Ur. 48. Hbonncments-Bedingungen: SBonnenientä- Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mi, tnonall. 1,10 SDir.. wSchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 0 Pfg. Sonntags- nummer mit illustrierter Sonntags- Beilage»Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 1,10 Mark pro Monat, Eingetragen in die Post- Zeitungs, Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich- Ungar» 2 Mark, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat. TT. Jahrs» Die InfcrtlonS'Gebflljr betragt für die sechSgespaltene Kolonei- zeile oder deren Raum»0 Psg„ für politische und gewerkschaftliche Vereins- und Versammlungs-Anzeigen 25 Psg. „Kleine Hniefgen", das erste(fett- gedrucklel Wort 10 Psg,, jedes weitere Wort 5 Pfg, Borte über 15 Buchstaben zShlen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis S Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen- tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet, Crfdxlnt täglid) außer Montag». Derlinev Volksblakk» Telegramm-«d reffe: „Sozlaldemoknt Berlin". Zentralorgan der fozialdemokrati Tchen parte» Deutfcblands. Redaktion: 83Q. 68, Ltndenstrasse 6g. Fernsprecher: Rurt IV. Nr. 1983. Sonntag, den 19. Februar 1905. 6xpcdttton: 8W. 68, Lindenstrasse 6g. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. „Eine Tat der Vorsehung". Der Schreiber, der dem Zaren Nikolaus IL die Kundgebungen stilisiert, gehört offenbar zu dem Blmde der Verschworenen. Mit einem grausigen Witz hat er den Zaren die Ausrottung seines Oheims als eine Tat der— Vorsehung verkünden lassen. In Wahrheit, iväre die Frömmigkeit der russischen Tyrannen nicht ekle und leere Heuchelei, so müßten sie in dieser Siihnehandlung die Spuren der Gottheit, den Akt himmlischer Vergeltung zusammenbrechend erkennen, wo auch der Ungläubige gestimmt ist, das Walten der Nemesis zu spüren. Die Weltgeschichte, an der die russischen Freiheitskämpfer weben, ist das Weltgericht I Und jede Revolution ist, in i r d i s ch e m Betracht, wahrhastig ein Werk der Vorsehung, der menschlichen Vorsehung, welche die freie und reine Zukunft schauend schafft! Aus dem Trauer-Ukas Nikolaus' IL blitzt der Dolch einer der- nichtenden Selbstverhöhnung, die ungewollte bewußtlose Unter- werstmg unter die Revolution und das eigene Todesurteil als ein unabwendbares SchicksaL Die Bombe ist Nikolaus II. ein Werkzeug der Vorsehung, die durch tausend bunt geklexte Heiligenbilder nicht zu lenken ist. Aus Zarskoje Sselo ist da? folgende kaiserliche Manifest datiert, daS bestimmt scheint, in einer künftigen Geschichte der russischen Revolusion als ein ahnendes Epigramm des Unterganges verwertet zu werden: Der Vorsehung hat eS gefallen, uns schweren Kummer treffen zu lassen, indem unser geliebter Onkel Großfürst Sergius Alexan drowitsch am 17. Februar im achtundvierzigsten Jahre seines Lebens uns entrissen wurde, gefallen von der Hand ruchloser Mörder, welche nach seinem uns teueren Leben trachteten. In ihm beweinen wir den Onkel und Freund, dessen ganzes Leben, ganze Tätigkeit und Sorge stets unserem Dienste und dem des Bater- landeS geweiht waren; wir vertrauen fest darauf, daß alle unsere treuen Untertanen die wärmste Teilnahme an dem Leid nehmen, daS unser kaiserliches Haus betroffen hat, und ihre innigen Gebete für die Seelenruhe des Verewigten mit den unseligen vereinen werden. Nicht nur der Vorsehung, der Menschheit hat es ge fallen!... .» Inzwischen spielt der russische Zensor wieder die Vorsehung. Er verbreitet BeleidSkundgebungen und Schilderungen des Trauer- Zeremoniells. In der Tat ziemt sich so pomphafte Ehrung für die Vertreter des Absolutismus, seitdem die Leichen der Freiheitskämpfer auf Schlitten haufenweise davongeschleift und heimlich verscharrt werden; so werden die Edlen Rußlands begraben, mag der Trauer- pomp als die Ehrung der Gemeinen erhalten bleiben. Aber die Tat ist stärker als der Zensor. DaS beweist gerade das Attentat, dem die Welt das Ende des Großfürsten Sergius ver- dankt.— .Auf dem Schipka ist alles ruhig", meldeten russische Generäle in dem Momente, wo Tausende und Abertausende russischer Krieger im wütenden Schneesturm der Balkanberge umkamen.„In Ruß- land ist alles ruhig", meldeten in letzter Zeit die lügnerischen Telegramme des russischen Offiziosus. und es schien, daß auf den Gräbern der niedergeschossenen und verstümmelten Arbeiter die tote Stille der hoffnungslosen Verzweiflung wirklich ungeteilt herrschte... Nun haben sich die Särge aufgetan. Die Gespenster sind auf- erstanden. An die Stelle der getöteten Hoffnung trat die unsterbliche Rache. Kirchengesang ertönt nicht mehr. Gottesbilder auf den ver- goldeten Fahnen schimmern nicht mehr durch die Lust. In düsterem Schweigen folgen einander revolutionäre Rächer des gemarterten Volkes. AuS dem Krachen der Bombe erklingt ein neuer Hymnus deS gewaltigen Kampfes um Freiheit. Der Großfürst Sergius wohnte in Moskau gegenüber dem Ge- fängnisse, wo„politische Verbrecher" gequält werden. Voll jubelnder Wut schaute er wohl aus den Fenstern seine» Palais auf die düsteren Mauern deS Gefängnisses, auf die eisernen Gitter, hinter denen seine größten Feinde, die Märtyrer für das Wohl des rufst- schen Volkes schmachteten. Und der Großfürst fühlte sich vollkommen sicher. In Gemeinschaft mit Trepow und Bulygin leitete er am S. und 6. Dezember von seiner generalgewalttgen Höhe die un- menschliche Niedermetzelung der friedlichen Demonstranten in Moskau. Dieser Henkertrias erwuchs aus dem vergossenen unschuldigen Blute neuer Gewinn. Der Großfürst Sergius wurde die Spitze der groß- fürstlichen Reaktton und bezog als Befehlshaber des Moskauer Korps das Kremlpalais. Trepow brachte es zum Blutgouverneur St. PeterS- burgS, während Bulygin den fortgejagten Minister der zarischen Gnade ersetzte. Die Henkertrias triumphirte. Sie haben die russtche Revolution unterdrückt. Gemeinsam mit dem Miuisterkomitee waren sie bereit, das Land mit neuen zahlreichen Gnaden zu überschütten. Die TriaS war um so mehr zur Herstellung des Friedens berufen, als sie die ersten waren, die das Subatow-System zu würdigen wußten und den Versuch angestellt haben, die«rbeiterftage mit Hülfe der orthodoxen Pfaffen und des polizeilichen„Sozialis- nms" zu lösen. Allein die Schule SubatowS war an mancher Ueberraschung reich: der mächttge Strom der russischen Arbeiter- bewegung schwemmte bald alle polizeilichen Dämme, die ihm im Wege standen, fort, riß die kirchlichen Gewänder ab und erzeugte die Richter, die Sergius, dem eigentlichen Urheber des Subatow- Systems, das Todesurteil sprachen. ES ist höchst beachtenswert, daß die Terroristen nirgends unter den Arbeitern soviel Erfolg hatten, als gerade in Moskau, wo Sergius schaltete und waltete. Der Großfürst Sergius schuf sich eine ganz eigenartige Stellung in Moskau. Er war hier souveräner Selbstherrscher. Er kannte weder Gesetze, noch Erlasse de» Zaren. Für ihn existierten keine Mnister und keine höhere Staatsbehörden. Er behandelte den regierenden Senat wie sein Gesinde. Er schreckte nicht zurück, wenn es galt, Privatvermögen zu seinen Gunsten zu expro- priieren und verfügte über die Großindustriellen Moskaus, als wären sie seine Leibeigenen. Seiner Umgebung und seinen Unter geordneten gegenüber war er roh und brutal wie ein Stallknecht. Die letzten Tage seiner Herrschast zeichneten sich dadurch aus, daß er das Rote Kreuz oder besser die unglücklichen russischen Soldaten um viele Millionen bestohlen hatte. In Moskau geht ein Gerücht, das die Gemächer des Großfürsten Sergius mit dem tragischen Schicksal der jungen griechischen Prinzessin Marie in Verbindung bringt..... Man braucht kein Wort darüber zu verlieren, daß Großfürst Sergius für Moskau das war, was sein geistesverwandter Plehwe für ganz Rußland war. Es gab keine Gewalttat, kein Verbrechen, dessen er nicht fähig war. Er füllte alle Moskauer Gefängnisse mit polittschen Märtyrern und ließ Tausende von ihnen nach Sibirien verbannen. Nicht nur einmal bespritzte er die Moskauer Stege mit Menschenblut. Die 16vie ich sie geschildert habe, dulden, tragen in erster Linie die Schuld, wenn auch der letzte Rest von Rechtsbcwußtsein im Volke schwindet. (Lebhaftes Bravo I bei den Sozialdemokraten.) Die Beratung ist geschlossen. Das Schlußwort erhalt Abg. Bachem(Z.): lieber die religiösen Dinge an sich ist eine Verständigung in diesem hohen Hause unmöglich. Das einzige, was wir können, ist, den Frieden herstellen auf bürgerlichem Gebiet. Unser Antrag ist im besten Sinne ein moderner Antrag.(Sehr richtig! beim Zentrum.) Man kann die Regelung nicht anders treffen, als durch die Freiheit, Freiheit für den einzelnen und Frei- heit für die Gemeinschaften. Wenigstens der zweite Teil unseres Antrages Muß konimissarisch behandelt werden. Wir haben diesem Teile keine Motive beigeben können. Der zweite Teil ist der wich- tigste. Wenn eine Mehrheit des Hauses es will, sind wir bereit, den ersten Teil zu isolieren, um über ihn getrennt abstimmen zu lassen und ihn eventuell sogleich in zweite Lesung zu geben.(Leb- hafter Beifall im Zentrum.) Zur Geschäftsordnung bezweifelt Abg. Dr. Stockman»(k.), daß eine Trennung beider Teile möglich ist. Präsident Graf Ballestrem: Eine solche Trennung ist schon möglich, aber ich verstehe den Vorschlag des Abg. Bachem noch nicht ganz. Abg. Bachem(Z.): Unter diesen Umständen ziehe ich den Alt- trag, über unseren Antrag getrennt abzustimmen, zurück. Ueber den Antrag Bachem(Z.), den ganzen Antrag an eine Kommission von 28 Mitgliedern zu verweisen, wird auf Antrag tzeyl(natl.) namentlich abgestimmt. Es stimmen 96 dafür, 64 dagegen bei einer Enthaltung. Das Haus ist also nicht beschluß- fähig. Die Abstimmung mutz wiederholt werden. Nächste Sitzung: Montag 1 Uhr. Zweite Beratung der Handelsverträge. Schluß 6�4 Uhr._ Hbgcordnctcnhaus. 142. Sitzung vom Sonnabend, den 18. Februar, mittags l Uhr. Am Mnistertische: Frhr. v. Hammerstein. Eingegangen ist eine Novelle zum Berggesetz über die Stillegung von Zechen. Die zweite Beratung des Etats des Ministeriums des Innern wird fortgesetzt beim Kapitel„Landgendarmerie". Abg. Baensch-Schnndtlein(ft.) dankt dem Minister für die Ver- mehrung der Gendarmerie und befürlvortet die Erhöhung des WohnungSgeldzuschnfses für die Gendarmen. Wenn Fürst Bismarck gesagt habe, niemand könne unS den preußischen Offizier nachmachen. )o gelte dasselbe auch von den preußischen Gendarmen, deren Pflicht- treue von niemand übertroffen werden könne. Abg.». Riepenhausen(k.) empfiehlt, den Gendarmen nach Möglichkeit Dienstwohnungen zu geben. Ost bildet der Gendarm die einzige Autorität in der Gemeinde, deshalb ist es notwendig, für diese Beamten namentlich in der heutigen Zeit gut zu sorgen, in der die Unisturzbestrebungen wieder in dem Attentat in Rnsiland einen be)ondereii Ausdruck gefunden haben. Der„Vorwärts" schreibt in einem Leitartikel, die Russen lebten in einem rechtlosen Staate und daher seien die terroristischen Akte in Rußland eine naturnot« wendige Erscheinung. Dabei wird das Telegramm, in welchem der russische Mörder als Mitglied der revolutionären sozialistischen Partei bezeichnet wird, vom„Vorwärts" ohne irgend eine Erklärung abgedruckt. Wenn der Minister in seiner verantwortlichen Stellung die Gelegenheit suchen wird, so wird er sie hoffentlich auch finden, um sich in anderen Staaten umzusehen und mit ihnen gemeinsam überall da, wo es nötig ist, Mastregeln gegenüber den internationalen Umsturzbestrebungcn zu treffen. Wir wissen ja, welches Fiasko wir vor tvenige» Jahren erlebt haben, als wir die Arbeits« willigen durch ein Gesetz schützen wollten. Hoffentlich erleben wir kein ähnliches Fiasko, wenn nian aus internationalem Wege sich endlich ermannt, gegen die Nmsturzbewegung vorzugehen, die d»n Staat untermiuiert. Wir stehen hier ja alle auf dem Boden der Verwaltung. Wenn man sieht, wie seit dem Attentat auf den russischen Kaiser Alexander II. die Attentate auf gekrönte Häupter sich verwehrt haben, so ist es wichtig zu wissen, daß an der Spitze des Ministeriums dcS Innern ein Mann steht, der rücksichtslos alle Umsturzbestrebungcn bekämpft. Ich schließe mit dem Wunsche, daß unser Gcndarmeriekorps sich so tüchtig und ausgezeichnet erhalten möge, lvie bisher, und bedauere nur, daß wir nicht niehr so zahl- reiche Soldaten haben wie früher, die sich diesem Dienst widmen. (Beifall rechts.) Abg. Hammer(k.) bedauert, daß eS von Jahr zu Jahr schwieriger werde, besonders in großen Städten geeigneten Nachwuchs an Gendarmen zu bekommen. Wer in sozialdemokratischen Ber- sammlnngcn sehe, wie die Geudarme» verhöhnt und lächerlich ge- macht würde», der muffe sich wundern und es hoch anerkeimen, daß die Gendarmen trotzdeni ihre Ruhe und Besonnenheit wahrte». Abg. Wie««(srs. Vp.): Der Exkurs des Abg. v. Riepenhausen auf die russischen Verhältnisse paßte wenig in die Debatte über Auf- besserung der Gendarmen; gut ist nur, daß er nicht verlangt hat. preußische Gendarmen sollten zur Ordnung der russischen Verhältnisse abkommandiert werden. Mit der Aufbesserung des Wohnungsgeld- Zuschusses bin ich durchaus einverstanden. Abg. Kölle(b. i. Fr.) bedauert, daß die Regierung gegen alle Wünsche nach Gehaltsverbessermig der unteren und nnttleren Be- amten sich ablehnend verhält. Minister Frhr. v. Hammerstein spricht seine Genugtuung darüber aus, daß die Wünsche der Gendarmen eine so wohlwollende Beur- teilung im Hause gefunden haben. In den letzten Wochen haben die Gendarinc» in mehreren Provinzen unter schwierigen Berhält- nissc» ihre Tätigkeit ausgeübt und besonders im Ruhrrcvi« so gut, verständig und ruhig gewirkt, daß die wirtschaftliche Krisis ohne größere Unruhe ihre Lösung gefunden habe. Wollten wir nun, um den Wünschen der Gendarmen gerecht zu werden, nach der allgemeinen GehaltSregulierung der Beamten eine besondere Klasse herausgreifen und für sie eine besondere«ehaltS- skala aufftellen, so� würden andere Kategorien von Beamten diese Wünsche sofort aufgreifen, und wir gerieten in einen oiroulus vitiosus. In den nächsten Jahren Ivird eine wesentliche Ver- bcsserung der llntcrbcamten durch Erhöhung des WohmmgSgeld- zuschusses erfolge». Dadurch werden auch die Gendarmen besser qe- stellt werde». Minister Frhr. v. Hammerstein erklärt, daß weder schulpflichtige noch aus der Schule entlassene katholische Fürsorgezöglinge in Familien anderen Bekenntnisses untergebracht seien. werde. Beim Kapitel Allgemeine Ausgaben im Intereffe der Polizei"| Veranlassung. Antrid hatte vielmehr unaufgefordert sich bereit er- Das Dber Berwaltungsgericht erkannte auch nach wünscht flärt, sein Mandat als Stadtverordneter niederzulegen. Um weiteres dem Antrage des Fiskus, indem es ihn gänzlich freistellte. Die Abg. Schmidt- Warburg( 3.) Auskunft über die Unterbringung hat es sich nicht gehandelt. Auch die übrige Darstellung des Vorfalls Gründe gehen dahin: Gegen die Gültigkeit des allgemeiner fatholischer Fürsorgezöglinge in Familien anderen Bekenntnisses oder ist falsch. Beschlusses der städtischen Körperschaften, Beiträge zu den Pflaster in simultanen Anstalten. Daß ein Teil der bürgerlichen Presse den Vorgang benutzt hat, fosten nach fest en Prozentsätzen zu erheben, spreche die Bestimmung um ihn gegen Antrick in gehässigster Weise auszuspielen, fennzeichnet des§ 9 des Kommunalabgaben- Gesetzes, daß die Beiträge nach den die Heuchelei dieser Presse. Hat ein Fürst, ein Prinz, ein Dichter, ein Vorteilen zu bemessen seien, welche natürlich nicht bei jedem Künstler 2c. eine Eheirrung begangen, so wird diese von der bürger- Anlieger die gleichen zu sein brauchten. Auf jeden Fall sei aber Abg. Schmedding( 3.) bedauert, daß durch eine Kammergerichts- lichent Presse mit behaglicher Breite und stillem Schmunzeln, ohne der Spezialbeschluß bezüglich der Beatenstraße ungültig. ( d. h. das Beschlußverfahren Entscheidung, nach der die Unterbringung in Fürsorge- Erziehung erst ein Wort des Tadels berichtet, ist es aber ein Sozialdemokrat, dann Das Genehmigungsverfahren dann zulässig ist, wenn alle anderen Mittel versagen, erschwert trieft dieses Preßvolk von sittlicher Entrüstung und kann sich im Ver- beim Bezirksausschuß und eventuell beim Provinzialrat, das urteilen nicht genug tun. auf Genehmigung des städtischen Beschlusses abzielt) sei nicht Minister Freiherr v. Hammerstein: Ein endgültiges Urteil Die bürgerliche Presse must aber den Fall Antric auch in der ordnungsmäßig erfolgt. Die Beschlußbehörden hätten die Vers fiber die Erfolge der Fürsorge- Erziehung werde sich erst Richtung aus, daß sie kühn behauptet, Genosse Bebel habe auf dem pflichtung, die einzelnen Vorteile aller Beteiligten genau zu in einigen Jahren fällen lassen. Was das Verhältnis der Dresdener Parteitag den Genossen Antrick, die Hoffnung der Partei" prüfen. Sie hätten aber tatsächlich nur die Beschwerden der wenigen Fürsorge- Böglinge zu den jugendlichen Personen angeht, so tamen genannt. Auch das ist erlogen. Weder hat Bebel eine solche Einsprucherheber berücksichtigt und sich auch zu dem festen Prozents 1903 auf ortsanwesende Bevölkerung von den Personen bis zu Charakterisierung Antricks in Dresden noch sonst wo gegeben, sie fat gar nicht geäußert. Wenn auch für die Gesamtheit durch die 18 Jahren in Berlin 4 Proz., denen 9,4 Proz. Fürsorge- 3öglinge wäre auch lächerlich. Wohl aber hat Bebel, und er autorisiert uns, Pflasterung Vorteile entständen, so wäre es doch leicht möglich, daß gegenüberstanden, also doppelt so viel als Berlin sie nach seiner Be- dieses in seinem Namen zu erklären, den Genossen Antric alle Zeit für einzelne Anlieger Nachteile erwüchsen und für sie die Vorteile als einen sehr fleißigen, fehr opferwilligen und eifrigen Partei- beseitigten. Wegen jener Mängel des Genehmigungsverfahrens könne genossen angesehen und sieht ihn als solchen noch an. der städtische Beschluß trotz der Genehmigung nicht als gültig an gesehen werden. Polizeiliches, Gerichtliches ufw. = völkerung haben müßte. In den Städten über 100 000 Ginwohner betrug der Anteil der jugendlichen Personen an der ortsanwesenden Bevölkerung 9,9 Proz, während die Anzahl der Fürs forgezöglinge 22 Proz. betrug. Also ein sehr ungünstiges Verhältnis. In den Gemeinden mit Einwohnerzahl zwischen 20- und 100 000 beZu sechs Wochen Gefängnis wurde in Freiburg i. B. der trug der Anteil der Jugendlichen an der Bevölkerung insgesamt Genosse Engler verurteilt. Durch eine Notiz im„ Volksfreund" 12,9 Proz., der der Fürsorgezöglinge 20,3 Proz. Ein Ausgleich in Karlsruhe fühlten sich vier Herren beleidigt. Genosse Engler in findet erst statt in den Gemeinden unter 20 000 Einwohnern, wo Freiburg wurde als Urheber angesehen, angeklagt und ohne den der Anteil der jugendlichen Personen an der Gesamtbevölkerung 25,9 Proz. Nachweis der Täterschaft verurteilt.beträgt und der Anteil der Fürsorgezöglinge ebenfalls 25,9 Proz. Auf dem platten Lande in Gemeinden unter 2000 Einwohnern beträgt der Anteil der Jugendlichen 27,2 Proz., die Zahl der Fürsorgezöglinge 20 Proz. Das zeigt, daß die Jugend auf dem Lande einen fefteren moralischen Halt hat als in den großen Städten.( Beifall rechts.) Das Kapitel wird bewilligt. Vom ostasiatischen Kriegsschauplay. Verzweifelte Lage der Russen. aus V In den Petersburger Regierungskreisen herrscht, wie ge= meldet wird, düstere Stimmung wegen der Nachrichten über die Beim Kapitel Strafanstalten geht berzweifelte Lage der Russen am Schaho. Dort Abg. Peltasohn( frf. Wg.) auf das bekannte Buch von Hans haben die Japaner elfzöllige Geschütze aufgestellt, durch Leuß über seine Erfahrungen im Zuchthause ein. Er meint, das deren Verwendung sie auch den 203 Meter Hügel vor Port Buch sei sehr fesselnd geschrieben und habe deshalb große Ver- Arthur nahmen, und beschießen jetzt das russische Zentrum. eine neu gebaute Feldbahn breitung gefunden; und wenn es auch nicht immer mit strengster Die Geſchüße werden durch Objektivität geschrieben sei, so enthalte es doch sehr viel Be- an Stellen befördert, von denen fie die russischen achtenswertes, insbesondere in bezug auf Ernährung und Beschäftigung Pofitionen unter ein wirksames Feuer nehmen können, das das der Gefangenen, hygienische Maßnahmen in den Strafanstalten und russische Zentrum unhaltbar macht. Die Stabsoffiziere namentlich über die Prügelstrafe. Es wäre wünschenswert, wenn erklären, es sei nötig, entweder vorzurücken oder die Stellungen am vielleicht von der Regierung hier im Hause zu dem Buche Stellung Schaho aufzugeben. Sie erwarten eine Bewegung der Japaner in genommen und festgestellt würde, was etwa falsch in dem Buche der Nichtung auf Sinminting mit Tieling als Endziel jei. Redner geht schließlich auf die Lage der Strafanstaltsärzte ein, für die er größere Machtvollkommenheit nicht nur in bezug auf die ärztliche Behandlung, sondern auch auf alle hygienischen Maßnahmen und auch die Beschäftigung der Gefangenen fordert. Zofio, 18. Februar. Die Ruffen haben Teile von Dhamas Zentrum und die Stellungen auf seiner linken Flanke am Donnerstag und Freitag beschossen; die russische Kavallerie hat sich nach dem letzten Angriff auf Oyamas linke Flante zurückgezogen und bei Liuchienfang Bosto gefaßt. Ein Regierungskommissar erwidert auf die Ausführungen des Abg. Peltasohn, daß der Ärzt von den Strafanstalten dem Direktor vollständig gleichberechtigt zur Seite stehe, daß er sowohl über die Tokio, 18. Februar.( Meldung des Reuterschen Bureaus".) allgemeinen hygienischen Zustände in den Strafanstalten, wie auch Nach Berichten vom Schaho zeigen die Russen zunehmende Tätigkeit, über die Zuträglichkeit der Beschäftigung der Gefangenen selbständig indem sie sich auf beiden Flügeln ausbreiten, den rechten verstärken Bestimmung treffen könne. In dem Buche In dem Buche von Leuß sei und auch auf dem linken gegen Kuroki eine starke Streitmacht wenig Wahres, viel Falsches und febr Schiefes, tonzentrieren. Bei diesen letzten Operationen war Fushan die Basis. Einzelheiten seien verallgemeinert. Die Mängel, die sich Die russischen Streitkräfte in dieser Gegend werden auf 6 Divisionen aus dem Buche ergeben hätten, seien abgestellt worden. Die Zentral- geschägt. Man hat den Eindruck, als ob Kuropatkin sich darauf vorverwaltung verheimliche nichts. Den Gefangenen stehe ein Be- bereite, die Offensive wieder aufzunehmen. Das Wetter ist noch schwerderecht zur Verfügung, von dem sie ausgiebig Gebrauch ungünstig, jedoch dürfte die strenge Kälte bald vorüber sein. machten. Fehler tönnten bei einer großen Verwaltung vorkommen, sie würden aber sofort beseitigt, wenn sie einmal gemacht würden. Abg. Rosenow( frs.. Vp.): Bei der Auswahl der Strafanstaltsleiter sollte mit besonderer Sorgfalt vorgegangen werden. Die Direttor stellen werden im wesentlichen mit Militärs befeht, die aus dem Militärdienste ausscheiden, weil sie wegen irgend welcher Gebrechen nicht mehr dazu befähigt find, nachdem sie ihre besten Kräfte dem Baterlande gewidmet haben. Da wäre es doch richtiger, einen Versuch mit der Anstellung jüngerer Herren aus der Verwaltung oder aus der Justiz zu machen. Es handelt sich um ein sehr wichtiges Fürsorgegebiet, auf dem der Direktor einer Strafanstalt tätig fein muß, und wenn etwa für Verwaltungsbeamte das Gehalt zu niedrig sein sollte, so wird eben nichts anderes übrig bleiben, als die Gehälter für die Direktoren zu erhöhen. Ich bitte den Minister, sich mit dieser Frage zu beschäftigen. Die erste Berggesetz- Novelle. Dem Landtage ist soeben die Novelle zum Berggesek zu gegangen, die sich auf das Zechen- Stillegen bezieht. Sie stellt sich dar als eine Abänderung der§§ 65, 156 bis 162 und 207 a des Allgemeinen Berggefezes. An die Stelle des bisherigen§ 65 tritt folgende Bestimmung: § 65 Der Bergwerkseigentümer ist verpflichtet, das Bergwerk zu betreiben, wenn der Betrieb Gewinn verspricht und der Unters lassung oder der gänzlichen oder teilweisen Einstellung des Betriebes überwiegende Gründe des öffentlichen Interesses entgegen stehen. Liegen die Voraussetzungen des Absakes 1 nach dem Ermessen des Oberbergamts vor, so hat diese Behörde die Befugnis, den Bergwerkseigentümer nach Vernehmung desselben unter Androhung der in den§§ 65c bis 650 und im 6. Titel bezeichneten Maßregeln aufzufordern, binnen einer vom Oberbergamte zu bestimmenden Frist in einem den: öffentlichen Interesse entsprechenden Umfange das Bergwerk in Betrieb zu sehen oder den Betrieb fortzuführen. Der bisherige§ 65 lautet: „ Der Bergwerksbesitzer ist verpflichtet, das Bergwerk zu bes treiben, wenn der Unterlassung oder Einstellung des Betriebes nach der Entscheidung des Oberbergamtes überwiegende Gründe des öffentlichen Interesses entgegenstehen. Das Oberbergamt hat in diesem Falle die Befugnis, den Eigentümer, nach Vernehmung desselben, zur Inbetriebsetzung des Bergwerkes oder zur Fortsetzung des ununterbrochenen Betriebes binnen einer Frist von sechs Monaten aufzufordern und für deir Fall der Nichtbefolgung dieser Aufforderung die Entziehung Ses Bergiverkseigentums nach Maßgabe des sechsten Titels anzu drohen." Nach§ 156 und 157 des bisherigen Gesetzes kann der Bergwerkseigentümer binnen vier Wochen gegen den die Entziehung des Eigentums aussprechenden Beschluß vor Gericht flagen. Der japanische Rückenangriff. Der§ 157, der das Klagerecht gegen die EigentumsPetersburg, 18. Februar. General Kuropatkin meldet unter entziehung ausspricht, bleibt bestehen. Es werden aber Bedem 16. d. Mts. Infolge der mir zugegangenen Nachricht, daß an Stimmungen erlassen über Zwangsbetrieb eines Bergwertes, der Eisenbahnlinie unchulin- Kunchenzi in der die bisher fehlten. Sie sind enthalten in den§§ 65 a bis 65r Mongolei eine größere Zahl Tschunchusen unter japanischen Führern der Novelle. Wir lassen die wesentlichsten folgen: sich konzentriert habe, habe ich am 11. d. Mts. eine Abteilung der Grenzgarde zum Zweck der Refognoszierung unter General Lenizky entsandt, der auf die Nachricht, daß die Brücke bei Fontſetun am 12. d. Mts. angegriffen worden sei, die Japaner und Tschunchusen angriff und sie auseinandertrieb. Während der Verfolgung, die sich bis auf eine Entfernung von 120 Werst nordwestlich von Yunchulin ausdehnte, stieß General Lenizky auf sechs Schwadronen Kavallerie und vier Kompagnien Infanterie der Japaner nebst einer Abteilung von mehr als 2000 Tschunchusen. Obwohl von allen Seiten eingeschlossen, gelang es unseren Truppen doch, kämpfend nach unchulin sich zurückzuziehen, wo sie am 15. d. Mts. wieder antamen. Die Frage der Stellung der Gefängnisärzte hat Abgeordneter Peltasohn bereits erörtert. In einzelnen Fällen wünschen diese Herren eine größere Selbständigkeit den Direktoren gegenüber. Die Besoldungsverhältnisse sind aber so, daß eine Aufbesserung Petersburg, 18. Februar. Der Chef des Generalstabes Ssacharow dringend notwendig ist. notwendig ist. In einer Sigung der rheinischen erhielt folgende Meldung des Generals Tschitschagow über die Aerztekammer ist behauptet worden, daß die Gefängnisärzte nur Einzelheiten des Rückzuges der Abteilung Grenzgarde Lenizky nach 1600-1800. Gehalt bekommen, in sehr vielen Anstalten aber der Schlacht am 14. Februar: Boyarinoff erhielt mit 90 Soldaten übersteige es nicht 1200 m. Die Vertragskommission der Aerzte hat den Befehl, den Angriff der Japaner aufzuhalten, um den Rückzug 9 Uhr eine Anstalt in Düsseldorf gesperrt, weil sie eine Arztstelle mit einer Artillerie- Abteilung zu decken, wurde aber um 1200 M. ausgeschrieben hatte. Ich bin der Meinung, daß der Staat abends am 14. Februar von Lenizky in der Nähe von Jantjetun, nicht eine so geringe Besoldung anbieten sollte. Die Regierung hat 25 Werft nördlich Sandischan getrennt und von allen Seiten ja dann das Gehalt auf 1800 m. erhöht, der Vertragsausschuß der von sechs Schwadronen und 1000 Mann japanischer Infanterie Merzte hat aber die Besetzung der Stelle nur unter der Bedingung ummzingelt. Boyarinoff hielt dem japanischen Angriff Stand, augelassen, daß eine allgemeine Regelung der Gehälter stattfinden muß. aber als zwei Eskadronen in seiner Flante erschienen, ließ er aufIm Großherzogtum Baden sind die Aerzte völlig befoldete Beamte fißen, griff die Eskadron zur Linken an und vernichtete sie völlig vor des Staates. Neben ihrem Gehalt bekommen sie auch Pension den Augen der zweiten Eskadron, die sich untätig verhielt, nur und Reliktenversorgung. Hoffentlich werden die Wünsche der Aerzte, Banzai" fchrie und sich dann 400 Schritte zurüdzog. Boyarinoff wie sie die Rheinische Aerztekammer formuliert hat, bald berid ließ einige Salben auf sie abgeben und nahm einen schwer verfichtigt. Bu bedauern ist, daß den Anträgen der Gefängnisdirektoren wundeten Offizier gefangen. Mit einem Verluste von 3 Toten und auf vorläufige Entlassung" in so geringem Grade stattgegeben wird; 24 Verwundeten begann er sich dann langsam zurückzuziehen, wobei nur 10 Proz. aller Anträge haben Erfolg. Der Strafanstalts- es einigen seiner Soldaten, welche unberitten waren, gelang, sich direktor kennt doch am besten die Gefängenen; seinem Urteil, japanischer Pferde zu bemächtigen. Vom Feinde etwa 20 Werst daß die Gefangenen in die menschliche Gesellschaft zurückkehren verfolgt, gelangte Boyarinoff am 16. Februar nach Jantſetun. fönnen, sollte daher mehr Gewicht beigelegt werden. Ein Die legte Meldung ist offensichtlicher Schwindel Widerspruch aber besteht darin, daß die aus der Strafhaft und einzig auf blöde Täuschung des Volkes berechnet! definitiv Entlassenen der Fürsorge des Zentralvereins zur Besserung entlassener Gefangenen übergeben werden, wenn Polizei- Aufsicht verfügt ist, die vorläufig Entlassenen" aber ohne weiteres unter Shanghai, 18. Februar.( Meldung der Agence Havas".) In Polizei- Aufsicht stellt und was Polizei- Aufsicht bedeuten kann, Tschifu ist eine Untersuchung über die Aussagen der beiden namentlich wenn sie von unteren Organen ausgeführt wird, chinesischen Dschunkenführer, welche eingestanden haben, brauche ich wohl nicht zu erörtern. Es wäre doch wünschens- den französischen Marine Attaché in Port Arthur über wert, gerade diese vorläufig Entlassenen" der Fürsorge des Bord geworfen zu haben, eröffnet aber noch nicht abVereins zur Besserung der Strafgefangenen anzuvertrauen, geschlossen worden. London, 18. Februar.( Bureau Laffan".) Die Verhaftung der damit sie der mentschlichen Gesellschaft wieder eingereiht können. Es fönnte fich ja ein Staatskommissar noch mit dieser zentralen Stelle drei chinesischen Dschunkenführer in Tschifu wegen Ermordung des in Verbindung setzen. Der Strafvollzug würde so doch besser deutschen Marine- Attachés von Gilgenheimb und dahin führen, daß die Strafgefangenen, wenn auch in bescheidener des französischen Attachés de Cuberville erfolgte bei Zahl, in die menschliche Gesellschaft zurückkehren. Wünschenswert einem Versuch der Leute, eine von Gilgenheimb unterzeichnete Bankwäre auch, wenn die Strafanstalten nicht wie bisher dem Ministerium anweisung einzufassieren. des Innern und dem der Justiz unterständen, sondern nur der Justizverwaltung.( Lebhafter Beifall links.) Ein Regierungskommissar bemerkt dem Abg. Rosenow gegenüber, daß keineswegs die Direktorstellen in den Strafanstalten ausschließlich mit ehemaligen Militärs besetzt werden, sondern daß auch Herren aus der Vertvaltung zu Direktoren ernannt würden. Nächste Sizung: Montag 11 Uhr.( Etat des Finanzministeriums.) Schluß 44 Uhr. Partei- Nachrichten. zu Die ermordeten Marine- Attachés. Soziales. Ungültige Anwendung des§ 9 des Kommunalabgaben- Gesezes. 89 des genannten Gesetzes bestimmt:„ Die Gemeinden können behufs Deckung der Kosten für Herstellung und Unterhaltung von Veranstaltungen, welche durch das öffentliche Interesse erfordert werden, von denjenigen Grundeigentümern und Gewerbetreibenden, denen hierdurch besondere wirtschaftliche Vorteile erwachsen, Beiträge den Kosten der Veranstaltungen erheben. Die Beiträge find nach den Vorteilen bemessen. zu Auf Grund dieser Bestimmung hatten die städtischen Körperschaften von Ein Teil der Parteipreffe enthält folgende Notiz: Kattowitz beschlossen, bei Straßenpflasterungen solche Beiträge " Otto Antric in Berlin wurde vom Parteivorstande auf zu erheben, und zwar bei Neupflasterungen 50 Broz, der Kosten. gefordert, sein Stadtverordnetenmandat sotvie seine sämtlichen In einem Spezialbeschluß wurde später die Erhebung derartiger Partei- Ehrenämter niederzulegen und von allen Kandidaturen Beiträge für die Pflasterung der Beatenstraße festgelegt. Nach der zurückzutreten. Antrick hat mit der Frau eines ihm befreundeten gefeßmäßigen Offenlegung des Planes erhoben verschiedene EigenBarteigenossen, eines Vertrauensmannes der Partei, ein un- tümer Einspruch, darunter auch der Eisenbahnfiskus. Im Beschlußerlaubtes Verhältnis unterhalten, das zur Trennung der in Frage verfahren wurde aber schließlich der Beschluß der städtischen Behörden kommenden Eheleute führte." genehmigt. Nunmehr zog der Magistrat die Anlieger zu den BeiDiese Darstellung ist falsch. Der Parteivorstand hat feine solche trägen heran. Der Fistus follte 2780 M. zahlen. Er klagte auf Aufforderung an den Genossen Antrick gerichtet, dazu hatte er keine Freistellung. § 65a Unbeschadet der Verpflichtung zum Betriebe gemäß§ 65 Absatz 1 ist der Bergwerkseigentümer von der Zustellung der Aufforderung aus§ 65 Absatz 2 ab, auch wenn er gegen die lettere Returs eingelegt hat, gehalten, alle Maßnahmen zu unterlassen, welche die Inbetriebsehung des Bergwerks vereiteln oder et schweren können, und sofern das Bergwerk sich im Betrieb befindet, den Betrieb zum mindesten insoweit fortzuführen oder wieder aufzunehmen, daß die Aufnahme des Betriebes in einem dent öffentlichen Interesse entsprechenden Umfang jederzeit ausführbar ist. Ein Bergwerk gilt im Sinne dieser Vorchrift auch dann als im Betriebe befindlich, wenn der Betrieb zwar eingestellt ist, indessen seit Erstattung der in§ 71 Abjak 1 vorgeschriebenen Anzeige, oder bei Nichterstattung dieser Anzeige seit der tatsächlichen Einstellung des Betriebes noch nicht vier Wochen verstrichen sind. Der Bergwerkseigentümer ist in der Aufforderung auf die für ihn nach Absatz 1 fich ergebende Verpflichtung hinzuweisen. Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, so können die erforderlichen Maßregeln auf seine Kosten von dem Revierbeamten getroffen werden. Der Inhalt der Aufforderung ist auf Ersuchen des Oberberg. amts in das Grundbuch einzutragen. § 65b Das Oberbergamt hat die Aufforderung zurückzuziehen: 1. wenn die Voraussetzungen des§ 65 Absatz 1 nicht mehr vorliegen; 2. wenn der Bergwerfseigentümer in der Zeit nach Ablauf der Rekursfrist oder nach Zustellung des Rekursbescheides drei Monate hindurch der Aufforderung keine Folge geleistet und das Oberbergamt das Verfahren nach§ 156 nicht eingeleitet hat; 3. wenn ein nach§ 156 ergangener Beschluß aufgehoben oder zurückgenommen wird. Zieht das Oberbergamt die Aufforderung zurüd, so hat es das Grundbuchamt um die Löschung der die Aufforderung be treffenden Eintragung zu ersuchen. § 65c Beschließt das Oberbergamt auf Grund des§ 156 die Ein leitung des Verfahrens auf Entziehung des Bergwerkseigentums, so kann es daneben den Bergwerkseigentümer durch Beschluß für berpflichtet erklären, sich auf seine Kosten den Zwangsbetrieb des Bergwerks in dem nach§ 65 Absatz 2 angeordneten Umfange durch Fortsetzung oder durch Wiederaufnahme des Betriebes gefallen zu lassen. Der Rekurs gegen diesen Beschluß hat keine aufschiebende Wirkung. Der Inhalt des Beschlusses ist auf Ersuchen des Oberbergamts in das Grundbuch einzutragen. § 65d Die Entscheidung darüber, ob der Zwangsbetrieb(§ 65c Ab sak 1) durchgeführt werden soll, erfolgt durch den Minister für Handel und Gewerbe in Gemeinschaft mit dem Finanzminister. § 65e Erfolgt die Anordnung der Durchführung des Zwangs. betriebes nicht binnen drei Monaten, nachdem der Beschluß aus $ 65c unanfechtbar geworden ist, so hat das Oberbergamt den lekteren Beschluß wieder aufzuheben und das Grundbuchamt um die Löschung des Vermerks über den Zwangsbetrieb im Grundbuch zu ersuchen. § 65f Wird die Durchführung des Zwangsbetriebes angeordnet, sa hat das Oberbergamt einen Bergwerksverwalter zu ernennen. Mit dem Zeitpunkt der Anordnung verliert der Bergwerkss eigentümer die Befugnis, das Bergwert zu verwalten sowie Rechte aus Verträgen oder anderen Rechtsverhältnissen auszuüben, die auf der Verwaltung oder dem Betriebe des Bergwerks oder auf dem Vertriebe von Erzeugnissen des Bergwerks beruhen. Die Ausübung aller dieser Befugnisse geht auf den Bergwerksverwalter über Bu Berfügungen über das Bergwerk ist der Bergwerkseigentümer nur mit Zustimmung des Bergwerksverwalters befugt. § 65k Das Oberbergamt hat dem Bergwerksverwalter durch den Revierbeamten das Bergwerk zu übergeben oder ihm die Ermächtigung zu erteilen, sich selbst den Besitz zu verschaffen. Zur Beseitigung von Widerstand können der Revierbeamte Die Zahlung der Quartalsbeiträge an die Generalfommission bleiben, bis sich der letzte Gast entfernt hatte. Dickfeld, der seinen wie der Bergwerksverwalter die Unterstützung der polizeilichen soll am Schlusse eines Quartals für das verflossene Quartal erfolgen. Vollzugsorgane nachsuchen. Der Revierbeamte ist bei Widerstand Bis zum Kongreß ist demnach nur der Beitrag für das erste auch zur Anwendung von Gewalt befugt. Quartal 1905 fällig. Es sind sonach alle an die Generalfommission angeschlossenen Gewerkschaften zur Teilnahme an dem Kongreß berechtigt, welche ihre Quartalsbeiträge für die erste Hälfte des Jahres 1904 bezahlt haben. § 651 Der Bergwerkseigentümer ist bei Vermeidung polizeilichen Zwanges verpflichtet, dem Bergwerksverwalter alle auf den Betrieb und die Verwaltung des Bergwerks bezüglichen Schriftstücke und Riffe zu übergeben und ihm die erforderlichen Auskünfte über die Verwaltung und den Betrieb zu erteilen. Die Anordnung des polizeilichen Zwanges erfolgt durch das Oberbergamt. Der Rekurs gegen diese Anordnung hat keine aufschiebende Wirkung. § 65m Berlin una amgegend. Die Gewerkschaften sind berechtigt, für je 3000 Mitglieder| geblich auf furze Zeit" Abschied von den beiden anderen und enth einen und für die überschießende Mitgliederzahl, welche 3000 nicht fernte fich unter Mitnahme der Garderobemarke. Das Mädchen erreicht, einen weiteren Delegierten zu wählen. Gewerkschaften, tanzte mit ihrem Begleiter noch einige Stunden und als der Freund welche weniger als 3000 Mitglieder zählen, wählen einen sich nicht wieder sehen ließ, mahnte sie zum Aufbruch. Dieser konnte Delegierten. Der Wahlmodus bleibt den einzelnen Gewerkschaften aber noch lange nicht vor sich gehen, denn da die Garderobière überlassen. die Garderobe ohne Marke nicht verabfolgen wollte, mußten sie Freund bis dahin dem Mädchen gegenüber in allen Tonarten ge= rühmt hatte, stellte sich über diesen Verzug sehr geärgert und schalt lebhaft über die Pflichtvergessenheit des Seidler. Endlich machte er sich mit dem Mädchen auf den Heimweg, begleitete es aber nur bis zur Ecke der Kornelius- und Friedrich Wilhelmstraße und empfahl sich dort. Als das ahnungslose Mädchen zu Hause anlangte, entdeckte sie erst die falschen Schlüssel in dem Täschchen und hörte zu ihrem Entsezen, daß inzwischen Diebe in der Wohnung ihrer Dienst Zur Schuhmacherbewegung ist zu berichten, daß die Situation in herrschaft gehauft hatten. Diese hatten sich offenbar mit den Schlüsseln den Schuhfabriken von Binner und Goldberg unverändert ist. des Wohnungsinhabers gestört worden. Als dieser die Vordertreppe des Mädchens den Zutritt verschafft und waren durch die Heimkehr Während die Firma Goldberg bis jetzt die Werbung von Arbeits- hinaufging, schlüpften sie durch die Tür zum hinteren Ausgange, willigen in größerem Maßstabe noch nicht betrieben hat und die schlossen diese von außen zu, um sich vor Verfolgung zu schützen und Der Bergwerksverwalter hat alle Handlungen vorzunehmen, Fabrit vollständig still steht, hat auch der Eifer der Firma Pinner entfamen mit einem Teil der von ihnen zusammengerafften Beute. die erforderlich sind, um das Bergwerk in dem nach§ 65 Absatz 2 in dieser Sache merklich nachgelassen, nachdem die roten Plakate und Gestohlen waren unter anderem zwei kostbare Meißener Vasen im angeordneten Umfang in seinem wirtschaftlichen Bestande zu ei- die Annoncen nicht den gedachten Erfolg gehabt haben. Nunmehr Werte von 500 M., ein kostbarer Pelz im Werte von 1600 M., halten und ordnungsmäßig zu benuken. Verfügungen des Berg- versucht die Firma mit der Drohung, die Fabrik zwei Monate zu Silbersachen, ein Spazierstock mit silberner Strüde, eine kostbare werkseigentümers über das Bergwerk hat er zuzustimmen, wenn schließen, Eindruck auf die Streikenden zu machen, doch auch dieses Zigarrentasche uſw. Es ist festgestellt, daß, während das Mädchen durch die Verfügung der Zwangsbetrieb nicht beeinträchtigt wird. wird erfolglos fein. W Doch auch dieſes mit Dickfeld in Schmargendorf tanzte, der Angeklagte Seidler den Das Oberbergamt hat den Bergiverksverwalter nach An- Ein Vorgang von allgemeiner Bedeutung, der die gesamte Ar- Naubzug in die Wohnung unternahm und dabei jedenfalls Helfershörung des Bergwerkseigentümers mit der erforderlichen An- beiterschaft interessiert und als warnendes Zeichen für alle ver- helfer gehabt hat. Dickfeld und Wuttke haben dann noch weisung für die Verwaltung und den Betrieb zu versehen, die dem trauensseligen Arbeiter dienen kann, welche gewohnt sind, einträchtig einen ähnlichen Coup in der Wohnung einer Rentiere in der SchillerBergwerksverwalter zu gewährende Vergütung festzusetzen und mit ihren Chefs im Sommer Landpartien zu unternehmen, sei hier Straße in Charlottenburg ausgeführt. In diesem Falle hatte sich das Dienstmädchen mit ihnen verabredet, zusammen auszugehen. Das Oberbergamt tann dem Bergiverksverwalter die Leistung Arbeitswilligen über angebliche Zudringlichkeiten der Streifenden Didfeld mit ihr zu Kistenmacher ging, entfernien sich die beiden angeführt. Der Inhaber obiger Firma holte, als sich seine lieben traf die beiden„ Am nie" mit noch einem ihrer Freunde. Während einer Sicherheit auferlegen, gegen ihn Ordnungsstrafen bis zu beklagten, dieselben aber nicht namhaft machen konnten, 300 m. verhängen und ihn entlassen. anderen, angeblich um ihre Schwestern abzuholen. Bei Kistenmacher wartete man eine Zeitlang, dann verschwand Dickfeld und ließ das Mädchen allein. Diese tröstete sich bald, ging tanzen und als sie in die Wohnung zurückkehrte, deren Juhaberin auf Reisen war, stellte sich heraus, daß Liebe dort einer Beſuch gemacht hatten. Ihnen gefallen. Der dritte Fall spielte sich gleichfalls in Charlottenburg ivaren 380 M. bares Geld und kostbare Schmucksachen in die Hände ab. Da hatte ein Dienstmädchen in der Wohnung ihrer verreisten Herrschaft den Besuch dreier Männer, die sie kennen gelernt hatte, empfangen, man hatte einen gemütlichen Staffeeklatsch veranstaltet und dabei hatte einer der Gäſte, der Angeklagte Wuttke, Gelegenheit gefunden, in offenstehenden Schrankfästen etwas aufzuräumen. großen Unbekannten" als eigentlichen Täter auszuspielen, sich aber Die Angeklagten waren nur zum Teil geständig und versuchten, den nur als Hehler hinzustellen. Der Gerichtshof verurteilte den Angeklagten Dickhof zu 5 Jahren Gefängnis, den schon mehrfach vorbestraften Wuttke zu 8 Jahren Zuchthaus und den Angeklagten Seidler zu 4 Jahren Zuchthaus. " --Der Bergwerksverwalter ist für die Erfüllung der ihm obdas Gruppenbild von der Landpartie liegenden Verpflichtungen allen Beteiligten gegenüber verant- des vergangenen Sommers aus dem Komptoir und ließ sich die wortlich. Er hat jährlich und nach Beendigung des Zwangs- Uebeltäter" zeigen. Wenn Arbeiter in fideler Stimmung, häufig betriebes Rechnung zu legen. Die Rechnung ist dem Oberbergamt erzeugt durch das vom Fabrikanten spendierte edle Naß, den heiteren einzureichen und von diesem dem Bergwerkseigentümer vorzu- Tag im Gruppenbilde verewigen wollen, mögen sie sorgen, daß Tegen. sie nicht dem Arbeitgeber ein Verbrecheralbum" zur Verfügung Die übrigen Bestimmungen beziehen sich auf Beendigung stellen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß ein in seinen heiligsten des Zwangsbetriebes, Verpflichtung der Vorbesitzer für Leistung Unternehmergefühlen gekränkter Fabrikant auch noch weitere Vervon Vorschüssen, Verpflichtung der Rechtsnachfolger und wendung für ein solches Gruppenbild findet. Eine feine Ironie und Aenderung des Zwangsvollstreckungsverfahrens. Als Tag die schärfste Verurteilung dieser Landpartien würde es sein, wenn des Inkrafttretens ist der Tag der Verkündigung bezeichnet. einmal ein solches Gruppenbild bei Arbeiterkämpfen vor preußischen Motive sind dem Entwurfe nicht beigegeben. Gerichten Verwendung finden würde, und darum sei hierauf besonders aufmerksam gemacht, ehe die Vertrauensduselei ein Opfer fordert. Gewerkschaftliches. An die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands! Der Gewerkschafts- Ausschuß hat beschlossen, daß am Montag, den 22. Mai 1905 der Fünfte Kongreß der Gewerkschaften Deutschlands in Köln am Rhein im Gürzenich- Saal stattfinden soll. Als Tagesordnung ist vorläufig vorgesehen: 1. Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten( Wahl der Kommissionen, Prüfung der Mandate usw.). 2. Rechenschaftsbericht der Generalkommission und Beratung der Anträge betreffend: a) Allgemeine Agitation; b) Agitation unter den Arbeiterinnen; sa.. bis c) Agitation unter den fremdsprachlichen Arbeitern; Von der Freien Vereinigung der Fliesenleger werden wir um Aufnahme folgender Notiz ersucht: Auf der letzten Seite des Hauptblattes vom Vorwärts" am Mittwoch, den 15. Februar, steht unter „ Gewerkschaftliches": „ Die Fliesenleger- Sektion des Maurerverbandes beschloß in ihrer gestrigen Mitgliederversammlung, die seinerzeit über den Bau am Monbijonplatz verhängte Sperre aufzuheben, weil sie dadurch gegenstandslos geworden sei, daß der Bau von Mit gliedern der Freien Vereinigung deutscher Fliesenleger befest worden sei." Diese Notiz erweckt den Anschein, als hätte die Vereinigung der deutschen Fliesenleger, Ortsverein Berlin, sich des Streits resp. Sperrebruchs schuldig gemacht. Gegen diese Unterstellung protestiert die Vereinigung mit aller Energie! --Sie In die Geheimnisse des Gründerwesens gewährte eine Verhondlung vor der Nürnberger Straffammer Einblick. Angeklagt war der Kaufmann Joseph Hartmann aus Leipzig wegen Betruges. Er betrieb seit 1897 ein Fußbodenöl- Geschäft in Leipzig, das 1900 in eine G. m. b. H. umgewandelt wurde. Teilhaber waren u. a. ein Dr. Eulenburg aus Bitterfeld und der Landtags- Abgeordnete Fritz Haußmann. Vor der Gründung legte Hartmann den Gesellschaftern eine Bilanz vor, die einen Reingewinn von 84 000 Mark aufwies, während Hartmann noch persönlich erklärte, daß sein Geschäft einen Umsatz von 300 000 m. habe. Der Teilhaber Lederer in Nürnberg zeigte im Jahre 1901 den Hartmann wegen Betruges an, weil er bei Borlegung der Bilanz verschwiegen habe, daß sie nicht für ein Jahr, sondern für 29 Monate aufgestellt sei, Die Sperre ist lediglich deshalb vom Ortsverein Berlin durch betrogen, daß er hinter ihrem Rücken einen Vertrag mit dem aufgehoben, weil sich bis zur Evidenz herausstellte, daß die Ver- Geheinirat Gundlach und dem Rechtsanwalt Dr. Rosenstock in Berlin außerdem wurde behauptet, Hartmann habe die Gesellschafter da hängung der Sperre nicht im Interesse der Arbeiter, abgeschloffen habe, wonach diesen beiden Gewinnanteile versprochen fondern des Arbeitgebers erfolgt ist. Eine Resolution betont wurden. Gundlach war Vorstandsmitglied der Roten Kreuz- Geausdrücklich, daß die Sperre nicht im Interesse der Arbeiter, also der sellschaft und Aufsichtsrat der Gesellschaft für Zelt- und Barackenbau Fliesenleger, sondern nur im Interesse des Arbeitgebers lag. Leider und sollte Gratifikationen dafür bekommen, daß er seine Beziehungen hatte Ser Werkführer der betreffenden Firma den Legern versichert, sie könnten die Arbeit ruhig aufnehmen, die Sache sei zu den genannten Gesellschaften dazu benüße, das Fußbodenöl f) Beseitigung des Kost und Logiszwanges beim mit den beiden in Betracht kommenden Vereini- bei ihnen einzuführen. Noch andere interessante Dinge tamen in der gungen geregelt. Zur Steuer der Wahrheit ersucht der Verhandlung ans Licht. Hartmann konnte nachweisen, daß er in Arbeitgeber; Vorstand im Auftrage der Bereinigung deutscher Fliesenleger, Drte- der Gründungsversammlung die Bilanz für 29 Monate vorgelegt als möglich, um Irrtümer vorzubeugen, dieses zur öffentlichen Verlesung gelangten Briefen drohten sie sich gegenseitig, daß sie ihre verein Berlin, die Redaktion des„ Vorwärts", sie wolle so schnell hatte und daß ihm nichts zur Last zu legen ist, während einige von den Gesellschaftern böse unter die Räder gerieten. In ihren zur Kenntnis unter Gewerkschaftlichem bringen. unlauteren Manipulationen im Vorwärts" veröffentlichen würden, sie suchten sich gegenseitig aus dem Aufsichtsrat hinauszudrängen, und einmal fiel auch das Wort:" Bei uns gibt man den Beamten Aufsichtsratsposten, in der Türkei erhalten sie Trinkgeld. Ein Bruder Hartmanns, der ebenfalls Gesellschafter war, hat sich erschoffen, weil ihm mit Anzeige wegen Betruges gedroht wurde. Der Antläger Lederer entpuppte sich als Wucherer, der von dem Angeklagten Hartmann für ein Darlehen von 10 000 m. bor Gründung der Gesellschaft 10 Broz. Zinsen genommen hatte. Der Staatsanwalt selbst ließ die Anklage fallen, worauf Hartmann freigesprochen wurde. d) Streitunterstützung und Streifstatistik; e) Heimarbeit; g) Correspondenzblatt". " 3. Bericht über das Zentral- Arbeiterfekretariat und Beratung der darauf bezüglichen Anträge.enie 4. Die Stellung der Gewerkschaften zum Generalstreik. 5. Die Gewerkschaften und die Maifeier. 6. Gewerkschaften und Genossenschaften. Der Vorstand: Giesche, Vorsitzender, Hussitenstr. 39. Achtung, Kleber! Wir machen darauf aufmerksam, daß die im Verband organisierten Kleber feinerlei Extrasteuern während des Die Verbandsleitung. 7. Die Aufgaben der Gewerkschaftskartelle in der Ge- Streits zu zahlen haben. werkschaftsorganisation. 8. Die gefeßliche Vertretung der Arbeiterschaft in Arbeitstammern oder Arbeiterkammern. 9. Beratung der nicht unter den vorstehenden Punkten erledigten Anträge. Anträge zur Tagesordnung, oder solche, welche auf die vorstehend genannten Tagesordnungspunkte Bezug haben, sind bis zum 8. April 1905 an die Generalkommission einzusenden. Sämtliche bis dahin eingegangene Anträge werden im Correspondenzblatt" veröffentlicht, damit sie in den Gewerkschaften diskutiert werden können. " Der Songreß wird am 22. Mai 1905, morgens 9 Uhr, eröffnet und wird bis einschließlich 27. Mai tagen. Die Wahlen der Delegierten werden nach den unten stehenden, von dem vierten Gewerkschaftskongreß gegebenen Bestimmungen von den Vorständen der Zentralvereine ausgeschrieben werden. bosswdos, uald Jolved Husland. Der Streik der Telephonarbeiter in Antwerpen ist beendet. Durch Verhandlungen mit den Vertretern der Bell Telephon- Kompagnie ist ein Uebereinkommen erzielt worden, das am Donnerstag von den Streifenden angenommen worden ist und eine den Wünschen der Arbeiter im allgemeinen entsprechende Regelung der Verhältnisse enthält. Alle Streifenden werden wieder eingestellt. Gerichts- Zeitung..s Ein neuer Gaunerkniff. Marktpreise von Berlin am 17. Februar. Nach Ermittelungen des fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte 17,60-17,58 M., mittel 17,56-17,54., geringe 17,52-17,50 M. Roggen**), gute Sorte 13,85-13,84., mittel 13,83-13,82 m., geringe 13,81-13,80 m. Futtergerste*), gute Sorte 16,40-15,10 W., mittel 15,00 bis 13,80 M., geringe 13,70-12,50 M. Hafer*), gute Sorte 16,30-15,60 m., 45,00-30,00 m. Speifebohnen, weiße 50,00-30,00 22. Linfen 60,00-30,000 mittel 15,80-14,80 M., geringe 14,70-14,10 9. Erbsen, gelbe, zum Stocher Kartoffeln 10,00-8,00 m. Richtstroh 5,00-4,10 m. Heut 8,80-7,30 M. Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 M. Eier per Schock 5,60-3,80 *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Wafferstand am 17. Februar. Ibe bei Ausfig+0,26 Meter, ba Dresden 1,06 Meter, bei Magdeburg+1,98 Meter. 11n strut be Ober- Begel+4,92 Meter, bei Breslau llnter Begel Oder bei Natibor 1,16 Meter, bei Breslar Straußfurt+1,55 Meter. 0,92 Meter, bei Frankfurt+2,44 Meter. Weichsel bei Brahemünde+4,08 Meter. Barthe bei Posen+ 2,04 Meter. Nete bei usch+0,06 Meter. Witterungsübersicht vom 18. Februar 1905, morgens 8 1hr. wurde in einem Strafprozeß abgeurteilt, den die 2. Straffanumer des Landgerichts I gestern gegen den Arbeiter May Dickfeld, den Friseur Franz Wuttke und den Dreher Georg Seidler zu berhandeln hatte. Das Kleeblatt hat in drei Fällen den Weg zum Herzen von Dienstmädchen gesucht und gefunden und dann deren Herrschaften bestohlen. Wie raffiniert die Angeklagten dabei zu Werke gingen, zeigt der folgende Fall. Ein bei einem Hausbefizer in der Hizigstraße dienendes Mädchen hatte, als sie in der Lühowstraße BesorDie Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands. gungen machte, zwei Männer kennen gelernt, die ihr ihre C. Legien, Berlin SO. 16, Engel- Ufer 15. Begleitung anboten und sie aufforderten, am nächsten Tage, Sonntag, den 25. September, mit ihnen auszugehen. Da sie die ErDie Delegation zu den Gewerkschaftskongressen. Der vierte Gewerkschaftstongreß, der vom 16 bis 21. Juni 1902 laubnis ihrer Dienstherrschaft hierzu erhielt, so fand sie sich am Sonntag verabredetermaßen am Großen Stern ein. Dort erivartete in Stuttgart tagte, beschloß bezüglich der Vertretung auf den sie schon der Angeklagte Didfeld, der sich ihr unter dem Namen Gewerkschaftskongressen folgendes: eines Ingenieurs Hans Braune vorgestellt und angegeben hatte, daß " Bur Teilnahme an den allgemeinen deutschen Gewerkschaftser bei Siemens u. Halste beschäftigt sei. Auf seine Aufforderung Stationen fongreffen sind sämtliche Zentralorganisationen und folche fuhr sie mit ihm nach Schmargendorf, da nach seiner Angabe fein Lokalorganisationen berechtigt, welche verhindert sind, sich zentral Freund dort im Forsthause zu tun habe. Unterwegs erfuhr Dickfeld zu organisieren. Unter jämtliche Zentralorganisationen" find von dem Mädchen, daß es die Schlüssel zum Hauſe ſowie zum Swinemde. 76523 alle zentral organisierten Gewerkschaften zu verstehen, welche an vorderen Korridor und zum hinteren Ausgange in einer Tasche bei Haparanda 738 S Hamburg 766 S 1 Befersburg 751 dem voraufgegangenen Gewerkschaftskongreß teilgenommen oder sich habe und daß ihre Herrschaft ins Theater gehen wollte. Jm Berlin 2 Scilly sich später der Generalfommission angeschloffen haben. Berechtigte Forsthause Schmargendorf wurden sie schon von Seidler erwartet, Franks.a.M. 771 SD 3 Aberdeen 752 SS Lokalorganisationen sind solche gewerkschaftliche Vereinigungen, der seine und ihre Garderobe und auch des Mädchens Tasche mit den München 770 S 1 Paris 772 S für welche ein Zentralverband nicht besteht. Schlüsseln zur Aufbewahrung gab. Die Garderobenmarke stedte er Wien 769 Still Nebel Ausgeschlossen von der Teilnahme an den Gewerkschafts- zu sich. In einem günstigen Moment kehrte er zur Garderobe zurück Wetter- Prognose für Sonntag, den 19. Februar 1905. tongressen sind solche Gewerkschaften, welche ohne genügende Ent- und nahm aus der Tasche des Mädchens deren Schlüssel an sich, an Mild und zeitweise heiter, aber veränderlich mit leichten Regenfällen und schuldigung mit drei Quartalsbeiträgen im Rückstande sind. deren Stelle drei andere hineinpraktizierend. Dann nahm er an- mäßigen füdwestlichen Winden. Berliner Weiterbureau. Singer Nähmaschinen. ORIGINAL Einfache Handhabung! SINGER 16332* Große Haltbarkeit! Hohe Arbeitsleistung! 19 Weltausstellung J.B Weltausstellung Grand Prix St. Louis 1904. Paris 1900: Unentgeltlicher Unterricht, auch in moderner Kunststickerei. Elektromotore für Nähmaschinenbetrieb. J. Baer Badstr.26.Prinz.- Allee Ecke Herren- und KnabenModen. Berufskleidung. Elegante Paletots und Havelocks. Großes Lager in- und ausländischer Stoffe zur Anfertigung nach Maß. Allerbilligste, streng feste Preise. 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Redakteur: Baul Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Br. 43. 22. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sontag, 19. februar 1905. Es ist eine der abstoßendsten Begleiterscheinungen unserer ist: Das Mitbringen von Schnaps und ähnlichen Getränken in den fapitalistischen Gesellschaftsordnung, daß die Vertrauens- Dienst wird sämtlichen Bediensteten bei Strafe verboten; den Berliner Partei- Angelegenbeiten. würdigkeit eines Menschen nach der Eleganz seines Roces Direktionen bleibt überlaffen, in geeigneten Fällen Ausnahmen zuZweiter Wahlkreis. Dienstag abend 8%, Uhr findet eine Ver- und der Protenhaftigkeit seines Auftretens tariert wird. Der zulassen. Die eisenbahnseitig eingerichteten Kantinen dürfen sammlung bei Zühlke, Dennewigstraße 13, statt, in der Genosse Unbemittelte, der schlicht gekleidet ist und bescheiden bleibt, Schnaps 2c. nicht feilhalten; den Bahnhofswirten ist der Verkauf 5. Schubert über„ Die Entstehung des Sozialismus und seine muß in jedem Laden, jedem Gasthof sich mit mißtrauischem selbst mitbringen, zu untersagen; fie sind andererseits zu verpflichten, von Schnaps 2c. nach Maß an Personen, welche sich die Behälter weitere Entwidelung" fprechen wird. Frauen haben Zutritt. Bahl- Blick betrachten lassen, während vor der Underschämtheit des alkoholfreie Getränke an die Bediensteten zu billigen Preisen abreichen Besuch ertvarten die Vertrauenspersonen. Hochstaplers alles zusammenknickt und in Devotion erstirbt. zugeben. Auch sollen Kaffeemaschinen und Selterwasser- Apparate Das ist nun mal nicht anders, gewiß! Aber dann möge auch mehr und mehr zur Einführung gelangen, die Zapfstellen für Trinkdie kazbuckelnde Profitgier, die sich durch einen„ noblen" waffer auf den Stationen vermehrt werden 2c. Spitzbuben geprellt sieht, nicht hinterher um Mitleid winseln. Ein schwerer Straßenbahn- Unfall ereignete sich gestern nach Neue Vierter Wahlkreis( Oft). Dienstag abend 8 Uhr findet in Scheruchs Festsälen, Nüdersdorferstr. 45, eine Versammlung des Wahlvereins statt mit der Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Walded Manasse über:" Der Unglaube als Kulturfortschritt". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste sind willkommen. Mitglieder werden aufgenommen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Charlottenburg. Am Dienstag findet eine außerordentliche Generalversammlung des Wahlvereins im Volkshauſe, Rosinenſtr. 3, statt. Auf der Tagesordnung steht ein Referat:" Bilder aus dem Stadtparlament". Weiter wird über einen Antrag mehrerer Bezirke verhandelt werden, den Beschluß der letzten Mitgliederbersammlung, der zur Amtsniederlegung des Vorstandes und der Bezirksführer geführt hat, aufzuheben. Es ist Pflicht aller Mitglieder zu erscheinen. Für Gäste und Damen ist die Tribüne reserviert. Eichwalde. Sonntag nachmittag 2 Uhr findet bei Heinrich, Hantels Ablage, eine Volksversammlung statt. Genosse Paul Hirsch, Charlottenburg, spricht über: Kommunal- Politik und KommunalWahlen". Alt- Glienicke. Der Wahlverein hält, am Sonntag, nachm. 4 Uhr, feine Mitgliederversammlung bei Saß ab. Auf der Tagesordnung steht der Vortrag des Genossen Tost:„ Die revolutionäre Bewegung in Rußland." Tegel. Dienstag abend 81%-Uhr findet bei Schmidt, Schlieperstraße 64, die Versammlung des Wahlvereins statt. Genosse A. Sosiol spricht über:" Gesetzgebung und Verbrechen." Wilmersdorf. Die Genossen werden ersucht, recht zahlreich an der Beerdigung des Genossen Baul heute Sonntag teilzunehmen. Treffpunkt nachmittags 3 Uhr in Salomons Volksgarten, BerlinerStraße 40. Der Vorstand. Zehlendorf. Am Dienstag, den 21. d. M., findet die fällige Bereinsversammlung des Bahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Referat des Genoffen Scheler über:„ Ausgewählte Stapitel aus dem Parteiprogramm". 2. Diskussion. 3. Neuwahl des ersten Vorfigenden. 4. Verschiedenes. Bantow. Die Mitgliederversammlung des Wahlvereins wird Mttwoch 8% Uhr bei Mierde, Berlinerstraße 51, abgehalten. Vor dem Beginn werden die Bücher in der Bibliothek umgetauscht. Ueber die akademische Freiheit unterhielten sich Freitag abend in der Brauerei Friedrichshain 3000 Studierende und alte Herren. Wir haben fürzlich mitgeteilt, daß den Studenten in Hannover untersagt worden ist, sich gegen die katholischen Verbindungen zu tehren; und diese Maßnahme hält nun mit ihren weiteren Folgen die Gemüter in Aufregung. prof. b. sifat trat in der Were sammlung auf, um gegen die im Kultusministerium gefallene Aeußerung, daß es teine akademische Freiheit gebe, au protestieren. Er hielt dabei den Studenten selber eine Standpredigt: Wo ist die gesamte deutsche Studentenschaft in der allerjüngsten Vergangenheit gewesen? Gruppen hat sie unter sich gebildet, Gruppen, die nicht nur ein Recht, zu sein, die sogar die Exklusivität der Daseinsberechtigung beanspruchten. Wo war die Begeisterung für die nationalen, sozialen, religiösen und politischen Strömungen unserer Zeit? Der Student soll teine Politik treiben, sagt man. Aber diese Behauptung ist unehrlich und zum größten Teil sogar falsch. Unehrlich deshalb, weil gerade diejenigen, die fie am lautesten verkünden, durch eine scheinbare Politiflosigkeit der Studentenschaft eine Politik zugunsten der Machthaber schaffen wollen, unehrlich deshalb, weil gerade diese den Studenten in ein einseitiges, parteipolitisches Getriebe hineinziehen..... Und vor allem: wo war der Mut der Ueberzeugung? Ein Strebergeist hat sich in der Studentenschaft geltend gemacht, der nur nach Ehre, Karriere und Würden fragt. Um so größer aber ist unsere Freude über diese Bewegung." Hoffentlich flappt diese Bewegung auch nicht zusammen, wenn wieder einmal Studenten im Geruch fozialdemokratischer Gesinnung an deutschen Universitäten gemaßregelt werden. Früher war's dann bei den Wortführern der akademischen Freiheit mäuschenstill. mittag am Königsdamm in Plößensee. An der Endhaltestelle hielt der Motorwagen 2365 der Linie 12, welcher defekt war und ausgewechselt werden sollte. Der Ersakwagen 2353 fuhr gegen 1½ Uhr mittags auf der eingleisigen Strecke an und näherte sich dem haltenden Wagen bis auf drei Meter. Der Ersatzfahrer verließ den Vorderperron ohne die Stromturbel abzunehmen, in der Meinung, daß der andere Fahrer sofort herantreten werde. Dieses war aber nicht der Fall, und der Fahrer, der inzwischen den defekten Wagen bestiegen hatte, bat den Schaffner Bahn, der vor dem Vorderperron des Er. riß jedoch dabei die Kurbel auf Kraft und der Waggon fuhr mit satzwagens stand, die Kurbel abzunehmen. B. entsprach der Bitte, boller Geschwindigkeit auf den Vorwagen auf. Bahn geriet zwischen die Plattform beider Wagen, so daß ihm die Füße eingeklemmt wurden. Der rechte Unterschenkelfnochen wurde dem Unglücklichen zersplittert, der linke Unterschenkel gequetscht. Der Schwerverletzte wurde nach dem Krankenhause Moabit gebracht. Ein heftiger zusammenstoß erfolgte gestern( Sonnabend) nach mittag an der Ecke der Koch- und Markgrafenstraße zwischen einem elektrischen Straßenbahnwagen der Linie 95( Behrenstraße- Hasen heide) und einem Rollwagen der Berliner Batetfahrtgesellschaft von Starke u. Co. Auf der Straßenkreuzung fuhr die Elektrische direkt in die Pferde des Rollwagens hinein. Hierbei kam das eine Pferd zu Falle und geriet unter die Plattform des Straßenbahnwagens. Erst nachdem derselbe mit Hülfe des sich schnell angesammelten Publikums etwas aufgehoben und dann zurückgeschoben war, konnte das Tier aus seiner unbequemen Lage befreit werden. Ob es dauernden Schaden erlitten hat, fonnte nicht sofort festgestellt werden. Die Schuld an dem Zusammenstoß dürfte die Führer beider Wagen treffen. Vom Elisabeth- Kinderhospital in der Hasenheide Zwei Hehlernefter hat die Kriminalpolizei ausgenommen, bas haben wir, so oft wir uns mit ihm beschäftigen mußten, nichts Straße im dritten Stod wohnt. Man fand dort unter anderen eine bei einer Frau Sch., die in einem Hause der Landsberger Empfehlendes zu berichten gehabt. Die Zustände, die dort Gegenständen, die erst in der Nacht zu heute bei Leopold Worlizer herrschen, werden wieder mal von einer anderen Seite be- in der Kaiser Wilhelmstraße gestohlen worden waren. Die Hauptleuchtet durch ein Vorkommnis, das uns von einem Eltern- masse des Lagers, das einen großen Wagen füllt, besteht aus paar aus Rigdorf mitgeteilt wird. In der mit der Anstalt mehr. Frau Sch. scheint einen schwunghaften Handel nach OberSeidenstoffen, Blusen, Winter- und Lodenstoffen und dergleichen berbundenen Poliklinik war ein noch im ersten Lebensjahr schlesien getrieben zu haben. Es ist erwiesen, daß Stoffe in ganzen Treptow- Baumschulenweg. Dienstag 8 Uhr abends hält der stehender Knabe wegen einer Geschwulst am Halse, die man Ballen in Berlin gestohlen und in der ursprünglichen Verpackung Sozialdemokratische Wahlverein seine Mitgliederversammlung im als Ziegenpeter ansah, operiert worden. Nach einigen Tagen, nach Oberschlesien zurückgeschafft worden sind. Von dort kommen Restaurant Speer, Baumschulenstraße 78, ab. Auf der Tagesordnung in denen das Kind zur Erneuerung des Verbandes ein sie wieder nach Berlin und werden hier dann verkauft. Noch reichsteht u. a. ein Vortrag des Genossen Wermuth über:" Die Grund- paarmal nach der Poliklinik gebracht worden war, glaubten haltiger als bei Frau Sch. war das Lager bei dem Gastwirt Jonas Tagen des Sozialismus." die Eltern zu bemerken, daß das Befinden des kleinen am Hohen Steinweg Nr. 3, das die Kriminalpolizei gestern be Patienten sich verschlechtere. Schließlich trugen sie ihn schlagnahmte. Es enthielt seidene und wollene Kleidungsstücke, Schlackwürste, Teppiche, Glühstrümpfe, Spielkarten, Zollstöcke usw. Abend nach der Anstalt und baten um in buntem Durcheinander. In der Kellerwirtschaft von Jonas verUntersuchung durch einen Arzt. Ihre Bitte wurde von kehrten diebische Hausdiener von Waren- und Kaufhäusern. mehreren Schwestern entgegengenommen. Diese betrachteten den Knaben und erklärten dann, ärztliche Hilfe tönne Montag, 18. Dezember vorigen Jahres, vormittags gegen 10 Uhr, Zeugen gesucht. Die Personen, die gesehen haben, wie am nicht gewährt werden, man möge nach dem Stranken an der Ede der Lützow- und Potsdamerstraße ein Dreiradfahrer mit hause am Urban gehen. Die Eltern taten das und dort einem Straßenbahnwagen zusammenstieß, werden dringend gebeten, wurde das Kind ihnen sofort abgenommen und dabehalten. bei Karl Bazer, wohnhaft bei Ernst Hoedt, Blumenstraße 29, thre Man versicherte, das Kind bedürfe dringend der ärztlichen Adresse abzugeben. Hülfe. Rummelsburg. Dienstag abend 8 Uhr findet bei Gorgas, Reinickendorf- Oft. Heute abend 8%, Uhr findet bei Sadau, Refidenzstr. 124, eine Bolksversammlung für Männer und Frauen statt. Genoffin Ihrer wird über das Thema:" Der Wert der Bildung für die Proletarierin" sprechen. Nene Bring Albertstraße, die Generalversammlung statt. Brit. Dienstag tst Bahlabend in allen Bezirken. Lokales. des ito ch a m Der flüchtige Bankier Schmood hat nicht nur seine großen Wir haben nun weder den Beruf noch die Neigung, uns Gläubiger so lange vertröstet und hingehalten, bis er sich in Sicher in den Meinungsstreit über den Zustand des Kindes hinein- heit bringen konnte, sondern auch die kleinen. Wie früher schon mitWenn ein Geschäftsmann mit noblen Leuten zu tun hat. zumischen. Aber eine Frage möchten wir hier auf- geteilt wurde, betrieb er neben dem Bergbau und dem Bankgeschäft aufgeteilt Ein Möbelfabrikant aus Berlin- Dst verbreitet ein gewerfen. Wird es im Elisabeth Kinderhospital als zu- auch noch Schutt- und Bodentransport. Hierbei blieb er im ber brudtes Flugblatt, worin er auseinandersetzt, wie er von der lässig angesehen, daß die Schwestern selbständig darüber gangenen Sommer, während er mit Familie, Gouvernante und ob einem Kinde ärztliche Hilfe zu teil Dienerschaft eine große Villa in einem Ostseebade bewohnte, den Familie eines in Berlin- West wohnenden Rentiers übervorteilt entscheiden, worden sei. Dessen Tochter habe vor ihrer Verheiratung bei werden soll oder nicht? Es mag sein, daß die Anstalt den Schiffern, die für ihn den Schutt und den Boden von Berliner Abihm eine Wohnungseinrichtung für 3855 M. bestellt. Nachdem Jungen nicht aufnehmen konnte, was übrigens auch gar nicht umgegend von Berlin wegschafften, die Transportkosten schuldig. die Einrichtung geliefert worden, habe der Bräutigam 1500 m. verlangt wurde. Er war aber in der Poliklinik des Hospitals Die Forderungen dieser kleinen Leute, die nichts anderes als Arbeitsangezahlt und sich die Rechnung auf seinen eigenen Namen operiert worden, und da war es ganz selbstverständlich, daß lohn darstellen, gehen bis zu 400 und 500 M. ausschreiben lassen. Nach der Hochzeit habe aber der junge dem Aerztepersonal dieser Anstalt erwarteten. Ging es denn in den letzten 24 Stunden zu verzeichnen. Sonnabend abend 5 Uhr die Eltern in ihrer Bedrängnis auch die weitere Hülfe von Feuerbericht. Ueber ein Dußend Alarmierungen hatte die Wehr Ehemann Konkurs angemeldet, habe dabei die Rechnung zum Vorschein gebracht, und die Wohnungseinrichtung sei dann nicht an, daß man den Arzt herunter bemühte, damit er das wurde sie nach der Oranienstr. 67 gerufen, weil hier im ersten Stod bom Ronkursverwalter mit Beschlag belegt worden. Den Rest Kind wenigstens ansah und sachgemäßen Rat gab? Es wird des Vorderhauses in einer Wohnung Feuer ausgekommen war, bas des Kaufpreises der Möbel zu zahlen, habe der Schwieger- doch wohl im Elisabeth- Kinderhospital, das auf eine Frequenz Möbel, Papier, Türen, Kleidungsstüde 2c. ergriffen hatte. Der bater dem Fabrikanten von 90 Patienten eingerichtet ist, Tag und Nacht zu 18. Löschzug mußte furze Zeit mit einer Gassprize Waffer geben, Die Klage verweigert. fet Fabrikanten das Gericht ieder Beit ein Arzt anwesend sein? Die An- um die Flammen zu ersticken. Mehr Arbeit machte der Wehr ein Kellerbrand, der dann in der Koblankstr. 11 auf nicht ermittelte angenommen habe, daß die habe, daß die Möbel vom Bräutigam gelegenheit scheint uns sehr der Aufklärung zu bedürfen. Weise entstand. Bei Ankunft des ersten Löschzuges brannten bereits bestellt worden seien. Der Fabrikant habe darauf die Möbel Zur Vorsicht für Gastwirte mahnt ein Schwindel, der seit einiger mehrere Verschläge, in denen allerlei Gerümpel und alter Hausaus der Konkursmaffe zurückaufen wollen, doch sei ihm Beit, nach der Kriminalpolizei zugegangenen Mitteilungen, in großem rat sowie Brennmaterialien untergebracht waren. Die Ablöschungseröffnet worden, das habe schon der Schwiegervater getan, Umfange betrieben wird. In Gasthäusern und Restaurants usw. arbeiten, die durch eine starke Rauchentwickelung erschwert wurden, nahmen und zwar habe er dafür 1149 Mart gezahlt. Nun size, so erscheinen frembe gutgekleidete Gäste, welche eine unbedeutende Beche über eine Stunde in Anspruch. In der Wrangelstraße war vor dem jammert der Fabrikant, das Ehepaar längst wieder in dem machen und bei der Zahlung dem Wirt mitteilen, daß sie ihr Hause Nr. 22 das Gasrohr eines großen Kandelabers defekt geworden Tururiösen Heim, in dem Empiresalon, dem romanischen Portemonnaie vergessen haben und sich infolgedessen in größter Ber- und das ausströmende Gas hatte sich entzündet, sodaß helle Flammen Speisezimmer usw. legenheit befinden. Sie bitten schließlich, ihnen auf ihre wertvolle aus dem Trottoir emporloderten. Der fünfte Löschzug war schnell Wir tönnen nicht wissen, was an diesen Mitteilungen Taschenuhr einen Betrag von 20 bis 30 M. zu leihen, einem An- zur Stelle und beseitigte den„ Straßenbrand". Nachts mußte in suchen, dem auch in den meisten Fällen Folge gegeben wird. Erst der Ritterstraße 21 im Parterregeschoß des linken Seitenflügels in wahres ist. Einiges aus den Angaben des Flugblattes er nach Tagen bemerkt der Darleiher, daß er das Opfer eines Schwindels einer Werkstatt für Glühtörper ein kleines Fener abgelöscht werden. scheint nicht recht glaubhaft; an sich aber ist ein Schwindel, geworden und eine sogenannte„ Nepperuhr" erhalten hat, die einen Früh gegen 4 Uhr brannte in der Thomasiusstraße 26 ein wie ihn der Fabritant schildert, wohl denkbar. Es wäre nicht Wert von 10 bis 12 M. besitzt. Nach den Beschreibungen, welche die größerer Posten Smoke in einem Keller des Schlächtermeisters das erste Mal, daß noble Leute einen Geschäfts- hineingefallenen Gastwirte geben, scheint eine aus drei Köpfen be-. Staltowski. Die übrigen Marmierungen, die noch aus der mann übers Ohr gehauen hätten. An den weh- stehende Bande den eigenartigen Schwindel gewerbsmäßig zu be Bendlerstraße 36, Wrangelstraße 113, Pantstraße 45 c usw. einliefen, waren durchweg auf ganz geringfügige Anlässe zurückzuführen. flagenden Fabrikanten möchten wir hier nur eine kleine treiben. fruchtlos gewesen, da das P. Anfrage richten. Er nennt sich einen„ armen Geschäfts- Das Programm der 1. Berliner Markthallen- Ausstellung ist in mann", den der reiche Rentier um sein Geld gebracht habe, der letzten Sigung des Komitees endgültig festgelegt worden. Die Mondfinsternis. Am heutigen Sonntag herrscht Vollmond, und rechnet sich in bitterer Selbstverspottung zum Ausstellung soll nach den neuen Beschlüssen vom 21.- 24. März in die Mondscheibe hat sich allmählich immer weiter mit Licht erfüllt ,, einfältigen rechtschaffenen Gesindel". Was pflegen solche sich der Zentralmarkthalle stattfinden. Die feierliche Eröffnung vor ge- und wird heute abend 48 Uhr ihre voll erleuchtete Hälfte der Erde Die Erde steht also zu dieser Zeit genau zwischen der arm nennenden Fabrikanten und Händler zu tun, wenn ein ladenen Gästen erfolgt am 21. März, nachmittags 3 Uhr; um zukehren. simpler Arbeiter zu ihnen fommt und eine Wohnungs- 5 Uhr wird die Ausstellung dem Publikum geöffnet. Als Besichtigungs- Sonne und dem Monde. Dadurch ist aber die Möglichkeit gegeben, einrichtung faufen will? Obwohl die Möbel, die ein Arbeiter Beit sind die Stunden von 10-1 Uhr vormittags und von 5-8 Uhr daß der Mond in den Schattenkegel eintritt, den die Erde hinter tauft, feine 3855 Mart tosten, sondern höchstens den fünften nachmittags festgesezt. Für das Ausstellungsbureau hat die städtische fich wirft, so daß seine helle Scheibe verfinstert wird. Tatsächlich Verwaltung geeignete Räume in der Zentralmarkthalle, Galerie 4, wird das heute abend der Fall sein. und manchmal nur den zehnten Teil, ist doch kein Fabrikant Bimmer 29, zur Verfügung gestellt. Um 46 Uhr abends beginnt der Mond über den östlichen und kein Händler so einfältig", feine Ware auf ein ehrliches Horizont heraufzusteigen, noch 7 Minuten früher, als die Sonne Frau Hedwig Niemann- Nabe ist, wie hiesige Blätter melden, am westlichen Horizont den Blicken entschwunden ist. Bei Klarem Geficht hin wegzugeben. Da heißt es: bar bezahlen- oder wegen völliger Nervenzerrüttung der Mendelschen Heilanstalt in Himmel wird die volle Scheibe, die langsam höher steigt, deutlich am aber der Geschäftsmann sichert sich durch einen Abzahlungs- Bantom zugeführt worden. Seit längerer Zeit machten sich bei Frau Osthimmel sichtbar sein. Aber kurz vor 7 Uhr, genau 7% Minuten bertrag und faßt diesen so borsichtig ab, daß er möglichst Niemann, als Folgen ihres früheren aufreibenden Berufes, nervöse vor 7 Uhr, wird die Mondscheibe an ihrem nordöstlichen Teile eine nicht zu Schaden tommen tann und im schlimmsten Falle Störungen bemerkbar. Sie war in hohem Grade reizbar und auf dunkle Einkerbung erhalten, die allmählich wächst und als deutlich wenigstens die Möbel wiederkriegt. Es ist wahr, im Geschäfts- geregt und führte häufig erregte Selbstgespräche, wober fie fich in freisförmiger Schatten erkennbar wird. Die Mondfinsternis berkehr mit noblen Leuten ist so etwas nicht üblich, und wer theatralischen Posen und Gesten erging. Eine längere ärztliche Beist teine totale, sondern nur eine partielle, b. H. der einem reichen oder reich scheinenden Kunden zumuten wollte, handlung in ihrem Heim vermochte in diesem Zustande keine Besserung Mond wird nicht völlig, sondern nur teilweise verbedt. was er einem Arbeiter als selbstverständliche Bedingung auf- herbeizuführen. Ihr Befinden verschlimmerte sich im Gegenteil so Höhepunkt erreicht die heutige Finsternis um 8 Uhr; sie ist alsdann fehr, daß die Angehörigen befürchteten, ohne fachkundige Unter- bis zu vier Zehntel des Monddurchmessers vorgeschritten, der verdunkelte erlegt, der würde bald die Reihen seiner nobler Kund- ftüßung nicht mehr die Verantwortung für die Sicherheit der Kranken Flächenraum beträgt etwa drei Zehntel der ganzen Scheibe. Dann schaft sich lichten sehen. Wir wollen es keinem Geschäfts- tragen zu können. Auf Anraten des behandelnden Arztes wurde nimmt die Finsternis langsam ab und erreicht um 9 Uhr 7 Minuten mann verdenken, daß er das nicht riskiert. Aber wenn er daher die bedauernswerte Künstlerin in eine Heilanstalt übergeführt. ihr Ende. mit seiner Vertrauensseligkeit mal hineinfällt, dann muß er Die berühmte Künstlerin steht im 61. Lebensjahr. Der Berliner Zoologische Garten hat seine Singbogelſammlung eben auch die Suppe auslöffeln, die er selber sich ein- Um den Alkoholgenuß im Eisenbahndienfte zu erschweren, hat um einige seltene Arten vom Himalaya vermehrt, die bisher noch nicht gebrodt hat. Minister v. Budde einen Erlaß herausgegeben, worin u. a. bestimmt in unsere Stäfige gelangt sind. Eine prächtige, oben tief blau, unten Ihren Bundel rotbraun gefärbte männliche Rötelmerle, ein Verschlossen gegen den Etat. Die Vorlage betreffend Abänderung Herbstabend eine der so mit Recht beli bten Spreewald- Kahnfahrten. wandter der bekannten Blaumerle oder Blaudrossel, beiwohnt eine der Geschäftsordnung wurde nach kurzer Debatte auf An- Da äußerte plöblich Frau v. Grabow den Wunsch zu baden und ent Abteilung der unteren Käfigreihe des neuen Vogelhauses bei den trag unserer Genossen an die Spezialkommission zurückverwiesen fernte fich zu diesem Zwede ein wenig von der übrigen Gesellschaft. Berchen und kleinen Taubenarten. Gegenüber in dem mittleren Glas- und die Kommission um zwei Mitglieder, die Gene, en Pieper Als man nach einiger Zeit an die Stelle zurückkehrte, wo die Frau täfig tummelt sich ein Paar Gelbnadentimalien( Ixulus) und Rieger, verstärkt. Bisher befand sich ein Sozialdemokrat Beutnant gebadet hatte, war sie verschwunden, nur ihre Kleider fand zugleich mit einer nahestehenden grauen Art. Diese ewig regsamen, in dieser Kommission, die seinerzeit infolge der bekannten Konflikte man am Ufer. Der Ehemann war ganz verzweifelt. Weinend und äußerst flinken Vögel, Verwandte des bekannteren Sonnenbogels, zwischen unseren Genossen und den Bürgerlichen zu dem jammernd lief er am Ufer umher, laut nach der Verschwundenen und sind durch eine mächtige Federhaube ausgezeichnet, die bei jeder unausgesprochenen Zived eingefegt worden war, die Geschäfts- wahrscheinlich Ertrunkenen schreiend. Alles beteiligte sich an den Erregung gesträubt wird und ihrem Träger einen kecken und selbst- ordnung rückwärts zu revidieren. Zu lebhaften Auseinander- Recherchen nach dem Verbleib der Vermißten. Natürlich wurde sie bewußten Ausdruck verleiht. setzungen fam es alsdann über die Vorlage betreffend nicht gefunden und der unglückliche Gatte sette sogar eine hohe Bes " " " Treptow- Baumschulenweg. Die königliche Bibliothek zu Berlin hat, wie das„ Lit. Zentralbl." Bewilligung von 1000 M. zur Unterstüßung der notleidenden lohnung auf die Auffindung der Leiche aus. Der Frau v. Grabow mitteilt, die wertvolle Bach- Sammlung erworben, die, von Bergarbeiterfamilien". Der Magiftrat hatte, wie das ja war es aber gar nicht eingefallen, zu ertrinken, sondern sie hatte Franz Hauser( geft. 1870) angelegt, sich zuletzt im Befiz seines von ihm kaum anders zu erwarten war, dem mit 15 gegen sich nach dem zirka 10 Kilometer von Lübben entfernten Dertchen Sohnes, des Kammersängers Josef Hauser( gest. 1904), befand und 11 Stimmen gefaßten Beschluß der Stadtverordneten nicht zu Lübbenau begeben und von dort nach Berlin und sich mit doppelten u. a. 194 Kantaten, die Originalhandschrift der Lukas- Passion und gestimmt, und zwar ohne auch nur den geringsten Versuch zu machen, Kleidern versehen. Der Coup wäre auch gelungen, wenn Frau verschiedene Instrumentalwerke, im ganzen 282 Blätter von der diesen seinen ablehnenden Standpunkt auch zu begründen. Von v. Grabow nicht mit ihrer Wirtin in Berlin darüber gesprochen hätte. Es ist erklärlich, daß Grabow hierüber nicht sonderlich erfreut Hand Joh. Seb. Bachs, 21 von Emanuel Bach, ferner Driginal- gegnerischer Seite marschierten die Herren Bender, Justizrat Baumert drucke, zum Teil von Joh. Seb. Bach selbst in Stupfer gestochen, und und Bürgermeister Wolff gegen die Bewilligung auf; den Stand- war und es tam sogar zu einer Verstimmung zwischen den Eheleuten. alte Abschriften von Walter und Penzel umfaßt. punkt der Arbeiter vertraten unsere Genossen Rieger, Scholz und Er reiste in der Welt herum, fie ließ sich in einem italienischen Dorf Linz; in der Abstimmung für die 1000 m. erhoben sich diesmal als Villenbesitzerin" nieder. Ihre Billa war ein mehr einer Scheune An dem heute abend 7 Uhr im Gewerkschaftshause, Engel nur 2 Bürgerliche, da die Stadtvv. Kurth, 3schalig und Grätschel, ähnlicher schmuckloser Backsteinbau. Grabow steckte tief in der Patsche Ufer 15, stattfindenden Vortragsabend von Marie Holgers, dessen sämtlich Freisinnsmannen", umfielen und diesmal gegen und mußte auf jeden Fall zu Geld zu kommen suchen. Zu diesem Reinertrag für die Bergleute im Ruhrgebiet bestimmt ist, gelangt stimmten. Der Antrag fiel mit 20 gegen 12 Stimmen. Dieser Zwed tam er 1902 wieder nach Berlin und traf dort auf dem Umals Einlage im ersten Teil des Programms das Melodram Mozart", Heldentat sollen die braven Ordnungsretter niemals froh werden. wege durch Annonzen mit dem zweiten Angeklagten Hildebrandt zu= Tert von Mosenthal, Musik von Kugler, zum Vortrag. Eintrittssammen. H. war der Sohn eines begüterten Apothekenbesizers aus farten zu 30 Pf. von 6 Uhr ab an der Kasse. der Provinz und steckte ebenfalls tief in Schulden. Während dreier Ueber die Ameisen am Amazonenstrom als Pflanzenbewohner Die Durchführung der Druckrohre der Kanalisation durch die Jahre leistete er zweimal den Offenbarungseid, und als ihm nichts und Pflanzenzüchter wird am Mittwoch, den 22. Februar, abends Nachbargemeinden ist jetzt geregelt; sie erfordert eine Entschädigung mehr übrig blieb, wurde er Geldagent. Er benutzte den vornehmen 8 Uhr, Herr E. Ule, ein Sohn des bekannten Hallenser Natur- bon 50 000 M., wovon Brig den Löwenanteil erhält. Im März Namen Grabows als Reklame für seine schwindelhaften Manöver forschers, im Hörsaal der Urania in der Taubenstraße einen Vor- wird auf der ganzen Linie mit der Legung der Rohre begonnen, so und avancierte bald zum Generalbevollmächtigten des Freiherrn. trag halten. Der Vortragende wird zunächst auf die Natur des daß im Dezeniber schon gepumpt werden soll. Der bei der Re- Nunmehr kauften und verkauften die beiden in ganz Deutschland Amazonenstromes näher eingehen und dann den Einfluß der Tier- gierung von den hiesigen Grundbesitzer- Vereinen wiederholt be- Rittergüter, Häuser, Grundstücke usw. und es dauerte lange, bis die welt auf das Pflanzenleben und die Gewohnheiten der Ameisen antragte Generaldispens zum Vermieten der dritten Etagen ist Staatsanwaltschaft der beiden Schwindler, denen sich die beiden Der Vortrag ist durch zahlreiche farbige Lichtbilder vom Bezirksausschuß endgültig abgelehnt worden, weil die Grundstüde anderen Angeklagten inzwischen noch zugesellt hatten, habhaft wurde. illustriert. noch nicht an die Kanalisation angeschlossen sind. Die Vergröße Nach vieler Mühe gelang auch dies, und am Dienstag werden die rung des Friedhofes, welche in einigen Jahren notwendig fein gewiß sensationellen und interessanten Verhandlungen ihren Anfang wird, stößt auf Schwierigkeiten. Die der Stadtgemeinde Berlin ge- nehmen. Bereits im Dezember v. J. war ein Termin angefekt hörigen, zwischen Plänferwald und Köpeniderlandstraße gelegenen worden, der jedoch wegen der Flucht des Angeklagten Fitner vertagt Ländereien, von welchen schon vor einigen Jahren ein Teil zur Ber- werden mußte. Figner wurde am 4. Dezember in Zürich gerade in größerung angetauft wurde, sollen der landhausartigen Bebauung dem Augenblick verhaftet, als er durch einen schwindelhaften Vertrag erschlossen werden. Die nicht rechtzeitig erfolgte Beschaffung von einen Hotelier um rund 400 000 Frank erleichtern wollte. Wir Land zu Gemeindezwecken wird jetzt recht unangenehm empfunden. werden über die Verhandlungen berichten. Der Gemeindevorstand wurde beauftragt, über den Kauf der jenseits des Teltow- Stichtanals gelegenen Rehberge zur Anlegung eines Fried Hofs Verhandlungen einzuleiter. erläutern. Rummelsburg. Zu dem Gerichtsbericht in Nr. 35 unseres Blattes erhalten wir von dem Porträtmaler Herrn Freiherrn A. v. Frehberg die folgende Berichtigung: In der erwähnten Angelegenheit handelte es sich nicht um ein 16jähriges Mädchen, dem ich die Ehe versprochen hätte, um sie zu verführen, sondern um eine Straßenbekanntschaft, mit der ich nicht länger als einen Tag in Beziehung gestanden habe. Aus diesem Grunde schon konnte ich, wie wohl ersichtlich ist, dem übrigens Im wissenschaftlichen Theater der Urania in der Taubenstraße wird in dieser Woche der dekorativ und szenisch ausgestattete Vortrag " Im Bannkreis der Jungfrau" nur am Donnerstag zur Darstellung gelangen, an allen übrigen Tagen der Woche wird der mit Momentbildern des Afrikareisenden C. G. Schillings illustrierte Vortrag Das Tierleben der Wildnis" wiederholt. Im Hörsaal spricht am Montag Herr Dr. Donath über„ Versuche am eigenen Auge", am Mittwoch Herr G. Ule über" Die Ameisen am Amazonenstrom als Pflanzenbewohner und Pflanzenzüchter", am Freitag Her Dr. von Unruh über„ Die Porzellanfabrikation" und am Sonnabend Herr Dr. Donath über" Spektralanalyse". Jm großen Hörsaal der Urania- Sternwarte in der Invalidenstraße wird am Sonntag an- Die Gemeindevertretung erledigte die in der letzten Sibung läßlich der um 5% Uhr stattfindenden partiellen Mondfinsternis vertagte Beschlußfassung über Errichtung eines Wochenmarkte 3 Herr Hoelling um 5 Uhr einen Vortrag Ueber Finsternisse" halten. im Borhagener Stadtteil. Mehrere Hausbesitzervertreter bemühten Im Zirkus Busch finden am heutigen Sonntag wiederum zwei sich zwar redlich nach ihrer Art, zu beweisen, daß ein solcher Markt 18 Jahre alten Mätchen ein Gheversprechen nicht gegeben haben. große Galavorstellungen statt, in nur zum Schaden der Gemeinde wirke, doch fanden die Herren für vielfachen Wünschen aus dem Publikum Rechnung tragend, die Löwenbändigerin ihre Hausbesißerinteressen bei der Mehrheit keine Gegenliebe. Gegen Miß Claire Heliot mit ihren zwölf imposanten Königslöwen aus 6 Stimmen wurde der Antrag auf Errichtung eines Wochenmarktes Ostafrika noch einmal auftreten wird. Nachmittags steht es jedem auf dem Borhagener Plak in Rummelsburg angenommen. Die Einführung eines Hobelbant Kursus für NormalBesucher frei, ein Kind unter zehn Jahren frei mit einzuführen, mit schüler der Volksschule fand bei der Mehrheit keine Sympathie; man Ausnahme der Galerie. hielt die Einführung von Spielnachmittagen für die Volksschüler. für besser; es wurde dementsprechend beschlossen. deren erster, Die Charlottenburger Freie Bolfsbühne. In Charlottenburger Arbeiterkreisen ist schon seit langer Zeit der Wunsch rege geworden, durch die Bildung eines Vereins nach dem Muster der Freien Boltsbühne in Berlin den fünstlerischen Bildungsbestrebungen einen festen Mittelpunkt zu schaffen. Seit der Errichtung des Voltshauses, das der Orts- Krankenkasse und den Gewerkschaften Charlottenburgs als Heim dient, sind vielfach fünstlerische Unterhaltungsabende und Theatervorstellungen dort abgehalten worden. zu Gehör brachte. 25 000 M. beschlossen. Verfammlungen. Zentralverband der Maurer. Die Sektion der Gips. und 3ementbranche hielt am Freitag eine Generalversammlung ab. Für den Kanalisations Zweckverband der Orte Lichtenberg, Frische erstattete den Geschäftsbericht für die Zeit vom 1. März Friedrichsfelde, Rummelsburg wurden zu Vorarbeiten 1000. be- 1904 bis 10. Januar 1905. Als wichtigstes Ereignis des vorigen willigt. Zur Erweiterung der Wasserwerksanlagen wurde die Jahres erwähnte er die Bewegung, welche mit dem Abschluß eines Erwerbung des Heffterschen Grundstücks( 2½ Morgen groß) für neuen, günstigeren Tarifvertrages ihren Abschluß fand. Nach dem Inkrafttreten des neuen Vertrages gab es wegen der Durchführung Hierauf wurde eine Besoldungsordnung für die Lehrpersonen desselben Differenzen mit einigen Unternehmern, sogar eine Bauan der Mittelschule festgesetzt; nach dieser Ordnung stehen sich die sperre mußte aus diesem Grunde verhängt werden, jedoch gelang es, Mittelschullehrer pro Jahr um 300 M. besser als die Volksschullehrer. ben neuen Vertrag auch bei diesen Unternehmern zur Anerkennung Auch den Elementarlehrern an der Vorschule des Realprogymnasiums Es sollen zu bringen, und liegt es nun an den Kollegen selbst, für strikte Innewurde eine Funktionszulage von 200 M. betvilligt. 10 000 m. aus Anlaß der bevorstehenden Vermählung des deutschen haltung der Vertragsbestimmungen zu sorgen. Die Geschäfte der M. Sektion wurden erledigt in 9 General-, 32 Gruppen-, 37 Bezirkszum Besten und 2 kombinierten Versammlungen. Außerdem fanden 51 Sizungen Kronprinzen für eine„ Stronprinzen- Stiftung hiesiger ungenfranter ausgesetzt werden. der Sektions- und Gruppenleitungen statt. Zum Zweck der Agitation wurde zweimal ein Flugblatt in je 3000 Exemplaren verbreitet. Infolge der Anstellung eines zweiten Kollegen im Bureau konnte eine lebhaftere Agitation entfaltet werden. Diese sowohl als auch der Erfolg der Tarifbewegung brachten der Sektion eine erhebliche Mitgliederbestand 1301, am Jahresschlusse dagegen 2551, das ist ein Bahl neuer Mitglieder. Am Anfang des Geschäftsjahres betrug der Zuwachs von 1250 Mitgliedern. Nach der vom Kassierer erstatteten Abrechnung betrug die Jahreseinnahme 47 061,36 M., die Ausgabe 42 449,03 M., der verbleibende Bestand 4612,33. An den Bericht schloß sich eine längere Debatte. Die auf der Tagesordnung stehende Neuwahl des Sektionsvorstandes wurde bis zur nächsten Bersamm lung vertagt. Im Namen unserer Genossen gab Ritter die Erklärung ab, daß wir gegen den Zweck der Stiftung nichts einzuwenden hätten, daß ea aber auch unmöglich sei, für eine Ehrung des Kronprinzen zu stimmen, da dieser Herr die Sozialdemokratie in der bekannten Nachdem Herr Krädenbring allerhand unWeise beleidigt habe. verständliches Zeug geredet hatte, wurde beschlossen, die 10 000 m. herzugeben und die Stiftung" Cäcilien- Stiftung" zu nennen. Gerichts- Zeitung. Ein provisorischer Vorstand hat es nun in die Hand genommen, an diese bereits bestehende Einrichtung anzufnüpfen und sie planmäßig zu regelmäßigen Veranstaltungen einer zu gründenden Freien Volksbühne in Charlottenburg auszubauen. Am Mittwoch, den 15. Februar, hatte dieser provisorische Vorstand zu einem Gorki- Abend nach dem Volkshause eingeladen. Der große Saal war trop der geringen Zeit, die für die Propaganda übrig geblieben war, voll besetzt. Nach einer einleitenden Rede des Schriftstellers W. Buchholz über Gorkis Leben und Werke folgte ein überaus reichhaltiger deflamatorisch- musikalischer Teil. Das Mitglied des Schiller- Theaters, Herr Otto Rembe, entfesselte namentlich mit der künstlerisch vorgetragenen Gorkischen Erzählung„ Sechsundatvanzig und eine" wahre Beifallsstürme. Den gleichen freudigen Beifall fanden die Vorträge russischer Lieder durch den Opernsänger Herrn Michael Dalmatoff und die Wiedergabe Tschaikowskyscher und Chopinscher Klavierwerke durch Frau Marion Grodnick- Grodsinsky. Die Abenteuer des Freiherrn v. Grabow. Einen besonderen Reiz erhielt der Abend durch die Mitwirkung eines ausgezeichnet geschulten russischen Söngerchors, der Kompositionen Ueber einen Prozeß, der auch nach Berlin hinspielt, wird aus Gortischer Dichtungen und einen russischen Arbeiter- Freiheitsmarsch Dresden berichtet: Es handelt sich um die in der nächsten Woche Der Verlauf der ganzen Veranstaltung zeigte, welch reges von der hiesigen Straffammer abzuurteilenden internationalen Interesse die geplante Gründung einer Freien Volksbühne in den be- Hypotheken- Schwindeleien des Freiherrn v. Grabowo und des Kaufmanns Hildebrandt, die seinerzeit so großes Aufsehen teiligten Kreisen wachruft. erregten. Im Mittelpunkt der Verhandlung steht der frühere Kavallerie- Leutnant Freiherr Rudolf v. Grabow, der einer der angeschensten Familien Berlins entstammt. Sein Vater war kaiserlicher, Legationsrat. Ferner werden auf der Anklagebank Plaz nehmen der Kaufmann Richard Hildebrandt, aus Magdeburg gebürtig, und ferner der Bauspekulant Hermann Finer aus Schöneberg bei Berlin und schließlich der Kaufmann Schreiber aus Leipzig. Den Gerichtsverhandlungen, die am Dienstag be= ginnen, sieht man in der Berliner Lebewelt mit Spannung entgegen. Die Vorgänge, die zur Erhebung der Anklage führten, grenzen an das Romanhafte; sie seien in folgendem kurz geschildert: Freiherr v. Grabow war Savallerie- Leutnant bei einem Berliner Garde- Regiment. Ein folgenschwerer Sturz vom Pferde zwang den jeßt erst im 40. Lebensjahre stehenden Mann, schon 1897 den Dienst in der Armee zu quittieren. Grabow, der nach den Angaben Zur Gewerbegerichtswahl in Steglik, welche am 27. und feiner Kameraden ein ganz brauchbarer Offizier gewesen sein soll, 28. 6. M. stattfinden, ist mitzuteilen, daß für die ausgeschiedenen fühlte bald, daß er für einen bürgerlichen Beruf feine rechten AnArbeitnehmer der Gruppe Verschiedene Gewerbe die bisherigen Ver- lagen hatte. Er war infolgedessen vollständig auf die finanzielle treter, Tapezierer Paul Diering und der Arbeiter Otto Czepall Unterstützung des Vaters angewiesen. Troß seiner petuniären Misere wieder aufgestellt sind. Für das graphische Gewerbe wird der bis- ging er, bald nachdem er den Militärdienst aufgegeben hatte, eine herige Vertreter, Photograph iger, ebenso für das Bekleidungs- The mit einem hübschen, aber armen Mädchen ein. Jetzt wurde das gewerbe der Schneider Markywicz und für das Metallgewerbe werden der Klempner Otto Ginede und der Dreher Richard Am Sonntag, den 26. d. M., findet eine Krug kandidieren. allgemeine Flugblattverbreitung statt. Der provisorische Vorstand wird demnächst eine konstituierende Generalversammlung einberufen. Meldungen zur Mitgliedschaft werden schon jetzt entgegengenommen von den Herren Otto Vogel, Spreestraße 3, Otto Ewald, Wilmersdorferstraße 50, Emil Müller ( Boltshaus), Rosinenstraße 3. Aus den Nachbarorten. Rigdorf. Am Freitag wurde unter großer Beteiligung der Genoffe Reisch od zu Grabe geleitet. Der sozialdemokratische Wahlverein Rirdorf verliert an dem Verstorbenen ein äußerst tätiges Mitglied und wird ihn in stetem Andenken behalten. Spandau. Fortkommen für ihn noch schwerer und er nahm seine Zuflucht zu vorerst allerhand kleinen Schwindeleien, die zwar verborgen blieben, aber dennoch zur Folge hatten, daß sein Vater sich von ihm losjagte. Nun wurde guter Rat teuer. Und Grabow wäre wohl schon jetzt unrettbar verloren gewesen, wenn er nicht ein geradezu fabelhaftes Glück gehabt hätte. Auf der Spielbank in Monte Carlo gewann er Aus der Spandauer Stadtverordneten- Bersammlung. Vor Ein- nämlich in verhältnismäßig furzer Zeit 60-70 000 Frant, eine tritt in die Tagesordnung gab der stellvertretende Vorsteher eine Summe, die er bald auf großen Reifen durch ein flottes Leben aus. Petition des Schloffers Liesegang bekannt, der sich über seine gab. Da ihn das Spielglück auch verlassen zu haben schien, mußte ungerechtfertigte Internierung in der Provinzial- Jrrenanstalt Grabowo sehen, auf andere Weise zu Geld zu kommen, um die Kosten in Neu- Ruppin, welche auf Veranlassung der Spandauer Polizei- feines splendiden Lebenswandels bestreiten zu können. Dabei verfiel behörde erfolgt sein soll, beschwert. Genosse Ducksch trat für er auf einen Trick, von dem man, ohne zu übertreiben, sagen kann, Untersuchung dieser Beschwerde ein; der Mann mache durchaus daß er bisher noch von keinem anderen Schwindler erreicht worden ist. Der alte Legationsrat b. Grabow hatte nämlich in seinem teinen franthaften Eindruck. Er halte sich aus Furcht vor der hiesigen Polizei zurzeit in Nauen auf; die dortige Polizei- Testament bestimmt, daß für den Fall der Auflösung der Ehe seines behörde lehne seine Ueberführung in die Frrenanstalt ab. Bürger- Sohnes, sei es durch Scheidung oder Tod, die von ihm zur Erbin meister 23 o Iff bestreitet, daß 2. von der Polizei verfolgt werde. eingesetzte Miß Wood über das Erbe zugunsten Rudolfs verfügen Seine Unterbringung in die Irrenanstalt sei vollkommen ordnungs- sollte. Von dieser Testamentsbestimmung hatte Grabow Wind bemäßig auf Grund mehrerer ärztlicher Gutachten erfolgt. Die Betition fommen, und um in den Besitz des Geldes zu gelangen, inszenierte er wird schließlich dem Betitionsausschuß überwiesen. Hierauf schreitet mit seiner Frau eine Selbstmord- Komödie, die sehr geschickt ausdie Versammlung zur Feststellung des Hauptetats, nachdem Magistrat geführt und vielleicht auch zu dem erhofften Resultat geführt hätte, den von der Versammlung vorgenommenen Abänderungen zu- wenn, ja, wenn das junge Frauchen nicht geplappert hätte. Es war gestimmt hat. Die Steuerzuschläge betragen nunmehr: 190 Broz. im September des Jahres 1898. Der Herr Leutnant a. D. weilte Bersonal, 3,5 M. pro Mille Grundwertsteuer- und 220 Proz. nebst Gemahlin zur Sommerfrische in Lübben, einem am Eingange Getverbesteuerzuschlag. Der Haupt- Etat balanziert in Einnahme des weltberühmten Spreewaldes gelegenen fleinen Städtchens in der Unsere Genossen stimmten ge- Mart. Mit mehreren Bekannten unternahm man an einem schönen und Ausgabe mit 2 438 740 M. Arbeiter Samariterkolonne. Montag abends 9 Uhr Dresdener Vortrag der praktischen Aerztin Fräulein straße 45 Uebungsstunde.. Dr. Proje über: Gefahrdrohende Krankheitszustände. Nachher: praktische Uebungen. Neue Mitglieder fönnen jederzeit eintreten. Gäste willkommen. zur Verfügung. inschreibegeld sowie Monatsbeitrag je 25 Pf. Bibliothek steht unentgeltlich Ober- Schöneweide. Montag, den 20. d. M., hält der Bildungsverein für Frauen und Mädchen zu Ober- Schöneweide bei Schulte, Wilhelminenhofstraße 43, feine ordentliche Mitgliederversammlung ab. Vortrag über: Neue Gedichte von Ada Negri". Referent: Dr. Maurenbrecher. Gäste willkommen. Vermischtes. Die Eltern eines deutschen Seemannes gesucht. Die Gewerkschaft der englischen Seeleute ,, The National Sailers and Viremens Union" in London ersucht uns, folgende Mitteilung zu veröffentlichen:„ Die Eltern oder sonstigen Angehörigen des verstorbenen Heizers Karl Bollmann aus Ober- Gruppe bei Graudenz, West- Preußen, werden in ihrem eigenen Interesse dringend ersucht, sich mit der Union schrift lich in Verbindung zu setzen. Die Adresse, an die sie sich zu wenden haben, lautet: W. J. Havelock, Wilson, Central- Office National Sailors and Viremens- Union, Maritime Hall, West- India, Dock Karl Zollmann ist im Alter von etwa Road Posslar, Londen E. 34 Jahren auf dem Dampfer" Thistleahn" verunglückt, während das Schiff im Hafen von Galveston lag. Er starb dort im Hospital. Ueber ein Eisenbahnunglück wird aus Frankfurt a. M. amtlich gemeldet: Heute Nacht kurz nach 1 Uhr entgleisten von dem Stückgüterzuge Fulda- Gießen Nr. 7520 in der Nähe der Station Gießen auf freier Strede 15 Wagen, von denen eine Anzahl zer= trümmert wurde. Der Materialschaden ist bedeutend. Die Strecke ist gesperrt und wird voraussichtlich im Laufe des Nachmittags wieder erhalten. Menschen sind nicht verunglückt. frei werden. Bis dahin wird der Verkehr durch Umsteigen aufrecht Menzels große historische Bilder haben sich leider wenig halt. bar gezeigt; fie dunkeln nicht nur, fie leiden mehr und mehr an Rissen, so daß ihr Untergang in absehbarer Zeit zu vermuten ist. Vielleicht gibt jest der Tod des großen Meisters Anlaß, von besonders geschickter Künstlerhand. haltbare Kopien herstellen zu lassen. Er selbst hat sich darüber einmal nach der Kölnischen Boltszeitung" dahin geäußert:„ Auch daß sich die Bilder nicht halten, ist meine Schuld. Man hat mir erzählt, daß der menschliche Atem ein Chemikal enthält, das den Firnis plazen macht! Unsinn! Auch die Luftheizung dörrt die Bilder aus, hat man mir erzählt. Mag sein! Ich weiß das besser. Ich habe gewiffenlos gewissenhaft gearbeitet! Die Sachen sollten bald geliefert werden, teils hatte ich's bersprochen, teils reiste mich meine eigene Kraft dazu, auch das Ge lingen hing von der Schnelligkeit ab, mit der ich losasen konnte. Später, wie ich an zu schustern fing, flappte es lange nicht mehr fo. Na, die Schnelligkeit bestimmte dann das Material. Mich freut's, , mich grimmt's, daß ich so'n Esel war und beiß pinselte und glehend trodnete." Sozialdemokratisch. Wahlverein Brauerei Germania Akt.- Ges. Rixdorf. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Packer Franz Kügler ( 12. Bezirk) verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonntag, nachmittags 3, Uhr, vom Trauerhause, Rigdorf, Biethenftraße 83, aus nach dem neuen Michael Kirchhof( Mariendorfer Weg) statt. Um rege Beteiligung ersucht 232/7 Der Vorstand. Zentralverband der Handels-, Transport- u. Verkehrsarbeiter Deutschlands. Verwaltungsstelle Berlin I. Hierdurch diene den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Pader Berlin O., Frankfurter Allee 53. Ausschank in ca. 80 eigenen Geschäften. Bockbier 4/10 Liter 1 Flasche 10 Pf. Tel. 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Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. februar, nachmittags 4, Uhr, auf dem Schöneberger Kirchhofe, Marstraße, Halle aus statt. von der Um rege Beteiligung bittet 22615 Die Ortsverwaltung. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. Zweigverein Berlin. Allen Kollegen zur Nachricht, daß am 17. Februar 1905 unser Mitglied Rudolf Lutter im Alter von 41 Jahren im Strankenhause verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag nachmittags 4 Uhr von der Leichenhalle des Zionskirchhofes in Nieder- Schönhausen, Nordend aus statt. 133/8 Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. Am 15. Februar verschied plöklich nach furzem schwerem Leiden unsere gute Mutter Anna Haerling geb. Nöhring im 67. Lebensjahre an Herzschwäche. Um stilles Beileid bitten E. Haerling nebst Frau. Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 19. Februar, nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomas- Kirchhofes, Rigdorf, aus statt. Danksagung. 22825 Sage hierdurch allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere dem Personal der Firma Rappe und Hecht, meinen Kollegen der A.E.-G. Kf. und dem Gesangverein Freiheitsgruß" für die rege Beteiligung bei der Beerdigung meiner lieben, unvergeßlichen Frau meinen herzlichsten Dant. Karl Schönberg. Danksagung. Für die rege Beteiligung und die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unferes guten, unvergeßlichen Vaters Julius Mahrenholz fagen wir hiermit allen Freunden und Bekannten, insbesondere seinen werten Kollegen, Kolleginnen der Firma Rudolf Moffe, und dem Verband der Buch- und Steindruderei- Hülfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, Drts verwaltung Berlin, unseren herzlichsten Dant. 21452 Frau Mahrenholz nebst Kindern. Das älteste Rester- Geschäft des S.-O. von Wilh. Mühlbach empfiehlt zur bevorstehenden Ein: fegnung Reste von schwarzen Stleiderstoffen, Plüschen 2c., sowie zur Rinderkonfettion zu den billigsten Preisen. 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Für die ausständigen Bergarbeiter Weitere Beiträge werden entgegengenommen im Bureau der Berliner Gewerkschaftskommission Engel- Ufer 15, vorm. 9-1 und nachm. 4-8 Uhr. Für Berlin find die Gelder, welche mittels der Post eingehen, an A. Körsten, Engel- Ufer 15, zu richten. Wochen- Spielplan der Berliner Theater. Königliches Opernhaus. Sonntag: Fidelio. Montag: Manon. Dienstag: Nübezahl. Mittwoch: Samson und Dalila. Donnerstag: Lohengrin.( Anfang 7 Uhr.) Freitag: Der Roland von Berlin. Sonnabend: Rübezahl. Sonntag: Die lustigen Weiber von Windsor. Montag: Rienzi. ( Anfang 7 Uhr). Neues Königl. Otern Theater. Sonntag: Hänsel und Gretel. Rose von Schiras. Bon Montag bis Sonnabend: Geschlossen. Sonntag: Der Verschwender. Montag: Das große Licht. gingen bei der Berliner Gewerkschaftskommission folgende Beiträge ein: Lifte 4268, Weißer Wolf 3,20. Zentralverb. d. Handlungsgehülfen und Gehülfinnen Deutschl., Bezirk Berlin auf Listen: 894 14, 895 35,50. 897 10,50. 2487 42,30. 2488( Britsch) 8,65. 2489 5,15. 2493 8,90. 2494 20,10. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. 2497 11,50. 2503 3,15. 2505 7,55. 5560 2,70. 5561 14,80. 5562 7,-. 5565 10,- 5566 19,40. 5567 13,90. Tischlerei Jäger, Charlottenb. 2,50. Bei der Stegliter Gewerkschaftskommission gingen nachstehende Lifte 7000 d. Rulf 10,10. Sammlung v. Mitgl. d. Bereins d. Milchhändler Beiträge für die streitenden Bergarbeiter ein: in Rigdorf d. Thiele 12,25. Liste 7715, Steinbildh. d. Drake 16,-. Liste Auf Liften: 38 5,- 3 6,90; 7 3,80; 40 11,15; 41 14,90; 52 11,75: 8452, desgl. 18, Lifte 7720, desgl. 8, Lifte 4912, desgl. 9,-. Liste 8745, Tischler b. Philipp 8,20. Liste 7545 3,30. Lifte 3959, d. Möller 10,30. 596,15; 64 gesammelt bei Thyra in Nixdorf 10,40; 70 20,40 71 16,50; 94 8,70; 101 10,95; 102 8, Bockbierfest in Charlottenburg b. Gülzom 2,65. Drei Tapez. d. F. Schimming 3. R. 3,-; Lifte 8476 Tischl bei Heidemann Ein Kanz am 11.12. 05 im„ Birkenwäldchen", Gefangver." Baget nicht" 12,70. 6,60; Garderobe- Uebersch. Vers. d. Seglervereine 5,30; Lifte 6983 Frati u. Co., Mufifinstr.- Fabr. 8,-; Liste 2651, Bautischl. bei Gebr. Ruge 10,75; Unterhaltungs- Abend am 15./2. in demselben Lokal, Restaurateur Schade Arb. Radf.- Ber. Rigdorf 11,-; Listen 8885, D. Abler 3,-; 9221, Buchdr. v. 39,81. Bei einer Geburtstagsfeier vom Rauchklub" Freie Männer" 10, Rettenbeil 16,15; 4659, 6. Böllner, Stegligerstr. 3,-; 916, d. C. Fritsche An den Zentralfaffierer der streifenden Bergarbeiter bisher ab15, 2806, Werfft. Rietschel u. Henneberg 20,05; 4687, Betriebswertft. gefandt 1200 Mart. Zurbinenfabr. 16,50; 4686, Handwerker Schultheiß, Abt. 2, 8,35; 4801, Weitere Beiträge nimmt entgegen: F. Döring, Steinfeger, Tyklop( dar. am. Auktion 2,50 M.) 20,95; Verb. d. Kupferschm. auf Listen Stegliz, Hubertusstr. 5. Auch können daselbst Sammellisten ent2803, 2815, 4679, 81, 4691, 92, 8402, 07, 104,50; Gesangber. Borstädt. gegengenommen werden. Bruderbund 10,-; Arb. d. F. Borsig, Tegel, 2. N. Listen 1971 24,70; Gewerkschaftskommission Steglig und Umgegend. 1974 15,60; 1977 22,50; 1979 7,20; 1980 26,90; 1982 20,55; 1984 10,- 1988 38,85; 1991 1,80; 1992 19,80; 1998 23,50; 1999 20,25; A. E. G., Brunnenstraße: Listen 6843, Abt. Pohl und Briebe 24,65; 6853, Abt. Hildebrandt II 8,- 6857, Abt. Schneider 19,30; 6860, 2Bt. Schurig 43,15; 6874, Abt. Seefeld 24,50; 6875, Abt. Hannemann 31, 6879, Abt. Flohr 16,80; 6880, Abt. Thiedemann 25,- 6883, Abt. Arlt 10,10; 8384, Tischlerei 30,25; 8335, Tischlerei 11,-; 8336, Tischlerei 23,50; 8337, Tischlerei 15,85; 8340, Metallgießerei 12,25; 8341, Metallgießerei 9,35; 8342, Metallgießerei 31,25; 6871, Metallgießerei 10,65; 1174, Haus verwaltung 15,20; 8304, Abf. Strull 35,25; 6809, Abt. Schieber 6,70; 8303, Abt. Schumann 17,20; 6807, Abt. Nahrstadt 39,70; 8302, 26t. Stommel 13,90; 6806, Abt. Scheer 22,25; 8301, Abt. Seelert 30,- 6829, Abt. Wagenbau 22,65; 8309, Abt. Schwittau 9,35; 6816, Abt. Schwittau 19,25; 8310 Abt. Schwittau 28,25; 7553, Abt. Erdmann 20,50; 6813, Abt. Storth, 22,25; 6817, bt. Scholz 10,60; 6842, Abt. Weyer 21,60; 8338, Abt. Nühne( Schloffer); 24, 1108, 2bt. Hildebrandt I, 15, 6858, Abt. Boesel, 16,70; 6823, bt. Pietsch, 21,80; 1113, Abt. Krause, 17,25; 6822, Abt. Breyer, 13,80; 8321, bt. Strauß, 20,75; 4328, Abt. Schmarsow, 19,40; 6838, Abt. Nebte, 16,70; 6839, Abt. Reglaff, 14,25; 8327, Abt. Schmarfoto, 7,05; 8326, 26t. Brause- Silesty, 29,45. Geburtstagsfeier, Teltowerstraße 56, 4,20. Berfonal der Union- Druderei, 5. Rate, 10,- Lifte 8835, Naudsche Buchdruckerei, 3. Rate, 10,80. Arbeiter der Firma Schad Gebrüder, Halen fee, 8,30. Berein Renonce, Memelerstraße, 6,15. Mar 4, Deutsch. Photogr.- Geh. Verb. durch Liebig 8,48. Selma Toni 1,05. Lifte 3602, Leffing Theater. Sonntag nachmittag 22 Uhr: Rosenmontag. Bau Roonstr., d. Wendt, 6,35. Tertilarb.- Berb., Fil. III, Konto auf Liften 55,75. Abends: Nebeneinander. Montag: Die Beber. Dienstag: Die Frau vom Zentralverband der Handels, Transport- Arbeiter Deutschlands, Berlin I. Meere. Mittwoch: Ein Vollsjeind. Donnerstag: Nebeneinander. Freitag: Liften: 185 7,60, 186 5,50, 194, Barz u. Co., Wassertorstraße 10,60, Traumulus. Sonnabend: Ein Boltsfeind. Sonntag nachmittag 2%, Uhr: 214 10,75, 216 8,90, 218 1,50, 223 10,50, 227, Arbeiter bei Knauer, Wich- Monna Vanna. Abends: Die Beber. Montag: Unbestimmt. mannstraße 12,-, 237 6,20, 239 4,70, 240 11,50, 241 6,50, 242 6,75, Theater des Westens. Sonntag mittags 12Uhr: Matinee. Magdeleine G. 251 21,75, 255 2,80, 257 7,-, 258 2,95, 259 1,20, 262 7,35, 265( darunter Nachmittags 3 Uhr: Der Troubadour. Abends: Die neugierigen Frauen. von den Arbeiterinnen bei Friedheim u. Sohn 4,95) 7,70, 3456 4,80, Montag: Der Freischüß. Dienstag: Die neugierigen Frauen. Mittwoch: 3458 2, 3459 11,45, 3461 7,40, 3480 12,75, 3482 6,50, 3502 7,75, Lucia von Lammermoor.( Rothmühl.) Donnerstag: Die neugierigen Frauen. 3518 12,40, 3537 3,30, 3538 10,-, 3539 5,30, 3540, Arbeiter u. Kontor der Magdeleine G. Freitag und Sonnabend: Die neugierigen Frauen. SonnFirma Schapira, 4. Rate 8,35, 4342 4, 4359 13,60, 4362 4,50, 4364 4,10, abend nachmittag 3 Uhr: Othello. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Lucia von 4370 6,65, 4377 5,40, 4378 114384 3,90, 4385 15,70, 4388 5,15, Lammermoor. Abends: Die neugierigen Frauen. Montag: Der Zigeuner 4400 9,55, 7003 5 ,, 7004 8,30, 7006 12,30, 7008 10,-, baron. 7013 8,-, 7034 1,85, 7038 11,-, 7039 5,20, 7041 8,05, National Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Donna Juanita. 7045 9,05, 7046 6,60, 7053 7,50, 7063 3,50, 7066 5,20, Abends: Der Postillon von Lonjumeau. Montag: Die Fledermaus. 7072 3,50, 7075, Leitergeritft- Arbeiter, Weißenhagen 7, 7100 11,95. Dienstag: Die Hugenotten. Mittwoch: Der Postillon von Lonjumeau. Zentralverband d. Bildhauer Listen 434 7,85, 436 7,45, 440 14,50, 441 14,25, Donnerstag: Fidelio. Freitag: Der Freischük. Sonnabend: Der Troubadour. 445 18,25, 446 5,20. Liften 444, 447, 449, Bildhauerei Dochau 14,70. Berb. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Freischüß. Abends: Undine. Montag: b. städt. Arbeiter, Gelt. Ia Gasanft. Danzigerstr., Liste 2273 22,35, desgl. Unbestimmt. Lifte 2276 6,45, desgl. Lijte 7605 6,10, desgl. Lifte 7606 6,35, desgl. Liste 7607 7,85. Sett. IV Engl. Gasanstalten auf Liften 91,25. Seft. I Gasanft. Müllerstr., Lifte 7608 21,18. Geft. Ib Gasanit. Gitschinerstr., Lifte 2156 0,70, besgl. Lifte 2278 15,05, desgl. Lifte 2282 9,90. Raubenkolonic Transvaal, Johannisthal 10, Summa 2574,41 M. Bereits quittiert 133 980,12. Im ganzen 136 554,53 M. Deutsches Theater. Sonntag nachmittag 2%, Uhr: Der Verschwender. Abends: Schuffelchen. Montag: Fauft. I. Teil.( Anfang 7 Uhr.) Diens. tag: Schuffelchen. Mittwoch: Die Brüder von St. Bernhard. Donnerstag: Schuffelchen. Freitag: Faust. I. Teil.( Anjang 7 Uhr.) Sonnabend und Sonntag: Schuffelchen. Nachmittags 1%, Uhre: Don Carlos. Montag: Unbestimmt. Berliner Theater. Sonntag: Der Kaiserjäger. Montag: Die Räuber. Dienstag und Mittwoch: Der Staiserjäger. Donnerstag: 8apfenstreich. Freitag: Der Kaiserjäger. Sonnabend: Alt- Heidelberg. Sonntag: Der Kaiserjäger. Montag: Unbestimmt. Neues Theater. Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Montag: Der Graf von Charolais. Dienstag und Mittwoch: Ein Sommernachts. traum. Donnerstag: Der Graf von Charolais. Freitag bis Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Montag: Der Graf von Charolais. Schiller- Theater O.( Ballner- Theater.) Sonntag nachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tell. Abends: Fuhrmann Henschel. Montag: Im Hafen. Diens tag: Die Thrannei der Tränen. Mittwoch: Fuhrmann Henschel. DonnersSonntag, 19. Februar 1905. tag und Freitag: Im Hafen. Sonnabend: Die Haubenlerche. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Medea. Abends: Im Hafen. Montag: Familie Schierke. Schiller- Theater N.( Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater.) Sonntag Montag: Fuhrmann Henschel. Dienstag: Strieg im Frieden. Mittwoch: nachmittag 3 Uhr: Der Geizige. Herenfang. Abends: Pension Schöller. Im Hafen. Donnerstag: Fuhrmann Henschel. Freitag: Der Leibalte. Sonnabend: Jm Hafen. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Geizige. Herenfang. Abends: Der Leibalte. Montag: Hm Hafen. Residenz Theater. Abends: Sonntag nachmittag 3 Uhr: Nora. Hotel Pompadour. Von Montag bis Sonnabend: Hotel Pompadour. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der selige Toupinel. Abends und Montag: Hotel Pompadour. Kleines Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Nachtasyl. Abends: Abschied vom Regiment. Angele. Montag: Die Neuvermählten. Abschieds. Souper. Dienstag: Der Bär. Angele. Mittwoch: Abschied vom Regiment. Angele. Donnerstag: Die Neuvermählten. Abschieds Souper. Freitag: achtafhl. Sonnabend: Der Bär. Angele. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Nachtasyl. Abends: Abschied vom Regiment. Angele. Montag: Die Neuvermählten. Abschieds- Souper. Trianon Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Das elfte Gebot. Abends: Die glückliche Gilberte. Bon Montag bis Sonnabend: Die glückliche Gilberte. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Das elfte Gebot. Abends und Montag: Die glüdliche Gilberte. = Belle Alliance Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Abends: Der beste Tip. Von Montag bis Sonnabend: Der beste Tip. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Abends und Montag: Der beste Typ. Luisen Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Dorf und Stadt. Abends: Der neue Stiftsarzt. Montag: Hopfenraths Erben. Göß von Berlichingen. Mittwoch: Mein Leopold. Donnerstag und Freitag: Dienstag: Göß von Berlichingen. Sonnabend: Dorf und Stadt. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der neue Stiftsarzt. Abends: Gök von Berlichingen. Montag: Der neue Stiftsarzt. Luftspielhaus. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Das Lumpengesindel. Abends: Der Familientag. Bon Montag bis Sonnabend: Der Familientag. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Das Lumpengesindel. Abends und Montag: Der Familientag. Carl Weiß Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Geld nnd Name. Abends: Die Kinder des Kapitän Grant. Montag bis Freitag: Die Kinder des Kapitän Grant. Sonnabend nachmittag 4 Uhr: Hans im Glüď. Abends: Die Kinder des Kapitän Grant. Sonntag uachmittag 3 Uhr: Senta Wolfsburg. Abends und Montag: Die Kinder des Kapitän Grant. Zentral- Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Die Geisha. Abends: Die Jurheirat. Montag bis Freitag: Die Jurheirat. Sonnabend nachmittag 4 Uhr: Der gestiefelte Stater. Abends: Die Jurheirat. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Der Zigeunerbaron. Abends und Montag: Die Jurheirat Thalia- Theater. Sonntag nachmittag 3, Uhr: Charleys Tante. Abends: Der Kilometerfreffer. Montag bis Sonnabend: Der Stilometerfreffer. Sonntag nachmittag 3%, Uhr: Charleys Tante. Abends und Montag: Der Kilometerfreffer. Kasino Theater. Sonntag nachmittag 4 Uhr: In Bertretung. Abends und von Montag bis Sonnabend: Heirat auf Probe. Sonntag nachmittag 4 Uhr: In Vertretung. Abends und Montag: Heirat auf Brobe. Radrennen Robl- Arend. Apollo Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Venus auf Erden. Radrennen Robl- Arend. Abends und von Montag bis Sonnabend: Berliner Luft. Radrennen Robl- Arend. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Venus auf Erden. Radrennen Robl- Arend. Abends und Montag: Berliner Luft. Deutsch Amerikanisches Theater. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Allabendlich: New York. Sonntag nachmittag 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Gebrüder Herrnfeld- Theater. Allabendlich: Prinz Levy in Ahlbeck. Metropol Theater. Allabendlich: Die Herren von Marim. Passage- Theater. Allabendlich: Lucia Serall. Spezialitäten. Wintergarten. Allabendlich: Sabaret. Spezialitäten. Reichshallen Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger. Palaft- Theater. Allabendlich: Wie man Weiber fesselt. Spezialitäten. Urania- Theater. Taubenstraße 48/49. Jm Theater: 8 Uhr: Sonntag: Schillings: Tierleben. Im Hörsaal: Dr. B. Donath: Versuche am eigenen Auge. Montag: Schillings: Tierleben. Donnerstag: Im Bannkreis der Jungfrau. Invalidenstraße 57-62: Sternwarte. BAER SOHN Herrenhüte unter Garantie der Haltbarkeit, neueste Formen Farben.. 2.90 M. Chausseestrasse 24 a/ 25 zwischen Invalidenstr. u. Schiller- Theater N. 11 Brückenstrasse 11 zwischen Jannowitzbrücke u. Köpenickerstr. Gr. Frankfurterstr. 20 Ecke Koppenstrasse( am Bürger- Hospital) Spezialhaus und Fabrikation grössten Massstabes. Lieferanten an die preussische Armee Lieferanten an Bank- Institute Lieferanten an Aktien- Gesellschaften Lieferanten an Vereine, Institute Lieferanten an Garderoben- Geschäfte En gros, En detail Export, Import Zur Ball- Saison. Strand- Kostüme- Anzüge 30-26.- 20.-, 13.- 4.25 Papierfaser- Anzüge Aufsehen erregende Erfindung 10 Schwarze Gehrock- Anzüge 20-00-, 50-21 M. Schwarze Beinkleider 15.- 12.- 10.-- 3 M. 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Montag: Dieselbe Borstellung. • Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Fuhrmann Henschel. 3 Anfang 72 Uhr. Ein Sommernachtstraum. Montag: Der Graf von Charolais. Dienstag, Mittwoch: Ein Sommernachtstraum. Donnerstag: Der Graf von Charolais. National- Theater Weinbergsweg 19. Sonntag, den 19. Februar 1905, abends 7 Uhr zum erstenmal: Der Postillon von Lonjumeau. Nachmittags 3 Uhr: Donna Juanita. Montag 72 Uhr: Die Fledermaus. Zentral- Theater 3 Uhr( halbe Preise) zum 1047. Male: Die Geisha. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Abends 72 Uhr: Die Juxheirat. Operette in 3 Aften von Jul. Bauer. Musik von Franz Lehar. Morgen u. folg. Tage: Die Juxheirat. Nachmittags 8 Uhr: Wilhelm Tel. Luisen- Theater. Montag: Im Hafen. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Schöller. Benfion Nachmittags 3 Uhr: Der Geizige. Hierauf: Herenfang. Montag: Fuhrmann Henschel. Rleines. Abschied vom Regiment. Angele. Montag: Die Neuvermählten. Abfchiedssouper. Residenz. Hotel Pompadour. Nachmittags 3 Uhr: Nora. Montag: Hotel Pompadour. Lustspielhaus. Der Familientag. Nachmittags 3 Uhr: Das Lumpengefindel. Montag: Der Familientag. Thalia- Theater. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Der Geizige. Hierauf: Hexenfang. Alt- Moabit 47/49. Sonntag, abends 85: Der Hausdrache. 2 große brillante GalaPension Schöller. Montag, abends 8 Uhr: Fuhrmann Henschel. Dienstag, abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Heute Sonntag, den 19. d. Mts., Gastspiel des Bernhard Rose- Theaters: nachm. 3%, Uhr und abends 7, Uhr: Vorstellungen. In beiden Borstellungen, nachmittags und abends: Gleich reichhaltiges, abwechselndes Programm und die sensationellen Novitäten. U. a.: New! Der Heldentenor zu Pferde Driginal- Poffe mit Gesang von Robert Linderer. Musik v. N. Thiele. Anfang 6 Uhr. Nach der Vorstellung: Gr. Ball. Entree 50, Barkett und Balton 1 m. Dienstag, den 21. Februar: Das Belle Alliance- Theater. Rathchen von Seilbronn. Dresdenerstr. 72/73. Direktion: Kren& Schönfeld. Belle Alliancestr. 7/8. Sonntag nam. Charleys Tante 3 Uhr: Täglich abends 72 Uhr: Stürmischer Lacherfolg! Der Kilometerfreffer Sonntag nachm. 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld Täglich abends 8 Uhr: Durchschlagender Lacherfolg! Der beste Tip. Gr. Ausst.- Posse m. Ges. u. Tanz i. 3 Aft. Palast- Theater Burgstr. 22, früher Feen- Palast. Vis- a- vis d. Börse, 2 Min. v. Bhf. Börse. 9 Uhr: Novität! Riesen- Lacherfolg! Der größte Erfolg dieser Saison! Zirkus Busch. Wie man Weiber fesselt and Voranzeige. Am Donnerstag, den 23. Februar 1905, findet eine Gala- Fest- Vorstellung statt, deren Gesamt- Ertrag dem Zentralkomitee des Deutschen Roten Kreuzes für seine Tätigkeit in Südwest- Afrika und Ostasien zugeführt wird. Billetts sind schon jetzt an der Zirkustasse sowie im Invalidendank und bei A. Wertheim zu haben. Preise der Plätze: Logenplay M. 20,-, Parkett M. 10,-, Balkon M. 8,-, I. Plak M. 3,-, II. Platz M. 2. Alle Ermäßigungen sind aufgehoben. Heute 2 große Gala- Vorstellungen: Nachm. 4 u. abends 7, Uhr. Nachm. 4 Uhr auf allen Sigpläßen ein Kind frei, weitere Kinder halbe Preise. Ju beiden Vorstellungen: Die dressierten Affen des Clowns Armando. Besonders hervorzuheben: Der Luftschiffer: Affe. Herr Ernst Schumann mit seinen 6 Bebras. Die besten Clowns mit ihren Wizen und Späßen. Die vorzüglichsten Künstler und Künstlerinnen. Vorführen und Vorreiten der vorzügl. Schul-, Spring- u. Freiheitspferde. Die Fantasietänzerin Frl. Dobranow. Nachmittags 4 Uhr: Auftreten der Löwenbrant Miß Heliot mit ihren 12 wilden Löwen. Gr. Ausstattungs- BantoSüdwest- Afrika. mime in 6 Striegsbildern. Abends 7, Uhr: Mit noch nie dagewesenem Erfolge die große Ausstattungs- Feerie Katharina II. Fortsetzung der Großen Internationalen Ringkampf- Konkurrenz. M. 7500.- Geldpreise in bar! Ehrenprotektorat: Herr Professor Reinhold Begas. Beginn der Ringkämpfe zirka 8314 Uhr. Jacob Koch Deutschland gegen Ch. Bernards( Schweiz) Emil Vervet( Frankreich) G. Burghardt( Desterreich) Gentsch, Amateur( Berlin) Aimable de la Calmette( Frankr.) Omer de Bouillon( Belgien) Emil Nitschke( Berlin) " " " Dorf und Stadt. Teue freie Volksbühne Abends: Der neue Stiftsarzt. Montag: Hopfenraths Erben. Dienstag zum erstenmal: Gök von Berlichingen. Mittwoch: Mein Leopold. Donnerstag: Göz von Berlichingen. Freitag: Göß von Berlichingen. Sonnabend: Dorf und Stadt. Sonntag, nachmittags: Der neue Stiftsarzt. Abends: Göz von Berlichingen. Trianon. Die glüdliche Gilberte. Kasino- Theater ( Heureuse.) Nachmittags 3 Uhr: Das elfte Gebot. Montag: Die glüdliche Gilberte. Deutsch- Amerikanisches. New York. Nachmittags 3 Uhr: Ueber'n großen Teich. Montag: New- York. Luisen. Der neue Stiftsarzt. Nachm. 3 Uhr: Dorf und Stadt. Montag: Hopfenraths Erben. $ Belle Alliance. Der beste Tip. Nachmittags 3 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Der beste Tip. Carl Weiß. Die Kinder des Kapitän Grant. Nachmittags 3 Uhr: Geld und Name. Montag: Die Kinder des Kapitän Grant. Lothringerstraße 37( Rosenthaler Tor.) Täglich 8 Uhr, Sonut. 7-8 Konzert. Heirat auf Probe. Vorher das vollst. neue Programm. Sonntag 4 Uhr: In Vertretung. Apollo- Theater. Heute nachm. 3 Uhr: Ermäßigte Preise: Venus auf Erden bon Paul Lincke, die Februar- Attraktionen und Radrennen Arend- Mündner. Großes Handicap. cao Abends: Heute Sonntag, den 19. Februar, abends 8 Uhr im Theatersaal der Königl. Hochschule für Musik( Hardenbergstraße, Ecke Fasanenstraße, Portal 5) Vortrag des Herrn Dr. Max Osborn über: Moderne Bildhauerkunst * * ( mit Vorführung der Hauptwerke moderner Bildhauereien in Lichtbildern). Billetts a 50 Pf. für Mitglieder und Gäste sind an der 150/2 Abendkasse zu haben. Der Vorstand. I. A.: Heinrich Neft, Kassierer, Veteranenstr. 6. Gebrüder Lustspielhaus. Sonntag, den 19. Februar, nachmittags 3 Uhr: Herrnfeld- Theater. Das Zum 101. Male: Der bisher unübertroffene lachluftigste Herrnfeld Schlager mit seinen stürmisch bejubelten Situationen Lumpengefindel. Abends 8 Uhr: Der Familientag. Täglich: Der Familientag. Militär- Gesangsposse von Reiflingen, Verfasser bon Mutter Gräbert", Onkel Cohn", Wie einst im Mai". Vor- u. nachher: Spezialitäten u. Schaunummern allerersten Ranges. Neu! Neu! Mons. Cremo Hoffmann. Der Bernhardiner Hund als Kunstreiter! Neu! Mons. Mesguetz. Herr Albert Carré. Mile. Priami. Mons. Proserpi. In beiden Vorstellungen: Die groß artigen Spezialitäten, jämtliche Clowns und Auguste und Dir. Alb. Schumanns Monstre Dreſsuren. Nachmittags, 3. Schluß: die 4 große Ausſtattungs- Marokko. pantomime: Mit großen Kaskaden- Ritten, prächt. Aufzügen, Kavallerie- Attaden 2c. Nachmittags auf allen 1 Kind frei. Plätzen ohne Ausnahme Um 92 Uhr! Mit bis jetzt unübertroffenem Erfolge: Anjang 8 Uhr. Borher: Konzert. Eine Nordlandsreise. Entree 50 Pf. Skala- Theater. inienstr. 132( a. d. Friedrichstr.) An der Grenze, oder: Verschlafen. Posse mit Gesang in einem Aft. Gr. komisch- phantastische m. märchenh. 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Zum Jeden Abend 8 Uhr: Spor Belice Back Mabremen Berliner Luft Paul Lineke Prinz Levy in Ahlbeck 90. New- York Robl Arend. Spezialitäten. Nachm. 3 Uhr: Venus auf Erden. Radrennen. Spezialitäten. Montag: Berliner Luft. Radrennen. Spezialitäten. Herrnfeld Theater. Prinz Levy in Ahlbeck. Montag: Dieselbe Borstellung. Passage Theater. Lucia Krall. Montag: Dieselbe Borstellung. Reichshallen. Stettiner Sänger. Urania. Taubenstraße 48/49. Jm Theater abends 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Jm Hörsaal abends 8 Uhr: Dr. B. Donath: Versuche am eigenen Auge. Montag 8 Uhr: Zierleben in der Wildnis. Juvafidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Kleines Theater Anfang 8 Uhr. Angele. Borher: Abschied vom Regiment. Montag: Die Neuvermählten. Abschiedssouper. Dienstag: Angele. Der Bär. Mittwoch: Angele. Abschied vom Regiment. Donnerstag: Die Neuvermählten. Abschiedssouper. Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Die glückliche Gilberte Anfang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Das elfte Gebot. Lufton Spezialitäten und Radrennen. Metropol- Theater Die Herren von Maxim. Große Ausstattungsposse mit GeSchwank in 3 Akten mit den Autoren in den Hauptrollen. Maguns Prinz Levy: Donat Herrnfeld. Prahidal, deffen Reisebegleiter: Anton Herrnfeld. sang und Tanz in 5 Bildern von Anf. 8 Uhr. Billettvorverk. 11-2 Uhr. Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Direktor Richard Schultz. Henry Bender. Josef Giampietro. Josef Josephi. Anton Grünfeld. Frid Frid. Fritzi Massary. Rauchen gestattet. Anf. 18 Uhr. Das Fest des Lichts.( Ballett.) Passage- Theater. Anfg. d. Abendvorstellung 8 Uhr. Anf. nahm.Sonnt.3, Wochentg.5Uhr. Lucia Krall, die berühmte Gesangskünstlerin. Smeralda b Senitza. die unübertrefflichen AfrobatenTänzerinnen. Jacques Bronn, Humorist. 14 erstklassige Nummern. In Vorbereitung: Die Meyerhains. Komödie in drei Atten von Anton und Donat Herrnfeld. Residenz- Theater, Male. 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Mittagstisch ( 4 Gänge 1 M.). Von 4 Uhr ab in d. hint. Sälen: Gr. Ball. Jeden Sonntag 8 Uhr: Bernh. Rose- Theater. Vorzugskarten sind in den mit Plakaten belegt. Handl. zu hab. Moabiter Gesellschaftshaus. Wiclefstr. 24 u. Emdenerstr. 41. Heute: Jm Barterresaal: Konzert und Spezialitäten- Vorstellung u. Tanz. Anfang 6 Uhr. Entree 30 Bf. Reserviert 50 Pf. Im großen Saal von 4 Uhr ab: Canz. Jeden Mittwoch: Konzert und Spezialitäten: Vorstellung. Jeden Donnerstag: Norddeutsche Sänger. Avis. Am Mittwoch: Das gelehrte Pferd Rosa. Borges. b. Mr. Williams Geist? oder Dressur? 1000 Mark Prämie demjenigen, welcher ein Pferd bringt, welches der Rosa das nachmacht, einbegriffen der fluge Hans. C. H. Peters. 21995 Gustav Urania, Behrens Spezialitäten18 Theater. FrankfurterAllee 85. sus: Der Hausdrache. Das großartige Februar- Programm. Abends 7 Uhr: Dir.: Richard Alexander. Das Geheimnis der alten Heute und folgende Tage 8 Uhr: Mamsell. Hotel Pompadour. Raber Borſtellung: Gr. Ball. 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Lages Drdnung: Soldatenmishandlung. Referent: ReichstagsAbgeordneter Fritz Zubeil. Zahlreichen Besuch erwartet. 242/ 11* Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlín. Achtung! Kammmacher. Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkreis( 6st). Dienstag, den 21. Februar, abends 8%, Uhr, in Scheruchs Festsälen, Rüdersdorferstraße Nr. 45: # Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Waldeck Manaffe über:" Der Unglaube als Kulturfortschritt". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Aufnahme neuer Mitglieder. 242/ 12* Der Vorstand. Stukkateure Montag, den 20. d. M., abends 7 Uhr, bei Franke, Sebaftianstr. 39: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Welche Forderungen stellen wir bei den jebigen Larifberatungen? 2. Wer hat unsere Intereffen zu vertreten? Genossenschafts- Buchdruckerei Solingen. ( Eingetr. Genossenschaft m. b. h.) Sonntag, den 2. April, nachm 5 Uhr, im Lokale des Herrn Karl Ern, Werwolf: General- Versammlung. Zages- Ordnung: 1. Geschäftsbericht pro 1904. 2. Be schlußfaffung über Verwendung des Ueberschusses. 3. Statutenänderung ( Berlegung des Geschäftsjahres. An schluß an einen Revisionsverband. Berlängerung der Amtsdauer des Vorstandes und Aufsichtsrates. 4. Er. weiterungen und eventuell Aufnahme von Anleihen. 5. Anträge und Ber schiedenes. Zu dieser General- Versammlung werden unsere Mitglieder hiermit er gebenst eingeladen. Der Aufsichtsrat. J. A.: Karl Aschener. Der Vorstand. J. A.: Ernst Bollengraben. 105/13 Amateur- Photographen- Verein ,, Helios" tagt 20. Februar, abends 9 Uhr, Warschauerstraße Nr. 80. Gäste willkommen. Der Vorstand. 21796 Orts- Krankenkasse der Maler. 173/5 Die zweite Abänderung zum Statut ist seitens des Bezirksausschusses genehmigt und können die Mitglieder den Nachtrag vom Montag ab im Kaffenlofal erhalten. 22276 Referent Kollege Nadtke. Zahlreiches Erscheinen, besonders der Es wird weiter gebeten, vor Der Einberufer. Bur Dedung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Werkstattlollegen und der nichtzentralorganisierten Stuffateure wird erwartet. Eröffnung und während der Verhandlung das Rauchen einzustellen. 22N5 Boxhagen- Rummelsburg. Mittwoch, den 22. Februar, abends präzise 8%, Uhr, bei F. Kienis, Dienstag, den 21. Februar, abends 8 Uhr, im Gorgasschen Lokale, Neue Prinz- AlbertGroße Frankfurterstr. 133: straße Nr. 70/71( Stiek): Branchen- Verſammlung der Kammmacher und aller in General- Versammlung der Zelluloid- Haarschmuckbrauche beschäftigten Arbeiter Zages Ordnung: und Arbeiterinnen. 1. Vortrag des Kollegen Fendel über" Tarifverträge". 2. Diskussion. 80/9 3. Werkstattangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Der sehr wichtigen Tagesordnung wegen ist es Ehrenpflicht eines des Sozialdemokratischen Wahlvereins. Tagesordnung: 1. Vortrag: Die industrielle Entwickelung und die AufDer Vorstand. Sichere Zukunft schaffen fich Bauunternehmer, Boliere, Maurer, durch Erwerb ciner baureifen Baustelle m. genehm. Zeichnung, Baugeld v. Keller, Priorität 2c. Lm. 271 Filialerped. des „ Berliner Lokal- Anzeiger", Bots damerstraße 3. 22706 22666 feden Kollegen, in diefer Versammlung zu erscheinen. Die Kommiſſion. gabe der Arbeiterklaffe." 2. Abrechnung vom letzten Quartal. 3. Bericht des Bibliothekars Huensong- Essenz. 12. 81. 2,50 verMontag, den 20. Februar 1905, abends 81% hr, bei Habel, und Neuwahl desselben. 4. Wahl von drei Hülfspersonen. 5. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Mitglieder werden dringend ersucht, zu dieser überaus wichtigen Versammlung zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Bergmannstr. 5-7: Bezirksversammlung for Westen und Südwesten. Nationale Krankenkasse der deutschen Gold- und Silber- Berliner ArbeiterTages- Ordnung: 1. Vortrag der Genossen Lankow und Züngste: Lohnarbeit, soziale Kämpfe im Mittelalter. 2. Diskussion. 3. Berbandsangelegenheiten und Berschiedenes. Auch Nichtmitglieder und Frauen haben Zutritt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 8 5), Eugel- Ufer 15: Montag, den 20. Februar, abends& Uhr im Gewerkschaftshause Branchen- Versammlung der Parkettbodenleger. Zages Drdnung: 1. Jahresbericht der Kommission von 1904. 2. Diskussion. 3. Ber schiedenes. Sämtliche Kollegen der Firma Louis Heine Breslau( Vertreter Schneider) find hierzu eingeladen. erscheinen. Die Kommissionsmitglieder werden ersucht, um 7 Uhr zu Der Obmann. Branche der Jalousie- Arbeiter. Dienstag, den 21. Februar, abends pünktlich 82 Uhr, bei Ladewig, Alte Jakobftr. 83: Versammlung. Tages Drdnung: Weitere Stellungnahme zur Einführung unseres Tarifs. Das Erscheinen der Kollegen ist der wichtigen Tagesordnung wegen unbedingt erforderlich. Alle organisierten Arbeiter der Jalousie- Branche müssen anwesend sein. Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung des Verbandsbuches gestattet. Die Kommiffion. Branche der Fabrik- und Modelltischler sowie Drechsler. Donnerstag, 23. Februar, abds. 81, Uhr, in Schmidts Gesellschaftshause, Gartenstr. 9: Branchen- Versammlung. Zages- Ordnung: arbeiter a. verw. Berufsgenossen( E. H.) zu Schw.- Gmünd. Montag, den 20., abends präzise 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15( Saal III): Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: fendet R. Litsche, Berlin, Ruppinerstr. 45. Man verlange Preisliste meiner Hausartikel. Radfahrer- Verein ( Mitgl. des Arb.- Radf.Bundes Solidarität"). Mittwoch, den 22. d. Mts., abends 1/29 Uhr: Außerordentliche General- Versammlung bei Wilke, Brunnenstraße 188. 1. Rechenschaftsbericht für das Jahr 1904, 2. Diskussion. 3. Wahl des Bollzähliger und pünktlicher Besuch seitens der Mitglieder wird erwartet. Borstandes 2c. 4. Verschiedenes. 286/17 Mitglieder werden in obiger Versammlung aufgenommen. Um recht zahlreiches wie pünktliches Erscheinen wird gebeten. 11/14 Der Vorstand. Der Vorstand. 3. 2.: C. Holtkamp, Borsigender, Admiralftr. 18 E, b. IV. Sonnabend, den 4. März d. J., in den Gesamträumen der Brauerei Kranken- Unterstützungshund der Schneider Dienstag, den 21. Februar 1905, abends 81%, Uhr: Versammlung im Gewerkschaftshause, Saal III, Engel- llfer 15. Tages- Ordnung: 166/1 1. Abrechnung bom vierten Quartal. 2. Wahl des zweiten Beifikers. 3. Kajjenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Ortsverwaltung. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Montag, den 20. Februar 1905, abends 8%, 1hr, in Graumanns Festfälen, Naunynstr. 27: * Friedrichshain, früher Lipps( am Königstor): Großer Wiener Maskenball Humor über Humor. Humoristisches Kostüm- Reigenfahren der Vereinsriege Reigenfahren( Damen und Herren) der dritten Abteilung Humoristische Aufführungen, humoristische Vorträge usw. Tanz bei zwei stark besetzten Orchestern. Anfang 9 Uhr. Offizielle Kaffeetafel findet nicht statt. Es ladet freundlichst ein Voran II Eintritt 50 Pl. Das Festkomitee. Einkaufsgenossenschaft des„, Berliner ArbeiterRadfahrer- Vereins" Arb.- Radf.- Bund ,, Solidarität“. Unsere Geschäftsstelle befindet sich provisorisch bei M. Labbé, Swine münderstraße 69 III. Bestellungen auf Räder werden dort jederzeit entgegengenommen; sämtliche Bedarfsartikel für Radfahrer am Lager. Unsere nächste Versammlung wird mit der nächsten Freitags- Annonce des Berliner Arbeiter- Radfahrer- Vereins" veröffentlicht. Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung. 05/12 Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Julius Gehl. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Weihnachtsvergnügen. 4. Vereins- Angelegenheiten. 1. Bortrag des Genoffen Grempe über: Beleuchtungs- und Heizfragen im Haushalt des Arbeiters. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 141/6 Die Kommiffion. Es ist notwendig, daß sämtliche Mitglieder erscheinen. Gäste willkommen. Der Vorstand. Verband der Kürschner Verband der Sattler. Ortsverwaltung Berlin. Berlins und Umgegend.( Tel. Amt 7a, 6071.) Geschäftsstelle und Arbeitsnachweis: Restaurant Marquardt, Mendelssohnstr. 9. Geöffnet vorm. von 9-1, nachun. von 3-7 Uhr, Sonnabends bis 9 Uhr abends. Mittwoch, den 22. Februar 1905, abends 8%, Uhr, in den Mittwoch, den 22., abends Bunkt 8 1hr, im Alten Schützenhaus", Linienstr. 5: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Welche Stellung nehmen wir bei Abschließung des neuen Bertrages zur Arbeitsvermittelung ein? Referent: Kollege A. Regge. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwartet Arminhallen, Kommandantenstr. 20( großer Saal): Zentral- Verband deutscher Textilarbeiter. Filiale Berlin IV( Rurbelsticker). Sonnabend, den 25. Februar 1905: Großer Wiener Maskenball in Scheruchs Festfälen, Rüdersdorferstraße 45. Während der Kaffeetasel: Artistische Aufführungen. Anfang 8 Uhr. Demaskierung 12 Uhr. 19712 Billetts a 50 Pf. find im Arbeitsnachweis, Sehdelftr. 30, bei Engel zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Das Komitee. Mitglieder- Versammlung Achtung! Bauarbeiter! Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches: a) Verlesung der neu aufzunehmenden Kollegen und Die Unfallversicherung und ihre Bedeutung für die ArbeiterKolleginnen; b) Abrechnung des Vergnügungskomitees. 2. Vortrag: Alle Kollegen der Treppengeländer- Brauche, bor102/4 fchaft. Referent: Arbeiterfekretär Genosse Gustav Link. die auf Bauten arbeiten, müssen rote Berechtigungskarten Der Vorstand. 3. Diskussion. 4. Wahl eines Delegierten zum Gewerkschaftskongreß. 5. Wahl zeigen. Alle anderen arbeiten für Betriebe, die nicht bewilligt haben. eines Mitgliedes zum Ausschuß. 6. Verschiedenes. Wir bitten, daß die Bauarbeiter darauf achten. 79/ 20* Charlottenburg. Dienstag, den 21. d. W., abends 8%, Uhr, im Volkshause, Rosinenstr. 3: Die außerordentlich wichtige Tagesordnung macht das Erscheinen aller Mitglieder dringend notwendig. 225/3 Achtung! Die Ortsverwaltung. Achtung! Außerordentliche General- Versammlung Schneider, Schneiderinnen, Zuschneider, des Wahlvereins. Tages- Ordnung: 1. Bilder aus dem Stadtparlament. Referenten: Genossen Hirsch and Dr. Borchardt. 2. Bericht des Borstandes. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Antrag mehrerer Bezirke, den Beschluß der letzten MitgliederVersammlung aufzuheben. 5. Neuwahl des Vorstandes. 6. Vereinsangelegenheiten. 250/4 Die Mitglieder haben die Pflicht zu erscheinen; für Gäste und Damen ist die Tribüne reserviert. Zuschneiderinnen! Mittwoch, den 22. Februar, abends 8%, Uhr, in Dräsels Festsälen, Neue Friedrichstr. 35: Oeffentliche Versammlung. Zages Drbnung: 162/11 Die Kommission. Sterbekasse ehemals Pflug'scher Arbeiter ( Hetzel'sche Kasse). Den Mitgliedern zur Nachricht: Infolge Ablebens des früheren Schrift. führers Herrn Ed. Tiek findet die erste Abfertigung in Sterbefällen beim jezigen Schriftführer Herrn Paul Bauer, NW., Moabit, Salzivedeler. straße 15, vorn 4 Treppen statt. 22196 Der Vorstand. J. A.: Otto Binkler. !!! Auf Teilzahlung!! !!!!! 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Weiß. paffend, ist zu Kostümjesten an Vereine und Gesell- Um recht zahlreichen Besuch wird im Interesse der Allgemeinheit Zuschneider Vereinigung Berlin. 3..: H. Kulke, Vorsitzender, Dunderstr. 70. Vereine! ften unter günstigen Bedingungen zu verleihen dringend gebeten. Verein Berl. Buchdrucker u. Schriftgießer. br.: Fr. Siewert, Lehninerstr. 5. Mr. 43. 22. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Soutag, 19. febrnar 1905. Aus Induftrie und Handel. Wahnsinn der kapitalistischen Produktionsweise. Der GeschäftsBericht der Chemnißer Aktienspinnerei berichtet, wie die Chemnitzer " Boltsstimme" mitteilt, daß man in den Kreiſen der Baumwoll Aus der Frauenbewegung. produzenten ernstlich den Vorschlag gemacht habe, eine Million Ballen Baumwolle zu verbrennen, um die Preise Heute, Sonntag, den 19. Februar, feiert der Verein für Frauen dieses Spinnstoffes hochzuhalten, welcher infolge und Mädchen der Arbeiterklasse sein sechstes Stiftungsfest in den der großen Ernte auf ein sehr niedriges Niveau gedrückt Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Festrede: Dr. Georg Gradworden war. Die Nachricht von der großen Ernte und von nauer, Gesang: Frau Hertha Geipelt, Rezitation: Dr. Emil Geyer, dem niedrigen Preise hatte wie ein Donnerschlag in der ganzen Eröffnung 5 Uhr. Gäste willkommen. Baumwollen- Region gewirkt. Ganz naturgemäß fam man zu der Tegel. Montag, abends 8 Uhr, findet in Trapps Festsälen, Frage, wie ist der Preis der Baumwolle mindestens so hoch zu Bahnhofstr. 1, eine öffentliche Versammlung des Frauen und freiben, daß die Farmer beim Verkauf derselben nicht noch Geld zu Mädchen- Bildungsvereins für Borsigwalde und Umgegend statt. zusehen haben. Man erwog den verzweifelten Plan, Vortrag der Genossin Frau Lily Braun über:" Die Frau in der einen großen Teil der Ernte zu zerstören, damit die Gegenwart und Zukunft". Männer sind hierzu freundlichst ein Verminderung des Angebots die Konkurrenz verringert und den Preis geladen. hoch treibt. Man wollte sich des überquellenden Segens der BaumOber- Schöneweide. Montag, den 20. d. M., hält der Bildungswollernte durch Vernichtung der gewonnenen Produkte erwehren, weil verein für Frauen und Mädchen zu Ober- Schöneweide bei Schulte, der erzeugte Reichtum die Preise verbilligt. Tausende und Aber- Wilhelminenhofstraße 48, feine ordentliche Mitgliederversammlung tausende von Menschen gehen in Lumpen. Millionen würden mit Freuden ab. Vortrag über: Neue Gedichte von Ada Negri". Referent: ihre abgetragene Kleidung gegen neue vertauschen. Hunderttausende Dr. Maurenbrecher. Gäste willkommen. gehen müßig; sie würden, ach, wie gerne, mit den müßigstehenden Maschinen jene überschüssige Rohbaumwolle zu Kleidungsstücken berarbeiten. All das erlaubt die heutige Gesellschaftsordnung nicht, die Briefkaften der Redaktion. sich auf das Privateigentum flüßt und die Produktion und den AusKummervoll. Verein für Kinderheilstätten an den deutschen Seetausch durch die Konkurrenz regeln läßt. Man will Millionen und rüsten. Pro Boche 15-20 M., für Bedürftige 10 M., eventuell auch unMillionen von Werten verbrennen, um die am Reichtum der entgeltlich. Meldung beim Vorsitzenden Professor v. Leyden, Bendlerstr. 30. Produktion erstickenden Farmer vor dem wirtschaftlichen Ruin zu unterstützung durch Vereine bringt keinen Verlust des Wahlrechts. retten. Ist größerer Wahnwiz möglich? Eine Gesellschaftsordnung, E. M. 83. 1. Bentral- Dispensieranſtalt in Buch ist beschloffen, aber mit die diese Zustände zeitigt, muß zu Grunde gehen, und zwar je eher, dem Bau ist noch nicht begonnen worden. 2. Krankenhaus- Deputation des defto beffer für die arbeitende Gesellschaft, für die Menschheit. Magistrats. 3. Ueber Löhne selbstverständlich noch nichts bestimmt. Fuchs 100. Generalregister der Neuen Zeit" broschiert 4 M. 009 Juristischer Teil. 18015 Der Streitprofit des Kohlensyndikats. " Die Wechselstempelstener im Deutschen Reiche ergab während Veranlagung müßten Sie Entscheidung des Magistrats, gegen diese die des der ersten zehn Monate des laufenden Etatsjahres eine Einnahme Oberpräsidenten nachsuchen. Diese ist, auch wenn sie falsch ist, endgültig. von 10 845 511 M. oder 451 633 M. mehr als im gleichen Zeitraum Eine einheitliche Rechtsprechung auf dem Gebiete des Arbeiterrechts ist infolge der über 1000 oberster Instanzen zurzeit leider unmöglich. des Vorjahres. P. P. 27. Es hat der Vormund zu lagen, für die verflossene Zeit kann auch die Mutter selbst klagen. Die Bescheinigung über das Unver mögen zur Tragung der Kosten erhält der Vormund vom Vormundschafts gericht, die Mutter vom Armenvorsteher. Beispiele für Alimentenflagen finden Sie in dem dem„ Arbeiterrecht" beigefügten Führer durch das Bürgerliche Gesetzbuch G. 218, 219. Das Buch liegt in den öffentlichen Biblig thefen aus. v. d. 2. Schreiben Sie mit Ihrer Unterschrift an das Amtsgericht Ihres Wohnortes: Ich beabsichtige, aus der... schen Kirche auszutreten und beantrage meine Austrittserklärung aufzunehmen. In der Zeit von vier Wochen bis spätestens sechs Wochen nach Eingang dieses Anfrages begeben Sie sich auf das Amtsgericht, gleichviel ob Sie Ladung erhielten oder nicht, und geben dort ihre Austrittserklärung gerichtlichem Protokoll. K. P. 501. Nein. Jahn, Brenkenhofsfleik. 1. Der Strafantrag wegen einer Beleidi gung muß innerhalb drei Monaten nach Kenntnis von der Beleidigung erfolgen. Ein solches Gesetzbuch gibt es nicht. Wenn Ihr Verein nur bestimmte Bersonen zu einem Bergnügen durch die Boft einladet, so bleibt die Festlichkeit eine private, bedarf weder einer Anmeldung, noch einer Genehmigung. 3. Seft 21 bis 32 des Arbeiterrechts". 4. Die Radfahrkarte muß alljährlich gelöst werden. R. G. 27. Nachdem die Frist, die Ihnen zur Bahlung der Geldstrafe gestellt ist, fruchtlos abgelaufen ist, erhalten Sie Gestellungsbefehl. Auch dann noch fönnen Sie durch Zahlung der Geldstrafe die Haft abwenden. Die Kosten des Verfahrens werden keineswegs im Falle der Unbeitreibbarkeit in Haft umgewandelt. Sie verjähren in 4 Jahren. Urkunde. Strafbar ist die Fälschung einer Brivaturkunde, wenn diese für Rechte oder Rechtsverhältnisse von Erheblichkeit ist. Die einfache Mittellung an die Polizei, daß Mißstände bestehen, kann als solche Urkunde schwerlich erachtet werden. Zweifelhafter tann die Sachlage werden, wenn es sich um eine Anzeige handelt. Auch hier dürfte die Urkundenqualität zu verneinen sein, insbesondere dann, wenn wie dort nicht die Tatsache, daß Anzeige erstattet, sondern daß Mißstände vorhanden sind, zur Kenntnis der Behörde gebracht werden sollte. Der Betreffende kann alfo mit Stube weiteren Schritten entgegensehen. Die Strafvorschriften finden Sie in den $$ 267 ff. des Strafgesebbuchs. 0. 0. 7. In der Regel nein. Das Geset führt nicht bestimmte Gegenstände als unpfändbare auf. Es spricht von den unentbehrlichen. Was unentbehrlich ist, hat im Streitfall der Richter zu entscheiden. Willigt der Vermieter nicht in Freigabe der Sachen, so müßten Sie beim Amtsgericht auf Einwilligung zur Mitnahme lagen. Kind, Kinder lassen sich durch Vertrag nicht wie Waren behandeln. R. M. 13. Den Widerspruch müffen Sie aufrecht erhalten, eventuell Ein Bertrag, durch den die Erziehungsberechtigten( Eltern, außereheliche gegen ein verurteilendes Erkenntnis Berufung einlegen. Sie haben nicht Mutter) ihr Kind einem Dritten als eigen mit der Wirkung überlaffen, daß Ihnen erwachsenen Stosten der Staatstasse aufzuerlegen. In etwa Hunderten Bertrag nur so weit, als der Dritte fich verpflichtet, die Erziehung usw. 31 nur den Antrag zu stellen, Sie freizusprechen, sondern ferner: auch die das Kind nie zurückverlangt werden kann, ist rechtsungültig. Gültig ist der von Fällen ist selbst vom Kammergericht anerkannt, daß das verhüllte Tragen übernehmen, und als den Erziehungsberechtigten( Eltern, Mutter) bie Pflicht von Flugblättern teine öffentlich bemerkbare Arbeit ist. Freilich ist in einigen auferlegt wird, für den Fall der Rückforderung des Kindes eine bestimmte, Fällen der offensichtliche Unfinn, daß das Tragen von Flugblättern, Stalen- dem Aufwande etwa entsprechende Summe zurückzuzahlen. Von diesem Sie können aber eine dern u. dergl., die nicht mehr wiegen als ein Altenstüd, eine Arbeit sei. Wege ist also in Ihrem Falle abzuraten. Besteht für Ihre Proving keine Agitationskommission, an die Sie sich wegen Adoptionsvertrag schließen. Der Adoptionsvertrag( Bertrag der Rechtsschutes wenden können? Daß in dem zweiten Fall der Betreffende Annahme eines andeven an indesstatt) ist gerichtlich oder notariell zu vor der Polizei oder dem Gericht ausgesagt hat, er habe Behrgeld erhalten, schließen. Erforderlich ist Zustimmung der Eltern( oder bei unehelichen Kindern war unflug. Für politische Prozesse ist unendlich häufig der der Mutter des zu Adoptierenden sowie Bestätigung seitens des amts. Rat erteilt worden, von dem Recht, die Aussage zu gerichts. Sie täten gut, in Gemeinschaft mit Ihrer Frau das sind au perweigern, stets Gebrauch zu machen. Die Annahme, daß adoptieren. Voraussetzung des Adoptionsvertrages ist, daß der Adoptivbater in politischen Prozessen behördlicherseits das Recht gesucht werde, ist eine oder die Adoptiomutter feine ehelichen seinder besigen. Die weitere Voraus Selbsttäuschung. Gesucht wird oft, unter einen Strafparagraphen zu ausfegung, daß der Adoptierende mindestens 50 Jahre alt und wenigstens zwangen, was seiner Natur nach nicht dahin gehört. So bat man in den 18 Jahre älter fein soll als sein sind, ist nicht unabänderlich. Bielmehr ist untersten Regionen der Rechtsverfolgung hier und da versucht, aus der An- Dispensation von diesem Erfordernis zulässig und wird in der Regel erteilt, nahme von Zehrgeld eine gewerbliche Verbreitung herauszufonstruieren. wenn der Adoptierlustige darlegt, daß die Adoption im Interesse des Solche Konstruktionen sind von höheren Instanzen als offenbare Rechts. Kindes liegt. Der Adoptionsvertrag koftet 50 M. Dieselbe Summe wäre irrtümer anerkannt worden. Es mag aber sein, daß hier und da die höchste ür die Beilegung Ihres Namens an ein durch Bertrag is sect Jedoch hätten Sie fein Instanz erklärt hat: die vorgenommene Konstruktion mag gegen die ele- fübernommenes Kind erforderlich. mentarsten Regeln der Logit verstoßen, enthält aber feinen Rechtsirrtum. darauf, daß diefem( ohne Adoptionsvertrag gestellten) Gesuch stati Ueber die Frage, ob im Einzelfalle der Versuch gemacht werden soll, den gegeben würde und würden Sie auch für den Fall Durch den Adoptions Rechtsweg weiter zu verfolgen, haben die Agitationsfommissionen der ein- nehmigung väterliche Rechte nicht erwerben. zelnen Berbreitungsbezirke allein ein maßgebendes Urteil, weil sie allein vertrag erlangen Sie aber die Rechte eines Vaters mit Ausnahme die erforderliche Erfahrung befigen, ob es lohnt im Einzel des Erbrechts. Das Adoptivkind würde die vollen Rechte eines ehelichen falle fich attestieren zu lassen, daß die Anllage eine haltloje ist Kindes, auch die Erbrechte, gegen Sie erwerben. Nur tritt der etwa nichtJ. 2. Die Anficht, daß der vom Militär Entlaffene stenerfrei ist, ist deutsche Adoptierte nicht in die deutsche Staatsangehörigkeit. Versuchen Sie irrig. Er fann wie jeder andere wegen zu niedrigen Einkommens steuer- es also mit einem Adoptivvertrage: die anderen Sege bleiben ihnen immer frei gelassen werden. G. R. 100. Die Versicherungsanstalt ist be noch offen. Wilhelm Kuhrtes. Die von Ihnen ohne Darlegung des rechtigt, nicht verpflichtet, zur Vorbeugung gegen Invalidität( durch Ber. Tatbestandes aufgeworfenen vier allgemein gehaltenen Fragen fönnen je dauungserschwerung) Zahngebiffe zu liefern. Shre Frau mäßte den Antrag nach Lage des Falles bejaht oder verneint werden. Die fünfte Frage ist au C. M. 96. Nein. bie sechste zu bejahen. M. P. Ja. 100 S. Gesundheitsgefährdende vernein an die Anstalt( Breitestr. 24a) vi Beschaffenheit der Mietsräume berechtigen zur Selage auf Entbindung vom Alma N. 1. Ja, aber häufig wurde in solchen Fällen die Einsehung Bertrag und auf Schadenersat. Die gesundheitsgefährliche Beschaffen eines Vormundes übersehen. 2. Nein. 3. bis 5. Sie richten an das Vorheit müßten Sie beweisen. M. N., Kaiser Wilhelmstraße.Nein. mundschaftsgericht( Amtsgericht) eine Eingabe, in der Sie furz Ihren Fall K. B. 17. Um Hebamme zu werden, wenden Sie sich an das Polizei- darlegen und anfragen, ob aus den Atten sich ergibt, ob gegen Ihren Er präsidium. Dann haben Sie eine Prüfung( über Sehen, Hören, Lesen, zeuger getlagt ist oder ob Ihnen Vermögen zusteht. Die Klage gegen Ihren Rechnen u. dgl.) beim Arzt zu bestehen. Nach bestandener Brüfung wenden Erzeuger fann noch jezt angestrengt werden, ste verjährt erst im Oktober 1907. F. N. 18. 1. Das Gesuch um Rückzahlung der Hälfte des KlebeSie sich abermals an das Polizeipräfioium, werden dort als Kandidatin für den Hebammenfursus eingetragen. Nach etwa drei Jahren( der Andrang markenbeitrags ist seitens der Ehefrau innerhalb eines Jahres nach Eintritt ist start) werden Sie zum Kursus( Charité: Kostenpunkt etwa 300 m) in die standesamtlich beurkundete Lebensgemeinschaft an die untere Ber zugelassen. Der Kursus dauert ein halbes Jahr, dann haben Sie die waltungsbehörde( in Berlin: Magiftrat, Breitestr. 24a; auf dem Lande: an Hebammenprüfung abzulegen. Da Hebammen über 30 Jahre nicht zu den Landrat) zu richten. Voraussetzung ist eine vor der Heirat geklebte ist die Meldung von Frauen, Die älter als Anzahl von Klebemarken in Höhe von mindestens zweihundert. Berlorene 8. N. 9. 20. Ja. 1. und 2. Leider nein. Quittungstarten werden erfekt. Antrag an das Polizeirevier. 27 Jahre sind, zwedlos. Heimarbeiter. Hausgewerbetreibende find Mitglieder der Zwangs Innung angehören. Nur dann können sie der Innung angehören, wenn innung und handwerkerkammersteuerpflichtig, falls sie durch Statut der sie selbständige Gewerbetreibende sind. Nach ständiger zutreffender Recht sprechung des Reichs- Versicherungsamts und des Ober- Berwaltungsgerichts find Heimarbeiter, die nur für einen Fabrikanten und ohne Gehülsen arbeiten, nie selbständige Gewerbetreibende, sondern Arbeiter. Gegen Jure Die bürgerliche Presse in ihrer Mehrheit scheint den Beschluß Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabende des Kohlensyndikats, bei Jahresabschlüssen von den Abnehmern einen von 7 bis 9 Uhr abends statt. Geöffnet: 7 br. Preisaufschlag von 50 f. für die Tonne zu verlangen, als selbstverständlich hinzunehmen. Sie rubriziert diesen Beschluß, der die Politik des Kohlensyndikats bis zur Nacktheit enthüllt, der das Eingeständnis der frevelhaften Streifprovokation zum Zweck einer Preiserhöhung bringt, ohne ein Wort der Kritit. Scheinbar überrascht von dem Vorgehen des Syndilats schreibt die Frif. 8tg.": " In den Kreisen der Kohlenberbraucher wird dieser Versuch, mit einem Federstrich die aus der angekündigten Novelle zu gewärtigenden Lasten ohne weiteres auf den Konsum abzuwälzen, noch bevor man auch nur annähernd die Höhe dieser Opfer kennt, sehr ungünstige Aufnahme finden und die dem Syndikat ohnehin wenig freundliche Stimmung noch weiter verschärfen." Mit größerem Verständnis wird das Treiben des Syndikats in folgender Zuschrift an die K. B.- 3tg." beurteilt: " Das fehlte auch gerade noch, daß die Verbraucher, welche infolge des häuslichen Streites zwischen den Zechen und ihren Arbeitern ohnehin schon ungeheuren Schaden durch die plötzlich herbeigeführten Betriebsstörungen oder Zukauf von teuren und fchlechten Lagerkohlen usw. erlitten haben, nun auch noch dauernd durch eine neue Erhöhung der ohnedies seit einer Reihe von Jahren start geftiegenen Kohlenpreise belastet werden sollten! Bei einem Absah von täglich nur 16 000 Ladungen zu zehn Tonnen würde auf 300 Arbeitstage das Jahr der Aufschlag von 5 Mart der Wagen schon 24 Millionen Mart ausmachen! Da auch die günstige Verwertung der teils sehr alten Lagerkohlen schon ein gutes Geschäft war, so tönnte das Kohlensyndikat nur wünschen, daß ein solcher Ausstand öfter tommen möge. Der Wunsch nach Erhöhung der Kohlenpreise hat das Kohlenfyudikat veranlaßt, die Bergarbeiterschaft in den Streit zu treiben. Der Mehrgewinn von vorläufig 24 Millionen Mark liefert den Beweis. Es hilft kein Leugnen mehr! T Die Liquidation der Helios- Elektrizitätsgesellschaft wurde in der gestrigen außerordentlichen Generalversammlung mit 2805 gegen 79 Stimmen beschlossen. Eine internationale Reeder- Konferenz der Nordsee: und Ostseefchiffahrt nahm einstimmig eine Resolution an, nach welcher die Frachtfäße, welche von einem von der Konferenz zu wählenden Husschutz qusgearbeitet werden, bis zur nächsten Konferenz im Juni dieses Jahres als niedrigste Frachtbasis betrachtet werden sollen, welche die Reeder eingehen dürfen. Zugleich verpflichten sich die Teilnehmer der Konferenz, bei ihrer Rückkehr ihren Gesellschaften und lokalen Reedern die genannten Frachtsäße vorzulegen und die Notwendigkeit zu betonen, daß alle Reeder, welche an der Ostsee- und Nordseeschiffahrt beteiligt sind, sich moralisch verpflichtet fühlen müssen, feine niedrigeren Frachtfäße zu akzeptieren. Jedes Wort: 5 Pfennig. Das erste fettgedruckte Wort 10 Ptg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. vichten. 1 der Ge2. M. Sie können Ihre Darlegungen schriftlich machen. Die Steuer zu dem Termine nicht erscheinen, können Sie Ihre Gründe schriftlich mit. behörde hat aber das Recht, mündliche Auskunft zu verlangen. Wenn Sie teilen, die Behörde fann aber Ihre Darlegungen für unbeachtlich halten. Wenn die Steuerbehörde Termin auf die Arbeitszeit insbesondere auf dem Lande anberaumt, so wirkt solche Unberaumung in vielen Fällen einer Verekelung der Reklamationsrechte gleich, entspricht aber dem Gefet. Kleine Anzeigen. $ 2848* für die nächste Anzeigen Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bist Uhr, für die Vororte bis 12Uhr, in der Haupt expedition Lindenstrasse 69 bis 5 Uhr angenommen. IY Anzugrefte 8,00 verkauft Rester Neichgestickte Tischdecken in Filz Möbelfabrik. Spezialität Boh- Kanarienhähne, nur eigen- Kanarienhähne( Seifertstamm). Neu Weißensee, handlung Lichtenbergerstraße 9. 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