Nr. 39. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 M., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich, Ungarn e Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett. gedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen. tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr bormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Zollpolitisches Gaufelspiel. Mittwoch, den 15. Februar 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Lugus gestatten kann, gegen sie zu stimmen, dann wird das wahr Erhöhungen der deutschen Bölle, den einheimi. scheinlich geschehen allein schon, um der Anhängerschaft im Lande schen deutschen Markt noch weit mehr als bisher zu demonstrieren, daß durch die Verträge nur ganz minimale„ be- zu monopolisieren und auf ihm erhöhte Preise rechtigte" Forderungen der Landwirtschaft erfüllt würden und also durchzusetzen, ohne die Konkurrenz Großbritannien- Ameritas eifrigst weiter agitiert werden müsse." und Schwedens( bei Stabeisen) fürchten zu müssen. mit wenn Die erste Lesung der neuen Handelsverträge ist heute im Reichstage beendet und die Vorlage einer Kommission von 28 Mitgliedern überwiesen worden. Diese soll in den nächsten Tagen die Verträge Bon den liberalen Parteien wird leider, wie meistens, den Kon- Dazu kommt, daß ein großer Teil der oberschlesischen Eisenim einzelnen durchberaten und, wie die Grafen Kanig fervativen und dem Zentrum dieses taktische Gaukelspiel möglichst industrie in Rußland Filialwerke unterhält und daß ferner sämtliche und Reventlow in ihren Reden betonten, authentische Auf- erleichtert. Nicht nur die nationalliberale Fraktion und die Frei- großen deutschen Elektrizitätsgesellschaften Filialbetriebe in Rußland flärungen" über einzelne Abmachungen, speziell über die Be- finnige Voltspartei tritt in ihrer großen Mehrheit für die Annahme und Desterreich- Ungarn befizen oder dort an Unternehmungen ihrer stimmungen der Viehfeuchen- Konvention mit Desterreich- Ungarn von der neuen Verträge ein, selbst bis in das fleine Häuflein der Frei- Branche beteiligt sind. Alle diese Betriebe haben aber meist ein der Regierung einfordern. An fich ist diese sogenannte Durch finnigen Vereinigung reicht die Neigung, den taktischen Bedürfnissen größeres Intereffe daran, daß ihre ausländischen Gründungen beratung der neuen Tarifverträge in einer Kommiffion nur Zeit der Agrarier entgegenzukommen und die neuen Tarifverträge bereits florieren, als daß der deutsche Export nach jenen Ländern sich nicht bergeudung. Die Handelsvertrags- Vorlagen können nicht vom willig zu apportieren. Wer daran nach der Haltung der zu dieser vermindert. Und zu diesen Interessentengruppen gesellen sich ferner Reichstage in einzelnen Punkten abgeändert werden. Vertrags- Partei zählenden Blätter noch zweifelte, dem zeigen es die vorgestern die deutsche Bankfinanz, die stark an russischen, österreichischen, schließender ist nach dem Gesetz nicht der deutsche Reichs auf der Generalversammlung des Wahlvereins der Liberalen von rumänischen Industrieunternehmungen beteiligt ist, und die Reedertag oder das deutsche Volt, sondern der Kaiser als den Parteigrößen gehaltenen Reden. und Großhandelstreise der Seestädte, die aus der Ungewißund Bundespräsident, der Reichstag hat lediglich das Als Begründung für diese Neigung muß die zuerst von der heit über die nächste Zukunft des Handelsverkehrs Recht, die neuen Verträge als Ganzes anzunehmen oder Freien Deutschen Presse", der ehemals Greifinnigen Zeitung" dem Auslande hinausstreben und befürchten, daß, aber, falls sie seinen Ansprüchen nicht genügen, abzulehnen. Kann Eugen Richters, und dem„ Berliner Börsen- Courier" in schöner die neuen Verträge nicht im Reichstage zur Annahme gelangen, aber der Reichstag an den einzelnen Bestimmungen nichts ändern, seelischer Uebereinstimmung aufgestellte Behauptung herhalten, daß Rußland, Italien und Belgien der deutschen Schiffahrt in ihren so erscheint es als zwedlos, über diese Einzelheiten lange zu ein großer Teil der Agrarier es tatsächlich ernst mit seinem Geschwäß Häfen Hindernisse in den Weg legen könnten. diskutieren. Dennoch hat für die Konservativen und das Zentrum, gegen die dem Reichstage vorgelegten Tarifverträge meint und daß, die beide hauptsächlich auf Kommissionsberatung drangen, diese wenn infolge der unversöhnlichen Haltung dieser Unentwegten und ihren bestimmten Zwed. Erstens soll die Erörterung der Vorlagen der Liberalen die neuen Verträge im Reichstage durchfallen würden, in der Kommission zur Beschwichtigung der durch die verlogene dann die Regierung aus Rache die bisher noch geltenden Handelsagrarische Agitation zu den lächerlichsten Zollforderungen auf- berträge aus dem Anfang der neunziger Jahre tündigen und nach gestachelten landbündlerischen Gefolgschaft dienen. Die Zustimmung Ablauf des Kündigungsjahres einfach den neuen Generaltarif vom zu den Verträgen fönnte in manchen bäuerlichen Gegenden den bis 25. Dezember 1902 in Kraft setzen werde. herigen konservativen und klerikalen Vertretern im Reichstage das Mandat fosten, zumal ganz zweifellos ist, daß in den Verträgen die Intereffen des ostelbischen Großgrundbesizes einseitig auf Kosten des mittelund Kleinbäuerlichen Befizes begünstigt werden. Die Vertreter folcher Gegenden möchten deshalb ein Mittel gewinnen, um mit einem gewissen Anschein von Berechtigung vor ihren Wählern er flären zu können, sie hätten sich erst dann schweren Herzens zur Annahme der Verträge entschloffen, nachdem die einzelnen Bollpositionen in der Kommission eingehend geprüft worden und die Negierung bezüglich der Bestimmungen der Vieheinfuhr günstige geheime Busagen und Aufflärungen gegeben habe erst dann, als man folche Zusagen erhalten und die Gewißheit erlangt habe, daß nicht mehr durchzusehen sei, habe man zugegriffen mit dem stillen Gelöbnis, in der Agitation eifrigst fortzufahren, um das nächste Mal auch das zu erreichen, was diesmal versagt geblieben sei. Diese verschiedenen Interessen sind es, die in der Haltung der liberalen Bresse und der liberalen Parteien zum Ausdrud kommen, nichts anderes. Das beweist schon die einfache Tatsache, daß gerade die Bresse, die von den Syndikaten der Eisenindustrie, von den fees städtischen Handelskreisen und der Berliner Bankfinanz inspiriert und beeinflußt werden, am entschiedensten für die Annahme der neuen Handelsverträge durch die liberalen Parteien eintreten, wenn sie auch Das ist die Motivierung, wie sie erst vorgestern wieder das manches zu tadeln haben. Und auch der vor wenigen Tagen abBerliner Tageblatt" in seinem Begrüßungsartikel zum Barteitag gehaltene Barteitag der Freisinnigen Vereinigung zeigte dasselbe der Freifinnigen Vereinigung vorgeführt und wie sie ihm die„ Bossische Schauspiel: die Vertreter der Seehandelsstätte Hamburg, Bremen, Zeitung in ihrem gestrigen Leitartikel Annehmen oder Ablehnen?" Stettin traten für die Annahme der Verträge ein, und mit ihnen nachbetet. Eine Argumentation, die in Anbetracht der ganzen in trautem Verein die Herren Bankdirektor Mommsen und Handels gegenwärtigen handelspolitischen Situation und der von den kammersyndikus Dr. Dove als Vertreter der Berliner Finanz, Regierungsvertretern wiederholt während der Zolltämpfe abgegebenen während die Delegierten aus den kleineren industriellen Städten des Erklärung, daß der neue Generalzolltarif nicht ohne die Herauf Reiches für Ablehnung plädierten. Dieser flaren Scheidung gegen beschwörung eines gefährlichen Zollkrieges in Kraft treten könne, über nimmt sich die verlogene füßliche Erklärung des„ Berliner taum ernst genommen werden kann, und die denn auch von den Tageblatts" recht komisch aus: fähigsten Handelspolitikern der Freifinnigen Vereinigung, den Herren Barth und Gothein, selbst belächelt wird. Besonders hat Herr Barth in seiner„ Nation" diese Argumentation mehrfach verspottet und den neuen Generalzolltarif als die große Kanone bezeichnet, die nicht Losgeht". " Für die verschiedene Stellungnahme zu dieser Frage der Annahme oder Ablehnung der Bülow- Berträge ist also ent scheidend die Verschiedenheit des Urteils darüber, ob die Ablehnung der neuen Verträge das Inkrafttreten des neuen autonomen Tarifs oder die Weitererhaltung der bestehenden Caprivi- Berträge zur Folge haben würde. Und schließlich ist dafür entscheidend das Gewicht, welches den freifinnigen Stimmen bei der Abstimmung zufällt. Sind die Freisinnigen, was man furz vor der Abstimmung mit Sicherheit wird übersehen können, das BüngLein an der Wage, so werden sie für die Verträge eintreten müssen, wenn sie überzeugt sind, daß die Ablehnung der Verträge den autonomen Zolltarif heraufbeschwört. Und sie werden dagegen stimmen müssen, wenn sie die unseres Erachtens unmögliche Ueberzeugung haben, daß der Ablehnung der Bülow- Berträge die Weitergeltung der Caprivi- Verträge folgt." Noch mehr als diese Rücksicht auf die Agitation im Lande, ver- Das fortgesetzte Gerede von dem zweifellos vorhandenen Willen anlaßt aber eine andere Absicht die Herren Ueberagrarier zu dem der Regierung, nach einer Ablehnung der vorgelegten Tarifverträge Berlangen nach einer Kommiffionsberatung. Man weiß, daß zur den allgemeinen Zolltarif vom Dezember 1902 in Straft zu seßen, ist zeit in den sogenannten maßgebenden Kreisen eine gewisse Stimmung denn auch nichts als ein bloßes Vertuschungsmanöver. Es hat für die wirtschaftspolitischen Ansprüche der grundadeligen„ Stügen keinen anderen Zweck, als die eigentlichen Motive zu verdecken, des Thrones" vorhanden ist, und man will diese Stimmung aus welche den Herren das Annehmen der neuen Handelsverträge vorteilmugen. Die Regierung soll genötigt werden, gewisse Verpflichtungen hafter erscheinen lassen als das Ablehnen. Ist die Ereiferung der in Bezug auf die Handhabung verschiedener Bestimmungen der führenden Größen der Landbündler gegen die neuen Verträge ledigneuen Verträge, besonders betreffs der Grenzabsperrung gegen die lich ein taktisches Gaukelspiel, so nicht minder das Gezeter mancher Nicht um verschiedene Grade der Glaubensseligkeit und der Furcht< fremde Vieheinfuhr, in den Kommissionsverhandlungen zu über- Liberalen. nehmen und zugleich die Zusicherung zu geben, daß sie nach der Sind sie auch mit den hohen Zöllen auf Lebensmittel und der ſamkeit, wie das" Berl. Tageblatt" glauben machen möchte, handelt Annahme der neuen Tarifverträge alsbald einzelne der bestehenden Erschwerung des industriellen Exports nicht einverstanden, so finden sie es sich, sondern um verschiedene Interessen. Warum werden denn Meistbegünstigungsverträge, vornehmlich den Vertrag mit doch andererseits in dem neuen Tarife auch manche Begünstigung der gerade die Vertreter der großen Seehandelsstädte und der Bankfinanz den Bereinigten Staaten von Amerika und Argen- bon ihnen vertretenen wirtschaftlichen Interessen. Gewiß, der Export so widerfinnig von der Furcht geplagt, daß die Regierung den Generalmancher deutschen Industriezweige wird durch die höheren Zölle auf Bolltarif in Kraft sezt? Haben die Herren eine so ganz anders Als drittes Motiv kommt in Betracht, daß man auf agrarischer deutsche Industrieartikel, die Stußland, Desterreich- Ungarn, der geartete seelische Konstitution als die anderen Teilnehmer der VerSeite vor der Abstimmung im Plenum des Reichstages gern Auf- Schweiz, Rumänien usw. in den neuen Verträgen als Gegenleistung handlungen, oder hat das Klima in den Seehandelsstädten bezw. schluß erlangen möchte, wieweit die liberalen Parteien für die neuen für ihre Annahme der deutschen Agrarzölle zugestanden find, mehr die Lebensweise in den Finanzkreisen einen so eigenartigen, die Tarifverträge stimmen werden und wie groß die Zahl der dissen- oder weniger geschädigt. Aber diese Zölle treffen nicht alle Industrie- Furchtsamkeit fördernden Einfluß? Es zeigt sich wieder, daß die Arbeiterschaft sich nur auf sich tierenden Stimmen ist, um danach die eigene Abstimmung ein- zweige und nicht jeden der betroffenen gleichmäßig. Wenn einem zurichten. Die Handelsverträge durchfallen zu lassen, daran Teil der Industrie auch die Ausfuhr nach den Vertragsländern er- felbst verlassen kann. Auf die„ guten liberalen Freunde" ist nicht man weder in der konservativen, noch der schwert wird, so gewinnt er andererseits infolge der Erhöhung der der geringste Verlaß; ihre Stellungnahme entscheidet sich nach ihren Profitintereffen. Zentrumsfraktion. Man ist trotz aller Nörgeleien entschlossen, deutschen Einfuhrzölle auf die von ihm produzierten Artikel tinien kündigt. denkt in fie durchzubringen, wenn nötig, unter Aufbietung des noch weit mehr die Möglichkeit als bisher, die fremde Zufuhr vom Mitglied deutschen Martt fernzuhalten und auf dieſem die Breise zu er- Die Beendigung des Bergarbeiterstreiks. Letzten Mannes. Daher hat auch fein noch der Rechten und des Zentrums sich bestimmt gegen die Vorlage aus höhen, d. H. also sich für den Gewinnausfall beim Export durch gesprochen. Der Graf Kanig wie der antisemittsch- landbündlerische stärkere Ausbeutung der deutschen Konsumenten schadlos zu halten; Graf Reventlow und der Renommierbauer des Zentrums, der Ab- bielleicht sogar noch ansehnliche Mehrprofite zu erzielen. Nehmen geordnete Herold: sie alle wollen sich erst nach den Ergebnissen der wir zum Beispiel die sogenannte Hütten- und Walzwerksindustrie. Kommiffionsberatung entscheiden, d. h. sich die Möglichkeit offen- Da finden wir, daß die deutschen Einfuhrzölle erhöht worden halten, wenn es nötig sein sollte, für die Verträge einzutreten. find für: Stimmen aber so viele Mitglieder der liberalen Fraktionen für die Vorlagen, daß ihnen eine große Mehrheit gesichert ist, so kann ein Teil der äußersten Rechten und der bayrischen Abgeordneten bäuerlicher Wahlkreise sich das oppositionelle Vergnügen leisten, die Rolle der Unentwegten zu spielen und gegen den einen oder anderen Vertrag zu stimmen, womit manchen der Herren aus taktischen Gründen gedient wäre. Rohe Röhren, bis 7 Millimeter Wandstärke, von 2,50 auf 4 M. pro 100 Kilogramm. Rohe Walzen aus schmiedbarem Guß von 2,50 auf 3,50 M. pro 100 Kilogramm. Stabeisen, über 12 Zentimeter lang, von 1,50 auf 2,50 M. pro 100 Kilogramm. Rohe feine Bleche, nicht stärker als 1 Millimeter, von 3 auf 4,50 M. pro 100 Kilogramm. Die Siebener Kommission verbreitet ein Flugblatt über die Beendigung des Bergarbeiterstreits, worin sie ausführt, daß die Bergleute nicht als geschlagene, tampfesmüde Armee in die Grube zurückkehren, sondern bereit sind, wenn es nötig sein sollte, aufs neue den allgemeinen Streit zu beginnen. Nachdem sie die Gründe dargelegt, die sie jetzt zum Abbrechen des Kampfes veranlaßt hat, berweist sie auf die große Zahl der jetzt noch Unterstützungsbedürftigen. Es sind tausende, die noch nicht wieder anfahren durften, zum Teil aus technischen Gründen. Wieviel davon als Gemaßregelte anzusehen sind, ist noch nicht festzustellen. Die Kommission ersucht deshalb dringend um weitere Unterstützungen. Die Delegierten der Bergarbeiter- Federation von Großbritannien haben die bisher erfolgte Unterstützung der Streifenden gutgeheißen und beschlossen, da jezt der Streit beendet ist, nur noch einmal die Wochenrate von 40 000 M. zu gewähren. Das Gesundheitsattest. Die Situation hat sich tatsächlich so gestaltet, wie wir sie bereits Eisendraht, feiner( bis 0,22 Millimeter) von 3 auf 4,50 M., grober am 29. Oktober v. J. in dem Artikel„ Die neuen Handelsverträge von 3 auf 3,75 M. pro 100 Kilogramm. und die staatserhaltenden Parteien" zeichneten, als erst die Berträge mit Rußland, Italien, Belgien, Rumänien zum Abschluß ge= Ausgenommen Stabeisen und Bleche werden diese Artikel nach langt und die Deklamation agrarischer Blätter gegen diese Ver- den Vertragsländern nur in geringen Mengen exportiert, zudem träge noch von der liberalen Bresse furioserweise allgemein ernst aber find gerade für sie die fremden Zölle nur wenig erhöht worden. genommen wurde. Schon damals wiesen wir darauf hin, daß trok Rußland erhebt z. B. für gewöhnliches Stabeisen den alten Satz Auf Anregung des Bergbauvereins hat der Knappschaftsvorstand aller Jeremiaden der landbündlerischen Blätter die Agrarier in ihrer weiter und hat nur den Zoll für Eisenbleche von 0,95-1,20 Rubel Masse für die neuen Tarifverträge stimmen würden, wenn auch in per Bud auf 1,05-1,50 Rubel erhöht; Desterreich hat eine Erhöhung beschlossen, daß fünftig nur solche Knappschaftsmitglieder, die Rücksicht auf die Agitation bis zuletzt die konservative Fraktion im des Sazes für Stabeisen von 5 auf 6 Stronen pro 100 Kilo- ununterbrochen länger als vier Wochen gefeiert haben, bei der Reichstage die Rolle des Geschädigten spielen und über die Ver- gramm und für einige ganz feine Blechforten von 10 bis Wiederanlegung ein Gesundheitszeugnis beizubringen haben. Bo bleibt „ Damit ist 25 Proz. durchgesetzt; ebenso für Belgien, das schon Mitglieder ohne solches Beugnis angelegt sind, foll von legung ihrer heiligsten Intereffen jammern wird". nicht gesagt, daß die gesamte Rechte, Mann für Mann, für die beträchtliche Mengen von deutschem Draht einführt, der bisherige Weiterungen abgesehen werden. Da der Streit bekanntlich am 9. Januar bereits ausgebrochen Handelsverträge eintreten wird. Wenn die Mehrheit für die Ver- Vertragssatz von 1 Fr. pro 100 Kilogramm in Geltung. Die Erträge im Reichstage so groß ist, daß ein Teil der alleräußersten schwerung der Ausfuhr ist also für diese Industriezweige eine recht ist und seit dem 17. Januar allgemein war, so find alle Bergarbeiter, Rechten, ohne die Annahme der Verträge zu gefährden, fich den mäßige, dafür gestatten ihnen aber die vorstehenden die jetzt aus sogenannten technischen Gründen noch nicht wieder an gelegt find, zur Beibringung des Gesundheitsatteftes verpflichtet. Die vier Wochen ununterbrochenen Feierns sind gerade um. Nach Meldung des bergbaulichen Vereins find am Montag einfchließlich der Zeche„ Rheinpreußen" rund 230 000 Mann angefahren, so daß noch über 30000 Mann fehlen. Freiwillig Feiernde dürften fich nur noch wenig darunter befinden. " 1 Unbequeme Mahner. An den Reichskanzler hat die Siebener- Kommission folgendes Telegramm gesandt: Die Wiederaufnahme der Arbeit ist jetzt sozusagen auf der ganzen Linie erfolgt. Die ausständigen Bergleute sind dem Rufe ihrer Vertrauensleute gefolgt. Wir bitten nunmehr Ew. Exzellenz, die Herren Bergwerksbesitzer zu den in Aussicht gestellten weiteren Verhandlungen gütigst geneigt machen zu wollen." Darauf ist folgende Antwort des Reichskanzlers erfolgt: „ Herrn Effert, Altenessen. Gern habe ich davon Kenntnis genommen, daß die Bemühungen, dem Ausstand der Bergarbeiter mit seinen verderblichen Wirkungen ein Ende zu bereiten, Erfolg gehabt haben. Ich habe den Herrn Handelsminister gebeten, nunmehr auf Grund Ihres Telegramms das Weitere zu veranlassen." Schmock im Fieber. Die" Post" läßt sich einen Brief über den Streit schreiben, aus dem wir zur Erheiterung unserer Leser hier einige Blüten, versehen mit Randglossen, mitteilen: " Ich war Augenzeuge, wie der Respekt vor der gegen wärtigen Gesellschaftsordnung seitens der Sozialisten nicht weiter reichte, als bis da, wo der Arm der polizeilichen Macht herrscht." Schmock weiß noch gar nicht alles; es ist landkundig, daß uns nicht einmal ,, der Arm der polizeilichen Macht" Respekt vor der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung einzuflößen vermag. " Man muß sie gesehen haben, diese Leute mit den breit främpigen Hüten und dem verbissenen Blick, um zu wissen, wessen wir uns zu versehen haben, wenn der große Kladderadatsch eintreten sollte." Man sollte das Verbot der breitkrämpigen Hüte aus der guten alten Reaktionszeit wieder hervorsuchen, sonst stehen wir für nichts. " Man durfte feine Straße passieren, ohne über Zweck und Ziel des Spazierganges Austfunft gegen zu müssen. Und bei diesen Fragen wie viel verhaltene But, wie viel rohes Gebaren? Wäre es durch Not und Verzweiflung geboren, so könnte man es nicht rechtfertigen, aber immerhin einigermaßen verstehen. Wenn aber in dieser Weise Leute sich benehmen, die täglich vier, fünf und mehr Mark verdienen, dann wird einem bange vor der Macht sozialistischer Verhegung." Der letzte Tag der ersten Lesung konnte neue Momente Befestigungen festgelegt zu haben, wiederholte nur sein Begehren, man nicht mehr bringen. Alle Parteien hatten ihre Anschauungen solle einen festen Entschluß, so oder so, fassen. Abg. Bebel legte dar, dargelegt, die Redner bemühten sich nur noch, Angriffe, die daß die Freunde der Ueberseepolitik in ihren Forderungen auch gegen ihre Parteifreunde zuvor gerichtet waren, abzuwehren. deshalb nötig, Klarheit über das zu schaffen, was geschehen solle. Bei tonſequent von einem Schritt zum anderen kommen müßten. Es sei In glücklicher Polemik besorgte unser Genosse Herbert gleich deshalb nötig, Klarheit über das zu schaffen, was geschehen solle. Bei dem Etattitel des Staatssekretärs müsse die ganze Flottenpolitik, zu Beginn der Sitzung diese Aufgabe. Er zerzauste mit die politische Lage und die Agitation des Flottenvereins beleuchtet treffenden Gründen den gestrigen Versuch des Ministers werden. Abg. Prinz v. Arenberg stimmte Bebel darin bei, daß die Rheinbaben, insbesondere wies er die innere unwahrhaftigkeit Frage einer Befestigung Tsingtaus im großen Stile mit der ganzen der jetzigen Versprechungen nach, daß durch die erhöhten Ein- Flottenpolitik in Zusammenhang gebracht werden müsse. Eine nahmen der Grundbesizer die Lebenslage der Landarbeiter Expansionspolitik nach russischem Muster sei nicht empfehlenswert, verbessert werden solle. Gegenüber dem Versuch, den Nutzen ebensowenig wie eine unbegrenzte Vermehrung der Flotte. Die vors der Großgrundbesizer zu verschleiern, zeigte unser Redner anliegende Forderung könne man annehmen, ohne sich für die Zukunft Zeugnissen aus dem agrarischen Lager selbst die unbestreitbare festzulegen. Abg. v. Böhlendorff plädierte dafür, daß man die Dinge möglichst fühl und zurückhaltend behandle, um die Volksleidenschaften Richtigkeit unserer Nachweise. in Deutschland wie in England nicht zu erregen. Abg. MüllerDanach sprach der Nationalliberale Blankenhorn Sagan betonte in Uebereinstimmung mit Bebel, daß die Versuche als Spezialist für Weinzollprobleme und der württembergische einer Geheimerklärung der Besprechung darauf hinauslaufe, de Minister von Pis check bezeugte, daß auch die Regierung Flottenverein für seine chauvinistische Hehe freie Hand zu lassen, feines teils kleinbäuerlichen, teils industriell sich entfaltenden während man die Opposition mundtot machen wolle. Abg. Singer Staates auf dem Zollaltar der großen Getreideverkäufer Ost- legte dar, daß die Geheimhaltung nur für bestimmte Tatsachen ges fordert werden könne; allgemeine Erörterungen dürften und könnten elbiens zu opfern für patriotische Pflicht hält. Wenn es gilt, das Volk zu belasten und zu betrügen, dann nicht sekretiert werden. Gegen alle weitergehenden Forderungen in darf Herr Stöder nicht fehlen. Er verdammte in der Be- dieser Beziehung würden wir Proteſt einlegen und uns durch etwaige Beschlüsse nicht für gebunden erachten. Der Vorsitzende der Kom scheidenheit, die den Gottesmann ziert, die Zollgegner als un- mission trat im wesentlichen diesen Ausführungen bei; ebenso Abg. wissende Leute, die nichts von der Landwirtschaft verstehen. Gröber; er habe den Eindruck gehabt, als ob Abg. Semmler eifrig Er selbst hat freilich neben der Sorge für die Seelen reichlich für eine starte Befestigung Kiautschous geredet habe. Die FlottenZeit zum Verständnis der agrarischen Interessen gefunden. freunde trieben eine geradezu gemeingefährliche Agitation. Dagegen Zwar gesteht der fromme Mann, daß der Zoll gewiß das Korn müsse umſomehr Verwahrung eingelegt werden, weil vom Flottenverein berteuern werde, aber zu den kleinen Leuten seines Kreises letthin ein merkwürdiges kaiserliches Danktelegramm veröffentlicht habe er in Liebe und Hingebung gesprochen, so daß sie bereit worden sei; dagegen solle sich der Staatssekretär energisch wehren. geworden seien, für die notleidende Landwirtschaft teureres meingefährlich: das Reich habe denn doch auch noch andere Aufgaben, auch in der inneren Politik des Reiches sei die Flottenagitation_geeingefährlich: das Reich habe denn doch auch noch andere Aufgaben, Brot zu essen. Vielleicht hat Herr Stöcker die kleinen Leute als die Flottenschaffung. Durch die Uebertreibungen würde den seines Wahlkreises mit der Aussicht getröstet, daß die himm- aufrichtigen Flottenfreunden die Zustimmung erschwert, da sie sich lische Seligkeit ihnen um so gewisser ist, je mehr sie in diesem sagen müßten:„ Wenn das alles noch nicht genügt, wenn man doch irdischen Jammertal entbehren lernen und je freudiger sie die immer noch Reichsfeind" usw. gescholten wird, dann wollen wir lieber Verteuerungsabgabe auf ihr tägliches Brot darbringen. gleich gar nichts bewilligen!" Der Staatssekretär solle eine scharfe Außer der Stöcker- Predigt leistete der agrarische Flügel Erklärung gegen die unverantwortlichen Treibereien des Flottens noch drei Reden. Bruhn von den Antisemiten, Vogt und vereins ergehen lassen. Der Staatssekretär erklärte, daß er dazu Mittermeier von der wirtschaftlichen Vereinigung wiederholten ein Recht habe, der Flottenverein sei vollständig selbständig. Das Telegramm des Kaisers solle wohl nicht bedeuten, daß der Kaiser ebenso eifrig wie uninteressant das agrarische Gerede. Das das ganze Programm billige, sondern nur, daß er die Aufklärungssind dieselben Leute, welche sich gern erbosen, daß die Linke arbeit des Vereins im Volke freudig begrüße. Abg. Arendt bestritt, zu lange Reden halte, und welche die Zollgegner, die die daß Veranlassung zum Einschreiten gegen den Flottenverein vorliege. Tribüne besteigen, mit Stallgebrüll empfangen. Sie selbst Die Verhandlungen der Kommissionen seien ursprünglich als ver aber stellen die Geduld des Reichstages auf fürchterliche Probe. traulich angesehen worden. Abg. Müller- Sagan bestritt, daß der zwischen diesen unbedeutenden Reden bot einige Erfrischung Flottenverein ein Verein sei wie andere: er erfreue sich weitgehender der Abg. v. Gerlach, welcher in einer Reihe guter und fach- behördlicher Unterstüßung; deshalb müsse die Regierung gezwungen kundiger Bemerkungen nochmals die Verderblichkeit der werden, ihre Auffassungen über die Ziele des Vereins darzulegen. agrarischen Politik für die Industrie, die Arbeiterschaft und die Abg. Dr. Semler bestritt, daß er mehr getan habe, als auf Klärung der Tsingtau- Frage zu dringen. Der Staatssekretär solle dem gesamte Entwickelung Deutschlands darlegte. großen Klimbim" bei den Stapelläufen der Schiffe ein Ende machen. Abg. Singer gab zu erwägen, daß„ Klimbim" nun einmal das Attribut der neudeutschen Weltpolitik sei. Gegen die Auffassung des Abg. Arendt über die Behandlung der Kommissionsdebatten lege er formell Verwahrung ein. Die geforderten 2½ Millionen Mark wurden bewilligt. Der Staatssekretär teilte mit, daß zur Erleichterung des Transits berkehrs der Schaffung eines abgeschlossenen Freihafengebiets nach Samburger System geplant werde Die Kommission vertagte sich sodann auf Mittwoch. Man denke die Gefahr, Leute, die vier, fünf Mark und Graf Posadowsky gab das letzte Wort vom mehr verdienen, fragen andere woher, wohin? Es wird Regierungstisch: Es werde sich zeigen, was was an den nötig sein, die Löhne ganz gewaltig zu erhöhen, um solche Phrophezeiungen über die ungünstigen Folgen der neuen Roheit zu verhindern. Verträge Wahrheit und was Dichtung ist. Es wird sich zeigen! " Wie mir ein Sozialist lachend versicherte, hätten seine Es kann bestenfalls die Hoffnung ausgesprochen werden, daß Kameraden hinreichend dafür gesorgt, daß dem Minister des die allgemeine Entwickelung der deutschen Volkswirtschaft soInnern auf seiner Informationsreise durch das Streikgebiet nicht wie der Weltwirtschaft günstig genug ist, um die schweren das Harmloseste widerführe und er mit den ſchönsten Ansichten Schädigungen, die naturnotwendig durch die agrarische über die Sozialdemokratie nach Berlin zurückreisen könne." Das ist entschieden der Gipfel der Gemeinheit. Kein Haar Sperr- und Wucherpolitik eintreten müssen, zu mildern, und Die Bodelschwinghs und die Hohenzollern. Den stärksten Beifall wollen diese frechen Sozialisten dem Polizeiminister krümmen daß die Tüchtigkeit der deutschen Arbeiterklasse trotz der Beund das macht ihnen obendrein Spaß! Greift denn da kein wucherung durch das Junkertum die deutsche Industrie über in der Zirkus Busch- Versammlung des Bundes der Landwirte fand Wasser zu halten und vorwärts zu bringen imstande ist. das schon gestern erwähnte Epigramm des Herrn v. Bodelschwingh, Bricht aber ungünstige Wirtschaftskonjunktur herein oder wird der das alte Junkerwort, daß die märkischen Junker früher in Breußen die gewesen seien als die Hohenzollern. wie folgt variierte: das Land von Mißernten heimgesucht, so werden Wahrheit kann Graf Posadowsky erleben fürchterliche Zustände entstehen, unter denen die agrarische Politik zusammenbrechen muß. Staatsanwalt ein? „ Man mache doch nicht soviel Aufhebens von der Schule als einer Einrichtung, die mit in erster Linie dazu geeignet ist, den Sozialismus zu bekämpfen. In Industriegegenden fann sie das ganz und gar nicht. Die Verhezung im Elternhause ist dreimal wirksamer als alle Belehrungen der Schule." Am besten schließt man deshalb die Schulen ganz. Es nüßt ja doch nichts. Da die Streifenden kein Geld hatten, um es auf die Straße zu werfen, so können es nur die Streifbrecher getan haben. Oder sollte Schmock--? Warum aber die Frauen der Streifenden nicht mit Steinen statt mit Brot geworfen haben! Es wäre doch wirksamer gewesen. Wollten sie vielleicht proten? Der Streif in Belgien. Einen bemerkenswerten Vorgang brachte schließlich die FestMir war es ein unvergeßliches Bild, das Scharen von stellung der nächsten Tagesordnung für die Sonnabendfizung. Der Schulkindern boten, die für hingeworfenes Kupfergeld die Arbeits- Präsident schlug zunächst vor, die Etatsberatungen fortzusetzen. willigen und die Beamten mit wahren Salven von Pfuis begrüßten, während die Frauen mit Brotstücken nach den vorüber- Singer ersuchte jedoch, gemäß den unter den Parteien getroffenen Vereinbarungen einen Schwerinstag anzusetzen. Von den anderen Parteien gehenden Bergleuten warfen." widersetzte sich im ersten Augenblick niemand. Der Präsident, in der Meinung, die anderen Parteien seien mit dem Vorschlage Singers einverstanden, schloß sich nun diesem Vorschlage an. Jest aber erhob v. Kardorff Widerspruch, das Haus selbst mußte über die Für den Antrag stimmten mit den Tagesordnung beschließen. Sozialdemokraten die Freisinnigen und Polen, aber siehe da das Zentrum, bis auf zwei seiner Mitglieder, lehnte den Schwerinstag ab. Da die Abstimmung zweifelhaft schien, ließ der Präsident die Gegner des Schwerinstages sich erheben. Schon Brüssel, 14. Februar.( W. T. B.) Der Arbeitsminister empfing glaubte man, den sozialdemokratischen Antrag geworfen zu haben, heute eine Abordnung des Bundes der belgischen Grubenarbeiter und erklärte ihnen, er könne bei dem Streite zwischen Arbeitgebern als der Präsident, erregt über den Verrat feiner Zentrumsund Arbeitnehmern nicht eingreifen; er könne ebensowenig bei den leute, eine Mehrheit für den Antrag feststellte. Schallende Heiterkeit Arbeitgebern Schritte tun, um ihnen eine Lohnerhöhung an der Linken begrüßte den grotesken Reinfall, den also das Zentrum zuempfehlen, als bei den Arbeitern, um sie zur Annahme einer unter Spahns glorreicher Führung erlitt. Lohnherabsetzung zu verpflichten. Die Fragen der Arbeiterpension Das Zentrum, das sich sonst den Anschein gibt, für die Ander Grubenarbeiter und der Verkürzung der Arbeitszeit aber hingen träge der Parteien Sorge tragen zu wollen, und das so eifrig den bom Parlament ab. Schwerinstag befürwortete, so lange allein sein Toleranzantrag zur Beratung gelangen sollte, bewies die Wahrheit seiner Toleranz, fobald der Initiativantrag der Sozialdemokratie ordnungsmäßig auf die Tagesordnung gefordert wird. Diesmal aber endete die Zentrumswillkür in einer Blamage der Lächerlichkeit. Brüssel, 14. Februar. Der Ausstand der Bergarbeiter zeigt Neigung zur Abnahme. Jm Becken von Charleroi nahm eine beträchtliche Zahl der Bergleute die Arbeit wieder auf, dagegen fanden aber auch auf einigen Zechen wieder neue Arbeitseinstellungen statt. Jm Borinage und im Vlissinger Becken meldete sich eine nicht unbedeutende Zahl Bergleute wieder zur Arbeit. Im Mittelbecken ist die Lage unverändert. Ueberall herrscht Ruhe. Man erwartet bis Ende der Woche ein zunehmendes Nachlassen des Streiks. Politische Uebersicht. Berlin, den 14. Februar. Das Geschäft. Gegen die gemeingefährliche Flottenpropaganda. In der Budgetkommission des Reichstages begann am Dienstag die Beratung des Etats für die" Bachtung" Kiautschou. Die Einnahmen dieses Gebietes haben sich ein Hein wenig gehoben, ungefähr um so viel Duhend Zehntausende, wie die Ausgaben um Millionen gestiegen sind. Einnahme 636 000 Mart, Ausgabe 15 296 000 Mart; dabei werden die Einnahmen zum Teil aus einer Tasche des Reiches in die andere gesteckt. Bei einer Position, in der 85 000 Mark mehr für Schießbedarf ausgesetzt Als in der Reichstagssigung am Dienstag ein zoll- werden, fragte Abg. Müller- Sagan, wie viel davon für Salutschießen gegnerischer Redner von der Rechten vielfach unterbrochen benutzt würde. Staatssekretär v. Tirpis meinte darauf, zum Salut wurde, fuhr Präsident Ba Il est rem auf und es entfloh ihm schießen verwende man in Niautschou nur, was aus den Freiheitsdas Wort: Unterbrechen Sie nicht, meine Herren, Sie friegen" übrig geblieben sei; der geforderte Schießbedarf sei nothalten nur das Geschäft auf!" Wer den Präsidenten wendig, da man jetzt die den Chinesen in den Talu- Forts abdes Reichstages zu 3ynismen geneigt hält, fann glauben, er genommenen Geschüße aufgestellt habe. Für Armierungszwede habe also die Bereicherungsaktion der Junker in schneidender werden 2 Millionen als einmalige Ausgabe mehr gefordert. In der Debatte wies Abg. Bebel darauf hin, daß Kiautschou eine Selbstironie charakterisieren wollen. Man verzögere nicht durch dauernde Gefahr für Deutschland darstelle; man könne es wohl gegen Zwischenrufe die Geschäfte des Reichstages, das Ge- Sandstreiche aber nicht gegen die Gefahren einer Einnahme im Falle schäft soll zu Ende geführt werden! Zum Geschäftshaus ist eines großen ostasiatischen Krieges schützen. Abg. Semmler betonte, das Parlament unter der junterlichen Interessenwirtschaft ge- die neudeutsche Handelspolitik unter dem Schutzzollsystem habe die worden, durch die Gesetzgebung betreiben Junker und Kapita- Aufstellung einer großen Flotte notwendig gemacht. Was Kiautschou listen ihre Geschäfte auf Kosten des Gesamtinteresses, insbesondere der arbeitenden Klassen. Meine Beziehungen zum Hause der Hohenzollern find an alt, als daß ich fürchtete, ein Widerspruch in irgend einer wirts schaftlichen Frage könnte sie trüben." Die Deutsche Tageszeitung" hat gerade diesen stärksten Erfolg bündlerischen Rebellentums aus ihrem Bericht gestrichen. Warum? Polizeideutsch. Der preußische Minister v. Hammerstein hat, man sollte es nicht glauben, auch seine Ideale. Er verlangt von Polizei wegen, daß im Deutschen Reich die Ortsnamen deutsch feien und also macht er z. B. aus Inowrazlaw Hohen- Salza. Also erklärte er am legten Montag im preußischen Abgeordnetenhause: " Ich freue mich, daß der Herr Abg. v. Jazdzewski diesen Teil seiner Wünsche mit den Worten geschlossen hat: ich darf den Herrn Minister nicht bitten, eine Aenderung in der Namensänderung der polnischen Städte und Orte eintreten zu lassen da er doch wisse, daß er feinen Erfolg damit haben würde. Und in der Tat, wenn Er hat also nicht gebeten. gebeten hätte, würde ich ihm, wie er ja selbst erwartete, nur erwidert haben: nach meiner Auffassung ist es in einem deutschen Staate ganz selbstverständlich, daß alle Ortschaften dieses Staates so geschrieben werden, daß sie von der großen Menge der Bürger auch verstanden werden." er Der gute Hammerstein hat sich in seiner Harmlosigkeit damit eine Riefenaufgabe aufgehalst. Denn bekanntlich wimmelt es östlich der Elbe von slavischen Ortsnamen, die von der großen Menge der Bürger keineswegs verstanden werden, ja selbst nicht einmal von den Gelehrten. Wie muß Berlin" geschrieben zum Exempel werden, damit das Selbstverständliche des Herrn v. Hammerstein Wirklichkeit wird? Und wie gedenkt der Hammerstein die Namen feiner ministeriellen Kollegen zu schreiben", damit sie von der großen Menge der Bürger auch verstanden werden. Armer Podbielski! " Vorbereitungen für die Neu- Auflage des Sozialistenspiegels. Die Freie Deutiche Presse" ist Tag für Tag fleißig an der Arbeit, um das Material für die Wahlfälschungen des nächsten Sozialistenspiegels herzustellen. Es braucht dann fünftig nur ausgeschnitten, aufgeklebt und alphabetisch geordnet zu werden. Die Freifinnige Volkspartei, die seinerzeit dem Antrag Kardorff verräterische Hülfe leistete, etabliert sich jetzt auch als Agentin der " Mißhandelsverträge". Den Großbanken, deren Interesse diese Sorte Bresse vertritt, ist es allerdings ganz gleichgültig, ja vielleicht sogar willkommen, wenn die Bülowschen Handelsverträge in Kraft treten; denn das deutsche Kapital fennt feine Zollgrenze und beutet ebenso gern Arbeiter in Rußland und Desterreich wie in Deutschland aus. Wenn sich die Organe der Freifinnigen Volkspartei begnügten, auf Kosten des Volkes diese Politik zu befürworten, so geht das schließlich niemand an als ihre Wähler. Wenn aber die" Freie Deutsche Preffe" sich gestattet, durch freche Fälschungen die Hal tung der Sozialdemokratie zu verdächtigen, so gebührt ihr eine Büchtigung. Am Dienstag früh schreibt das Drgan des Dr. Müller- Sagan und die Abendblätter greifen die verlogene Albernheit bereits auf: Um eine leere Demonstration handelt es sich für die Sozial demokraten, wenn sie gegen die Handelsverträge stimmen, das hat der Fraktionsredner der Sozialdemokratie, Abg. Bernstein, bei der Beratung der Handelsverträge am Donnerstag im Reichstage offen zugestanden. Er faßte die Bedenken zusammen, die auch in den neunziger Jahren von der Sozialdemokratie gegen die Caprivischen Handelsverträge gemacht worden seien. Abg. Bernstein fügte sodann wörtlich nach dem stenographischen Bericht hinzu: anlange, so solle man entweder eine sehr große Festung bauen oder so wenig wie möglich aufwenden, ein flares Programm sei vor allen Wenn angesichts ihrer Gegnerschaft gegen die landwirtschaftlichen Zölle die Sozialdemokratie trotzdem für die Verträge stimmte, So wurde denn auch in der Dienstags- Sigung das Ge- Dingen notwendig. Abg. Dr. Arendt möchte in Siautschou eine Art wenn sie darauf verzichtete, eine Politit der leeren Demonstration schäft dem Abschluß um einen weiteren Schritt gefördert. Die zweites Port Arthur geschaffen sehen. Abg. Müller Sagan forderte zu treiben oder, wie Sie sagen, eine Politik des Alles oder Nichts, Jezt aber treibt die erste Lesung wurde beendigt und die Vorlage geht in die eine Darlegung der politischen Seite der Sache und beantragte die so war sie durch nichts dazu gezwungen. Bertagung der Beratung, bis die Reichsregierung eingehendere Kommission. Die Kommission soll drei ganze Tage arbeiten". politische Aufklärungen gegeben habe. Dieser Antrag wurde ab- Sozialdemokratie eine solche Bolitik der leeren Demonstration Sie gilt natürlich nicht den vorliegenden Verträgen, an denen gelehnt, nachdem der Marineminister noch einmal dargelegt hatte, gegenüber den Handelsverträgen. nichts zu ändern ist, sie soll vielmehr den Agrariern Gelegenheit wozu die geforderten 2 Millionen Mark verwendet werden sollen. Ist die Dummheit oder die Unverschämtheit diefer Notiz größer? geben, die Regierung in Daumenschrauben zu legen, daß sie Der weitere Ausbau der Befestigungen von Tsingtau sei eine offene Bernstein soll zugestanden haben, daß unsere Ablehnung der Handels allerlei weiteren agrarischen Wünschen sich fügsam erweist. Frage. Abg. Semmler bestritt, sich mit seinen Worten für größere verträge eine leere Demonstration sei! Das Gegenteil ist die Wahrheit. Er hat ausgeführt: Wir hätten für die Caprivischen Handelsverträge gestimmt, obwohl sie die Getreidezölle nicht beseitigten und obwohl sie auch ohne uns zur Annahme Demonstration. Husland. Eröffnung des britischen Parlaments. Augé, mit 10 005 gegen 9783 mélinistische Stimmen. In den allgemeinen Wahlen von 1902 hatte Augé im ersten Wahlgang nur 8268 Stimmen erhalten. Also ein erheblicher gelangt wären und wir also uns eine Demonstration hätten London, 14. Februar. Das Parlament wurde heute wieder Stimmenzuwachs und ein gewonnener Sitz. Und doch ist es gestatten fönnen. Wir unterließen das, weil wir für jede eröffnet. Die Thronrede sagt zunächst über die Beziehungen zu den unmöglich, dieses Ergebnis vom sozialistischen StandBesserung stimmen, auch wenn sie unseren Forderungen noch fremden Mächten, daß diese Beziehungen fortgesetzt freundschaftliche punkte aus als einen Sieg zu bewerten. nicht entspricht. sind. Der Krieg, der seit vorigem Februar zwischen Rußland Die gegenwärtigen Handelsverträge bringen aber eine ver- und Japan im Gange war, dauert leider an. Die wahre Bedeutung der Wahl erkennt man nämlich Die Regierung schlechterung des bestehenden Zustandes und darum würden hat es ihre Sorge fein laffen, die einer neutralen Macht aus den Mitteilungen des Genossen Bracke im" Socialiste", wir gegen sie erst recht dann stimmen, wenn wir die Mehrheit obliegenden Verpflichtungen aufs strengste einzuhalten. Die dem Zentralorgan der P. S. de F. Danach hat der soziadurch unsere Ablehnung zu Falle zu bringen vermöchten. Wo steckt Lage auf dem Balkan gibt noch immer Anlaß zur listische" Bürgermeister und Kandidat sich geweigert, der soziada die Demonstration oder gar das offene Eingeständnis der Besorgnis. Die auf Veranlassung Desterreich- Ungarns und liftischen Einigkeitserklärung seine öffentliche Zustimmung zu Rußlands angenommenen Maßnahmen haben sich dazu dienlich geben, so daß die Lokalorganisation der P. S. de F. geEine Revolution. Es ist eine Verleumdung, daß wir in einer erwiesen, einige Besserung des Zustandes in den von den Unruhen zwungen war, einen eigenen Kandidaten, den Weber Jourjon, Zeit der Reaktion leben. Ueberall brechen die Fortschritte mit fast der Reorganisation der Gendarmerie gemacht worden, wobei die über bloß 149 Stimmen auf sich vereinigen konnte. betroffenen Bezirken herbeizuführen. Ein Fortschritt ist namentlich bei aufzustellen, der übrigens dem großmächtigen Maire gegen rebolutionärem Ungeſtüm hervor. So lesen wir in der neuesten zu dem Heere gehörende Offiziere wertvolle Mithilfe geleistet haben. Damit " Hofansage": " Die Damen erscheinen in langen, ausgeschnittenen Kleidern Diese Maßnahmen sind noch durch radikale Reformen, namentlich des nicht genug. Augé gehört der Loire- Föderation der P. S. F. Trotzdem aber hat er sich geweigert, ( keine viereckigen Ausschnitte und keine langen Aermel) mit hellen in der Verwaltung dieser Provinzen des türkischen Reiches zur irgendwie als Kandidat seiner" Partei aufzutreten. Und erſt Finanzsystems, zu ergänzen, ehe irgendwelche dauernde Verbesserungen( Jaurèsisten) an. Glacé- Handschuhen, die Herren vom Zivil in Gala mit weißen Glacé- Handschuhen, die Herren vom Zivil in Gala mit weißen wirksamkeit gebracht werden können. Der Köing vermerkt mit Genugtuung, recht hat er sich geweigert, das jaurèsistische Parteiprogramm, Unterkleidern( Kniehosen, Schuhe und Strümpfe), die Herren vom Militär im Hofball- Anzuge mit Ordensband. Diejenigen Herren, daß die österreichisch- ungarische und die russische Regierung fürzlich wie es die Parteistatuten verlangen, als Wahlplakat zu ver welche zur Anlegung einer Uniform nicht berechtigt sind und dem- dahin zielende Vorschläge an die Pforte gerichtet haben. Alsdann wenden. Es zog es vor, nach dem landläufigen Beispiel der das nebereinkommen nach früher im schwarzen Frack und weißer Krawatte erschienen, bemerkt die Thronrede, zwischen der bürgerlichen Kandidaten unter dem Aushängeschild einer von englischen und der französischen Regierung betreffend die haben nunmehr die Befugnis, das vorgeſchriebene Hofkleid zu freundschaftliche Regelung der die Jutereſſen beider Länder ihm neugebackenen„ Republikanischen Föderation" aufzuDie Glüdlichen, die, obwohl sie nicht einmal Reserveleutnants nehmigt und ordnungsgemäß ratifiziert worden. berührenden Fragen sei vom französischen Parlament ge= find, fortan„ mit weißen Unterkleidern", in Kniehosen, Schuhen und Strümpfen erscheinen dürfen! tragen." Politische Tanztouren. Die Sammlung sächüscher staatsretterischer Meisterstücke ist wieder um ein föstliches Stück vermehrt worden. Die Arbeiterschaft ist in ihrem Solidaritätsgefühl so erfinderisch, daß sie selbst aus dem Tanzvergnügen Nutzen für die fämpfenden Kollegen herauszuschlagen bemüht ist; das ist sehr Iobenswert und alle die auf seiten der Bergarbeiter stehen, sollten sich darüber freuen. Nicht so die sächsischen Behörden, wie der folgende Erlaß beweist: Königliche Amtshauptmannschaft Nr. 380 P. Dresden- Altstadt, am 6. Februar 1905. Wie im Vorjahre zugunsten der am Crimmitschauer Streit beteiligten Arbeitnehmer Tourentänze bei öffent lichen Tanzvergnügen in einzelnen Sälen hiesigen Bezirks verlangt worden find, soll dies neuerdings zugunsten der streikenden Arbeitnehmer im Ruhrkohlengebiet erfolgt sein. Die königliche Amtshauptmannschaft hat die Erhebung von Tanzgeld für jede Tour von den Teilnehmern am Tanze nur zugunsten der Tanzwirte als Entschädigung für den Aufwand des Tanzbergnügens nachgelassen, aber nicht zu politischen Zweden. Sie wollen eine derartige 3umutung daher stets abweisen oder hier zur Anzeige bringen, falls den Saalwirten daran gelegen ist, sich die Einrichtung des Zanzgeldes für die Tanzwirte zu erhalten. An die Saalwirte des Bezirks. Krug von Nidda. Es gehört das ganze Uebermaß des sächsischen Polizeigeistes dazu, um dieses Monstrum einer Verordnung in die Welt gehen zu lassen. Ist die Verfügung Kleinlich im ersten Teil, so wirkt sie brutal im letzten Teil, der den Wirten mit wirtschaftlicher Schädigung droht, wenn sie gestatten, daß für die Bergarbeiter getanzt werde. Wenn ein Wirt Tanzkonzession hat, hat die Behörde gar nichts hineinzureden, ob er gegen Entgeld oder ohne Bezahlung tanzen läßt, wie es die Behörde nichts angeht, ob ein Wirt 10 oder 20 Pf. für eine Tour nimmt. Aber was fragt die sächsische Behörde nach Gefeßlichkeit, sie fühlt sich als Schüßerin der Rapitalisten gestern der Crimmitschauer, heute der vom Ruhr fohlengebiet. Der König treten. Man kann sich nach alledem leicht denken, welcher Art seine spricht die Zuversicht aus, daß dasselbe für beide Länder vorteilsozialistische" Wahlagitation war. Er erklärte, in der Kammer hafte Wirkungen haben werde, während es zugleich nicht aus den„ republikanischen Bloc verstärken zu wollen"; er wünschte bleiben könne, daß es die freundlichen Beziehungen, welche ein Frankreich, wo unter den Bürgern Eintracht und Verbeide Länder so glücklich mit einander verbänden, noch weiter ständigung herrschen, ein Frankreich, das vom Ausland gefestigen werde. Die Rede erwähnt den Abschluß der Schieds- liebt und geachtet wird, weil die ganze Welt weiß, daß es verträge mit Schweden und Norwegen, Portugal und der Schweiz, stark ist und daß alle Handlungen seiner Rerierung von einem und fährt dann fort: Meine Regierung ist auch mit der russi glühenden Wunsch nach Gerechtigkeit und Frieden geleitet schen Regierung Einverständnis gelangt, kraft dessen internationalen Untersuchungs- Kommission, die sind...." Er machte sodann ein wertes Publikum darauf aufin Uebereinstimmung mit den Grundsätzen der Haager Friedens- merksam, daß die Regierung eher geneigt sein fonvention zusammengetreten ist, die Aufgabe anvertraut worden ist, wird, auf die Gesuche ihrer Freunde zu die mit der Katastrophe der baltischen Fischerflotte, welche durch das achten, als ihren boreingenommenen GegVorgehen der russischen Flotte in der Nordsee hervorgerufen wurde, nern Genugtuung zu verschaffen... zusammenhängenden Umstände zu untersuchen und die Verantwort Das ist ja deutlich. Ein zynischer Appell an die Bittlichkeit für diesen beklagenswerten Zwischenfall den in Betrachtsteller und Schnorrer, die in der Politik nur die von der jekommenden zuzumeffen. einer zu einem " Die Thronrede führte weiter aus: Schritte zur Einführung einer weiligen Regierung zu erlangenden kleinen Vergünstigungen, repräsentativen Konstitution in Transvaal werden ernstlich er- Tabakverschleiße, Dispense, allerhand Pöstchen usw. schäßen. wogen, und ich hoffe, daß sie einen wesentlichen Fortschritt nach dem Ein Appell an die egoistischen Begierden der Gesinnungslosen, legten Biele hin, nämlich völliger Selbstverwaltung, bringen werden. wie ihn anständige bürgerliche Randidaten vermeiden. Ein Abkommen, das dazu bestimmt ist, die Beziehungen zwischen Ein Appell eines offiziellen Kandidaten wie er der Tibetanischen und der Indischen Regierung auf eine im Buche steht. befriedigende Grundlage zu stellen, ist in Lhassa abgeschlossen worden. Augé und dessen Wahl sind abschreckende Früchte der Die großen Schwierigkeiten, denen unsere Mission begegnete, find BI oc- Taktik und ihres zersetzenden Einflusses auf das von den zivilen und militärischen Leitern in glänzender Weise sozialistische Gewissen und die sozialistische Organisation, überwunden worden. Die chinesische Regierung hat einen Kommissar nach Kalkutta gefandt behufs Verhandlungen über eine Konvention, durch welche der Beitritt Chinas zu dem Abkommen mit Tibet ausgesprochen wird. Hiernach wird eine Anzahl von Gesetzentwürfen angekündigt, so eine Bill zur Herabminderung der Mißstände, die sich aus der Einwanderung von Ausländern ergeben, eine Bill über die Arbeitslosenfrage, eine solche betreffend die Erweiterung der Bestimmungen über Entschädigung von Arbeitern, ferner Vorschläge betreffend die Einseßung eines Ministers für Handel und Industrie und Gesetz entwürfe betreffend die Verbesserung der Bestimmungen über Prisen im Seefriege sowie betreffend die Verhütung der Verfälschung von Butter. Schließlich werden gesetzgeberische Maßnahmen behufs Neueinteilung der Barlaments- Wahlbezirke mit folgenden Worten angekündigt: Ihre Aufmerksamkeit wird auf Vorschläge gelenkt werden zur Verminderung der Anomalien in der gegenwärtigen Verteilung der Wahlbezirke, die zum großen Teil durch das Anwachsen und die Bewegung der Bevölkerung in den letzten Jahren herbeigeführt sind. London, 14. Februar.( W. T. B.) Die Eröffnung des Parlaments erfolgte in feierlichster Weise. Das Oberhaus bot einen prächtigen Anblick dar mit all den Pairs und ihren Damen in ihren roten Roben resp. in Hoftoilette. Der König, die Königin auf dem Throne neben sich, verlas die Thronrede mit lauter Stimme. Begnadigte Mörder. Die drei Brüder Crettiez, die noch im Gefängnis saßen, find nun auch begnadigt! In aller Erinnerung ist wohl noch die Streit- Affäre von Cluses: Die vier Brüder Crettiez hatten die Unverschämtheit, in einen Haufen friedlich streikender Arbeiter hineinzuschießen. Es erfolgte die Bestrafung der Brüder mit Gefängnisstrafen bis zu einem Jahr. Einer der vier wurde bereits zu Neujahr begnadigt und nun sind auch die anderen drei lange Zeit vor Abbüßung ihrer wohlverdienten Strafe entlassen worden. Der Präsident von Frankreich scheint die Begnadigungs- Technik, die so feine Unterschiede zwischen Bourgeois und Arbeitern zu machen versteht, bei gewissen europäischen Botentaten erlernt zu haben. Paris, 14. Februar.( W. T. B.) Der Senat hat mehrere Artikel des Militärgefeges angenommen, troß der Einwendungen der Minister Berteaur und Etienne, aber einen Abänderungsantrag, nach welchem der Militärdienst für Algerier auf ein Jahr herabgesetzt werden sollte, mit 231 gegen 46 Stimmen abgelehnt. Paris, 14. Februar.( W. T. B.) In der Kommission für die Beratung des Gefeßentwurfs, betreffend Trennung von Staat und Kirche, führte Kultusminister Bienvenu Martin aus, die ReUnterhaus. Das Haus ist gut besucht. Als Chamber gierungsvorlage sei so abgefaßt, daß die freie Religionsübung gesichert la in und Premierminister Balfour bei Eröffnung der Sizung sei und die Trennung ohne Beunruhigung des Landes und ohne Eingriffe das Haus betreten, werden sie von den Konservativen mit lauten in die Rechte der Ueberzeugung oder in die Gewohnheiten der BeBurufen begrüßt, während die Liberalen Campbell- Bannerman leb- völkerung durchgeführt werden könne. Die Kommission nahm haft begrüßen. Mount( f.) beantragt, in Erwiderung der Thronrede dann eine Vergleichung der einzelnen Artikel der jetzigen eine Adresse an den König zu richten, und spricht seine Befriedigung Regierungsvorlage mit dem früher von der Kommission angenommenen aus, daß die Frage betreffend den Zwischenfall in der Nordsee einem Entwurfe vor. internationalen Schiedsgericht überwiesen wurde. Belgien. Defterreich- Ungarn. der Wie das heilige Privateigentum von oberschlesischen Grubenbaronen respektiert wird, wenn es sich um das Eigentum der anderen handelt, davon ist schon mehrfach Erbauliches mitgeteilt worden. Gegenwärtig wird in oberschlesischen bürgerlichen Blättern wieder bittere Klage darüber geführt, wie einer der Größten und Reichsten der Provinz Schlesien, der Fürst von Donnersmard, mit dem bißchen Grundbesitz fleiner Privatleute umspringt. In Grohnczow, Logiemieck und Hubertushütte wohnende Grundbefizer werden dadurch schwer geschädigt, daß ihre Grundstücke durch den Betrieb der dem Fürsten von Donnersmard gehörenden Schlesien Grube gesenkt werden, so daß die darauf befindlichen Gebäude Risse bekommen und ganz oder teilweise unbrauchbar werden. Statt aber die so schwer geschädigten Kleinen Besitzer freiwillig zu entschädigen, läßt es die Verwaltung des Fürsten auf gerichtliche Klage antommen. Im Laufe der letzten zwei Jahre sind aus den genannten Orten nicht weniger wie zwölf solcher Alagen beim Landgericht Beuthen anhängig gemacht worden. Verursacht eine derartige Klage dem kleinen Brüssel, 14. Februar.( W. T. B.) Repräsentantenkammer. Grundbefizer an und für sich Kosten, die meist weit über sein Vermögen hinausgehen, so weiß die fürstliche Verwaltung diese Wien, 14. Februar.( W. T. B.) Abgeordnetengas. Eisenbahnminister Liebaert antwortet auf eine Anfrage betreffend Schwierigkeit noch erheblich zu steigern. Zuerst wird das Vor- In der fortgesetten Debatte über das Budget begrüßt der die Transportkosten für Kohlen nach Deutschland, daß sich die kommen von durch den Abbau hervorgerufener Schäden überhaupt Ministerpräsident es freudig, daß das Haus in die erste Transporte infolge des Ausstandes der Bergarbeiter im Ruhrgebiet bestritten, dann werden die mit großen Kosten beigebrachten Gut- Lesung des Budgets unter Zurückstellung der Dringlichkeits- bedeutend vermehrten und zum größten Teil auf direktem Wege erfolgt achten Sachverständiger bestritten, nicht zu bestreitende Senkungen anträge eingetreten sei, und erblickt hierin den türzesten und feien. Infolge von Uebereinkommen zwischen den belgischen, niederder Gebäude und Risse an denselben auf schlechten Baugrund, richtigsten Weg zum Wiedergewinn der Arbeitsfähigkeit. Auf die ländischen und deutschen Bahnverwaltungen feien viele Transporte eines Dringlichkeitsantrages im Hause zur umgeleitet worden, wofür indessen nur die direkten Tarife bes schlechte Bauausführung usw. zurückgeführt. Ist dann schließlich doch gelegentlich Sprache das Verschulden der Grube gerichtlich festgestellt, dann beginnt ein gebrachten Fragen bürgerlichen Freiheiten, rechnet wurden, jedoch habe das Abkommen keine Anwendung gefunden noch viel langwierigerer Kampf um die Höhe der zu zahlenden Ent- namentlich des Versammlungsrechts übergehend, betont der Minister, für Transporte, für welche die Absender einen Umweg vorgeschrieben schädigung. Und der finanziell und durch allerlei sonstige Schikanen daß in der seinerzeit in Kratau stattgehabten Versammlung die hatten. Der Minister für Industrie, Fraucotte, erklärt auf eine völlig erschöpfte Kläger muß schließlich froh sein, wenn er wenigstens temperamentvollsten Redner sprachen, die Polizei aber erst eingriff, Anfrage des Sozialisten Anseele, welche Folge die belgische Neetwas herausbekommt und nicht vollständig ruiniert ist. So handelt als sie das Bild des befreundeten Monarchen zu verbrennen ver- gierung der Mitteilung der deutschen Regierung bezüglich des Marimaldie Berwaltung eines viele Millionen reichen fürstlichen Herrn gegen suchten. Der Minister erörtert sodann die Lage der Staatsfinanzen, Arbeitstages für Fabriken zu geben gedente, die Regierung sei nur Heine Leute, die bestrebt find, ihren Kindern das ererbte Stüdchen welche, wenn sich auch eine Besserung bei ihnen zeige, doch der vertraulich gefragt worden und es stehe ihr nicht zu, die vertrauliche Antwort bekannt zu geben. Land zu erhalten. Und nicht nur gegen polnische Grundbesitzer wird größten Vorsicht bedürften. in dieser Weise vorgegangen, sondern den deutschen Landsleuten wird Minister, er wolle dieser Frage feineswegs ausweichen, er werde Auf das Verhältnis zu Ungarn eingehend, betont der Amerika. in ganz derselben Art die Liebe zum heimatlichen Boden gefördert. Roosevelt und der Senat. In der Frage der Schiedsgerichtsallerdings fein Wort über die Vorgänge in dem anderen Lande Die Finanznot der Einzelstaaten. Aus Weimar wird telegraphiert: iprechen, sondern sich darauf beschränken, den Standpunkt der berträge fam es im Senat zu vielen erregten Debatten. In offener In der heutigen Landtags- Sigung, der das gesamte Staatsministerium österreichischen Regierung festzustellen. Die Regierung. stehe auf dem und geheimer Sigung wurde Roosevelts eigenmächtiges Vorgehen beitwohnte, beantwortete der Chef des Finanzdepartements Hunnius die Boden der Gemeinsamkeit, wie sie das Ausgleichsgesetz von 1867 scharf berurteilt. Der Präsident hatte eine Reihe von Schiedsvor einiger Zeit von dem Bizepräsidenten Abg. Müller gestellte Anfrage, gesetzlich festgestellt habe.( Bustimmung.) Die Regierung betrachte gerichtsverträgen mit fremden Nationen abgeschlossen und hielt die ob die großherzogliche Staatsregierung ihren Einfluß im Bundesrate es als ihre Pflicht, alle Abmachungen und Vereinbarungen Ratifikation der Verträge durch den Senat für selbstverständlich. dahin geltend machen wolle, daß dem starken Anwachsen der Staatsschuld zwischen Desterreich und der ungarischen Reichshälfte loyal durch Den Senatoren behagte diese Behandlung durchaus nicht und daß er nach der Verfassung Einhalt getan und statt dessen eine Tilgung der Schuld herbeigeführt zuführen. Sollte es jedoch bei der Durchführung dieser Abmachungen sie erklärten dem Präsidenten, Senats ohne Einwilligung des feine Verträge abschließen Er erklärte, daß das starke Anwachsen der Reichsschuld und Vereinbarungen dazu kommen, daß sie an neue Bedingungen dürfe. Roosevelt hatte statt des Wortes Vertrag"( treaty) das für die großherzogliche Regierung fortgesetzt Gegenstand der geknüpft oder die von Desterreich als gemeinsam betrachteten Inſtituernstesten Aufmerksamkeit sei; fie unterstige alle Bestrebungen, tionen in ihrem Wesen berührt werden oder die Frage der Wort„ Uebereinfunft"( agreement) gesetzt, aber die Senatoren die dem Anwachsen der Reichsschuld wirksam entgegenzutreten Gemeinsamkeit selbst aufgerollt werde, dann dürfte die öfter- wachen eifersüchtig über ihre Rechte und lassen dies Spiel mit geeignet find. Die Staatsregierung habe sämtlichen seit dem reichische Regierung in vollem Einvernehmen mit dem Parlament Worten nicht gelten. Roosevelts Freunde sogar haben sein Vorgehen Jahre 1896 geschaffenen Gesetzen wegen Verwendung des Ueber- und der öffentlichen Meinung in aller Ruhe, aber unerschüttert, als sehr bedenklich bezeichnet. Einige Senatoren meinten, es handle schusses der Reichseinnahmen zur Schuldentilgung zugestimmt, obwohl die österreichischen Interessen energisch zu österreichischen Interessen energisch zu wahren wissen. fich um eine große Prinzipienfrage; der Präsident dürfe sich auf durch dieses Gesetz dem Staate die Aussicht, aus den leberweisungen( Lebhafter Beifall.) Das Haus werde fich überzeugen, daß die Re- feinen Fall mehr Macht aneignen als ihm gebühre; wenn der dies die schwersten Zuwendungen vom Reiche zu erlangen, mel, r und mehr entzogen jei. gierung bei dieser Wahrung auf Worte fich nicht beschränken werde Senat sich nachgiebig zeige, so fönne fomme der Senat und werde. Die Minderung, die infolge diefer Gesetze die Reichsschuld und energisch eintreten werde für die Großmachtstellung der Folgen nach sich ziehen; erst dann der Präsident; die Verfassung sei bedroht. Es erfahren habe, betrage 142 900 000 M. Bis jetzt sei es allerdings Monarchie, welche das Ergebnis eines jahrhundertlangen Prozesses nicht möglich gewesen, den allseitigen Wunsch nach planmäßiger fei, für welches Generationen ihr Bestes geopfert hätten, die von den Tilgung der Reichsschulden zu verwirklichen. Bisher habe es an europäischen Staaten als Notwendigkeit anerkannt werde und welche den erforderlichen Mitteln gefehlt. die Bürgschaft des Friedens und nicht zuletzt die sichere Gewähr für Danach ist die Regierung nicht geneigt, eine Reichsfinanz- den Wohlstand und das fulturelle Gedeihen der Bürger beider Staaten reform durch Einführung von direkten Reichssteuern und Be- fei.( Lebhafter Beifall.) schränkung der Rüftungsausgaben zu befürworten! Südwestafrika. Windhut, 14. Februar. Reiter Friedrich Endrejat, ge ooren am 27. Dezember 1881 zu untereißeln, früher im Füfilier Regiment Nr. 33, am 8. Februar im Lazarett Epuliro an Typhus und Ruhr gestorben. Frankreich wurde auf den Vorfall mit San Domingo hingewiesen und Roosevelts Haltung getadelt, weil er erst auf eindringliche Vorstellungen hin dem Senat die Sache vorlegte. Der Senat nahm mit 31 gegen 13 Stimmen ein Amendement zu der Schiedsgerichtsvorlage an, nach welchem die Einsegung eines Schiedsgerichtes von der Zustimmung des Senats abhängig ist. Dadurch wird den Verträgen Wert und Bedeutung genommen. Besonderes Interesse beansprucht unter allen Verträgen derjenige mit England, Die Kammernachwahl i... der schon einmal an dem Widerstande des Senats scheiterte. Der Paris, 13. Februar.( Eig. Ber.) Es handelte sich um Einfluß der Irländer, der in den Vereinigten Staaten ziemlich stark die Ersetzung des mélinistischen Abgeordneten Audiffred, der ist, richtet sich stets gegen einen solchen Bertrag. Die Ratifitation in den Senat gewählt worden war. Gewählt wurde nun der Verträge mit dem Amendement wurde schließlich mit 45 gegen gleich in der Hauptwahl der sozialistische Maire von Roanne, 19 Stimmen angenommen. Roosevelt beabsichtigt, die so amendierten Berträge den refp., geschlossen wurde, war die Doppelmonarchie noch ein bedeutendes| Transportgewerbe der Eisenbahn dienten, seien nicht zum öffent Rationen nicht zuzustellen. In der Presse werden die Vorgänge in Getreide- Exportland. Seitdem hat es sich mehr und mehr zu einem lichen Dienste oder Gebrauch bestimmt" und somit von der Ge Senat lebhaft besprochen und manche Zeitung nimmt für Roosevelt Getreide- Importland entwidelt, das bereits in mittelmäßigen Ernte- meindegrundsteuer nicht frei, was bezüglich der zum öffentlichen Partei und wendet sich scharf gegen den Senat. Es wird argumentiert, jahren zu einer nicht unbeträchtlichen Getreide- Einfuhr gezwungen Dienste oder Gebrauch bestimmten Grundstücke und Gebäude des Saß Schiedsgerichtsverträge eine große Errungenschaft für die Idee ist. Deutlich zeigt sich dies an den Ein- und Ausfuhrzahlen des Staats, der Provinzen, der Kreise, der Gemeinden oder sonstigen des Weltfriedens bedeuten und daß der Senat in einer so wichtigen vorigen Jahres, obgleich dieses keineswegs eine besonders schlechte Kommunalverbände der Fall sei.(§ 24c des KommunalabgabenSache auf sein Privilegium Hätte verzichten sollen. Ernte lieferte. Es betrug die: Russische Gärung. Ein Petersburger Telegramm unseres W- Korrespondenten zeichnet die gegenwärtige Lage durch folgende Tatsachen und Züge: Mais Ausfuhr 1904 1903 Kronen 1 144 746 34 722 12 645 90 042 074 1 180 069 2906 002 6468 33 525 Einfuhr 1903 29 792 307 3 868 147 587 086 1904 Wert in 41 042 113 2 663 020 764 478 · 1 361 929 1.688 243 2 746 638 4824 672754 5434 6 124 965 3 350 551 33 114 245 5460 4 890 954 31 108 95 360 251 91 986 894 Getreide zus. 40 720 362 582 857 13 865 7560 44 606 317 180 605 590 730 5082 26 580 46 013 596 Gesetzes.) Verfammlungen. Der Verein ehemaliger Gütergoßer zur Bekämpfung der Tuber tuloje hielt Sonnabend, den 11. Februar, seine monatliche Sigung im Musikerhause, Kaiser Wilhelmstraße 18m, ab, wo Fräulein Dr. Wygodzinski einen Vortrag über die verschiedenen Formen und den Verlauf der Lungentuberkulose hielt. In nächster Zeit hofft der Verein mehrere gemeinnüßliche Vorträge abhalten zu fönnen, zu welchen nicht nur die Mitglieder, sondern auch diejenigen Zutritt haben werden, welche sich für die Bekämpfung der Tuberkulose unteressieren. Alle ehemaligen Gütergoßer werden aufgefordert, dem Verein beizutreten. Anmeldungen bei dem ersten Schriftführer Raschubowski, Naunynstraße 57, III. Hirse Buchweizen. Petersburg, 14. Februar, 8,52 nachmittags.( Privat- Gerste. Telegramm des Vorwärts".) Der Streik verbreitet sich Hafer. langsam. Heute verließen die Arbeiter der frankorussischen Weizen Werke die Arbeit. Eine Bewegung gegen den Streit Spelz. macht sich seitens der Gaponisten bemerkbar, die den Streik Roggen in diesem Augenblick für gefährlich halten und einen elemen- Halbfrucht taren Ausbruch der Leidenschaften fürchten. Die Arbeiter hegen großes Mißtrauen gegen die neue Baumwollverbrauch Großbritanniens. Die Tertilindustrie Groß- Die in Berlin arbeitenden Genossen des Wahlkreises ArnsKommission. Hente, in einer Versammlung der Putilow- britanniens ist noch immer der bedeutendste Baumwollkonsument. walde- Friedeberg gründeten einen Agitationsverein. In der konstiArbeiter, wo von ihnen verlangt wurde, Abgeordnete am Im Jahre 1904 wurden insgesamt 3992 458 Ballen Baumwolle tuierenden Versammlung hielt der Genosse Obst, der Kandidat des 19. Februar in die neue Kommission zu wählen, nach Großbritannien eingeführt gegen 3 670 367 Ballen im Jahre Kreises, eine Ansprache, und Genosse Scholz als Mitglied der fragten die Arbeiter, ob die Person der Abgeordneten 1903 und 3811 155 Ballen im Jahre 1902. Von der Baumwoll- Agitationskommission erklärte, daß er dafür eintreten werde, daß unverleglich sein würde. Die Werkstättenmeister ant- einfuhr des verflossenen Jahres famen 3 157 833 Ballen aus Amerika, dem Verein nichts in den Weg gelegt werden solle. 30 Mitglieder worteten: Innerhalb dieses Gebäudes ja, ob nachher, 93 258 Ballen aus Brasilien, 196 522 Ballen aus Ostindien, 449 457 traten dem Verein sofort bei. Ballen aus Egypten und 95 388 Ballen aus anderen Ländern. Die wiffen wir nicht." Die Arbeiter beschlossen, die Direktion Baumwollausfuhr Großbritanniens belief sich im Jahre 1904 auf zu bitten, Garantien für die Unverletzlichkeit von der Re- 388 834 Ballen gegen 511 868 Ballen im Jahre 1903 und 463 482 gierung zu verlangen. Ballen im Jahre 1902. Die Verhaftungen von Prugawin, einem Schriftsteller über russisches Sektenleben, und von Strojew, einem mäßig liberalen Schriftsteller, scheinen viel mehr zufällige Mißgriffe der Polizei als Zeichen besonderer Strenge. Das Gerücht läuft, daß Trepow Gehülfe des Ministers des Innern wird. Man redet jett weniger von der Einberufung der Semski Sobor als einer Versammlung der Vertreter der Stände. Streik von Eisenbahnbeamten. Kiew- Woronesch- Eisenbahn in Ausstand getreten. Gewerkschaftliches. ( Siehe auch 1. Beilage.) Die Fliesenlegerfektion des Maurerverbandes beschloß in ihrer geftrigen Mitgliederversammlung, die seinerzeit über den Bau am Montbijouplab berhängte Sperre auf 3 uheben, weil sie dadurch gegenstandslos geworden sei, daß der Bau von Mitgliedern der Freien Vereinigung deutscher Fliesenleger" besetzt worden sei. den Die Wahl in Hof. Hof, 14. Februar.( Eig. Ber.) Unter recht eigenartigen Umständen findet im hiesigen Kreise eine Nachwahl statt. Bekanntlich wurde der seitherige Abgeordnete Kommerzienrat Münch- Ferber vor dem hiesigen Landgericht- als auch vom obersten Landgericht in München, das das Urteils bestätigte, nicht nur als ein höchst unsauberer Geschäftsmann, sondern auch sonst als ein Mann von zweifelhaftem Charakter entlarvt. Nicht nur, daß dieser famose Boltsvertreter, der millionenschwere Kommerzienrat, die Erben seines verstorbenen Associes bei den Hinterlassenschafts- Regulierungen betrügen wollte( er hat also die sonst den Sozialdemokraten angedichtete Teilerei in höchst eigenhändiger Weise besorgt), auch sonst Die Wächter der Wach- und Schließgesellschaft haben durch ihre wurden dem Manne Dinge nachgeredet, die ihn als Volksvertreter unmöglich machten! Bewegung der Geſellſchaft bemerkenswerte Zugeständnisse abgerungen. Aus Kiew meldet fein Trozdem nun Münch ein solch vielseitiger" Mann war Dem Vernehmen nach sind die Verwaltungsbeamten der Moskau- Zwei unliebſame Kontrolleure vurden ihres Postens enthoben. Die Tun und Handeln war den nationalliberalen Häuptlingen nicht unfließen fortan einem etwaigen Verfall in setzten diese es ungeachtet des Widerspruchs aus Sie Unterstüßungskasse. Die Frage der dienstfreien Nächte wurde ein Mann im eigenen Reihen durch, daß solch geregelt und eine Gehaltserhöhung von 2-7 Mart monatlich ge- Jahre 1908 wieder aufgestellt und auch gewählt wurde. Ja, die örtliche Parteileitung dieser Staatserhaltenden" besaß noch den Mut, nach dem die Gerichte gesprochen, Münch ein Vertrauensvotum auszustellen und ihn zum Bleiben aufzufordern. Doch waren die Tage dieses Volksvertreters gezählt, er legte schließlich das Mandat nieder. Ein Wächter kam zu mir mit dem Befehl, ich solle zum Nun geschah das für die bürgerlichen Parteiverhältnisse BeEin Urteil von weittragender Bedeutung wurde jüngst vom Verwundernde, auch nicht daß frühere Direktor des Werkes in die Werkstatt kommen. Erschrocken, ich Reichs- Versicherungsamt gefällt. Die Großherzogliche Chauffee- Ver- zeichnende, wußte nicht, weshalb ich gerufen werde, ging ich in das waltungs- Kommission in Schwerin hatte im Meistbietungsverfahren Gegenkandidat des Münch, der sich zur freifinnigen Volkspartei Hauptkontor zum Direktor des Werkes. Der Direktor befahl mir, die besten Kleider anzuziehen, und sagte noch, daß ich mit dem die Fällung der an den Seiten einer Chauffee stehenden Bappel- zählende Dr. Goller als Kandidat des neu erstandenen vereinigten mir, die besten Kleider anzuziehen, und sagte noch, daß ich mit dem bäume dem Unternehmer F. zugeschlagen. Es war für F. fontraft- Liberalismus aufgestellt wurde. Bei der letzten Wahl hatte dieser Aufseher des Werkes in die Stadt fahren werde. Als ich nach Hause liche Bedingung, daß er bei der Ausführung der Arbeiten den An- vielseitige Doktor in seinen Wahlreden erklärt:" Münch- Ferber zu gekommen war, erklärte ich meiner Familie, daß ich in die Stadt fahre, weisungen der Organe der Großherzoglichen Verwaltungs- Kom- wählen, jei politischer Selbstmord" und heute ist derselbe Goller ohne zu wissen, warum, auf Befehl des Direktors. Meine Familie nahm mission zu folgen habe. Das Niederlegen der Pappeln wurde von Kandidat für die liberale Partei. Neben Goller kandidiert vom erschrocken von mir Abschied. Als ich in das Kontor kam, fuhr ein Wagen vier Arbeitern zum Preise von 1 M. 12½ Pf. für den Baum über- Bunde der Landwirte der Landwirtschaftslehrer Megger aus Bunmit meinem Begleiter( dem Aufseher des Werkes) vor. Unter * * * Die Potemkinschen Arbeiter. Die„ Vossische Zeitung" veröffentlicht folgende Schilderung eines Mitgliedes der berühmten Arbeiter" deputation, die zum Zaren befohlen wurde. Die Schilderung soll von dem Mitglied selbst stammen: währt. nommen. Soziales. Ein nicht verficherungspflichtiger Betrieb. macht. wenn siedel, während von unserer Seite der Verleger unseres Parteiblattes wegs sprachen wir kein Wort. Als wir ins Winterpalais gekommen Hierbei erlitt nun der Arbeiter 2. einen schweren Unfall, der Genoffe Geißler als Kandidat aufgestellt ist. waren, führte man mich durch das Kommandantenportal ins Empfangs noch über die 13 Wochen hinaus erwerbsstörende Folgen hinterlassen Seit Wochen tobt der Kampf mit ungeheurer Schärfe um das zimmer, wo man aufschrieb, welchen Standes ich sei, Vor- und hatte. Infolgedessen stellte 2. bei dem medlenburgischen Fistus Erbe Münch- Ferbers. Die liberale Partei macht verzweifelte AnFamiliennamen, und wo ich arbeite. So wurde ich dreimal angeschrieben, Rentenentschädigungs- Ansprüche. Das Medlenburg- Schwerinsche ftrengungen, um den politischen Selbstmörder Dr. Goller durchbevor ich in den einen Saal geführt wurde. Im Saal waren Leute Landes- Versicherungsamt lehnte indes das Einleitungsverfahren ab, aubringen, während der Bund der Landwirte sich ebenfalls Hoffnungen aus verschiedenen anderen Fabriken versammelt. Unter ihnen war Die Sozialdemokratie war schon im Juni 1908 nahe daran, auch ein Tauber von der Thorntonschen Fabrik. Hier wurden wir da 2. nicht im Dienste der Chauffee- Verwaltungs- Kommission gestanden habe. 2. wandte sich nunmehr an das Reichs- Versicherungszu Baaren aufgestellt. Der Gendarmenobrist befahl, daß wir uns amt, und dieses veranlagte die Großherzogliche Chauffee- Ver- den Sieg zu erringen. In diesem Wahlkampfe boten wir alle beim Baren ebenso aufstellen sollen. Die Jüngeren mit den Jüngeren, waltungs- Kommission, daß dem 2. ein berufungsfähiger Bescheid Kräfte auf. In fast sämtlichen Orten wurden Bersammlungen abdie Alten mit den Alten. Als wir alle in Reih' und Glied standen, erteilt wurde. Gegen den Ablehnungsbescheid der Chauffee- Ver- gehalten, in den letzten drei Tagen nicht weniger als 54, in denen kam der Gouverneur Trepowo zu uns, begrüßte uns und erklärte, daß waltungs- Kommission legte 2. beim Schiedsgericht für Arbeiter- Die Reichstags- Abgeordneten Sindermann, Grenz, Stolle, Stüdlen, wir zum garen fahren werden. Da erschraken wir alle. Neun Wagen Versicherung in Schwerin Berufung ein und beantragte, die Chauffee- Stadthagen, Ed. Fischer, Zubeil, Peus, Ad. Hoffmann, Schöpflin, ſtanden für uns bereit. Gouverneur Trepow fuhr voraus. Wir Berwaltungs- Kommission zur Entschädigung zu verurteilen. Wenn- Lesche, Ledebour, v. Bollmar, sowie Genosse Paul Göhre und eine fuhren vor dem für den Kaiser bestimmten Vorbau des Bahnhofes bor, wo wir in ein dunkles Vorzimmer traten, und von dort gleich er auch von F. angenommen sei, erklärte er, so habe er dennoch Anzahl im Kreise ansässiger Genossen referierten. im Arbeitsverhältnis in mittelbarer Beziehung zur Chausseein die prächtigen faiserlichen Zimmer. Ein Extrazug nach Verwaltungs- Kommission gestanden, da laut Kontraft F. sowohl Barskoje Selo stand bereit. In Zarskoje Selo erwarteten uns sechs Kutschen, die uns zum Palais brachten. Am Portal wie feine Arbeiter sich den Anordnungen des wärters erwarteten uns sechs Lakaien, die uns in ein dunkles Vorzimmer weigerlich zu fügen hätten. Am Portal oder Oberwärters bezw. deren Borgesetzten unund von dort in einen hellen Empfangsraum führten. Gendarmen- Das Schiedsgericht wies indessen die Berufung zurück, da der offiziere stellten uns in Reih und Glied auf und ein Adjutant führte Unternehmer F. nicht als Unteraktordant der Chauffeeuns aus dem Empfangsraum in einen Saal. Im Saale warteten Verwaltung, sondern als selbständiger Unternehmer anzusehen sei. wir auf den Baren etwa eine halbe Stunde. Zuerst traten die Mi Die unfallbringende Tätigkeit bildet in diesem Falle einen nister ein, nach ihnen der Zar. Er begrüßte uns. Wir verbeugten uns integrierenden Bestandteil des von F. geführten Geschäftsbetriebes, tief vor ihm. Ein Blatt Papier in der Hand haltend, blickte er der gewerbsmäßig Holzfällung, Lagerung und-Handel betreibt, von Zeit zu Zeit auf dieses und hielt uns eine Rede. Nachdem er wenn auch die Größe des Betriebes nicht ermittelt werden konnte, die Rede beendet hatte, drehte der Zar fich um und ging fort. ba F. fichtlich bemüht gewesen ist, mit wahrheitsgemäßen Angaben demokrat 9923, Nationalliberaler 9745, Bauernbund 2540 Stimmen. Uns allen fiel ein Stein vom Herzen und wir fingen an, zurückzuhalten. Am 16. Juni 1903 wurden im ersten Wahlgange von 29 234 Wahlberechtigten 22 663 gültige( 52 ungültige Stimmen)= 77,7 Broz. abgegeben; davon erhielten Genoffe Studlen 10 678, münchFerber( natl.) 7573, Dr. Goller( frf. Bg.) 4162, Schirmer ( Zentrum) 245. Bei der Stichwahl stieg die Wahlbeteiligung mit Der Nationalliberale Münch- Ferber siegte mit 12 605 Stimmen über unseren Genoffen 24 900 gültigen Stimmen auf 85,6 Proz. Münch- Ferber siegte mit 12 605 Stimmen über unseren Genoffen Stückten, der 12 295 Stimmen erhielt. Ueber den Ausgang der Wahl liegen folgende Depeschen vor: Hof, 14. Februar.( Privatdepesche des Vorwärts".) SozialMithin Stichwahl. uns frei zu fühlen. Aus dem Palais wurden wir in das Das entscheidende Gewicht für die Abgrenzung der Ent- Hof, 14. Februar.( W. T. B.) Bis 211 Uhr nachts lagen Lyceum geführt, wo wir Mittag erhielten. Bei jedem Teller schädigungspflicht in denjenigen Fällen, in denen die unfallbringende ſtand eine Karaffe mit gewöhnlicher Wodka und eine Flasche Arbeit verschiedenen, ineinander greifenden Betrieben, dem einen folgende Wahlresultate vor: Dr. Goller( natl.) 10 042, megger Bier. Beim Essen baten wir, man möchte uns die Rede des Zaren oder anderen zugerechnet werden kann, ist auf zwei Momente gelegt:( Bund der Landwirte) 2863 und Geißler( Soz.) 10047 Stimmen. gedruckt übergeben. Bald danach wurden Blätter mit der Rede des Baren unter uns verteilt. Das Essen schmeckte uns sehr gut, das erstens auf die Erteilung des Auftrages zur Arbeit und zweitens Bier schien ganz besonders gut. Ich war den ganzen Weg bis die Lohnzahlung für deren Verrichtung. Barskoje Selo in Sorge gewesen, weshalb ich und meine Genossen zum Zaren geführt werden. Zu Hause hatte ich schon gedacht, daß ich nicht mehr zurückkommen werde. Diese beiden Momente fallen dem F.schen Betriebe und nicht der Chauffee- Verwaltung zu. Es läßt sich zurzeit auch nicht feststellen, ob der F.sche Betrieb, der mit seinem Holzhandel in dem Handelsregister nicht eingetragen ist, nach§ 1 des G. U.-V.-G. versicherungspflichtig ist. F. aber als Unteraffordant der Chaussee- Verwaltung anzusehen, würde den realen Verhältnissen des Lebens nicht entsprechen. Letzte Nachrichten und Depefchen. Ein Wahlfieg in Ungarn. " Szegvar, 14. Februar.( Privatdepesche des Vorwärts".) Mit heutigem Tage wurde nach großem Kampfe der erste Sozialdemokrat als Reichstags- Abgeordneter in Ungarn im Szegvarer Bezirk gewählt. Aus Induftrie und Handel. Hiergegen legte der Kläger Returs beim Reichs- VersicherungsReichsbant. Der Zentralausschuß der Reichsbank hat heute den amt ein. Der Rekurs des Klägers wurde auch hier aus den vorn Budapest, 14. Februar.( W. T. B.) Bei der heutigen Diskont von 4 auf 31 Broz. und den Zombardpreis für Darlehen angeführten Gründen zurückgewiesen. Auch die Lagerei- Berufsgegen Verpfändung von Effekten und waren von 5 auf 4 Proz. genossenschaft konnte nicht zur Entschädigungspflicht her- Stichwahl im Szegvarer Wahlbezirk wurde mit herabgefegt. In der Sigung erklärte der Präsident des Reichsbank- angezogen werden, da der Betrieb nicht handelsgerichtlich ein- Wilhelm Mezöfi, der eine Mehrheit von 26 Stimmen Direktoriums Dr. Koch im Anschluß an die letzte Wochenübersicht, getragen war und auch nur 90 Tage ermittelt werden konnten, an erhielt, der erste sozialistische Abgeordnete in das ungarische welchen F. Arbeiter beschäftigt hatte. Abgeordnetenhaus gewählt. daß die Gesamtanlage seit der ohnehin schwächeren Anspannung am Hier offenbaren sich die viel gepriesenen Herrlichkeiten des Jahresschlusse stetig zurückgegangen sei. Sie betrage jezt 809 Millionen, Unfall- Versicherungsgesetzes. Ein Arbeiter, der in einem mit Paris, 14. Februar.( W. T. B.) Die Deputierten. also 46 beziv. 20 und 37 Millionen weniger als in den letzten drei höchster Unfallgefahr verbundenen Betriebe zum Invaliden geworden tammer hat Dumeraue, den Kandidaten der Gruppen der Vorjahren. Die Wechsel feien gegen 1904 um 61 Millionen geringer, ist, sieht sich dem grauen Elend preisgegeben, weil es dem Unter- Rinken, mit 215 Stimmen zum Bizepräsidenten gewählt die Reichs- Schazanweisungen mit 72 Millionen allerdings um nehmer beliebte, seinen Betrieb nicht in das Handelsregieſter ein- gegen 142 Stimmen, die auf den tonservativen Kandidaten Denys 24 Millionen größer. Der infolge der Diskonterhöhung im Oftober tragen zu laffen. Cochin entfielen. v. J. seitdem bei günstigen Wechselfurfen ungemein gestiegene MetallSteuerpflicht des Eisenbahnfiskus. Für alle Gemeinden mit London, 14. Februar.( W. T. B.) Oberhaus. In der borrat von 1073 Millionen sei um 157 bezw. 162 und 54 Millionen höher als in den drei Vorjahren. Soviel Gold wie jest, nämlich Eisenbahnanlagen ist eine Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts Adreßdebatte erklärte der Staatssekretär des Aeußeren Lord dan 3. 848 Millionen, habe die Reichsbant noch niemals besessen. Die vom 14. Februar bedeutungsvoll. Es handelte sich um einen Steuer- downe in Erwiderung auf Ausführungen des Lord Spenca be. fremden Gelder mit 488 Millionen seien ebenfalls höher als in den streit zwischen dem preußischen Eisenbahnfiskus und der Stadt- züglich des Krieges in Ostasien ,, jede übel aufgenommene Intergemeinde Elberfeld. Im Gegensatz zur Vorinstanz stellte das Ober- vention fönnte leicht ernste Folgen haben. Er brauche nicht zu berVorjahren: Bei dieser befriedigenden inneren Lage sei das Geld am Berwaltungsgericht den Fistus von der Gemeindegrundsteuer für suchen, daß die Regierung, wenn sich ihr eine Gelegenheit zur Interoffenen Markt ungemein flüssig. Der Berliner Privatdiskont fei Weichenstellwerte und Signalstationen frei, weil diefe sich auf dem vention bieten sollte, sich ihrer bereitwilligst bedienen würde. Die fast stetig bis auf 1% Proz. gefallen ungeachtet der starken Schienenwege befinden. Das Gericht nahm an, daß so Weichen- Regierung habe es sich angelegen sein lassen, stritteste Neutralität zu Redistontierung von Reichsschazanweisungen seitens der Reichsbant. stelwert und Signalstation Bestandteile der Schienenwege geworden beobachten, und ihr Bestreben sei nicht erfolglos gewesen. Bezüglich Die fremden Wechselfurse hätten neuerdings ebenfalls eine weichende feien und§ 24d des Kommunalabgaben- Gefeßes antvendbar wäre, to- der Frage der Kriegslonterbande sei die Regierung bemüht gewesen, Richtung eingeschlagen, sodaß ein erheblicher Golderport nicht zu be- nach die Schienenwege der Eisenbahn von den Gemeindegrundsteuern frei die traditionelle Politik Englands zu befolgen und die Liste der forgen sei. Hiernach sei eine weitere Distontermäßigung unbedenklich. find. Unter Verwerfung weitergehender Freistellungsanträge des Konterbande- Artikel möglichst zu beschränken. Der Regierung sei es Fistus sprach das Gericht aus, daß nicht alle dem Eisenbahn- zu ihrer Befriedigung gelungen, in dieser Beziehung einen verDer Zentralausschuß war hiermit einverstanden. betriebe dienenden Gebäude und Räume als zum öffentlichen nünftigen modus vivendi zu erlangen und seit vorigem Juli seien Desterreich- Ungarns Getreidehandel. As im Jahre 1891 der Dienste oder Gebrauch bestimmt" gelten tönnten, da die Eisenbahn nur solche englische Schiffe von einer Beschlagnahme betroffen worden, sogenannte Caprivische Handelsvertrag mit Defterreich- Ungarn ab- l im ganzen ein Transportunternehmen sei. Alle Räume, die dem die sich offenkundig des Blockadebruchs schuldig gemacht hätten. Berantw. Redakt.: Paul Büttner, Berlin. Inserate verantwo.( mit Ausnahme der„ Neue Welt"-Beilage): Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanst. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagenu.Unterhaltungsbl Nr. 39. 22. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwo, 15. februar 1905. 141. Sigung vom Dienstag, den 14. Februar 1905, feit links.) An einer Stelle ist zu lesen, daß selbst Industriearbeiter Jahre Bismard geneigt tvar, den Getreidezoll auf 1 Mark herabnachmittags 1 Uhr. an Am Bundesratstische: Graf Bojadowsky. Die erste Beratung der Handelsverträge wird fortgefekt. Abg. Herbert( Soz.): Aber wer gespielt. Man hat dabei das Buch von Moritz Hecht„ Die badische haben sich ja gestern beklagt, daß wir Sie mit Jhr" anredeten. Wir Landwirtschaft am Anfang des XX. Jahrhunderts" zitiert. Aber wissen also, daß wir auch den Bayern jezt preußisch höflich kommen müssen. man scheint das Buch nicht voll und ganz gelesen zu haben.( Heiter- Der Abgeordnete Stöcker hat es bezweifelt, daß Ende der achtziger Brotgetreide zum Verkauf bauen. Im ganzen steht allerdings Baden zusehen. Aber das ist doch so. Vorher hatte er ihn nur deshalb im Getreidebau zurüd. Daraus ziehen Sie( zur Freifinnigen Ver- auf 6 Mark heraufgesetzt, um einen Druck auf Rußland auszuüben. brauchte einigung) den Schluß, die Badener müßten gegen die Erhöhung Er aus politischen Gründen den Handelsvertrag und wollte der Getreidezölle sein.( Abg. Gothein: Sehr richtig!) Aber die mit Rußland zu diesem Zwecke den Zoll Badener wollen doch, daß die Ostdeutschen für den Schuß auf 1 Mark herabfeßen. Hieran halten wvir fest, feft, fo Die Ausführungen des Redners bleiben wegen der im Hause ihrer Gebächfe eintreten, also müssen sie auch für deren lange wir nicht vom Regierungstische her dementiert werden. Nur noch ein Wort zu den Nationalliberalen! Herrn Sieg herrschenden großen Unruhe auf der Tribüne großenteils un Zölle stimmen.( Sehr richtig! rechts.) Man muß immer das verständlich. Mit Ausnahme des fleinen Häufleins des Handels- Interesse der Allgemeinheit wahren.( Sehr richtig! bei den Soz.) muß ja die Rede seines Fraktionsgenossen Beumer sehr unangenehm vertragsvereins hat das gesamte Bürgertum den gegen die Arbeiter Unsere Tabatbauern sind in einer gewiß nicht beneidenswerten Lage. gewesen sein. Die Nationalliberalen machten dabei einen Eindruck, gerichteten Bolltarif gutgeheißen. Auch die Großlaufleute sagen von Ich möchte bitten, die Untersuchungen über ihre Lage zu be- daß man sagen fann: Sie faßen an den Wassern Babylons und Sen Arbeitern: laß fie betteln gehn, wenn sie hungrig sind". schleunigen. Mein Hauptthema ist die Weinzollfrage. Die meisten weineten.( Große Heiterkeit.) Abgesehen von der Einleitung und getviß, Der Finanzminister Freiherr v. Rheinbaben hat den Großgrundbesitz Vertreter der Weinbaubezirke haben seinerzeit gegen den österreich- dem Schluß( Nufe: Aha! bei den Nationalliberalen.) als ein nationales Gut bezeichnet. Dnein! das Gegenteil ist richtig. ungarischen Handelsvertrag wegen der Bestimmungen über die Herr Beumer mußte doch die Annahme der Verträge befürworten Er hat ferner gesagt, durch die soziale Gesetzgebung der Regierung Maische gestimmt. Ihre Befürchtungen sind eingetreten. Große und fich dem fügen, was die große Mehrheit seiner war die Rede des Herrn habe sich die Lage der Arbeiter gebessert. Aber nur für die Herren Mengen Weinmaische sind aus Desterreich und Italien, namentlich Partei befchloffen hatAgrarier tritt die Regierung immer ein. Beim Streit im Ruhr- aber infolge der Meistbegünstigungsfrage aus Spanien und Frank- Beumer eine Darstellung dessen, wie schwer unfere revier, wo es fich darum handelte, den Arbeitern zu helfen, versagte reich eingeführt worden. Diese Traubenmaifche wird nun großen- Industrie geschädigt wird. Bon ungefähr hat doch der die Regierung.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Und doch teils nicht zum Verschnitt unserer Weine, fondern zur Weinfabrikation Regierungsvertreter b. Schönebec nicht eine lange Erwiderung ist die Veranlaffung zu einem solchen Streit das felbe, was für eingeführt. Ich hätte es gern gefehen, daß die richtige Spannung darauf gegeben. Herr Beumer schilderte ja, wie die MaschinenEin Reichs industrie direkt durch die Verträge ins Grab gelegt wird. Aber die Landwirte eine leberschwemmung oder Hagelschlag zwischen Maische und Wein eingeführt werde. daß aus Trebern nationalliberale Partei hat ja dadurch, daß sie dem Antrage ist. Wenn die Arbeiter gehört worden wären beim Bolltarif, so Nahrungsmittel- Gesetz muß verhindern, hergestellt wird. minderwertiger Maische Wein wären die Verträge anders ausgefallen. Wir v. Kardorff beim Zolltariffampf zur Durchführung verhalf, die Ich erinnere an die Armut der Landarbeiter, an der müssen unsere eigenen Wünsche aber im Interesse der Gesamt- Maschinenindustrie mit ins Grab gelegt, da kann man sich denken, fich nichts ändern wird, so lange diese Arbeiter nicht das heit zurückstellen, und dieses verlangt die Annahme der Handels- wie traurig vielen Nationalliberalen zumute ist. Roalitionsrecht haben. Die Grundbefizer werden vergnüglich die verträge.( Beifall.) A gesagt hat, muß auch sagen. Wir werden auch fernerMehreinnahmen infolge der gölle einstecken, aber ihren Arbeitern Württembergischer Bundesbevollmächtigter Dr. v. Pifchet glaubt hin gegen diese Handelsverträge unsere Agitation richten. werden sie nichts davon geben. Wenn in Ostelbien wirklich freie nicht, daß der deutsche Obstbau infolge der Erleichterung der Einfuhr Man sagt, alle Landwirtschaftskammern hätten sich für die Verträge Wahlen möglich wären, so würden wir Ihnen( rechts) da ebenso aus der Schweiz geschädigt werden wird. In Württemberg fei der erklärt. Die Landwirtschaftskammern sind wohl die amtlichen, aber die Wahlkreise abnehmen wie anderswo. Die Arbeiter haben Genuß von Obstwein sehr verbreitet und er habe sehr zur Zurück nicht die berufenen Vertretungen der Landwirtschaft, denn Kleinunt dem Zolltarif ein Hauptinteresse, so notwendiger drängung des Branntiveingenusses beigetragen. Aber obgleich der bauern und Arbeiter sind in ihnen überhaupt nicht vertreten. Also wäre es gewesen, fie auch bor dem Ser Obstbau in Württemberg einen sehr großen Umfang habe, müsse die Landarbeiter, in deren Intereffe angeblich diese Verträge auch Abschlußz Handelsverträge zu befragen. Wenn die Regierung wirklich man doch noch Dbftwein einführen, um den Bedarf zu deden. liegen sollen, sind gar nicht gefragt worden. Die Industriearbeiter daß väterliche Fürsorge für alle Zweige der Nation hätte, so fönnte fte Redner verteidigt im übrigen die afbittschaftlichen und die können vermittelst ihrer Organisationen es erzwingen, an einer günstigen Konjunktur erhalten, uns diese Handelsverträge nicht vorlegen. Ihre Folge wird ent- industriellen Boйfäße der neuen Salbelesetträge und bestreitet, fie einen Anteil an des auf Rußland das ist den 2andarbeitern unmöglich.( Sehr wahr links.) weder Arbeitslosigkeit sein oder Sinken der Löhne. Die Industriellen daß der russische Vertrag mit infolge tönnen sich, weil sie fartelliert sind, am Bublikum schadlos halten, lastenden Druces zustande gekommen fei. Die deutschen Unter- Sie sind auf das angewiesen, was ihnen freiwillig geboten wird die Arbeiter werden dafür bestraft.- Die Agrarier werden übrigens händler hätten bei den Vertragsbethandlungen alles erreicht, was zu und die Aeußerung eines Latholischen Agrariers ist unwidersprochen geblieben: Die Landwirte zahlen aus gutem Herzen auch durch diese Zolltarife nicht befriedigt; bei ihnen gilt: Je mehr erreichen gewesen sei. Geld, desto weniger Schweizer. Davon, daß man, wie in anderen Abg. Stöcker( Wirtsch. Vg): Ich habe in meinem Wahlkreise er nicht einen Pfennig mehr Lohn, jeder nimmt das billigste, was sich Wie rechtlos die Landarbeiter sind, das wurde Gewerben, die Produktionskosten verringere, ist bei den Agrariern flärt, daß ich für die Handelsverträge stimmen würde und habe auch ihm bietet. drastisch auf dem fozialdemokratischen Preußentag nie die Rede. Jch behaupte, in dem Maße, wie durch Erhöhung der bei den kleinen Leuten feinen Biberspruch gefunden. Wenn sie auch recht Preise für die Landwirtschaft gesorgt wird, wird der Fortschritt nicht alle Zölle im einzelnen billigten, jo hielten sie doch den Abschluß dargelegt. Auf einem Gute hatten Arbeiterinnen einen Tag die im landwirtschaftlichen Betriebe aufgehalten. von Handelsverträgen für äußerst wichtig im Interesse der Allgemeinheit. Arbeit niedergelegt; die Anstifterin wurde auf Grund des preußischen Ich bin nicht der Ansicht, daß der Kleinbauer rationeller wirt- Seinerzeit ging die Stimmung der Regierung dahin, Handelsverträge Gesetzes von 1854 zu zehn Tagen Gefängnis verurteilt.( hört! schaften kann. Im Gegenteil. Daß der Großbetrieb rationeller wirt- um jeden Preis zu machen.( Sehr richtig! rechts.) Nach mir gehört! links.) Dies Gefeß macht es den Landarbeitern ganz unfchaften kann, das gilt nicht nur für die Industrie, sondern auch für die wordenen Berichten waren die auswärtigen Diplomaten selbst er möglich, aus eigener Straft etwas zu erringen. Die Lohnverhält Landwirtschaft. Ich spreche hier nur für meine Person, aber auf staunt, wie leicht mit den deutschen Unterhändlern auszukommen sei. niffe find geradezu elend. In Wehlau ist ein Vertrag abGrund eigener Erfahrung. Die elektrische Kraft tann noch viel mehr( hört! hört! rechts.) Im Gegensatz hierzu sind die neuen Handels- geschlossen zwischen einem Gutsbesizer und einem Schäfer. in den landwirtschaftlichen Betrieb eintreten als bisher. Die Landverträge mit der bentbar größten Sorgfalt aufgestellt, sie sind die Grund- Der Lohn des Schäfers foll sich auf 300 m. stellen( Zurufe rechts), wirte sagen: es ist früher so gewesen, es war schön und gut so, wir lage einer Versöhnung zwischen Industrie und Landwirtschaft. interessant ist bei dem Vertrage, daß der Schäfer seine Frau mit ivollen Sabei bleiben." Das geht nicht. Die Landwirtschaft muß Selbst Kautsky fagt: Der Notstand der Landwirtschaft ist nicht zu auf die Arbeit schiden muß. Diese bekommt hierfür einen Lohn von sich dem allgemeinen Fortschritt anschließen. Früher, als die Land- leugnen. Die Freifinnige Vereinigung hat sich den bittersten Spott 30 Pf. im Sommer und 40 Pf. im Winter, dazu 10 Scheffel Roggen virte noch exportierten, da tvaren fie freihändlerisch gefinnt. Jest Schippels augezogen, weil fie den Notstand der Landwirtschaft und 40 Ruten Kartoffeln.( Burufe rechts.) Ein Vertrag mit solchen ist es Dänemark, welches den Export nach England den Deutschen leugnet. Er sagt, es find gute Leute, aber schlechte Musikanten. Hungerlöhnen wird heute wirklich abgeschlossen! Wenn infolge der Die meisten der Herren, die so urteilen, Schädigung der Industrie durch die Handelsverträge wieder mehr abgenommen hat. Selbst der deutsche Obstbau, der sehr wohl noch( Heiterkeit rechts.) noch nie auf dem Lande. fie find Städter oder Arbeiter nach dem Lande strömen werden, werden die Löhne exportieren tonnte, wird vernachläffigt. Die Quintessenz der waren Wer also das Wohl der ggar Berliner.( Seiterfeit.) Die Herren der Linken treten doch auch womöglich noch mehr sinken. ganzen Handelsberträge find die Getreidezölle. darf nicht für die Handelsverträge eintreten. Graf Schwerin- Löwit hat den Mehrertrag der neuen Getreide für die Landarbeiter ein.( Buruf links: Aber nicht auf diese Weise!) Arbeiter will, zölle für die Landwirtschaft auf 105 Millionen Mark gefchäst. Ja, durch Redensarten ist ihnen nicht zu helfen.( Sehr gut! rechts.) Kein Mensch hat festgestellt, wie viele Bauern von den hohen GetreideSört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Wer aber hat diefen Be Wenn neue Wohnhäuser für die Landarbeiter gebaut werden sollen, zöllen Vorteil haben. Aber einige Anzeichen laffen doch Schlüffe zu. trag aufzubringen? In erster Linie die deutsche Arbeiterschaft. müssen doch die Landwirte die Mittel dazu haben.( Sehr gut! rechts.) Bum erstenmal, solange die polnische Fratton besteht, wird ( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Die Summe wir den Wir können doch unsere Landwirtschaft und Industrie nicht schuylos fie diesmal nicht für die Rollerhöhung stimmen.( Sört! hört! links.) deutschen Arbeitern als Steuern auferlegt, damit eine flerfeitzahl Amerika preisgeben. Ja England, das hat ganz andere Ressourcen. Herr So hat das Wahlfahr 1903 die antiagrarische Richtung in ihr vervon Leuten ein gutes Leben führen können. Daß die gandwirte Singer meinte, ein umfassender Getreideverkauf beginne erst von stärkt. Und dabei vertreten die Polen, abgesehen vom Abg. Storwiffen, daß die Arbeiter die Zölle zu tragen haben, geht aus einer 1000 Heftar an. Darüber lacht ja jeder Junge von acht Jahren, fanth, durchweg ländliche Wahlkreise; to also die bäuerlichen Schrift des Dr. Dade hervor, der erklärt: Und wenn der auf dem Lande in die Schule geht.( Sehr gut! rechts.) Unter Clemente wirklich zu Wort fommen, find fie gegen die Bollerhöhung. könnte, tönnte den dem Fünfmart- goll waren die Getreidepreise in Deutschland jo billig, Auch mich haben Bauern gewählt, um aufs schärffte gegen man mit Engelzungen reden könnte, Arbeitern nicht einreden, daß sie die Zölle nicht zu tragen hätten. wie sonst im ganzen Jahrhundert nicht. Ist das gerecht, ist das die Zollerhöhung einzutreten. Herr Dr. Wolf meinte freilich, meine Die Gans geht zollfrei ein. Die Gänse tommen zu Tausenden aus billig, bei einer solchen Erhöhung der Preise für alle Gegenstände? Wähler seien blinde Heffen, aber wenn seine wähler so helle Augen Galizien, die pommerschen Bauern kaufen sie, um sie zu mästen und Die Linke behauptet, nur der Großgrundbesitz hätte Vorteil von den hätten wie die meinen, so fäße er nicht mehr im Reichstage. Wenn wir nicht einig sind, tver den nachher als pommersche Gänse überallhin zu vertreiben. Alio, was 8öllen. Gewiß haben die Kleinbauern nicht so viel von den Zöllen( Lachen rechts.) die Bauern felbst kaufen, läßt man zoufrei eingehen. Der neue Zoll- wie die Großgrundbesizer, manchmal vielleicht gar nichts. Es wäre Vorteil von der Bollerhöhung hat, warum haben Sie die Forderung tarif berwirklicht den Antrag Kanig, der für Roggen einen Preis gewiß sehr schön, wenn die kleinen und mittleren Landwirte Bich- nach einer Enquete über die Lage der Landwirtschaft abgelehnt? bon 165 M. und für Weizen einen solchen von 200 m. verlangte 3ölle ohne Kornzölle haben fömten, ohne Getreidezölle. Aber sie Der Generalsekretär der nationalliberalen Partei für Hannover, und diese Preise werden durch den neuen Tarif wahrscheinlich noch wissen ganz genau, daß Handelsverträge Intereffenausgleiche, find. Platmann, hat in einer partei- offiziöfen Schrift nachgewiesen, daß Als ich zur Weltausstellung nach Chicago reifte, da wurde mir be- nur ein winziger Bruchteil selbst der Großbauern in der Provinz übertroffen werden. Auf unsere Beschwerden über die Verteuerung der Lebensmittel wußt, daß das alte Europa fich zusammentun müßte, um der furcht- hannover von der Zollerhöhung für Brotforn Vorteil hat. für die breiten Massen des Volkes erwidern uns Redner der Nechten, baren Gefahr der neuen Welt zu begegnen. Darum find uns das Selbst Bauern von mehr als hundert Heftar verkauften im chedie Kartoffeln feien 3. B. zollfrei geblieben, nur die Frühfartoffel, wichtigste auch nicht die Handelsverträge, sondern die Meist maligen Wahlkreise von Windthorst nicht einen Zentner Getreibe. die die Arbeiter wegen des teueren Breises doch nicht äßen, feien mit begünstigungsverfräge, und um uns über diese zu unterhalten, Wenn die konservativen Herren ernstlich auch nur den Schein der Bauernfreundlichkeit aufrecht erhalten wollen, müssen sie vor allen einem Zoll belegt. Es ist leider wahr, daß die Arbeiter sich heute stimmen auch wir dem Antrag auf Kommiffionsberatung zu. Abg. Bruhn( Antis.): Die Freifinnigen erklären hier den leber- Dingen den Fideikommiß beseitigen, der die Hälfte selbst bei festlichen Gelegenheiten die Frühkartoffel nicht als Lederbiffen leisten tönnen. Aber wenn noch alle Lebensmittel verteuert gang zum Industriestaat für notwendig, aber in der Wahlagitation unferes Baterlandes dem bäuerlichen Besige entzieht. Die einzig werden, so wird es den Waffen der Bevölkerung immer mehr un hat z. B. der jüngst gewählte Herr Merten den Bauern gesagt, wir fichere Folge des Tarifes wird das ungeheure Steigen der Grundmöglich, sich irgend welche Genußmittel, die ja ihrer Meinung würden gegen die Handelsverträge stimmen und die Freifinnigen rente fein, und Sie( nach rechts) werden in ein, zwei Jahren Ihre zu kaufen. dafür, weil sie den Bauern geben wollten, was erreichbar ist. Güter mit 10 000 oder 100 000 m. Profit verkaufen können! für die Reichen bestimmt sind, Die neuen Handelsverträge bedeuten eine Verminderung der Wenn aber wegen der Zollteuerung Fleisch- und Getreide- Auch die Freifinnige Vereinigung befindet sich im größten Schwindel, preise fteigen, so ziehen auch die Kartoffelpreise sie hat Angst vor der Konkurrenz ihrer Freunde von der Linken Fruchtbarkeit des deutschen Voltes, eine Vermehrung der Sterblichkeit. an, genau so wie die Fleischpreise finken, wenn die" pom- und sucht diese zu überbieten.( Große Unruhe links. Zurufe: Nun sagt freilich der beste unter den agrarischen Gelehrten, Adolf Wagner: Eine minder rasche Bevölkerungsmerschen Gänse" für die pommerschen Agrarier zollfrei ins Land Schwindel!) Vizepräf. Graf Stolberg: Herr Abgeordneter, Sie dürfen nicht zunahme werde ein wahrer Segen für Deutschland sein. geführt werden dürfen. Herr v. Rheinbaben wies auf die riesige ( Hört! hört! links.) Wir aber sehen das größte Glück Deutschlands Zunahme der Verschuldung des ländlichen Befizes hin, und der fagen, daß eine Partei fich im Schwindel befinde. Abg. Bruhn( fortf.): Nicht die Landwirte treiben den Korn- und in seiner raschen Bolfsvermehrung. Nur durch sie haben wir FrankReichstanzler fündigte gefeßgeberische Maßnahmen zu seiner Ent schuldung an. Aber die Verschuldung braucht nicht immer von einer Bollwucher, fondern den Brotwucher treiben die ägyptischen reich überflügelt. Sie( nach rechts) glauben nicht mehr an das Notlage herzurühren, fie tann ihren und auch haben in Erbschafts- Edelleute, die schon zu Josephs Beiten mit dem Bibelwort: Seid fruchtbar und mehret euch". Bei Ihrer Theorie teilung oder in dem Wunsche der aubwirte, über größere Bar Getreide gewuchert haben.( Stürmische Heiterkeit links.) des gefchloffenen Staates wiffen Sie allerdings nicht, wohin 800 000 Menschen mehr. Aber bei unferer smittel zu verfügen. Fürst Biston hat felbst gefagt, es würde Die sind es in Wahrheit, die dem armen Manne das Brot ver- mit jährlich die deutsche Industrie sie sehr gut aufnehmen. der Landwirtschaft wohl besser gehen, wenn es den Landwirten teuern.( Erneutes Lachen links.) Wir wollen den Bauernstand er- Politik fami und halten, wir wollen auch, daß der Großgrundbesig Darum ist Ihre Politik massenmörderisch.( Sehr gut fints.) nicht so leicht gemacht gemachte Geld aufzunehmen Und da wollen Sie fich rentiere.( ha! links.) Wenn wir noch mehr Industrie- Der neue Zolltarif wird zweifellos eine starte 8unahme der damit an der Börse au peilieren. ihnen noch den billigeren Staatstredit zur Verfügung stellen! staat werden, wird die Ordnung des Staates untergraben. Herr Eigentumsbergehen zur Folge haben. Als im Jahre 1891 Der Reichstanzler will die Arbeiter durch Kolonisierung im Osten Bebel hat ja selbst gesagt, jeder Schornstein bedeute für die Sozial- das Fünfzigpfennigbrot etwas über 11, Kilogramm wog, da stieg feßhaft machen. Sollte dies wieder durch eine Art Kontraffbruch demokratie einen neuen Fortschritt. Wir aber wollen Mittelstands- die Zahl der Verbrechen auf 82 000, als aber nur vier Jahre später geschehen, fo protestieren wir dagegen aufs energifchefte, tie politit treiben und begrüßen diese Handelsverträge als eine Um baß Fünfzigpfennigbrot 2 Kilogramm wog, fanten sie auf 69 000. überhaupt gegen jedes Gesez, das den Arbeiter in feiner elenden lehr der Regierung von ihrem falschen Weg.( Beifall bei den Anti-( Hört! hört! links.) Graf Reventlow feierte Chamberlains geniale Politit. Schon fechzehn Zollbarone haben aber ihre BarBohnung, elenden Bezahlung und elenden Ernährung festhalten will. femiten.) Abg. v. Gerlach( Hosp. d. frs. Vp.)( Zwischenrufe der Nechten.) I amentsfige verloren, und die Regierungsmehrheit wird Gewiß erhalten auch in der Industrie noch viele Arbeiter SungerLöhne, aber wenn man die Lage der landwirtschaftlichen Arbetter fleht, Ja, natürlich, Ihnen( zur Rechten) wäre es lieber, wenn mir Ab- durch Herrn Chamberlains Bollpläne immer fleiner. Das beweist, so padt einen der Menschheit ganzer Jammer an. Noch heute werden geordnete für die Handelsverträge sprächen!( Heiterkeit links.) Ab daß das englische Volt nicht auf Chamberlains Rattenfängergefänge Die Arbeiter geprügelt. Das Stettiner Gericht hat entschieden, daß und zu mal muß doch auch ein Abgeordneter der Linten sprechen. hineinfällt. Dennoch hat Chamberlain noch einen gewissen Entvier Ohrfeigen den Arbeiter nicht berechtigten, den Dienst zu ver-( Widerspruch rechts.) Wenn man alle Redner, die hier für die Vorlage ge- fchuldigungsgrund, er kämpft nicht, wie Sie( zur Rechten) für die Erlaffen, weil sie teine unmittelbare Schädigung der Gesundheit entsprochen haben, zusammenzieht, so sind es viel mehr als die, die dagegen höhung der Grundrente, sondern für das Ideal eines Greater halten". Dies Brügeln trägt auch mit bei zur Zeutenot der Land- gesprochen haben. Aber in diesem Falle kann allerdings die Qualität Britain. Amerita aber tann gar nicht zum Vergleiche heranDenn es hat ja alle Rohstoffe im wirte. Müßten die Herren selbst auf ihren Feldern arbeiten, so ber Reben von links bie Quantität von rechts etwas ersetzen.( Bu- gezogen werden. Lande. Wir in Deutschland, bei bei unserem würden sie sehr bald Revolution machen.( Sehr richtig! bei den ſtimmung links; Lachen rechts, Unruhe und Heiterteit im ganzen Hause.) eigenen bei unferer hohen Schulbildung, Der Abg. Heim hat uns ja nur ein bißchen bewißelt, dagegen hat tüchtigen Arbeiterstand, Sozialdemokraten.) Sie hätten nicht die Gebulb der Arbeiter! Dem Herrn Reichstanzler möchte ich die Verse ins Stammbuch er die Handelsverträge und ihre Vertreter sich gehörig vorgenommen. find in erster Linie berufen, ein Veredelungsland in großem MaßFalls feine Aeußerungen in ihrer ganzen Schärfe ins Stenogramm stabe zu werden. Also gerade in der„ leichten" Industrie, die in erster fchreiben: tommen( Abg. Heim ruft: Ja. Unruhe rechts), so werden wir uns Linie Beredelungs- Industrie ist, liegt die größte Zukunft Deutschdaraus ein Erzerpt anfertigen und damit auf die Bauernagitation lands. Meine Herren, wer Deutschland wahrhaft lieb hat, muß diese gehen. Denn Abg. Heim hat ja kräftig ausgeführt, daß Handelsverträge ablehnen, die nicht nur massenmörderisch, sondern Der Bolltarif lediglich den Großgrundbefizern hilft. Und diese auch selbstmörderisch find.( Lebhafter Beifall links.) Staatssekretär Graf Posadowsky: Ueber die Behauptung, Fürst Handelsverträge, diese sieben Wechselbälge, find ja lediglich das natürliche Gewächs aus dem golltarife.( Lärm rechts.) Die Rede des Abg. Heim Bismard habe die Abficht gehabt, bis auf 1 M. Getreidezoll herunter Abg. Blankenhorn( natl.) Bei den Grörterungen über die war uns deshalb so wertvoll, weil ihm niemand bestreiten wird, zugehen, habe ich mich bereits bei der Beratung des Zolltarifs Handelsverträge spielt die süddeutsche Landwirtschaft eine sehr große daß er seinem Standpunkte gemäß ein ehrlicher Verfechter der bäuer- geäußert. Als es fich 1887 um die Erhöhung des Getreidezolls auf Rolle. Die Redner der Linken haben die Interessen namentlich der licher Interessen ist.„ Wir danken Ihnen, Herr Doktor, daß Sie 5 M. handelte, war von der Regierung ein Bollfaz von 6 M. vorbabischen Kleinbauern gegen die lichen Großgrundbesiger aus- luns das lehren." Ich habe das Zitat etwas ändern müssen, denn Sie geschlagen.( hört! hört! rechts.) Es ist ja ganz natürlich, daß, nach nur Und niemand sieht, wie's dunkler wird, Bis daß einmal der Donner fracht Und Euch das Feuer jah berzehrt, Euch, die Ihr's selber angefacht!" ( Betfall bei den Sozialdemokraten man wenn man mit anderen Staaten berhandelt, man höhere Säße 143 feftfest, um Rompensationsobjekte zu rechts.) In einem Schreiben des Fürsten wollte.( Hört! hört! rechts.) -OO festgestellt. Partei- Nachrichten. Veränderungen in der Redaktion des Avanti". Der„ Avanti" teilt mit, daß die Genossen Piva, Sgarbi, Marini und Susi aus der Redaktion ausscheiden, so daß von der alten Redaktion nur noch bleiben: Leone als erster politischer Redakteur, Dda Lerda als Auslandsredakteur und de Nava als Redakteur für Partei- Angelegenheiten, außer dem Redakteur für Kunst und Theater, podrecca, und dem Zeichner Galantara. Die Namen der für die Ausscheidenden eintretenden neuen Genossen sind noch nicht bekannt. Vom 1. Mai an wird der, Avanti" in vergrößertem Format erscheinen. Wähler bezeugt, daß fie Barth gewählt haben. tüchtigen Linienkavallerie bestanden habe. Außer einer Dra( Sehr richtig! Der Wahlakt wird für ungültig erklärt und die Stimmen gonerbrigade hätten sich nur Kosaken in Ostasien befunden. Bismarc an fassiert. Im Landratsamt Köslin find Flugblätter und Diese Kosaten seien zwar gute Naturreiter, aber mit dem den damaligen Landwirtschaftsminister hat er erklärt, daß Stimmzettel für Maltewiß fuvertiert, berpadt und verschickt Stampf zu Fuß besser vertraut, als mit dem Gefecht zu Pferde. er an dem vorgeschlagenen Sage festzuhalten geneigt sei. Er worden. Trotz einer beim Minister eingelegten Beschwerde hat man wies ausdrücklich darauf hin, daß man höhere Säße im autonomen diese Tätigkeit im Landratsamt für den konservativen Kandidaten Schon wegen ihres Pferdematerials, das zwar ausdauernd Tarif haben müsse, um durch Herablassen von Rußland bessere Be- fortgesetzt; deshalb behauptet der Protest, der Landrat v. Eisenhart- und genügsam aber nicht schnell sei, feien sie zu einem ge dingungen zu bekommen. Denselben Weg find wir jekt gegangen, Rothe habe amtliche Wahlbeeinflussung getrieben. In der Debatte schlossenen Kavallerieangriff nicht geeignet. um von Rußland Industriezölle zu bekommen, unter denen für fam es zu lebhaften Auseinandersetzungen über die Grundzüge, die Hätte sich an Stelle dieser Kosaken eine wohl geschulte unsere Industrie eine Ausfuhr nach Rußland noch möglich ist. Ich bei Prüfungen derartiger Fälle bisher innegehalten worden sind. Linien tavallerie in Ostasien befunden, so würden die habe die Aften und die früheren Korrespondenzen aufs eingehendste Von sozialdemokratischer Seite wurde der Mehrheit entgegengehalten, russischen Kavallerieerfolge ganz andere gewesen sein. durchgesehen, aber nicht die Spur eines Anhalts dafür bekommen, daß sie die früher geltenden Grundsäge immer mehr einzuengen Diese Auffassung erscheint uns völlig unzutreffend. Von daß Fürst Bismarck mit den Getreidezöllen auf 1 M. herabgehen trachte. Abg. Dr. Lucas gab seinerseits diese Absicht zu. Die großen geschlossenen Kavallerieattacken konnte bei einem FeldMehrheit kam denn auch zu dem Beschlusse, die Protestbehauptungen Man hat gesagt, die Kleinbauern könnten von der Landwirtschaft seien bezüglich dieses Falles nicht genügend substantiiert. As aber zug, wie dem ostasiatischen, überhaupt keine Rede sein. Selbst nicht leben, fie müßten in die Fabrik gehen und ihre Familie wirt dann die weitere Protestbehauptung, der Regierungspräsident Graf dann, als die Schlachten nicht mehr in dem gebirgigen schaften lassen. Aber in wieviel Gegenden Deutschlands ist denn das Schwerin in Stöslin habe die ihm unterstellten Beamten zu dem Terrain, wo Kavallerieattacken von vornherein ausgeschlossen möglich? Wer die ostdeutschen Verhältnisse kennt, weiß, daß der ausschließlichen Zwecke einer Wahlansprache zusammenberufen und in sind, mehr in die Ebene verlegt wurden, würden KavallerieBauer da manchmal 1 Meilen zur nächsten Kirche laufen dieser Ansprache gesagt, er wolle sie, die Beamten, nicht beeinflussen, attacken nach dem Muster unserer famosen Manöverattacken muß und bon Schornsteinen weit und breit nichts dann aber hinzufügte:" Von zwei Uebeln muß man aber das den modernen Feuerwaffen gegenüber schmählich zerschellt zu sehen ist. Die landwirtschaftlichen Bauernvereine sind kleinere wählen. Ich wähle Maltewig!" als diese Behauptung sein. Ueberhaupt ist es uns rätselhaft, wie bei Schlachten, allgemein für höheren Schutz eingetreten.( Widerspruch links.) die Kommission zu dem einstimmigen Beschlusse führte, Erhebungen die sich über eine Linie von 60, 80 und 100 Kilometer Als das Börsensteuer- Gesez fam, wurde in der Presse geschrieben, über diese Angaben anstellen zu lassen, beschloß sie nachträglich, das Kapital würde aus Deutschland auswandern. Das Gesez ist in auch Erhebungen über den Fall v. Eisenhart Rothe anstellen zu entscheidenden Erfolg sein könnten, selbst wenn sie an einzelnen von irgend einem erstreckten, große Kavallerieattacken Straft getreten, aber von der Massenauswanderung, auch nur einer lassen. individuellen habe ich wenigstens nichts gehört. Jetzt heißt es, Außerdem sollen aber Erhebungen angestellt werden über die Punkten glückten. Außerdem aber vermag man sich im unsere Industrie wird massenhaft über die Grenze gehen. Da war behaupteten Verstöße in Berrehne, wo Wahlzettel im Wahllokal ver- modernen Kriege schon durch Stacheldrahtzäune ganz vores mir interessant, eine Korrespondenz aus Desterreich zu lesen, in teilt wurden und eine Anzahl Wähler den Isolierraum gar nicht züglich gegen überraschende Kavallerieangriffe zu schützen. der es heißt: Sehr pessimistisch ist die Stimmung der Malzindustrie betreten hatten; in Bischofthum, wo gar kein folierraum vorhanden Das sollte eigentlich bei näherem Nachdenken auch jeder deutsche in Desterreich, man muß zur Selbsthülfe greifen und mit der Malz- war; in Groß- Carzenburg, wo ein Wahlbeisiger die Wähler in den Militär zu begreifen vermögen. Da ja aber von„ allerhöchster industrie über die deutsche Grenze wandern.( Große Heiterkeit.) folierraum begleitete und ein Gutsinspektor Arbeiterwählern die Stelle" die Stavallerie eine so besondere Vorliebe genießt und Man spricht jetzt so viel von den schrecklichen Folgen" der Handels- liberalen Stimmzettel im Wahllokal abnahm, diese zerriß und ihnen da die Massenattacken der Stavallerie nun einmal zur maleverträge. Nun, ich werde seinerzeit auf Grund dieser parlamenta tonservative dafür aufzwang; in Wusseken, wo abgegebene rischen Verhandlungen mal zusammenstellen, was behauptet ist und Wahlkuverts vor der Stimmenauszählung auf ihren Inhalt rischen Szenierung unsrer Manöver gehören, kann man sich was eintreten wird: Dichtung und Wahrheit.( Sehr gut! rechts.) geprüft wurden; in Baldekow, wo mehrere Wähler zu wieder- nicht wundern, daß es auch höhere Offiziere gibt, welche allen Abg. Boigt- Hall( Wirtsch. Vg.): Wenn die Wähler des Abg. holten Malen zugleich im Isolierraum waren; in Alt- Bort, wo Lehren der Praxis entgegen an gewissen Lieblingsvorstellungen b. Gerlach seine heutige Rede lesen werden, fo werden ihnen die tonservative Stimmzettel im folierraum auslagen; in Roseeger, festhalten. Augen aufgehen. Widerlegen will ich seine Ausführungen nicht, denn wo der Wahlborsteher, Graf Boninski, Kolberger Wähler aus dem man müßte sich die Zunge wund reden, um die Herren von der Wahllokal wies mit den Worten:" Ich lasse Sie entfernen, daß Linken zu überzeugen. Wie mein Fraktionskollege Stauffer bin Sie sich die Knochen brechen!" Auf seinem Befehl mußte der Kutscher ich gegen langfristige Handelsverträge. Zwölf Jahre sind zu lange. die Herren hinausdrängen. Ergeben die Erhebungen über diese Was sind denn zwölf Jahre? Zwölf Jahre sind ein Beit Einzelfälle deren Nichtigkeit, dann muß die Wahl für ungültig Bei den Gemeinde- Erfahwahlen in Straßburg haben unsere Ge abschnitt( Sehr richtig! lints.), ein Beitabschnitt, der die Hälfte der erklärt werden, während andererseits die amtliche Beeinflussung nossen erhebliche Erfolge errungen. Zur Wahl standen zehn Mandate. Zeit, in der ein Betriebsinhaber seinen Betrieb leitet. Wenn ebenfalls die ungültiglei aur Folge haben würde. Die Kommission gwei Sozialdemokraten sind im ersten Wahlgang gegen die Liberalen der Krieg im Osten zu Ende sein wird, werden wir durch neue beschloß deshalb, die Beanfianbung der Wahl und Vornahme aller und Klerifalen gewählt worden, sechs weitere unserer Kandidaten Importen überschwemmt werden. Namentlich Kleinasien, Anatolien bezeichneten Erhebungen stehen in aussichtsreicher Stichwahl. fann uns sehr gefährlich werden. Ich bedauere jeden jungen Mann, Dann wurde noch der Bericht über die Wahl des Abg. Faltin der heute ein Gut übernehmen soll. Arbeitsverhältnisse und Absatzberhältnisse sind gleich schlecht. Nur Kleinbetriebe tönnen das Vich ohne zu große Unkosten genügend warten und pflegen. Wir hoffen, in der Kommission wird uns genaue Auskunft über das Der japanisch- russische Krieg. Viehfeuchenabkommen gegeben. Bezüglich des Hopfens hat uns ja Seine Erzellenz, der württembergische Bundesratsbevollmächtigte London, 9. Februar.( Eig. Ber.) Zum Jahrestage des und Minister des Innern Beruhigungen gesagt, aber ich Ausbruches des japanisch- russischen Krieges brachte die englische tann mich doch noch nicht als völlig beruhigt erklären. Bresse ausführliche Artikel über die Ergebnisse und Lehren des Das Reb- Presse genug erreicht. Tausgesetz wälzt den Weinbauern neue Lasten auf. Unseren Forde- abgelaufenen Kriegsjahres. Unter den Artikeln verdient der rungen wird ja wohl die ganze Seite des Hauses, die auf der der Westminster Gazette" besondere Beachtung, nicht etwa rechten Seite des Hauses fizt( Heiterkeit im Zentrum) zustimmen und wegen der in ihm entwickelten Sachkunde, sondern weil die auch die Herren Nationalliberalen, die ja als ersten Redner ihr meist Westminster" russenfreundlich ist und die Ansichten der meisten agrarisches Mitglied hier haben sprechen lassen.( Beifall bei der liberalen Führer wiedergibt. Das Blatt schreibt:„ Der MißWirtschaftl. Bg.) erfolg der letzten russischen Vorwärtsbewegung ist aller Wahr- Mit dem Streit der Kleber beschäftigte sich am Montag eine Abg. Mittermeier( Wirtsch. Bg.): Ich weiß nicht, wo die Malzscheinlichkeit nach ein entscheidendes Ereignis. Wir hören von ungewöhnlich stark besuchte Tapezierer- Versammlung. Die Verbands gerfte anfängt und die Futtergerſte anfängt. Geringe Gerste ist so Bänkereien zwischen Kuropatkin und Grippenberg und daß der leitung hatte die Versammlung einberufen, um auch die Polsterer gar viel besser zum Mälzen geeignet als die schwere Gerste. Auch mit Extrazug über den Kleberstreit zu informieren und sie zur Solidarität aufist die Spannung zwischen Gerste und Malz zu gering. Wir Bayern letztere Petersburg zurückkehrt, zurufen. Wels referierte über den seitherigen Verlauf der Be Teiden sehr darunter. Auch das bayerische Bieh sollte mehr geschütt um die Zaren über Unfähigkeit Kuropatkins vegung. Unter anderm teilte er mit, daß bereits gegen 90 Firmen, werden. Abg. Heim hat behauptet, der Landwirtschaftsrat sei feine aufzuklären. Es mag ja wahr sein, daß Kuropattin Sarunter die größten der Klebebranche, den Tarif auerkannt haben, Vertretung der Landwirte. Aber wie sollen denn die Vertreter nicht die Geistesschärfe und den Wagemut besitzt, um über fast a baß etwa 300 Kleber zu den neuen Bedingungen arbeiten, anders hineingekommen sein. unbesiegbare Umstände zu siegen, aber das fachmännische Urteil vährend sich gegen 200 noch im Streit befinden. Es hat sich jetzt Abg. Gothein( frf. Vg.)( mit lebhaften Dhorufen von der Rechten über ihn geht doch dahin, daß er in seiner so ungünstigen ein Verein der Klebemeister unter dem Vorsiz des Herrn Schley empfangen): Es wäre nicht unbillig, wenn ich nach den zahllosen Angriffen Lage nicht besser handeln konnte. Wir können deshalb nicht gebildet Im Gegensatz zu dem Beschluß der letzten Arbeitgeberauf mich noch ein Wort der Erwiderung beanspruchte. Aber ich verzichte darauf( Sehr gut! rechts), weil die meisten Angriffe nur auf Miß- annehmen, daß Kuropatkin bei seiner legten Vorwärtsbewegung Berianuntung, welcher dahin geht, daß nichts bewilligt und nicht verständnissen beruhen und mich nicht treffen. Ich will nur auf alle Fähigkeit verloren hätte. Wir sind eher geneigt, anzuber lebemeister einen Beschluß gefaßt, der den Innungsvorstand mehr mit den Arbeitnehmern verhandelt werden soll, hat der Verein meine Aeußerung über den Fürsten Bismarck und ihre Widerlegung" nehmen, daß Kuropatkin auch in der letzten Zeit seit Ende ersucht noch in dieser Woche eine kombinierte Versammlung der durch den Grafen Posadowsky eingehen. Graf Posadowsty berief Oftober alles getan hat, um seinen Angriff erfolgreich zu Bezirksvereine einzuberufen, um erneute Verhandlungen mit den sich auf eine Erklärung in der Bolltariffommission. Ich stelle fest, gestalten. Und wenn ihm dies nicht gelungen ist, so zeigt Arbeitnehmern anzubahnen. Der Referent betonte, die Erfolge, daß sie meine Darstellung der Sache nicht im mindesten sich eben, daß unter den gegebenen Verhältnissen welche die Kleber in den wenigen Tagen des Streits schon errungen widerlegt hat. Das tat auch die heutige Erklärung des die Russen nicht imstande sind, einen Eindruck haben, sind so günstig, daß man schon jetzt sagen kann, der Sieg Grafen Posadowsky nicht. Er sprach davon, daß er in den Atten des Reichs- Schatzamtes und der Reichskanzlei nichts von der auf die Japaner zu machen. Die russische Machtentfaltung ist auf der ganzen Linie ist ihnen gewiß. Was auch die Arbeitgeber Absicht des Fürsten Bismard gefunden hätte, den Zoll auf eine Mart begrenzt durch die transsibirische Bahn. Wenn diese Bahn unternehmen mögen, den Erfolg des Streits tönnen sie nicht mehr zu ermäßigen. Ich habe aber von vornherein darauf hingewiesen, alles geleistet hat, was nur möglich war, und hat dennoch den in Frage stellen. Um aber den vollen Sieg zu beschleunigen, ist es erforderlich, daß die Kollegen anderer Branchen sich nicht auf Verdaß die Aeußerung sich wahrscheinlich in den Akten des Handels- Russen nicht die numerische Ueberlegenheit sichern können, so langen des einen oder des anderen Meisters dazu hergeben, Arbeiten ministeriums finden werde. Ich weiß nicht, ob man sie damals eine ist Sturopatfins Problem unlösbar. Dieses Problem ist ein- der streifenden Kleber zu verrichten. Nach einer regen dem Regeheftet oder ob man sie vielleicht nicht inzwischen ausgeheftet hat. fach: Ist das Maximum von Kraft, das die Bahn den Russen ferenten zustimmenden Diskussion wurde nachstehende Resolution Ich muß aber meine Darstellung in vollem Umfange aufrecht zuführen kann, genügend, um das Maximum der japanischen einstimmig angenommen: erhalten.( Beifall links.) Straft zu besiegen? Dieses Problem wurde anfangs in Die Versammlung nimmt Kenntnis von dem Zirkular des Staatssekretär Graf Posadowsky: Ich habe vorhin erklärt, daß Europa nicht verstanden. Man glaubte, daß Rußland Innungsvorstandes betreffend die Beschäftigung von Aushülfskräften ich in der ausführlichen Korrespondenz des Reichs- Schazamtes keine mit feinen enormen Zahlen und während des Kleberstreifs. Sie erklärt sich in allen Punkten mit Bevölkerung an Andeutung über die Absicht des Fürsten Bismard finde, den Getreidein turzer Zeit den streikenden Spezialklebern solidarisch und macht es jedem zoll auf eine Mart zu ermäßigen. Das ganze Gerücht ist durch Hülfsmitteln imstande sein müßte, Kollegen zur Pflicht, falls, wie angekündigt, Kundenarbeiter uſiv. zu einen Frrtum entstanden. Fürst Bismard wollte nicht den Zoll auf Japan zu überwältigen, Bevölkerung und Klebearbeiten herangezogen beztv. unter den Meistern ausgetauscht eine Mart herabsetzen, sondern um eine Mart; von 6 Mart auf Hülfsmittel seinen Gegner bei weitem nachsteht. Diese werden sollen, dies bei Firmen, deren Arbeiter fich im Streit be Ansicht hat sich als falsch erwiesen. Es zeigt sich finden, unter feinen Umständen zu tun und in allen anderen Fällen jetzt, daß in einem ostasiatischen Konflikt die Japaner größere die Unterschrift des Tarifs zu fordern. Massen in Bewegung segen fönnen, als die Russen. Die Zeit Ferner beschloß die Versammlung, daß den Streifenden zu der fann an dieser Sachlage nichts ändern. Abgesehen von seiner bisherigen Unterstützung ein Zuschuß von 3 Mark aus der Lokalkaſſe besseren Strategie und Organisation, ist Japan imstande, eine gezahlt wird. größere Truppenzahl nach der Mandschurei zu werfen, als Die Celluloid- und Stockarbeiter führen bereits seit dem Rußland mit der Transsibirischen bringen und verpflegen 24. Januar einen Streit bei der Firma J. und H. Gembidi, kann. Das Ergebnis dieses Feldzuges war von Anfang an von der Seebeherrschung abhängig. Der große russische Mißerfolg entsprang nicht den Ereignissen zu Lande, sondern denen zu Wasser. Auch im Weine ist noch nicht 5 Mark. " Die Handelsverträge gehen an eine Kommission von 28 Mitgliedern. Präsident Graf Ballestrem schlägt vor, an den nächsten drei Tagen feine Plenarsizung abzuhalten, damit die HandelsvertragsKommission den ganzen Tag für sich bleiben, er wolle nicht sagen, arbeiten könne!( Heiterkeit.) Das Haus beschließt demgemäß. Präsident Graf Ballestrem schlägt nunmehr vor, die nächste Sigung abzuhalten Sonnabend 1 Uhr. Abg. Graf Reventlow( Wirtsch. Vg.) hält es für zweckmäßiger erst Montag wieder zu tagen. fezzen. den nach δας an Gewerkschaftliches. Am Friedrichstr. 16 und Lindenste 102. Die Ursache des Streits liegt in der schlechten Behandlung der Arbeiter, sowie den fortgesetzten Lohnabzügen, fodaß diefer Betrieb jetzt als der am schlechtesten zahlende von Berlin anzusehen Ferner wurden von der Firma mehrfach Vertrauensleute Set Organisation gemaßregelt. Präsident Graf Ballestrem: Die Handelsvertragskommission Und dieser Mißerfolg kann durch die baltische Flotte nicht ärgsten aber machte sich eine fiberwärtige Preisdrückerei in dem Verwird hoffentlich bis Freitag abend ihren Bericht fertig stellen. Dann fönnen wir am Sonnabend die zweite Beratung auf Montag feft- beseitigt werden. Stein Mensch glaubt mehr, daß die baltische geben der Arbeit an sogenannte Hausarbeiter geltend. Wurden Flotte die ostasiatischen Gewässer erreichen wird, oder daß sie doch die Löhne, diet der Werkstatt pro Groß Abg. Graf Reventlow zieht seinen Wiederspruch zurüd, fügt machtvoll genug ist, ihre Aufgabe zu erfüllen. Die Nussen 3,60 Mart betrugen, für Sie ausarbeiter auf 1,50 Mart Die Forderungen der Streifenden lauten daher aber hinzu, daß seiner Meinung nach die Arbeiten der Kommission haben deshalb nur ein rein militärisches Problem zu lösen, herabgesetzt. fich wesentlich hinziehen könnten.( Na na! bei den Sozial- das aber unter den gegebenen Verhältnissen auch von einem hauptsächlich auf Einführung eines Tarifes mit den alten demokraten.) militärischen Genie nicht gelöst werden könnte. Es ist wohl Löhnen und Abschaffung der Hausarbeit. Bemerkt sei, daß auch hier Präsident Graf Ballestrem: Dann werden wir die Handels- die Erkenntnis dieser hartnäckigen Tatsache, und nicht die mittelt hat. Außerdem hat die Firma schwarze Listen mit den wieder der bekannte jüdische Arbeitsnachweis Arbeitswillige ververträge eben nicht auf die Tagesordnung für morgen sehen. Der physische Unfähigkeit Kuropatkins, die die Mißstimmung im Namen sämtlicher Ausständigen an die Fabrikanten- Vereinigung Präsident schlägt weiter vor, am Sonnabend den Etat der Reichspost Hauptquartier erzeugt!" gesandt, was zur Folge hatte, daß die darauf Verzeichneten bislang zu behandeln. in feinem anderen Betriebe der Branche Arbeit bekommen konnten. Die Kavallerie im russisch- japanischen Kriege. In einer Branchenversammlung am Montag wurde beschlossen, den Der vor einiger Zeit vom ostasiatischen Kriegsschauplatz Streit weiterzuführen und gleichzeitig die Arbeiter zurückgekehrte Oberst a. D. Gaedke wies in einem seiner presse der Provinz zu ersuchen, durch geeignete Artikel darauf hin, daß auch der ostasiatische Strieg wiederum Notizen auf Fernhaltung des Zuzugs von Stod die relative Wertlosigkeit der Kavallerie bearbeitern nach diesem Betriebe hinzuwirken. wiesen habe und daß diese Lehre hoffentlich auch die Parlamentarifches. Achtung! Kleber und Bauhandwerker! Wegen Maßregelung Illussionen von der Möglichkeit großer Kavallerieattacken in von zwei Kollegen ist die Firma Bade u. Dangers, Tauenzien Wahlprüfungs- Kommission. Die Wahl des konservativen 5- einem fü..ftigen Striege zerstören werde. Denn so zahlreich straße 20, bis auf weiteres gesperrt. Die Bauhandwerker aller geordneten Maltewig im Wahlkreise Kolberg- Köslin ist gegen auch die russische Kavaller in Ostasien sei, so habe sie doch Branchen machen wir darauf aufmerksam, daß alle Kleber, welche Sen Freifinnigen Dr. Barth mit allen möglichen Mitteln durch- während des ganzen Krieges so gut wie nichts geleistet. zurzeit auf nachfolgenden Bauten arbeiten sollten, Arbeitswilligengedrückt worden. Bei der Hauptwahl erhielten Stimmen: Malkewitz war vorauszusehen, daß diese Auffassung des dienste verrichten und ersuchen wir, dieselben auf ihre Pflichten auf9904, Barth 8239, der Sozialdemokrat 2973; bei der Stichwahl Obersten Gaedke in deutschen militärischen Kreisen merksam zu machen. ou Maltewig 11 132, Barth 10 924, die Majorität beträgt also nur lebhaften Widerspruch finden würde. So erklärt denn Die gesperrten Bauten find folgende: Bau Schwarz, Moabit, 208 Stimmen. Ein Wahlprotest der Freisimmigen zählt die gröbsten auch Generalleutnant 3. D. v. Belet- Narbonne in der Ede Essenerstraße; Hollandt, Sidorf, Weserstr. 46; Brode, N., GleimKrefelderstraße, Ece Essenerstraße; Fiedler, Moabit, Bochumerstraße, Berstöße auf, die bei der Wahl vorgekommen sind. In Großsatspe ist direfter Wahlbetrug verübt worden und die Schuldicen sind be- letzten Nummer des" Tag", daß die Schlußfolgerung des ftraße 31; Laichte, O., Bogbagenerstr. 41/42; Wilmersdorf, Brager reits mit sechs Wochen Gefängnis bestraft. Für Maltewig waren Oberst Gaedke durchaus hinfällig sei. Die russische Stavallerie Straße 20; Wilmersdorf, Spisechstr. 19; Salenfee, Johann Georg60 Stimmen, für Barth 15 gezählt worden; vor Gericht, ben aber habe lediglich deshalb nichts geleift, weil sie nicht aus einer fraße 12; W., Nürnbergerstraße, Ede Tauenzienstraße; Cornis Auf Antrag Singer wird gegen die Stimmen des Centrums, der Nationalliberalen und Konservativen beschlossen, am Sonnabend Schwerinstag zu halten und auf die Tagesordnung zu stellen: Toleranzantrag und Arbeitskammern. Schluß 6 Uhr. Echönebsrg. Hewbronnerstr. 30; und Grün u. Moniak, Schwäbische-, Ecke Starnbergstraße. Der Vorstand des Vereins der Kleber Berlins und Umgegend. Bureau: Schiitzenstr. 13/19, Amt l, 1303. Die Uebcrstundenarbcit der Stukkateure am königlichen Schauspiel- pause ist trotz des seinerzeit gesagten und auch einige Wochen be- folgten Beschlusies der beteiligten Arbeiter von neuem eingeführt worden. Der Bau sollte eigentlich schon am 27. Januar fertig werden. Die Bauverwaltung hatte sich aber offenbar über die Schwierigkeit der Arbeit gelauscht, so daß der Termin bis zum 22. März hinausgeschoben werden mußte. Doch auch um dieses zu erreichen, scheint es der Bauverwaltimg und den beteiligten Unter- nehmern notwendig, daß die Stukkateure täglich Ueberstunden niachen. Veranlaßt durch eine Konferenz der Bauverwaltung, der Unter- nehmer und der obersten leitenden Personen, wandte sich der Unter- nehmer Kretschmar an den Vorsitzenden der Filiale des Stukkateurverbandes, um mit ihm über die Angelegenheit zu sprechen und zwar im Namen der sämtlichen vier beteiligten Stukkateur- firmen. Schichtwechsel einzuführen, wie es die Stukkateurorganisation wünschte, wurde von dem Unternehmer, der komplizierten Arbeit wegen, für teilweise unmöglich erklärt. Arbeitskräfte seien so viel wie nur irgend angängig eingestelll worden. Persönlich hätten die Unternehmer kein Interesse an den Ueberstunden; es liege an der Bauverwaltung. wenn sie die Stukkateure um ein Entgegenkommen ersuchen müßien. Der Vorsitzende Krebs konnte, einem Beschluß des Vorstandes entsprechend, keinerlei Zusage machen. Die Entscheidung wurde den am Schauspielhans beschäftigten Stukkateuren überlaßen und sie entschieden sich für die Ueberstunden, für die übrigens die Bau- Verwaltung einen Aufschlag von SO Proz. bezahlt.— Mit dieser Angelegenheit befaßte sich nun am Montag eine außerordent- liche Mitglieder-Äersammlung der Filiale des Stukkateur-Verbandes, die in Frankes Festsälen tagte. Hier wurde nach langer, lebhafter Debatte folgende, vom zweiten Borfitzenden Scheck eingebrachte Resolution mit 106 gegen 36 Stimmen angenommen: .Die Versammlung verurteilt die Handlungsweise der im Schau- spielhaus beschäftigten Stukkateure, die Ueberstunden betreffend. In Anbetracht der großen Arbeitslosigkeit in unserem Beruf erwartet die Versammlung, daß von morgen, den 14. Februar an von den Stukkateuren im Schauspielhaus keine Ueberstunden mehr gemacht werden. In Erwägung, daß durch das leidige Ueberstundenmachen im Bauberuf unsere Organisation nur geschädigt wird, verpflichten sich alle Stukkateure mit diesem System zu brechen, um eine gedeih- liche Fortentwickelung unserer Organisation nicht zu stören." Es wurde in der Versammlung auch erwähnt, daß einige Stukkateure am Schauspielhaus sogar am letzten Sonntag ge- arbeitet haben, was allgemein scharf verurteilt wurde. Die Hausdiener bei der Firma Bibo u. Jackier(Damen- mäntel-Konfektion en gros) hatten nicht nur unter einer unmenschlich langen Arbeitszeit, welche sich oftmals von 8 Uhr morgens bis nachts 1 und 2 Uhr und noch.später hinzog, sondern auch unter einer wenig angenehmen Behandlung zu leiden. Die Hausdiener beschlossen schließlich, zwecks Abstellung der vorhandenen Uebelstände und Rege- lung der Ueberstundenbezahlung bei den Herren Firmennchabcrn vorstellig zu werden und reichten zu diesem Zwecke ihre Wünsche schriftlich ein. Diese lauteten:„1. Menschenwürdige Behandlung; 2. Aufruf durch den Familiennamen, statt durch den Vornamen; 8. eine Arbeitszeit von 8 Uhr morgens bis 3 Uhr abends inkl. einer zweistündigen Paus«; 4. Bezahlung der Ueberstunden nach 8 Uhr abends; 6. Gewährung eines Anfangslohnes von 24 M. pro Woche für Verheiratete und 21 M. für Unverheiratete pro Woche. Diese bescheidenen Forderungen lehnte die Firma nicht nur ab, sondern sie entließ die Hausdiener auf der Stelle. Da die Betreffenden zum Teil Mitglieder des Zentralverbandes der Handels-, Transport- und Berkehrsarbeiter sind, wurde der Bevollmächtigte Werner dieses Verbandes bei der Firma vorstellig. Es gelang ihm jedoch nicht, eine Einigung zwischen den Parteien herbeizuführen. Die Herren Bibo u. Jackier hielten es für„unerhört", daß die Hausdiener es gewagt haben, gemeinsam ihre Wünsche zu überreichen.— Hätten die Hausdiener dies persönlich getan, dann hätte sich darüber reden lassen.— Dies ist ein Beweis dafür, wie wenig Verständnis diese Herren von den modernen Verhältnissen besitzen. Schließlich er- klärte man sich bereit, einem der Gemaßrcgelten, welcher 14 Tage Kündigung zu beanspruchen hatte, den Lohn auf die Dauer von 14 Tagen zu bezahlen, mit der Maßgabe, daß er sich denselben jeden Sonnabend abholt.— Der Betreffende war über vier Jahre bei der Firma tätig.— Für die unzähligen Ueberstunden, welche die Hausdiener im Laufe des Jahres zu machen hatten, bezahlt die Fwna pro halbes Jahr 20 M. in Gestalt eines Abendbrotgeldes. Als die Hausdiener nun für die bis zu ihrer Entlassung geleistete Ucberstundenarbeit die ihnen zustehende prozentuale Vergütigung forderten, lehnte die Firma dies ab, mit dem Hinweis:„Wir sprechen uns auf dem Gewerbegerichtl"— Bemerkt sei noch, daß die Firma unter den Hausdienern sich eines derartigen Rufes erfreut, daß die Facharbeitsnachweise derselben Leute nicht mehr zuweisen. Achtung, Schuhmacher! Infolge Maßregelung haben die Arbeiter der Schuhfabrik von Goldberg, Strelitzerstr. 60, die Arbeit niedergelegt. Der Streik bei der Firma P i n u e r dauert fort. Verband deutscher Schuhmacher. Zu dem Bericht über die Versammlung der Brancreihandwerker werden wir ersucht, noch folgendes mitzuteilen: 1. Es besteht auch für die Maschinisten mid Heizer in den Brauereien ein Tarif. Der- selbe ist von der Sektion II des Zentralverbandes deutscher Brauerei-Arbeiter mit den Brauerei-Besitzeni ohne Hinzuziehung der Organisation der Heizer und Maschinisten aufgestellt worden. 2. Zahlt die Schultheiß-Brauerei seit ungefähr fiinf Jahren ihren Handwerkern bei neunstündiger Arbeitszeit einen AnfangSlohn von 30 M.. nach einjähriger Tätigkeit 32 und nach dreijähriger 34 M. Wochenlohn. Achtung, Schmiede! In der Wagenfabrik von Rühe, Encke- platz 6, sind Differenzen ausgebrochen, weil die Vertrauensleute der Schmiede gemaßregelt wurden. Es wird gebeten, den Zuzug streng fernzuhalten.— Anfragen sind an die Ortsverwaltung des Zentral- Verbandes der Schmiede, Stralauerstraße 48, zu richten. OeutTcKes Reich. Die Tapezierer Brandenburgs sind durch Vorlegung des Tarifs am 14. Februar in eine Lohnbewegung geschritten. Zuzug ist streng fernzuhalten. Ruatana. Ein neuer Tarifvertrag für die KonfcktionSarbeitcrinnen und -arieiter Kopenhagens ist nun zustande gekomnien und am Freitag in einer Versammlung der Näherinnen, die von Tausenden bemcht war, mit allen gegen 44 Stimmen angenommen worden. Die Ge- hülfen der Konseklionsbranche gaben dein Vertrage ebenfalls� mit starker Majorität ihre Zustimmung. Die Erhöhung der Allordlöhne, die der neue Tarif bietet, beträgt im Durchschnitt 7—8 Proz.. was im ganzen ungefähr 100 000 Kronen Mehrverdienst im Jahr für die Konfekli onsarb eiterinnen ausmacht. So wünschenswert auch bei vielen Artikeln eine größere Erhöhung der Arbeitspreise erschien, war durch die Verhandlungen und auf friedlichem Wege nicht mehr zu erreichen, und ein allgemeiner Streik schien unter den gegenwärtigen Ver- Hältnissen nicht empfehlenswert. Die Fabrikanten wollten ur- sprünglich nicht die geringste Erhöhung der in dem seit dem Jahre 1399 geltenden Tarif festgesetzten Preise zugestehen. Unter diesen Umständen erscheint das Erreichte als ein schöner Erfolg der verhältnismäßig starken, aber immer noch ini Wachsen begriffenen Organisation der Kopenhagencr Konfektionsarbeiterinnen. Der neue Tarif gilt bis zum 1. Februar 1910.—,. Der Streik der Zuschneider ist am Freitag ebenfalls ,u einem allustigen Abschluß gebracht worden. Der Anfangslohn, der bisher 24 Kronen betrug, ist durch das nun erzielte Ueberein- kommen auf 26 Kronen erhöht worden. Zuschneider, die mindestens ein Jahr in einem Geschäfte tätig waren, erhalten nun alS Minimal- loh« 27 Kronen, statt bisher 25 Kronen. Da viele Kopcnhagener Zuschneider sich' bis jetzt mit 2S Kronen Wochenlohn begnügen mußten, so ist alio auch für diese Branche eine immerhin annehm- gare Lohnaufbesserung erreicht worden. DaS Urteil im Prozeß von Sörvik ist am Sonnabend gesprochen worden. Zwei Angeklagte wurden zu acht Monaten Gesängnis, drei zu vier, einer zu drei und zwei zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Sieben der Verhafteten wurden gänzlich freigesprochen. Dem einen mißhandelten Streikbrecher wurden 901, SO Kronen Schadenersatz, dem andern 65 Kronen und dem dritten SO Kronen Entschädigung zuerkannt. Nach der wilden Hetze, die seinerzeit jener Vorgänge wegen die arbeiterfeindliche Presse Schwedens vollführte, hätte man annehmen müssen, daß mindestens die Hauptübeltäter einige Jahre Strafarbeit davontragen würden. Eine besondere Milde haben aber die Richter jedenfalls nicht walten lassen und deshalb sind sowohl die Verurteilungen wie die Freisprechungen ein Beweis dafür, daß jene Vorgänge übermäßig aufgebauscht worden sind. Gerichts-Leitung. Ein Idyll aus dem Chambregarnistenleben beschäftigte gestern die zweite Strafkammer des Landgerichts I in einer gegen den Tischler Johannes B a r ch f e l d, dessen Ehefrau und die Arbeiter Bruno Fahrenkrug und Joseph W e s s o l o w s k i gerichteten Anklage wegen Hausfriedensbruchs bezw. Körperverletzung mit dem Erfolge des Siechtums. Am 3. Januar zog der Redakteur Dr. Schilling als Chambregarnist zu Frau Barchfeld. Das Verhältnis zwischen Vermieterin und Mieter gestaltete sich von Anfang an zu einem höchst unerquicklichen, und es kam vielfach zu Zank und Streit, wobei es außerordentlich lärmend und teilweise gewalttätig zuging. Die Schuld daran schreiben sich die Parteien gegenseitig zu. Dr. Schilling beklagte sich über mangelhafte Be- dienung, Unreinlichkeit und schlechte Behandlung, so daß er schließlich eine eigene AufWärterin annahm. Frau Varchfeld dagegen behauptet, daß ihr ein solcher Mieter, wie Dr. Schilling noch niemals vor- gekommen sei. Sie sei unbeschreiblich schlecht von ihm behandelt worden, weil sie nicht dulden wollte, daß sein„Verhältnis", ein Fräulein W., so oft in seinem Zimmer weilte. Sie habe sich auch wiederholt über nächtliche Ruhestörung beschweren müssen, der Dr. Schilling habe sie dafür nicht nur fortgesetzt mit Schimpfworten, wie verbrecherisches Frauenzimmer",„anarchistisches Weib" usw. traktiert, sondern sie wiederholt ins Gesicht geschlagen und gewaltsam aus dem Zimmer hinausgeworfen, so daß sie blutend zu Boden ge- stürzt sei. Sie habe, da sie wußte, daß Sch. stets einen geladenen Revolver in seinem Zimmer hatte, vor ihm solche Furcht gehabt, daß sie wiederholt ihre Nachbarin bat, Zeugin zu sein, wenn sie das Zimmer des Mieters betreten mutzte. Die Nachbarin bestätigte ihr dies im gestrigen Termin. Auch zu dem Polizeileutnant v Puttkamer ist Frau Barchfeld einmal gelaufen und hat sich darüber beschwert, daß Schilling sie gewürgt und mit dem Revolver bedroht habe. Auch Herr Schilling ist einmal beschwerdeführend bei dem Reviervorstand gewesen, hat sich hier aber so aufgeregt gezeigt, daß der Polizei- leutnant ihm sagte:„Wenn Sie sich in Ihrer Wohnung nur halb so aufgeregt zeigen, wie hier, so wundert's mich nicht, daß es zu Zwistig- ketten kommt." Eine Zeugin hat einmal gehört, wie Dr. Schilling die Frau Barchfeld mit„Verbrecherin" und„Lumpenpack" titulierte. Die frühere Wirtin des Dr. Sch. schildert diesen als sehr groben und exzentrischen Mann, der sie einmal bei einer unbedeutenden Differenz gewürgt und zur Tür hinausgeworfen habe. Der so charakterisierte Mann konnte sich dagegen nicht wehren, denn er konnte wegen an- dauernder Krankheit dem gestrigen Termin nicht beiwohnen. Für ihn bekundeten die Aufwärterin und die Zeugin W. zwei Vorfälle, in denen sich Frau Barchfeld des Hausfriedensbruches schuldig gemacht haben soll. Fräulein W. bezeugte auch zuungunsten der Angeklagten den am schwersten liegenden Vorfall, der sich am 20. Januar er- eignete. An diesem Tage hatte sich Frau Barchfeld mit ihrem Ehemann verabredet, den Mieter gewaltsam aus der Wohnung zu entfernen. Frau Barchfeld wandte sich zu- nächst an zwei vor der Tür stehende Sandfuhrleute mit der Frage: „KönnenSiemirbehülslichsein, einen Chambre- garnisten hinauszusetzen?" Die beiden Männer waren gegen Entgelt von je 1 M. zu diesem Liebesdienst bereit und bildeten mit dem Ehevaar die Angriffskolonne, die in der Kiich« Aufstellung nahm. Mau pochte an die stets verschlossen gehaltene Tür des Dr. Sch., rief ihm zu, daß„ein eingeschriebener Brief für ihn angekommen sei und verlockte ihn dazu, die Tür zu öffnen. Kaum tvar dies geschehen, als, nach der Bekundung der Zeugin W., der Angekl. B. sofort in das Zimmer drang, ihn am Halse würgte und unter Assistenz der beide» Mitverschworenen aus dem Zimmer herauszerrte. Draußen sollen die Männer ihn andauernd verprügelt und dann die Treppe hinuntergeworfen haben. Nach diesem Intermezzo erhielten die beiden Helfershelfer ihren Lohn mit je 1 M.. Herr Schilling aber ging zur Polizei und erstattete dort Anzeige. Die beiden Helfershelfer sollen nach der Ansicht des Fräulein W. die beiden letzten Angeklagten gewesen sein, wenigstens glaubt sie die Zeugin wiederzuerkennen. Von den Mitangeklagten und mehreren Augenzeugen der gewaltsamen Exmission wurde diese Annahme aber als entschieden irrig bezeichnet. Die Auge klagten gaben von dem Renkontre eine ganz andere Tarstellung wie die Zeugin W. und bestritten entschieden, den Schilling geschlagen oder die Treppe hinabgeworfen zu haben. Schilling schreibt eine schwere Erkrankung, an der er noch leidet, dieser Affäre zu. Unter Berücksichtigung der ganzen Sachlage wurde B a r ch f e l d zu 10 M die Ehefrau zu 20 M. Geldstrafe verurteilt. Die beiden anderen Angeklagten wurden als völlig schuldlos freigesprochen. Versammlungen. Fünfter Wahlkreis. Der sozialdemokratische Wahlverein hielt am Dienstag im alten Schützenhause eine gut besuchte General- Versammlung ab. Nachdem die Aufnahme von 26 neuen Mit- gliedern bestätigt war, widmete der Vorsitzende Zucht dem früheren Abgeordneten ffleiiossen Fritz sch e, der jüngst in Philadelphia im Alter von 30 Jahren verstorben ist. wie auch dem verstorbenen WahlvereinSmitgliede Gustav Liepmanu warm empfundene Worte des Nachrufs, worauf sich die Versammlung zu deren Ehrung von den Sitzen erhob. Hierauf gab Zucht den Vorstandsbericht für das letzte Halbjahr. Danach hatte der Verein am Jahres- schlutz 1507 Mitglieder. Die Zahl wäre noch bedeutend höher, wenn nicht wieder ein Teil der Aufgenommenen lvegen restierender Bei- träge hätte gestrichen werden müssen. Alles in allem pulsierte das innere Leben der politischen Organisation ganz erfreulich, und die Agitation sei besonders durch die Vorgänge im Ruhr gebiet und in Rußland gekräftigt worden. Für die streikenden Bergleute wurden bisher durch den Verein zirka 2000 M. aufgebracht. ES soll auch wieder versucht werden, dem Wahl- verein auf Grund der für den 30. Kommunal-Wahlbezirl aufgestellten Wählerliste neue Mitglieder zuzuführen.— Den Kassenbericht für das 3. und 4. Quartal 1904 verlas an Stelle des erkrankten Ge- uossen Leopold Liepmanu der Genosse Kirste. An Ein- nahmen inkl. Bestand wurden erzielt 7314,69 M., darunter ans den Parteitaaslisten 955.60 M. und durch Bonsverkauf 1077,50 M. Die Ausgaben beliefen sich auf 5822,07 M.. darunter 434,20 M. für den Wahlkreis Pronzlau-Angermünde. Eine Statistik über die Zunahme der Beitragsleistungen und des Erlöses aus Bons ergibt folgendes Bild- An Beiträgen wurden geleistet im Jahre 1896 1161 M., 1897 3348 M.. 1898 4433 M.. 1899 4243 M.. 1900 5580 M.. 1901 5450 M., 1902 6780 M., 1903 9557 M. und 1904 10 991 M. Die Einnahmen aus Bons ergaben im Jahre 1901 925,50 M.. 1902 1334,70 M.. 1903 1279.20 M. und 1904 1919,30 M. Ueber' die Tätigkeit der Preßkommission berichtete F r i e d- l ä n d e r Als recht erfreulich bezeichnete er die Steigerung der Abonnentenzahl des„Vorwärts" auf zirka 90 000. Trotzdem sei an eine Verbilliguug des„Vorwärts" vorläufig noch nicht zu deillen. weil die Herstellungskosten des Blattes erheblich gestiegen sind. Den berechtigten Wünschen der Vororte soll jetzt in soweit Rechnung ge- tragen werden, als vom 1. April ab im„Vorwärts" ein gesonderter Vorortteil eiugerick'tet wird. Was die Beschwerden anbelangt, to hätten dieselben meistens ihre gütliche Erledigung gefunden. In 1 Sachen der„L-ipz. VolkSzeitung" aber, die eine Reihe uiiqualisiziec- barer Vorwürfe gegen den„Vorwärts' und damit auch gegen Partei« vorstand und Preßkommission erhoben hatte, habe sich die Preß« kommission umso energischer auf die Seite des„Vorwärts" stellen müssen, als der Genosse Mehring, seiner Gewohnheit entsprechend, auch hier die sachliche Auseinandersetzung in äußerst gehässiger Weise auf das persönliche Gebiet gespielt habe. Redner ersuchte zum Schluß, die verleumderischen Aeutzerungen der bürgerlichen Presse und sonstigen Winkelblätter über angebliche Mißstände, unter denen das Druckereipersonal des„Vorwärts" zu leiden haben, mit gebührender Vorsicht aufzunehmen, da jene Presse eben ein gewisses Interesse an der Verbreitimg solcher unwahren Nachrichten hat.— Die Diskussion war äußerst lebhaft. H i r s ch f e l d und Scholz wünschen eine Verbilliguug deS „Vorwärts", damit der Abonneuteiistand wachse, was wieder ver- mehrte Aufklärung der Massen zur Folge haben würde. Jetzt triebe die Partei mit dem„Vorwärts" denselben Fiskalismus, wie der Staat mit den Eisenbahnen und das Reich mit der Post. Es sei nicht nötig, daß der.Vorwärts" immer so große Ueberschüsse ab« werfe, das täten die größeren Provinzblätter auch nicht; dafür machten sie dann aber ihre abfälligen Bemerkungen über den ver« hältnismäßig geringen Abonnenteustand des„Vorwärts". �R e g g e bemängelte besonders die prinzipielle Haltung des„Vorwärts", die nicht entschieden genug sei; auch veimisse er die erforderliche Schärfe in der Kritik polizeilicher Willkürakte. Es sprachen noch Kubisch und H e r tz e rfletzterer bemängelte den teilweise schlechteuDruck des„ Vorwärts'. Wels polemisierte gegen Regge und hielt unter Hinweis auf die gegenwärtig nur geringen Ueberschüsse eine Vcrbilligung des„Vor- wärts" noch nicht für möglich. Man möge den„Vorwärts" doch nicht mit dem Scherlschen„Lokal-Anzeiger" oder der Mosseschen „Volks-Zeitung" mit ihren Streikbrecherinseraten vergleichen. Nachdem noch Rausch über die Lokalkommission und David- söhn über die Agitattonskommission für Brandenburg berichtet hatten, erfolgten die Vorstaudswahlen mit nachstehendem Ergebnis: Erster Vorsitzender Zucht, zweiter Vorsitzender Hanisch, erster Kassierer Liepmanu, zweiter Kassierer Kirste, erster Schrift- Tihrer Weise, zweiter Schriftführer Vahr, Preßkommissiön Wels und Friedländer. Lokalkommission Rausch und Stange, Agitationskommission Davidsohn, Revisoren Ambroskiewicz, Lier und Dr. S t ü tz. Als Abteilungs« uhrer wurden bestätigt: Erste Abteilung Wasser, zweite Ab- teilung Christ, dritte Abteilung Schräge, fünfte Abteilung Koschorrek und siebente Abteilung Wiese. Die Bestätigungen Tir die vierte und sechste Abteilung tvurden vertagt. Stehen die Militärschneider unter der Gewerbe- oder der Ge- sinbeordnnng? Zu dieser Frage kommt man, wenn man ein kürzlich gefälltes Urteil der sechsten Zivilkammer des Landgerichts I zu Berlin betrachtet. Die Militärschneider mußten' sich bei Beendigung ihres vorjährigen Streiks von ihren. Arbeitgebern eine Bestimmung aufzwingen lassen, laut der ihnen ein prozentualer Zuschlag zu ihrem Lohn gezahlt werden sollte, wenn sie ein halbes Jahr lang bei ein- und demselben Arbeitgeber tätig wären und das Arbeitsverhältnis mit dessen Zustimmung gelöst würde. Diese Vertragsklausel gab nun zu vielen Klagen Anlaß, die meistens vor dem Jnnungsschieds- gericht ausgesuchten wurden. Es blieb hierbei jedoch stets die Frage offen, ob die bewußten Prozente als ein rechtmäßig zu fordernder Lohnanteil oder als Geschenk des Arbeitgebers anzusehen seien. In einem dieser Streitfälle, den der Militärschneider F. mit der Firma R o b r e ch t hatte, wurde diese Frage nun vor den ordentlichen Gerichten zu einer prinzipiellen Entscheidung gebracht. Der Schneider F. war nämlich seinerzeit von dem Werkführer der Firma bereits XVi Tage ohne Beschäftigung gelassen worden. In» folgedessen nahm er an, daß er auf diese Art aus der Arbeit gegrault werden sollte. Er sagte deshalb zu dem Werkführer: Wenn dieser anscheinend keine Arbeit mehr für ihn habe, dann sei eS wohl besser, daß er gehe. Der Werkführer erwiderte darauf: Er habe nichts da« gegen, wenn F. Feierabend mache. Später wies der Werksührer dann allerdings huanf hin, daß F. ja noch einen Rock, der in der Anprobe hing, erst fertig zu machen habe. Als F., der nun tat» sächlich gegangen war, außer seinem verdienten Lohn auch die auf die Arbeitsperiode entfallenden Prozente beanspruchte, wies ihn die Firma ab. Ebenso das Jnnungs-Schiedsgericht und das Amts» gericht. Als letzte Instanz entschied dann da§ Landgericht, indem es den Anspruch des Schneiders gleichfalls abwies. In dem Urteil wird ausgeführt, daß der Werksührer sein ursprüngliches Ei»« Verständnis mit der Lösung des Arbeitsverhältnisses wieder zu» rückgezogen habe, mithin der„Dienstvertrag" von dem Schneider selbständig gelöst worden sei. Da nun der Tarif ausdrücklich daS Einverständnis des Arbeitgebers resp. Stellvertreters vorschreibe, so habe F. schon aus diesem Grunde keinen Anspruch auf die Prozente. Der Einwand, die Arbeitgeber hätten, indem sie den Schneidern da» mals diesen Vertragspassus unter AuSnützung ihrer wirtschaftlichen Uebermacht aufzwangen, gegen die guten Sitten verstoßen, sei eben- falls hinfällig, denn wenn große Jnteressenkreise zur Beilegung eines wirtschaftlichen Kampfes etwas vereinbaren, so könne man dies nicht als unsittlich bezeichnen. Ferner hat sich das Gericht auf den Stundpunkt gestellt, daß der Prozentzuschuß kein Lohnanteil, sondern ein Geschenk des Arbeitgebers sei, das nur der Arbeiter� erhalte, der gewisse vertraglich stipulierte Be- dingungen erfülle. Es sei dasselbe Verhältnis, wie wenn eine Dien st Herrschaft einem Dien st mädchen bei guter Führung eine Extrabelohnung ver- spreche; auf diese habe es auch keinen rechtlichen Anspruch, weil jene Zuwendung kein Bestandteil des Lohnes sei. Hier aber sei ausdrücklich vereinbart worden, daß der Prozentzuschuß lediglich an d i e Arbeiter gezahlt werden soll, die mit Genehmigung„ihres Herrn" das Vertragsverhältnis lösen. Die Arbeitgeber hätten die schädlichen Folgen des letzten wirtschaftlichen Kampfes vor Augen gehabt und hätten diese für die Zukunft verhüten wollen,„deshalb setzte man auf das Ausharren im Vcrtragsverhältnis eine Prämie' in der Form des prozentualen Zuschusses.— Die Ausführungen über die gegenseitigen Vereinbarungen des Tarifs und dem F e st. setzen einer Prämie auf das Ausharren im Vertragsverhältnis zeigen zur Genüge, daß die Herren des Gerichts sich in das ganz« Arbeitsverhältnis dieser Branche nickt hineinzusetzen vermochten, und so ein Urteil gefällt haben, wclckes die Militärschneider an- spornen wird, den Prozent-Passus so schnell wie möglich wieder aus dem Tarif zu beseitigen. Mit dem Urteil selbst beschäftigte sich am Sonnabend in den „Arminhallen" eine gut besuchte Pcrsammlung der Militärschneider. Nach einem kritischen Referat des Verbandsbevollmächtigten Ritter wurde in dieser Sache einstimmig folgende Resolution an» genommen: Die Versammelten haben von dem Urteil des Landgerichts I in der Prozentsache Wider die Firma Robrecht Kenntnis genommen. Sie weisen den im Urteil angezogenen Vergleich mit dem Dienst- mädchen zurück, da sie nicht, wie es bei jenen heute leider noch der Fall ist, der Gesindeordnung, sondern als freie gewerbliche Arbeiter der Gewerbeordnung unterstehen. Sie erklären, daß nicht, wie im Urteil ausgesprochen, bei der Lohnbewegung im Jahre 1903 ein Vertrag zustande gekommen, sondern daß durch die wirtschaftliche Uebermacht der Unternehmer ihnen das Prozenttvesen auf» oktroiert worden ist. Deshalb erblicken sie trotz dieses Urteils in dem Prozentwesen nach wie vor eine erhebliche Einengung ihrer Bewegungsfreiheit, da es nach den Bestimmungen über das Prozent- Wesen jederzeit in der Willkür des Unternehmers liegt, das auf Treu und Glauben gegebene Versprechen durch kleine, gegen den Arbeiter gerichtete Chikane illusorisch zu machen. Ferner wurde noch erwähnt, daß die Firma Robrecht, die sich bereits ein Einschreiten der Gewerbcaufsichtsbehörte wegen der scklechten Einrichtung ihrer eigenen Werkstatt hat gefallen lassen müssen, jetzt wieder die Verantwortung für die Werlstatt auf andere Schultern abzuwälzen sucht, indem sie deren Neueinrichtung unter Belastung der alten Uebelstände einem Zwischenmeister über» tragen hat. Es wurde beschlossen, die auf solche Art zurechtgemachte W e r k st a t t solange zu sperren bis die Firma Robrecht die Werkstatt wieder in eigene Regie und Verantwortung übernimmt. 90 Sonder- Verkauf 90 Pfennig Pfennig SPITTELMARKT 16/17 Ecke Leipziger Strasse BELLE ALLIANCE- STRASSE 1/2 Am Blücherplatz GROSSE FRANKFURTER- STR. 113 Ecke Andreas- Strasse BRUNNEN- STRASSE 19/21 Ecke Veteranen- Strasse Nur noch bis Sonnabend dauert der grosse Sonder- Verkauf von 90 Pfennig- Artikeln Die Ausstellungen sind durch bedeutende Neu- Anschaffungen vorteilhafter Gebrauchs- Gegenstände und GeschenkArtikel auf das reichhaltigste vervollständigt. Die Ausgabe der Rabatt- Marken bleibt trotz der billigen Preise bestehen. Verkauf an Wiederverkäufer findet nicht statt. Jedes 5 Pfennig. Wort: Das erste fettgedruckte Wort 10 Ptg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Kleine Anzeigen. Ringschiffchen, Bobbin, Schnellnäher, ohne Anzahlung, Woche 1,00, gebrauchte 12,00. 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Drud u. Verlag: Vorwärts Buchbenderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 39. 22. Jahrgang. " " B 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 15. Sebenar 1905. Liste Verband Berliner Partei- Angelegenheiten. tumben, sowie für Bertretungstunden an den städtischen LehrStralau. Sonntag, den 5. März, nachmittags 4 Uhr, ist in der Urania, Taubenstr. 48, eine Vorstellung„ Das Tierleben in Westafrita". Karten find beim Kassierer des Wahlvereins und bei den Vertrauensleuten zu haben. Lokales. ftraße 12,30. Lifte 7900 5,05. Lifte 2471, d. Friese 4,-. Liste 5491, desgl. demokraten bekannt geworden war. Die 65 Betten wurden für 2,10. Arbeiter v. Bardemann, 4. Rate 11,50. Lifte 8827, Tischler b. Mauf, innerlich frante Männer bestimmt. Ohne diese 65 wären am Für die ausständigen Bergarbeiter 8. Rate 7,65. Lifte 7396, Parkettbodenl. b. E. Wolf u. Sohn 14,75. Lifte 9296, 10. Februar abends in allen städtischen Krankenhäusern zusammen gingen bei der Berliner Gewerkschaftskommission folgende Beiträge ein Arbeiter d. 17. Reviers d. Gaswerke 12, Liſte 8758, Drathweberei& erm für innerlich franke Männer nicht 49 Betten frei gewesen, sondern und Gebr. Ludewig 17,60. Lifte 2801, Unterangestellte des Kaiser- und Lifte 5359, durch Baum, Wrangelstraße 8, ifte 4249 19,25. Tischlerei Staiserin Friedrich- Kinderkrankenhauses Berlin, außer den Baptisten 9,75. es hatten 16 Betten gefehlt. Vor Eröffnung des neuen Pavillons Hartmann, Stopeniderstraße, 3. Rate 7,75. Rifte 4934, Berliner Lichtdrud- Ausbau Fiebig, Friedenau, Kranachstraße 5,-. Bautischl. b. F. Sannen- fab es ganz anders aus. Am 7. Februar abends, wo unsere Ge Anstalt, 4. Rate 3,55. Liste 8905, Fecht Lotal 39,50. Ch. 80,- Ellafina gießer 4,-. Gef. Villa Correns, Lantwig 6,80. Stuftat. 6. Snape, 3. Rate noffen in ihrer Fraktionssizung den Antrag beschlossen, war in den 10, Durch W. M. 10,-. Lifte 8462, S. u. H., Saal 32, 4. Rate 21,45. 5,50. Geschwister Werber 2,- Töpfer, Bau Pfleger, Gesundbrunnen, inneren Abteilungen aller städtischen Krankenhäuser fein einziges Lotterieverein Glüdsstern" 10,-. Person. b. Alten Ballhaus 7,50. Lifte 2. Rate 4,05. Die Elenden v. Nr. 18, 4. Rate 6,-. Gesango. Einigkeit, Bett für Männer frei. 8461, Goldleiftenfabr. Bander 13,80. Liste 8464, Pfaff, Saal I, 3. Rate 18,40. Rummelsbg. 14, A. G. V. Freie Sänger, Fredersdorf, für 3 Lieder 3,25. Wie zahlreich die Abweisungen aufnahmebedürftiger Lifte 6948, Arbeiter u. Arbeiterinnen Lundershausen, 2. Rate 9,05. Lifte 8893, M.- Gesango. Bleibtreu, Wedding 20,- Von den Zigarren- u. Zigaretten Kinder in den letzten Wochen gewesen sind, wird man am Donners S.-M.-F. Typograph" 31,35. Ueberschuß v. Grunewaldfest d. S.-M.-F. machern Berlins u. Pankow a. Listen, 2. Rate 100,-. Botsdamer Gewerksch.Typograph", bar. Onkel Karl 0,80 M. 26,50. Liste 8469 2,80. Stupfer- Kartell( darunter 75,- vom Bohltätigkeits- Stonzert b. Mar Stroll) 200,-. tag hören. Vielleicht wird der Magistrat wieder versichern, daß Abschmiede, Hochzeit F. Joh. Riederer ut. Frau, Portstraße 3,55. Sentralb. d. Lederarbeiter Berl. I, Weißgerber u. Färber, 3. Rate 250,- weisungen überhaupt nicht erfolgt feien oder doch nicht nötig geRotterieverein Hoffnung 1898" 7, Stranzüberschuß Haidenhain Liste 7235 durch Radtke 10,40. Möbelfabr. Hante u. Keber, 4. Rate 11,50. wesen seien. Man weiß ja von einer früheren Gelegenheit her, daß 5,- Möbelgeschäft Müncheberg, Lindenstraße 6,-. Liste 8400, Lifte 6989 Treppengel.- Fabr. Lüttchen u. Bruns 11,50. Liste 8642 Bertit. der Magistrat die Auskünfte der von der Rettungsgesellschaft einTischler b. Jarogli, Dranienstraße 17,05. Lifte 8470, J. C. Pfaff, Heller 9,50. Liste 8567 Graveure b. H. Thiele u. Co., 3. Rate 9,65. Arb. gerichteten Zentrale nicht als zutreffend gelten laffen wollte. Ein Saal 2, 4. Rate 17,30. Listen 4092, 93, 94 durch Frau Sprung 21,90. 5. F. Kühn u. Co., Gr. Frankfurterstr. 4,25. Lifte 6982 durch Mehl 11- freifinniger Stadtverordneter, Hauptwortführer bei allen Versuchen Lifte 2614 5,40. Riften 4280, 7461 Masch. Fabr. Monoline 40,60. Liste 3978 Liste 5609 Werfft. Schlegel 10,- Liste 8091 Lokal- Anzeiger" Maschinen5,85. Tellers. d. Möbelpol, Bahlst. Weißensee 3,75. Masch.- Mitr. National faal, 3. Rate 49,20. Lifte 8633 6,95. Lifte 9441 Tischl Siemens u. Halste, zur Vertuschung der Krankenhausnot, gab auch eine Erklärung hier Zeitung" 14, Lifte 8740 Arb. b. Bernh. Naa, 3. Rate 9,50. Liste 8651 Berl. Bert, 4. Nate 20,70. Handschuhmacher Liste 7872 Fabr. Lajch 10,45. für. In dem privaten Krankenhause, über das er selber als Sturator so sagte er Lifte 7870 Fabr. Samter 4,05. mitzureden hat, nenne man Deutsch. Telephon- Werke, Abt. Werkzeugbau, 3. Rate 16,20. Lifte 5538 Arb. Liste 7871 Fabr. Gid u. Strasser 9,75. der Zentrale abfichtlich Sommergut u. Agner 8,50. Lifte 8531 Stontobuchfabr. Riefenstahl, Bumpe Liste 7198 d. Hoßfeld 8,35. Lifte 8559 Bers. d. Hutmacher 6,55. nicht die richtige Zahl der noch freien Betten. 8558 Fabr. Eid u. Straffer 9,-. 11. Co., 2. Rate 25,60. Lifte 8733 Firm. Deichen u. andere, 4. State 20,-. Lifte 2633 Werkst. Wird man uns jetzt erzählen, daß es auch in den städtischen Lifte 3942 11,20. Berson. d. Buchdr. H. S. Hermann, 4. Rate( dar. A.&. f. D. 3,-, B. T. Klopsch, Friedrichsberg 5,65. Liften 8736, 37, Anstalten so gemacht worden sei und noch so gemacht werde? Dann Bautischl. 3,-, Dr. 8. 3,-, N. N. 3,-) 197,-. Geb. Feier, Bannierstr. 11, 1,50. 39, E. Mittag, Bellealliancestraße, 4. Rate wäre es doch sehr interessant, zu wissen, welcher 8 te d mit solchenz Rifte 785 2,70. Lifte 8655 Buchdr. Günther u. Sohn, 4. Rate 15,75. Lifte 8647, Tiſchl. Licijewski, Stüftriner Platz 6,30. Buchbinder d. Buch- Verfahren verfolgt wird. Die Wirkung ist die, daß man auf Lifte 8530 Werkst. Böttcher, 4. Rate 9,-. Lifte 7745 Tischt. Ludas druckerei Büttner, 4. Rate 4,25. Tischl. b. G. u. H. Schüße, Brandenburgu. Beißelberg 13,05. Rifte 4299 7,65. Privatstiftung Steglit 10,- ftraße 21,-. Lifte 5818, Mühlenarb. Brotfabrik 3,-. Lifte 4813, Humboldt- Wunsch stets noch mit freien Betten aufwarten kann, trok aller AbLifte 8392 Müßenfabr. G. A. Hoffmann 13,65. Stoll. v. Frohloff u. Rauch mühle 9,-. Lifte 935, Salomonmühle 30,35. Lifte 4814, Schüttmühle 18,05. weisungen aufnahmebedürftiger Kranter. 6,30. Modelltischl. Niles- Werke Ob.- Schöneweide 17,50. Maurer u. Arb. Bau Liste 5974, Theiles Blumenfabrik 24,50. Lifte 8485, Gasanit. SchmargenFriedelftr. d. Edlich 12,95. Listen 8637, 38 Mech. b. Staiser u. Schmidt 35,70. dorf d. Dbft, 4. Rate 33,30. Feilenarbeiter d. F. Mägdefrau, Bankow 17,35. Tagesordnung für die Situng der Stadtverordneten- Bersammlung Lifte 8897 Hoffmann u. Schröder, Ritterstraße 9,-. Liste 6966 durch Lifte 3903, C. P. Görk, Friedenau, Abt. Fischer 21,50. Lifte 5909, desgl., am Donnerstag, den 16. Februar d. J., nachmittags 5 Uhr. Das Horsch 6,65. Lifte 8231 Töpfer d. Firma Gielow 5,50. Lifte 8732 Möbel Abt. Selinte 14,80. Liste 5910, desgl., Abt. Busch 15,50. Lifte 5907, desgl., Schreiben der Großen Straßenbahn vom 28. Januar d. J., polierer Frifter u. Roßmann, 3. Rate 11,40. Tellersammlung d. Gewerkschabt. Brimmer 21,50. Verbandsmitgl. u. 2 andere d. Buchdr. H. Arendts enthaltend die Erklärung, daß einige Ausführungen des BerichtVers. Adlershof 13,60. Lifte 8654 Bautischl. Röder u. Co., Boechstraße 9,55. Berlag, 4. Rate 13,50. Lifte 2506, Möbelpol. v. Stuller 7,20. Arb.- Gesangb.„ Echo"( M. d. A.-S.-B.), Bankow 10,- Liste 5014 der Bauarbeiter, Bahlstelle Berlin, Liſten 3574 9,95, 3569 7,95, 3587 5,55, erstatters über die Vorlage betreffend die Anlage von fünf städtischen Vorlage betreffend Hammann u. Co. 13,05. Lifte 8466 Mügenfabr. S. Gärtner u. Co., 4. Rate 3580 5,45, 3577 4,-, 3578 11,40, 3573 10,15, 3571 8,70, 3575 8,10. Drts Straßenbahnen, den Tatsachen nicht entsprechen. 30,75. Von den Elenben a. b. Neuen Königstraße 8,-. Lifte 4668 7,10. berein Berliner Straßenreiniger 100,- Liste 9438, Lokal- Anzeiger", Abt. die Frequenz in den Gemeindeschulen am 1.November 1904.- Antrag Lifte 8741 Bildhauer b. Prof. Taubert 7,50. Seifert u. Lewin, Firma Hirsch, Stereotypie- u. Segerei- Hülfsarb. 10,55. Lifte 8764, Tischt. M. H. Wegner, von Mitgliedern der Versammlung, den Magistrat zu ersuchen, gegen3. State 2,-. Liſte 8474 Ledert. Fabr. Markiewicz, 3. Rate 5, Berein 8. Rate 26,70. Bentral- Berband d. Glasarbeiter, 2. Rate 1000,- Innen über den in der letzten Zeit sich mehrenden abweisung en Berliner Hausdiener auf Listen: 5314 Dannenfeffer 10,95, 4649 Fehling puser Bau Hohenloheftr. 15, Höhle 8, Verb. d. Sattler Deutschl., Drtsv. 11,85, 4650 Fehling 11,90, 5310 Schmahl 3,85, 5317 Rzeniadi 1,85, Berlin, auf Listen darunter Wagenfabr. Neuß 24,65, v. d. Sattl. d. 3. Tippels aufnahmebedürftiger Kranker in den städtischen Krankenhäusern Berichterstattung 4619( berl.) Chilesti 4,25, 4615 2öffler 17,55, 4616 Blojat 1,70, 4623 firch u. Co. 72,70 460,35. Lifte 4822, Bauarb. d. Lehmann 8,90. Maler b. schleunigst geeignete Vorkehrungen zu treffen. 33 Rechnungen, Grabom 1,60, 5313 inter 18,40, 4645 ölzle 17,-, 4636 Michelt 6,80, Bezirks Nordost 2,45. Direktion des Leffing- Theaters d. Herrn Dr. D. Brahm des Ausschusses für Rechnungsfachen über: das Etatsjahr 1903 betreffend die 4639 R. Kirchmeier 7,55. Lifte 4661 Buchbind. Sperling 44,05. Lifte 5972 7,50. 600,-. Lifte 4125, Mater v. Gebr. Bendisch 13,95. Liften 751 5448, Maler die Jahresabschlüsse für Umbau Südende 4,50. Lifte 8821, Hülfsperf. u. bt. Buchb. b. Moser, 32,60. Gesammelt in Kanthers Rest. Naunynstraße 2,-. Lifte 7176, Haus. Stadthauptkasse, die Hauptstiftungskaffe, die städtischen Wasserwerke und das städtische Abladewesen sowie über den Abschluß des Lager4. Rate 7,75. Rote Geburtstagsfeier Oberbergerstr. 2,20. Familienfeier d. diener von Wertheim, Dranienstraße 6,60. Berichterstattung Ranger 3,25. Lifte 7486 7,20. Buchbinderei u. Versandabt. A. Scherl, 3. Rate Summa 10048,37 M. Bereits quittiert 108 147,63 M. Im ganzen buches der Stadtgemeinde für das Etatsjahr 1903. 47,35. Werkst. Wachtel 7,25. A. E. G. Aderstr. d. Zaeliste auf Listen: 118 196,00 M. über die Vorlagen betreffend den Vorentwurf für die Neubauten des 1055 7,30, 1056 25,55, 1058 25,56, 1060 28,25, 1061 3,-, 1062 13,-, Weitere Beiträge werden entgegengenommen im Bureau der Friedrich- Werderschen Gymnasiums und einer Gemeindedoppelschule 1070 20,40, 1072 20,90, 1078 14,40, 1097 12,50, 1086 12,60, Berliner Gewerkschaftskommission Engel- Ufer 15, vorm. 9-1 und in der Bochumerstraße sowie Maßnahmen zur Bekämpfung der 1088 8,95, 4952 3,50, 4954 19,70, 4954 8,90, 4955 25,- 4957 22,50, nachm. 4-8 Uhr. 4964 6,45, Säuglingssterblichkeit. 4958 15,10, 4959 19,40, 4960 18,-, 4961 20,-, 4962 17,25, Vorlagen betreffend die Abänderung Für Berlin find die Gelder, welche mittels der Bost eingehen, einiger Besoldungsordnungen für das Lehrpersonal an den höheren 4965 8,35, 4966 39,25, 4967 19,45, 4968 15,40, 4969 25,80, 4973 13,15, Lehranstalten und höheren Mädchenschulen, die Erhöhung der 4976 10,80, 4978 15,50, 4979 7,85, 4980 8,55, 4981 6,25, 4982 25,50, an A. Körsten, Engel- Ufer 15, zu richten. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. 4983 12,-, 4985 30,70, 4986 12,80, 4987 18,45, 4988 25,50, 4989 11,80, Mietsentschädigung der im Gemeindeschuldienste beschäftigten Lehr 4991 5,55, 4992 18,85, 4993 22,60, 4994 27,20, 4995 33,85, 4996 6,30, fräfte, die Erhöhung des Honorars für außerordentliche Lehr4997 4,75, 4998 4,05, 5000 11,65. Briefen- Berein" d. Baumann 11,05. Hochzeit von Lübke durch Bunzel 4, Lifte 5884 11,15. Typographia" anstalten die in den Etat für 1905 aufzunehmenden GehaltsGesangberein Berliner Buchdruder und Schriftgießer, Ueberschuß der Matinee am 29. Januar 1059,40.( Dabei durch den Chormeister Herrn Megander Wilmersdorf. Ueber die Frage:" Ist das Wahlrecht in Gefahr" veränderungen und die Vermehrung der etatsmäßigen Stellen im Beinbaum überwiesen 43,75 und v. Herrn Arnold Scholz, Neue Welt" 50,-) hält in der heute abend 81 Uhr in Salomons Boltsgarten, Berliner- Etatsjahre 1905. Tischlerei Stoch, Eldenaerstraße, 4. Rate 4,50. Lifte 8525, Stellmacher Ditt ftraße 40, stattfindenden Versammlung des Wahlvereins Genosse mann, Markusstr. 15,95. Stodfabr. Schülfe, 3. State 11,40. Lifte 8734 6,50. Stehbein einen Vortrag. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Lifte 7501 7,80. Möbelfabr. Artus, Ramlerstr., außer zwei 11,50. Alempner b. Naumann, Steffelstr., 8,25. Liste 6987, Tischl. b. Heinrichs 7,50. Metall arbeiter d. Büde auf Riften: 87 12,80, 86 12,70, 112 9,- 103 19,05, 110 18,05, 106 21,25, 104 40,- 100 16,50, 90 10, 81 5,10, 83 6,50, 90 10,10, 97 25,60, 111 15,70, 99 15,50, 108 19,25, 98 6,30, 96 9,90, 109 15,55, 84 20,95, 114 14,55, 120 13,20, 102 6,20 107 30,90. Listen 9433, 34, 35, 8240, Personal v. Groß u. Graf, Urbanstr. 25 58,60. Berb. d. Bauarb., Zahlft. Mariendorf- Tempelhof 26,05. Verb. der Bauarb. Bahlst. Berlin, Listen: 8562 7,10, 3558,90, 3560 17,-, 3556 16,90, 3554 7,10, 3579 5,70, 3595 9,40, 3590 7,-. Lifte 1392, Theodor Kraft 4,-. Lifte 8512, Bobach u. Co., Chauffeestraße 8,15. Lifte 5480 11,60. Mitgl. d. Verb. d. Buchdr. im„ Borwärts", 4. Rate 21,50. Lifte 8484, Maurer, Gasanstalt Schmargendorf, 4. Rate 10,10. Lifte 2302, d. Scheer 5,95. Verb. d. Buchbinder, Bahlit. Berlin, a tonto a. Liften 550,-. Offenb. Staffe, Berwalt. III, amer. Auft. d. Scheel 11,60. Lifte 682, Stammg. v. Meyerhoff, Rigdorf 5,75. Ober- Schöneweider Liedertafel, Mastenball, d. Reft. Schulte 9,45, desgl. Zirkus- Einnahme 12,- Stammtisch Fleiß, Alte Jakobftr. 73 5,50. Berb. d. Graveure u. Biseleure, Fil. Berlin, auf Listen: 884 8,-, 2182 4,-, 2136 8,-, 2139 2,80, 8072 8,30, 8075 7, 8079 22,45, 8076 8,- Bubertol. Ubl 19,- Lifte 2006, gef. v. Heinrich Better 6,40. Lifte 7178, Pianofabr. Engelmann u. Güntermann 7,90. Stammtisch Baum, Brangelstr. 1/2 4,30. Rauch. Barinas( M. d. A.-R.B.) 10,-. Raucht. Alter Stamm, Nowawes ( M. 6. A.-R.-B.) 4,-. Kraft u. Artiftenber. Teutonia, Charlbg. 20, E. Dittmer, Holzarb., 2. Boft. 3,-. Segelfl. Fraternitas 10,-. Mitgliedsch. d. Schiffer u. Hafenarb. Berb. Groß Blumberg a. D. 7- Gesangber. Esmeralda( M. 5. A.-S.-B.) 5,-. Bierproz. Automob. N. S. 5,-. Rauch Club Stairo 5,-. Berkst. Modell u. Bau v. R. Hempel, Schönh. Allee, 3. Rate 8, Tischl. b. Gumtau, Gr. Lichterfelde 6,85. Frik Stein, Kochstraße 4,50. Zentral- Berband d. Handels, Transport u. VerkehrsC. 2-9, Danzig 3,05. Arbeiter, Ortsverwaltung Niedersachswerfen 5,50. Einige Zeichner 5,-. Zertilarb. Berb., Fil. II, a Stonto auf Liften 200, Färbereiarb d. Berl. Velvet- Fabr. 10,65. Lifte 9446, Unterhalt.- Abt. Arb. Bildungsschule d. Fel. Schreiber 22,25. Liste 74,80, Stahl u. Sohn, 13, Lifte 4264, Berfſt. v. Schichwitz, Stalizerstr., 9.30. Lifte 8522, Arb. b. Stoffer: fabr. Trebesius, 4. Rate, 9,30. Lifte 8096 5,50. Lifte 8397, Stod, Saal Bostlad u. Rinom, 17,15. Liste 4291, Gofa u. Brautmann 9,05. Liste 7336, Schraubenfabrik Stärte, Blumenstraße 10,45. Lifte 8634, Klavierarbeiter d. F. Neste, 4. Nate 9,50. Orgelpfeife 3,- Lifte 8555, Telephonwerkstatt Jm Berliner Tageblatt" und in der„ Volts- Zeitung" las man Berlin nebst den anderen Großstädten als Sündenpfuht A. Gärtner, Elifabeth- llfer 11 4,-. Möbelfabrit Anders 6,50. Lifte 8458, am Sonntag den folgenden Auszug aus der Vorlage: Aus dieser Tischlerei Gitschinerftr. 63 10,75. tschl. b. Start Müller, Köpniderstr. 109a lebersicht geht unter anderem hervor, daß am 10. d." Mts. früh und Verbrecherhort zu verschreien, ist ein bekannter Trid berer, die 17,20. Liste 5169 d. Herm. Beil 8,35. Pers. d. Buchdr. Janiczewski 6,70. Möbel um 8 Uhr in vier städtischen Anstalten 185 Betten und Da ist nun die Statistik eine unangenehme Dame, indem sie den fabrit M. Hartwig Nachf., Borhagenerstraße 8,20. Liste 2076, Berliner Theater abends 108 Betten frei waren. Außerdem war natürlich 44,65. Lifte 2081, Schiller- Theater Norden 15,50. Liste 2077, Lustspielhaus 56,50. Lifte 3914, Siemens u. Halske, Berl. Werk 41,50. Stabt. Gasanstalt I, noch eine größere Bahl freier Betten in den übrigen An- Verherrlichern ländlicher Unschuld unwiderleglich nachweist, daß die Stralauer Plat 6,80. Lotterieberein" Blindes Glück", Graunstraße 7,50 stalten vorhanden.( Gemeint find die nicht- städtischen Anstalten. meisten Berfehlungen gegen das Gesetz nicht in der Großstadt, Lifte 8646, Bautisol. Dombrowski, 3. Rate 5,05. Lifte 7559, d. Babľubt, Red. des Vorwärts") Gleichzeitig hat die Deputation für die ſondern im ländlichen Junkerparadies, dort wo die Rückständigkeit 3,00 vom Berliner Schauspielver. 1889 18,65. Unterststädtischen Krantenanstalten und die öffentliche Gesundheitspflege die am argsten wuchert, begangen werden. Von Verurteilungen wegen Berein d. Bierabzieher, Vorft. Sigung 4,-. Montage Nonnendamm d. Eröffnung des Verbrechen und Vergehen, gegen Reichsgesetze überhaupt, entfallen Eröffnung des neuen Pavillons XVII im Krantenhause am 3. Strade, Meuter u. Bollstädter 15,- Lifte 8822, Stuftat. u. Hülfsarb. Friedrichshain mit 65 Betten angeordnet. Die Eröffnung eines im Durchschnitt auf je 10 000 der strafmündigen Zivilpersonen Museum 9,25. Lifte 6945, d. Hartmann 9,25. Lifte 7599 10,70. Lifte 3981 zweiten neuen Pavillons ist in Aussicht genommen, sobald das Be- auf Berlin 184,6 Personen, auf Bremen 167,8, auf Ham6,75. Lifte 8850, 3. C. G. A., Mariendorf, Gasofenfabr. 24, Liften 8848, bürfnis hierzu vorliegt." Das wird denen sehr beruhigend in burg 142,5, auf Gumbinnen 180,7 uno auf Johannisburg sogar Durchschnit,& zahl für 8849, 8851, 8852, desgl., 4. Rate 88,75. Bautischl. Roll, Aderftr. 154 7,75. die Ohren flingen, die über Zeitungsnotizen nicht viel nachdenken. Lifte 8538, Werfit. Miette 16,50. Tapez. v. Brandt, b. Goebel, 4. Rate 3,50. wenigstens in den drei größeren, je eine innere und eine äußere Verhältnis bei keinem derselben an der Spize. Auf je 10 000 GinLifte 9209, Fabr. Ú. H. Schleb 20,30. Lifte 4658, Stodfabr. Störnig u. Aufrecht 7,65. Wer sich aber erinnert, daß es in den städtischen Krankenhäusern, Preußen im allgemeinen beträgt hier 110,3. Was nun die einzelnen Arten der Verbrechen bezw. Bergehen betrifft, so steht Berlin im Listen 8565, 66, Bautischt. Mittag, Waldstraße 27,75. Einfeßer Behrendt Abteilung für Männer und für Frauen gibt, der wird gern wissen 13,25. Liſte 5471, Glüdauf G. M. 20,- Lifte 3858, Meier 6,35. iste wollen, wie denn die stattliche Zahl von 185 Betten sich auf diese wohner kommen für Berlin Berurteilungen wegen Gewalt und 8899, Drahtspinner Lerm u. Gebr. Ludewig 12,- Gefangv. Liederlust I", Mastenball 15,- Lifte 4824 14,50. Lifte 8828, Arb. d. F. Bechlin, Neue vier Abteilungen verteilte. Hier ist die Antwort. Am 10. Februar Drohung gegen Beamte usw. 4,9, Bremen 6,5, Hamburg 9,3 und Königstraße, 3. Nate 8,- Lifte 7991 5,55. Lifte 9224, Buchb. Weichert b. früh waren frei auf den inneren Abteilungen für Männer 63 Betten, für Preußen im allgemeinen 4,2 in Betracht. Bei Verurteilungen Limburg 4,55. Liste 8527, Deutsche Telephon- Werte, Abt. Busch, u. Tischlerei für Frauen 41, auf den äußeren Abteilungen für Männer 36, für wegen gefährlicher Körperverlegung stehen durchweg die Land. 4. Rate 20,15. Lifte 9204, Deutsche Telephon- Berle, Gaal 8, 2. Rate Frauen 45. Nicht wahr, das klingt schon weit weniger beruhigend? bezirfe sowie Bayern auf der Höhe. Selbst in den Vergehen 31,55. Lijte 8481, Arbeiter der Gasanstalt Schmargendorf 44,65. Möbel. Da nämlich nicht ohne weiteres die freien Betten einer äußeren Ab- wegen Diebstahls wird Berlin von anderen Orten ganz beträchtlich polierer bei Dischleit u. Co., 4. Rate 17,50. Lifte 4878, Werkzeugbau Turbinenfabr. 43,85. Liften 9202, 7541, Telephontischl. b. Dischleit ut. Co. teilung für eine vollbelegte innere Abteilung und umgekehrt, oder übertroffen. Das Junkertum und nicht minder die Geistlichkeit tun 3. Rate 51,40. Lifte 9201, Möbeltischt.' bei Dischleit u. Co., 4. State 16,70. diejenigen einer Frauenabteilung für eine gefüllte Männerabteilung also gut, für Hebung der Moral in ihren Revieren zu sorgen, bevor Berkzeug- u. Maschinenbau Ludm. Löwe, 4. Rate: Lifte 7705, Borrichtbau und umgekehrt nuzbar gemacht werden können, so leuchtet ein, fie über die Schlechtigkeit der Großstadt allerhand faulen Zauber 17,40, Liste 7706, Fratserei und Werkzeugbau 13,50, Lifte 7707, Leerenb. u. welche Schwierigkeiten entstehen können, wenn für jede dieser vier auftischen. Es ist erreicht. Der Magistrat hat gestern den Etat für das Dreherei v. Wertz.- Bau 23,55, Liste 7711, Leerenbau 13,05, Lifte 8842, Abt. Abteilungen in allen städtischen Krankenhäusern zusammen nur noch Schmidt 13,10, Lifte 8845, Abt. Lippold 15,85. Steinarbeiter Berlin I auf 3 bis 4 Dugend Betten frei find. Eine Probe davon liefert auch Geschäftsjahr 1905/6 fertiggestellt, und zwar mit dem Ergebnis, daß Listen 7963, 7964, 7965, 7968, 7971, 7973, 7974, 7976, 7977, 7978, 7979, 7980, die vom Magistrat aufgestellte Uebersicht. Am 10. Februar abends der Stadthaushalt mit dem bisherigen Gemeinde- Einkommensteuer5751, 5752, 5753, 8492, 8493, 8495, 8498 132,30. Lifte 8552, Piano- Mechan. waren nur noch 108 Betten frei, und davon kamen auf die inneren Buschlag von 100 Proz. balanziert. Der Magiftrat hat dabei die Fabrit E. Jacob, Abt. Ober- u. Unterdämpferet, 3. Rate 22,20. ifte 8553, Abteilungen für Männer noch 49, für Frauen nur noch 8, auf die Betriebssteuer mit 245 000 m. eingestellt, mit 5 Millionen die Englischer Saal 13,75. Liften 8548, 8549, Zifchler bei Gebr. Faul 32,50. Tischler bei Fr. Dieze, 8. Rate 7,70. Lifte 8799, Arbeiter von Albert äußeren Abteilungen für Männer nur noch 19, für Frauen noch 32. Umfagsteuer, die im vorigen Jahre nur mit 2 800 000 W. angefekt Schöning, 4. Rate 4,80. Pifte 8564, Seim u. Gehrken, Heidenfeld- und Man sieht, wie rasch der„ Borrat" an freien Betten an einem einzigen war. Infolge des großen Grundstidsverkehrs und der Neubauten hat sich der Ertrag der Umsatzsteuer im ablaufenden Jahre über Petersburgerstraße, 3. State 36,20. Tischl. b. Meyer u. Franz, 4. Rate 3,50. Tage schwinden kann. Lifte 8535 4,65. Lifte 8540, Bautischler b. G. Meyer, Neue Jakobstr. 23,75. Was die erwähnte Zeitungsnotiz über den neuen Pavillon alles Erwarten vermehrt. Die Gemeindegrundsteuer wird auf Arbeiter d. Atomwerte, 4. Nate 4,52. Lifte 8473, Tapez.- Werkstatt Gerfon, fagt, bedarf gleichfalls eines einen Zusages. Gleichzeitig" foll 21 Millionen, die Gewerbesteuer auf 9 400 000 W., die Einkommen 3. Rate 20,-. Buchdruder b. Denter u. Nifolas, 4. Rate 17,-. Tischlerei bie Deputation die Eröffnung angeordnet haben. Mit Berlaub, steuer auf 31 300 000 M.( im Vorjahre 30 Millionen) und die Bröder, Naunhnſtr. 8,30. Lifte 8111, Tischfabr. Bremer, Grüner Weg 16, die Eröffnung war bereits erfolgt, als am 10. Februar morgens 185 Sundesteuer auf 640 000 m. angenommen. Der Etat des Tiefbaues Möbelfabr stümmel, 4. Rate 55,30. 8.- 8. u. St.-S. Deutsch. Wagenbauer, und abends 108 freie Betten gezählt wurden. In diesen Zahlen ist in Einnahme auf 4 300 000. und in Ausgabe auf 4900 000. Filiale Schöneberg 20,-. Berband Deutscher Hoteldiener, 2. Rate 100, Lifte 3924 7,90. ifte 2367 10,30. 2ifte 8534, Tischfabr. Richter, Boghagener, find also die 65 Betten schon enthalten. Die Eröffnung erfolgte am feftgefegt. Allein für Straßenpflasterungen find drei Millionen borftrage, 3. Rate 12,70. Lifte 8731, Metallwaren- Fabrit Zemlin, Manteuffel. 19. Februar, nachdem am 8. Februar früh der Antrag der Sozial- gesehen. Der Etat des Hochbaues erfordert bei einer Einnahme Fr. Spindler, Gitschinerstr. 33, Lifte verl. 19, Stuftat. u. Arb. d. Zur Krankenhausnot in Berlin. anf Die vom Magiftrat befchloffene Gehaltsanfbefferung soll nicht nur den Beamten mittleren Ranges zu teil werden, sondern erfreulicherweise auch verschiedenen Gruppen von Beamten, die sich in geringerer Stellung befinden und bescheidenere Gehälter beziehen. Anderenfalls könnte man diesen GehaltsaufbesserungsBeschluß auch kaum als einen Fortschritt begrüßen. Eine Erhöhung des Gehaltes um 100 m. für jede Gehaltsstufe will der Magistrat einer Reihe von Unterbeamten gewähren. Grundstücksaufseher, Bollziehungsbeamte, Natswagemeister, Steuererheber und die Geld erheber der Hauptkasse der städtischen Werte sollen statt 1400 bis Der dringliche Antrag der sozialdemokratischen 2600 M. fünftig 1500-2700 M. befommen, außer ihrer FunktionsFür Stadtsergeanten, Magistratediener, Stadtverordneten, durch den der Magistrat auf den in zulage von 300 m. legzter Beit wieder sehr arg gewordenen Zubrang zu den städtischen Arbeitshaus- Aufseher, Chauffee- und Wege- Aufseher, Brückenwird das Gehalt von 1500-2200 M. Strantenhäusern hingewiesen und angesichts der sich mehrenden wärter ust. 8urüd weisungen aufnahmebedürftiger Kranter 1600-2300 m. erhöht. Hülfs- Steuererheber und Hülfsauffeher um schleunigste Abhülfemaßregeln ersucht wurde, war am vorigen sollen nur 60 M. mehr als bisher friegen, Hülfs- Steuererheber statt Donnerstag durch die freifinnige Mehrheit der Stadtverordneten 1820-1620 m. fünftig 1380-1680 m., Hülfsauffeher statt 1200 bis Versammlung von der Tagesordnung abgesetzt worden, obwohl zu 1500 m. fünftig 1260-1560 M. Schuldiener werden statt 900 bis Beginn der Sizung allseitig seine Dringlichkeit anerkannt worden 1850 m. fünftig 1050-1500 m. haben, außer Wohnung und war. Er wird nun am nächsten Donnerstag erörtert werden. Feuerung. Den Markthallenpförtnern find 1500-1700 M. zugedacht Inzwischen hat der Magistrat die ihm gewordene Aufschubs- statt bisher 1300-1700 m. Aehnliche Erhöhungen werden vors frist dazu benugt, der Versammlung eine Uebersicht vorzulegen, aus geschlagen für Unterbeamte der Gaswerke, der Wasserwerke, der der die Zahl der freien Betten, über die die städtischen Kranten Sanalisationswerke, für Aufseher der Straßenreinigung, für Standeshäuser in den Tagen vom 1.- 10. Februar verfügten, ersichtlich ist. amtsdiener usw. Verschiedentlich weist der Magistrat zur Begründung eingetretenen wirtschafts Gin freisinniger Stadtverordneter hatte am vorigen Donnerstag die feiner Vorschläge auf die ungünstigen Dreiftigkeit, das von den Sozialdemokraten angebotene Beweislichen Veränderungen" hin, auf die material als einseitig zu bezeichnen, noch ehe er davon Kenntnis geworstellungen" der betreffenden Beamten. Man kann nur wirtschaftlichen Verhältnisse", auf die dringenden nommen hatte. Er versprach, daß bis zum nächsten Donnerstag auch die andere Seite Material beschaffen werde. Wenn die vom wünschen, daß der Magistrat, wenn er an eine allgemeine und nach Magistrat vorgelegte Uebersicht dieses Material sein soll, so werden drückliche Aufbesserung der bekanntlich noch viel niedrigeren Löhne am Donnerstag die freisinnigen Bertuschungstünstler am Ende boch der Gemeinde Arbeiter herangehen soll, gleichfalls an eingestehen müssen, daß der Antrag der Sozialbemo die wirtschaftlichen Verhältnisse" denkt und sich der dringenden Vorstellungen" erinnert. fraten nur zu berechtigt war. " " 1 den Landproletarier der oftelbischen Gesindefflaverei erhalten wollen. Die 317,2 Personen. fcon 9 800 OOO SW. und einer Ausgabe von 16 200000 51?. einen Zuschuh von 6 900 000 M. Für Gemeindeschulbauten sind 4 280 000 M., für höhere Schulen 1 200 000 M. und für sonstige städtische Gebäude 10 100 000 M. vorgesehen. Ein schlechter Kerl. Die„Germania" schreibt in einem Nachruf über Otto Erich Hartleben:„Hatte er zwar seinen Haupterfolg mit der Offizierstragödie„Nosenmontag", so ist der Schwerpunkt leines Schaffens doch in den kleinen Sachen und Sächelchen zu finden, in denen er gesellschastlich-sittliche Zustände mit scharfem Blick konterfeite und mit der Schale ätzenden Spottes übergoß. Leider war er hierbei so wenig skrupulös, daß seine Eindeutigkeiten oft geradezu ärgernis- erregend auf jeden einigermaßen delikat denkenden Menschen wirken mußten. Es fehlte ihm im Grunde doch an jedem sittlichen Halt. Er gehörte zu den zügellosen Naturen, die das Recht des„Sich- auslebens" auf ihre Fahne geschrieben haben. So ist er denn auch an seinen eigenen Ausschweifungen zu Grunde gegangen." ES ist pietätvoll von der„Germania", daß sie dem Dichter auf der Totenbahre noch einiges Amüsement bereitet. Mangel an Zehnmarkstücken. Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin haben einen in der letzten Zeit auch von anderen Handelsvertretungen dringend geäußerten Wunsch wiederholt an maßgebender Stelle vorgebracht, der dahin geht, Zenkmarkstücke in größeren Mengen als bisher ausprägen zu lassen. Das Bedürfnis des Verkehrs verlangt immer dringender eine solche. Diese Münz- forte sowie die Ein- und Zweimarkstücke werden vom Publikum, wie Zahlen beweisen, bevorzugt. Der Maugel an Zehnmarkstücken— und nicht nur an diesen— wird in der Arbeiterschaft noch viel ärger empfunden als im mannsstande. Der Fleischschmuggel blüht. Obgleich die Kontrolle der 20 000 Fleischverkaufsstellen in Berlin jetzt, wo die Nachuntersuchung aufgehoben worden ist, fast unmöglich geworden ist, ver- geht keine Woche, Ivo die beiden städtischen Kontrolleure nicht Fleischmengen antreffen, die weder mit dem Stempel eines die Fleischbeschau außerhalb Berlin ausübenden Tierarztes, noch mit dem der hiesigen Fleischbeschau versehen sind. Im Januar d. I. wurden ein Ninderviertel, eine Kalbskeule und ein halbes Schwein ohne Stempel vorgefunden und dann von der Polizei beschlagnahmt. Unwillkürlich muß man hierbei die Frage aufwerfen, was aus den zugehörigen Stücken geworden ist? Sind sie schon verbraucht oder ist es den betreffenden Personen gelungen, die anderen Teile den Augen der Beamten zu entziehen?— Von den zur Untersuchung vorgelegten Tieren mußten im Januar d. I., trotzdem diese Untersuchungen um zwei Drittel abgenommen haben, 419 ganze Rinder, 54 ganze Jungrinder, 101 ganze Kälber, 12 ganze Schafe und 615 ganze Schweine be� schlagnahmt und der Polizei überwiesen werden. Teilweise beschlagnahmt wurden dann noch: 5041 Rinder, 273 Jungrinder. 140 Kälber, 2914 Schafe und 9846 Schweine. Ferner einzelne Organe von 6501 Rindern. 387 Jungrindern, 216 Kälbern, 3495 Schafen und 12 008 Schweinen: darunter 16 355 Lungen, 3402 Lebern und 1249 Kilogramm Fleisch. Von dem von auswärts eingeführten, ftisch geschlachteten Fleisch wurden 12 Ninderviertel, 2 Rinderköpfe, 1 Schaf, 3 Schweine, 2 Wildschweine, 12 Wildschweins köpfe und 1 Keule usw. für untauglich befunden und der Polizei überwiesen. Durch Unfall sind im Jahre 1904 in Berlin 507 Personen ums Leben gekommen, 356 männliche und 152 weibliche. Unter der Gesamtzahl waren 125 Kinder bis zu 15 Jahren, 71 Knaben und 54 Mädchen; 271 Personen, 229 männliche und 42 weibliche, standen in dem erwerbstätigen Lebensalter von über 15 bis zu 60 Jahren; III Personen, 55 männliche und 56 weibliche, waren über das 60. Lebensjahr hinaus. Daß das männliche Geschlecht gerade im erwerbstätigen Lebensalter sehr viel stärker als das weibliche an den Unfällen beteiligt ist, das ist ohne weiteres verständlich: hier handelt es sich vorwiegend um Verunglückungen bei der Arbeit. Aus der ersten Altersgruppe, den bis 15 Jahre alten Kindern, sind besonders zu nennen 23 durch Unfall getötete Kinder, die noch nicht das erste Lebensjahr vollendet hatten. Von den tödlich verlaufenen Unfällen der zweiten Gruppe, des erwerbstätigen Lebensalters. entfielen 15 auf daS 16. bis 20. Lebensjahr, 71 auf das 21. bis 30. Lebensjahr, 59 auf das 31. bis 40. Lebensjahr, 63 auf das 41. bis 50. Lebensjahr, 63 auf das 51. bis 60. Lebensjahr. In der dritten Gruppe war namentlich die höchste Stufe des Greisenalters mit einer sehr großen Zahl von Unfällen vertreten: 47 durch Unfall ums Leben gekommene Personen waren über 30 Jahre alt. Stipendien von je 300 M. sollen aus der Heimami Breßler- Stiftung zum 1. Mai d. I. an deutsche Studierende der Medizin an hiesiger Universität, teils christlicher, teils jüdischer Religion, auf 1 Jahr verliehen werden. Bewerber haben ihre Gesuche unter Bei- füguug des Zeugnisses der Reife, solvie eines Zeugnisses über ihre sittliche Führung, ihre Befähigung für das medizinische Studium und ihre Bedürftigkeit, ferner des Nachweises, daß sie der medizinischen Fakultät hiesiger Universität mindestens ein Semester angehören, auf dem Rathause im 2. Stockwerk, Zimmer 60, bis zum 10. März d. I. abzugeben. Das Berliner Feuerlöschwesen wird auch in diesem Jahre wieder eine erhebliche Umänderung erfahren. Die noch bei den sogenannten ersten Zügen im Dienst befindlichen Hand druckspritzen sollen sämt- lich ausrangiert und den Berliner Rieselgütern überwiesen werden. Dafür werden neue Dampfspritzen, die schon hier eingetroffen sind, eingestellt. Die Berliner Feuerwehr verfügt dann über 19 Dampf- spritzen im Dienst und eine Reserve-Dampffpritze, wozu dann später noch einige hinzukommen. Die alten Wasserwagen sollen sämtlich in Gasdruckspritzen umgewandelt werden. Alle Züge erhalten ferner Tender und jede Kompagnie und Zugwache eine große mechanische Leiter. Die Feuerwehr wird also in diesem Jahre noch mit 19 Dampf- und ebensoviel Gasspritzen sowie 14 mechanischen Leitern ausrücken können und im nächsten Jahre, nach Formierung des vierten Zuges in der Olivaersttaße, mit 20 Dampfspritzen, ebensoviel Tendern und sehbarer Zeit mit tzen sowie 16 Leitern. Diese sollen in ab Kraftbetrieb versehen werden. Die Ausrüstung wird um 40 Rettungsapparate, 14 Feuertaucher usw. vermehrt werden. Der Dienst hat die Vermehrung des RlamtschaftSbestandes um 4 Obermaschinisten, 5 Oberfeuermänner und 30 Feuermänner notwendig gemacht. AuS dem Reiche des Herrn Budde. Von einer Rangiermaschine überfahren und getötet wurde gestern auf dem Rangierbahnhofe Lichtenberg-Friedrichsfelde der dortige Stationsvorsteher Großmann. Der Beamte überschritt die Gleise und ging um einen haltenden Güterzug herum, ohne zu bemerken daß die Rangiermaschine auf dem Nebengleise herangesaust kam. Er wurde von der Lokomotive niedergerissen und ihm der Brufttasten eingedrückt. Der Ver- storbene, der in Lichtenberg wohnte, hinterläßt Frau und zwei un- erzogene Kinder. Der Tod der Gattin eines bekannten hiesigen Arztes erregt durch die Umstände, unter denen er erfolgt ist, in weiteren Kreisen große Teilnahme. Die Gattin des Direktors des Kaiser Friedrich-Kinder- krankenhauses, Frau Prof. Klara Baginsky, geb. Kristeller, erkrankte in vergangener Woche ganz plötzlich nach dem Genuß einer Portion Rinderzunge. Die eigentümlichen Krankheitserscheinungen deuteten auf eine schwere Blutvergiftung durch Fleischgift, ein Zersetzungsgift, das sich nicht selten in Fleischspeisen bildet, ohne daß die bereits ein- getretene Verderbnis durch Aussehen oder Geruch wahrnehmbar ist. Der ganze Krankheitsprozeß hat sich, wie das sehr häufig bei der- artigen Vergiftungen der Fall ist in denkbar kürzester Zeit abgespielt und in rapider Weise zum Tode der erst 46jährigen Dame geführt. Unter Pockenverdacht sind eine neunköpfige Familie und zwei Arbeiterinnen nach der Charite gebracht. Ein Sohn des in der Waldstr. 23 in Moabit im Erdgeschoß wohnenden Kanzlisten August Tack erkrankte vor einiger Zeit, ein Arzt wurde aber erst gestern zu- gezogen. Er fand Anzeichen von Pocken und benachrichtigte den Kreisarzt. Dieser neß die ganze Familie nach den Quarantäne- baracken der Charite bringen. Zwei Plätterinnen, die bei Frau Tack beschäftigt waren, suchten auf Veranlassung der Polizei die Baracken auf. Auch die Kutscher, die die Ueberführung besorgten, blieben einstweilen dort. Es scheint sich um Windpocken zu handeln. Das Pokern. Wegen großer Spielverluste versuchte sich in der vergangenen Nacht der 30 Jahre alte Kaufmann Hermann Sp. aus Rüttenscheid mittels Zuckerschnur auf dem Abort des Bahnhofes Börse zu erhängen, wurde aber von dem Wächter Suchert, auf dem Fußboden liegend, noch lebend aufgefunden, da die Zuckerschnur zer- rissen war. Er fand Aufnahme im Krcmkenhause Bethanien. Eine schreckliche Szene spielte sich Montag nachmittag in der Richthofenstraße ab. Dort wohnt in dem Hause Nr. 8 der Arbeiter Schulz mit seiner Familie. Das älteste der beiden Kinder, der 6 Jahre alle Sohn Erich, ging oft nach dem Kohlenkeller von Lamla, der der elterlichen Wohnung gegenüber in dem Hause Nr. 21 liegt, um mit den Kindern Lamlas zu spielen. Nachmittags um 4% Uhr nun suchte Frau Schulz ihren Erich, nahm die 21h Jahre alte Tochter Gertrud an die Hand und ging mit ihr über den Damm nach dem Kohlenkeller. Als sie die Treppe hinabstieg, um bei Frau Lamla anzufragen, ritz sich die Kleine von ihr los und ging auf den Fahr- dämm zurück. Zum Unglück kam gerade ein Geschaftswagen einer Großschlächterei vom Baltenplatz her gefahren. Frau Schulz haschte noch nach ihrem Kinde, um es zurückzuziehen; die Rettung wäre wohl auch noch gelungen, wenn das Kind nicht gefallen wäre. Im nächsten Augenblick lag die Kleine schon unier dem Fuhrwerk und ein Hinterrad zermalmte ihr die Stirn. Während die Mutter mit ewem Aufschrei zusammenbrach, nahm Frau Lamla die Verunglückte auf den Arm und lief mit ihr nach der Rettungswache in der Frank- furter Allee. Hier trat aber schon nach fünf Minuten der Tod ein Den Kuffcher, der sofort anhielt und sich ebenfalls nach der Rettungs wache begab, um sich nach dem Befinden des Mädchens zu erkundigen. trifft nach Bekundung von Augenzeugen keine Schuld. Feuerbericht. Dienstag vormittag gegen 9 Uhr wurde die Wehr nach dem Grünen Weg 37 gerufen, weil hier in dem Laden einer chemischen Waschanstalt und Färberei Feuer ausgekommen war, das einen größeren Umfang anzunehmen drohte. Der 7. Löschzug war indes schnell zur Stelle, und es gelang ihr, innerhalb einer halben Stunde jede Gefahr zu beseitigen.— In der LandSbergerstr. 21 gingen dann Decken und Kleidungsstücke in einer Wohnung in Flammen auf, während in der Hochstr. 29 allerlei Verpackunas inaterial und alter Hausrat in einem Keller brannte. In diesen beiden Fällen konnte die Ablöschung ebenfalls leicht erfolgen.— Längere Zeit gab es aber abends in der Zorndorferstr. 34 zu tun. Hier hatten in einer Parterrewohnung des Ouergebäudes Betten, Wäschestücke und Möbel Feuer gefangen.— Allerlei Malerutensilien waren dann in der Lübbenerstr. 21 in einem Keller in Brand ge raten, der jedoch vom 5. Löschzuge in kurzer Zeit erstickt werden konnte.— Gardinen wurden vorher in der Dresdenerstr. 28 ein Raub der Flammen.— Die übrigen Alarmierungen, die noch in den letzten 24 Stunden einliefen, waren auf ganz geringfügige Anlässe zurückzuführen._ Der Arbeiter- Schwimmerbuud, gegründet 1397, hielt Sonntag im Gewerkschaftshause einen außerordentlichen BuudeS-Schwimnttag ab. Zunächst wurde einstimmig beschlossen, daß aus jedem Orte nur ein Verein dem Bunde angehören dürfe. Da in Berlin bereits der große Schwimmklub„Vorwärts"(Grotz-Berlin) existiert, welcher dem Bunde angehört, so haben etwaige Vereine aus Berlin, die dem Bunde beitreten wollen, sich diesem Vereine als Abteilungen anzu schließen. Die Wahl des Vorstandes hatte folgendes Resultat: Vor sitzender Emil Gerstmann, Schriftführer R. Danziger, Kassierer H. Muschert, Beisitzer Stein und Werth. An Stelle der Schwimm- warte wurde ein technischer Ausschuß, bestehend aus den Schwimm brüdern E. Bratke, E. Werner und F. Bolze gewählt. Revisoren sind die Schwimmbrüder Stelter und Röntzsch aus Köpenick. Zum Redakteur für das„Mitteilungs- Blatt wurde Schwimmbruder G. Zepmeisel gewählt. Es wurde auch zur Sprache gebracht, daß bei den aus dem Bunde auSgettetenen Vereinen, welche sich mit der Absicht ttagen, einen neuen SHwimmerbund zu gründen, bereits Zwietracht herrsche, was vorauszusehen war. Für die organisierte Arbeiterschaft Berlins und der Vororte kann also lediglich nur der Arbeiter- S ch w i m m e r b u n d, gegründet 1897, in Betracht kommen. Ferner wurde beschlossen, die Bundes-Statuten einer gründlichen Revision zu unterziehen; insbesondere wurde dabei betont, darin den Passus aufzunehmen, daß die Funknonäre politisch und aewerks chaftlich auf dem Boden der modernen Arbeiter bewegung stehend organisiert sein müßten. Ebenso müßten alle anderen Mitglieder entweder polittsch oder gewerkschaftlich o r g a n i- s i e r t sein. Der Deutsche Berein für Kinderashle veröffentlicht einen Auftuf, um den Kreis seiner Freunde und Mitarbeiter zu erweitern. Vor drei Jahren hat er in Schöneberg sein erstes Asyl eröffnet, in welchem hülflose Kinder, besonders Kinder im zarte>ten Alter, eine erste Zufluchtsstätte finden. Mehr als 200 Kinder, eheliche wie uneheliche, sind hier aufgenommen. Es sollen in Berlin und in den Nachbarstädten weitere Säuglingsasyle errichtet werden, hierzu die Mittel zu beschaffen ist der Zweck des AuftufeS. Beittäge sind zu senden an den Schatzmeister des Vereins, Fabrikbesitzer Sigismund Blau, W. 50, Neue Ansbacherstr. 7. Im wissenschaftlichen Theater der Urania wird ein Vorttag über den Simplon und sein Gebiet vorbereitet, der bei erfolgtem Durch- stich zum erstenmal gehalten werden soll, und zwar wird der erste Teil die Arbeiten beim Tmmeldurchbnich und der zweite Teil einen Paßübergang über den Simplon von Brig bis zum Lago Maggiore behandeln. Ein Schinken-Wettbewerb wird morgen hier veranstaltet. Ueber 100 Preisrichter, Landwirte, Fleischermeister, Wurstfabrikanten und Köche, treten zur Entscheidung des„Deutschen Schinken-Wettbewerbs Berlin 1905" Donnerstag, den 16. Februar, im Hotel Kaiserhof zu- 'ammen. Die große Zahl von Preisrichtern ist erforderlich geworden durch die über Erwarten große Zahl von 1400 Schinken, die zum Wettbewerb angemeldet worden sind. Wie die Schinken aus allen Teilen des Deutschen Reiches angemeldet sind, so gehören auch die Preisrichter den verschiedenen Landesteilen an. „Die moderne Bildhauerkunst" ist daS Thema eines von Lichtbildern begleiteten Vortrages, den Dr. Max Osborn am nächsten Sonntag, abends 8 Uhr, im Theatersaale der königl. Hochschule für Musik iFasanenstr. 1) für die Mtglieder der Neuen freien Volksbühne hält. Eine beschränkte Anzahl von Gastkarten ja 50 Pf.) sind in der Amelangschen Buchhandlung, Potsdamerstr. 126, zu haben. Paul Münduer im Apollo- Theater. Der bekannte Rennfahrer Paul 5>k ü n d n e r wird heute. Mittwoch, um den 2000 Mark-PreiS starten. Außer dieser interessanten Neumeldung werden Arend, Schilling, Hansen, Tetzlaff, John Stol in Konkurrenz treten. Theater. Im Schiller- Theater werden gegenwärtig. nachdem das Repertoir lange von Dichtungen ernstester Richtung beherrscht war, zwei wohlbekannte heitere Stück' vorbereitet:„Die Herren Söhne" von Oskar Walther und Leo Stein und„Der Leib- alte" von Lothar Schmidt. In dem Schwank„Die Herren Söhne" spielt Alfred Schmasow, im„Leibalten" Max Kirschner die Haupt- rolle. Für diese Woche ist nach dem starken Erfolg des Schauspiels Im Hafen" von Georg Engel diefeS Stück für vier Abende an- gesetzt. Mittwoch abend geht im Schiller-Tcheater dl.(Friedrich Wilhelmstädtisches Theater) das Lustspiel„Das grobe Hemd", Donnerstag im Schiller-Theater 0.(Wallner-Theater) der Schwank „Pension Schöller" in Szene. Am Sonnabend, den 18. Februar, indet der Ball des Schiller-Theaters im Neuen kgl. Opern-Theater Kroll) statt, der sich in diefem Jahre, nach dem Kartenverkauf zu chließen, des gleichen regen Zuspruchs zu erfreuen haben wird, wie in den vergangenen Jahren. Auch in diesem Jahre wird der Verkauf der Eintrittskarten über eine gewisse Zahl nicht hinausgehen dürfen, worauf die Freunde des Schiller-Theaters aufmerksam gemacht werden.— Am Deutschen Theater kommt am Soimabend, den 13. d. M. zum erstenmal„Schusselchen" von Georg Reicke zur AuffkihriMA In den Hauptrellen sind beschäftigt: Adolf Klein(Heinrich Hessen, Landgerichtsrat), Marietta Olli)(seine Frau), Margarete Otto-Körner (seine Mutter), Julius Sttobl(Paul). Max Marx(Christinens Vater), Alfred Abel(Max).— Herr Hofopernsänger Albin Günther wird am 17. Februar im zweiten Abonnementskonzert der Sing-Akademie das Barytonsolo singen. Die am Sonntag in Ballschmieders Festsälen, Badstt. 16, von den Gesangvereinen„Nordwacht",„WeddingerHarmonie", Gesangverein der Schneider und Gesangverein der Zimmerer Berlins, unter dem Dirigenten B. Blobel veranstaltete Matinee zum Besten der Berg« arbeiter vereinigte eine große Zuhörerschaft, die allen Darbietungen ein volles Interesse entgegenbrachte. Sowohl die Konzertstücke des Blumeschen Stteichorchester, sowie die mit großer Präzision zum Vortrag gebrachten Lieder der vereinigten Männerchöre riefen lebhaften Beifall hervor, der sich bei den«olovorträgen der Konzert- sängerin Frau Hertha Geipelt und des Violinvirtuosen Herrn Alexander Altmann noch steigerte. Beiden Künstlern, wie auch Herrn Kapellmeister Hempel, der die Begleitung am Klavier über- nommen hatte, gebührt für ihre uneigennützige Mitwirkung voller Dank._ Aua den Nachbarorten. Köpenick. Köpenick. Der letzten Stadtverordneten- Versammlung lag der Etat" für 1905/06 zur Beschlußfassung vor. Bei den Beratungen wurden die einzelnen Etatsposilionen wie folgt festgesetzt: Der Schuletat erfordert eine Ausgabe von 285 025 M.. der Armenetat 41 733 M., die allgemeine Verwaltung 123 424 M., davon 85 000 M. für Besoldung. Die persönlichen und sachlichen Kosten der Polizei- Verwaltung bettagen 32 988 M. Der Etat der Gaswerke balanziert in Einnahme und Ausgabe mit 265 396,26 M. Die Einnahmen der Forftverwaltimg betragen 54 345 M., die Ausgaben 14 054 M. Als Kommunalsteuer sollen 195 Proz.(gegen 190 Proz.) im Vor- jähre) erhoben werden; die Grundsteuer bettägt 3 M. vom Tausend des gemeinen Wertes. Die Gewerbesteuer wird in der ersten und zweiten Klasse mit 250 Proz., in der dritten und vierten Klasse mit 180 Proz., die Betriebssteuer mit 170 Proz. zur Erhebung ge- langen. Der Gesamt-Etat ergibt in Einnahme und Ausgabe die Summe von 925 765,08 M. Nach dem vom Bürgermeister Dr. Langer- Hans erstatteten VerwalttmgSbericht hat die städtische Straßenbuhn den Erwarttmgen entsprochen, auch die Betriebsresultate der Gas- werke sind günstig. Der Ertrag der Umsatzsteuer war im Der» gangenen Jahre besonders günstig, dagegen hat die Biersteuer ven Erwartungen nicht entsprochen. Die Spareinlagen der städtischen Sparkasse betrugen am Jahresschluß 275 000 Vi. Treptow-Baumschulenweg. In der letzten Sitzung der Gemeindevertrettmg gab der Schöffe Dr. G e n z bekannt, daß der von sozialdemokratischer Seite gestellte Anttag, einen Schularzt anzustellen, im diesjährigen Etat Be- rücksichttgung finden werde.— Eine Petition, welche auch der ftei- sinnige Gemeindevertreter unterschrieben hat. ersucht außer un: An- stellung eines Schularztes, um Einrichtung der siebenklassigen Volks- schule. Sie wurde der PetitionSkommission überwiesen und kann daselbst schlummern. Unsere Genossen werden aber die Er- richtung der siebenten Klasse zur Etats- Beratung be- anttagen.— Zu den Kosten des Schulhaus- Neubaues in der Bouchssttaße wird noch ein weiteres Darlehen von 90 000 M. zu 35/8 Proz. Zinsen und einer Nmorttsation von l3/« Proz. von der Kreissparkasse entnommen.— Den täglichen Ausfall einiger Schul- stunden in dem Amts-Schulhause brachte Genosse Hoftnann zur Sprache. Dieses entschuldigte der Gemeindevorsteher damit, daß Lehrer erkrankt und deswegen im Auftrage des KreiSschulinspektorS die Stunden gekürzt worden sind.— Von 24 beantragten Nach- tragungen in die Gemeindewählerliste wurden 23 als nicht berechtigt erachtet, weil die Antragsteller bei den Eltern oder anderen Leuten wohnen, mithin keinen eigenen Hausstand haben. Auf den Hinweis unserer Vertteter, daß auch Söhne der Besitzenden in der Wählerliste enthalten seien, welche bei den Eltern wohnen, wurde erwidert, daß diese auch ganze Wohnungen zur Verfügung haben. Was der Geldsack nicht tut! Um auch in Pattiottsmus zu glänzen, wurde eine Straße in Baumschulenweg nach der Braut des Kronprinzen benannt. Die Beantwortung der Interpellation unserer Genossen, ob der Amts- Vorsteher Kenntnis davon habe, daß ruhig ihres Weges gehende Passanten vom Gendarmen belästigt worden seien und was er hier- gegen zu tun gedenke, lehnte der Amts- und Gemeindevorsteher ab, da er nicht Vorgesetzter der Gendarmen sei. Groh-Lichterfclde. Ein kleiner Held. Das fünfjährige Töchterchen des zu Groß- Lichterfelde wohnenden Arbeiter-Ehepaares Meißner kam kürzlich dem glühend heißen Ofen zu nahe und zog sich ausgedehnte Brand- wunden besonders an Brust und Armen zu. Im Kreis. Kranken- Hause stellte sich heraus, daß der linke Arm, dessen Haut vollständig verbrannt war, steif bleiben würde, wenn nicht die Uebertragung de: Haut eines gesunden Menschen aus die hautlosen Stellen vor- genommen werde. Der 13jährige Bruder Richard erklärte sich bereit, die Operation an sich vornehmen zu lassen, und er blieb auch bei seinem Entschluß, als ihm die Aerzte klar machten, daß man ihm Hautstrcifen von mehr als doppelter Handgröße von den Ober- schenkeln loslösen müsse. Tie Operation ging dieser Tage vor sich. Der Oberarzt des Krankenhauses, Dr. Stabel, nahm sie persönlich vor, und nach einigen Tagen konnte festgestellt werden, daß der operative Eingriff nicht nur bei der Schwester Erfolg haben wird, sondern daß sich auch die Heilung bei dem Bruder günstig anläßt, so daß Richard nächster Tag« wird entlassen werden können. Hus der fraiicnbewecfimg. Steglitz. Donnerstag, den 16. d. M.. abends 3>/z Uhr. hält der stauen- und Mädchen-Bilduugsverein von Steglitz und Umgegend ei Wahrendorf, Schloßstr. 117, leine regelmäßige Vereinsversammlung ab. Herr Dr. Zepler hält einen Bortrag über: Wesen als Krankheitsursachen, Scbutzmaßregeln besondere die Behandlung der Milch" Gaste reicher Besuch erbeten._ Die kleinsten Lebe- gegen dieselben, inS- willkommeu. Zahl« Verrnilcbtes. Ein Ernst Abbe- Denkmal soll in Jena vor dem Volkshause errichtet werden. Jeder Angestellte der Optischen Werkstätte Karl Zeih will etwa einen Tagelohn beisteuern. In München ist der Hofkapellmeister Professor v. ErdmannS- d ö r f e r am Dienstag gestorben. Die Entführung eines Kindes macht in Leipzig um so größere? Aussehen, als sie am hellen Tage und auf offener Straße' geschah. Durch Gerichtsbeschluß ist dem in Zürich lebenden Moritz Plalen. dem Verfasser jenes Werkes über Naturheilkunde, die Erziehung seiner zwei Kinder— eines Knaben und eines Mädchens— entzogen worden. Verschiedentlich hatte er sich bemüht, durch das Ver- prechen hoher Gelddelohnungen Personen für Entführung eines feiner Kinder zu gewinnen; an der Wachsamkeit seiner Gattin cheiterten bisher alle seine Bemühungen. Am Sonnabend früh gegen 8 Uhr brachte, nach der„Franks. Ztg.", Frau Platen ihre achtjährige Tochter Luise Katharine aus der in der Wetttner- straße belegenen Wohnung nach der in der Lortzingstraße belegeneu höheren Bürgerschule. Als sie sich an der RathauS-Schule befand. hielt plötzlich ein vorüberfahrender Wagen, in dem sich drei Männer befanden, an; einer der Männer sprang heraus, ritz das Kind von der Mutter los und nahm es mit in den Wagen zurück, der sofort in der Richtung nach Gohlis wegfuhr. Hülferufeud setzte Frau Platen dem Wagen nach, allein sie erreichte ihn nicht. Platen selbst befand sich nicht unter den drei Männern; man hält ihn aber für ben Anftifter. Der Führer der Droschte hatte sich bis Sonnabend noch nicht bei der Polizei gemeldet. Ueber ein Grubenunglück wird aus Eisleben berichtet: Im Crednerschacht beim Nachbarorte Dber Röblingen wurden sieben Bergleute verschüttet. Fünf wurden gerettet, einer ist getötet und einer schwer verletzt. Untergang eines japanischen Schiffes. Das Küstenschiff„ Natoriga maru" ist im Hafen von Osaka tollidiert. Der Grund war in startem Nebel zu suchen. 75 Passagiere und 19 Matrofen, im ganzen 94 Personen, ertranfen. Wegen sittlicher Berfehlungen ist, wie aus Göttingen gemeldet des Vertrages, mündliche Vereinbarungen, Lage des Hauses usw. und nicht wird, der Pastor Irrgang in Stevershausen vom Amte suspendiert zuletzt das richterliche Ermessen" des Richters letter Justanz sprechen hierbei eine entscheidende Rolle.- A. B. Haben Sie gegen jemand Verdacht, so worden. Der Pastor ist seitdem verschwunden. fönnen Sie Ihren Berdacht der Polizei mitteilen. Diese hat dann zu ente scheiden, ob Grund zu einer Haussuchung vorliegt. N. T. Weidenweg. Das Pfand- und Retentionsrecht des Vermieters macht keineswegs eine Pfändung durch einen anderen Gläubiger unmöglich. Die Rechtslage ist vielmehr die, daß auch andere Gläubiger( z. B. der Wirt, mit dem Sie können. Nur steht dem Wirt in erster Linie ein Anspruch auf den Erlös u. einen neuen Vertrag geschlossen haben) tlagen, pfänden und verkaufen lassen zurückgestellt. R. H. 8. Wegen Anlage zum Plattfuß und zu X- Beinen vorläufig als dienstuntauglich führen. München. Halsübel, die möglicherweise zur Erklärung 2. W. 100. 1-3. Nein. F. S. 16. 1. Ohne Einsicht in das Programm und die sonstigen Vertragsbestimmungen TreberEin Student als Opfer der landesüblichen Ausnutzung des Ueber ein Familiendrama wird aus München berichtet: Gestern groben Unfug paragraphen, das ist wohl kaum dagewesen. abend um 10 Uhr gab in der Friedrichstr. 29 der Freiherr Uns wird über den Vorfall aus Hannover berichtet: Ein hiesiger v. Roman auf seine Frau fünf Revolverschüsse ab, ohne sie jedoch Student hatte in einer Dezembernacht einen Zusammenstoß mit zwei ernstlich zu verletzen. Hierauf tötete sich der Freiherr durch mehrere Gefreiten vom Königs- Ulanenregiment. Nach seiner Darstellung hatte er ste für Einjährige gehalten, mit denen er vorher auf der Korps- Schüsse in den Kopf. Eheliche Zerwürfnisse sollen das Motiv zur Tat sein. ist Ihre Anfrage nicht zu beantworten. 2. 8medmäßig ist eine Mitteilung Ineipe zusammen gewesen war; deshalb sei er stehen geblieben und Ihrerseits. G. K., Rigdorf. Ja. M. Drohne. Nein. Raasch. habe die Ulanen angesehen. Diese seien dann ohne weiteres über Ein 36 Millionen- Konkurs. In dem Konkurse des Kaufmanns Benn nicht etwa Ihr Vertrag anderes bejagt oder Sie früher eine solche ihn hergefallen und der eine habe ihm mit dem Säbel Otto, des früheren Aufsichtsrats- Mitgliedes der Kasseler Treber- Abgabe geleistet haben, ist der Wirt im Unrecht. A. 3. 100. Die auf den Kopf geschlagen, daß sein Hut zerfetzt zur Erde geflogen trocknungs- Gesellschaft, beträgt nach der demnächst zu erfolgenden Polizeiverfügung ist gültig. Da Sie diese Anmeldung bereits besorgt zu O. R. Nein. fei. Darauf habe er laut nach einem Schußmann gerufen, ein Schlußabrechnung die Schuldenmasse rund 36 Millionen, denen haben behaupteten, ist die Antwort durchaus zutreffend. G. S. 1000. Das Gesetz spricht davon nicht. Es könnten aber nach solcher sei auch herbeigekommen und habe seine Personalien fest- 280 000 M. Attiva gegenüberstehen. An die Gläubiger werden demgestellt. Die Üllanen haben ihn am nächsten Tage schriflich um nach 0,55 Proz. oder 55 Pf. auf je 100 M. zur Verteilung gelangen. Ihrem Statut die Unkosten als Teil der ärztlichen Behandlung in AnBerzeihung gebeten und er hat auch aus der Sache nichts gemacht. Auch in dem Konfurse über das Privatvermögen des Kaufmanns rechnung gebracht werden. Sie müßten einen dahingehenden Antrag an Ihre Kasse richten. W. T. 10. Ja.- N. 78. Marie. Unendlich Zu seinem nicht geringen Erstaunen aber erhielt er von der Polizei Adolf Schmidt, des ehemaligen Generaldirektors oft haben wir davor gewarnt, Bestellzettel auf ein Strafmandat, weil er durch Anrempelang der Ulanen trocknungs- Gesellschaft, soll in nächster Zeit die Schlußverteilung er Bücher( Lieferungswerte), und auf andere Gegen. groben Unfug und durch überlautes Schreien nach einem Schußmann folgen. Die Gläubiger Schmidts werden für je 100 m. ihrer Forde- stände( insbesondere solche, die Krankheiten oder ruhestörenden Lärm verübt haben sollte! Natürlich erhob er Wider- rungen 69 Pf. erhalten. dergleichen vorbeugen follen) zu unterschreiben. spruch und die Sache kam vor das Schöffengericht. Die Ulanen Ist unterschrieben, so ist der Besteller oder die Bestellerin in der Regel zur gaben hier an, der Angeklagte habe das Regiment Seiner Bahlung und Abnahme verpflichtet. In Ihrem Falle liegt die Sache des Majestät beleidigt", aber wie oder durch welche Worte dies halb anders, weil das Dienstmädchen minderjährig ist. Sie ist nicht ver pflichtet, den für sie wertlosen, jedenfalls zu teuer berechneten Kram zu be geschehen sei, vermochten sie nicht anzugeben. Das Gericht nahm an, daß beide Parteien wohl nicht ganz nüchtern gewesen seien, zahlen, soll den Reisenden abweisen, mit Ruhe einer Klage entgegen sehen und sich den Vorfall als Warnung bor Wiederholungen jedenfalls aber habe der Angeklagte in seiner Situation durchaus Die Eltern haften feineswegs. G. 100. dienen lassen. das Recht gehabt, nach dem Schuhmann zu rufen, und daß das nicht im Flüstertone geschehen könne, fei wohl selbstverständlich. Nur wenn das Rufen nach dem Schuhmann völlig grundlos und mutwillig geschehe, fönne ein grober Unfug darin erblickt werden. Der Angeklagte wurde kostenlos freigesprochen. Die frühere Kronprinzessin von Sachsen ist, wie dem„ Echo de Paris" aus Mailand berichtet wird, infolge der Aufregung der legten Tage erkrankt und muß das Bett hüten. Die Konferenzen, die gestern in Florenz zwischen dem Anwalt des Königs von Sachsen, Justizrat Körner, und den Advokaten der Gräfin Montignoso Lachenal und Roſadi stattfanden, dauerten im ganzen acht Stunden. Hierbei wurde ein eingehendes Protokoll über die Angabe des Fräuleins Muth, der Bonne der Kleinen Brinzessin Monita, aufgenommen, auf deren Berichte an den sächsischen Hof die Mitteilungen über das angebliche neue Verhältnis der Gräfin Montignoso beruhen. Das Protokoll zeigt, daß die Bonne einen geradezu fanatischen Haß gegen die Gräfin hegt, und beweist, daß die Behauptung, die Bonne habe nur nach Dresden berichtet, um aus der Einsamkeit in Floreng erlöst zu werden und an den Dresdener Hof zurückzukehren, der Wahrheit entspricht. Eine Konfrontation der Bonne mit der Dienerschaft der Villa Papiniano ergab die Haltlosigkeit gerade der schlimmsten Anflagen der Bonne. Nach dem Lokal- Anzeiger" hat die frühere Kronprinzessin sich zur Auslieferung ihres Kindes bereit erklärt. Der Durchschlag des Simplontunnels. Wie aus einer Einladung zum Durchschlagsfeste des Simplontunnels zu entnehmen ist, wird, da die trennende Wand nicht mehr beträchtlich ist, der Durchschlag sich jedoch wegen zu befürchtender neuerlicher Heißwassereinbrüche wesentlich verzögern kann, der Durchschlag für Ende Februar oder Anfang März angezeigt. Die Stollenverhältnisse bringen es aber mit sich, daß es nach dem Zusammentreffen der Stollen drei bis vier Wochen dauern wird, bis ein Durchgang von einer Seite zur anderen geschaffen werden kann. Bis dahin muß also die Durch schlagsfeier hinausgeschoben werden. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 15. februar. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Nübezahl und der Sad pfeifer von Neisse. Meues fönigl. Opern Theater. Geschlossen. Deutsches. Die Brüder von Sankt Bernhard. Berliner. liebten. Der Zwift der Ver: Lessing. Die Frau vom Meere. Westen. Der Prophet. Zentral. Die Jurheirat. National. Fidelio. Neues. Ein Sommernachtstraum. Thalia. Der Kilometerfresser. Anfang 8 Uhr: Schiller O.( Wallner Theater.) Fuhrmann Henschel. Urania Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Sternwarte Invalidenstraße 57/62. CASTAN'S ANOPTICUM. PANA Friedrichstr. 165. Nen! Rosa Wedsted, das finnländische Riesen- Mädchen!!! 2 Meter 20 cm groß! New! Das Erwachen des Poseidon! Schiller N. Friedrich Wilhelm National- Theater städtisches Theater). Das grobe Hemd. Meines. Der Bär. Angele. Residenz. Hotel Pompadour. Lustspielhaus. Der Familientag. Trianon. Die glückliche Gilberte. ( Heureuse.) Deutsch- Amerikanisches. New York. Luifen. Die Räuber. Kasino. Heirat auf Probe. Weinbergweg 19. Mittwoch, den 15. Februar 1905: Fidelio. Anfang 7 Uhr. Donnerstag: Die Fledermaus. Freitag: Zar und Zimmermann. Verband der Friseurgehülfen Deutschlands. 8 weigberein Berlin. Versammlung am Donnerstag, den 16. Februar, abends 10 Uhr, Rosenthalerstraße 57. Vortrag. abends 9 Uhr, Elisabethstr. 30. Verein ehemaliger Beeliger B. 1. 1902. Gigung am 18. d. M., Sozialdemokratischer Zentral- Wahlverein Kalau- Luckau. Am Donnerstag, den 16. Februar, abends 8%, Uhr: Ordentliche Bersammlung bei Weihnacht, Grünstr. 21. Eingegangene Druckfchriften. Fanny Imle, Gewerbliche Friedensdokumente. Entstehungs- und Ents widlungsgeschichte der Tarisgemeinschaften in Deutschland. Preis 10. Jena, Berlagsbuchhandlung Gustav Fischer. Theodor Poppe. Auch eine Philosophie oder Religion? II. Teil. 137 Seiten. Preis 1,50 M. Verlag Gebrüder Knauer, Frankfurt a. M. Großstadt- Dokumente. Band 3. Berlins drittes Geschlecht. Bon Magnus Hirschfeld. Preis 1 M. Verlag von Hermann Seemann Nachf. Ostar Hertwig. Ergebnisse und Probleme der Beugungs- und Vererbungslehre. Gustav Fischer, Jena. 6. m. b.. Die bremische Zimmererbewegung. 1905. Hamburger Buchdruckerei und Berlagsanstalt Auer u. Co., Filiale Bremen. Aus der Vorzeit der Erde. Bon Prof. Dr. Frech. Berlag von B. G. Teubner in Leipzig.[ V. u. 136 S.] 8. Preis geh. 1 M., geschmad Kirche. München. G. Birk u. Co. Dr. N. Böhme. Der Thrannenmord nach der Lehre der katholischen boll geb. 1,25 M. ktion, 21000 Nein. Marktpreise von Berlin am 13. Februar. Nach Ermittelungen des fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte 17,60-17,57 M., mittel 17,54-17,51 0, geringe 17,48-17,45. Roggen**), gute Sort 13,90-13,89 m., mittel 13,88-13,87 m., geringe Futtergerste*), gute Sorte 16,40-15,10., mittel 15,00 13,86-13,85 M. bis 13,80 M., geringe 13,70-12,50 M. Hafer*), gute Sorte 16,40-15,70 2., mittel 15,60-14,90 M., geringe 14,80-14,10 M. Erbsen, gelbe, zum Kochen 45,00--30,00 M. Speiſebohnen, weiße 50,00-30,00 m. Linfen 60,00-30,00 2. Kartoffeln 10,00-8,00 m. Richtstroh 0,00-0,00 M. Heu 0,00-0,00 W. Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 m. Eier per Schock 6,00-3,80 R. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. 1 Wasserstand am 13. Februar. Elbe bet Auffig+0,88 Meter, bei Dresden 0,32 Meter, bei Magdeburg+3,02 Meter. Unstrut bei Dder bei Ratibor+ 1,58 Meter, bei Breslau Straußjurt+1,55 Meter. Ober Pegel+ 5,20 Meter, bei Breslau Unter Begel+0,06 Meter, bei Weichsel bei Brahemünde+4,42 Meter. Frankfurt+ 2,48 Meter. Neze bei Usch+1,16 Meter. art he bei Bosen+ 1,52 Meter. 9 Witterungsübersicht vom 14. februar 1905, morgens 8 1hr. Stationen Barometer Briefkaften der Redaktion. Zweibrücken. Wenden Sie sich an die Expedition der Zeitschrift 2. in W. Ja. " Der Bureau- Angestellte", Berlin NW., Emdenerstr. 4. direktion, Abteilung für Waisenpflege, Berlin SW. Alte Jakobstraße 33. -Hagen. Wenden Sie sich wegen eines Waisenkindes an die Armen- Swinemde. 771 23 Hamburg 770 SW Juriftifcher Teil. Berlin 773 SS Frantj.a.M. 774 S München 775 28 Stettin 37. Sie fönnen sich Vollmacht der Betreffenden erteilen lassen, oder noch einfacher, durch die Betreffende selbst Abschrift des Urteils bedes Mieters geht, in seiner Wohnung auch des Nachts zu musizieren usw., A. E. T. Wie weit das Recht antragen lassen. M. St. 77. Ja. läßt sich nicht allgemein darlegen. Von Fall zu Fall ist zu entscheiden, ob das Verhalten des Mieters ein solches ist, gegen das der tiefer wohnende Mieter durch Klage gegen den Wirt erfolgreich auftreten kann. Wortlaut 0. Wien 778 S Better Stationen 2Better 6 moltig BACKS 5.49. 3 wolfig -5 Haparanda 745 -10 2 bedeckt 1 heiter -2 Betersburg 764 S -7 Scilly 1 bedeckt -12 777 NN23 3Regen 3 bedeckt -2 Aberdeen 773 238 3beiter 9 Paris 4 halb bd. 771 SS 1 bedeckt 3 bedeckt Wetter- Prognose für Mittwoch, den 15. Februar 1905. Etwas wärmer, vorherrschend wollig, mit geringen Niederschlägen und ziemlich lebhaften westlichen Winden. Berliner Wetterburea a. Bente Schiller- Theater Zirkus Schumann. Apollo- Theater. Wallner Theater. Mittwoch, abends 8 Uhr: Fuhrmann Henschel. Schauspiel in 5 Aften von Gerhart Hauptmann. Donnerstag, abends8Uhr: Pension Schöller. Freitag, abends 8 Uhr: Im Hafen. Thalia- Theater. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Mittwoch, abends 8 Uhr: Heute Mittwoch, den 15. Februar, abends präzise 7½ Uhr: Das grobe Hemd. Bollsstüd in 4 Aften v. E. Karlweis. Donnerstag, abends 8Uhr: Fuhrmann Henschel. Freitag, abends 8 Uhr: in 4 Riften v. G. Starlweis, Gala- Fest- Vorstellung Familie Schierke. zum Besten der Krieger- Sanitate. Kolonne vom Noten Kreuz Berlin und des Landesvereins vom 1045 Radrennen auf der Bühne. Reumelbung: Paul Mündner. Vorher: Berliner Luft bon Paul Lincke und die Februar- Attraktionen. Sonntag, den 19. Februar, nach mittags( ermäßigte Preise): | Belle Alliance- Theater. Roten Kreuz Benus auf Erden und Radrennen Dresdenerstr. 72/73. Direttion: Kren& Schönfeld. Belle Alliancestr. 7/8. Täglich abends 712 Uhr: Stürmischer Lacherfolg! Heute u. folgende Tage 8 Uhr: Novität: Durchschlagend. Lacherfolg! Der Kilometerfreffer Der beste Tip. Sonntag nachm. 3 Uhr: Charleys Tante. Gr. Ausst.- Posse m. Gef. u. Tanz i. 3 ft. Sonntag nachm. 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Zirkus Busch. Gala- Sports- Abend. Mit noch nie dagewesenem Erfolge die große Ausstattungs- feerie Katharina II. Herr Direktor Busch mit seinen 6 Vollblütern. Herr Ernst Schumann mit seiner doppelten Springfahrschule. Weltrekord! " Chips", engl. Vollblut, Sprung von ebener Erde über 8 Pferde mit Reiter. Jialto", engl. Vollblut, dressiert und geritten von Herrn Burkhardt- Foottit. Die beiden Phänomene Sisters Amalia- Leonora und die vorzüglichsten Programm- Nummern. Metropol. Die Herren von Magim. Zentral- Theater Fortsetzung der Großen Abends 7/2 Uhr: Die Juxheirat. Operette in 3 Atten von Jul. Bauer. Musik von Franz Lehar. Belle Alliance. Der beste Tip. Carl Weik. Geld und Name. Apollo. Berliner Luft. Radrennen Robl Arend. Spezialitäten. Passage Theater. Lucia Krall. Herrnfeld Theater. Prinz Levy in Morgen u. folg. Tage: Die Juxheirat. Ahlbeck. Palaft. Wie man Weiber feffelt. Luisen- Theater. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Jnvalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Neues Theater. Anfang 7, Uhr. Abends 8 Uhr: Die Räuber. Donnerstag: Der neue Stiftsarat. Freitag: Dorf und Stadt. Sonnabend: Gastspiel des Opern theaters des Westens: Undine. Sonntag, nachmittags: Dorf und Stadt. Abends: Der neue Stiftsarzt. Internationalen Ringkampf- Konkurrenz. M. 7500.- Geldpreise in bar! Ehrenprotektorat: Herr Professor Reinhold Begas. Jek Pedersen( Dänemark) Czaja Bertalan( Nuthenen) Sali Szuliman( Türkei) P.Schneider, Amateur( Berlin) gegen N. Nagy( Siebenbürgen) Emil Vervet( Frankreich) Hans Lang( Bayern) G. Burghardt( Desterreich) ( Beginn der Ringkämpfe zirka 88% Uhr.) Letzte Nachmeldungen: Nicolai Petroff, Champion von Bulgarien. Zbyszko Czyganievicz, Meisterschaftsringer von Desterreich. Jacob Koch, Weltmeisterschaftsringer. Metropol- Theater Ein Sommernachtstraum. Trianon- Theater. Die Herren von Maxim. Donnerstag: Der Graf von Charolais. Heute und folgende Tage: Freitag, Sonnabend, Sonntag: Ein Die glückliche Gilberte Große Ausstattungsposse mit GeSommernachtstraum. Montag: Der Graf von Charolais. Kleines Theater Anfang 8 Uhr. Angele. Borber: Der Bär. Donnerstag: Die Neuvermählten. Abschiedssouper. Freitag: Nachtasyl. Sonnabend, Sonnt.: Angele. Der Bär. Montag: Die Neuvermählten. schiedssouper. Anfang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Das elfte Gebot. Kasino- Theater Lothringerstraße 37( Rosenthaler Tor.) Täglich 8 Uhr, Cont.7-8 Konzert Heirat auf Probe. Ab- Borher das vollst. neue Programm. Sonntag 4 Uhr: In Vertretung. sang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Direktor Richard Schultz. Henry Bender. Josef Giampietro. Josef Josephi. Anton Grünfeld. Frid Frid. Fritzi Massary. Das Fest des Lichts.( Ballett.) Rauchen gestattet. Anf. 8 Uhr. Gala- Kostüme X Parade- Uniformen. Eine der glänzendsten Vorstellungen der Saison. Ganz besonders gewähltes Gala- Programm und die großartigen Spezialitäten. Dir. Albert Schumanns anerkannt unerreicht dastehenden Orig.- Dressuren. Um 9%, Uhr: Die große Schumannsche mit märchenhafter Bracht inszenierte AusstattungsPantomime: Nobl: Arend. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Großes Bockbier- Fest verbunden mit Theatervorstellung und Bockbier- Ball. Allerlei leberraschungen. Anfang 8 Uhr. Donnerstag: Der tolle Wenzel. Eine Nordlandsreise, Bernhard Rose- Theater Im Strahle der Mitternachtssonne. Gesundbrunnen, Badstraße 58. 7 hervorragend schöne Bilder und die Das Geheimnis der alten märchen- schöne Schluß- Apotheose. haft Residenz- Theater. Dir.: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Mamsell. Schauspiel in fünt ften und einem Vorspiel, bearbeitet von C. Moßberg. Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Ball. Entree 30 Pf. Numer. Platz 50 Pf. Voranzeige! Montag, 20. Febr.: Große Benefiz- Extravorstellung für Hotel Pompadour. Emmy Behrends- Carlsen. Zur AufSchwant in 3 Aften v. Anthony Mars führung gelangt: Das Käthchen u. Leon Xanrof. Deutsch v. M. Schönau. von Heilbronn. Sonntag, 19. Februar, nachmittags 3 Uhr: Nora. Lustspielhaus. Täglich 8 Uhr: Der Familientag. Sonntag nachmittag: Das Lumpengefindel. Deutsch- Amerikanisches Theater. Köpenickerstr. 67/68. Zum Jeden Abend 8 Uhr: Ad. Philipp: Passage- Theater. 86. New- York Anfg. d. Abendvorstellung 8 Uhr. Anf. nahm.Sonnt.3, Wochentg.5Uhr. Lucia Krall, die berühmte Gesangskünstlerin. Smeralda und Senitza, b.umübertreff. Akrob. Tänzerinnen d. u. d. glänz. Febr.- Programm. Voranzeige: Sonnabend, den 18. Februar: Passage- Theater- Ball. Male. Sonntag nachm. 3 Uhr, halbe Preise Ueber'n grossen Teich. Skala- Theater. Linienftr. 132( a. b. Friedrichstr.) An der Grenze, oder: Verschlafen. Boffe mit Gesang in einem Aft. Großer Boxer- Kampf fowie 30 internat. Spezialitäten. Anfang 7%, Uhr. Bor der Vorstellung: Konzert. Volksgarten- Theater ( früher Weimann). Mittwoch, den 15. Februar 1905: Große Extra- Benefiz- Vorstellung für Frl. Dora Henning. Zum erstenmal: Ein unbeschriebenes Blatt, Lustsp. in 3 Aufzügen b. Ernst v. Wolzogen. Staffenöffnung 6 Uhr, Anfang 8, Uhr. Nach der Vor stellung: Tanzkränzchen, ohne Nachz. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Täglich: Großes Urbock- Jubelfest. Internationale Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock Brauerel. Gebrüder Herrnfeld- Theater. Bum 97. Male: Der bisher unübertroffene lachluftigste Herrnfeld- Schlager mit seinen stürmisch bejubelten Situationen WINTERGARTEN. Verband der freien Gast- und Schankwirte Werband der BuchAnfang 8 Uhr. Deutschlands.( Ortsverwaltung Berlin.) Freitag, den 17. Februar cr., nachmittags 5% Uhr, im Lokale des Kollegen Litfin, Memelerstr. 67: Außerordentliche General- Versammlung. Zages Drdnung 69/3 1. Neutvahl des ersten Staffierers. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verbandsangelegenheiten. Kollegen! Im Buntt Verbandsangelegenheiten" find wichtige Sachen im Interesse unserer Ortsverwaltung zu erledigen; es bittet daher um recht zahlreichen Befuch Der Vorstand. 3. A.: Ernst Obst. Prinz Levy in Ahlbeck SAHARET Zentralverband der Handels-, Transport Verkehrsarbeiter Schwant in 3 Atten mit den Autoren in den Hauptrollen. Magnus Prinz Levy: Donat Herrnfeld. Brahtdal, dessen Reisebegleiter: Anton Herrnfeld. Anf. 8 Uhr. Billettvorverk. 11-2 Uhr. In Borbereitung: Die Meyerheims. Komödie in drei Aften von Anton und Donat Herrnfeld. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Nur noch drei Abend- Borstellungen: und die ausgezeichnet. Kräfte d. neuen Februar- Programms. Gustay Deutschlands. -. Verwaltungsstelle Berlin I. Bureau und Arbeitsnachweis: ,, Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15, B. Zimmer 13-17, geöffn. wochent. 8-6 Uhr. Telephon: Amt 4 Nr. 3348. Mitglieder aller Branchen! Behrens Donnerstag, den 16. Februar, abends 8, Uhr, im Gewerkschaft3. SpezialitätenTheater, L. ordentl. General- Versammlung. FrankfurterAllee 85. hause, Engel- Ufer 15( großer Saal): Zages Drdnung: 67/1 1. Mitteilungen. 2. Jahresberichte: a) Bericht des Borstrandes, b) Kaffenbericht, c) Arbeitsnachweis- Bericht, d) Bericht des Bibliothekars. 4. Anträge und Geschäftliches. Das großartige Februar- Programm. 3. Neuwahl der Mitglieder zur inneren Ortsverwaltung und der Reviſoren. Sehen Hören Staunen Ein zahlreiches Erscheinen aller Mitglieder ist Ehrensache. NB. Das Mitgliedsbuch ist am Eingange der Bersammlung vorzu zeigen. Mitglieder, welche mit ihren Beiträgen über zehn Wochen im Rüdstande find, haben feinen Zutritt. Die Ortsverwaltung. Geld und Name. und weiter empfehlen. Zentral- Verein der Bildhauer Deutschlands. Anfang 8 Uhr. Donnerstag, Freitag: Geld u. Name. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Kindervorstellung: Frau Holle. Palast- Theater Burgftr. 22, früher Feen- Palast. Bis- a- vis d. Börse, 2 Min. v. Bhf. Börje. 8 Uhr: Das epochemachende FebruarProgramm. 9, Uhr: Novität! Der größte Erfolg: Otto Pritzkows Verwaltung Berlin. M., abends 8, Uhr, 15: Abnormitäten- Ausstellung Donnerstag, den 16. d. Mangel- liter is, im Gewerkschaftshause, Münzstraße 16. Taglich Borstellung Die Riesin Ilona, 485 Pfd. schwer, die schwerste Dame, die je gelebt. Medizinische Rätsel, General- Verfammlung. Fortjehung der letzten General Versammlung vom 9. d. M. und Sozialdemokrat. Wahlverein Stendruckerei- Halfsarbeitern. t. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwalt. Berl.- Zahlstelle ll, ( Hülfsarbeiter). Todes- Anzeige. Am 13. Februar cr. starb plötzlich nach kurzem Leiden unser Kollege Fritz Fahrenholz im bollendeten 20. Lebensjahre. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 16. Februar, nachmittags 3 Uhr vom neuen Jakobi- Kirchhof, Rigdorf, aus statt. Der Vorstand. 36/5 Deutsche Metallarbeiter- Gewerkschaft Zahlstelle Berlin. Am Sonntag, den 12. Februar, verstarb unser Mitglied Kollege Hermann Lange. Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. 111/19 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die schönen Stranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau, unserer guten Mutter ( Süd- Ost). Den Mitgliedern hiermit zur Kenntnis, daß unser Genosse, der Möbelpolierer Karl Leistikow Stralauer Allee 23 vorher Stadtbezirf 100 wohnhaft gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 16. Februar, nachmittags um 4 Uhr von der Leichenhalle des St. Andreas- Kirchhofes aus statt. 242/20 Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Borstand. Verband der Möbelpolierer. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Karl Leistikow nach langen schweren Leiden am 13. Februar verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 16. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes der St. AndreasGemeinde in Hohen- Schönhausen aus ftatt. Emilie Dacke fagen wir hiermit allen Freunden und Bekannten, insbesondere Frl. Jda Altmann für die trostreichen Worte am Sarge der Entschlafenen, und dem innig Gefangverein„ Nord" unfern into 21606 Hermann Dacke. Adolf Dacke nebst Frau. Lages- Ordnung: Neuwahl des Verwalters. Berichte und Neu- Dr. Simmel, Prinzen wahl der Kommissionen. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. 20/8 Wie man Weiber fesselt anatomische Wunder. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Militär- Gesangspoffe von Reiflingen, Berfasser von" Mutter Gräbert", ,, Onkel Cohn" ,,, Wie einst im Mai". Anfang 8 Uhr. Borher: Konzert. Entree 50 Pf. Vorzeiger dieser Annonce zahlen wochentags die halben Kassenpreise. Freitag: Elite- Abend. Kabale und Liebe. Sonnabend: BockbierRiesen! Zwerge! Zahlstelle Rixdorf. Wirtshaus 17502 Donnerstag, 16. b. M., abends 8%, Uhr, bei Thiel, Bergftr. 151/152: Zum Strauss Mitglieder- Versammlung. Pappel- Allee 25 Saal für 150 Personen noch an 80/5 Jubel- und Trubelfest. Nach der einigen Sonnabenden zu vergeben Borstellung: Familien- Freitang. Reichshallen. Täglich: Anf. Wochentags 8 1hr. Zigarren. Einzelverkauf zu Fabrikpreisen. 3 Stüd 10 Pf., 10 Stüd 30 Pf. 10, 40 10 35 Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Davidsohn. 2. Verbandsungelegenheiten. Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung! Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Bezirk Süd- Ost. Stettiner Sängerin Merito, Gunnafra, Borftenlande, Donnerstag, den 16. Februar, abends 8%, Uhr, bei Tzschackſch, Billetts zu den Sonntags 7 Uhr. numer. Blägen sind stets 8 Tage vorher zu haben Sanssouci. Notibuser Tor Stat. der Hochbahn. Heute Mittwoch: Die Tochter des Sträflings oder: Berlorene Ehre. In jeder Breislage große Auswahl Brafil. 19395* W.Schilling Nachf. Rausch Admiralstr. 18 b. atent- Burean. Anmeldung. von Patent. in allen Staaten. Aeußerst billige Preise. Bequeme Bahlungsw. Gleichz. Berwertung u. Finanzierung d. durch uns. Bur. an gem. Bat. Brüf. v. Ideen f. Ratschl. fostenlos. Sprz. 10-1 und 4-6. Wolters& Co., Wilhelmft. 119/120. Ausschneiden Wert 4 Mk. Künstl. Zähne.Naturgetreu, tadell. Naunynstraße 6: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht über die Berhandlungen in der Achtzehner- Kommiffion. 2. Diskussion. 3. Borschläge der Kandidaten zur Verbandsleitung. 4. Berschiedenes. 136/13 Das Mitgliedsbuch refp. Legitimationstarte ist zweds Abstempelung voraller Kollegen notwendig. zulegen. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen Der Obmann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlín. Spezialarzt für 72/ 7* Haut- und Harnleiden. 10-2,5-7. Sonntags 10-12 2-4. Zur Anschaffung empfehlen wir: „ Der Klaffenkampf im Ruhrgebiet." Die vorliegende Schrift gibt eine ausführliche Darstellung über die Ent ftehung des Streits der Bergarbeiter und die Ursachen, die den Anstoß dazu gegeben haben. Ferner schildert fie die Stellungnahme der Regierung und der Parteien zu den Forderungen der Arbeiter, die durch die Vorgänge im Ruhrrevier erhöhtes Interesse beanspruchen können. Preis 20 Pf. Germinal" von Emile Zola. " Dieser Roman beansprucht infolge der Vorgänge im Ruhrrevier zurzeit erhöhtes Interesse. Der Verfasser entwidelt in feffelnder Weise ein Bild von den Lebens- und Arbeitsverhältniffen der Kohlen arbeiter, deren Leben und Gesundheit ständig bedroht ist, und die unter einer brutalen Ausbeutung seufzen, bis sich schließlich die Empörung über diese Zustände in einem mit elementarer Bucht ausbrechenden Streit fundgibt. Preis der billigen Ausgabe 1,- M. Die bessere Ausgabe loftet brosch. 3,-, geb. 4 M. Die übrigen Romane Bolas halten wir gleichfalls norrätig. 233/10 Ferner empfehlen wir: Schauspiel in drei Aften. Ausführ. äusserst billigst.Schmerzl. Donnerstag, den 16. Februar 1905, abends 8%, Uhr, bei Lipps, Nonne" von Denis Diderot. Sonntag, Montag, Donnerstag: Zahnz. Nervtö- ten Zähne reiniAm Friedrichshain 22/29: Hoffmanns Hord. Sänger gen, bei Bestellung umsonstka General- Versammlung. u. Tanzkränzchen. ne extra Berechn. Event. RatenEtablissement Buggenhagen Moritzplatz. Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. In den unteren Sälen jeden Abend: zahl.gestattet. Um Milstrauen zu vermeiden, bitte ich dringend, erst bei Abholung Annonce vorzuzeigen. Max Guckel, Lausitzer Platz 2. Schnitt Bockbierfest. Blank's OF KONZERT. Der dumme May u. der Kluge Hans. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: muster omzig und allein zuverlässig, machen Selbstanfertigung aller Kleider spie lend leloht. Tausende Frauen loben sie! Viele 100 nene Modelle zeigt Blank's Modenalbum, The M. 1,20( Brief Fritz Steidl- Sänger. marken) Franko- Zusendung durch Nach jeder Borstellung im Staisersaal: Tanz. R. BLANK, Abth. 2, Berlin SW., Kommandantenstr. 84.a Zierfische aller Art, Wasserpflanzen etc., wird jeder Posten gekauft. Offerten mit genauer Angabe der Arten und des Preises unter M. 7 an die Expedition des Vorwärts". 9 20561* Tages- Ordnung: bes Bibliothefars und der Kontrollfommission. Kaffenbericht. Bericht des Vorstandes. Bericht des Arbeitsvermittlers, Erfazwahlen für Orts Derwaltung. Stichwahl des Arbeitsvermittlers. Wahl eines zweiten Arbeitsbermittlers und eines Bureauarbeiters. Stichwahl für ein Mitglied zum Gauvorstand. Nominierung eventuell Wahl eines Delegierten zum Gewerkschaftskongreß. Berbandsangelegenbeiten. Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Um zahlreiches Erscheinen ersucht[ 80/3] Die Ortsverwaltung. C. Joëls Viktoria- Garten. 11 Kegelbahnen. Köpenicker Landstr. 21. Theaterbühne. Jeden Sonntag: Grosser Ball unter Leitung des Tanzmeisters Herrn C. Zinne. Empfehle meinen renovierten Saal und Garten, 5000 Personen, für Winter- und Sommer- Geschäfte allen Vereinen und Gesellschaften. Dieser von Goethe und Schiller empfohlene Roman wurde auf Antrag der Leipziger Staatsanwaltschaft in Stuttgart beschlagnahmt, aber foeben wieder freigegeben. Preis brosch. 2 ,, eleg. geb. 3,50 M. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68, Lindenstraße 69( Laden). 1888L* Sofastoffe Riesenauswahl aller Qualitäten. Bolle Reste! Mocquettes. Plüsch Satteltaschen. Musterb.näher. Angabe franko. Berlin, Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Um recht zahlreiche Beteiligung bittet 145/9 Der Vorstand. Sozialdemokratisch. Wahlverein für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis. Todes- Anzeigen. Am Sonntag verstarb plöhlich unser Mitglied, der Restaurateur Hermann Rehfeld Demminerstraße 36. Gleichfalls am Sonntag verstarb unser Mitglied, der Schleifer Karl Hobohm Schwarzkopffstraße 13. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung des Genossen Rehfeld findet heute, Mittwoch nachmittags 3%, Uhr, von der Halle des Elifabeth- Kirchhofes, PrinzenAllee, aus statt. Die Beerdigung des Genossen Hobohm findet gleichfalls heute, Mittwoch nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Gnaden- Kirchhofes, Barfußstraße, aus ftatt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 246/11 Der Vorstand. Kollegen, Freunden und Befannten hierdurch die traurige Nachricht, daß mein innigftgeliebter Mann und Onkel, der Tischler Franz Knöchel am Montag, den 13. Februar, nach langen schweren Leiden ver ftorben ist. Dies zeigen hiermit tiefbetrübt an Die Hinterbliebenen: Henriette Knöchel geb. Blohm. Maria Knöchel. Die Beerdigung findet Freitag, ben 17. b. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Heilig Streuz- Stirchhofes, Mariendorf, aus statt. 2141b Deutscher Holzarbeiter- Verband. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Tischler Franz Knöchel am Montag, den 13. februar, verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitagnachmittag 4 Uhr von der Halle des Heil. Kreuz- Kirchhofes aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 80/4 Die Ortsverwaltung. Einsegnungs- Anzüge von 12-27 25 MM. Schulmeister, nach Maß von Schneidermeister. Aufsehen erregen erregen unsere Preise. Echt englische Herren- Anzugstoffe früher 10.50 Mk., jetzt nur Tuchkammgarne schafts- Anzügo. für schwarze Gesell- früher 6.50 Mk., jetzt nur 4.50 Mk. per Meter Herren- Anzugstoffe 6.50Mk. per Meter Damen- Regenrockstoffe, mit angewebt. Damentuche, hochelegante Ware... Kinder- Anzugstoffe spottbillig Futter früher 3.50 Mk, jetzt nur 2.50 Mk. per Meter Damen- Kostümstoffe mit angewebtem früher 3.00 Mk., jetzt nur 1.75 Mk. per Meter Herren- Paletotstoffe. 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