Nr. 33. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando! Bierteljährl. 3,30 Mr., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Belt" 10 ẞfg. PostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Post- BeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgebruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr bormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Mittwoch, den 8. Februar 1905. Dem Zentrum war diese Feſtnagelung begreiflicherweise Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Quertreibereien. Arbeiterpolitik des Zentrums. sehr unangenehm. Herr Erzberger, zugleich der jüngste Der Spott des Rechenblattes über die Einigkeitserklärungen der Das Zentrum hätte gern auf seine Interpellation wegen und der unmanierlichste der Reichstagsabgeordneten, unter- Siebenerkommission beleuchtet auch das geschäftige Treiben solcher des Zehnstundentages verzichtet, um für die ihm wichtigeren bricht schon sonst jeden sozialdemokratischen Redner durch sein Blätter, die sich arbeiterfreundlich anstellen und dabei Tag für Tag Interessententreise die Zollbeute rascher in Sicherheit bringen ungebildetes Lachen und seine gequätten Zwischenrufe. Heute Stimmungsmache treiben gegen die Einigkeit. Die Siebenerzu können. In der Tat hätte es sich damit ein üble Blamage stieg er auf die Tribüne hinauf, postierte sich neben unseren tommission hat ihre Erklärung erlassen müssen, weil falsche Freunde mehr erspart. Man weiß, daß im Seniorentonvent seine An- Redner und hätte ihn am liebsten überhaupt nicht weiter der Arbeiter aus parteipolitischen Rücksichten dauernd Nachrichten ausregung nicht auf fruchtbaren Boden fiel, und so mußte denn sprechen lassen. Diesem lümmelhaften Benehmen entspricht streuen über angebliche Uneinigkeit der Streifenden. Hätte sie das dauernd Herr Trimborn wohl oder übel heute im Namen der Zentrums- die Art seiner Polemik. Da er fachlich nur eine Aeußerung ruhig hingehen lassen, dann wären bald Betrachtungen gefolgt nach partei die Frage an den Reichskanzler stellen, ob noch in Bebels, der sich vor zehn Jahren einmal für angenehm über dem bekannten Muster: Es muß doch etwas daran sein. dieser Session ein Gesezentwurf auf Einführung des Behn- rascht erklärt hat, wenn sofort der Zehnstundentag gesetzlich Dieses Treiben segt heut die, Bossische" fort, indem fie fich stundentages für alle erwachsenen Arbeiter, männlich wie weiblich, festgelegt würde, zur Entschuldigung des Zentrums an- aus Essen melden läßt: zu erwarten sei. Herr Trimborn lieferte in dieser Anfrage eine Be- zuführen vermochte, suchte er den längst Klargestellten Fall gründung, die ihre Zwecklosigkeit und Halbheit aufs glänzendſte des verstorbenen Maschinenmeisters Hellmann durch lügendartat. Wenn er die parlamentarische Geschichte der Anträge hafte Darstellung gegen den Genossen Fischer auszunuken. auf einen gesetzlichen Marimal- Arbeitstag durchging und dar- So geht es immer: weist man der Regierung oder dem legte, wie seit mehr als einem Menschenalter die Regierung Zentrum nach, wie arbeiterfeindlich ihr ganzes Treiben ist, Millerand, Greulich oder nichts und aber nichts auf diesem Gebiete getan hat, als so entschuldigen sie sich mit bestenfalls Erhebungen versprochen, so weiß man wirklich einem Fall. nicht, wie er plöglich zu dem Optimismus tam, in wenigen Ernster erwiderte Graf Posadowsky, der tief verletzt Wochen eine durchgreifende Regelung dieser Frage von der war von der Aeußerung Fischers, daß die Arbeiterschaft von Regierung zu erwarten. Herr Trimborn zeigte, daß tatsächlich dieser Regierung nichts zu hoffen habe. Gewiß mag er und zum Teil auch formell rechtlich alle europäischen Stultur- persönlich daran am wenigsten Schuld tragen; aber mit der länder Deutschland auf diesem Gebiete boran feien, Aussicht auf die Novelle zum Berggesetz und die Zuerkennung daß zum Beispiel für die Textil- Industrie England der Rechtsfähigkeit an die Berufsvereine kann er wirklich nicht und Frankreich den Zehnstundentag für die Arbeiterinnen über die Tatsache hinwegkommen, daß wir in den letzten längst durchgeführt haben, während Holland es nur mit Rück- Jahren sozialpolitisch nicht um einen Schritt vorwärts geficht auf Deutschlands unlautere Konkurrenz unterlassen habe. kommen sind. " Die Erregung der Bergleute ist größer als zuvor. Die Auszahlung der Unterstützungsgelder führte im Ausstandslokal Boruffia" zu erregten Szenen. Die Arbeiter waren mit 9 M. Unterstützung für eine ganze Woche unzufrieden. Viele bekamen sogar weniger. Für heute abend ist eine große Protestversammlung ein berufen worden, worin gegen das eigenmächtige Vorgehen der Siebener, betreffs die Ermäßigung der Forderungen Front gemacht werden soll. Die Delegierten, die den Generalausstand beschlossen haben, treten Donnerstag vormittag in Essen zusammen. Man glaubt in Bergmannskreisen, daß die Siebener ein Mißtrauens botum von den Delegierten erhalten werden." Und wenn nun die Bergarbeiter kommen und das als faulen Schwindel entlarven, dann kommt die Unternehmerpresse und sagt: es scheint sehr faul zu stehen mit der Einigkeit, sonst würde man nicht fortwährend zu erklären brauchen, daß man einig ist. Man sieht daraus, wie sich die offenen und die heimlichen Feinde der Arbeiter in die Hände arbeiten. Die Vertreter der Streifenden Er wies mit reichem Material nach, daß die Intensität der Für die Zentrums- Resolution trat etwas entschiedener der Die Macher der evangelischen Arbeitervereine hauen in dieselbe Arbeit an den modernen Maschinen unvergleichlich höher sei, Pole Stul ersti, etwas weniger entschieden der Christlich- Kerbe. Sie haben ihren Agenten zu Herrn Kirdorf geschickt, dieser als bei den früheren Betriebsweisen, und daran schloß er die soziale Burkhardt und der Freisinnige Pachnide ein; hat dem Agenten, der nicht die geringste Autorisation hat, für die Forderung, gefeßlich eine Arbeitszeit festzulegen, die für einen dieser versicherte, man sei über das Manchestertum hinaus, Streifenden zu handeln und Crklärungen entgegenzunehmen vernicht unbeträchtlichen Teil der 42 Millionen interessierter führte dann aber sofort England als Musterbeispiel gegen fprochen, daß keine Maßregelungen vorgenommen werden sollen, Arbeiter geradezu einen Rückschritt bedeutet, und die Ver- die gesetzliche Festlegung des Behnstundentages an. Schroff und daraufhin erläßt eine Delegiertenverfammlung des Kreisverbandes sicherung und Bereitwilligkeit, diesen Zehnstundentag durch so ablehnend stellte sich der Konservative Schickert und be- Bochum der evangelischen Arbeitervereine eine Aufforderung zur viele Uebergangsvorschriften für immer und so viele Aus- sonders der Nationalliberale Lehmann jedem Arbeiterschutz Wiederaufnahme nahmebestimmungen zu durchlöchern, daß nur noch das gegenüber. Herr Lehmann ist ein Herz und eine Seele mit werden sich die unbefugte Einmischung dieser Nebenregierung sehr ,, Prinzip" übrig bleibt.. den Crimmitschauer Fabrikanten, protestiert mit ihnen gegen ernstlich verbitten. Graf Posadowsky gab diesem Zentrumsmann mit die schwere Schädigung des Erwerbslebens und den Eingriff den einstudierten sozialpolitischen Allüren die Antwort, die in die persönliche Freiheit der Unternehmer, die der Zehnsolche Schwächlichkeit verdient. Mit tiefsinnigen Betrachtungen stundentag bringen soll, und schimpft den Arbeitern nach, daß über den Koeffizienten der Arbeitszeit, unter den man nicht gehen sie in der freien Zeit doch nur in die Kneipe liefen. Das ist dürfe, ohne die Arbeitsleistung und die Konkurrenzfähigkeit der In- so die Sozialpolitik des Heyls. dustrie übermäßig zu schwächen, leitete er die geradezu höhnische Morgen soll die Beratung des Toleranzantrages fortAntwort ein, daß die Regierung zu den schon vor zwei Jahren gefeßt und dann die Anträge auf Errichtung eines Reichsabgeschlossenen Erhebungen über die Fabrikarbeit der Frauen Arbeitsamtes in Angriff genommen werden. neue hinzufügen werde, um zu erwägen, ob es sich vielleicht " Eine Sympathiekundgebung für die Streikenden erlassen der Kurator und der Rektor sowie zahlreiche Professoren der Universität Bonn nebst vielen anderen angesehenen Personen. Sie verurteilen das Verhalten der Unternehmer und fordern zu Sammlungen für die Streifenden auf. Der allgemeine Streik in Belgien. Ueber den Stand des Streiks in den verschiedenen deutschen Revieren berichtet der Reichsanzeiger": Auf den oberschlesischen Staatswerken fuhren am 6. d. M. die empfehle, für eine spätere Zukunft einen allmählichen Ueber. Wie der Herr, so der Reichskanzler. Welegschaften wieder vollzählig an auf ben Privatwerken waren gang zu einer etwa im Sinne der Zentrumsanfrage an demselben Tage auf dem Hillebrandschacht 330 von 450, am laufenden Regelung der Arbeitszeit für Fabrikarbeiterinnen Wie genau die dreiste Verhöhnung der streifenden Berg- heutigen Tage: auf" Gottesfegen"( Aschenbornschacht) 235 von 601, zu gelangen. Charakteristisch war seine Mitteilung, daß arbeiter durch den Reichskanzler den Wünschen der Unter- auf den drei Schächten der Gewerkschaft Charlotte" bei Czerniz von 26 wegen der Enquete angefragten Bundesstaaten nehmer entspricht, das zeigt ein Blick in die Presse der Unter-( Bergrevier Ratibor) 600 von 2000 Mann ausständig. 18 überhaupt nicht geantwortet haben. So sehr beeilen nehmer. Die Rheinisch- Westfälische Zeitung" sieht in dem der Schlesischen Kohlen- und Kokswerte in Gottesberg" von Im Waldenburger Bezirk fuhren am 6. d. M. auf den Gruben sich die Regierungen in Fragen, an denen die ge- Friedensangebot der Siebener- Kommission nichts weiter als ein 2543 Mann 1630 nicht an. In Neurode war die Streillage unsamte deutsche Arbeiterschaft ein lebhaftes Interesse hat! Eingeständnis der Schwäche und gibt damit zu erkennen, daß verändert. Auf den übrigen Gruben des Bergreviers Ost- WaldenWenn die Sonne der Regierungsgnade so schwach scheint, ist die Unternehmer an der Fortdauer des Streiks interessiert sind. burg fuhren die Belegschaften vollzählig an. es freilich kein Wunder, wenn die Aepfel, die Herr Trimborn Das Blatt schreibt: Auf den vom Ausstande betroffenen Zechen des Ruhrreviers vom Baum der sozialpolitischen Erkenntnis im Garten der Die Siebener- Kommission beginnt von ihrem hohen Podium fuhren am 4. d. M. insgesamt 55 440 und zur Morgenschicht am Regierung zu pflücken hoffte, niemals reifen. Graf Posa- herabzusteigen. Von den 14 Forderungen, von denen seinerzeit 6. d. M. 53 872 gegenüber 53 944 Mann in der vorhergegangenen dowsky begnügt sich mit einigen feinsinnigen und geistvollen jede als conditio sine qua non bezeichnet wurde, hat man drei Morgenschicht an. fallen lassen( welche, ist allerdings noch nicht bekannt) und Auf der Zeche Rheinpreußen( Oberbergamtsbezirk Bonn). Untersuchungen über die Frage, ob nicht doch vielleicht die den so viel verläſterten Bergbauverein um Unterhandlungen arbeiteten in der Nachtschicht zum 6. d. M. sowie in der folgenden 17 stündige Arbeitszeit in der Anfangsperiode der deutschen ersucht. Offenbar ist die Siegesgewißheit, mit der man einst in Früh- und Mittagschicht unter Tage von 4405 Mann 3473, über Industrie zu lang gewesen sei, und freut sich, daß inzwischen den Kampf zog, geschwunden, der Rausch verfliegt und eine Tage von 1161 Mann 1149, fodaß sich die Zahl der Ausständigen ,, bon selbst" eine Verkürzung eingetreten ist. Es wird sich nüchterne Auffassung scheint Plaz zu greifen. Statt der Losung auf insgesamt 944 bezifferte. wohl auch weiter alles von selbst" zum Guten wenden. ,, alles oder nichts" zu folgen, zieht man jetzt in Betracht, was bei Genosse Fischer hielt mit der sozialpolitischen Rück- den gegebenen Verhältnissen überhaupt zu erreichen ist. Denn es ständigkeit der Regierung und der sozialpolitischen Heuchelei ist schon manches faul in dem Staate der Sieben. Immer und Auf dem Kongresse der belgischen Bergarbeiter waren 88 Berga immer wieder sieht er sich veranlaßt, die vollkommene Einheit" arbeiter- Organisationen vertreten. Anwesend waren auch ein Verder weltlichen Jesuiten gründlich Abrechnung. Er zeigte an und die großartige kameradschaftliche" Einigkeit zu befretieren. treter des Vorstandes der sozialistischen Partei Belgiens fotie zehn der Erklärung des Grafen Posadowsky und an früheren noch Wenn sie tatsächlich noch vorhanden wäre, dann wäre Kammerdeputierte. Die nach langer Verhandlung mit übergroßer flareren Aeußerungen des Handelsministers Möller, wie tief es unnötig immer von neuem fie zu verkünden. Die Mehrheit beschlossene Resolution lautet: unsere Regierung noch im Manchestertum steckt. Nur dak Dekrete aber werden sie nicht mehr schaffen. Inzwischen pfeifen es fie es nicht aufrichtig treibt. Um der Arbeiterschaft die Spazzen bereits von den Dächern, daß im Schoße der Komdurch gewissenlose Gesezesauslegung oder brutale Polizei- mission heftige Meinungsverschiedenheiten ausgebrochen sind." willfür die Freiheit des Koalitionsrechts zu rauben, hüllt sie Das ist geschrieben, bevor die Antwort des Reichskanzlers sich in den Bassermanntel der sozialpolitischen Versprechungen. auf das Telegramm der Siebener Kommission bekannt war Jede Erfüllung, die sie den Arbeiterforderungen gewährt, ist und es liefert den Beweis, daß die Herrschaften ihre Macht ein Danaergeschent. Unter ihrer Herrschaft würde der Mindest genau kennen. Es hätte nicht geschrieben werden können, wenn John zum Normallohn und der Marimalarbeitstag zur allgemein die Unternehmer hätten befürchten müssen, daß die Regierung üblichen durchschnittlichen Arbeitszeit werden. Dem Zentrum etwas zugunsten der Arbeiter tun könnte gegen den Willen ist diese Politik gerade recht. Wenn es für die mächtigen der Unternehmer. Es konnte nur geschrieben werden, weil die Kreise der Grundbefizer Forderungen erhebt, versteht es sehr Unternehmer ganz genau wissen, daß die Regierung nur wohl, ihre Durchsetzung zu erzwingen; nur für die Arbeiter ihren Anweisungen folgen darf. Sie hätten sich gehütet, diesen erscheint es als arme, machtlose Bittstellerin bei der wider Ton anzuschlagen, wenn sie nicht voraus gewußt hätten, daß willigen Regierung. Aber selbst bei der Aufstellung der auch der Reichskanzler nur Hohn für die Streifenden übrig Forderungen, bei der Arbeiterpolitik in den eigenen Reihen, haben darf. fann es nicht ehrlich und konsequent bleiben. Die Berliner Neuesten Nachrichten" unterfordert es den uneingeschränkten Zehnstundentag für streichen unsere Beurteilung der Reichskanzler- Antwort durch von Charleroi und auf 19 000 in Borinage angegeben. alle Arbeiter, morgen erklärt es sich ebenso feierlich und diese Bemerkung: offiziell gegen jede Ausdehnung des Zwangs" in der Wirtschaftsordnung. Haltlos schwanft es zwischen den Interessen der verschiedenen Völkerklassen, die es vertritt, ohne Programm von Kuhhandel zu Kompromiß, nur geleitet von der Rücksicht auf die Erhaltung seiner Wahlstimmen. Erst das Anwachsen der modernen Gewerkschaftsbewegung, der modernen Arbeiterpartei kann es zwingen, seine Arbeiterschußanträge, die gleichsam der Schatten der sozialdemokratischen Forderungen und Machtitellung sind, umfassender und kräftiger zu gestalten. Heut " „ Es ist dabei angesichts des bisherigen weiten Entgegen tommens der Regierung gegenüber den kontraktbrüchigen Ausständigen erfreulich, daß der Reichskanzler als Vorbebingung für feine Vermittelung die sofortige Wiederaufnahme der Arbeit stellt. Die Streifenden merken nun vielleicht doch, daß die Regierung ihnen neben großem Wohlwollen schließlich auch Energie zeigen kann." " Auch die Post" bezeichnet das Telegramm des Reichstanzlers als ein Wort zur rechten Zeit". In Erwägung, daß für die Arbeiter aller Kategorien eine Bea schränkung der Löhne eingetreten ist; in Erwägung, daß die Unternehmer alle Anfragen unbeantwortet gelassen haben; in Erwägung, daß der Streit in Westfalen die Kohlenläger geleert hat; in Erwägung, daß die belgischen Bergarbeiter ebenso begründete Beschwerden haben wie die deutschen; Erfüllung der Arbeiterforderungen gestattet; in Ertvägung, daß die Lage der belgischen Kohlenindustrie die Erfüllung der Arbeiterforderungen gestattet; in Erwägung, daß der Augenblick für eine Lohnbewegung günstig beschließt der Kongreß: ist, der allgemeine Streit in den vier Revieren wird erklärt. Im Anschluß an diese Resolution wurden die gestern schon mitgeteilten Forderungen aufgestellt. # Die Zahl der Ausständigen wird heute auf 28 000 im Beden Politifche Ueberlicht. Berlin, den 7. Februar. Die Annahme der denaturierten Kanalvorlage. über den grundlegenden§ 1 der Kanalvorlage, der die ReAm Dienstag fiel im Abgeordnetenhause die Entscheidung gierung ermächtigt, für Kanalbauten und Meliorationen 334 575 000 Mart zu verwenden, und zwar für Herstellung eines Schiffahrtstanals vom Rhein zur Weser einschließlich 3 Deutschland ein Gutsbezirk. Ranalisierung der Lippe und Nebenanlagen 250 750 000 Mart, für die Kolonialgesellschaft sollten gestrichen werden. Durch diese 1 für Herstellung eines Großschiffahrtsweges Bertin- Stettin Entschädigung würde doch nämlich keine volle Klarheit über die Jm Landesökonomiet̃odegium hat man dieser Tage, wie schon 43 000 000, für Verbesserung der Wasserstraße zwischen Oder Bergrechte in Südwestafrika geschaffen. Sogar die Kolonialgesellschaft berichtet, nicht aur über die Viehhandels- Interessen des Junkertums und Weichsel sowie der Warthe von der Mündung der Netze behalte nach Zahlung der Entschädigung noch große Gebiete, in gesprochen, sondern auch einen Flug in die hohe Politik genommen bis Posen 21 175 000 Mart, für die Kanalisierung der Oder werde, andere in denen sie nur ganz geringe Abgaben zu leisten Agrarier gemalt, in den Deutschland nur noch ein Gutsbezirk der denen sie keinerlei Abgaben von ihrem Bergbau je zu zahlen haben und dabei in leuchtenden Farben den Ideal- Zukunftsstaat ber von der Mündung der Glazer Neiße bis Breslau sowie für habe, ohne daß sie in ihren Rechten irgendwie verkürzt würde. Die Leibeigenschaft ist. Graf Nernstorff- Wehnigen sprach über die LandVersuchsbauten auf der Strecke von Breslau bis Fürsten Gesellschaft habe ursprünglich auch die Kosten der Verwaltung des flucht ind erklärte flipp und klar, daß alles Gerede von der Landberg a. D. und für Anlage eines oder mehrerer Staubecken Schutzgebietes aufzubringen gehabt; jezt werde die kost flucht überflüssig sei, solange nicht die Freizügigkeit besci. 19 650 000 Mart. Die Annahme des§ 1 erfolgte in nament spielige Verwaltung vom Reiche bezahlt, die Gesellschaft tigt werde. licher Abstimmung mit 256 gegen 132 Stimmen. Dafür habe aber ihre Rechte vollkommen uneingeschränkt erhalten. Die„ Deutsche Tageszeitung" stimmt mit Begeisterung diesem stimmten die gesamte Linke, das Gros des Zentrums, ein Die Kolonialgesellschaft für Südwestafrika habe aus ihrem Land- Verlangen zu. Der Schulmeister, der in dem Blatt sein Besen Teil der Freikonservativen und einige Konservative. Die Mehr- besitz und den ihr geschenkten Gerechtsamen bisher schon mehr als treibt, versteht es sogar, diese brutalste aller reaktionären Forde zahl der Konservativen, die Polen und ein Teil der Frei- zei Millionen bar eingenommen; dabei habe sie das meiste noch dermigen mit der schmelzenden Lyrik eines höherer. Gymnasiallehrers fonservativen stimmten dagegen. Eine Reihe von der Kom- Konzessionen und den Landbesitz, die man der Gesellschaft gegeben schon jeelis reif, um über ihre Zukunft entscheiden zu können? hinter sich. Kolonialdirektor Dr. Stübel verbreitete sich über die zu umkleiden. Seien denn die der Schule entwachsenden Kinder mission beantragter Resolutionen, die sich auf einen weiteren habe. Im Jahre 1888 gab man ihr das Bergregal und übertrug Nein, sie sind natürlich Ausbau der Wasserstraßen beziehen, gelangten gleichfalls zur ihr auch obrigkeitliche Befugnisse; beides erwies sich aber als un es dem gnädigen Herrn überlassen bleiben, wie er die Secle nicht reif, und deshalb muß Annahme, während alle Abänderungsanträge und alle von praktisch. 1889 wurde ihr deshalb das Bergregal wieder genommen, der Aermsten sur Reife bringen kann, nachdem er sie schon als Mitgliedern des Hauses vorgeschlagenen Resolutionen ab- da fie aber bereits" Aufwendungen"( welche? wieviele? wo? Kinder durch Rübenziehen und Viehhüten nach Kräften seelisch ergelehnt wurden. Die Annahme der ganzen Vorlage Redaktion des Vorwärts") für die Landespolizei gemacht hatte, sei scheint demnach gesichert, auch wenn eine Anzahl derer, bühren vom Bergbau sollte der Gesellschaft zustehen und von es billig gewesen, sie dafür zu entschädigen ein Teil der Gedie dem§ 1 zugestimmt haben, in der Gesamtabstimmung ihr im Interesse des Schutzgebietes" verwendet werden. Diese Beinfolge der Bestimmungen über das Schleppmonopol und die Stimmung wolle man jetzt ablösen. Es sei die Frage, ob man sie Erhebung von Schiffahrtsabgaben gegen den Entwurf stimmen nicht etiva durch einen Aft der Gesetzgebung einfach streichen solle. sollten. Von einem Siege der Regierung über die Kanal- Was die Untersuchungskommission anlange, so verspreche er sich nicht rebellen kann natürlich nicht die Rede sein, da das wichtigste viel davon, er sei aber bereit, das gesamte Material vorzulegen und Stück der ersten Vorlage: der Mittellandkanal, in dieser Vor- der Deffentlichkeit zu unterbreiten. lage nicht enthalten ist. Der Rest der Vorlage wurde ohne wesentliche Debatte angenommen, ebenso die Resolution Gyßling( frſ. Vp.), die die Vorlegung eines Gefeßentwurfs betreffend den Bau des masurischen Stanals verlangt. umhe Die dritte Lesung der Kanalvorlage findet bereits am Mittwoch statt. Polizeiliche Judaslöhne. In unserer Mitteilung über die Skrupellosigkeit unserer politischen Polizei, die soweit geht, daß sie sogar zwei studentische Verräter unter den in Berlin sich aufhaltenden Russen besoldet, war auch darauf hingewiesen worden, daß die Polizei es sogar noch fertig bekommt, die von ihr ausgehaltenen Hallunken aus zubeuten. Der preußische Fistalismus durch dringt auch die Korruption dort, wo sic am niederträchtigsten ist. Die Russen selbst gehen wenigstens mit den Rubeln verschwenderisch um, die sie in Westeuropa rollen lassen. Der preußische Fiskus behandelt auch seine Spigel als Arbeiter, deren Löhne so niedrig wie möglich zu halten seien. Es ist fürwahr eine furchtbare Auflage gegen die soziale Misere, daß Menschen sich dazu hergeben, für weniger als 30 Silberlinge ihre Ehre zu verkaufen und obendrein ihre Eristenz aufs Spiel fegen; denn entlarvte Spigel find auch für die Polizei nicht mehr brauchbar. Mit welchen Hungerlöhnen die Polizei ihre Kreaturen aus stattet, dafür wollen wir in folgendem noch einige Beispiele geben als Warnung für die verkommenen Existenzen, die sich durch die Aussicht auf goldene Berge verlocken lassen, das jämmerlichste Handwerk zu ergreifen, das denkbar ist. Die beiden russischen Studentenspigel, von denen das Polizeipräsidium übrigens jetzt fürchtet, daß sie den Schauplatz ihrer Tätigkeit verlegen könnten, nachdem sie von uns gezeichnet worden sind, erhalten wie erwähnt 60 und 75 M. monatlich. Dafür haben sie also bereits„ Akademiker". Für die gewöhnlichen" Spizel, die zur Beaufsichtigung der deutschen Sozialdemokratie bestimmt sind deren Geheimnisse allerdings nicht einmal dieses Honorar" wert sind setzt man Löhne aus, die felbft bis auf 20 M. Heruntergehen. Für 20 M. also mutet die preußische Polizei Arbeitern zu, ihre Kollegen und Parteigenossen zu verraten! In Bulgarien und Serbien bezahlt man sicher mehr für dieses Gewerbe. Die Polizei züchtet damit eine Art politischer Fünfgroschen- Prostitution. ogen hat. " " dings nach Möglichkeit dafür zu sorgen, daß das heranwachsende Die Gesamtheit, meint die Deutsche Tageszeitung", habe allerGeschlecht„ heimständig" bleibe. Auch diese Heimatpoesie besagt auf deutsch: die Gesamtheit habe die Pflicht, dem Junkertum billige und Demütige Arbeitssklaven zu erhalten. Viele Tausende seien zugrunde gegangen, weil sie fich zu früh aus ihrem Wurzelboden herausgerissen" haben, meint die Deutsche Tageszeitung" weiter. Der Wurzelboder: ist der poetische Ausdruck für die Scholle, an die der Die Debatte wandte sich sodann der Frage der Ausgestaltung Landarbeiter gefesselt werden müsse. Unter dem Zugrundegehen verder einzusetzenden Kommission zu, gegen die prinzipiell von keiner steht der Poet des Wucherzolles den Versuch, sich von der Existenz Spahn schon sehr deutlich aussprach, daß nichts dabei heraus- Dr. Dertel spricht endlich von dem Moloch der Freizügigkeit". Seite Einivendungen erhoben wurden, wenn auch Abgeordneter des Leibeigenen auf den ostelbischen Gutsbezirken zu befreien. kommen werde". Der ursprüngliche Antrag Lattmann ließ dem Reichsfangler bei der Berufung der Kommission völlig freie Hand, tums geht. Nachdem sie durch die hochagrarische Handelspolitit Es ist ganz klar, daß dahin lezten Endes das Ziel des Junkee wollte auch, daß Sachverständige ihr als Mitglieder eingefügt ziemlich dafür gesorgt haben, daß das deutsche Volt nur das zu werden könnten. Dagegen brachte Abg. Ledebour einen Antrag essen habe, was der Großgrundbesitzer im Osten durch seine Landein, wonach die Kommission zu gleichen Teilen aus Regierungs- arbeiter zu produzieren für gut befindet, und nur zu solchen Preisen vertretern und aus vom Reichstag zu wählenden Abgeordneten be- zu verzehren habe, die den standesgemäßen Bedürfnissen der Majoratsstehen und das Recht erhalten solle, Interessenten und Sach- herren entsprechen, bleibt nun noch für die Agrarier die Aufgabe zu verständige zeugen eidlich zu vernehmen. Vor der Einfügung lösen, ihre eigenen Produktionskosten so niedrig wie möglich zu der eidlichen Verpflichtung der zu Vernehmenden zeigten nicht nur brüde. Durch die Bewucherung der Konsumenten, die wehrlos der die Vertreter der Mehrheit eine bemerkenswerte Scheu, sondern auch Preisfestseßung des Juntertums ausgeliefert sind, nachdem die die Regierung erhob Einwendungen. Staatssekretär v. Stengel Grenze durch hohen Zoll und Sperre mit Stacheldraht versehen sind, fühlte gewichtige verfassungsrechtliche Skrupeln. Dr. Sudetum begrüßte es mit Abgeordneter haben sie dafür gesorgt, daß sie für die Mühe, von junkerlichen Freuden, daß bei der Eltern geboren zu sein, dadurch Regierung sich eine so sorgsame Beachtung verfassungsrechtlicher von der Gesamtheit der Konsumenten anständig erhalten werden. belohnt werden, daß sie Gesichtspunkte zeige; bisher habe man davon aber sehr wenig wahr Durch Herabdrückung der Löhne erzielen sie nun auch eine weitere genommen. Abg. Ledebour begründete seinen Antrag ausführlich Verbesserung ihrer Eristenz, indem sie die Produktionskosten verund widerlegte die dagegen lautgewordenen Bedenken. Bei der Ab- mindern. Um das zu erreichen aber müssen die Landarbeiter Stimmung wurde der Antrag Ledebour gegen die Stimmen der" heimatsständig" bleiben. Sie müssen, wenn man ihnen nicht geSozialdemokraten und der Freisimmigen abgelehnt, der Antrag Latt- stattet, die östlichen Gutsbezirke zu verlassen, um nicht zu verhungern, mann einstimmig angenommen, nachdem ihm die Be- für jeden Lohn und bei jeder Behandlung dem gnädigen Herrn Stimmung eingefügt worden war, daß die parlamentarischen Wit- fronden. glieder vom Reichstage zu wählen seien. Da im preußischen Abgeordnetenhause eine lebhafte Sehnsucht Tastet man aber die Freizügigkeit an, so ist damit die Rückkehr nach den Doppelmandatären in der Budgetkommiffion lautgeworden our Leibeigenschaft begonnen und prinzipiell schon vollendet. war, so wurden die Verhandlungen um 12 Uhr auf Mittwoch ver- arbeiter die Landflucht zu hindern sucht, ist von der preußischen Regierung Das Kontrattbruchgesez, das durch Verrufserklärung der Landtagt. zurückgezogen worden natürlich nicht wegen der Bedenken, daß es un vereinbar mit dem Reichsgesetz wäre- daraus macht sich die preußische Regierung feine Sorgen, sondern sicher wegen der Erkenntnis, daß dieses Kontrattbruch- Gesetz eine zweischneidige Waffe sei und leicht dazu führen könne, die Landflucht noch zu vermehren. Reichsgericht! Am 1. Dezember 1903 wurde unser Parteigenosse, der Reichstags- Abgeordnete Dr. Herzfeld vom Landgericht I Berlin wegen angeblicher Wahlfälschung zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Genosse Herzfeld hatte in der Hauptwahl am 16. Juni in Rostoc feinen Wohnsitz, war dort in die Wählerliste eingetragen und hatte dort sein Wahlrecht ausgeübt. Nach der Hauptwahl war er an seinen anderen Wohnsiz Berlin zurückgekehrt und hat in der Stichwahl im 1. Berliner Wahlkreise, wo er gleichfalls rechtmäßig in der Wählerliste stand, abgestimmt. Die Staatsanwaltschaft, welche durch eifrige Polizeispionage Kenntnis hiervon erlangt hatte, erhob doppelte Anklage gegen Herzfeld. Er sollte in Rostock zu Unrecht gewählt haben, weil er dort keinen Wohnsitz habe, und ebenfalls in Berlin zu Unrecht Spaßhaft ist es, daß die Polizei bei aller schlechten Bezahlung gewählt haben, weil sein Wahlrecht bereits durch das wählen in der Spizzel diese in gewissem Sinne noch nobler behandelt, Rostock erfüllt gewesen sei. Das Berliner Landgericht hatte die erste als ihre Beamten. Früher bekamen die Beamten der politischen Anklage zurückgewiesen, dagegen wegen des Wählens in Berlin auf Polizei zu Weihnachten aus den Ersparnissen der Fonds 10-15 M. 14 Tage Gefängnis wegen Wahlfälschung" erkannt. Gratifikation. Diesmal ist diese Verteilung unterblieben, vielleicht weil man sich den Vorwärts" artikel aus dem Jahre 1903 zu Gemüte gezogen hat, wo über die Ungerechtigkeiten bei diesen Gratifikationen Beschwerde erhoben war. Da man nun diesmal die Beamtenspenden erspart hatte, hielt man es erlaubt, den Spizzeln eine kleine Aufmunterung zu bescheren, die ja wohl in diesem Russenjahr besonders viel zu arbeiten" hatten, und so bekamen sie dann am heiligen Christfest der Nächstenliebe für ihr Berräterhandwerk je nach der Dauer ihrer Dienstzeit 20 oder 10 M. als " Weihnachtshonorar". 20 M. bekamen die Spigel, die schon länger als zwei Jahre ihrem ehrentverten Gewerbe gefrönt hatten, 10 M. die jüngeren Kräfte. V Es ist nicht umüz, sich mit diesen Dingen zu befaffen. Kein Mensch wird aus Vergnügen Spizzel, die meisten hoffen durch ihre Beziehungen zur Polizei, wenn auch nicht gleich, so doch später ein auskömmliches Dasein fristen zu fönnen. Wir warnen vor diesen Geschäftsverbindungen, in denen die Spitzel schließlich doch nur die betrogenen Betrüger sind. Deutfches Reich. Der Kolonialfapitalismus. unfertum nunmehr als nächste Aufgabe seines zielbewußten Man wird sich darauf gefaßt machen müssen, daß das preußische Strebens sich vornehmen wird, in Preußen eine Erschwerung des Abzuges vom Lande zu erreichen. Das preußische DreillaffenWahlsystem ist diesem Beginnen durchaus günstig und das fleine Bedenken, daß die Freizügigkeit durch die Reichsverfassung gewährleistet wird, wird die Herren Podbielski und Schönstedt nicht ab. halten, ihren agrarischen Geschäftsfreunden gefällig zu sein." der„ Seßhaftmachung" am Dienstag besprochen worden. Man fordert Auch im Deutschen Landwirtschaftsrat ist die Frage in einer Resolution die Regierung zunächst auf, genaue Statistik über die Abwanderung der männlichen und weiblichen Jugend vom Lande zu veranstalten. Dann wird eine Anzahl Maßnahmen vorgeschlagen zur Hintanhaltung der Abwanderung"; da heißt es u. a.: Beein flussung der Berufswahl der ländlichen Jugend beim Unterricht in Nach mehr als 14 Monaten hat nun endlich das Reichsgericht Schule und Kirche; Anwendung einer strengen Kontrolle der Subüber diese Angelegenheit entschieden! Wie aus Leipzig gemeldet sistenzmittel und des Unterkommens der vom Lande in die Stadt wird, ist sowohl die Revision des Staatsanwalts, welche die Verwandernden weiblichen Jugend.. Um diesen Plänen Nachdruck an gewissen Stellen zu erwirken, urteilung auch wegen Vergehens in Rostock forderte, verworfen wird die" rote Gefahr" eifrig heraufbeschworen. Der Referent, worden, als auch die Revision des Angeklagten. Wir haben früher Hauptmann Dr. Bindewald, erklärte, daß er in der Abwanderung die Seltsamkeiten dieses Prozesses ausführlich kritisiert, und es ist nach der Stadt eine Verstärkung der sozialistischen nun lediglich nochmals festzustellen, daß das Reichsgericht die in Gefahr" sehe; wenn das so wie bisher weitergehe, dann werde seinen Annalen denkwürdige Tat vollbracht hat, nicht nur ein früheres richtiges Urteil umzustoßen, sondern auch einen Staatsbürger zu verurteilen, weil er das für Recht gehalten hat, was das Reichsgericht selbst als Recht feststellte. " auch das Heer, das bisher ein rocher de bronce war, fich mit Leuten anfüllen, die nur äußerlich sich der Disziplin unterwerfen, innerlich aber revolutionär gesinnt seien; die Abwanderung nach der Stadt schädige die Wehrkraft des deutschen Volkes, ihre Folgen seien unberechenbar. Der III. Senat des Reichsgerichtes hatte in früherer Zeit völlig Das war die polizeiliche Ehrung des heiligsten Festes der richtig festgestellt, daß ein doppeltes Wählen, sofern es auf Grund Ungehorsam oder Fahnenflucht? Außerordentlich wichtig Christenheit. Man gab den Judassen eine kleine Zubuße zu der richtiger Wählerlisten crfolgt, nicht strafbar ist. Der Senat für Reservisten ist eine Verhandlung, die sich am gestrigen Tage der 30 Silberlinge, eine Generosität, die allerdings sich hatte ferner gleichfalls mit Recht die Entscheidung das Montag vor dem Ober- Kriegsgericht des III. Armeekorps abspielte. immer noch in den Grenzen preußisch fiskalischer Knauserig- rüber, ob Wählerstimmen, die in doppelter Wahl abge= Die Anflage war gerichtet gegen den Reservisten Ludwig Schmitz feit hielt. geben wurden, gültig seien, als außerhalb seiner Entscheidung und unerlaubte Entfernung aus dem Heere. Der Angeklagte erhielt und lautete auf Ungehorsam gegen einen Befehl in Dienstsachen erachtet und diese Entscheidung dem allein zuständigen Reichstage im April 1898 einen Gestellungsbefehl, nachdem er vom 12. Mai überlassen. Die Entscheidung über die Schuld Herzfelds lag nun in desselben Jahres an eine vierzehntägige llebung mitzumachen hatte. den Händen des II. Senates des Reichsgerichtes. Wollte dieser Senat Cinige Tage vor dem 12. Mai verließ Schmit seinen Aufenthaltsort ein von dem früheren Urteil abweichendes fällen, so hätte eine Ge- und war seit dieser Zeit von den Militärbehörden nicht aufzufinden. samt- Entscheidung aller Senate des Reichsgerichtes herbeigeführt Am 15. Januar 1904 meldete sich der Angeklagte in Altona, und nu werden müssen, wie sie der Angeklagte wünschte. Nun fügte es sich stellte sich heraus, daß der Reservist die lebung im Jahre 1898 nicht seltsam, daß der II. Senat seine Hauptverhandlung nicht eher an- gemacht, während der Jahre 1898 bis 1904 auch die Kontrollberaumte, als bis der III. Senat, dem ein ähnlicher, aber weit später versammlungen nicht besucht hatte. Es wurde deshalb Anklage gegen ihn vor dem Landgericht behandelter Fall vorlag, zuerst seine Entscheidung Umfange geständig, behauptete aber, die An- und Abmeldungen muur erhoben. Im gestrigen Termine war der Angeklagte im vollen traf. Der III. Senat stieß sein früheres Urteil um und erklärte das deshalb unterlassen zu haben, um seine Arbeit, die zu finden ihm In der Budgetkommission des Reichstages wurde doppelte Wählen jetzt strafbar, so daß auch für den zweiten Senat, eine Nervenkrankheit schon sehr erschwerte, nicht zu verlieren. Nach am Dienstag die Beratung des Solonialetats fortgesetzt, umd wofern er die Strafbarkeit festzustellen beabsichtigte, der Zwang längerer Beratung beschloß das Gericht, die Verhandlung zu ver zwar mit dem Etat für Südwestafrika. Bei den Ausgaben für den entfiel, der Gesamtheit der Senate die Frage zu übertragen. tagen und den Gestellungsbefehl einzufordern, der dem Angeklagten Eisenbahnbetrieb von Swakopmund nach Windhut brachte Abg. Der II. Senat hat aber nicht nur eine unrichtige Auffassung zu im Jahre 1898 zugestellt worden war. Der Gerichtshof war nämlich Dr. Müller Sagan die Frage der Reedereizuschläge zur der feinigen gemacht, deren Unhaltbarkeit offenbar ist, sondern er der Ansicht, daß es vornehmlich auf den Wortlaut Güterfracht von Deutschland nach Afrika zur Sprache. Für eine dieses Schriftstüdes ankomme. Würde der Angeklagte Sendung z. B. von Hannover nach Tanga, die an eigentlicher Fracht hat, was das Unglaublichste der Angelegenheit ist, dem Landgericht in demselben nur aufgefordert worden sein, sich einen Zuschlag" von beigepflichtet, daß der Angeklagte sich bewußt gewesen sei, etwas un- bei dem zuständigen Bezirkskommandozumelden. 134 Mart kostet, erhebt die Reederei 895 Mark! Der Kolonialdirektor wußte von einem solchen statthaftes zu tun, als er in der Stichwahl in Berlin seine Stimme jo läge einfacher Ungehorsam vor, während andererGebaren gar nichts und bat deshalb um Auslieferung des abgab. Der Angeklagte ist der Rechtsüberzeugung, die das höchste feits, wenn der Gestellungsbefehl den Angeklagten auf Materials, um die Sache untersuchen zu können. Abg. Erzberger Gericht ausgesprochen hatte und die zu jener Zeit allein gültig gefordert hätte, sich bei seinem Truppenteile ei. wies darauf hin, daß schon in Handelskammer- Berichten die gleichen war, gefolgt und gleichwohl mutet ihm wie das Landgericht so auch zufinden, sich das Vergehen als Fahnenflucht refp. nn Klagen erhoben worden seien. Die Vorteile eines direkten Frachtarifs von jetzt das Reichsgericht zu, er habe gewußt, daß das, was das erlaubte Entfernung von der Truppe charakterisiere. Deutschland nach Afrika würden durch die Reeder illusorisch gemacht. Reichsgericht für recht aufgestellt habe, unrecht und strafbar sei. Der letzteren Auffassung sind auch die Richter der ersten Justang ge Abg. Müller- Sagan legte dar, daß die Klagen über die unverEin solcher Vorgang muß die Verwirrung der deutschen Rechts- wesen, die Schmitz wegen unerlaubter Entfernung von der Truppe schämten Ueberteuerungen der Reeder sich auf bestimmte Paragraphen 7 Wochen Gefängnis verurteilten. Gegen diese Entscheidung der Tarife stügten; darüber müsse doch der Kolonialdirektor zustände ins ungeheuerliche steigern. Wenn der Staatsbürger unter hatte der Gerichtsherr Bernfung eingelegt, die jedoch seinerzeit vont wenigstens Auskunft geben fönnen. Er konnte es aber nicht. Die Befolgung der Rechtsanschauungen des höchsten Gerichts sich strafbar Ober- Striegsgericht verworfen wurde. Nun legte der Gerichtsherr Frage wird später noch weiter behandelt werden. macht, wenn Kenntnis des Gesetzes und der Reichsgerichts- Entscheis Revision beim Reichs- Militärgericht ein, welches seinerseits die Ju Titel 2 des 3. Kapitels werden 100 000 M. zu einer späteren dungen strafbar macht, so hört jede Möglichkeit auf zu wissen, was Angelegenheit in die Vorinstanz zurückverties. Die Sache ist von Entschädigung“ an die Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwest in Deutschland Rechtens ist. Dann erhebt sich nur die Frage, ob prinzipieller Bedeutung, da viele Hunderte von Reservisten sich all afrika für die Aufgabe ihrer Bergrechte" gefordert. Dazu Tag nicht die Reichsrichter, deren Rechtsspruch der Angeklagte gefolgt ist, jährlich desselben Vergehens schuldig machen wie der Angeklagte. der Antrag Lattmann auf Einsetzung einer Unter suchungskommission über die Landgesellschaften in den Stowegen Anstiftung zur Widergefeßlichkeit und Verführung zu VerGegen die fleritale Kanzelagitation gehen in Anklagezustand gesetzt werden müssen. Die deutsche Justiz Yonien bor, den der Referent gur Annahme empfahl. Abg. 2 attmann meinte, es müßten die Verträge und Tätigkeits- hat sich durch diese Vorgänge um eine Leistung bereichert, die ihr berichte der Gesellschaften vorgelegt werden; der Bericht müßte Wesen für alle Zeit kennzeichnet. natürlich schriftlich erstattet werden. Die geforderten 100 000 Mart " " hat die badische Regierung bei der erzbischöflichen Kurie in Freiburg Protest erhoben. Vor einigen Wochen hatte, wie wir seinerzeit mitteilten, das Zentralagitationsfomitee tes Zentrums in Baden, an dessen Spitze ein Pfarrer Wacker steht, ein Rundschreiben an die . Und so etwas passiert nicht etwa in Rußland, sondern in der Provinz Ostpreußen des Staates Preußen, welcher in der Kultur Deutschland angeblich vorangeht. Parlamentarisches. Wahlprüfungskommission. Geistlichen erlassen, in welchem sie aufgefordert wurden, gegen die handelte Schweizer nicht ein außergewöhnlich großer und starter| aufgeräumt hatten. Präsident Balma erklärte, daß er gern den nichttleritale Bresse zu agitieren. Es hieß unter anderem in jenem Mann gewesen, er hätte sicher noch eine Tracht Prügel erhalten. Wünschen der Amerikaner entgegenkomme, aber man müsse ihm mehr Rundschreiben: Der in Wagen" wohnende Amtsvorsteher, dem der Schweizer Zeit dazu lassen. Die Einwanderer aus Spanien, die noch massen" So ist es wohl auch zu erklären, daß bei uns in Baden von dieser unerhörten Vergewaltigung Anzeige machten wollte, i st haft nach Kuba tommen, werden jezt unter Quarantäne gestellt, umt wie auch anderwärts der Klerus in voller Ueberein- tagsüber nie zu Hause. Er ist nur bis morgens 8 Uhr erst gründlich ausgeräuchert zu werden, ehe sie als Arbeiter in den stimmung mit dem Episkopat es sich angelegen sein zu sprechen. Aber auch am anderen Morgen hat er nichts unter- Weinbergen und auf den Zuckerplantagen zugelassen werden. In läßt, nach Maßgabe der in den einzelnen Gemeinden obwalten- nommen, um wenigstens den Verbleib der 30 M. zu ermitteln. Der den Seehäfen, wie Havana und Santiago, ist man am Werk, Wasserden Verhältnisse, die Verbreitung der Presse der Gendarm dieses Bezirks ist seit dem ersten Vorfall auf dem Gute leitung und Kanalisation neu anzulegen; eine Kolonie für Aussäßige ist einen Richtung möglichst zu hemmen, die der Rabenblick plötzlich fort. Ein Nachfolger ist noch nicht da. Die errichtet worden. Der Kongreß hat sich mit den Neuerungen einanderen möglichst zu fördern. In der Regel beiden obdachlos gemachten Eheleute haben jetzt bei Bekannten in verstanden erklärt, trotzdem es um Kubas Kasse schlecht bestellt ist ist auch davon Erfolg zu erhoffen, wenn der Pfarrer mit der Königsberg Unterkunft suchen müssen, bis sie einen neuen Dienst und die Armee noch große Forderungen hat. Eine neue Anleihe ist angemessenen Zurückhaltung und Vorsicht von der Kanzel herab und Wohnung finden. notwendig geworden. nach der einen Richtung hin warnt, nach der anderen mahnt und bittet. Als besonders wirkungsvoll hat es sich in einer Reihe von Fällen gezeigt, wenn die Pfarramtereines ganzen Kapitels oder wenigstens einer Gegend sich miteinander verständigen, an einem und demselben Sonntage eine Stuttgart, 7. Februar. Die Kammer der Abgeordneten hat zuvor vereinbarte gleichlautende Erklärung heute zwei Anträge angenommen, in denen die Regierung ersucht Die Anfechtung der Wahl des Abgeordneten Krause im zu verlesen.. wird, im Bundesrat auf die Verwirklichung zweier früherer Be- Wahlkreise Meme I- Heydekrug verursacht den Konservativen Das Zentralfomitee ist weit davon entfernt, den hoch schlüsse des Reichstages bezüglich der Gewährung freier Hin- arge Beschwerden. Durch drei Sigungen schleppte sich die Prüfung, würdigen Pfarrämtern etwa Weisungen geben zu wollen. Es und Rückfahrt an beurlaubte Mannschaften des die sich speziell auf die Wahlbeeinflussung des Landrats Cranz in bittet Sie, hochwürdiger Herr, aber angelegentlich in der nächsten stehenden Heeres und der Marine sowie bezüglich freier Fahrt be- Memel konzentrierte. Obgleich die Kommission seit der LegislaturZeit die Schritte ins Auge zu fassen und zu tun, die Ihnen nach dürftiger Eltern zum Besuche eines bei der Truppe schiver erkrankten periode 1893 nach dem Grundsatze handelt, daß eine unzulässige den obwaltenden Verhältnissen in Ihrer Pfarrei an- Sohnes durch Einstellung der hierzu erforderlichen Mittel in den amtliche Wahlbeeinflussung wie sie die Unterzeichnung von Wahlgemessen erscheinen, um auf dem Gebiete derselben die Ver- Reichshaushalts- Etat hinzuwirken. Einer Anregung des Kriegs- aufrufen zugunsten eines bestimmten Kandidaten durch Landräte breitung der gegnerischen Presse möglichst zu ver- ministers v. Schnürlen zufolge, der beiden Anträgen zustimmte, soll unter Beifügung ihres Amtscharakters darstellt zur Kassierung ringern und die Verbreitung der Zentrumspresse die freie Fahrt auch der bedürftigen Frau eines erkrankten Reservisten der Wahl führen müsse, bröckelt die Kommission in dieser möglichst zu bergrößern." und Landwehrmannes gestattet sein. Ferner wurde ein Antrag an- Session von den damals festgestellten Grundsätzen soviel ab, wie es Die Zentrumspreffe mit sammt der ganzen Kaplanokratie tut genommen, den Ernte- Urlaubern, soweit dies nicht von Reichs wegen der Mehrheit gerade in den Kram paßt. Handelt es sich um in der Regel sehr entrüstet, wenn man sagt, daß die katholischen geschehen sollte, freie Eisenbahnfahrt auf den württembergischen sozialdemokratische Abgeordnete, wie zum Beispiel Geistlichen die staatlich bezahlten Agitatoren des Zentrums find. Staatsbahnen zu gewähren. im Kreise Altenburg, dann macht diese Mehrheit Hier in dieser unverschämten Aufforderung zum Mißbrauch der Kanzel war einmal der Beweis so schlagend erbracht, daß auch die Max Lorenz Ehrenglück und Ehrenpech. Unser verantwortlicher spintisierenden Juristereien zur Ungültigkeitserklärung der Wahl. Mag Lorenz Ehrenglück und Ehrenpech. Unser verantwortlicher fein Federlesens und schreitet unter bedenklichen Einseitigkeiten und Regierung nicht länger„ blinde Kuh" spielen konnte. Sie erhob Redakteur Genosse Paul Büttner ist am Dienstag vom Schöffen- n anderen Fällen aber, wie jetzt beim Fall Krause, sucht sie die Proteſt bei dem badischen Erzbischof, und nun tritt das Zentrums- gericht zu 200 M. Geldstrafe verurteilt worden, weil er Herrn May amtliche Wahlbeeinflussung ihrer Wirksamkeit zu entkleiden und sie Zentralfomitee einen jämmerlichen Rückzug an. In einem Lorenz in seiner Ehre gekränkt haben sollte. Und das hing so in nur äußerst bedingter Weise als wahlverkümmerndes Moment zweiten Rundschreiben an die Pfarrämter sucht sich die Leitung des zusammen: Der Vortvärts" hatte ihm einen gegen den Professor gelten zu lassen. Zentrums hinter die Staatsbürgereigenschaf der Geist- Delbrück gerichteten Artikel zugeschrieben, in dem diesem Es steht fest, daß der Landrat Cranz eine Erklärung zulichen zu verschanzen. Das ist aber nur eine durchaus oberfaule„ Erzieher der Jugend" nachgesagt war, daß er den Meuchelmord gunsten Krauses, als den der Regierung genehmsten Kandidaten, Ausrede. Die ländliche katholische Bevölkerung macht keinen Unterverherrliche. Und schied zwischen dem Pfarrer als Geistlichen und als Staat 3- find- gerade dieser Artikel soll nicht von Mar Lorenz ge- infolgedessen die ungültigkeitserklärung der Wahl. wie schon die Wege des Schicksals wunderlich mit seinem Namen und unter Beifügung seines bollen Amts charakters unterzeichnet hat. Der Referent beantragte bürger, was der Pfarrer sagt und tut, tut er als Geistlicher. schrieben sein. Das war Herrn Lorenz Ehrenglück, dem er wesentlich scheinen aber Vernehmungen zwischen Zentrum und Konservativen Inzwischen Der liberale Musterstaat" auf russischer Fährte. Der badische seinen gerichtlichen Erfolg verdankt. stattgefunden zu haben, denn das Zentrum kam den Konservativen Minister des Innern, Dr. Schenkel, hat den Neftoren der drei Hoch- Dafür wußte der Verteidiger Rechtsanwalt Wolfgang Heine entgegen und bewog die Mehrheit zu dem Beschlusse, die Handlung schulen mitteilen lassen, wenn etwa die russischen Studierenden, mit einer reichen Auswahl anderer von May Lorenz wirklich des Landrats, die selbst von den Konservativen als sehr ähnlich wie in Darmstadt, vor den russischen Stonsulaten gegen die verfaßten Artikel aufzuwarten, die sämtlich auf derselben sitt- ungeschickt bezeichnet wurde, als erheblich im Sinne der verbrecherische Schandwirtschaft des Zarismus zu protestieren sich lichen Höhe stehen wie der ihm fälschlich zugeschriebene bisherigen Grundsäge der Kommission zu er erlaubten, würde er alle Teilnehmer kurzerhand Artikel gegen Delbrück. Aus diesen Artikeln ging klären, aber diesem Beschlusse fügte sie den lächerlichen Beschluß ausweisen lassen. Diese standalöfe Parteinahme für den russi jeden Inbefangenen hervor, daß Herr Lorenz seinen Beruf als Dampfboot", in dem die landrätliche Erklärung abgedruckt war, für hinzu, Erhebungen anzustellen, wie weit das„ Memeler schen Absolutismus entspricht ganz der Haltung, die der badische Scharfmacher darin findet, nicht bloß unter sozialdemokratischen im Kreise Memel verbreitet sei und ob es am Tage der Wahl noch Minister schon früher eingenommen hat. Derselbe Mann war es ja, Redaktionsfesseln, sondern gelegentlich auch unter Ministerstühlen in die Hände aller Abonnenten gelangt sei. Von diesen Erhebungen der, als in Preußen die Attacke gegen die russischen Studierenden geritten wurde und als der Reichskanzler seine beschämende Rede und Kathedern seine Feuerchen anzuzünden, leitenden Staatsmännern soll es abhängen, wie die Wirkung der amtlichen Wahlbeeinflussung über die Schnorrer und Verschwörer" hielt, anordnete, daß jeder der und Professoren Umsturzbegünstigungen zuzuschreiben, die Würde zu beurteilen sei. Bis zum Eingang des Erhebungsresultates hat aus Preußen ausgewiesenen Russen in Baden sofort auch aus- des Rechtsanwaltsstandes gegen sozialdemokratisch gesinnte Anwälte die Mehrheit dann noch Zeit und Gelegenheit, Rettungsversuche für gewiesen werde, sobald er sich dort sehen lasse. Im Landtag haben zu verteidigen und sich gelegentlich darüber zu wundern, was alles das Krausesche Mandat vorzunehmen und die Grundsätze für die dieſe preußisch- russischen Lakaiendienste zwar sofort die verdiente in einem monarchischen Staate von sozialdemokratischen Blättern Wahlprüfung weiter zu unterminieren. Stritit erfahren, indessen standen Nationalliberale und Zentrum zu geschrieben werden dürfe. Zudem mußte Herr Lorenz zugeben, daß fest, wies aber der Mehrheit gegenüber vergeblich auf die Wirkung Demgegenüber hielt die Minderheit an der bisherigen Pragis dem Minister, und nun hält er sich für berechtigt, seine russische er das Ehrenpech gehabt habe, die sozialdemokratische Partei schon der amtlichen Beeinflussung bis zur Stichwahl hin, bei der der Politik fortzusetzen. Hoffentlich lassen sich deshalb die russischen Studierenden nicht in jener Zeit angegriffen zu haben, als er bei ihr noch tief in der sozialdemokratische dem konservativen Kandidaten unterlag. abhalten, ihrer Meinung über die russischen Greuel Ausdruck Kreide steckte. geben; die badische Arbeiterschaft steht hinter ihnen. Das zeigt unter anderem auch eine Volksversammlung, die sich in Karlsruhe mit der russischen Revolution und dem Bergarbeiterstreik beschäftigte und die bei einem Besuche von zirka 900 bis 1000 Personen der Saal nicht- 180 W. für die Opfer dieser Kämpfe sammelte. mehr faßt " Ostelbisches. zu Man schreibt uns aus Königsberg: In Nr. 19 des Vorwärts" brachten wir unter der Ueberschrift „ Ländliche Kulturbilder" eine Notiz über staarsträubende Mißhandlungen einer wehrlosen Landarbeiterfrau durch den Verwalter Basfarge im Gute Sagenblick im Kreise Fischhausen. Der Königsberger Volkszeitung", die diesen Fall ausführlich geschildert hatte, gingen darauf folgende Erklärungen von den als Eigentümer des Gutes bezeichneten Eheleuten zu: Sehr geehrter Herr Redakteur! In Beziehung auf Ihren Artikel„ Landarbeiterleben" in Nr. 11 der Königsberger Volkszeitung"( 13. Januar) bitte ich ergebenst um Aufnahme folgender Berichtigung und Erklärung:„ Nicht ich bin der Besitzer des Gutes Kazenblick, sondern dasselbe gehört meiner Frau. Ich habe weder an dem Besitz noch an der Verwaltung desselben irgend welchen Anteil. Von den traurigen Vorgängen daselbst, über die Ihre Zeitung berichtet, habe ich erst durch Lesen des betreffenden Artikels Kenntnis erhalten. Das Verhalten des Gutsverwalters, Herrn Paffarge, verurteile ich gleich Ihnen aufs schärfste. Hochachtungsvoll Heinrich Rödner. Im Anschluß an die Zuſchrift von Herrn Rödner in Nr. 18 der„ Volkszeitung" teile ich der verehrten Redaktion mit, daß Herr Passarge das Gut Kakenblick ganz selbständig bewirtschaftet und derselbe für die in Nr. 11 geschilderten Vorkommnisse auch ganz allein verantwortlich zu machen ist. Ich glaube dafür gutstehen zu können, daß derartiges nicht wieder vorkommen wird. Frau Katharina Röckner. Ferner gelangte zur Prüfung die Wahl des Abg. v. Polczynski Herr Lorenz bestreitet, daß seine Tätigkeit berufsmäßiges De-( Pole) im Wahlkreise Karthaus- Puzig, Regierungsbezirk Danzig. nunziantentum sei und findet einen solchen Ausdruck ehrkränkend. b. Bolczynski erhielt 16 348 Stimmen gegenüber rund 7200 Stimmen Er scheint also aus seiner sozialdemokratischen Gesinnungsperiode seiner vier Gegenkandidaten, Deshalb legte die Kommission dem größte Schuft im Lande sei. Diese Ansicht verträgt sich aber wahlaft in Ballubitz für ungültig erklärt wurde, blieb dem gewählten noch die Ansicht übernommen zu haben, daß der Denunziant der Protest, der die Ausschließung der Deffentlichkeit bei der Stimmenauszählung in Ballubiz feststellte, kein Gewicht bei. Troßdem der feineswegs mit Herrn Lorenz gegenwärtiger Weltanschauung. Wer Abgeordneten eine so große Majorität, daß die Wahl für gültig in der gewaltsamen Unterdrückung sozialdemokratischer und liberal- erklärt wurde. fozial- reformerischer Bestrebungen das Heil der Welt erblickt, muß Außerdem wurden die Berichte für die Wahlen Brejski( Pole) den Denunzianten solcher sozialpolitischen Gräueltaten für den besten und v. Hodenberg( Welfe) festgestellt. Staatsbürger und berufensten Ordnungsretter halten. So gut es für die Sozialdemokratie eine Ehre ist, von getvissen Leuten demunziert zu werden, müßten es diese Leute für eine Ehre halten, zu denunzieren. Sicher aber steht der sittlich höher, der seinen Denunziantentitel mit Würde trägt, als jener, der zwar denumziert, aber fein Denunziant heißen will. Südwestafrika. Nach einem Telegramm aus Windhut sind gefallen: Bei einem Ueberfall durch Hottentotten bei Urifuribis am 27. Januar 1905 Gefreiter Friedrich Steinmez, geboren 6. Januar 1882 zu Lohne; Reiter Berthold Bromme, geboren 2. Februar 1882 zu Ganglofffömmern; Reiter Wilhelm Schmidt, geboren 31. März 1880 zu Culmit. Eine Reformkomödie. In seinem„ idealen Staate" träumte Plato von einem hohen Rate der Weisen, der für das Volk Gesetze macht: Menschen, die im Besize von" goldenen Seelen" waren, sollten dort den„ einfachen Sterblichen", den Menschen, die nur eine silberne" oder sogar ,, tupferne" Seele hatten, Gnaden erweisen. Ein System komplizierter Erziehung sollte die Bürger des idealen Staates zur Annahme der höchsten Weisheit vorbereiten um die Seelen der Untertanen zur begeisterten Aufnahme der Der russische Rat der Weisen handelt einfacher und entschlossener. Reformen vorzubereiten, nahm die russische Regierung zu einem sehr radikalen Mittel Zuflucht. Sie fand, daß das Menschenblut das Verwundet in den Gefechten bei Groß- Nabas vom 2. bis beste Mittel sei, um den Boden der Reformen zu düngen und mensch4. Januar 1905; Reiter Adolf Genste, geboren 26. Mai 1882 liche Leichen die beste Grundlage zu deren Durchführung. Massenzu Gr.- Grobienen, leicht; Reiter Joseph Fiebig, geboren mord und schonungslose Jagd auf Menschen waren die Vor25. August 1882 zu Maltsch, leicht. Im Gefecht bei Haruchas am bereitungsmaßregeln dazu. Und erst dann, als das blutige Werk 3. Januar 1905: Reiter Hugo Kuhne, geboren 22. August 1884 vollbracht und jede Möglichkeit des Protestes der„ Rebellen" und zu Hirschfeld, leicht. In einem Gefecht 60 Kilometer nördlich Hoak-" Revolutionäre" erstickt worden war, konnte der aufgeklärte hanas( Datum nicht bekannt): Reiter Karl Hertel, geboren Absolutismus mit seiner großen Tat beginnen. Nach den Bajonetten 20. Juni 1888 zu Meseriz, leicht, Schuß rechten Ellenbogen und kam die Zeit für den Cynismus und Hohn. Hand; Reiter Paul Grüttner, geboren 11. Juli 1882 zu SchönEllguth, schwer, Schuß Hals. Mit der talten Frechheit selbstbewußter Hoflakaien begannen die Mitglieder des russischen Ministerkomitees über die Gefeßlichkeit" An Krankheiten gestorben im Lazarett Otjihaenena: im Reiche der Knute und Nagaika zu beraten. Und sie schämten sich Reiter August Elsner, geboren 25. Mai 1883 zu Schmargendorf, an Typhus.( Todestag noch nicht bekannt.) Jufolge Unglücksfalles am 15. Januar 1905 in Keetmannshop verwundet schwer: Reiter Wilhelm Grabit, geboren 17. November 1888 zu Boblitz, Schußverlegung an der linken Brust und dem linken Oberarm; leicht: Reiter Stanislaus Bujec, geboren 2. November 1883 zu Schneidemühlchen, Schußverlegung an Husland. Desterreich- Ungarn. nicht, ihre abscheulichen Verbrechen vor der ganzen Welt zu ent hüllen. Mit der Ruhe der großen Kenner bureaukratischer Charlantanerie offenbaren sie der erstaunten Welt die Geheimnisse der Staatskunst, von der der grandiose Parasit, der russische Bureautratie heißt, jahrhundertelang lebte. In schwerfälligen Säßen des Kanzleistils, die die Terminologie der Aufklärung“ und„ Gesetzlichkeit" ziert, werden im Ministerfomitee Geständnisse abgelegt, die jeder revolutionären Proklamation Ehre machen könnten. Vor allem werden die Enthüllungen des Königsberger Prozesses bestätigt. Es stellt sich heraus, daß die russischen Gefeße bis jetzt immer auf ungefeßlichem Wege in Kraft traten. Infolgedessen konnten„ diejenigen Personen, für die das Gesetz gilt, nicht sicher sein, ob das bekannt gegebene Gesetz, falls es zur Beratung gekommen wäre, von dem Gesetzgeber wirklich gebilligt würde und als eine wirkliche unmittelbare Aeußerung des monarchischen Willens erschiene". " So urteilt das Ministerkomitee. Ferner gestehen die Herren, daß die neuen Gesetze", die in der Regel den darauf zielenden Berichten von Erzellenzen unmittelbar folgten, den inneren Wert der kündet die ungesehlichen Geseze oder die Gesetze Und was geschieht kaum eine Woche darauf? Sonnabend, den 28. Januar, geriet derselbe Verwalter Bassarge mit dem Oberschweizer des Gutes in Meinungsverschiedenheiten über Im Lazarett Windhuk: Zahlmeister- Aspirant Vinzent 10 Liter Milch, die die Kälber zu wenig erhalten haben sollten. Kolodziej, geboren 17. Januar 1877 zu Falkowi, am 4. FeOhne weiteres befahl der Verwalter dem Schweizer dreimal hinter- bruar 1905 an Typhus. einander, den Stall zu verlassen und sofort die Wohnung zu räumen. Im Lazarett Karibib: Reiter Friedrich Till, Um sich nicht des Hausfriedensbruchs schuldig zu machen, verließ der geboren am 14. Februar 1888 zu Halbendorf, am 4. Februar 1905 Schweizer die Arbeit. Schon am anderen Tage, also Sonntag, an Herzschwäche. befahl nun der Verwalter, die Leute sollten aus ihrer Wohnung raus und in eine andere, gegenwärtig unbewohnbare Stube ziehen, damit der schnell gemietete Nachfolger hineinziehen könne. Der Schweizer tat das nicht, sondern ging erst Montag früh mit seiner Frau nach Königsberg, um sich bei dem Agenten nach einer neuen Stelle zu erkundigen. Als die Eheleute am Abend zurückkamen, fanden der rechten Hand. sie ihre Wohnung erbrochen, die Sachen in die vorher erwähnte Stube geworfen und den neuen Schweizer in der Wohnung. Der Kämmerer des Gutes gab ohne weiteres zu, daß er mit Befehl des Verwalters Passarge die Tür der Wohnung erbrochen und mit Arbeitern die Wohnung geräumt hatte. In der Stube, in der die Budapest, 7. Februar. Eine Vollversammlung der ganze Wirtschaft der Leute buchstäblich hineingeworfen war, sah es to alierten Opposition genehmigte den Beschluß, die Geseze immer ungünstig beeinflußt haben". Und das Komitee verziemlich bunt aus. Der Kleider- und Wäscheschrank war unver- oalition weiter aufrechtzuhalten. Der Präsident außerhalb des Gesezes" ganz offen, ebenso wie die„ Abschlossen gewesen und mitten auf den Fußboden gelegt und alles ossuth skizzierte die Grundsäße, welche für seine Haltung bei weichungen von der gefeßlichen Ordnung, die bis auf den heutigen durcheinander gewühlt. Aus dem Wäscheschrank fehlen den jetzigen Konferenzen mit dem Grafen Andrassy maßgebend seien. Tag stattfinden". Und darüber äußern die Staatsgreise, die„ bis 30 Mt. bares Geld. Frisch gewaschene Wäsche, die in der Betreffend die wirtschaftliche Selbständigkeit dürfte kein Hindernis auf den heutigen Tag" fich Abiweichungen von der gefeßlichen Stube zum trodnen aufgehängt war, war mit alten Stiefeln und obwalten, hingegen böten sich Schwierigkeiten bezüglich der Ordnung erlauben, sehr lustig ihre Bewunderung: Indem sie auf anderen Gegenständen zusammengeworfen. Vor dem Verlassen der Geltendmachung des nationalen Geistes auf militärischem Gebiete.„ manchen Widerspruch in den Artikeln der grundlegenden Geseße" alten Wohnung hatten die Leute sogenannten Fladen( feines Brot) müsse die Leitung in solche Hände niedergelegt werden, welche Minister zulassen", bemerken die alten Herren mit entzückender Graf Apponyi bemerkte, bei der Konſtituierung des Hauses hinweisen, die„ neue Geseze auf Grund unmittelbarer Berichte der gebacken gehabt. Der ganze Vorrat war von den Arbeitern, welche die Wohnung räumten, bis die Geseze sicherten und weitere Anschläge gegen die Nation aus Naivetät:„ Obwohl der allgemeine Sinn dieser Artikel auf einen kleinen Rest berzehrt worden. So schlössen. Zweifel über die festgestellte Gesetzesordnung Raum läßt, mußte fanden die Leute ihr Eigentum wieder. Sie mußten nun in der dennoch das Komitee die Beseitigung dieses eigentlich scheinbaren falten ungeheizten Stube, in der eine Menge Ratten umherliefen, Der Kongreß von Kuba hat in lezter Beit große Bewilligungen Mißverständnisses im Gesetze für wichtig erklären." in der sie nicht einmal Betten aufstellen konnten, auf Stühle sigend gemacht für eine allgemeine Hausreinigung, das heißt für sanitäre Das ist die Lage der Dinge. Für jedes menschliche Gehirn ist übernachten, was besonders für die schwangere Frau gesundheits- Maßregeln in den größeren Städten. Die amerikanische Presse es klar, daß das Gesetz nur dann Gesetz sein kann, wenn seine schädlich war. brachte unausgesetzt Artikel über die gesundheitsgefährlichen Zustände Form" von einer unabhängigen Voltsvertretung bestimmt sein wird, Am anderen Morgen verlangte der Oberschweizer vom Ver- auf Kuba und forderte die Regierung in Washington zum Ein- die den Willen des Volfes zum Ausdruck bringt und auf allgemeinem walter Basfarge seine Kaution im Betrage von 90 M. sowie rüd- schreiten auf. Es wurde behauptet, daß die alte, spanische Lotter- und gleichem Wahlrecht beruht Die russischen Komödianten stündigen Lohn, Beides wurde ihm verweigert. Wäre der so be- wirtschaft wieder eingerissen sei, womit die Amerikaner energisch denken anders." Die Mißverständnisse" der absolutistischen Willtär Amerika. feinen " erbliden sie in den Mängeln der Kanzleiform der russischen Gesezgebung und bringen zu deren Beseitigung ein vorzügliches Projekt in Vorschlag: alle neuen Gefeße" oder zeitweiligen Maßregeln", die die Kraft des Gesetzes besigen, müssen unbedingt durch den Staatsrat gehen und mit der Unterschrift des Zaren veröffentlicht werden. Damit aber diese Form" die Herren Minister in der Veröffentlichung von geheimen Erlassen nicht beenge, stellen die russischen Reformatoren zwei Ausnahmen fest. In einem Falle wird das Gefeß auf unmittelbare Bestimmung des Monarchen erlassen und mit allerhöchst dero Unterschrift versehen." Im zweiten Falle fann freilich die festgestellte Form" des Gesezes den Monarchen nicht beschränken, falls Se. Majestät in Ausnahmefällen geruht, nach eigenem Ermessen das Ministerkomitee zur Beratung eines gesezgeberischen Aktes zu veranlassen" So steht es mit der Reform". Bis jetzt wurden die Geseke durch den Staatsrat und außerhalb desselben erlassen: der Reform gemäß bleibt die Sache in derselben Lage. Die Geseße auf Grund der Berichte einzelner Minister werden als Erlasse bezeichnet, die auf unmittelbare Bestimmung des Monarchen" erscheinen und mit „ allerhöchst dero Unterschrift" versehen sind. Es fragt sich, to bleibt da eigentlich die Reform und wen wollen die russischen Staatsgreise betrügen? Uebrigens, vielleicht sind diese Reformen für das heilige Haupt der russischen Majestät berechnet dann sind sie selbstredend sehr weise und ausreichend. Nachdem Geseze als Gefeße und als allerhöchste Erlasse erfunden worden waren, war es ein Leichtes, einen herrlichen Apparat zu erfinden, wo diese wunderbare Geseßlichkeit aufbewahrt werden könnte. Der Senat muß reformiert werden. Der Senat muß darauf achten, daß außer den Gesetzen und Erlassen des Monarchen keine anderen veröffentlicht werden. Der Senat muß die Geseze schüßen, bis sie von den Erlassen, und die Erlasse schüßen, bis sie von den Gefeßen abgeschafft werden. Zu diesem heiligen Zwecke muß der Senat unabhängig von dem Justizminister sein. Noch mehr. Derselbe hohe und große Senat muß einen Vorfißenden haben, der in unmittelbarer Berührung mit dem Monarchen steht, der dem Zaren persönlich Bericht erstattet, während auf der anderen Seite lokale administrative Gerichtshöfe mit öffentlichen Gerichtsverfahren und Prozeßführung einzuführen sind. Vor diesen Gerichtshöfen werden Rechtsanwälte Reden halten und die öffentlichen Rechte, die auf Gefeßen und Erlaffen beruhen, befürworten. Und um das Wert der Reformen zu vollenden, muß der russische Beamte vor dem Gerichte verantwortlich gemacht werden. Die Gefeßlichkeit wird seiner Raubsucht und Willfür Schranken feßen. Unter dem Einflusse der neugeborenen Gefeßlichkeit wird sich der Wolf in ein Lamm verwandeln, der Dieb ein Heiliger und der Mörder ein freundlicher und demutsvoller Familienvater werden! Frohlocket und jubelt, ihr„ russischen Bürger". Die überweisen Greise haben Mittel gefunden, ein Paradies innerhalb der Gefängnismauern zu schaffen und eure Ketten in Kränze und Guirlanden zu verwandeln! Welche Niederträchtigkeit von einem Staatschnismus! Welche Fähigkeit, Menschen als eine Hammelherde zu betrachten! Welche Sicherheit in der Durchführung von Reformen, die mit Blut bespritzt, die über den Leichen der niedergeschoffenen Arbeiter proklamiert werden! Wir glauben gerne, daß die veröffentlichten Gefeße und Erlaffe von dem Senate und den administrativen Gerichtshöfen und sogar von den russischen Satrapen( Statthaltern) eifrig bewacht sein werden. Es fragt sich nur, welche Macht kann den Zaren und seine Hoflakaien zwingen, dort Gesetze zu veröffentlichen, wo sie ihnen unbequem oder unangenehm sein können. Wer garantiert dafür, daß in diesen Gesetzen den Untertanen Rechte und nicht nur Pflichten, Pflichten ohne Ende eingeräumt sein werden? Und wenn diese Rechte auch wirklich allerhöchst" gewährt werden, so fragen wir wiederum, wer fann den Baren hindern, dieselben durch polizeiliche Aufsicht und administratives Verfahren so gut wie aufzuheben? Was soll man endlich mit diesen Rechten beginnen, wenn ihre nähere Realisierung der höchst sorgsamen Polizeibehörde überlassen wird? Kalter raffinierter Hohn gegen die elementaren Forderungen bes Rechtsstaates spricht aus diesen Reformen. Ein ungeheuerliches Spiel auf Kosten der noch unaufgeklärten Massen sind diese Reformen und weiter nichts! Aber schwerlich werden sie nun täuschen können. Die berüchtigte Anmerkung zum§ 56 der grundlegenden Gesetze bleibt in Kraft und damit zugleich die Rechtsbestimmung der russischen Gesetzgebung, die von Erlassen spricht, die einem besonderen Geheimnisse obliegen". " präsident Holz fuhr heute mittag nach Dppeln zurüd, nachdem p Er duldet also das Schicksal der Tausende namentofer er mit der Behörde Maßnahmen zum Schuße der Grenze be- Helden des Freiheitskampfes! sprochen hatte. Unser Berichterstatter schreibt uns von der oberschlesischen Grenze: 黃 Das große Schweigen der Bauern Eine Anzahl Bauern haben sich um Hülfe an den Gouverneur gewandt, da die schlechte Ernte ihre wirtschaftliche Lage gefährdete. Der Gouverneur hat das Versprechen gegeben, alles zu tun, was ihm möglich wäre. Am Sonnabend sind die Arbeiter aus den Gruben Felig", wird durch folgende offizielle Meldung aus Kischinew geKasimir" und aus den Fabriken von Strzemieszyce in Massen brochen: nach Dombrowa gezogen. Ueber den Köpfen der Menge wehte eine mächtige rote Fahne mit der Aufschrift:" Hoch die Freiheit!" der Demonstrationszug aus Strzemieszyce losging, riefen die Soldaten:" Wir wollen die Manifestanten mit Bajonetten auf halten." Die Menge 30g trozdem weiter, das Militär griff nicht ein. In Dombrowa berhielten sich Polizisten und Kosaten angesichts der kolossalen Uebermacht der Arbeiterbataillone vollständig ruhig. Dann fehrten die Arbeiter nach Riemch" zurück. " " Am Sonnabend fand in Dombrowa vor der Bergschule eine riesige Boltsversammlung statt. Erwacht auch der hungernde Bauer? * Die Ausstandsbewegung im Reich. Windau. Hier ist der Ausstand von neuem ausgebrochen. Militär ist mit einem Ertrazug hierher beordert worden. Sonntag fanden in Dombrowa, Sonsnowice, Sielce, Tiflis. Die Unruhen haben in den letzten Tagen nicht aufNiwka, Czelada, Strzemieszyce und Bagorne Voltsversammlungen gehört. Am Sonntag früh strömten die Arbeiter nach dem Zentrum statt, die unter freiem Himmel veranstaltet wurden. Nach kurzen der Stadt; um Mittag entfaltete eine Menge von etwa 300 Mann Ansprachen begaben sich die Arbeiter aus sämtlichen Versammlungen eine rote Fahne, verteilte Proklamationen und schoß mit Rein gewaltigen Demonstrationszügen vor die Realschule. Dort sammelte sich eine Menge an, die von den einen auf 30 000, von volvern auf die Schuhleute, die die Fahne fortnehmen wollten. anderen noch weit höher geschäzt wurde. Fünf Standarten Drei Schuhleute wurden verwundet, zwei von ihnen schwer. waren zur Stelle. Auf ihnen die Aufschriften:" Hoch die Freiheit!" Die Polizei zerstreute die Ruhestörer, 30 wurden verhaftet, Nieder mit dem Barat!" Nach einigen Ansprachen bat der Polizei- ein anderer Zeil wurde von der Polizei und Kosaken verfolgt meister um Gehör. Man erlaubte ihm zu sprechen. Der Polizei- und zerstreut, wobei noch ein Polizist verwundet wurde. Die meister forderte die Arbeiter auf, ihre Forderungen an die Fabrikanten Zahl der zu Schaden Gekommenen ist unbekannt. Im schriftlich niederzulegen und die Arbeit wieder aufzunehmen. Der Hospital wurden 10 Arbeiter aufgenommen, von denen einer nächste Redner brandmarkt die Heuchelei der Polizeigewaltigen und Hospital wurden 10 Arbeiter aufgenommen, von denen einer schloß unter größter Begeisterung mit den Worten:„ Nieder mit der schwer durch einen Schuß, die andern leicht verlegt sind. Auf den transkaukasischen Eisenbahnen breitet sich der Polizei!" Nach der Versammlung zog die gewaltige Menge mit Standarten an der Spize in die Stadt. Kosaten mit dem Bolizei- Ausstand weiter aus. Am Sonnabend legten Weichensteller meister an der Spike begegneten den Demonstranten und machten und Stationswärter auf sechs Stationen dieser Bahn die den Vorschlag: Entfernt die Standarten mit der Aufschrift: Nieder Arbeit nieder, ebenso die Hafen- und Manganerz- Arbeiter in mit dem Barat, da laffen wir Euch weiter ziehen, sonst schießen wir." Poti. Am 5. Februar hatten alle Maschinisten die RangierHunderte von Arbeitern, Studenten, Leuten aus den gebildeten maschinen ungeheizt, teils auf ben Schienen, teils noch in den Selaffen und Frauen stürzten zur Verteidigung der Standarten herbei. Die zwei Mächte standen sich gegenüber. Etwa eine Stunde warteten Depots stehend, verlassen. Am Sonnabend wurde ein Militärdie Arbeiter in Erwartung einer Provokation des Söldnertums. zug, der nach Batum gehen sollte, von den Ruhestörern durch Nach kurzer Diskussion beschlossen die Demonstranten, einen anderen Aufreißen von Schienen zum Entgleisen gebracht; UnglücksWeg einzuschlagen, um ein Blutvergießen für diesmal zu ver- fälle sind dabei nicht vorgekommen. meiden. In Ristow am Don stürmten nach einer„ Daily Expreß"-Meldung Am Montag zogen die Streifenden aus Dombrowa nach 600 Frauen streifender Arbeiter die Fabrik von Nowikow, wo die Strzemieszyce und verschlossen die Eisenbahnstation. Der Bahn- Arbeiter sich zu streiten weigerten, trieben die Arbeiter aus der verkehr der Jwangoroder Bahn ist eingestellt. Fabrik hinaus und zerstörten die Maschinen. Die herbeigerufenen Schutzleute wurden, als sie einzugreifen versuchten, von den wütenden Frauen angegriffen und in die Flucht geschlagen, wobei viele Schutzleute verwundet wurden. Darauf wurden Kosaken beordert, welche die Frauen niederritten, sie mit ihren Knuten bearbeiteten und ihre Pferde auf ihnen herumtrampeln ließen, wobei mehrere Frauen getötet und viele verwundet wurden. Bis jetzt ist in unserem Industrierevier kein Blut geflossen. Die Inszenierung des Generalstreiks ging bei uns mit geradezu bewunderungswürdiger Schnelligkeit vor sich: die Genossen zogen von Fabrit zu Fabrit, traten herein, legten in furzen Worten die Lage dar und die Fabrit stand still, die Arbeiter vermehrten den Bug, der nun immer weiter ging und ganze Städte und Bezirke lahmlegte. Die Schüler der Steiger( berg) schule haben sich dem Streit und den politischen Forderungen der Kämpfer angeschlossen. Die Intelligenz unterstügt den Streit. Die kapitalistischen Streise flüchten in Massen nach Kattowizz in Oberschlesien. Die Aufforderung zum Mord der Juden wird von der zarischen Regierung wieder systematisch in die revoltierenden Massen in Russisch- Polen geworfen. verkleidet waren, unter die aus der Kirche strömenden Arbeiter und Vorige Woche mischten sich in Lodz Polizisten, die als Arbeiter erzählten laut, die Juden hätten bei Lodz einen katholischen Geistlichen erschlagen, die Juden hätten auch das Kloster in Czenstochau ( ein im ganzen Lande bekannter Wallfahrtsort) gestürmt. Man müsse nun endlich auf die Juden losschlagen. Aus Warschau berichtet ein offizielles Telegramm: Der Ausstand nimmt an Ausdehnung zu. Die Arbeiter überreichten heute den Fabritherren ihre Forderungen, von denen die hauptsächlichsten sind: Achtstündiger Arbeitstag, Abschaffung der Affordarbeit, Erhöhung des Arbeitslohnes. Angesichts der Unmöglichkeit, die Forderungen zu bewilligen, baten die Hüttenbefizer den Finanzminister telegraphisch, sie an den Beratungen betreffend die Arbeiterfrage teilnehmen zu lassen, deren Lösung nur auf gefeßgeberischem Wege möglich sei. Der Ausstand in Radom gewinnt an Ausdehnung. Dort wurden 20 Arbeiter getötet oder verwundet. In Stargista gab es 24 Tote Der blutige Absolutismus spielt nun den aufgeklärten. Inmitten des Bürgerkrieges, der fast alle Gebiete des großen Reiches ergriffen hat, begannen Henker und Mörder von Gefeßlichkeit" und Recht" zu sprechen. Durch das Geklingel lügnerischer und viel- und 40 Verwundete. berheißender Manifeste glaubt der Zarenpöbel das Schreien und In Kutno tam es zu schweren Zusammenstößen; von Warschau Stöhnen der Sterbenden, die Erbitterung der Aufständischen und ist Militär entfendet worden. das Brausen des Volkszornes:„ Nieder mit dem Zarismus!" zu übertönen. Abgesehen davon, daß er keine Geseze fennt, macht er * * Einen Drohbrief an den Zaren die willkür eines geistesſchwachen jämmerlichen Despoten zum soll Nikolaus II. in seinem Palast vorgefunden haben. Es Gesetze. Indem er die Formen der veröffentlichten Geseze proflamiert, gräbt er sich in aller Stille einen Schlupfwinkel durch die wurde ihm darin der Tod angekündigt. Derlei Meldungen geheimen Erlaffe und die dienstpolizeiliche Willtür; indem er in gehören zum eisernen Bestand der dunklen Zarenwelt. Offiziell hellen Farben die Dekoration des administrativen Gerichts schildert, wird die mit romantischen Einzelheiten aufgeputzte Nachricht gefällt er sich nur in einem wilden Sarkasmus, da er dabei vergißt, dementiert. ein administratives Recht zu schaffen und die Rechte des Volkes anzuerkennen. Der Streit der Intelligenz. Hus der Frauenbewegung. Achtung, Genosfinnen! Die zum Donnerstag, den 9. Februar, über„ Die Nevolution in Rußland" sprechen soll, fällt nicht, wie einberufene Versammlung, in welcher die Genoffin Klara 3ettin Die Genossin Zetkin spricht, wie bereits angezeigt ist, im Moabiter vielleicht angenommen werden könnte, aus, sondern ist den anderen über ganz Berlin stattfindenden Protestversammlungen eingereiht. Gesellschaftshause, Wiclefstr. 24, im großen Saale. Die Vertrauensperson. Verfammlungen. Tempelhof. Eine im Tempelhofer Tivoli" tagende, von zirka 500 Personen besuchte Voltsversammlung nahm nach einer furzen Ansprache des Vorsitzenden Alb. Thiel die auch in den Bers liner Versammlungen zugunsten der Bergarbeiter angenommene Resolution einstimmig an. Nachdem hielt Genosse Waldeck Manasse einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über: „ Der Weg der Völker vom Wahn zur Wahrheit". Von den zu diesem Vortrag eingeladenen Geistlichen und Schulbehörden waren aus Mariendorf der Pastor Richter erschienen, der Tempelhofer Geistliche, Pfarrer Dönib, hatte sich brieflich entschuldigt. Da von den Gegnern niemand das Wort nahm, unterzog Gen. Schmidt die heutige Staatsreligion einer scharfen Kritik und forderte zum Austritt aus der Landeskirche auf. Alsdann nahm der Referent Manasse das Schlußwort und führte aus, daß eine Religion, die mit Staatshülfe nur noch vegetiert, überhaupt keine Berechtigung hat. Er geißelte die heutige Erziehung der Kinder, forderte die Trennung der Kirche vom Staat und appellierte an die anwesenden Frauen und Männer, in fittlicher und moralischer Beziehung ihre Pflicht zu tun. Genosse Alb. Thiel gab bekannt, daß Formulare zum Austritt aus der Landeskirche bei ihm und bei Hermann Reichardt in Mariendorf zu haben sind. Genoffin Thiel forderte die anwesenden Frauen auf, sich den Frauenvereinen anzuschließen und ihre Kinder als rechtliche Menschen zu erziehen. Eine Clownparade angesichts der Leichen! Geschminkte Komödianten, die, bis zum Knie im Blute stehend, eine Farce Der Henker von Petersburg Trepow befahl die Direktoren spielen! Verächtliche Schwäger, die sich in Lappen des XVIII. Jahr- sämtlicher Hochschulen, die geschlossen sind, zu sich und dekretierte, hunderts gekleidet haben und schamlos vor den Augen der gesamten daß der Unterricht am 1. März zu beginnen habe. Dem Lot.- Anz. Letzte Nachrichten und Depeschen. Stulturwelt lügen. Henker, als Hanswurste verkleidet! Nur umsonst bemühen sich die Herren. Am 22. Januar ist der Absolutismus berurteilt worden und niemand wird ihn retten. Es ist charatteristisch, daß die Geschichte ihm eine Hanswurstmüße vor dem Tode aufgesetzt hat! * Die Bewegung in Russisch- Polen. Aus Kattowik meldet uns ein Privat- Telegramm: ,, Nach dem Dombrowaer Gebiet find 6000 Soldaten zusammengezogen. Die Regierung, die dort bisher ohnmächtig alle die riesigen Demonstrationen duldete, will nun ein Bintbad anrichten und hat heute proklamiert, daß auf Ansammlungen von drei Personen ohne weiteres geschossen wird. Der große Belagerungszustand ist verhängt. Die Verwaltung ist von der Militärgewalt übernommen worden. Die Situation ist äußerst gespannt." Auch andere Telegramme bestätigen die gewaltige Bewegung, die dieses an der Grenze gelegene Industriegebiet erschüttert. Dffiziell wird aus Sosno to ice telegraphiert: Der Arbeiterausstand dauert an. Heute wurde eine Anordnung des Generalgouverneurs betreffend die Boltsansammlungen beröffentlicht. Die bei der gestrigen Kundgebung umbergetragenen Fahnen trugen u. a. die Aufschriften: Nieder mit der Selbstherrschaft, nieder mit dem Krieg! Entsprechend der Forderung der Ausständigen wurden die Lehrstunden an der Bergschule zu Dombrowa eingestellt. Aus Sosnowice wird ferner der Bossischen Zeitung" vom 7. Februar gemeldet: " Sympathiekundgebung für die Streifenden. wird darüber telegraphiert: Sobald die Majorität der Lehrer und Schüler am Unterricht wieder teilnehme, sollen jene Studenten wie Professoren, die sich noch länger widersetzen, ausgeschlossen werden. Frankfurt a. M., 7. Februar.( Privatdepesche des VorFürst Gagarin, Direktor des Polytechnischen Instituts, erklärte darauf, wärts".) Die Stadtverordneten- Versammlung bewilligte heute mit die Tätigkeit des Lehrkörpers könne unter den jetzigen Verhältnissen großer Mehrheit 15 000 M. für die streikenden Bergarbeiter. Die nur eine zeitweilige sein, solange nicht die Unantastbarkeit der Pro- Anträge Dr. Heyder( Zentrum), 30 000 M., und Dr. Quard fefforen und Studenten vollkommen garantiert sei vor denjenigen( Sog.), 50 000 m. zu bewilligen, wurden abgelehnt. Bolizeielementen, die das innere Leben der Universität antasten. In ähnlichem Sinne äußerten sich auch die Direktoren der anderen Hochschulen. In Moskau erklärte einer Abordnung von Studierenden der technischen Hochschule der Rektor, zwischen dem 12. und 16. d. m. würde eine Konferenz der Direktoren der höheren Lehranstalten stattfinden, um über die Fortsetzung oder Einstellung des Unterrichts Beschluß zu fassen. 450 Stndenten forderten die Einstellung des Unterrichts; dasselbe forderten die Studierenden des KonstantinowInstituts. Heiligenbilder gegen die Revolution. Offizielle Meldung aus Włoskan: Bergarbeiter Forderungen. Bersammlungsverbot. Kattowi, 7. Februar.( Privatdepesche des Vorwärts".) Eine heute in Kattowizz tagende Versammlung der Belegschaft der Ferdinandgrube beschloß einstimmig, der Verwaltung die vom Verdie Arbeit einzustellen. Eine nach Rybnik berufene Versammlung bande aufgestellten Forderungen einzureichen und bei Ablehnung der Belegschaft der Charlottengrube, 1200 Mann stark, wurde bein Beginn ohne Angabe von Gründen polizeilich verboten. Die Revolution in Rußland. Helsingfors, 7. Februar.( W. T. B.) Die Herausgabe der Zeitung Bjoernsborgs Tiding" ist wegen eines gegen das Hofgericht in Abo gerichteten Artikels auf drei Monate untersagt worden. lozlawak der allgemeine Ausstand begonnen. Sämtliche Fabriken Warschau, 7. Februa..( W. T. B.) Heute vormittag hat in Der Adel von Moskau, der Gouverneur und andere Persönlich feiten begaben sich heute zu dem neuernannten Minister des Innern Bulygin. Dabei wurden dem Minister Heiligenbilder überreicht. Der Minister erwiderte, er sei ein Verteidiger der Geseze gewesen und Schulen sind geschlossen. Die Haltung der Ausständigen ist und wolle dies auch bleiben. Ich weiß, erklärte der Minister, welche schwere Verantwortlichkeit mein neues Amt mit sich bringt, aber ich werde Trost finden in den Heiligenbildern, da ich weiß, daß Moskau mit mir ist. Die Heiligenbilder haben sich aber schon im Kriege mit den Japanern verteufelt schlecht bewährt. * Gorkis Schicksal. ruhig. Baris, 7. Februar.( W. T. B.) Der Senat verhandelte heute über den Artikel des Militärgesezes, der bei diplomatischen Spannungen den Kriegsminister ermächtigt, diejenigen Mannschaften, die die zweijährige Dienstzeit zurückgelegt haben, bei den Fahnen Nachdem gestern über Bolen der Belagerungszustand verhängt zurückzubehalten. De Moufort begründet einen Antrag, nach und die Militärgewalt von einem Infanteriegeneral aus Stoczineg dem ein Teil der aus dem Dienst entlassenen Soldaten im Falle übernommen worden ist, traf heute ein weiteres Regiment ein, einen Unzulänglichkeit des Militärkontingents zurückbehalten werden so daß vier Regimenter hier liegen. Seit gestern streifen fämt- Gorki wird, nach dem Berl. Tagebl.", in der Peter- foll. Kriegsminister Berteaur bekämpft den Antrag, der das liche Hütten, Bergwerke und Fabriken im Bezirk. Heute traten in Pauls- Festung in strengster Einzelhaft gehalten. Er wurde Prinzip der Gleichheit verlehen würde und im übrigen überflüssig Sielce die Befizer des Dombrowaer Reviers zusammen, um über sogleich am Tage der Verhaftung von Riga nach Petersburg sei. General Mercier unterstützt den Antrag mit dem Hinweis die Arbeiterforderungen zu beraten. Eine Konferenz der Arbeiter gebracht, mußte Gefängniswäsche und den Gefängnistittel an- darauf, daß das neue Gesetz eine Herabminderung des Effettiv mit den Werkvertretern wurde untersagt. Sämtliche deutsche Betriebsbeamte, deren Entlassung die Arbeiter fordern, flüchteten legen und wurde in eine winzig fleine, mit Steinfliesen aus- bestandes und der Zahl der Kapitulanten herbeiführen werde. Der Kriegsminister weist die Behauptungen Merciers zurück. Hierauf nach Breußen. Die Werte lehnten die Forderungen heute ab, die gelegte folierzelle eingesperrt. Der tägliche Spaziergang, der wird der Antrag Moufort mit 198 gegen 78 Stimmen abgelehnt. preußischen Gendarmerieposten auf den Brücken und an der Grenze ihm erlaubt ist, dauert eine Viertelstunde. Papier und Tinte Nachdem einige weitere Artikel des Gesetzes angenommen sind, wird wurden verstärkt, um den Uebertritt zu verhindern. Der Regierungs- wird ihm verweigert. die Sitzung geschlossen. Berantw. Rebaft: Paul Büttner, Berlin. Inserate verantwo.( mit Ausnahme der Neue Welt"-Beilage): 29. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanst. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagenu.Unterhaltungsbl. Nr. 33. 22. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwo, 8. februar 1905. 185. Sigung bom Dienstag, den 7. Februar 1905, nachmittags 1 Uhr. Einführung des gesetzlichen Zehnstundentages. 4 Das geblieben. Schließlich noch ein agrarischer Einwand. Man gangsfrist ist daher notwendig. Würde es möglich sein, diesen fagt, die gesetzliche Festlegung des Behnstundentags wird den 8 ug Schritt in llebereinstimmung mit den vier Konkurrenzstaaten zu tun, der Landarbeiter in die Stadt verstärken. Ich glaube so bin ich der Ansicht, daß die Bedenken, die in bezug auf nationale nun nicht, daß deswegen jemand in die Stadt gehen wird, weil er mit Konkurrenz geäußert worden sind, entweder wesentlich abgeschwächt Bausen und Weg etwa 13 Stunden zu arbeiten hat. Findet er doch würden, oder ganz fortfielen. Wir wollen hoffen, daß diese VerAm Bundesratstische: Graf Bosadowsky. in Berlin ganz allgemein jetzt schon den Zehnstundentag durchgeführt. handlungen zu einem günstigen Resultat kommen.( Bravo! im Auf der Tagesordnung steht die Interpellation Trimborn( 3.) Bei der Eröffnungsrede des Kongresses zur Bekämpfung der Lungen- Bentrum.) über die frankheiten führte Graf Posadowsky aus, dem Volte werde Auf Antrag des Abg. Graf Hompesch( 8.) findet eine Bedie Zukunft gehören, welches fich törperlich am widerstandsfähigsten sprechung der Interpellation statt. Sie lautet: Rann erwartet werden, daß die verbündeten und damit am wehrhaftesten erhielte; und wer dafür Sorge trage, Regierungen noch im Laufe der gegenwärtigen Session dem Reichs- der Masse Leben und Gesundheit zu erhalten, der fämpfe für die Abg. Fischer- Berlin( Soz.): tage einen Gefeßentwurf vorlegen, durch welchen die regelmäßige Stärkung der Zukunft unseres Vaterlandes. Wer für den zehn- Ueber unsere grundfäßliche Stellung zur Frage des BehnstundenArbeitszeit der Arbeiter( über sechzehn Jahre) in Fabriken und den stündigen Marimalarbeitstag fämpft, tämpft also für die Stärkung tages brauche ich heute nicht einzugehen. Wir werden dazu bei diefen gleichgestellten Anlagen(§ 154 der R.-G.D.) auf höchstens und die Zukunft des Vaterlandes!( Sehr gut! im Centrum.) unserem Antrag auf allmähliche Einführung des Achtstundentages zehn Stunden täglich beschränkt wird?" Ich komme jetzt zum zweiten Teil meiner Ausführungen, zur Gelegenheit haben. Wir stehen auf dem Standpunkt, daß der ZehnAuf die Frage des Präsidenten, Grafen Ballestrem, ob und speziellen Begründung des zehnstündigen Maximal Arbeitstages für stundentag heute möglich ist für alle Industrien, daß er aber heute wann die Interpellation werde beantwortet werden, erklärt sich das weibliche Geschlecht. Hier treffen alle Gründe, die ich bis nur noch als Durchgangsstadium in Betracht kommen kann. Denn Staatssekretär Graf Pojadowsky zur fofortigen Antwort bereit. iegt angeführt habe, in erhöhtem Maße zu. Erhebungen find nur der Zeitpunkt fann fraglich sein, wann die verschiedenen In Zur Begründung der Interpellation erhält das Wort: hier nicht mehr notwendig, fie sind bereits erfolgt und dustrien zum Achtstundentag übergehen können. Wir sind weiter der Abg. Trimborn( 3.): Unsere Interpellation regt an, nach langer haben die Durchführbarkeit des Zehnstundentages für Frauen Anschauung, daß die Einführung des Zehnstundentages heute in Zeit einen Schritt weiter auf dem Gebiete der Sozialpolitik zu tun. außer allen Zweifel 8 weifel gestellt. 62 Prozent ber vielen Industrien geradezu einen Rückschritt bedeuten würde. Die Geschichte der parlamentarischen Bemühungen um den Magimal- Fabriken in Preußen haben bereits diese verkürzte Arbeitszeit. Der Abg. Trimborn hat ja hier eine Rede für den Zehnstundentag, arbeitstag ist so alt, wie der Reichstag. Während 1869 bereits die Durchschlagend ist die Rücksicht auf die Gesundheit und das Familien aber gegen den beschränkten Zentrumsanirag gesprochen. Denn er Konservativen einen Antrag auf Einführung eines Normalarbeits- leben, barin stimmen alle Gewerbe- Inspektoren überein. Besonders hat selbst, namentlich für Württemberg, Material herbeigebracht, tages einbrachten, stand die bürgerliche Linke jahrzehntelang Teider sträubt man sich in der Textilindustrie gegen den Zehnstundentag, aus dem hervorgeht, daß der Zehnstundentag heute vielfach unter dem unseligen Bann des Dogmas der Manchester- Doktrin. aber auch hier gibt es Industrielle, die für dieſe Forderung ein schon überholt ist. Bei dem Schneckengang unserer Sozialpolitik, Erst im Jahre 1903 stimmte ein Teil der Nationalliberalen unter treten. Nur will man nicht die Einführung des Zehnstundentages für den die heutige Rede des Herrn Grafen Bosa. Führung des Abgeordneten v. Hehl für den vom Zentrum be- für einzelne Bezirke. Die füddeutschen Baumwollindustriellen zum bowsky ja der beste Beweis ist, bei dem Mangel an sozialem antragten Zehnstundenmormalarbeitstag für jugendliche Arbeiter Beispiel betonen, daß fie für eine allgemeine Einführung des Zehn Verständnis in weiten Regierungstreifen, besteht wenig Aussicht für und Arbeiterinnen. Die sozialdemokratischen Bestrebungen stundentages wohl zu haben waren.( Hört! hört! im Zentrum.) die Arbeiter. Namentlich in Preußen ist man rückständig. Der zur Errichtung eines Marimal- Arbeitstages find älter als die Soweit noch Bedenken vorhanden sind, fürchtet man durch die Herab- Handelsminister v. Möller( Buruf bei den Sozialdemokraten: Er der Liberalen. Schon im Jahre 1877, dann in der Seffion ſetzung der Arbeitszeit eine Verminderung der Konkurrenzfähigkeit ist ja nicht ablig), na ia, aber er verdient es adlig zu sein, 1884/1885 und in der Seffion 1885/1886 beantragten die Sozial- gegenüber dem Auslande. Dem gegenüber ist festzustellen, daß in wird's vielleicht auch noch( Heiterkeit bei den Sozialdemokraten), hat so demokraten den Zehnstundentag, in der Session 1891/1892 beantragten England und Frankreich der Behnstundentag für lange er hier unten saß, es immer als seine Lebensaufgabe betrachtet, sie wiederum den Zehnstundentag, aber mit der Modifikation, daß Arbeiterinnen bereits besteht und daß in der Schweiz gegen den Magimalarbeitstag einzutreten und zu rufen: Nur ja fich an ihn in gefeßlichen Fristen der Neunstundentag und dann der große Neigung für diese Einführung vorhanden ist. Holland hat recht langfam! Denn zurücknehmen läßt sich nichts. Diese Anficht Achtstundentag anschließen sollte; im Jahre 1896 beantragten sie von für die Textilindustrie nur mit Rücksicht darauf eine Ausnahme gemacht, scheint jetzt auf den Herrn Staatsjetretär übergegangen zu sein, vornherein den Achtstundentag, später fehrten sie dann wieder daß in Deutschland noch 11 Stunden gearbeitet werde. ber sich eben auch rüd entwidelt hat. Im Jahre 1895 hat Herr zu dem Antrage der Seffion 1891/1892 zurüd. Alle fozialpolitischen Kreise, Reichstag und Presse sind sich fast einig möller als Vertreter des Unternehmertums ohne jede Rücksicht gesagt, die Zentrum hat mit der Sozialdemokratie immer für Er- in dieser Frage. Die Nationalzeitung 3. B. hat vor- Freiheit der Arbeiter müßte erhalten bleiben, damit sie sich aus dem reichung eines Maximal Arbeitstages gewirkt. Es beantragte treffliche Artikel darüber veröffentlicht und geschrieben, daß, wenn Sumpfe, in dem sie stecken, durch Ueberstunden herausarbeiten können. zuerst im Jahre 1884, und zwar in einer Stommission, fegt diese Reform fäme, sie sicher nicht im Automobil Also er hat zugegeben, daß die Arbeiter in einem Sumpfe steden. den Elfftundentag. Als 1890/1891 das Arbeiterschutz Gesetz tam, tempo gekommen fein würde. Ich sehe am Baume zwei Man mußte, fuhr der Minister fort, den Leuten Gelegenheit geben, beantragte das Zentrum wiederum den allgemeinen Elfftundentag epfel, den allgemeinen Zehnstundentag und den Zehnstundentag sich durch ueberarbeit aus dem Haufen herauszuheben.( Hört! hört! für Erwachsene, erzielt wurde aber nur der Eifftundentag für Frauen für Frauen. Wenn wir beide Hepfel bekommen, würde ich mich lints.) Das ist die alte Manchester theorie, die allmählich und der fanitäre Magimal- Arbeitstag. 1893/1894 beantragte das fehr freuen, aber einer muß mindestens kommen.( Lebhafter Beifall wieder auftritt. Ich möchte mein ganzes Jahresgehalt mit dem HandelsZentrum eine Erhebung in betreff der sittlichen und wirtschaftlichen im Zentrum.) minister parieren, wenn er mir einen Großindustriellen zeigt, der Berhältnisse der weiblichen Arbeiter. Diese und mehrere folgende Staatssekretär Graf Posadowsky: sich durch Ueberarbeit aus dem Arbeiterstande dazu emporgeschwungen Zentrums Resolutionen hatten jedoch bei der Negierung fast feinen Es ist nicht zu leugnen, daß die modernen Maschinen hat.( Heiterkeit.) Nicht durch eigene Ueberarbeit sind die Thyssen, Erfolg. wesentlich höhere Anforderungen an die Intensität der Arbeit stellen die Stines, die Hammacher reich geworden, sondern dadurch, Der Zehnstundenarbeitstag für erwachsene männliche wie bisher. Die Bedienung der Maschinen muß wesentlich schneller daß sie die Neberarbeit der Arbeiter in ihre Tasche geArbeiter ist geboten im Intereffe ihrer Gesundheit. erfolgen; fie verlangen eine wesentlich aufmerksamere Bedienung, steckt haben.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Boriges Der fanitäre Maximalarbeitstag,(§ 120 e der St.-G.-D.) reicht find wesentlich verwickelter und stellen so an die geistigen und körper- Jahr war es Herr Trimborn selbst, der sich beklagte, daß Herr nicht aus; darin find alle Gewerbehygieniter einig. Sie stehen durch- lichen Kräfte des Arbeiters fortgesetzt höhere Anforderungen. Es ist Möller sich bei einem gestessen in Köln geradezu feierlich gegen den weg auf dem Boden des Zehnstundentages. Nach der gesundheit ferner nicht zu leugnen, daß wir die Erfahrung gemacht haben, daß Marimalarbeitstag festgelegt habe. Wir haben geradezu Bedenken, lichen Seite kommt besonders in Betracht, daß die moderne Produk- mit der Verkürzung der Arbeitszeit unter Umständen das Quantum der Festlegung des Zehnstundentages zuzustimmen, denn er würde tionsart eine viel intensivere Arbeitsweise mit sich der Arbeitsleistung nicht fintt, sondern daß die ein Bollwert gegen jede weitere Verfürzung der Arbeitszeit fein. gebracht hat. In Crimmitschau wurden bei zwölfftündigem Leistung jogar unter Umständen reichlicher und präziser Ich persönlich bin überhaupt darauf gefaßt, daß, was für den Arbeitstag 52 Schuß per Stunde in den Tertilfabriken wird.( Sehr richtig! im Centrum und bei den Sozialdemokraten. Minimallohn gilt, auch für den Behnstundentag gelten wird. Junergemacht. Jest werden 75-80 Schuß in derselben Zeit Aber dieser Koeffizient der Arbeitszeit, der für bessere oder gleiche halb der heutigen Gesellschaftsordnung wird die Maximal zur beim Elfftundentag gemacht. Die Abkürzung der Tagesarbeit Leistung wie solche, die bei verlängerter Arbeitszeit geleistet wird, Minimal- Arbeitszeit und der Minimallohn zum Normallohn, und beträgt nur eine Stunde, die Arbeitsleistung für die einzelnen hinreicht, hat doch feine untere Grenze, von der ab die Verkürzung nur eine starke, fräftige Gewerkschaftsbewegung kann dieser Tendenz Stunden aber ist in viel größerem Verhältnisse gestiegen.( Sehr der Arbeitszeit weder eine Mehrleistung noch die alte Leistung entgegenarbeiten. Aber diese wird von der Regierung mit aller richtig!) Charakteristisch ist die Aeußerung einer Arbeiterin beim erreicht. Kraft bekämpft. Die Regierung, die Gerichte, Sie Polizei suchen Crimmitschauer Streit: Wenn die Fabrikantenfrauen wüßten, wie Ich kann deshalb die Frage, ob ein Marimal- Arbeitstag ein durch gewaltsame Interpretation der Geseze oder brutale, polizeiliche uns abends beim Heimwege die Knie schlottern nach der elfstündigen zuführen ist oder nicht, nicht ohne weiteres beantworten. Auch von Willkür zu erreichen, was ihnen auf legalem Wege, auf dem Wege Arbeitszeit, dann würden sie ihren Männern sagen, daß elf Stunden diesem Gesichtspunkt aus ist die Frage schon lange Gegenstand der der Zuchthausvorlage, unmöglich war. Denken Sie nur an die wirklich zu viel sind.( Sehr richtig!) Wir fordern den Behnstunden- Erörterungen innerhalb der verbündeten Regierungen gewesen. Erpressungsauslegung, denken Sie an den§ 153, denten Sie an die tag im Interesse des Familienlebens und sehen in Ich bemerke hierbei, daß England, dieses Musterland Urteile des Breslauer Gerichts, die selbst Schädler Blutder Herabjegung der Arbeitszeit eine Forderung der Kultur! der Industrie, einen Magimal- Arbeitstag für urteile nannte. Intereffiert an dieser Kultur sind rund 41, Millionen erwachsene erwachsene Arbeiter nicht hat. Wir haben bisher stets Aber von dem Breslauer Gericht ist ein Richter als Präsident Arbeiter. Heute faim man behaupten, daß der Zehnstundentag für auf dem Standpunkt gestanden, daß die Verfolgung gestanden, daß die Verfolgung und an das Berliner Kammergericht berufen worden, und von demselben Erwachsene nach der Lage der Industriellen und der Verhältnisse der der Ausbau der hygienischen Arbeitszeit unbedingt notwendig ist, Augenblick an hat die bisherige Auffaffung des Kammergerichts der Industrie durchaus möglich ist. Die Tendenz, die Arbeitszeit zu ber- veil bei spezifisch ungünstigen Bedingungen in gewissen Industrie- Breslauer Praris Plaß gemacht. Die Berliner Polizei hatte sich fürzen, ist in der Industrie beständig gewachsen. Redner verweist zweigen spezifisch sehr ungünstige Wirkungen sichtbar auftraten. Wir freilich schon vorher über die Gerichtsurteile hinweggesezt und gegen auf die Gewerbe Inspektions- Berichte und die Ermittelungen aus halten für unbedingt notwendig, in diesen gefährlichen Industrien den Geist der Geseze gefrevelt. Die Regierung wollte das StreitHeffen, Stuttgart und Nürnberg. die Arbeitszeit zu beschränken. Gleichzeitig haben wir bisher auf poftenstehen verbieten, der Reichstag lehnte die Zuchthausvorlage ab. In Bayern wurde 1899 festgestellt, daß 72,8 Proz. der Erwachsenen dem Standpunkt gestanden, daß, wo solche spezifische Ursachen, die Aber wo die niederen Gerichte der Regierung nicht willfährig weniger als 11 Stunden arbeiten. Besonders wichtig ist aber die in der Arbeit an sich und nicht in der Länge der Arbeitsdauer liegen, wahren, betrachtete es das Reichsgericht als seine Aufgabe, das Recht im November veröffentlichte Tarifstatistik.( Sehr richtig! rechts.) nicht vorhanden sind. Es ist dem freien Uebereinkommen nach dem Bedürfnis des jeweils Regierenden umzugestalten! In den Aus ihr ging hervor, daß in 554 Tarifverträgen( d. h. in 91 Proz. zu überlassen, die Länge der Arbeitszeit festzusetzen. Dabei Atten des Königsberger Prozesses lesen wir ja von dem besonderen des Materials) eine zehnstündige oder kürzere, und nur in 42( d. h. ist es ganz unzweifelhaft, daß eine spezifisch schädliche Ursache für Interesse des Justizministers. Die Nichter, die auch nach oben in 9 Proz.) eine längere Arbeitszeit vorgesehen war.( Hört! hört! die Gesundheit auch in der übermäßigen Länge der Arbeitszeit fommen, verstehen, was das heißt.( Sehr gut! bei den Sozialbeim Zentrum.) Von den genannten 42 Tarifverträgen lauteten 33 auf liegen kann. 10 19 auf 11 Stunden Arbeit. Im allgemeinen hatten Klempner In einer Versammlung rheinischer Industriellen wurde kürzlich An dem Zentrumsantrag muß dem Unbefangenen zunächst und Tischler die längste Arbeitszeit. Allerdings bezieht sich diese berichtet, daß in der rheinischen Industrie früher eine siebzehnstündige etwas auffallen, worüber Herr Trimboru prinzipiell geschwiegen Statistit mehr auf das Handwerk als auf die großen Fabrikbetriebe; Arbeitszeit geherrscht hat. Diese wurde damit begründet, daß seiner- hat, nämlich, welche Gründe das Zentrum veranlaßt haben könnten, die chemische Industrie ist gar nicht, das Textilgewerbe fast gar nicht zeit die deutsche Industrie erst gegen die englische aufkommen mußte. feine Erwartung des Behnstundentages in der Beschränkung auf die berücksichtigt. Da nun aber erfahrungsgemäß die Arbeit Glücklicherweise ist man davon abgekommen. Fabritarbeiter auszudrücken und plöglich an die Regierung im Handwerk länger ist, als in der Industrie Bei dem Marimal- Arbeitstage fommt vor allem in Betracht, daß eine Anfrage zu stellen, statt mit all feiner parlamentarischen Macht ( Sehr richtig! links.), so kann die Statistit gut verallgemeinert die Verhältnisse in den einzelnen Industrien außerordentlich ver- auf sie einzuwirken und ihr einen Auftrag zu geben. Im Vorjahre werden. Es kann also gar keine Rede davon sein, daß die Industrie schieden sind. Es gibt Industrien, wo ein großer Teil der Arbeitszeit blies es gerade Herr Trimborn beim Etat des Reichsamts des im allgemeinen unter dem geseglichen Zehnstundentag leiden würde; nicht in angestrengter, aufmerksamer Bedienung von Maschinen und Innern mit vollen Trompetenstößen in die Welt hinaus, daß eine höchstens einzelne Gewerbe, wie die Saisongewerbe würden Schwierig gefährlichen Handreichungen besteht, sondern zum guten Teil auch in neue Aera der Sozialreform angebrochen sei. Herr Trimborn verfeiten haben; für diese aber müßte das Gesez Ausnahmen zulassen, einer Art Arbeitsbereitschaft. Aus diesem Gesichtspunkte spürte den neuen Hauch der Sozialpolitit aus der Thronrede.( Lachen wie es überhaupt einen gewissen, sorgfältig abgestuften Spielraum, heraus waren die verbündeten Regierungen bisher stets dagegen, den bei den Sozialdemokraten.) Heute ist er sehr bescheiden geworden, eine Ausnahmeffala gewähren sollte. allgemeinen Magimalarbeitstag einzuführen. Ich habe, als mir die denn in dem ganzen lezten Jahre ist nicht eine einzige sozialIch will noch mit einigen Worten auf die Bedenken, die gegen Interpellation bekannt wurde, bei der ungeheuren politische Vorlage gebracht oder beschloffen worden. Warum den zehnstündigen Magimalarbeitstag erhoben werden, eingehen. wirtschaftlichen Bedeutung dieser Frage sämtlichen Regierungen die ist Herr Trimborn so bescheiden geworden und drängt Da finde ich im„ Börsen- Courier": das Leben sei zu mannigfaltig, Frage vorgelegt, wie sie sich dazu stellen. Bis zum heutigen Tage nicht mehr, sondern fragt in einer Weise, daß man mit Heine fagen zu wechselboll, als daß es in eine Schablone gezivängt werden sind mir von den 26 Bundesstaaten mit Elsaß Lothringen, das ja tann: Und ein Narr wartet auf Antwort." Warum soll der fönnte. Durch Produktionsstörungen infolge von Streits im Aus- eigentlich im Bundesrat keine Stimme hat, erst 8 Antworten zugegangen. Behnstundentag auf Fabrikarbeiter beschränkt werden? Weder das lande, durch Anhäufung von Aufträgen könnte eine Ausdehnung der( hört! hört!) Diefe 8 Regierungen stehen entweder auf unbedingt Invaliden-, noch das Unfallversicherungsgesetz, noch die RechtArbeitszeit erzwungen werden. Gewiß wird ein sorgfältiges ablehnendem Standpunkte oder sie erklären, daß die Frage so tief iprechung überhaupt hat einen klaren, festen Begriff für das Wort System von Ausnahmebedingungen zur Vermeidung in das wirtschaftliche Leben eingriffe, daß, ehe man darüber schlüssig Fabrit" festgelegt. Aber selbst wenn das der Fall wäre, welchen von Schwierigkeiten bei der Durchführung des Gefeßes notwendig werden könne, die allereingehendsten Erhebungen nötig wären. Grund hätte Herr Trimborn gehabt, seinen Antrag auf die Großsein. Aber alle diese Einwände sind schon bei der Sonntagsruhe Je mehr wir unsere Sozialpolitit ausbilden, desto mehr tritt industrie zu beschränten? Die soziale Reformgesetzgebung borgebracht worden. In Wahrheit wird man sich auf jenes ein- immer wieder hervor, wie notwendig es ist, bei den Kämpfen auf hat ja eigentlich nur noch die Aufgabe, das, was die Arbeiter im richten, wie man sich auf diese eingerichtet hat, wird z. B. früher industriellem Gebiete zwischen den verschiedenen Nationen in diesen Kampfe mit den Unternehmern erreicht haben, festzulegen im Hinbestellen, damit keine Häufung der Aufträge eintritt.- Weiter wird Fragen einigermaßen Hand in Hand zu gehen. Bei der Erport- blick auf Beiten allgemeiner Krisis. Solcher Festlegung bedarf es mit besonderer Energie vom Generalsekretär Bueck der Einwand fähigkeit der Industrien spielen die Arbeitsbedingungen eine besonders auch für den handwerksmäßigen Betrieb. erhoben, der Magimalarbeitstag werde die deutsche Industrie wichtige Rolle. Herr Trimborn zitierte die Zusammenstellung des Reichstonturrenzunfähig machen. Es ist wahr, daß der zehn- Ich komme nun zu der zweiten Frage, der zuständigen Arbeitsamtes über die gewerblichen Tarifverträge. Ich darf wohl ftündige Marimalarbeitstag für erwachsene männliche Arbeiter nur Arbeitszeit für Arbeiterinnen. Ich hoffe bis Ende des Monats hinzufügen, daß auch alle diese Tarifverträge von den Arbeiterin Basel und Zürich besteht. Aber in Frankreich ist er, wenn auch Ihnen eine Dentschrift vorlegen zu können, die Ihnen ein organisationen errungen worden sind, in schweren, opferreichen nicht formell, so doch tatsächlich durch das Gesetz vorgeschrieben, flares Bild über die Sachlage gibt, namentlich auch Kämpfen abgezwungen worden sind, nicht nur den UnterDesterreich hat seit 1885 den Elfstundentag, Rußland seit 1897 den mit einer sehr eingehenden Statistik. nehmern, sondern auch der hinter ihnen stehenden Elfeinhalbstundentag, in Amerika haben 27 Bundesstaaten den Ich weise aber schon jetzt darauf hin, daß sich die statistischen Regierung. Dieses Stück sozialer Wohlfahrt" ist also auch Achtstundentag für die Staatswerkstätten, sechs den Achtstundentag Bahlen wesentlich anders stellen, als man bisher in der Deffentlich gegen die Regierung und die herrschenden Parteien durchgeführt allgemein. Noch wesentlicher als diese gefeßlichen Vorschriften ist feit behauptet und angenommen hat. Wenn die Denkschrift vorliegt, worden. Sie alle durchlöchern den Standpunkt, der hier in diesem aber die Gestaltung der tatsächlichen Verhältnisse in Belgien, das werden die Regierungen sehr eingehend und ernsthaft sich mit der Hause noch immer als heilig und unantastbar festgehalten wird. eine sehr lange Arbeitszeit hat. Es haben tatsächlich 62 Broz. aller Frage beschäftigen, ob die Arbeitszeit für weibliche Arbeiter eventuell Das Prinzip des Herrn im eigenen Haufe" gilt nur noch in dem Betriebe 10% stündige Arbeitszeit, 47 Proz. 10 stündige und weniger; mit einer Uebergangsfrist zu ermäßigen sein wird. Aber auch hier brutalen und nichtswürdigen Regiment der Scharfmacher im Kohlenin Dänemart haben 91 Broz. der Betriebe weniger als 10%, stündige ist die Frage der Konkurrenz des Auslandes eine außerordentlich gewerbe und der Eisenindustrie. Aber die Tarifverträge, die Herr Arbeitszeit. Wenn aber wirklich die Konkurrenz des Auslandes so wichtige. Ich habe deshalb durch das Auswärtige Amt bei den Trimborn angeführt hat, sprechen gegen ihn, denn sie regeln in gefährlich ist, so tönnten wir ihr nur durch qualifizierte Regierungen von Italien, der Schweiz, Desterreich erster Linie die Arbeitszeit im Handwerk bei den Dachdeckern, Arbeit begegnen, die wiederum nur gesunde, tüchtige Ungarn und Belgien anfragen lassen, wie sie fich Töpfern, Glasern, Schneidern, Steinfegern Arbeiter Teisten können. Was ferner den Einwand an- zu der Frage stellen, auf diesem Gebiete gleichzeitig vorzu- usw. usw. Welcher Grund war vorhanden, diese Betriebe geht, daß die Pragis die Arbeitszeit reguliere, so ist er nichts gehen. Von der Schweiz ist bisher eine wohlwollende, von den 90 Prozent, die schon den Zehnstundentag haben, weiter als der Ausdruck des veraltetsten Manchester ich möchte fast fagen, zustimmende Antwort eingegangen. Bei der aus dem Antrage Trimborn auszuschließen? Das tum 3. Der Jammer und das das Elend des Streites von Herabsezung der Arbeitszeit für weibliche Arbeiter wäre unsere läßt sich nur aus der ganzen reformatorischen Haltung des Crimmitschau wäre uns durch den gefeglichen Zehnstundentag erspart egtilindustrie besonders beteiligt. Eine angemessene Ueber- Bentrums erklären, die, sowie Arbeiterinteressen auf dem Spiele demokraten.) ftehen, voller Widersprüche ist und nur nach dem System der vertrauensvoll um Vermittelung angingen, war die Antwort: erst| Christentums und Kaisers wie Hunde zusammengeschossen worden Echternacher Springprozession zivei Schritte vorwärts macht, um einen sollten sie die Arbeit wieder anfangen! Der Herr Reichskanzler sind. Wo ist Ihr soziales Programm? Sie haben teins und wollen zurückzugehen. Aber Herr Trimborn hat die Forderung des Behn- mutete den Arbeitern hier dieselbe Rolle zu, die er bei der Kanal- feins! Der katholische Sozialpolitiker Oberdörfer hat im Februar stundentages überhaupt heute auf eine Weise ausgedrückt, die das vorlage den Agrariern gegenüber gespielt hat.( Sehr gut! bei den 1897 vor den Bonner Studenten erklärt: Es fehlt uns ein flares höchste Bedenken bei uns hervorrufen muß. Er legte den Hauptwert Sozialdemokraten.) Mag sein, daß auch in diesem Streit die Arbeiter sozialpolitisches Programm. Aber die politische Partei, auf auf die vorläufig prinzipielle Anerkennung des Zehnstundentages, die durch das Verhalten der Regierung gezwungen sind, vor Er- welche unsere Vereine angewiesen find, will nichts von Festlegung des Grundsages und sprach für das Zentrum die füllung ihrer Forderung zur Arbeit zurückzukehren. Aber dies tun einem solchen Programm wissen.( hört! hört! bei den Geneigtheit aus, so viele Lüden in diesen Grundsatz hineinzureißen, fie mit einem Stachel im Herzen, daß sie von dieser Seite nichts zu Sozialdemokraten. Unruhe im Zentrum.) Hätte sie ein festes Prodaß von ihm nichts übrig bleibt. Dabei hat schon vor zehn Jahren erwarten haben. In diesem Hause giebt es nur eine Partei, die gramm, dann müßte sofort der Kuhhandel aufhören, dann könnten der Abg. Lieber Bedenken gegen die gesetzliche Festlegung wirklich für die Arbeiter eintritt. Der Herr Staatssekretär will uns fie festgenagelt werden. Aber ihre ganze Politik ist eben der reine des Elfstundentages gehabt, weil er damals bereits be- mit einer Denkschrift beglücken, die nachweisen soll, daß die Folge- Kuhhandel.( Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) standen hätte. Er erklärte der Regierung, daß, je länger sie warte, rungen des Herrn Trimborn aus den Erhebungen der preußischen Alle Woche ändert das Zentrum seine Meinung. Am 4. Februar desto kürzer der Arbeitstag sein werde, den sie endlich werde ein Regierung vom Jahre 1902 nicht zutreffen. Nun haben sich aber in 1900 forderte Herr Dr. Hise unter Berufung auf die kaiserlichen führen müssen. Er schloß mit den Worten, mit denen der Schweizer 28 Bezirfen 19 Gewerbeinspektoren bedingungslos für Verkürzung Erlasse die 63 stündige Arbeitswoche. Am 10. Februar 1900 beantragt Bundesrat 1877 seine Vorlage auf Einführung eines Marimal- der Arbeitszeit ausgesprochen.( Redner geht die Berichte der Frhr. v. Hertling, die Regierung möge Erhebungen anstellen, inArbeitstages begründete und die sich vielleicht der Herr Staats- Fabrikinspektoren im einzelnen durch.) Einzelne der Berichte wieweit gesundheitliche Schädigungen der Arbeiter durch übermäßige sekretär zu eigen macht. Davon, ob den Arbeitern noch Zeit und zeigen allerdings einen ganz besonders reaktionären Standpunkt. Arbeitszeit stattfände. Man könnte meinen, daß sei mur ein EventualLust bleibe, ihren Kindern ein Erzieher, ihrer Familie ein Versorger So z. B. der des Fabrikinspektors von Frankfurt a. D. Auch fitt- antrag für den Fall der Ablehnung des Antrages Hize. Denn zu sein, hängt die Beantwortung der Frage ab, welchen Segen die liche Gründe bewegen diesen Herrn, gegen jede Verkürzung der natürlich hatte Herr Hige den Antrag Hertling und Herr Hertling Fabriken auf dem Lande bringen. Unsere Regierung flammert sich Arbeitszeit zu sein. Festgestellt sei, daß die Zahl der unehelichen den Antrag Hiße mitunterschrieben.( Sehr gut! links.) Aber in der noch immer an das Wort Bismarcks, daß die Aufgabe der Gesetze Geburten nach Verkürzung der Arbeitszeit zugenommen hätten. Die Begründung seines Antrages führte Frhr. v. Hertling aus:„ Wenn sei, Millionäre zu züchten und die lassen sich nicht züchten, Arbeiter verfaufen ihr Geld und bringen zu viel Kinder auf die Welt. für die gewerblichen Arbeiter ein Normalarbeitstag eingeführt wird, ohne die Ausbeutung und Verelendung der Massen zu( Auf der Tribüne lacht eine Frauenstimme laut auf; minutenlange so wird das von beklagenswerter Rückwirkung auf Sie landwirts verewigen. Was bedeutet die internationale Abmachung, Heiterkeit im ganzen Hause.) Es ist dies wirklich zum Lachen; ist schaftlichen Arbeiter sein. Die Frage der Nüßlichkeit und Durch die Graf Posadowsky schließen will. Er will die Unter- denn nur der Kindersegen in Pastorenfamilien oder bei führbarkeit ist für mich nicht die erste der Zentrumsnehmer des Auslandes befragen, ob sie mit der Verkürzung der den Hohenzollern, Wittelsbachern oder im eng führer ist also noch reaktionärer als der Staatssekretär, bei dem doch Arbeitszeit einverstanden sind. Auf die Arbeitgeber des Auslandes lischen Königshause freudig zu begrüßen? Ge- wenigstens die Rücksicht auf die Unternehmer und die auswärtige will er also ebenso Rücksicht nehmen wie auf die des Inlandes! legentlich kommt auch der umgekehrte Vorwurf gegen die Arbeiter! Konkurrenz durchschlagend ist sondern ich bin der Meinung, daß Diese Antwort hat das Zentrum genau so gut vorausgesehen, wie wir. Nationalökonomisch steht fest, daß die Zu- oder Abnahme der der Moment gekommen ist, wo wir uns jederzeit fragen müssen, ob Mit Recht hat Herr Trimborn darauf hingewiesen, daß schon vor 35 Jahren Geburten mit den Lebensverhältnissen in engem Zu- die Ausdehnung des Zwanges im wirtschaftlichen Leben noch weiter die Konservativen die Einführung des zwölfstündigen Marimalarbeits- sammenhang steht. Der Frankfurter Gewerbe- Inspektor aber be- gehen soll wie bisher, d. h. als man bis 1900 gegangen war. Nietages beantragt haben. Er vergaß nur, daß die Konservativen den zwölf hauptet, daß die Verkürzung der Arbeitszeit eine Verminderung der mals hat das Zentrum diese Rede desavoniert. Und damit glaube stündigen Arbeitstag damals auch für die Landarbeiter bewilligen wollten! Geburten herbeigeführt habe. Und er behauptet weiter, daß die ich den Beweis für meine Behauptungen über die Sozialpolitik des Herr Trimborn schilderte den Siegeszug, den der Marimal- Arbeiterinnen es verständen, ohne Schädigung ihrer Gesundheit die Bentrums geführt zu haben. Schlagendere Beweise kann man für arbeitstag in allen Ländern angetreten hat, ich möchte hinzufügen: Folgen des Geschlechtsverkehrs zu beseitigen.( Hört! hört! bei den feine Behauptung beibringen.( Lebhafte Zustimmung bei den Sozialaußer in den katholisch regierten.( Sehr gut! bei den Sozialdemo- Sozialdemokraten.) Das Zweifinder- System sei beinahe durchgeführt. demokraten.) fraten.) In Deutschland hat das Zentrum seit 1877 wiederholt An- Eine solche Beschuldigung, die den Arbeiterinnen strafbare Vergehen nach- Freilich hat nach der Erklärung des Staatssekretärs die ganze träge nach dieser Richtung hin eingebracht. Aber alle diese Anträge sagt, verbitten wir uns vom Standpunkte der Arbeiterklasse aus.( Sehr Frage des Zehnstundentages nur noch akademische Bedeutung. Wir marschierten nur im Schatten sozialdemokratischer Anträge und alle richtig! bei den Sozialdemokraten.) Viel eher ist ein solcher Vor- werden weder den zehnstündigen Arbeitstag für die Fabritbetriebe diese Zentrumsanträge unterschieden sich von den unseren nur durch wurf gegen die Bourgeoisie zu erheben, die die Erbschaften mit Hülfe noch den elfstündigen Arbeitstag für alle männlichen Arbeiter und die Abschwächung der Arbeiterforderungen.( Abg. Erzberger( 3.) des Zweitinder- Systems zusammenzuhalten sucht. Die Textil noch nicht einmal den Zehnstundentag für Arbeiterinnen erhalten, besteigt die Tribüne und haranguiert den Redner.) Auf die wieder- Industriellen haben im September 1904 einen Beschluß gefaßt trotzdem die Untersuchungen darüber schon seit zwei Jahren festholte Forderung des Reichstages nach einem Marimal- Arbeitstag dahingehend, daß, wenn ein Arbeiter um Verkürzung der Arbeits- liegen. Wir werden uns mit der Tatsache begnügen müssen, daß von Hat die Regierung Erhebungen und Erwägungen angestellt. Aber zu zeit einkomme, er aus der gesamten Textil- Industrie aus- dieser Regierung nichts für die Interessen der Arbeiter zu erwarten einer gesetzgeberischen Aktion ist sie vor lauter agrarischen geschlossen sein soll.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) ist.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Wir werden den ArLiebesdiensten und lauter Rücksichtnahme auf die Unter- Das ist das freie Ermessen", auf welches Herr v. Posadowsky beitern immer und immer wieder sagen: Wenn Ihr sozialreformanehmer nicht gekommen. Wer kann nach Crimmitschau und dem die Arbeiter verwiesen hat. Die technische Rückständigkeit der torischen Arbeiterschutz, wenn Ihr Verbesserung Eurer Lebenslage Bergarbeiterstreit noch glauben, daß die Regierung ernstlich deutschen Textilindustrie ergibt sich aus folgenden Zahlen: In Oldham und wenn Ihr Verkürzung der Arbeitszeit wollt, so schließt gewillt ist, auch nur die schändlichsten Auswitch se der kommen auf 1000 Spindeln 2,4 Mann zur Bedienung, im Elsaß schon Euch in den Gewerkschaften zusammen und erringt aus eigener Macht fapitalistischen Produktionsweise einzuschränken und auch nur die etwas mehr, in Baden 6,2, in Sachsen 7,2 und in Bombay, wo diese Vorteile. Wollt Ihr aber nachher die Vorteile geseklich festdringendsten Wünsche der Arbeiter zu befriedigen! Das zeigt, überhaupt feine Beschränkung der Arbeitszeit statthat, 25,0. Wer legen, so gibt es kein anderes Mittel dazu, als daß Ihr Euch in wie berechtigt die Bergarbeiter waren, sich nicht auf die preußische daraus den Schluß ziehen will, daß die englischen Arbeiter tüchtiger der einigen und geschlossenen großen Arbeiterpartei gegen Zentrum Regierung im Landtege zu verlassen, wenn schon die Reichsregierung sind als die deutschen, müßte konsequenterweise den weiteren Schluß und Regierung zusammenschließt. Dann werden wir von Zeit zu Zeit im Reichstage den Unternehmern fein Haar zu krümmen wagt.( Sehr ziehen, daß die lange Arbeitszeit verewigt werden müsse. Der unsere grundsätzlichen Forderungen an Sie heranbringen und Sie gut! bei den Sozialdemokraten.) Die ganze heutige Regierungs- englische Handelsminister Mundella, der nebenher allmählich zwingen, aus Opportunitätsrücksichten weiter zu gehen, erklärung lief doch darauf hinaus: Die Regierung will nichts tun, Textilindustrieller war, der auch in Sachsen da Sie ja aus Prinzip nicht weiter gehen wollen.( Lebhafter Beifall und weil sie nichts tun will, sucht sie zu beweisen, daß sie nichts tum Textilfabriken besaß, also es doch wissen mußte, hat bei den Sozialdemokraten.) kann. Alle diese Gründe waren nur Entschuldigungen für den gesagt, die englische Textilindustrie fei gerade deshalb Staatssekretär Graf Posadowsky: mangelnden guten Willen.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) fiegreich, weil in ihr die Arbeitszeit fürzer ist. Dasselbe Der Abg. Fischer hat sich beschwert, daß wir Enqueten ver Die ganze heutige Technik stellt an den Arbeiter in jeder Beziehung gilt für alle anderen Industrien. Hätten wir wirklich eine biel größere Ansprüche, daher läge doch der Gedanke nahe, ihm eine soziale Regierung, so würde sie den Schutz der nationalen Arbeit in anstalteten über Dinge, die alle Welt weiß. Was alle Welt weiß", fürzere Maximal- Arbeitszeit zu bewilligen. Aber der Herr Staats- einer Verfürzung der Arbeitszeit finden.( Sehr richtig! bei den dafür trifft oft das Shakespearesche Wort zu: Eine Münze, aus sekretär hat diese logische Gedankenfolge zerstört; er meinte, unter Sozialdemokraten.) Statt dessen bietet sie uns die verkehrte 3011- Frage, wie es die Verkürzung der Arbeitszeit ist, haben wir geradezu Luft geprägt, ein Hauch, ein Nichts, ein Hall. Bei einer so wichtigen Umständen träte durch Verkürzung der Arbeitszeit feine Steigerung politik dar. Das Zentrum trägt in erster Linie die Schuld an die Pflicht, die eingehendsten Erhebungen anzuder Produktivität ein. Aber er möge doch einmal alle ausländischen dieser Zollpolitik. Wo ist Ihr( zum Zentrum) fozialpolitisches Pro- stellen.( Sehr richtig! rechts.) Und dabei müssen wir auch Rüdsicht Statistiken daraufhin durchsehen, überall ergibt sich diese gramm? Sie leben sozialpolitisch ja nur von der Hand in den Steigerung, auch in Deutschland dort, wo sich die Arbeiter Mund! nehmen auf die Konkurrenz des Auslandes.( Erneutes Sehr richtig!) Heute unter dem Eindrucke des Bergarbeiterstreits Der Abgeordnete Fischer schloß damit, daß von dieser Regierung durch ihre gewerkschaftliche Organisation selbst eine Verkürzung der sprechen Sie für den Marimalarbeitstag, und morgen nichts zu erwarten sei. Sobald ich Gelegenheit habe, mit gebildeten Arbeitszeit errungen haben. Und wo ist der Unternehmer, der sagen kann, begnügen Sie fich mit einer Enquete oder dergleichen. Ausländern zusammenzukommen, fomunt das erste Gespräch sofort daß er durch Verkürzung der Arbeitszeit eine Schmälerung seines Ja, wenn man alle Ihre sozialpolitischen Anträge und Unternehmergewinns zu erleiden hatte? Aber die Regierung hilft Resolutionen aneinander reihen würde, das wäre ein herrlicher Deutschland auf dem Gebiet der Sozialpolitik geleistet hat als Vorauf die Sozialgefege Deutschlands, auf das, was fich mit der Ausrede des„ hygienischen Magimalarbeitstages". Sonst Rosenkranz!( Heiterkeit links.) Sie sind immer bereit, unseren guten bild und Ansporn für alle Länder. Der Vorredner hat gewagt, die müßte, sagt sie, die Arbeitszeit dem freien Ermessen überlassen Anträgen durch Anträge auf Enqueten in den Rücken zu fallen. Auffassung zu vertreten, daß die Regierung sozialpolitisch nichts werden. Aber die Geschichte zeigt: überall, wo freies Ermessen Dann sagen Sie: Was sollen wir anderes tun gegenüber der Auffassung zu vertreten, daß die Regierung sozialpolitisch nichts herrschte, da lebte ein geistig, sittlich und körperlich verkommenes Regierung?" Nun, wir sind nicht dazu da, uns Ihren Kopf zu zer einen Gesetzentwurf den wesentlichsten Beschwerden der Arbeiter In dem Augenblick, wo die preußische Regierung durch Arbeitergeschlecht. Der Herr Staatssekretär erwähnte es, daß die brechen, was Sie tun sollen.( Heiterkeit.) Bei der Zollpolitit abhelfen will( Unruhe links. Zuruf der Sozialdemokraten: Abwarten!) 17stündige Arbeitszeit abgeschafft sei. Aber sie würde auch wußten Sie, was Sie zu tun hatten. Da nahm Herr Dr. Spahn heute noch bestehen, wenn die Arbeiter ihr nicht Einhalt geboten seinen Zylinderhut unter den Arm und ging zum Herrn Reichskanzler. wird ihr Wort halten( Lebhafte Zustimmung in der Mitte) die preußische Regierung hat ihr Wort berpfändet und hätten. Der Herrgott hilft da nicht. Der Herrgott sieht mit demselben Damals standen Ihnen freilich wichtigere Interessen auf dem Spiele, und die längst gestellte Forderung auf gesetzliche AnWohlwollen die siebzehnstündige, wie die zehn- oder achtstündige als jetzt. Auch bei der Kanalvorlage wissen Sie die Regierung zu Arbeitszeit.( Heiterfeit links.) Die Arbeiterorganisationen haben es behandeln, nur in sozialpolitischen Dingen sind Sie arme Bittgänger Der Vorredner schalt uns rückschrittlich, daß wir die Verkürzung der erkennung der Berufsvereine zu verwirklichen. erreicht! Daher auch die Wut der Unternehmer gegen sie. Und der bei ihr. Kürzlich hat ja Herr Dr. Spahn den Kontraktbruch gerecht- Der Vorredner schalt uns rückschrittlich, daß wir die Verkürzung der Haß der Regierung gegen diese Organisationen kommt daher, weil die fertigt. Warum? Weil augenblicklich hunderttausend katholische Ar- Arbeitszeit mit England und Frankreich beraten wollten. Wir sind Natur der heutigen Regierungen die letzteren zwingt, auch für die beiter im Ausstande stehen. Wären es nur evangelische Ar- so oft auf die besseren Zustände in Frankreich und England hingewiesen politischen Rechte der Arbeiter einzutreten. So ist es ja auch in beiter, ei, wie würden Sie hier gegen den Kontraktbruch wettern! worden. Wenn das wirklich richtig ist, so könnten wir es nur begrüßen, Rußland: In dem Augenblick, wo die Arbeiter daran gehen,( Sehr richtig! rechts und links.) Dieser Standpunkt ist auf dem wenn wir uns über sozialpolitische Dinge mit ihnen fins Einvernehmen fetten. ihre wirtschaftlichen Forderungen durchzusetzen, werden sie auf das dritten christlich- sozialen Kongreß in Lüttich besonders deutlich zum politische Gebiet gedrängt. Und die deutschen Arbeiter haben Ausdruck gekommen. Der belgische katholische Führer Woeste Abg. Lehmann( natl.): Ich sehe im Marimalarbeitstag nicht sowohl gemäß der weiter vorgerückten Entwickelung der deutschen Industrie hat sich ausdrücklich gegen jeden Eingriff des Staates einen unberechtigten Eingriff in die persönliche Freiheit wie auch eine diesen Weg schon vor längerer Zeit machen müssen. Wenn der Reichs- erklärt. Und was er da gesagt, hat als Minister schwere Schädigung des Erwerbslebens. In der Textilindustrie kanzler es bedauert hat, daß die Bergleute im Ruhrgebiet sich an redlich gehalten. Nirgends wird die Kinderausbeutung so ist eine derartige Verkürzung der Arbeitszeit, wie sie die Interpolitische Parteien angeschlossen hätten, so meinen wir, sie sollten schamlos betrieben wie in dem katholisch regierten Belgien( Sehr pellation verlangt, undurchführbar. Auch für den Arbeitgeber fich allerdings nicht an andere Parteien anschließen, sondern selbst ihre richtig! bei den Sozialdemokraten. Unruhe im Zentrum), vielleicht ist ein Marimalarbeitstag ein Danaergeschenk! Der Arbeiter leidet eigene Partei bilden! noch von den Nonnenklöstern Frankreichs abgesehen.( Sehr richtig! unter dem sozialdemokratischen Terrorismus. Wie bringt denn der Der Herr Staatssekretär meinte, bei der Textilindustrie täme bei den Sozialdemokraten. Unruhe im Zentrum.) Dort muß man Arbeiter seine freie Zeit zu? Auf das Gebiet des Kinderſegens besonders die Rücksicht auf das Ausland in Betracht. Gewiß, aber den Katholizismus beurteilen, wo er die politische Herrschaft hat, will ich nicht eingehen. Aber in was für Kneipen treiben die Regierung ist die letzte, die sich hierauf berufen kann, nachdem nicht dort, wo er eine Minderheit vertritt, wo ihm noch die Spuren sich die Arbeiter herum! Das Verbot der Kinderfie eben erst durch ihren Zolltarif der Tertilindustrie selbst die der Opposition anhaften. Was gehen uns die Belgier, die Franzosen arbeit und die Beschränkung der Frauenarbeit hat die deutsche Konkurrenz gegenüber dem Auslande erschwert hat. Zuerst ant, fönnen Sie mir einwerfen.( Sehr richtig! im Zentrum.) Aber Industrie schon genug beunruhigt. Die deutsche Industrie kann verteuert man die Lebensmittel, schädigt die Industrie und dann die Belgier, die Franzosen haben doch dieselbe ethische, chriftliche weitere Beschränkungen nicht ertragen. Die Schutzbestimmungen sagt man den Arbeitern, Ihr dürft teine Ansprüche stellen, damit Auffassung wie Sie, also muß die Schlußfolgerung diefelbe fein. tönnen nicht weiter ausgedehnt werden, sonst kommt es dahin, daß die Industrie konkurrenzfähig bleibt. Wenn irgend etwas zeigt, wie Weshalb Sie Sozialreform treiben, hat Bischof& orum man den Unternehmer selbst schlachtet, um dem Arbeiter die goldene recht die sozialdemokratische Agitation gegen den Zolltarif hatte und in Lüttich offen ausgesprochen, als er den Franzosen und Belgiern Freiheit zu verschaffen. Dem Herrn Staatssekretär rufe ich zu: wie das Zentrum die Arbeiter bewußt verraten hat, dann dieser zurief:" Der Sozialismus wird Sie dazu zwingen oder Sie ver- Nicht zuviel Dampf!( Beifall rechts.) Ausspruch des Herrn Staatssekretärs in bezug auf die ausländischen schlingen!" Aehnlich hat sich auch Bischof Fischer in Lüttich aus- Abg. Schickert( t.): Die Verwirklichung des zehnstündigen Konkurrenzverhältnisse wenige Tage nach Einbringung der Handels- gesprochen. Der Grundgedanke ist: ohne Sozialdemokratie keine Maximal- Arbeitstages würde lediglich eine Bevorzugung des Großberträge. foziale Reform; ganz ähnlich wie Bismard es gesagt hat. Ihre kapitalismus gegenüber den Kleinbetrieben und dem Handwerk sein. Wenn Sie wirklichen Arbeiterschutz treiben wollen und ich eigene Geschichte ist der beste Beweis dafür, daß Sie in allen sozialen Sch fann mich den Ausführungen des Herrn Vorredners nur angebe zu, die Verkürzung der Arbeitszeit ist der beste Weg dazu, Fragen bloß einen Opportunitätsstandpunkt einnehmen. Wie schließen. Die Einführung des Zehnstundentages wäre lediglich dann müssen Sie vor allem da die Arbeitszeit verkürzen, wo haben Sie sich zu den Dingen gestellt, ehe die sozialististische ein Herabgleiten auf der Bahn zum Achtstundentag.( Sehr fie am längsten ist und wo die Arbeiter zu schwach sind, Bewegung Ihnen auf den brannte? Fingern Als Jhr richtig! rechts.) diese Verkürzung aus eigener Kraft herbeizuführen. Daher ist es Paradearbeiter Stöbel zum erstenmal gegen den offiziellen Abg. Kulerski( Pole): Die Festsetzung eines Marimal- Arbeitstages, unverständlich, weshalb das Zentrum seinen Antrag nur auf Fabrik- Sentrumskandidaten kandidierte, berichtete die„ Rheinische Bolts- also jetzt des zehnstündigen, liegt im Intereffe des Arbeiters.( Auf arbeiter beschränkt, warum es die Heimarbeiter, die ländlichen stimme"( Buruf im Zentrum: Ist fein Parteiblatt!) Nun der Tribüne ist Redner fast unverständlich.) Eine Herabminderung Arbeiter, die Arbeiter in Kleinbetrieben ausnimmt, wo noch vielfach es ist agrarisch, aber katholisch ist es doch! Sie waren ja der Produktion würde auch nur in den seltensten Fällen stattfinden. Der eine 14, 16, ja 18 stündige Arbeitszeit herrscht! Und wie will man gezwungen, die Haltung des Blattes einzunehmen und ein agrarisches zehnstündige Arbeitstag ist das Minimum, was wir haben müssen. von den Unternehmern die Einführung des Behnstundentages ver- Glaubensbekenntnis abzulegen!( Sehr gut! bei den Sozialdemo-( Beifall bei den Polen und im Zentrum.) langen, während die Regierung in ihren eigenen Betrieben, in der fraten.) Die Rheinische Boltsstimme" berichtete also, daß der ge- Abg. Dr. Pachnicke( frf. Vg.): Der Arbeiter muß Zeit erhalten, Militär- und Marineverwaltng, der Eisenbahn, der Post, der Forst- famte katholische Klerus sich wie ein Mann gegen das Vorgehen der sich der Familie zu widmen, sich kommunalen und ähnlichen Anund Domänenverwaltung noch 11 bis 14 Stunden arbeiten läßt. Arbeiter gestemmt habe. Als die katholischen Arbeitervereine ge- gelegenheiten zu widmen. 3 weifel fönnen nur bestehen über Vor zwei Jahren erklärte Herr Trimborn, jede Arbeit über 10 Stunden gründet wurden, wurde zuerst für sie die Reklametrommel gerührt, den Weg, auf dem man zu diesem Ziele gelangen kann. Für den halte er für gesundheitsschädlich; wird die Arbeit nun weniger wurden Kapläne an ihre Spize gestellt, sah man in ihnen eine sanitären Arbeitstag ist die bürgerliche Linke bereits Anfang der gesundheitsschädlich, wenn sie in der Hausindustrie oder in Leibgarde der Zentrumswahlen. Als aber dann die neunziger Jahre eingetreten, das wird auch Herr Trimborn anerStaatsbetrieben länger als zehn Stunden dauert? Dazn tonunt, katholischen Gewerkschaften in natürlichen Gegensatz zu den katholischen kennen müssen. Es ist daher ein Grundirrtum des Herrn Fischer, daß, während die Unternehmer sich mit dem Koalitionsrecht der Ar- Unternehmern traten, da erließen die Bischöfe auf der Fuldaer Konferenz daß nur die Sozialdemokratie etwas für die Arbeiter getan hat; ohne beiter abfinden müssen, die Regierung sich einfach darüber hinweg sett. das bekannte Sendschreiben, das der katholischen Arbeiterbewegung die Mitwirkung der bürgerlichen Parteien hätte sie auch nichts erreichen Erklärte doch selbst die, Germania" erst vor kurzem, es sei selbst- Knüppel zwischen die Beine warf, da wurde abgewiegelt und Herr fönnen. Die besonderen Gründe, die für den Maximal- Arbeitszeit für verständlich, daß man den Eisenbahnarbeitern nicht das Koalitions- v. Savigny erklärte: Den Arbeitern müsse die Waffe des Streifes Frauen sprechen, find allbekannt. Gefunde Mütter sind die Kraft recht gewähren könne.( Hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) aus den Händen genommen werden.( Widerspruch im Zentrum.) der Nation. Auch machen Frauen zu wenig Gebrauch von der Waffe Ich habe von jeher nicht an dem guten Willen der Regierung in Der§ 8 des Statuts dieser katholischen Vereine, bestimmt, daß die des Koalitionsrechts. In verschiedenen Industrien, so der Spielihrer Gesamtheit geglaubt. Einzelne Beamte einzelner Regierungen Beschlüsse der Fachabteilung zur Kenntnis des jeweiligen geistlichen waren- Industrie, der Zementindustrie ist eine Ueber mögen soviel soziales Verständnis und Gerechtigkeitsfinn haben, Beirats zu bringen seien.( Hört! hört!)§ 10 lautet: Es empfiehlt gangszeit notwendig. Aber man darf nicht sagen, daß daß fie die Notwendigkeit gesetzlichen Eingreifens auf sich, daß jede Verbandsgruppe nach alter deutscher Sitte sich einen solche unvermeidlichen Schwierigkeiten in der Uebergangszeit gegen diesem Gebiete anerkennen, aber auch diese find ein Schutzheiligen als Patron erwählt und in Ehren hält.( hört! hört! den ganzen Magimal- Arbeitstag sprächen. Was den allgemeinen fach ohnmächtig gegenüber der kapitalistischen Regierung, bei den Sozialdemokraten.) Die katholischen Arbeiter sollen Maximal- Arbeitstag betrifft, so nehmen wir hier eine etwas verdie doch den Ausschlag giebt. Wir haben ja den besten offenbar, wenn fie in den Streit ziehen, das Bild änderte Stellung ein, nicht aus Prinzip, sondern aus Zweckmäßigkeit. Betveis an dem Verhalten des Reichskanzlers, der doch den Ton an- des Schutzheiligen an der Spite tragen, ebenso wie die Jedenfalls bleibt eine solche generelle, schablonenhafte Regelung ein geben soll in der Regierung. Als ihn die Bergarbeiter russischen Arbeiter mit dem Schutzheiligen voran im Namen des tiefer Eingriff. Sowohl vom Standpunkt der Exportindustrie wie " er tue. Demer " Max Lorenz. Berlin und Amgegend. der Arbeiterintereffen müssen die Konsequenzen bedacht werden. Polizeibeamten. Das Schöffengericht Lippstadt hatte Thiel zu sechs Positives zu befunden. Somit konnte die Behauptung der Erhebungen sind deshalb vor der Einführung des allgemeinen Wochen Gefängnis berurteilt. Das Landgericht Paderborn als Angeklagten, daß sie den Anwesenden nur mitgeteilt hätten, Marimal- Arbeitstages notwendig; über die Arbeit aller männ- Berufungsinstanz erkannte auf eine Geldstrafe von 100 m. lichen Arbeiter in allen Industrien liegen solche Erhebungen noch wann die nächste Streikunterstützung ausgezahlt werde, auch nicht vor. nicht widerlegt werden. Da übrigens auch festgestellt wurde, Abg. Burckhardt( Christl.- soz. u. Wirtsch. Vg.): Herr Fischer daß alle Sigungsteilnehmer sich vorher durch Karten legiti meinte, nur die Organisation könnte dem Arbeiter nützen. mieren mußten und kein Fremder zu der Sizung Zutritt hatte, gegenüber meinen wir, daß die Gesetzgebung auf diesem Gebiete Eine Privatklage des Herausgebers der„ Antisozialdemokratischen so konnte das Gericht die Versammlung auch als eine öffentmehr leistet, denn den Arbeiterorganisationen stellen sich die Korrespondenz", Mar 2 orenz, gegen unseren verantwortlichen liche nicht ansehen und erkannte dem Antrage des Rechtsanwalts mächtigeren Arbeitgeberorganisationen gegenüber. Daß bei dem Redakteur Paul Büttner, beschäftigte gestern mehrere Stunden Behnstundentag ebenso viel geleistet wird wie bei elfstündiger Arbeits- hindurch das hiesige Schöffengericht unter Vorsiz des Assessors e II. Dr. Heinemann gemäß auf Freisprechung. zeit, ist durch Fachmänner nachgewiesen. Wir würden in der Ein- Rechtsanwalt Heine zur Seite. Die Zeitung„ Die Post" hatte in Dem Kläger stand Rechtsanwalt Morris, dem Angeklagten führung des Behnstundentages jedenfalls einen sozialen Fortschritt einem Artikel gegen Prof. Dr. Delbrück Stellung genommen, und sehen.( Bravo! im Zentrum.) Vom Streik der Klavierarbeiter. In der am Montag abAbg. Erzberger( 3.): Die Herren von der Sozialdemokratie Preußischen Jahrbücher" über den„ Königsberger Prozeß" die Ver- Verbande organisierten Musikinstrumenten Arbeiter wurde über den Abg. Erzberger( 3.): Die Herren von der Sozialdemokratie zwar gaben die Betrachtungen des letteren im Augustheft der gehaltenen Vertrauensmänner- Versammlung der im Holzarbeiter find neidisch, daß Kollege Trimborn nach einem reifen Apfel anlassung dazu. In diesem Artikel hieß es u. a." Daß ein Uni- Streik in der Fabrik von Rösener Bericht erstattet. Der Streif gegriffen hat. Unsere Interpellation hätte lauten sollen:„ Können versitätslehrer den Meuchelmord, wie es in jenem Artikel geschehen wird unverändert weitergeführt und von den Arbeitern wie von den bie katholischen Arbeiter schon in dieser Session dem Zentrum ab ist, mit tönenden Worten verherrlicht, das verdient doch festgenagelt Fabrikanten mit lebhaftem Intereſſe betrachtet. Die Streikenden spenstig gemacht werden?"( Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) zu werden. Was für Begriffsverwirrung muß in den Köpfen der werden unter keinen Umständen die Arbeit ohne Zugeständnisse aufDann wären die Sozialdemokraten mit uns einverstanden. Abg. Bebel hat auf dem Breslauer Parteitag gesagt, Schüler entstehen, wenn ein Lehrer ungescheut den Grundsaß aus- nehmen. Die Wirkung des Streits ist die, daß Rösener wäre froh, wenn wir jetzt den Zehnstundentag er unter sprechen darf, daß, wenn der Despotismus schlechthin unerträglich höchstens ein Drittel dessen fertigstellen kann, was bekämen. ( Hört! hört! beim Zentrum.) Sie werfen uns vor, daß wir in der geworden ist, als lebtes, äußerstes Heilmittel, das Menschentum zu normalen Verhältnissen produzierte. Ein Meister namens Bolle Interpellation nur von Fabriken sprechen; das klingt wie Hohn in Nr. 187 vom 11. August einen Artikel unter der Spizmarke: die Bollesche Werkstatt zu sperrent. Den streikenden Verbandsretten, der Mord ist." Hiergegen veröffentlichte der Vorwärts" fertigt für Rösener Fronten an; es wird deshalb beabsichtigt, im Munde von Leuten, die sich als Vertreter der Fabrikarbeiter" Die Politik der Hinausgeworfenen". Ausgehend von der Ansicht, mitgliedern ist am 1. d. M. eine Extraunterstützung von 15 M. ausfühlen. Die Sozialdemokraten find voller Widerspruch. Daß wir daß Herr Lorenz der Verfasser des" Post"-Artikels sei, führte der gezahlt worden. den Arbeitstag nicht auch für die Landarbeiter verlangen, wird Artikel u. a. aus: Die„ Post" werde immer mehr zu einem Asyl Polizei jezt schärfer denn je gegen die Streitposten vor, so daß die Auf Betreiben des Fabrikanten Rösener geht die uns vorgehalten. Aber wir befinden uns da in guter Gesellschaft, von Mitarbeitern, die in soweit die Wie bekannt geworden ist, Herren Sozialdemokraten eine gute Gesellschaft Kontrolle der Fabrik sehr erschwert ist. genannt werden können. Abg. Dr. David z. B. sagt, daß es bei hat Rösener unwahre Behauptungen über angebliche Ausschreitungen der Streifenden verbreitet. den wechselnden Witterungsverhältnissen unmöglich sei, einen nicht geduldet werden konnten, und deren Politik von der einzigen tolportiert worden, wonach ein Arbeitswilliger durch Streifende blutig Unter anderem ist eine Angabe Maximal- Arbeitstag für die Landwirtschaft durch- Tendenz geleitet werde, durch elende Denunziationen Rache für auführen.( Hört! hört! im Zentrum.) Wir sind allerdings erlittene Unbill zu nehmen. Herr Mar Lorenz betreibe dieses Ge- geschlagen worden sein soll. Es ist jedoch kein wahres Wort an dieser für Schutzölle. Aber auch Wilhelm Liebknecht hat seinerzeit es für schäft mit besonderem Eifer, die Denunziation der" Post" gegen Behauptung. Außer den Streikenden bei Nöfener find noch 28 Berbands möglich erklärt, daß einmal ein Schutzzoll für Arbeiter eingeführt Prof. Delbrück falle zeitlich zusammen mit dem Umstand, daß Mar mitglieder aus Anlaß des allgemeinen Streits zurzeit ohne Arbeit. werden müßte, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sein werden. Lorenz in den letzten Heften der von Delbrück herausgegebenen In der Fabrik von Bechstein, die sich bekanntlich dem Streit nicht Nun solche Voraussetzungen find jetzt allerdings erfüllt.( Lachen und Preußischen Jahrbüchern"- wo er über Kunst neurasthenierte angeschlossen hate, haben jetzt nach anfänglich vergeblichen Ver Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) nicht mehr zu finden sei, Mar Lorenz sei ein berufsmäßiger leitung stattgefunden mit dem Erfolg, daß die Afforblöhne ein wenig fuchen Verhandlungen zwischen den Arbeitern und der GeschäftsVom brutalen Unternehmertum" zu sprechen hat Kollege Denunziant. Rechtsanwalt eine erklärte, daß der Angeklagte Fischer am wenigsten Veranlassung, respondent" der Buchdrucker die Zustände bei der" Post"-Artikels sei, sondern daß er sich auf den Nachweis beschränke, ueber die Verhältnisse im Betriebe von Bechstein wurde in der Ver nachdem der" Cornicht den Beweis antreten wolle, daß der Kläger der Verfasser des erhöht worden sind und das Kostgeld von 21 auf 24 M. hinaufgesetzt worden ist, allerdings mit der Einschränkung: wer es verdient. Firma Singer u. Co. als wenig erfreulich hin- daß er alle Veranlassung hatte, nach Lage der Dinge den Kläger find gestellt hat und nachdem die Entlassung Baul Hellmanns burch für den Verfasser zu halten. Auf Befrägen des Angeklagten gibt fammlung eingehend gesprochen. In diesem Betriebe die Arbeiter organisierten in der Minderheit, infolge den Abg. Fifcher in weiten Streifen der Genossen Mißfallen erregt der Kläger zu, daß er früher Mitglied der sozialdemokratihat.( Hört! hört! im Zentrum.) Auf dem Parteitag hat der Abg. schen Partei gewesen, sowie in den Redaktionen mehrerer beiter zu erreichen. Als ein bezeichnendes Beispiel für die Auffassung, dessen ist es sehr schwer, sehr schwer, dort etwas zugunsten der Ar Fischer, über diesen Fall interpelliert, die Antwort abgelehnt, weil Parteiblätter tätig gewesen sei, u. a. in Königsberg, München, das Unternehmen den Berliner Genossen und nicht der Partei ge- Dresden und Leipzig. Der Angeklagte wies darauf hin, daß der welche Herr Bechstein von dem Verhältnis der Arbeiter hat, wurde höre. Das ist ganz der Standpunkt der Kohlenbarone, die nur mit Kläger trok dieser Vergangenheit ein ganz besonders schneidiger folgendes angeführt: Als ein Arbeiter mit seinem Meister Diffe ihrer Belegschaft verhandeln wollen.( Sehr gut! im Zentrum.) renzen hatte, die dem Chef gemeldet wurden, fragte dieser den Heher gegen die Sozialdemokratie Arbeiter, ob er Soldat gewesen sei. Die Antwort war eine vers neinende. Darauf sagte Herr Bechstein zu dem Arbeiter: Wenn Sie Soldat gewesen wären, dann hätten Sie gelernt sich zu ducken. Hiernach scheint also die willenlose Unterordnung als höchste wurde noch angeführt, daß neuerdings in der Werkstatt von Ulbrich, Arbeitertugend im Bechsteinschen Betriebe zu gelten. Köpenickerstr. 150, Mißstände zutage getreten sind, die wahrscheinlich dazu führen, daß dieser Betrieb gesperrt werden wird. Was die Antwort des Herrn Staatssekretärs anlangt, so scheint es uns der Würde des Reichsamts des Innern wenig zu entsprechen, wenn von 26 Bundesstaaten bisher erst 8 auf seine Anfrage geantwortet haben.( Sehr wahr! im Zentrum.) interessant, die Namen dieser Bundesstaaten zu erfahren. Wir werden nicht ruhen, bis unsere Forderung durchgesetzt ist.( Bravo! im Zentrum.) Hierauf vertagte sich das Haus. Es wäre Es folgen persönliche Bemerkungen der Abgeordneten Freiherr b. Hertling( 3.), Fischer- Berlin( Soz.) und Erzberger( 8) Nächste Sizung: Mittwoch 1 Uhr. Fortsetzung der Beratung des Toleranzantrages des Zentrums und Anträge auf Errichtung eines Reichs- Arbeitsamtes. Schluß 7 Uhr. Partei- Nachrichten. Friedrich Wilhelm Fritsche. Aus Philadelphia kommt die Kunde, daß einer der Aeltesten der deutschen Arbeiterbewegung Friedrich Wilhelm Fritsche, dort am Sonntag verstorben ist. Mit ihm ist ein Mann aus der Reihe der Lebenden gegangen, der sowohl in der Geschichte der deutschen Sozialdemokratie wie in der Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung einen hervorragenden Platz einnimmt. " anständigen Betrieben " Weiter geworden sei und die ganze Scharfmacherpresse seine Artikel abdrucke. habt habe, von der Redaktion der Sächsischen Arbeiterzeitung" ein Rechtsanwalt eine fragte, ob der Kläger nicht das Pech genach 4-5 Jahren möglich war. Der Kläger bejahte dies. Er habe Darlehn von 300 M. zu erhalten, dessen Zurückzahlung ihm erst das Darlehn sofort zurückgezahlt, als er dazu i ist an de war. Auf Antrag des Rechtsanwalt Heine, dem Rechtsanwalt Morris zahl von Artikeln der Antisozialdemokratischen Korrespondenz", wiederholt vergeblich widersprach, erfolgte die Verlesung einer AnAchtung, Bauarbeiter! Die Kollegen der Treppengeländerdie sich gegen Geheimrat Rottenburg, den evangelischen Arbeiter: Fabriken befinden sich im Streit. Alle diejenigen, die zu den neuen verein, die Verteidiger im Königsberger Prozeß, gegen die" Nordd. Bedingungen auf den Bauten arbeiten, müssen im Befiz einer roten Allg. 3tg." gegen Professor Schmoller, den Prof. Sombart, den Berechtigungskarte sein. Wir ersuchen alle Bauarbeiter, hierauf zu Die Kommission. Grafen Posadowsky usw. usw. wenden. Der Angeklagte wollte da- achten. " durch beweisen, daß diese Artikel einen denunziatorischen Charakter Zum Streit der Kleber nahmen Montag abend die Vorstände haben, was von Rechtsanwalt Morris und dem Kläger wiederholt von zehn Bezirksvereinen der Berliner Tapeziererbestritten wurde. Rechtsanwalt eine wies namentlich auf die Analogie hin, daß auch in dem Artikel gegen Prof. Schmoller der Innungsmeister sowie des Vereins zur Förderung der Innendekoration Nette im Lokal von Frädrich, Atte Jakobstraße, denunziatorische Hinweis sich finde, daß dies„ Ein Erzieher der der unter derselben Argumentation seines Amtes enhoben worden sei. beschlossen nach mehrstündigen Verhandlungen, die FordeJugend" sei. Man brauche sich bloß an Dr. Arons zu erinnern, Stellung. Die Versammelten, die etwa 900 Meister repräsentierten, Rechtsanwalt Morris beantragte, Genossen Büttner wegen rungen der Gehülfen rund abzulehnen und sich verläumderischer Beleidigung zu einer Gefängnisstrafe zu auf nichts einzulassen. Man will ohne Festlegung eines verurteilen. Er bestritt, daß sein Klient denunziert hätte und fah Tarifs auszukommen suchen und die Lohnfestsetzungen zwischen den die Verläumdung" in der Behauptung, daß Journalisten vom Beteiligten der freien Vereinbarung überlassen. Die Schlage Lorenz in anständigen Betrieben nicht geduldet würden. Der Veteran hat fast das Alter von 80 Jahren erreicht. Er besten Kräfte sollen„ gut" entlohnt werden, offenbar um eine ZerDer Verteidiger, Rechtsanwalt Heine, führte in längerer Man war der wurde am 25. März 1825 in Leipzig geboren. Er war Zigarren- Rede aus, weshalb sein Klient in Lorenz den Verfasser des Artikels splitterung in die Reihen der Gehülfen zu tragen. wurde am 25. März 1825 in Leipzig geboren. Er war Zigarren gegen Delbrüd hätte vermuten müssen, und welche Gründe er ge- Ansicht, daß bei Bewilligung der von den Gehülfen geforderten macher und gehörte zu jenen Arbeitern, die bereits in den ersten habt hätte, Lorenz besonders scharf anzugreifen. Nicht daraus sollte Löhne und Arbeitsbedingungen die Kleinmeister, welche doch die Anfängen der deutschen Arbeiterbewegung mit Verständnis und Be- Borenz ein Vorwurf gemacht werden, daß er aus bürgerlichen Kreisen große Mehrzahl bilden, zugrunde gehen müßten. geisterung wirkten. Frische war Mitglied jener Deputation von stammend, zur Sozialdemokratie gegangen wäre, und ihr dann den Leipziger Arbeitern, welche im Jahre 1863 Laffalle aufsuchten und die Rücken gekehrt hätte, bedenklicher wäre schon, daß er sich später in Gründung des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins herbeiführten, dessen schnellem Tempo vom Sozialreformer zum Scharfmacher entwickelt Vorstand Frizzsche dann längere Zeit angehörte. Zwei Jahre später hätte, das wahrhaft schlimme aber wäre, daß er dann die Parteien, begründete Fritzsche den deutschen Bigarrenarbeiter- Verband und er in denen er gewesen, in persönlich wurde bald zu einem Führer der gesamten damals zuerst sich stärker gehässiger Art angriffe, Grüner Weg 118, haben die Kollegen wegen Lohndifferenzen die Achtung, Schuhmacher! In der Schuhfabrik von Maiu. Röhr, Arbeit niebergelegt. Die Drtsverwaltung. Achtung, Gummi- Arbeiter! Am gestrigen Tage legten sämtliche Schlauchmacher der Berlin- Frankfurter Gummiwaren- Fabrit, Mühlenentwickelnden gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung. Mit v. Schweizer daß er z. B. Leute, die wie er aus bürgerlichen Kreifen zur Sozial- Affordarbeit einmütig die Arbeit nieder, nachdem alle VerhandlungsSozial- straße 70/71, wegen Abzuges von 12 Prozent auf die bestehende war er 1868 der Einberufer des Allgemeinen gewerkschaftlichen demokratie gekommen, aber in ihr geblieben wären, als„ ReneArbeiterkongresses und weiterhin war er der Leiter des auf diesem gaten“ und„ katilinarische Existenzen" beschimpfte. Die Angriffe, die versuche fruchtlos verlaufen sind. Wir bitten alle Gummi- Arbeiter, insbesondere Schlauchmacher, Kongreß begründeten Gewerkschaftsbundes. Im Reichstag des Arbeiterfreundliche Blätter Norddeutschen Bundes saß Frizsche als einer der ersten Vertreter der werden um Abdruck ersucht. Sozialdemokratic. Er wurde 1868 bei einer Nachwahl im WahlVerband der Fabrik-, Land-, Hülfsarbeiter und Arbeiterinnen. freise Lennep- Mettmann gewählt, welchen Kreis er bis 1870 vertrat. Verwaltung Berlin. Im Jahre 1877 wiederum wurde er Vertreter des vierten Berliner Wahlkreises. Bei der Wahl von 1878 wurde er in diesem Wahlkreise von neuem gewählt. 1880 entschloß Fritzsche sich, die alte Heimat zu verlassen. Er wanderte nach den Vereinigten Staaten aus. Auch dort blieb er dauernd im Dienste der Partei. Er war bis zu seinem letzten Atemzuge tätig für die Ideen, denen seine Jugend und sein Mannesalter galt. Wir werden die Persönlichkeit des Dahingefchiedenen noch ausführlicher würdigen. Die deutsche Sozialdemokratie, insbesondere auch die Berliner Arbeiterschaft, unter welcher der Verstorbene manches Jahr tätig war und deren Vertreter er im Reichstag gewesen ist, betrauern diesen Veteranen, der in den 60er und 70er Jahren sich große Verdienste um die Partei und die Arbeiterbewegung erwarb. Wenn er auch in weiter Ferne aus der Reihe der Lebenden ging, die Heimat wird das Andenken Frisches dauernd bewahren. Lorenz gegen die Sozialdemokratie richtete, wären denunzia= rich. Schon im allgemeinen, indem er die Sozialdemokratie obige Firma strengstens zu meiden. fortgefeßt des Hochverrats bezichtigte, also ins Zuchthaus wünschte. Viel auffälliger wären aber noch die verlesenen Angriffe gegen Rottenburg und Posatowsky, Naumann und die Pastoren, die„ Norddeutsche Allg. 3tg." und die Professoren, namentlich Schmoller. Ueberall wäre zu bemerken, daß er deutlich, auf hohe Stellen hinblickend, alle diese Männer als„ der versuchten Demokraterei" denunzieren und fich selbst empfehlen " wollte. Namentlich der Artikel von Lorenz gegen Schmoller wäre in Gedankengang und Ausdruck dem Post- Artikel gegen Delbrück so ähnlich, daß Angeklagter auch den letzten Lorenz hätte zuschreiben müssen, und daß man jedenfalls annehmen müßte, er wäre durch den ersten Artikel mindestens inspiriert. Die Sozialdemokratie betrachte allerdings Lorenz mit dem Gegenteil von Gefühlen der Achtung und hielte ihn zwar nicht für einen gefährlichen, aber für einen besonders gehässigen Gegner. Das Gericht nahm an, Angeklagter hätte nicht bewiesen, daß Lorenz in anständigen Betrieben nicht geduldet worden wäre, erblickte auch in den Artikeln von Lorenz keine Denunziationen. Es nahm jedoch an, daß Angeklagter in gutem Glauben gehandelt hatte. Es berurteilte den Angeklagten wegen Beleidigung zu 200 Mart Geldstrafe. Gewerkschaftliches. Deutfches Reich. Achtung! Fensterputzer! Im Betriebe der Firma Kries u. Nehls, Hamburg, Steinstr. 143, sind Differenzen ausgebrochen; sämtliche Arbeiter bis auf einen haben die Arbeit ein gestellt. Ueber den Betrieb ist die Sperre verhängt. Niemand darf dort in Arbeit treten, bis an dieser Stelle die Angelegenheit als geregelt bekannt gegeben ist. Die Ortsverwaltung des Transportarbeiter- Verbandes. Die Lithographen und Steindrucker Nürnbergs treten in eine Bes wegung ein. Den eigentlichen Anstoß hierzu gaben die Unternehmer, die ihr wiederholtes Versprechen, die Bezahlung von Prozenten für Ueberstunden einzuführen, auch heuer nicht gehalten haben. Nun soll den Unternehmern ein Tarif vorgelegt werden, in dem für Lithographen die achtstündige, für Steindrucker die neunstündige Arbeitszeit, ferner ein Minimallohn von 25 M., Regelung des Lehrlingswefens, Abschaffung der Affordarbeit 2c. gefordert wird. Betriebe der Firma Huber u. Körner ist es wegen der Nichtbezahlung der Prozente für Ueberstunden bereits zu Differenzen getommen. Ein Streit steht bevor. Der Zuzug ist deshalb von Nürn berg streng fernzuhalten. In dem Der älteste Veteran der Dortmunder Sozialdemokratie, Heinrich Fidermann, ist im Alter von fast 72 Jahren gestorben. Der Verstorbene hat der Partei und der Arbeiterbewegung unschätzDas Gewerbegericht München hat im Jahre 1904 als bare Dienste geleistet. Schon in seinen jungen Jahren war er mit Einigungsamt eine segensreiche Tätigkeit entfaltet. Es wurde viel Eifer und Opfermut in der modernen Arbeiterbewegung tätig, Werkstattfizungen unterliegen nicht der Anmeldepflicht. in 31 Fällen angerufen und in 28 Fällen gelang es er schloß sich als eines der ersten Mitglieder dem von Lassalle beWegen angeblichen Vergehens gegen das eine Vereinbarung zu erzielen. Diese Vereinbarungen be gründeten Allgemeinen deutschen Arbeiterverein an. Immer, selbst unter den schwersten Zeiten des Sozialistengefeges, blieb er dem Vereins geset sollten sich jüngst die Klempner B. und trafen in zehn Fällen das Gesamtgewerbe( nämlich bas Sozialismus treu. Die Partei ehrte ihn durch die verschiedensten H. und der Gastwirt L. in Köpenick vergangen haben. Es Bäcker-, Schuhmacher, Tapezierer, Mühlen-, Maurer-, Steinmez, Vertrauensstellungen. Viele Jahre war er Dortmunder Drts- handelte sich um eine Vertrauensmännerfißung der aus- Kunst- und Bauschlosser, Spenglers, Metallgießer- und Jalousie bertrauensmann; auch Kreisvertrauensmann war er wiederholt, gesperrten Gürtler und Drücker von der Firma Krüger in gewerbe); in 18 Fällen handelte es sich um Lohndifferenzen in ebenso Vorsitzender des Sozialdemokratischen Vereins. Mehrere Male Stöpenick. Bemerkt sei, daß diese Firma auf Beschluß der einzelnen größeren Betrieben, so in Eisenwerken, Maschinenfabriken, Eisengießereien, Parkettschreinereien, Handschuhfabriken, in war er Delegierter auf den deutschen Parteitagen. Kühnemänner mit ausgesperrt hat, ohne daß bei ihr gestreift einer Teer- und Asphaltfabrit, Elektrizitätszähler- Fabrik, Schuhwurde. Von der Vertrauensmännerfißung hatte nun die fabrik, Straßenreinigungs- Anstalt und im Hafnergewerbe. Unter Sie telephonierte des den 28 Vereinbarungen befinden sich 15 Fälle, in denen Tarif. halb rasch an die Ortspolizei, damit diese die verträge abgeschlossen wurden. Firma Kenntnis erhalten. möglicherweise höchst staatsgefährliche Zusammenkunft der Arbeiter überwache. Der Gendarm tam, sah und zeigte Wundersame Polizei- Ehre. In einer Volksversammlung in an, daß bei 2. eine Versammlung, woselbst„ öffentliche Anstattgefunden habe, in Lippstadt richtete Genosse Thiel- Kassel an den überwachenden gelegenheiten" erörtert seien, der B. als Einberufer, Leiter Leiter und Redner und H. Beamten den Zuruf:" Wenn Sie, Herr Kommissar, nach 11 Uhr Ein Arbeiter- Radfahrerverein für Gottesberg und Umgegend In der Gerichtsverhand- war in einer nichtangemeldeten Versammlung gegründet worden, feine Zeit mehr haben, so können Sie unsertwegen gehen, wir als Redner gewirkt hätten. Können auch ohne Sie die Versammlung weiter führen. Wegen lung bermochte der Gendarm nun über die Art der wo auch über die Ziele des Arbeiter- Radfahrerbundes Solidarität" dieser Aeußerung erhielt Thiel eine Anklage wegen Beleidigung des staatsgefährlichen oder„ öffentl Hen" Reden absolut nichts( Siz Frankfurt a. M.) gesprochen wurde. Aufrufe dieses Bundes In seinem Nachrufe sagt unser Dortmunder Partei- Drgan: Der Name Fickermann ist mit der Parteigeschichte Dortmunds wird von den Dortmunder Genossen der Name Fidermann mit und Westfalens auf immer verknüpft. Bis in die fernsten Zeiten Achtung und Ehrfurcht genannt werden. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. CROSS Soziales. Fineffen des preußischen Vereinsgefehes. " " Aus Induftrie und Handel. Teile hatte man in der Versammlung verteilt. Die Neugründung wurde, konferenzen in den einzelnen Schulen entschieden wurden, sollen mäßigt. Die Frachtermäßigung zu a) für Sendungen von nieder als Zweigverein des Bundes gedacht. Die Behörde nahm deshalb nun durch die neue Instruktion oder vom Schulhaupt", dem Rektor, ländischen Hafenstationen wird nachträglich und nur auf Antrag an, es feien in der Versammlung öffentliche Angelegenheiten im vorgeschrieben werden. Da die holländischen Schullehrer, naments gewährt; sie wird, wenn zivischen Versand- und Bestimmungsstation Sinne des§ 1 des Vereinsgefezes erörtert worden, und veranlaßte lich auch die von Amsterdam, getverkschaftlich gut organisiert sind mehrere Wege zugelassen sind, für die kürzeste deutsche Streffe gegen den Einberufer Schöbel eine Anklage wegen Vergehens gegen und ihre eigene selbständige Auffassung über die Bedingungen eines berechnet, auch wenn die deutsche Strecke des befahrenen Weges die§§ 1 und 12 des Vereinsgesetzes, weil die Anmeldung der Ver- guten Schulunterrichts und einer guten Schulordnung haben, wollen länger ist. sammlung bei der Polizei unterblieben sei. Sch. wurde in zweiter sie sich diesen despotischen Eingriff in ihre Rechte und ihre persönliche Zur Entwickelung der Elektrizitätsindustrie in Deutschland. Instanz von der Straffammer in Waldenburg freigesprochen, Freiheit nicht ruhig gefallen lassen. Die Abteilung Amsterdam des Welche hohe Stufe die deutsche Elektrizitätsindustrie erreicht hat, worauf die Staatsanwaltschaft mit der Begründung Revision ein- Niederländischen Lehrerverbandes hat bereits ein ausführlich be- zeigt eine Statistit der Elektrizitätswerte in Deutschland, welche die legte, daß es sich um eine unter dem Deckmantel eines harmlosen gründetes Gesuch um Abänderung der Instruktion an den Bürger- Elektrotechnische Zeitschrift" veröffentlicht: Radfahrervereins vorgenommene sozialdemokratische Gründung" meister und Magistrat gerichtet, und am Sonnabend fand eine große Berücksichtigt man nur diejenigen Elektrizitätswerke, welche handele. öffentliche, auch von noch unorganisierten Lehrern zahlreich besuchte unter Benutzung öffentlicher Straßen und Wege zur Verlegung der Das Kammergericht hob die Vorentscheidung auf und verwies Lehrerversammlung statt, die ebenfalls die Abänderung oder Auf- Leitungen entweder ganze Ortschaften oder größere die Sache zu nochmaliger Verhandlung und Entscheidung an das hebung der neuen Instruktion verlangte. derselben mit elektrischem Strom für Licht- und gewerbliche Landgericht Hirschberg. Begründend wurde ausgeführt: Für die Zwede versorgen, und läßt man sogenannte Blockstationen Entscheidung der Frage, ob der Einberufer einer Versammlung diese und Einzelanlagen, welche zur ausschließlichen Krafthätte anmelden müssen, sei an sich unerheblich, ob ein in der Verversorgung oder Beleuchtung einzelner Fabrit- oder Geschäftssammlung gegründeter Verein nachher, wenn er gegründet sei, Zur Lage der Eisenindustrie im rheinisch- westfälischen Revier be gebäude, von Landhäusern, zusammenhängenden Häusereine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten bezwecke. Für die richtet die„ Kölnische Zeitung", daß zwar bisher der Hochofenbetrieb blocks und dergleichen dienen, unberücksichtigt, so waren am Anmeldung sei entscheidend, ob bei Einberufung der Ber- noch im ganzen aufrecht erhalten werden könne, da noch große am 1. April 1904 1028 Elektrizitätswerke vorhanden, die sich auf fammlung beabsichtigt sei, daß in der Versammlung öffentliche An- Rotsvorräte auf den Gruben lagerten, nichts desto weniger aber 993 Ortschaften verteilten; 163 Werte waren im Bau begriffen. gelegenheiten erörtert werden sollten. Das Landgericht habe im hätte ein Teil der Hochöfen ausgeblasen werden müssen, und wenn 803 Werte arbeiteten mit Gleichstrom und Affumulatoren, 40 mit vorliegenden Fall dies verneint. Als Einberufer könne Ser Ausstand noch etwas länger dauere, so würde der Hochofen Gleichstrom ohne Affumulatoren, 41 mit Wechselstrom, 63 mit Angeklagter deshalb nicht wegen der unterlassenen Anmeldung be- betrieb im jezigen Umfang nicht weiter erhalten Drehstrom, 2 mit monozyklischen Generatoren, 79 Anlagen straft werden. Schöbel sei aber auch Leiter der Versammlung sein. Damit wäre aber eine stärkere Unterbrechung des hatten gemischtes System und zwar 64 Drehstrom und Gleichgewesen. Der Leiten einer nicht angemeldeten Ver- Ganges der Stahlwerke unausbleiblich. Einigermaßen ge- strom und 15 Wechselstrom und Gleichstrom. Die Leistung der jammlung sei nun dafür verantwortlich, daß nicht öffent- nügende Mengen ausländischer Kokstohle laffen sich kaum bei Maschinen war 434 882, die der Affumulatoren 96 065, die Gesamtliche Angelegenheiten erörtert würden. Der hier in der Versamm- schaffen, während Stochtohle und Generatorkohle, wie das Blatt leistung 530 947 Kilowatt. Angeschlossen waren 5 687 382 Stück lung verteilte und besprochene Aufruf des Radfahrerbundes fagt, reichlich zu haben sind. Es liegt sogar darin ein leberangebot 50- Watt- Glühlampen, 110 856 Stüd 10- Amp.- Bogenlampen und Solidarität" fordere die klassenbewußten Arbeiter zum Zusammen- vor, und die Preise sind billiger als vor kurzem. Am schlimmsten 247 366 Elektrizitätszähler. Die betriebenen Elektromotoren leisteten schluß im Arbeiter- Radfahrerbund auf, der in Gegensatz zu den ist leider auch wieder die Lage für die ohnehin in großen Schwierig 268 036 Pferdestärken. bürgerlichen Verbänden gestellt werde. Es liege somit nahe, daß feiten befindliche Schweißeisenindustrie, wo wo es mur vereinzelt Jnnerhalb zehn Jahren ist die Anzahl der Elektrizitätswerke politische, d. h. öffentliche Angelegenheiten, tatsächlich er= gelungen ist, brauchbare Sorten von Buddel= und Deutschlands von 148 auf 1028 gestiegen. Doch kommen noch etiva örtert worden seien, wenn man es auch nicht von vornherein beSchweißkohle heranzuziehen. Auf Lager gelegene und da 80 Werke hinzu, von denen für die Statistik verivertbare Daten nicht absichtigt habe. Das müsse das Landgericht in der neuen Verdurch entgafte heimische Kohle ist dafür nicht brauch zu erhalten waren. handlung nachprüfen. Werde es festgestellt, dann habe sich Sch. als bar, fremde nur in beschränktem Maße zu haben. Man kann Leiter der Versammlung strafbar gemacht, indem er es zuließ. damit auch nicht in derselben Art arbeiten. Die betreffenden Be- mit dem das Vorjahr geendet hat, hält auch im laufenden Jahre im Zur Lage des Tabakgewerbes. Der gute Beschäftigungsgrad, triebe liegen also meistens still, und da, wo der durch Puddelöfen Tabakgewerbe an. Die Ausfuhr von Zigarren stieg von 3822 DoppelArbeitslosen- Fürsorge in München. Zur Unterstützung der erzeugte Dampf für die Hauptwalzarbeit eine durchschlagende Rolle zentnern im Jahre 1903 auf 4321 im Jahre 1904, dem Werte nach Arbeitslosen stehen bis jest 96 201,82 M. zur Verfügung. Geld spielt, wird auch dieser Teil des Betriebes schwer in Mitleidenschaft von 3,7 auf 4,2 Millionen Mart. Die Ausfuhr ist also stärker unterstützungen wurden im ganzen bisher 22 952 M. an 3765 Per- gezogen. fonen ausbezahlt. 2516 ledige Arbeitslose erhielten bis jetzt gewachsen als die Einfuhr, die noch nicht wieder so groß ist wie 17 434 Speise Anweisungen, wofür 5415,40 m. aufgewendet Frachtermäßigung für Steinkohlen. Die Regierung sucht den im Jahre 1902. Vor allem geht die Einfuhr von Zigarren von Jahr zu Jahr zurück. Sie betrug im wurden. An Kinder von Arbeitslosen wurden in den Schulen seit industriellen Werken Rheinland- Westfalens auf jede Weise den Bezug aus Euba dem 24. vorigen Monats im ganzen 25 000 Suppenbilletts ausländischer Kohlen zu erleichtern. Nachdem die Eisenbahn Jahre 1902 1357 Doppelzentner gegen 1281 im Jahre 1903 und a 10 Pf. verteilt. Es ist zu konstatieren, daß sich die Arbeitsverwaltung bereits jüngst eine Ermäßigung der Frachttarife für nur 1248 im Jahre 1904. Der Wert der Zigarreneinfuhr stieg gelegenheit allmählich mehrt und sich dieser Umstand auch schon durch Kohlen und Koks hat eintreten lassen, veröffentlicht die Eisenbahn- von 7,2 Millionen Mark im Jahre 1903 auf 7,5 im vergangenen eine Kleine Abnahme der um Unterstützung Nachsuchenden bemerkbar Gültigkeit vom 6. bis einschl. den 28. Februar 1905 werden für schwindend. direktion Essen a. Ruhr jetzt folgende neue Bestimmungen: Mit Jahre. Bei Zigaretten ist der Export gegenüber der Einfuhr verWährend die Einfuhr von Zigaretten dem Werte nach gemacht hat. Steinkohlen, Steinkohlenkoks und Steinkohlenbriketts in Wagen- von 8,87 Millionen Mark im Jahre 1903 auf 10,81 im Jahre 1904 Eine lebhafte Protestbewegung der Volksschullehrer bon ladungen von mindestens 10 Tonnen a) beim Versand von gestiegen ist, ging die Ausfuhr von 0,79 auf 0,73 Millionen Mark Amsterdam ist durch eine jüngst vom Bürgermeister und Magistrat niederländischen Hafenstationen nach Stationen im Geltungs- zurück, der Stadt erlassene neue Instruktion für das Lehrbereiche des rheinisch- westfälisch- niederländischen Verbandsgüter- Der regere Geschäftsgang in der Zigarrenfabrikation hat auch personal der niederen Schulen hervorgerufen. Die Instruktion tarifs die auf die deutschen Strecken entfallenden Frachtanteile des einen erhöhten Import von Rohtabak zur Folge gehabt. Die Einenthält nicht weniger als 44 Paragraphen, die die Tätigkeit und Spezialtarifs III, b) beim Versand von den Rheinumschlagsplätzen fuhr von unbearbeiteten Tabakblättern stieg von 604 707 Doppeldas Verhalten des Lehrers bis ins fleinste zu regeln bestimmt sind, an der Stromstrecke von Wesel bis Köln( einschließlich) nach zentner im Werte von 90,3 Millionen Mark im Jahre 1903 auf und im übrigen den Schulleitern eine Art absoluter Gewalt über Stationen im Geltungsbereiche Staatsbahn- Gütertarife auf alle Ent- 631 491 Doppelzentner im Werte von 94,09 Millionen Mark im die Klassenlehrer einräumen. Dinge, die früher durch Lehrer- fernungen die Frachtsäße des Spezialtarifs III um 20 Prozent er- Jahre 1904. 2 AU 1. Ziehung 2. Klaffe 212. Kgl. Breuß. Lotterie. Viehung vom 7. Februar 1903, vormittage. Nur die Gewinne über 96 1. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Chne Gewähr.) Nachdrud verboten. 97 125[ 300] 272 426 64 727 48 800 1 24 910[ 200] 1171 285 89 521 754 82 911 79 2000 4 119 394 426 34 513 603 700 26 74 3035 97 105[ 200] 6 52 54 255 615 730 35 4113 32 248 399 446 502 49 925 34 5079 127 295 319 48 86 431 615 86 G015 21 12001 174 395 493 525 40 658 71 700[ 300] 817 61 7016 176 381 403 26 584 637 727 8086 320 416 61 81 838 957 9191 216 50 85[ 2001 440[ 300] 52 816 36 937 75 10229 497 544 1200 609 90 716 37 77 819 59 918 11037 103 6 366 81 88 417 520 80 741 12106 40 215 [ 200] 465 67 595 763[ 200] 935 56 82 13024 116 293 778[ 400] 91 953 14079 371 600 47 707 59 66 80 804 48 62 986[ 300] 15006 145 265 479 524 67 831 48 [ 200] 968 16149 226 92 445 73 579[ 3001 612 44 91 [ 200] 862 98 17029 498 654 57 843 68 18105[ 300] 8 86 283 45! 68 72 511 99 768 801 95 919 99 19120 [ 200] 273 312 408 571 632 73 74 738 871 20139 400 542 47 90[ 300] 91 632 95 792 808 926 21119 296 307 8 41 61 494 659 63 836 96 940 22370 508 608 45[ 300] 847 23162 85 236 388 474 502 35 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Redakteur: Paul Büttner, Berlin. 1. Bichung 2. Klaffe 212. Kgl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 7. Jebruar 1905, nachmittags. Nur die Gewinne über 96 Wet, find den betrenenden Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachbrud verboter. 190 253 348 431 822 85 945 47 1060 165 233 313 77 477 625 2043 220 349 404[ 400] 65 550 69 616 64 724 70 827 35 41 3019 225 339 59 723 98 844 91 4073[ 300 78 97 315 485 522 739 12001 805 20 47 5019 45 219 653 68 775 6105 84 228 300 543[ 2001 809[ 2001 983 7112 51 323 96[ 200] 572 90 774 91 815 8036 46 89 738 900 9000 147 64 71 1200] 399[ 400] 450 70 12001 518 27[ 200] 56 58 866 92 953 10083 87 135 44 89 378 411 14[ 300 550 58 946 11191 257 435 518 29[ 2001 603 43 921 92 12078 86 99 350 450 813 68 948 13185 423 550 615 720 853 97 952[ 200] 14259 367 662 93 886 15062 330 66 77 630 60 68 786 841 920 16030 140 399 1200] 402 00 [ 400] 510 665 12001 746 818 32 915 73[ 200] 17010 76 92 99 273[ 200] 578 703 66 848 69 18062 445 512 23 26 602 17 782 859 907 41 19142 595 633 715 20 42 20107 22 66 244 302 99 489 502 43 49 653 21062 631 701 883 93 98 942 22029 1000] 34 338 64 78 428 43[ 200] 614 24 34 773 802 32 39 50 98 941 23029 207 14 17[ 2001 59 306 454 626 41 712 39[ 1000] 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21 [ 2001 269 312 52 75 426 39 504[ 300] 12 77 640 820 102058[ 300] 277 787 808 22 923 64 103014 216 41 318 80 502 743 44 70 801 90 104082 147 206[ 2001 328 69 485[ 400] 808 64 930 72 105049 203 60 73 414 85 615 725 45 856 905 11 106174 92 340 43 408 16 517 667 719 30 34 823 915 67 107067 236 327 535 79 640 108214 459 622 72 93[ 200] 741 973 93 109025 90 217 406 620 43 76 781 110251 60 320 418 66 69 619 20 39 827 49111046 82 250 314[ 3001 96 415 524 630 12001 85 925 112279 91 455 83 075 747 91 113084 86 358 519 80 972 114033 184 234 427 534 84 91 815 1400T 115196 223 69 300 422 38 518 39 673 981[ 2001 116101 241 88 381 474 673 825 51 925 49 117067 156 70 15001 93 12001 351 470 785 925 118065 205 52 431 547 665 974 98 119044 234 307 541 641 703 819 59 120038 109 37 83 392 432 83[ 2001 767 121084 1200] 108 232 353 63 86 597 659 778 122102 24 30 398 476 514 72 608[ 200] 24 949 60 123192 476 771 811 45 53 68 78 934 13001 88 124063 106 266 307 503 5 46 619 726 863 974 125198 237 330 91 441 54 71 796 991 92 126170 218 35 78 313 408 815 09 127048 302 524 652 53 87 720 810 128060 93 1200] 200 3 13001 64 12001 90 372 450 12001 54 606 056 64 129116 270 358 99 425 629 130054[ 300] 310 775[ 2001 90 875 91 131158 298 310 77 457 75 507 25 604[ 10001 788 889 902 132153 229 32 59 363 534 50 930 133143 401 523 830 58 933 134150[ 400] 472 91 526 643 93 860 939 135076 130 81 290 96 351 76 540 79 99 861 135054 208 89 367 479 85 503 99 681 886 137248 337 541 138129 97 201 92 311 403 753 58 926 1200] 139055 207 426 [ 1000] 560 601 49 737 839 87 140235 393 434 358 728 40 41 902 84 92 141101 35 227 40 509 97 664 66 833 947 48 85 142005[ 2001 21 99 232 374. 734 83 898 969 12001 143070 396 404 19 596 623 793 855 991 94 144029 102 38 219 481 706 20[ 200] 916 145034 106 38 309 97 494 865 146206 147195 98 487 559 092 931 86 148022 218 592 761 97 855 978 149044 48 75 155 245 86 [ 200] 507 744 59 412 590 704 150023 102 57 323 40 506 17 757 151046 91 268 76 397 402 94 668 79 747 873 938 152069 188 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231 385 469 180093 235 89 433 523 602 181110 21 257[ 200] 553[ 200] 628 890 939 54 182404 599 672 818 52 183085 389 430 514 625[ 400] 37 97 712 49 52 889 184048 398 427 520 51 884 932 49 86 92 185028 85 102 86 203[ 300] 52 442[ 200] 57 641[ 200] 186212 53 453 865 957 92 93 187000 77 94 139 274 391 95 424 80 552 608[ 300] 30 63 704 834 56 900 14 26 188007 110 15 85 236 386 440 619 715 918 189113 21[ 200] 81 229 81 304 476[ 300] 603 26 60 740[ 400] 857[ 200] 190246 330 39 67 73 T2001 638 39 738 825 959 75 191011 290 334 81 444 54 742 77 192024 196 436 510 812 27 46 60[ 2001 94 193277 81 325 93 414 87 525 680[ 300] 95 771 920 194007 75 207 543 634 723 58 959 195124 258 326 480 594 97[ 400] 888 89 196026 604 9 983 197141 209 343 47 456 619 56 64 707 72 856 72 948 198096 323 430 578 708 38 970 199028 88 478 566 603 33 728 94 846 200155 424 44 50 72[ 400] 521 633 701 821 91 [ 400] 201029 226 352 56 402 44 563 615 849 67 92 202034 97 311 36 434 37[ 200] 830 203091 153 80 328 604 65[ 200] 937 204081 174 243 12001 65 402 36 63[ 200] 65 75 739 94 850 205064 187 241 322 514 17 887 915 206003 155 306 449 717 73 931 207025 181 325 65 550 67 645 72 767 87 96 838 208413 76 534 64 658 818 209012 79 194 205 49 310 28 419 520 45 94 656 852 78 210060 63 101 466 76 581 783 816 34 955 211014 50 284[ 300] 390 439 79 543 45 73 617 884 907 212063 97 161 391 436 539 618 31 918 40 213165 272 87 348 430 562 793 877 907 10 50 214138 58 228 344[ 200] 519 702 908 65 215018 120 68 731 821 58 216063 81[ 400] 174 590 729 888 217018 248 330 88 94 547 72 80 86 608[ 400] 824 76 955 61 218104 346 58 407 38 552 816[ 2001 59 96[ 400] 219088 446 847 59 966 220023 39 60 157 211 421 534 62 641 771 74 895 925 27 221072 152 79[ 5001 217 86 88 483 824 222203 70 874 13001 947 62 223095 156 62 231 321 56[ 300] 411 786 826 965 83 89 Jm Gewinntao. verblieben: 1 Gewinn au 100 000 RL, 1 8 10000 2 1 500 W 2.au 8000- 4 au 1000 500 92, 18 au 100 L 48 au 800 Für den Inseratenteil verantwo.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vortvärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 33. 22. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Arbeiter! Gedenkt der Sammlungen Mittwoch, 8. Februar 1905. für die streikenden Bergarbeiter! Arbeiter! Demonstriert am Donnerstag machtvoll machtvoll gegen die Frevel des russischen Absolutismus! ällen in erster Linie darauf hinzuwirken, daß die Mütter die Säuglinge stillen. Soweit es notwendig erscheint, kann bedürftigen, in Berlin ortsangehörigen Müttern, um ihnen das Stillen zu er möglichen, auf Antrag des Arztes durch die Stiftung eine Beihülfe gewährt werden. Ferner sind die ärztlichen Leiter der Fürsorgestellen ermächtigt, Müttern, die nicht stillen können, oder Pflegemüttern zubereitete Milch oder andere Nährpräparate in der für den speziellen Fall geeigneten Menge und Zubereitung bis zur Dauer von 8 Tagen unentgeltlich abzugeben. Und zwar soll die Milch, dem Zustande des Kindes angepaßt, in Portionsflaschen fertig zubereitet, den Müttern zugestellt werden, damit nicht erst durch vieles Hantieren in der engen und meist elenden Häuslichkeit, Staub und andere schädliche Stoffe der Milch beigemengt werden. Ueber den Zeitpunkt von 8 Tagen hinaus soll eine derartige Abgabe der Regel nach nur gegen Erstattung des tarifmäßigen Selbst kosten preises erfolgen. Ausnahmsweise darf in Berlin ortsange= hörigen Müttern oder Pflegemüttern auf Antrag des Arztes durch die Stiftung der Bezug von Milch und Nährmitteln länger als acht Tage unter dem Selbstkostenpreise gewährt werden, wenn die Bes dürftigkeit durch Organe der städtischen Verwaltung nachgewiesen ist. Die Benuzung der Fürsorgestellen und die Gewährung der Nährmittel darf nur so lange erfolgen, wie der ärztliche Leiter dies und die Mütter sich der Aufsicht durch die Organe der Stiftung nach dem Gesundheitszustande des Kindes für notwendig erachtet unterwerfen. 2. Rate 16,50. Liste 7558, Teleph.- Werkst. Gärtner, Elisabeth- Ufer, 2. Rate 3,10. über die Wartung und Ernährung der Säuglinge einholen können. Liften 4713 7199, Lager Eid u. Straffer d. Schön 33,-. Lifte 7197, Hand- Die ärztlichen Leiter dieser Fürsorgestellen haben in geeigneten schuhmacher Theuerkauf 7,-. Tapez. v. Jahn, Lüßowstraße 6,-. Stammich Büdlerstr. 12 2,50. Marmor- u. Granitarb. Berlin II, 3. Rate 137,35. Billardklub" Geselligkeit" 3,-. Liste 8237, Groß u. Graf, Dreherei 26,50. Rote Schildermaler, Charlottenburg 2,25. Sparber. Hufeisen" 13,65. Lifte 2621, Eins. Beamtenhäuser, Nummelsburg, 3. Rate 16,05. Verb. d. Maurer Charlottenburg, Ueberschuß v. Mastenb. 93,-. Tischl. v. E. Mau, 2. Rate 7,50. Möbelfabr. Oftend, 2. Rate 15,55. Arbeiter u. Arbeiterinnen d. Lugus papierfabrik Lange u. Wundsch, 2. Rate 38,45. M. u. F. Berndt, Saal IV, 2. Rate 21,70. Liste 6972, Wertst. Lochmann u. andere 11,05. Budjb. d. Buchdr. v. H. Büttner, Dranienstraße, 3. Rate 4,- Liste 7993 13,15. Liste 3911, Turbinenfabr., Abt. Werkzeugbau 43,40. Firma Laube, Rigdorf 7, Lifte 7996, Berein d. Markthallenarb. 9, Möbelfabr. Schulz u. Hintsche, Rüdersdorferstraße 7,05. Liste 7250, Pianofabr. Hirschfeld 12,20. Tellersamml. Hafenarb. Berlin II 17,70. Liste 5536 d. Dito 6,-. Die Berbandsmitgl. u. 2 andere d. Buchdr. H. Arends Berl., 3. Rate 12,25. Lifte 3495, dar. 5,75 v. Fensterp. b. Patenge u. Müller, Charlottenbg. d. E. Groß 9,35. Gewerksch.- Start. Potsdam d. M. Knoll, 2. Rate 300,-. D. Holzarb.- Berb. Bahlst. Weißensee, 2. Rate 100,- Drtsv. d. Buchdr. Potsdam d. Hüttich, 2. Hate 50,-. Baul Körle, Kgs.- Wusterhausen 55,35. Arb. d. F. Gebr. Scheer, Chauffeeftr. 39, Tischl. 22,75. Dr. P. Reimann, Charlbg. 33,50. Berb. b. Buchdr., Drtso. Neu- Babelsberg 20,- 8.-S. d. Zischler( Berl. E.), Uebersch. v. Bergn. 20,-.„ S. A. Wilmersdorf" 20,-. Attordmaurer Kolonne Mews, Bau Fehmarnstr., 2. Nate 20,20. Bentr.- Berb. d. Töpfer, Fil. Herzfelde 15,05. Liste 7190, ges. d. A. Schulz- Eberswalde 10,50. Malerpersonal v. Bayer u. Bock, Schwarza( Saalbahn) 16,70. F. S. 42 2,-. Photogr. Geh. im Krug z grünen Strange 2,15. Ges. v. gesell. Lotterie- Ver. Felsenfest d. Dupieralski 4,-. Bockbierfest Waldkater, Charlbg. 4,05. Arb. d. Rinne Motor- Gesellsch. 5,-. Tellersamml. v. Vergn. d. Böttcher, Köpenick 7,-. Koll. d. F. J. Degenhardt, Waldstr. 33, ausschl. d. Hirsch- Dunderschen, d. Schur 6,75. Rauchfl. Ambalema, Maskenb. amerit. Auktion 4,10. E. M. F. 3,- Linoleuml. d. F. Reinsfeld u. Co. 4,05. Die Elenden v. Nr. 18 6,30. W. 2. 2,-. Rauchfl. Lange Pfeife, Friedrichsberg 6,05. Familie Schmiedel, Charlotten burg 8,30. Stammg. v. Karl Hinz, Rodenbergstr. 7,35. Töpfer, Bau Haff; Giesebrechtstr. 8,05. Töpfer, Bau Pleger, Gesundbrunnen 3,50. Tischlerei Frederi, Frankfurter Allee 63 7,-. Tapez. b. Gaier ut. Delfers 4,05. AusZur Beaufsichtigung der unter Aufsicht der Schmidt- Gallischbau b. Fielich, Kranachstr., Friedenau 7,05. Ginj. d. Werkst. Heinemann, Stiftung stehenden Kinder wird der Magistrat ersucht, auf VerSchulstr. 7,55. A., Lichterfelde 3,05. Bauanschl., H. Wunderlich, Bille- stärkung der Gemeinde- Waisenräte durch weibliche Mitglieder ftraße 30 3,55. Schilderfabr. Otto Grund u. Co., Saal I, 2. Rate 6,30. Sechs- hinzuwirken. undsechzig, Vierblatt 2,05. 12 Maler v. M. J. Bodenstein 7,-. Raucht. Wir können erfreut sein über die Beschlüsse des Ausschusses, Grüne Giche, Nixdorf, M. d. A.-R.-B. 4,50. F. Krause, Elektromedizinische welche dank der Mitarbeit unserer Genossen gefaßt wurden. Wohl Werke, Friedrichstr. 105 a 12,50. Neubau Hermannstr., Ede Allerstr., Rigd. 12,80. Berb. d. Fabr.-, Land- u. Hülfsarb., Bezirk Hermsdorf- Baid- wissen wir, daß durch diese Einrichtungen noch lange nicht die Not mannsluft 11,40. Bautischl. Gring, Wölt u. Co. 18,25. Porzell.- Arb.- Verb., der Säuglinge und Mütter aus der Welt geschafft wird. Wir verBahlft. Berlin( Schilderm.) 15,-. B. Heinrich Boche 11,25. Dr. Beutler, hehlen uns nicht, daß die ausgeworfenen Mittel nur ein Tropfen Gerichtstr. 10,- Maskenb. Musiko. Harmonie in D.- Schöneweide 10,30. auf den heißen Stein sind, doch müssen wir den gewaltigen FortLifte 5694, Holzbearbeitungs- Fabrik, Weißensee 37,30. Maurer u. Arbeiter schritt anerkennen, den die Stadt Berlin mit Betretung dieses GeBau Neumann, Kaiferplat 19,65. Maurer u. Arbeiter Bau Frankel, Sophien bietes macht. Der Posten wird aus dem Etat der Stadt nicht mehr ftraße 12,40. Ges. in der Berl. Elektrizitätswerk- Bentr., Mauerstraße 38,10. verschwinden, und daß die Fürsorge in unserem Sinne weiter ausFamilie M. 5, Liſte 4739, Messingwalzwert St. W. D. 9,55. 4740, Töff- gebaut wird, dafür wird die Sozialdemokratie im roten Hause Sorge öff 9,20. 4751, Bleilabel- Saal st. 23. D. 34,60. 4763, Bleikabel- Saal tragen. Aufgabe unserer Parteigenossinnen aber wird es s. 3. D. 35,65. 4752, Kupferwerke Deutschl., Ober- Schöneweide 31,10. 4753, Kupferwerfe Deutschl., Ober- Schöneweide 43,-. 4754, Stupferwerte sein, die Proletarierfrauen über die Einrichtungen, welche für fie Deutschl., Ober- Schöneweide 13,15. 4755, Supferwerke Deutschl, Ober- und ihre Kinder geschaffen wurden, aufzuklären. Sie müssen die Schöneweide 7,50. 4756, Kupferwerke Deutschl., Ober- Schöneweide 3,50, nötige Propaganda einleiten, damit auch vom 1. April ab die Für 7106, Telephonfabel- Saal K. B. D. 19,75. 7115, Reparaturschlosser M. B. sorgestellen gebührend in Anspruch genommen werden. S. 3. D. 21,60. 7116, Schnittbau M. 28. s. 28. D. 14,90. 7121, WerkzeugAbt. S... D. 19,10. 7135, Auto- Montage N. A. G. 17,-, 7136, AutoReparatur N. A. G. 7,25. 7157, Affumulatoren- Berke Pflüger, Ober- Schöne weide 6,75 M. Summa 5994,24 M. Bereits quittiert 80 941,68 M. Im ganzen 86 935,92. Ferner follen, um die Not zu lindern, in welcher sich stillende Mütter besonders zur Zeit der Entlassung aus den Entbindungsanstalten häufig befinden, geeigneten Bereinen feitens der Stiftung Zuschüsse zum Pflegegeld gewährt werden, bei Anstaltspflege oder bei Unterbringung in Familien. Die sozialdemokratische Stadtverordneten- Fraktion hat folgenden dringlichen Antrag eingebracht: Die Stadtverordneten- Bersammlung ersucht den Magistrat, gegenüber den in letzter Zeit sich mehrenden Abweisungen aufnahmebedürftiger Kranker in den städtischen Krankenhäusern schleunigst geeignete Vorkehrungen zu treffen. Für die ausständigen Bergarbeiter gingen bei der Berliner Gewerkschaftskommission folgende Beiträge ein: Lotterieverein Rustige Jungens 5,-. Sparverein Dallesbrüder, OberSchöneweide 5,78. Lifte 2005, Ehrlich, Spinn u. Menke 15,- Verband der Möbelpolierer, Stonto a. Listen 40,- Maler d. F. Nifleniewicz, GroßLichterfelde, 2. Rate 10,50. 2ifte 4114, Maler d. F. Lury, Thomasiusstraße 9,85. Rifte 753 d. Rudolf 7,65. Liste 4115 d. Herm. Bierrath 6,10. Liste 757, Neubau Mouic 4,35. Lifte 770 durch Lohack u. Nöth 15,30. Maler auf Listen 769, 52, 72, 4112, 5452 67,30. Liste 5399, Malergehülfen, Bau Beller Alliancestr. 7 3,50. Werner 20,-. Mitgl. d. Verbandes deutscher Buchdr. im Vorwärts", 3. Rate 21,50. Gesangv. Rote Nelle I, Schöneberg, M. d. A.-S.-B. 20,- Rifte 5892 10,-. Erlös f. d. Thromrede d. Mikado auf dem japanischen Friedensfest d. Berl. Buchdrucker ges. v. d. Prinzessinnen durch M. Eichler 44,70. Lifte 778 11,25. Lifte 784 6,- Alb. Schönrod 3, Mitgliedervers. d. Verb. d. Bauarbeiter, Grand Hotel 16,30. Liste 3555 durch Schilling 9,15. Liste 3597, Bauarbeiter Schauspielhaus 7,90. Liste 3598, Maurer und Bauarbeiter, Bau Weserstraße 2 10,10. Liste 7177 Engelmann u. Günther 7,40. Lifte 3591 Bauarb. Rasch u. Felge, Weserstr., 10,25. Lifte 932-33 Mühlenarb. Bertheim Mühle 19,- Lifte 4812 Mühlenarb. Steinhoff, Goldammer 4,75. Verb. der Hutmacher Berl., 2. Rate 100,-. Firm. C. Schubert 4,75. Tischt. Kühn, Louisen- Ufer, 8. Rate, 18,65. Lifte 4096 7,25. Bahlft. d. Holzarb. Berb. Fr.- Buchholz 6,- Lifte 5177, 78,| d. Göße 7,75. Liste 7183 Arb. b. Kofferfabr. Trebesius, 3. Rate, 12,20. Liste 8095 10,35. Lifte 7181 Stuffat. u. Bildh. d. F. Jungermann, 2. Rate, 19,60. Lifte 2604 11,85. Zigarrenarb. Chriſtinenstr. 34 4,- Arb. b. Moldenhauer u. Mezdorf, 2. Rate, 14,- Tellers. v. d. Müüt.- Vers. Englischer Garten 5. 2.05 6,80. Geburtstagsf. d. Strieg 5,30. Tischlerei Ladewig, Eisenbahnstr., 4, Zellers. Maskenball Rauchtl. Graue Asche" und Gesangver. Treu u. feft" 14,30. Riste 6962, 63 Met.- Arb. v. Muski, Brandenburgstr., 17,75. Geburtst. F. am Lütow 5 1,60. Tischrunde in Tokio 2,75. Lifte 2306, 7994, Kaffee Fr. Meher 16,65. Schmed, Bau Berg Friedenau 7,20. Stuhlfabr. Heims u. Sohn 15,80. Lifte 2601, Tischl. b. Alfr. Wilhelm 9,95. Reserv.- Feier b. Schult, Reichenbergerstr. 9. Liste 4844, Tischl. b. Schulz, Memelerstr. 8,25. Hülfsarb. u. Arb. d. Buchdr. Rudolf Mosse: Akzidenz- Masch.- Saal 18,70, Rotation 9,- Beit. Falzerei 5,80, Ga. 33,50. Maskenball d. Rauchfl. Zur Brüder schaft", Weimanns Boltsgarten 11,-. Möbelfabr. Boll, Borhagenerstr. 11,10. Riften 7355, 56, Mech. v. Kaiser u. Schmidt 37,45. Mig u. Genest, Abt. Stemmwedel, 44 gute Jungens 44, Möbelfabr. Kümmel, 3. State 58,55. Telephonwertft. Schaup 9,50. Lifte 7253, Frl. Berta Krause 29,70. B. Z. B., Königswusterhausen 7,70. Kutscher u. Hausdiener 5,- Bautischt. Moll 6,50. Liste 7875, Arb. d. F. Goliasch u. Co. 23,65. Liste 411, Mar Saffe 8,30. Liste 7239, Snopffabr. Hamann, außer L., u. Schlosserei Deife, 3. Rate 15,10. Lifte 5531, Götte 8,50. Lifte 6981, Heim u. Gehrken, Heidenfeld- u. Petersburgerstr., 2. Rate 28,30. Liften 7477, 78, 79, Bautischt. Afr. Mittag, Waldstr. 43,50. Liste 5962, Tischl. Philipp 19,75. Tischl. A. Kraft, 3. Rate 7,75. Liste 7232, M. Salomon, Lederfabr., Ricoorf 15,80. Liste 7554, Werkst. Schimenthal, Schöneberg, 3. Rate 6,35. Lifte 6970, Bodenleger von Amann 12,-. Liste 7392 u. 7393, Buchbinderei W. Kämmer, Kochstraße 35,35. Sparver. Süd- Ost 1901 11,55. Liste 6961, Bodenl. d. F. Badtmeyer 9,30. Liste 3917, Gesangb. Harmonie 1898 durch Starras 18,60. Lifte 3919, Fabr. Schwechten 14,85. Lifte 7300, Pianofabr. Wahren u. Stibbe 3,35. Tischler u. Bildhauer d. Möbelfabr. Union 10, Freiw. Beitr. v. Signalbund i. d. A. E. G. 8,75. 3. Rate Werkz. u. Masch. Bau Luow. Löwe, dar. v. Reftaur. Näther 1,50: Liste 1963, Abt. Prieste u. Kopig 37,25; Liste 1965, Abt. Kernmacherei 12,10; Lifte 4880, Abt. Stoffert 16,-; Liste 7701, Abt. Lippold 17,55; Liste 7702, Abt. Anft u. Löschper 7,95; Lifte 7703, Abt. Schmidt 20,90; Liste 7708, Abt. Schleiferei Lutas 8, Liste 7709, Abt. Fräserei u. Werkzeugb. 14,80; Lifte 7710, Abt. Vorrichtbau 20,80; Lifte 7712, Abt. Lettau 22,55. Pers. d. Heilst. Beeliz m. Ausn. v. einigen 47,85. Lifte 7308, Bildh.- Atel. B. u. R. 8,25. Lifte 5591 11,20. Buchdr. v. Denter u. Nikolas, 3. Rate 18,15. Liste 7560, Tischfabr. A. Richter, Borhagenerstraße, 2. Rate 14,65. Buchdr. Dtto Köhler, Usedomstr. 17 8,15. Liste 3855, durch Helbing, 2. Rate 4,65. Lifte 2400, Tischlerei von Borth, durch Kluge 12,10. Arbeiter von Bardemann, 3. Rate 12, Firma Sutter 6,50. Möbelfabrik Anders 6,45. B. v. B. 15, Möbelpol. d. Genossensch." Stern", 3. Rate 8,50. Klempn. d.. Dietrich, Mariannenstraße 4,20. Liste 7506, Stitchenmöbelfabr. Manste, 2. Rate 16,80. Sparverein Edelweiß", Barschauerstr. 25 30,-. Gef. v. zwei Mitgl. d. Sparvereins Edelweiß" 13,15. Liste 5961, Werkst. Wilte u. Lips, Simeonstraße 7,85. Liste 7233, Lithogr. W. Hagelsberg 22,80. Zentralverb. der Böttcher, Konto auf Liſten 200,- S. u. S., Markgrafenstraße: Listen 1793 12,30, 1794 8,75, 1803 7,45, 1817 18,10, 5684 11,60, 5692 14,50, 5693 27,-, 7325 11,25, 7331 15,-, 7332 20,- 7326 10,35, 5686 14,95, 5687 39,55, 5688 14,75, 5689 18,60, 5690 10,-, 5691 19,25. Rifte 8232, Dfenseher d.. Gilom, Köpenid 5,40. Liste 2133, Arb. b. Heim. Thiele u. Co., 2. Rate 33,55. Lifte 5980, Brauerei Mewes, Kaiserstraße 10,50. Lifte 7986 11,25. Lifte 2613 6,55. Liste 7231, Kienbaum( darunter 2,- vom Rundgesang) 9,55. Liste 7600, Möbelfabrik Seifert u. Wolf, Fruchtstraße 18,20. LindenheimBerl., M. d. 8. R. B. 5,10. Arb. d. Stockfabr. A. Ludewig u. Co., 3. Rate 3,60. Lifte 5166, darunter Arb. d. Glasschl. Dittmann 3,65, 5,85. Lifte 5886 8,50. Geburtstagsf. d. Koll. P. Adler durch N. Thomas 3,05. Liste 7487, Firma Rohland 7,10. Lotterieverein Hoffnung II", Rummelsbg., 1. Rate 5,80. Sparverein„ Guter Wille" 6,-. Lifte 7566, Silberw.- Fabr. Gebr. Peters. feld, 3. Rate 18,70. Schleifer v. Köhler, Wasserthorstr. 46, II Trep. 4,50. Restaur. v. A. Czinczoll, Gubenerstr. 36 2,10. Lifte 5994, Firm. Arnold, Meßpalast 3,55. Lifte 5195, d. Seine 6,90. Liste 7398, Bautisch!. Dom browski, 2. Rate 10,-. Lifte 2447, Villa Griebenow, Grunewald, BismardStraße 13 10,90. Liste 4941, durch Neubert 7,90. Gisbeinessen d. K. K. v. M. Fr. d. Neubert 4,25. Lifte 7564, Bau Thomai 16,95. Liste 7387, Tischt. Liciejewski, Küftrinerplat 5,05. Tischlerei von Koch, Memelerstraße 23, 3. Rate 8,50. Lifte 5435 5,60. Möbeltischlerei Steup, Neue Hochstr., 2. Rate 13,05. Lifte 4949 18,10. Bierproz. v. Biefing 2,25. Gesammelt auf Kneipe bei Gonat 3,-. Gesellen von Franz Diet, 2. State 7,50. Liften 2757, 2760, Gasanft. Schmargendorf 19,85. Lifte 2758, durch GudtInecht 14,80. Bauarbeiter der Beamtenhäuser Borhagen 2,40. Liste 7195, Der Ausschuß zur Vorberatung der Vorlage betreffend die Deutsche Telephon- Werke, Abt. Pusch u. Tischlerei, 3. Rate 19,75. Liste 7196 Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit hat gestern seine Beratungen Im Bezirksverein des Köpenider Stadtviertels, der sich viel 8,- Rifte 7394, I. Abt. Buchbinderei Raschig, 2. Rate 12,60. Lifte 5582 beendet, nachdem er in drei Sibungen und einer Sigung der darauf zugute tut, unter Führung des Landtags- Abgeordneten 8,85. Inſtrumententräger Berl. u. Umg. 50,-. Tischl. Peutert, Elisabeth- Unterkommission den Gegenstand einer eingehenden Grörterung Rosenow„ borbildlich für alle freifinnigen Vereine Berlins" zu ſein, Ufer, 2. Rate 10,75. Sparverein„ Ehrlich" 16,-. Turnertneipe, Beteranenfiraße 22,- Lifte 7546, Kontobuchfabr. Riefenstahl 26,55. Lifte 8227 5,80. unterzogen hatte. Dem Ausschuß gehörten unsere Parteigenossen spielten sich am Montag Vorgänge ab, welche das wahre Gesicht Lifte 7397, Bautischt. Gust. Meyer, Neue Jakobstraße 26,45. Sparverein Dr. Bernstein, Tolksdorf und Dr. Weyl an; in der Subkommission des Freisinns zeigten und grelle Schlaglichter auf dessen vielgerühmte Nach einem leidlich sachlich ge= „ Edelweiß" 2,50. Liste 8228, Tischl. v. Bülow 10,50. Lifte 7399, Hagenow waren wir durch Dr. Wehl vertreten. Das Ergebnis der Beratung Arbeiterfreundschaft" warfen. 11. Bierbrauer, Elisabeth- Ufer, 2. Rate 9,05. Lifte 7597, Lommatsch u. ist recht erfreulich. Gelang es doch im wesentlichen, die Beschlüsse haltenen Vortrage des Reichstags- Abgeordneten Dr. Mugdan, der es Schröder, Küraffierstraße 9,60. Liften 7229, 7230, Schreibmaschinen- Industrie, der gemischten Deputation, über die seinerzeit im Vorwärts" aus- aber nicht unterließ, fich selbst als fanatischen Gegner der Sozial Sebastianstraße 43,10. Lifte 7809, Tapeziererwerkstatt Groschkus, 3. State führlich berichtet wurde, wieder herzustellen, ja sogar im Sinne gemotratie" zu bezeichnen, trat zunächst Fabrikbesizer Dr. Fürsten28,55. Liste 4948, Tapeziererwerkstatt Herzog 15,20. 2ifte 5973, Arbeiter b. unserer weitergehenden Forderungen erhebliche Verbesserungen vor- heim auf den Blan, um für die Zechenbesitzer einzutreten, die vollBlume u. Stolzenburg 10,66. Sechs Tischler v. Hoffmann, Brinzenstraße fommen recht hätten, wenn sie nicht mit den Bertretern der 5,40. Dewitt u. Herz, Uebersch. v. Stranz 23,-. Dewitt u. Hera, Gürtler zunehmen. Die Unterstüßungen, welche im Rahmen dieser Vorlage den Organisationen berhandeln wollen. Auch in seiner Fabrik ständen 21,15. Möbeltischlerei v. Pahle, Krautstraße 7,20. Tischlerei v. Franz u. Meyer, 3. Rate 4,-. Liste 1214, Lotterieverein„ Niete", Bankom, durch stillenden Müttern, sowie den künstlich ernährten Kindern, den die Arbeiter seit ungefähr 20 Wochen im Streit und er lehne es Siedor 4,50. Liste 4258, Statflub" Nordkante" durch Megelin 4,55. Schwangeren, sowie den neu Entbundenen zu teil werden, find völlig glatt ab, mit dem Arbeiterverband zu verhandeln.( Sehr richtig.") Lifte 7319, Schleifer Betsch, Bwvietusch u. Co. 8,-. Arb. d. Atomwerke d. von der Armenverwaltung abgespalten. Die Frage, wie es möglich Fabrikant Fleischer meint, die Gesetzgebung berücksichtige zu Anton, 3. Rate 4,50. F. M. Berndt, Warschauerstr., Saal I u. II, 2. Rate ist, ohne dem Manne die politischen Rechte zu nehmen, solche Unter- wenig die schwere Lage der Arbeitgeber. Das Wichtigste wäre ein 11,80. Arb. d. Schneidemühle Haber, Brunnenstr., 2. Rate 10,80. Möbel- stüßungen den Müttern und Kindern zuwenden zu können, wurde Gefeß, das den Streit verhindert. Die Arbeitgeber fabrit Hanke u. Stäber, 3. Rate 14,50. Werfft. Enders 8,35. Tischlerei Gebr. recht glücklich dadurch gelöst, daß der sogenannten Schmidt dürften nicht schußlos der Willtür der Organisationen preisgegeben Faul, Hagelsbergerstr. 28,60. Liften 3581, 3588, Porankie, Bauarbeiter 21,45. D. Buchbinder- Berb., Zahlst. Berlin, 2. Rate 800, Gallisch- Stiftung unter Aufsicht der Waisenverwaltung werden, die stets mit unerfüllbaren Forderungen kommen.( Beifall.) Helfer Bau Manheim v. J. Asther, Frankfurter Allee 5,65. D. M. Merten mit einem jährlichen Zuschuß aus allgemeinen Etatsmitteln die Aus- Unter dem Eindruck dieser„ Offenherzigkeiten" betonte der Gewerk. 4,-. Liste 2456, Buchdr. Schenk Nachs. P. M. Weber 15,15. Lifte 4845 führung dieser ganzen Angelegenheit übertragen wird. Während die bereinler Tröger, daß das Verhalten der freisinnigen Arbeitgeber 14,80. Lifte 7236, Piano- Mech. Fabrit Jacob, Oberdammerings Abt. 22,- Vorlage des Magistrats nur eine jährliche Beihülfe von 40 000 Mt. geeignet sei, den Freisinn zu diskreditieren. Die Herren verträten Lifte 5828, Piano- Mech. Fabrit Jacob, englische Abt. 14,40. Tischl. Hans vorsah, hat der Ausschuß in zweiter Lesung einmütig eine Beihülfe lediglich den Arbeitgeberstandpunkt, von Freisinn" sei in ihren mann, 2. Rate 13,50. Lotterieberein Unverhofft", Alexandrinenstr. 4,65. bis zu 120 000 20. sowie 10 000 m. für die erforderliche erste Ein- Reden nicht viel zu merken. Mißerfolge bei den Wahlen bildeten Villa Korrens, Lantwit 8,50. Silberw. Fabrit E. H. 13,75. Chefs u. Arb. richtung bewilligt. die Quittung derartiger Aeußerungen. Uebrigens täme es hier Eichhorn u. Damfe, Tilsiterstr. 5,20. Tapez. Werfft. Otto Treichel, hauptsächlich darauf an, für die streikenden Hirsch- Dunderschen Christinenstr., 3. Rate 5,-. Rifte 4839, Buchdruckerei Gebr. Wolfsohn 7,55. Lifte 7552, Buchdr. Afr. Unger, 3. Rate 15,20. Mech. Werkst. 23. Rüber, Bergarbeiter das Portemonnaie zu öffnen und von Vereinswegen 2. Rate 13,05. Anschläger W. Ehlert 5,- Lifte 5610, Dreherei. Spiral eine größere Summe zu bewilligen.( Burufe:" Das fehlte noch!" bohrer, Saal II, 2. Rate 12,15. Maler d. F. E. Kleinow, Nürnbergerstr., Unerhörte Zumutung!") Der Vorsitzende Abg. Rosenow berWeitere Beiträge werden entgegengenommen im Bureau der Berliner Gewerkschaftskommission Engel- Ufer 15, vorm. 9-1 und nachm. 4-8 Uhr. an Für Berlin find die Gelder, welche mittels der Post eingehen, A. Körsten, Engel- Ufer 15, zu richten. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. Berichtigung. In Nr. 32 des Borwärts" ist nachzutragen: Lifte 2277, Gasanstalt Danzigerstraße 10,40, Lifte 2267, Gasanftalt Rigdorf 13,35. Möbeltischlerei Krug, erste Rate, ist fälschlich Möbeltischl. Krupp genannt worden. Emil Rosenow starb. Zum Andenken an den Todestag Hente ist ein Jahr verflossen, daß unser Parteigenosse ließ der sozialdemokratische Verein für den 20. sächsischen Reichstags Wahlkreis einen prächtigen Lorbeerkranz mit Widmung auf der Grabstätte in Schöneberg niederlegen. Möbelfabr. von.. Lüdte, Pankow, 2. Rate 37,45. Raucht. Berliner Partei- Angelegenbeiten. die Einführung des Steuerbringsystems, die Etats der Fleisch. Monteure u. Die Stadtverordneten- Verfammlung hat sich in ihrer Sikung am Donnerstag nachmittag 5 Uhr unter anderem mit folgenden Gegenständen der Tagesordnung zu befassen: Vorlagen, betreffend die Frequenz in den Gemeindeschulen am 1. November 1904, beschau für das von auswärts eingeführte Fleisch und den GeDie Sammellifte 9707 für die Bergarbeiter( gezeichnet mit finde- Belohnungs- und Unterstützungsfonds für das Etatsjahr 2,50 m.) ist verloren gegangen. Der Finder wird gebeten, bei 1905, eine Ausnahme von der Versicherungspflicht städtischer Buschel, Mezzerstr. 5, abzugeben. Stellenantvärter und weiblicher Hülfskräfte nach dem Geseze betc. weitere Abänderungen des Krankenversicherungs Gesetzes vom 25. Mai 1903 das Reglement für die Fürsorge- Erziehung, die generelle Regelung der Abschreibungen bei den städtischen Werken, -die außerordentliche Revision der städtischen Kassen im Jahre 1904, Berichterstattung, betr. die Wahl von fünf Bürgerdeputierten in die Deputation für die städtischen Fach- und Fort bildungsschulen, cines Bürgerdeputierten für die Acmendirektion und der Sachverständigen für die Abschäßung der eventuell zu be wirkenden Landlieferungen des Stadtkreises Berlin. Tempelhof- Mariendorf. Zur Agitation für die Versammlung am Donnerstag findet eine Flugblattverteilung statt. Die Genossen und Genossinnen werden aufgefordert, sich heute abend 71% Uhr bei Martin Müller, Berlinerstr. 41, zahlreich einzufinden. Lokales. Die Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit. Es sollen zunächst 4 Fürsorgestellen für bestimmt abgegrenzte Bezirke eingerichtet werden, in denen die in diesen Bezirken wohnenden bedürftigen Mütter und Pflegemütter von Säuglingen ( Kinder des 1. Lebensjahres) sich unentgeltlich spezialärztlichen Rat Freifinnige Arbeiterfreunde". " suchte zwar die Reden seiner Parteifreunde abzuschwächen, indem der bereits bestehenden Konzessionen vorgeschlagen. In der Be- Ueber die Wohnungsmifere der Prostituierten, wie fie fich ge er auf das freisinnige Programm hinwies, das Koalitionsfreiheit gründung heißt es, daß bei den Automaten- Restaurants die Kontrolle legentlich des Mordprozesses Berger in erschreckender Weise offen. fordere, er bezeichnete auch das Hervorkehren des einseitigen fehlt, die sonst für das Gastwirtsgewerbe als unerläßlich betrachtet barte, hat die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechts Herrenstandpunktes gegenüber den Arbeitern als unzeit- wird. Es sei feine Möglichkeit, zu verhüten, daß Minderjährige dem frankheiten" eine umfangreiche Enquete in allen Groß- und Mittelgemäß, meinte, man dürfe es die Arbeiter nicht entgelten lassen, daß Genuß des Alfohols in diesen Restaurants frönen. Hier sei der städten Deutschlands veranstaltet, über deren Ergebnisse Herr ihre Berufsorganisationen keine Rechtsfähigkeit besäßen, brachte aber Anreiz zum Genuß alkoholischer Getränke, der sonst verboten ist, P. Kampffmeyer in einer Versammlung der Ortsgruppe Berlin der den Vorschlag, eine Summe für die Bergarbeiter( notabene für die erlaubt. Auch das Verbot, an Schüler und an die auf der Trinker- D. G. B. G. am Freitag, den 10. Februar, abends 8 Uhr, im Archifreisinnigen) zu bewilligen, gar nicht zur Abstimmung. liste stehenden Personen Getränke zu verabfolgen, gelte für die tektenhause Bericht erstatten wird. Da bei dieser Gelegenheit auch Von Tröger daran erinnert, meinte Herr Rosenow, er hätte es automatischen Ausschänke nicht. Wenn die Gastwirte nichts die Frage, inwieweit die Wiedereinführung von Bordellen im Inganz vergessen. Selbst von einer Sympathiekundgebung für die anderes gegen die Automatenlokale vorbringen können, sollten sie teresse der öffentlichen Ordnung und Gesundheit wünschenswert ist, Bergarbeiter wurde, wohl mit Rücksicht auf die freisinnigen Arbeiter- sich lieber nicht bemühen. zur Sprache kommen wird, so dürfte die Diskussion voraussichtlich feinde, Abstand genommen. eine sehr interessante werden. In Anbetracht dessen soll die Versammlung öffentlich und der Zutritt jedermann gestattet sein. Aus den Nachbarorten. Groß- Lichterfelde. In dem Befinden Adolf Menzels ist eine Besserung eingetreten. Der Künstler konnte zwei Stunden lang auf sein. Die Sympathien für den Achtuhrschluß mehren sich anscheinend auch in Unternehmerkreisen. Der Xylograph Felix Pfeiffer aus der Hauptstraße 21 in Am 135. Beobachtungsabend des Vereins von Freunden der Wie z. B. in der Puhbranche Schöneberg, der seit langer Zeit für den Deutschen Xylographen Treptow- Sternwarte( E. V.)", Mittwoch, den 8. Februar, abends der Geschäftsinhaber dazu kommt, sich mit dem Gedanken des Acht- verband als Kassierer tätig war, wurde gestern in dem Fremden- 8 Uhr, auf der Treptow- Sternwarte wird Herr Albert uhrschlusses vertraut zu machen, zeigt drastisch eine Einsendung zimmer eines Gasthofes in Halle a. S. leblos aufgefunden. Nach Krüger einen Vortrag über tiefe Temperaturen, sowie über Herin der hier Jerufalemerstraße 42 erscheinenden Fachzeitschrift einer hinterlassenen Notiz liegt Selbstmord mittels Chantali vor. ſtellung und Versendung flüssiger Luft halten. " Die Modistin". Ein Abonnent schreibt diesem Blatt:" Als Die Leiche wurde behufs Feststellung der Todesursache nach dem Die zum Besten der Kinder der streifenden Bergarbeiter anim Juli v. J. die Bestimmungen der neuen Fabrikordnung auch pathologischen Institut gebracht. Pfeiffer hat, wie eine sofort nach gekündigte Vorlesung aus den Werken Gorkis von Tony Kwaſt- Hiller auf sämtliche Butzwerkstätten ausgedehnt wurden, war sich die ganze feinem Verschwinden vorgenommene Revision seiner Bücher ergab, in der Aula der städtischen höheren Mädchenschule, NürnbergerBranche darüber klar, daß wir durch große Härten betroffen und in den letzten Monaten 15 000 M. unterschlagen und den Betrag straße 63, wurde auf Freitag, den 10. d. M., 7½ Uhr, verlegt. zu leiden haben werden. Die Gründe hierfür sind leicht erklärlich. teils in liederlicher Gesellschaft verjubelt, teils im Spiel verloren. Dozent Dr. Robert Wilbrandt hält einen einleitenden Vortrag über Früher war es gestattet, die Puhmacherinnen während der Zeit, in Bei seiner schleunigen Abreise aus Schöneberg sandte er noch einem den Bergarbeiterstreik. der die Geschäfte für den Verkauf offen gehalten wurden, zu be- Mitgliede des Verbandes einen Brief folgenden Inhalts:" Wenn schäftigen, jest dagegen müssen Arbeiterinnen über 16 Jahren um Du diese Zeilen erhältst, bin ich nicht mehr unter den Lebenden; ich Umzuges nach dem neuen Museumsgebäude bis auf weiteres ge= Das Märkische Provinzialmuseum ist wegen des bevorstehenden 29 Uhr, also 2 Stunde vor Geschäftsschluß, und Arbeiterinnen habe va banque gespielt. Ein Unglücklicher." unter 16 Jahren fogar noch früher von der Arbeit dispensiert habe va banque gespielt. Ein Unglücklicher." schlossen. Dagegen ist das Bureau des Museums, Zimmerwerden. Daß das Geschäft stark darunter leidet, ist auch für jeden Durch einen Revolverschuß hat sich der bayerische Haupt- straße 90/91, nach wie vor während der Amtsstunden von 9 bis Laien sehr erklärlich, zumal in den Geschäften, die an der Peripherie damm belegenen Wohnung getötet. Nach dem„ Kleinen Journal" mann a. D. Baron Adrian v. Stengel in seiner am Schiffbauer- 3 Uhr geöffnet. Groß- Berlins wohnen, wo in der Zeit von 7-9 Uhr abends der haben förperliche Leiden sowie geschäftliche Mißerfolge den Mann Geschäftsverkehr am regsten ist. Bekanntlich sind an vielen Hüten zum Selbstmord getrieben. Baron v. Stengel war in KünstlerAenderungen vorzunehmen, nun male man sich die Situation aus, freisen geschätzt; als einer der eifrigsten Wagner- Verehrer soll er in in der sich die Geschäftsinhaber befinden, wenn derartige Aende- teiner Borstellung von Werken des Meisters gefehlt haben. rungen nach 29 Uhr vorgenommen werden müssen, wo die Ar- keiner Vorstellung von Werken des Meisters gefehlt haben. beiterinnen schon weg sind. Hier könnte man eventuell einwenden, Ein Straßenbahnunfall ereignete sich gestern früh gegen 18 Uhr Aus der Gemeindevertretung. In dem Kranze der westlichen daß uns 60 Tage im Jahre für Ueberstunden freigegeben sind; bor dem Hause Müllerstr. 51. Aus dem Torweg des genannten Vororte zeichnete sich bisher Groß- Lichterfelde durch sein geradezu diese lassen sich aber sehr leicht schon in einer Sommersaison ver- Hauses wurde ein mit Mörtelkästen Hochbeladener Arbeitswagen auf misserables Straßenpflaster aus. Umsomehr ist es zu bebrauchen, wenn man nicht sehr sparsam damit umgeht. Was macht die Straße geschoben, als ein Straßenbahnzug der Linie 25( Tegel- grüßen, daß die Gemeindevertretung endlich mit Energie diesem man aber alsdann in der zweiten Saison desselben Jahres? Hier Charlottenstraße) vorbeifuhr. In demselben Augenblick fiel eine Weißstande auf den Leib rückt. In der letzten Sitzung wurde bemüßte also der Hebel zur Besserung angesetzt werden und zwar auf Anzahl der schweren Mörtelkästen vom Arbeitswagen herab und schlossen, neun Straßen vollständig neu zu pflastern. Die RingKosten der bisher üblichen Verkaufszeit, indem wir den Achtuhr- stürzte gegen Motor- und Anhängewagen des Straßenbahnzuges. straße, eine der schönsten, aber am ärgsten vernachlässigten Straßen, Ladenschluß einführen. Es läge dies im Intereffe der An- An dem Kraftwagen wurden vier Seitenscheiben eingedrückt, bei soll noch einer Spezialbehandlung in der Kommission unterzogen gestellten wie auch der Geschäftsinhaber, denn erstere dem Anhängewagen die Fensterrahmen zertrümmert und die linke werden; verschiedene Interessenten, deren sich Herr Dr. Lengner hätten fürzere Arbeitszeit und dadurch gehobene Arbeitsfreudigkeit, Seitenwand beschädigt. Durch umherfliegende Glassplitter wurde wärmstens annahm, wünschen dort einen Reitweg. Vor allem erlettere könnten dagegen die 60 Tage, welche im Jahre für Ueber- der in Tegel wohnende Kaufmann Knorr am Kopfe verlegt. scheinen uns jedoch weniger die Wünsche einzelner, als die Interstunden erlaubt sind, auf die Sonnabende verteilen, und damit wäre Einen guten Fang machte die Kriminalpolizei in einem obffuren essen des Ortes maßgebend zu sein. Die Gesamtkosten betragen allen Puhhändlern geholfen." Lokal. Hier sahen Beamte, wie zwei Gäste den anderen allerhand zirka 454 000 m., wovon die Anlieger fofort 309 500 M. zu entEine Verbesserung des Verkehrs nach Tegel hat die Große Leder- und Galanteriewaren zum Kauf anboten. Da sie sich über richten haben. Der Rest ist einstweilen von der Gemeinde zu verBerliner Straßenbahn vom 1. Mai d. J. ab einzuführen beschlossen. den Erwerb der Sachen nicht ausweisen konnten, so nahmen sie die auslagen. Der Bebauungsplan für die Chausseestraße wurde Alle nach Tegel führenden Linien erhalten für gewöhnlich einen Händler fest und beschlagnahmten die Waren. Es ergab sich, daß aufgehoben und ein neuer, jedoch nur für den Teil der Dorfaue, 7/2 Minntenverkehr, während die Wagen an den verkehrsreichen die Verhafteten. ein Maler Georg Witte und ein Kellner Richard genehmigt; die alten prächtigen Lindenbäume, eine Zierde des Sommersonntagen einander in Abständen von 2 Minuten folgen Stunze, einen Einbruch verübt hatten, der noch nicht angezeigt war. Sizung auch das Statut über die Kaufmannsgerichte Plates, sollen erhalten bleiben. follen. In der Nacht zum Sonntag waren sie mit einem Nachschlüssel durch unter Dach und Fach gebracht. Der Referent, Geheimrat Raeke, Der Verein Volkswohl". Einen äußerst stürmischen Verlauf die Flurtür in die Buch- und Galanteriewaren- Handlung von nahm die gestrige Versammlung der geschädigten Mitglieder des Braunschweig in der Danzigerstr. 28 eingedrungen und hatten mit erflärte im Eingange feines Referates, daß die„ beteiligten Kreise" Vereins„ Volkswohl", die in Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstraße, sorgfältiger Auswahl eine große Menge Waren weggeschleppt. Die gehört worden seien, von den Handlungsgehülfen der Ortsvorsitzende tagte. Der Vorsitzende dieses Vereins zur gegenseitigen Unter- Striminalpolizei ermittelte weiter, daß Witte und Kunze oft in einem des Verbandes nationaler Handlungsgehülfen. Nach dem Statut stübung seiner Mitglieder", Ewald Ley, ist bereits in verschiedenen Lokal in der Nähe des Zentral- Viehhofes mit Wissen des Wirtes besteht das Gericht aus einem Vorsitzenden, zwei Stellvertretern und Versammlungen seines Amtes enthoben worden, weil ihm von seinen diesem Wirt förderte nicht nur die noch fehlenden Waren von gewählt werden. Ebensowenig enthält das Statut eine Bestimmung, Vorstandskollegen vorgeworfen wurde, er habe den Verein nur als gewerbliches Unternehmen zu seinem Vorteil geführt und sei nie- Braunschweig, sondern auch noch andere Sachen aus anderen Dieb- wonach beim Ginigungsamt Personen weiblichen Geschlechts zugemals seinen Verpflichtungen nachgekommen. Gegen 2. ist auch stählen zutage, besonders Geigen und Goldsachen, u. a. ein goldenes 30gen werden können. Der Referent erklärte dies damit, daß erst Strafverfahren wegen Betruges und Unterschlagung eingeleitet Krawattennadeln, darunter eine, die einen Säbel mit Scheide dar- schieden werden müsse. Die Wahl der Vorsitzenden und der Beijißer Kreuz, Goldschmuck von einer Haarkette mit einem Herzen und von Gesetzeswegen die Zulässigkeit einer solchen Bestimmung enterfolgt auf drei Jahre. Stellungslose Handlungsgehülfen besitzen nahmt. 2. nennt sich aber nach wie vor Vorsitzender des„ Volts- ſtellt. Der Säbel wird durch eine Kette in der mit Korallen ge- kein Wahlrecht. Die Wahl ist eine geheime, das System Verwohl", weil er die in den Versammlungen erfolgte Absetzung als schmückten Scheide gehalten. Wem diese Sachen gehören, weiß man hältniswahl. Wahltag ist Sonntag. Als Entschädigung für die rechtsgültig nicht anerkennt. Seine Gegner hatten sich gestern nun die Diebe mitnahmen wie er dahing und erst später erbrachen. noch nicht. Die Geigen füllten einen ganzen Aushängekasten, den Beisitzer werden 6 M. bewilligt; vom Verband waren 8 M. beantragt. bei Feuerstein versammelt, um auf der alten Grundlage einen neuen Das Kaufmannsgericht soll erst am. 1. Juli d. J. in Kraft treten. Verein ohne Leh zu gründen. Vor der Eröffnung der Versamm- Der Photograph Herrmann Przibill aus Friedenau, an dessen Zugestimmt wurde ferner einer Polizeiverordnung und einem lung wurde gleich der anwesende Leh und seine Begleiter auf Ver- Verschwinden sich so viele Vermutungen knüpften, ist als Leiche auf- Ortsstatut über die gemeinschaftliche Errichtung einer Freibant anlassung des Vorsitzenden durch die Polizei an die frische Luft ge- gefunden worden. Am 30. November v. J. war er im Arbeits- mit Steglitz auf die Dauer von fünf Jahren. fest, das gleiche Schicksal widerfuhr im Laufe der Versammlung anzuge vom Hause weggegangen und seitdem verschwunden. Da sein noch einer gangen Reihe anderer Personen. Wenn alle die Be- Geschäft gut ging, glaubte man nicht an einen Selbstmord, sondern schuldigungen, die in der Versammlung gegen 2. vorgebracht vermutete, daß er einem Verbrechen zum Opfer gefallen sei. wurden, gerichtlich ausgetragen werden, so gäbe es einen ganzen Gestern fand man ihn als Leiche im Tiergarten am Gartenufer in Rattenkönig von Prozessen; 2. revanchiert sich dadurch, daß er den der Nähe der Freiarchenbrücke und der Ueberführung der Stadtdrei Führern der Agitation gegen ihn in einem Flugblatte vor- bahn im Landwehrkanal wieder. Durch Aufzeichnungen in feinem wirft, sie hätten sich Diebstahl, Unterschlagung, Ehebruch, Hoch- Notizbuche, das man in den Kleidertaschen fand, hat der Verstapelei und alle möglichen anderen Verbrechen zuschulden kommen storbene selbst Aufklärung über sein Verschwinden gegeben. Er lassen. Die Gründung eines Allgemeinen Berliner Unter- war des Lebens überdrüssig und machte ihm freiwillig im Kanal stüßungsvereins" wurde schließlich in der gestrigen Versammlung ein Ende. beschlossen. worden, die Vereinsbücher sind von der Staatsanwaltschaft beschlagneuen Endlich wurde in der genannten Rirdorf. Ein Einbrecher namens Wilhelm Krause hatte nachts die Schaufensterscheibe eines Delikatessengeschäfts in der Kaiser Friedrichstraße eingedrückt, um auf diese Weise in den Laden zu gelangen. Passanten sahen das zerbrochene Fenster, riefen Polizei herbei und so wurde S. auf frischer Tat abgefaßt. St. ist wegen Diebstahls bereits häufig vorbestraft. Das verschwundene Sparkassenbuch. Einer Frau Schicke in Rigdorf war ein Sparkassenbuch über 2500 M. gestohlen worden, doch meldete die Bestohlene den Verlust sofort der Sparkasse. Einige Tage später kam die verehelichte Auguste Krüger nach dem Kassens lokal und präsentierte das Sparkassenbuch. Sie wurde festgehalten und der Polizei übergeben. Jezt hatte sich die K. wegen Diebstahls bor dem Schöffengericht Rirdorf zu verantworten. lautete auf drei Monate Gefängnis. Das Urteil Tödlicher Straßenunfall. Das Gerücht von einem Morde durchschwirrte gestern( Dienstag) Moabit. Im Haufe OldenBade- Anstalten und Spielplätze im städtischen Etat. burgerstraße 38 wurde früh gegen 7 Uhr im Torweg eine von Blut Der Magistrat verabschiedete gestern unter anderem den Etat überströmte Frau aufgefunden, die nur noch schwache Lebenszeichen für die Gemeindeschulen. Zur Unterhaltung der Spielpläge für die von sich gab und unter den Händen eines herbeigerufenen Arztes Jugend wurden 3500 M. mehr bewilligt, im ganzen rund 33 000 M., starb. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht von einem und für den Schwimmunterricht 5000 m. gegen 3000 im letzten Etat. neuen Verbrechen in Moabit. Die Polizei stellte jedoch bald fest, Obgleich es bisher wegen des starken Besuchs der städtischen Bade- daß es sich hier lediglich um einen bedauernswerten Unfall handelt. Die Wahl der Beisitzer zum Nixdorfer Kaufmannsgericht findet Anstalten, die während des Unterrichts nicht für die Oeffentlichkeit In der Toten wurde die 40jährige Zeitungsausträgerin Konrad am 28. Februar statt. Bis zum 13. d. Mts. sind jedoch die im geschlossen waren und mangels einer geeigneten Vorrichtung nicht aus der Stromstraße ermittelt. Sie litt seit Jahren an Krämpfen Ortsstatut vorgesehenen Vorschlagslisten beim Magistrat einmöglich war, den Massenunterricht einzuführen, und sich und ist jedenfalls auch auf ihrem Geschäftsgange in jenem Hause zureichen, worauf wir die Interessenten ganz besonders hinweisen auch manche Schwierigkeiten bei der Ausführung ergaben, erlernten von der Krankheit befallen. Hierbei ist sie zu Boden gestürzt und möchten. Die Vorschlagslisten dürfen nur die Namen von höchstens doch in der vorgeschriebenen Zeit 80.Pro 3. der unterrichteten mit dem Kopfe auf die Bordschwelle geschlagen, wobei sie sich die 12 Personen enthalten, die passiv wahlberechtigt sind; außerdem Schüler das Schwimmen. Dieses günstige Ergebnis veranlaßt nun tödliche Verlegung zuzog. Die Leiche wurde alsbald nach der ist es wünschenswert, sich vorher darüber Gewißheit zu verschaffen, den Magistrat, einen Versuch mit der Einführung dieser überaus Wohnung der Verstorbenen gebracht. ob die aufgestellten Kandidater auch die Wahl annehmen werden. gesunden Leibesübung auch bei Mädchen zu machen. Spielplätze Die Vorschlagsliste ist mindestens von 5 Wahlberechtigten mit Vorund Eisplätze gibt es zurzeit nur 3 städtische: 1. am Urban, der Passagetheater. Längst sind die Zeiten vorbei, wo man das und Zunamen, Beruf und Wohnung unter Benennung eines für eingehen soll, 2. in der Wiesenstr. 49-54 und 3. in der Bremer- Variété einfach mit dem Worte Tingeltangel abtun konnte. Es gibt weitere Verhandlungen bevollmächtigten Vertreters zu unterzeichnen. straße. Vor dem städtischen Obdach soll demnächst ein neuer Spiel- kaum ein Gebiet der Kunst, das sich nicht schon auf dem Brettl plak eröffnet werden. Außerdem werden noch Plätze im Friedrichs- produziert hätte, und nicht zum wenigsten haben hervorragende hain und Humboldthain sowie die fiskalischen Eyerzierpläße am Sängerinnen den Sprung vom Konzertsaal oder von der OpernStreuzberg, an der sogenannten einsamen Pappel( Schönhauser Allee), in Moabit und am Alten Köpenicker Weg in Treptow zum Spielen benutzt. Die eingeführten Ferienspiele haben sich bewährt und des steigenden Besuches von Kindern jeden Alters sich zu erfreuen gehabt. Der Magistrat will daher in diesem Jahre fünf neue Spielpläge eröffnen. Goldoniani. Theater " = Treptow Baumschulenweg. Sehr langsam arbeitet der Gemeindevorstand, wenn es sich um sozialdemokratische Anträge handelt. Bereits am 10. Januar hatten unsere Parteigenossen im Orts parlament den Antrag auf Anstellung eines Schul arztes eingebracht, aber trotzdem ist dieser Antrag zu der am kommenden Freitag stattfindenden Gemeinderatssitzung nicht auf die Tages= ordnung gesetzt worden. Ebenso findet sich auf dieser Tagesordnung nichts von der Interpellation wegen Polizeiübergriffe am Orte. Welchen Zweck hat dieser Schneckengang? Spandau. Die ordentliche Mitgliederversammlung des hiesigen Frauen- Bildungsvereins findet heute, Mittwoch, abend 8 Uhr im Kumleschen ofal, Schönwalderstr. 80, statt. Den Vortrag hält Frau Stiefel- Berlin. bühne ins Variété gewagt. Ob auch im Falle der Koloraturjängerin Lucia Krall die leidige Geldfrage für dieses Wagestück maßgebend gewesen ist, wissen wir nicht. Unbestritten ist aber wohl, daß diese Künstlerin, was Fertigkeit der Ausbildung und Höhe der Stimme betrifft, eine ernst zu nehmende Erscheinung ist und daß es im Grunde bedauerlich bleibt, wenn eine Sängerin dieser Art im Der Appetit kommt mit dem Effen. Wie berichtet wird, Bigarrenrauch ihre Leistungen zum besten gibt. Unter den eigent. lichen Brettl- Künstlerinnen zeichnen die akrobatischen Tänzerinnen Spandau. Die beiden Damen verkörpern anderem das Tabakrauchen auf den Bühnenpodien der Eine neue Polizeiverordnung verbietet unter hat die Große Berliner Straßenbahn an die Krone den Antrag Smeralda und Seniha sich aus. gestellt, für den Königsplatz von der Roonstraße ab, Reichstags- Anmut und Wildheit in ihrer geschmeidigen Person. Der Humorist hiesigen Säle; auch im eigentlichen Saalraum ist das Tabakrauchen plak, Sommerstraße, Platz vor dem Brandenburger Tor und Bronn ist auf seinem Gebiet vortrefflich; seine Spezialität ist der bei Strafe verboten, sofern dieses in dem betreffenden Saal durch Königgrägerstraße bis zur Voßstraße statt des unterirdischen Witwenball. Weiter feien aus dem geschickt zusammengestellten Plakat bekannt gemacht wird. Ausnahmsweise läßt sich gegen die Betriebes mit Schlitten Oberleitung zuzulassen. Ueber die Zahl Programm genannt die Sängerinnen und Tänzerinnen Perch, die Blakat bekannt gemacht wird. Ausnahmsweise läßt sich gegen die Tendenz dieser Berordnung nichts einwenden. der Denkmäler, die die Große" für die Gewährung dieser Redturner Cargathi, der Schnellzeichner Jems und die Duettisten Konzession stiften will, verlautet noch nichts. Das Schauspiel Im Hafen" von Georg Engel, Die Bestimmungen über die Unterbringung von Geisteskranken die bevorstehende Novität des Schiller Theaters, wird auf Kosten der Stadt Berlin in Privatanstalten haben hinsichtlich Sonnabend, den 11. Februar, zum erstenmal gegeben. Die Hauptder Entlassung gebesserter Kranker zu Mißverständnissen geführt. rollen werden von den Damen Else Wasa und Agnes Werner und Die Deputation für die städtische Jrrenpflege hat deshalb folgende von den Herren Georg Paeschke, Mag Pategg, Beanz Roland, Anordnung getroffen: Erscheint die Entlassung eines Kranken mög- Leopold Thurner gespielt. Der Ernst von Wildenbruch- Abend" lich, so ist sie unter Berücksichtigung der staatlichen Anweisungen im Bürgerfaale des Rathauses wird, da legten Sonntag viele ( eventuell also nach Anzeige an die zuständigen Behörden) alsbald Hunderte vor der Tür des Rathauses umkehren mußten, weil alle entstand im Herzoglichen Residenzschlosse zu Altenburg Großeinzuleiten. Sofern zur Entlassung oder Beurlaubung eines Eintrittskarten ausgegeben waren, am Sonntag, den 19. Februar, feuer. Der Kirchensaal brannte vollständig aus; der kostbare Kranten eine einmalige Unterstützung oder die Empfehlung zu fort- mit dem gleichen Programm wiederholt. Sonntag, den 12. Februar Inhalt sowie viele Gemälde von bedeutendem Werte laufender Unterstützung an die Armendirektion erforderlich ist, oder findet in der Reihe der Dichter- und Tondichter- Abende ein„ Carl find vernichtet. Militär unterstützte die Arbeiten der | falls der Zuſtand die Familienpflege unter Aufsicht der Anstalt Loewe- Abend" statt. Im National Theater wird Freitag Feuerwehr. gestattet, ist der Direktion der Hauptanstalt sofort Mitteilung be= Fidelio" mit den Damen Wellig, Bertram, Saccur und den hufs weiterer Maßnahmen zu machen. Herren Birrenhoven, Classen, Melms a. G., Meyer, Roha, Schenk Gegen die Automatenlokale wollen gastwirtschaftliche Ver- und Schmidek gegeben. Luisen Theater. Sonnabend einigungen vorgehen. In der gestrigen Sitzung der Schußkommis- findet ein Gastspiel des Opern- Theaters des Westens im Luisen fion für das Berliner Gastwirtsgewerbe wurde eine Eingabe an die Theater statt. Zur Aufführung gelangt Don Juan", welches mit den gefeßgebenden Körperschaften angenommen, in der die Bekämpfung ersten Sträften besetzt ist. Freitag wird die Neueinstudierung von Ser Automaten- Restaurants verlangt wird. Es sollen neue Kon- Dorf und Stadt" gegeben mit den Hauptrollen, die Damen Benkenzefsionen nicht mehr erteilt werden. Eventuell wird die Einziehung dorf, Hüftel, Götter, die Herren Böhm, Hüner, Dehmig. " Vermischtes. Das Residenzschloß in Altenburg in Flammen! Gestern früh Berunglückter Erfinder. Aus Lyon wird gemeldet: Ein hiesiger Elektriker, der Erfinder einer neuen Flugmaschine ist, machte gestern den ersten Versuch mit seinem neuen Apparat. Zu diesem Zwede unternahm er von der Terrasse eines Hauses den Aufflug. Die Maschine erhob sich zirka 30 Meter, stürzte aber infolge falschen Manövers oder einer Unvorsichtigkeit in die Tiefe, wobei der Erfinder schwere Verlegungen erlitt. Eingegangene Druckschriften. einen Versuch durch Abreiben mit Brotfrumen und Holzkohle und Nach- Marktpreise von Berlin am 6. Febritar. Nath Ermittelungen bea reiben mittels Flanelllappen mit Alaun und weißem Tonpulver. fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte Dem Agrariertum, das in den nächsten Tagen wiederum mit lauten 2. Die Anwesenheit eines Verlobten ift in der Regel bom 17,60-17,58 M., mittel 17,56-17,54 M., geringe 17,52-17,50. Drommetenstößen seine Jahresversammlung in Berlin abhalten wird, ist ein Standesbeamten für genügend zu erachten. Wilhelm P. Nein. Roggen**), gute Sorte 13,90-13,89 m., mittel 13,88-13,87 M., geringe wesentlicher Teil der soeben erschienenen Nummer des„ Wahren Jacob" F. H. 100. Die Ehefrau kann von ihrem Mann Zahlung der Anwalts- 13,86-13,85 M. Futtergerste*), gute Sorte 16,40-15,20 m., mittel 15,10 gewidmet. Das vordere farbige Bild karikiert die Eröffnung der Parade und Gerichtskosten verlangen, die im Chescheidungsprozeß gegen sie ihr bis 13,90 m., geringe 13,80-12,70 M. Hafer*), gute Sorte 16,50-15,70., im Zirkus Busch", während das rückseitige farbige Bild ein Ständchen der erwachsen. Auch können folche Stoften durch einstweilige Berfügung des mittel 15,60-14,90 m., geringe 14,80-14,10 M. Erbsen, gelbe, zum Kochen Bündler darstellt, das sie ihrem verehrten Reichskanzler Bülow darbringen. Gerichtes festgesezt und beigetrieben werden. M. B. Ein Recht auf 45,00-30,00 M. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 M. Linsen 60,00-30,00. Zu erwähnen sind dann die Bilder" Der Junker in Berlin und daheim", Konzessionserteilung steht einem Ausländer( Nicht- Deutschen) nicht zu. Kartoffeln 10,00-8,00 m. Richtstroh 0,00-0,00 m. Heu 0,00-0,00 M. Bauer und Gerichtsvollzieher", die Gedichte„ Buschiade" von Erich Mühsam, Enghardt. Sind Sie rolljährig, so sind Sie an den Kauf gebunden. Sind Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 M. Eier per Schod 5,50-3,60 m. Absagebrief eines notleidenden Dstelbiers",„ Der sozialdemokratische Sie noch nicht volljährig( noch nicht 21 Jahre alt), so ist der Vertrag un-*) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Kalenderverteiler"," Der frechste Junker" und die Feuilletons„ Der lekte gültig. Unendlich oft haben wir vor Unterschrift unter Scheine für AbzahlungsRitter"," Die Ursachen der Landflucht"," Die Verfassung des Deutschen werke gewarnt. P. 2. 99. 1. Ja. 2. Ja, 10 Jahre nach Rechtstraft Reiches". Anderen Zeitereignissen( Revolution in Rußland, Bergarbeiter- oder der letzten gegen den Täter ergriffenen richterlichen Maßnahme. Wasserstand am 6. Februar. Elbe bei Aussig+0,70 Meter, bei streit) find gewidmet die Textbeiträge„ Der heilige Krieg" von Klara Müller, 0,20 Meter, bei Magdeburg+ 1,29 Meter. G. 11. 30. Die Gewährung von Aufenthalt in Heilstätten der VerUnstrut bei Bwei Könige"," Die wundersame Errettung Berlins",„ Der Bettminister", sicherungsanstalt( z. B. Beelitz und dergleichen) berührt das Recht auf Rück- Straußfurt+3,40 Meter.-Oder bei Ratibor+ 2,70 Meter, bei Breslau sowie die Juustrationen ,, Aus dem Streitgebiet"," Der arme Erbe", Der forderung des Klebemarken- Beitrags nicht. Es kann also eine Ehefrau, auch Ober- Pegel+5,38 Meter, bei Breslau Unter Begel 0,02 Meter, bei Innungsvorstand Brezelmüller",, Pour le mérite", Weichsel bei Brahemünde+4,00 Meter. ,, Noch glorreicher" wenn sie in Beelitz Aufnahme gefunden hatte, ebenjo dir Witwe eines in Frankfurt+1,52 Meter.. und„ Echte Freundschaft". Der Preis der 12 Seiten starken Nummer ist Beelitz Aufgenommenen Erstattung der Hälfte der Klebemarken- Beträge er- Barthe bei Bosen+ 1,30 Meter.- Neke bei Usch+ 1,10 Meter. 10 Pfennig. langen, es sei denn, Alters- oder Invaliditäts- Rente ist vorher zuerfannt. R. W. 11. 1. Einen Heimatsschein gebrauchen Sie zu Ihrem Zwecke nicht, ebensowenig einen Paß. Jedoch ist der Besiz eines solchen für Sie zweckmäßig. Den Antrag richten Sie an die Polizeibehörde, in deren Bezirk Sie wohnen. 2. Wir raten Ihnen ab. Sie können durch jede Buchhandlung, auch durch die des Vorwärts, aus den Reklamschen( oder Hendelschen) Stattonen Sammlungen Hefte für 20( beziehentlich 25 Pf.) und wertvollere Bücher beziehen. " Briefkaften der Redaktion. Thoms, Scheveningen. Wie Sie inzwischen aus unserem Blatte haben ersehen können, sind jene Ereignisse auch nach der von Ihnen angedeuteten Richtung in ausführlichster Weise behandelt worden. Einsendung Baher zur Verwendung nicht mehr geeignet. Die andere Angelegenheit den deutschen Diamantarbeitern zur Erledigung überwiesen. Alles sicher! Juriftifcher Ceil. M. 01. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von 72 bis 9½ Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. G. E. 28. Benn Sie Flaschenbier verkaufen und, ohne Schanktonzession zu besigen, das Bier im Laden oder dessen Nebenräumen trinken laffen, so fönnen Sie wegen Gewerbe- und wegen Gewerbesteuer- Sontravention bestraft werden. Die Strafe ist eine sehr hohe Geldstrafe. In Ihrem Falle würde sie etwa 100 Mark betragen können. M. 1000. 1. Db und inwieweit Ihre Braut gegen den Nachlaßpfleger flagen kann, ergibt sich aus dem uns nicht mitgeteilten Wortlaut des Testaments. 2. Geburtsurkunden und Militärpapiere. 2. G. 1306. 1. Machen Sie Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 8. Februar. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Der Roland von Berlin. = Nenes königl. Opern Theater. Geschlossen. Deutsches. Die Brüder von Sankt Bernhard. Berliner. so ich Dir! Leffing. Der Biberpelz. Westen. Wiener Blut. Zentral. Die Jurheirat. National. Die Hugenotten. Neues. Ein Sommernachtstraum. Thalia. Der Kilometerfresser. Anfang 8 Uhr: Schiller ( Wallner Theater.) Pension Schöller. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Fuhrmann Henschel. Kleines. Abschied vom Regiment. Angele. Nefidenz. Hotel Pompadour. Lustspielhaus. Der Familientag. Trianon. Die glüdliche Gilberte. ( Heureuse.) Deutsch- Amerikanisches. New York. Luifen. Dorf und Stadt. Kasino. Heirat auf Probe. Metropol. Die Herren von Marim. Belle Alliance. Rumpacivagabundus. Urania, Taubenstr. 48/49. 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Sternwarte InvalidenPANO str. 57/62. CASTAN'S ANOPTICUM. Friedrichstr. 165. Neu! Rosa Wedsted, das finnländische Riesen- Mädchen!!! 2 Meter 20 cm groß! Neu! Das Erwachen des Poseidon! Apollo- Theater. Täglich: Berliner Luft von Paul Lineke und das erstklassige Februar- Spe zialitäten Programm mit dem Radrennen auf der Bühne = Robl- Arend. Sonntag, den 12. Februar, nachmittags 3 Uhr( ermäßigte Preise): Venus auf Erden und Radrennen Robl- Arend. umpacage Metropol- Theater Carl Weiß. Geld und Name. Apollo. Berliner Luft. Radrennen Robl- Arend. Spezialitäten. Passage Theater. Anf. 5 Uhr. Lucia Krall. Zum 97. Male: Die Herren von Maxim. Herrnfeld Theater. Pring Levy in Große Ausstattungsposse mit GeAhlbeck. Balaft. Der Verschwender. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Tier leben der Wildnis. Invalidenstraße 57/62. warte. Stern 7 Täglich geöffnet von bis 11 Uhr. Kleines Theater Anfang 8 Uhr. Angele. Borher: Abschied vom Regiment. Donnerstag: Die Neuvermählten. Abschiedssouper. Freitag: Nachtasyl. Sonnabend und Sonntag: Angele. Abschied vom Regiment. sang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Direktor Richard Schultz. Henry Bender. Josef Giampietro. Josef Josephi. Anton Grünfeld. Frid Frid. Fritzi Massary. Das Fest des Lichts.( Ballett.) Rauchen gestattet. Anf. 8 Uhr. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Die glückliche Gilberte Anfang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Das elfte Gebot. Neues Theater. Kasino- Theater Anfang 7%, Uhr. Ein Sommernachtstraum. Donnerstag: Der Graf von Charolais. Freitag, Sonnabend, Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Lothringerstraße 37( Rosenthaler Zor.) Täglich 8 uhr, Sonnt. 7-8 Konzert. Heirat vollst. -Dresden Witterungsübersicht vom 7. Februar 1905, morgens 8 lhs. Barometer. fland mm Wind. richtung Windstärke 76828 Wetter 2. S. 5. 79. 1. und 2. Der Witwe steht ein Anspruch auf die Hälfte der Markenbeiträge zu. Den Antrag soll sie Breitestr. 24 a( Magistrat, Abteilung für Invalidenversicherung) stellen. 3. Die Witwe soll ihren An- Swinemde. 765 WSW 4Regen spruch auf Sterbegeld gegen die Kasse geltend machen, der nach dem Gesek ihr Mann infolge seiner Beschäftigung angehörte. Ob er gemeldet war oder Hamburg 764 4 Regen Berlin 2 bedeckt Magistrat, Strakauerstr. 1-3.- R. K. 77. Ihre Tochter ist im Recht.... 774 nicht ist gleichgültig. Eventuell verlangen Sie Verurteilung bei dem 2 bedeckt Erna G. x. 53. 1. Nein: es ist nicht ersichtlich, bei welcher Gelegenheit München die falsche Angabe erfolgt sein soll. Liegt aber eine eidliche oder eidesstattliche Angabe vor, so ist diese strafbar. 2. Nein, 3. Der Ehemann, der für schuldig erklärt ist, hat keinerlei Anspruch auf Unterhalt gegen die Ehefrau. Liegt Ihr Fall anders, so wollen Sie ihn genauer schriftlich oder in der G. 3. 1898. 1. u. 2. Ja. 3. Nein. juristischen Sprechstunde schildern. 0. Wallner- Theater. Schiller- Theater Mittwoch, abends 8 Uhr: Pension Schöller. Boffe in 3 Aufzügen von Carl Laufs. Nach einer Idee von W. Jacoby. Donnerstag, abends 8 Uhr: Fuhrmann Henschel. Freitag, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. N. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Mittwoch, abends 8 Uhr: Fuhrmann Henschel. Schauspiel in 5 Aften von Gerhart Hauptmann. Donnerstag, abends 8 Uhr: Wallensteins Tod. Freitag, abends 8 Uhr: Fuhrmann Henschel. Zirkus Busch. Fortsetzung der Großen Internationalen Ringkampf- Konkurrenz. M. 7500.- Geldpreise in bar! 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Alle Ermäßigungen sind aufgehoben. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Täglich: Großes Urbock- Jubelfest. Internationale Künstlerkonzerte. x Theater- Ahteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Zirkus Schumann. Heute Mittwoch, den 8. Februar, abends präzise 71, Uhr: Grande Soirée équestre. Der Bernhardiner Hund als Elite- Programm. 1. a. Neu! Kunstreiter! vorgeführt von Herrn Mesguetz. Residenz- Theater. Dir.: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Hotel Pompadour. Schwent in 3 Atten v. Anthony Mars u. Leon Xanrof. Deutsch v. M.Schönau. 3 Uhr: Der selige Toupinel. Sonntag, 12. Februar, nachmittags Der Heldentenor zu Pferde, Lustspielhaus Mons. Cremo Hoffmann. Neu! Die dressierten Tiere des Täglich 8 Uhr: Clown Steffi. Ferner: Die großartigen Der Spezialitäten und Direktor Albert Der Familientag. Schumanns neueste Monstredressuren. Um 9, Uhr: Bis jetzt unübertroffener Erfolg! Sonntag nachmittags: Die große Schumannsche Das Lumpengesindel. auf Probe. mit märchenhafter Pracht inszenierte Ausstattungs- Pantomime Eine Nordlandsreise. Bernhard Rose- Theater 3m Strahle der Mitternachtssonne. 7 hervorragend schöne Bilder. National- Theater Borber das bollit neue Programm. Sonntag 4 Uhr: In Vertretung. Volksgarten- Theater Weinbergsweg 19. Mittwoch, den 8. Februar 1905: Die Hugenotten. Anfang 7 Uhr. Donnerstag: Alessandro Stradella. Freitag: Fidelio. Sonnabend: Der Freischütz. Zentral- Theater Abends 72 Uhr: Die Juxheirat. Dperette in 3 Aften von Jul. Bauer. Musik von Franz Lehar. Morgen u. folg. Tage: Die Juxheirat. Sonnabend 4 Uhr: Däumelinchen. Sonntag 3 Uhr: Der Bettelstudent. Luisen- Theater. Zum erstenmal: Dorf und Stadt. Donnerstag: Hamlet. Freitag: Dorf und Stadt. Sonnabend: Gastspiel des Theaters des Westens: Don Juan. Sonntag, nachmittags: Hamlet. Abends: Dorf und Stadt. Montag: Hopfenraths Erben. ( früher Weimann). Mittwoch, den 8. Februar 1905, auf allgemeinen Wunsch zum 3. Male: Lenore. Schauspiel mit Gesang in 3 Abteilungen( 5 Bildern) von K. v. Holtei. Regie: Felix Burmeister. Feenhafte hier noch nie geseh. Effekte. Deutsch- Amerikanisches Theater. Köpenickerstr. 67/68. Zum Jeden Abend 8 Uhr: Gastspiel Ad. Philipp: 79. Male: New- York Palast- Theater Sonntag nachm. 3 Uhr, halbe Preise Burgstr. 22, früher Feen- Palast. Bis- a- vis d. Börse, 2 Min. v. Bhf. Börse. Heute Benefiz für den Regiffeur Hans Vilain: Der Verschwender. Saubermärchen in 3 átt. v. Raimund. Valentin Hans Vilain. Azur Dir. Robert Dill a. G. ad ber Borftell: Familien- Freitanz. Anfang 8 Uhr. Eröffnung 7 Uhr. Entree 50 Pf. Borzugskarten haben Gültigkeit. Morgen das glänzende Februar Programm. 92 Uhr: Wie 9% lr: Wie man Weiber fesselt. Ueber'n grossen Teich. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich von 12-4 11hr: Mittagstisch. In den unteren Sälen jeden Abend: Bockbierfest. KONZERT. Der dumme May u. der fluge Hans. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Fritz Steidl- Sänger. Gesundbrunnen, Badstraße 58. Der Hausdrache. Original Posse mit Gesang von Robert Linderer. Mufit v. R. Thiele. Nach der Vorstellung: Ball. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Numer. Platz 75 Pf. Morgen Donnerstag, 9. Februar: Große Soiree des Zauberkünstlers Mag Nößner. Gustay Behrens SpezialitätenTheater, FrankfurterAllee 85. Das großartige Februar- Programm. Sehen Hören Staunen Freitag: Elite- Abend: Der Hütten- Nach jeder Vorstellung im Kaisersaal: und weiter empfehlen. besitzer. Tanz. Wien Zenip. It. C. 5° C.= 4° R. Stationen Barometer stand mm 23ind. richtung 23indstärke Wetter 5 Haparanda 742 N 6 Befersburg 745 2 Scilly 771 S Aberdeen 767 28 Paris 775 SS 4 heiter 2 bedeckt 4 bedeckt 2 wolten! 2bedeckt Temp. n. 6. o292326 -10 S 2 wolfig 774 SW 1 Nebel Wetter- Prognose für Mittwoch, den S. Februar 1905. Ein wenig kälter, zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen und frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Täglich 8 Uhr: Skala- Theater. Geld und Name. intenstr. 132( a. d. Friedrichstr.) Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Kindervorstellung. Hänsel und Gretel. Sonntag, nachm. 3 Uhr( Parkett 60 Pf.) 8. legtenmal: Senta Wolfsburg. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Zum leztenmal: Emilia Galotti. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Donnerstag: Benefiz für C. Reich. Der Bucklige, oder: Die Macht der Arbeit. Gebrüder An der Grenze, oder: Verschlafen. Boffe mit Gesang in einem Aft. Großer Boxer- Kampf sowie 30 internat. Spezialitäten. Anfang 7, 11hr. Vor der Vorstellung: Konzert. Otto Pritzkows Abnormitäten- Ausstellung Münzstraße 16. Täglich Borstellung Die Riesin Ilona, 485 Pfd. schwer, die schwerste Dame, die je gelebt. 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Wir ersuchen alle Bauarbeiter, hierauf zu achten. 79/14 Jedes Wort: 5 Die Kommission. Pfennig. Das erste fettgedruckte Wort 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Vereinigung der Maler, Lackierer, Anstreicher. Filiale Berlin. Donnerstag, den 9. Februar, abends 81%, Uhr: General- Verfammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 4. Tages Ordnung: 1. Raffenbericht vom 4. Quartal 1904. 2. Jahresbericht der Drtsverwaltung. 3. Neuwahl der Ortsverwaltung. Mitgliedsbuch legitimiert. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht jedes Kollegen für regen Besuch dieser Versammlung zu sorgen. Die Ortsverwaltung. Stellmacher! 124/6 Donnerstag, den 9. Februar, abends 8%, Uhr, im„ Rosenthaler Sof", Rosenthalerstr. 11-12: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen R. Leopold über: ,, Wie sind Lohnbewegungen zu führen?" 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 79/ 11* Die Kommission. Am Donnerstag, den 9. Februar 1905, abends 9 Uhr, in den Andreas Festfälen, Andreasstr. 21: Großer öffentlicher Vortrag über Hypnotismus, Am 4. d. Mts. verstarb nach furzem Leiden unser Mitglied Franz Rothe. Die Beerdigung findet Donners tag, den 9. Februar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes zum Heiligen Kreuz in Mariendorf aus statt. 20422 Die Mitglieder der Klaviaturfahrik ,, Union" e. G. m. h. H. Männergesangverein Lorbeerkranz 1879. Am 4. d. M. verstarb nach furzem Strantenlager unser lieber Freund und treuer Sangesbruder Franz Rothe. Sein biederer Charakter, sowie seine treue Anhänglichkeit an den Verein werden ihm bei allen Mitgliedern ein ehrendes An denken sichern. 65/6 Die Beerdigung findet am 9. d. M. nachmittags 4 Uhr von der Leichenhalle auf dem Kreuzfirchhof in Mariendorf aus statt. Danksagung. Maxim Gorki, Teilnahme und die reiche Kranzſpende der Dichter des" Nachtasyl", wurde während der legten Unruhen in Petersburg berhaftet. Das Schicksal des aller Streise der Bevölkerung. Wir Dichters erregt das lebhafteste Interesse bringen daher unseren Lesern die Werke Gorkis in Erinnerung und empfehlen dieselben einer freundlichen Beachtung. Maxim Gorki: sein Wesen und seine Wirkung in der Naturheilkunde. Das Opfer der Langeweile Referent: O. Granzow. 19746 Um den Wert der Sache zu prüfen, sollte niemand versäumen, diesen hochwichtigen Vortrag zu besuchen. Eintritt für den Vortrag 20 Pf. Nach dem Vortrag Experimente. Gäste, welche an diesen teilnehmen tollen, haben 10 Bf. nachzuzahlen und sind dann für diesen Abend Mitglied, Der Vorstand des Berliner Naturheilvereins Often. 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Für die so zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung unseres lieben Bruders und Schwagers, des Metallarbeiters Gustav Liepmann fagen wir seinen Kollegen, der Firma Dewitt u. Herz, dem Deutschen Metallarbeiter Verbande, dem Sozial demokratischen Wahlverein im 5. Kreise fotie allen lieben Freunden und Genossen auf diesem Wege unseren herz 20405 lichften Dant. Leopold u. Elise Liepmann. für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis! Uhr, für die Vororte bis 12Uhr, In der Hauptexpedition Lindenstrasse 69 bis 5 Uhr angenommen. +64 Tüchtige Fliesenleger stellen noch ein Gebrüder Vogel& Co. Kurfürstendamm 224. Ein tüchtiger, erfahrener findet in einer Künstlerölfarbenfabrik Süddeutschlands Stellung. Hundterrier, weißgelb, mit Marte Maurergesellen auf massive wegen Burubefebung verkäuflich Dem- Nummer 16781 entlaufen. Hohe Be: Steindeden stellt ein Bolier Daniel, minerstraße 12, Annahmestelle. 19845 lohnung! 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