Nr. 36. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. BoftAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Poft- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Ericint täglich außer Montags. Vorwärts கர் Berliner Volksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 25 Bfg. Kleine Anzeigen", das erste( jettgedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Quittung. Sonnabend, den 11. Februar 1905. " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. bei dem Unterzeichneten liberalismus. 10 erwarb" sich Falt durch seinen Schein- Schulmeistern nicht zu, sie sollen bei ihren Leisten bleiben, 2 Jm Monat Januar gingen bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge ein: Alt- Warthau, Beitrag b. sozialdemokr. Verein 30,- Aachen, D. B. 10,-. Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. Streis 1300, ( darunter amerik. Auft. in Gosen 5,80, Bau Anhaltstr. 12, 8. Nate 10,50, 9. State 8,75, 10. Mate 8,75, 11. State 6,50, A. Dallmeyer " 1 " da derartiges seit Jahrzehnten in Preußen nicht mehr da- und Erziehung mitzusprechen! Derartige Arroganz steht den gewesen liberalismus" im Handumdrehen das Vertrauen" der genüg ihre Vorgesetzten" werden schon alles richtig ins Lot bringen. samen Volksschullehrer. Beinahe noch schlimmer als diese Man fühlt, wie bei diesen Worten Buttkamer in Gedanken entschuldbare Leichtgläubigkeit ist die Tatsache, daß die ton- die junkerliche Peitsche pfeifen läßt. angebende liberale Lehrerschaft bis auf den heutigen Tag an ihrer kompromittierenden Falt- Verehrung festhält. " " Nach dem Streif. Wenn man aus der Zeit vor fünfundzwanzig Jahren für die Gegenwart etwas lernen will, so die Erkenntnis, daß die Falt hinterließ das preußische Schulwesen keineswegs in Putttamer nicht nur heute noch leben, sondern daß der Geist durch Kumke 3,25, geselliges Beiſammensein des 31. und 32. Be- einem geordneten Zustande. Wer näheres darüber erfahren Buttkamers nach wie vor der herrschende in zirks 1,55, Unbekannt durch Joh. Schmidt 3,60). 4. Streis Dit 2000,-( darunter Neujahrsgeld H. Jakob 1,-, amerikanische Auftion will, lefe die geradezu vernichtenden Stapitel über die Faltsche der preußischen Regierung wie impreußischen Lotterieklub„ Niete" bei Klasse, Gubenerstr 6 10,-). 4. Kreis Aera" in Eduard Sacks Schlaglichter zur Volfsbildung". and ta ge ist. Es ist sträflicher Leichtsinn, wenn man aus Südost 2000,-( darunter Teilbetrag der Vorwärts"-Leser 5,- Sac faßt sein Urteil dahin zusammen: Herrn Falt ist es, liberaler Kulissenschieberei à la Falt, wie sie auch später noch Auktion eines Apfels 2,-, Grabit 1,10). 6. Streis 5000,-( darunter vie feinem anderen Minister vor ihm, gelungen, die gelegentlich geübt worden ist und auch in Zukunft vielleicht Kegelflub„ Röver" 1,-, A. B. Mister 1, alter Genosse Schön- Mehrheit der Lehrer von ihrem idealen Ziele ab- noch wieder beliebt werden wird, die Hoffnung ableitet, daß hauser Allee 10,-, Kranzüberschuß, Bezirk 557 11. 558, 3, 28. G. zudrängen. Nicht mit Absicht; denn von den Jdealen es besser" wird. Es kann in Preußen erst besser werden, 8. 14,-). Berlin, diverse Beiträge: Dr. 2. A. 100,-. Machetes des deutschen Lehrerstandes hatte er feine Ahnung. wenn die politische Macht des Junkertums und der ihm 5,- Zipf 1,-. Durch W. Pfannkuch, Auskunftert. an zwei Leipziger Durch seine Versprechungen berückte er sie, die so lange ohne verbündeten großkapitalistischen und klerikalen Mächte gebrochen Aerzte 20,-. Ein Parteigenosse aus Deutsch- Südwestafrika 5,-. M. H. 5,-. Zur Wiedererwerbung berlorener Rechte 10,- Hoffnung gewesen; durch seine Kulturkampfreden machte er ist. Hierauf muß die ganze Kraft des Volkes konzentriert M. G., Parteibeitrag 1905 20,-. Rode 3,-. H. A. M. 5,- die Lehrer glauben, er sei ein genialer Mann, er habe das werden. 2. u. H. B. 10,-. Ueberschuß der Wöllmerschen Biertaffe 50,- 8eug zum Reformator und werde sie endlich von der geiſtMunition zum Stampfe für Wahrheit u. Recht 4,-. B. S. 100,-. lichen Botmäßigkeit befreien; durch seine Geldspenden, so A. B. 100,- Die Kontobucharbeiter b. Wedding 5, Bernburg, dürftig sie waren, machte er einen Teil dankbar, v. 2. anhalt. Wahlkreis 25,- Breslau, fozialdem. Verein 200,- anderen begehrlich und alle furchtsam... Da wir Herrn Der Beschluß der Revierkonferenz vom Donnerstag, der die Bremen, B. C. 10, Bern 50,-. Beuthen( Oberschl.), v. Bartei- Falt keinen nennenswerten Fortschritt zu verdanken haben, Aufhebung des allgemeinen Ausstandes anordnet, wird begreiflichergenoffen 2,50. Caffel- Melsungen, Wahlkr., sozialdemofr. Verein 50, Charlottenburg, Nr. 2. Cöln a. Rh., v. sozialdemokr. Verein o war es geradezu sinnlos, nach seinem Abgange von dem weise in der Presse lebhaft erörtert. Der größere Teil der bürgerf. b. Reichstags- Wahltr. Cöln- Stadt u. C.- Land 150,-. Crefeld, sozial- Hereinbrechen einer neuen großen Reaktion auf dem Gebiete lichen Breffe ift ziemlich einmütig in seinem Urteile. Man hebt die Klugheit der Führer des Ausstandes hervor, man ist voll des Lobes demokr. Bollsverein 100,-. Erlangen, v. Wahlverein 4. Duartal 04 des Schulwesens zu sprechen." 10,-. Ebersbach b. Löbau, 2. sächs. Reichstags- Wahlfreis 50,-. In der Tat besteht der Unterschied zwischen der Faltschen in der Anerkennung der bisherigen Haltung der Streitenden und er Elberfeld, Wahltr. Elberfeld- Barmen 1000,- Erfurt, Wahlkr. Erf.- und der Puttkamerschen Schulreaktion darin, daß sich die kennt darin uneingeschränkt die Macht der Organisation, man hebt Schl.- Biegen. 25,-Faltenberg( Oberschl.) 2,-. Friedrichskoog, lektere gerade so offen gab wie sich die erstere hinter den die fast allgemeinen Sympathien für die Streifenden hervor und A. S. 10,-. Fürth, Wahlverein 20,-. Gotha, durch den Ber- spanischen Wänden eines Scheinliberalismus zu verbergen verurteilt das progige Verhalten der Unternehmer, die nur ihr trauensmann 30,- Gorczizen, H. 20,-. Hanau- Gelnhausen- Drb, versucht hatte. Und da ein offener Feind meistens weniger persönliches Interesse in den Vordergrund gestellt haben. Die Wahlkreis 100,-. Hessen( Großherzogt.), Landesorganisation 500,-. Hamburg, Ertrag der Maimarten 1904, Verein der Kutscher vom gefährlich ist als ein versteckter, so sind die lärmenden Ver- Führung des Kampfes wird als ein Ehrenblatt in der Geschichte öffentlichen Fuhrwesen 73,- Hamburg, in der Expedition suche, Buttkamer herabzusehen, ebenso wenig am Blake wie der deutschen Arbeiterbewegung bezeichnet und sein vorläufiger Ausdes Hamburger Echo" im Monat Januar eingegangen 134,75. die Jubelhymne über Falt. gang als ein moralischer Sieg der Streifenden. Rönigsberg i. Br., I. Duart. 1905 100,-. Kattowiz( Oberschl.), Butttamer hat von Anfang an über seine reaktionären Dem kann man auch zustimmen. Es ist wohl kaum jemals in v. sozialdemokr. Berein 5,-. London, E. W. 26,-. Landesh. Schulpläne keinerlei Zweifel gelassen. Er hat in seinen der kämpfereichen Geschichte der Arbeiterbewegung ein Kampf unter Jauer i. Schl., Wahlverein 20,-. Luckenwalde, Rufus 5,- Reden niemals aus seinem junterlichen Herzen eine solchen Erscheinungen geführt worden. Die öffentliche Meinung war so gut Luckenwalde v. sozialdemokr. Wahlverein 50,-. Mannheim, sozial- Mördergrube gemacht. Er hat mit anerkennens wie vollständig auf der Seite der Streifenden. Die parlamentarische demokr. Berein 200,-. München, Gau Südbayern, 4. Quart. 1904 werter Offenheit all die Verachtung der Volksschule und Aktion, die zu Sympathieerklärungen der übergroßen Mehrheit der 143,12. Magdeburg, v. fozialdemokr. Verein 300,- München, Volksbildung, die hochmütige Geringschätzung der Volksschul- politischen Parteien für die Streifenden führt. Die Forderung der Waldläufer 5,-. Nürnberg, Beitrag für 1905 von W. R. 4, Nürnberg, sozialdemokr. Verein Nürnberg- Altdorf, 2. Halbjahr 1904 lehrer, die schamlose Unterschätzung der Wissenschaft, wie das Parteien, Schutzgesetze für die Streifenden zu geben. Die Zu510,-( bar. Vorschlagsb. Höhrd 5,-, v. d. Flugblatt- Verbreitern alles das ostelbische Junkertum auszeichnet, ausgesprochen und ficherung der Regierung, mit einer bisher unbekannten Schnelligkeit zur Ortstaffe b. Reinhard 5,-). Nürnberg, v. Gau Nordbayern, dadurch der Agitation gegen das Bildungselend in Preußen eine Gesegesvorlage zur Erfüllung wesentlicher Forderungen der 2. Halbjahr 1904 898,27. Nürnberg, Eizinger 5, wertvollere Handhaben geschaffen als Falk durch seine schein Streikenden einzubringen. Die öffentliche Belobigung der Streikenden se. Hermann 3,-, Sa. 8,-. Niefern, Arbeiterwahlverein 5, bare Hebung" der preußischen Volksschule. Sein Schul- für ihre ruhige Haltung und schließlich die allgemeine Anerkennung Oberstein a. d. Nahe, Bolksverein, 4. Quart. 1904 10,57. programm legte er 1879 im Reichstage in diesen Worten bei dem Ausgange des Streits: Das ist wahrlich ein moralischer Botschappel, 6. fächs. Reichst.- Wahltr. 1500,-. Peterswaldau i. Schl. v. bar:„ Der Staat Staat tann zu einer dauernd fittlich Erfolg, wie ihn deutsche Arbeiter noch niemals errungen haben. Das, Wahlverein durch A. Kühn, Oberlangenbielau 16,-. Beilau, v. religiösen Voltserziehung dermächtigen und wirf sollte man meinen, muß mit der Zeit auch materielle Folgen haben. Wahlverein, 3. u. 4. Quartal 1904 10,-. Rawitsch- Gostin, v. WahlDie Kirche Es macht demgegenüber nichts aus, wenn vereinzelte Scharfverein, 3. u. 4. Duartal 1904 6,-. Rawitsch, amerit. Auftion des famen Hülfe( der Kirche) nicht entbehren. Weihnachtsbaumes 6,05. Nonsdorf, allgemeiner Arbeiterverein, andererseits kann die ihr obliegende hohe Heilsaufgabe für macherblätter die Festigkeit der Bergherren" loben, die die Inter4. Quartal 1904 25,-. Reichenbach i. Schl., v. Wahlverein durch die Menschheit nur halb erfüllen, wenn sie aus der Schule effen des ganzen Unternehmertums vertraten" und wenn sie der 2. Kühn, Oberlangenbielau 20,-. Nigdorf, Parteitasse der Arbeiter verdrängt wird oder wenn sie sich schmollend von ihr zurück- öffentlichen Meinung, die den Streifenden Sympathie entgegenvon Bardemann 25,-. Stuttgart, G. 11. 10,-. Schweinfurt, zieht." Dieser Sah könnte auch als Motto die gegenwärtigen brachte, Verkennung der Situation vorwerfen. Verkennung der fozialdemokr. Verein 10,-. Straßburg i. E., Altvater 5,-. Schwäb. Schulkompromißbestrebungen zieren. Situation ist ganz auf seite der Scharfmacher und es möge nur die Zinsgrofchen 250,-. Solingen, durch das Kreisfomitee 60,-. Am offenherzigsten geberdete sich Buttkamer in der Ascher Regierung sorgen, daß sie sich nicht gleichfalls von dieser Verkennung Schwelm, sozialdemokr. Verein 70,-. Sulz( Oberelf.) Rüdahl. 20, wittwochsrede vom 11. Februar 1880. Mit feltenem Zynismus der Situation leiten läßt. Striegau, durch B. 97,75( davon Striegan 30,-, Schweidnig 34,65, Eine verhängnisvolle Verkennung der Situation wäre es Freiburg i. Schl., 17,-, Pilgramshain 9,50 und Häslicht 6,60.) nahm hier ein preußischer Kultusminister die sonst stets so Langermünde, D. B. 4,90. Triberg, Arbeiter- Wahlverein 3. und sorglich gehütete schul- und lehrerfreundliche Larve vom insbesondere, wenn sich die Regierung der Argumentation fügen 4. Quartal 1904 10,-. Teltow- Beeskow- Charlottenburg, sozial Gesicht und zeigte die reaktionäre Frage der preußischen würde, die jetzt von Blättern wie„ Rheinisch- Westfälische Zeitung". demofr. Zentral- Wahlverein, Nov. u. Dez. 200,-, Januar 250,- Schulpolitit in ihrer vollen Häßlichkeit. Den Lehrern fehle," Post"," Kreuz- Zeitung" und" Münchener Allgemeine" in den VorderSa. 450,-. Borwärts"-Ueberschuß v. 4. Quartal 1904 21 859,85. fo führte er aus, die Achtung vor den weltlichen und Kirch grund gestellt wird: daß nämlich die Untersuchungen durch die Wahrer Jakob", 4. Duartal 1904 5000,-. Waldenburg i. Schl., lichen Lokalautoritäten". Nach der Strafftatistit gebe es viele staatlichen Kommissionen die völlige Grundlosigkeit der Beschwerden fozialdemokr. Arbeiterverein des Kreiſes Waldenburg 100,-Lehrer, die auf eine sehr tiefe moralische Versunkenheit" der Arbeiter ergeben hätten. Die Art, wie die Kommissionen ver28ürttemberg 300,- Beiß, Wahlkr. Beiz- Weißenfels- Naumburg schließen lassen. In der Lehrerpresse findet er eine höchst fahren und wie sie aus dem Ergebnisse ihrer Untersuchung Urteile 200,- gabrze( Oberschl.), von den Parteigenoffen 10,-. Berlin, den 10. Februar 1905. Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Lindenstraße 69. Ein Puttkamer. Ein Kapitel preußischer Schulgeschichte. einseitige Ueberschäzung der eigenen Leistungen, ein sehr ab- destillieren, haben wir an dem Beispiel der Zeche„ Bruchstraße" sprechendes Urteil über Andersdenkende und andere Meinungen, schon gekennzeichnet. Die Kommissionen haben danach nicht einen völlig einseitigen und unberechtigten Standpunkt in der bewiesen, daß sie zu einem sozialpolitischen Urteile befähigt sind. Vertretung der eigenen Interessen"; und was die pädagogischen Eine Reihe Einzelheiten feststellen, sie für sich betrachten und dann Resultate betreffe, so habe er gefunden ,,, daß die Herren in vielen den Schluß machen, daß solche Kleinigkeiten" den Streit unberechtigt Fällen wenig, in den meisten Fällen aber gar nichts erscheinen lassen, das hieße den Kopf in den Sand stecken und nicht bon der Sache verstehen". Sie täten deshalb besser sehen wollen. Der Streit der 200 000 ist eine Tatsache, um die man Am 11. Februar sind fünfundzwanzig Jahre seit der be- daran, sich auf die Aufgaben zu beschränken, die ihnen ihr nicht herum kommt, und wenn man noch so geschickt beweist, daß berüchtigten Aschermittwochsrede" des preußischen Stultus Beruf anweift". Und wenn er das Gesamtfazit" zieht von man feine Gründe dafür gefehen hat. Der Streit ist sein eigener ministers von Butttamer allgemeiner bekannt durch seinen allen diesen erzentrischen Erscheinungen im Lehrerstande", so Grund und die Lage der Arbeiter als Klasse ist seine Wurzel. Wer verunglückten Versuch einer Reform der deutschen Recht müsse er auf den Saz zurückkommen, er täte besser ich nicht imstande ist, die Klaffenlage der Arbeiter zu beurteilen und fie schreibung verflossen, und die pädagogische Presse benutzt spreche selbstverständlich vom Volksschullehrerstande die abzuwägen gegenüber der allgemeinen wirtschaftlichen Entwickelung, diesen Anlaß, um die Ereignisse jener Zeit wieder aufzu- Sorge für die großen Gesichtspunkte, deren er der wird niemals zum Verständnis der Ursachen eines Maffenstreits frischen. Mit Recht, denn das preußische Volksschulwesen sich annehmen zu müssen glaubt, seinen Vorgesezten durchbringen. " ist in den letzten dreißig Jahren so wenig vorwärts geschritten, au überlassen und sich auf die Sphäre zu beschränken, Es sind bis jetzt nur wenige Blätter, die fich auf den Standdaß irgend eine reaktionäre Episode der Vergangenheit fast die sein Beruf ihm anweist Wir müssen die Schule punkt der Untersuchungskommission von„ Bruchstraße" stellen, aber die stets auch ihr Gegenstück in der Gegenivart findet. Gerade in wieder etwas mehr an ihre natürlichen Autoritäten anknüpfen". hinter ihnen stehen, das sind die maßgebenden Parteien des Drei der jetzigen Zeit der angebahnten Rückwärtsrevidierung und Einige Zeit später ergänzte Buttkamer seine tiefe Verachtungs- laffen- Parlaments. Indem die Regierung darauf besteht, die Inter Verpfaffung der Volksschulziele mutet die Erinnerung an bezeugung der Schule und Pädagogik durch die Bemerkung: effen der Bergarbeiter dieser Spottgeburt einer Voltsvertretung ausButtkamer und feine echt junkerliche Offenheit und Under- Ein akademisch gebildeter Mann wird doch bald in die nicht zuliefern, hat sie von vornherein all das Mißtrauen gerechtfertigt, frorenheit nahezu zeitgemäß an. gerade ele usinischen Mysterien des Volksschul- das wir in ihre sozialpolitische Einsicht setzen. Die preußischen Lehrer versäumen bei dieser Gelegenheit wesens eindringen fönnen." In wenigen Tagen wird sich ja zeigen, wer die Regierungsnicht, dem Vorgänger Buttfamers, Falt, einige salzige Tränen Das ist der preußische Junter nackt in seiner Bildungs"- versprechungen richtig beurteilt wird. Bereits am Montag soll nach frommer Rührung und Dankbarkeit zu widmen. In Wirklich politik! Blutiger Hohn für die feine und schwierige Kunst einer heute vorliegenden Meldung die Berggesetz- Novelle dem Landfeit haben sie dazu keinen Anlaß. Die Lehrer verraten damit der Erziehung wie hätte Buttkamer auch sonst tage zugehen. nur ihre ungeheuere Bescheidenheit in den Ansprüchen an den begründen tönnen, daß er als vollkommener Laie in Die Arbeiter haben ihren bisherigen moralischen Erfolg sich leitenden Mann des Schulwesens und ihre große Naivetät. Schulfragen troßdem an der Spige der Schulangelegen- selbst zu verdanken. Von ihnen allein wird es auch abhängen, ob, Falt war vor seiner fultusministeriellen Tätigkeit Jurist und heiten des Staates stand! Vollendete Nichtachtung wann und in welchem Umfange er auch zu einem materiellen Berwaltungsbeamter ohne irgendwelche pädagogischen Spezial- für den armen, abgerackerten Lehrproletarier, der sich Erfolge wird. In ihrer Organisation, in ihrer Einigkeit und tenntnisse gewesen, wie das ja in Preußen allgemein üblich herausnimmt, gegen den Stachel der natürlichen Autoritäten", Disziplin liegt das einzige Mittel, auch wirkliche Vorteile zu er ift. Aber Falt war außerdem ein glatter Diplomat, der sich der Kirche und des junkerlichen Gutspatrons, zu löcken und ringen. Soweit bis jetzt Meldungen vorliegen, scheint auch die gern mit unverbindlichen liberalen Redensarten drapierte, und wohl gar noch über die großen Gesichtspunkte" der Schule Mehrheit der Arbeiter die Beschlüsse der Revierkonferenz an zuerkennen. Aus einzelnen Versammlung wird zwar gemeldet, daß! beschlossen wurde, weiter zustreiken, aber wir sind überzeugt, daß auch diese den Gründen ihrer Führer nach wiederholter Prüfung nach geben werden. Sie brauchen nur die Scharfmacherpresse zu lesen, um zu sehen, weisen Geschäfte sie besorgten, wenn sie sich meinig er wiesen. Die„ Post" ist umgehener erfreut über die Erregung, die sich zunächst der Arbeiter über den Beschluß der Revierkonferenz be mächtigte, sie bedauert die armen genasführten" Bergarbeiter und speit Gift und Galle darüber, daß wir zur Befolgung des Rates der Führer auffordern. Bürgerliche Arbeiterfreunde. In der weiteren Debatte, die sich um das Fortbildungs- flurs und der luguriösen Dachkonstruktion nicht einverstanden erklären schulwesen drehte, verlangte wie alljährlich das Zentrum die können." Einführung des obligatorischen Religionsunter- Ueber die Schädlichkeit des Stechschrittes verbreitet sich noch richts in den Lehrplan der Fortbildungs- einmal der Major a. D. v. Bruchhausen. Er teilt mit, daß sich zwei schulen, um der Verwahrlosung und Verführung der Jugend höhere Militärärzte gefunden haben, die es sich zur Aufgabe gemacht entgegenzutreten. Aehnlich geistvoll waren die übrigen Reden, hätten, das statistische Material des Dr. Thalwiger, der bekanntlich die sonst noch zum Etat der Handels- und Gewerbeverwaltung durch dies Material die Schädlichkeit des Stechschrittes bewiesen hatte, kritisch zu zerpflücken. Er betont dann aber, daß auch diese gehalten wurden. beiden Verteidiger des Stechschrittes und des Parademarsches Sonnabend: Etat der Berg, Hütten- und Salinen schließlich zu dem Resultat gelangt seien, daß vor lleber verwaltung. treibungen und Auswüchsen in der Anivendung des Parades marsches auf das eindringlich sie gewarntwerden müsse und daß namentlich vor dem Aufhämmern mit den Füßen auf harte muntergrund, Straßenpflaster ufiv. ganz besonders zu warnen fei. Major v. Bruchhausen wirft die Frage auf: 20 liegt die Grenzlinie nach der Uebertreibung hin, wie fann sie erkannt werden? Nach alledem kommt er zu dem Resultat, daß es doch wohl angebracht sei, zum mindeſten einen Verfuch anzustellen, ob Bataillone, die keinen Stechschritt und Parademarich einübten, an innerer Tüchtigkeit hinter den nach alter Methode geschulten Truppen zurückständen oder nicht. Ergebe sich, daß die militärische Ausbildung die gleiche bleibe, so sei doch wohl der Stechschrift zu verwerfen. Man braucht fein Prophet zu sein, um gefrost sagen zu können, daß man in absehbarer Zeit auf den Stechschritt und Parademarsch nicht verzichten wird! Tunsball 80 me molabo A Gewerkschaftskartells, Nationalsozialen Vereins, Evangelischen Arbeiter- Vereins, ded Volfsvereins für das katholische Deutschland, Verbandes christlicher Bauhandwerker, Sozialdemokratischen Vereins. Ob freilich die Zechenherren nicht am Ende doch noch in blinder Herrschsucht ein ganz anderes Ende provozieren wollen? Von unserem E- Korrespondenten geht uns nämlich folgende Meldung zu: Aus Kassel wird uns geschrieben: Es wird jcht viel geredet Die Verbandsleitung war heute gezwungen die Parole von den bürgerlichen Arbeiterfreunden, die ihre Sympathien so offen den streikenden Bergleuten entgegenbringen. auszugeben, die Streifenden sollten sich vorläufig abwartend Dagegen wollen wir an einem recht drastischen Beispiel zeigen, verhalten. Diese Parole iſt veranlaßt durch das Verhalten wie die" Sympathie" der Bürgerlichen für jedermann er der Zechenverwaltungen. Einzelne nahmen nur einige Leute kenntlich sofort in die Brüche geht, wenn die politischen Wasseran, schickten die anderen nach Hause mit dem Bemerken, suppenföchinnen männlichen Geschlechts zu fürchten beginnen, daß man würde sie rufen, wenn man sie nötig habe. Andere ihnen die Feuerchen ausgehen könnten, an denen sie bisher ihre Verwaltungen erklärten den Belegschaftskommissionen, jeder Süppchen notdürftig erwärmten, einzelne Mann habe sich um Wiedereinstellung zu bewerben. Auf In Kassel sollte eine gemeinſame Demonstration zugunsten vielen Zechen drückte man den Leuten heute, ausgerechnet heute der Bergarbeiter stattfinden seitens des am Tage nach Aufhebung des Generalstreits die Entlassungspapiere in die Hand. Auf einer Zeche verlangte man von den Leuten die Zustimmung zu einer Lohnfkürzung von zirka 25 Proz. So wurden von verschiedenen Seiten Schifanierungen gemeldet. Darum erklärte der Verbandsvorstand, daß damit die Voraus setzungen der Aufhebung des Generalstreits gefallen seien. AusSperrungen auf der einen Seite müsse mit dem Weiterstreifen auf der anderen Seite begegnet werden. Jedenfalls Jedenfalls ist aber die endgültige Stellungnahme abhängig von Beschlusse des bergbaulichen Vereins in feiner heutigen Sigung. Man erwartet, daß der bergbauliche Verein heute einen Beschluß fassen wird, seine Mitglieder aufzufordern, die Leute nicht zu provozieren, sondern nach Möglichkeit sofort alle wieder einzustellen. Heute abend oder morgen früh wird die Siebener- Kommiſſion zu einer neuen Beratung zuſammentreten. Wahrscheinlich wird auch dann eine neue DelegiertenKonferenz stattfinden, die über weiteres beraten und beschließen wird. od sodelut( bon odd Die Wiederaufnahme der Arbeit. Nach Meldungen des" Wolfffchen Bureaus", die aus dem bergbaulichen Verein stammen, sind am Freitag 75 663 Mann an gefahren. lot and we did jum Sammelt weiter. dem Alle Vorbereitungen waren getroffen. Am S. Februar sollte die Versammlung stattfinden. Die Redner wurden bestimmt von den verschiedenen Richtungen. verschiedenen Richtungen. Es sollten sprechen: Professor Hip eden für die Evangelisch- Christlichen, Professor Feitel für die Katholisch- Christlichen, b Lehrer Kimpel für die Nationalfozialen, dil samodagno Maurer Thöm für die Sozialdemokraten. not s 19 " Gotha, 10. Februar. Der Landtag erklärte die Wahl unseres Parteigenossen Bod einstimmig für ungültig, weil die Wahlmänner die Wahlzettel im Wahllokal geschrieben haben. denissial und led Ausland. 000 torros Eine Deputierten- Rebellion gegen die die sozialistische Einigkeit. Paris, 8. Februar.( Eig. Ber.) Alles, toas über die innerlichs antiproletarischen Selbstherrlichkeits- Bestrebungen der ministeriellsozialistischen Kammerfraftion, über den verbürgerlichenden Einfluß Die Redner einigten sich über die Art, wie sie das Thema be- des Ministerialismus geschrieben und gesagt wurde, findet eine unhandeln und den Stoff verteilen wollten. Es wurde in den Tages- säglich traurige Bestätigung in den Vorgängen, die fich in der zeitungen zur Teilnahme an der Versammlung aufgefordert, Sie gestrigen Nachtsibung des jaurèsistischen Nationalrates abgespielt haben. Redner wurden genannt und die oben angeführten Bereinigungen 19 Unsere Reser wissen, daß die Einigkeitsverhandlungen zwischen refp. Parteien unterzeichneten die Inferate. menten über die„ kontraffbrüchigen" Arbeiter und verlangten einstimmigen Votum einer prinzipiell- taktischen Einigkeitsurkunde Inzwischen redeten die preußischen Konservativen in den Parla- den verschiedenen sozialistischen Parteien und Organisationen zum besseren Schutz für die Streifbrecher, die dem Staate besonders nüb geführt haben, die auf dem Boden der Amsterdamer- Dresdener od slichen Elemente; Bülow verlangte die bedingungslose Unteriverfung Resolution steht. Die für die gegebenen Verhältnisse wichtigste Be der Arbeiter, bevor er sie empfangen könne da kam der christlich- timmung des Einigkeitsvertrages betrifft bekanntlich den Verzicht konservative Professor Hüpeden zur Besinnung! auf die Bloc- Taktik, den Austritt der jaurèsistischen KammerEntsetzt legte der frühere Reichstags- Abgeordnete für Kassel den fraktion aus dem Vorstand der Linksparteien. Und zwar Finger an die professorale Nase und fragte sich: Wie fonntest Du wurde diese Einigkeitsbedingung von der P. S. F.( Jaurès nur! Deine evangelischen Schäfchen tiefen Dir bisher nach, weil fisten) schon im ersten Stadium der Verhandlungen fie sorgsam behütet wurden vor roten Einflüssen. Wie nun, wenn drücklich akzeptiert und in einer öffentlichen Deklaration ver= sie einen Sozialdemokraten hören, wenn sie sich überzeugen, daß er fündet. Seither, seit dem endgültigen erfolgreichen Abschluß der doch ein ganz anständiger Mensch ist, ganz anders auftritt und redet, Verhandlungen, hat das Kabinett Combes das Beitliche gesegnet. wie sie sich vorgestellt haben auf Grund der Berichte frommer Wenn schon die letzten Monate, die Sterbemonate dieses Kabinetts, Männer! Um Gottes willen, Professor, halt ein, halt ein! Nach wie seinerzeit von mir auseinandergescht, die tatsächliche Aufeiner gräßlichen, schlaflosen Nacht setzte sich der Arbeiterfreund hin lösung des Bloc- Borstandes markiert und so das sozialistische und schrieb also: Einigkeitswerk wirksam gefördert haben, um so weniger, so mußte Geehrter Herr! man annehmen, könnte die Bloc- Frage nach Combes Sturz die bereits zustande gekommene Ginigkeit irgendwie stören. Und doch ist das Unglaubliche, das Underbare zur Tatsache geworden! Wenn auch die Bergarbeiter wieder zur Arbeit zurückkehren, so dürfen dennoch die Sammlungen noch nicht eingestellt werden. Bier Wochen müssen die Leute arbeiten, che sie den ersten Pfennig Lohn bekommen. Die Not wird jetzt größer werden als bisher. Darum sammelt weiter für die tapferen Kämpfer! ssgin asd gudsdju Zu drei Wochen Gefängnis wurde in Redlinghausen ein Bergarbeiter verurteilt, weil er einen Arbeitsheiligen Streifbrecher genannt hatte. Dieser Heilige hatte sich als Streifender in die Listen eintragen lassen und ging dann zur Arbeit. Der Schwindel wurde jedoch beizeiten entdeckt und die Strafe folgte dem Entdecker auf dem Fuße. nedasth sid Schlesien. Im Waldenburger Bezirk läßt die Streitbetvegung nicht unerheblich nach. In der Nachtschicht zum 9. d. M. sowie in der darauf folgenden Früh- und Mittagschicht fehlten and pur auf dem Steinkohlenbergwerk Ver. Glüchilf- Friedenshoffnung" von 5009 Mann 215, auf der Konf.„ Karl Georg Viftorgrube" von 2333 Mann 192, auf der Komb. Gustavgrube" von 1228 Mann 210. " Da es sich bei den beiden zuletzt genannten Gruben zumeist um Schlepper von auswärts handelt, die in ihre Heimat zurückgekehrt find, so kann der Ausstand auf diesen beiden Gruben als beendigt angesehen werden. Auch auf der„ Abendröte- Grube" fuhr die Beleg schaft in der Nachtschicht zum 9. d. M. und der darauffolgenden Frühschicht wieder vollzählig an.d Aus dem oberschlesischen Steinkohlenbezirk lauten die Berichte ebenfalls günstig. Auf der Friedensgrube" fehlten zur Auf der Friedensgrube" fehlten zur Frühschicht am 8. d. M. nur noch 11 Mann; der Ausstand kann damit als beendigt gelten. Auf Gottessegen" scheint die Bewegung In der Nachtschicht gleichfalls feinen ernsten Verlauf zu nehmen. zum 8. d. M. fuhr die Belegschaft des Aschenbornschachtes" vollzählig an, während auf dem„ Hillebrandschacht" nur noch 64 Mann fehlten. In der folgenden Frühschicht waren auf beiden Anlagen insgesamt 320 Mann ausständig. Aus dem Bergrevier Ratibor lagen über den heutigen Stand bis mittags noch keine Meldungen vor. * Raffel, 10. Februar.( W. T. B.) Jm Braunkohlenbergwerk Wattenbach ist der Ausstand beendet. Die Bergleute nehmen die Arbeit wieder auf. Böhmen. Politische Ueberlicht. Da ich zu der Ueberzeugung gekommen bin, daß diejenigen Kreise, die für die Bergarbeiter noch erwärmt werden sollten, an der Versammlung doch nicht teilnehmen werden, so möchte ich hierdurch meine Zusage zurückziehen; dadurch wird dann auch die Zusage des Evangelischen Arbeitervereins hinfällig, der seine Beteiligung von meinem Vorirage abhängig gemacht hatte. konsul sio Ergebenst 1190 je slot and G. Hüpeden, Professor. mitwirken werde. ut Da die Vorsicht nicht nur bei evangelischen Professoren der Tapferkeit besserer Teil ist, so hatte auch der katholische Professor Feitel einige schlaflose Nächte. Er fündigte seine Mitwirkung durch dieses Schreiben auf: op alin doft Verehrliche Redaktion ersuche ich, mich ferner nicht mehr als Redner in der Versammlung am Mittwoch, den 8. d. Mts., im großen Stadtpartsaale anzuführen, nachdem ich bereits am verflossenen Freitag bei Herrn Do Hundt die briefliche Erklärung abgegeben habe, daß ich nicht cijo and Ergebenst Feitel, Professor. Aller guten Dinge sind aber bekanntlich drei, und so fiel der nationalsoziale Lehrer Kimpel ebenfalls um. So blieb der Sozialdemokrat allein! Nuzanwendungen aus dieser Affäre lassen sich viele ziehen. Mögen es die Arbeiter tun, nicht nur die sozialdemokratischen, sondern vornehmlich die evangelischen und katholischen, die sich von Professoren, Kaplänen, Lehrern und ähnlichen Arbeiterfreunden " führen" lassen.i diss@ gmudi = aue Ein Teil, ein großer Teil der ministeriell sozialistischen Kammerfraktion, der noch unter Combes mit stillem Murren die ihm unangenehmen Einigkeitsbedingungen heruntergewürgt hat, er. hebt jetzt, unter einem Kabinett Rouvier, gegen welches nahezu sämtliche jaurèsistischen Abgeordneten mit Jaurès an der Spiße gestimmt haben, die Fahne der ministerialistischen Rebellion gegen die auf proletarischer Grundlage vollzogene Einigkeit! Das geschah zuerst innerhalb der Kammerfraktion anläßlich eines an diese gerichteten Antrags der Linksparteien auf Wiederherstellung des Blocs. Die guten Radikalen, die um einige Portefeuilles ihr Anrecht auf die Oberleitung des Ministeriums an einen Rouvier, den Mann der Zweideutigkeit, den geriebenen Feind demokratischer Reformen, verschachert haben, die guten, braven Radikalen bekommen nachträglich begründete Angst, sie möchten in bezug auf die Reformen von Rouvier geprellt werden. Daher jener Antrag auf Wiederherstellung des Blocs. Die Radikalen suchten Rückendeckung bei den sozialistischen Bloc= Genossen von ehedem. Eine Rückendedung nach zwei Fronten: gegen was viel wichtiger, weil die Prellereifünfte Rouviers und biel wahrscheinlicher ist gegen die Wählermasse, die in den tommenden Wahlen Rouviers Sünden an den Linksparteien heimsuchen müßte. Bewußt oder unbewußt, die Rechnung der Radikalen Bankerott der Reformation an ihrer Seite zu haben, das könnte die war recht schlau. Die Sozialisten bis ans Ende als Mitschuldige am eigene Wahlniederlage der Radikalen jedenfalls bedeutend ab= schwächen, indem die ministeriell gebliebenen Sozialisten in die allgemeine Niederlage der Linken verwickelt würden. Es geschah nun, daß die Mehrheit der Fraktion sich für die Teilnahme am Bloc erklärte, nur daß dieser Beschluß schandenhalber mit dem durchsichtigen Mäntelchen des Provisoriums" umgehängt wurde. Die Fraktion sollte danach am Linksvorstand mitwirken, soweit die Reformattion in Frage fommen würde. Gegen diesen Beschluß stimmten nur fünf Deputierten, darunter Jaurès und Pressensé. ale Dic Zu den Abfichten einer Eisenbahntarifreform. Der„ Schwäb. Man sieht, von den Rücksichten auf die sozialistische Einigkeit Merkur" schreibt:" Dem Vernehmen nach haben die Verhandlungen, felbst abgesehen, gebot den ministeriellen Sozialisten schon die Rückdie am 16. und 17. Januar d. J. zwischen Vertretern der deutschen sicht auf das eigene Fraktionsinteresse, das Danaergeschenk der Staatsbahnverwaltungen über die Personen tarifreform in Berlin Radikalen abzuweisen. Doch die Gewohnheit ist die zweite Natur. Bilfen, 10. Februar.( W. T. B.) Die Belegschaft des Austria- stattfanden, besonders infolge des Widerstrebens der bayrischen Die feit bald sechs Jahren im ministerialiſtiſchen Bann stehenden schachts im Bezirk Mies ist am Mittwoch in Ausstand getreten. Es Eisenbahnverwaltung gegen die Einführung der vierten Wagentlaffe Deputierten haben meist sozusagen berlernt, auf eigenen Füßen zu find Verhandlungen wegen Forderung eines Minimallohnes im bis jetzt nicht zu der erhofften Einigung geführt. Sollte auch die stehen, als eine selbständige proletarische Vertretung zu wirken, auf Gange; am 8. d. M. waren von 385 Mann 316 ausständig, am für den 29. März anberaumte Konferenz zu feinem Ergebnis führen, bie Kraft der sozialistischen Idee mehr zu vertrauen als auf die 9. 652 von 705, heute früh von 320 Mann 308. so wird die preußische Staatsbahnverwaltung unverzüglich ihrerseits wahlmacherischen Wirkungen der Kleinen Vorteile einer Regierungsmit einer wesentlichen Vereinfachung des Berfonen partei. tarifes vorgehen. Damit bereits der diesjährige SommerReiseverkehr auf der Grundlage des neuen Tarifs stattfinden kann, werden demnächst die umfangreichen Vorarbeiten beginnen, die durch Berlin, den 10. Februar. die Umarbeitung aller Tariffage auf der neuen Grundlage not wendig werden." is o Preußisches Abgeordnetenhaus. bind if proplus Man tut den preußischen ,, Volfsvertretern" bitter unrecht, Schule und Kultur in Preußen. Der„ Bote aus dem RiesenMan sieht, wie sehr Jaurès Einfluß auf die Fraktion gesunken iwenn man behauptet, daß sie niemals Arbeiterfragen zur gebirge" berichtet wiederum über standalöse Schulzustände: " Weil die tgl. Regierung fein Geld hat, darum wird der ist, sobald er den ministeriellen Boden verlassen hat. Sprache bringen. Haben die Herren doch am Freitag bei der dringend notwendige katholische Schulhausbau in Bolkenhain hinaus- ministeriell gebliebene Fraktionsmehrheit hat einen neuen, ihr weiteren Beratung des Etats der Handels- und Gewerbe- geschoben! Seit zehn Jahren wächst die Schülerfrequenz der dortigen adäquaten Führer gefunden im kürzlich gewählten Lhoner Deputierten verwaltung fast eine halbe Stunde ihrer kostbaren Zeit auf die katholischen Schule derart, daß 1897 die Anstellung eines dritten Professor Augagneur, Bürgermeister von Lyon, der erst über Erörterung der Frage der Fabritinspektion berwandt! Lehrers und ein neues Klassenzimmer notwendig wurde. Die Ne Dreyfus zum Sozialismus, aum ministeriellen Sozialismus fam. Der Etat sieht im ganzen vor: 29 Regierungs- und Gewerbe- gierung genehmigte damals die Unterbringung des Lehrlokals im Der Konflikt zwischen Fraktion und Partei räte, 137 Gewerbe- Inspektoren und 12 etatsmäßige Hülfs- Gasthofe Zum Preußischen Hofe" nur unter der Bedingung, fam dann zum Austrag im Nationalrat der P. S. F., der bes arbeiter bei Gewerbe- Inspektionen. Neu geschaffen sind sechs daß mit dem Neubau der Schule bald begonnen werde. Ueber fanntlich aus sämtlichen Deputierten und dem Interföderalen Stellen für Gewerbe- Inspektoren, und zwar je eine in awei Jahre sind seit dieser Zeit verflossen und mehr als Komitee, b. i. den Delegierten der einzelnen Föderationen, besteht. Berlin III( Potsdam), Flensburg, Wandsbed, Berlin SO., 100 Rinder gehen in genanntes Gasthaus zur Schule, wo das Die Verhandlungen des Nationalrates nahmen einen stürmischen, Schließlich wurde eine Resolution Berlin SW. und Graudenz. Außerdem soll für den gemietete 3immer on längst nicht mehr groß leidenschaftlichen Verlauf. genug ist, so daß wiederholt die Schüler auf Gartenstühlen Jaurès mit 39 gegen 16 Stimmen bei 5 Enthaltungen votiert Bezirk Marienwerder ein besonderer Regierungs- und fixen und auf den Fensterbrettern ihre auf den Fensterbrettern ihre schriftlichen Arbeiten( ungefähre Zahlen), welche die Teilnahme am Linksvorstand Gewerberat angestellt werden. Dadurch erhöhen sich verrichten müssen. Zeitweise muß hier der Unterricht wegen verwirft. Die bedeutende Mehrheit wird aber gebildet dank den die Ausgaben von im ganzen 804 800 auf 852 200 M. Eine des ruheftörenden Lärmes unterbrochen werden. Zu diesen lebel- Stimmen des Interföderalen Komitees, das für die Resolution Die Kammerfraktion solche Freigiebigkeit der Regierung muß natürlich anerkannt ständen gesellen sich die der beiden anderen Klassen im alten Jaurès 32 gegen blog 2 Stimmen abgab. Laut Aussage verschiedener Aerzte sind diese ge- dagegen hat nur 7 Stimmen für diese Resolution geliefert gegen werden, und diese Anerkennung zollte dem Minister der Ab- Schulhause. sundheitsschädlich, feucht und kalt und wegen der defekten 14 Bloc- Stimmen mit 5 Enthaltungen. geordnete Sittart vom Zentrum unter allerlei Ausfällen Türen und Fenster im Winter kaum zu erheizen. Allen fanitären Das schönste kam nach diesem Votum. Augagneur und vier auf die Sozialdemokratie. Im Anschluß daran trug dann der Borschriften spotten die Aborte, und zu verwundern ist es, daß hier andere Deputierten verließen zornig den Saal. Sie weigern sich, Abg. Dr. Mar Hirsch( frs. Vp.) in gewohnter Bescheidenheit die Polizei eine Schließung derselben noch nicht anordnete. Diese den Mehrheitsbeschluß anzuerkennen und schiden sich an, eine seine Wünsche auf Anstellung von weiblichen Fabrikinspektoren einer Stadt unwürdigen Schullokalitäten besichtigte im Jahre 1901 neue republitanisch- jozialistische" rattion au und Hinzuziehung von Assistenten aus der Arbeiterklasse vor. der Ober- Regierungsrat Lömple, worauf der Kreis- Baumeister Schüß gründen. In dieser Fraktion werden natürlich auch Miller and Die Regierung verhielt sich wie immer ablehnend; sie hat in Landeshut mit dem Entwurf eines neuen Schulhauses beauftragt und Deville, die aus der P. S. F. ausgeschlossen wurden, bereits einige Assistentinnen angestellt, kann sich aber, obgleich wurde. Seit dieser Zeit schweben die Verhandlungen betreffend Auf- Aufnahme finden. Hingegen werden zahlreiche ministeriell ge= diese Damen seit Jahren ihr Amt zur vollen Zufriedenheit bringung der Schullaften und der Platzfrage. Lettere nahm das blicbene Deputierten die sozialistische Einigkeit mitmachen müssen Jahr 1908 und den Sommer 1904 in Anspruch und harrt endlich infolge des unsanften Druces der Parteiorganisation. So verwalten, noch immer nicht entschließen, auf diesem Wege der Bestätigung der königlichen Regierung. Der seit zehn Jahren namentlich manche Pariser Abgeordneten, die von der jaurèſiſtiſchen fortzufahren. Von der Hinzuziehung von Vertretern aus dem notwendige und jetzt durch drei Jahre hinausgeschobene Neubau Seine- Föderation eine einstimmige dahingehende Weisung erhalten Arbeiterstande will sie nichts wissen, einmal weil die Arbeiter tönnte vielleicht im Frühjahre dieses Jahres beginnen; doch ist eine haben. angeblich keine Autorität den Arbeitgebern gegenüber besitzen, abermalige Verzögerung zu befürchten, da die städtischen Behörden Die Spaltung der ehemals jaurèsistischen Kammerfraktion, die und zweitens aus Furcht vor der Sozialdemokratie-Zeichnung liegt drei Jahre aus sich mit der Größe des Haus- Absonderung der sozusagen intransigenten Ministerialisten kann soind nach die sozialistische Einigkeit nicht gefährden. Im Gegenteil, die Einigkeit wird dadurch innerlich gefestigt, und insbesondere wird da= durch die baldige Verschmelzung der guesdistischblanquistischen und der jaurėsistischen Kammerfraktionen ohne weiteres ermöglicht. Schweden. Der neue Regierungsvorschlag zur Wahlrechtsreform ist der Zweiten Kammer am Mittwoch vorgelegt worden. Er gleicht bis auf einige ganz unbedeutende Einzelheiten dem Entwurf vom vorigen Jahre. Das Proportionalsystem einzig und allein für die Zweite en in Sight?$ 779.Kammer, auf die sich ja die Reform ausschließlich erstreckt, iſt ebenso 1ch19 Friedensverhandlungen in Sicht? '' densverh Die Mitteilungen häufen sich, daß man in Rußland auch in den offiziellen Kreisen sich bereits mehr und mehr mit dem organ, Social- Demokraten" meint, daß es ja vielleicht der Regierung Gedanken an einen Friedensschluß vertraut macht. So meldet Der Petersburger Berichterstatter des Daily Chronicle", daß der Präsident des russischen Ministerrates, Witte, die Aeußerung gemacht habe, daß man um jeden Preis mit Japan Frieden schließe müsse. Er habe dann als Bedingungen eines solchen Friedensschlusses folgende angegeben: = beibehalten wie die übrigen„ Garantien" gegen die Wirkungen eines tatsächlich allgemeinen und gleichen Wahlrechts. Unser Bruderglücken könne, ihren Vorschlag trotz des Menetefels der bevorstehenden Wahlen durchzubringen. Aber," so schreibt Hjalmar Branting,„ ob das nun gelingt oder ob die Frage auch in diesem Jahre wieder scheitert, in beiden Fällen wird es den breiten Schichten des Volkes flarer als je sein, daß die Erste Kammer der Feind ist. Die Reform" ist fein Abschluß, sie ist ein Anfang. Eine erste Kammer, die eine Wahlrechtsreform, wie sie unser Volt beabsichtigt und fordert, eine Reform zum Fortschritt verhindert, hat noch mehr als bisher ihr Urteil selbst gefällt. Und eine erste Stammer an der Seite einer proportional gewählten weiten ist erst recht eine Unsinnigkeit und ein Unding, das beseitigt werden muß." Wir erklären uns solidarisch mit den Forderungen der Arbeiter von Petersburg vom 22. Januar, sprechen unser tiefes Bedauern den Opfern aus, die mit ihrem Blute die Straßen von Petersburg netzten und sind empört über das Verfahren der Bureaukratie, die alle Bersuche der Gesellschaft, zu politischer Freiheit zu gelangen, mit Gewalt unterdrücken will. Wir können die Bevölkerung Moskaus nicht ohne unsern Beistand lassen, auch geben wir die Ausübung unserer Braris nicht auf, aber wir erachten es als unsere Pflicht, uns der liberalen Bewegung anzuschließen und den Kämpfern um politische Freiheit mit aller unserer Kraft uns anzuschließen. Die gewaltigen Zeichnungen der Semstwos für die Armee, die Flotte und ärztlichen Beistand für beide kräftigen lediglich den Kriegsgedanken, machen die schon ruinierte Nation nur noch ärmer und verzögern die Befriedigung der dringendsten Bedürfnisse. Man muß daher den Krieg so schnell wie möglich einstellen. % * 1. Rußland räumt die Mandschurei; Wir geben dem Wunsche Ausdruck, daß die Semstwos kein 2. Rußland willigt ein, daß Japan die Man Geld mehr hergeben für die Entfendung von ärztlichen Hülfsmitteln dichurei von China auf 99 Jahre pachtet; nach dem äußersten Osten und daß damit der Grund gelegt werde poilic de 3. Rußland gibt seine Einwilligung, daß Japan unter zu einer tätigen Opposition der Semstwos gegen den Krieg, der gleichen Bedingungen auch die Liautung HalbWas wird aus der Union? Die Dokumente über die ge- den Interessen der russischen Nation fremd und gefährlich ist. insel pachtet; scheiterten Konsulatsverhandlungen sind jetzt veröffentlicht worden. 4. Rußland behält die Insel Sachalin, ferner Wladi- Sie bestätigen, was schon vorher bekannt geworden war, daß die Lodz, 10. Februar. Heute fam c3 hier von neuem zu wostok und das Ussurigebiet; schwedische Regierung sich eine gewisse Oberhoheit über die zu er- ernsten Streitvorgängen. Ausständige zogen nach den Fabriken und 35. Rußland zahlt keine Kriegsentschädigung. richtenden norwegischen Konsulate sichern wollte. Die in dieser HinAllerdings foll Witte diese Aeußerung nur einem ficht fraffeste Bestimmung will dem Minister des Aeußern das Recht berlangten Abrechnungen, die die Fabrikanten verweigerten. Als intimen Freunde gegenüber gemacht haben. geben, gegen Konsulatsbeamte einzuschreiten, die Militär erschien, erfolgte zwischen diesem und den Streikenden ein in der einen oder anderen Weise„ kein gutes und würdiges Verhalten Zusammenstoß. Bei der Fabrik von Cheibler wurden 4 Personen Der„ Daily Telegraph" meldet, daß im Staatsden Behörden des Landes gegenüber, wo sie angestellt sind, beobachten". getötet und 68 verwundet, bei der von Markus Kohn 7 getötet und departement in Washington, allerdings nicht Die Anzeige solcher Fälle soll der Minister in dem zusammengesetzten, 40 verwundet. amtlich, die Ansicht geäußert worden sei, daß die gegenwärtige das heißt schwedisch- norwegischen, Staatsrat oder im ministeriellen Die übrigen Mezeleien in Russisch- Polen. Zeit für Friedensverhandlungen zwischen Japan und Rußland schwedischen, Staatsrat erstatten. Ergänzt wird diese Bestimmung entschieden günstig sei. Schon vor einigen Tagen wurde durch eine folgende, die den Gesandten das Recht gibt, Konsuln, die gemeldet, daß der englische Gesandte in Washington mit der sich in jener Weise vergehen, zu suspendiereit. Während die Ankündigungen von bevorstehenden blutigen dortigen Regierung Besprechungen wegen einer Friedens der sechs Streitpunkte, die zum Scheitern der Verhandlungen führten, Busammenstößen im Grenzbezirk zunächst sich nicht zu bebermittelung gehabt habe. find weniger bedeutend und teilweise mehr formeller Natur, wie stätigen schienen, hat Väterchens Armee doch noch am Donners3. B., daß die Norweger auf ihren Konsulatsformularen zu seßen So wenig zuverlässig diese Mitteilungen einstweilen auch wünschen„ König von Norwegen und Schweden", statt wie sonst tag Probe davon abgelegt, wie wacker sie über Wehrloſe zu flingen mögen, jo läßt doch die ganze Lage Rußlands in der üblich, Schweden zuerst zu nennen. Die Sizung des zusammen- triumphieren versteht. Bei der Katharinenhütte, in der Nähe Tat die Annahme zu, daß die russische Regierung eine gefegten Staatsrats, die am Dienstag in Stocholm stattgefunden von Sosnowice, einem Werke der deutschen Lanrahütte, fam Friedensintervention der ausländischen Mächte durchaus nicht hat, diente eigentlich nur dazu, den Bruch der Verhandlungen zu es abends 7 Uhr zu einem fürchterlichen Gemetzel. Offiziell ablehnen werde. Nicht nur die Rage Rußlands auf dem bestätigen. Der König erklärte sich mit der Haltung des Ministers wird als Grund des Blutbades der Schutz des Werkes anmandschurischen Kriegsschauplatz ist eine trostlose, sondern des Aeußern einverstanden, wogegen die norwegische Staatsrats- gegeben. Wolffs Bureau berichtet nämlich: abteilung an ihrer Auffassung festhielt. auch die Verhältnisse im Innern Rußlands haben sich derartig Das norwegische Storthing hat am Mittwoch eine außerordentliche zugespitzt, daß eine Fortdauer des Krieges, die mit neuen Sigung abgehalten, in der Staatsminister agerug über die schweren Schlägen für Rußland verbunden sein würde, eine Lage der Konsulatsfrage berichtete. Er sprach sich in einer namentallgemeine Voltserhebung hervorrufen müßte. lidh für einen fonservativen Minister sehr scharfen und entSchon befinden sich ja überall in den Städten die Arbeiter und schiebenen Weise aus. Er wies darauf hin, daß die Reichsatte von die Intellektuellen im offenen Aufstand gegen die herrschende 1814 Norwegen nicht verpflichte, sein Konsulatswesen von Schweden Macht. Die Bauern sind bis jetzt noch ruhig geblieben. leiten zu lassen. Die Situation sei ernst. Der gegenwärtige Allein es könnte nach neuen Niederlagen sehr leicht der Fall unionszustand sei unhaltbar. Die Aufgabe müsse sein: Norwegens volle Anerkennung als souveränes eintreten, daß auch die Bauern von den Unruhen ergriffen Reich. Stann diese Aufgabe", sagte er weiter,„ nicht innerhalb des würden. Dann wird es dem Zarismus schwer fallen, die ge- Rahmens der bestehenden Staatsverbindung zwischen Norwegen und nügende Zahl von zuverlässigen Soldaten aufzutreiben, um Schweden gelöst werden, so muß es in Erwägung gezogen alle diese zahllosen Aufstände niederzuwerfen. Wenn die werden, neue und freiere Formen für ein russische Regierung also nur eine Spur von Einsicht bewahrt so I ces 3usammenwirten zwischen beiden Völkern hat, so wird sie in der Tat mit beiden Händen die Hülfe an- fest zusehen, zur Förderung der gemeinsamen Interessen, die nehmen müssen, die ihr von Amerika aus geboten werden alle wünschen müssen zu schüßen und die in höherem Grade als dürfte. Die Friedensbedingungen, auf die sich Japan ein- Juftitutionen die dauernde und wertvolle Grundlage jedes ZusammenTassen würde, könnten allerdings keineswegs günstiger lauten, schlusses zwischen freien Nationen sind." als die angeblich von Witte ins Auge gefaßten. Rußland müßte unter allen Umständen auf die Halbinsel Liautung mit Zum Fall Bishop ist zu berichten, daß der EinwanderungsPort Arthur und die Mandschurei verzichten und alle Pläne behörde von Washington aus die Order zuging, Bishop die Landung auf eine Annerion Koreas aufgeben. Daß Rußland Wladi- in New York zu gestatten. Die Inspektoren hatten einen englischen ivostok behielte, könnte von Japan ruhig zugegeben werden. Arbeiter, der sich als Sozialist bekannte, auf Grund des AnarchistenIst dieser Hafen doch während eines großen Teiles des Jahres gefeßes zurückgewiesen. Der Fall wurde von der Presse aufgenommen durch die Eisverhältnisse derartig gesperrt, daß er als Flottenstation für eine neu zu schaffende russische Ostafienflotte keine allzu große Bedeutung besäße. Auch die Insel Sachalin ist ja nicht wertvoll genug, um Japan zu einer Fortsetzung des Krieges zu nötigen. Fraglich ist es nur, ob Japan sich mit den Landabtretungen begnügen würde und nicht auch noch eine bare Kriegsentschädigung verlangte. Amerika. norma Wright handelte es sich bei diesem Streik darum, daß die BergInternationales Institut zum Schuße der Jutereffen der Gestern abend versuchte ein Arbeiterhaufe in Sosnowice auf der Katharinenhütte den Schmelzofen auszulöschen; zum Schutz des Werkes herangezogenes Militär gab drei Salven auf die Arbeiter, die über 100 Tote und Verwundete hatten. 100 Tote und Verwundete- wegen eines Schmelzofens! Und noch eines deutschen Schmelzofens! Der Zarismus mißhandelt zwar die Deutschen, aber das deutsche Kapital schüßt er wie sein eigenes Leben: mit dem Sileinkalibrigen. graphiert: Dent Lokal Anzeiger" wird über die Vorgänge teleDie Zahl der bei dem gestrigen Zusammenstoß in Sosnowice getöteten Personen wird von amtlicher russischer Seite auf 27, die Zahl der schwer Verwundeten auf 60 angegeben; von diesen dürften viele sterben. Die Ziffer der zahlreichen leichter Berwundeten ist nicht festgestellt worden. Der Anführer der Streifenden war ein Mit vorgehaltenem junger Mensch, ein früherer Bergschüler. Revolver wurden die Arbeiter zur Niederlegung der Arbeit aufgefordert. Das Militär gab auf dem Hofe der Hütte drei Salven ab, die erste blind, die anderen scharf. Als erster fiel der jugendliche Führer. Die Leichen lagen gehäuft im Hofe, auch die Verwundeten. Auf der Straße kam es dann zu weiteren Kämpfen. Bassanten wurden auf das höchste gefährdet, die Kugeln flogen in borüberfahrende Droschten hinein. Aus Warschau wird berichtet: Auf Anordnung des Generalgouverneurs fand eine Konferenz der bedeutendsten Warschauer Fabrikanten unter Teilnahme des Fabrik- Oberinspektors zur Gabrikanten unter Teilnahme des Fabrik- Oberinspektors zur Feststellung der möglichen Zugeständnisse statt.- Infolge der Preissteigerung der Kohlen tritt ein aus Einwohnern der Stadt gebildetes Komitee wieder in Tätigkeit, um Kohlen in großen Quantitäten aus Schlesien zu bestellen. wurden. Ferner wird durch das„ Wolffsche Bureau" gemeldet: Warschau, 10. februar. In den Gouvernements Lublin, Blogt und Siedlce ist der Ausstand beendet. In Warschau und Lodz nehmen mehrere Fabriken die Arbeit wieder auf. Sosnowice, 10. Februar. Heute wurde eine Bekanntmachung angeschlagen, wonach die Vertreter der Werkstätten, Fabriken und Gruben sowie die Gewerbeinspektion den Arbeitern erklären, Besprechungen könnten erst nach Wiederherstellung der Ordnung aufge= nommen werden; sie schlagen vor, die Arbeit wieder aufzunehmen und Abgeordnete für die Verhandlungen zu wählen. des * -0und die Haltung der Einwanderungsbehörde als ungerechtfertigt getadelt. Bishop hatte mit Hülfe des Sekretärs der Sozialistischen Arbeiterpartei sich einen Rechtsbeistand genommen und Schritte zur Appellation gegen die Entscheidung der Inspektoren eingeleitet. Durch die Order aus Washington hat die Sache ihre schnelle Erledigung gefunden. Ueber den großen Streif in Colorads hat Roosevelt dem Senat Neben einer Warschauer Fabrik, in welcher die Arbeit einen Bericht eingesandt, der von dem Bundeskommissar für Arbeits- wieder aufgenommen worden war, sammelten sich Ausständige angelegenheiten, Carroll D. Wright, verfaßt worden ist. Nach an, um ihre arbeitenden Kameraden zu erwarten; es kam leute überall ihre Organisation, die„ Western Federation of Miners" zu Zusammenstößen mit der Polizei, wobei einige verwundet Landwirtschaft. In dem Bestreben der meisten europäischen zur Anerkennung bringen und ihre Anordnungen durchsetzen wollten. Staaten, Einrichtungen zum Vorteil der Landwirtschaft, d. h. Allerlei gesetzloses Vorgehen sei auf beiden Seiten vorgekommen, der größeren Grundbesizer zu treffen, will auch Italien nicht bei den Streifern sowohl als auch bei denen, die angeblich Gesetz zurückstehen. Der König hat an den italienischen Minister- und Ordnung verteidigten. Da ein Bundesgericht sich auf die Seite präsidenten Giolitti ein Handschreiben gerichtet, in welchem er der ausgewiesenen Bergleute stellte, welche wieder zurüdgekehrt die Errichtung eines Internationalen Instituts zum Schußze waren, so entstehe die Frage, ob die Ausweisung von Bürgern ein Verbrechen gegen Staats- oder Bundesgesetze sei. der Interessen der Landwirtschaft" fordert. In dem Aus Westindien sollen die britischen Garnisonen, die in Schreiben heißt es: ,, Die ackerbauende Bevölkerung, Jamaika, Barbados und Santa Lucia liegen, zurückgezogen werden. die im allgemeinen die zahlreichste ist, hat überall nach großen amerikanischen Zeitungen besteht in London die großen Einfluß auf das Geschick der Völker, fann Meinung, daß Roosevelts Auffassung der Monroe- Doktrin die Beaber, da sie ohne gemeinsames Band lebt, weder auf fabungen auf jenen Inseln überflüssig macht. Zur Aufrechterhaltung die Besserung der Kulturen und ihre Verteilung gemäß der Ordnung unter der Bevölkerung, die meist aus Negern besteht, Daß die Aus Helsingfors wird uns gemeldet: Der Vollzieher den Erfordernissen des Konsums hinwirken, noch auf den hält man eine starke Polizeimacht für ausreichend. Strafsgerichts auf den Senatsprokurator Johnsson, Schutz ihrer Interessen auf den Märkten, die für die wichtigsten britischen Interessen in Westindien von den Amerikanern respektiert Ein werden, nimmt man als selbstverständlich an. Lennart Hohenthal, ist ein junger Mann, geboren 1877. Nachdem Bodenprodukte mehr und mehr Weltmärkte werden. er im Jahre 1900 Student geworden, widmete er sich medizinischen Internationales Institut fönnte deshalb von großer WichtigNeuer Streif in Petersburg. Studien auf der Universität zu Helsingfors und bildete sich als teit werden, wenn es, frei von allen politischen Zwecken, das Masseur aus. Er ist ein trefflicher Schüße. Unter seinen Kameraden Studium der Lage der Landwirtschaft in den verschiedenen Petersburg, 10. Februar.( Meldung der Petersburger war er bekannt als eine ruhige gutmütige Natur, immer bei guter Ländern als Aufgabe hat und periodisch über Quantität und Telegraphen- Agentur.) Die Verhandlungen des Direktors der Laune und darum in seinen Kreisen sehr beliebt. Qualität der Ernten Bericht erstatte, ferner über die Art und Butilowwerte mit den Arbeitern führten zu keiner Einigung. hatte besonders in der letzten Zeit sehr zurückgezogen. Niemand Weise, wie die Produktion erleichtert werden kann, über Infolgedeffen begann heute morgen 9 Uhr abermals in diefer ging. Am wenigsten wußte davon sein Vater, ein Landpfarrer, und Plänen er herumMarktverhältnisse und über geeignetste Preisfestsegung. Das Fabrik der Ausstand, der, wie befürchtet wird, sich auf andere feine Brüder. Allgemein wird hier der Mut und die ruhige lleberInstitut tönnte auch Angaben beschaffen über die Lage der ausdehnen wird. Landwirtschaftlichen Arbeiter aller Gegenden und so für Auswanderer ein nützlicher und sicherer Führer werden; ferner Ausdehnung des Streiks in Petersburg. könnte es Abkommen treffen zum gemeinsamen Schuge gegen Unser Petersburger Korrespondent telegraphiert: Pflanzen- und Viehkrankheiten und es würde auch heilsamen Petersburg, 10. Februar. Die Zahl der Streifenden nimmt zu. Einfluß üben auf die Entwickelung des landwirtschaftlichen Sämtliche Arbeiter der Butilow- Werke fireitten heute früh ihre Zahl Genossenschaftswesens wie des landwirtschaftlichen Versicherungs- beträgt 12 000. Sie verlangen den Achtstundentag und die Wiederund Streditwesens. Rom sollte der würdige Versammlungsort zulaffung der gemaßregelten Arbeiter. Zugleich stellen die Streikenden der Vertreter der teilnehmenden Staaten und der der Haupt- jetzt sozialistische Forderungen auf und bereiten für Petersburg den Generalstreit und den allgemeinen Stillstand des öffentlichen Lebens sächlichsten beteiligten Vereinigungen fein." In einer Versammlung der hiesigen sozialdemokratischen Partei, Die italienische Regierung hat daraufhin an die Vertreter vor. Die Arbeiter bleiben jedoch unbewaffnet und wollen keine Ge- an der mehrere hundert russische Studenten und Studentinnen teilItaliens im Auslande die Beisung gerichtet, den Gedankenwalt ausüben. Sie find tief erbittert, daß Regierung und Arbeitnahmen, wurde eine Resolution gefaßt, worin gegen den„ bergeber ihre Versprechungen nicht erfüllen. Große Truppenteile find brecherischen Zarismus" und den„ völkermordenden Krieg" protestiert der Schaffung eines Internationalen Ackerbau- Instituts, dem aufgeboten, um den Arbeitermassen den Eintritt in die innere Stadt zu wird. Universitätsprofeffor Reichesberg- Bern, ein Russe, beübrigens feinerlei Befugnis zustehen solle, sperren und die bisher nicht Streikenden am Anschluß an die merkte, die jetzige relative Ruhe in Rußland bedeute die Stille vor 8wangsmaßregeln auszuüben, der Regierung, Streifenden zu hindern. dem Sturm. Die russische Revolution werde ihren Gang nehmen und die Bande, welche die Arbeiterschaft ausbeute, wegfegen. bei der sie beglaubigt find, zu unterbreiten und sie zu er- Ich erfahre, daß eine größere Zahl von Liberalen aus der Haft fuchen, Delegierte zu der ersten Versammlung zu ernennen, befreit sind, dagegen wurden zahlreiche sozialistische Studenten verdie im Mai d. I. in Rom stattfinden und das Reglement für haftet. Ferner erfahre ich aus bester Quelle, daß die Gerichtsbehörde selbst der Ansicht ist, daß das Schießen am 22. Januar nur an einer die neue Einrichtung ausarbeiten soll. Stelle der Stadt sich gefeßlich begründen läßt und gesetzmäßig ausBiel wird zweifellos bei dem neuen Institut nicht herausgeführt wurde, daß dagegen in allen anderen Fällen ein Mißbrauch kommen. Wird es tatsächlich eingerichtet, so wird seine Auf der administrativen Macht vorliegt. gabe taum über statistische Aufnahmen, Anfertigung von Es steht fest, daß die Regierung die Einberufung der Semsti Marktberichten, Preistabellen, Ernte- Abschägungen usw. hinaus- Siobor( Landtage) beabsichtigt, aber keinenfalls eine Reform im Sinne gehen. Zu einer Interessenvertretung der Landwirtschaft in einer Konstitution bewilligen will. den verschiedenen Ländern kann es schon deshalb nicht werden, weil diese Interessen sich vielfach widerstreiten und während Moskau, 10. Februar. Zu einer Konferenz der Aerzte des die Landwirtschaft des einen Landes höchst schutzöllnerisch gefinnt ist, die eines anderen Landes für die freie Konkurrenz Gouvernements Mostau wurde folgende Resolution zur Mitteilung an die Semstwoversammlung von Moskau beschlossen: auf dem Weltmarkt eintritt. Tapfere Aerzte! eine mit Ahnung, welchen Er lebte legung bewundert, mit welcher er seine aufopfernde, aus begeisterter Vaterlandsliebe entsprungene Handlung vollzogen hat. Allgemein wird auch das Schicksal beklagt, das ihn jetzt nach den Gesetzen erwartet, sobald er von seinen Wunden genesen ist, während der er mordete Profurator nur von gewissenlosen Parteigängern der Regierung äußerlich betrauert wird. Kundgebungen des Auslandes. Aus Bern wird dem Lokal- Anzeiger" telegraphiert: " Aus Induſtrie und Handel. Jahresabrechnung der Nationalbank für Deutschland. Die Nationalbank für Deutschland veröffentlicht in diesem Jahre als erste der Berliner Großbanken ihre Bilanz. Im ganzen entspricht diese den Erwartungen, mit denen man in Börsen- und Geschäftskreisen der Abschlußrechnung entgegensah. Im Jahre 1904 sind von den meisten Banken die letzten Nachwehen der Krise völlig überwunden worden. Die Lage der Industrie, speziell der für die Großvornehmlich in Betracht kommenden Elektrizitätsbanken industrie, Kohlen- und und Eisenindustrie, hat sich im vers Jahren zu rechnen. Gewerkschaftliches. Vom Scharfmacher- Karneval. Die Demaskierung. ein Schreiben des Inhalts gerichtet, daß ihre Vertreter nach wie boe bereit seien zu verhandeln, selbst dann, wenn es auf einer anderen Grundlage als der ihrerseits vorgeschlagenen geschehen soll. Letzte Nachrichten und Depeschen. gangenen Jahre wesentlich gebessert. Neugründungen und Kapitalserhöhungen sind wieder häufiger geworden, und der Kursstand der Industrieaktien hat nach der schnell vorübergehenden Deroute beim Ausbruch des russisch- japanischen Krieges sich im Laufe des Jahres mit kleinen Unterbrechungen höher und höher emporgeschlängelt, so Die bezahlten und die unbezahlten Breßlakaien des daß die Banken imstande waren, ihre Effektenbestände meist zu Unternehmertums ergehen sich gern in allerlei Anwürfen gegen recht günstigen Kursen zu realisieren. Die Banken haben also unter die Gewerkschaftsbewegung, unter denen der Vorwurf des Berlin, 10. Februar. Nach einem Telegramm aus Windhut verhältnismäßig vorteilhaften Bedingungen gearbeitet, und ist des- schlimmsten Terrors nicht die kleinste Rolle spielt. Wenn wir sind verwundet: Leutnant Curt Riedel, geboren am 27. Mai halb auch durchweg bei ihnen auf höhere Erträge als in den letzten aber an der Hand von Tatsachen diesen Vorwurf den Unter- 1882 au Stiel, am 12. Januar d. J. auf Patrouille bei Gochas, nehmer- Vereinigungen zurückgeben, dann schreit man Zeter Knochenschuß in den rechten Oberarm; Reiter Franz Gruber, und Mordio über angebliche Verhezung durch die sozialdemo- geboren am 3. Dezember 1876 zu Birnbach, am 31. Januar d. I. kratische Presse. im Patrouillengefecht bei Nunub, leicht verwundet. Verunglüdt: Der Reiter August Scharp, geboren am Da ist es interessant zu sehen, daß mun ein Scharfmacher- 17. September 1882 zu Stralsund, ist am 6. Februar d. J. auf dem Organ, die„ Baugewerks- Zeitung", das Mittel des Terrors als Marsche von Nauchas nach Rehoboth versehentlich von einem Kameraberechtigte Waffe in der Hand des Unternehmertums anpreist den erschossen worden. und verherrlicht. Dieses Blatt bringt eine Uebersicht über die Kämpfe im Baugewerbe im Jahre 1904, in der es auch auf den Kampf an der Unterweser zu sprechen kommt und dabei jagt: In den Jahresabschlußziffern der Nationalbank für Deutschland tommen diese günstigeren Umstände deutlich zum Ausdruck. Die Dividende beträgt 6 Proz. gegen 5 Proz. im Vorjahr. Das Gewinns und Verlustkonto ergibt einen fast um eine Million Mark größeren Bruttogewinn als im Vorjahr, nämlich 6 862 704 gegen 5 871 716 M., und der Reingewinn stellt sich auf 4959 330 gegen 3 703 184 M. Nach dem offiziellen Ausweis seßt sich der Bruttogewinn aus folgenden Posten zusammen: 1904 M. Wechsel- und Zinsen- Konto.. 8 575 514 Provisions- Konto 1 737 390 Effekten- und Konsortial- Konto 1 203 648 Sorten- und Coupon- Konto . 34 069 1903 M. 3417 550 1 345 731 358 377 31 309 Verbrecherischer Anschlag auf einen Eisenbahnzug. den Der Effen, 10. Februar. Amtlich wird gemeldet: Heute vormittag 5 1hr 33 Minuten furz vor der Durchfahrt des Schnellzuges 96, So hat der Arbeitgeberberband für das Baugewerbe an der entdeckte der Streckenläufer, daß in der östlichen Einfahrtsweiche des Unterweser den Beweis erbracht, daß es sehr wohl möglich ist, die Bahnhofs Katernberg- Süd, Richtung von Gelsenkirchen nach Katern bielen Baugewerbetreibenden zu einem geschlossenen Ganzen zu ver- berg- Süd, in verbrecherischer Absicht sechs eiserne Deckplatten der einigen. Nur muß eine solche Einigung energisch betrieben nahegelegenen Betriebskästen für Weichen und Signale, sowie drei Als der Streckenläufer werden. Es ist durchaus nicht unbedingt notwendig, daß die ver- große Bruchsteine eingeklemmt waren. Die Aufstellung zeigt, daß ein bedeutender Teil des Mehrertrages schiedenen Arbeitgeber sich der Arbeitgeber- Organi- mit dem Wegräumen begann, wurden auf ihn von auf das Konto des sogenannten laufenden regulären Geschäfts kommt. fation ganz freiwillig anschließen. Ueberall im Verbrechern, die in 25 Meter Entfernung hinter einem Prellbod Das Provisionskonto, das für 1903 bereits einen Mehrertrag von Baugewerbe gibt es Arbeitgeber, welche eine sozialdemokratische Ver- versteckt saßen, mehrere Schüsse abgegeben, ohne zu treffen. Stredenläufer lief erschreckt zu dem nächsten Bahnwärterposten und 257 000 M. erbrachte, ist nämlich für 1904 abermals um 388 000 M. einigung derjenigen zum Arbeitgeber- Verband vorziehen. In gestiegen. Auch das Wechsel- und Girokonto schließt mit einem solchen Fällen darf der Vorstand des Arbeitgeber- Verbandes nicht veranlaßte durch den Fernsprecher, daß das für den Schnellzug 96 Der Schnellzug Mehrertrag von zirfa 158 000 M. Am beträchtlichsten ist jedoch das vor der rüdsichtslosen Anwendung aller ihm gezogene Einfahrtssignal auf salt gestellt wurde. Effekten- und Konsortialtonto gestiegen, nämlich von 358 377 M. auf ur estigung seiner Organisation zu Gebote fam hierdurch rechtzeitig zum Halten und fuhr nach Beseitigung des Für die Ergreifung der Täter ist eine hohe 1 203 648 M.; doch resultiert diese Steigerung nicht allein aus den stehenden Mitteln, z. B. Materialsperren usw., aurüd Hindernisses durch das Zugpersonal mit 17 Minuten Verspätung höheren Gewinnen bei Effektenverkäufen und Emissionsbeteiligungen, feinen Umständen mit einem außerhalb desselben stehenden Hand- Belohnung ausgefezt. cheuen. Ein Mitglied des Arbeitgeber- Verbandes darf unter unbeschädigt weiter. sondern es kommt hierbei in Betracht, daß die Verwaltung der werksmeister zusammen arbeiten bezw. von demselben Arbeiten ausBank bei der vorjährigen Gewinnaufstellung für 1903 vorsichtshalber führen oder ihm Materialien liefern. Die Anwendung dieser dem 500 000 M. für Effekten- und Konfortialverluste abgeschrieben hat, Laien vielleicht rigoros erscheinenden Mittel zieht unfehlbar einen da sie damals damals mit Kursrückgängen infolge des russisch- festen Zusammenschluß der Arbeitgeber nach sich. Geht man dann, japanischen Krieges rechnen zu müssen glaubte; doch sind solche Wer- wie es in den Unterweserorten und in Bremen geschehen ist, noch einen Schritt weiter und errichtet einen obligatorischen luste, wie schon oben erwähnt wurde, ausgeblieben.. und paritätischen Arbeitsnachweis für den ( 1 652 794,10 Mt.), Abschreibung auf Inventar- Stonto 26 622,40 W.(-) und auf Konto- Korrent- Stonto 84 768,60 M.( 15 737,58 M.) verbleibt ein verfügbarer Reingewinn von 4959 330,80 m.( 8 703 184,65 M.), von dem 6 Proz. Dividende verteilt werden sollen. Das Bilanz- Konto per 31. Dezember 1904 stellt sich wie folgt: Attiva: Kassa Konto Sorten- und Coupons- Konto 101904 5885 143,56 1878 334,24 7670511,16 1903 5124 327,77 1837 246, 5566561,22 Breslau, 10. Februar.( W. T. B.) Die Gebäude der Vers einigten Breslauer Delfabriken am Wachtplatz sind niedergebrannt. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Desterreichischer Reichsrat. Wien, 10. Februar.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Nach Abzug der Verwaltungskosten und Steuern 1791 982,50 9.23erbandsbezirt, so kann man den gerade im In der ersten Lesung des Budgetten einige Redner für die Bau gewerbe gar oft frivol provozierten Streits Interessen der Südflawen ein, forderten die Errichtung einer ſlaivimit Ruhe entgegensehen. Ein Unterliegen der Arbeitschen Universität in Laibach und beschwerten sich über die Germanigeber ist dann ausgeschlossen. Im Gegenteil! Mit solchen Dzieduschdi( Pole) begrüßt die Bemühungen der Regterung, fierungs- Bestrebungen in Steiermark und Krain. Abgeordneter Waffen in der Hand wird es den Arbeitgebern im Baugewerbe zweifellos gelingen, auch für ihr Gewerbe Ruhe und Ordnung troß der edlen Bestrebungen zur Sicherung des Weltfriedens der das Parlament wieder zu beleben. Redner erinnert daran, daß zu schaffen und die immer übermütiger werdenden Gewerkschaften grausamite Strieg aller Zeiten entbrannt sei, dessen Ende unabsehbar in ihre Schranken zurückzuweisen." sei, und aus dem der Mahnruf entgegenschalle, daß nichts geschehen bürfe, was die Organisation des Heeres, seine Einheit und Schlagfertigkeit bedrohe.( Lebhafter Beifall.) Dieser Krieg lehre auch, daß der Aufruhr sich nicht auf das Schlachtgebiet beschränke, sondern auch im Innern des gewaltigen Nachbarreiches sich ausdehne und felbft bis ins Königreich Polen eindringe. Redner erklärt, daß auch die Nationalgesinnten im Königreich Polen im Augenblid, wo die russische Regierung das Reformprojekt einer Prüfung unterzieht, ihre Wünsche in einem Memorandum niederlegen, die darauf hinzielen, zur Schaffung entsprechender gesetzlicher und nationaler Berhältnisse die soziale Frage derart zu lösen, daß eine Wiederholung der jüngsten blutigen Szenen verhindert werde. Nachdem Ab geordneter Choc eine längere Rede in tschechischer Sprache gehalten hat, werden die Verhandlungen abgebrochen. Nächste Sizung Dienstag. Guthaben bei Banken und Bantiers. Wechsel- Konto Reportierte Effekten u. Lombardgelder Eigene Effekten Konsortial- Konto Konto- Korrent- Konto Debitoren davon 11300000 M. ungedeckt. Inventar- Konto Eigenes Bankgebäude Passiva: Aftien- Kapital Gefeßlicher Reservefonds Beamten- Pensions- u.Unterstügungsfonds Rückständige Dividenden Atzepten- Konto Konto- Korrent- Konto Kreditoren... • 41 419 827,52 37030 178,25 11400475,60 19 208 869,70 85 901 201,88 100, 1800000, 1904 Hier wird also rundweg alles bestätigt, was wir immer über die Kampfesmittel und die Kampfesform in den Unter35547 568,90 nehmer- Verbänden gesagt haben. Am grauen Aschermittwoch 33841 210,85 freilich wird es den Herren leid tun, daß sie im Ueberschwang 18770369,40 der Sarnevalsstimmung einmal ihre, wahre Natur verraten, 18402549,25 daß sie die Maske zur Ünzeit gelüftet haben. Wir aber werden 70694561,21 uns merken, was sie dabei ausgeplaudert, und wir werden davon entsprechenden Gebrauch zu machen wissen! 100, 1800000, 1903 60000 000,- 60 000 000, 9710 000, 716173, 8455,50 Berlin und amgegend. Zur Lohnbewegung der Treppenbau- Arbeiter. Die Kommission der Arbeitnehmer und Arbeitgeber hat sich in 9710000,- ihren Sizungen auf einen zwischen beiden Organisationen vom 649 100,40 1. Februar d. J. bis 1. Februar 1906 abzuschließenden Vertrag mit 9567,-folgenden Grundbedingungen geeinigt: Die Arbeitszeit beträgt 52 Wochenstunden, Ueberstunden sind 24 720 199,25 24 231231,90 112075483,36 88281410,65 zu vermeiden. Der Mindestlohn beträgt pro Stunde 55 Pf. Dieser Lohn ist an jeden gelernten Arbeiter zu zahlen, der noch nicht in der Treppengeländer- Branche gearbeitet hat. Für die durch Unfall, Alter oder Invalidität minderleistungsfähigen Gefellen, sowie für Junggesellen im ersten Gesellenjahre unterliegt die Festjeung des Lohnes der freien Vereinbarung. Alle anderen Arbeiter haben entsprechend ihrer Fähigkeit höhere Löhne zu verlangen. Die zurzeit gezahlten Löhne sind, soweit dieselben bisher unter 30 M. betragen, um 10 Proz., Löhne, die über 30 M. betragen, unt 7% Proz. zu erhöhen. Die Erhöhung der über 70 Pf. gezahlten Stundenlöhne unterliegt der freien Vereinbarung. Jeder auf dem Bau beschäftigte Arbeiter erhält pro Tag 75 Pf.( d. h. bei vollen Tagen) oder bei nur stundenweiser Beschäftigung 9 Pf. pro Stunde Zuschlag. Die Konsortialbestände umfassen: feft verzinsliche Werte 4 604 000 M.( 4 758 000), Eisenbahn-, Schiffahrts- und Bantattien 5 077 000 2.( 4 602 000 M.), Grundstücksgeschäfte Berlin und Vororte 1 587 000 m.( 1 460 000 m.), Elektrizitätswerke 2 509 000 m. ( 2 576 000 M.), diverse Industrie- Unternehmungen 5426 000 m. ( 5 011 000 m.). Das Effektenkonto setzt sich zusammen aus: Deutsche Staatsund Stadt- Anleihen 2847 000( 2 813 000 m.), Ausländische Fonds 1 146 000 m.( 940 000 M.), Eisenbahn- und Industrie- Obligationen 912 000 2.( 1 360 000 M.), Aktien von Eisenbahn-, Bant- und Industrie- Gesellschaften 6 496 000 202.( 8 657 000 M.) Außerdem sind noch entsprechende Vereinbarungen über Fahrgeldentschädigung usw. sowie über die einzelnen Affordpofitionen getroffen worden. Auch ist zur Schlichtung von Differenzen eine Schlichtungskommission vorgesehen. Bereits bestehende bessere Lohnbedingungen bleiben von dem Vertrage unberührt. Die Bilanz weist eine beträchtliche Ausdehnung des Geschäftsumfanges nach, die allerdings teilweise mit einem weiteren Rückgang der Liquidität erkauft ist. Die Verbindlichkeiten Atzepte und Kreditoren stellen sich auf rund 136,8 Millionen Mark, denen selbst dann, wenn man die gesamten Effekten hinzurechnet, an sogenannten flüssigen Mitteln nur zirka 105,3 millionen Mark gegenüberstehen, nämlich Kassa 5,89 Millionen Mark, Coupons und Sorten 1,88 Millionen Mark, Bankguthaben 7,67 Millionen Mart, Wechsel 41,42 Millionen Mark, eigene Effetten 11,4 Millionen Mart, Reports und Lombardgelder 37,03 Millionen Mark. Die Differenz beträgt also zirla 31 Millionen Mark; beim vorigen Abschluß stellte sie sich dagegen nur auf 17 und bei dem für das Jahr 1902 nur auf 2 Millionen Mart. Das Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat will, wie verlautet, Arbeit wird am Montag wieder aufgenommen. nach Beendigung des Streits die bisherige Fördereinschränkung auf Mit vorliegendem Vertragsentwurf beschäftigte sich gestern abend eine gut besuchte Versammlung der Arbeiter. Nach reger Aussprache wurde der Entwurf fast einstimmig gut geheißen. Allgemein war auch die Auffassung vorhanden, daß auch die heute stattfindende Versammlung der Arbeitgeber dem Kommissionsentwurf ebenfalls ihre Zustimmung geben werde. Der Streit der Gummi- Arbeiter in der vereinigten BerlinFrankfurter Gummiwaren- Fabrik ist beendet. Am Donnerstag fanden Verhandlungen mit der Direktion statt, an welchen auch der Bevollmächtigte Bruns des Verbandes der Fabrikarbeiter teilnahm. Die Der gemachte Abzug wird fallen gelassen, der strittige Artikel Französische Deputiertenkammer. Paris, 10. Februar.( W. T. B.) Morlot( radik.) begründet eine Interpellation über die Kirchenpolitik. Er schreibt die jezige Lage der Diözesen, die keinen Bischof und keinen Generalvikar haben, der unvollständigen Gesetzgebung zu und führt aus, der Regierung ständen zwei Lösungen zu Gebote, entweder die ftrifte Anwendung oder die Kündigung des Konkordats. Unter dem Beifall der äußersten Linten fritt der Redner für letztere Lösung ein. Morlot führt weiter aus, die Vorlage betreffend die Entstaatlichung der Kirche sei keine ausreichende Antwort auf die provozierende Politik des Vatikans. Die Regierung müsse erklären, daß sie fest entschlossen sei, die Trennung von Kirche und Staat durchzuführen, und sie werde die republikanische Mehrheit des Landes hinter sich Gauthier de Clagny haben.( Lebhafter Beifall links.) ( Nationalist) gibt der Ueberzeugung Ausdrud, daß der Gesehentwurf lediglich ein Ableitungsmittel sei und in der gegenwärtigen Legislaturperiode nicht mehr zur Verabschiedung Lommen werde, und empfieht, vor allem die Arbeiterpensionsfrage zu erledigen. ( Beifall rechts und im Zentrum, Lärm links.) Abbé Gahraud von der Rechten fagt, es wäre weise, wenn man ein friedenstiftendes Werk verrichtete, die Beziehungen zum Vatikan wieder anknüpfte ( Proteftrufe links.) Minister und das Konkordat revidierte. Bienvenu Martin erklärt: Die zurzeit vatanten Diözesen werden vakant bleiben, die Diözese Dijon betrachtet die Regierung ( Beifall links.) Das einzige Mittel zuc aber nicht als vakant. Beendigung der anormalen Lage ist die Entstaatlichung der Stirche. Die Regierungsvorlage ist eingebracht und wir werden dafür Sorge tragen, daß sie so schnell als möglich zur Erledigung kommt.( Leb Die Deputiertenafmmer nahm mit 386 gegen 111 Stimmen hafter Beifall auf der ganzen Linten und Bravorufe.) eine von Rouvier gebilligte Tagesordnung Sarrien an, welche befagt, angesichts der Haltung des Vatikans müsse die Regierung die Vorlage über die Trennung der Kirche vom Staat zur Verabschiedung bringen, ein Vierteljahr aufheben und den Zechen die volle Förderung frei zu den alten Bedingungen nach wie vor bezahlt; die schon gesund zwar nach der Botierung des Budgets und der Militärvorlage. folgt ist und der ungefähr 15 000 Wagen täglich betragen hat. Aller- worbenen werden insgesamt wieder eingestellt, Maßregelungen finden dings wird, wie es heißt, die volle Förderung nicht gleich stattfinden nicht statt. tönnen, da zunächst die Aufräumungsarbeiten vorgenommen werden müssen, um die Schäden zu beseitigen, die durch den Streit, entstanden sind. Es wird sich ja zeigen, ob das Kohlensyndikat tatsächlich die Förderung völlig freigeben wird. Seiner früheren Preispolitik nach erscheint es nicht ausgeschlossen, daß es den„ Kohlenmangel" noch eine Zeit lang aufrecht erhält und ihn zum Anlaß von Preissteigerungen nimmt. Auch wurde die Errichtung eines Arbeiterausschusses gewünscht, und vom Herrn Direktor Spannagel, der bei den ganzen Werhandlungen ein weitgehendes Entgegenkommen an den Tag legte, wurde erklärt, daß er selbst, fotveit dieses ihm möglich, sich für die Bildung von Arbeiterausschüssen in sämtlichen für die genannte Firma in Frage kommenden Fabrifen bei der im Frühjahr stattfindenden Generalversammlung verwenden wolle. durch welches das Verlangen ausgesprochen wird, daß im Laufe der Sodann wurde einstimmig ein Amendement Sembat angenommen, Seffion das Arbeiterpensions- Gesetz votiert werde. Die zweijährige Dienstzeit vor dem Senat. Paris, 10. Februar.( W. T. B.) Die Beratung über die Vorlage betreffend die zweijährige Dienstzeit wird fortgesetzt. Die Beftimmung, wonach die Mediziner und die Geistlichen in das Sanitätsforps eingestellt werden sollen, wird aufgehoben. Boudenoot schlägt ein Amendement vor, wonach die Uebungsperioden der Reservisten ber Territorialarmee verkürzt werden sollen. Kriegsminister Berteaug erklärt, daß er mit diesem Vorschlag einverstanden sei. Das Amendement wird aber mit 164 gegen 114 Stimmen abgelehnt. Der Senat nimmt sodann ein Amendement an, wonach neue Kapitulationen auf 1½ und 2½ Jahre abgeschlossen werden dürfen. Die Sigung wird darauf geschlossen. Achtung, Kleber! Den bei uns organisierten Kollegen wird Von Bedeutung für die Zukunft ist, daß die großen Macher hierdurch nochmals mitgeteilt, daß laut Bersammlungsbeschluß vom immer stärkeren Einfluß auf das Syndikat gewinnen. Wie die 5. Februar jeder zu neuen Bedingungen arbeitende Kollege pro Duisburger Zeitung" erfährt, wird jetzt auch Herr Schlütter, bis- Arbeitstag 25 Pf. Streiffteuer zu entrichten hat. Die Entrichtung heriger Direktor der Stinnesschen Zechen, demnächst in den Vor- dieses Beitrags erfolgt heute Sonnabend, abends von 5 Uhr ab und stand des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikats eintreten. Sonntag, vormittage von 9-1 Uhr im Bureau, Schützenstr. 18/19. Arbeitsberechtigungsfarten unferer Organisation, in welchen bis Baris, 10. Februar.( W. T. B.) In dem heute im Elysée abGroße Berliner Straßenbahn. In der heutigen Aufsichtsrats- Montag diese Beiträge nicht geflebt find, haben keine Gültigkeit fizung wurde beschlossen, der auf den 11. März d. Js. einzuberufen- mehr, und machen wir hier auf die Bauarbeiter gehaltenen Ministerrate wurde über die heute in der Deputiertenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von aller Branchen ganz befonders aufmerksam. fammer eingebrachte Interpellation betreffend die Beziehungen 71 Proz.( i. B. 8 Proz.) auf das gegenüber dem im Vorjahre um Ferner find alle etwaigen fich am Sonnabend bei der Lohnzahlung zwischen Staat und Kirche verhandelt. Die Regierung wird zur Beergebenden Differenzen sofort im Bureau persönlich zu melden. antwortung der Interpellation bereit sein, sobald die Kommission, 14 297 400 Mark erhöhte Attienkapital in Borschlag zu bringen. Der Vorstand des Vereins der Kleber Berlins und Umgegend. welcher der die Trennung von Staat und Kirche betreffende Gesetzentwurf überwiesen ist, ihren Bericht erstattet haben wird. Hörder Bergwerts- und Hüttenverein. Die für das erste HalbHusland. jahr des laufenden Geschäftsjahres aufgestellte Rohbilanz des Hörder Die Revolution in Rußland. Bergwerks- und Hüttenvereins ergibt folgendes Resultat: Der Be- Die Lohnbewegung der Herrenkonfektions- Arbeiterinnen und triebs- Ueberschuß nach Abzug der Berwaltungskosten beträgt Arbeiter Kopenhagens führt allem Anschein nach ohne größere Petersburg, 10. Februar.( W. T. B.) In der Umgebung 2792 807 M. Nach weiterem Abzug der Zinsen 2e. von 316 285 M. Kämpfe zu einem annehmbaren Ergebnis. Durch die Verhand- des Putilowwertes breitet sich der Ausstand aus; ungefähr fünfzehit verbleiben 2 471 222 m. gegen 2 885 108 m. bezt. 2423 876 M. im lungen mit den Fabrikanten ist über den Tarif der Arbeiterinnen Werte mit 17 000 Arbeitern haben die Arbeit eingestellt. Nur zwei Borjahre. Die Ergebnisse der ersten zwei Monate des Jahres 1905 bereits eine Einigung erzielt worden, was die wesentlichen Be- Werke arbeiten. In der Stadt sind beunruhigende Gerüchte im werden infolge des im Januar ausgebrochenen Bergarbeiter- Streits stimmungen anbelangt. Hinsichtlich des Gehülfentarifs sind jedoch Umlauf, aber in Wirklichkeit ist alles ruhig. Die Ordnung ist noch mehrere strittige Punkte zu erledigen, über die weiter ver- nirgends gestört. Laut Bekanntmachung ist der verstärkte Vernicht unwesentlich beeinträchtigt. teidigungszustand in den Gouvernements Salisch, Sedlez, Radow, handelt wird. Der Streit der Zuschneider dauert fort. Die der Stadt Koutaice, in den Bezirken Koutaice, Dzourzest, Norojenaši Organisation der Zuschneider hat an die Fabrikanten am Dienstag und dem Gouvernement Koutaice eingeführt. Berantw. Redakt.: Paul Büttner, Berlin. Inserate verantw.( mit Ausnahme der„ Neue Welt"-Beilage): Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanst. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagen. aid Nr. 36. 22. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Souabend, 11. februar 1905. 188. Sigung vom Freitag, den 10. Februar 1905, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky. Bertreter " der Landwirtschaft für die Krankheit eines wichtigen Gliedes der Volks- würde ja doch nur Wert haben, wenn es nun der fran wirtschaft. Er hat wohl nie Gelegenheit gehabt, das Wachstum zösischen Landwirtschaft befonders gut ginge eines Menschen von Anbeginn an zu verfolgen.( Heiterkeit.) Da zeigt unter den Schutzöllen.( Buruf bei den Konservativen: fich auch die Eigentümlichkeit, daß zuerst der Kopf ganz groß ist tut es auch!) Ich habe diesen Zuruf erwartet und mir ein Blatt und dann mit dem Kleinerwerden des Kopfes die anderen Glied- aus der Kreuz- 3eitung" aufgehoben, in der die französische maßen wachsen. Nehmen Sie es mir nicht übel, wenn ich in diesem Landwirtschaft in den trübsten Farben geschildert wird. Falle die Landwirtschaft den Kopf nenne. Num tönnte ein„ fluger"( Große Heiterfeit links.) Ich kann doch nicht annehmen, daß ein so Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der ersten Beratung Arzt kommen und sagen: Der Stopf bleibt ja zurück und wächst ernstes Blatt wie bie treuz- Beitung" ums etwas vorfchwindelt. nicht in entsprechendem Maßstabe. nicht in entsprechendem Maßstabe. Das ist genau der Stand-( Erneute Heiterfeit lints.) Und doch kann Frankreich diese Zölle noch der Sandelsverträge mit Italien, Belgien, Rußland, Rumänien, punkt des Herrn Reichsfanglers. Die naturgemäße Ent- eher vertragen, weil es nicht unsere Bevölkerungszunahme hat. der Schweiz, Serbien und Desterreich- Ungarn. wicklung beklagt der Herr Reichskanzler als Krankheit eines wichtigen Unsere Bevölkerungsvermehrung beruht auf der Verminderung der Abg. Gamp( Rp.): Bismard hatte den Grundsas, politische Gliedes, und der Doktor Bülow- Eisenbart tommt und schröpft einem Sterbeziffer, nicht auf der Bermehrung der Geburtenziffer. Im Zugeständnisse dürften nicht durch wirtschaftliche Opfer erkauft Teile das Blut ab und pustet den anderen auf. Und dann erwartet er, Jahrzehnt, wo wir die höchsten Getreidepreise hatten, war die werden. Er hat durch sein ſtaatsmännisches Genie es auch ver- daß ein gesundes Wesen daraus entstehe.( Sehr gut! und Heiterkeit Sterbeziffer sehr hoch. Erst im Jahre 1894, mit dem standen, diesen Grundsatz durchzuführen. Graf Capribi, man links; große Unruhe rechts.) Es hat mich gewundert, wie der russischen Handelsvertrag, fant die Sterbe mag sonst denken über ihn, wie man will, war jedenfalls Finanzminister seine Anschauung begründet hat, daß die kleinen Be- 3iffer rapide herunter. Das machten befferer Verdienst kein Freund der Landwirtschaft. Wenn die gegen wärtigen Verträge nicht besser find, so liegt das daran, daß die fiber große Vorteile von den Getreidezöllen haben. Er hat zum und billigeres Brot. Speziell die Tuberkulose hat ab Beweise lediglich angeführt, daß es viele fleine und mittlere Betriebe genommen, das hat vor allen die Verbilligung der Lebensmittel des Auslandes immer wieder auf Aeußerungen in Deutschland gäbe. bewirkt. In England sind sie noch billiger, und die bon Mitgliedern dieses Hauses hinweisen konnten, die, an Aber aus der großen Zahl der Betriebe ergibt sich doch noch Tuberkulose ist auch geringer. Ihre Politik ist also eine geblich als Sachverständige, erklärt hatten, dieser oder nicht, daß fie Borteil haben von den Getreidezöllen. maffenmörderische!( Lachen rechts.). Daß sogenannte Handels jener Bollſatz sei unmöglich. Aber Graf Bülow hat versprochen, wie außerordentlich niedrig muß der preußische Finanz- verträge möglich waren auf Grund des neuen Tarifs, habe der Landwirtschaft zu helfen, und ich fann im Namen meiner minister die Intelligenz der Mehrheitsparteien im Landtage ich schon vor zwei Jahren angeführt. Aber es tommt nicht darauf an, wie politischen Freunde erklären, daß Graf Bülow diese einschäßen, daß er ihnen mit solchen Argumenten kommt. Die Dinge heißen, sondern wie sie find. Die„ Handelsverträge" Woche sein Versprechen eingelöst hat, und daß er für Herr Kämpf hat schon darauf hingewiesen, daß ein Mann, der mit sollten lieber Mißhandelsverträge heißen( Sehr richtig! und Herr Heiterfeit links, Widerspruch rechts), denn sie mißhandeln die Wohlreichen war.( Beifall bei der Reichspartei.) Es kann ja nicht Gamp meinte, Fürst Hohenlohe habe da nur vorgelesen, was ihm fahrt des größten Teiles der Nation. Und dafür haben wir große zweifelhaft sein, daß die Landwirtschaft, wenn diese Verträge nicht ein Geheimrat vorlegte. Herr Gamp, der mit den Verhältnissen der russische Anleihen aufnehmen müssen. Freilich die Russen bezahlen zustande gekommen wären, weiter unter den Caprivischen Handels- vortragenden Räte ausgezeichnet Bescheid weiß, hat ja vielleicht bei pünktlich ihre Zinsen so lange ihnen noch jemand pumpt. Sie verträgen hätte leiden müssen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemo- chem traten.) Giniges ist für die Landwirtschaft erreicht, so die Erhöhung man ch e m Miniſter mit dieser Vermutung recht( Sehr gut! links), handeln nach dem Heineschen Vers: aber unglüdlicherweise hat er gerade den Fürsten Hohenlohe genannt. des Haferzolles von 2,80 M. auf 5 M., anderes ist nicht erreicht, Fürst Hohenlohe hat nämlich mal selbst mit mir über diese Frage Mensch bezahle Deine Zinsen, 3. B. ist der Rübsenbau nicht geschützt. Ich kann dem Grafen Bosa- gesprochen. Lang ist Deine Lebensbahn, Und Du wirst noch öfter pumpen, dowsky nicht beipflichten, daß die Verbilligung der Futtermittel für gesprochen.( Minutenlanges Gelächter rechts.) Er betonte, daß er seine Ueberzeugung aus dem Studium der landwirtschaftlichen Wie Du es schon oft getan. die Landwirte günstig sei; denn sieben Achtel aller Futtermittel Enqueten gewonnen habe, die bekanntlich 1886-1892 von den Große Heiterkeit.) Als die freifinnigen Blätter schrieben, der ruffische Hoffnung aussprechen, daß die Reichsregierung den Meistzoll immer wieder darauf hingewiesen, wenn die Landwirtschaft sich in Millionen, schrieben die offiziösen Blätter, das sei wieder so ein freiin Deutschland find einheimisches Produkt. Ich möchte die dringende Bundesstaaten in umfangreichem Maße veranstaltet wurden. Dort ist( Große Heiterkeit.) Als die freifinnigen Blätter schrieben, der rufftſche Bolltarif werde erkauft gegen eine russische Anleihe von 400 bis 500 Bolltarif werde erkauft gegen eine russische Anleihe von 400 bis 500 im Verkehr mit Amerita nicht weiter ermäßigt. Die Zölle für Pferde, Schafe und Schweine find befriedigend. und der mangelhaften Viehzucht.( Gelächter rechts, sehr richtig! haben fie sich dieser„ vergifteten Wasser" gar nicht mehr erinnert. Not befindet, so beruht das auf dem zu ausgedehnten Getreidebau Millionen, schrieben die offiziösen Blätter, das sei wieder so ein freifinniger Schwindel. Als aber dann die Anleihe aufgenommen wurde, 1903 exportierte Deutschland über drei Millionen Schweine. Jedenfalls die Einsichtigen müssen also zugeben, daß es Nachbar- links.) Als ich Ihnen seinerzeit vieler solcher Gutachten verlesen haben sie sich dieser„ vergifteten Wasser" gar nicht mehr erinnert. gebiete geben muß, wo der Preis der Schweine höher ist als babe, haben Sie genug, genug" gerufen und der Präfident hat Wir gehen den denkbar traurigsten Zuständen entgegen, Der Reichsbei uns. 28ir hätten ja sonst keinen Vorteil vom Exportieren. 23 ir mit Rüdficht auf das Haus unterlassen; ich tönnte Ihnen aber noch wirtschaftsrates, von der Saat, die in den Dezembertagen gefäet sei, Wir mich gefragt, ob ich noch viel verlesen würde. Daher habe ich es fangler Graf Bülow sagte auf dem Bankett des deutschen Landwollen ja überhaupt teinen Borteil für uns.( Ge- werde jezt die Ernte eingebracht. Es ist eine traurige Ernte, lächter links.) Was wir wollen, geschieht im Interesse unserer Arbeiter. Hunderte solcher Aeußerungen verlesen. Fürst Hohenlohe entnahm die sie aus trauriger Saat einheimsen werden. Sie dürfen sich nicht ( Große Heiterfeit bei den Sozialdemokraten.) Wir möchten die diesen Enqueten, daß 66 Proz. aller Betriebe, das heißt etwa wundern, wenn die bisher relativ guten Zustände Deutschlands rasch 15 Millionen Menschen, die Familie But drei Köpfen für uns ungünstigste Teil der ganzen Verträge ist die Seuchen Ein anderer Mann, der sogar von der Regierung fo oft zitiert ist, links. Fronisches Bravo rechts, das minutenlang andauert. Erneuter Schweineproduktion möglichst selbst übernehmen.( Heiterkeit.) Der gerechnet- von erhöhten Getreidepreisen keinen Vorteil hätten. unerträglich werden, wenn aller Fortschritt aufhört und wenn Sie Sturm eruten; denn Sie haben Wind gesäet.( Lebhafter Beifall tonvention mit Desterreich- Ungarn. Einzelne öster der Nationalo tonom Prof. Conrad in Halle, schreibt, es handele sich reichische Gehöfte sind bis zu 10% verseucht. Bei uns wird ein lediglich um den Kampf der Großgrundbesizer, und zwar nicht um Beifall links.) Gehöft schon gesperrt, wenn nur ein Fall von Rotlauf vorkommt ihre Eristenz, sondern um ihren jetzigen Besitzstand. Der Klein- Staatssekretär Graf Posadowsky: Die Anekdote von der UnterNach der neuen Konvention ſollen überhaupt nur kleine Bezirle bauer habe gar kein Interesse daran.( Beifall links.) Sie zitieren baltung des Fürsten Bismard mit dem Fürsten Gortschakoff nach Erder Grenze gesperrt werden. Wenn Desterreich sagt, es herrsche Aber auch Schäffle hat dasselbe gesagt.( Bu- höhung der deutschen Getreidezölle darf nicht mit so übermäßiger dort oder dort Gesundheit, so sind unsere Hände vollständig gebunden. ftimmung links.) Hollmann hat mit solchen vergifteten Waffen" deutscher Gründlichkeit behandelt werden, wie der Herr Vorredner Es scheint, als ob wir genötigt find, diese Verträge alle ohne Aus- gefämpft. In meinem Wahlkreise ist ein Bauerndorf, da gibt getan hat. Fürst Bismard legte eben stets den größten Wert darauf, nahme zusammen anzunehmen. Dann werden wir uns aber doch überlegen müssen, ob wir nicht das Reich verpflichten sollen, für den es keinen einzigen Bauern, der auch nur einen Zentner Getreide die fremden Regierungen nicht zu beleidigen und ihnen das Unberkauft! Aus Oberhessen wird ebenfalls berichtet bon angenehme von der weniger tragischen Seite darzustellen. Glaubt durch die Verseuchung verursachten Schaden aufzukommen. ohne diese Unterhaltung nicht entwickelt hätte? Die Industrie hat leineswegs erreicht, was sie ganz unparteiischer Seite, daß die Bauern so gut wie gar kein der Abgeordnete Gothein wirklich, daß sich die russische Industrie to in schle. Wenn sich auch nichts wird andern laſſen, ſo halte ich Intereſſe am Steigen der Getreidepreiſe haben. In Pommern hat ruht darauf, daß auch in Rußland ein Kulturbolt entwickelt ist, das wünschte. so ein Kreisvorsitzender des Bundes der Landwirte es doch für notwendig, zwei besonders schwer geschädigte Industrien selbst gesagt, daß ein Bauer unter 10 Hektar Befits kein Ge will. Wenn es wahr ist, daß kein Zoll Deutschland nüzt, so kann hier noch besonders zu erwähnen. Die Papier- und Pappe- Industrie elbst gesagt, daß ein Bauer unter 10 Settar Befits kein Ge- feine Sülfsquellen allmählich mit Hülfe der Industrie aufschließen hier noch besonders zu erwähnen. Die Papier- und Pappe- Industrie treide verkaufen kann; die Bauern selbst sezten diese Grenze sogar auf umgekehrt auch kein Zoll den deutschen Konsumenten belasten. ist fast völlig ungeschützt geblieben. Sehr schwer ist auch die Textil- treide verkaufen kann; die Bauern felbft setzten diese Grenze fogar auf will. Wenn es wahr ist, daß kein Boll Deutschland nüzt, so kann industrie, insbesondere im Kottbuser Bezirte, getroffen. Ihre Aus- 15-20 Settare hinauf. In der ganzen deutschen Landwirt- umgekehrt auch kein Boll den deutschen Konsumenten belasten. Der Abgeordnete Gothein prophezeite, ich werde ihn sicherlich schaft stammen nur 20 Proz. der Einnahmen aus fuhr nach der Schweiz und nach Rumänien ist durch die neuen an diese Prophezeiung erinnern, daß bei den hohen Getreidezöllen dem Getreideverkauf. Hohe Getreidepreise find immer der Handelsverträge fast völlig unterbunden. Sie hat dem Vertreter Berberb für des Auslandes ein Export der deutschen Industrie unmöglich wäre. für den Kleinbauern gewesen.( Lachen rechts.) bon Nottbus im Reichstage, meinem Freunde v. Dirksen, ausdrücklich die Aufforderung gefandt, gegen die Handelsverträge iſt In England fängt die Bewegung 1760 an. Vorher blühte der Auf der anderen Seite leugnete er die Wirksamkeit hoher Getreidezu stimmen.( Hört! hört! lints.) ir find damit einverstanden, englische Bauernstand. Er ging unter infolge der hohen Getreide- ölle für die deutsche Landwirtschaft. Das ist ein zweiter Widerdaß die Handelsverträge einer Kommission überwiesen werden, wenn preise.( Widerspruch.) Wann ist nun im deutschen Often der Bauer pruch. Daß die Preise für landwirtschaftliche Produkte gestiegen zu Grunde gegangen? wir dort auch nicht so eingehend vorgehen wollen wie beim Bolltarif. Berte darüber kennen, so die von Knapp und Fuchs und, sind, fagt gar nichts. Ich habe schon neulich ausgeführt, daß die Sie sollten wenigstens die grundlegenden Bruttokosten gegenüber den Preifen der Produkte unverhältnismäßig Maß in der Steigerung der Lebenshaltung der Arbeiter nicht einig. deutschen Patrioten, ich ( Lachen links.) Herr Kaempf und Herr Bernstein waren sich über das wenn sie diese nicht kennen, lesen Sie das Wert eines großen hoch sind und daher die Not der deutschen Landwirtschaft kommt. Man mag von der vielleicht übertriebenen Agitation Ich glaube mit Herrn Staempf, daß die Lohn- und Arbeitsverhältnisse, lleber das Aufkommen der Leibeigenschaft". Er hat un- man will, aber wenn sich der Landwirte eine so tief gehende Ernst Moriz Arndt der landwirtschaftlichen Interessenkreise benten, was insbesondere der gewerblichen Arbeiter, sich ganz bedeutend gebessert haben. Auch die Verhältnisse der landwirtschaftlichen Arbeiter haben sich widerleglich nachgewiesen, daß lediglich die Betriebsumwälzung, Bewegung bemächtigt, wie in den letzten zehn Jahren, so müssen gern Schäffle. Gedicht: ich meine " Jetzt werden nicht die Großen, Die Männer und die Fraun, Jezt werden auf den Bloßen auch wir gehaun." Diese Entwickelung gebeffert, obwohl die Landwirtschaft ja eigentlich überhaupt nicht viel tiefe Gründe dafür maßgebend gewesen sein. Es liegt aber im legen" verschuldet hat. Die Junfer haßten ihn auch wegzugeben hat. Wenn Herr Bernstein sagt, die Ansprüche der Bauern seien gestiegen, fo bat er feine Ahnung von den landwirt. deshalb und wollten ihn aus dem Lande weisen, was die politischen Interesse der gegenwärtigen Regierung, den berechtigten Bauern seien gestiegen, so hat er keine Ahnung von den landwirt schlimmste Strafe war. Den Bauern verwies man nicht aus dem Wünschen der Landwirtschaft entgegenzukommen. Das haben wir oft schlechter gestellt als ihre eigenen Arbeiter, nähren sich schlechter Benn ein flüchtiger Knecht eingefangen wurde, bekam er 30, wenn es Getreidepreisen war die Auswanderung aus England auf die Nachschaftlichen Verhältnissen.( Sehr wahr rechts.) Die Bauern find Lande, denn das wäre ja teine Strafe, sondern ein Vorteil für ihn. getan. Zwischen hohen Getreidepreisen und der Auswanderung besteht keinerlei Zusammenhang. Gerade unter den niedersten und müssen mehr arbeiten als diefe.( Lebhafte Zustimmung rechts.) eine Magd war, 25 aufgezählt, ich brauche nicht zu sagen, wohin. richt von märchenhaften Löhnen hin, die in Amerika gezahlt werden Kollege Bernstein warnte vor einer Ueberspannung der Getreide- Der Reichskanzler, der ja Mecklenburger von Abstammung ist, sollten, am allergrößten. Es ist unrichtig, daß die meisten Landwirte preise, es tönnten sonst Hungerjahre kommen. Er wird mir zu fann ja in den Aften darüber nachsehen. In Mecklenburg fein Getreide vertaufen. geben, daß je größer die inländische Produktion ist, desto niedriger paffterte auch einmal das Versehen, daß die Prügelstrafe bloß irtschaften von 2 bis 4 hektar große Summen Unsere amtliche Statistit ergibt für geolie inb. die Preise sind. Wenn Mißernten fommen, fönnen ja die Zölle für die Erwachsenen bestände, nicht für die Kinder.( Seiterkeit.) Als fuspendiert werden. Was die hohen Kartoffelpreise mit dem Boll biefer Bustand beseitigt wurde, brachte der„ Kladderadatsch" das Gekauftes?) was wieder getauft worden ist, geht bertauften Getreides.( Buruf links: Und wie viel tarif zu tun haben, verstehe ich nicht. Die Frühkartoffeln, die so teuer sind, werden übrigens von den Arbeitern und ihren Vertretern uns gar nichts an.( Große Heiterkeit und Unruhe links.) Gegenwenig gegessen.( Zuruf: Von den Vertretern doch!) Ich bin gern über dem Abg. Gamp bemerke ich, daß die österreichischen Sperrbereit, Ihnen auf zehn Jahre Startoffen zu 1,20 W. zu beschaffen, bezirke sehr groß sind, und daß wir es strikte abgelehnt haben, die wenn Herr Singer die Garantie übernimmt.( Große Heiterkeit.) Der Grenzsperrung von einem zahlenmäßigen Grad der Verseuchung Kollege Sternberg( Heiterkeit) hat auch auf die ungünstigen Wohnungsabhängig zu machen. Die spezielle Antwort gegenüber dem Abg. verhältnisse für die Arbeiter hingewiesen. Diese gebe ich zu. Das( Große Heiterkeit im ganzen Haufe.) Das sind die Wirkungen der Gothein will ich dem Staatssekretär Wermut überlassen. Ich will beste Mittel dagegen wäre, wenn jeder, der nach einem Orte hohen Getreidepreise. Die steigende Rentabilität des Getreidebaues nicht auf die Bollfäße, sondern nur auf die neuen Formen des zieht, erst den Nachweis erbringen muß, daß er eine dauerte bei uns bis etwa 1880, dann trat der Stillstand ein. internationalen Warenaustausches eingehen. Daß z. B. Rußland fanitären Ansprüchen genügende Wohnung hat. Das ist keine Inzwischen hat sich die englische Landwirtschaft den veränderten Ver- den Verzicht auf das Ausfuhrverbot von Holz ausgesprochen hat, ist Beschränkung der Freizügigkeit( Lebhafter Wider- hältnissen angepakt, sich der Milchwirtschaft, dem Obst- und Gemüse für unsere Sägenmüllerindustrie wichtig. Sehr wichtig sind die Ausspruch links), sondern ein durchaus billiges Verlangen.( Sehr bau gewidmet. Heut beträgt der Wert der Erzeugnisse des Grund funftsstellen, ferner die Einreichung des Warenverzeichnisses, ferner richtig! rechts.) Die Landwirtschaft hat in den letzten 30 Jahren und Bodens 50 Broz mehr als zur Zeit der höchsten Getreidezölle. hat sich Rußland verpflichten müssen, daß auch noch in Fällen, wo feine Renten mehr abgeworfen. Gott möge Deutschland vor eng Wenn eine riesige Steigerung des Preises aller tierischen Erzeugnisse, feine obersten Bollbehörden gesprochen haben, noch diplomatische Verlischen Zuständen bewahren!( Beifall rechts.) die wir an der Hand der Statistit leicht nachweisen fönnen, im handlungen erlaubt find. Ich erinnere an die Regelung des UrAbg. Gothein( frs. Vg.): Wir können dem jezigen Reichstanzler legten Menschenalter erfolgt ist, wozu ist dann für sie noch ein er- heberrechts, ein alter Wunsch unserer Buchindustrie, dann die Verganz außerordentlich dankbar sein für die Mitteilung jener Anekdote, höhter Zollschutz notwendig? Gerade mit finkenden Getreide- einbarungen über den Arbeiterschuß. In der Zollpolitik schreiten der zufolge Fürst Bismarck zum russischen Minister gesagt hat: preisen ist der Wert der tierischen Produkte in England ge- wir in der Welt voran, und wir haben ein Interesse daran, daß Weinen Sie nicht, unsere Agrarzölle werden Ihnen eine Industrie ftiegen. Die Interessen bon Groß und Kleingrundbefiz andere Länder uns nachfolgen. Nun ( Sehr wahr! links.) fchaffen." Die Ergänzung zu diesem ,, Ne pleurez pas"( Weinen Sie find also ftrift entgegengesetzt. Wir haben ferner erreicht, was besonders wichtig für Lübeck ist, nicht!) ist aber, zur eigenen Industrie zu sagen: Pleurez! fagte Graf Bülow auf dem Festmahl des Landwirtschafts- daß unser Verhältnis zu Finnland das alte geblieben ist, und daß ( Weinen Sie!). Selbst ein Organ, welches dem Reichskanzler so rates, man folle die landwirtschaftlichen Arbeiter jeß eine Aenderung der Zollverträge in Finnland seitens Rußlands uns wohl gefinnt ist, wie die Weser- Beitung", ist ganz erstaunt und haft machen. Das flingt mir stets etwas unangenehm nach Be zwei Jahre vorher mitgeteilt werden muß. Für unsere Pulverordentlich perpleg über den 3 ynismus des Fürsten Bismard. fchränkung der Freizügigkeit.( Sehr gut! links der Reichskanzler fabriken bedeutungsvoll ist die Erlaubnis der Durchfuhr von Waffen Wir sind nicht erstaunt. Wir haben gewußt, was tommen würde. Da winft mit der Hand ab.) Gerade bei den fintenden Getreidepreisen und Munition nach dem Orient. Wichtig ist ferner die wesentliche mals aber lachte Fürst Bismard und die Neichstagsmehrheit über die im letzten Jahrzehnte sind die Löhne der Landarbeiter gestiegen. Ermäßigung für Schmieröle und Beleuchtungsöle. Die fleinen Narren, die öffentlich ähnliches gesagt haben. Schutzoll" ist eine( Buruf rechts: Auch im Often!) Gewiß, ich will Ihnen zugeben, Handwerker sind nunmehr in der Lage, fleinere Motorkräfte gute Bezeichnung; es handelt sich um den Schuß der ausländischen auch im Dften.( Große Heiterkeit und Hört, hört!" rechts.) Aber in viel größerem Umfange als bisher zu verwenden. Solchen Industrie.( Sehr richtig! bei den Freifinnigen.) Das ist der Schutz das beweist doch mir, daß absolut tein Zusammenhang Handelsvertrag darf man nicht so beurteilen, daß man einzelne gölle der nationalen Arbeit.( Lautes Lachen rechts.) Und diese selbe zwischen Getreidepreisen und Lohnhöhe besteht.( Unruhe rechts.) herausnimmt, ohne irgendwie nachzuweisen, daß wirklich unsere Politit hat sich nicht geniert, gegen uns den Vorwurf zu erheben: Bur Beit der höchsten Getreidepreise mußte den Landarbeitern zu Ausfuhr fachlich geschädigt ist. Daß wir erhöhte Industriezölle Agenten des Auslandes!( Sehr richtig! rechts.) Ist der Agent des schuß aus der Armentasse gegeben werden, damit sie nur nicht vertragen müssen, das wußte jeder. Auf den Kassandraruf erwidere ich, Auslandes, der die deutsche Industrie fördern will gegen hungerten. Nie war das Elend der Landarbeiter unfagbarer als in daß wir mit jedem Atout, den wir in der Hand gehabt haben, auch über der russischen, der österreichischen usw., oder der, diesen Zeiten. Bei Aufhebung des Getreidezolls würde der Preis einen Stich gemacht haben.( Bravo! rechts.) der die deutschen Arbeiter ins Ausland treiben will? Sie des Getreides gar nicht einmal so sehr heruntergehen. Trotzdem Direktor im Reichsamt des Innern Wermuth: Herr Gothein hat ( nach rechts) treiben den Schutz der Grundrente im Inland und wirkt der Getreidezoll ungeheuer schädlich, weil er es immer so hingestellt, als ob jede Bollerhöhung über den jezigen die Industrie ins Ausland.( Lachen rechts.) Was aus dem arbeitenden den Preis außerhalb der Zollgrenzen in den ungeschütten" Tarif prohibitiv wirken müsse. Auf diesem Wege tönnen wir ihm Volf in der Industrie, was aus den Millionen jährlichen Zutvachses Ländern herabdrückt, for daß dort die Arbeiter billiges nicht folgen. Neben dem Schlagwort, mit diesem Zolltarif sei fein 99 wird, ist Ihnen gleichgültig. Das ist der Gipfel der nationalen Brot haben, bei verhältnismäßig billigen Löhnen leidlich Vertrag zu erreichen, hat uns am meisten geschadet das Wort: an Selbverleugnumg.( Lautes Lachen rechts.) Diese Förderung der existieren können, so daß dort die Industrie die günstigsten unseren autonomen Tarif glaubt ja doch kein Mensch. Darauf berussischen, schweizerischen, österreichischen, bulgarischen, serbischen, Borbedingungen hat, um unsere eigene Industrie aus dem rief man sich und wies darauf hin, die Führer unferer Linken rumänischen, italienischen Industrie, läßt alle Ruffentriecherei, die Felde zu schlagen. So mußt der Getreidezoll den Landwirten hätten ja selbst gesagt, unser autonomer Tarif sei nicht wir bis jetzt erlebt haben, weit zurück. Der Herr Reichskanzler hat viel weniger, als er die übrigen Wolfsgenossen schädigt. Die fran- ernst zu nehmen.( Hört! hört! rechts.) Das war natürlich ein großes Lamento gemacht über die Entwidelung des Landes. Er zöfifchen Sozialisten werden von unserer Regierung gelobt, weil sie für uns sehr unangenehm. Es ist uns zwar trotzdem ge mußte aber wissen, daß diese Entwickelung bereits vor den Handels- für Schutzoff waren. Ja, warum sollen die französischen Sozialisten lungen, eine ganze Menge zu erreichen, aber wenn dieses Wort verträgen eingetreten ist. Der Herr Neichstanzler hält diese Entwicklung nicht auch einmal eine Dummheit machen. Aber das Argument uns geschadet hat, so vor allem unserer Ausfuhr.( Hört! hört! rechts). Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Sonn-[ der von verschiedenen Seiten Einwände gegen die Ausführungen ber abend 1 Uhr. Hus der Aus der Frauenbewegung. Hinter den ausländischen Industriezöllen stehen große, einflußreiche| Kapitaliftengruppen. Da war es nicht so leicht, etwas für uns zu erreichen. Wir haben um jede Kopeke, um jeden Heller, Rappen und Centimes schwer ringen müffen. Es wird immer gesagt, DeutschLand sei mit seinen hohen Zollfäßen vorangegangen, so daß die anderen Staaten nachfolgen mußten. Aber als wir 1890-1891 beUeber die Stellung der Frau in Gegenwart und Zukunft sprach reit waren, die Zölle herabzusehen, da brach zwar eine Aera der Lily Braun am 9. Februar in der Sozialwissen Verhandlungen an, aber nicht deshalb, weil andere Staaten das schaftlichen Abteilung" der Wildenschaft der Bedürfnis gehabt hätten, uns mit der Zollherabsetzung nachtöniglichen technischen Hochschule. Die Sizung, zu zufolgen. der auch eine größere Anzahl Damen erschienen war, fand im Was die Maschinenindustrie anlangt, so haben wir selbst an Charlottenburger Kasino statt. In großen Zügen schilderte Frau einer wesentlichen Erhöhung der Zollsäge festgehalten. Andere Braun die umwälzende Einwirkung der Maschine auf das HausLänder, namentlich Rußland, haben dasselbe getan. Wer konnte sie wesen aller Art. Nicht irgend eine Frauenbewegung sei die größte daran hindern? Doch haben wir für Nähmaschinen in Italien, für Emanzipatorin der Frauen gewesen, sondern jene große gewaltige Fahrräder in Desterreich- Ungarn Bollermäßigung erhalten, obgleich Macht, die wie ein Riese hineintrat in das Menschengeschlecht und beide Maschinenarten bei uns gut geschützt sind. mit eisernen Armen alles umflammerte, was Arbeitskraft besaß. ( Was Redner über die Baumwollenindustrie sagt, bleibt großen Sie habe die Arbeit im Hause, wie sie sich früher vollzog, zum großen teils unverständlich.) Teil dort überflüssig gemacht, und bedurfte der Frau außerhalb Für Baumwollgarne haben wir recht nennenswerte Erfolge er- des Hauses. Von den 6½ Millionen erwerbstätiger deutscher zielt. Für Wollgewebe kommt die Schweiz als wichtigstes Ausfuhr Frauen, die 1895 festgestellt wurden, seien nicht weniger als land in Betracht und da ist es uns gelungen, die außerordentlich 5% Millionen Proletarierinnen. Während die Proletarierinnen hohen Zölle soweit herabzudrücken, daß die Ausfuhr, wenn auch noch ausschließlich durch die Not in die Industrie hineingetrieben seien, erschwert, so doch nicht ganz unmöglich gemacht ist. Auch für die wäre unter den Frauen der bürgerlichen Kreise ein Freiheits- und Konfettion tommt vor allem die Schweiz in Betracht. Die Zölle Selbständigkeitsdrang erwacht, der unter anderem auch darauf waren von 105 auf 300 erhöht, und wenn es uns gelungen ist, von beruhe, daß sie mehr und mehr den Wert einer eigenen freien 300 wieder auf 140 herabzukommen, so ist das doch kein un- Persönlichkeit erkannten. Es zeige sich hier eine fortschreitende bedeutender Erfolg, der auch nicht etwa ohne weiteres erreicht fittliche und geistige Gesundung. Ein packendes Bild entwarf ist, sondern mit schweren Opfern nach langen Verhandlungen. Rednerin von den Lebensverhältnissen der Arbeiterinnen und von Gerade für die Edelmetall- Industrie haben wir uns aufs äußerste den schädlichen Einflüssen der Unterernährung und Ueberanstrengung bei den Handelsvertrags- Verhandlungen angestrengt. Besonders bei auf das tommende Geschlecht. Aus den bürgerlichen Frauen Rußland haben wir eine völlige Festlegung erreicht, so daß leber- berufen griff sie besonders den der Lehrerinnen und den der Bühnenraschungen, wie die im Jahre 1900 ausgeschlossen sein dürften. Ich künstlerinnen heraus, um unter Berücksichtigung einwandsfreier stehe ganz auf dem Standpunkt des Abg. Kaempf, daß nicht die Zahlen zu zeigen, wieviel es auch da in rein wirtschaftlicher und in Bindung und Herabseßung der Industriezölle, sondern die sozialer Beziehung zu bessern gäbe. Was habe weiter die Ehe von Stabilität der Verhältnisse das richtigste ist. Wenn immer wieder heute aus den Frauen gemacht. Sie sei in den bürgerlichen Kreisen auf die gegenteilige Ansicht hingewiesen wird, so möchte ich zumeist ein jämmerliches Geschäft. Was Wunder, daß sie zerrissen betonen, daß allerdings 1894 beim Handelsvertrage mit sei und nichts zu tun habe mit dem großen Jdeal der Liebe. Nach Rußland die Hauptsache für uns eine Ermäßigung der einem turzen leberblick über die Minderbewertung der Frau, auch Eisenzölle war. Trotzdem ist unsere Einfuhr an Eisen- Halb- im bürgerlichen und öffentlichen Recht, warf Rednerin die Frage fabrikaten nach Rußland von 50 auf 3 Millionen gefunten, also auf: Wie steht es mit der Zukunft? Wie mit dem Wege zur gänz minimal geworden. Da kann man uns nicht zumuten, eine solche lichen Befreiung der Frau? Da sei besonders der Weg, den die Politik fortzusetzen. Ich möchte noch darauf aufmerksam machen, Frauenbewegung aller Kulturländer eingeschlagen habe. Indessen, daß die Beurteilung der neuen Handelsverträge keine abgeschlossene was die Frauenbewegung erreichen könne, fei nur etwas beschränktes, sein tann. Wir haben zwar das Ende der handelspolitischen wenn auch von Bedeutung für die fernere Entwickelung! Sie könne Attion von uns aus erreicht, indem wir alle fieben eine andere privatrechtliche und öffentlich rechtliche Stellung der neuen Tarifverträge abgeschlossen haben. Aber den fremden Frauen herbeiführen, sie könne der bürgerlichen Frau noch eine Staaten steht der Abschluß neuer Verträge untereinander noch Anzahl Berufe öffnen, aber die Frauen einer wirklich menschenbevor und es wäre besser, daß wir dadurch noch weitere würdigen Zukunft entgegenführen, das könne sie nicht. Es bleibe Verbesserungen für unsere Verträge erhielten. Jedenfalls immer die Abhängigkeit der Frau vom Unternehmertum übrig, die waren wir bestrebt, für unsere Industrie alles unter den gegebenen Sohnsflaberei mit allen ihren schlimmen Schäden, das tiefste Problem Verhältnissen Erreichbare zu erzielen. Wir hoffen, daß es ihr ge- der Frauenbewegung wie der sozialen Bewegung überhaupt. Erst lingen wird, nicht nur sich den erschwerten Verhältnissen anzupaffen, in einer sozialistischen Gesellschaft, die notwendigerweise aus der sondern daß sie auch tatkräftig und umsichtig die zahlreichen Hand- heutigen Wirtschaftsweise erwachsen müsse, werde auch die Behaben für die Ausdehnung des Exportes, die die neuen Handels- freiung der Frau vollendet werden, und die Frau werde dann die verträge ihr bieten, benutzen wird. Wir hoffen, daß auch die Führerin, die Erzieherin, die Freundin der Kinder und die HauptIndustrie auf die Dauer zum Freunde der neuen Verträge werden arbeiterin an der Entwickelung des Menschengeschlechts sein.( Lebwird.( Lebhafter Beifall rechts.) hafter Beifall.) Es entspann sich eine recht animierte Debatte, in N. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Urania, Taubenstr. 48/49. 8 Uhr: Bublikum gegenüber feinerlei Tierleben in der Wildnis. Verantwortung. Theater. Sonnabend, 11. februar. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Undine. Neues fönigl. Opern Theater. Geschlossen. Deutsches. Die Brüder von Sankt Bernhard. Berliner. Des Meeres und der Liebe Wellen. Leffing. Nebeneinander. Weften. Die neugierigen Frauen. Nachm. 22 Uhr: Die Jungfrau bon Orleans. Zentral. Die Jurheirat. Nachm. 3 Uhr: Däumelinchen. National. Der Freischütz. Hörsaal 8 Uhr: Dr. B. Donath: Licht und Farbe. Sternwarte InvalidenPA str. 57/62. CASTAN'S PANOPTICUM. Friedrichstr. 165. Neu! Rosa Wedsted, das finnländische Riesen- Mädchen!!! 2 Meter 20 cm groß! Neu! Das Erwachen des Poseidon! Neues. Ein Sommernachtstraum. Kleines Theater Thalia. Der Kilometerfresser. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Im Hafen. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Die Haubenlerche. Kleines. Angele. Abschied vom Regiment. Residenz. Hotel Pompadour. Luftspielhaus. Anfang 8 Uhr. Angele. Borher: Abschied vom Regiment. Sonntag: Angele. Der Bär. Montag: Die Neuvermählten. schiedssouper. AbDienstag, Mittwoch: Angele. Der Bär. Schiller- Theater Friedrich- Bilhelm0. Wallner- Theater. Sonnabend, abends 8 Uhr: Zum erstenmal: Im Hafen. Drama in 3 Aften von Georg Engel. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Pension Schöller. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Stützen der Gesellschaft. Montag, abends 8 Uhr: Im Hafen. städtisches Theater. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die Haubenlerche. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Der Geizige. Hierauf Der Hexenfang. Sonntag, abends 8 Uhr: Romeo und Julia. Montag, abends 8 Uhr: Fuhrmann Henschel. Zirkus Busch. Fortfchung der Gerben Ringkampf- Konkurrenz. Großen Internationalen M. 7500.- Geldpreise in bar! Ehrenprotektorat: Herr Professor Reinhold Begas. Jek Pedersen( Dänemark) gegen Salt Szuliman( Türkei) Aimable de la Calmette( Frankr.) Josef Smejkal( Böhmen) Emil Nitschke( Berlin) van Dem( Holland) Georg Altmann( Berlin, Amateur) Hans Lang( Bayern) ( Beginn der Kämpfe gegen 8% Uhr.) " " " Seitens der Berliner Amateure Herren Mar Schneider, Georg Altmann, Hermann Gensch, Albert Hein, welche jetzt in Kopenhagen sämtliche Preise in der Konkurrenz mit den ersten dänischen Athletenflubs errungen haben, sind Herausforderungen an die Ringer Zirkus Busch ergangen, des Zirkus welche jett fortlaufend zum Austrag kommen. Relibere erabilientag National- Theater usherdem mit noch nie bagewefenem Katharina II. Trianon. Die glückliche Gilberte. ( Heureuse.) Deutsch- Amerikanisches. New York. Luisen. Don Juan. Kasino. Heirat auf Probe. Metropol. Die Herren von Marim. Belle Alliance. Der beste Tipp. Carl Weiß. Geld und Name. Nachm. 4 Uhr: Hänsel und Gretel. Weinbergsweg 19. Sonnabend, den 11. Februar 1905: Der Freischütz. Anfang 7, Uhr. Sonntag, nachm.: Figaros Hochzeit. Abends: Fidelio. Apollo. Berliner Luft. Radrennen Zentral- Theater 6 Nobl Arend Hansen- Schilling. Spezialitäten. Passage Theater. Lucia Krall. Anj. 5 Uhr. Herrnfeld Theater. Prinz Levy in Ahlbeck. Palaft. Wie man Weiber feffelt. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Im Hörsaal abends 8 Uhr: Dr. B. Donath: Licht und Farbe. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Abends 7, Uhr: Die Juxheirat. Operette in 3 Aften von Jul. Bauer. Musik von Franz Lehar. Morgen u. folg. Lage: Die Juxheirat. Sonnabend 4 Uhr: Däumelinchen. Sonntag 3 Uhr: Der Bettelstudent. Luisen- Theater. Gastspiel des Theaters des Westens: Don Juan. Sonntag, nachmittags: Hamlet. Abends: Dorf und Stadt. Montag: Hopfenraths Erben. Erfolge große Herr Burkhardt- Foottit, Schulreiter." Chips", engl. Vollblut, Sprung von ebener Erde über 8 Pferde mit Reiter. Herr Ernst Schumann, Artillerie- Ererzitien von 8 Fuchshengsten in Freiheit. Auftreten des Italieners Signor Magrini und die borzüglichsten Programm- Nummern. Voranzeige. Am Donnerstag, den 23. Februar 1905, findet eine Gala- Fest- Vorstellung statt, deren Gesamt- Ertrag dem Zentral tomitee des Deutschen Noten Kreuzes für seine Tätigkeit in Südwest- Afrika und Ostasien zugeführt wird. Billetts sind schon jetzt an der Birkustasse sowie im Invalidendant und bei A. Wertheim zu haben. Preise der Pläge: Logenplatz M. 20,-, Barkett M. 10,-, Balton M. 8,-, I. Platz M. 3, II. Blat M. 2. Alle Ermäßigungen find aufgehoben. Avis! Morgen Sonntag 2 große Vorstellungen: Nachmittags 4 und abends 72 Uhr. Nachmittags 4 Uhr: Die Löwenbraut Miß Heliot, Südwest- Afrika. Abends 7 Uhr: Katharina II. und Ringkampf- Konkurrenz. Deutsch- Amerikanisches| Residenz- Theater. Theater. Köpenickerstr. 67/68. Zum Jeden Abend 8 Uhr: Gastspiel Ad. Philipp: Neues Theater. Apollo- Theater. 82. Anfang 7 Uhr. Täglich: Male: New- York Dir.: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Hotel Pompadour. Schwank in 3 Aften v. Anthony Mars Sonntag nachm. 3 Uhr, halbe Preise u. Reon Kanrof. Deutsch v. M. Schönau. Sonntag, 12. Februar, nachmittags 3 Uhr: Der selige Toupinel. Ein Sommernachtstraum. Berliner Luft bon Paul Lincke Teber'n grossen Teich. Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Montag: Der Graf von Charolais. Dienstag, Mittwoch: Ein Sommernachtstraum. Dazu die Februar- Attraktionen mit dem Radrennen Robl- Arend- Hansen- Schilling. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Sonntag, den 12. Februar, nad Die glückliche Gilberte Bernhard Rose- Theater mittags 3 1hr( ermäßigte Breiſe): Gesundbrunnen, Badstraße 58. Heute: Geschlossen. Venus auf Erden und„ Ver folgungsrennen" Robl- Arend. Morgen Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Kasino- Theater Onkel Bräfig. Anfang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Das elfte Gebot. W. Noacks Theater. Wegen Privatfestlichkeit gefchloffen. Lothringerstraße 37( Rosenthaler Tor.) Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Abends 7 Uhr: Der Hausdrache. Täglich 8 Uhr, Sonnt. 7-8 Konzert. Boranzeige! Montag, 20. Febr.: Große Benefiz- Extravorstellung für Emmy Behrends- Carlsen. Zur AufHeirat auf Probe. Sonntag: Der Bucklige führung gelangt: Das Käthchen Vorher das vollit. neue Programm. oder: Die Macht der Arbeit. Sonntag 4 Uhr: In Vertretung. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf. Ball. von Heilbronn. Skala- Theater. Linienstr. 132( a. d. Friedrichstr.) An der Grenze, oder: Verschlafen. Bosse mit Gesang in einem Aft. Großer Boxer- Kampf fowie 30 internat. Spezialitäten. Anfang 72 Uhr. Bor der Vorstellung: Konzert. " Referentin erhoben wurden, im einzelnen sowohl, als auch gegen ihren sozialistischen Standpunkt. Zwei Herren, die ihrem Empfinden" in recht persönlicher, herabsehender Art Ausdruck gaben, fanden bei der Mehrheit energischen Widerspruch. Dem einen wurde das Wort entzogen. Von anderen Rednern wurde dagegen der Referentin weitgehende Anerkennung zuteil, wenn man sich auch mehr oder minder dem Sozialismus gegenüber ablehnend berhielt.- Genossin Braun antwortete in ihrem Schlußwort, das starken Eindruck machte. Der Berein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse hielt am 6. Februar seine Generalversammlung ab. Dieselbe war sehr gut besucht und die Diskussion eine äußerst rege, ein Zeichen, daß die Mitglieder lebhaftes Interesse an der Organisation und Ent. widelung des Vereins nehmen. Nach dem Bericht der Vorsitzenden und Kassiererin wurde letterer Decharge erteilt. Die Neuwahl des Vorstandes ergab: Zu Vorsißenden Frau Stod und Fräulein Petereit, zur Schriftführerin Frau 3epler, zu Kassiererinnen Frau Kloßsch und Frau Steintopf und zu Beisiberinnen Frau Rulide und Frau Jordan. Die Diskussion behandelte im wesentlichen den weiteren Ausbau des Vereins. Frau Teste hält es für besonders wichtig, daß die Mitglieder selbst rege Agitation betreiben. Für sie gibt es keinen Grund, der die Arbeiter frauen vom Verein fernhalten könne. In diesem Sinne äußern sich noch mehrere Rednerinnen. Frau Wengels und andere Mitglieder sehen im Gegensatz zu diesen Ausführungen unendliche Schwierig. keiten in der materiellen Not der Frau und in dem doppelten Gebundensein als Hausfrau und Arbeiterin. Es folgte dann eine lebhafte Erörterung über einen von Frau Kühnemann gestellten Antrag, welcher den Verein aufforderte, Wander- Versammlungen zu veranstalten. Nach langer Debatte wurde der Antrag an genommen. Die nächste Versammlung findet am 27. Februar statt. Schrift. fteller Baege spricht über:" Die Entwickelungsgeschichte des Weltalls und der Erde." Am Sonntag, den 19. Februar, feiert der Verein sein 6. Stiftungsfest in den Arminhallen, Kommandanten straße 20. Aus dem Programm heben wir hervor: Festrede: Dr. Georg Gradnauer; Gesang: Frau Hertha Geipelt; Rezitation: Dr. Emil Geyer. Adlershof. Der Verein für Frauen und Mädchen hält am Montag, den 13. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale von Wöllstein, seine ordentliche Generalversammlung ab. Die Tagesordnung lautet: Vortrag der Frau Jeete über:" Das Kleine Gehirn der Frau." Neuwahl des Vorstandes. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist Pflicht. Frauen und Männer als Gäste herzlich willkommen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 12. februar, vorm. 83% Uhr, im Bürgersaale des Rathauses, Eingang Königstr. 15-18: Bersammlung. ,, Freireligiöse Vorlesung." Um 10 Uhr vormittags in der Schul. aula, L. Frankfurter str. 6: Versammlung. Vortrag des Herrn Prof. Dr. Albert Gehrke:" In deiner Brust find deines Schicksals Sterne." Montag, den 13. Februar, Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. abends 8, Uhr pünktlich, im großen Saale von B. Franke, Sebastianftraße 39: Beschließende Versammlung. Wichtige Tagesordnung. Weiße Quittung legitimiert. Verein ehemaliger Gütergoter zur Bekämpfung der Tuber. kulose. Sonnabend abend 9 Uhr im Musikerhaus, Kaiser Wilhelmstr. 18m: Sizung. Bortrag des Fräulein Dr. Wygodzinski Um zahlreichen Besuch der Mitglieder und Gäste bittet Der Vorstand. Hasenheide Neue Welt. Arnold Scholz. 108-114. Heute sowie täglich: 19832* Großes bayrisches Bockbierfest I nach echt bayrischen Sitten und Gebräuchen. Georg Ehrngruber, Festwirt.. D'Oberlandler( 30 Mann in Nationalkostüm). Nürnberger Bratwurst- Glöck'le 30 bayrische Mad'In. Anfang: Wochentags 7 Uhr. Sonntags 4 Entree: Wochentags 30 Pf. Sonntags 50 " Deutsche Konzert- Hallen. Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Täglich: Großes Urbock- Jubelfest. Internationale Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Metropol- Theater Zirkus Schumann. Zum 100. Male: Die Herren von Maxim. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Direktor Richard Schultz. Henry Bender. Josef Giampietro. Josef Josephi. Anton Grünfeld. Frid Frid. Fritzi Massary. Das Fest des Lichts.( Ballett.) Rauchen gestattet. Anf. 8 Uhr. Passage- Theater. Anfg. d. Abendvorstellung 8 Uhr. Anf. nchm.Wochentg.5, Sonnt.3Uhr. Lucia Krall, die berühmte Gesangskünstlerin. Smeralda Senitza, akrobatische Tänzerinnen. Ueber treffen alles, was bisher in diesem Genre auf irgend einer Berliner Bariétébühne gesehen wurde. Jacques Bronn, Tanzhumorist. 14 erstklassige Nummern. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Nachmittags 4 Uhr: Kindervorstellung: Hänsel und Gretel. Ab. 8 Uhr( nur noch wenige Aufführ.): Geld und Name. Sonntag, nachm. 3 Uhr( Parfett 60 Pf.) zum umviderruflich letztenmal: Senta Wolfsburg. 26.: Geld und Name. Heute Sonnabend, den 11. Februar, abends präzise 72 Uhr: XVI. Grande Soirée. High Life Gala- Programm und Neue Debüts. Ferner: Die beliebte jugendliche Schul reiterin Frl. Dora Schumann. eu! Der Heldentenor zu Pferde. Neu! Mons. Cremo Hoffmann. Mons. Joe Hodgins. Soeurs Miniggio. Miß Stickney. Hund als Kunstreiter! Neu! Reu! Der Bernhardiner Reu! Clown Steffi mit ſein. dreſſterten Tieren. Ferner: Sämil. Spezialitäten ut. Direktor Albert Schumanns neueste Monstre Dressuren. lm 9% Uhr: Einzig dastehender Erfolg Die große Schumannsche mit märchenhafter Bracht inszenierte AusstattungsPantomime: Sine Nordlandreise. Im Strahle der Mitternachtssonne. Komisch phantastische Pantomime in 7 Aften. Besonders hervorzuheben: Der feenhafte weiße Akt. Sonntag: 2 gr. Borst. Nachm. 3, Uhr ( ein Kind frei): Marokko, gr. Aus ftattungspantomime. Abends 7, Uhr: Eine Nordlandreise. Palast- Theater Burgstr. 22, früher Feen- Palaft. Bis- a- vis d. Börse, 2 Min. v. Bhf. Börse. 8 Uhr: Das epochemachende FebruarProgramm. 9, Uhr: Novität! Der größte Erfolg Wie man Weiber fesselt. Militär- Gesangspoffe von Reiflingen, Berfasser bon Mutter Gräbert" ,, Onkel Cohn", Wie einst im Mai". Anfang 8 Uhr. Vorher: Konzert. Entree 50 Pf. Die Vorstellungen finden trotz der Ausstellung allabendlich statt! Vorzeiger dieser Annonce zahlen wochentags die halben Kassenpreise: Gebrüder Herrnfeld- Theater. 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Sozialdemokratischer Wahlverein für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis. Am Mittwoch, den 8. Februar, verstarb unser Mitglied, der Maurer Heinrich Matthey. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntagnachmittag 4 Uhr von der Halle des Luther Kirchhofes 238/2 ( Lankwiz) aus statt. Um zahlreiche Beteiligung er sucht 6 Der Vorstand. Albert Stahlberg Verhand d. an Holzbearbeitungsnebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines innigstgeliebten Mannes, unferes lieben Baters, Bruders, Schwagers und Onkels 20265 Franz Rothe sagen wir hiermit allen Freunden und Bekannten, insbesondere den Sangesbrüdern vom Gesangverein Rorbeerfranz 1879", den Mitgliedern und Kollegen der Klaviaturfabrik Union" unseren tiefgefühltesten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Luise Rothe geb. Hochstein. " General- Versammlung der Vertreter der Arbeitnehmer für die Mitglieder der Orts- Krankenkasse der Gelb- u. Zinngießer findet am Sonntag, den 19. Febr. cr., bormittags 210 Uhr, im Lokale des Herrn Wollschläger, Adalbertstraße 21, statt, wozu sämtliche Vers treter hiermit eingeladen find. Tages Ordnung: 1. Berlesung der Protokolle. 2. Vors lage und Abnahme der Jahresrechnung pro 1904 und Decharges erteilung. 3. Berschiedenes. Berlin, den 10. Februar 1905. 20336 Der Vorstand. Möbel- Fabrik„ Stern“ Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Die diesjährige General- Versammlung findet am 5. März 1905, bor mittags 9 Uhr, in unserem Geschäftsotal, Markusstraße 18, statt. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom Geschäftsjahr 1904. 2. Wahl des Vorstandes und des Auffichtsrats. 3. Berschiedenes. Die Bilanz liegt zur Einsichtnahme für die Genossen im Geschäftslotal aus. Der Vorstand. Kornetky, Felzer, Geschäftsführer. Kassierer. 20326 Zentr.- Verband..Dachdecker Filiale Berlin. Am Sonntag, den 12. Februar, vormittags 10 Uhr. bei Feind, Weinstr. 11: 54/ 3* Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Anstellung eines Beamten. 2. Antrag Küter, die Versammlungen für fernerhin an Sonntagen abzuhalten. 3. Neu- bezw. Ergänzungswahlen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Die Ortsverwaltung. Maschinen beschäftigt. Arbeiter Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Wilhelm Kampehl am am Mittwoch, den 8. d. M. nach furzem Stranfenlager verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 12. Februar, nach mittags 3 Uhr, vom Krankenhause Moabit, Eingang Birkenstraße, nach dem Himmelfahrtskirchhof in Nordende statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der frühere Tischler, jetige Portier 20296 Paul Bunke nach langen, schweren Leiden am 9. d. Mts. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 12. Februar, nachmittags 1 Uhr, von der Leichenhalle der Charité( Eingang am Neuen Tor) aus nach dem Charités Kirchhofe in der Müllerstraße statt. Die trauernde Witwe. Belleallianceplat 18 pt. Zentralverein deutscher Böttcher. ( Filiale Berlin.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege August Müller am am 8. Februar nach langem Leiden an der Schwindsucht verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 12. Februar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichen halle des Friedens- Kirchhofes, Nieder- Schönhausen aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 39/1 Der Vorstand. Zentralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Heinrich Ueberhann am 7. d. Mts. verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonn tag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Markus- Kirchhofes ( Wilhelmsberg) aus statt. 67/10 Die Ortsverwaltung Berlin I. Verband der Buch- und SteinNathan Wand druckerei- Hülfsarbeiter- und 129 Staligerstr. 129. 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Arbeitsnachweis: Zimmer 34. Amt IV, 3353. Sonntag, den 12. Februar, vormittags 10 Uhr: Versammlung Sonntag, den 12. Februar 1905, mittags 1 Uhr, bei Robert Schulze, Hauptstr. 8: Volksverfammlung. Tages- Ordnung: Die Lage der ländlichen Arbeiter. Referent: Vorschnitter Genosse Albert Schmidt. 222/6 der Metallschleifer, Galvaniseure, Verband der Fabrik-, Land-, Hülfsarbeiter Hülfsarbeiter und Arbeiterinnen bei Buggenhagen, Dranienstr. 147, Morigplatz. Tages- Ordnung: 1. Neuwahl des Brauchenvertreters. 2. Verbandsangelegenheiten. Kollegen! Wir erwarten, daß der Besuch der Versammlung ein guter wird, da es sich um die Neubesetzung des ersten Postens in der Branche handelt. und Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Bureau: Linienftr. 215. Geöffnet: vormittags 8-1, nachmittags 4-8 Uhr. Sonntag, den 12. Februar 1905, vormittags 9%, Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: General- Verfammlung. Tages- Ordnung: 64/2 1. Borstandsbericht: a) des Vorfizenden, b) des Kaffierers. 2. Neuwahlen: a) des Gesamtvorstandes, b) zur Gewerkschaftskommission, c) zum Gauvorstand. 3. Einführung eines Lokalbeitrages. 4. Stellungnahme zum Zur besonderen Beachtung: Buserer her Gewerkschaftskongreß. 5. Verschiedenes. Buch legitimiert. Erledigung Bureau geschäfte ersuchen wir unsere Mitglieder, jeden Wohnungswechsel unverzüglich unter Angabe der Orts: oder Hauptnummer schriftlich durch Postkarte dem Bureau mitzuteilen. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß Ersatzbücher für verlorene nur nach genauester Angabe der Drts- oder Hauptnummer als auch wann und wo der Verlierer feinen letzten Beitrag gezahlt hat, im Bureau gegen Zahlung von 20 1. ausgestellt werden können. Schriftliche Gesuche ohne Einsendung obiger Angaben und des Betrags werden nicht berücksichtigt. 111/16 Die Ortsverwaltung. Verband der Möbelpolierer. Montag, den 13. Februar, abends 8%, Uhr, Huffitenstr. 40: Versammlung. Tages Drdnung: 145/8 1. Bortrag des Fräulein Hedeler über: Fri Neuter( Rezitation). 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen und thre Frauen mitzubringen. Mittwoch, den 15. Februar, abends 8 1hr, bei Wasewitz, Friedrichsbergerstr. 19: Kombinierte Kommiffions- Sigung. Achtung! Kollegen, welche nach dem 31. Januar arbeitslos geworden Die Ortsverwaltung. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Heute Sonnabend, den 11. Februar: Großer Wiener Masken- Ball in Schnegelbergs Festsälen, Hasenheide 21. Montag, den 13. Februar, abends 8%, Uhr, in Graumanns Festfälen, Naunynstraße 27: 145/7 Werkstatt- Delegierten- Versammlung. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Des Maskenballs wegen bleiben die Zahl: Zur Beachtung! ellen heute geschloffen, dafür wird am Montag in der Versammlung tassiert. Ballschmieders Der Vorstand. Kastanien wäldchen Bad- Strasse 16. Sonntag, den 12. Februar 1905, mittags präzise 12 Uhr: Große Matinee zum Besten fib, müfen ein Sabe witglied bes Berbanges fein, the fte en toen der ausständigen Bergarbeiter im Ruhr- Revier, im Streifbureau zur Kontrolle zu melden. Wer dem nicht regelmäßig Harmonie", Gefangverein der Schneider und der Zimmerer nachkommt, geht eventuell der Unterstügung berlustig. Unterstützung beziehen können. Alle gemaßregelten und streitenden Kollegen haben sich vom Montag, den 13. Februar ab, von 10-1 Uhr Blumenstr. 38 veranstaltet von den Gesangvereinen„ Nordwacht"," Weddinger M. d. A.-S.-B.), Dirigent R. Blobel, unter gütiger Mitwirkung der Konzertfängerin Frau H. Geipelt, des Violinvirtuosen Herrn Alexander Altmann, des Herrn Kapellmeisters Hempel, sowie des Elite- Streich orchesters des Herrn Musikdirektors F. Blume. 65/5 Rauchen während des Konzerts verboten! Anfang präzise 12 Uhr. Billetts a 50 Pf. zum Maskenball am Sonnabend, den 4. März, find in allen Zahlstellen sowie bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bilderrahmenmacher! Sonntag, 12. Febr., vorm. 91%, 1hr, bei Ladewig, Alte Jakobftr. 83: Branchen- Versammlung. Zahlreichem Erscheinen sicht entgegen Jedes Wort: 5. Pfennig. Das erste fettgedruckte Wort 10 Ptg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Der Obmann. Billett 30 Pf. Maxim Gorki, der Dichter des Nachtasyl", wurde während der letten Unruhen in Petersburg verhaftet. Das Schicksal des Dichters erregt das lebhafteste Interesse Jeder Arbeiter, aller Streiſe der Bevölkerung. We Jeder Handwerker bringen daher unseren Lefern die Werke Gorkis in Erinnerung und empfehlen dieselben einer freundlichen Beachtung. Maxim Gorki: Kain und Artem 60 Pf. 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Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Achtung, Glaser! Achtung, Bauhandwerker! Wegen Tarifdifferenzen( Umgebung d. paritätischen Arbeitsnachweises) ist die Firma Schmerler& Co. ( Inhaber Daniel Glaser), Schüßenstraße 72/73 und Spichernstraße 4, für Glaser gesperrt. 73/1 Die Ortsverwaltung. Mr. 36. 22. Jahrgang. A into juft 89 Notgoin & lo 1910 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 1. februar 1905. Für die ausständigen Bergarbeiter gingen bei der Berliner Gewerkschaftskommission folgende Beiträge ein: Verband der Tapezierer 300,- Sparverein Stassette, Urbanstraße 5,70. Sammlung v. Herrn Boßberg 110,70. Riste 2582 3,70. Tellers. d. Generalvers. d. Seiſenſieder( E. 5. 17) 13,10. Gej. d. H. E. 4,50. Geburtstagsfeier . R. 2,15. Liste 5398, Schraubenfabrik M. Louis, 2. Rate 17,20. Lifte 2479, Barbier Mende 2,-. Bergmann, Abteil. Lifte 3986, Tresorjabr. 19,-. Dudenarderstraße, auf Listen: 7495 35,10, 7496 18,45, 7497 9,70, 7498 33,75, 7499 14,20, 7500 21,30, 1790 34,75, 2474( d. Strippel) 14,25, 1784 14,45, 1785 21,50. Riste 7739, Gasmesserjabr. Aron, Charlb., 2. Rate 20,10. Töpfer, Bau Berndt, Grünbergerstraße 9,- Schwimmkl. Zugendstil d. Frau Pezold 3, Listen 2174, Verband der städt. Arb., Sekt. III, Wafferwerksarb. 5,60, 2175, Desgl. 11,25, 2177, desgl. 14,10, 2178, desgl. 13,05, 21,79, desgl. 10,80. 3878, 6984, 6985, Gr. Berl. Straßenbahn, Hauptwerkstatt Uferstraße 60,45. Riften 8236, 8238, Groß u. Graf 16,55. Berein der Chemigraphen, auf Listen 154,85. Rotterieverein Glüdslos" d. Kobus, Grüner Weg 10,-. Liste 5219, Straßenrein., Hauptdepot u. 8. Abt. 12,55. Straßenreiniger, 30. Abt. 9,65. Rifte 5880, Berl. Lot. Anz.", Abt. Falzerei 28,30. Lotterieverein Viel Glüd 1904" 5,80. Rauchil.„ Humor"( M. d. D. R.-B.) 10,-. Drei Tapez. 1. F. Schimming, 2. Rate 3, Lotterieverein Glüd auf 1903" 6,-. Liste 7992, Galvanif it. Gießerei v. Stein 14,35. Liste 3859 1,50. Maler und Scheuerfrau v. D. Gneist, 3. Rate 6,- Liste 8235, Metallarb. v. Lind d. Schleifrung 13,30. Gürtelbude H. u. 3. 3,- Zuschneider- Vereinigung Berlin 30,- Arbeiter der Maschinenfabrik Schwarzkopff, Scheringstraße, auf Listen: 6908 14,50, 6909 22,90, 6910 30,-, 6911 6,-, 6912 3,-, 6913 5,40, 6914 7,35, 6915 18,-, 6916 3,30, 6917 20,80. Rauchfl. Blauer Dunst", M. d. D. R. B. 7,50. Riste 2773 26,-. Unterstützungsfonds der " 0 Vormünder mittellofer Mündel, die sich der Pflichten ihres Amtes bewußt sind, müssen im Interesse ihrer Mündel nicht nur ihre Zeit aufwenden, sondern sehen sich häufig ohne Aussicht auf Ersatz zu baren Auslagen genötigt. Hierzu schreibt die Deutsche Juristen- Zeitung":" Daß diese petuniären Nachteile, falls sie notwendig mit derartigen Vormundschaften verbunden sein sollten, nur geeignet sind, die ohnehin schon bestehende Abneigung gegen solche Vormundschaften zu steigern, liegt auf der Hand.... Gründe der 3weckmäßigkeit und Billigkeit dürften daher schon dafür sprechen, daß dem Vormund solcher Vormundschaften bare Auslagen erspart bleiben. Aber auch aus dem Geseze läßt sich eine Verpflichtung hierzu nicht herleiten. Zwar ist gesagt, daß die Vormundschaft unentgeltlich zu führen sei, dieses unentgeltlich" bezieht sich; indessen nur auf die vom Vormund aufzuwendende Zeit und Arbeitskraft. Die Nichtverpflichtung zu baren Auslagen betont ausdrücklich § 1835 1. c. des B. G.-B., demzufolge der Vormund nach gewissen Vorschriften Vorschuß oder Ersatz verlangen kann. Es wird daher der Vormund bei der Unmöglichkeit, aus dem Mündelvermögen Vorschuß zu nehmen, jede mit baren Auslagen verbundene Leistung verweigern dürfen. Er wird sogar in solchen Fällen berechtigt sein, die Gemeinde, in der der Mündel seinen Unterstüßungs- Wohnsiz hat, um Vorschuß oder Auslagenersatz anzuhalten." 0001 Stralauter Glasarbeiter, 2. Rate 300,-. Verb. 5. Möbelpol., a fonto a Sifter Berliner Partei- Angelegenheiten. d. Listen 50,- Vom Kabelwerk Nonnendamm durch Seitelmannn auf Listen 1841, 26t. 6 12,40; 1862, 25t. 35, 2. Rate 24,-; 1868, 21bt. 34, 2. Rate 6,40; 1863, Abt. 35, 3. Rate 24,10; 1869, 2bt. 14, 2. Rate 12,20; 1854, Abt. 14, 3. Rate 20,10; 1855, Zentrale, 2. Rate 13,15. Außerd. d. Seitelmann Postantv. 65. Rote Hochzeit, Köpenickerstr. d. Mende 8,05. Rauchtl. Immer blau", M. d. A.- M.- 8. 5,05. Ginige, Berläuferinnen des Warenhauses Stralsunderstraße 33 6,- Gesangverein„ Sangestreue", Neuenhagen 10, " Sein Gesicht, abgesehen von der verschiedenen Barttracht, erimmerte mich an Ibsen. Ein schrilles Klingeln riß mich jäh aus meiner stillen Betrachtung. Der Meister brummte und eilte ärgerlich nach der Korridortür. Ich vernahm draußen einen erregten Wortwechsel. " Gleich darauf folgte der Portier Menzel ins Atelier. Natürlich, das ist der Mann!" rief er, so wie er mich erblickte. Sie sind mir dummt gekommen, weil ich Ihnen nachrief, Sie sollten die Tür zumachen!" Menzel sah mich grimmig an. Berzeihing. Erzellentz!" hob ich an, mich zu verteidigen. vermutete, die Tür schlösse von selbst." Ich " Es steht doch angeschrieben, man möchte die Tür leise zumachen!" " Jawoll!" fiel der Portier ein. Ich hab's ihm ja noch nachgerufen!" Sie sind ja ein ganz unverschämter Mensch!" schimpfte nun die kleine Erzellenz auf mich los. Maden Git, baß Sie bittegkommen! Solche Lente kann ich nicht brauchen!" Ich mußte wirklich meinen Hut nehmen und die Tür von draußen zumachen. 68 Es werden ja nu viele Anekdoten über den Altmeister auftauchen. Diese hier hat den Vorzug, daß sie wahr ist und einen ungefälschten und nicht entstellten Beitrag zur Charakteristik des bedeutenden Künſtlers liefert. Menzels Beisehung. Wie jetzt festgestellt ist, wird die Trauers Erster Wahlkreis, Hansaviertel. Dienstag abend 8 Uhr ist feierlichkeit für Adolf v. Menzel am nächsten Montag in der Rotunde eine Versammlung in der Moabiter Brauerei, Turmſtr. 25/26. Ge- des alten Museums stattfinden, worauf sich der Trauerzug am Dome noffe Reichstags- Abgeordneter Fräßdorf spricht über: Deutsch- vorbei, die Linden entlang nach der Bergmannstraße zum Alten Drei land in der Welt voran?" Die Parteigenossen, speziell des Hanja- faltigkeits- Kirchhofe begeben wird, wo die Bestattung erfolgen wird. viertels, werden ersucht, für zahlreichen Besuch dieser Versammlung Oberhofprediger D. Dryander wird die Trauerrede halten und Mitzu agitieren. Gäste, auch Frauen, sind willkommen. glieder der Hochschule für Musik werden die Trauerchöre singen. Der Vorstand. Sechster Wahlkreis. Morgen Sonntag, abends 6 Uhr, findet Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23, eine öffentliche Verammlung für Männer und Frauen statt, in welcher der Stadtverordnete Genosse H. Heimann einen Vortrag hält über„ Das Proletariat und seine Bildungsmittel". Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vertrauensmann. Rauchklub Müden", Weißensee, Mitglied d. Deutschen Raucherbundes 10, Lotterieverein„ Wir hoffen", Müllerstr. 156a 10,- Radfahrerver. Courier 1900", M. d. A.-R.-B. Freiheit" 10,-. Statflub„ St. Hubertus", Borsig walde 10,-. Arb.- Radfahrerver.„ Stette", Tegel 20,- Zentral- Berband dim Maurer, Hennickendorf 30,-. Tertilarb.- Verband, Fil. Nowawes d. Görlich 50,- Arbeitsstube Bagge, Beuffelstraße 8,05. Rauchklub„ Veilchenblau", M. d. A.-R.-B. 6,05. Sarre 3,05. Besuch bei Sieloff ohne Kodo 3, Albert Halle, Brunnenstr. 32 5,- Liste 8847, Tischlerei Menzel, Eisenbahnstraße 13,50. Listen 2823, 4764/65, 7310, Straßenbahner 66,75. Liste 4816, Firma Remad, Alexandrinenstraße 14,75. Verband der Vergolder, a Konto Sechster Wahlkreis( Schönhauser Vorstadt). Sonntag, abends a. Listen 200,-. Straßenbahner auf Listen: 4766 16,05; 5914 18,95; 5918 14,-; 5919 37,-; 5920 8,25; 5923 3,50; 5935 15,80; 5934 13,35; 5 Uhr, findet in den Berolina- Sälen, Schönhauser Allee 28, eine 7313 2,75; 7452 8,60; 7458 6,95. Lokal A. Fethke, Cotheniusstr. 8 Volksversammlung für Männer und Frauen statt. Vortrag des Ge8,65. Sattler d. Treibr.- Fabr. Hanke 8,10. Genossen des 183. Stadt- nossen M. H. Baege über:„ Entwickelungsgeschichte des Weltalls und der Erde". Nachdem gemütliches Beiſammensein mit Tanz. Zu zahlreichem Besuch ladet ein bezirks 10,-. Summa 2456,65 M. Bereits quittiert 101 945,65. Im ganzen 104 402,30. Weitere Beiträge werden entgegengenommen im Bureau der Berliner Gewerkschaftskommission Engel- Ufer 15, vorm. 9-1 und nachm. 4-8 Uhr. Für Berlin sind die Gelder, welche mittels der Post eingehen, an. Körsten, Engel- Ufer 15, zu richten. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. Berichtigung. Auf Wunsch des Herrn P. Körle sind die im „ Borwärts" Nr. 33 quittierten 55,35 M. folgend zu bezeichnen: GewerkschaftsKartell Königs- Wusterhausen 30,- Zentralverb. d. Schmiede, Bahlstelle Königs- Wusterhausen 15,35, Zentralverb. d. Maschinisten u. Heizer, Zahlstelle Königs- Wusterhausen 10,-. Desgl. ist auf Wunsch des Herrn Böttcher den in Nr. 35 quitfierten 150,-- M. beizufügen: Vom Verb. d. Bau-, Erd- u. gewerbl. Hülfsarbeiter von Nowawes- Neuendorf, Abs Wilh. Böttcher, Nowawes, Friedrichstr. 19, 2 Tr. Partei- Nachrichten. Das Straffonto der Arbeiterbewegung wurde im Monat Januar mit 3 Jahren 7 Monaten und 3 Wochen Gefängnis und 2530 Mark Geldstrafen belastet. Der Vertrauensmann. Friedenau. Dienstag, abends 81%, Uhr, findet im Restaurant Kaiser Wilhelm- Garten eine Volksversammlung mit einem Vortrag des Genossen Dr. David über den Nußen und die Bedeutung der Konsumvereine statt. Zu diesem Zwecke ist am Sonntag früh 8 1hr von Grube aus Handzettelverteilung. Französisch- Buchholz. Am Sonntagnachmittag 3 Uhr findet in Rähnes Lokal eine öffentliche Versammlung statt, in der Genosse Albrecht Fülle- Berlin über:" Dic Revolution in Rußland" einen Vortrag halten wird. Wilhelmsruh. Dienstag abend 8½ Uhr findet in Liebermanns Genosse Saal, Kronprinzenstraße, eine Volksversammlung statt. Stadtverordneter H. Schubert- Berlin spricht über: Die preußische Boltsschule eine Klassenschule!" Tempelhof Mariendorf. Sonntag, abends 5 Uhr, hält die Arbeiter- Bildungsschule Berlin im„ Tempelhofer Tivoli", Berlinerstraße 50, eine Versammlung ab, mit nachfolgendem gemütlichen Beisammensein mit Tanz. Friedrichshagen. Dienstag, abends 81% Uhr, findet im Restaurant Gisteller eine Voltsversammlung statt, in welcher der Reichstagsabgeordnete Molkenbuhr über„ Klassenkämpfe im Ruhrrevier und in Rußland" referieren wird. Der Bericht des Parteivorstandes der badischen Sozialdemokratie über das Jahr 1904, der dem in den nächsten Tagen stattfindenden badischen Parteitag unterbreitet wird, gibt einen Beweis umfaffender und erfolgreicher Arbeit. Einleitend konstatiert der Bericht, Grünau. Sonntag nachmittag 5 Uhr findet bei Duchauffour, daß der größte Teil der Organisationen im verflossenen Jahr den Kupenickerstr. 79, eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Pflichten gegenüber dem Parteivorstand gewissenhaft nachtam und Reichstagsabgeordneter Dr. Ed. David über„ Die Bedeutung der dadurch die Führung der Geschäfte wesentlich erleichterte. Ueber Genossenschaft für die moderne Arbeiterbewegung" sprechen wird. 180 Versammlungen fanden statt, darunter allein 80 über die Wahlrechtsvorlage. Der Propaganda zur Erwerbung des badischen Staatsbürgerrechte diente ein vom Parteivorstand in einer Auflage von 265 000 Eremplaren herausgegebenes Flugblatt nebst 15 000 verschiedenen Formularen. Im Spätjahr 1904 erschien eine Broschüre Eichhorns:" Das neue Landtags= wahlrecht". Der Agitation dienten ferner 2000 Eremplare der von der Vorwärts- Buchhandlung herausgegebenen Broschüre:" Der 3ukunftsstaat der Junker". Eine mühevolle, aber von vollem Erfolg gekrönte Arbeit des Landesvorstandes bestand in der Ueberführung der Druckerei des„ Volksfreund" in Parteieigentum. Lokales. po Sigismundstraße 3. Wie Adolf Menzel einen Eindringling zur Raison brachte, darüber schreibt uns der Rettifizierte" selbst: Nicht ohne Bewegung erinnere ich mich bei der Nachricht vom Tode Menzels meiner ersten Begegnung mit ihm. Es war vor etwa drei Jahren, als ich dem lebhaften Verlangen entsprechend, den Altmeister in seiner Werkstatt schalten und walten Die Gemeindewahlen des Jahres 1904 haben der Partei zu sehen, ihn bei der Arbeit zu belauschen, mich auf den Weg wieder eine Reihe von Erfolgen gebracht. Die Zahl unserer Ver- machte, um mich bei hm als Modell vorzustellen. treter auf den Rathäusern in Baden dürfte jetzt 1000 überschritten Nachdem ich gleich beim Betreten des Hauses Sigismundstr. 3 haben. Die Jahresberichte der Vertrauensleute der 14 Reichstags- ein kleines Intermezzo mit dem Portier erlebt der Mann schrie Wahlkreise ergeben ein Bild reger Parteitätigkeit. Die Verhältnisse mir nach, ich solle die Haustüre hinter mir zumachen, und ich antder Parteikaffe haben sich im Vergleich mit dem Vorjahr erheblich wortete ihm, erbost durch die Unhöflichkeit seines Tones, dazu wäre günstiger gestaltet. Der Kassenbestand am 31. Dezember 1904 betrug er da stürmte ich im Seitenflügel vier lange, steile Treppen 1730,96 M. gegen 676,18 m. im Vorjahr, das Gesamtvermögen hinauf. 3492,31 M. gegen 1465,18 M. Besonders erfreulich ist der Auf- Nun stand ich atemlos vor der schlichten Tür mit dem fast schwung, den unsere Organisationen im Berichtsjahr geärmlichen fleinen Schilde„ A. Menzel" auf dem fahlen Treppenflur. nommen haben. Ihre Zahl ist von 96 auf 114 gestiegen. Die Etwas beklommen zog ich an dem schmutzig- grün angehauchten Zahl der eingeschriebenen Mitglieder dieser Organisationen ist von Klingelzug. 6350 auf 7332, also um etwa 1000, gestiegen. Soziales. dub Nichts regte sich. Ich studierte die von den Modellen herrührenden Krigeleien an den Wänden. Es waren Zoten und Gemeinheiten. Menzel ist ein alter Knaufer";" Gauner" und dergleichen mehr. Ich wurde ungeduldig und klingelte schärfer. Eine Tür ging irgendwo und gleich darauf näherten sich schlürfende Tritte. Einige Sekunden lang wurde ich durch das Guckloch der Tür gemustert. Dann öffnete sich diese und vor mir stand ein fleines, ganz in grau gekleidetes Männlein. „ Berzeihung, Erzellenz!" " Was wünschen Sie?" " Ich bin Modell." staid un 19 " " Kaiser Wilhelm II. Wir berichteten vor kurzem, daß Wilhelm II. auch einer Münchener Deputation gegenüber seiner Feindschaft gegen die moderite Richtung in der Kunst Ausdruck gab. In dieser Sache äußert sich nunmehr auch das Münchener führende Zentrumsorgan, der Bayerische Kurier". Das Blatt stellt sich, entgegen seiner bisherigen Haltung, ganz auf die Seite der modernen Richtung und bemerkt zum Schlusse, die beiden Vertreter Münchens hätten wohl etwas mehr Männer stolz vor Königsthronen betätigen sollen. Wenn je, so war es hier am Plage, dem Kaiser in aller Ehrerbietung, aber auch mit aller Bestimmtheit zu sagen, daß er sich in einem Irrtum befinde. Das wären die beiden Herren zur Ehrenrettung der Münchener Kunst, der die bayerische Hauptstadt alles verdankt, schuldig gewesen. Aber sie schwiegen! " Nachträglich sei noch einer Mitteilung gedacht, welche die Berliner Morgenpost" über die bekanntlich in Gegenwart des Kaisers vor sich gegangene Eröffnung der Automobilausstellung brachte: „ Das sonderbarste von allem war wohl ein starkes Aufgebot von Schußleuten! Ihre breiten Rücken sperrten den Kuppelfaal ab, in welchem der Herzog von Ratibor eine von Byzantinismen triefende Begrüßungsansprache, an den Kaiser richtete, und ihre plumpen Hände und Worte kam man zu spüren, als der Kaiser den Rundgang machte, und jeder Raum, den er betrat, vorher vollständig vom Publikum gesäubert" wurde. Man vergesse nicht, es handelte sich ausschließlich um geladene Ehrengäste! Fürchtete man, daß noch sonst etwas geladen sein konnte? Von einer wohlinformierten und den Automobilklub nahestehenden Seite verlautete, der Kaiser sei infolge der Vorgänge in Rußland etwas nervös, er sei imstande, sofort umzukehren, wenn er allzuviel Menschen sehe. Wie aus anderen Notizen hervorgeht, hat Prinz Heinrich von Preußen, der Protektor der Ausstellung, den Wunsch auf Entfernung des Pubikums zuerst ausgesprochen. Jedenfalls wäre es eigenartig, wenn die russischen Vorkommnisse einen solch erheblichen Einfluß auf die Stimmung des deutschen Kaisers ausgeübt haben. " 1 Die Post" jammert in einem politischen Artikel herzzerreißend darüber, daß bürgerliche Geschäftsleute in sozialdemokratischen Blättern annoncieren. Wenn irgend ein Blatt Ursache hat, aus diesem Grunde ein Wehklagen anzustimmen, so der Schleifstein in der Zimmerstraße. In der Nummer, die sich über Geschäftsinferate in der sozialdemokratischen Presse entrüftet, ist nämlich nicht eine einzige Annonce enthalten. Keine Abonnenten, feine Inserenten und mürrische Gesichter der Kapitalisten, die ohne ersichtlichen Zweck und Nugen für das Aushalten des Hezblättchens schwere Summen fortwerfen müssen. Mit einem Wort, ein gräßlicher Zustand. Wir fürchten immer, daß die Verzweiflung der" Post"-Redakteure eines Tages in einem Gewaltakt gegen die" Post"-Kapitaliſten zum Ausbruch tommt. Ein saures Amt, und heut zumal! An diese Worte aus den Meistersingern" erinnert eine Verfügung, die von der Schuldeputation an die Rektoren, Lehrer und Lehrerinnen der hiesigen Ge meindeschulen erlassen worden ist. In dieser Verfügung heißt es: Es ist zu unserer Kenntnis gekommen, daß trot unserer Verfügung vom 7. März 1904 einzelne Mitglieder der Lehrerkollegien es abgelehnt haben, an dem Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers die ihnen übertragene Festansprache an die Kinder zu halten. Wir können nur darauf hinweisen, daß die Verpflichtung zur Uebernahme von Ansprachen an die Schüler und Schülerinnen für alle Mitglieder der Kollegien gleichmäßig besteht und daß niemand berechtigt ist, sich dieser seiner Verpflichtung zu ent ziehen, um so weniger, als die Veranstaltung solcher Feiern in hervorragender Weise erziehlichen Zwecken dienen soll und daher zur Erreichung des Endzweckes aller Schulbildung beiträgt. Wir können die Anforderung, die zu unserem Befremden laut geworden ist, daß die weiblichen Mitglieder der Kollegien von vornherein von dieser ehrenvollen Aufgabe befreit sein sollen, nur als ungehörig und ungerechtfertigt ansehen. Ob in einem besonderen Falle, je nach der Befähigung und Neigung eines einzelnen, eine Be freiung von dieser Verpflichtung eintreten kann, hat, wie schon in der Verfügung vom 7. März 1904 gesagt ist, allein der Rektor zu entscheiden. Gez. Hirsetorn." Mau lasse einen intelligenten Gemeindeschüler einmal zu Hause erzählen, was der Lehrer am Geburtstag des Kaisers den Kindern alles auftischte oder vielmehr auftischen nutßte. Dann wird es begreiflich, daß manche Lehrer, und wahrscheinlich gerade die intelligenteren, sich von der Pflicht der Festrednerei nach Kräften zu drücken fucheit. Badische Landeszentrale für Arbeitsnachweis. Die vom Verband der badischen Arbeitsnachweise mit Unterftübung der Regierung geschaffene Landeszentrale für Arbeitsnachweis, deren Funktionen der allgemeinen Arbeitsnachweis- Anstalt Ein fragender, forschender Blick aus grauen strengen Augen in Karlsruhe übertragen worden sind, hat ihre Tätigkeit begonnen. ruhte auf meinem Gesicht. Die Zentrale wird auf Grund der Mitteilungen der dem genannten Wortlos unterzog die Exzellenz sodann den Klingelzug einer Verbande angeschlossenen Anstalten dreimal wöchentlich( Dienstags, eingehenden Prüfung. Haussuchung bei der Pückler- Bereinigung. Gegen den Grafen Donnerstags und Sonnabends) über die bei diesen gemeldeten" So start dürfen Sie daran nicht ziehen! Das geht nicht! Ich Bückler scheint schon wieder ein neues Strafverfahren eingeleitet zu offenen Stellen eine gemeinsame Liste aufstellen, diese sofort ver- höre es auch, wenn Sie leise flingeln!" fein. Gestern nachmittag hielten zwei Kriminalpolizisten in den bielfältigen und an alle badischen, württembergischen, reichsländischen, Geschäftsräumen des Buchdruckereibesitzers Hermann Mitsching, pfälzischen, rheinhessischen Arbeitsnachweis- Anstalten, an alle ober= Bernauerstraße, wo sich das Bureau der Pücklervereinigung und die badischen Verpflegungsstationen und demnächst auch an die BürgerRedaktion des ,, Retter aus der Judennot" befindet, eine Hausmeister aller badischen Gemeinden mit mindestens 2000 Einwohnern fuchung ab. Die Beilage des Pückler- Organs Graf Picklers versenden. Die Bürgermeisterämter dieser Gemeinden werden an Kampfruf" wurde dabei in allen vorhandenen Exemplaren beschlaggewiesen werden, auf Verlangen den Arbeitgebern Formulare zu nahnit. In dem„ Kampfruf", der der ersten Nummer des BücklerGesuchen um Zuweisung von Arbeitern, den Arbeitern solche um Blattes beilag, sind die Neden abgedruckt:„ Meine letzte GerichtsZuweisung von Arbeit auszuhändigen und die ausgefüllten For- Ich folgte über einen dunkeln Korridor. Drei, vier Stufen verhandlung" und" Wach auf! Deutsches Volk!", die der Graf in mulare ale portopflichtige Dienstsache an jede gewünschte badische führten in das Atelier, einen großen, dunkelrot getünchten Raum, Botsdam gehalten hat. In der letzteren Rede hatte Pickler beklagt, Arbeitsnachweis- Anstalt einzusenden. Das Schema der von der mit einem die halbe Längswand einnehmenden Fenster. Kein Buz daß der Schwager des Kaisers, Herzog Günter von Schleswig- Holstein, Landeszentrale ausgegebenen Stellenlisten ist das gleiche wie das und Tand; Requisiten, Spiegel, antike Stühle und dergleichen mehr zu einem Diner Juden eingeladen habe und daß es auch am kaiserlichen bei der württembergischen Landeszentrale eingeführte; da demnächst standen und lagen bunt durcheinander, wie in einem Trödelgeschäft, Hofe von Juden und Judengenossen wimmele. auch die elfaz- lothringische Landeszentrale für ihre Stellenliste in natürlicher Ünordnung. Die au den Wänden hängenden Gipsdieses Schema annehmen wird, so ist jetzt für ein großes zusammen. abdrücke waren did mit Staub bedeckt. hängendes Gebiet in Südwestdeutschland eine regelmäßige aus= Der Künstler framte und suchte in Gedankenarbeit versunken gedehnte Bekanntmachung der bei den öffentlichen Arbeitsnachweisen unter all dem Gerümpel herum. Er trug große grane Filzpantinen, gemeldeten offenen Stellen in einheitlicher Weise durchgeführt. eine graue Joppe mit grünen Aufschlägen und in der Farbe dazu passendes Käppi. Ich mußte mein Gesicht dem großen Flurfenster zulvenden, während der Meister sinnend, vor sich hinmurmelnd, mein Profil prüfte. Kommen Sie herein!" Dreibund und Zweibnud. Trübe Erfahrungen machte ein 25 Jahre alter russischer Gutsbefizer Michael v. Koralew in Berlin. Erst vor furzem hatte er seine 22 Jahre alte, aus Alexandria gebürtige Fran Ludmilla geheiratet und befand sich nun mit ihr auf einer großen Reise, da ihm die gegenwärtigen Zustände in Rußland nicht behagten. Ein 28 jähriger Russe Nikolai Robinski, der fließend Theater. Jm Luisen- Theater ist heute ein Gastspiel des Opern- Stoffjalett, graufarrierter Joppe und Weste, schwarzen Stoffhosen, deutsch spricht, begleitete das junge Baar als Dolmetscher. 25 000 Theater des Westens. Aufgeführt wird Mozarts Don Juan".schwarzem Vorhemde, grauem Halstuch, schwarzen Halbschuhen und Rubel in Gold trug der Ehemann in einer Geldkaße, die er sich um den Im Schiller- Theater O.( Wallnertheater) geht Sonnabend, schwarzem weichen Filzhut. Bei der Leiche wurde eine Brille, drei Leib geschnallt hatte, an Gepäck wurden neun Stücke mitgeführt. Das ben 11. Februar, das Schauspiel Im Hafen" von Georg Engel Schlüssel, ein Messer, ein Taschentuch, ein Portemonnaie und eine Baar wollte zunächst den europäischen Kontinent und dann Amerika zum erstenmal in folgender Befeßung in Szene: Clas Drühs: Uhrfette mit Stapfel gefunden. Refognoszenten werden ersucht, sich bereisen. Gestern nachmittag fuhr er auf dem Bahnhof Friedrich- Franz Rolan, Hedwig: Else Wasa, Jarner: Leopold Thurner, beim Gemeindevorstand Plößensee zu melden. straße vor und stieg im Hotel de Russie ab. Der Dolmetscher, der Heinrich: Georg Päschke, Pastor Heiden: Mar Pategg, Mutter Drühs: Agnes Werner. Die Regie des Stückes führt Woldemar Runge. Der beste Tip", die neue Ausstattungsposse des Belles Alliance Theaters, geht heute Sonnabend zum erstenmal in Szene. In den Hauptrollen werden beschäftigt sein die Damen Mauci, Dora, Bradzky und die Herren Paulmüller, Sondermann, Müller, Winkler, Reif und Wolf. Einen Selbstmordversuch im Hotel beging vorgestern nachmittag ein 35 Jahre alter Kaufmann Georg Rüdiger, der Sohn eines Kaufmanns aus Königsberg i. Pr. Er fam vorgestern aus seiner Heimat hier an und stieg in der Nähe des Anhalter Bahnhofes ab. Vorgestern nachmittag um 6 Uhr hörte ein Hausdiener einen Schuß fallen und fand den Gast mit einer Wunde in der rechten Schläfe in seinem Zimmer auf dem Stuhle sizen. Ein Arzt ließ den Schwerverwundeten in ein Krankenhaus bringen. Rüdiger hatte nur wenig Gepäck und keinen Pfennig Geld mehr. Was ihn zu dem Selbstmord an fich veranlaßte, ist nicht bekannt. Gestern morgen fragten seine Eltern in dem Hotel telegraphisch an, ob ihr Sohn dort angekommen sei. " Aus den Nachbarorten. Spandan. Gerichts- Zeitung. Ein Totschlag in der Laubenkolonie schon längere Zeit in der Familie des Ehemannes verkehrt hatte, erhielt sein Zimmer neben den Gemächern des Paares. Gleich nach der Ankunft legte von Koralew seine Geldkaße auf den Tisch seines Zimmers. Nach der Umkleidung mußte Herr v. Koralew auf einen Augen blick das Zimmer verlassen. Als er zurückkehrte, war seine junge beschäftigte gestern das Schwurgericht des Landgerichts I unter Frau fortgegangen. Auch die Geldkage war nicht mehr vorhanden. Vorsiz des Landgerichtsdirektors Menz. Der angeklagte 45 Jahre Zunächst dachte der junge Ehemann an nichts Böses. Als ihm aber alte Arbeiter Rudolf Sauer hat eine etwas bewegte Vergangenheit jeine Frau zu lange ausblieb, wurde er unruhig und begann, alles hinter sich und ist auch schon mehrfach vorbestraft worden. Er hai abzusuchen. Jetzt machte er die unliebsame Entdeckung, daß sie hier wiederholt bei Siemens u. Halste gearbeitet, dann aber die samt der Geldkaße und dem Dolmetscher verschivunden war. GewißWanderlust bekommen und sich einige Zeit in Baku in Südrußlant heit brachte ihm schon der Gepäckschein, den er im Zimmer des Aus der Stadtverordnetenversammlung in Spandau. Nach der aufgehalten. Er hat dann auch seine Ehefrau und seinen Sohr Dolmetschers fand. Dieser hatte den Auftrag gehabt, alle Gepäck- Einführung des neugewählten Stadtv. Scholz II( 1. Abteilung) dorthin kommen lassen; da diese aber das Klima nicht vertragen stücke auf einen Schein schreiben zu lassen. Der Schein aber, den er im Zimmer fand, enthielt nicht neun, sondern nur vier Stücke, schritt die Versammlung zur Wahl eines befoldeten Stadt- fonnten, fehrte er nach Berlin zurück. Als Andenken hatte er sick rats an Stelle des Herrn Hübner; gewählt wurde der Gerichts- ein breites, sogenanntes Türkenschwert mitgebracht, welche gerade nur die, in denen sich die Sachen des Ehemannes befanden. assessor Reichardt, zurzeit juristischer Hülfsarbeiter beim hiesigen gestern als corpus delicti auf dem Gerichtstische lag. Sett etwa Ob das flüchtige Pärchen die anderen fünf Stücke hier auf dem Bahnhof aufgegeben und schnell wieder abgeholt hat, oder schon gesezt, nachdem der Magistrat nachgegeben und sich mit der u. Ko. in der Hollmannstraße. Er ist in nüchternem Zustande eir Bahnhof aufgegeben und schnell wieder abgeholt hat, oder schon Magistrat.- Der Schuletat wurde auf 705 089,88 M. feft- einem Jahre arbeitete der Angeklagte bei der Firma Otto Mansfelt unterwegs nach einer anderen Station hatte laufen lassen, ist noch von den Stadtverordneten beschlossenen Anstellung von Schul- ganz geselliger, ruhiger Mensch, er betrant sich aber sehr häufig nicht festgestellt. ärzten ab 1. April dieses Jahres einverstanden erklärt namentlich Sonnabends und Sonntags. Er soll manchmal bis zu hatte. Hierauf wurde in die Beratung des Hauptetats ein- einem Liter Schnaps getrunken haben und dann stets sehr jähzornig getreten. Einleitend gab der Oberbürgermeister den gesetzlich vor- gewesen sein und häufig auch ohne Anlaß auf seinen Sohn ein. geschriebenen Bericht über den Stand der städtischen Angelegenheiten. geschlagen haben. Seine Frau hat er schon seit etwa drei Jahren Die Einwohnerzahl habe im verflossenen Jahr um etwa 1000 zu verloren. In der Laubenkolonie an dem„ Verlorenen Weg", in der genommen, sie betrage jezt 67138; die Zahl der Geburten Nähe des Ringbahnhofes Landsberger Allee, hatte Sauer eine Laube dagegen um 800, die Sterbefälle um 200 und die Ehe- in welcher er im Sommer mit seinem Sohne häufig übernachtete schließungen um 179 gegen das Vorjahr zurückgegangen. Am 22. Auguft v. J. hatte er nach Feierabend eine in der Hollmann. Das Barvermögen der Stadt betrage 314, die Schulden 8 Millionen straße belegene Schankwirtschaft besucht und war dann gegen 9 Uh Mark; der umfangreiche städtische Grundbesiz repräsentiere aber mit der elektrischen Bahn in seine Laubenkolonie gefahren. In allein an un bebauten Grundstücken einen Wert von 30 Millionen der benachbarten Laubenkolonie„ Eintracht" trant er Bier unt Mark. Trog eines Ausfalles von 31 000 m. an Personalsteuern sei einige Schnäpse und wollte dann in seine Laube gehen. Unterwege infolge der im übrigen erzielten Mehrerträge zu erwarten, begegneten ihm zwei Radfahrer, denen er sich in den Weg stellte daß das zu Ende gehende Etatsjahr mit einem fleinen so daß sie nicht weiter fahren konnten. Ein fremder Mann stellte der Ein Pfennig Kapital. Im Jahre 1903 gründete ein Herr Walter leberschuß abschließen werde. Nunmehr wurde in die Angeklagten zur Rede und versetzte ihm, als er angegriffen wurde, Alberti die„ Erste Deutsche Dachschäden- Versicherungsgesellschaft", Disfuffion über den Etatsentwurf eingetreten. Der Antrag eine Ohrfeige. Nun holte Sauer sein Schwert aus der Laube und eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Gegenstand des Etatsausschusses, der von unserer Seite durch Rieger wartete auf den Fremden. Dieser tam in Begleitung eines anderen des Unternehmens war nach den Statuten die Instandhaltung von verteidigt und von den Stadtverordneten Lüdecke, Baumert, Laubenbewohners noch unbehelligt an ihm vorbei, hinter ihnen ging Dächern im Jahresabonnement und die Ausführung jeder Dach Grätschel usw. bekämpft wurde, und der die Wahl eines besser ge- der fleine budlige Arbeiter Ernst Riesmann, der dem Angeklagten arbeit. Der Borstand der Genossenschaft bestand aus dem kauf- lesenen Lokalblattes als amtliches Publikationsorgan" an Stelle nichts zu Leide getan hatte. Kaum hatten die beiden voraufgehender männischen Direktor Alberti und einem technischen Direktor. Das des„ Spd. Tgbl." berlangte, wurde abgelehnt. Sehr lebhaft wurde es Personen ihre Laube erreicht, als sie einen Aufschrei hörten und den Betriebskapital follte aus dem Genossenschaftsvermögen bestehen in der Diskussion über die Steuerfestießung für das nächste Riesmann blutüberströmt zu Boden stürzen sahen. Der An und dieses durch Eintrittsgelder, Einzahlung auf die Ge- Jahr. Die Versammlung entschied sich für 190 Broz.( bisher 200 Broz.) geklagte hatte ihn mit dem Schwerte scharf über " schäftsanteile usw. gebildet werden. Die Grundlage bildeten Bersonalsteuer, 3,5 m. pro Mille Grundwertsteuer( bisher 3,6 M.) en Schäbel geschlagen. Herbeieilende Laubenkolonisten einstweilen 30 Mart, die Herr Alberti besaß. Aber und für 220 Broz. Gewerbesteuerzuschlag. Den Gewerbesteuer- stürzten sich auf Sauer und schlugen ihn zu Boden, es gelang ihnen diefer Kapitalmangel war nicht schlimm. Der Gedanke, der dem klassen III und IV soll gemäß einer Anweisung der Regierung der auch mit großer Anstrengung, ihm das Schwert zu entwinden. Bei Unternehmen zugrunde lag und von dem kaufmännischen Direktor Ertrag der Warenhaussteuer nicht im vornherein, sondern erst im dieser Kaßbalgerei hat er einige Wunden erhalten, die er sich später in der Versammlung vorgetragen wurde, erwies fich so zugkräftig, legten Steuerquartal gut gebracht werden. Die endgültige im Krankenhause Friedrichshain verbinden lassen mußte. Dorthin daß gleich 5000 Mart und mehr eingingen, die aber in die Tasche Festsetzung des Hauptetats soll in nächster Sizung er wurde auch Riesmann in bewußtlosem Zustande gebracht. Er hatte des Herrn Alberti wanderten. Die versicherten Dachschäden wurden folgen. Zum Schluß nahm die Versammlung nach kurzer, auf der rechten Kopfseite eine bis auf die Stirn reichende 15 Zenti. natürlich kaum jemals repariert. Die Folge dieser Wirtschaft waren lebhafter Debatte zivet Anträge Müller- Halleder an, welche die meter lange, 2 Zentimeter tiefe klaffende Wunde, aus welcher das Klagen der Abonnenten und Anzeigen bei der Polizei. Bei einer Schaffung von Radfahr- Wegen neben der Schönwalder Gehirn herausquoll. Am 31. Auguſt verſtarb er an der erlittenen von der Kriminalpolizei vorgenommenen Durchsuchung der Räume Chauffee und neben dem Hakenfelder Weg, zwischen genannter Berlegung. Der Angeklagte behauptete im Termin, daß er sinnlos fanden die Beamten in dem großen Geldschrank einen einzigen Chauffee und der Streitstraße, verlangen. betrunken gewesen sein müsse, da er von allen Vorgängen in der Pfennig. Alberti war nicht da, wurde aber abends in der Wohnung Laubenkolonie absolut nichts wisse, sondern eine völlige Lücke in feines Schwagers verhaftet. feinem Gedächtnis sich zeige. Rechtsanwalt Horn, der dem Die Schöneberger Orts- Krankenkasse wird sich zur Unterbringung Angeklagten als Verteidiger gestellt war, machte für diesen geltend ihrer Bureaus in nächster Zeit ein eigenes Haus errichten, da daß er ein stark minderwertiger Mann sei, der bei der Tat zweifellos passende Mietsräume zu einem annehmbaren Preise schwer zu haben start unter den Einwirkungen des Alkohols gestanden habe. Die find. Als Bauplag ist in Aussicht genommen das Grundstid Grune- Geschworenen bersagten dem Angeklagten mildernde Umstände. Der waldstr. 42( zwischen Eisenacher- und Martin Lutherstraße). In der Staatsanwalt beantragte 6 Jahre Zuchthaus, das Gericht erkannte am Donnerstag abend stattgefundenen Generalversammlung er- auf 4 Jahre Zuchthaus. flärten sich die Delegierten mit einem solchen Antrage des Vorstandes einverstanden und setzten eine Kommission ein, die dem Vorstande bei Ausarbeitung der Pläne usw. zur Seite stehen soll. Der Rasse gehören jetzt 15 000 Mitglieder an, die bei ca. 3000 Arbeit gebern beschäftigt werden. In den Bureaus find zurzeit 19 Beamte tätig. Verschwunden ist seit einigen Tagen der acht Jahre alte Gerhardt Behrens, der in Karlshorst, Rötlingerstraße 16 bei seinen Eltern wohnte. Der Knabe wurde zulegt in der Nachbarschaft beim Spielen beobachtet; er ist fenntlich durch eine große Narbe an der linken Seite des Kopfes und hat schwarze Augen und Haare. Bekleidet war er mit dunklem Anzug und grauer Müge. Wer etwas über ben Verbleib des Kindes weiß, wird gebeten, dem nächsten Polizeirevier oder dem Water Mitteilung zu machen. " Schöneberg. Vermischtes. Feuerbericht. Einer feltenen Ruhe hatte sich die Feuerwehr in den letzten 24 Stunden zu erfreuen. In der Nacht zum Freitag er Von der früheren Kronprinzessin von Sachsen wird berichtet, das folgte nur ein einziger Alarm und zwar nach der Brinzenstr. 13, fie fich wieder verheiraten will; ihr zukünftiger Gatte solle der Gra wo im Erdgeschoß in einer Wohnung Gardinen und Kleidungsstücke Zu der bekannten Schularzt- Affäre in Schöneberg haben nun Carlo Gicciardini, der Sohn des Eigentümers der Villa Papiani in Flammen standen. Der 11. Löschzug konnte die Gefahr leicht beseitigen. Auch im Laufe des gestrigen Freitags dauerte die auch die beiden bürgerlichen Vereine Stellung genommen, von denen in der die Gräfin wohnt, werden. Die Hochzeit solle schon in Ruhe an. Nur zivei Allarmierungen liefen ein. Sie führten den feinerzeit teilweise die Hege gegen den Schularzt Dr. Goldfeld aus Frühjahr stattfinden. Der nach Florenz im Auftrage des Königi gegangen ist. Der Zentralverein selbständiger Handels- und von Sachsen entsandte Justizrat Dr. Körner soll lediglich Verhand 19. Zug nach der Leipzigerstr. 39 und den 16. Zug nach der Müller Gewerbetreibenber" zollte dem Magistrat seine volle An- lungen führen, die darauf hinzielen, daß die Kleine Prinzeſſu straße 18. In beiden Fällen handelte es sich um Kellerbrände, erkennung für ſein Verhalten in der betreffenden Angelegenheit. Monica nach der Hochzeit ihrer Mutter nach Dresden zum König deren Ablöschung in furzer Zeit erfolgen fonnte. Außerdem wurden noch in der Friedrich Wilhelmstr. 6 und in der Yorfstr. 18 Noch weiter ging der Gastwirtsverein" von Schöneberg, zur Erziehung gebracht wird. Von anderer Seite wird gemeldei der in seiner legten Versammlung einstimmig beschloß, beschloß, dem daß zur Verhütung weiterer Skandale" die Gräfin Montignoso i Sauerstoffapparate verlangt. Magistrat ein Huldigungsschreiben" zugehen zu lassen, in dem be- eine Heilanstalt gebracht werden soll; sie sei geistig minderwertig. sonders folgende Säße erwähnenswert sind. Es heißt da:„ Als Die Universität Jena wird am 2. Mai, abends 7 Uhr, im Vorträge über das Invalidengeset. Um eine möglichst genaue Bürger Schönebergs und Vertreter eines der größten Gewerbezweige großen Saale des Voltshauses der Karl Zeiß- Stiftung eine Ge Kenntnis der wichtigsten Bestimmungen des Invalidenversicherungs- unserer Stadt protestieren wir gegen das Verhalten der Stadt dächtnisfeier zu Ehren Ernst Abbes veranstalten. Die GeGejeges in weite Streise der Bürgerschaft hineinzubringen, läßt verordneten, welche nahe daran waren, einem bei der Gemeindes dächtnisrede hält der Physiker Professor Dr. Winkelmann. der Vorstand der Landesversicherungs- Anstalt Berlin durch seine Be- verwaltung tätigen Bürger für von ihm verübte Indiskretionen amten Vorträge in Vereinen von Arbeitgebern und Versicherten noch ein Vertrauensvotum auszusprechen. Durch dieses Verhalten halten. An die Vorträge schließt sich eine Erörterung, in deren tönnte leicht jeder befoldete oder unbesoldete Gemeindebeamte anVerlauf von den Vortragenden, so weit möglich. Auskunft über gereizt werden, ihm in seinem Ressort bekannt gewordene Angelegenheiten Fragen erteilt wird, die aus der Mitte der Versammlung gestellt zu veröffentlichen, die hierzu nicht geeignet sind. Wir stehen voll und ganz von bis 9½ 1hr abends ftatt. Geöffnet:? 11yr. werden. Der Vorstand der Landesversicherungs- Anstalt Berlin hat auf dem Boden der Magistratsbeschlüsse und sprechen ihm für die an größere Vereine ein Rundschreiben erlassen und viele Vereine forrette und feste Haltung unseren besten Dank aus. Wir bedauern haben der Anregung Folge gegeben. lebhaft, daß unser Herr Oberbürgermeister so gehäffigen Angriffen Hunde- Ausstellung. Zu der am nächsten Sonntag und Montag ausgelegt war und versichern ihn unserer aufrichtigsten Sym Was fagen denn nun die Herren zu der Ernennung in den Räumen des„ Luisenhof" zu Berlin, Dresdenerstr. 34/35, pathie usw." stattfindenden Hunde Ausstellung des Jagdhundvereins Berlin find des Schularztes Dr. G. zum Armenarzt? Nach den eigenen zahlreiche Meldungen eingelaufen. Vor allem wird der in Deutsch Ausführungen des Oberbürgermeisters bedeutet dies doch eine be land populärste Hund, der Tedel, in faft 150 Exemplaren vertreten fondere Ehrung des Schularztes Dr. G. Unserem Genossen Stadtverordneten Hoffmann in Schöneberg ist sein. Auch der in Jägerkreisen so sehr geschäßte deutsche turzhaarige Vorstehhund hat nahe an 100 Vertreter gestellt. Die in ihrem bereits die Vorladung zur Vernehmung in der Beleidigungsflage Tangen seidigen Haarkleide so vornehm wirkenden englischen Vorsteh- des Oberbürgermeisters) vom königlichen Amtsgericht II am 25. Februar hunde werden sich in bisher in Deutschland noch nicht gesehener Zahl und Güte zeigen und sind darunter auch von dem Auslande gesandte hervorragende Hunde. 民 zugegangen. In Charlottenburg ist die nächste Arbeitslosenzählung am Sonntag, den 26. Februar. Sie wird in der bisherigen Weise ausgeführt; die Arbeitnehmer- Beisiger des Kuratoriums für den städtischen Arbeitsnachweis ersuchen um zahlreiche Beteiligung. Adlershof. Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabendi 2. H. Unendlich oft, wohl gegen hundert Mal haben wir darauf hin gewiesen, daß die Kaffe eine Schwindellasse und daß schleunigster, der Statuten entsprechender Rücktritt zu raten sei. Da sie den Rat nicht befolg haben, so werden Sie, falls Sie nicht etwa bei dem Eintritt minder jährig waren oder besondere Einreden haben, zahlen müssen. 2. Nein Marktpreise von Berlin am 9. Februar. Nach Ermittelungen de fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Bentner: Weizen**), gute Sort Roggen), gute Sorte 13,90-13,89., mittel 13,88-13,87 M., gering 17,60-17,57., mittel 17,54-17,51 R., geringe 17,48-17,45 992 13,86-13,85. Futtergerste*), gute Sorte 16,40--15,20 m., mittel 15,1 bis 13,90 m., geringe 13,80-12,70 m. pajer), gute Sorte 16,40-15,70 mittel 15,60-14,90 M., geringe 14,80-14,10 M. Erbsen, gelbe, zum Kocher 45,00-30,00 m. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 M. Linsen 60,00-30,00 Richtftroh 0,00-0,00 M. eu 0,00-0,00 Startoffeln 10,00-8,00 2. für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 W. Eier per Schock 5,50-3,80 202 *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Wafferstand am 9. Februar. Elbe bei Auffig+2,10 Meter, be Dresden+0,80 Meter, bei Magdeburg+2,53 Meter. Unstrut be Straußfurt+2,25 Meter. Oder bei Ratibor+ 2,36 Meter, bei Breslai Ober Begel+ 5,38 Meter, bei Breslau Unter Pegel+0,94 Meter, be Weichsel bei Brahemünde+4,46 Meter. Frankfurt+2,25 Meter. Ne te bei Usch+1,47 Meter. art he bei Bosen+ 1,48 Meter. S Witterungsübersicht vom 10. Februar 1905, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer ftand mm Quis richtung Windstarle Better 3 heiter Zemp. n. E 5° G.= 4° R. Stationen Barometer stand mm -1 Haparanda 749 5 Wind Bunstpp Windstärke Beller Temp. n. 6. Sofopernfängerin Marie Knüpfer Egli hat sich außer Sydney Biden- New York für den musikalischen Teil des Hugo Wolf- Möride Abend am 12. Februar( Sonntag) in der Hohenzollernschule, Eisenacherstraße, der Schöneberger Bolts- Kunstkommission zur Verfügung gestellt. Für die Rezitation ist wieder Dr. Gustav Manz und für den Vortrag Kurt Walter Goldschmidt gewonnen worden. Karten a 30 Bf. auf allen Plägen sind außer in den bekannten Die Gemeindevertretung hatte am Donnerstag eine reichhaltige Schöneberger Geschäften zu haben im Verein 3. F. d. K., Albrecht- und auch für den Steuersäckel der Einwohner bedeutsame Tagesstraße 11, Dürerhaus, Stronenstr. 18, und Stahl, Potsdamerstr. 39. ordnung zu erledigen. Die Etatsberatung wird nächstens zeigen, ob Die Lehrlingsabteilung des Zentralvereins für Arbeitsnachweis", ohne Erhöhung des Steuerzufchlages für das Jahr 1905/06 auszu Gormannstr. 13, I, rechter Aufgang, hat seine Tätigkeit für den kommen ist. Trotzdem die Befürchtung auf Erhöhung des Zuschlages bevorstehenden Schulabgang wieder aufgenommen. Unter Hintveis nicht ganz grundlos ist, wurde den Anträgen der Lehrerschaft fowie auf die guten Erfolge des vergangenen Jahres werden sowohl die der Gemeindebeamten auf Erhöhung der Gehälter stattgegeben, da Herren Arbeitgeber, wie die Eltern der in der Lehre tretenden diese Angestellten unter den heutigen teueren Lebensverhältnissen nicht Knaben gebeten, Meldungen rechtzeitig an obige Adresse gelangen ausreichend besoldet und auch gegenüber den Gehaltsverhältnissen der Nachbarorte sowie der Vororte Berlins start benachteiligt find. Swinemde. 768 S zu laffen. Die Vermittelung ist für beide Teile tostenlos. Treptow- Sternwarte. Jetzt bietet sich Gelegenheit, die Herkunft zum Zwecke der Bewässerung des Ortes wurde ein Statut Hamburg der alten Sage, daß ein Rabe in der Sonne fizt, durch eigene Be- angenommen, nach welchem die Gemeinden Adlershof, Alt- Glienicke Berlin obachtung zu prüfen. Auf der Sonne ist ein Fled aufgetreten, der und Grünau einen Zwedverband bilden; es ist zu hoffen, daß neben Frantj.a.M. bereits mit unbewaffnetem Auge deutlich gefehen werden kann. Es Dem Bau einer elektrischen Straßenbahn zwischen Berlin und Bien der Entwässerung auch die Bewässerung rüstig gefördert wird. wird daher ausnahmsweise die Treptow- Sternwarte von Freitag, Schmödwig längs der Kreischauffee steht die Gemeindevertretung den 10. an auf einige Tage bereits um 10 Uhr vormittags geöffnet sympathisch gegenüber; es wurde zu erkennen gegeben, daß die Ge Bunächst etwas wärmer, vorwiegend trüge mit Niederschlägen und ziem und werden die Flecke mit ihren Fackeln mit dem Riesen- Refraktor meinde nicht abgeneigt ist, nach Lage ihrer Finanzen Aftien zu über- lich starken westlichen Winden; später aufklarend und etwas tälter. Berliner Wetterbureau. bis Sonnenuntergang gezeigt. Alsdann wird die Benus bis 6 Uhr nehmen. In die Gesundheitskommission wurde unser Genosse und dann der Mond bis 10 Uhr abends beobachtet. Am Sonntag, Sildebrandt gewählt. Sturmwarnung. Wegen eines an der norwegischen Küste be den 12. d. Mts. spricht Direktor Archenhold nachmittags 5 Uhr über Weltanschauung und Himmelstunde" mit besonderer Berücksichtigung Unbekannter Selbstmörder. Am 6. d. M. ist in Blößensee ein findlichen tiefen barometrischen Minimums, bas mit stürmischen west der Rolle, welche Sonne und Mond in Sage und Religion spielen. etwa 55 Jahre alter unbekannter Mann erhängt aufgefunden. Der- lichen Winden oftwärts fortzuschreiten scheint, ist heute mittag bi von Borkum bis Memel Das Thema des Siebenuhr Vortrages lautet„ Der Mond im selbe ist von mittlerer Figur, hat graumelierte Haare, blaue Augen ganze deutsche Küste Treptower Riefenfernrohr", und für den Montagsvortrag abends und rötlichen Schnurrbart. Bekleidet ist derselbe mit zwei Barchend- seitens der Seewarte gewarnt worden. Berliner Wetterbureau, am 13.: Die Figsterne". hemden und solcher Unterhose, grauwollenen Strümpfen, schwarzem Berantiv. Redakteur: Baul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. " 769 23233bebedt 773 SO 2 Schnee 0 Petersburg 755 W 1 bedeckt 772 S 1 halb bb. 765 SW 31volfig 772? 2Nebel 770 3 2 polten!-1 Scilly 1 wolfenl-2 Aberdeen Paris München 775 W 5 bedeckt 774 GD 1 wolfen! Wetter- Prognofe für Sonnabend, den 11. Februar 1905. 81511