Hr. 37. HbonnemenfS'Beflngungen- Abonnements- Preis pränumerando; «ierteljährl. 3,30 W., monall. 1,10 Ml. wSchentlich 28 Pfg, frei WS Haus. Einzelne Nummer S Pfg. Sonntags- nummer mit illustrierter Sonntags. Vellage»Die Neue Welt' 10 Pfg. Post- Abonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post-Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich> Ungarn L Mark, für das übrige Ausland S Mark pro Monat. «fflirt 22* Jahrg. Die Infertions-Gebüftr betrügt für die sechSgespaltene Kolonel- zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerlschastliche Vereins- und VersamnilungS-Anzeigen 2S Pfg. „Ulelne Rnreigen", das erste sfett- gedruckte) Wort 10 Psg., jedes weitere Wort S Psg. Worte über IS Buchstaben zählen sür zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. vllMnt tZglich auBtr fflcntags. Berliner Volksblntk. Telegramm- Adreffe: „Soalsliitiiiöllnt Btrlin". Zctitralorgan der rozialdemokratSfchen Partei Deutfchlands. Redaktion: 8Ö3. 68, Lindenstraese 69. Fernsprecher: Amt IV. Nr. 1383. Expedition: SM. 68» �.indenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1384. Die Lage im Ruhrrevier. In Bestätigung unserer gestrigen Meldung über die RückstchtS- lofigleit einzelner Zechenverwaltungen gegenüber den sich zur Anfahrt meldenden Bergleuten und die dadurch hervorgerufene abermalige Wendung des Streiks wird heut über eine Versammlung m Essen berichtet, die am Freitag abend stattfand und von über 1003 Bergleuten besucht war. Hue legte nochmals die Gründe dar, die zum Beschlutz der Revierkonferenz geführt haben. Der Beschlutz, den Streik zu beenden, sei aber nur in der Voraussetzung gefatzt worden, dah Massenmatzregelungen nicht vorgenommen würden. Es sei aber anders gekommen. Leute, die anfahren wollten, seien zurückgewiesen oder es sei ihnen zugemutet worden, unter veränderten Lohnbedingnngen die Arbeit wieder auf- zunehmen; die Gedinge sollten um 10—12 Proz. gekürzt werden. In Gelsenkirchen sei ein Ausschutzniitglied des Christlichen Gewerkvereins, der beim Betriebsführer namens der Belegschaft vorsprach, um zu sagen» dah sie einmütig anfahren wollen, ab- gewiesen worden. Die Belegschaft sei jetzt gezwungen, den Kampf fortzusetzen. Aus anderen Bezirken kämen dieselben Nachrichten. Unter diesen Umständen seien die Verbands- und Gewerkschaftsführer einig, den Kampf fortzusetzen. Die Bergardeiter befänden sich in Aussperrung. Die Siebcner-Kommission werde ihren Bcschlutz am Sonnabend fassen. Redner mahnte zur Ruhe und teilte noch mit, daß Mittel zur Unterstützung der Streikenden nicht vorhanden seien. Dies hat die Siebener- Kommission veranlatzt, am 11. Februar nachstehendes Telegramm an die Regierungspräsidenten in Arnsberg und Düsieldorf zu richten: »Die am V. Februar stattgesimdene Revierkonferenz der De- legierten der ausständigen Bergarbeiter des Ruhrreviers beschlotz, die Arbeit wieder aufzunehmen. Sie hat damit dem Wunsche Sr. Exzellenz des Reichskanzlers entsprochen. Bei der heutigen Meldung zur Einfahrt wurde den Arbeitern auf mehreren Zechen massenhaft die Abkehr eingebändigt. Das führt zu grotzer Erregung und es ist deshalb das schlimmste zu befürchten. Wir bitten des- halb Ew. Hochwohlgcboren, bei matzgebender Stelle dahin wirken zu wollen, datz diese Provokationen unterbleiben. Die Siebener-Kommission. I.A.: E f f e r t- Altenesien. Demgegenüber lätzt der bergbauliche Verein erklären: Die Behauptung, die Zechen des hiesigen Reviers beabsichtigen, mit einer planmähigen massenhaften Abkehr von Bergleuten vor- zugehen, ist frei erfunden. Tie Zechenverwaltungen sind, wie es die regelmätzige Folge eines jeden Streiks von längerer Dauer ist, nicht in der Lage, sofort nach Beendigung des Ausstandes die Beleg- schaften in alter Stärke wieder anzulegen. Die Strecken unter Tage müssen zunächst wieder aufgewältiat und in betriebsfähigen Zustand gebracht werden, ehe mit der Arbeit vor Ort und mit der eigent- iichen Gewinnung von Kohle begonnen werden kann. Bei diesen AufräumungSarbeiten ist aber selbstverständlich nur ein Teil der Belegschaften, und auch dieser nur im Schichtlohn beschäftigt. Ebenjo natürlich ist eS, datz es auf der einen Grube längerer Zeit bedarf als auf der anderen, um den ordnungsmätzigen Zustand wieder herzustellen. Inzwischen hat am Sonnabend früh die Siebener-Kommission abermals getagt und beschlossen, daß der Beschluß der Rcvicrkonfcrrnz von Donnerstag betreffs Wiederaufnahme der Arbeit aufrechterhalten bleibe. Gleichzeitig soll die Regierung ersucht werden, dahin zu wirken, datz den Bergleuten keine Schwierigkeiten bereitet werden, wenn sie die Arbeit wieder aufnehmen wollen. Die Siebener- Kommission beschlotz sodann die Herausgabe eines entsprechenden Flugblattes für morgen. Das in der vorstehenden Meldung angekündigte Flugblatt der Siebener-Kommission lautet: Achtung Kameraden! Die Siebener-Kommission hatte soeben Sitzung(Sonnabend, vormittags 10 Uhr). Alle gestrigen Bekanntmachungen, Depeschen und Tclcphongcspräche, die im Namen der Siebener- Konunission oder Einzclnamen derselben ergangen sind, die zum Weiterstreiken auffordern, haben entweder Zcchenspitzel oder sonstige Betrüger verbreitet. Dieselben Leute sind es wahr- scheinlich auch, welche die Organisationsleitungen und die Siebener-Kommission jetzt verdächtigen. Das sind gerade die Leute, welche den Zechenherren jetzt in die Hände arbeiten und durch solche Verdächtigungen die Arbeiter zersplittern und verraten. Wo Lohnkürzungen und Massenmaßregelungen vorge- nommen werden, melde man das sofort der Siebener- kommission. Die drei Regierungspräsidenten befinden sich im Kohlengebiet, um Remedur zu schaffen! Der Beschluß der Konferenz, daß die Arbeit anfgenommen wird, bleibt bis auf weiteres bestehen. Die Gemaßrcgclten wollen sich bei ihren Ortsverwaltungen melden; sie werden von den Organisationen unterstützt. Bochum, 11. Februar 1905. Die Siebener-Kommission: Effert, Kühme, Sachse, Hansmann, Negulski, Korpus, Hammacher. Aus diesen zahlreichen Nachrichten ergibt sich allerdings, daß die Bergleute allen Grund haben, erregt zu sein, doch ist zu hoffen, datz eS den Führern gelingt, der Erregung allmählich Herr zu werden- So schwer es den Arbeitern auch werden mag. unter den obwaltenden Uniständen den Kampf zurzeit aufzugeben, so liegt eS doch in ihrem Jntereffe, ihre Kräfte jetzt nicht zu zersplittern. Die jetzt allenthalben auftretenden Meldungen über tumulwarische Vorgänge sind übrigens nur mit grotzer Vorsicht aufzunehmen. Wo sich tumultuarische Vor- gänge wirklich ereignen, sind sie immerhin nur vereinzelt, und die Ueberlegung beginnt bald wieder die Oberhand zu geivinnen. Eine Gesamtzeichnung der augenblicklichen Lage am Sonnabend gibt folgendes Telegramm aus Bochum. daS uns von wohlunterrichteter Seite zugeht: Die große Mehrheit der Belegschaften fügt sich dem Essener Beschluß, wenn auch widerwillig. Sozialdemokratische Hochburgen, z. B. Eichlinghofen, zeigen straffe Disziplin; in Steele, Borbeck, Hochburgen des Gewerkvereins, herrscht völliger Disziplinmangel. Das Essener Revier ist über- Haupt der Herd der Undisziplin. Nach einigen Tagen wird hoffentlich überall Ruhe sein. Viele Tausende sind einst- weilen entlassen wegen Betriebsstörungen. Einige Zechen maßregeln gar nicht, andere sehr viel. Finanzmittel sind dringend erforderlich, da jetzt die eigentliche Not erst beginnt. Die Nachrichten über die Aufregung der Arbeiter sind sehr übertrieben. Daß Sachse und Hue tätlich angegriffen worden sind, ist nicht wahr. Hue ging ruhig in die Masse und hielt die Polizei ab, schneidig vorzugehen. Die Ver- sammlungen sind wohl erregt, aber nur einzelne tumul- tuarisch. Datz auch in E s s e n die Ueberlegung siegen wird, geht aus dem nachstehenden, uns von dort zugehenden Telegramm hervor: Hier fand heute nachmittag eine mehrere Stunden dauernde, sehr stürmisch hergehende Versammlung statt. Verschiedene Redner griffen die Verbandsführer heftig an. Die allermeisten sprachen von Weiterstreiken. Einzelne Leute, die dem Beschluß der Delegiertenkonferenz Geltung verschaffen wollten, wurden nicht angehört. Es lag eine Resolution vor, nach der die Versammlung beschließt, im Kanipfe zu verharren. Vor der Abstimmung ergriff G e- nosse Ostkamp das Wort. Er wies die Redner, welche die Verbandssührcr verdächtigten, in scharfer Weise zurück. Ob- wohl man auch ihm gegenüber opponieren wollte, brachte er es doch fertig, sich Gehör zu verschaffen. In ener- gischer Weise setzte er den Streikenden auseinander, daß eS unsinnig sei, jetzt noch darauf zu bestehe», weiter zu streiken, mau habe gesehen, wo die wahren Freunde der Arbeiter wären, man müsse sich aber den Tatsachen jetzt fügen. Diese energischen Ausführungen brachten es zustande, daß die Resolution nicht angenommen wurde. Allerdings gelang eS nicht, eine andere Abstimmung herbeizuführen. Die Ver- sammlung ging ohne Beschlußfassung auseinander. Jeden- falls wird hierdurch erzielt werden, daß die Streikenden einsehen, daß es nicht angängig sei, in dem Streik zu ver- harren. Polizei ist überflüssig. Eine Nachricht aus Essen besagt, das dortige Landratsamt habe mitgeteilt, datz keineswegs beabsichtigt sei, Militär m den Bezirk kommen zu lasten 1 die Ruhe werde überall aufrecht erhalten. Die bereits erwogene Absicht, noch Berliner Schutzmannschaften herbeizurufen, sei fallen gelassen worden. Man scheint jedoch die Berliner Polizei von der veränderten Auffassung nicht rechtzeitig in Kenntnis gejetzt zu haben, denn eine hiesige, in diesen Dingen gut unterrichtete Korrespondenz meldet, datz tatsächlich 27 Schutzleute zu Futz und 9 berittene unter Führung eines Polizeileutenants nach dem Ruhrrevier abgegangen sind. Die Berggesetznovelle. Der.Reichsbote" will erfahren haben, dah der Minister Möller furchtbare Entschlüsse gefatzt habe, falls ihm Widerstand gegen seine Berggesctzvorlage entgegengesetzt werde. Datz aber kein Maximal- arbeitstag gewährt werden werde, behauptet auch der»Rcichsbote". Nur aus sanitären Gründen soll Verkürzung der Arbeitszeit zu- gelösten werden. Die Strafen sollen nicht, wie GiesbertS behauptet hat, auf 4 Mark begrenzt werden, sondern noch auf über 6 Mark. Da wird der Minister Möller seine furchtbaren Entschlüsse nicht auszuführen brauchen. Er wird schon vorher mit furchtbarer Entschlossenheit die Novelle so zustutzen, datz sie auch dem Dreiklasteu-Landtage genehm sein wird. Die.Norddeutsche Allgemeine' beschwert sich in ihren Betrachtungen über den Streik darüber, datz wir von vorn- herein versucht hätten, den Arbeitern die angekündigte Novelle von vornherein zu verekeln. Nach dem, was bis jetzt über die Novelle verlautet, und nach den deutlich ausgesprochenen Absichten der Ver- treter der Mchrheitsparteien des Landtages, ein Streikbrecherschutzgesetz aus der Vorlage zu mache»— wenn sie es nicht schon von vorn- herein ist— haben wir die Versprechungen noch eher zu günstig als ungünstig beurteilt. Wenn sich die.Norddeutsche' weiter darüber beschwert, datz »immer wieder der politisch revolutionäre Pferdefutz' bei uns zum Vorschein gekommen sei, so ist das Heller Unsinn. Wir sind nicht blotz an einem Pferdefutze, sondern überhaupt politisch revolutionär und haben daraus nie ein Hehl gemacht. Die preußische Regierung tut ja übrigens selbst ihr bestes, um auch in dem gegenwärtigen Kampfe die Arbeiter mit der Nase auf die politische Bedeutung aller Arbeiterkämpfe zu stotzen. Erstens haben die Arbeiter aus dem Verhalten der Zecheubarone die Lehre gezogen, datz sie ohne poli- tische Tätigkeit nichts zur Verbesserung ihrer Lage erreichen, und zweitens werden sie in den nächsten Tagen belehrt werden, datz sie von den Herrschaften, denen das Dreiklassen- Wahlrecht den an- gemähten Namen einer Volksvertretung verschafft, erst recht nichts zu erwarten haben. Wir haben das Vertrauen zum preußischen Landtage, daß er seinem Rufe alle Ehre machen wird und wir werden nicht säunien, den Bergarbeitern ihre„Freunde' im richtigen Lichte zu zeigen und die naheliegenden politischen Schlüsse zu ziehen. � Neber die allmähliche Wiederaufnahme der Arbeit meldet„WolffS Telcgraphen-Bureau': Die Bekanntgabe der nach Revieren geordneten Rachweisungen der streikenden Belegschaftsmitglieder kann in der bisherigen Weise nicht mehr erfolgen, da eine grotze Anzahl von Zechen bereits dazu übergegangen ist, die kombinierte Tagesschicht wieder in die normalen Schichten zu teilen. Dies würde bei einen: Vergleich mit den früheren Nachweisungen, wo eS sich um die kombinierte Tagesschicht handelte, ein falsches Bild geben. Es sind heute über Tage insgesamt ein- gefahren 14k 342 gegen 80 463 Mann in der letzten Nachweisung, mit- hin mehr 66 479 Mann. Minister und Zechenherr. Das„Berliner Tageblatt' berichtete gestern, Herr Kirdorf habe in einer Unterredung dem Minister Hammerstein schlappe Haltung vorgeworfen. Das kränkt den Herrn„ordinären Polizei'-Minister so, datz er dem„Tageblatt" eine Berichtigung schickt. Er schreibt dem Blatte: Der Redaktion beehre ich mich ergebenst mitzuteilen, datz der von Ihnen in dem gestrigen Abendblatt berichtete, mich betreffende Vorfall Ihnen unrichtig dargestellt worden ist. Herr Geh. Kommerzienrat Kirdorf hatte die Freundlichkeit, mich auf der Zeche„Minister Stein' zu empfangen und zu be- grützen. Selbstverständlich sprachen wir über den gegenwärtigen Ausstand. Herr Kirdorf hat aber mir„schlappe Haltung und Rück- gratlosigkeit der Regierung' nicht vorgeworfen. Dagegen erhob er im Laufe der Unterhaltung einen schweren Vorwurf gegen eine mir nicht unterstellte Behörde, worauf ich nicht unterließ, Herrn Kirdorf zu erwidern, datz seine Behauptung durchaus unzutreffend sei und ich ihn bitten müsse, seine Ausdrücke zu m ä tz i g e n. Herr Geheimrat Kirdorf wiederholte dieselben, in eindringlicher Weise ich meine Entgegnung. Die ihr folgende kurze Bemerkung des Herrn Kirdorf„das ist aber doch meine Ueberzeugung" veranlatzte mich, das Gespräch nunmehr abzu- brechen. Hochachtungsvoll und ergebenst (gezst Frhr. von Hammerstein, Staatsminister und Minister deS Innern. Herr Kirdorf hat also offenbar gegen die dem Minister unter» stellte Behörde noch schlimmere Ausdrücke gebraucht, als sie das „Tageblatt' meldete. Wie wäre eS denn mit einer BeleidigungS- klage? Der Minister hat doch die Pflicht, die ihm unterstellten Be- Hörden gegen Beleidigungen in Schutz zu nehmen. « Krupp in Bedrängnis. Die Firma Krupp, welche schon seit einiger Zeit die Feuer- betriebe stark eingeschränkt hat, befindet sich in schwerer Kalamität, weil Kohlen gar nicht mehr zu beschaffen waren. Vor der Ver« legenheit, das ganze Werk stillegen zu müsten, soll ein grotzer Transport englischer Kohlen retten. Die Kohlen sollen heute oder morgen in Rotterdam ankommen. Da man befürchtet, dort würde die Ladung von den einheimischen Arbeitern nicht gelöscht, sind von hier 100 Arbeiter nach dort gesandt worden. Auf dem KalkulationS- burcau ist der der Firma bisher durch den Ausstand erwachsene Schaden auf 5 Millionen Mark berechnet. Bersammlungsverbote. Der Landrat von Gclsenkirchen hat nach einer Meldung deS „W. T. B." bis auf weiteres sämtliche Versammlungen in seinem Kreise verboten und beruft sich dafiir auf Ausschreitungen, die am Freitag in Wattenscheid vorgekommen seien. Der Landrat von Gelsenkirchen hat schon bei Beginn deS Streiks das ungesetzliche Streikposteiwerbot erlassen; seine Gründe haben also kein besonderes Gewicht. Zur Beruhigung der aufgeregten Berg- arbeiler trägt das Verbot jedenfalls nicht bei. Schlesien. Zum oberschlesischen Bergarbeiterstreik wird uns geschrieben: Die Feinde der gewerkschaftlichen Arbeiterorganisation operieren gern mit der unwahren Behauptung, datz diese Organisationen im wesentlichen den Zweck verfolgen, zum Streik zu Hetzen und zu ver- führen. Angesichts der gegenwärtigen Streitbewegung im ober» schlesischen Bergwerksrevier können sie diese dumme, langst Wider» legte, aber immer wiederholte Behauptung aber wirklich nicht an- bringen. Von den etwa 140 000 oberschlesischen Berg- und Hütten- lcuten sind vielleicht 4000 über eine große Anzahl Gruben verstreuter Bergleute im deutschen Bergarbciter-Vcrbande organisiert. Die Hirsch-Dunckerschen haben hier fast gar keine organisierten Gruben- arbcitcr, national-polnische Gewerkvcreine wie im Ruhrrevier sind hier ebenfalls nicht vorhanden. Da bleiben nur eine Anzahl unter Leitung von Geistlichen stehender katholischer Arbeitervereine, die aber in keinem Falle gewerkschaftlichen Charakter tragen, vielleicht mit Ausnahme des in Bcuthen domizilierten Arbeitervereins„Zur gegenseitigen Hülfe", der einige tausend Mitglieder zählt und sich gelegentlich schon mit gewerkschaftlichen Fragen beschäftigte, aller- dings in ganz schwächlicher und zaghafter Weise. Wie tonnte nun trotz dieses fast völligen Mangels an gewerk- schaftlicher Organisation eine Streikbewegung von derart großer Ausdehnung entstcljen, die, beginnend auf den fislalischen Gruben, in wenigen Tagen eine große Anzahl privater, im eigentlichen Industriegebiet liegender Gruben ergriff und dann in das sich erst entwickelnde Rybniker Revier übersprang und dort, wo die Arbeiter noch ganz in den Banden von Geldsack und Pfaffen liegen, wo die letzten ReichstagSwahlen nur einige Dutzend sozialdemokratischer Stimmen brachten, sännlichc Gruben erfaßte und manche mehrere Tage lang vollkommen still legte? Das ist wohl ganz auS dem instinktartigen Gefühl der Leute zu erklären, die günstige Situation, die geschaffen war durch den fast gleichzeitig im Ruhrgebiet wie in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, dem russisch- polnischen Grubenrevier ausgebrochcnen Streik, zu benutzen, um auch ihre jämmerliche Lage ein wenig zu Verbestern. Die Arbeit des ober- schlesischen Bergmanns ist allerdings etwas weniger gesundheitsschädlich und lebensgefährlich wie die des Ruhrbergmanns, weil die bis jetzt in Abbau befindlichen oberschlesischen Kohlenflöze meist weniger tief sind, die Kohle selbst erheblich fettarmer ist wie die Ruhrkohle, zwei Umstände, die einmal ein« erträglichere Temperatur in den Gruben ermöglichen und zweitens di. Gefahr schlagender Wetter abschwächen, die in Rhcinland-Westsalen schon so furchtbare Opfer forderten. Im übrigen aber geht es dem oberschlesischen Bergmann gewiß noch schlechter wie dem rheinisch-westfälischen, sein Lohn ist noch ein ganz Teil geringer bei sehr hohen Lebensmittel- preisen, die Behandlung durch Beamke und Wcrlöverlvallungen gewiß noch unwürdiger wie im rheinischen Kohlenbecken. Da nmg es denn wohl leicht erklärlich erscheinen, daß, als der Ricsenstreik im fernen Westen ausbrach, als alle Zeitungen Berichte brachten und Mar meist den Streitenden sympathische, sich in den Herzen taufender obcrschlcjischer Grubenprolctarier der Wunsch regte, in gleicher Weise eine kleine Besserung ihres traurigen Lohnes herbei- zusuhrcn. Sprach doch auch der Herr Pfarrer nicht hart von jenen streikenden Kameraden im Westen, hatte doch sogar der Kardiual Kopp mehrere tausend Mark für dieselben gespendet. Ohne jede Ueberlcgung, ohne jede Kenntnis von den elemcn- tarsten Erfordernissen für das Gelingen des Streiks blieben die Leute einfach vn der Grube fort, die jüngeren, entschlosseneren zu- nächst, an den folgenden Tagen auch die älteren Leute. Man tjtit besonders im Rybniker Bezirk teilweise keine Forderungen an die Grubenverwaltungcn gestellt, gar keine Verhandlungen mit den- selben anzuknüpfen versucht, man blieb einfach zu Hause, ging auch mal in Gruppen oder einzelit vor die Grube— man streikte einfach tind wartete, was nun kommen würde. Den Bemühungen der wenigen Organisierten, cm solch planloses Beginnen zu verhüten, wurde keine Beachtung geschenkt in dem alles beherrschenden Gefühl: Es muß etwas getan werden, um uns a»ö der unerträglichen Misere herauszuhelfen. Es ist erklärlich, daß Steiger und höhere Werksbcamke mit solchen Gegnern leichtes Spiel hatten. Zunächst hatte man wohl gefürchtet, daß sich auch hier ein Generalstreik entwickeln würde und man war im ersten Augenblick auf vielen Gruben gciwigt, wenigstens etwas entgegenzukommen und so das Befürchtete zu verbüken. Bald erkannte man aber die Hüls- und Ratlosigkeit der armen Arbeiter, und nun zog man andere Raiten auf. Die verheirateten Streikenden waren bald durch das drohende Gespenst dauernder Entlassung von ollen Gruben eingeschüchtert, und nun hatte man leichtes Spiel. Die Rache der„Sieger" blieb denn auch nicht aus. Tie„Anführer" und„Hetzer", meist den Beamten ohnehin mißliebig- Leute, wurden entlassen; doch damit nicht genug, es wurden Listen der Entlassenen angefertigt, die nun auf den anderen Gruben zirkulieren und ckie Armen dem bittersten Elend überantworten, lind die ini Befitze des Staates b-sindlichen Gruben sind den übrigen Grubenherrcn mit „gutem Beispiel" vorangegangen. Von der fiskalischen Grube „Königin Luise" wrnden etwa 200„Rädelsführer" entlassen, ihre Namen aber den anderen Grubenverwaltunaen mitgeteilt und die Armen, zum Teil Familienväter, damit geächtet und dem Hunger preisgegeben. «o hat denn die Streitbcwcgung dem oberschlcsischcn Bergmann nur noch vermehrte Knechtschaft und größeres Elend wie vordem gebracht. Hoffen wir, daß diese Armen aus dem Verlaufe dieser Bewegung wenigstens die Erkenntnis gewinnen, daß sie ihre Kräfte konzentrieren, daß sie sich organisieren müssen, wenn sie endlich mit Erfolg gegen ihre übermächtigen Herren kämpfen wollen für ein menschenwürdiges Dasein I Der allgemeine Streik in Belgien. sEigener Bericht.) Der nationale Borstand der belgischen Bergarbeiter-Föderation trat heute Donnerstag im Parteilokal zu Charleroi zusammen. Abgeordnete anS allen Revieren waren anwesend. 80 000 Bergarb e i t e r aus 134 000 des ganzen Landes stehen schon im Streik. Sie verteilen sich auf folgende Reviere: Becken Borinage...... 27 000 „ Charleroi...... 26 000 „ Eentre....... 10 000 „ Lüttich....... 17 000 Die Abgeordneten haben die folgende Proklamtion beschlosien: „Der außerordentliche Kongreß von Charleroi hat den all- gemeinen Streik beschlossen für alle Reviere. Schon sind 80 000 Bergarbeiter im Streik nnd morgen wird der Streik allgemein sein. Auf, Bergarbeiter des ganzen Landes, fordert Eure Rechte I Wenn die Bergarbeiter den Widerstand der Unternehmer be- siegen loollen, dann ist die Einigkeit aller Reviere notwendig. Wir sind gewiß, daß alle Bergleute wie ein Mann mit der Sicherheit und Ruhe der Macht streiken werden, bis der Sieg errungen ist!" Eine Deputation von ö Abgeordneten hat bei dem Arbeits- minister um eine Unterredung ersucht. Diese Audienz findet am Sonn- abend statt. Obgleich die Bewegung ganz riihig verläuft, hat die bürgerliche Presse, die im allgemeinen dem Streik feindlich gegenübersteht, die Dynamitattentate zu Lüttich. und heute zu Gilly, wo ein Werk- fiihrcr leicht verwpndet ist, geschildert als eine Folge deS AuSstandeS. Und die Regierung hat in diesem Vorgehen eine günstige Ge« legenheit gefunden, um in alle Reviere Hunderte von Gendarmen zu senden. Die Leiter der Bewegung haben gegen dieses Vorgehen heftig Protest eingelegt. Bis heute bleibt die öffentliche Meinung dabei, daß die Forde- rungen der Ausständigen unberechtigt sind. In 1885 war das Kapital der gesamten Kohlengesellschaften ans 110 Millionen geschätzt. 19 Jahre später. 1904, schätzt die größte Finanz-Zeitung Belgiens da-Z Kapital auf 550 Millionen. politifche Gcberficbt. Berlin, den 11. Februar. Z�eichStag. Die Bundesratstische und die Zuschauertribüncn waren am Sonnabend noch voll besetzt, aber das Haus selbst erschien wiederum in gähnender Leere: am letzten Wochentag ist nun einmal ein beschlußfähiger Reichstag selbst bei wichtigen Materien nicht zu erzielen. Der erste Teil der Sitzung der- lief auch ohne größeres Interesse. Im Auftrag der Wirtschaftlichen Vereinigung, einem Gc- mengsel bündlerischer und kleinbürgerlicher Elemente, begann den heutigen Reigen der Graf v. R e v e n t l o w. Er ist zugleich Landwirtschastsbündler und sagte das Sprüchlein derer, welchen der neue Zollwuchcr noch lveitaus nicht genügt nnd welche in den neuen Handelsverwägen erst den ersten Anfang einer„guten Agrarpolitik" erblicken, her. Das gespreizte Gräflein hatte einen unglücklichen Tag. Es versuchte sich darin, frühere Redner von der Opposition durch blutige Witze der Heiterkeit zu überliefern, nur geschah ihm das Mißgeschick, daß es selbst dabei der Heiterkeit verfiel. Reventlow mag das Wort vom Brot- Wucher nicht leiden, und obwohl er selbst sagte, in dieser jetzigen Debatte sei das Wort noch nicht gefallen, so wandte er sich doch dagegen mit Hitzigem Eifer.„Ein solcher Vorwurf", meinte er,„konnte nur erhoben werden auf Grund einer Kombination von ungeheuerlicher Unwissenheit und starker bewußter Unwahrheit." Ein böses Geschick ließ ihn vergessen, daß jenes wahre Wort, das der Graf auch als„Schwindel- wort" bezeichnete, von keinem anderen als v o m K a i s e r selbst gebraucht ist, wie unser Parteigenosse Singer bald nachher erinnerte: in einer späteren persönlichen Bemerkung vermochte das Gräflein sein jämmerliches Mißgeschick nur zu bestätigen. Nach dem antisemitischen Stutzer den antisemitischen Biedermann Z i m m e r ni a n n zu genießen, ist zu viel. Die Gruppe der„Dcutschsozialen Reformpartei" ist natürlich bereit, ihrem Namen einer Reform Partei durch Bewilligung der LebcnSmittcl-Verteuerung Ehre zu erweisen. Die Not der bitterarmen Arbeiter des sächsischen Erzgebirges findet in diesem„Reformer", der in jenen Gegenden gewählt ist, keine Teilnahme. Er leistete, wie sich versteht, lediglich eine antisemitische Tyrado. Reizvoll war es auch, ihn über die Zunahme der Ausländer in Deutschland Klage führen zu hören, während dR.- demagogische Herr übersah, daß gerade die kapitalistischen Klassen, die er vertritt, lohndrückende Arbeiter aus dem Auslände herbeiziehen. Mit diesem Redner waren sänftliche Parteien zu Worte gekommen. Eine nochmalige Reihenfolge eröffnete der Abgeordnete Speck. Der Zollrat ans München verlor sich in Einzelheiten und unwahren Legenden über die Sozialdemokratie. Bemerkenswert warin seinen langen Ausführungen nnr.daß er dcn besonderen Standpunkt des b a y c r i s ch e n Zentrums darlegte. Tat- sächlich sind die Interessen der bayerischen Bauern dem ostelbischen Großgrundbesitz geopfert worden. Das erklärte auch Herr Speck und er tadelte die bayerische Regierung, daß sie mehrere ungünstige Bestimmungen zugelassen habe. Dieser Teil des Zentrums will erst in der Kommission gewisse Garantien besonders bezüglich des Gerstczolles haben, che er den Ver- trägen zustimmt. Die Kritik Specks rief den bayerischen Minister v. F e i l i tz s ch heraus, der die Tatsache der Be- nachteiligung der bayerischen Bauern mit dem üblichen Wort zu beseitigen suchte, daß Bayern„die Interessen Gesamt- deutschlands" mitgewahrt habe. Auch in München hält man die Erhaltung der preußischen Junkerherrschaft für das Jnter- esse Gesamtdeutschlands! Uebrigens erklärte der bayerische Minister zur Beruhigung der scheinbaren Zentrumsopposition, es solle durch strenge Kontrolle der eingeführten Futtergerstc verhindert werden, daß sie als Braugerste verwendet werde. Es wird also die Gerste auf ihrer ganzen Laufbahn förmlich unter behördliches Kuratel gestellt werden— eine liebliche Aufgabe infolge der Zolltollhcit. In vorgerückter Stunde erhielt Genosse Singer das Wort. Unser Redner ging sowohl auf die Aeußernngen des Reichskanzlers wie der verschiedenen Redner des Hauses ein. Er widerlegte die gegen die Stellung unserer Partei gerichteten Angriffe und unterzog die Wucherpolitik, die in den Handelsverträgen zur Verwirklichung gelangt, einer groß- zügigen und wuchtig treffenden Kritik. In den Kern seiner Darstellung stellte er mit Recht das Zugeständnis des Grafen Posadowsky, daß die Regierung„im politischen Jnter- esse" diese Aktion betrieben habe. Nicht aus allgemeinen Volks- wirtschaftlichen Gründen, nicht aus Gründen des Volkswohles erfolgt diese Politik, sondern aus einem besonderen politischen Interesse. Dies politische Interesse aber ist die künstliche Erhaltung einer rückständigen und zurückgehenden Klasse, welche doch die politische Macht nicht verlieren will, welche die Regierung unterjocht hält und auf die wiederum die blutsverwandte Regierung sich angewiesen glaubt, weil sie die reaktionäre Politik auf anderen Gebieten, besonders in Militärfragen unterstützt. Vergeblich versuchte Graf Posadowsky später in allzu hülfloser Bemerkung sein Wort umzudeuten, als habe er unter„politischem Interesse" Interessen des Staates, der Gesamtheit verstanden, um derentwillen die be- rcchtigten Ansprüche einer Klasse zu befriedigen seien: das „Staats'ffntcresse ist eben stets wieder nur das Interesse der den Staat beherrschenden junkerlichen Klasse, nicht aber das Wohl der Gesamtheit deS Volkes. Unser Redner beleuchtete in wirkungsvoller Zusammen- fassung und unter Beibringung wertvollen Beiveismatertals nochmals alle Grundtatsachen, die den Zollwncher charakteri- sicren: die Legende vom Nutzen„der Landwirtschaft"; die gewaltige Bereicherung, die dem Großgrundbesitz winkt: die Belastung der Arbeiter als Konsumenten, die während der letzten Jahrzehnte erfolgte gelvaUige Steigerung der Ncichseinnahmcn aus den Abgaben ans Lebensbedürfnisse, welche durch die neuen Verträge noch immer weiter getrieben wird: die Einengung der industriellen Absatzmärkte: die Verringerung der Arbeitsgelegenheit; die drohende Auswanderung von Industriezweigen. Wenn, so schloß der Redner, diese Ver- träge genehmigt werden, so haben die Mehrheitsparteicn die Verantwortung zu tragen, im deutschen Volke selbst aber wird diese Politik die schwerste Verurteilung erfahren und umsömehr, je schwerer sich die Wirkungen dieser verhängnisvollen Politik ini Laufe der Jahre zeigen werden! Am Montag wird die Beratung fortgesetzt.- Prrilfnschcö Abgeordnetenhaus. Das Abgeordnctenhails setzte am Sonnabend die kontingierte Etatsberaftuig fort und erledigte in etiva einer Stunde den Rest des Etats der Handels- iiiid G c>v c r b c- Verwaltung und in weiteren zwei Stunden den gesamten Etat der Berg-, Hütten- nnd Salinenöerwoltnug. Zu der er- warteten Debatte über den Kampf im Rnhrrcvier kam es nicht: die Erörterung dieser aktuellen Frage wurde auf Antrag des Vizepräsidenten Dr. Porsch verhindert, nachdem dcrHandels- minister Möller die Erklärung abgegeben hatte, daß dem Landtage zwei Novellen zum Berggesetz zugehen werden. Die eine Novelle, die sich auf das Stillegen von Zechen bezieht, oll in der nächsten Woche, die andere Novelle, die die Arbeiter- Verhältnisse regelt,„bald darauf" an das Haus gelangen. Einen bestimmten Termin konnte der Minister nicht angeben, er bittet aber, ihn nicht zu drängen. Die durch die Presse verbreitete Nachricht, daß die angekündigte Berggesetz- Novelle bereits am Montag eingebracht werden»viirde, ist also alsch. Trotz des Beschlusses, über die Bergarbeiter-Bewegung nicht zu sprechen, wurde der Streik doch von einigen Rednern gestreift. Abg. B r u st(Z.) drückte seine Befriedigung darüber aus, daß es zum Abschluß des Streiks gekommen ist. In ganz gleichem Sinne äußerte sich der nationallibcrale Scharf- macher H i l b ck, der voller Vertrauen der Veröffentlichung der amtlichen Protokolle der staatlichen Untersiichungskonimission entgegensieht. Kein Wunder! Weiß man doch, in wie„un- parteiischer" Weise die Untersuchung geführt ist. Zu noch kühneren Behauptungen verstieg sich sein Fraktionsgenosse Dr. V o l tz, der im Solde der schlesischcn Grubcnbaronc steht. Nach einer Ansicht war die Bewegung im Rnhrrcvier überhaupt kein Bergarbeitcrstreik, sondern ein„Wettlaufen der Parteien". Er will sogar seine Hand dafür ins Feuer legen, daß die Be- haupwng, die Grübcnbarone drohten den Arbeitern jetzt mit Lohnreduzierungen, unwahr ist. Wir fürchten, er wird sich eine Hand dabei verbrennen. Erwähnenswert ist, daß die Rcgicrmtg noch weitere Acnderungen des Berggesetzes, vor allem eine Novelle über die Knappschaftskasscn, in Aussicht stellte. Warten wir ab, was aus all diesen Versprechungen für die Bergarbeiter heraus- kommen wird. Allzu viel wird es angesichts der Haltung des Landtages kaum sein. Am Montag beginnt die Beratung des Etats des Ministeriums des Innern.— Deutfcbes Rdcb. Aus einer deutschen„Republik". Der Senat der Freien Stadt Bremen hat es für empsehlenswert gehalten, sich bei Wilhelm II. durch ein Telegramm in Erinnerung zu bringen, in dem er sich beehrt, dem Kaiser, „dessen weitschauender und unermüdlicher Fürsorge Deutschland das Zustandekommen dieses großartigen Werke» zu danken hat, seine ehrerbietigsten Glückwünsche auszudrücken". Da» ist nun allerdings eine byzantinische Phantasie aus dem Bremer Ratskeller. Denn da» großartige Werk, das der Kaiser bereit» vor sechs Jahren durchzusetzen verhieß, der Mirtelland- kancll, ist bekanntlich nicht zustande gekommen._ lind wenn der Senst auch de»„denaturierten" Kanal so großartig findet, so gebührt doch dafür der Dank dem Hofzentrnm und dem denaturierten Liberalismus.—_ Die Königsbcrger Staatsanwaltschaft nach dem Russenprozeß. Aus Königsberg wird uns geichrieben: Vor der hiesigen Etrafkaminer hatten sich vorige Woche die Kaufleute Kopf und Schwarz, beidesösterreichischeStaatS- angehörige, wegen Betruges tmd unlauteren Wettbewerbs zu verantworten.?kach mehrtägiger Verhandlung beantragte der Staats- anwalt für Kops wegen 3 Fälle des vollendeten und einen Fall des versuchten Betrugs 2 Jahre Gefängnis, 5000 M. Geldstrafe und 4 Jahre Ehrverlust. Gegen Schwarz für 6 Fälle des vollendeten und 5 Fälle versuchten Betruges ebenfalls'2 Jahre Gefängnis, 1000 M. Geldstrafe und 4 Jahre Ehrverlust. Gegen Kopf außerdem noch wegen unlauteren Wettbewerbs 1000 M. Geldstrafe. Montag, den 6. d. Mts. sollte vorn Gericht das Urteil gefällt werden. Als die Verhandlung aber eröffnet wurde, waren die An- geklagten, die nicht wie die russischen Hochverräter seinerzeit wegen Fuchtverdackt in Haft genommen waren, nicht e r s ch i e n e it. Die Verhandlung wurde daher vertagt. Die Herren hatten eS vorgezogen, anstatt daL Unetl»bzuwarten, das Weite zit suchen. Am Donnerstag wurde daim in Abwesenheit der beiden Angeklagten das Urteil gefällt. Es lautete für Kopk auf 10 Monate Gefängnis, 3000 M. Gelostrafe tmd zwei Jahre Ehr- Verlust. Schlvarz erhielt 10 Monate Gefängnis, 900 M. Geldstrafe und zwei Jahre Ehrverlust. Wahrscheinlich sind die Herren ins Ausland geflüchtet. Bei der Eile sollen sie auch vergessen haben, ihre Hotelrechuiiiigen zu bezahlen._ Wie eilig wurden doch von der Ltönigsberger Staatsanwalt- schaff unsere Genossen im Russenprozeß dem Zaren zuliebe in Untersuchungshaft gesteckt. Und ww eifrig wurde gegen unseren Genossen Braun der Steckbrief erlassen, als er schwer krank eine Heilanstalt am suchte, anstatt sich ittS Gefängnis sperren zu lassen. Und wie schnell wurde Genosse Braun dann am 2. Juli v. I. wieder verhastet, als er von Königsberg nach Cranz zu seiner Familie gefahren war, trotzdem der Haftbefehl aufgehoben war, nachdem er eine namhafte Kaution gestellt hatte. Damals lag in allen Fällen KollisionSgcfahr und Fluchtverdacht vor. weil die Genossen sich gegen das geliebte Rußland und dessen Zaren versündigt haben sollten. Diese beiden Kaufleute waren, wie das Gericht entschieden hat, nur einfache Betrüger. Da erlahmte der Eifer der König» berger Staats- anwaltschaft._ LaudtitgSschlnß in Württemberg. Stuttgart, 10. Februar 1905. s Eigener Bericht.) In drei Sitzungeii räumte der württembergischo Landtag noch vor Session»« schluß mit allerlei Petitionen auf, bevor am letzten gestrigen Sitzung»« tage der Session die S ch l u ß a b st i m m u n g über die neue Gemeinde- und Bezirksordnuttg erfolgte. Vier ritter« schaftliche Abgeordnete und ein Prälat glaubten nochmals gegen die Proportionalwahl demonstrieren zu müssen; von den durch Volks« wähl gewählten Abgeordneten stimmte kein einziger gegen die Ge« fetze, trotzdem eigentlich keine Partei so recht zufrieden mit ihnen ist. Für die Zustimmung der Sozialdemokraten war maß» gebend der Wunsch, die wenigen Vcrbefferuiigen. die die neuen Ge- setze bringen, nicht scheitern zu lassen, und die Erwggtutg, daß die schweren Nachteile, die dem Reformwerk anhaften, im wesentlichen keine Verschlechterung des bestehettden Zustandes, sondern eben dessen Aufrcchterhaltung bedeuten. Um diese hat sich insbesondere die Volkspartei große Verdienste erworben: ihr ist zu danken: die Beibehaltung der dreijährigen Seßhaftigkeit»- und Stenerpflicht als Voraussetzung des Gemeindewahlrechts, ferner der Ausschluß der Rückwirkung des Beschlusses auf Abschaffung der LebenSlänglichleit der Ortsschulzen. die Beibehaltung des schwerfälligen Doppel« kollcginmS, die Zulassung sogenannter besoldeter Gemeinderäte, die nicht der allgemeinen Wahl unterliegen, in die Geineiitdetollegiett. Mitschuldig ist die Demokralie durch ihre Energielosigkeit auch an der Auslieferung der ganzen kontmunaleit Polizeigewalr an die staatliche Aufsichtsbehörde und an der völligen Nulltsizierung der komniunaleit Selbstverwaltung. Diesen Mängeln gegenüber wiegen die Vorteile deS Reformwerkes nicht allzu schwer: die Aufhebung der LebenSlänglichleit der Schultheißen und die Einführung der Proportionatwabl in den großen Städten. ES bleibt übrigens noch fraglich, ob nicht auch diese Vorteile auf dem Wege über die Erste Kammer sich verflüchtigen tverden.— AuS dem rcichSliiiidischcn Parlament. Au» Straßburg wird unS vom 9. Februar geschrieben: Drei Tage hat die diessithrige Generaldebatte über den Etat den clsaß-lothringischen Landes- Ausschuß beschäftigt. In der Hauptsache waren es drei Fragen, welche die Debatte beherrschten. Seit langen Jahren be« sasicn sich Handel und Gewerbe am Oberrhein mit der Frage der Herstellung einer Schiffahrtsstraße nach dein Mittelrhein. Im Elsaß geht der Streit darum, ob der Rhein reguliert oder ob eilt Kanal hergestellt werden soll. Erst� im An« schluß an eine demnächst zu beratende Petition soll diese Frage er- lcdigt werden. Für die Schaffung c incs Vereins- und Ver« s a in m l u n g S g e s e tz e S, das endlich an Stelle der hier zu Lande herrschenden Napoleonischen Besiimmmtgen treten soll, hatte sich die Regierung in der vergangeiien Session ausdrücklich verpflichtet, indes hat sie eine Vorlage bisher nicht eingebracht, indem sie sich mit ArbcitSüberlastnng entschuldigte. Herr v. Kölker versprach jedoch auf die von allen Parteien erhobene Beschwerde, daß der Entwurf dem Hause nun baldigst zugehen würde. Die V c r f a s s u n g S r e f o r m ist das Ziel aller jener. welche die Stellung von Elsaß-Lothringen als Retchsland unangenehm berührt. Sie wollen Elsaß-Lothringen als selbst- slcsi'digcn BnitdeSslaat, jedenfalls aber die Ausschaltung de» Reichs- tagcs als eines gesetzgebenden Faktors für Elsaß-Lothringen, d. h. die Umwandlung des LandeSausschnsses in einen vollberechtigten Landtag; und auch für die Einführung deS allgemeinen Wahlrechts zu diesem Landtag hat sich im Vorjahre der Landesausschuß mit 40 gegen 12 Stimmen ausgesprochen. Für die Sozialdemokratie ist die ganze Frage ziemlich bedeutungslos. Jedenfalls kann sie der Ausschaltung des au» dem allgemetucn Wahlrecht hervorgegaiigenen Reichstage» nur zustimmen, wenn vorher die oben angegebene Forderung erfüllt ist. Diesen Standpunkt vertrat neben dem Genossen Emm e l auch der Demokrat Blumenthal, während die Klerikalen sich offen für da?„Erreichbare" aussprachen, also auch ohne Gewährung des allgemeinen Wahlrechts zum LandeSausschussc die Ausschaltung dc-s Reichstags gutzuheißen erklärten. Im übrigen scheint cS nach den Worten der Regierung mit dieser Revision auch noch eine Zeit lang dauern zu wollen._ Südwestafrika. Ein Erfolg auf dem siidwestafrkkanische» Kriegsschauplatz. Berlin, 11. Februar.2.M. k�eicksrag. 139. Sitzung vom Sonnabend, den 11. Februar 1905, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky. Auf der Tagesordnung steht die F o r t s e tz u u g der ersten Beratung der sieben Handelsverträge, sowie des Vieh seuchen-Ablom mens mit Oesterreich-Ungarn. Abg. Graf Rcvcntlow fWirtsch. Bg.): Abgesehen von der Rede des Abg. Kaeinpf, dessen Standpunkt wir nicht teilen, die wir aber als sehr beachtenswert bezeichnen müssen, standen die Reden von der linken Seite des Hauses auf einem sehr niedrigen Niveau. Wenn der Abg. Bernstein die Heraufsetzung der Zölle als„orientalisch" bezeichnet hat, so erlaube ich mir ihn als Antisemiten und zwar als zweites Mitglied der Fraktion Lenzmann zu begrüßen.(Große Heiterkeit bei den Antisemiten.) Den Abg. Gothein aber möchte ich warnen, von„Massenmord" zu sprechen, da es auch rednerischen Massenmord gibt.(Große Heiterkeit.) Daß der Abg. Gothein die von ihm erwähnte Bismarcksche Anekdote in ihrer Feinheit nicht oerstanden hat, glaube ich ja, denn es gibt Geister, die nur diejenigen verstehen, die ihnen gleichen. Ich glaube aber nicht, daß Bismarck dem Abg. Gothein geglichen hat.(Heiterkeit.) Dann brauchte Abg. Gothein das Bild des KindeS, bei dem die Gliedmaßen schneller wachsen als der Kopf. Aber es gibt auch Kinder, bei denen nur die Ohren iveiter wachsen.(Stürmische Heiterkeit rechts.) Chamberlain, den ich— der Herr Reichskanzler möge das verzeihen— augenblicklich neben Herrn Gothein für den größten lebenden Staatsmann halte(Große Heiterkeit rechts), ist zum Schutzzoll übergegangen und wird damit durchdringen. Der Fürst Hohenlohe, auf den Abg. Gothein hinwies, war wohl ein tüchtiger Diplomat, aber als eine handelspolitische Autorität kann ich ihn nicht ansehen. Ebensowenig den Professor Conrad. Ueberhaupt wird mit einzelnen Gelehrtenaussprüchen nichts bewiesen. Auch hätte ich vom Reichskanzler erwartet, daß er eine etwas weniger defekte Autoritätals Prof.Schmolleranführte. Der Abg. Gothein sollte doch einmal diese Fragen ebenso lange studieren, als er darüber redet. Hohe Kornzölle sollen nach ihm die Auswanderung begünstigen. Ich bitte ihn, mir anzugeben, wie hoch der Kornzoll sein muß, bis er auswandert.(Große Heiterkeit rechts und am Bundesratstisch.)— Die Regierung bringt die Vorlagen immer zu spät ein; ich möchte prophezeien, daß wir nicht vor dem 10. Dezember das Handelsprovisorium mit England bekommen. Zunächst möchte ich dem Herrn Finanzmini st er nahelegen, den Rat zu befolgen, den jüngst der mecklenburgische Bundesrats- Bevollmächtigte dem Reichstage gab: sich um die Dinge zu bekümmern, die ihn etwas angingen; daran hätte er genug zu tun.(Heiterkeit.) Es ist immer bedauerlich, wenn Staatsmänner den festen Boden ihres Ressorts, auf dem sie Hervorragendes leisten, Verlasien, um auf dem Eise zu tanzen. «Heiterkeit.) Herr v. Kardorff hat in, vergangenen Sonimer eine sehr hübsche literarische Arbeit angefertigt. Er hat Gespräche zwischen sich und seinem Doppelgänger Frodrack, seiner Nmkehrung, veröffentlicht. Mr scheint, als hätte dieser Doppelgänger schon öfter störend in das Leben des Herrn v. Kardorff eingegriffen.(Heiterkeit.) Vielleicht hat er auch, als die Regierung uns beim Zolltarif daS: Friß Vogel, oder stirb! zurief, den großen Unfall organisiert. Zu dieser Debatte hat sich ja Herr v. Kardorff gemeldet. Ich hoffe, daß er seinen Doppel- gänger Frodrack wegen des neuesten taktischen Fehlers, des Angriffes auf den Bund der Landwirte, ordentlich heruntermachen wird.— Das Wort vom Brotwucher ist ja erfreulicherweise noch nicht ge- fallen. Ein solcher Borwurf konnte mir erhoben werden auf Grund einer Kombination von ungeheurer Unwisienhelt und starker bewußter Unwahrheit. Ich kann dem Leiter der organisierten Landwirtschaft, dem Grafen Schwerin- Läwitz, den Vorivurf ersparen, daß er den Rückzug zu früh angetreten und damit allen ein Beispiel gegeben hat, die zurückweichen wollten.(Unruhe im Zentrum und bei den Nationalliberalen.) Die Mittelstandsparteicn aber find in ihrem Unverstand so weit gegangen, daß sie an Stelle eines Bündlers lieber einen Sozialdemokraten in Sachsen gewählt haben. Wir können uns weder für noch gegen die Verträge festlegen, wir würden es aber mit Freuden begrüßen können, wenn die Auf- klärungen in der Kommission es uns ermöglichten, für die Verträge zu stimmen. Vor allem verlangen wir in der Kommission Aufklärung über unser zukünftiges zollpolitisches Verhältnis zu England. Amerika und Argentinien. Erhalten wir diese Aufklärung nicht gutwillig, so werden wir die Verträge sehr gründlich behandeln, um dann zu ermitteln, ob sie trotz des Schweigens über die Meistbegünstigungs- Verträge für uns annehmbar sind. Weiter wünschen wir eine Aufklärung darüber, ob so fort nach Annahme dieser Ver- träge die alten gekündigt werden sollen. Es könnte sich sonst, lvenn Ungarn den Vertrag ablehnt, der Zustand ergeben, daß die alten Verträge noch weiter bestehen. Wir müsien gegen die Seucheneinschleppung gerade auS Oesterreich sehr vorsichtig sein. Hat doch der österreichische Handelsminister erklärt, daß die Maul- und Klauenseuche eigentlich keine Seuche sei, denn sie höre von selbst auf.(Große Heiterkeit rechts.) Was die Jnduftriezölle betrifft, so hoffen wir, daß sich bei näherer Prüfimg ergeben wird, daß die deutsche Industrie, unter den neuen Tarifen geschützt, weiter blühen wird. Alles in allem begrüßen wir in den neuen Verträgen eine Um- kehr der Caprivischen Handelspolitik. Die Bestimmungen über den Grenzbertrag müssen aber einer Revision unterzogen werden. Der Herr Landwirtschaftsminister erklärte, er wolle die Bestimmungen slramm handhaben zum Nutzen der deutschen Viehzucht. Wer soll nun getäuscht werden, wir oder die Oesterreicher? Vcnnutlich nicht die Oesterreicher.(Sehr gut I rechts.) Ich betone, daß, wenn ein Fortschritt in der deutschen Landwirtschaftspolitik zu verzeichnen ist, Sie ihn dem Bunde der Landwirte zu verdanken haben.(Sehr richtig! rechts.) Wir find überzeugt, wie eS auch Herr Bebel eigentlich ist. daß nur auf dem Wege einer richtigen Agrarpolitik«vir wirklich zu einer ernstlichen Lösung der großen sozialen Fragen kommen können. Ich berufe mich da auf Karl Marr, der gesagt hat:„Wenn alle Waren billiger sind, so wird die Arbeit gleichfalls im Preise sinken und verhältnismäßig mehr als die anderen Waren." Allerdings fährt er fort:„Das System des Freihandels beschleunige die soziale Re- volution und aus diesem Grunde stimme ich für den Freihandel." (Hört I hört I rechts.) Ich glaube damit Herrn Bebel einigermaßen in Verlegenheit gesetzt zu haben(Lebhafter Widerspruch bei den Sozialdemokraten), wenn das möglich sein sollte. Schutzzölle allein nützen der Landwirtschaft noch nicht viel, jetzt muß eine tief- greifende, organische Agrarpolitik erst beginnen. Wir bitten den Herrn Reichskanzler, uns auf diesem Wege voran- zugehen, damit wir ihm mit Vertrauen folgen können.(Lebhaftes Bravo! rechts.) Ab« Zum» ermann(Ant.): Ich glaube nicht, daß in der Kommission noch wichtige Enthüllungen erfolgen werden. Wir neigen vielmehr schon jetzt der Ansicht zu. daß wir auS wirtschaftlichen wie politischen Gründen den Handelsverträgen zustimmen müsien. Wir find durch die grundlegende Aenderung unserer Handelspolitik, die diese Verträge bc- deuren. höchst angenehm enttäuscht. Wir sind bereit, jeden Schritt zu einer nationalen Wirtschaftspolitik S unterstützen. Als Konsequenz unserer Handelsverträge e ich die Reform der Meistbegünstigung an. Groß ist die Klage über die Handhabung der Verzollung namentlich in Rußland. Beschwerden an das Auswärtige Amt bekommen dann nur mündlichen Bescheid. Hoffentlich wird das jetzt besser.— In ! nationaler Hinsicht sind die neuen Verträge schlechter geworden. Wenn die deutschen Juden in Rußland jetzt besser behandelt werden, so besteht die große Gefahr, daß wir gegen die russischen Inden nicht ordentlich auftreten können. Wir werden also mit ausländischen Juden überschwemmt werden, das hat ein Artikel des„Grenzboten" schon ausgeführt. In Leipzig sind von den 10(XXI Juden 6000 im Auslände geboren. Warum macht die sächsische Regierung von ihrem Aus Iveisungsrccht nicht mehr Gebrauch? Rußland besitzt Vorschriften gegen alle Ausländer, wir nicht. In Oesterreich gilt der Befähigungsnachweis. Wenn aber der edle Tscheche zu uns herüberwaiidert, braucht er keinen Nachweis. Das ist eine Ungerechtigkeit! Wir müssen bei den Handelsverträgen auch auf die idealen Güter sehen.(Beifall bei den Antisemiten.) Abg. Speck(Z.): Die Handelsverträge sollten doch auch etwas unter dem Gesichtspunkt der Finanzzölle betrachtet werden, beispielsweise die Holzzölle. Was den andern Gesichtspunkt, den der Schutzzölle, anbetrifft, so ist der Schutz für die Land- Wirtschaft zwar besser als bisher, hat aber den Erwartungen doch nicht entsprochen. Direktor Mermuth hatte allerdings recht, daß die Verhandlungen durch die Konferenzen der Linken über die wunden Punkte unserer Situation sehr erschwert wurden.(Sehr richtig! rechts.) Vor allem klagen die Süddeutschen über Vernach- lässigung ihrer Interessen.(Sehr richtig! im Zentrum.) Die Ver- einbarung mit Rußland über die Aufrechterhaltung der Transitlager in Mannheim und Ludwigshafen während der Dauer des Vertrages scheint mir nicht im Einklang zu stehen mit den Forderungen im Zolltarif.(Hört I hört! im Zentrum.) Weiter ist es nach dem österreichischen Handelsvertrag, wie es scheint, möglich, daß aus- ländisches, nicht meistbegünstigtes Getreide in Oesterreich unter Zollschutz vermählen und dann zu den Vertragssätzen als Mehl eingeführt werden kann.(Hört! hört! rechts.) Damit hätten wir eine Haupt- Waffe gegenüber den meistbegünstigten Ländern auS der Hand gegeben. Ich bitte um Auskunft, ob diese Auslegung des Vertrages zutrifft.— Mit den Bestimmungen über die Unterscheidung von Futtergerste und Malzgerste nach dem Gewicht sind wir als Bayern sehr wenig einverstanden. ES haben ganze Gersten-Ernten in Bayern unter dem Gewicht von 65 Kilo- gramm gestanden hatten, also vollständig als Futtergerste gelten müssen. In der Tat kann schon Gerste von 60 Kilogramm sehr gut als Malzgerste verwandt werden. Oesterreich-Ungarn gegenüber haben wir die Verpflichtung eingegangen, uns evenwell einem Schiedssprüche zu unterwerfen. ES wäre zu wünschen, daß in bezug aus die Erklärung über Malz- und Futtergerste Oesterreich auf einen solchen Schiedsspruch verzichte. Unsere Malzausfuhr ist durch die niedrigen Eintuhrschrine von nur 1,30 Mark bedroht. Der Borwurf des Abg. Gothein, wir hätten durch unsere Hinauf- setzung der Gerstezolls den schlechten Schutz für die Mälzerei selbst ver- schuldet, ist deshalb unbegründet, weil wir ja doch keine Garantien gehabt hätten fiir die Höhe des Malzzolls.— Ungenügend ist der Wcinzoll. Auch hierbei ist der deutsche Süden besonders beteiligt, denn im Süden giebt es S7 400, in Preußen nur 18 000 Hektar Weinland, der Most hat im Süden einen Wert von 70, in Preußen nur 21,8 Millionen Mark. Da diese Zölle sich nicht mehr ändern lassen, so sollten wenigstens umfassende Maßregeln gegen die Pantscherei getroffen werden. Auch an der Holzindustrie ist der Süden stärker beteiligt als der Osten. Nun ist der Holzzoll um 40 Proz. und für einzelne Sorten sogar um 70 Proz. herabgesetzt) — DaS Schmerzenskind der bayerischen Landwirtschaft ist der Hopfen- bau. Es sind ja nur einzelne Gegenden, aber diese sind auch ganz abhängig von diesem Zweige der Landwirtschaft. Nun beträgt der Zoll beim Hopfen nur 8 Proz. vom Wert, das ist sehr loenig im Vergleich mit anderen landwirtschaftlichen Produkten. Ich hätte gewünscht, daß die bayerische Regierung kräftiger auf einen angemessenen Hopfenzoll gedrungen hätte. Man durfte doch bei ihrer Festsetzung nicht nur d,e letzten zwei außergewöhnlich guten Jahre berücksichtigen, sondern auch all die vielen Jahre der Mißernte, die ihnen vorangingen. Dabei haben wir nicht einmal eine Herabsetzung des russischen Gerstenzolls erreicht, der ,nehr als dreimal so hoch bleibt, als der Zoll nach autonomem deutschen Tarif betragen hätte. Die V i e h s e u ch e n- K o n v e n t i o n hat Süddeutschlands Stellung nicht verbessert. Dabei hat Deutschland überhaupt keinen Mangel, sondern einen großen Neberschuß an Schweinen. Die großen Mißstände im Grenzverkehr, die der Abg. Reventlow geschildert hat, kann ich ohne weiteres als wahr bestättgen. So hat man den Süden gegenüber der östlichen Landwirtschast überall geschädigt. Die Interessen des Südens sind so wenig ge- wahrt, daß die Erbitterung dort ständig zunimmt. Wir sind gern bereit, große Opfer für die Weltmachtstellung des Reiches zu bringen, aber wir müssen verlangen, daß die Lasten gleichmäßig über ganz Deutschland verteilt werden. Wo bleibt denn der vielgeriihmte Ein- fluß der bayerischen Regicrungsbeim Vertrage mit Rußland?(Sehr gut! im bayerischen Zentrum.) An den Dkeiftbegünstigungs-Bertragen hat vor allem die Industrie Interesse. Auch ich bestehe darauf, daß wir über ihr Schicksal Klarheit haben müssen, ehe wir den Handels- Verträgen zustimmen. Die Einrichtung der Schiedsgerichte wird die ganzen Verhältnisse höchst unsicher gestalten. Früher gaben die authentischen Jnter- pretattonen der Sluskunftsstelle der Industrie die Sicherheit der Kalkulationen auf Jahre hinaus. Jetzt ist diese Sicherheit ge- schwunden. Der Abg. Gothein erhob wieder gegen uns den Vorwurf, die Kleinbauern hätten kein Interesse an den Getreidcpreiscn. Der Abg. Gothein mag ja viele historische Werke durchstudiert haben, aber wenn er das behauptet, so kennt er die gegenwärtigen tatsächlichen Verhältnisse in Deutschland nicht. (Lebhaste Zustimmung rechts.) Der Abg. Bernstein erwähnte, daß viele Luxusartikel zollfrei geblieben seien. Darf dies die Partei sagen, die gegen die Er- höhung der Schaumweinsteuer Einspruch erhoben hat, tveil sie dem armen Manne die Lebensmittel verteuere.(Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Und wie steht es mit dem„Champagner der armen Witwe". Auch gegen die Erhöhung des Champagnerzollcs hat die Sozialdemokratie in der Tarifkommission gesttmmt. Wir befinden uns nun den Verträgen gegenüber in einer peinlichen Situation, es wird uns gewissermaßen die P i st o l e a u f d i e B r u st g e s e tz t, wir sollen' alle Verträge als ein Ganzes betrachten. Ich muß das fonnale Recht des Reichstages betonen, einzelne Posittonen in den Verträgen zu ändern. Die praktische Konsequenz wäre, daß dann der ganze betreffende Bertrag abgelehnt werden und in neue Verhandlungen eingetreten werden müßte. Wenn wir trotz aller Bedenken für den Vertrag stimmen sollen, so können wir das nur gegen eine sichere Garantte fiir die Erhebung des 4 Mark-Zolls ftir Malzgerste. Freudig werden wir jedenfalls nicht zustimmen, da die Interessen der süddeutschen Staaten zu schleckt weggekommen sind.(Bravo! beim süddeutschen Teil des Zentrums.) Bayerischer Staatöminister Dr. Graf». Feilitzsch(auf der Tribüne schwer verständlich): Allzu groß wird wohl die Unzufrieden- heit des Herrn Speck vom süddeutschen Standpunkte aus nicht sein. Die bayerische Regierung hat in allen Stadien der Verhandlungen die Interessen Bayerns soviel als möglich gewahrt. Wir haben stets bei der Reichslcitung Entgegenkommen gefunden und haben erreicht, was zu erreichen war. Wir sind auch der Meinung, daß die Vorteile der Verträge die Nachteile überwiegen. Der Herr Reichskanzler hat erklärt, daß bei einer anderen Regelung des Gerste- zolleS die Verträge gescheitert wären, und ich glaube nicht, daß das jemand gewünscht hätte. Die Hauptsache ist, daß die Behörden vom Recht Gebrauch machen, darüber zu wachen, daß deklarierte Futtcrgcrstc nicht als Braugerste verwandt wird, und wir werden dafür sorge». daS daS geschieht. Man hat gesagt, dieZollsätze seien nicht ausreichend erhöht. Aber doch fast überall für landwirtschaftliche Produkte um 50 Proz. und mehr, für Pferde um 188 Proz.(Hört! hört! bei den Sozial- demokratcn.) Ich habe die Ueberzeuguug, daß die Interessen Bayerns gut gewahrt worden sind und wünsche deshalb, daß Sie die Handels« verttäge so annehmen, wie sie Ihnen vorgelegt sind. Stellen auch Sie die SpezialWünsche zurück, denken Sie an das Ganze, denken Sie an das Erreichte, und Sie werden zu dem Resultat kommen, zu dem auch ich gekommen bin.(Beifall rechts.) Abg. Singer(Soz.): Wenn der bayerische Dtinister gemeint hat, daß seine Regierung vor der Frage gestanden habe, was ohne Handelsverträge werden solle, und daß sie zu dem Ergebnis gekonunen sei, daß entweder die alten Verttäge weiterlaufen oder der autonome Zolltarif in Kraft ttcten müßte, der zum Zollkrieg führen würde, so weiß der Minister genau so gut wie ich, daß aus Grund des autonomen Tarifs ein Zollkrieg gar nicht hätte geführt werden können. denn es wäre dann zur Rebellion im Lande gekommen.(Lachen rechts.) Der Abg. Speck hat eine kleine Zollanekdote aufgewärmt und geglaubt, damit die sozialdemokratische Frattion zu beeinflussen. Mein FrakttonSgenosse hat damals nicht gesagt, daß der Champagner ein Volksgetränk sei, sondern er hat sich dagegen gewendet, daß der billige O b st s ch a u n, w e i n, der mit 8o Pf. pro Flasche verkauft wird, mit einem hohen Zoll belegt werde. Abgeordneter Speck hat derjenigen Presse, die diese Verttäge bekämpft, den Vorwurf des Mangels an Loyalität gemacht. Ich kann nur bedauern, daß diese Presse, die die Regierung von dem nach ihrer Meinung schädlichen Wege abhalten will, ich sage, daß diese liberale und unsere Presse in diesem Kampf keinen Erfolg gehabt hat. Der Unterstaatssekretär Mermuth hat gestern darüber gesprochen, daß die Verhandlungen dadurch erschwert wären, daß das Ausland auf Aeußerungen der deutschen Presse, in denen der Generaltanf als nicht ernst zu nehmen bezeichnet war, hinweisen konnte. Wer aber war denn der erste, der in diesem Hause den autonomen Tarif so bezeichnet hat? Das war der Staatssettetär im Reichs- amt des Innern, Gras Posadowsky! Dieser sagte, der autonom? Tarif sei so eingerichtet, daß man von ihm was ablassen könne, um dafür Konzessionen vom Auslände zu erlangen. Wenn Sie also jetzt klagen, so wenden Sic sich an de» Herrn Staatssettetär des Innern! Aber glauben Sie denn, daß irgend ein Mensch im Aus- lande jemals diesen autonomen Tarif fiir ernst genommen hat? Für so blödsinnig dumm werden Sie doch die ausländischen Umer- Händler nicht halten I Der Abg. Graf Reventlow hat mit der ihn zierenden Be- scheidenheit sich beklagt, daß die Wünsche des Bundes der Landwirte in den Verträgen zu ivenig berücksichtigt sind. Als er in seinen besseren Tagen der Sozialdemokratie nahe st and. äußerte er. man müsse sich der Zölle schämen, solange eS noch Leute gäbe, die kein Brot zu rffcn haben. Wie er seine damalige Memung. eine gute Wirtschaftspolitik müsse vor allem für gute Ernährung der Bevölkerung sorgen, mit der heutigen Forderung eines Minimal- zolles von sieben Mark vereinbaren will, ist mir unklar.(Sehr richttg l links.) Auf seine Forderungen hin kämen wir bald in Zu- stände, die der Hungrrrevolution in Rußland ähnlich wäre».(Lachen rechts. Sehr richtig! links.) Die Ausführungen des Grafen v. Posadowsky gipfelten in der Erklärung, es liege im politischen Jnteresie der gegenwärttgen Regierung, der Landwirtschaft entgegen zu kommen. Logischer hätte er fortfahren müssen: die Regierung kommt der Land- Wirtschaft entgegen, um sie für ihre reaktionären Pläne, wie Militär- forderuugen, Marincfordernngen usw. zu gewinnen. Und deshalb mutz sich da? Volk von den Agrariern ausbeuten lassen. Man kann dem Grafen Posadowsky nur dankbar sein. daß er so die eigentlichen Plane der verbündeten Regierungen enthüllt hat!(Sehr richtig? bei den Sozialdemokraten.) Den Beweis dafiir, daß die Aeiißernng des Staatssettetärs lvirklich das Richttge ttifft, hat ja das Verhalten der Konservativen bei der Kanalvorlage, wie früher bei der Flottenvorlage, erbracht. Bei der flottenvorlage ging ja das geflügelte Wort um:„Ohne Kunitz keine ähne!" Wenn eS auch den Grafen Posadowsky ehrt, offen einzugestehen. daß die Regierung sich auf diese Politik eingelassen hat, so ist eS doch kein gutes Zeugnis für ihre politische Befähigung, daß sie das Gesamtinteresse nicht höher stellt als das einzelner Kasten.!Der Reichskanzler hat die Handelsverträge mit einer längeren Einführungsrede hier eingebracht. Da kann ich die Bemerkung nicht unterdrücken, daß die Art, wie er von seinem Recht, zu reden, Gebrauch gemacht hat, nahezu an einen Mißbrauch dieses Rechts grenzt.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Mit den Handelsverttägen wurde der Oeffcntlichkeit gegenüber ganz eigentumlich verfahren. Zunächst wurden sie auch nach ihrem Abschluß völlig geheim gehalten, biS ausländische Zeitungen die ersten Berösfentlichungcn brachten. Dann bekam man nicht den Wortlaut der Verttäge zur Kenntnis, sondern wir wurden acht Tage lang ans offizielle» Federn gefüttert und schließlich griff der Reichskanzler hier in mehr als einstündiger Rede alle die Parteien. die ihm im Lauf der Zollkämpfe entgegengettetcn waren, aufs heftigste an in der Sicherheit, daß niemand aus dem Hause ihm werde ant- Worten können.(Sehr gut! b. d. Soz.) In der Tat wurde der Ver- such, dem Reichskanzler entgegenzutreten, damit abgeiviesen, weil kein Mitglied des Hauses vor Eintritt>n die Tagesordnung das Wort erhält. Eine Regierung, die im Reichstage, dem gleichberechtigten Faktor, wirklich das gleiche Recht achtet, würde einen solchen Schritt nie getan haben. Die Herren von der Regierung haben sich viel darauf zugute getan, daß sich unsere Behauptung nicht bewahrheitet hätte: Mit diesem Tarif seien Handelsverträge unmöglich. Zunächst hat der Reichskanzler geraume Zeit gebraucht. um zuin Abschluß der Verttäge zu gelangen. Die Sicherheit des Abschlusses war also nicht sehr groß. Dann haben wir n,it Rußland Glück gehabt. Zunächst sollte der Reichskanzler Japan für den Handelsvertrag mit Rußland danken.(Sehr gut! bei den Sozial- demokratcn.) Dann der internationalen Bankottatie, die es über sich bringt, zur Forfführung ihrer Eyiftenz. ihrer verbrecherische» Kriege einer verbrecherischen Gesellschaft, die die heiligsten Menschenrechte init Füßen tritt, die Mittel zur Verfügung zu stellen. Bei diesen Leuten, denen nicht nur das Wort Nationalität, sondern auch der Begriff Menschentum ftemd zu sein scheint, wenn fie nur ei» Paar Prozent verdienen können(sehr wahr! bei den Sozialdemokraten), sollte der Reichskanzler sich bedanken. Vielleicht ist auch die Ordensverleihung an General Nogi ein Stück des Dankes an Japan, daß eS Rußland zun, Abschluß dieses Handelsvcrttages bewogen hat.(Große Heiterkeit.) Es ist auch notwendig, die L e g e n d e zurückzuweisen, daß die Getteidezölle der gesamten Landwirtschaft zugute kommen, sie kommen mir einer verschwindenden Minderheit von Großgrundbesitzerii zugute. Ein sehr großer Teil der landwirtschaftlichen Besitzer ist gar nickt in der Lage, so viel Getreide zu bauen, daß sie einen über- schiissigen Teil verkaufen können, und es ist bisher die Tatsache nicht widerlegt worden, daß nur eine Minderheit von Großgrund- besitzern in großem Umfange Getreide zu Markt bringe» kann. Während die kleinen Befitzer, welche bis zu 4 Hektar mit Getteide bebauen, überhaupt nichts verkaufen können, kommt nur die Minder- heit der Besitzer von 1000 und mehr Hektar in die Lage, Getteide in großem Umfange zu verkaufen. Dazu gehört allerdings eiii großer •itil der dcntsche» Fürsten, die also an den hohen Gctteidezöllcn beteiligt sind. Noch einige Ziffern über die Belastung des Nattonaleinkommens durch die Erhöhung der Zölle. Durch die Erhöhung deS Kornzolles von 3,50 M. auf 5 M. wird die Bevölkcrnng pro Kopf um 8,62 M. mehr belastet, die Gesamtbelastnng deS Nationaleinkommens bettägt 500 Millionen. Der Profit der inländischen Produktton durch d,e Zollerhöhung beträgt pro Kopf der Bevölkerung 7,28 M. Angesichts dieser Zahlen werden«Sic zugeben müsse», daß all Ihr öerebc,_ das Volk spüre nichts von der ZollerhöhunA unberechtigt ist.— Ebenso wie die Getreidezölle sind die Vieh- und Fleischzölle Ivesentlich erhöht. Pro Psnnd Nind- fleisch ist der Zoll um 6 Pf., pro Pfund Schweinefleisch um 7 Pf. erhöht worden. Und wo mit den Fleischzöllcn nichts mehr zu er- reichen war, da hat man sich bemüht, den Zollhunger der Agrarier durch angebliche Lcterinärmaßregcln zu befriedigen. Was mit solchen„Veterinärmaßregeln" erreicht werden kann, hat ja das Fleischbeschan- Gesetz bewiesen, das auf Umwegen einem Einfuhrverbot gleichkommt.(Sehr richtig! links.) Mit den Viehseuchenbestimnumgen ist es Ihnen ja nicht ernst. Denn in den preußischen Ausführungsbestimmungen für das Fleischbeschau- gesetz haben Sie es ja den Städten verboten, das Fleisch zu unter- suche», so daß der Einführung von krankem Fleisch in die Städte Tür und Tor offen sind. Sogenannte beamtete Tierärzte haben oft genug krankes Vieh als gesundes erklärt. Es sind das Leute, die einen vierwöchentlichen Kursus nehmen und dann auf dem Lande zur Fleischuntersnchung angestellt werden. Das beweist, daß Ihre Maßnahmen gegen die Viehseuche nichts anderes sind als die Möglichkeit, Fleischlvucher zu treiben, wie Sie sonst Kornwucher treiben. sSehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Soweit die Wehrkraft in Frage kommt, muß wiederum dafür gesorgt iverdcn, daß die, ein'großes Kontingent stellende städtische Bevölkerung gut genährt wird. Im übrigen ist es ja aber gar nicht richtig, wenn man behauptet, man könne durch solche künstliche Mittel die L a n d f l u ch t beseitigen. Die Landflucht aber hat ganz andere Gründe. In dem Augenblicke, wo Sie den Landarbeitern das Koalitionsrecht geben und für ihre anständige Behaud- lung sorgen, in diesem Augenblicke werden Sie die Land- flucht auflieben. Aber mit künstlichen Mitteln die Entwicklung Deutschlands zum Industriestaat aufhalten zu wollen, zeugt von einer Kurzsichtigkeit, die bei den verbündeten Regierungen nicht vor- Händen sein sollte. Die Herabsetzung der Zollsätze auf Holz hat der Reichskanzler damit begründet, daß Deutschland nicht die notwendige Menge Holz selbst produzieren könne. Aber ganz dasselbe gilt doch auch für Getreide und für Bich! Der Reichs- kanzler hat sich init Haut und Haaren den Agrariern verschrieben. Ihre vollständige Zufriedenheit hat er aber damit nicht erworben. Ich möchte Ihnen einige Stellen aus der Rede verlesen, die der Kaiser am 18. Dezember 1891 bei der Einweihung des Teltower Kreishauses gehalten hat.— Die Rede stand im„Reichs- Anzeiger".(Heiterkeit.) „Meine Herren! Soeben wird mir mitgeteilt, daß die Handelsverträge mit Italien, Belgien und Oesterreich vom Reichstage in dritter Lesung angenommen ivorden sind. Wir verdanken dieses Ergebnis der Arbeit des Herrn Reichskanzlers. Dieser schlichte preußische General hat es verstanden, sich in drei Iahren in Themata cinzu- arbeiten, deren Beherrschung selbst für Fachmänner schmierig ist. Mit weitem politischen Blick hat er es verstanden, das Baterland vor einer schweren Gefahr zu schützen und das Wohl des Ganze» zu fördern. So hat er eine Tat von cinschncidcndstcr Bedeutung voll- bracht, die für Mitwelt und Stachwelt eine rettende zu nennen ist. Ich fordere Sie auf, mit mir das Glas zu leeren auf das Wohl Sr. Exzellenz des Generals der Infanterie Graf Caprivi. Er lebe hoch I hoch! hoch!"(Stürmische Heiterkeit rechts.) Dieselben Herren wie damals sitzen»och heute in der Regierung, aber ich weiß nicht, ob Herr Staatssekretär Graf Posadowsky sich damals als Gegner der Caprivischen Handelsverträge bekannt hat.— Aber nicht allein der Kaiser, auch in diesem Hanse haben die Führer der Parteien die Bcrträge gefeiert, die ihm jetzt für die neuen Handels- Verträge die kompakte Majorität sichern. Am Lg. November 1893 erklärte der Zentrumsführer Dr. Lieber:„Weit entfernt, wie Graf Kanitz in den Handelsverträgen mit Oesterreich-Ungarn und Italien einen politischen Fehler zu erblicken, sehen meine Freunde und ich in ihnen eine Großtat der neuen Acra.(Bravo! in der Mitte.) Wir sind stolz auf das Bewußtsein, an diesen Verträgen mitgewirkt zu haben."(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Und noch am L8. Februar 1894 feierte Herr Dr. Lieber die Handelsverträge als einen Markstein in der deutschen Geschichte, von europäischer, ja von weltgeschichtlicher Bedeutung. Dieser Haltung haben sich damals auch die Nationallibcralen angeschlossen. Es ist sehr eigentümlich, daß dieselben Parteien das, was sie einst als glorreichste Tat rühmten, mit Stunipf und Stiel ausrottcu wollen. Und warum? Nach den Worten des Grafen Posadowsky deshalb, weil es den politischen Interessen der gegenwärtigen Regierung entspricht, den Agrariern zu dienen. Die Großgrundbesitzer betrachten eS als ihre Aufgabe, sich von dem übrigen Teil der Bevölkerung er- nähren zu lassen. Graf Caprivi hat sich in einenr Briefe vom 17. März 1895 aufs schärfste gegen die agrarische Agitation ausgesprochen und ausgeführt, wenn die agrarische Hetze schon so weit gehe, daß als Voraussetzung für die Loyalität des Adels und Großgrundbesitzes die Erfüllung unerfüllbarer Forderungen seitens des Staates hingestellt werde, so müsse man fragen, ob es sich für den Staat noch lohne, für diese Klasse noch Opfer zu bringen. Das ist ganz unsere Meinung.(Sehr richtig! bei den Sozial- demokraten.) Wenn die Großgrundbesitzer meinen, daß sie sich nicht mehr ernähren können, so sollte man den Großgrundbesitz verstaatlichen! Graf Reventlow nannte das Wort vom„Brotwucher" Schwindel. Es war sehr vorsichtig von ihm, den Autor jenes Wortes nicht z u n e n n e n. Wir erinnern daran, daß aus Anlaß des Antrages Kanitz gesagt worden ist: Man kann mir doch nicht zumnten, Brotwucher zu treiben.— Dann hat Graf Kanitz auckf eine Aeutzerung des Kollegen Schippe! zitiert und daraus den Schluß gezogen, daß wir nicht gegen die Erhöhung der Getreidezölle sind. Die Ansichten des Kollegen Schippel in dieser Frage sind ja bekannt, ebenso bekannt ist aber, daß diese Auffassung Schippels nie von der Partei geteilt wird, llcbrigens hat Schippel stets betont, daß er gegen die Erhöhung der Getreidczölle ist und er wird auch mit uns gegen die vorliegenden Handelsverträge stimmen. — Ebenso ist es bekannt, daß wir die Auffassung unserer französi- scheu Genossen in der Frage der Getreidezölle nicht teilen. Mir ist es noch heute unverständlich, wie mein Parteigenosse IaursS mit seinem Antrage in die Kanitzerei verfallen ist.(Heiterkeit.) Wenn aber Graf Kanitz Jaurös als eine solche Autorität ansieht, dann würde ich mich nur freuen, wenn er das auch auf anderen Ge- bieten täte, zum Beispiel auf dem Gebiete der Lostrennung von Schule und Kirche. Die Zölle fast aller Industriezweige sind erhöht, die für die Maschinen z. B., ebenso die für Textilwaren. Der Zoll für Baumwolle z. B. ist von 66 auf 75 hinaufgesetzt. Nicht anders ist es sür die Konfektionswaren.— Was ist die Folge einer solchen Politik? Auf der einen Seite Verteuerung der Lebensmittel und damit Schädigung der Voltsgesundheit, auf der anderen eine Er- schwcrnng deS Exports. Daraus folgt eine Verringerung der Arbeits- gclegenheit, daraus folgt eine Vermehrung der industriellen Reserve- armee, daraus folgt ein Sinken der Arbeitslöhne. Und dieser Politik sollen wir zustimmen? Die schwere Industrie ist noch ani wenigsten belastet, sie kann sich durch Kartelle helfen und verkauft dann im Jnlande teurer als im Auslande. Daß diese Verhältnisse so sind, wie ich sie Ihnen schilderte, beweist eine Zusammenstellung von denjenigen Industrien, die bereits jetzt Filialen im Auslaiide errichtet haben. In Rußland, in Oesterreich- Ungarn, in Amerika, in England, Holland, in Belgien, überall finden wir deutsche Fabriken. Alle diese Arbeitsgelegenheiten sind den deutschen Arbeiter» verloren gegangen. Das ist die Folge dieser Schutz- Zollpolitik, von der Sie nicht verlangen können, daß wir ihr zustimmen. Diese Befürchtung, die wir hegen, ist auch von dem Zenrralverbaud deutscher Industrieller und dem Hnndelsvertragsverein geäußert worden. Für die Gefährlichkeit einer solchen Politik, die die Jndusirie ins Ausland treibt, will ich nur die kaiserliche Botschaft vom 4. Februar 1896 zitieren. Da heißt es: Der Verlust eines schon errungenen Absatzes ins Ausland trifft nicht nur die Unter- uehmer, sondern auch die Arbeiter.(Hört! hört! bei den Sozial- demokraten.) Und diese Botschaft sollte doch eine neue Acra zu- gnnstcn der Arbeiter einleiten!— In der Denkschrift, die den Handelsverträgen beigegeben ist, rühmt sich die Regierung ausdrück- lich, daß sie agrarisch sei; sie habe ein volles Aequibalcnt für die von ihr bei der Industrie gewährten Zugeständnisse bei den land- wirtschaftlichen Erzeugnissen errungen. Das heißt, die Regierung hat bewußt die Industrie dem Agrariertum geopfert. Sie hat den: Junkertum, weil es die politische Stütze der Regierung ist, hunderte von Millionen zugewendet. Man mag die Verträge ansehen wie man will, sie gipfeln in einen: übermäßigen Schutz des Agrariertums und in einer schweren Schädigung der Arbeiterinteresien. Einer Politik, die der Arbeiter- klaffe die Arbeit nimmt und ihre Lebenshaltung herabsetzt, können wir nicht folgen. Die Verantwortung für all die schweren Schäden trifft die Regierung und Sie, ihre Helfershelfer. Dabei sind die Agrarier noch immer unzufrieden. Sie wollen Deutschland mit einer Zollmauer umgeben. es künstlich zu einem agrarischen Staat machen. Diese Politik machen wir nicht mit. Wenn die Folgen zunächst auch auf die Arbeiter fallen, am Ende werden sie Sie selber treffen!(Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Staatssekretär Graf Posadowsky: Der Herr Abgeordnete Singer hat betont, daß die Regierung nur aus politischen, Interesse die Forderungen der Landwirtschaft erfüllt habe. Ich begreife nicht, wie er darüber erstaunt sein kann. Er darf nur nicht Politik mit Partei-Jnteressen verwechseln.(Sehr richtig! rechts.) Wenn die unteren Klaffen in Preußen von der Staatssteuer befreit sind, wenn im Reiche die soziale Gesetzgebung eingeführt, so hat der Staat aus politischen Gründen gehandelt, um die berechtigsten Inter- essen der Arbeiter zu erfüllen. In diesem politischen Interesse ist auch die Zollpolitik eingeschlagen worden, um die berechtigten Forde- rungen der landwirtschaftlichen Bevölkerung zu erfüllen. Der Abg. Speck hat es als Recht des Reichstags erklärt, die Handelsverträge abzuändern. Das ist ein staatsrechtlicher Irrtum. Vertragschließender ist nicht der Reichstag, sondern das Bundes- Präsidium, S. M. der Kaiser. Der Reichstag hat nach der Ver- fassung nur das Recht, die Verträge zu genehmigen, aber nicht sie abzuändern. Er kann sie genehmigen oder ablehnen, das Recht, sie abzuändern, hat er nicht. Hierauf vertagt das HauS die Wciterberatung auf Montag 1 Uhr. Schluß 63/4 Uhr._ Hbgeordnctenbauö» 13 8. Sitzung vom 11. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische: Möller. Beratung des Etats der Berg-, Hütten- und Salinen- Verwaltung. Vizepräsident Dr. Porsch schlägt vor, eine materielle Debatte über die angekündigten Vorlagen über die Vergwerksverhältnisse sowie über den Streik im Ruhrrevicr nicht zu führen, sondern damit zu warten, bis die angekündigten Vorlagen eingegangen sind. Handelsminister Möller: Ich habe schon bei der ersten An- kündigung der Berggesctz-Novelle das Haus gebeten, die Regierung nicht zu drängen, das, sie über das Mas» der geschäftlichen Borsicht hinaus die Vorlage beschleunige. Ich erwarte, daß wir im Laufe der nächsten Woche die Novelle zum Berggesetz tverdcn vorlegen können, und kurz darauf wird auch die andere Novelle kommen. Das Haus erklärt sich mit dem Borschlage des Vizepräsidenten Dr. Porsch einverstanden. Abg. Brust(Z.): Meine politischen Freunde und ich sind be- friedigt darüber, daß es den Führern der Streikbewegung im Ruhr- revier gelungen ist, den verhängnisvollen Streik zu beenden. Die christlichen Arbeiter sind der Parole, die Arbeit wieder aufzunehmen, gefolgt. Wenn das von feiten der sozialdemokratischen Bergarbeiter nicht geschah, so gilt hier das Wort:„Die Geister, die ich rief, die werd' ich nun nicht los." Ich habe am 17. Januar gesagt, daß angesichts der ablehnenden Haltung der Grubenbesitzer nur noch die Staatsregierung dem Streik ein rasches Ende be- reiten könne, wenn sie erkläre, daß sie durch gesetzliche Regelung den wesentlichsten Förderungen der Bergarbeiter Rechnung tragen wolle. Wenn jetzt die Arbeit wieder aufgenommen! wird, so sehe ich darin das Vertrauen der Arbeiter zur Regierung. Hoffentlich wird dieses Vertrauen durch die zu erwartende Vorlage der Re- gierung und durch die Behandlung dieser Vorlage hier im Hause nicht getäuscht werden. Die Bergarbeiter sind durch den Ausstand schwer geschädigt worden, und ich hoffe, daß die Vorlage zur Aus- gestaltung des Friedens beitragen wird. Mg. Hilbck(natl.): Durch die Veröffentlichung der Protokolle über die staatliche Untersuchung der Verhältnisse im Ruhrrevier werde die irregeleitete öffentliche Meinung erkennen, daß die Bergwerksbesitzer bei weitem nicht so viel auf dem Gewissen haben, wie man bisher geglaubt habe. Wenn die nationalliberale Partei verlangt habe, daß die staatliche Untersuchung auf alle Bergwerke ausgedehnt werde, so zeige die Ausdehnung der Streikbewegung auf Oberschlesien, wie berechtigt die nationalliberalc Forderung sei. Sehr notlvendig sei eine Neuordnung der Knappschaftskassen, da die Bergarbeiter jetzt oft dadurch schwer geschädigt würden, daß sie beim Wechsel ihrer Arbeitsstelle die bisher zur Knappschastskassc gezahlten Beiträge verlieren. Notwendig sei auch eine Neuregelung des Verleihungsrechtes zum Betriebe des Bergbaues. Minister Möller: Vor allem müssen wir für eine Aenderung des 8 65 des Berggesetzes im Hinblick auf die Stillegung von Zeche» sorgen, ebenso für eine neue Ordnung der Arbeitsverhältnisse. Seit längerer Zeit liegt abgeschlossen vor der Gesetzentwurf über die Wänderung der KnappschaftSkassen, und ich halte es für die dringendste Aufgabe, dieses Gesetz noch in dieser Session ein- zubringen, nachdem es mir gelungen ist, einige Differenzen aus- zugleichen. Abg. Kölle(b. k. Fr.) bittet, den Betrieb im Harzbergwerk Altenau nicht, wie es dort befürchtet werde, einzustellen, und regt im Interesse der Bergleute den Bau einer Bahn von Klausthal nach Adenau an. Minister Möller erwidert, daß zurzeit eine Stillegung der Zeche Altenau nicht beabsichtigt werde, wenn auch das Ergebnis des Be- tricbcs wenig befriedigend sei. Den Wunsch nach Erbauung einer Bahn von Adenau nach Älausthal könne er nur dem Minister der öffentlichen Arbeiten weiter empfehlen. Abg. Dr. Hirsch(frs. Vg.): Ich bedaure lebhast, daß der Abg. Brust die Gelegenheit benutzt hat, Parteigegensätze hervorzurufen. Ter Streik ist keine Parteisachc. Wir hoffen, daß der Beschluß der Delegiertenversammlung, die Arbeit wieder aufzunehmen, allgemein beachtet werden wird, ohne Unterschied der Partei. Sehr erfreut bin ich über die Erklärung des Ministers, daß wir noch in dieser Session ein Gesetz über die.Knappschaftskassen zu erwarten haben. Ich möchte daran den Wunsch knüpfen, daß die Grubenbesitzer der Frage des direkten Wahlrechts für die Knappschaftsausschüsse keine Schwierigkeiten in den Weg legen werden.(Beifall links.) ?lbg. Korfanty(Pole, beklagt sich darüber, daß in Ober- schlesien die Bergwerks-Dircktionen eine Verhandlung mit den Arbeiterorganisationen abgelehnt haben. Die Polen müßten sich gegen die Behandlung der anslöndischen Bergarbeiter verwahren, diese würden ansgewiesen, weil sie„lästig" seien, während man polnische Köchinnen nicht ausweise. Sehr zu bedauern sei auch, daß etwa 200 Bergarbeiter in Oberfchlefien aus Anlaß des Streiks abgekehrt worden seien. Redner bittet um baldige Vorlegung der Novelle zum Berggesetz. Ober-Berghauptmann v. Belsen: Auf den Staatsbergwerken haben wir Arbeiteransschüsse, die die gesetzliche Vertretung der Arbeiter sind, und nur mit diesen haben wir zu verhandeln, nicht mit beliebigen Vereinen. Wer drei Tage lang nicht anfährt, kann nach der Arbeitsoronung abgekehrt werden, und davon sind etwa 140 junge Leute betroffen worden, die sich in tutiyileitiex, Weise benommen haben, lieber die angeblichen Ausweisungen habe ich heute mit dem verantwortlichen Leiter der oberschlesischen Werke gesprochen, und der sagt: Nnsinn, nicht ein Wort ist davon wahr.— Die Novelle zum Berggesetz wird uns hier in kürzester Zeit be- schäftigcn. Abg. Franken(natl.): Ter Abg. Dr. Hirsch meinte, der Streik im Ruhr-Kohlenrevier sei keine Parteisachc. Ich behaupte, daß es sich da gar nicht um einen Bergarbeiterstreik handelt, sondern nur um einen loschen, der von den Parteien veranstaltet ist. Im Laoß« der nächsten Tage wird schon aufgeklärt werden, wie der Streik ent- standen ist. Wenn jetzt behauptet wird, daß die Zechen die Ar- beiter aufgefordert haben, um 15— 20 Proz. billiger zu arbeiten, so lege ich meine Hand dafür ins Feuer, daß dies nicht wahr ist. Ich schließe mit den, Wunsche, daß der Frieden bald wieder einkehren möge im Interesse der Bergarbeiter und des Vaterlandes. Ein Schlußantrag wird angenommen. Das Kavitel wird bewilligt. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Nächste Sitzung Montag 11 Uhr.(Etat des Ministeriums des Innern.) Schluß 2% Uhr. Soziales. Tic Wohnverhältnisse der Prostituierten. Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechts- krankheiten hat eine Umfrage bei den Kommunal- und Polizei» behördcn der Groß- und Mittelstädte über die Wohlverhältnisse der Prostituierten veranstaltet, deren Ergebnisse jetzt borliegen. In einer von der genannten Gesellschaft einberufenen Versammlung, die am 10. Februar im Architektcnhause tagte, erstattete Paul Kampffmeier darüber einen Bericht. Antworten sind aus den meisten der befragten Städte eingegangen, zum Teil mit ausführ- lichcn Darstellungen aller einschlägigen örrlichen Verhältnisse. Von den Großstädten fehlen Berlin, Hamburg, Braun- schweig, Düsseldorf. Hamburg, wo Bordelle—„im polizeitechnischen Sinne"— bekanntlich nicht existieren, hat prinzipiell jede Auskunft abgelehnt. Aus dem vom Redner vorgetragenen Tat- sachenmaterial ergibt sich, daß die Polizeimaßnahmen hinsichtlich der Wohngelegenheiten der Prostituierten im einzelnen sehr verschieden sind, aber alle darauf hinauslaufen, das Wohnen der Prostituierten in belebten Straßen, bei Schulen, Kirchen, Kasernen und anderen öffentlichen Gebäuden zu verhindern, den Prostitutionsbetrieb in den Wohnungen unauffällig zu gestalten, Kinder und Unerwachscne von den Prostituierten fernzuhalten usw. Oester kehren die Be- stimmungcn wieder, daß kein Acrgcrnis innerhalb oder in der Nähe der Wohnhäuser von Prostituierten bei Strafe erregt werden darf bei Strafe polizeilichen Auszugsgebots. In einigen Polizeivor- schriftcn richten sich sehr scharfe Verbotsbcstimmungen gegen das Zusammen wohne n und Zusammcnhauscn der Prostituierten mit Kindern und jugendlichen Personen. Unerwachsene dürfen z. B. in Breslau nicht als Aufwärtorinnen bei Prostituierten beschäftigt werden. Elbing geht noch weiter: es dürfen als Aufwärterinncn nur solche weibliche Personen beschäftigt werden, die mindestens 45 Jahre alt sind; Kinder und weibliche Personen unter 45 Jahren dürfen in der Wohnung überhaupt nicht geduldet werden. In mehreren Städten sind Einzelbestimmungen über zulässige Wohn. gelegenheitcn nicht vorhanden, sondern die Entscheidung von Fall zu Fall der Polizei vollständig anheimgegeben. So heißt es in Dessau einfach:„Wohnungen, die nicht zweckmäßig sind, können verboten werden." In einer ganzen Anzahl von Städten bezweckt die Wohnpolitik der Behörden das Hineindrängen der Prostituierten in bestimmte Straßen(K a s? r n i e r u n g) und auch in bestimmte Häuser (Bordellierung). Freiburg i. B. hat sogar ein öffent- liches Bordell, dessen Einrichtung einem„polizeilich einwandfreien" Unternehmer überlassen wurde. Unter anderem hat auch Worms zwei unter Aufsicht stehende Bordelle. Für Hamburg steht nach Feststellungen von Dr. Blaschko Bordellzwang fest. Wie der Hamburger Verein zur Hebung der öffentlichen Sittlichkeit kon- statiercn konnte, lebten 1902 dort in 13„unsittlichen Straßen" 459 schulpflichtige Kinder, darunter 216 Mädchen, allein in der Specksgasse 155. Von den Bordellen Hamburgs kann gesagt werden, daß sie direkt den sexuellen Verkehr fördern.— In Kassel hat das Zusammenwohnen der Prostituierten in einem bestimmten alten Stadtteil das gefährliche Treiben der Zuhälter derart begünstigt, daß sich nicht nur Lärm- und Prügclszenrn, sondern Messerstechereien und schwere Schlägereien bedrohlich häuften. Die Polizei verbot das Wohnen der Prostituierten in jenem Stadtteil. Zurzeit wohnen sie über das ganze Stadtgebiet zerstreut. Eine nicht unbedeutende Zahl besitzen eigene kleine Häuser. Kennzeichnend für unser allgemeines Woh- n u n g s e l e n d sind folgende Aeußerungen der Kölner Behörde: „Dem Prostitiitionsbctrieb in Häusern, wo eine größere Anzahl Kinder wohnt, wird tunlichst vorgebeugt. Ein bezügliches allgemeines Verbot wäre aber nicht durchführbar, weil, abgesehen vom Mangel einer auch nur annähernd genügenden Anzahl von für Dirnen ver- fügbaren Wohnungen, crfahrungsmäßig gerade die mit zahlreichen Kindern gesegneten Arbeiterfamilien mit Vorliebe in Dirnen- quartieren oder deren unmittelbarer Nachbarschaft sich einmieten. weil sie anderwärts mit ihren vielen Kindern von den Hauseigen- tümern nicht aufgenommen werden und sie auch in den durch die Anwesenheit bcziv. die Nachbarschaft der Dirnen in ihrem Mietswert hcrabgedrückten Häusern verhältnismäßig billige Wohnungen finden." (Der Verfasser dieser Auskunft scheint arm an sprachlichen Aus drucksmitteln zu sein. Nur so erklärt es sich, daß er von der„Vo liebe" der Arbeiter für Wohnungen in Dirnenquartteren spricl Aus seinen eigenen Ausführungen ergibt sich, daß die Arbeiter dur. mangelndes Einkommen, Wohnungswucher und hausagrarische An maßung in Stadtgegenden getrieben werden, in denen die Prc- stitution haust.) Der geheimen Prostitution stehen die Stadt- und Polizeiverwaltungcn naturgemäß machtlos gegenüber. Die wirtschaftlichen und sozialen Ursachen der Prostitution sind eben durch Polizeibestimmungen nichtzu beseitigen. In Dresden kennt man 300 Prostituierte, an sich ein günstiges Verhältnis zur Zahl der Einwohner. Der Rat der Stadt klagt aber, die geheime Prostitution scheine indessen iveit verderblicher zu wirken, ohne daß die Sitten- und Sicherheitspolizei viel dagegen tun könne. Ter Redner kommt zu dem Schluß, daß die Regelung der Wohnungsfrage der Prostituierten durch Polizeiverordnungeu nickst der richtige Weg sei. Er schlägt einschneidende Bestimmungen in einem Wohnungsgesetz vor das zugleich die Einrichtung ehrenamtlicher Wobnungspsleger und von Wohnungsämtern schaffen müsse unter vollständiger Trennung der Wohnnngs- auf ficht von der allgemeinen polizeilichen T ä r i g k e i t. Folgende Bestimmungen hält er in diesem Rabmen für angebracht:„Wohnungen, die von. Prostituierten bewohnt werden, dürfen sich nicht in der Nähe von Schulen, Kirchen und anderen öffentlichen Gebäuden befinden und sind möglichst außer- halb der verkehrsreichen Straßen und Plätze zu legen. Die an Pro- stituicrtc vermieteten Wohnungen dürfen nickst in anstößiger oder auch nur Aufsehen erregender Weise das Prostitutionsgewerbs in die Oeffentlichkeit treten lassen. Prostttuierte dürfen nur in Einzel- Wohnungen oder in Familieichaushaltungen ohne Kinder und Minder« jährige aufgenommen werden. In den Wohnungen mit Prosti- tutionsbetrieb dürfen nur ältere Personen(über 40 Jahre) Hand- rdchiuigen und Hausdienste verrichten. Den Prostituierten muß stets ein eigenes von der Familienhaushaltung getrenntes Zimmer mit eigenem Bett und ausreichenden Einrichtungen für die Reinlich- keitspflege zur Verfügung stehen." Der Referent meint, die Wohnungspfleger und-Pflegerinnen könnten sehr viel zur Be- kämpsung der sanitären Mißstände auch im ProstituttonSgewcrbe tun. In Verbindung damit müßte allerdings ein Institut zur venerischen Heilbehandlung erstehen und eine zugleich eingreifende Krankenunterstützungs-Einrichtung. Dann werde den Geschlechts- krankheiten eine entscheidende Schlackst geschlagen werden.— An der Diskussion beteiligten sich Dr. Blaschko, Frau C a u c r, Fräulein Lischnewska und Dr. Hamburger. Dr. Blaschko ver- langte unter anderem für die Vorbedingung einer gesunden Woh- nungsreform die Beseitigung der§8 180 und 361 Nr. 6 aus dem Strafgesetzbuch. Auf Anregung des Herrn Dr. Blaschko erklärte der Referent in seinem Schlußwort, daß sich seine Vorschläge auf die Prostitutionsbetriebe und nickst auf„die Prostituierte" bezichen sollten. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berliner Reiehstags-Wahlkreis. Dienstag, den 14. Februar 1905, abends 8'/z Uhr, im Saal der Moabiter Brauerei, Tnrmstr. 25/26; Uerfammlnng. � Tages-Ordnunz: 1. Vortrag des Reichstags-Zlbgeordnetcn Genossen D>Äss«1«rk über:„Deutschland in der Welt voran?" 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Genossen des Hanja-Viertels werden ersucht, für diese Versammlung rege zu agitieren. — Gaste, auch Frauen, sind willkommen.-- 236/3__ Der Vorstand. ¥1. Wahlkreis! Sonntag, 12. Februar, abds. 6 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergersir. 23: Versammlung für Männer und Trauen. T a g c S- Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen H. Hcimaun über:»Das Proletariat und seine Bildungsinittcl". 2. Diskussion.» Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Ter Vertrauensmann. Nach der Versammlung: ksmÄtUedes IsiZSMMensein mit 7stlZ. Sozialdemokratiseher Wahberein für den 6. Berliner Beichstags-Wahlkreis. Dienstag, den 14. Lebrnar, abends SVo illjr, im Lokal des Herrn Keller, Sergltr. 69: zM" VersanimlunK. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Heinrich Ströbel über: und gepanzerte FanLt." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.- Bei Behandlung dieses lehr- reichen und interessanten Themas erwartet recht zahlreichen Besuch_ Der Vorstand. sjtg" Herren und Damen als Gäste willkommen. 2-16/10* Achtung;! Achtung! 6. Wahlkreis(Schönhauser Vorstadt). Tonntag, den 12. Februar 1905, abends 5'/z Uhr, in den Berolina-Sälen, Schönhauser Allee 2H: itiF* Volks-Versammlung."TK Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Genossen M. H. B a e a e über„Entwickclungsgeschichte des Weltalls und der Erde". 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensem mit Tanz. Zu zahlreichem Besuch ladet ein__ 219/8"_ Der Vertraucnsinann._ " Verband der Tapezierer. Hcbtung! Tapezierer! Hchtung! Montag, den 13. Februar er-, abends 8V2 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel-Ufer 15(großer Saal): WM- Versammlung:. Tagesordnung: 1. Zwangsinnung n. Kleberstreik. 2. Diskussion. IM-?ol«terer, Kleber, jeder hat zu erscheinen!"SWE 177(8 Die Verbandslcitnng. Arbeiter=Säng:erbui?d Berlins nnd Umgegend. Sonntag,<9. fcbruar, vorm.präz. 10 Uhr, in der Brauerei fricdricbabain; General- Uersammlnng. Tages-Ordnung: 1. Kassenbericht und Bericht de? Vorstandes. 2. Vorstandswahl. 3. Anträge. 16/3 Jeder Verein ist verpflichtet, vollzählig zu erscheinen. IM" Bundcskarte legitimiert.-MO NB. Die Vereine werden aus den Beschluß der Ausschußsitzung vom 27. November 1901, die Extrasteuer beirefseud, hingewiesen.__ Der Vorstand. Bureau: Wastmannstr. USA, Hof Part. Mittwoch, den 15. Februar 1905, abends 8'/, Uhr bei Wilke, Brunnenstr. 188(am Roscntaler Tor). Genen'al» Verkam mlung. Tages-Ordnung: 1. Ersatzwahl des 1. Vorsitzenden.— 2. Bericht der Delegierten von der Gewerkschastskommission und Neuwahl derselben.— 3. Bericht der Beschwerde- lommissiou und Neuwahl.— 4. Unsere Lohnbewegungen.— 5. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert._ BV Die Bcrsammluug wird pünktlich eröffnet.-MB 169/5 Die Ortsverwaltung. Der Maskenball findet nicht am 18. Februar, sondern am 25. Mttrz im„Ichwcizergarten" am KonigStor statt.___ Achtung! Mejimieger. Achtung! Dienstag, den 14. Februar, abcndS 8'/: Uhr, im GewerkschastShauS, Engel-Ufer 13(Saal 8): Außerordentliche Kitglieder-Versauunlung her Sektion herftiffeuleger des Zentr.-Uerb. der Maurer. Tages-Ordnung: 1. Die Sperre am Monbijou- Platz 10. 2. Besprechung des Essener Antrages zum Berbandstage. 3. Verschiedenes 136/12* In Anbetracht der wichtigen Tages-Ordnung ist das Erscheinen aller Fliesenleger notwendig._ Mitgliedsbuch resp. Legitimationskarte legitimiert.-MB �er Tertiousvorstand. I. A.: F. Breitske. Kruukeu- und Sterbckuffe der Tlidaklirbtitcr»nA« (E. H. Nr. 88). Dienstag, den 21. Februar 1905, abends 8'/, Uhr, bei Feind. Weinstraße 11: General-Versammlung. TageS-Ordnung: 1. Rechnungslegung und Jahresbericht. 2. Neuwahl des Vor- standes, des Zlnsschusses sowie der Krnnkcnkontrollcure. 3. Ver- schiedenes. 167/1 Ter Vorstand. Carl B u t r y, Vorsitzender. (größl. Verleihgeschäst d. Ostens). Kostüme für Herren und Damen, cinsachste bis eleganteste. Billige Preise. Kostüm„Freiheit« am Lager. frau llctiuilre. F.tStruck. Frankfurter Alle»39. Vorzeiger d. Inserats iQ s�Nab. Für Sonntag, de» 12. März. zur Mitwirkung an Festlichkeit wird Skltlier- obcrMandollncn- Vlrtuose und Orotesk- Komlkcr gesucht. Offerten mit Angabe der Honorar-Ansprüche an k. konisch, Ivsseu i. Mark. _ Fischrrstr. 108. 386/12 IL Wahlkreis. Dienstag, den 14. Februar, abends S'/ä Uhr: 2 öffeutliehe Versaunubtugen i. Alter Bürgergarten, Lindenstr. 105. Referent: Dr. Alfred Bernstein. 2. Habels Brauerei-Ausschank, Bergmannstr. 3-7. Tages-Ordnung: i„Die weltpolitische Lage." 2. Diskussion._ DM- Frauen haben Zutritt.-MW 210/1 Zahlreichen Besuch erwarten Die Vertrauensleute. SomtaiiWiselier wahtorein für dea 3. Berliner �eiehstags-Vaklkreis. Sonntag, den 12. Februar 1903, abends 6 Uhr: Versammlung mit grauen in den„Arminhallen«, Kommaudantenstraste 20. Tages-Ordnung: Vortrag des Genossen Mermuth über:„Frankreich am Ende des 18. Jahrhunderts". - Nach dem Vortrage:<>!eiuütllelies Beisamincnsein. Eintritt frei. Garderobe 20 Pfennig. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 240/6__ Der Vorstand. Sozialdemokratiseher Wahlverein für den 3. SerSinerBeiehsiap-f ahikreis. Dienstag, den 14. Fcbruar, abends 8'/» Uhr: pSgr* Vei*.«» a iiiuil ung:"WW in Feuersteins Festsälc», Alte Jakobstr. 75. Tages-Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 240/7* Um zahlreichen Besuch ersucht_ Der Vorstand. tseler ite JKlontag, den 13. Februar, abends S'/a Uhr: Bezirks-Versatntnlungen. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: in den Berollna-Sülcn, Schönhauser Allee 28. Tagesordnung: 1. Vortrag.(Referent wird in der Versammlung be- kaunt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Verdands-Angclegenheitcn. Wahl cincS Schristsührcrs. 4. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung eingeladen sind die Kollegen der Wcrkstellen von: Endtan, Prenzlauerstr. 47. Roscnbach, Schwedterstr. 258. Neumaiiu, Straßburgerstraße. Schneider, Pappei-Allee 25. Hahn, Brunnenstr. 183. Schild, Brunnenstr. 79. Hebel, Münzstr. 4. Uedding und Gesundbrunnen:«okdÄt?.�' Tagesordnung: 1. Vortrag. heilen. 2. Verbands- und Werkstatt-Angelegen- Bezirk Rummelsburg:™ Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Brunk über JnvaliditätS- und Altersversicherung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Achtung! Achtung! SM-«iid Ecllillsid-Arbtitcr! Montag, den 13. Februar, abends 8'/, Uhr. in den Ajidreas- Fcstsülcn, AiidrcaSstr. 21: Branchen- Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Ter Streik bei der Firma Gcmbicki. 2. Diskussion. 3. Werk- statt-Angelegeiiheiten. 4. Verschiedenes. Kollegen! Erscheint alle in der Versammlung und beweist, daß Ihr Interesse an der Sache habt. 79/18 _ Die Branchen-Kommission. Sonntag, den 12. Februar, vormittags 10 Uhr: Dcrtrallklismäaaer-Versßmialiiah der Treppengeländer- Arbeiter im Königstadt-Kasino, Holzmarktstr. 72. SluS jeder Werkstatt und jeder Branche muß ein Delegierter entsendet werden. Die Kommission. Deutscher Textilarbeiter-Verband. Montag, den 13. Februar 1905, abends 8'/, Uhr: Versammlung der stuf Malen Zerlw im Gewerkschaftshause. Engel-Ufer 13. 197/1 Tages-Ordnung: 1. Gewerkschastliche und politische Bewegung, Organisation einst, jetzt und in Zukunst. Referent: Genosse Robert Flatow. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur Provinzial-Konscretiz. 4. Wahl der Delegierten. 5. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwarten_ Die Vorstünde. Montag, den 13. Februar, abends S'/j Uhr, bei Grauman», Naunynstr. 27: Vsrklliati-Leiegierien- Vemmmhmg. Tages-Ordnung: 141/5 I.„Welche Lehren muß unsere Organisation aus den letzten Streiks ziehen". 2. Der Streik bei R ö s n e r. 3. Werkstatt-Angeiegenhciten. Jede Werkstatt, wo Mitglieder beschäftigt sind. must ver- trete» sei». Der Vorstand. **!£] Kistenmacher! Müüa: Montag, den 13. Februar, abendS ö'/s Uhr in Anton Boekers Festsälen, Weberstr. 17: General- Ver fatnmlung. Tages-Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes.— 2. Abrechnung vom letzten Quartal.— 3. Verschiedenes. IM- Bltgllcdsbnch legitimiert."Öd Alle Mngucdcr müssen erscheinen. 103/3 vor Vorstand. Heut nacht verschied nach langem! schweren Leiden unser Herzens- s guier Mann und Vater, Herr Wilhelm Friedländer i im 70. Lebensjahre., 2061b| Um stilles Beileid bitten Malwina Friedläuder geb. Lux., Gertrud Friedländer» Berlin W., 1 1. Februar 1905.| Nachodstr. 3. Die Beerdigung findet am| Dienstag, den 14. Februar, nachmittags 4 Uhr, aus dem Begräbnis- 1 platz der Freireligiösen Gemeinde,! Pappel-Nllce 15/17, statt. Den Kollegen hiermit diel traurige Nachricht, daß unser! langjähriger Mitarbeiter, der> ochristsetzer 2061b I Friedrieh Töpffer 1 nach langem Leiden am Donners- I tag, den 9. Februar/ verstorben ist. i Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 12. Februar, nach- ! mittags 3 Uhr, von der Leichen- I halle der Charitv, Hannoversche- ! straße, aus nach dem Charits- j Kirchhos, Müllerstraße. 1 Das Personal der Buchdruckerei H. S. Hermann. Verband der llaienarbeiter und verw. iemisseß. Deutseblaads. Mitgliedschaft Berlin II. Hiermit zur Nachricht, daß unser jj Mitglied August Thieme am 8. Februar verstorben ist. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am! Sonntag, den 12. Februar, nach- 1 mittags 2'/. Uhr, aus dem Lichten- bergcr Kirchhof statt. Um rege Beteiligung ersucht 19/4 Der Vorstand. �ha!-MeH.8tei'betei� d. Tischler u. and. p. Arbeiter (E. H. 3 Hamburg.) Verwaltung Weiftensee. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied Max Ihlenfeld am 10. d. MtS. nach kurzen, schweren Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet Montag, den 13.' Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Weißcnseer Kirchhofes aus statt. 184/2 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Telliiahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Schwiegervaters u. Großvaters Karl Keller sagen wir hiermit allen Freunden und Bekannten, insbesondere den„Freien Sängern" von Weißen» see unseren tiesgesühltcn Dank. Im Namen der Hinterbliebenen Paul Keller. 2082b Dr. Simmel, Spcziatarzt für 72/7* Haut- und Harnleiden. 10— 2,5— 7. Sonntags 10— 12 2— 4. Orts- Krankenkasse der Schmiede. Montag, den 20. Fcbruar 1905, im Lokale von Merkowski. Audreasstr. 2«- Wahl der Delegierlen für 1905. 1. Abends 7>/„ Uhr: Wahl von 10 Delegierten seitens der Arbeit- gebcr, si 47. 2. Abends 8'/2 Uhr: Wahl von 20 Delegierten seitens der Arbeit- nehm«. 270/11 Wahlberechtigt und wählbar sind nur diejenigen Kassenmitglieder, welche großjährig sind. Der Vorstand. Ad. P i l g r i m, Vorsitzender, _ Admiralstr. 24. Keuchhusten Blauer oder Stickhusten der Kinder ist heilbar durch Reicbels„Liipressin" (Echtes Ehpresscuöl).• Ein sicher wirkendes Heilmittel von oft überraschend schnellem Erfolge ohne schädliche Nebenwirkungen. Für Kinder eine wahre Wohltat. Acrztlich erprobt n. als glänzend bewährt befunden. Fl. m. Gebrauchs- anwcisung M. 1,—(auswärts Porto 30 Psi), hei 5 Fl. franko. Ottkl ßpipilpl«e1"11«1 so- d3, UHU nuionei,«ifenbahnstr. 4. ÜVon 36 Mk. auü liefere Herrenanzug, ohne Kon» k u r r e ii z, neueste Muster, nur reinw. Stoffe, feinste Zutaten. 2 An» proben. Für guten Sitz bekam goldene Medaille. Ludwig Engel, Prcnz» lauerstraßc 23 II(Aleraiiderptatz). Gegründet 1�92, Großes Tuchlager.* von 16712* Carl Ernst, Köpnickcrstr. 126, 1 Tr. Größte Zluswahl t Billigste Preiset Vorzeiger dieser Annonce erhält 10°/« Preisermäßtg. WAIEMÄÜ �tüt IVÜ C7 CJk r\/l»«1 1� WM soweit der Vorrat reicht: Riprhprhpp"�Oamhrinus- U.Roland- Q DICt UCt/Iier biM u. Ansicht v. Berlin �s. 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Bierbecher 24 pr. Likörkelche u. Becher 20 px. T rinkgarnitur geschliffen Rotweingläser 35 pr.j Likörgläser 25 pr. j Likörflaschen 1.35 mk. Weissweingläser 35 pr. Bowlen u. Biertulpen 42 pr.| Weinflaschen 1.65 Mk. Portweingläser 33 pr' Champagnerkelche 38 pr 1 Wasserflaschen 2 mh. teiormit Aschschalen 6 pr. Butterdosen 28 pr. Schalenkörbchen 7 pr. Würstchendosen 35 pr.>-. 1.25 Parbige T eller 6 u. 9 pr. T ortenplatten 36, 48 pr. Obstteller 25 pr. Spardosen Früchte 9 Pf. Wandbrunnen 9.50, SpeiSeteller tief und flach Waschbecken ovai, geteilt Waschbecken rund 10.75 8 pf. 20 pr. 48 pr. Waschbecken K�ig 95, 2.60, 3.50 Wasserkrüge 90 pf. Waschgarnitur öt-ii. 4.30, 5.90 Englische Waschgarnituren 8 Mir, 8.50, 8.75 T afelservices für 12 Personen 34.50, 42 Mt, 50 Mk. Blumenkübel Majoüka 18, 27,48, 70 pr.. I.20, 1.50 Porzellan weiss: Teller nach 1 5 pr., tief 13pf. Dessertteller 1 2 pf. Kompotteller 6 pr. Terrinen 1.45»k. Kart-offelschüsseln 75 pr. Saucieren 45 pr. Salatschalen t Gr. 20 b. 50 pr. Bratenschüsseln 28 b. 1.40 KafFee-u.Teekannen 1 8b.45 pr. Milchtöpfe 6 bis 25 pr. Zuckerdosen 5 pr. Kaffeetassen 9 u. 1 5 pr. Eierbecher mit Teuer 9 pr. FrUChtSChalen durchbrochen 68 Pf. Fruchtkörbe durchbrochen 68 Pf. Dessertschalen durchbrach. 35 pr. Wasserkannen 65 pr.. 1.40 Mk. Waschbecken 55 pr. Für Gasiiairtschaften! Dickes Porzell&n; Tafel- u. Kaffeegeschirr mit blauem Blumenmuster Teller tief und flach 22 Pf. Dessertteller 1 7 pf. Terrinen 1.45, 1.80 Kartoffelschüsseln 1.05 Saucieren 60 pr. Salatschüsseln 35 bis 65 pf. Bratenschüsseln 35 bis 95 pr. Bratenschüsseln rund 38 pt Kaffeekannen 5 Gr. 25 bi» 85 pf. Milchtöpfe 5 Gr. 18 bis 43 pr. Leuchter bunt 25 pr. Sparschweinchen 9 pr. Satztöpfe 1.35, 1.90 Küchenuhren 3.50, 3.75 Ein Posten bunt dekorierter Porzellanartlkel als: Kuchenkörbe, Kabaretts Salatieren, Sahnenkannen T assen u. s. w zu sehr billigen Preisen. Sp©iS0t©ll0P tief und flach 1 5 Pf. Dessertteller 1 2 pr. Kompotteller 8 pr. 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Toiletteneimer mitRobrbügei 2.40 Mk, Wassereimer grau 65, heUblau 80, marmor 85 PC Wannen rund 4 Grössen 1.50 b. 2.60 Mk. Wannen oval 6 Grössen 1.1 0 b. 3.20 Mk. Wirtschafts-Artikel Jaskocher 3i«k.. 3.25 ! Gasplätten mit Lrbitser 4.75 >chirmständer 2 Mk. ieibemaschlnen 1.05 u. 1.30 Virtschaftswagen 1.90, 2.1 o lesserputzmaschinen 6.25 leischmühlen ischmangeln üreepressen lätteisen lätteisen Sink, 4.75 1 6 Mk. 80 u. 90 Pf. 1.50 bis 1.80 2.i0b!s2.40 Wringmaschinen 2 cr.l Ou.1 1 Mk. Waschfässer z.nk z Gr. 3 bis 1 1 Mk. Waschfässer�Gr" 9.75bis 1 3.50 Spülzober 2 Grössen 9.50 u. 1 1 Mk. Kaffeemühlen 3 Gr. 95pr.bis1.20 Vorratsbüchsen Dekoriert 25 pc 8 und 1 2 Pf. Dtz. 1 ,30 T eelöffel MetaUn0ia' V'a.65 Pf. Tischbestecke 42u60 pc Tafel leuchterodrbrokn" 38u.75 pr. Teebüchsen D«orierf Esslöffel S,nma- Haarbesen florten 70pf.bisl.50 H andfeger fs�»n 40pf.»ieö 5 pr. Besen f0Ä,r schwatl 1.25 bis 2.1 o Handfeger Rc0hswh3alori.7 5pr. bis 1. 1 0 Teppichhandfeger 40 bis 65 pc Tepjlichbesen 2Sort. 1 Mk.hisl.20 Schrubber 3 Sorten 20pf.bis35 pc Fensterleder 40pr.bis95 pr. Wäscheleinen scang. 1.50 bis 3»k. Schuhpolierbürsten p.ia 65 pr. KleiderbürstenoSort.55pr. bis2.40 Kopfbürsten«Bor/z Uhr hält der Wahlverein seine Mit- gliedcrversammlung bei Weniger, Werderstr. 27, ab. Referent ist Genosse H a f f n e r- Rixdorf. Spandau. Am Dienstag findet in sämtlichen Stadtbezirken der Zahlabrnd statt._ Lohales. Wie die Stadt Berlin ihre Geisteskranke« nnterbringt. In den städttschen Irrenanstalten sind die Folgen der Lässigkeit, mit der unsere Kommunalbchörden an die Ver- mehrung dieser Anstalten herangegangen sind, im Etats- jähre 1903/04 noch stärker zu spüren gewesen, als in den vorhergehenden Jahren. Das ist ohne weiteres begreiflich; denn leider nimmt die Schar der Geisteskranken, die der Anstaltspflege bedürfen, von Jahr zu Jahr zu. Der Mangel an eigenen An st alten wird für die Stadt noch immer fühlbarer werden, bis die neue Irrenanstalt in Buch fertig ist und in Benutzung genommen werden kann. Die Zahl der Kranken, die die städttsche Jrrenpflege-Verwaltung in privaten An st alten oder in Familien unter- bringen mußte, ist bereits heute so groß, daß noch eine zweite neue Anstalt errichtet werden niuß. Aber ivenn beide fertig sind, wird vermullich schon wieder eine neue Anstalt not- wendig sein. Heute befinden sich in den städttschen Anstalten rund 3800 Kranke, und rund 3000 andere sind von der Stadt in privaten Anstalten oder in Familien untergebracht. Mit diesen 3000 kann man zwei neue Anstalten füllen. Wächst die Zahl der Kranken in der nächsten Zeit so weiter, wie sie in den letzten Jahren gewachsen ist, so können in fiinf Jahren schon wieder 1500 Kranke der Unterbringung harren. Der Jahresbericht, der von der Jrrenpflege-Deputatton für das Etatjahr 1903/04 erstattet und durch den Magistrat jetzt veröffentlicht worden ist, läßt an verschiedenen Stellen durchmerken, mit welchen Schwierigkeiten das Arzt- und Pflegepersonal zu kämpfen hat, weil in unserem Irren- pflegewescn keine geordneten Zustände herrschen. Am beut- lichsten äußert sich der Leiter der Dalldorfer Anstalt. Er weist darauf hin, daß im Berichtsjahr die Zähl der in Filialen(das heißt Privatanstalten) untergebrachten Kranken wieder sehr bedeutend gesttegen ist, und daß auch die Zahl der in Familienpflege untergebrachten Kranken noch größer geworden ist. Wie sehr die Leistungen der Privat- anstalten hinter denen der eigenen Anstalten zurückbleiben, und wie fragwürdig manchmal die Familienpflege ist, davon spricht der Bericht nicht; aber die Aerzte und Verwaltungs- beamten des städtischen Jrrenwesens wissen es ebenso gut, wie wir. Es überrascht uns nicht, daß, wie der Dalldorfer Bericht angibt, wieder zahlreiche Kranke aus den Filialen und Familien in die Hauptanstalt zurückverlegt werden mußten. Auch für die Verwaltung bringt die starke Jnanspruch- nähme der Privatanstalten und der Fanlilienpflege mancherlei Erschwerung mit sich. Die Buchführung über die ausgegebenen Kranken muß von den städttschen Anstalten mitbesorgt werden. Die Dalldorfcr Anstalt z. B. hat über mehr als drciundein- halbes Tausend Kranke Buch zu führen. Da begreift man es. daß mitunter Konfusion entsteht und Nachlässigkeiten vorkommen. wie wir sie mehrfach aus den städttschen Irren- anstalten mitteilen mußten._ «in«»klgemkine Gehaltsaufbesserung hat der Magisttat in seiner letzten Sitzung beschlossen. Bedacht sind verschiedene Kategorien I städttscher Beamten. Das Anfangsgehalt ist nicht unerheblich er- höht. Das Höchstgehalt soll schon nach 22 Jahren erreicht werden, statt wie bisher bei den Sekretären nach 27 Jahren. Bei den Magistrats-Sekretären ist z. B. daS Anfangsgehalt von 2606 Mark auf 2466 Mark erhöht. Die Bureau-Assistenten sollen 2666 Mark als Anfangs- und 4266 Mark als Höchstgehalt erhalten. Wenn die Stadtverordneten-Versammlung zustimmt, soll die Erhöhung der Gehälter am 1. April in Kraft ttetcn. Der Freiherr von Frciberg, über dessen schimpfliches Verhalten einem von ihm verführten sechzehnjährigen Mädchen gegenüber wir vorgestern im Gerichtsteil berichteten, nimmt als Schüler der Kunst- akademie ein Ehrenamt ein. Er ist nämlich Mitglied des Aus- s ch u s s e s der Akademie. Er gilt als ein Protektionskind Anton v. Werners. Dieser hat ihm sogar ein Atelier, das eigentlich nur für Meisterschüler bestimmt ist, zur Verfügung gestellt, obgleich er als Künstler talentlos ist. sicherlich aber eine ganze Reihe junger Akademiker mehr Anrecht darauf hätte. Dafür verfügt der Herr über all jene aristokratischen Allüren, die man bei einem Freiherrn erwarten kann. Bei dieser Gelegenheit sei noch folgendes Stückchen aus dem Reiche Anton v. Werners berichtet. Beim ersten Schneefall zu Anfang dieses Winters bauten einige Bildhauer nach alter Sitte auf dem Hofe der Akademie aus Schnee ein Denkmal auf, und zwar diesmal, weil gerade attuell, das Drama von K l i n g e r. Das Ganze war einer echten Künstlerlaune entsprungen und in seiner Ausführung originell und humorvoll. Doch was geschah? Am nächsten Tage zogen„auf höchsten Befehl" ein paar Arbeiter mit Schippen bewaffnet heran und zerstörten die Arbeit. Möglicherweise wäre ja auf diese Art das Gift der Sezession in die Akademie ver- pflanzt worden. Uns soll verlangen, ob der Besen mit gleichem Eifer nun- mehr auch gegen den Freiherrn von Freiberg in Bewegung gesetzt wird. Die Aerztekammcr Berlin-Brandenburg ttat gestern vormittag im Ständehause der Provinz Brandenburg. Matthäikirchstt. 26/21, zu ihrer diesjährigen ersten Tagung zusammen. Der Oberpräsident der Provinz Brandenburg und der Stadt Berlin v. Bethmann-Hollweg und Regierungsrat v. Gneist wohnten der Sitzung bei. Sanitälsrat Dr. Saatz, Schatzmeister der Kammer, erstattete den Kassenbericht. Im Beginn des neuen Jahres betrug das Vermögen derKammer 232668, 60 M. Auf Antrag des SanitätsratS Dr. Saatz beschloß die Kammer. in Zukunft im ehrengerichtlichen Versahren dem Betroffenen auch die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen. Nach Erteilung der Eni- lastung wurde der Etatsanschlag pro 1W3 in Einnahme und Aus- gäbe auf 102 330 Mark festgestellt. Geheimrat Dr. Becher erstattete alsdann den Bericht über die Tättgkeit des ärztlichen Ehrengerichts im Jahre 1904. Dem Ehrengericht der Kammer unterstehen 3607 Aerzte. Das Ehrengericht hat in nichtöffentlicher Sitzung 248, in öffentlicher Sitzung 27 Fälle erledigt und zuweilen auf er- hebliche Geldstrafen erkannt. Pferdcwurst. In dem grossen Prozeß wegen Nahrun gs- mittel-Verfälschung, der gegen den Kaufmann Karl P e r s ch k und Genossen angestrengt worden ist, findet der Haupt- verhandlnngs-Termin an, 7. März vor der neunten Strafkammer des Landgerichts I unter Borsitz des LandgerichtSdireltors K a n z o>v statt. Herr Perschk betreibt hier einen umfangreichen Handel mit Fleisch-, Wurst- und Käsewaren ausser in seinem in der Neuen Königstraße belegenen Hauptgeschäft auch noch in zahlreichen Filialen in Berlin und einigen Provinzstädten. Er wird beschuldigt, in umfangreichster Weise Pferde wur st, die. er in großen Mengen von dem Pferdewursthändler Behnke in Neu-Weißensee bezog, als reine aus Rind- und Schweinefleisch hergestellte Wurst vertrieben und außerdem in zahlreichen Fällen mit Schmalz. Fleischwaren und Käse Manipulationen vorgenommen zu haben, die eine Nahrungs- mittel-Verfälschung darstellen sollen. Er bestrcttet entschieden diese schweren Beschuldigungen und erklärt sie für einen Racheatt ent- lassener Angestellten. Die Anklage richtet sich auch gegen seinen im Geschäft tätigen Sohn, gegen den Roßwurstfabrikantcn Behnke und gegen zwei andere Personen, die Beihülfe geleistet haben sollen. Die Verteidigung haben die Rechtsanwälte Dr. Werthauer und Leonh. Friedmann übernommen. Die Verhandlung wird einen außergewöhnlichen Umfang annehmen, da etwa 60 Zeugen zu ver- nehmen sind. Feinde ringsum. Die Errichtung des Kaufmannsgerichtes in Berlin ist von den Kommunalbehörden in dem langsamen Tempo betrieben ivorden, das der Berliner Freisinn bei allen sozialpolittschen Maßnahmen einzuhalten pflegt. Um so eifriger werden die Vor- bereitungen zu den Kaufmannsgerichtswahlen von den klaffen- bewußten Handlungsgehülfen betrieben. Von der Zusammensetzung dieses Gerichts ist nicht nur die Art der Rechtsprechung abhängig, da ihm auch die Aufgaben des Einigungsamtes und einer gut- achtenden Behörde obliegen. Mit der Stellungnahme des Unter- nehmertums und der bürgerlichen Handlungsgehülfenvereine zu dieser endlich erkämpften Institution, wird sich ernc öffentliche Ver- sammlung beschäftigen, die der Zentralverband der Handlungs- gehülfen und Gehülfinnen Deutschlands am Montag abend im Buggenhagenschen Saale veranstaltet. Das Referat hat K a l i s k i übernommen. „Der andere Menzel". Als Menzel die Pariser Jubiläums- ausstellung der großen Revolutton im Jahre 1889 mit hervor- ragenden Werken beschickte, wurde dies in gewissen, dem Hofe nahe- steheniden Kreisen sehr übel vermerkt. Es fand sich ein Professor, der dem Alten nahelegte, doch aus patriotischen Rücksichten auf diese „Ehrung der Jakobiner" zu verzichten und seine Bilder, die bereits auf dem Wege nach Paris ivaren, zurückzuziehen. Da kam er aber schön an. Menzel, den nichts so sehr in Harnisch bringen konnte, als solche Verquickung künstlerischer und polittscher Fragen, herrschte den wohlwollenden Vermittler kurz an:„Geht nicht, mein Lieber, Franzosenfresser war der andere Menzel, ich nichtl" Der andere Menzel war der Geschichtsschreiber Wolfgang Menzel, über den als Feind des jungen Deutschland bei Börne und Heine Näheres zu erfahren ist._ Ein Konzertzeichner. Dem Direttor Alberti von der Dachschäden-VersicherungS- gesellschaft ist einer seiner Helfershelfer, ein gewisser Cohn, in das Untersuchungsgefängnis gefolgt. Herr Cohn gehörte zu den so- genannten Konzertzeichnern, zu den Leuten, die für Unternehmungen Beiträge zeichnen, aber nie einen Pfennig einzahlen. Die Zeichnungen dienen nur dazu, das Unternehmen dem Publikum gegenüber als gesichert erscheinen zu lassen und ihm neue Anhänger zuzuführen- So glänzte auch die Dachschäden-Gesellschast in den Verträgen des Herrn Alberti mit einem Betriebs-Grundkapital von 36666 M., die zum größten Teil nur auf dem Papier standen. 3666 M. hatte der Herr Max Cohn gezeichnet, der früher Cafstier in Breslau war, jetzt Rentner ist, aber ttotzdem nichts besitzt. Cohn bekleidete in der Ge- sellschaft alle möglichen Posten, strich aber hauptsächlich auch die Ein- nahmen mit ein und nahm auch an den Gelagen teil, die der Jung- geselle Alberti gab. wenn die Kasse voll war und bei denen an einem Abend 666—766 M. drauf gingen. Eben wollte er mit Alberti ein neues Unternehmen gründen, als die Kriminalpolizei alle Pläne vereitelte. Wegen seiner Beteiligung an der verkrachten Gesellschaft wird man ihm strafrechtlich kaum beikommen können. Man fand aber noch zwei Steckbriefe, die schon vor mehreren Jahren gegen ihn erlassen wurden. Cohn wurde unter anderem von Breslau aus wegen Duldung gewerbsmäßigen Glücksspiels verfolgt. Erholung nach den schweren Stunden der Arbeit, Geist und Gemüt stärkende Unterhaltungsliteratur, bietet die im Verlage der Buchhandlung Vorwärts in Berlin erscheinende illustrierte Wochenschrift„In Freien Stunden", von der in joder Woche ein 24 Seiten starkes Heft für 16 Pf. ausgegeben wird. Am 1. Januar begann ein neues Abonnement.' Neu hinzutretende Leser können die er- schienenen Hefte des Jahrganges von Nummer 1 an nachbeziehen. Zu einer gestern vormittag vorgekommenen größeren Störung im Sttaßenbahnverkehr im südwestlichen Teil von Berlin zwischen 8� und 867 teilt die Verwaltung der Großen Berliner Straßenbahn init, daß die Störung durch einen Kurzschluß am Schaltbrett der Zentrale der Berliner Elektrizitätswerke, Mauerstraße, veranlaßt wurde. Es mußte infolgedessen den aus dieser Zenttale gespeisten Linien Strom aus anderen Zenttalen zugeführt werden; der Bettieb konnte um 8� Uhr in vollem Umfange wieder aufgenommen werden. Das Bcrschwcndcrlcbcn an den deutschen Fürstcnhöfen vor dem Ausbruche des dreißigjährigen Krieges wird in dem 44. Heft des Werkes„Wider die Pfaffenherrschaft" behandelt und durch zahlreiche Zitate aus den Werken zeitgenössischer Schriftsteller belegt. So wird u. a. berichtet: Zu dem kleinen Hof des Markgrafen Hans von Küsttin gehörte ein Hofstaat von 284 Personen, die alle Besoldung empfingen. An den Herzog Johann Friedrich den Mittleren voii Sachsen- Weimar, dessen Gebiet nur 77 Ouadratmeilcn umfaßte, schrieben dessen Räte im Jahre 1361:„Es speisen Ew. Fürstl. Gnaden gemeinlich täglich und ungefehrlich über fünfzig Tische mit 466 Per- sonen..." Für Anfertigung der Kleidung hatte jeder Fürst und jede Fürstin am Hofe fünf Meister und vier Jahrknechte und darüber so viel„Schneiderknecht durch das ganze Jabr, daß derselben selten unter dreißig..." An einen Nachfolger dieses Fürsten richteten 1396 die Räte die Mahnung, es kämen aus den Aemtern jährlich nicht viel über 30 006 Gulden in die Rentnerei, er verbrauche jedoch allein mit seiner Hofhaltung jährlich über 83 060 Gulden. Und so geht eS fort. Die Kosten wurden natürlich zum größten Teil den Bauern ausgepreßt.— Das ganze Werk umfaßt 36 Hefte a 26 Pf., die noch jetzt von Heft 1 an durch jede Parteibuchhandlung und jeden Kol- porteur bezogen werden können. Ein schwerer Bauunfall ereignete sich gestern nachmittag auf einem Neubau Kottbuser Tamm 63/64. Der 43 Jahre alte Arbeiter Valentin Brychey, Roscnsttaße 21 wohnhaft, wollte dort über eine Zementdecke, die seit einigen Tagen fertiggestellt war, hinweg- schreiten, als er plötzlich durchbrach und in die unteren Etagen herabstürzte. Er zog sich hierbei schwere innere Verletzungen zu und mußte nach dem Krankenhause am Urban gebracht werden, wo er in sehr bedenklichen: Zustande daniederliegt. Ueber die Schuld- ftage an dem Unglücksfall ist eine baupolizeiliche Untersuchung ein- geleitet worden. Ein falscher Liebhaber. Der Schlosser Wilhelm Jung kund- schaftete seit einiger Zeit dadurch, daß er sich auf der Straße oder in Gastwirtschaften an alleinstehende Frauen und Mädchen heran- machte, Gelegenheiten zu Einbrüchen aus. Er spielte den Liebhaber, der mit einem Eheversprechen rasch bei der Hand war, nur solange, bis er wusste, wenn seine Bekanntschaft nicht zu Hause zu sein pflegte. Dann holte er sich einen Schlossermeister, ließ ihre Wohnung, die er für die seinige ausgab, öffnen und stahl, was er nur bekommen konnte. Gestern wurde er aber in der Weberstraße von Hausbewohnern überrascht, bevor der Schlosser mit dem Oeffnen fertig war. Man machte den Schlossermeister darauf aufmerksam, daß die Wohnungs- inhaberin nicht zu Hause sei, und als nun Jung auf seine Frage, ob denn das nicht seine Wohnung sei, mit Ausflüchten antwortete, übergab man ihn der Polizei. Der Verhaftete ist verheiratet, kümmert sich aber um seine Frau nicht, ließ sie vielmehr im Elend im Wochenbett liegen. Die Feindschaft der Bäckermeister gegen alles, was nach Sozialreform riecht, tritt in einem neuen Vorgehen dieser Herren hervor. Eine Bäckermeister- Versammlung, die vom Hof- Bäckernwister Gäde nach den Germania- Festsälen einberufen war, hat beschlossen, dem Verlangen der Nahrungsmittel- Berufsgenosse«- schaff nach Anmeldung der Frühstücksausttäger nicht zu entsprechen, vielmehr gegen diese Aufforderung Protest einzulegen. Nach den Ansichten des Referenten, Syndikus Löwe, ist das Verlangen, die Frühstücksausttäger bei der Versicherung anzumelden, nicht gerecht- fertigt. Es wurde in der Diskussion betont, daß die Bäcker im Ver- hältnis zu der geringen Gefahrenmöglichkeit schon z u h o ch belastet seien. Gegen die Aufforderung der Berufsgenossenschaft, die Brot- träger als versicherungspflichtig anzumelden, will man den Weg der Klage beschreiten.— Hoffentlich blitzen die Herren gründlich ab. Unfall in den Berliner Elektrizitätswerken. In der Zentrale der Mauerstraße ereignete sich gestent(Sonnabend) früh%9 Uhr ein bedauernswerter Unglücksfall. Alst dAc 36jährige Monteur Karl Seidler aus der Wollinerstr. 36 in der Nähe des großen Schaltbrettes stand, erfolgte plötzlich Kurzschluß. Dabei schoß eine lange Stichflamme aus dem Schalter heraus und traf den Monteur im Gesicht und an den Händen so stark, daß er schwer verbrannt nach der Unfallstation in der Kronenstraße und von da aus nach An- legung von Notverbänden nach dem Moabiter Krankenhmise geschafft werden mußte. Er ist verheiratet und Familienvater. Der Vor- gang verursachte eine Verkehrsstockung im Straßenbahnbetriebe von etwa 26 Minuten. Me Linien, die von der Zentrale ini der Mauer- straße aus gespeist werden, lagen plötzlich fest. Erst nachdem die Zentralen in der Luisenstraße und ani Rathause in den Stromkreis eingeschaltet waren, konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden. Der Biktoria-Speichcr in der Köpenickerstraße soll eingehen. Di« Allgemeine Omnibus-Gesellschaft will das Grundstück übernehmen und für ihre Zwecke ausnutzen. Das Lagern von Waren wird in Berlin immer schwieriger und mit der Zunahme des Verkehrs, des Handels und der Schiffahrt von Tag zu Tag fühlbarer. Anfang vorigen Jahres hatte sich die städtische Verkehrödeputatton für die Errichtung eines Zenttal-Lagerhofcs und eines Hafens am Stralauer Anger ausgesprochen. Diese Angelegenheit ist im Laufe des vorigen Jahres weiter gefördert ivorden. Zwischen dem Magistrat, dem Aeltestenkollegium und der Berliner Handelskammer ist ein Ein- Verständnis über die Garantte-Uebernahme seitens der Handels- Vertretungen für die Rentabilität der Anlagen zustande gekommen. Wann jedoch der Bau in Angriff genommen wird, ist noch nicht be- stimmt. Der flüchtige Fuhrherr Paul Lindemann, über dessen betrügerische Manipulation wir bereits ausführlich berichtet haben, soll, wie die Kriminalpolizei annimmt, nach London entkommen sein. Seine Flucht wurde erst am dritten Tage entdeckt. Die beiden Töchter Lindemanns besitzen übrigens ein beträchtliches Vermögen, das der Fuhrherr nicht erlangen konnte, da es durch testamentarische Be- stimmungen festgelegt ist. Feuer im Potsdamer Bahnhof. Im Kopfgebäude de» hiesigen Potsdamer Bahnhofes wurde gestern früh ö'h Uhr in der Decke zwischen Postpackkammer und Reisebureau ein Feuerherd entdeckt. Die Ablöschung wurde durch die Feuerwehr in kurzer Zeit bewirkt. Ein nennenswerter Schaden ist nicht entstanden. Aus Anlaß der Trauerseier für Adolf v. Menzel bleibt das Me Museum morgen geschlossen. Sttaßensperrung wegen Menzels Beisetzung. Aus Anlaß der am 13. d. Mts., mittags 12 Uhr, im alten Museum stattfindenden Trauerfeier für den Professor v. Menzel werden von etwa 11 Uhr vormittags ab bis nach Beendigung der Feier der Lustgarten, die Schloßfreiheit, die Schloß- und Kaiser Wilhelmbrücke, der Platz am Zeughause, der Schinkelplatz und die Straße am Zeughause für Fuhr- werke. Reiter und Fußgänger nach Bedarf gesperrt. Helmsammlung. Die vom Freiherrn Franz v. Lipperheide den Königlichen Museen zunächst als Leihgabe überwiesene Sammlung anttter Helme, mit der die schon früher im Besitz der Königlichen Muiecii und des Zeughauses befindlichen antiken Helme vereint sind, ist in einem an die Sammlung antiker Skulpturen im Alten Museum anstoßenden Kabinett aufgestellt und während der üblichen Besuchs- stunden der allgemeinen Besichtigung zugänglich. Zur Griindung eines„Vereins für Aledizinalstatistik, soziale Medizin»nd Hygiene" ergeht ein Aufruf von Univcrsitätsprofessoren, Volkswirten, Aerzten und Mitgliedern von städtischen, Staats- und RcichSbehördeu. Tie konstituierende Versammlung findet am Donnerstag, den 1t>. Februar, abends 3 Uhr statt im Hörsaal der Professor Lassarschen Klinik, Karlstr. 1?. Beitrittserklärungen und Zuschriften sind an Herrn Dr. Rudolf Lennhoff, Berlin, Schmidt- stratze 37, zu richten._ Znm Besten der Bergleute des Ruhrreviers soll der dritte Volks- tümliche Vortragsabend von Fräulein Marie Holgers Sonntag, den 19. Februar, abends 7 Uhr, im Gewerkschaftshause, SO., Engel- Ufer 15(großer Saal), abgehalten werden. Das Programm zer- fällt in drei Teile; es bringt im ersten Teile Dichtungen von Heine, Uhland, Otto Ernst, Fontane; im zweiten Teile eine Phantasie von Gorki und das Märchen vom Branntweinteufcl von Tolstoi. Der dritte Teil ist der heiteren Muse gewidmet. Für die gesanglichen Vorträge ist Betsy Schot gewonnen; sie singt die Arie aus„Figaros Hochzeit von Mozart.„Und Susanne kommt nicht", den„Arbeitsmann" von Strauß, das„cophtische Lied" von Hugo Wolf und heitere Lieder. Eintrittskarten zu 39 Pf. bei Horsch, Zigarrenhandlung, 50.. Engel- Ufer 15, und abends an der Kasse. Ein Wettschwimmen veranstaltet der„Schwimmverein Welle" heute nachmittag 3 Uhr in der städtischen Volksbadeanstalt an der Schillingsbrücke. Nachdem ist im Gewcrkschaftshause Preisverteilung, soloie Aufführung. Eintritt 59 Pf. Arbeiter-Bildungsschnle Berlin. Heute Nachmittag 5 Uhr Vortrag des Genossen Krille über„Heinrich Heine und seine Zeit" im Teinpclhofer Tivoli, Tempelhof, Berlinerstr. 59. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. Ter Berliner Volkschor veranstaltet heute abend 8 Uhr in der Sing- Akademie einen„Karl Loewe-Abend". Zur Mitwirkung sind gewonnen: Frau Paula Weinbaum, Alt; Herr Eugen Vrieger, Bariton; am Klavier: Herr R. Kursch. Eine kleine Anzahl Karten (65 Pf. inkl. Textbuch) sind noch an der Abendkasse zu haben. Htm den Nachbarorten. Charlottenburg. Zum Charlottenburger Schulkonflikt. Der Ausschuß, der zur Vorbcratung der Magistratsvorlage betr. anderweite Zusammen- setzung der Schuldeputation gebildet war, ist dem Antrage des Magistrats im wesentlichen beigetreten. Er hat sowohl.an der Rcktorcn-Dienstanweisung als auch an dem Entwurf einer Geschäfts- anweisung geringfügige Aenderungen vorgenommen und stellt beim Plenum den Antrag: Mit dem Zeitpunkte, an welchem die Geschäfts- anweisung für die städtische Schuldeputation in Kraft tritt und der Z La der Rektoren-Dienstanweisung vom 24. Dezember 1992 den abgeänderten Wortlaut erhält, ist die bisherige Zusammensetzung der Schuldeputation, bestehend aus folgenden stimmberechtigten Mit- gliedern: 3 Mitgliedern des Magistrats, 3 Mitgliedern der Stadt- verordneten-Versammlung und 3 sachverständigen Mitgliedern durch die Aufnahme je eines vierten Mitgliedes des Magistrats und der Stadtverordneten- Versammlung und eines in Charlottenburg amtierenden evangelischen Geistlichen als vierten fach- verständigen Mitgliedes zu ergänzen. Im Falle des Widerrufs der Genehmigung der oben gedachten Geschäftsanweisung für die Schuldeputation seitens der Aufsichts- behörde oder im Falle der Aufhebung des§ La der Rcktoren-Dienst- anweisung vom 24. Dezember 1992 tritt die frühere Zusammen- setzung der Schuldeputation ohne weiteres in Kraft in der Weise, daß der evangelische Geistliche und je das vierte Mitglied des Magistrats und der Stadtverordncten-Versammlung ausscheiden. Im Zweifelfalle bestimmen Magistrat und Stadtberordneten-Ver- sammlung ihre ausscheidenden Mitglieder. Da der Ausschutz diesen Beschluß mit allen gegen die Stimmen der Sozialdemokraten gefaßt hat, ist an seiner Annahme durch die Stadtverordncten-Versamnilung, die sich an diesem Mittwoch damit zu befassen haben wird, nicht zu zweifeln. Die Liberalen haben sich, wie wir es vermuteten, zu 'Handlangern einer reaktionären Regierung gemacht. Freie Volksbühne Charlottenburg. Die konstituierende General- Versammlung des Vereins Freie Volksbühne in Charlottenburg wird, da bereits eine größere Zahl von Beitrittserklärungen vorliegt, gegen Ende dieses Monats stattfinden. Weitere Anmeldungen werden noch entgegengenommen bei O. Ewald, Goethepark 1, Otto Vogel, Spreestr. 3 und E. Müller, Volkshaus, Rosinenstr. 3. Ein Gorki-Abend findet auf Anregung von Mitgliedern des provisorischen Vorstandes am 15. Februar, abends 8 Uhr, im Volks- hause statt. Das reichhaltige Programm enthält u. a. Vortrag, Rezitationen und russische Gesänge. Steglitz. Der Gemeindevertretung gab der Vorsitzende gestern die ab- lehnende Antwort des Ministers auf die Eingabe wegen Verleihung des Stadtrechtes bekannt. Im Namen der zur Betreibung dieser Angelegenheit eingesetzten Kommission �referierte Schöffe Mancke und beantragte nunmehr als letzten Schritt die sofortige Absendung einer Petition an das Abgeordnetenhaus, Ivelchem An- trage einstimmig stattgegeben wurde. Aus Anlaß der Schillerfeier soll an die Schüler der drei obersten Klassen der Gemeindeschulen das Buch„Unser Schiller", von Pollack herausgegeben, verteilt werden; zu diesem Zwecke wurden 499 Mk. bewilligt, sowie je 59 Mk. für unsere höheren Schulen behufs Anschaffung von Schillerbüchern für die betreffenden Bibliotheken. Punkt 11 der Tagesordnung:„Festsetzung von Grundsätzen für die Erteilung von Pflicht st un den usw. an den höheren Lehranstalten" hatte fast da? gesamte Lehrerkollegium dieser Anstalten auf die Tribüne gelockt. Und das war gut. Hatten doch die Herren da- durch Gelegenheit, einmal zu hören, wie ein Bankdirektor über den Berns der Jugenderzieher denkt. Herr S t e i n t h a l war sehr entrüstet, daß die Zahl der Pflichtstnnden ermäßigt werden sollte, und meinte, daß die Lehrer diejenige Menschenklässe repräsentieren, welche am wenigsten arbeite und die meisten Ansprüche stelle. Zur Ehre der Gemeinde- Vertretung sei konstatiert, daß er mit dieser Ansicht allein blieb. Die vorgelegten Grundsätze wurden gegen eine Ssimme genehmigt; danach betragen die Pflichtstunden je nach den Dienstjahren 23. 22, 29 und 19 Stunden, während die Klassenfrequenz auf 45, 49 35 und 39 festgesetzt wurde. Es wurde in Ausficht gestellt, auch die Volksschulvcrhaltnifse in ensprechender Weise zu regeln. Nach Erledigung der Tagesordnung stellte unser Vertreter, Genosse S ch e l l h a s e, den Dringlichkeitsantrag, den Familien der streikenden Bergarbeiter 1999 M. zu überweisen. Die Dringlichkeit wurde gegen zwei Stimmen (Schellhafe und Weinhausen) abgelehnt. Etwas anderes hatten wir auch nicht erwartet; handelte es sich dabei doch n u r um Ar- beiter. oder gar, um in der geschmackvollen Weise unsres Gemeinde-Vorstehers B u h r o w gelegentlich der Kaiser- Geburtstagsfeier zu reden, um„vaterlandslose Elemente". Rixdorf. Milch-Bollc darf in den Straßen von Rixdorf nicht mehr klingeln lassen. So hat jetzt das Kammergericht entschieden, indem es die Bestimmung der Rixdorfer Straßen-Polizciverordnung für gültig erklärte, ivonach das Ausrufen und Ausklingeln von Waren und gewerblichen Dienstleistungen auf der öffentlichen Straße verboten ist. Ein Kutscher Volles wurde wegen Uebertretung der Vorschrift verurteilt. Bemerkt wurde noch, eS sei ganz gleich, ob der Kutscher durch das Klingeln nur die Kunden, die bestellt hätten, über seine Gegenwart in- formieren oder ob er neue Kunden anlocken wolle. Solange die Milch noch nicht an den Besteller abgeliefert sei. solange sei sie noch •eine Ware. Erst mit der Uebergabe höre sie ans, eine solche zu sein. Johannisthal. In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung erfolgte zunächst die Einführung des in einer Ersatzwahl gewählten Genossen Hedde- roth. Die drei Mandate der III. Abteilung sind nunmehr wieder vollzählig mit Vertretern der Sozialdemokratie besetzt.— Die Rechnungslegung für das Jahr 1993/94 wurde genehmigt, nachdem vom Vorsteher die Erklärung abgegeben war, daß die bisher ver- absäumte Veranlagung des Eisenbahnfiskus in kürzester Zeit erfolgen soll.— Nach einer längeren Debatte, in welcher auch der Bau eines Gemeindehauses erörtert wurde, beschloß die Vertretung gegen die Verfügung des Landrats, welcher die Unterbringung des Genreinderates im Lehrerwohnhause kurzerhand untersagt, den Beschwerdeweg zu beschreiten.— Dein Antrage des Schulvorstandes auf Bewilligung der Mittel zur Errichtung von zwei neuen Lehrstellen stimmt die Vertretung zu, ebenfalls den: Antrage der sozialdemokratischen Vertreter, daß unter den neu einzustellenden Lehrern ein geprüfter Turnlehrer sein soll. So hofft man die Miß- stände, welche an der hiesigen Schule in bezug auf den Turnunterricht herrschen, zu beseitigen.— Von der Lehrer- s ch a f t lag ein Gesuch vor auf Erhöhung der Alters- Zulagen und Mietsentschädigungen. Das Grundgehalt beträgt zurzeit 1399 M., die Alterszulagen 299 M. und die Miets- entschädiguiigen für verheiratete Lehrer 499 M. und unverheiratete 249 M. Da diese Sätze erst im vorigen Jahre auf Anträge der Lehrer festgesetzt waren, beschloß die Vertretung von einer Erhöhung der Alterszulagen abzusehen, die M i e t S e n t s ch ä d i g u n g jedoch auf 475 M. für verheiratete Lehrer und auf 259 M. für unver- heiratete Lehrer zu erhöhen. Dementsprechend wurde auch die Miets- entschädigung für die Gemeindediener und den Sekretär er- höht.— Der Vertrag mit den, Kanalisations- Zweckverband wegen der Verlegung des Hauptdruckrohrs in den Orts- straßen stimmte die Vertretung in seiner neuen Fassung zu. Die Erteilung des Erbbaurechts auf dem Pumpstationsgrundstück an den Kanalisations-Zweckverband war von der Vertretung seiner- zeit abgelehnt worden, von der Regierung ist nunmehr die Erteilung des Erobaurechts verfügt worden. Die Vertretung beschloß die Er- Werbung einer an das Pumpstattons- Grundstück anstoßenden 65 Ouadratruten großen Parzelle.— Von der Untergrundbahn-Gesellschaft war mitgeteilt worden, daß sie sich veranlaßt gesehen habe, den elektrischen Omnibusbetrieb wegen der Bautätigkeit an der Unterführung der Görlitzcr Bahn einzustellen. Sie wollte sich jedoch verpflichten, den Bettieb mit Pferden bis zur Ferttgstellung der Unterführung aufrecht zu erhalten. Die Ver- tretung stimmte dem zu. Der Forstfiskus beabsichtigt, von Rixdorf bis Schmöckwitz eine elektrische Bahn anzulegen, um sein Terrain besser erschließen zu können. Zur Aufbringung der Kosten für diese Wüstenbahn, die etwa 4 Millionen Mark kosten wird, öllen Aktien ausgegeben werden, von denen der Forslfiskus 55 Proz. erwerben will, um sich das Vorrecht zu sichern. Die übrigen 45 Proz. öllen die übrigen Interessenten aufbringen. Die Vertretung lehnte jedocki eine Beteiligung an dem Unternehmen ab, da jedenfalls in nächster Zeit noch andere Pläne den Kreis und die Gemeinde be- 'chäftigen werden. Groft-Lichterfelde. Meister geistiger Beschränktheit. Im„Lichterfelder Westverein" zeitigte die Aussprache über die Gründung einer Volksbibliothek für den Westen köstliche Blüten. Ein bekannter hiesiger Oberlehrer und Gemeindevertreter verwahrte sich energisch dagegen, das Publi- kum zum Richter über die Qualifikation von Literatur-Erzeugnissen zu machen. Er, der Herr Oberlehrer, wies mit Entrüstung die etwaige Zumutung zurück, sein persönliches Urteil vielleicht dem eines Fort- bildnngsschülers oder Arbeiters unterznordnen. Das Lesepublikum solle 'ich bilden nach dem, was die Leitung der Bibliothek für bildend erachte. Als Graf Hoensbroech bemerkte, daß die meistgelesensten Bücher von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linken, daß neben der „Kreuz-Zeitung" auch der. Vorwärts" ausliegen müsse, da challte ihm ein vielfaches empörtes: Nein! Nein! entgegen. Man kann also so ungefähr sich vorstellen, von welcher Sorte diese „Volks"-Bibliothek werden wird und nach welcher Richtung„bildend und aufklärend" gewirkt werden soll. Das war von vornherein natürlich nicht zweifelhaft, aber es wäre doch gescheiter gewesen, dies etwas weniger auffällig zu dokumentieren. Der Umstand, daß Lichterfelde um eine Hohcnzollern-Bücherei mehr bereichert wird, braucht nicht allzu tragisch genommen zu werden. Ober-Schöneweide. Der Gemeinderat beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung mit dem Etat für 1995. Da die Beratungen mehrere Sitzungen in An- pruch nehmen werden, wurde der Titel direkte und indirekte G e- m e i n d e st e u e r n auf die letzte der Sitzungen verwiesen. In Aussicht find genommen 139 Proz. Gemeinde-Einkommenstcuer gegen bisher 199 Proz. Die Hundesteuer soll von 15 auf 29 M. erhöht werden; auch will man eine Lustbarkeitsstener einführen. Eine weitere Erhöhung sollen auch die Real- und Umsatzsteuer erfahren. Bei dem Titel A m t s u n k o st e n, für welche 23 999 M. eingesetzt sind, legte Genosse G r u n o w Protest dagegen ein, daß die Ämtsbehörde der Gemeindevertretung, welche für eine Verhältnis- mäßig kleine Verwaltung solch enorme Summe bewilligen soll, bisher jedwede Auskunft über Notwendigkeit oder Spezialisierung verweigerte. Trotzdem die Sitzungen des Amtsausschusses öffentlich sein sollen, haben auch hiervon die Gemeinde-Angehörigen noch nie etwas er- 'ahren. Von dem anwesenden Amtsvorfteher wurde auf Anfragen Auskunft zugesagt. Zu erregter Debatte führte der Titel Armenwesen. Genosse r u n o w zitterte einen Fall, welcher auf ein ganz rigoroses Vor- gehen der Behörden hindeutet. Eine hier beschäftigte Arbeiterin ließ zur Beaufsichtigung ihrer drei Kinder ihre alte Mutter aus Oesterreich nach hier kommen; dieser verweigerte man den Aufenthalt mit der Begründung, sie werde sich lästig machen, indem sie der Armenpflege zur Last fallen könnte. Von allen Rednern wurde ins Feld geführt, die Gemeinde müsse sich solche Personen vom Halse halten, um zu sparen. Demgegenüber führte Genosse Grunow an, daß sich zum Sparen wohl ein anderes Feld finden ließe. Die bewilligten 55 999 Mark für zwei Kirchen reichten auf Jahre hinaus, den Armenetat zu entlasten. Für die Bauverwaltung wurde die Anstellung eines Technikers auf Kündigung befchlossen. Als Pacht für die Marktstandsgelder sind als höchste Summe 1659 M. geboten worden, gegen bisher 499 M. Der Zuschlag soll in nächster Sitzung erfolgen._ Schöneberg. Zum heuttgen Kunst abend in der Aula des Hohenzollern-Gymnasiums, Belziger Straße 48, sind Karten zu 39 Pf. noch in der Parteispedition, Martin Lutherstr. 51 bei Bäumler, zu haben.___ Huq Induftric und Handel. Große Berliner Straßenbahn. Die Verwaltung der Großen Berliner Straßenbahn hat, wie wir bereits gestern mitteilten, die Dividende für das letzte Jahr auf 7>/z Proz. gegen 8 Proz. im Vorjahre festgefetzt. Aus dieser Herabsetzung darf jedoch nicht geschlossen werden, daß die Erträge der Gesellschaft sich vermindert haben; im Gegenteil hat sie während des letzten Jahres an 2 Millionen Mark mehr eingenommen als im Jahre 1993, und die Betriebs- ausgaben dürften sich schwerlich— offizielle Angaben fehlen darüber in erheblichem Maße gesteigert haben. Die Divi- dendenherabsetzung erklärt sich daraus, daß das Kapital, da? zum Bezug der Dividende berechtigt ist, diesmal um 14 297 499 Mark größer ist, und zweitens aus der bekannten Gc- schästspolitik der Verwaltung, die den Anteil der Stadt Berlin an dem Reingewinn der Straßenbahn möglichst niedrig zu halten sucht. Der Anteil der Stadt am Reingewinn beginnt diesmal gemäß dem abgeschlossenen Verwag bei einem Prozentsatz von 7,33 Prozent. Dagegen begann die Gewinnbeteiligung im Vorjahre mit 7.6 Prozent und brachte der Gemeinde 343 999 Mark ein. Für das Jahr 199« wird also der Anteil Berlins, der bekanntlich die Hälfte de? über den obigen Prozentsatz hinausgehenden Ueberschuß-Gewinnes be- trägt, sich weit niedriger stellen. Außer diesem Gewinnanteil hat bekanntlich die Straßenbahn noch eine Abgabe von 8 Proz. der Brutto-Einnahme zu leisten, die von der künstlichen Verminderung der Reingelvinne durch Kapitals- erhöhungen und reichliche Abschreibungen nicht berührt wird. Da die Brutto-Einnahme für 1994, wie schon oben erwähnt wurde, fast 2 Millionen Mark größer ist als im Vorjahre, wird der diesmal der Stadt Berlin aus jener Abgabe zufallende Bettag daher um beinahe 169 999 M. höher sein. Reichsbank. Der Zentralausschuß der Reichsbank wird am Dienstag(nach anderen Nachrichten bereits am Montag) zu einer Sitzung zusammentreten, um die Herabsetzung des Reichsbankdiskonts. der bekanntlich zurzeit 4 Prozent beträgt, zu erwägen. Infolge des flüssigen Geldstandes ist der Privatdiskont auf l'/g Prozent gefallen, fo daß zwischen ihm und dem Reichsbankdiskont die ganz außer- gewöhnliche Differenz von über 2 Prozent besteht. Preiserhöhungen in der Eisenindustrie. Die durch den Kohlen- Mangel der letzten Wochen herbeigeführte Verminderung der Leistungsfähigkeit der Eisenwerke wird von diesen bereits zu Preis- erhöhungen ausgenutzt. Nachdem dieser Tage 24 Eisengießereien, Ofen- und Herdfabriken ans Hessen-Nassau die Preise für sämtliche Handelsgußwaren um 1 M. pro 199 Kg. erhöht haben, teilen jetzt. wie der„Frankfurter Zeitung" geschrieben wird, 44 Eisenhüttenwerke, Eisengießereien und Rkaschinenbau-Anstalten aus Hessen- Nassau, Hessen-Darmstadt, Süd- und Südwestdeutschland ihrer Kundschaft durch Rundschreiben mit, daß sie gleichfalls die Preise für alle Arten Bauguß, Maschinenguß und für Gußwaren für die chemische Industrie um 1 M. pro 199 Kg. erhöht haben. Die Commerz- und Diskontobank teilt mit, daß in der heuttgen Aufsichtsratssitzung beschlossen wurde, der Generalversammlung die Verteilung von ö'/o Prozent Dividende gleich 31/i Millionen Mark vorzuschlagen und"auf neue Rechnung 296 479,42 Mark zu über- weisen. Bestechung von Angestellten. Die in letzter Zeit von der Handels- presse vielerörterte Frage, welche strafrechtlichen Konsequenzen sich aus der Annahme von Bestechungsgeldern im Handelsverkehr für die daran Beteiligten ergeben, veranlaßt die„Korrespondenz der Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft" auch ihrerseits sich mit dieser Frage zu befassen. In der Mehrzahl der Fälle, so führt sie aus, werden bei der Bestechung von Angestellten die Voraussetzungen des Bettuges im Sinne des§ 263 des Reichs-StrafgesetzbucheS vorliegen, nämlich dann, lvenn die gemachte Lieferung nicht eine Wertentsprechends ist, und wenn die Bestechung dazu diente, die Minderwerttgkeit und die Mängel den Augen des Prinzipals zu entziehen. Von den zivilrechtlichen Folgen kommt zunächst das Kündignngsrecht des Prinzipals in Betracht. Das Dienstverhältnis eines Angestellten. der sich Geschenke geben läßt, kann ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist sofort gelöst werden. In der Annahme von Geschenken liegt eine Untreue im Dienste und ein Mißbrauch des vom Dienstherrn gehegten Vertrauens, so daß der Dienstherr nach§ 27 des Handels- Gesetzbuchs, 123, 133 der Gewerbe-Ordnung zu sofortiger Entlassung berechtigt ist. Die Entlassung kann sogar dann erfolgen, wenn eine Schädigung des Prinzipals gar nicht erfolgt ist, also auch dann, wenn der Prinzipal in der Angelegenheit, in der der Angestellte Geschenke annimmt, ein sehr gutes Geschäft gemacht hat. Entscheidung des Reichs-Oberhandelsgerichts Bd. 13, S. 179 der Sammlung. Der Prinzipal hat aber auch das Recht, sowohl von dem Angestellten als von dem Bestechenden jeden Schaden ersetzt zu verlangen, den er erlitten hat... Der Lieferant, der bestochen hat, muß also die Beträge, die er schon dem An« gestellten bezahlt hat, nochmals an dessen Prinzipal bezahlen; ja er wird nicht einmal in der Lage sein, vom Angestellten wieder zurückzuverlangen, was er nunmehr doppelt bezahlt hat, weil ihm selbst bei der Bestechung des Angestclllen eine Unsittlichkeit zur Last fällt.§ 817 des Bürgerlichen Gefetzbuchs. Selbstverständlich kann der Prinzipal auch denjenigen Schaden ersetzt verlangen, der ihm durch die Minderwertigkeit oder Mangelhaftigkeit der Lieferungen zu- gefügt ist._ 6cncbt9-Zeitung. Der Bauunfall in der„Flora". Der Bauunfall, der sich am 24. März v. I. bei den Ab- bruchsarböiten der„Flora" in Charlottenburg ereignete, beschäftigte gestern die 3. Strafkammer des Landgerichts II in einer gegen den Polier Ferdinand W e i d n e r und die Abbruch- nehmerin Emma H e i s l e r gerichteten Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung. Die zweite Angeklagte hatte den Abbruch des Floragcbäudcs übernommen und die Arbeiten dem Angeklagten Weidncr übertragen. Am Morgen des 24. März arbeiteten unter dessen Leitung 19 Bauarbeiter an dem'Abreißen der Zwischenwände der über dem kleinen Saal belegenen Wohnung. Neun Arbeiter standen auf den Umfassungs- bezw. Zwischenmauern und brachen die Steine los, während die anderen sie in Schubkarren den Rutschen zuführten. Gegen lOVs Uhr vormittags ertönte plötzlich ein ver- dächtigcs Knistern und Krachen, die Saaldecke gab nach und stürzte mit sämtlichen Arbeitern und den aus der Decke lagernden Schutt- massen in die Tiefe hinab. Zum Teil wurden auch noch die Wölbungen des unter dem kleinen Saal befindlichen Kellers durch- schlagen. Elf mit in die Tiefe herabstürzende Arbeiter wurden verletzt; die meisten hatten Hautabschürfungen und Quetschungen, fünf Knochenbrüche davongetragen. Sechs der Verletzten mutzten mittels Krankenwagens in das städtische Krankenhaus geschafft werden, die anderen erhielten auf der Rettungswache in der Wilmcrs- dorferstratze die erste ärztliche Hülfe. Lebensgefährlich war niemand verletzt worden. Für den Unfall sind zweifellos verschiedene Kon- struktionsfehler und die Verwendung minderwertigen Materials bei Erbauung des Floragcbäudcs im Jahre 1872 verhängnisvoll gc- worden. Den Angeklagten wird aber auch zur Last gelegt, daß es unterblieben ist, die vier das Obergeschoß und die Tachlonstruktion tragenden Binder abzusteifen. Diese sollen nach Entfernung des Daches und Wcgreißung der eisernen, sie mit dem Dachgeschoß ver- bindenden Riegel den auf der Saaldecke ruhenden großen Lasten nicht mehr gewachsen gewesen sein. Infolge der übermäßigen Be» lastung brach ein nach der südlichen Umfassungsmauer liegender Balken an einer zur Tragung des Hängewerkes bestimmten ge- schwächten Stelle durch und verursachte durch die nunmehr ein- tretende Verschiebung den Bruch der übrigen Zugbalken. Nach Ansicht der Anklagebchördc hätte sich der Angeklagte ohne weitere» sagen müssen, daß durch das Unterlassen der Absteifung das ganze Gebäude in die Gefahr des Zusammensturzes geraten mußte.— Rechtsanwalt Dr. Seh Win dt machte dagegen für den An- geklagten geltend, daß dieser seit 17 Jahren als Polier bei Abbruchs- arbeiten beschäftigt sei und noch niemals solche Absteifen angewendet oder von anderen Policren anwenden gesehen habe. Der Unfall beruhe ganz allein mst den Konstruktionsfehlern, die bei dem Bau des alten Floragcbäudes vorgekommen seien. Insbesondere seien die Deckenbalken nicht verankert gewesen, was der. Angeklagte nicht habe sehen können. Der Verteidiger berief sich zur Bestätigung dieser Behauptung auf zwei Abbruchsunternehmer. Seitens der Anklagebehörde waren der königliche Baurat Lüdtke und der Hof- und Amtszimmermeister Bartsch in Charlottcnburg geladen. Der angeklagten Frau Heisler wurde eine Fahrlässigkeit vorgeworfen, weil sie derartige Arbeiten einem technisch nicht genügend durch, gebildeten und praktisch erfahrenen Manne übertragen habe.— Nach den Ergebnissen der Beweisaufnahme beantragte der Staats- anwalt gegen den ersten Angeklagten eine Geldstrafe von 199 M., gegen die Mitangeklagte, gegen tvelche gar nichts Belastendes fest- gestellt werden könne, die Freisprechung. Die Rechtsanwälte Dr. Schwindt und Arndt bestritten, daß sich der Angeklagte irgend einer Fahrlässigkeit schuldig gemacht habe und beantragten dessen Freisprechung.— Justizrat P r a u S n i tz vermißte jeden Beweis für eine Fahrlässigkeit des Fräulein Heislcr. Der Gerichts- hos erkannte bezüglich dieser Angeklagten auf Freisprechung, er- achtete dagegen Wcidner der fahrlässigen Körperverletzung für schuldig und verurteilte ihn, in Anbetracht, daß glücklicherweise keine schwereren Folgen entstanden sind, zu einer G e l d st r a f e von 5 0 Mark._ Tie Schülerpresse. Versuchte Erpressung wurde gestern vor der ersten Strafkammer des Landgerichts II vmn Photographen Johann Döderlern aus Sieglitz zur Last gelegt. Diese An- Zlage war auf Grund folgenden Sachverhalts erhoben. Der Lehrer Richard Kuck betreibt in der Nürnbergerstraße xu Charlottcnburg seit 1883 eine sogenannte„Presse", eine Borbereitulrgsanstalt zum Ein- jährigfreiwilligen- bczw. Abiturienten-Exanwn. In diese gab auch der Aiigcschuldigic im Jahre 1902 seinen damals 12jährigen Sohn, für den er ein monatliches Schulgeld von 30 Mark bezahlte. Ter Schüler Döderlein hatte schon vorher ein halbes Jahr die Quinta eines Schöncbergcr Gymnasiums besucht. Nach IVojahrigem Besuch der Kuckschen„Presse" wollte der Angeklagte seinen Sohn in die Steglitzer Ober-Realschule einschulen, nachdem dieser die ganze Zeit hindurch vorzügliche Zeugnisse von Kuck erhalten hatte. Bei der Aufnahmeprüfung in der Ober-Realschule erfuhr der'Angeklagte, daß sein Sohn> fast gar keine Fortschritte gemacht habe und nur die Kenntnisse für Quinta besitze, während nach der Versicherung KuckS der Knabe mindestens die Reife für Tertia haben sollte. Diese üblen Erfahrungen bewogen den Angeschuldigten, seinen zweiten Sohn, den er schon bei Kuck angemeldet hatte, schleunigst wieder ab- zumelden. Kuck glaubte Ansprüche auf Zahlung von 30 Mark zu haben; er verklagte deshalb den Angeklagten, der versehentlich ein Versäumnisurteil ergehen ließ. In der Entrüstung über die seiner Meinung nach gänzlich zu Unrecht augestrengte Klage sandte der Angeklagte an Kuck einen Brief, in Ivclchem er die Rückzahlung des 640 Mark betragenden Schulgeldes für den ohne jeden Erfolg ge- bliebenen Besuch der Kuckschen Anstalt verlangte.„Ich werde Ihre saubere Anstalt anderenfalls durch die„Welt am Montag" und den „Vorwärts" unter der Bezeichnung„Schülerfalle" und durch 6000 Flugblätter bekannt machen." Durch diesen Passus soll sich der An- geklagte der versuchten Erpressung schuldig gemacht haben. Vor Gericht behauptete D. durch den Rechtsanwalt Dr. Auerbach- Schöneberg, der festen Ueberzeugung noch heute zu sein, daß er mit Rücksicht auf die ausgebliebenen Erfolge der Kuckschen Anstalt bei seinem Sohne einen Rückforderungsanspruch des Schulgeldes gehabt habe und noch heute habe. Der Verteidiger konnte weder eine Er- Pressung noch eine Nötigung in dem Briefe finden. Dieser lasse viel- mehr deutlich erkennen, wie sehr der Angeklagte von dem Rechte seines Rückforderungsanspruches überzeugt war. Der Staatsanwalt erachtete indessen eine versuchte Erpressung für vorliegend und be- antragte einen Monat Gefängnis. Der Gerichtshof folgte den Ausführungen des Verteidigers und nahnr nicht an. daß der Angeklagte irgendwelche erpresserische Absichten bei Abfassung des Briefes gehabt habe. In diesem sei aber eine Beleidigung enthalten, wegen welcher der Angeklagte bestraft werden müsse. Eine Geldstrafe von 6 0 Mark, auf Ivelche der Gerichtshof erkannte, erscheine als eine angemessene Sühne. Ratsassessor und Hauptnvrnn a. D. Dr. jur. Ackermann und seine Erpresser. Aus Dresden wird berichtet: Der Fall des Dresdener Standesbeamten, Ratsasscssors Dr. jur. Ackennann, der im No- vcinber v. I. allerorten großes Aufsehen erregte, tritt nunmehr in ein neues Stadium. Dr. Ackermann, der wegen homosexueller Ver- fchluugcn in Haft genommen wurde, ist vor etwa 7 Wochen nach der LandeSirreuanstalt Sonnenstein bei Pirna überführt worden, um dort auf seinen geistigen Zustand, insbesondere hinsichtlich seiner freien Willensbestimmung bei Begehung seiner Irrungen untersucht zu werden. Die an diese Untersuchung seitens der Freunde Dr. Acker- manns geknüpfte Hoffnung, der letztere werde geistig nicht ganz normal sein und somit straffrei ausgehen, ist jedoch nicht in Erfüllung gegangen. Die Irrenärzte der Anstalt Sonnenstein sind vielmehr der Ansicht, daß an Dr. Ackermanns Zurechnungsfähigkeit nicht zu zweifeln ist, wenngleich er auch unter dem Drucke einer geistigen Depression gestanden haben mag. Es kann daher eine Einstellung des Ver- fahrcns nach dem Ergebnis der Untersuchungen nicht erfolgen, fo daß nunmehr der Strafprozeß gegen Dr. Ackermann und seine Er- presser in nächster Zeit stattfinden wird. Die letzteren befinden sich ebenso wie Dr. Ackermann noch im hiesigen Untersuchungsgefängnisse. Ihre Namen sind Dupkc, Rochan und Wollmann, junge Leute im Alter von 22 bis 26 Jahren, sämtlich ans Berlin gebürrig. Mit einem dieser Erpresser hatte Dr. Ackermann in einem Hotel auf der Friedrichstraße in Berlin heimliche Zusammenkünfte. Bei einem solchen Rendezvous wurden beide von Rochan überrascht, der nun- mehr in Gemeinschaft mit Wollmann gegen den Ratsassessor, der verheiratet und Vater eines Kindes ist, Erpressungen verübte, die anfangs Erfolg hatten, später aber ihn vcranlaßten, sich selbst der Polizei zu stellen._ Vermilcktes. Zur Angelegenheit der frühere» Kronprinzessin von Sachsen meldet die„Neue freie Presse" in Wien unter anderem:„Vor vier Tagen traf Justizrat Koerner in Florenz ein und stellte sich bei der Gräfin als Vertrauensmann des Königs vor. Er verhörte das Ge- finde und ließ den Arzt, welcher das erkrankte Prinzeßchen behandelte, vor den deutschen Konsul rufen, damit er dort erkläre, ob es wahr sei, daß das Kind von der Mutter schlecht behandelt oder sogar miß- handelt werde. Der. Arzt beteuerte, daß die Gräfin dem Kinde die zärtlichste Sorgfalt augedeihen lasse, und Justizrat Koerner beglück- wünschte darauf die Gräfin, indem er ihr sagte, er werde dem König alles mitteilen. Gestern erfuhr die Angelegenheit eine plötzliche Wendung. Wieder besetzte die Polizei alle Zugänge zu der Villa der Gräsin, und Justizrat Koerner ließ die Gräfin in das deutsche Konsulat bitten, wo er ihr barsch mitteilte, der Lebenswandel, dem sie sich ergeben habe, veranlasse den König, ihr das Kind 3>/z Monate vor der festgesetzten Zeit(dem 16. Mai) zu entziehen. Der Justizrat ließ sich bei dieser Gelegenheit zu heftigen und beleidigenden Worten hinreißen, so daß der deutsche Konsul tief erschüttert und weinend bat, nicht zu vergessen, daß er eine Dame vor sich habe. Der Justizrat soll erklärt haben, er werde der Gräfin das Kind, wenn es nicht anders gehe, mit Gewalt forwehmen; die italienischen Behörden seien auf seiner Seite." Ein Schillcrdenkiiial in Nürnberg. Die Stadt Nürnberg ist noch ohne ein Denkmal Schillers. Die Denkmalbauerei nahm im letzten Jahrzehnt einen manchmal beängstigenden Umfang an, doch diente sie nicht der Verehrung großer Geisteshelden, sondern der byzanti- nischen Verhimmelung lebender und toter Fürstlichkeiten, wobei sich allerdings eher Orden und Titel gewinnen lassen. Ohne die große Gedächtnisfeier, die die Sozialdemokraten im vergangenen Sommer für Ludwig Feuerbach veranstalteten, hätte das liberale Bürgertum, das im Nürnberger Rathause dominiert, des großen Mitbürgers total vergessen, so aber mußte man sich doch dazu entschließen und auch etwas zur Ehrung Feuerbachs tun, natürlich in echt liberaler Weise, indem man bestimmte, daß dem Vorkämpfer für geistige Freiheit an der Treppe, die zu dem hochragenden Bismarckturm hinanführt, ein bescheidenes Medaillon errichtet wirdl Nun soll auch Schiller sein Denkmal bekommen, aber daß diese Ehrenpflicht endlich erfüllt wird, hat man nur der— Privatwohltätigkeit zu verdanken. Ein hochherziger Bürger, der wahrscheinlich die Schmach seiner Vaterstadt nicht mehr mit ansehen konnte, hat 50 000 M. gestiftet, damit dem Dichter aus Anlaß des 100. Gedächtnistages au feinen Tod ein Standbild errichtet werde. Sonst hätte vielleicht Nürnberg nochmals 100 Jahre warten können, ohne zu einem Schillerdenkmal zu kommen. ßrnfkaften der Redaktion. Metz, K. B. Der am 31. Januar d. I. bei mir eingegangene Bc- irag ist ganz Ihrem Wunsche entsprechend unter:„Bietz, I. B. K. B. 40,—", in der Nummer 29 des„Vorwärts" vom 3. Februar d. I. von mir quittiert worden. Ich bitte»in Angabe Ihrer Adresse, damit ich Ihnen die Nr. 29 des„V." senden kann. Ä. Gerisch. G. B. Ä4. Die Schulpsticht endet mit Schluß des Semesters, in dem das Kwd das 14. Lebensjahr vollendet.— W. R. 1880. Arzt oder auch Apotheker fragen.— Wette. Ungerade.— E. I. Arzt zu Rat ziehen.— Teltotv. Stist. Schwindel und Entstellung, auch oftmals wider- legt. Näheres erfahren Sie vielleicht durch Herrn P. S. selbst.— �limftilcber Ccil. Die juristische Tprechftuude sindet täglich mit Ausnahme des Sonnabends von?>/, bis 0 Vi Uhr abcndS statt. Geöffnet: 7 Ilbr. O. E. 3. Das Zurückbehaltungsrecht steht dem Wirte an den dem Mieter zugehörigen Sachen zu. Hat der Mieter Sachen, die ihm nicht ge- hören, im Mietsvertrage als eigentümlich bezeichnet, so setzt cv sich der Gesahr der Versolgung wegen Betruges aus.— W. L. 8. Sie können mit Aussicht aus Erfolg gegen das Case, in dem Ihr Hut verloren gegangen ist, aus Schadenersatz tlagen.— E. D. 100. 1. In der Regel nein, 2. Erheben Sic Widerspruch: Sie hasten für Darlchnsjchulden Ihrer Frau nicht.— Ouiinös. 1. Beide Ausdrücke sind richtig. 2. Die Rechtsprechung schwankt. 3. Der Stempel ist ohne jeden Belang: eine Schadenersatzklage ist doch tiur möglich, wenn Schaden entstanden ist.— F. M. 31. Ein klagbares Recht steht Ihnen nicht zu. Sic können bei der Armendirektion Beschwerde einlegen oder sich an ein Mitglied der Armendirektion wenden, z. B. an Stadtverordneten Hintzc.— G. v. W. 1. Ihre Annahme, der Plan hätte vorher ausgelegt werden müssen oder die Verwaltungsbehörden hätten einzugreifen, ist irrig. Sie und Ihr Wirt könnten aus Beseitigung der lästigen Einwirkungen klagen. Maßgebend ist§ 903 und 906 B.ssG.-B. Danach kann der Eigentümer eines Grundstücks die Zusührung von Gasen, Dämpscn, Gerüchen, Rauch, Ruß, Wärme, Geräusch und ähnliche von einem anderen Grundstück ausgehende Einwirkungen untersagen, oder so weit nicht erlauben, als durch die Einwirkung die Benutzung seines Grundstückes nicht oder nur unwesentlich bccinträchligt wird oder durch eine nntfh den örtlichen Verhältnissen gewöhnliche Belästigung vorliegt. Die Klage können Sie gegen den Eigentümer und gegen die Stadt richten. 2. Für dies Verhältnis gicbt Ihnen§ 910 B. G.-B. ein Klagerccht.— M. 18. Nein — W. 3. i. Solche Ausstellung findet, soweit uns bekannt, nicht statt. 2. Urlaub kann Ihnen verweigert werden.— Nollich.§ 35 der Gewerbe- Ordnung gestattet Rechtskonsulenten u. dcrgl. die Ausübung ihres Gewerbes zu verbieten, wenn Tatsachen vorliegen, welche die Unzuverlässigkeit des Gewerbetreibenden in bezug aus diesen(Gewerbebetrieb dartun. Diese Vorschrift trifft aus das von Ihnen geschilderte Geschäft zu. Es kann in der Verwendung eines mit Zuchthausstrafe Belegten in solchem Betriebe eine Unzuverlässigkeit in diesem«innc erblickt werden.— A. Lndtkc. Da, wo Polizeiverordnungen solche Untersuchung vorschreiben, besteht diese mit dem Gesetz nicht in Widerspruch stehende Pflicht zur Untersuchung von Schweinen, die sür den Hausbcdars geschlachtet werden. Die Materie ist leider weder sür das Reich noch sür Preußen einheitlich geregelt.— P. D. S. Wenn der Wirt seine Rechte in vollem Umfang geltend machen würde, so kann er von Ihnen als Erben die Mietszahlung bis zum 1. Juli, nicht nur bis zum 1. April verlangen.— E.®. 5. Leider kann das Mädchen hier- gegen gar nichts tun. Zu entscheiden hat in erster Linie das Belieben der Hcrrschast, in zweiter das der Polizei, in dritter das des Gerichts. Will sie sich an diese Instanzen wenden, mag sie es tun, vor Beschreitung des gerichtlichen Weges sich aber das Arincnrccht erteilen lassen.— 100. Sind die vor der Ehe von Ihrer Frau geborenen Kinder von Ihnen erzeugt, so teilen Sie Ihre Nationalität und Sie sind ihnen gegenüber voll Unterhalts- verpflichtet. Ist ein anderer der Erzeuger, so sind die Kinder Deutsche und Sie nur moralisch unterhaltspflichtig.— Hf. 4. Nein. LtuKsiateure. Montag, den 13. Februar, abends 8 Uhr, bei Franke, Sebastianstr. 39: Aiikemwitl. Mtzlikder-ilctfaiitinliinti der Filiale Kerlm. Tages-Ordnung: 1. Die Ueberstundenarbeit im Schauspielhaus und die jetzt herrschende Arbeitslosigkeit. Referent< Kollege 8ekeek. 2. Gewerkschaftliches. 173/3 Zahlreichen Besuch erwartet Hie OrtsverwaUnng. Mm- Brauerci=l§andwcrl?cr. MI'üü- Sonntag, den 13. Februar 1905, nachmittags 3 Uhr i 8r. öffentliche Versammlung der in Krauereien lieschiistigten Hmidnierder, Maschinisten und Heiser im./GewerkschaftshauS". Engel-Ufer IS(Saal 3). Tag es-Ordnnng: 1. Wie regeln wir unsere Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Brauereien? 2. Wahl einer Kommisfion. 3. Bcrschicdcnes. Kollegen: Es liegt in Eurem eigenen Interesse, sür den Besuch dieser Versammlung recht rege zu agitieren und alle, Mann sür Man» dort zu erscheinen, keiner darf schien. 41/3 Her Elndemrer. Meiter-Wnngssehnle Berlin Sonntag, den 12. Februar, nacbm. 5 Uhr, im„Tempeibofer Tivoli", Tempelhof, Beriinorstr. 50: Vortrag des Gen. Krille über:„Heinrich Heine und seine Zeit". Nach dem Vortrag:€!ciulitllches BeiNaimiicnseln u. Tanz. Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. 4/9 Verband der an Heizbearbeitungsmaschinen beschäftigt. Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 13. Februar, abends S'/z Uhr: Sr VerkslaU' Delegierten'Versammlung 3»! im Gewcrkschafts hause, Engel-Ufer 15, Saal 1. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Hie mtglicdcr-Versamnilang fällt ans. Die Kollegen werden ersucht, die neuen Mitgliedsbücher aus dem Bureau abzuholen._ «m Sonnabend, den 25. Februar, findet ,« Keiler« grossem Saal unser diesjähriger statt. Die Kollegen werden ersucht, sür regen Vertrieb der Billetts Sorge zu tragen. slö/Sj Ter Vorstand. Zierfische filier Art, Wasserpflanzen etc., wird jeder Posten gekauft. Offerten mit genauer Angabe der Arten und des Preises unter 31. 7 an dio Expedition des„Vorwärts", 2056Lf Mitgliedn der Atlg. Orts-Krnnbtnbnffk zu Berlin. Sonntag, den IS. Februar, vormittags 10 Uhr: Mitglieder- Uersommlung im Englischen Garten, Alexanberstr. 27c(»derer Saal); Tages-Ordnung: 1. Vortrag de? Herrn-Alkert Kolin über: Ausgestaltung der Krankenkontrolle. 2. Diskussion. 3. Bericht der Dreizehner-Kommission und Neuwahl derselben. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 270/10 Die Dreizehnerkommission. Filiale Berlin. Dienstag, den 14. Februar, abends präz. O'/, Uhr, im Gcwerkschaftshause, Engel-User 15(großer Saal): Fnrtsehiiiiz d» Gkilernt-Ntrseiliintnns vom 3. Februar 1903. T a g e Z- O r d» u u g: 1. Neuwahl des Gesamtvorstandes(außer 1. Kassierer). 2. Gewerkschaftliches. AM" Mitgliedsbuch legitimiert:"Mk 195I5 Zahlreiche Beteiligung erwartet_ Hie Ortsverwaltnng. Köpenick! Hienstag, den 14. Februar, abds. 8 Fhr, im Kaiserhof: OeffentUehe Versammlung - für Männer und Frauen.===== Tages-Ordnung: 1. Die Revolution in Rußland. 2. Diskussion. 202/4 BV Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung.'9S Recht zahlreichen Besuch erwartet_ Der Einberufer. Verein für Trauen und Mädchen Schönebergs und Umgegend. Sonnabend, den 18. Februar, in Weimanns Klubhaus, Hauptstr. 5/6; Cr. Wiener Maskenball T-masticruug 12 Uhr. Aiisaug 8 Uhr. Kafsccpause 1 Uhr. Während der Kafferpanse: Humoristische Vorträge. Entree 50 Ps._ 202/3_ Her Vorstand. Achtung! Rohrer. Achtung! Sonntag, deu 12. Februar, nachm. 2 Uhr, bei Patt, Dragonerftr. 15: Versammlung' des Uerems der Roljrer Kerlins u. Umg. Tages-Ordnung: Bericht der Lohntarif- Neberwachungstommission und waS ge- denken die Rohrcr zu tu» 7 286/11 _ Oer Vertrauensmann der Rohrer Berlins u. Umg. JSSawarbeiterflS Die Kollegen der Treppengeländer- Fabriken befinden sich im Streik. Alle diejenigen, die zu den neuen Bedingungen aus den Bauten arbeiten, müsse» im Besitz einer roten Berechtigungskarte sein. Wir ersuchen alle Bauarbeiter, hieraus zu achten. 79/u Hie Kommission. Singet* Nähmaschinen. Einfache Handhabung! 16332* Graste Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! Wettausstellung dfan/l Or-S-v Weltausstellung Paris 1900; virdllU irriA st. Loujs ,9� Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. Elektromotore für Nähmafchincnbetrieb. Singer Co. Mbinasckinen Hct. Ges. Berlin W., Leipzigerstr. 32. Filialen in allen Stadtteilen. 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Fiir die ansständigen Bergarbeiter gingen bei der Berliner Grwrrtschast-?kommist'ion folgende Beiträge ein: Liste 3860, durch Glaser 8,80. Liste 7547, Bodenleger d. F. Camp- nieper, 3. Rate 33,50. Liste 8215. Verson. b. Gebr. Simon 16,50. Liste 8465, d. Zuchold 8,—. Restaur. Schulze, Cbarlottenburg 18,50. Liste 8226 10,—. Spar-ZlgncS, Bez. 494, 95, Wörtherstrcche 20,—. Berliner ilartort- sabrik, 2. Rate 2,75. Lille 7989 9,45. Kistenjabr. Tk>. Jtbolr. Rummelsburg, 3. Ra!e 12,85. Tellersamml. Neinickendori 12,42. Mehrere Spandauer ? 5-r r. 4. Rate 28,05. Liste 7749 12.—. Liste 6141. Buchdr.-Person. Mo..,! u. Kummer, 2. Rate 14.05. Verein„Humor", Treptow 5,—. Lederarbeiter- Verband. Filiale I Berlin, aui Listen: 2141 19,05, »142 41,30, 2143 7,20, 2144 23,95, 2145 9,90, 21,46 16,15, 2147 10,40. 2148 13,35, 2149 18,45, 2150 49,10. Liste 2617 4,75. Liste 8000 d. Bauer 7,55. Liste 4940, Lichtdruckerci M DienSbach 12M Liste 4933, Lichtdruckerei H. Hadors 8.20. Liste 4935, Lichtdruckerci Stern u. Schiele 13,50. Tischl. b. Zach u. Söhne, Marlushos 8,—. Liste 8898 9,30. A. E.-G. Brunnenstratze, 3. Rate: Liste 2349, Braske 6,55. Liste 2361, Lehmann 3,90. Liste 2365, Karzke 8,85. Liste 4307, Gänickc 22,70. Litte 4309, OrlowSki 2,90. Liste 4321. Lag. Ill 5,60. Liste 4322, Probicrseld 14,90. Liste 4324, Risse 5,25. Liste 4326, Hirstein 7,50. Liste 4327, Ritsch 4,40. Liste 4329, kraust 11,55. Liste 4333, Gräbner 6,10. Liste 1110, Hildebrandt ll 14.—. Liste 1169, Schwittau 14,85. Liste 1172, Pohl u. Pnebe Liste 6855. Steffens 22,15. Liste 6856, Meier 6.80. Liste 6859, Schurig 54,60. Liste 6872, Thiedemann 27,65. Liste 6812, �tommel 21,90. Liste 6810, SUutt 41,86. Liste 6811. Schümann 19,95. Liste 1146, Schcer 31,25. Liste 6808, Scelcrt 39,—. Liste 6805, Düllmann 36,80. Liste 1163, Hausverwalt. 15,45. Liste 6835, Nebke 26,05. Liste 6833, Brause u. SileSky 30,40. Liste 6834, Rctslass 18,20. Liste 6836, Schmarsow 8,60. Liste 6837, desgl. 22,15. Liste 1162, Äaminsky 51,70. Liste 1120, schmiede 18,60. Liste 1184, Rcbband 24,30. Liste 1123, Wagenbau 4.75. Liste 6832, deSgl. 28,75. Liste 6815, Schwittau 14,65. Liste 6814, Schwittau 33,30. Liste 6847, Lehmann 13,25. Liste 6844, Mcchler 23,20. Liste 6873, Kraust 18,70. Liste 2058, Risse 9.50. Liste 6821, Quait 7,25. Liste 6819, Breyer 11,65. Liste 6824, Pcrlewitz 22,55. Liste 6825, Krause 16.45. Liste 6826, Metallgicsterci 32,35. Liste 6828, Metallgicsterei 11,30. Liste 6827, Metallgießerei 10,60. Liste 1187, Metallgießerei 11,30. Liste 6801, Tischlerei 17,05. Liste 6802, Tischlerei 32,—. Liste 6803, Tischlerei(Liste Verl.) 19,90. Liste 6804, Tischlerei 12,45. Liste 6869, Kienicherper 38,30. Liste 6870, Wcrnickc 26,65. Liste 1135, Becker 73,25. Liste 1157, Scharnow 16,40. Liste 1158, Franz 14,30. Liste 1153, B. W. Zl. F.. Pankow 47,15. Liste 1195, Cpklon 11,75. Liste 1194, Chklon 6,80. Liste 1198, Bolzani 14,50, Liste 1197. Bolzani 14,30. Liste 4685, Handw. u. Maich. d. schultheist-Braucreicn, Ml. 1 15,55. Verb. d. Kupferschmiede, Fil. Berlin, aus Listen 919, 2802, 2811, 2814, 4689 79,80. Personal d. Union-Druckerci. 4. Rate 10,—. Sparocrcin„Blühe" d. Noak 50,—. Rauchkl.„Rübezahl" 12,50. Lottericverein„Verlorenes Glück", Andrcaspl. 6,25. Ziauchkl.„Verzagt nie". M. d. A.-R.-B. 10.—. Liste 7400 8,60. Minna Anna. Jagowstr. 1,05. Schleifer b. C. P. Goertz, Friedenau 3,50. Lottericverein„Eintracht", Maricnburgerftr. 9 4,50. Die Philosophen b Monti 6,—. Durch Otto Elze. 3. Rate 7,—. Zentnerklub Armin, 1. Rate 10,—. Lotterieverein„S-rmonic". 2. Rate 10.—. Verb. d. Lagerhalter, Bcz Berlin, d. Beck 30.—. Gewertoerein d. Steinsetzer z. Berlin 50,—. Deutscher Holzarb.-Vcrb., Zahlst. Fricdrichshagen 50.—. B. Kirschstein, Leip- -igcZir. 97/98 60,—. Bezirk Teltow b. Berlin, durch Sauer, 1. Rate 66,06. Zentralverb. d. Zimmerleute Deutsch!., Zahlst. Königs- Wusterhausen 100,—. Lifte 7191, Schlosserei Glienicke, Eberswaldc 5.25. Arbeiter u. Arbeiterinnen d. F. LubSzynski u. Co. 12,25. Arbeiter d. F. Schock Gebr., Halens« 8,80. Liste 5001, d. Sollin 8,25. Liste 6929, Arbeiter d Anilinsabr. Treptow 15,55. Lifte 7772, gcs. im Restaur. Frau Koch, Elsasserstraste 11,—. Liste 7254, H. Wilb. Friedländer. Nachodstr. 3 32,50. Verband der Schneider, Filiale Berlin, a konto aus Listen 200,—. Liste 5020, Firma Henniger u. Co., Alte Jakob. straße 28.30. Liste 1390 5,40. Liste 8766, Manege Zirkus Schumann 8P0. Textil- arbeitcr-Verband, Fil. I, a konto aus Listen 200,—. Des iSal Fil. IV, a konto auf Listen 84,45. Listen 4091 5,55, 7179 1—, 8457, Franz Rettig. Prinzenstr. 66 14,40. Gesangv.„Unverzagt", Moabit 20,15. Durch Bachstcin, Moabit 3,25. Lotterieverein„Glückwunsch 1900". Schöncbcrg 10.—. Zentralverband der Töpser, Fil. Berlin, aus Liften: 1629 10,50. 1632 9,40. 1645 22,70. Tellersammlung v. 5. 2. 05, Rollkuffcher, Bodenarb., MöbclttanSP. 20,10. Liste 181, G. Haschke 31,55. Liste 195, Rollt., Bartz u. Co., Klosterstr. 11,40, 196, desgl. 11,50. Liste 200, Pers. d. Buchdr. Kettenbeil, Schönebcrg 11,—, 202, desgl. 8,85. Liste 215, C. F. Hehde 21,—. Liste 243 13,70. Liste 246 10.—. Liste 247 5,80. Liste 249 12.70. Liste 250 11,95. Liste 272. Frohm 6,20. Liste 275, Haby 10,20. Liste 3451 1,80. Liste 3452 8,55. Liste 3453 4,50. Liste 3454 5,70. Liste 3466 7,50. Liste 3469 17,15. Liste 3470 3,-. Liste 3484 10,05. Liste 3496 8,95. Liste 3499, Victoria- Speicher-Arbeiter 18,35. Liste 3514, Bierkutscher Hilscbein 12,—. Liste 3515, Bierkutscher Engelhardt Rachf. 16,05. Liste 3517, Bierkutscher, Deutsche Brauerei, Faß- Abt. 21,85. Liste 3523 12,60. Liste 3530, Marciewicz, Möbclsabr., Packer, Kutscher 16,05. Liste 3532 6.50. List- 3541 10,—. Liste 3.542 2,50. Liste 3545 2,80. Liste 4301 Weitckat 3,55. Liste 4636 16,60. Liste 4340 14,23. Liste 4345 11,55. Liste 4346 2,95. Liste 4391 3,85. Liste 4393 1,05. Liite 7022 11,95. Liste 7026, Arbeiterinnen Maas it. Co., 2. Rate 6,75. Liste 7027, Arbeiter und Äontorpersonal der Firma A. Schapiro, 3. Rate 25,80. Liste 7047, Firma Emil Lindemann 12,—. Tietz Warenhaus. 4 Listen 5215 8,10, 5211, desgl. 4,80, 4304, desgl. 2,50, 4302, desgl. 3,50. Liste 3549 15,90. Summa 3745,33 M. Bereits quittiert 104 402,30 M. Im ganzen 108 147,63 M. Weitere Beiträge iverden entgegengenommen im Bureau der Berliner Gewerkschaftskommission Engel-Ufer 15, vorm. 9—1 und nachm. 4—8 Uhr. Für Berlin sind die Gelder, tvelche mittels der Post eingehen, an A. K ö r st e n. Engel-Ufer 13, zu richten. Der Ausschnst der Berliner Gcwerkschaftskommission. * Bei der Steglitzer Gcwcrkschaftskommisfion gingen nachstehende Beiträge fiir die streikenden Bergarbeiter ein: Aus Listen: 2 20,35: 6 24.60: 9 9,50: 12 11,95: 23 16,10: 32, Fliesen- leger-Hülssarbeiter. Firma Villero» u. Bach 5,55 u. desgl., Emil Ende 3,20; 46 8,lo; 49, Bautischlerei Wegner in Wilmersdorf 34,35: 55 8,90: 68 12,40; 74, Bau Belfortstr. 11,55: 83 15,25: 85 9,90; 90 25,—; Bau Ober-Rcal- schule Sieglid, sämtliche Maurer und Arbeiter 20,—; VergnügungSverein „Freundschaft", ein Tan» im„Lirkenwäldchen" am 4. 2. 05 4,10; ein Tanz am 5. 2. 05 beim öffentlichen Vergnügen in demselben Lokal 10,75; Liste 61, 26,60; Roter Geburtstag, Gesangverein„Zukunft I", Steglitz 8,05; Ver- sammlung am 8. 2. 05 48,80; Redaktton der„Steglitzer Zeitung" 53,50. An den Zcntralkassierer der streikenden Bergarbeiter bisher ab- gesandt 1009 Mark. Weitere Beiträge nimmt entgegen: F. D ö r i n g, Steinsetzer, Steglitz, Hubertusstr. 6. Auch könneu daselbst Sammellisten ent- gegengenommcn werden. Gewerkschaft Sko m missionSteglitz und Umgegend. Partei- achneb tcn. Polizeiliches, OerichtlichcB ulw. — Gehaussucht wurde nach langer Pause wieder einmal in der Redaktion des„Hamburger Echo Die Staatsanwaltschaft fahndete nach dem Manuskript einer Notiz, durch die sich die ge- schworenen im Blanken es er Notzuchtsprozetz beleidigt fühlten und deshalb Strafantrag gestellt haben. Zugleich hatten die Beamten die unlösbare Aufgabe, den S/amen des Verfassers zu er- Mitteln. Gefunden wurde natürlich nichts. — Ein Sieg deS Freisinns. Wegen angeblicher Beleidigung„frei- sinniger" Stadtverordneter wurde der Redakteur der„G ö r l i tz e r V o l k s z e i t u n g", Genosse Müller, zu 150 M. Geldstrafe ver- urteilt. Wer behauptet noch, daß der Freisinn keine Erfolge mehr erzielen kann?_ Versammlungen. Vierter Wahlkreis(Osten). Der sozialdemokratische Wahlvcrein hielt am Dienstag eine Versammlung für das Landsberger Viertel im„Elhsium" ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versanimlung das Andenken der verstorbenen Mitglieder Karl I u n o l d und Ludwig Maasi. Der angekündigte Vortrag über„Unsere Plätze an der Sonne" konnte leider nicht gehalten werden, da der bestellte Referent, Genosse Robert Schmidt ge- nötigt war, nach dem Ruhrgebiet zu reisen. An seiner Stelle hielt Genosse Mermuth einen Vortrag über den ersten Teil des Erfurter Programms. Er wies besonders aus die streng wissenschaftliche Grundlage des Programms hin und wandte sich entschieden gegeit die Versuche, an den Grundsätzen der Partei zu rütteln. Zum Schlus; hob der Redner die außerordentlich große Bedeutung des Sozialismus für die Kulturciitwicklung der Menschheit hervor. An den Vortrag, der lebhaften Beifall fand, schloß sich eine kurze Diskussion, au der die Genossen Engelmanir und Noroschat teilnahmen. Schließlich forderte der Abteilungs- führer, Genosse Kupfer, noch zu zahlreichem Besuch der Ver- sammlungen am Donnerstag auf und teilte außerdem mit, daß am 21. Februar eine Versammlung in Schenichs Festsälen stattfindet, wo Genosse Rianasse sprechen wird. Der Zentralverband der Schmiede(Zahlstelle Berlin) hielt am 2. Februar im Gewerkschaftshause eine stark besuchte General- Versammlung ab. Hentschel gab daselbst den Kassenbericht für das 4. Quartal 1904. Demnach betrug die Einnahme der Haupt- lasse 7186,80 M. und die Ausgabe 7172,14 M., darunter 441,60 M. für Arbeitslosenunterstützung, für Reiscunterstütznng 46,50 p-e, für Streikunterstützung 225 M. und für Rechtsschutz 120,70 M. An die Zcntralkasse wurden 4570,16 M. eingeschickt. Die Lokaltassc hatte eine Einnahme von 4404,86 M. und eine Ausgabe von 8006,26 M., der Gesamtbcstand beträgt 8998.10 M. Arn Jahresschluß gehörten der Zahlstelle 2150 Mitglieder an; die Mitglicdcrzahl hat sich er- sreulich vermehrt. Als Beamter wurde S i e r i n g wieder auf ein weiteres Jahr gewählt, auch gab die Versammlung ihre Zu- stimmung zu einer Erhöhung der Gehälter für beide Beamte um je 100 Ri. für das laufende Jahr. Eingehend erörterte S i e r i n g hierauf die Frage der Vorarbeiten für die geplante Lohnbewegung. Zu diesem Zweck sollen von der Orts- Verwaltung Zählkarten an die Mitglieder ausgegeben werden, die bis zu einem bestimmten Tage ausgefüllt wieder abgeliefert werden müssen. Auf Grund des so gewonnenen statistischen Materials dürfte es sich zeigen, daß eine Lohnaufbesserung sowohl wie eine Verkürzung der Arbeitszeit für die Schmicdegesellcn nacbqerade zu einer zwingenden Notwendigkeit geworden ist. Mitgeteilt wurde so- dann, daß die Bibliothek neu geordnet sei und gedruckte 5tataloge hergestellt seien, um eine bessere Auswahl der Bücher zu ermöglichen. Mit einem Appell, bis zur kommenden Lohnbewegung auch noch die letzten unorganisierten Kollegen für die Organisation zu gewinnen, wurde die Versammlung gefchlosscu. Tie Gruppe der Rabitzputzer hielt am 1. Februar ihre Mitgliederversammlung im Gewcrkschaftshausc ab. V i r ch gab den Geschäftsbericht des vergangenen Jahres. Stattgefunden haben sechs �regelmäßige Mitgliederversammlungen, zwei kombinierte mit den Spannern und zwei außerordentliche Versammlunge». Redner streifte dann noch kurz die Erfolge der letzten Lohnbewegung. Bei der Vorstandswahl wurden gewählt: zum 1. Vorsitzende» Wilhelm Mülle r, zum 2. Vorsitzenden Otto Schulz, zum 1. Schristsührer Otto H e l l lv i g, zum 2. Schristsührer E>v e r t. Zuin Sektions- vorstand wurden F r i t s ch und H a e s e, G o h l k e als Revisor in Vorschlag gebracht. Unter Verschiedenem wurde beschloffen, von nun an die Gruppenversammlungen am ersten Mittwoch im Monat im Gcwcrkschaftshause stattfinden zu lassen. ftt- $ % D Chausseestrasse 24a/25 zwischen Invalidenstr. u. Schiller-Theater N. 11 Brockenstrasse 11 zwischen Jannowitzbrücke u, Köpenickerstr. Gr. Frankfürterstr. 20 Ecke Koppenstrasse(am Bürger- Hospital) Spezialhaus und Fabrikation grössten Massstabes. Lieferanten an die preuesische Arme» Lieferanten an Bank- Institute Lieferanten an Aktien-Gesellschaften Lieferanten an Vereine, Institute Lieferanten an Garderoben-Geschäfte En gros, En detail» Export, Import Lieferanten an Warenhäuser Lieferanten an auslandische Gesellschaften Lieferanten nach Tropengagenden r Retraihie unter Garantie der Haltbarkeit, aeuecte Formen und Farben.. Zur Saison. Strand-uKostüme-Anzüge 4 PapierfaSer- AnZÜge AufMh»n•rr.g.nde Erfindung 10 m. Schwarze Gehrock-Anzüge iS::',«.:,??:: 21 m. Schwarze Beinkleider 15"• 3 m. 25 M. 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Hochfein. Unübertroffen. Das Vs Dteü Für den Inhalt der Inserate «vernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Udeater. Sonntag, 12. Februar. Freie Volksbühne, nachm. 2'/, Uhr: S. Abteilung: im Metropol-Theater, Madame Bonivard. 7. Abteilung: im Berliner Theater, Z'l,: Die Räuber. Nene freie Volksbühne, nachm. 2-,. Uhr: 7. Abteilung: im Neuen Theater, Josephine Martens. 3. Abteilung: im Schider-TheaterlSl.: Der Geizige. Hieraus: Der Hexen- sang. Sonntag, den 13. Februar, im Neuen Theater, Extra-Vorstellung: Serenissimus-Awischenspiele. 4. Abteilung: im Schiller-Theater I?.: Der Geizige. Hieraus: Der Hexen- sang. Sonntag, den 2K. Februar: t. Abteilung: in. Neuen Theater: Der Gewissenswurm. S. Abteilung: im Schiller-Theater dl.; Der Geizige. Hieraus: DerHexen» sang. Ansang Tj, Uhr: OPeruhans. Figaros Hochzeit. Montag: Tristan und Isolde. Neues königl. Opern- Theater. Mignon. Montag: Geschlossen. Deutsches. Die Brüder von Sanlt Bernhard. Nachmittags l'l, Uhr: Don Carlos. Montag: Faust.(Erster Teil.) Ans. 7 Uhr. Berliner..... so ich Dir! Montag: Zapfenstreich. Lessing. Nebeneinander. Nachmittags 2'/, Uhr: Rose Bernd. Montag: Traumulus. Westen. Die neugierigen Frauen. Nachmittags 3 Uhr: Don Juan. Montag: Undine. Zentral. Die Juxheirat. Nachmittags 3 Uhr: Der Bettel- student. Montag: Die Juxheirat. National. Fidelis. Nachm. 3 Uhr: Montag: Rigoletko. Neues. Ein Sommernachtstraum. Montag: Der Gras von Charolais. Thalia. Der Kilometerfrdscr. Nachm. 3'/, Uhr: Charleys Tante. Montag: Der Kilometersreffer. Anfang 8 Uhr: Schiller O.(Wallner- Theater.) Die Stützen der Gcsellschast. Nachm. 3 Uhr: Pension Schöller. Montag: Im Hasen.» Schiller Zt.'(Friedrich Wilhelm- städtisches Theater). Romeo und Julia. Nachmittags 3 Uhr: Der Geizige. Hieraus: Hexensang. Montag: Fuhrmann Hcnschel. Kleines. Der Bär. Angele. Montag: Die Neuvermählten. Ab- schiedssouper. Residenz. Hotel Pompadour. Nachmittags 3 Uhr: Der selige Toupincl. Montag: Hotel Pompadour. Lnstspielhaus. Der Kamilientag. Nachmittags 3 Uhr: Das Lumpengesindel. Montag: Der Familientag. Trianon. Die glückliche GWerte. (Lsursuso.) Nachmittags 3 Uhr: Das eiste Gebot. Montag: Die glückliche Gilberte. Deutsch-AmeritanischeS. New Jork. Nachmittags 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Montag: New-York. Luisen. Dorf und Stadt. Nachmittags 3 Uhr: Hamlet. Montag: Hopsenraths Erben. Kasino. Heirat aus Probe. Ansang Tl, Uhr. Nachm. 4 Uhr: In Vertretung. Montag: Heirat aus Probe. Metropol. Die Herren von Maxim. Ans. 7-/, Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle- Alliance. Der beste Tip. Nachmittags 3 Uhr: Der Hütten- besitzer. Montag: Der beste Tip. Carl Weis?. Geld und Name. Nachmittags 3 Uhr: Senta Wolss- bürg. Montag: Geld und Name. Rpollo. Berliner Lust. Radrennen Nobl- Arend- Hansen- Schilling. Spezialitäten. Nachm. 3 Uhr: VcnuS aus Erden. Montag: BerlinerLust. Spezialitäten. Pnsiage-Theater. Lucia Krall. Ans. 3 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Herrnfeld-Theater. Prinz Levy in Ahlbcck. Montag: Dieselbe Vorstellung. Palast. Wie man Weiber scssctt. Spezialitäten. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten. Rcichshalle». Stettiner«ängcr. Urania. Taubenstrasie 4HI-19. Im Theater abends 8 Uhr: Jin Bannkreis der Jungsrau. Montag 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Im Hörsaal abends 3 Uhr: Dr. B. Donath: Licht und Farbe. Jnvalidenstras?e 57/62. Sternwarte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Rö8i!leirc-Mös. Dir.: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: tiote! pompadotif. Schwank in 3 Akten v. Anthony Mars u. Leon Xanros. Deutsch v. M.Schönau. Sonntag, 12. Februar, nachmittags 8 Uhr: Her seiige Tonpinsl. Sonntag, 19. Februar, nachmittags 3 Uhr: Nora. Neues Theater« Ansang 71/2 Uhr. Ein Sommermchtstraum. Montag: vor Grai von Charolais. Dienstag, Mittwoch: llin Sommer- nachtstraum. Donnerstag: Der Graf von Charolais. Kleines Theater Ansang 8 Uhr. Angele« Vorher zum erstenmal:»er Bär. Montag: Die Neuvermählten. Ah- schiedssouper. Dienstag, Mittwoch; Angele. Oer Bär. Donnerstag: Die Neuvermählten.— Abschiedssouper. National-Theater Wcinbergswcg 19. Sonntag, den 12. Februar 1905: Nachmittags 3 Uhr: Figaros Hochzeit. Abends 7i/2 Uhr: Fidelio. Montag: Rigöletto. Dienstag: Oer Wildschütz. Mittwoch: Fidelio. Zentral-Theater Abends 7'/, Uhr: Die duxkeirat. Operette in 3 Akten von Jul. Bauer. Musik von Franz Lchar. Morgen u. folg. Tage: Die iuxheirat. Sonnabend 4 Uhr: Däumelinchen. Sonntag 3 Uhr; Der Bettelstudent. Luisen-Theater. Nachmittags: Hamlet. Abends: Dorf und Stadt. Montag: Hopsenraths Erben. ipollo-Theater. Nachmittags 3 Uhr; V erf olgungs-Rennen Hansen■ Schilling- Röhl- Arend, Venus auf Erden von Faul Unche u. erlesene Februar-IpezialitSten. Abends 8 Uhr: öeriiller Luft»on Paul Lineke die Februar-Spezialitäten und Rsllreimeu Robl-Arend. 1 Metropol-Theater IT Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Direktor Richard Schultz. Henry Bender. Josef Giampietro. Josef Josepbi. Anton Grilnfeld. FridFrid. Fritzi Massary. Das Fest des Lichts.(BaUettJ Rauchen gestattet. Anf. 7'/, Uhr. KasinosTheater Lothringerstraßc 37(Rosenthaler Tor.) Täglich 8 Uhr, Sonnt. TU—S Konzert. Heirat auf Probe. Vorher das vollst, neue Programm. Sonntag 4 Uhr: In Vcrtarctnnt;. Passage-Theater. Ansg. d. Abendvorstellung 8 Uhr. Ans. nchm.Sonnt.3, Wochentg.SUhr. Lucia Krall, die berühmte Gesangskünstlerin. 8niera!lfti � Senitza, d. unübertressl.Akrob.-Tänzcrinnen u. d. glänz. Febr.-Programm. Voranzeige: Sonnabend, den 18. Februar: Psssage-Ivesler-Raft. Lustspielhaus Sonntag nachmittags: Das Lumpengesindel. Täglich 8 Uhr: Her Familientag. W. lloaeks Theater. Direktion: Roh. Dill. Brunnenstr. 16. Der Bucklige oder: Die Macht der Arbeit. Ansang 71/, Uhr. Entree 30 Pf. BALL. Montag: Der Hütlenbesitzcr, Ilorltzplatz. Täglich von 12—4 Uhr: Miflagstisch. In den unteren Sälen jeden Abend: Bockbierfest. koazert. Der dumme Max u. der kluge Hans. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Fritz Steidl-Sänger. Nach jeder Vorstellung m�tfuisersaal: IJranta, Tautenslr. 48/49. 8 Uhr; Im Bannkreis der Jungfrau. Montag 8 Uhr: Xierleben in der Wildnis. Hörsaal: Dr. B. Donath: liicht nnd Farbe. Sternwarte irÄ ) CASTANS ANOPTieUM. Friedrichstr. 165, STcn! Rosa Wedsted, das finn- ländische Riesen-Mädchen!!! 2 Meter 20 cm groß! Ken! Das Erwaclien des Poseidon! Trianon-Thealer. Heute und folgende Tage: Die glücklicheGilberte Ansang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Das eiste Behot. Gebrüder Hml-Tlnlir. Der bisher unübertroffene lachlustigste Herrnfeld- Schlager mit seinen stürmisch bejubelten Situationen i im in III1 Schwank in 3 Akten mit den Autoren in den Hauptrollen. Magnus Prinz Levü: Douat Herrnfeld. Prahidal, dessen Reisebegleiter: tntoll Herrnfeld. Anf. 8 Uhr. Billettvorverk. 11— 2 Uhr. Seutsch-Jltnerikanisches Theater. Köpeniokerstr. 67/68. Zum Jeden Abend 8 Uhr: 83. Gastspiel Ad. Philipp: Mai.. New-York Sonntag nachm. 3 Uhr, halbePreis© Ueber'n grossen Teich. Bernhard Rose-Theater Gesundbrunnen, Badstrasie 58. Heute Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Onkel Bräsig. Mends 7 Uhr: Der Hausdrallie. Nach der Vorstellung: Cir. Ball. Entree 40, Parkett 75 Pf., Sperrsitz 1 M. Voranzeige k Montag, 20. Febr.: Grolle Benefiz-Extravorstellung für Emmy Behrends-Carlsen. Zur Ausführung gelangt: Das Käthcheu von Heilbronm__ Skala-Theater. Linieustr. 132(a. d. Friedrichstr.) An der Grenze, oder: Verschlafen. � Posse mit Gesang in einem Akt. Großer Som-Kampf sowie 36 Internat. Spezialitäten. Ansang VI, Uhr. Bor der Vorstellung: Konzert. Palast-Theater Burgstr. 22, früher Feen-Palast. Vis-a-vis d. Börse, 2 Min. v. Bhs. Börse. 8 Uhr: Das epochemachende Fehruar- Programm. 9>/z UHr: Novität! Der größte Erfolg De m Wer lesseil. Militär-Gesangsposie von Reislingen, Verfasser von„Mutter Gräbert", „Onkel Cohn",„Wie einst im Mai". Ansang 8 Uhr. Vorher: Konzert. Entree SO Pf. Die Vorstellungen linden trotz der Ausstellung allahendlich statt! Vorzeiger dieser Annonce zahlen wochentags die h aibon Kassenpreise Stadt-Thealer Moabit Alt-Moabit 47/49. Gastspiel des Bernhard Rose-Theaters: Das Geheimnis der alten Mamsell. Schauspiel in süns Akten und einem Vorspiel von Carl Moßberg. Nach der Vorstellung: Cir. Ball. Entree 50, Parkett und Balkon 1 M. Ansang 6 Uhr. Dienstag: Das Geheimnis der alten Mamsell. Wirtshaus 17502» Zum Strauss Pappel-Allee 585 Saal für 150 Persouen noch an einigen Sonnabenden zu vergeben. «. Wallner-Theater. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Pensinn SehOHer. Sonntag, abends 8 Uhr Die Stützen der Gesellschaft. ag, Im Hafen. Dienstag, abends 8 Uhr Im Halen. Schiller-Theater W iuv»»vt städtisches Theater. sonntag, nachm. 3 Uhr: Her Geizige. Hierauf: Der Hexenfang. Sonntag, abends 8 U h r: Home« nnd.InHa. Montag, abends 8 Uhr: Fnhrmann Henschel. Dienstag, abends 8 Uhr: Hie Jüdin von Toledo. Zirkus Busch. Voranzeige. Am Donnerstag, den 23. Februar i9G5, findet eine Gala-Fest-Vorstellung statt, deren Gesamt-Ertrag dem Zentral- komitee des Deutschen Roten Kreuzes für seine Tätigkeit in Südwest-Afrika und Ostasien zugeführt wird. Billetts sind schon jetzt an der Zirkuskasse sowie im Invaliden- dank und bei A. Wertheim zu haben.— Preise der Plätze: Logen- platz M. 20.-. Parkett M. 10-, Balkon M. 8,-. I. Platz M. 3,-. U. Platz M. 2,—. Alle Ermäßigungen sind ausgehoben. Heute 2 groste Gala-Vorstellunge»: Nachm. 4 u. abends VI, Uhr. Nachm. 4 Uhr auf allen Sitzplätzen ein Kind frei, weitere Kinder halbe Preise. In beiden Vorstellüngen: Die dressierten Affen des Clowns Armando. Besonders hervorzuheben: Der Lnftschiffer- Affe. Herr Ernst Schumann� mit seinen 6 Zebras. Die besten Clowns'mit ihren Witzen und Späßen. Die vorzüglichsten Künstler und Künstterinnen. Vorführen und Vorreiten der vorzügl. Schul-, Spring- u. Freiheitspserde. Die Fantastetänzerin Frl. Dobranow. 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Seitens der Berliner Amateure Herren Max Schneider, Georg Altmann, Hermann Gensch, Albert Hein, welche jetzt in Kopenhagen sämtliche Preise in der Konkurrenz mit den ersten dliniscben öltbletenklub� mMnmpn hnbcir. sind des dänischen Athletenklubs errungen haben, sind Herausforderungen an die Ringer Zirkus Busch ergangen, welche jetzt sortlaufend zum Austrag kommen. veulsehe Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Täglich; Großes Urbock-Jubelfest. Internationale Riinsilerkonzerte. x Theater-Aliteiluog. Spczial- Ausschank der Berliner Bock- Branercl. WINTERGARTEN. Anfang 8 Uhr. SAHARET und die ausgezeichnet. Kräfte d. neuen Februar-Programms. Carl Weiß-Thealer. Gr. Frankfurters�. 132. Sonntag, nachm. 3 Uhr(Parkett 60 Ps.) zum unwiderruflich letzten Mal: Zenta Wolfsburg. Abends 8 Uhr(letzte sonnt.-Aussühr.j: Geld und Name. Montag zum25. Male: Gold und Hämo. Volksgarteii-Tkester (früher Weimann). Sonntag, den 12. Februar 1905, nachm. 3 Uhr: Gr. Kindervorstellung. Frau Holle, Märchen i. 6 Bildern. Sonntag und Montag abend: Her d-ieizige, Lustspiel in 5 Ausz. von Jean Baptiste Molidrc. Kassenössnung 6 Uhr. Ansang 7 Uhr. Nach der Vorstellung: ülr."BaU. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger Ans. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Ott«* Hrit/kow« Münzstta� 1- Ii. ür ji t i ch Vorstellung Die Riesin Ilona, 485 Pfd. schwer, die schwerste Dame, die je gelebt. �kmztmscde Rätsel, anatomische Wunder. Riesen 1 Zwerge! Alhambra Wallner-Theaterstraße 15.» soS: Großer Ball bei doppelt besetztem Orchester. Ansang 5 Uhr. A. Zameitat. Gustav Behrens Spezialitäten- Theater, Frankfurter- Allee 85. . W. Sehen Hören Staunen und weiter empfehlen. Elysium liandsberger Allee 40—41. Jeden Sonntag in dem vollständig neu hergestellten Ricscnsaal: (froßer Ball. Ansang 4 Uhr. Entree frei. Jeden Montag: 19483* Harburgcr Sänger u. Ball. Zirhns Sehnmm Heute Sonntag, den 12. d. MtS., nachm. 3'/, Uhr und abends 7ll, Uhr: •)gr. ansserordentl. Oala- O � Torstellnngen. � In beiden Vorstellungen, nachmittags und abends: Gleich reichhaltiges, abwechselndes Programm und die sensationellen Hovitäten. U.a.: Ncul pft Heidkiitenor jn Werde Möns. Cremo Holtmann. Neu l Der Bernhardiner Neu! = Hund als Kunstreiter l= Neu! Möns. Mesguetz. Neu! Clown Steffis kam. Dressur-Akt. In beiden Vorstellungen: Sämtliche Spezialitäten, Clowns und Auguste sowie Dir. Alb. Schumann; neueste Monstre- Dressuren. Nachmittags, z. Schluß: die große Ausstattungs- Pantomime: Mit großen Kaskaden-Ritten, prächt. Auszügen, Reiter-Evolutionen ec. Nachmittags auf allen i l/lml fpni Plätzen ohne Ausnahme 1 llttm irCI. Um 9'/, Uhr! Unübertrefflicher Erfolg! Eine Uordlmtdsreise. Gr. komisch-phantastische m. märchenh. schön. Pracht inszenierte Ausstattungs» Pantomime in 7 Akten. Ca. 400 Mitwirkende. 2 Musikkorps. Feenhafte, hier noch nie ges.Lichtessette. Montag: Gala- Sport-Verstellung. Die grollartigen Novitäten und Eine Nordlandsreise. �anssonci. 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Für pünktliche Zustellung werden die Unterzeichneten Sorge tragen. Bestellungen nehmen jederzeit schriftlich wie mündlich entgegen: Frau Bauschke, NW., Rostockerstr. 43, Frau Wulff, Rostockerstr. 9, Hof Part., Frau Panzeram, Pappel-Allee 1281, Frau Äulicke, Prinzenstr. 102 411, Frau Lutz, 8W., Waterloo-Ufer 9, im Laden. Frl. Helene Grnnberg, Berlin 0., Köpenickerstr. � b IV. Die Wahlbeteiligung der Frauen in Kristiania. Bei den letzten Gemeinderatswahlen in Kristiania beteiligten sich von den 28 242 wahlberechtigten Frauen 13 870, also nicht ganz die Hälfte, an der Wahl; von den 35 787 wahlberechtigten Männern 34 912, also un- gefähr drei Fünftel. Lichtenberg. Der neugegründete Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse hält seine erste Sitzung am Montag, den 13. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale von Zoberbier, Kronprinzenstr. 27 ab, in der Frl. Rosenfeld einen Vortrag halten wird. Frauen und Männer als Gäste willkommen. Weistensce. Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiter- klasse hielt am Mittwoch, den 8. Februar, seine Vereinsversammlung ab. Der vortreffliche Vortrag des Herrn Dr. Mauren brecher wurde von der gut besuchten Versammlung mit großer Aufmerksam- keit verfolgt._ Lesfentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Be- Nutzung sür jederinann, S\V., Alexandrin cnstr. 26. Geöffnet werktäglich von o'/j— 10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von S— t und 3—6 Uhr. In den Lesesälen liegen zur Zeit 515 Zeitungen und Zeitschristen jeder Art und Richtung auS. Allgemeine Familien- Sterbekaffe. Heute Zahllag: Ackcrftraße 123 bei Diele von 3—6 Uhr. Arbeiter- Samariterkoloune. Nächste Ucbungsstunde der Male, Brunnenstr. 145 findet erst am Dienstag abend 0 Uhr statt. Vortrag über: Gefahrdrohende itrankheitszustände. Gaste willkommen. Neue Teilnehmer können jederzeit eintreten. Einschreibegeld sowie Monatsbeitrag je 25 Ps. Bibliothek steht den Teilnehmern unentgeltlich zur Versügung. Sozialdemokratischer Agitationö- Verein für den Reichstags- Wahlkreis Züllichau- Schwicbus- Krassen- Sommerfeld. Dienstag, 14. Februar, abends 8'/, Uhr: Versammlung bei Patt, Dragonerstr. 15. Tagesordnung: 1. Bericht der Delegierten von der Kreisversammlung. 2. Diskussion. 3. VcrcinSangclegenheiten und Ausnahme neuer Mitglieder. Jeder Genosse aus dem Kreise muß in dieser Versamlung erscheinen. Der Vorstand. bei Wasserstand ani 10. Februar. Elbe bei Aussig+ 1,86 Meter, Dresden 0,62 Meter, bei Magdeburg+ 2,80 Meter.— U n st r u t bei Straußfurt-f 1,80 Meter.— O d e r bei Ratibor-f 1,93 Meter, bei Breslau Ober- Pegel+ 5,42 Meter, bei Breslau Unter- Pegel+ 1,00 Meter, bei Frankfurt+ 2,53 Meter.— Weichsel bei Brahcmünde-4- 4,51 Meter.— Warthe bei Posen-s- 1,48 Meter.— Netz e bei Usch-f 1,42 Meter. Marktpreise von Berlin am 10. Februar. Nach Ermittelungen deS kgl. Polizei-PrästdiumS. Für 1 Doppcl-Zcntncr: Weizen*'), gute Sorte 17,60-17,57 M.. mittel 17,54-17,51 M.. geringe 17,48-17,45 M. Roggen"), gute Sorte 13,90—13,89 M.. mittel 13,88—13,87 M., geringe 13,86-13,85 M. Fnttcrgerste'). gute Sorte 16,40-15,20 M.. mittel 15,10 bis 13,90 M., geringe 13,80—12,70 M. Hafer*), gute Sorte 16,40—15,70 M., millel 15,60— 14,90 M., geringe 14,80—14,10 M. Erbsen, gelbe, zum Kochen 45,00—30,00 M. Spcisebohnen, weiße 50,00—30,00 M. Linsen 60,00—30,00 M. Kartoffeln 10,00-8,00 M. Richtstruh 4,82-4,32 M. Heu 9,30-6,80 M. Für ein Kilogramm Butter 2,80—2,00 M. Eier per Schock 5,50—3,80 M. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Slb Bahn. Etattonm Sivinemde. Hamburg Berlin Franks.a.M München Wien Z 1 üf 756 WSW 760 W 760 W 767 SW 769 W 768 je® Wetter 4 Schnee bwolkig 3 wollig 2 bedeckt 6 bedeckt 2.bedeckt r»« gui Mfe 1 3 2 — 0 — 0 Stationen eg Q~ c 5 »ä II if Haparanda Petersburg Scillh Aberdeen Paris ' i 738, NW 744 SW 775. NNW 769 WNW 771> NW Wetter 2 beb eckt 2 wollenl 4 halb bd S'iDolflg Ibedeckt c s. t h- L» w a -11 —1 8 —1 s Wetter-Prognose für Sonntag, de» 13. Februar 1905. Etwa« kälter, vielfach heiter bei ziemlich frischen nordwestlichen Winden! leine erheblichen Niederschlage. Berliner Welle rbureau. WMRENHAUS HERMANN TIETZ Leipzigerstrasse 46-50— Krausenstrasse 44*49. Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag. Soweit der Vorrath reicht Vorzugspreise««■ Lebensmittel Gemüse-ConserTen Ri8«.-Stang.-Sparg6l is/i« st Pa.Stang.-Spargei 20/24 st extr. Pa.Stang.-Spargel 20/24 st. Pa.Stang.-Spargel 26/28 st. extr. Pa.Stang.-Spargel 32/36 st«tr. Pa.Stang.-SparBel 36/40 st. Pa.Stang.-Spargel io/48 st Pa.Stang.-Spapgel so/ss st Pa.Stang.-Spargel consum Riasen-Breoh-Spargel mit Köpfen p 70 pf Pa. Brech-Spargel I mit Köpfen I10 60 pt Pa. Breoh-Spargel II mit Köpfen 90 50 Pf. Prima Brech-Spargel 78-Pf. Prima Brech-Spargel"�7°' 65 38 Pf. Prima Brech-Spargel ohne Köpfe 55- Pf. Kaiserachoten extra fem l15 63 Pf. Kaiserschoten fein I00 55 Pt Junge Schoten siebung 1 80 45 Pf. Junge Schoten siebun? n» 60 35 Pt Junge Schoten siebung n 50 30 Pt Gemiite-Schoten siebung 1 38 24 Pf. Schoten u. Carotten 60 35 pt Leipziger Allerlei extra 90 55 Pt leipziger Allerlei I 60-Pt Carotten geschnitteo 35 23 Pt Wirsingkohl 32- Pt Spinat 50 30 Pt Wachsbohnen 45- Pt Frfichte-Conserven Walderdbeeren Ananas-Erdbeeren Mirabellen(Metzer) ApriCCSen Frucht Pfirsiche V, Frucht geschält Kirschen sauer mit Stein Kaiserkirschen mit stein Kirschen schwarz mit Stein Birnen(Bergamotte) Birnen weiss.'/, Frucht Ccmpct-Ananas m würfeln Pflaumen süss-sauer Pflaumen Süss, V» Frucht Stachelbeeren Heidelbeeren Aepfel in Stücken ohne Hetz Preimlbe-ren 2 Pfd. 6 Pfd. 10 Pfd. D. "64 Pt I45 285 25 Pfd. Eimer 720 '/.v.'/,v. 85 45 Pf. c». 10 Pfd. Eimer Rheinisches Apfelkraut ,. ca. 5 Pfd. Marmelade— �- Marmeladen in 12 verschiedenen Flüchtesorten p Topf ca. I Pfd 58 Pt Engl. Orange-Marmelade Topf 90 Pt Div. engl Jams Topf i40 1 Pfd. Gl. 10 Pfd. Eim. garant. rem 90 Pt 774 Honig-Syrup ca. 2 Pfd. 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Bewerbungen, denen Angaben über die bisherige Tätigkeit in der Arbeiterbewegung beizufügen sind, sind bis zum Dienstag, 21. Februar, an Unterzeichneten zu richten. Martin Erdbeer, Rostock,„Warnowhalle", Vertrauensmann für beide Mecklenburg. Die Anstellung geschieht vom Parteivorsrand auf Grund der dem letzteu Parteiiag festgelegten Bedingungen, wonach das Jackett-Arveiterin auf Woche, dt« auch Steppen kann, verlangt Skerk», Gubenersttatze 3.(44 Fronen finden durch Zeitungs- austragen dauernde und lohnende Beschästtgung. Meldungen Potsdamer- sttaße 33, Eingang Lützowsttaße im Laden. 75/13* Fronen finden durch Zeitungs- austtagen dauernde und lohnende Beschästtgung. Meldungen vormittags 9—12 Uhr Königsttaße 56/57 I. 75/17* Blnsen-Borderteil-Arbeiterinnenim und außerm Hause, dauernde, lohnende Beschästtgung. Meyers Blusensabrik, Blumensttaße 74. 20398 Kostümrock-Näherinnen verlangt Schönhauser Allee 138 H links. 20456 Suche saubere tüchtige Waschfrau sür zwei Tage in jeder Woche. 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