Nr. 49. Abonnements- Bedingungen: bonnements Prets pränumerando Bierteljährl. 8,30., monatt. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus, Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Belt" 10 Pfg. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Ericheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 22. Jahrs. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Bfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Versammlungs- Anzeigen 25 Pfg. ,, Kleine Anzeigen", das erste( fettgedruckte) Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1983. Preußische Volksschule. Sonntag, den 26. Februar 1905. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1984. Herrn Studt alles falsch". Was verstehen auch die Lehrer von Vom Dreiklaffen Parlament ist feine Rettung der der Schule! Wenn es wahr wäre, wie in Königsberg gesagt worden preußischen Volksschule zu erwarten. Aber vir können nicht die ist, daß die geistliche Schulaufsicht den Lehrer zu einem Hand- Hände in den Schoß legen, bis das Dreiflassen- Wahlrecht für den langer herabwürdigt und daß darin eine Nichtachtung der Lehrer preußischen Landtag beseitigt ist. Wir müssen deshalb die aufliege, dann- so sagte Herr Studt wörtlich könnten wir es auf- reizende Tatsache des preußischen Schulelends so oft als möglich in geben, uns um die angemessene Ausgestaltung unseres Schulwesens das Licht der öffentlichen Kritik hinausstellen. Es dürfen aber auch zu bekümmern". Es wäre in der Tat das beste, wenn Leute, die die Anregungen des legten deutschen und des preußischen Partei fo wenig von der Volksschule wissen und verstehen, wie der Kultus- tages nicht verfäumt werden. Es gilt, mit Nachdruck dafür zu minister und seine Hintermänner und Helfershelfer, ihre Finger wirken, daß die Regelung der deutschen Schulangelegenheiten durch davon lassen wollten! ein Reichs Schulgeset erfolgt. Es ist ein gewaltiger Unterfchied, ob im preußischen Landtage oder im Reichstage über die Volksschule verhandelt wird. Es ist nötig, die preußische Schulschande, aber auch den Schuljammer der anderen Bundesstaaten, in immer größerem Maße vor dem Reichstage zu verhandeln. Der Zarismus als Giftmischer. Aus Petersburg schreibt man uns von wohlunterrichteter Seite: breitet hat, es hätten die Japaner die Streifs in Rußland und im Es ist bekannt, daß die Regierung in Rußland die Legende verNuhrgebiet hervorgerufen, um die Ausfahrt des dritten russischen Berraten und verkauft ist die Wolfsschule in Preußen, so lange das Dreillassentvahlrecht die„ Volksvertreter" auswählt. Das hat mit aller nur wünschbaren Deutlichkeit wiederum der Verlauf der legten Stultusdebatten bewiesen. Neben dem lächerlichen Frosch mäusefrieg um die akademische Freiheit" wurde auch ein wenig über die Bolksschule debattiert und zwar hauptsächlich um die Fragen des Schulkompromisses und der Schulaufsicht. Das sind gewiß zwei zeitgemäße Angelegenheiten. Erledigt wurden sie aber in einer Aber der Kultusminister war nicht die einzige unfreundliche ErWeise, die nicht an das zwanzigste Jahrhundert gemahnen, sondern scheinung im preußischen Landtage während der Debatten um die die sogar noch für die zweite Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts Volksschule. Auch nicht allein seine reaktionären Helfer aus den zu rückständig gewesen wäre. tonservativen Parteien und dem Zentrum. Selbst die liberalen Der Kultusminister Studt mag ein brauchbarer Verwaltungs- Elemente spielten wie ftets eine traurige Rolle in den Kämpfen. beamter im Sinne der preußischen Bureaukratie sein. Wir wissen Auf Ohrfeigen und Prügel antworten sie mit der Miene der gedas nicht, halten es aber für möglich. Das aber wissen wir genau, fränften Unschuld, daß sie die Ohrfeigen und Brügel eigentlich gar daß Herrn Studt das Wesen der Volksschule, wie überhaupt die Er- nicht verdient hätten. Natürlich bewirken solche Argumente bei den ziehung ein Buch mit fieben Siegeln ist. Sicherlich sagen wir ihm Ottavio v. Jedlitz, Jrmer und Porsch nur gesteigerten Uebermut. damit gar nichts Neues. Er wird sich über seine fachmännische Un- und ebenso bei der Regierung. Wie oft hat man angesichts der zulänglichkeit zweifellos selbst völlig flar sein. Aber das geniert lahmen Haltung der Liberalen im Landtage den brennenden Wunsch: mich nicht", wird er denken. Darauf kommt es in Preußen, zumal Wenn jetzt ein Sozialdemokrat mit der göttlichen Rücksichtslosigkeit, Geschwaders zu verhindern. In Petersburg hat die Regierung sogar wenn es sich um eine so gleichgültige Sache wie die die sich nur unsere Partei gestatten darf, in diese reaktionäre die genaue Summe angegeben: 18 Millionen Rubel sollen die Bolksschule handelt, herzlich wenig an. Wenn man nur ein Gesellschaft hineinwettern könnte! Wie würde das die Luft reinigen! Japaner nach Petersburg geschickt haben, um die Unruhen hervorlandläufiger juristischer Verwaltungsbeamter ist, so läßt man sich Einer der liberalen Schulpolitiker, Lehrer Wolgast, Abgeordneter zurufen. Jest erfahre ich, daß die Regierung dabei zu folgendem getrost an die Spitze aller Spezialverwaltungen stellen. für Stiel, glaubte sogar einen Haupttrumpf damit ausspielen zu Mittel gegriffen hat: Die Petersburger Polizei hat Proflamationen Weil in Breußen immer nach diesem Grundsage verfahren können, daß er sagte:„ Die Kirche ist nicht die Mutter der Schule, verfaßt, angeblich revolutionären Inhalts, und fälschlich von worden ist ein Grundsatz, der im Wesen des preußischen Junker- die preußische Volksschule ist ein Wert der preußischen Könige."" Studenten" unterschrieben; in diesen gefälschten Proklamationen wird im Namen der Studenten gefagt: und Beamtenstaates begründet ist darum sieht es auch um das Worauf der Kultusminister von seinem Standpunkte aus nicht übel wird im Namen der Studenten gefagt: Wir Studenten, fordern die Arbeiter auf, uns zu folgen; wir offizielle geistige Leben in Preußen so erbärmlich aus, darum ist zu erwidern wußte:„ Es ist richtig, daß die preußischen Könige die haben von den Japanern 18 Millionen erhalten, um die Regierung nirgends von einem Fortschritt die Rede, darum geht es mit der Volksschule geschaffen haben, aber sie haben immer eine enge Verzu stürzen." preußischen Volksschule immer mehr bergab. Nur einmal, vor nun bindung zwischen Schule und Kirche als sehr wesentlich voraus- Diese gefälschten Broklamationen wurden von der Geheimpolizei bald hundert Jahren, saßen in der obersten Leitung des preußischen gesetzt." Herr Wolgast hatte mit seinem zweiten Sah nicht recht in Petersburg verbreitet. Dadurch wollte die Regierung gegen bie Schulwesens Männer, die etwas von der Sache verstanden, das und Herr Studt nicht mit seinem ersten. Die preußischen Könige Studenten, überhaupt gegen die Intellektuellen, die Masse hehen. In waren die Sübern, Nicolonius, Humboldt, Schleier find an der Entstehung der Volksschule ebenso unschuldig wie Herr einzelnen Fällen ist es ihr gelungen: einige Wale wurden Studenten macher. Aber nachdem sich der erste Schrecken über die Stubt oder Herr Wolgast. Solange fich die Liberalen nicht von in den Straßen von törichten Leuten geprügelt, die den polizeilichen Proklamationen Glauben geschenkt hatten. napoleonische Unterbrechung des preußischen Schlendrians gelegt ihrer patriotischen Geschichtsflitterung lossagen können, dürfen sie sich hatte, wurden auch die paar Fortschrittler in der Leitung der nicht wundern, wenn ihnen damit gelegentlich bald von links, bald preußischen Volksschule zusammen mit den Fortschrittlern in den von rechts um die Dhren geschlagen wird. Staifer, und die Erbitterung gegen die zarische Regierung wurde Bald aber geschah der Empfang der 34 Arbeiter durch den wieder allgemein. Gegenwärtig geschieht innerhalb der Arbeiterschaft auf natürlichem Wege eine großartige politische Propaganda: jeder Arbeiter, der die allgemeinen Züge der Lage begriffen hat, erklärt sie denen, die noch nicht alles verstehen. Alle Arbeiter find politisch erwacht, das politische Denken ist unter ihnen allgemein geworden, geht jetzt in schnellstem Tempo vorwärts. und der Prozeß des Reifwerdens des gesamten russischen Proletariats anderen Zweigen der preußischen Verwaltung schleunigft abgehalftert. Was während der Debatte über das Schulkompromiß Seitdem herrschten im preußischen Kultusministerium gleichgültige mitgeteilt worden ist, hat keine große Bedeutung. Der Kultus Bureaufraten, unfähige Ignoranten oder ganz ausnahmsweise einmal minister bestätigte die schon vor längerer Zeit durch die Presse geetwas bloẞ- liberal aufgepugte Männer, die wenigstens den Anschein gangene, auch von uns kommentierte Nachricht, daß die Schulzu erwecken suchten, als hätten sie Liebe und Verständnis für die dotations- Vorlage frühestens im nächsten Herbst zur Verhandlung Boltsschule. Aber bei näherem Zusehen war diese Liebe und dieses fommen soll. Man scheint also doch noch auf verschiedene SchwierigBerständnis dünner Firniß, der die bloße Unwissenheit über das feiten gestoßen zu sein, die man im Laufe des Sommers zu be Wefen und die Bedeutung der allgemeinen, gleichen und freien Bolts- feitigen hofft. Spaßhaft war die Stellung der Nationalliberalen in schule dürftig berbedte. der Debatte. Sie, die sich ohne Zwang zu Vorspanndiensten für dauert an und zeigt jenen Charakter, auf den gestern unfer Peterstonservative und flerifale Herzenswünsche hatten mißbrauchen lassen, burger Korrespondent hinwies: es find weniger langandauernde allmußten sich jetzt von beiden Seiten auslachen lassen. Sie standen gemeine Streits als ein Hin und Her zwischen Arbeitsaufnahme und da wie begossene Budel. Wenn Herr Hackenberg im Gegensatz zu Arbeitseinstellung, ein ewig beunruhigender Wechsel, eine neue und v. geblitz die Gegner des Schulkompromisses in Schutz nahm, so ist das wie es scheint wirksame Taktik eines politisch gewerkschaftlichen bei der starken jungliberalen Opposition in seiner Partei wohl begreiflich. Kampfes. Die unglaubliche Verständnislosigkeit des gegenwärtigen Stultusministers für die Zwecke der Volksschule geht besonders deutlich aus seinem naiv- entrüsteten Erstaunen über die Königsberger Beschlüsse der deutschen Lehrerschaft zur Frage der Schulaufsicht hervor. Was die Lehrer in Königsberg gefagt haben, das ist nach Friedrich Leßner. Am 27. Februar vollendet Friedrich Leßner sein achtzigstes Lebensjahr. Aus diesem Anlaß baten wir unseren Londoner Bertreter, den Alten zu besuchen. Ueber die Unterredung schreibt uns unser Korrespondent: " -G " Die Ausstandsbewegung erinnern fann, war das drudfertige Manuskript nicht von Mary den Gang des öffentlichen Lebens ausübt, den bie alte sondern von Engels niedergeschrieben." ,, Sie waren ja einer der Angeklagten und Bestraften im Kölner Kommunistenprozeß; was war ihr Verbrechen?" " Internationale au ihrer Zeit ausgeübt hat. Unsere Kongresse wurden viel mehr beachtet als die jetzigen internationalen Kongresse. Allerdings hatte der moderne Sozialismus damals den Reiz der Es schwebten gegen mich drei Klagen: 1. wegen Verbreitung Neuheit; auch war die Bourgeoisie dem Jahre 1848 näher. Trozaufreizender und hochverräterischer Schriften; 2. wegen Führung eines alledem scheint mir, daß die neue Internationale nicht den Einfluß falschen Namens( die Polizei hatte herausgefunden, daß ich Deserteur ausübt, den sie ihrer Stimmenzahl nach ausüben müßte. Die Maniwar und einen angenommenen Namen führte); 3. wegen meiner feste, Resolutionen und die sonstigen Kundgebungen der alten Inter„ Rüstig und enthusiastisch wie immer, sieht unser Genosse Friedrich Teilnahme am Kommunistenbunde". Die legte Anklage lautete nationale wurden viel mehr beachtet als die jetzigen. Well,- an Leßner seinem achtzigsten Geburtstage entgegen. Er hat sich in den folgendermaßen: Anklageschrift gegen Friedrich Leßner, der Spige der alten Internationale stand Mary, der Millionen von Tezten zehn Jahren nicht im geringsten geändert, und wie er mir 27 Jahre alt, Schneidergeselle, geboren zu Blankenheim, Stimmen wert war." Heute sagte, sicherte ihm der Arzt neulich noch mindestens fünfzehn und zuletzt zu Mainz wohnhaft. Ueber die persönlichen Verhältnisse" Ist es nicht merkwürdig, daß fast keiner von den englischen Lebensjahre zu. Sein Interesse an der deutschen, englischen und des Angeklagten, die Verbindungen, welche er vom Sommer 1847 Arbeiterführern, die sich an der Internationale beteiligten, den überhaupt der internationalen Arbeiterbewegung hat gar keine bis zum Frühjahr 1848 zu London unterhielt, feinen Aufenthalt in Sozialismus angenommen hat?" Schwächung erfahren. Leßner liest regelmäßig die Neue Zeit", Köln während der Jahre 1848, 1849 und 1850, die Beziehungen, in„ Es ist gewiß schwierig, eine Erklärung dafür zu finden. Ich die Gleichheit", den" Wahren Jacob", die„ Schwäbische Tag- denen er während dieser ganzen Zeit zu den Häuptern des komme zuweilen mit den alten englischen Mitgliedern wie Appelgarth wacht", die Rheinische Zeitung", die Sächsische Arbeiterzeitung", Kommunistenbundes stand, die Tätigkeit endlich, welche er als und Howells zusammen. Aber diese sind vollständig liberal und ebenso die Justice" mit den trefflichen internationalen Präsident des sozialistischen Arbeitervereins zu Mainz entwickelte, ist haben das Wesen der alten Internationale nie begriffen. Seitdem Berichten des englischen Genossen Astew. Nichtsdestoweniger weilen bereits in der wider die Angeklagten Röser und Genossen ge- habe ich allen englischen Reform- und Sozialistenbewegungen anfeine Erinnerungen hauptsächlich in der stürmischen Zeit von 1848 fertigten Anklageschrift( das heißt des Kölner Kommunisten gehört, und bin noch zuweilen als Redner tätig. Es scheint mir, und der alten Internationale in der Glanzperiode der politischen prozesses) das Nähere enthalten. Bei seiner im vorigen daß die jüngere Arbeitergeneration viel aufgeweckter und kritischer Tätigkeit von Karl Mary. Jahre( 1851) erfolgten Verhaftung wurde eine förmliche angelegt ist als die vorhergegangene Generation es war. „ Können Sie sich noch des Moments erinnern, an dem Sie zum kommunistische Bibliothek in seinem Besige vorgefunden, welche Ueberhaupt beginnt jetzt die Beit sehr interessant zu erftenmal Marg und Engels saben?" 1. a. die Statuten des Londoner Arbeiterbildungsvereins, das werden. Nach langen, langen Jahren haben wir endlich " Gewiß", antwortete Leßner, das war gegen Ende No- Manifest der kommunistischen Partei vom Jahre 1848, die Statuten in den Vereinigten Staaten von Amerika eine wirkliche ember 1847, als der zweite Kongreß des Kommunistenbundes in der Arbeiterbildungsvereine zu Köln, Wiesbaden und Mainz, die sozialistische Partei; in Frankreich eine geeinigte Bewegung und in London zusammentrat, um das Kommunistische Manifest" zu ent- Forderungen der kommu..istischen Partei, den Roten Katechismus, Rußland sehen wir das Erwachen eines ganzen Wolfes. Ich bin werfen. Mary war damals noch ein junger Mann, er zählte den Aufruf Aux Democrates de toutes les Nations, den Trinkspruch voller Hoffnung und erwarte vieles von den nächsten zwanzig ungefähr 28 Jahre, dennoch hat er auf uns alle einen des Blanqui und die Flugschrift: Deutsche Männer und preußische Jahren. Es geht zwar vieles langsamer, als ich beim ersten Aufmächtigen Eindrud gemacht. Marg war mittelgroß. breit Untertanen Demnach wird Friedrich Leßner angeflagt, im blizen des kommunistischen Gedankens im Jahre 1847 dachte, schulterig, von fräftigem Körperbau und voller Energie. Er Laufe der Jahre 1848 bis 1851 zu Köln in Verbindung mit aber es geht vorwärts trotz alledem. Und das erfreulichste war von sehr dunkler Gefichtsfarbe, das Kopfhaar dicht und raben- mehreren Bersonen ein Komplott gebildet zu haben, dessen ist, daß der Fortschritt international ist, daß die Arbeiter schwarz. Dagegen war Engels fchlant, elastisch, blond und glich eher Zwed war, die Staatsverfassung umzustürzen und die Bürger aller Länder sich immer enger mit einander verbinden. einem preußischen Offizier als einem fozialistischen Gelehrten. Mary und Einwohner gegen die fönigliche Gewalt und gegen einander zur Wahl denen, die noch jung sind; sie werden viele unserer Hoffnungen war im Verkehr viel anziehender und mitteilsamer wie Engels. Erregung eines Bürgerkrieges zu bewaffnen". Ich saß 15 Monate verwirklicht sehen. Bei dieser Gelegenheit spreche ich den deutschen Redner war keiner von beiden, Marg fonnte im Heinen Streife eine in Untersuchungshaft und wurde zu drei Jahren Festung verurteilt. Genossen meinen tiefsten Dank aus für die Aufmerksamkeit, die Borlesung halten, aber oratorisch begabt war er nicht." Welche Zeit ist Ihnen am lebhaftesten im Gedächtnis?" sie mir erweisen. Sie ist die schönste Gratulation zu meinem auf „ Die Zeit der alten Internationale". Diese ist unvergeßlich. den 27. Februar 1905 fallenden achtzigsten Geburtstag. Der Artikel Der Mitgliederzahl und den Finanzen nach war die Internationale in der Neuen Zeit" und diese Zeilen im Vorwärts" entlohnen " Ich habe es zwar bei der Drucklegung oft in Händen gehabt, unbedeutend. Man war tatsächlich nur eine Handvoll Leute. Und mich reichlich für die Zeit und Mühe, die ich der internationalen aber ich habe keine Ahnung, wo und ob es noch existiert. Wenn es dennoch war der Einfluß ein gewaltiger. Es ist sehr fraglich, ob Arbeiterbewegung seit 1847 geschenkt habe." irgendwo egiftiert, so sicherlich bei den Nachkommen von Karl die neue Internationale von 1889, die an Stimmenzahl und GeldSchapper, der die Korrektur des Manifests las. Soweit ich mich mitteln so reich ist, verhältnismäßig einen solchen Einfluß auf „ Wissen Sie vielleicht, wo das Manuskript des Kommunistischen Manifests" hingekommen ist?" зи Während gestern gemeldet wurde, daß in Petersburg wieder| kaiserkches Begrüßungstelegramm dem Verein die Unter- Kinderzahl des Steuerpflichtigen zugestanden werden. An und für 40 000 Arbeiter streifen, wird heute telegraphiert, daß auf den ftützung auch dieser Forderung ausdrücklich zugesagt. Bebel fich ist eine weitgehende Anpassung der Steuerpflicht an die Butilow- Werken die Arbeit wieder aufgenommen sei. übte vernichtende Kritik an dieser Flottentreiberei. Er deckte das Leistungsfähigkeit durchaus wünschenswert; wäre die preußische Ueber den Eisenbahnerstreik liegen folgende Telegramnne vor: egoistische Interesse der Flottenschwärmer im Ruhrrevier auf, die Einkommensteuer so wenig drückend für die Schwachen und so reich Breslau, 25. Februar. Wie die„ Schlesische Zeitung" aus Millionen und aber Millionen an den Flottenlieferungen verdienen, in ihren Erträgen, daß sie nach diesen beiden Richtungen nichts Kattowig meldet, ist im Betriebe der russischen Grenzeisenbahnen aber zugleich jeden Pfennig direkter Reichssteuern verweigern. mehr zu wünschen übrig ließe, so wäre eine solche an und für sich seit gestern keine Veränderung eingetreten. Die Worschau- Wiener Er wies ferner nach, daß, wenn man überhaupt einen Sinn berechtigte zarte Rücksichtnahme durchaus am Blaze. Jedenfalls wäre Bahn ist für den Personen- und Güterverkehr bis auf weiteres noch hinter dem Bau einer großen Schlachtflotte suche, man ihn aber zunächst wichtigeres zu tun gewesen, nämlich die Entlastung der vier vollständig gesperrt. Die Weichselbahn nimmt nur die für den nur in der Idee eines Kampfes gegen England finden könne. untersten Steuerstufen, wie sie schon Fuisting in seinem Buche Lokomotivbetrieb erforderlichen Kohlen ein und fährt Güterwagen in Er warnte eindringlich davor, durch unmäßige Flottenbauten, Die Einkommenbesteuerung der Zukunft" fordert. Für den entbeschränktem Maße von Rußland nach Deutschland herüber. Zwischen die doch Englands Vorsprung nie einholen könnten, dem eng- stehenden Ausfall und über ihn hinaus hätte Erſatz durch Erhöhung Kattowitz und Sosnowice wird der Personenverkehr fahrplanmäßig lischen Jingotum Vorschub zu leisten und so die Gefahr eines der oberen Einkommensteuern geschaffen werden müſſen. Keines von durch einen Pendelzug aufrecht erhalten. Stampfes zwischen den beiden europäischen Stulturnationen beiden geschieht. Die einzige Vergünstigung, die den unteren Klassen Wie die„ Schlesische Zeitung" weiter meldet, kann der regel- heraufzubeschwören, deren wahre Interessen ein Zusammen zu teil werden soll, besteht darin, daß bei Ginkommen unter 3000 M. mäßige Güterverkehr auf der Warschau- Wiener Bahn erst aufgehen dringend erheischten. Schließlich stellte Bebel die Welt- und einer Kinderzahl von mehr als fünf eine Erniedrigung der genommen werden, wenn die überfüllten Bahnhöfe geräumt sind. machtspolitik der Flottenvermehrung der Politik des geschlossenen Steuer um zwei Stufen eintreten soll, so daß also Einkommen Auf der Linie Herby- Czenstochau dauert der Ausstand fort. Nationalstaates, wie sie in schärfster Form die neuen Handels- bis 1200 m. in solchem Falle steuerfrei werden. Ein Familienvater, verträge treiben, gegenüber und gab den unlösbaren Wider der etwas über 1200 m. verdient, bleibt bei noch so reichem Kinderfegen spruch dieser beiden Grundtendenzen der Politik des Nicht- immer noch steuerpflichtig. Nur für den Mittelstand, nicht für die ArbeiterKonsequenzenmachers Bülow der Lächerlichkeit preis. klasse hat die Bestimmung Bedeutung, daß die Altersgrenze von gegangen. Moskau, 25. Februar. Der Verkehr auf der Bahnlinie Moskau Niet- Woronefch iſt geſtern abend wieder hergestellt worden. Auf der Strecke Moskau- Kasan sind gestern und heute feine Züge abWarschau, 25. Februar. Heute mittag 121 Uhr lief der erste Zug der Warschau- Wiener Bahn aus; auf den Weichselbahnen dauert der Ausstand an. Die Angestellten aller Banten fordern übereinstimmend eine Gehaltserhöhung, fürzere Arbeitszeit u. dergl. mehr. Gleiche Forderungen stellten auch die Angestellten der Handelshäuser. Simbirst, 25. Februar. Die im Ausstand befindlichen Arbeiter der Werkstätten der Alathrbahn und der Sägemühle verlangen acht stündigen Arbeitstag, Lohnerhöhung, Beseitigung der Strafen, Verbesserung der Ventilation in den Werkstätten, Errichtung eines Krankenhauses, einer Schule und einer Bibliothek, die Erlaubnis zur Veranstaltung technischer Vorträge und eine Arbeiterversicherung. * Der Bürgerkrieg im Raukasus. 0 " Der Marinesekretär von Tirpik namens der Regie- 14 Jahren aufgehoben wird und in die zu berücksichtigende brinderrung und der Zentrumsabgeordnete Gröber namens der zahl alle Kinder mit einbezogen werden, deren Unterhalt dem regierenden Partei versicherten aufs bestimmteste, daß an eine Steuerpflichtigen zur Last fällt. Arbeiterlinder fallen nach erreichtein Durchführung der Dresdener Flottenphantasien in absehbarer 14. Lebensjahre dem Familienvater nur selten noch zur Last, aus Zeit nicht zu denken sei. Herr Gröber fand sogar einige nette dem einfachen Grunde, weil er diese Last nicht tragen kann. Spitzen gegen die Reichssteuerscheu der besitzenden Klassen Durch diese Steuererleichterungen wird naturgemäß ein Ausfall und die politische Unflugheit der allzu voreiligen Flotten- im Ertrage der Einkommensteuer herbeigeführt, den die offiziös freunde. Aber trotzdem mußte er sich den Dank des Dr. inspirierten Berliner Politischen Nachrichten" auf 6,4 Millionen Arendt, des Spezialisten der Rechten für Seemachtfragen, Mark beziffern. Ein Teil dieses Ausfalls foll wieder hereingebracht gefallen lassen, daß er schon viel weniger scharf gesprochen werden durch die Besteuerung der Gesellschaften mit behabe, als vor ein paar Wochen in der Kommission. schränkter Haftung, die den Aktiengesellschaften finanzpolitisch Das Zentrum wird also verstehen, wenn die Zeit gekommen gleichzustellen sind. Unbesteuert bleiben die sog. Familienfein wird, umzufallen. Und wie wenig Verlaß auf diese Art gesellschaften, ferner jene, die weniger als 100 000 m. GesellschaftsRegierungserklärungen ist, wie rasch sich dort mit oder ohne fapital aufzuweisen haben, schließlich solche, die sich aus mehreren GeMinisterwechsel die Anschauungen ändern, das zeigte Bebel sellschaften dieser Art oder aus steuerpflichtigen Aktiengesellschaften an dem bekannten Schicksal der zweiten Flottenvorlage von zusammensetzen. Der Mehrertrag wird auf 4,9 Millionen Mart 1900. Schon jetzt gaben die Rechte, die Nationalliberalen und geschätzt. die Freisinnige Vereinigung im voraus allen kommenden Eine Aenderung tritt auch in der Besteuerung der Aktien Flottenvorlagen ihren Segen. Sie versicherten zwar mit mehr gesellschaften ein; es soll nämlich auf die Besteuerung außeroder minder großer Entschiedenheit, daß die Lasten auf die gewöhnlicher Rid Iagen verzichtet werden; auf der anderen Seite starken Schultern gelegt werden sollten, aber man weiß ja, wird die Steuerbefreiung von 32 Broz. der Dividende aufgehoben. daß sie nachträglich ihr Gewissen mit ein paar Millionen Dadurch wird das Bestreben der Aktiengesellschaften, ihren Gewinn Am 21. erreichte die Erbitterung ihren Höhepunkt; die Straßen- Schaumweinsteuer sehr willig salvieren. durch starke Rücklagen geringer erscheinen zu lassen, gefördert werden. morde häuften sich in erschreckender Weise; das Schießen dauerte Wie wenig Nutzen selbst die direkt beteiligten Arbeiter der Bom Standpunkte des Gesetzes sollte Einkommen Einkommen sein, den ganzen Tag, wodurch etwa 100 Personen getötet oder ver- faiserlichen Werften von dem Flottenbau haben, zeigten in und es liegt gar kein Grund vor, Ginkommensteile, die zur Kapitalswundet wurden. Bazare und Läden wurden geplündert, und das eindringlichen Bildern zu beil für Stettin und Legien affumulation verwendet werden, von der Steuer zu befreien. Militär machte von der Waffe Gebrauch. Da die Garnison, die für Kiel. Trotzdem der Abgeordnete von Danzig, Herr Alles in allem wird die Reform es mit sich bringen, daß die aus vier Bataillonen und fünf Kosakensotnien besteht, nicht aus- Mommsen, seinen Wählern dadurch zu dienen glaubte, einwandfreieste Einkommensquelle Preußens teine höheren, sondern reichte, tamen fünf Infanterie- Bataillone mit Artillerie und zwei daß er in edlem Wettstreit mit den Regierungskommissaren geringere Erträge liefern wird. Wird der Ausfall auch nur auf Nosakensotnien zu Hülfe. Der Gouverneur ersuchte einflußreiche alle Mißstände beschönigte, wurden die Beschwerden dennoch 1 Millionen Mark jährlich geschäßt und fällt er daher für das Armenier und Muselmänner um ihre Unterstützung. als berechtigt erwiesen. Staatsbudget wenig ins Gewicht, so bleibt es doch bezeichnend für den Dreiklassenstaat, daß seine Gesetzgebung die Tendenz hat, die Erträge der Einkommensteuer zugunsten des Mittelstandes zu berringern, statt sie auf Kosten der Reichen zu erhöhen. Die offizielle Petersburger Telegraphen Agentur gibt folgende Darstellung über die Ereignisse in Baku: Infolge Ermordung eines verhafteten Muselmannes im Januar und schwerer Verwundung eines reichen Muselmannes durch Armenier am 19. d. M. spitzte sich die Erbitterung zwischen den beiden Nationalitäten sehr zu. Am 20. wurden 35 Personen getötet bezw. verwundet. Preußisches Abgeordnetenhaus. Am 22. fanden nochmals große Unruhen statt. Die Häuser Am Montag sett der Reichstag um zwei Uhr die Beeiniger Reichen wurden geplündert und angezündet. Der ratung fort. Gouverneur zog in Begleitung orthodoxer Armenier, der muselmanischen Geistlichkeit und sonstiger angesehener angesehener Männer Auch die Vorschriften über das Veranlagungsverfahren durch die Stadtteile und mahnte das Volk zur Ruhe. Das Abgeordnetenhaus setzte am Sonnabend die zweite sollen in einigen Punkten geändert werden. Für die Einschätzung Die armenische und muselmanische Geistlichkeit füßte sich vor Lesung des Kultusetats fort. Es ist charakteristisch, daß das der nicht feststehenden Einnahmen soll nicht mehr der dreijährige der Boltsmenge, welche hurra schrie und baut das Verlangen wichtigste Kapitel dieſes Etats, das Kapitel Elementar Durchschnitt, sondern der letzte Jahresertrag maßgebend sein. Zur nach Versöhnung kundgab. Tatsächlich hörten die Unruhen Unterrichtswesen, vor fast leeren Bänken verhandelt wurde. entschiedensten Kritik fordert die geplante Reform des Berufungsauch am Nachmittag auf. Auch die Nacht war ruhig. Der folgende Trotzdem die Mitglieder des Hauses Diäten schlucken, waren, verfahrens heraus, die dahin geht, den Steuerpflichtigen unter Tag verlief nicht ohne Störung. Die muselmanischen Läden wurden als von der Rechten und vom Zentrum ein Antrag auf Schluß 3000 Mart den Weg zur höchsten Instanz, dem Ober- Verwaltungsgeöffnet, die armenischen geschlossen. Es machte sich wiederum der Debatte gestellt wurde, nicht einmal 30 Mitglieder dieser gericht, abzuschneiden, sie an die Veranlagungsfommission eine Erregung bemerkbar. Am Nachmittag nahmen die Unruhen Am Nachmittag nahmen die Unruhen beiden Parteien, die auf dem Papier etwa 300 Mann auf als erste Instanz und als an die zweite und legte an die Berufungseinen bedrohlichen Charakter an. In Balacheny herrschte den weisen, anwesend, so daß der Schlußantrag nicht die geschäfts- fonmission zu verweisen. Das Ober- Verwaltungsgericht hat bisher ganzen Tag Erregung. Der Gouverneur ordnete dahin musel, ordnungsmäßig notwendige Unterstützung fand. Ebenso er- von den Beschwerden der Pflichtigen oft nahezu die Hälfte( im manische und armenische Geistliche sowie angesehene Bürger ab. ging es einem Vertagungsantrag der Linken. Und diese Jahre 1900 46,8 Proz.) als berechtigt anerkannt, und von den Die dortigen Polizisten baten, da der Dienst sie entkräftet hatte, Gesellschaft wagt es, über die chronische Beschlußunfähigkeit mehr als 6000 Beschwerden, über die es jährlich zu entscheiden hat, um Ersaz. Auch in Baku baten einige Polizisten, abgelöst zu des Reichstages zu fritteln. entfällt ein großer Teil gerade auf die unteren Steuerstufen. Diesen werden. werden, andere, daß ihnen Offiziere und Untermilitärs beigegeben Die Darstellung trägt den bekannten Charakter ruffisch- offizieller Erzählungen. Batum, 25. Februar. Gestern wurden hier zwei Privathäuser beraubt. Ganze Familien verlassen die Stadt. Der Dienst auf dem Zollamte wird durch Soldaten versehen. Die Ankunft der Dampfer der Messageries maritimes und des Desterreichischen Lloyd wurde abgesagt. Gestern abend wurden in der Stadt Schüsse gehört. Massenverhaftungen. Es stellt sich jetzt heraus, daß die Polizi nach der Vernichtung des Großfürsten Sergius Massenverhaftungen vor genommen hat. Selbst ein offizielles Telegramm gibt 60 Verhaftete zu: Petersburg, 25. Februar. Ungefähr 60 Personen sind bei Gelegenheit der Ermordung des Großfürsten Sergius verhaftet worden. der Bolksschullehrer und um die Frage der Konfessionsschule, genommen wird, ein wichtiges Mittel zur Durchsetzung ihres Rechts Die Debatte drehte sich im ersten Teil um die Stellung wird, wenn ihnen das Recht, zum Ober- Verwaltungsgericht zu gehen, im zweiten Teil um die Vorbildung der Seminarlehrer. gegenüber einem beschränkt fiskalischen Standpunkte genommen, Wieder einmal wurde von der konservativ- klerikalen Mehrheit, dessen sie sich bisher mit Erfolg bedient haben. Darf man dem deren Ansicht sich der Minister Studt beugt, die Forderung Senatspräsidenten des Ober- Verwaltungsgerichts Fuisting glauben, der Unterordnung der Schule unter die Autorität der Stirche so entspricht die geplante Reform weniger den Wünschen des zu ent gefordert, während von freisinniger Seite die Notwendigkeit lastenden Gerichtshofes als jenen der Steuerbehörden, die betont wurde, die Schule von kirchlichen Einflüssen frei zu auf die oberste Instanz des Steuergerichts nicht gut zu sprechen sind. halten. Neues konnte nach den prinzipiellen Auseinander- Fuisting führt darüber aus: setzungen der legten Tage faum noch gesagt werden. Ebenso wie die Volksschule so sollen auch die LehrerBildungsanstalten nach Ansicht der herrschenden Klassen Breußens ihrem eigentlichen Zweck, das Volk zu bilden, mehr und mehr entfremdet werden. Während im Großherzogtum Hessen solche Volksschullehrer und Schulamtsaspiranten, die ein gutes Examen abgelegt haben, auf die Dauer von drei Jahren zum Besuch der Landesuniversität als Studierende der Pädagogit beurlaubt werden können, schreckt man in Breußen vor einem ähnlichen Schritt zurück. Wenn auch die Abftimmung über einen dahingehenden Antrag infolge der schwachen Besetzung vertagt wurde, so ist doch nach dem Verlauf der Debatte an seiner Ablehnung nicht zu zweifeln. Ebenso wenig haben Anträge, die eine bessere Besoldung der Seminarlehrer bezwecken, Aussicht auf Annahme; in Preußen Die in Moskan verhafteten Schriftsteller, unter denen sich hat man nun einmal für Stulturzwede kein Geld übrig. auch der den Berliner Arbeitern, so weit sie der Freien Volksbühne Mit Rücksicht auf die Einweihung des Domes wird das angehören, wohl bekannte Dichter der Juden", Tschirikoff, befand, Abgeordnetenhaus, das sich im übrigen darüber gekränkt fühlt, sich nach einem offiziellen Telegramm, ausgenommen Andrejeff, daß es zu wenig Einladungen zur Feier erhalten hat, seine wieder freigelaffen worden. Alle gehören zum Freundeskreise Gortis. Sigung am Montag, in der der Stultusetat weiter beraten werden soll, erst um 2 Uhr beginnen. Gorti selbst fist noch immer in Haft.& ad In Bezug auf den Namen des Täters oder die Frage, ob derselbe Mitschuldige hat, ist nichts bekannt geworden. Hat man den Täter überhaupt? * * Gorki und Genossen im Kerker. -0 * Parfümierte Arbeiter. Von den zum Zaren geführten Arbeitern wird jetzt noch berichtet, daß sie vorher sorgfältig desinfiziert und parfümiert worden feien. Fürchtete man den Blutgeruch vom 22. Januar? Politische Ueberficht. Berlin, den 25. Februar. Die Flottentreiber. Reform der preußischen Einkommensteuer. Es liegt im Wesen der Dinge, daß die Fiskalität sich an der Grenze der Steuerpflichtigkeit und in den untersten Steuerstufen am schärfsten äußert und der hier geübte Steuerbruck am stärksten empfunden wird. Die weitaus größte Mehrzahl aller Beschwerden entspringt aus dem Kreise der ärmeren Bevölkerungsklassen, bes sonders der kleinen Landwirte und Gewerbetreibenden. Daß gerade die kleinen Leute" den Segen des Rechtsschutzes in weitestem Umfange genießen, ist ein unbestreitbares Verdienst des Beschwerde gerichts. Die Steuerbehörden mögen die Tätigkeit des Beschwerdegerichts, namentlich im Bereich des Verfahrens, unliebsam empfinden. Die Einführung der Rechtskontrolle ist für die be teiligten Berwaltungsbehörden stets mit Unbequemlichkeiten ver fnüpft. Sie ertragen es ungern, wenn ihre beanspruchte Machtvollkommenheit enger begrenzt und der Ausartung des„ freien" Ermessens in Willfür vorgebeugt wird. mittelstandspolitik, die ihr Herr Schweinburg, ihr Herold, nach Die Steuerreform des Herrn v. Rheinbaben treibt also die rühmt, nur soweit, sie den„ Mittelstand" über 3000 m. betrifft. Die Steuerpflichtigen unter 3000 m. anch die kleinen Landwirte und follen eine empfindliche Minderung ihrer Rechte erfahren. Das ist eine Reform, die den Wünschen des preußischen Landtags entspricht. Getverbetreibenden" Deutfches Reich. Das Unbegreifliche! Die Kreuz- Zeitung" will die Einweihung des neuen Domes unter dem Losungswort begehen:" Selig sind, die da geistig arm find." Darum läßt sie sich zu dieser Feier von einem Generalleutnant 3. D. v. Herzberg in Frankfurt a. D. eine Zu schrift senden und veröffentlicht sie au erster Stelle ihrer heutigen Nummer, in der die staunenswerte Geistes armut der Frommen im Lande außergewöhnlich hervortritt. Die preußische Einkommensteuer foll reformiert werden. Vom fozialpolitischen Standpunkte aus muß bei jeder Einkommensteuerreform das Hauptaugenmerk darauf gelenkt werden, ob sie erstens etwa bestehende Ueberlastungen der unteren Steuerstufen mildert oder beseitigt und ob sie den Steuerertrag so vermehrt, daß der Staat dadurch instand gesetzt wird, Einnahmen aus minder einwandfreier Quelle einzuschränken oder ganz auf sie zu verzichten. Die von dem preußischen Finanzministerium geplante Reform ist aber dahin zu charakterisieren, daß sie in der ersten Richtung neben Von Kunstdingen braucht ein Generalleutnant natürlich nichts Die Beratung des Marine Etats im Reichstage gab Verbesserungen auch Verböserungen enthält, in der zweiten aber zu verstehen, darum beginnt er seine Einweihungszuschrift mit für Bebel Gelegenheit, die Abrechnung, die im geheimnis- feinen Gewinn, sondern Verlust, wenn auch nur geringen bringt. Dem Ausdrud der Freude über den so funstvoll erſtandenen neuen vollen Dunkel der Budgetkommission mit den wahnsinnigen Die Reform entspricht den Wünschen, die von maßgebenden Parteien Dom". Dann erzählt er weiter, wie herrlich der Herr im Himmel Flottenvermehrungsplänen des Flottenvereins vorgenommen des Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses geäußert worden sind, das deutsche Volf geführt habe. Der fromme Soldat ist angesichts worden war, dem gesamten deutschen Volke vorzulegen. Der sie nimmt darum nur Intereffen des Grundbesizes und des so- des neuen Gotteshauses und des Königshauses in der Nähe voll Flottenverein zählt nicht nur zahlreiche Abgeordnete und genannten Mittelstandes, nicht aber solche des Proletariats wahr. Dank für Gottes wunderbare Führung". Aber neben diesen beiden Minister zu seinen Mitgliedern, sondern den Bruder des Kaisers, Sie bedeutet auch keinen Ausbau des Systems, sondern nur gering- Häusern löft noch ein drittes, das Voltshaus, in dem sich die Boten des Reiches versammeln, besondere Empfindungen in seiner den Prinzen Heinrich und fast sämtliche deutschen Bundes- fügige Flickarbeit. frommen Bruſt. Da stellt er die Frage: Jit unser Dant hier auch fo ungeteilt?" lub nun zeigt er, wie trotz der wunderbaren Führung Gottes und inmitten all der herrlichen Errungenschaften ein ver hängnisvolles Unglüd das Deutsche Reich heimsucht. fürsten zu Protektoren, und der Kaiser selbst hat wieder- Zunächst sollen die kommunalen Grund- und Gewerbesteuern holt feine Sympathie und sein vollkommenes Ein- abzugsfähig gemacht werden, ebenso solche Amortisationsraten, über verständnis mit den Zielen des Vereins bekundet. Ja, als welche dem Schuldner keine Verfügung zusteht. Die Steuerlaften der Flottenverein auf seiner jüngsten Dresdener Generalver- der Grundbesitzer und der selbständigen Gewerbetreibenden werden sammlung die Errichtung eines dritten Schlachtgeschwaders dadurch erleichtert. Ferner soll auch bei Einkommen von forderte, hat der König von Sachsen im Anschluß an ein 3000-6500 m. eine Herabsetzung der Steuerbelastung bei größerer " Was für Empfindungen kommen uns denn beim Anblide jenes dritten großartigen Hauses, in dem sich die Boten des Reiches bersammeln? Ist unser Dant hier auch so ungeteilt? " Es Allerdings, hier wie dort müssen wir belennen:„ Der Herr hat Auch bei den Debatten in der Budgetkommission und im Plenum Großes an uns getan, des find wir fröhlich." Wir freuen uns des des Reichstages zum Marineetat blieb der Staatssekretär der Reichsgecinten Vaterlandes, wir begrüßen den Patriotismus, die Gelehr- finanzen stumm. Dagegen will die Deutsche Tageszeitung"" bon samkeit und legislatorische Weisheit, die hier zutage treten, aber- tief kundiger Seite" erfahren haben, daß der Bundesrat zur Frage einer bellagen wir die Unnatur, daß sich in der deutschen Reichserbschaftssteuer seine ablehnende Stellung nicht geändert habe Volksvertretung eine große Partei bilden konnte, die die Religion und nach aller Voraussicht auch nicht ändern werde. mißachtet, die sich entfernt, wenn des Kaisers von Gottes Gnaden bleibt danach fortdauernd unklar, wie sich die verbündeten Refürbittend gedacht wird, und deren Mitglieder ihr ehrenvolles gierungen die Gesundung des Reichsetats sowie die Aufbringung der Mandat grundsätzlich dazu mißbrauchen, auf die Zerstörung des Stosten für ihre neuen Forderungen, beispielsweise, die MilitärDeutschen Reiches und feiner Staaten mit allen möglichen Mitteln pensionsgesetze, denken. Die Regierungen gehen mit einer neuen hinzuarbeiten. Marinevorlage um, wie gegenwärtig eine neue kostspielige Militärvorlage sowie bedeutende Erhöhungen im Heeresetat vorliegen. Woher das Geld für das alles kommen soll, das wissen die Götter. Nur daß es nicht von den Reichen kommen soll, scheint bei den Regierungen sicher! Wie läßt sich das begreifen bei den Wundern und Taten, die der Herr an Seinem Hause und Bolte getan hat?" Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigen tums." Das hat uns der böse Feind getan. Er hat uns das Reich uneins gemacht, indem er die Menschen wieder einmal auf das hochmütige, törichte Menschenwort anstatt auf das unfehlbare, offenbarte Gotteswort hören ließ und damit die Geister verwirrte, daß sie die von Gott gejezten Autoritäten nicht mehr zu erkennen vermochten." Das ist alles schrecklich rührend und wenn Geistesarmut einen guten Blaz im Himmel sichert, so darf das alte Soldatenherz des Generalleutnants getrost sein. " • " So viele Wunder hat der Herr an dem„ auserwählten Volke" verrichtet, wie fonnte er die abscheuliche Sozialdemokratie zulassen, in das Volkshaus einziehen und immerdar größer werden Tassen? Der Zar aller Reußen würde sagen: Der Vorseh ung hat es gefallen. Der Kreuzzeitungs"-General hat eine andere Lesart: Das hat uns der böse Feind getan." Jm Dom und im Schloß waltet Gott, aber in das Volkshaus des Reichstages ist der Teufel eingebrochen. Wie soll man ihn verjagen? Der General sieht die rechte Hülfe allein bei dem Herrn", zu dem es gilt eifrig zu beten, daß er das Gotteswort wieder überall zu Ehren bringe. Wenn aber nach Kreuz- Zeitungs" Frömmigkeit der überirdische Herr den bösen Feind" so weit gewähren läßt, wer mag wissen, ob er ihn nicht noch weiter gewähren laſſen will und ob er ihn nicht„ auserwählt" hat, als Gottesgeißel die Frebel und Sünden der Frommen heimzusuchen! Wird also die große Partei", das fast Unbegreifliche sich weiter ausbreiten, so ist heiß zu hoffen, daß die Kreuz- Zeitung" und ihre frommen Generale nimmermehr an ihrem Gotteswort verzagen. Nach ihrer Anschauung werden sie sich trösten in dem Spruch: Wen der Herr lieb hat, den züchtigt er". wieder einen ihrer hundstollen und hundsgemeinen Lodspigelartikel. Ueber russisch- deutsche Sozialdemokratie" bringt die„ Germania" Die Sozialdemokratie wolle nicht gegen den Kapitalismus kämpfen, sondern bezwecke die eigene kapitalistische Ausbeutung der Arbeiter zwecks Gewinnung der Kosten zur Agitation für politischen Einfluß". In dieser Absicht verfährt die Sozialdemokratie also: mußte, um einen Schaden zu reparieren. Wir hatten nun mit Befriedigung bemerkt, daß in Sidney Brot und Fleisch billiger zu haben war als anderswo, und waren darum desto erstaunter, als wir fonstatierten, daß die dortigen Zimmerleute Arbeitslöhne von 10 und 12 Schilling bezögen, dabei aber nicht länger als von 8 Uhr morgens bis 4 Uhr abends arbeiteten. Jedoch mein Mißtrauen gegen scheinbaren Widerspruch verwandelte sich bald in Befriedigung, als ich sah, wie diese Leute arbeiteten. Nirgends in der Welt habe ich tüchtiger arbeiten sehen. Dort habe ich zunt erstenmal gelernt, was Qualitätsarbeit bedeutet und auf welchen wirtschaftlichen Voraussetzungen sie beruht. Dann später, vor einem Jahrzehnt etwa, kam ich nach China, das ich in jungen Jahren noch unter ganz anderen Verhältnissen kennen gelernt hatte. Dort wuchsen jezt die Baumwollspinnereien bei einem Chinesenlohn von 30 Pf. wie Pilze aus der Erde, und der Markt war überschwemmt von billigen japanischen Waren. Aber als ich unsere Kaufleute fragte, was sie zu dieser gefährlichen Konkurrenz meinten, da wurde mir geantwortet: Das hat für uns keine Ge= fahr. Wir führen Qualitätswaren ein. Wie aber Qualitätswaren zustande kommen, das hatte ich ja in Sidneh erfahren: Dazu sind vor allem günstige Lebensbedingungen der Arbeitermassen erforderlich. „ Der Haß gegen alles wird organisiert und ge= schürt, bis er die Massen zur Rache aufgestachelt hat und der Blutdurst alle anderen Empfindungen Die Erregung in Saarburg über das Kriegsgerichts- Urteil vom tötet. Die Sozialdemokratie hat immer große Worte gegen vergangenen Montag ist außerordentlich groß, wie uns aus dem die anarchistische Bewegung, gegen die Lehre der Propaganda der Reichsland von unserem W.- Korrespondenten geschrieben wird. Gleich Latin Deutschland, weil sie zu feige ist, die notwendigen nach der Verkündung des Urteils bemächtigte sich eine gewaltige Folgen ihrer eigenen Theorien anzuerkennen und die eigene Haut Erbitterung der Bevölkerung. Kein Mensch war auf derartige zu Markte zu tragen. Diese Feigheit der deutschen Sozialdemokratie Strafen gefaßt gewesen! Aber auch jetzt, nachdem schon einige bildet tritt gerade am deutlichsten zutage in dem Bestreben, für an- Tage verfloffen sind, das Urteil den Hauptgesprächsarchistische Missetaten in Deutschland jegliche Schuld, ja auch ſtoff, wenn auch die Richter selbst von Angriffen gänzlich verden Verdacht nur der allergeringsten Sympathie mit großer Ent- schont bleiben. Dagegen wird allgemein den gesetzlichen Be schiedenheit und dem ehrlichsten Gesicht von der Welt abzulehnen, ſtimmungen selbst die Schuld zugeschoben, da sie in maßloser während hinter dieser heuchlerischen Waste der wilde Blutdurft mächtig Härte fleinliche Vergehen mit furchtbaren Strafen belegen. Sehr zum Durchbruch gelangt, wenn der Meuchel mord in anderen bezeichnend nach dieser Richtung ist auch die Tatsache, daß sogar die Ländern seine Orgien feiert, in anderen Ländern die blutige Saat Straßburg. Post", ein Blatt von echt nationalliberalem Schlage, zur blutigen Ernte reift." Ablegerin der Kölnischen Zeitung" und mehr denn offiziöses Organ Germania"-Bückler, auf dem Gebiete des Blutdurftes Leistungen Strafgesetzbuch einer Aenderung zu unterwerfen. Daß aber die Schuld Wir müssen den freundschaftlichen lockspiẞelnden Rat der der Köllerschen Regierung, auf die Notwendigkeit hinweist, das Militäraufzuweisen, dankend ablehnen; schon deshalb, weil wir in dieser an solchen Schreckensurteilen wie dem Saarburger nicht in zufälligen Hinsicht doch nicht die Konkurrenz mit der katholischen Kirche auf Fehlern eines Richterkollegs, sondern in den allgemein gültigen Benehmen können. Die Sozialdemokratie ist allerdings so feige", ftimmungen des Strafgesetzbuches zu suchen ist, liefert den besten nicht blutdürftig zu ſein; nur nicht nur die deutsche, sondern die Beweis, daß wir es nicht mit Einzelfällen, sondern mit unvermeidSozialdemokratie aller Länder kämpft für die Kultur gegen den lichen Auswüchsen des Systems zu tun haben. Blutdurst der Herrschenden Klaffen. Darum haben wir auch nicht den mindesten Anlaß, irgendwie über ein schmußiges Geschäft, das der frühere antisemitische Dresden, 24. Februar.( Eig. Ber.) Vor kurzem berichteten wir Auf der Zeche Neumühl bei Oberhausen reichte ein Arbeiter unsere Solidarität mit den russischen Revolutionären zu verleugnen, Stadtverordnete Clausen mit einem Grundstücksbefizer in der eine Beschwerde wegen mangelhafter Wetterführung ein. Seitens sind sie doch gerade die edlen Helden, die mit Aufopferung ihres Weise versucht hatte, daß Clausen sich erbot, gegen Zahlung einer der Ministerialfommission ist der Beschwerdeführer wohl vernommen Lebens den Absolutismus zu vernichten trachten, der nichts ist wie bestimmten Summe für den Ankauf einer Baustelle dieses Grundworden, aber die Bergbehörde hat den Mißstand in der Grube noch eine ruchlose Organisation des Blutdurstes". Deshalb auch die stücksbefizers durch die Stadt im Stadtverordneten- Kollegium wirken nicht untersucht!!! In der Nacht vom 21. zum 22. Februar wurde freilich etwas atavistischen Sympathien der Germania" mit den zu wollen. Später habe Clausen unter der Bemerkung, es feien nun mit Hochdruck zur Beseitigung des Mißstandes gearbeitet. Sergius und Trepow die Metzeleien vom 22. Januar noch andere Stadtverordnete an der Sache beteiligt, eine Erhöhung Auch eine Untersuchung. Bezüglich meiner Angelegenheit bin ich genötigt, im Interesse der Wahrheit und Sicherheit des Betriebes ergebenst mitzuteilen, daß ich meine Behauptung nicht zurücknehmen fam. " " Am folgenden Morgen wurde der Beschwerdeführer zu einer haben sie sehnsüchtig erinnert alt die schönen Beiten, der anfangs vereinbarten Summe zu erlangen versucht. Von der Konferenz bestellt, und da nun alles in Ordnung war, forderte da ihre Sippe noch nach Herzenslust morden durfte, an Deutschen Wacht" wurde die Richtigkeit der Behauptung bestritten der Direktor den Arbeiter auf, entweder seine Beschwerde zu wider- jene Zeiten, die das Wort kennzeichnet:" Christus, Religion war das und auch andere Blätter versuchten die Sache durch Dementis zu rufen oder sofort zu fündigen. Feldgeschrei, als man Amerifa entvölferte Christus' Religion zu vertuschen. Jetzt hat sich aber das Stadtverordneten- Kollegium mit Der Arbeiter hat darauf dem Direktor schriftlich folgendes verherrlichen, mordeten Damiens und Ravaillac, und schoß Karl dieser schmutzigen Affäre beschäftigt, und dabei zugehen lassen: der Neunte auf die fliehenden Hugenotten zu Paris. hat fich Wem aber herausgestellt, daß alles wahr ist, was behauptet worden. wird es einfallen, die sanftmütigste der Religionen einer Schandtat Nach den vom Vorstand des Stadtverordneten Kollegiums an zu bezichtigen, von der auch die rohe Tierheit sich feierlich lossagen gestellten Ermittelungen hat Clausen sein Anerbieten dem Architekten würde?" Mit dem Christentum hat allerdings die katholische Kirche Ben afsky gemacht und sich anfangs eine Provision von 1500 M. ebensowenig etwas zu tun gehabt, wie heute die„ Germania". ausbedungen, die dann auf 5000 M. erhöht werden sollte, weil auch andere Stadtverordneten daran beteiligt feien. Als Beteiligten hat Clausen den Stadtverordneten uhlhelm, einen antisemitischen Hauptmacher, genannt. U. soll sich auch durch eine Bemerkung gegen den Architekten B. verdächtig gemacht haben, indem er geäußert habe, ob es bei dem, was mit Clausen vereinbart worden sei, bleibe. Uhlhelm hat aber alles in Abrede gestellt und beteuerte, daß er mit der Sache nichts zu tun habe. Da Clausen inzwischen durch Selbstmord aus dem Leben geschieden ist und Benafsky seine Aussagen später einschränkte, läßt sich die Sache, soweit Uhlhelm in Betracht kommt, nicht völlig aufklären. Clausen hat sich die Zusicherung einer Provision von 5000 M. fogar schriftlich geben lassen. In der fraglichen Arbeit war bis gestern nicht genügend Luft vorhanden. Erst gestern, 21. cr., sind die nötigen Maßnahmen getroffen worden. Man hat den zu Bruch gegangenen Wetterüberhau aufgeräumt und in der Sohlbahn einen Wetterverschlag mehr angebracht und die anderen Wetterverfchläge repariert, sowie den Wetterzug, der ebenfalls teils verschüttet war( im Bremsberge), aufgeräumt. Infolge diefer am 21. cr. vorgenommenen Reparaturen ist eine Befferung der Luftzufuhr eingetreten, was auch meinerseits nicht bestritten wird, aber der von mir angegebene Mißstand hat in der Tat bestanden. Ich bitte: Herr Direktor wolle veranlassen, daß ich bei der Befahrung des Herrn Einfahrers zugezogen werde. In einer Belegschaftsversammlung der Zeche Glückauf- Tiefbau wurde beſchloſſen, alsbald bei der Direktion wegen folgender Punkte vorstellig zu werden: Regelung der Seilfahrt zu den drei letzten Sohlen, Trockenlegung der Förderkörbe während der Personenförderung sowie bessere Instandfebung der Förderwagen und Ausgleichung der Lohndifferenzen. Die Kommission soll sofort die Forderungen der Direktion unterbreiten. müsse. Eine Wahlprüfung. Das Zentrum in Theorie und Praxis. In Reden, Presse und Schriften spielt sich das Zentrum als die Partei der einzig wahren Sozialpolitik und als die allein echte Volls- und Arbeiterpartei auf. Daß das Zentrum in Wahrheit eine Partei der Besitzenden und seine Sozialpolitik nichts als verfchleierter Voltsbetrug ist, hat es durch Zaten hundertfältig bewiesen. Wenn man das Zentrum in seiner wahren Gestalt sehen will, muß man dorthin gehen, wo es die Herrschaft hat, in Rathäusern eine ultramontane Mehrheit herrscht. die beiden westlichen Großstädte Köln und Aachen, in deren Südwestafrika. Nach einem Telegramm aus Windhuk an Typhus gestorben: Unteroffizier Georg Strummel, geboren 18. August 1882 zu Groß- Lenfeningken, früher im Infanterie- Regiment Nr. 176, am 20. Februar im Lazarett Gobabis. Husland. Die Verwaltung der Stadt Köln hatte zur Dedung des im Haushaltsvoranschlag vorhandenen großen Defizits unter anderen neuen Steuern nach dem Beispiele von Frankfurt a. M. die Einführung einer Wert zu wachssteuer vorgeschlagen. Der Plan war aber äußerst unzulänglich. Es sollte nur eine Steuer bis zu höchstens 35 Broz. erhoben werden, wobei die Progression bei einem Wertzuwachs von 130 Proz. einfach aufhörte. Gemäß den schönen Theorien des Zentrums hätte man erwarten dürfen, daß seine Kölner Rathausmehrheit daran gehen werde, aus der unzulänglichen Vorlage der Verwaltung etwas wirklich Vollkommenes zu Die Beschönigungskommission des Bölkerrechtsbruchs, machen, zumal, da sich alle ernsthaften Volkswirtschafter und Kom- die Hullkommission, hat in der heutigen Sigung ihren munalpolitiker darin einig sind, daß es etwas Gerechteres als die Bericht verlesen lassen. Besteuerung des unverdienten Wertzuwachses gar nicht geben kann. In dem Bericht wird festgestellt, daß die Fahrt der„ KamBudem steht Köln vor einer neuen Stadterweiterung, und ein schatta" infolge einer Maschinenbeschädigung eine gieriges Spefulantentum liegt schon auf der Lauer, um, wie bei aögerung erlitten hatte, und dann gesagt, daß diese zufällige der früheren Erweiterung Stölns, märchenhafte Gewinne ohne jede Berzögerung vielleicht( 1) eine Ursache der folgenden Ereignisse Gegenleistung einzuheimsen. Statt aber die Steuer fräftig und wirksam zu gestalten, hat das Kölner Zentrum seinen ganzen Wig aufgeboten, um die Vorschläge der Verwaltung vollends zunichte zu machen. Selbst der Oberbürgermeister erklärte, so wie die neue Steuer jetzt ist, sei sie mehr ein theoretischer Begriff als eine eigentliche Steuer. Die Gewissenhaftigkeit der Wahlprüfungs Kommission des Reichstages hat sich wieder einmal im glänzendsten Lichte gezeigt. In der letzten Sigung stand die Prüfung der Wahl in Fürth Erlangen, wo der Freifinnige Barbed über unseren Genossen Segig fiegte, zur endgültigen Erledigung. In diesem Wahlkreise hatten die konservativen Landbündler Stimmzettel von fein fonnte. Der Kommandant der Kamschatta" benachrichtigte den der doppelten Größe, wie sie das Wahlreglement im§ 11 Admiral Roschdjestwensky am 21. Oktober abends, daß er von vorschreibt, bei der Wahl aus und abgegeben. Als im vorigen allen Seiten von Torpedobooten angegriffen Jahre die Kommission beschloß, Erhebungen darüber anzustellen und sei( 11), und dadurch konnte Roschdjestwensky zu der Annahme Die Stimmzettel einzufordern, war sich die Mehrheit bereits fommen, daß er ebenfalls angegriffen werden könnte. Gegen 1 Úhr flar, daß diese Stinumzettel gegen den§ 10 des Wahlgefezes früh befahl Roschdjestwensky deshalb, die Wachsamkeit zu verdoppeln verstießen, denn durch ihre Größe unterscheiden sie sich von den Nach den Plänen der Verwaltung sollte die Steuer im ersten und sich auf einen Angriff durch Torpedoboote gefaßt zu machen. Stimmzetteln der anderen Parteien so sehr, daß durch das Stubert Jahr 300 000 M. einbringen; nach dem Urteil maßgebender Kenner Bezüglich dieser Befehle äußert die Mehrheit der Mitglieder der fofort der Unterschied zu fühlen ist. Nachdem nun diese sämtlichen würde sie aber 800 000 m. eingebracht haben. Die Zentrums Rommission die Ansicht, daß sie darin nichts Ueber. Stimmzettel eingegangen waren, prüfte die Kommission mehrheit verhunzte die Vorlage aber derart, daß in den Etat nur triebenes in Kriegszeiten sieht. Aus den übereindiese nochmals gründlich und fam in ihrer überwiegenden sage und schreibe 20000 M. eingesetzt wurden. Nach den stimmenden Aussagen der englischen Zeugen geht hervor, daß alle Mehrheit 811 der Ansicht, Ansicht, daß diese Stimmzettel nach Beschlüssen der Stadtverordneten- Versammlung wird nämlich die Fischerboote die vorschriftsmäßigen Lichter führten, und daß sie dem § 10 des Wahlgesetzes und nach§ 19 des Wahlreglements, Steuer der Besißveränderungen nur erhoben von dem Wertzuwachs, Fischfange nach den gewohnheitsmäßigen Regeln und unter An. als mit einem äußeren Kennzeichen behaftet, für ungültig zu der nach dem 1. April dieses Jahres eintreten wird. Zur Ab- wendung der gebräuchlichen Raketen oblagen. erklären seien. Nur wurde der formelle Beschluß darüber bis zur schätzung dient der gemeine Wert des Grundstücs am 1. April Der Bericht führt weiter aus: Die grüne Natete, durch die der nächsten Sizung vertagt, bis zu welcher die Referenten eine Berech 1905". All die bisherigen Riesengewinne, die sich bis in die tausende Knjäs Suivoroff" ar gwöhnisch wurde, war ein Dienstsignal für nung anstellen sollten, ob nach der Ungültigkeitserklärung der Prozent belaufen, bleiben unbesteuert. Die Steuer steigt staffel- die Fischerboote. Der" Suworoff" entdeckte danach in der ungefähren Stimmzettel auch die ganze Wahl für ungültig erklärt werden weise bis nur 25 Pro3.( die Verwaltung schlug 35 Prog. vor). Entfernung von 18 bis 20 Stabellängen am Steuerbord ein Schiff, Die ersten 10 Proz. des Wertzuwachses werden in keinem Fall das ihm verdächtig schien, weil es fein Licht hatte und auf ihn In der letzten Sitzung nun legte der Referent, Abg. Fischer besteuert, auch nicht, wenn der Gewinn hunderte oder tausende zuzufahren schien. Als das verdächtige Schiff durch die ScheinBerlin, diese Berechnung vor, die in der Tat zur Üngültigkeits- Prozent beträgt. Das Ganze ist der reine Hohn auf eine werfer des" Suworoff" beleuchtet wurde, glaubte man auf erHärung der Wahl führen müßte. Inzwischen hatte aber ein Wertzuwachssteuer. Das Zentrum durfte die Steuer, als sie von lekterem ein schnellfahrendes Torpedoboot zu erkennen. Infolge Personenwechsel in der Kommission stattgefunden. An Stelle der der städtischen Verwaltung einmal vorgeschlagen war, nicht grund- dieses Anscheins ließ Admiral Roschdjestwensty das Feuer auf das Nationalliberalen Lukas und Bolt waren allau und Held, an säßlich ablehnen, so gern es dem Bodenspekulantentum, das im unbekannte Schiff eröffnen. Die Mehrheit der Kommissare spricht Stelle des Welfen v. Damm der Antisemit Bruhn und auch Kölner Zentrum eine geradezu führende Rolle spielt, den Gefallen daher die Meinung aus, daß die Verantwortlichkeit für diese zwei Zentrumsabgeordnete Kalthorst und Graf Praschma waren getan hätte. So hat es sie wenigstens so gut wie unwirksam ge- Handlung und die Folgen der Kanonade Roschdjestwensty zufällt. neu eingetreten. Bei der durch diese Abgeordneten neu aufgerollten macht. Die Bodenwucherer und Häuserspekulanten lachen sich ins fast fofort nach Eröffnung des Feuers bemerkte der„ Suworoff" vor Diskussion über die Stimmzettel, die in der vorhergehenden Sigung abgeschlossen war, entschieden sich dieselben gerade seinem Bug ein kleines Fahrzeug, an das er zu stoßen entgegengesetzt, als ihre Vorgänger und drückten damit den Beschluß vermied und das er als Fischerboot erkannte. Sogleich ließ Roschdjestwensky dem Geschwader das Signal geben, nicht auf durch, die beanstandeten, eingeforderten und bereits früher zweiFischerbooie zu schießen. Gleichzeitig gab der„ Suworoff" von mal geprüften Stimmzettel für gültig und damit auch die Wahl Backbord Feuer auf ein anderes Schiff, das verdächtig crfür gültig zu erklären. Wenn die Arbeiter höheren Lohn und türzere Arbeitszeit verzehn bis zwölf Minuten und richtete auf den Fischerbooten großen schien, so daß von zwei Seiten gefeuert wurde. Das Schießen dauerte Die Desavouierung ihrer eigenen Fraktionsgenossen wird den Nationalliberalen und dem Zentrum bei der Beratung im Plenum, langen und sich gegen die Aushungerungspolitik der Junker wehren, Schaden an. Andererseits wurde auch der Kreuzer„ Aurora" von die nach diesen Vorgängen selbstverständlich recht lebhaft dann hören wir die bis zum Ueberdruß abgeleierten Argumente, mehreren Geschossen getroffen. Einstimmig ist von den Kommissionswerden wird, nicht zur Ehre gereichen. Der Vorsitzende der daß die Industrie" unter diesen Lasten zusammenbrechen müsse, mitgliedern anerkannt worden, daß die Fischerboote feinerlei feind Kommission, Abgeordneter Wellstein sowie die übrigen daß die Arbeiter das viele Geld aus Langerweile in der Schenke liche Handlung begangen haben und daß, da die Mehrheit der MitAbgeordneten blieben ihrer früheren Entscheidung tren. Hieße versaufen würden und daß die hohen Brot- und Fleischpreise zum glieder der Ansicht ist, daß sich weder unter den Fischerbooten noch in es doch auch das Wahlgesetz und Wahlreglement durchbrechen, wenn Gedeihen der Nation" gerade notwendig seien. Denen, die so der Gegend irgend ein Torpedoboot befand, die Eröffnung des Feuers eine derartige Mißachtung gesetzlicher Vorschriften den Wahlmani- schwäßen, diene ein Wort zur Belehrung, das, wie dieser Tage die von seiten des Admirals Roschdjestwensty nicht zu rechtfertigen war. pulationen einzelner Parteien preisgegeben würden. Es ist sowieso National- Zeitung" mitteilte, jüngst der Admiral 3. D. Hoffschlimm genug bestellt um die Wahrung des Wahlgeheimnisses trop mann in einer Tischrede gesprochen. Herr Hoffmann erzählte: der neuen Vorschriften über Kuvertwahl und Isolierraum. Vor 25 Jahren fam ich zur Eröffnung der Weltausstellung nach Sidney, wo damals unser Regierungskommissar, Professor Reuleaux, wegen seines geflügelten Wortes billig und schlecht viel gefeiert wurde. Ich hatte damals aber mehr als mit der Ausstellung mit meinem Schiff zu tun, mit dem ich ins Dock holen Reichserbschaftsstener. Andauernd hüllt sich das Reichsschahamt in Schweigen über die Frage, welche neuen Steuern geschaffen werden sollen, um die miserable Finanzlage des Reiches zu ändern. äuschen und loben ihr braves Zentrum. Die Kölner Arbeiterschaft Stadtratswahl Abrechnung halten. aber wird mit dem scheinheiligen Zentrumsflüngel bei der nächsten Ein gutes Wort. Die Lächerlichkeit dieses Urteils liegt auf der Hand. Roschdjestvensky soll berechtigte Ursache zur Eröffnung des Feuers auf die harmlosen Fischerboote gehabt haben, weil ihm die Stamtse atka" gemeldet habe, sie sei von zahlreichen Torpedobooten attackiert worden. Da an dieser Meldung Tein wahres Wort war, hätte doch mindestens der Kommandeur der „Kamtschatka" seines Postens enthoben werden müssen! Aber auch Roschdjestwensky war keineswegs ohne Schuld. Wenn er oder seine Offiziere z» unfähig waren, die Signal zeichen der englischen Fischerboote als solche zu er kennen, so hätten sie ihres Postens enthoben werden müssen, um erst einmal das zur Führung eines 5ttiegsschiffe� Notwendige zu erlernen. Gehört doch die Kenntnis der Signale der Handels- und Fischerfahrzeuge zu den not wendigsten Requisiten eines Marine-Offiziers! Auch daß das Bombardement auf die Fischerboote 1t)— 12 Minuten gedauert hat, ist ein unerhörter Skandal. Wie blödsinnig dabei die russischen Schiffe Verfahren sind, beweist der Unistand, daß auch der russische Kreuzer„Aurora" selbst von mehreren russischen Geschossen getroffen worden ist l Das ganze Attentat gegen das Völkerrecht und gegen friedfertige Fischerboote beiveist also nur die absolute Unfähig- keit der russischen See-Offiziere. Wenn mit derselben Skrupel- losigkeit die Offiziere anderer Nationen Verfahren ivollten, so würde man jedenfalls öfter solche Abenteuer erleben. Die delirante Schießerei Noschdjeftwenskys ist aber bisher der erste derartige Fall! Unglaublich ist es auch, daß das Schiedsgericht es dem Roschdjcstwenskh zugute rechnet, daß er von den russischen Agenten und Spitzeln angeschwindelt worden fei; wird doch dadurch geradezu eine Prämie auf die Lügennachrichten solcher Spitzelkrcaturen gesetzt! Hätte ferner die Hullkommission die Schießerei auf die englischen Fischerboote nicht isoliert betrachtet, sondern auch in Verbindung gebracht mit den ebenso blödsinnigen wie unverschämten Schießereien auf dänische und deutsche Handelsfahrzeuge, so würde ihr Urteil jedenfalls anders ausgefallen sein. Aber die Kommission hatte ja von vornherein die Aufgabe, kein llrteil zu fällen, sondern einen friedlichen Ansgleich zu schaffen. Schon da- durch, daß England die Angelegenheit einer Kommission übergeben hatte, gab es die Absicht kund, die Sache begraben zu lassen. England muß sich mit dieser schmählichen Niederlage gegenüber Rußland so gut abzufinden suchen, als es das vermag. Daß es sich tatsächlich um eine furchtbare moralische Niederlage handelt, hat ja die englische Presse in ihrer über- wiegendsten Mehrheit selbst zugestanden.— Belgien. Die Zahl der Streifende» im Bassin von Charleroi ist auf 33 000 gestiegen. Zahlreiche Zwischenfälle, die eine gewisse Erregung dartun, ereignen sich; Streikende zerbrachen die Scheiben in mehreren Lokalen. Es wurden 10 Verhaftungen durch die Gendarmerie vorgenommen, die verstärkt ist und. fortwährend Patrouillen ausschickt. Vor dckr Wohnung eines nicht ausständigen Arbeiters in Vicsville explodierte eine Dynamitpatrone, die jedoch nur Materialschaden verursachte.— Italien. Die Verhaftung Ferris vor der Kommission. Rom, 22. Februar. Heute hat die aus sieben Mitgliedern bestehende Parlaments-Kom- Mission über die Antorisation der Verhaftung Ferris beraten. Drei Mitglieder vertraten die Ansicht, daß eine Verurteilung, die dem Verurteilten die politischen Ehrenrechte beläßt, nicht ausgeführt iverden kann bei offener Session. Die übrigen Mitglieder sprachen sich dahin aus, daß, sobald die Kammer die Antorisation zum Straft verfahren gegeben hat, nach eingetretener Nechtskrästigkeit des Urteils die Verhaftung vorgenommen iverden kann, bei offener oder ge- schlossener Session. Diese Ansicht ging mit 4 gegen 3 Stimmen durch. Da B e tt o l o in einem der Presse übcrgebenen Briese es abgelehnt hat, sich in der Kammer zu Ferris Gunsten zu verwenden, was ihm von einigen Freunden empfohlen worden war, ist die Ver- Haftung Ferris wahrscheinlich, Die Eisenbahner und das Streikveriot! Wie uns ein Privattelegramm aus Rom meldet, be- schloß die Kommission der Eisenbahner, daß sofort in ganz Italien der Obstruktionismus im Bahnverkehr durch genaue Befolgung der Ordnung angewendet werden soll, um den Verkehr zu hemmen. Sollte trotzdem die Regierung noch auf dem Streik- verbot bestehen, so soll an die Stelle des Obstruktionismus der all- gemeine Aus st and treten.— Nach einem Telegramm der„Vossischen Zeitung" sind die Eisen- bahner in verschiedenen Orten bereits zu der obstruktionistischen Anwendung der Dienstvorschriften geschritten. Die Regierung sei jedoch vorbereitet zur Aufrechtcrhaltung des Verkehrs durch Verlvendung von Mlitär-Eisenbahnabteilungen. » Rom, 25. Februar. Die Eisenbahnvorlagen wurden heute in den Bureaus der Deputiertenkammer beraten; sämtliche Bureaus wählten Kommissare, die für die Vorlage sind. Dänemark. Eine neue Einteilung der Folkethings-Wahlkreise ist der Zweck eines Antrags, den die sozialdemokratische Fraktion am Mittwoch im Folkething eingereicht hat. Der Antrag besagt, daß eine Kom- Mission zur Ausarbeitung von Vorschlägen, die dem§ 32 der Ver- fassung entsprechen, eingesetzt werden und ihre Vorschläge im Oktober 1905 dem Folkething vorlegen soll. Nach der erwähnten Verfassungsbestimmung soll für je 16 000 Einwohner ein Wahlkreis bestehen. Demgemäß müßte Kopenhagen mit der Nachbarstadt Frederiksberg 30 Wahl- kreise und ebenso viele Folkethings-Abgeordnete haben, hat aber nach der jetzt geltenden Wahlkreis-Ordnung von 1894, die damals schon als provisorisch bezeichnet wurde, nur 16. Es bestehen länd- liche Wahlkreise mit nur ll 000 Einwohnern, städtische, wie z. B. Frederiksberg II, mit 60 000 Einwohnern. Amerika. Ausrottung von Indianern. Die Uaqni-Jndianer im Nordwesten von Mexiko, im 17. Jahrhundert auf eine Million geschätzt, jetzt nur nach einigen Tausenden zählend, werden von der mexikanischen Regierung ans das schändlichste behandelt. Ein Ausrottungskrieg wird gegen diese Eingeborenen geführt, die entgegen allen Ver- leumdnngen von Kennern der Verhältnisse als friedlich, fleißig und intelligent bezeichnet werden. Sie kultivieren den Boden und machen kunstvolle Töpferarbeiten; sie sind anstellig und eignen sich leicht alles Reue an, was ihnen nützlich ist. Die Mexikaner rauben ihnen das Land, wo sie sich ftiedlich ernährten, und vom Hunger zur Ver- zweiflung getrieben erhoben sie sich oft mit den Waffen in der Hand. Das war für die Mexikaner jedesmal das Signal zu einer Massenmetzelei. Man reizt und beleidigt die Indianer auf jede Art und Weise. Für irgend eine Raub- oder Morttat, von mexikanischen Banditen ansgeführt, werden die DaquiS� verantwortlich gemacht. Man hängt und erschießt Indianer ohne jede Untersuchung, ob sie mit einer solchen Tat in Verbindung standen, einfach»als warnendes Exempel". In Hermosillo wird gegenwärtig ein Staatsgefängnis gebaut. Um billige Arbeiter zu haben, ließ die Regierung 150 Daquis gefangen nehmen, die jetzt als Sklaven an dem Bau zu arbeilen haben, überwacht vom Militär. Alle Sonn- tage erlaubt man ihnen einen Tanz, um sie in arbeitswilliger Laune zu erhalten. Eineir infamen Streich führte die Regierung vor einigen Jahren aus. Nach einem großen Aufftande, der im Jahre 1900 begann, wurde beschlossen.� einen großen Raub der Frauen und Kinder der Maquis zu versuchen. Man überfiel einige Dörfer; die Männer flüchteten, und die Mexikaner trieben die Frauen und Kinder fort ivie Vieh nach der Küste. Sie wurden nach Uncatan gebracht, wo eine große Kolonie entstand. Als Sklaven mußten sie dort in Regierungsplantagen arbeiten. Dieser Krieg gegen Frauen und Kinder ging selbst vielen Mexikanern zu weit; die Regierung wurde viel getadelt, aber iveiter regte man sich nicht auf, es waren ja»nur Indianer".— Die Maquis wurden dadurch noch mehr erbittert und nahmen Rache, wo sie konnten, aber sie sind ohnmächtig gegen ihre Feinde. Die Mexikaner iverden nicht eher mit der Verfolgung der Maquis nachlassen, als bis sie ausgerottet sind. Vom ostafiatischen Kriegsschauplatz. Sachetun, 24. Februar.(Meldung der„Petersburger Telegraphen Agentur".) Nachdem gestern abend die Japaner den Hügel Beres- ncvsk angegriffen hatten, aber zurückgeschlagen worden waren, er- neuerten sie heute den Angriff auf der ganzen Front der Abteilung bei Tsinchenchen heftig mit überlegenen Kräften und zwangen die Russen, ihren Stützpunkt, den Hngel Bcresnevst, zu verlassen. Das Gefecht wurde auf beiden Seiten erbittert geführt; das Ergebnis ist noch unbekannt. Mutden, 25. Februar.(Meldung des„Reuterschen Bureaus".) Heute ftüh wurde im Zentrum der russischen Armee mit Belagerungsgeschützen ein Gefecht eröffnet. Das Feuer wurde den Tag über mit Feldgeschützen fortgesetzt. London, 25. Februar. Der Reutcrsche Korrespondent im Lager des Generals Kuroki meldet über Fusan unterm 24. d. M.: Die letzte Woche war eine der ruhigsten an der Front seit der Schlacht am Schaho. Beide Armeen haben das Artilleriefener fast gänzlich eingestellt, nur wenige Schüsse wurden gehört. Heute wurde da- gegen ans dem linken japanischen Flügel das Bombardement in der Richtung nach dem Hnnho wieder aufgenommen. Berkauf deutscher Schiffe an Rußland. Hamburg, 25. Februar.(W. T. B.) Die in den letzten Tagen erschienenen Zcitungsmeldungen über Schiffsverkäufe der Hamburg Amcrika-Linie beziehen sich anscheinend auf den Verkauf einiger Dampfer an die Russisch-Ostasiatische Kompagnie, mit welcher die Hamburg-Amerika-Lniie letzthin in enge Geschäftsverbindung treten ist. ge- Versammlungen. Der Arbciter-Zängerbund hielt seine diesjährige General Versammlung in der Frauerei Friedrichshain ab. Ter Rechenschafts- bericht, den der erste Kassierer gab, und der auch den Vereinen gedruckt vorlag, ergab in der Zeit vom 1. Januar 1904 bis 1. Dezember 1904 eine Einnahme von 3012,55?)!. und eine Aus- gäbe von 2989,65 Pf. Dem Bund gehören 199 Vereine an, davon sind 196 Männerchöre, 2 gemischte Chöre und einer ein Danienchor. Neu eingetreten in den Bund sind im verflossenen Geschäftsjahre 10 Vereine. Die Anregung der General-Versammlung und des Vorstandes, daß kleinere Vereine sich zu größeren Chören vereinigen mögen, ist verschiedentlich befolgt worden resp. sind Verschmelzungen in die Wege geleitet.' Ein Antrag des Vereins„Nordwacht", eine Statistik aufzustellen, wie oft die einzelnen Vereine in den Jahren 1903/04 a) unentgeltlich, b) gegen Gewährung von Freibilletts bei Parteifestlichkeiten mitgewirkt haben, wurde angenommen. Bei dieser Gelegenheit gab der Vorsitzende das Resultat der Besprechung mit den Vertrauensleuten bekannt, welche ihren Beschluß, keine Freibilletts zu gewähren, aufrecht erhalten. Mitglied„Morgen- grauen" kommt auf den Antrag„Freie Liedertafel I" aus der Aus- schußsitzung vom 15. Januar zu sprechen, und führt aus, daß der- selbe taktisch nicht richtig ist und stellt den Antrag, denselben auf- zuheben. Ferner liegt ein Antrag von„Liedesfreiheit I" vor:„Den Urabstimmungsbeschluß: am 1. Mai unentgeltlich zu singen und das Eintrittsgeld selbst zu bezahlen, hochzuhalten." Während der Dis- kussion hierüber läuft ein Antrag„Kaiser" ein:„Bei den von den Vertrauensleuten engagierten Festen die Mitwirkung zu versagen." Die Debatte hierüber war zeitweise sehr erregt und endete mit der Annahme der Anträge„Liedesfreiheit I" und„Kaiser". Antrag von Mitglied„Morgengrauen" erübrigte sich dadurch. Ein Antrag des Vereins„Nord", daß jeder Verein, Ivelcher sich zur Aufnahme in den Bund meldet, mindestens 20 aktive Mitglieder haben muh, wurde abgelehnt. Aus der nun folgenden Vorstandswahl gingen hervor: 1. Vorsitzender Jul. Meyer, 2. Vorsitzender H. Bartelt, 1. Kassierer A. S e i k r i t, Bergmannstraße 104, 2. Kassierer H. Naetebusch, 1. Schriftführer G. S ch ö n t h a l, 2. Schrift- führer M. S i n n e ck e r. Alle Zuschriften sind zu richten an Jul. Meyer, Urbanstraße 131, Aenderungen im Bereinskalender an M. S i n n e ck e r, Rixdorf, Fuldastraße 59. Zentral-Berband der Dachdecker. Die letzte Versammlung der Filiale Berlin debattierte über die Anstellung eines Beamten. Görnitz begründet die Notwendigkeit der Anstellung. Da der Vorstand jetzt mit Arbeiten so überlastet ist, daß es ihm nicht möglich sei, die Agitation nach innen und außen vollständig zu betreiben, auch nach Annahme des Reglements zur Werkftellen-Ordnung nicht imstande ist, sämtliche Werkstellensitzungen zu überwachen und der Arbeitsnachweis wieder in eigene Regie übernommen ist, so ist eS unter allen Umständen notwendig, einen Beamten anzustellen. Wenn die Beiträge zum Streikfonds wieder wie früher auf 25 Pf. erhöht würden, so könnte davon pro Kopf 10 Pf. für die Besoldung dcS Beamten genommen werden. Das würde vollständig zum Gehalt ausreichen. Der Vorsitzende Höppner teilt hierauf mit. daß sich der Zentral-Vorstand bereit erklärt habe, 500 M. zum Gehalt zuzugeben, ebenso 500 M. zur Agitation. Nur sollte dann der Beamte auch die nördlichen Gaue bereisen.� Wenn dieses Geld vom Zentral-Vorstand angenommen würde und jedes Mitglied pro Wöchc 5 Pf. extra bezahlt, so wäre das Gehalt des Beamten vollständig aufgebracht, und im Interesse der guten Sache könnte jedes Mitglied gern die 5 Pf. pro Woche opfern. An der Abstimmung, die per Stimmzettel erfolgte, beteiligten sich 118 Kollegen. Die Auszählung der Stimmen ergab 78 für, 40 gegen die Anstellung, mithin wird der Beamte angestellt. In die Tarifkommission wurde H o p p n e r gewählt. Ferner wurde beschlossen, die Filial-Versammlungen wieder des Sonntags abzuhalten. Charlottenburg. Am 21. Februar fand eine außerordentliche General-Versammlung des Wahlvereins statt. In derselben referierte Genosse Hirsch über: Bilder aus dem Stadtparlament. Er geißelte namentlich das Verhalten der sogenannten Liberalen, die, seitdem sie zu größerem Einfluß gelangt sind, keine Gelegenheit vorbeilassen, die demokratischen Grundsätze und die Interessen der Arbeiter zu verraten. Es muß dafür gesorgt werden, daß dies« heuchlerischen Volksfeinde aus der Vertretung der dritten Wahlklass« verschwinden. Von einer Diskussion über den beifällig aufgenommenen Vortrag wurde angesichts der reichen Tagesordnung Abstand genommen. Das Mitglied Schweizer, welches sich zum Anarchismus bekennt und anarchistische Schriften bei den Genossen zu verbreiten sucht, wurde auf Antrag des Vor- standes nach längerer Diskussion mit 143 gegen 79 Stimmen aus dem Wahlvcrein ausgeschlossen; hiergegen steht ihm die Berufung an den Zentralvorstand des Kreises zu. Der Kassenbericht für daS letzte Quartal ergab ein« Einnahm« von 2549,64 M.(einschließlich 262,92 M. Bestand vom vorigen Quartal), eine Ausgabe von 2134,75 Mark(einschließlich 1699,76 M., die an den Zcntralkaffierer des Kreises abgeführt sind), so daß ein Bestand von 414,89 M. verblieb. Der Antrag mehrerer Bezirke, den Beschluß der vorigen Mitglieder- Versammlung betr. Aushebung einer vom Vorstand den Genossen F ö r st e r und U ck o erteilten Rüge aufzuheben, wurde nach längerer Debatte mit 159 gegen 87 Stimmen abgelehnt. Zum 1. Vor- sitzenden wurde an Stelle des zurücktretenden Genossen Dx. B o r ch a r d t Genosse Paul S ch m i d t mit 87 gegen 69 Stimmen gewählt; die Wahl der übrigen Vorstandsmitglieder wurde der vor- gerückten Zeit wegen vertagt. Dr. Borchardt betonte, daß N für ein gedeihliches Wirken des Vorsitzenden daS Vertrauen Parteigenossen die erste und notwendigste Voraussetzung sei; daher möge auch die Minorität dem neuen Vorsitzenden im Interesse der Parteibcwegung volles Vertrauen entgegenbringen. Er schloß die Versammlung mit einem dreimaligen Hoch auf das Wachsen der Partei, in das die Anwesenden begeistert einstimmten. Schöneberg. Am Montag fand im Lokal von Obst hiersekbst eine stark besuchte öffentliche Versammlung der Arbeiter des Gas- Werkes Schöneberg statt. Nach einem Referat von Polencke über die Ziele des Verbandes der städtischen Arbeiter kamen eine Reihe von Mißständen zur Sprache. Scharf kritisiert wurde besonders das Ver- halten des Gasmeisters Härtung. Dieser Herr ist von jeher bekannt als Feind der Organisation und sucht nun, nachdem die Direktion quasi das Koalitionsrecht anerkennen mußte, die organisierten Kollegen auf jede Art und Weise zu schikanieren. In welcher Weise dieser Mann den Arbeitern zusetzt, mag folgender Vorfall zeigen: Der Betrieb einer Gasanstalt bringt es mit sich, daß ein großer Teil der Arbeiter im Freien tätig sein muß. Diese Arbeiter sind natürlich auch allen Unbilden der Witterung ausgesetzt. Ein Trockenraum für die durchnähten Kleidungsstücke existiert nicht. Als nun einige Arbeiter die durchnähten Kleidungsstücke im Speiseraum abends zum Trocknen aufhängten, verfügte der liebenswürdige Vorgesetzte einfach, diese Sachen zu verbrennen. Weiter wandte sich die Ver- jammlung gegen den jetzigen Zustand bei der Lohnzahlung. Laut Verfügung der Direktion soll die Auszahlung bis M>6 Uhr beendet sein. Da aber die Auszahlung erst um i46 Uhr beginnt, wird es oft Va7 Uhr, ehe der letzte der zirka 250— 300 Arbeiter sein Geld in Händen hat. Eigenartige Manipulationen beim Koksverkauf förderte die Diskussion zutage. Unter den zerkleinerten Koks wird regelmäßig bis zu 30 Proz. Breeze gemischt. Der Preis für Koks beträgt 1,20 M., für Breeze 0,80 M. pro Hektoliter. Dieses Gemisch wird aber selbstverständlich als guter Koks verkauft. Daß dabei die Abnehmer, und es kommen in erster Linie minderbemittelte Leute in Betracht, schlver geschädigt werden, liegt klar auf der Hand. Folgende Resolution fand einstimmige Annahme:„Die Versammlung protestiert entschieden gegen das Vorgehen und Benehmen des Gas- meisters Härtung gegenüber den Arbeitern. Sie bedauert ferner das stets ablehnende Verhalten der Direktion auf die Eingaben des Arbeiber-Ausschusses in der Lohnfrage. Ferner protestiert und Ivendet sie sich dagegen, daß den Abnehmern von Koks mit Breeze untermischter Koks als guter Koks verkauft wird und auf diese Weise die Käufer, die hauptsächlich dem Arbeiterstande angehören, geschädigt werden." Rixdorf. Der Wahlverein hielt am Dienstag ein« außerordent, liche General-Versammlung ab. Ter Vorsitzende gab bekannt, daß 4 Mitglieder verstorben sind. Unter diesen befindet sich auch der Genosse R e i s ch o ck, welcher sich hervorragend an dem Dienst der Sache beteiligt hat. Di« Toten wurden i» üblicher Weise geehrt. Neu aufgenonimen wurden 95 Mitglieder. Sodann referierte Gen. Vorschnitter A. Schmidt über die Lage der ländlichen Arbeiter. In seinem Schlußwort versicherte der Referent unter Beifall der Zuhörer, daß die ländlichen Arbeiter nur die eine Hoffnung hätten, daß eine Besserung der Zustände durch die Sozialdemokratie eintreten werde. Bei der Wahl eines 2. Partcispediteurs wurde W u tz k y mit großer Majorität gewählt. Leider mußten auch einige Mit- glieder wegen Nichtbcteiligung an den letzten Stadtverordneten- Wahlen aus dem Wahlverein ausgeschlossen werden. Köpenick. In der letzten Mitglicder-Versammlung des sozial- demokratischen Wahlvercins teilte zunächst der Vorsitzende mit, daß es nicht gelungen sei, für den Abend einen Referenten zu erhalten. Demgemäß wurden nur Vereinsangelegenheiten erörtert. Die dem Vorstand überwiesene Errichtung von Zahlstellen wurde dahin ge» regelt, daß diese folgenden Genossen übergeben sind: Otto Fiebach und Z e i d le r, Müggclheimcrstraße, G ü h n e, Grünstraßc, Weber, Bahnhofstraße, Moll und Seidel, Grünauerstraße und Helling, Schöncrlindcrftratze. Die Genossen O b e r st e i n und H e i n z e erhielten die Bestätigung zu Bezirksführern. Tie Charlottenburger Gc w c rksch a f tök« mmissi o n nahm in ihrer letzten Sitzung die Neuwahl des Ausschusses vor. Gewählt wurden: Maler Jost, Fabrikarbeiter Brandt, Gärtner Schalt, Gast- wirtsgehülfe D e r m i tz e l und Maurer David. Zum Obmann wurde David gewählt, zu Revisoren P a g e l und G r ä tz, als Bibliothekar fungiert Pösenecker. Die Wahl zweier Delegierten zum Berliner Gewerkschastskartcll fällt auf Latosinski und Dalichow. I o st berichtet über die Tätigkeit des Auskunftsbureaus. Im An- schluß daran crmahnte er die Unfallverletzten, ihre Ansprüche nicht zu spät geltend zu machen, da alsdann die rechtliche Durchführung der- selben sich schwieriger gestaltet. Besonders sollen die Interessenten sich angelegen sein lassen, die Tatsachen nur wahrheitsgemäß vorzu- tragen, da sich anderenfalls mir unliebsame Verzögerungen einstellen. Im weiteren berichtet I o st über die Tätigkeit des Arbeitsnachweis- Kuratorhnns. In der Diskussion kam es zu einer scharfen Kritik über die Lokalitäten deS Nachweises und die dort herrschende Ord- nung, wodurch festgestellt wurde, daß der dort angeblich arbeitsuchende Mob die Räume so unsicher macht, daß bessere Elemente überhaupt sich scheuen, den Nachweis in Anspruch zu nehmen. Jost bemerkt dazu, daß die Vertretung der Gewerkschaft ihre Pflicht getan hätte und bemüht sei, dem abzuhelfen. Die Barbiere und Friseure er- suchten um Anschluß an die Gcwerkschafts-Kommission. Demselben stand nichts entgegen und wurden dieselben aufgenommen. Es wurde ihnen jedoch nahegelegt, die Agitation in ihrem Berufe etwas energischer zu unternehmen, damit etwas Leben in diese Organi- sation hineinkäme. Die Kostenfrage über die Kaufmannsgerichts- Wahlen wurde dem Ausschuß überwiesen. Ein Schreiben der Kom- Mission für Beseitigung des Kost- lind Logiszwanges, worin dieselbe das Kartell ersucht, sie mit Material zu versehen. Wied dem Ausschuß überwiesen; ebenso wurde eine Beschwerde der Maschinisten und Heizer über Saalverweigerung seitens des Volkshaus-Oekonomen nach einer lebhaften Debatte dem Ausschuß behufs gründlicher In- formation über diese Beschwerde überwiesen. Zum Punkt Arbeits. losenzählung wird den Gewerkschaften anheimgegeben, sich besser w,c bisher an derselben zu beteiligen. Oberschöneweid«. Am Montag fand im Wilhelminenhof eine öffentliche Volksversammlung statt, in welcher Genosse Buchholz. Charlottenburg., bekannt als Zeuge aus dem Königsberger Prozeß. über-..Tie Revolution in Rußland" sprach. Der Referent, welcher das Reich des Zaren aus eigener Anschauung kennt, gab ein über. sichtliches Bild über die Verhältnisse der arbeitenden Bevölkerung und kam schließlich auf die Vorgänge in neuester Zeit zu sprechen. Am Schlüsse der Ausführungen bekundeten die sehr zahlreich ver» sammelten Zuhörer durch außerordentlich starken Beifall ihre Zu» stimmung zu den Ausführungen des Vortragenden, und wurde die bekannte Resolution der Berliner Donnerstags-Versammlungen ei». stimmig angenommen. In der Diskussion sprachen die Genossen Jakobsen und Pessier im Sinne des Referenten. Letzte Nacbnchtcn und Dcpefcbcn. fRorn, 25. Februar.(W. T. B.) Nach mehreren Sitzungen der Führer der Vereinigungen des Eisenbahnpersonals wurde beschlossen, den allgemeinen Ausstand nicht zu proklamieren, sondern sich auf die Obstruktion zu beschränken, ein Umstand, welcher eine Ver» Hinderung des regelmäßigen Ganges des EisenbahndiensteS bedeutet. Die Obstruktion wurde bereits am Nachmittag in den Bahnhofen von Rom und Florenz angewandt, wodurch eine Verzögerung m dem Verkehr herbeigeführt wurde.. Die Deputiertenkammer wird auch morgen eine Atzung ab- halten, um bereit zu sein, der Regierung für all« �aUe Machtmittel an die Hand zu geben. Hot Springs(Arkansas). 25. Februar.(«•£. B.) Durch eine Feuersbrunst wurden über 75 Gebäude der Stadt zerstört Der Verlust wird auf 1500 000 Dollar geschützt. Mehrere tausend Em- wohner sind ohne Obdach._ Bro>»>t«,Stediikt.tPrul Büttner, Berlin. Jnserateverantw.(mit Ausnahme der.R«ueSekt"-Beiiage):Th. Glock«, Berlin. Druck u. Perkg: Vorwärts Buibdr. u Verlags anst-Pani Singer Co., Berlin SV. Hierzu S veilagenu.v nteetzaltungSbl. K.A 22. Lrilazk t«.InHiiits" Knlm DMN l�eickstag. !49. Sitzung vom Sonnabend, den 2S. Februar, nachmittags 1 Uhr. Am BundesratStische: v. T i r p i tz. Auf der Tagesordnung steht die zweite Beratung des Etat! der Verwaltung der kaiserlichen Marine. Abg. Bebel: Meine Herren, die Stellung der Marineverwaltung zum Flottenverein ist bereits Gegenstand von Erörterungen in der B u d ge t ko m m i s s i o n gewesen. Bei dieser Gelegenheit hat der Herr Staatssekretär erklärt, keinen Einfluß auf die Agitation des glottenvereins zu haben. Ich habe schon damals erklärt, daß ich keine Veranlassung habe, zu zweifeln, daß diese Erklärung den Tat fachen entspricht. Dennoch ist der Flottenverein etwas ganz anderes, als ein Privatverein. Er ist scheinbar ein Privatverein, aber sein« Stellung und seine Tätigkeit ist ein« solche, daß der Reichstag all« Ursache hat, sich mit ihm zu beschäftigen. In welcher Beziehung der Verein, wenn auch nicht zur Marineverwaltung, so doch zur Regierung und zu einem Teil der deutschen Industrie steht, werde ich Ihnen zeigen. Bei Gelegenheit des zweiten Flotten- gesetzes wurde der Verein ins Leben gerufen, um durch Agitation für die Vermehrung der Flotte zu sorgen. Nicht zum geringsten Teil seiner Agitation ist es zuzuschreiben, daß das zweite Flotten- gefetz hier im Reichstage eine solche Mehrheit fand, daß auch solche Parteien, die beim ersten Flottengesetz erklärt hatten, nun sei es aber genug, dafür stimmten. Der Verein hat namentlich im letzten Frühjahr Beschlüsse gefaßt, die ich hier beleuchten muß. Das Pro- gramm des Vereins ist: im Sinne der Flottenpolitik des deutschen Kaisers zu wirken. Da frage ich: Weiß denn der deutsche Kaiser von diesen Zielen, erfolgt die Tätigkeit mit seiner Zustimmung? DaS scheint allerdings der Fall zu sein! Protektor ist Prinz Heinrich. Sämtliche Landesfllrsten sind Protektoren der in ihrem Gebiet bestehenden Zweigvereine. Ich wüßte kaum«inen Minister, der nicht Mitglied ist,«nd e# ist bekannt, daß ein großer Teil der Mitglieder dieses Hauses ihm angehören. Jedenfalls dürfte kein Gegensatz zwischen K-n Ansichten des Vereins und denen der Re- gierung sein. Die Beschlüsse vom letzten Frühjahr in Dresden gehen nun dahin, daß die Fertigstellung des im zweiten Flotten- gesetz vorgesehenen Programms statt 1S17 schon 1912 erfolgen müsse, und daß außerdem ein drittes Toppelgeschwader mit Zubehör his zu demselben Termin fertiggesteltt werden müsse. Was das bedeutet, wissen Sie. Das bedeutet 17 große Linienschiffe, 2 Torpedo- divifionen, 2 Linienschiffe als Materialreserve, 1 Torpedodivifion als Materialreserve usw. Berechnet man mit der„Köln. Volks- zeitung" die Gesamtkosten dieses Plans, so ergibt das 31K5 Millionen Mark in neun Jahren.(HörtI hörtl bei den Sozialdemokraten.) Im Anfang waren besonders Schriftsteller in Flotten- vereinen tätig. Jetzt aber scheint diese Funktion auf die O f f i- ziere a. D. übergegangen zu sein. Wir finden jetzt im Vorstand den Generalmajor Keim und den Generalleutnant v. Liebcrt. An- läßlich der Dresdener Versammlung hat der damalige Kronprinz, der jetzige König von Sachsen, eine Ansprache an den Verein gehalten, in der er sich dafür bedankte, daß er Ehrenvorsitzender der Ver. sammlung geworden wäre. Und er hat weiter ausgeführt, daß er. seitdem Seine Majestät der Kaiser ihn ä la suite der Marine gestellt habe, stets in der innigsten Fühlung mit der Marine sei. Ferner hat zum Schluß der sächsische Ministerpräsident Herl v. Mebsch eine Rede gehalten, in der es hieß:„Sie tönben sich seitens der sächsischen Regierung versichert fühlen, daß diese alles für die Nutcrstütziing Ihrer Bestrebniigen tun wird; die deutsche Marinepolitik findet die beste Stütze in Ihrer Tätigkeit; auch das sächsische Boll rechnet es sich zur Ehre an, daß die Generalversammlung hier in Dresden statt- gefunden hat."' Das letztere stimmt nicht. Denn von den 23 Reichstagabgeordneten Sachsens gehören 21 meiner Partei an, und ich glaube im Namen dieser 21 Vertreter des sächsischen Volkes zu sprechen, wenn ich diese Ehre entschieden verneine. Dann kam der Jahreswechsel. Da telegraphierte der Fürst Salm im Namen des Vorstandes der Flottenvereine an den deutschen Kaiser. Der Kaiser dankte herzlick und fuhr fort:„mögen Ihre auf die Ver. stärkung unserer Wehrkraft zur See gerichteten Bestrebungen in Er- fiillung gehen." Offizieller, nachdrücklicher kann in der Tat die höchste Stelle im Reiche ihre Uebereinstimmung mit der: Zielen des Flottenvereins nicht ausdrücken.(Sehr richtig! bei den Sozial- demokraten.) Auch zur Generalversammlung des Flottenvereins in Dresden wurde ein kaiserliches Telegramm veröffentlicht, nach dem der Kaiser„die Tätigkeit des Vereins mit den besten Wünschen be- gleitet". Es unterliegt keinem Zweifel, daß inan an„allerhöchster Stelle" die Beschlüsse von Dresden billigt. Wenn die Stegierung mit der Schlachtgcschwader-Iorderung noch nicht an den Reichstag herangetreten ist, so deshalb, weil sie er st die Kreuzer und die Auslandsflotte bewilligt erhalten will, die der Marinesckrctär spätestens für das Jahr 1905 angekündigt hat, und die nun sicherlich in der nächsten Session lammen werden.— Aber die offizielle Agitation für den Flottenverein geht noch viel weiter. So hat der Oberbürgermeister von Lübeck bei der Taufe eines Schlachtschiffes ausgeführt: einen Abschluß des Ausbaues der Flott« biete das Flottengesctz um so weniger, als die alternden Schiffe rasch ihren Gcfechtswert verlören; über das jeuige Programm binauS er- heische die Sicherheit des Reiches eine Verstärkung der Motte, die sie den anderen Mächten ebenbürtig mache. Und cm demselben Tage sandte der Lübecker Senat an den Kaiser eine Depesche, in der er im Anschluß an den Stapellauf der„Lübeck" die Hoffnung aus- spricht, daß die Vermehrung der Marine noch schneller als bisher sich durchsetzen werde. TaS Handbuch des Flottenvereins führt eine ganze Reihe von Handelskammern an. die Shmpathieerklärungen mit ihm ausgesprochen haben. Darunter die Handelskammern zu Bochum, Dortmund, Duisburg, Mülheim, Ruhr- ort. Die Mehrheit der Handelskammern, die sich für die Ziele deS Flottenvercin« begeistern, liegen im Ruhrgebiet und sind daher an der Vermehrung der Flotte durch persönliches Interesse stark beteiligt. Aber dieselben Leute, denen nicht genug Schiffe gebaut werden können, erheben den schärfsten Protest dagegen, von den Millionen und Abcrmillioncn, die sie dabei verdienen einen winzigen Teil in Form direkter Steuern dem Reiche zurückzuzahlen! Ihr Treiben ist im höchsten Grade gemeingefährlich. Es kann ihm nur entgegen- getreten und Einhalt geboten werden, wenn man so rasch wie mög- lich direkt« Reichssteuern einführt. Wenn Sie eine Reichseinkommen- steuer und Reichsvermögenssteuer einführen wollen, die in erster Linie die Herren von der Flottenagitation träfe, dann würde der Flottenverein sofort einen großen Teil seiner Mitglieder vcrlicrcn. und seine Agitation würde auf ein Minimum beschränkt werden. Der Gouverneur von Deutsch-Ostafrika hat behauptet, Teutschland sei durch das Flottengesetz so gebunden, daß es bis 1920 wehrlos sei. Man weiß wirklich nicht, was man zu einer solche« Art von Agitation sagen soll.(Abg. von Kardorff lacht.) Ja, Herr von Kardorff. Ihnen geht die Vermehrung der Flotte auch nie schnell genug und zugleich gehören Sie zu denen, die keinen Pfennig direkter Reichssteuern bewilligen. Neue Zölle, Belastung der breiten Masse, da» ist Ihr Glaubensbekenntnis. Di« Leute, die während des Krieges da» Vaterland mit ihrem Blute verteidigen müssen, aus deren Haut sollen während der FriedrnSzeit die Riemen geschnitten werden, damit die Flotte erhalten werden kann. Ich versteh« nicht, wi« jemand eine so schamlos« Politik vertreten kann!(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten!) Präsident Graf vallestrem(unterbrechend): Falls Sie mit dem Ausdruck schamlos ein Mitglied dieses Hauses gemeint haben, so müßte ich dies als durchaus unpassend bezeichnen. Ich nehm« an, daß Sie da» nicht getan haben. Abg. Bebel: Ich habe alle die gemeint, die diese Art von Agitation betreiben. Präsident v. Ballestrem: Sie haben kurz vorher den Namen des Abg. von Kardorff genannt. Wenn Sie ihn mit darunter greifen... so muß ich Sie zur Ordnung rufen. Abg. Bebel(fortfahrend): Flottenpolitik und Kolonialpolitik stehen im engsten Zusammen- hang. Weil wir Kolonien haben, müssen wir eine Flotte haben, und wenn wir eine große Flotte haben, müssen wir mehr Kolonien haben. Man hat es ja jetzt schon als notwendig hingestellt, aus Kiautschon ein zweites Port Arthur zu machen. Es ist ja ganz natürlich, daß man bei der jetzigen Verschiebung der Machtverhältnisse in Ostasicn auf den naheliegenden Gedanken ge- kommen ist, dort einen Stützpunkt für unsere Flotte zu schaffen, nach dem wir unsere Schlachtschiffe jederzeit hinausscnden können. Was das im gegebenen Falle kosten würde und welchen Erfolg es hätte, daß hat die Flotte Roftwestschensky gezeigt. Wir sollten uns vor derartigen Gedanken hüten. Das eine steht fest, daß diese Agitation des Flottenvereins Ziele verfolgt, die das Deutsche Reich von seinen eigenen Aufgaben ab- ziehen und der Nation ungeheure Lasten auferlegen würden. Die Agitation fordert direkt, eine Anzahl Schiffe als altes Eisen zu verkaufen und an deren Stelle 13 große Panzer neuester Kon- struktion zu bauen. Die Wünsche der Herren sind ganz unabsehbar, ihre Gedanken betreffs der Flottenvcrmehrung gehen ins ungeheure und verlangen von dem Volke ganz unnötige Opfer. Wenn diese Pläne auch noch nicht in Form von Gesetzanträgen vorliegen, so haben wir doch die Pflicht zu fragen, wie das werden soll, und wozu das alles? Der Reichskanzler verlangte in der Sitzung vom 5. Dezember vorigen Jahres von mir, die Behauptung, der Flotten- bau laufe auf Rüstungen zu einem Kriege mit England hinaus, gehörig zu desavouieren. Ich habe mich stets gegen den Gedanken erklärt, daß jemals eine so starke Differenz zwischen England und Deutschland bestehen werde, daß ein Krieg unvermeidlich sei, zumal da England fest mehr als einem Jahrhundert den Grundsatz der freien Konkurrenz vertritt. Aber ich kann meine damaligen Aeutze- rungen nicht desavouieren, weil ich nicht einsehe, was diese Flottcnagitation für einen anderen Zweck haben soll, als eine Rüstung zu einem Kriege gegen England zn schassen. Zu einem Kriege gegen Frankreich oder Rußland brauchen wir die Flotte nicht. Der Krieg im fernen Osten ist noch nicht entschieden, aber wenn etwas feststeht, dann ist eS das, daß das Gespenst, welches seit Jahrzehnten über unseren Häuptern geschwebt hat, ein Bündnis Rußlands mit Frankreich gegen uns, jetzt zerstoben ist. Denn seit den Ereignissen im Osten ist das schöne Gemälde von der Macht, die Rußland angeblich repräsentiert, verschwunden. Durch den Krieg im Osten und jetzt durch die Re- vokution ist Rußland auf Jahrzehnte hinaus lahmgelegt. Jetzt ist also die Gefahr für uns geschwunden. Und wir könnten mit unseren Rüstungen nachlassen. Statt dessen ist man in den leitenden Kreisen bestrebt, all die Opfer, welche wir für die Landmacht jetzt nicht brauchen, für die Seemacht aufzuwenden. Das scheint so Ifcr Gedankengang in den Köpfen der Regierung zu sein. Früher wurde gesagt, wir brauchten die Linienschiffe nur zu dem Zweck, die Ost- und Nordsee von der englischen Flotte fteizuhalten. Jetzt aber ver- folgt man noch weitergehende Zlvecke und denkt womöglich an einen Offensivkrieg! Aber wir können neben unserer gewaltigen Land- macht nicht noch eine entsprechend starke Seemacht halten.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Als nach dem Boercnkriege in England eine Agitation siir Schaffung einer größeren Landmackst betrieben wurde, da erklärte der Kriegsminister, England sei dazu nicht reich genug. England ist aber reicher als wir, und seine Steuern sind gerechter verteilt. Unser« leitenden Kreise denken gor nicht daran, für die Flottenvermchrung in den eigenen Säckel zu greifen. In England aber wurde bei Gelegenheit bei Boeren- krirgeS die Einkommensteuer erheblich erhöht. Was man an Korn- steuer mehr auferlegt hatte, war ganz unbedeutend im Verhältnis dazu und wurde nach einigcnJahrcn wieder abgeschafft. Das ist eine Politik anderer Art, als wir sie in Deutschland gewöhnt sind.(Sehr richtigl bei den Soz.) Wir sind in Deutschland in schweren finanziellen Nöten, so daß schon ohne die neue Flottenvermehrung neue Ein- nahmequellen eröffnet werden müßten. Im vorigen Jahre, als die lex Stengel auf der Tagesordnung stand, da erlebten wir es hier im Hause, daß die Vertreter der Bundesstaaten, einer nach dem anderen, bis Koburg-Gotha herunter, hier austraten und ihr Sprüchlein hersagten.(Heiterkeit.)� Alle erklärten, daß ihre Staaten in schlechten Finanzverhältnissen wären. Und dieielben Regierungs- Vertreter find jetzt eifrig dabei, für eine bedeutende Vermehrung der Flotte einzutreten. Tagegen fehlen die Mittel für die notwendigsten Kulturausgaben.(Sehr wahr! links.) An einen Krieg mit den Vereinigten Staaten kann kein Mensch denken. Gegen Frankreich und Rußland würde sich ein Krieg im wesentlichen auf dem Lande abspielen. So bleibt nur England übrig, gegen das unser« Flotten- rüstungcn gerichtet sein können. Diese aber sind ganz sinnlos. Denn ich bestreite es, daß wir überhaupt je in die Lage kommen werden, einen Krieg mit England mit irgend welchem Erfolge zu führen. Für jede? Schiff, welches Wir bauen, baut England deren zwei. iSehr richtigl bei den Soz.) Das habe ich seinerzeit schon ausgeführt. Und mein« Prophezeiungen sind vollkommen eingetroffen: Die Spannung zwischen beiden Seemächten ist nicht kleiner, ssndern größer geworden. lHörtl hörtl recht».) Wie man angesichts solcher Tat- fachen für weitere Vermehrung der Flotte sein kann, verstehe ich einfach nicht.(Beifall bei den Soz.) Die englische Ausfuhr nach Deutschland hat in den letzten Jahren sehr zugenommen und ist aus 833Mi Millionen gestiegen. Aber auch die deutschen geschäftlichen Beziehungen zu England haben sich erfreulicherweise in den letzten Jahren stark gehokm. Die Ausfuhr Deutschlands nach England, die ja stets höher ist als die Einfuhr von dort, ist auf 987«K Millionen gestiegen. Der Gesamthandel»wischen Teutschland und England beträgt als» über 1800 Millionen.(Hört! hörtl links.) Es ist der sechste Teil unseres gesamten Außenhandels. Statt nun dies« friedlichen Be- Ziehungen zu befestigen, reizen Sie England durch weitere Flotten- Vermehrung. Over heißt es nicht reizen, wenn der leitende Bürger- meister von Lübeck ausruft:„Unsere Flotte müsse„ebenbürtig" der Flott« anderer Mächt« sein", womit doch nur England gemeint sein kann. Sie wollen Wcltpolitik treiben, und das in derselben Zeit, in der Herr von Kardorff durch seine Zollpolitik die deutsche Wcltmachtstellüng untergräbt.(Lachen rechts. Lebh. Zustimmung links.) Die deutsche Flotte hat uns bis jetzt noch lein« 100 Millionen Mar» Außenhandel eingebracht! Und Ihre Zollpolitik ist ein- gestandenermahen darauf gerichtet, die Einfuhr nach Deutschland, also unseren Außenhandel, zu unterbinden. Ihre Zollpolitik und Ihre Marinepolitik befinden sich in einem unlösbaren Widerspruch. � Wir müssen da? hier rückhaltlos zur Sprache bringen, damit die Nation beizeiten gewarnt werde und weiß, was sie von Ihnen zu erwarten hat. Auf der einen Seite verteuern Sie die LebenS- mittel und verschlechtern die Lebenshaltung der breiten Masse, auf der anderen Seite treiben Sie ein« zügellose Agitation für eine unbegrenzte Flottenvcrmehrung, deren Kosten den arbeitenden Klassen auferlegt werden soll. Aber die, die zahlungsfähig sind, halten die Taschen zu. Wenn diese Tatsachen einmal der großen Mass« zur Kenntnis kommen, dann sage ich: Wehe Ihnen!(Lebh. Beifall bei den Soz.) Staatssekretär der Marine». Tirpitz: Der Abg. Bebel behauptete, die Agitation des Flottenvereins habe die Regierung zur Einbringung der zweiten Flottenvorlage (von 1900) veranlaßt. Dnö ist nicht richtig. Die Einbringung der zweiten Flottmvorlage beruhte auf dem wohlerwogenen Entschluß der verbündeten Regierungen, die Flotte auf eine andere Grundlage zu stellen, als es im Fiottengesetz von 1898 geschehen war. Zu dieser Auffassung waren der damalige Reichskanzler, der Staats- sekretär des Auswärtigen, der jetzige Reichskanzler und ich im Laufe des Sommers gekommen. Ich gehe auf alle diese Sachen nicht näher ein, weil sie 1900 hier eingehend behandelt worden sind. Der Abg. Bebel irrt ferner, ivenn er annimmt, es sei Aufgabe des Flottenvereins, durch ein bestimmtes Programm auf die verbündeten Regierungen zu wirken, insbesondere ein doppeltes Schlachtgeschwader zu forden«. Das stände im Widerspruch mit den Satzungen des Vereins, denen zufolge er das Verständnis und Interesse des deutschen Volkes an der Bedeutui«g der Ans- gaben der Flotte zu wecken, zu pflegen«md zu stärken hat, Unsere Nation ist durch Jahrhunderte der See fremd geworden, sie hat den Einfltiß, den die See auf die nationale und kulturelle Entwicklung ausübt, seit Jahrhunderten nicht zu spüren bekommen. Da ist der Zweck, den der Flottenvercin sich gestellt hat, durchaus an- crkenncnswert.(Sehr richtig! rechts). Auf der anderen Seite ist es bedauerlich, daß der Flottenverein oder Teile des Flotten- Vereins ein b e st i m in t e s Programm für die Vermehrung der Flotte aufgestellt haben. Das entspricht nicht den Satzungen. Das kann der Flottenverein auch nicht übersehen. Dabei kann er leicht über das Ziel hinaus- schießen. Es ist selbstverständlich, daß die verbündeten Regie- rungen durch dieses Programm nicht beeinflußt«verde,«, sondern in keiner Weise von der Linie abweichen werden, die sie einmal als die richtige ftir die Entwicklung der Flotte erkannt haben. Ich wieder« hole, waS ich schon in der Budgetlommission zu erklären genötigt worden bin: Wenn wir heute em Fiottengesetz anfz«lstellen hätten, wir würden es genau so aufstellen wie 1900.(Hört I hört I im Zentr.j Damit fällt alles, was der Abg. Bebel in bezug auf Zukunfts- phantastrn gesagt hat, in den Sand. Der Abg. Bebel hat gesagt, daß von hoher Stelle ans das weit- gehende Programm des Flottenvereins unterstützt«verde. Das ist in keiner Weise der Fall. Ich kann— natürlich ohne Auftrag— bestimmt erklären, daß«veder der König von Sachsen noch der Kaiser daran gedacht haben, sich mtt diesem Spezial Programm des Flottenvereins z» identifizieren, so>«dern sie haben ihre Anerkennung ausgedrückt mit den Z Iv e ck e n, die der Verein nach seinen Satzungen verfolgt, und das ist etwas ganz Natürliches.(Beifall rechts und bei den Nationalliberalen.) Abg. Graf Oriola(natl.): Wir glauben, daß der Flottenvercin gerade äußerst nützlich gewirkt hat.(Sehr richtig I rechts.) Er hat, besonders im Süden, die Erkemvinis verbreitet, daß für Deutschlands Znknnst eine gute Macht zur See erforder- lich ist. Ich habe keinen Anlaß, auf die AnSführunaen des Abg. Bebel alls dem Verein auszutreten.(Lachen bei den Sozialdemokraten.) Die Grundsätze des Flottengesetzes haben sich in jeder Be- ziebuug als richtig bewiesen. Wenn der Herr Staatssekretär an- geftchts der Ersahrnngen des ostasiatischen Krieges diese Erklärung abgeben kom«te, so ist das eii«e Genugtuung auch für alle die. die «n« Jahre 1900 für die Flottenvorlagc gestimmt haben. Ein ver« ständiger nthiger Ausbau unserer Flotte soll nach den Erklärungen des Staatssekretärs in der Kommission erfolgen in der Richtung der damals abgelehnten Forderung der Regicruirg(Auslandskreuzer). Leider sino die Berichte, die aus der Budgetkommission in die Oeffentlichkett gelangt sind, völlig lmgei«ügend, ja, sie ergeben ein Bild, das den wirklichen Vorgängen geradezu entgegengesetzt ist. Es muß dafür gesorgt werden, daß, ivenn überhaupt ausführliche Berichte in die Oeffentlichkett kommen, diese wirklich auch die Aeußerungen aller Parteien wicdergebeir. (Sehr wahr!) Dem Verlangen des Abg. Bebel, daß der Staats- sekretär sich für alle Zeiten binden soll, kann dieser natürlich nicht stattgeben. Unsere Flotte soll dazu dienen, unsere Stellung in der Weltpolitik zu stärken und unsere Freundschaft«md Bundes- genosjenschast allen Mächten wertvoll zu machen.(Lebhafter Beifall bei de» Nationalliberalen.) Abg. Gröber(Z.): Die berichigendon Erklärnngen des Staats- fekretärs in der Budgetkommission find erfreulich gewesen. Wir «vollen den Flottenvercin in seiner AgitationSftciheit nicht be- schränken; er muß sich aber die Kritik gefallen lassen, der jeder politische Verein oder angeblich nichtpolitische Verein(Sehr gut! links und im Zenttum) unterliegt, der sich mit öffent- lichen Angelegenheiten befaßt. Das müssen auch die hohen Herren an der Spitze des FlottenvereinS, wenn sie in die politische Arena hinabsteigen. Der Flottenverein will in seiner Weise sicher das Beste des Vaterlandes, aber er darf feinen Gegnern nicht durch hämische Bemerkungen jeden Patriotismus ab- sprechen.(Sehr richtigl im Zenttum.) Im vorigen April beschloß der Vorstand deS Flottenvereins eine großzügige Agitation(Heiter- leit links) und forderte gleichzeitig mit dem Ausbau der Flotte eine g r ü n d l i ch e F i n a n z r e f o r n«. In der darauffolgenden öffent- lichen Versammlimg war von der Finanzreform keine Rede; die Forderung harmonierte wohl nicht mtt der Zusnmnicnscyimg der Bersammlung.(Hörtl hört! im Zei«ttum und links.) Im Mai lehnte dann der Flottenverein jede Besch äf- tigung mit der Regelung der schwierigen Finanzfrage ab.(Heiterkeit links und im Zenttum.) Wir halten die Agitation des Flottenvereins für gemeingefährlich in Hinficht ans die inner- wie die außerpolitischen Verhältnisse. Wir halten eS für sehr gefährlich, wenn vor dem Auslande unsere Flotte aufs schlimmste herabgesetzt wird, ihr Wert gleich null eingeschätzt «vird. Jnnerpolitisch aber muß diese Agitation für unabsehbare Flottenausgaben das Militärgesetz«l»d noch mehr das Militär- penfionsgesetz gefährde««. Denn wir werden dann nicht gewillt sein, die vielen hundert Millionen für die pensionierten Offiziere, die sie schon so lange mit Recht darauf wgrten.(Abg. Dr. Arendt ruft sehr laut: Sehr wahr I Sehr richtig l— Heiterkeit.) Am schlimmsten ist aber, daß der Flottenvercin sich als unvcrantwort- liche Ncbcnrcgiermig konstituiert hat. Der Flottenverein hat mir sein Flugblatt zugesandt. Nun, eine Liebe ist der anderen wert. Zum Danke rate ich hem Flottenverein, eine recht kräftige, großzügige Agitation für eine ordentliche Flottenstcucr einzuleiten.(Heiterkeit!) Wie wir unS zu den AuSlandsschiffen, die die Regierung wahrscheinlich später fordern wird, stellen«verdcn, kann ich heute noch nicht sagen. Wir haben genug mit aktuellen Fragen zu tun; und da es sich hier um das Gehalt deS Staats- fekretärs der Marine handelt, so gestatte ich mir den Vorschlag. e-Z zu bewilligen.(Heiterkeit.) Abg. v. Noruiann(k.): Wir haben keinen Grund, uns über den Flottenvercin so aufzuregen«vie der Abg. Bebel. Seine Agitation ruht aus so patriotischem Grunde, daß«vir keine Ber- anlassmig haben, gegen ihn einzuschreiten.(Sehr richtigl rechts.) Wenn das neue Flottengesetz an uns gelangt,«verde» wir es so wohlwollend prüfen, wie es unserer Vergangenheit entspricht und werden beivilligei«, was für die Erhaltung unserer Wehrkraft zur See erforderlich ist.(Bravo! rechts.) Abg. Moinmse»(Frs. Vgg): Die Ziele des Flotten- Vereins sind gute, nur schießt er in seiner Agitation über das Ziel hinaus. Die Flotteuvorlage können wir heute noch nicht besprechen, wir werden sie wohlwollend prüfen, wenn sie uns vorgelegt sein wird. Wir hoffen, daß mtt der Vorlage auch Wege angegeben werden, wie die Mittel gedeckt«verden tonne». Die Unterstellung Bebels, daß die Anhänger einer Flotteuvorlage nur in den Kreisen sitzen, die materielles Interesse daran haben, ist wohl nicht richtig. Ich ftcue mich, daß nach den Erfahrungen, die»«an im ruistsch-japanischen Kriege gemacht hat. d«e Marineverwaltung hat erklären lönnen, daß wir aus dem richtigen Wege find. Abg.». Kardorff(Rp.): Der Flottenverein hat dem deutschen Volle recht zum Bewußtsein gebracht, daß es schon eine Bergangen- heit zur See hatte. Einen Krieg mit England wünschen wir auch nicht, aber man muß doch gegen alle Seiten gerüstet sein. Ich bin kein Gegner der Reichs-Einlommensttner, aber die Ginsühnmg einer solchen Steuer bedeutet die Mediatisierung der Einzelftaaien, Abg. Bebel( Soz.): Abg. Gothein( fri. Vg.): Durch die Caprivische Politik ist nicht nur die Einfuhr verstärkt worden, wie der Abg. Arendt meint, fondern auch die Ausfuhr. Die Einfuhr stieg um 36 Millionen, die Ausfuhr um 58 Millionen. Der Abg. Arendt hat also wieder einmal etwas behauptet, was mit der Statistik in Widerspruch steht. Die für eine neue Flottenvorlage nötigen Mittel kann man schon aufbringen, wenn man will; 40 Millionen fann man sofort haben durch Aufhebung der Liebesgaben, und ich glaube, dafür würde sich heute schon eine Mehrheit im Reichstage finden. Ich hoffe, Herr Arendt wird nach seinen Worten von vorhin meinem Vorschlag auch freudig zustimmen.( Bravo! links.) verdient. Abg. Legien( Soz.): und wenn der Abg. Bebel immer aufs neue diese Forderung vor- Arbeiter bedeutet mehr Sozialdemokraten. Um die Gefahr der sessanter Fälle ausführlich einzugehe( Bravo! bei den Sozialdemo bringt, so sehe ich das als einen Appell an die Massen draußen an, Staatsumivälzung zu vermeiden, um sich vor dem Versinken in den fraten.) die die staatsrechtliche Lage nicht verstehen. Eine Verstärkung der Zukunftsstaat zu retten, wollten sie die Entwickelung zurückschrauben. Geh. Admiralitätsrat Harms: In der im vorigen Jahre be Marine bedeutet auch eine Entlastung der Landarmee, die sonst zur So sagte Herr v. Rheinbaben dem Sinne nach am Schlusse seiner handelten Prügelaffäre Müller lehnt derjenige, der die Prügel beKüstenverteidigung herangezogen werden muß. Trotz aller Rede zu den Handelsverträgen. Jetzt erscheinen in der bürger- fommen haben soll, sie aufs entschiedenste ab.( Heiterkeit.) Bei den Klagen über die wachsenden Militärkasten sind unsere wirt- lichen Presse wieder Jubelartikel über den Durchstich des notwendigsten Entlassungen ist denjenigen gekündigt worden, die die schaftlichen Verhältnisse besser geworden, und die Befürchtungen, Simplontunnels. Er wird als Meisterwert menschlicher Arbeit ge- fürzeste Zeit beschäftigt waren. Nach der Verkürzung der Arbeitszeit die Bamberger schon 1879 ausgesprochen hat, sind immer noch nicht priesen. Gewiß freut sich niemand mehr darüber als ich. Aber haben wir den Arbeitern über den Verdienst hinaus Winterzulagen eingetroffen.( Beifall rechts.) welch eine Thorheit! In dem Augenbücke, wo man mit vielen gewährt. Bei den Invaliden wird der Lohn so bemessen, daß der Abg. Dr. Müller- Sagan( frf. Bp.): Jch muß es ablehnen, Millionen Kosten solchen Verkehrsweg durch die Berge bricht, er neue Lohn und die Rente zufammen mindestens gleich dem alten Lohne jezt schon Stellung zu einer erst kommenden richten Italien, die Schweiz und Deutschland gegen sich neue Zoll- ist. Die Grundsäge für die Verteilung der Arbeiten zwischen Flottenvorlage zu nehmen. Wir tadeln es, daß die Reichs- schranken. Das ist so widerfinnig wie die ganze bürgerliche Gesell- Brivat- und Staatswerften sind seit Jahren feststehend. und Staatsbehörden den Flottenverein in ungehöriger Weise schaft.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten. Lachen rechts.) Die Löhne in Dangig werden schon jetzt allmählich aufgebessert. Im alimentieren, ihm Vorteile gewähren, die anderen politischen Vereinen versagt werden. Wir sehen in dem Verein eine Flottenmente, die der falschen Zollpolitik für ebenso schuldig erklärt, wie den JunkerAbg. Dr. Arendt( Rp.): Der Abg. Bebel hat soeben die Schweiz Falle Beder hat der Korvettenfapitän Ziemann feinerlei Vorwürfe fich die Staatsregierung hält. Ich freue mich, daß der Staatssekretär staat Deutschland". Aber ich glaube, wenn die ganze Welt so überAbg. Mommsen( frs. Vg.): Soweit mir die vom Abg. Zubeil feine neuen Prinzipien aufgestellt hat sondern nach den alten weiter wiegend und immer mehr schutzölnerisch wird, so dürfte ihre Weis- vorgetragenen Fälle bekannt sind, habe ich konstatieren können, daß arbeiten will. Wir müssen uns sowohl von den leber- heit wohl die des Abg. Bebel aufwiegen. Die Caprivischen Handels- die Aufsichtsbehörden redlich bemüht sind, dafür zu sorgen, daß in treibungen des Flottenvereins, also von den Ueberflottenfreunden, verträge haben nicht den Handel, sondern nur den Einfuhrhandel Zukunft die Beschwerden immer seltener werden. Die Löhne auf fernhalten, als von der grundsätzlichen Gegner- gestärkt und damit die Induſtrie geschwächt. Erfreulich ist der der kaiserlichen werft in Danzig find sind ja allerdings noch schaft, wie sie hier im Hause geäußert wurde. Das deutsche Stolz des Abg. Bebel auf unsere Handelsflotte. Vielleicht ist das der niedriger als in Kiel und Wilhelmshaven. Das hängt aber damit Bolk muß ein kräftiges Schwert führen können, Weg, auf dem er auch noch zur Zustimmung und Begeisterung für zuſammen, daß die Löhne in Danzig überhaupt geringer sind, als nicht länger werde als der Arm selbst.( Sehr richtig! bei den Freifinnigen.) nicht dauernd haltbar ohne Kriegsflotte. Herr Bebel hat von dem fagte, große Vorteile gehabt, schon deshalb, weil ja doch auch die aber wir müssen dafür sorgen, daß das Schwert des deutschen Volkes die Kriegsflotte gelangen wird. Denn eine große Handelsflotte ist im Westen. Hoffentlich wird sich das bald ändern. Von der Flottenvorlage haben die Danziger Arbeiter trotz dem, was Abg. Zubeil Herr v. Kardorff hat ja hier wieder eine feierliche Ver- vaterlandsverräterischen Treiben des Generals v. Liebert gesprochen. fagte, große Vorteile gehabt, schon deshalb, weil ja doch auch die Danziger Privatwerften in Betracht kommen. Im Gegensatz zum wahrung gegen die Reichs- Einkommensteuer ein- Wenn die Sozialdemokraten nur diese Art Vaterlandsverräterei Danziger Privatwerften in Betracht kommen. Im Gegensatz zum gelegt. Aber dann wird sich wenigstens eine Reichs- Vermögens- trieben( Lachen links, Zustimmung rechts), wäre uns allen wohl. Abg. Zubeil halte ich die Akkordarbeit für die beste; nur steuer und Reichs- Erbschaftssteuer durchführen lassen. Leider haben Der Flottenverein ist kein offizieller, sondern nur ein patriotischer sollten die Lohnfäße höher ſein. dieselben Herren, selbstverständlich außerhalb des Hauses, die ihre Verein. Nur in diesem Sinne haben ihm auch die Kaiſertelegramme Begeisterung stets für eine Flottenvermehrung ausgesprochen haben, eine allgemeine Anerkennung gespendet. Herr Bebel gab zu, daß er Die Lebenshaltung der Arbeiter auf den Werften hat diese Begeisterung noch stets unter dem Mantel verborgen, wenn die Frage der Einkommensteuer mur in agitatorischer Absicht sich nicht, wie Abg. Mommsen glaubt, durch die Flottenes sich um dirette Steuerpläne handelte.( Beifall bei den Frei- angeschnitten hat, um die Massen aufzuregen. Anders vorlage verbessert, sondern verschlechtert. Ich habe es in Kiel sinnigen.) faſſe ich seine Reden überhaupt nicht auf. Jedenfalls beobachten können, daß infolge der Flottenvorlage große Mengen Abg. Wiemer( Antis.): Die Herren vom Flottenverein werden können wir Deutschlands Wehrkraft nicht deshalb gefährden, fremder Arbeiterkräfte, die an eine niedrigere Lebenshaltung gewöhnt sich wundern, welche Wichtigkeit man ihnen hier im Hause zollt. weil im Bundesrat keine Mehrheit für direkte Reichssteuern ist. waren, herangezogen wurden und daß infolge der Vergrößerung Der Kronprinz von Sachsen hat nur im allgemeinen feine Sym- Aber die Sozialdemokratie hat ja auch gegen die Schaumweinsteuer der Stadt die Mieten und die Lebensmittel für die Arbeiter pathie mit dem Verein ausgesprochen, aber er hat sich nicht aus- gestimmt und bestenert selbst ihre Anhänger am höchsten.( Lachen teurer würden. Als Beweis für die Auffassung der Arbeiterschaft drücklich mit ihrem Beschlusse einverstanden erklärt. Ich halte es für links.) Ich glaube, daß es ebenso unflug wäre, jezt die Mittel für können Ihnen die Zahlen der Reichstagswahlen von 1898 und 1903 gefährlich, gleichmäßig Heer und Flotte vermehren zu wollen. Flottenforderungen zu verweigern, wie es vor 1870 töricht war, dienen, insbesondere in Bezirken, in denen die kaiserlichen Werften Frhr. v. Stengel wird sehr sorgfältig erwägen müssen, daß die Mittel für das Heer zu verweigern. Deshalb wünsche ich auch liegen. Die Arbeiter, die zuerst glaubten, von der Flottenvorlage breiten Schichten nicht getroffen werden. Wir müssen endlich zu dem Flottenverein ein fräftiges Wachsen und Vorteil zu haben, sehen jetzt ein, daß die Sozialdemokraten ordentlichen Reichsfinanzen fommen. Einen Krieg mit England Gedeihen.( Bravo! rechts.) recht getan hatten, gegen die Flottenvermehrung zu kämpfen. wünscht niemand, auch nicht der Abg. Liebermann v. Sonnenberg. Die Einzelbeschwerden müssen hier vorgetragen werden. ( A6Unsere Flotte mug vergrößert werden, aber die geordneter Mommsen ruft: Habe ich ja gar nicht bestritten!) Es reichen Leute, nicht die armen. müssen dafür die Kosten ist hier die einzige Stelle dafür. Aber ich gebe dem Geheimrat aufbringen.( Beifall bei den Antisemiten.) Harms recht, daß es wünschenswert ist, der Marineverwaltung direkt die Beschwerden zu melden. Die Akkordsäge sollten an alle kaiserlichen Werften dieselben sein. Tatsächlich sind sie in Herr von Norman irrt sich, ich bin durchaus nicht aufgeregt Danzig einesteils um 20 Prozent niedriger. Wer der Meinung ist, Aber die Herren dort drüben regen sich für jede Flottenvermehrung daß die Arbeitskraft bis aufs äußerste ausgenügt werden solle, darf furchtbar auf. Alle Redner haben heute Bezug darauf genommen, für das Prämiensystem fein, welches durchaus nicht humanitär ist. daß der Staatssekretär erklärt hat, daß der Regierung die Pläne ( Sehr richtig! 6. d. Sozialdemokraten, Widerspruch b. d. Freifinnigen.) des Flottenvereins fernliegen. Aber ich muß noch einmal auf die Die Voraussetzungen für die Einführung des Prämienlohn- Systems Beziehungen zwischen dem Flottenverein und den Regierungs- Abg. Dr. Müller- Sagan( frs. Vp.): Die Polemik des Abg. Arendt fehlen in Deutschland allgemein und ganz besonders bei einem trelsen hinweisen etwas Weiteres habe ich ja in meiner bewegte sich in einem Ton, der sonst im Reichstage nicht üblich war, Arbeitgeber wie der königlichen Werftverivaltung. Denn die fönigheutigen Rede nicht tun wollen. Eine historische Tatsache ist und ich glaube nicht, daß eine Verbesserung des Tones hier dadurch liche Werft hat oft genug ihren Mangel an jeder sozialpolitischeit folgendes: Jm Frühjahr 1898 wurde das erste Flottengefei zu erreichen sein wird, daß man einen„ Knigge- Arendt" herausgibt. Einsicht gezeigt. Ich will damit für jetzt schkeßen. Die weiteren bewilligt. Im Sommer 1898 sette die Agitation für weitere Flotten-( Große Heiterfeit.) Wie sich die Vermögenssteuer in Preußen gemäß Ausführungen behalte ich mir für die dritte Lesung des Etats vor. vermehrung ein. Im Herbst machte ich hier im Reichstage fategorisch der Ergänzungsstener leicht durchführen ließe, so ließe sich Dann wird hoffentlich die Denkschrift der Marineverwaltung über darauf aufmerksam. Der Staatssekretär schwieg. auch in den anderen Einzelstaaten leicht ausfindig machen, wo die großen die Arbeitslöhne und die Länge der Arbeitszeit vorliegen. An ihrer Der verstorbene Abg. Lieber richtete die Frage an den Staats- Portemonnaies fizzen, und der Abg. Gothein hat recht, wenn man Hand werden wir prüfen können, ob die Werftverwaltung ihren gesekretär, ob eine weitere Flottenvermehrung beabsichtigt sei, und er nur wolle, dann könne man sie auch durchführen; aber man hat lernten Arbeitern noch immer niedrigere Löhne zahlt, als der ortswiederholte diese Anfrage in der Kommission. Da verneinte der eben gar keine Neigung dazu.( Beifall links.) übliche Lohn für ungelernte Arbeiter, beträgt.( Bravo! bei den Staatssekretär eine solche Vermehrung. Im Sommer darauf ist er. Hierauf werden Stapitel 46-49( Besoldungen) ohne Debatte Sozialdemokraten.) wie er fagte, von selbst auf den Gedanken gekommen, daß bewilligt, ebenso Kapitel 50( Seelsorge) mit den von der Kommission Marinesekretär v. Tirpit: Der Vorredner hat behauptet, daß ein neues Flottengefez notwendig sei, und im November beantragten Wenderungen. Zu Kapitel 51( Geldverpflegungen) bemerkt die Arbeiter gar keinen Vorteil von der Flottenvorlage hätten. Aber des Jahres kam die Vorlage!( hört! hört! bei den Sozialdemo= Abg. Gröber( 3.): Dem Hause wird in dieser Session ein 1898 betrug bas Durchschnittseinkonnnen der Arbeiter 1200 M., im fraten.) Nach diesen damaligen Ablengnungen stehe ich allen Er- Pensionsgesetz vorgelegt werden. Deshalb sollte der auf der Jahre 1904 betrug es 1354 M. Die Zahl der Arbeiter stieg von tlärungen des Staatssekretärs in bezug auf geplante Flotten- Bensionierung bezügliche Sas im Titel I( Gelbverpflegung für See- 12 000 auf 18 000. Warum die Denkschrift über die Arbeitsverhältvermehrung mit großer Reserve gegenüber.( Sehr richtig! bei den offiziere einschließlich pensionierter Offiziere) geändert werden, weil nisse dem Hause noch nicht vorliegt, ist mir imbekannt. Die Arbeiter, Sozialdemokraten.) Ich mache dem Flottenverein feine Vorwürfe; eine Erhöhung der Bensionen jetzt nicht passend ist. Ich beantrage bei denen das Prämiensparsystem eingeführt wurde, haben durch jeder hat das Recht, für sein Programm einzutreten. th fage nur, deshalb, 33 000 M. von diefer Forderung zu streichen. eine Deputation ihrem Vorgesezten dafür gedankt. Diese turze Be daß in den Spigen unserer Regierung Personen vorhanden find, Auf Antrag Müller- Sagan( frf. Bp.) wird Titel I abgesetzt. richtigung ist wohl die beste widerlegung des Vorredners. die mit den Tendenzen des Flottenvereins vollkommen überein- Der Rest des Kapitels wird debattetos betvilligt. stimmen. Sie können mit allem Ableugnen die Tatsache nicht aus der Welt schaffen, daß der jezige König von Sachsen direkt die Der Regierungsvertreter beftritt, daß der Wohlfahrtsgehülfe Aber warum Beschlüsse der Dresdener Versammlung des Flottenvereins gebilligt Zu Kapitel 60, Titel 1( Besoldungen des technischen Personals Becker Schützling des Korvettentapitäns Ziemann fei. hat.( Sehr richtig! links.) Rein Mensch wird von Herrn von für Instandhaltung der Flotte) bringt hat sich denn dieser erst zur Vornahme einer Revision durch eine Tirpik verlangen, er solle die Agitation des Flottenvereins verBefchiverde zwingen lassen. Sehr sonderbar ist, daß die Regierung bieten, wie die Westfälische Zeitung" uns untergeschoben hat. Dasihre Antwort nicht in der vorjährigen dritten Etatlesung gegeben Da= selbe Blatt schrieb dann, da der Kaiser sich sehr über die Agitation Beschwerden von Arbeitern auf den Werften vor. Erst wenn sie aus hat, die erst drei Monate nach der zweiten Lesung stattfand. des Flottenvereins freue, so würde der Reichstag nicht länger Trotz sozialdemokratischen Verbänden ausgetreten feien, bekämen sie Arbeit. zwischen hätte sie doch Zeit finden können. Ich wundere mich auch zu bieten wagen.( Sört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Unsere heutige und eine ganze Reihe von Leuten mußten erst den Nachweis bringen, nicht, daß die Marineverwaltung nichts Belastendes gefunden Verhandlung wird eine Wirkung haben, die dem Flottenverein durch daß sie dem Seemannsverbande nicht mehr angehören. Ueberhaupt hat. Wenn die Verbrecher zugleich untersuchungsaus nicht lieb sein wird. Die Herren im Zentrum und auf der wird auf den Werften mit großer Rücksichtslosigkeit vorgegangen. ri dj ter sind, kann nichts heraustomment. liberalen Rinken haben sich gegen die lebertreibung der Ein Mann, der sich bei der Arbeit die eine Hand so ver- dann bestritten wurde, daß es für die Anstellung der Arbeiter Agitation des Flottenvereins erklärt und haben bestimmt versichert, leßte, daß er die bisherige Arbeit nicht mehr verrichten ohne Einwirkung sei, ob die Arbeiter Mitglieder einer Gewerkschaftsdaß sie nicht zustimmen würden, wenn clue to eitere Belastung konnte, erhielt anfänglich As andere Beschäftigung. er oder politischen Organisation seien, so steht fest, daß Polizeibeamte der breiten Waffen unferes Voltes beabsichtigt würde. aber auch diese nicht verrichten konnte und um andere bat, wurde diese Gefimmungsriecherei getrieben haben. In Danzig wurde ein Hoffentlich bleiben die Herren fest bei diefem Entschlußfe. fie ihm mit der Bemerkung verweigert, er müsse froh sein, wenn wegen Beleidigung angeklagter Arbeiter vom Gericht freigesprochen, Die Opfer müssen von denen getragen werden, bie fich für diefe man ihm 50 Pf. pro Tag gäbe. So mußte er die Arbeitsstelle ver- weil nachgewiesen werden konnte, in welch niedriger Weise Herrn neuen ungeheuren Ausgaben begeistern. Herr v. Kardorff warf uns laffen, an der er unglücklich geworden war. Zwar hat man auf den ein solches Polizeisubjekt die Schnüffelei betrieben hat. vor, daß wir das Bolt aufzuregen fuchen. Gewiß, Herr v. Kardorff, Werften den Achtstundentag eingeführt, zugleich aber die Löhne Mommsen erinnere ich noch daran, daß die Arbeiter in Danzig wir suchen das Volf aufzuregen; wir tun dasselbe, was der Flotten- gekürzt. In Danzig stehen die Arbeiter noch schlechter; 33 Broz. ihres Einkommens für Miete ausgeben müssen. Jetzt ist verein tut, nur in entgegengesetter Nichtung. Wer auch nur ein man hat zwar den Stundenlohn von 30 Pf. als zu niedrig erklärt einer der oberen Werftbeamten von Danzig versetzt worden. Da Fünfchen von Gerechtigkeitsgefühl besitzt, der muß verhindern, daß und eine Zulage pro Tag im Winter von 40 Pf. eingeführt; die wurde liebedienerisch angeregt, ihm einen Fadelzug darzubringen. dieser Hinweis, diese neuen Lasten wieder auf die schwachen Schultern abgewälzt meisten Arbeiter arbeiten aber im Afford und kommen nicht Vielleicht genügt dem Herrn Staatssekretär ihn von dem Unwert der Arbeiterdankadresse wegen werden. Ich habe mich gefreut, daß Abg. Mommsen so energisch einmal auf den niedrigsten Stundenlohn, ohne die Zulage zu er um für direkte Befteuerung eintrat; wenn diese Stimmung in der halten. Die Arbeiter follten auch in Danzig auf der Werft so der Einführung des Prämiensystems zu überzeugen. Großbourgeoisie die herrschende ist, so möchte ich wünschen, daß die gestellt werden, daß sie ein menschenwürdiges Leben führen können. müssen diese Fälle hier im Reichstage zur Sprache bringen, weil spezielle Fraktion der Großbourgeoisie, die Freisimmige Vereinigung, Klagen muß ich auch über die vielen Entlassungen. Warum dies der einzige Weg ist, ihren Beschwerden abzuhelfen.( Bravo! sechsmal so stark vertreten wäre, als fie vertreten ist. Aber ich gab man denn so viele Arbeiten privatim ins Ausland? Von 1899 bei den Sozialdemokraten.) fürchte, der Abg. Mommsen sicht zu rosig, ich habe noch immer bis 1902 find 334 große deutsche Handelsschiffe mit 590 000 Registergefunden, daß in dem Maße, in welchem Opfer gefordert tonnen nach dem Auslande vergeben worden, weil die Privatwerden, die Begeisterung in den besigenden Klassen werften vollauf beschäftigt waren. Ich möchte die kaiserabnimmt, die nirgends empfindlicher, als am Geldbeutel find. Nach liche Marineverwaltung veranlassen, in erster Linie mit auf Persönlich bemerkt Abg. Mommsen, daß er dem Abg. Zubeil den Kundgebungen des Kaisers, und nicht bloß des Kaisers, ihren Werften für ihre Arbeiter Sorge tragen zut durchaus keinen Vorwurf daraus habe machen wollen, daß er einzelne ist nicht daran zu zweifeln, daß der Flottenverein, wenn auch Sm letzten Wahlkampf wurde in Danzig damit gegen die Sozial- Fälle hier zur Sprache gebracht habe. tein offizieller, so doch ein offiziöfer Verein ist. Die deutsche Handels- demokraten agitiert, daß man behauptete, sie wollten der Danziger Der Titel 1 wird nach dem Vorschlage der Kommission an flotte ist ohne eine Kriegsmarine zu ihrer jetzigen Bliite empor- Werft die Arbeit nehmen. Ein Teil der Arbeiter hat sich dadurch genommen. gebiehen; es hat bezeichnenderweise lange gedauert, bis unsere See- fangen lassen. Inzwischen ist die Flottenvorlage angenommen worden Hierauf vertagt sich das Haus. städte fich für die Flottenpläne zu begeistern begannen; jetzt freilich, und trotzdem erfolgen Lohnkürzungen und Arbeiterentlassungen in Nächste Sigung: Montag, den 27. Februar: Fortsekung nachdem sie gemerkt haben, wie der Wind weht, haben sich Bürger- Danzig. Auf den Reichstag kann die Schuld nicht abgewälzt des Marine Etats und Etat des Reichsamts des meister und Senat von Lübeck an die Spige gestellt. Der Flottenverein werden, denn die vorgenommenen Kürzungen am Marineetat ſtets aber minimale; ich schlägt vor, die alten Panzer zu verkaufen. An wen? Die Nuffen und sind wenn glaube, das mehr noch die Japaner werden sich schön hüten, sie zu kaufen. Deutsche Reich doppelt so viel für Schiffe ausgäbe, würde der Der Flottenverein reißt unsere Flotte in einer Weise herunter, daß, Danziger Werft nichts zugute fommen. Mit der vorübergehenden wenn wir es tun würden, man uns sicher des Waterlands- Einführung des Achtstundentages und den Lohnkürzungen hat man verrats bezichtigen würde. Die Flottenagitatoren gehen so weit, den Arbeitern den Achtstundentag verekeln wollen. Den Beamten fogar einen Himbau des Ostseekanates für die großen Panzerschiffe hat man feine Abzüge gemacht, im Gegenteil, für sie sind jetzt noch 31 fordern; Sie sehen also, wie die eine Forberung die andere ge- mehr Forderungen gestellt. Auf der Danziger Werft wird Biert. Der Abg. v. Kardorff griff auf Aeußerungen Bambergers niemand eingestellt, der wegen eines entehrenden Vergehens vorüber die Gefahr der Schutzölle zurück. Ich glaube allerdings, daß bestraft ist, aber als Wohlfahrtsgehülfe zur Verwaltung der Kapitel„ Elementar- Unterrichtswesen". der Bismarckische Zolltarif dem deutschen Handel gerade nicht Wohlfahrtsgelder wurde ein Schützling des Korvettenkapitans Abg. Ernst( frs. Vgg.): Notivendig sei eine Herabsehung der besonders förderlich gewesen ist. Ginen bedentenden Auf- Bieman genommen, der wegen Unterschlagung vorbestraft war. Marimalschülerzahl für die einzelnen Klassen. Für das Deutschtum schwung hat der deutsche Handel erst in den Jahren 1893-96 Trogdem nahm man feine Revisionen vor; erst durch Beschwerde bei im Often sei die Simuktanschule geradezu eine Lebensfrage. unter den Caprivischen Handelsverträgen genommen. Ich habe aber der Oberwerftdirektion wurde die Anordnung einer solchen erreicht: Abg. Cassel( frs. Vpt): Wir halten fest an der Ueberzeugung, nie gefagt, daß unsere Ausfuhr unter den neuen Handelsverträgen aber am Tage, bevor sie stattfand, waren die Bücher verschwunden. daß nach dem allgemeinen Landrecht unsere Schulen nicht regelmäßig völlig aufhören wird. Das wäre gar nicht möglich, weil wir in Wer sie genommen hat, weiß noch heute niemand. Der Wohlfahrts- konfessionelle Schulen sind. Die Schulen des allgemeinen Landrechts Baumwolle, Holz, Getreide, Kaffee für jährlich 200 Millionen Mart gehülfe beschuldigte den Vorfigenden des Wohlfahrtsausschusses, einen fonnten teine konfessionellen sein, weil zu den Kosten der öffentlichen einführen müssen. Die müssen um jeden Preis durch die Ausfuhren alten tüchtigen Arbeiter, aber inzwischen wurde er selbst wieder wegen Schulen alle Einwohner ohne Unterschied des Glaubens beitrugen gedeckt werden, denn müßten wir sie in barem Gelde zahlen, so wäre Unterschlagung anbertrauter Gelber zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. und allen Schülern ohne Unterschied des Bekenntnisses der Zutritt Deutschland in wenigen Jahren bankrott. Aber ich habe gesagt, Auf meine Beschwerden aus der vorjährigen zweiten Etats- freistand. Nur ausnahmsweise läßt das Landrecht kon daß der deutsche Handel durch die neuen Hanbelsverträge inter- lefung habe ich bis heute feine Antwort bekommen. Aber schon am feffionelle Schulen zu und zwar da, wo bei der Einführung des bunden und in seiner Entwickelung gehemmt wird. Daß das ihr Tage, nach dem ich sie vorbrachte, reifte ein Beamter aus dem Gesetzes konfessionelle Schulen schon vorhanden waren. Der Minister Zweck war, ist von seiten der Rechten und von der Regierung flar Reichs- Marineamt nach Danzig. Es sollte mich außerordentlich Falt erkannte die Simultanschulen nicht als eine ausnahmsweise ausgesprochen worden. Den Handel hemmen, die Großindustrie freuen, wenn es Ihnen belieben wollte, mir heute noch Antwort zu Emrichtung, sondern als prinzipiell berechtigte Schulen an. Auch hemmen: denn mehr Großindustrie bedeutet mehr Arbeiter, mehr erteilen. Ich hätte dann Gelegenheit, noch auf eine Reihe inter- das Oberverwaltungsgericht hat 1897 es ausgesprochen, daß in Hierauf werden Kapitel 52-59 mit den von der Kommission beantragten Henderungen belvilligt. Abg. Zubeil( Soz.) Abg. Zubeil( Soz.): Wenn Wir Geh. Admiralitätsrat Harms betont, daß die Dankadresse der Arbeiter ganz spontan, ohne jede Einwirkung von außen ist. Damit schließt die Diskussion. Innern. Schluß 63% Uhr. Abgeordnetenbaus. 148. Sizung vom 25. Februar, 11 Uhr. Am Ministertisch: Dr. Studt. Die zweite Beratung des Kultusetats wird fortgesetzt beim · Bergich des Landrechts sowohl fonfeffionelle wie Simultanschulen 1 gesamt 3600 Reisende befördert. Davon gehen, Gera" und" Branden-| Landgerichts I. Wegen Körperverlegung mittels einer das Leben gesetzlich berechtigt seien. Wir halten daran fest, daß wir die Gleich-| burg" nach New York und„ Aachen" nach dem La Plata. Ins- gefährdenden Behandlung und mittels einer Waffe war die verberechtigung der Simultanschulen verlangen. Wir können für den gesamt werden noch in dieser Woche von Bremen aus an 9000 Aus- ehelichte Berta Kalisch aus der Cuvryftraße angeklagt. Die AnKompromißantrag nicht stimmen und müssen die Verantwortung wanderer auf 6 Dampfern befördert worden. hafter Beifall links.) als sie Mutter geschuldigte ist seit einigen Jahren verheiratet. Sie brachte einen für einen solchen Gesezentwurf der Mehrheit des Hauses überlassen. Die Bank für Brauindustrie in Berlin übernimmt die Dresdener unehelich geborenen jetzt fünfjährigen Knaben mit in die Ehe. Das Es steht nicht in den Sternen geschrieben, daß der Geist, der jetzt Brauerei zum Feldschlößchen. Sie will, wie die Verwaltung mit arme Kind war der eigenen Mutter ein Dorn im Auge. Bei der in Unterrichtsministerium herrscht, für alle Zeiten maßgebend sein teilt, eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, die die Angeklagten entwickelte sich bald ein förmlicher Haß gegen das unwird. Wir wollen nicht eine Aenderung der Gesetzgebung, durch Verwaltung zur Ausgabe von Obligationen bis zum Mayimalbetrag huldige Kind, ein damals kräftig gebauter Knabe, und wo welche die Entwickelung der Simultanschule gehindert wird.( Reb- von zwei Drittel des jeweiligen Aktienkapitals ermächtigen soll. Der losigkeit und der Haß steigerte sich noch, Sie konnte, ließ fie an ihm ihre Wut aus. Die LiebAbg. Frhr. v. Zedlig( ff.): Das Landrecht sezt die Konfessions. Antrag hängt damit zusammen, daß die Bank, nachdem sie seinerzett eines ehelichen Kindes wurde; dieses verhätschelte sie nach jeder schule voraus, wenn es auch nicht der Einrichtung der Simultan- in die Deutsche Bierbrauerei- Aktiengesellschaft zur Durchführung ge- erdulden hatte. Verschiedene Hausbewohner hatten schon wiederholt die Radeberger Exportbierbrauerei extvorben und deren Umwandlung Richtung, während der Knabe die schwersten Mißhandlungen zu schulen widerspricht. Eigentliche Rechtsquelle für die Konfessions- bracht hat, jest im Begriff steht, die Dresdener Brauerei zum Feld- eigenartige Geräusche in der Kalisch'schen Wohnung gehört. Ein schule ist aber nicht das Landrecht, sondern Art. 24 der Verfassung, schlößchen mit einem Ausstoß von zirka 120 000 hektoliter zu er- andauerndes Weinen, ein umherlaufen und dazu das Aufflatschen Direktive bildet.( Widerspruch links.) Ste( Inks) sind die Minder- und der Dresden- Radeberger Abteilung der Deutschen Bierbrauerei mit einem kräftigen Stock, den der Knabe erst vorher für sie hatte der zurzeit noch nicht aktuelles Recht ist, aber doch eine bindende werben, um die angekündigte Interessengemeinschaft zwischen dieser andauerndes Weinen, ein Umherlaufen und dazu das Aufklatschen von Schlägen konnte man deutlich vernehmen. Die Angeklagte lief heit und haben die Auffassung der Mehrheit als geltend zu betrachten. ( Lachen links.) Nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts werden von einem Konsortium, bestehend aus den der Bank nahezur anderen, dabei immer auf das bedauernswerte Kind einschlagend. herbeizuführen. Die von der Bank auszugebenden Obligationen kaufen müſſen; hinter dem Stinde her und trieb es von einer Stube ist es geltendes Recht, die Simultanſchulen zu beseitigen, wenn es stehenden Firmen, fest übernommen. das Schulinteresse erfordert, so ungefähr lautet der betreffende stehenden Firmen, fest übernommen. 06 die Schläge Kopf, Gesicht oder Schultern trafen, war Paffus.( Abg. Caffel: Nicht ganz!) Aber ungefähr so. Die Zukunft Nietenvereinigung. Unter Führung der Düsseldorfer, Eisenhütten- der rohen Mutter anscheinend egal. Es wurde einmal der liberalen Partei gehört dem gemäßigten, dem nationalen Gesellschaft fand vorgestern, wie die Rheinisch- Westf. 3tg." meldet, bemerkt, wie die Angeklagte diese grausame Hezjagd etwa Liberalismus. Der wird lebenskräftig bleiben in seiner staats- in Essen eine Versammlung von Nietenfabrikanten zur Gründung eine halbe Stunde lang, betrieb, bis der Knabe völlig erschöpft erhaltenden Richtung, aber die bürgerliche Demokratie wird noch viel eines Verbandes statt. Es nahmen 35 Firmen teil, die sich zu der bewußtlos zusammenbrach. Durch eine geradezu erbärmliche Erweniger Zukunft haben, als sie gegenwärtig hat.( 3uruf links: Gründung in freundlichem Sinne äußerten. Die Statuten wurden nährung war der anfangs fräftige und gesunde Knabe derartig Liebeswerben!) durchberaten und beschlossen, sich an diese vorläufig bis zum törperlich zurückgeblieben, daß er durch die Mißhandlung der ents Abg. Dr. Arendt( ft.): Für den Kompromißantrag hatte sich 1. Juli d. J. zu binden. Die definitive Gründung soll von dem menschten Mutter unfehlbar langsam einem frühen Tode dahinzuerst ja auch der Abg. Ernst erklärt. Wir müssen die realen Eintritt der Phönig- Hätte abhängig gemacht werden. gefiecht wäre. Der Körper des Kindes zeigte nicht nur Beulen, Machtverhältnisse berücksichtigen; wir würden ohne den Kompromißantrag nicht zum Schulunterhaltungs- Gesetz kommen. Notwendig leihe von 30 Millionen Mark wurde gestern zum Kurse von aufgeschlagen und durch eine mangelnde reinliche Behandlung in Neue bremische Anleihe. Die neue bremische 3% prozentige An- blaue und braune Flecken, sondern einzelne Körperstellen waren ist die Beseitigung der geistlichen Schulaufsicht. Ich betrachte die 99,11 Proz. an ein Konsortium unter Führung der königlichen See- Giterung übergegangen. Das rohe Beib brachte es fertig, mit kaum Staatsschule als das Ziel, dem wir entgegensteuern follten. Gehen handlung begeben. Sie auf das Land hinaus, da werden Ihnen die Gemeindevertreter sagen: Was haben wir für Recht an der Schule? Wir haben nur zu sahlen.( Lebhafte Zustimmung links.) Bei Beratung der Petitionen erklärt Minister Dr. Studt, daß die Frage nach der Zulassung der gefamten Lehrerschaft zum Universitätsstudium verneint werden müsse. Das würde gar nicht durchführbar sein, die wenigsten Lehrer würden und die erforderlichen Kosten für das Studium aufbringen können, und so würde das nur den Lehrermangel noch vermehren. Für die Seminarlehrer und Volksschullehrer feien Fortbildungskurse eingerichtet; fie dürften auch die philosophischen Vorlesungen an der Universität besuchen. Die Verhältnisse in Heffeu seien mit den unserigen nicht zu vergleichen, da in einem so. Heinen Landesteil die Frage der Vorbildung anders geregelt sei, als es in Preußen möglich sei. Es werde sich empfehlen, erst noch weitere Erfahrungen mit den eingeführten Fortbildungskursen zu machen, ehe man die Unterrichtsverwaltung zu weiteren Schritten dränge.( Beifall.) Vizepräsident Dr. Borsch schlägt vor, mit Rücksicht auf die Feier zur Einweihung des Domes die Sigung am Montag erst um 2 Uhr beginnen zu lassen. Zur Geschäftsordnung bemerkt Abg. Gamp: Ich habe schon früher Gelegenheit genommen, mich über die Behandlung des Abgeordnetenhauses zu beklagen. Wir sind mit einer sehr geringen Anzahl von Karten zur Einweihung des Domes bedacht.( Zustimmung links.) Da, wo der Staat Bauherr ist, halte ich es für selbstverständlich, daß das Haus genügend berütdfichtigt wird, da wir das Volk vertreten. Beim Dom ist der Staat zwar nicht Bauherr, sondern erheblicher Geldgewährer, so wäre mir eine erheblich größere Berücksichtigung erwünscht gewesen.( Sehr richtig! links.) Wir haben nur 60 Karten erhalten, davon hat das Bräsidium eine Anzahl bekommen müssen, und es blieb dann noch für je 10 Abgeordnete eine Karte übrig. Die Fraktionen haben die Karten verlosen müssen. Vizepräsident Dr. Borsch stellt attenmäßig fest, daß trok mehrfacher Anfragen an das Domkirchenkollegium und. später an das Hausministerium es nicht möglich gewesen sei, mehr als 60 Einlaßfarten zu erlangen, von denen etwa der vierte Teil für das Präsidium und das Bureau reserviert worden sei. Abg. Graf Limburg- Stirum( fons.) meint, daß das Haus teinen Rechtsanspruch auf Einlaßkarten habe, es handle sich nur um eine Freundlichkeit dem Hause gegenüber. Abg. Gamp( ft.): Ich halte das Verfahren dem Hause gegenüber für eine große Unfreundlichkeit. Die nächste Sißung findet also Montag 2 Uhr statt mit der Tagesordnung: Fortsetzung der heutigen Beratung. Schluß 5% Uhr. Partei- Nachrichten. Dolizeiliches, Gerichtliches ufw. Heiteres yom Bergprbeiterstreit, " Neues Bergwerksunternehmen. Die Kölner Firma Oppenheim 1. Co. faufte, wie die National- 3tg." meldet, mehrere fleinere Bergwerke, Hermam, Magimus 2c., um sie zu einem großen Unternehmen zu verschmelzen und mit einer Belegschaft von mehreren Hundert Mann baldigst den Betrieb aufzunehmen. Soziales. Wohnungswesen. Schließlich konnte das Kind keinen Arm mehr hochheben. Trotzdem wurde es unter Stockschlägen gezwungen, einen Korb mit Kartoffeln, an welchem ein fräftig gewachsener Knabe schwer schleppen mußte, nach dem Boden zu tragen. Als die Angeklagte hierbei in rohester Weise öffentlich das arme Kind mißhandelte, hielten sich die Hausbewohner endlich für verpflichtet, dem Martyrium ein Ende zu bes reiten. Das Kind wurde der Polizei übergeben und gegen die unnatitliche Mutter Strafanzeige erstattet. Der Gerichtshof, unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats Braun, bezeichnete für eine derartige Roheit die schwerfte Gefängnisstrafe als keineswegs ausreichende Sühne. Unter Berücksichtigung der ganzen Sachlage erkannte das Gericht auf ein Jahr sechs Monate Gefängnis und sofortige Verhaftung der Angeklagten. Deffentliche Bibliothek und Lesehalle zu unentgeltlicher Bes nukung für jedermann, SW., Merandrinenstr. 26. Geöffnet werdtäglich von 5-10 Uhr abends, an Sonn- und Feiertagen von 9-1 und 3-6 Uhr. in den Zefesälen liegen zur Zeit 515 Beitungen und Zeitschriften jeder Art und Mierung aus. Die Stadt Chemnih in Sachsen hat eine Wohnungsordnung erlassen, wie solche durch das fächsische Baugesetz vorgesehen sind. Sie enthält Vorschriften über die Größe und Beschaffenheit der Wohnungen mit Bestimmungen über die Belegungsdichtigkeit einer Wohnung sowie Vorschriften für die Mieter und Vermieter über Benuzung und Pflege der Wohnung. Zur Führung der Aufsicht wird ein Wohnungsamt als städtische Behörde eingerichtet. Diefem ist Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 26. Februar, vorm. 8%, Uhr, ein Ausschuß beigegeben, der ans drei Ratsmitgliedern, drei Stadtberordneten und vier vom Stadtverordneten- Kollegium zu wählenden im Bürgersaale des Rathauses, Eingang Königftr. 15-18: Bersammlung. Um 10 Uhr vormittags in der Schul. Bürgern besteht. Es ist bestimmt, daß zwvei diefer Bürger Eigen- Freireligiofe Borlesung." tümer und zwei Mieter sein müssen. Der Stadtbezirksarzt ist zu den Aula, el. Frankfurter str. 6: Versammlung. Bortrag des FräuBeratungen des Ausschusses außerdem hinzuzuziehen. Dem Woh- lein Jda Altmann: Die strahlende Gerechtigkeit." Gäfte, Damen und Herren, sehr willkommen. nungsausschusse sind alle wichtigeren Angelegenheiten der Wohnungs- Allgemeine Familien- Sterbekasse. Heute Zahltag: Aderstraße 123 Außerdem können die bei Diefe und Mariannenstr. 48 bei Liebehenschel von 3-6 Uhr. aufsicht zur Begutachtung vorzulegen. städtischen Kollegien ehrenamtliche Wohnungspfleger aus den Reihen der Bürger heranziehen. Ueber die Handhabung der Wohnungsordnung wird gesagt, daß in erster Linie aufklärend und beratend gewirkt werden soll. Mit behördlichen Verfügungen soll in der Regel nur vorgegangen werden, wenn sich die Herbetführung ordnungsmäßiger Zustände auf anderem ege als aussichtslos erweist oder bei gemeingefährlichen Mäißständen oder tatsächlichem Widerstand. Die Wohnungsordnung foll am 1. Oktober in Kraft treten. Arbeiterausschüsse in städtischen Betrieben. Arbeiter Samariterkolonne. Montag abend 9 Uhr Brunnenstraße 154: Vortrag über Bransport verunglücter Personen. Nachher praktische Uebungen. Gäste willtommen. Neue Teilnehmer fönnen jederzeit eintreten. Einschreibegeld sowie Monatsbeitrag je 25 Pf. Bibliothek steht den Mitgliedern unentgeltlich zur Verfügung. Achtung, Sänger des Südostens! Wir teilen hierdurch mit, daß der Chor Sänger- Bereinigung Südost" bereits gegründet ist und die erste gemeinsame Uebungsstunde stattgefunden hat. Die nächsten Uebungsstunden finden jeden Freitag abend von 9-11 Uhr im Lofale Südost, Walbemarstr. 75, bei Herrn Gleve statt. Vermischtes. Der Stadtmagistrat Nürnberg hat infolge eines Antrages des Hirsch- Dunderschen Gewerkvereins städtischer Arbeiter den Beschluß Der Durchstich des Simplon. Bei dem Durchbruch des Simplongefaßt, eine Kommission einzuseßen, die sich mit der Frage der Er- Tunnels hat sich ein schwerer Unfall ereignet, bei dem leider ein richtung von Arbeiterausschüssen in städtischen Betrieben be- Menschenleben zu beklagen ist. Ats Donnerstag nacht die teleschäftigen soll. phonische Meldung von dem glücklichen Durchbruch aus dem BergDas ist sehr erfreulich; es wäre noch erfreulicher, wenn die innern kam, fuhr eine Gesellschaft von Ingenieuren ein. Als man Beschäftigung" mit dem Antrage bald zu seiner Berwirklichung sich der legten Strecke näherte, tam ihnen eine furchtbare führte. Hige entgegen. Es wurde dringend vor einem Beitergehen Bemerkenswert ist immerhin, daß der Stadtmagistrat jetzt den gewarnt. Antrag des Hirsch- Dunckerschen Vereins der Prüfung wert gefunden Leider hatte gerade an diesem kritischen Morgen aus noch hat. Der Verband der städtischen Arbeiter, der weit in vierte nicht ganz aufgeklärten Gründen die Kühlinstallation versagt. Hundert Mitglieder zählt, hat wiederholt einen solchen Antrag ge- Trotz der Mahnung des Ingenieurs Beißner wagten sich einzelne stellt und ausführlich begründet. Man hat ihn jedesmal abgewiesen Herren vor und verloren in der kolossalen Hize das Bewußtsein. mit der Begründung, der Verband habe nicht nachgewiesen, daß er unter schwierigen Umständen wurden zwei Personen, die Ingenieure im Namen der Mehrzahl der städtischen Arbeiter spreche. Der Hirsch- Bianchi und Gressy, der Vertreter der Unternehmung in DomoDunderſche Gewerfverein städtischer Arbeiter zählt aber noch keine dossola, ein sehr forpulenter Herr, der 45 Jahre alt ist, beim Zuficht über die Berechtigung einer Organisation, im Namen der Ve- Herr Gressy starb im Spital nach einer Stunde an Herzlähmung. rufsangehörigen zu sprechen, gründlich geändert zu haben. Ob die Bianchi befindet sich etwas besser. Einige andere Betroffene erholten Parteifreundschaft dabei eine Rolle spielt, darüber hat sich der Stadt- fich bald wieder. Sämtliche Arbeiter wurden sofort veranlaßt, die magistrat natürlich nicht geäußert. Stollen zu verlassen, und der Betrieb ist vorläufig, bis beffere Temperatur herrscht, eingestellt. Die Dortmunder Arbeiter- Zeitung" veröffentlicht folgende 30 Mitglieder. Der freisinnige Stadtmagistrat scheint also seine An- fammenstuten aufgehoben, auf Wagen gelegt und hinausgefahren. Strafverfügung: Amt Raurel.. Nr. 912 der Strafliste für 1905. Straf Verfügung.. Sie haben in Ihrer Eigenschaft als Vorstandsmitglied des bor etwa 14 Tagen in Bövinghausen gebildeten Streitbureaus, eines Vereines, der eine Einwirkung auf öffentliche Angelegen heiten bezweckt, es unterlassen, binnen 3 Tagen der Ortspolizeibehörde die Statuten des Vereins sowie das Mitgliederverzeichnis einzureichen. Die Uebertretung wird bewiesen durch Zeugnis des Polizeifommissars Möller und Polizeisergeanten Fischer. Es wird deshalb hiermit gegen Sie auf Grund der§§ 2 und 13 d. B. G. vom 11. 3. 50 eine bei der Amtskaffe von Raurel zu Händen des Rendanten Herrn Mosterfötter zu Castrop zu erlegende Geldstrafe von 15 M, an deren Stelle, wenn sie nicht beizutreiben ist, eine Haft von 3 Tagen tritt, festgesezt. Auch find an Portokosten 20 Pf. zu entrichten. Amt Raurel zu Castrop, den 31. Januar 1905. Die Polizei- Verwaltung. An den Krappschaftsältesten Herrn Karl Husemeier Die Versicherungsträger der Invalidenversicherung hatten nach Ein durchgegangener Eisenbahnzug. An der Lokomotive, eines der soeben erschienenen Nachweisung am Schlusse des Jahres 1904 von Frankfurt a. M. tommenden Personenzuges versagten, als die ein Gesamtvermögen von 1 093 259 684., wovon 90 718 129 M. Station Freyja passiert war, plöglich Ventil und Steuerung, die auf die Kasseneinrichtungen, und das übrige auf die Versicherungs- Maschine gehorchte der Hand des Führers nicht mehr und es entströmte anstalten entfällt. Von der Gesamtsumme waren angelegt rund ihr fortgesetzt heißer Dampf, so daß Lokomotivführer und Heizer an 36% Millionen in Reichsanleihen, 128 Millionen in Anleihen Händen und Armen schwer verbrüht wurden. Durch mehrere deutscher Bundesstaaten und staatlich garantierten Eisenbahnpapieren, Stationen raste der Zug unaufhaltsam hindurch. 646 Millionen in Schuldverschreibungen, Pfandbriefen und Dar Die beiden Beamten mußten vor dem ausströmenden Wasser und lehen bei Gemeinden und weiteren Kommunalverbänden, 217% Dampf schließlich auf den Tender flüchten. Auch die Notbremse wirkte auf Millionen in Hypotheken und Grundschuldbriefen, 44 Millionen Wert der start abfallenden Strede nur unvollkommen. Allmählich wurden der eigenen Grundstücke, der Rest in Sparkassen und Kassenbestand auch die Passagiere auf die entsetzliche Gefahr aufmerksam, in der einschließlich Bantguthaben. fte allesamt fehebten. Endlich hinter der Station Borken ging der Ueber die Anlagen der Gelder für gemeinnüßige Zwecke am Lokomotive der Dampf aus, sie begann langsam zu laufen und kam Schluffe des Jahres 1904 wird mitgeteilt, daß hergegeben wurden bald zum Stehen. Die Gefahr war noch jetzt nicht ganz vorüber, rund 73% Millionen zur Befriedigung des landwirtschaftlichen dem in jedem Augenblick war eine Explosion des Steffels Kreditbedürfnisses; 178% Millionen für den Bau von Kranken- der Maschine zu befürchten. Es wurden alle Vorsichtsmaßregeln gehäusern und ähnlichen Anstalten, für Herbergen, Arbeiterkolonien, troffen, glücklicherweise trat aber das gefürchtete Ereignis nicht ein. Boltsbäder, Kleinkinderschulen, Schlachthäuser, Kanalisations- und Die Brandwunden der beiden Maschinisten sind leider sehr schwere. Wasserleitungs- Anlagen, für Spar- und Konsumvereine und ähn Eisenbahnopfer. Auf dem Bahnhof Stendal ist gestern vorDie Verfügung ist ein Beweis dafür, daß der Streit der Polizei- liches; 133 Millionen für den Bau von Arbeiterwohnungen und mittag der Bahnunterhaltungsarbeiter Liebrecht beim Ueberschreiten verwaltung in Naurel keine Arbeit verursacht hat.. Er hat ihr viel- 33 Millionen für eigene Pflegeanstalten. der Gleise von einer leerfahrenden Maschine derart erfaßt worden, mehr Zeit gelaffen, eine Monstrosität auszubrüten, die ihresgleichen Eine interessante Gegenüberstellung des Verhältnisses der An- daß ihm beide Beine abgefahren wurden. Liebrecht ist bereits seinen lucht. Tagen für gemeinnüßige Zwecke zur Gesamtanlage zeigt, daß sämmt- Verlegungen erlegen. liche Versicherungsträger im Jahre 1904 53 Proz. ihrer Anlagen Die aufgeschobene Hinrichtung des Nanbmörders Aframseder. Die einzelnen VersicherungsAus Industrie und Handel. für gemeinnüßige Zivede machten. träger zeigen darin jedoch ungewöhnlich große Unterschiede. Während Das Landgericht München I hat am Freitag in geheimer Sizung Die Reichsbank hat gestern, nachdem sie erst am 14. Februar die Verficherungsanstalt der Hansestädte ihre gesamten Anlagen in das Gesuch des zum Tode verurteilten Raubmörders Albert eine Ermäßigung ihres Diskontsatzes vorgenommen hatte, ihren diesem Jahre für gemeinnüßige Zivedke machten, betrug diese Anlage Allram seder abgewiesen. Allramseder hatte, wie geDiskont nochmals herabgesetzt von 31 auf 3 Broz, während bei der Versicherungsanstalt Pofen nur 3 Proz. ihrer Gesamt- meldet, in der letzten Stunde seiner bereits festgesezten Hinrichtung zugleich der Lombardzinsfuß für Darlehen gegen Verpfändung von anlage. Berlin hat im Jahre 1904 24 Proz., Brandenburg 86 Pro3. erklärt, daß der Korbmacher Johann Huber der Täter des ihm zugeschobenen Mordes sei. Die Hinrichtung wurde sistiert und der Waren und Effekten von 4% auf 4 Proz. ermäßigt wurde. Im für gemeinnüßige Zwede angelegt. bon Allramseder bezeichnete angebliche Komplize einige Zeit später in Rottenburg in Niederbayern verhaftet. Nachdem Huber sein Alibi er war am 27. Februar v. J.( dem Tage des Mordes) in einer Farbfabrik in Höchst a. M. beschäftigt nachweisen fonnte, wurde er wieder aus der Haft entlassen. Der abweisende Beschluß wurde dem Allramseder Freitag abend eröffnet. zu Bövinghausen 11. Gerichts- Zeitung. heutigen Zentralausschuß der Reichsbank führte Bräs. Koch aus, daß der Status der Bank feit der letzten Herabjegung des Disfonts fich noch weiter gebeffert habe, namentlich hätten die Goldvorräte zugenommen, so daß nunmehr bei Abnahme des Notenumlaufs eine Üeberdeckung von 38 971 000. vorhanden sei. Fremdes Geld hätte eine Zunahme Das Urteil gegen Frhrn. v. Grabow and Genossen wurde gestern erfahren von etwa 101 Millionen Mark. Die Flüssigkeit des Geldes von dem Landgericht in Dresden gefällt. Grabow wurde. auf dem Markte habe sich noch weiter entwickelt und sei mit auf den wegen Betruges unter teilweiser Freisprechung zu fünf Jahren GeUmstand zurückzuführen, daß deutsche Fonds in erheblichem Maße fängnis, Hildebrand wegen Betruges und Untreue zu sieben vom Auslande angekauft seien. Der Abfluß von Gold nach dem Jahren Gefängnis und beide zum Verlust der bürgerlichen Ehren- gl. Volizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte Auslande sei daher weniger zu befürchten. Die Lage sei ähnlich rechte auf fünf Jahre verurteilt; je ein Jahr der Untersuchungshaft derjenigen in der gleichen Periode des Jahres 1902, two der Diskont wurde angerechnet. Die Angeklagten Pfigner und Schreiber am 11. Februar auf 3 Proz. herabgesetzt wurde und bis zum Oftober wurden wegen Beihülfe zum Betruge zu je zehn Monaten Gefängnis auf diefem Standpunkt geblieben sei. Aus diesem Grunde rechtfertige und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf drei Jahre berfich die Herabsetzung auf 3 Proz. urteilt. Der Auswandererverkehr über Bremen steigt noch immer.- Das Martyrium eines vierjährigen Kindes bildete gestern den Gestern wurden auf drei Dampfern des Norddeutschen Lloyd ins- Gegenstand einer Verhandlung vor der dritten Straffammer des Marktpreise von Berlin am 24. Februar. Nach Ermittelungen des 17,60-17,56 M., mittel 17,52-17,48., geringe 17,44-17,40. Roggen), gute Sorte 13,90-13,88., mittel 13,86-13,84 M., geringe 13,82-13,80 M. Futtergerste*), gute Sorte 16,40-15,10 M., mittel 15,00 bis 13,70 m., geringe 18,60-12,40 M. Hafer*), gute Sorte 16,20-15,50 r., mittel 15,40-14,70 M., geringe 14,60-14,00 9. Erbfen, gelbe, zum Stochen 45,00-30,00 92. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 M. 2infen 60,00-30,00 92. Startoffeln 10,00-8,00 m. Nichtstroh 4,50-4,16 m. eu 9,20-7,30. Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 M. Gier per Schod 5,00-3,60 m. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Bekanntmachung. Jahresabschluss der Kasse der Landes- Versicherungsanstalt Berlin für das Jahr 1903. Betriebsfonds- Hauptverwaltung. VII XIV 1 Der Rechnung Kapit. Titel IV VIII ㄨ XI 眼 XIII 123 1 2 346 5 Einnahme Bestand aus dem Vorjahre Beiträge Zinsen. . Miete und Pacht für Grundbesitz: Grundstücke für Zwecke der Verwaltung. Heilstätten, Genesungshäuser, Invalidenhäuser etc. Sonstige Grundstücke.. Strafgelder Renten(§§ 125 bis 127 des Gesetzes) im einzelnen M. Pf Ist- Einnahme 56 636 64 408 508 86 im ganzen M. 808 986 Pf. 19 7 709 214 47 IIXI 1 591 852 65 2 83 165 09 Summe Kapitel III 498 805 59 8 625 61 6 256 92 3 902 90 Beitragserstattungen(§§ 127, 128 Absatz 6 des Gesetzes) Heilverfahren: Zuschüsse von Krankenkassen(§ 18 Absatz 3 des Gesetzes) Zuschüsse von Trägern der Unfallversicherung( 8 21 des Gesetzes) Zuschüsse von anderer Seite Durchführung des Heilverfahrens( ausschließl. Titel 5) Unterstützungen an Angehörige der Versicherten i a) solcher, die der reichs- oder landesgesetzlichen Krankenfürsorge unterlagen. 83 953,30 M. b) solcher, die dieser Fürsorge nicht unterlagen • Invalidenhauspflege: 1 Renten für die gemäß§ 25 des Gesetzes verpflegten 23 2 3 4 56 8 123 Personen Zuschüsse von anderer Seite Durchführung der Invalidenhauspflege. Summe Kapitel VIII Außerordentliche Leistungen(§ 45 des Gesetzes). Allgemeine Verwaltung: Gehälter, Belohnungen( Remunerationen) etc. der Beamten( mit Ausschluß der Kontrollbeamten) und Vergütung für Schreibhülfe Vergütungen, insbesondere Tagegelder und Reisekosten, Ersatz für entgangenen Arbeitsverdienst: a) an Vorstandsmitglieder u. Anstaltsbeamte b) an Mitglieder des Ausschusses 816 688 79 505 96 1 202 20 62 906 52 42 053 54 2 M. " 3 Summe Titel 2 195 52 XV XVI XVII 176 45 575 973 Aufwendungen für Geschäftsräume( Miete, Reinigung, Heizung, Beleuchtung, Steuern etc.) Bureau- und Kassenbedürfnisse( Drucksachen, Postgebühren, Bekanntmachungen, Buchbinder-, BotenTohn etc.) Inventarien Beiträge zu Pensions-, Witwen- und Waisenkassen, sowie sonstige Versicherungsbeiträge( für Kranken-, Unfall-, Invalidenversicherung etc.) Pensionen und Unterstützungen für ausgeschiedene Beamte etc. und deren Hinterbliebene Andere nicht vorgesehene Einnahmen 2 078 67 849 39 Summe Kapitel X 45 928 57 54 40 Erhebungen bei Gewährung oder Entziehung von Renten und bei Beitragserstattungen. Rentenstellen. Schiedsgerichte, Beschwerde-, Berufungs- und Revisions verfahren: Persönliche Aufwendungen Sächliche Aufwendungen Verfahren • • Summe Kapitel XIII Beitragserhebung und Kontrolle: 14 88 VIII 1 12 49 845 832 1 B 4 56 Heilverfahren: Zuschüsse von Krankenkassen(§ 18 Abs. 3 des Ges.) Zuschüsse von Trägern der Unfallversicherung(§ 21 des Gesetzes) Zuschüsse von anderer Seite. Durchführung des Heilverfahrens( ausschl. Titel 5) Unterstützungen an Angehörige der Versicherten, a) solcher, die der reichs- oder landesgesetzlichen Krankenfürsorge unterlagen.. 207 713,84 M. b) solcher, die dieser Fürsorge nicht unterlagen. 8 049,75 Summe Titel 5 Summe Kapitel VII Invalidenhauspflege: • 99 Renten für die gemäß§ 25 des Gesetzes verpflegten Personen Zuschüsse von anderer Seite. Durchführung der Invalidenhauspflege. 48 70 70 一一 4 1 760 468 64 210 763 09 1 971 280 48 43 896 26 Summe Kapitel VIII Außerordentliche Leistungen(§ 45 des Gesetzes) 43 396 26 84 964 56 Allgemeine Verwaltung: Gehälter, Belohnungen( Remunerationen) etc. der Beamten( mit Ausschluß der Kontrollbeamten) und Vergütung für Schreibhülfe Vergütungen, insbesondere Tagegelder und Reisekosten, Ersatz für entgangenen Arbeitsverdienst: a) an Vorstandsmitglieder u. Anstaltsbeamte b) an Mitglieder des Ausschusses Aufwendungen für Geschäftsräume( Miete, Reinigung, Heizung, Beleuchtung, Steuern etc.). Bureau- und Kassenbedürfnisse( Drucksachen, Postgebühren, Bekanntmachungen, Buchbinder-, Botenlohn etc.) Inventarien Beiträge zu Pensions-, Witwen- und Waisenkassen, sowie sonstige Versicherungsbeiträge( für Kranken-, Unfall-, Invalidenversicherung etc.) 884 847 14 3268,74 M. 1045,90 9 Summe Titel 2 4 314 64 48 394 11 44 900 35 4572 22 8190 94 T 1 286,07 Summe Titel 5 Summe Kapitel VII 99 8 Pensionen und Unterstützungen für ausgeschiedene Beamte etc. und deren Hinterbliebene. Andere nicht vorgesehene Ausgaben. 12 261 1961 01 80 85 239 37 Summe Kapitel X 504 441 71 466 542 84 XI 3 282 16 XIII 386 10 3 668 26 2466 22 123 XIV 1 Erhebung bei Gewährung oder Entziehung von Renten und bei Beitragserstattungen Rentenstellen . Schiedsgerichte, Beschwerde-, Berufungs- u. Revisionsverfahren: Persönliche Aufwendungen Sächliche Aufwendungen.. Verfahren. Beitragserhebung und Kontrolle: Beschaffung der Quittungskarten, der Beitragsmarken und Verkauf der letzteren(§§ 130, 131, Absatz 2 und 3 und 132 Absatz 2 des Gesetzes) Mit der Einziehung der Beiträge beauftragte Stellen (§§ 148 und 151 des Gesetzes). 50 158 72 7 932 14 2 188 17 2 283 85 Summe Kapitel XIII 12 354 16 Kontrolle(§ 162 des Gesetzes) 12 466 51 41 826 54 Summe Kapitel XIV 53 793 05 Rechtshülfe(§ 172 Absatz 2 des Gesetzes) Andere nicht vorgesehene Ausgaben Vermögensanlagen: Wertpapiere. Darlehen etc. Grundstücke • 261 19 396 05 1784 628 97 262 669 28 Nach den Tagebüchern der Kasse haben im Jahre 1903 betragen: 1. Die Einnahmen 2. Die Ausgaben • Nach den Zu- und Abgangslisten der Kasse haben im Jahre 1903 betragen: 1. Die Einnahmen: a) Betriebsfonds b) Voreinnahmen Bar 18 587 614,95 M. 16 629 112,44 Summe Kapitel XVII Summe der Ausgaben Abschluß 11. Wertpapiere 1 239 517 72 8 286 815 97 10 095 800 91 11 XV Beschaffung der Quittungskarten, der Beitragsmarken und Verkauf der letzteren(§§ 130, 131 Absatz 2 und 3 und 182 Absatz 2 des Gesetzes) Mit der Einziehung der Beiträge beauftragte Stellen (§§ 148 und 151 des Gesetzes) Kontrolle(§ 162 des Gesetzes) Summe Kapitel XIV Rechtshülfe(§ 172 Absatz 2 des Gesetzes) Andere nicht vorgesehene Einnahmen. Vermögensanlagen: Wertpapiere Darlehen etc. Grundstücke • • 22 65 22 65 211 45 21 80 873 464 32 88 817 21 15 425 50 Summe Kapitel XVII 977 707 03 c) Vorschüsse • 2. Die Ausgaben: 14 88 a) Betriebsfonds b) Voreinnahmen c) Vorschüsse • 61 115 996,05 M. . 61 115 996,05 M. 974 494,10 M 1926,40 976 420,50 1908 502,51 M. · 60 139 575,55 M. 62 048 078,06 M. XVI XVII Der Rechnung 213 123 Kapit. Titel 828 2P VI Beiträge Zinsen Summe der Einnahmen Hierzu: Bestand aus dem Vorjahre sind zusammen ab: Summe der Ausgaben Ausgabe Miete und Pacht für Grundbesitz: Mithin verbleibt am Schlusse des Rechnungsjahres 1903: Barbestand Bestand in Wertpapieren etc. •• Betriebsfonds 11 314 796 24 808 986 19 12 123 782 43 Die Jahresrechnung pro 1903 schließt ab mit einem Bestande von 2027 981,52 M. Hierzu kommen die am Schlusse des Rechnungsjahres 1903 vorhandenen Voreinnahmen mit. 3 973,00 2031 954,52 M. . • 1908 502,51 M Hiervon ab die bis zum Schlusse des Rechnungsjahres 1902 nicht beglichenen Vorschüsse, also Mithin verbleibt am Schlusse des Rechnungsjahres 1903 Barbestand( wie oben) Die Zu- und Abgangslisten pro 1903 schließen ab: a) Betriebsfonds • b) Voreinnahmen . c) Vorschüsse 60 141 501,95 M. 60,141 501,95 M. 1 926,40 9 60 139 575,55 M. 123 452,01 10 095 800 91 Mithin Bestand 2 027 981 52 Ist- Ausgabe im einzelnen M. Pf. im ganzen M. PI. Grundstücke für Zwecke der Verwaltung Heilstätten, Genesungshäuser, Invalidenhäuser etc. Sonstige Grundstücke Strafgelder Renten(§§ 125 bis 127 des Gesetzes) 511 1189 47 601 96 16 386 25 1 237 92 Summe Kapitel III 1 237 92 3 Beitragserstattungen(§§ 127, 128 Absatz 6 des Gesetzes) Anzüge Paletots nach Mass 24, 30 und 38 Mark Unter Garantie des tadellosen Sitzes bei peinlichst gewissenhafter Anprobe liefere ich von prima modernen Stoffresten Anzüge u. Paletots nach Maß nur zu obigen Preisen. Keinen Zwang zur Abnahme bei nicht passendem Sitzen. 1944A* Sonnenscheins Herren- Moden nach Mass, Linden- Strasse Nr. 95, I, neben der Markthalle, und Chaussee- Straße 54, 1. H Telephon Amt VI 5797. Achtung! Ich habe mein Vereine! 16422* Weiß- und Bayrischbier- Lokal nach Alte Jakobstr. 83, bis- a- vis der Sebaftianstraße 3 529 982 36 492 727 32 Mithin verbleibt am Schlusse des Rechnungsjahres 1903 Bestand in Wertpapieren etc.( wie oben) 1908 502,51 M. 62 048 078,06 M. Vorstehende Rechnungs- Abschlüsse werden hierdurch gemäß§§ 18 und 20 der Satzungen der Landes- Versicherungsanstalt Berlin mit dem Bemerken veröffentlicht, daß die Jahresrechnung für 1903 von dem Ausschusse der Anstalt in der Sitzung am 29. November 1904 abgenommen worden ist. Berlin, den 18. Februar 1905. Der Vorstand der Landes- Versicherungsanstalt Berlin. Möbel- und H. Detert. Möbelfabrik Fruchtstraße 32. 21512 Polsterwaren- Fabrik Komplette Wohnungs- Einrichtungen. Don 19372 Einzel- Verkauf. A. Schulz Nur Fabrikgebäude. Kein Laden. Reichenbergerstraße 5 empfiehlt Einrichtungen von 240 bis 5000 m. bon nur anerkannt gediegener Qualität zu äußerst billigen Preisen. Streng reelle und gewiffenhafte Bedienung. Rulantefte Bedingungen. Telephon: Amt IV 6877. Graumanns Festsäle verlegt. Empfehle zwei Vereinszimmer, Saal, zivel steget Theaterbühne. bahnen und Garten. Gustav Ladewig, Kommandantenstr. 65. früher Servus Naunynstr. 27. 3 Kegelbahnen. 21350 Sonnabende und Sonntage im April, Mai und Juni noch fret. Gustav Graumann. Berlin! Servus Bester Schuh- Putz- Glanz macht spiegelblant und wafferbicht. Sparsamer als Wichse! Man verlange Servas in Dosen, schwarz und farbig. Berantip. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inferatenteil verantwo.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Bortvärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Poul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 49. 22. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Zur Unterstützung der Opfer des Klaffenkampfes im Ruhrrevier gingen weiter bei dem Unterzeichneten ein: " Sonntag, 26. februar 1905. 4 Außerdem sind mir zur Unterstütung der Dpfer der Megeleien in Rußland folgende Beträge zugeft ell! morden: Danzig, 2.5, Berlin durch Mittmann 3,10. Reinidendorf 24,- Berlin, von der Tischlerei Heinz, Baier u. Co. 10,20. Wilhelmsburg, bon den Barteigenossen 200,- Nathenow, von den Parteigenoffen 50, Spandau, von Parteigenoffen 20,-. Limbach i. S., von den Parteigenossen 100,- London, B. 10,20. Summa 422,50. 8696 4,65 8700 20,-; 8763, durch Otto 5,20; 8764 1,80; 8770 4,35; echhausen, vom sozialdemokr. Berein 50,- Lüdersdorf, 7. medlenb. Wahl8826, burch Bengel 17,10; 8829 4,10; 8935 27,10; 8970 13,15; 11711 6,-frets, Fürstentum Razeburg, Wahlbez. Herrnburg, 5,70. Schaffhausen 11724 2,50; 11726 12,75; 11733 6,70; 11734 7,60; 11735 7,10; 11738 8,25( Schweiz), Arbeiterturnverein 72,80. Lippe,. S. 5,-. Friedrichshagen, 11739 10,75; 11740 5,70; 11747 6,25; 11749 7,15; 11753, Slaviaturfabrik Ueberschuß vom Maskenball der Graveure und Bifeleure 40,- B. Gürtel Cigner u. Co. 13,-; 11754, Pianofabrit, Warschauerstr. 58 5,35; arbetter Franken in Ehrenstein 5,-. Bukarest, v. Radfahrerklub Vorwärts" 11756 3,60; 11758 2,40; 11762 9,25; 11769 3-; 11771 3,35; 16,-; vom Zöpferverein 16,-; vom Gesangverein" Vorwärts" 8, Hamburg, in der Expedition des„ Hamburger Echo" eingegangen, 7. State 11776, durch C. Fri 13,80; 11786 24,80; 11787 9,35; 11788 11,35; Ga. 40,-. Jdar, gesammelt vom Volksverein 42,50. Neuftettin, einige 7400,- Lübeck, durch die Expedition des Bollsbote", 6. Rate 1060,- 11790( darunter Geburtstagsfeier b. Thiele, Templinerstr. 15 2,60) 14,45; Arbeiter 4,60. Bramsche, gesammelt von Textilarbeitern 85,20. Alt- Warthau, Forst i. 2., von der Sammelstelle der Märt. Boltsstimme", 5. Rate 105,25. 11793 1,20; 11795 4,05; 11706 Gasmesser- Fabrik Heise 8,50; 16107 8,15; b. b. Steinarb. 22,75. Trebbin, v. Gewerkschaftskartell auf Listen ges., 3. Rate Breslau, gesammelt durch die Redaktion der„ Volkswacht", 7. State 250,-. 16111 von den Kollegen der Firma Sponholz u. Brede 21,25; 16115 100,-. Heide, d. J. H. 47,85. Giesenbrügge b. Glasow v. d. Töpfern 9,35. Rostock, durch die Mecklenb. Volkszeitung", 5. Rate 600,- Leipzig, 7,50; 16129 14,65; 16131 11,10; 16147 7,10; 16152 8,90; 16153 5,85; Bamberg, freie Gewerkschaft u. Parteigenossen 100,- Gr. Lichterfelde, Leipziger Volkszeitung", 12. State 300,-. Desgleichen 13. State 100,- 16154 Kollegen der Firma Geißler b. Stolberg 10,60; 16173 9,30; Gef. am Tellersammlung v. Maskenball des Nadjahrerklub" Concordia" 10,84. Brandenburg a. H., durch die„ Brandenb. Beitung" 200,- Halberstadt, 18. 2. 05 beim Gesindeball in Dböters Festfäle, Usedomftr. 33 6,-; 8995 Burzen, von den Parteigenoffen des 11. fächs. Reichstagswahlkreises 198,50. Verlag u. Redaktion des Arbeiter- Radfahrer", 6. Rate 47,35. Desgleichen 7,50; Schönhauser Vorstadt: 9302-50; 9856 7,-; 9425 3,25; Wilhelmsburg, Liedertafel der Schiffszimmerer Freiheit" in 23. 25,-; 7. Nate 98,- Desgleichen 8. Rate 33,- Mannheim, Verlag der" Bolts- 9427 5,50; 9441 3,40; 9454 12,15; 9464 5,65; 9492 5,90; 9512 3,60; 9529 von Schiffszimmerleuten auf Rögers u. Bringmanns Play 11,50; vom gestimme" durch Pfeiffle, 10. Rate 480,-. Chemnis, durch die Expedition der 4,60; 9532 3,80; 9571-50; 9576 Ludwig Löwe, Abt. Lettau 22,55; 9580 mischten Chor" Vorwärts" auf Neuhof 15,10; gesammelt auf einer Maskerade Boltsstimme", 9. Rate 800,- Desgleichen 10. Rate 800,-. Gera( Reuß),-, 80; 9581 durch Saffe 16,10; 9582 durch Stnauer 6,25; 9583 6,80; 9585 durch Str. Sch. B. E. 13,72; desgl. durch Th. Pf. 10,73; von den Lehrlingen durch die Expedition der Reußischen Tribüne" 100,-. Bremerhaven, durch 1,70; 9591 4,-; 9793 6,30; 11806 Tischlerei Dlm, Köpenickerstr. 127 10,50; auf dem fleinen Grasbroot 1,30; vom Lotterieklub Fortuna" t. 2. 12,75; die Expedition der Nordd. Volksstimme" 659,50. Augsburg, durch die 11815 2,20; 11845 7,-; 11847 8,95; 11860 2,--; 11862 7,25; 11883 4,50; von der Liebertafel Borwärts" von 1891 Reiberstieg 50,-; von einer roten Expedition der Augsb. Volkszeitung", 4. Rate 100,-. 11892-75; 15509 Bautischlerei Bärt 6,50; 15521 1,40; 15525 8,15; Geburtstagsfeier 6,50, Sa. 146,60. 8ürich, gef. auf der Lassalle- Feter von Berlin, Beiträge der Wahlkreise: Erster Kreis a tonto Riften 15526 3,05; 15527 1,-; 15532-50; 15533 15,25; 15546 Glodowski u. Cie., russischen Studenten 20,24. Friedrichshagen, ges. v. d. Agrariergruppe auf 500,-( darunter Lifte 240 durch Knappe 16,70; 177 S. H. Blockwerke Chausseestr. 80a 4. Rate 4,50; 15552 12,60; 15554 3,05; 15555 folterer Mastenball Maiengruß" 9,73. Adlershof, Verlosungs- Einnahme beim 15,55; 253 Militär- Schneiderwertstatt v. Kühne 25,-). b. Bosnansky u. Strelik 10,-; 15556 3,25; 15567 Bau Brüders Maskenball des Arbeiter- Turnvereins 32,50. Weißensee, von den Polierern 2. Kreis, 5. Rate: Abt. 4 365,-( dar. Liste 816 durch Tesde 22,-, straße 11, britte Rate 9,75; 15571 6,50; 15572 3,35; 15573 der Möbelfabr. v. Schirn 5. Rate 15,-. Trebbin i. M., Uebersch. d. Wohl819 Goldleiftenfabrik Sander u. Lehmann 21,60); Listen 857 bon einigen 1,75; 15574 4,65; 15575, Bau Bankow, Breitestr. 5/7 18,90; tätigteits- Vorstellung, veranstaltet vom Gesangverein Freie Sänger", dem Bankbeamten 33,-; 861 Tifchlerei Sauerwein, Belle Allianceftr. 84 15,-; 15576 durch Pfeifer 7,65; 15577 durch Gensch 4,80; 15578 7,70; Turnverein Borwärts" und dem Radfahrerverein Wanderer" 110,-. 863, Tischlerei Wegner 8,25; 874 Bierprozente u. Sammlung der Kollegen 15579 6,65; 15580 4,65; 15584 3,50; 15585-50; 15598 9,15; 15705 8,8widau i. S., vom Gewerkschaftstartell 800,- Weißensee, von den der Firma Hoffmann u. Co., Nitterstr. 49 22,50; 921 Maler u. Kloster 15707, Gäfte v. Klößer, Oderbergerstr. 4,45; 15708 6,25; 15711, Bau, Tischlern, Bildhauern u. Maschinenarb. d. Möbelfabr. Schirn 5. Rate 42,50. Marienfelde 15,50; 639 gesammelt Buchbinder- Matinee und Werkstatt Arnold Batentamt d. Sofleit 12,-; 15712 6-; 15715 8,20; 15716, Bau Driesen, ges. vom Kreisvertrauensmann 32,85. Rirdorf, Gastwirt F. M. 22,10; 658 gesammelt von den Kollegen der Firma Schoh, 2. Rate 29,-; Batentamt d. Hofleit 9,80; 15724 5,85; 15738 8,50; 15742 5,85;-50. Bayreuth, von der Bayreuther Arbeiterschaft 46,35. Weißenfee bei 1411 Bau Roonstr. 6 15,50; 1417 Tischlerei Siemens u. Halste, 8. Rate 15754, S. 2. F. Typograph, 5. Rate 32,30; amerikanische Auktion Berlin, sozialdemokratischer Wahlverein 80,-. Fürstenwalde a. Spree, durch 25,95; 1420 Bautischlerei Hegelmann, Hasenheide 119, 2. Rate 6,50, 1421 desgl. e iner Apfelfine 1,50; 9624 3,90; 9625 4,60; 9650 6,85; 9670 A. Sch., 8 Rate 130,-( darunter vom Berb. d. Bauhülfsarb. 25,-, auf 3. Rate 6,55; 1447 Töpfer Bau Fiebig, Südende 4-; 1184 Tischlerei Gebr. 1,50; 9692 3,65; 9693 4,55; 9737 6,45; 9742 15,-; 9743 4,10; 2 Riften gesammelt von d. Arbeitern auf Neubau Waldfrieden" 25,35, vom Faul 7,55; 1662 Dombau d. Kilian 18,50; 1664 Haupter, Quisenstraße, 4. Rate 9767 10,60; 9787 6,90; 9788 7,60; 15622, d. Rofentreter, Bronzefabrik Verband der Brauereiarb., Bahlstelle. 47,60, von Kupferschmieden 5,-.) 12,40; 1674 Berl. Arb.- Ruder- Berein Freiheit", 2. Rate 5,75; 521 Augustin C. Legel, Rüdertstr. 4 11,50; 15681, Bergemann, Abt. J. Depot 11 19,45; Staßfurt, von Parteigenoffen des Wahlkreises Calbe- Aschersleben durch den 25,10; 1350 Tischlerei Kimbel u. Friedrichsen 20,15; 634 11,50; 651 10,-; 15639 2,40; 15643 12-; 15653, Bau Leipzigerstr. am Dönhoffplab, 3. Rate Streisvertrauensmann 250,- N. 9., Dr. M. N. 20,-. München, Anonymus 652 8,85; 653 Tischlerei Wolf, Waldemarstr. 14,80; 654 11,55; 655 11,50; 19,75; 9035, Arbeiter von Hartung, Prenzlauer Allee 44 12,45; 10,-. Weißenfee, Geburtstagsfeier Neumann d. Marschall 4, 656 12,65; 662 5,-; 664 14,80; 678 6,20; 689 7,95; 684 6,75; 686 2,50; 9057 5,70; 9062 1,60; 9063 7,20; 9064 1,35; 9070 2,50; 9129 4,50; Schöneberg, gei. auf dem Maskenball bei Obst 18. 2. 05 18, 688 5,- 705 10,55; 723 4,55; 729 8,20; 730 6,80; 831 8,-; 837 9,60; 9131 8,75; 9188 7,55; 9168 1,20; 9191,. E.-G., Betriebswache Belten t. W., durch A. P. 59,20. Schöneberg, Verein der Zimmerer von 850 6,05; 852 9,40; 853 6,80; 856 6,60; 862 3,25; 868 4,20; 869 3,-; bt. 3. II 16,95; 9193 5,45; 9198 2,75; 9206 10,95; 9214 Berlin u. Umg., Zahlft. Weften u. Schöneberg d. Liebenau 43,46. 870 9,05; 871 10,65; 877 22,-; 878 4,80; 879 6,-; 880 6,-; 910 9,55; 17,80; 9217 3,65; 9219.. E. Edelweiß 1900 10,-; 9235 Summa 27 879,01 M. Bereits quittiert 246 688,79 2. Im ganzen 918 7,70; 922 7,05; 923 10,05; 925 11,15; 927 14,90; 929 22,05; 1847 5,47; 3,70; 9238 9,-; 9240 10,20; 9264 21,-; 9277 6,20; 9285 5,30; 274 517,80 m. 1348 3,10; 1355 3,50; 1654 8,-; 1655 6,35; 1658 5,50; 1671 7,85; 1406 9286 3,70; 9289 rb. v. Hartung, Prenzlauer Allee 44 15,35; 11901 2,65; 7,40; 1413 13,30; 1428 6,05; 1437 5,55; 1438 9,20; 1444 12,-; 1445 10,30; 11903 11,10; 11920 3,--; 11922 Gottschalt u. Cie. d. Bolter 19,50; 11934 1448,70; 1486 5,95; 1533 5,20. Sa. 1130,72. Bereits eingegangen Maurer vom Dom, 5. Rate 11,75; 11938 10,20; 11939 1,70; 11942 4,70; 4272,80, im ganzen 5403,52. 11969 D. M. G. Marienfelde, Abt. 5 84,85; 11974 1,-; 11975 7,50; 11976 3. Bahltreis 400,-( darunter: Liften 3040, Meyer ut. Co. 21,60; 3041, 4,70; 11979 4,80; 11980 3,75; 11981 5,25; 11989 3. Pintsch, Saal 14, 14a Sarameter Alexanderplat 14,70; 3057 Difchleit u. Co., Elifabeth- fer 20,80;. 17 22,15; 11992 12,10; 11999 12,-; 15788 6,30; 15796 Gasanstalt 3060 Tischlerei Wolf, Waldemarstr. 13,-; 3125, Möbelfabrit Schwarz, Urban Danzigerstr., Werkstatt 23,15; 16503 13,25; 16504 12,50; 16505 9,90; 16523 ftraße 67 19,-; 3151 u. 3152, Telegraphenbau- Anstalt Groß u. Graf 46,05; 2,60; 16546 13,95; 9479 Schulbau Pantstr. 8,95; 9482 3,-; 9485 7,65; 3161, Tischlerei Spinn u. Mente, 3. State 5,-; 3225 7,60; 3226 6,55; 3227 15540 Neubau Monig 3,90; 11889 9,10; 11891 vom Bau Kölm u. Músad Berlin, den 25. Februar 1985. A. Gerish, Lindenstr. 69. 2,35; 3228 3,- 3231 4,60; 3501, Schlofferei Bulz 12,85; 3538, durch 13,45. Sa. 4293,05. Bereits eingegangen 25 115,30, im ganzen 29,408,35. 2lbert 12,40; 3607, von Malern der Firma F. Richter 20,-; 3608 10,-; Berlin Diverse: Verein der Milchhändler Norden Berlins 37, Bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion gingen folgende Bei 3611 13,55; 8612 8,70; 3616 11,50; 3621 7,50; 3634 2,-; 3641 1,3646 5. 2. 2,-. Resultat einer Sammlung im Verein abstinenter Studenten träge ein: 3,05; 3653, Pianofabrit E. Krause, Reichenbergerstr. 57, 2. State 7,30; 3656, 11,50. ter Genosse Schönhauser Allee 10,-. Ungenannt-25. SchultheißArbeiter und Arbeiterinnen der Firma J. M. Schulz 11,25; 3657, Tischlerei Ausschant Jägerstr. 6,- Gi. 250,- Tapezierer und Näherinnen der Bom Personal der Buchdruckereien: 6. Ahvends 7,85 Hellmuth u. Co., 2. Rate 9,30; 3658, gesammelt durch Savier 15,30; 3659, Firma Dunsth, 5, Rate 10,-, Bautischlerei Wienguth 8,50. Gebr. Denhle W. Bänsch 7,50. S. Bahlte 4,66. Baumann u. Lewin 12,30. J. Belling drei Stuffateure u. Budiker der Bahlstelle SO. 3,30; 3660, gesammelt durch u. Wagner, Buchdruckerei- Abt. und Hilfspersonal, 5. Rate 7,20. Von den 4. Rate 12. Berg u. Schoch 6,55. H. Bergmann 7,50. G. Bernstein Stabier 11,45; 3692, Tischlerei Probst u. Böder 6,20; 3811, Firma Beling Blätterinnen b. Carstens u. Lachmann 2,30. Rauchflub„ Regalita", Kolonie- 4. Rate 15,45. Desgl., 5. State 15,20. G. Billig mit Hülfspersonal, 5. Rati 14,15; 3812, Arbeiter der Firma Sauerbier 11,40; Niederschönhausener Lieder- straße 147 bei Leonhardt 20,- Sparverein Willenstraft", Tilsiter Ede 13,35. 9. Boll, 5. Rate( intl. 2,50 v. Richter b. Fripan) 17,05. 2. Büren tafel, gesammelt auf dem Maskenball bei H. Thiele 5,-) 5,10. Lotterieklub" Glückauf", Hasenheide 5,-. Gef. i. der 5. Verkaufsstelle stein, Seker( Verbandsmitglieder), 4. Rate 62,05. Desgl., Drucker 28,80 4. Streis, Dft: 1000,-, darunter Böhler u. Schwab, 2. Nate 16,50; der Konsumgenossensch. v. B. u. 1., Gartenstr. 3 4,50. Lotterieklub Norden"," Deutscher Verlag", 5. Rate 54,80." Deutsche Barte", 5. Rate 27,05 Tischlerei K., Müller, Köpeniderstr. 109 16,75; besgl. Schachtmeier u. Co., Dunderstr. 4,50. Rauchflub„ Einigkeit VII", M. b. Arb.-R.-B. 5,- Bon D. Drewig, 5, State 13,-. E. Dreher 1,20. Düringshofen, 2. Rate 4, Strautftr. 9 13,10; besgl. Bach it. Söhne 8,-; Tischlerei Ruß 6,75; desgl. der Matinee bei Ballschmieder am 5. 2. v. Gesangverein Rerche" 145,10. D. Elsner 29,- C. Feifter, 4. Nate 8,55. H. Fehl u. Co. 8,15 W. Gronau, 4. Nate 32,50. Röhler u. Schmidt, 3. Rate 15,15; Möbelfabrit Stern 15,25; desgl. Soff- Amerit. Auft. eines Bildes Statft. Hoffnung" burch Statklub Lustige Goedede u. Gallinet, 4. Rate 5,20. nung, 4. Rate 18,15; besgl. Schmidt, Fruchtstr. 32, 3. Rate 10,15; Möbel Brüder" 17, B. d. Koll. d. Firma Sandfort u. Bilde nebst Budite 23. Harrwis Nachf., 5. Rate 10,15." Hayns Erben 13,30. Hempel u. To Gutenberg", Lützowftr. 25,50." Gutenberg", Baltstr., 4. Nate 5,90 polierer der Firma Klug 14,-; desgl. 4. State 13,30; Stern, Seliger u. Co., Wilmersdorf, Berlinerstr. 4,10. Atelier und Kontor Sabotta 12,-. 5. Rate 17,90; Werkstatt Weise u. Naumann 10,05; desgl Scheffler 20,85; Von den Tischlern und Polierern von Eberhardt( ausschließlich der 50,72. Desgl. 52,40. v. Holten, 3. State 25,40. Desgl., 4. State 27,20 desgl. Krause, Korilla u. Co., 4 Nate 13,75; Tapezierer von Ford u. Tapezierer) 4. State 8,75. Rauchflub Blütenduft", Cotheniusstraße 3,20. C. Janiszewski 3,95. Th. Staiser 10,85. W. Köbte, 5. Nate 15,55. Kreuz Kretschmar, außer einem 7,-; Treppengeländer- Fabrit von J. Drechsler Rote Geburtstagsfeier, Adolf 100 2,50; Vergnügen bei Altmann, Inva- Zeitung" 8,10. Carl Kühn u. Söhne 8,45. D. Lange, 3. und 4. Rate 10,90 11,40; Hecht, Andreashof 7,60; Richter, Friedrichsberg 5,05; Schuchardt, lidenstr. 146 am 12. 2. 05 9,-; Bezirt 571 bei Diefe 10,65; Gej- Berein Langenscheidt, 5. State 19,50. F. Lenz u. Co., Berbandsmitgl. u. Hülfsperfona Saal Gante, 4. Nate 27,20; Metallarbeiter der Firma Flatom, 3. Rate 12,75; Glüdauf" 2-; D. Gerstenberger 1,90; Akzidenze. Wert- u. Stereotypie- 19,05. Mag Lewin 5,10... S. Löwenthal, 5. Rate 14,45. Lupe u. Bogt Maschinenarbeiter von Dischleit u. Co. 8,90; Arbeitspersonal Talgschmelze bt. der Buchdruckerei v. R. Moffe, 5. Rate, 37,40; gejammelt auf dem 5. Rate 5,90. C. Marschner, 5. Rate 14,70. Mier u. Glasemann, 5. Nate 9,50 Bentral- Biehof 6,80; Bau Teltowerstr. 29 6,80; Ausbau Borhagenerstr. 29, Maskenball des Rauchklub Phönir" 10,-; lleberschuß v. d. Matinee v. 12. 2.,. S. Mittler u. Sohn, 5. Rate 74,85. 28. Möser, 5. Rate 30,10. M. Mosse, 3. Rate 7,75; Liste 5860 8,65. Berliner Prater, Gesango. Lustige Brüder", 2. Nate, 35,-; Fußpartie b. Beitung, 5. Nate 53,55. N. Minch 12,20. National Zeitung", Seher, 5. Kreis, 3. Rate 800,-( darunter Listen 12094 u. 95, Allgem. Elek- Angler 1,-; Amerit. Auktion 2. Grien, Yorfftr. 81, 5,80; 2. 20; Tombour- 5. Nate 48,- Norddeutsche", 5. Rate 156,65. Baß u. Garleb, 5. Rati trizitäts- Gesellschaft, Schiffbauerdamm 30,65 u. 20,15; 12096 d. Goldmann u. Bergnügungsverein Gut Heil" 6,25; Segelflub Bufall", Oranienstr., 50,- Desgl., II. Abteilung, 5. State 9,30. Bernh. Baul, 4. State 14,25 2,80; 12113 b. Strause bei Köhler, darunter Geburtstag St. Tiege, Sa. 16,90; 2,80;.. 5,-; B. Manheimer, Wertstatt Stiefel, 2. u. 3. State, 14,95; Desgl., 5. Rate 12,50. Bormetter, 4. und 5. Rate 11,50. J. S. Breuf 12114 gef. b. S. Elfter 12,15; 12115 Elisabethhof J 20,- 12169 Bau Berliner Arb.- Radfahrerverein( Mitgl. d. A.-N.-B. Solidarität") 100,- 9,25. Reichsbote", 4. Nate 12,35. M. b. St." 120,85. 28. Rötver 2. State 3,05. Bannier, die Töpfer durch Linte 17,65; 12195 Brauereiarbeiter- Berjamm- Bierprozente vom Platz B. durch B. 20,-. R. Rohde 13,75. C. Rofen, 5. Rate 6,- Rosen lung, Seft. II, 6. Guß 7,55; 12513 u. 14 Merter in Pankow 8,65 u. 13,25; Wahlkreis Teltow Beeston Charlottenburg, So- thal u. Co., 4. State 12,50. Desgl., 5. State 12,- Seydel u. Cie. Aus Fischers Restaurant, Linienftr. 244 4,47. Bereits eingegangen 2200,-gialdemokratischer Zentral- Wahlberein: Auf Listen von Bahlvereinen und 4. Rate 14, 2. Simion Nachf., 5. State 14,30. Julius Sittenfeld mit den obigen 800,- im ganzen 3000,-. Einzelbeiträge: Nieder- Schöneweide auf Listen 30,-, Liste 13184 Bleitabel ein Gesamtpersonal, 5. Rate 155,65. A. W. Schade, 5. Rate 23,70 6. Streis 5. Rate, Moabit: 10815 Berlin- Anhaltische Feuerschmiede alter Holzhacer 3,-, Sa. 33,-; Groß- Lichterfelde auf Liften 61,05, gef. in A. Scherl, Abt. Tauscher 8,80. Desgl., Sezer der Woche" 4,-. Herm. 16,15; 10847 7,35; 10848 von Arbeitern der Großen Straßenbahn des Hinz Fabrit, 2. Rate 25,45, Sa. 86,50; Behlendorf auf Listen 27,-; Bann- Schmidt, 4. Rate 4,50. Desgl., 5. State 4,50. Schumacher, 5. Rate 11,75. uustein u. Co., Akzidenz Bahnhofs XXI 7,05; 10855 14,35; 10858 7,-; 10868 5,-; 10880 19,55; fee auf Liften 40,15; Stopenid auf Listen 77,45, ges. von den Glasmachern Theinhardt, Sezer, Druder, 5. Rate 8,50. 10907 4,25; 10908 David Growe, Charlottenburg 15,20; 10916 17,45; 22,55, Sa. 100,-; Schöneberg auf Listen 147,20, Schlofferei Genthiner- Abteilung 20,75. Desgl., Zeitung, 5. Rate 15,75. Desgl., Maschinenseker 10925 6,50; 10938 9,50; 10940 14,50; 10943 1,60; 10944 4,15; 10953 6,25; ftraße 15 18,-, Gasanftall Schmargendorf, 2. Nate 21,80, gef. b. Arbeitern 5. Rate 16,85. Desgl., Storrettoren, 3. Rate 6,-. Desgl., Stereotypie 12,50 10957 7,85; 10958 4,20; 10959 3,50; 10960 4,30; 10972 8,31; 10975 3,60; Bau Ackerstr. 72 3,50, Rest von der Matinee- Einnahme 49,60, Sa. 240,10; Alfr. Unger, 4. Nate 17,35. Desgl., 5. Rate 16,85. Gebrüder Unger 21,25 10976 10,20; 10979 Subinenfabrit Abt. Ratet II 23,25; 10985 3,40 Eichwalde auf Riften 51,70; Johannisthal auf Listen 12,45, Deutsche Meister Beitung", 4. Rate 110,35. Desgl., 5. Rate 108,55. Otto Walter, 4. und Baterländische Verlags- Anstalt 11,55. Vereins- Bureau 6,-.„ Bossische 11033 1,-; 11084 11,20; 11058 3,80; 11062 9,65; 11063 16,80; 11068 blech- Walztverte 3. Rate 17,05, Summa 29,50; Rigdorf auf 13,85; 11069 9,60; 11082 4,-; 11099 8,20; 11118 Bersicherungsbeamte b. 153,25, Tischlerei von Bä 21,-, Bon Joftrau 12,30, bon Bay 5. Rate 16,85... Weber 3,50. Wilhelma", 5. Nate 9,60. St. 68,80; 11131 6,50; 11158 5,40; 11159 13,05; 11167 6,45; 11169 8,60; 4. Rate 7,25, Möbelfabrit. Lade, 4. Rate 15,80, Fabril Sönig 17,65, dorfer Nachrichten" 3,75. A. Bumpe 13,50. Allgemeine Stereotypie 11170 6,50; 11175 9,30; 11188 Maschinenfabrik Alner, Reinickendorfer Fabrit Hinze 3,10, Dreherei Ritterstr. 12 15,95, Grunewald Brüder 3,70, Anstalt 3, Durch Statinski 4,50. Durch Winkler 8,85. Lifte 9779, Liste 7186, ftraße 64 8,20; 11226 Siemens u. Halste, Blockwert 14,25; 11228 des- Summa 250,-; Schenkendorf auf Liften 30,80; Charlottenburg auf Liften Personal der Firma Kühn u. Söhne, 5. State 29,15. gleichen 8,50; 11237 Saal Stein M. u. G. 24,80; 11239 Bwietusch u. Co., 244,30, Partettleger v. Dahlemann, 3. State 18,50, Graue Laus 9,60, Paul Bolge 1,50. Riste 4219, b. Hartwig 7- Firma Eigendorff, 2. Rate 3,15. Saal III B. 10,80; 11240 8,10; 11244 Bau Frobenftr. 4 u. 7 Fahner 11,40; Meyer, Lynarftr. 5/6 20,50, Lotterie- Verein Glüds- Ede" 6,65, gesammelt Verein aller in Schriftgießereien beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen, 5. Rate 11247 Abt. Lindauer, Waffenfabrik, durch Franke 8,85; 11248 Berlin bei Schering 10,10, Bau Seidel, Südende 9, Lifte 15125 11,75, Jung 243,- Etuifabrit v. Kann, Ritterstr. 6,75. Berl. Xylographen auf Listen Anhaltische Maschinenfabrik, Abt. Rothe 12,20; 11262 Fabrit David Growe, wirth 1,50, iteberschuß vom Vergnügen des 5. Bezirks 33,10, Konsumverein 5186 21,05, 5187 7,10, 5188 6,80, 5189 38,25, 5190 1,35, 5192 8,-, 5193 Charlottenburg 10,80; 11286 10,70; 11302 Tischlerei, Turbinenfabrit 46,95; Siemens Schudert Werte, Rabelwerk Westend 40,-, Summa 400,-;( dar. Mitgl. v. Kegeltl. S.. 96 3,50) 12,70. Liften 8762 und 8763, Gebr. Ueberschuß der Sonntag- Borstellung bei Peters, Moabit 220,60; gef. bei Nowames auf Liften 86,25, Musikverein Crescendo" 5,-, Summa 91,25.. D. Suff 10,55. Lifte 9762, Tischl. Lochmann 5,75. Lifte 8881, d. Thorn Salzwebel, Wiclefftraße 3,50; Lotterieverein Glüdstern", Lübederftr. 48 Insgesamt Summa 1379,50. Bereits quittiert 12 004,29; im ganzen 2,50. Stranfenfassenbeamte auf Liften 4010, 11, 14, 20( darunter 22,50 von 26, Wedding: 10203 Maschinenbau C. Schöning,( dar. aufgel. Bier 13 383,79. Beamten d. Allg. D.-K. Nirdorf, 2. Rate) 43,20. Lifte 4696 3,-. Maurer Taffe 16,15) 25,65; 10213 12,65; 10215 16,55; 10216 17,25; 10390 4,50; 28 a hitreis Niederbarnim 6. Rate: Lichtenberg, Listen 14021 u. Hülfsarbeiter Franke u. Laube 17,60. Liste 9767, Buchdruckerei Heimann 10394 7,50; 10654 7,15; 10655 2,95; 10688 4,50; 10723 5,50; 10727 3,75; 11,20; 14022 3,75; 14027-50; 14034 Chemigraphen, Dr. Eysler 6,- u. Sohn 4,30. Backer, Lager- u. Transp. Arb. b. A. E.-G., Brunnenstr., 10769 20,- 10780 Arbeiter v. Schering 11,-; 16010 11,35; 16071 14045 b. Schaale 9,05, 14047 5,80; 14049 8,50; 14051 8,75; 14054 S. Schulz 4. Rate, Liste 2336, Burkert 18,05. Lifte 2340, desgl. 15,65. Lifte 4312, Zurbinenbau D. parterre 15,45; 16218 14,50; 16229 13,35; 16230 10,75; 7,70; 14062 11,70; 14064 6,15; 14067 3,80; 14070 1,10; 14089 5,55, Quadt 3,25. Lifte 4314, Broste 14,60. Rifte 4317, desgl. 8,80. 2ifte 4325, 16245 4,80; 10251 10,55; 10252 7,75; 10386 3,15; 10483 10,20; 10719 14100 4,-; 14102 5,25; 14103 Goldschläger Friedrichsberg 5,-; 14104 Binne 5,45. Liste 8949, Modellboden 4,10. Liste 8950, Brobierfeld 14,95. 14,50; 10751 2,70; 10752 7,50; 10753 3,-; 10770 13,85; 10774 Rohrleger Güthling 5,20; 14117 4,30; 14118 1,70; 14141 3,80; 14147 6,-; Lifte 8951, Quaft 4,30. Liste 8952, Lehmann 4,90. Liste 8959, Probierfeld u. Helfer d. Firma F. Nordhoff 22,-; 16019. Müller, Ritterstraße 15,65; 14153 9,70; 14154 b. 8abel, Töpfer 22,05; 14156 1,70; 14157 12.50. Liste 8954, Kierstein 7,25. 2ifte 4334, Gräbner 6,70. Liste 4328, Dranienburger Vorstadt: 9866 8,10; 9873 gef. bei Bimmermann, d. Holland 15,-; 14158 6,05; 14160 Laternenwärter 1,85: 14166 Saensch 3,70. Liste 6876, Abt. Wedemeyer 11,85. Lifte 6877, bt. Rompe Chauffeeſtr. 31/32 9,-; 9876 3,40; 9885 3,-; 9886 1,80; 9887 2- Personal der Firma Rosenthal 12,20; 14168 durch Schönebed 11,25; 14173 10,55. Lifte 6878, Abt. Thieme 11,95. Lifte 6884, Abt. Steffens 27,05. 9928 6,-; 9940 Sartenfabrit von Steinberg 4. Rate 14,90; 12,40; 14174 durch Jasper 13,75; 14176 b. tee 12,35; 14178 10,-; ifte 6885, Abt. Sildebrandt III 10,40. Liste 6889, bt. Mechler 26,05. 9977 6,30 9980 5,55; 9983 13,05; 10007 2,35; 10031, ges. b. Rehling 14183 Hotel Bristol d. Neumann 15,-; 14188 2,35; 14583 11,65; 14584 Lifte 6892, Abt. Flohr 18,80. Sifte 6893, bt. Thiedemann 17,75. Lifte 6895, u. Thomas 19,10; 10034, desgl. 11,75; 10041, gef. b. Grunert u. Co., 5,80; 14587 Tischlerei Kielblod 9,30; 14590 Bohrer Piano- Mech. Jacob Abt. Arlt 7,45. Liste 6896, Abt. Seefeld 20,20. 2tfte 6897, Abt. Schurig Fehrbellinerstraße 14,50; 10068 3,60; 10069 4,65; 10071 17,40; 10074 4,60; 10,40; 14591 5,30; 14596 3. A. Hoffmann, Mühenfabrit, 4. Rate Sagusch 42,80. Lifte 9587, Tischlerei 10,80. Lifte 9588, desgl. 15,-. ifte 9589, 10091, W. Weigandt, Boyenstr. 45 9,35; 10100' 5,-; 10110 23,75; 10119 10,50; 14599 7,50; 14600 4,40; 14602 17,-; 14609 S. u. H. durch Kupfer besgl. 22,30. Lifte 9590, desgl. 24, 2ffte 8381, Metallgießerei 30,25. 6,15; 10124 10; 10131 8,-; 10164 3,75; 10169 14,50; 10181 7,90; 25,80; 14610 5,55; 14611 Salomon durch Frau Wichmann 6,15; 14613 ifte 8882, desgl. 8,50. Liste 8383, desgl. 10,35. Lifte 8384, desgl. 10188 11,85; 10194, Berl. Genossenschafts- Bäderei 20,70; 15803, desgl. 15,- burch Stoerber 2. Rate 6,20; 14620 3,50; 14923. 28. D. Saal 26/27 7,35. Liste 8329, Abt. Brause und Silesty 26,65. Lifte 8331, 15807, A. G.-G. Widerstandsbau, Abt. Nehrstedt 30,50; 15809, Tischlerei Mitgl. b. Met.- Arb.- Gem. 14,15; 14929 3,40; 14932 Maschinenabt. Sommer- t Retslaff 15,40. Lifte 8333, Wot. Schmarsow 16,15. Liste Lifte Moldenhauer, Ackerstraße 9,-; 15831, Sehmaschinenbau Schwarzkopff 5,85; latte d. Bloß 9,20; 14948 Firma Schüz u. Freund d. Fräulein Sommer 6840, Abt. Staminsky 39,15. Lifte 6830, Abt. Schmiede 15,20. 15882, Deutsche Waffenfabrit, bt. Heinemann, 4. Rate 19,80; 15849 2,20; 12, 14961 s. 3. D. Gaal 26/27 Mitgl. b. Met.- Arb.- Gem. 9,80; Böttcher 6831, Abt. Resband 19,40. Lifte 8325, bt. Wagenbau 20,50. Rifte 8319, 15851 7,25; 15852, gef. b. Kebling u. Thomas 3,85; 15856 8,75; 15862 7,70; b. Firma E. Dietert, Jungftr. 7, 2. Rate 5,-; Oranienburg a fonto auf bt. Pietsch 16,50. Liste 8316, bt. Strauſe 12,55. Lifte 8315, Abt. Nisse 15864 5,40; 15865 2,-; 15889 3,75; 15891 9,55; 15899 9,65; 15902 15,25; Liften 20,-; Bankowo a tonto auf Liften 60,-; wühlenbed Liste 14378 12,25. Lifte 8317, 2bt. Quaft 6,50. Lifte 8318, Abt. Breyer 11,65. Rifte 15915, Malerwerkstatt Stolff, 3. Rafe 4-; 15928, gef. b. Schwarklopff, 11,80; 14999 8,90; 15000 14,75; Rummelsburg a tonto auf Liften 75,-; 8320, Abt. Strauß 19,95. Lifte 8343, Abt. Kühne( Schloffer) 17,10. Lifte Abt. Seferich 7,50; 15934 4,60; 9806 8,65; 9807, Metallarbeiter der Fa. Aron, Frauen von Niederbarnim Liste 14516 7,40; 14514 8,30. Ga. 609,15. 8311, bt. Scholz 9,40. Lifte 6818, Abt. Schwittau 14,-. Lifte 8313, desgl. Charlottenb., Abt. Stieber, 3. Rate 26,65; 9812 5,10; 10054 9,10; 15812 2,- Bereits eingegangen 3706,57, insgesamt 4315,72. 16,50. Liste 8312, desgl. 9,45. Lifte 8308, Abt. Dullmann 40,-. Liste 8307, 15816 5,-; 15819 5,85; Gesundbrunnen: 8007 10,75; 8080 6,85; 8037 Charlottenburg, Sammlung der Gewerkschaftstommiffion: Lifte 3 durch desgl. 35, Siste 8306, Abt. Strull 40,30. Lifte 6864, 6t. Stienscherber 1,-; 8042 17,95; 8055 10,05; 8079 12-; 8088 11,45; 8089 Sonnabend 5,-; 14 12,25; 22 8,40; 87 Stolonialhaus Bille, Dranienftr., 36,55. Lifte 6865, Abt. Becker 59,- Lifte 8291, besgl. 47,-. Lifte 8292, 3,50; 8090 2,75; 8103 2,-; 8132 9,-; 8135 4,70; 8139 12,95; 8195 Firma u. Personal 6,40; 42 6,25; 46 14,45; 50 12,95; 73 3,70; 78 18,45 Abt. Franz 8,25. Lifte 1200, Maschinenfabrik Siclaff 14,30. Lifte 1199, 9,45 8236 4,75 8260 3,35; 8262 9,20; 8270 2,20; 8283 19,-; 8291 170 18,90; 174 Firma Löwe, Abt. Stugellager 18,25; 187 2,05; 189 0,50 Waschinenfabrik Sentter 18,- Lifte 5978, Blumen- u. Blätterarbeiter 20,70. 7,60; 8298 42,05; 8299 9,80; 8307 9,90; 8313 13,-; 8315 5, Lifte 8513, 6. 2. C. B. 15,80. Nigo. Doppel- Koppll. Ich bin hinten 10, 8319 196 8,85; 198 20,45; 199 9,20; 200 7,55; 208 9,-; 207 11,50; 223 4,25 Liste 4947, d. 33,-; 8820 4,25; 8326 2,50; 8344 22,50; 8346 3,50; 8432 4,10; 8444 2,75; 230 3,80; 231 7,10; 246 v. d. Handels- u. Transportarb 3,75; 247 34,55; Louise Tiefbau 1,05. M. Hoch, Charlottenburg 8457 13,05; 8459 9,55; 8467' 12,50; 8468 8,80; 8541 9,15; 8578'8,40; 11427 249 5,-; 250 gef. b. Dahlmanu u. Uno 26,-; 251 7; 253 20,85; 254 0,60 Rotterieklub Georgenburg und Gäste durch Georgenburg 16,05. Arb. b. F. 13,- Brauerei- Arbeiter Münchener Brauhaus, Oranienburg 4, 10,80; 11428 10,- 11430 12,75; 11431 6,05; 11432 12,15; 11438 4,45; 257 15,65; 258 gef, in der Generalversamml. b. 29. 1. 05 13,80; 259 5,50; 11460 13,95; 11474 10,50; 11476 10,70; 11478 2,80; 11522 5,70; 11524 260 gej. in der stolonie Feldpoft" 13,15; 267 4,35; 269 5,20: 271 3,95 4. St., 9,30. Bentralftelle für Arbeiterinnenorganisation, 2. R., 84,60. 2. 9223 Lubszynski u. Co., Elisabethstr., 3,80 Arb. 8. F. Schad Gebr., Halensee, 6,50; 11529 4,30; 11533 3,80; 11535 4,10; 11541 1,10; 11542 2,30; 273 6,25; 274 6,-; 276 gef. b.. Stimschte 10,45; 278 9,85; 807 11,70; 11543 10,05: 11553 12,90; 11555 6,30; 11565 2,10; 11573 7,95; 11576 323 Tischlerei M. Seiler, 3. Rate 12,35; 345 5,85; 348 Arbeiter ber Gas: d. Haute, 7,30. Verb. d. Lithogr., Steindr. u. berw. Berufe, 5. N., Fil. I 5,- 11577 21,-; 11588 5,30; 11602 9,65; 11603 10,40; 11658 13,65; anstalt I d. Schade 12,15; 350 16,85; 361 9,40; 864 gef. b. b. Steinholz- Steindruder( darunter Raucht. Weichfelduft II" 10,-), 348,50; 1. III 11660 8,80; 11661 10,60; 11655 8,-; 11677 38,60; 11689 14,30; Fußbodenlegern, Nonnendamm 10,25 366 1,-; 368 3,35; 373 12,25; Lithographen 128,70; Fil. V Stupferbruder 66,55. 11700 15,15; Lotterieklub" Frohe Hoffnung" 3,50; 11419 10,50. Sofen. 374 Arb. d. Firnta Bernert, 4. Rate 29,50; 381 4,70; 386 13,70; von den Summa 4330,68 M. Bereits quittiert 147 253,79 M. Jm ganzen thaler Borstadt: 8620 5,80; 8648 151 548,47 9. 2,45; 8650 6,35; Borzellandrehern u. Malern d. Firma Haldenwanger, 3. u. 4. Rate 25,-; 8661 4,80; 8663 6,65; 8744. Wertheim, Rosenthalerstraße 12,80 Borzellanfabrit von Richters, alte 13,50; Frau Born 0,50. Summa 588,79. 8745 10,50; 8765 13,55; 8778 1,40; 8804, Bautischlerei von den 11,55; Bereits quittiert 809,35, im ganzen 1398,14. 8809 8,55; 8820 3,75; 8824 5,90; 8831 4,20; 8832, Gef. am Stammtisch 6. Spandau, Deutscher Holzarb. Berb., Bablstelle Spandau, 2. Nate, 50,-; Eule 12,15; 8833,50; 8865 13,35; 8866 11,40; 8886 43,60; 8895 3,90; Arbeitergefangverein Hoffnung" 44,05; Gips und 8ementbranche, Bahl 8896 8,40; 8898 11,70; 8899 6,25; 8901 25,50; 8902 9,20; 8904 14,25 stelle Spandau, 16,50; Gesammelt b. Eisbeineffen 5,65; Mastenball der 8906 6,15; 8921 2,05; 8926 9,90; 8963 3,45; 8966, Stullateure u. Bild- Bau- und Erdarbeiter 7,45; Auf Listen gesammelt 318,77, Sa. 442,42. hauer der Firma Steiner 9, 8975 14,90; 8976 18,20; 8977 4,95; Schöneberg, für einen Tanz vom Maskenball der Holzarbeiter b. Obst 21,50; 8979, Tapezierer von Löber, durch Lüd 12,-; 8980 14,10; 8986 5,50; Maskenball der Allgem. Kranken- u. Sterbefaffe ber Metallarbeiter Schöne 8991 6,30; 8994 22,75; 11708 9,05; 8639 6,95; 8347 7,35; 8679 8,15; bergs 7,20. Wilmersdorf, Holzplak Cracauer& Co. durch Hinrichsen 4,40. G " 1 Wilmers Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. Bei der Stegliter Gewerkschaftskommiffion gingen nachstehende Beiträge für die streikenden Bergarbeiter ein: Auf Listen Nr. 60 tt. 77 13,65; 104 12,-; 69 87,50; 125 22,90, gej. Bau tischlerei Hischer u. Conradsen in Wilmersdorf 2,65; 86 5,50. An den Bentralkassierer der streifenden Bergarbeiter bisher abgesandt 1300 Mark. gegengenommen werden. Bettere Beiträge nimmt entgegen: F. Döring, Steinfeger, Gewinne wurde vorübergehend eingestellt, aber schon am gewöhnliche Arbetter allerdings von 35 Pf. auf 37 Pf. erhöht Steglitz, Hubertusstr. 5. Auch können daselbst Sammellisten ent- nächsten Tage war für den„ Eraminer" die Sache begraben. worden, aber weiter kommt auch kaum etwas in Betracht. Man sprach von Irrtümern und Mißverständnissen Ein paar Tagewächter und Aushilfswächter erhalten eine kleine Gewerkschaftskommiffion Steglig und Umgegend. und hatte wohl ein schnelles Mittel zur Aussöhnung mit dem Aufbesserung des Lohnes, und im ganzen kommen im neuen schadenfrohen Enthüller gefunden. Etat etwa 15 000 M. mehr heraus. Es erhält also jeder Arbeiter Hier in Berlin wäre natürlich so etwas nicht möglich. durchschnittlich 15 Pf. die Woche mehr. In der Zeit vom Berliner Partei- Angelegenheiten. Oder boch? Ein Blatt behauptet bereits, daß der Arrangeur 1. April bis 1. Ditober foll Sonnabends um 5 Uhr Feierwartet " der Ring- Wettkämpfe kein anderer als Jakob Koch sei, der doch abend sein; damit die Stadt nun ja keinen Schaden leide, ist Bierter Wahlkreis( Dft). Dienstag abends 81%, Uhr findet in scheinbar erst im legten Augenblick auf vielseitiges Verlangen" dafür die Mittagspause eingeschränkt worden. Die KündigungsBoekers Gesellschaftshaus, Weberstr. 17, eine Versammlung des an der Konkurrenz teilgenommen hat. Die Direktion des frist soll die alte achttägige bleiben; auf das Verlangen der Wahlvereins statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter Genosse Paul Zirkus Busch versichert uns dagegen in einer Zuschrift, Herr Arbeiter, sie auf 14 Tage auszudehnen, will man sich nicht Singer über Die politische Lage" sprechen wird. Gäste sind Busch selbst habe sämtliche Teilnehmer engagiert und die einlassen. Auch die Differenz zwischen Lohn und Krankengeld willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Zahlreichen Besuch er- denkbarste Fürsorge- z. B. durch notarielle Erklärung der wird nicht nach den Bestimmungen des Gemeindebeſchluſſes Der Vorstand. Ringer, ehrlich ringen zu wollen dafür getroffen, daß es gewährt; diese Forderung hat die Deputation dem Magistrat Sechster Wahlkreis. Dienstag findet im Artus- Hof, Perle- diesmal ohne Schiebung abgehe. Koch sei erst zugelassen überwiesen. Der Kuriosität halber sei noch erwähnt, daß bergerstr. 26, eine Versammlung statt, in welcher Genosse Kart worden, nachdem man ihm ebenbürtige Ringer Petroff, einzelne Arbeiter in Friedrichshagen kurz vor Weihnachten Liebknecht über Justiz und Arbeiterbewegung" sprechen wird. Gyganiewicz- habe entgegenstellen können. An der Kon ihren Erholungsurlaub angetreten haben. Daran sieht man, Zugleich diene den Mitgliedern nochmals zur Kenntnis, daß das kurrenz würden außerdem noch Pohl und der Russe Aberg am Sonnabend, den 4. März, stattfindende Stiftungsfest als geschlossenes Vergnügen arrangiert ist. Die Mitglieder mögen. sich daher vorher in ihren Zahlstellen mit Billetts versehen, da am Festabend keine öffentliche Kasse stattfindet. Der Vorstand. Die Sammelliste Nr. 10 142 für die Bergarbeiter ist verloren gegangen. Gezeichnet war auf derfelben 1 M. Abzugeben ist die Liste bei Fahrow, Ravenéstr. 6. Hermsdorf. Der Wahlverein hält heute nachmittags 4 Whr beim Gastwirt Knorr seine Mitgliederversammlung ab. Lichtenberg. Montag abends 8 Uhr wird im„ Schwarzen Adler", Frankfurter Chauffee 120, der Rezitator Herr Emil Wallotte Fuldas Verlorenes Paradies" zum Vortrag bringen. Entree 15 Pfg. " Schmargendorf. Die nächste Mitgliederversammlung des Wahlvereins findet Dienstag abends 8½ Uhr in„ Sanssouci", Ruhlaerstraße 20/21, statt. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen ist erforderlich. Gäste, auch Frauen, find willkommen. Ober- Schöneweide. Bei Kaufhold, Wilhelminenhofftr. 18, findet am heutigen Sonntag, abends 8 Uhr, ein literarischer Abend statt. Ginem Vortrage über Friedrich von Schiller" werden fich Rezitationen aus feinen Werken anschließen. Zahlreichen Besuch erDer Vorstand. wartet Lokales. teilnehmen. Berliner Freifinn und Lehrergehälter. Die Gemeindeschullehrer Berlins befinden sich wieder einmal auf dem Kriegspfade gegen den im Rathaus gebietenden Freisinn. Der Magistrat hat ihnen eine Aenderung ihrer Gehaltsordnung beschert, die er als wesentliche Besserung angesehen wiffen will. Aber die Lehrer sind nicht damit zufrieden. " wie notwendig es ist, den Sommerurlaub in die Zeit vom Mai bis September festzulegen. Nach allem ist es begreiflich, daß sich bei den Arbeitern das Gegenteil der Zufriedenheit zeigt. habe. Berliner Branddirektøren. Der Tod des Branddirektors Giersberg ruft die Erinnerung an seine Vorgänger wach, Giersberg ist der vierte Branddirektor von Berlin. Der erste bei der Gründung der Mehr im Jahre 1851, Schöneberg. Dienstag abend bei Db ft, Meiningerstr. 8, Wer sammlung des Wahlvereins. Auf der Tagesordnung steht außer Den Lehrern ist es darum zu tun, daß vor allem das Grund nach dem Brande des Palais des Prinzen Albrecht, in der Wilhelmwichtigen Vereinsangelegenheiten ein Vortrag des Neichstags- Ab- gehalt höher angesetzt wird, damit sie schon in jüngeren Jahren straße, war Geh. Reg.- Rat Stabell. Dieser war später gleichzeitig des ehemaligen geordneten Molkenbuhr. ein reichlicheres Gehalt beziehen und zeitiger an die Gründung eines Leiter der Berliner Straßenreinigung und eigenen Hausstandes denken können, ohne sich in Schulden stürzen Biftoria- Theaters in der Münzstraße. Die Hauptwache der Feuerzu müssen. Der Berliner Stadtfreisine findet, daß die Erfüllung wehr befand sich damals in der Breitenstr. 15, wo sich jetzt das Gedieser Forderung ein bißchen teuer werden würde. Schon bei der schäftshaus von Rudolf Herzog befindet. Das Korps bestand damals, Adlershof. Heute nachmittags 22 Uhr findet im Meißnerschen Gehaltsregulierung von 1897 mußte die Regierung eingreifen, damit vor 50 Jahren, aus dem Branddirektor, 5 Brandmeistern, 50 OberLokale eine Volksversammlung statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter das Grundgehalt nicht auf 1000 M., sondern auf 1200 M. bemessen feuermännern, 220 Feuermännern und 360 Sprizenmännern. Bei Friz Zubeil über„ Militärjustiz, Militärmißhandlung und Polizei wurde. Die Lehrer sind seitdem nicht müde geworden, auf eine größeren Bränden wurde es durch 360 Straßenreiniger verstärkt. willtir" spricht. Der Wahlverein feiert von 7 Uhr an im Meißner- weitere Erhöhung hinzuarbeiten. Eine Petition, in der sie im Berlin war damals in 18 Bezirke eingeteilt, wovon jeder eine schen Lokale sein Winterfest. Unentgeltliche Einlaßtarten find vorigen Jahre ihre Wünsche vortrugen, ist ohne Erfolg geblieben. Wache hatte. Heute hat Berlin 16 Feuerwachen. In fünf Minuten nur bei den Vorstandsmitgliedern und den Bezirksführern zu haben. Aber auch die staatliche Aufsichtsbehörde, auf die sie hofften, hat konnte damals jede Brandstätte in Berlin von der Feuerwehr bequem diesmal vorläufig versagt. Der Magistrat hat jetzt seinen Aende- erreicht werden. Moabit. das Hallesche Torviertel, das Görlizer Nieder- Schönhausen. Am Dienstag, abends 81% Uhr, findet bei rungsplan den Stadtverordneten vorgelegt. Er hat sich daran ge- Viertel usw. waren damals noch unbebaut und drei- und vierstöckige Wenzel, Lindenstr. 43, die fällige Wahlvereins- Veriamm- nügen lassen, nur eine Erhöhung desjenigen Gehaltsteiles zu be- Häuser in Berlin selten. Die erfte englische Dampffprize Iung statt. Auf der Tagesordnung steht: Vortrag des Genossen antragen, den man als Mietsentschädigung bezeichnet. wurde 1872 beschafft. 1875 trat Stabell, der Begründer der engDr. Conrady:„ Aus den Anfängen der französischen ArbeiterHatten die Lehrer es anders erwartet? Es scheint so; lischen Wasserwerke, von der Leitung der Feuerwehr zurück. Sein betwegung", Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. wenigstens muß man das annehmen, wenn man nach der Erregung Nachfolger war der Major Witte, der vom Kaiser Wilhelm I aus Stabell nahm Wohnung int urteilen will, die am Freitag in einer großen, ganz ungewöhnlich eigener Initiative ernannt wurde. start besuchten Versammlung des Berliner Lehrer Kaiserhof". Am anderen Tage brannte dies neue Hotel nieder, vereins bei der Erörterung der Gehaltsfrage zum Aus- wobei es noch zu einem Konflikt zwischen Stabell und Witte über druck kam. Ueber die Sachlage referierte Lehrer Päßler, Redakteur die Leitung kam. Unter Witte wurde die Wehr vollständig reorganides Vereinsorgans„ Pädagogische Zeitung". Er beklagte, daß man fiert, Dampfsprißen angeschafft, mechanische Leitern eingestellt uſw. die Arbeit des Lehrers, bei der die volle Person eingesetzt werden Mit den städtischen Behörden geriet er beim Bau der Markthallen in müsse, nicht recht zu bewerten verstehe. Dem Berliner Freifinn Konflikt. Auf sein Betreiben sind polizeiliche Verordnungen über das sagte er in dieser Hinsicht manche bittere Wahrheit; den freisinnigen Aufräumen in Tischlereien und über baupolizeiliche Vorschriften erGeistesumnachtung, hervorgerufen durch NeberSchul- und Lehrerfreunden", deren Taten im Berliner Stadt- lassen worden. parlament so ganz und gar nicht ihren Worten im preußischen Land- arbeitung usw. sekte seinem Wirken ein Ziel. Hauptmann Stude tage entsprechen, zog er unsanft die Heuchlermaste vom Antlig. war sein Nachfolger. Dieser starb plötzlich während einer militäriPäßler legte eine Protest resolution vor, die die Erwartung aus- schen Uebung in Brandenburg a. H. Bon ihm ist nicht viel zu be spricht, daß man die Lehrer in ihrer Gehaltsordnung den Magistrats- richten. Er war kein Freund des Fortschritts, ließ die Dampfsekretären gleichstellen werde. Betont wird, daß die geplante Er- sprißen nur ungern in Aktion treten und als Kaiser Wilhelm I. gehöhung der Mietsentschädigung den Kern der Gehaltsfrage nicht neigt war, die Berliner Feuerwehr der städtischen Berwaltung trifft, und daß an der Forderung einer Erhöhung des Grund- zu übergeben, widersetzte sich Stude auf das entschiedenste und hatte mit seinen Einwänden Erfolg. Die Stadt Berlin darf wohl zahlen, gehalts festgehalten werden muß. Sport und Geschäft. Die Debatte über diese Resolution war recht bewegt und und zivar rund 2 Millionen Mart jährlich, aber viel mitzusprechen " Sport", dies Wörtchen übt auf den Engländer oder gestaltete sich mitunter fast tumultuarisch. Namentlich die jüngeren hat sie nicht. Dies kommt jest wieder bei der Ernennung des neuen Amerikaner eine elektrifierende Wirkung aus, während der ehrer, für die die Grundgehalts- Erhöhung ja von besonderer Be- Branddirektors recht in die Erscheinung. Der Magistrat hat dabei Deutsche ganz ruhig dabei bleibt. Der Sport ist ihm Spiel deutung ist, befanden sich in erregter Stimmung. Eine starte nicht mitzureden, obgleich große städtische Interessen berührt werden, und Unterhaltung oder ein Mittel zur Leibesstärkung und Minderheit empfahl für die Resolution eine schärfere Sprache, und und gerade dieser Posten einen Mann von großem Taft verlangt, Gesundheit, aber man widmet einer Sportsache hier nicht halb erst gegen Schluß der Debatte gelang es den Wortführern der ge- ganz abgesehen von seinem technischen und fachmännischen Können soviel Ernst und Begeisterung wie in England oder Anterika. mäßigten Richtung mit ihren Mahnungen zur Besonnenheit durch- und Wiffen. Giersberg wird auch in städtischen Kreisen nachgesagt, soviel Ernst und Begeisterung wie in England oder Amerika. zudringen. Ueber die„ Schul- und Lehrerfreundlichkeit" des Frei- daß er alle seine Vorgänger an Takt und Arbeitskraft übertroffen Manche Leute glauben, das Interesse der Berliner an den finns war man ungeteilter Meinung. Gegen sein Treiben in der Ringkämpfen, die gegenwärtig hier stattfinden, sei ein außer Gemeinde und im Parlament wurden von verschiedenen Rednern Auf eine Beraubung der Stationskasse der Hochbahn- Haltestelle ordentliches, und doch ist es kaum bemerkenswert im Verhältnis heftige Angriffe gerichtet, und mancher drastische Zwischenruf et- Zoologischer Garten" hatte es anscheinend ein Mensch abgesehen, zu der Aufregung, die in einer amerikanischen Stadt herrscht, wenn gänzte das Verdammungsurteil. Allen Ernstes wurde vorgeschlagen, der sich gestern nacht gegen 1½ Uhr, als die Fahrkarten- Ausgeberin ein Preis- Fauftkampf stattfindet. Der Amerikaner, ergößt sich dem Freifinn gegenüber nur nach dem Saiz zu handeln, daß eine Fräulein Effenberg gerade mit der Geldzählung beschäftigt war, am höchsten, wo rohe Kraft an roher Straft sich mißt, und Hand die andere wäscht. Man solle den Führern des Freisinns Eintritt in den Schalterraum zu verschaffen wußte. Da der Mann fühl auseinandersehen, daß die Lehrerschaft ihnen die bisherige eine bahnbeamtenähnliche Uniform trug und Fräulein E. ihn für wenn etwas Blut dabei fließt, ist's ihm gerade recht. Er liebt den Renn-, den Ruder-, Segel- und Ballsport, aber als Unterstützung bei den Wahlen nur dann weiter gewähren wolle, den Bahnsteigwächter hielt, schöpfte sie keinerlei Verdacht, als der wenn die Wünsche der Lehrerschaft Erfüllung finden. Die Lehrer Fremde sich unter dem Vorwande, er habe Zahnschmerzen, etwas edelste Blüte erscheint ihm der Faustkampf, das Boren. Der haben, wie man sieht, begriffen, daß selbst der idealste Beruf, für Batte ausbat. Entgegen einer ausdrücklichen Dienstvorschrift ließ erste Preisboyer ist in Amerika eine nationale Größe, mit den sie den ihrigen halten, einer kräftigen materiellen Grundlage Fräulein E. den Menschen ein und reichte ihm die gewünschte Watte. dem alle Zeitungen sich respektvoll beschäftigen. Dieser Sport bedarf. Der Fremde machte sich nun an der Wasserleitung zu schaffen, ist dem Deutschen widerlich; die Roheit und Brutalität darin Allmählich legten sich dann die Wogen der Erregung. Als es während Fräulein E., che sie zum Zahltisch zurückkehrte, noch nach stößt ihn ab. Ein Ringlampf ist alles, was ihn in eine zur Abstimmung kam, wurde in der Resolution zwar zu der be- dem Ofen sah. In gebückter Stellung erhielt die Dame hier plöblich gelinde Aufregung zu bringen vermag, und auch darüber scheidenen Erwartung", daß man die Gehaltsordnung nach dem von hinten mittels eines mitgebrachten Beiles zwei heftige Schläge Wunsch der Lehrer umgestalten werde, das vorwurfsvolle Beauf den Hinterkopf, die aber durch das Haargeflecht erheblich abkommen niemals die großen Massen in Bewegung. Als vor etwas länger als Jahresfrist die beiden ersten" Mißachtung" der Lehrerwünsche, die der Grimm der Auf- glücklicherweise so viel Geistesgegenwart, daß sie laut um Hülfe M3 vor etwas länger als Jahresfrist die beiden ersten dauern" darüber hinzugefügt, daß das nicht geschehen sei. Aber die geschwächt wurden. Fräulein E. stürzte zwar zu Boden, behielt aber Borhelden der Vereinigten Staaten, Corbett und Fitzsimmons, begehrenden dem Magistrat unter die Nase reiben wollte, wurde jetzt rufen konnte. Dies mochte der Räuber nicht erwartet haben, denn in San Francisco einen Wettkampf ausführten, waren einige vorsichtig zu einer" Nichtbeachtung" abgeschwächt. So trug schließer ergriff unter Zurüdfassung des Beiles und der Dienstmüße die Tage lang alle übrigen Weltereignisse in den Schatten ge- lich die Besonnenheit" den Sieg davon. Wir vermuten, Flucht. Die Hülferufe der Ueberfallenen hatten inzwischen auch die drängt. Besucher famen ans New York und Chicago und daß sie auch über die Versammlung hinaus vorhalten wird, so daß noch anwesenden Hochbahnbeamten alarmiert, die sich alsbald an die anderen Städten im Osten. Jede große Zeitung hatte ihren tros aller Drohungen auch diesmal die freundschaftlichen Beziehungen Verfolgung des Flüchtigen machten. Tatsächlich wurde dieser auch Spezial Berichterstatter, und wochenlang vorher war an her- zwischen Freifinn und Lehrerschaft vor ernsterer Schädigung bewahrt von einigen Droschkentutschern aufgehalten, aber wieder freigegeben, da er glaubhaft versicherte, es handle sich nur um Streitigkeiten vorragender Stelle in den Blättern zu lesen, wie die beiden bleiben werden. In Berlin ist die Lehrerschaft dazu da, dem Freifinn Küster- wegen eines Mädchens. Nach Angabe der Heberfallenen, die glückHelden sich vorbereiten auf den Kampf um die„ Meisterschaft dienste zu leisten. So war es, so ist es, so wird es sein, so lange licherweise nur leicht verletzt ist, war der Verbrecher ein junger, der Welt" und um eine wohlgespickte Börse mit der Freifinn noch herrschen darf. Nach wie vor werden in den frei- schmächtiger Mensch in mittlerer Größe und mit einem Schnurr20000 Dollar, die bei dem Unternehmen mit Leichtigkeit sinnigen Bezirks- und Wahlvereinen die Lehrer dem Freifinn die bart. Seine Absicht, die Kaffe zu rauben, ist durch das Mißlingen herausgeschlagen werden. Die geräumigste Halle der Stadt Kastanien aus dem Feuer holen. Nach wie vor werden wir dort des Attentats gänzlich vereitelt worden. Die Charlottenburger wurde gemietet; der niedrigste Eintrittspreis war fünf Dollar auch das beschämende Schauspiel erleben, daß Lehrer sich bereit Kriminalpolizei fahudet nach dem Täter. und dabei war es noch schwer, ein Billett zu bekommen. finden lassen, dem Freisinn zu sekundieren, wenn es gilt, die: Professor Bastion, Mit der Ankündigung eines solchen Preiskampfes beginnt Arbeiterklasse wegen ihrer Bemühungen um Befferung ihrer überall ein Wetten und Bagen, ähnlich wie bei einer Bahl. wirtschaftlichen Lage zu verunglimpfen. Diefelben Lehrer, die ganz Direktor des Berliner Museums für Völkerkunde, der sich auf Große und kleine Geldsummen werden auf die Kämpfer gesetzt; genau wissen, wie schwer es ihnen wird, mit ihrem über ein einer Forschungsreise befand, ist nach kurzer Krankheit im unternehmende Geldleute haben Bureaus für die Wettluftigen Arbeitereinkommen doch immer noch hinausgehenden Gehalt die After von fast 80 Jahren im Hospital von Port of Spant, zu eröffnet und nehmen jede Summe an, unter einem fortwährend Trinidad, verstorben. Die Leiche ist in Gegenwart von Mitschwankenden Verhältnis, je nachdem der eine oder andere In den Etatsausfchuß hat die Stadtverordneten- Versammlung gliedern der deutschen Kolonie unter Assistenz eines Pfarrers Kämpfer vom Publikum besonders begünstigt wird. Nun unter anderen unsere Parteigenossen Borgmann, Heimann und der Herrnhuter Gemeinde bestattet worden. stelle man sich vor, welches folossale Geschäft zu machen wäre, Schubert gewählt, in den Ausschuß zur Vorberatung der Vorlagen Prof. Bastian wurde am 26. Februar 1826 zu Bremen wenn man einen heimlichen Pakt mit der Glücksgöttin ab- über die Abänderung der Besoldungsordnung die Genossen Gründel, geboren. Seit 1851, wo er als Schiffsarzt nach Australien schließen könnte. Einige Großspekulanten vermögen das Ge- Hinge und Koblenzer, in den Ausschuß für die Beratung der Gehalts- ging, hat er in allen Erdteilen ausgedehnte Forschungsreifen schäft zu machen, man kauft sich die Kämpfer und rupft das änderungen die Genossen Singer und Zubeil, in den Ausschuß unternommen. Er war in Neuseeland, in fast allen Ländern für Straßenpflasterung die Genoffen Ewald, Gottfried Schulz und wettende Publikum nach allen Regeln der Kunst. Nord- und Südamerikas, durchstreifte China, Indien und einen Tolksdorf. Bei dem erwähnten Preisboren in San Francisco wurde Eine Erweiterung des Krankenhauses am Urban um mehr als großen Teil Afrifas und kehrte erst nach achtjähriger Absolch ein Schwindel in sensationeller Weise enthüllt. Der 100 Betten hat der Magistrat vor einiger Zeit beschlossen. Zu wesenheit in seine Heimat zurück. Schon 1861 trat er eine Sportredakteur des einflußreichen Examiner" hatte sich, wie diesem Zwed hat er vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtver zweite Reise an, die 5 Jahre währte. In dieser Zeit durch die Rede ging, mit den Arrangeuren des Preiskampfes über- ordneten- Versammlung das Grundstück des Vereins zur Erziehung streifte er Hinterindien, China und Japan. Nach seiner Rückworfen und nahm nun furchtbare Rache in der Pose als fittlich verwahrloster Kinder am Urban, Ede Fontane- Promenade kehr wurde Bastian 1868 in Berlin mit der Verwaltung der Hüter der öffentlichen Moral. Er sandte dem Bürgermeister für 1200 000 W. angekauft. Das Grundstück bietet für über ethnographischen Abteilung des königlichen Museum betraut; vor Beginn des Kampfes einen Brief mit dem Ersuchen, den- 220 Betten Platz und ist wegen seiner günstigen Lage für eine be- 1869 gründete er mit Virchow die Zeitschrift für Ethnologie. felben erst am nächsten Morgen zu öffnen. Der Bürger- queme Erweiterung des Urban- Kras.tenhauses, das für 600 Betten m Jahre 1873 ging er als Vorsitzender der deutschen Gesellineifter erstaunte nicht wenig, als er anderen Tages die eingerichtet ist, sehr geeignet. schaft für die Erforschung Innerafrikas nach dem schwarzen genaue Voraussage über den Ausgang des Wettkampfes In den Berliner Wasserwerken wird, wie man uns schreibt, Erdteil; 1875 und 1876 war der rastlose Forscher in Süddarin fand; sogar- und das war das Durchschlagende zum Teil noch eine schier unbegreifliche Willkür geübt. Während amerika, 1878 in Indien. Direktor des neugegründeten des Beweises- der Gang war bezeichnet, in welchem der der Direktor bereits am 10. Februar auf die von den Arbeiter Museums für Völferkunde wurde Bastian 1886; bon 1889 Sieg entschieden wurde. Der„ Examiner" schlachtete diesen ausschüssen an die Betriebsdirigenten gerichteten Eingaben bis 1891 unternahm er wieder Reisen nach Zentralasien, Fall sofort mit einem großen Aufwand von sittlicher Ent- geantwortet hat, läßt der Betriebsleiter von Friedrichs- Indien und Afrika; ebenso von 1896 bis 1897. In zahlrüstung aus, als wollte er die Korruption im Gefolge folcher hagen heute noch den Arbeiterausschuß auf Antwort warten. reichen Werken hat Bastian die Resultate seiner Forschungen Breistämpfe für immer brandmarken. Eine große Aufregung Vielleicht kann man annehmen, daß der Herr die Lohn- niedergelegt, nicht minder beachtenswert sind seine Streit bemächtigte sich des des bei den Wetten hineingefallenen bewilligung für zu unbedeutend hält, als daß sie einer be- schriften, in denen er sich gegen den extremen Darwinismus Publikums und das war bedenklich. Die Auszahlung der sonderen Mitteilung wert wäre. Der Anfangslohn ist für wandte. " 1 " sprechender Widmungstafel zu errichten. Die Gemeinbevertretung lehnte jedoch auch dies Projekt, mangels ausreichender Mittel für die Beschaffung eines würdigen Denkmals, ab. Steglik. " " Die Bandwege in der Umgegend von Berlin werden in der werden. Allerlei Gerümpel und Berpadungsmaterial war in der nächsten Zeit durch das Zusammenwirken der Stadt Berlin, der be- Leipzigerstraße 111 in einem Steller des finten Seitenflügels in treffenden Kreise und beteiligten Ortschaften eine wesentliche Ver- Brand geraten, dessen Ablöschung den 19. Zug längere Zeit bebefferung erfahren. Unter anderem hat die Verwaltung der städti- schäftigte. In der Dresdenerstraße 86 hatten dann Pappkartons schen Nieselgüter nach vorangegangener Verhandlung mit den Inter- u. a. Feuer gefangen, während es in der Paulstraße 28 im ersten essenten beschlossen, die Dorfstraße in Klein- Beeren umzuflastern Stod in einer Küche brannte. In beiden Fällen konnten die Die Gewerbegerichtswahlen für die Arbeitnehmer finden am ( Rosten: 25 000 m.), die Pflasterung der Landstraße von Hohen- Flammen mit Leichtigkeit erstickt werden. Später wurde am Montag und Dienstag fommender Woche statt. Schönhausen nach Falkenberg( Sosten: 61 000 M.) und die der Lüßow- Ufer 13 ein Bücherschrank durch Feuer beschädigt. Die Die Gruppe Verschiedene Gewerbe" wählt am Landstraße von Französisch- Buchholz nach Buch( Kosten: 53 000 M.) übrigen Alarmierungen, die noch in den letzten 24 Stunden aus Montag, den 27. Februar, abends 6-8 Uhr. Die Kandidaten möglichst bald vornehmen zu lassen. Ferner ist die Anlage einer der Lichtenbergerstraße 18 und noch aus einigen anderen Orten sind: Tapezierer Paul Giering und Gärtner Hugo Müd e. Chaussee zur besseren Verbindung der Orte Karow, Französisch- einliefen, waren durchweg auf" blinden Lärm" zurückzuführen. Die Gruppe Bekleidungs- Gewerbe wählt am Buchholz und Blankenfelde, und der Prenzlauer Chaussee mit BlankenDienstag, den 28. Februar, abends 5-6 Uhr. Kandidat ist: felde, dem Vorwerk Möllersfelde usw. geplant. Der alte Weg von Schneider Markewicz. Die neunte Sinfonie Beethovens in der Freien Volksbühne. Schönerlinde nach Buch soll eingehen; dafür soll ein kürzerer Weg Zum erstenmal wohl wird eine der gewaltigsten Schöpfungen der Dienstag, den 28. Februar, abends 6-8 Uhr. Kandidat: Die Gruppe Graphisches Gewerbe" wählt am angelegt werden. Die interessierten Gemeinden wollen die Straßenbauten der Stadt Berlin überlassen, sind jedoch bereit, kleine Zeile Stunft aller Zeiten, die neunte Sinfonie Beethovens Photograph Sieger. der Kosten zu tragen. Auch der Nieder- Barnimer Kreis ist geneigt, einem Publikum von Arbeitern zugängig gemacht. Die Gruppe Metall Gewerbe" wählt am Dienseine Beihülfe zu gewähren. Außer den genannten Straßen Die Freie Volfsbühne wird diesen lang gehegten Plan tag, den 28. Februar, abends 812-9 Uhr. Kandidaten: Klempner Chauffeen beabsichtigt die städtische Verwaltung die Verbindung in ihrer kommenden Märzfeier zur Ausführung bringen. Otto Ginede und Dreher Richard Kray. zwischen Zepernick- Schönow und Bernau, die von vielen Seiten an- Die neunte Sinfonie ist zugleich das herrlichste Denkmal, das Es ist Pflicht aller wahlberechtigten Arbeiter, ihr Wahlrecht gestrebt worden ist, zu verbessern. Die Straßen sollen, soweit sie je einem Dichter gesetzt worden ist. In Schillers„ Lied an auszuüben und für die Kandidaten der Gewerkschaftskommission zu städtischen Besitz berühren, mit Bäumen aus städtischen Baum- die Freude" steigt die Sinfonie himmelan und wird zu stimmen. Wilmersdorf. schulen bepflanzt bezw. die Lücken ergänzt werden. 0 " " Ober- Schöneweide. einem Menschheitsgesang, der so recht die Nationalhymne Ein tödlicher Unglücksfall ereignete sich gestern abend gegen aller Völker in einer fünftigen befreiten Gesellschaft sein richteten Kreisen angenommen wird, bereits am 1. April 1906 erDie Stadtwerdung von Wilmersdorf soll, wie in gut unter26 Uhr in der Golzstraße in Schöneberg. Vor dem Hause Nr. 18 wird. Mit der Märzfeier der Freien Voltsbühne wird folgen. Die mit dem Kreise eingeleiteten Verhandlungen, die sich genannter Straße stand der etwa 7 Jahre alte Sohn Johann des zugleich eine Vorfeier Vorfeier des Hundert Jahr Jubiläums in erster Reihe auf die Höhe der infolge des Ausscheidens aus dent Kontordieners Reichwehr aus der Styffhäuserstraße 18 auf dem Schillers zur Gestaltung kommen. Der Dichter, dessen rebo- Kreisverbande zu zahlenden Entschädigung beziehen, sollen vor dem Straßendamm, etwa 1 Meter von den Straßenbahngleisen entfernt, lutionärer Idealismus in den Märzstürmen des Jahres 1848 baldigen Abschluß stehen. Nach der Stadtwerdung dürfte Wilmersund wendete den Schienen den Rücken zu. Er bemerkte daher den brauste, wird in Beethovens Sinfonie unmittelbar lebendig. dorf etwa 65 000 Einwohner zählen. herannahenden Motorwagen Nr. 2136 der Straßenbahnlinie 56 ( Schöneberg- Danzigerstraße) erst, als der Führer des Wagens das Es ist dafür gesorgt, daß die Darstellung dem großen Warnungssignal gab. Dadurch erschreckt, lief der Kleine auf das 8wed gemäß würdig sein wird, und um auch die ArbeiterGleise und wurde von dem Gefährt umgestoßen. Obwohl der schaft in die Ideenwelt von Beethovens Schöpfung einzuführen, Katholischen Volksschule war von der Gemeindevertretung Das Verlangen der Dunkelmänner auf Errichtung einer Führer sofort die Gefahrbremse anwandte und Gegenstrom gab, ivird eine Woche vorher im Gewerkschaftshause unentgeltlich fatholischen Volksschule war von der Gemeindevertretung konnte er nicht verhindern, daß R. unter den Schuhrahmen geriet. ein Vortrag über die neunte Sinfonie gehalten werden. Es wiederholt abgelehnt worden. Auf Betreiben der katholischen GeistDer Knabe erlitt Bruch beider Beine und die Schädelseite an der sei darauf aufmerksam gemacht, daß der ermäßigte Vor- Aufsichtsbehörde. Das Vorgehen hatte denn auch den Erfolg, daß lichkeit kam es deshalb zu Petitionen und Beschtverden an die rechten Schläfe wurde ihm eingedrückt. Der zufällig vorbeikommende verkaufspreis von 80 Pf.( einschließlich des künstlerisch aus- die Regierung fich der Sache annahm und die Wünsche der KathoArzt Dr. Jamper konnte nur den sofort eingetretenen Tod feststellen. Die Leiche des Verunglückten wurde nach dem Schauhause geschafft. gestatteten Programms)-die Aufführung verlangt einen liten für berechtigt erklärte. Der nächsten Gemeindevertretersizung, Die von einem Schuhmann requirierte Feuerwehr trat nicht in besonderen Aufwand von Kräften, einen großen Chor und die sich wieder mit der Frage zu befchäftigen hat, wird ein Kommissar Tätigkeit. hervorragende Solisten nur bis zum 10. März gültig ist. der Regierung zu Potsdam beiwohnen. Katholisch ist Trumpf. Das Gerücht von einem Luftmorde wurde gestern abend verArbeiter- Bildungsschule Berlin. Heute abend 7 Uhr Vortrag breitet. Ein Schulmädchen Lieschen Dietrich aus der Lübecker- des Mitgliedes Tarnow über:„ Die geistigen Strömungen in Ruß straße 45 sollte nach der Jungfernhaide verschleppt und dort ermordet land" im Gewerksschaftshause, Saal I, Engel- Ufer 15. Sonntag, sein. In den späten Abendstunden war jedoch weder auf dem hiesigen den 12. März, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, EngelPolizeipräsidium, noch bei den Polizeibehörden in Charlottenburg, Ufer 15, Schiller Gedächtnisfeier. Die fünstlerische Spandau und Tegel von einem solchen Vorkommniffe etwas bekannt. Leitung liegt in den Händen des Herrn Richard Kursch.( Siehe Auch in dem bezeichneten Hause wußte man von einem Kindesmorde Inserat.) Beginn 6 Uhr. nichts. Es handelt sich also lediglich um eine wilde Sensationsmeldung. = Im Zirkus Busch fanden gestern zwei interessante Ringkämpfe statt. Bunächst standen sich Petroff, der erste Sieger vom PalastWegen Hehlerei festgenommen wurden gestern der Händler Theater und der zweite Sieger von Hamburg, und der Belgier Karl F. und der Schlächter Reinhold M. Die Kriminalpolizei hatte Omer de Bouillon gegenüber. Omer griff, wiederholt mit beobachtet, daß jene beiden, die wegen Diebstahl und Hehlerei schon großer Verve au. Petroff schien nicht besonders in Form zu sein. bestraft sind, mit einem Bündel Westen und Schirme in ein Lokal Nach etwa zehn Minuten mußte der Kampf abgebrochen werden, da nahe der Pfandkammer in der Schönhauserstraße zogen. Bei einer sich Petroff eine Verstauchung mit Bluterguß zugezogen hatte. Omer Durchsuchung ergab sich, daß in einem vom Wirt nicht benutzten hatte Betroff über den Teppich hinausgedrängt, so daß der SchiedsRaum, der früher einem Fernsprecher diente, eine Menge Waren richter den Vorschriften gemäß abpfiff. Petroff ließ denn auch seinen aufgestapelt waren, die zum Teil aus Diebstählen herrühren, zum Gegner frei, dieser aber schleuderte troß erneuten Abpfeifens den Teil auf ihre Eigentümer noch nicht geprüft werden konnten. Die Ungarn gegen die Rampe, wobei dieser sich den Unfall zuzog. Westen und Schirme entstammen einem Garderobehandel in der Münz Länger währte der Kampf zivischen Koch und Czygoniewicz. straße und sollten demnächst in der Pfandkammer verkauft werden. Der gedrungene Pole mit dem enormen Biceps, der in Hamburg Außerdem wurden nech 67 Luftpumpen, 110 messingene Verschlüsse Beaucairois geworfen, verlegte sich 3/4 Stunden lang auf die Verfür Gas- und Wafferleitung, zwei Trompeten, ein Behälter mit teidigung, wohl um sich seinen Gegner erst gehörig abmatten zu Bouillonkapseln, ein Ballen Panamastoff. Spachtel- Stores und lassen. In der 48. Minute jedoch ließ er sich von Koch durch einen Decken, Kleider, neue weiße und buntſeidene Blusen, sowie filberne energifch durchgeführten Halbnelson überrumpeln und auf die Schultern Meffern und Gabeln mit dem Monogramm C. P. sichergestellt. legen. Alle Sachen find sicherlich Geschäftshäusern entnommen. Durch einen Sturz aus dem Fenster hat sich aus Furcht vor der Ueberführung in ein Krankenhaus die 64 Jahre alte Arbeiterfrau Elifabeth Dänzer das Leben genommen. Sie hat nach einem sechswöchigen Aufenthalt ein Krankenhaus freiwillig verlassen und bei Bekannten in der Elisabethstraße 4 Aufnahme gefunden. Ihr Ehemann, der 74 Jahre alt ist, wohnt bei seinem Bruder in der Invalidenstraße. Frau Dänzer sollte auf ärztliche Anordnung wieder nach dem Krankenhaus zurückkehren, hatte aber eine derartige Abneigung dagegen, daß sie den Tod vorzog. Während ihre Freundin heute morgen um 8½ Uhr das Wohnzimmer im zweiten Stock reinigte und Frau Dänzer allein in der Küche war, sprang sie pröhlich auf den Hof hinab. Die Unglückliche war auf der Stelle tot. Unter dem Verdacht des Kindesmordes wurde gestern abend um 6 Uhr das 20jährige Mädchen Veronika Lange verhaftet. Es hatte, von seiner Heimat kommend, eine Hebamme in der Berlinerstraße 73 zu Rirdorf aufgesucht und dort am 16. d. M. einem Mädchen das Leben gegeben. Me die Hebamme gestern nachmittag um 2½ Uhr das Zimmer betrat, in dem die Lange mit ihrem Kinde untergebracht war, fand fie das Kind tot im Bette liegend vor. Bei der Untersuchung der kleinen Leiche fand sie, daß am Kehlkopf des Kindes Bürgemale vorhanden waren. Die Mutter des Kindes wurde in Untersuchungshaft genommen. Die Beiche des Kindes wurde dem Berliner Schauhaus zur gerichtsärztlichen Deffnung überwiesen. 0008 Verfammlungen. Sonntag im„ Grand Hotel Alexanderplatz" feine gut befuchte Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer hieft am Generalversammlung ab. Mette besprach den in einer Broschüre herausgegebenen Jahresbericht der Organisation. Demnach hatte der Verein am Jahresschluß 1904 2839 Mitglieder. Infolge der günstigen Baukonjunktur konnte der Nachfrage nach Arbeitsträften zeitweise faum genügt werden. Differenzfälle sind 281 erledigt worden. Auf 24 Baustellen wurden die organisierten Maurer entlassen und dafür Affordmaurer eingestellt. Ueber 65 Bauten mußte die Sperre verhängt werden. 23 Sperren verliefen günstig für die Maurer, 22 gingen verloren, die übrigen endeten mit teilweisem Erfolg. In 47 Fällen wurden Maßregelungen von Kollegen feftgestellt. Sehr häufig mußte wegen Ueberschreitung der Arbeitszeit, mangelhafter Baubude und schlechter Behandlung usw. verhandelt werden. Einen erfolgreichen Streit führten die Backofenmaurer. Nach ziveitägiger Arbeitsniederlegung im Auguft v. J. erreichten sie eine Lohnfestsetzung von 77% refp. 80 Pf. pro Stunde und die neunstündige Arbeitszeit. Auch für die Kanalmaurer wurde die onläßlich des Streiks im Jahre 1902 versprochene Lohnerhöhung eingeführt. Versammlungen fanden in Vorjahre 20 statt. 26. Juli ist eine Baukontrolle vorgenommen worden, die sich auf Die Abteilung Berlin" des Schwimmklubs„ Vorwärts" Groß- 1317 Arbeitsstellen erstreckte, woselbst 12 322 Maurer beschäftigt Berlin, Mitglied des Arbeiter- Schwimmer- Bundes, veranstaltet am waren. 103 Bauten waren mit 1127 Afforamaurern befeht. Vou nächsten Sonntag nachmittags in der städtischen Volks- Badeanstalt an den Lohnmaurern erhielten 8481 einen Stundenlohn von 70 f.. der Schillingsbrücke ein Schwimmfeft, verbunden mit Vereins-, 780 befamen 72% Bf., 1212 75 Bf., 55 77% f., 327 80 F., Schau- und Wettschwimmen, Springen und Tauchen. Der Schwimm- 152 70-80 Pf, und 33 80-95 Pf.; 70 erhielten weniger wie flub Vorwärts" ist einer der größten Schwimmbereine Berlins. 70 Pf. Bei den übrigen konnte der Lohn nicht ermittelt werden. Die technische Leitung des Vereins hat alles aufgeboten, um den Auf den Bauten waren 945 Buden und 928 Aborte in Ordnung. Besuchern einen interessanten Nachmittag zu bieten. Nach dem Auf den übrigen Arbeitsstellen fehlten Buden und Aborle gänzlich Schwimmfeste findet in den Andreas- Gesellschaftsfälen, Andreas- oder waren in ganz verwahrloftem Zustande. In und um Berlin straße 21, ein Tanzkränzchen mit humoristischen Einlagen statt. hat der Verein jeht 20 Bahlstellen. Die Jahreseimahme des Vereins Gleichzeitig verweisen wir auf das Inserat in heutiger Nummer. belief sich inkl. Bestand auf 125 623,60 W. Demgegenüber. steht Nähere Auskunft erteilt R. Danziger, Burgsdorfstraße 14. eine Ausgabe von 59 463,65 M. Für eigene Bausperren und an Das Beilchenmädel", die neue Operette des Apollo- Theaters, Maßregelungsunterstützung verbrauchte der Verein 5935,50 W. welche Mitte nächster Woche ihre Erstaufführung in Berlin erlebt, Bur Unterstübung anderer Vereine wurden aber 31 845,05 m. berist von Krenn imd Lindau, die Mufit vom österreichischen Hof- Kapell- wandt, darunter für die Königsberger Maurer 26 895,05 M. und für die Musikinstrumenten- Arbeiter 4750 M. Im ganzen sind, wie der meister Professor Joseph Hellmesberger, welcher die ersten Auf- Raffierer Kaufmann bemerkte, über 63 Broz. der Gesamiausgaben führungen im Apollo- Theater persönlich dirigieren wird. Aus den Nachbarorten. Charlottenburg. für direkte Kampfzwecke verausgabt worden. Mit der Tätigkeit des Borstandes und dem Geschäftsbericht erklärte fich die Versammlung im allgemeinen einverstanden. Die alsdann vorgenommenen Wahlen hatten folgendes Ergebnis: 1. Borsitzender Meßte, 2. Vorsitzender Seller, 1. Raffierer Kaufmann, 2. Raffierer Herholz, 1. Schriftführer empf, 2. Schriftführer Rölle; als Revisor Freie Volksbühne in Charlottenburg. Die konstituierende General- mmhoff; in den Ausschach Domfch, Nibner, Schneider, versammlung des Vereins Freie Volksbithne in Charlottenburg" Wegener und Mertte. Ebenfalls erfolgte die Wahl der Hülfsfindet Mittwoch, den 1. März, abends 8 Uhr, im Voltshause, tassierer. Die Besetzung der Hülfstaffiererposten in den umliegenden Rosinenstr. 3, statt. Den geschäftlichen Beratungen wird ein Vortrag Ortschaften wurde dem Vorstand überwiesen. des Schriftstellers Herrn Dr. John Schitowski über„ Otto Grich Hartleben" vorangehen. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß In der Zahlstelle Weißenfee des Holzarbeiter- Verbandes hielt Beitrittserklärungen in der Versammlung sowie vorher an folgenden Genosse Wermuth einen intereffanten Bortrag über das Thema: Stellen entgegengenommen werden: Otto Bogel, Spreeftr. 3, Dtto" Die französische Revolution am Ende des 18. Jahrhunderts." Eine Ewald, Wilmersdorferstr. 50, und Emil Müller( Volkshaus), Rosinen- Diskussion wurde nicht beliebt. Der 3. Punkt der Tagesordnung betraf die Herabsehung der Beiträge. Mittler als Bevollmächtigter straße 3. führte folgendes aus: Ein Teil der Mitglieder sei müde, den wöchentlichen Beitrag von 1 W. zu zahlen. In fast allen Werfftattsizungen und Zusammenfünften mache sich eine starke Strömung breit, den Beitrag herabzusetzen. Die Mitglieder stützen sich auf die Begründung des Markbeitrages, der mir so lange beibehalten werden sollte, wie die Aussperrung dauert. Zum Schluß seiner Ausführungen empfahl Kittler, diesen Beitrag noch vorläufig beizu= behalten. Schlemminger als erster Redner der Verwaltung trat für den niedrigen Beitrag von 60 refp. 70 Pf. ein. As Kassierer merke man es bald, daß die Mitglieder bei 1 M. im Rückstande bleiben. Ein Teil der Verwaltungsmitglieder sowie auch andere Kollegen waren jedoch der Meinung, daß man den Beitrag jetzt noch beibehalte, und nicht wie gewöhnlich Weißensee vorangehe. Die Gegner stüßten sich auch darauf, daß in der betreffenden Versammlung, in welcher der Gauvorsteher Stufche anwesend war, dieser selbst sagte, der Mark- Beitrag wird nur so lange erhoben, wie die Aussperrung dauert. Nach eingehender Diskussion beschloß die Versammlung, den Beitrag vom 1. März ab auf 60 Pf. feftzufeßen. Beschlossen wurde ferner, den Kollegen Lehmann, welcher vor einiger Beit dei Hahn und Mekkow gearbeitet hatte, wieder aufzunehmen. Witterungsübersicht vom 25. Februar 1905, morgens 8 thr. In den Spandauer Schiffahrtskanal hineingefahren ist gestern mittag ein mit 18 Faß Petroleum beladener Rollwagen der Firma Bruno Schmidt aus der Pallisadenstraße. Das Gefährt kam von dem Petroleum- Lagerhof am Südufer, als die Pferde plöblich scheuten und quer über den Straßendamm hinweg die Böschung nach dem Kanal hinunterjagten. Der Führer des Rollwagens wurde vom Bock geschleudert, stürzte mit dem Kopf gegen einen Stein und blieb besinnungslos im Waffer liegen. Augenzeugen des Vorfalls brachten zunächst den Kutscher aufs Trockene, der sich auch bald wieder erholte, Bürgerliche Berichterstattung. In hiesigen Blättern findet sich und machten sich dann an die Befreiung der Pferde. Dies war jedoch außerordentlich schwierig, da die Pferde bis zum Halfe im jedoch außerordentlich schwierig, da die Pferde bis zum Halse im folgende Meldung:" In dem Charlottenburger sozialdemokratischen Waffer standen und wild um sich schlugen. Nur mit großer Mühe Wahlberein ist es zu einem Konflikt zwischen dem Vorstand und der Wasser standen und wild um sich schlugen. Nur mit großer Mühe fonnten sie befreit werden, nachdem die Stränge durchschnitten worden Mehrheit der Mitglieder gekommen. Gegen den bisherigen Vorkonnten sie befreit werden, nachdem die Stränge durchschnitten worden fizenden des Vereins, Stadtverordneten Dr. Borchardt, wurde gestern waren. Der Wagen wurde später mittels Winden herausgeholt. ein Tadelsvotum beschlossen, weil in seiner Wohnung zu KaifersUeber den Berbleib des seit dem 20. vor. Mts. verschwundenen geburtstag illuminiert worden sei. Borchardt machte geltend, daß Ingenieurs Friz Momberger, am 30. 11. 74 in Rodheim geboren, nicht er, sondern sein Dienstmädchen illuminiert habe, und daß er Melanchthonftr. 26 wohnhaft gewesen, konnte bisher nichts in Er- die Kerzen sofort entfernt habe, als er Kenntnis von der Sache fahrung gebracht werden. Momberger ist etwa 1,85 Meter groß, fchlant, geht nach vorn gebeugt, hat blasse Gesichtsfarbe, blondes Haar und Schnurrbart und Narbe an der Stirn. Er ist sehr furzfichtig und trägt daher einen Kneifer. Bekleidet war Momberger, An dieser Angelegenheit ist nur wahr, daß der Vorstand infolge der füddeutschen Dialett spricht, mit einem schwarzen Gehrockanzug der früher schon berichteten Differenzen auf seinem Rücktrittsbeschluß und dunklen Winterüberzieher. Es wird angenommen, daß dem Ver- beharrt hat. Daß die Illuminationsgeschichte hierbei keine Rolle mißten ein Unglück zugestoßen ist oder daß er infolge von Schwermat spielt, weiß jeder, der in der Versammlung zugegen gewesen ist. amberirrt. Da Momberger ohne Barmittel ist, ist es nicht ausgeschlossen, daß er seinen Unterhalt durch Betteln zu ertverben sucht. zwei auf in der leitenden erlangt habe. Die Mehrheit des Vereins war aber durch diese Entschuldigung nicht befriedigt. Der Gesamtvorstand des Vereins ist infolge dieser Angelegenheit zurückgetreten." Barometerstand mm Wind richtung Windstarle etter Nigdorf. Am heutigen Sonntag, abends 8 Uhr, wird im RealAngaben über den Verbleib werden an das Polizei- Präsidium oder an das nächste Polizeirevier zu 742 IV/ 29. 05 erbeten. Die gymnasium„ Die Faschingskunst" behandelt. Robert Koppel, James Angehörigen haben für die Ermittelung des Vermißten eine Be- Rothstein und Elsbeth Markiewicz sind die Mitwirkenden. Einen furzen einleitenden Vortrag hält Heinz Wolfradt. Heitere Dichtungen lohnung von 200 M. ausgesetzt. von Busch, Dehmel, Heine, Liliencron, Rosegger, Trojan u. a. werden Gesuch. Am 6. Februar, mittags gegen 12 Uhr, haben zitiert; Stompofitionen von Mozart, Brahms, Mendelsohn, Löwe, der Freiarchen- Brücke stehende Männer den die Oskar Strauß gesungen. Eintrittskarten mit Programm kosten Nähe ausgeführten Arbeiten Ingenieur beim Gastwirt oppe, Berlinerstr. 14, und an der Abendkasse Stationen auf eine im Baffin schwimmende Leiche aufmerksam 40 Pfennige. gemacht. Die beiden unbekannt gebliebenen Männer werden gebeten, Sie wollen die Mode nicht mitmachen. Die Bankwizer mündlich oder schriftlich in einen Polizeirevier oder bei der Kriminal- Gemeindevertretung beschloß in ihrer letzten Sizung, der Swinemde. 762 S 3 Dunst polizei ihre Adressen anzugeben zu 1198 IV 34. 05. Anregung des Mariendorfer Amtsvorstehers zur Errichtung eines Hamburg 763 S2bedeckt 763 SS Feuerbericht. In der Nacht zum Sonnabend wurde die Wehr Kriegerdenkmals keine Folge zu geben. Die Ablehnung Franks.a. M. 766 SW nach der Pantstraße 51a gerufen, weil hier durch unvorsichtigkeit des Vorschlages wurde damit begründet, daß es sich dabei um ein München in einer Wohnung Feuer ausgekommen war, das Möbel, Gardinen Denkmal für einen einzelnen Mann handeln würde, da nur ein ein- Bien und Kleidungsstücke ergriffen hatte. Der 16. Löschzug war schnell ziger Zankwißer ein Opfer des Krieges von 1870/71 geworden ist. zur Stelle und konnte die Gefahr in kurzer Zeit beseitigen. Das leuchtete auch den Antragstellern ein und sie machten deshalb Drei weitere Wohnungsbrände mußten dann in der Göbenstraße 17, einen zweiten Vorschlag, an Stelle des Kriegerdenkmals ein Kaiser Schleiermacherstraße 11 und in der Rheinsbergerstraße 41 abgelöscht Wilhelm- Denkmal in Lankwitz in Gestalt eines Obelisken mit ent Berlin Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometer fland mm 1 Haparanda 769 G 3 Rom 2 Niga Wind richtung Windstärke 775 GD 761 DSD Wetter 2 bedeckt Zemp. h. C. ' so= D တစ္ေ 1bedeckt 3Dunst 0 Aberdeen 756 2 -4 Paris 2 woltig 2 765 S60 2Nebel 2 bedeckt 1bedeckt 767 28 1 molteni 767 SD 1 Nebel Wetter- Prognose für Sonntag, den 26. Februar 1905. Nachts etwas älter, am Tage mild und zeitweise heiter bei mäßigen südöstlichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Konkursmassen- Verkauf der Heinrich Taureck'schen Konkursmasse bestehend aus Herren- und Knaben- Garderoben sowie sämtlicher Arbeiter- Bekleidung. 7,80 Herren- Hosen von 1,25 an. 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Sonntag, 26. Februar 1905. Verfammlungen. Berliner Bertrauensmänner entsprochen habe, und falls dem Oppo- davonkommen, während die geringsten Bergehen gegen Vorgesetzte nenten dieser Beschluß nicht passe, er jedenfalls gescheiter und der mit geradezu fürchterlichen Strafen belegt werden. Die scharfe Parteidisziplin entsprechender handeln würde, seine Bedenken dagegen Verurteilung, welche Genosse Zubeil dieser Seite der Militäreventuell durch einen geeigneten Antrag in seinem Wahlverein vorzu- gerichtsbarkeit zuteil werden ließ, fand lebhaften Widerhall bei den Zweiter Wahlkreis. Eine gutbesuchte öffentliche Verbringen, als eine öffentliche Agitationsversammlung damit zu be- Bersammelten. Anknüpfend an das bekannte Dessauer Urteil, wo jammlung wurde am Dienstag in Zühlckes Lokal, in der Denne- helligen. " Auf die übrigen Ausführungen des Genossen Löwenstein dem Soldaten das Recht der Notwehr abgesprochen wurde, vertrat wigstraße, abgehalten. Genosse Dittmer sprach daselbst über antwortete besonders der Genosse Dittmer in seinem Schlußwort, der Redner den Standpunkt, daß nach dem Gesez jedermann, also Die Entstehung des Sozialismus, feine weitere indem er zwar gerne zugab, daß auch unsererseits noch mehr zur auch der Soldat, das Recht hat, sich gegen jeden, der ihn an Leib Entwidelung und die Aufgaben der sozial- Hebung der allgemeinen Arbeiterbildung geschehen könne. Die und Leben bedroht, zu wehren. Ueber diesen Punkt, meinte der demokratischen Parteiangehörigen." Redner Hauptschuld an dem niedrigen Bildungsniveau Redner, sowie überhaupt über die Rechte, welche dem Soldaten zuffizzierte die allgemein wirtschaftlichen Zustände, die den Keim zur der Masse trage jedoch zweifellos die Regierung stehen, müßten die jungen Leute, ehe sie zum Militär kommen, aufsozialistischen Gesellschaftsordnung in sich tragen und naturnotwendig als Repräsentantin der herrschenden Klassen. geklärt werden durch die Organisationen und die Presse unserer zum endlichen Siege des Sozialismus führen müssen. Unter großem Ein Volf, das in seiner Mehrheit seit Jahrhunderten systematisch Partei. Vor allem aber gelte es, die im System des Militarismus Beifall führte er sodann den Anwesenden vor Augen, daß es nicht verdummt worden sei, und an dessen geistiger Niederhaltung auch liegenden Ursachen der Soldatenmißhandlungen auszurotten. Um genüge, nur Mitläufer der sozialdemokratischen Partei zu sein, heute noch dank der miserablen Volksschulen mit aller Wucht hin- das zu erreichen, müßten diese Dinge nicht nur im Reichstage be sondern daß jeder Arbeiter auch die Pflicht habe, nach Möglichkeit gewirkt werde, könne natürlich nicht von heute auf morgen schon auf sprochen, sondern auch eine Agitation entfaltet werden, die sich auf die sein eigenes Wissen zu bereichern, und dann aus voller innerer eine den modernen Anforderungen entsprechende Bildungsstufe ge- gründliche Beseitigung dieser schändlichen Zustände richtet. Die Ueberzeugung und richtiger Erkenntnis der sozialen Zustände und hoben werden. Wenn man sich jedoch vergegenwärtige, was in einem Versammlung nahm den 2% stündigen Vortrag mit stürmischem Beis ihrer Zusammenhänge heraus in und außerhalb der Organisation Beitraum von knapp 40 Jahren der Arbeiterschaft lediglich fall auf. Dann folgte eine kurze Besprechung, an der sich zwei für die Weiterverbreitung der sozialistischen Ideen tätig zu sein. Durch die Tätigkeit der Sozialdemokratie an Natur- Redner beteiligten, die für Belehrung und Aufklärung der Jugend Dem Vortrage folgte eine rege Diskussion, an der sich die Genoffen erkenntnis sowie an politischer und ökonomischer Einsicht beigebracht über die Schäden des Militarismus plädierten. Dr. Löwenstein, Klein, Aswend, Osterode, Hensel, worden sei, so liege wahrhaftig kein Anlah vor, in den entsagenden Schöneberg und Bahr beteiligten. Dr. Löwenstein gefiel Bessimismus des Genossen Löwenstein zu verfallen. Auch mit der In einer sehr gut besuchten Monatsversammlung der Sektion I sich in einer Kritik der parteigenössischen Toleranz religiös- gläubigen Volksbildung gehe es trop aller Mängel vorwärts; es möge nur des Zentralverbandes deutscher Brauereiarbeiter hielt Genoffe Genossen gegenüber. Zum Beweise dafür, daß die Sozialdemokratie jeder an seinem Blaze in der Partei seine Schuldigkeit tun.( Beifall.) Baege einen Vortrag über:" Bibel und Babel". Zwei Anträge den Programmsaz:" Erklärung der Religion zur Privatsache", unDer Vorsitzende ermahnte darauf die Anwesenden, beizeiten des Vorstandes, das Bureau Dienstags und Donnerstags nur von duldsam in sein Gegenteil verkehre, verwies er auf die jüngst er- Vorbereitungen zu der wahrscheinlichen Nachwahl im 6. Kommmal- abends 7-8 Uhr offen zu halten und die Bureaueinrichtung nebst folgte Beerdigung eines Schöneberger Parteigenossen. Der dortige Wahlbezirk zu treffen und schloß dann die Versammlung mit einem der Tageskaffe gegen Einbruch zu versichern, wurden mit großer Wahlverein habe, weil die Frau des verstorbenen Genossen religiös begeistert aufgenommenen Hoch auf die Partei und die russischen Mehrheit angenommen. Leider haben mehrere Arbeitslose dadurch, sei und einer Pastor zum Begräbnis hinzuzog, die Spendung des Revolutionäre. daß sie den Leiter des Nachweises nicht sofort benachrichtigten, wenn üblichen Trauerkranzes verweigert und sich an dem Gefolge nur sehr fie anderweitig in Arbeit gingen, die Arbeitsvermittelung beinahe schivach beteiligt. Dieser Vorgang werfe ein grelles Schlaglicht auf Bierter Wahlkreis( Südost). Die Versammlung des Wahl- unmöglich gemacht. Der Vorstand soll der Versammlung nächstens die Geistesfreiheit in der Partei und zeuge von wenig partei- bereins, die am Dienstag im Vereinshause" Südost" in der Walde- Vorschläge machen, wie gegen eine derartige Schädigung des mühsam genössischer Pietät. Weiter bedauerte der Redner den seiner Meinung marstraße stattfand, war ungewöhnlich stark besucht. Obwohl man errungenen Nachweises energisch einzuschreiten ist. Einige Kollegen nach außerordentlich geringfügigen Bildungstrieb der großen Masse, die Tische aus dem Saal geräumt hatte, war jeder Winkel dicht be- brachten dann noch die trassen Mißstände in den Berliner Weißbierdie in ihren Freistunden und an Sonntagen lieber qualmige Kneipen fest, und viele fanden infolge der polizeilichen Absperrung feinen brauereien zur Sprache. Der Vorsipende konnte dazu mitteilen, daß und Destillen aufsuche, anstatt von den vielen leicht zugänglichen Einlaß mehr. Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Ge- die Vorstände und die Agitationstommission beider Settionen fich Bildungsmitteln Gebrauch zu machen, um ihr Wissen zu vervoll- noffen 3ubeil über" Soldatenmißhandlungen". " Soldatenmißhandlungen". Nachdem der in allernächster Zeit mit dieser Frage beschäftigen werden. fommmen. Er kam zu dem Schluß, daß, solange das Bildungsniveau Vorsitzende der in letzter Zeit verstorbenen Mitglieder und des da- Wert der Organisation zeigt wieder so recht folgender Fall: In der Masse nicht ein bedeutend höheres geworden sei, er an eine Um- hingeschiedenen Genossen Frische als des ersten Reichstags- einer Brauerei in Grünau sind sämtliche Kollegen dem Verbande febung der sozialdemokratischen Theorien in die Braris nicht glauben abgeordneten für den vierten Wahlkreis gedacht hatte, nahm 3 u beigetreten. Da nun das Bier dieses Geschäftes faft ausschließlich fönne. Dem Redner wurde von den verschiedensten Seiten ge- beil das Wort. Er kennzeichnete zunächst das Wesen des Militaris- in Berlin verkauft wird, ist es durch den Einfluß der Organisation antwortet. Was den Schöneberger Begräbnisfall anbelangt, so mus, der, von der Einbildung beherrscht, etwas ganz Besonderes zu gelungen, einen Tarif mit der Brauerei abzuschließen, der den dort tourde auf die unzähligen bisherigen Widerwärtigkeiten und häßlichen sein, sich über das Volk erhebt und mit grenzenlosem Dünkel auf Beschäftigten ganz bedeutende Vorteile sichert. Vorkommnisse hingewiesen, die seitens der Pastoren bei Be- dasselbe herabblickt. Diese Ueberhebung, die besonders start im erdigungen unserer Genossen geradezu provoziert werden, sobald die Offizierkorps, und sich von da auch auf die Unteroffiziere über- Reinidendorf. Der hiesige Wahlverein hielt an Dienstag feine Hinterbliebenen dem Begräbnis durch Hinzuziehung eines Geistlichen trägt, dazu der Kadavergehorsam, welcher von den Untergebenen ge- Generalversammlung ab. Nach dem Vorstandsbericht beträgt die eine höhere Feierlichkeit verleihen wollen. Die Intoleranz fordert wird und die ungeheure Machtbefugnis, welche den Vor- Mitgliederzahl 370, was wiederum eine Zunahme gegen voriges Iiege also nicht auf unserer, sondern auf der Seite der gefeßten dadurch übertragen wird, sind die hauptsächlichsten Ursachen Jahr bedeutet. Versammlungen sind im letzten Quartal 13 abGeistlichen. Uebrigens habe man ja in Schöneberg gerade das der schmählichsten Beschimpfungen und Mißhandlungen, unter denen gehalten worden. Ausgeschlossen wurden 30 Mitglieder wegen getan, was Dr. Löwenstein verlange: nämlich den religiösen Ge- die Söhne des Boltes, solange fie des Königs Rod" tragen, zu restierender Beiträge. Der Kassenbericht weist folgendes auf: Einfühlen der Frau des verstorbenen Genossen durchaus Rechnung ge- leiden haben. Lange Zeit erfuhr die Oeffentlichkeit fast nichts von nahme 346,51 M., Ausgabe 259,31 M., Ueberschuß 186,20 M. Az tragen, indem man von der Kranzspendung mit den anstößigen" diesen univürdigen Zuständen. Es ist ein Verdienst der Sozial- Delegierte zur Kreiskonferenz wurden die Genoffen Henschel, roten Traueremblemen Abstand nahm. Bon einer" Intoleranz" demokratie, besonders des Genoffen Bebel, daß die Soldatenmiß- Mantowski, Gursch und Schott gewählt. Bestätigt wurde oder Gefährdung der Geistesfreiheit" fönne mithin gar keine Rede handlungen im Reichstage besprochen und an das Licht der Deffent der Genosse Müller zum Bezirksführer für den Bezirk 1a. Ferner sein. Wenn aber die Beteiligung an dem Trauergefolge zu wünschen lichkeit gezogen wurden. Es tamen wohl Erlasse, welche die Miß- wurde beschlossen die Gründung eines selbständigen Bezirks- Wahlübrig gelaffen habe, so tönne man es doch keinem Genossen verdenken, handlungen beseitigen sollten, aber im Grunde genommen blieb vereins für Reinidendorf- West. Mit der weiteren Regelung dieser wenn er darauf berzichte, die etwaigen beleidigenden Ausfälle gegen alles beim alten, da man ja nicht daran denkt, die im System des Angelegenheit wird sich eine später zusammenzusehende Kommission die Sozialdemokratie in der Leichenrede eines Geistlichen mit an- heutigen Militarismus liegenden Ursachen der Mißhandlungen zu beschäftigen. Wegen wiederholten Verkehrens in gesperrten Lokalen zuhören. Der Vorsitzende Ridert machte den Dr. Löwenstein beseitigen. Der Redner besprach eine Reihe von Einzelfällen, welche wurde mehreren Genossen eine scharfe Rüge erteilt. Das Mitglied überdies darauf aufmerksam, daß das Verhalten der Schöneberger durch Verhandlungen vor den Kriegsgerichten bekannt geworden sind August Bolz mußte, weil er gegen die Interessen des Wahlvereing Genoffen in diesem Falle lediglich einem allgemeinen Beschluß der und zeigte, mit wie milden Strafen die Peiniger der Soldaten verstoßen hat, aus demselben ausgeschlossen werden. " " Den Worauf es ankommt! Wenn es noch Leute gibt, denen Malzkaffee nicht schmeckt, so liegt das einfach an zwei leicht zu vermeidenden Fehlern. Entweder hat man nicht den richtigen Malzkaffee eingekauft der echte„ Kathreiners Malztaffee" tommt nur in geschlossenen Paketen mit dem Bilde des Pfarrers Kneipp zum Verkauf oder man hat ihn falsch zubereitet. Wird Kathreiners Malzkaffee richtig zubereitet, so ist er nicht nur das gesündeste, sondern auch das angenehmste tägliche Getränk, sei es, daß man ihn als vollkommenen Kaffee- Ersatz trinkt, sei es, daß man ihn als Kaffee- Zusatz, oder, was immer mehr Anhänger findet, als Zusatz zum Katao genießt. Kathreiners Malzkaffee muß aber auf eine ganz bestimmte Art gekocht werden, wenn er seinen ausgesprochen feinen Geschmack voll entwickeln soll, nämlich so: W Nicht zu fein mahlen. Einen großen Topf nehmen. Nicht überbrühen, sondern mit kaltem Wasser ansetzen. Langsam zum Kochen bringen.- Zeitweilig umrühren und 3-5 Minuten langsam kochen lassen. Vom Feuer rücken und einige Löffel kaltes Wasser zugießen. Hierauf noch 1-2 Minuten ruhig stehen lassen; dann abgießen. Gekochte, gute Milch, möglichst Sahne, dazu nehmen. Wenn man Kathreiners Malzkaffee genau nach dieser Vorschrift kocht, dann wird jeder, der ihn trinkt und bisher falsch zubereitet hatte, hochbefriedigt sagen: „ Ja, das ist freilich etwas ganz Anderes!" Anmerkung: Ms Kaffee- Bufat berwendet man den Kathreiner", indem man den gemahlenen Bohnentaffee mit dem wie oben zubereiteten tochenden Malzkaffee überbrüht. Beste Mischung: halb und halb. Als Katao- Zufag verwendet man den Kathreiner", indem man in eine Tasse 14 Kaffeelöffel Katao und etwas Zucker tut und beides mit dem wie oben zubereiteten und abgegoffenen Malztaffee möglichst heiß verrührt. Zahn- Klinik, beliebige Zell. Hundekrankheiten Dr. Simmel, Prinzen, Preise zahlung. Olga Jacobson, straße 145. InvalidenSpezialbehandlung. 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Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 26. februar. Freie Volksbühne, nachm. 2, Uhr: 7. Abteilung: im Metropol- Theater, Madame Bonivard. 1. Abteilung: im Berliner Theater, 24: Ein Teufelskerl. II. Extravorstellung im Kleinen Theater, nachm. 3 Uhr: Nachtashl Montag: 8 Uhr im Rathause: Gorki. Kunstabend. Neue freie Volksbühne, nachm. 234 Uhr: Abteilung: 1. When im Neuen Theater: Der Gewissenswurm. Anfang 7 Uhr: pernband. Die Intigen Weiber von Windsor. Montag: Rienzi.( Anfang 7 Uhr.) Nenes königl. Opern Theater. Der Verschwender. T Montag: Das große Licht. Deutsches. Schuffelchen. Nachmittags 1, Uhr: Don Carlos. Montag: Schuffelchen. Berliner. Der Kaiserjäger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Leffing. Die Weber. Nachm. 2 Uhr: Monna Banna. Montag: Florian Geher. Weiten. Die neugierigen Frauen. Nachmittags 3 Uhr: Lucia von Lammermoor. Montag: Der Zigeunerbaron. Zentral. Die Jurheirat. Nachmittags 3 Uhr: Der Zigeunerbaron. Montag: Die Jurheirat. National. Undine. Montag: Fidelio. Neues. Ein Sommernachtstraum. Montag: Der Graf von Charolais. Thalia. Der Kilometerfreffer. Nachmittags 3, Uhr: Charleys Tante. Montag: Der Kilometerfresser. Rafino. Heirat auf Probe. Nachm. 4 Uhr: In Vertretung. Montag: Heirat auf Probe. Anfang 8 Uhr: Schiller 0.( Wallner Theater.) Im Hafen. 10 Nachmittags 3 Uhr: Medea. Montag: Familie Schierte. Schiller N.( Friedrich WilhelmUrania, Taubenstr. 48/49. 8 Uhr: Tierleben in der Wildnis. Montag 8 Uhr: Im Bannkreis der Jungfrau. Hörsaal: Dr. B. Donath: Spektral- Analyse. Sternwarte Invalidenstr. 57/62. CASTAN'S PANAST 0. Wallner- Theater. N. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Schiller- Theater Zirkus Schumann. Neue Welt Sonntag, nach m. 3 Uhr: Medea. Sonntag, abends 8 Uhr: Im Hafen. Montag, abends 8 Uhr: Familie Schierke. Dienstag, abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Thalia- Theater. Sonntag, nach m. 3 Uhr: Der Geizigo. Hierauf: Hexenfang. Sonntag, abends 8 Uhr: Fuhrmann Henschel. Montag, abends 8 Uhr: Im Hafen. Dienstag, abends 8 Uhr: In Behandlung. Heute Sonntag, den 26. d. Mts., nachm. 3, Uhr und abends 71, Uhr: 2 große außerordentliche 2 Gala- Vorstellungen. In beiden Vorstellungen: Gleich reichhaltiges, abwechselndes Programm u. Der Heldentenor zu Pferde. Neu! Neu! Der Bernhardiner Hund als Kunstreiter! Sohn des fönigl. Belle Alliance- Theater. Ser Albert Carré, niederländischen Dresdenerstr. 72/73. Direktion: Kren& Schönfeld. Belle Alliancestr. 7/8. ANOPTICUM. Seute nam. 3 Uhr b. halb. Preisen:| Heute nachm. 3 Uhr bei kleinen Breisen: Friedrichstr. 165. Neu! Rosa Wedsted, das finnländische Riesen- Mädchen!!! 2 Meter 20 cm groß! Neu! Das Erwachen des Poseidon! Berliner Aquarium Unter den Linden 68a Eingang Schadow- Straße No. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis: 25 Pfg. Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seetieren, Reptilien etc. National- Theater Weinbergsweg 19. Sonntag, den 26. 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Nachm. 4 Uhr auf allen Sigpläßen ein Kind frei, weitere Kinder halbe Preise. In beiden Vorstellungen: Die dressierten Affen des Clowns Armando. Besonders hervorzuheben: Der LuftschifferAffe. Herr Ernst Schumann mit seinen 6 Zebras. Die besten Clowns mit ihren Wizen und Späßen. Die vorzüglichsten Künstler und Künstlerinnen. Vorführen und Vorreiten der vorzügl. Schul-, Spring- u. Freiheitspferde. Die Fantasietänzerin Frl. Dobranow. Nachmittags 4 Uhr: Auftreten der Löwenbraut Miß Heliot mit ihren 12 wilden Löwen. Südwest- Afrika. Gr. Ausstattungs- Bantomime in 6 Kriegsbildern. Abends 7, Uhr: Mit noch nie dagewesenem Erfolge die große Ausstattungseerie Katharina II. Fortsetzung Großen Burrfegung ber Green Ringkampf- Konkurrenz. Internationalen M. 7500.- Geldpreise in bar! Ehrenprotektorat: Herr Professor Reinhold Begas. Beginn der Ringkämpfe zirka 834 Uhr. Jess Pedersen( Dänemark) gegen Emil Vervet( Frankreich). Nicolai Petroff( Bulgarien) gegen Georg Burghardt( Desterreich). 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