Nr. 34. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentli 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags nummet mit illustrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. BoftAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett, gedruckte) Bort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für bie nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Donnerstag, den 9. Februar 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Zollfaz für Hopfen, der bisher 20 M. pro Doppelzentner Rohgewicht Kleidungsstüde statt jezt 65, 105, 175 fünftig 75, 140 und 250 Fr.; Landwirtschaft und und Industrie in den Vertragssatz 14 M.) betragen hatte, auf 60 M. Auf die Forderung. Damengarderobe statt jetzt 65, 105, 175 fünftig 90, 150 und 250 Fr.; neuen Handelsverträgen. " " " D d Aufforderung zum Streikbruch. des Zentrums, besonders seines bayerischen Teiles, wurde der Satz Schirme, feidene, statt jetzt 60 fünftig 130 Fr. auf 70 M. erhöht. Um den hohen Braugersten- und Malzzoll durch- Das sind so beträchtliche Bollerhöhungen, daß ein schwerer Das„ oberste Prinzip", von dem die Regierung sich bei den zusetzen, ist die deutsche Regierung aber im Vertrage mit Defter- Rückschlag auf die deutsche Industrie nicht ausbleiben kann. Ihr Handelsvertragsverhandlungen hat leiten lassen, ist, wie sie selbst vor reich- Ungarn bereitwillig wieder auf einen Vertragssatz von 20 M. Abfazmarkt in Rußland, Desterreich- Ungarn, der Schweiz wird zehn Tagen durch die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" offiziell zurüdgegangen. ihr enorm verengert und zugleich in diesen Ländern durch verkündete, die möglichste Steigerung des Schuzes Erreicht ist dieser Vorteil des ostelbischen Großgrundbesizes, wie den gesteigerten Bollschutz künstlich eine gefährliche Konkurrenz großder landwirtschaftlichen Produkte" gewesen, und wie die jezt vollständig vorliegenden Zolltabellen der neuen Handels- gezogen. Immerhin droht den deutschen Großindustriellen in ihrer wenig sonst auch die offiziellen Verkündigungen dieses Blattes auf berträge faft Blatt für Blatt nachweisen, auf Kosten des Exports der Gesamtheit nicht jene Schädigung ihrer wirtschaftlichen Existenz wie Zuverlässigkeit Anspruch machen können, in diesem Fall läßt sich die deutschen Industrie. Um die Zollwünsche der feudalen Blüte des der Arbeiterschaft. Wird auch der Absatz nach dem Auslande Richtigkeit seiner Behauptung nicht bestreiten. Tatsächlich zeigt fast neuen Deutschen Reiches preußischer Nation zu erfüllen, um die erschwert, so gestatten doch andererseits die erhöhten Industriezölle jeder der Verträge, daß die Regierung bei ihrem Abschluß sich aus- Getreide- Mindestzölle sowie die hohen Viehzölle durchzusetzen und des neuen deutschen Zolltarifs den Großindustriellen, besonders schließlich die Aufgabe gestellt haben muß, sich das Wohlwollen und die zugleich freie Verfügung über die Grenzsperre zu behalten, hat die soweit sie in Syndikaten und Kartellen organisiert sind, künftig Anerkennung des ostelbischen Junkertums zu sichern, und daß deutsche Regierung den Vertragsstaaten den Schutz, den diese für die Preise für ihre Artitel auf dem Inlandsmartt fie in Verfolgung dieses hohen Zieles alle Rücksichten auf die ihre einheimische Industrie gegen die deutsche Konkurrenz verlangten, noch höher zu halten als bisher und sich also Industrie und vor allem auf die Lebensbedingungen der Arbeiter- ohne weiteres tonzediert. gewissermaßen an den auf dem einheimischen schaft leichthin geopfert hat. Die infamen Helfersdienste, die ein Als zu Anfang der neunziger Jahre Graf Caprivi mit Defter Martt erzielten Mehrprofiten für die Ausfälle Teil der liberalen Parteien vor zwei Jahren dem Juntertum, unter reich- Ungarn, Italien, Belgien, Rußland usw. Tarifverträge abschloß, des Exportgeschäfts zu entschädigen. Außerdem schnöder Rechtsverletzung bei der Durchbringung des bekannten geschah es, um die hohen Zollschranken, welche einzelne diefer haben aber viele deutsche Industriegesellschaften im Auslande, Kardorfffchen Antrages auf Erhebung der Zölle nach den Beschlüssen Staaten gegen die deutsche Einfuhr errichtet hatten, zu er besonders in Rußland, Filialen gegründet oder sich an solchen der XVI. Kommission leistete, rächen sich jetzt. Das große niedrigen und der deutschen Industriewaren- Ausfuhr neue Absatz- Gründungen beteiligt, und für diese Gesellschaften ist es oft weit Wert zum Segen des Vaterlandes", als welches gebiete zu öffnen. Und obgleich teilweise die fremden Zugeständnisse, vorteilhafter, daß ihre russischen Unternehmungen prosperieren, als damals Graf Bülow unter Aufbietung seiner schönsten Phrasen besonders die Zollermäßigungen Rußlands, feineswegs als beträchtlich daß die deutsche Ausfuhr nach Rußland steigt. Gibt es doch den neuen Zolltarif pries, hat sich als brauchbare Grund- gelten konnten, haben sie eine bedeutende Zunahme des deutschen beispielsweise fast keine der großen und größeren deutschen Eleklage" für die Abschließung nüßlicher Tarifverträge zum Vor- Industriewaren- Exports zur Folge gehabt. Die deutsche Ausfuhr trizitätsgesellschaften, die nicht Filialunternehmungen in Rußland teil des ländlichen Großgrundbesizers bestens bewährt. Die von Eisenwaren nach Rußland ist seitdem um mehr als das Drei- hätte. Die Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft, die Siemens u. Halste, superflugen liberalen Vertreter des im Handel und in der Induſtrie fache, die von Maschinen, Instrumenten, Apparaten und Kurzwaren Schudert, Lahmeyer, Helios, die Kontinentale Gesellschaft für elektätigen Bürgertums, die damals in staatsmännischem Dünkel über die beinahe um das Bierfache, die von Wollwaren fast um das Drei- trische Anlagen, Berliner Gesellschaft für elektrische Unternehmungen, Taktik der Sozialdemokratie zeterten, sie sind die schmählich Geprellten. fache gestiegen. Kölner Aftiengesellschaft für Elektrizitätsanlagen, Berlin- Hagener Ein Ergebnis. über welches man schadenfroh lachen könnte, träfe nicht Die neuen russischen Zölle auf deutsche Ausfuhrartikel, welche Affumulatorenfabrit usw.: sie alle haben ihre Tochtergesellschaften in der mit den neuen Verträgen geführte Schlag die industrielle Arbeiter die deutsche Regierung akzeptiert hat, beseitigen aber nicht nur Rußland oder sind an russischen Gründungen hervorragend beteiligt. schaft noch härter, als jene Schichten des Bürgertums, indem er größtenteils die Bollreduktionen wieder, die Deutschland 1894 erlangt Mag indes die Großindustrie in der Erhöhung der Inlandspreise nicht nur die industrielle Entwickelung hemmt, die Arbeitsgelegenheit hat, sondern übersteigen selbst vielfach die Säße, ihrer Fabrikate und der Rentabilitätssteigerung ihrer auswärtigen vermindert, sondern zugleich auch der Arbeiterklaffe die not- mit denen der deutsche Industriewaren Egport Filialen teilweise Ersatz für die Erschwerung ihres Exports finden; für den wendigsten Lebensmittel verteuert. Die Arbeiterfrau, die na ch Rußland bor jenem Vertrage bela ft et Arbeiter bedeutet dies lediglich eine weitere Verschlechterung seiner mit jedem Pfennig rechnen muß: sie wird nur zu bald den war. Die neuen russischen Vertragszölle für Gußeifenfabrikate, Lage. Zu der höheren Zollbelastung der Lebensmittel, zu der Bülowschen Segen des Vaterlandes" in seiner preissteigenden für bessere Stahlwaren sind durchweg doppelt so hoch als bisher; Hemmung der Industriewaren Ausfuhr, d. h. Verminderung der Wirkung praktisch kennen lernen. während sie früher 2,10 Rubel( 1 Rubel 2,16 M.) pro Pud Arbeitsgelegenheit tritt als weitere Folge der neuen Handelsverträge Die neuen Handelsverträge sind tatsächlich, wie die Regierung( 16,4 Kilogramm) betrugen, stellen sie sich jetzt auf 4,20 Rubel, eine Preissteigerung der syndizierten Industrie- Artikel auf dem fie in dienstfertigem Berben um die Gunst der junkerlichen Kanal- Für Werkzeuge, Sicheln, Haden, ist der Zoll von 1,65 Rubel pro deutschen Inlandsmarkte, eine Zunahme der Verlegung deutscher fronde richtig genannt hat: Verträge zum Schutz( d. h. zur Preis- Bud auf 1,80 bis 2,50 Rubel gestiegen, für einfachere Kupferwaren von industrieller Betriebe ins Ausland. Doch das Profitinteresse des steigerung) der landwirtschaftlichen Produkte" der landwirtschaft- 6,48 auf 8 bis 9 Rubel. Noch stärker find teilweise die Erzeugnisse der Juntertums erfordert nun einmal dies kleine patriotische Opfer; und lichen Produkte im allgemeinen, speziell aber jener, die vorzugsweise Maschinenindustrie mit Zollerhöhungen bedacht. Auf Dampfmaschinen, überdies einen hehren Trost bietet immerhin das große Werk der ostelbische Großgrundbesig erzeugt. An der Erhöhung der Ver- Lokomotiven, Lokomobilen, auf Textil-, Metall- und Holzbearbeitungs- zum Segen des Waterlandes": der Vertragszoll für Kaviar, das tragszölle auf Roggen und Weizen bon 3,50 M. auf 5 bezw. 5,50 M. maschinen erhöht sich der russische Vertragszoll um 45 bis 100 Broz. notwendige Lebensmittel der notleidenden Agrarier, ist nicht erhöht, und prp Doppelzentner, sowie auf Hafer von 2,80 auf 5 M. hat vor Auch der ohnehin schon hohe Zoll auf elektrische Apparate ist um der Zollsaß für verschiedene feine Südfrüchte fogar um 50 Proz. ermäßigt. allem der Großgrundbesitz des Ostens ein Interesse; schon 33, Proz. erhöht. Ebenso ist der Zoll für Wollwaren durchweg deshalb, weil im Westen der mitttel- und Kleinbäuerliche erhöht. Für Wollgarne, deren Ausfuhr aus Deutschland nach RußBesitz überwiegt, und dieser vielfach nur so viel Getreide erzeugt, land in den letzten Jahren durchschnittlich über sieben Millionen als er in der eigenen Wirtschaft gebraucht. Er bringt meist nur Rubel betragen hat, stieg z. B. der Zoll um 10 bis 15 Broz. Ferner Der geschäftsführende Ausschuß des Evangelischen Arbeiterfleine Mengen zum Verkauf, hat also von der durch die Zollerhöhung wurden die Zölle für Holzwaren um 10 bis 25 Broz., für chemische vereins in Bochum hat das angekündigte Flugblatt erlassen, bewirkten Preissteigerung nur geringen Vorteil; während im Osten und pharmazeutische Erzeugnisse aber vielfach um 75 bis 100 Broz, worin er seine Mitglieder aus dem Bergarbeiterstande" auf der Großbesitz vorherrscht, der vornehmlich Getreide für den Verkauf in einzelnen Fällen sogar um über 300 Proz. erhöht. fordert, Streifbruch zu begehen. Etwas anderes ist die Aufproduziert. Auch die Zollerhöhungen auf Rindvich und Schafe, Nicht minder weist der neugeschlossene Tarifvertrag mit forderung zur Wiederaufnahme von dieser Stelle aus nicht. ( 8 M. pro Doppelzentner Lebendgewicht), die für einzelne Vieharten, Desterreich Ungarn beträchtliche Zollerhöhungen für die Der Ausschuß des Evangelischen Arbeitervereins hat mit der 3. B. Stiere, Stühe, Jungvieh, Stälber, das Dreis und selbst Bier- deutschen, vorzugsweise in Desterreich- Ungarn eingeführten Industrie- Streifleitung nicht das geringste zu tun und nur diese allein ist fache des bisherigen Zollfages ausmachen, bevorzugen den Often waren auf. Für die Roh- und Halbprodukte der Eiſenindustrie find befugt, den Streifenden die Parole zu geben. Zudem sind vor dem Westen. Ist auch, nach der Fläche der land- zwar die bisherigen Zölle im ganzen bestehen geblieben, dafür hat die Gründe, auf die der evangelische Ausschuß sich für seine wirtschaftlichen Betriebe berechnet, die Rindvichaufzucht im aber eine ganze Reihe von Fertigfabrikaten, namentlich Bleche, Aufforderung beruft, ganz hinfällig. Daß die Versprechungen Westen etwas stärker, als im Often, so bleibt doch im Verhältnis Draht, Röhren, Eisenbahnmaterialien, landwirtschaftliche Geräte, der Regierung kein Vertrauen verdienen, haben wir schon zum Bodenwert des ländlichen Besitzes und zur Größe der erforder- Werkzeuge, Waffen, Messerschmiedewaren usw., Zollhinauffeßungen mehrmals ausführlich dargelegt. Auch die Berufung auf das lichen Betriebsmittel, also im Verhältnis zum aufgewandten Stapital erfahren, meist um 20 bis 40 Broz. Necht beträchtlich find ferner Versprechen Kirdorss, daß keine Maßregelungen vorgenommen die Rindviehzahl im Westen hinter der des junkerlichen Ostens weit die Erhöhungen der österreichischen Vertragssätze für manche Textil- werden sollen, ist hinfällig, denn das Versprechen ist ganz wertlos. zurüd. Außerdem aber produziert der östliche Grundbesig die zur fabrikate, z. B. für feine sowie gebleichte und gefärbte Garne, Erstens ist es an eine Stelle gerichtet, die gar keinen Auftrag hatte, Aufzucht nötigen Futtermittel selbst, während in den westlichen für wollene und baumwollene Wirk- und Strumpfwaren, Versprechungen entgegenzunehmen. Niemand weiß, wie das Staaten ein großer Teil der Futtermittel hinzugekauft werden muß. SpizenStickereien, Sammete, Posamentier, sowie Versprechen Sirdorfs gelautet hat, niemand kann nachprüfen, also die Viehpreissteigerung teilweise durch die Mehrausgabe für für verschiedene Seiden- und Halbseiden- Waren. Ferner haben viele ob es überhaupt gegeben worden ist. Es steht Herrn Kirdorf Futtermittel wieder ausgeglichen wird. Ebenso ist die enorme von Deutschland bisher in Desterreich eingeführte Artikel der Papier- völlig frei, zu gegebener Zeit zu bestreiten, daß er überhaupt Steigerung des Pferdezolles, die für hochwertige Arbeitspferde und der Lederindustrie beträchtliche Zollsteigerungen erfahren, z. B. etwas versprochen habe. teilweise das Sechsfache des bisherigen Sages beträgt, in erster sind erhöht: Nind- und Roßleder( von 36 auf 45 und 55 Kronen Aber selbst wenn Herr Kirdorf ein solches Versprechen in Reihe ein Geschenk an den großen ostelbischen Grundbesitz. pro Doppelzentner), Kalbleder( von 43 auf 50), Sattler und einer Form gegeben hätte, daß sich daran nicht deuteln ließe, Dafür hat man allerdings auch dem Obst- und Weinbau des Riemerwaren( von 60 auf 77, mit Beschlägen von 120 auf 240), so ist Herr Kirdorf doch noch nicht der bergbauliche Verein, Oftens einige Konzessionen gemacht. Für Aepfel, Birnen, Quitten, reine Ledergalanteriewaren unter 1 Kilogramm( bon 77 auf 120 venn er auch dem Vorstande des Vereins angehört. Es ist Pflaumen, die bisher frei in das deutsche Zollgebiet eingeführt und 165), Handschuhe( bon 119 auf 150), Lederivaren mit Gold also gar keine Garantie vorhanden, daß die Unternehmerwurden, ist ein Vertragszoll von 2 M. pro 100 Kilogramm( gewöhn- montierung( von 714 auf auf 850), Treibriemen( von 43 vereinigung ein etwaiges Versprechen Kirdorfs erfüllt. liche Zwetschen sind in den ersten drei Monaten nach der Ernte, und 52 auf 58, 68, 80 Kronen pro Doppelzentner). Wie die Unternehmer wirklich über die MaßregelungsSeptember, Oktober, November zollfrei) vereinbart, der für Mit den größten Zollerhöhungen aber find die Produkte frage denken, das enthüllt eine Meldung der„ Vossischen Ztg." feinere Aepfel und Birnen auf 5 M. steigt. Ferner ist der Verttags- der chemischen Industrie bedacht worden, z. B. find die Zölle aus Essen. Ihr wird von dort berichtet: zoll für eingestampfte Weinbeeren von 4 auf 10 M., für roten Most für Oralsäure, Schwärzen, Stärke, Preßhefe, Ammoniak, Aezkali, und roten Verschnittwein von 10 auf 15 M. pro Doppelzentner Gelatine durchweg um zirka 50 Proz. erhöht, ferner: Stärkeglanz( von erhöht worden. Aber im ganzen ist der Hauptvorteil 14 auf 24), tonzentrierte Essigsäure( von 47 auf 60), Stärkeauf seiten des ostelbischen Großgrundbesizes; gummi( von 7 auf 18), Zinnpräparate( von 7 auf 121/2), chlorfaures während für die Bauern, denen zur Zeit der Wahl Kali( bon 14,30 auf 24), Wasserstoffsuperoxyd( von 312 auf 24), Chlorder Bund der Landwirte die lächerlichsten Verzint( von 4,76 auf 24), raffiniertes Glyzerin( bon 1,90 auf 6), Bleisprechungen gemacht hat, der Vorteil des neuen und Farbstifte( von 43 auf 60), alkoholische aromatische Effenzen Vertragstarifes um so zweifelhafter wird, je und Barfümerien( von 178%, auf 300 Kronen pro Doppelzentner). tleiner ihr Besiktum ist, bis schließlich für die Rund verdoppelt sind weiter die Zollsäge für Pottasche, kohleneigentlichen Kleinbauern sich als Resultat der faures Ammoniak, Blutlaugenfalz, holzessigfauren Stall, essigsaure neuen Verträge eine direkte Schädigung ihrer und Holzessigsaure Tonerde, Grünspan, Kitte. Existenzbedingungen ergibt. Auch die Schweiz hat in den Verhandlungen beträchtliche ZollZunächst die Interessen des ostelbischen Großgrundbefizes, dann erhöhungen auf deutsche Industrie- Artikel durchgesetzt: vornehmlich die der Großbauern, zu allerlegt die der Kleinbauern: das ist die auf Baumwoll, Flachs-, Hanf- und Jutegewebe, ferner für ErMagime, nach der flar ersichtlich bei den Handelsvertrags- Berhand- zeugnisse der Konfektionsindustrie und der Maschinenindustrie. Leiblungen verfahren worden ist. Deutlich zeigt sich das im Schicksal wäsche zahlt z. B. statt jegt 65, 70, 105, 175 fünftig 50, 90, 130, des Hopfenzolls. As die Regierung ihren Bolltarif- Entwurf vor 250 Fr. Zoll pro Doppelzentner; Strümpfe aus Baumivolle statt jegt drei Jahren dem Reichstage vorlegte, erhöhte sie den allgemeinen 60 tünftig 70 Fr.; aus Wolle statt jetzt 75 fünftig 100 Fr.; HerrenEinflußreiche Perfonen von der Bechenverwaltung äußern sich über die Lage wie folgt: Wiederholt wundert man sich darüber, daß die Zechen nicht bereit sind, die Forderung zu erfüllen, die jedes Unterbleiben von Maßregelungen zusagt. Dies Verhalten stammt aus den Beobachtungen des Ausstandes bon 1889. Die damals abgegebene Erklärung in Hinsicht der Schichtdauer ist von der gegnerischen Presse zwischenzeitlich völlig entstellt worden und hat noch fürzlich im Reichstag zu dem Vorwurf geführt, die Verwaltungen wären ihren gegebenen Worten untreu geworden und hätten Wortbruch begangen. Würde auf Grund des jezigen Ausstandes grundsäglich Straffreiheit zugefagt, so würde auch jede Disziplinarmaßregel im nächsten Jahre, die mit dem Ausstande tatsächlich nicht im Zusammenhang stände, sondern aus zeitlich getrennten, späteren Deliften erfolgten, womöglich doch auf den Ausstand zurüdgeführt und als Bortbruch ausgelegt werden. Das neben kommt in Betracht, daß die völlige Ignorierung des Ausbleibens von der Arbeit doch alle Arbeitswilligen schwer tränken muß, die ungeachtet der Bedrohung und förperlichen und moralischen Mißhandlung die Aufrechterhaltung wenigstens eines eingeschränkten Betriebes ermöglicht haben. " Oberschlesien. Es ist den Unternehmern also Grundsak, kein Versprechen agrarischen Handelsverträge gewonnen. Der glorreiche auf Unterlassen von Maßregelungen zu geben. Dabei ist Jm Bergrebier Ratibor dehnte sich am 8. d. M. der Ausstand Liberalismus hat durch die Annahme des Kanals erreicht, bemerkenswert die Wendung, daß ein solches Versprechen Zu- auf die Steinkohlenbergwerke Johann Jakob- Grube" bei Niedobschüß daß aus der geplanten Verkehrserleichterung ein neues Machtsicherung von Straffreiheit wäre. Die Unternehmer stehen und Redengrube" bei Birtultau aus. Von den 330 beziv. 282 Mann mittel des preußischen Junkertums geschaffen ist. Indem die also nach wie vor auf dem Standpunkte, daß der Streit ein starken Tagesschichten dieser Gruben fehlten 150 bezio. 192 Mann. Liberalen frog der in den Entwurf hineingebrachten Abgaben Verbrechen ist und daß sie die Rechtshoheit über ihre Sklaven Forderungen wurden bisher nicht gestellt. haben. Sie sehen die Zusicherung auf Unterlassen von Maß- Steinfohlenbergwerken Kons. Start Georg Viktor" und" Komb. fanal mehr ist, schlucken, haben sie der preußischen Reaktion Auf den im Bergrebier West Waldenburg gelegenen auf natürliche Wasserläufe den Kanal, der kein Mittellandregelungen als einen Aft der Gnade au. Danach kann man Gustavgrube" der Schlesischen Kohlen- und Kokswerke zu Gottes- den Anfang einer Herrschaft über die westlichen Flüsse erermessen, was die Arbeiter bei bedingungsloser Wiederberg waren in der Nachtschicht zum 7. d. M. fowie in der darauf möglicht, wie es schon heute das deutsche Eisenbahnwesen für aufnahme der Arbeit erwartete. folgenden Früh- und Mittagsschicht von der 3624 Mann starken Preußen ist, d. h. für das in Preußen herrschende ostelbische Belegschaft insgesamt 2488 Mann ausständig. Neu in den Ausstand Großgrundbesitzertum. trat am 7. d. M. die Belegschaft der Abendrötegrube", und zwar Ueber andere Vorgänge im Streifgebiet liegen heut feine fehlten in der Früh- und Mittagsschicht von 864 Mann 108. wesentlichen Nachrichten vor. Donnerstag nachmittag sollen im ganzen Revier Versammlungen stattfinden, denen die BeBom belgischen Streit wird gemeldet, daß die Zahl schlüsse der Revierkonferenz, die ant Vormittag tagt, unter- Streifenden schon nahe an 60 000 betrage. breitet werden sollen. Bürgerliche Blätter wollen wissen, daß diese Beschlüsse die bedingungslose Wiederaufnahme der Arbeit nicht empfehlen werden. * Aus einer Versammlung, die am Dienstag in Essen stattfand, wird berichtet, daß sich gegen die Siebenerkommission starke Mißstimmung geltend gemacht habe wegen der Ermäßigung der Forderungen. wird. Alles in Ordnung. Dabei haben gerade die Leute auf„ Bruchstraße" kurz vor Beginn des Streiks durch Kommissionen mehrfach Verhandlungen versucht zur Vorbringung ihrer Beschwerden. angewandt. Da macht man die Feststellung: " Im übrigen aber könnte gegen die Zeche nicht der Vorwurf erhoben werden, daß vorschriftsmäßig beladene Wagen genult Ebenso an anderer Stelle: worden wären." nicht behaupten." " Daß die Zeche unberechtigt die Wagen genullt hätte, könne er Das sind Antworten auf suggerierende Fragen. Nachdem dann von sämtlichen der vernommenen Bergleute Beschtverden der genannten Art sowie über die Löhne, die schlechte Behandlung und anderes vorgebracht worden waren, so daß das Protokoll über die Verhandlung zirka zwei Seiten des Reichs- Anzeigers" füllt, resümiert und " Politische Uebersicht. Berlin, den 8. Februar. Religiöse Daldung auf Gegenseitigkeit mit beschränkter Vorlage, die letzteren, weil sie der Ansicht sind, daß infolge der Aufnahme des Schleppmonopols und der Einführung von Schiffahrtsabgaben die Nachteile des Gesetzes größer sind als die Vorteile. Unerklärlich ist es, wie diejenigen Freisinnigen und Nationalliberalen, die die Schiffahrtsabgaben für verfassungswidrig halten, trokdem der Vorlage ihre Zustimmung geben konnten. Die Generaldebatte gab zu stürmischen" Auseinandersetzungen Wäre es den Konservativen noch sachlich ernst mit ihrer Opposition gegen den Kanal, so würden ihre Stammesder genossen im Herrenhaus ja ohne jede Mühe das Werk wieder scheitern lassen können. Man wird sehen, ob die Herren" das tun werden. Auf jeden Fall wäre es die Aufgabe gerade der Liberalen gewesen, die vollständige Kapitulation der Regierung vor dem preußischen Junkertum dadurch abzuschwächen, daß sie nu ihrerseits den Kanal verweigern. Das Junkertum erreicht alles durch Opposition, die Liberalen verlieren alles durch Konzession. Der deutsche Liberalismus hat niemals die Kunst Haftung. der Politik verstanden, in der die preußischen Junker auf dent Niemand will sich heute mehr zur Intoleranz bekennen. Gebiet ihrer bornierten Interessen Virtuosen sind. Der Herr Bachem und Herr Gröber, Herr Sattler und Liberalismus hat somit das Spiel des Junkertums getrieben, Im Reichs- Anzeiger" wird das amtliche Protokoll über die Herr Müller( Meiningen) streiten in edlem Wetteifer darum, und er bildet sich obendrein ein, einen Sieg errungen zu Untersuchungen der staatlichen Kommission auf Zeche„ Bruchstraße" er von ihnen der tolerantere sei. Dabei spricht aus jedem haben. In das Programm der politischen Komödie gehört auch veröffentlicht. Es ist ein klassisches Dokument dafür, wie solche Worte, das heute im Reichstage von liberaler Seite zu dem Untersuchungen in Polizei- Preußen geführt werden. Man hat die Toleranzantrage des Zentrums gesprochen wurde, grenzenlose die jetzige Opposition gegen den Bund der Landwirte, die von drei Belegschaftsvertreter und 11 Bergarbeiter als Zeugen ver- Furcht vor Rom und seinen Jesuiten, denen man im Proselyten- gewissen Freikonservativen und auch vom Regierungstische nommen. Es wurden die Beschwerden der Siebenerkommission machen nicht gewachsen ist. Herr Schrader von der Frei- aus geleitet wird. Eigentlich hat der Bund der Landwirte namentlich hinsichtlich der Seilfahrtsverlängerung verhandelt und sinnigen Vereinigung sagte ganz offen heraus, daß eigentlich nach der Erreichung der Handelsverträge seine Aufgabe ererwiesen, daß die Seilfahrt nicht nur schon um 4% Uhr früh be- jede Stonfession so unduldsam sei, wie ihre Macht es erlaubt, schöpft und er könnte zur Ruhe gehen. Um das zu verginnt, sondern daß viele Leute noch früher kommen und auch einHerr Müller- Meiningen von der Volkspartei hindern, haben die Bündler offenbar sich„ Gegner" bestellt, fahren die Zechenvertreter nannten das: den Förderkorb früher lieferte sofort den Beweis für die Intoleranz auf pro- die nun der Masse der Kleinen Bündler flar machen, eine wie gewaltige oppositionelle Macht und absolute Notwendigkeit der zur Verfügung stellen. Es wurde festgestellt, daß die Leute deshalb testantischer Seite. früher kommen, weil sie sonst teils fortgeschickt würden, teils auf Gröber sprach, nicht daran, auch den„ Heiden", den„ Anti- Woche, die ihre Krönung demnächst in der Jahresvorstellung Andererseits denkt das Zentrum, für das heute Herr Bund der Landwirte noch immer sei. Die landwirtschaftliche Leitern in den Schacht flettern müssen. Es wurde zugegeben, daß die Seilfahrt für einzelne Sohlen schon um 5 Uhr früh geschlossen christen" dieselben Freiheiten zu gewähren, die es für die im Zirkus Busch finden wird, wird weislich von dieser plözkatholische Kirche und andere anerkannte Religionsgemein- lich erwachten Leidenschaft gegen den Bund der Landwirte An diesen Feststellungen kann die Kommission nicht deuteln. schaften in Anspruchy nimmt. Herr Gröber empfahl den zehren. Etwas Erwünschteres konnte dem Bund gar nicht begegnen. Aber um sie abzuschwächen, wird festgestellt, daß sich niemand freien Religionsgemeinschaften, sich die Korporationsrechte Der Bund der Landwirte wird also auch in Zukunft als beim Betriebsführer darüber beschwert habe. Warum? Weil die Leute auch nach Annahme des Toleranzantrages!- dadurch zu verfürchteten, gemaßregelt zu werden. Nunmehr aber, nachdem fest- schaffen, daß sie sich in Aktiengesellschaften zur Aufbringung die demagogische Schutztruppe des Junkertums fungieren, die gestellt, daß sich niemand beschwert hat, wird weiter festgestellt, daß von Geldmitteln oder in Genossenschaften mit mehr oder von den vornehmeren Elementen nur um so geflissentlicher gestellt, daß sich niemand beschwert hat, wird weiter feſtgeſtellt, daß minder beschränkter Haftung zusammentäten. Liberale und abgeleugnet wird, je mehr sie politisch von ihnen benutzt wird. niemand wegen Beschwerden gemaßregelt worden sei. Also ist der Schluß, der allerdings dem Leser überlassen wird: die Furcht vor Selerifale fönnten zusammen eine Genossenschaft der bürger- Wenn die Agrarier siegen, so erklären sie allemal, sie hätten lichen Parteien zur Aufbringung der Toleranz Maßregelungen ist unbegründet und die Beschwerden der Arbeiter, nur bei weitem noch nicht erreicht, was sie wollten. Wenn die dann bilden, wenn soweit sie überhaupt berechtigt seien, wären abgestellt worden, wenn sie die Haftung auf Erfüllung Liberalen eine schmähliche Niederlage erleiden, so behaupten Die sie, triumphiert zu haben! Es ist wahrlich keine Aussicht, daß man sich an den Betriebsführer gewandt hätte, denn der ist ja an ihrer Versprechungen aufs äußerste beschränkten. ist Sozialdemokratie die die einzige Partei, allem ganz unschuldig. allen, sich in Deutschland jemals jemals ein selbstbewußtes liberales Gläubigen wie Ungläubigen, das Recht ihrer religiösen Ueber- Bürgertum entwickeln könnte. zeugung und das Recht, sie zu betätigen, unumschränkt gewährleisten will. Es stört sie in dieser Haltung auch gegenüber Ueber die Annahme der Kanalvorlage wird uns noch Ein anderes Mittel, um die Beschwerden der Arbeiter als unbe- den Klerifalen nicht, daß das Zentrum nur da tolerant ist, aus dem Abgeordnetenhause geschrieben: Das Spiel ist aus. Das Abgeordnetenhaus hat am Mittwoch mit rechtigt erscheinen zu lassen, wurde bei der Frage des Wagennullens wo es in der Minderheit ist; es beherrscht uns keine törichte 244 gegen 146 Stimmen die Kanalvorlage nach den Beschlüssen dem Ratholizismus durch irgend der Entwurf welche Machtmittel des Staates Abbruch zu tun. Die Sozial- nun an das Herrenhaus, das ihm voraussichtlich auch zustimmen welche Machtmittel des Staates Abbruch zu tun. Die Sozialdemokratie kämpft gegen die Kirche nur so fügte heute wird. Die Junker haben bis zuletzt in ihrer Opposition beharrt, der Genosse Adolf Hoffmann der Festlegung unserer größte Teil der Konservativen und etwa die Hälfte der Freiprinzipiellen Stellung hinzu, wie sie schon in der Sonn- fonservativen stimmten mit den Polen, einigen Zentrumsleuten, abend Debatte über den Toleranzantrag durch den Genossen einigen Nationalliberalen und einem Teil der Freisinnigen gegen die David erfolgt war, wenn die Religion gemißbraucht wird zur Beschönigung so entseglicher Greueltaten wie der vom 22. Januar, als die Kugeln des Zaren um das Symbol des Christentums pfiffen; oder wenn sie gemißbraucht wird zur Verdummung des Volkes, zur Ueberfütterung der Kinder in jedes wirklichen Wissens gerade von den Zöglingen der zwischen dem Direktor des Bundes der Landwirte, Diederich Hahn der Schule mit religiösent Memorierstoff und zur Fernhaltung Volksschule. Auf diese Hauptpunkte der Anklage, die auf der einen, v. Sardorff und den Nationalliberalen auf der „ Irgendwelche Zustände, die als allgemeine Mißstände für die Arbeiterschaft der Zeche„ Bruchstraße" bezeichnet werden wir gegen die herrschenden Religionen erheben, ging be- anderen Seite Anlaß. Herr Hahn fühlte schon vor einigen Tagen könnten, find nicht erwiesen. Eine Anzahl von Einzel- zeichnenderweise teiner der Redner, weder ein Vertreter der das Bedürfnis, für die bevorstehende Vorstellung der Agrarier im beschwerden, so insbesondere diejenige über den Zustand der gescheitelten noch einer der geschorenen Pfaffen, ein. Ebenso- 3irfus Busch Reklame zu machen. Nachdem er neulich von dem alten Waschlaue sowie die über die Unregelmäßigkeiten bei ivenig forderte einer dieser Heldenkämpfer für religiöse Duld ihm nunmehr Herr v. Kardorff die Leviten. Kardorff ist trotz seiner Minister v. Rheinbaben wie ein Schulbube heruntergeputzt war, las der Seilfahrt, resultieren zur Hauptsache aus den derzeitigen samkeit eine Erleichterung des Leidensiveges der Dissidenten", Seldentaten während des Zollkampfes im Jahre 1902 bei den Betriebsverhältnissen, welche seit etwa Jahresfrist in Um den Genosse Hoffmann heute in einer an wißigen Ein- Bündlern in Ungnade gefallen, sie tun so, als ob sie ohne sein Eingestaltung begriffen find. Weitere Beschwerden, so z. B. die fällen reichen Rede über nicht rechtzeitige Entleerung und mangelhafte Reinigung fremden Schmerzen beschrieb. nach eigenen Erfahrungen und treten für den Zolltarif das Volk noch mehr hätten ausplündern Der selbst für christliche fönnen. In dem Rededuell zwischen den ganzen und den dreiviertel einzelner Abortlübel, die über Zurückweisung von Leuten von der fremden Schmerzen beschrieb. Seilfahrt, und die über zu späten Beginn der Ausfahrt der Geistliche unerträgliche Zwang für die Dissidentenkinder Bündlern, das sich an die Kardorffsche Rede knüpfte, entfuhr den Mittagsschicht erhobenen sind dem Betriebsführer nicht gemeldet zur Teilnahme am christlich- konfessionellen Religionsunterricht, Helden, wie das in der Hike des Gefechts so zu gehen pflegt, mandj worden. Die Zechenverwaltung hat sich verbindlich gemacht, für die gerade für wirkliche Gläubige des Evangeliums unerträg- unbedachtes Wort. Sie enthüllten den schmählichen Schacher, der Abstellung solcher Unregelmäßigkeiten nach Möglichkeit Sorge zu liche Notwendigkeit der Eidesleistung und die stete Drohung, hatte und bestätigten die jammervolle Haltung dieser Gesellschaft, die sich im Jahre 1902 hinter den Kulissen des Reichstags abgespielt tragen. Das Wagenmullen sieht die Kommission nach Art der die in der Gestalt des§ 1666 des Bürgerlichen Gesetzbuches sich in die Beute der Wucherzölle geteilt hat. Das Ganze endete Handhabung durch die Zechenverwaltung nicht als Härte für die über allen Dissidenteneltern schwebt, die Drohung, ihre elter- damit, daß die Parole Schutz der nationalen Arbeit", jene Parole, Belegschaft an. Ebensowenig erscheint als Härte die durch Anschlag festgelegte lichen Rechte zu verlieren, wenn sie ihre Kinder nicht religiös die bekanntlich auf die Unterdrückung und Auspowerung der erziehen und damit nach einer verwerflichen Gesezesauslegung nationalen Arbeiterschaft hinausläuft, von neuem ausgegeben Dauer der Seilfahrts- und Schichtzeit. Auch die Lohnverhältnisse können nicht als ungünstige angesehen sie vernachlässigen und sittlich gefährden, all das fand in Ge- wurde. Donnerstag: Zweite Lesung des Etats des Handels- und Gewerden, wenn auch zugegeben werden muß, daß es wünschenswert nossen Hoffmann einen beredten Darsteller. erscheint, daß die Bechenverwaltung auf möglichste Ausgleichung Gleichwohl weckte seine Rede bei den anderen Parteien werbeverwaltung. feinen Widerhall; sie alle möchten, wie zur Zeit des Kultur- Der Deutsche Landwirtschaftsrat, der gestern, nachdem Die wenigen einzelnen Beschwerdepunkte, die auch nur zum kampfes, die Arbeiter durch religiöse Streitereien zersplittern das Preußische Landes- Dekonomie- Kollegium seine Sigungen Teil als erwiesen angesehen werden können, stehen in feinem Ver- und von der Wahrnehmung ihrer wirklichen Interessen abgeschlossen hat, mit seinen Beratungen begonnen, spinnt denhältnis zur Zahl und zur Art der Belegschaft, die, wie bekannt, bringen. Daß ihnen das nicht gelingen würde, stellte ihnen selben agrarischen Faden, den sein Vorgänger angefangen hat, insbesondere seit Jahresfrist als zusammengewürfelt bezeichnet Genosse Hoffmann noch einmal in sichere Aussicht. Die Auf- munter weiter; nur die Etikette für das abgehaspelte Garn werden muß, sowie zu dem Zeitraum von vier Jahren, aus klärungsarbeit der Sozialdemokratie und ihre wahre Duldsam ist etwas verändert: beim Landes Dekonomie- Kollegium hieß Bergrat Remy bemerkt in besonderen, daß ihm aus seiner feit für jede Weltanschauung wird ihnen die konfessionelle sie„ Notlage der Landwirtschaft und Freizügigkeit", jetzt lautet amtlichen Tätigkeit irgend welche bedeutsame Mißstände auf der Verhegung immer schwerer und bald ganz unmöglich machen. fie" Notlage der Landwirtschaft und neue Handelsverträge". Beche Bruchstraße" nicht bekannt geworden seien, und daß auf Morgen beginnt der Reichstag die Beratung der Handels- Als Referenten über die neuen Tarifverträge fungierten die in der Verhandlung hervorgetretenen Beschwerdepunkte fünftig verträge. heute Domänenrat Rettich Rostock und Freiherr besonders geachtet werden solle." von Soden- Fraunhofen. Beide fanden natürlich, daß nenn Also: Alles in Ordnung. Das Wagenmullen ist keine Härte, Die Kanalsieger! denn es wird ja ganz vorschriftsmäßig gehandhabt. Die Seilfahrt- Der deutsche Liberalismus hat wieder einmal eine Probe die neuen Handelsverträge auch entschieden die Interessen der Verlängerung ist keine Härte, denn ja warum nicht? Vermutlich, von seiner glänzenden Befähigung, Politik zu treiben, er- Landwirtschaft besser berücksichtigten, als die alten, doch noch weil die Herren von der Kommission nicht davon betroffen werden bracht. Er hat mit Hülfe des höfifchen Wünschen im ent- recht viel zu wünschen übrig bleibe. Um sich das Tadeln zu erleichtern, hatten sich beide Referenten die Arbeit geteilt. und weil sie niemals Bergarbeit am eigenen Leibe gespürt haben. scheidenden Augenblick immer noch dienstbaren Zentrums den Der gelungenste Witz ist die Behauptung, daß die Zahl der denaturierten Kanal" den Junkern abgerungen. Ein wunder- Herr Rettich fand die neuen Vertragszölle auf Gerste, Malz, Butter, Eier, Wein, Hopfen, Obst zu niedrig, Herr von Soden Beschwerden in keinem Verhältnis zur Zahl der Belegschaft steht. barer Narrenstreich des Liberalismus, dieser Sieg" über die Haben doch nur 12 oder 13 Mann Beschwerden vorgebracht und Kanalrebellen. Mit Ausnahme eines Teiles der Freifinnigen dagegen jene auf Vieh und Holz. Schließlich wurde aber doch folgende Erklärung einstimmig angenommen: Hundertmal so viel Leute arbeiten auf der Zeche. Der Schluß ist so Volkspartei hat die gesamte Linke des preußischen Abgeordnetenzwingend wie nur irgend ein Beweis preußischer Agrarier von der Hauses für den Kanal gestimmt und so das Junkertum aus Not der Großgrundbesizer. Nach diesem Schema muß man eben der Verlegenheit befreit, daß seine fortgesette Opposition jeden Mann der Belegschaft vernehmen, um eine genügende Menge praktische Folgen habe. Das Junkertum hat aus dem Beschwerden zu habent. Dann würden sie vielleicht auch einen industriellen Kanal mit zäher Energie einen agrarischen Kanal allgemeinen Charakter annehmen. gentodelt, der sicher keinerlei Nachteile mehr für die Ostelbier Zum Dank für diese wunderbare Untersuchungsmethode der Be- bietet, und es ist lediglich übermütige, aber zugleich auch überschwerde- Beiseitigungskommissionen haben die Unternehmer auch noch legene Tattit, wenn sie trotzdem ihm nicht zustimmen. der„ Rheinisch- Westfälischen Zeitung" die Parole gegeben, die Vielleicht liegt sogar in dieser Komödie der Opposition Regierung zu zen. Das Blatt schreibt nämlich, daß die ein kleiner Liebesdienst der Regierung gegenüber, der man Regierung eine Untersuchung über die Unternehmer verhängt habe. den Schein zu wahren sucht, daß sie nicht vollständig in den Dabei ist doch diese ganze Untersuchungskomödie das eigenste Werk Händen der Agrarier sei eine bescheidene Anerkennung für der Unternehmer, von diesen gefordert zu dem Zwecke, die gefeß- die Handelsverträge, deren ausschweifend agrarischen Charakter geberische Aktion für die Bergarbeiter zu verschleppen. Wir gönnen man auf diese Weise zu verhüllen sucht. das dieser Regierung, sie hat nichts Besseres verdient. Leider müssen die Bergarbeiter dabei die Kosten tragen. sich die Untersuchungskommission: H der Gedingelöhne der Kameradschaften hinarbeitet. welchen Beschwerden erhoben werden konnten. " Das Junkertum hat durch die Ablehnung eines dem industriellen Verkehrsbedürfnis angemessenen Kanals die hoch " # Der Deutsche Landwirtschaftsrat erblickt in den neuen Handelsverträgen eine Verbesserung gegenüber dem jetzigen Zustande. Er erkennt dankbar an, daß denselben die unverkennbare Abficht zugrunde liegt, allmählich die Parität zwischen Landwirtschaft und Industrie wieder herzustellen, obwohl zahlreiche und berechtigte Wünsche der deutschen Landwirtschaft keine Berüdfichtigung gefunden haben. Die Wirksamkeit der getroffenen Bestimmungen wird wesentlich von ihrer Handhabung abhängen. Der Deutsche Landwirtschaftsrat hält das baldige Inkrafttreten des neuen Zolltarifgefezes und die Kündigung der bestehenden Meistbegünstigungs- Verträge sowie des mit den Vereinigten Staaten von Nordamerika bestehenden Vertrages für unbedingt erforderlich." Sehr interessant war die Verteidigungsrede des Regierungsvertreters, des Unterstaatssekretärs Dr. Wermuth. Er floß geradezu über von Wohlwollen für die Landwirtschaft und erklärte zum Beispiel: Der " Ich danke für die fachliche und ruhige Beurteilung, die Sie habe, und bittet, gegebenenfalls diesen Wunsch zu be Beitung" aus Wien telegraphiert wird, bereits von Deutschland unferem Werke haben angedeihen lassen, dann aber auch für die rücksichtigen. Die Note lenkt ferner die Aufmerksamkeit bei den Vertragsverhandlungen in Erwägung gezogen. persönliche Anerkennung, die Sie den Mitarbeitern am Werke ge- des Ministers auf die Ausnahmemaßregeln, welche unter Handelsvertrag mit Deutschland habe eine geheime Klausel, die seine zollt haben, Ich will nicht eingehen auf die Entstehungsgeschichte dem Vorivande sanitärer, hygienischer und anderer Maß- Gültigkeit auch für den Fall sichere, daß Desterreich- Ungarn sich in des Zolltarifs, da müßte ich in einigen Punkten von Herrn Rettich nahmen, die Handelsverträge für bestimmte Artikel illuforifa zivei getrennte Zollgebiete auflöst, eine Bestimmung, die unter den abweichen. Sie, m. H., haben neben der freundlichen Beurteilung machen und zu zahlreichen Streitigkeiten führen. Es wäre für den jetzigen Umständen Bedeutung erlangen könnte. Eine solche Klausel natürlich an dem Vertrag wiederholt auch scharfe Kritik geübt. Handel der ganzen Welt von Interesse, diese Streitigkeiten könnte wohl nur für die österreichische Reichshälfte in Betracht Das begreifen wir vollständig. Wir erkennen an, daß nicht nur zu regeln und sie zu verhindern. Man könnte zu diesem kommen. seitens der Industrie, sondern auch seitens der Landwirtschaft er- Zwede eine internationale Untersuchungs- Kommission beim hebliche Opfer gebracht werden mußten, um den Vertragsabschluß Haager Schiedsgerichtshof einsetzen. Die Regierungen müßten Aus dem Wahlkreis Hof zu ermöglichen. Wir wären die letzten, das zu bestreiten, zumal fich daher ins Einvernehmen setzen, damit jede einzelne von schreibt man uns: Am Dienstag wird die Erfahwahl stattfinden. wir selbst in diese Opfer haben willigen müssen." ihnen ständige Mitglieder für diese Kommission ernenne, so daß die Die Wogen des Wahlkampfes schlagen hoch. Die drei in Frage Die Rede des Herrn Unterstaatssekretärs ist als ein Vor- lettere nur zusammenzutreten brauche, wenn sich eine Veranlassung fommenden Parteien halten jeden Tag Versammlungen ab. Der spiel der morgen beginnenden Reichstagsverhandlungen an- dazu böte. Die Abordnung bestand darauf, daß es notwendig sei, Bund der Landwirte entfaltet eine riesige Kraftanstrengung, um zusehen. Allem Anschein nach gedenkt die Regierung in diesem ein allgemeines Mittel zu finden, um die loyale Ausführung der das Mandat zu erobern. Einen ganzen Stab von Rednern hat der Honigseim- Ton die Debatte zu führen. Das kann niedlich Handelsverträge sicher zu stellen. Bund in den Kreis entsendet, die den Kandidaten Mezger= Wunsiedel zu begleiten haben, um das zu sagen, was dieser brave Agrarier nicht zu sagen versteht. In der Stadt Hof erlitt der Bund am Montag allerdings einen furchtbaren Reinfall. hatte nach dem Colosseum, dem größten Saal der Stadt, eine öffentliche Versammlung mit Diskussion einberufen und als Redner den Reichstags- Abgeordneten Liebermann v. Sonnenberg an= gekündigt. Dies veranlaßte unsere Genossen, sofort Zettel folgenden Inhalts zu verbreiten: werden. Automobilisierte Verfassung. Das heutige Automobil soll, wie es tatsächlich scheint, mit der Aufgabe betraut werden, grundlegende Bestimmungen der Reichsverfassung aufzuladen und zu entführen. Es werden jetzt nähere Mitteilungen über das„ Automobilkorps" bekannt, welche die Augelegenheit, der wir bereits wiederholt unsere Aufmerksamkeit schenkten, in noch seltsamerem Lichte erscheinen lassen. Das„ Deutsche Freiwillige Automobilkorps" ist auf der folgenden Grundlage aufgebaut: " § 1 lautet:„ Das Deutsche Freiwilligenkorps ist die unter zu tun." Allerhand ,, Subventionen“. In der Budgetkommission des Reichstages wurden am Mittwoch wieder die Verhandlungen um 12 Uhr abgebrochen, damit im Landtage die denaturierte Kanalvorlage endlich unter Dach und Fach gebracht werden konnte. Die Beratung des Kolonialetats wurde fortgesetzt. Zur Einführung von Zuchtschafen nach Südwestafrika werden 60 000 m. gefordert; die Abg. Dr. Müller- Sagan und Dr. Sü de tum verlangten Auskunft über die Art der Verivendung und darüber, ob diese Gelder etwa auch zur Entschädigung“ von Gesellschaften dienen sollten. Die Auskunft war zwar ganz ungenügend, aber die Mehrheit bewilligte die Forderung. " Er „ Ihr Otterngezü&" nannte der antisemitische Reichstags- Abgeordnete Lieber.nann v. Sonnenberg, der heute abend in Pfaffs Colosseum spricht, die Vertreter der Sozialdemokratie im Reichstage. Arbeiter Hofs! Zeigt dent Manne, daß es auch in Hof Otterngezücht gibt!" Fast 2000 Menschen stauten sich am Abend vor dem verIm Titel 5 werden 50 000 M. zu Prämien an Farmer dem Deutschen Automobilklub stehende Vereinigung von Mit der Bekämpfung von Krankheiten) eingesetzt; gegen diese versteckten schlossenen Lokal, und als endlich geöffnet wurde, war Saal und für Einzäunungen auf ihren Farmen"( im Interesse gliedern des Deutschen Automobilklubs, die geeignet sind und sich Subventionen der Farmer sprach sich Abg. Dr. Si de fum mit der Galerie im Moment besetzt, so daß Hunderte, die später kamen, verpflichten, mit ihren Automobilen nach Maßgabe der folgenden größten Entschiedenheit aus und beantragte Streichung, indem er wieder umkehren mußten. Plötzlich wurden am Geländer der Bestimmungen bei der Armee im Krieg und Frieden Dienst das System der kolonialen Aufpäppelunç tadelte und auf die Gefahren Galerie große Zettel angeklebt, die gekreuzt eine Mistgabel und Der§ 2 beschränkt dann den Wirkungskreis des Korps auf hinwies, daß die Regierung nach eigene... Ermessen über eine ganze einen Dreschflegel zeigten und in fetten Lettern die Aufschrift Preußen und auf diejenigen deutschen Bundesstaaten, deren trat diesen Ausführungen bei. Der Kolonialdirektor meinte, Nun kam aber eine Ueberraschung Anzahl von unbestimmten Fonds verfügen könne. Abg. Erzberger trugen: Die geistigen Waffen der Antisemiten. Liebermann v. Sonnenberg Wunsch und die Absicht geht aber, weil der Deutsche Automobil die Ginzäunungen würden Millionen fosten; um der Kolonie wieder war nicht erschienen, dafür hatten sich vier Redner des Bundes einaufzuhelfen, müßte das Reich Mittel aufbringen! Abg. Südekum gefunden. Großmütig wollte man die Zusicherung der Redefreiheit flub in ganz Deutschland seine Mitglieder hat, dahin, allmählich sprach nochmals dagegen, daß man der Regierung Mittel zur dahin auslegen, daß einem Redner unsererseits 10 Minuten gewährt den Wirkungskreis des Korps auch auf die übrigen Bundesstaaten Etablierung einer Pascha wirtschaft in die Hand drücken wolle. werden sollten, wozu es aber vermutlich nicht gekommen wäre, denn auszudehnen. In den Sahungen wird ferner bestimmt, daß das Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten. Freifinnigen und des die vier Bundesredner hätten den Abend ausgefüllt. Reichstags= Präsidium des Deutschen Automobilklubs über die Aufnahme von Abg. Erzberger wurden die 50 000 m. dennoch bewilligt. Mitgliedern in das Automobilkorps entscheidet. An die Aufzunehmenden werden folgende allgemeine Anforderungen gestellt: erlittenen Viehverluste" werden weiter 40 000 M. gefordert, die Abg. Zur Beihülfe an Ansiedler für die infolge von Rinderpest- Impfungen Sie müssen deutsche Staatsangehörige, Besizer eines Automobils i de fum zu streichen beantragte. Geh. Rat Seiz suchte die bewährter Konstruktion mit Explosionsmotoren von mindestens Forderung zu rechtfertigen, da die Beträge bisher immer aufgebraucht 16 HP, eines behördlichen Fahrscheines und müssen diensttauglich wurden. Abg. Dr. Sit dekum fand es verwunderlich, daß nun auf sein. Bei ihrer Aufnahme in das Korps müssen sie sich in förm- einmal soviel Vieh in der Kolonie vorhanden sein solle, während licher Weise verpflichten, in Kriegszeiten unbedingt und in man vorher immer behauptet hatte, der Aufstand habe alles vers Friedenszeiten innerhalb vier aufeinanderfolgender Jahre bis zu wüstet. Es gehe nicht an, in der bisherigen Weise diese Aufdrei Dienstleistungen von höchstens zehn Tagen zu machen und päppelungspolitik" weiterzubetreiben; es gäbe schon gar nichts mehr, den Befehlen der Kommandostellen, denen sie unterstellt sind, un wofür die Farmer nicht Beihülfen, Entschädigungen oder Prämien bedingte Folge zu leisten. Eine Verlegung der Gehorsamspflicht berechtigt die Militärbehörde zur sofortigen Aufhebung der erhielten. Uebung und hat die Ausschließung aus dem Freiwilligenkorps Die Position wurde gegen die Stimmen der Linken bewilligt. In einer Denkschrift verlangt die Regierung allerhand Verbessezur Folge. Im Kriegsfalle treten für die Korpe= angehörigen die Bestimmungen des Kriegsleistungs- Gesetzes in ber augeretatsmäßigen. Der Referent empfahl der Kommission, den angehörigen die Bestimmungen des Kriegsleistungs- Gesezes in rungen der Lage kolonialer Beamten, sowohl der etatsmäßigen, wie Kraft, und findet der§ 155 des Militär- Strafgesetzbuches AnKraft, und findet der§ 155 des Militär- Strafgesetzbuches An- Vorschlägen zuzuftinumen. Abg. Erzberger verlangte, daß auch wendung. Am 1. November jedes Jahres übermittelt der Deutsche den Postbeamten in den Kolonien die erbetenen Vorteile zugebilligt Automobilklub dem preußischen Kriegsministerium die Namens werden sollten. Die Mehrheit der Kommission stimmte den Grundliste der im kommenden Jahre zur Verfügung stehenden Frei- fägen der Denkschrift im Prinzip zu. Als er Abgeordneter Stücklen machte den Herren klar, daß eine Verdiese Verhunzung der versprochenen Redefreiheit unmöglich gefallen sammlung, die zu neun Zehnteln aus Sozialdemokraten bestehe, sich laffen könne, und ersuchte nachdrücklichst um eine Abänderung des gefaßten Beschlusses. Darauf ließ sich der Vorsitzende nicht ein, die Versammlung erhob stürmisch Protest, worauf der Vorsitzende die Versammlung für geschlossen erklärte. Der Versuch unsererseits, fofort eine sozialdemokratische Wählerversammlung zu eröffnen, scheiterte daran, daß der Agrarier betonte, er habe das Hausrecht und werde Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstatten. auch noch damit drohte, in dem überfüllten Saale das Gas abdrehen zu lassen, machte ihn Genosse Stücklen darauf aufmerksam, daß er jede Verantwortung für die Folgen einer solchen Provokation ablehnen müsse. Es unterblieb dann auch der geplante Streich. Mit der politische Teil des Abends seinen Abschluß; die Agrarier hatten einem jubelnd aufgenommenen Hoch auf die Sozialdemokratie fand das Lotal durch eine Hintertür verlassen. Dann erschienen dieRoßweiner Sänger im Saale, und lustig und fröhlich blieb das " Otterngezücht" noch bis Mitternacht beisammen. So endete die erste agrarische Aktion großen Stils. Sonnabend, Sonntag und willigen unter Anfügung genauerer Mitteilung über die Person Bei den Forderungen für die Zivilverwaltung in Ostafrika Montag finden 40 von unserer Seite einberufene Versammlungen jedes einzelnen Freiwilligen und die Art des ihm zur Verfügung( 23 Millionen Mark) regte der Referent an, daß man grundsäglich statt, in denen ein großer Teil der Mitglieder der sozialdemokratischen stehenden Automobils. Die Einberufung der Freiwilligen erfolgt die Schußtruppen den Gouverneuren unterstellen, während man Reichstagsfraktion sprechen wird. Wir dürfen hoffen, daß uns der nach Verständigung mit dem Kriegsministerium durch das Prädie Bezirksamtmannsstellen zu Zivilverwaltungsstellen machen solle. 14. Februar den Sieg bringen wird. fidium des Deutschen Automobilklubs. Während der Einziehungs- Die Schutztruppe müsse mehr und mehr den Charakter einer Polizeizeit haben die Freiwilligen die für das Deutsche Freiwilligen truppe erhalten. Der Kolonialdirektor Dr. Stübel legte dar, Im Kampfe gegen die polnische Sprache holen sich die Behörden Automobilkorps bestimmte staubgraue Uniform zu tragen. Die daß schon heute der Zivilgouverneur den Oberbefehl über die Schutz- immer wieder Niederlagen vor dem Ober- VerwaltungsBerleihung einer besonderen Uniform hat militärisch ihren Vor- truppe habe. Mit dem gemischten System sei allerdings der Nachteil gericht. Sie kennen oder wollen immer noch nicht kennen die gang in der Uniformverleihung an die freiwilligen Sanitäts- verbunden, daß die beschäftigten Offiziere kaum die Fülle der Auf- Braris des Ober- Verwaltungsgerichts, wonach der Gebrauch der mannschaften vom Roten Kreuz. Bei den Automobilisten war sie schon deshalb erforderlich, weil diese, falls sie ihre eigentliche gaben bewältigen könnten; Friktionen kämen auch ziemlich häufig polnischen Sprache in Versammlungen in Preußen nicht untersagt militärische Uniform tragen würden, in kurzer Zeit durch Staub Ostafrika fei jest soweit entwickelt, daß die Zivil- und Militär- Orte des Kreises Bitterfeld einberufene Versammlung wollte der vor allem leide aber die Schlagfertigkeit der Truppe. werden kann. Eine von dem bekannten Redakteur Brejski nach einem unkenntlich gemacht werden würden. Eine Uniformierung an sich verwaltung vollkommen getrennt werden könne. Dadurch würden überwachende Gendarm nur tagen lassen, wenn nicht polnisch geaber war geboten, um den militärischen Charakter der Fahrzeuge wohl mehr Kosten entstehen, aber die wirtschaftliche Entwickelung sprochen werde. und ihrer Leiter anderen Truppenteilen fenntlich zu machen. Den Als man doch polnisch sprach, löste er die Verwerde dafür Ersaz bringen. Freiwilligen ist auch gestattet, diese Uniform zu geeigneten anderen sammlung auf. B. beschwerte sich vergeblich bei Landrat und ReZeiten anzulegen. Abg. Dr. Spahn tadelte die Verleihung von Orden mit gierungspräsident. Der Regierungspräsident meinte, die AufJeder einberufene Freiwillige hat einen Schwertern" an Offiziere in Schutzgebieten. Die Offiziere lösung würde sich schon wegen der Beschaffenheit des Lokals rechtMechaniker( Chauffeur), der deutscher Reichsangehöriger und im würden dadurch veranlaßt, mit den Schwarzen fertigen. Besiz eines behördlichen Fahrscheines sein muß, mitzubringen. Striege anzuzetteln. Auch Abg. v. Böhlendorff konnte Worte gesprochen worden. Brejski klagte und betonte, daß die Davon war aber bei der Auflösung nicht mit einem In ähnlicher Weise wie bei militärischen Behörden fungiert als solche Befürchtungen nicht unterdrücken, wenngleich er es ganz Auflösung nach den Worten des Gendarmen lediglich wegen des Chef des Automobilforps Pring Heinrich von Preußen und als natürlich fand, daß sich die Offiziere auszuzeichnen" fuchten. fein ausführendes Organ zur Erledigung sämtlicher laufender Gebrauchs der polnischen Sprache erfolgte. Das Ober- VerwaltungsDienstgeschäfte der im Dienst des Automobilismus bereits bewährte Frhr. v. Brandenstein als Chef des Stabes." Noch immer ist keinerlei Aufklärung gegeben worden über die Meldung, der Kaiser habe bestimmt, daß Reserve- Offiziere ihre Dienstübungen im Automobilkorps erledigen dürfen. Wir haben diese Nachricht zunächst für völlig unglaubwürdig gehalten. Das hartnäckige Schweigen der Offiziösen jedoch sowie die obigen Mit teilungen über die Organisation des Automobilkorps und seine Beziehungen zu der Militärbehörde lassen vermuten, daß das preußische Kriegsministerium tatsächlich in schwersten Irrtümern über das verfassungsmäßig Zulässige verstrickt ist. vor; Husland. Frankreich. der Reichszuschuß mit 11%, Millionen niedriger eingefegt, als bisher. mit seiner langjährigen Praxis die Auflösung für unberechtigt, Bei den Einnahmen des Schutzgebietes von Ostafrita wird gericht war auch dieser Meinung und erklärte in lebereinstimmung staltung der Gewerbesteuern an, um die großen Gesellschaften besser fremder Sprachen in Versammlungen zu verhindern. Bei den Steuern regte Abg. Erzberger eine progreffive Ge- weil es in Preußen fein gesetzliches Mittel gebe, den Gebrauch zu treffen. Das Treiben der Händler laffe viel zu wünschen übrig; sie brutalisierten vielfach die Eingeborenen in unerhörter Weise und wucherten sie aus. Es seien meist frühere schwarze Schutztruppler. Der Kolonialdirektor versprach eine Reform, der Gewerbesteuern. Ueber die Untaten der Händler wisse die Verwaltung noch licher Mitteilungen aus dem Schutzgebiete die Regierung vor einer nichts Genaues. Abg. Dr. Si defum warnte auf Grund briefgleichgültigen Behandlung der Händlerfrage; die Gefahr einer Empörung der Eingeborenen werde von genauen Kennern des Landes Der Nationalausschuß der sozialistischen Partei hat auf Gruppe der Kammer nicht mehr an den Delegationen der Jaurès Antrag beschlossen, daß die sozialistische Gruppen der Linken teilnehmen soll. Italien. Neuer Generalstreit der Eisenbahner? Es ist nicht ausgeschlossen, daß die kaum gedämpfte Erregung Es verlautet, die Regierung sei geneigt, 10 Millionen Lire zur Erhöhung der Gehälter und Löhne der Eisenbahner in den Stat einzustellen. Demgegenüber weisen die Eisenbahner darauf hin, daß mindestens 45 Millionen erforderlich wären, wenn die Regierung die Absicht hätte, die Versprechungen einzulösen, die ihnen im Anschluß an den letzten großen Streit gemacht worden sind. Ein Automobilkorps, wie es auf Grund seiner Statuten ge- für nicht gering erachtet. schildert wird, ist in keiner Weise zu vergleichen mit Personen, welche Eine längere Debatte entspann sich über die Frage der Währung in Kriegszeiten in ein Dienst- oder Vertragsverhältnis zum Heere( Nupienwährung) in Ostafrika und die Gründung einer Deutschtreten und nach§ 155 des Militär- Strafgesetzbuches den Kriegs- oftafrikanischen Bank. Die beabsichtigte Bankgründung in Ostafrita unter den italienischen Eisenbahnern in den nächsten Tagen wieder gesetzen unterworfen sind. Als solche Personen sind Marketender, gibt, wie Abg. Erzberger ausführte, wieder einmal Anlaß zu hell auflodert. In Mailand fand am vergangenen Sonntag eine Fuhrleute, freiwillige Krankenpfleger, Beitungs Korrespondenten, einer Schröpfung des Reiches durch eine Kapitalistengruppe unter Bersammlung statt, an der 1300 Eisenbahn- Angestellte teilnahmen, Zeitungs- Korrespondenten, Führung des bekannten Kommerzienrats Lucas, die sich das BankHandelsleute 2c. anzusehen. Das Automobilkorps stellt jedoch einen und Notenmonopol geben lassen wolle; da sei es besser, von die sich bereit erklärten, von neuem in den Ausstand zu treten, förmlichen militärischen Truppenteil vor, der nicht nur Reichswegen eine Kolonialbant zu gründen. Geh.- Rat e Ifferich wenn die Majorität ihn erklären sollte. Der Vorsitzende der Verim Kriege, sondern auch in Friedenszeiten funktionieren soll. stellte die Rechtslage im Münzivesen der Schutzgebiete dar: der ſammlung teilte mit, daß 95 Proz. des Maschinen- Personals fich Wenn die Militärbehörde berechtigt wäre, ohne Zustimmung des Reichstanzler fönnte es auf Grund kaiserlicher Verordnung regeln. Durch Unterschrift solidarisch erklärt hätten. Parlaments einen solchen Truppenteil zu bilden, so würde ihre Die Einführung der Reichswährung hätte das Bedenken gegen sich Regierung es noch nicht für nötig erachtet hat, die Denkschrift zu Die neuen Differenzen entspringen dem Umstande, daß die Machtvollkommenheit grenzenlos jedes beliebige freiwillige Korps" gehabt, daß man gegen die Ruvienwährung nicht aufgekommen wäre. Regierung es noch nicht für nötig erachtet hat, die Denkschrift zu aufstellen dürfen. Würde der Reichstag einige Kavallerieregimenter an habe aber eine feste Relation 20 Mart 15 Rupien geschaffen. beantworten, die Herrn Giolitti bor längerer Zeit von den Eisender neuen Heeresvorlage verweigern, so erhebt die Militärbehörde Diese Relation werde jetzt auch dem Bostanweisungs- Berkehr au bahnern überreicht worden ist. grunde gelegt. Die Ostafrikanische Gesellschaft habe früher schon das einige Rennvereine zur" Freiwilligen Kavallerie", die in Friedens- Recht auf Errichtung einer Bank gehabt, aber nicht ausgenugt; der zeiten Uebungen und im Kriegsfall Kriegsdienst gleich regelrechten Handelsumsatz sei dazu noch zu flein. Es bestehe aber Aussicht auf Regimentern zu leiſten hat. Würde der Reichstag einen Panzer- eine Bank im Schutzgebiet, nämlich durch das Syndikat für die freuzer verweigern, so läßt sich der Marinechef von Flotten- Mrogorobahn. Eine Staatsbank sei nicht zu empfehlen. interessenten einen freiwilligen Kreuzer" widmen. Es ist klar, daß alle solche Versuche die Verfassung verlegen. C3 fann in Deutschen Reiche tein Truppenteil irgend welcher Art existieren, dessen Aufstellung nicht durch den Reichstag bewilligt wäre. Vollends undenkbar ist es, daß Offiziere der Reserve und Landwehr in einem folchen Truppenteil ihre militärische Uebungspflicht erfüllen können. Die seltsame Angelegenheit bedarf dringend der Aufklärung. Schiedsgericht für Zollstreitigkeiten. Eine Abordnung der parlamentarischen internationalen Schiedsgerichtsgruppe überreichte heute dem Minister Delcassé in Paris eine Note, in welcher es heißt, daß der Abschluß neuer Handelsverträge durch Deutschland höchst wahr- um Je einfilbiger die russische Zensur hinsichtlich der tatsächlichen scheinlich die Folge haben werde, Frankreich in eine Reihe internationaler Verhandlungen zu verwickeln. Die Schiedsgerichtsgruppe Borgänge ist, um so reichlicher quillt der Papierstrom der in Anshält es daher für ihre Pflicht, die Aufmerksamkeit der Regierung auf ficht gestellten Reformen". Das Papier soll das Blut verdecken. die neue in den meisten neuen deutschen Handelsverträgen enthaltene Aus den verschnörkelten Stilleistungen der„ reformierenden" Bureau silausel zu lenken, wonach alle sich aus der Anwendung der Verträge fratie geht aber immer wieder nur das eine klar hervor, daß Nußergebenden Streitigkeiten dem Haager Schiedsgericht unterbreitet Dem neuen Handelsvertrag mit Desterreich- Ungarn droht be land in der Tat ein anarchisches Land ist, in dem es teine werden sollen, falls eine freundschaftliche Regelung nicht zu erreichen fanntlich die Gefahr, vom ungarischen Parlament verworfen zu Geseze gibt. Auch die in Aussicht gestellten Reformen schaffen fei. Die Gruppe erinnert daran, daß fie im Jahre 1902 einen werden, da die vor kurzem vollzogenen Wahlen gegen die Regierung feinen gefehlichen Zustand, sondern nur einige Verordnungen mehr, Bumfch zugunsten der Verallgemeinerung dieser Klausel geäußert ausgefallen find. Diese Möglichkeit ist, wie der Frankfurter die jederzeit übertreten werden können. Die heute vorliegende Die Bantfrage sei schon soweit gediehen, daß ein Beschluß des Reichstages daran gar nichts ändern könne; schon am Donnerstag werde der Bundesrat über die Frage definitiv entscheiden. Am Donnerstag wird die Beratung fortgesetzt. Deutsches Reich. Fremdenrecht. -WO Die sozialdemokratische Fraktion des Reichstages hat beschlossen, Etat des Reichskanzlers folgende Resolution einzubringen: Der Reichstag wolle beschließen: Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage baldigst einen Gefeßentwurf zur Sicherung der Aufenthaltsverhältnisse der Ausländer im Deutschen Reiche vorzulegen. Die Parlaments- Fraktion der italienischen Sozialdemokratie hat eine Deputation von drei Mann( Chiesa, Morgari, Cabrini) be auftragt, sich nach Mailand zu begeben, um dort in Gemeinschaft mit dem Zentral- Agitations- Komitee der Eisenbahner über die erforderliche Taktik zu beraten. Von dem Berichte, den die drei Deputierten dem Erekutiv- Komitee der sozialistischen Partei zu ers statten haben werden, wird dann wohl der weitere Verlauf der Dinge abhängen. Die russische Papierflut. gramme fein flares Bild. * Berbrechen! Baptersendung enthält Aenderungen der Preßzensur und sozial- Johnsson machte der Kaiser die Randbemerkung: Empörendes ordnung eintrat, drückte die Versammlung durch einmütiges Erheben politische Verheißungen. von den Plätzen den gefallenen russischen Freiheitskämpfern ihre Wichtiger als die neuen Verwandlungen in der Reform- Aus- Der Zar hat sich offenbar verschrieben. Er meinte: Ein Ber- Sympathie aus. Als Referent erschien für den verhinderten GeRedner stattungsposse ist die revolutionäre Bewegung in Russisch- Polen. brechen der Empörung! noffen Silberschmidt Genosse Künzel- Berlin. Hier scheinen die Arbeiter tatsächliche Erfolge errungen zu haben. das Attentat auf den Senatsprokurator Johnsson verübte, ist ein grund seiner Ausführungen stand der Bergarbeiterstreit im RuhrStockholms Tiding" meldet aus Helsingfors: Hohenthal, welcher entledigte sich seiner Aufgabe in mustergültiger Weise. Jm VorderVon den blutigen Zusammenstößen geben die einlaufenden Tele- Sohn des Propstes Hohenthal in Nyrata in Desterbotten. Es heißt, gebiet. Redner forderte die Anwesenden auf, die Bergarbeiter man habe bei Hohenthal Gift gefunden, welches er jedoch nicht moralisch und materiell zu unterstüßen. Im zweiten Teil seiner nehmen konnte, weil er verwundet wurde. Der Schuß, welcher Ausführungen sprach Referent über den Nußen der ArbeiterorganiHohenthal verwundete, soll von einem Geheimpolizisten abgefeuert fationen. Auch hier stand ihm ein reiches Material zur Verfügung sein, welcher in der Wohnung stationiert war und über die Sicher- und schloß er seine Ausführungen unter stürmischem Beifall: Hinein heit des Senatsprokurators zu wachen hatte. Es war nämlich schon in die politischen und gewerkschaftlichen Organisationen. In der früher ein Anschlag auf Johnsson verübt worden. Diskussion sprachen Schwittau, Schumann und andere im Sinne des Referenten. Unter anderem wurden die Lohn- und ArDie Ausstandsbewegung. beitsverhältnisse der Maschinisten, Heizer und gewerblichen Hülfsarbeiter einer herben Kritik unterzogen und diese aufgefordert, den * * Regelung des Preßwesens. % Der Zar hat den Geheimrat Sobeko zum Vorsitzenden einer Spezialfonferenz für die Umarbeitung der Zensur- und Preßgeseze berufen. An dieser Konferenz nehmen außer einigen Senatoren, Geheimräten, Professoren auch Redakteure reaktionärster Blätter teil, wie Fürst Mestscherski(„ Graschdanin") und Suwvorin von der ,, Nowoje Wremja". Kobetos Programm Windau. Der Ausstand der an den Getreide- Elevatoren beschmachvollen Zuständen dadurch ein Ende zu bereiten, indem sie fich soll sein: Abschaffung der Präventivzensur und Vereinigung schäftigten Arbeiter hatte am Montag wieder begonnen, da die von Mann für Mann der Organisation anschließen. der verschiedenen Zensurbehörden in einer Institution; so soll Petersburg eingetroffenen höheren Beamten der Bahn die Zahlung eines Lohnes von 12 Rubel pro Tag verweigert hatten. Heute ist die besondere geistliche Zenfur ersetzt werden durch Entſendung die Arbeit für den Lohn von 1 Rubel pro Tag wieder aufgenommen Letzte Nachrichten und Depeschen. geistlicher Vertreter in die Oberpreßverwaltung. Mit anderen worden, nachdem der Ausstand zwei Tage ohne Zwischenfall geWorten: Die Unterdrückung der Meinungsfreiheit soll dauert hat. zentralisiert werden! Auch eine Reform. * * * ,, Regelung der Arbeiterfrage". Auch die soziale Frage wird Bäterchen allerhöchst selbst durch Verfammlungen. Der Zollkanzler. Berlin, 8. Februar.( W. T. B.) Auf dem Festmahl des Deutschen Landwirtschaftsrates hielt der Reichskanzler Graf Bülow eine Rede, in der er ausführte: Als ich vor zwei Jahren um diese Zeit in Ihrer Mitte weilte, beschriebenes und bedrucktes Papier lösen, auch wenn's den ganzen Rußland sprach, hat das Charlottenburger Volkshaus noch nicht lagen die schweren Kämpfe um das Zustandekommen des neuen ZollTag dauern sollte. Die Arbeiterverhältnisse will Herr Witte" gefetzlich" regeln. Witte hält es für nötig, den Arbeitern auf legislativem Wege das Recht zu geben, an den Maßnahmen zur Verbesserung ihres Loses mitzuarbeiten, und er hält es ferner für nötig, gewiffe Organisationen zu genehmigen. Charlottenburg. Eine Versammlung, wie diejenige, in der Genosse b. Vo II mar am Dienstag über die Revolution in gesehen. Schon um 6 Uhr begann der Saal fich zu füllen; um waren. Man begann daher, auch sämtliche Stühle hinauszuschaffen, 7 Uhr war er bereits voll, obwohl die Tische restlos aus ihm entfernt um für die immer gewaltiger nachströmenden Massen noch ein wenig Platz zu besorgen. Als bald nach 8 1hr Genosse v. Vollmar erschien, begrüßt bon jubelnden Zurufen, standen die Menschen nicht nur im Saale und auf der Tribüne Kopf an opf gedrängt, sondern auch der Büfettraum, dessen Verbindungstür zum Saale geöffnet auf der Treppe aus, andere So Geplant find zwei Typen von Organisationen; die eine betrifft Hospitaltrantentassen mit Beiträgen der Fabrikanten sowie der Arbeiter unter gemeinsamer Leitung durch Vertreter war, bot denselben Anblid. Dicht gedrängt harrten Hunderte jogat hnen sofort sagen, daß ich selbst manches noch viel besser, manchen der Fabrikanten und gewählter Vertreter der Arbeiter. andere Organisationstyp betrifft Bureaus, bestehend aus Vertretern der Arbeitgeber und der Arbeiter, für die Beratung und Lösung von Lohnfragen und anderen Fragen in betreff der Verbesserung der Lage der Arbeiter. tarifs eben hirsch ich Damals war die Saat gelegt worden. wirtschaft bei den Handelsvertrags- Verhandlungen mit Nachdruck Damals versprach ich Ihnen, daß die Interessen der deutschen Landwahrgenommen werden würden. Jetzt ist die Zeit der Ernte ge= kommen. Num weiß ich ja wohl, meine Herren, daß man von meinen Freunden auf dem Lande selten oder nie ein Wort voller Befriedigung über ihre Ernte zu hören bekommt.( Heiterkeit.) habe ich auch nie angenommen, daß die Ernte aus den HandelsIch_till möglichkeit erkennend, in den weit überfüllten Saal zu gelangen. Ertrag nach Quantität und Qualität reicher gewünscht hätte. Trotzdem tam nicht die geringste Unordnung vor. Die Polizei( Bravo!) Aber das glaube ich doch mit gutem Gewissen fagen zu war so flug gewesen, die Aufrechterhaltung der Ordnung vollständig tönnen: Wenn wir nicht alles erreicht haben, die Hauptsache haben unseren Genossen zu überlassen; kein Schuhmann ließ sich auf dem wir erreicht. Aus dem Gröbsten haben wir die deutsche Landwirtvon Menschen winmelnden Hofe und Vorraume blicken. Die Folge fchaft wieder herausgehauen.( Sehr richtig!) Und wenn behauptet Der Finanzminister hält es für möglich, die Arbeitszeit auf war denn auch troß der großen Enttäuschung vieler Hunderte, die wird, das sei unter unerträglichen Opfern für die Industrie gezehn Stunden bei Tage und neun Stunden bei Nacht herab- an der Versammlung nicht teilnehmen konnten, die Bewahrung voll- schehen, so bestreite ich das auf das allerentschiedenste.( Sehr zumindern; ferner hält er es für möglich, einen Zeitpunkt fest- ständigster Ruhe und Ordnung. richtig!) Auf der jetzt geschaffenen Grundlage wollen wir weiter zusehen für die Einführung der Achtstundenarbeit. Den Fabrikanten die Versammlung eröffnet wurde und v. Volimar zu sprechen Sie die der Landwirtschaft durch die neuen Verträge gebotenen Mehr als 2000 Menschen lauschten lautlos, als um 19 Uhr bauen. Sie, meine Herren von der praktischen Landwirtschaft, indem könnte erlaubt werden, an Festtagen Arbeiten ausführen zu laſſen, begann. Mehrmals von spontanen Ausbrüchen des Beifalls und Vorteile durch intensiven Betrieb, durch genossenschaftlichen Zuſie müßten aber gehalten sein, den Arbeitern in jedem Monat der Empörung unterbrochen, schilderte der Redner die Entwickelung sammenschluß, durch zweckdienliche Meliorationen voll ausnuten. vier Tage frei zu geben. Zur Begrenzung der Ueberstunden- der Verhältnisse in Rußland, die schließlich unaushaltsam zu dem Wir von der Regierung, indem wir das mit den 7 neuen Handelsarbeit müßten, um Mißbräuche zu verhindern, besondere Maß- Ausbruch geführt haben, den die Schergen des Zaren in Strömen verträgen begonnene Werk fortsetzen.( Bravo!) Durch diese nahmen ausgearbeitet werden. Nötig sei sodann die Revision der Blutes zu ersticken hoffen. Der freventlich vom Zarentum herauf- 7 Verträge ist etwa ein Drittel unseres Handels vertragsmäßig geGefeßesparagraphen über Aus stände und kontrattbruch. beschworene Bürgerkrieg wird hoffentlich die Barbarei des regelt worden. Wir werden trachten, nunmehr auch mit anderen Gegenwärtig werde jeder Ausstand wegen der bestehenden Despotismus beseitigen und der Demokratie den Sieg bringen, im wichtigen und uns befreundeten Staaten zu einem richtigen ..( Leb. Gefeße nicht vom ökonomischen Standpunkt betrachtet, sondern Interesse nicht nur der Freiheit Rußlands, sondern der Freiheit aller Ausgleich der gegenseitigen Interessen zu gelangen.... haftes Bravo!) notwendigerweise von dem Standpunkt, daß es sich um Verstöße europäischen Völker. gegen die soziale Ordnung und Ruhe handele. Bei der Revision der gegenwärtigen Gesetze, so meint der Minister, müsse man den westeuropäischen Standpunkt sich zu eigen machen, daß jeder Streit, wenn er nicht von Uebertretungen begleitet ist, lediglich ökonomischen Charakters ist und unter gewiffen Bedingungen die soziale Ordnung nicht bedroht. Schließlich betont der Minister die Notwendigkeit der Verbesserung ärztlicher Hülfe für die Arbeiter. Was will man mehr! Im deutschen Reichstag hat man soeben den Zehnstundentag für unmöglich erklärt, in Rußland spielt die Regierung bereits mit dem Gedanken eines Achtstundentages! Außerdem will man, während Streits bisher verbrecherische Unternehmungen waren, gewisse" polizeilich konzessionierte Streiks dulden, gewissermaßen Streits und Polizeizenjur. Außerdem spuken in dem Reformplan all die sozialreformerischen Rezepte, mit denen man auch in Westeuropa das Proletariat zu beschwichtigen sucht. Das russische Proletariat wird aber schwerlich das vergossene Blut durch ein paar lächerliche Aftenstücke für gefühnt erachten! Das Wort„ Verfassung" wird in all diesen Schwindelpapieren mit feiner Silbe angedeutet. Alles bleibt Väterchens Gnade vorbehalten! Die Revolution in Russisch- Polen. Aus Warschau meldet ein offizielles Telegramm: In kleinen Werkstätten wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Die Stimmung der Arbeiter ist im allgemeinen ruhig. Nach gestern aus verschiedenen Städten des Weichselgebietes eingegangenen Meldungen ist die Sachlage folgende: Ju Radom ist die Mehrzahl der Arbeiter zur Arbeit erschienen; in Lublin herrscht völlige Ruhe, der Ausstand ist beendet; in Kielce herrscht Ruhe; im Umkreis von Sosnowice dauert der Ausstand an, Zusammenstöße finden aber nicht statt. Auf der Station Starshisto, Gouvernement Radom, fand am 4. d. M. eine Demonstration statt, wobei es zu einem Zusammenstoß von 15 000 Arbeitern mit Militär kam und letzteres von den Waffen Gebrauch machte, so daß 24 Arbeiter getötet und 40 verWaffen Gebrauch machte, so daß 24 Arbeiter getötet und 40 verwundet wurden. In Siedlce ist die Ruhe wieder hergestellt, die Fabriken sind wieder in Betrieb. In Plozk haben die Arbeiter in einigen Fabriken gestreift, die Ruhe ist aber nicht ge stört. In Kalisch arbeiten die Fabriken. Im Gouvernement Warschau nehmen die Arbeiter allmählich die Arbeit wieder auf. Mit diesem Beruhigungstelegramm stimmen allerdings die privaten Nachrichten feineswegs überein, die von wachsender Erregung und Ausbreitung des Streifs melden. In Warschau macht sich nach einem Wolffschen Telegramm infolge des Ausstandes der Grubenarbeiter ein großer Stohlenmangel fühlbar. Die Zufuhr hat aufgehört. In den Kohlenlagern sind die Preise um 60 bis 70 Prozent erhöht worden. Nachdem der minutenlange Beifall, der den Worten des Redners folgte, sich etwas gelegt hatte, brachte der Vorsibende Genosse Dr. Borchardt folgende Resolution zur Verlesung, die einstimmig angenommen wurde: Aber auch damit betrachte ich unsere Pflicht nicht als erfüllt. Auf vielen anderen Gebieten wartet unserer noch reichliche Arbeit für die Landwirtschaft. Ich erinnere nur an die brennende Frage der Entschuldung des Grundbesitzes, deren Lösung vir begonnen haben und hoffentlich zu einem glücklichen Ende bringen werden. Ich will erinnern an die überaus wichtige innere Kolonisation, für die ich mich besonders interessiere, die ich planmäßig in Angriff genommen und durchgeführt zu sehen wünsche.( Bravo!) Ich erinnere an die Lanzarbeiternot, die wir nach meiner Ansicht nicht im Wege der Gesezgebung, sondern nur durch großzügige Unternehmungen zur Seßhaftmachung der Landarbeiter werden beseitigen fönnen.( Lebhafter Beifall.) " Die heute im Charlottenburger Volkshaus tagende, von mehr als 2000 Personen besuchte Volksversammlung brandmarkt die von der Soldateska des Barentums gegen wehrlose Männer, Frauen und Kinder verübten Greueltaten als ein in der Welt geschichte beispielloses, die Menschheit schändendes MassenberSie begrüßt aus tiefstem Herzen die Kämpfer und Märtyrer der russischen Revolution aller Stände unsere Brüder und Gesinnungsgenossen, die russischen Sozialdemokraten, die an der Spiße des Proletariats mit beispielloser Von einem deutschen Dichter, der vor kurzem feinen 80. GeburtsSelbstaufopferung für die Freiheit des Voltes bluteten. 28ir tag gefeiert hat, von Hermann Zingg, las ich die Verse: brechen. bor allem fordern unsere Vertreter im Reichstage auf, mit allem Nachdruc dafür zu sorgen, daß die Schergendienste der deutschen Regierungen gegenüber der russischen Regierung ein Schandfleck auf der Ehre unseres Volfes ein für allemal aufhören. Die Versammlung verurteilt aufs schärfste das Fortbestehen des Regen, Sturm und Hagelschauer, Schickt der Himmel mir herab, Doch ich bin ein alter Bauer, Der sich niemals noch ergab. Und ich trotz ihm bis zum Grab. preußisch russischen Auslieferungsvertrages als einer eines( Lebhafter Beifall.) zibilisierten Landes unwürdigen Polizeieinrichtung." Mit kurzen Worten wies der Vorsitzende noch darauf hin, daß dem flammenden Protest, der aus der augenblicklichen Empörung und Erregung geboren ist, die dauernde Unterstäßung aller Kämpfer für Freiheit und Recht folgen müsse, die Mitarbeit in den Stampfesorganisationen der sozialdemokratischen Partei. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die internationale, alle Völker befreiende Sozialdemokratie wurde die imposante Kundgebung beendet. Zur Bergarbeiterbewegung im Ruhrrevier. Essen, 8. Februar.( W. T. B.) Angesichts der Mitteilung der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" vom 6. Februar, wonach Geheimrat Sirdorf gegenüber dem Verbandsagenten Fischer erklärt habe, daß feinerlei Maßregelungen eintreten würden, ermächtigt Geheimrat Kirdorf den Bergbauverein, folgendes zu erklären: Ich stellte fest, daß Herr Fischer am 5. Februar auf dem Hauptbureau der Gelsenfirchener Bergverks- Aktiengesellschaft erschien, um mich zu sprechen, er aber, da ich anderen Besuch hatte, nicht sofort empfangen werden starkbesuchte Voltsversammlung, zu welcher die Gemeindevertretung Herrn stellvertretenden Generaldirektor Bingel geführt. Tegel. Am 30. Januar tagte bei Trapp" eine öffentliche sehr fonnte. Er hat die vor ihm gewünschte Rücksprache daher mit dem besonders eingeladen war. Herr Reichstags- Abgeordneter Di. David Bingel, der meine Ansichten genau fennt und in vollkommener fchaft gegenüber?" In großen Zügen und unter reichem Beifall findet, hat Herrn Fischer versichert, daß meine Aeußerungen ebenso sprach über: Welche Aufgaben hat die Gemeinde der Einwohner- Uebereinstimmung über die schwebenden Fragen sich mit mir beder Versammlungsteilnehmer ging der Referent auf die einzelnen lauten würden, und erklärt, daß bei der Wiederaufnahme der Arbeit bon der Sozialdemokratie zum Wohle der Volksmaffen allgemein feinerlei Maßregelungen vorgenommen werden würden, die Gelsengeforderten Einrichtungen ein und erstreckte seine Stritif auch auf firchener Bergwerks- Gesellschaft wahrscheinlich alle Arbeiter wieder in der Gemeinde Tegel bestehende Uebelstände. Als dann einige annehmen werde, da der Direktion bisher keine Heber darunter Diskussionsredner die Liste der Beschwerden noch vervollständigt bekannt geworden seien. Selbverständlich müsse vorbehalten bleiben, hatten, ergriff der Herr Amtsvorsteher Weigert aus Tegel, welcher eventuell solche Elemente aus der Belegschaft zu entfernen, was Herr und verteidigte in fast stündiger Rede Punkt für Punkt die er- flärung für andere Verwaltungen konnte Herr Bingel nicht abgleich einer Anzahl Gemeindevertreter anwesend war, das Wort Fischer als durchaus berechtigt anerkannte. Eine verbindliche Erwähnten Beschwerden. Gleichzeitig stellte Herr Weigert in Aussicht, geben und hat das weder in seinem noch in meinem Namen getan. daß sämtliche im Bereiche des Möglichen liegenden dem Gemeinwohle dienenden Arbeiten seitens der Gemeindeverwaltung auf dem Darmstadt, 8. Februar.( W. T. B.) Zweite Rammer. denkbar schnellsten Wege erledigt würden und Verschleppungen der Bei der heute fortgesetten Beratung des Haupt- Boranschlages selben keineswegs stattfänden. Auch erklärte sich Herr Weigert erklärte der Finanzminister auf eine Anfrage betreffend die Verbereit, Wünsche, welche nicht wert wären, erst öffentliche Versamm handlungen mit Preußen über die Lotterie- Gemeinschaft, daß die lungen damit zu belästigen, jederzeit persönlich entgegenzu- Verhandlungen noch schweben und das Ergebnis noch feineswegs nehmen und den in den Wünschen ausgedrückten Mängeln ab- abzusehen sei. Er wäre aber nur für eine Aenderung zu haben, wenn zuhelfen, auch dann, wenn solche von dem sozialdemokratischen diese dem Anteil Rechnung tragen würde, den die Kollekteure Wahlverein geäußert würden. Herr Weigert schloß seine Aus- der hessisch- thüringischen Staatslotterie fich bei dem Überein führungen, indem er der Versammlung seinen Dank für die Ruhe kommen gesichert haben. Ferner teilte der Finanzminister und Aufmerksamkeit während seiner Rede aussprach, mit dem mit, daß noch diesem Landtage eine Eisenbahn- Vorlage Wunsche, daß diese Versammlung dazu beitragen möge, das Ein- zugehen würde, welche die Erbauung der Linien Höchst- Aschaffenbernehmen zwischen Einwohnerschaft und Verwaltung zu einem für burg- Lindenfels und eventuell noch weiterer in Aussicht beide Teile befriedigenden zu gestalten. Dem Referenten war es nimmt. Die Erbauung der ersten Linie hänge allerdings von den der vorgerückten Zeit halber leider nicht möglich, in seinen Schluß- Entschlüssen der bayrischen Regierung ab. worten die Tendenz der Rede des Herrn Weigert gebührend zu würdigen. Er mußte sich mit dem Hinweis begnügen, daß die Die Revolution in Rußland. Sozialdemokratie nicht ruhen und raften wird, bis sie die sich gePetersburg, 8. Februar.( Meldung der Petersburger Telesteckten Ziele auch auf dem Gebiete der Kommunalpolitik erreicht graphen- Agentur.) Die Meldungen, daß sich der Ausstand hier haben wird. Ein Antrag, den Ueberschuß von der Tellersammlung wieder weiter ausgebreitet habe, sind unrichtig. Gegenwärtig sind den streikenden Bergarbeitern zu übermitteln, wurde angenommen. nur zwei Fabriken vom Ausstande betroffen, deren Arbeiter auch Warschau, 8. Februar. Nach offiziellen Berichten find während Eine kurze Schilderung der russischen Greueltaten seitens des schon früher die Arbeit niedergelegt hatten. Den Anlaß zu den der Unruhen neun Polizeibeamte mehr oder weniger schwer verletzt Vorsitzenden hatte den Erfolg, daß folgende eingereichte Resolution gegenteiligen Meldungen haben die fortgesetzten Versuche in einzelnen worden. Die Hofpitäler sind mit Kranten angefüllt, die Aufnahme ohne Widerspruch angenommen wurde:" Die heute, am 30. Januar Werkstätten der Butilotschen Werte gegeben, eigenmächtig durch neuer Kranten ist eingestellt, der Ausstand in den Brauereien ist 1905, bei" Trapp" tagende öffentliche Volksversammlung drückt früheres Beendigen der Arbeit den achtstündigen Arbeitstag einbeendet, da die Fabrikanten und die Arbeiter zu einer Ver- mit dem besonderen Ausdruck tiefster Trauer für die gefallenen Opfer ständigung gekommen sind. Man erwartet einen Ausstand in den den in Rußland um ihre Freiheit kämpfenden Arbeitsbrüdern ihre Schlächtereien. vollite Sympathie aus mit dem Wunsche, daß die fluchbeladene, Die Arbeiter haben also offenbar wirtschaftlich nicht un- absolutistische Regierung bald ihr Ende finden möge."-3um bedeutende Erfolge erzielt! Schluß stimmten die Teilnehmer der imposanten Versammlung begeistert in ein dreifaches Hoch auf die internationale SozialdemoEmpörendes Verbrechen. Petersburg, 8. Februar. Auf dem Berichte des Staatssekretärs Oranienburg. Eine allgemeine Gewerkschaftsversammlung tagte von Finnland über die Tötung des finnländischen Senatsprofurators I am Sonntag im Waldhaus Sandhausen. Ehe dieselbe in die TagesVerantw. Redakt: Paul Büttner, Berlin. Inferate verantw.( mit Ausnahme der„ Neue Welt"-Beilage): Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanft. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagenu.Unterhaltungsbl. Nach amtlichen Angaben übersteigt die Zahl der in Warschau, Betrokow und Radom bei den Ruheſtörungen Getöteten nicht 100; Saraus geht hervor, daß die Tatsachen in der auswärtigen Preise übertrieben sind. 100 Menschenleben, wenn sie nicht Baren, Großfürsten, Ministern gehören, empfindet der Absolutismus als Bagatelle! In einer gemeinsamen Besprechung der Fabrikanten in Lodz wurde beschlossen, den Arbeitern den zehnstündigen Arbeitstag zu bewilligen, falls die Ausständigen die Arbeit sofort wieder aufnehmen, und denjenigen Arbeitern, welche weniger als drei Nubel die Woche berdienen, ihren Lohn um 15 Prozent, denjenigen, die weniger als vier Rubel verdienen, den Lohn um 12 Prozent und denjenigen, die weniger als fünf Rubel verdienen, den Lohn um 10 Prozent zu erhöhen. In den Baumwollfabriken ist der Lohn um 15 Prozent erhöht worden. * * tratie ein. zuführen. Warschau, 8. Februar.( W. T. B.) Amtlichen Bekanntmachungen zufolge wird in Anbetracht der allmählichen Wiederherstellung der Ordnung gestattet, die Haustüren erst zu schließen, wenn abends die Straßenlaternen angezündet werden. Infolge des Ausstandes der Grubenarbeiter macht sich hier großer Mangel an Kohlen fühlbar. Die Zufuhr von Stohlen hat aufgehört; auf der Sohlenbörse werden keine Geschäfte abgeschlossen; die Preise sind um 60 bis 70 Prozent erhöht. Nr. 34. 22. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 9. Februar 1905. Arbeiter! Gedenkt der Sammlungen Arbeiter! für die streikenden Bergarbeiter! Demonstriert heute abend machtvoll gegen Frevel des russischen Absolutismus! Reichstag. 186. Sigung vom Mittwoch, den 8. Februar 1905, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: Kommissare. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Fortsetzung der ersten Beratung des Gefeßantrags b. Hompesch( 3.) betreffend die Freiheit der Religionsübung. das wirkt, können Sie aus der die verschiedener Provinzen wurde ein Erlaß gegeben, in dem es hieß, haltung meiner Kinder vom Religionsunterricht verurteilt worden. jedes Volksschulkind müsse 26 Psalmen, 20-40 Sprüche aus dem Jch appellierte an das Landgericht und dieses entschied am 3. August Alten, 100-110 aus dem Neuen Testament und 20 Kirchenlieder 1889, daß der Erlaß des Ministers Falt sich nur auf die auswendig tönnen. Im Staate Württemberg, nämlich in Stuttgart, höheren Lehranstalten, aber nicht auf die Dissidentenkinder in mußte sich der Gemeinderat jüngst mit einer Volksschule beschäftigen, den Volksschulen beziehe. Damit war festgestellt, daß, die unter einem geistlichen Schulinspektor stand. Es wurde fest- wenn ich die Mittel hätte, meine Kinder in bessere Schulen zu " " Aber das 1890 frei. neue gestellt, daß die Kenntnisse der Kinder in der deutschen Sprache und schicken, sie keine Religion brauchten, daß die Kinder nur Religion im Rechnen unzulänglich waren: Eine leichte Prozentrechnung fonnte brauchten, wenn sie kein Geld hätten.( Heiterkeit!) nur von drei Schülern gelöst werden.( Heiterfeit links.) Ganz un ammergericht sprach mich am 6. Februar glaubliche Resultate der ergaben die Fragen nach Abg. Schrader( frf. Wg.): Die Aussichten stehen diesmal für gemeinen Bildung: drei Kinder wußten nicht, wie ihr König Jahre 1900. Inzwischen war ich nach Berlin verzogen und erhielt all- Nach dieser Kammergerichts- Entscheidung handelte ich bis zum das Zentrum nicht so günstig wie bei dem früheren Einbringen. heißt, nur elf wußten den Grdteil, in dem sie einige zwanzig neue Strafbefehle. Ich legte mein Kammer. Das ist die Schuld des Zentrums selbst. Früher war bereits in der wohnen( Hört! hört! links), siebzehn wußten nicht, wer gerichts- Urteil vor. Da beantragte vor dem Schöffengericht Kommission der erste Teil vom zweiten getrennt. Der erste Teil Bismard war. muß ja jedermann sympathisch fein. Durch Verbindung mit dem freilich reichlicher gefegnet. Mit dem Religionsunterricht war diese Schule der Amtsanwalt selbst meine Freisprechung. Aber hinterher zweiten erhält aber jetzt auch der erste Teil den Anstrich, als ob es Neben 12 Stunden Geschichte legte er selbst Berufung ein gegen die von ihm beantragte Frei standen 12 Stunden Religionsunterricht! fich lediglich um die Interessen der katholischen Kirche handelt. Wie wendig, in der Schule für die anderen Unterrichtsfächer etwas mehr verurteilte mich: Auch die vom höchsten Gericht gegebene Auslegung Es wäre wirklich not- sprechung.( Große Heiterkeit.) Das Landgericht in Berlin Rede des Abg. Sattler Toleranz zu schaffen.( Heiterkeit links.) Und nicht nur die Religions- kann den Angeklagten nicht entlasten". Nun entsann ich mich aus ersehen. Aber auch die Sozialdemokraten haben erklärt, daß ihnen stunden selbst sind zu zahlreich, sondern auch alle anderen Fächer meiner Volksschulzeit des Müllers von Sanssouci: Es gibt der zweite Teil des Antrages unsympathisch ist. Sie( zum Zentrum) werden reichlich mit Religion ausgestattet; ob Lesen, Schreiben, Ge- noch ein Kammergericht in Berlin. Mein Anwalt riet mir freilich wünschen die Kirche nicht im Staate, sondern neben oder über schichte, überall wird Religion recht reichlich untergebracht. Nur in von vornherein, mich auch nicht auf das Kammergericht zu verlassen, dem Staate gestellt zu wissen. Seit einigen Jahren geht Ihr Be- der Rechenstunde geht es nicht, weil man nicht gut in ein und der Bosse sei an die Reihe gekommen. In seiner Anklagerede streben dahin, die Katholiken möglichst loszureißen von der übrigen felben Stunde den Kindern lehren kann: 3X1 it 3 und 3X1 ist 1. vor dem Kammergericht erklärte der Staatsanwaltsrat, es sei Pflicht Bevölkerung( Lachen beim Zentrum). Sie mögen lachen, aber Sie wissen, daß es so ist.- Der zweite Teil Ihres Antrages begünstigt( Dho! beim Zentrum, Heiterfeit links.) Darunter müssen die Kultur- des Angeklagten, sich darum zu kümmern, ob das Kammeraufgaben leiden. zu sehr die anerkannten Religionsgemeinschaften. gericht sich in seinem Freispruch vom 6. Februar 1890 nicht geirrt Dadurch muß sich jede Religionsgemeinschaft verlegt fühlen, die aus gesagt, stimmen. Es stört uns gar nicht, daß wir fest überzeugt haben, wenn ich sie bei der Rückkehr aus dem Beratungszimmer Für den ersten Teil des Zentrumsantrages werden wir, wie habe.( Stürmische Heiterkeit.) Was würden die Richter wohl gesagt irgend einem Grunde nicht anerkannt ist. Diesen, zweiten Teil, d. h.§ 9 bis 14, fönnen wir also nicht annehmen. Glaubensfreiheit nur für sich in Anspruch nehmen würde. Aber geirrt?( Stürmische Heiterfeit.) Num wurde das Urteil des find, daß das Zentrum, wenn es die Mehrheit hätte, dann die gefragt hätte: Berzeihung, haben Sie sich vielleicht Aber im ganzen sind meine Freunde für Annahme des entsten Teils Ihres Antrags, namentlich deshalb, weil es unerträglich ist, daß, heute sind die Trauben sauer und weil sie zu hoch hängen, muß Stammergerichts gefällt: Das Kammergericht habe seinen Standpunkt Ihres Antrags, namentlich deshalb, weil es unerträglich ist, daß, man sich auf der anderen Seite eine Leiter bauen, damit man heran- von 1890 längst verlassen. wenn z. B. ein Ehepaar aus einem Bundesstaat in den andern zieht, kommen kann.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Man sollte Tat, ich erfuhr jetzt, im Jahre 1900, daß das Kammergericht schon ( Hört! hört und Heiterkeit.) In der es unter jetzigen Umständen ganz anderen Gesezen unterliegt. Ab1891 war nämlich Herr machungen z. B., die in dem einen Staate galten, gelten nun im nur nicht zu viel Aufhebens machen, daß man mit einem solchen 1893 feinen Standpunkt verlassen hatte. zweiten nicht mehr. Zum Besten der Bevölkerung hoffe ich also, beschämend, daß noch darüber diskutiert werden muß, ob bei uns durch die kammergerichtliche Entscheidung in einen Rechtsirrtum Antrage gekommen ist. Eigentlich ist es für die deutschen Zustände v. Zedlitz Minister geworden.( Heiterkeit.) Daß der Angeklagte daß dieser erste Teil des Antrags zu einem brauchbaren Gesetz werde. Religions- und Glaubensfreiheit herrschen soll! Vor zweihundert verfekt worden sei, fönne ihn nicht schützen. Er hätte wissen Es liegt in erster Linie bei Ihnen( zum Zentrum), dies zu bewirken. Jahren fagte ein Hohenzoller auf dem Thron: Weine Untertanen müssen, daß er ohne Dispens feine Kinder vom Religionsunterricht ( Beifall bei den Freisinnigen.) sollten leben dürfen und nicht denken, Atem holen und ihre Gedanken nicht fern halten dürfte. Was also ein Justizrat, ein Senats Abg. Hoffmann- Berlin( soz.): nicht mitteilen! Ich wünsche mir nichts mehr als ein edles, präsident, zwei Kammergerichtsräte und der Minister nicht Unsere Stellungnahme zum Toleranzantrage hat bereits mein fühlendes, freidentendes Volt!" Denken Sie, ein Hohenzoller gewußt hatten, das mußte ich wissen.( Stürmische HeiterGesinnungsgenoffe David largelegt; fie ergibt sich ans Bunkt 6 auf dem Thron verlangt ein freidenkendes" Volk!( Heiterkeit.) feit.) Das Charakteristische aber ist, daß dieses und 7 unseres Parteiprogrammes. Wir sind selbstverständlich für Wer heute so sprechen würde wie Friedrich II., würde mindestens Urteil gefällt wurde, ohne daß inzwischen das Gesek irgendwie gefreie Religionsübung. Aber ebenso selbstverständlich als Hezer und Aufwiegler angesehen werden.( Sehr richtig! bei ändert worden wäre; nur ein neuer Wind pfiff von oben und der ist, daß vom Zentrum feine Toleranz fommen tann, denn es den Sozialdemokraten.) Der Wind, der heute weht, dreht Minister Minister hatte gewechselt. Ich sagte auch den Richtern, sie hätten handelt sich bei ihm nicht um Meinungsverschiedenheiten, manchmal im Kreise. Es war neulich ein erhebendes Bild, als der mich zu der strafbaren Handlung verleitet und gehörten von Rechts sondern um Privatinteressen, Atlassen- und Sonderin tereffen. So Herr Reichskanzler bei Begründung der Handelsverträge sich bereit wegen neben mich auf die Anflagebant. Aber sie zogen ins Be lange diese nicht von der Stirche getrennt find, fann es feine Toleranz erklärte, am Bligableiter zur Reichstagskuppel hinaufzuflettern; er ratungszimmer und verurteilten mich.( Heiterfeit.) Ich will jezt geben. Dem zweiten Teile des Antrages können wir schon des- wäre vielleicht gar nicht so uneben als Wetterfahne.( Stürmische noch einen Ministerwechsel abwarten und dann beim Kammergericht halb nicht beistimmen, weil er nur für staatlich anerkannte Seiterkeit.) Glaubens- und Gewissensfreiheit gibt es heute den wieder anfragen, ob es sich vielleicht bei seiner legten Entscheidung Religionsgemeinschaften gelten soll. Aber auch einzelne Para Dissidenten gegenüber nicht. geirrt hat.( Stürmische Heiterkeit.) Aber, wenn ein Ministertechfel graphen des ersten Teiles bieten feine Garantie für wirklich Im Jahre 1859 erklärte der preußische Kultusminister genügt, um das Gefez so umzu- legen, auszulegen kann man freie Religionsübung. Der Austritt aus der Kirche, der b. Bethmann- Hollweg, der Religionsunterricht der Jugend nicht mehr sagen, so ist es doch zwedlos, überhaupt Geunentgeltlich sein soll, kostet heute in Breußen bis 3,50 in Diffidentengemeinden bilde ein wesentliches Stück der freien se ze zu machen; wir können das Urteil direkt nach den EinMart. Das kann doch nur den Grnnd haben, vor allem Religionsübung. Die Verfolgung der Dissidenten entspreche weder flüssen von oben fällen lassen. Wie soll bei einer derartigen Recht der arbeitenden Bevölkerung den Austritt aus der Kirche so gut der Würde des Staates noch sei sie verfassungsgemäß. Es wäre ein fprechung der Glaube an die Unabhängigkeit und Parteilofigkeit des wie unmöglich zu machen. Außerdem wird für jedes Familien- Armutszeugnis, das die großen Kirchengemeinschaften sich selbst aus- Richterstandes erhalten bleiben? Ueber den zwangsweisen Unter mitglied der Betrag gesondert berechnet. Im übrigjen Deutschland stellten, wenn sie sich nur durch solche Mittel halten zu können richt der Diffidentenkinder in evangelischer oder katholischer Religion toftet der Austritt fogar 10 bis 100 Mart, und besonders in glaubten. Damals war eben Wilhelm I. zur Regierung hat schon 1892 im Reichstage Abg. Träger gefagt, daß die Eltern Schwarzburg- Sondershausen ist es ein kostspieliges Vergnügen. gelangt, ein Systemwechsel trat ein. Schon am 8. No- ihre Kinder veranlassen würden, die bittere Medizin wieder aus Auch sollten die ausgetretenen Leute nicht noch ein oder zwei Jahre vember 1858 hatte Wilhelm I. als Prinzregent, als Thron- zuspucken, die man ihnen in der Schule in den Mund zu den Kirchenlasten herangezogen werden! G3 sollte selbst- folger sich geäußert In Preußen besteht bekanntlich die getan hätte.( Hört! hört! links.) Auch der Hofprediger- das verständlich fein, daß die Kirche nichts bon solchen traditionelle Einrichtung, daß Thronfolger immer liberal sein müssen, mals noch ohne a. D. Stöder erklärte es für unmöglich, Sündern" und„ Kezzern" annimmt; das Bentrum wird auch wenn sie kurz vorher ihren Liberalismus durch Kartätschen be- Atheisten zur Ablegung eines so durchaus persönlichen Glaubensdoch nicht die Mirbach Moral bei sich einführen wollen. glaubigt Laben.( Heiterkeit und Sehr gut! bei den Sozialdemo- bekenntnisses zu zwingen, wie es der lutherische Katechismus vor Meldet jemand feinen Austritt aus der Kirche beim Amtsgericht an, fraten.) In einer Rede an das verfammelte Staatsministerium sagte schreibt. Nicht nur die Gottesleugner", die Heiden"," Antichristen" so bekommt er darüber eine Bescheinigung, in der es heißt: er er: Es sei nicht zu leugnen, daß in der evangelischen Kirche eine oder wie Sie uns sonst nennen mögen, fühlen sich durch diesen werde auf die Bestimmungen der Paragraphen so und so aufmerksam Orthodogie eingefehrt sei, die mit ihren Grundanschauungen Gewissenszwang bedrückt, sondern auch christliche Paftoren. gemacht. Nach diesen Paragraphen ist die Wahrung einer nicht verträglich sei und die Heuchelei in ihrem Gefolge habe.- Am So schrieb der Herausgeber der„ Christlichen Welt", Pfarrer Made: sechs wöchentlichen Frist vorgeschrieben, bei deren Vers 13. März 1865 aber lang es schon anders. Da war Minister Der gewaltsame Religionsunterricht der Diffidentenkinder sei die fäumung zwar auch eine beträchtliche Kostenrechnung Mühler an Stelle Bethmann- Hollwegs getreten und dieser meinte, schmählichste Konsequenz des Schulzwanges. Der Pfarrer Erich entsteht, der Austritt aus der Kirche aber nicht mehr möglich ist. die Staatsregierung fönne es nicht als ihren Beruf ansehen, ein von Förster sagte, man müsse sich schämen, wenn ein Dissident nach Eine einfache schriftliche Erklärung, höchstens mit beglaubigter Unter der Grundlage der göttlichen Offenbarung losgelöstes Dissidententum der Stellung der Kirche zum Religionsunterricht frage. schrift sollte für den Austritt aus der Kirche genügen. zu pflegen. Kinder bon Dissidenten dürften feinem In der freien Republit Hamburg sind jetzt FreidenkerverWird wie jetzt noch ein persönlich wahrzunehmender Falle bon dem Religionsunterricht befreit sein. Damals fammlungen unmöglich, die Jugendweihe, die die Freidenfer an Stelle Termin vorgeschrieben, so bedeutet das für die Arbeiter handelte es sich um christliche Dissidenten, um fromme Ge- der Konfirmation treten lassen, wird durch die Polizei auseinandereinen schmerzlichen Lohnausfall. Einige Richter, z. B. in meinden, die unter der Intoleranz zu leiden hatten. Das geschieht getrieben. Halle a. S., verlangten sogar, daß die erste Ammeldung münd auch heute noch, auch bei der Eides ablegung. In der Ver- Auch mit dem§ 1666 des B. G.-B. wird schmählicher lich erfolgen solle. Das haben wir ihnen freilich abgewöhnt. Wir pflichtung auf eine fromme Gidesformel liegt eine Bedrückung, ein Mißbrauch getrieben. Der Paragraph bestimmt, daß, wenn die find gleich so zahlreich zu ihnen gegangen, daß sie sofort gesagt haben: Gewissens- und Glaubenszwang.( Lebhafte Zustimmung bei den Eltern das geistige oder leibliche Wohl des Kindes gefährden oder Sie können das in Zukunft auch schriftlich abmachen.( Heiter Sozialdemokraten.) Der Richter zwingt den Ungläubigen gewisser- fich eines ehrlosen Verhaltens schuldig machen, das Vormundschaftskeit.) Auch denen, die keine Kirchensteuer zu zahlen haben, werden maßen, einen Meineid zu leisten. Muß doch auch der Nichtgläubige gericht die nötigen Erziehungsmaßregeln treffen fann. Schon bei Schwierigkeiten gemacht. Man verlangt selbst von denen, die nie bei Gott dem Allmächtigen schwören. Ich machte als Zeuge ein- der Schaffung dieses Paragraphen hatten die Sozialdemokraten einer Kirche angehört haben, nie getauft, vielleicht schon dissidentische mal einen Richter darauf aufmerksam. Da erwiderte er mir, das beantragt, daß die religiöse oder politischelleberzeugung Eltern haben, daß sie ihren Austritt aus der Kirche nach ist ganz gleich, was Sie glauben, wenn Sie falsch schwören, kommen des Vaters nicht als Vernachlässigung oder ehrloses, unfittliches Ver weisen, wenn sie von der Kirchensteuerleistung befreit sein wollen. Sie doch ins Zuchthaus.( Sehr richtig! rechts.) Ja, es ist ja ein halten ausgelegt werden dürfe. Der Antrag wurde abgelehnt, Ber wahrhaft tolerant wäre, müßte auch die Gesellschaften fördern, mal vorgeschlagen worden, meineidige Sozialdemokraten gleich auf weil man einen solchen Mißbrauch für ganz unmöglich hielt. die sich auf ihre Weise religiöse Erbauung verschaffen wollen, die zehn Jahre ins Zuchthaus zu stecken. Sie scheinen also den Trotzdem wurde in Sommerfeld in der Niederlaufig einer älteren solche Erbauung in Wissenschaft und Kunst erblicken und feinen frommen Eid nicht so hoch einzuschäßen, wie den eines Frau das Erziehungsrecht abgesprochen, weil fie einem Textil positiven Glauben im Sinne des Provinzial- Schultollegiums Sozialdemokraten.( Heiterkeit.) Es wäre vielleicht auch die arbeiter- Verbande angehörte.( hört! hört! links.) Leider war die ( Heiterkeit) haben. Schon Goethe hat gesagt: Wer Wissen Eidesfrage in den Toleranzantrag hineinzuziehen. Das allgemeine Frau daraufhin schwach genug, aus diesem Verbande auszutreten, schaft und Kunst besitzt, hat auch Religion wer Wissenschaft und Landrecht sagt ausdrücklich, daß die Begriffe von Gott und göttlichen und man ließ ihr nun das Erziehungsrecht. Es wäre zu fragen, Kunst nicht hat, der habe Meligion. Dingen fein Gegenstand von Zwanggefeßen sein sollen. Es spricht ob in einem solchen Falle der Richter nicht wegen Erpressung, wegen Wir haben nichts gegen eine Kirche, die frei ist von jedem staat- von einem Erlaß der Eidesleistung, von dem Ersatz des Eides durch Nötigung belangt werden könnte. Wenn das nun schon wegen der lichen Zwang, die ihre Ausgaben felbft bezahlt und nicht aus dem gewissenhafte Versicherung auf Ehre. Das ist nun nicht mehr Bugehörigkeit zu einer gewertschaftlichen Organisation ge Sädel des Staats, in den Christ, Jude und Heide hineinsteuert. zulässig. Nur das Oberhaupt des Staates kann den Eid er- schieht, so können Sie sich vorstellen, wie man mit Leuten umgeht, Wir wenden uns gegen die Kirche nur, wenn e zur Knechtung der lassen. Kürzlich beriefen sich vor einer Berliner Straffammer Mit- die einem politischen oder freidenkerischen Verein ans Boltsmassen mißbraucht wird. Schon Genosse avid wies auf die glieder der dissidentischen Christengemeinde auf die Verse Matthäi 5 33 ff. gehören. Mainzer Broschüre hin, die sich gegen Fortschritt und Auf Sie wurden aber trotzdem wegen Eidesverweigerung ins Gefängnis ge- Ein Vater, dessen Kinder auf der Realschule in Magdeburg flärung wendet. Sie( zum Zentrum) wollen das nicht gegen sich steckt. Gegen den Gewissenszwang durch den Eid bietet der Toleranzantrag vom Religionsunterricht befreit waren, zog nach Süstrin und sollte gelten lassen, aber Steichensperger jagte einst im Abgeordneten teine Garantie, auch nicht dagegen, daß die Kinder von Diffidenten hier gezwungen werden, die Kinder in den evangelischen Unterricht hause: Für die allgemeine Volksschule tönnen als obligatorische gezwungen werden, am andersgläubigen Religionsunterricht in der zu schicken. Da sagte er: ja, wenn ich gezwungen werde, dann Unterrichtsgegenstände nur in Betracht kommen Religion, Lesen und Schule teilzunehmen. Was in§ 4 des Toleranzantrages bestimmt schicke ich sie lieber in den jüdischen Unterricht.( hört! hört! Rechnen.( Sehr gut! im Zentrum.) Geschichte, Geographie, wird, steht schon im Allgemeinen Landrecht, wo es im§ 78 heißt: rechts.) Ja, der Mann hat ganz recht; die Lehren des jüdischen Naturkunde, Zeichnen sind überflüffiger Lugus und tragen So lange die Eltern über den ihren Kindern zu erteilenden Re- Unterrichts konnte er leichter aus seinen Kindern herausbringen. die allergrößten Gefahren für die Gesamtheit in ihrem Schoß.ligionsunterricht einig sind, hat kein Dritter das Recht, ihnen darin Auch rechnete er vielleicht auf den Beistand der Antisemiten.( HeiterBarum rufen Sie jetzt nicht sehr richtig?( Große Heiterkeit.) Als zu widersprechen. Und in den Ausführungs- Verordnungen des Wei- feit im Zentrum.) Wenn alle Freidenter es so machen wollten, Stalltnecht, Sirtenjunge oder Fabritarbeiter würden sich diese Leute nisters Falt vom 29. Februar 1872 und 26. Januar 1875 heißt es dann bin ich gar nicht im Zweifel, dann würden die Antisemiten viel zu gebildet, zu gut vorkommen. So vertritt das 8entrum den flipp und Klar, daß Schüler, welche in einer Religion oder Konfeffion schon dafür sorgen, daß dem jüdischen Unterricht nicht au Butttamerschen Standpunkt, daß die Kinder zum Kartoffelbuddeln erzogen werden, für welche im allgemeinen Lehrplan der betreffenden viel Kinder zugeführt würden. Der Magistrat von Rüstrin er noch viel zu viel lernen. Lehranstalt Unterricht nicht angesezt ist, ohne weiteres vom Religions- flärte aber, wenn er die Kinder nicht in den evangelischen Nicht nur die Leiter der römisch- katholischra Stirche verfahren so, unterricht zu dispensieren sind. Diese Ausführungsbestimmung des Unterricht schicke, würden sie aus dem Verband der Schule aus sondern auch die staatlichen Leiter der evangelischen: Von Ministers Falt hat ja eine ganze Zeitlang zu Recht bestanden. Ich gewiesen werden.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Fräulein jeiten der töniglichen Regierung und der Provinzial- Schulfollegien war von der Straffammer Halle einige zwanzigmal wegen Fern-| Altmann, welche die Unterrichtsberechtigung besaß, Tinks.) " und Herr Dr. Wille, welcher fie sogar doppelt besaß, gaben die Straßburger Post" und die„ Augsburger Abendzeitung", haben verfahren wären, so hätte wir keine neuen Handelsverträge.( Sehr Religionsunterricht in freien Gemeinden. Er wurde ihnen verboten, 1900 bis 1902 das getan. Jetzt dagegen bekämpfen die Herren richtig!), dann wäre der Zolltarif abgelehnt worden.( Sehr richtig!) und als sie es doch taten, wurden sie ins Gefängnis gesteckt. Meine Nationalliberalen diesen Fortschritt. Die Regierung aber Ich bedauere, daß in den Handelsverträgen unsere Wünsche nicht Herren! ins Gefängnis gesteckt auf administrativem Wege wie in kommt mit Kompetenzbedenken, obgleich der Herr Staatssekretär vor alle erfüllt sind, aber sie enthalten eine so große Verbesserung für Rußland!( Hört! hört! links.) Fräulein Altmann wurde dann die einigen Tagen bei anderer Gelegenheit anerkannt hat, daß der Artikel 31 die Landwirtschaft gegenüber den bisherigen Verträgen, daß es mir Unterrichtsberechtigung ganz allgemein entzogen und zivar wegen der Reichsverfassung hier anwendbar ist. Der Vorwurf des Abg. ermöglicht ist, für den Kanal zu stimmen. Herr Dr. Hahr bat ge= der vorliegenden„ fittlichen Bedenken". Diese wurden damit be- Sattler, unser Antrag richte sich gegen das Staatschristentum, ist meint, die Mehrheit der Bevölkerung sei gegen den Rhein- Hannovergründet, daß sie in Gefängnis getvesen wäre, und sie war im unrichtig. Der Antrag überläßt vielmehr jedem Bundesstaate inner- Kanal, er hat wohl da an die Mehrheit im Zirkus Busch gedacht. Gefängnis nur deshalb, weil sie Religions- halb der reichsgefeßlichen Grenzen, die Kirchenhoheit auszuüben.( Große Heiterkeit.) Nur durch das Entgegenkommen zwischen unterricht erteilt hatte!( hört! hört! links.) Die Lehren der Religionsgemeinschaften dürfen nicht mit Staats- Landwirtschaft und Industrie fann der erforderliche Schutz der Wenn folche Dinge vorkommen, muß man sehr vorsichtig in der gesetzen in Widerspruch stehen. Unser Kampf richtet sich nur nationalen Arbeit erreicht werden.( Sehr richtig!) Die Herren Abfaffung der Baragraphen des Toleranzgesetzes sein.( Beifall gegen den Bureaukratismus in der Ausübung der Staats- vom Bunde der Landwirte würden der deutschen Landwirtschaft und Man peitscht durch solches Vorgehen die Eltern in den hoheit über die Religionsgemeinschaften. Der weitere der ganzen Kulturentwickelung unseres Vaterlandes den größten Konflikt mit den Lehrern hinein, während Lehrer und Eltern gemein- Vorwurf, wir wollten Ausnahmerecht für die anerkannten Dienst erweisen, wenn sie sich Mühe geben, den Frieden herzustellen sam die schwere Aufgabe der Erziehung leisten sollten.( Sehr Religionsgemeinschaften, ist deshalb nicht richtig, weil wir ja feiner zwischan Industrie und Landwirtschaft.( Lebhafter Beifall.) richtig! bei den Sozialdemokraten.) Stöders ganze Rede war Religionsgemeinschaft verivehren wollen, Korporationsrechte zu er- Em Schlußantrag wird abgelehnt. das Eingeständnis der Konkurrenzunfähigkeit des werben.( Buruf bei den Sozialdemokraten: Wie soll sie das Abg. Krawinkel( natl.) spricht sich gegen die Vorlage aus, da Staatspfaffentums gegen die freie Kirche. Er meinte, denn machen!) Es gibt dazu heute schon einen Weg, der in der sich Kanäle im allgemeinen nicht rentierten. ohne Religionsunterricht würden die Dissidentenkinder des wichtigsten Reichsverfassung durchaus gangbar ist. Dieser Weg ist Gründung Atg. Dr. Hahn( Bd. d. L.): Fürst Bismard hat die NotKulturelements verlustig gehen. Nun, das ist Ansichtssache. Ich einer Aktiengesellschaft.( Große Heiterfeit.) Ja, im wendigkeit einer Vereinigung der deutschen Landwirte betont, um persönlich stehe auf dem Standpunkt, daß es ganz gut wäre, wenn Ernst, eine„ Aktiengesellschaft zur Aufbringung von Mitteln für die sich in den wirtschaftlichen Kämpfen geltend zu machen. Hält Herr die Dissidentenkinder etwas von den biblischen Geschichten erführen, Religionsausübung". Dazu würde gar keine Genehmigung irgend einer v. Kardorff diese Mission des Bundes schon für erfüllt? Wir haben aber das können sie doch in einem kulturgeschichtlichen Unterricht. Behörde notwendig sein. Die Fachliteratur hat diese Frage schon be- nie die Absicht gehabt, eine neue politische Partei zu bilden.( Lachen ( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Der fehlt namentlich handelt. Auch die Kompetenzfrage ist wieder erhoben worden. Das links.) Wir sind bei den Wahlen für Nationalliberale und auch in der Volksschule. Geschichtsunterricht, gewiß, den haben ist ja sus im deutschen Reichstage, wenn die Sache einem un- für das Zentrum eingetreten.( Widerspruch bei den Nationalliberalen die Volksschulkinder, aber er ist auch danach. Genealogie angenehm ist.( Burufe links.) Das geschieht auf allen Seiten und im Zentrum.) Im Reichstags- Wahlkreise Hildesheim ist ein der Herrschenden sollte er heißen; wann die Fürsten des Hauses.( Große Heiterkeit.) Jedenfalls kann die Bedürfnis- 3entrurasmann mit unserer Hülfe gewählt worden. Die nationalgeboren und wann sie gestorben sind und wie viel Schlachten sie ge- frage für unseren Antrag nicht geleugnet werden. Redner liberale Partei als solche bekämpfen wir gar nicht, wenn mich auch wonnen haben; von den verlorenen schweigt man.( Große Heiter führt verschiedene Fälle vont Beschränkung der Religions- Herr Abg. Wallbrecht für einen Sozialdemokraten hält.( Buruf: keit.) Von Goethe und Schiller erfahren die Kinder natürlich nichts übung gegenüber Katholiken in Braunschweig, Mecklenburg und Das ist nicht richtig!) Ob das richtig ist oder nicht, ist einerlei. in einer Zeit, wo man, wie in Wiesbaden, ein Schillerdenkmal ent- Sachsen an. Besonders Sachsen ist einer der reaktionärsten Bundes-( Große Heiterkeit.) Wenn die Nationalliberalen bereit sind, mit fernte, um einem Kaiserdenkmal Platz zu machen. Nächstens be- staaten, was religiöse Toleranz betrifft. Ein Geistlicher, der angeb- uns mitzuarbeiten, so treten wir für sie ein.( Buruf: Kanalkommt noch der, welcher einen nenen Platz für ein Denkmal findet, lich unberechtigt einem Sterbenden die Sakramente austeilte, wurde vorlage!) einen Preis.( Große Heiterfeit.) Früher sprach Herr Stöcker anders, mit 30 Mark Geldstrafe belegt.( Lebhafte Pfui- Rufe im Zentrum.) Präsident v. Kröcher: Jch kann unmöglich den Herrn Abgeord im Anfang der achtziger Jahre, da trat er auf als ein ziweiter Wir wenden uns dagegen, daß die Gesetzgebung zugunsten irgend neten verhindern, auf die Ausführungen des Herrn v. Kardorff Luther, das evangelische Gewissen" sollte die Welt erobern. Aber einer religiösen Richtung einseitig Partei nimmt. Man hat jetzt die zu antirorten, aber ich muß sagen, daß er ein bißchen weit vont bis jetzt hat er leider nur einen Abgeordneten hier erobert.( Große Weltpolitik inauguriert und hat ausdrücklich dabei die Freiheit der Thema abgegangen ist. Heiterkeit.) Religionsübung verkündet. Am Kongo soll Religionsfreiheit sein, Abg. Dr. Hahn( fortfahrend): Wenn 1902 beim Zolltarif die aber in Deutschland nicht, das verstehen wir nicht.( Lebhafte Zu- Landwirtschaft nur auf Herrn v. Kardorff angewiesen gewesen wäre, stimmung im Zentrum.) Wir wünschen, daß die Engherzigkeit der so wäre es schlecht um sie bestellt gewesen. Hinter unseren ForVergangenheit beseitigt werde, und daß auf dem Boden des gemeinen derungen standen jämtliche Bauernvereine, auch die katholischen. Rechtes jedem Deutschen die freie Religionsübung gewährt wird. Herr v. Kardorff meint, die Führer des Bundes der Landwirte ( Lebhafter Beifall im Zentrum.) hätten nicht den Befähigungsnachweis als Politiker erbracht. Nun, wir haben eine enorme Tätigkeit auf uns genommen, denn der Bund zählt 250 000 Mitglieder. " " Ein Vertagungsantrag Sattler( natl.) wird hierauf gegen die Stimmen des Zentrums angenommen. Nächste Sizung: Donnerstag 1 ühr( Erste Lesung der Handelsverträge). Schluß 6 Uhr. Abgeordnetenbaus. 135. Sihung vom Mittwoch, den 8. Februar, mittags 2 Uhr. Präsident v. Kröcher: Ich bitte, nicht zu weit darauf einzugehen, denn nachher wird Herr v. Kardorff wieder antworten. Abg. Dr. Hahn( fortfahrend): 1902 haben sämtliche Befürworter des Zolltarifs sich unseres wissenschaftlichen Rüstzeuges bedient, wir haben ein sehr großes vissenschaftliches Material zusammengestellt.( Lachen bei den Nationalliberalen.) Wir sind mit dem größten Maß von Objektivität vorgegangen( Lachen links), und wir werden bei den Wahlkämpfen stets Del auf die Wogen gießen. ( Große Feiterkeit.) Der Vorwurf, daß wir Gegner der Industrie seien, ist nicht berechtigt.( Rebhafte Schlußrufe.) Wir stimmen gegen die Kanalvorlage mit Rücksicht auf die großen Gefahren, die sich daraus für Industrie und Landwirtschaft und für die Gesamtheit der Steuc rzahler ergeben.( Lebhaftes Bische: links.) Jn den Ozean schifft mit tausend Masten der Jüngling, Still auf gerettetem Boot treibt Freund Stöcker als Greis." Den ersten Teil des Antrags werden wir bereit sein, in genügend umgearbeiteter Fassung anzunehmen, dem zweiten können wir wegen des Passus anerkannte Religionsgemeinschaft" nicht zustimmen. Den hundertsten Geburtstag Schillers können Sie am besten dadurch feiern, daß Sie Glaubens- und Gewissensfreiheit geben. Will die Regierung das nicht, dann mag fie fim was ihr gut dünkt. Wir aber werden weiter gehen in dem stillen Bewußtsein, nicht die Toleranz zu fördern für einzelne Religionsgemeinschaften sondern für das gesamte Volt!( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Müller- Meiningen( frs. Vp.): Es erscheint mir eine Forderung der Toleranz, für den ersten Teil des Antrages einzutreten. Herr Bachen hat offen erklärt: wir sind religiösboginatisch- intolerant. In der Tat aber bleibt er bei dieser Intoleranz nicht stehen. Die Religion wird verquickt mit der Moral, mit der Politik. Die Intoleranz dehnt Am Ministertische: v. Budde, Frhr. v. Rheinbaben. fich aus auf den Schulunterricht und das erzeugt Beunruhigung. Politik Auf der Tagesordnung steht die dritte Beratung des und Religion werden besonders in Süddeutschland verquidt; ein Beispiel Gefebentwurfs über die Herstellung und den Ausbau ist das Gebetbüchlein von Joseph, Anton Heller. Ein Kapitel dieses von Wasserstraßen. Gebetbüchleins lautet: Der Liberalismus ist der Feind der Kirche, In der allgemeinen Debatte bedauert zunächst Abg. 1. Kardorff( ft.): Die Parteien werden vom Bunde der wie wählst Du?( Hört! hört! links.) In dem Absatz: Bist Du Abg. Gamp( frk.), nicht für die Vorlage stimmen zu können, da Landwirte verdächtigt.( Sehr richtig! links.) Herr Hahn tut so, entschieden katholisch? heißt es: Sehr gefährlich ist die Frage des Schleppmonopols und der Schiffahrtsabgaben nicht in als habe es als Bundesdirektor die Vertretung von landwirtschaftder gewohnheitsmäßige Umgang mit Anders- einwandfreier Weise geregelt worden seien. Die Linke im Reichs- lichen Interessen erst erfunden.( Sehr gut.) Ich sche auf längere gläubigen." Unter" Liberalismus“ versteht das Büchlein auch tage habe die Verfassungswidrigkeit der Schiffahrtsabgaben betont, Jahre zurück als er und habe immer für die Interessen der Land= die Herren der äußersten Linken, die jetzt in einem liebevollen Techtel- die Ausführungen des Grafen Posadowsky dazu hätten aber nur die wirtschaft gekämpft und werde das weiter tun, hier oder im ReichsMechtel mit dem Zentrum in Bayern sich befinden( Heiterkeit), überhaupt Richtigkeit des Sakes gezeigt, daß die Worte dazu da seien, um die tage. Eine friedliche Tätigkeit des Bundes der Landwirte werde alle Gegner der klerikalen Weltanschauung, also auch die Konservativen. Gedanken zu verbergen. Herr v. Budde habe sich selber als einen ich unterstützen, gegen die jetzt beliebte agitatorisch- demagogische Dann heißt es„ Selbstverständlich gehört der katholische Mann praktischen Mann bezeichnet; das sei er in der Tat, denn es sei Tätigkeit werde ich mit aller Straft angehen.( Lebh. Beifall links.) der Zentrumspartei an"( Hört! hört! links), also ein rein ihm ja gelungen, trotz der früheren Widersprüche gegen die Vor- Abg. Schmieding( natl.): Mit dem Kollegen v. Kardorff halten politisches Flugblatt!„ Wer seinen Gott nicht fürchtet und liberale lage eine große Majorität für sie zu gewinnen.( Heiterkeit.) Für auch wir die Gründung des Bundes der Landwirte für eine große Beitungen liest, der wird ein Verräter sein!"( Sehr richtig! die Feststellung. Rechtsfrage bei der Erhebung von Schiffahrts- Tat und halen ihn unterſtüßt, so lange er in Bismarckschen Bahnen im Zentrum, große Heiterkeit). Früher hieß es: Verräter und ein abgaben sei doch aber auch noch ein Justizminister vorhanden. Die wandelt. Wir bedauern jetzt, daß die Leitung des Bundes in verBadelmann"! Das ist nachher gestrichen, jedenfalls hat der Heraus- Staatsregierung hätte jedenfalls bestimmte Erklärungen dahin ab- tehrte Hände geraten ist.( Sehr richtig! links.) Ohne Mitwirkung geber gefühlt, daß doch auch die Herren vom Zentrum das Wackeln geben müssen, daß die Berechtigung und die Notwendigkeit zur Er- meiner politischen Freunde wäre der für die Landwirtschaft so fehr gut verstehen.( Heiterkeit links.) Ich verstehe nicht, wie man hebung von Schiffahrtsabgaben auf den kanalisierten Flüssen, auch günstige Bolltarif nicht zustande gekommen. Wenn der Kampf so glauben kann, daß ein solches Hineintragen des politischen Kampfes bis auf dem Rhein, vorliege. erschwert worden ist, so waren die beiden großen Agitationszentren, unmittelbar in die Kirche den religiösen Frieden fördern fann. die Sozialden zokratie und der Bund der Landwirte, daran schuld. Ebenso wird vom Klerifalismus bis tief hinein in jeden Schul( Beifall links.) gegenstand der religiöse Gegenstand hineingetragen. In der schon vom Abg. David zitierten Mainzer Schrift über den Zerstörungsgeist der staatlichen Volksschule heißt es von den früheren Kultusministern: Besser einen Mühlstein un den Hals gelegt und ins Meer geworfen( Stürmische Heiterkeit), als den Frommen ergernis erregt. Der Jesuit Hammerstein, der Berater des Bischofs Korum, schlägt für jede staatliche Boltsschule die Inschrift vor: Der Haß gegen Gott war dein Daseinsgrund.( hört! hört! links.) Abg. v. Arnim( f.) hält die an der Vorlage vorgenommenen Verbesserungen für so erheblich, daß er für sie stimmen wird. Redner hofft, daß der Kanal über Hannover hinaus in absehbarer Zeit nicht gebaut wird. Die an= Es folgt die Gesamtabstimmung. Sie ist auf Antrag des Abg. Grafan Limburg- Stirum( f.) eine namentliche. Die Vorlage wird mit 244 gegen 146 Stimmen endgültig angenommen. Nächste Sigung Donnerstag 11 Uhr.( Handels- und GewerbeParlamentarifches. liberalen am Zustandekommen des Bolltarifs war nach Gerüchten, Abg. Dr. Hahn( B. d. 2.): Die Mitwirkung der NationalAbg. Dr. Wiemer( frs. Vp.): Mein: politischen Freunde haben die mir zu Ohren gekommen sind, doch eine sehr widerwillige. Die geschloffen für§ 1 und die aus diesem sich ergebenden Verpflichtungen Niederringung der Sozialdemokratie ist den Nationalliberalen sehr gestimmt. Wir stimmen tarin überein, daß der Gesebentwurf in der schwer angekommen.( Rufe links: Schluß, Schluß!) in zweiter Lesung beschlossenen Fassung erhebliche Verschlechterungen Bräsident v. Kröcher bittet den Redner, von der Niederringung enthält. Wir haben einmütig das Schleppmonopol und die Ein- der Sozialdemokratie zur Sache zu kommen.( Heiterkeit.) führung von Schiffahrtsabgaben bekämpft. Eine Meinungs- Es folgt the Einzelbesprechung. Die zu den einzelnen ParaNun der Antrag selbst. So leicht hat sich noch nie eine Partei verschiedenheit besteht bei uns nur in der Beurteilung der Frage, graphen vorliegenden Wortmeldungen werden zurückgezogen. eine so wichtige Materie gemacht. Die Herren können es sich ja ob der Gesezentwurf in der von der Mehrheit beschlossenen Fassung einzelnen Bestimmungen der Vorlage werden debattelos leisten, sie sind sicher, daß ihr Antrag einer Kommiffion überwiesen überwiegend Vorteile oder Nachteile im Gefolge hat. Ein Teil genommen. wird. Ueber den zweiten Teil hat Herr Bachem nicht ein Wort ge- meiner politischen Freunde erachtet auch jetzt die aus dem Bau der sagt und dieser Teil ist doch die Hauptsache. Ueber die Unter- neuen Wasserstraßen sich ergebenden Vorteile für größer als die scheidung zwischen anerkannter und nicht anerkannter Religions Nachteile. Der andere Teil meiner Freunde, zu dem auch ich ge= gemeinschaft wollte Herr Bachent in der Kommission reden. Das Volk höre, ist zu diesem Ergebnis nicht gekommen. Er hält sich für verberlangt aber, daß dieser hochwichtige Teil nicht von vornherein in der Kom- pflichtet, in der Gesamtabstimmung mit n ein zu stimmen, weil mission begraben wird. Wir wünschen Ihre Motive für den zweiten Teil die Vorlage unseren Forderungen und Anschauungen nicht entspricht. Stat. Schluß 3½ Uhr. kennen zu lernen, für diese Bestimmungen, deren eminent kultur- Bugleich bedeutet unser Nein die entschiedene Ablehnung des Verpolitische Bedeutung vielleicht manche der Herren selbst nicht ahnen. fuchs, Schiffahrtsabgaben auf den natürlichen Wasserstraßen einzu( Lachen im Zentrum.) Was verstehen Sie denn überhaupt unter führen. Wir können dazu um so weniger unsere Zustimmung geben, ,, anerkannten" Religionsgemeinschaften? Wollen Sie etwa eine als Schiffahrtsabgaben sowohl wie das Schleppmonopol nach dem Reichskirchenhoheit und wie soll es mit den Landestirchen- ausgesprochenen Willen der Mehrheit dieses Hauses zur Unterhoheiten werden?§ 14 foll die freie Tätigkeit der stüßung und Verschärfung der herrschenden schutzöllnerischen Rongregationen aussprechen. Soll sich das auch auf die agrarischen Wirtschaftspolitik dienen sollen.( Beifall links.) pädagogische Tätigkeit dieser Kongregationen beziehen? Abg. Dr. Friedberg( nl.): Zu meiner Freude kann ich konstaSie haben mir neulich ein fulturkämpferisches Vorgehen und Auftreten vorgeworfen. Das ist ja jeder gewohnt, der gegen das Zentrum auftritt. Aber Sie müssen sich doch klar sein, daß Sie mit diesem Antrage einen sehr gefährlichen Weg beschritten haben, der in der Zukunft zu einem großen Kulturkampf führen muß.( Unruhe im Zentrum.) Wollen Sie wirklich konfessionellen Frieden in diesen Dis- Abg. Frißen( 3tr.) erklärt sich gegen die Vorlage. fussionen, so erfüllen Sie drei Bedingungen: Geben Sie die Abg. Brömel( frs. Vgg.): Die Vorlage würde auch ohne unsere Schule von der Kirche frei.( Lachen im Zentrum.) Und schließlich Stimme angenommen werden. Wenn wir der Vorlage zustimmen, verzichten Sie auf den Geldbeutel des Staates, so sind damit unsere Bedenken gegen das Schleppmonopol und die machen Sie die Kirche frei vom Budget des Staate 3. Schiffahrtsabgaben nicht beseitigt. Freilich ist die Vorlage jetzt Dann werden wir mit gleichen Waffen fechten, und unseren Kampf recht mißgestaltet, wir vertrauen aber darauf, daß gute Pflege auch viel edler führen, viel leichter beendigen können. Von der uni- dieses" Baby" zu einem kräftigen Manne machen wird. Die gute versellen, wahrhaft christlichen Duldung, deren Geist in diesem Pflege erwarten wir von der deutschen Arbeit, die wiederholt manches, großen Worte Schillers wirkt, ist im zweiten Teile dieses Toleranz- was Gefeßgebung und Regierung schlecht gemacht hatten, wieder gut antrages nichts zu spüren; im Gegenteil, er fördert den Geist gemacht hat. Im Vertrauen auf die deutsche Arbeit stimmen wir intoleranter, konfessioneller Verhegung. Mögen Sie deshalb für die Vorlage.( Beifall links.) den ersten Teil des Toleranzantrages annehmen oder ablehnen, je Abg. v. Kardorff( frk.): Zur Zeit des Fürsten Bnard hatte nach Ihrem Standpunkte; ich richte die dringende Bitte an Sie, die Landwirtschaft gelernt, vertrauen soll auf die Regierung zu den zweiten Teil furzerhand ohne Kommissionsberatung abzulehnen. blicken. Da traf sie wie ein Keulenschlag die Caprivische Handels( Lebhafter Beifall links.) vertragspolitik, und da ist es ein großes Verdienst des Bundes der Landwirte gewesen, daß er durch seine lebendige Agitation die Landwirte aus ihrer Lethargie aufgerüttelt und sie gesammelt hat. ( Sehr richtig! rechts.) Es ist sein großes Verdienst, daß er eine Organisation geschaffen hat, die sich ganz vorzüglich bewährt hdehnung desselben auf den Handel mit Flaschenbier würde man das Aber, meine Herren, nun kommt das Aber.( Heiterkeit.) Ich muß sagen, daß der Vorstand des Bundes der Landwirte an Selbstüberschätzung leidet.( Große Heiterfeit.) Der Redner verläßt die Tribüne; in diesem Augenblice ruft das ganze Zentrum: Das Gebetbüchlein! Der Redner holt es unter stürmischer Heiterkeit von der Tribüne, wo er es hat liegen lassen, und überbringt es dem Abg. Gröber.( Erneute schallende Heiterkeit.) Dieser weist es aber zurück. tieren, daß die Vorlage bei der zweiten Beratung nicht verschlechtert worden ist, und ich kann daher mitteilen, daß, wenn nicht noch Verschlechterungen an der Vorlage vorgenomen werden, meine Freunde mit verschwindenden Ausnahmen für die Kanalvorlage stimmen werden.( Beifall.) Abg. Gröber( 3.): Der Herr Vorredner hat den Antrag im Grund und Boden verworfen um am Schluß zu empfehlen, den ersten Teil anzunehmen. So ganz schlecht kann doch also der Antrag Präsident v. Kröcher: Ich möchte Sie bitten, doch auf das Thema nicht sein. Uns wird vorgeworfen, daß unser Antrag sich gegen den der Verhandlungen einzugehen.( Heiterkeit.) Protestantismus richte. Davon ist keine Rede, eine solche Ver- Abg. v. Kardorff( frt., fortfahrend): Wenn die Herren vom dächtigung wird durch den Inhalt des Antrags in keiner Bund der Landwirte es für angezeigt erachtet haben, eine so scharfe Weise gerechtfertigt; wir müssen uns gegen eine solche Opposition gegen die Kanalvorlage in ihrer Presse zu machen, wie Behauptung entschieden verwahren.( Bravo! im Zentrum.) fie sie gemacht haben, so halte ich das nicht für ein glückliches VorAuch die Presse anderer Parteien hat seinerzeit der ersten Hälfte gehen. Man kann ein ausgezeichneter Agitator sein, ohne daß man unferes Antrages vielfach zugestimmt. Selbst hervorragende national- den Befähigungsnachweis als Politiker erbracht hat.( Große Heiterliberale Drgane, wie die Kölnische Zeitung", die„ National- Zeitung", teit.) Wenn wir nach den Vorschriften des Bundes der Landwirte Die Petition Bkommission des Reichstags verhandelte am Mittwoch über eine Setition des Vereins Berliner Dienstherrschaften und Dienstangestellten", betreffend Ausdehnung der Krankenversiche rung auf die häuslichen Dienstboten. Die Kommission beschloß, die Petition tem Reichskanzler als Material zu überwiesen. Weiter petitioniert der genannte Verein um Einführung obligatorischer Fortbildungsschulen für Dienstboten und Ausdehnung der Unfallversicherung auf dieselben. Ueber diese Forderungen beschloß die Kommission: Uebergang zur Tagesordnung. Eine Anzahl von Petitionen fordert: Einführung der Konzeffionspflicht für den Flaschenbierhandel und Neuregelung des Schankkonzessionswesens. Der Regierungskommissar erklärte, daß durch einen preußischen Ministerialerlaß die Regierungspräsidenten veranlaßt worden seien, Erhebungen darüber zu veranstalten, ob im Flaschenbierhandel Mißstände bestehen, und wie dieselben eventuell zu beseitigen seien, ferner darüber, ob die Konzessionspflicht für den Flaschenbierhandel zu empfehlen sei. Ueber die Ergebnisse dieser Erhebungen in Breußen hätten die Reichsbehörden Nachricht bisher nicht erhalten. Die preußische Regierung habe indes die Einführung der Konzessionspflicht beim Bundesrat beantragt. Die Antworten der Einzelregierungen zu diesem Vorschlage seien indes noch nicht eingegangen. Von sozialdemokratischer Seite wurde beantragt, über diese Forderung, den Flaschenbierhandel betreffend, zur Tagesordnung überzugehen. Besser wäre es, wenn die ganze Konzessionspflicht auch im Schantgewerbe beseitigt würde. Durch die AusPublikum, welches jest Flaschenbier konsumiert, das nicht in Schankwirtschaften gekauft würde, in die Schankwirtschaften treiben, also das Gegenteil von dem rreichen, was man erreichen will. Die Forderung auf Einführung der Konzessionspflicht für den Flaschenbierhandel sei größtenteils dem Konkurrenzneid der Schankwirte entsprungen. Die Mehrheit der Kommission beschloß, diese Petition dem Reichskanzler als Material zu überweisen. Eine Petition des deutschen Landwirtschaftsrats in Berlin, betreffend Bearbeitung des statistischen Materials über das Heeresergänzungsgeschäft, soll dem Reichskanzler als Material überwiesen werden. Die Revolution in Rußland. I.' und folgte Rußland und bald hing den sozialdemokratischen Gewerk- Als vor einem Jahre der Krieg begann und die Japaner in schaften der Himmel voller Geigen. Durch eine frisch- fröhliche rascher Folge eine Reihe von Siegen errangen, glaubte man trog Agitation auf dem Boden der unmittelbaren Die Entwicklung der revolutionären Ereignisse im Zarenreich Bedürfnisse wurde die Masse wirklich in Betvegung gebracht japanischen Waffen. Selbst als die Japaner den Jalu überschritten, materiellen alledem in vielen Kreisen nicht an einen dauernden Erfolg der hat schon mit der Verschiebung des proletarischen Aufstandes von und nach einer fleinerer Tangen Reihe Petersburg nach der russischen Provinz und nach den litauischen Streifs gipfelte größerer selbst nachdem sie bei Waffangu den General Stackelberg aufs die Agitation in dem enormen und polnischen Gebieten jeden Zweifel darüber beseitigt, daß es sich des Jahres 1896 in Petersburg. Ausschließlich von Sozialdemo- Liaujang bevorstehende Entscheidungsschlacht die Situation zu Streit Haupt geschlagen hatten, glaubte man doch, daß durch die bei gegenwärtig im Reiche der Knute nicht um eine spontane, blinde fraten geleitet, schien dieser Massenausbruch das Werk zu krönen gunsten der Ruffen eine Veränderung erleiden würde. Heute urteilt Revolte unterdrüdter Slaven, sondern um eine wirkliche politische und der neuen, zweiten Phase der Agitation ein glänzendes Zeugnis man ganz anders. Die ruffische Hauptarmee ist wiederholt geschlagen Bewegung des Klassenbewußten städtischen Proletariats handelt, die zu geben. ganz einheitlich und im engsten politischen Zusammenhang nach dem und immer weiter zurückgetrieben worden. Die für uneinnehmbar Nur daß die Sache wieder einen Hafen hatte. Der rasch dahin geltende Festung Port Arthur befindet sich in den Händen der plöglichen Signal aus Petersburg eingeleitet wurde. Hier stand Holpernde Karren der russischen Sozialdemokratie stieß nämlich Japaner. Die ganze Ostasienflotte der Rufsen ist vernichtet. Wenn schon die Sozialdemokratie überall an der Spike der Erhebung. diesmal an einer anderen Straßenede gefährlich an: Während in auch die russische Regierung nach wie vor erklärt, daß sie den Krieg Und dies entspricht auch der natürlichen Rolle einer revolutionären Polen die erste„ ökonomische" Phase der Massenagitation bereits bis zum schließlichen Siege weiter führen würde, so glaubt man Partei beim Ausbruch ciues offenen politischen Massenkampfes. 1893 überwunden wurde und in eine ausgesprochen politisch sozial- doch nicht, daß die Fortdauer des Krieges an der Entscheidung des Sich im Laufe der Revolution die führende Stellung demokratische Bewegung mündete, waren in Rußland bei dem Eifer Feldzuges zugunsten der Japaner irgend etwas ändern könnte. erobern, die ersten Siege und Niederlagen der elementaren Er- der Massenagitation aus ihr unversehens sowohl die Politik wie der Hatte sich doch inzwischen herausgestellt, daß die russische Heereshebungen geschickt ausnutzen, um sich des Stromes im Strome selbst Sozialismus beinahe verschwunden und was geblieben war, war leitung absolut unfähig ist, daß die russischen Soldaten trotz ihrer zu bemächtigen, dies ist die Aufgabe der Sozialdemokratie in vielfach nur platte Gewerkschafterei mit einer winzigen Lohnerhöhung todesmutigen Tapferkeit von immer größerer Abneigung gegen den revolutionären Epochen. Nicht den Anfang, sondern den Schluß, als deal und den Unterhaltungen mit dem Fabrikinspektor an Strieg erfüllt sind. Daß die Flotte des Admirals Roschdjestwensty das Ergebnis des revolutionären Ausbruches bemeistern und dirigieren, Stelle des Kampfes mit der Bourgeoisie. Und wie früher der noch im stande sein könnte, die japanische Flotte zu schlagen und dies ist das einzige Biel, das sich eine politische Partei vernünftiger- einzelne Arbeiter im Zirkel gleichsam durch einen akademischen Kursus, den Japanern auf dem Festlande die Zufuhr abzuschneiden, glaubt weise stellen kann, will sie sich nicht phantastischen Illusionen der nicht selten durch den kleinen Umweg über Darwin und die Vogtschen ebenfalls kein Mensch mehr. Selbstüberschäzung oder einem indolenten Pessimismus hingeben. Rundwürmer und Plattwürmer, zu Marr geführt wurde, so sollte jetzt die Inwiefern aber diese Aufgabe der Partei gelingt, inwiefern gesamte Arbeiterschaft zum Klaffenkampf wie eine große Schüler- hinzugetreten. So dürfte das Schicksal des ostasiatischen Krieges Zu alledem ist noch die Revolution in Rußland selbst fte der Situation gewachsen ist, das hängt zum größten klasse durch Anschauungsunterricht erzogen und durch Gendarmen bereits endgültig entschieden sein, wenn sich vielleicht der Krieg auch Teil von der Frage ab, wie weit sich die Sozialdemokratie und Polizeiprägel bei den Streits von selbst auf den wißigen Ein- noch ein Jahr lang hinschleppen könnte. Man hat allmählich be= in vor revolutionären Zeiten Einfluß auf die Massen zu ver- fall von der Notwendigkeit der Abschaffung des Absolutismus ge- griffen, daß das ganze russische System vollständig schaffen gewußt hat, wie weit es ihr schon vorher gelungen war, stoßen werden. Auf diese Weise wurde gewissermaßen den Subatow- torrumpiert ist. Man spricht es jetzt offen aus, daß die russisch eine feste Kerntruppe zielflarer, politisch geschulter Arbeiter heran- fchen Experimenten der Regierung vorgearbeitet, deren Kreaturen offiziellen Angaben über die Zahl der Truppen in Ostasien, über die zubilden, wie groß die Summe Auftlärungs- und Organisations- nachher in den behördlich erlaubten Arbeitervereinen diefelben Rat- Leistungsfähigkeit der mandschurischen Bahn usw. als völlig un arbeit ist, die sie geleistet hat. Die jetzigen Ereignisse im russischen schläge ableierten, die der Reichskanzler Graf Bülow neulich im zuverlässig gelten müssen. Selbst die Kreuz- Zeitung" erklärt, daß Reich lassen sich nur im Lichte der vorherigen Schicksale der Arbeiter Reichstage den streifenden Bergarbeitern im Ruhrgebiet gab. bewegung, nur aus der Perspektive der ganzen 15- bis 20 jährigen Japan infolge aller dieser Umstände mit besseren Aussichten den Geschichte der Sozialdemokratie beurteilen und verstehen. Zum drittenmal wurde die Agitationsweise einer unbarms Krieg fortseyen tönne, als es ihn im vorigen Jahre begonnen habe. herzigen Kritik unterzogen, und eine schroffe Umkehr zur klaren Wenn die Frage gestellt wird, welchen Anteil die Sozialdemo- politischen Massenagitation bezeichnet das Ende der 90er Jahre. deutung, die sich im verflossenen Jahre in Ostasien abgespielt hat. Es ist eine weltgeschichtliche Tragödie von unermeßlicher Befratie an der jetzigen revolutionären Erhebung hat, so muß vor allem und der Boden erwies sich so dankbar, so gut vorbereitet, daß die Der frechste der europäischen Naubstaaten hat in einem Vertreter der festgestellt werden, daß seit jeher und bis in die jüngsten Tage sich dee des politischen Kampfes wie ein Blig einschlug. Mit Beginn bisher verachteten gelben Rajse einen überlegenen Gegner gefunden. im eigentlichen Rußland um die Arbeiterklasse, um ihre kulturelle und des Jahres 1901 wurde eine neue Phase- die politischer, Die Zeit ist zu Ende, wo die Asiaten als inferiose Rasse galten, wo materielle gebung, um ihre politische Aufklärung überhaupt niemand massendemonstrationen im Anschluß an akademische Un- man Feßen Landes annektieren, Völker unterjochen konnte, ganz nach Tümmerte, als die Sozialdemokratie. Die eigentliche industrielle und ruhen eröffnet. Wie ein Gewitter zog befreiend, luftreinigend die dem Belieben weltpolitischer Abenteurerlust. Die gelbe Rasse hat Kommerzielle Bourgeoisie hat sich selbst als Klasse nicht einmal zu Straßendemonstration von Stadt zu Stadt, von Petersburg, vom durch die Kanonenschlünde der Japaner verkündet, daß sie den eisernen einem schwächlichen Liberalismus aufraffen können und die liberalen Norden zum Süden, vom Westen, von Warschau, bis zum äußersten Willen und die Kraft hat, ihre politischen Geschicke selbst nach ihren adeligen Agrarier schmollten in ihren Winkeln, wobei sie fich politisch Often im fernen Sibirien, in Tomst und Tobolst. Und wieder ent- eigenen Bedürfnissen zu gestalten! unentwegt nur auf dem schmalen Tugendpfade zwischen Furcht und luden sich die nengeweckten revolutionären Kräfte in einem MassenHoffnung" stets bewegten. Als politische Erzieher des industriellen streit Und die Donner der japanischen Geschüße hallen in Rußland diesmal im politischen Massenstreit im Süden, nach. Das russische Volk selbst hat sich erhoben, um mit dem fluchProletariats tommen sie gar nicht in Betracht. Insofern aber die in Rostow am Don, im Jahre 1903, wo Tag für Tag Volks- und schmachbeladenen Zarismus abzurechnen, der Hunderttausende radikale und demokratische Jutelligenz sich um das russische Bolt" versammlungen von zehn- und zwanzigtausend Arbeitern unter offenem von Landeskindern eines wahnwißigen weltpolitischen Phantoms kümmerte und das tat, sie besonders in den 70er und 80 er Jahren mit Eifer, Himmel, umringt von Soldaten, stattfanden und wo frischgebackene willen in Ostasien zur Schlachtbank geschickt hat. richteten sich ihre Tätigkeit wie ihre Sympathien ausschließlich auf sozialdemokratische Volksredner zündende Reden improvisierten, das Landvolk, auf die Bauernschaft. Ein anderes aber noch hat der ostasiatische Krieg bewiesen: die Als Aerzte in den wo Zehntausende auf die Sozialdemokratie Hochrufe ausbrachten haltloje Fadenscheinigkeit des sogenannten„ Völkerrechts". Kein Dörfern, als Statistiker in den Landschaften( Semstwos), als Dorf- und den Sturz des Absolutismus ankündigten. Mensch, fein Staat hat sich in diesem Kriege um das Völkerrecht Lehrer, als Gutsherren suchten die russischen Liberalen und Demo- Schon drohte die Bewegung zum viertenmal sich in eine Sad gefümmert. Weder Deutschland, das die Neste der geschlagenen fraten fulturell zu wirken. Der Bauer, die Mutter Erde" das gasse zu verrennen. Eine gesunde Massenbewegung hat das nämlich russischen Flotte hülfbereit in feinen Hafen aufnahm, noch Däne= avaren bis in die 90er Jahre hinein für die Intelligenz die Angel- an sich, daß sie, wenn sie nicht zurückgehen soll, unbedingt vorwärts mark, das durch seine staatlichen Waffenfabriken Kriegsmaterial punkte der Hebung Rußlands und seiner politischen Zukunft. Der schreiten, sich entwickeln, sich steigern muß. Und jetzt lebte die an Rußland liefern ließ, noch Frankreich, das jetzt seit Mostädtische Industrieproletarier galt hingegen mitsamt dem modernen russische Arbeiterbewegung rasch und intensiv. Nach dem ersten naten der russischen Ostseeflotte gestattet, die Häfen von MadaStapitalismus als etwas dem russischen Volke Wesens fremdes, als Byklus der politischen Straßendemonstrationen stand vor der russischen gastar ganz als die ihrigen zu betrachten. Das„ Völkerrecht" hat das Berfegungselement, als eine wunde Stelle des Voltsdafeins. Sozialdemokratie alsbald die schreckende Frage: Was weiter? Un sich als ein Feßen Papier erwiesen, den jede Macht ohne die geNoch in der ersten Hälfte der 90er Jahre führte das geistige Haupt aufhörlich kann man nicht bloß demonstrieren". Demonstration, ringsten Strupel zerreißt, sobald es ihr gut dünkt! des oppositionellen Rußland, der verstorbene, einst glänzende Schrift das ist bloß ein Moment, eine Ouverture, ein Fragezeichen. Die steller Michajlowsky, ganze literarische Feldzüge gegen die Antwort zögerte der Sozialdemokratie auf den Lippen So beweist denn die gewaltige Kriegstragödie in Ostasien, daß marristische Lehre von der sozialen Bedeutung des Industrie- war nicht leicht. fie es so lange keinen Frieden und kein Kulturrecht geben wird, so lange die bürgerlichen Klassenstaaten, die gerade jezt wieder als Weltproletariats, indem er z. B. an der Hand der städtischen Gassenhauer Da tam der Krieg. Und mit ihm ergab sich die Lösung von politik Weltbrände ohne Ende anzufachen drohen, nicht von der und dergleichen nachwies, daß das Fabrikproletariat direkt zur selbst. Dasjenige Wort, welches in nüchterner, ruhiger Atmos sozialen Demokratie abgelöst sein werden! moralischen und intellektuellen Degradation des russischen Voltes" iphäre des grauen Alltags eine Abgeschmacktheit, eine Nenommiſterei, führe. eine hohle Phrase ist die Revolution wurde in Rußland Und in denselben Bahnen bewegten fich auch bis zu den 90 er von Anbeginn des Strieges zur Parole, die alle lebendigen Geister, Jahren die sozialistischen Gedankengänge in Rußland. Die alle Lebenstöne, das hellste Echo in der Arbeiterklasse weckte. Die terroristische Bewegung der alten„ Narodnaja Wola", die sich in Sozialdemokratie des ganzen Reiches agitierte, in harmonischem Genosse Albert Schmidt, der durch seine aus eigenen ihrer Theorie vorzugsweise auf die Fiftion der bäuerlichen kommu- Unisono mit den Ereignissen des Krieges und mandschurischen Erfahrungen geschöpften Schilderungen des Elends der Landarbeiter. mistischen Landgemeinde und ihrer sozialistischen Mission stügte, wirkte Kanonendonner zur Begleitung nehmend, für die Idee der die er auf dem preußischen Parteitage vortrug, weiteren Kreisen bes noch bis Ende der 80 er Jahre in den revolutionären Kreisen nach Revolution, des offenen Straßenkampfes, der Erhebung des kannt geworden ist, sprach am Dienstag in einer Volksversammlung. und hielt die Geister in dem Gesichtskreis der alten, dem städtischen Proletariats gegen den Zarismus. Alle Artikel der sozial- die im Eisfeller" tagte, über die Landarbeiterfrage. Wie auf dent Proletariat abholden Bollstümelei gebannt, obwohl der politische demokratischen Blätter, alle Hunderttausende von Flugblättern der Preußentage, so trug der Redner auch hier in schlichter, natürlicher Höhepunkt der terroristischen Taktit bereits im Jahre 1881, mit der Sozialdemokratie- der russischen, der polnischen, der jüdischen, der Darstellung eine Reihe von Einzelfällen aus der Fülle seiner ErBeseitigung Aleyanders II., überschritten war. alle Versammlungen liefen in die Losung aus: lebnisse vor, und alle diese naturgetreuen Schilderungen aus dem Es galt unter folchen Umständen, dem städtischen, modernen Broletarische Erhebung gegen den Zarismus. Leben des Landarbeiters vereinten sich zu einem Gesamtbilde, welchez Proletariat in Rußland erst überhaupt das gesellschaftliche und histo- Man agitierte mit etwas verhaltenem Atem und einiger das tiefe Elend, unter dem die Landarbeiter dahinleben, mit greifrische Bürgerrecht zu erkämpfen, seine soziale und ökonomische Be- Beklemmung in der Brust. Denn es gibt nichts Einfacheres als eine barer Deutlichkeit den Zuhörern vor Augen führte. deutung, die in ihm schlummernden Keime einer fünftigen revolutio- Revolution, die bereits stattgefunden, und nichts verteufelt Schwierigeres, Die Ausführungen des Genossen Schmidt bezogen sich nur auf nären Straft nachzuweisen, ebenso wie den„ besonderen Zusammen- als eine, die erst gemacht" werden soll. Man rief die Revolution eine Kategorie der ländlichen Arbeiter, nämlich auf hang der Idee des Arbeiterstandes" mit der politischen Befreiung mit tausend Stimmen, und sie lam. " " Erst gegen Anfang der 90 er Jahre waren die terroristischen Traditionen und die volkstümlerischen Vorurteile der russischen Intelligenz soweit überwunden und die Margsche Lehre soweit in die Geister verpflanzt, daß eine sozialdemokratische Pratis beginnen konnte. Tettischen " Landarbeiterelend. die Schnitter, Rußlands vom Zarismus. Diese Aufgabe allein, der heiße Wie sie immer kommt: unerwartet", obwohl seit bald zwei jene Saisonarbeiter, die im Frühjahr mit Weib und Kind, mit Sack theoretische, literarische Kampf mit den vollstümlerischen, anti- Jahrzehnten vorbereitet, unhörbar, über Nacht, wie eine steigende und Backt ihre Arbeitsstelle bei irgend einem Gutsbesizer antreten, fapitalistischen Theorien um das Daseinsrecht des Kapitalismus und Wasserflut allerlei Gerümpel und Balken, die sie unterwegs auf- um im Herbst wieder in die Heimat zu ziehen. Genosse Schmidt gedie Rolle des modernen Broletariats in der russischen Gesellschaft fing, hoch auf dem geschwellten ärgerlich- trüben Wasser tragend. hat fast ein Jahrzehnt in Anspruch genommen. hört selber dieser Arbeitergruppe an, und alles, was er vortrug, Wer glaubt, daß treibende Balken die Wasserflut regieren, mag ist selbst erlebt. glauben, daß Vater Gapon der Urheber und Leiter der proletarischen Revolution in Rußland ist. Es bedarf feines Kontraktbruch- Gesetzes, überhaupt keiner neuen R. 2uremburg. Gesetze gegen die Landarbeiter sagte der Redner, denn sie sind schon unter den jetzt geltenden Gesetzen so rechtlos, daß sie der Willkür des Gutsherrn vollständig ausgeliefert sind. In den Verträgen, die der Gutsbesizer mit den Schnittern abschließt, wird fest= gesetzi, daß die Arbeiten eine Kaution zu stellen haben, die dem Gutsbesitzer zufällt, wenn die Schnitter vor Ablauf des Vertrages die Arbeit verlassen. Auf einem Gute, wo polnische Schnitter beschäftigt waren, war die volle Höhe der ausbedungenen Kaution durch regelmäßige Abzüge vom Lohn bereits erreicht, aber trotzdem wurden die Abzüge auch noch bei den folgenden Lohnzahlungen ge" Partei- Nachrichten. worauf sie nach dem Vertrage Anspruch hatten. Die Vorstellung blieb ohne Erfolg. Dann kündigte der Vorschnitter im Auftrage der Arbeiter dem Gutsbesitzer an, daß sie nicht weiter arbeiten würden, wenn ihnen nicht der vertragsmäßige Lohn gezahlt werde; auch solle die Lohnzahlung nicht am Sonntag, sondern am Sonnabend erfolgen, damit die Arbeiter am Sonntag, ehe die Geschäfte geschlossen werden, in der Stadt ihre Einkäufe machen können. Das nieder. Die Folge davon war, daß der Vorarbeiter auf Grund des Verlangen der Arbeiter wurde nicht erfüllt; sie legten die Arbeit Gesetzes, welches die leberredung von Landarbeitern zur gemeinsamen Arbeitsniederlegung unter Strafe ſtellt, mit vier Monaten Gefängnis bestraft wurde. Nach den Verträgen erhalten die Schnitter auch eine Wohnung Wohnungen in den Schnitterhäusern durch den Gutsbesizer. Aber wie sind diese Damit begannen aber erst die Schwierigkeiten und die qualvollen Jrrwege der Pragis. Zunächst nahm diese naturgemäß die Dolizeiliches, Gerichtliches ufw. Form einer geheimen Propaganda in geschlossenen kleinen Wegen Beleidigung eines entlassenen Polizeibeamten ist vom Arbeiterzirkeln an. Der noch ganz rohe russische Proletarier Landgericht Frankfurt a. M. der verantwortliche Redakteur der mußte meistens erst im allgemeinen Sinne aufgeklärt, es mußten Wolfsstimme", Genosse Zander, zu siner Geldstrafe von 200 m. und ihm erst die elementarsten Bildungselemente beigebracht werden, einer Buße von 600 m. verurteilt worden. Irgendwo waren drei bevor er für die sozialdemokratische Lehre aufnahmefähig wurde. Polizeibeamte entlassen worden, darunter der Nebenkläger H. In Die Propaganda wurde so notgedrungen mit allgemeiner Auf der Boltsstimme" war dies mitgeteilt worden, wobei erwähnt macht. Durch den Vorschnitter ließen die Arbeiter dem Gutsherrn klärungsarbeit verbunden und in ein äußerst schwerfälliges, langsam wurde, die betreffenden Beamten hätten sich grobe Vergehen im sagen, sie wünschten nunmehr die volle Auszahlung des Lohnes, vorwärtsschreitendes Werk verwandelt. Zirkel von 5, 10, 20 Arbeitern Dienste zu schulden kommen lassen, H. habe sich des Diebstahls und nahmen jahrelang die besten, ja sämtliche Kräfte der sozialdemo- der Ürtundenfälschung schuldig gemacht und sogar noch schwererer fratischen Intelligenz in Anspruch. Dank der Gewissenhaftigkeit und Bergehen. Festgestellt ist aber, daß S.„ nur" wegen zweier Dieb dem Eifer, mit denen in Rußland die jeweilig herrschende Agitations- stähle verurteilt, im übrigen aber freigesprochen worden ist. Eine form stets bis zur äußersten Konsequenz, bis zur Absurdität verfolgt Buße hat H. deshalb beantragt, weil er infolge der Veröffentlichung wird, mischte sich bald in die Zirkelagitation das unvermeidliche der Volksstimme" eine gute Stellung bei einem Fahrradwerke verElement der Pedanterie, und die Sozialdemokratie bemerkte alsbald, loren hat. Er ist jetzt Schankwirt. Die Revision des Andaß mittlerweile der Sozialismus in den Zirkeln beinahe zu geklagten, welcher behauptete, es sei nicht festgestellt, worin die einer Karikatur auf die Margsche Lehre bont Klaffen- Schädigung des H. liege, wurde vom Reichsgerichte verworfen. kampf geworden war. Die Arbeiter wurden in den Zirkeln nicht zu kämpfenden klassenbewußten Proletariern, sondern sozusagen Ein Jahr Krieg in Ostasien. zu gelehrten Rabbinern des Sozialismus, zu abgerichteten Musteregemplaren aufgeklärter Arbeiter gemacht, die nicht in die große Am 8. Februar des vorigen Jahres begann der gewaltige Krieg Masse die Bewegung hineintrugen, sondern umgekehrt aus ihrem in Ostasien, dessen Ende gegenwärtig noch nicht abzusehen ist. In Mutterboden entwurzelt, der Masse entfremdet wurden. der Nacht vom 8. auf den 9. Februar unternahm die Torpedoflottille Grausam gründlich" wurde die erste Phase der sozialdemo- des Admirals Togo den bekannten erfolgreichen Angriff auf die vor beschaffen! Ein Raum, der einem Stalle ähnlicher sieht wie einer fratischen Arbeit einer Selbstkritik unterzogen, verhöhnt und weg- der Reede Port Arthurs liegenden russischen Kriegsschiffe. In rascher Wohnung. Türen und Fenster bieten keinen Schutz gegen Wind geworfen. Au Stelle der isolierten Heimarbeit" in den Zickeln für Folge schlossen sich an die Vernichtung der beiden russischen Kriegs- und Wetter. Auf dem Fußboden, der aus Lehm oder Steinen be= Sozialismus und„ gelehrte Sachen“ wurde gegen die Hälfte der schiffe, die vor Tschemulpo lagen, die Beschießung Port Arthurs, die steht, wird Stroh als Lagerstätte gebreitet. Bettstellen gibt es nicht. 90er Jahre die Losung: Massenagitation, unmittelbarer Sperrversuche gegen den Hafen Port Arthurs, die Ausschiffung von Wo Holz zu haben ist, da zimmern sich die Arbeiter selber eine LagerStampf aufgestellt. Eine Massenagitation und ein Maffenkampf aber Belagerungstruppen gegen Port Arthur, die Ueberschreitung des statt zurecht, die ein wenig über dem Fußboden steht. Meistens unter dem Absolutismus, ohne alle politischen Formen und Rechte, Palu, kurz alle jene energischen japanischen Kriegsoperationen, iverden so viele Personen in einen Raum gepfercht, daß derselbe ohne alle Möglichkeit sich der Masse zu nähern, ohne Vereins- und denen bis heute die russische Armee noch keinen Einhalt zu tun ber auch nicht entfernt den Ansprüchen genügt, die man an Schlafräume Versammlungsfreiheit, ohne Koalitionsrecht, schien eine Quadratur macht hat. für Menschen stellen muß. Unter diesen Umständen herrscht in den des Zirkels, eine wahnwizzige Idee zu sein. Alsbald sollte sich Die Ereignisse des russisch- japanischen Krieges im verflossenen Schlafräumen eine fürchterliche Luft. In den meisten Fällen müssen jedoch gerade alt dem Beispiel Rußlands zeigen, wie Jahre sind zu bekannt, als daß es notwendig wäre, sie noch einmal Männer, Frauen, junge Mädchen und Burschen biel mächtiger und wiziger die materielle gesellschaftliche Revue passieren zu lassen. Jedermann weiß, daß die Japaner lang- sowie Kinder alle in ein und demselben Raum Entwickelung ist, als die allerlei Gefeßlichkeiten", die manchem west- sam aber mit unbengfamer Entschlossenheit jeden neuen Erfolg aus schlafen. Eine Trennung der Schlafräume für Geschlechter ist zwar europäischen Sozialdemokraten mit ihrem starren gelben Bergament- mußten und die russische Armee immer weiter zurückdrängten. Nach polizeilich vorgeschrieben, aber durchgeführt wird sie fast nie. Der antlig so viel heilige Schen und Ehrfurcht einflößen. Ein Maffen- der siegreichen Schlacht bei Liaujang unternahmen es dann in der Gendarm kommt auch, um die Schnitterwohnungen zu kontrollieren, tampf, eine Massenagitation unter dem Absolutismus erwiesen sich zweiten Hälfte des vorigen Jahres noch einmal die Russen, durch natürlich zu einer Zeit, wo die Arbeiter auf dem Felde find. Aber als möglich, die Quadratur des Zirkels wurde am frühesten in eine Offensive die Entsegung Port Arthurs zu versuchen. Aber auch solche Kontrollen haben keine Aenderung der unwürdigen Zustände Bolen gelöst, wo bereits um das Jahr 1890 die erste sozial- dieser Versuch scheiterte an der Kriegsbereitschaft und unübertrefflichen zur Folge. Der kontrollierende Beamte muß also wohl alles in demokratische Organisation entstand, die sich freilich mehr empirisch Tapferkeit der japanischen Truppen. Auch die russische Offensive, die Ordnung befunden haben. Wie das möglich ist, das versteht man und tastend dem ökonomischen Kampfe widmete und eine muntere im Januar dieses Jahres einsetzte, endete wiederum mit der Zurück- allerdings nicht. Der Redner erzählte, daß eines seiner Kinder Massenbewegung ins Leben zu rufen wußte. Dem Beispiel Polens drängung der russischen Truppen. unter dem Einfluß der elenden Verhältnisse und der schlechten Luft in der Schnittertwohnung lungenkrank geworden ist. Unter solchen Umständen gab es teine Möglichkeit, dem armen Kinde zu helfen. Die Heranziehung eines Arztes aus der Stadt kostet für jeden Besuch 15 M., und was nüßt der Nat des Arztes, wenn feine Möglichkeit vorhanden ist, das kranke Kind aus der Pestluft des Schnitterhauses zu entfernen. Weiter schilderte der Redner, wie die Schnitter oft um einen Teil ihres Lohnes betrogen werden. Beim Mähen gehört den Schnittern die 16., 17. oder 18. Mandel des Getreides als Lohn. Das schlechteste Getreide des ganzen Schlages wird in der Regel als Anteil der Schnitter ausgesucht. Wenn aber die Arbeit nach dem Morgen berechnet wird, dann betrügt man sie um das Maß. An diesem Betruge ist meist der Vorschnitter beteiligt. Er gibt den Arbeitern ein geringeres Maß an, als das Feld wirklich enthält, und steckt den Ueberschuß in die eigene Tasche. Wer von den Arbeitern das Feld nachmessen wollte, der würde sofort davongejagt werden. Gegen den Kontraktbruch der Arbeiter will man sich sichern. Wenn die Arbeitgeber den Kontrakt brechen wollen, um einen Arbeiter, der nicht gefügig genug ist, los zu werden, dann werden oft die erbärmlichsten Mittel angewandt. So wollte einmal ein Gutsinspektor einen Arbeiter fortschicken, und als der Mann im Einverständnis mit dem Vorschnitter nicht ging, sondern weiterarbeitete, überfiel ihn der Inspektor in der Scheune, und der Meier des Gutes leistete dem Inspektor Hülfe, indem er dem Arbeiter von hinten einen Strick um den Hals warf und ihn würgte. Nachdem der Arbeiter sich aus den Händen seiner Angreifer befreit hatte, schlug er den Meier mit einem Fortenstiel an den Stopf. Deshalb sollte der Arbeiter verhaftet werden. Er war aber zufällig nicht auf dem Gute, als der Gendarm kam, und so entging er der Verhaftung. Der Inspektor und der Meier dagegen wurden wegen ihres Ueberfalles nicht zur Rechenschaft gezogen. Wenn die Landarbeiter nur einigermaßen anständig behandelt und nicht zu schlecht bezahlt würden, dann wären sie schon zufrieden. Sie würden nicht daran denken, die Arbeit zu verlassen. Ein Gesetz gegen den Kontraktbruch der Arbeiter ist also nicht nötig. Die Arbeiter, die in der Provinz Brandenburg heimisch sind, lassen sich ja nicht mehr alles gefallen, was ihnen die Gutsbesitzer bieten. Des halb nimmt man lieber denn diefe russische und polnische Arbeiter, traktiert man mit Prügeln, und sie nehmen solche Behandlung hin, bis sie eines Tages davon gehen, was ihnen um so leichter ist, da sie keine Sabseligkeiten mit fich führen, während der deutsche Arbeiter seine Familie und seinen, wenn auch dürftigen, Hausrat bei sich hat und nicht ohne weiteres die Arbeit verlassen kann. Weiter schilderte der Redner, wie er wegen Eintretens für die Intereffen der Landarbeiter drangfaliert wird. Ein Gutsbefizer, mit dem er einen Vertrag als Vorschnitter für die kommende Saison abgeschlossen hat, schrieb ihm:" Ich habe gehört, daß Sie Sozialdemokrat sind und einen Schnitterverein gegründet haben. Da ich ein königstreuer Mann bin, kann ich mit Absage gefchidt, mit der Begründung, daß die Fraktion durch die Arbeiten im Reichstage in Anspruch genommen sei. Aus der frauenbewegung. Bundesrat vor. Dieselbe ersucht den Bundesrat um den Erlaß einer Der Versammlung lag zur Beschlußfassung eine Petition an den Schöneberg. Der Verein für Frauen und Mädchen hält am Verordnung, durch welche Montag, den 13. februar, abends 8½ Uhr, in Weimanns Klubhaus, 1. den Arbeitern, den gelernten wie den ungelernten, den Hauptstraße 5/6, seine regelmäßige Versammlung ab. Vortrag: Lehrlingen und Angestellten in allen gewerblichen und fabrik- Aus dem Leben eines preußischen Dorfschullehrers." Zahlreicher mäßigen Bäckereibetrieben als Ersatz für die Sonntagsruhe jede Besuch der Mitglieder erbeten. Frauen und Männer als Gäfte Woche eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 36 Stunden willkommen. Einlaßkarten zu dem am 18. Februar stattfindenden gewährt wird und daß Maskenball sind in der Versammlung zu haben. ge= " Soziales. Sie 2. in solchen Betrieben, in denen bereits die volle Sonntagsruhe eingeführt ist oder sonst als Ersatz hierfür mehr als oben gefordert, gewährt ist, den darin beschäftigten Arbeitern und Angestellten diese, beziehungsweise der Ersatz dafür gesichert bleibt." Schneider begründete die in der Petition aufgestellte Haftpflicht der Stadtgemeinden bei Unfällen. In Solingen war Forderung in eingehender Weise. Aus den Statistiken von zehn der Kläger St. auf einem Feſt, als Feueralarm ertönte. Aus NeuBerliner Krankenkassen hat der Referent festgestellt, daß nur zwei gierde wollte er ebenfalls zum Brandplatz eilen, mußte aber zu bauerkasse höhere Erkrankungsziffern aufweisen wie das Bäcker- Nachts gegen 114 Uhr kam Kläger durch die Straße und fiel über derselben, nämlich die Allgemeine Ortskrankenkasse und die Maschinen- diesem Zwecke eine abschüssige, nicht beleuchtete Straße passieren. gewerbe. Was die übrigen acht Klassen betrifft( es sind die der einen dort lagernden Sandhaufen, sich nicht unbedeutend verlegend. Tapezierer, Maurer, Buchdrucker, Schlosser, Musikinstrumentenarbeiter, Die Straße follte aufgeschottert werden, zu dieser Verschotterung Möbelpolierer und Zimmerer), so stehen die Bäcker hinsichtlich des war der Sand angefahren. Die Stadtgemeinde Solingen lehnte Prozentsatzes der Erkrankungen erheblich ungünstiger wie die nun jeden Entschädigungsanspruch des Klägers ab. nannten Berufe. 41 Broz. aller Bäderei- Arbeiter seien frant, und wurde jedoch in zwei Instanzen verurteilt, den Kläger zu am häufigsten herrschen Erkrankungen der Atmungsorgane vor. Eine entschädigen. In den Urteilsgründen wurde ausgeführt, daß die Befferung der ungewöhnlich ungünstigen Gesundheitsverhältnisse Beklagte verpflichtet gewesen wäre, für diese Art von Straßenbauten könne man sicher erwarten, wenn die Forderungen der Petition generelle Vorschriften zu erlassen. Die Stadtgemeinde selbst sei erfüllt und den Bäckerei- Arbeitern jede Woche ein Ruhetag gewährt Unternehmerin des Straßenbaues gewesen, sie wäre also verpflichtet werde, auf den sie einen wohlbegründeten Anspruch haben. gewesen, die Baustelle zu beleuchten und mit einer Warnungstafel Bleibe es bei den jezigen Verhältnissen, dann würde der Gesundheits- zu versehen. Den Kläger treffe kein Verschulden. Vor dem Reichss zustand der Bäckerei- Arbeiter gewiß noch schlechter werden. Sollte gericht führte die Stadtgemeinde Solingen aus, daß unter allen die Petition teine Beachtung finden und die Forderung der Bäckerei- Umständen ein Mitverschulden des Klägers vorliege, denn dieser habe Arbeiter nicht gewährt werden, dann würden diese sich den Ruhetag ja gar keine Ursache gehabt, über den nicht beleuchteten Platz zu zu erkämpfen wissen, wie sie fich im vergangenen Jahre die springen. Die Revision wurde als unbegründet verworfen. Abschaffung des Kost- und Logiswesens erkämpft haben. Ruhestörende Holzpantoffeln. In Jena, der schönen Stadt, in An der Diskussion beteiligten sich auch die Bäckermeister der studentische Rowdies so häufig milde Nichter finden, ist nach Peterson und Fischer von der Freien Vereinigung. befürworteten die Forderung des Ruhetages und wünschten, daß gangen: Sie Mitteilungen Thüringer Parteiblätter folgende Strafverfügung ergleichzeitig auch die Abschaffung der Nachtarbeit gefordert werde. Seitens der Gesellen wurde jedoch darauf hingewiesen, daß es selbst verständlich auch ihr lebhaftefter Wunsch sei, daß die Nachtarbeit abgeschafft werde. Würde man aber diese Forderung mit der des Ruhetages verbinden, dann könnte man noch sehr lange auf die Erfüllung warten. Zunächst gelte es, den Ruhetag zu bekommen, die Abschaffung der Nachtarbeit werde man als Ziel vor Augen Die Versammlung erklärte sich einstimmig für die Absendung der Petition. behalten. Hierauf sprach Schneider über das Unwesen der Arbeitsbermittelung durch die Kommiſſionäre. Er stützte sich dabei auf das versammlung des Verbandes vorgetragen und damals von uns im Material von Erhebungen, welches schon in der letzten Generalwesentlichen veröffentlicht wurde. Achtung, Schuhmacher! Wegen Lohndifferenzen haben sämtliche Arbeiter der Betriebe von Hinze Nachfolger, Blumenstr. 65, Ma i . Röhr, Grüner Weg 118, und von Binner Nachf., Dircksenstraße 41, die Arbeit eingestellt. Zuzug ist feenzuhalten. Die Ortsverwaltung. Deutfches Reich. Der Glasmacher W. R. zu W.- Jena ist beschuldigt, dadurch uns gebührlicherweise ruhestörenden Lärm erregt zu haben, daß er am 20. d. m. 2 Uhr vormittags beim Begehen der Mittelstraße mit seinen Holz pantoffeln übermäßig laut flapperte. des§ 360 Nr. 11 des Reichs- Strafgesetzbuches wird die durch vorbezeichnete Uebertretung von dem Beschuldigten verwirkte Geldstrafe auf 2 M. Hiermit festgesetzt. Beweismittel: Schußmann E. yier als Zeuge. Auf dem Grunde Der Gemeindevorstand. Oberbürgermeister Singer. Der Glasmacher, der noch im Lehrverhältnis steht, hatte um diese Zeit einen geschäftlichen Weg zu besorgen; er mußte die in der Die Wittelstraße, ganz in der Nähe der Glashütte gelegen, ist wenig Mittelstraße wohnenden Glasarbeiter zum Antritt der Schicht wecken. belebt. Was aber hier verboten und bestraft wird, ist in der Innenstadt mehr wie erlaubt. Hier wird von unseren Musensöhnen nach Kräften für Spektakel gesorgt, ohne daß es Strafverfügungen regnet. wird dem„ Hannfried" ein vielstimmiges Profit" zugerufen, unter So ziehen die Musensöhne um Mitternacht auf den Marktplatz, hier Gesang, mit dem Bierseidel den Taft dazu schlagend, gehts zurüd zum Vereinslokal, wo dann oft die ganze Nacht hindurch noch Höllen lärm verursacht wird. Wohl haben die Anwohner über dieses studen tische Treiben schon lebhafte Beschwerden tragen, aber tragen eben keine Holzpantoffeln! " Studenten Zur Lohnbewegung der Treppenbau- Arbeiter. Die Meister haben Ihnen nicht zusammenarbeiten, wenn Sie sich nicht ändern." Ge- eine Kommission ernannt, die mit der Lohnkommission der Arbeiter noffe Schmidt antwortete darauf, er sei und bleibe Sozialdemokrat, über die aufgestellten Forderungen in Verhandlung getreten ist. Es und wenn der Gutsbesitzer daran Anstoß nehme, werde er ihm den scheint zu einer Verständigung zu kommen. Kontrakt zurückschicken. Darauf hat der Gutsbesitzer geschrieben, Schmidt folle nur die Arbeit antreten. Schmidt glaubt aber, es werde wohl das letzte Mal sein, daß er auf jenem Gute Arbeit erhalte. Auch in seiner Heimatstadt läßt man es nicht an Verfolgungen fehlen. Weil er das Heinesche Gedicht„ Die Weber" vorgetragen hat, ist er tegen Majestätsbeleidigung denunziert worden. Die Polizei nahm in Schmidts Wohnung eine Haussuchung Eine Statistik über die Zeitungslektüre der Verbandsmitglieder bor. Dabei wurde nicht nur jedes bedruckte Stück Papier mithat die Leipziger Verwaltungsstelle des Zentralverbandes der Handels, Die Schuhmacher in Weißenfels sind in eine Lohnbewegung Transport- und Verkehrsarbeiter in ihrem Geschäftsbericht für das genommen, sondern auch alte Photographien von Angehörigen, ja eingetreten. In sämtlichen Fabriken wurde gekündigt. fogar Senfpapier und englisches Heftpflaster, letzteres wahrscheinlich Fabrikantenverein hat seine Mitglieder bei einer Konventionalstrafe die Verbandsmitglieder lesen. Befragt wurden 1438 BerbandsDer Jahr 1904 veröffentlicht. Sie hat ermittelt, ob und welche Zeitungen wegen der rötlichen Farbe. Der Redner meint, dieses Vorgehen von 600 m. verpflichtet, den von den Arbeitern vorgelegten Tarif mitglieder und zwar 1042 Verheiratete und 396 ledige. Von den gegen ihn habe jedenfalls den Zweck, ihm irgend einen Makel an- abzulehnen, dennoch haben acht bis zehn Fabrikanten denselben Befragten waren Abonnenten der„ Leipziger Voltszeitung" 603 vers zuheften und seine Wirksamkeit unter den Schnittern lahmzulegen, akzeptiert. Bei der Firma M. Seiler Söhne hat wegen Maß heiratete md 145 ledige Mitglieder, Abonnenten der bürgerlichen denn wenn man sagen kann, der Schmidt hat eine Majestäts- regelung des Vertrauensmannes der Ausstand schon begonnen. Auch Breffe 340 verheiratete und 22 ledige Mitglieder, und überhaupt beleidigung begangen, er hat im Gefängnis gefeffen, so würde das für die Schuhmacher in Weißenfels handelt es sich viel weniger teine Beitung hielten 99 Verheiratete und 229 ledige Mitglieder. Vertrauen, welches er in den Kreisen seiner Arbeitsgenossen ge- um weitgehende Forderungen der Arbeiterschaft in Bezug auf die Also 748 Mitglieder, das sind 52 Prozent der Befragten, waren nießt, erschüttert und die Erfolge, welche seine Agitation gehabt hat, Lohnhöhe 2c., als um eine Regelung der völlig ungeordneten Lohn- Abonnenten der Arbeiterpresse, während die übrigen, demnach faft in Frage gestellt werden. und Arbeitsbedingungen. Die Arbeiter verlangen prinzipiell den Ab- die Hälfte, entweder bürgerliche Zeitungen oder überhaupt keine Man könne nun sagen fagte Genosse Schmidt, warum schluß eines Tarifvertrages, während die Unternehmer sich dem Beitung hielten. er bor Berliner Arbeitern die Verhältnisse der Landarbeiter be- widersetzen. spreche. Er beantwortete diese Frage dahin: Die Maurer in Dresden haben mit den Unternehmern wie Verbände. Diese Zählung verdient eifrige Nachahmung seitens anderer Ich bin zu Ihnen gekommen, weil ich denke, von Berlin aus auch anderwärts einen Vertrag abgeschlossen, durch den die Lohn- und tann die Agitation unter den Landarbeitern unterstützt werden. Arbeitsverhältnisse geregelt sind. Alle Firmen halten diesen Vertrag Ein Kongreß von Müttern. Vom 10.- 17. März findet in Aus eigener Kraft, können wir nichts machen. Darum ersuche inne; nur die Aktiengesellschaft vorm. Siemens, Glasfabrit in Löbtau Washington der Jahreskongreß der nationalen Vereinigung von ich Sie: Helfen Sie uns, die Landarbeiter aufzuklären und ihre und Döhlen, welche bekanntlich ständig im Konflikt mit ihrer Arbeiter- Müttern in den Vereinigten Staaten statt. Präsident Roosevelt Lage zu verbessern. schaft liegt, zahlt für die gefahrvolle Arbeit an den heißen Glasöfen und einige Professoren haben einem Komitee der Vereinigung zuihren Maurern nicht mehr, sondern weniger als den Vertrags- gesagt, daß sie vor diesem Kongreß erscheinen und Ansprachen halten lohn. Die Maurer haben deswegen dort die Arbeit niedergelegt. werden. Der Name des Vereins sagt schon, welche Ziele er verfolgt. Die Marmorarbeiter der Firmen Stein, Gönnert, Mehnert und Er befaßt sich mit der Erziehung der Jugend, mit der Wieders Rohiersch u. Clemens in Dresden find ausgesperrt. Zuzug ist gewinnung verlorener Söhne und Töchter. Einem ernsten sozialen Problem gegenüber, wie der Kinderarbeit, hat der Verein natürlich fernzuhalten. Zur Bewegung der Lithographen und Steindrucker in Nürnberg Kinder unter 16 Jahren in den Vereinigten Staaten erwerbstätig, teine Bedeutung erlangt. Nach dem letzten Zensus find 2 Millionen ist zu melden, daß sich eine überfüllte Versammlung der Arbeiter und dabei sind nicht eingeschlossen die Kinder, welche in der Hauseinstimmig mit den aufgestellten Tarifforderungen einverstanden und Farmarbeit beschäftigt sind. Während der lebten 30 Jahre erklärte. Auch der anwesende Führer der Sonderbündler erklärte ist in jedem Jahre in dem einen oder anderen Staate der Union sein Einverständnis, nur die Forderung auf Festsetzung eines irgend ein Gesetz gegen die Kinderarbeit beschlossen worden, und Minimallohnes lehnte er ab, wobei er aber zugleich erklärte, wenn dennoch hat die Kinderarbeit stetig zugenommen. diese Forderung durchgedrückt werde, so werde sich seine Organisation fügen. Die Forderungen werden sofort dem Verband der Steinbruckereibefizer, dem alle Unternehmer von Nürnberg, Fürth und Schwabach angehören, übermittelt mit dem Bemerken, daß binnen acht Tagen Antwort erbeten wird. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. Es folgte eine rege Diskussion. Ausland. Die Errichtung eines öffentlichen Arbeitsnachweises beschloß der Gemeinderat in Arnstadt. Der Arbeitsnachweis soll nach dem Muster der Stadt Gotha an die Ortskrankenkasse angegliedert werden. Die Stadt leistet vorläufig einen jährlichen Zuschuß von 500 M. Zunächst sprach Bruhns als Vertreter des Verbandes der Fabrik-, Hand- und Hülfsarbeiter. Er führte aus, daß ihm die Anregungen des Genossen Schmidt hinsichtlich der Unterstüßung durch die städtischen Arbeiter durchaus sympathisch seien, daß die Agitation für die Landarbeiter unterstützt und weiter für die Beseitigung der veralteten Gefeße, welche die Landarbeiter rechtlos machen, gewirkt werden müsse. In ähnlichem Sinne sprach Stadthagen. Bon Berlin aus sei schon viel für die Land arbeiter- Agitation geschehen, und es werde in dieser Hinsicht noch mehr geschehen. Sollte die Regierung, wie es jest heißt, auf die Weiterberatung des Kontraktbruch- Gefeßes verzichten, so fönne man das als einen Erfolg der sozialdemokratischen Agitation ansehen. Wir haben nicht nur, wenn derartige Gesebentwürfe sich wiederholen sollten, gegen dieselben zu agitieren, sondern auch Sturm zu laufen gegen die Ausnahmegesetze, welche für die Landarbeiter bestehen. Das Schlächterei- Unternehmen des Allg. Konsumvereins in Wenn auch die Organisation der Landarbeiter in der Die Wiener Tischler, welche anläßlich der Demonstration am Basel weist eine dauernd steigende Rentabilität auf. Geschlachtet nächsten Zeit noch nicht so stark werden würde wie die der industriellen vergangenen Freitag von der Polizei verhaftet wurden, find bereits wurden im Betriebsjahre 1904: 1446 Stüd Ochsen, 507 Stiere, Arbeiter, so würden wir doch durch planmäßige Agitation eine große wieder aus der Haft entlaffen. Zahl der Landarbeiter organisieren können. 13 von ihnen wurden schon am 8 Kühe, 2782 Kälber, 6652 Schweine, sowie 262 Schafe. Total Wir können den An- Sonnabend freigelassen. Zwei wollte der Staatsanwalt nicht gern 11 657 Stück Vich mit einem Fleischgewicht von 1½ Millionen Niloregungen des Referenten entsprechend die Landarbeiter über ihre aus seiner Dbhut geben; sie wurden erst am Montag durch Beschluß gramm. Der Wurstverkauf belief sich auf 4 Millionen Stück, gegenschlechte Lage aufklären und so zur Besserung derselben beitragen. ber Ratstammer auf freien Fuß gefeßt. Darüber hinaus müsse aber auch den Landarbeitern flargemacht über 3 Millionen im Vorjahre. Die Gesamt- Einnahmen des tverden, daß alle Mißstände, unter denen sie leiden, nur beseitigt Kämpfe für das Koalitionsrecht in Schweden. Auch den schwve- Schlächterei- Geschäftes haben sich um 385 000 Frank erhöht und erwerden können durch die Umwandlung des Privateigentums in Au- dischen Arbeitern wird sehr häufig vom Unternehmertum das Recht, reichten den Betrag von 3 030 000 Frank. Der Reingewinn des gemeinbefib, wie es die Sozialdemokratie fordert. Durch den sich zu organisieren, streitig gemacht und schon mancher schwere und Jahres 1904 beträgt rund 145 000 Frant gegen 94 000 Frant im folgenden Redner, Genossen Rühr, der seine Erlebnisse als Bauern- lange dauernde Kampf mußte deswegen geführt werden. Bei dem Vorjahre und 72 000 Frank im Jahre 1902. knecht schilderte, wurden die Ausführungen des Referenten noch in noch immer andauernden Ausstand der Sägewerk- Arbeiter manchen Bunften ergänzt. bon Sörbit handelt es sich jetzt ebenfalls wesentlich um das Dann sprachen noch Arendsee und diesel im Sinne der Vorredner, worauf der Vorsitzende Koalitionsrecht. Die Vertreter der Ausständigen haben Ende voriger Ernst die Versammlung schloß mit dem Wunsche, daß die An- Woche den Betriebsleiter des Sägewerts gefragt, unter welchen Beregungen des Referenten auf fruchtbaren Boden fallen mögen. Es werden könnte. Er verlangte nach wie vor, daß die Arbeiter fich dingungen seiner Meinung nach die Arbeit wieder aufgenommen Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends gelte, den Landarbeitern zu helfen. Th. 122. 1 und 2. Wenn Sie bei der letzten Ratenzahlung volljährig Hülfe haben sie nur durch die Sozialdemokratie zu erwarten! fontrattlich verpflichten sollten, nicht dem Sägewerksarbeiter- Verband anzugehören. An dieser Forderung der Unternehmer muß selbst waren, so find Sie auch zivilrechtlich zur Zahlung der Restsumme ber verständlich jeder Einigungsversuch scheitern. Uebrigens haben bamals jünger, so ist zur Zahlung des wirklichen Bertes zu raten, meil pflichtet, weil in der Ratenzahlung ein Anerkenntnis liegt. Waren Sie diefer Tage die Anzahl Holzfuhrleute für sonst vielleicht in Ihrem Berhalten der Tatbestand des Betruges gefunden das Sörviker Sägewerk tätig sind, die Arbeit eingestellt, werden könnte, es sei denn, Sie sind in der Lage, den Anzug zurückzugeben. weil ihr Verdienst so zurückgegangen ist, daß sie nicht mehr damit Berjährung liegt nicht vor. Das Geschäft kann die ganze Restsumme ver auskommen fönnen. Ein anderer großer Kampf um das langen. Wir raten zur Einigung auf Ratenzahlungen vor Erhebung der Klage. Wöchentlich ein Ruhetag für die Bäckerei- Arbeiter. Koalitionsrecht wird in Kalmar von den Dampfmühlen- 3. Das Eigentum Ihrer Frau haftet nicht für Ihre Schulden. F.F. 13. st Diese gewiß berechtigte, für die Bäder jedoch bisher unerfüllte Arbeitern geführt und ihnen mußten sich am Sonnabend die das Haus im laufenden Vierteljahr im Wege der Subhastation erstanden, so ist Forderung wurde in einer start besuchten Versammlung propagiert, Arbeiter der Kalmarer Dampfbäderei anschließen, die die Kündigung zu recht erfolgt. Ist das Haus bereits im vergangenen Bierteldie der Verband der Bäder am Dienstagnachmittag in Kellers Saal man ebenfalls zum Austritt aus der Organisation zwingen will. jahr erstanden, so hätte die Stündigung zum 1. April erfolgen müſſen. 8. 2. 28. Ein verheirateter Mann ist ebenso wie ein unverheirateter berufen hatte. Einladungen zu der Versammlung waren ergangen Der Vertrauensmann des Bäckereiarbeiter- Verbandes, Sjöstedt zur Zahlung von Alimenten für die außerhalb der Ehe erzeugten Kinder an die Reichstags Frattionen aller Parteien, an die Gewerbe- aus Stockholm, war in Kalmar, um den Betriebsleiter der Bäckerei verpflichtet. Ob das Mädchen wußte, daß er verheiratet ist, ist gleichgültig. Inspektionen, die Vorstände der Bäcker- Innungen, die Arbeitgeber in auf gütlichem Wege zur Anerkennung des Koalitionsrechts zu ver- Wegen der Alimente ist der Lohn pfändbar; jedoch muß dem Manne das der Schlichtungskommission und die Freie Vereinigung der Bäcker- anlassen, erreichte damit aber nichts. Die Arbeiterschaft von Kalmar Erforderliche belassen werden. Die Höhe dieses Betrages sekt das Gericht meister. Wie zu Beginn der Versammlung festgestellt wurde, war hat am Sonntag eine große Demonstration für das feft. E. B. Ihre Nachbaret fönnen geeignete Sicherheitsmaßregeln ber außer der Freien Vereinigung der Bäckermeister keine der genannten Soalitionsrecht veranstaltet. An dem Umzuge mit Musik und langen, die zur Abwendung von Schäden erforderlich sind, die Sie auch Sorporationen vertreten. Ferner waren einige als Sozialpolitiker, Fahnen beteiligten sich ungefähr 1500 Personen; auf dem Sammel- geteilten Statuten und der Police etwas anderes, so haben Sie von der Ber anrichten fönnten. Parabies. Ergibt sich etwa aus den uns nicht mit Hygienifer und dergleichen bekannte Personen eingeladen, aber eben- play, dem Großen Markt, aber stieg die Zahl der Demonstranten aufficherungsgesellschaft die volle Summe zu verlangen. A. N. 66. 1. Ja. falls nicht erschienen. Die Zentrumsfraktion hatte eine schriftliche ungefähr 6000. Berantw. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Gewerkschaftliches. A Berlin und amgegend. auch eine Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. von 7 bis 9 Uhr abends ftatt. Geöffnet: 7 Uhr. 2. Nein. 3. Ja. M.34. 22. 2. KtW i>ts Joimttf fftlinrt Wktiilt. Donnerstag, 9. Febrnar 1995. lokales. Zwei„Wahlniederlagen" des Berliner Freisinns. Um zwei Stadtverordneten- Ma ndatedritter Abteilung wird seit nun fünf Vierteljahren von der frei' sinnigen Mehrheit der Stadtverordneten- Versammlung mit Hartnäckigkeit gerungen, um die Mandate für den 2. und den 17. Bezirk. Beide Bezirke gehören zu denen, die im Herbst 1903 eine Neuwahl vorzunehmen hatten. 17. Bezirk siegte damals nnt geringer Mehrheit der Kandidat der Sozialdemokratie Genosse Kerfin über den Freisinnigen Schem, der bisher den Bezirk vertreten hatte. Im 2. Bezirk wurde eine Stichwahl nötig, in der der Freisinnskandidat L e i s dem Antisemiten Pretzel das Mandat abnahm. Gegen beide Wahlen wurde Protest erhoben, für den 17. Bezirk von den Freisinnigen, für den 2. Bezirk von den Antisemiten. Die freisinnige Mehrheit der Stadwerordneten-Versammlung beeilte sich, den Protest gegen Kerfins Wahl als berechtigt anzuerkennen und diese Wahl für ungültig zu erklären. Genosse Kerfin war am 27. November gewählt worden. Schon am 29. Dezember wurde der Beschluß über den gegen seine Wahl erhobenen Protest von der Versammlung gefaßt, und zwar war zu diesem Zweck noch in der Weihnachtswoche eine außerordentliche Sitzung anberaumt worden. Infolgedessen konnte es nach Neujahr gar nicht erst zur Einführung unseres Genossen Kerfin kommen. Dagegen war dem Freisinnigen Leis ein günstigeres Schicksal beschieden. Am 15. Dezember war im zweiten Bezirk die Stichwahl, fiir die die Sozial demokratie Stimmenthaltung beschlossen hatte. Die Frei sinnigen hatten, wie man sich noch erinnern wird, zugunsten ihres Leis ein Schwindelflugblatt fabriziert, durch dlas sie die sozialdemokratischen Wähler einzusaugen gedachten. Sie hatten es frech mit der Ueberschrist„An die Ge nassen" geschmückt und darunter die Unterschrift von Leuten gesetzt, die das Flugblatt gar nicht zu sehen gekriegt hatten. Am 29. Dezember ging der Protest der Antisemiten gegen die Wahl des Herrn Leis im Rathause ein, aber die Stadt verordneten-Versammlung erfuhr nichts mehr davon. In der ersten Sitzung nach Neujahr wurde Herr Leis eingeführt. Ueber den Wahlprotest verhandelte die Versammlung erst an« 25. Februar und ein zweites Mal am 7. April. In beiden Sitzungen wurde der Anttag der Sozialdemokraten, über die in dem Protest behaupteten Wahlbeeinflussungen Betveis zu zu erheben, von der freisinnigen Mehrheit abgelehnt, und die Wahl von Leis wurde schließlich für gültig erklärt. Dann kamen die Klagen, die gegen die Beschlüsse der Versammlung beim B e z i r k s- A u s s ch u ß anhängig ge- macht wurden. Gegen die Ungültigkeitserklärung der Wahk Kerfins wurde von sozialdemokratischer Seite geklagt, gegen die Gültigkeitserklärung der Wahl von Leis klagten die Anttsemiten. In Sachen K e r f i n hat der Bezirks- auSschuß, wie unsere Leser wissen, bereits vor Wochen den Beschlutz der Versammlung aufgehoben und die Wahl für gültig erklärt. Nunmehr hat er auch in Sachen Leis entschieden und ist gleichfalls zu dem Ergebnis gekommen, daß der Beschluß der Versammlung zu Unrecht gefaßt sei. Mithin ist die Wahl des Herrn Leis als ungültig anzu- sehen. Das wäre also die zweite„Wahlniederlage", die der Freisinn sich vor dem Bezirksausschuß geholt hat. In Sachen Kerfin hat die freisinnige Stadtverordneten- Mehrheit bereits beschlossen. noch an das O b c r- V c r- w a l t u n g s g e r i ch t zu gehen. Wahrscheinlich wird sie für ihren Leis dasselbe versuchen. Es ist dringend zu wünschen, daß in beiden Fällen das Obcr-Verwaltungsgcricht es bei den Urteilen des Bezirksausschusses beläßt. Dem Berliner Frei- sinn muß durch alle Instanzen bescheinigt werden, daß er zu Unrecht die gültige Wahl eines Sozialdemokraten für un- gültig und die nngülttge Wahl eines Freisinnigen für gültig erklärt hat._ Magistrat and städtische Arbeiter. Der Ausschuß zur Abänderung des§ 9 des Reglements bc- treffend Bewilligung von Ruhegeld für die ohne Pensions- berechtigung im Dienste der Stadt Berlin dauernd' beschäftigten Personen hielt am Dienstag seine erste Sitzung ab. Während bisher den Ruhegeld-Empfängern Ruhegeld und Invaliden- oder Altersrente bis zur Höhe des Vftzsachen Grundbetrages der Invalidenrente und im Falle eines höher erdienten Ruhegeldes die Differenz in Form eines besonderen Zu- s ch u s s e S gewährt wurde, soll für die Zukunft das volle Ruhegeld und die Hälfte der Invaliden- oder Altersrente gewährt werden. Das bedeutet für eine große Anzahl Ruhegeldempfänger eine Verschlechterung deS bisherige» Zustandes, wenngleich die Vertreter deS Magistrats nachzuweisen versuchten, daß dicS nicht der Fall sei. Von sozialdemokratischer Seite wurde an der Hand von Stenogrammen bei früher gepftogenen Verhandlungen festgestellt, daß sich der heute vom Magistrat eingenommene Standvuiitt im schroffen Gegensatz zu den damaligen Anschauungen befindet. Man beschränkte sich seinerzeit darauf, das Invalidcugeld bis zum 7'/j fachen Grund- bctrag gemeinsam mit dem Ruhegeld in Anrechnung zu bringen, weil auf Grund des§ 48 des Juvaliden-VersichernngsgesetzeS zu bcsiirchteu stand, daß die LandeSverficherungs-Anstalt die Invaliden- reute kürze» könnte. ES herrschte in den städtischen Kollegien volle Uebereinstimmung darüber, daß unter diesen Umstände» es der Stadt nicht verübelt Iverden konnte, ihre freiwillig gewährten Leistungen so einzuschränken, daß den gesetzlichen Anforderungen genügt wurde. Nun ist durch eine Entscheidung des Reichs- verfichcrungSamtes festgelegt worden, daß solche Bezüge von der Stadt nicht unter die Bestininumgen des ß 48 fallen. Anstatt daß nun der Magistrat ans dem Fortfall dieser Hinderung die Konsequenzen zieht und sich für einen weiteren Ausbau der Fürsorge ausspricht, geht er dazu über, diese Wohltat einzuschränken, indem er fortan die Hälfte des Jnvalidengeldes in Abzug bringt. Eigentümlich muß es be- rühren, wenn der Magisttatsvertteter erklärt, es sei der prinzipielle Standpunkt deS Magistratskollegimns stets gelvcsen. die Invaliden« rente in Abzug zu bringen, und man solle eS als ein Entgegen- kommen betrachten. wenn jetzt die Hälfte gewährt wird. Was die Behauptung betrifft, daß die neue Bestimmung eine Belastung von mehreren tausend Mark bedeute, so kann ein solches Rechenexempel nicht verfangen, da man bei dieser Aufftellung die Invalidenrente ganz außer acht gelassen hat. Da Aufklärung m mehreren Punkten notwendig erschien, vertagte sich der Ausschuß. Berlin in den Bororten. Die Stadt Berlin hat außer detn großen Besitz von Rieselfeldern von annähernd SO 000 Morgen noch wertvollen Grundbesitz in den Vororten, besonders in Boxhagen, Rummelsburg, Treptölv. Reinickendorf, Charlottenburg. Rixdorf, Stralau und Pankow. Ferner ist die Stadt Berlin, leider mir zu cineni Sechstel. Mitcigcntüinettn des Rüdcrsdorfcr KalksteinbrncheS, um dessen Besitz der Magistrat länger als ein Jahrh»Udert mit dem Fiskus und dem Magistrat von Fürsteuwalde gestritten hat. Die Einnahmen ans diesen wertvollen Sriindstücken, die zum.Teil an Laubenkolonisten verpachtet sind, erreichen die Summe von 200 000 M., davon entfallen rund 38000 M. auf den Kalksteinbruch in Rüdersdorf. Die Ausgaben an Steuern an die Vororte usw. be laufen sich mit den übrigen nicht bedeutenden Ausgaben auf rund 60 500 M., wozu noch etwa 7500 M. extraordinäre kommen, so daß eine Reineinnahme von rund 132 000 M. verbleibt, die in den neuen Etat für 1905/06 eingestellt worden ist. Die meisten Steuern muß Berlin mit 25 000 M. für seinen Grundbesitz an Rummelsburg bezahlen; Treptow erhält 19 000 M., Nixdorf 6500 M., Charlotten- urg 6000 M. Eine Stadtvcrordneten-Ersatzwahl hat gestern in der zweiten Ab- teilung des 10. Wahlbezirks sür den bisherigen verstorbenen Stadt- verordneten Manegold(lid.) stattgefunden. Als Kandidat der libe- ralen Partei war Herr Gustav Feuerstein aufgestellt worden. Er wurde mit 332 Stimmen gewählt. Für den Kandidaten der Bürger- Partei, Rechtsanwalt Ulrich, wurden 19 Stimmen abgegeben. Zersplittert war 1 Stimme._ Graf Pückler auf der Rednertribüne verhaftet. Einen aufregenden Verlauf nahm die gestrige Pückler-Versamm- lung in Kellers Neuer Philharmonie in der Äöpenickersttaße. Dem Leiter der Versammlung, Schriftsteller Plack- Charlottenburg, war schon vorher von dein überwachenden Polizeihauptmann eröffnet worden, daß Graf Pückler unter keinen Umständen reden dürfe. Trotzdem erteilte er gleich nach der Eröffnung dem Grafen das Wort, der nun dagegen protestierte, daß man ihm in der letzten Tonhallen- Verjammlung das Reden verboten habe. Der überwachende Polizeihauptmann fiel dem Grafen ins Wort und verbot ihm das Sprechen; Pückler erklärte darauf erregt, weder der Ueberwachende noch der Polizeipräsident habe das Recht, ihm das Reden zu verbieten; höchstens könne man die Versanimlung auflösen. Als der Graf wieder mit seiner Rede begann, ließ ihn der Polizeihauptmann mit den Worten:„Führen Sie den Mann ab!" von einem Schutzmann zur nächsten Polizeiwache in der Schmidsttaße bringen. Roch im Abgehen protestierte Pückler gegen den„Verfassungsbruch", unter dem er leiden müsse; die Versammlung brach in stürmische Kundgebungen für Pückler und gegen die Polizei aus. Nach Schluß der Versammlung, die dann einen ruhigen Ver- lauf nahm, marschierten die Pücklerfteunde in geschlossenem Zuge zur Polizeiwache nach der Schmidstraße. wo sie sich versammelten und die Herausgabe des Grafen verlangten; viele drangen auch auf den Hof der Wache. Die Polizei befolgte in diesem Fall eine andere Taktik, als sie Arbeitern gegenüber angewandt wird. Während diese, wenn sie z. B. ruhig ihrer schweren Pflicht als Streikposten genügen, ohne gesetzlichen Grund sisttcrt und obendrein noch mit ungesetz- lichen Strafmandaten bedacht werden, dachte den antisemitischen Demonstranten gegenüber kein Beamter an die Anwendung des Reckeschen Schießerlasses; vielmehr trat ein Schutzmann hervor und teilte den Lärmmachern in aller Gemütlichkeit mit, daß Graf Pückler wieder entlassen sei. In der Sache selbst war der Graf mit seinem Protest übrigens durchaus im Recht; die Polizei handelte dem Vercinsgesetz zuwider, als sie ihm das Reden verbot. Recht unanständig ist die„StaatSb.-Ztg." in dieser Angelegen- heit, indem sie behauptet, daß die fteisinnige u n d sozialdemokratische Presse dem Vorgehen des Polizeipräsidenten beifällig zustimme. Für den Fall, daß das Antiscmitenblatt mit der sozialdemokratischen Presse uns meinen sollte, teilt es vielleicht mit, w o wir dem Bor- gehen des Polizeipräsidenten Beifall gezollt haben. Wir haben oft genug gesagt, daß Graf Pückler geistig nicht normal sein könne, aber es ist nns nie eingefallen, das Vorgehen der Berliner Polizei irgendwie zu beschönigen._ Die neue Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung, gültig für die Eisenbahnen Deutschlands vom 1. Mai d. I. ab, ist im Druck erschienen. Einschneidend« Slendcrungen von hervorragender Wichtigkeit bringt sie nicht. Neu ist aber, daß in dieser neuen Ordnung auf die Ausschaltung von Fremdwörtern ein großer Wert gelegt wird. So gibt es keine„Stationen" mehr, sondern„Halte- Plätze" und Bahnhöfe, dem entsprechend mußte auch der„Stationsvorsteher" fallen und sich mit dem unglücklichen Titel„Fahrdienst- leiter" begnügen. Das„rollende Material" lvird kurzweg„Fahr- zeug" genannt. Auch in der Fahrgeschwindigkeit der einzelnen Zugsarten wurden Aedcrungen getroffen. So dürfen vom 1. Mai ab Personenzüge mit einer Geschwindigkeit voi�100 Kilometer in der Stunde l bisher 80 Kilometer) fahren. Für Schnellzüge ist die zu- lässige Geschwindigkeitsgrenze, bisher 100 Kilometer, unter ge- wissen Bedingungen überhaupt fallen gelassen worden. Die Vermehrung der Selbstmorde in Berlin, die sich in den letzten Jahren bemerkbar gemacht hatte und ganz auffallend stark gewesen war, ist im Jahre 1904 endlich zum Stillstand gekommen. AuS den Jahren 1900, 1901, 1902, 1903 waren für Berlin 434, 525, 564, 599 Selbstmorde gemeldet worden. Hiernach übertraf die Zahl der Selbstmordmeldungen aus dem Jahre 1903 die aus 1900 um 38 Proz., während gleichzeitig die durchichnittliche Bevölkerungszahl der Stadt nur um 3>/, Proz. höher als vor drei Jahren war. Auf je 100 000 der durchschnittlichen Bevölkerungszahl entfielen im Jahre 1900 erst 23 Selbstmorde, dagegen in 1903 bereits 31 Selbstmorde. Für das Jahr 1904 sind nun 609 Selbstmorde gemeldet worden. Das sind zwar an sich noch einige mehr als für 1903, aber im Ver- gleich zur Bevölkerungszahl ist keine Zunahme der Selbstmorde mehr eingetreten. In 1904 kamen aus je 100000 der durchschnittlichen Be- völkerungszahl dieses Jahres nicht ganz 31 Selbstmordfälle. Die Firma Aschinger hat unter den Mitgliedern der Bereinigung Berliner Architetten einen architettonischen Wettbewerb ausgeschrieben. Es handelt sich um die Bebauung des großen Gebäudekomplexeö gegenüber dem Potsdamer Bahnhof auf den Grundstücken König- grätzerstr. 124/128 und Leipziger Platz 2, 4. 5. An dieser Stelle, wo das großstädtische Leben Berlins vielleicht am stärksten pulsiert, will die Firma bekanntlich ein großes Hotel erbauen, dem ein feines Restaurant, ein Cafs, eine sogenannte Bierquelle und eine Reihe von Bädern angegliedert sind. Die Gewinnung der Pläne für dieses gewaltige Gebäude bildet den Gegenstand des Wettbewerbes. Es sind 24 000 M. als Preise ausgesetzt. Die Liste 8208 für die Bergarbeiter, auf welcher 1 M. 10 Pf. gesammelt sind, ist verloren gegangen. Man wolle sie im Bureau der Fabrikarbeiter, Linienstr. 215, abliefern. Ebenfalls ist die Char« lottenburger Liste 15048, auf welcher 2 M. 95 Pf. gezeichnet waren, verloren gegangen. Man wolle sie bei Gabriel, Charlottenburg, Krummestr. 44, abgeben. In Menzels Befinden will die Besserung, die wir gestern fest- stellen koimten, leider keine rechten Fortschritte machen. Der Husten hat fteilich ganz aufgehört den Kranken zu quälen, aber die Schwäche hat sich„och nicht gehoben und gibt bei dem hohen Alter des Patienten zu ernsten Besorgnissen Anlaß. Ein notleidender Schlächtermeister. Unter Hinterlassung einer bedeutenden Schuldenlast ist der Fuhrherr und frühere Schlächter- meister Lindemann. Alte Schönhausersttaße 26, aus Berlin verschwunden. L. hatte hintereinander zwei Fleischereibetriebe, ein Fuhrgeschäft, eine Wild- und Geflügelhandlung und zu- letzt wiederum ein Fuhrgeschäft besessen; sämtliche Unter- nehmen brachten ihm einen reichlichen Gewinn. Bei der Lebensweise, die L. führte, genügte diese Einnahme jedoch nicht und wiederholentlich waren seine Verwandten genötigt, ihn. Unter- stützungen zu geben. Vor 2 Jahren erbte L. etwa 200 000 M.. die er jedoch ebenfalls bis auf den letzten Pfennig durchbrachte. Er be- fand sich in ständiger Geldverlegenheit, sodaß der Zusammenbruch feines Geschäfts bald zu erwarten war. Vor seiner Flucht verschaffte sich L. Geldmittel in einer Weise, die ihn mit dein Strafgesetz in Konflitt brachte. Er verkaufte einige Wagen mehrere Male und lieh sich bei verschiedenen Bekannten und Geschäftsleuten zum Teil recht erhebliche Beträge. So soll L. etwa 20 000 M. zusammengebracht haben, mit denen er die Flucht antrat. In der Gesellschaft des Fuhrherrn befindet sich vermutlich ein junges Mädchen, mit dem er schon seit längerer Zeit in Verkehr gestanden haben soll. Die Frau und zwei minorenne Töchter sind in Notlage in Berlin zurück- geblieben. Ein grausiges Drama spielte sich gestern mittag gegen 12 Uhr� im Bureau' des Justizrats Löwenfeld, Rathcnoiuer- sttaße 78, ab. In einem Ziminer der Wohnung erschoß der Kaufmann Acker seinen kleinen Sohn und jagte sich dann selbst eine Kugel durch die Schläfe. Ueber den tragischen Vorfall wird gemeldet: Justtzrat LLwenfcld hatte um die genannte Stunde einen Sühnetermin in einem Ehescheidungsprozeß an- beraumt, und die Parteien waren auch erschienen. Es handelte sich um einen Herrn Acker, der aus Wiesbaden hergekommen war, und dessen in Berlin wohnende Frau. Gleichfalls zur Stelle waren die beiden Kinder des Ehepaares, ein vier- jähriger Knabe und ein sechsjähriges Mädchen. Justizrat Löwenfeld wollte den letzten Versuch machen, um eine Scheidung zu vermeiden; im Falle der Scheidung wäre der Knabe der Eheftau zugesprochen worden. Dieser Umstand muß den Mann derart in Erregung gebracht haben, daß er die unselige Tat beging. Während einer kurzen Pause in den Verhandlungen bettat Acker einen Nebenraum, in dem sich der Knabe aufhielt, und schoß eine Kugel auf das Kind ab. Der Knabe brach sofort zusammen. Acker ging hierauf in das Zimmer des Justizrats zurück und erschoß sich selbst, ohne daß die Anwesenden ihn daran hindern konnten. Der Knabe wurde sofort nach dem Moabiter Krankenhause ttansportiert, starb aber auf dem Wege dorthin. Einen Selbstmordversuch aus gelränktem Ehrgefühl machte in der gestrigen Nacht das 22jährige Dienstmädchen Anna M o s k e, das seit dem 1. Ottober v. I. bei dem Kaufmann I. Freund in der Lindenstr. 43 bedienstet ist. Bei dieser Familie kam in der Sonntags« nacht ein Einbruchsdiebstahl vor, bei dem Geld und Wertsachen er- beutet lvurden. Das Dienstmädchen behauptete nun, auch ihr sei eine größere ersparte Summe entwendet. Diese Angabe schien jedoch sowohl der Herrschaft wie auch der Kriminalpolizei wenig glaubhaft, weshalb das Mädchen auch wiederholt ins Verhör genommen wurde. Als nun Dienstag abend die Herrschaft ausgegangen war, schrieb die M. mehrere Briefe und beförderte sie selbst noch»ach dem Briefkasten. Bis gegen Mitternacht lvurde in ihrer Kammer Licht bemerkt. Als um 3 Uhr früh die Familie Freund nach Hause kam, drehte sie den Hnupthahn der Gasleitung zu. Früh gegen 6 Uhr lvurde nun lautes Stöhnen im Badezimmer hörbar. Der Portter des Hauses öffnete die ver- riegelte Tür gewaltsain und fand nun das Dienstmädchen belvußtlos am Fußboden liegend vor. Es hatte einen Gummischlauch im Munde, den es vom Kochherde losgelöst und mit dem Gasrohre in der Badcstube. verbunden hatte. Wahrscheinlich ist»im die ein- geatmete GaSmenge nicht hinreichend gewesen, um den Tod herbei- zuführen. Dieser Fall Iväre jedoch sicher eingetreten, wenn nicht zu- fällig, wie angedeutet, der HauptgaShahn zugedreht worden wäre. Ein herbeigerufener Arzt brachte die M. wieder zur Besinnung und ließ sie dann nach emem Krankenhause schaffen. Ob die GaSver« giftung ohne nachteilige Folgen bleiben wird, ist noch nicht fest- gestellt._ Kassenboten. Der Kassenbote Otto S ch u n k von der Berliner Bich» kommissionS- und Wechselbank hat 28 7000 Marl unterschlagen und ist jetzt flüchtig. Der Mann ist 28 Jahre alt und verheiratet; er war in der Bank seit vier Jahren beschäftigt. Eine Tat, wie die von Schunk verübte wollen wir keineswegs entschuldigen, wohl aber verdient die Frage, wie Kassierer derartiger Banken zum Verbrechen verleitet werden, eine Untersuchung. Wenn wir nicht irren, bezog Schunk ein Gehalt von 110 M.; um diesen Betrag herum schwankt wenigstens da? Einkommen der meisten bei Banken angestellten Kassenboten. Nun mag gesagt werden, daß viele Leute weniger haben als 3,60 M. täglich; aber immerhin verdienen die Umstände solchen Broterwerbs Berücksichtigung. Den Kassenboten laufen täglich Hunderttausende durch die Hände; wenn irgend eine Stellung, o ist die ihrige auf Vertrauen gegründet. Nun wird nicht allein diesen Leuten ein an sich schon niedriges Gehalt gezahlt; sie müssen sich auch ihr Brot unter einer Ausnutzung verdienen. Ivie sie wohl in keinem anderen Beruf heutigen Tages mehr üblich ist. Bor uns liegt der Arbeitsplan einer Konkurrenzbank der hier erwähnten; da- »ach bettägt die tägliche Arbeitszeit der Boten Montags 14 Stmiden, Dienstags 12 Stunden, Mittwochs 13 Stunden, Donnerstags 14 Stunden, Freitags 16 Stunden, Sonnabends 14 Stunden und Sonntags 7 Stunden. Zwar gehen von diesen 90 Stunden der Woche 12 Stunden für einen freien Tag ab, doch wird diese Freizeit kompensiert durch die Nachtarbeit, die von den fünf in der Bank angestellten Boten allwöchentlich zlvei zu verrichten haben. Die Nachtarbeit währt Montags von 9 bis 1 Uhr, Dienstags von 6 bis 9 Uhr, Donnerstags von 8 bis 9 Uhr und Sonnabends von 9 bis 12 Uhr. Die Arbeit während dieser späten Abendstunden besteht im Einrollen von Geld und ähnlichen Ver- richtungen. Im ganzen kommen durchweg 89 Arbeitsstunden in der Woche ans jeden'Boten, das macht mithin bei den» erivähnten Gehalt etwa 30 Pf. für jede Stunde. Ist es bei einer derartigen AuS- Nutzung der Arbeitskraft nicht begreiflich, wenn das Gewissen allmählich abstumpft und der Ausgebeutete aus den Gedanken kämmt, das Elend seines SflavendaseinS im wüsten Rausch zu vergessen, namentlich wenn die Versuchung zu jeder Stunde an ihn mit ver- führerischer Gewalt herantritt?; Selbstmord eines Sergeanten. Im Garnisonlazarett in Tempelhos erhängte sich gestern nachmittag der Sergeant Orbel vom Sanitätskorps. Der Unteroffizier, der bereits im 10. Jahre diente. neigte zu homosexuellen Ausschweifungen und wurde beschuldigt, sich mehrfach gegen ihm unterstellte Mannschaften vergangen zu haben. Die Verschlungen des Unteroffiziers waren feinen Vorgesetzten gestern bekannt geworden und die sofortige Untersuchung lvurde gegen ihn angeordnet. Er entzog sich der ihm drohenden Verhaftung durch Selbstmord, indem er sich in seiner Stube an der Türklinke erhängte. Er wurde gestem nachmittag um 3 Uhr als Leiche auf» gefunden. Wegen gewerbsmäßiger widernatürlicher Unzucht ist ein 23 Jahre alter Will» Fuchs, der in der Cadinerstr. 11 ein möbliertes Zimmer bewohnte und als Masseur gemeldet war, verhaftet worden. Fuchs erhielt an, Dienstagnachmittag den Besuch eines hiesigen 50 Jahre alten Kaufmanns, der verheiratet und Familienvater war. Dieser st a r b plötzlich in seiner Stube während des verbotenei» Verkehrs am Herzschlage. Durch diesen Zufall kam die Polizei dahinter, was es mit dem„Masseur" auf sich hatte, und nahm Fuchs fest. Die Kriminalpolizei brachte ihn gestern nach dem Ergebnis des Verhörs und der Ermittelungen nach Moabit. Fruerbericht. Mittwoch mittag wurde die Wehr nach dem physiologischen Institut der königlichen Universiät in der Dorotheen- straße 35. Ecke der Neuen Wilhelmstraße, gerufen, weil dort in einem Saal des ersten Stocks beim Experinientieren mit physikalischen Stoffen eine kleine Explosion entstanden war. Der verursachte Schaden ist nicht erheblich, auch brauchte die Feuerwehr nicht weiter in Tätigkeit zu treten.— Kurz vorher kam in der Friedrichstr. 234 im zweiten Stock des linken Seitenflügels in einer Wohnung Feuer «ms, das Gardinen, Möbel, Kleidungstlicke zc. ergriff. Der 10. Löschzug konnte die Flammen ersticken. Drei Kinder, die hier in Erstickungs- gefahr schwebten, waren bereits vor Ankunft der Wehr von Haus- oewohnern gerettet worden.— In der Nacht zum Mittwoch hatte die zweite Kompagnie der Wehr längere Zeit in der Langestr. 01 zu tun. Hier brannte es gegen Miternacht in einer sogenannten Leim- lüche.— Außerdem liefen in den letzten 24 Stunden noch aus der Kremmenerstr. 16, Friedrichstr. 66, Möckernstr. 72 und noch aus einigen anderen Orten Alarmierungen ein, doch handelte es sich in allen diesen Fällen um ganz unbedeutende Anlässe. Hugo Wolf-Mörike-Abend. Einem Dichter und einem Ton- dichter, welche sozusagen eine künstlerische Einheit bilden, gilt der nächste Hugo Wolf-Mörike-Abend der Stadt Schöneberg am 12. Februar. Wie der erstere den Dichter gewissermaßen zum zweitenmal der Mitwelt lebendig gemacht hat, so danken wir Mörike, daß er Hugo Wolf zu jenen Kompositionen, welche Weltruf erlangten, angeregt hat. Karten a 0,30 M. auf allen Plätzen sind in allen Schönebergev Buchhandlungen und Zigarrengeschäften, in der ..Vorwärts"-Expedition, Martin Luthe rstratze, sowie im Verein z. F. d. K.. Albrechtstr. 11, Dürcrhaus, Kronenstr. 18, usw. zu haben. Im Berliner Zoologischen Garten befindet sich gegenwärtig eine männliche Sichelente im vollen Prachtgefieder, ein Vogel, der nur äußerst selten lebend aus seiner Heimat, dem östlichen Sibirien und Japan, zu uns gelangt. Dieser prächtige Schwimmvogel hat etwa die Größe und Körperfärbung des Spieß-Erpcls, aber einen prächtig bronzegrünen Kopf und langbemähnten Hals, einen weißen Stirnfleck und sichelartig verlängerte Ellenbogenfedern, die zu beiden Seiten des kurzen Schwanzes herabhängen. Das eigenartige Tier tummelt sich auf dem oberen Waldschänkentcich, zwischen der großen und wertvollen Kollektion fremdländischer Enten- und Gänsearten, welche dort vereinigt ist. Im Berliner Aquarium sind bei den letzten Erwerbungen auch die an der Spitze des Tierreichs stehenden Klassen der Warmblüter bedacht worden. Die Bestände der Affenhäuser, deren wertvollster Insasse der„geimpfte" Orang-Utan ist, erhielten neuen Zuwachs um acht Exemplare aus der Gattung, die man im Tierhandel und auch in der Wissenschaft als Makaken bezeichnet, und zwar sind sie halblangschwänziger Art, im bengalischen Indien zu Hause und dort verehrt. Dem größten Flugkäfig des Aquarium, der mit dem umfangreichsten, von der prächtigen Kegclrobbe besetzten Wafferbeckcn ausgestatteten„Geologischen Grotte", wurde eine Gesellschaft echter Wintergäste überwiesen, nämlich acht Stück der im Norden der alten Welt beheimateten und von dort im Winter unsere Küstengebiete besuchenden Sturmmöve, deren hellblaugraue Flügeldecken und weiß- gefleckte schwarze Schwingen hübsch von dem übrigen weißen Gefieder sich abheben; Raum zum Austummeln in Luft und Wasser gewährt ihnen ihre Behausung vollauf. In den großen unteren Seewasserbecken sind die durch biegsame gegliederte Anhänge vor den muskulösen, beim langsamen Schwimmen wie Flügel abwechselnd entfalteten und zusammengelegten Brustslossen und durch lebhafte rote und blaue Farbentöne ausgezeichneten Knurrhähne oder See- schwalben die intereffantestcn Gesellen aus dem Kreise der Fische. Im Hörsaale der Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt, Fraun- hoferstraße 11/12, Charlottcnburg, in der Nähe der Hochbahnstation „Knie", finden am 9., 16. und 23. Februar, abends 8% Uhr, Vorträge des Gewerbe-Jnfpektors Dr. Rasch statt über den gesund- heitlichen Schutz der Arbeiter bei der Herstellung und Verwendung von Leucht-, Heiz- und Kraftgas. Maschinisten und Heizer sowie sonstige Interessenten werden auf diesen Vortrag aufmerksam gemacht._ Hygienische Vortrags kurse. Heute Donnerstag sprechen über das Thema:„Die geschlechtliche Ansteckung und ihre Folgen" in den Aulen der städtischen Gemeindeschulen: Wrangelstr. 123 Herr Dr. I. Friedeberg; Memelerstr. 24/26: Herr Dr. Leopold Lilienthal; Ouitzowstr. 115: Herr Dr. I. Cohn und in der Schönhauser tllee 166 a: Herr Dr. Max Joseph. Freitag sprechen über das hema:„Kochkunst und Verdauung": Gneisenaustr. 7: Herr Dr. Leopold Radkowski; Tilsiterstr. 4/6: Herr Dr. Singer; Pank- straße 8: Herr Privatdozent Dr. Brandenburg und Keibelstr. 31/32: Herr Dr. Freudenthal.— Der Eintritt ist frei. Der Verein der fteigewählten Kassenärzte veranstaltet fortan Tonntags nachmittags 4l/z Uhr im Langenbeckhause, Zicgelstr. IV/ll, hygienische Vortragskurse, zu denen der Zutritt jedermann freisteht. Robl-Arend im Apollo-Thcater. Da das Rekordfahren über U) Kilometer am Dienstagabend mit einem toten Nennen zwischen Robl und Arend endete, ist der Entscheidungslanf über diofen 10 Kilometer-Rekord auf Freitag angesetzt; er wird an diesem Abend um IOV2 Uhr zum Austrag gebracht. Am Sonntag, den 12. Februar, geht nachmittags 3 Uhr zu bedeutend ermäßigten Preisen„Venus auf Erden" in Szene. In dieser Nachmittags- Vorstellung findet ebenfalls ein Radrennen auf der Bühne statt. ßue den JSfaebbaromn. NowaweS. Mit der Revolntion in Rußland beschäftigt sich heute Donnerstag abend 8>/z Uhr eine Volksversammlung im Volksgarten, Priesterstr. 31. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Ädlershof. Die Gemeindevertretung beschäftigte sich in ihrer letzten Sitzung hauptsächlich mit dem Kanalisationsprojekt; es wurde der Anschluß der Selchow-, Feldherrn- und Hosftnannstraße an das Kanalisationsnetz der zweiten Bauperiode beschlossen, während die Genossenschafts- und Helbigstraße der dritten Bauperiode überwiesen wurden. Der Antrag des Gemeindevertreters Wiesener auf Stellungnahme zil den Angriffen des Fabrikbesitzers Lutze gegen die Kan'alisationskommission fand seine Erledigung durch Uebergang zur Tagesordnung. Von allen Seiten wurde ausgesprochen, daß auch eine gerichtliche Feststellung die immer wieder auftauchenden Gerüchte über UnregelmäßigkeitenbeimKanalisationsbau nicht beseitigen würde, daß andererseits die Gemeindevertretung an der Bestrafung des Lutze wegen Beleidigung der Kommission kein Interesse habe. Einstimmig wurde ein Ortsstatut angenommen, nach welchem die von der Gemeinde beschäftigten Arbeiter bei der hiesigen Orts- Krankenkasse versichert werden. Weiter wurde das Gehalt eines neuen Bureaubeamten bewilligt, wodurch die Ausnutzung jugendlicher Personen, welche meistens ohne Entschädigung oder gegen eine monatliche Entschädigung von 10 M.„ausgebildet" wurden, in Fortfall kommen soll. Bei der Neuwahl der Mitglieder der Gemeinde- Schuldeputation wurde auch der Genosse Kreisch mar mit 6 gegen 5 Stimmen in diese Deputation ge- wählt. Bei der für unsere Agitation so wertvollen Stellung der Regierung gegen Wahlen von Sozialdemokraten in Schuldeputationen ist wohl mit Sicherheit vorauszusehen, daß auch hier die Bestätigung versagt werden wird. Dann teilte der Gemeindevorsteher noch mit, daß im preußischen Staatshaushalts-Etat 50(XXI M. für Anlegung einer Schwellentränkungsstelle an der Oberspree gefordert sind; sie soll trotz Einspruchs der Gemeinde zwischen Neptunshain und Spindlersfeld erbaut werden, wenn auch die Genieinde dieses Terrain für eigene Zwecke beansprucht. In Spandau erscheint unter Ausschluß der Oeffentlichkeit ein kleiner Schleifftein konservativer Parteirichtung, der sich„Spandauer Tageblatt" nennt. Diesem bedeutungslosen Blättchen werden ohne ersichtlichen Nutzen etwa 3006 M. jährlich durch amtliche Anzeigen zugeführt.. Jetzt soll der Magistrat auf Antrag des Etatsausschusses in Spandau ersucht werden, Schritte zu unternehmen, damit der Charakter eines„amtlichen Publikationsorgans" einem anderen, besser verbreiteten Lokalblatt übertragen werde. In Pankow veranstaltet der Franeu- und Mädchen- Bildnngs- verein Dienstag, den 14. Februar, bei Rozycki, Pankow, Kreuz- straße 3—4, einen Unterhaltungsabend zum Besten der Bergarbeiter unter Mitwirkung der„Theater- Gesellschaft Strzeleivicz" und des Gesangvereins.Flora". Anfang 8Va Uhr. Billetts zu 25 Pf. sind bei Frau Hoffmann, Brehmestr. 6. lU, Frau Riebke, Kaiser Friedrichstr. 70, Hl, und Frau Strzelewicz, Florastt. 61, I zu haben. Wenn der Bauer zahle» soll. Das Defizit der Brandenburgi- scheu Städtebahn macht jetzt den Ortschaften, welche bis zu 5 Kilometer von der Strecke entfernt liegen, recht schwere Sorgen, da sie verpflichtet sind, den Fehlbetrag anteilig zu decken. Bei den in Frage kommenden Städten geht die Bewilligung der nicht unbe- deutenden Summen einigermaßen leicht von statten, denn die Stadt- Väter wissen, daß ihnen nichts weiter übrig bleibt, als in den sauren Apfel zu beißen. Anders ist es bei den ländlichen Gemeinden, da sich bekanntlich der märkische Bauer nicht gern von dem Gelde trennt. Allerlei Ausflüchte werden in den Gemeindevertretungen gemacht und die Ortsvorstcher müssen oft alle Beredsamkeit aufwenden, um ihre Parlamente dazu zu bestinimen, für die Städtebahn das Defizit mit decken zu helfen. Dies ist namentlich in den Orten, die nicht direkt an der Bahn liegen, der Fall. BergmannStod. Einen gräßlichen Tod fand in den Rüders- dorfer Kalkbergen der Bergarbeiter Gustav Schulz, welcher in Vertretung eines Kameraden beim Sprengen des Gesteins beschäftigt war. Als eine Patrone versagte, wollte er eine neue einsetzen, doch ging in diesem Augenblick die alte los. Das herabstürzende Gestein zerschmetterte Schulz dadurch den Kopf, so daß er alsbald verschied. Er hinterläßt eine Frau und vier kleine Kinder. Berliner Einbrecher geben seit einiger Zeit in Tempelhof Gast- rollen. In den letzten 14 Tagen sind in dem genannten Vorort nicht weniger als fünf Einbruchsdiebstähle verübt worden. Die Diebe gehen mit ungewöhnlicher Dreistigkeit vor und mehrere der Einbrüche sind am hellen Tage begangen. Ein sechster Einbruch wurde gestern nachmittag, vermutlich in der Zeit von 2— 3 Uhr, in dem Gerthschen Hause in der Reinhardt-Straße verübt. Die Diebe stahlen zwei Taschenuhren, Silbersachcn und bares Geld im Gesamtwerte von etwa 500 M. Die Polizeibehörde nimmt an, daß eine Berliner Diebesgesellschaft mit„Fachgenossen" in Tempelhof Fühlung genommen und mit diesen gemeinsam die Raubzüge unter- nimmt. Gerichts-Leitung. Fälschlich wegen Strcikvergehens denunziert war die Arbeiterin Johanna Bannasch, gegen die am 8. Februar vor dem Schöffengericht I verhandelt wurde. Während des Buchbinderstreiks bei der Finna Schwertseger wurde am 12. Oktober 1904 die Arbeiterin Marie Turowski auf dem Rück- Wege von der Fabrik von unbekannten Personen tätlich angegriffen. Nach einigen Tagen erstattete die Leitung der Fabrik der Polizei die Anzeige, daß sich Fräulein Bannasch dabei beteiligt hätte. Der Staatsanwalt erhob Anklage wegen gemeinschaftlicher Körper. Verletzung und beantragte im Termin am 18. Januar gegen das bisher gänzlich unbescholtene junge Mädchen zwei Monate Ge- fängnis. Es gelang der Angeklagten damals, eine Vertagung herbei- zuführen, um ihre Entlastungszeugen zu laden. In der erneuten Verhandlung ain 8. Februar ergab sich, auf wie schwachen Füßen Bezichtigungen stehen können, die mit der größten Bestimmtheit vor- getragen werden. Frau Turowski selbst konnte nicht sagen, wer sie geschlagen hätte, hatte auch Fräulein Bannasch nicht bemerkt. Ihre beiden Schwägerinnen aber bekundeten, die eine von ihnen eidlich, mit voller Bestimmtheit, daß sie Fräulein Bannasch, die sie einige Male vorher gesehen hatten, unter den Verfolgern deutlich erkannt hätten, und schilderten, wie diese sogar die Frau Turowski mit Füßen getreten hätte. Dagegen bekundeten die Zeuginnen Dobs und Pohl, daß die Angeklagte an dem fraglichen Nachmittag, und gerade zu der Stunde, wo die Schlägerei vorgefallen war, sich in ihrer Wohnung krank im Bette befunden hatte. Ueber die Identität des Tages konnte kein Zweifel obwalten, weil Frau Dobs, die von der Angeklagten Bannasch zum Streikbureau geschickt worden war, und um sie dort zu entschuldigen, mit diesem Gange zugleich einen Weg auf den Kirchhof verbunden hatte, wo sie an einem ihr wichtigen Erinnerungstage einen Kranz niederlegte. Auch Herr Lippold vom Buchbinderverband bestättgte diese Angabe. Der Alibibeweis für Fräulein Bannasch war nicht zu widerlegen. Trotzdem blieben die Belastungszcuginnen bei ihren Aussagen, obgleich der Verteidiger, Rechtsanwalt Wolfgau g Heine, sie erst freundlich, dann ernst auf die Gefahren aufmerksam machte, die dies für sie hätte. Der Verteidiger betonte noch, daß sehr viele Bezichtigungen, auf die hin angeklagt würde, nicht zuverläffiger wären, und daß nur selten ein Alibibeweis so gelingen könnte, wie im vorliegenden Falle, wo der Angeklagten eine Reihe glücklicher Zufälle zu Hülfe gekommen wären, um ihr diesen Beweis zu sichern. Der Staatsanwalt be- antragte schließlich selbst die Freisprechung, die dann auch erfolgte._ Zur Warnung der Aerzte kann ein Straffall dienen, der gestern einen hiesigen praktischen Arzt Dr. L. wegen unbefugter Offenbarung von Privatgeheimnissen und Beleidigung vor die 3. Straf- kammer des Landgerichts I führte. Dr. L. war Hausarzt in einer Fmnilie I. Als Frau I. am 24. September v. I. zu ihm kam, um ihre Kinder impfen zu lassen, teilte er ihr mit, daß er von ihrer Schwägerin, der Arbeiterin Berta I., wegen eines Unterleibsleidens konsultiert worden sei und bei ihr eine häßliche, misteckende Krankheit 'estgestellt habe. Da er wußte, daß unter den in demselben Hause wohnenden Familien ein reger Verkehr stattfand, eine Badewanne gemeinschaftlich benutzt wurde und die Kinder manchmal im Bett der Tante lagen, so hielt der Arzt es für seine Pflicht, die Mutter der Kinder vor der drohenden Ansteckungsgefahr zu warnen. Nach seiner Behauptung will er überhaupt nur von einer ansteckenden Krankheit gesprochen haben, während Frau I. sofort Bescheid ge- wüßt und den Namen der Krankheit genannt habe. Berta I. kam nun bald im ganzen Hause ins Gerede, was ihr begreiflicherweise außerordentlich unangenehm war, zumal sie behauptete, daß sie un- möglich an einer solchen Krankheit gelitten haben könne, da jede Vorbedingung dazu bei ihr gänzlich fehle. Sie sei in wenigen Tagen völlig gesund gewesen und es liege in jener Mitteilung daher eine böswillige Verleumdung. Als sich auf das Gerede im Hause hin die Mutter des Frl. I. zum Dr. L. begab und Auskunft über den Zustand ihrer Tochter verlangte, erklärte der Arzt auch ihr, daß er bei der Untersuchung Merkmale der ansteckenden Krankheit festgestellt habe. Nunmehr stellte Frl. I. den Strafantrag und berief sich auf den Kassenarzt Dr. Pack, der sie untersucht und keine Feststellungen habe treffen können, die die einige Zeit vorher stattgehabte Diagnose des Angeklagten unterstützten. Der Angeklagte verteidigte im gestrigen Termin die Richtigkeit seiner Diagnose, mit der die spätere Untersuchung gar nicht im Widerspruche zu stehen brauche, und so- wohl vom Dr. Pack wie vom Sachverständigen Prof. Dr. Casper wurde gestern die Möglichkeit zugegeben, daß die vom Angeklagten vorgeftmdenen örtlichen Erscheinungen ihn zu seiner Diagnose be- rechtigt haben können. Der Staatsanlvalt ließ die Anklage wegen Beleidigung fallen, hielt den Angeklagten aber des Vergehens gegen 8 300 des Sttafgcsetzbuches für schuldig und beantragte gegen ihn 100 M. Geldstrafe eventuell 10 Tage Gefängnis.— Rechtsanwalt Dr. Heinemann beantragte dagegen die Freisprechung. Was die Beleidigung betrifft, die in der Mitteilung an die Mutter I. erblickt worden, so stehe dem Angeklagten der Schutz des 8 193 zur Seite, ganz abgesehen davon, daß die Mutter den Angeklagten ge- radezu gestellt gehabt und das Gerücht schon im Hause der I. ver- breitet worden ivar. Bei dem 8 300 des Strafgesetzbuches, der einen Arzt, der ein ihm kraft seines Amtes anvertrautes Privatgeheimnis offenbart, bestraft, müsse der Nachdruck auf das Wort unbefugt gelegt werden. In diesem Falle sei der Angeklagte, als Hausarzt in der Familie, sicher befugt gewesen, die Mutter, deren Kinder er eben geimpft hätte, vor der diesen drohenden Ansteckungsgefahr zu warnen, ja, er würde sich einer Pflichtverletzung schuldig gemacht haben, wenn er diese Warnung unterlassen hätte.— Der Gerichtshof nahm an, daß sich der Angeklagte in einem Irrtum über straf- rechtliche Dinge befunden habe, als er sich, wie menschlich erklärlich ist, aus Vorsicht moralisch für verpflichtet hielt, der Schwägerin Vit Mitteilung zu machen, die für die Arbeiterin I. um so kränkender war, als es noch sehr fraglich ist, ob überhaupt die von dem An» geklagten diagnostizierte Krankheit vorlag. Der Angeflagte habe den§ 300 des Strafgesetzbuches verletzt; bei der eigenartigen Sach- läge erschien jedoch dem Gerichtshofe die größte Milde am Platze und es ist demgemäß nur auf 20 M. Geldsttafe erkannt worden. Hus Indufmc und bandet Die neuen Handelsverträge und der Bcrein deutscher Werkzeug- maschinen-Fabrikanten. Daß die deutsche Großindustrie beabsichtigt, sich für den Exportausfall, der ihr durch die erhöhten Industrie- zölle der mit Rußland, Oesterreich-Ungarn und der Schweiz abge- slchossenen neuen Handelsverträge droht, durch Preiserhöhungen auf dem deutschen Inlandsmarkte schadlos zu halten, geht deutlich aus den Verhandlungen der Ausschutzsitzungen hervor, die vorgestern der Verein in Hannover abgehalten hat. Nach Mitteilungen der„Rhein.- Wests. Ztg." wurde dort über die geschäftliche Lage des Werkzeug- Maschinenzweiges berichtet, daß die Beschäftigung allgemein eine gute und an Umfang gegen die letzten Jahre erheblich höhere ist, wenngleich die große Leistungsfähigkeit des deutschen Werkzeug- Maschinenbaues noch nicht im vollen Matze in Anspruch genommen sei. Auch hätten sich die Preise in Jahresfrist gehoben, u n d e s herrsche allgen, ein das Be st reden vor. der besseren Beschäftigung und dem hohen Stand der Rohstoffe entsprechende Verkaufspreise durchzusetzen. Man hielt es daher einmütig für angezeigt, auf den berechtigten Preisfordcrungen zu beharren und sich nicht durch Unterbietungen zum Aufgeben dieses Standpunktes bewegen zu lassen. „Einen Schatten", heißt es dann weiter im Bericht,„auf das im ganzen freundlichere Bild des Geschäftsganges wirft die sozial- politische Lage, die durch die an den Ausstand der westfälischen Berg» arbeiter sich knüpfenden Schritte der Gesetzgeber gekennzeichnet wird, da man von diesen auch in den Kreisen der Werkzeug-Maschinensabrikanten nachteilige Wirkungen auf die Arbeiterfrage überhaupt befürchtet. Zu lebhaften Bedenken geben auch die neuen Handelsverträge Anlaß, die für Ausfuhr nach Oesterreich-Ungarn und Rußland namentlich ver- hängnisvoll zu werden drohen durch die bis zu 100 Proz. betragende Zollerhöhung nach diesen Ländern, besonders nach Rußland. Ange- sichts des infolgedessen zu befürchtenden Verlustes eines großen Teiles des bisherigen Absatzgebietes in Europa wurde um so nach- drücklicher das Verlangen geäußert nach angemessenem Zollschutz gegen die Vereinigten Staaten von Amerika, deren Einfuhr nach Deutschland in höchst besorgnis- erregender Weise wächst und für 1904 bereits das Dreifache dessen beträgt, was 1902 eingeführt wurde, nämlich 20 787 Doppelzentner gegen 6984 Doppelzentner." Mit anderen Worten, die Zollschranken gegen die fremde Kon- kurrenz, namentlich gegen die amerikanische Maschinenindustrie, sollen noch mehr erhöht werden, damit auf dem Inlandsmarkt die Preise, die ohnehin„seit Jahresfrist sich gehoben haben", noch weiter hinaufgesetzt werden können. Was infolge der neuen Handels- vertrüge beim Export verloren geht, das soll aus dem Inlandsmarkt herausgeholt werden. Der Einfluß des Bergarbeiterstreiks auf das Wirtschaftsleben Westdeutschlands macht sich im steigenden Mätze geltend. Wie aus Erfurt gemeldet wird, ist infolge des Kohlenmangels auf den meisten thüringischen Eisenbahnlinien der Güterverkehr bettächtlich einge- schränkt worden. Auf einzelnen Linien fällt fast die Hälfte der Güterzüge aus. Ferner teilte, wie die„Rhein.-Wests. Ztg." meldet, das Kokssyndikat in Bochum seinen Abnehmern mit, daß infolge des Bergarbeitcrausstandes die frische Koksproduktion auf ein geringes Maß zurückgegangen sei. Der Versand hätte bis jetzt nur durch Zuhülfcnahme der Lagerbestände einigermaßen aufrecht erhalten werden können; die Bestände gingen aber bald auf die Neige, so daß im Laufe dieser Woche mit einer Abnahme der Versandmengen gerechnet werden müsse. Die Kohlenverschiffungen der englischen Hafenplätze nach Deutschland nehmen ihren Fortgang. Im abgelaufenen Januar kamen im Hamburger Hafen 128 Kohlcnschiffe gegen 96, 96, 94, 94 und 90 in den gleichen Monaten der fünf vorhergehenden Jahre an. Und seit Beginn des Februar ist die Zufuhr noch stärker geworden. Die Preußische Boden-Kredit-Aktienbank vetteilt, wie in der gestrigen Aufsichtsratssitzung beschlossen wurde, wieder 7 Proz. Divi- dende: ein Prozentsatz, der seit 15 Jahren festgehalten worden ist. Der Reingewinn, der für 1903 nur 2 581 700 M. betrug, stellt sich für das letzte Jahr um rund 270 000 M. höher. Er beträgt exklusive des Gewinnvortrags aus 1903 von 408 580 M., 2 850 921 M. Hier- von wird zunächst gemäß 8 26 des Hypothekenbankgesetzes der bei Begebung von 4 proz. Pfandbriefen über 101 Proz. erzielte Mehr- erlös mit 338 412 M. entnommen und dem Agiokonto gutgebracht, welches sich alsdann auf 418 332 M. stellen wird. Der nach Kürzung der Dividende und Tantiemen verbleibende Restgewinn von 113 070 Mark soll dem Gewinnvortrag zugefügt werden. Es stellen sich dann der Gewinnvortrag pro 1905 auf 521 651 M.. der ordentliche Reserve- fonds auf 6 000 500 M., der Extrareserfonds auf 800 000 M., die Disagio- und Zinsreserve auf 391 702 M., der Amortisationszuschlags- fonds I auf 450 000 M., der Amortisattonszuschlagsfonds II auf 60 000 M. und der Pensions- und Sparfonds auf 693 848 M. Vor der Feststellung des Gewinns sind, wie die Verwaltung mit- teilt, der durch Rückkauf von 3l4proz. Pfandbriefen erzielte Disagio- Gewinn von 145 733 M. dem Disagio- und Zinsreserve-Konto gut- gebracht, dagegen die bei der Begebung der 3% und 4 Proz. Pfandbriefe entstandenen Antertigungs- und Bertriebskosten im Betrage von 192 081 M. demselben Konto belastet worden. Hamburg— Amerika-Linie. An der Hamburger und Berliner Börse kursierte heute das Gerücht, die Verwaltung dieser Linie plane eine Kapitalserhöhung und hätte mehrere Schiffe an«ine fremde Macht— Rußland— verkauft. Von der Direktton wird dieses Gerücht, wie telegraphisch aus Hamburg gemeldet wird, mit Ent- schiedenheit dementiett. Antwerpens Schiffahrts-Wettbewerb mit Hamburg. Die Hoff- nung Antwerpens, in Zukunft den Hafen von Hamburg zu über. flügeln und damit der verkehrsreichste Hafen des europäischen Kon- tinents zu werden— man zählte 1903 einkommend in Hamburg 9,156 Mill., in Antwerpen 9,077 Registertons netto— hat sich im Jahre 1904 nicht nur nicht erfüllt, sondern ist mehr denn je in die Ferne gerückt. Absolut und relativ war die Zunahme des Hamburger Schiffsverkehrs größer als die des Antwerpener Hafens: sie betrug 457 000 Registertons oder 5 Proz. bei Hamburg, 275 399 Registertons oder 3 Proz. bei Antwerpen. Das Uebergewicht Hamburgs würde noch deutlicher hervortreten, wenn den Anschrcibungen in beiden Häfen dasselbe Vermessungssystem zugrunde läge/ wenn also in bezug auf die obigen Ziffern das für ihre exakte' Vergleichbarkeit nötige Erfordernis der gleichen Voraussetzungen gegeben wäre. Da jedoch Antwerpen noch immer nach dem früheren deutschen Ver- Messungssystem, Hamburg indessen seit 1895 nach dem Moorsonschen System registnert, daß zur Feststellung des Netto-RauminhalteZ größere Abzüge vom Brutto-Raumgehalt vorschreibt, so läßt sich eine richtige Vergleichsbasis nur durch eine entsprechende Reduzierung der Antwerpener Ziffern gewinnen. Die Antwcrpener Ziffern be- dürfen eine Verminderung um 15 Proz., um einen Vergleich zu ermöglichen. Zieht man diese 15 Proz. von der Antwerpener Tonnage ab, so reduzieren sich die 9 352 276 Registertons des letzt- fährigen Antwerpener Sexschiffsverkehrs auf 7 949 435 Registertons, d. h. auf einen wesentlich geringeren Umfang, als die belgische Satistik nachweist. Natürlich fällt dann auch noch für die ver« kehrspolitische Bedeutung und Bewertung beider Häfen ins Gewicht, daß Antwerpen für einen sehr bcdeuetenden Teil seines Schiffsverkehrs nur einer von vielen Anlaufhäfen, namentlich auch deutscher Schiffe, ist, während Hamburg überwiegend den Charatter eines Ausgangs- und Endhafens großer übcrseeijchcr Mitten hat, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, 9. Februar. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Manon. = Neues tönigl. Opern Theater. Geschlossen. Deutsches. Die Brüder von Sankt Bernhard. Berliner. Zapfenstreich. Lessing. Die Weber. Weften. Die neugierigen Frauen. Zentral. Die Jurheirat. National. Messandro Stradella. Neues. Der Graf von Charolais. Thalia. Der Kilometerfresser. Anfang 8 Uhr: Urania, Taubenstr. 48/49. 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Hörsaal 8 Uhr: Prof. Dr. Müller: Unsere Ernährung. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. CASTAN'S ANOPTICUM. PANOS Friedrichstr. 165. Neu! Rosa Wedsted, das finnländische Riesen- Mädchen!!! 2 Meter 20 cm groß! Neu! Das Erwachen des Poseidon! Schiller O.( Wallner Theater.) Kasino- Theater 4 Fuhrmann Henschel. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Wallensteins Tod. Kleines. Die Neuvermählten. Abschiedssouper. Residenz. Hotel Pompadour. Lustspielhaus. Der Familientag. Lothringerstraße 37( Rosenthaler Tor.) Täglich 8 Uhr, Sonnt. 7-8 Konzert. Heirat auf Probe. Vorher das vollst. neue Programm. Trianon. Die glückliche Gilberte. Sonntag 4 Uhr: In Vertretung. ( Heureuse.) Deutsch- Amerikanisches. New York. Metropol- Theater Kasino. Heirat auf Probe. Metropol. Die Herren von Marim. Belle Alliance. Lumpacivaga bundus. Carl Weik. Geld und Name. Apollo. Berliner Luft. Radrennen Robl- Arend. Spezialitäten. Passage Theater. Lucia Krall. Anf. 5 Uhr. Herrnfeld Theater. Prinz Levy in Ahlbeck. Balaft. Bie man Beiber feffelt. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sanger. Urania. Taubenstraße 48/49. Jm Theater abends 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Jm Hörsaal abends 8 Uhr: Prof. Zum 98. Male: Die Herren von Maxim. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Direktor Richard Schultz. Henry Bender. Josef Giampietro. Josef Josephi. Josef Josephi. Anton Grünfeld. Frid Frid. Fritzi Massary. Das Fest des Lichts.( Ballett.) Rauchen gestattet. Anf. 8 Uhr. Dr. Müller: Unsere Ernährung Deutsch- Amerikanisches Invalidenstraße 57/62. marte. Täglich geöffnet von 7 Theater. Köpenickerstr. 67/68. bis 11 Uhr, Kleines Theater Anfang 8 Uhr. Zum 80. Die Neuvermählten Male: Hierauf: Abschiedssouper. Freitag: Nachtasyl. Jeden Abend 8 Uhr: Gastspiel Ad. Philipp: New- York Sonntag nachm. 3 Uhr, halbe Preise Ueber'n grossen Teich. Sonnabend unto, Sonntag: Angele. Residenz- Theater. Abschied vom Regiment. Montag: Die Neuvermählten. Ab- Dir.: Richard Alexander. schiedssouper. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Neues Theater. Hotel Pompadour. Anfang 7, Uhr. Schwank in 3 Aften v. Anthony Mars Sonntag, 12. Februar, nachmittags Der Graf von Charolais..eon anrof. Deutſch v. M. Schönau. Freitag, Sonnabend, Sonntag: Ein 3 Uhr: Der selige Toupinel. Sommernachtstraum. Montag: Der Graf von Charolais. National- Theater Weinbergsweg 19. 9. Gebrüder Alessandro Stradella. Herrnield- Theater. Anfang 7, Uhr. Freitag: Fidelio. Sonnabend: Der nachm.: Der Contas, singm: Figaros Hoch. bisher unübertroffene Tachluftigte Herrnfeld- Schlager zeit. Abends: Fidelio. Zentral- Theater Abends 72 Uhr: Die Juxheirat. Dperette in 3 Aften von Jul. Bauer. Musik von Franz Lehar. Morgen u. folg. Tage: Die Juxheirat. Sonnabend 4 Uhr: Däumelinchen. Sonntag 3 Uhr: Der Bettelstudent. Luisen- Theater. Hamlet. Freitag: Dorf und Stadt. Sonnabend: Gastspiel des Theaters des Westens: Don Juan. Sonntag, nachmittags: Hamlet. Abends: Dorf und Stadt. Montag: Hopfenraths Erben. Apollo- Theater. Täglich: mit seinen stürmisch bejubelten Situationen 0. Wallner- Theater. N. Schiller- Theater Friedrich Wilhelm- Zirkus Schumann. Reichshallen. städtisches Theater. Donnerstag, abends 8 Uhr: Donnerstag, abends 8 Uhr: Heute Donnerstag, den 9. Februar, Fuhrmann Henschel. Schauspiel in 5 Aften von Gerhart Hauptmann. Freitag, abends 8 Uhr: Die Grossstadtluft. Sonnabend, abends 8 Uhr: Zum erstenmal: Im Hafen. Wallensteins Tod. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrich Schiller. Freitag, abends 8 Uhr: Fuhrmann Henschel. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Haubenlerche. Freie Volksbühne Sonntag, den 12. Februar 1905, nachmittags 22 Uhr: Metropol- Theater. Berliner Theater. 7. Abteilung: 5. Abteilung: Madame Bonivard. Die Räuber. V. Kunstabend Montag, den 27. Februar, im Rathaus- Saal. Maxim Gorki. IX. Beethoven- Sinfonie ( 350 Sänger, 60 Musiker und Solisten) am 18. März im Konzertsaal der Brauerei Friedrichshain. Festmarken a 80 Pf. bis zum 10. März in allen Zahlstellen; Gastkarten a 1 M. vom 10. März ab in beschränkter Anzahl. Am Sonntag, den 19. Februar, nachmittags 3 Uhr, im Kleinen Theater zu Ehren des eingekerkerten Dichters Maxim Gorki Extravorstellung: Nachtasyl. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. 228/6 Zirkus Busch. Fortsetzung der Großen Internationalen Ringkampf- Konkurrenz. M. 7500.- Geldpreise in bar! Ehrenprotektorat: Herr Professor Reinhold Vegas. Aimable de la Calmette( Frankreich) gegen Sali Szuliman( Türkei) Josef Vandemerkel( Flandern) Charles Bernards( Schweiz) Gustav Malsties( Ostpreußen) 00 " " Josef Smejkal( Böhm.) Wenzel Kouba( Mähr.) Hans Lang( Bayern) ( Beginn der Kämpfe gegen 834 Uhr.) Außerdem mit noch nie dagewefenem Katharina II. Erfolge die große Ausstattungs- Feerie Herr Ernst Schumann mit seiner Springfahrschule. Große KavallerieQuadrille, geritten auf 16 Schulpferden. Die beiden Phänomene Sifters Amalia- Léonora u. die vorzüglichsten Programm- Nummern. Voranzeige. stag, be Am Donnerstag, den 23. Februar 1905, findet eine findet eir Gala- Fest- Vorstellung statt, deren Gesamt- Ertrag dem Zentral fomitee des Deutschen Roten Kreuzes für seine Tätigkeit in Südwest- Afrika und Ostasien zugeführt wird. Billetts sind schon jetzt an der Zirkuskasse sowie im Invalidendank und bei A. Wertheim zu haben. Preise der Pläße: Logenplak M. 20,-, Barlett M. 10,-, Balkon M. 8,-, I. Plaz M. 3,-, II. Platz M. 2,-. Alle Ermäßigungen sind aufgehoben. Hasenheide Neue Welt. Arnold Scholz. 108-114. Heute sowie täglich: 19832* Großes bayrisches Bockbierfest nach echt bayrischen Sitten und Gebräuchen. Georg Ehrngruber, Festwirt.. D'Oberlandler( 30 Mann in Nationalkostüm). Prinz Levy in Ahlbeck Nurnberger Bratwurst- Glöck'le Schwank in 3 Aften mit den Autoren in den Hauptrollen. Magnus Prinz Levy: Donat Herrnfeld. Prahidal, dessen Reisebegleiter: 30 bayrische Mad'In. Anfang: Sonntags Wochentags 7 Uhr. 4 Entree: Wochentags 30 Pf. Sonntags 50" Anton Herrnfeld. la Neue Welt. Anf. 8 Uhr. Billettvorverk. 11-2 Uhr. Passage- Theater. Anfg. d. Abendvorstellung 8 Uhr. Anf. nehm.Wochentg.5, Sonnt.3Uhr. Berliner Lufton Paul Lineke Kurzes Gastspiel der berühmten und das erstklassige Februar- Spezialitäten Programm mit dem Radrennen auf der Bühne 3 Robl- Arend. Sonntag, den 12. Februar, nad mittags 3 Uhr( ermäßigte Preise): Venus auf Erden und Radrennen Robl- Arend. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Die glückliche Gilberte Anfang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Das elfte Gebot. Sanssouci. Rottbuser Tor- Stat. der Hochbahn. Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger u. Tanzkränzchen. Jeden Dienstag und Mittwoch: Gesangskünstlerin Lucia Krall. Ferner die akrobat. Tänzerinnen Smeralda und Senitza, übertreffen alles, was bisher gesehen wurde. Jacques Bronn, Humorift, Bernardi prolongiert. 14 neue glänzende Nummern. Gustav Behrens SpezialitätenTheater, FrankfurterAllee 85. Freitag, den 10. Februar 1905: 20302 Kongreß der Dickleibigen. I. Preis: 75 M. II. Preis: 50 M. III. Preis: 25 M. abends präzise 71, Uhr: Elite- Abend! Gala- Programm und die glänzenden Spezialitäten. U. a.: Reu! Der Heldentenor zu Pferde, Mons. Cremo Hoffmann. Neu! Der Bernhardiner Hund als Kunstreiter! Neu! Clown Steffi mit sein.dressierten Tieren. Ferner: Die besten Kunstfräfte, Damen und Herren, in ihren Glanzleistungen, sowie Direktor Albert Schumanns neue u. moderne Dressuren. Um 92 Uhr: Einzig da stehender Erfolg! Die große Schumannsche mit feenhafter Pracht inszenierte Ausstattungs- Pantomime Täglich: Stettiner Sänger Anf. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Billetts zu den numer. Plägen find stets 8 Tage usqvý neлagaog Otto Pritzkows Abnormitäten- Ausstellung Münzstraße 16. Täglich Borstellung Die Riesin Ilona, 485 Pfd. schwer, Eine Nordlandreise. die schwerste Dame, die fe gelebt. Im Strahle der Mitternachtssonne. Medizinische Rätsel, Komisch phantastische Pantomime in 7 Akten. Besonders hervorzuheben: anatomische Wunder. Riesen! Zwerge! Der märchenhaft schöne weiße Akt. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Benefiz für den Regiffeur C. Reich: Der Bucklige oder: Die Macht der Arbeit. Schauspiel in 4 Aften von Scheiden. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Ball. Lustspielhaus Täglich 8 Uhr: Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. In den unteren Sälen jeden Abend: Bockbierfest. KONZERT. Der dumme Mar u. der fluge Hans. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Der Familientag. Fritz Steidl- Sänger. Sonntag nachmittags: Das Lumpengesindel. Bernhard Rose- Theater Gesundbrunnen, Badstraße 58. Heute Donnerstag: Einmalige Soiree des Zauberkünstlers Max Rößner. Sensationelles Neuheiten- Programm, u. a. Nößners Prophezeiung über die Zukunft. Anfang 8 Uhr. Kasseneröffn. 7 Uhr. Entree 30, Parkett 50 f., Sperrfit 1 M. Stadt- Theater Moabit Alt- Moabit 47/49. Gastspiel des Bernhard Rose- Theaters: Das Geheimnis der alten Mamsell. Schauspiel in drei Aften und einem Vorspiel von Carl Moßberg. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pi. Numer. Blaz 50 Pf. Sonntag: Das Geheimnis der alten Mamsell. Nach jeder Vorstellung im Kaisersaal: Tanz. Maxim Gorki, ber Dichter des„ Nachtafyl", wurde während der letzten Unruhen in Petersburg verhaftet. Das Schicksal des Dichters erregt das lebhafteste Interesse aller Kreise der Bevölkerung. Bir bringen daher unseren Lesern die Werke Gorkis in Erinnerung und empfehlen dieselben einer freundlichen Beachtung. Maxim Gorki: " " Kain und Artem 60 Pf. Warenika Olessowa. brosch. 1 Mt. Im Asyl für Obdachlose. 60 ( Ein wildes Mädchen) geb. 2 Das Opfer der Langeweile 1" Ein sonderbarer Lefer Ein Individualist 1" Tschelkasch Bolesy ( Lied vom Fallen) Gesunkene Leute brosch. 1 Der Bagabund. brosch. 1 geb. 2 Das Ehepaar Orlow brosch. 1 geb. 2 Der rote Wasta. brosch. 1 Blaue" Funken. Palast- Theater vete Wastá Burgstr. 22, früher Feen- Palast. Vis- a- vis d. Börse, 2 Min. v. Bhf. Börse. 8 Uhr: Das grand. Februar- Programm. 91, Uhr: Novität! Der größte Schlager: Die Geschichte Bäckergesellen Wie man Weiber fesselt. De Militär- Gesangsposse von Reiflingen, Verfasser von Mutter Gräbert", Onkel Cohn", Wie einft im Mai". Anfang 8 Uhr. Borher Konzert von der großen Haustapelle. Entree 50 Pf. Die Vorstellungen finden trotz der Ausstellung allabendlich statt! Vorzeiger dieser Annonce zahlen wochentags die halben Kassenpreise! Freitag: Elite- Abend: Der Hüttenbesitzer. Skala- Theater. Linienftr. 132( a. d. Friedrichstr.) An der Grenze, oder: Verschlafen. Bosse mit Gesang in einem Aft. Großer Boxer- Kampf fowie 30 internat. Spezialitäten. Anfang 72 Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. • • • geb. 2 # " " " " " " " geb. 2" brosch. 1 geb. 2 eines brosch. 1 geb. 2 Das Nachtasyl brosch. 2 geb. 3 Wir machen unsere Leser noch darauf aufmerksam, daß soeben der neue Katalog unserer Buchhandlung erschienen und gratis zu haben ist. " • • Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68, Lindenstr. 69, Laden. InventurAusnahmepreise! Reichgestickte Deutsche Konzert- Hallen. WINTERGARTEN Portièren An der Spandauer Brücke 3. Täglich: Großes Urbock- Jubelfest. Internationale Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Kellers Festsäle, Koppenstr. 29. Heute sowie jeden Donnerstag: Grosse Soiree von Horsts Norddeutschen Sängern. Avis! Sonntag den 19. März ist der Saal für grössere Vereine noch frei. 2048L Das großartige Februar- Programm. Volksgarten- Theater Carl Weiß- Theater. Sehen ( früher Weimann). Sonnabend, den 11. Februar 1905: Hören Staunen Maskenball des Gr. Frankfurterstr. 132. Täglich 8 Uhr: Geld und Name. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Kindervorstellung. Hänsel und Gretel. Sonntag, nachm. 3 Uhr( Parkett Theater- Abend. und weiter empfehlen. Rauchklubs ,, Borussia".60 B) 3. legtenmal: Senta Wolfsburg. Anfang 8 Uhr. SAHARET und die ausgezeichnet. Kräfte d. neuen Februar- Programms. 18921 Die Dekoration ganze ( best. aus 2 Flügeln u.1Querb.) in Plüsch... 885( Wert 16,00) in Filztuch. 485( Wert in 7,50) 9,00) schwer. Wollserge 525( Wert in Viktoriatuch. 825( Wert 13,50) 18,00) in hell seidenart. Empire 1025( Wert Teppich- Spezialhaus Victoria- Brauerei Emil Lefèvre Lützowstr. 111-112, Heute 8 Uhr: Berlin Oranienstr. 158. S. Nach auswärts per Nachnahme. Tanzkränzchen. Inventur- Extraliste gratis Montag u. Freitag: Nordd. Sänger. und u. Katalog mit ca. 600 franko. Sozialdemokratischer Wahlverein Deutscher Donnerstag, 9. Februar, abends 8 Uhr, für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Holzarbeller- Verband finden in Berlin und den Vororten 21 Volks- Versammlungen in folgenden Lokalen statt: 1. Kreis: Frankes Festsäle, Sebastianstraße 38/39. II. Kreis: Hofjäger- Palast, Hasenheide 52/53. III. Kreis: Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. IV. Kreis( Ost): Elysium, Landsberger Allee 40. Scheruch, Rüdersdorferstr. 45. IV. Kreis( Süd- Ost): Urania, Wrangelstr. 10/11. V. Kreis: Lipps( Brauerei Friedrichshain), Am Friedrichshain WI. Kreis: Berliner Prater, Kastanien- Allee 79. Weimanns Volksgarten, Badstraße 56. Eiskeller, Chausseestr. 88. Peters Gesellschaftshaus, Wiclefstr. 24. Boxhagen- Rummelsburg: Weigels Salon, Türrschmidt, Ecke Goethestraße. Lichtenberg: Kronprinzen- Garten, Frankfurter Chaussee 86. Pankow: Gesellschaftshaus Roczicki, Kreuzstr. 3/4. Weißensee: Vereinshans, Charlottenburgerstraße 150. Reinickendorf- Ost: Kirsch( Seepark), Marktstr. 1/2. Rixdorf: Viktoria- Säle, Hermannstr. 49. Thiels Festsäle, Bergstraße 152. Schöneberg: Obsts Festfäle, Meiningerstraße 8. Nowawes: Godglück, Priesterstr. 8. Tempelhof: Tivoli, Berlinerstr. 50. Tages- Ordnung: Die Revolution in Rußland. Referenten: Genossen Albrecht, Bebel, Dietz, Sonntag, den 12. 6 1hr: Verfammlung mit Frauen in den Arminhallen", Kommandantenstraße 20. Tages- Ordnung: Vortrag des Genossen Wermuth über: Frankreich am Ende des 18. Jahrhunderts". Nach dem Vortrage: Gemütliches Beisammensein. Eintritt frei. Garderobe 20 Pfennig. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 240/6 Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule Berlin Sonntag, den 12. Februar, nachm. 5 Uhr, im ,, Tempelhofer Tivoli", Tempelhof, Berlinerstr. 50: Vortrag des Gen. Krille über: ,, Heinrich Heine und seine Zeit". Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein u. Tanz. Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. 4/9 Kleber! Heute vormittag 10 Uhr, bei Wendt, Beuthstr. 20: Versammlung der Streikenden. 177/7 Die Verbandsleitung. Baugenossenschaft Freie Scholle" zu Berlin. E. G. m. b. H. Hierdurch laden wir unsere Genossen zu der am Sonnabend, den 25. Februar d. Js., abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Üfer 15, Saal 8 ordentlichen General- Versammlung ergebenft ein. stattfindenden Tages- Drdnung: 1. Geschäftsbericht des Borstandes und des Aufsichtsrats. 2. Geschäftsbericht des Staffierers und Vorlegung der Bilanz. 3. Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrats und Genehmigung der Bilanz. 4. Beschlußfaffung über die Gewinnverteilung. 5. Festjehung der Höhe von Spar einlagen und Darlehen. 6. Bahl des Vorstandes. 7. Ersazwahlen zum Auffichtsrat. 8. Statutenänderung:§§ 2, 11, 21, 22, 23, 28. 9. Erledigung eingelaufener Anträge. Anträge, welche eine Beschlußfassung erfordern, müssen spätestens am 15. Februar er. bei uns eingereicht sein. Die Bilanz ist in der Geschäftsstelle Chauffeestr. 7, I in der Zeit von 5-6 Uhr nachmittags, Freitags von 5-9 Uhr, einzusehen. Berlin, den 1. Februar 1905. Baugenossenschaft Freie Scholle" zu Berlin. E. G. m. b. H. Karl Quarder. Franz Lange. 105/10 Die Rüdzahlung des Guthabens an die per 31. Dezember 1904 ausgeschiedenen Genossen findet am Dienstag, den 28. Februar cr., in der Geschäftsstelle abends 6-8 Uhr gegen Rüdgabe des Quittungsbuches statt. R. Fischer, Goldstein, Grenz, Heine, Ad. Hof Beerdigungs- Verein Berliner mann, Kaliski, Ledebour, Liebknecht, Lipinski, Molkenbuhr, Schöpflin, Singer, Stadthagen, Stolle, Ströbel, Wurm, Zetkin, Zubeil. Da diese Versammlungen als Protest der Berliner Arbeiterschaft gegen die Greuel des Zarismus und als Sympathie- Erklärung für die russischen Freiheitskämpfer gelten sollen, erwarten wir, daß Mann für Mann erscheint. 209/3 Die sozialdemokratischen Vertrauensleute Berlins und der Umgegend. Achtung! Moabit. Achtung! Hausarzikasse„ Volkswohl" Moabit- Charlottenburg. Morgen Freitag, den 10. Februar, abends 8 Uhr, im Moabiter Gesellschaftshause, H. Peters, Wiclef: Straße 24 und Emdener- Straße 34/95: 1995b Volksversammlung für Männer u. Frauen Zimmerleute. Sonnabend, 18. Februar 1905: Masken Ball in den Gesamträumen d. Ballschmiederschen Etablissements, Badstr. 16. Anfang 8, Uhr. Ende? Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, der Tischler Johannes Röder am Sonnabend, den 4. Februar, plötzlich verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 9. Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Krankenhauses am Friedrichshain aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 79/5 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher Otto Hanel am 5. d. Mts. gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 9. Februar, nachmittags 4%, Uhr, von der Leichenhalle des neuen St. Paul- Kirchhofes in Plößensee aus statt. 111/14 Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Paul Schölisch am 23. Januar verstorben ist und am 27. Januar zur legten Ruhe gebettet wurde. 79/6 Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise der Teilnahme bei der Beerdigung unserer lieben Schwester Franziska Rasenack sagen wir allen Freunden und Be fannten, insbesondere dem Gesangverein Süd- Ost II unseren herz lichsten Dant. 20452 Geschwister Rasenack. Danksagung. Für die rege Beteiligung und die zahlreichen Stranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unferes guten Vaters, des Buyers Heinrich Hütcher sagen wir hiermit allen Freunden und Bekannten, insbesondere dem Gesang berein der Buzer, dem Verband der Maurer, Sektion der Puzer, sowie dem Sozialdemokratischen Wahlberein für Weißensee und Umgegend inferen herzlichsten Dank. 19885 Witwe Hütcher nebst Kindern. Danksagung. Für die Beteiligung bei der Beerdi. Kunze jage ich allen Verwandten, gung meines lieben Mannes Franz Um 12 Uhr: Demaskierung. Nachdem: Grosse Kaffeepause. Eintrittskarten a 50 Pf. find bei folgenden Komiteemitgliedern zu haben: H. Girte, Waldemarstr. 49, part.; C. Mahn, Eisenbahnstr. 31, II; Bofteur, Stettinerstr. 56, 1. Querg. II.; Sahn, Usedomstr. 10, 1. Stil. II. Schiller, Wrangelftr. 56, part.; Schwanz, Stolonieſtr. 3/4, of III; Mathesius, Bubenerstr. 53; Seidel, Derfflingerstr. 20; Götting, Rüdersdorferstr. 12, II.; außerdem bei den Mitgliedern Hrn. Bandelow, Freunden und Bekannten meinen Langeftr. 13, i. Restaurant, Brunzel, Wilsnackerstr. 61, Stfl. III; Schacht, herzlichen Dank. Prenzlauer Allee 209 a, Milchgeschäft. Abendkasse findet nicht statt. 19976 Das Komitee. Deutsche Spirituosen- Ausstellung Thema: Bietet die physikalisch diätet. Heilmethode( Naturheilmethode) in ihren Anwendungsformen für den Arbeiter Vorteil und ist dieselbe vom Arbeiter durchführbar? Referent: Dr. med. Ernst Burchard. Freie Diskussion! Es gilt für die Arbeiterklasse in dieser Bersammlung zu erscheinen, um Klarheit in auf diesem Gebiete zu schaffen. Der Vorstand. J. A.: Otto Hagen, 1. Bors., Rostockerstr. 21. BERLIN 1905 vom 1. Februar bis 28. Februar 1905 geöffnet von 10 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags Berlin, Palast- Theater Burgstrasse 22. Eingang Wolfgangstrasse. Eintrittspreis 50 Pf. Adtung! Brauerei- Handwerker. Adtung! Zentr.- Verband Dachdecker Bekanntmachung Orts- Krankenkasse Sonntag, den 12. Februar 1905, nachmittags 3 Uhr: Gr. öffentliche Versammlung der in Brauereien beschäftigten Handwerker, Maschiniften und Heizer im Geschaftshaus", Engel- Ufer 15( Saal 8). Tages Ordnung: 1. Wie regein wir unsere Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Brauereien? 2. Wahl einer Kommission. 3. Berschiedenes. Kollegen: Es liegt in Eurem eigenen Interesse, für den Besuch dieser Berjammlung recht rege zu agitieren und alle, Mann jür Mann dort zu erscheinen, feiner darf fehlen. 41/3 Der Einberufer. Genossenschaftsbrod SchutzMarke Filiale Berlin. Am Sonntag, den 12. Februar, vormittags 10 Uhr. bei Feind, Weinstr. 11: 54/ 3* Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Anstellung eines Beamten. 2. Ander Orts Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker. Die von der Generalversammlung bom 14. November 1904 beschlossene erste Abänderung zum Statut: Im§ 1 des Statuts wird das Wort Patentanwälte" gestrichen" 19895 der Maler. Montag, den 13. Februar 1905, abends 8, Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Ausserordentliche 20442 Die trauernden Hinterbliebenen Antonie Kunze nebst Familie. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau Anna Jendrzynski fage ich allen Berwandten, Freunden u. Belamuten meinen herzlichten Dant 20472 Der trauernde Franz Jendrzynski. Rauchfleisch von jungen Schweinen felt... durchwachsen 9 Pfd. nur M. 7.9 Pid. mur M. 8.9 Pfd. nur M. 9.bersendet franko per Nachnahme trag Stuter, die Versammlungen hat durch Beschluß vom 17. Januar General- Versammlung verjendet für fernerhin an Sonntagen ab- b. 3. die Genehmigung des Bezirkszuhalten. 3. Neu- bezw. Ergänzungs- Ausschusses erhalten. wahlen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Die Ortsverwaltung. PrinzenDr. Simmel, Str. 41, Spezialarzt für 72/ 7* Haut- und Harnleiden. 10-2,5-7. Sonntags 10-12 2-4. 105/ 8* Neue Berliner Genossenschafts- Bäckerei, E. G. m. h. H. Reinickendorf Ost, Wilke- Strasse 62, empfiehlt ihr garantiert reines Roggenbrot! Durch vollständige Neu- Einrichtung unseres Betriebes entspricht derselbe allen Anforderungen der Hygiene und können wir deshalb unsere Bäderei als die sauberste Berlins bezeichnen. In nächster Zeit gestatten wir gern jedermann die Besichtigung unserer Räume. Bir bitten genau auf unsere Schußmarte zu achten, mit welcher jedes Brot versehen ist. In allen Geschäften, welche unser Brot verkaufen, hängen unsere Blafate aus, auf welchen ebenfalls die Schuhntarte ist. Der Vorstand. Der Vorftand. R. Nürnberg, H. Philipsohn, Borsitzender. Schriftführer. Andreasgarten. Andreasstr. 26. Andreasstr. 26. Allen Freunden und Bekannten empfehle meine Räumlichkeiten zu Bersammlungen und Festlichkeiten. Anerkannt gute Speisen ut. Getränke. Kegelbahn. Fremdenlogis. Mittagstisch von 60 Bf. an mit Bier. 20462* Fr. Merkowski. Heute abend: Frische Blut- u. Leberwurst. Masken- Garderobe von 16712* der Delegierten. Tages Drdnung: 1. Ersakwahl von zwei Vorstandsmitgliedern( Arbeitnehmer). 2. BeRauchfleischJguaz Meißner, Versand, Regensburg. schlußfaffung über die Bereinheit Hühner, 1904er grantiert, befte den Gewertstrankenverein. Steferent lichung der Krankenkontrolle durch Enten, Tauben, verkauft reelst Herr Koblenzer. 19725 Der Vorstand. Rheumatismus Gicht, Gliederreißen, Nerven schmerzen, Hüftweh etc. verschwinden nach kurzer Zeit durch äußerlichen Gebrauch von ,, Electricum" etherisches StiefernadelWaldwollöl). 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Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Kaul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 34. 22. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 9. Februar 1905. Für die streikenden Berglente des Ruhrreviers gingen weiter bei dem Unterzeichneten ein: " 1 * * 4 " Berliner Gewerkschaftskommission Engel- Ufer 15, vorm. 9-1 und Weitere Beiträge werden entgegengenommen im Bureau der nachm. 4-8 Uhr. Für Berlin sind die Gelder, welche mittels der Post eingehen, an A. Körsten, Engel- Ufer 15, zu richten. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. Berichtigung. In Nr. 32 des Vorwärts" muß es heißen: Person. d. Buchdr. 5. S. Hermann, 3. Rate 194,75, darunter. F. 1. D. 3,-, B. J. 3,-, Dr. 3. 3,-. Ferner muß Tischlerei Koch 8,50 nicht Memelerstr., sondern Eldenaerstr. 23 heißen. Berliner Naturheilverein II. Freitag abend 82 Uhr im Gartenfaal des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 11/12. 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Lotterieklub Süd- Ost, Hamburg, in der Expedition des Hamburger Echo" eingegangen, 5. State dam- Spandau- Osthavelland 200,- Wolgast i. P., gef. von Barteigenossen vom Maskenb. 4. 2. 16,35. Durch R. G. von 11 Hülfsbereiten, darunter 4000,- Rostoď, durch die„ Mecklenburgischee Boltsztg." 400,-. Leipzig, übers. durch D. P. 21,95. Alt- Warthau i. Schl., von Steinmegen 25,25. Dr. Karl Federn 3,- Mar H. 20,-, Dtt. 2. 6,-, Emil S. 1,-, M. G. 1, Leipziger Boltszeitung", 7. State 600,- Desgleichen, 8. Rate 800,- Bayreuth, von der Bayreuther Arbeiterschaft 250,-. Falkenberg( Oberschl.) insgesamt 47,-. Bäckermftr. S., Pappel- Alee 10,-. Geburtstagsfeier Chemnis, durch die Expedition der„ Boltsstimme", 5. State 800,-. Des 10,-. Johannisthal b. Berlin, Gesangv. Liederfreunde" bei einem Eisbein Krause, Voltastraße 4,50. Schafstopf, Badstraße 1,94. Gewerkschaftskartell gleichen, 6. Rate 800,- Brandenburg a. H., durch die„ Brandenburger Effen ges. 9,-. Bamberg, freie Gewerkschaften und Gen., 3. Rate 100,-. Bernau, darunter 50 M. Bahlstelle Zentralb. d. Bau- Hülfsarb. Bernau, Zeitung" 200,- München, Sammlung der Münchner Post", 4. Rate Gr. Rhüden a. H., K. P., Bigarrenarbeiter, 2. Rate 12,- Duderstadt, v. 3. Rate 100,- Lifte 2476/77, durch Fricke nachgetragen 3,30. Textilarb.600,-. Stöln a. Rh., in der Expedition der Rheinischen Zeitung" ein- d. organisierten Handschuhmachern, 2. Rate 10,-. Fürstenwalde a d. Spree, Verb., Filiale Rummelsburg d. Liebig 50,-. Lifte 7185, Zwirnau 35,25. gegangen, 5. Rate 2930,-, Breslau, gesammelt durch die Redaktion der v. Gewerkschaftskartell auf Listen, 6. Rate 100,-. Bernau i. M., v. Orts Tischlerei Eisenbahnstr. 36b, 3. State 8,- Rifte 8225, Pianofabrit " Bollswacht", 5. Rate 200, serein der Handschuhmacher 10,-. Schöneberg, Verein der Bimmerer, Dreyer u. Co. 10,50. Nachmittags- Schafkopf b. Siegel, Megerstraße 5,86. Berlin, Wahlfreise: 3. Kreis 500,-( darunter Listen: 3017, Bahlstelle Westen u. Schöneberg 27,- Selmsdorf, 7. medlenb. Reichstags- Liste 4664 11,20. Liste 7665, Tischlerei M. H. Wagner, 2. Rate 32,50. Bon Firma Heimschutz 8,45; 3032, gesammelt bei Körner u. Proll 9,70; 3128 28ablfreis 40,60. Rostock, amerit. Auktion v. Metallarbeitern 6,50. Halber- den elenden und vaterlandslosen Frauen u. Meisterin d. Arbeitsstube Janezli und 3135, U. Wohlfarth u. Co., 2. Rate 28,85; 3155, Moosdorf u. Hoch- stadt, Verlag u. Redaktion des„ Arbeiter- Radfahrer" 80,75. Charlottenburg, 5,25. Lifte 2309, Robert Arnold 3,- Von drei aus der Prinzenstr. 50, häusler, 2. Rate 27,85; 3288, Maurer vom Dombau, 2. Rate 16,80; 3393, N. N. 30,- Darmstadt, Gruppe jüdisch- nationaler Studenten aus Ruß- 2. Rate 2, Lifte 5595 13,40. Bildh. u. Stuftat. Ebus u. Maier, Bau Werkzeugbau S. u. H., Saal 31 u. 31a 15,65; 3414, Tagschneider von land 21,75. Mariik, Arbeiter- Turnverein 7,50. Steglit, Genoffe Nonnend. 16,50. Tapezier von Karewsti 4,-. Liste 2799, Badhaus 8,80. Liste Beef u. Cloppenburg 10,95; 3523, 3532, 3534, gesammelt durch N. 31,10; H. Fler, Malermeister 5,20. Wilhelmsruh an der Nordbahn, Steinträger 4250, d. Hamann 9,50. Bentralverb. d. Glaser, Zahlst. Berlin, auf Listen: 874 3528, gesammelt durch Raspe 18,15; 3531, Tischlerwerkstatt Teichert, Memeler- b. Bau Bahlmann 3,35. Weißensee, Polierer der Möbelfabrik Schirn 15,- 12,-, 875 10,-, 876 6,-, 5401 5,50, 5403 20,-, 5404 15,55, 5405 7,91, 5406 4,25, ſtraße 40 11,75; 3801, General- Agentur Matiste, Charlottenstraße 22,60; Belten i. M., durch A. P. 72,-. Ronsdorf, Wahlkreis Lennep Remscheid: 5408 5,60, 5409 9,30, 5410 10,85, 5411 13,70, 5412 11,-, 5413 2,25, 5414 3542, Telephontischler von Beder 17,30; 3553, Tarameter- Gesellschaft durch Mettmann, durch den Kreis Vertrauensmann 400,- Halberstadt, sozial 4,20, 5417 19,80, 5418 6,25, 5419 10,50, 5421 8,75, 5422 1,- 5423 11,95, Roges 11,70; 3820, gejammelt in der Heilstätte Beelik B. I. durch Neuper demokr. Bartei u. Gewerkschaftskartell 500,-. Cöthen, 2. anhalt. Wahlkreis, 5425 8,60, 5426 2,-, 5429 11,60, 5430 7,30, 5431 10,- 5433 5,40, 5434 22,80; 3716, 3717, durch Gillhausen 18,20; 3718, Privat- Theater- Gesellschaft Bezirk Cöthen, 3. Rate 100,- Mittweida, vom Gewerkschaftskartell 100,- 8,25, 5437 6,90, 5439 14,60. Liste 6903, Firma Rud. Krüger 17,30. Amor II" durch Gillhausen 5,45; 3719, Personal der Firma Franz Wild 13,55). Stalfberge i. M., Rauchklub Glück auf" 10,05. Pankow, Einfeger v. Bau Liste 5216 8,- Lifte 8224 8,35. Angestellte der Innungs- Krankenkasse der 4. Kreis( Süd- Ost), auf Listen gesammelt, 3. Rate 1000,-( darunter: Ebert 5. Bormann 6,05. Neustadt( Oberschl.), sozialdemokratische Partei Tischler, 2. Rate 20,-. Kegelklub Simpatika" d. Lehmann 10,-. Werkstatt Hermann, Stalizerstr. 100 9,50; Listen 6270 und 6271, ges. durch durch d. Vertrauensmann, 2. Rate 47,70. Mehr eingegangen auf Londoner Bentalverband der Schmiede auf Listen: 948 37,15, 949 14,10, 951 13,35, Pezold, dar. von der Konfektions- Werkstatt H. Braun 7,80; 6635, gej. b. Ched 1,60. 953 16,30, 955 7,35, 957 25,30, 1231 Schmiede von Lange u. Gutzeit 14,65, den Tapezierern und Tischlern bei C. Bohl 11,-; 6604, gef. d. E. Wegener Summa 21 218,35 M. Bereits quittiert 158 776,96 M. Im ganzen 1233 Gebr. Siemens, Salzufer 14,05, 1235 10,85, 1238 15,90, 1240 20,-, 1241 Firm. 7,95; 6509, Roi Nieles, Breßluft- Abt. 13,70; 7460, J. C. Pfaff, Tapezierer 179 995,31 M. Sentier außer Einem 10,55, 1247 15,20, 1248 11,30, 1249 12,50, 2507 7,95, Werkstatt 17,05; 7047 7,15( dar. Neumann, Kottbuser Damm 1,-); 6543, Berlin, den 8. Februar 1905. A. Gerisch, Lindenstr. 69. 2508 11,-, 2509 Firma Flach u. Callenbach, G. m. b.. 7,70, 2510 Koll. d. Firma Nähmaschinenarb. vormals Frister u. Roßmann 14,05; 7014, Deutsche Boß 10,75, 2514 5,70, 2516 25,45, 2517 12,95, 2518 10,-, 4917 10,65, 4918 15,25, Telephonwerke, Saal III, 2. Rate 27,-; 7470, Tischlerei Georg Kuhnert 4920, Kollegen d. Firma Voß 7, 4921 15,80. 7516, Aufzugfabrik von 11, 6505, Tischlerei Prächtel, Boedhstraße 6,65; 6612, Mechanische Werkstatt Auerbach 9,80; 6501, Werfftatt Crell, Boedstr. 25 7,40; 6613, Mechan. Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen folgende Bei- Tenner, Neue Königst., auß. 2. u. 1. Sch. 14,10. 7523, Deuzer Motorfabrit 71,85. 7524 13,30. Werkstatt Auerbach 23,75; 6679, Buchdruckerei Otto Lange 9,-; 6662, träge ein: Summa 472,30. Davon a fonto verrechnet 200,- Zu verrechnen Rahmenfabrik Beck u. Wolf 11,15; 7005, Petersdorf 10,95; 6292, Näh- D. S., 4. Rate 1000,- Aus dem Leserkreis der Beit am Montag", 272.30. Summa 7014,81 M. Bereits quittiert 86 935,92 M. maschinenfabrit Nothmann, Tischlerei Berlin u. Umgegend 9,55; Rauchklub 1. Rate 454,50. Bentralis. Lederarbeiter, Berlin I, Weißgerber und Färber, Im ganzen 93 950,73 M. „ Gemütlichkeit"( Süd- Ost II) 10,-; 7427, Bau Memelerstr. 13/14 4,20; 2. Rate 250,-. Bon deutschen Kupferschmieden u. Maschinenb. in Lands6565, Pianofabrit. Hoffmann 21,-; 6695 u. 6696, gej. Sabelwerte Ober- frona in Schweden 26,15. Lifte 7723, Fr. Lichtenberg, Markthalle V, Spree", Saal B 31,30; 7649, gej. bei Klopsch, Faldensteinſtr. 38 5,50; 7453, Std. 117/18 8,-. Liste 5475, Buchdr. Eugen Wertheim, 2. Rate 7,75. Amelung, Faldensteinftr. 44 6,45; Sparverein Fester Wille" 10,- 7706, Familie D. 3,05. 33 Jahre 3. Geburtstagsf. Grünberg, Esmarchstr. 17 Arbeiter der Firma Frieß 6,65; 6521 5,10; Tischlerei Neumann, Eisenbahn- 3,-, Arbeiter d. F. Lubszynski u. Co., Elisabethstraße 5,-. Drei Stutta ftraße 3,-; 7070 9,60; 6012, Anilinfabrit 11,15; 7328, Schraubendreherei teure, Gorau 3,-. Lustige Runde b. Th. Sch., Stromstraße 5,-. Bautischl von Frister u. Roßmann, 3. Rate 11,25; 7326, Anilinfabrit Treptow, gef. bei Walther, Tegel 9,- Verzichtleistung d. Stammg. auf Gratis- Bockbier durch Thäden 9,80; Anglerverein Freundschaft" durch Scholz 15,-; 7307, d. M. Behrend, Aderstr. 133 9,05. Gem. Biertisch, Frankfurter Allee 14 gesammel durch Albert 6,10; 7688, Werkstatt Bribbenow, Görlizer durch F. Schrader 6,05. Solidarität, Münster in Westfalen 17,20. ilfer, 2. Rate 12,40; 7796, Neumann u. Bunar, Laufizerplab, Bentral- Berband der Töpfer, Filiale Neuenhagen 13, S. Cohn 10,05. 2. Rate 33,50. Bereits abgeliefert 3000,-, mit Vorstehendem 4000,-). Hübscher, Hennidendorf 9,53. Besichtigung der Katakomben bei Rest. Nt. S. 4. Streis Dit 1400,-( darunter: Töpfer Bau Truds 17,50; Möbelfabrit Sillad, St. Markusstr. 16/17 6,50. Gef. auf einer Vorturnerstunde in Tegel Belder u. Plathen, 2. Nate 30,50; desgl., 3. Rate 34,40; Batienten der Er- 7,40. Maskenb. d. Schmiede, v. Bärenführer, Tegel 4,-. Konrad Sch. holungsstätte v. Roten Kreuz 3,65; Pianomechanik- Fabrit C. Köhler, 2. Rate 3,50. Giftküche A. E. G., Schlegelstr., 2. State 3,81. Liste 5911, C. P. 37,05; Fabrit Sudifatis 41,25; Möbelfabrit Modern 16,20; desgl. J. C. Pfaff Goerz, Friedenau, Abt. Stettler 53,25. Hochzeitsfeier Naunynstr. 4 1, 21, Tischlerei Bach u. Söhne 9,50; desgl. Hyan 9,65; desgl. Stößler u. Liste 7345, S. u. H., Saal 33 27,55. Liste 7344, Turbinenbau A. G. G., Schmidt, 2. Rate 16,15; Dobrowsky u. Barich, 2. Rate 11,50; Möbelfabrit. 4 12,45, Lifte 7544, Urb. b. Alb. Schöning, 3. Rate 6,30. Lotterieklub Böhler u. Schwat 15,60; Maschinenfabrit C. Flohr, Chausseestraße, Glüdauf" u. Gäfte b. Abraham 3,10. Meister u. Tapez., gej. b. J. Weigt, Dreherei II 43,60; Ausbau Borhagenerstraße 29 Maurer und Arbeiter Landwehrstr. 7,50. Liste 2611, Modelltischler b. Borsig 29,25. Lifte 7742, außer 2 Maurern, 1. Rate 10,80; desgl., 2. Rate 8,55; Vorstandssizung der Naucksche Buchdruckerei, 2. Rate 9,15. Liste 7982, Etuifabr. Weber, 2. Rate Sjolierer und Rohrumbüller 7,55; von sämtl. Arbeitern der Firma Stern, 13,40. Rifte 7193, Stammfabr. Franke u. Bahn 5,25. Theaterver. EinigSeliger u. Co. 24,30; Hülsenbed u. Stroll, 4 Treppen, Bierprozente 3, feit", Borndorferstr., 2. Rate 3, Lifte 3958, Rauchfl. Freie Bahn" 5,40. Ueber den Brand des herzoglichen Schlosses in Altenburg entMöbelpolierer v. Klug, Warschauerstraße 14,20; Liften 4506 15,15; 5576 Liste 7474, Mir u. Geneft, Saal 117, Schraubendr., 3. Rate 22, nehmen wir einem Bericht der L. N. N." noch folgende Einzelheiten: 5,15; 5903 23,85; Telegraphen- Bauanstalt F. Schuchardt, Saal Gante, Lifte 7475, Maskenb., Lotterieft. Hoffnung" 8,- Lifte 7561, Person. 3. Rate 26,95; Stodfabrit Rezlaff 8,55; Hüller, Stochhannstr. 22 3,45; d. Buchdruckerei 2. Borchardt, 3. Rate 10,85. Bauanschl. b. A. Schröder In der Nacht auf Dienstag gegen 4 Uhr bemerkten revidierende Familienzirtel 1900 10,-; Arb. b. 2. Frize, Rummelsburg 7,85; Lotterie 8,10. Liste 5170, Hoffmann u. Schröder, Ritterstr. 9,75. Tischl. Hofangestellte, daß der Kirchensaal des Residenzschlosses von dichtem berein Gesellige Brüder" 5,-). 5. Streis a fonto Listen, 2. Rate 1000,- b. Bfannschmidt, Königsbergerstraße 6,55. Dstar Gläser 15, Rauche erfüllt war. Es wurde sofort Alarm geschlagen und ( darunter Lifte 12 013 durch Nösner 14,45; 12 015 durch Krause von der Liste 7241, Rüben u. Buhse, Schraubenfabrit, 2. Rate 24,75. 7242, desgl., die Schloßsprize in Tätigkeit gefeßt, bis es möglich war, dem Firma Köhler 18,70, 12 027 Firma Küster 9,05; 12048 Auktion Rathaus- Saal 19, 21, 22 16,-. 7243, desgl., faff. d. Koll. Wilfe, Saal 16 16,70. Stauche Abzug zu verschaffen. Infolge des Zutrittes frischer feller 17,75; 12 025/26 Ang. Elektrizitäts- Gesellschaft, Schiffbauerdamm 56,30; 7244, besgl. 16,40. 7245, besgl. 17,05. Liste 7493, Kegelab. d. Murmelriege Luft brachen nun überall aus dem Fußboden die hellen Flammen 12 061 Bohrer der Firma Lerow 11,30; 12063 Berl. Privat.- Telephon- Ges. B. T. C. ut. Bataill. Einigkeit 8,05. Firma Lerm u. Ludewig 10, 15,- 12 065 Schraubendreher Siemens u. Halske B. 2. 16,-; 12 081 Tischl. b. Neumann, Weidenweg 8,20. Zentralverb. b. Maurer, 8weigverein hervor, die in der Holztäfelung des Saales reiche Nahrung fanden. Da Ges. durch Blankenſtein 13,55; 12085 Bau Töpfer, Sprengelstraße 13,50; Berlin, auf Listen 4599 9,85, 4600 7,75, 4148 10,70, 4152 9,05, 4144 9,90, gegen 5 Uhr noch keine Möglichkeit vor 12 086 Herrenabend durch Herzberg 13,55; 12 217 Neu- Wäscherei Höchst 2905 5,50, 2904 12,65, 2906 5,50, 2903, Bau Pestalozzistr, 64, Charlotten handen war, den Brand zu löschen, wurde auf des Herzogs Befehl 42,50; 12 302 40,15; 12 509 Möbelpolierer von Stern, Krautstr. 4 12,05; burg 21,25, 2909 13,80, 2902 8,80, 2908 7,95, 2907, 8,35, 2910 9,20, eine städtische Sprize alarmiert und auch gestürmt". Nun wurde 12 519 Personal der Mufitwerke K. Heilbronn u. Söhne 21,50; 12 520 Tanz 2901 27,65, 2959 11,65, 2961 4,50, 4168, Zweigverein Beelik, beim man, da man das Feuer mit zwei Schlauchleitungen angreifen fchüler von Eugen Favilla 11,30). Winterbergnügen 32,40, 2931 14,35, 2930 9,30, 2929 10,95, 4217 3,65. fonnte, des Feuers bald Herr. Nach Löschung des Brandes sah man Berlin, Diverse: Buchdruckerei Horn u. Rasch 3,50. Rahlstelle Liste 4212, Personal d. Firma Bernh. Kacs 15,45. Lifte 4216, Bau Bogall erst, welch großen Schaden das gierige Element angerichtet hatte. Besten des Vereins der Maurer 10,-. Reichstagsfitung 4,-. Dreizehn u. Martin, Rigdorf 16,65. Liste 4208 8,35. Lifte 4209, Thielebier Bauten Die an der Wand hängenden kostbaren Gemälde waren bis auf Hülfsarbeiter vom Vorwärts", Werkabt. 5,- Aust, Grünauerstraße 1,30. 14,50. Lifte 4142, halbe Lifte 4,25. Liften 2997 11,90, 4207 8,75, 4206 13, einen wertvollen„ Cranach", der indes stark beschädigt ist, völlig verArbeiter- Radfahrerverein Berlin 10,-. M. S. 3,- Liste 3430( 3. Berliner 4227 15,40. Lifte 4191, Bau Mittag, Schöneberg, Ebertstraße Ede Feurig Streis) 12,40( dar. v. Bildhauern v. Böttcher, 3. Rate 10,30). Tischler der ftraße 21,10. Listen 4193 16,85, 4181 12,25, 4189 14,45, 4186 8,60, 4196 brannt, ebenso die Möbel. Firma E. E. Lehmann, Wilhelmstr. 40 a, 1. 28ochenrate 3,-. Statflub 6,55, 4194 6,15. Lifte 4183, Bau Torgau, Französischestraße 8,15. Listen Dove Neune" 3,84. Tischler u. Polierer, ausschließlich der Tapezierer, bon 4190 14,25, 4150 9,10, 4147 8,80, 4151 4,40. Liste 4134, Gef. auf dem Schul- sozialdemokratischen Flugblatt wurde die Mahnung an die Wähler, Heiteres aus der Wahlbewegung im Hofer Kreise. In einem Eberhardt 8, Rote Hochzeit, Sparrstr. 13 10,- May F. 3,- Ges. bau Pantstraße 8,70. Lifte 2993 16,40. Liste 2917, Bau Nonnendamm 25,40. nicht für den bürgerlichen Kandidaten zu stimmen, mit dem bevon den Philosophen 20,05. Rauchflub Abguß" 5,05. A. u. A. S. 3, Lifte 2916, Neubau Waisenhaus Charlottenburg 9,30. Lifte 4132 5,70. Turbinenfabr. A. E.-G., Abt. Q 5,35. E.., Kaiser Wilhelmstr. 5, Rot- Liste 2964, H. Mestchen 4,45. Listen 2963 7,05, 2962 8,20. fannten Sprichwort geschlossen: Nur die allergrößten Kälber täppchen 1,-. Töpfer Bau Frohmann, Reinickendorferstr. d. Meinte 8,50. Verband der Wlaschinisten u. Heizer, Ortsverwaltung Berlin, 1. Rate 100,-. Wählen ihren Metzger selber. Da nun der Bauernbundskandidat Tischfabrit B. Segall 6,50. Turnverein Fichte" 200,-. Klaviaturfabrik Verb. d. Wäsche. u. Strawatten Arb. auf Listen 2120 14,75, 4234 21,40, gelungenerweise Megger heißt, wurde der Führer des Bauern Buchholz 20,30. E. u. Kt. durch 3. 9, Neubau der Sezession 20,85. Bild- 4287 8,-, 4239 9,35, 4241 6,70, 5360 8,55, 5361 9,60, 5363 5,10, 5367 7,80, bundes, ein Herr Recleben, fuchsteufelswild und antwortete im hauerei v. Rohde 6,75. B. d. Bauarb. d. Baues Thomafiusste 14/15 10,65. 5369 8,50, 5938 6,40, 5941 26,20, 5944 12,50, 5953 10,60, 5949 8,75. Hofer Amtsblatt wie folgt:„ Wenn mich die Herren Sozi laut ihres Amerif. Auktion auf Geburtagsfeier St. Neumann, Tilsiterstraße 80 4,91. Lifte 7194 Deutsche Telephon- Werke, Saal 10, 3. Rate 32,- Lifte 4936 Wahlaufrufs indem ich einen reichstreuen Abgeordneten wähle Tapeziererwerkstatt C. Prächtel, 3. Rate 12,20. Pomeranzentisch Alte Jakob- Lichtdruderei Gebr. Dehhle u. Wagner 25,25. Liste 4942 Graphische Gesellstraße 5/6 4,35. Kindtaufe eines Proletariers, Putbuserstraße 4, fchaft 26,10. Möbelpolierer b. Dirschleit u. Co., 3. Rate 24,70 Riften 3 u. 4 für ein großes Kalb halten, läßt mich das falt, logischerStammtisch Erdmann, Schönhauser Allee, 3,40. Bei einem Geburtstagsf. Arb. d. F. Speirer 63,30. Lifte 5 Bauschl. b. Göbel u. Wiedemann weise müssen sie sich dann doch einige Stufen höher stellen, ges. im Rest. Buchmann v. Gesangv. d. Möbelpolierer 6,85. Von den Bau- 20,05. Liste 8 d. Bäder 25,50. Liste 9 d. Kluge 11,70. Liste 11 und die höhere Potenz von Kalb ist bei uns Bauern bekanntlich der anschlägern v. Berlin, u. Umg., 1. Rate, 100,-. Von der Unterstützungs- d. Sentel 11,30. Liste 17 Bodenleger b. Stuhnert u. Kühne 29,25. Brummochs, und wenn sie einmal laut des Wahlaufrufes in das vereinigung der Puzer v. Berlin u. Umg. 100,-. Von den Stuftateuren Liste 20, Maurer Bau Hauptstraße 111, 10,05. Lifte 26 durch Voigt 7,10. Tierreich hinabsteigen, so hat der liebe Gott auch noch anderes Viehund Spannern der Firma Damrich 4,50. Chemigraphen aus St. Petersburg Lifte 38, Bautischl. b. Reddemann, Schöneberg 31,75. Liste 41, Bautischlerei zeug geschaffen, als da sind: Schmarozer, Blutegel und anderes 25,60... 1,-. Lederwarenfabr. H. Lewy, Ritterstr., 2. Rate, 30,-- Wegner, außer 2 aus Nowawes 36,-. Liste 5701 d. Beyerling 3,15. Liste Geschmeiß. Die Herren Sozi zitieren das Sprichwort von den Lefes und Distutierklub Nordkante" 10,- Werkabt. Borwärts", 2. Rate, 4533, Bau Bellealliancestr. 3 15,30. Malerwerkst. Borderberg u. Sellge 5,55. 25,- Liste 10833( 6. Str.) 6,95. Elfte Männerabt. d. Turnver. Fichte" 10,- Stafflub Alt- Heidelberg 5,-. Malerwertstatt, Neue Königstraße 33 4, größten Kälbern; nun, wir Bauern haben auch noch andere SprichStreichsaal K. W. D., 2. Rate, 5,-. Tapezierer und Näherinnen v. Jatob Listen 970, 973, 7961, 7962, 7966, 7969, 7970, 7972 von den Steinarbeitern wörter, z. B.: Jede Sau soll bei ihrem Trog bleiben“ und„ Sie u. Braunfisch, 2. Rate, 11,-. Paula, Schönhauser Allee C., 2,50. Die Ar- Berlin I 85,30. 2ifte 6946, Stuffateure u. Hilfsarbeiter, Museum 11,-fühlt sich am wohlsten im eigenen Dred" usw." Jm bürgerlichen beiter der Firma Schrodter, Wasserthorstr., 4,80. Atelier Gerschel, 4. Nate, Mont. Siemens u. Halste, Neub. Wertheim, 3. Rate 12, Stodfabrit Lager soll man sehr verdußte Gesichter über diese Attacke" des 19,40. Gesangber. Lerchenjang", fidele Geburtstagsf., 5, Otto Fäfe 5,-, Brinkmann, Rigdorf 8,- Lifte 7238, Stahlwarenfabr. Koch u. Co., Sebastian- bauernbündlerischen Führers, der auch noch Reserveleutnant ist, D. Christlauk 1,50, Sa. 6,50. Sparverein Sammelbeutel" 3,-. Lotteriestraße 15,- Amer. Auktion, Maskenball Peschke, Pinnede 15,75. Lifte 783, verein Hufeisen", Dunderstr. 22, 5,- Bon 4 Stammgästen d. Restaur. Tapez. u. Näherin d. F. Dittmar, Molfenmartí, 3. Rate 18,50. Turnverein geschnitten haben, während sie natürlich unseren Genossen viel Vergnügen bereitet hat. Erichs Geburtstag 2. N. 4,-. W. Du. 10,- Jahn, Baumschulenweg 4,30. Listen 88, 89, Werkzeugfabr. Sörger 32,20. Tapezierer Beuthstr. 20 3, Werkstatt Miadowicz 4,-. B. E. 5, Liste 6973, Hilfspersonal u. Abt. Buchbinder, Buchdr. M. Möser, 3. Rate In Rangoon ist die Best ausgebrochen; es werden viele TodesWagensattler, Friedrichstr., 5,50. Die Arbeiter der Firma Kröhning 4,6,80. Möbelfabrit Böhnisch u. Co. 6,50. Lifte 7556, Stodfabr. Gebrüder fälle gemeldet. Bon der Nähstube u. Tapeziererwerfft. d. Firma Flatom u. Priemer, dritte Goldmann 14,45. Stiftungsfest des Gesangvereins Ein Hera, ein Rate 15,10. Gebr. Dehhle u. Wagner, Buchdruckereiabt. u. Hülfsarb., Sinn 8,-. Geburtstagsfeier bei Königs 2,30. Vier Maler 1,50. 3. Rate 8,45. Die Arb. b. Firma B. Strafft 12,-. Berkstatt Baruch, v. Gerüstbauer b. Arndt u. Co. 3,-. Liste 7505 Arbeiter u. Arbeiterinnen bei lebersch. eines guten Gießtannen- Attords 8,50. Kel. Taufe b. Müller, Boas, Krautstraße 14,05. Lifte 5002 Stohrleger u. Helfer b. 2. Grün 14,65. Rigdorf 2,-. Paul Ebers 1,- Von den Kollegen der Firma Arnheim, Listen 7750 t. 7751 Berfonal bei Adam, Schneider, 3. Rate 101,05. Badstr. 110,15. Freundschaftstlub Stlette" 10,- A. R. 5,-. Die Liste 5568 Fadelbrüder der Titania- Werke, 1. Rate 16,66. Lifte 7237 Tischt. Arbeiter des Möbeltransportgeschäftes Schäfer 10,50. Deutsche Luruspapier Mauff 11,75. Bon Stammng. b. Burczyc, Alte Jakobstraße 5,- Verband fabrit Paul Lange 6,- Statflub Rullramsch" durch Haase 5, d. Borzellan- Arb., Berlin II 50,- Liste 4823 Firma Zechlin, Restaur. Buch, Drganisierte Tapezierer v. J. Feh 4,50. Von den organisierten Haus 2. Nate 12,35. 2ifte 5498 Tarameterfabr. Westendorp u. Pieper 23,50. Dienern der Warenhäuser Jandorf u. Co., 2. Rate 153,30. Gingegangen bei Lifte 7301 Firma Deichen b. Gindler 19,30. Heizungs- Rohrleger u. Helfer der Geschäftskommission der Fr. Bereinigung deutsch. Gewerkschaften: Bau Bullenweberstr. 4/5, 2. Rate 6,12. Stuffateure Firma North 7,50. Von den Stuftateuren Berlins 40,-, von den Maurern Wernigerodes 25,- Listen 6976, 6977, 6975 u. 6974 J. C. G.-A., Mariendorf, 3. Rate 98,90. Strefeld, auf Sammellisten 10,40, v. b. Metallarbeitern Quedlinburgs 40,- v. d. Bandagenfabr. Spandauerbrüde, 3. Rate 11,05. Liste 8560 Arbeiter Masch.. Mauvern Nauens 10,-, v. d. Fliesenl. Dortmunds 20,-, v. d. Webern Krefelds Fabr. Ernst Fischer u. Co., Bergmannshof 10,90. Bernh. Leonhardt, Ebers durch Kniffler 13,25; b. d. Maurern Friedrichsbergs 30,-; v. b. Maurern walde 1,50. Liste 1211 Alb. Egert, Charlottenburg, Wallstr. 80 37,70. Biesenthals 15,-; v. d. Webern Mühlheims a. Rhein 26,-; v. d. Maurern Werkst. Kufulenz, 2. Rate 20,-. Liste 5988 Schmidtchen 4,-. F. R. Bimmer Grünbergs 10,-; v. d. Schiffbauern staltberge 20,-; Freie Vereinigung der mann, Malerei, Bredowstraße 14, Liſten 5596, 5597, 5598 u. 5599 Arb. Tischler Deutschlands, Filiale Berlin 50,-; desgl. Filiale Nürnberg 51,40; b. Auer- Gesellsch., Abt. A., 2. Rate 56,80. Lifte 5012 15,75. Durch Gille 6,60. desgl. Filiale Landsberg a. W. 8,40; Sa. 369,45. Begräbnis Liebermann Berliner Stereotypeure u. Galvanoplastiker 500,- Arb. d. Firma Julius durch Wasser 3,60.. B. 2,-. Durch Siegfrieda 6,- Familienkränzchen Bintsch, 3. Rate, Liſten 7462-7473 u. 1902 178,- Von den Straßen Goldschmidt durch Geehaus 5,-. Raughflub Korea", Mitgl. d. A.-R.-B. 9,28. bahnern: Liſten 2818 5, 2822 16,85, 2826 11,20, 2828 6,05, 2832 4,90, Rigdorf, Mosaitarbeiter 17,35. Potsdam, vom sozialdemokr. Wahlverein 2833 25,15, 2834 39,35, 5922 6,85. Arb. d. Möbelfabr. Groschtus auf Listen 50,- Düsseldorf, Nolte 10,-, Poser 2,-, Künstler 5,-, Wasm. 1,7532-7539 49,90. Otto Braun, Brizerstraße 1, Liſten 8229 t. 8230, Schew,-, 50, Sa. 18,50. Behbenid, gesammelt von den Tabatarbeitern Piano- Mech. Fabr. Köhler, oberer Saal, 3. Rate 24,50. Liſten 7484 u. 7485, der Bahlstelle 8. 8,15. Stargard in Medlenburg, Zentralverband der Bers. d. Berl. Buchbinderei Bübben u. Co., 3. Rate 92,55. Lifte 7574, d. Maurer 5,- Charlottenburg, v. Stud. St. D. 5,-. Stiel, gesammelt Adler 8,-. Geburtstagsfeier b. Jacobi, Rirdorf 4,33. Techn. Personal v. F. Ashelm, 3. Rate 49,60. Schneidemühle König, Weißensee 12,- Liste vom Bersonal der Schleswig- Holsteiner Boltszeitung", 3. Rate 56, 3widau i. S., vom Gewerkschaftskartell 800,- Hüttengrund, Bahlstelle., 4938, Stange u. Wagener, Lichtdruckerei 36,10. Gef. i. d. Stralf. Korndurch M. W. 15,- Zirndorf b. Nürnberg, G. Klampfer, 2. Rate 20, brennerei, Neue Grünstraße 22,10, Amerit. Auktion b. Richter, Neue GrünKöln a. Rh., Frau S. W. 20,- Greiz, Wahlkreis Reuß ä. L., von Bartei- straße 1,50.. 28. 2, Lifte 1822, M. u. G., Saal Sachs 8,-. Liste genossen 100,- Gera, von Mitgl. der Ortsveriv. Gera d. sozialdemokr. 1838, M. u. G., Saal Schousgardt 10,- Rifte 1836, M. u. G., Saal Swinemde. 773 NW 2Nebel Bereins f. Reuß 1. 2. 200,- Staffel, 6 Monteure in Wilhelmshöhe b. K. Prinel 22, Rifte 1834, W. u. G., Saal Noad 26,85. M. u. G., Saal Hamburg 775 Berlin 18,-. Dresden- Gotta, von den Parteigenoffen d. 6. sächs. Reichstags- Wahl- Meißrot 10,20. Lifte 1840, M. u. G., Saal Road 33,50. M. u. G., Saal fretses 338,64. Bruchsal, gesammelt„ Rauberhöhle" 3,-. Weißwasser, sozial Meigrot 9,05. Lifte 1889, M. u. G., Saal Barom 33,25. Lotteriever. Geduld 6,60. Franks.a. M. 775 N demokratischer Wahlverein 75,-. Trebbin, vom Gewerkschaftstartell, 2. Rate Lifte 7713, Hülfsarb. des Lokal- Anz.", Abt. Stereotypie 13,50. Lifte 3596, München 100,-. Brüssel, Deutscher Arbeiterverein, Ertrag v. Sammellisten, 2. Rate Bauarb. Dombau 6,10. Personal d. Buchdr. Janiszewski 7,75. Lifte 7595, ien 37,98. Bukarest, N. u. Genossen 32,- Brünn, Abschiedsseler Dr. E. Glaser Firma Timm, Masch.- Fabrit Stöpenickerstr. 12,60. Liste 1229, Eisengießerei Weißensee, von den Tischlern, Bildhauern u. Maschinenarb. d. Möbel Grunauer, 3. Rate 23,15. Liste 1226, Stahlwerke Archimedes" 14,50. Liste fabrik Schirn 42,05. Steglit, Stuffateure u. Bildhauer der Firma Trommer, 1223/24, Eisengießerei Arndt 35,25. Liste 1219, Eisengießerei Sentfer 11,10. 2. Rate 16,-. Südende, ges. durch Rothkirch auf Umbau Südende 6,20 Lite 1213 u. 1228, Gifengießerei Sachmann 26,70. Liste 1217, Schwarzloje Gebr. Forper 2,50. 4, 00,00-00,000. " 1 Marktpreis e von Berlin am 7. Februar. Nach Ermittelungen des tgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Gorte 17,60-17,58 M., mittel 17,56-17,54 M., Roggen**), gute Sorte 13,90-00,00., mittet 00,00-00,00 M., geringe geringe 17,52-17,50. bis 13,90 m., geringe 13,80-12,70 M. Hafer*), gute Sorte 16,50-15,700., Futtergerste*), gute Sorte 16,40-15,20., mittel 15,10 mittel 15,60-14,90 m., geringe 14,80-14,10 2. Erbsen, gelbe, zum Stochen 45,00-30,00 m. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 M. Linjen 60,00-30,00. Startoffeln 10,00-8,00 m. Richtftroh 4,82-4,50. en 9,40-7,00 M. Für ein Stilogramm Butter 2,80-2,00 M. Eier per Schod 5,50-3,80 W. *) Fret Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. " Wafferstand am 7 Februar. Elbe bei Aussig+1,45 Meter, bei Dresden 0,31 Meter, bei Magdeburg+1,50 Meter. 11n strut bei Straußfurt+2,80 Meter. Dder bei Ratibor+ 2,43 Meter, bei Breslau Ober Begel+5,42 Meter, bei Breslau Unter Begel 0,20 Meter, bei Frankfurt+ 1,75 Meter. Weichsel bei Brahemünde+4,33 Meter. Barthe bei Bosen+1,30 Meter. Neze bei Usch+ 1,05 Meter. Witterungsübersicht vom 8. Februar 1905, morgens s hr. Stationen Barometer. iland mm 77428 776 Windrichtung Windstärke Better 2Nebel 2 bedeckt Temp. a. C. 50 C= 4097. Stationen Barometer. stand mm Wind. richtung Windstärke Wetter Temp... 2halb bb.- 23 -7 9 1 bedeckt 3 6 1 Haparanda 755 N 0 Befersburg 758 22 1 bedeckt 0 Scilly 774 ND 1 bedeckt 3 bedeckt 5 Aberdeen 770 SSW 3Regen 5Schnee 2 Paris 775 SS 773 23 2 Regen Wetter- Prognose für Donnerstag, den 9. Februar 1905. Zunächst ziemlich heiter, etwas tälter, bei mäßigen südwestlichen Winden; 1päter neue Erwärmung, Trübung mit geringen Niederschlägen. Berliner Wetterbureau. Biehung 2. Klasse 212. Kgl. Preuß. Lotterie.| 441 769 860 114040 154[ 400] 327 452 776 115003 Biehung vom 8. Februar 1905, vormittags. Nur die Gewinne über 96 MI, find den betreffenden Nummern in Slammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachbrud verboten. 236 56 81 537 791 1008 356 701 61 848 900 49 2067 112 42 387 825 1500] 3045 514 799 847 4013 87 130 54 349 616 32 778 86 819 28 944 5057 332 460 97 532 35[ 300] 773 839 94 937 44 93 6011 405 727 947 7413 514 658 66 8100 460 549 740 947 9211 393 471 622 724 54 858 947 10195 202 81 90 95 393[ 2001 743 804 11035 52 150 294 320 602 726 76 94[ 200] 830 68 990 296 446 644 13023 61 103 15 36 62 475 967 14417 12165 615 878 84 919 15090 208 92 453 511 690 16135 45 86 349 635 17100 46 453 88 533 61 18225 323 446 850 12001 976 19003 129 89 430 76 20187 220 12001 405 520 625 743 52 820 21117 29 99 338 47 594 766 941 22046 90 229 330 51 787 854 66 960 23 160 358 414 91[ 2001 505 695 721 860 912 24250 309 455 521 74 609 47 934 25053 159 202 65 826 944 26006 58 74 563 787 884 27046 78 171 652 94 744 995 28582 613 78 737 92 880 29065 168 243 75 474 526 83 757 72 30115 24 340 95 415 524 55 614 716 36 31121 225 390 576 967 32004 80 191 398 467 823 75 911 81 33137 52 717 928 34199 521 682 999 35097[ 200] 361 452 36021 37 62 68[ 200] 109 71 74[ 300] 78 421 73 80 567 94 635 37039 144[ 3001 214 18 302 548 55 720 919 38000[ 200] 11 44 204 71 894 39089 136 278 330 87 508 13 694 923 40357 532 671 78 810 41014 72 451 695 42036 80 441 641 49[ 200] 70[ 200] 918 43129 207 343 61 752 933 44350 85 463 823 45028 42 137 41 335 599 678 756 94 920 30 46201 333 87 437 593 893 975 90 47024 333 637 987 48192[ 400] 99 229 58 367 638 53 99 952 49112 40 228 35 329 99 440 502 22 60 741 837 950 97 50219 318 95 495 895 51080 83 174 497 548 877 52116 70 347 457 81 649 821 964 95 53315 35 474 640 57 809 944 53 54145 84 200 23 80 340 478 797 908 12001 13 55109 22258 390 546 69 795 936 78 56479 513 24[ 2001 64 646 979[ 200] 57078[ 200] 248 362 402 41 63 568 692 834 59 58123 246 462 543 318 573 711 79 92 59051 60127 73 300[ 200] 17 523 725 59 878 943 61001 47 145 233 398 461 689 721 66 87 820 67 957 63 F400] 90 62028 227 49 524 34[ 2001 634 748 52 907 49 63129 55 551 85 737[ 2001 38 87 64027 203 81 340 427 47 93 634 735 57 65131 90 270 316 46 99 438 579 621[ 400] 26 79. 66421 737 856 67 009 137 271 518 94 691 847 93 68103 283 907 10 69130 425 78 70268 717 948 71083 84 362 576 15001 889[ 2001 72053 62 122[ 300] 565 67 632 48 790 73037 83 335 60 80 439 82 603 87 704 869 926 74039 167[ 2001 210 [ 300] 385 687 726 888 932 75096[ 200] 227 384 455 79 503 70 757 76038 370 508 665 66 776 808 67 934 77403 532[ 200] 78116 402 54 79[ 200] 563 776 895 953 79324 455 500 675 80302 465 795 903 30[ 200] 81117 342 81 440 863 82066 190[ 200] 288[ 200] 418 57 506 52 610 879 929 83054 186 416 825 66 82 901 84316 662 741 75 939 85041 339[ 300] 97 739 826 47 86233 93 400 514 664 87098 88028 198 220 459 758 878[ 3001 952 59 89073 375 544 735 814 90001 137 212 60 726 815 T2001 950 91066 540 700 37 65 829 92148 532 601 45 796 907 41 43 71 93117 83 224 407 34 84 528 614 86 991 94052 155 320 579 816 66 969 88 95024 141 311 28 72 584 698 849 933 96061 229 347 56 443 58 524 90 880 90 95 998 97183 401 597 632 71 98506 T2001 15[ 200] 99097 134 206 60 398 533 86[ 2001 853 69 981 100591 669 720 825 69 931 98 101209 458 566 710 41 803 102814 103267 363 476[ 200] 776 104087 129 249 74 421 40 610 890 105090 289 94 390 796 945 106053 173 527 867 107157 344 523 43 600 71 758 63 876 908 108018 224 26 55[ 300] 314 31 465 602 999 109060 158 363 402 639 865[ 300] 921 56 110046 151 68 285 861 999 111124 311 418 63 594 666 86 112226 448 781 113054 301 54[ 1000] 58 63 124 68 622 920[ 2001 82 116052 413 593 718 930 117222 27 91 393 518 697 854 90 118030 153 418 90 560 623 82 812 34 119052 360 415 816 120364 645 62 952 121045 193 366 866 971 96 122155 244 430 560 713 123063 91 161 218 47 58 399 508 637 740 823 124059 458 526 616 22 798 804 125093 451 655 757 89 966 126284 447 584 680 735 823 127028 147 309 412 675 96 714 803 917 128235 894 973 129102 3 341 683 65 130180 355 427 595 616 752 131148 203 753 91 132320 92 436 539 90 880 133088 252 450 557 655 716 80 922 68 80 134254 340 82 425 59 67 514 663 135029, 146 244 361 476 790 98 992 99 136011 610 853 918 137036 55 159 235 84 415 924 138202 69 376 499 542 698 996 139133[ 200] 432 630 835 41 140269 89 368 664 730 950 99 141016 56 81 151 307[ 300] 406 530 32 613 885 949 61 142007 139 296 382 608 96 982 143097 828 144078 639 855 931 145124 539 680 146364 147086 266 484 538 758 60 886 993 148186 546 870 953 149014 413 [ 200] 874[ 2001 973 150380 589 748 851 902 151010 156 340 458 77 [ 200] 675 739 880 152064 80 81 317 97 421 73 811 912 153228 42 366 793 154012 116 410 537 40 52 97 638[ 200] 770 155057 78 103 261 474 87 563 748 73 156483[ 200] 1 977 157196 346 633[ 200] 746 826 60[ 200] 158549 679 95 159088 154 306 50 689 724 160309 77 400 87 686 800 980 161002 36 62 77 160 390 699 714 162122 514 33 163177 424 620[ 500] 762 85 164242 338 66 486 545 688 815 165161 261 514 166072 131 79 212 80 345 81 99 430 546 71 645 786 869 167155 402 76 553 971 168295 415 647 835 44 72 169076 436[ 300] 41 612 809 20 170321 88 438 603 707 832 171261 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207018 412 68 686 208168 280 374 808 88 943 209041 75 152 458 75 501 39 58 59 869 211100 210152 76 314 74 482 750 90 812 966 74 286[ 400] 309 486 642 58 943 60 212005[ 200] 41 103 229 58 73 385 499 687 213143[ 10 000] 665 906 93 214071 289 318 473 547 669 701 843 81 215062 277 310 12 548[ 300] 85 618 25 832 216014 39 221 43 67 482 513 698 791 960 217001 149 54 210 376 85 98 561 651 855 218225 43 71 362[ 300] 89 532 012 76 750[ 200] 97 945 219035 369 407 827 220989 221025 85 222[ 500] 63 96 396[ 200] 405 8 84 519 87 628 75 901 76 222007 255 58 528 90 621 223043 62[ 300] 157 350 691 707 861-940 Jm Gewinnuo verblieben: 1 Gewinn au 100 000 t, 1 zu 5000 1, 2& 3000 r., 3 n 1000 Mt., 5 zu 500 Mt., 12 ju 400 M., 29 u 300. Berichtigung. In der Lifte vom 7. Februar, vormittags, lies 126 943 statt 126948; nachmittags 188 150 statt 188115. 2. Biehung 2. Klasse 212. Kgl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 8. Februar 1905, nachmittags. Nur die Gewinne über 96 Mt, find den betreffendex Nummern in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) Nachbrud verboten. 16[ 200] 191 223 598 667 853 55 67 952 91 1256 408 825 2217 533 65[ 2001 722 34[ 200] 71 854 968 3215 309 489 562 638 4045 207 22 43 537 825 69 73 85 5046 55 264 311 65 403 743 1300] 78 12001 869 6411 549 775 911 48 85 7099 144 239[ 200] 80 452 89 510 66 645 79 719 28 71 72 97 8017 56 106 238 367 420 679 761 9158 483 548 738 901 56 99[ 300] 10014 28 51 287 371 473 709 52 926 11003 177 277 444 595 867 73 12212 51 90 386 517 901 72 13008 259 311 637 47 786 836 14102 531 88 661 740 864 15054 583 935 16427 81 834 17105 478[ 200] 661 881 972 90 18252 74 339[ 300] 93 414 610 63 865 19017 262 98 576 667 712 833 63 20009 437 505 700[ 200] 846 88 962 21032 53 218 92 316 419[ 2001 66 532 771 856 931 43 22222 456 666 874 905 20 23071 192 303 464 528 699 24310 498 629 711 29 25311 94 530 794 837 84 966 26023 95 254 12001 391 426 550 758 829 41 915 44 27308 [ 2001 440 702 855 94 28218 746 929 29089 472 766 30062[ 400] 437 63 983 31192 581 32083 [ 1000 308 553 608 95 710 33080 173 304 46[ 200] 64 68 531 818 84 89 952 34078 229 464[ 2001 551 659 763 94 825 951[ 400] 98 35091 117 240 86 464 538 46 644 834 79 933 36874 925 68 37033[ 200] 333 709 877 38201[ 400] 377 414 502 738 86 802[ 2001 76 917 39051 107 320 524 68 833 96 40424 30 69 96 642 932 41084 323 644 762 42570 855 43018 73 184 96 363 85 541 13001 939 65 83 44076 162 206 98 495 921 45142 253 361 93 454[ 200] 623 54 709 801 37 938 46114 85 421 12001 49 614 891 12001 911 47000 14 31[ 300] 93 222 35 318 461 78 881 48053[ 200] 135 301 27 610 46 751 85 828 42 966 49211 40 396 431 613 721[ 2001 946 50088 448 675 827[ 300] 955 51022 209 757 888 52045 85 13001 133 92 668 836 62 53010 128 208 28 [ 200] 328 466 724 862 54279 362 72 481 507 40 726 91 898 906 55069 211 19 343 97 471 72 524 79 919 58 56160 313 701 2 905 57214 523 682 836 58078 12) 439 40 77 788 800 78 956 59171 275 706 803 4 42 79 961 60001 93[ 200] 123 65 219 408 36 615 950 61170 223 356 415 17 545 670 90 803 76 919 98 62078 165 75 440 65 883 961 63297 478 536 14001 620 26 796 808 24 64088 144 371 425 563 662 72 93 880 65211 38[ 400] 313[ 200] 18 33 441 775 66175[ 1000] 327 499 587 918 67103 335 90 410 913 68303 83 524 83 850 69087 229 60 433 663 725 70155 215 351 513 903 70 71 71039 148 413 736 84 85 827 901 81 72098 120 51 99 359 75 549 697 843 73004 12 14 46 53 57 315 432[ 400] 794 969 74153 266 324 476 564 700[ 2001 828 964 75249 580 649 77 852 944 76223 38 53 328 12001 61 701 960[ 2001 77283 466 67 90 622 75 1200] 76 87 710 78111 388 424 79066[ 2001 89 273 329 49 774 81 976 80005 416 1 571 730 81020 37 259[ 2001 570 621 32 855 945 82196 268 319 407 573 842 989 83068 185 644 902 40 84054 106[ 50001 313 27 717 96 87 823 84 963 85011 79 408 80 575 86176 447 582 605 32 867 87072 80 246[ 300] 95 336 429 47 549 656 87 865 88019 258 693 99 811 89 89055 169 441 549 627 751 60 80 1300 864[ 200] 990 90168 966 91114 32 70[ 2001 493 603 50 837 66 907 28 92117 275[ 400 493 529 839 67 72 999 93115 56 94148 204 300 35 926 49 95214 436 55 75 553 78 90 640 906 96134 268 703 76 904 32 97255 311 44 920 37 98185 268 85 96 398 661 13001 795 847 51 59 925 46 99267 514 675 777 894 957[ 2001 10001C 59 140 309 70 101578 825 102004 79 94.144 97 388 441 46 61 793 835 933 103096 125 704 843 991 104093 179[ 200] 613 782 92 943 84 105005 349 434 824 106028 167 218 335[ 200] 64 420 973 [ 200 96[ 300] 107000 404 66[ 2001 588 677 858 946 108012 146 238 649 859 965 109189 276 373 75 407 748 67 954 Gesellschaftshaus Ostend. Hygienische Mein Restaurant, Inh. Paul Litfin. Bedarfsartikel. Neuest. 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Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. I die 20066 wird. 286/7