bourgeoisie in Boden oder unter Dornen und Disteln gefallen. In den ausgestreuten Samenkörner sind nicht alle auf steinigen fehte dort mit Schwimmen ein und hatte schon die Hälfte allen ihren Schattirungen ist es in der That burchaus gleich- Bergen und an den Seen von Neuenburg, Genf und Tessin des nur wenige Meter breiten Stromes schwimmend zurückgelegt, als plöglich in die Hurrahrufe, mit welchen die giltig, ob sie ihre kapitalistischen Funktionen in fanden sie soviel gute Erde, daß die Saaten bald nachSchwimmer das Ufer stürmen sollten, fich il fefchreie einer Monarchie oder in einer Republik ausübt. Name der einander zur Reife gediehen, und gewiß wird es nun nicht mifchten. Mehrere Solbaten waren schwach ge Staatsform ist Schall und Rauch, so lange die bürgerliche mehr allzu lange währen, bis sie auch anderwärts im worben und untergefunken. Die Nachbarn links Gesellschaft in ihrem Fortbestand und in dem möglichst un- Schweizerlande Frucht bringen. Die Genfer Abstimmung, und rechts eilten, ftatt weiter zu schwimmen, ihnen zu Hilfe, gehemmten Bollzug ihrer geschichtlichen Sendung, der tapi jagt das Züricher Blatt, ist der Sieg des Gedankens und es entstand in der Schüßenlinie Unordnung. Die zwette talistischen Ausbeutung, nicht gestört wird. Die schwäbischen ber Gleichberechtigung Aller. Sinie. welche unter dem allgemeinen Surrah Volksparteiler haben ja in ihrem Stuttgarter Kan Brogramm findet sich bekanntlich die Forderung der proIm Erfurter gefchrei von den Hilferufen nichts vernommen hatte, bi baten von der 1890 er Reichstag 3-2 a b 1.portionalen Bertretung. Ichwamm nunmehr in die erste hinein und . befchwamm biefelbe. Nun war das Unglüc fertig, der jüngst die berufene Unterhaltung mit dem König von " 3n bellen Haufen flammerten fiche Württemberg gehabt hat, das Muster eines monarchischen baten an einander an unbriffen fich so gegen: Normal- Demokraten:„ Majestät! Ich bin bei Ihnen an- Bulgarien gegen Rußland. Die bulgarische Regies oberg in bie Ziefe. Gine Kompagnie Bioniere, welche geschwärzt worden, als ob ich Demotrat wäre. 3 bin rung erklärt amtlich durch die„ Agence Balcanique":" Bir mit halb der Unglücksstelle Bontonirübungen machte, eilte fofort aber kein Demokrat; ich bin Bartifularisto sprach am find neuerdings ermächtigt, zu erklären, daß die viel war, bren Bontons zur Hilfe herbei und rettete, was zu retten 5. Juli 1992 der würdige Geheime Kommerzienrath Kar war. Die Schwimmlehrer der Freischwimmer, welche ihnen als 2otte.Führer voranschwammen und theilweise bereits das andere Üfer und halfen, so viel sie helfen konnten. An eine Ruderstange Vom deutschen Branntwein. Der„ Reichs- Anzeiger" ( r. 183 om 19ugu, enthält nachstehende Nachweiſung bieden sämmtlich gerettet, einen Sergeanten riſſen brei Mann, über die Produktion, die Versteuerung und den Bestand in bie fich an ihm fefthielten, in die Tiefe in brei miländischen Branntweins für den Monat Juli 1892. durch ein Wunder entging er dem Verderben. Ein Schwimm-| lehrer zog drei Mann hinter einander aus dem Wasser. Als das Signal zum Sammeln ertönte, fehlten acht Mann, welche später leblos durch Zaucher and Land gebracht wurden. Von ihnen tam einer, ber Musketier Schlomb3 ( 10. Komp. 23. Infanterieregiments) wieder zu sich, die anderen, deren Namen bereits mitgetheilt wurden, waren todt. Von den Berunglückten gehörten je einer der 10. und 11. Kompagnie des 23. Infanterie- Regiments und einer der 6. Rompagnie des 63. Infanterie- Regiments an. Ein Fehler, der sich schwer gerächt hat, ist bei der llebung begangen worden, e war vergessen worden, Kähne hinter den Schwimmern herfahren zu lassen, welche die etwa matt gewordenen de Beitabschnitt, bes Menge des nach Ent richtung der Verbrauchs auf welchen die Betriebsergebnisse hergestellten abgabe in den freien Verkehr übergeführten Branntweins. sich beziehen Schwimmer hätten aufnehmen können. Abends um fechs Im Monat Juli 1892. Uhr ist auch der achte Freischwimmer, welcher noch Dazu:. aus den Vormonaten des lebend den Fluthen entrissen worden ist, im Garnisonlazareth laufenden Betriebsjahres... gestorben. Die Beerdigung sämmtlicher Verunglückten wird, Busammen vom Beginn des Be wie verlautet, am Sonntag stattfinden." daß in dieser Weise mit Menschenleben sagen wir Ist es überhaupt nothwendig, so fragt sich der Bürger, triebsjahres( 1. Ottober 1891) bis zum Schlusse des vorbezeichneten Monats experimentirt wird? Sind die deutschen Soldaten Versuchs In demfelben Zeitraum des Vorlässigkeit, ohne . 56 416 158 066 besprochenen geheimen russischen Dokumente fich unter den Prozeßaften der Affäre Beltschen nicht befunden haben, somit die Richter in keiner Weise beeinflussen konnten. Wir berufen uns in dieser Hinsicht auf die diplomatiſchen Agenten der europäischen Mächte in Sofia, welche diese Thatsache bestätigen können. Es ist daher auch nicht wahr, daß der den mit der Wahrnehmung der russischen Interessen in Bulgarien betraute diplomatische Agent Deutschlands unter Geltendmachung des Umstandes, daß das Urtheil auf apokryphe ( gefälschte) Dokumente sich stützte, die Begnadigung der Verurtheilten verlangt habe. Nur die diplomatischen Agenten Italiens, Rumäniens und Belgiens riethen in freundschaftlicher, nichtoffizieller Form zur Milde. Desgleichen ist die Meldung französischer Blätter, daß die Richter die Ver urtheilten der Gnade Stambulows empfohlen hätten, vollkommen aus der Luft gegriffen." Die Agence Balcanique" theilt des Weiteren mit, die erwähnten erwähnten russischen Hektoliter reinen Alkohols Geheimpapiere seien der bulgarischen Regierung durch früheren Sekretär der russischen Gesandtschaft Jacobson ausgeliefert worden, den jetzt die russische Polizei wegen der Entwendung amtlicher Urtunden verfolge. Es wird ferner darauf hingewiesen, daß die Behauptung des Journal de St. Petersbourg", die Verurtheilten seien gehindert worden, Rekurs zu ers greifen, und daß dieselben an dem, dem Urtheile nächstfolgenden Tage hingerichtet worden seien, mit den Thatsachen im vollen Widerspruche stehe, da der Urtheilsspruch am 7./19. Juli, die endgiltige Verurtheilung am 9./21. und die Hinrichtung am 15./27.Juli stattgefunden habe. Alle Verurtheilten haben Rekurs ergriffen, welcher dem Stellvertreter des Brinzen sammt dem Urtheil unterbreitet wurde. Schließlich hebt die Agence Balcanique" die von dem russischen Journal" Novosti" veröffentlichten Aeußerungen Bautows 2 696 586 2 753 002 2 781 657 1 668 777 1826 843 1 834 202 thiere, bei denen es nicht darauf ankommt, ob sie mit heiler jahres. Haut die Probe überstehen? Fest steht jetzt bereits, daß eine auf das Schärffte zu tabelnde Fahr Am Schluffe des Rechnungsmonats verblieb in den die bas Unglück hätte ver- Lagern und Reinigungsanstalten unter steuerlicher Kontrolle von den Vorgesetzten der un- ein Bestand von 600 486 Hektolitern. Der Liberalismus und das goldene Kalb". hütet werden können, glückseligen Schwimmer begangen worden ist. Ob und was die Steuerzahler, die Bürger, die mit ihrem Leib und Leben, mit Gut und Blut dem Militarismus verhaftet Unsere Nandglosse zu der Tageblatt- Lamentation über den und Peter Stantschews hervor, in welchen das Bestehen erfahren, weiß Niemand, dank der Thüren spielt. Wer forücksichtslos mit dem Anlaß zu folgenden Bemerkungen: preußischen Militärgerichtsbarkeit, die hinter verschlossenen nischen Volkszeitung( Nr. 438 vom 10. Auguft) Vorgehen der bulgarischen Regierung ist so entschieden wie Leben der Soldaten wirthschaftet, daß er die einfachsten Vorsichtsmaßregeln außer Acht läßt, verdient die strengste Strafe. Es ist eine Schmach, daß in dieser leichtfertigen Weise mit dem Leben braver Leute Hazard gespielt wird. urreaktionären unter dem Vermischten") giebt der ultramontanen Kölund Stambulows gebildeten Liga festgestellt wird. Das geschickt. Mag der Barismus fich drehen und wenden wie er will, er ist überführt. Die Organe des Rapital- Liberalismus bezw. der Bourgeoisie verstehen es nicht selten, ihrer Meinung von der nothwendigen Rußland auf dem Wege nach Indien. Nach einer Sochschäüung und Respektabilität großen Geldbefizes einen fonderbaren Ausdruck zu geben. So schreibt das Berliner aus Simla vom 11. Auguſt batirten Drahtmeldung des Tageblatt", das Schicksal eines großen Finanzmannes rufe" Reuter'schen Bureaus" soll zwischen Russen und Afghanen allseitige Theilnahme" hervor. Befagter Herr ist nämlich in im Pamirgebiet wieder ein Zusammenstoß stattgefunden Das ist gewiß ein haben. einem Ostseebade irrsinnig geworden. Der Londoner Standard", das konservative schweres Unglück und höchst bedauernswerth. Wir sehen nur Hauptblatt, meldet aus Tientsin( China) unterm 12. Auguft, nicht ein, daß es aus dem Grunde allseitige" Theilnahme her bie chinesische Regierung habe den ernsten Charakter der Wenn daffelbe einem Arbeiter passirt, deffen Familie durch das Pamirfrage" erkannt, und es hätten infolge dessen Unglückt ihres Ernährers hungern muß, fo ist dieses Schicksal Infanterie- und Kavallerie- Abtheilungen Befehl erhalten, viel tragischer und weit mehr geeignet, allfeitige Theilnahme Kashgar zu verlassen und sich nach Rang- Kul, chinesische hervorzurufen; in diesem Falle würde aber das Berl. Tgbl." Proving Siriful, zu begeben.die Sache nicht einmal erwähnen. Um einen Lehrer, der eine Generation von Menschen erzogen hat und schließlich so endet, wird Wo foll aber die„ allseitige" die ganze Gemeinde trauern. Von der Hausindustrie. Der Rapitalismus braucht Menschenfleisch. Nur in einer gewissen Anwandlung von Scham zögert er dieses einzugestehen, und fordert seine Opfer unter dem Namen der" Industrie", womit er nur " Von der Cholera. Nach den am 12. August vor fich selbst meint. Die Frankfurter Beitung" ( Nr. 220 vom 10. August) bringt unter dem Titel„ Das Handschuhnaht: Gewerbe, ein neuer Eriverbszweig einen Bericht der Handelskammer zu Halber stadt an den Handelsminister, in welchem diese über ihre Bemühungen berichtet, das Handschuhnaht- Gewerbe leistungs fähiger und als Erwerbsmittel für unbemittelte Kreise geeigneter zu machen. Des langen Berichtes turzer Sinn geht dahin, einen besonderen Theil der Bevölkerung einfach für das Handschuhuaht- Gewerbe von Kindheit an zu züchten, finnigften Leuten Menschen giebt, die den vielfachen Millionär 9. Auguft 48, in Sfamara 38, in Ssaratom 32 und in MosTheilnahine herkommen, wenn es einen Mann betrifft, der sich liegenden russisch- amtlichen Meldungen scheint bie nur durch enormen Kapitalbesitz ausgezeichnet hat Wir er- Cholera in Samara, Sfaratom und im Dongebiet abzuIn Rostow starben an der Epidemie ant wähnen die Sache deshalb, weil es selbst unter unfern frei- nehmen. allen Nichtbesigenden Erbitterung hervor." nur feines Geldes wegen als eine Art höhern Wefens be tau 6 Personen. In Nishnij- Nowgorod tamen am 10. August handeln. Dieselben Personen, welche für den Altar und die 6 Cholera- Todesfälle vor. Von den Städten ist Orenburg Geheimnisse des Glaubens eite! Spott haben, knieen in ihrem gegenwärtig am stärksten von der Epidemie heimgesucht; es Herzen nieder vor dem„ König Mammon und feinen es tamen daselbst am 9. Auguſt 253 Cholera- Erkrankungen und präsentanten. Wir haben hier nur ein fleines Beispiel angeführt, wer wie der Vorwärts" es thut- bie liberale 127 Todesfälle vor.- Auf eine Anfrage des Stod. Breffe von diesem Gefichtspunkte aus durchblättert, ist um bol mer Stammerkollegiums bei dem schwedisch- norwegischen Hunderte von Pendants nicht verlegen. Go etwas ruft bei Gesandten in Petersburg, ob dort Cholerafälle vorgekommen Gerade in feien, hat der Gesandte am 12. August telegraphisch geeiner Großstadt wie Berlin wird mancher Mann bei antwortet, daß amtliche Angaben mangelten; auf eine An-, Lektüre eines solchen Artikels denken: Sätte ich ein Mal das frage bei dem Medizinaldepartement habe er die Auskunft Unglück und würde irrsinnig, so hätte Niemand mit mir Theil erhalten, daß bis zum 7. d. M. kein Cholerafall in Petersnahme, im Gegentheil würden die Leute vielleicht sagen: der burg vorgekommen sei. wird wohl zu tief in's Glas gefehen haben" oder dergleichen." Und ist es denn nicht so? Aber eine gewiffe Presse verlangt, baß, wenn einem großen Finanzmann" oder feiner Familie irgend ein Unglück auftößt, halb oder ganz Berlin frauern soll. Diese Bourgeoisie, die nicht genug spotten fann über„ Adelsvorrechte und blaues Blut", mißt die Menschen nur nach der fie unfähig zu anderer Arbeit zu machen, ihren Körper joweit zu verkümmern, daß die Händchen für diese Arbeit fein bleiben. Die weibliche Bevölkerung der kleinen| der Industrie" auserlesen sein. Sie sind ein bereites Harzstädtchen und besseren Kreise" soll zu dieser Hebung Schlachtopfer für die Indufirie", d. h. für die Herren Berleger, die fapitalistischen Ausbeuter. Wer mit Ausnahme etwa Eugen Richter's und des weiland Sonneberger Landraths Bambino Baumbach wird die Einführung der worten, dieser unheilvellsten Unternehmungsform des KapiHeimarbeit, die in erster Reihe in Frage tommt, befür talismus? Niemand, der die Elemente der sozialen Politik| industrie, wie sie in den Werken eines Thun, Schnapper tennt. Die erschütternde Geschichte der deutschen HausArndt, Emanuel Hans Sax u. f. w. niedergelegt ist, belehrt über ben Stand der Dinge. Aber profitlüftern und schlau berechnend weist die Halberstädter Handelskammer auf das treibende Motiv, die Wohlfeilheit der Arbeitskräfte, hin: Schwere ihres Geldfacts." Admiralstr. 18 c. Märkischer Hof. Admiralstr. 18 c. Für den Inhalt der Inserate über- d Sonnabend, den 20. August 1892: id nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, ben 18. Friedrich- Wilhelmstädt. Thenter. Methusalem. Oftend Theater. Die Juden von Worms. Bellealliance- Theater. Das Kleine Krokodil. Adolph Ernst- Theater. Fräulein Feldwebel. Thomas.Theater. Ein Frizz ReuterAbend. Sommernachts- Ball arrangirt vom rispoljop Sozialdemokratischen Agitations- u. Diskutirklub„, Spinoza" Süd- Ost II und ,, Männer- Chor Süd- Ost" sowie des Gesangs- Humoristen Genossen Osang. Herren- Billets 50 Pf., Damen- Billets 30 Pf. Anfang 8 Uhr. unter gütiger Mitwirkung der Gesangvereine Das Komitee. Vereinslokal Reichenbergerstr. 47 bei Tripke zu haben. Billefs find in allen mit Plakaten belegten Handlungen sowie im Vergnügungs- Verein 452/13 Amor II. Kroll's Theater. Der Trompeter Sonntag, den 14. August, bei Pape( früher Knebel), Badstraße 58: II. Don Gattingen. Hierauf: Der Große Theater- Dorfellung. Brautmarkt zu Hira. Berl. Sommer- Theater Beitrag 10 f. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Anfang 4 Uhr. Mitglieder und Genossen werden hierzu freundlichst eingeladen. Pf. ( Bock Brauerei, Tempelhofer Berg.) ( Artistischer Leiter: Paul Pauli.) Sonnabend, den 13. August: Vorstellung in 5 Abtheilungen. 61/2 Uhr: Concert, Musikdirektor Rachfall. 7 Uhr: Spezialitäten 1. Ranges. Auftreten des Morlay- Trio, musikalische Excentrics. 8% Uhr: Die Zillerthaler. Liederspiel von F. Nesmüller mit Ferd. Worms als Gast, 91/2 Uhr: Specialitäten 1. Ranges. Ringkampf- Parodie der Gebr. Schwarz. 101/4 Uhr: Grosses Ballet. Prima Ballerina: Marie Ala. 5 SoloTänzerinnen, Corps de Ballet 20 Damen. Fantoches- Theater des Mr. Winn. Täglich: Grosse Vorstellung. Siehe die Anschlagsäulen. Sonnabend, den 20. August: Benefiz 1469b Der Vorstand. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. 0033 Montag, den 15. August, Abends 8 Uhr: Branchen- Versammlung der Schlosser und Maschinenbauer im Restaurant Feuerstein( Gartenfaal), Alte Jakobstraße 75. Zages Ordnung: 3 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über: Sozialismus und Anarchismus. 2. Diskussion. 3. Vertheilung der statistischen Fragebogen und Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. 480/11 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Achtung! Puter. Achtung! Große öffentliche Versammlung der Putzer und Handwerksgenossen Berlins und Umgegend am Sonntag, den 14. Auguft, Vormittags 10% Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57. Tagesordnung: Freie Volksbühne. Am Sonntag, den 14. August: Zur Feier des 2jährigen Bestehens der Freien Volksbühne Grosses Waldfest im„ Müggelfchlöchen" bei Friedrichshagen. PROGRAMM: 1. Von 8 Uhr ab Früh- Konzert. Das Konzert während des Tages wird ausgeführt von 8 Arbeiter- Gesangvereinen, der Friedrichshagener Kurkapelle und einer Kapelle der Zivil- Berufsmusiker. 2. Um 10 Uhr: Einholung und Umzug der Zigeuner bande, dargestellt von dem Schauspieler- Personal des Bellealliance- Theaters. zum späten Nachmittag stattfinden. Darauf Aufschlagen des Lagers im Walde, wo die übrigen Produktionen bis Jungmann.( Drefsirte Pferde, Jockeyreiter, dreſſirte Hunde, Luftgymnasti 3. Um 11 Uhr: Erste Vorstellung des Zirkus Hasse und u. f. w.) Weitere Vorstellungen mit wechselndem Programm finden den ganzen Tag über statt. 4. Um 12 Uhr: Produktionen eines Tauchers auf dent müggelfee. Mittags- Konzert. = 5. m 2 Uhr: Schwimmfest. 1. Theil, ausgeführt vom Schwimm flub, echt".( Wettschwimmen und Wasserpoffe.) 6. m 3 Uhr: Schwimmfest. 2. Theil.( Sumor. Ruder- Regatta.) 7. Um 4 Uhr: Grosser Kinder- Festzug mit Kostümen, Ueberraschungen. Im Anschluß hieran: Kuchen Wettessen und Spiele für Kinder mit Preisen. 8. m 4% Uhr: Beginn der Bücher- Verloosung mit 400 Gewinnen. 9. Um 5% hr: Wettrudern des Rudervereins Vorwärts". 10. Um Uhr Abends: Ausgabe der Gewinne der Bücher Verloosung. # 9170190 11. Um 8 Uhr: Grosser Kinder- Fackelzug zur Eröffnung des Millal Riesen- Feuerwerks, gleichzeitiger bengalischer Beleuchtung der Müggelberge. und das feinen Abschluß findet in künstlerisch gestellten lebenden Bildern Während des ganzen Tages: 1. Tanz auf dem festlich dekorirten und Abends durch Lampions erleuchteten Riesen- Bal- champêtre, 2. Preiswettkegeln. 3. Preiswettturnen. 4. Preiswettschwimmen, 1. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse bei Ausführung von feuersicheren 5. Humoristisches Kasperle- Theater. 6. Prophetisches Kabinet. für den artistisch. Leiter Paul Pauli. Wänden( Batent Rabis) und wie stellen sich die Kollegen zu dieser Frage? 7. Raritäten- kabinet. S. Spiele für Damen und Herren mit Preisen Referent Kollege J. Dietridy. 2. Verschiedenes. Um den Besuch des Festes zu erleichtern, wird die Eisenbahnverwaltung Adolph zahlreicharter, Bertrauensmannen. fris Ernst- Theater.d Handwerksgenossen gebeten, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Müggelschlößchen ist eine neue, 200 Personen fassende Fähre eingestellt worde Es werden alle Bußer eine nach 1424b 2794L Fräulein Feldwebel. 3um 57. Male: Gesangsposse in 3 Atten B. Förster, Große öffentliche Versammlung von Ed. Jacobsohn und W. Mannstädt. der Dachdecker und sämmtl. im Dachdecker- Gerwerbe Musik von G. Steffens. Anfang 7%, Uhr. W Morgen: Dieselbe Vorstellung. Der Sommergarten ist geöffnet. beschäftigten Arbeiter Berlins am Sonntag, den 14. Auguft, Vormittags 10% Uhr, in Th. Bolk' Salon( früher Feuerstein), Alte Jakobftraße Nr. 75. Tages Ordnung: S 1. Die Gewerbegerichts Wahlen.( Referent wird in der Versamm Passage- Yung bekannt gemacht.) 2. Wahl der Kandidaten zu demselben. 3. Bericht des Delegirten der Streit- Kontrollkommission. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht Panopticum. eines jeden Dachdeckers nnd Arbeiters, in dieser Versammlung zu erscheinen. Neu! 358/9 Blaue Grotte Achtung! mit Waffer, Kähnen u. Beleuchtungseffekten. Neu! Eine Kriminalgeschichte in sieben lebensgroßen Gruppen. Castan's Panoptikum. Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Gratweil's Bierhallen Kommandantenstraße 77-79. Täglich: Auftreten der GermaniaKonzert- u. Couplet- Sänger. ( Damen u. Herren.) Der Einberufer: W. Rackwitz. Rixdorf. Achtung! Großes Arbeiter- Sommerfest am Sonntag, den 14. Auguft, in Appoldt's Salou und Garten, Knesebeckstr. 15, bestehend in Grossem Garten- Konzert, Vorträgen und Theater. Außerdem wurde mit der Dampfergesellschaft vereinbart: Von früh 7 Uhr geht alle halbe Stunde von der Jannowitbrücke ein Dampfer nach dem Müggelschlößchen. Die Inhaber einer Festkarte zahlen 10 Jahren zahlen die Hälfte. Es ist jedoch wünschenswerth, daß die Dampfer billets schon am Sonnabend, den 13. August, an der Kasse( Jannowitbrücke) gelöst werden, damit die Gesellschaft den Verkehr überschauen und noch recht zeitig Vorsorge treffen kann. Abends ist für Kremfer- Beförderung nach Adlershof und Johannisthal gesorgt. Der Restaurateur des Müggelschlößchens" verkauft Wurst, Fleisch Feftfarten à 25 Big.( inkl. Ueberfahrt) sowie Loose zur Bücher- Verloosung à 20 Pfg. find in sämmtlichen Zahlstellen des Vereins und in den mit Plakaten belegten Sandlungen zu haben. Diejenigen, welche sich an dem Wettturnen und Wettschwimmen betheiligen wollen, werden gebeten, sich bis spätestens früh 11 Uhr an den verschiedenen Annahmestellen auf dem Festplatz, die durch Plakate bezeichnet sind, zu melden. Für prompte Beförderung mit der Dampfbahn, vom Bahnhof Friedrichs Zur Aufführung gelangt: ,, Die Bismarchspende". Im Saale: Tanz. Große Gratis Verloosung. Die Musik wird von der Freien Verhagen bis zur Fähre ist ebenfalls gesorgt. einigung der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Anfang 4 Uhr. Programm 20 Pf. Der Garten ist neu renovirt und für Volksbeluftigungen und Ueber Genoffen gebeten, fich recht zahlreich zu betheiligen. 14776 raschungen ist die größte Sorge getroffen, und werden deshalb Freunde und Arbeiter- Gefangvereine, welche zur Verschönerung dieses Festes zum 452/12 etwas beitragen wollen, sind hiermit freundlichst eingeladen. Die Raffeeküche ist von 3 Uhr ab geöffnet. Das Komitee. Ausserord. Generalversammlung Verband der im Vergolderder Orts- Krankenkasse d. Gelbgießer Sonntag, 21. August, Vorm. 10 Uhr, im oberen Saale des Hrn. Frädrich, Alte Jakobstr. 89. Sämmtliche Arbeitgeber, welche ein u. verw.Gewerben besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Monats- Bersammlung Montag, den 15. Auguſt, Juſelftr. 10. Tages- Ordnung: Inselstr. Wochentag frei. Sonntag Entree 30 Pf. Drittel aus eigenen Mitteln zur Kaffe 1. Vortrag über: Die verschiedenen zahlen, und fämmtliche großjährige laden. Moabiter Gesellschaftshaus, Kaffenmitglieder, sind hiermit eingeAlt- Moabit 80/81. Täglich: Gr. Konzert, Theater und Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. 2289L Quittungsbuch legitimirt. Dahl von 19 Vertretern der Arbeitgeber nach§ 44, Abs. 3 im 3. Nachtrag. 2. Wahl von 46 VerLohnsysteme." Referent: Genosse Glocke. 2. Diskussion. 4. Der Vorstand. Dampfer- Extrafahrt Waldfest des Vereins Freie Volksbühne nach Müggelschlösschen Friedrichshagen am Sonntag, den 14. Auguft, Vormittags 9 Uhr vermittelst der mit Sonnenzelt versehenen Dampfer ,, Westen" und Südwest" Abfahrt von Miegel's Restaurant, Stralanerstraße 57. Billets dafelbft Hin und retour 1 M., einfache Tour 50 Pf., Kinder die Hälfte. 1468b Verein Veritas, Große öffentliche Versammlung jämmtlicher 1 Drechslergewerbe beschäftigter Arbeiter am Montag, den 15. Angust, Abends 8 Uhr, tu Deigmüller's Salon, Alte Jakob- Straße Nr. 48. Tagesordnung: 1. Bortrag des Genoffen Fritz Zubeil über:" Die bevorstehende Einführung der Gewerbegerichte". 2. Diskussion. 3. Ausstellung der Kan Verschiedenes. Aufnahme von Mit- didaten. 4. Berschiedenes. 3. Abrechnung vom Stiftungsfeft. gliedern in der Versammlung. 491/4 Gäste willtominen. Um recht Entree 30 Bfg. tretern der Arbeitnehmer nach§ 44, Hellmuth Peters. H. Stramm's Restaur. 123. Ritterstraße 123. Großes Fremdenlogis, Herberge und Arbeitsnachweis der Vereine der Glaser und Klempner, sowie Verkehrslokal und Abs. 2 im 3. Nachtr. 3. Verschiedenes. Berlin, 12. August 1892. Der Vorstand. 1474b Zentral- Kranken- u. Sterbefasse der Tischler u. 1. w. Herberge ber Goldarbeiter, Korbmacher, Derti. Verwaltung Berlin D( Moabit). Zischler, Schneider und Bildhauer. Gleichzeitig empfehle meinen reichhaltigen Frühstück-, Mittag- und Abendtisch à la Carte au soliden Sonntag, den 14. August, Borin. 101/2 Uhr, Mitglieder- Versammlung Breisen. Ausschant von vorzüglichem im„ Bittoria- Salon", Perlebergerstr. 13. Weiß- u. Bairisch- Bier. Wannsee. Café Alsen, 28558 Tagesordnung: Die Agitations- Kommission. zahlreiches Erscheinen, besonders der Achtung! Große öffentl. Bersammlung Bergolderinnen ersucht 327/9 Achtung! Der Vorstand.der in der Filzschuh- Brauche beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Freie Vereinigung der Seifensieder u. Berufsgen. Berlins u. Umgegend. Mitglieder- Versammlung am Mittwoch, den 17. August 1892, Abends 81%, Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, Tagesordnung: Tages Ordnung: # am Montag, den 15. Aug., im Saale des Hrn. Seefeldt, Grenadierstr. 33. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Die Angelegenheiten der Goldmann'fchen Fabrit. 4. Verschiedenes. Es werden hauptsächlich die Zwickerinnen ein geladen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Die Agitationskommission. J. A.: C. Link, Putbuserstr. Achtung! Tegel. 42. Achtung! Großes Vokal- u. Instrumental- Konzert, über: Die Berfegung der bürger im Lokale des Herrn Schulz, Schloßstraße Nr. 7--8 1. Vortrag des Genossen Thierbach 1. Raffenbericht vom 2. Dutartal. lichen Gesellschaft". 2. Diskussion. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Anträge betr. Regelung der Lokal veranstaltet vom Arbeiter- Gesangverein Immergrün" frage event. Verlegung der Lokale. 3. Entrichtung der Monatsbeiträge; unter gütiger Mitwirkung der Gesangvereine Liederzweig" in Hermsdorf 3. Verschiedenes. 303/8 Die Ortsverwaltung. 4. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Er fcheinen ersucht 467/6 Der Vorstand. und Unverdrossen" in Berlin am Sonntag, den 14. Auguft. Das Komitee. Hierzu ladet alle Freunde und Sangesbrüder ein Hauptstraße 36, zu haben. Programme à 30 Pfg. find im Barbiergeschäft von Kannengiesser, Bankow, 1475b Borchardt's Vereinshaus in unmittelbarer Nähe des Flensburger Löwen, herrlich am Wald und Wasser gelegen, empfiehlt Vereinen und Gesell- Zur Lassalle- Feier schaften seine zwei großen Säle, Regel- empfehle ich den Berliner Vereinen bahnen u. s. w. zur gefl. Benußung. mein Lokal nebst herrlichem Garten. Einige Sonnabende sind noch frei. Gustav Klähne früher Engel- Briz. 2559L Robert Bloch. 1484b] Haltestelle der Pferdebahn. Verantwortlicher Redakteur: Ananft Enders in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin S W, Beuthstraße 2. Gäste willkommen. Vereinszimmer f. 20-25 Berf. 3. verg. Schulzestrasse 28. Niegisch, Prenzlauer Allee 36b. 1481b Größter Saal der Umgegend. Allen Ausflüglern bestens empfohlen.[ 26411 Station Nordbahn. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 188. Parteinachrichten. Schwindel treiben und Sonnabend, den 13. August 1892. Lokales: 9. Jahrg. Achtung, Gesangvereine! Die Gesangvereine, die gewillt sind, bei der Lassalle- Feier im sechsten Wahlkreise das Fest zu verschönern, werden ersucht, sich zu melden bei H. Raschte. Wiesenstr. 8, H. III. Allem Anscheine nach hat sich der Knabe Karl Hoffmann, Wie man uns behandelt. Nach dem Bericht der Mannheimer Boltsstimme" hatten in Doffenheim die Heidel- Bekanntmachung der Invaliditäts- und AltersversicherungsIm Juferatentheil unseres Blattes befindet sich eine berger Parteigenoffen den Saal des Gasthauses zum Löwen zu Anstalt Berlin, in welchem auf die Vorschriften bezüglich der einer geschlossenen Parteiversammlung ge miethet, zu her Zutritt nur gegen Karten geſtattet war. Lecher Berwendung von Beitragsmarken in den verschiedenen Lohn- dessen abenteuerliche Geschichte über seine angebliche Entführung offen antamen, hatte ein Haufen Antisemiten mit einer utlassen hingewiesen und zur eventuellen Richtigstellung der Quit- durch die Emil Petermann'sche Bigeunerbande vor einigen Tagen dup le bas Lokal beſetzt. Da unsere Genoffen eine schlaufet, tungstarten aufgefordert wird. mitgetheilt wurde, nicht an die Wahrheit gehalten. Durch die auf welche es die Antisemiten wohl abgefehen hatten, vermeiden sonders aufmerksam zu machen. Wir wollen nicht unterlassen, auf diese Bekanntmachung be- amtlichen Erhebungen, welche in diefer Angelegenheit stattgefunden ein Als daselbst der Referent Jordan sprechen wollte, verübten draußen im Saal haben, hat nicht einmal festgestellt werden können, ob es überhaupt eine Emil Petermann'sche Zigeunerbande giebt. Der Reaktionären von jeher einer größeren Beliebtheit erfreut als die wit befindlichen Brüder, die in der ganzen Mark herumziehen Die Sonntagsheiligung hat sich bei den Muckern und Bigenner Georg Petermann in Weißenfee und seine in Schmöck" Deutschland, Deutschland über Alles" einen solchen Spettafel, Sonntagsruhe. Bor längerer Zeit ist in den Kreifen der evan- und unter den Zigeunern weit verzweigte Verbindungen besitzen, Daß man kein Wort des Referenten verstand. Daraus fam der gelischen Orthodogie die gorderung aufgestellt worden, die Ferien bestreiten auf das Entſchiedenste, je von einem Emil PeterBürgermeister von Doffenheim in Begleitung eines Wachtmeisters an den höheren Schulen schon am Freitag statt am Sonnabend mann und deffen Bande gehört zu zu haben. Ebenso wollen fie etwas fie follten machen, daß sie sort tämen und anderswo ihren am Montag wieder aufzunehmen, damit nicht der erste bezw. wissen, welche Karl Hoffmann als Mitglieder der Bande Don awei Brüdern Pascha Thüren." Die Antisemiten verwehrten den Besuchern der sozial- beren Angehörige am Kirchenbesuch gehindert würden. Die behauptet. Die Betermanns in Schmöchwiz und Weißensee nicht hier hinter verschlossenen legte Sonntag durch den Trubel der Reise gestört, und Schüler namhaft gemacht hat, von der er entführt worden zu sein Demokratischen Versammlung den Eintritt und die Rädelsführer Anregung ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Auf Grund einer haben bei ihrer Bernehmung ferner erklärt, daß die Mittheilungen, Drängten sich sogar mit Gewalt in das Lokal, drohten auch mit Verfügung des Kultusministeriums haben die diesjährigen Sommer- welche Karl Hoffmann über sein Leben bei den Zigeunern geThatlichkeiten, so daß unsere Heidelberger Parteigenoffen schließ- ferien Freitag, den 8. Juli, begonnen und enden Dienstag, den macht hat, ihnen im höchsten Grade unglaubhaft erscheinen. Für lich als anständige Leute gefchloffen das Lokal verließen. Unter- 16. Auguft. Die Maßregel zeigt, was man von einer Herrschaft besonders unglaubwürdig halten sie die Versicherung des Jungen, wegs wurden fie bis zum Bahnhofe von halbwüchsigen Burschen auch der evangelischen Geistlichen, die die Schule genau so der Kirche er habe bei den Zigeunern das Lesen und das Flötenspiel gelernt. and Frauenzimmern verfolgt und mit Steinen geworfen. Das anteroronen wollen wie die Katholiken, erwarten darf. Die Die Petermanns sagen, die in der Mart herumziehenden Intereſſanteſte an der Affäre ist, daß die Polizei, welche dazu ba Wolfsschulen werden von dieser Maßregel nicht berührt, weil Bigeuner seien durchweg unmusikalisch und des Lesens und , auf Ordnung zu halten, die antisemitischen Hausfriedens Boltsschüler oder beren Gltern nicht zu verreifen pflegen. Die Schreibens unkundig. Unter anderem hat Karl Hoffmann zu brecher gewähren ließ. Benn sich die Doffenheimer Ordnungs- Fürsorge der Geistlichen für die Wolfsschulen äußert sich in einem Brotokoll gegeben, Emil Petermann sei in Magdeburg wegen füßen" nun etwa einbilden, sie könnten die Sozialdemokratie anderen Wunsch. Er heißt: mehr Religionsstunden! durch Gewaltthätigkeiten von ihrem Orte fernhalten, so werden Pferdediebstahls festgenommen und zu sechs Monaten Gefängniß fie Die Heidelberger Sozialdemokraten werden wiederkommen und die Tribüne" vom 1. Oktober ab nicht mehr von der Firma Maurer fcheinlich erscheint es, daß Karl Hoffmann gar nicht von Zigeunern Der Reichsbote" weiß zu berichten, daß die Volts: verurtheilt worden. Auf Grund dieser Angabe werden weitere Nachforschungen von Seiten der Behörden angestellt. Wahr. Propaganda für unsere Grundsäge nur um so energischer und u. Dimmick verlegt und gedruckt, sondern von Max Bading entführt worden ist, sondern sich aus freien Stücken in der Hafendemgemäß auch erfolgreich betreiben. („ Vorwärts"-Druckerei) hergestellt wird. Um diese Druckarbeit, so haide einem Schaubudenbefizer angeschlossen hat und mit ihm in weiß das fromme Blatt weiter zu erzählen, hatte sich auch die die weite Welt gezogen ist. Arbeiter meldet die Schwäbische Tagwacht". Der Redaktion gebot, jedoch vergeblich, beworben. Leßtgenannte Firma geht Gin neues Attentat auf die staatsbürgerlichen Rechte der Firma Janiszewski, Sillier u. Co. mit bedeutendem Minderderfelben lag ein Schriftstück folgenden Inhalts vor: Ueber eine merkwürdige Geschichte wird berichtet: jedoch nicht leer aus, denn ihr wird der Druck des„ TeltomVereine, der sozialdemokratische oder gleichartige Ziele verfolgt, erscheint, übertragen. feinem Beestower Boltsblatt", das jetzt ebenfalls bei Maurer u. Dimmick Ein Kupferschmied aus Emmerich hatte am 27. vorigen Monats an dem Ufer des Rheins ein mit einer Schnur um noch angehöre und verpflichte mich, auch nie wieder einem solchen Wir müssen bekennen, daß uns da wickeltes Packet aufgefunden, welches Werthpapiere von über fozia Werbung noch Gammlung zu fördernt, erfaringen er werden, von benen wir bisher nicht die leisefte Ahnung batten jener Stelle die Leiche eines unbekannten Mannes entbed. Det burch boll the net nie bibo ma ba lauter Neuigkeiten erzählt 50 000 M. und Schmuckſachen enthielt. Außerdem wurde unweit fozialdemokratischen Parteien nicht zu besuchen, ihre Lokale zu Reporternotizen über die Sozialdemokratie zu sparen; es find ja Inhalt des Packets zum Theil aus einem Diebstahl herrührt, vermeiden und ihre Zeitungen weder zu halten noch zu lesen. for the au Die gegnerischen Blätter thäten wirklich gut, ihr Geld für die Anschluß hieran ermittelte bie Berliner Strings att m zu Neunzehntel doch nur Lügen oder Erfindungen, was da den welcher am 23. v. M. während einer Hochzeitsfeierlichkeit der ich mich der sofortigen Entlassung aus meinem Dienst- bezw. ArRefern aufgetischt wird. Tochter des Bestohlenen in dem Hause Junkerstr. 20 ausgeführt Die Blumenarbeiterinnen haben unter dem stockenden worden war. Es unterlag feinem Zweifel, daß der Einbruch Nach der„ Schwäb. Tagwacht" ist dieses Machwerk eine An- Geschäftsgang schwer zu leiden. Die Prinzipale drücken die dem 22 Jahre Schriftseter Richard Simon, Neubeg a ben" allgemeinen, Bebin iſt Machwert eine ne Söhne jo betab, daß es, den Arbeiterinnen möglich ist, Köln a. 18. Nr. 16 wohnhaft und bei dem Bestohle bezw. Ausführung der Arbeiten und Lieferungen für die Kaiser- eristiren zu können. Die bekannte Firma J. C. Schmidt in als Laufbursche beschäftigt gewesen, aur Laft fallen mußte. biche pfline Lieferung übernimmt, bet an einem der efter bolt in Berliner Blättern, daß fie Blumenarbeiterinnen und weiter gemeldet: Am 28. v. M., Demſelben Lage, wo Gimo'n nach Demokraten bekannt sind und solche nöthigenfalls sofort zu ent- feit einem Dußend Jahre in einem Berliner Geschäft als 24 Jahre alte Artist May Kienast, sowie auch die unvecehelichte pflichtung ,, feine Arbeiter zu beschäftigen, welche als Sozial- Kröferinnen beschäftigen könne. Eine Arbeiterin, welche schon Verübung des Diebstahls aus Berlin verschwand, waren auch der Biebenen fie weiter beschäftigt werden, welt ito de obigen Monatsgehalt von 60 9. Daraufhin fam die Antwort zurück, Simon in einem engen Freundſchaftsverhältniß. Es befcheint beitsverhältniß." daß die Fabrik nur 40 M. monatlich bewilligen könne; dazu daher die Annahme zulässig, daß die Genannten bei dem EinWenn Sie berücksichtigen, daß das Leben in Erfurt bruch Beihilfe geleistet, und alle drei Personen mit dem Denn beim Afford bestimmt ja dahin, ob sie mit derjenigen Simon's identisch ist. Dies ist mit in großen Schwierigkeiten verknüpft, da der Todte bereits begraben nun Wer die Gewalt hat, macht das Recht. Das demonstrirt ist bemerkt: er ist wie in Berlin, und daß Ihre Arbeit theil- Raub das Weite gesucht haben. Bezüglich der Zeiche bes benfet Bälle, wie des obigen, sowohl miglos de abn; weise im Atton geſchiebt, jo würden Sie mi obigem Betras am Rhein aufgefundenen Mannes richtet sich bie Interne, bes denselben mit dem üblichen Protest zu antworten. Bemerkt mag gut auskommen fönnen. daher nur sein, daß die herrschende Gesellschaft bei den nächsten Ihr Fleiß den Verdienst." Reichstagswahlen ihr blaues Wunder erleben wird, wenn die Berlin die Blumenfabrikation gänzlich darniederligt, fagte ist, und ein Bildniß Simon's fehlt. Jezt ist jedoch bekannt ge winzigen Freiheit des Arbeiters so fortfahren. Die einzelnen für die ersten zwei Monate einen festen Gehalt von je 45 m. trägt, und dieser Umstand dürfte eine baldige Klärung herbeiArbeiter schädigen sie dadurch, unsere Sache aber fördern sie auf garantiren möge, damit die Arbeiterin Zeit habe, die Art und führen. Wird in dem Todten Simon erkannt, so liegt die diese Weise besser, als es unsere fleißigste Agitation vermöchte. Agitation. * Weil dem Bemerken 311, daß die Firma worden, daß Simon die Tätowirung R. S. auf einem Arm Weise der Affordarbeit kennen zu lernen. Umgehend fam die Vermuthung nahe, daß er durch seine Komplicen bei dem EinAntwort:„ Ich benachrichtige Sie, daß ich Ihnen, meinen bruch gewaltsam aus dem Leben gebracht wurde, um ihn zu be= aufgefundene anderen Blumenarbeiterinnen gegenüber, beanspruchten September auf Veranlassung des Nordbayerischen Agitations nicht Ihre Leistungen und läßt sich ja, sobald ich darüber orientirt Haus, Briefen und Schmucksachen, ferner eine Brieftasche mit Septembe& antische Engespoßt" melbet, in der gweiten Säfte bes balt nicht gewähren tann. Lébrigens tenne ich ja auch noch Kafette mit Wertpapieren, einer Dupothet auf ein pertiner vereins eine Agitationstour durch Nordbayern unternehmen. Mannheim ist seitens des Untersuchungsrichters am Landgericht Postanweisung 15 M. Borschuß für die Reise und erwarte Ihre muß. Ferner ist es als ein eigenthümlicher Zufall zu bezeichnen, Saftbefehl. Gegen den flüchtig gewordenen Hänster aus 30 verstanden sind. Ich fende men anbei Terrühren, während der Reſt einer anderen cuelle traße her wird vermuthet, daß Hänsler sich nach England oder Amerika denn die Annahme der Posteinzahlung wurde verweigert. Wahr- stohlenen sind, sondern einem Geschäftsmann aus Potsdam ge Mannheim ein Haftbefehl erlassen worden. Nach dem Ausschreiben Ankunft." Bis heut natürlich wartet Herr Schmidt vergebens, daß die gestohlenen Schmuckgegenstände nicht Eigenthum des Bes bin, auch noch immer über den Gehalt reden. Vorerst kann ich Werthpapieren in bedeutender Höhe. Intereffant ist es nun, daß Ihnen nicht mehr 40 M. pro Monat bewilligen und hoffe, Raffette mit Inhalt aus dem Einbruch in der Junkerstraße gewendet hat. Ehrnug. In Qunzenau( Sachsen) ist dem verstorbenen Parteigenossen Dr. Max Vogler cin Denkmal errichtet Kleberinnen für Lohn erhalten, wenn schon die Kröferinnen, die scheinlich hat er gedacht, habe ich Dich nur erst einmal hier, dann hören, welcher auch die in der Kassette aufbewahrten Briefe wegen der Schmuckfachen geschrieben hatte. wird sich das Weitere schon finden. Interessant wäre es zu erfahren, was denn eigentlich die Wie eine Lokalkorrespondenz meldet, find gestern früh doch die schwerste und ungesündeste Arbeit verrichten, nur etwa in Weißensee durch ein von einem zwölfjährigen Knaben gelenktes 10 Mart pro Woche erhalten. Bei rothen Farben ist die Arbeit Fuhrwerk zwei Kinder von 8 und 3 Jahren überfahren und so bis auf einen. Dieser ist so schwer frant, daß es unmöglich eine Arbeiterin auf nur 20-22 Mart monatlich bringt, ja ( Deffen) wählten von 198 überhaupt Wahlberechtigten sämmtliche die Blumenfabrikation vollständig. Es ist nichts feltenes, daß es gebracht werden mußten. fen der Bürgermeisterwahl in Obertshausen ber Ströjerinnen birekt geſundheitschäblich. In Berlin stockt jetzt schwer verletzt worden, daß fie nach einem Berliner Krantenhalg worden. Es giebt in Berlin etwa 10 000 seidene und wollene Stoffe im Werthe von 1500 Mart gestohlen. war, ihn zu transportiren. Der bisherige Bürgermeister Bauer selbst sehr geübte ältere Arbeiterinnen müssen mit 28-30 Mart in der Nacht vom 15. zum 16. Juli d. J. aus seinem Laden erhielt 100 Stimmen, sein Gegenkandidat, der von den Arbeitern pro Monat nach Hause gehen. aufgestellte Gürtler Kaspar Döbert II, 97 Stimmen. Randidat der alten Gesellschaft fam also nur mit knapper Majo- heirathet sind. Von diesen 10000 find bis jeht nur ein ganz auch gelungen, fie festzunehmen, aber nur ein Theil der ge rität wieder ins Amt. Der Arbeiterinnen der Blumenbranche, von denen sicher 2-8000 ver- An diesem Diebstahl waren drei Personen betheiligt, und es ist geringer Bruchtheil der Organisation beigetreten. Wie noth wendig diese Organisation ist, um die Regelung der Lohnfrage stohlenen Waare hat bis jetzt ermittelt werden können. In der aufgelöst worden war, in welcher Genosse Jahn aus Berlin bis 140 pCt. arbeiten, während die Arbeiterin bei 10-12stündiger geschädigte Kaufmann sein Eigenthum erkannt hat. Gegen G. ist 8 in Sagan am 18. april Die Boftsversammlung baß pie Fabrikanten mit einem Nußen von durchschnittlich 80 forb Stoffe im Werthe von 250 M. aufgefunden, in bn Reife wachenden Beamten, den Saal zu verlassen, nicht sofort Folge,| brachte auch ein Hoch auf den Referenten aus. Dafür ver Bom Eisenbahuzug getödtet. Am Mittwoch Abend urtheilte ihn das Gericht zu 30 M. Geldstrafe bezw. 6 Zagen Mulack- und Rückerstraße wird schon seit langer Zeit nicht mehr auf der Ringbahnstation Prenzlauer Allee ein bis jetzt Der alte Garnisonkirchhof zwischen Linien, Bormann, gegen 9 Uhr verließ, wie wir schon gestern kurz berichteten, zu Beerdigungszwecken benutzt, und es find auch die meisten unbekannt gebliebener Mann den dort haltenden Zug, fah Tribüne", verläßt hente, Sonnabend, das dortige Gefängniß, wo- Publikum geöffnet ist und als Erholungsplatz dient. Oder nein, suchte nun, den bereits in der Weiterfahrt begriffenen Zug wieder Genosse Sülle in Erfurt, Redakteur der„ Thüringer Gräber auf ihm beseitigt, sodaß er seit mehreren Jahren dem aber bald, daß er sich in der Dertlichkeit geirrt hatte, und ver nicht dem Publikum, sondern nur Denen, welche in der Lage zu besteigen. Nachdem er auf das Trittbrett gesprungen war, Der verantwortliche Redakteur der sind, jährlich 6 Mark für die Benuzung zu zahlen; denn die glitt er aus und fiel so unglücklich unter die Näder, daß ihm der Es scheint, als ob der Verunglückte Gefängniß. selbst er seit dem 6. Mai inhaftirt war. Bayerisches. Münchener Bost" erhielt einen Strafbefehl, weil er einen Aufruf Verwaltung der Garnisonkirche hatte keine Lust, den Platz unent Kopf vom Rumpfe getrennt wurde. Auch die beiden Arme find zur Unterstügung streifender Arbeiter erlassen habe, und dies geltlich herzugeben, und der Magistrat war, wohl mit Rücksicht völlig zermalmt worden. nach§§ 52 und 53 des bayerischen Polizei- Strafgesetzbuches ftraf- auf die Höhe des geforderten Preises, nicht dazu aufgelegt, ihn während der Fahrt geschlafen habe und auf der Haltestelle plötzlich bar ist. Strafbar soll folgende Stelle aus den Situationsbericht der zu kaufen. Auf diese Weise ist der Wunsch der Bewohner der erwacht sei, dann aber in der Schlaftrunkenheit den verhängniß Hamburger Generalfommission fein: ,, Da die erforderlichen Geldmittel dortigen Gegend, den für andere 3wede nicht verwendbaren vollen Schritt gewagt habe. Ueber die Persönlichkeit des Verso appelliren die Ausstehenden an das Solidaritätsgefühl der geben, bisher nicht erfüllt worden, trot unabläffiger Petitionen. arbeiter zu sein, denn seine Weste ist mit Sägespähnen bestreut von der Brauerei- Organisation nicht aufgebracht werden können, Kirchhof der Deffentlichkeit zu ungehinderter Benutzung zu über- ftorbenen fonnte bisher nichts festgestellt werden; er scheint Holzhier Unterstützung finden, nicht täuschen." Ferner die Stelle in gium Verhandlungen wegen des Antaufes eingeleitet. Hoffentlich schwarze Haare, blaue Augen, trug eine Schirmmütze, einen Rock organisirten Arbeiter und werden sich in der Annahme, daß. fie Jezt endlich hat der Magistrat mit dem Garnison- Kirchenkolle gewesen. Der Verunglückte hat einen dunkelblonden Schnurrbart, einer späteren Nummer der Bost":" 3wei von den Ausstehenden wird ihm die Sache nicht wieder leid. " In diesen beiden Plates ist in diesem find gemaßregelt und noch zu unterstügen." Abfäßen erblicken Polizei, Amtsanwalt und Amtsgericht einen von alten Häusern bestandenen und von einer ärmlichen Be- sich 3 Speisemarken über je 50 Pf. Die Leiche ist dem polizei. Die Freigabe des aus buntbesprenteltem Stoff, eine graue Weste, graugestreifte von engen Straßen durchzogenen, Beinkleider und bunte Hausschuhe. In seiner Geldtasche befanden Aufruf zu einer Geldsammlung. § 52 des Polizei- Strafgesetz- völkerung bewohnten Stadttheil so unabweisbar, daß der lichen Schauhause zugeführt worden. Gute Dienste hat ein Dreirad bei der Verfolgung des Erlaubniß.§ 53 bedroht Denjenigen mit Strafe, der ohne poli- einer Schüßenfest- Radauwiese oder einer Straßenausschmückung zeiliche Bewilligung einen Aufruf zu Gaben oder Geldbeiträgen bei festlichen Anläffen" ähnlicher Art Geld mit vollen Händen Artisten S. geleitet, der vorgestern die fünfjährige Tochter eines am Empfangnahme in öffentlichen Blättern oder Anschlägen erläßt. Noch beffer wäre es freilich, wenn die Garnisonkirchen- Gemeinde dem Mädchen fünf Pfennig au schenken, aus dem Hofraum des für andere als wohlthätige Zwecke mit dem Erbieten zur auszuftreuen pflegt, feine geforderte Summe zu hoch sein darf. Schiffbauerdamm wohnhaften Schneiders, durch das Versprechen, daß die Ausständigen Unterstäßung heifchen, das soll nun ein die Kirche hat einen großen Magen", und der ist vorläufig ftande strafbarer Handlungen machte. Die Abwesenheit der Die Münchener Post" hat aber nur die Thatsache konstatirt, gezwungen werden könnte, den Platz umsonst herzugeben. Aber elterlichen Hauses nach einem Keller lockte und dort zum GegenAufruf zur Unterstützung selbst sein! immer noch daran gewöhnt, zu verfchlingen, statt herauszugeben. Kleinen war bemerkt worden und einer ihrer Brüder, der sie " Ein Berliner, der Gastwirth Karbe, hat vorgestern im Glambecker See bei Neustreliß die Leiche des Raubmörders Draube aufgefunden, der nach einem in Mirom verübten Massen morde flüchtig geworden war. Karbe hatte im Gee geangelt und war dabei auf die Leiche des Mörders gestoßen, der noch die nach dem Morde geraubte Kleidung trug. Die Leiche ist bereits von Personen aus Mirow refognoszirt. Ein mit etwa 2000 Mart flüchtig gewordener", steck brieflich verfolgter Kassirer ist gestern Morgen in Pankow ver haftet worden, nachdem er sich wochenlang in Berliner Vororten aufgehalten hat. Von dem unterschlagenen Gelde sind noch gegen 1000 M. vorgefunden. ob eine " Man muß suchte, fah, wie sie aus dem Keller hervorkam und wie hinter ihr gegeben. Das eigentlich treibende Element ist und bleibt Leipziger. Interesse daran, seine Schuld herabzumindern dadurch, daß er her ein Mann in verdächtiger Weise auf die Straße geschlichen Sch beantrage: gegen 23 off eine Gesammtstrafe von zehn fie auf Leipziger wälzt. Die Behauptungen des Wolff sind auch fam. Der Bruder, der Böses ahnte, rief den Mann, in dem Jahren später der Artist S. festgestellt wurde, an, worauf dieser die Flucht schlagungsfall 1000 M. Gelbbuße eventuell noch 2 Jahre Kommerzienrath Wolff behauptet, baß er einen so wichtigen Bers Gefängniß, außerdem für jeden Unter- nicht einmal innerlich glaubwürdig. Wenn ein Mann wie der ergriff, und es wäre ihm wahrscheinlich gelungen, zu entkommen, Gefängniß und wenn sich nicht zufällig ein Dreiradfahrer in der Nähe befunden zehn Jahre Zuchthaus, Chrverlust auf zehn Jahre und so ist das gänzlich unglaubwürdig, denn sonst müßte der Kommerzien 5 Jahre Ehrverlust; gegen Leipziger trag, wie den gestern verlesenen, unterschrieben habe, ohne ihn zu lesen, hätte, der die Verfolgung des Kerls aufgenommen und dadurch zulässigkeit von Polizeiaufsicht; gegen Szamato Isti drei rath Wolff, der hervorragende Bankier und Handelsrichter, wirklich feine Sistirung ermöglicht hätte. Monate Gefängniß. der Dummkopf fein, zu welchem ihn sein Vertheidiger mit Gewalt In der Nacht zum Donnerstag wurde der Bauwächter der theidigung des Kommerzienraths Wolff hat die wenig angenehme anzunehmen, daß diefer Mann verbrecherische Handlungen begeht R.-A. Dr. Fr. Friedmann( für Wolff): Die Ver- stempeln will. Der Angeklagte Leipziger hatte feinerlei Grund militärfistalischen Arbeiterwohnhäuser zu Haselhorst bei Spandau Aufgabe, sich nicht gegen Momente richten zu müssen, die von Man muß sich dabei nicht das Bild von heute vorhalten, sondern von zwei Männern überfallen und durch Messerstiche schwer ver bent Bertreter der Unflagebehörde geltend gemacht werden, sich in jene Zeit zurückversehen, wo das glansvolle Haus Hirsch wundet. Auf die Hilferufe des Ueberfallenen kamen andere Persondern gegen das, was zum Nachtheile Wolff's von dem Anfeld und Wolff noch nicht zusammengebrochen war. fonen und ein Gendarm herbei, welcher einen Thäter verhaftete. geklagten Leipziger ausgeführt wird. Es handelt sich da zunächst daran denken, daß die eigenen Prokuristen des Geschäfts keine Er übergab denselben einem Manne zum Zwecke der Ablieferung um bie Frage, ob es wahr ist, daß zwischen Leipziger und Ahnung von dem Treiben des Angeklagten Wolff gehabt haben in das Spandauer Gefängniß. Unterwegs wurde der Trans Wolff irgend porteur von dem Verbrecher niedergestochen; der Thäter entfloh, gelegen hat, ein gemeinschaftliches Geschäft vor und nicht haben fonnten. Niemand hat sich von diesem Manne wurde aber noch in der Nacht in seiner Wohnung in Spandau fenigen Summen vorlag, die Wolff aus den Depots entnommen ber mitten in den Anschauungen lebte, welche die Börse gemeinschaftliche Benutzung der einer strafbaren Handlung versehen, am wenigsten aber Leipziger, verhaftet. Sein Genoffe ist Donnerstag Morgen auf dem Bau hat. Dies muß die Vertheidigung entschieden bestreiten. Es hat über das Berfügungsrecht über Depots nun einmal hat. Wie die der Armee- Konfervenfabrit ebenfalls festgenommen worden. Sem Angeklagten Wolff gegenüber ein brutales Ausnutzungssystem Dinge in der Seele Leipziger's standen und was er gedacht hat, An der Gertrandenbrücke im Spreekanal wurde vorgestern fann Wolff mit Crispin vergleichen, wie dieser nahm er von dem fagte: es ist doch auffallend, daß Wolff so viele Effekten lome stattgefunden, wie es schlimmer nicht gedacht werden kann. Man das hat er dem Zeugen Berliner ausgedrückt, indem er demselben Vormittag die Leiche eines etwa zwölfjährigen Mädchens gelandet Ginen, um es dem 2nderen zu geben, er opferte zuvor Alles, bardirt, aber eine strafbare Handlung ist doch solch einem Manne und nach dem Schauhaufe gebracht. Es ist auffallend, daß die was er selbst besessen. Wenn man sich eines Wortspiels bedienen nicht zuzutrauen. Deshalb kann das Gericht nicht die lebe Angehörigen, die das Kind vermißt haben müssen, fich bei der dürfe, to tonne man wohl jagen, hier fei nicht ein Wolf in den zeugung haben, daß die Bedingungen zutreffen, welche das Geset Behörde noch nicht gemeldet haben. Bislang ist nicht aufgeklärt, Schafftall, sondern ein Schaf in den Wolfsstall gekommen. für die Anwendung der§§ 250 und 260 voraussetzt, und der Anauf welche Weise das Mädchen in das Wasser gerathen ist. Das Der Mann, der den Angeklagten Wolff vor Robert und geklagte Leipziger erwartet seine Freisprechung. Kind hat röthlich- blonde Haare, trägt in dem rechten Ohre eine Bertram" warnte, der fannte die Herren Leipziger und Bloch goldgefaßte Koralle und ist mit einem schwarzen kurzen Kleid, gang Bertheidiger Rechtsanwalt which a eli 3: Die ganze Anklage einem rothen Unterrock, langen, braunen Strümpfen, neuen ganz genau, Wolff war ihnen thatsächlich nicht gewachsen. Die und die Angriffe, welche der Rechtsanwalt Friedmann gegen den Lederschuhen und einer graubunten Latschürze angethan. ganze Tragödie begann mit der Gründung des Dortmunder Berg Angeklagten Leipziger richtet, stützen sich lediglich auf die werks. Was den Angeklagten Wolff dazu bewog, seine Ver- Angaben Wolff's. Das Geständniß eines Mannes, der 15 Jahre pflichtung nicht mit baarem Gelde, sondern mit Wechseln zu belang mit faltem Blut Verbrechen begangen hat, ist natürlich gleichen, kann nicht in Betracht kommen, Wolff gerieth dadurch absolut werthlos. Wolff bat gar nichts zu geftehen; was er ge in das unheilvolle Geschäftsverhältniß zu Leipziger. Etwas Gefleht, ist schon längst erwiefen! Deshalb ist es sehr geschict mußinensch, indolent und schwach, gab Wolff dem Leipziger bald inszenirt, wenn er sich heute als den gebrochenen Greis barstellt, darauf zweck- und sinnlos ein Gefälligkeitsatzept und von dieser der Angesichts des Todes zerknickten Gemüths Geständnisse ab Beit an ließ Leipziger nicht wieder von ihm ab. Man müsse es legt, und es ist auch außerordentlich geschicht gemacht, wenn fein Wolff wohl glauben, wenn er von der Anklagebant aus ge- Bertheidiger ihn mit dem Glorienschein des ehrlichen, aber ver wiffermaßen mit Naturlauten immer und immer wieder führten Mannes zu umgeben versucht. Angesichts des Banegyritus, bestritt, daß er andere Verpflichtungen gegen Leipziger ben der Kollege Friedmann ihm vorgeführt, wird der Un gehabt. Man könne es doch nicht als ein Sozietätsverhältniß getlagte Wolff wohl selbst erstaunt darüber fein, was bezeichnen, wenn Jemand mit einem Anderen auf einem Wechsel für ein ehrenhafter Mensch er eigentlich ist! Ich muß leider bie steht. Mit zweifelloser Wahrheitsliebe und in herzbewegender Maste des Biedermanns, welche der Angeklagte Wolff sich a Weife habe Wolff geschildert, wie er seinen bösen Dämon an Ende seiner Laufbahn vorbinden will, herunter reißen. Ist es Polizeibericht. Am 11. d. M. Morgens wurde ein Mann ihm dann die Ruhe wiedergeben. Alles dies sei nicht im Stande, all' die Summen hingegeben hat?( Wolff rust: Ja wohl!) Nun gefleht habe, er möge ihm fein ganzes Vermögen nehmen, aber wirklich glaublich, daß Wolff aus bloßer Freundschaft für Leipziger an einem Pfahl zwischen den unbenannten Straßen 19 und 21 die That des Angeklagten Wolff zu entschuldigen, aber es tönne es ist naiv, dies glauben machen zu wollen, ebenso naiv, wie die und ein anderer Mann im Friedrichshain erhängt vorgefunden.wohl bei der Strafabmessung erwogen werden und es fei be- Behauptung, daß Herr Wolff den Vertrag, von dem gestern die Im Spreekanal, an der Gertraudtenbrücke, wurde die Leiche einer fonders von Wichtigkeit mit Rücksicht auf die vox populi. Als Rebe war, nicht gelesen habe, diesen Vertrag, der so wichtig war unbekannten etwa zwanzigjährigen Frauensperson angeschwemmt. Die Freunde und Gönner des kraut und gebrochen zu Hause liegenden und der acht Jahre bei Herrn Wolff ruhte. Es war wieder Nachmittags versuchte ein Mädchen in der Wohnung der Mannes zusammentraten, um zu versuchen, ob Rettung möglich sehr geschicht inszenirt, daß Herr Kommerzienrath Wolff Dienstherrschaft in der Tresckowstraße sich mittelst Oleum zu vers war, da that Leipziger gar nichts, obwohl er gut dazu im Stande gestern so erstaunt giften. Die Schwerverletzte wurde nach dem Krankenhause am gewesen war. Er befaß werthvolle Terrains und Besizungen, Wort gemeinschaftlich" vorzufinden! so erstaunt that, nun in diesem Vertrag bas Friedrichshain gebracht. Der Dachdecker Ferdinand Jäckel die er verkaufen tonnte. Er that nichts dergleichen, er brachte Alles aus Gutmüthigkeit" gethan. stürzte mit dem von ihm selbst an dem Hause Gitschinerstr. 88 gar keine Opfer und so müssen sich Wolff's Gläubiger mit 36 Gutmüthigkeit 200 000 W. jährlich verpraßt und ist auf Gummi Er hat auch aus angebrachten Hängegerüst aus der Höhe des zweiten Stocks auf bis 38 Prozent begnügen. Leipziger wußte feinen Konkurs zu rädern gefahren! Aus Gutmüthigkeit hat er wohl auch am Zage den Hof hinab und erlitt außer einem Rippenbruch einen doppel- verhüten, Wolff opferte Alles. Auch die Frage, ob Wolff durch vor dem Ausbruch des Konturses dem Ressourcendiener noch ten Bruch des Oberschenkels, so daß seine Ueberführung nach übermäßigen Aufwand seine Gläubiger geschädigt habe, müffe in 7000 9. abgepumpt?( Rechtsanwalt Friedmann: Das find bem Krankenhause am Urban erforderlich wurde. Vor dem furzen Zügen erörtert werden. Nach den Büchern habe Wolff Sachen, die gar nicht hierher gehören, denn sie sind nicht Gegens Hause Gollnowstraße 21 fiel ein Kutscher beim Besteigen seines in den letzten Jahren durchschnittlich 200 000 Wt. für sich ver- stand der Beweisaufnahme gewesen! Ich halte mich zur in der Fahrt befindlichen Arbeitswagens zur Erde, gerieth unter braucht, aber dabei sei zu erwägen, daß er eine Menge Posten führung dieser sofort beweisbaren Dinge für berechtigt, nachdem die Räder und wurde anscheinend bedeutend verletzt. Er wurde auf sein Privatkonto übernahm, die man sonst auf Geschäfts- Dr. Friedmann hier Dinge zur Sprache gebracht hat, die gab nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Unkosten zu sehen pflegt. Und dies that Wolff nur aus dem nicht edelmüthigen Grunde, um die Tantieme seiner Angestellten zu er- Wolff möglichst im Hintergrunde verschwinden zu laffen Herrn Kommerzienrath höhen. Wolff war mildthätig im weitesten Sinne des Worts, und Leipziger als den er stand an der Spihe eines jeden wohlthätigen Unternehmens. Es ist eine wohl vorbereitete, Hauptschuldigen hinzustellen! Er hat behaglich, aber nicht in schwelgerischer Weise gelebt, er wohlinstruirte Art wohl durchdachte und der Vertheidigung, sich als das arme hatte zwei Millionen geerbt und ein nicht durch Spekulation, alsdann, daß der Gerichtshof nicht jeden Einzelfall festgestellt von 800 000 M. Der Bertheidiger schloß mit Ausdrücken der allerdings die Angeklagten gemeinsame Intereffen zu befolgen würden, weit unter das vom Staatsanwalte beantragte Straf- wollen, hätte er vollauf Gelegenheit dazu gehabt. Er hätte b Hoffnung, daß alle diese Gründe den Gerichtshof bewegen hatten. Wenn Wolff aus dieser Verbindung hätte herauskommen intereffanten Kriminalfalle etwas merkwürdig erſcheint, to iſt es an die Wolff dhe Stontursmaffe nogeführt. 28olff hat in splendider Rechtsanwalt Pinner( Szamatotsti): Wenn bei diesem 1 000 von den 2-300 000 M., die er jährlich gebraucht, 150 000 Sofort nach Eröffnung der Sigung ergreift das Wort der Unterschlagungen begangen hat, ohne daß 17 Jahre hindurch Jemand und auch seine Kinder nicht splendide ausgestattet. Der Vortheil die Erscheinung, daß der Kommerzienrath Wolff diese toloffalen und übermüthiger Weise gepraßt, Leipziger hat einfach gelebt geftrige Beweisaufnahme hat den Inhalt der Anklage vollständig ja allerdings annehmen, daß der erste Profuriſt des Hauses Hirsch Wolff's und seiner Familie. Aus juristischen und thatsächlichen bestätigt. Es drängt sich nur die Frage auf: wie tam Wolff dazu, feld und Wolff von den Unterschlagungen gewußt haben und Gründen beantragt der Vertheidiger die Freisprechung. dem Angekl. Leipziger so folossale Summen hinzugeben. Man Mitschuldiger seines Chefs sein müsse. Aber durch diese Beweis hat versucht, in der Umgründung der Dortmunder Bergbau aufnahme ist doch wohl nicht nur nicht erwiesen, daß Szamatolstigung des Angeklagten Leipziger in juristischen Ausführungen, Gesellschaft einen Erklärungsgrund zu finden, andererseits aber schuldig ist, sondern es ist glänzend dargelegt, daß er unschuldig auf Grund von Reichsgerichts- Entscheidungen den Nachweis Rechtsanwalt Kleinholz erging sich bei seiner Bertheidi ist festgestellt worden, daß die Wechselsumme schon im Jahre ist. 1875 durch Wolff in Effekten gedeckt worden. Gs tommen im Er war erfüllt von Hochachtung und Berehrung gegen führen, daß man Leipziger weder der Mitthäterschaft noch der Ganzen 4 200 000 M. in Betracht; die Auflage hat nur die jenigen Fälle herangezogen, in denen der Angeflagte Wolff zu enfchen erblickte. Er hatte nicht die geringste Ahnung von den Beweis nöthig, daß Leipziger Kenntniß von den Unterschlagungen gegeben hat, daß er feine Berechtigung hatte, über Depots zu entseglichen Verhältnissen, in denen sich der Kommerzienrath gehabt, vollendeten könne man ihn der Gehilfenschaft bezichtigen, denn dazu sei der verfügen. Ferner steht fest, daß die zur Anklage gestellten Fälle Wolff befand, wie ja in Berlin Niemand, auch auf der Börse glauben müssen, daß Wolff für die Wolff beging. Zweifellos habe Leipziger innerhalb der Berjährungsfrist fallen. Die Unterschlagung ist in nicht, den Zusammensturs des Hauses Hirschfeld u. Wolff abute. mit verbindlich dem Augenblick vollendet, wenn der Bankier ihm anvertraute Effekten und als er zu ahnen anfing, daß ein dunkler Punkt vorhanden sein möge bezahlt Der Wechsel fiber 480 000 worden sein, in der Absicht, darüber zu eigenem Vortheil zu verfügen, aus dem müsse, da hat er, so schwer ihm das auch geworden sein mag, nicht noch für eine Million 400 000 Mart Attien taufen und Leipziger hat es gewußt. Wolff, an dessen Aufrichtigkeit nicht zu es liegt nicht ein einziges psychologisches Moment vor, welches wußte Wolff. Noch als der Bater bes Angeklagten Wolff lege be zweifeln ist, hat ihm wiederholt gesagt, er müiffe die Papiere zurück haben, barauf hindeutete, daß Szamatolŝti irgendwie an eine Schuld des war die Verbindlichkeit auf 2 Millionen gestiegen und im Ja da er die Nummern seinen Kunden aufgegeben habe. Außerdem Wolff glauben mußte. Schließlich hat er doch auch garnichts selbst 1884 hatte Leipziger bereits für 3 Millionen Mart Effekten von strafbare Handlungen erlangt sind. Er sucht sich vergeblich damit verpfändet und seinen Prokuristen nur beauftragt, dies zu be- dahin noch keine Unterschlagung begangen, sondern feine eigenen mußte er den Umständen nach annehmen, daß die Papiere durch verpfändet, sondern Wolff hat die Effekten an der Börse selbst Wolff zur Lombardirung erhalten. Zweifellos ist, daß Wolff bis zu decken, daß er fagt, er habe Wolff für einen vielfachen ftätigen. Dem Angeklagten Szamatolski war bekannt, daß seit Effekten lombardirt hatte. Wie sollte Leipziger nun wiffen, daß Millionär gehalten. Die hohen Lombardspesen, welche fort und 20 Jahren solche Lombardirungen vorgefommen waren, und wenn Wolff von einem gewissen Zeitpunkte an Unterschlagungen für die Schuld des Angeklagten. Dazu kommt, daß Leip durch seine Intervention find den Gläubigern die 3 Millionen regeln tönnen. Der Stein tam aber ins Rollen, wenn fort gezahlt wurden, die Thatsache, daß Leipziger die Dividenden etwas für die Unschuld des Angeklagten spricht, so ist es das beging? Wolff glaubte wahrscheinlich, als er sich zuerst an scheine und Roupons stets an Wolff geben mußte, sprechen Verhalten desselben nach der traurigen Katastrophe, denn gerade fremden Papieren vergriff, daß er die Sache bald wieder würde geben, nun, dann gehen Sie mit ins Verderben! Wenn Jener worden. Der Angeklagte fühlt sich rein von jeder Schuld Jund Bankhaus Wolff u. Hirschfeldt zusammen. Er wollte aber der Gerichts- Beifung. Prozek Wolff and Genoffen. Zweiter Tag. Borsitzender Landgerichtsdirektor Voigt eröffnet die Sigung um 94 Uhr. Der Angeklagte Wolff macht heute einen voll ständig apathischen Eindruck und hört völlig theilnahmslos und unter fortwährenden nervösen Bewegungen des Kopfes den Verhandlungen zu. maß herabzugehen. gestiegen war und in welchem er den Drohung nicht am Plage gewesen. Schließlich ist daran zu er Urtheil anerkennt. innern, daß Wolff den Angeklagten Leipziger wiederholt händeringend angefleht hat:" Nehmen Sie mir mein Vermögen, nun Nichts hinzuzusehen habe. gut, dann will ich ein armer Mann sein, aber lassen Sie mir zur Sache gehören, er that, dachte er: war. um Herr Wolff hat das Bergwerksgeschäft aber Leipziger mußte dann „ Du thuft es ja eigentlich nicht für Dich Rechtsanwalt Bronter erklärt, daß er diesen Ausführungen sondern für Leipziger." Er mußte Jemanden haben, dem er die Justizrath Gerth: Ich befinde mich leider in der unange Persönlichkeit dazu und er arbeitete sich zulegt förmlich zu einem Schuld aufbürden fonnte, er hielt Leipziger für die geeignete nur meinen ehrlichen Namen!" Auch aus dieser selbstquälerischen nehmen Lage, mich zunächst gegen die Art und Weise wenden zu müssen, Haß gegen ihn hinein, der sich durch die Worte illustriren läßt: schuldig befunden werden und zwar der gewerbs. und gewohn- Er hebt rühinend hervor, wie geständig Wolff gewesen ist und gerechtfertigt, eventuell set Leipziger nur wegen Beihilfe zu ver Effekten handelte. Nach alledem muß Leipziger der Hehlerei für und die Schuld des Angeklagten Leipziger hier dargestellt hat. Bertheidiger hielt ein freisprechendes Erkenntniß nicht für un Bitte mußte Leipziger entnehmen, daß es sich um veruntreute in welcher der Vertheidiger des Angeklagten Wolff den Charakter" Es soll mich fizzeln, Bube, mit Dir verdammt zu sein. heitsmäßigen, denn es ist festgestellt, daß Wolff von all ben ver- was er Alles gethan hat. Er hat lediglich das getban, was nicht brecherischen Handlungen, die er vorgenommen, nichts gehabt hat, zu verschweigen war, und er hat bei seinem Geständniß zu einem der ganze Vortheil vielmehr auf Seiten Leipziger's war. Mittel gegriffen, welches zu den edelsten nicht gezählt werden fann: Sollte man diefen Ausführungen nicht folgen wollen, so be- er stellt sich als das Opfer der Verführung dar und will die antrage ich, den Angeklagten Leipziger der Anstiftung zur Unter- Hauptschuld seinem ehemaligen Freunde Leipziger aufbürden. Der ob urtheilen, und dabei der Gesichtspunkt zu berücksichtigen, nicht eine einzige fortgefeßte Handlung vorliege. Es folgen ziemlich heftige Repliken und Dupliken zwischen den Vertheidigern Friedmann und Michael is. Zum lehten Wort verstattet erklärt Wolff mit fchwacher, fchlagung fchuldig zu sprechen. Was den Angeklagten Szama- Gr, der viele Jahre hindurch und mit einem ganz anderen weinerlicher Stimme: Ich kann nur wiederholen, daß in meinem tolsti betrifft, so sagt derselbe zwar, daß er nicht geahnt hat, Wissen von dem, was er that, als Leipziger, Depots aus den Verkehr mit Leipziger fein dunkler Punkt besteht. Ich bedauere, daß sich Wolff in solcher Deroute befand. Es ist dies aber doch umhüllungen entfernt und sich angeeignet, er, der sein Dasein daß ich die Privatbriefe Leipziger's nicht vorlegen tann. Rein nicht recht zu glauben, denn es ist faum zu fassen, daß der erste behaglich bei Dieffel und im Theater genoffen. Wenn die Sachen Monat ist vergangen, wo er nicht in Privatbriefen bat:„ Belfen Gie Prokurist eines solchen Geschäfts nicht wissen sollte, daß in dem so liegen, so hat doch sein Vertheidiger feine Spur von Berech- mir!" Ich habe meine Verpflichtungen erfüllt, was ich hingegeben Augenblick wieder einzulösen. Dazu kommt, daß nach der von Depots, die in die Hände Leipziger's gelangten, sondern es Leipziger gefagt, daß ich die Papiere im Oftober zurückbrauche rath Wolff nicht mehr in der Lage war, die Papiere jeden bracht hielt. Es handelt sich ja nicht blos um Unterschlagungen von ihm um Hilfe angegangen worden. Schon im Juli habe ich Rechtsprechung des Reichsgerichts eine solche Verpfändung ist ja noch eine Million an Papieren anderweitig unterschlagen Ich habe ihn in seiner Wohnung zwei mal weinend und flehent Szamatolsti stehen ja erhebliche Milderungsgründe zur Seite, war. Auf das Geständniß des Wolff ist schlechterdings nichts wenn er noch ein bischen ehrlich ist, zu fragen, ob es wahr ift Den Angeklagten und dazu fommt, daß Leipziger auf der Börse auch ganz geachtet lich gebeten, mich nicht unglücklich zu machen. Ich bitte ihn namentlich sein blindes Vertrauen und seine hohe Berehrung, zu geben. In rechtlicher Beziehung führt der Bertheidiger oder nicht. Er hat mich immer auf den Verkauf der Terrain von Depots überhaupt strafbar ist. die er seinem Chef entgegenbrachte, er muß aber doch der Beihilfe eingehend aus, aus, daß, wenn man als wahr annehmen vertröstet. an der Untreue für schuldig erscheinen. Was nun das Straf- follte, was Wolff sagt, feinerlei ausreichender Beweis maß betrifft, so kann das ja bei den Objekten, die hier in Frage dafür erbracht worden ist, daß Leipziger hat wissen müssen, daß darüber konferirt, wie er aus unserer gemeinschaftlichen Schuld Leipziger erklärt: Ich habe oft und lange mit Belf weniger schuldig als Leipziger, denn er hat aus übertriebener urtheilung dieser Frage könne man auf die Ausführungen Wolff's fallen erst in die Zeit kurz vor Ausbruch der Ratastrophe tommen, natürlich nicht zu gering ausfallen. Wolff erscheint Wolff wider Recht und Gewissen über Depots verfügte. Bei Be- verbindung herauskommen tönnte. Die Mahnungen des Wolff Gatmüthigkeit dem Drängen des Leipziger fort und fort nach gar kein Gewicht legen, denn er ist Hauptangeklagter und hat Ich hatte den besten Willen, meine Terrains zu ver Versammlungen. Im Verein der Plätterinnen und verwandten Be B einer Riftenfabrik beschäftigten Belleberinnen mit den Inhabern in Differenzen gerathen feien, weil die letzteren verlangten, die Arbeiterinnen sollten entweder die betr. neue Einrichtung annehmen oder binnen einer Viertelstunde die Fabrik Laufen, aber feltfamer Weife batte mir Wolff ver boten zu sagen, daß ich das Gelb dazu gebrauche, um Wolff zu befriedigen und als meine Verkaufstuft bekannt wurde, stürzte sich das ganze Heer der Agenten auf das Objekt, welches im Werthe fant. Ich bin nie in meinem Leben auf die Idee ges einen mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag über das hatte aus eignem Ermessen den Ausständigen 20 Mark aus der rufsgenossen Berlins hielt am 4. August Frl. Baader verlassen; die Arbeiterinnen zogen letzteres vor. Der Vorstand tommen, daß Wolff die Papiere unterschlagen habe.( Wolff ruft: Und bei Arcanſas habe ich es Ihnen nicht gefagt? Wenn ich Thema: Politik. An der Distuffion betheiligten fich Herr Bergnügungstaffe bewilligt, womit die Bersammlung einverstanden mich hier vor Gericht auch susaminen genommen habe, so bin ich Bercht, Frau E. Schulz und Herr Möhring. 3 war. Gin vom Vorstand eingebrachter Antrag:„ Bei der Arbeitsboch förperlich gebrochen. Der Abend meines Lebens wird ja Krankenkontrolleurinnen wurden gewählt für den Norden Frl. ausgabe in erster Linie bie Mitglieder zu berücksichtigen und also nicht lange währen, aber er wird ruhig sein, benn ich habe nun Schulz, für den Osten Frl. Pribusch, für den Süden und bann erst die nichtmitglieder, ferner die Arbeitsausgabe erst in und nimmer gewußt, daß Wolff unehrlich gehandelt hat. Wenn Westen Frl. Meier. Bei der Berichterstattung über die Nieder- ber Mitte der Bureauftunde beginnen zu lassen," wurde ange er jetzt die Idee verfolgt, daß er mir davon Mittheilung gemacht, legung der Arbeit seitens der Blätterinnen der Firma Magnus nommen. Alsdann wurde darüber diskutirt, daß die VersammlungsSo hat er offenbar diese Idee im Gefängniß gefaßt. Aisleben( Borchard) und über die Verwendung der gesammelten anzeige im redaktionellen Theil des Vorwärts" wieder nicht am " Nach kurzer Berathung erging das Urtheil dahin: Der An- Gelder führte der Vorsitzende an, daß die meiſten dieser Blätte Sonnabend erschienen sei, trotzdem das zugefagt wurde. geflagte Wolff ist wegen Unterschlagung und Untreue in 65 Fällen rinnen schon durch den Arbeitsnachweis anderweitig in Arbeit( Wir bebauern lebhaft diesen fatalen Sapfus, über deffen Wieberzu 10 Jahren Gefängniß und 5 Jahren Chrgebracht worden sind, worauf befchloffen wurde, das übrige ge- holung der Verein allerdings ungehalten sein kann. Die Ursache verlust, ber Angeklagte geipziger wegen gewerbs and sammelte Geld der Vereinskaffe zu überweisen. Ein Zuschneider liegt darin, daß bei der Fülle der für die Vereins- und Vergewohnheitsmäßiger Behlerei zu 10 Jahren Buchthaus aus Wien, welcher in Berlin vergeblich Arbeit gesucht hat, erhielt jammlungsanzeigen fortwährend eingehenden Aenderungen eine nb 5 Jahren Chrverlust verurtheil, bet Angeklagte von jenem gesammelten Geld eine Unterſtützung von 18 M. Bur Bufendung leicht zu spät berücksichtigt wird, wenn sie außerhalb Ejamatolsti dagegen freigesprochen. Laffallefeier wird ein Ausflug per Bahn nach Grünau veran ber Reihenfolge aufgenommen werden foll. Red. d.„ V.") Zum Als erwiesen wird angenommen, daß Wolff sich in mindestens ftaltet. Schluß wurde noch bekannt gegeben, daß am 17. September in 60 Fällen der Unterschlagung, verbunden mit Untreue, schuldig gemacht hat, daß Leipziger Die Sachlage tannte und sich durch verein were both ingegne feite Brite Generalver um rege Bethelligung wird erfucht. Nächste Versammlung am Martendorf. Am 6. August hielt der Arbeiter- Bildungs- Kliem's Festfälen( Hafenhaide) ein Sommervergnügen stattfindet; Aneignung ber Papiere zum Zwecke eines Vermögensvortheils der gefamilung ab. Bevor in die Tagesordnung eingetreten wurde, 5. September. werbe- und gewohnheitsmäßigen Behlerei schuldig machte und deshalb habber Borsigende Tannenberg erst Aufklärung über das AusWolff beruhigt sich bei dem Urthell. bei der Höhe des Objektes entsprechend zu bestrafen fei. Der bleiben der Mitgliederversammlungen im verfloffenen Quartal, 10. Auguft eine öffentliche Versammlung ab, um sich darüber Die Gärtnergehilfen Berlins und Umgegend hielten am Gerichtshof hat nicht die Ueberzeugung gewonnen, daß der An dieselben konnten Bokalverhältnisse halber nicht stattfinden, ba in fchlüffig zu werden, ob es rathsam wäre, im Frühjahr 1893 in getlagte Gramatolski von den strafbaren Sandlungen feines unferem einzigen Versammlungslokal laut polizeilicher Verfügung eine Lohnbewegung einzutreten. Die Versamunlung war zahlreich Brinzipals Kenntniß gehabt und denselben deshalb freigesprochen. teine Bersammlungen abgehalten werden durften; jedoch dem besucht und an der Debatte betheiligten sich eine ganze Anzahl Der Wertheidiger des Angeklagten Wolff stellt den Antrag, den Opfermuth des Wirths sowie einiger Genoffen ist es zu danken, Kollegen. Fast sämmtliche Redner traten für eine Lohnbewegung felben event. gegen 20 000 M. Kaution aus der Untersuchungsa wir jest wieder in der Lage sind, unsere Bersammlungen ein, gumal es fich nicht darum handelte, neue Forderungen auf baft zu entlaffen, da jeder Fluchtverdacht durch deffen Krankheit regelmäßig abbalten zu können. Hierauf erstatteten der auffellen, sondern nur darum, dem 1890 vereinbarten Tarif volle die Sigung um 11/2 Uhr geschloffen. beseitigt sei. Der Antrag wird vom Gerichtshofe abgelehnt und Staffier ben Kaffenbericht: Die Einnahmen betrugen im Quartal Beltung zu verschaffen. Außerdem verlangen die Gehilfen Ab26,70 M., hierzu Bestand vom letzten Quartal 46,09 M., ergiebt fchaffung von Rost und Logis, da gerade dadurch in Summa 72,79 M., die Ausgaben betrugen 42,50 M., demnach das Abhängigkeitsverhältniß ben Prinzipalen Der verblieb am Schlusse des Quartals ein Bestand von 80,29 m. größert wird. Die Arbeitsverhältnisse im Gärtnereigewerbe Dem Raffirer wurde Decharge ertheilt. Ferner erstattete ber find äußerst traurige, was in der Versammlung durch Verlefung Borsigende und der Bibliothekar ihren Bericht. Die vom Vor einiger Arbeitsordnungen drastisch illustrirt wurde. An der stand beantragte Abänderung des§ 4 bes Statuts wurde von Debatte betheiligte sich auch ein Kranzbindereibefizer, welcher für der Versammlung einstimmig angenommen, nachdem vorher eine Serabseßung des Lohnminimums eintrat, um dem guten Arbeiter fehr rege Diskussion über den Paragraphen stattgefunden hatte. einen höheren Lohn zahlen zu können, über welche Ansicht die Zum ersten Vorsitzenden wurde Genget, zum zweiten Raffirer Versammlung schließlich so erregt wurde, daß dem Herrn das Der Revisor Reisen, und an Stelle Reifens zum Revisor Wort entzogen werden mußte. Nach Annahme einer Resolution, Tannenberg gewählt. Ferner wurde von der Versammlung durch welche sich die Anwesenden verpflichteten, nächstes Frühjahr die Baffallefeier beschlossen und der Vorstand mit der Leitung in eine Lohnbewegung einzutreten und sich bis dahin im Zentralbiefer Feier beauftragt. de verein zu organisiren, wurde eine Kommission von 5 Kollegen Friedrichsberg. Der Allgemeine Arbeiterinnen gewählt, welche die nöthigen Vorbereitungen zu treffen hat. Für Berjantin pet, Banus Robert 2001ft wird demnächst eine besondere wersammlung stattfinden. Verein( Filiale Friedrichsberg) hielt am 7. August seine Monats bie in Kranzbindereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Die Sozialdemokratie, eine Forderung der snis f Soziale Uebersicht. Ticht folgende Bekanntmachung: Achtung, Töpfer! Die Zeitschrift„ Der Töpfer" veröffent. a In einer öffentlichen Malerversammlung referirte am 15. August 75 Töpfergesellen( Sims- und Kachelmacher). Die Direktion der Hennigsdorfer Werte fucht zum warnen nachdrücklichst vor Annahme von Arbeit daselbst, da die Kollegen in Hennigsdorf wegen Lohndifferenzen gekündigt haben und wahrscheinlich die Arbeit niederlegen werden. Harburg, nach der kittler'schen Ofenfabrik in über das Thema: Roable in Bielefeld wegen Maßregelung u. f. w. von nothwendig es fet, in die Reihen des kämpfenden Proletariats Berliner Maler". Er legte in gemeinverfändlicher Weise die 10. Augut Water Riefo» über: Das nächste Ziel der zu treten, welches einen Gesellschaftszustand erstrebt, in dem es 315 weder Herren noch Knechte, weder Ausbeuter noch Ausgebeutete Nothwendigkeit der Verkürzung der Arbeitszeit auf acht Stunden verwandter Berufsgenoffen hält Montag, den 14. August, und| Der Zentralverband der Maurer Deutschlands und mehr giebt. Der Redner erntete stürmischen Beifall. bar und forderte die Versammelten auf, rege für die angebahnte wie Borfißenbe, Frau 5 eff wig, ermuntert bann bien au forgen, baß immer mehr Stollegen fich dem Berbanbe anschließen, An und dafür abget Die Gefchäftsgebahrung des Berbabes, fette fich is as wefenben au regerer Wetheiligung an ben je aarteenth or wie auch sich an ben Sammlungen, zum Streitfonds betheiligen, enelaufenen Verlobe, au erften Geschäftsjabre( 1991/92) bei bis jest leider immer recht schichte beach or An der Diskussion über den betfältig aufgenommenen Borfrag maßen Mitglieberstande von 13516 156 Otten, folgender Bersammlung, die mit einem elliges Beifondenfein statt. Det nahmen mehrere Redner, im Ginne des Referats. Theil. Eintrittsgelder. Filialen. Einnahme: Wöchentliche Beiträge Getrabeiträge Sonstige Einnahmen Bon der Hauptkaffe erhalten. 8 351,50 42 076,20 31 905,55 94,30 3 095,90 Summa M. 85 523,45 Ausgabe: Berwaltungsausgaben An die Hauptkasse gesandt Reise- Unterstützung Rechtsschutz. Unterstügungen nach§ 1e thi 12 595,50 . 61 676,64 5 254,10 455,30 2 328,73 Raffenbestand am Ende des Quartals Bu viel verbraucht • • • 2 926,28 286,90 Summa M. 85 523,45 Hauptkaffe. Ginnahme: Bon der früheren Geschäftsleitung der Maurer Deutsch Tands An Eintrittsgeldern. wöchentlichen Beiträgen. " Grirabeiträgen fouftigen Einnahmen. Aus den Bahlstellen eingesandt Binfen für belegte Kapitalien. . Ausgabe: Beamtengehälter für 13 Monate Vorstandssitzungen. Berwaltung des Ausschusses . welchem auch für ein Tänzchen gesorgt war. andere Marten vertrieben Der Vertrauensmann Kö IIn theilte dann mit, daß die LohnKommission dem am 25. Juli gefaßten Beschluß nachgekommen Die Zentral- Kranken- und Begräbnißkaffe der Sattler sei und Streiftarten, die unentgeltlich zu haben sind, sowie Marten und Berufsgenossen Deutschlands Hoffnung"( E. H. 64), Orts à 10 Pfennig ausgegeben habe. In letzter Zeit seien neben verwaltung Berlin, hielt am 7. August Vormittags eine gut be- biefen weißen Marken noch Diese würden eingezogen und seien nicht mehr fuchte außerordentliche Mitgliederversammlung ab, welche nach worden. einer längeren Debatte darüber, ob die Kaffe der neuen Kranten zu kaufen. Unregelmäßigkeiten, die bei der Sammlung vortamen, faffen- Novelle angepast, oder in eine zentralisirte Bufchußtaffe hätten die Kollegen fofort der Kommission anzuzeigen. umgewandelt werden solle, folgende Resolution mit allen gegen Herr Bohnert wünschte, daß sich mehr Vertreter der Arbeiter 7 Stimmen annahm: Die heute in den Arminhallen tagende der einzelnen Malermeister zum Vertriebe der Karten und Marken Versammlung befchließt, auf der bevorstehenden außerordentlichen unter denselben finden möchten. Herr Riesop befürwortete Generalversammlung dahin zu wirken, daß die Kasse in eine dazu, daß seitens der Lohnkommission nochmals ein Artikel an Zuschußkaffe umgewandelt wird." Es wurden hierauf für die den Vorwärts" eingesandt werde, in dem, mit klarer Darlegung zirfa 880 Ortsmitglieder sowie die einzelstehenden Mitglieder der Nothwendigkeit, die Kollegen zur Wahl von Delegirten aufHerr Schusteck machte dann darauf folgende 10 Abgeordnete zu der am 25. September in Leipzig gefordert würden. ftatifindenden außerordentlichen Generalversammlung gewählt: aufmerksam, daß beim Malermeister Weber nicht die neunE. Wiese, J. Saffenbach, P. Ließ, J. Leister, Th. Dammann, stündige Arbeitszeit innegehalten, sondern 91/2 Stunden A. Echott, P. Blum, R. Thannhausen, B. Böttcher und W. Hoos. gearbeitet werde, auch Herr Kube ersuchte im Anschluß hieran die Anwesenden, derartige Fälle der Lohnkommission zu unters In der Ethischen Gesellschaft sprach am vorigen Sonntag breiten. in recht gut befuchter Versammlung Dr. Lütgenau über das In der Freien Vereinigung fämmtlicher in der PapierThema: Das älteste Leben der Menschen auf der Welt". Er ging einestheils auf die naturwissenschaftlichen Gründe ein, welche industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen sprach 2000, eine gemeinsame Abkunft von Mensch und Thier mindestens wahr am Mittwoch Abend Herr 2ütgenau über die Frage der 27,50 feheinlich machen, zeigte, wie bei dieser Annahme viele Er Berliner Weltausstellung und die Arbeiter. Er führte aus, daß das 218,70 fcheinungen viel eher erklärt werden, als durch die Schöpfungs unmittelbare Interesse der Arbeiter an der Sache nicht sehr groß 89,20 theorie, und that andererseits auf Grund der sprachvergleichenden sei, da felbst die Kräftigung des internationalen Gedankens un283,53 Biffenfchaft dar, daß der natürliche Ursprung der Sprache und mittelbar nur dem Kapital au Gute tomme, es gebe eben in der 74,80 bes Dentens aus fleinen Anfängen, die Erzeugung beider tapitalistischen Aera weniger internationale Intereffen der Völker, 61 676,64 eng zufammengehörenden Dinge durch menschliche Stollettivarbeit als vielmehr nur internationale Interessengleichheit der vereines schiedenen Klassen. Der Verlauf frappirende Sab vollständig gesichert fei. WeltausstellungsSumma M. 64 869,87 Ultramontanen, daß sich für den Darwinismus nur noch die Ar- Angelegenheit, der Widerspruch der Krupp und Stumm, der beitertfaffe intereffire, gab dem Referenten Gelegenheit aus Agrarier, Mucker und Antisemiten, der Partitularisten u. f. w. zuführen: Ehemals gefiel der Bourgeoisie der Darwin'sche Kampf beweise wieder die Untüchtigkeit des Bürgerthums; um so rascher ums Dasein", der ihr die kapitalistische Produktionsordnung als werde dies in der wirthschaftlichen Leitung von der ArbeiterAusfluß eines Naturgefeges zu erweisen schien. Der Kampf ums klasse abgelöst werden. Der Vortrag wurde mit Beifall aufder genommen. Die Versammlung war die letzte des Vereins, der Dasein" enthält aber zwei Momente, Nichtausreichen Gemeinschaftliche Sigung des Ausschusses und Borstandes Delegation zum Gewerkschafts- Rongreß Revision Agitation. 4160, 223,10 120, 249,40 327,70 149,80 Buschuß an die Bahlstellen. Unterstügung nach§ 1e, Maßregelungen Dem Generalbevollmächtigten d. Maurer Deutschlands Reise und Diäten bei Streits Gerichtstoften Druckfachen Bahlstellenstempel 2c., Bücher, Schreibutensilien, Bindgarn Buchbinderarbeiten Bureau, Reinigung und Heizung Bureau- Miethe Las Fachorgan, Grundstein". Quartalsbeitrag an die Generalfommiffion Zeitungsabonnement und Verschiedenes Bureau- Einrichtungen Gine Paginir- Mafchine Feuerversicherung Borto Ver Bant belegt • • Kaffenbestand am Schlusse des Jahres Raffenbestand in den Zahlstellen Raffenbestand in der Hauptkasse Vermögens- Ausweis: Per Bant belegt Der ber Nahrungsmittel zur Ernährung aller Gattungsglieder und Sieg sich zu Gunsten des größeren Ganzen aufgelöst hat. Drei kranken der mit befferen persönlichen Eigenschaften ausgerüsteten Kollegen wurden je 20 M. Unterstützung bewilligt. Eine kurze Individuen, von denen das erste fein wirkliches, allgemeines Grörterung entspann sich über die Agitation für die Gewerbe5 230- Naturgefeß ist und das zweite auf die kapitalistische Produktion gerichts- Wahl. 67,60 nicht zutrifft, sondern ihre Aufhebung bedingt. Der Darwinismus In Rigdorf tagte am 11. August eine Boltsverfamm30, 3 095,90 führt nicht zu fozialaristokratischen oder kapitaliſtiſchen, fondern Inng, in welcher Genosse B 5 fch einen beifällig aufgenommenen zu sozialdemokratischen Konsequenzen. Daher die Erscheinung, Bortrag über Patriotismus und Sozialismus hielt. An der Dis 3000, bie der Ultramontane so eigenthümlich verzerrt beschrieben hat. 95,55 Der Bortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Da- fussion über den Vortrag betheiligte sich auch einer der sogenannten " Unabhängigen", der sich bemüßigt fühlte, die gewählten Ver6,40 nach fand in der üblichen Weise geselliges Vergnügen statt. treter der Sozialdemokratie in der bei diesen Leuten üblichen Weise zu verleumden und zu verschimpfiren. Von verschiedenen Seiten wurde diesem Herrn und seinem Anhange der Standpunkt gebührend klar gemacht. Nachdem noch befchloffen war, die Lassalle- Feier am 4. September in 8 Lokalen zu begehen, und hierzu eine Kommiffion von 9 Personen gewählt worden war, erstattete Genosse Schenk Bericht über die Thätigkeit der Gemeindevertreter, woraus hervorging, daß dieselben ihrer Pflicht, den Verhältnissen entsprechend, vollauf Genüge gethan hatten und daß ihre Thätigkeit für die Gemeinde eine er. fprießliche ist. 4998,50 In der Vereinsversammlung der Lackirer sprach am 889,05 8. Auguft Rollege Gebauer über die Prostitution. Nach der 232,-Disfuffion, an welcher fich mehrere Kollegen betheiligten, beschloß 238,10 man, zur Laffallefeier eine Herrenpartie nach Adlershof zu ver238,50 anftalten. Treffpunkt Schlesischer Bahnhof 1/28 Uhr. Nach Er18 881,60 ledigung mehrerer Vereinsangelegenheiten empfahl Kollege 1024,25 ch i fer, recht rege zu agitiren, damit die nächste öffentliche 165,80 Bersammlung, in welcher Stellung zu den Gewerbegerichts184,80 Wahlen genommen werden soll, recht stark besucht werde. 49, 8,25 In einer öffentlichen Versammlung der Wirker und Schöneberg. In einer von etwa 300 Berfonen besuchten 730,48 28irferinnen erstattete am 8. Auguft der Vertrauensmann 25 500,- Gustav Jana über die ihm unterstellte Kaffe Bericht. Die Ein- Boltsversammlung referirte am 11. August Zahnarzt Wolff 204,09 nahme im verfloffenen Jahre belief sich danach auf 1502,66 M., über das Thema:" Vorwürfe, Einwendungen und Anklagen der die Ausgabe auf 1848,06 m., fo baß ein Raffenbestand von Bourgeoispreffe gegen die Sozialdemokratie." Der Redner widerSumma M. 64 369,87 154,60 2. verblieb. Dem Vertrauensmann wurde einstimmig legte die so oft von bürgerlichen Journalisten im„ geistigen" Decharge ertheilt und Kollege Gustav Janz hierauf für dieses Amt Kampfe gegen die Forderung des Sozialismus geltend gemachten einstimmig wiedergewählt. Alsdann erstattete der Delegirte der Einwände und die Vorwürfe, die der Vertreterin dieser FordeStreit- Kontrollkommission Bericht über die Verhandlungen der rung, der Sozialdemokratie, von jener Seite entgegengeschleudert Daran anknüpfend, wies er die Nothfelben. Zum Schluß wurde angeregt, man möge in nächster Zeit wurden und werden. eine Bersammlung mit dem Thema„ Gewerbegericht" einberufen, wendigkeit des Sozialismus als nächster Etappe in der Kulturum den Kollegen Gelegenheit zu geben, sich näher über dasselbe entwickelung nach. Die interessanten und Jedem verständlichen Ausführungen fanden rauschenden Beifall. Nach einer kurzen Dis fussion wurde über die diesjährige Lassallefeier verhandelt. Man In der Verbandsversammlung der in Solsbear beschloß, dieselbe am 28. Auguft im Lokale von Ramm ab beitungsfabriken und auf Holzplähen beschäftigten zuhalten, und wählte hierzu ein 15gliedriges Festkomitee. Der Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands( Ortsverwaltung Preis der Billets ist auf 20 Pfg. festgesetzt. Eine lebhafte Debatte Berlin 1) hielt am 8. Auguft Herr A. Wit einen beifällig auf entspann sich über das Schöneberger Gewerbegericht. Genosse genommenen Bortrag über: Streifzüge in die Geschichte". Freibank, Beisiger deffelben, beschwerte sich zunächst über Hierauf theilte der Vorsitzende mit, daß in Bremen die in die Art und Weise, in der ihm seitens eines Beamten " • • 2 926,90 m. 204,09 • 25 500, Summa 28 680,99 M. Die Zahl der direkt an die Hauptkasse zahlenden Mitglieder zu informiren. betrug am Schlusse des Jahres 94. Nordschule Müllerstr. 179a. Morgen, Sonntag, Abends 8 Uhr, Vortrag des Herrn Dr. Joel über„ Darwinismus" Dienstags und Sonnabends Abends 9 Uhr. Nachdem Sigung bei Tempel, Verein Tambour- Korps ,, Bleib- Treu"( gegründet 1885). Uebungsstunde Langeftr. 65. Damen. Arbeiter- Bildungsschule. 8%-10% Uhr. Lyrania, Landsberger Gedicht. Novelle. Die Juraföderation und Michael Bakunin, II.- Das Wesen der Gesellschaft. I. Der Bochumer Herenfabbath. Von der Bewegung. Vermischtes: im Vogtlande, der wegen Sittlichkeitsverbrechen zu 2 Jahren Begnadigung. Der Amtsrichter Conrad in Isterberg dieser Strafe verbüßt hat, begnadigt worden. Buchthaus verurtheilt wurde, ist, nachdem er etwa 6 Monate ides Amtsvorstehers ber Umtausch einer Invaliditäts- abend, den 13. August, Abends 8 Uhr, bet Schlüter, I. Markasstraße 10. farte besorgt wurde, und ging dann zu einer scharfen Generalversammlung. Tagesordnung: Kaffenbericht. Berichterstattung des Delegirten von der Kritik der Handhabung der Geschäfte beim Schiedsgerichte Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. s. über. Er habe vor drei Wochen einer Sigung beigewohnt und nr. 29 Hamburg), Filiale Berlin 8. Versammlung am Montag, den 15. jetzt die für den halben Tag zu beanspruchende Entschädigung Bericht der Delegirten der 3. Wahlabtheilung über die diesjährige General5. M., Abend 8% Uhr, Manteuffelstraße 90. Tagesordnung: Kaffenbericht. von 1,50 m. noch nicht erhalten. Ferner habe man die Ge- versammlung. pflogenheit, die Sizungen erst Abends um 6 Uhr beginnen zu laffen. Da müßten dann die durch die Arbeit tagsüber törperlich und geistig abgerackerten Arbeiterbeifizer oft bis 9 Uhr fizzen. Wenn nicht bald Remedur geschaffen würde, werde er, Morih Kloh. Ein alter braver Achtundvierziger, der Redner, eine öffentliche Versammlung einberufen, in der speziell abends Uhr, Sommandantenſtr. 79. Bortrag des Herrn Dr. Wolff. Säfte frühere Reichs- und Landtags- Abgeordnete Moritz Klo, ist am Ethische Gesellschaft. Versammlung am Sonntag, den 14. August, diese Angelegenheit verhandelt werden soll. Genosse Köster fehr willkommen. 10. d. M. im Alter von 79 Jahren gestorben. Klotz ist nie über wies auf den Widerspruch hin, der darin liegt, daß man die TagesVergnügungsverein„ Froh in die Welt". Montag, den 16. Auguft, den bürgerlichen Demokratismus hinausgekommen, aber diefer entschädigung der Beisitzer auf 2,50 M. feftfeße und dieselben Leute Abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadterstr. 33: Sizung mit Anschauung ist er auch bis zu seinem Ende treu geblieben und in die 4. und 5. Steuerstufe einschätze. Genosse Hadebusch Theaterverein Leffing". Jeden zweiten und legten Sonnabend im hat es stets verschmäht, den Eiertanz des demokratisch schillernden ( Gemeindevertreter) erklärte, auf sein Eingreifen hin sei mit einer Monat Sigung um 10 Uhr bet Rudolph, Krautfir. 6. Nachdem Gesellschafts- Freisinns mitzumachen. Stimme Majorität beschlossen worden, die Entschädigung von ftunde( Tanz und Vorträge). 3 auf 5 M. zu erhöhen und Fahrgeld zu zahlen. Er werde in 15. b. W., abends& upr, bet Gründel, Dresdenerfir. 116: Bersammlung. dorfer Schießplage erhielt ein Golbat des 23. Infanterie- Regi Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Am Montag, den Krieg im Frieden. Oppeln, 12. Auguft. Auf dem Lams der nächsten Sihung dahin zu wirken suchen, daß die Schieds- Tagesordnung fiebe Sonntagsnummer. ments beim sprungweisen Vorgehen gegen einen martirten Feind gerichts- Sizungen früher anfangen und die Entschädigung foforter- bg: Unterricht in Deutsch( unt.Südt von hinten einen Schuß in den Kopf, der seinen sofortigen Tob ausgezahlt wird. Als Kuriosum führte Genosse Freidant chule, Reichenbergerftr. 133: Unterricht in Buchführung; oft- Schule herbeiführte. noch an, daß bei der Festsetzung einer Sigung der Schiedsgerichts- Martusfir. 31: Unterricht in Deutsch( unt.); Nordschule, Müllerstraße Fuchshain abgehaltenen Gefechtsschießen des Infanterie- Regiments Bei dem gestern zwischen Liebertwolkwitz und Vorsitzende erst sich genau informirt hätte, wann die HühnerNr. 179a: Kein Unterricht. In allen Lehrfächern, mit Ausnahme Mathematit jagd stattfinde. Derselbe Genosse wandte sich dann noch scharf des Semesters, eintreten. und Buchführung, fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im Laufe Nr. 107 explodirte bei der die Artillerie martirenden Abtheilung fritifirend gegen die Dampf- Straßenbahn- Gesellschaft, Bezug ein Signalschuß, wobei ein Sergeant und ein Soldat im Geficht Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris.„ Cafe de la nehmend auf einen Fall, wo durch dieselbe Arbeiter besonders Nouvelle Bofte", Ede von Rue Montmatre und Rue Etienne Marcel, Ein- so stark verletzt wurden, daß ihre Ueberführung in das Garnison. gang Rue Etienne Marcel. ausgenutzt worden waren. Mit einem stürmischen Hoch auf die reiche Bibliotbet, Zeitungen, französischer Unterricht. Der deutsche Arbeiter, Jeben Sonnabend öffentliche Versammlung; lazareth erfolgen mußte. Sozialdemokratie ging die Versammlung auseinander. ber fremd nach Parts fommt, findet hier einen Anlehnungspunkt, Rath und Belehrung. In der öffentlichen Versammlung der Hausdiener und 9 uhr: Uebungsfiunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Etche, Rir Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends Berufsgenossen am 11. d. M. stand nochmals die Frage zur dorf, Germann- und Knesebeckfir.- Ecke bei Beyerle. Verschiedene Auffassung. Das Münchener Militärgericht Diskussion, wie die Zwiftigkeiten zwischen den bestehenden Haus- ftraße 31 bei Muſehold. Sanges Echo, Naunynstraße 86, bet Bubeil. diener- Vereinigungen zu beseitigen feien. Genosse Julius Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Zoutühn.- Glück zu, bei erkannte feinerzeit in einem bayerischen Maßtruge fein Türk referirte darüber. Derselbe beleuchtete noch einmal die Bredlow.. Teltow in Teltow, Schwarzer Adier.- Esmeralba, köntgs: Schöffengericht, in welchem doch auch hand- und schädelſeſte Phönir. Bülowstraße 66 bei gefährliches Werkzeug im Sinne des Gesetzes; das Augsburger bestehenden Differenzen und kam zu dem Schlusse, daß nicht prin- bergerstr. 24.-- Siebertrans in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. zipielle Gegenfäße, sondern lediglich persönliche Streitigkeiten vorHand in hand 2, Friedrichsberg, Friedrich Karlstraße 11 bet Heinede. Bayern figen werden, betrachtete dagegen schon eine Hose, in liegen; er tabelte die gegenseitige Schroffheit, das beiderseitige Gefundbrunner Männerchor, Gesundbrunnen, Brinzen- Allee 10. Der eine Geldbörse steckt, als ein gefährliches Werkzeug und Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. verurtheilte deshalb einen Müller, der damit seine Frau ge Mißtrauen und empfahl die Neuwahl einer Einigungskommission, Ale Buſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, zusammengesetzt aus Mitgliedern beider Vereinigungen, welche fnb zu richten an Max Gent, Berlin N., Belforterstr. 26, 1 Tr. Sonn- schlagen und ihr eine Wunde beigebracht hat, zu 5 Tagen die Auflösung eines der beiden Vereine zu Gunsten des andern ftraße 140. abend: Theaterverein Iphigenia", bei Kramer, Rigdorf, Herrmann- fängniß. Arbeiter- Tambour- Berein, Borwärts" Rigdorf, Herrmannzu bewerkstelligen hätte. Der Frauen Rache. As am Mittwoch Vormittag eine Die Zwiftigkeiten, welche die Haus- und Wandzlichstraßen- Ecke bei Sober. Rauchklub Anita" bei Rezke, Diener trennten, hätten ihre Ursache in Weberstr. 15. dem Bestehen Geselliger Berein Neue Welt" bei Strohschänt, Ryteftr. 48, Abtheilung Landwehrmänner auf dem Eilenburger Plaze in zweier Vereinigungen. Der Verein Berliner Hausdiener Jugendkraft 2" bei Werner, Seimftr. 2.- Tambourverein Deutsche recht funger Herr einen alten Landwehrmann wegen Theater- und Artiftentlub 28urzen gemustert wurde, betitelte der Unteroffizier, ein noch wünsche die Einigung und empfahl er demzufolge gegenseitiges i che bei Nieberschuh, Fürbringerstr. 7.- Rauchflub Dornröschen bet Entgegenkommen.( Großer Beifall.) Nach einer mehrstündigen Sperling, Inselstraße 1. Krech, Schulstraße 104. Bergnügungsverein Grüne Gleife bet irgend einer Unregelmäßigkeit mit„ aufejunge"; auch andere Aussprache, in welcher die Kollegen Grauer, Puyer, bergerstr. 24( Sizung) Tambourverein Boruffia bet zeichnis, Königs: Roseworte wurden vernehmbar. Zahlreiche Frauen wohnten dem Bergnügungsverein Helgoland a bet wiegels, Afte als Zuschauer bei. Sie zahlten dem Unteroffizier die Werner, Glaßhagen, Runge, Reßler, Kaiser, Stralauerstr. 57. Utest, Plath und Dreher, sowie der Referent das Wort nidel scher Wufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerstraße 118, Blicke des Stellvertreters Gottes" prallten an dem Gleichmuthe Gelangund gesellige Sonnabend. Paul Schimpfworte mit gleicher Münze heim, und auch die zornwüthigften nahmen, wurde einstimmig beschlossen, eine Kommission zu Ecke Forsterstraße. wählen, welche eine Verschmelzung der beiden bestehenden Ver Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute fich weder das Recht des Zuschauens nehmen noch das weitere und den scharf geschliffenen Zungen der Frauen ab. Sie ließen einigungen versuchen soll. Die Kommission hat aber erst dann in von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Funktion zu treten, wenn der Verein Berliner Hausdiener fich Leichnis, Königsbergerstr. 24.- Privattheatergesellschaft Schneeglödchen", wehrlosen Männer aufzutreten. Bühnenverband Norman ta jeben legten Sonnabend im Monat bei Recht, als Vertheidiger der im Gliede stehenden und darum bereit erklärt hat, den§ 21 feines Statuts dahin abzuändern, Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr bet Weick, Köpe Abends 9 1hr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berliner ( Wurzener 3tg.") daß die Auflösung des Vereins durch Zweidrittel- Majorität her- ntderstraße 68. Der Direktor ciues Irrenhauses- irrünnig. Das beigeführt werden kann. Die Kommission besteht zu gleichen Theilen abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bet Rudolph, Krautstr. 6. Theaterverein Leffing. Jeden ersten und legten Sonn-„ Neue Wiener Abendblatt" schreibt: Die Aerzte des Irrenhauses aus Mitgliedern beider Vereinigungen und einem unparteiischen Vorin Brescia waren nicht wenig erstaunt, als sie am Sonnabend Bergnügungsverein Asalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimftr. 16. fizenden. Gewählt wurden in diese Kommission die Kollegen Reßler, Bergnügungsverein& uftige Jugend Abends 9 Uhr, im Reſtaurant mit ihrem Direktor an der Spize die übliche Morgenvisite in ben Lautenbach, Cuvryftr. 3. Raßler, D. Grauer, Lodtmann, Pußer und Meier, 9% Uhr Mendelssohnftr. 9.Bergnügungsverein utge Becher Abends Krankensälen machten, dieser plötzlich eine Scheere verlangte, um Bergnügungsverein Jugendfreunde, jeben den Kranken die Schädel öffnen und deren Gehirn untersuchen zu zum Obmann Genoffe Dr. Lütgenau. Nachdem standen die Sonnabend Abend 9 bis 11 Uhr bei Schulz, Prenzlauer Allee. Vergnügungs Wahlen zum Gewerbegerichte zur Erörterung. Kollege Grauer Mariannen- Ufer 2. verein Carmen Sylva Sigung 9 Uhr im Restaurant von D. Wils, tönnen. Gie merkten nun, daß derselbe selbst irrsinnig geworden schlug vor, sechs Kandidaten für die Hausdiener und für die Geselligkeitsverein Palltfaden Eiche, Abends uhr, Pallifaden er sei. Einige schnell herbeigeholte Diener des Hauses brachten anderen im Handelsgewerbe Beschäftigten in einer demnächst ftraße 103 bei Radfe. Senebel, Badfiraße 58( Gesundbrunnen). " Geselliger Berein, Nord" bei Krüger, Fennfir. 5.Danst Forening Freia( Dänischer Verein einzuberufenden Gruppenversammlung fieben Kandidaten aufzuber 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Wurt, Koppen Freta), Lindenfiraße 106 bei Poppe. Verein ehemaliger Schüler nun ärztlich behandelt wird. ftellen. Als Kandidaten wurden nominirt die Kollegen Grauer, ftraße 58. Gefelliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Plath, Pinger, Arendt, Reßler und Barnewiß, Boite, Stolbergerfir. 23. worauf die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemo: fratie und die Einigkeit der Berliner Hausbiener geschlossen wurde. Abends Reichenbergerstr. 73, bet Fauffmann. Etattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinstr. 22.- Gtattlub Revolution tette tagt jeden Sonnabend Abends 9 1hr bei Weiß, Andreasftr. 77a. Schaftopf- Klub Bruder Rauchflub Dornröschen, Abends 9. Uhr, Schulstraße 104 beim Reftaurateur rech. Herr Albert Lehmann, Wienerstraße 60, theilt uns auf Gof, Admiralstr. 18c. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer den Bericht über die Protestversammlung der Kaufleute mit, daß er sein Geschäft, welches im Keller gelegen, wohl vor 7 Uhr geöffnet habe, weil er doch den von der Zentral- Markt- Halle ge= holten Kram und das Obst durch die zu seinem Geschäftslotal einzig führende Thür schaffen müsse, jedoch habe er mit dem Verkauf stets erst um 7 Uhr begonnen. Freie Vereinigung fämmtlicher in der Papierindustrie beschäf tigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Die Zahl stellen find Sonnabends von 7½ bis 9% Uhr Abends geöffnet und befinden sich: 1. Bet Thalmann, Wasserthorstr. 22. 2. Bet Herfchleb, Adalbertstr. 4. 3. Bei Hente, Blumenstr. 38. 4. Bei Lenz, Alte Jatobftr. 69. 5. Bei Stubimen, Schönhauser Allee 28. Dafelbft werden die reftirenden Beiträge entgegenge nommen, ebenso findet die Ausgabe der Mitgliedskarten für den neuen Berein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Buch, Papier- und Lederwaarenindustrie statt. Aufnahme neuer Mitglieder. Freireligiöse Gemeinde zu Berlin. Am Sonntag, den 14. Auguft, Vormittags 10% Uhr, Rosenthalerstraße 38: Bortrag. Thema: Sünden der Eltern. Neuer Berliner Handwerkerverein. Sonnabend, den 13. August, Abends 9 Uhr, Vereinsversammlung bet Müller, Johannisstraße 20. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Herrnstadt. Thema: Kleidung und Hautpflege. Dachdecker und alls im Dachdeckergewerbe beschäftigten Arbeiter. Literarisches. Be Briefkaffen der Redaktion. August Kranse. Ist wohl durch die Berichtigung in geftriger H. Mattutat. Noch nicht von der Reise zurück. Sie müssen fich bis 15. oder 16. d. M. gedulden. Nummer erledigt: N. N. Erhalten. Wird besorgt werden. Einsendungen um Ihren Besuch. Die Berliner Volks- Tribüne" wird zum Sterbetage nicht. Lassalle's eine Lassalle- Nummer" herausgeben. Das Blatt wird 8 Seiten stark und in sehr schöner Ausstattung erscheinen. Die erste Seite wird ein Bild Laffalle's zieren, der Inhalt sehr reichhaltig sein. D. R. Arbeiter Sängerbund. Wir bitten wegen Ihrer H. G. Gräfeste. Die Frauen haben das passive Wahlrecht B J. S. 28. Sie haben Gefängnißstrafe zu gewärtigen. W. H. Sattler. Der Betreffende tann hier aufgestellt werden. N. N. Ihren Brief haben wir mit lebhaftem Intereffe ge lefen. Die Postproletarier, auch die„ politisch Ünreifen", schwenten Bestellungen find so bald als möglich aufzugeben, sollen fie in Kolonnen dahin, wohin sie gehören. Der v. Stephan und der Fischer sind ausgezeichnete Agitatoren. Sachliche, wahrheit getreue Beiträge stets willkommen. Uns gegenüber können getroft den Schleier liften." rechtzeitig ausgeführt werden. Sie Er Inserate werden angenommen. Die Zeile foftet 20 Pf. Die Expedition der Berliner Bolts- Tribüne". Berliner Volks. Tribüne, Sozialpolitisches Wochenblatt. wenn Ihnen der Gegner eine solche geben verweigert. M. Sie fönnen auf Ausstellung einer Quittung flagen, Vierteljahr 1 M. 50 Pf., monatlich 30 Pf. Inhalt der Nummer 33 braucht Ihnen diefelbe aber nicht zuzusenden, wenn Sie nicht Deffentliche Verfammlung am Sonntag, den 14. Auguft, Vormittags 10% Uhr, vom 14. Auguft: Aus der Woche. bet Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: Gewerbegerichtswahlen. Sozialdemokratie II. Staatssozialismus und Briefmarke beigelegt haben. Uebrigens genügt der Postschein, Näheres Inferat. Wie man in der Schweiz dem Bauer um den Gerichtsvollzieher an der Pfändung zu verhindern. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. helfen will. Die Schwefelarbeiter Siziliens. Vom Schlacht Nr. 29 und 89 Hamburg), Filiale 4 Berlin. Bersammlung am Sonn- felde. Gewerkschaftliches. uns nicht bekannte Statut der Kasse erst einsehen. Treptow. Bender's Restaurant. 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Berliner, Brunnenstr.112 Junge Mädchen können das Schnels dern und Zuschneiden gründlich erlernen Wrangelstraße 84. bei Haase, Lübeckerstr. 44. Verantwortlicher Redakteur August Enders in Berlin Druck und- Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 14855 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 188. Die Heimstätte für Verlehte Sonnabend, den 13. August 1892. 9. Jahrg. tuulliſchen Genüße vorführen, welche die„ Geimſätte" den Kofſt. Fragen des Arbeiterlebens fich ausläßt. Jeber einzelne in der à gängern bietet. Zum ersten Frühstück giebt es einen Topf foge- Metallindustrie beschäftigte Arbeiter wird nun ersucht, jede Frage in Nieder- Schönhausen bei Berlin. nannten„ Kaffees", dazu eine trockene Schrippe. Bum zweiten des Fragebogens gewissenhaft zu beantworten, damit eine Statistit Frühstück giebt es zwei Stullen, deren jede wohl drei Finger dick zu Stande kommt, welche die in unserem Gewerbe herrschende Fragt man in dem freundlichen Berliner Vororte Nieder- ist. Diese Brottnuste sind mit Fragmenten von" Butter" Noth treu wiederspiegelt. Weiter wird gebeten, die Fragebogen Echönhausen nach der„ Heimstätte für Verlegte", so vermag faum oder Schmalz bestrichen und mit Wurst oder anderem" Belag" recht bald auszufüllen und schleunigst wieder abzuliefern, damit Bäuer Auskunft zu ertheilen. Go wenig befannt bieſe, Seim- garnirt; zu Writtag giebt es die bekannte Anstaltstoft mit winzigen die stommiffion bis zum 15. September 5. J. diefelben wieder in fette" im Orte selbst zu sein scheint, 10 febr bekannt inn bie: Fleischtationen, Sonntags wohl gar ,, Braten"; sur Besper wieder Händen hat. Die Fragebogen sind bei folgenden Kollegen erSerbe boch in der weiten Welt, fein, wenigstens in bestimmten Raffee und Schrippe und Abends wieder Stulen wie zum Früb- hältlich: st. Schmidt, Drahtweber, Sepanſtr. 84a, v. 2 Er. Kreisen, denn Vertreter aus allen Ländern und Provinzen des stück, oder Kartoffeln mit Hering 2c. und eine Flasche Bier( Sause, Foreinmes, Former, Wienerstr. 62, H. 2 Tr.; R. herrlichen Schönhauser Schloßpart hinter fich Patten und auch mag angegeben werden, daß diese Beföſtigung, den hiesigen Königsbergerſtr. 81, S. 2 Tr.; U. Deyne, Schloffer, StoppenPandert die Dorfstraße entlang zum Dörfli hinaus", so ge- Berhältnissen und Anforderungen entspricht, doch bleibt zu be- ftraße 72a, 4 Tr.; H. Radue, Drücker, Utte Jakobstr. 51, 1 Tr.; rangt man am Ende deffelben zu einer ſtattlichen Bille von ricksichtigen, daß die meiſten Infaffen der" Deimstätte eine B. Gutsche, Robrleger( Gas-, Waſſers), Gebaſtianſtr. 39; reiller landschaftlicher Lage und einem geräumigen baum- ganz andere Roſt gewöhnt sind, da bekanntlich fast alle Länder och häuster, Lampenbranche, Greifswalderstr. 65;$ e im reichen Garten umgeben. berg'sche Vilia, eine Landestheile die Scharffen- und ihnen besonders eigenthümliche hold, Gas-, Wasser-, Dampfarmaturen, Frauseckistraße 11, Hof des begüterten Vorsitzenden der Fuhr Küche haben, daß sich die Arbeiter demzufolge mit 4 Tr.; R. Roßdeutscher, Façondreher, Krautstr. 54 a, 4 Tr.; Dints Berufsgenossenschaft, welcher in weiser Boraussicht der ber hiesigen mageren Koft in feiner Weise befreunden können 28. D'echt, Schraubendreher, Wanteuffelstr. 114;. Fischer: Dinge, die da kommen würden, diese Billa läuflich erwarb und und nach Möglichkeit darauf verzichten, wenn sie etwas zum Kernmacher, Falckenſteinſtr. 31; 5. Pinn, Mechaniker, Roſen fobann die Großmuth besaß, für eine anständige jährliche Bacht zusehen haben, was allerdings wenig oder gar nicht der Fall thalerstr. 16/17; 0. Trittelwig, Mechaniker, Faldenſteinbame die Villa der Berufsgenossenschaft for the actual fühlen sich eigentlich nur die polnischen Arbeiter, traße 41; W. Dansen, Dreber, Schönhauser Allee Str. 55; Ichaft beſtimmt, ist nunmehr Die Billa Chase Berufsgenossen werden, blanche Ungehörigtetten bei der Be Feilenhauer, Neue Hochſtr. 22 B. Zennrig; Dziena, Klempner, scherlaffen. Anfänglich nur für die guhrwerts Werußgencijen welche es noch nie so gut gehabt haben. Jebenjaus ist nicht in G. Berndt, Nagelschmidt, Bernauerstr. 40/41; 3t. Schäfer, allgemeinen Seimſtätte für Berlegte geworden. Den Namen föftigung vorkommen. So soll es Thatsache sein, daß die Stullen Eisenbahnstr. 28; Wt. Fischer, Klempner, Gitschinerſtr. 79; Es ist dies in derartig hartem Zustande geliefert werden, G. Schwarzkopf( im Lokal), Stalizerstr. 11. Die giebt des Defteren Veranlassung zu berechtigten Aussehungen. Die Fachkommission. J. A.: R. Steinmez. A. Fischer. Achtung, Lederarbeiter Berlin's! Unter Heimstätte" versteht man einen schüßenden Zufluchtsort, daß sie nicht einmal zu schneiden, geschweige denn zu beißen Eine Verförperung schnödesten tapitalistischen Eigennutes. Scharffenberg" ist aber das gerade Gegentheil davon, eine werden zu können. Auch die Beschaffenheit der sonstigen Menage Hausordnung besagt in ihrem§ 1: nach Arbeiter eiche Verpflegung fange nicht ſomberlich befBubert berben bucheierechnung der Agitationstommiſſion findet in der Dazu anberaumten Befit ihrer vollen Arbeitsfähigkeit gelangt find, burch ärztliche und durch die medito- mechanischen Apparate geschieht. Unfalle noch nicht wieder in den ist es unsere Meinung, daß dies ebenso wenig durch die Massage öffentlichen Versammlung statt, welche am Montag, den 15. Aug., 16, abgehalten wird. wehandlung und zweckmäßige Bile gelangt find, burch a bad bit der Um vüntiliches und zahlreiches Grſcheinen wird homehr go. werbsfähigkeit zu verhelfen." Somit wissen wir, welche Aufgabe Im Sommer um 6 Uhr, im Winter um 7 Uhr wird auf- beten, da in derselben Herr Robert Schmidt einen Vortrag Aufgabe, edel und human wie Alles, was von fapitalistischer bäusliche Verrichtungen zu erfüllen hat. Auf Deinſtätte für Verlegte" einem erlittenen das verletzte Glied Mit kollegialem Gruß Die Agitationstommission. Ueber den Kongres des Verbandes der Weißgerber, Bei Epfe im Apparat. Außerdem find noch mehrere wichtige Bunte zu erörtern, Die opfern der Arbeit, nachdem diefelben full ben armen 7 in um 8 die im für jeden Zeberarbeiter von hohem jutereffe find, weshalb jeber brochen, Gliedmaßen verloren und sonstige törpertide to 12.9 bezw. 10 Uhr wird gefrühſtückt, um 1 Uhr gibi Sollege hiermit dringend eingeladen ist. fundheitliche Echädigungen erlitten und jofern Re nach Heilung es Mittag. Von 3-6 Uhr ist wieder„ lebung", um 4 Ubr bie erlittenen Werlegungen ihre„ volle Arbeitsfähigkeit" noch nicht Vesper, um 7 Uhr Abendeffen und um 1/10 Uhr muß Alles in's pieb ererlangt haben, durch ärztliche Behandlungenäßige Beit. Die„ llebungen" werden in einem großen Saale vorBflege zur Erreichung ihrer Erwerbsfähigkeit verholfen werden. genommen, ber bezeichnenderweise von einigen Berlegten Folter- ber in Altenburg fagt, wird uns weiter berichtet: reich ist der ausgesprochene Sweet jeg et gene er Gr: fammer" genannt wurde. Hier sind 36 Maschinen aufgestellt, welche 3 weiter und dritter Verhandlungstag. reichung dieses Zweckes,. b. Ben Arbeitern, en Werlegten, die dem berühmten Lande der Heilgymnaſtik, Schweden, entstammen Berathung ber Statuten legte man bas Hauptgewicht darauf, gefeßliche Unfallrente nach Möglichkeit zu beschneiden, werden in und in raffinirtester Weise ausgetüftelt sind. Diefelben zerfallen dieselben nach den Beschlüssen des Halberstadter Kongresses ausecht tapitaliſtiſcher Weise große Cummen geopfert, die im Inter- in zwei Gruppen, in attive, d. h. felbstthätige, durch einen zuarbeiten; hauptsächlich sind die darin enthalten gewefenen Been der Krüppel eine beffere Verwendung finden würden, als Gasmotor von zwei Pferdekräften in Betrieb gefeyte Maschinen, Stimmungen, welche in Bezug auf Mitgliedschaft und Aufnahmein Geſtalt der jeßigen Bellverbuts in Stapitals intereffe. Wenn und passive Maschinen, welche durch die Verletzten in Bewegung geld gewissermaßen noch an bem alten Berufsdünkel festhielten, has auch eine fachverständige Beurtheilung der Wirkungen der geſetzt werden müſſen. Alle Waschinen haben ganz bestimmte umgeändert worden, so daß es jetzt jedem Lederarbeiter möglich hier vorgenommenen Kuren hebt, it will es uns doch bunten, Zwecke und die Aufgabe, die verletzten Körpertheile, Hände, ist, für 1 Mark dem Verbande beizutreten. Bei der Frage: Berto fet ein verfehltes unteth, is poftor Gisenbarth Füße, Schenkel, Gelente, Rückgrat u. f. w. zu„ üben", d. h. fie legung des Giges, sprach man sich im Algemeinen für einen thitbig, verlegte, gebrochene Gliedmaßen, verfteifte Störper gelentig, gefchmeidig, beweglich, mit einem Worte wieber brauche Desperein aus und brachte folgende Orte in Bortheile zc. durch die hier Urienung gebrachten Mittel bar zur Arbeit" zu machen. Sie sind gewissermaßen„ Kraftmeſſer", Schlag: Berlin, Hamburg, München und Karlsruhe- Durlach. prozeß dies naturgemäß bedingt, und daß die erzielten Erfolge" auf die prieber gebrauchsfähiger zu machen, als der volügogene Beilungs- find verstellbar und Jebem anpaßbar und kontrollirbar in Bezug nach näherer Auseinanderſegung wurde, aber ber, alte Gib bie Nach dem Gesammtresultate diefer lebungen" herige wiedergewählt. Weiter beschloß man, daß für nächstes Jahr ein dann zu guter Leßt die erzielte Erwerbsfähigkeit allgemeiner Kongreß der zur Lederindustrie gehörenden Dr fchat später bas„ Heilverfahren noch genossenschaften wollen nur ein prozentual feſtgefeßt und in diesem Verhältnisse die lufalleente ganiſationen einberufen werden soll. Ueber die Einberufung haben fchaltend hier bemerken, Dabie in Rebelebende Anstalt feines- gekürzt! G3 scheint uns dies ein durchaus willkürliches Ver- sich die verschiedenen Verbandsvorsitzenden zu verständigen. Nach daß wollen nur ein- Gimbernherber begs die einzige ihrer Art ist. In vielen größeren Städten sollen fahren zu sein, lediglich darauf berechnet, mit einen Scheine von stehende, von den Vereinen Hamburg und Nürnberg eingebrachte burartige berufsgenossenschaftliche Heilinjiliute" beſtehen, in denen Berechtigung eine Kürzung der Unfallrente vorzunehmen. Denn Resolution fand einstimmige Annahme: an eſten der Unfalltaffent, we boertegten wenn auch burch monatelange Uebung ein verlegtes Glied bes an tiefen letzteren herumexperimentirt wird. zur In der Erwägung, daß infolge der ökonomischen und techAuch in menschlichen Körpers eine gewisse fortschreitende Befähigung nischen Entwickelung der Unterschied zwischen gelernten und unU liegt erlangt, eigens Lonstruirle Waſchinen in Bewegung zu sehen, gelernten Arbeitern immer mehr verschwindet, daß ferner durch un Syſtem in der Methebearen bit het bisher wenig fo erscheint es doch mindestens gewagt, hieraus einen Schluß Sie privattapitaliſtiſche Produktionsweise immer mehr und mehr gert oder über diese Anstalten gehört, obwohl dieselben ein nicht auf das praktische Leben zu ziehen. geringes öffentliches Interesse beanspruchen. Die Heimstätte für den täglichen Unterhalt ist denn doch etwas Das Arbeiten für Arbeiter der verschiedensten Berufe in Etablissement Amberes gedrängt werden und darum ihre Intereffen niffe zent zusammen. werd beſonderen Rufes 8 erfreuen, ben, wie fijon fabut, asegfall der„ llebungen" auch die erzielte Geme mit treten tönnen, ferner um den Halberstädter Beſchſtuſſen Biel Ders gerben aus allen Theilen des Deutschen Reiches Krippel hierher verlegten Glieder sehr bald wieder verloren geht. Andererseits Deutschlands: mit den in der Bekleidungs-, Leber- und Textilinduſtrie Gesandt, um einen burchschnittlich( diva Drei Monate dauernden ist in Erwägung zu ziehen, daß namentlich durch die aktiven bestehenden und noch zu gründenden Zentralorganisationen in Kartellburfus in dieser„ Deilanſtalt" su abjelvinch, Slug Gachjen, Mecklen- Maschinen, durch das Rütteln, Schütteln, Umdrehen, Biegen, Berträge einzutreten, in erster Linie ein gemeinschaftliches Organ burg, Solſtein, Ditpreußen, Bose, Hamburg to hit Burgafle Spreizen u. f. f. die verletzten Glieder ungemein angegriffen zu gründen. Zu Gunsten beffen beschließt die Generalversamm winefend. Der Zufenthalt plerorte il reineswegs ein frei- werden und daß dadurch statt einer Befferung eine Verschlechterung fung, bag, Vereinsblatt der Weißgerber Deutschlands" nur noch Williger. Dem Heilanſtaltstandidaten geht nämlich feitens des des Zustandes des Berlegten erzielt wird. Thatsache ist, daß bis zur Herausgabe eines gemeinschaftlichen Organs bestehen Vorstandes der jeweiligen Berufsgenossenschaft, welcher der Ver- Manchen durch diese Uebungen Schmerzen, Qualen bereitet werden legte angehört, eine fast gleichlautende Aufforderung zu des In- und daß sich dieselben infolge der Uebungen schlechter befinden tragen, erklärt die 7. Generalversammlung der Weißgerber zu lassen." Vierter Verhandlungstag. In der sich hieran Mers Zuſtandes Ihre Behangenden Gutachten ist aux mebitos durch Maſſage ein besonderer Effekt auf zerbrochene Knochen Sterbefasse der weißgerber Deutſchlands wurde einstimmig bes mechanische Apparate erforderlich. Während des Aufenthaltes erzielt werden könnte. Wenn überhaupt, so tann wohl nur ein schlossen, die Kasse in eine Zuschußkasse umzuwandeln, und 20 pedie Sture und Verpflegungs often, en traft gaiemanficht nach ist die ganze berufsgenoſſenſchaftliche Heilmethode 20 pCt., Kinder unter 15 Jahren erhalten 15 pGt. der Rente. wirtungslos mit alleiniger Ausnahme der Rentenkürzung, die jao- oo- Telledticalt Sie haben das Krankenhaus nicht früher zu verlassen, als in jedem Falle erzielt werden wird. Die Nicht Um den Arbeitern Unfallrenten um kürzen können, lassen dies unserer oder ärztlicherseits gestattet wird. befolgung dieser Anordnung, sowie der ärztlichen Anordnungen Berufsgenossenschaften es sich ungemein viel Geld fosten. berechtigt uns, Ihre Rente so festzusehen, wie es geschehen würde, Dazu ist natürlich Geld vorhanden. Diesem ausgesprochenen dient unserer Meinung nach die Sprechsaal: Heimstätte Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaats, soweit der Raum dafür den voraussichtlichen Erfolg gehabt hätte." Das ist klar und für Verletzte" in Nieder- Schönhausen bei Berlin in besonderem abzugeben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen deutlich! Gekürzt wird die Rente also auf jeden Fall, mit oder Maße und Alle ziehen Nugen und Vortheil aus derselben, nur| Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. die Verletzten dieser Behandlung" unterwerfen. Zu diesem sogar feine Feldarbeiter entnehmen soll. Bezugnehmend auf die Annonce in Nr. 187 des„ Vorwärts" rate". Um fich aber ihre späteren Rechte zu wahren, müssen sich welcher der Heimstätte" auf Rosten der Berufsgenossenschaften betreffend die Versammlung der Allgemeinen Kranken- und Zwecke werden sie herausgeriffen aus ihrer Familie, mit welcher Im Anschluß an das Vorstehende mag noch darauf aufmerk- Sterbefasse der Metallarbeiter, G. 5. 29, Hamburg, Filiale Berlin VI, werden die Mitglieder aufgefordert, in sam gemacht sein, daß derartige„ Heimstätten" eine lumöglich gefundener Beschäftigung, müssen weite Reisen machen, und der Wahl der Arbeiter unterlägen. Weil das nicht lung zu Weimar beschlossen wurde, die Kasse in eine Zuschußsie herausgeriffen aus vielleicht feit wären, wenn die Verwaltungen der Berufsgenossenschaften Der Arbeiter bieten laffe umzuwandeln. deshalb muß es sich edle deutsche Unternehmerthum an gerichtet haben, werden da Nach Jnkrafttreten des neuen Statuts greifen ganz besonwird die Noth der Familien noch bedeutend erhöht. Die an sich der Fall, schon naturgemäß trübe Gemüthsverfassung erwerbsunfähiger laffen, daß das Krüppel wird durch diese Umstände begreiflicher Weise noch seinen Knochen herumpfuscht, damit die Rente so weit wie dere Veränderungen in der Raffe Blayz. Beispielsweise wird bei mehr getrübt und bleibt wohl auch nicht ohne Einfluß auf das menschenmöglich gekürzt werden kann. Wer diese Heilanstalt" Erwerbsfähigkeit nicht mehr freier Arzt und Medizin gewährt, Allgemeinbefinden, um so mehr, als der feelische Zustand noch ins Leben rief, hat jedenfalls damit auf die Bismard'sche Sozial- ebenso werden fernerhin Brillen, Bruchbänder und ähnliche Heilbedeutend verschlimmert wird durch die Zwangslage, in welcher reform eine Satire geschrieben, wie sie boshafter nicht einmal der mittel nicht mehr verabfolgt und dergleichen mehr. die Insassen der Heimstätte für Verletzte" gehalten werden. ärgste Feind diefes Charlatans hätte schreiben können. Dieselben find thatsächlich Gefangene, denn Niemand darf das eingefriedigte Grundstück verlassen. Ihre Zivilerhalten sie an Stelle beren der in ten Heibung wird ihnen abgenommen und leinene Kleidung nach Art In der Heimstätte" finds Krankenhäusern gebräuchlichen. Soziale Lteberlicht. An die Arbeiter Deutschlands! Alle Diejenigen, welche ersucht, dieselben bis zum 20. August d. J. an Carl Kellner, Es würde zu weit führen, alle diese Veränderungen und Neuerungen hier anzugeben, daher liegt es im eigenen Interesse jedes einzelnen Mitgliedes, in der Versammlung Sonntag, den 14. August, Vormittags 101/2 Uhr, Gartenstraße 162 bei Meißner zu erscheinen, um sich Kenntniß von den Beschlüssen der Generalversammlung zu verschaffen. hat nicht nur Bezug auf die Mitglieder Vorstehende Notiz, sondern fie foll gleichzeitig ein Appell an der Filiale Berlin sämmtliche Mitglieder der Filialen Berlins und Umgegend vor Berichterstattung einzuberufende Versammlungen Mann für Mann Emil Schwittau, Ackerstr. 53. 80 Betten aufgestellt, ebenfalls nach Art der Krankenhäuser. Der Krankenbestand ist indessen zur Zeit 101. Die überschüssigen| 21 schlafen in einem benachbarten Gasthofe. Dorthin werden sie Abends in Reih und Glied unter Bedeckung geführt und Morgens noch im Besitz der von uns ausgegebenen Sammellisten sind, werden benannter Kasse sein, die von den örtlichen Verwaltungen behufs ebenso wieder abgeholt. Für diese Schlafstelle wird pro Person Biethenstraße 66, Hof IV, Rigdorf, abliefern zu wollen, damit zu besuchen. 75 Pfg. pro Nacht gezahlt. Der betreffende Herbergswirth macht die Abrechnung erfolgen kann; andernfalls werden die Namen also ein ganz gutes Geschäft, zumal die Kranken natürlich bei ihm auch noch manches für Speisen und Getränke draufgeben Das Streiffomitee der Rigdorfer Webergesellen. Taffen werden. Ein der Säumigen veröffentlicht. auch die Verwaltung der Heimstätte". Die Berufsgenossenschaften nicht minder gutes Geschäft macht aber Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. zahlen nämlich für Kur- und Verpflegungskosten pro Person und gang erheblich übersteigt. Bei einem Strantenbestande von in runder Zahl 100 macht das pro Tag das respektable Sümmchen Aufruf an alle in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend! Brieffaffen der Redaktion. A. P. 102. Sie haften nicht für Schulden Ihres Mannes Don 450 M. Zur Beurtheilung der Frage, ob die gewährte Seiten der Fachkommission ist, um eine statistische Erhebung an- und verkauften Uhr werden Sie nur gewinnen, wenn Sie den Berpflegung dem Geldbetrage entspricht, wollen wir hier die zustellen, ein Fragebogen herausgegeben, der über sämmtliche Gläubiger vor dem Verkauf zur Freigabe aufgefordert hatten. Kollegen! Bom Verbande der Metallarbeiter bezw. von oder seiner ersten Frau. Ihre Klage auf Erfaz der gepfändeten Zur Einsegnung! Ganzwollene schwarze Kaschmirs Mtr. 80 Pf., Mk. Ganzwollene schwarze Kaschmirs Mtr. 1,50, 1,80, 2 Mk. Ganzwollene schwarze Fantasie- Stoffe, Blatt, Ranken und Fantasiestreifen Mtr. 1, 1,25, 2 Mk. Schwarze Jackets und Umhänge 7,50, 10, 12 Mk. Schwarze, fertige Einsegnungskleider 18, 20, 25 Mk. Grosses Lager in neuen HerbstKleiderstoffen und DamenRegenmänteln bekannt billigen Preisen. Sielmann& Rosenberg, Berlin, Kommandantenstrasse Ecke Lindenstrasse. 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Wir Aus den bei der Versicherungsanstalt eingehenden Quittungskarten und den Berichten unserer Kontrollbeamten ers sehen wir, daß in zahlreichen Fällen Marken einer zu niedrigen Lohn klaffe verwendet werden. nehmen daher Veranlassung, die Be theiligten wiederholt und eindringlichst auf die diesbezüglichen gesetzlichen Vor fchriften(§§ 22, 96 des Invaliditäts und Altersversicherungsgesetzes) hinzu weisen. minderwerthige Berlin S.O., = 28432 Wir heben insbesondere hervor, daß nach diesen Vorschriften in Berlin für erwachsene männliche Arbeiter min zahlreichen Fällen aber Marken vierter destens Marken dritter Klasse, in Kranfenfaffen Beiträge maßgebende Klaffe( sofern nämlich der für die durchschnittliche Tagelohn mehr als 2,80 m. beträgt) zu verwenden sind, Daß ferner für erwachsene weibliche Personen mindestens und in der Regel Marten zweiter Klasse ver wendet werden müssen. Diejenigen Arbeitgeber, welche etwa Marken verwendet haben, wollen unverzüglich unter Bor legung der Quittungstarten in unserem zu repariren und reinigen fostet bei uns unter Garantie des Gut- Bureau, Molkenmarkt Nr. 1, Anträge gebens nur 1 Mk.50 Pfg.( außer Bruch), fleine Reparaturen Der Werth der verwendeten minder auf Richtigstellung der Karten stellen. billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Uhren, getragene Uhren von 5 M. an. Neue filb. Cylinder- Remontoirs, Steine, werthigen Marken wird auf Antrag von 14 M. an, do. 10 Steine, von 16 M. an, goldene Damen- Remontoirs, 14- Sarat erstattet. Gold v. 24 M. an. Gold- und Silberwaaren in gr. Auswahl zu Fabrikpreisen stellung bezw. der Verwendung den Durch die Unterlassung der Richtig 1. Geschäft: Marken in zureichender Höhe machen fich die Arbeitgeber gemäß§ 143 bes Gesetzes strafbar; auch entstehen beim Umtausch der Quittungskarten Schwie rigkeiten, da die Polizei- Reviere an gewiesen sind, sämmtliche Karten mit minderwerthigen Marten zurückzus weifen. Jede Uhr In folgenden Geschäften sind Hüte mit E. Rothert& Stolz, Sebaft: Andreasstr. 62. 2. 11 3. " Kontrollmarken zu haben: H. Aertsens, Prinzenstr. 28. Böhme, Potsdamerstr. 104. W. Alschäfsky, Gr. Frankfurterstr. 44. W. Rother, Arndtstr. 31, vis- à- vis der 0. Arnold, Dresdnerstr. 116. Rud. Beisse, Chausseestr., 70. A. Becker, Reinickendorferstr. 14a, 0. Böttcher, Lichtenbergerstr. 1. A. Bracklow, Schönhauser Allee 29. Alb. Binn, Landsbergerstr. 43. W. Böhm, Blücherstr. 11. Dresdenerstr. 123. 0. Dittlof, Pautstr. 24a.g E. Dtitmer, Acferstr. 68b. G. Dunsing, Dresdenerstr. 6. Schenckendorffstraße. E. Rieck, Badstr. 64. C. Schulz, Swinemünderstr. 145. 0. Schulze, Ruppinerstr. 27. A. Schlegel, Brunnenstr. 33. Carl Stark, Neue Königstr. 73. H. J. Stoboy, Oranienstr. 170. F. Sporreuter, Roßstr. 23. W. Sy, Brunnenstr. 139. C. A. Vierow, Alte Schönhauserstraße, Ecke Münzstraße. Paul Drenske Nachflg., Oranienftr. 172. A. Wittenbecher, Moabit, Lübeckerstr. 4. P. Fraude, Müllerstr. 183. A. Fuchs, Manteuffelstr. 35/36, 99 Staligerstr. 39. Th. Gerlach, Linienstr. 39. A. Glaab, Neue Hochstraße 40a. Gust. Gross, Frankfurter Allee 167. R. Haase, Raftanien- Allee 36. Ph. Haase, Reinickendorferstr. 64. P. B. Hansen, Münchebergerstr. 26. Pr. Haupt, Große Frankfurterstr. 145. W. Hildebrandt, Schönhauser Allee 4. J. Joggers, Schwebterstraße 248.*** 0. Jörs, Pantstr. 5a. A. Kehr, Röpniderstr. 126. W. Kliem, Bernauerstr. 108, P. Köppen, Müllerstr. 14a. G. Köpke, Prinzenstr. 60. Potsdamerstr. 126a, Kriegshammer, Bellealliancestr. 91. G. Knaake, Andreasstr. 24. P. Kunz, Prinzen- Allee 87. 19 Ph. Krull, Rheinsbergerstr. 30. 0. Liskow, Oranienstr. 47a. Arnold Lange, Brunnenstr. 136/137. H. Meissner, Neue Hochstr. 48. A. Nauen, Wrangelstr. 99. E. Nauen, Oppelnerstr. 45. Ch. Otto, Chausseestr. 22. W. Röhrich, Frankfurter Allee 118a. C. Polvoigt, Frobenstr. 28. C. Pimpel, Landsbergerstr. 103, Rud. Wogener, Stromstr. 59. W. Zapel, Staligerstr. 131( neben Frister u. Roßmann). A. Zechelius, Eisenbahnstr. 10. C. Rättig, Fehrbellinerstr. 88. E. Bergmann, Martgrafenstr. 100. Reuz, Oranienstr. 6. " Grüner Weg 82. A. Schumann, Gerichtstr. 17. H. Graudegus, Franti. Chauffee 45a. J. Kock, Raftanien- Allee 80. G. Gottmann, Große Frankfurterstr. 130. A. Graffert, Rummelsburg, Türrschmidtstr. 1. W. Benecke, Potsdam, Jägerstr. 36. C. Böttcher, Friedrichshagen. Bosselmann, Charlottenburg, Echarrenstr. 11a. # T. Koschel, Charlottenburg, Sophie Charlottenstr. 27. E. Radloff, Charlottenburg, Berlinerstraße 5. F. Julow, Pankow, Breitestr. 24. G. Schaudt, Neu Weißenfee, Langhansstr. 71. M C. Schmidt, Röpenick, Richerstr. 41. A. Klinge, Rö penid, Grünstr. 38. C. Wanke, Rixdorf, Bergstr. 18 a. 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