Nr. 40. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagsnummer mit illustrierter SonntagsBeilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- ZeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eridheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 22. Jahrs. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins und Versammlungs- Anzeigen 25 fg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fett, gedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- unb Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm Adresse: ., Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Der weiße Schrecken. Die Parole der Schreckensherrschaft scheint der Polizei aus Petersburg bereits gegeben worden zu sein, und die Praxis des Polizeischreckens hat im jüdischen Ansiedelungsrayon begonnen. Das beweist folgender Privatbrief aus Mohilew a. Dniepr über solche Greueltaten der Polizei, vor denen die Kischinewer Schrecken fast erblassen. Sonntag, den 5. Februar. Bei uns in Mohilew ist das mittelalterliche Foltersystem wieder eingeführt worden. Nach den Petersburger Ereignissen brachen hier einige fleine Streits aus, und Donnerstag am 2. Februar sollte eine Demonstration stattfinden. Sie blieb aber aus, da in allen Höfen Militär versteckt war. An diesem Tage begann die Orgie der Polizeibestialität. Ohne jedweden Anlaß wurden friedliche Passanten von der Straße her nach der Polizeiwache geschleppt und dort in der barbarischsten Weise zu gerichtet. Die raffiniertesten Martern wurden ersonnen. Kalt und absichtlich wurden den Unglücklichen Arme und Beine gebrochen. Am Freitag und am Sonnabend wurden zirka 100 Personen auf diese Weise zu Krüppeln gemacht. Donnerstag, den 16. Februar 1905. gebrochen hat und an den Verlegungen frank danieder liegt. Ein Beamter der Minsker Kommerzbank ist auf der Straße von einem Polizeipristat geohrfeigt worden, weil er das Trottoir benutzt hat, auf dem sich mehrere Stunden vorher eine Anzahl Arbeiter versammelten, die alle als politisch unzuverlässig galten. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Maßregel. Da nun mein Mann sich in der Lage eines Unter fuchungsgefangenen befindet, so halte ich die Anwendung von Maßnahmen, die den Charakter einer Strafe haben, für durchaus un gefezlich. Daher halte ich mich für berechtigt, zu verlangen, daß man ihm gestatten möge, eigene Wäsche und Kleidung und eigenes Schuhwerk zu tragen sowie Papier, Tinte und Feder für seine schriftstellerische Arbeit zu benutzen. Jekaterina Bieschkowa." Gortis Schicksal ist das von Tausenden! Kossuth in der Hofburg. Die Polizei ist immun. Gerichtliche Klagen sind zwecklos; in solchen Fällen wird der Spieß gegen den Kläger gedreht. Am vorigen Sonnabend erwartete man Protestdemonstrationen und die Polizei ging eifrig ans Werk. In Scharen arretierte sie Arbeiter und Arbeiterinnen, die so vichisch geschlagen wurden, daß man es in den nicht sehr fern gelegenen Häusern vor dem flehentlichen Hülferufen und Gestöhne der Gemarterten nicht aushalten konnte. Biele Leute, die sich auf der Straße angesammelt haben, standen hilflos da und weinten. Am anderen Tage kam eine Demonstration Aus Wien wird uns vom 13. Februar geschrieben: doch zustande, an der die Jugend der Lehranstalten, des Gym- Gestern hat sich also das für jedes schwarzgelbe Herz nasiums und der Realschule teilnahmen. Was die Polizei hierbei niederschmetternde Ereignis vollzogen: Franz Kossuth, der für Heldentaten verübte, spottet jeder Beschreibung. Ein Real Sohn des einstigen Gouverneurs, der Erbe seiner Gedanken, schüler, der nur ein Bein hat, wurde geschlagen und durch die der Führer der Partei, welche die Zertrümmerung der duaStraße geschleift, weil er nicht schnell genug mit den Polizisten listischen Monarchie anstrebt, ist in der Hofburg erschienen, mitlaufen konnte. Ein anderer, den die Polizei felbft feiner gerufen vom Kaiser der das Haupt der größten Partei des Schuld zeiht, wurde mit Säbeln auf den Kopf geschlagen, Reichstages, den eigentlichen Herrn Ungarns nicht mehr überDie Folterprozedur ging folgendermaßen vor sich. Man brachte daß er erst heute aus der Gefahr heraus ist. Ein Arbeiter ist im gehen konnte. Mit allem hat sich Franz Josef abgefunden, erst die unglücklichen Opfer zum Polizeileutnant und dort wurden Strankenhaus am anderen Tage gestorben. Ein junger Mann, der es was während der zwei Revolutionsjahre gegen ihn unterihre Namen notiert. Dann begegnete ihnen an der Treppe eine gewagt hat, den Polizisten zu fragen, wozu er den Krüppel zu quälen nommen worden ist; mit allen hat er sich versöhnt, die einst Gruppe Polizisten, welche sie bis zur Bewußtlosigkeit schlugen; nach braucht, wurde selbst mitgeschleift und liegt jetzt mit geschwollenem Kopfe gegen ihn Empörung predigten: mur Kossuths Name bleibt dem man die Opfer halb zu Tode geprügelt hatte, warf man sie danieder. Wird einer auf der Straße arretiert, so tommt er auch verpönt und wie der große Rebell lieber im Eril starb, als die Treppe hinunter, wo sie von einer anderen Gruppe Bolizisten gleich um seine ganze Barschaft. Ein Arbeiter, der kurz nach der daß er den Friedensschluß des Jahres 1867 mitgemacht hätte, empfangen wurden, welche mit blankem Säbel auf sie einhieb. Demonstration in der Arbeitsschürze nach der Tagesmühe mit einem so verließ auch den König die Erinnerung an jenen Tag von Endlich lieferte man sie den im Hofe poftierten Soldaten aus, welche Sümmchen von 3 Rubeln 75 Kopelen nach Hause zurückkehrt, wurde Debreczin nicht, wo er und sein Haus des Thrones von Ungarn mit ihren Gewehren den Unglückseligen die Augen ausstachen, Arme, von einem Polizisten aufgehalten und etwa eine halbe Stunde für verluftig erklärt worden sind. Der Führer der UnabhängigBeine und die Finger an der Hand brachen. Ein unbeschreibliches lang blau geschlagen und mit leeren Taschen entlassen. In allen feitspartei ist nun Ludwig Kossuths Sohn, und seit jenem Stöhnen und Schreien war auf der ganzen Straße zu hören. Aber Fällen wird nichts zu Protokoll aufgenommen, absolut nichts, da ja 14. April des Jahres 1849 ist viel Zeit der Ewigkeit hinabes war unmöglich, ihnen zu helfen. Zwei Aerzte wandten sich an nichts Belastendes" vorliegt. geflossen und auf der österreichischen Erde hat sich vieles geden Polizeimeister, aber derselbe schrie sie mit den Worten an:„ Ich ändert. Dennoch tönt das schrille Wort jenes auf Antrag tenne Euch, Ihr seid alle Demokraten. Man sollte Euch tüchtig Ludwig Kossuths in der großen reformierten Kirche zu burchbläuen. Jetzt ist, Gott sei Dank, andere Zeit. Swiatpolt ist Debreczin gefaßten Beschlusses durch die Zeiten hindurch, und nicht mehr Minister!" als der ungarische König gestern Franz Kossuth empfing, mag er sich an jenen Beschluß erinnert haben, in dem es hieß: Da das Haus Habsburg- Lothringen durch seinen Verrat, TreuWas ich Ihnen schreibe, bleibt hinter die Wirklichkeit weit zurück. bruch und das Ergreifen der Waffe gegen die ungarische Es ist Ihre Pflicht als Mensch, die Herren Redakteure der Zeitungen Nation, nicht minder durch das Wagnis, daß es die ZerstückeIn der Stadt herrscht eine unbeschreibliche Panit. Steiner ist aufzusuchen und sie zu fragen, ob es die Herren nicht als Pflicht lung von Ungarns territorialer Integrität, die Losreißung seines Lebens sicher. Jeden Augenblick wird man auf der Straße der Preise ansehen werden, die qualvollen Zustände, die in der Siebenbürgens und Kroatiens von Ungarn, die Tötung des angehalten und die Polizei befiehlt, diese oder jene Straße gar russischen Provinz herrschen, an die weite Deffentlichkeit zu bringen; selbständigen Staatswesens mit Waffengewalt zu versuchen nicht zu betreten. denn wir haben ja jetzt in Rußland keine Deffentlichkeit, feine freie und zu dem Behuf sogar die bewaffnete Macht eines ausD, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sich die wilden Polizei- Presse. Der blutgefärbte Schnee auf den Straßen wärtigen Staates zu verwenden sich erfrechte, sowohl die pragBestien über den neuen blutdürftigen Kurs freuen! Als Swiatpolt der Stadt, den die Polizei nicht einmal für nötig hält zu entfernen, matische Sanktion, überhaupt jede Bande, die auf Grundlage Minister war, mußten sie gewissermaßen ihre wilden Gelüfte mahnt Sie an diese Pflicht... beiderseitiger Verträge zwischen ihm und Ungarn bestanden, zähmen.mit eigenen Händen zerrissen hat: so wird hiermit dieses treubrüchige Haus HabsburgLothringen bon der Herrschaft über Einige junge Mädchen wurden in schimpflichster Weise behandelt, einige wurden fast zu Tode gepeitscht. Eine ohne Bewußtsein Daliegende warf man den Hunden vor. Einige Opfer liegen bereits in der Todesagonie. Die übrigen find alle Krüppel. ſtatt. * schnell beim Die Polizei sieht die ganze Bevölkerung als ihre tatsächlichen Sflaven an und der geringste Polizist vermag im Handumdrehen eine ihm mißfällige Person zugrunde zu richten. Unser Leben, Hab und Gut, unsere Ehre ist in den Händen des Gorodowoi. In der Stadt herrscht eine wahre Banit. Wer aus dem Hause geht, ist nicht sicher, daß er glücklich zurückkehrt. * * Die beschriebenen Greuel werden an ganz unbeteiligten PerDie Ausstandsbewegung. fonen, die jeder Bewegung fern sind und nichts mit„ Demokraten" Warschau, 15. Februar.( Meldung der Petersburger gemein haben, berübt. Ein alter grauer Jude, Kreinit, mußte Sonnabend in einer persönlichen Angelegenheit nach dem Polizeibureau. Er Telegraphen- Agentur.) In der Mehrzahl der Fabriken wird ungarn, Siebenbürgen und allen hinzuwurde da ergriffen und so barbarisch geschlagen, daß er in Todes wieder gearbeitet. Der Ober- Polizeimeister macht bekannt, gehörigen Ländern und Provinzen im und ber= gefahr kam; das Nasenbein wurde ihm völlig zersplittert. Einem die Arbeiter müßten die Beendigung der Beratungen der Namen der Nation auf ewige Beiten als 14jährigen Jungen wurden beide Arme gebrochen. Dieser Junge Regierung zur Besserung ihrer Lage abwarten, welche dem thronverlustig ausgeschlossen hatte das Unglüd, am Sonnabend die Straße zu passieren und des Monarchen nicht weniger am Herzen liege als die Bedürf- bannt erklärt!" So hat Ludwig Kossuth gesprochen, Polizeileutnants Aufmerksamkeit auf sich zu feffeln. Man schleppt nisse anderer Klassen. Andere Forderungen, über welche sich dessen Name allein es ist, der dem Sohn Bedeutung gibt, und nach der Folterkammer der Polizeiwache jeden Juden, welchen irgend die Arbeiter direkt mit ihren Brotherren verständigen könnten, erfreuende Erinnerungen werden es also nicht gewesen sein, ein Schußmann anzeigt. Die Schußleute bekommen dafür eine feien aber nur erfüllbar, wenn die Ruhe wieder hergestellt die gestern den König von Ungarn überkamen, als Franz und die Arbeit wieder aufgenommen sei. Gegen Arbeiter, Kossuth vor ihm stand. Extrabelohnung, und darum ist ihr Eifer so groß. Doch Habsburg- Lothringen geht es nicht so gut, als daß welche das verhindern wollten, würde mit größter Strenge Montag, den 6. Februar: Als ich gestern abend Dir geschrieben vorgegangen werden. Der Ausstand in den Druckereien ist es sich den Lurus pietätvoller Erinnerungen verstatten dürfte. Die Suppe, die man sich mutwillig eingebrockt hat, muß jetzt habe, wußte ich noch nicht, was um 6 Uhr auf der Wietranaja- beendet, die Druckereibesizer haben neunstündigen Arbeitstag eben ausgelöffelt werden und dazu gehört vor allem, daß man straße passierte. Zu dieser Zeit fand eine Demonstration und Erhöhung des Lohnes um elf Prozent bewilligt. Die Weichselbahnen lehnen die Verantwortung für Zu- mit den Aspirationen der Unabhängigkeitspartei rechnet und Die Demonstranten zerstreuten sich Heranrücken der Polizei. Dann begann begann letztere einfache stellung von Waren, die zur Umladungsstation Koluszki gehen, sich mit ihnen, so gut es geht, abzufinden sucht. Seit zwei Jahren ist die Politik der Krone gegenüber Ungarn eine Rette Baffanten nach der Wache zu schleppen. An der Demonstration ab, weil dort Ausstand sei. Tschita( Transbaikalien), 15. Februar. Die Arbeiter der ununterbrochener Fehler und schwerer Irrtümer. An Coloman haben vorzüglich Christen teilgenommen, nach der Wache wurden aber vorzüglich Juden geschleppt. Und auf der Wache wurden sie hiesigen Eisenbahnwerkstätten legten die Arbeit nieder, weil die b. Szell hatte man einen populären und nach der Sachlage in unbeschreiblicher Weise mißhandelt.. Ich kann nicht ausführlich Eisenbahndirektion ihnen den Lohn nicht ausgezahlt hatte. auch einen ganz tüchtigen Minister. Für die Hofburg sind die beliebten Regierungen aber nur dazu da, um von ihnen milischreiben... Ich verliere meinen Verstand!... M. Kagan und Der Gouverneur befahl, die Lohnforderungen der Arbeiter zu tärische Bewilligungen erpressen zu können, und so wurde M. Serschanawitsch( Realschüler) wurden an der Luteranskaja- Gaffe befriedigen, worauf die Arbeit wieder aufgenommen wurde. natürlich Szells Ansehen dazu benutzt, um eine namhafte Erergriffen, zu Boden geworfen und mit den Füßen getreten.... höhung der jährlichen Rekrutenzahl beim Reichstag herausDort griff man auch die Realschüler Lewin und Ofstein. Alle zuschlagen. Der Versuch scheiterte an der Obstruktion; auch wurden sie nach der Wache geschleppt. Dort warf man sie einige Die Studenten der Moskauer Universität haben in einer die populäre Regierung erwies fich für die Belastungsprobe Male die Treppe herunter. Man warf sie herunter, schleppte sie Versammlung beschlossen, sich den fortschrittlichen Forderungen zu schwach. Statt rechtzeitig einzulenken und Szell zu dem nach oben und warf sie wiederum herunter- so einige Male. anzuschließen. In dem Beschluß heißt es weiter, daß die Verzicht auf die verlangte Erhöhung zu ermächtigen, womit Dann riß man die Haare aus. Sie liegen jetzt halbtot da. Otstein ist Studentenschaft, da die Regierung jene Forderungen mit Salven die damals vier Monate dauernde Obstruktion beschworen und am Kopfe gefährlich verwundet er liegt im Sterben beantwortet habe und die öffentliche Meinung ignoriere, bis jede größere Krise verhindert worden wäre, ließ man Szell Auf der Wjetranaga- Straße sind noch jetzt Blutlachen zu sehen. Von zum September den Vorlesungen fern bleiben werde. Im Zu- fallen und versuchte es mit Shuen, den in Ungarn abgehauften denjenigen, welche man Donnerstag und Sonnabend mißhandelte, fammenhang mit dem Gange der Ereignisse werde dann ein Banus, dem zum Regieren so ziemlich alles cbging und dessen ist schon einer gestorben; die übrigen find in gefährlichem 8u- weiterer Attionsplan ausgearbeitet werden. Ministerschaft nach ein paar Wochen unter dem Fluch der stande. Man verhaftete auch einige Christen, aber man schlug sie Lächerlichkeit zusammenbrach. Was man Szell verweigert hatte, jeden Berzicht auf die neue militärische Forderung, nicht.... Das Berliner Tageblatt" veröffentlicht die Eingabe, die bewies sich bei Khuen, den man mit der Konzession" ausvon der Frau Gorkis an das Polizeidepartement gerichtet gestattet, als wirkungslos. Die Fabel von den Sybillinischen worden ist: Büchern ist für die habsburgische Regierungsweisheit umsonst Seit dem 12.( 25.) Januar sigt mein Gatte, der Schriftsteller aufbewahrt worden. Auch jetzt noch wäre die Situation leicht Alerej Marimowitsch Bieschkow, in der Peter- Pauls- Feftung ge- zu entwirren gewesen; hätte man damals den bei der Opposition fangen. Man gestattet ihm nicht, feine gewohnte Kleidung zu sehr beliebten Grafen Apponyi gerufen, zu jener Zeit noch Mittragen, man hat ihn gezwungen, Arrestantenwäsche und den 00 # ... Ein anderer uns zur Verfügung gestellter Brief aus Mohilew bestätigt diese Furchtbarkeiten. Dort heißt es: Seit der Berufung Trepows und der damit signalisierten Rückkehr zur robesten Reaktion ist der friedliche Bürger unserer Gouvernements stadt mit einem Schlage außer Schutz der Gesetze gestellt worden, Männer aller Stände, die harmlosesten, werden ohne irgend einen Grund und ohne die mindeste Veranlassung und Verantwortlichkeit vom niedrigsten Polizisten öffentlich geschlagen. Ein Befizer mehrerer Häuser, ein gefegter Mann, der in Erfüllung seiner Meldungspflichten die Treppe des Polizeireviers aufstieg, wurde von einem Gorodowoi, ( Bolizisten) ohne weiteres topfüber geschleudert, so daß er sich eine Hand * Die Studenten. Gorkis Schicksal. Arrestantenkittel anzulegen, man verweigert ihm Papier und Tinte glied der Regierungspartei, fo hätte man sich für ein paar und hindert ihn dadurch in seiner schriftstellerischen Arbeit. Bei Jahre Nuhe verschafft. Aber der Hof begehrte einen zuseinem geschwächten Gesundheitszustande kann das Tragen der verlässigeren Mann und entdeckte ihn in dem jungen Tisza, der Arrestantentleidung in einem Raume mit faltem Fliesen sich in Wien empfahl und in Budapest vorstellte als der Mann, boden einen neuen Anfall seiner Krankheit hervorrufen. Das der„ Ordnung machen werde". Uebrigens wäre es Tisza noch Berbot zu schreiben, erscheint als eine ganz unerklärlich harte ziemlich lange gut gegangen, wenn er nicht auf die fire Idee Serfallen märe, SaB ungarische Parlament mittels einer Ge schäftsordnungsreform„retten" zu müssen, wenn ihn nicht der sonderbare Ehrgeiz gepackt hätte, der Welt zu demonstriere». wie man mit störriger Opposition umzugehe» hat und fertig werden kann. Ter Plan, zu dem sich der effekthaschende unreife und jeder Einsicht in die wirklichen Strömungen des Landes bare Tisza und die Hofburg, für die das Wort„Ordnung machen" noch immer den alten Klang besitzt, verbündet hatten mißlang so, wie er mißlingen mußte. Er wäre auch nicht ge hingen, wenn Tisza in den Wahlen weniger schlecht ab' geschnitten hätte, als dies der Fall? denn zur Durchführung seiner auf Gewalt gerichteten Pläne hätte ein bloßer Wahl- erfolg nicht ausgereicht, dazu würde ein zu überwältigender Sieg, eine wahre Zerschmetterung der Oppositionspartei nötig gewesen sein. Daß der llnabhängigkeitsgedanke in Ungarn die tiefsten Wurzeln gefaßt hat, die ganze Nation mit glühender Sehnsucht erfüllt, ist freilich nicht erst durch diese Wahlen er wiesen worden. Das ist schon aus dem einjährigen Obstrut tionskrieg gegen die„gemeinsame", richtiger kaiserliche Armee deutlich hervorgetreten. Welche Torheit war es also, diese Ge fühle noch herauszufordern, die ausgleichstreue. die Regierungspartei, mit dem Makel des Unrechts zu belasten, der Opposition noch die Weihe des Kampfes gegen Unmorai und Hofgewalt zu verleihen? Wenn es Habsburg-Lothringen darauf angelegt hätte, daß Ludwig Kossuths Sohn in Ungarn die Herrschaft erlangt, daß Ludwig Kossuths Ideen in dem heutigen Ungarn Macht gewinnen: die Hofburg hätte nicht anders handeln können! Franz Kossuth ist nun freilich kein Rebell, sondern ein gutmütiger Dutzendparlamentarier, der seinen König des Thrones nicht für verlustig erklärt, sondern sehr erfreut war, als ihn die Auszeichnung jener Berufung in die Hofburg er eilte. Soll die Bedeutung der letzten ungarischen Wahlen au. den nüchternsten Ausdruck gebracht werden, so ist folgendes zu sagen: Die Leute fangen endlich an, daran zu glauben. daß der Dualismus nicht haltbar ist und die theoretische Mög lichkeit, ihn durch ein anderes Gebilde zu ersetzen, wird zur praktischen Wahrscheinlichkeit. Die Leute in Ungarn— denn trotz ihrer heißen Wünsche erschien auch den Magyaren die Lösung des Bundes bisher als fernes Ziel, für das man zwar zu wirken habe, was aber noch lange unerreichbar bleiben würde. Den Leuten in Oesterreich— deren Herzen trotz der unleugbaren Nachteile, die ihnen die Reichsgemeinschaft zufügt. doch immer für die einheitliche Monarchie sind, die ihnen ihr altes Kaisertum ersetzt, und die der Kraft der seienden Dinge immer mehr vertrauen als den Anzeichen, welche den Um schwung ankündigen. Und nicht minder der Krone— der bis her immer die ausgleichstreue an dem Deakschen Pakte des Jahres 1867 festhaltende liberale Partei zur Seite stand und die nun zum erstenmal eine antidualistische Mehrheit vor sich sieht und statt einer Regierung, die den Dualismus verteidigt. eine ernennen mutz, die den Dualismus liquidieren wird. Daß sich ein wirtschaftliches und staatliches Verhältnis zwischen zwei Reichen, die noch überdies von einem Monarchen regiert werden, nicht von heute auf morgen löst, der Dualismus nicht gelöscht werden kann, wie eine protokollierte Handelsfirma, ist selbstverständlich, und die Weisheit ist also billig, daß sich an den Dingen„noch lange" nichts ändern wird. Im Gegenteil, es ändert sich unaufhörlich— und die Berufung Kossuths ist ein Beweis dafür, wie viel sich schon geändert hat, wie viel man bereits abgegeben. Bisher galt der Hofburg der Dualis mus als das Unberührbare und Unbeirrbare: daß Franz Josef weiter gehen könnte, als zu jener„Zerreißung" seines ererbten Kaiserreiches, erscheint als ausgeschlossen. Die neue Mehrheit im Budapester Reichstag bedeutet aber eine neue Re giernng, bedeutet aber auch ein neues Programm. Doch in Ungarn gibt es keine Programme über politische oder Sozial' reformen- für solche Tinge hat der Magyaren-Reichstag spott ivenig Interesse—, sondern nur Programme über Dualismus. Und deshalb muß zwischen Franz Josef und Franz Kossuth ein neuer Ausgleich vereinbart werden: ein Ausgleich, bei dem der König wie der Parteiführer auf vieles verzichten werden müssen, was ihnen lieb und wert scheint, der aber doch etwas ganz anderes sein wird, als der Vergleich des Jahres 1867. Alles von der heufigen Realunion wird nicht sofort abgetragen werden, aber so, wie sie heute ist, wird sie nicht mehr bleiben. Der Unterschied zwischen dem alten Ausgleich und dem, was jetzt ausgehandelt wird, ist der. daß der Dualismus der Krone als die letzte Konzession erscheint, die sie machen muß, der Nation als die größte Eroberung, die sie machen kann. Dieser end gültige Charakter wird ihr nun genommen und die Audienz Kossuths bedeutet nichts weniger, als daß nun der Weg zur Personalunion beschritten wird. Der Weg kann lange währen. Das volle Ziel ist nach zeitlicher Voraussicht gar nicht zu er- reichen: unzweifelhast ist, daß der gegenwärtige Dualismus verlassen wird und die Zukunft den Lockerungs- und Lösungs- teudenzen gehört. Daß es vor allem der wirtschaftliche Dualismus sein wird— obwohl in ihm ungleich mehr Vernunft steckt, als in dem staatsrechtlichen—, der eine Schwächung er leiden wird, ist sebswerständlich, denn der staatsrechtliche Tim lismus beruht auf der pragmatischen Sanktion, ist also wohl nicht dem Willen, aber der Kraft der Parlamente unerreichbar, während die wirtschaftliche Gemeinsamkeit ein simpler Vertrag ist, der alle zehn Jahre lang erneuert werden muß, ivenn er aufrecht bleiben soll. Die kaiserliche und königliche Armee ab- zuschaffen, wie die gemeinsame diplomatische Vertretung, dazu ist der Reichstag von Ungarn unvermögend, denn dazu müßte auch die Krone ihre Zustimmung geben— und das ist wohl noch auf lange hinaus ausgeschlossen. Aber in Marchegg Zoll- schranken auszurichten, das kann der Reichstag allein— denn die„übrigens nur freiwillig konzedierte", aus keinem Bündnis mehr beruhende Zollgemeinschaft geht Ende 1907 zu Ende und wenn der Reichstag wollte, könnte er aus dem„Zustand" des scbständigen Zollgebietes, in. dem er sich nach dem Szellschen Gesetz vom Jahre 1899 befindet, sofort in den vollen Gebrauch seiner Selbständigkeit treten— wenn er wollte. Er will natürlich nicht, denn auch die magyarischen Ideale haben das Eigentümliche, daß sie nicht sofort verwirklicht werden können. Eine.Etappe wird das Zollbündnis also nicht aushalten. Mit dem vereinbarten autonomen Tarife und den abgeschlossenen Verträgen, wenn es auch nicht unwahrscheinlich ist, daß der Handelsvertrag mit Teutschland nicht von Oesterreich-Hngarn, sondern separat von Oesterreich und von Ungarn abgeschlossen werden wird und sicher ist, daß er keinen Tag länger dauern wird, als sein kürzester Schlußtermin ist. So wird � sein, wenn Franz Kossuth gefällig ist und dem Dualismus solange Schon- und Uebergangszeit gewährt. Aber dann kommt wieder das Nachgeben an die Hofburg, und wenn es also nicht sicher ist, ob noch ein wirtschaftliches Bündnis zwischen Oesterreich und Ungarn zustande kommt, so ist es doch ganz gewiß, daß es das letzte sein wird. Was unlebensfähig ist, wird nun von der Ent- Wickelung zerrieben. poUtilcbe Gebcrficht. Berlin, den 15. Februar. Preußischer Landtag. Am Mittwoch hielten beide Häuser des Landtages Sitzungen ab. Im Abgeordnetenhause kam es bei der weiteren Beratung des Etats des Ministeriums des Innern zu einer Kritik der Art und Weise, wie der Minister das sogenannte S e l b st- verwaltungsrecht der Gemeinden immer mehr und mehr einzuschränken sucht. Es ist charakteristisch, daß den Herren, die das Vorgehen der Regierung gegen Berlin billigen, allmählich vor ihrer eigenen Haltung bange wird; sie haben nichts dagegen einzuwenden, daß der Minister fiir die Reichshauptstadt das Selbstverwaltungsrecht ausschaltet; wenn aber der Minister die Konsequenzen zieht und nun auch andere Gemeinden mit dem gleichen Maßstabe mißt, dann schreien die Herren nach Bureaukratisierung und Regle- mentierung und verbstten es sich, daß die Regierung überall ihre Nase hineinsteckt. Wir mißbilligen jeden Versuch einer Einschränkung des Selbstverwaltungsrechts auf das allerent- schiedenste, aber andererseits dürfen wir doch nicht übersehen, daß die Regierung sich niemals zu derartigen Maßnahmen hafte entschließen können, wenn sie nicht an der reaktionären Landtagsmehrheit eine Stütze gehabt hätte. Wenn nicht alles trügt, sind die Tage des Herrn von Hammerstein gezählt: die „maßgebende" Partei, das Zentrum, wendet sich demonstrativ von ihm ab, einer ihrer Redner, Abg. de Witt, wiederholte sogar die aus Anlaß der Kirforf-Affäre �egen ihn erhobenen Vorwürfe der„Schlappheit und Rückgratlosigkeit". Warten wir ab. ob es sich nur um vorübergehende Diferenzen zwischen dem Minister und dem Zentrum handelt, oder ob diese Partei wirklich seinen Sturz wünscht. Schade wäre es, wenn Herr v. Hammerstein gerade jetzt gehen würde, wo er tausenderlei„Reformen" durchsetzen will: will er doch nicht nur das preußische Dreiklassenwahl-Unrecht verewigen und das Vercinsrecht verschlechtern, sondern auch die gewerbsmäßige Prostitufton ausrotten! Mit dem Mittel hier- zu ist er leicht bei der Hand. Religion und Polizei, diese Mittel, die in Preußen noch stets als Universalmittel gegolten haben, sollen auch herhalten, um diesen Krebsschaden der Gesellschaft zu beseittgen. Daß die Prostitution aufs engste mit den sozialen Verhältnissen zusammenhängt, daß ihre wirksame Be kämpfung nur möglich ist durch eine Besserung der Wirtschaft lichen Lage der Arbeiterinnen, ja daß sie innerhalb der kapita liitischen Wirtschaftsordnung überhaupt nicht auszurotten ist weil sie ihre notwendige Begleiterscheinung bildet— das brauch:: ein preußischer Minister natürlich nicht zu wissen. Daß seine Be strebungen erfolglos sein werden, kann sich jeder normal denkende, nicht gänzlich ungebildete Mensch von selbst sagen: sie werden ebenso erfolglos sein, wie seine Absicht, dem„männ lichen Dirnenwesen" und dem damit verbundenen Erpressertum zu Leibe zu gehen, ohne vor allem den Z 175 des Strafgesetz buchcs zu beseitigen. Uebertrumpft wurde Herr v. Hammer stein an sozialer Einsicht nur durch den Abg. P a l l a s k e(k.), der noch rabiater zu Werke gehen und alle Prostituierten einfach ins Arbeitshaus stecken will: für die männlichen Besucher der Prostituierten schlug er diese Radikalkur nicht vor.— Wird etwas aus den ministeriellen Ankündigungen, so höchstens eine verstärkte polizeiliche Schikanierung der armen Opfer der Prostitufton, die durch solche Verfemung und Dransalierung nur immer tiefer in den moralischen Morast gedrängt werden! Aus der sonstigen Debatte ist bemerkenswert das Ver langen des Mg. G a m p(fk.) nach gesetzlichem Schutz der „Arbeitswilligen" und das Eintteten des Abg. F i s ch b c ck (frs. Vp.) für die Einführung des R e i ch s t a g s w a h l rechts für die Wahlen zum Preußischen Landtag. Daß dieser Forderung des freisinnigen Redners nicht allzuviel Wert bei zumessen ist, ist nicht nur die Ansicht der Sozialdemokraten, sonder» auch der Herren von der Rechten. Mit boshafter Ironie wies Abg. G a m P(fk.) auf das Verhalten des Freisinns hin, der sich da, wo er dadurch Schaden erleiden würde, nämlich bei den Gemeindewahlen, gegen dw Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts sträube. In der Tat unterliegt es keinem Zweifel, daß die Freisinnigen nicht aus Gerechtigkeftsgefiihl, sondern lediglich aus Parteiinteresse das allgemeine Wahlrecht für die Landtagswahlen fordern. Nach Bewilligung des Ministergehalts wurde die Weiter beratung auf Donnerstag vertagt. Das Herrenhaus erledigte außer einigen Petitionen die H i b e r n i a- Vorlage. In der Debatte konnten sich einige der„Edelsten und Besten", die Herren v. Schorlemer und Graf Mirbach nicht eines kleinen Vorstoßes gegen die Bergarbeiter enthalten. Insbesondere Graf Mirbach putzte den Minister Möller wie einen Schulbuben herunter, weil er durch die Ankündigung der Berggesetznovellc im gegenwärtigen Moment nur die Agitation der Sozialdemokratie fördere. Herr Möller wagte dem gewaltigen Herrn nichts zu erwidern, er hat vor diesem geborenen Gesetzgeber scheinbar fast eben 'oviel Ehrfurcht wie vor den Grubenbaronen. Am Donnerstag will das Haus die wasserwirtschaftlichen Vorlagen einer Kommission überweisen, um sich dann wieder bis M i t t e M ä r z der wohlverdienten Ruhe hinzugeben. Die Herren gönnen sich diese Pause, obwohl sie— wie aus drücklich festgestellt wurde—„gehört" hätten, daß„einige Berggesetze" inzwischen dem Landtag zugehen würden. Die kommende Marinevorlage. Die Budgetkommission des Reichstages wandte sich am Mittwoch der Beratung des Marine-Etats zu. Der Staatssekretär v. Tirpitz legte dar, daß die Erfahrungen des japanisch-nissischen Krieges die Richtigkeit der den deutschen Marinepläncn zugrunde liegenden Prinzipien erhärtet hätten. Die L i n i e n s ch i f f- G e s ch w a d e r seien der Kern jeder Seemacht. Die Entscheidung in Ostasien sei im Kampfe der Linienschiffe beim Ausfall der russischen Flotte im August gefallen. Die Torpedo Waffe habe in diesem Kriege so gut wie nichts ausgerichtet So lange die Artillerie- Waffe ihre Bedeutung behalte, werde auch das Linienschiff das Hauptstück jeder Flotte bilden müssen, zumal da große Schiffe konstruktive Maßregeln gegen Torpedovcrletzungen in stch aufnehmen könnten: doppelte Wände. Schotten:c. Die Mine könne nur auf begrenztem Räume eine Rolle spielen. Selbstverständlich hätten auch alle anderen Hülfsmittcl ihre Bedeutung im Seekriege. Abg. rzberger beantragte, die Darlegungen des Staats- ekretärs zu Protokoll zu geben; sie hätten alle Bedenken ;cgcn die Richtigkeit der deutschen Flottenpoliftk zerstreut. Die Frage der Unterseeboote müsse noch genauer erörtert werden. Eine Regelung des Seekriegsrechtes sei nicht zu umgehen. Die provokatorischen Aeußerungen des englischen Scelords Lee— daß die deutsche Flotte vernichtet werden könne, ehe man noch in Deutschland die Kriegserklärung gelesen hätte— müßten widerlegt werden, da sie sonst Anlaß zu einer maß- losen Flottenagitation abgeben würden. Staatssekretär v. Tirpitz sagte, daß er die Frage der Unterseeboote aufmerksam, aber vorsichtig und reserviert verfolgt habe. Er gab darüber eine Reihe von vertraulichen Aufklärungen. Das Seekriegsrecht sei in der Tat reformbedürftig, aber die Aussicht auf Reforni sei sehr gering. Die Auslassungen des Herrn Lee seien wohl nicht so ernsthaft gemeint gewesen. Abg. Bebel bestritt nicht, daß die entscheidenden Seemächte sich für den Ausbau der Linienschiffsgeschwader entschieden hätten; wir müßten— bei Aiürechterhaltnng unseres prinzipiellen Standpunktes— daraus sehen, daß das viele ausgegebene Geld wenigstens für das Allerbeste aufgewendet werde; es werde behauptet, daß die deutschen Schiffe in Geschwindigkeit, Geschützausrüstung und Panzerung den neuen aichischen erheblich nachstünden, lieber den Wechsel in der Schätzung der Torpedowaffe müsse man noch nähere Auskunft haben. Port Arthur habe nicht nur als Seefeste, sondern auch als Sftitz- Punkt für die Landoperattonen der Japaner in der Mandschurei seine Bedeuftmg. Bebel verlangte Auskunft über einen angeblichen Fall von Verweigerung der Hülfe in Seenot durch deutsche Kriegsschiffe. Der Staatssekretär ging in längeren Ausführungen auf diese Anfragen ein; die Ver- Weigerung von Seehülfe sei nicht vorgekommen: der Schiffer, der das behauptete, habe revoziert, Tie mehrfach angezogene Schrift des Kapitänleutnants Ruft könne die Grundlage des Flottenprogramms nicht erschüttern. Die Geschwindigkeit der Schiffe sei nur eine Geldfrage; sie sei bei uns auf einer durchaus normalen Höhe. Die Arftllerie mittleren Kalibers werde neuerdings verstärkt werden müssen. Die Techniker würden in der Organisafton des Reichs- Marineamts keines- Wegs benachteiligt. Abg. Dv. M ü l I e r- Sagan vermißte eine Darlegung über die Küstenverteidigung und eine beruhigende Erklärung gegen die Pläne des Flottenvereins, v. Tirpitz legte dar, daß er über eine im nächsten Herbst einzubringende Marinevorlage noch nichts Genaueres erklären könne; die Regierungen hätten noch nichts darüber beraten. Wahr- scheinlich werde sich die Forderung im Rahmen der 1900 abgelehnten Kreuzer-Forderung halten, höchstens würde man anstatt der sieben kleinen Kreuzer sieben Torpedoboots-Divisioucn fordern. Abgeordneter Dr. Arendt„begrüßte" die Haltung der Abgg. Müller und Bebel, die er für die Sache der Manneschwärmer zu rekla- mieren suchte. Die AusftiHrungen Lecs seien doch nicht so leicht zu nehmen. Es sei zu fingen, ob man nicht fiir Wilhelms- Häven einen Ausweg durch einen Kanal zur Elbe schaffen müsse. Das Flottengesetz dürfe uns nicht hindern, zu tun, was nöftg sei, also müsse man auch darüber hinausgehen können. Die Agitafton des Flottenvercins sei verdienstlich. weil immer wieder auf die Schwäche unserer Seerüstung aufmerksam gemacht würde. Abg. Graf O r i o l a polemi- sierte gegen Arendt, indem er begrändete, daß der Staats- sekretär offen— wenn auch zunächst unverbindlich— gesagt habe, was er Plane; es handele sich nur um chic früher ab- gelehnten 6 Panzerkreuzer und 7 kleinen Kreuzer; dadurch würde der Beunruhigung durch übertriebene Flottcnpropaganda ein Ende gemacht. Graf O r i o l a und Abg. S c m l e r wiesen auf die Bedeutung raschfahrender Kreuzer hin, unter Bczugnahnie auf die Erfahrungen im neuesten Kriege mit dem russischen Wladiwostokgeschwader. Die Kanalverbindung Wilhelmshavens sei. so sagte Semlcr, unzweifelhaft not- wendig und auch sehr billig; die Offensivkraft der Flotte werde dadurch verdoppelt. Der Staatssekretär lehnte ab, in eine Erörterung so weitgehender Projette einzufieten; die Erfahrungen mit Kanalvorlagcn seien ja doch auch nicht gerade verlockend. Gegen Ab- geordneten Arendt polemisierte Abg. Müller, indem er sich gegen eine unloyale Auslegung seiner Worte verwahrte und ablehnte, sich als Verteidiger des Flottengesetzes hinstellen zu lassen. Abg. Gröber vermißte eine Versicherung, daß die angekündigten Forderungen nicht nur eine erste Porlion seien; die Pläne des Flottenvercins habe der Staatssettetär nicht desavouiert. Wie man sich zu den Forderungen stellen werde, sei noch nicht zu sagen. Die Ver- mehrung der Auslandsschiffe sei wohl nicht durch den Krieg zu begründen. Unsere Küsten könnten durch Minensperren offenbar mit verhältnismäßig geringen Kosten geschützt werden. Alle Rüstungsfordcrungen müßten mit den neuen Steuerplänen in Beziehung gebracht werden; die großen Massen dürften nicht wieder belastet werden. Man solle die Scheu vor den diretten Steuern abtun. Da der Staats- sekretär den Flottenverein nicht desavouiere, so trage er die Verantwortung für dessen Agitafton: er solle sich nicht hinter formale Ausreden zurückziehen. Der Staatssekretär bestritt die Möglichkeit, in die Art der Agitafton des Flotten- Vereins einzugreifen. Die ganze Flotte faffc er übrigens nur als ein Mittel zur Sicherung des Friedens auf. Küstenschutz könnte die Flotte nicht überflüssig macheu. Die Marine würde sich natürlich ficucn, wenn in an i h r auch die einst weilen zurückge st eilten kleinen Kreuzer bewillige. Abg. Bebel schloß daraus, daß die Forderungen der Regierung doch wieder weitergehen würden, als man zunächst sage. Der Staatssekretär könne allerdings gegen den Flottenvcrein nicht direkt einschreiten: über diesen Verein müsse im Plenum noch ausführlicher ge- redet werden. Wolle man die Reichen für die Flottenlasten heranziehen, dann sei nur der Weg der direkten Steuern gangbar. Jetzt schaffe der Flottenenthusiasmus seinen Trägern sehr gute Profite. Nach den Erfahrungen von 1899 mit Regierungserklärungen müsse nian sehr skeptisch sein. Eine Forderung ziehe immer die andere nach sich. Die Abgg. v. Richthofcn und Arendt nahmen den Flottenverein in Schutz, den Herr Arendt gerade so hoch geschätzt wissen möchte wie— den Bund der Landwirte! Abg. Graf O r i o l a glaubte, daß die Erklärungen des Staatssekretärs beruhigend wirken würden; in manchen Kreisen sei man mit den Forderungen viel weiter gegangen als der Flottenverein. Abg. Erz beiger wies darauf hin. daß in Süddeutschland die Mitgliedschaft zum Flottenverein als An Mittel zum Karrieremachen benutzt werde. Die Demonstrationen des Vereins seien vielfach Klimbim, würden aber offiziös in alle Welt hinausposaunt. Der Schatzsekretär v. Stengel erklärte, man solle bedenken, daß er über Steuerpläne gar noch nichts sagen könne, da man die Wirkungen der neuen Handelsverträge abwarten müsse; wann diese in Kraft treten würden, wisse nian aber heute noch nicht. Es sei deshalb auch zweifelhaft, ob die zu erwartende Voreinfuhr zur Ermäßigung des Defizits von 1905 beitragen werde. Vor dem 1. März 1906 würden die Handelsverträge nicht in Kraft treten können. ftne längere Debatte entspann sich über die Ausgestaltung des Marinejustizwesens; schon im Vorjahre hat die Verwaltung neue 5kriegsgerichts- und Ober-Kriegsgerichtsräte geforderst Sie werden bewilligt.— DeutlcKes Reich. Der Handelstag gegen den Handel! Unter zahlreicher Beteiligung von Vertretern sämtlicher deutscher Handelskammern sowie sonstiger kausmännischer, industrieller und gewerblicher Vereinigungen wurde am Mittwoch im Langenbeckhause die 31. Vollversammlung des deutschen Handelstages abgehalten. Den Vorsitz führte Geh. Kommerzienrat Frenzel-Berlin. Eine Reihe Rcgierungsvertreter waren anwesend. Die Mitteilung, daß Handels- m i n i st e r Möller sich entschuldigen lasse, wurde seitens der Ber- sammlung mit großer Unruhe aufgenommen. Diese Versammlung von Kommerzienräten und ihren Handels- kammervertretern hat ein Zeugnis von der politischen Unzurechnunas- fähigkeit der deutschen Handelswelt abgelegt, wie es schimpflicher nicht möglich ist. Die kommerzielle» Kreise jedes anderen fort- geschrittenen Staates müssen in helles Lachen ausbrechen, wenn sie hören, daß die Vertreter der deutschen Industrie und des deutschen Handels sich dafür erklärt haben, daß der Reichstag die Annahme der Verträge beschließe» möge, obschon derselbe Handelstag die schweren Schädigungen, die der Industrie und dem Handel aus den Verträgen erwachsen müssen, erkannt und festgestellt hat. Das Referat über die Handelsverträge hielt Dr. Soe tbeer. Er erinnerte an die„überaus traurige Nacht" vom 13. zum 14. De- zember 1902, in der sich die Reichstags-Majorität„so ungeeignet zur Behandlung größerer Fragen des Wirtschaftslebens gezeigt habe". Es habe sich erfüllt, daß das neue Vertragswerk vornehmlich zu- gunsten der Landwirtschaft gearbeitet sei. Kleinen Verbesserungen für die Industrie und den Handel stehen große Erschwerungen des Exports entgegen. Für 130 Millionen des Exports bringen die neuen Vertrüge nach dem Urteil Dr. SoetbeerS Verbesserungen und für 740 Millionen Verschlechterungen. ES müsse daher der Handels- tag, so folgerte der Redner, seine„lebhafte Unzufriedenheit" zu den Verträgen äußern. In plötzlicher toller Schwenkung aber— wohl um zu zeigen, daß sich der Handelstag zur Behandlung großer Fragen des Wirtschaftslebens ebenso ungeeignet erweise, als die Rcichstagsmajorität vom Dezember 1902— forderte Soetbeer gleichwohl zur Annahme der Handelsverträge im Reichstage auf und zwar mit dem bekannten Schreckwort, das schon aus dem Munde der freisinnigen Herren Dove und Mommsen auf dem Parteitage der freisinnigen Vereinigung gehört wurde,„um noch Schlechteres abzu- wenden". Man müsie mit der Gefahr rechnen, daß eventuell die autonomen Sätze des Zolltarifs in Kraft treten und deshalb müsse der Handelstag,„wenn auch schweren Herzens", den Verträgen zu- stimmen. In der folgenden Diskussion schilderten einige Redner die schweren Schädigungen, welche verschiedene Industriezweige von den neuen Verträgen zu erwarten haben. Andere Redner wendeten sich lebhaft gegen die Zustimmung zu den Verträgen. So erklärte Rechts- anwalt Storz-Heidenheim durchaus mit Recht: Es ist nicht kon- seguent, wenn wir sagen, die Verträge sind nichts wert und nachher empfehlen wir ihre Annahme I Der Redner wies auch darauf hin, daß die Zustinimung der Liberalen zu den Verträgen die Agrarier der extremen Richtung in die bequeme Lage bringen,' gegen die Verträge zu stimmen und zu erklären, daß die Industrie durch die Zustiinmung sich mit den Verträgen zuftieden erklärt habe. Die Abstimmung über denjenigen Absatz der vom Ausschuß beantragten Resolution, welcher die Annahme der Handels« Verträge empfiehlt, war eine namcntlsche, sie ergab die Aufrecht- erhaltung des Absatzes mit 275 gegen 73 Stimmen. In der Ge- samtabslimmung wurde dann die Resolution, welche die Verträge fiir schlecht erklärt, aber die Zustimmung zu ihnen befürwortet, mit großer Mehrheit angenommen. Ein Bürgertum, das zu diesem Harakiri fähig ist, verdient keine bessere Behandlung als sie ihm durch die junkerliche Politik der Reichsregierung zuteil wird. Allerdings kann diesen Herr- schaften des Handelstages der mildenide Umstand nicht versagt werden, daß die industriellen und kommerziellen Kapitalisten ihre persönliche Bereicherung auch unter den neuen Verträgen zu be- treiben imstande sein werden. Die ganze Last wird man auf d i e arbeitenden Klassen als Produzenten wie als Konsumenten abwälzen. Von der wirtschaftlichen Bedrückung der Arbeiterklasse war aber auf dem Handelstag mit keinem Wort die Rede. Die„liberale" Handels- und Finanzklasse stimmt„schweren Herzens" für die Wucherpolitik der agrarischen Reaktion! Der Handelstag nahm ferner Resolutionen an gegen das staat- liche Schleppmonopol auf den neu zu bauenden Kanälen und gegen die Erhebung von Schiffahrtsabgaben auf Rhein und Elbe.— AuS Sachsen-Weimar wird vom 14. Februar geschrieben: Die Klage vom Reichsfinanz elend stimmte heute im Land- tage der weimarische Finanzminister Staatsrat Hunnius an. Die Regierung beantwortete die kürzlich an sie gerichtete Anfrage, wie sie sich zu der fortwährend steigenden Reichsichuld stelle. Die Ant- wort ivar eine Verlegenheitsphrase. Der Herr Staatsrat erzählte, daß die weimarische Regierung im Bundesrat immer ihren Einfluß gegen das weitere Anwachsen der Reichsschuld geltend gemacht habe. Leider sei dies erfolglos gewesen. Der Herr Staatsrat versicherte aber auch, daß die weimarische Regierung ihre Zustimmung zu neuen An- leihen nur geben werde, wenn die unabweisliche Pflicht dies gebieterisch erfordere. Die planmäßige Tilgung der Reichsschuld sei leider noch nicht geglückt. Ob durch den neuen Zolltarif Ueberschüsse zur Ver- besserung der Reichsfinanzen erzielt würden, das sei auch sehr zweifelhaft. Eine Besserung sei nur durch Erschließen neuer Einnahmequellen zu erhoffen. In dieser Beziehung werde die großherzogliche Staatsregierung alle Maßnahmen zur Besserung der Finanzverhältnisse des Reiches gewissenhaft prüfen. Neue Einnahmequellen! Also neue Lasten für das Volk! Das ist die ganze Weisheit, welche die Finanzmänner in ihrer Ratlosigkeit gegenüber dem Reichsfinanzelend zum besten geben können.— Pernerstorsrr im hessischen Landtag. Bon unseren Genossen im hessischen Landtag, so wird unS berichtet. ist gelegentlich der diesjährigen Etatsberatung auch die Pernerstorfer-Affäre zur Sprache gebracht und das Verhalten� der hessischen Regierung energisch kritisiert worden. Wie vorauszusehen war, ist eS gekommen: die Sozialdemokraten standen allein. Alle übrigen Parteien lobten und priesen die Weisheit der Regierung, die Preußen so feinfühlig entgegenkam und Pernerstorfer das Reden in Offcnbach verbot, nachdem die preußische Regierung das gleiche zuvor in Frankfurt getan hatte. Ueber die notorische Wasch- 'lappigkeit der sogenannten Nationalliberalen verliefen wir lein Wort, dagegen dürfe es angebracht sein, das Ver- halten der schwarzen„Volkspartei", des Zentrums, fest- zunageln. Für die Partei, die es als himmelschreiendes Unrecht empfindet, daß man ausländische Jesuiten nicht ms Land läßt, die erst vor wenigen Tagen im Reichstage den famosen Tole'ranzantrag verteidigte, gab der deutsche Volksmann und Advokat von Brentano di Trimezzo diese Erklärung ab: Von der Pernerstorferschen Angelegenheit habe er und semc Fraktion folgende Auffassung: P. ist Ausländer, dessen erste Pflicht Höflichkeit sein muß. Dagegen ist der Mann in der maßlosesten Weise gegen den Reichskanzler aufgetreten. Nachdem Preußen ihm verboten hatte, in Frankfurt zu sprechen, will er das in Offenbach versuchen. Nun wäre es doch eine eigentümliche Weife bundesfreundlicher Gesinnung gewesen, wenn Hessen diesen Hetzer aufge»omii,en hätte. Vielmehr war eS Pflicht der Regierung, denselben schleunigst zu entfernen. Hetzer haben w,r schon genug im Reiche und brauchen nicht»och solche a»S dem Auslande. Wir billigen also das Verhalten unserer Regierung in dieser Angelegenheit v o l l st ä n d i g." DaS ist die ungeschminkte Zentrumstoleranz, die freilich ganz anders beschaffen ist wie die schwarze Toleranz, die jüngst ini Reichstage wieder gemimt worden ist.— Südtvestafrika. Berlin, 15. Februar. Nach Meldung des Generals v. Trotha marschierte Major v. Mühlenfels mit den vereinigten Abteilungen v. E st o r f f und v o n d e r H e y d e am 31. Januar von Epukiro ab und erreichte am 2. Februar nachmittags den Wasser- Platz Traugotts und WilhelmMahareros, 40 Kilometer südöstlich Kalkiontein. Es gelang den Hereros zu entfliehen. Nur Zacharias Zeraua von Otjosasu ergab sich mit 17 Gewehren und 60 Stück Vieh. Eine am 3. Februar 5 Uhr morgens ausgesandte Verfolgungsabteilung stieß nur noch auf Nachzügler. Am 4. Februar 5 Uhr morgens hörte sie Gewehrfeuer, ritt darauf los und gewann Verbindung mit der Abteilung des Leutnants Eymael. Dieser hatte gerade mit der Besatzung von Oas und einem Zug der 3. Kom- pagnie des Regiments II mehrere Herero werften 20 51 ilo meter nördlich Dabis überfallen, darunter auch die vor Mühlenfels geflohene» Leute. Vom Feinde fielen etwa 62 Mann, 27StückVieh und mehrere Pferde wurden erbeutet. Der Feind floh nach Osten. Ob Traugott und Wilhelm Maharero bereits die Grenze überschritten haben, soll festgestellt werden. Major von der Hehde marschierte am 9. Februar von der Wasserstelle 40 Kilometer südöstlich Kalk- fontein nach Okatjeru— Owingi Kanganjera ab. um gemeinschaftlich mit Hauptmann v. Hornhardt fChef der 3, Kompagnie des Regi- ments 2 in Gobabis) auf Körikas vorzugehen, während Major v. Estorff gleichzeitig weiter nördlich die Grenzgegend säubern soll. Die Abteilung Wilhelmi besetzt die Wasserstellen vom Sturmfeld— Omuramba bis Otjimbinde. » Ein Telegramm aus W i n d h u k besagt: Gefallen ist im Patrouillengefecht bei Nunub am 31. Januar 1905 Sergeant Wilhelm Zeller, geb. am 24. April 1877 zu Dresden. Verwundet sind in den bei Groß-Nabas in den Tagen vom 2. bis 4. Januar stattgehabten Gefechten Gefreiter Richard Höpp, geboren am 12. September 1879 zu Solingen, leicht, Reiter Leonhard Führen, geboren am 19. Juni 1880 zu Dannenberg, leicht: im Gefecht bei Gochas am 5. Januar Unteroffizier Friedrich Gräbner, geboren am 29. Oktober 1878 zu St. Johann, schwer, Schutz durch den linken Arm und Rücken.— Helden gegen ein Weib. Der Dresdener Hof und die Dresdener Regierung haben seit der Flucht der einstigen Kronprinzessin außerordentliches getan, um die sächsische Dynastie im Urteil auch desjenigen Teils des sächsischen Volkes zu belasten, der überhaupt dynastische Interessen pflegst Sie sind unübertrefflich beflissen, diefen unfreiwilligen AntiMonarchismus der Tölpelhaftigkeit auch unter dem jetzigen König fortzusetzen, der die alte Regierung bei seiner Thronbesteigung mit übernahm. Diese höfischen Ratgeber und diese Regierungsleute fahren fort, die An- gelegenheit Montignoso nicht zur Ruhe kommen zu lassen und durch unerhörte Maßnahmen immer erneuten Widerwillen gegen die Verfolgungen zu erregen, denen ein wehrloses Weib unter- worfen wird. Selbst diejenigen, welche eine ungünstige Meinung über die Persönlichkeit der früheren Kronprinzessin haben, müssen angesichts der Art, wie nian die Verbannte und vom Anblick ihrer Kinder Verstoßene mißhandelt, stutzig werden. Keine Frau sonst wird so rabiat bedrängt, lvie diese Kronprinzessin, die jetzt Königin wäre, wenn sie in ihrem Liebesleben die Vorficht gewählt hätte, die sonst an Höfen geübt wird. Natürlich hat sich die Sensationspresse der neueren Vorgänge in Florenz bemächtigt,— sicherlich nicht zum Frommen der monarchischen Gesinnungen, die fie fönst zur Schau trägt, die jedoch hinter der Erregung der Sensationslüsternen in Vergessenheit geraten. In dieser Presse werden die mannigkaltigsten und einander wider- sprechenden Mitteilungen über ein angebliches neues Liebesverhältnis, das die Gräfin angeknüpft habe, über den Unwillen des Königs über die dadurch nötig gewordene Abforderung des jüngsten Kindes. da? die Gräfin im Exil geboren, verbreitet. Es mag durchaus dahin gestellt bleiben, ob die Gräfin Montignoso irgend welche Handlungen ausgeführt hat, die an dem seit jeher durch Sittenstrenge in der ganzen Welt berühmten sächsischen Hofe mißfa�en können,— in keinem Falle sind die hartnäckigen Verfolgungen zu billigen, die sich als eine Fortsetzung der durch die Umgebung des Königs bewirkten schroffen Abweisung der den Anblick ihrer Kinder er- sehnenden Mutter darstellt. Es zeigt sich, daß man der Gräfin eine Bonne für das zwei- jährige Töchterchen von Dresden aus aufgenötigt hat, welche die Rolle eines Spitzels besorgt. Und auf Mitteilungen dieses weib- lichen Spitzels, die durch das Verlangen der Rückkehr in den Dresdener Glanz eingegeben erscheinen, lassen fich die höfischen Berater zu dem Versuche drängen, dies einzige Kind, das der Niutter verblieb, ihr entziehen zu wollen. Man hat die Frau in der Gewalt, sie empfängt Geld aus der Kasse deS Königs. Also glauben die sächsischen Helden, dieser Frau jedes Zugeständnis entreißen zu können. Es wird, wie eS scheint durchaus zuverlässig, mitgeteilt, daß es sich bei der jetzigen Mission des Justizrates Dr. Körner nach Florenz nicht allein um die Entziehung des Kindes handelt, sondern um eine Reihe anderer Forderungen, die in einem neuen Vertrag niedergelegt sind. Vor allem will man durchsetzen, daß die Frau für alle Zukunft auf das ihr unbestreitbare Recht, Sachsen zu betreten, Verzicht leistet; sie soll für den Fall eines Rückkehrversuches eine hohe Konventionalstrafe zahlen. Ferner soll sie überhaupt aus die sächsische Staatsangehörigkeit verzichten, so daß sie nötigenfalls mit Gewalt zum Verlassen des ehrenlverten Landes Sachsen ge- zwungen werden kann. Auch soll sie sich ehrenwörtlich verpflichten, jeden Versuch mündlichen oder fchriftlichen Verkehrs mit dem König zu unterlassen. Um diesen neuen Vertrag zu erreichen, drohen die höfischen TorquemadaS mit Entziehung der Existenzmittel und durch die Ablehnung jeder Verhandlung über ein Wiedersehen der Mutter mit ihren Kindern. Das wäre die ungeheuerlichste Folter deS Mutter- g e f ü h l s. Sind jene Meldungen richtig— und nach den ftüheren Geschehnissen erscheinen sie nur allzu wahrscheinlich—, so gebietet das einfachste Gerechtigkeitsgefühl, gegen diese Hetze eines Weibes zu protestieren, das, wenn es Fehler beging, sicherlich in der einstigen Residenz August des Starken nicht die schwerste Schuld auf sich lud. » Dresden, 15. Februar. Wie der„Dresdner Anzeiger" von offizieller Seite erfährt, beruht die heute früh verbreitete Nachricht aus Florenz, daß sich die Gräfin Montignoso zur Herausgabe der Prinzessin Anna Monica Pia bereit erklärt habe, aus Unwahr- heit, ebenfo wird die Nachricht, daß die Auslieferung schon ge- schehen fei. dementiert. Von einem derartigen Schritt der Gräfin Montignoso ist amtlich überhaupt noch nichts bekannt. Dem„L.-A." geht die Nachricht zu. daß die Gräfin Montignoso eS zunächst vorgezogen hat, ihr jüngstes Kind zu behalten und dafür die Spitzelbonne aus dem Haufe zu befördern. Justizrat Körner fand das Haus verschlossen und dürfte statt der kostbaren Kindes- beute die Bonne in seinem Wagen entführen. Bettstudien. Vor einiger Zeit ist in England ein von uns kurz erwähnt«?, kulturhistorisch nicht uninteressantes Buch über den Berliner Hof ee« schienen. Die Dame, die dieses Buch aus ihrer langjährigen Er- fahruna geschrieben, vertiefte sich sehr gründlich in die intimsten und privatesten Angelegenheiten, die auch dann respektiert werden sollten, wenn sie sich an Kaiserhöfen abspielen. Man hat der Verräterin von Hofgeschichten schwere Vorwürfe darüber gemacht, daß sie solchen Klatsch verbreitet habe. Ueberhaupt ist, wie man weiß, unsere bürgerliche Presse außerordentlich zart besaitet und verschmäht jeden Eingriff in private Verhältnisse. Gar von regierenden Fürsten weiß sie nur kostümierte Wunder und Herrlichkeiten zu berichten, fie leugnet, wie jene Engländerin, daß Fürsten überhaupt Beine haben, geschweige nackte Beine. Wie es aber in Wahrheit mit dieser Scheu vor der Berührung von Privatverhältnissen bestellt ist, das beweist jetzt in ekelerregender Weise der Fall der ehemaligen Kronprinzessin von Sachsen. Familienblätter, die stolz auf ihre Stubenreinheit sind, wie der Scherlsche„Lokal-Anzeiger", behandeln diese Frau, die den Mut ge- habt hat, eine Königskrone zu verschmähen, wie irgend eine Heldin aus einem Mordprozetz des Scheunenviertels. Mit der täppischen Zudringlichkeit von Lakaienseelen wird breit auf offenem Markt über das Privatleben der Dame verhandelt, das doch wahrlich ihre aus- schließliche Angelegenheit, die tun und lassen kann, was fie will, und die ebenso wenig jemandem Rechenschaft schuldig ist über ihre Neigungen, wie etwa ein geschiedener Fürst fortan verpflichtet ist, der Frau, von der er sich getrennt, die Treue zu wahren. Es soll ja sogar vorkommen, daß höchst verheiratete Fürst- lichkciten sultanische Sitten pflegen, und wer gar die Geschichte des sächsischen Königshauses einigermaßen kennt, weiß, daß die Taten der Herrscher vielfach sich lediglich im Harem abgespielt haben. Aber die Gräfin Montignoso ist, da sie mit einem leibhaftigen König den Kampf aufgenominen hat, für die bürgerliche Presse Vogel- frei. Man berichtet in diesen keuschen Familienblättern über alle Einzelheiten ihrer„Affären", mit einer Gründlichkeit, die einem Lehr- buch der gerichtliche» Medizin Ehre machen würde. In diesen Blättern, die jedem Kind in die Hand gegeben werden, liebt man Betrachtungen über Kopfkissen mit zwiefachen Eindrücken und der- gleichen sinnige und saubere Untersuchungen mehr. Allen voran zeichnet sich der„Lokal-Anzeiger" des Herrn Scherl aus. Wenn der Minister v. H a nr m e r st e i n nicht in Berlin wäre und sich gegenwärtig im Abgeordnetenhause mit der Beseitigung der Prostitution durch Religion und Polizei beschäftigte, so würde man glauben, Herr Scherl habe ihn als seinen Spezialberichterstatter nach Florenz geschickt, als die bedeutendste Autorität auf dem Gebiete von Bettstudren, in denen er sich ja im Falle der russischen Studentin Janiua Berson so vortrefflich bewährt hat. Da aber eben Herr v. Hammerstein in Berlin weilt, muß er wohl im Betriebe des August Scherl einen Konkurrenten haben. Im elendesten schwülstigen Stil eines Hintertreppen-Romans beschäftigt sich dieser Hammer- steinsche Konkurrent des„Lokal- Anzeigers" mit den Privat- Verhältnissen der Gräfin, die, wie das Familienblatt singt,„die Schuld ihres heißen Blutes in den Rosendornhecken des Gartens" büßst Uebrigens schwankt die prinzipienfeste Redaktion noch zwischen Morgen- und Abendblatt, ob sie für oder gegen die Gräfin öffentliche Meinung machen soll. Es vermehrt die Widerwärtigkeit dieser Scherischen Bettstudien, daß sie der ehemaligen Kronprinzessin von Sachsen selbst in den Mund gelegt werden. Da habe die Gräfin dem Bettholzbock des „Lokal-Anzeigers" beteuert:„Ich soll vor meinem Gaste(gemeint ist der italienische Graft in tief ausgeschnittener Toilette mit auf- gelöstem Haar erschienen sein." Justizrat Körner(der Vertreter des sächsischen Königs) verlangte eine genaue Beschreibung des Kleides. Die Gräfin versichert, das Kleid sei nicht tiefer ausgeschnitten ge- Wesen, als es auf Hofbällen üblich ist, und diese sensationelle In- formation wird nach Berlin telegraphiert. Dann wird das Kammerzosengefchwätz ausführlich wiedergegeben, wie ein Fräulein Muth am soundsovielten Januar bemerkt haben wollte, daß der verdächtige Graf das Haus der Kronprinzessin abends nichts verlassen habe. Kammerzofen seien vor ihrem Schlafzimmer aufgestellt und auf den Hintertreppen passiert worden. Man habe das Knistern seidener Gewänder gehört, man habe Lachen und Flüstern aus dem Zimmer vernommen, man habe den Freund der Gräfin aus dem Zimmer herauskommen hören usw. Der Spezialberichterstatter des„Lokal-Anzeigers" führt noch lveitcre Einzelheiten an, untersucht mit ivissenschaftlichem Eiser alle Widersprüche und gibt die angebliche Feststellung der Gräfin wieder, daß man durch eine künstlich erweiterte Türspalte das Schlaf- zimmer auch am hellen Tage nicht sehen könne. Nachdem der Spezialberichterstatter dergestalt der sittlichen Wiß- begicr der hochanständigen Leser seines Blattes Rechnung getragen, telegraphiert er mit blutendem Herzen weitere Aeußerungen der Gräfin:„Meine Widerstandskrast ist zu Ende, ich fühle mich wie ein tot gehetztes Wild, ich bitte Sie. gehen Sie sofort und sagen Sie dem Herrn Justizrat Körner und dem kaiserlichen Konsul, sie sollen das Kind holen, jetzt gleich in einer halben Stunde." Großmütig fügt der Scherlsche Berichterstatter hinzu:„Ich sah ein paar große schmerzersüllte Magdalenenaugen, aus denen mühsam ver- haltene Tränen brachen, und verabschiedete mich von der unglücklichen Frau und Mutter." So erzieht Herr Scherl in Hammersteinschem Sinne das Volk seiner Leser. Seine 200 000 Abonnenten werden nun in den nächsten Tagen eifrig darüber diskutieren dürfen, wie weit es denn in den, Verkehr der Gräfin mit dem aristokratischen Italiener gekommen, ob nur eine Kleinigkeit vorgekommen sei oder mehr und ob man die Möglichkeit habe, in das Schlafzimmer der Gräfin durch eine künstlich erweiterte Türspalte zu sehen. Vielleicht setzt Herr August Scherl einen Preis von einigen tausend Mark aus für denjenigen, der die zutreffendste Lösung des bangen Rätsels gibt. Die Magda- lenenaugen werden überdies in der„Woche" schmerzerfüllt zu sehen sein. Hätte die Gräfin Montignoso nur ein paar Monate weiter das Joch der Lüge getragen und öffentlichen Skandal vermieden, so wäre sie heute Königin und derselbe„Lokal-Anzeiger" hätte dann ebenfo brünstig über ihre hehren Tugenden und landesmütterliche Voll- komnrenheit spezialberichterstattet, wie jetzt über die Eindrücke ihrer Bettkissen.— Amerika. Die dritte Teemacht. Die Zeitungen preisen den Bürgern die gegenwärtigen Verhältnisse zur See unter den großen Nationen als sehr günstig für die Vereinigten Staaten an,— ein kleiner Trost für die großen, stetig wachsenden Kosten für die Marine. Sind die im Bau befindlichen Schiffe fertig, so würden die Amerikaner als dritte Seemacht der Welt nach England und Frankreich folgen. Die amerikanische Flotte zählt dann 265 Schiffe, fertig für den Kriegs- dienst. Nach den Vereinigten Staaten kommen Deutschland, Italien, Japan, Rußland und Oesterreich an die Reihe. Seit dem Jahre 1883 erst haben die Amerikaner ihrer Kriegsflotte größere Aufmerk- samkeit geschenkt, und in den 22 Jahren haben sie, nach der New ?)orker„Sun", beinahe tausend Millionen Dollar, genau 925 028 014, dafür weggeworfen. Die„Sun" meint freilich, dies Kapital sei sehr gut angelegt, indem dadurch Sicherheit und Ansehen der Vereinigten Staaten gestiegen seien; die Monroe-Doktrin verlange ein starkes Amerika zur See den europäischen Mächten gegenüber.— Der Krieg in Ostasien. Das dritte Geschwader. Libau. 15. Februar. Heute mittag zwölf Uhr ist das dritte Geschwader in See gegangen.(Wird es bis— Madagaskar ge- langen?) Russische Kavallcrie-Operationcn. Tokio, 15. Februar.(Meldung des„Reuterschen Bureaus".)� Die Russen haben die Kavallerie-Operationen wieder aufgenommen. Es wird gemeldet, daß gestern abend neuntausend Reiter mit Ge- fyagen esta breißig Meilen westlich von Liaojang tvaren. 3ived 1, Märchen" in die Welt zu feßen, denn beweifen fann ert Sinne noch nicht gebildet genannt werden kann; auch nicht ber, bec der Bewegungen scheint die Imgehung des japanischen linken Flügels sie nicht. Wir konstatieren, daß bisher uns und allen Organi in einem besonderen Berufe gründlich ausgebildet ist; sondern der au sein. fationsleitern von Massenaustritten nichts gemeldet wurde, ist gebildet zu nennen, der sich auf den verschiedenen Gebieten der Tokio, 15. Februar.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) wohl aber wissen wir, daß mit wenig Ausnahmen in Wissenschaft Kenntnisse erworben hat, die es ihm ermöglichen, vorDie gemeldete umfassende Bewegung der russischen Kavallerie begann allen Bezirken der Verband starten Zuwachs urteilsfrei zu denken und zu handeln. Kenntnisse in der Wissenschaft westlich von Tschitaitsu. Eine Kavallerie- Abteilung rückte nach erzielte und, wenn auch die üblichen Zugvögel, wie nach jedem ist der Schlüssel zur Bildung, und Bildung macht frei". Wenn es Baohunschi vor, gleichzeitig näherte sich eine andere Abteilung Tacha, Streit, wieder davon ziehen, doch noch enormen Mitglieder den Frauen auch nicht gestattet ist, in den Vereinen sich mit Politik das dreizehn Meilen südwestlich von Liaojang gelegen ist. Später zuwachs hat. Wenn nur nicht die Ueberkritiker fortfahren, den zu befassen, so steht ihnen doch ein weites Feld offen, aus dem sie rückte die gesamte Streitmacht mit Artillerie eine Meile unterhalb Bergleuten die gewerkschaftliche Organisation zu verekeln, indem Belehrung und Bildung schöpfen können. Die darauf folgende Dis. Lacha an den Fluß heran und versuchte um sechs Uhr abends diesen tv ahrheitswidrig von einer traurigen Niederlage" gefabelt fuffion war eine sehr rege, an der sich die Mitglieder sowie einige zu überschreiten. Die Errichtung von Verteidigungswerken bei wird. Derselbe Artikelschreiber, der schon vor acht Tagen von einem Gäste lebhaft beteiligten. Heitoutai schreitet fort. Die Russen beschießen noch das Zentrum unschätzbaren, in feiner Tragweite unabseh Dann wurde beschlossen, die Versammlungen am dritten Montag von Marschall Oyamas Stellung. baren, gar nicht mehr zu leugnenden Erfolg jeden Monats stattfinden zu lassen. des Generalstreits schrieb, schreibt jezt zur Abwechselung von einer nicht zu vertuschenden Niederlage". Soll dadurch etwa die Stimmung der Masse für die Gewerkschaft verbessert werden? Das Verhalten der Siebener- Kommission. Soziales. Wer die Aussichten des Streits bei seinem Beginn berechnete und tiefere Senntnis der sich messenden Kräfte besaß, der muß Keine Schutzvorschriften für Petroleumarbeiter. befriedigt sein von dem glücklichen Kampfesverlauf, der sehr leicht Der Handelsminister teilt in einem Rundschreiben an die Die beiden Vertreter des Bergarbeiter- Verbandes in der die Mühlen der Staatsstreichler und Scharfmacher in rafcheste Regierungspräsidenten mit, daß vom Erlaß besonderer reichsrechtSiebener- Kommission der streikenden Ruhrbergleute, unsere Genossen Bewegung fegen konnte. Schon daß diefe Massendemonstration licher Schutzvorschriften für Petroleumarbeiter abgesehen worden sei. Sachse und Hansmann, schreiben uns: In einigen Parteiblättern werden Artikel ihres Ruhrgebiets- fo großartig verlief, wie fie verlaufen ist, sichert unserem Streit Die Untersuchungen hätten ergeben, daß von den 1380 in Betracht Korrespondenten über den Ausgang des Generalstreits veröffentlicht, weitreichenden Erfolg. Die Siebener- Stommiffion hat so gehandelt, fommenden Arbeitern im Laufe mehrerer Jahre nur 34 an HautKorrespondenten über den Ausgang des Generalstreits veröffentlicht, wie sie nach Erwägung aller Möglichkeiten handeln mußte; wir frankheiten( Akne) und 9 an Petroleumvergiftung erkrankt wären. die geeignet sind, nicht nur uns persönlich in den Augen der Partei haben unsere Pflicht getan, und die uns vor wenig Tagen noch Dagegen sollen die Gewerbe- Aufsichtsbeamten den betreffenden Angenossen herabzusehen, sondern die auch der Sache der Bergleute wenig dienlich sind. Wer nicht mit den Verhältnissen hier vertraut bekämpften, find schon jetzt dazu übergegangen, in Massenverfamm- lagen ihre Aufmerksamkeit zuwenden und die vom kaiserlichen ist, muß durch jene Artikel zu der Ansicht kommen, der Generalstreitungen uns Bertrauen auszusprechen. Die Bergleute werden lernen Gesundheitsamte empfohlenen Schutzmaßregeln berücksichtigen. sei in totaler Verwirrung zu Ende gegangen und zwar durch die und auch noch den vollen Sieg erlangen. H. Sachse, Bochum. H. Hansmann, Eichlinghofen. Die Hoffnung der Bergarbeiter. Schuld der Siebener- Kommission. Nebenbei bemerkt der Artikelschreiber auch( in der Magdeburger Volksstimme" Nr. 38), wir beide hätten uns unter ultramontanem Einfluß... ber führen lassen, der Stimmung der Masse" nicht die geringste Das preußische Herrenhaus geht in Ferien. Vor Mitte März Rechnung zu tragen". Wer so schwere Verdächtigungen gegen wird es nicht wieder zusammentreten; der Bräfident hat zwar geBarteigenossen veröffentlicht, muß dafür Beweise bringen. # Zur Aufklärung der Parteigenossen diene vorläufig folgendes: Der betreffende Artikelschreiber hat während des ganzen Streite mit der Siebener- Kommission teine Beziehungen unterhalten, kann also gar nicht wissen, was vorgegangen ist. Auch an uns beide persönlich ist der Artikelschreiber nicht herangetreten, um sich In formationen zu holen. Trotzdem bedient er die Parteiblätter, als ob er von allem aufs beste unterrichtet sei. hört", daß einige Berggeseze" kommen sollen, aber um solchen Quart wird das preußische Herrenhaus seine Ferien nicht fürzen. „ Einige Berggefeße", du lieber Gott, die laufen nicht davon. Ueber dies will ja auch die Regierung nicht gedrängt sein, wie jüngst Herr Möller im Abgeordnetenhause erklärte. Es wird ein Schauspiel werden, diese Behandlung des Bergarbeiter- Schutzes im preußischen Landtage. Wir erklären ausdrücklich, daß in der Siebener- Kommission Nicht eher werden die Arbeiter zu ihrem Rechte kommen, bis sie feinerlei parteipolitische Erwägungen gepflogen worden find. Alle Mitglieder urteilten vom Standpunkte des Berufsgenossen und es diese hochmütige Sippschaft aus dem Tempel gejagt haben. Herunter sind niemals Differenzen über prinzipielle oder taktische Fragen ent- von Euren angemaßten Herrenfißen, fort mit dem Klassenparlament, standen. Wir alle waren bestrebt, für die Arbeiterfache das fort mit der ganzen Klassenherrschaft, so werden wir den BergMöglichfte herauszuschlagen, darum fonnten feine Differenzen auf- arbeitern und der ganzen Arbeiterklasse in die Ohren schreien, jest tommen und brauchten wir auch nicht unter ultramontanem Ein- und alle Tage; und die Arbeiter werden es hören und werden fluß" zu handeln. Man sollte meinen, der Artikelschreiber müßte es lernen, von ihrer Macht den richtigen Gebrauch zu machen. Dann als seine Pflicht ansehen, um nach dem Kampfe das erneute aus wird den Herren der freche Hochmut vergehen, den sie jetzt in so brechen der verderblichen Uneinigkeit im Bergarbeiterlager mit zu aufreizender Weise hervorkehren. Die Auskehr der Junkerjippe berhindern. Durch seine Artikel aber erfüllt er diese Pflicht nicht. Aber nur Wir wiffen, daß unsere gewerkschaftliche Taftil in diesem großen wird ein Freudenfest für die deutschen Arbeiter werden. Kampf die Zustimmung der Generalfommission der Gewerkschaften selbst tönnen es die Arbeiter sich bereiten. und der maßgebenden Faktoren in unserer Partei gefunden hat. Den Gastwirten und Händlern kann durch Polizeiverordnung verboten werden, an Personen unter 16 Jahren Schnaps zu verkaufen. Das Kammergericht hat anläßlich des Straf verfahrens gegen einen Schnapshändler aus Oberschlesien eine der artige Polizeiberordnung für gültig erklärt und ausgeführt, daß sie ihre rechtliche Stüße im§ 6 des Polizeiverwaltungs- Gesezes finde. Der Angeklagte wurde wegen Verkaufs von Schnaps an einen 15jährigen Lehrling zu einer Geldstrafe verurteilt, indem es ihm als Fahrlässigkeit angerechnet wurde, daß er dem jungen Menschen bei feinem sehr jugendlichen Aussehen geglaubt hatte, daß er schon 16 Jahre alt fei. Gegen den niederländischen Gefeßentwurf über den Arbeitskontrakt wird auch, nachdem der Entwurf seit seinem ersten Erscheinen in einigen Teilen verbessert worden ist, von der organisierten Arbeiter Am Sonntag hatte das Agitationskomitee, fchaft lebhaft agitiert. das gebildet worden ist, um sich mit diesem Entwurf wie auch mit dem Entwurf zum Arbeitsgesetz zu befassen, eine allgemeine Verfammlung von Vertretern der Arbeiterorganisationen nach dem Volkshause in Utrecht einberufen. Hier wurde mit 31 694 vertretenen Stimmen bei 3173 Stimmenthaltungen eine vom Agitationskomitee vorgeschlagene Resolution angenommen, in der ausgesprochen wird, daß der neue Entwurf zwar einige Verbesserungen enthalte, daß aber diese Verbesserungen den vom Komitee geäußerten Beschwerden gegenüber ganz geringfügig feien. Wenn der Entwurf in seiner jetzigen Form Gesetz werde, so würde die Gewerkschaftsbewegung und damit auch die Arbeiterschaft Niederlands geschädigt, und darum müsse auch dieser revidierte Entwurf verworfen werden. Gegen den Alkohol. Disziplinarstrafe für Unterstützung der Bergleute. Die Siebener- Kommission hat wiederholt mit den Ver In der Budgetfommission des Dreiklassenhauses haben sich die trauensleuten aus dem ganzen Revier fonferiert und ihre Ratschläge eingeholt. Gerade acht Tage vor dem Abbruch des Herren Scharfmacher den Kurator der Universität Bonn, Herrn mit dem Abbruch des Streits in nächster Woche rechnen, da streikenden Bergleute. Sie äußerten" Bedenken", ob sich die Sym- beitern während der Arbeitszeit unentgeltlich Kaffee verabreichen und Der Magistrat in Hildesheim wollte den städtischen ArStreifs ist den Bezirksvertrauensleuten gesagt worden, wir müßten b. tottenburg. vorgeknöpft wegen seines Sammelaufrufes für die nicht entfernt genügend Geldmittel einliefen und schon zahlreiche pathie für die Streikenden mit den Pflichten eines Staatsbeamten hatte 400 M. für die erste Einrichtung und 1000 M. für Staffee in Unterstützungsgesuche erfüllt werden mußten, um die Belegschaften vertrage. Das wäre an jich nichts Besonderes, da es ganz den neuen Haushaltsplan eingestellt. Oberbürgermeister Dr. Strudzit halten. Trotzdem wurden noch Extrabeschlüsse der Natur der Scharfmacher und der sogenannten preußischen in einigen mann trat lebhaft für die Neuerung ein; die Stadt müsse den Orten gefaßt, dahingehend, nicht eher anzufahren, bis a Iles Boltsvertretung entspricht. Indessen erklärte dazu Minister Stubt, Gewerbetreibenden mit gutem Beispiel vorangehen. Das Bürgerbewilligt sei. An solchen Orten, wo auf den Abbruch in feiner daß die Erwägungen noch nicht abgeschlossen, ob dem Herrn vorsteherkollegium aber verhielt sich ablehnend; ein Redner Weise zugeschnitten wurde( die Resolution der Siebener- Kommission, v. Rottenburg wegen des Aufrufs disziplinare Vorhaltungen die auf ein Nachgeben vorbereitete, wurde dort unterdrückt), entstand zu machen seien. Abgesehen davon, daß der Vorgang für die meinte, was für Fabriken passe, passe noch längst nicht für die das Kochen des Kaffees und das Umbertragen besorge, und das dann auch bei der Broklamierung des Streifabbruches heftige Opposition. Stellung der preußischen Universitätslehrer kennzeichnend ist, wirft städtischen Arbeiter. Es würde jemand angestellt werden müffen, der er ein neues Licht auf die Stellung der preußischen Regierung zu fomme zu teuer. Wenn wir es nur mit einigen hundert oder tausend Streifenden zu Mögen die Arbeiter lieber Schnaps saufen. tun hatten, konnte die Zentralleitung überall direkt vorbeugend dem Streit der Bergleute und läßt die Erwartung der Bergleute wirken und auch eine Gesamtabstimmung der Streifenden erst herbei- auf die Aktionen der Regierung zu ihren Gunsten sehr tief finken. führen. Zum Beispiel bei dem Streit in Neurode in Schlesien, der Wenn sie es schon als Disziplinar vergehen ansieht, daß ein wiffenlig ubrudt gibt, wie fann fie bann verlangen, daß man von ihr Letzte Nachrichten und Depeschen. schaftlicher Beamter Ausgebeuteten öffentDa lich Ausdrud Maßregeln zugunsten der Arbeiter erwartet. Unterstützung der Bergarbeiter. nun über zehn Wochen dauert, find von Verbandsseite schon viele Gesamtabstimmungen der Streifenden vorgenommen worden. handelt sich es aber nur um zirka 1400 Beteiligte. Hier aber im Ruhrrevier waren es 200 000 Streitende, verteilt auf mehr als 250 Orte. Darin lag die Hauptschwierigkeit Der Antrag der sozialdemokratischen Mitglieder des Stadtder Verständigung, abgesehen von den unaufhörlichen Eigenbrödeleien in einigen Bezirken. Unsere Organisation war noch nicht ausreichend verordneten- Kollegiums in Mainz, den Bergarbeitern 5000 M. zu in einigen Bezirken. Unſere Organisation war noch nicht ausreichend bewilligen, ist vom Finanzausschuß in Uebereinstimmung mit der zur straffsten Durchführung eines solchen Riesenkampfes, darum auch unser Bremsen vor dem Streit. Wer die Dinge von außen ansieht, Bürgermeisterei einstimmig zur Annahme empfohlen worden, so daß die Bewilligung sehr wahrscheinlich ist. sich nicht die Mühe gibt, das ganze Getriebe eingehend kennen zu lernen, der nur kommt zu Angriffen, wie sie der Artikelschreiber gegen uns unternimmt. Nur ein so oberflächlich oder voreingenommen Urteilender tvar nach 5000 M. Mainz, 15. Februar.( B. H.) Die heutige StadtverordnetenVersammlung genehmigte einstimmig für die notleidenden Berg arbeiter im Ruhrrevier unter Ablehnung eines Demonstrationszusatzes In München beantragte der sozialdemokratische Magistratsrat Schmidt die Bewilligung von 15 000 M. für die Bergarbeiter. Freifinnige Freunde der Berglente. Südwestafrika. Berlin, 15. Februar.( W. T. B.) Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Reiter Hans Tradowiat, geboren am 24. Mai 1882 zu Lütaszewo, früher im Feldartillerie- Regiment Nr. 39, ist am 10. Februar im Lazarett Eputiro an Typhus gestorben. Hamburg, 15. Februar.( W. T. B.) Auf dem Postdampfer Eduard Wörmann" erfolgte heute die Einschiffung eines neuen für Deutsch- Südwestafrila bestimmten Truppentransports von 800 Mann und 200 Pferden. Die offizielle 41 Offizieren, Verabschiedung der Truppen durch den Kommandierenden General v. Bock und Bolach erfolgte um 4 Uhr nachmittags, die Abfahrt des Dampfers soll um 10 Uhr abends stattfinden. fann auch schreiben, der Abbruch des Streits habe eine„ heillose Verwirrung" angerichtet, das Ende sei ein trauriges gewesen. Allerdings in nächster Nähe des Artikelschreibers vollzog sich der Rückzug wenig imponierend, die Ursache dieser Undisziplin wird noch geBremen, 15. Februar.( W. T. B.) Der Antrag des Senats nügend bekannt werden. Es war ein bestimmter Landstrich, wo Unsere Parteigenossen im Stadtverordneten- Kollegium in Halle betreffend Aufnahme einer 31/ prozentigen Anleihe im Betrage von völlige Undisziplin herrschte. Aber auch nur wenige Tage. Schon am Sonnabend, zwei Tage nach der Essener hatten beantragt, für die durch den Streit in Not geratenen Berg- 30 Millionen Mark wurde in der heutigen Bürgerschaftsfizung ohne arbeiter 1000 Mart zu bewilligen. Der Oberbürgermeister erklärte Debatte genehmigt. Stonferenz, den vorliegenden Meldungen in bei der Verhandlung des Antrages, es handele sich um eine politische Köln, 15. Februar. Nach einer Meldung hiesiger Blätter aus Hauptbezirken die Parole der Revierkonferenz anerkannt; und nicht um eine kommunale Angelegenheit, man dürfe deshalb Düsseldorf wurde in einer heute nachmittag dort abgehaltenen in Orten, wo noch am Donnerstag die Siebener- Kommission ver- nichts bewilligen. Dagegen sei die Bewilligung von 70 000 Mart Sigung das Gasröhren- Syndikat bis auf weiteres unter Aufrechtdächtigt worden war, stellte man ihr am Sonnabend Ber- zum Kaiserbesuch und von 6000 Mart zum Hochzeitsgeschenk für erhaltung der bisherigen Bestimmungen verlängert. trauensvoten aus. 3 wei Tage nach der offiziellen den Kronprinzen eine kommunale Angelegenheit gewesen. Mit Streitaufhebung war ihr fast überall Folge ge- Hülfe der Freifinnigen wurde darauf der sozialdemokratische Antrag Teistet! Dennoch wurde noch unterm 11. d. Mts. an die aus- abgelehnt. wärtige Parteipresse depeschiert: Die Verwirrung wird immer größer!" Nimmt man so die Interessen der Arbeiter wahr? Aus der Frauenbewegung. Schwangerschaft verboten. Ohne heftigen Widerspruch eines Teiles der Streifenden wird niemals ein Streit aufgehoben, selbst nicht bei der besten Organisation. Betrachtet man nun die Masse der Streifenden, ihre Verbreitung über ein so großes Gebiet, die noch sehr mangelhafte Bei dem Dienstbotenhändler Otto Werner in Berlin, am gewerkschaftliche Schulung der großen Mehrheit, dann muß die Ein- Schlesischen Bahnhof, müssen landwirtschaftliche Dienstboten, wenn fehr völliger Ruhe schon am dritten Arbeitstage fie Stellung erhalten wollen, die schriftliche Versicherung abgeben, nach der Streitbeendigung als ein sehr erfreuliches Er- daß sie nicht schwanger find. Ein solcher Schein liegt uns vor. eignis bezeichnet werden, das uns zu den besten Zukunfshoffnungen Es scheint demnach, daß die Landwirtschaft auf eine fünstliche berechtigt. Hatten doch selbst gefälschte Depeschen und Methode der Bevölkerungsvermehrung rechnet, da sich das Verbot Flugblätter", die angeblich namens der Siebener Kom- der Schwangerschaft sonst mit den Klagen über Leutenot nicht gut mission" ergingen, reichlich mitgeholfen, die Opposition zu schüren. vertrüge. Ein Gang zu uns, und der Artikelschreiber hätte erfahren, daß die " Budapest, 15. Februar.( W. T. B.) Die früheren Ministerpräsidenten v. Szell und Weferle sind vom Kaiser Franz Joseph nach Wien berufen worden und werden morgen von ihm in Audienz empfangen werden. London, 15. Februar.( W. T. B.) Unterhaus. Das Haus sette die Adreßdebatte fort. Asquith( liberal) bringt ein Amende ment zur Adresse ein, welches verlangt, daß die Fiskalfrage ohne Verzug der Entscheidung des Landes unterbreitet werde. Er fragte, ob der Bemierminister Balfour im Prinzip mit den Vorschlägen Chamberlains einverstanden sei und verlange, genaueres über die geplante Solonialfonferenz zu erfahren. Die unerträgliche Verwirrung, schloß Asquith, welche gegenwärtig herrsche, könne nur durch schleunige direkte Anrufung des Landes aus der Welt geschafft werden.( Beifall bei den Liberalen.) Schatzkanzler Austen Chamberlain berweist in Erwiderung auf Asquiths Ausführungen auf die früher Siebener- Kommission nicht verwirrt" war und auch keine wider- Der Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse feiert von der Regierung über die Fiskalfrage abgegebenen Erklärungen. sprechenden Anordnungen ergehen ließ, sondern die betreffenden De- Sonntag, den 19. Februar, in den Arminhallen, Kommandanten- Er betonte die Wichtigkeit einer innigen Verbindung mit den Kolopeschen und Flugblätter Machwerke von Fälschern und unverstraße 20, sein sechstes Stiftungsfest. Aus dem Programm heben nien. Weder den britischen Vertretern auf der Kolonialfonferenz, antwortlichen Schreiern sind. Auch das angebliche wir hervor: Festrede: Dr. Georg Gradnauer, Gesang: Frau Hertha noch den Vertretern der Kolonien sollten die Hände gebunden werden. Telephongespräch unseres Genossen Graf, das in Nr. 37 der Dort- Geipelt, Rezitation: Dr. Emil Geyer. Eröffnung 5 Uhr. Gäste Es sollten auf derselben aber alle Gegenstände von gemeinschaftlichem munder Arbeiter- Zeitung" angeführt ist und zwischen Graf im Auf- willkommen. Billetts a 30 Pf. find zu haben bei Frau Kulide, Interesse in der Abficht erörtert werden, ein Ergebnis zu erzielen, trage des Verbandsvorstandes mit Genossen Dsitamp, der Effener Prinzenstr. 102; Frau Franke, Gozkowskyftr. 13; Frau Kühnemann, welches das beste für die fünftige Ginigung des Reiches verspreche. Geschäftsstelle der Arbeiter- Beitung", am Freitag geführt sein soll, Willdenowstr. 12; Frau Steinkopf, Schwedterstr. 34; Frau Mlogich, Der Opposition warf der Redner vor, daß sie nur eine negative Politik habe. Die Adreßdebatte dürfte sich nicht noch einige Tage ist unrichtig.- Den Gang nach uns unternahm der Artikel- Koppenſtr. 81; Frau Fidert, Brizerstr. 23. Hinziehen. schreiber nicht, sondern berichtete eilends an die Parteipresse, als Adlershof. Montag, den 13. Februar, hielt der Verein für habe die Siebener- Kommission die Besinnung verloren. Auch dadurch Frauen und Mädchen zu Adlershof seine Generalversammlung ab. ist dem Ansehen der Bergarbeiter- Bewegung Schaden zugefügt Lens, 15. Februar.( W. T. B.) Auf einer Grube in Liévin worden, die bürgerliche Presse verbreitet mun die Tataren- Frau Jeeze hielt einen Vortrag über:„ Das fleine Gehirn der Frau", welcher mit großem Interesse verfolgt wurde. In der Diskussion Nachrichten. So ist nach außen hin noch mehr Irrtum durch den Artikel- wurde die„ Gleichheit" sehr empfohlen und daraufhin von vielen herrscht eine gewisse Erregung, die Arbeiter weigern sich, lleberschreiber verbreitet worden, indem er behauptet( Leipziger Bolts- ulbrecht ihren Bosten als Vorsitzende, ebenso Frau Neumann als lung führte Evrard, der Generalsekretär des Bergarbeiterschreiber verbreitet worden, indem er behauptet(„ Leipziger Volks- Mitgliedern bestellt. Bei der Wahl des Vorstandes behielt Frau stunden zu machen. Auf einer gestern abend abgehaltenen Bergarbeiter- Versammzeitung" Nr. 35), Sachse habe Mitglieder seiner Organi Kassiererin, als Schriftführerin wurde Frau Schindhelm neu gewählt. Syndifats des Pas de Calais, aus, die belgischen und deutschen fation verhaften lassen. Das ist unwahr. Ferner meldet ihren französischen Kameraden der Artikelschreiber, die Einigkeit der Arbeiter, ja der Lichtenberg. Der Bildungsverein für Frauen und Mädchen Bergarbeiter verlangten bon eigenen Verbandsmitglieder" fei uns durch gesprengi", Lichtenbergs hielt seine erste Versammlung am 13. Februar ab. Den nicht, daß sie in den Ausstand treten sollten, sie wünschten mur, daß ,, tausende(!) Verbandsmitglieder" hätten ihr Verbandsbuch Vortrag hielt Frl. Rosenfeld. Die Referentin führte unter anderem die französischen Arbeiter nicht die Hand zu einer Ueberproduktion Die Arbeiter erklärten sich mit diesen Ausführungen einzerrissen". Will uns der Artikelschreiber nicht diese„ tausende zer- aus, daß jemand, der forreft deutsch spricht, vielleicht auch noch eine böten. riffenen Verbandsbücher" zeigen? Er sollte sich doch hüten, solche fremde Sprache spricht und über gute Manieren verfügt, im modernen verstanden. Berantw. Redakt: Paul Büttner, Berlin. Inserate verantw.( mit Ausnahme der Neue Welt"-Beilage): Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Verlagsanft. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 2 Beilagenu.Unterhaltungsbl " " Der belgische Streit. Nr. 40. 22. Jahrgang. geben. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donerstag, 16. Februar 1905. Abgeordnetenbaus. 140. Sigung vom Mittwoch, den 15. Februar, bormittags 11 Uhr. Die Unfälle im Berliner Verkehr sind Berliner Verkehr sind vielfach auf die lungen ist, und auch uns wird dies mißlingen. Wir müssen aber Nachlässigkeit des Publikums zurückzuführen, namentlich kann man mit Eifer daran arbeiten, die Unzucht einzuschränken, und wir können häufig beobachten, wie trotz der Warnungen der Straßenbahn- ihr entgegenwirken durch Religion, Erziehung und Maßnahmen der Schaffner die Fahrgäste während der Fahrt absteigen. Wenn darauf Polizei. Die Unzucht ist nur unter Strafe gestellt, so weit sie hingewiesen ist, daß der Verkehr auf dem Potsdamer Play und gegen das Gesetz verstößt, und es wird nötig sein, fie in größerem Am Ministertische: Frhr. v. Hammerstein. den anderen Punkten ein sehr lebhafter ist, so möchte Umfange zu fasernieren. Es ist für anständige Damen in Berlin Zunächst wird auf Antrag der Geschäftsordnungs- ich den Minister bitten, die Pläne, welche die Stadt abends nicht möglich, gewisse Straßen allein zu betreten; das ist ein Kommission beschlossen, die Ermächtigung zur strafrechtlichen Berlin in bezug auf die Anlegung von Untergrundbahnen Zustand, dem die Polizei ein Ende machen muß. Vor allem muß Verfolgung des Redakteurs Koepfe zu Hamburg wegen Be- hat, beim Minister der öffentlichen Arbeiten zu fördern. dem äußersten Abschaum der Menschheit, dem Zuhältertum, entgegen1ng des Abgeordnetenhauses nicht zu erteilen. Wenn wir auf der Linken eine ähnliche Aeußerung gemacht hätten gewirkt werden. Gegen die Wirksamkeit des männlichen Dirnentums Sodann wird die zweite Beratung des Etats des Ministeriums wie der Abg. Frhr. v. Bedlig, so hätte man uns vorgeworfen, wir haben wir kein Mittel, die Mittel der Staatsregierung versagen. des Innern beim Titel„ Minister" fortgesetzt. hätten einen Eingriff in die Rechte der Krone unternommen.( Sehr ich kann nur wünschen, daß dagegen ein Mittel gefunden werde, Abg. Fischbed( frs. Bp.): Ich lege den Ausführungen des Frhrn. richtig! links.) Abg. Gamp meinte, Herr v. Bedlig habe der Re- damit wir der Ausschreitungen auf diesem Gebiete gründlich Herr v. Zedlig feine besondere Bedeutung bei, fie eignen sich vielleicht gierung mit Recht einen Vorwurf gemacht, daß sie noch keine Novelle werden.( Beifall.) für die„ Waschküche"( den„ Tag"). Herr v. Zedlig hat die Aus- zum Vereinsrecht eingebracht habe. Ich glaube, daß unser mit so Abg. Dr. Mizersti( Bole) beschwert sich über Zurückseßung der führungen zur Einleitung von reaktionären Vorschlägen gemacht. vielen Mängeln behaftetes Vereinsgesetz die richtige Grenze ge- Polen durch die Ansiedelungs- Kommission und über die Rücksichts Er beklagt sich darüber, daß die Gesetzgebungsmaschine zu langsam troffen hat, wenn es für die Teilnahme an Vereinen und losigkeit, die bei der Ueberweisung polnischer Kinder an die Fürsorges arbeite und unfruchtbar sei, und er verlangte vom Minister die Ab- Bersammlungen das vollendete 17. Lebensjahr festsetzt.( Sehr richtig!) Erziehung geübt werde. Jetzt fündige man ein neues Vereinsgesetz änderung des Vereinsgesetzes im Sinne der früheren lex Necke. Der Abg. Gamp meinte, es müsse eine gewisse Gleichmäßigkeit an, nach dem der Gebrauch einer anderen als der deutschen Sprache Wir haben jetzt den Bergarbeiterstreit gesehen und wir alle wünschen, zwischen der privaten Geschäftsfähigkeit und dem Recht, an Vereinen in Versammlungen verboten werden solle. Wie könne man eine daß er zu Ende kommt. Wir hören aber von Heißspornen und Versammlungen teilzunehmen, vorhanden sein, deshalb müßte folche Maßregel noch als eine gerechte bezeichnen? Sie würde unschon die Klage, der preußische Landtag werde nie seine Zu- für dieses Recht das 21. Lebensjahr maßgebend sein. Dann hätte gerecht, unpraktisch und undurchführbar sein. stimmung zu zu einem Geseze im Interesse Interesse der Arbeiter er aber auch die Konsequenz ziehen sollen, eine Herabsetzung der Minister Freiherr v. Hammerstein: In einem Falle der FürDa wäre es doch falsch, in einem solchen Augen- Altersgrenze für das aktive Wahlrecht zum Abgeordnetenhause und sorge- Erziehung hat der Anstaltsvorsteher einem Lehrling geschrieben, ein reaktionäres Vereinsgesetz zu machen, durch das zum Reichstag auf das 21. Lebensjahr zu verlangen.( Sehr richtig! links.) er folle die Lehre bei seinem Meister verlassen und zu einem anderen das Koalitionsrecht der Arbeiter noch mehr beschränkt wird.( Sehr Man kann keineswegs wünschen, daß in politischen Versammlungen die gehen, weil sein Meister agitatorisch tätig war. Der Brief ist nicht richtig! links.) Die Arbeiter beklagen sich namentlich über die Be- Jugend ausschlaggebend sein soll, aber es wäre doch nicht richtig, in die Hände des Lehrlings gelangt, aber der Vorredner kennt ihn. strafung des Steifpoftenstehens, und wir sehen, daß diese vielfach wenn man die heranwachsende Jugend von allen politischen Ver- Die Angelegenheit ist Gegenstand der gerichtlichen Untersuchung. Wir auf Grund von Bestimmungen geschieht, von denen man bei ihrer sammlungen ausschließen wollte; man muß in ihrem Interesse wollen, daß die Ostmarken deutsch bleiben.( Beifall rechts.) Entstehung nicht angenommen hat, daß sie in dieser Weise an- wünschen, daß sie Gelegenheit hat, an solchen Versammlungen teil- Abg. Münsterberg( fri. Bg.) führt aus, daß man mit der gewendet werden könnten. Wir wünschen die reichsgefeßliche Rege zunehmen, und es würde für die Entwidelung unseres Staatswesens Safernierung und mit Polizeimaßregeln die Prostitution nicht lung des Vereinsrechts, wodurch die Zöpfe des preußischen Vereins- wenig erfreulich sein, wenn nur Leute über 21 Jahren an politischen wirksam bekämpfen könne. Vor allem müsse man bestrebt sein, das rechts beseitigt werden. Wir haben uns bemüht, im Bürger Versammlungen teilnehmen dürften.( Sehr richtig! links.) In den jezige Wohnungselend zu beseitigen. Wenn in zahlreichen Familien lichen Gesetzbuch den Frauen eine freiere Stellung zu geben, Vereinen und Organisationen sollen die Einzelnen an Disziplin und die Menschen eng zusammengepfercht lebten, so könne man sich nicht aber im Vereins- und Versammlungsrecht enthält man ihnen Ordnung gewöhnt werden, und wenn die jüngeren Elemente von diesen wundern, wenn das Gefühl für Sitte und Anstand verloren gehe. noch immer die ihnen zukommende Stellung vor. Mußte Vereinen und Versammlungen ferngehalten werden, so ist zu befürchten,( Sehr richtig! links.) Dann sei es notwendig, auf die Schaffung doch auf dem Kongreß der Gesellschaft für soziale Reformen der daß fie in Konventikel gehen, die keine günstige Wirkung auf sie aus- neuer Berufe für Mädchen bedacht zu sein, damit die unVorsitzende, Freiherr v. Berlepsch, mitteilen, daß die Polizei der üben.( Sehr richtig! lints.) Wenn man bedenkt, daß in dem großen verheirateten Frauen mehr als bisher vor der Gefahr bewahrt Frau Helene Simon verboten habe, ein Referat zu halten; sie Bergarbeiterstreit Leben und Gesundheit nicht gefährdet worden ist, bleiben, sich der Prostitution zu ergeben. Die Behandlung dürfe sich nur in dem für Frauen abgegrenzten Raum aufhalten und daß teine größeren Exzesse stattgefunden haben, dann muß man doch der Prostituierten durch die Polizei sei eine völlig verkehrte. Wenn müsse sich jeder Beifalls- oder Mißfallsäußerung enthalten. Der anerkennen, daß das ein Berdienst der Organisationen der Arbeiter ist. jetzt ein solches Mädchen zu einem rechtschaffenen Berufe übergehen Abg. Frhr. v. Zedlig wünscht auch eine Reform des Wahlrechts, in( Lebhafte Zustimmung links.) Hätte man die jüngeren Elemente aus wolle und den Ort verlasse, so teile die Polizei sofort nach dem dem er die allzu großen Wahlkreise geteilt haben will. Wir wollen den Organisationen ausgeschlossen, so wäre ein Einschreiten der Be- neuen Wohnorte mit, daß das Mädchen unter Kontrolle gestanden das ganze Dreitlaffenwahlrecht beseitigen und verlangen das all hörden gegen Erzeise sicherlich in erheblichem Grade notwendig ge- habe. In dieser Beziehung müsse entschieden eine Aenderung eingemeine, gleiche, direkte Wahlrecht. Wir mußten uns aber bei unserem worden. Wir müssen uns also unter allen Umständen treten.( Beifall links.) Antrag, den wir zu dem freifonservativen Antrag auf Aenderung gegen eine Verschlechterung der Vereinsgefeße, wie es Abg. Herold( 8.) wendet sich gegen den Bureaukratismus in des Wahlrechts gestellt haben, auf Forderungen beschränken, von Freiherr v. Zedlig plant, erklären.( Sehr richtig! links.) der Verwaltung und gegen die Eingriffe in die Selbstverwaltung. denen wir annehmen, daß auch die Anhänger des Dreiklaffen- Der Abg. Gamp meinte, wenn wir für den Landtag das all- Wenn der Wunsch des Abgeordneten Freiherrn v. Bedliß, daß wahlsystems ihnen beistimmen können. gemeine gleiche Wahlrecht verlangen, so sollten wir es erst die Minderjährigen vom Vereinsleben ausgeschlossen werden sollen, Auch das jezige Wahlverfahren hat sehr große Mängel. In solchen in der Berliner Stadtgemeinde einführen. Unser Programm ver- der Vorläufer einer gefeßlichen Bestimmung sein sollte, so würde seine Bezirken, wo die Sozialdemokratie Aussicht hat, durchzukommen, ist langt für die Gemeindewahlen nur die Beseitigung der Klassenwahl Partei dafür nicht zu haben sein.( Beifall im Zentrum.) Ebenso es oft unmöglich, Lokale zu finden, wo die Wahlmänner untergebracht und der öffentlichen Abstimmung. Ich mache aber kein sehr werde sie dem Verbot des Gebrauches einer fremden Sprache in werden können. Bei der letzten Landtagswahl ist es bei der daraus, daß wir in Berlin für ein gleiches, allgemeines, an eine Versammlungen entgegentreten. Für eine Wahlfreis- Einteilung kann Abgeordnetenwahl weder mir als Wahlfommissar, noch dem Landrat Steuerleistung und einen gewiffen Aufenthalt in der Gemeinde ge- nicht die Bevölkerungszahl allein maßgebend fein; Berlin b. Stubenrauch möglich gewesen, der Unruhe zu steuern, die von den bundenes Wahlrecht uns erklärt haben. Im übrigen sind wir, wie könne zum Beispiel niemals ein folches Gewicht ausfozialdemokratischen Wahlmännern verursacht wurde. Wir mußten Herr Gamp weiß, nicht in der Lage, ein anderes Wahlsystem ein üben, wie eine Provinz. Redner fährt dann fort: Wir stehen uns erst an die sozialdemokratischen Führer wenden, um zu erreichen, zuführen. Er möge seinen Appell an den Minister und den Landtag auf dem Standpunkt, daß das Dreillaffen- Wahlsystem verwerflich ist. daß der Tumult beschwichtigt wurde. Eine Abhülfe nach dieser richten. Wir würden uns sicherlich einer Abänderung im Wenn aber jetzt von der Linken die Ersetzung der Drittelung der Richtung ist dringend notwendig.( Beifall links.) Sinne der Annäherung an das gleiche und allgemeine Wahlrecht Steuersummen in den Urwahlbezirken durch die Zwölftelung erstrebt Abg. Gamp( ft.): Ich bin bereit und meine Fraktion ist das nicht widersetzen.( Sehr richtig! links.) Herr Gamp hat fein Recht, wird, so würde dadurch der plutokratische Charakter nur noch vermit einverstanden mit den Freifinnigen einen Vergleich abzu- aus unserer Haltung zu schließen, daß wir unsere Grundsäge verschärft werden. Es wäre eine Statistit erwünscht, wieviele von den schließen: Wir führen das Reichstags- Wahlrecht für das preußische leugnen werden, weil wir vielleicht durch gefeggeberische Maßnahmen höheren Beamten Korpsstudenten sind. Wenn das Duell bei dem Barlament ein, wenn Sie dies Wahlrecht zuerst für Berlin einführen Wahlfige verlieren.( Lebhafte Zustimmung links.) Wir würden auch Korps als gutes Erziehungsmittel bezeichnet wird, so wird eine und nach zehn Probejahren zu behalten wünschen.( Burufe links.) Herr das allgemeine, gleiche Wahlrecht für die Landtagswahlen mit Gejegesverletzung als gutes Erziehungsmittel bezeichnet.( Beifall im Brömelsagte, daß Sie für die Städte kämpften. Die großen Städte fönnen Freuden begrüßen, auch wenn wir Wahlfige verlieren. Bei einer Zentrum.) ihre Interessen genügend durch die weitverbreitete Presse vertreten; gerechten Verteilung der Wahlsize würde dies aber nicht der Fall Minister Frhr. v. Hammerstein erwidert, daß er feinen Beamten schon darum wollen wir dem platten Lande seine sehr viel nötigere fein, denn bei dieser müßte Berlin 80 Abgeordnete hier haben, frage, ob er Korpsstudent gewesen sei oder nicht, es entscheide ledigVertretung nicht verkümmern.- Nun wandte sich Herr Fischbeck wenn man die Steuerleistung Berlins in Betracht zieht. Der lich die Leistungsfähigkeit des Beamten. gegen meinen Fraktionskollegen Freiherrn v. Jedlig, weil er das Minister hat dann gemeint, Berlin habe den Zeitpunkt zur Koalitions- und Versammlungsrecht beeinträchtigen wollte. Aber Eingemeindung von Vororten verpaßt. Das trifft nicht zu. bom Koalitionsrecht hat Freiherr v. Beblizz gar nicht gesprochen. Ich Allerdings hat die Stadt nicht gleich zugegriffen, als tag 11 Uhr. bin, nebenbei bemerkt, durchaus für einen wirksamen Schutz der Arbeits- Minister Herrfurth einen Eingemeindungsplan vorlegte. Sie willigen. Graf v. Posadowsky glaubte freilich nicht an die Belästigungen hat aber 1895 selbst ein Projekt aufgestellt. Seit dem Arbeitswilliger. Aber versezen Sie sich nur in die Seele eines Arbeiters, Jahre 1895 hat aber die königliche Staatsregierung der der Frau und Kinder zu Hause hat und gern arbeiten möchte. Gemeinde Berlin auf Eingaben nach dieser Richtung hin nicht Empört sich nicht jedes menschliche Gefühl dagegen, daß ein solcher geantwortet, aus dem einfachen Grunde, weil nach dem Wechsel des Mann von der Arbeit durch Drohungen und Gewalttaten abgehalten Ministeriums Herrfurth die nachfolgenden Minister der Frage der wird, wie das jest tausendfach im Ruhrgebiet geschehen ist.( Sehr Gingemeindung nicht mit gleicher Sympathie gegenüberstanden. Aus richtig! rechts.) Was aber nun das Vereinsrecht anlangt, so ist es der Eingemeindung ist also nichts geworden, weil die Staatsdoch unerträglich, daß unreife Jungens( Unruhe links), die noch nicht regierung die von ihr ergriffene Initiative nicht weiter verfolgt hat. Vorlage. einmal ihre eigenen Angelegenheiten nach dem Gesetz selbst zu be- Die Vororte um Berlin haben sämtlich Saft und Kraft nicht erlangt Die Kommission beantragt unveränderte Annahme der Vorlage forgen im stande find, in die Bersammlungen laufen und dort die durch die Verbindung mit den Landgemeinden, sondern eben aus und schlägt eine Resolution vor, in welcher die Staatsregierung ergroße Ausbreitung der Streits verschulden; denn die älteren ver- dem Umstande, daß sie Vororte Berlins waren.( Sehr richtig! sucht wird, das Mehrerträgnis aus den Dividenden der vom Staat heirateten machen ja nur gezwungen mit. Herr links.) Da in diese Gemeinden von erivorbenen Aftien der Hibernia" zur verstärkten Schuldentilgung ihrer Entwickelung Blüte Berfaffungsänderung der Art der Fischbeck schlug weiter Berlins abhängen, ift es ungerechtfertigt, zu verwenden. immer daß das Parlament sich über die Minister verständige. fie bei den Kreisverbänden festzuhalten. Wenn In der Generaldiskussion nimmt das Wort Wenn Sie etwas haben wollen, so müssen Sie sich auf den parla- der Minister mit Vertretern der verschiedenen Vororts Profeffor Schmoller: Wenn so große Kapitalmächte sich bilden, mentarischen Standpunkt stellen. Aber ich glaube, daß, wenn die gemeinden fonferiert, darf er nicht unterlassen, Bertreter unserer wie es gegenwärtig im Kohlenbergbau der Fall ist, da ist es wünschensMinister heute vom Parlament ernannt ívürden, sie noch konservativer Stadt heranzuziehen. Eine solche Kommission wird über die beste wert, daß in den Händen der Regierung ein erheblicher Kohlenbesitz und zentrumsfreundlicher ausfallen würden. Das wünschen wir Regelung dieser Verhältnisse beraten. Wenn die Zeitungsberichte sei, damit sie einen erheblichen Einfluß auf Produktion und Preise allerdings auch, daß die Minister ein festes Programm haben und, zutreffen, so hat der Minister in der Kommission gesagt: Im ausüben kann. Das Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat hat in den die höchfte Stelle ihre Ansicht ändert, man ihren Blat Gegensatz zu London gehe bei der Stadtverwaltung Jahren von 1895 bis 1900 richtig operiert. Es ist nicht nur auf bor, wenn Arbeiter eine bon Ein Schlußantrag wird angenommen. Nunmehr vertagt das Haus die Weiterberatung auf DonnersSchluß 5 Uhr. Herrenbaus. 30. Sigung bom 15. Februar, 2 Uhr. Auf der Tagesordnung steht die Beratung der HiberniaAber verlassen. Ich bin nicht mit Herrn Dr. Friedberg von Berlin hauptsächlich von parteipolitischen Voraussetzungen eine Steigerung der Gewinne bedacht gewesen, sondern hat auch überzeugt, daß das Kollegialsystem den Mangel an Initiative aus. Ich kann den Minister versichern, daß er im Irrtum ist. Rücksicht auf das allgemeine Wohl genommen. Aus der Kartellin der Regierung verschulde. In Wahrheit hat doch( Sehr wahr! links.) Wir machen gar kein Hehl daraus, daß wir enquete, die ich mitgemacht habe, hat sich ergeben, daß Herr Kirdorfder Premierminister einen überragenden Einfluß. Freilich, uns in den Fragen, wo der Verschiedenheit der politischen Grund- Gelsenkirchen nicht nur ein Geschäftsmann von großem taufaugenblidlich herrschen durch die vielen Minister ohne Portefeuille auffassung gemäß in der Verwaltung ein verschiedener Standpunkt männischen Genie ist, sondern fich auch von großen politischen laffen. wir und staatsmännischen Gesichtspunkten hat leiten in Preußen sehr unerfreuliche Zustände. Ich fordere den Minister zu den einzelnen Fragen eingenommen werden muß, auf, ein wenig von der Zeit, die er am grünen Tisch zubringt, auch uns der politischen Grundauffassung leicht leiten lassen. es zeigt sich, daß derartige Persönlichkeiten sehr dem Automobilunwesen zuzuwenden. Ich würde als Richter einen Dagegen haben wir niemals in der Verwaltung selbst das getrieben, überstimmt iverden von der Majorität der gewöhnlichen GeschäftsAutomobilisten, der in Berlin mit 40-50 Stilometer Geschwindigkeit was man Barteipolitik nemnt.( Sehr wahr! links.) Leute. Der gewöhnliche Geschäftsmann sagt: Geschäft ist Geschäft. fährt, mindestens zu zwei Jahren Gefängnis verurteilen.( Große Abg. Fritsch( natl.) will die Verkehrsverhältnisse Berlins erörtern. Der Trogtrust wollte die Erwerbung durch den Staat verhindern. Heiterkeit.) insbesondere die Notwendigkeit nachweisen, bei Neubauten am Die ganze Aktion gegen die Verstaatlichung war etivas furzfichtig. Minifter Frhr. v. Hammerstein: Nach einer mir vorliegenden Potsdamerplatz die Fluchtlinien weit zurüdzurüden, wird aber Gegen die Uebermacht des Synditats würde z. B. ein Syndikats Statistik verursachten in Berlin unter 54 tödlichen Unfällen die Kraft vom Präsidenten v. Kröcher wiederholt zur Sache gemahnt. und Trustgesetz wirksam sein. Aber es ist sehr schwer, ein solches fahrzeuge nur 4, unter 467 schweren Verlegungen nur 12, unter Abg. Brömel( frf. Vg.): Der Minister hat meine Auszu schaffen. Deswegen halten wir den in der Vorlage eingeschlagenen 1627 leichten Verlegungen nur 51. Wir werden natürlich bemüht führungen als unter unter der Kritik stehend" bezeichnet. Da Weg für richtig. Wir bitten nur den Minister, auch hier nochmals. sein, diese Zahl noch weiter herabzudrücken. Im allgemeinen glaube mit hat er den Boden sachlicher Verhandlung verlassen und auszusprechen, daß die Staatsregierung an eine allgemeine Verich, daß die Mißstände im Berliner Berkehrswesen zum größten Teil sich auf das persönliche Gebiet begeben. Daß nicht auf staatlichung des Rohlenbergbaues nicht denkt.( Beifall.) daher kommen, daß der Berliner mehr redet als er tut. diese Weise die sachliche Verhandlung unmöglich gemacht Handelsminister Möller: Der Vorredner hat mich provoziert, Der Vorredner hat wohl nie einer Sigung des Staatsministeriums wird, liegt im Interesse des ganzen Hauses.( Sehr richtig! eine Erklärung abzugeben, daß ich eine allgemeine Verstaatlichung beigewohnt. Sonst wüßte er mit welcher Gründlichkeit dort alle alls links.) Als Mitglied des Hauses und auf Grund der Verfassung des Kohlenbergbaues nicht in die Wege leiten wolle. Wir sind vollgemeinen Fragen verhandelt und Vorschläge eines Ressorts in wesents gewählter Vertreter des preußischen Volkes lege ich gegen diese Art ständig überzeugt, daß es im höchsten Grade fehlerhaft sein würde, wenn wir daran denken wollten, den gesamten Kohlenbergbau zu lichen Punkten abgeändert werden. Wir stehen in unserer Stellung der Polemit Verwahrung ein.( Lebhafter Beifall links.) zur Krone auf dem Boden der Verfassung und wünschen allesamt Die Privatinitiative hat auf diesem Gebiet Abg. Pallaste( f.) weist auf die schweren Gesellschaftsschäden hin, verstaatlichen. Großes für unser Vaterland nicht, daß die starke Gewalt der Krone und das persönliche Ein- die der Mordprozeß Berger aufgedeckt hat. Es nüße nichts, nur unendlich und geschaffen, über die Mittel zu flagen, man müsse auch für Abhülfe sorgen. es würde falsch sein, wenn wir diese Privatinitiative greifen der Krone irgendwie abgeschwächt werde.( Bravo! rechts.) Wir können nicht die Verantwortung Abg. Caffel( fri. Vp.): Von den Abgg. Gamp und Stroffer haben Ein Mittel sei die Kasernierung der Unzucht. Dagegen mache fich ausschalten würden. wir Klagen über Gefahren des Berliner Verkehrs für die Fuß allerdings ein starker Widerstand geltend, weil in der Kafernierung für die Preisbildung der Kohle, des Brotes der Industrie, Darüber muß man sich flar fein: Die gänger gehört. Angriffe gegen die Stadtverwaltung lassen sich eine halb staatliche Anerkennung der Unzucht liege. Ein radikales übernehmen. aber daraus nicht herleiten, da wir ja in Berlin eine fönigliche Mittel würde es sein, wenn man die Frauen, die sich der gewerblichen Preisbildung der Kohle in Rheinland- Westfalen ist nicht mir bePolizeiverwaltung haben. Wenn der Minister bei dieser Gelegenheit Unzucht schuldig machen, ins Arbeitshaus schickte. Das fege aller flimmend für unser Vaterland, sondern auch für den gesamten auf die Neigung der Berliner Bevölkerung hingewiesen hat, auf dings eine Aenderung der Gesetzgebung voraus. Sehr beklagenswert europäischen Kontinent. Eine solche Verantwortung würde die Nepolizeiliche Anordnimgen zu schelten, so hat er damit wohl die sei die Zunahme des männlichen Dirnentums. Bekämpft müsse gierung nicht tragen können. Wir wünschen, daß die Weiterentwickelung Berliner Bevölkerung nicht richtig charakterisiert, sie zeichnet sich vor werden die fortdauernde Anpreisung schamloser Bücher.( Beifall der Industrie durch private Tätigkeit erfolge. Ein dritter Grund für uns allem durch Arbeitsamkeit und Fleiß aus. Wenn die Verkehrs- rechts.) ist der, daß wir dadurch, daß wir den gesamten Steinkohlenbergbau polizei der Stadt Berlin überwiesen werden würde, so würde diese Minister Frbr. v. Hammerstein: Ich habe mich vorgestern gegen verstaatlichen würden, der Arbeiterschaft gegenüber in eine Situation für die Schnelligkeit und Sicherheit des Ver- die persönlichen Angriffe des Abg. Brömel gewendet, und ich lasse tommen würden, die im höchsten Grade verantwortungsvoll für uns wäre. tehrs zu leisten imstande fein. fein. Ich erkenne an, daß in es dahingestellt, wie weit seine heutigen Ausführungen fachlich waren. Das gesamte Staatsministerium ist einstimmig der Meinung geden Tezten Jahren seitens der Polizeiverwaltung fehr Sachlich mich mit den Herren Abgeordneten zu unterhalten, bin ich wesen, daß es sich bei der Verstaatlichung der Hibernia" lediglich viel nach der Richtung geschehen ist, daß die Schußleute sehr gern bereit. Der Abg. Pallaste hat auf eine Wunde an darum handelt, um denjenigen Einfluß zu gewinnen, den Herr angehalten worden sind, dem Verkehr nach Möglichkeit zu dienen. unserem Voltstörper hingewiesen, die zu schließen bisher nicht ge- Schmoller gekennzeichnet hat. Der Reichstag wolle beschließen: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, darauf hinzuwirken, daß mit dem Inkrafttreten der neuen Handelsverträge in den Frachttarifen der deutschen Eisenbahnen Malz und Mehl höher tarifiert werden als das Getreide. Die Debatte über den Tarif fegt wieder bei der Gerte ein. Corlemer: Durch die Vorlage foll der Regierung die und so den Bollschuh umgehe. Ministerialdirektor v. Körner meint, glich left gewährt werden, einen schwachen Anfang mit dem die Wenderung fei notwendig gewesen. Die Abgeordneten Gothein Es war der alte Streit, der schon vormittag tobte: die Differenzierung Beruch zu machen, auf die Stohlenförderung und die Kohlen- und Kaempf verteidigen die neue Fassung, während Speck und zwischen Futter- und Malzgerste, die von den Agrariern gewünscht preisbildung maßgebenden Einfluß zu gewinnen. Ein derartiger Hehl ihren Standpunkt lebhaft vertreten. Abg. Singer: Es wäre wurde und vor der ihnen nun selbst bangt. Staatssekretär PosaEinfluß des Staates kann nicht mehr entbehrt werden. Nach dem besser gewesen, das Prinzip der Meistbegünstigung erst zu diskutieren; dowsky sprach wiederholt und gab auch eine vertrauliche Erklärung zirka 30 Ergebnis der Untersuchungen über den Streit kann man nicht sagen, bevor man diese Frage nicht erledigt hat, ist auf solche Einzelheiten ab, ohne viel damit auszurichten. Das Heer der Räte machte erst recht keinen Eindruck auf die daß Mißstände vorgelegen haben, die einen allgemeinen Ausstand schwer einzugehen. Ich möchte hier die Erklärung abgeben, daß wir, waren anwesend. gerechtfertigt hätten.( Sehr richtig!) Bei diesem Ausstande sind die unbeschadet unserer ablehnenden Haltung gegen diese Handels- geärgerten Agrarier. Die agrarische Debatte schloß ab mit der Einchristlichen Gewerkschaften Arm in Arm mit den Sozialdemokraten berträge, bemüht sein werden, Verschlechterungen fernzuhalten. Und bringung der folgenden Zentrums- Resolution: gegangen. Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer können zu diesem von diesem Gesichtspunkte aus erklären wir uns für die neue Hause das volle Vertrauen haben, daß wir die Bestrebungen Fassung. Die Bemerkung eines Regierungsvertreters hat mich der Staatsregierung zur Besserung der Notlage der Berg- allerdings bedenklich gemacht; der Ministerialdirektor Wermuth hat arbeiter unterstützen werden. Auf der anderen Seite dem Begriffe Gewerbserzeugnis, der im Schlußprotokoll definiert ist, werden wir aber ungerechtfertigten Ansprüchen entgegentreten. eine Deutung gegeben, die darauf schließen läßt, daß man Die Diskussion und Beschlußfassung hierüber findet zum Schlusse Ich möchte mit aller Entschiedenheit mich gegen eine Verstaatlichung in der Stegierung geneigt ist, den Agrariern nachzugeben. Das ist der Beratung statt. Vom deutschen Tarif wurden noch, meist vom des Bergbaues aussprechen, namentlich deshalb, weil ich die Hoff- für die Handhabung der Verträge von großer Bedeutung. Wir müssen Abg. Gothein, angegriffen die Bölle auf Holz, Obst, Pappen und nung nicht aufgebe, daß auch das Kohlensyndikat sich mehr wie bis- wünschen, daß man nicht anders verfährt, als es die Absicht der Holzstoff 2c. 2c. Zu Beginn der Behandlung des österreichischen her dessen bewußt sein wird, daß die Privat- und Sonderinteressen Verträge zuläßt. Vertragstarifs verlangte Abg. Gothein eine Nachweisung darüber, in denen der Allgemeinheit sich unterzuordnen haben. Deshalb Vorsitzender Spahn erklärt sich gegen eine Diskussion der Meist- welchem Maße sich unsere Absazverhältnisse gegenüber Desterreich wünsche ich, daß der Staat einen solchen Anteil an dem Betriebe begünstigung im gegenwärtigen Augenblick und Speck schließt sich durch die Vertragssäge verschlechtern oder verbessern. Ministerialhat, daß er einigermaßen bestimmend auch bei der Preisfestsegung ihm an. direktor v. Körner erklärte es für unmöglich, eine solche Uebermitwirken kann. Die Diskussion über den Veredelungsverkehr und seine von dem sicht zu geben. Man möge nur den autonomen Bolltarif Desterreichs agrarischen Flügel versuchte Beschränkung geht nun in großer Breite zur Hand nehmen. Abg. Singer konstatierte, daß dieser Tarif weiter; es beteiligen sich daran die Abgg. Gothein, Heim, niemand zugänglich sei, es müsse verlangt werden, daß den AbSped, Seyl zu Herrnsheim und eine Reihe Regierungsvertreter. geordneten das Material übergeben werde und Abg. Gothein trat Ohne Beschlußfassung geht die Kommission über die Sache weg. dem bei. Vors. Spahn mußte zugeben, daß von dem österreichischen Zu Artikel 2 des Zusatzvertrages, der von der Einrichtung eines Tarif nur 5 Exemplare vorhanden seien; wer sie hat, weiß er Zollschiedsgerichts handelt, fragt Abg. Speck an, ob dieses Schieds- auch nicht. gericht auch in Angelegenheiten der Viehseuchen- Konvention zu ents scheiden habe. Absatz 3 lasse eine solche Vermutung zu. Staatssekretär Bosadowsty erklärt es für völlig ausgeschlossen, daß Fragen der Biebfeuchen- Konvention durch dieses Schiedsgericht zur Entscheidung kommen. Graf von Mirbach: Eine glückliche Hand hat über der Erwerbung der Hibernia nicht geschwebt. Bei der gegenwärtigen Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses sowohl als des Herrenhauses war die Gefahr der Ablehnung von vornherein gleich Null. Wir stehen einer bedeutenden finanziellen Gefahr gegenüber, die geradezu zu einer privaten Diktatur zu führen geeignet ist. Bei der ist gegenwärtigen Situation es unbedingt notwendig, daß der Staat in der Lage ist, für den Betrieb seiner eigenen Bahnen die Kohlen selbst zu beschaffen. Die Vorgänge der Teßten Zeit im Ruhrgebiet lehren in ernstester Weise, daß die Aufsichtsorgane rechtzeitig einschreiten müssen, ja, ich muß sagen, sie haben ihre Pflicht verlegt, wenn die Angaben der Bergleute zutreffen. Nach meiner Ueberzeugung liegt die Sache aber so, daß der Kontrattbruch von Hunderttausenden nur durch die Agitation der Sozialdemokratie zu stande gekommen ist. Wenn die königliche Staatsregierung nun mit dem Berggesch Remedur schaffen will, so liegt darin die Gefahr, daß dadurch die Agitation der Sozialdemokratie gefördert wird. Damit ist die Generaldebatte beendigt. In der Einzelberatung wird das Gesetz debattelos mit der Resolution angenommen. Nächster Punkt der Tagesordnung ist der mündliche Bericht der Betitionsfommission über die Petition von H. Cramer zu Steele um staatlichen Ankauf und Betrieb kleinerer Zechen im Ruhrkohlengebiet. Die Regierung hat in der Kommission erklärt, daß eine Novelle zum Berggesetz vorbereitet werde, die auch eine Abänderung des § 65 des Berggesezes bringen werde, um gegen das Stilllegen von Zechen Vorkehrung zu treffen. Die Kommission schlägt mit Rücksicht darauf vor, die Petition der Regierung als Material zu überweisen. Das Haus beschließt so. Nächste Sigung: Donnerstag 1 Uhr: Wasserwirtschaftliche Borlagen. Der Präsident teilt mit, daß das Herrenhaus voraussichtlich morgen wieder in die Ferien gehen und vor Mitte März nicht wieder zufammentreten werde, auch wenn, wie er höre, einige Berggeseke noch kommen sollten". Von Mitte März ab werde das Herrenhaus dann aber längere Zeit zusammenbleiben. Schluß 34 Uhr. Parlamentarisches. Zu Artikel 3 fragt Speck an, ob unter den zollfrei eingehenden Preißelbeeren nur Beeren im Naturzustand zu gelten haben oder auch solche im eingekochten Zustand. Diese Zöllnersorge wird befeitigt durch die Auskunft, daß nur rohe Beeren zollfrei sind. Eine sehr umfangreiche und lebhafte Debatte entwickelt sich bei Artikel 5, Nr. IV, Ziffer 1; dieselbe hat folgenden Wortlaut:" Bei der Ausfuhr von Gerste oder von Gerstenmalz aus dem freien Verkehr des deutschen Zollgebietes werden Einfuhrscheine nur mit der Maßgabe erteilt werden, daß der Festsetzung ihres Zoll wertes der niedrigste derjenigen Zollsäge zugrunde gelegt wird, welche jeweils für einzelne Arten der Verwendungszwecke von Gerste bestehen." - Ueber die Schädigung der Gärtnerei durch den österreichischen Vertragszoll sprachen dann die Abgg. Singer und Gothein. Ein Regierungsvertreter suchte das zu bestreiten, wurde aber vom Abg. Bernstein darauf hingewiesen, daß man mit seiner Methode nichts beweist. Ueber den Hopfenzoll sprachen die Abgg. Gothein und Specht, über Mineralwässer Schüler, über den Fischzoll Gothein und Molkenbuhr, über Zoll auf Quebrachoholz= Extrakt und Die Baumwollenzölle, Webwaren, Spizen 2c. auch Gothein. Regierungsvertreter waren immer mit der Handelsstatistik bei der Hand, um zu beweisen, daß die Klagen ungerechtfertigt seien, oder sie versicherten, daß sie wie die Löwen gefämpft hätten, um mehr zu erreichen, aber das Erreichte sei das äußerste gewesen, was zu holen war. Die zweite Hälfte des österreichischen Tarifes wurde überschlagen, da augenblicklich kein Redner vorgemerkt war. Um 5 Uhr begann der agrarische Tanz um die Viehseuchens Konvention mit Desterreich. Abg. Speckt sieht darin eine große Benachteiligung der deutschen Gerstenbauern, es fehle die Gegenseitigkeit Desterreichs. Ministerial direktor v. Körner meint, die Besorgnis sei unbegründet, daß von Desterreich Abg. Gamp eröffnete den Reigen mit den Klagen, die er schon Gefahren drohen, man müsse der Loyalität Desterreichs vertrauen. im Plenum vorgebracht; ihm sekundierten die Abgg. Graf Reventlow Die Abgeordneten Heim, Sieg, Gothein, Hehl zu Herrnsheim, Huf- und Heim. In wiederholten Neden schilderten Regierungsrat Raut nagel u. a. treten Speck bei und verweisen darauf, daß die deutsche und Graf Posadowsky nun die Viehseuchen- Konvention und ihre Gerstenausfuhr( die nur 5 Proz. der Einfuhr beträgt!) unterbunden Bedeutung und in der beabsichtigten Handhabung so, daß diese werden könne, wodurch diese Ausfuhrgerste dann auch den ein Schilderungen dem heimischen Gerstenpreis drücke. Abg. Singer: Ich habe die Abg. Singer den sehr berechtigten Anlaß zu folgenden AusEmpfindung, als sollten die Einfuhrscheine verschämte Exportprämien führungen gaben: Es sei erklärlich, daß die Agrarier der Viehseuchensein. Ich kann mir ja nicht verhehlen, daß die Kollegen von Süd- Konvention unfreundlich gegenüberstehen, denn in der Viehsperre deutschland recht haben. Aber das beweist nur, daß es ein Blender hätten sie ein Aequivalent für die Herabsetzung der Viehzölle im war, als man die Differenzierung zwischen Futter- und Vertragstarif erblickt. Aber ihre pessimistische Stimmung werde sich Malzgerste traf. Wir haben das bei der Beratung des Zoll- nach den Erklärungen der Regierungsvertreter in eine optimistische tarifs nachdrücklich betont, aber ohne Gehör zu finden. Mit umwandeln, denn die Darlegungen über die Bedeutung der Konder angegriffenen Bestimmung sind wir sehr zufrieden, denn die vention und die Absichten, die man von dort gehört habe, beHerabseßung des gesamten Gerstenzolles auf 1,30 M.- den nach deuten die Viehsperre in Permanenz. Uns, die wir schon den dem russischen Handelsvertrag geltenden Satz ist für die Brau berechtigten Verdacht hegten, daß die Viehseuchen- Konvention beIndustrie zweifellos von Vorteil und kommt damit auch dem Bier, stimmt sei, den Agrariern zu helfen, ist durch die RegierungsDienstag abend fofort nach Schluß der Plenar- Cigung ton einem Genußmittel des Volkes zu gute. Jedenfalls betweist der erklärungen der Verdacht zur Gewißheit geworden. Die Fleisch- und stituierte sich die Handelsvertrags- Kommission. Spahn( 3.) und organg, daß die Regierung einmal früher aufgestanden ist, als die Viehzölle wirken ebenso verheerend wie die Getreidezölle, und diese Rettich( f.) find die Vorsitzenden. Abg. Spahn legte dann einen Agrarier. Staatssekretär v. Posadowsky erklärt, daß, wenn Dester- unheilvolle Schädigung des Volkes wird verschärft durch ein Gesetz Behandlungsplan vor, nach dem täglich von 10 Uhr vormittags bis reich gegen die deutsche Gersteneinfuhr vorgehen sollte, man dann wie diese Viehseuchen- Konvention. Wir bedauern aufs tiefste, daß mit Repressalien vorgehen würde. Es sprachen noch Heim, der sich die Regierung sich einseitig in den Dienst einer Klasse stellt, die 5 Uhr nachmittags beraten werden soll. Die Durchberatung der Verträge soll beginnen mit dem Vertrage von Desterreich- Ungarn nicht auf die Loyalität von Regierungen verlassen will, und eine einer Hülfe nicht bedarf. Eins nur gefällt mir, daß das hier alles nebst dem mit diesem Reiche abgeschlossenen Wichseuchen- leber- Anzahl Regierungsvertreter. Abg. Sped verwahrt sich dem Abg. mit so großer Offenheit zugegeben wird. Staatssekretär v. Posadowsky suchte seine Ausführungen etwas einfommen, woran sich alsdann die Beratung der Verträge mit Singer gegenüber dagegen, daß sie die blamierten Europäer seien. Abg. Molkenbuhr wundert sich, wie Staatssekretär v. Posadowsky abzuschwächen und Abg. Gamp, der mit der Regierung noch nicht Rußland, Belgien, Italien, der Schweiz, Rumänien und Serbien in der angegebenen Reihenfolge anschließt; das Protokoll hat nur An- dazu kommt mit Repreſſalien zu drohen, andere Staaten haben ja zufrieden war, verwahrte sich gegen Singer, daß er mit einem träge für Stefolutionen und Abstimmungen wiederzugeben; es findet auch keine Repressalien ergriffen, als in Deutschland der Identitäts- Worte angedeutet habe, die Viehsperre solle auf die Viehpreise wirken. nachweis aufgehoben wurde. Die Debatte ist insofern sehr inter-( Singer ruft: Sie werden sich hüten, das zu sagen!) nur eine einmalige Lesung ohne Generaldebatte statt. effant, als heute von den Agrariern und der Regierung Argumente Den Schluß bildete eine Auseinandersehung zwischen den AbDie Berichterstattung an den Reichstag erfolgt mündlich durch geltend gemacht werden, die wir hier vor zwei Jahren bei geordneten Bernstein und Graf Kanig über die Vieh- und verschiedene Berichterstatter. Beratung des Zolltarifs ins Feld führten. Die Debatte Fleischeinfuhr in England. zeigt, daß wir damals recht hatten und daß die Regierung Schluß 6 Uhr. Morgen 10 Uhr Fortsetzung. unseren Einwänden Rechnung tragen mußten. Handelsvertrags- Kommission. 1. Sigung. Mittwoch, den 15. Februar, vormittags 10 Uhr. Bor Eintritt in die Tagesordnung wünscht Abg. Sped( 8.), daß in das Protokoll über die Sigungen der Kommission, neben den Anträgen und Resolutionen, auch Wünsche der Abgeordneten aufgenommen werden. Der Vorsitzende Spahn sagt das zu, vorausgesetzt, daß die Erklärungen schriftlich eingehen. Es wird in die Tagesordnung eingetreten. Die Beratung beginnt mit dem Zusatzvertrag zu dem Handelsvertrag mit Defterreich- Ungarn. Nach einer weiteren unerheblichen Debatte geht man ohne Wahlprüfungs- Kommission. Im Wahlkreis Alsfeld LauterBeschlußfassung zum nächsten Punkt über. Der Vorsitzende Spa hnbach( Hessen) ist nach einem antisemitischen Wahlprotest bei der Wahl amtliche Wahlbeeinflussung zugunsten des Abgeordneten Kreisrat mahnt wieder eindringlich zur Kürze. Abg. Speck wünscht eine Einschränkung der Erleichterungen, Dr. Wallau betrieben worden. Bei der Hauptwahl erhielt Wallau welche durch den zollfreien Grenzverkehr von fleinen( nationalliberal) 5642, Bindewald( Antisemit) 5472, der SozialDie demofrat 1084, Zentrum 501 Stimmen; bei der Stichwahl Wallau Quantitäten von Fleisch und Brot 2c. gewährt sind. Regierungsvertreter geben zusagende Antwort. 8121, Bindewald 7039. Der Kreisschulinspektor des Kreises LauterZu Artikel 6, welcher die vertragschließenden Staaten verpflichtet, bach versammelte die Lehrer des Kreises und forderte sie auf, für Abg. Sped erbittet sich zunächst von der Regierung Auskunft darüber, ob überhaupt die Sicherheit besteht, daß Desterreich- Ungarn den Vertrag in freundschaftlichem Einvernehmen dafür zu sorgen, daß die Wallau zu stimmen; der Kreisamtmann Werner drohte einem annehmen werde. Der Vertrag sei auf Grund des österreichischen Arbeiter beider Staaten hinsichtlich des Arbeiterschutzes und der Kriegerverein mit Zurüdhaltung einer vom Kaiser verliehenen Bolltarif- Entwurfs geschloffen, es sei also erst dieser Entwurf noch Arbeiterversicherung gleich behandelt werden, möchte Abg. Speck ge- Fahnenschleife, wenn die Mitglieder des Vereins nicht für Wallau zu genehmigen und dann der Handelsvertrag, ob das aber gelinge, wisse Minimalſäze in den Arbeitsbedingungen festgelegt wissen. stimmen würden; der Kreisrat für den Kreis Schotten agitierte jei bei der politischen Situation in Desterreich- Ungarn sehr unsicher. Staatssekretär v. Posadowsky erklärt, daß die Bestimmung von dem öffentlich für Wallau in allen Versammlungen, die Wallau in Staatssekretär v. Richthofen kann auch nur der Hoffnung Aus- Gesichtspunkt ausgehe, daß die autonome Gesetzgebung in Punkto diesem Kreise abhielt; außerdem haben eine Reihe Bürgermeister, druck geben, daß es gelingen möge, im übrigen sei Desterreich an Arbeiterschutz möglichst auf eine gleiche Stellung der Arbeiter hinzu- Beigeordnete usw. einen Wahlaufruf für Wallau unterzeichnet, wirken habe. unter Beifügung ihres Amtstitels. Der letztere Fall wurde zunächst die jetzigen Abmachungen gebunden. Abg. Gothein hat nicht viel Vertrauen zu dieser Zusage. Man von nationalliberaler Seite in seiner Erheblichkeit bestritten; die soll die Lebenslage der Arbeiter nicht herabdrücken, dann werden sich hessischen Bürgermeister seien von den Gemeinden gewählt und bes die Arbeiter schon selbst helfen. fäßen teine polizeilichen Befugnisse, ergo sei die von ihnen bes Abg. Moltenbuhr: Die Bestimmung hat ja gewiß ein arbeiter- triebene Wahlbeeinflussung als keine amtliche anzusehen. Von sozialAbg. Singer: Ich habe geglaubt, die Verhandlungen würden eingeleitet durch Mitteilungen, die im Plenum nicht gut gemacht freundliches Gesicht, aber es wäre wertvoller gewesen zu erfahren, demokratischer Seite wurde dagegen geltend gemacht, daß, wenn Wenn durch eine solche Beurteilung des Falles den hessischen Bürgerwerden können. Was die angeregte Frage anlangt, so haben wir wie weit solche Vereinbarungen schon gediehen sind. gewiß ein lebhaftes Interesse daran, genau zu erfahren, wie die man nur von solchen Vereinbarungen Gebrauch machen wollte, meistern Wahlbeeinflussungen freigegeben würden, für sie geradezu Sachiage Desterreich gegenüber jetzt ist. Man hätte erwarten sollen, Gelegenheit ist schon lange dazu; wir haben im Invaliden- und ein Ausnahmezustand gegenüber den Bürgermeistern anderer Staaten daß nach den veränderten Verhältnissen in Desterreich die Unfallversicherungs- Gesetz Bestimmungen die Handhaben bieten. geschaffen werde. Die Mehrheit entschied jedoch, daß dieser Fall unRegierung dort angefragt hätte, welche Sicherheit gegeben sei, daß erheblich sei, weil den Bürgermeistern polizeiliche Befugnisse nicht zuständen. Aus herbeigeholten Gesezen wurde jedoch nachgewiesen, fich Desterreich- Ungarn an die Abmachungen gebunden halte. Die Diskussion über diese Frage wird zwischen den Abgeordneten daß die Bürgermeister Hessens doch bestimmte polizeiliche Befugnisse Darauf erhielten die Referenten den Auftrag, dies Speck und Gothein einerseits und dem Staatssekretär b. Rich tbefäßen. hofen andererseits noch weiter geführt ohne daß mehr herauszweifelsfrei bis zur nächsten Sigung festzustellen. Bis dahin wurde die Entscheidung vertagt. Bekannt ist, daß die Wahl des tommt, als die" Hoffnung" des Regierungsvertreters, es möge alles Abg. Blumenthal, Wahlkreis Straßburg- Land, wegen gleicher Vorgut gehen. tommnisse sofort für ungültig erklärt wurde. Die übrigen, oben bezeichneten Fälle wurden außerdem für erheblich erklärt. Abg. Gothein hält die politischen Verhältnisse in Desterreich für so verfahren, daß er den Optimismus des Staatssekretärs nicht teilen kann. Der Vorsitzende Dr. Spahn, der sichtlich das Bestreben hat, die Verträge im schnellsten Tempo durchzupeitschen, bittet, dieser Frage nicht soviel Wert beizulegen und die Kommission geht dann auch ohne weitere Auskunft erhalten zu haben darüber hinweg. Abg. Gotheln fragt an, was werden soll, wenn der Reichstag die Handelsverträge ablehnt, ob dann die alten Verträge fortbestehen bleiben oder ob etwa der autonome Zolltarif in Kraft gesetzt werden soll. Specs Ausführungen liegt ja ein schöner Gedanke zugrunde, aber was ist denn bisher geschehen? Ist nicht die Arbeiterschutz- Konferenz von 1898 resultatlos verlaufen? Ein solcher Schuß vor Frauenund Kinderausbeutung ist sehr notwendig, man soll aber dabei sich die vorgeschritteneren Staaten, wie z. B. England, zum Muster nehmen. Ein Beschluß wird nicht gefaßt. Es tritt nunmehr die Mittagspause ein. " Die Nachmittagsfizung begann mit der Durchberatung" des deutschen und des österreichischen Vertragstarifs. Aber es war keine Durch beratung, sondern eine Durchpeitschung, die, wenn es möglich wäre, die Komödie der Zolltarifberatung noch in Schatten stellen fönnte. Der Vorsitzende Dr. Spahn erwies sich der Herren " Partei- Nachrichten. Rettich und Kardorff aus der Zolltariffommission ebenbürtig. Das Der Verein für Volksbildung in Dresden begeht am 18. b. M. ist keine Beratung, das ist eine Farce, die da aufgeführt wurde. Es den 25. Jahrestag seines Bestehens. Der Verein blickt auf eine wurde keine Nummer aufgerufen und wenn ein Interessent gerade reiche und erfolgreiche Tätigkeit im Dienste der Arbeiterbewegung Staatssekretär v. Richthofen: Sollte ein Vertrag die Ge- zu einer Position sich meldete, erhielt er das Wort und kaum konnte zurück; insbesondere unter dem Sozialistengesetz war er die Zufluchtnehmigung des Reichstags nicht erhalten, müßte fich die Regierung der Vorsigende erwarten bis der Redner ausgesprochen, da ging es schon stätte der verfolgten Partei, aber auch in neuerer Zeit hat er sich dann alle weiteren Beschlüsse vorbehalten. weiter über Hunderte von wichtigen Positionen weg- nur fertig werden, der durch Veranstaltung von Unterrichtstursen und wissenschaftlichen Die Vorbemerkungen sind hiermit erschöpft. Regierung die Verträge fertig präsentieren; wie das Volk dabei Vorträgen dauernd einen ehrenvollen Play in der Dresdener Artikel 1 des Zusatzvertrages sieht eine andere Fassung des fährt, davon will man nichts hören. Heber 1500 Positionen waren Arbeiterschaft bewahrt. Am Abend des Jubiläumstages findet im Artikel 3 des alten Handelsvertrages vor; es ist in der neuen auf diese Weise im Fluge erledigt". Daß die Kommissions: Vereinslokal ein Kommers statt. Fassung von Boden- und Gewerbserzeugnissen die Nede, mitglieder schon physisch außer stande gewesen sind, in einer Nacht während in der alten schlechthin von Waren gesprochen wurde. das ganze riesige Tarifwerk zu bearbeiten und, wie es nötig ist, Als Parteisekretär für Niederschlesien ist in der am Sonntag ab Abg. Speck fieht in der neuen Fassung eine große Gefahr für auch noch anderes statistisches Material zu Rate zu ziehen, ja, daß gehaltenen Bezirkskonferenz in Görlitz Genoffe Stolpe- Altwasser die deutschen Agrarier; Staaten, die mit uns nicht im Handels- bis zu Beginn überhaupt niemand im Besize der autonomen Tarife gewählt worden. Als Siz des Sekretariats ist Görlitz bestimmt bertrags- oder Meistbegünstigungsverhältnis stünden, tönnten der Vertragsländer war, daß selbst jetzt nach vollendeter Beratung" worden. Am 1. April dieses Jahres soll der neue Parteisekretär ihr Getreide nach Desterreich einführen, dort würde es des Vertrages mit Desterreich- Ungarn fünf Sechstel der Kommissions Amt antreten. Die Bezirkskonferenz beschloß, zur Aufbringung gemahlen und ginge num als Gewerbserzeugnis zu dem Vertrags- mitglieder noch nicht im Besiße des österreichischen autonomen der nötigen Mittel die Organisation zu verpflichten, 10 Proz. der zollsag über die deutsche Grenze. Abg. Heyl zu Herrnsheim Tarifes sind, das fümmerte den Borsigenden nicht um so schneller ordentlichen Einnahmen an die Agitationskommission für den Bezirk abzuliefern. schließt sich diesen Bedenken an und verweist auf das Quebrachoholz, ließ sich fertig werden! von dem man nun den Extrakt aus Desterreich oder Italien beziehe Aus Industrie und Dandel. des Zentralverbandes der Schmiede. Deutsches Reich. 2) is Körperverlegungen. Diesmal tam Herr Meine de im Rückfall viel einen Antrag der Ortsverwaltung auf Einführung eines billiger davon. Seine ehrliche Arbeit mit einem Knippel an dem 2okalzuschlages zu Beiträgen in der Höhe von Der Raubzug des Kohlensyndikats wird mit Eile vorbereitet. Schädel eines Streifpostens tagierte der Herr Staatsantvalt auf 5 Pf. pro Woche. Der Antrag wurde schließlich mit Mehrheit Der Bergarbeiterstreit wurde von den Grubenbaronen planmäßig 10 Mark Geldstrafe oder 2 Tage Gefängnis; das Gericht erkannte angenommen. Die hierauf folgenden Wahlen hatten nachmit den schamlosesten Mitteln provoziert, um nach dem erfolgreichen auf 30 Mark Geldstrafe oder 6 Tage. stehendes Ergebnis: 1. Bevollmächtigter Bruns, 2. Bevollm. Beispiel von 1889 eine Steigerung der Kohlenpreise durchzuführen. Rühle, 3. Bevollm. Benthin; Revisoren Weiße, RauschVergeblich versuchte während des Kampfes das Syndikat diese Tat- Achtung, Bautischler! Um weitere Mißverständnisse zu ber- und unt; als Mitglieder der Gauleitung Funt, Weiße, nid und Sevetow; Gewerkschaftskommissions- Delegierte Bruns sache abzuleugnen. Vielleicht nur bei der preußischen Regierung meiden, findet am Sonntag, den 19. Februar, vormittags 10 Uhr, möller, Büschel und Schellhammer. fanden die Syndikatsbeteuerungen Glauben. Jetzt machen die im Gewerkschaftshaus, Saal I, eine Vertrauensmänner- Versammlung Bechenbesizer feine Anstrengungen mehr, um ihre Absichten zu ver- der Bautischler statt. Es ist Ehrenpflicht, daß zu dieser Versammlung Der Deutsche Buchbinder- Verband( 8 ahlstelle Berlin) sette Decken. Mehrere rheinische Blätter meldeten, daß das Kohlensyndikat eine jede Werkstatt einen Vertrauensmann entsendet, um endlich über die neulich vertagte Generalversammlung am 1. Februar beabsichtigt, bei Neu- Abschlüssen für das Geschäftsjahr 1905/06 den von der Kommiffion ausgearbeiteten Tarif Klarheit zu schaffen. im großen Saal von Buggenhagen( Morigplatz) fort. Bytomski hinfort höhere Preise in Anrechnung zu bringen, und Karl Reiche, Obmann. erstattete den Kassenbericht für das 4. Quartal 1904. Die Zentralzwar je nach der Sorte, um 0,50 bis 1 M. Die Tonne. Begründet wird diese Erhöhung durch den Hinweis auf die großen Gewinn Die Differenzen in der Wagenfabrik von Rühe, Enkeplatz 6, find fasse rechnete mit einer Gesamteinnahme von 31 814,16 M. und mit einer Gesamtausgabe von 28 264,59 M. Am Orte blieben 3554,57 M. ausfälle, die den Zechen durch den Ausstand erwachsen sind, und auf beigelegt. Die Vertrauensleute sind wieder eingestellt. Ortsverwaltung Berlin Die Lokalkasse verfügte am Schluß des dritten Quartals über einen die bedeutenden Aufwendungen für Ausbesserungsarbeiten, die jetzt Bestand von 7581,95 M. Dazu tamen als Einnahme im 4. Quartal notwendig werden. Auch auf den Verlust der von der englischen 4598,32 m., was 12 180,27 M. ergiebt. Ausgegeben wurden 5431,10 M. und belgischen Kohle infolge des Ausstandes zurückeroberten Abfazso daß ein Bestand von 6749,17 M. am Jahresschluß verblieb. Der gebiete wird hingewiesen. Das Kohlensyndikat werde schon in den Die Bewegung der Schuhmacher in Weißenfels zur Er- Extrafonds umfaßte beim Beginn des vierten Quartals 19 365,44 m., nächsten Tagen über die Frage der Kohlenpreiserhöhung eingehend ringung eines Lohnvertrages hat nun zum Ausstand geführt. Die Einschließlich dieses Bestandes betrug die Einnahme 21 240,74 m. Bemühungen des Einigungsamtes zur Beilegung des Konfliktes Da aber große Ausgaben für Streits, namentlich für den Lurus. Das" Berliner Tageblatt" bringt nun eine Bestätigung dieser sind gescheitert, da die Fabrikanten sich zwar zu Verhandlungen papierarbeiter- Streit, gemacht werden mußten, so verblieb am Meldung in folgender Mitteilung aus den Kreiſen des Kohlen- bereit erklärten, aber nicht auf der Basis des vorgelegten Lohn- 1. Januar nur ein Bestand von 12 568,39 M., alfo um 7000 m. tarifs. Anerkannt ist der Lohntarif bisher von zehn Fabrikanten. weniger als Ende des dritten Quartals. Die Arbeitslosigkeit ist im " Bei einzelnen Zechenbesitzern, deren Grubenbesitz unter den In den übrigen Betrieben ist der Streit proklamiert, sodaß bis Ende Januar kolossal gewachsen. An Arbeitslosen- Unterstützung wurden Folgen des Streits in technischer Hinsicht besonders start gelitten hat, dieser Woche girta 3000 Berfonen ausständig sein werden. im ganzen vierten Quartal 4220 M. und in dem einen Monat mag der Wunsch nach einer Preiserhöhung vorhanden sein. Doch dürfte dieser Wunsch bei der Mehrheit der im Kohlensyndikate ver Januar allein auch 4173,50 M. ausgegeben, darunter aller dings 700 Mark Lokalzuschlag. Auch die an die weib einigten Zechen auf Widerstand stoßen. Die Preise für die Zeit vom lichen Mitglieder gezahlte Krankenunterstützung ist in die Höhe 1. April 1905 bis zum 31. März 1906 find Ende vorigen Jahres gegangen. Der Redner schlägt vor, daß in den Werkstuben soviel festgelegt worden, eine Abänderung dieser Preisfestsegungen könnte wie möglich für die Unterbringung Arbeitsloser gesorgt werden nur durch die Majorität der Zechenbesitzer herbeigeführt werden." möge. Angesichts der großen Anforderungen an die Kasse ermahnte Die Posse von dem Widerstande der Mehrheit der Zechenbesizer er die Mitglieder aufs ernsthafteste, in jeder Beziehung ihre gegen eine Erhöhung der Kohlenpreise wird bald ausgespielt sein. ftatutarischen Verpflichtungen zu erfüllen. Nur dann seien ihre Rechte In der demnächst stattfindenden Konferenz des Syndikats wird sich gesichert. die Mehrheit von der„ Notwendigkeit" einer Breiserhöhung überzeugen lassen. Das gemeingefährliche Spiel der Kohlenmagnaten ist auf Kosten einer Viertelmillion Bergarbeiter geglückt. beraten. syndikats": Die Schneider in Köln haben beschlossen, den mit ihren Arbeitgebern geschlossenen Tarif zum 1. April zu kündigen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß ein neuer Tarif ohne Kampf zu stande tommt. Rusland. Zehn Lohnkonflikte kamen in der Schweiz im Januar vor und zwar je drei Streiks und Lohnbewegungen, eine Aussperrung und brei Sperren. Es wurden Arbeitszeitverkürzung und Lohnerhöhungen 2c. errungen. Streit der Gelbmetall- Arbeiter in Paris. Ein Telegramm meldet aus Paris: Fast sämtliche Gelbgießer Nach der Aufhehung des russischen Einfuhrzolles auf deutsche des Seine- Departements, etwa 3000 an der Zahl, sind infolge VerKohle für die Dauer von vorläufig vierzehn Tagen ist die Ausfuhr weigerung einer geforderten Lohnerhöhung in den Ausstand geoberschlesischer Kohlen um das Doppelte gestiegen. Nach der treten. Schlesischen Zeitung" werden aus Oberschlesien etwa 300 Waggons In der folgenden Debatte wurden von verschiedenen Rednern für die nächste Zukunft Anträge auf Erhöhung des Beitrages zum Lokalfonds angekündigt. Konrad regte an, der großen Arbeitslosigkeit dadurch entgegen zu wirken, daß die Vertrauensleute in den Werkstätten auf eine Verkürzung der Arbeitsdauer um eine Stunde hinwirkten. Die Revisoren beantragten Decharge und nahmen zugleich Anlaß, einigen unter der Hand berbreiteten frivolen Kohlen pro Fördertag nach Rußland verladen. Die frühere Aus- Ein allgemeiner Schiedsgerichts- und Tarifvertrag für die mechanische Verdächtigungen der Kassenführung energisch entgegen zu treten. fuhr überschritt selten 100 bis 150 Waggons pro Tag. Der KohlenWerkstattindustrie Schwedens Dem Kassierer wurde einstimmig Decharge erteilt, ebenso der vorrat in Oberschlesien kann noch auf etwa 8 Millionen Zentner wird bekanntlich schon seit längerer Zeit vorbereitet. Das Ver- Bibliothekskommission, deren Bericht im gedruckten Jahresbericht geschätzt werden. Dieser Vorrat dürfte angesichts des Fortschritts handlungskomitee, das aus Vertretern der Schwedischen Werkstatt- enthalten ist. Der Bericht der Arbeitsnachweis- Kommission liegt der Verladungen nach Rußland wohl in 14 Tagen erschöpft sein. bereinigung und aus Vertretern des Eisen- und Metallarbeiter- ebenfalls gedruckt vor. Bytomski machte auch diesmal Verbandes, des Gießer- Verbandes, des Holzarbeiter und des Grob- hierzu wieder mehrere Firmen namhaft, welche Kräfte zu zu einem regelrechten Krieg zwischen der Standard Oil Company und Fabritarbeiter Verbandes zusammengesetzt ist, hat seine Ar- nichttarifmäßigen Löhnen verlangten, herunter bis zu 18 Mart und dem Staate kanſas haben die amerikanischen Geseze gegen die beiten jegt soweit vollendet, daß das Uebereinkommen pro Woche. Sogar die Allgemeine Elektrizitäts- Geſellſchaft wollte Trusts geführt. In Ausführung der Geſetze haben die Staats- über die Behandlung von Anträgen und Arbeits- einen Buchbinder für dieſen miserablen Wochenlohn, und zwar will behörden der Standard Dil Company gewisse Beschränkungen ihret it reitigkeiten fertig borliegt und am Sonnabend von sämt- sie dafür einen normalen Menschen, feinen von der Natur stiefTätigkeit im Staate Kansas auferlegt. Die Standard Dil Company lichen Mitgliedern des Komitees, sowie von Hermann Lindquist, dem mütterlich bedachten. Die genannten Firmen wurden von den Verantwortete darauf mit der völligen Einstellung des Verkaufs ihres Vorsitzenden der Landesorganisation der Gewerkschaften und Direktor sammelten mit Pfuirufen bedacht. Petroleums in Kansas für die Dauer der Gültigkeit der Be Bernström, dem Vorsitzenden der Werkstattvereinigung unterzeichnet Es folgten die Neuwahlen zur Ortsverwaltung. Der Vorschränkungen. Die Staatslegislatur hat infolgedessen einen Antrag wurde. Es wird nun den Mitgliedern der betreffenden Organi- figende Brückner, den die Vertrauensmännerfizung wieder zum angenommen, der 20 000 Dollar für den Bau einer Staats- Raffinerie fationen zu endgültiger Annahme unterbreitet werden. Ein Entwurf 1. Bevollmächtigten vorschlägt, lehnte die Wiederwahl ab. Gewählt bewilligt, um rohes Petroleum zu bearbeiten. Der Gouverneur hat des Uebereinkommens ist, wie wir seinerzeit mitteilten, schon im wird zum 1. Bevollmächtigten Schade. Die Wahl des das Gesetz noch nicht unterzeichnet, aber er wird es zweifellos fofort März vorigen Jahres fertig geworden. tun. Es wird beabsichtigt, den durch seine Angriffe gegen die Er ist im wesent- 2. Bevollmächtigten führte zu einer sehr umfangreichen und lichen unverändert geblieben. Der Schlußsatz, der den zeitweise sehr erregten Debatte über die Person des jetzigen Standard Dil Company bekannten Finanzmann Lawson aus Boston Zweck des ganzen Uebereinkommens tennzeichnet, hat folgenden zweiten Bevollmächtigten Hanke. Seine Wiederwahl wurde von einzuladen, nach Kansas zu kommen, um den Kampf gegen die Wortlaut erhalten: seinen Freunden lebhaft propagiert, während von anderen Seiten, Standard Dil Company zu leiten. Auf eine Anfrage hat Lawson bereits telegraphiert, er sei gern bereit, jederzeit nach Kansas zu " Schwedens Werkstattvereinigung und die betreffenden Fach- auch aus dem Kreise der bisherigen Ortsverwaltung und von Mit verbände, die sich beiderseits darüber einig sind, daß das gliedern des Zentralvorstandes, der jetzt seinen Sitz in Berlin hat, tommen, um gegen den Feind zu kämpfen". Vereinigungsrecht in jeder Hinsicht unverleg eine Reihe von Bedenken dagegen geltend gemacht wurden. Das lich sein soll, sowohl für die Arbeitgeber und Resultat war die Wahl Brucks' zum zweiten Bevollmächtigten. Arbeiter wie für ihre Organisationen, verpflichten( Stimmnenverhältnis: 217 zu 190.) Ferner wurden gewählt zum sich durch Unterzeichnung des vorstehenden Uebereinkommens, ersten Schriftführer Kahlow, zum zweiten Schriftführer se I oppe, zu gemeinsam dafür zu wirken, daß ruhige und stabile Arbeits- Beisigern die Kolleginnen Lorber und Koppehet sowie die Kollegen verhältnisse innerhalb der mechanischen Werkstattindustrie bestehen Fritsche, Herzog und Maß. In die Bibliothekskommission bleiben sowie dafür, daß die den erwähnten Organisationen an- wurden wieder Paul Hoffmann und Schmidt und die gehörenden Mitglieder und Unterabteilungen dem Uebereinkommen und den damit getroffenen Abmachungen und Beschlüssen genau nachkommen, so daß störende Unterbrechungen durch Arbeitseinstellungen, welcher Art sie auch sein mögen, in Zukunft so viel wie möglich vermieden werden." Gewerkschaftliches. Das Gewissen des Kammergerichts. Verfammlungen. Kollegin Oppentowsky gewählt. Gegen 121 Uhr wurde die Generalversammlung abermals vertagt, da noch wichtige Punkte der Tagesordnung zu erledigen sind. Das Resultat der per Stimm zettel vorgenommenen Revisorenwahl war beim Schluß der Ber fammlung noch nicht festgestellt. Die VorDas Berliner Landgericht Il hatte den Arbeiter T. auf Grund des§ 153 der Gewerbe- Ordnung zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt, weil es für festgestellt erachtete, daß T. zur Zeit, als er streifte, einem Arbeitswilligen zugerufen habe: Streitbrecher, Schuft, Lump, Du bist nicht einmal wert, daß man Dich schlägt". Das Kammergericht als Revisionsinstanz hob dies Urteil auf und verwies die Sache Daß ein derartiges Uebereinkommen der Industrie zu großem Zentralverband der Zivilmusiker. Die Ortsverwaltung Berlin zu nochmaliger Verhandlung und Entscheidung an das Land- Vorteil gereichen muß, ist selbstverständlich. Unsere Berliner Metall- hielt am 24. Januar ihre ordentliche Generalversammlung ab. Nach gericht zurück, indem es ausführte: Die Feststellungen industriellen könnten sich daran ein Beispiel nehmen. Die An- dem der Kassierer Gartmann den Kassenbericht vom 4. Quartal des Landgerichts gingen dahin, daß Angeklagter den erkennung des Uebereinkommens durch die Organisationen wird verlesen hatte, erstattete der erste Vorsitzende Tie den Jahresnoch vor Ablauf dieses Monats erwartet. Sodann wird das Ver- bericht des Vorstandes von 1904. Hervorzuheben aus demselben Arbeitswilligen habe zur Teilnahme am Streit bewegen wollen handlungskomitee von neuem zusammentreten, um über die Fest ist, daß 19 Versammlungen stattfanden. Der Vorstand hielt 43 und daß er sich dabei ehrverlegender Worte und Drohungen jetzung von Minimallöhnen und die Ordnung er Sigungen ab. Eingetreten find 100 Mitglieder, ausgetreten 22, bedient habe. Das sei das Vergehen des§ 240 des Straf Lehrlingsverhältnisse zu beraten. Mit der Ausarbeitung gestrichen wegen rückständiger Beiträge 79 Mitglieder, ein Mitglied gesetzbuchs( Nötigung). Zu Unrecht habe das Landgericht von Vorschlägen dazu ist ein fleines Subkomitee betraut, das aus ist gestorben. Die Lokalkasse hatte eine Einnahme inklusive Bestand diese Strafvorschrift nicht beachtet. Sie sei nicht milder, denn ie einem Vertreter der Parteien und einem Unparteiischen besteht. aus dem Jahre 1903 von 1277,71 M., eine Ausgabe von 1043,84 m. das Maximum sei ein härteres; andererseits aber lasse sie im Der Bestand betrug Ende 1904 233,87 m. Die UnterstüßungsGegensatz zu§ 153 der Gewerbe- Ordnung Geldstrafe zu. tasse vereinnahmte 286,43 M., verausgabte 115,00 M., der Bestand Schon wegen Nichtbeachtung des§ 240 des Strafgesetzbuchs ist ultimo 1904 171,43 M. Die Sterbe- Unterstüßungstasse hatte müsse Zurückverweisung an die Vorinstanz erfolgen, indessen Der Zentralverband der Zimmerer( Bahlstelle Berlin) hielt am eine Einnahme von 463,25 M., eine Ausgabe von 215,00 m., der auch noch aus einem anderen Grunde. Die Feststellungen Sonntag im Gewerkschaftshause seine Generalversammlung ab. Den Bestand ist 248,25 M. Außerdem befindet sich ein Anteilschein über des Landgerichts seien ungenügend. Es sage, Vorstands- und Geschäftsbericht für das verflossene Jahr, der bereits 500 M. am Berliner Gewerkschaftshause in Händen des Stassierers. 154 Schriftstücke, ungerechnet Offerten usw., sind eingegangen. hier ständen sich gegenüber ein Streifender und ein Arbeits im Vorwärts" besprochen wurde, erstattete der Borsigende Witt. williger, also wäre ohne weiteres zu schließen, daß An- Nachdem die Geschäftsführung des Vorstandes einstimmig gut- Abgesandt sind 68 Schriftstücke wichtigen Inhalts, 3100 Ladungen Der Arbeitsnachweis geheißen worden war, erfolgten die Wahlen mit nachstehendem zu Versammlungen und Vorstandssitungen. geklagter durch seine Aeußerungen den Arbeitswilligen habe Ergebnis: 1. Borsitzender Witt, 2. Vorsitzender Reimann, vermittelte 199 Geschäfte, bei welchen 893 Personen beschäftigt zum Mitstreifen veranlassen wollen. Eine solche Schluß- 1. Kassierer Wellsow, 2. Kassierer tube, 1. Schriftführer waren, die eine Einnahme von 7326,30 M. erzielten. folgerung sei aber keine genügende Feststellung. Es sei sehr Bergemann, 2. Schriftführer Heinrich Schulz, Re- standswahl Resultat: ergab folgendes erster Vorsitzender: wohl denkbar, daß ein Streifender einen Arbeitswilligen aus visoren Kirchhoff, Engelhard nnd Büttner, Ron- Rud. Tie, ziweiter Vorsitzender: Paul Blanschefsti, erster bloßem Uebermut beschimpfe. Dann käme natürlich weder trolleure Salewski und Mucha, stellvertretendes Mit Schriftführer: Fr. Sissel, zweiter Schriftführer: Karl Rober, § 153 der Gewerbe- Ordnung noch§ 240 des Strafgesetzbuches glied der Achtzehner- Kommission Friz Schulze. Hierauf Kassierer: Gust. Gartmann, Beisitzer: Hermann Irrgang. Dazu Zum Arbeitsvermittler wurde Rob. Müller gewählt. Sämtliche zur Anwendung. Das Landgericht hätte sich darüber aus- wurde in die Beratung des Regulativs eingetreten. Die Wahlen der übrigen Ver= sprechen müssen, wieso denn die inkriminierten Aeußerungen der beschließenden Zahlstellenversammlung dahin abzuändern, daß waltungspersonen erfolgen in der nächsten Versammlung. Hierauf lag ein Antrag aus dem 9. Bezirk vor, die jetzige Zusammensetzung Personen sind wiedergewählt. des Angeklagten den Arbeitswilligen beeinflussen sollten, sich an Stelle der vierteljährlichen Delegierten- Versammlungen wieder verlas der erste Vorsitzende den Maifeier- Bericht 1904. Nach demdem Streit anzuschließen. Darüber habe sich aber das Land- allgemeine Mitglieder- Versammlungen eingeführt würden. Dieser selben wurden von der Ortsverwaltung Berlin 34 Geschäfte aus gericht mit feiner Silbe ausgelassen. Auch in dieser Richtung Antrag, der schon vorher in allen Bezirken mit Ausnahme des zehnten geführt, wobei 384 Personen beschäftigt waren. Die Einnahme war müsse eine Nachprüfung erfolgen. abgelehnt worden war, wurde auch hier mit allen gegen 16 Stimmen ver- 3564,50 m. Durch die Kontrolle wurden außerdem 5 Geschäfte Wir sind nicht im Zweifel, daß das entwickelungsfähige worfen, weil, wie betont wurde, die Zusammensetzung der beschließenden ermittelt, bei welchen 99 Personen beschäftigt waren, die eine EinKammergericht, wenn nur die Vorinstanzen mit genügender außer- mäßigen Kammergericht, wenn nur die Vorinstanzen mit genügender Versammlung durch Delegierte als ein bedeutender Fortschritt gegen- nahme von 934,50 M. erzielten. 28 Geschäfte wurden zu tarifs Ueberzeugungstreue daran festhalten, ebenfalls bald zu der über dem früheren System zu bezeichnen fei und bisher außer- mäßigen Preisen ausgeführt, 10 erzielten Uebertarif. ordentlich günstig auf die Entwickelung und Kräftigung der Organi- Hohen- Schönhausen. Seit Jahren die erste Volfsversammlung. Ueberzeugung kommen wird, daß ein Streifender ohne fation eingewirkt habe. Sodann wurde folgender Beschluß gefaßt: Am Sonntag waren aus den umliegenden Orten die Landarbeiter, weiteres Arbeitswillige durch unvorsichtige Worte zum wird bei Streiks und Aussperrungen in anderen Berufen die zum Teil mit ihren Frauen, in dem bisher gesperrten Lokale bon Mitstreifen veranlassen will. Wo ist die Zeit, in welcher das Bahlstelle Berlin von den betreffenden Organisationen um luterſtüßung Schulz in Hohen- Schönhausen versammelt, um den Vorschnitter Kammergericht Streitposten gegenüber tatsächliche Fest- angegangen, so ist der Vorstand berechtigt, Unterstützung in der Höhe Schmidt- Sonnenburg zu hören. In schlichten Worten stellte der stellungen über Handlungen verlangte, die geeignet von 25 Pf. pro Kopf der Ausständigen zu bewilligen. Die zu ge- Redner die Rechtlosigkeit und die unmenschliche Lage des ländlichen wären, die öffentliche Ruhe und Ordnung zu ge= währende Summe darf jedoch den Betrag von 3000 m. nicht übersteigen. Gesindes, der Lohnarbeiter und der Saisonarbeiter an der Hand fährden? Heute genügt es, wenn ein Schuhmann an Eine weitergehende Unterstützung fann nur von der Rahlstellen- eigener Erfahrung und Anschauung dar. Die Versammelter, folgten fährden? Heute genügt es, wenn ein Schuhmann an Bersanmmlung beschlossen werden." Zum Schluß gab der Vorsitzende dem Redner mit sichtlichem Interesse und bekundeten ihm durch ge nimmt, daß ein Streikposten ohne weiteres geeignet sei, noch bekannt, daß für Wilmersdorf ein neuer Bezirk gegründet legentliche Zwischenrufe und lebhaften Beifall am Schlusse seiner die Ruhe und Ordnung zu gefährden. Dann hat sich kein worden ist und sich die Zahlstelle jetzt aus 23 Bezirken zufammensetzt. Nede ihre Zustimmung. Eine furze Diskussion folgte dem Vortrage. Gericht der Welt auch das Kammergericht nicht- den Der Verband der Fabrik-, Land- und Hülfsarbeiter hielt am Hoffentlich wird nun das in der Berlinerstraße belegene Lokal Kopf darüber zu zerbrechen, wieso denn ein Streifposten die Sonntag im Englischen Garten" eine gut befuchte General auf die Dauer zur Verfügung stehen! Ordnung gefährde. versammlung ab. In seinem Vorstandsbericht wies der Bevoll mächtigte Bruns besonders auf die erfreulichen Fortschritte der Deutschlands, Bezirk Berlin. Donnerstag abends 9 Uhr: Sigung in den Zentralverband der Handlungsgehülfen und Gehülfinnen Bahlstelle hin, die jetzt 1566 männliche und 82 weibliche Mitglieder Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Gäste find willkommen. Als Vertreter der ehrlichen Arbeit mit voll entrichteten Beiträgen zählt. Gegenwärtig nimmt der VorDie Ortsverwaltung. bezeichnete gestern in Moabit der Staatsanwalt den berühmten Herrn stand eine Statistit über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Meinecke aus der Alexanderstraße, dessen Tätigkeit zum Teil darin Berliner Gummiarbeiter auf. Den Kassenbericht pro 4. Quartal 1904 Donnerstag, abends 8%, Uhr, im Englischen Garten", Alexanderstr. 270: gab Rühle. Vereinnahmt wurden 5535,98 M., verausgabt Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Lokalverwaltung bestand, Arbeiter über den Kopf zu schlagen, die ihre Kollegen vor 1965,82 m. An die Hauptkasse wurden abgeführt 2892,53 m., und Anträge. 2. Bericht des Vertreters zur Gewerkschaftskommission. Die Lokalverwaltung. dem Streikbruch bewahren wollten. Wegen einer ähnlichen ehrlichen so daß ein Barbestand von 677,63 m. verblieb. Die örtliche Arbeits- 3. Verschiedenes. Erscheinen aller erwartet Berliner Naturheilverein II. Arbeit, die er unvorsichtigerweise nicht an Streifpoften beging, wurde losen- Unterstügungstasse wies eine Einnahme von 5785,70 M. und Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee 11/12: Bortrag des Herrn Gerling Freitag abenis 82 Uhr im Herr Meinecke schon einmal zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. eine Ausgabe von 365,95 M. auf; mithin verblieb ihr ein Bestand über: Die Naturheilkunde eine neue Weltanschauung. Diskussion. Gäste Das Gericht rubrizierte die ehrliche Arbeit damals unter die schweren von 5419,75 M. Eine rege Debatte entspann sich sodann über willkommen. Berlin und amgegend. " " Zentral- Verband der Konditoren, Mitgliedschaft Berlin. Heute, V 1 Fl.( 3 Lt.) verkauf im Einzel- 30 Pf. 1/2 Fl.( Lt.) 20 Pf. Pro Flasche 10 Pf. Pfand extra. In allen einschlägigen Geschäften zu haben, da überall Wiederverkaufsstellen eingerichtet werden. Ueberraschend tvirkt bei Husten, Heiserkeit, Hals-, Bruft- u. Lungenleiden, Verschleimung, Asthma 2c. 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Gemeinde- Grundsteuer: 22 Millionen Mark, Gewerbesteuer: 91 Millionen Mark, Warenhaus- Steuer: 3/4 Millionen Mark, Einfommensteuer: 3134 Millionen Mark, Hundesteuer: 644 050 Mart, Braumalzsteuer- Buschlag: 4 Millionen Mark, Betriebssteuer: Den Alkoholtenfel Lifte 4817, d. Streit 10,50. Verb. d. Städt. Arbeiter, Seft. II, a. 2. hatten wir vor einiger Zeit gemeldet, daß der Plan, die bis 293 000 Mart, Wanderlager- Steuer: 600 Mark und Umsatzsteuer: pläge, Liste 2210 11,30. Seft. V, Straßenreinig., a. L. 97,95. Sett. XVII, zu oft wiederkehrenden Asylisten an die Polizei künftig auch Kapital- und Schuldenverwaltung: 161 Millionen Mart, beim ( dar. Lifte 2073, Verein. Chem. Werte 12,-) 69,95. Geft. VIII, Sohlen: her nur an Wochentagen geübte Sitte der Ueberweisung der 5 Millionen Mark, zusammen 70 690 000 Mart. Ferner sind bei der Kämmerei in Einnahme gestellt 907 000 M., bei den Werken 9 200 000 m., Heilft. Lichtenberg, Lifte 2289 21,80. Desgl., Weibl. Person. Jrrenanst. Herz- auf den Sonntagmorgen auszudehnen, sofort nach dem Unterricht: 3 Millionen Mart, beim Armentvesen 1 Millionen berge, Liste 2257 15,70. Desgl., Person. Buhlgarten, Lifte 2259 14,35. hierüber gefaßten Beschluß zur Ausführung gekommen sei. Mart, bei der Krankenhaus- und öffentlichen Gesundheitspflege: Seft. XV, Gärtner u. Bartarb., Lifte 2252 18,50. Desgl., Lifte 2254 5,30. Desgl., Lifte 2256 12,85. Seft. XV., B. d. Gärtnern im Friedrichshain, Die Sonntagsüberweisungen hatten am legten Sonntag des 3 Millionen Mark, bei der Parkverwaltung: 25 700 Mart, beim Liſte 2253 23,02. Desgl.. Arb. d. städt. Steinpläge, Lifte 2255 10,55. Buber November mit einem Massenschub begonnen und wurden dann Bauwesen: 13 Millionen Mark, bei den Verwaltungskosten: Kolonne Raichle, Beter I u. II 12,-. Hausbruckerei d. Anilinfabr. Treptow, im Dezember fortgesetzt. Ueber die Dezemberfrequenz des 1 Millionen Mark, bei der öffentlichen Straßenbeleuchtung und 2. Rate 5,15. Lifte 2644, Pianofabr. Lochom u. Zimmermann, Straußberg, 2. Rate 24,55. Tischl. b. Schmoller u. Fabian, Straußberg, 2. Rate Obdachs liegen jetzt amtliche Nachweise vor, und man fann Reinigung: 133 750 Mart und bei verschiedenen Einnahmen 10,05. Lifte 2646, Tischl. D. Münch, Straußberg, 2. Nate 4,40. sich nunmehr aus ihnen ein Bild davon machen, wie rasch werke 2c.): 133 Millionen Mart. Diesen Einnahmen stehen folgende ( Renten und Beiträge der Straßenbahnen, Elektrizitätswerke, GasTischlerei Lochow Liste Reform" gewirkt hat. 2647 Liſchlerei Lieſegang, Straußb., 2. Rate 6,15. Lifte 2648 Lifchlerei pie auf hinausgraulung der Stammgäste abziehlende Ausgaben gegenüber: rund 178 000 Mart bei der Stämmerei, 2½ Will. 20,75. Diese Hielscher u. Gudden, Straußb., 2. Rate 9,60. Lifte 7489 Tischlerei Biemanszig" Mark bei den städtischen Werken, 14 Millionen Mark bei den 5,80, 2ifte 8746 Lederfabr. Salomon, Rigdorf 14,50. Liste 2650 Möbelfabr. In unserer legten Betrachtung über dieses Thema hatten Steuern, 21 Millionen Mark bei der Kapital- und Schuldenverwaltung, Lewins Bwe., 2. Rate 9,15. Lifte 8532 Bildhauer- Atelier B. u. St. 10,25. wir gezeigt, daß bisher die Abteilung für nächtlich obdachlose 25% Millionen Mart beim Unterricht, 15% Millionen Mark beim Lifte 9447, Automobilfabrik Boes u. Co. 13,- Techn. Hülfspersonal d. F. Männer in den Nächten vor den Sonntagen gewöhnlich Armentesen, 10% Millionen Mark beim Krankenhaus- und öffentAshelm, 4. Rate 45.10. Lifte 9203, Personal d. Fr. Schirmerschen Buchdr., 4. Rate 19,65. 8528 7,- Lifte 8529 Buchb. Abt. II Firm. Raschig 13,95. 300-500 Mann mehr als in den Wochentagsnächten zu lichen Gesundheitswesen, 1 Million Mark bei der Bart- Verwaltung, Lifte 8221 Geh. d. Galvanopl. 6,20. Spar- u. Kreditverein„ Eiche" 5,- beherbergen gehabt hatte. Auch am letzten Novembersonntag 274 Millionen Mart beim Bauwesen, 1334 Millionen Mart bei den Buchdr. b. Ad. Riefenstahl 2,50. Liste 8894 Rauchflub Rübezahl" u. Kr.- war es noch so gewesen. Dagegen wies bereits der erste 51%, Millionen Mart bei der Straßenreinigung und 3%, Millionen Verwaltungskosten, 7 Millionen Mark bei den Polizeikosten 2c., Turnverein Hoffnung" Maskenball 15,25. Liste 8895 M. u. G., Saal 117 Schraubendr., 4. Rate 31,75. Liste 4651 Tischl. b. Bartel 5,30. Liſte 4653 Sonntag des Dezember eine nur um 37 Mann höhere Mart bei dem Kapitel über verschiedene Einnahmen. 12,10. Liste 4654( verloren) 1,50. Gtui- Arb. b. Tinius 9,20. Liite 8550 Buchdr. Frequenz auf als der Durchschnitt der sechs vorhergehenden b. Schenk Nachf., P. M. Weber 13,10. Bautischl. b. Bell, Friedenau 6,40. Wochentage. Offenbar hatte es sich in den Kreisen der Obdach8,-. Liste 8537 Lithographie B. Hagelsberg 17,65, Liste 6971 Anschl. u. Schlosser losen rasch herumgesprochen, daß fortan auch am Tag des scheinen auch die preußischen Minister in gar zu gruseliger Gestalt b. Klemm, Friedenau 48,- Liste 7984 Bronzewaren- Fabr. Klinke u. Co. 14,10. Liste 8861 Tischt. b. Schulz u. Co. 4,85. Lifte 8836 Stockfabrik Gebr. Herrn", am Sonntag, verschoben" wird, und so hatten viele, zu sehen. Der Kultusminister, der Minister des Innern und der Goldmann, 4. Rate 10,95. Liste 7194( berloren) Deutsche Telephon- W. vorm. die schon zu oft im Obdach genächtigt hatten, aber gern noch Minister für Handel und Gewerbe haben an die Oberpräsidenten Stod, Saal 20 12,60. Buchdruckerei P. Stankiewicz, 4. Rate 12, die Freinacht benutt hätten, es vorgezogen, dem Obdach fern- einen gemeinsamen Erlaß gerichtet, in dem um ein Gutachten über Töpfer Bau Frohmann, Neinidendorferstr. 8,50. Bautischl. C. Richter, Wolland- u. Hennigsdorferstr. 17,40. Möbelpol. d. Möbelfabr. Stern, zubleiben. Aehnlich stellte sich am nächsten Sonntag der Mißstände im Flaschenbierhandel, die in einem an die 4. Rate 8, ifte 8631 11,75. Tischl. b. 2. Straft, 4. Rate 6,80. Liste Frequenzunterschied gegenüber dem Durchschnitt der ab- Regierung gelangten Berichte namentlich hinsichtlich der Verleitung 8554, Dreherei 1. Spiralbohre, Köpeniderstr., 3. Rate 12,05. Buchdr. Siegfr. gelaufenen Woche auf 60 Mann. Die Frequenz des dritten der gewerblichen Arbeiter zur Trunksucht behauptet worden war, und Scholem, 4. Rate 33,35. Maler Bau Kurfürstendamm 199 ut. Sächsische Sonntags aber fiel so gering aus, daß sie sogar um 76 Mann der Einführung einer von dem Bedürfnis abhängigen gegebenen Falles auch um eine Aeußerung über die Zweckmäßigkeit straße 75, 3. Rate 12. Riftenfabr. Th. Adolf, Rummelsburg, 4. Rate 13,55. Lifte 8641, Mechan. H. Haitmann 25,70. Liste 5217, Sportbörse Schneider hinter dem Durchschnitt der Woche zurückblieb. Konnte man Erlaubnis zum Flaschenbier handel ersucht wurde. Dieser 7,30. Lifte 8643, Knopffabr. Hamann Schlosser Deite, 4. Rate 12,70. Lifte einen rascheren Effekt wünschen? Ministerialerlaß ist von den Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft 4097, Bau Glogauerstr. 21,20. Lifte 7863, Bergmann, Abt. Lichterfeld u Mehr ließ sich durch das neue Hinausgraulungsmittel im zum Gegenstand der Beratung sowohl mit Sachverständigen außer Frante, 3. Rate 28,50. Arb. v. F. Pintsch, 4. Rate auf Listen 8862, 63, 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71, 72, 73, 74 171,35. Liften 2771, 72, b. Lietajch Dezember zunächst nicht erreichen. Der vierte Sonntag war nämlich halb und innerhalb des Kollegiums gemacht worden. Dabei ist die 34,20. Lifte 8393, d. Mayer 38,95. Statti. b. Harmlojen Zeltowerstr. 4, erster Weihnachtsfeiertag. Da scheint sich aber in die maß- Ueberzeugung zum Ausbruck gekommen, daß, soweit Berlin und Einige Spandauer Arb. 4,50. B. C. Hopfenblüte 5,- Lifte 7476, Tischt gebenden Schädel doch das Empfinden hineingeschlichen zu feine Vororte in Frage kommen, kein Grund vorliegt, durch irgend b. Bw. Eichel 7,- Lifte 8886, Pianomech. Fabr. Köhler, Bohrer- Saal, haben, daß es ein wilder Hohn auf alle Menschlichkeit wäre, eine Maßnahme auf eine Einschränkung des Handels 4. Rate 11,45. Riften 8883, 84, desgl., oberer Saal, 4. Rate 25,15. Lifte 9208, Wertstuben Töpfer E. Schaffel 6,50. Lifte 5652, Malergeb. bei wenn man am Heiligabend den durch die übliche Weihnachts haben, daß der Absatz von Flaschenbier sich in den Händen weniger, 5. Eftorff, Stegligerstraße 7,90. Arbeiter bei Siemens- Schudert, Charlbg., feier in das Obdach hineingelockten Obdachlosen unterm bevorzugter Händler tonzentrierte, unter schwerer Schädigung aller Lifte 195,7 Abt. 84 38,- Lifte 1933, Abt. Arnold 20,15. Lifte 5620, Abt. 1 Lichterbaum vom Frieden auf Erden" erzählen und hinterher übrigen Materialwaren-, Grünfram- und Vorkosthändler usw., deren 9,- Lifte 5630, Abt. 38 13,30. Liste 5631, Abt. 54b 16,65. Liste 5634, gibt. 19 30,50. Liste 5637, Abt. 10 8,50. Lifte 5638, abt. 64 9,20. Lifte 5642, am Weihnachtsmorgen die unverbesserlich obdachlosen Stamin- Absatz infolge dieser Maßnahme auch in allen anderen Artikeln ihres Abt. 12 30,- Liste 5653, 6t. 85 33,75. Lifte 5654, Abt. 77b 7,75. Liste gäste taltherzig der Polizei überliefern wollte. Ob auch die Betriebes zurückgehen würde, da die Hausfrau natürlich nach Mög5657, bt. 89, 3. Rate 14,50. Lifte 5662, Abt. 78 17,75. Liste 5667, Abt. 11 Obdachlosen selber herausgefühlt haben, daß man bis zu lichkeit ihre Waren für die Haushaltung nur bei einem Händler ein16,80. Lifte 5673, Abt. 12 29,05. Lifte 5675, Abt. 85, 4. Rate 29,10. Liste solcher Schmach nicht hinabsteigen würde, oder ob es ihnen aufaufen wünſcht. Wenn die Schilderungen, die in dem Minister8749, 50 Buchb. b. Kämmerer, Kochstr., 4. Rate 24,35. Lifte 5885, Fliesenleger Firma Hörnide 9,50. Druder der Berl. Musikalien- Druderei d. Jacobsen schon vorher angekündigt worden war, daß zu Weihnachten restript von den Haushaltungen der Arbeiter entworfen Liste 7119, Stabellaften St. W. D. 11,50. Lifte 7127, Goldbach 4,75. die alten Freinächte wieder hergestellt worden, das entzieht worden sind, für Berlin zuträfen, dann müßte der Konsum von Lifte 7128, Werkzeugbau N. A. G. 9,-. Lifte 7138, Telephontabelsaal sich unserer Kenntnis. Genug, am Heiligabend und Flaschenbier zugenommen haben. Es ist aber trotz der Zunahme K. 28. D. 20,25. Lifte 7143, Drahtzug Berkenhoff St. B. D. 25,75. Liste Abend des ersten Feiertages fanden sich wieder je 500 Gäste 725 815 hektoliter Flaschenbier abgefett, 1902/03 aber mur 677 932 der Bevölkerung ein Rüdgang eingetreten. 1900/01 wurden 7144, Stangenzug Berkenhoff K. 2. D. 7,10. Liste 7145, Abt. Berkenhoff R. 2. D. 19,75. Lifte 8024, Kupferwalzwert.. D. 23,90. Liste 8011, mehr ein als an den vorhergehenden Wochentagen. Und am hektoliter, also 47 883 Heftoliter weniger. Da es sich nun hier um Meffinggieß. S. 2. D. 16,55. Lifte 8012, Meffinggieß...D. 16,10. Lifte 8021, ersten und zweiten Feiertag wurde dann wirklich niemand einen neuen und empfindlichen Eingriff in die Gewerbefreiheit 26,60. Lifte 8022, Reparatur D. M. W. K. W. D. 16,30. Lifte 8023, Reparatur verschoben". handelt, so empfiehlt es sich, auf der Hut zu sein. Schloffer M. W... D. 18,85. Lifte 8030, Werkzeugbau.. D. 16,35. Lifte 8031, Segmentschneiderei K. W. D. 9,40. Liste 8032, Schnittbau M. W. Ueber das Ergebnis dieses ersten Monats nach der Freinacht- Auch wir unterschätzen die durch den Alkohol bewirkten SchädiSt. 23. D. 12,10. Lifte 8042, Reparatur Auto N. A. G. 8,50. Lifte 8045, beseitigung las man im Januar in der bürgerlichen Presse gungen gewiß nicht, glauben aber ebenfalls, daß Maßnahmen gegen Revolver Auto N. A. G. 12,- Lifte 8046, Dreher Auto N. A. G. 13, eine aus dem Rathaus stammende Notiz. Bei den Sozial. Es scheint übrigens, daß die preußischen Minister mir die Schädiden Flaschenbierhandel das nut loseste wären, was geschehen kann. Liste 8066, Affumulatoren- Bert Pflüger 8,25. Geburtstagstisch b. Scholz, demokraten entrüste man sich über Einführung der Sonntags- gungen an Vermögen durch den Alkohol ins Auge fassen und nicht die Dber- Schöneweide 4,- Lifte 4242, Bodenleger von Ziegelmann 16, Lifte 4253, d. Berger, Restaur. 7,25. D. G., 5. Rate 1000,- Fabritarb. fontrolle. Wie notwendig diese ist, ergibt die Nachweisung, Schädigungen an geistiger und körperlicher Gesundheit. Anderenfalls Berband Bahlst. Belten, 4. Rate 90,10. Arb. Beerdigungsverein Marien- daß täglich, mit Ausnahme der Weihnachtsfeiertage, im ver- wäre es Christenpflicht der Minister, in Polizeiberordnungen auch dorf 14,75. H. Lambrecht, Bädermeister, Rintelen a. d. Weser 10, gangenen Monat 25-30 Personen zur Polizei geführt werden einem etwaigen Zuviel im Sett- und Rheinwein- Genuß zu Zentr.- Berb. d. Brauereiarb. Bahlst. Kulmbach 80,- Möbeltischl. b. Lütte, mußten, darunter solche, die seit längerer Zeit gesucht wurden, steuern. Denn es ist bei der Gleichheit vor dem Gesez, die laut Banton 25,-. E. E. M. 20,05. Gesangver. d. Zimmerer, 2. Rate 10, Arb. d. A. E. G., Schlegelstraße 12,35. Raucht. Behlendorf" Freiheit II", entflohen oder der polizeilichen Aufsicht unterstellt waren und M. d. A. R. B. 7,70. Bautischlerei Gring, Wölff u." Co. 12,20. fich dieser entzogen hatten. Im ganzen wurden nicht weniger Bentral- Berband der Töpfer Filiale Neuenhagen, 3. Rate 15, ifte 7899, als 775 solcher Personen polizeilich sistiert, weil sie Willi Wiesenthal 20,25. Solidarität", Münster in Westfalen 2, Karl Brunton, Birkenstr. 11 6,-. Schafkopftisch Weißenseer Mühle 3, was auf dem Kerbholz hatten." Weil sie was Gasarbeiter aus der Rüderstrafte 2,10. 2ifte 2463 d. Meint, Ober- Schöne auf dem Kerbholz hatten! Der fatte Bürgersmann Die Beteiligung an dem geplanten Kinderhülfstag haben mehrere weide 9,45. Liften 6994, 95, gef. i. d. F. Kunheim 22,85. Lifte 6996, wird aus diesem Klug gewählten Ausdruck den Schluß gezogen Vereine endgültig abgelehnt. Zu diesen gehören der Verein der S. B. D. Weichgummi d. Herhes 18,45. Lifte 6997, K. W. D. Versand d. Herbes 10,40. Lifte 6998, S. 28. D. Papierrohr d. Heryes 26,60. Geburts- haben, daß alle 775 sich eine mehr oder weniger schwere Berliner Ferienkolonien, der Verein„ Mädchenhort" und der Verein tagsfeier b. Diesner d. Scheel 3,60. Lifte 1207, Gießerei Gebauer 18,40. Gesegesverlegung hatten zuschulden kommen lassen, während für häusliche Gesundheitspflege. Liste 1208 d. Büttner 15, Liste 1218, Schlofferwerfst. Philipp u. Fun! sie in Wirklichkeit nur deshalb der Polizei überliefert wurden, 9; 50. Liste 1220, Eisengießerei Sentier 3,15. Liste 1225, Eisengießerei Festnahme eines Hehlers. Eine Fundgrube für die Kriminal Stübnemann 28,75. Rifte 1227, Gißengießerei Hartung, Prenzlauer Allee weil sie schon zu oft im Obdach genächtigt hatten. Gewiß polizei ist die Gegend der Pfandkammer in der Schönhauserstraße. 19,10. Lifte 5512, A. E. G. d. Schulz 8,10. Liste 5504, Stahlgießerei wird mancher auch noch aus anderen Gründen die Polizei zu Dort treiben Hehler und Diebe oft ungescheut einen schwunghaften Archimedes 14,55. Liste 5505, Etfengießerei Schönings 21,-. Liste 5509, fürchten gehabt haben, die meisten aber hatten sicherlich nichts Handel, und manche Beobachtung, die hier gemacht wurde, führte Eisengießerei Arndt 32,10. Lifte 1230, Eisengießerei Siemens, Banton anderes auf dem Kerbholz" als ihre Obdachlosigkeit. fchließlich zur Aushebung ganzer Verbrecherneſter. Die Sehler 27,55. Berb. d. Schneider, Fil. Berlin, fonto a. 2. 150,-. Urb. der deutschen Waffen- und Munitionsfabrit, 4. Rate, Lifte Den Persönlichkeiten, die über das städtische Obdach zu suchen sich in der Regel damit herauszureden, daß sie behaupten, die 1885, Abt. Hachmann 26,20. Lifte 7266, Abt. Büttner, Schleiferei entscheiden haben, ist durchaus damit gedient, wenn der fatte sie faufen, und zahlen daher auch durchweg so niedrige Preise, daß Spitzbuben nicht zu kennen. Aber sie wissen ganz genau, von wem 14,-. Lifte 7281, Abt. Göße 11,50. Lifte 7282, Abt. Werkzeugbau 13,10. Bürgersmann in der Ansicht bestärkt wird, daß da draußen für die Diebe meist nichts herauskommt. Jetzt wurde wieder ein Lifte 7283, Abt. Hitler 8,60. Lifte 8922, Abt. Bahr 13,75. ifte 8923, bt. in der Fröbelstraße eigentlich nur einer Rotte arbeitsscheuer Mann gefaßt, der die Hehlerei im großen betrieb, ein Handelsmann Werkzeugb. 23,30. Liste 8924, desgl. 38,30. Liste 8926, Abt. Rentsch 11,75. Lifte 8931, Abt. Werkzeugbau 44,05. Liste 8933, Abt. Lindner 3,40. Lifte und verbrecherischer Elemente ein erwünschter Unterschlupf Julius Marcus, dessen Absatzgebiet besonders die Provinz Posen ist. 1883, H. Gröschel, Turmstraße 10,20. Hausdiener u. Kutscher d. Handtuch bereitet ist. Die bürgerliche Klasse leiht solcher Stimmungs- Er kaufte alles; es gibt nichts, für das er keine Verivendung gehabt verleih- Inftituts Leop. Fiegner, 2. Rate 20,- Desgleichen, 3. Rate 20, mache auch willig das Dhr. Zwar steckt unter den ehrsamen hätte. Trotz des großen Umfanges feiner Geschäfte aber wollte es Zentralverband d. Töpfer Deutscht, Fil. Berlin, auf Rifte 1611 4,50. 1628 2,50. 1644 19,30. 1647 5,15. 1650 11,-. 1651 4,85. Sentralverband der Handwerksmeistern des freisinnigen Bürgertums" und des nicht gelingen, fein Lager zu ermitteln, bis es nach langen Ve Töpfer Deutschl., Fil. Berlin 1500,- Rifte 2026, Tischt. Rößler u. Schmidt, fonservativen Mittelstandes" mancher, der in jüngeren Jahren obachtungen jetzt endlich in der Weinstraße entdeckt wurde, wo ein Dar. Stielblods 3,95 18,60. Lifte 5351 d. Sorg 9,75. Lifte 2049, Bertit. auch mal als Arbeitsloser betteln ging und im Obdach schlagnahmte in dem Lager eine ganze Wagenladung Waren aller Geisler, Beißensee 30,55. Lifte 2039, F. Ebert, weißensee 22 iste 2048 nächtigte und gleichwohl später noch eine ganz reputierliche Art: Kognat, Schirme, Herrentuchstoffe, Champagner, Gummi5. Rothe 14,40. Berband der Möbelpolierer, a fonto auf iften 100,-Person geworden ist. Aber so etwas wird bekanntlich leicht schläuche, chemische und technische Instrumente usw. 5. Rothe 14,40. Berband der Möbelpolierer, a tonto auf Listen 100, Bautischlerei H. Kühn, Luisen- Ufer, 4. Rate 26, Liſte 5438 10,50. Die Schirme Summa 5808,72 M. Bereits quitțiert 118 196,00. Im ganzen vergessen, wenn man's zu etwas gebracht hat. stammen aus einem Einbruch in der Greifswalderstraße, seidene Der Arbeits- und Obdachslose von ehedem stimmt heute, wo Blusen aus einem Diebstahl am Hermannplay. Der Ursprung vieler Weitere Beiträge werden entgegengenommen im Bureau der es ihm gut geht, weil er selber zu den Arbeitsausbeutern und anderer Waren ist noch nicht ermittelt. Berliner Gewerkschaftskommission Engel- Ufer 15, vorm. 9-1 und Leuteschindern gehört, eifrig ein in das Gefchrei über das nachm. 4-8 Uhr. ,, arbeitsscheue Gesindel". 5,55. 124 004,72 M. Für Berlin find die Gelder, welche mittels der Post eingehen, an A. Körsten, Engel- Ufer 15, zu richten. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. " am Verfassung tros allem noch in Preußen gang und gäbe sein soll, gar nicht einzusehen, warum die moralische und physische Gesundheit notleidender Junker und Kohlenbarone nicht ebenso hoch im Kurse stehen foll, wie die eines Flaschenbier trinkenden Bauarbeiters. Der Geiz. Auf ärmlichem Lager und ganz abgezehrt wurde gestern die 78 Jahre alte unberehelichte Christiane Heinede in ihrem Stübchen, das sich im vierten Stockwerk des Quergebäudes Hennigsdorferstraße 26 befindet, tot aufgefunden. Sie hatte sich anscheinend mühsam ihren Lebensunterhalt verdient. Als man heute ihren Nachlaß feststellte, fand man unter altem Gerümpel etwa 11 000 m. in Wertpapieren und barem Gelde. Bürgerliche Blätter teilen mit, daß unser Parteigenosse Antric infolge von Vorgängen privater Natur von der Parteileitung aufgefordert worden sei, seine Ehrenämter in der Partei niederzulegen. Wir können zu dieser Angelegenabgegeben hat, sein Stadtverordnetenmandat niederlegen zu geben hat, nicht auf Infektion durch Fleischgift, sondern auf eine wollen. Bauchfellentzündung zurückzuführen. Berliner Partei- Angelegenheiten. heit mitteilen, daß Antrick vor kurzem bereits die Erklärung Der Tod der Frau Professor Baginsky ist, wie die Obduktion erNeuenhagen. Sonntag nachmittags 4 Uhr findet in Nagels Lokal ( Bruchmühle) eine Boltsversammlung ftatt, welche sich mit der Revolution in Rußland" beschäftigen wird. Friedrichshagen. Sonnabend abends 9 Uhr findet bei Beznic, Friedrichstr. 114, die Mitglieder- Versammlung des Arbeiter- Bildungsbereins statt, in welcher Genoffe Baul John über das Thema Die Junter tommen!" sprechen wird. " Nieder- Schönhausen. Der Wahlverein feiert am Sonnabend in In der gestrigen Situng der städtischen Hochbau- Deputation unter Mit einer Schußwaffe ist gestern ein furchtbares Unglück dem Vorfiz des Stadtrats Nam& Iau legte Stadtbaurat Ludwig angerichtet worden. Der Molkereibefizer Berner in der Prinz Badeanstalt auf dem Wedding vor. Diese Anstalt soll zwei ladenen Revolver hängen. Er beschäftigte einen 14jährigen Hoffmann die speziellen Entwürfe für die 6. städtische Bolts Eugenstraße 9 hatte an der Wand feines Bimmers einen geSchwimmbaffins, einen für Männer und einen für Frauen an der Knaben mit Milchaustragen und dieser Knabe hielt sich am Gerichtsstraße erhalten. Die Kosten find auf zirka 1 600 000 M. Nachmittag im Wohnzimmer auf, in der Frau Perner mit veranschlagt. Die Deputation genehmigte die Pläne und gleichzeitig Handarbeiten beschäftigt war, während das einzige Kind des die für das Inventarium für das Märkische Provinzial- Muſeum, das Ehepaars, ein anderthalb Jahre alter Knabe, in der Wiege rund 456 600 M. tosten wird. Nach Genehmigung durch die Gemeindebehörden soll mit dem Bau des Voltsbades und der Einrichtung des lag. Gegen 4 Uhr wurde die Frau von einer Nachbarin in Museums begonnen werden. die Küche gerufen, und diesen Augenblick benutte der Knabe, den Revolver zum Spielen von der Wand zu nehmen. Die Waffe entlud sich und der Schuß traf das traf das Kind an der Stirn. Der Vater hatte Geistesgegenwart Botsdam. Ueber die Revolution in Rußland spricht Genoffe der Stadt Berlin für 1905 schließt in Einnahme und Ausgabe mit mit dem blutenden Zubeil heute Donnerstag abends 8 Uhr in der im Bittoria- rund 135 Millionen Mark ab, wobei die Abschlußziffern der ber Unfallstation zu eilen, doch war die Hülfe vergebens. fleinen Geschöpf nach Garten, Alte Luisenstr. 32, stattfindenden Boltsversammlung Etat tam sich jetzt schon mit dem der größten Bundesstaaten nicht Die Frau, welche hochschwanger ist, wollte in ihrer Verzweif Garten, Ate Luisenstr. 32, stattfindenden Voltsversammlung. städtischen Werke natürlich außer Rechnung geblieben sind. Der der Unfallstation zu eilen, doch war die Hülfe vergebens. nur in Bezug auf die Höhe, sondern auch in Bezug auf Klarheit lung sich mit der Unglückswaffe erschießen und mußte Surch und Uebersichtlichkeit meffen. Die Steuern find wie folgt angefeßt: Nachbarn von diesem Vorhaben abgehalten werden. Wenzels Lindengarten, Lindenstr. 43, fein erstes Winterfest. Rubow. Sonntag nachmittags 3%, Uhr ist bei Reime die Verſammlung des 28 ahlvereins. Auf der Tagesordnung steht ein Bortrag über das Parteiprogramm. Der Stadthaushalts- Etat Schwer verunglückt ist gestern, Mittwoch nachmittag die Arbeiterin Boltsschule besetzt, da die Meinung vorherrscht, daß die Lehrerschaft nachdem die Angeklagte nach dem Hause Friedrichstr. 215 ihr Quartier Schornstein aus der Koburgerstr. 4 in einer elektrischen Fabrik in es sei, welche eine fünstliche Agitation gegen die Schule betreibe und verlegt hatte. Am 25. Mai v. J. wurde Simons am Bahnhof der Strelizerstraße. Sie verbrühte sich an beiden Füßen so start, vor allem dahin arbeite, daß die Vorschule beseitigt werde. Und sie Friedrichstraße von Kriminalbeamten beobachtet, wie er, nach neuen daß sie mit einem Koppschen Krankenwagen nach dem Lazarus hatten sich nicht getäuscht. Die Herren Konig und Appelrath ver- Geldquellen suchend, sich an verschiedene Prostituierte herans Krankenhause gebracht werden mußte. langten von dem anwesenden Direktor der höheren Schule Auskunft schlängelte. Bei der Festnahme des Simons, welche auf Grund der Steckbrieflich verfolgt wird jetzt der Bankier Paul Schmood, darüber, welche Lehrer und Beamte ihre Söhne noch nach Berlin in Bekundungen einer gewissen Else Haffner geschah, gab diese an, die Schulen schicken. Sie standen auf dem Standpunkt, daß diese daß S. der Zuhälter der Drewiß sei. Es wurde daraufhin ein Vers der seine Gläubiger und Betrogenen so lange an der Nase herumgeführt hat, daß er unangefochten ins Ausland entkommen konnte. Personen verpflichtet seien, ihre Kinder hierorts die höhere Schule fahren wegen Buhälterei gegen S. eröffnet. Mittlerweile war die Den Geprellten stellte er in Aussicht, daß seine reichen Verwandten besuchen zu lassen und beriefen sich auf das Rezept: We' Brot ich Angeklagte wegen jenes Diebstahls in Steglik festgenommen worden. ihren Verlust decken würden, wenn keine Strafanzeige gegen ihn eſſe, deß' Lied ich singe!" Genosse Taubmann hatte die Auf- Ein eigenartiger Zufall fügte es, daß sich in dem sogenannten vorliege. In der Hoffnung, ihr Geld zu retten, unterließen sie daher gabe, den Herren die Wahrheit zu sagen. Er sprach die Ansicht grünen Wagen", welcher die Festgenommenen von dem Polizeiaus, daß man bedacht sei, bor allem den Etat der präsidium nach dem Moabiter Untersuchungsgefängnis transportiert, die Anzeigen, obwohl er sich der Depotunterschlagung, der Urkunden- höheren Schule unter Dach und Fach zu bringen, um die Diebin und ihr Zuhälter wiederfanden. Dieses Rendezvous im fälschung usw. schuldig gemacht hat. So gewann der Schwindler Zeit zur Flucht und ist wahrscheinlich nach Brasilien entkommen. nachher die berechtigten Forderungen der Volksschullehrer und grünen Wagen" benutzte Simons dazu, seinen Einfluß auf die Ansonstigen Beamten zurückzusetzen, mit der Begründung, daß feine geklagte nochmals geltend zu machen und diese unter Drohungen zu Seine Frau und Kinder ließ er zurück. Sie leben in auskömmlichen Mittel vorhanden seien. Er wies nach, daß der Etat des Vorjahres veranlassen, in der Verhandlung gegen ihn wegen zuhälterei nicht Verhältnissen und werden wohl von den Verwandten unterstützt. Erst jetzt, nachdem alle Aussichten geschwunden sind, kommen An- um ein bedeutendes überschritten worden ist, ohne daß die Gemeinde- belastend auszusagen. Am 18. Juli v. J. fand die Verzeigen gegen den Flüchtigen. Die Kriminalpolizei' beschlagnahmte bertretung diese Ueberschreitungen bewilligt habe. Geradezu un handlung gegen S. vor der siebenten Straflammer des Landnunmehr alle Bücher und schloß die Geschäftsräume. Schmood ist geheuerlich ist, daß der Zuschuß gegen 5800 M. im Vorjahre auf gerichts I statt. Die Angeklagte bestritt als Zeugin unter ihrem 19 300 M. in diesem Jahre gestiegen ist. Für Inventar, Unterrichts- Eide, daß ihr Simons irgendwelche Zuhälterdienste geleistet habe Vizewachtmeister eines Garderegiments und tritt sehr schneidig auf: mittel und sonstige Ausgaben sind pro Klasse( inkl. Vorschule) 326,50 und blieb auch auf wiederholte Vorhaltungen und ernstliche ErEr ist ziemlich groß, hat blondes Haar und blonden Schnurrbart Mark erforderlich, während für den gleichen Bosten in der Volksschule mahnungen bei dieser Aussage. Der verbrecherische Zuhälter wurde und trägt einen Kneifer ohne Fassung. 40,50 M. ausgeworfen sind. Der Voltsschüler kostet der Gemeinde durch die Bekundung der Beklagten vor der ihm gebührenden schweren Feuerbericht. Mittwoch früh gegen 6 Uhr wurde die Wehr nach 44 M., der Schüler der höheren Schule dagegen 111,50 M., der Strafe bewahrt und erhielt nur wegen versuchter Erpressung drei der Ritterstr. 17 gerufen, weil dort in der Lampenfabrik von C. J. Schüler der Vorschule sogar 131,50 M. Er betrachtete diese Mehr- Monate Gefängnis. Die Angeklagte war schon vorher wegen Vogel ein größeres Schadenfeuer ausgekommen war. Der Brand- ausgabe als ein Geschenk für die Besißenden und forderte auf, dafür des Steglizer Diebstahls zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt herd lag in der in den Parterreräumen des Quergebäudes unter- zu stimmen, daß die Besserbegüterten diese Kosten auf ihre Schultern worden. Nach Verbüßung dieser Strafe wurde die Drewih in dem gebrachten Zinkgießerei. Als der 18. Löschzug eintraf, standen schon nehmen. Der befoldete Schöffe Dr. Pape und Gemeindevertreter Erziehungshause Saleb" in Lichtenrade untergebracht. Eines große Regale, in denen die zum Gießen dienenden Messingformen Appelrath benutzten die Gelegenheit, der Sozialdemokratie eine Tages ließ sich die Angeklagte bei der Stiftsoberin melden und eraufgestellt waren, in Flammen und dichter Rauch drang aus den Lektion zu halten, erhielten aber von unseren Genossen eine ge- flärte unter Tränen, sie könne des Nachts nicht mehr schlafen, da Fenstern. Es mußte nun längere Zeit mit einer Schlauchleitung hörige Abfertigung. Ersterer stellte fest, daß in diesem Jahre ihr Gewissen ihr keine Ruhe mehr lasse. Von den Furien des bösen Wasser gegeben werden, um die Gefahr zu beseitigen. Ueber die bereits 600 fruchtlose Pfändungen Pfändungen wegen Steuerrückstände Gewissens gepeinigt, bat die Angeklagte die Oberin, sie möchte an die Entstehungsursache ist nichts ermittelt. Der verursachte Schader ist vorgenommen worden sind, und diese zumeist bei Sozial- Staatsanwaltschaft schreiben, daß sie, die Angeklagte, einen Meinerheblich, da teuere Messingmodelle teils ganz zerstört, teils ent- demokraten. Diese sind es, welche sich allein davor drücken, eid geleistet habe, und zwar auf Veranlassung des Simons. Dieser wertet wurden. In der Bajewalkerstr. 11 waren dann Möbel und Steuern zu zahlen. Im übrigen schwiegen sich die Herren aus und war nach Verbüßung seiner Strafe schleunigst verschwunden und Kleidungsstücke in einer Küche in Brand geraten, dessen Ablöschung nahmen den Etat an, ohne mit der Wimper zu zucken. Nachdem konnte bis heute nicht wieder ermittelt werden. Der Brief mit dem aber vom 16. Zuge mit Leichtigkeit erfolgen konnte. Die übrigen die Realschule von der Regierung anerkannt ist, verlangt das Geständnis der Angeklagten hatte die Eröffnung des MeineidsAlarmierungen, die noch in den letzten 24 Stunden aus der Provinzial- Schulfollegium Vorlegung einer Ordnung betreffend die verfahrens zur Folge. Vor Gericht zeigte die D. alle Anzeichen von Leipzigerstr. 77 und noch aus einigen anderen Orten einliefen, waren Versorgung der Hinterbliebenen der Lehrer und Beamten. Auch Reue und wiederholte ihr offenes Geständnis. Nur aus Furcht, daß auf„ blinden Lärm" zurückzuführen. hier lag bereits ein Entwurf vor, woraus zu ersehen war, daß die Simons seine Drohungen wahr machen würde und aus Mitleid Gemeinde wohl die Kosten zu tragen hat, aber im übrigen das habe sie den Meineid geleistet. Auf Antrag des Rechtsanwalts Eine Aufführung der Braut von Messina" im Freien, und Provinzial- Schulfollegium über die Verwendung der aufgebrachten Dr. Herzfeld wurde neben der Schuldfrage nach wissentlichem zwar in den Terrassen von Halensee", beabsichtigt ein geschäfts Stosten bestimmt. Unsere Genossen verlangten, daß die Gemeinde Meineid noch eine Nebenfrage im Sinne des Paragraphen 158 Str.führender Ausschuß für die Volts- Schillerfeier in Berlin berpflichtet sei, das Bestimmungsrecht für sich in Anspruch zu nehmen, G.-B. gestellt, nach welchem ein Täter, der einen Meineid geleistet 1905". Der mehrhundertstimmige Sprechchor soll aus der Bürger- jedoch mit schwerem Herzen", wie sich einige Herren ausdrückten, hat und, bevor ein Verfahren gegen ihn eröffnet ist oder Rechtsschaft gebildet werden. Der Ausschuß schreibt dazu:„ Sorg- wurde die Vorlage mit 20 gegen 11 Stimmen angenommen. nachteile entstanden sind, seine Aussage widerruft, eine Straf fältige Sprechproben haben schon jetzt, ehe noch die schalleitenden Die Oppositions wut der aus dem alten Ortsteil hinzu- milderung erwirken kann. Die Geschworenen bejahten beide Schuldund flangsteigernden Bauten vorhanden sind, überraschend günstige gewählten Gemeindeverordneten hat sich auch schon gelegt, denn bei fragen. Der Staatsanwalt beantragte mit Rüdsicht darauf, daß es Resultate ergeben, so daß eine sorgliche, künstlerische Abschattung der Frage der Uebernahme der Beamten aus Alt- Weißensee stimmten sich um ein schweres Verbrechen handele, durch welches einer der der Sprache auch für die Einzelsprecher verbürgt ist. Damit fällt fie für den Antrag, über die Anstellung des ehemaligen Gemeinde- schlimmsten Zuhälter frei ausging, eine Zuchthausstrafe von das Hauptbedenken gegen den Plan. Der Zuschauerraum, den vorstehers Klingenberg in geheimer Sigung zu verhandeln. Die einem Jahre. Der Gerichtshof ließ noch größere Milde walten, Garten und erste Terrasse bilden, faßt 4000 Personen, die Zahl der Verhandlung ergab übrigens, daß Klingenberg nicht angestellt da die Angeklagte nur in einem geradezu unbegreiflichen Banne Bläge tann aber unter Zuhülfenahme der beiden oberen Terrassen wird; dafür stimmten nur der Gemeindevorsteher und der befoldete einen Meineid geleistet habe und sie noch besserungsfähig sei. Das und so weiter auf über 7000 erhöht werden. Auch sind Vor- Schöffe. Ebenso soll die Klage gegen Klingenberg auf Heraus- Urteil lautete deshalb auf nur 9 Monate Gefängnis unter tehrungen geplant, daß bei schlechter Witterung das Spiel ohne zahlung der erhaltenen Provision ihren Fortgang nehmen, falls er Anrechnung von zwei Monaten der erlittenen Untersuchungshaft. Unterbrechung stattfinden kann. Für die Berechnungen ist zur Ansprüche an die Gemeinde stellen sollte. Das Drtsstatut betr. Deckung jämtlicher Unkosten ein Besuch von nur ungefähr 1100 Ber- das Kaufmannsgericht erfuhr eine Abänderung insofern, daß nur fonen für jede Borstellung zu einem niedrig angenommenen Durch für unveränderte Vorschlagslisten gestimmt werden darf. Das Kaufschnittspreise der Eintrittskarten vorgesehen, der einem etwa aus- mannsgericht soll am 1. April in Kraft treten. verkauften Theater entspricht, also in überaus günstigem Verhältnis zur Größe und Bedeutung der Veranstaltung steht. Zur SicherCharlottenburg. stellung der Gesamtuntoften ist ein Garantiefonds erforderlich, dessen Zeichnung bereits so weit vorbereitet ist, daß mehr als die Hälfte der In der vergangenen Nacht suchten Einbrecher die Gastwirtschaft Summe in sicherer Aussicht steht. Der Reinertrag soll für humanitäre von Lude am Stuttgarter Play in Charlottenburg heim. Sie vom Keller, dessen Tür sie und künstlerische Zwecke, im Sinne Schillers, bereitgestellt werden." erbrochen hatten, durch die Einsteigeklappe in das Schanklokal ein. genommen werden. Umgekehrt werden durch das Bureau RechtsMessina" etivas sehr Schönes und die Maitühle ebenfalls. Daß Hier beraubten sie die Wechselkasse und trafen unter den Zigarren beide sich aber vertragen werden, erscheint uns zweifelhaft. Wenn und Gßwaren eine reiche Auswahl. Dann schlichen sie durch das das nur kein Reinfall wird! So der Ausschuß. Unserer Meinung nach ist die„ Braut von Der Verein für volkstümliche Kurse von Berliner Hochschullehrern veranstaltet in den Monaten Februar bis April eine dritte Reihe von Vortragskursen. Es finden vier Kurse von je feche Vorträgen statt, die alle um 8½ Uhr abends beginnen und 1½ Stunden dauern. Das Programm lautet: 1. Montags: Privatdozent Dr. Wilbrandt:" Die Frauenarbeit in der deutschen Veltswirtschaft" in der Aula des Französischen Gymnasiums, Reichstags- User 6; Anfang 6. März. 2. Mittwochs: Privatdozent Dr. Börnstein:" lleber Heizung und Beleuchtung" im Hörsaal 158 der Technischen Hochſchule in Charlottenburg, Berlinerstraße 151; Anfang 22. Februar. 3. Donnerstags und Sonnabends: Privatdozent Dr. N. Delbrück: ,, Bilder aus der Geschichte der antifen Kunst" im Hörsaal des Kunstgewerbe- Museums, Prinz Albrechtstraße 7; Anfang 2. März. 4. Donnerstags: Profeffor Dr. Potonié:„ Die Entstehung der Steinkohlen und verwandter Bildungen" im großen Hörsaal der Bergakademie, Invalidenstraße 44; Anfang 23. Februar. Ausführliche Programme sowie Eintrittskarten zum Preise von 1 M. für jeden Kursus sind zu haben bei: Georg Belling, Zigarrenhandlung, W., Leipzigerstraße 128; A. Schüß, Rendant, O., Holzmarktstraße 60; Chr. Tischendörfer, C., Sophienstraße 20; Bernhard Staar, Buch handlung, SW., Friedrichstraße 250; Zentralstelle für Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen, SW., Dessauerstraße 14( 8 bis 3 Uhr). Aus den Nachbarorten. Vereinszimmer, in dem des Nachts der Sohn des L. schläft, in das Schlafzimmer der Wirtsleute und nahmen Herrn Luce sämtliche auf einem Stuhl vor dem Bett liegenden Kleidungsstücke fort und entkamen mit diesen unbemerkt wieder in den Keller. Hier durch suchten sie eingehend die Kleidungsstücke, in deren Taschen sie eine Uhr, ein Portemonnaie mit 41 Mart sowie ein Taschenmesser fanden. Jm Keller veranstalteten sie dann ein Zechgelage. Schließlich bersuchten sie vom Keller aus noch die Fußböden der in demselben Hause befindlichen Niederlagen von Loeser u. Wolff sowie der Bodega anzubohren. Sie hatten jedoch hier feinen Erfolg. Bei ihrem Weggange schrieben die Diebe noch an die Kellertüren mit Blaustift die Worte: " Stehlen verboten!" und" Achtung, der Hund beißt!" Leider enttamen die Spißbuben unbehelligt. Gerichts- Zeitung. Die Leidensgeschichte der Anna Drewig. Der unheimliche Einfluß, welchen die Zuhälter auf die unter ihrer Knute seufzenden Opfer ausüben, wurde gestern in einer Berhandlung vor dem Schwurgericht I in grellstem Lichte beleuchtet. Wegen wissentlichen Meineides war die 20jährige Anna Drewih angeklagt, eines jener Mädchen, welche im Strudel der Großstadt, jeden moralischen Halts beraubt, sich dem Laster in die Arme werfen. Die Angeklagte stammt aus einer einfachen aber anständigen Familie. Nach ihrer Einsegnung trat die Durch leichtsinnige Selbst in konservativen Kreisen geben sich Sympathien D. in ein Zeitungsausschnitt Bureau ein. für die Bergarbeiter im Ruhrrevier kund. Im Verein reichs Mädchen wurde sie dazu verleitet, gewisse große Tanzlokale in den treuer Männer zu Wilmersdorf steht der Antrag eines Vororten Berlins zu besuchen, wo sie sich ein Verhältnis" anschaffte. Seitens der Eltern wurde dies natürlich nicht gebilligt; die AnHerrn v. Winterfeldt am Freitag auf der Tagesordnung, geklagte zog es vor, das Elternhaus zu verlassen und fiel bald dem wonach dem Pastor v. Bodelschwingh für die notleidenden after in die Arme. Die betrübten Eltern veranlaßten eine leberFamilien im Ruhrrevier eine Geldsumme vom Verein aus führung des Mädchens in eine Zwangserziehungsanstalt. Von dieser überwiesen werden soll. Man muß natürlich abwarten, ob erhielt die Angeklagte, als angeblich gebessert", einen Dienst bei diefer Antrag angenommen wird. Immerhin ist es be- einem Kaufmann Zodrowsky in Steglik. Der Hang zum Leichtsinn merkenswert, daß den konservativen Hezern in Parlament war indeffen bei ihr so weit vorgeschritten, daß sie eines Tages eine und Presse im eigenen Parteilager Gegner erstehen. Rixdorf. günstige Gelegenheit benutte und unter Mitnahme von 413 Mart verschwand. Von dem Gelde kaufte sie sich elegante Kostüme und war bald ständiger Gast in der Friedrichstraße und in gewissen Hier lernte sie auch einen Bereiter Philipp Der Entwurf des Stadthaushaltsplans für 1905 ist jetzt vom Cafés. Magistrat fertiggestellt worden und liegt acht Tage lang im Rig- Simons, einen typischen Verbrecher im schlimmsten Sinne des dorfer Rathause zur öffentlichen Einsicht aus. Das Ordinarium Wortes, kennen. Als Erpresser, Betrüger, Dieb, Hehler, Defraudant schließt in Einnahme und Ausgabe mit 4 424 600 M. ab gegen und schließlich als 3 uhälter hat S. jahrelange Zuchthaus- und Mit diesem Menschen, welcher der 3 945 700 M. im Vorjahre. Die einzelnen Kapitel stellen sich wie Gefängnisstrafen verbüßt. folgt: Aus Vorjahren 220 810 m. Algemeine Verwaltung: 147 589 Kriminalpolizei und in Dirnenkreisen als gefährlichster und gewaltM. Mark Einnahme, 919 300 M. Ausgabe. Grundstücke und Gebäude: tätigster Zuhälter der Friedrichstraße bekannt war, trat die An44 200 M. Einnahme, 101 600. Ausgabe. Gewerbliche Unter- geklagte in Verbindung und erzählte ihm, daß sie ihre neue Kleidung nehmungen: 309 200 M. Einnahme, 2100 M. Ausgabe, also lleber- durch das gestohlene Geld erlangt habe. Von diesem Augenblick an schuß 307 100 m. Veranstaltungen und Einrichtungen: 130 300 m. war das Mädchen ganz und gar in den Händen des gewiffenlosen Einnahme, 86 300 M. Ausgabe, Ueberschuß 44 000 M. Schul- Patrons." Wenn Du nicht tun willst, was ich Dir befehle, zeige ich verwaltung: Einnahme 151 700, Ausgabe 1 102 900, also ein Zuschuß Dich wegen des Diebstahls an!" Simons zwang das Mädchen davon 951 200 M. erforderlich. Armen- und Waifenpflege erfordern durch, gänzlich seinem Willen gefügig zu sein. Bei einer Zimmereinen Zuschuß von 283 200 M.; die Einnahme beträgt 84 800 m., die Ausgabe 368 000 m. Die Krantenanstalt erfordert an Zuschuß 55 300 M., da einer Ausgabe von 141 200 M. nur eine Einnahme bon 85 800 M. gegenüber steht. Für öffentliche Straßen und Pläße ist ein Zuschuß von 302 200 m. erforderlich, während Kapital- und Schuldenverwaltung einen Zuschuß von 691 300 m. beanspruchen. An Gemeindesteuern sollen 2549 700 M. aufgebracht werden, 308 800 m. mehr als im Vorjahre. Der Zuschlag zur Einkommen steuer soll auf 120 Proz. herabgesetzt werden. vermieterin in dem Hause Friedrichstr. 217 hatte die Angeklagte ein Zimmer für den Preis von 4,50 Mark pro Tag gemietet. Dort er schien S. jeden Tag und nahm der Angeklagten das Geld ab, beließ ihr nur einen geringen Betrag, mit welchem sie notdürftig ihr Leben fristen mußte. Der geradezu unheimliche Einfluß, welchen der verbrecherische S. auf die Drewiß ausübte, ließ diese die schwersten Mißhandlungen seitens des Simons ertragen, wenn sie einmal nicht genug Geld nach Hause brachte; Stockschläge, Fußtritte und noch schlimmere Mißhandlungen waren an der Tagesordnung. Als die Angeklagte einmal versuchte, den Vampyr sich vom Halfe zu schaffen, erhielt sie noch schwerere Mißhandlungen dafür. Einmal sette ihr Aus der Gemeindevertretung. Der für den aus Weißensee ver Simons ein Meffer auf die Brust und sagte:„ Wenn Du mich an zogenen Genossen Schumann gewählte Genosse Schmutz wurde in der zeigst, steche ich Dich tot und springe dann ins Wasser." Gleich Letzten Sigung eingeführt. Ganz besonderes Interesse zeigte sich in hinterher lachte er höhnisch auf:" Denkste, ich werde Dich totstechen, der Vertretung für den Etat der höheren Knabenschule. damit ich 15 Jahre Zuchthaus friege? Fällt mir gar nicht ein!" Die Zuschauertribüne war zum übergroßen Teil mit Lehrern der In derselben Weise sezte Simons seine verbrecherische Tätigkeit fort, Weißensee. Rechtsbureau des ausländischen Anwalts und Gewerbe- Ordnung. Wegen Haltens eines Rechtsbureaus, ohne es bei der Polizei anzumelden, war ein Herr Kownakti in zweiter Instanz vom Berliner Landgericht I zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Es handelte sich um das von zwei namhaften englischen Rechtsanwälten in der Schüßenstraße zu Berlin unterhaltene Bureau, in welchem Aufträge anfachen zur Erledigung in Deutschland an hiesige Anwälte übermittelt. Belehrung wird ebenfalls gegeben. Das Landgericht meinte nun, es handle sich hier um die Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten im Sinne der Vorschriften der Gewerbe- Ordnung, welche sich mit den Inhabern von Rechtsbureaus befassen. Der Angeklagte wurde als selbständiger Leiter" des Berliner Bureaus jener Anwälte in London vom Landgericht für strafrechtlich verantwortlich erachtet, namentlich im Hinblick auf§ 151 der Gewerbe- Ordnung. K. legte Revision ein und betonte, daß nicht angenommen werden könne, daß das Bureau fremde Rechtsangelegenheiten im Sinne der GewerbeOrdnung„ besorgt" habe. Das Kammergericht hob am 13. Februar die Vorentscheidung zunächst auf, verurteilte St. dann aber doch wieder, und zwar zu der niedrigst zulässigen Geldstrafe wegen Nichtbeachtung der ministeriellen Vorschriften über die Buchführung der Inhaber von Rechtsbureaus. Der§ 6 der Gewerbe- Ordnung schüße allerdings die advokatorische Braris, erkläre die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung auf sie für nicht anwendbar. Aber damit seien nur gemeint die in Deutschland praktizierenden Rechtsanwälte,§ 6 umfasse somit nicht das hiesige Bureau der beiden Londoner Anwälte. Vermischtes. In München erregt der im leßten Augenblid erfolgte Aufschub einer Hinrichtung Aufsehen. Wegen Doppelmordes an der Witwe Glasl und deren Enkel sollte der Schneider Alramseder hingerichtet werden. Dem Staatsanwalt hatte er seine Unschuld be. teuert und gesagt, daß ein gewisser Huber der Täter sei. Der Vers urteilte hatte Dienstag abend persönlich sein Gesuch um Wiederaufnahme des Verfahrens eingereicht und damit begründet, daß er bei dem Doppelmord als Täter nicht in Betracht kommen könne, er habe bei dem Verbrechen nur als Dieb mitgewirkt, und nach den von einem gewissen Josef Huber ausgeführten Morden die bei ihm borgefundenen Schmudgegenstände und Wertsachen, sowie die beiden Sparkassenbücher gestohlen. Der Mörder Huber sei ein Mann, der mit ihm auf der Militärstrafgefangenen- Anstalt eine längere Freiheitsstrafe verbüßt und mit ihm die Zelle geteilt habe. Der von ihm, Alramseder, in der Verhandlung vorgebrachte Neumann aus Friedberg sei dieser Huber. Er habe damals einen falschen Namen angegeben, da er den Huber um feinen Preis habe verraten wollen. Da die Staatsanwaltschaft von vornherein den Verdacht gehegt hatte, daß zwei Personen an der Tat beteiligt wären, ließ sie sofort tele= graphische Recherchen pflegen. Es ergab sich die Richtigkeit der Angabe des Alramseder bezüglich des Huber insoweit, als festgestellt wurde, daß die beiden gemeinsam eine Haftstrafe verbüßt hatten. Am Morgen wurden in Stadelheim alle Vorbereitungen zur Hin richtung getroffen. Die aus der Bürgerschaft abgeordneten Ur kundspersonen waren im Hofe der Anstalt erschienen, der Leichenwagen stand bereit, der Scharfrichter prüfte gegen% 47 Uhr die Guillotine, alles wartete auf die Erekution. Es schlug fieber Uhr, aber die Armesünderglocke begann nicht zu läuten, der Verurteilte wurde nicht herausgeführt, die Richter zeigten sich nicht. Nach zehn Minuten trat denn der Staatsanwalt heraus und teilte den Ans wesenden mit, die Hinrichtung fönne nicht stattfinden, die Wiederaufnahme des Verfahrens sei vom Gerichtshof beschlossen worden. nicht uninteressant ist, daß Alramseder in den Briefen an seine Angehörigen gar nichts von seiner angeblichen Unschuld erwähnte. Die Neuesten Nachrichten" glauben Grund zur Annahme zu haben, daß Alramseder bei dem Doppelmord nicht als alleiniger, sondern als Mittäter in Betracht kommen dürfte. Jedenfalls steht die Siftierung eines Todesurteils wenige Stunden vor der Hinrichtung in den Annalen der Justiz einzig da. In der Dresdener Gemäldegalerie ist am 12. Februar ein Bilderdiebstahl entdeckt worden. Das im Kabinett Nr. 21 unterbrachte kleine Delgemälde:" Der Wachtturm" von Breughel dem Aelteren, ist spurlos verschwunden. Das Bild stellte eine Landschaft im Meere dar. Es war 8½ Zentimeter hoch und 12 Zenfimeter breit. Das ist in neuerer Zeit bereits der zweite Bilderdiebstahl in der Dresdener Galerie. Bereits vor 1½ Jahren ist ein Gemälde ebenfalls spurlos verschwunden. Eingegangene Druckfchriften. die Direktion der Akademie der bildenden Künste in Charlottenburg. liegt, nein. R. Soffmann 13. 1. Wenn der ursprüngliche Bertrag Problem. Wenden Sie sich freundlichst selbst an die Verwaltung der bes nichts anderes vorfieht, kann bis am 15. zum Erſten gekündigt werden. Der Arbeitsmarkt", Halbmonatsschrift der Zentralstelle für Arbeits- treffenden Kasse. Strohhut? Zeitung uns unbekannt. Wahl- 2. Ihr Sohn bedarf zur Heirat lediglich der Einwilligung seiner Braut. Ge marit- Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow, Berlin, Verlag von G. Reimer). bezirk 61. 1.- 3. Sehen Sie sich in Verbindung mit dem Vorsitzenden burtsurkunde nnd Militärpapiere hat er beim Standesbeamten vorzulegen. Die als Organ des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise" erscheinende des A.-S.-B., Julius Meyer, Berlin, Urbanstr. 131. 5. W. Zwei A. N. 25. 1. Bis zum vollendeten 16. Jahr. 2. In 30 Jahren. Zeitschrift enthält in Nr. 10 des 8. Jahrganges unter anderm: Rundschau Parteigenossen: Nein. 13. A. Ja. Religiös. Mächtige Götter 3. 15 bis 25 Mark werden für angemessen erachtet. R. P., Roßlau. über die Lage des Arbeitsmarktes. Bergbau: Bergarbeiterstreit und haben wohlgenährte Priester. Erasmus. 33. Vermählung R.'s Ja. 11. 106. Breitestr. 24a. 2. H., Manteuffelstraße. Falls internationaler Kohlenmarkt. Kohlenförderung Englands. Amerikanische 10. Mai 1881, Betsera- Katastrophe: 30. Januar 1889. Streitende. nicht während Ihrer Krankheit Kündigung erfolgt: ja.-C. S., Weißensee. Kohlen in Europa. Tertilgewerbe: Tertilwarenausfuhr im Jahre 1904.( Polizei.) Ja. Hannover. Nicht geeignet. Neben der Unfallrente ist Invaliden im Sinne des InvalidenversicherungsSteigerung der Ausfuhr nach Britisch- Indien und Argentinien. Ungünstiger Gesetzes die Invalidenrente zu zahlen solange und soweit die Unfallrente Export für das Seidengewerbe. Bekleidung: Die Wirkung der neuen Juriftifcher Teil. mit der Invalidenrente zusammen bei in der I. Selasse Versicherten 450, bei Handelsverträge auf den Beschäftigungsgrad der Konfektion. Kleidererport Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends in der II. Klasse Versicherten 525, bei in der III. Lohntlasse Versicherten im Jahre 1904. Niedrige Löhne. Günstiger Geschäftsgang im Schuh- von 7 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet: Uhr. 600, bei in der IV. Lohnklasse Versicherten 675, bei in der V. Lohntlasse gewerbe. Steigende Lederpreise, niedrige Schuhwarenpreise. TarifP. B. 45. Sie müssen das Reklamationsgesuch noch vor dem Versicherten 750 M. nicht übersteigt. bestrebungen der Arbeiter. Tabakgewerbe: Rohstoffversorgung im 20. Februar an die kgl. Erjakkommission richten. Vormund, S. 3. Ja. Jahre 1904. Erschwerung in der Verarbeitung der Tabakblätter. LohnHans 43. 1. Leider ja: soweit das Geschenk bei dem Widerruf noch Marktpreise von Berlin am 14. Februar. Nach Ermittelungen des verhältnisse der Arbeiter. Zunahme der Beschäftigten. Statistisches vorhanden ist. 2. Nein. 2. F. Der Betreffende soll sich mit dem An- gl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte Monatsmaterial: Wetterbericht. Arbeitsnachweise. Streitverzeichnis trage, die Kaffe zu verurteilen, an den dortigen Magistrat wenden. 17,60-17,57 M., mittel 17,54-17,51 M., geringe 17,48-17,45 M. für Deutschland, Desterreich- Ungarn, Schweiz. Verwaltung der Arbeits- A. B. 1000. Wenn Ihr Mietsvertrag das ist in und um Berlin die Roggen**), gute Sorte 13,90-13,89 m., mittel 13,88-13,87 M., geringe nachweise: Ermäßigung der Telephongebühren für Arbeitsnachweise. Ver- Regel nicht das Gegenteil besagt, brauchen Sie sich diese bauliche Ver- 13,86-13,85 M. Futtergerste*), gute Sorte 16,40-15,10 m., mittel 15,00 handlungen des Reichstages. Arbeitsnachweis in Genf. Kommunale änderung nicht gefallen lassen. Gefängnis. Innerhalb einer Woche bis 13,80 M., geringe 13,70-12,50 M. Hafer*), gute Sorte 16,40-15,70 M., Hinweise auf Arbeitsgelegenheit. nach Verkündung eines Straffammerurteils kann bei der Straffammer mittel 15,60-14,90 M., geringe 14,80-14,10 m. Erbsen, gelbe, zum Kochen Arbeitsgelegenheit in Lothringen. Arbeitslosen- Fürsorge: Fürsorge für Revision eingelegt werden. Die Reviſion iſt innerhalb einer Woche nach 45,00-30,00 M. Speifebohnen, weiße 50,00-30,00 m. Linjen 60,00-30,00 m. wandernde Arbeitslose. Verhandlungen des preußischen Abgeordneten- Buſtellung des Urteils durch Protokoll des Gerichtsschreibers oder durch Kartoffeln 10,00-8,00 M. Richtftroh 4,66-4,32 m. Heu 9,00-7,30 m. hauses. Arbeitslosigkeit in Kopenhagen. Neuenroth. Ihr Einspruch be- Für ein Silogramm Butter 2,80-2,00 M. Eier per Schod 6,00-3,80 m. Literarische Neuerscheinungen. einen Rechtsanwalt zu rechtfertigen. Beilage: Mitgliederliste des Verbandes deutscher Arbeitsnachweise nebst ruht auf irriger Gesezesauslegung, er ist unbegründet. W. D. P. 30. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. anderes Ist nichts zahlenmäßigen Angaben über Januar 1905. bereinbart, bei monatlicher MietsWollny, Dr. F. Moderne Kultur. Berlin. Kommissionsverlag von zahlung bis am 15. zum 1. zu fündigen. C. a. 3. Mein. Arbeitsnachweise in Schweden. Leonhard Simion Nachf. Briefkaften der Redaktion. A. B. 92. Lehnen Sie die Zahlung ab: als Sohn sind Sie rechtlich nur soweit zur Zahlung verpflichtet, als dies ohne Beeinträchtigung des standesmäßigen Unterhalts Ihrer Frau und Kinder und Ihres eigenen Unterhalts möglich ist. Lassen Sie es also auf eine Klage ankommen. Wasserstand am 14. februar. Elbe bei Ausfig+0,52 Meter, bei Dresden 0,68 Meter, bei Magdeburg+ 2,78 Meter. Unstrut bei Ober- Begel+5,08 Meter, bei Breslau Unter Begel Straußfurt+1,50 Meter. Dder bei Ratibor+1,32 Meter, bei Breslau 0,30 Meter, bei Weichsel bei Brahemünde+4,23 Meter. Nete bei Usch+1,17 Meter. Witterungsübersicht vom 15. Februar 1905, morgens 8 tht. Stationen Better Stationen Wetter W. Wrede- Breslau. Paulus. Halle a. S. Gebauer- Schwetschte. Fuchs. Heimatschuk und Volkswirtschaft. Halle a. S. Gebauer Schwetschte. Prof. Dr. E. Leffer. Ueber die Verhütung und Bekämpfung der. P. 77. 1. Sa. 2. Oberverwaltungsgericht. 3. Ja, aber nicht sofort. Frankfurt+ 2,47 Meter. 4. Nein. Elbj. 1. Soweit sie dies aus eigenem Vermögen ohne Be- Barthe bei Posen 0,00 Meter. Geschlechtskrankheiten. Jena. Gustav Fischer. 1904. einträchtigung ihrer Pflichten gegen sich und ihre Kinder bermag: ja. 2. u. 3. Nein. H. 99. 1.- 4. Die Kinder erben, falls die Ehe nach dem 31. Dezember 1899 geschlossen ist, drei Viertel, der Witwer ein Viertel des gesamten Nachlasses der Mutter. 5. Nein. Ch. H. A. B. Ihre am 16. Januar hier eingelaufene Frage ist in Nr. 17 dahin beantwortet: Eine Klage hätte wenig Aussicht auf Erfolg. R. 24. Anfragen über Rechte oder Pflichten aus einem Bertrage sind ohne Kenntnis des Vertrages nicht zu beantworten. Wiederholen Sie also Ihre Frage unter Beifügung einer Abschrift des Vertrages oder suchen Sie die juristische Sprechstunde 2bedeckt mit dem Vertrage auf. Pajonk, Golzftr. Ja. C. S. 50. Benden Swinemde. 769 Sie sich an die Versicherungsanstalt, Breitestraße 24a. G. E. 500. Hamburg 771 WNW 2Nebel 769 23 Sie müssen gegen den Weiterbau Klage erheben. M. O. P. O. Nein. Berlin Streit M. G. 1. und 2. Nein. 3. und Frankf.a.M. 774 S John Korbach. Nein. 774 S28 4. Gepfändet werden könnten die Sachen der Ehefrau. Die Ehefrau fann München dann aber mit Erfolg eine Widerspruchstlage und einen Antrag auf Ein- Wien 770 28 stellung der Zwangsvollstreckung beim Gericht einreichen. Ihre Ansprüche Wetter- Prognose für Donnerstag, den 16. Februar 1905. müßten glaubhaft gemacht werden. Beispiele für solche Eingaben finden Sie Zunächst aufklarend, etwas tälter bei schwachen südwestlichen Winden; Seite 594 der vierten Auflage des in den öffentlichen Leihbibliotheken aus- später neue Erwärmung, Trübung und geringe Niederschläge. liegenden Arbeiterrechts". 4. Wenn feine Schiebung( Scheingeschäft) vorBerliner Wetterbureau. W. H. 25. 1. Wir bitten um Ihren Besuch vormittags 10 bis nach mittags 2 Uhr. 2. Im juristischen Teil. M. 78. Anfragen: Zentralberband der Zimmerer hier, Gewerkschaftshaus, Engelufer. 15. O. Rominten. Doppelbild des ersten und des letzten Königs. Also fein weiblicher Kopf. Sachsenberg R. 2. Brieflich antworten wir auf der gleichen nicht. Im Briefkasten wäre eine Abhandlung nötig. Das geht also auch nicht. Schwindel und Wissenschaft, sowie Wahrheit und gemeinfte Erdichtung gehen dicht nebeneinander in dieser angeblichen Kultur bewegung. Mithin dreimal Vorsicht! M. M. 100. Quittung und Frage wiederholen. Weißensee 100. Nein, wozu auch? Moabit K. 3. In den besten Jahren. Näheres durch die„ Referentin" selbst. R. G. Sonnabend und Sonntag nicht. An allen übrigen Tagen zwischen 7 und 9 Uhr abends juristische Sprechstunde. Aerzte und Rechtsanwälte empfehlen wir nicht. 2. G.( Flower.) Nur für Leute, die nicht alle werden". O. F. 64. Näheres durch das Sekretariat oder Für den Inhalt der Jujerate übernimmt die Redaktion dem Urania, Taubenstr. 48/40. 8 Uhr: Publikum gegenübereinerlei Im Bannkreis der Jungfrau. Verantwortung. Theater. Donnerstag, 16. Februar. Anfang 7%, Uhr: Opernhaus. Carmen. Nenes tönigl. Opern Theater. Geschlossen. Deutsches. Die Brüder von Sankt Bernhard. Berliner. Zapfenstreich. Leffing. Nebeneinander. Weften. Die neugierigen Frauen. Zentral. Die Jurheirat. National. Die Fledermaus. Neues. Der Graf von Charolais. Thalia. Der Kilometerfresser. Anfang 8 Uhr: • Stoffansatz und Stoffverbrauch. 0. " Wallner Theater. --N. Schiller- Theater Friedrich- Bilhelmstädtisches Theater. Donnerstag, abends 8Uhr: Donnerstag, abends 8 Uhr: Pension Schöller. Hörsaal 8 Uhr: Prof. Dr. Müller: Boffe in 3 Aufzügen von Carl Laufs. Nach einer Idee von W. Jacoby. Freitag, abends 8 Uhr: Invalidenstr. 57/62. Sternwarte CASTAN'S PA Im Hafen. Sonnabend, abends 8 Uhr: Familie Schierke. Fuhrmann Henschel. Schauspiel in 5 Aften von Gerhart Hauptmann. Freitag, abends 8 Uhr: Familie Schierke. Sonnabend, abends 8 Uhr: Im Hafen. PANOPTICUM. Zirkus Busch. Friedrichstr. 165. Nen! Rosa Wedsted, das finnländische Riesen- Mädchen!!! 2 Meter 20 cm groß! Neu! Das Erwachen des Poseidon! Schiller O.( Ballner Theater.) Luisen- Theater. Pension Schöller. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Fuhrmann Henschel. Kleines. Abends 8 Uhr: Die Neubermählten. Der nene Stiftsarzt. Abschiedssouper. Residenz. Hotel Pompadour. Lustspielhaus, Der Familientag. Trianon. Die glückliche Gilberte. ( Heureuse.) Deutsch- Amerikanisches. New York. Luisen. Der neue Stiftsarzt. Kaftno. Heirat auf Probe. Freitag: Dorf und Stadt. Sonnabend: Gastspiel des Operntheaters des Westens: Undine. Sonntag, nachmittags: Dorf und Stadt. Abends: Der neue Stiftsarzt. Montag: Hopfenraths Grben. Metropol. Die Herren von Magim. Kasino- Theater 6 Belle Alliance. Der beste Tip. Carl Weik. Geld und Name. Apollo. Berliner Luft. Radrennen Robl Arend. Spezialitäten. Paffage- Theater. Lucia Krall. Herrufeld Theater. Prinz Levy in Ahlbeck. Palaft. Wie man Weiber feffelt. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Lothringerstraße 37( Rosenthaler Tor.) Täglich 8 Uhr, Sonnt. 7-8 Konzert. Heirat auf Probe. Borher das vollst. neue Programm. Sonntag 4 Uhr: In Vertretung. Reichshallen. Steffiner Sänger: Trianon- Theater. Urania. Taubenstraße 48/49. Jm Theater abends 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Heute und folgende Tage: Voranzeige. Am Donnerstag, den 23. Februar 1905, findet eine Gala Feft- Vorstellung statt, deren Gesamt- Ertrag dem Zentral tomitee des Deutschen Roten Kreuzes für seine Tätigkeit in Südwest- Afrika und Oftafien zugeführt wird. Billetts find schon jetzt an der Zirkustasse sowie im Invalidendank und bei A. Wertheim zu haben. Preise der Pläße: Logenplak M. 20,-, Bartett M. 10,-, Balton M. 8,-, I. Platz M. 3,-, II. Platz M. 2,-. Alle Ermäßigungen sind aufgehoben. Heute Donnerstag, den 16. Februar, abends 7%, Uhr: Mit noch nie dagewesenem Erfolge die große Ausstattungs- Feerie Katharina II. Frl. Martha Mohnke, Schulreiterin, auf dem Lippizaner Hengst " Alda- Favory"; hierauf der Steiger Ticheyran". Herr Ernst Schumann mit seinen neuesten Dreſsuren und die vorzüglichsten Programm- Nummern. Fortfchung ber Großen Ringkampf- Konkurrenz. Internationalen M. 7500.- Geldpreise in bar! Ehrenprotektorat: Herr Profeffor Reinhold Begas. ( Beginn der Ringkämpfe zirka 8 Uhr.) Metropol- Theater Die Herren von Maxim. Große Ausstattungsposse mit GeIm Hörsaal abends 8 Uhr: Prof. Die glückliche Gilberte sang und Tanz in 5 Bildern von Dr. Müller: Stoffansat und Stoffverbrauch. Invalidenstraße 57/62. Stern marte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Neues Theater. Anfang 72 Uhr. Der Graf von Charolais. Freitag, Sonnabend, Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Montag: Der Graf von Charolais. Anfang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Das elfte Gebot. Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Direktor Richard Schultz. Apollo- Theater. Henry Bender. Josef Giampietro. Täglich 1045: Radrennen auf der Bühne. Schilling Arend- Mündner. HansenVorher: Berliner Luft Paul Lincke bon und die Februar- Attraktionen. Sonntag, den 19. Februar, nachVenus auf Erden und Nadrennen Robl- Arend. Kleines Theater mittags 3 1hr( ermäßigte Preiſe): Anfang 8 Uhr. Zum 25. Male: Die Neuvermählten Residenz- Theater. Hierauf: Abschiedssouper. Freitag: Nachtasyl. Dir.: Richard Alexander. Josef Josephi. Anton Grünfeld. Frid Frid. Fritzi Massary. Das Fest des Lichts.( Ballett.) Rauchen gestattet. Anf. 8 Uhr. Deutsch- Amerikanisches Theater. Köpenickerstr. 67/68. Zum 87. Male. Jeden Abend 8 Uhr: Gastspiel Ad. Philipp: New- York Sonntag nachm. 3 Uhr, halbe Preise Ueber'n grossen Teich. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Stadt- Theater Moabit Ab- Hotel Pompadour. Sonnabend, Sonnt.: Angele. Der Bär. Montag: Die Neuvermählten. schiedssouper. National- Theater Weinbergsweg 19. Donnerstag, den 16. Februar 1905: Schwant in 3 Atten v. Anthony Mars Alt- Moabit 47/49. u. Leon Xanrof. Deutsch v. M.Schönau. Gastspiel des Bernhard Rose- Theaters: Sonntag, 19. Februar, nachmittags Der Hausdrache. 3 Uhr: Nora. Die Fledermaus. Lustspielhaus. Anfang 72 Uhr. Freitag: Zar und Zimmermann. Täglich 8 Uhr: Zentral- Theater Der Familientag. Abends 7, Uhr: Die Juxheirat. Operette in 3 Alten von Jul. Bauer. Musik von Franz Lehar. Morgen u. folg. Lage: Die Juxheirat. Sonntag nachmittag: Original Boffe mit Gesang von Musik Robert Linberer. Bufif b. R. Thiele. Anfang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Entree 30 Pf. Numer. Platz 50 Pf. Sonntag: Der Hausdrache. Volksgarten- Theater ( früher Weimann). Heute keine Vorstellung. Nächste Vorstellung: Das Lumpengeindel. Sonntag, den 19. Februar. Gebrüder Herrnfeld- Theater Zum 98. Male: Der bisher unübertroffene lachluftigfte Herrnfeld- Schlager mit seinen stürmisch bejubelten Situationen Prinz Levy in Ahlbeck Schwank in 3 Atten mit den Autoren in den Hauptrollen. Magnus Prinz Levy: 779 WSW 766 SS 1Regen 1 Haparanda 760 23 3 Betersburg 759 N 2 Scilly 2 Aberdeen 4Schnee -2 Paris 4 bebedt 2bedeckt Temp. n. 6. G960s 15° E. 4°. 2 wollen!-16 3 wolfen!-13 3 bedeckt 3halb bd. 777 NNW 3 bedeckt Zirkus Schumann. Palast- Theater Heute Donnerstag, den 16. Februar, Burgstr. 22, früher Teen- Palast. Elite- Abend. Gala- Programm abends präzise 7%, Uhr: Vis- a- vis d. Börse, 2 Min. v. Bhf. Börse. Gala- Programm 8: Das epochemachende FebruarProgramm. Wie man Weiber fesselt. u. die glänzenden neuen Spezialitäten. 9%, Uhr: Novität! Der größte Erfolg: 1. a.: Neu! Der Heldentenor zu Pferde. Mons. Cramo Hoffmann. Neu! Der Bernhardiner Hund als Kunstreiter. Mons. Mesguetz. Dir. Alb. Schumanns neueste Monstredressuren. Um 9 Uhr: Beispielloser Erfolg: Militär- Gesangsposse von Reiflingen, Berfasser von Mutter Gräbert", ,, Onkel Cohn", ,, Wie einst im Mai". Anfang 8 Uhr. Borher: Konzert. Entree 50 Pf. Eine Nordlandsreise. Vorzeiger dieser Annonce zahlen Im Strahle der Mitternachtssonne.' wochentags die halben Kassenpreise. Komisch phantastische Pantomime in Freitag: Elite- Abend. Kabale und 7 Aften.Entworfen und aufs glänzendfte Liebe. Sonnabend: Bockbierinszeniert vom Dir. Alb. Schumann. Jubel- und Trubelfest. Nach der Sonnabend, den 18. Februar, abends Vorstellung: Familien- Freitanz. präz. 7 Uhr: Extra- Gala- Fest- Vorstellung m. besonders gewählt. Sportprogramm zum Besten der Krankenküche Brüderstr. 10. Zu der Vorstellung ladet ergebenst ein Das Fest- Komitee. Ihre Durchlaucht Herzogin v. Ratibor, Ehren- Borsigende. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Der tolle Wenzel. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pt. Passage- Theater. Anfg. d. Abendvorstellung 8 Uhr. Anf. nahm.Sonnt.3, Wochentg.5Uhr. Lucia Krall. die berühmte Gesangskünstlerin. Smeralda und Senitza, d. unübertreffl. Afrob.- Tänzerinnen u. d. glänz. Febr.- Programm. Voranzeige: Sonnabend, den 18. Februar: Passage- Theater- Ball. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Nur noch zwei Abend- Vorstellungen: S A H A RET INTE 765 Die 4 Niards Akrobaten. Diane de Fontenoy Lebende Bilder. Die Snowdrops Engl. Tänzerinnen. Rafayette Akrobatische Hunde und 10 erstklassige Nummern außerdem. Otto Pritzkows Abnormitäten- Ausstellung Munziraße 16. äglich Borstellung Die Riesin Ilona, 485 ẞfd. schwer, die schwerste Dame, die je gelebt. Medizinische Rätsel, anatomische Wunder. Riesen! Zwerge! Geld und Name. Etablissement Buggenhagen Moritzplatz. Anf. 8 Uhr. Freitag: Geld u. Name. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Kinderborstellung: Frau Holle. b. 8 Uhr: Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. Bum 1. Male: Die Kinder des Kapitän Grant. Sonnt. 3 Uhr: Geld und Name. Sanssouci. Donat Herrnfeld. Stottbuser Tor- Stat. der Hochbahn. Prahidal, dessen Reisebegleiter: Anton Herrnfeld. Anf. 8 Uhr. Billettvorverk. 11-2 Uhr. In Borbereitung: Die Meyerhains. Komödie in drei Akten von Anton und Donat Herrnfeld. Skala- Theater. Linienftr. 132( a. d. Friedrichstr.) An der Grenze, oder Verschlafen. Boffe mit Gesang in einem Aft. Großer Boxer- Kampf fowie 30 internat. Spezialitäten. Anfang 74, Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. Sonntag, Montag, Donnerstag: Hoffmanns Norddeutsche Sänger u. Tanzkränzchen. Jeden Dienstag und Mittwoch: Theater- Abend. Reichshallen. Täglich: Stettiner Sänger In den unteren Sälen jeden Abend: Bockbierfest. KONZERT. Der dumme Mag u. der fluge Hans. Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Fritz Steidl- Sänger. Nach jeder Borstellung im Staiſerfaal: Tanz. Gustav Behrens SpezialitätenTheater, FrankfurterAllee 85. Anj. Bochentags 8 Uhr. Das großartige Februar- Programm. Sehen Billetts zu den Sonntags 7 Uhr. numer. Bläßen find stets 8 Tage vorher zu haben Hören Staunen und weiter empfehlen. Freie Volksbühne Zwei Extra- Vorstellungen: Sonntag, den 26. Februar und 5. März, nachm. 3 Uhr, im Kleinen Theater: Eintrittskarten nur bei Beyer, G. Schulz, Horsch, Brüschke, Kumke, Vogel II, Böttcher, Ramm, Nachtasyl. Löwenberg; zugleich auch für den Montag, den 27. Februar, V. Kunstabend im Rathaus- Saal, pünktl. 8, Uhr. Maxim Gorki. IX. Beethoven- Sinfonie ( 350 Sänger, 60 Musiker und Solisten) am 18. März im Konzertsaal der Brauerei Friedrichshain. Festmarken a 80 Pf. bis zum 10. März in allen Zahlstellen; Gastkarten a 1 M. vom 10. März ab in beschränkter Anzahl. Ein erläuternder Vortrag über die Neunte Sinfonie findet am Donnerstag, den 9. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause statt, zu dem die Mitglieder unentgeltlich Zutritt haben. Sonnabend, d. 25. Februar, abends pünktlich 9 Uhr. Ordner- Sitzung: Sonntag, den 19. Februar 1905, nachmittags 2, Uhr: Metropol- Theater. 6. Abteilung: Berliner Theater. 8. Abteilung: Madame Bonivard. Die Räuber. 228/7 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Thalia- Theater. | Belle Alliance- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Direktion: Kren& Schönfeld. Belle Allianceftr. 7/8. Täglich abends 7%, Uhr: Stürmischer Lacherfolg! Heute u. folgende Tage 8 Uhr: Novität: Durchschlagend. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Donnerstag, den 16. Februar 1905, abends 8, 1hr, bei Lipps, Am Friedrichshain 22/29: General- Versammlung. Tages- Ordnung: Kaffenbericht. Bericht des Vorstandes. Bericht des Arbeitsvermittlers, des Bibliothekars und der Kontrollkommission. Ersakwahlen für Drts. verwaltung. Stichwahl des Arbeitsvermittlers. Wahl eines zweiten Arbeitsbermittlers und eines Bureauarbeiters. Stichwahl für ein Mitglied zum Gauvorstand. Nominierung eventuell Wahl eines Delegierten zum Gewerkschaftstongreß. Verbandsangelegenbeiten. Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. Um zahlreiches Erscheinen ersucht[ 80/3] Die Ortsverwaltung. Achtung! Bautischler. Achtung! Sonntag, den 19. Februar, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshause, Saal I: Vertrauensmänner- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wie regeln wir unsere Tarife? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes Es ist Pflicht, daß jede Werkstatt einen Vertrauensmann entsendet. Die Kommissionsmitglieder werden gebeten, eine Stunde früher bei Brünner zu erscheinen. Der Obmann. Zentral- Verein der Bildhauer Deutschlands. Verwaltung Berlin. Donnerstag, den 16. Februar, abends 8, Uhr, im ,, Gewerkschaftshaus", Engel- Ufer 15: General- Verfammlung. Fortsetzung der letzten Generalversammlung vom 9. Tages- Ordnung: Neuwahl des Verwalters. Berichte und Neuwahl der Kommissionen. Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. 20/8 Deutscher Metallarheiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis: Bimmer 34. Amt IV, 3353. Sonnabend, den 18. Februar 1905, abends 82 Uhr, im Lokale von Kumte, Schönwalderstr. 80: Der Kilometerfresser Der beste Tip. Bezirks- Versammlung Sonntag nachm. 3 Uhr: Charleys Tante. Gr. Ausst. m. u. i. Aft. Sonntag nachm. 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Täglich: Großes Urbock- Jubelfest. Internationale Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock- Brauerel. Kellers Festsäle, Koppenstr. 29. Heute sowie jeden Donnerstag: der Spandauer Kollegen und Kolleginnen. Zages Ordnung: 1. Bortrag über:" Der Gürtler- und Drückerstreik, bezw. die Aussperrung". Referent: Sollege Hartmann. 2. Distuffton. 3. Verschiedenes. Kollegen und Kolleginnen! Die Tagesordnung erfordert es, basale in der Berſammlung erscheinen. daß Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Nach langem, schweren Leiden verstarb am 13. Februar mein lieber Mann und unser guter Vater, der Former Karl Bauer. Dies zeigen tiefbetrübt an Witwe E. Bauer. P. Bauer nebst Frau. Die Beerdigung findet Sonnabend, den 18. d. M., nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 21776 Zentralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin 1. Den Verbandskollegen zur Nach richt, daß unser langjähriges Mitglied, der Hausdiener Hermann Alpermann nach langem, schwerem Leiden am 14. d. Mts. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Frei tag, den 17. b. Mts., nachmittags 312 Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomas Kirchhofes, Rirdorf, Hermannstraße, aus statt. 67/12 Die Ortsverwaltung Berlin 1. Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend. Todesanzeige. Am 13. d. M. starb unser altes Mitglied Wilhelm Warlich. W am Die Beerdigung findet Donnerstag, den 16. Febr., nachmittags 4 Uhr, von der Leichen halle des Hedwigs Kirchhofes in Reinickendorf, Berlinerstraße, aus statt. 257/3 Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Bur Anschaffung empfehlen wir: „ Der Klaffenkampf im Ruhrgebiet." Die vorliegende Schrift gibt eine ausführliche Darstellung über die Entstehung des Streits der Bergarbeiter und die Ursachen, die den Anstoß dazu gegeben haben. Ferner schildert fie die Stellungnahme der einfacheren Erledi: beiter, die durch die Vorgänge im gung unserer Bureaugeschäfte ersuchen wir unsere Mitglieder,| Ruhrrevier erhöhtes Interesse beanfeden Wohnungswechsel unverzüglich unterschriftlich durch spruchen können. Preis 20 Pf. Angabe der Orts oder Hauptnummer Germinal" von Emile Zola. Postkarte dem Bureau mitzuteilen. Gleichzeitig machen wir darauf» Germinal“ aufmerkſam, daß Ersatzbücher für verlorene nur nach genauester Angabe der Drts- oder Hauptnummer als auch wann und wo der Verlierer seinen lekten Beitrag gezahlt hat, im Bureau gegen Zahlung von 20 Pf. ausgestellt werden können. Schriftliche Gesuche ohne Einsendung obiger Angaben und des Betrages werden nicht berücksichtigt. 112/1 Die Ortsverwaltung. zu Bur besonderen Beachtung! Sacheter lebb teien att den Forderungen der ärGrosse Soiree Arbeiter- Bildungsschule Berlin von Horsts Norddeutschen Sängern. Avis! Sonntag, den 19. März ist der Saal für grössere Vereine noch frei. Gelegenheitskauf! Schlaf decken in Wolle,' extra schwer 350, 450, 500, 600 M. Pferde decken à 250, 350, 450, 550 M. decken Reisedecken Neueste Tiger- Muster & 485, 600, 800, 1000 M. Versand per Nachnahme. Emil Lefèvre. Berlin Oranienstr. 158. 1990L Victoria- Brauerei Lützowstr. 111-112. Heute 8 Uhr: Sonnabend, den 18. Februar 1905, abends 8, Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 8: Fortsetzung der Mitglieder- Versammlung. Diskussion über den Vortrag des Genoffen Davidsohn: 4/ 10* Nenere Bildungsbestrebungen des Proletariats". Mitgliedsbnch legitimiert. Stukkateure. Tanzkränzchen. fetzeitig täglich im Arbeitsnachweis,' Gormannstr. 13, Die arbeitslosen Kollegen, Weißarbeiter, werden ersucht, Montag u. Freitag: einzufinden. Die Ortsverwaltung Dieser Roman beansprucht infolge der Vorgänge im Ruhrrevler zurzeit erhöhtes Interesse. Der Berfaffer entwidelt in feffelnber Beise ein Bild von den Lebens- und Arbeitsverhältnissen der Kohlenarbeiter, deren Leben und Gesundheit ständig bedroht ist, und die unter einer brutalen Ausbeutung seufzen, bis sich schließlich die Empörung über diese Zustände in einem mit elementarer Bucht ausbrechenden Streif fundgibt. Breis der billigen Ausgabe 1,- M. Die bessere Ausgabe toftet brosch. 3,- M., geb. 4 M. Die übrigen Romane Zolas halten 233/10 wir gleichfalls vorrätig. Ferner empfehlen wir: Die Noune" von Denis Diderot. Dieser von Goethe und Schiller empfohlene Roman wurde auf AnSozialdemokratisch. Wahlverein Rixdorf. Todes Anzeige. Am Montag, den 13. Februar, verstarb nach schwerem Leiden unser treues Mitglied Albert Reischock. Als langjähriger Bezirksführer des 2. Bezirks, LokalkommissionsMitglied und auch sonst hat der felbe stets eifrig im Dienste der Partei gewirkt. Mit der Witwe und seinen fünf noch nicht er wachsenen Kindern, deren er stets in liebender Fürsorge gedachte, trauern die Parteigenossen um sein frühes Hinscheiden und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren! Die Beerdigung findet Freitag, den 17. d. M., nachmittags 4 Uhr, bom Trauerhause Kirchhofstraße 1 aus nach dem neuen Rigdorfer Stirchhof( am Mariendorfer Weg) statt, zu welcher rege Teilnahme erwartet 232/6 Der Vorstand. Statt besonderer Meldung. Am 14. Februar 1905 verstarb plöglich mein lieber Mann und mein herzensguter Sohn, der Restaurateur Eduard Bandow. Beerdigung Freitag, den 17. Februar, nachmittags 4 Uhr, bon der Friedhofshalle des Auferstehungs- Kirchhofes, Weißensee, Lichtenbergerstraße. Um stilles Beileid bitten Die trauernde Witwe und Mutter, 2176b Weidenweg 77. Verband der Buch- und Steindruckerei- Hülfsarbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwalt. Berlin.- Zahlstelle II, ( Hülfsarbeiter). Todes- Anzeige. Am 13. Februar cr. starb nach schwerem Leiden unser Mitglied Julius Mahrenholz im vollendeten 52. Lebensjahre. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 16. Februar, nachmittags 3 Uhr vom neuen Jakobi Kirchhof, Hermannstraße, aus ftatt. Der Vorstand. 4 Verband der Maschinisten und Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin u. Umg. Todes Anzeige. Am 13. d. M. berstarb das Mitglied Constantin von Bialinski. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 19. Februar, nach mittags 4 Uhr, von der Leichen halle des neuen Schöneberger Kirchhofes in Schöneberg, Mar straße( Station Ebersstr.) aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 138/3 Die Ortsverwaltung. trag der Leipziger chaatsanwalt Tischler- Verein zu Berlin in Stuttgart beschlagnahmt, aber soeben wieder freigegeben. 173/4 Preis brofch. 2,-, eleg. geb. 3,50 M. Nordd. Sänger. bes Zentralverbandes der tuffateure Deutschlands, Fil. Berlin. Ganze Werkstatts- Einrichtung, als: gebrauchte Drehbänke, Schraubenbänke, Transmissionen, Riemenscheiben, Treibriemen 2c. 2c. tauft und verkauft preiswert 18772+ Nengert, Admiralstraße 18 e. Wald- und Landparzellen Adtung! Bauarbeiter! Buchhandlung Borwärts, Berlin SW. 68, Lindenstraße 69( Laden). alle gelegen der Treppengeländer- Branche, Leihhaus A die auf Bauten arbeiten, müssen rote Berechtigungskarten voram Vorortbahnhof, herrlich gelegen, zeigen. Alle anderen arbeiten für Betriebe, die nicht bewilligt haben. unweit See, verkauft gegen geringe Wir bitten, daß die Bauarbeiter darauf achten. An- u. Abzahlung Aug. Puchert, 79/ 20* Dabendorf bei Zoffen. 19222* Die Kommission. Zentral- Verband Deutscher Maurer Zweigverein Berlin. ( Sektion der Gips- und Zement- Branche.) Fehlerhafte Decken Freitag, 17. Februar, abds. 8% Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( gr. Saal): S. I spottbillig! 1896L* Inventur- Extraliste gratis und franko. General- Versammlung. Zages Drdnung: M. Grünberg gegr. 1891 Friedrichstr. 221, I. Ede Buttkamerstraße zahlt enorm viel Geld 21192* für Brillanten, Gold, Silber, Pfandscheine, Lagerscheine, Möbel, Waren aller Branchen, Bücher aller Wissenschaften. Beleihung, Ankauf, Berkauf. + Hygienische Bedarfsartikel. Neuest. Katalog 136/ 9* m. Empf. viel. Aerzte u. Prof. grat. u. fr. H. Unger, Gummiwarenfabrik, Berlin N., Friedrichstr. 131c. 1. Geschäfts- und Rassenbericht. 2. Diskussion. 3. Wahl des Sektionsvorstandes und der Revisoren sowie der Bezirkskassierer. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Mitglieder. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Ohne dasselbe fein Zutritt. Warnung! Herrenschneider beider Branchen! E. H. No. 89. Unser Mitglied, Herr Franz Knöchel ist am Montag im 61. Lebensjahre nach längerer Krankheit gestorben. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung erfolgt am Freitag, den 17. februar, nachmittags 4 Uhr, auf dem Friedhof der Heiligkreuz" Gemeinde in Mariendorf. D Um rege Beteiligung ersucht 198/6 Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband Berwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Metallarbeiter Albert Reischock am am 13. d. Mts. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Freitag, den 17. februar, nachmittags 4 Uhr, von der Wohnung, Rigdorf, Kirchhofstr. 1, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 111/20 Die Ortsverwaltung. Warnung! Wir warnen hiermit unsere Kollegen aus beiden Branchen der Herrenschneiderei, an dem Preisausschreiben der Firma Baer Sohn( f. Inserat vom vorgestrigen Tage) sich zu beteiligen. Die Firma, die feine Werkstätten besitzt und keine tarifmäßigen Löhne zahlt, beabsichtigt ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen, indem sie durch ein geschicktes Manöver, das Prämiensystem, die Kosten auf die Schneider abzuwälzen versucht. Von hunderten zugeschnittener Stücke werden zehn prämiiert, während die übrige gut geleistete Arbeit nur mit den Bei der Ausgabe von 550 Mart Prämiengeldern ist also die Firma noch immer in der Lage, ein schönes in ihren Geschäften üblichen nichttariflichen Lohnfäßen bezahlt werden soll. Geschäft zu machen; die Arbeiter haben sich hingegen dadurch in Zukunft durch die angespornte Leistung zu ihrem Schaden dauernd festgelegt. Das Preisausschreiben der Firma Baer Sohn ist also für jeden Schneider ein Danaer- Geschenk schlimmster Art!- Jeder Kollege, der auf angemessene Löhne in unserem Gewerbe hält, kann sich an dem Preisausschreiben nicht beteiligen. Zum Schluß appellieren wir, im Interesse der Arbeitnehmer sowohl als auch der Arbeitgeber, an die Herren Fachleute und Sach. Verband der Schneider und Schneiderinnen( Filiale Berlin), Engel- Ufer 21. J. A.: Ad. Ritter. verständigen, sich nicht zu Marionetten einer Reklame ödester Geschmacklosigkeit herzugeben. Berantiv. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW