Jr. 47. Abonnements- Bedingungen: bonnements Preis pranumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. BostAbonnement: 1,10 Mark pro Monat. Eingetragen in die Post- BeitungsPreisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 22. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 25 Pig. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Der Simplontunnel. Freitag, den 24. Februar 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. lichen Ausgange hinab, der in einer Meereshöhe von 684 öffnungsausstellung im Frühjahr 1906 haben also Meter liegt. Zwischen den beiden Ausgangspunkten besteht die Mailänder keinen zu späten Termin gewählt. also ein Höhenunterschied von 52 Meter. Arbeiter waren zu gleicher Zeit im Maximum 3229, Nach Ueberwindung ungeheurer und zum großen Teil Der Simplontunnel ist ein sogenannter Basistunnel, davon 2223 im Tunnel und 1006 außerhalb desselben benicht vorhergesehener Schwierigkeiten sind die Tunnelarbeiten d. H. er ist im Gegensatz zu anderen durch hohe Berge schäftigt, die wohl ausschließlich Italiener waren. Die allim Simplon so weit vorgeschritten, daß jeden Augenblick der führenden Tunnels in einem verhältnismäßig tiefen Teile des gemeine Aufmerksamkeit wurde auf sie gelenkt durch die Durchschlag erfolgen kann und wohl schon geschehen ist, wenn Berges gebohrt, 3518 Meter unter dem Gipfel des Monte wiederholten Streiks, deren einer Ende 1899 ein alldiese Zeilen im Drucke vorliegen. Leone. Diese geringe Steigung hat zur Folge eine Ver- allgemeiner war und bei dem es sich um die Abschaffung der Das Ereignis regt dazu an, einen furzen Rückblick auf billigung der Betriebskosten, da die Bahnzüge nicht hoch ge- Affordarbeit, die Einführung der acht- bezw. der sechsstündigen die Geschichte des Simplontunnels zu werfen. War es der schleppt werden müssen, wie zum Beispiel zum Gotthard- effektiven Arbeitszeit für die Tunnel-, der zehnstündigen erste Napoleon, der in den sechs Jahren von 1800 bis 1806 tunnel, der 1145 Meter hoch liegt( Mont- Cenistunnel 1269, für die Außenarbeiter, vierstündigen für die Wasserarbeiter, mit einem Geldaufwand von 18 Millionen Frank eine Arlbergtunnel 1394 Meter). Andererseits verursacht aller Anerkennung der Gewerkschaft, bessere Durchführung des Haft66% Stilometer lange und 8 Meter breite Straße über den dings die tiefe Lage des Simplontunnels seine größere pflichtgesetzes handelte. Die Außenarbeiter mußten 12, die Simplon herstellen ließ, die bis heute für den Verkehr zwischen Länge, die das Bauwerk kostspieliger gestaltete. Tunnelarbeiter 10 Stunden inklusive der Ein- und Ausfahrt der Schweiz und Italien stark benutzt wurde, trotz der Gotthard- Das Simplon- Bauwerk besteht aus zwei Tunnels, die in arbeiten. Die Arbeitslöhne betrugen 3 Fr. für Handlanger, bahn, so war es im Jahre 1854 eine französische Gesellschaft, einer Entfernung von 17 Meter parallel laufen und in 3,50 Fr. für die Handbohrer, 3,60 Fr. für die anderen Bohrdie die erste Konzession für den Simplondurchstich erwarb, davon Zwischenräumen von je 200 Meter durch Quergänge mit ein- arbeiter, 4 Fr. für die Maurer und 4,50 Fr. für die Mineure jedoch keinen Gebrauch machte. 1866 erlangte eine italienische ander verbunden werden. In der Mitte des Berges ver- an der Bohrmaschine. Angesichts der Teuerung auf dem Gesellschaft die Konzession, sie baute auch eine kurze Teilstrecke einigen sich die beiden geradlinigen Tunnels auf einer Länge Simplon waren das an sich schlechte Löhne, angesichts der gegen den Simplon zu, wurde dann aber insolvent und das von 500 Meter zu einer einzigen Galerie mit einem Ausweich- unendlich großen Gefahren für die Gesundheit und das Leben großartige Projekt blieb wieder unausgeführt. Im Jahre 1874 gleife. Die beiden Tunnels dienen nicht nur zu den Gleis- aber wahre Hungerlöhne. Trogdem blieben die Streits ererlangte die Jura- Simplon- Bahngesellschaft die Stonzession und anlagen, sondern auch zur Förderung der Arbeiten im Innern des folglos. Die republikanische Polizei und Miliz des katholischfie fezte sich zunächst mit den Regierungen von Frankreich Tunnels. Je tiefer die Lage, desto höher ist die Temperatur, frommen Stantons Wallis ergriff die Partei des proteund Italien in Verbindung, die beide an dem Simplon die hier auf 40, 50 and 60 Grad Celsius stieg, während sie stantischen Kapitals und schlug den Streit ihrer armen durchstich sehr start interessiert sind. Die französische Kammer in dem höher gelegenen Gotthardtunnel nur auf 30,8 Grad italienischen Glaubensgenossen nieder! Um so fetter sind die hatte früher schon sich wiederholt mit diesem neuen Verkehrs Celsius stieg, aber da bereits für die Arbeiter wie für die Millionengewinne der Unternehmer trotz aller Schwierigkeiten. wege beschäftigt und am 21. Juni 1870 über eine von der Arbeitstiere die verheerendsten Folgen hatte, so daß 60 Prozent Welche Opfer an Gesundheit, an geraden Gliedern, am Leben Regierung verlangte Subvention von 40 Millionen Frank aller Arbeiter an der Anämie( Blutleere) erkrankten, die die Arbeiter bringen mußten, erfährt man vielleicht einmal verhandelt. Durch den bald darauf mit Deutschland ent- Arbeitszeit von 7 auf 5 Stunden herabgesezt und die Löhne durch eine Statistit. brannten Krieg geriet die Angelegenheit völlig in den Hinter- um 25 Prozent erhöht werden mußten. Man war geradezu Der Durchschlag des Simplontunnels ist ein neuer großer grund. Aber im Jahre 1873 griff sie die republikanische an der Grenze der Leistungsfähigkeit von Mensch und Tier Sieg des menschlichen Geistes und der menschlichen Arbeit, Regierung wieder auf, fie verlangte 48 Millionen Frant, angelangt und atmete erleichtert auf, als endlich der Durch ein neuer großer Fortschritt der Kultur- aber er fällt gerade allein ihre Vorlage ist in den Generalräten, Handelskammern schlag erfolgte und die natürliche Ventilation bessere Luft und in eine Zeit, da durch die neuen Handelsverträge neue und und Kommissionen stecken geblieben und nie erledigt worden. Abkühlung brachte. Beim Bau des Simplontunnels wurde höhere Bollfchranten aufgerichtet werden. Der Neue Anregungen von schweizerischer Seite wurden seitens durch den Seitenstollen beständig frische Luft zugeführt und Wahnsinn des Kapitalismus, der seiner eigenen Werte spottet. der französischen Regierung nicht einmal einer Antwort ge- die schlechte Luft durch den Arbeitsstollen hinausgetrieben. Aber dennoch ist das große Wert nicht umsonst getan, es würdigt. Als Betriebskraft für die Ventilationsanlagen wie für die ist eine wertvolle Vorarbeit für eine spätere und bessere Die Verhandlungen wurden also nur zwischen der Schweiz Tunnelbohrmaschine, für die. elektrische Beleuchtung, für den Beit, für Völkerverbrüderung und Völkerverbindung! und Italien geführt und nach Ueberwindung vieler Schwierig. Betrieb der mechanischen Werkstätten in Brig und für noch feiten zu einem erfolgreichen Abschlusse gebracht, wobei freilich andere Zwede wurden auf der Nordseite die Wasserkräfte der alle Vorteile auf Seite Italiens waren und sind. Entgegen Rhone, auf der Südseite die der Diviera benutzt. Die neue ber ursprünglichen Absicht der Schweiz, einen Simplontunnel Bohrmaschine ist eine Erfindung des schon ein Jahr nach dem von 16 070 Meter Länge herzustellen, wovon nur 240 Meter Beginn der Arbeiten verstorbenen Ingenieurs Brandt. auf italienisches Gebiet entfallen sollten, gelangte das nun Bei dem Tunnelbau erwiesen sich nicht alle Voraus durchgeführte Tunnelprojekt zur Annahme, wonach der Tunnel ſetzungen als richtig und manche unerwarteten Schwierigkeiten eine Länge von 19 730 Meter erhielt, wovon 9100 Meter stellten sich ein. Sowohl die Annahmen bezüglich des Wechsels auf schweizerisches und 10 620 Meter auf italienisches Gebiet der Gesteinsarten als auch des Eintritts der Wasserergüsse entfallen. und der Höhe der Temperatur erwiesen sich mehrfach als unDie Kosten dieses Projektes, einschließlich der Zufahrts. zutreffend. In der Tiefe von 9400 Meter stieg die Temperatur noch nicht eingetroffen. Die letzten Nachrichten von dort ließen anlinien auf beiden Seiten, wurden auf 40 Millionen Frant auf 50, stellenweise sogar auf 62 Grad Celsius. Einige hundert nehmen, daß der Durchbruch in dieser Nacht oder morgen erfolgen veranschlagt. Davon sollten die Schweiz 20, Italien Meter weiter drinnen, bei 9573 Meter von der Nordseite aus, 15 Millionen Frant Subventionen zahlen. Geleistet wurden sprang eine neue heiße Quelle mit 50 bis 60 Grad Celsius, von der Schweiz 16 260 000 Fr., wovon 4 Millionen vom so daß den an den vordersten Stellen arbeitenden Minierern Bunde und 11 760 000 Fr. von den welschen Kantonen und die Füße verbrannt wurden. Städten. Der italienische Staat aber leistete gar nichts, hin- Diese großen Schwierigkeiten veranlaßten den autokratischen gegen übernahmen die zunächst interessierten Landesteile und Sulzer- Ziegler zu einem Angriff auf die Geologen, worauf Städte( ailand und Genua) eine Beitragsleistung von der Züricher Universitätsprofessor Dr. Heim eine Streitschrift Die Revolution in Rußland. 4 Millionen Frank. Die italienische Regierung berpflichtete veröffentlichte. # B do that D. Z. Brig, 23. Februar.( W. T. B.) Der Augenblick des Durchstichs des Simplontunnels rückt näher. Der Wasserstand in der Nordgalerie sinkt merklich; man hat die größten Vorsichtsmaßregeln ergriffen, um einen plöglichen Wassereinbruch auf der Südfeite des Simplontunnels zu vermeiden, wo die Handbohrung langfam fortschreitet. Schweizerischen Depeschen- Agentur liber die Durchbohrung des Bern, 23. Februar.( W. T. B.) Die bis 7 Uhr abends bei der Simplontunnels eingegangenen Weldungen find widersprechend. Eine Depesche aus Gondo, wonach der Durchbruch erfolgt wäre, ist werde; große Schneefälle erschweren aber sehr die telegraphische Verständigung. Die schnelle Abnahme des heißen Wassers in der Nordgalerie beranlaßte in Brig die Annahme, die Durchbohrung fei heute nachmittag vollzogen. Die Annahme ist wahrscheinlich richtig. Dunkle Börsengerüchte berichten von einem neuen„ blutigen Attentat" in Petersburg; irgend welche Bestätigungen liegen bis zur Stunde nicht vor. Aus dem Aufruhrgebiet des Sautasus berlautet gerüchtweise, daß sich dort bercits eine provisorische revolutionäre Negierung gebildet habe. In Russisch Polen, wo in der letzten Zeit die Arbeit sich nur, was doch selbstverständlich, für die Anschlußlinien auf Die eingetretenen großen Hindernisse hatten verschiedene wieder aufgenommen sein sollte, ist nach offiziellen Telegrammen ihrem Gebiet zu sorgen, ferner eine Jahresfubvention von Folgen. Einmal war der urspründliche Endtermin vom der Ausstand mit aller Gewalt aufs neue ausgebrochen. Un66 000 Fr. an die Simplongesellschaft zu leisten. Die Schweiz 13. Mai 1904 für die Fertigstellung des Tunnels und der bestimmte Telegramme melden schwere Unruhen in Warschau. Der übernahm dann aber noch die Garantie für eine Anleihe der 30. April 1905 für die Eröffnung der neuen Verbindung nicht Eisenbahnerstreit dauert an. Jura Simplon Bahngesellschaft von 60 Millionen Frank einzuhalten, die Verzögerung beträgt fast ein Jahr. Sodann und für die Verzinsung zu 3½ Proz. zur Ausführung des forderte die Tunnelunternehmung vom Bunde, nachdem er Simplontunnels. die Jura Simplonbahn angekauft hatte, eine Nachzahlung von Die Ausführung der Bauarbeiten übernahm ein unter 8 Millionen Frank, die ihr auch bewilligt wurden. Für den dem Namen„ Simplonunternehmung" gebildetes Stonfortium, Fall der Verweigerung hatte sie mit Einstellung der Arbeiten, das aus den Firmen Brandt, Brandau u. Cie., Bauunter- also mit Streit gedroht. nehmung in Hamburg, Locher u. Cie. in Zürich, Gebr. Sulzer, Weiter konnten die Arbeiten nicht auf beiden Seiten des Maschinenfabrik in Winterthur und der Bank in Winterthur Tunnels bis zum Durchschlag fortgeführt, sondern sie mußten gebildet wurde. Das Konsortium übernahm den Tunnelbau wegen des großen Wasserandranges auf der Nordseite, nachdem für die Summe von 691 Millionen Franken und wurde der das Wasser durch ein großes eisernes Thor vor dem Ausbezügliche Vertrag am 13. April 1898 abgeschlossen und mit laufen in den Tunnel abgesperrt war, eingestellt werden. Man dem 13. August 1898 in Straft erklärt. Ein Vierteljahr später, hoffte, von der Südseite allein schnell zum Durchschlag zu am 13. November 1898 wurden die Arbeiten auf der tommen und stellte hierfür nacheinander den August, Oktober, Nordseite, einige Wochen später auf der Südseite begonnen. Dezember und Januar in Aussicht, um jedoch infolge neuer Die Bauzeit war auf 5 Jahr festgesetzt. Die Tunnelanlage Ueberraschungen den Endtermin immer wieder aus neue follte am 13. Mai 1904 fertiggestellt sein. Für jeden Tag, hinausschieben zu müssen. Nun ist aber doch das Ziel erreicht Die hiesigen Eisenbahnbeamten sind hier in den Ausstand um den die Tunnelanlage früher fertig würde, war der Unter- und das Zusammentreffen der beiden Tunnelenden ist von der getreten. Die Güter- und Personenzüge wurden angehalten. nehmung eine Prämie von 5000 Franken zugesichert, anderer- Unternehmung so gedacht und geplant, daß der obere Rand In der Handelsschule wurde der. Unterricht eingestellt. seits sollte sie für jeden Tag, den sie länger zur Herstellung des Südstollens an die Sohle des Nordstollens herangeführt Warschau, 23. Februar. Die Schaffner der Weichselbahnen des Bauwerkes brauchte, eine Konventionalstrafe in gleicher wird. Die leichte Zwischendecke zwischen den Enden wird dann fordern Erhöhung ihres Lohnes. Der Direktor benachrichtigte Höhe zahlen. Tatsächlich blieb diese Klausel nur auf dem durch Bohrung geöffnet, so daß die gegenwärtig im Nordstollen die Stationsvorstände, daß er die Forderung befürworten Papier. liegenden gewaltigen Wassermengen durch die Bohröffnung in werde und deshalb erwarte, daß die Schaffner die Ordnung Mit seinen rund 20 Kilometern ist der Simplontunnel den Südstollen und von diesem durch künstliche Vorrichtungen nicht stören. Die Schaffner wollen bis zum 24. d. Mts. die der längste Tunnel der Erde. Der Gotthardtunnel hinausgeleitet werden. Man rechnet, daß auf diese Weise die Entscheidung abwarten. hat eine Länge von 14 990 Meter, der Mont Cenistunnel Wafferentleerung des nördlichen Tunnels in etwa acht Tagen bon 12 240, der Arlbergtunnel von 10 270, der Giovitunnel vollzogen sein wird. bon 8298, der Bergallotunnel von 7972 Meter. Der Ist einmal der Richtstollen durchgeschlagen, so sind für die Simplontunnel übertrifft also den bisher längsten Gotthard- Ausweitung und Ausmauerung des Tunnels immer noch fünf tunnel um fünf Kilometer. Der neue Tunnel beginnt bei bis 6 Monate erforderlich. Die Bewegung in Russisch- Polen. Warschau, 23. Februar. In der unteren Stadt find schwere Unruhen ausgebrochen. Truppen find eingetroffen. Die Arbeiter der Gasfabrik legten die Arbeit nieder. Lodz, 23. Februar. Heute wird hier nur in kleinen Fabriken gearbeitet; in den großen wurde wegen Widerrufs der Zugeständnisse, die am Montag den Arbeitern gemacht waren, die Arbeit niedergelegt. Heute wurden hier drei Tataren verhaftet, welche eine geheime Waffenniederlage hatten. Alle Privat- Knaben und Mädchenschulen sind geschloffen. Beuthen, 23. Februar. Nach amtlicher Meldung ist der Güterverkehr nach Sosnowice eingestellt, nur der Personenverkehr wird aufrecht erhalten. Brig auf der schweizer Seite und endigt bei Jiella auf Im günstigsten Falle wird es Spätherbst italienischer Seite. Der Anfang liegt in einer Meereshöhe werden, bis der Betrieb eröffnet werden kann. Das eine nur Thorn, 23. Februar. Nach einer Meldung der Thorner von 686 Meter. Mit einer Steigung von zwei Meter pro ist sicher, daß die Bauunternehmung des Tunnels sowohl wie Presse" ist infolge des gestern ausgebrochenen Ausstandes der Stilometer steigt der Tunnel bis zur Höhe von 704 Meter an, die Generaldirektion der Bundesbahnen alles aufbietet, um Angestellten der Warschau- Wiener Bahn der Bahnverkehr geht dann auf einer Strecke von 500 Meter Horizontal und das große Werk so schnell als möglich vollenden und in Be- zwischen Thorn und Warschan seit gestern abend unterbrochen. finkt hierauf mit sieben Meter pro Kilometer nach dem süd trieb ſegen zu können. Mit der Veranstaltung ihrer Er.l Hinrichtung. Wie der„ Kattowiger Zeitung" aus Warschau gemeldet wird, sollen daselbst fünf derjenigen Offiziere, die sich gegen streikende Arbeiter am grausamften benommen, ermordet worden sein. Unter den Ermordeten befindet sich auch der Husarenhauptmann Dulinsti- Sander. Ueber den kaukasischen Aufstand * liegt heute folgende Meldung vor: * Hamburg, 23. Februar. Die Mineral- Dei- Werke Albrecht u. Co. erhielten von ihrer Filiale Baku folgendes Telegramm: Der immer noch fortdauernde Kampf fordert entfehlich viele Opfer an Menschen leben. Alle Bohrfelder haben die Arbeit eingestellt. Die Fabriken werden ebenfalls schließen müssen, da der nötige Schutz fehlt. jezt * * Wirkungen des Eisenbahnerstreiks. Der Eisenbahner- Ausstand in Rußland macht sich fet bereits im internationalen Verkehr bemerkbar, wie aus der folgenden Bekanntmachung der königl. Eisenbahndirektion Berlin erhellt:„ Nachdem die Weichselbahn gestern die Güter- llebernahme eingestellt hat, der Zeitpunkt der Wiederaufnahme sich nicht voraussehen läßt und ferner auf der Warschau Wiener Eisen bahn wegen Ausstandes des Lokomotiv- Personals der gesamte Perfonen und Güterverkehr ruht, werden bis auf weiteres Güter nach Rußland, sowohl über Sosnowice wie Granica, nicht mehr aufgenommen. fügung gestellt." war. Politische Uebersicht. Die akademische Freiheit und das Junkerparlament. G " wissen nicht warum diese Propaganda für unerlaubt; warum spielte sich am Donnerstag im preußischen Abgeordnetenhause wo und wie er will, wenn es sich nicht gerade um staatliche Eine Komödie, wie sie läppischer nicht gedacht werden kann, foll nicht jeder Protestant wie jeder Katholik das Recht, ja nach christlicher Anschauung die Pflicht haben, Propaganda zu treiben, ab. Dies Parlament, das von jeher alles aufgeboten hat, frei- Institute handelt. Es scheint, als ob die Germania" bereits für heitliche Regungen im Volfe zu unterdrücken, gefiel sich in der sich in Anspruch nimmt, die Ausübung verfassungsmäßiger Rechte Rolle des Schußherrn der Freiheit, allerdings nur der von ihrer Erlaubnis abhängig zu machen. akademischen Freiheit und auch nur der akademischen Freiheit, Immerhin ist diese Auffassung, daß die durch die Kirche gebotene die es meinte. Das Publikum, das sich so zahlreich wie felten Propaganda unerlaubt jei, wenn sie nicht zugunsten, sondern wenn auf den Tribünen eingefunden hatte, konnte, wenn es die Ge- sie gegen den Katholizismus gerichtet sei, nur eine Bestätigung schichte des Junkerparlaments nicht kennt, wirklich in den für die prinzipielle Intoleranz des Zentrums, das die Freiheit eben Glauben versetzt werden, daß hier die Freiheit zu Hause sei. Denunziation, die es mit dieser Mitteilung verknüpft. Unter den mur für sich beansprucht. Von unsäglicher Gemeinheit aber ist die Der Kenner preußischer Zustände jedoch durfte verächtlich Brüdern der protestantischen Mission befinden sich nämlich auch ein lachen, als der nervöse nationalliberale Prof. Friedberg, Staliener und ein russischer Pole, welche sich die Aufgabe gesezt einer der Hauptrufer im Stampfe gegen sozialdemokratische haben, unter den katholischen Italienern und Polen evangelische Privatdozenten, oder gar Herr v. Zedlih, der freifonser- Propaganda zu treiben. Was tut nun die„ Germania"? Sie macht bative Scharfmacher, von Freiheit redete. Unwillkürlich wurde darauf aufmerksam, daß diese beiden Brüder offenbar Ausländer man an das Lessingsche Wort erinnert, daß die Menschen am ſeien und sie fragt die königliche Staatsregierung, ob sie eine solche meisten von den Tugenden sprechen, die sie nicht besitzen. Propaganda von fremden Staatsangehörigen im Reichsgebiete dulden werde. Dieses Verlangen stellt das Hauptblatt des ToleranzDer Farce liegen die in den letzten Wochen viel erörterten zentrums, die Vertreterin einer Kirche, welche die Mission in fremden Vorgänge an einigen technischen Hochschulen zugrunde, Vor- Ländern als eine ihrer wesentlichsten Aufgaben auf ihre Fahne gegänge, die an sich ganz belanglos sind. Die Nationalliberalen schrieben hat. sehen in der Absendung eines Telegramms deutscher Studenten Wenn die„ Germania" verlangt, daß Ausländer in Deutschland Tat, während Alle zurzeit und mit ihr die Rechte hierin einen Uebergriff Song feine evangelische Propaganda treiben dürfen, obwohl Deutschland Nach Erledigung des Hochschulstreites überwies das Haus einen freifonservativen Antrag, der Mittel zu einer allgemeinen Schulfeier anläßlich des hundertsten Todestages Schillers fordert, der Unterrichtskommission zur Beratung. In der Debatte wurde geweint, daß es in Preußen noch Schulen gibt, auf denen der Dichter auch nicht dem Namen nach bekannt ist. Uebrigens, was hat Herr Arendt, was hat das Abgeordnetenhaus mit Schiller zu tun? Die Weiterberatung des Kultusetats wurde auf Freitag bertagt. Deutfches Reich. 1891-1905! Herabsetzung Herauffezung der Lebensmittel- gölle. der Lebensmittel- 3ölle. Am 15. Dezember 1891 sprach Am 22. Februar 1905 richtete der Kaiſer bei der Einweihung der Kaiser an den Grafen Bülow des Teltower Kreishauses: Meine Herren! Ich habe Ihnen eine Mitteilung zu machen, die vom Reichskanzler kommt: Seiner Kaiserlichen und Königlichen Majestät melde ich untertänigst, daß der Reichstag soeben die Handelsverträge mit Defterreich- Ungarn, Italien und Belgien dieses Schreiben: Mein lieber Graf v. Bülow! v. Caprivi. Bolkswirtschaft und ein noch unterwegs befindlichen Güter werden den Versendern zur Ber- erblickt, die sich nach Ansicht der herrschenden Kreise nicht einzusehen, warum China oder Japan oder irgend ein anderes„ Heidenmal mit den großen politischen Fragen, die das deutsche Volk braucht. Welches Geschrei würde entstehen, wenn China etwa alle land" sich die Missionstätigkeit der katholischen Pfaffen gefallen lassen bewegen, geschweige denn mit dem Sprachenstreit in Dester- Miffionare ausweisen würde. Man würde Waffengewalt fordern, reich beschäftigen dürfen. In der Forderung der Studenten, um sie dort zu schützen. Die„ Germania" aber mutet sogar einer Berlin, den 23. Februar. fatholische Vereine zu verbieten, erblicken die nationalliberalen protestantischen Bevölkerung zu, Ausländer deswegen auszuweisen, Die Stadtflucht der Zollmehrheit. Kulturfämpfer ein Aufbäumen deutschen Geistes gegen den weil sie den Protestantismus verkündigen. Wir nehmen es dem Zentrum und seiner Presse nicht übel, Der amerikanische Staatsmann Josiah Quincy prägte ein- Wind, der von jenseits der Alpen zu uns herüberweht, während mal das wundervolle Wort von der Ferkelherde, die sich mit der Widerstand des Kultusministeriums gegen diese Forderung der katholischen Kirche, wohl aber ist die Gemeinheit des in diesem wenn es sich zur Intoleranz bekennt; denn das ist das Lebensprinzip gräulichem Grunzen um den zu engen Futtertrog drängt. Die in ihren Augen eine Verbeugung vor dem Zentrum ist. Der der katholischen Kirche, wohl aber ist die Gemeinheit des in diesem Falle angewandten Mittels, der Versuch, durch die Staatsgewalt Aemterjäger der Vereinigten Staaten haben in den deutschen ganze jämmerliche Quark hat mit dem Begriff der akademischen sogar die Propaganda des Protestantismus zu unterdrücken, doch Zöllnern ihre Nachahmer gefunden. Zu Scharen haben sie sich Freiheit auch nicht das geringste zu tun. Wenn überhaupt, so ein verräterisches Zeichen für die Zustände, denen wir allmählich an den Zolltrog gedrängt, die Bauern aus Franken, die Hinter- ist diese sogenannte akademische Freiheit nicht verletzt von der entgegengehen, wenn das Zentrum bei uns an Macht zunimmt. Regierung, die in diesem Falle wenigstens- Gerechtigkeit Heute rebet es noch von Toleranz, von Kampf mit geistigen Waffen, wäldler aus Bayern, die Herrensipler in Hinterpommern und Masovien, die sonst nur in ihrem heimatlichen Krähwinkel die walten lassen wollte, sondern von den jungen Herren, die dennoch versucht es schon jetzt, seiner innersten Natur gemäß, Gegner Würde ihres Reichstagsmandats zur Schau tragen, sie alle Andersgläubigen verbieten wollen, sich zu vereinigen, und von auf den Scheiterhaufen zu schleppen. waren herbeigeeilt, um sich ihren Anteil an der fetten Beute zu werfen. Wenn die Nationalliberalen in der Tat fürchten, daß denjenigen Abgeordneten, die sich zu ihren Sachwaltern aufsichern. Aber sie haben es nicht allzu lange in Berlin aus- das Ministerium Studt sich beim Zentrum beliebt machen will, gehalten. Nicht einmal lange genug, um noch ein nachträgliches so war die in Frage stehende Sache die denkbar ungünstigste Beutestück zu ergattern, das den spähenden Augen der zöll- Gelegenheit, gegen Herrn Studt vorzugehen. Nachdem die nerischen Kerntruppe, den ostelbischen Junkern, nicht entgangen Nationalliberalen in der Volksschulfrage sich den Wünschen des Es handelte sich darum, die Steigerung der Getreidepreise Ultramontanismus gefügt haben, haben sie überhaupt jedes zu erhöhen und zu beschleunigen. In dem in jener dent Recht verwirkt, sich als Hüter freiheitlicher Gesinnungen auf würdigen Dezembernacht von 1902 durchgepeitschten Tarif- 3uspielen. geseze befindet sich ein Paragraph, der die Aufhebung der Zoll- Interessant waren nur die Enthüllungen über die Art kredite vorsieht, die bisher den in den sogenannten Transit- und Weise, wie der Ministerialdirektor Althoff, den die Nachdem Ich aus Ihrer Meldung Transit- Nationalliberalen, weil er etwas zu grob gegen ihren Redner ersehen habe, daß die verfassungslägern lagernden Agrarprodukten gewährt wird. Diese Ve- Nationalliberalen, weil er etwas zu grob gegen ihren Redner mäßige Genehmigung des Reichsstimmung nun sollte nach dem Wunsche der Agrarier bereits wurde, als Sündenbock in die. Wüste schicken wollen, Distages zu den neuen Handelsam 1. Juni d. 3. in Kraft treten, während bekanntlich sonst siplinaruntersuchungen leitet. Er verabredet mit den Studenten, verträgen erfolgt ist, drängt es das Inkrafttreten des Tarifes einer kaiserlichen Verordnung gegen die die Untersuchung eingeleitet, ein Stelldichein in Mich, Ihnen Ihnen an diesem bes überlassen bleibt. Die Grafen Kanit und Oriola mit Herrn einem Restaurant, prostet den Herren fichtig zu und entläßt deutungsvollen Abschnitt des Verv. Kardorff in der Mitte traten als die Arrangeure dieses die Art, wie überhaupt die ganze Komödie aufzufan ist. Ein sie dann in ihre Heimat. Diese Enthüllingen typisch für in dritter Lesung bei nament- tragswerkes Meinen wärmsten licher Abstimmung mit 243 gegen Glückwunsch auszusprechen. Mit kleinen Ergänzungs- Raubzuges gegen die Taschen der Brotkonsumenten auf. Genosse Bernstein und Abg. Gothein von der 48 Stimmen angenommen hat. Ihnen hoffe Jch zu Gott, daß die blöder Kneipulk! Meine Herren! Wir verdanken Verträge eine neue Kräftidieses Ergebnis der Arbeit des gung Freifinnigen Vereinigung rissen ihnen die Maske ab und Reichskanzlers der deutschen zeigten, daß es sich hier um ein ganz gewöhnliches HauffeDieser schlichte preußische General neues Band friedlichen Manöver handelt, wie fie, wenn sie von der Börse vorgenommen hat es verstanden, in zwei Jahren Wettstreits zwischen dem werden, die höchſte ſittliche Entrüstung unserer Junker zu ersich in Themata einzuarbeiten, die Deutschen Reiche und den uns regen pflegen. In einer Anwandlung von Schamgefühl wollte zu beherrschen selbst für den Ein- befreundeten Ländern schaffen das Zentrum nicht ohne weiteres dieses Manöver mitmachen; geweihten außerordentlich schwer werden, die sich bereit erklärt aber ebensowenig fand es den Mut, den Antrag kurzweg abft. Mit weitem politischen Blick haben, auf der durch sorgfältige zuweisen und beantragte daher Ueberweisung an eine Komhat er es verstanden, im richtigen Abwägung der beiderseitigen mission. Für die Linke lag keine Veranlassung vor, das Spiel Augenblick unser Vaterland vor Interessen gewonnenen Grundlage irgendwie zu erleichtern: Genosse Singer beantragte namentliche schweren Gefahren zu behüten. mit uns ihre Handelsbeziehungen Abstimmung über den Zentrumsantrag. Es ergab sich, daß Es ist selbstverständlich, daß zu regeln. Gern und freudig ervon der Zollmehrheit keine 100 Mann mehr am Plaze waren, einzelne Intereffen Opfer bringen fenne Jch an, daß es vornehmlich und das Haus somit beschlußunfähig war. Die katholische Kirche muß ihrer Lehre nach intolerant sein. müssen, damit das Wohl des das Verdienst Ihrer staatsDiesem Satyrspiel ging die kurze Beratung einer frei- Sie darf nur sich und ihrer Lehre das ausschließliche Eriſtenz: Ganzen vorwärts gebracht werde: männischen Kunst und Ihrer ziel Diesem Satyrspiel ging die kurze Beratung einer frei- recht zuerkennen; denn da es nur eine offenbarte Wahrheit Ich glaube aber, daß die Tat, die bewußten Leitung der Verhand sinnigen Resolution vorauf, die in verständiger Weise die Ab- geben kann, würde jede Anerkennung oder Duldung einer anderen durch Einleitung und Abschluß der lungen gewesen ist, daß dieser änderung des an sich guten, aber in der Periode der Hochschutz- religiösen Lehre die Möglichkeit in sich schließen, daß die allein- Handelsverträge für alle Mit- und schöne Erfolg trotz aller entgegenzöllnerei veralteten Vereins- Zollgesetzes von 1869 forderte. feligmachende Kirche selbst Irrlehren predige. Das hindert die Nachwelt als eines der bedeutendsten stehenden Schwierigkeiten erreicht Namentlich wollen die Antragsteller die Zollverwaltung für katholische Kirche aber nicht, dort, wo sie in der Minderheit ist, oder geschichtlichen Ereignisse dastehen worden ist. Ihnen gebührt daher Schäden haftbar machen, die von Zollbeamten angerichtet wo sie von der Staatsgewalt unterdrückt wird, sich heuchlerisch in wire, geradezu eine rettende zu in erster Linie Mein Dank. Indem werden. Hierauf wollten sich weder der Schatjekretär in Deutschland ein energischer Gegner der Scheiterhaufen, weil es feiner größten Mehrheit hat ge- ganzem Herzen ausspreche, bitte den Mantel der Toleranz zu hüllen. Insbesondere ist das Zentrum nemen ist. Der Reichstag in Ich Ihnen denselben hiermit von v. Stengel noch die Wortführer der Mehrheit einlassen. Das nämlich nicht sicher ist, ob es eine aftive oder paffive Rolle bei der zeigt, daß er den weiten poli- Jch Sie zugleich, als äußeres Bentrum spielte auch hierbei eine zweideutige Vermittlerrolle Errichtung von solchen Bautverken zur Erzielung christlicher Nächsten- tischen Blick dieses Mannes er- Beichen meiner Anerkennung und und begrub den Antrag, gegen den es sich nicht offen erklären liebe spielen würde. fennt und sich ihm anschließt, und Meines Wohlwollens Meine mochte, dadurch, daß es ihn als Material dem Reichskanzler Das Zentrum ist gegenwärtig dabei, auf der einen Seite durch es wird dieser Reichstag sich einen Büste in Marmor freundüberweisen ließ. In der zweiten Sizung dieses Tages be- feinen Toleranzantrag im Reichstage sich die weitgehendste Duldung Mark- und Denkstein in der Ge- lichst anzunehmen, welche Ihnen schäftigte sich der Reichstag mit den Teilen des ostetats, zu sichern, auf der anderen Seite durch den Kampf gegen die schichte des Deutschen Reiches demnächst zugehen wird. die zur Vorberatung an die Budgetkommission verwiesen und Simultanſchule von einer fonfessionslosen Schule ist ja in Deutsch damit gesetzt haben. Trozz Ver- Ihrer treuen Dienste allezeit deshalb in der Plenarberatung zurückgestellt waren. Heute katholische Schule durchzusetzen. Wir haben wiederholt darauf die dem Reichskanzler und meinen Ihr dankbarer Kaiser und König land nicht die Rede- unter der Maske der Konfessionsschule die dächtigungen und Schwierigkeiten, eingedenk verbleibe Jch tam die Verhandlung troß der langen Dauer der Sizung hingewiesen, daß die katholische Kirche in Deutschland freche Ketzerei Räten von verschiedensten Seiten Wilhelm, I. R. über einige Titel nicht hinaus, die sich auf die Besoldung der treibt, wenn es sich für die Konfessionsschule ausspricht; denn da es gemacht worden sind, ist es uns Berlin, Schloß, den 22. Februar 1905 Bostunterbeamten beziehen. Wenn in Italien Genosse den Protestantismus, selbst in offiziellen Schulbüchern, für den Quell gelungen, das Vaterland in diese An den Reichskanzler Dr. Grafen Bissolati den Eisenbahnarbeitern empfiehlt, vorläufig nicht in aller Unfittlichkeit erklärt, so würde es sich einer Begünstigung der neuen Bahnen einzulenken. Ich v. Bülow. den Generalstreik zu treten, um nicht die Verstaatlichung der Unsittlichkeit schuldig machen, wenn es im Ernst auch für pro- bin überzeugt, nicht nur unser Eisenbahn aufzuhalten, so verläßt er sich darauf, daß ihre teſtantische Konfessionsschulen eintreten würde. Das Bentrum Vaterland, sondern Millionen von Forderungen vom Staate verwirklicht werden, wenn sie in aber erhebt trotzdem diese von seinem Standpunkte aus unmögliche Untertanen der anderen Länder, öffentlicher Parlamentssitzung vorgebracht und als berechtigt fonfeffionelle Schulen sichern will, um von hier aus dann den Kampf verband stehen, werden dereinst Forderung, weil es zunächst für sich, für die katholische Kirche, die mit uns bei dem großen Zollerwiesen werden. In Deutschland wäre ein solcher Rat fast diesen Tag segnen. Ich fordere unverständlich. Jahr aus Jahr ein bringen beim Postetat gegen jede andere religiöse Anschauung aufzunehmen. Aber das Zentrum sollte wenigstens so flug sein, in einem Sie auf, mit Mir das Glas zu nicht etwa nur unsere Parteigenossen, sondern auch die Frei- Augenblick, wo es allen Anlaß hat, für Toleranz und Parität ein- leeren auf das Wohl des Herrn finnigen, die Nationalliberalen und das Zentrum die berech zutreten, nicht diese Maste abzuwerfen. Aber es scheint, als ob das Reichskanzlers: Seine Exzellenz tigten und durchaus bescheidenen Wünsche der Postunterbeamten Bentrum seine Herrschaft im Deutschen Reich schon für so gesichert hält, der General der Infanterie bor. Ohne jede Einrede muß die Regierung und die Rechte daß es sich nicht einmal mehr zur Notwendigkeit der Heuchelei ge- b. Caprivi, Graf v. Caprivi, er zugeben, daß die Lage der Landbriefträger, der Postillone und zwungen sieht. lebe hoch! und nochmals hoch! und all der anderen Klaffen der Postunterbeamten überaus elend ist. Barität und der Anerkennung anderer Konfeffionen in Wahrheit auf In zwei empörenden Fällen zeigt das Zentrum, was es mit der zum drittenmal hoch! Trotzdem bleiben die Resolutionen des Reichstages, die für sie sich hat. Der evangelische Divisionspfarrer Bachstein hatte in Auch in Abstimmungsziffern des Reichstages beAufbesserungen verlangen, entweder völlig wirkungslos auf einem engeren Streise einen Vortrag über den Ultramontanismus fundet sich der Wandel der deutschen Handelspolitik zur Mißhandels dem Papier oder führen zu so bedenklichen Halbheiten wie der gehalten. Daraufhin wurde er von katholischer Seite wegen Be- politik. Scheiterhaufen- Toleranz. Einrichtung der gehobenen Stellen". An einer reichen Fülle schimpfung der Einrichtungen der Kirche nach§ 166 des Strafgesetz- Im Dezember 1891 wurde der österreichische Handelsvon einzelnen Fällen zeigte Genosse 3ubeil, wie durch sie buches bei seiner Militärbehörde denunziert. Die Bentrumspresse vertrag mit 243 gegen 48 Stimmen der extremsten konservativen die Unterbeamten schrankenlos der Willkür der Postamtsvor- führt nun einen erbitterten Kampf zur Beeinflussung der MilitärDie Sozialdemokratie stimmte für den ſteher preisgegeben und gewaltsam in ein Gefühl der Er- behörde. Sie verschmält es nicht, immer wieder darauf hinzu- Agrarier angenommen. Vertrag. Alle bitterung und des Hasses hineingetrieben werden. Trotzdem heeres sei, und beschuldigt sogar den Verbrecher wider die Majestät Am 10. März 1894 wurde der russische Handelsvertrag in tut das Zentrum nichts zu ihrer Beseitigung, und die National- ber alleinfeligmachenden Kirche, daß er die Person des Kaisers in der entscheidenden Abstimmung über Artifel 1 mit 200 gegen liberalen beantragten gar, diese verwerfliche Einrichtung auf wenig respektvoller Weise in seine Schimpfereien und Spötteleien 146 Stimmen angenommen. Konservative und Reichs. weitere Beamtenklassen auszudehnen. Mit ihnen rechnete hineingezogen" habe. Man fordert gebieterisch Sühne für dieses partei stimmte fast geschlossen gegen den Vertrag, mit ihnen Genosse Singer gründlich ab. Er schloß mit der For Verbrechen. An Schamlosigkeit läßt diese Denunziantentaktik nichts Minderheiten des Zentrums und der Nationalliberalen. derung einer allgemeinen, durchgreifenden und gerechten Auf- zu wünschen übrig. besserung der Bezüge der Unterbeamten. Aber auch heute lief Noch schlimmer gar liegt ein zweiter Fall. In der Nummer agrarischen Elemente versuchten, die Politik der Handelsentwidelung die Beratung nur in die Annahme einiger halber Resolutionen ber" Germania", des Zentralorgans des Zentrums, die vom zu verhindern. Die Sozialdemokratie rettete die rettende Tat". Am 22. Februar 1905 waren die Handelsverträge so umgestaltet, und die Abgabe einiger unklarer Erklärungen des Staats- 24. Februar datiert ist, findet sich ein Artikel über die pro. testantische Propaganda unter den Katholiken daß die extremsten Agrarier für sie begeistert stimmen. Die fefretärs rätte aus. Morgen wird die Beratung des Postetats fortgesetzt; da- Berlin 3. Die„ Germania" veröffentlicht ein Rundschreiben einer Sozialdemokratie und ein Teil der Liberalen stimmen gegen sie. „ Gesellschaft zur Ausbreitung des Evangelismus“, das nichts weiter nach kommen die Reichsdruckerei und die Reichseisenbahnen an enthält, als einen Arbeitsplan für protestantische Missionsbestrebungen Im Jahre 1894 wüteten die Agrarier so wild, daß v. Plö. e Reihe. in katholischen Kreisen. Die„ Germania" erklärt zunächst wir Führer des Bundes der Landwirte, im Zirkus Busch am 17. Februar erffären fonnte:„ Mit dem Strafgesetzbuch hat man uns bereits gedroht". Derselbe Herr v. Blöz nannte den damaligen russischen Vertrag einen jammervollen Vertrag". Am 22. Februar 1905 besteigt v. Oldenburg, Führer des Bundes der Landwirte, die Reichstagstribüne, um dem Reichskanzler Bülow seine Gratulationen darzubringen. Die„ rettende Tat" der ersten neunziger Jahre ist 1905 als jammervoller Vertrag" erkannt und ausgetilgt. Der„ Mark- und Denkstein", der 1891 errichtet wurde, ist gestürzt und zu Staub zermahleit. Die 1894 das Strafgesetzbuch Fürchtenden sind 1905 die Herrscher der Regierung. 1891 galt das Wort, daß einzelne Interessen Opfer bringen müssen, damit das Wohl des Ganzen vorwärts gebracht werde. 1905 gilt das Wort, daß das Wohl des Ganzen den Interessen einzelner geopfert wird! Eine furchtbare Gefahr droht der Sozialdemokratie in Baden. " 5. Wie haben nach der Erde Dunkel Wir uns hinabgesehnt! Nach schwarzen Diamants Gefunkel. Endlos der Streit sich dehnt'! Juchhe! Verloren ist die Schlacht, Hei, wie das Freude macht! 6. Wollt ihr vielleicht, daß wir noch müßten Still helfen unsrer Frau: Die Kinder hüten, graben, misten Die Zieg' im Stall', die Sau? Juchhe! Verloren ist die Schlacht, Hei, wie das Freude macht! 7. Nun denn, so sei der Zukunft Leuchten Das Grubenlicht zu Hauf! Ruft laut mit Augen, freude- feuchten: Glück auf, Glück auf, Glück auf! Juchhe, Verloren ist die Schlacht, Hei, wie das Freude macht! Die Verse so schlecht wie möglich, schlechter aber ist die GeDie dortige konservative Partei hat einen Aufruf für die im Herbst finnung, die daraus ſpricht. Freude über eine Niederlage der Arbeiter dieses Jahres stattfindende Landtagswahl erlassen, in dem der im Kampfe gegen das Stapital! Nicht einmal die Zechenpresse hat Stampf gegen alle umstürzlerischen Mächte, gegen die glaubens- und es gewagt, jo offen ihrer Freude Ausdruck zu geben wie dieser vaterlandslose, thronestürzende Sozialdemokratie" als erste katholische Arbeiterfreund". Bürgerplicht" erklärt wird. Das wichtigste in der Landtags wahl ist die Vernichtung der Sozialdemokratie! Die konservative Partei erhielt bei den letzten Reichstagswahlen in Baden von 329 881 abgegebenen gültigen Stimmen 2261, das find 0,7 Prozent. Ihr Schlachtruf gegen die über 72 000 Stimmen zählende Sozialdemokratie erinnert an den Mops, der den Mond anbellt. Schiller und die Bergarbeiter. Aus Stuttgart wird uns vom 23. Februar telegraphisch berichtet: Der in der vorigen Woche auf Antrag der Sozialdemokraten gefaßte Beschluß des Stuttgarter Gemeinderates, den notleidenden Bergarbeitern im Ruhrrevier 5000 M. 34 bewilligen, hatte in der Stuttgarter nationalliberalen und fonservativen Presse heftige Anfechtung erfahren, der das Zentrumsblatt gar nicht, das volksparteiliche Organ nur lau entgegentrat. Vor einigen Tagen wurde denn auch bekannt, daß der Bürgerausschuß, in dem unsere Partei schwächer vertreten ist, als im Gemeinderat, in nichtöffentlicher Sigung dem Beschlusse seine Zustimmung versagt hatte und daß die Ablehnung nur durch den Umfall von 3 volfsparteilichen Mitgliedern herbeigeführt worden war. Eine Konferenz des Bergarbeiter- Verbandes für das Ruhrrevier beschloß, die Beiträge auf wöchentlich 50 Pfennig zu erhöhen. Der Verband hat seit Beginn des Streits über 50 000 Mitglieder gewonnen. ( ,, Arbeiter- Zeitung", Dortmund.) Südwestafrika. Berlin, 23. Februar. Nach einer Meldung des Generals b. Trotha vom 22. Februar wurde Anfang Februar, wahr scheinlich am 5., ein Ersagtransport unter Leutnant Reith halbwegs zwischen Owitokorero und Eputkiro von etwa zwanzig Traugottleuten angegriffen. Der Gegner wurde zurückgeschlagen und verlor sechs Tote. an Typhus gestorben: Unteroffizier Gustav Schipper, geboren Berlin, 23. Februar. Nach einem Telegramm aus Windhut ist 23. februar 1883 zu Julienhof, am 18. Februar im Lazarett Epukiro. Den Wunden erlegen ist: Reiter Johann Drphel, geboren 20. Juni 1881 zu Straßburg i. E., am 5. Januar im Gefecht bei Gochas schwerverwundet( Schuß in beide Beine). Bermißt: Sanitätsunteroffizier Emil Kramer, geboren 7. Dezember 1881 zu Sommerfeld, auf Patrouille nach Amadap zurückgeblieben, seit 3. Februar vermißt. Kommunales. Stadtverordneten- Versamminng. 7. Sigung vom Donnerstag, den 23. Februar 1905, nachmittags 5 Uhr. Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnete die Sihung um 5½ Uhr. Auf der Tagesordnung stehen zunächst Ersawahlen für mehrere Ausschüsse, Verwaltungen, Deputationen und Stiftungen an Stelle der verstorbenen Stadivv. Lemcke und Reichnow. Die betr. Posten werden durchiveg mit Mitgliedern der Freien Fraktion besetzt. Die Versammlung tritt darauf in die erste Beratung des Stadthaushalts- Etats für 1905 ein. Der Vorsteher schlägt vor, die 5 besonderen Vorlagen, welche sich mit Gehaltserhöhungen befassen, gleichzeitig mit dem Etat zu beraten. Stadtv. Borgmann hat Bedenken gegen diese Zusammenziehung, da man höre, daß die Absicht bestehe, für diese 5 Vorlagen daß diese Gehaltserhöhungen zum 1. April überhaupt nicht zustande besondere Ausschüsse einzusehen. Damit sei die Gefahr verbunden, fämen. Das einzig Zweckmäßige sei, die sämtlichen Vorlagen mit dem Etat zusammen zu beraten und dann ebenfalls dent Etatsausschus zu überweisen. Nach längerer Geschäftsordnungsdebatte, an welcher sich die Stadtvv. Cassel, Wallach, Preuß und der Vorsteher beteiligen, wird nach dem Vorschlage des Letteren beschlossen. Abänderung einiger Besoldungsordnungen für das Hiernach stehen mit zur Verhandlung die Vorlagen betr. die Lehrpersonal an den höheren Lehranstalten und höheren Mädchenschulen betr. die Erhöhung der Mietsent= schädigung der Gemeindeschullehrkräfte von 648 auf 750 M., betr. die Erhöhung des Honorars für außer ordentliche Lehr- und Vertretungsstunden, betr. die in den Etat für 1905 aufzunehmenden Gehaltsverände= rungen und betr. die Vermehrung der etatsmäßigen Stellen im Jahre 1905. Stadtkämmerer Maaß: Der neue Etat balanciert mit 135 Mill. Aus den drei großen Steuerquellen find 63 Millionen zu decken. Mark, einschließlich der städtischen Werke sogar mit 235 Mill. M. Es geht auch diesmal mit 100 Broz. Einkommensteuer und 150 Proz. Realsteuern. Die Einkommensteuer bringt annähernd 32 Millionen, die Grundsteuer 22 Millionen, die Gewerbesteuer 9 Millionen. Sämtliche drei Steuern sind insgesamt nur um 1765 000 m. höher eingestellt; ihr Eingang ist sicher. Von den festen Steuern hat die Umsatzsteuer ganz erheblich höher, nämlich auf 4 921 000 M. angesetzt werden können. Dem Gtat tamen ferner starke außerordentliche Einnahmen zugute, so der Ueberschuß aus 1903 mit 4 700 000 Mark und die Rüdeinnahmen aus der Kirchenbaulaft mit 1 900 000 Mart. Da war es fein Kunststück, den Etat innerhalb der 100 Proz. Auf Verlangen der sozialdemokratischen KollegialmitEnglische Presstimmen über das Hull- Urteil. glieder erfolgte heute nochmalige Beratung des Gegenstandes Die Mitteilungen über die Entscheidung, welche die Hull zu halten, trotzdem einige Einzeletats, wie der Kanalisations- und Schuletat, erhebliche Zuschüsse erfordern. Der Tiefbauetat mußte in öffentlicher gemeinsamer Sigung beider Kollegien. Mit den Kommission in ihrem Berichte kundgeben werde, veranlassen diesmal beträchtlich höher dotiert werden; desgleichen haben wir im fadenscheinigsten Gründen motivierten die Vertreter der bürger- die Morgenblätter, zumeist ihre Enttäuschung auszusprechen, Hochbauetat die Ausgaben sogar über die Anforderungen des Baulichen Partei ihre ablehnende Haltung. Konnte die Stellung obschon sie einmütig erklären, daß England sich bei der Entrats hinaus erhöht, um eventuell schon für fünftige magere Jahre der Nationalliberalen und der Konservativen nicht überraschen, scheidung beruhigen müsse. Daily Graphic" bezeichnet im voraus zu sorgen. Ich empfehle den Etat Ihrer wohlwollenden so war es bezeichnend für den wahren Charakter der süddeutschen die Entscheidung als durchaus unbefriedigend. Daily Prüfung.( Beifall.) " Husland. " " Demokratie, daß der einzige Volksparteiler, der sich an der Telegraph" sagt, Rußland habe einen diplomatischen Stadtv. Borgmann( soz.): Auch heute erblickt unser Etat wieder Debatte beteiligte, zwar die Arbeiter seines Wohlwollens ver- Sieg errungen. Die Morning Post" schreibt, das recht fang- und Klanglos das Licht der Welt. Man sollte doch erficherte, aber dem sozialdemokratischen Verlangen widersprach, Urteil der Kommission stelle eine neue ungeheuerliche und warten, daß der Ober- Bürgermeister uns an der Hand der Vorkommnisse des letzten Jahres einen Ausblick in die Zukunft eröffnete; von dem für Streitfälle zwischen beiden Kollegien vorgesehenen unfaßbare Lehre auf, nämlich, daß ein friedliches, neutrales feine Worte schallen doch weit hinaus und es befinden sich zahlAusweg der Durchzählung Gebrauch zu machen, wodurch die Schiff bei Ausübung seines rechtmäßigen Berufes fein reiche, die Lebensinteressen der Stadt berührende Dinge in der Annahme des sozialdemokratischen Antrages gesichert wäre. Recht und keinen Schuh gegen eine friegführende Partei habe; Schwebe. Nicht ein Programm verlangen wir von ihm, aber es ist Unsere Genossen Mattutat und Fischer verwiesen darauf, daß der Mangel an Festigkeit seitens der englischen Regierung auch nicht erfreulich, so von der Hand in den Mund zu leben. Die nach dem Brande von Ahlesund die Gemeinde Stuttgart habe die Nation in den Augen der Welt gedemütigt. Daily Balance des Etats ist diesmal durch außerordentliche Einnahmen, sich beeilte, dem deutschen Raiser 5000 M. für die Abgebrannten Chronicle" äußert, Rußland habe seinen ersten Sieg zumal durch die Rückflüsse der Summen für Stirchenbauten herbeiergebenst zu Füßen zu legen und jetzt nicht zurückstehen dürfe, während des jezigen Strieges zu verzeichnen; die Niederlage geführt worden. Unsere Werke decken mit über 6 Mill. M. Bedürfnisse unseres Stadthaushalts. englischen Regierung scheine vollständig zu sein. Die Gaswerte, also eine industrielle Unternehmung; umfomehr wo es gelte, die zehnfach schlimmere wirtschaftliche Katastrophe der englischen Regierung scheine Den meisten leberschuß liefern zu lindern, die über tausende der eigenen Volksgenossen herein- Standard" meint, obgleich das Urteil nicht den be- muß es Wunder nehmen, daß den Arbeitern dieser so lukerativen gebrochen sei. Demgegenüber vertraten die bürgerlichen Bar- rechtigten Erwartungen Englands entspreche, so müsse immer Werte feine Befferung ihrer Lohn- und Arbeitsteien die merkwürdige Katastrophentheorie, daß Ahlesund von hin der bestehenden Enttäuschung der ungeheure Vorteil gegen- berhältnisse zuteil werden soll. Wir werden darauf bei der einem unverschuldeten, die Ruhrbergleute aber von selbst ver- übergehalten werden, der darin liege, daß die Kommission Einzelberatung zurückfommen. Gerade von den Gaswerken kommen schuldetem Unglück betroffen worden seien. Die Mehrheit eine Entscheidung, bei der England sich in Ehren auch die meisten Klagen der Arbeiter. Die Koalitionsfreiwollte nicht verstehen, daß der Riesenbrand im Ruhrrevier mut- beruhigen könne, an die Stelle des Unheils gesezt heit wird dort nicht gewährt; die unteren Verwaltungsorgane willig von den Bechenkapitalisten angezündet war, und man habe, das ein Appell an die Waffen hätte mit sich bringen scheinen noch immer nicht mit der Stoalitionsfreiheit regieren zu nicht die Opfer büßen lassen dürfe für das verbrecherische Tun müssen. der Kapitalisten. " Schweiz. = die Neberweisung in die sogenannte Kostpflege. können. Bei der Kanalisations- und Riefelfelder= verwaltung zeigt sich das Auffallende, daß die südlichen mit Verlust und die nördlichen mit Ueberschüssen arbeiten. Hier muß Bu dramatischer Höhe aber erhob sich die Verhandlung, große Aufmerksamkeit entfaltet und eventuell mit organisatorischen als unser Genosse Würz, anknüpfend an die zu Beginn der Ein sozialdemokratischer Bezirksrichter in Zürich. Zürich, 20. Februar.( Eig. Ber.) Bei der gestrigen Ersatzwahl haben wir mehrfach in den ersten Klassen nur eine Frequenz von Aenderungen vorgegangen werden. In den höheren Schulen Sigung erfolgte Bewilligung von 20 000 M. für eine am in das Büricher Bezirksgericht ist unser Genosse Arbeitersekretär 11 und 12; will Herr Cassel auch hier die Klassen zusammenlegen, Todestage Schillers zu veranstaltende mimisch- choreographische Süchinger ohne Gegenfandidaten mit 8851 Stimmen gewählt worden. wie er das für die Gemeindeschulen vorgeschlagen hat? Zum Etat Aufführung mit 10 M.- Tribünenplägen, den Geist Schillers Damit hat die Arbeiterschaft endlich wieder in dieser Behörde eine für die Spiel- und Turnpläke muß darauf hingewiesen werden, daß heraufbeschwor und der Mehrheit zurief, sie habe kein Recht, Vertretung. wir immer mehr unsere noch vorhandenen öffentlichen Bläße der den Namen Schillers auch nur in den Mund zu nehmen, wenn fie ihre Hülfe den Hunderttausenden von Grubensflaven verAbermalige Verschleppung der politischen Polizei. Bebauung ausliefern und den Kindern die Möglichkeit der Bewegung Im Züricher Kantonsrat konnte heute der Kommissionsbericht das nicht weitergehen; auf den Schmuckpläßen kann sich doch die im Freien innerhalb der Stadt immer mehr verkümmern. So darf sage, die im Jubeljahre Schillers, des leidenschaftlichsten über die politische Polizei wiederum nicht behandelt werden, weilmoralischen Genies unter den deutschen Klassikern, in den Kampf der Referent nicht erschienen war! Jugend nicht austoben. Selbst das Ministerium hat Anregungen in um ihre Menschenwürde gegangen seien, um endlich in ihr dieser Richtung gegeben. Nicht weniger als acht neue Mietsschulen düsteres Dasein einen Funken Freude zu erleben. Lebte Frankreich. werden wir bekommen, ein sehr beklagenswerter Zustand. Unsere Deputiertenkammer. In fortgesetter Beratung des Marine- Siechen und Frrenanstalten werden vielfach dazu benutzt, Schiller noch, so würde er sich eine solche Ehrung verbeten haben budgets legt Jaurès Verwahrung ein gegen den neuen die Stranken aus den Krankenhäusern dahin abzuschieben. Darunter von Leuten, die verhindern helfen, daß die Tochter aus Elysium Flottenplan. Die Verpflichtung der Kammer, 121 Millionen jährlich müssen alle diejenigen leiden, welche durch eine gute Anstaltspflege den Sklaven aus der Unterwelt erscheine. während eines Zeitraumes von 12 Jahren zu bewilligen, würde wieder hergestellt werden könnten. In Rosenthal könnten wir auf Trotz der Bemühungen unserer Genossen erfolgte die Ab je de soziale Reform unmöglich machen. Marine eigenem Terrain sehr wohl ein Gebäude errichten, um diesem Uebellehnung des sozialdemokratischen Antrages wiederum unter miniſter Thomson erwidert, daß man, um die Flotte im gegenstand abzuhelfen. In der Krankenpflege sehen wir das männliche Mithülfe von Volksparteilern und Sentrumsmitgliedern. Der wärtigen Zustande zu erhalten, jährlich die an- Personal zugunsten des weiblichen immer mehr sich reduzieren. Die beschämende Beschluß wirft ein bezeichnendes Licht auf die gegebene Summe aufwenden müsse. Der Minister er- Waisenverwaltung bevorzugt mehr und mehr Arbeiterfreundlichkeit der süddeutschen Demokratie. Aehnlich zunehmen, die den Minister auffordert, in furzem ein Programm für Das mag in Berlin noch hingehen, aber leider werden die meisten sucht das Haus, eine von Guisysse vorgeschlagene Tagesordnung anerging es vor wenigen Tagen in Heilbronn und in Cannstatt, die Neubauten vorzulegen. Nach kurzen Bemerkungen von Caillaure Waisen, jetzt über 5000, weit hinaus ins Land, bis nach Hinterwo ebenfalls die Volkspartei ihre ausschlaggebende Stellung und Lanessan wird die Tagesordnung Guisysse mit 450 gegen 108 pommern geschickt. Ich sehe darin eine Lieblosigkeit sondergleichen. im Rathaus dazu benutzte, die Unterstützung der Bergarbeiter Stimmen angenommen. ( Beifall und lebhafter Widerspruch; Rufe: Lächerlich! Redner spricht zu hintertreiben. unter großer Unruhe der Versammlung weiter.) Der Magistrat hat nun auch Besoldungsverbesserungen in Vorschlag gebracht. Im vorigen Jahre meinte der Ober- Bürgermeister auf eine Ueber die Ursachen des Stimmenrückganges bei der Reichstags- Anregung Singers, es werde eine allgemeine Gehaltsregulierung für Ersagwahl in Jerichow I und II verhandelten die Genossen dieses die nächste Zeit nicht in Aussicht zu stellen sein. Inzwischen ist ein Kreises in ihrer legten Generalversammlung. Ein eigentliches Er- Umschwung eingetreten; da muß man doch nach den Gründen fragen. gebnis hatte die Verhandlung jedoch nicht. Es wurden feine ganze Unsere Bureauassistenten aus dem Militäranwärterstande haben, wie Reihe Kleinigkeiten genannt, auch die in solchen Fällen erklärlichen ich mir habe sagen lassen, ihre früheren Vorgesetzten, jetzt hohe Behauptungen, daß von dieser oder jener Stelle nicht genug getan Offiziere, für sich zu interessieren verstanden; worden sei, wurden laut. Ein Redner gab dem Dresdener Partei- darauf ist der Oberpräsident mit entsprechenden Anregungen tage einen Teil der Schuld, andere traten dem entgegen. Der an den Magistrat gekommen, sodaß wir es hier nicht mit Genosse Voigt, daß viele einer desselben freiwilligen Leistung zu tun hätten! Arbeiter, die im Kreise wahlberechtigt sind, auswärts Die Bureauhülfsarbeiter sind gänzlich übergangen, wohnen und nicht, wie bei allgemeinen Wahlen, das obwohl sie zweifellos bedürftig sind. Sollten sie zurückgestellt sein, politische Leben stärker ist, nach Hause gegangen feien um zu wählen. weil sie seinerzeit ihre Beamtenqualität im Prozeßwege erstritten Von anderer Seite wurde wieder gesagt, daß uns wohl die Anti- haben? Der Ausschuß wird hier versöhnend einzugreifen haben. femiten Stimmen abgenommen haben dürften. Die Erhöhung scheint mir eine bedeutende nicht zu sein, zumal man Es dürften wohl alle diese Umstände ihr Teil beigetragen haben neben der Aufbesserung des Grundgehalts eine Herabfeßung des und es ist ganz gut, wenn sie untersucht werden. Nur auf einen Höchstgehalts von 5300 auf 5100 M. in Aussicht genommen hat. Grund, der auch in der Versammlung ausgesprochen wurde, Beanstanden müssen wir auch die Absicht der Schaffung einer neuen sollte man sich nicht stüßen: Die gemeine Agitation der Kategorie, der ständigen Hülfsarbeiter"; die Kanzlei- Arbeiter Gegner. Damit haben wir immer zu rechnen und sie hat fommen trotz der geplanten Erhöhung noch nicht einmal auf den noch niemals gefehlt, gleichviel ob wir Erfolge oder Niederlagen täglichen Verdienst des städtischen Vollarbeiters von 3,50 M., wenn erlebt haben. Damit dürfen wir uns niemals trösten, daß die sie nicht Arbeit nach Hause nehmen und die Nacht arbeiten. Eine Gegner uns in zu gemeiner Weise bekämpfen. Die Waffen der solche Ausbeutung der Arbeitskraft ist der Stadt Berlin unwürdig. Gegner unwirksam zu machen, ist ja gerade eine der wesentlichsten Die Wünsche der Lehrer auf Erhöhung des Grundgehalts Aufgaben der besonderen Wahlagitation. Sonst ist nur immer sind nicht erhört, sondern es ist ihnen nur ein höherer Wohnungswieder dauernde allgemeine Agitation zu empfehlen, mit der die geldzuschuß zugebilligt worden, wovon sie doch nichts haben. Vervollkommnung der Organisation Hand in Hand gehen muß. Berlin foll die reinlichste Stadt der Welt sein; aber es steht doch Dieser Aufgabe hat sich die Generalversammlung der Jerichower Ge- fest, daß bei starken Niederschlägen die Straßenreinigung vollständig nossen übrigens auch gewidmet und Verbesserungen erwogen, durch versagt( Stürmischer Widerspruch.); in den großen Verkehrsstraßen welche Fortschritte erzielt werden tönnen. bleiben die Schlammstreifen oft tagelang liegen und hemmen den Ein braver katholischer Kreisschulinspektor Herr Dr. Hans Poppelreuter, fingt im Dsnabrüder Sonntagsboten"( Nr. 8 vom 19. Februar) folgendes„ Lied des Braven Bergmannes": 1. Nun brodelt endlich einmal wieder Für uns im Topf das Fleisch; Nicht steigt, vergeblich für uns, nieder Der Biergeruch vom Maisch Juchhe! Verloren ist die Schlacht, Hei, wie das Freude macht! 2. Hier sahu'n wir zahllos drohend blitzen Die Helmspiz' des Gendarms; Der Bajonette scharfe Spigen Schon drohten: o des Harms! Juchhe! Verloren ist die Schlacht, Hei, wie das Freude macht! 3. Wie war das ach! dem Bergmann drückend, Bu liegen brach und faul; Zu hören haspeln, uns berückend, Der Führer böses Maul! Juchhe! Verloren ist die Schlacht, Hei, wie das Freude macht. 4. Der Seile und der Räder Surren, Wie haben wir's vermigt! Zwar trugen wir es ohne Murren, Gott Dant: nun' s anders ist! Juchhe! Verloren ist die Schlacht, Hei, wie das Freude macht! Kandidat, Partei- Nachrichten. wies darauf hin, ivo ergreifen. Was die Dann und die Berliner Jahres 1904 1904 gegen 1903 D.- Str. D.- 8tr. 138 839 32 362 mehr 40 113 4450 weniger 49 054 34 520 weniger 12 547 weniger 180 mehr einfach zubereitet einfach zubereitet. 23 381 . 1718 9755 24 694 287 554 926 424 1904 Wert i. M. Die unbedeutende Ausfuhr stellte sich 1904 gegen 1903 D.- 8tr. D.- Str. 3883 weniger Wert in M. 8 447 1 098 000 1367 305 mehr 226 000 2007 197 mehr 265 000 1025 381 weniger 226 000 1086 402 weniger 148 000 15 692 954 mehr 970 177 mehr 7874 892 1 821 000 2856 000 125 000 89 000 6 749 000 Berlehr. Stellen Sie mehr Arbeitskräfte in den Etat, dann wird, würde, fann aber von ihm Informationen nicht entgegen nehmen. Schweinefleisch erheblich hinter der de Jahres 1908 zurüd, ba bie es besser werden!( Andauernde Unruhe.) Ueber die Ich halte nuglose Reden nicht und bin nicht gewöhnt, Reden zum Preise für Schweine in der ersten Hälfte des Jahres 1904 verhältnis. Gewinnbeteiligung an der Großen Berliner Straßenbahn Fenster hinaus zu halten. Niemand ist empfindlicher als die Sozial mäßig niedrig waren und erst in der zweiten Hälfte des Jahres hören wir noch nichts; viel wird es ja nach der großen Aftien- demokraten gegen Kritik; fie fassen die Kritit als Ausfuhrartikel auf nach und nach anzogen. Im Gegensatz dazu wuchs aber die Eintapitals- Verwässerung nicht sein. Die Stadt muß Tausende und( Stadtv. Borgmann: Durchaus nicht!). Wir werden uns unsere Abertausende aufwenden, um die Sicherheit in den Straßen zu ver- Stritit auch nicht verbieten lassen. Herr Borgmann erklärt, er und fuhr von Schweineschmalz beträchtlich, welche zu 97 Broz. aus Nordgrößern, die die„ Große" durchfährt; müßte nicht diese große Er- seine Genossen betrachten sich als Vertreter der Besiglosen, also als amerika herrührt, wo das ganze Jahr hindurch die Schweine- und werbsgesellschaft zu diesen Kosten herangezogen werden?( Sehr Vertreter nur eines Teiles der Bürgerschaft. Es ist sehr prägnant, Schmalzpreise erheblich niedriger waren, als im Jahre 1903. richtig!) Den Arbeitsnachweis, diese private Einrichtung, daß Sie das ausdrücklich aussprachen; wundern Sie sich nicht, wenn Nach einer Zusammenstellung der Kölnischen Volkszeitung" sollte Berlin, das schon jetzt 40 000 m. zusteuert, selbst übernehmen. wir nun unsererseits Sie auch nicht betrachten fönnen als Vertreter betrug die Einfuhr von Fleisch in Deutschland während des Neulich forderte ein Kollege, die Kaffenkranken sollten den vollen der gesamten Bürgerschaft!( Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.) Selbstlostensatz statt der 2,50 M. zahlen; leider schien diese Anregung Stadtv. Rosenow( N. 2.) spricht seine Freude und Genugtuung beim Oberbürgermeister auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein, über die Gestaltung des diesmaligen Etats aus und gratuliert auch denn er sprach davon, daß die Kassen sich eigentlich selbst Kranken- dem Oberbürgermeister, dieſem genialen Manne, zu solchem Erfolge. Rindfleisch, frisch, 13 600 000 häuser erbauen müßten. Er weiß, daß diese Anregung unerfüllbar( Lebhafte Zustimmung.) Weiter erklärt er Berlin für die reinste 3 670 000 ist, da noch zahlreiche Kassen nicht einmal den gefeßlichen Reserve- und sauberste Stadt des Kontinents, warnt vor einer Verpachtung Schweinefleisch, frisch, 4278 000 fonds besißen und die Krankenkassengesetz- Novelle den Kassen start der städtischen gewerblichen Unternehmungen, vor allem der 6 Mid. 1880 000 erhöhte Leistungen auferlegt hat. Der Magistrat hat bisher nichts Ueberschüsse bringenden Gaswerke, und fragt, warum warum der Sammelfleisch, frisch, 176 000 getan, um die Krankenkassen- Misere zu beseitigen; er hat keine Bau der neuen Zentral- Markthalle, die übrigens opulenter als die Schweineschinken. 4615 weniger 1 327 000 Zentralisierung des Krankenkassenwesens herbeigeführt. Dabei haben anderen gebaut werden sollte, nicht in Angriff genommen wird. Schweinespec. 25 033 weniger 2 161 000 zahlreiche Städte eine solche Zentralisation längst. Durch die Ver- Redner streift dann den Entschluß der städtischen Behörden, Straßenfäumnis des Magistrats ist das Krankenkassenwesen so leistungs- bahnen in eigener Regie zu bauen, befürchtet, von dem Land- Zusammen Fleisch 48 623 weniger 27 092 000 Schweineschmalz 96 686 mehr 81 062 000 unfähig geblieben; er sollte daher selbst zur Besserung die Initiative tage eine demnächstige Steigerung des Polizeikostenfazes von 2,50 Mart plädiert für etwas lebhaftere Tätigkeit Im ganzen hat also wesentlich infolge der niedrigeren Eingemeindungsfrage des Magistrats im Bunkte der Heranziehung des weib Schweinepreise die Einfuhr von Fleisch etwas abgenommen; aber betrifft, so meinte Minister v. Hammerstein neulich im Abgeordneten- lichen Elements in der Armenpflege. Länger verweilt dieser Ausfall wird durch die vermehrte Einfuhr von Schmalz mehr Hause, Berlin habe den Zeitpunkt verpaßt. Wenn das heißen soll, er bei dem Schulkapitel, betont, daß für das Volksschulwesen als wett gemacht, ja es ergibt sich sogar eine Steigerung der EinBerlin hätte schuld an der jetzigen Lage der Dinge, so muß dagegen 17 Millionen ausgegeben werden, und spricht sich abfällig über fuhr um rund 48 000 Doppelzentner gegenüber der des Jahres 1908. protestiert werden. Als die Frage hier schwebte, war er ja noch die bisherigen Erfolge des achtstufigen Syſtems aus. Beschwerde Dementsprechend hat auch die Einfuhr von Fleisch und Fleischwaren Landrat oder Bezirkspräsident, und dachte wohl noch gar nicht daran, erhebt er erneut darüber, daß der Magistrat bez. der einmal berechtigt fei, den salto mortale auf den Ministersessel zu machen, wovon Berlin Oberbürgermeister nicht einen Wert erreicht, welcher um 4438 000 M. über den der anderen Wißbegierigen jezt das Glend hat. Hätten die Nachfolger Herrfurths dessen Ernst Schulen Ausländern und zu zeigen. entsprechenden Einfuhr des Jahres 1908 hinausgeht. Zu dieser besessen, so hätte der Widerspruch der Herren Langerhans und Zeller berlangt er den obligatorischen Fortbildungsunterricht Einfuhr trugen die Niederlande 84% Proz. bei, Dänemark nicht obgefiegt und wir hätten längst das größere Berlin. Jetzt sind auch für die weiblichen Angestellten; man höre noch immer 34 Proz., Nordamerika 16 Proz., Rußland 6 Proz., Desterreichhimmelschreiende Zustände entstanden, unter denen Berlin aufs nichts davon. Redner unterstüßt außerdem die von Borgmann be- Ungarn 4 Proz.; der Nest entfällt auf Frankreich, Großbritannien schwerste zu leiden hat. Die Schuld an allem aber trifft die Re- züglich der Gasarbeiter vorgebrachten Wünsche hinsichtlich der und Rumänien. gierung und auch Herrn v. Hammerstein. Die Stadtgemeinde macht aber gegenüber der verlangten Lohnerhöhung die üblichen von 108 154 000 m. ftand im Jahre 1904 nur eine Ausfuhr im Koalitionsfreiheit und der freien Tätigkeit der Arbeiterausschüsse, Dieser Gesamteinfuhr an Fleisch und Fleischwaren im Werte Berlin wird von der Regierung überhaupt in einer geradezu un- Rücksichten auf dem Arbeitsmarkt im allgemeinen geltend.( Beifall.) Werte von 6 749 000 m. gegenüber; der Ueberschuß der Einfuhr begreiflichen Weise zurüdgesezt und gemißhandelt. Welch Schauspiel bietet jetzt wieder die Durchführung des Radialsystems XII Stadtv. Dr. Gelpce( Fr. Fr.) spricht sich in längerer Erörterung Man kann da nicht anders als von Schikanen reden. Dieselbe Beber Steuerfrage für die Beibehaltung der 100 Prog. und weiterhin beträgt also 101 405 000 M. handlung bei jeder Fluchtlinienfrage! Wie steht es mit der für die Vorschläge der Deputation aus, welche auf die Suche nach wie folgt: neuen Steuerquellen geschickt worden ist. Die Deklarationspflicht Niederlegung des Scheunenviertels? Die Mittel dafür, es au rasieren, sind ja doch vorhanden. Gegen mit 4-5 Millionen bezahle Berlin seine Polizeifoften nicht bloß Rindfleisch, frisch müsse ausgedehnt, die Betriebs- und Billettsteuer eingeführt werden. über all den Drangfalierungen Berlins durch die Regierung find im vollen Betrage, sondern leiste darüber hinaus schon einen Beitrag unsere Vertreter im Landtage außerordentlich zahm und vorsichtig zu den Kosten der allgemeinen Landespolizei. einfach zubereitet Schweinefleisch, frisch Herr Kirschner hat außer bei der Fleischbeschau sich nicht veranlaßt Stadtv. Preuß( Soz.- fortschr.): Durch alle Reden hat sich einfach zubereitet geschen, einmal ein ernstes Wort mit der Regierung zu sprechen. der Gedanke gezogen, daß Es mag ja nicht sehr angenehm sein, denn wenn im Herrenhause Verteidigungsstellung befindet. gezogen, daß Berlin sich in einer gewissen Hammelfleisch, frisch Der uralte Kampf zwischen Schweineschinten ein Oberbürgermeister das Wort nimmt, so stellen sich die Feudalen and und Stadt ist in eine neue Phase getreten, und Schweinespec um ihn herum und schnarren ihn an: Was will denn so ein da haben die Vertreter der größten Stadt des Landes Würste 511 mehr Bürgermeister?" Aber wenn er nicht reden will, dann sind wir ja doch befferes zu tun, als sich darüber zu streiten, wer die befiylofen Schweineschmalz 135 mehr nicht gebunden, Herrn Kirschner dahin zu schicken.( Großer Lärm Klassen vertritt. und Gelächter; stürmische Rufe: Borgmann!) Wir werden unserer salierungen muß die Stadt bestrebt sein, auf allen Gebieten das Gegenüber den unerhörten staatlichen Drangs zusammen. 38 854 587 weniger feits an der bisherigen Art unserer Kritik der städtischen Dinge als Mustergültigste zu leisten. Redner begrüßt die Berdoppelung der Stellt man die vorhin erwähnten Bölle und EinfuhrBertreter der besitlosen Klaſſen festhalten( Große Unruhe) und uns umfassteuer und ihr ergiebiges finanzielles Resultat und begeistert beschränkungen mit in Rechnung und berücksichtigt ferner, daß in den von keiner Seite darin beirren lassen.( Lebhafter Beifall bei den sich im Anschluß daran für indirette Steuern, die unter letzten Jahren noch außerdem alljährlich für ungefähr 120 Millionen den obwaltenden Verhältnissen allein imstande seien, den Mark Schlachtvieh eingeführt worden ist, so erscheint die Behauptung Stadty. Caffel( A.-L.): Wir bezweifeln nicht, daß die Herren wachsenden Bedürfnissen Berlins die Wage zu halten. Die neuen der Agrarier, die deutsche Landwirtschaft vermöchte die deutsche Bein bisheriger Weise fortfahren werden, ihre Stellung hier aus Besoldungsvorlagen reklamiert Redner zum großen Teil für sich, völkerung völlig ausreichend mit Fleisch zu versorgen, geradezu als zufüllen; aber Bertreter der besiglosen Stlassen sind wir ebenso wie insofern er zuerst unter fast allgemeinem Widerspruch die betreffenden lächerlich. fie.( Lebhafte Zustimmung bei der Mehrheit, Rufe: Bessere!) Die Maßnahmen für notwendig erklärt habe. sehr späte Zustellung des Etats ist auch diesmal wieder zu rügen. Der Etat bietet ein günstiges Bild; doch dürfen wir feineswegs aller Besorgnisse wegen der Zukunft uns entschlagen. Den Gesamteffekt der geplanten Erhöhung der Lehrergehälter schäße ich auf über 1 Million, ein Betrag, wie wir ihn nicht alljährlich für diesen Zwed aufwenden tönnen. Für Gemeindeschulbauten ist ein Mehr von 2170 000 m. gegen das Vorjahr eingestellt, eine Summe, die gleich falls nicht in folcher Höhe wiederkehren wird. Jm ganzen find etwa 7 Millionen solcher Ausgaben nachzuweisen; die Dotierung des Aus gabe- Etats ist also diesmal eine außergewöhnlich reichliche. Bor allzu großem Pessimismus ist also angesichts dieser Ressourcen zu warnen. Andererseits hat sich in derselben Zeit, in welcher sich die Be bölferung um 20 Broz. vermehrte, den Betrag der städtischen Auf wendungen für Kranken-, Armen- und Gemeindeschulwesen um 85 Proz. erhöht.( hört! hört!) Danach hat Herr Borgmann fein Recht, sich und seine Gesinnungsgenossen allein als die Vertreter der besiglosen Klassen zu bezeichnen. Die Gehaltsvorlagen müssen gerade im Als eine wahre Hölle menschlicher Ausbeutung entpuppte sich innere Anleihe Japan sieht sich genötigt, eine neue Interesse der Beschleunigung der Beratung besonderen Ausschüssen es ist dies die vierte aufzunehmen, überwiesen werden. Auch uns fällt auf, daß an einer Stelle eine gelegentlich einer gewerbegerichtlichen Verhandlung das Café- Amtlich wird bekannt gegeben, daß demnächst eine neue innere AnHerabsetzung des Marimalgehalts stattfinden soll. llebrigens handelt Restaurant" Habsburg", eines der besseren Cafés in München. leihe von 100 Millionen Yen( 1 Den 2,06 M.) zum Kurse von es fich nicht um eine generelle Gehaltsverbesserung, sondern bloß den meisten Cafés in München, feinen Pfennig Lohn. Das verzinslich und in 7 Jahren rüdzahlbar sein. Ihre Ausgabe wurde Die 10 in diesent Café beschäftigten Kellnerinnen erhalten, wie in 90 Broz. ausgegeben werden soll. Die Anleihe soll mit 6 Broz. um Korrekturen hervorgetretener Unebenheiten. Gewiß würde ich auch bei zu geringer Frequenz der obersten Klassen höherer Schulen gegen haben die Mädchen täglich folgende Beträge am Buffet zu ent- nach einer Besprechung beschlossen, auf der sich die Banffirmen von für Zusammenlegung sein; dies als Antwort auf die Frage Gegenstand extra bezahlen müssen, 20 Pf. Buzgeld, 15 Pf. täglich richten: 15 Pf. Bruchgeld, trotzdem fie jeden einzelnen zerbrochenen Tolio, Yokohama, Djata, Nagoya und Kioto beteiligten. des Herrn Borgmann. Ich bleibe übrigens dabei, daß in der für die Benütung des Aborts, jeben 5. Tag eine Mart bei einem Emissionskurs von 90 Proz. und Rüdzahlung in fieben Die ungünstigen Bedingungen der Anleihe- 6 Broz. Binfen Gemeindeschule bas achtilaffige System die Schüler weniger für den Ausgang, und die vollständigen Invaliden- und Kranken Jahren zeigen, daß man selbst in den einheimischen japanischen zu fördern geeignet ist, als das fiebenstufige. Wir sind für Teilung der untersten Klassen, aber gerade deshalb wollen wir nicht versicherungsbeiträge! Dazu kommt noch, daß die Mädchen keine Bankierkreisen die Finanzkraft des Landes für recht geschwächt hält. Kost bekommen und die Speisen nach der Karte und bei Menumuglose Ausgaben für oberste Klaffen mit zu geringer Frequenz. Buruf von den Sozialdemokraten: Es darf nichts kosten!) Kommen portionen sogar um 10 Bf. tenerer bezahlen müssen als die Gäfte. Sie doch nicht mit solchen abgestandenen Redensarten! Aus der Frauenbewegung. Drei Kellnerinnen verlangten die ihnen abgegaunerten Beträge gemeindungsfrage tommt hoffentlich durch die vom Minister anbritte, die nur 12 Tage die fette Pfründe inne hatte, 5,34 M. Der zurück. Es beanspruchte die erste 60 W., die zweite 101 M. und die Die Schaffung eines Bildungsvereins für Frauen steht auch in gekündigten Vorortskonferenzen wieder in Fluß. Ob wir der Stadt Berlin einen Dienst leisten, wenn wir ins Herrenhaus einen Ver- Getverberichter meinte zur beklagten Reſtaurateursgattin, fie täte Reinidendorf in naher Aussicht. Nachdem in einer öffentVerwohl treter fenden, der dort ein stürmisches Tänzchen aufführt, möchte ich wohl am besten, dieses Geld, das auf eine höchft eigentümliche Art in lichen Versammlung in Reinickendorf- Oft am Dienstag die Genossin treter fenden, der dort ein stürmisches Tänzchen aufführt, möchte ich ihren Besitz gelangt sei, vergleichsweise zurück zu erstatten, welchen Ihrer über Frauenbildung gesprochen und auf den Nußen der bezweifeln. Oberbürgermeister Kirschner: Der erste Redner hat einen unlös- Rat die Beklagte, wohl ahnend, wie das Urteil ausfallen werde, auch Organisation für die Bildung der Frau hingewiesen hatte, wurde baren Widerspruch erblicken wollen zwischen meiner vorjährigen der Kellnerinnen aber noch lange nicht erschöpft. Jede Kellnerin wird, bald einen Bildungsverein für die Frauen ins Leben zu rufen. baren Widerspruch erblicken wollen zwischen meiner vorjährigen befolgte. Mit den oben aufgeführten Beträgen sind die Leistungen eine Resolution angenommen, in der die Notwendigkeit ausgesprochen Aeußerung über eine allgemeine Gehaltserhöhung und den jezigen hat außerdem das ihr beigegebene Bier- oder Wassermädchen mit Zum Schlusse ersuchte der Vorsitzende die Anwesenden, dem KonVorlagen. Es ist keine allgemeine Gehaltserhöhung Ihnen vor geschlagen; nur einige Beamtenklaffen sind berücksichtigt worden und täglich 50 f. zu entlohnen, außerdem für die nötigen fumverein beizutreten, der demnächst eine Verkaufsstelle in Reiniden Die Erhöhungen speziell mit den Verhältnissen dieser einzelnen Service notwendigen Münchener Zeitungen herbeizuschaffen. Dies Zahnstocher, Streichhölzer aufzukommen und die für ihr dorf eröffnen wird. Kategorien begründet. Hätte der Borredner die Landtags verhandlungen verfolgt, so würde er gefunden haben, daß nicht alles haben sie aus ihrem Trinkgelder- Almosen zu bestreiten. Und höhere Militärs die betreffenden Anregungen gegeben haben, mir da wundert man sich noch über die Zunahme der Prostitution! sind solche nicht bekannt; der Oberpräsident aber hat sich tatsächlich für eine Erhöhung interessiert. Für eine Erhöhung der Säße für die Kaffenkranken habe ich mich vor acht Tagen feineswegs auss gesprochen, sondern bloß die rechtliche Verpflichtung der Stadt erörtert. Daß die Errichtung von Krankenhäusern durch die KrankenSozialdemokraten.) Die Eine Damit schließt die erste Beratung. Die hamburgische Seedampferflotte hat sich, was ihren Tonnen Der Etat wird an einen besonderen Ausschuß ver- gehalt anbetrifft, in den legten zehn Jahren mehr als verdoppelt. wiesen, der sofort vom Vorstand ernannt wird und dem auch die Am 31. Dezember 1894 wurden 355 Schiffe mit 473 984 NettoStadtvb. Borgmann, Bruns, Heimann( So.) angehören. Registertons, am 1. Januar 1905 hingegen 596 Schiffe mit Vorlagen eingefegt, u. a. gehören auch die Stadtvv. Gründel, es hat also eine Zunahme der Schiffszahl um zirka 68 Proz., der Ein fernerer Ausschuß wird für die Lehrerbesoldungs- 988 538 Netto- Registertons( 1 573 263 Brutto- Registertons) gezählt; hinge und Koblenzer( Soz.) bazu; der letzte Ausschuß für Schiffstonnage um etwa 107 Broz. ftattgefunden. Die Zunahme im die übrigen Besoldungsvorlagen zählt auch die Stadtvv. legten Jahre war außergewöhnlich gering, nämlich nur um 1 Dampf Basner, Singer und 8ubeil zu Mitgliedern. schiff und 7299 Netto- Registertons, trotzdem 25 Dampfschiffe neu er Endlich wird noch ein besonderer flaster ausschuß nieder- baut, 16 angekauft worden und 2 durch Wechsel des Heimathafens Pflasterausschuß neu hinzugetreten sind. Für das gegenwärtige Jahr ist dagegen eine größere Bunahme wahrscheinlich, mindestens in der Tonnage: waren doch bei der letzten Zählung der Hamburger Dampferflotte 28 stählerne Dampfer mit girta 180 450 Brutto- Registertons im Bau. gefett. Schluß 10 Uhr. Nächste Sigung Dienstag. Soziales. Prostitutions Züchter. Aus Industrie und Handel. Deutschlands Fleischeinfuhr. Wie wenig die deutsche Viehzucht imstande ist, den inländischen kaffen möglich und ausführbar ist, daß das Gesetz ausdrücklich darauf Markt mit der nötigen Fleischzufuhr zu versorgen, belweist die Tat hinweist, wird man zugeben. In den letzten acht Jahren sind neu sache, daß nicht nur die Vieh, sondern auch die Fleischeinfuhr in aufgestellt oder in Arbeit genommen 9668 Betten.( Hört hört!) Dabei ist баз Virchow Krankenhaus nutr ein- das deutsche Zollgebiet noch immer eine recht beträchtliche ist- trog gestellt mit 1600 Betten während jetzt 300 mehr in der Grenzsperren, der hohen Zölle und der mannigfachen, die Gin Neue japanische Anleihe. Borsigwalde. Am 8. Februar, abends 8 Uhr, fand eine Zus fammenkunft von Frauen und Mädchen der arbeitenden Klasse statt. Es wurde ein Frauen und Mädchen- Bildungsverein Borsigwalde und Umgegend" gegründet. Die Statuten wurden vorgelesen und einstimmig angenommen. Alsdann erfolgte die Wahl des Vors standes. Getvählt wurden als 1. Vorsitzende Frau Bienert, 2. Vorfizende Frau Ehlert, Schriftführerin Frau Kotterba, Raffiererin Frau Gramm, Beisigerin Frau Fubel, ferner 3 Revisorinnen: Frau Scheidemantel, Frau Kleineidam und Frau Kienast. Von den Anwefenden ließen fich 46 als Mitglieder in den neugegründeten Verein aufnehmen. Letzte Nachrichten und Depeschen. Die Stichwahl im Wahlkreise Hof. Hof( Oberfranken), 23. Februar, 11 Uhr 10 Minuten. ( Privatdepesche des Vorwärts".) Bisher gezählt für Geisler ( Soz.) 10 829, für Dr. Goller( liberal) 13 874 Stimmen, Sull- Kommiffion. " Aussicht genommen sind. Was das bedeutet, über 10000 Betten fuhr hindernden sogenannten sanitären Abwehrmaßregeln. Der jezige in 8 Jahren, fann sich jeder klar machen, der an die enormen Kosten Zoll für frisches Rind-, Hammel- und Kalbfleisch beträgt 15 Pf., für denkt. Daß das den Herren von der Partei des Herrn Borgmann frisches Schweinefleisch 17 Pf., für Sped, gepökeltes Rindfleisch 2c. nicht genügt, ist mir nicht wunderbar; sie würden auch das Doppelte 20 Bf. pro Kilogrammi. noch nicht für genügend halten. Aber der Bürgerschaft, den Aerzten frisches Fleisch in das deutsche Zollinland Außerdem besteht die Vorschrift, daß gegenüber wollte ich diese beispiellose Leistung der Stadt Berlin hervordas deutsche Zollinland nur in ganzen gehoben haben. Die Mitglieder der Partei des Herrn Borgmann arbeiten Tierförpern, die bei Rindvieh jedoch nicht bei Kälbern) in den Ausschüssen eifrig und fleißig mit, das erkenne ich an; im Plenum und Schweinen in Hälften zerlegt sein können, ein unterstützen sie den Magistrat stets bei den Ausgaben( Heiterkeit), geführt werden dürfen, und zwar müssen mit diesen Tierförpern nachmittag im Ministerium des Aeußern eine Sigung ab, in welcher aber mir wird bei dieser Unterstüßung manchmal bange, wenn ich Bruft- und Bauchfell, Lunge, Herz, Nieren usw. verbunden sein. der Bericht von der Kommissaren unterzeichnet wurde. Der Bericht die Kehrfeite betrachte; dann wird mir immer nur ein einziges Ferner dürfen bei Sendungen von Bökelfleisch die einzelnen Stücke wurde sofort den Vertretern der Parteien zugestellt, wird aber erst Mittel, die Erhöhung der Einkommensteuer, angegeben! Ich muß nicht unter 8 Pfund wiegen. Dennoch, trotz aller dieser die Einfuhr in der am Sonnabendnachmittag stattfindenden Schlußsigung ber Dieses Mittel als ein untaugliches ansehen. Daß meine außerordentlich erschwerenden Bestimmungen, hat im Jahre 1904 öffentlicht werden. Paris, 23. Februar.( W. T. B.) Die Hull Kommission hielt Haltung im Herrenhause auch Gegenstand der Kritik würde, die Einfuhr von frischem Rindfleisch in das deutsche Zollgebiet inhätte ich gerade von Herrn Borgmann nicht erwartet. Im Herrenhause arbeitet man auch nicht bloß im Plenum; folge der hohen Preise für Nindvieh auf den deutschen Märkten be- Regens ist ein Teil der Stadt überschwemmt; Militär und Feuer Bari, 23. Februar.( W. T. B.) Infolge wolfenbruchartigen ich habe an allen Stellen, wo es möglich war, die trächtlich zugenommen, während die Einfuhr von gepöfeltem Rind wehr sind an den Rettungsarbeiten beteiligt. Es ist schwerer Schaden Interessen Berlins redlich und nach besten Kräften zu vertreten fleisch etwa auf dem Stande der vorjährigen fich gehalten hat. angerichtet, man arbeitet daran, einen Damm am Hafen zu durch geglaubt; ich zweifle nicht, daß er das Mandat beffer ausüben. Dagegen blieb die Einfuhr von frischem und von zubereitetem stechen, um ein Ablaufen des Waffers zu ermöglichen. Verantw. Redakt.: Paul Büttner, Berlin. Inferate verantw.( mit Ausnahme der Neue Welt"-Beilage): Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanft. Paul Singer& Co., Berlin SW. Sterzu 2 Beilagenu.Unterhaltungsbl. r. 47. 22. Jahrgang. Reichstag. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 24. februar 1985. nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: Frhr. v. Stengel, Möller. Die Petitionen zu den Handelsverträgen werden für erledigt erklärt. Das Haus berät alsdann über die Seso= Iutionen zu den Handelsberträgen. Abg. Dr. Spahn( 8.): Die Resolution Graf Kaniz ist sehr bes denklich, doch haben meine politischen Freunde nichts gegen eine Bentrum.) 9 Abg. Gröber( 8., auf der Tribüne schwer verständlich): Durch die Erklärung des Staatssekretärs in der Kommission über die Unter146. Sigung vom Donnerstag, den 28. Februar 1905, Supendung an eine Kommission von 14 Mitgliedern.( Beifall beim Leamten in gehobenen Dienststellen können wir uns nicht für befriedigt erklären. Die gehobenen Dienststellen sind nicht für beAbg. Bernstein( Soz.): Aus der Tendenz des Antrags Ranig stimmte Funktionen vorgesehen. Der Wunsch, das Maximalgehalt geht hervor, daß der neue Generaltarif tatsächlich auf eine Verteuerung möglichst früh zu erreichen, ist nicht so wichtig, wie der, den Beamten des Getreides hinausläuft. in den Jahren, in denen sie erfahrungsgemäß am meisten für ihre Die Regiering tut alles, um die Tranfitläger zu einer Institution Familien brauchen, möglichst gut zu stellen. In der Kommission hat umzuwandeln, durch welche nicht die Konsumenten, sondern lediglich man mir versprochen, den Wohnungsgeldzuschuß aufzubessern. Wir Die Resolution Bell( frf. Bp.) und Genossen wünscht eine die Agrarier den Vorteil haben. Es ist eine merkwürdige Tatsache, halten es aber für wichtiger, an der Grundlage, am Gehalt zu Nobelle zum Vereins- gollgesez von 1869, in der ge- daß das despotischste Reich in Europa, Rußland, es durchgefegt hat, bessern.( Beifall im Zentrum.) regelt werden: 1. Haftung der Bollverwaltung für Verschulden ihrer daß die deutsche Regierung für den Fortbestand von Transitlägern Staatssekretär des Reichs Bostamts Kraette: Der Borrebner Beamten; 2. Entscheidung der Beschwerden durch eine richterliche gewonnen ist. Allerdings hat die Regierung dies nur unter bat gesagt, daß die Beförderung von Unterbeamten und ge Reichs- Bentralstelle nach Anhörung von Sachverständigen; 3. bindende geradezu demütigenden Entschuldigungen gegen hobenen Unterbeamten außer der Reihe einen Stachel zurüc Kraft amtlicher Auskünfte; 4. Abgrenzung der Haftung zwischen der über den Agrariern getan. Sie hat erklärt, daß die Tranfitläger in fäßt. Ich habe bereits in der Kommission ausgeführt, Eisenbahn und der Zollverwaltung; 5. einbeitliche Regelung des Danzig, Königsberg, Altona mur für die Ausfuhr arbeiten, also für daß dies nicht allein Bei den Unterbeamten, sondern Veredelungsverkehrs; 6. Abänderung der Strafbestimmungen, ins- die Preisbildung in Deutschland nicht in Betracht kämen. Schließlich überall der Fall ist, wenn man sieht, daß der jüngere besondere Beseitigung der Konfiskation bei Bolldefraudationen. hat fie auch noch den Fortbestand der Transitläger in Mannheim Sollege eine schnellere Karriere macht. Das ist einmal ein lebel Eine Resolution Graf Kaniz( f.) und b. Kardorff( Rp.) und Ludvigshafen genehmigt. stand, den wir nicht vermeiden können. und Genossen verlangt, daß der§ 12 des Tarifgesetzes von 1902 am Die Unterbeamten, die beDie Antragsteller wollen die Erschwerung des Getreibehandels fonders tüchtig und fähig sind, freuen sich darüber und verstehen 1. Juni 1905 in Kraft tritt. Der§ 12 bestimmt, daß die Hölle bis fobiel als möglich beschleunigen. Wir dagegen haben das Intereffe, unfer Vorgehen. Zur Beurteilung der Gehaltsverhältnisse tann ich zu drei Monaten gestundet werden können, daß aber die Zölle für daß die Verteuerumg der Getreidepreise durch den neuen Zolltarif nur anführen, daß ich als Verwaltungschef einer so großen Ver Getreide, Hülsenfrüchte, Raps, Mehl, Malz usw. von dieser Stundung möglichst spät eintritt. Ste fagen freilich, Sie wollten nur für die waltung bringend den Wunsch hege, daß die Unterbeamten so be auszunehmen und für die Zeit der Lagerung dieser Waren in Zoll- Solidität des Handels forgen, aber sonst unterstützen Sie gerade zahlt werden, wie es erforderlich ist. Daß nach dieser Richtung lägern mit 4 Broz. zu verzinsen sind. den unsolidesten Getreidehandel. Denn tvenn die Tranfitläger bis nicht alle Wünsche erfüllt werden Abg. Kaempf( fr). Vp.): Das Vereinszollgesetz von 1869 ist ber au einem gewiffen Grade den Getreidepreis niedrig halten, gründen daß man sich gewissen Rücksichten fügen muß, die fönnen, liegt daran, die der altet; es paßt für unsere Zeit um so weniger, als es in einer Sie Kornhans Genossenschaften, welche durch Zurückhaltung des Schaßsekretär zum Ausdruck bringt. Daß etwas für die durchaus freihändlerisch gerichteten Epoche erlaffen wurde, während Getreides möglichst für seine Berteuerung sorgen. Augenblicklich ist Unterbeamten geschehen muß, darin sind wir einig, nur bezüglich wir jetzt in einer Periode der entschiedensten Schutz- fchon die Kartoffel sehr verteuert, allerdings nicht durch den Zoll, sondern des Weges besteht eine Differenz. Es ist mun gesagt worden, der zöllnerei leben. Die Bollniederlagen Verwaltungen müssen die durch eine Mißernte. Das weiß ich sehr wohl. Aber die Verteuerung dieses geeignetste Weg läge zuerst in einer Reform des Wohnungsgeldfelben Verpflichtungen übernehmen, die durch die§§ 390 und 417 für weite Voltskreise ungeheuer wichtigen Lebensmittels ist eine Tatsache. Buschusses. Ich weiß nicht, ob nicht diese Art etwas für sich hat, des Handelsgesetzbuches den kaufmännischen Lagerhaltern auferlegt um so mehr muß man dafür sorgen, daß nun wenigstens die Ver- infofern, als bei Gehaltsgulagen nach dem Dienstaltersstufen- System werden. Aeußerst wichtig ist die Abgrenzung der Haftung der Eisensteuerung des Getreides möglichst spät eintritt. Aus der Geschichte immer länger gewartet werden muß, bis ein Sprung gemacht wird. bahnverwaltung. Die Eisenbahnschuppen, in denen Zollgüter lagern, fennen wir Beispiele, wo durch große Aufspeicherung von Getreide- Der Wohnungsgeld Buschuß fann den anderen Wünschen stehen unter Mitverschluß der Zollbehörde. Die Eisenbahnverwaltung massen der Preis niedrig gehalten werden sollte. Ich will gar nicht Nechmung tragen, daß die Unterbeamten möglichst schnell behauptet nun, daß sie nur bis zur Ablieferung der betreffenden Ware an die Kornhäuser Josefs in Aegypten erinnern. Auch die Groß austömmliches Gehalt bekommen. Redner verlieft eine dahin an den Boll- und Revisionsschuppen zu haften habe.( hört! hört!) mogule in Indien zum Beispiel haben Getreide aufgefammelt, damit gehende Erklärung, daß die Unterbeamten und gehobenen Unter Die Bollverwaltung ihrerseits lehnt die Haftung ab, weil sie an den teine Teuerung eintrete. Sie aber, ich möchte fagen Sie, die Groß beamten durch die neue Slala nicht geschädigt werden sollen resp. bie Güterschuppen der Eisenbahnen feinen Mitbesitz habe. So zahlt mogule des Agrariertums wollen gerade das Gegenteil.( Uhu! bisherige Bulage solange und soweit genießen sollen, bis sie in die feiner bon den Beiden.( Heiterkeit und Hört! hört! rechts.) Wir fürchten, daß der neue Zolltarif den Getreidehandel nächst hohe Gehaltsstufe eingerückt sind, so daß sie bis zur Erreichung Tints.) Dieser Zustand bedarf bedarf unbedingt der Aenderung. sehr ungefund gestalten, daß er der wüfteften Spekulation Vorschub dieser feine Einbuße erleiden. Die gehobenen Unterbeamtenstellen ( Bravo! links.) Ebenso ist dringend notwendig die Ein- leisten wird. Damit dieses möglichst spät eintritt, werden wir gegen sind übrigens nicht lediglich bei den Bostämtern erster, sondern auch führung einer richterlichen Reichs- Zentralstelle zur Entscheidung den Antrag stimmen.( Lebhafter Beifall links.) tweiter und dritter Klasse vorhanden, speziell bei den Kleinbahnvon Zollbeschwerden, wie eine folche 1866 vom Abg. Ausfeld und Abg. v. Kardorff: Daß diejenigen der verehrten Herren Kollegen, Bostämtern. Genoffen gefordert wurde. Ferner muß durch Reichsgesetz den amt- welche gegen die Handelsverträge waren, auch unseren Antrag ab. Abg. Singer( Soz.): Ich freue mich, daß der Abg. Gröber in lichen Auskünften über Bollfäße bindende Kraft beigelegt werden; lehnen würden, haben wir erwartet. Aber diejenigen der Herren bezug auf die Frage der Verbesserung der Lage der Unteres darf nicht mehr vorkommen, daß trog erteilter amtlicher Auskunft retsinnigen, die noch ein etwas agrarisches Sera in beamten derselben Meinung ist, wie wir. So sehr ich darin Rach- Erhebungen stattfinden. Auch muß das Zollstrafrecht in Eins ich entbedt haben, werden sich doch sagen müssen, daß es mit ihm einverstanden bin, so wundere ich mich doch, daß er die Geflang mit den Brinzipien des heutigen Strafrechts gebracht werden. nicht recht wäre, wenn die Not der Landwirtschaft noch durch die legenheit nicht benutzt hat, wo die Unterbeamtenstellen etatsmäßig Eine Konfistation der Gegenstände, an denen ein Bollbergehen ver- maffenhaften Getreide- Importe verlängert wird. Dem Antrage durch besondere Titel festgestellt werden, Gegenmaßregeln zu treffen. übt woorden ist, widerspricht allen modernen Rechtsgrundsäßen. Dr. Spahn, unfere Resolution einer Kommission zu überweisen, Vielleicht tommt noch die Zeit, wo Ihnen( aum Zentrum) das leid Die Höhe der Strafe darf immer nur an der Höhe des stimmen wir zu und bitten ihn und damit indirekt unsere Resolution tun wird. Ich kann die Resolution der Kommission nur defraudierten Bolles, nicht aber an dem Werte des goll anzunehmen.( Beifall rechts.) zur Annahme empfehlen. Wenn die Regierung die Absicht hat, wie pflichtigen Gegenstandes gemessen werden.( Sehr richtig! Abg. Gothein( frs. Wg.): Jch bemerke dem Abg. von Kardorff wir foeben gehört haben, die Lage der Unterbeamten zu ber lints.) Der Veredelungsverkehr bedarf dringend einer Regelung zunächst, daß ich im Namen meiner jämtlichen politischen Freunde, beffern, so wird ihr der Antrag der Kommission willkommen sein. auf reichsgefeglicher Grundlage, damit die Industrie wenigstens nicht nur eines Teiles von ihnen spreche. Ebenso spreche ich auch die Man hat gefagt, daß es wichtiger wäre, die Aufbefferung in Form einen tieinen Ersatz für die schweren Schäden erhält, die Gesinnungen derjenigen Herren von der Freisinnigen Volkspartei aus, eines Wohnungsgeldzuschusses vorzunehmen. Ich möchte dringend die hohen Rollfäße des Auslandes ihrem Export zufügen. Wir welche für die Handelsverträge gestimmt haben. Der Antrag fon babor warnen. Die Amtstätigkeit ist doch überall gleich schwer, behalten uns vor, in einer Robelle die Sache näher zu detaillieren eine Ausnahmebeſtimmung durchsetzen, der wir nicht zustimmen so daß grundsäglich auch die Gehälter gleich sein und hoffen, daß die verbündeten Regierungen uns bald eine ent- fönnen. Wir sehen nicht ein, warum man eine besondere ungerech- müssen, nur höher als jetzt. Der Wohnungsgeldzuschuß kann sich dann fprechende Borlage bringen werden.( Lebhafter Beifall links.) tigkeit in diesem Zolltarife früher in Straft treten lassen will, als die nach den ortsüblichen Preisen richten. Es darf niemals in den Reichs- Schabfekretär Frhr. v. Stengel: Eine ähnliche Resolution übrigen darin enthaltenen ungerechtigkeiten. Tatsächlich aber würden Wohnungsgeldzufchuß ein Stüd Gehalt aufgenommen werden, das ift bereits in der Kommission eingebracht worden, und Sie finden Sie durch Annahme Ihres Antrages gar nichts erreichen. Denn wäre sehr bedentlich. Wir stimmen also für die von der Kommission meine wörtliche Erklärung zu derselben unter den Drucksachen. daß die Importeure die nicht mehr frebitierten Bollfummen fich geforderte Erhöhung des Gehalts der Unterbeamten auf 1000 W., Die verbündeten Regierungen haben bereits vor Jahr und Tag dann leihen und mit 4 Broz. pro rata verzinsen müssen, wird sie und wir stimmen auch für den Antrag Eichoff. die ersten Schritte zur Aenderung des Vereinszollgefeges getan. am Import nicht verhindern: Denn dazu ist der Gewinn, Ich will nicht auf die zahlreichen Beschwerden ein( Hört! hört! rechts.) Die Materie ist indessen äußerst schwierig. der aus der Differenz der bisherigen und der späteren gehen, die mir gerade von Landbriefträgern zugehen, darum Das Vereinszollgejet war feinerzeit ganz vorzüglich, jetzt ist es Bollfägen entspringt, ein viel zu großartiger. Für die and möchte ich aber doch bitten, daß fich der Herr Staatssekretär mehr allerdings veraltet. Bei der Revision suchen wir uns der Entwirte wäre es im Gegenteil beffer, wenn vor Inkrafttreten um die medlenburgischen ẞo ftberhältnisse fümmert. wickelung des Handels- und des Warenverkehrs nach Möglichkeit an der neuen Bollsäge möglichst viel ausländisches Ge- lommen von dort Beschwerden an mich, daß die Landbriefträger in zupassen. Nun zu den einzelnen Punkten der Resolution. Es ist treide verbraucht wird, damit das inländische in den Korn- einer ganz folossalen Weise überkaftet sind. Ich bitte den Herrn untunlich und würde zu den bedenklichsten Konsequenzen führen, die häusern aufgestapelt und später unter den höheren Bollfäßen ver- Staatssekretär, einen Bericht über die dortigen Verhältnisse einzus Haftung der Zollverwaltung reichsgefeßlich zu ordnen, zumal Art. 77 fauft werden kann.( Buruf rechts: Das wäre sehr gut!) Also fordern. Wie Stollege Gröber muß auch ich mich aus prinzipiellen des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch diese Materie Sie bestätigen mir, daß Sie das für fehr gut halten. Aber wenn Erwägungen heraus gegen den Antrag Basig erklären. in das Bereich der einzelstaatlichen Gesetzgebung stellt. Für eine Sie dem Handel einen ungerechtfertigten Gewinn auf Kosten der Namentlich eine der Petitionen verdient Beachtung. Den Beamten, fachverständige Beratung der entscheidenden Bollinstanzen ist schon Reichstaffe nicht gönnen, so müssen Sie auch nicht im Interesse der welche vor 1895 etatmäßig angestellt sind, wird ihre Militär. heute im weiten Umfange Sorge getragen. Im Reichsschazamt Landwirtschaft einen solchen erstreben. Nach beiden Richtungen dienstzeit nämlich angerechnet, bei den Beamten dagegen, find drei technische Beamte ganz ausschließlich mit den Boll- follte die Spekulation unmöglich gemacht werden. Ihr die nach 1995 angestellt find, geschieht das nicht. Die Petition fragen beschäftigt. Ob durch Einrichtung eines besonderen Gerichts- Antrag wäre für den Handel höchst unbequem. Aus allen diesen fordert die Beseitigung dieses Zustandes. Es ist auch hofes eine Henderung im Sinne einer milderen Auffassung herbei Gründen sind wir gegen den Antrag und auch gegen die Kommissionszuführen wäre, weiß ich nicht zu sagen. Beim Reichsstempelgesetz beratung.( Lebhafter Beifall links.) hat man gesehen, daß das Reichsgericht durchiveg eine firengere Auffaffung vertrat, als der Bundesrat. Betreffs der bindenden Kraft der Auskünfte liegt eine durchaus bewährte Erklärung des Bundesrats bor. Die Abgrenzung der Haftung der Eisenbahn von der der Bollverwaltung bedarf in der Tat einer Regelung; ebenfalls werden wir einer Benderung der Strafbestimmungen näher treten, boch glaube ich nicht, daß die Konfistation unter allen Umständen entbehrlich ist. Ob die Resolution angenommen wird oder nicht: wir werden auf alle Fälle bestrebt sein, das Vereinszollgesetz im modernen Sinne umzuändern.( Bravo! rechts.) Abg. Gamp( Np.): Die Erklärung des Staatssekretärs follte bie Antragsteller eigentlich veranlassen, die Resolution zurückzuziehen. Die Regelung der Haftpflicht muß der Landesgefeßgebung vorbehalten werden. Notwendiger als diese Resolution erscheint mir, dahin zu wirken, daß die fchifanöse Behandlung unserer Industrie und unseres Handels durch die ausländischen Zollbeamten endlich aufhört.( Bravo! rechts.) Abg. Graf Oriola( natl.): Ich sehe in der Aufhebung der Bollfrebite feine Ungerechtigkeit, sondern gerade eine Gerechtigkeit( Sehr richtig bei den Nationallib.), da die kleinen Mühlenbefizer sich durch die Bolltrebite beschwwert fühlen. Abg. Graf Kanit( f.) wendet sich gegen die Ausführungen des Abg. Gothein. Nicht der konservative Antrag, sondern die Unsicherheit in den Verhältnissen sei der Schaden der legitimen Industrie. Damit schließt die Diskussion. Auf Antrag des Abg. Singer( Soz.) ist die Abstimmung über den Antrag Spahn auf Verweisung der Resolution Stanis an eine Rommission namentlich. Für den Antrag Spahn stimmen 95, das gegen 46 Abgeordnete; das Haus ist also nicht beschlußfähig. Vizepräsident Dr. Paasche beraumt die nächste Sigung auf 44 Uhr an mit der Tagesordnung: Post- Stat Schluß 4 Uhr. 147. Sigung bom Donnerstag, 23. februar, nach m. 4 Uhr. GB wirklich zu viel verlangt von den Unterbeamten, daß sie begreifen sollen, tvarum in dem einen Fall die Anrechnung geschieht, in dem anderen nicht. Diefe Petition ist in der Kommiffion sehr eingehend behandelt worden, und biese schlägt vor, fie der Regierung zur Bea rücksichtigung zu empfehlen. Ich möchte bitten, diesem Beschluß bei. zutreten.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Kopsch( frf. Bp.): Zwischen den Berfügungen des Herrn Staatssekretärs und ihrer Ausführung liegt ein weiter eg. Immer wieder kommen Beschwerden an uns, daß nur dem WortLaute, nicht dem Sinne der Verfügungen entsprochen werde. Das Bestreben des Herrn Staatssekretärs bestärkt auch uns in unserem gleichgerichteten Bestreben. Von der Mehrzahl der Unterbeamten wird das Höchstmaß ber zulässigen Dienststunden erreicht oder überschritten. In jeder Weise wird bei der Berechnung der Dienststunden abgeknappst, um die Dienstzeit in der Statistik möglichst gering erscheinen zu lassen, besonders bei Bostämtern, die mit Unterbilang arbeiten und daher ihre Unkosten möglichst herabjegen wollen. Ferner sind mir eine Reihe von Fällen bekannt geworden, in denen sich Vorgefeßte grober Schimpfworte Abg. Osel( 8.): Wir sind durch den Zwang der Verhältnisse gegen ihre Untergebenen zuschulden haben kommen lassen. Der eine Schutzöllner, find aber gegen jede übertriebene Härte bei der HandFall betrifft sogar einen Herrn, der dem Staatssekretär schon bekannt habung der Zölle. Die Haftpflicht muß allerdings der Landesgesetzfein wird: Die Strafverjeßung hat nichts geholfen, gebung überlassen bleiben. Richterliche Entscheidung müffen wir er hat im Dienst geflucht, daß ein Unterbeamter aufammengehauen ebenfalls ablehnen, da sie durchaus keine Befferung herbeiführen werden sollte, daß ihm das Blut herunterläuft".( Sört! hört! lints.) würde. Dagegen sind wir für strenge Abgrenzung der Haftung. Am beschtverlichsten ist wohl der Dienft in den Bahnpostivagen. und für eine Abgrenzung der Strafbestimmungen, die große Un Auch die Bezüge der Bahnpostbeamten find unzureichend. Sie er zuträglichkeiten hervorgerufen haben. Eventuell muß eine Novelle Eine Resolution der Abgg. Dr. Müller Sagan und sicbalten, die Beamten 1 Bf., die Unterbeamten 0,7 Pf. Kilometervor der Revision des Bollvereinsgefeßes hierüber vorgelegt werden. 5off( fri. Bp.) spricht den verbündeten Regierungen gegenüber die gelder. Sechsstündiger Aufenthalt auf einer Station wird den Abg. Dove( frf. Bg.): Die Entgegnung des Staatssekretärs ließ Bereitwilligkeit aus, für die Unterbeamten im Landbestellbienst, Boten- Beamten mit 75 f., den Unterbeamten mit 50 Pf. an Entgegenkommen zu wünschen übrig. Der Staat muß für den dienst und Leitungsauffeherdienst Gehaltsbezüge im Betrage von vergütet; Aufenthalt, der über sechs Stunden dauert, mit 1,50 7. Schaden haften, den seine Beamten anrichten. Bei der Belastung 900 bis 1100. zu bewilligen. refp. 1 M. Diese Vergütung ist bei Aufenthalt in teuren Städten des Bundesrates dauert es zu lange, ehe er eine Entscheidung fällt. Eine Resolution der Abgg. Pasig( natt.) und Genossen ersucht zu niedrig. 8. B. für Frankfurt a. M. Die Berwaltung hat Daher find wir für eine Bentralftelle, die wir mit Richtern befeßt ihren Beamten für Frankfurt a. M. nahe gelegt, eine Garküche, die wünschen, um ihre Unabhängigkeit gewahrt zu sehen. Ich bitte um aus milden Stiftungen unterhalten wird, in Anspruch zu nehmen. Annahme der Refolution.( Bravo! links.) ( Hört! hört! links.) Abg. Böttger( natl.) befürwortet unter Berufung auf den verstorbenen Abg. Dr. Hammacher die Resolution und verlangt namentlich Erleichterung des Veredelungsverkehrs.( Bravo! lints.) Abg. Dr. Spahn( C.) begründet einen Antrag, die Resolution Blell dem Reichstanzler als Material zu überweisen. Dieser Antrag wird gegen die Stimmen der Linken angenommen. Am Bundesratstische: eraette, Frhr. b. Stengel. Auf der Tagesordnung steht die Beratung derjenigen Teile des oftetats, die der Budgetfommission überwiesen waren und noch nicht erledigt find. Es handelt sich um die Positionen für Unterbeamte. Hierzu liegen zwei Resolutionen vor. die Regierungen, in einem Nachtragsetat für 1905 die Mittel anzufordern, damit, wie bei den Unterbeamten der Betriebsämter, so auch bei den Dber- Postdirektionen eine besondere Besoldungsklasse für diejenigen Unterbeamten eingerichtet werden kann, welche in besonders verantwortungsvollen Dienststellen beschäftigt sind und in diesen gehobenen Dienststellen" das Gehalt ebenfalls auf 1200 bis 1800 W. zu bemeffent. Auf Antrag des Abg. Dr. Müller Sagan( frf. Bp.) werden die verschiedenen Pofitioften des Etats, die sich auf die Unterbeamten beziehen, gemeinsam zur Debatte gestellt. Staatssekretär Kraette: Ich möchte boch den Herrn Borredner bitten, Beschwerden, wie er sie heute borgetragen hat, mir borher mitzuteilen.( Sehr richtig! rechts.) Abg. v. Stauby( f.) verteidigt die Einrichtung der gehobenen Stellungen". Es liege feine Infonsequenz darin, wenn Unterbeamte, denen besonderes Vertrauen entgegengebracht werde, auch materiell besser gestellt werden. Es folgt die Beratung der Resolution Ranis ardorff. Abg. Graf Kanit( t): Durch die golffredite entstehen Zoll- Abg. Dr. Müller- Sagan( frf. Bp.) begründet seinen Antrag: Abg. Dr. Bazig( natl.): Unser Antrag, gehobene Stellungen für ausfälle, bie sich auf Millionen belaufen. Die Bollausfälle treffen Ich stehe nach wie vor auf dem Standpunkt, daß niemand eine Auf- Unterbeamte auch bei ben Oberpostdirektionen einzuführen, ist von ja allerdings nicht direkt die Reichskaffe, wohl aber indirekt. Die befferung des Gehalts nötiger hat, als die Landbriefträger zwei Seiten damit bekämpft worden, daß die gehobenen Stellingen Anregung zu unserer Resolution ging bom Abg. Graf Schwerin- Wenn die Mehrheit darauf verzichtet, schon in diefer Seffion eine eine innere Krankheit des Beamtenorganismus darstellen. Ich gebe Löwig aus, der leider jetzt durch Krankheit verhindert ist. Das Erhöhung des Gehalts der Unterbeamten eintreten zu laffen, so daß zu; ja, es ist ein anormaler Zustand, diese gehobenen Stellungen. Infrafttreten des einzelnen§ 12 des Bollgefeges bon 1902 ist ja möchte ich bitten, wenigstens unsere Resolution anzunehmen. Wir Aber wir haben sie einmal und da ist es doch ungerecht, die Unterleider nicht möglich, da dieses Gesetz einheitlich ist und nur im ganzen haben unsere eigene Resolution heute nachmittag dahin abgeändert, beamten bei den Oberpostdirektionen dadurch zu benachteiligen, daß durchgeführt werden kann. Deshalb schlagen wir Ihnen unsere baß baldigst eine Erhöhung des Endgehalts auf 1100 M. in wir ihnen nicht auch die Möglichkeit geben, in gehobene Stellungen Resolution vor Wissen Sie ein besseres Mittel, so wollen wir auch Aussicht zu nehmen" sei. Unsere Resolution muß doch die Sympathie zu gelangen.( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) barauf eingehen, wenn nicht, so stimmen Sie unserem Antrage zu. aller derjenigen finden, die der Meinung sind, daß jede Arbeit ihres Abg. Zubeil( Soz.): Die Regelung ber Arbeitszeit der Unter( Lebhafter Beifall rechts.) Lohnes wert ist. beamten ist durch eine Verfügung in das Ermessen der Postdirektore: 8 Uhr Sie denn keine Töchter? Oft erhält er die alle Unterbeamte müssen mit unterschreiben. " Abg. Frhr. v. Zedlik( ft.): Die die deutschen Studenten mit auswärtigen Hochschulen sich Droschkenpferd.( Lebhafte Zustimmung.) als aus geftellt worden: fie follen fie je nach der Schwere der Dienst- 1 sich um jugendlichen Uebereifer Handele, der milde zu beurteilen ist. Die sogenannte akademische Bewegung ist seit langem planmäßig berrichtung festsetzen. Aber selbst diese Verfügung bleibt unbeachtet. Ich glaube damit der Sache des Friedens und der akademischen propagiert worden durch eine Maula rfsarbeit( Oho! links) von Wöchentliche Arbeitszeiten von 65-75 Stunden sind keine Selten- Freiheit einen Dienst erwiesen zu haben. Leuten, deren Mund überfließt von Worten der Toleranz. heit. Der Dienst beginnt da um 6 Uhr früh und endet um ( Große Unruhe links. Lebhafte Zustimmung im Zentrum.) abends oder er beginnt um 6½ und dauert Abg. Dr. Friedberg( natl.): Zur Frage der politischen Betätigung der Studentenschaft durch das bis 9 Uhr. Das ist zum Beispiel in Hamburg noch bis zur Als ich vor einigen Tagen an den Minister eine Anfrage Salzburger Telegramm habe ich dem Vorredner nichts hinzu Stunde der Fall.( hört! hört! links.) Die Folgen der Ueber- richtete, erhielt ich vom Regierungskommiffar eine sehr erregte Ant zufügen. Ich will nur die Mehrheit daran erinnern, daß sie sich anstrengung zeigen sich in dem schlechten Gesundheitszustand des Post- wort, die von spontanen Beifallsäußerungen des Zentrums vor kürzester Zeit dafür ausgesprochen hat, allen Minderjährigen, personals. Das Durchschnittsalter der Unterbeamten beträgt 37 Jahre; begleitet war. Wenn die Verhandlungen mit den Studierenden mögen sie die akademische Freiheit genießen oder nicht, jede politische an Lungenschwindsucht starben 26,2 Proz. der Beamten, von den Unter- in demselben Tone geführt worden find, wie ihn der Betätigung zu untersagen. Um wie viel mehr wird man tadeln beamten aber 39,6 Proz.( hört! hört! links.) Diese Zahlen sollten doch Regierungskommissar in seinen Angriffen gegen mich gebrauchte, müssen, daß die Studenten sich in die politischen Verhältnisse des dem Staatssekretär zu denken geben; er sollte daraus entnehmen, daß war allerdings ein Erfolg nicht zu erwarten.( Sehr richtig! links.) Auslandes gemischt haben.( Sehr richtig! rechts.) die Dienstzeit unbedingt verkürzt und die Besoldung der Unter- Die Worte:" Wir stehen niemand in der Begeisterung für die Der Minister hat die katholischen Korporationen eine unerfreuliche beamten erhöht werden muß. Kollege Kopsch hat einen Dienstplan akademische Freiheit nach, am allerwenigsten dem Abg. Friedberg", Erscheinung genannt. Wir betrachten sie als eine erfreuliche, unter aus Breslau zur Sprache gebracht. Wir brauchen nicht so in die enthalten eine außerordentliche Geringschätzung. Ich könnte den stügungswerte und unterstützungsbedürftige Erscheinung.( Sehr richtig! Ferne zu schweifen, das Schlechte liegt in Berlin so nah. Ausdruck leicht übertrumpfen, tue es aber aus persönlicher Wert- im Zentrum.) Mit dem Schlagworte der konfessionellen Ab ( Heiterkeit.) Es geht aus einem Berliner Dienstplan hervor, daß die schäzung des Kommissars nicht. Die Regierungskommissare sind dazu sonderung" wird ein großer Mißbrauch getrieben.( Sehr richtig! Arbeitszeit eine ganz ungeheuer große ist und daß sie sich teilweise da, sachliche Auskünfte zu geben, nicht aber, persönliche Angriffe im Zentrum.) Man kann den christlichen Glauben nur aufrechtauf den ganzen Tag verteilt, so daß die Unterbeamten mehrmals am gegen Mitglieder des Hauses zu richten.( Lebhafte Zustimmung links.) erhalten, wenn man auf dem festen Boden der Konfession steht. Tage einen weiten Weg zurücklegen müssen. Daß den Unterbeamten, wenn der Regierungskommissar sagt, meine Anfrage trage zur Treiben denn nur die katholischen Verbindungen konfessionelle Abdie nach 1895 angestellt sind, die Militärzeit nicht angerechnet wird, Störung des Friedens bei, so muß ich das ebenfalls entschieden fonderung?( Redner verliest aus dem deutschen Universitätskalender ist schon erwähnt worden. Es wiederholen sich die Klagen, daß das zurückweisen.( Zustimmung links.) Ich beschäftige mich eigentlich zu die Liste der evangelischen und jüdischen Verbindungen. Bei den Hülfspersonal in der Weihnachtszeit viel zu spät angestellt wird, nämlich viel mit dem Kommissar, ich müßte mich gegen den Minister wenden. Gruppen des evangelischen Bundes und den 18 jüdischen Studentennicht vor dem 18. Dezember. Dadurch wird den Beamten eine Ich habe seit langer Zeit in lebhaften geschäftlichen Beziehungen zum verbindungen ertönt lebhaftes Hört! hört! rechts und tolossale ueberarbeit zugemutet. Die Postboten auf Amt 12 müssen Minister und seinen Vertretern gestanden, und naturgemäß bin ich im Zentrum.) Aber tonfessionelle Absonderung ist es bisweilen eine volle Stunde warten, bis sie abgefertigt werden. wohl mehr der Gesuchte als der Suchende gewesen. Ich werde diese doch auch, fährt der Redner fort, wenn irgenwelche Ver Diese Zeit geht von ihrer freien Zeit ab. Die Begleiter der Post- Beziehungen nun nach dem Grad der Wertschäzung, deren ich mich bindungen Juden nicht aufnehmen. Und wenn Sie die wagen werden zuerst nach dem Lehrter Bahnhof bestellt, dort er- im Kultusministerium zu erfreuen habe, anders regeln müssen, da konfessionelle Absonderung verwerfen, können Sie die Absonderung fahren sie erst, auf welchem Bahnhof sie gebraucht werden. Sie müssen auf so verlegende Aeußerungen keine Remedur eingetreten ist.( Sehr nach der Höhe des Wechsels, nach der Zahl der Ahnen, nach der dann den Omnibus oder die elektrische Bahn benutzen. Troßdem richtig! links.) Aber auch für meine Partei muß ich erklären, daß Heimat oder nach der Fachwissenschaft billigen? Ob sich die Studenten werden ihnen von ihrem Fahrtengeld große Ab- sie es als schwere Verlegung der Rücksicht auf eine große Partei be- nach der Farbe ihrer Haare zusammenschließen( Heiterkeit) oder nach züge gemacht. Wo man das nicht kann, stellt man, um weiter zu trachtet, wenn eines ihrer Mitglieder in dieser Weise von einem der Tiefe ihrer religiösen Ueberzeugung, beſtimmt den Grad der sparen, junge Leute an.- Von den„ Holz- und Kartoffelgeldern" Regierungsvertreter behandelt wird.( Sehr richtig! bei den National- Absonderung nicht, zeigt sich vor allem darin, daß sie für Gegensätze weiß niemand, wer sie eigentlich bekommit. Beamte mit einem liberalen.) jeder Art Raum hat, die im Wetteifer miteinander ringen, sich gegen Kind bekommen sie bisweilen, Beamte mit mehreren Kindern nicht, Die Ausführung des Regierungskommissars in der Budget feitig anerkennen und jeder auf seinem Wege nach dem gemeinsamen Beamte mit langer Dienstzeit erhalten die Vergünstigung bisweilen kommission, daß die Studentenausschüsse an ähnliche Kompetenzen Biele strebt.( Lebhafter Beifall im Zentrum.) später, als die mit kurzer; niemand wisse warum. Der Herr Staats- gebunden seien wie die Parlamente, kann ich nicht anerkennen.( Zufefretär hat erklärt, niemals würden Unterbeamte gezwungen, für Stimmung links.) Die Ausschüsse haben das Recht, alles was das die Witwen- und Mädchenhorte beizusteuern. Aber wenn ein Unter- akademische Leben angeht, zu behandeln und sich deshalb auch mit Nur dadurch, daß in der Hannoveraner Sache von den Ministerialbeamter nicht will, heißt es bei den Vorgesetzten: Haben anderen Hochschulen in Verbindung zu setzen. Die ton- instanzen so merkwürdig verfahren worden ist, wird es psychoAntwort: feffionelle Scheidung zwischen den Studenten ist der Entwickelung logisch verständlich, daß der Glaube entstehen konnte, die afaWir haben nur Jungens?( Heiterkeit.) Aber schadet nichts, ber höher als akademische Freiheit steht die persönliche, und ich gefährdet. Dazu kommt, daß die konfeffionellen Verbindungen ein inseres politischen und fozialen Lebens nicht günstig. demische Freiheit, dies Fundament der deutschen Geistesfreiheit, sei Die Einrichtung der„ gehobenen Stellen" bedeutet unter allen Um- fann deshalb den Studenten das Recht nicht bestreiten, sich kon- Mißbrauch der akademischen Freiheit sind. Freilich, beseitigt können ständen eine ungerechtigkeit. Selbst befähigte Unterbeamte können fessionell zusammenzuschließen. Die Methode des Vorgehens gegen sie nur werden durch leberredung der einzelnen Studenten durch lange warten, ehe fie gehoben" werden. Man sollte lieber nach die Hochschulen ist durch die Vielregiererei hervorgerufen.( Sehr andere. Für das Telegramm nach Salzburg hat die Hannoveraner Zurücklegung einer bestimmten Zahl von Dienstjahren allen Beamten richtig! links.) Wir mischen uns zwar nicht in Verhältnisse anderer Studentenschaft in ihren nationalen Gefühlen eine Entschuldigung Die Aufbesserung zuteil werden lassen. Herr Kraette bestritt, daß Länder, wenn wir aber die Angriffe der Adelsmarschälle im galizischen allererster Art. Wenn sie sich politisch vergriffen, so mußten sie mit es jezt nach Gunst und Willfür ginge. Aber wonach denn? Landtage gegen Deutschland mit Ruhe aufgenommen haben, brauchen leiser Hand zurechtgeführt werden. Aber man hätte die StudentenAuf dem einen Bostamte werden alle Schaffner, auf wir nicht gleich mit den Knien zu schlottern, wenn einmal schaft, ein edles, feuriges Roß, nicht behandeln sollen wie ein altes dem anderen alle Postillone gehoben". Beamten des inneren Verwaltungsdienstes sollen nach den in Verbindung setzen.( Lebhafte Zustimmung links.) Der festgesetzten Grundsäßen die Zulagen nicht erhalten. Sind Ausschuß der technischen Hochschule in Hannover hat eine UmAbg. Dr. Zwid( frs. Bp.): sie beliebt, so werden sie auf furze Zeit in den Außendienst versetzt, frage an andere Hochschulen gerichtet, wie dort die Frage der kon- Wenn der Vorredner gemeint hat, daß die kons und nachher gehoben" in den Bureaudienst versett. Sind aber die fessionellen Verbindungen behandelt werde, die Frage hatte einen feffionelle Absonderung geeignet wäre, den konfessionellen Frieden betr. Beamten unbeliebt, so müssen sie die Tätigkeit im Außendienste, informatorischen Charakter, und da kam mit einem Male das strenge zu stören, so sollte er daraus die Konsequenz für die Kondie sie seit vielen Jahren zur vollen Zufriedenheit ihrer Vorgesetzten Verbot, mit anderen Hochschulen in Verbindung zu treten. Es wurde feffionsschule ziehen. Selbst der Minister hat die katholischen und des Publims ausüben, aufgeben zugunsten derer, die gehoben" eine hochnotpeinliche Untersuchungskommission nach Hannover geschickt. Korporationen als unerfreuliche Erscheinungen bezeichnet. Ich werden sollen. Durch das jezige System werden die Vorsteher Despoten Die Mission ist vollständig gescheitert. Auch ein anderer Weg, der kann nicht anders, ihm darin vollem Herzen Ihrer Beamten; denn nach ihren Vorschlägen entscheiden die Direktoren eingeschlagen wird, führt nicht zum Ziel. Auch bei dem Vorgehen zuzustimmen. Wir wünschen, daß die Jugend sich nicht ein über die Buteilung und Verweigerung dieser Dienstzulagen. Viel gegen Marburg erhält man den Eindruck, daß ein hochnotpeinliches engen läßt durch konfessionelle Rücksichten, sondern frei in gemeinbesser wäre es, alle Unterbeamten zu einem Examen zuzulassen und Verfahren eingeleitet wird. Man sollte meinen, daß die samer selbständiger Arbeit dem höchsten Ideal zustrebt. Aber wir fie nach dem Dienstalters- Stufensystem zu rangieren; auf diese Weise Lehrerkollegien der Hochschulen allein derartige Angelegenheiten würden konfessionelle Verbindungen nicht gewaltsam unterdrücken würden Haß und Unzufriedenheit beseitigt, die jetzt durch das herrschende mit den Studenten regeln können.( Sehr richtig! links.) ( Sehr richtig! links.) Die wollen. Es wäre die Pflicht des Regierungskommissars als preußischer System erzeugt werden müssen. Wir werden auch dieses Jahr Studenten haben einen recht festen Standpunkt eingenommen. Sie Beamter gewesen, sich nicht von der Hiße der Debatte fortreißen für die Streichung der gehobenen Stellen in ihrer jezigen Form verlangen eine Zurücknahme des Verbots, mit anderen Hochschulen zu lassen. Wenn er ebenso leidenschaftlich in den Verhandlungen stimmen. Wo Millionen und Milliarden für die Flotte und die in Verbindung zu treten, da handelt es sich um ein Recht, das nie mit den Studenten gewesen ist, so kann man sich erklären, wie so Kolonien hinausgeworfen werden, da muß das Deutsche Reich auch bestritten ist, das auch den Korpsstudenten zusteht, und sie verlangen Mißstände aller Art zwischen Rektor, Senat, Studierenden und den die Mittel finden, allen Unterbeamten die notwendige Aufbesserung weiter das Recht, das jedem Staatsbürger zusteht, ihre Angelegen- föniglichen Behörden eingerissen sind. Allein diese Tonart zuteil werden zu lassen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) heiten auch in der Presse zu erörtern. Da verweist man sie auf die ist schuld daran, daß die Studentenbewegung einen der Abg. Dr. Müller- Sagan( frs. Bp.): Es ist richtig, daß durch Disziplinargewalt, als ob sie schon Beamte wären. Die ganze Er- artigen Charakter angenommen angenommen hat.( Sehr richtig! links.) die gehobenen Stellen unzufriedenheit in die Reihen der Unter- regung, welche diese Bewegung hervorgerufen hat, ist nur eine Wir fühlen volle Begeisterung für die akademische Freiheit. Wir beamten getragen wird. Es fehlt eben an einem einheitlichen festen Folge der falschen Behandlung der ganzen Sache von oben.( Sehr wissen aber, daß sich die akademische Freiheit nur im Rahmen einer Borgehen darin, denn die Behörde hat doch immer die Beförderung richtig! links.) Wenn man wirklich den Frieden herstellen will, so gewissen Selbstzucht verwirklichen läßt. Wir hoffen, daß die borzunehmen, von ihr allein hängt sie ab. Andererseits ist doch nehme man die erlassenen Verbote zurück. Dahin zu wirken, scheint hohen Wellen, die die Sache geschlagen hat, sich bald bedamit sicher ein Fortschritt gemacht worden, daß ein Unterbeamter mir hauptsächlich die Pflicht derjenigen zu sein, die in erster Reihe fänftigen werden, wenn nur in Zukunft der richtige Ton gegen nicht immer in derselben Sphäre bleiben muß. Gegen den daran schuld sind, daß die Sache so verfahren worden ist.( Lebhafter über den Studenten angeschlagen wird.( Lebhafter Beifall links.) Antrag des Abg. Pazzig müssen wir müssen wir stimmen, da wir Beifall lints.) Abg. Graf Limburg- Stirum( f.): darin eine Bevorzugung einzelner Kategorien sehen. Minister Dr. Studt: Wir haben viel über die akademische Freiheit gesprochen, aber Abg. Gröber( 8.): In früheren Etats handelte es sich um eine Ich kann mir bedauern, daß der Abg. Friedberg auch mich in wir wissen noch nicht genau, was das ist. Die Studenten verstehen Zulage, jest um ein Gehalt in der Höhe der früheren Zulage. Das die Sache hineinziehen mußte.( Oho! links.) Die persönliche Er- darunter Lehrfreiheit, Lernfreiheit, das Recht auf wohlwollende Beist das Blus, welches die Unterbeamten erhalten Sie erhalten das regtheit des Kommissars ist auf den angeführten Vorwurf, unrichtige urteilung ihrer Ausschreitungen( Widerspruch bei den NationalMarimalgehalt viel zu spät. Ich bitte den Herrn Staatssekretär, Angaben gemacht zu haben, zurückzuführen. Ich bin fest davon liberalen) aber ich selbst hätte mich sehr gewundert, wenn man eine Fassung des Dispositivs zu finden, nach dem die Unterbeamten überzeugt, daß dem Kommissar jede verlegende Absicht fern lag, meine Studentenstreiche nach dem Staatsgesetz behandelt hätte in gehobenen Stellen zur felben Zeit das erhöhte Marimalgehalt( Oho! links), wenigstens tann ich nicht konstatieren, daß er sie ge-( Heiterkeit) die Freiheit sich zu vereinigen und auch die katholischen bekommen, in der sie früher das nicht- erhöhte bekamen.( Beifall im habt hat. Der Kommissar brauchte die Worte am allerwenigsten" Verbindungen zu verbieten( Heiterkeit), die Nachtruhe von StaatsZentrum.) in dem Sinne ,, auch nicht".( Schallende Heiterkeit links.) Mit dieser beamten zu stören( Heiterkeit) und so weiter. Wir alle Nach einer kurzen Richtigstellung des Geh. Ober- Regierungsrats Erklärung halte ich die Angelegenheit für erledigt.( Aha! links, wollen die studentische Freiheit möglichst ausdehnen; aber Neumann gegen den Abg. Kopsch wird die Debatte geschlossen. große Unruhe.) da sie nur auf dem Wohlwollen der öffentlichen Meinung beruht, Hierauf wird die Resolution Pasig( natl.) gegen die Stimmen so müssen die Studenten sie sich erhalten, indem sie sich als wohl erzogene Leute benehmen auch bei den Ausschreitungen nicht Roheit, sondern Humor zeigen und daß sie dem Staate keine Ungelegenheiten bereiten durch Beschäftigung mit auswärtigen Angelegenheiten. All das gilt aber nur für die deutschen Studenten. Sollten ausländische Studenten ihr Gastrecht mißbrauchen und in der jüngsten Bewegung eine Rolle gespielt haben, so bitte ich den Minister, fie nicht schonend zu behandeln.( Zustimmung rechts.) Abg. Dr. Jaenede( natl.): Wir verlangen mit aller Bestimmtheit, daß die Beleidigungen, Für uns ist die Angelegenheit mit der Antwort des Ministers die der Regierungskommissar gegen ein Mitglied des Hauses aus146. Sigung bom Donnerstag, den 23. februar, erledigt. Man darf nicht vergessen, daß zurzeit der gesprochen hat, zurückgenommen werden. Die Studentenbewegung bormittags 11 Uhr. Sympathiekundgebung nach Innsbrud in Desterreich die Verhältnisse läßt sich nur als Antwort auf das ganze System verstehen, Am Ministertische: Dr. Stud t. start gespannt waren, ja, ein Staatsstreich drohte. Dann versuchten durch das vom Ministerium des Geistes Deutschland beherrscht Der Rektor Hannoverschen Hochschule selbst Die Beratung des Kultus Etats wird fortgesetzt mit der die Studenten in Hannover, gemeinsam mit anderen Hochschulen wird. gegen die akademischen Behörden vorzugehen, und haben sich so schlug das Inverbindungtreten mit anderen Universitäten vor. Freiheiten erlaubt, die gegenüber der wohlwollenden, väterlichen Aber da wurde die Ministerialinstanz in ihrer warmen Leitung der akademischen Disziplinarbehörde sich nicht gehörten, zu- Sympathie gegen den Klerikalismus gekränkt.( Große Unruhe Ehe das Haus in diese Debatte eintritt, will ich den will- mal bei dem Mangel an politischer Reife der Studenten( Lachen links). rechts und im Zentrum.) Nur aus Konnivenz gegen die leitende tommenen Anlaß benußen, meinen Standpunti hinsichtlich der Maß- Aber noch schlimmer ist, daß weit verbreitet in der Studentenschaft Partei( Erneute Unruhe) griff man zur Innsbrucker Depesche. nahmen, die meinerseits ergriffen worden sind, Ihnen darzulegen. Der Glaube ist, es gebe gar keine akademische Disziplin. Ich schäße Bewegung gegen die katholischen Korporationen nahm nur deshalb Ich stehe seit 16 Jahren in amtlichen Beziehungen zu akademischen die akademische Freiheit viel zu hoch, um sie gegen die konfessionellen fo großen Umfang an, weil der erste Chargierte in Hannover dem Bürgern und zur akademischen Jugend. Ich habe nie mein Bestreben Verbindungen auszunuzen.( Sehr richtig! rechts und im Zentrum.) Rektor mit einer Beschwerde bei der Zentrumsfraktion gedroht" hat. darauf gerichtet, die akademische Freiheit zu beschränken. Ich habe Man soll den Kampf gegen die katholischen Verbindungen nicht mit( Hört! hört! links. Lachen im Zentrum.) hat man dieses Wort es stets als einen besonderen Vorzug empfunden, in harmonischem dem Schlagwort, akademische Freiheit führen.( Lebhaftes Sehr auch nachträglich aus den Akten entfernt, so ist doch der Rektor Einvernehmen mit Professoren und Studierenden tätig sein zu richtig! rechts und im Zentrum.) Entweder müßte man alle der Hochschule Hannover hier anwesend. Strafe er mich Lügen! dürfen. Es wird mir aus meiner amtlichen Wirksamkeit keine fonfessionellen Verbindungen unterdrücken oder auch die katholischen Man hat den Studenten Heile und andere Herren nach Berlin Handlung oder Aeußerung nachgewiesen werden können, aus welcher Rorporationen bestehen lassen.( Lebhaftes Sehr richtig! rechts zitirt. Als die morgens zu Herrn Althoff famen, fagte dieser, er die Absicht hervorging, das Palladium der akademischen Freiheit zu und im Zentrum.) Warum wird nicht auch gefordert habe jetzt feine Zeit, fie mögen nachmittags wiederkommen. Er gad beeinträchtigen. Die in der letzten Zeit von gewisser Seite tendenziös die Auflösung der jüdischen Verbindungen in Berlin( Sehr ihnen dann Karten zur Teilnahme an der Menzel- Gedächtnisfeier, hervorgerufene Protestbewegung der Studierenden an Universitäten richtig! rechts) oder der akademischen Zweigvereine des und er lud die Studenten dann zu einer Kneiperei ein, und wenn und technischen Hochschulen kann meines Erachtens für erledigt Evangelischen Bundes.( Sehr richtig! im Zentrum.) Aber freilich, die Studenten dann sagten: wir wollen doch jetzt von den Sachen angesehen werden, namentlich für die beteiligten Universitäten. In der Kampf gegen die katholischen Vereinigungen wird von denen am reden, so erwiderte er: Profit, das wird schon alles werden.( HeiterStraßburg ist im Wege der Verständigung die Sache beigelegt, ebenso heftigsten geschürt, die am meisten die Gründung von Zweigvereinen keit.) Es ist eine zu Herzen gehende Bewegung, die beweist, daß die in Münster durch befriedigende Erklärungen; den in Göttingen und des Evangelischen Bundes gefördert haben.( Sehr gut! im Zentrum.) Jugend noch Ideale hat. Bonn gefaßten Resolutionen näherzutreten, lag tein Anlaß vor. Es wäre ja für uns sehr bequem, mit der Täglichen Rundschau" Abg. Peltasohn( frs. Vg.): Die Art und Weise, wie man jetzt Von den technischen Hochschulen kommen Hannover und Charlotten- und anderen Blättern die sehr populäre Hege gegen den Kultus- gegen die Studenten vorgeht, erinnert daran, wie man früher gegen burg in Betracht. In Charlottenburg ist eine Verständigung an- minister mitzumachen. Aber wir halten es für unsere Pflicht, die die Burschenschaften vorgegangen ist. Es ist doch erfreulich, daß die gebahnt, in Hannover ist durch die Relegation eines Studenten neue Studentenschaft daran zu erinnern, daß sie sich schon während ihrer akademische Jugend für ideale Bestrebungen Sinn hat.( Sehr Unruhe entstanden. Da aber dem Studenten Berufung an die Central Studentenschaft der Pflichten bewußt sein muß, die sie einst für den richtig! links.) Ich kann nur denjenigen, welche den Bestrebungen instanz freisteht, fann ich darauf nicht weiter eingehen. Den Be- Staat zu erfüllen haben wird.( Lebhafter Beifall rechts.) der Studenten entgegengetreten find, empfehlen, aus den Vorgängen strebungen auf ein Verbot der konfessionellen Verbindungen habe Abg. Dr. Borsch( 3.): Ich will mich, entschlossen, dem ata- eine Lehre zu ziehen.( Beifall links.) ich entschiedenen Widerstand geleistet.( Beifall im Zentrum.) An fich demischen Frieden um jeden Preis zu dienen, auch zurüd Abg. Dr. Porsch( 3.): Der Reftor der Technischen Hochschule bleiben diese fonfessionellen Verbindungen an den Hochschulen ja eine halten, obwohl man auch hier wieder meine politischen habe selbst erst sich gegen die Anwendung von Gewaltmaßregeln unerfreuliche Erscheinung.( Widerspruch im Zentrum und Zustim Freunde in ganz unqualifizierbarer Weise in den Streit erklärt. Die Art, wie der Student Heile behandelt worden sei, weise mung links.) Es fehlen aber alle rechtlichen Voraussetzungen zu ihrer hineingezogen hat. Es ist weitgekommen in Preußen: Wenn allerdings auf eine Einschränkung der akademischen Freiheit hin. Beseitigung. Meine Maßnahmen gegenüber studentischen Kund- ein Kultusminister dem fatholischen Boltsteile fein unbestreit Ministerialdirektor Dr. Althoff: gebungen habe ich mit weitgehender Nachsicht und fern von jedem bares Recht nicht verkümmert, so bezichtigt man ihn der Die Frage der konfessionellen Verbindungen war schon früher pherzigen Bureaukratismus getroffen, weil ich mir sagte, daß es Liebedienerei gegen das Zentrum.( Lebhaftes Sehr richtig! im Zentrum.) an die Unterrichtsverwaltung berangetreten, da handelte es sich um Abg. v. Eynern( natl.) der Nationalliberalen abgelehnt, die Resolution Dr. Müller- stellt unter großer Heiterfeit des Hauses den Antrag, die eben abSagan( frs. Vp.) einstimmig angenommen, ebenso die Resolution der gegebene Erklärung des Ministers solle gedruckt und im Hause verBudgetkommission. Der Titel wird bewilligt. Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Freitag 1 Uhr. ( Reichs- Postverwaltung, Reichsdruckerei, Reichs- Eisenbahnen.) Schluß 7 Uhr. Abgeordnetenbaus. = Debatte über die akademische Freiheit. Minister Dr. Stubt: teilt werden. Präsident v. Kröcher erklärt, dies werde so schnell nicht möglich sein. Uebrigens haben ja alle die Erklärung gehört.( Abg. v. Eynern erwidert etwas.) Das Haus verzichtet also auf die Drucklegung.( Große Heiterkeit.) Abg. Irmer( tons.): Die Und streut er Schnee und Eis umher, Es muß doch Frühling werden. ( Stürmische Heiterkeit.) Wahlprüfungs- Kommission. # Vom ostasiatischen Kriegsschauplatz. Die Lage am Tschaho. " = fabische Verbindungen. Man hat gegen diese nicht vorgehen können, beamten Heranzuziehen; ohne Unterschied sollen die Eleven in dem willigen wird jetzt für dieselbe Arbeit 30 Bf. bezahlt. Außerdem und ebenso tönnte man auch gegen die katholischen Berbindungen fubalternen Dienste zunächst beschäftigt werden, dann aber auch sind noch verschiedene Lohnregulierungen" oder„ Neuerungen", wie nicht vorgehen. Sehr beklagenswert war aber die Agitation gegen Gelegenheit haben, in die höheren Posten aufzurücken. Die Forderung es der Chef zu nennen beliebt, vorgekommen, welche Lohn. die konfessionellen Verbindungen. Die akademische Freiheit ist historisch wurde bewilligt. reduzierungen gleich zu achten sind! Wenn auch die begründet, und sie besteht jetzt in der Lern- und Lehrfreiheit, in der Löhne der Firma nicht die schlechtesten sind, so wird doch auch Freiheit gegenüber derjenigen in der Schule, im späteren Leben und Die Wahl des Abgeordneten nicht der höchste Lohn bezahlt. Von 100 Broz. mehr als in anderen beim Militär darin, daß sich die Studenten in Versammlungen über Am 3 ehnhoff( 3.) ist trop der großen Majorität von Stimmen, Fabriken fann erst recht keine Rede sein. Höchster Lohn in der Wendestudentische Angelegenheiten aussprechen können, ferner dürfen sie mit die er erhielt- Am Zehnhoff 13 145, Soziald. 1590, Nationall. 1046, abteilung war 29 m., die übrigen Leute aber find mit Löhnen von 16, 17 M. anderen Hochschulen über studentische Angelegenheiten in Gedanken- Freikons. 1025 durch Wahlprotest angefochten worden. In dem pro Woche nach Hause gegangen, verdienten höchstens mal 23 M. austausch treten. Der studentischen Freiheit steht die Gebunden- Protest wird besonders die Verhinderung der Verbreitung sozial Ein Teil arbeiter hat allerdings bis zu 36 m. verdient; den heit durch die Selbstzucht, durch die gefeßlichen Be- demokratischer Flugblätter durch Gemeindebehörden gerügt. Die übrigen Arbeitern der Wende- Abteilung erklärte der Fabrikant, daß stimmungen über die Rechtsverhältnisse der Studierenden gegenüber, Kommission hielt aber diese Behauptungen für unerheblich, weil er sich bei diesem in der Kalkulation geirrt habe und nun die 1879 unter Fald erlassen sind. Das Gesetz paßt heute eigentlich die Verbreiter bis zum Tage der Wahl noch genügend Zeit zur Be- um so vorsichtiger bei ihnen sein müsse. Heute ist der Betreffende nicht mehr. Ueber die Frage der akademischen Freiheit sind die schwerde hatten. Einige ander Protestpunkte wurden für un- Arbeitswilliger, zum Dank für den ihm verliehenen Ausnahmelohn. Leute verschiedener Ansicht. Die Herren, die so leicht über die erheblich erachtet, weil, wenn ihre Berücksichtigung auch zur akademische Freiheit sprechen ich meine die Herren außerhalb Kassierung der Wahlergebnisse in den betreffenden Orten führen 14 Tage hat die Wende Abteilung gewartet auf Regelung der Von einem Ueberfall des Fabrikanten kann feine Rede sein. dieses Hauses( Heiterkeit) würden sich über die Verschiedenheit würde, dies ohne Einfluß auf das Gesamtresultat der Wahl bleiben Sache. Sonnabend vor Ausbruch des Streiks ließ Herr Bo der Ansichten wundern. Die Unterrichtsverwaltung ist mit dem würde. Daher beschloß die Kommission, die Wahl des Abgeordneten rinski die Leute bon 7-9 Uhr abends warten. Am Abgeordneten Grafen Limburg der Meinung, daß man die Am Zehnhoff, Wahlkreis Neuß Grevenbroich, Reg.- Bez. Dienstagmorgen verlangte er, als dieselben wieder vorstellig Grenzen der akademischen Freiheit möglichst weit ziehen soll. Düsseldorf, für gültig zu erklären. wurden, Bedenkzeit bis zum Abend. Die Kollegen befürchteten, daß Der Streit in Hannover ist hauptsächlich dadurch entstanden, daß die Gleichfalls beschloß die Kommission, die Wahl des Abgeordneten es wieder 9 Uhr werden würde und beschlossen, mittags bis 4 Uhr Befugnisse des Studentenausschusses nicht fest genug bestimmt waren. Barbed( frs. Vp.), der in dem Wahlkreise Erlangen- Fürth gegen Bescheid zu verlangen. Wenn man jetzt nicht einmal weiß, wodurch die akademische Freiheit Segit( S03.) mit 15 505 gegen 13 553 Stimmen gewählt ist, für Wertführer telephonisch herbeigeholt. Der Bruder des Fabrikanten Da wurde allerdings der Chef durch den gefährdet sein soll, kann ich nur zur Schillerfeier auf diese gültig zu erklären. nannte die Kommission, weil sie so oft vorstellig wurde, Hull. Studentenpolitik zitieren: Ewig jung ist nur die Phantasie.( HeiterKommission. Der Fabrikant ließ sich in Unterredungen nicht feit.) Im übrigen tröste ich mich mit dem Dichterwort: Und dräut der Winter noch so sehr mehr ein, erklärte vielmehr, nur noch fünf Minuten Zeit für die Leute zu haben. Darauf legte die Wende- Abteilung allerdings die Mit trozigen Geberden Arbeit nieder. Verdugt war der Fabrikant, als anderen Tages London, 23. Februar. Daily Telegraph" meldet aus die mechanische Abteilung, als die Vorstellungen des Aus Tokio: Die Russen, deren Hauptmacht noch auf dem rechten schusses nichts nugten, ebenfalls die Arbeit niederlegte. Auf Ufer des Tschaho steht, fahren fort, starte Verteidi- den Kernpunkt der Sache geht der Herr Fabrikant gar nicht ein. Abg. v. Eynern( natl.): Ich bedauere, daß der Regierungs- gungswerte an dem Flusse aufzuführen. Suropattin ist Mit dem Wochenlohn waren die Arbeiter zufrieden; er legte den kommissar kein Wort gefunden hat, um seine objektive" Be- häufig unterwegs zwischen Kozanshi im Mittelpunkt der Angriffslinie selben jedoch einen Akkordlohn vor, für welchen die Leute nicht leidigung gegen ein Mitglied des Hauses abzuschwächen und zurüd- und Hankasai. Es heißt, daß er an einem Augenübel leide, welches arbeiten konnten. Was die Arbeitswilligen anbelangt, so mögen zunehmen. Die Universitäten sollen in der Tat das deutsche durch die strenge Kälte hervorgerufen wurde. Er soll die Seh120 Leute in der Lohnliste verzeichnet stehen, vom Kontorpersonal Bolt auch jetzt noch schützen vor dem verderblichen Geist, der von kraft auf einem Auge vorübergehend eingebüßt und Hausdiener bis zu den Stepperinnen und Einfasserinnen jenseits der Alpen herüberweht.( Große Unruhe im Zentrum.) Nach haben. Es sind jetzt schon fünf fleine Schiffe im Hafen von Port( alte Frauen), welche außer dem Hause beschäftigt sind. Ob diese den Taten der letzten 20 Jahre war es notwendig, daß der deutsche Arthur wieder flott gemacht worden. Die in Wladivostok liegende legteren aber jetzt genügend Arbeit haben, möchten wir bezweifeln. Geist sich endlich gegen den Ultramontanismus empörte.( Lebhafter Flotte fuhr kürzlich aus dem Hafen heraus, kehrte jedoch, als sie des An Stelle der 76 Streikenden, welche das eigentliche Betriebs Beifall links. Langanhaltende Unruhe, Lärm und Lachen im Blokadegeschwaders ansichtig wurde, in Eile zurüd. personal der Fabrik bilden, sind augenblicklich beschäftigt: 1 8wider, Bentrum.) Ministerialdirektor Althoff: 1 Bimser, 2 Durchnäher, 1 Glätter, 2 Zuschneider, 5 Buzzer, Zur Frage des Friedensschlusses. Der Ich hätte die objektive Beleidigung gern schon gestern zurückBrüssel, 23. februar. Pariser Korrespondent der 3 Wendezwicker, 1 Stanzer, 1 Reiseschuhpuzer, zusammen 17 Mann. genommen, wenn ich nicht gefürchtet hätte, damit wiederum meine" Gazette" hat über die Friedensfrage persönlich Erkundigungen Am ersten Tage versprach die Fabrit den Arbeitswilligen 27 M. pro Befugnis als Regierungskommissar zu überschreiten.( Lachen links.) eingezogen, aus denen hervorgeht, daß Delcassé die russische Re- Woche. Die später kamen, erhielten diesen Lohnsatz nicht mehr. Ich erkläre mit dem größten Vergnügen, daß mir der Gedanke, den gierung über die Friedensfrage fondiert hat. Die Antwort Ruß- Biele der Arbeitswilligen hörten auf, weil sie nicht genügend ver Abg. Friedberg zu beleidigen, völlig ferngelegen hat.( Lebhafter fchen Regierung, welche aber noch einige Zeit verstreichen lassen will, über die 300 M. nicht vorgelegt wurde.- Was die gefezwidrige Abg. Friedberg zu beleidigen, völlig ferngelegen hat.( Lebhafter lands läßt keinen Zweifel über die friedliche Disposition der russi- dienten respektive deshalb, weil ihnen das versprochene Schriftstück Beifall.) Kultusminister Dr. Studt: Ich habe den Studenten gern Ver- bevor sie den Frieden schließt, in der Hoffnung, daß es den ruffi- und gewalttätige Art und Weise anlangt, so ist von dieser auf Der Fabrikant weiß zeihung gewährt und habe auch meinerseits gern gegenüber dem in chen Truppen in der Mandschurei gelingen wird, wenn auch den feiten der Streifenden gewiß nicht die Rede. Marburg drohenden Konflikt nachgegeben. Natürlich muß ich darauf fleinsten Sieg zu erringen, der es der russischen Regierung gestatten felbst, daß verschiedene Arbeitswillige( 1) mit dem Revolver in der Fabrik renommiert haben! bestehen, daß in jedem einzelnen Falle eine Ordnungswidrigkeit würde, einer ehrenvollen Frieden abzuschließen. wieder gutgemacht und der akademischen Disziplin Genugtuung ber- departement ist, wie der Washingtoner Korrespondent straße, find Differenzen ausgebrochen. New York, 22. Februar.( Laffan"-Meldung.) Das Staats- In der Dampf- Mehlmühle zu Köpenid, Friedrichshagener schafft wird. Abg. Dr. Jänecke( natl.) erhebt Protest gegen die Behauptung der New York Sun" aus bester Quelle mitteilen kann, amtlich bom Regierungstische, daß der gesamte akademische Lehrkörper der benachrichtigt worden, daß Japan bereit ist, in Besprechungen über Achtung, Tapezierer! Die Firma Bagier u. Comp. in Dresden Studentenbewegung feindlich gegenüberstehe. Es seien ja nicht alle den Friedensschluß einzutreten, aber bevor die Unterhandlungen beso zur Professur gekommen, wie Herr Dr. Spahn.( Großer Lärm ginnen, die Bedingung stellt, daß Korea unter japanischer Aufsicht sucht Tapezierer. Wir ersuchen, die Firma zu meiden, da sich die im Zentrum.) Die Verbandsleitung. und die Integrität der Mandschurei erhalten bleibt. Japan über- Kollegen dort im Streit befinden. Durch einen Schlußantrag, der Annahme findet, wird die Debatte läßt es Rußland, Vorschläge zu machen. Wie verlautet, hat Ja pan nicht den Wunsch, Rußland großen Demütigungen über die akademische Freiheit beendet. zu unterwerfen und ist damit einverstanden, daß das Friedens- Der Crimmitschauer Arbeitswillige Vogel, auf dessen Brief abkommen in Ausbrüden abgefaßt wird, welche die Inhin die Genossen echt und Schiller ins Gefängnis geworfen humanität der Fortsetzung des Krieges und die wurden, bis sie die hinterlegte Kaution von 20 000 Mart befreite, Einstellung der Feindseligkeiten aus diesem ist nach einer Mitteilung des Textilarbeiter" ein mehrfach be Grunde hervorheben.(!!) In Washington ist man geneigt, ftr after Mensch. Er ist u. a. schon einmal wegen zu glauben, daß Japan auf der Zahlung einer Entschädigung nicht Schreibens anonymer Briefe mit Gefängnis bestraft.- Das ist der bestehen und daß Washington der Sitz der Friedensverhandlungen Kronzeuge des Unternehmertums und der Staatsanwaltschaft! sein würde. Die Crimmitschauer Textilbarone können auch sonst keinen Staat mit ihren Helfern machen. Am 18. Februar wurde der Fabritarbeiter Raabe Es folgt der Antrag Arendt:" Die königliche Staatsregierung zu ersuchen, eine Gedächtnisfeier des hundertsten Todestages von Friedrich Schiller " Deutfches Reich. Die nüglichen Elemente. " " Tokio, 23. Februar.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) aus Crimmitschau vom Landgericht in Zwidau wegen verschiedener Dieb Japan hofft, eine neue Flotte von Torpedo bootszer- stähle zu einer Gefängnisstrafe von 2 Jahren 9 Monaten, fünfjährigem itörern innerhalb eines Jahres fertigzustellen. Jedes dieser Schiffe Ehrenrechtsverlust und Stellung unter Polizei- Aufsicht verurteilt. soll 380 Tonnen groß sein, eine Geschwindigkeit von 29 Knoten und Derselbe war Mitglied vom Nationalen Arbeiter- Unterstügungsboote werden jezt in Dienst gestellt. die gebräuchliche Bestückung haben. Zehn neuerdings gebaute Torpedo- berein". Seine lebte Strafe betrug 2 Jahre 6 Monate Zuchthaus. Nach einem letzten Ausflug des genannten Vereins nach Rudelswalde hielt er dafelbft eine Rede und verherrlichte Moltke, Baldersee u. a., hierauf stahl er einem Sellner Ueberzieher und Hut. Und mit diesen Mitgliedern wollen die Crimmitschauer Unternehmer den organisierten Arbeitern einen Damm entgegenstellen. Wirklich, sie können stolz darauf sein! in allen öffentlichen Schulen Preußens herbeizuführen und fich bereit zu erklären, die hierfür erforderlichen Mittel zu bewilligen." Abg. Dr. Arendt( frk.) begründet den Antrag. Abg. Ballaste( f.): Auch wir Konservativen verehren Schiller, weil er gezeigt hat, daß auch ohne Loslösung von Recht und Sitte und in einem reinen Familienleben geniale Werke geschaffen werden können. Aber wir wollen teine uniformierte Feier, die von oben her kommandiert wird, zumal in vielen ländlichen Schulen die Kinder den Namen Schiller gewiß noch nie gehört haben. Abg. Träger( frs. Vp.) hätte nicht geglaubt, daß gegen einen folchen Antrag sich Widerspruch erheben würde. Schulen, in denen Tofio, 23. Februar. Amtlich wird bekanntgegeben, daß dem Schillers Name nie genannt würde, gehörten hoffentlich zu den nächst eine neue, und zwar die vierte, innere Anleihe größten Seltenheiten. Der Redner erinnert an den von 100 Millionen Yen zum Kurse von 90 Prozent ausgegeben beschreiblichen Enthusiasmus der anläßlich der Schiller- Feier werden soll. Die Anleihe soll mit 6 Prozent verzinslih und in im Jahre 1859 im ganzen deutschen Volke geherrscht habe. Er sieben Jahren rückzahlbar sein. Ihre Ausgabe wurde auf einer Beprotestiert gegen die Purifizierung Schillerscher Dichtungen in den sprechung beschlossen, an der sich Bankfirmen von Tokio, Yokohama, Schul- Lefeblichern und bezeichnet sie als verwerflicher als Denkmals- Djata, Nagoya und Kyoto beteiligten. schändungen. Am liebsten sähe er den Antrag sofort unter Durchbrechung der Geschäftsordnung angenommen, aber das preußische Abgeordnetenhaus sei nicht der geeignete Ort zur Durchführung revolutionärer Gedanken.( Stürmische Heiterkeit.) Ein Regierungskommissar verspricht, daß die Regierung die Schiller- Berballhornisierungen in den Schullesebüchern auf das richtige Maß zurückführen werde.( Heiterfeit.) Der Antrag Arendt geht an die Unterrichtskommission. Die weitere Beratung des Kultusbudgets wird auf Freitag 11 Uhr vertagt. Schluß 4 Uhr. Parlamentarifches. Die Kolonialattachés. Die Budgetkommission des Reichstags fuhr am Donnerstag zunächst in der Debatte über die Forderung für zwei Rolonialattachés fort. Der Kolonialdirektor Dr. Stübel versuchte sie durch eine Schilderung des wachsenden Umfanges der Kolonialgeschäfte zu begründen. Eine fortlaufende Berichterstattung über fremdländische Kolonien sei notwendig. Die nötigen Studien ließen sich am besten in London und Paris machen; bisher hätten die Berichte sehr nützlich gewirkt. Abg. Dr. Müller- Sagan bestritt nicht, daß es notwendig sei, Erfahrungen anderer Völker zu beachten, aber die Herren könnten in Paris und London auch nur am grünen Tisch arbeiten. Abg. Dr. Arendt sprach sich gegen die Entsendung der Attachés aus. Wenn man etwas wolle, solle man in die Kolonien felbst hineingehen; in Paris und London könnten sie nicht mehr lernen als in Berlin. Gerade die Kolonialfreunde sollten sich hüten, unnüge Sinekuren zu bewilligen. Mit großer Schärfe wandte sich Abg. Dr. Südekum gegen die Regierung und gegen die zweideutige Haltung der Zentrumspartei auch in diefer Frage. Es ist natürlich, daß die Regierung die Forde rung stelle, weil sie sonst ihre frühere Haltung desavouieren würde. Staatssekretär des Auswärtigen v. Richthofen bestritt, daß die Forderung gewissermaßen aus Eigenfinn nochmals wieder eingesetzt worden sei. Die Attachés hätten sich bewährt. Das Reich mache ein gutes Geschäft, wenn man durch dauernd stationierte Beamte die Entsendung von Kommissionen überflüssig mache. Abg. Erzberger begründete den Antrag, die Hälfte der Summe für einen Kolonialattaché in London in den einmaligen Etat einzusehen. Im„ Interesse der Sparsamkeit" folle man diesen Antrag annehmen. Nachdem der Abgeordnete v. Staudy für die Forderung der Stegierung gesprochen hatte, sprach auch Abgeordneter Graf Oriola die Zustimmung der Nationalliberalen aus. Abg. Ledebour wies zunächst den Antrag Erzberger zurück, dessen Motivierung widerfinnig ist und der lediglich dazu dienen soll, der Regierung entgegenzukommen. Sachlich sei die Forderung unbegründet, weil die Auskünfte über die Verwaltungspraxis fremder Kolonien die Konsuln und Generalkonsuln zu liefern hätten. Die Förderung unserer faufmännischen und industriellen Interessen durch solche Attachés sei pure Redensart. Der Antrag des Zentrums wurde schließlich gegen die Stimmen der Linken und des Abg. Arendt angenommen. Die Regierung fordert Mittel zur Ausbildung von sogenannten Rolonialeleven, um einen Stamm von eigenen Rolonial Gewerkschaftliches. Berlin und Amgegend. Arbeiter- Radfahrer- Verein Rixdorf" Streitdemonstration und Polizei- Attacken in Helsingborg. In der schwedischen Stadt Helsingborg streifen zurzeit die Arbeiter und Arbeiterinnen der Hemdenfabrit von Stenström. Um gegen die Streifbrecherinnen, die die Firma eingestellt hatte, zu demonstrieren, versammelten sich am Dienstag abend mehrere Tausend Personen in der Nytorgsgata und gaben ihren Unwillen Die Tarifverhandlungen und die Arbeitsvermittelung im durch Zurufe und Pfeifen kund. Plöglich erschien eine Abteilung Kürschnergewerbe. Nachdem auf Beschluß der Generalversammlung berittener Polizei, die rücksichtslos auf die Menge einstürmte und des Verbandes der Kürschner Berlins der Tarifvertrag der Pelzbranche nach echt russischer Manier mit den sogenannten Hundepeitschen gekündigt wurde, fand am 13. Februar eine gemeinsame Sizung und mit Säbeltlingen Schläge austeilte. Darauf der Vorstände und der Schlichtungskommission der Arbeitgeber und wurde von einem nahe gelegenen Hügel mit Steinen nach den Arbeitnehmer statt, um über den Entwurf zu einem neuen Vertrag Polizeileuten geworfen. Einige wurde getroffen, jedoch ohne Verzu beraten. Die Arbeitgeber erklärten sich im allgemeinen mit den letzungen davonzutragen. Der Krawall dauerte einige Stunden. von den Arbeitnehmern beantragten Aenderungen einverstanden, Mehrere Personen wurden verhaftet. von denen die wichtigste eine bessere Regelung der Arbeitszeit an den Sonnabenden und eine genaue, alle Irrtümer ausschließende Abfassung dieses Paragraphen des Vertrages betrifft. Nicht minder wichtig erscheint es den Arbeitnehmern, daß das Inserieren nach Arbeitskräften und das Umschauen gänzlich abgeschafft werde, und daß die Arbeitgeber sich verpflichten, Arbeitskräfte lediglich durch die Arbeitsnachweise der Organisation zu beziehen. Gegen die Aufnahme einer solchen Bestimmung in den Vertrag verhielten sich die Arbeits geber jedoch ablehnend. Am Mittwoch tagte nun eine Mit- 1. gliederversammlung des Berliner Kürschnerberbandes, die sich besonders mit der Frage der Arbeitsvermittelung befaßte. Der Referent Regge wies darauf hin, wie erniedrigend es ist und wie schädigend es auf die Lohnverhältnisse einwirkt, wenn man durch das Umschauen oder nach Zeitungsannoncen Arbeit sucht. Hierbei wurde erwähnt, daß die Firma Maier u. Ko., in der Kommandantenstraße, einem auf dem Arbeitsnachweis bestellten tüchtigen Gehülfen, der bisher 36 m. verdiente, 27 M. geboten habe und dann, als sie so billige Arbeitsfräfte vom Nachweis nicht erhalten konnte, in den Beitungen annoncierte, und daß diese Firma überhaupt Lohndrückerei betreibe. Die Versammlung überwies diese Angelegenheit dem Vorstand und nahm ferner folgende Resolution einstimmig an: 2. RIXDORF B M. d. A. R. B. Solidarität". Vereinslokal: H. Thiel, Bergftraße 151/152. Situng jeden Donnerstag 9 Uhr abends. Sonntag, den 26. Februar, abends 6 Uhr: Vortrag des Genossen Schriftsteller M. H. Baege über" Babel und Bibel". Zahlreiches Erscheinen ist Pflicht. Gäste herzlich willkommen. 5. März nach Busendorf bei Schulz. 12. März nach Pichelswerder bei Freund. 19. März nach Karolinenhof bei Mand. 11/17 26. März nach Stolpe an der Nordbahn bei Bergemann. 6. April: General- Versammlung. Der Vorstand. lutarme und Bleichsüchtige Bluta faufen das Haematogen Flasche Mark 1.50, 5 Flaschen 7 Mart nur bei Gustav Behm Heute: rische " In Erwägung, daß es im ureigensten Interesse der Arbeiterklasse liegt, ihre Arbeitskraft unter den günstigsten Bedingungen zu veräußern, und dementsprechend die Arbeiter auch das lebhafteste Interesse daran haben, unter welchen Bedingungen sich die Arbeitsvermittelung vollzieht, erklärt die heutige VersammTung dafür eintreten zu wollen, daß bei Abschluß des neuen Vertrages mit der Innung und dem Verein der Pelzwarenfabrikanten die Arbeitsvermittelung derart geregelt wird, daß jedes Inserieren in den Zeitungen aufhört und nur die Arbeitsnachweise der bekannter tadelOrganisation in Anspruch genommen werden. Die Kollegen und Stolleginnen verpflichten sich, im Sinne dieser Resolution au handeln. An der Abschließung des neuen Tarifvertrages wird übrigens auch die hiesige Zahlstelle des Deutschen Kürschnerverbandes teilnehmen, da eine Einigung hierüber auf Antrag der Zahlstelle mit dem Verliner Verband zustande gekommen ist. Ueber die Verhältnisse bei der Schuhwarenfirma Binner wird uns auf die Berichtigung derselben von der Organisation folgendes mitgeteilt: Der Glätter erhielt erst 25 Pf., nachher 15 Pf. Auf Vorhalt wurde demselben versprochen, ihm in der Woche 27 M. zu garantieren, dann aber müsse er für 15 Pf. glätten. Den Arbeits in lofer Qualität. Blut- u. LeberWurst Hof parterre. 19932* Frankfurter Allee 120, Ebertystraße 46, Rigdorf, Hermannstraße 46. ellowFell Zigaretten 2-5 Pfennig. Rich. Augustin, Linda Würzburger Hühneraugenmittel Sigungszimmer. Tel. Amt IV, 8729. Frühstücks- und Mittagstisch. CellowFell Zigaretten 2-5 Pfennig. * bon Dr. H. Unger- Würzburg.- 20 Pf. 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Den Mitgliedern die betrübende Nachricht, daß unser altbewährtes Ehrenmitglied( Mitbegründer bes Vereins), Kollege am Paul Hammer Mittwoch nachmittag im 62. Lebensjahre verschieden ist. Sein stets reges Interesse an den Bestrebungen des Vereins fichern ihm ein bleibendes Anbenken bei den Mitgliedern. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. Februar, nachmittags 4 Uhr, bon der Leichenhalle des Friedhofes der Freireligiösen Gemeinde; Pappel- Allee, aus statt. Der Vorstand. Typographia. Infolge der am Sonntag stattfindenden Beerdigung findet die Herrenpartie erst am 5. März statt. Der Vorstand. Herrenkragen, rein Lein. 4f. befte Qualit. D. W. 3. 3,50. Manschetten, prima. 4fach 1 D. M. 1,80 und 2,25. Serviteurs, größte Auswahl Stück von 36 Pf. an. Krawatten, Handschuhe, Hosenträger, Taschentücher, Strümpfe c. Detailverkauf zu Engros- Preisen. Ernst Marcuse 23. Münzstrasse 23. Mit 3000 M. Anzahlung Verband der Möbelpolierer. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Fritz Lindemann verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 24. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Stiefholzftr. 9, nach dem Kirchhof Strug- Allee, bet Baumschulenweg, ftatt. 145/1 Der Vorstand. Invaliden- Unterstützungskasse Sozialdemokratisch. Wahlverein für den 6.Berliner Reichstagswahlkreis. Todes- Anzeige. Am Dienstag, den 21. d. M., verstarb unser Mitglied, der Kupfer fchmied Wilhelm Tornow Kastanien- Allee 95/96. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Gethsemane Friedhofes in Nordend aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 246/15 Der Vorstand. d. Steindrucker u. Lithographen. Verband der Kupferschmiede Die Beerdigung des am 22. Februar verstorbenen Steindruders Heinrich König findet statt am Sonntag, den 26. Februar, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Martus. Kirchhofes in Wilhelmsberg. 24196 Das Komitee. Invaliden- Unterstützungskasse d. Steindrucker u. Lithographen. Die Beerdigung des am 22. Fe bruar verstorbenen Lithographen Karl Vesper findet statt am Sonntag, den 26. Februar, nachmittags 1 Uhr, auf dem Heiligen Kreuz- Kirchhof in Mariendorf. 24206 Das Komitee. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Tellnahme sowie für die zahlreichen Strangspenben bei der Beerdigung meines lieben Mannes fage allen Berwandten und Betannten, sowie dem Wahlverein Grünau, dem Verbande der Handels- und Transportarbeiter, fowie dem Urbeiter- Radfahrerklub " Vorwärts" stopenid( W. d. S.) meinen herzlichsten Dant. 21692 Grünau, den 23. Februar. Witwe Berta Stabbert geb. Koplack. PrinzenSpezialarzt für 72/ 7* Haut- und Harnleiden. 10-2,5-7. Gonntags 10-12 2-4. Deutschlands. Filiale Berlin. Am 21. d. Mts. verstarb an Herzschwäche unser langjähriges Mitglied, der Kollege Wilhelm Tornow im 45. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend ben 25. d. Mets., nachmittags 4 Uhr von der Leichenhalle des St. Zions- Kirchhofes in Nieder Schönhausen( Nordend) aus statt. N Um rege Beteiligung bittet 100/1 Der Vorstand. Verband der Möbelpolierer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Emil Wahrenholz gestorben ift. 145/12 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. Februar, nach mittags 4 Uhr, von der Leichen halle des Kirchhofes der Sanft Andreas Gemeinde zu Hohen Schönhausen aus statt. % Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Bigarrengeschäft ift eine gute Brotſtelle burch Ueber. Dr. Simmel, str. 41, tändehalber gum 1. März ér. zu vernahme eines alten Gastwirt Grundstückes in Schwedt zu etwerben. A. Hinze, 3äckerid. 21632* gut gehendes, im Westen, ist umtaufen. C. Grüneberg& Sohn, SW. Stochftr. 9. Kaufhaus Max Mannheim Frankfurter Allee 89. Berlin O. Frankfurter Allee 89. Großer Ausverkauf wegen Uming Am Sonnabend, den 25. Februar, beginnt der große Umzugs- Ansverkauf in sämtlichen Abteilungen meiner reich sortierten Läger. Berantw. Redakteur: Bank Büttner, Berlin. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Bortvärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 47. 22. Jahrgang. Lokales. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die erste Lesung des Stadthaushalts- Etats für 1905. " Freitag, 24. februar 1905. Religion gibt, muß sich schämen vor dem Christentum der Deutschen schiedenen anderen Orten Feuermeldungen ein, doch handelte es sich Tageszeitung". in allen diesen Fällen um ganz geringfügige Anlässe. Freiwillige Versicherung. Die Landes- Versicherungsanstalt Berlin ersucht uns, folgendes bekannt zu geben: Kaufleute, Handelsleute, Für den fünften Rathaus- Abend des Vereins zur Förderung Der Kämmerer unserer Haupt- und Residenzstadt Berlin Gast- und Schankwirte, Handwerker, selbständige Schneiderinnen, der Stunft, welcher Jens Peter Jacobsen gewidmet ist, hat sich für pflegt in die Reden, mit denen er alljährlich den Entwurf des Krankenpflegerinnen und sonstige selbständige Gewerbetreibende, die den Vortrag der Redakteur Paul Bornstein aus Hamburg, für die neuen Stadthaushalts- Etats einführt und ihn dem Wohlwollen dem Versicherungszwange nicht unterliegen, sind zur Selbst- Rezitation Elisabeth Schneider vom Hoftheater in Weimar zur Verder Stadtverordneten- Bersammlung empfiehlt, allerlei humor- berſicherung berechtigt, wenn sie a) bas 40. Lebensjahr noch fügung gestellt. Starten a 1,50 M. find im Vereinsbureau, Albrechtder Stadtverordneten- Versammlung empfiehlt, allerlei humor- nicht vollendet haben und b) in ihrem Betrieb nicht regelmäßig straße 11, zu haben. bolle und wikige Bemerkungen einzuflechten- gestern aber gestern aber mehr als zwei versicherungspflichtige Personen beschäftigen. Die Herr Professor Dr. Otto v. Nordenskiöld hat sich bereit erklärt, schien er nicht sonderlich zum Scherzen aufgelegt. Dafür ver zur Selbstversicherung erforderlichen grauen Quittungsfarten werden seinen Vortrag" Zwei Jahre im Eise des Südpols" am Dienstag, suchte nachher der Oberbürgermeister, die Versammlung durch von demjenigen Polizeirevier fostenlos ausgestellt, in dessen ben 7., und Donnerstag, den 9. März, im wissenschaftlichen Theater Späße zu erheitern, und er erzielte damit bei der Mehrheit Bezirk die Betriebsstelle beziehungsweise Wohnung des zu Ber- der Urania in der Taubenstraße zu wiederholen. Billetts für diese auch den gewünschten Erfolg. Diese Vertauschung der Rollen sichernden liegt. Die Versicherung fann in jeder beliebigen Vorträge sind bereits von heute ab an der Kaffe der Urania er war bezeichnend. Herr Maaß, der Kämmerer, weiß nur zu eine Marke verwendet werden. Zur Verhütung des Erlöschens der Lohntlaffe erfolgen. Für jede Kalenderwoche darf gut, daß die Aufgabe, den Etat bei dem bisherigen Steuerfaz Ansprüche aus der Versicherung müssen alle zwei Jahre mindestens Theater. Im Schiller Theater N. wird wegen Erkrankung des zu balancieren, von Jahr zu Jahr schwerer wird. Und ebenso 40 Marken verwendet werden. Den genannten Personen wird in Fräulein Gusti Becker heute, Freitag, statt der angeſetzten Erftgenau weiß Herr Kirschner, daß die Sozialdemokratie, gegen ihrem eigenen Interesse dringend geraten, von den Recht zur Selbst- aufführung von Lothar Schmidts Komödie„ Der Leibalte" Gustav Sie er seine Späße richtete, bei ihrer Kritik der Leistungen der versicherung ausgiebig Gebrauch zu machen. Sie erlangen dadurch Stadelburgs Schwant Familie Schierke" gegeben. Sonnabend kommt Berliner Kommunalverwaltung die erdrückende Majorität der folgende Ansprüche: 1. Rente bei dauernder Erwerbsunfähigkeit die Novität Georg Engels Drama" Im Hafen", Sonntag abend Bevölkerung hinter sich hat. Dem Kämmerer war gestern der( Invalidität) ohne Rücksicht auf das Lebensalter. 2. Rente bei vor- Fuhrmann Henschel" von Gerhart Hauptmann zur Aufführung. echte Humor geschwunden, den er sonst besitzt. Der Oberbürger- übergehender Erwerbsunfähigkeit, fofern sie länger als 26 Wochen Im Schiller- Theater O. bleibt der Spielplan unverändert. Lucia meister suchte durch Galgenhumor darüber hinwegzutäuschen, dauert. 3. Rente bei Vollendung des 70. Lebensjahres. 4. Völlig von Lammermoor, Donizettis große Dper, gelangt am Freitag fostenlose Verpflegung in den Heilstätten der Versicherungs- durch das Opern Ensemble des Theater des Westens im 2uisendaß ihm gar nicht heiter zu Mute war. anstalt in geeigneten Krankheitsfällen zivecs Verhütung Theater in erster Befehung zur Aufführung. Der sozialdemokratische Redner, Genosse Borgmann, des vorzeitigen Eintritts der Invalidität. 5. Unterstützung erhielt diesmal sogleich nach des Kämmerers Rede als erster der Familie während des Aufenthalts des Familienhauptes das Wort. Damit fam von vornherein ein stark fritischer Zug in der Heilstätte. 6. Rückerstattung der Hälfte der geleisteten in die Etatsdebatte hinein. Die Liste von Bemängelungen und Beiträge an Frau und Kinder, falls der Versicherte vor Erlangung Anregungen, die Borgmann vortrug, war nicht fürzer als in der Rente stirbt. früheren Jahren. Die städtischen Werke, ihr Betrieb und ihre Die Synode gegen die Animierkneipen". Die Handels- und Arbeitsverhältnisse, das Schulwesen, das Gesundheitswesen, Gewerbefommission des Abgeordnetenhauses beschäftigte sich gestern das Armenwesen, die Beziehungen der Stadtgemeinde zu den mit einem Gesuch des Sittlichkeitsausschusses der Synode zu Berlin, Straßenbahngesellschaften, die Eingemeindungsfrage, die das auf Aufhebung der sogenannten„ Animierkneipen" hinzielt. Der Drangsalierung der städtischen Verwaltung durch die Staats- Antrag geht dahin: regierung wurden von unserem Redner in den Kreis seiner Be-" Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen, den Minister bes Innern zu ersuchen, zu bewirken, gegen jeden Inhaber von trachtung gezogen. Die scharfe Kritik, die er übte, schloß mit sogenannten Animiertneipen das Verfahren auf Entziehung der einem Hinweis auf des Oberbürgermeisters Abneigung gegen Konzession einzuleiten, weil er seinen Gasthausbetrieb zur AnKritik von sozialdemokratischer Seite, die Herr Kirschner in der regung der Unsittlichkeit benuße." borigen Sitzung so offen bekannt hatte. Dem Redner der Stadtverordneten- Minderheit, die das Vertrauen der Bevölkerungs- Mehrheit genießt, antwortete der Führer der Stadtverordneten- Mehrheit, die längst nur noch eine Bevölkerungs- Minderheit hinter sich hat. Es ärgerte Herrn Cassel, daß Borgmann sich einen Vertreter der Besitzlosen genannt hatte. Er versicherte, das sei er auch, und damit man's ihm glaube, zählte er auf, was alles die Stadt Berlin unter der Aegide der Casselschen Parteigänger für die Unbemittelten getan habe und noch tue. Im übrigen pries er seine FinanzKunst, die es wiederum ermöglicht habe, daß der Etat mit 1100 Broz. Einkommensteuer aufgestellt werden konnte. Der Kämmerer hatte zwar im ersten Teil seiner Einführungsrede gezeigt, warum das diesmal nicht schwer war, und im zweiten Teil durchblicken lassen, daß es das nächste Mal weniger leicht sein werde. Aber Caffel kümmerte das nicht, und er schloß mit Stolzerem Schwung als je. Die Kommission erkennt die großen Uebelstände auf diesem Gebiete an, bedauert aber die höchst ungenügende und mangelhafte Begründung der Petition. Es wurde schriftliche Berichterstattung und Behandlung im Plenum beschlossen. Konkurse. Seine Zahlungen eingestellt hat der Rechtsanwalt A. Born aus der Schillingstraße, der an verschiedenen industriellen Unternehmungen beteiligt war. Die Passiva betragen 1600 000 m., während zu den Aktiven auch ein Gut im Werte von 300 000 M. gehört. Großes Aufsehen erregt, wie die Deutsche Sonfettion" meldet, der Konkurs über die Firma Körner u. Fiedler in Burkhardtsdorf. Die Firma hat als Spezialität wollene und halbfeidene Stoffe für die Handschuhfabrikation fabriziert; die Passiva belaufen sich auf mehr als eine Million Mart. Mit Zyankalium vergiftete sich nach Berübung einer Gewalttat Mit Zyankalium vergiftete sich nach Verübung einer Gewalttat der 28 Jahre alte Arbeiter Gotthold Hartwich aus der Eberthstraße. Seine Frau wohnt mit ihrem fünfjährigen Sohn von ihm getrennt im vierten Stock des Hauses Dunckerstraße 3. Dort hat sie an den 54 Jahre alten Arbeiter Krohn abvermietet, den sie für ihren Onkel Auf Cassel folgte Kirschner. Der Herr Oberbürger- ausgibt. Während der Zeit des Getrenntseins hat Hartwich eine meister schilderte, was Berlin unter anderem in der Kranken- längere Strafe verbüßt und ist nach seiner Freilassung öfter zu der pflege geleistet bezw. erst noch leisten wolle. Er meinte, das Frau gekommen. Sie wies ihn stets ab, weil sie wegen der früher ..stehe beispiellos da", und dann witzelte er über die Sozial- erlittenen Mißhandlungen nichts mehr von ihm wissen wollte. Das demokraten, denen auch die doppelte Leistung nicht genügen mag Hartwich wohl auf den Einfluß Strohns zurückgeführt haben. würde. Auf seiner Seite habe der Magistrat die Sozial- um an diesem Rache zu nehmen, tlingelte er gestern morgen um Demokratie eigentlich nur dann, wenn Geld ausgegeben werden Uhr an der Wohnung seiner Frau. Als Krohn öffnete, schlug folle, aber vor dieser Unterstügung werde ihm manchmal doch er ihm mit einem Hammer zwei Löcher in den Kopf. Dann entlief er. Krohn erstattete Anzeige. Hartwich entzog sich aber der Berecht bange. Herr Kirschner vergaß, hinzuzufügen, daß gerade strafung, indem er in der Wohnung seines Vaters Gift nahm. Die Sozialdemokratie jederzeit auch bemüht gewesen ist, der Dieser fand ihn in den letzten Zügen. Stadt neue Einnahmequellen zu erschließen, damit ihr reichlichere Mittel zur Erfüllung ihrer Aufgaben zufließen aber hierbei hat sie freilich weder den Magistrat noch die frei- Surfürstenstraße gestohlen. Während der Kutscher einen Stunden finnige Mehrheit der Versammlung auf ihrer Seite gehabt. Das Interesse an der Debatte war hiermit so ziemlich erschöpft. Als Herr Rosenow( Neue Linke) begann, leerte sich rasch der Saal. Herr Gelp de( Fraktion Mommsen) fand ebensowenig Beachtung, und Herr Preuß( Sozial- FortSchrittler) teilte das Schicksal beider. Der Etatentwurf wurde nach vierundeinhalbstündiger Beratung dem Ausschuß überwiesen, der ihn nun im einzelnen zu prüfen haben wird. Ein Rollwagen mit Ladung und Pferden wurde gestern in der besuchte, wurde das Gefährt nach der Alexandrinenstraße gebracht, wo es bereits mittags um 12 Uhr der Ladung entledigt stand. Ein Baffant, der zur genannten Zeit den mit drei Pferden bespannten Wagen sah und abends um 7 Uhr das Gefährt noch an derselben Stelle vorfand, erstattete bei der Polizei Anzeige. Es stellte sich heraus, daß der Wagen bereits am Nachmittag von dem Fuhrherrn Fouquet, Gleditschstraße 11, als gestohlen gemeldet war. hältlich. " Hus den Nachbarorten. Steglit. " Als einen gelungenen Versuch kann man den zum letzten Dienstag abend nach dem Bürgergarten" von dem Lehrerkollegium ber I. Gemeindefcule einberufenen Elternabend" bezeichnen. Daß der Gedanke großen Anklang gefunden, bewies der überfüllte Saal und daß dieser zeitgemäßen Einrichtung von den erschienenen Vätern und Müttern das richtige Verständnis und die regste Sympathie entgegengebracht wurde, zeigte der ganze Verlauf des Abends. Einige Damen und Herren aus der Bürgerschaft hatten sich in felbstloser Weise bereit gefunden, um durch Mufit und Gesang den fünstlerischen Rahmen des Elternabends zu schaffen", wie der Bortragende, Herr Neftor Heinede, einleitend bemerkte. Aus der Mitte der Versammlung wurde noch an die Eltern die Mahnung gerichtet, ihren ganzen Einfluß als Bürger aufzubieten, um die Gemeindevertretung zu veranlassen, die klassen. frequenz in den Volksschulen herabzumindern, um dadurch den Lehrern die Möglichkeit zu verschaffen, die Kinder individuell zu behandeln und damit sowohl den Unterricht wie die Erziehung gedeihlicher für die Kinder zu gestalten; was den höheren Schulen recht sei, müsse den Volksschulen billig sein. Schöneberg. Der freisinnige Volksverein für Schöneberg hat beschlossen, auf die Tagesordnung seiner nächsten Versammlung ein Referat zu feßen über die Zusammenfassung aller liberalen Elemente für die Stommunalpolitif. Damit sollen die Erklärungen, die im Januar bezüglich der Bildung von Fraktionen abgegeben worden sind, wahr gemacht werden. Bisher war man Arm in Arm mit allen möglichen gemacht werden. Bisher war man Arm in Arm mit allen möglichen Glementen zusammengegangen, nur um die Sozialdemokratie zu bekämpfen. Wir glauben aber nicht, daß es jetzt anders werden wird. Uebrigens wird der Zusammenschluß aller Liberalen nicht fo einfach sein, da das gemeinsame Programm auch vor allen Dingen einfach sein, da das gemeinsame Programm auch vor allen Dingen den Interessen der Hausbefizer Rechnung tragen muß, und dieje ben Interessen der Hausbefizer Rechnung tragen muß, und dieje find in überwiegender Mehrzahl im Stadtparlament vertreten. warten wir also abl Das Statistische Amt in Schöneberg scheint auch nach dem Motto:" Nur immer langjam voran" zu arbeiten, denn anders ift es nicht zu verstehen, daß die statistischen Monatsberichte erst immer am Ende des zweiten auf die Berichtszeit folgenden Monats veröffentlicht werden. Ob nun die gegebenen Zahlen bei dieser Langsamkeit auch der Wirklichkeit entsprechen, scheint man jett Ursache zu haben, stark bezweifeln zu können. Beweis: Der Bücher bestand der Volksbücherei war von Monat zu Monat steigend von 17 000 bis auf über 18 000 angegeben. Tatsächlich waren aber noch nicht einmal 12 000 Bücher vorhanden. Die Einwohnerzahl betrug am Schluffe des Jahres 1904 nach dem veröffentlichten Bericht 130 509. Die Zahl der gebrauchs fähig gewordenen Neubauten im verflossenen Jahre beträgt 124 gegen 161 im Vorjahre, ist also um 37 zurückgegangen. Das nächste Jahr dürfte jedoch eine erheblich höhere Zahl bringen. Von diesen Neubauten weisen nur 47 mehr als je 20 Wohnungen auf. Die am stehende Wohnungen. Von diesen sind 154 mit besonderen 9. November aufgenommene Wohnungsstatistit ergab 1018 Ieerstehende Wohnungen. Von diesen sind 154 mit besonderen Geschäftsräumen verbunden, die übrigen bestehen fast durchgängig aus mehreren Zimmern. Johannisthal. Ein Kleeblatt von Fahrradmardern ist vorläufig unschädlich gemacht worden. Der Drogist Karl Schramm sowie die Arbeiter Gerhard Stahn und Albrecht Jordan machten sich verdächtig, als Eine Ausstellung von Erzeugnissen der Hausindustrie in fie angeblich gekaufte Räder in der Fehrbellinerstraße zum Kauf Berlin ist für den Herbst dieses Jahres in Vorbereitung. Ihr ausboten. Nachdem die Polizei ihnen den unredlichen Erwerb nach Die Gemeindevertretung vollzog vor Eintritt in die Tages8wed ist, weitesten Streisen ein möglichst umfassendes, völlig gewiesen hatte, gestanden sie ihre bandenmäßige Arbeit ein. Der Der bisherige Schöffe objektives und anschauliches Bild von den Zuständen in der eine" baldowerte" die Gelegenheit aus, der zweite stand" Schmiere" ordnung die Wahl eines Schöffen. Hausindustrie und den Verhältnissen der in ihr arbeitenden und der dritte führte die Diebstähle aus. Da in der letzten Zeit witfching, dessen Mandat am 18. März d. J. abläuft, erhielt das Geschäft wegen des schlechten Fahrwetters flau ging, halfen sich 5 Stimmen, und der Vertreter der dritten Abteilung, Mann, Bevölkerung zu geben. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die drei dadurch, daß sie auf gefälschte Papiere hin Räder ausliehen 6 Stimmen. Genosse Mann ist somit gewählt. sich Vertreter fast aller Arbeiter- Organisationen, in deren und sofort verkauften. Zwei Händler wurden auf diese Weise Die Vertretung akzeptierte die von dem Vorsteher vorgeschlagene Bereich Heimarbeit fällt, zu gemeinsamem Wirken vereinigt: hineingelegt. Abänderung des Bebauungsplanes für den Kaiser Die freien Gewerkschaften, der Verband christlicher GewerkDer schwarze Kart"! As gestern abend gegen 10 Uhr eine Wilhelmsplatz und den sogenannten Kirchbauplak. Die Neuschaften und der Verband deutscher Gewerkvereine( Hirsch- Duncker). Familie in ihre Wohnung in der Wassertorstraße zurüdfehrte, bepflasterung der Kaiser Wilhelmstraße bis an den Ebenso haben zahlreiche Vertreter bürgerlicher Streise sich zur gegnete ihr auf der Treppe ein junger Mann. Gleich darauf fand Feldweg wurde beschlossen, ebenso die Pflasterung und teilweise Mitarbeit bereit erklärt. Nach mehreren Vorbesprechungen hat das Ehepaar ein Bündel vor der Wohnung, das verschiedene Ableitungsprojekt für die Roonstraße, auf Kosten der Ges Höherlegung der Roonstraße. am 22. Februar abends eine von allen Beteiligten gut be- ihm gehörende Sachen enthielt. Der Dieb hatte das inzwischen verfuchte Sigung stattgefunden, die ein größeres Kuratorium für schloffene Haus noch nicht verlassen und wurde mit Hülfe eines zu die Ausstellungsarbeiten eingefekt hat. Aus dessen Mitte fällig eintreffenden Kriminalbeamten in einer auf dem Hofe stehenden wurde sodann ein engerer Ausschuß bestellt, dem die Leitung iste versteckt aufgefunden. In ihm wurde der bestrafte Einbrecher der Vorbereitungen im einzelnen obliegt; er besteht aus Start Rechlin entdeckt, der den Beinamen der schwarze Start" führt. folgenden Mitgliedern: Frl. Behm, Ingenieur Bernhard, an fand bei ihm Diebeshandwertszeug und einen ganz neuen St. Dittmann, Prof. France, Abg. Goldschmidt, G. Hübsch, Anzug, der gleichfalls gestohlen ist. Der Hut trägt das Zeichen Frau Jhrer, F. Käming, P. Körner, Frl. Lüders, Frl. Salomon, Joh. Sassenbach, R. Schmidt, R. Schulze, Prof. Sommerfeld, Feuerbericht. Die Brandchronik der letzten 24 Stunden ist eine Dr. Milbrandt. Ueber den Verlauf der Angelegenheit werden wir von Zeit zu Zeit berichten. Zu einem Regenwassermeinde, gab die Bertretung ebenfalls ihre Zustimmung, ohne jedoch ihre Nechte an die Trüßschlerschen Erben, auf Schaffung einer Vorflut für die Entwässerung der Roonstraße, aufzugeben. Die Ber handlungen über den Bau eines Gemeindehauses wurden wieder aufgenommen und der Vorsteher beauftragt, mehrere GntNowawes. würfe einzufordern. Spandau. Als ein nachträgliches Opfer des Sanden- Kraches ist der Webermeister G. Drahtschmidt in Nowa to es zu betrachten, der sehr reichhaltige, denn sie weist mehr als ein Dutzend Alarmierungen seit dem 23. Dezember v. J. verschwunden war. Seine Leiche wurde auf. Donnerstag mittag wurde die Wehr nach der Zossenerstr. 13 jetzt im Griebnitsee bei Neubabelsberg gefunden. Drahtschmidt hatte gerufen, wo im britten Stock des Vorderhauses in einer Wohnung seine Ersparnisse in Papieren der Sanden- Banken angelegt und erlitt Eine Blamage der christlichen Mildtätigkeit entdeckt die„ Deutsche Feuer ausgekommen war, das Möbel und Kleidungsstüde erfaßt bei dem Strach verhältnismäßig erhebliche Verluste. Seitdem wurde Tageszeitung" antisemitisch- landbündlerischen Stalibers in dem Jahres hatte. Der 11. Löschzug fonnte die Gefahr leicht beseitigen.- 8wei er trübfelig und schließlich umnachtete sich sein Geist derartig, daß bericht des Asylvereins für Obdachlose. Das Blatt tommt auf weitere Wohnungsbrände mußten dann in der Liegnizerstr. 9 und er ohne Stopfbedeckung und nur leicht bekleidet vor Weihnachten fortdas Verzeichnis der für die Vereinszwede eingegangenen Gaben zu in der Simeonstr. 27 abgelöscht werden. Längere Zeit gab es in lief, um nicht wiederzukehren. Er hatte sich im Griebnitzsee ertränkt. sprechen und meldet: der Höchstestr. 6 zu tun. Hier brannte allerlei Gerümpel, alter Unter den 22 Gebern unter dem Buchstaben& sind 11 Cohn; Hausrat und Berpackungsmaterial in einem Keller in größerer Ausder Buchstabe Ghat unter sich fast nur Goldberger, Goldschmidt, dehnung. Es mußte träftig Wasser gegeben werden, um die Flammen Unsere Patrioten sind wader an der Arbeit, die hiesigen und Guttmann; unter 2 tommen die Lachmann, Lewin, Levy, zu ersticken und auf den Keller zu beschränken. In der Reichen Staatsarbeiter für die Sache der Zollwucherer, der KolonialLoewy und Liepmann. 46 Mann hoch, nicht ein einziger deutscher bergerstraße 57 war in einer Tischlerei Feuer entstanden, das aber abenteurer und der Wahlrechtsräuber einzufangen. Seit Wochen Name verunziert diefe Rubrif. Dasselbe ist beim Buchstaben N. vom 8. Löschauge bald unterdrückt wurde. Gegen Mitter.acht wird von Meistern, Aufsehern, Betriebsschreibern 2c., b. h. den berufsder Fall. Auch die lange Reihe der Salomon, Schlesinger, Simon erfolgte ein Alarm nach der Bergschloß- Brauerei, Aktiengesellschaft, mäßigen Agenten der Konservativen, eine ungemein rührige Pround ähnlicher Namen unter weist eine stattliche Reihe runder in der Hafenheide 108-114. Es handelte sich hier um einen kleinen paganda für den Neuen Wahlverein der Staatsarbeiter und AnNullen zum Teil in fünfstelligen 8ahlen auf. Brand im Maschinenhause, der hölzerne Geftelle ergriffen hatte. gestellten" in den Fabriken selbst entfaltet. Mit dieser Neugründung Dies beschämende Beugnis für das Christentum ärgert offenbar Im Zentral- Theater, Alte Jakobstr. 30, war abends durch Kurz- hofft man offenbar, die Staatsarbeiter besser unter Polizei- Aufficht die Deutsche Tageszeitung", obgleich sie dies bei der Parole ihrer schluß in einem Stronleuchter Feuer ausgekommen, das zum Glüd und damit unter die Fuchtel der lonservativen Wahlmacher zu bringen. Intereffenten, daß Rehmen feliger ist als Geben, gar nicht nötig rechtzeitig bemerkt wurde und bom 18. Löschzuge mit Leichtigkeit ab. Besonders rührig sind die Meister Hannemann, Berner, hat. Statt nun aber den Mangel an Verständnis für die gwede gelöscht werden Tonnte. Das Publikum merkte von dem Vorfall Betriebsschreiber Fr. Stieger und Müller. Diese hatten fürzlich bes Asylvereins an den Christen zu tabeln, flegelt das Blatt in nichts. Ein Küchenbrand beschäftigte später den 16. Löschzug in eine Versammlung der Arbeiter nach dem Wilhelmsgarten ein feiner Verlegenheit den Kurator des Männerasyls, unseren Partei- der Bajewalterstr. 2. Außerdem liefen noch aus der Schliemann berufen, in welcher Werner und Müller( beide in der in den des Vorstand genoijen Singer, in Schulbubenmanier an. Wer etwas auf seine straße 7, Schönhauser Allee 156, Kottbuserstr. 7 und noch aus ver- Gewehrfabrik beschäftigt) neuen Weißensee. -alt eines -" " " ... Wahlvereins der Staatsarbeiter gewählt wurden. Meister 11 eberzeugung, manche Stüde loben und herausstreichen Das gelang. Der Oberlehrer Rolph aus Niederlößnitz be Werner benutt fleißig die Frühstücks- und Vesper- müssen. Den Redakteuren, den eigentlichen Trägern der Nation, absichtigte seine Villa im Werte von 77 000 M. zu verkaufen, und pause, um die Gewehrarbeiter persönlich zum Eintritt in den sollten sogar Wohltätigkeitsvorstellungen veranstaltet werden und Grabow bot sich als Käufer an. Der Kaufvertrag wurde abgeschlossen Wahlverein aufzufordern. Bisher ist aber die Liebesmüh nicht ferner sollten von den Verlegern wöchentlich zwanzig und als Anzahlung die obige 55 000- Mart- Hypothet geleistet. Dabei sonderlich belohnt worden, denn von den ca. 1000 Gewehrarbeitern Pfennig für eine Art gemeinschaftlicher Unterstügungskasse gezahlt verfügte v. Grabow über feinen Pfennig Geld, er mußte sich kleine haben sich bisher nur 53 für den„ Neuen Wahlverein" einfangen werden.-Diese Ausführungen gaben der sozialdemo- Summen in Höhe von 5 bis 10 M. von Figner borgen. lassen. Aehnlich unbefriedigend sind die Werbeerfolge der Baulianer fra tischen Presse einigen bürgerlichen Zeitungen Frau Kommerzienrat Reuß- Dresden ist auch mit dem Ans in den anderen hiesigen Staatsbetrieben. Uns soll nur wundern, ob und Zeitschriften begründete Veranlassung, den Redakteur- geklagten v. Grabow wegen des Verkaufs eines Grundstückes in dem mit der. Arbeitsordnung im schärfsten Gegensatz stehenden tag" unter die Lupe zu nehmen und sich gegen der Verbindung getreten. Aus dem Geschäft wurde aber nichts, da sie das Grunds. Treiben der konservativen Werbe- Agenten nicht bald ein artige Ansichten über die Berufsehre eines Redakteurs oder die Hypothet von 55 000 M. in Zahlung nehmen und die überschießenden 20 000 m. Ende bereitet wird. Ein Staatsarbeiter sollte es nur wagen, Journalisten in schärfster Weise zu wenden. Eine Zusammenstellung stick, sollte nur 35 000 M. fosten 3. B. seine Stulle im, Vorwärts" Papier eingewickelt zur der verschiedenen Artikel unter der Spizmarke Der so nicht herauszahlen konnte.( Große Heiterkeit.) Arbeitsstelle mitzubringen keinen Augenblick würde man da genannte Deutsche Redakteurtag" wurde von dem Es gelangt hierauf der Briefwechsel zwischen den beiden zögern, ihn aus der Fabrik hinauszuspedieren. Aber wenn Angeklagten Rösch in Form des jetzt zur Anklage stehenden Flug- Angeklagten v. Grabow und Hildebrandt zur Verlesung. Grabow zweie dasselbe tun, so ist es eben nicht dasselbe! blattes herausgegeben. Hieran knüpfte St. noch einige Be- schrieb von Dresden aus. In allen Briefen wird lebhaft, ja bemerkungen über eigenartige Erfahrungen, welche der Magistrat weglich geklagt über die Geldnot des Barons. Schicken Sie mir der Stadt Rheinsberg i. M. mit der Schenkung von sofort 30 m., lieber Hildebrandt, denn ich kann noch nicht verduften, Weißensee. Heute abend 8% Uhr findet im Vereinshaus, Bauterrain den„ Verein deutscher Redakteure" zwecks Er- ohne die Hotelrechnung bezahlt zu haben. Ich bin total blank! Mein Ver Charlottenburgerstr. 150, ein Rezitationsabend statt. Herr richtung .. Meine Stimmung ist die denkbar schlechteste. ,, Altersheims für Redakteure" gemacht hatte. Walcotte wird verschiedene kleinere Dichtungen zum Vortrag bringen. Wie der Angeklagte in dem Flugblatt behauptet, soll der von Anfang mögen beträgt 1,70 M. Bringen Sie Geld mit, ich habe nichts Klara Biebig, May Dreyer, Peter Rosegger, Hans Heinz Ewers und an verschuldete Verein deutscher Redakteure" die Schenkung des mehr... usw. Die Verlesung der Briefe, deren drastische Wen andere stehen auf dem Repertoire. Eintritt 15 Pf. Terrains als willkommene Gelegenheit benutzt haben, sich durch dungen oft große Heiterkeit erregen, zieht sich bis in die späte AbendDer Fall Mertens- Feldtmann. In dem Beleidigungsprozeß des schleunige Aufnahme von Hypotheken aus seiner petuniär mißlichen stunde hin. Tatsächlich ist auch eine Hypothet auf jenes Die Verhandlungen am Donnerstag begannen mit einer Amisvorstehers Feldtmann gegen den Molkereibesizer Mertens aus Lage zu befreien. In dem Flugblatt wurden die längeren Erörterung über einzelne Angaben des Angeklagten Neu- Weißensee, wurde gestern mit der Beweisaufnahme begonnen. Terrain aufgenommen worden. Nach Verlesung der drei bereits erwähnten Broschüren, welche den vorgeschilderten Tatsachen unter Nennung der verschiedenen Zeitungen in er, der erklärte, er habe nichts davon gewußt, daß der Herr Gegenstand der Anklage bilden, trat der Gerichtshof in die Verhand- zu einem Artikel verwendet, um der Deffentlichkeit zu zeigen, was Baron seine Hypothek mit nach Dresden genommen habe. Vor Gericht be= Grabow und Hildebrandt haben durch Vorschwindelung günstiger lung über den ersten Punkt der Anklage ein. In diesem beschuldigt von dem„ Deutschen Redakteurtag" zu halten sei. Mertens den Amtsvorsteher Feldtmann des Meineides in mehreren stritt der Angeklagte, sich irgendwie strafbar gemacht zu haben. Rechts- Vermögensverhältnisse den Privatmann denne in Dresden, der Fällen. Der Angeklagte will durch eine größere Anzahl von Zeugen anwalt Bittor Frankl machte in längeren Ausführungen geltend, am 11. und 21. Juli 1903 je 800 m. auf ein Atzept v. Grabows Die Vermittelung den Nachweis führen, daß Feldtmann zum mindesten in objektiver daß dem Angeklagten nach jeder Richtung hin der Schutz des§ 193 über 1000 m. gegeben hat, betrogen. Hinsicht etwas Falsches beschworen hat. Die Beweisaufnahme des Strafgesetzbuches zugebilligt werden müsse. Er selbst habe sich geschah durch den vierten Angeklagten Schreiber, der bestreitet, hierüber dreht sich lediglich um kommunalpolitische Verhältnisse. als Redakteur verpflichtet gefühlt, ebenfalls derartigen, den ganzen sich schuldig gemacht zu haben. Er erklärt, daß er den ihm vorDas Urteil wird bei dem überaus langsamen Gang der Verhandlung Redakteur- und Journalistenstand schädigenden Ansichten energisch gelegten Auskünften geglaubt und den Baron für sehr reich geerst Sonnabend zu erwarten sein und werden wir hierüber berichten. entgegenzutreten. Der Gerichtshof schloß sich nach furzer Beratung halten habe. der Ansicht des Verteidigers an, daß der Angeklagte in Wahr- Als Zeuge wird darauf der privatisierende Kaufmann kennenehmung berechtigter Interessen gehandelt hat. Dresden aufgerufen. Staatsanwalt und Verteidigung beantragen, Bom Wilmersdorfer See. Gegen den jetzt verstorbenen Saal- Immerhin enthalte der Artikel verschiedene formelle Beleidigungen, die Vereidigung vorläufig auszuseßen, weil der Zeuge auch bereits befizer Keller in Wilmersdorf hatte ein benachbarter Grundbesitzer wegen denen eine Bestrafung eintreten müsse. Eine geringe Geldfrüher in einem Prozeß wegen seiner Unglaubhaftigkeit nicht ver Klage erhoben. Keller sollte dessen Grundstück dadurch im Werte strafe in Höhe von 30 Mark erscheine indessen eine angemessene eidigt worden ist. Der Benge erklärt, das liege schon mehr als beeinträchtigt haben, daß er seinen Garten in den See hinein ver- Sühne. 30 Jahre zurück, und er wird darauf vereidigt. Kenne sagt aus, größerte. Der See war herausgedrängt worden und verschlammie, Schreiber habe ihm die glänzenden Verhältnisse Verhältnisse Grabows so daß ein Kahnfahren und Fischen bei Fischen bei dem Grundstüc geschildert. Dieser habe in Niederlößnig eine Billa für 70-000 M. des Klägers unmöglich gemacht worden war. Letterer In dem Betrugsprozeß gegen den Freiherrn v. Grabow und gekauft und 50 000 m. bar angezahlt. Die gleiche Auskunft habe beantragte, daß dem Beklagten ein weiteres Aufschütten bei Genossen, der sich vor dem Landgericht in Dresden abspielt, ge- er auf dem Niederlößnizer Gemeinde- Amt erhalten. Daraufhin sei Bahlung einer fiskalischen Strafe von 1000 m. für jeden Fall der langten in den weiteren Verhandlungen zahlreiche Aus- er sicher geworden und habe dem Schreiber dann 800 m. für einen Zuwiderhandlung verboten werde, sowie daß er Schadenersatz zu künfte über v. Grabow zur Verlesung, die ausnahmslos von 1000 M.- Wechsel Grabows gegeben. leisten habe. Das Landgericht Berlin erkannte nach dem Antrage Hildebrandt herrührten. In der einen Auskunft wird gesagt: Der Staatsanwalt erklärt, auf die Vernehmung der Hausdes Mägers. Hierauf legten die beiden Mitbeklagten Berufung ein, v. Grabow habe einen jährlichen Binsgenuß von einer hälterin des Angeklagten Schreiber, Frl. Mohrbach aus Plauen da die Schuld hauptsächlich Keller treffe, zu dessen Gunsten die Biertelmillion Mart". In einer anderen Auskunft heißt( Sachsen), zu verzichten, weil ihren Angaben kein Glauben beizuHandlung vorgenommen sei. Die Berufung wurde vom Kammer- es:" v. Grabow besige große unbelastete Liegenschaften in Amerika, meisen sei. Die Mohrbach sei als Hoch staplerin in Steglit gericht Berlin zurückgewiesen, das gleiche Schicksal widerfuhr der die augenblicklich nur nicht realisiert werden könnten". Eine dritte bei Berlin festgenommen. Außerdem habe sie bereits zahlreiche Revision am Reichsgericht. Auskunft berichtet: v. Grabow befize eine große, prächtige Villa Betrügereien, Heiratsschwindeleien usw. verübt. am Gardasee und sei Universalerbe zweier reicher Tanten in Amerika, die mehrere Millionen Dollars hinterlassen würden". Grabow ist ein achtbarer Mann, der bis jetzt seinen Berbindlichkeiten stets nachgekommen ist." In diesem Stile geht Potsdam. es weiter. Freiherr v. Grabow und Genossen. Vermischtes. E3 Eine öffentliche Versammlung der geschädigten Mitglieder des früheren Vereins, Bolks wohl" findet am Sonntag, den 26. d. M., nachmittags 2 Uhr, in Feuersteins Festfälen, Alte Jakobstr. 75, statt. soll ein Verein zur Wahrung der Nechte der Geschädigten ins Leben gerufen werden. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. Die Depotunterschlagungen bei der Rathenower Bankfirma Bendavit Nachfolger, Witwe Döbbelin, durch welche viele Eine heftige Feuersbrunst ist gestern auf der Werft von Kleine Landwirte und Handwerker des Havellandes um ihre SparEs gelangte nunmehr ein neuer raffinierter Betrugsfall zur Nazaire( Bretagne) ausgebrochen und nahm in kurzer Zeit eine gelder gebracht wurden, unterlagen am Mittwoch der Beurteilung Erörterung. Der Konsul Schröder in Rostock beabsichtigte An- große Ausdehnung an. Die Arbeiter konnten sich nur durch vor der Potsdamer Straffammer, vor welcher sich die Gebrüder teile einer Dampfwäscherei, G. m. 6. H., bei Stettin zu verkaufen. Schleunigste Flucht retten, ihre Kleidung und ihr Werkzeug mußten Willi und Karl Döbbelin zu verantworten hatten. Beide sind angeschuldigt, in der Zeit von 1901-1904 ihrer Mutter, der Durch den Agenten Bernstein wurde Schröder an Grabow verwiesen, sie zurücklassen. Der Schaden beläuft sich auf über eine halbe der industrielle Beschäftigung wünschte. der industrielle Beschäftigung wünschte. Schröder, dessen Aussage Million Frank. Schröder, dessen Aussage Million Frant. Mehrere hundert Arbeiter sind arbeitslos. Witwe Elise Dobbelin, welche nach dem im Jahre 1897 erfolgten sich bei den Alten befindet, gibt an, Hildebrandt habe immer das Tode ihres Vaters alleinige Inhaberin der Firma war, als Pro- Wort geführt, mit Grabow allein habe er niemals gesprochen. furisten derselben beim Konkursbergehen Hülfe geleistet zu haben. Bon beiden wurden dem Schröder die Vermögensverhältnisse Willi Döbbelin ist ferner angeklagt, in 41 Fällen Depots lombardiert Grabows in den rosigsten Farben geschildert. Unter anderem und verkauft zu haben, auch soll er in 12 Fällen 8150 W. bares wurde erzählt, der Herr Baron habe in Berlin einen Renn Geld, das er von den Kunden der Firma zum Ankauf von Papieren er st a II, den er auflösen wolle. Sodann beabsichtige er sich in seine halten hat, unterschlagen haben. Karl Döbbelin liegt ferner zur Beigungen am Gardasee zurückzuziehen, um sich für die Last, in 10 Fällen Depots lombardiert zu haben. Der Gesamtbetrag neue Tätigkeit an der Dampfwäscherei zu stärken. Grabow befize der von beiden Angeklagten ver untreuten Depots be- großes Vermögen, außerdem ein Terrain bei Spandau im Werte trägt 140 000 m. Beide Angeklagte waren geständig, von einer halben Million, das viel einbringe. Zur Anzahlung für schoben aber die erste Verleitung zu den verbrecherischen Handlungen die Stettiner Wäscherei waren 40 000 m. nötig. Schröder zog Ereiner auf den anderen. Das Jahr 1900, mit dem Zusammenbruch fundigungen über Grabowo beim Justizrat Zeidler ein, der fagte, von 7 bis 9%, Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends der Hypothekenbanken, wurde der Bantfirma zum Verhängnis, da B. D. W. 8. Alimente für ein nach dem 31. Dezember 1899 außer deren Wechsel nicht mehr gut untergebracht werden konnten. Nun 40 000 M. wären da". Daraufhin wurde der Konsul sicher und zur vorübergehenden Ver- ehelich geborenes Stind sind bis zu dessen vollendetem 16. Lebensjahre zur Tombardierten die Angeklagten die in Depot gegebenen Papiere ihrer gab dem Herrn Baron R. W. 8. Den Staatsangehörigkeits- Ausweis für MedlenburgKunden nach und nach bei der Bank für Handel und Industrie inwendung ein Darlehn von 20 000 m., wofür Schröder vier zahlen. Berlin. Karl Döbbelin hatte inzwischen einen flotten Lebenswandel Wechsel a 5000 M. bekam. Diese Wechsel unterschrieb der Vize- Schweriner erteilt das medlenburger Ministerium zu Schwerin, den für F. R., Friedenau. angefangen. Deshalb entzog ihm im April 1903 seine Mutter die konsul der Vereinigten Staaten in Swinemünde, Ludwig, als Medlenburg- Streliker die Landesregierung zu Strelitz. Protura und Willi Döbbelin setzte nun allein die Depotsunter- Bürge und wurde, als die Wechsel am Verfalltage nicht eingelöst In dem in den öffentlichen Bibliotheken ausliegenden Arbeiterrecht"( vierte Auflage) SS. 106, 107 und S. 166 find die Fragen ausführlich erörtert. Die bejahenden Antworten bezogen sich auf den ersten Teil Ihrer Doppelfrage. schlagungen usw. fort. Der Staatsantvalt bezeichnete es als eine wurden, berklagt. Die Auskunfteien. D. K. 5. Wenn Ihre Frau unter Beobachtung der Vorschrift des§ 20 glüdliche Fügung für die Angeklagten, daß sie nur Prokuristen der Als Zeuge wird der Kriminalkommissar Steinmez- Berlin aus dem sogenannten„ Bersicherungsverein" austritt, so wird sie vorausA. 30. A. Banffirma waren, weil sie sonst als Inhaber derselben nach dem Depotgeset unweigerlich ins Zuchthaus gekommen wären. Mit Rück- vorgerufen. Steinmetz hat die meisten polizeilichen Ermittelungen fichtlich mehr Vorteile haben, als wenn sie Mitglied bleibt. sicht darauf, daß der ganze havelländische Streis und namentlich viele gegen Grabow, Hildebrandt und Figner geleitet. Er hat Hildebrandt 1. Soweit ersichtlich, steht Ihnen ein Anspruch auf die Dauer von 13 Bochen fleine Leute durch die Angeklagten schiver zu leiden gehabt hätten, zuerst auf freien Fuß gelassen, um durch dessen Observation Grabow zu. 2. Voraussetzung der Invalidenrente ist, daß Sie erfverbsunfähig sind. beantragte er gegen Willi Döbbelin 3 Jahre, gegen Karl Döbbelin, zu bekommen. Das gelang auch. Der Beuge äußert sich ausführ- Die von Ihnen erwähnte Beschäftigung kann als Beweis für Erwerbsfähig lich über das Zustandekommen der Auskünfte, auf Grund feit erachtet werden. 3. Es ist nicht ersichtlich, welches Gewerbe( Hausier welcher sich seiner Verhaftung in Weißensee bei Berlin seinerzeit möglich waren. Der gewerbe? stehendes Gewerbe?) Sie angemeldet haben. Die Gewerbesteuer deren erst die ganzen Schwindeleien ist unabhängig von der Staats- und Gemeindesteuer zu zahlen. 4. Welche mit der Waffe widerseht hatte, 1 Jahr 6 Monate Gefängnis. Der Kreditreform" und lasse Marten Sie fleben, ist gleichgültig. Innerhalb zwei Jahren müssen Gerichtshof verurteilte Willi Döbbelin zu 3 Jahren, Karl Beuge erklärt, die Auskünfte der 23. M. Das ist leider zu spät. Döbbelin zu 2 Jahren Gefängnis, unter Anrechnung von je von S. Richter- Berlin entsprachen in der Hauptsache nicht den mindestens 40 Marken geklebt sein. wirklichen Verhältnissen. Sie allgemeinen P. F. 15, J. W. 10. Ja. 50. J. R. Lassen Sie es auf einen 6 Monaten Untersuchungshaft. günstig, troßdem das Gegenteil der Fall war. Als Erklärung dafür Prozeß ankommen, Sie müssen Ihren Einwand beweisen. gab man mir an, daß die Auskünfte, die die Rechercheure an ihre Notarielle oder gerichtliche Vollmacht wäre erforderlich; in der Vollmacht Geschäfte berichteten, in der Hauptsache von Hildebrandt ge- oder in einem besonderen Schriftstück sollten Sie die Bedingungen umgrenzen. W. Sch. Eisenberg. Die Prioritätsansprüche auf Batente im Präs. Wer hat Ihnen denn das gesagt? Ausland sind durch eine Reihe verschiedenartiger Gesetze und Berträge gegeben worden sind. Zeuge: Soweit S. Richter dabei in Betracht kommt, der Rayon- regelt. In Betracht kommt insbesondere die internationale Union zum chef Hirsch. Der Zeuge erklärt weiter, daß zu S. Richter eines Schuß des gewerblichen Eigentums", der Deutschland seit dem 1. Mai 1903 Tages unaufgefordert Fizner gekommen wäre und gesagt hätte, angehört, und der Vertrag mit Desterreich vom 6. Dezember 1891. Die Grabow lebe in guten Verhältnissen und bejize eine Villa im Werte Vorschriften dieser Verträge und der Gesetzgebung der verschiedenen Länder Wenden Sie sich an einen Patentanwalt. von 77 000 m. Präs.: Wie werden denn bei der Polizei im all- darzulegen, lehnen wir ab. gemeinen die Auskunfteien eingeschäßt? Zeuge will sich darüber Dr. Meyer. Beide Kostenforderungen entsprechen dem Gesez, über deffen schädliche Wirkung wir bei seiner Beratung schrieben. Goldregen. im allgemeinen ein Urteil nicht erlauben. In dem konkreten Falle Soweit Ihre Darstellung erkennen läßt, handelt es sich um den Fund eines ist mindestens nicht mit der nötigen Sorgfalt gearbeitet worden. Schatzes. Da die gefundene Sache so lange verborgen gelegen hat, daß ihr Figner war nicht auffindbar, als er die ihm wegen Betruges Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist, fällt das Eigentum an diesem zudiftierte Gefängnisstrafe von drei Monaten verbüßen sollte. Schatz zur Hälfte dem Eigentümer des Grund und Bodens, zur Hälfte dem Ich vermutete, daß er nach Zürich abgereist sei. Ich zu, der die Sache entdeckt und infolge der Entdeckung in Besitz nahm. In B. hat sich strafbar gemacht Der berüchtigte ,, Deutsche Redakteurtag" in Magdeburg bildete suchte Figner noch auf deutschem Boden zu erreichen. Ich er- Ihrem Falle war der Entdecker A., der Besignehmer B. Keinem von gestern den Gegenstand längerer Erörterungen in einer Verhandlung, reichte ihn aber nicht mehr, sondern erst in Zürich. Ich nahm ihn Beiden fiel also das Eigentum zu. welche vor der 36. Abteilung des Schöffengerichts II stattfand. In fest an einem Freitag abend. Am Sonnabend wollte er einen Kauf-( Unterschlagung), nicht der mit dem Sachverhalt und dem Rechtsverhältnis einer Privatllagefache wegen Beleidigung standen sich der Revertrag abschließen, wonach er den Europäischen Hof in nicht genau bekannte Bater des A.- S. Wird in diesem Sinne erledigt. dakteur Hugo Rösch als Angeklagter und die Redakteure Zürich dem Besitzer für etwa 325000 ranten ablaufen Briefkaften der Expedition. Dr. Richard Wrede, Ernst Stargard, Alfred wollte, obgleich er vollständig mittellos war. In Figners Lorret, Alfred geller, Albert Bandelow, wil Roffer fand ich Obligationen der Gewerkschaftszeche Friedrich Die Obligationen Berband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hülfsarbeiter. Sm helm Müller und Hans v. Janustiewicz Rheinfels Wilhelm II." im Nominalwerte von 9000 M. als Kläger gegenüber. Der Anklage lag ein von dem Redakteur find vollständig wertlos, denn das Bergrecht dieser Gewerkschaft hat heutigen Inserat jehlt Angabe des Versammlungslotals. Rösch herausgegebenes Flugblatt zugrunde, welches sich unter Zuhülfe- ein gewisser Weg für wenige Hunderte erstanden und dann für nahme von mehreren in der Tagespresse erschienenen Artikeln in mehrere scharfer Weise gegen den Magdeburger Redakteurtag wendet. Jm Frühjahr v. J. wurde von dem Vorsitzenden des Vereins deutscher Die 9000 M. dieser wertlosen Papiere sollten als Anzahlung für Redakteure", eine nur aus wenig Mitglieder bestehende Organisation, den Kauf des mehr denn 300 000 Franken werten Hotels dienen. dem Kläger Dr. Wrede ein sogenannter Deutscher Redakteurtag" in( Große Bewegung.) Selbstmord durch Erschießen verübte in der Nähe von Schloß Wiesenburg bei Belzig ein elegant gekleideter Mann aus Berlin, der nach einer bei ihm vorgefundenen gerichtlichen Vorladung Frih Otto heißt. Er schoß sich, wie dies von in der Nähe weilenden Beugen gesehen wurde, hintereinander mit einem Revolver drei Stugeln in die Brust und fiel dann um, weil die letzte Kugel direkt das Herz durchbohrt hatte. Bei dem Selbstmörder fand man noch 3,50 M. bares Geld vor sowie eine goldene Uhrkette. Er war erst furz vor der Tat mit der Eisenbahn in Wiesenburg eingetroffen. zur Gerichts- Zeitung. " " " im Tauteten Hunderttausende Obligationen drucken lassen. S. W. 57. Marktpreise von Berlin am 22. Februar. Nach Ermittelungen des fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Bentner: Weizen**), gute Sorte mittel 17,52-17,48., 17,60-17,56 M., geringe 17,44-17,40. Roggen), gute Sorte 13,90-13,88., mittel 13,86-13,84 M., geringe Futtergerste*), gute Sorte 16,40-15,10 m., mittel 15,00 13,82-13,80 2. bis 13,70 M., geringe 13,60-12,40 M. Hafer*), gute Sorte 16,20-15,50., Magdeburg inszeniert. An dieser Zusammenkunft nahmen nur etwa Es folgt nunmehr die Vernehmung einer Anzahl Rechercheure mittel 15,40-14,70., geringe 14,60-14,00 M. Erbsen, gelbe, zum Stochen 30 bis 40 Herren teil, die eine„ berufene Vertretung der gesamten der Auskunfteien von S. Richter, Kreditreform" und Schimmelpfeng. 45,00-30,00 M. Speiſebohnen, weiße 50,00-30,00 M. Linfen 60,00-30,00. deutschen Redakteure" darstellen sollten. Anläßlich des Re- Ein„ Mahonchef" der Firma S. Richter ist nicht erschienen, weil er Startoffeln 10,00-8,00 M. Richtstroh 5,00-4,16 m. Deu 9,00-7,40 M. *) Frei Bagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. dakteurtages sollen mun Dinge von einzelnen Teilnehmern leinen Borschuß erhalten hat".( Große Heiterfeit.) Die Rechercheure Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 m. Gier per Schock 5,20-3,80 m. Wasserstand am 22. Februar. Elbe bei Aussig+0,35 Meter, bei Sprache gebracht worden sein, die einer größeren haben sämtlichen Angaben über die Vermögensverhältnisse Glauben 11n strut bei eine gaben Anzahl Tageszeitungen Veranlassung scharfe geschenkt. Einem Rechercheur wurde mitgeteilt, Freiherr v. Grabow 1,00 Meter, bei Magdeburg+1,96 Meter. Dresden Oder bei Ratibor- Meter, bei Breslau Kritik zu üben. Von dem jezigen Kläger von Januskiewicz- fei Univerfalerbe der Gräfin Wartensleben, einem anderen schwindelte Straußfurt+1,60 Meter. Rheinfels wurde bei seinem Referat über Wohlfahrtseinrichtungen Hildebrandt vor, Grabow beerbe die Gräfin Eulenburg.. Ober Pegel+5,18 Meter, bei Breslau Unter Begel-0,60 Meter, bei empfohlen an die Theaterdirektoren heranzutreten Um die Mitte des Jahres 1903 wurde dem Grabow in Berlin Frankfurt+2,16 Meter. Weichsel bei Brahemünde+3,54 Meter. mit dem Ersuchen, nicht nur an die Bühnengenossenschaft 8u- der Boden zu heiß unter den Füßen und er zog nach Dresden. Der Warthe bci Posen+ 2,52 Meter. Nese bei Usch+ 1,50 Meter. schüsse zu leisten, sondern auch an die Redakteure. Ein Zweck der Dresdener Neise war, dort eine wertlose Hypothek Figners anderer Referent verlangte sogar von dem Ertrage der Aufführung auf das Haus Manteuffelstraße 3 in Berlin unterzubringen. Diese Wetter- Brognose für Freitag, den 24. Februar 1905. Nachts leichter Frost, am Tage etwas wärmer, vielfach heiter bei leb. tantiemenfreier Stücke 1 Pro 3. den Redakteuren zuzu Hypothet lautete auf 55 000 Mart, repräsentierte aber höchstens die da sie, Redakteure wenden, wären, es welche einen Wert von 2000 M. In Berlin hätte jeder Kundige das ge- haften südöstlichen Winden; feine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau, fr die Theater Reklame machen müssen und oft gegen ihre wußt und so suchte man die Hypothet in Dresden los zu werden. = $ Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Urania, Taubenstr. 48/49. 8 Uhr: Publikum gegenüber keinerlei Schillings Tierleben. Hörsaal 8 Uhr: Dr. M. v. Unruh: Verantwortung. Theater. Freitag, 24. Februar. Anfang 72 Uhr: Opernhaus. Der Roland von Berlin. Neues königl. Opern Theater. Geschlossen. = Deutsches. Faust I. Teil.( Anfang 7 Uhr.) Berliner. Der Kaiserjäger. Leffing. Traumulus. Westen. Die neugierigen Frauen. Zentral. Die Jurheirat. National. Der Freischüß. Neues. Ein Sommernachtstraum. Thalia. Der Stilometerfresser. Schiller Anfang 8 Uhr: 0.( Wallner Theater.) Im Hafen. Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Der Leibalte. Kleines. Nachtashl Nesidenz. Hotel Pompadour. Lustspielhaus. Der Familientag. Trianon. 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Sonnabend: Angele. Der Bär. Sonntag: Angele. Abschied vom Regiment. Montag: Die Neuvermählten. Abschiedssouper. National- Theater Weinbergsweg 19. Freitag, den 24. Februar 1905: Der Freischütz. Anfang 72 Uhr. Sonnabend: Der Troubadour. Zentral- Theater Anfang 7 Uhr. Die Juxheirat. Morgen u. folg. Lage: Die Juxheirat. Sonnabend nachm.( halbe Breise, jeder Erwachsene ein Kind frei): Der gestiefelte Kater. Sonntag nachm.: Der Zigeunerbaron. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Gastspiel des Theaters des Westens. Lucia von Lammermoor. Sonnabend: Dorf und Stadt. Sonntag, nachmittags: Der neue Stiftsarzt. Abends: Göz von Berlichingen. Montag: Der neue Stiftsarzt. Anfg. d. Abendvorstellung 8 Uhr. Anf. ncm.Sonnt.3, Wochentg.5Uhr. Lucia Krall, die berühmte Gesangskünstlerin. Smeralda Senitza, die unübertrefflichen AkrobatenTänzerinnen. Jacques Bronn, Humorist. 14 erstklassige Nummern. Residenz- Theater. Dir: Richard Alexander. Heute und folgende Tage 8 Uhr: Hotel Pompadour. Schwant in 3 Aften v. 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Stadt- Theater Moabit. Fröbels Allerlei- Theater. Etablissement Neue Welt. Schloß Weißensee. Anfang 8 Uhr. Vis- a- vis d. Börse, 2 Min. v. Bhf. Börse. Entree 30 Pf. Numer. Platz 50 Pf. Heute große Elite- Vorstellung: Dorf und Stadt. Schauspiel in 5 Atten von Charlotte Birch- Pfeiffer. Gräfin Ida... Milly Wichmann a. G. Anfang 8 Uhr. Vorher: Konzert. Kleine Preise! Morgen und folgende Tage: Wie man Weiber fesselt. Militär Gesangsposse von Reiflingen. VorSpezialitäten und Trianon- Theater. Schaunummern alleverften, Ranges. Heute und folgende Tage: Die glückliche Gilberte Anfang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Das elfte Gebot. Kasino- Theater Lothringerstraße 37( Rosenthaler Tor.) Täglich 8 Uhr, Sonnt. 7-8 Konzert. Heirat auf Probe. Borher das vollst. neue Programm. Sonntag 4 Uhr: In Vertretung. Metropol- Theater Die Herren von Maxim Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern von Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Direktor Richard Schultz. Henry Bender. 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Seute Freitag, abends 81, 1hr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15 Sitzung der Ortsverwaltung. Achtung! Einsetzer! Achtung Sonntag, den 26. Februar, vormittags 10 Uhr: Branchen- Versammlung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 1. Tages- Ordnung: 80/11 1. Fortsetzung des Vortrages des Kollegen Georg Egner über: " Die Rechtsprechung in unseren gewerblichen Streitigkeiten." 2. Diskussion. 3. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Ein jeder Verbandskollege, der als Einseker beschäftigt ist, wird verpflichtet, in der Bersammlung zu erscheinen. Neue Mitglieder werden dort Fritz Steidl- Sänger. felbft aufgenommen. und 10 erstklassige Nach jeder Borstellung im Kaiserfaal: Nummern außerdem. Raucht Vineta Tanz. No. 8 beste 2 Pf.- Zigarette! Montag, den 27. Februar, abends 8 Uhr: Vertrauensmänner- Sitzung im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 3. Hierzu sind die Einseßer von der Firma Bünger, Görlizer- Ufer, speziell die am Sonntag im Dom gearbeitet haben, verpflichtet zu erscheinen. Auch ist hierzu der Werkstatt- Bertrauensmann genannten Betriebes mit eingeladen. Des weiteren werden sämtliche Einseker, die bei der Friedrichshagener Baugesellschaft beschäftigt sind, aufgefordert, bestimmt in dieser Sizung zu erscheinen. Die Kommission. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Charlottenburg. Sonntag, den 26. Februar, vormittags 10%, Uhr: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung im Volkshause, Rosinenstraße 3. Zages Ordnung: Beschlußfassung über die Herabsehung der Beiträge. Verbands. angelegenheiten. 80/12 Ohne Mitgliedsbuch kein Eintritt. Die Ortsverwaltung Inventur21051 Achtung! Extrapreis! Eine Partie grosse Dow brus Achtung! VI. Wahlkreis! Vorstadt Oeffentliche Versammlung ( Schönhauser Sonntag, 26. Februar, abends 5% Uhr, im Jägerhaus", Schönhauser Allee 103: Volks- Versammlung für Männer und Frauen. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Paul John über: Hausfrauen und Handelsverträge". 2. Diskussion. der Bademeister und Bademeisterinnen von Berlin und Umgegend am 219/9 Sonntag, 26. Februar, nachm. 3 Uhr, im Luisenstädtischen Konzerthaus, Alle Jakobstr. 37, nahe Kommandantenstraße. Tages- Ordnung: Nach der Versammlung: Gemütliches Beisammensein mit Tanz. Bu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vertrauensmann. Divandeeken Zentral- Verband der Maurer Deutschlands. auf beiden Seiten benutzbar Wert Mk.4.35 6.75 Buntpersische Wert 9563 Zahlstelle Berlin. Freitag, den 24. februar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15 ( großer Saal): Divandecken 6.75 10.50 Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Echte PlüschDivandecken 23.50 Wort 33.00 Prunkdivandecken 25-30 Mk. Zages Drdnung: 0 Der Tarifvertrag im Badegewerbe und seine Anerkennung. Referent: Redakteur Heinrich Bürger. Freie Aussprache. Das Personal aller städtischen und privaten Bade- Anstalten ist hiermit eingeladen. 24116 Der Einberufer. Achtung! Achtung! Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hülfsarbeiter. Sonntag, den 26. Februar, nachmittags 1 Uhr: Große Versammlung 1. Bortrag. 2. Distuffion. 3. Rassenbericht der Bahlstelle. 4. Stichwahl der Delegierten zum Verbandstage, aller im Dachdeckergewerbe beschäftigten Hülfsarbeiter Teppich- Spezialhaus im großen Saale des Volkshauses, Rosinenstraße 3, eine Für die Mitglieder der Zahlftelle Charlottenburg findet am selben Tage, abends 8 Uhr, Emil Lefèvre Berlin S., Oranienstr.158. Nach auswärts per Nachnahme. Inventur- Extraliste) gratis u. Katalog mit ca. 600 Illustrat. und franko. „ Berliner ArbeiterAußerordentliche Mitglieder- Versammlung 136/16 Berlins und Umgegend. Zages Ordnung: 1. Der Nußen der gewerkschaftlichen Organisation für die Arbeiterklasse. 2. Diskussion. 3. Mißstände bei einzelnen Firmen. 4. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Dachdecker- Hülfsarbeiter ist erforderlich. Die Dach decker werden ersucht, ihre Hülfsarbeiter auf diese Ber Die Ortsverwaltung. 3. A.: Karl Heidemann. ftatt. fammlung hinzuweisen. 32/10 Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Bock über:„ Die Bedeutung des Generalstreiks". 2. Diskussion. 3. Stichwahl der Delegierten zum Verbandstage. 4. Verschiedenes. NB. Auf den zu dieser Versammlung in Charlottenburg verbreiteten Handzetteln ist als Tag der Vers sammlung der 27. Februar angegeben. Um Irrtümer zu vermeiden, ist dieses zu beachten. Dhne Mitgliedsbuch resp. Legitimationstarte tein Zutritt. Das Erscheinen aller Kollegen erwartet Die Verbandsleitung. J. A.: Emil Thōns. Achtung! Putzer! Achtung! Baahrer- Verer Zentral- Verband der Maurer Deutschlands Sonntag, d. 26. d. M.: Vereinstour nach Zweigverein Berlin. Sektion der Putzer. Ortskrankenkasse für das Buchdruckyewerbe zu Berlin. Hierdurch bringen wir zur öffentlichen Kenntnis, daß die elfte Abände rung des Raffenstatuts die Genehmigung der Aufsichtsbehörde erhalten hat. Infolge dieser Genehmigung gewährt die Kaffe fortan wegen einer durch Schwangerschaft verursachten Erwerbsunfähigkeit eine der WöchnerinnenUnterſtüßung gleiche Unterstübung für die Dauer von sechs Wochen, wenn das Mitglied der Kaffe ununterbrochen ein Jahr angehört hat. Ebenfalls erhalten nach einjähriger ununterbrochener Mitgliedschaft die in einer Heilanstalt Untergebrachten, wenn sie Angehörige haben, beren, Unterhalt sie bisher aus ihrem Arbeitsverdienst bestritten, nicht mehr wie bisher den vierten Teil, sondern die Hälfte des durchschnittlichen Tagelohns, d. h. die Unterſtüßung Angehöriger wird in der vollen Höhe des jezigen Karlshorst( Waldschenke Kopsch): Sonntag, den 26. Februar, abends 6 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Strantengelbes gezahlt. Start 2 Uhr: Stüftrinerplay. Bei schlechtem Wetter per Bahn 3 Uhr. Linoleumkitt. Erfahrener Arbeiter hierin unter Außerordentliche Mitglieder- Versammlung mit Frauen. Tages Drdnung: Vortrag( Siehe Inserat in Nr. 49 des„ Vorwärts" am Sonntag, den 26. d. M.) genauer Angabe bisheriger Tätigkeit Nach der Versammlung: Gemütliches Beijammensein. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Butritt. gesucht. Offerten unter J. 8 Expedition Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht " Vorwärts". Die örtliche Verwaltung. J. A.: H. Neumann. Jedes Wort: 5 133/9 Pfennig. Das erste fettgedruckte Wort 10 Ptg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Pfandleihhaus Weidenweg neun zehn, spottbilliger Gardinenverkauf, Wäscheverkauf. + 45* Spottbilliger Teppich verkauf, Tisch decken, Steppdecken. Pfandleihhaus Weidenweg neunzehn. + 45* Der Bezug von Kranken- Unterstützung auf die Dauer eines Jahres tritt bon jekt ab in Unterstügungsfällen nach Ablauf der ersten 13 Wochen ein, statt wie bisher nach Ablauf der ersten 26 Wochen der Mitgliedschaft. Eine weitere Aenderung ist diejenige, daß der Rechnungs- Ausschuß nicht mehr aus 5 Personen, sondern aus 7 Personen besteht, wovon der Borstand 3 und die Generalversammlung 4 Personen wählt. Kleine Anzeigen. Steppdecken billigst Febrik Große 2 Vereinszimmer, 20 und 40 BerDer Vorstand. J. Blenz, Borsitzender. Otto Wonitzkl, Schriftführer. für die nächste Anzeigen Nummer werden In den Annahmestellen für Berlin bis 1Uhr, für die Vororte bis 12Uhr, in der Hauptexpedition Lindenstrasse 69 bis 5 Uhr angenommen. Mädchen oder Frau für den ganzen Frankfurterstraße 9, parterre.+87 fonen fassend, zu bergeben, eventuell Tag. Behm, Rügenerſtraße 22,+106 Achtung! Blusen Arbeiterinnen, beffere 327 Sachen, dauernd verlangt Leistikom, Nirdorf, Pannierstraße 58, vorn III. Säle zu Versammlungen und Festlichkeiten frei; Dstern noch frei. Lehmann, Neue Noßstraße 3. 24135 Kanarienhähne, Weibchen fauft Vogelhandlung. 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