9**56* flbonnementS'Bcdingungcn: LbonnnnentS» Preis pränumerando i MerteljShrl. Z.Z0 Mt, monatl. l.lv Mk., wSchentlich 2s Pfg. frei i»I Haut. Einzelne Nummer S Psg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags- Beilage»Die Neue Welt' lv Psg. Post- Abonnement: l.lv Mark pro Monat. Eingetragen in die Post. Zeitung». Preisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich< Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland i Mar! pro Monat. ÄÄ. Jahrg. Die Insertion»-eedllhk beträgt für die sechsgespaltene Kolonel- zeile oder deren Raum«0 Psg.. für politische und gewer!schastliche Vereins- und VersammlungS-Anzeigen 25 Psg. „AUitu Hnzcigcn", das erste(fett- gedruckte) Wort lv Psg., jedes weitere Wort 5 Psg. Wort« über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Slummer müsse» bis 6 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen- tagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis K Uhr vormittags geöffnet. Crichelnt tZgttch»Btr fflontw. Devliner VolKsblÄkk* Telegramm-Adresse: „50tlIÄtttllIöIl!ltt Kit»»". �entralorgan dir fozialdcmokrati fd�en Partei Doitfcblands. Redaktion: SÄl. 68, Lindenstrasse 69. Nernsprecher:«mt IV, Rr. 1983. Die Etttscheidnngsschlacht bei Mnkden tobt nun bereits seit sechs Tagen. Allem Anschein nach ist die letzte Entscheidung noch nicht erfolgt. Offizielle japanische Meldungen über entscheidende Schläge liegen noch nicht vor. Englische Meldungen aus Tokio be> sagen allerdings, daß die Armee Oyamas die russische Armee von beiden Seiten umklaftert hat, so daß Kuropatkin einer vernichtenden Niederlage schwerlich entgehen werde. Andere englische Berichte melden die Vernichtung einer Kavallerie- division und die Eroberung von 26 russischen Geschützen. Sie geben sogar die Verluste der Russen auf hunderttausend Mann an. Diese letztere Nachricht ist offenbar übertrieben, da bei einem solchen Verlust die russische Armee sicher schon in vollständiger Auflösung begriffen wäre. Das ist aber augenscheinlich nicht der Fall, sondern der Kampf dauert un- unterbrochen mit größter Erbitterung fort. Das allerdings geht sowohl aus den russischen wie aus den japanischen und englischen Mitteilungen hervor, daß die Japaner fortgesetzt an Terrain gewinnen. Daß die russischen Verluste außerordentlich große sind, beweist ein Telegramm der„Petersburger Telegraphen- agentur". Diese offizielle Agentur erklärt, daß in dem fünftägigen Gefechte die Russe» 15 006 Verwundete verloren hätten. Die Zahl der Toten wird also nicht angegeben. Rechnet man sie hinzu und macht man den crfahrungsmäßig zulässigen Aufschlag von 160 Proz., so darf man wohl die russischen Verluste bis jetzt auf zirka 40000 Mann veranschlagen. Die russischen Meldungen geben nur indirekt zu, daß die Japaner bisher siegreich gewesen sind. Bei genauerer Lektüre und bei einem Vergleichen der Nachrichten auf Grund der vorliegenden Karlen sieht man aber deutlich, wie die Russen von Tag zu Tag zurückgeivorfen »Vörden sind. Eine russische Meldung vom 3. März erklärt, daß der Putilowhügel» also der Stützpunkt der russischen Stellung im Zentrum, bisher gehalten worden sei. Dieser Putilowhügel, der auf den Karten nicht verzeichnet ist, befindet sich offenbar am Schaho, wo sich zu Beginn der Schlacht die nlssischen Stellungen befanden. Diese russischen Stellungen sind aber vollständig aufgegeben worden. Spätere russische Meldungen besagen nämlich, daß die neuen Kämpfe sich am H u n h 0 abspielen. Dieser Hunho befindet sich aber zehn Kilometer nördlich vom Schaho. So weit sind also die Russen aus ihren festen Verschanzungen herausgeworfen worden. Nach einer Meldung aus Tokio haben die Japaner einen Hügel 6400 Meter südlich von Mukden erobert und überschütten von dort auS die Russen init ihrein Artilleriefeuer. Daß die Japaner tatsächlich bis zum Hunho vorgedrungen sind, gibt auch eine Reuter- Meldung aus Mukden zu. Sie erklärt, daß der heiße Kampf am Sonntag a in Hunho stattgefunden habe. Die russischen sVerluste seien in Anbetracht des fünftägigen Kampfes«nicht übermäßig". Man mutz dabei be- denken, daß diese Mukdener Telegramme des betreffenden englischen Korrespondenten die russische Zensur passiert haben müssen, um sich eine rechte Vor- stellung davon zu machen, was unter dein„nicht übermäßig" zu verstehen ist. Dasselbe Reuter-Telegramm meldet, daß am Sonntag nordwestlich von Mukden. sch»oerer Geschützdonner vernommen worden sei. Dort habe Kuropatkin einen Kampf mit den Japanern, die den rechten Flügel der Russen umgangen hatten, aufgenonimen. Das Schlachtenbild ist also das. daß die Russen im Zentrum an« ihren festen Stellungen herausgeworfen sind, daß sich die japanischen Stellungen bis auf 6 Kilometer Mukden genähert haben, daß die javanischen Granaten bereits Mukden erreichen und daß gleichzeitig die beiden russischen Flanken im Osten und namentlich auch im Westen von den Japanern umgangen worden sind. Aus diesem Erfolge der Japaner geht hervor, daß bisher die Russen den japanischen An- griffen nicht standgehalten haben. Da aber durch das Vor- dringen auch des Zentrums die Umklammerung der Russen und das Zusamnicnwirkcn der japanischen Annecn ein engereL geworden ist, ist nicht mehr zu erwarten, daß es den Russen gelingen wird, sich der japanischen Angriffe zu er- wehren. Höchst wahrscheinlich wird morgen oder übermorgen die Einnahme MnkdenS durch die Japaner gemeldet»verde«. Wie große Teile der Armee Kuropatkins sich der Uinklamme- rung zu entziehen vermögen werden, bleibt abzuwarten. Flügel em surckitbareS Feuer mit schiveren Belagerungsgeschützen; es scheint inunöglich. daß die Befestigungen den gewaltigen Geschossen lange widerstehen können.— Eine zweite Depesche desselben Kor» respondcnten von gestern meldet: Die Japaner errangen jenseits des Hunho einen bemerkenswerten Sieg, indem sie zwei kürzlich aus Europa eingetroffene Divisionen des 16. Korps in einzelnen Abteilungen schlugen. Bei dem Kampfe kam es zu großen Verlusten. Die Japaner machten erhebliche Beute an Schießbedarf. Tokio, 5. März.(Reuter-Meldung.) Marschall Ohama fährt in der Dnrchsührnng großer umfassender Bewegungen um beide russischen Flanken herum fort. Seine Front bildet jetzt eine große halbkreisförmige Basis am Schaho, sein rechter Arm reicht big zu einem Punkt ostlich von Fuschan, der linke blS zu einer Stelle»vest- lich von Mukden. Er zieht jetzt die große IlmfassungSlinie I stetig enger. Kuropatkin macht verzweifelte An« strengungen, das Vorrücken der Japaner auf» zuhalten, indem er die Angriffe gegen seine Flanken bekämpft und gegen die Japaner in ihren: Zentrum vorgeht. Meldungen Knropatkins. Petersburg, 6. März. General Kuropatkiit telegraphiert von» 4. März: An der Front tvestlich von Mnkden ist die Nacht ruhig verlaufen. Gestern begegnete eine russische Abteilung auf der Straße von Mnkden nach H s i n m in t u n, fünf West nordwestlich von Taschitschao, einer von Westen anmarschierenden feindlichen Abteilung; unsere Abteilung ließ sich auf ein Gefecht mit dem Gegner ein. Bon der rechten Flanke unserer Armeen sind keine Berichte eingegangen. Seit heute früh ist Geschützfeuer aus der Richtung von Suchudstapu vernehmbar. Vor unserer mittleren Stellung ist es ruhig; nur gegen die bei S a ch c p n stehende Abteilimg führten die Japaner abends einen Angriff aus, wobei sie bis an die Draht- Hindernisse unserer Befestigungen herankrochen und Handgranaten »varfen, sie wurden jedoch bald durch unser Geschützfeuer zurück- geschlagen, ohne daß cS ihnen gelungen wäre, die Drahtzäune zu beschädigen. Auf unserer rechten Flanke hat die japanische Garde gesiem abends und nachts ihre heftigen Angriffe gegen die Stellung bei Kandolissan fortgesetzt; der letzte Angriff, der zehnte, wurde um vier Uhr früh zurückgeschlagen. In unseren Schanzen sind die Leichen von Japanern aufgehäuft. Die Angriffe gegen den Katuli n- Paß stellte der Gegner gestern nachmittag ein. jedoch wurden für den Abend erneute Angriffe erlvartet. Bei den Detachements der linken Flanke der russischen Armee hörte gestern abend daS Gefecht auf. wobei gegenüber den Stellungen von Kudiadzu ein Rückzug der japanischen Truppen bemerkt wurde. Unter den gestern Verwundeten befinden sich Generalmajor Schatiloff und Oberleutnant Gurko. Heute ivnrde die Vorhut des unsere rechte Flanke umgehenden Gegners zwischen der H s i n m i n t u n st r a ß e und dem Hunho, etwa 8 Werst von der Station Mukden, bemerkt. Bei Tagesanbruch des 4. März nahmen die Japaner Suchudziapu ein. rückten aber nicht weiter vor. Nach heftigem Kampfe nahmen die Japaner auch Lanschanpu, doch wurde ihr An- rücken gegen unsere Stellungen bei Sachepu, das heute morgen um ö Uhr begann, aufgehalten. Die Gegner wurden durch Salven der Vorhut zurückgeivorfen. Den Pntilow-Hügel griffen die Japaner gestern abend nm 11 Uhr und nachts um 1 Uhr an, wurden jedoch jedesmal zurückgeschlagen. Gegen unsere Stellungen im Kandolissan-Bczirl»vicdcrholte der Gegner seine sehr energischen Angriffe bis zum Morgen. Unr 8 Uhr morgens wurde der Feind mit großen Verlusten zurückgeschlagen. Dieser letzte Angriff war der dreizehnte. Tagöüber wurden die Angriffe eingestellt. Gegen den Kutulin-Paß unternahm gestern 2 Uhr nachts der Gegner zwei Angriffe, die aber beide zurückgeschlagen wurden. Auf unserer äußersten linken Flanke vergingen die Nacht und der folgende Tag verhältnismäßig ruhig. Der'bei Kudiadzu befindliche Truppenteil führte nachts einen partiellen Vonnarsch aus. Petersburg, 6. März. Die Petersburger Telegraphen- Agentur meldet aus Mukden von heute früh 4a/4 Uhr: Die Angriffe der Japaner gegen verschiedene Punkte unserer Front»vurdcn fortgesetzt, doch wurden sie überall zurückgeschlagen. Am heftigsten tobte der Kampf auf den: rechten Flügel von der Ortschaft Matiapn bis zu dem am Morgen besetzten Nucsmtun. Die Artillerie ivechselte bis zum Abend Schüsse: von Salinpu her fielen Geschosse bis zur Ortschaft Lug u antun nieder; südlich von Matiapn am linken Hunho-llser griffen die Japaner gegen Abend Elcaisa an. Im Zentrum rückten die Japaner bis westlich von Sahepu vor. Unsere Truppen machten bei Gegenangriffen östlich vom Putilowhügel gegen 100 Gefangene. Auf dem linken Flügel dauern die Angriffe auf unsere Stellungen im Rayon Kanoolissa und bei der Abteilung Renncnkampf fort. Die japanischen Kolonnen, die gegen den Kutnlinpaß vorrückten, haben die Angriffe eingestellt und sich nach Süden zurückgezogen. Trotz der Kälte nimmt der am 24. Februar auf dem äußersten linken Flügel be- gonnene Kampf, welcher sich auf der ganzen 120 Wer st langen Front bis Mukden ausbreitet, einen immer hartnäckigeren Charakter an; die Japaner erleiden große Verluste; wir verloren an Verwundete» gegen 15 000 Mann. Eine fiinfte japanische Armee. London, S. März..Morning Post' meldet aus Schanghai vom 4. d. M.: Die Japaner sind im Begriff eine fünfte Armee aus 8 Divisionen, die 140000 Mann stark aus den Reserven der Jahr- gänge 87 /91 bestehen soll, aufzustellen. Drei Divisionen sind schon im Nordosten von Korea gelandet; der eine Teil davon soll gegen Wladiwostok vorrücken, der andere soll der- suchen den linken Flügel der russischen Man- dschurei-Armee zu umgehen. Eine japanische Reserve- Armee zur Landesverteidigung in Japan ist aus Reservemann- schaften der Jahrgänge 84/86 aufgestellt worden.— In Hakodate ist ein Geschwader vereinigt, bestehend aus zwei Panzer-, zwei geschützten Kreuzen», 16 Torpedobooten und-Zerstörern und den Hulfskreuzern„ßoiigkong-Mciu," und„Nippon-Maru". Große Kohlendepots find auf Formosa als Flottenstützpunkt angelegt; diese Plätze sind durch Minensperren geschützt. Der Dampfer.Minnesota' hat in Japan Lokomotiven und anderes Eiscnbahmnatcrial für Korea gelöscht. Sechzig Haubitzen sind von Japan nach dem Schaho ge- schickt worden. Die chinesische Regierung hat, wie dem genannten Blatte ferner gemeldet wird, mit einer auswärtigen Finita Lieferungs- Verträge für Geschütz- und Gewehrmunition im Betrage von zwei Millionen Taels abgeschlossen. Der doppelte Zar. Die beiden fast gleichzeitigen Erlasse deö Zaren, von denen der eine sich lediglich gegen die revolutionären Uebeltäter wendet und die Befestigung der Selbstherrschast in gesalbten Worten proklamiert, der andere aber mit dem Schatten einer„Verfassung" gaukelt, geben vielfach Anlaß zu Erörterungen über die Entstehungsgeschichte des letzten Reskripts. Man hat den Eindruck, als ob man in Petersburg geflissentlich die Anschauung zu nähren sucht, daß die beiden Kundgebungen des Zaren im schroffsten Widerspruch ständen, um Expedition: SM. 68» �.indenstrassc 69. Fernsprecher: Amt IV, Nr. 1981. dem letzten eine Bedeutung zu geben, die er gar nicht hat. In der Tat stammen beide Erlasse aus der gleichen Wurzel und man braucht gar nicht anzunehmen, daß der„VerfassungS"-Wisch einen Sieg der mehr liberal gerichteten Minister über die reaktionären Berater des Zaren bedeutet. Darum haben die Meldungen über den Ursprung der zweiten Kundgebung kaum Wert. Der erste Erlaß des Zaren soll von den beiden Fanatikern des starrsten Absolutismus PobjedonoSzew und dem Fürsten Meschtschcrsky verfaßt sein— sie könnten aber gut auch die Väter des SchlvindelS des ziveiten Mani- festes sein. Sicher ist, daß auch das Versprechen des Parlaments der„reifen Kräfte", das man ganz zutreffend als eine Patrioten-Liga-Gründung bezeichnet, keinerlei Eindruck in Rußland gemacht hat, wenigstens nicht den gewünschten. Im günstigsten Falle lvürde dies„Parlament" eine Neuauflage der Subatow-Politik auf politischem Gebiete. Wie Subatow Arbeiter-Gewerkschaften unter polizeilicher Führung gründete, so würde aus der Erfüllung dieses„VcrfassungS"- versprechcns eine Art Polizeiparlament herauskommen. Die Ausstandsbetvegung schlvillt immer mächtiger empor, ohne daß die Nachrichten zuverlässig und widerspruchslos sind. In Petersburg sollen über 200 000 Arbeiter streiken. In Russisch- Polen wüten unausgesetzt die Kosalen und vermehren die Opfer deS Freiheitskampfes. Auch am KaulasuS dauern die Metzeleien fort. Charakteristisch ist es. daß jetzt selbst der offizielle Telegraph Schandtaten von Offizieren berichtet. » �« Die Entstehung des Manifestes der„reifen Kräfte". Heber die Entstehung des Manifestes des Zaren teilt der PeterS- burger Korrespondent des„Daily Telegraph" auf Grund von In- formationen, die er von einem hohen Beamten des Kultusministeriums erhielt, folgendes mit, das wir unter dem oben begründeten Bor- behalt Iviedcrgeben wollen: Das erste Manifest kam nicht zur Besprechung im Ministerrat und wurde auch nicht irgend einem verantwortungsvollen Berater des Zaren unterbreitet, sondern im geheimen vom Oberprokurator deS Heiligen Synod PobjedonoSzew ausgearbeitet, von ihm m-t dem Zaren und der Kasserin-Witwe besprochen und dann zur allgemeinen B e st ü r z n n g aller maßgebenden Stellen veröffentlicht. PobjedonoSzew hatte schon lange etwas Derartiges geplant, wie aus dem Umstand hervorgeht, daß die„MoSkowska Gazeta", das Blatt des getöteten Großfürsten Sergius, und ebenso der„Graschdanin". daS Blatt des reaktionären Fürsten Mestscherski, wiederholt darauf angespielt hatten. PobjedonoSzew, der schon lange an den Sitzungen deS NeichSrats nicht mehr teilnimmt, bot nicht dem Zaren die Ausarbeitung deS Manifestes an, dies kam vielmehr folgendermaßen zustande: Der Zar, den die Ereignisse der letzten Wochen sehr entmutigt haben, ließ den Prokurator zu sich kommen, um über die Lage des Reichs mit ihm zu sprechen. Im Laufe des Gesprächs äußerte der Zar, er wisse, daß ihn jeden Augenblick das Geschick seines Onkels Sergius ereile» könne, er fürchte jedoch nichts, da er überzeugt sei, daß Gott wolle, er solle auf seinem Posten bleiben und seine Pflicht bis zum bitteren Ende tun. PobjedonoSzew erhielt darauf den Auftrag, ein Manifest auszuarbeiten, worin Zeugnis von dem Glauben des Zaren an das wunderbare Wirke» der Vorsehung bei der Gestaltung der Geschicke Rußlands abgelegt »verde. Als sich der Ministerrat Donnerstag nachmittag in ZarSkoe Sselo unter den: Vorsitz des Zaren versammelte, herrschte all- gemeine Niedergeschlagenheit, da alle fühlten, daß die Beratungen dort im Vergleich zu der schicksalsschweren Tragweite eineS zu- fällig entstandenen Schriftstücks, wie des Manifestes, wenig be» deute. Was in der Sitzung des Ministerrats vorging, ist nicht be- kannt geworden, es läßt sich»rur sagen, daß das Reskript deS Zaren an den Minister de» Innen» über die Schaffung einer legislativen Versammlung, das am selben Nachmittag unterzeichnet wurde, eine ebenso große Ueberraschung für dir PobjedonoSzew- Gruppe war, wie eS das Manifest für die Gegenpartei gewesen war. DaS Reskript hatte nicht auf der Tagesordnung gestanden. und als PobjedonoSzew am Abend davon hörte, gab er semer Miß- Billigung in scharfer Weise Ansdnick. Man sieht, daß die russische Beamtenwelt mit Abficht die Korrespondenten in dieser Weise inspiriert, um den.VerfassungS'- UkaS als eine Resonntat auszugeben. Die Stimmung in Rußland. Khodsky, der Herausgeber des neuerdings unterdrückten Blatte» „Vasha Shisu" äußerte über das Reskript, wie dem„B. T." tele- graphiert wird, daß es erstens kein Datum fiir die Ausführung der »Reformen festsetze, zweitens, daß es nicht» über dl« Art der Ausführung sage, und drittens, daß es keinerlei Garantien dafür biete, daß die Reformen tatsächlich verwirklicht»verde». Man könne einen Wahlmodus schaffen, der die Stimme des Volkes er- sticken und die Versammlung den Reaktionären und Bureaukraten ausliefern»verde. Die Bureaukratie werde zweifellos ihren Einfluß ausbietcn, um diese Reform»oie alle ftüheren zu verhindern oder zu ihrein eigenen Nutzen zu verwerten. Die Opposition»verde die Waffen nicht niederlegen, bevor fie das Resultat des Reskripts nicht kenne. „Rufs." fordert die Regienmg auf, Farbe zu bekennen; ein ssmsiri sodor auf nationaler Grundlage sei da» einzige Mittel zur Befriedigung des Volkes.„Slowo" ruft:„Bahn frei, da» Volk kommt!" DaS Blatt Ivarnt vor Verzögerungen. Fürst MeschtscherSki warnt vor einer Gleichstellung der Begriffe „reife Elemente" und„Intelligenz" und fordert, daß die Bauern lediglich Bauern deS eigenen Bezirkes wählen und die Regierung strenger denn je an ihren Machtbefugnissen festhalte, damit die Reform nicht den Anschein des Nachgeben» gegen die Liberalen erlvecke. . N 0 w 0 st i" stehen dem Erlaß skepttsch gegenüber, da daS vorangegangene Manifest an jenes von 1881 erinnere, daS die Grund» läge der Politik Alexanders III. bildete. Die„Börsen-Zeitung" bespricht die dem Lande bevor» stehenden Aufgaben, fordert Bürgschaften für daS fteie Wort in der Presse und meint, die Volksvertretung Rußlands müsse eigenartig werden, da die veralteten westlichen Muster nicht anwendbar seien; jedenfalls sei Eile geboten,(„Vossische Zeitung",) * Gerichtet! B j e l o st o k, 6. März. Der Jsprawnik, der Chef der Polizei des Bezirks, ist getötet worden. *** Bestialische Offiziere. Der offizielle Telegraph meldet: Wjatka, 6, März, Der Unterricht wird in allen Schulen voraussichtlich bald wieder beginnen, doch fürchten sich die Eltern der Schüler, wegen der bedrohlichen Haltung einzelner Elemente der Bevölkerung ihre Kinder auf die Straße zu lassen. Am 28. Februar hatte ein betrunkener Offizier einen Schüler auspeitschen lassen und ihn dann selbst mit Schlägen mißhandelt, bis er starb. ** * Der Streik in Petersburg. Während private Meldungen vom Sonnabend die Zahl der Streikenden auf 200 000 bezifferten, meldet ein offizielles Telegramm vom 4, März: Die Zahl der Ausständigen hat sehr zugenommen; im ganzen streiken in 83 Werken 51 604 Arbeiter, Der Tag verlief ruhig und ohne Zusammenstöße mit den Militärpatrouillen und der Polizei, Nach einer Meldung der„Vossischen Zeitung" vom Montag nahm die Mehrzahl der schlechtest bezahlten ungelernten Arbeiter die Arbeit wieder auf. Die Ausständigen drangen in die Fabriken ein und hielten dort Propagandareden. Das Militär wurde verstärkt. *-« * Die Ausstandsbewegung. Offizielle Telegramme. Lodz. Ueber die Unruhen in der Fabrik Posnansky zu Lodz werden folgende Einzelheiten gemeldet: Die Arbeiter, welche vor den Kosaken flohen,„fielen" in einen Teich(das heißt: sie wurden von den Kosaken in den Teich getrieben), wobei 24 Frauen ertranken und vier Arbeiter getötet wurden. Heute explodierte in dem bei dein Fabrikkontor gelegenen Bierausschank eine Dynamitbombe. Der Besitzer wurde ge- tötet, die Schankwirtschaft zerstört. Drei Dctektives wurden ermordet. Ein kaiserliches Reskript erteilt dem General Tschertkow wegen seiner zerrütteten Gesundheit die erbetene Entlassung voni Posten des Generalgouverneurs und Kommandierenden des Militärbezirks Warschau. Zum Nachfolger Tschertkows ist der Hetman der Donschen Kosaken Maximowitsch ernannt. Zarizyu(Gouv. Saratow), 5. März. Der in den Ural- Wolgawerken ansgebrochcne Ansstand ergriff sämtliche Fabriken und Druckereien. Die Läden sind geschlossen. In den Straßen sieht man Militärpatrouillen, die Arbeiter hatten sich ruhig. Den Forderungen derselben traten auch die Handlungs- gehiilsen bei. h Kursk, 5. März. Hier dauert die Erregung infolge der am 25. v. Mts. stattgehabten Ausschreitungen an. Der Gouverneur gibt bekannt, daß eine strenge gerichtliche Unter- suchung wegen der rohen Behandlung der Schüler seitens der Polizei eingeleitet wurde und sichert eine unparteiische Beurteilung der Vorgänge, Bestrafung der Schuldigen und Ver- öffentlichung der Ergebnisse der Untersuchung zu. Tslhita, 6. März. Etwa 1000 Arbeiter der hiesigen Bahn- Werkstätten sind heute früh in den Ausstand getreten. Sie fordern die Freilassung von 19 in einer Arbeiterversammlung verhafteten Kameraden. Wilna, 6. März. Die Arbeiter der hiesigen Fabriken und Druckereien sind heute in Ausstand getreten. Die Zeitungen werden morgen nicht erscheinen. Die Läden werden aus Furcht vor Uebcrfällen geschlossen. Patrouillen durchziehen die Straßen. »* • Nene Metzeleien am Kaukasus. Batnm, 6. März.(Offizielles Telegramm.) Gester» find hier 13 Personen getötet oder verwundet worden. »»» Ueber Gapon werden von den Sensationsblättern alle möglichen Nachrichten verbreitet, von denen zuverlässig nur die eine scheint: daß Gapon gerettet ist und sich jüngst in Genf aufgehalten hat. poUtifcKe GeberHeht. Berlin, den 6. März. Deutscher Reichstag. Am Montag wurde die sozialpolitische Debatte fortgesetzt. Nachdem in den ersten Tagen die Vertreter der Parteien ihren grundsätzlichen Standpunkt dargelegt haben, beschränken sie sich jetzt darauf, zu den in den Resolutionen angeregten Einzel- fragen Stellung zu nehmen. Nur die Vertreter der Rechten, die sachlich nichts vorzubringen wissen, wiederholen ins Un- endliche ihre Phrasen vom Kampf gegen das Großkapital und vom Schutze des Handwerks. So begeisterte sich heute der Antisemit Werner wieber einmal für dey Befähigungs- Nachweis und eiferte gegen den„feuergefährlichen Polypen" am Volkskörper, die Warenhäuser. Und der Bauernbündler Dr. W o l f f schalt den Hausierhandel eine Landplage und die Beteiligung der Beamten an Konsumvereinen einen groben Unfug. Ernster war die Rede des Abg. Dr. P o t t h o f f von der Freisinnigen Vereinigung für die Interessen der Privatbeamten. Zweifellos hat das Reich seine sozialpoliti- schen Pflichten gegenüber den Bureaubeamten, den Handels- angestellten, den landwirtschaftlichen und technischen Beamten bisher nur höchst mangelhaft erfüllt, und keine Partei wird so gern wie die unsere bereit sein, dafür zu sorgen, daß das Versäumte nachgeholt wird. Aber in dem Standesdünkel des „neuen Mittelstandes", in dessen Namen Herr Dr. Potthoff entrüstet dagegen protestierte, daß man den Werkmeistern ihre Beamteneigenschaft rauben und sie in das große Heer der ge- werblichen Arbeiter einreihen wollte, kann nur eine Gefährdung des notwendigerweise gemeinsamen Kampfes der ausgebeuteten Klassen liegen. Für eine besondere Klasse dieser Privat- beamten trat Rechtsanwalt Dr. T h a l e r ein. So löblich sein Unternehmen ist, die elende Lage der Bureaugehülfen in den Rechtsanwalts- und Notarstuben zu verbessern, so fürchter- lich war das Juristendeutsch, in dem Herr Dr. Thaler„eine genauere Detaillierung der diesbezügliche Bestimmungen für die diesbezüglichen Personen" forderte. Noch schönere Rede- blüten leistete sich in seiner Jungfernrede der freisinnige Ver- treter für Jerichow, der neugewählte Abg. Mertens, der „mit dem Messer der Kritik in die Zustände der Erziehungs- Häuser hinemleuchtete". Sm kritisches Resser war übrigens recht stumpf, seine Forderungen für einen vernunftgemäßen Ausbgu des Zwangserziehungswesens— schon das Wort ist ein Unsinn— recht bescheiden; aber hier wie bei den Klagen über die mangelhafte Durchführung des Kinderschutz-Gesetzes deckte er alte, schwere Sünden der bürgerlichen Reichstags- Mehrheit auf, Genosse Horn trug mit großer Sachkunde die Klagen der Glasarbeiter vor. Das patriarchalische System, das in den großen Aktiengesellschaften der Glasindustrie herrscht, kennzeichnet sich durch 20prozentige Dividenden auf der einen und schamloser Ausbeutung der Arbeiter, selbst der Arbeiter- kinder sogar am Sonntag, auf der anderen Seite. Durch Er- schwerung der Koalition und durch Vergebung von Ge- fangenenarbeit unterstützt die Regierung noch das arbeiter- feindliche Treiben der Unternehmergruppe in dieser Industrie. Mit Rücksicht auf die elenden Gesundheitsverhältnisse, unter denen die Glasarbeiter heute leben, und die großen Gefahren, denen sie durch die Nichtbeachtung aller gesetzlichen Schutz- besümmungen ausgesetzt sind, forderte Genosse Horn eine energische Durchführung der Sonnragsruhe und eine kräftige Verstärkung der Gewerbe-Aufsicht für die Glasindustrie. Die Fortsetzung der Debatte wurde schon verhältnismäßig früh auf Dienstag 1 Uhr vertagt.— Preußische Eisenbahnpolitik. Das preußische Abgeordnetenhaus überwies am Montag zunächst den von Mitgliedern aller Parteien unterzeich- neten Antrag Dr. Krause(natl.) und Genossen auf Bereitstellung von Mitteln zur Gewährung von unverzinslichen oder gering ver- zinslichen Darlehen an die durch den elementaren Wassermangel des Sommers 1904 schwer geschädigten Klein schiffer zum Zweck ihrer Erhaltung im Haus- und Nahrungszustande. Aus der Debatte, die mit der Ucbcrweisung des Antrags an die Budgetkommission endete, ist nur die Rede des Abgeord- neten v. Arnim(k.) hervorzuheben, der sogar bei dieser Ge- legenheit die Regierung um Unterstützung der Landwirtschaft anschnorrte. Nach Erledigung dieses Antrages begann die zweite Beratung des Etats der Eisenbahnverwaltung. Die Debatte wurde durch eine l'/sstündige Rede des Ministers v. Budde eingeleitet, die von Anfang bis zu Ende ein Ruhmeslied auf seine Verwaltung bildete. Der Minister gab ein klares Bild von der günsügen Finanzlage der Eisen- bahnverwaltung, um sodann in marktschreierischer Weise seine Sozialpolitik anzupreisen, die im Grunde genommen doch nur darauf hinauskommt, durch allerlei Wohltätigkeitseinrichtungen die Beamten und Arbeiter über ihre Lage hinwegzutäuschen. Welchen Wert die Buddesche Sozialpolitik hat, geht aus seiner Aeußerung hervor, man müsse gerade fiir das Wohnungs- bedürfnis der Angestellten in einem steigenden Maße sorgen, um die Arbeiter und Beamten an die Eisenbahnvcrwaltung zu fesseln. Herr v. Budde will eben keine freien Menschen, sondern Staatssklaven. Daß er in seine Rede auch einige Bemerkungen gegen diejenigen einflocht, die die Arbeiter un- zufrieden machen, bedarf kaum noch besonderer Erwähnung. Die Personentarifreform hält der Minister für dringend geboten, es soll aber keine Verbilligung, sondern nur eine Vereinfachung der Tarife eintreten; die Eisenbahnen sollen nach wie vor eine ergiebige Einnahmequelle für den Staat bilden. Wie hoch Herr v. Budde seine Zuhörer ein- schätzt, bewies er durch seine Bemerkung, daß die Eisenbahn- Überschüsse eine weitere Erhöhung der Steuern verhindern und daß sie infolge dessen eine Dividende für jeden Steuerzahler bilden. Schade nur, daß die Steuerzahler von dieser Dividende nichts zu schlucken bekommen, sondern sie vielmehr aufbringen müssen! Die Beratung des Etats erfolgt nach einem bestimmten Geschäftsplan. Dem entsprechend drehte sich die Diskussion zunächst um die Frage der Betriebsmittel-Gemein- s ch a f t, die von allen Seiten freudig begrüßt wurde, allerdings nur in der bestimmten Erwartung, daß diese Gemein- schaft nicht zum System der Reichseisenbahnen führen dürfe. Dieser Anschauung huldigt auch der Minister. Ganz unverhüllt wurde der politisch reaktionäre, preußisch- partikularistischc Charakter der Bettiebsmittel-Gemeinschaft, die für Preußen in erster Linie ein Mittel ist, einerseits seine politisch-wirtschaftliche Vormacht im Reiche zu befestigen und zu steigern, andererseits eine Uebernahme der EiseulmHueu auf das Reich zu vereiteln. Das wurde mit fast brutaler Offen- heit eingestanden. In der Tat ist diese preußische Betriebsmittel-Gcmeiuschaft, deren technische Vorzüge man immerhin anerkennen kann, ein großartiges Machtmittel der preußischen Reaktion. Die Furcht, die Eisenbahnen dem Reich zu übertragen, ist nicht erwachsen aus dem Bedürfnis, die Selbständigkeit der Einzelstaaten innerhalb des Reiches aufrecht zu erhalten, sondern aus der zielbewußten Politik Preußens, seine Uebermacht gegenüber dem Reich und den anderen Einzelstaaten zu sichern. Auch in der Betriebs- mittcl-Gemeinschaft steckt ein Protest, und zivar ein tätlicher und höchst wirksamer Protest des Drciklassensystems gegen den Reichstag des demokratischen Wahlrechts. Angesichts des reaktionären und partikularistischen Charakters der Betriebs- mittcl-Gemeinschaft ist die anscheinend vorbehaltlose An- erkennung dieses technischen Fortschritts und politischen Rückschritts durch den süddeutschen Demokraten Oeser ziemlich unüberlegt. Der wegen seiner Verkehrsfeindlichkeit berüchtigte Abg. G a m p(fk.) knüpfte an das Znstandekommen der Betricbsmittel-Gcnieiuschaft, die er übrigens nur auf Kündigung abgeschlossen sehen will, noch die bestimmten Forderung, die vierte Wageuklasse beizubehalten, da sonst der„bessere Mittel- stand" von der dritten in die zweite Klasse gedrängt und das Reisen für ihn verteuert würde. Bei der sodann begonnenen Generaldebatte wurden eine große Reihe von Anträgen mit zur Beratung gestellt, die sich auf eine Personentarifreform, auf einen kräftigen Ausbau des Staatseisenbahnnetzes und auf die Ausschließung besonders bedürftiger Landesteile durch Eisenbahnen beziehen. Die Debatte wurde nach kurzer Zeit abgebrochen, um am M i t t- w o ch fortgesetzt zu werden. Am Dienstag fällt die Plenar- sitzung mit Rücksicht auf die Arbeiten der Budgetkommission aus.— DcutTchee Reich. Schiller als Ehrenmitglied des Flottcnvcrcins. Wenn die Geschichte so weiter geht, so können wir bis zum Mai noch die tollsten Dinge erleben. Ganz Bhzanz ist fieberhaft am Werk, die ungefüge Gestalt des DichterS der bürgerlichen Revolution in irgend einen Major Lauff umzukncten. Als letzte Probe auf diesem Gebiete finden wir im bezahlten Rcklameteil der konservativen Blätter aus einer„Festkomödie" von Dr. Karl Gengnagel(.Fürst und Künstler" betitelt) die folgenden Verse: Schiller.(Feierlich prophetisch.) Noch schlumm're dieses Volkes Kraft In Tatenruh' in Knospenhülle: Wie Perlenblick in dunklen Meeren. Wie Sommernacht in Liebesarmen, Wie Mondstrahl in den goldnen Schäume», Indes die Hand der Allgewalt Ihr Schicksal allen Völkern schreibt. Doch stimme sich jedwede Brust Bereit, bereit zur großen Wandlung. Denn unfern, unversehens wird (Das ganze Theater erhebt fich� Ein Herrscher. Zweiter seines Namens, Dem Reiche seine Stärke geben: Die Wagenburg zu Land und Meer. Und dazu auserwählt von obenher Dem Ozeane folgend, folgend, folgend.. i Mr bleicht das Bild im Abendsonnenglanze. Daß Schiller hier„prophetische" Verse in den Mund gelegt werden, die höchstens sein Hofmarschall von Kalb verfaßt haben könnte, ist schon eine höchst bedauerliche Verwechselung. Daß Schiller aber gar die Flotte Wilhelms II. prophezeien muß, ist ein arges Mißverständnis. Schillers Beziehungen auf die Flotte beschränken sich auf die pathettschen Hohnverse über die„unüber- windliche" spanische Flotte, die Armada, die er als eine Gefahr für der„Freiheit Paradies", für England als„letzten Felsendamm der Unterdrückung" und„Tyrannenwehre" bezeichnete, um triumphierend zu schließen: Gott der Allmächttge blies,___ Und die Armada flog nach allen Winden. Schiller hatte also für die Armaden der Reaktion keinerlei freundliche Gefühle. Anständiger als die Schillerschändung durch die Byzantiner ist die ehrliche Ablehnung, wie sie das katholische„Amtsblatt des Ober- amtS Rothenburg" in Württemberg, der Domäne des Bischofs Keppler, fordert, wo vor Feierlichkeiten aus Anlaß des Schiller« tag es gewarnt wird, welche nur„verwirrend und irreführend" wirken könnten, denn„Schiller stehe eben, trotzdem er manches Schöne und Edle geschaffen, doch nicht auf christlichem Boden". DaS ist durchaus richttg. Der Dichter der„Götter Griechen« lands" war ebenso wenig ein Christ wie ein Höfling und Hurra- Patriot.—_____ Die Nachtragsetats fiir Südwestafrika. Die„Kölnische Zeitung" erfährt, daß für Süd- Westafrika nicht nur ein weiterer Nachtragsetat zum Etat für 1994, sondern auch eine Ergänzung z» dem Etat für 1995 eingebracht werden müsse. Wie das Blatt weiter erfährt, wird der erstcre rund 26'/, Millionen Mark und die zweite Er- gänzung fiir 1903 nahezu 34 Millionen Mark betragen. Zusammen also 69 Millionen! Offiziös wird mitgeteilt: In dem Nachtragsetat wird auch eine Summe gefordert werden zur Errichtung. Unterhaltung und Bewachung von Konzentrationslagern für gefangene Hereros und Hottentotten. �Diese Konzentrattonslager werden höllisch kost- s p i e l i g sein I Das Vieh der Hereros ist fast vollständig umgekommen, so daß einstweilen— so lange der Krieg währt und wie lange der währt, ist ja noch gar nicht ab zusehen, obgleich auch für die Hottentotten bereits Kon- zentrationslager vorgesehen sind— die gefangenen Eingeborenen auf Kosten der Steuerzahler bekösttgl werden müssen! Hoffentlich nimmt man sich aber trotzdem nicht das englische System in Südaftika zum Muster Hinter verschlossenen Türen. Das Oberkriegsgericht d:s dritten Armeekorps schließt die Ocffentlichkeit seiner Verhandlungen so häufig aus, daß sie völlig aufzuhören droht. Am Montag wurde eine Anklage wegen Selbst» Verstümmelung verhandelt, die Oeffentlichkeit wurde„wegen Militär- dienstlicher Interessen" für die ganze Dauer der Verhandlung, auch für die Urteilsbegründung, ausgeschlossen; der Angeklagte wurde wegen mangelnder Beweise freigesprochen.— Auch die nächste Ver» Handlung erfolgte aus dem gleichen Grunde auf Antrag des Anklage- Vertreters unter Ausschluß der Oeffentlichkeit. Auf der Anklagebank saßen die Grenadiere Korbcr und Dohmenz von der 5. Kompagnie des 12. Grenadicr-Rcgimcnts zu Frankfurt a. O. Sie hatten sich wegen Achtungsverlctzung, Beleidigung gegen Vorgesetzte, sowie wegen Beharrens im Ungehorsam vor versammelter Mannschaft zu ver- antworten. Am Dienstag, den 22. Januar, kamen die beiden Grenadiere in der Nachtstunde angetrunken nach der Kaserne zurück und beleidigten ihren Feldwebel. Am folgenden Morgen machten sich die Angeklagten während des Dienstes dem Oberleutnant und dem Sergeanten gegenüber wiederholt des Ungehorsams und der Achtungs- Verletzung schuldig. DaS Kriegsgericht erkannte auf 1 Jahr b e z w. 1 Jahr 7 Monate Gefängnis. Gegen dieses Urteil hatten die Angeklagten und der Gerichtsherr Berufung eingelegt. Das Oberkriegsgericht erhöhte das Strafmaß beträchtlich. Es verwarf die Berufung der Angeklagten und verurteilte Korber zu zwei Jahren, Dohmenz zu zwei Jahren und zehn Monaten Gefängnis. Auch in diesem Falle erfolgte die Urteilsbegründung unter Ausschluß der Oeffentlichkeit!— Material für die Toleranzkommisfion des Reichstags. AuS Baden schreibt man uns: In Pforzheim(Baden) sitzt ein Kaplan, der schon wiederholt recht eigenartige Beiträge zur klerikalen „Toleranz" gestiftet hat. Vor längerer Zeit quälte er die Kranken im städtischen Krankcnhause mit seinen fanatischen Bekehrungs- versuchen, so daß ihm Begleitting bei seinen Krankenbesuchen mitge- geben werden mußte. Das half für kurze Zeit, jetzt aber wird wieder berichtet, daß er ein katholisches Dienstmädchen, das bei evangelischen Leuten in Stellung war, veranlaßte, sofort zu kündigen und zu einer katholischen-„Herrschaft" zu ziehen. Aus der Kirche weg ging er selbst mit dem Mädchen, eine neue katholische Dienststelle zu suchen. So„tolerant" wird in Süd- deutschland übrigens allgemein gearbeitet, nur ist man nicht immer so plump. Zu einer rein k-nfesfionellen Hetze möchte, so schreibt man uns aus Baden, das badische Zentrum den kommenden Landtagswahl» kämpf stempeln, um so am bequemsten im Trüben fischen zu können. Bei der Landtagswahl vor zwei Jahren und bei der Reichstagswahl hatten die Nationalliberalen durch ihre Proteste gegen Jesuiten und Klöster dem Zentrum Stoff gegeben, um den Wahlkampf in das konfessionelle Fahrwasser zu bringen, jetzt mutz eine äußerst un- schuldige Umfrage der Regierung dazu herhalten. Die Regierung hat in ihren Verwaltungen angefragt, ob eS zu Unzuträglichkeiten führt, wenn die katholischen Beamten an den zohlreichen katholischen Feiertagen, den sogenannten Marien, und Aposteltagen, feiern. Auf Grund der Ergebnisse dieser Umfrage ist nun angeordnet worden, daß an diesen Tagen auch von den katho- lijchcn Beamten die Bureaustunden einzuhalten sind, nur der Besuch des Gottesdienstes soll ihnen freigegeben werden. Darob große — natürlich gemachte— Entrüstung in Zcntrumskreisen. Gleich- zeitig wird angekündigt, daß man im Wahlkampfe ein„ernstes Wort" über diese Angelegenheit reden werde. Demnach scheint eine nette Hetze bevorzustehen und es wird Mühe kosten, zu verhindern, daß die Wähler in dem konfessionellen Nebel die politische Bedeutung der Landtagswahlen ganz aus dem Auge verlieren.— Ein« Merale Eroberung. Einer der sich gemausert hat, und zwar von der Sozialdemokratie zum Liberalismus, enthüllt in den liberalen„Münchener Neuesten Nachrichten" wie gänzlich überflüssig die sozialdemokratische Partei ist. Da die grandiosen Enthüllungen von den liberalen Zeitungen mit Entzücken über den reuigen Sünder weitergetragen werden— die„Deutsche Freie Presse" verzeichnet beglückt den Zuwachs— so sei die Wahrheit des Falles nach den Mitteilungen unseres Münchener Korrespondenten verzeichnet. Ein Herr Emst G u t m a n n, der vor einigen Jahren das Be- dürfnis fühlte, unsere Partei durch seinen Beitritt zu beglücken, hat sich seit anderthalb Jahren wieder von uns abgewendet und ver- kündet nun in dem genannten liberalen Blatt, warum er sich wieder in das bürgerliche Lager hinübergemausert hat, dem er, wie er selbst sagt, durch seine Geburt angehört. Einmal hat er ge- funden, daß die Sozialdemokratie nichts sein will als eine aus- gesprochene proletarische Interessenvertretung. Weiter hat ihin der Dresdener Parteitag„den tiefsten Anlaß gegeben, den Fahnen der Partei abtrünnig zu werden". Ferner kränkte ihn das angebliche Wahlbündnis zwischen Sozialdemokratie und Zentrum in Bayern. Und endlich ist Herrn Gutmann das Abspringen erleichtert worden durch die liberale Einigung„in Verbindung mit der unverkennbaren Durch- dringung des Liberalismus mitsozialemVerständnis und sozialpolittschem Willen." Nebenbei hat er aber auch bei den Münchenersozialdemokratischen Führern„einen derartigen Mangel an Ueberzeugungstreue, ver- Kunden mit einer ebenso starken Dosis von Konsequenz im Propagieren politischer Theoreme, an die sie längst selber nicht glauben, immer wieder von neuem bemerkt, daß schließlich der Ekel vor dieser Summe politischer Unaufrichtigkeit" ihn„über- mannt hat". Von den in Betracht kommenden Personen und Instanzen er- fährt man über den schweren Verlust folgendes: Vor einigen Jahren kam G. zum Arbeitersekretariat in München und teilte mit, er wolle sich der Partei widmen. Bei dieser und auch bei anderen Stellen wurden ihm eine Reihe von Vorschlägen gemacht, wie er sich be- tättgen könne. Aber alles dünkte dem jungen Herrn nicht geeignet, und es zeigte sich mit ziemlicher Deutlich- keit, daß er sich vor jeder praktischen und ernsten Arbeit fürchtete. Aus den wiederholten Beratungen, die mit ihm gepflogen wurden und ans seinen eigenen Aeußerungen gewann man im Arbeitersekretariat die Ueberzeugung, daß Herr G. sich einst- weilen gütigst mit der Rolle eines Gewerkschaftsführers begnügen wollte, um so die Arbeiterbewegung kennen zu lernen und sich auf die Uebernahme eines Landtagsmandats vorzubereiten. Natürlich ist er vom Moment dieses Bekenntnisses ab von den Parteigenossen, mit denen er noch in Berührung kam, nur mehr humoristisch genommen worden. Daher wohl seine Klage über die mangelnde Ueberzeugungstteue der Führer. In der letzten Reichstags-Wahlbewegung widmete er sich speziell der Bekämpfung der Liberalen mit dem Erfolge, daß offiziell erklärt wurde, er habe kein Mandat, sich als Vertteter unserer Partei aufzuspielen. Von dem Geschäftsführer einer großen GeWerk- schaft wurde G. auch einmal in eine Werkstattversammlung mit- genommen, in der es. einige Auseinandersetzungen gab. Auf dem Heimwege sprach er dem Gcwerkschaftsbeamten sein Bedauern aus, daß die Arbeiter s o r o h seien. Er wurde ausgelacht und ließ sich dann nicht mehr sehen. Nachdem nun Herr G. längere Zeit seinen verlorenen Idealen nachgettauert hatte, wendete er seine Schritte zu den National- sozialen, bei denen er im Februar d. I. eintrat und wo er es auch fünf bis acht Tage aushielt. Da sich aber seine neuen Parteifreunde nicht dazu hergaben, seine Bekennwisse zu veröffentlichen, so trat er feierlich aus. Er wurde liberal und brachte nun seine Enthüllungen bei den„Münchener Neuesten Nachrichten" unter. Soweit ist einst- weilen die polittsche Entwicklung dieses Herrn gediehen. Möge er dem Liberalismus recht lange erhalten bleiben!— HusUnd. Niederlande. Di« Einführung»es achtstündigen Maximal-Ardeitstagcs für die Bergarbeiter verlangt unser Parteigenosse Van Kol in einer Reso- lutton, über die vorigen Dienstag und Mittwoch in der Zweiten Kammer verhandelt wurde. Schon im Oktober 1903 hatte sich die Kammer mit dieser Angelegenheit befaßt. Damals ver- sprach die Regierung eine Verordnung zur Regelung der Arbeitszeit und zum Schutze der Bergarbeiter; aber obgleich 16 Monate darüber verflossen sind, hat sie dieses Versprechen noch nicht eingelöst. Nun hat Van Kol, kurz vordem seine Resolution zur Verhandlung kam, an Ort und Stelle eine Untersuchung vorge- uommen, die allerdings mit großen Schwierigkeiten verknüpft war, da die Direktoren der Limbürgschen Kohlengruben keine Fremden zulassen und die Arbeiter außerdem auch von der Geistlichkeit terrorisiert werden. Die Untersuchung hat jedoch bestättgt, was schon früher bekannt war, daß die lange Arbeitszeit, die gesundheitsschädlichen Ver- hälwisse, hauptsächlich auch der Mangel an Ventilation in den Gruben zur Degeneratton der Bergarbeiterbevölkerung führen und daß es außerdem an den nötigsten Matzregeln zur Verhütung von Unglücksfällen fehlt.— Obgleich nun allgemein und auch von Regierungsseite die Resowtion Van Kols als berechtigt anerkannt werden mußte, wurde sie doch mit einer offenbar aus kapitalistischem Instinkt handelnden Mehrheit von 58 Sttmmen gegen 28 abgelehnt. Eben- falls abgelehnt wurde eine Resolution, die eine Abschwächung der- jenigen unseres Parteigenossen darstellte und von dem Katholiken S t o l e n s offelibar deswegen eingebracht worden war, um den katholischen Arbeitern zu zeigen, daß auch ihre Glaubensgenossen in der Kammer für sie sorgen. Diese Re- solutton wurde mit 16 gegen 40 Stimmen verworfen._— Der Regierungsentwurf zu den Schutzbestimmungen für die Bergarbeiter soll, wie der Minister O i j e n s im Laufe der Debatte bemertte, erst noch verschiedenen Faktoren zur Begutachtung vorgelegt werden; hinsichtlich der Bestimmungen über die Arbeitszeit müßten erst die in Deutschland geplanten gesetzlichen Maßnahmen abgewartet werden. Es wird also jeden- falls noch eine geraume Zeit vergehen, ehe etwas gegen die schänd- liche Ausbeutung der Kohlcnarbeiter Hollands geschieht.— England. Herabsetzung des Marine-Etats. London, 4. März. Die Admiralität veröffentlichte gestern den Marine-Etat für das Finanz- jähr 1905—06. Der Voranschlag beläuft sich auf 33 389 000 Pfund Sterling gegen 30 389 000 Pfund Sterling im Finanzjahr 1904/05. Die Herabsetzung beträgt demgemäß 3,5 Millionen Pfund Sterling (70 Millionen Mark) und ist offenbar die Folge des Abkommens mit Frankreich und des maritimen Zusammenbruchs Rußlands. In den letzten 7 Jahren wurden je 5 neue Kreuzer und je 2 Schlacht- schiffe gebaut; das Programm für das kommende Finanzjahr enthält den Bau von 4 Kreuzern und einem Schlachtschiff.— Afrika. Südafrikanisches. London, 4. März. Ohne Sang und Klang wurde diese Woche der Rücktritt Lord Milners verkündet. In den acht Jahren, die er in Südafrika den Prokonsul des Britischen Reiches spielte, ist vieles passiert. Zwei selbständige polittsche Ge- meinwcsen wurden dem Britischen Reiche einverleibt; ein dreijähriger Krieg zwischen Buren und Briten wurde ausgekämpft. Die Haupt- figurcn dieses Kampfes: Cecil Rhades und Paul Krüger weilen nicht mehr unter uns, und Südafrika steht am Vorabend einer freieren Verfassung. Die Presse sprach nicht viel von Milners Rücktritt; man spricht iiberhaupt jetzt in England nicht gerne von Südafrika. Es ist wohl©cbam über eine unweise Tat, aber es spielt dabei auch das Belmitztsein mit, daß angesichts der ostasiatischcn Kämpfe der südafrikanische Konflikt ganz unbedeutend war. An Lord Milners Stelle tritt Lord Selborne, dem man nachsagt, daß er ein guter Organisator sei. Er ist der Schwiegersohn des ver- jtorbenen Lord Salisbury und selbstredend Imperialist.— Der Sieg der italienischen Eisenbahner. Das offizielle Telegramm vom Sonnabend meldete be- kanntlich, daß G i o l i t t i aus Gesundheits- r ii ck s i ch te n zum Rücktritt genöfigt gewesen sei. Wie unser römischer Korrespondent uns bereits meldete, erfolgte indes der Rücktritt Giolittis, dem der Rücktritt des Gesamt- Ministeriums sich anschloß, keineswegs aus Ge- sundheitsrücksichten, sondern infolge der durch die Eisenba Hner-Ob st ruktionhervorgerufenen kritischen Lage. Trotzdem die Regierung bemüht war, im In- und Auslande den Anschein zu erwecken, als ob die Obstruktion der Eisenbahner wirkungslos geblieben, als ob sie bereits erlahmt sei, hatten die Eisenbahner durch ihren mit besonnener Mäßigung geführten Kampf einen voll- st ä n d i g e n E r f o l g erzielt. Nicht nur war der Personen- Verkehr außerordentlich beeinträchtigt worden, sondern vor allen Dingen war durch die Obstruktion auch der Trans- portverkehr so gut wie aufgehoben. Und da die Regierung trotz aller Bemühungen kein Mittel fand, die Obstruktion der Eisenbahner zu brechen, sah sich das Mini- sterium, das durch seinen Gesetzentwurf, der das Streik- verbot der Eisenbahner aussprach, diese arge Situation geschaffen hatte, genötigt, seine Demission zu nehmen. Tie Gesundheitsrücksichten Giolittis waren nur vorgeschoben, um dem Ministerium den Abtritt zu er- leichtern. Hätte es sich in Wirklichkeit um den Rücktritt Giolittis aus Gesundheitsrücksichten gehandelt, so wäre es ja auch ganz unverständlich gewesen, daß das gesamte Mini- sterium sich dem Rücktritt Giolittis anschloß. Nicht nur der „Avanti" bezeichnet deshalb den Rücktritt des Ministeriums als einen Erfolg der Eisenbahner, sondern auch die bürger- liche Presse sieht sich genötigt, die Tatsache des Sieges der Eisenbahnarbeiter anzuerkennen. Die italienische Presse, von der eigentlichen Regierungspresse abgesehen, gibt die Tatsache mehr oder minder verblümt zu. So erklärt der„C o r r i e r e d e l l a S e r a", daß es bedauerlich sei, daß Giolitti seine Demission nicht um einige Tage hinausgeschoben habe, sei doch dann der Sieg der Regierung über die Eisenbahner„sehr wahrscheinlich" gewesen. Wäre aber der Streik dennoch ausgebrochen, so hätte sich das Kabinett erst recht nicht zurück- ziehen dürfen. So sei leider den Eisenbahnern ein„Vorwand" gegeben worden, den Rücktritt des Kabinetts als einen Sieg ihrerSachezu proklamieren. Indirekt also gibt hier das genannte Blatt zu, daß der Rücktritt des Kabinetts als Sieg der Eisenbahner aufgefaßt werden müsse. Es bedeutet des- halb auch nichts, wenn„P o p o l o Romano" behauptet, es sei absurd, von einem Siege der Eisenbahner zu sprechen, da der„Streik" keine drei Tage gedauert haben würde. Der Rücktritt des Kabinetts hat ja eben bewiesen, daß es gar nicht einmal der Proklamation des Streiks bedurfte, um das Ministerium zu Falle zu bringen.„Messagero" spricht dann auch die Hoffnung aus, daß der Nachfolger Giolittis gut tun werde, zur Verhütung einer neuen Agitation den das S t r e i k- verbot betreffenden Artikel aus der Eisenbahner- vorläge auszumerz en. Ueber den Erfolg der Obstruktion sind dank der wenig objektiven Berichte bürgerlicher deutscher Blätter ganz falsche Nachrichten bei uns in Deutschland verbreitet worden. In Wirklichkeit war durch die Obstruktion völlig das erreicht worden, was von den Eisenbahnern beabsichtigt worden war. Das beweist die nachstehende Korrespondenz unseres römischen Korrespondenten. Dieselbe ist zwar durch die Ereignisse inzwischen überholt worden, sie gibt jedoch von dem Kampfe der Eisenbahner, von seinen Erfolgen und von der Haltung des Publikums in Italien ein weit besseres und richtigeres Bild, als die zuungunsten der Eisenbahner gefärbten Berichte der bürgerlichen Blätter. Daß die deutschen Blätter, wie z. B. das„Berliner Tageblat t", selbst bei gutem Willen keinen objektiven Be- richt hätten erstatten können, beweist die Tatsache, daß selbst in einem Telegramm der heutigen Abendnummer des„Ber- liner Tageblatts" dessen römischer Korrespondent mitteilt, daß ihm drei Depeschen, die er gestern an die Redaktion gesandt habe, konfisziert worden seien. Auch unserem Korrespondenten ist es natürlich nicht besser er- gangen. Ter Bericht unseres römischen Korrespondenten lautet: Die fiegreiche Obstruktion. Rom, den 2. März. Einen vollständigeren Erfolg konnten die Eisenbahner von der Taktik der Obstruktion nicht erwarten.. Was noch an Bahnverkehr aufrecht erhalten wird, ist jenes Minimum von Zügen, das auch bei einem Generalstreik die Regierung durch Militarisierung des Personals aufrecht erhalten konnte. Es ist nicht wahr, daß das Publikum sich brutal und gewalt- tätig gegen die Eisenbahner gewendet hätte. Ein paar Lümmeleien der Reisenden 1. Klasse sind vorgekommen, aber es handelt sich nur um Dinge, die mit ein paar Tagen Gefängnis gesühnt werden und auch das nur. falls es sich um Reisende dritter Klasse dreht. All die Mordgeschichten von der Empörung der Bauern auf der Station Rom sind fiei erfunden und auf eine Linie zu stellen mit den Witzgeschichten von den Leuten, die als junge Männer die Reise nach Frascati unternehmen, als Grauköpfe in C i a m p i n o ankommen und in FraScati nur aussteigen, um als Greise ins Grab zu sinken. Das Publikum trägt die Sache mit ziemlicher Geduld und das Verdienst hierfür ist ganz auf feiten der Eisenbahnverwaltung, die uns auch ohne Obstruktion an die unmög- lichsien Verspätungen gewöhnt hat. Der Handel und die Industrie freilich leiden sehr schwer. Der Güterverkehr hat so gut wie ganz aufgehört und die Großstädte be- ginnen Mangel an Fleisch, Eiern und Gemüse zu leiden. Die Preis- aufschlüge auf alle diese Lebensmittel fangen an, sich fühlbar zu machen. Viele Fabriken, besonders Norditaliens, machen bekannt, daß sie wegen Kohlenmangels die Arbeit demnächst einstellen müssen. Kläglich ist die Lage des lebenden Schlachtviehs, das auf den Stationen bleibt, ohne Speise und Trank. Die Eisenbahner und das Publikum tragen den armen Tieren Wasser und Heu zu. Die Regierung hat in der Kammer und heute nun auch im Senat erklärt, daß sie kein Mittel hat, um einzugreifen. Die Kammer selbst müsse entscheiden, ob sie die ihr vorgelegten Gesetze wolle oder nicht. Die Eisenbahnverwaltung sucht jetzt der Obstruktion durch das Reglement selbst beizukommen: die Obstruktionisten werden mit Geldstrafen schikaniert, und es heißt. man wolle Masscnvcrsetzungen und Maßregelungen vornehmen. Das ist noch abzuwarten und würde den Gesellschaften nicht glatt hin- gehen; die Organisationen haben gute Rechtsanwälte und Geld zu Prozessen. Daß die Bahnverwaltung am Ende ihres Latein ist, zeigt der Umstand, daß sie sogar zur Bestechung Zuflucht genommen hat. In Mailand hat man Maschinisten ertappt, wie sie den Obstrukttonisten Geld boten, damit sie von dieser Taktik abließe». Man bot den Maschinisten 10 Lire, den anderen Chargen 5 bis 2. Von dem zahlreichen Personal der Mailänder Stationen waren nur sieben bereit, das Judasgeld zu nehmen. Uebrigens bringen die wackeren Eisenbahner sehr große persön- liche Opfer durch die Obstruktion; besonders das Maschinenpersonal muß 5 und 6 Stunden länger als sonst auf der Maschine stehen. Viele sind dadurch so erschöpft, daß sie sich krank melden müssen. Das bringt nun die Eisenbahngesellschaften ganz und gar in Wut, weil dadurch Personal fehlt. Noch nie haben sich die VerwaltungS- ärzte so angelegentlich um das Personal bekümmert, wie in diesen Tagen. Die bürgerlichen Blätter sagen, die Obstruktion wäre im Schwinden, weil das Personal des Karnevalsscherzes müde wäre. In Wirklichkeit liegt die Sache so: Die Verspätungen der wenigen Züge, die noch zirkulieren, nehmen tatsächlich ab. Bedenkt man aber, daß allein in Rom 61 Züge in 24 Stunden ausfallen und in dem- selben Verhältnis in allen anderen Zentren, bedenkt man, daß nach einer Statistik der Bahnverwaltung selbst die Zahl der Reisenden auf 35 Prozent der normalen Zahl gesunken ist, daß schließlich soviel schadhaftes Material als möglich aus- rangiert wurde, so wird man zugeben müssen, daß Schnellzugver- spätungen von 1 bis 4 Stunden noch eine recht anständige Leistung sind. Die Bourgeoisblätter denken, unter 450 Minuten Verspätung — die der Schnellzug Mailand— Rom am Dienstag hatte—, wäre eine rechtschaffene Obstruktion nicht zu leisten, aber wir finden, daß auch 100 bis 200 Minuten nicht zu verachten sind. Es kann schon sein, daß die Regierung, unter dem Scheine ruhigen Abwartens, sich zu irgend einem Handstreich rüstet. Legale Mittel, um der durch sie leichtsinnig geschaffenen Lage ein Ende zu bereiten, hat sie keine, außer der schleunigen Zurückziehung der Para- graphen des Streikverbots. Für Sonnabend, den 4. März, ist das Agitattonskomitee der Eisenbahner in Rom zusammenberufen.. Drei sozialistische Ab- geordnete und die Sekretäre der Arbeitskammern von Rom, Mailand, Neapel und Florenz sind aufgefordert worden, an der Beratung teil zu nehmen. Ueber ihre Beschlüsse werden wir telegraphisch berichten, so weit es unsere gestrenge Zensur erlaubt, die all' die erfundenen Zwischenfälle des„Berliner Tageblatts" durch« läßt, aber dem„Vorwärts" sogar die Telegramme beschlagnahmt. in denen lediglich die Situation als unverändert gemeldet wird. Partei- IVadmcKtrn Totenliste der Partei. Am 1. d. Mts. ist, 82 Jahre alt, ein treuer Freund der deutschen Sozialdemokratie, Fürsprech Wilhelm Löbfried' in Luxemburg gestorben. Als im Herbst 1873 die Sturzwellen des Sozialistengesetzes über die Partei hereinbrachen und es an Mitteln fehlte, um die Opfer des Gesetzes genügend zu unterstützen, meldete sich W. Löbtried freiwillig und erbot sich zu helfen, so viel es in seinen Kräften stehe. Diesen» Angebot lag eine Sendung von 1000 Fr. bei. Seitdem erschien die Chiffre seines Namens häufig in den Ouittungslisten des Züricher„Sozial« demokrat". Zu den Februarwahlen des Jahres 1890 sandte er 5000 Fr. und war hocherfreut über den glänzenden Ausfall jener Wahlen. Seine Opferwilligkeit hat sich auch in den letzten Jahren mehrfach bewährt in Fällen bei denen die Parteimittel versagten. Die Partei wird das Andenken Wilhelm Löbfrieds, der ihr i« der Zeit der schwersten Känrpfe, die sie durchzumachen hatte, helfend zur Seite stand, in Ehren halten. Partciprcsse. In die Redaktion der„Märkischen Volks« st i m m e" in Forst tritt am 1. April Genosse Hans M a r k w a l d ein, bis jetzt am„Nordd. Volksblatt" in Bant. Zur Unterstützung der russischen Freiheitskämpfer bewilligte der sozialdemokratische Verein in Magdeburg 600 Mark. Als Parteisekretär für die Provinz Pommern mit dem Sitz in Stettin hat der Parteivorstand den von der Agitations- und Kontrollkommission vorgeschlagenen Genossen August Horn- Stettin gewählt. Derselbe wird sein Amt am 1. April antreten. Das Vereins- und Versammlungsrecht in Deutschland. Der Verlag Buchhandlung Vorwärts hat dies zuerst im Jahre 1892 er- schienen« Buch jetzt in zweiter Auflage herausgegeben. Das Buch enthält im ersten Teil eine historische Darstellung der Geschichte der Vereinsgesctze in den deutschen Einzelstaaten, die für die Agitation zur Schaffung eines Rcichs-Vereinsgesetzes von Bedeutung ist. Der zweite Teil ist eine ausführliche Darlegung des preußischen Vereins- gesetzes, der die neuesten Gerichtserkenntnisse zugrunde gelegt sind und endlich folgen im dritten Teil die Grundzüge des Gesetzes in den übrigen Einzelstaaten. In seiner neuen Gestalt ist das Buch mehr als in seiner ersten Auflage für den im prattischen Leben stehenden Laien berechnet, so daß es in allen Partei- und Gewerkschaftskreisen Anklang finden dürfte. Das Buch ist dauerhaft gebunden und kann doch leicht in der Tasche getragen werden. Der Preis beträgt 1,25 Mark. „Der 5tlassenkampf im Ruhrgrbict". Von dieser Broschüre, die die Ursachen, den Verlauf und den vorläufigen Abschluß der jüngsten Bergarbeiterbewegung schildert, wird in einigen Tagen im Verlage der Buchhandlung Vorwärts die 2. Auflage erscheinen. Die Broschüre kostet 20 Pfennige. Noch ein ungarischer«Sozialist". Kürzlich wußte das Ungarische Telegraphen-Korrespondenzbureau aus Bekes-Csaba zu melden, es habe dort eine große Demonstration vor dem Rathause stattgefunden. Der sozialistische Abgeordnete Achim, so hieß es weiter, sei von dem Stadtoberhaupte aufgefordert worden, die Menge zu beschwichtigen. Das habe Achim abgelehnt und so habe Militär eingreifen müssen. Die verhafteten Demonstranten sollen geäußert haben, daß Achim sie zur Demonstration und Gewalttätigkeiten aufgereizt habe. Solvcit die Nachricht des offiziösen Telegraphen.— Es kann hier dahingestellt bleiben, ob der betreffende Abgeordnete die Menge wirklich aufgehetzt hat, wichtig aber ist es, festzustellen, von welcher Art der„Sozia- lismus" ist, den der Genannte vertritt. Ueber seine Person schreibt die„Volksstimme", das Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Ungarns, das folgende: „Mezöfis„Prinzipiengenosse", Andreas Achim, ist ein wohl- habender Bauer, der etwa 150 Joch Felder besitzt. Welch spaßiger Sozialist dieser„Jünger" Mezöfis ist, geht aus dem Gelübde hervor, das er nach seiner unvermuteten Wahl getan: Er werde den nationalen Ideen(das ist der Unterdrückung der Nicht- magyaren) treu bleiben, sich jeder Umsturzbestrebung enthalten und„sein Mandat im Interesse der Harmonie zwischen den Klassen und Konfessionen ausüben." Dies Beispiel zeigt wiederum, wie wenig verläßlich die Mit- teilungen der offiziösen Telegraphenbureaus vielfach sind, namentlich dann, wenn es sich um die Arbeiterbewegung handelt. polfeeilicbes, Gmchtlicbeo ukw. Eine Abkühlung. Der Verband der Fabrik-, Land- und Hülfsarbeiter(Sitz Han- nover) besitzt in Kattowitz eine Anzahl Einzelmitglieder, und hat dort zugleich einen vom Verbandsvorstand ernanuten Vertrauens- mann. Dies Amt füllte im vorigen Jahre Genosse Trabalski aus, Er betrieb die Agitation, veranstaltete zu diesem Zweck Versamm- lungen und nahm die Beiträge der Kattowitzer Einzelmitglieder für den Verbandsvorstand in Hannover entgegen. Die eingenommenen Gelder hatte er nach Abzug der örtlichen Agitationsunkosten an den VerbandSkassicrer einzusenden. Die Kattowitzer Polizei wollte nun gern wissen, wer aus bem Orte dem Verbande angehört, stempelte beshalb bie Gesamtheit u. Co. Rommandit- Gesellschaft auf Aftien in Krefeld sowie die WeftDer Bruttogewinn bei der Dresdner Bant be trägt einschließlich des Vortrages aus dem vorigen Jahr 28 950 621 M. gegen 19 856 420 M. für das Jahr 1908. Er setzt sich aus folgenden Bosten zusammen: 1903 w. 142 796 6 212 653 4 258 285 Forderungen der städtischen Arbeiter Nürnbergs. der Einzelmitglieder zu einer Verbands Bweigstelle Kattotis und deutsche Bank vorm. Jonas Cahn in Bonn in sich aufgenommen. In den städtischen Betrieben der freisinnig regierten Stadt den Genossen Trabalski zu deren Vorsteher. Nachdem so von Bieht man dies in Betracht und stellt der Gewinnzunahme Nürnberg herrschen allgemein noch Bohn- und Arbeitsverhältniffe, Polizeignaden" ein Verein entstanden war, veranlaßte die Polizei die Erhöhung des Aktienkapitals gegenüber, so zeigt sich, wie sie in den meisten Privatbetrieben schon längst beseitigt sind. daß die beiden Steigerungen einander ungefähr entsprechen. Die Arbeiter beginnen aber jetzt zu erwachen und Forderungen au gegen Trabalsti einen Strafprozeß wegen Uebertretung der§§ 2 Bei der Dresdner Bank ist nämlich das Aktienkapital um 23, der stellen. Eine Versammlung des Gemeinde- Arbeiter- Verbandes, in und 13 des Vereinsgefeges, weil er als Vorsteher eines Vereins, der Rohgewinn um 20 Proz. gestiegen, bei dem Schaaffhausenschen dem die Mehrzahl der städtischen Arbeiter Nürnbergs organisiert sind, auf öffentliche Angelegenheiten einzuwirken bezwecke, es versäumt Bankverein das Aktienkapital um 25 Bros., der Bruttogewinn um beschloß einstimmig, vom Magistrat die Aufstellung einer Arbeitshabe, binnen drei Tagen nach Stiftung des Vereins der Polizei 33 Broz. ordnung zu verlangen, in der besonders folgende Punkte Bedie Statuten und ein Mitgliederverzeichnis einzureichen. Das Land- Wegen dieser Angliederungen hat denn auch der Vergleich der rücksichtigung finden sollen: gericht Beuthen als Berufungsinstanz folgte auch den Spuren von Gewinnziffern aus dem Jahre 1903 mit denen des letzten Jahres Die Altersgrenze bei Neueinstellungen wird auf das 45. LebensPolizei und Staatsanwaltschaft und verurteilte den Angeflagten zu wenig Wert, da man nicht weiß, wie weit zur Steigerung die auf jahr festgesetzt. Nach dreimonatiger Probezeit tritt der Eingestellte einer Geldstrafe. Das Kammergericht hat indessen jetzt dies Urteil genommenen Institute beigetragen haben, besonders nicht, ob nicht in die Kategorie der ständigen Arbeiter ein. Einführung des Dreiwieder aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Verhandlung und die Zunahme der Effektengewinne au einem wesentlichen Teil darauf schichtensystems für alle in regelmäßigem Schichtwechsel stehenden zurückzuführen ist, daß die bei der Angliederung übernommenen Arbeiter. Festseßung einer höchstens 9½stündigen Arbeitszeit für Entscheidung an das Landgericht zurückverwiesen: Werte start abgeschrieben und dann mit beträchtlichem Gewinn vers die übrigen Arbeiter. Festsetzung des Feierabends an den Vor fauft worden find. abenden hoher Feste auf eine frühere Zeit als bisher. Aufstellung eines Lohntarifs. Regelung der Bezahlung der Ueberzeit und Sonntagsarbeit, sowie Entfernungszulagen und der Zulagen für be= sonders schmutzige und gesundheitsschädliche Arbeiten. Festsetzung bes Termins der Lohnzahlung. Bestimmungen über besondere Bergünstigungen für die städtischen Arbeiter, wie: Gewährung eines Zuschusses bei Einberufung au militärischen lebungen, Bezahlung der in die Woche fallenden Feiertage als Arbeitstage, Gewährung eines jährlichen Erholungsurlaubes von sechs Tagen nach dreis jähriger Dienstzeit resp. nach einjähriger Dienstzeit in den unterbrochen betriebenen städtischen Einrichtungen, Bezahlung ber Effekten und Konsortial- Konto abz. Zinsen 4 589 360 Differenz zwischen dem Krankengeld und dem Arbeitslohn bei Er. beern, ferner von 83 354 M. Abschreibung auf Kontokorrent verstorbener städtischer Arbeiter. Bestimmungen über die Kündi Nach Abzug von 6 625 320.( 5 737 751 M.) Handlungsunkosten frankungen, Gewährung eines. Sterbegeldes an die Hinterbliebenen und fonto, von 237 417 M. Abschreibung auf Mobilienkonto( im Vorjahr gunge fristen für städtische Arbeiter, die betragen sollen: für Mitinsgesamt 193 899 M. Abschreibungen) und des vertragsmäßigen glieder des Arbeiterausschusses drei Monate, für Mitglieder der Ver Gewinnausgleiches an den A. Schaaffhausenschen Bankverein von forgungstaffe vier Wochen, für die übrigen Arbeiter vierzehn Tage, 319 511 m. verbleibt ein Reingewinn von 16 685 016 für Notstandsarbeiter einen Tag. Bestimmungen über einen in die ( 18 924 769 2.). Der Generalversammlung soll vorgeschlagen einzelnen Betriebe sich eingliedernden allgemeinen Arbeiterausschuß, werden, von dieser Summe 60 000 m. auf Bankgebäude abzus wobei das aktive Wahlrecht jeder volljährige Arbeiter überhaupt, schreiben, 190 125 M. dem Penfionsfonds zuzuführen, den ordent lichen Neferbefonds durch Zuweisung von 344 219 M. auf 34 500 000 das passive Wahlrecht jeder volljährige Arbeiter nach einjähriger Dienstzeit hat. Mark zu erhöhen, den Reservefonds B mit 1000 000 M. zu dotieren, und eine Dividende von 7 Proz. zur Verteilung zu bringen. Nach Abfeßung der vertragsmäßigen Tantiemen sowie der Gratifikationen verbleibt ein Salbo von 78 678 M. zum Vortrage auf neue Rechnung. Die Feststellungen des Landgerichts seien durchaus unzureichend. Es sei gar nicht ersichtlich, wie und wann sich denn eine selb ständige Verbands- Bweigstelle in Kattowig gebildet haben solle, ob eigenes Vereinsleben von den Kattowizer Einzelmitgliedern des Verbandes entfaltet worden sei. Außerdem könnte§ 2 des Vereins. gefeges auf Zweigvereine von Verbänden nicht schon deshalb angewendet werden, weil andere Zweigvereine des Verbandes eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten bezweckten. Es fehle hier jede Feststellung dahin, wieso dieser vermeintliche Kattowizer Zweigverein eine solche Einwirkung bezwecke. Und endlich fehle die Feststellung, daß gerade Trabalsti Vorsteher des Zweigvereins gewesen sei. Daß er Vertrauensmann des Hauptvereins zu Hannover sei, spreche dafür noch lange nicht. Bu 600 Mark Geldstrafe wurde der Redakteur der SchleswigHolsteinischen Volkszeitung", Genoffe Ivers in Kiel, von der dortigen Straffammer berurteilt. Er soll durch zivet Artikel in seinem Blatte einen Lehrer beleidigt haben durch den Vorwurf der Ueberschreitung des Büchtigungsrechtes. Es wurde zwar erwiesen, daß der Lehrer zwei Jungen braun und blau geschlagen habe; ein Arzt als Sachverständiger bekundete auch, daß in dem einen von ihm untersuchten Falle die Züchtigung das gewöhnliche Maß überfchritten habe. Im fibrigen gingen die Zeugenaussagen über Art und Grad der Züchtigung start auseinander. Das Gericht hielt den erhobenen Beweis für gänzlich miß lungen, die Beleidigung für erwiesen und erkannte auf die an gegebene Strafe. Aus Industrie und Handel. Die Entwickelung der Reichsbank im Jahre 1904. Nachdem die meisten der großen Kreditbanken bereits ihre Jahresabrechnung ver öffentlicht haben, folgt jezt auch die Reichsbank mit ihrem Bericht. Jin ganzen schneidet sie recht gut ab; ihr Rohgewinn ist um ca. 2,2, ihr Reingewinn um 1,07 Millionen Mark höher als für das Jahr 1908 und die Dividende beträgt 7,04 Broz. gegen 6,18 Proz. Der Gesamtgewinn der Bank betrug in 1904 45 243 594 20.( 48 034 391 m.). Hiervon gehen ab für Verwaltungsfoften 15 166 923 2.( 14 550 728 M.), für Banknotenanfertigung 633 013 202.( 431 630 W.), Zahlungen an den preußischen Staat 1865 780 2.( 1 865 730 M.), für Rotensteuer 1118 878 9. ( 805 267 M.), Ivonach als Reingewoim 26 459 554 M.( 25 881 934 M.) verbleiben. Der Anteil des Reiches beträgt 15 907 165 M. ( 12 883 888 m.). Die Gesamtumfäge der Reichsbant betrugen in 1904 bei der Reichshauptbant 80 830 577 900 W.( i. 2. 71 617 274 600 m.) und bei den Neichsbankanstalten 140 759 023 000 2.( 133 667 382 900 M.), d. f. zusammen 221 589 600 900 M.( 205 284 607 500 M.). " Sorten und Kupons- Konto Binsen- Konto Wechsel- Konto Provisions- Konto 1904 gegen Mr. 158 576 6 931 761 5 528 627 6 587 799 3 694 567 M. Der Bruttogewinn des Schaaffhaufenschen Bankvereins beträgt 18 577 497 m. gegen 10 147 292. im Jahre 1903 und setzt sich aus folgenden Bosten zusammen: Provisions- Konto Zinsen- Konto. Gewinn auf Wechsel- Konto, einschließlich Diskontginsen. Gewinn auf Effetten- Konto, einschließlich Konsortialgewinne Immobilien- Revenüen- Konto Steuer- Rückzahlungs- Konto. Vertragsmäßiger Gewinnausgleich mit der Dresdner Bank. 1904 M. 3 430 470 4068 929 1838 635 3 273 933 25 093 72 373 319 511 1908 Wr. 2431 564 3 266 420 1479 158 1 546 997 20212 586 620 Von diesem Gewinnertrag kommen in Abzug: Handlungs. Unkosten 2006 231 W., Steuern 576 868 M., zufammen 2 588 100 2., gegen Handlungs- llnloften 1903 1 438 659 9., Steuern 633 845 W., Depofiten- Zinsen 350 863 m., zusammen 1908: 2422 868 2. As Steingewinn bleiben 10 994 897 2.( 7 724 424 9.), von welchem eine Dividende von 71% Bros. auf bas bollberechtigte Aftientapital ver teilt werden soll. Lohnerhöhungen der Gemeinde- Arbeiter und Angestellten Kopenhagens. Eingegangene Druckfchriften. " Der fozialdemokratische Bürgermeister J. Jensen hat Vor. schläge zur Verbesserung der Lohnverhältnisse der Arbeiter und der am schlechtesten befoldeten Angestellten der Stadt Kopenhagen ausgearbeitet, denen der gesamte Magistrat bereits zugestimmt hat. Am Montag befaßte sich die Stadtverordneten- Versammlung mit der Vorlage. Selbst die politischen Gegner Jensens mußten anerkennen, daß die Vorschläge empfehlenswert und gründlich durchdacht waren. Hinsichtlich der in Aussicht gestellten Lohnaufbesserungen für die Polizeibeamten empfahl der Polizeidirektor ebenfalls die Annahme der Vorlage. Bei den antisozialistischen Stadtverordneten trat awar das Gelüfte hervor, die Sache erst einem Ausschuß zu überweisen; fie wagten aber nicht, offenbar aus Rüdficht auf die bevorstehenden Gemeindewahlen, einen derartigen Antrag zu stellen. Die stoeite Beratung der Vorlage wird in den nächsten Tagen stattfinden und jedenfalls dazu führen, daß die Arbeiter und Angestellten die borgeschlagenen Aufbesserungen erhalten, die der Stadt eine jährliche Mehrausgabe von gegen 300 000 Aronen verursachen. Es sind im ganzen ungefähr 2000 Arbeiter und Angestellte, denen die Lohn. erhöhungen zugute kommen werden, so daß also im Durchschnitt ge. rechnet auf jeden ein Mehrverdienft von jährlich 150 Kronen fommen würde. Von den in früherer Zeit durchgeführten Lohnreformen unterscheidet sich die neue Vorlage dadurch, daß sie sich nicht auf die höheren Beamten bezieht, sondern auf die am schlechtesten ge. Die Bilanz beider Institute zeigt eine der Gewinnzunahme stellten Arbeiter und Funktionäre. Die beiden niedrigsten Lohnentsprechende Ausdehnung des Geschäftskreises; doch muß erwähnt lassen, die sechste und siebente, werden gänzlich abgeschafft, indem werben, daß sich die Liquidität beider Banten, d. H. die betreffenden Angestellten in die fünfte Lohnklasse hinaufrüden. das Verhältnis ihrer leicht greifbaren Mittel Im allgemeinen ist die Vorlage auf Grund der vom„ SomDie ftetige Entwickelung Deutschlands zum Industriestaat, die zu den laufenden Berpflichtungen, verfchlechert munalen Arbeiterverband" und von den Kopenhagener auch durch die neuen Handelsverträge nicht ganz gehemmt, sondern hat, besonders bei der Dresdner Bant. Und noch ein anderes Schußleuten schon vor längerer Zeit eingereichten Forderungen aus. mur berlangsamt wird, zeigt sich besonders deutlich in der Steigerung muß hier hervorgehoben werden: das Emporschnellen der Tantiemen gearbeitet worden. feiner Ausfuhr von Industriewaren. Auch im letzten Jahr hat die der Aufsichtsräte bei der Dresdner Bank von 0,389 auf 0,651 Millionen Ausfuhr industrieller Produkte wieder beträchtlich mehr zugenommen, Mart, der Direttoren bon 1,386 auf 1,895 Millionen. Dagegen steigt als die der Bodenprodukte. Von den 5172 Millionen Mart, welche die Gratifitation für die Beamten nur von 0,875 im Dezemberheft der Nachweise über den auswärtigen Handel des auf 1,05 millionen Mart, obgleich sich die Zahl der deutschen Zollgebiets" als Wert der deutschen Warenausfuhr im Beamten um ungefähr 400( von 1464 auf 1866) ber Jahre 1904 vorläufig, d. h. in der Hauptsache mit Hilfe der für 1908 mehrt hat. ermittelten Einheitswerte, berechnet worden sind, entfallen auf die Ausfuhr von Industrie Erzeugnissen( mit Ausnahme solcher für Nahrungs- und Genußzwede) ingesamt 3950 Mill. Mart oder 76 Proz. Das ist gegenüber 1908 eine Steigerung der Ausfuhr Was war die Ursache des Grubenunglüds in der dem Grafen unserer Industrie im Werte von 184 Millionen Mart v. Tiele- Winkler gehörenden Preußengrube" bei Miechowib oder um 3,5 Proz. des Borjahrswertes, während die( Oberschlesien), bei dem 14 brave Arbeiter ihr Leben lassen mußten? Zunahme für die übrige Ausfuhr, also hauptsächlich die von Boden- Die Zeitungen berichteten von einem Wasserdurchbruch, infolgedeffen erzeugnissen, Viehzuchtprodukten, Nahrungs- und Genußmitteln nur der Jeltaschacht der Grube zusammenstürzte. Die gefährliche 23 Millionen Mart oder 1,9 Proz. des Wertes von 1903 Kurzawka( Triebsand) verschlimmerte dann die Situation. Nach ausmachte. diesen Berichten handelte es sich bei dem Unfall also um das Zu fammenkommen verschiedener unabwendbarer Dinge. Nach Mit teilungen, die von sachverständiger Seite der„ Oberschlesischen Grenz zeitung" zugehen, ist die Ursache des furchtbaren Unglücks jedoch lediglich in der fträflichen Leichtfertigkeit zu suchen, mit der die baus bee Abnahme trieben wurde. Dem Gewährsmanne des genannten Blattes wurde übereinstimmend von allen befragten Bergleuten jener Grube vers 10.9 sichert, daß man das Unglüd längst vorausgesehen habe. Der Jelka +22,1 schacht steht in schwachem, sehr wasserreichem Gebirge und war ans 40,9 fangs nur in einer lichten Weite von 4 Metern niedergebracht worden. 13,8 Später erweiterte man ben Schacht auf 7 Meter und setzte den oberen Teil in 1% Meter starte Mauerung. Die Erweiterung des noch +20,2 nicht ausgemauerten unteren Teiles des Schachtes war nun die Arbeit, die zu dem schrecklichen Unglück führte. Um schneller fertig 7,5 zu werden, wurde die Erweiterung an mehreren Buntten zugleich 12,5 borgenommen, ein gebräuchliches und ziemlich ungefährliches Berfahren, wenn der Bergmann festes Gebirge vor sich hat. Ist das 4,6 Gebirge jedoch schwach oder gar, wie im vorliegenden Falle, von 12,2 Triebsand durchfest, so ist jenes Verfahren äußerst gefahrboll. Schon 21,0 im vergangenen Sommer hat man behauptet, daß die Schacht +134,2 mauerung gewissermaßen nur noch in der Luft hänge und von einem Hiernach haben lediglich die Metall- und bie Holzindustrie im Sohlraum umgeben fei, in welchem man bequem mit einem Leiter Tetzten Jahre weniger ausgeführt als im vorhergehenden; der Auswagen umbrehen könne. Und durch einen solchen Schacht, von dem fall bei den gewöhnlichen Metallerzeugnissen wird jedoch durch die nur wundernehmen kann, daß er nicht schon viel früher einstürzte, Zunahme der Ausfuhr von Maschinen, Instrumenten und Fahrzeugen mußten täglich Hunderte von Menschen in das Innere der Erde ein. reichlich wett gemacht, und der Rückgang des Holztvaren- Absages dringen, Tag für Tag die Wahrscheinlichkeit vor Augen, lebendig nach dem Auslande ist nur sehr mäßig. begraben zu werden! Echuldigen geschehen? Wo waren die Rebieraufsichtsbeamten? Und was wird mit den Auf die verschiedenen Hauptgruppen der Industrie verteilte nach einer Zusammenstellung der Deutschen Industrie- Zeitung" sich der Ausfuhrwert im Jahre 1904 im Vergleich mit 1903 in folgender Weise: Ausfuhrwert Metalle und Metallwaren Maschinen, Instrumente, Fahrzeuge Gespinste, Gewebe, Konfektion in Millionen Mark 1904 859,1 319,2 1 126,5 1908 870,0 297,1 1085,6 Mineralien 394,2 Chemische und pharmazeutische Fabritate 381,1 Leder, Pelztverk, Kautschuk, Wachstuch und waren daraus. 238,9 . Tonwaren, Glas, Steinwaren 165,8 380,9 360,9 281,4 153,3 Holz, bearbeitet, Waren aus Holz und anderen Schnitzstoffen. 112,8 116,9 . . 184,1 121,9 198,1 Papier und Papierwaren Kurz- und Spielwaren, Quincaillerie 219,1 Summe: 3 950,8 8 816,1 Soziales. Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, Baul Singer) ist soeben das 20. Heft des 23. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir Das Reichs- Bürgerrecht und hervor: Ein Borschmad zur Schiller- Feier. die bundesstaatliche Schlagbaum- Politit. Von Emil Eichhorn. Die neuesten Ein amtlichen Erhebungen im Handelsgewerbe. Bon Hans Dreher. Dokument zur Zeitgeschichte. Der Königsberger Prozeß. Von Karl Liebknecht. Bolitisch ethische Begriffe. Von E. Belfort- Bar. Literarische Rundschau: Handwörterbuch der schweizerischen Volkswirtschaft, Sozialpolitik und Ber waltung. Bon Dr. J. H- z. Stlara Müller- Jahnte, Ich belenne. Bon h. h. May Bellnih, Der Lithograph und Seindrucker, einschließlich des Kartographen. Von H. Schnetter. Gehring, Dr. Hans, Die Warenhaussteuer in Breußen. Bon ad. br. Notizen: Sonfumvereinswesen und Sozial Bonacich demokratie. Bon Heinrich Kaufmann, Sekretär des Zentralverbandes beutscher Konsumvereine. Die Neue Beit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch. handlungen, Bostanstalten und Stolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Duartal zu beziehen; jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Duartal abonniert werden. Das einzelne Heft fostet 25 Pf. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Zu- oder liche Erweiterung des jetzt zuſammengestürzten Grubenschachtes be Letzte Nachrichten und Depeschen. 1904 Zur Kabinettskrise in Italien. Rom, 6. März.( Privatdepesche des Vorwärts".) Nach einer Meldung der Tribuna" wurde Fortis, ein ehemals berüchtigter Anhänger Crispis, mit der Kabinettsbildung betrant. Now, 6. März.( W. T. B.) Der König konferierte heute mit Sacchi, Guido Baccelli, Gerio, Blaserna, Rubini Giolitti und Fortis. Rom, 6. März.( W. T. B.) Wie die Blätter melden, wurde Fortis mit der Bildung des neuen Kabinetts beauftragt, in dem Tittoni Minister des Aeußeren bleiben würde. Nach der„ Tribuna" wird Fortis in dem neuen Kabinett den größten Teil der Elemente behalten, die das Ministerium Giolitti bildeten; in der Politik werde kein Wechsel stattfinden. worden. Ein neuer Oberzenfor. Petersburg, 6. März.( W. T. V.) Der Gouverneur bon Estland, Jahresabschlüsse der Dresdner Bant und des A. Schaaffhausen. Bellegarbe, ist zum Chef der Oberpreßbertvaltung ernannt schen Bautvereins. In der letzten Nummer haben wir bereits die Höhe der Dividenden mitgeteilt, die beide seit dem 1. Januar 1904 Einen Att genossenschaftlicher Solidarität übte die am Sonntag Bom oftafiatischen Kriegsschauplake. zu einer sogenannten Intereffengemeinschaft" vereinigte Bank- abgehaltene ordentliche Generalversammlung des Plagwizer Tokio, 6. März, 3 Uhr nachmittags.( Meldung des„ Reuters inſtitute für das Jahr 1904 zu verteilen gedenken, und aus diesen Konsumbereine mit dem Beschluß: Die noch vorhandene Liqui- schen Bureaus".) Nach einem bom Marschall Ohama eingegangenen Dividendensäßen die Folgerung gezogen, daß auch diese beiden Groß dationsmasse des Connewißer Konsumvereins zu übernehmen, um Bericht von gestern heißt es, daß die Russen in der Richtung auf banken, ebenso wie die meisten anderen, im legten Geschäftsjahr die Anmeldung des sich sonst nötig machenden Konkurjes zu ber- jingling andauernd hartnädigen Widerstand auf verschiedenen Ber anscheinend nur einen wenig günstigeren Erfolg erzielt hätten als hindern. Die Gläubiger sollen 50 Prozent erhalten, womit fie fich teidigungslinien leisten. In der Richtung auf den Schaho griff eine im Jahre 1903. Diese Annahme wird durch die in- schon zuvor in einer Versammlung einverstanden erklärt hatten. japanische Abteilung am Sonnabend die nördliche Anhöhe bei zwischen von ben beiden Instituten veröffentlichten Ziffern Der Attiva von etwa 300 000 m2. ftehen( exklusive der Gebäude) Binnuipao, das 4 Meilen öftlich von Waitaofchan liegt, an. Die bei ihrer Gewinn- und Verlustkonten sowie der beiden Bilanzen 600 000 M. Baffiva gegenüber. Erhöht sich der Aktivbestand, so sollen Sujupaozu stehenden Japaner nahmen Sonntag früh eine Schanze bestätigt. Zwar an sich sind die Gewinnerträge beträchtlich höher; die Spareinleger später noch einige Prozent herausbezahlt befommen. auf einer Anhöhe nordöstlich vom Dorfe. Oestlich von der Eisenbahn aber dieses Mehr ergibt sich nicht aus einer Erweiterung des bis- Unter der zu übernehmenden Wasse ist auch der ziemlich umfang- befebten die Japaner am Sonntag um 8 Uhr Liutschiangtun, drei herigen Geschäftskreises, sondern es ist in der Hauptsache die einfache reiche Fleischereibetrieb, der vom Plagwiker Verein nach den Er Meilen südöstlich von Wanpaofchan, drängten einen Teil der Russen Folge der Angliederung verschiedener fleinerer Banten, welche diese flärungen der Leiter weitergeführt werden soll. Erst wenn sich bei in das Zentrum des Dorfes zurüd und halten sie jetzt dort einge beiden Institute im vorigen Jahre vorgenommen haben. Sie haben rationeller Wirtschaft seine Unrentabilität herausstellen sollte, soll schlossen. Westlich von der Eisenbahn nahmen die japanischen Streit fich bekanntlich gemeinsam bas Banthaus von Erlanger u. Söhne in er aufgegeben werben. Durch den obengenannten Beschluß ist der träfte am Sonntag Santschanovao und das in der Nähe liegende Frankfurt a. M. nebst seinen zahlreichen in- und ausländischen Verlust von einigen Tausend Mitgliedern verhindert, der bei einem Giaoutschiapas und feben gegenwärtig den Vormarsch fort. Die Interessen angegliedert und ferner hat die Dresdner Bant die Konkurs sicher eingetreten wäre, da man sie neben ihrem Verlust der Eisenbahnstation Sutschiatun steht in Flammen. Sutschiatum ist der Deutsche Genossenschaftsbank Soerget, Barrifius u. Co., der A. Schaaff- Geschäftsanteile auch noch zur Zahlung der Haftfumme( 40 M. pro Ausgangspunkt der Eisenbahn, welche die Russen in westlicher haufensche Bankverein aber die Niederrheinische Kreditanstalt Peters Mitglied) herang zogen haben würde. Richtung nach Suhupao hin erbauten. Berantwo. Ned.: Paul Büttner, Berlin. Inferate verantwo.( mit Ausnahme der Name Welt" Beilage): Th. Glocke, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanst. Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagenu.Unterhaltungsbl. Nr. ZK. 22. 1. WM des Joniätb" Wim HolMliitt. Dienstag, 7. März 1905. Reichstag. 166. Sitzung vom Montag, den 6. März ISVö, nachmittags 1 Uhr. Am Bundesratstische: Graf Posadowsky. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der zweiten Be- rawng des Etats des ReichSamts des Innern nebst den bereits mit- geteilten 21 Resolutionen. Abg. Dr. Potthoff sfrs. Vg.): Die verschiedenen Angriffe gegen den Hausierhandel veranlassen nrich, eine Lanze für diesen Erwerbszweig zu brechen. Speziell in meinem Wahlkreise Waldeck gibt eS einen Bezirk, dessen Bewohner direkt auf den Hausierhandel angewiesen sind. Der Boden gibt so wenig her, daß ein Teil der jungen Generation stets auswandern muß, so daß die Bevölkerung trotz großen Geburtenüberschusses stetig zurückgeht. Es gibt dort kaum ein Haus, in dem nicht der größte Teil der Familienangehörigen fortwährend unterwegs ist. Die Be- wohner dort sind die bravsten und ehrlichsten Menschen, die man sich denken kamt! mich geschäftlich, denn sie besuchen manmal zehn bis zwanzig Jahre lang immer dieselben Kunden; und das wäre nicht möglich, wenn fie unehrlich wären. Man darf einen solchen EttverbS- zweig nicht mit einem Ausnahmegesetz belegen. Was die Kartellenquete anlangt, so möchte ich die Frage an den Herrn Staatssekretär richten, ob. wie behauptet worden ist, auch das Feuervers icherungs-Kartell mit einbegriffen ist. Sollte dies der Fall sein, so wäre es wünschenswert, daß die Ergebnisse gerade dieser Untersuchung möglichst schnell bekannt werden, damit sie bei einem kommenden Gesetze über Versichernngs« wesen mit berücksichtigt werden können. Jetzt noch ein paar Worte über die Wünsche der P r i v a t a n g e st e l l t e n. Schon 18Sö umfaßte dieser neue Mittelstand 1 Million Erwerbs- tätiger, jetzt wohl schon zwei. Für diese wichtige Klasse ist bisher Sozialpolitik systematisch nicht getrieben worden. Man hat sich damit begnügt, einzelne Vorschriften der Arbeiterversicherung will- kürlich auf die Angestellten auszudehnen. Dabei sind die Handels- angestellten verhälmismäßig gut weggekommen, dank ihrer besseren Organisation. Ich muß betonen, daß die Gesetzgebung bisher durchaus ungenügend für die landwirtschaftlichen, die technischen und die B u r e a u b e a m t e n gesorgt hat. Die Ueberfüllung im Technikerberufe wird durch die vielen technischen Hochschulen noch größer werden, ebenso wie die neuen Handelsverträge die Lebens- verhältniffe der Handelsangestellten noch weiter herabdrückcn werden. Schon jetzt gibt das Material, das die Erhebungen des Verbandes deutscher Bureaubeamten und durch die Privatenquete des Deutschen Technikervcrbandes im Oktober 1963 beschafft worden ist, ein außerordentlich ungünstiges Bild von der Lage dieser Be- amten. Von der letzten Enquete werden wir ja etwas Ausführlicheres hören, da der Staatssekretär erfreulicherweise ihre Beratung durch das ReichSamt des Innern in Aussicht gestellt hat. ES wäre aber allgemein zu wünschen, daß die Kommission für Arbeiterstatistik ihre Erhebungen auch auf die Privat- be amten ausdehnt. Ebenso wie in der Versicherungsgesetzgebung sind die Privatbeamten in der R e ch t s st e l l u n g sehr ungleich bedacht worden. Während die Konkurrenzklausel bei den Handels- angestellten nach drei Jahren erlischt, ist ihre Dauer bei den übrigen Privatbeamten unbegrenzt. Auch in der Kiindigungs« zeit und in der Frage der Gehaltsanrechnung bei Krankheits- l allen sind nur die Handelsangestellten einigermaßen befriedigend geschützt. Leider ist gerade jetzt mehrfach der§ 63 Abs. 1, wonach der Handelsangestellte im Krankheitssalle sechs Wochen lang seinen Lohn unverkürzt weiter bezieht, nicht als zwingendes Recht anerkannt worden. Hier müßte die Gesetzgebung eventuell durch eine Aende- rung eingreifen. Wir verlangen also einheitliches gleiches Recht für alle Privatbeamten und bedauern, daß die Zentrumsresolution sich nur auf die Gehülfen der Rechtsanwalts und Notare und die Angestellten der Krankenkassen be- schränkt. Wir würden ihre Ausdehnung auf alle Bureau- beantten lebhaft begrüßen. Wir bitten ferner den Herrn Staatssekretär, dafür zu sorgen, daß die Gewerbe- Inspektoren sich mehr um die Lage der technischen Beamten kümmern. In den ganzen Gewerbe-JnspektionS- berichten findet sich jetzt nur eme einzige Stelle darüber, tn der mitgeteilt wird, daß ein Techniker drei Tage und drei Nächte hinter- einander im Betriebe tätig war und danach entlassen wurde, weil ihm irgend ein Versehen passiert war. sHört l hört I links.) Ich möchte noch hinzufügen, daß beim Crimmitschauer Streik die Unter- nehmer auch einen Teil der Werk in ei st er widerrechtlich ausgesperrt und diesen dadurch einen Schaden von 4000 M. verursacht haben. Redner tritt dafür ein, daß die weiblichen Angestellten in chemischen Fabriken unter die Gewerbe-Ordnung gestellt wurden. Diese Damen, die ja allerdings eine höhere Vorbildung haben. wollen zwar nicht gern als Arbeiterinnen gelten, aber wenn sie erst die Schutzbestimmungen näher kennen lernen, dann werden sie ihre Abneigting gegen dte Gewerbe-Ordnung schon verlieren. Was die vorliegenden Resolutionen, die auch auf Privatangestellte Bezug haben, anlangt, so stimmen wir der auf Erweiterung der Sonntags- ruhe zu; in der Frage des Schmiergelderwesens halten wir ein gesetzgeberisches Eingreifen noch verfrüht und wollen zunächst eiimtal abwarten, was auf dem Gebiet der Selbsthülfe da zu erreichen ist. iBravo l links.) Abg. Werner(Ant.): Wer, wie Abg.'Dr. Potthoff, in der Reichs- Hauptstadt wohnt, hat unter der Landplage der Hau- si-rer nicht zu leiden, wohl aber, wer auf dem platten Lande wohnt. Was Kollege Dr. M u g d a n über die Krankenkassen ,esagt hat. unterschreibe ich Wort für Wort. Aber .eine Partei gönnt den deutschen HandelSgeHülsen nicht das Brot.— Wir hoffen immer noch auf den Befähigungsnachweis, namentlich im Bauhandwerke.— Der Herr Staatssekretär hat viel zu viel zu arbeiten, man sollte besondere Reichsämter einrichten, namentlich eins für die Arbeiterfrage.(Lebhafter Beifall bei den Antisemiten.) Abg. Horn-Sachsen(Soz.): Ueber den BefähiaungS« Nachweis will ich nur wenig sagen. Die Absage des Herrn Staatssekretärs an seine Verteidiger war ja sehr be- zeichnend für die heute erreichte Stufe des Wirtschaftslebens. Wie in den Vorjahren möchte ich mich zunächst mit einigen Worten zur Fabrikinspektion wenden. Die Berichte heben vielfach iiervor, daß häufig alle Beschwerden� und Wünsche der Gewerbe- Inspektoren auf Verbesserung der Verhältniffe in den Fabriken keine Berücksichtigung finden. Vor allem sind die sanitären Verhältnisse noch äußerst schlechte. So war in dem Betriebe der großen GlaS- fabrikAktiengesellschaftSiemens.dieim vorigen Jahre wieder 18 Proz. Dividende verteilen konnte, nicht einmal für Verbandsstoffe gesorgt, so daß ein verunglückter Arbeiter, dem nicht gleich geholfen werden konnte, dadurch umS Leben kam. DaS ist eine unverantwortliche Sorglosigkeit gegen Gesundheit und Leben der Arbeiter.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) ES kommt vor, daß in Betrieben, die als gesundheitsschädlich bezeichnet werden, infolge genügender Vorsichts- maßregeln weniger Unfälle vorkommen, als in weniger gesundheits- schädlichen Betrieben durch Mangel an Vorsichtsmaßregeln. Schon im vorigen Jahre wies ich darauf hin. daß die Unternehmer die Kontrolle der Gewerbe-�nspektoren vielfach sehr ungern sehen. Der Ver- band sächsischer Industrieller hat sich sogar darüber beschwert, daß die Betriebe durch die Gewerbe-Jnspcktoren geradezu beunruhigt wurden. «her gerade durch unerwartete Inspektionen sind die meisten Fäll« von Uebertretungen konstatiert worden.(Hört! hört!) Durch den TerroriSmuS der Arbeitgeber, der nock uneingeschränkt geblieben ist, wird das KoalitionSrccht der Arbeiter vielfach unmöglich gemacht. Eine Zahlstelle deS GlaSarbeiter-Berbandcs in Schwarz- burg-SonderShausen wurde dadurch illusorisch gemacht, daß man sie «rfS»esondere» Berein ansah. D,e Beschwerde- beim l Ministerium blieb ohne Erfolg. Das beweist, wie nötig ein Reichs- Vereins- und Versammlungsrecht ist. Die ungesetzlichen Bestimmungen der Arbeitsordnungen sind ja einigermaßen vermindert worden. So ist auS einer Arbeitsordnung, die seit zehn Jahren besteht, die dem I 124 der Gewerbe- Ordnung zuwiderlaufende Bestimmung endlich beseitigt worden. Bezeichnend ist es aber, daß eine solche Ungesetzlichkeit unter den Augen der Inspektoren zehn Jahre lang bestehen konnte. Es besteht noch eine große Zahl anderer Ungesetzlichkeiten in der Glasindustrie. So stellen die Unternehmer den Arbeitern Möbel angeblich zum Selbstkostenpreise zur Verfügung. Das wäre nach dem Gesetz zwar bei Arbeitsinstrumenten und Lebensmitteln zu- lässig, aber nicht bei Möbeln, die doch weder zu den einen noch zu den anderen gehören. Ich möchte weiter bei dem Herrn Staatssekretär anfragen, wie es kommt, daß in den G l a S h ü t t e n und Glasfabriken in Busch im Jnspektionsbezirk Bromberg ständig Strafgefangene beschäftigt werden. Sogar Leute, die in die A n st a l t für Epileptische aufgenommen sind, sollen arbeiten müssen. Aber für die gefangenen Arbeiter ist auf Wunsch der Gefängnisverwaltung ein besonderer Essensraum hergerichtet worden. Auch brauchen sie nur des Tages zu arbeiten, während nachts die Gefängnisverwaltung für ihre Ruhe sorgt. Die freien Arbeiter hingegen haben fast täglich Nachtarbeit zu verrichten und müssen in den ungesunden ArbeitSräumen ihre Nahrung einnchuicu. Man sieht, welch gelvaltiger Unterschied zwischen den gefangenen Arbeitern und zwischen den freien Arbeitern besteht, die verurteilt sind, als Gefangene des Kapitals selbst nachts für seinen Profit zu arbeiten.(Sehr wahr! links.) Auch davon, daß in Busch und Gertraudenhütte noch immer Kinder unter vierzehn Jahren beschäftigt werden, weiß der Fabrik- inspektor nichts zu berichten. Hingegen lobt er die Familien- Wohnungen, die Pensionskassen und die anderen Wohlfahrts- einrichtungen, die in diesen Filialen der Siemens-Aktiengesellschaft bestehen. Von den entsetzlichen Gesundheitszuständen und Arbeits verhälniffen sagt er kein Wort. Auch in Riesa in der Mark werden noch immer Kinder von neun biszehn Jahren auch an Sonntagen beschäftigt. Die Arbeiter, deren Alter mit 15 und 16 Jahre an- gegeben wird, sind in Wahrheit nur 11 oder 12 Jahre alt. Diese Kinder verkrüppeln geradezu durch die Schwere der Arbeit, ihre Fuße werden so schwach, daß sie kaum zu laufen imstande sind, aber wenn fie nicht schnell genug zur Arbeitsstelle zurückkehren, bekommen sie obendrein noch Prügel.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) In den Massenquartieren, in denen sie nahe bei der Fabrik unter- gebracht werden, haben sie nicht einmal Betten zur Verfügung, sondern müssen mit ein paar alten Decken auf ebener Erde schlafen. Oesterreicher, Ungarn und Galizier werden massenhaft in den Glas- fabriken beschäfttgt: aber wenn fie von ihrem gesetzlichen KoalittonSrecht Gebrauch machen, weist man sie aus. Da wäre eS besser, sie gar nicht erst ins Land zu lassen. Sehr gefährlich für die Gesundheit der Glasarbeiter ist das Benutzen gemeinsamer Mundstücke. Syphilis, Tuberkulose und andere Krankheiten können auf diese Weise übertragen werden. Ein Maximal-ArbritStag ist für die Glasarbeiter sehr notwendig. Wir stimmen daher der Resolution Erzberger-Dr. Pichler zu, welche in ihrem ersten Abschnitt die Ausdehnung des sanitären Maximal- Arbeitstages auf die Glashütten- Industrie fordert. Wir haben diese Fordenmg in unserer Resolution nicht ausgesprochen, weil wir ja einen Maximal-Arbeitstag für die gesamte Industrie fordern. Der zweite Teil der Zentrums-Resolution deckt sich voll- kommen mit unserer Resolution Albrecht, welche die Sonntagsruhe sürGlaShüttenarbeiter mit Ausnahme einiger Hülfsarbeiter für die Unterhalwng der Feuer in den Schmelzöfen fordert. Die Forderung ist sehr alt, sie stammt schon aus dein Jahre 1876. Da malS waren nur diejenigen gegen diese Forderung, welche überhaupt Gegner der Sonntagsruhe waren. Dann ist die Forderung oft wiederholt worden. Alles, was die Regierung getan hat nach dieser Richtung, ist, daß sie Erhebungen veranstaltet hat. Der Herr Staatssekretär erklärte aber, daß die Resultate dieser Erhebungen fiir Preußen, Bayern. Sachsen usw. so verschieden aus- gefallen wären, daß eine allgemeine Regelung der Verhältnisse sehr große Schwierigkeiten hätte. Die Glasarbeiter haben wiederholt Petttioncn eingereicht, in denen sie um Einführung der Sonntagsruhe gebeten hatten. Da aber hat der„Zentralverband der Industriellen", welcher vielfach den Ton in unseren Regierungskreisen angibt und welcher der Ansicht zu sein scheint, daß die Regierung nur zu seinem Schutze da sei, eine Gegenpetition eingereicht, welche sich gegen die Sonntagsruhe der Glasarbeiter aussprach. Verband, ivelcher alle möglichen Industrien fachmännisch beurteilen wollen? Die Erfahrungen aus anderen Industrien an, keit gar keine Aehnlichkett mit der Schon diese Tatsache sollte der Regierung genügen, um diese Gegenpetition des Zcntralverbandes unberücksichtigt zu lassen. Die Durchführung der Sonntagsruhe kann ohne Schaden der Industrie von statten gehen, dahin haben sich viele Sachverständige aus- gesprochen. Es sind ja auch mehrere technische Erfindungen gemacht worden, welche das Eintteten einer Ruhepause im Betriebe ermög- lichen. Bei diesen Verhältnissen würde die Verweigerung der Sonntagsruhe für die Glasindustrie ein kulturwidriges Vorgehen bedeuten.(Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Dr. Thaler(Z.) begründet eine Resolution des Zentrums auf Vorlegung eines Gesetzentwurfs, welcher bezüglich der Gehülfen der Rechtsanwälte, Notare und Gerichtsvollzieher sowie der Beamten und Angestellten der Krankenkassen über die Arbeitszeit, die Kündigungsfristen, die Sonntagsruhe, die berufliche Aus« und Fort- bildung die gleichen oder ähnliche Schutzvorschriften vorsieht, wie sie das Handelsgesetzbuch und die Gewerbe-Ordnung hinsichtlich der Handelsangestellten enthält. Der Reichstag hat bereits 1899 eine ähnliche Resolution be- schloffen. Der Bundesrat erklärte damals, die diesbezüglichen Er- Hebungen seien noch nicht zum Abschluß gelangt, und bis jetzt ist uns diesbezüglich auch noch nichts bekannt geworden. Die Regelung, die in dieser Beziehung in Bayern getroffen worden ist, ist ganz vorzüglich. Wir glauben, angesichts der schlechten Lage dieser Angestellten eine tunlichst baldige Regelung dieser Frage erwarten zu dürfen. Unser Anttag ist, wenn auch nicht erschöpfend. doch ein Muster für weitere diesbezügliche legislatorische Maß- nahmen.(Bravo I im Zentrum.) Abg. Mertens(fts. Vp.): Die Bestimmungen deS Kinder- schutzgesetzeS sind noch nicht allenthalben so durchgeführt, wie es der Gesetzgeber gewünscht hat. DaS ist um so sonderbarer, als der Zeitpunkt des Inkrafttretens deS Kinderfchutz- Gesetzes infolge der damals verminderten Arbeitsgelegenheit für Erwachsene außer- ordentlich günstig war und daS Gesetz nur in den engen Kreisen der an der Kinderarbeit Interessierten Widerstand fand. Aber die Hauptsache ist nicht das Gesetz, son- dem die Verschmelzung desselben mit dem prakttschen Leben. In dieser Hinsicht sind die Erhebungen deS Breslauer Lehrervereins sehr instruktiv. Sie zeigen, daß nur etwa 50 Proz. der be- schäftigten Kinder Arbeitskarten gelb st haben oder das vom Gesetz vorgeschriebene Alter erreicht hatten, als sie in Arbeit traten. Die Schuld daran, daß da« Gesetz so leicht übertreten werden kann, liegt meines ErachtenS an der Fassung deS Gesetzes selb st. Die Arbeitgeber können die festgesetzte Grenze der Arbeitszeit übertreten, wenn sie den Kindern die Arbeit, statt sie in der eigenen Werkstätte anfertigen zu lassen. in deren Wohnung mitgeben. Die Arbeit- geber können Kinder bis herunter zu 10 Jahren 4 Stunden täglich, unter Umständen sogar 9 Stunden lang beschäftigen. wenn sie nicht ihnen selbst, sondern den E l t e r n die Arbeit mit nach Hause geben. Ehe diese Bestimmung nicht beseitigt ist, werden Zustände, die in keiner Weise mit dem Sinne des Gesetze? über- einstimmen, trotz aller Polizei, trotz aller Gewerbe-Jnspektion, trotz aller Kontrolle nicht beseitigt werden können.(Sehr wahr! links.) Die gesamte Lehrerschaft muß dafür herangezogen werden, daß das Gesetz nicht überschritten wird. In manchen Bundesstaaten, B. in Hamburg, ist dies schon in segensreicher Weise geschehen. n Preußen dagegen werden die Lehrer nur in Ausnahmefällen gefragt. Wer ist die Schulaufsichtsbehörde in Preußen? Der Kreis-Schul- inspektor. Der kennt die bleichwangigen Kinder nicht. Er aber ist in Preußen allein befugt, der Gewerbe-Jnspektion Mitteilungen zu machen. Nur der Lehrer aber kann gute Auskunft geben. Sehr richtig! bei den Freisinnigen.) Wenn die Ausführungs- b e st i m m u n g e n in Preußen und anderen Bundesstaaten so ' ch l e ch t sind, kann das beste sozialpolittsche Reichsgesetz nichts helfen. Die Erhebungen über die landwirtschaftliche Beschäftigung von Schulkindern entsprach einer von uns ausgesprochenen Resolution. Leider ist dem zweiten Teile der Resolution, welche Erhebungen über. die sittlichen Gefahren von Schulkindern in landwirtschaft- sicher Arbeit und im Gesindedienst verlangt, nicht entsprochen worden. Weiterhin sind die öffentlichen ErziehungS- an st alten von der Gewerbe-Jnspektion befreit. Nun werden aber in Erziehungsheimen häufig Grundsätze befolgt, welche nicht dem Sinne des Gesetzes entsprechen. Kinder sind dort zum Bemalen von Bleisoldaten für eine Fabrik benutzt worden. (Hört! hört I links.) Das sind nicht einzelne extreme Bei- spiele, sondern typische Fälle. Es ist seitens der Vertreter solcher Anstalten öffentlich betont worden, daß es nütz- sich wäre, wenn den Anstalten ans der Kinderarbeit ein materieller Gewinn erwüchse, damit sie den Kindern eine bessere Kost vorsetzen könnten. Ich bitte die Regierung, auf unsere Anregungen hin die Kinderbeschäftigung in den Erziehungsheimen mit den gesetzlichen Bestimmungen in Einklang zu bringen(Lebhafter Beifall bei den Freifinnigen), ehe andere kommen und mit dem Seziermesser der Krittk dort hineinleuchten.(Große Heiterkeit.) Dann werden wir der Jugend die richtige Erziehung angedeihen lassen.(Bravo! bei den Freisinnigen.) Abg. W-lff(Wirtsch. Vg.): Eine richtige Sozialpolitik ist nicht möglich' ohne Agrar- und Mittelstandspolitik, denn wenn erst der Bauer und der Mittelstand ins Proletariat herabsintt, kann keine Sozialpolitik mehr helfen. Eine Vereinheitlichung des ganzen Ver- stcherungswesens erscheint auch uns dringend erwünscht, möge Graf Posadowsky, den man den Lokomotivführer der Sozialpolitik genannt hat, sich zum Organisator des Versicherungswesens aufschwingen.— Eine Beteiligung von Beamten an Konsumvereinen halte ich für einen Unfug. Den Hausierhandel halte ich mit Herrn Erzberger für eine Landplage. Hierauf vertagt sich das Haus. Persönlich bemerkt Abg. Dr. Potthoff(frs. Vg.) gegenüber dem Abg. Werner, daß er stets für da» Koalitionsrecht der Handlungsgehülfen ein« getreten sei. Nächste Sitzung Dienstag 1 Uhr.(Tagesordnung: 1. Erste eventuell zweite Lesung des Nachtrag? zum Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn. 2. Fortsetzung der heutigen Beratung.) Schluß 5-/2 Uhr._ Wie kann aber em umfaßt, diese Dinge Gegenpesition führt welche in Wirklich- Glasindnsttie haben. Abgeordnetenhaus. tat», 164. Sitzung vom Montag, den 6. vormittags 11 Uhr. Am Ministertische: v. Budde. Auf der Tagesordnung steht zunächst der Antrag des Ab« geordneten Dr. K r a u s e- Königsberg(natl.) und Genoffen: Die kgl. Staatsregierung zu ersuchen, durch Nachtragsetat oder Anleihe- gesctz schleunigst Mittel bereit zu stellen zur Gewährung von un- verzinslichen oder gering verzinslichen Darlehen an die durch den elementaren Waffrrmangel des Sommers 1904 schwer gc- schädigten Klrinschiffrr zum Zwecke ihrer Erhaltung im Haus- und Nahrungsstande. Abg. Dr. krause(natl.) beantragt, seinen Antrag der Budget- kommission zu überweisen. Es handelt sich um einen Rotstand der Kleinschiffer, der möglichst schnell beseitigt werden muß. Hätteu doch viele Schiffer im vorige» Sommer bis zu 20 und 22 Wochen mit ihren Fahrzeugen stille liegen müssen. Besonders habe sich der Wassermangel auf märkischen Wassersttaßen, auf dem Finowkanal, auf der Oder, ferner auf der Warthe und der Weihsel geltend ge- macht. Bei dem Wassermangel handele es sich um ein elementares Ereignis, deshalb sei eS gerechtfertigt, Darlehen aus öffentlichen Mitteln zu gewähren. Dcis könne umso eher geschehen, als ja die Eisenbahnen infolge der Einstellung der Schiffahrt ganz bedeutende Mehreinnahmen gehabt haben.(Beifall.) Ein Regierungskommissar erklärt, daß die ungünstige Lage der Kleinschiffer weniger in der Wasserkalamität des vorigen Sommers als in dem Rückgang der Erwerbsverhältnisse der Kleinschiffahrt ihre Ursache habe. Vom Rhein und der Weser lägen überhaupt keine Klagen vor, aber auch bei den Schiffern, die auf den östlich der Elbe liegenden Flüssen verkehrten, könne nicht von einem allgcoieinen Notstande gesprochen werden, der ein Eingreifen des Staate? bedinge. Die StaatSregicrung bitte um Ablehnung deS Antrages. Abg. Dr. Rewoldt(fk.) bedauert die ablehnende Erklärung des RcgierungSvertreters. Abg. Blell(fts. Vp.) bedauert ebenfalls die ablehnende Haltung der Regierung. Abg. v. Arnim erklärt, daß feine Freunde dem Antrag sympathisch gegenüberstehen und ist mit der Ueberweisung deS Anttags an die Budgetkommission einverstanden. Abg. Peltnsohn(frs. Vg.) tritt ebenfalls für den Antrag ein. Der Staat habe auch früher schon in ähnlichen Fällen eingegriffen, auch wenn keine allgemeine Landeskalamität vorgelegen habe, Nachdem Abg. Dr. Wagner(fk.) sich in ähnlichem Sinne auS- gesprochen und Abg. Dr. Krause(natl.) nochmals seinen Anftag befürwortet, wir er an die Budgetkommission verwiesen. ES folgt die Beratung des Etats der Eisenbahnvcrwaltung. Die Generaldebatte beschäftigt sich zunächst mit der Frag« der Betrirbsmittelgemeinschaft. Minister v. Budde: Es ist die erste Pflicht der Eisenbahn- Verwaltung, den öffentlichen Verkehr zu bedienen, und dazu ist eine möglichst weitgehende Bettiebssicherhett, eine ausreichende und flotte Zugfolge notwendig. Ebenso gehören dazu Tarifsätze, die der Weiter- entwickelnng des Erwerbslebens in angemessener Weise Rechnung tragen. Die Länge der von der preußisch-hessischen Eisenbahn- gemeinschaft betriebenen Bahnen beträgt 84 080 Kilometer. Die Zahl der Unfälle betrug 1894 auf 100 Kilometer Betriebslänge 8,13, 1903---6,82, auf eine Million Lokomotivkilometer 5,91 bez. 3,23, auf eine Million Achskilometer Lastwagen 0,23 bez. 0,13, auf eine Million Achskilometer Personenwagen 1,01 bez. 0,43. Durch die technischen Einrichtungen, die wir getroffen haben, ist es uns also gelungen, die Unfälle im wesentlichen auf die Hälfte herab- zuminoern. Ich gebe.aber zu, daß wir bemüht sein müssen, ihre Zahl möglichst noch mehr zu vermindern. WaS die ausreichende flotte Zugfolge angeht, so habe ich im letzten Jahre 30 neue Schnellzüge eingelegt und bin namentlich bemüht, die Schnellzüge in möglichst weitem Umfange mit der dritten Klasse zu versehen. Ebenso bin ich bemüht, in die D-Züge nach Möglichkeit die dritte Klasse einzustellen.(Beifall.) Für die Benutzung der Speisewagen möchte ich den Wunsch aus- sprechen, daß diejenigen, die sie benutz«», auch daran denken, daß sie von anderen Reisenden venutzt werden sollen. Das Publkuiu zeigt da vielfach noch einen Mangel an Erziehung. (Lebhafte Zustimmung.) Auf Nebenbahnen kommen viele Unglücks- fälle dadurch vor, daß Fuhrwerke die Schienen kreuzen wollen, wen« = en Zug ankommt. Ich meine, diese Unglüdsfälle würden vermieden Steuerzahler. Die guten Erfolge der Eisenbahnverwaltung sind zum| Bergarbeiter, Glasarbeiter und Porzellanarbeiter getragen werden. werden, wenn die Führer der Fuhrwerke einem Anti- Alkoholverein großen Teil auf die vor zehn Jahren eingeführte Neuorganisation 5. Das Arbeitersekretariat für das Sauerland unter Leitung der beigetreten wären.( Lebhafte Zustimmung.) Jeder, der durch das in der Verwaltung zurückzuführen, die sich ausgezeichnet bewährt hat. Kreis Gewerkschaftskommission. Das Sekretariat, das bisher in Gelände fährt, weiß, daß da die Nebenbahn ist.( Sehr richtig!) Es sind 2000 Beamte im Bureaudienst weniger vorhanden und es find Iserlohn war, ist am 1. März 1905 nach Lüdenscheid verlegt. Der Den Verkehr suchen wir dann noch zu verbessern durch die Ausgabe dadurch bedeutende Ersparnisse erzielt worden, der Verkehr mit dem Sekretär hält in allen größeren Orten des Bezirkes regelmäßige von Orientierungsheften für die Reifenden, welche ihnen Fahrpläne Bublifum ist dabei flotter geworden.( Beifall.) Sprechstunden ab. 6. Die Agitationskommission für Elsaß bieten und sie auf Sehenswürdigkeiten aufmerksam machen. Wir lassen aber auch die großen Fragen nicht aus dem Auge. Lothringen mit dem Siz in Straßburg i. E. Diese Kommission Diese Hefte werden auf größeren Stationen gratis ausgegeben. Es haben mit anderen Staaten Verhandlungen über die Umleitungen hat keinen besoldeten Beamten. Die Verhältnisse in bezug auf den Güterverkehr haben sich in der von Güterzügen stattgefunden, und es ist da allgemein anerkannt Was die von den Gewerkschaften selbst gegründeten Arbeiter. legten Zeit erheblich verbessert. Das Abfertigungsverfahren, das im worden, daß Preußen stets loyal verfahren ist. Ich beschäftige mich auch sekretariate anlangt, so machte die Generalkommission die Erfahrung, borigen Jahre eingeführt wurde, hat sich sehr gut bewährt; wir er mit der Frage der Personentarifreform, weil ich der Meinung bin, daß in den Orten, in welchen nicht ohne Anspannung der sparen dadurch viel Personal. Im ganzen Großen hat der Verkehr daß das jetzige System fehlerhaft, veraltet, ungerecht und eine Qual finanziellen Leistungsfähigkeit die Erhaltung eines Sekretariats bewältigt werden können, trotzdem plöglich höhere Ansprüche an ihn für das Publikum und die Verwaltung ist.( Beifall.) Was in meinen möglich ist, die agitatorische Wirksamkeit eines solchen nur sehr gestellt wurden. Zwei große Krisen hatte die Eisenbahnverwaltung Kräften steht, werde ich tun, um Wandel zu schaffen, zumal mir der minimal bleibt. Wenn aber die Kräfte der Gewerkschaftsim vorigen Jahre zu bestehen, erstens die große Dürre im ver- Abg. Wallenborn einen großen Kasten mit nicht abgestempelten mitglieder bis zum äußersten angespannt werden, um ein Sekretariat gangenen Sommer, wodurch infolge Stillliegens der Schiffahrt Karten zur Verfügung gestellt hat, die zeigen, wie jetzt die Reisenden zu erhalten, so hört die Förderung der Agitation durch dieses völlig erhöhte Ansprüche an die Eisenbahnverwalung gestellt wurden. Die zum Betruge verleitet werden. Vor allem ist eine Vereinfachung des auf und das Gegenteil von dem wird erzielt, was man von der zweite Krisis aber lag in dem Streit der Bergarbeiter, die sich auf Fahrkartenwesens notwendig. Ich bitte Sie, stets daran zu denken, Errichtung des Sekretariats erhoffte. Die Generalfommission hat den Eisenbahnverkehr in den verschiedensten Richtungen bemerkbar daß die Eisenbahnverwaltung auf dem Standpunkt steht: Rast' ich, deswegen Zuschüsse zu solchen Sekretariaten nur dann gegeben, wenn machte. Der Streit hatte zur Folge, daß der Verkehr brach lag so rost' ich!( Beifall.) mit Sicherheit anzunehmen war, daß die beteiligten Gewerkschaften und daß so und so viele Arbeiter nichts zu tun hatten. Abg. v. Pappenheim( f.) begrüßt die Betriebsmittelgemeinschaft in furzer Zeit zur Deckung der Gesamtkosten selbst befähigt sein Ich habe die Eisenbahn- Präsidenten angewiesen, das überflüssige im wirtschaftlichen Interesse und erklärt, daß seine Partei erwarte, würden. Personal möglichst in Werkstätten zu beschäftigen und dafür Sorge daß die übrigen Eisenbahnverwaltungen vollständig selbständig bleiben Auch in der Hergabe von Geldern zum Kauf und Bau von zu tragen, daß das Fahrtpersonal durch Einstellung der Güterzüge und die Betriebsmittelgemeinschaft nicht der Vorläufer einer Reichs- Gewerkschaftshäusern war die Generalkommission zurückin seinem Einkommen nicht geschädigt würde, da diese Leute ja ganz eisenbahn sein solle.( Beifall rechts.) haltend. unschuldig an dem Streik waren. Kein ständiger Arbeiter auf Abg. Macco( natl.): An eine Reichseisenbahn sei bei dieser Dagegen hat sie die Bestrebungen zur Förderung der gewerk der Staatseisenbahn ist entlassen worden. Ein großer Kohlenstrom Gemeinschaft nicht zu denken. schaftlichen Frauenagitation rückhaltlos unterstützt und ergoß sich aus dem Auslande, besonders aus Belgien und England, Abg. Deser( Hospitant der Frs. Vp.) erklärt sich mit der vom u. a. der Frauen- Agitationskommission in den eigenen Räumen ein und es war nötig, diesen Betrieb sofort zu beherrschen, Ein drittes Minister inaugurierten Betriebsmittelgemeinschaft einverstanden. Heim gewährt. Moment der Krisis war die Gefahr, daß die Eisenbahnverwaltung Eine allgemeine deutsche Betriebsmittelgemeinschaft sei nicht durch- Die Agitation unter den italienischen Arbeitern selbst in Verlegenheit in bezug auf den Kohlenbedarf käme. Die führbar. Die Selbständigkeit der einzelnen Bundesstaaten müsse wurde in wirksamer Weise in die Heimat derselben, in die Provinz Borräte aus früheren Jahren waren jedoch so reichlich, daß ich bis gewahrt bleiben. Udine in Oberitalien verlegt. zum Schluß des Streifs feine Sorge gehabt habe, daß Kohlenmangel eintreten könnte. Wir haben freilich zu außerordentlichen Maßregeln greifen müssen. In den ersten 14 Tagen des Streifs haben wir keine Stohlen angekauft über die vertragsmäßig bestimmte Lieferung hinaus. Ich hielt es für meine Pflicht, die Kohlen, die überhaupt zu haben waren, der Industrie zu überlassen, damit nicht noch mehr Arbeiter brotlos würden. Später mußte der Bedarf mit ausländischen Kohlen gedeckt werden. Außerdem habe ich von staatlichen Werken an der Saar mehr Kohlen bekommen, als vertragsmäßig zu liefern waren, ebenso aus Oberschlesien. Die oberschlesischen Kohlenhändler haben mir alles zur Verfügung gestellt, was möglich war. Im ganzen sind in Rheinland- Westfalen ungefähr 350-400 000 Tonnen in der Lieferung ausgefallen infolge des Streiks, die gedeckt worden sind teils im Ausland, teils aus anderen inländischen Revieren. Bis zum Schluß des Streits habe ich also keine Sorge gehabt, daß wir auf Wochen hinaus einen ungestörten Betrieb nicht unterhalten können. Der Kohlenstreit wird an Mehrkosten für Kohlen etwa eine Million Mart verursachen. Abg. Gamp( ft.) gibt zu, daß die Betriebsmittelgemeinschaft Vereinfachung und Ersparnisse bringen wird. Redner bittet die Regierung, die Betriebsmittelgemeinschaft nicht auf so ungünstiger Basis abzuschließen, auf der dieser Vertrag mit Hessen ab geschlossen sei. Minister v. Budde: Ich konstatiere mit Genugtuung, daß alle Redner der Betriebsmittelgemeinschaft freundlich gegenüber stehen. Ich spreche in dieser Frage nur für meine Person, da das Staatsministerium noch keinen Beschluß darüber gefaßt hat. Der Zweck der Betriebsmittelgemeinschaft ist der, eine bessere Freizügig keit der Betriebsmittel herbeizuführen, soweit solche zweckmäßig und wirtschaftlich erscheint. Ich gebe den Vorrednern recht, daß die größte Vorsicht nach verschiedenen Richtungen hin geboten ist. Deshalb ist auch die Kündigungsfrist von 2 Jahren vorgesehen. Die Berechnungen über die finanziellen Fragen schweben noch, sie werden voraussichtlich in einigen Monaten abgeschlossen sein. Grundsaz bei der Betriebsmittelgemeinschaft muß sein, daß jeder Staat für sein Eisenbahnnetz Ersparnisse erzielt ohne Beein trächtigung der Finanzen eines anderen Staates. Auf dem Gebiete der Statistit war es wiederum Aufgabe der Generalkommission, die Mangelhaftigkeit der amtlichen Streifstatistik nachzuweisen. In der Statistik für 1903 fehlen 387 Streifs mit 8120 Beteiligten, über die von den Gewerkschaften genaue Auss weise gegeben werden. In den letzten drei Jahren( 1901-1903) find 1017 Streifs mit 20 251 Beteiligten festgestellt, die in der amtlichen Statistik nicht enthalten sind. Eine Kons ferenz der Vertreter der Verbandsvorstände hat beschlossen, die Streikstatistik dahin zu erweitern, daß der Erfolg des einzelnen Streits, der in bezug auf Arbeitszeitverkürzung und Lohn erhöhung eingetreten ist, festgestellt wird, desgleichen die bei verloren gegangenen Abwehrstreits eingetretene Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Durch diese Feststellungen, in Verbindung mit der Statistit über die Lohnbewegungen, dürften wir zu einer Uebersicht über die alljährlich eintretenden Veränderungen der Dauer der Arbeitszeit und der Höhe der Löhne kommen, wie sie in England amtlicherseits in Verbindung mit den Gewerkschaften seit einem Jahrzehnt alljährlich gegeben wird. Für die schweren Waldbrände im legten Sommer werden wir Die Generalfommission war im Laufe des Jahres 1904 an voraussichtlich 3-4 Millionen zahlen müssen, insbesondere wegen Was die politische Frage betrifft, so traten die ersten An- einer ganzen Reihe von Konferenzen und Generalversammdes großen Waldbrandes in Primkenau, der sich auf 20 000 Morgen regungen in sehr vertraulicher Form an mich heran, als ich eben mein Iungen beteiligt. Von 27 Generalversammlungen, Verbandstagen ausgedehnt hat. Was die Tariffäte betrifft, so haben wir Notstands- Amt antrat. Ich hatte es mir zur Richtschnur gemacht, daß ich nicht und Kongressen wurden 22 von ihren Vertretern besucht. tarife bei der Kalamität der Dürre des letzten Sommers die Anregung hierzu geben wolle. Richtig ist, was der Vorredner Bei dem„ Correspondenzblatt", dem ,, L'Operaio Italiano" und gewährt, die nicht bloß den Landwirten, sondern allen übrigen sagte, daß die anderen deutschen Staaten größeren Nußen haben der„ Oswiata" find im letzten Jahre erhebliche Aenderungen nicht Einwohnern der betreffenden Bezirke zugute gekommen sind. würden. Ich würde lieber die preußischen Eisenbahnen allein eingetreten. Die Auflage des Correspondenzblattes" erhöhte fich Den Schiffern, die unterwegs mit den Fahrzeugen liegen bleiben verwalten, als auch die Geschäfte der anderen Verwal- von 14 500 Exemplaren im Jahre 1903 auf 15 800 im Jahre 1904. mußten, haben wir billige Eisenbahntarife gewährt. Ferner haben tungen mit zu übernehmen. Aber solche Gesichtspunkte müssen Ein Vergleich der Abrechnung des Jahres 1904 mit der des wir aus Anlaß des Streits Notstandstarife gewährt für Rohstoffe zurüdtreten gegenüber den großen nationalen Gesichtspunkten. Daß Jahres vorher zeigt, daß Einnahme und Ausgabe nicht unbedeutend und Ausnahmetarife zur Einfuhr ausländischer Kohlen. Endlich die Leitung dauernd bei Preußen bleibt, ist selbstverständlich. An den gestiegen sind. Die Reineinnahme beträgt im letzten Jahre wurden der Industrie im Sieger Land Ausnahmetarife für Kohlen Vertrag über die Betriebsmittelgemeinschaft wird sich nicht 154 716,14 M., ein Mehr gegenüber dem Vorjahre von 61 226,66 m. gewährt. Dieser Tarif bringt für die Staatskasse einen der Gedanke der Reichseisenbahn knüpfen. Die Betriebs- Die Ausgabe beträgt 94 182,58 M., sie übersteigt die des Jahres Ausfall bon rund einer Million Mark. Die Eisenbahn- mittelgemeinschaft ist aber auch der beste Schuh gegen vorher um 7794,93 M. Doch sind die Druckkosten des„ Correspondenz verwaltung ist sich bewußt, daß sie auf das Eriverbs die Reichseisenbahn, denn durch die Betriebsmittelgemeinschaft blattes" nur für drei Quartale in der Abrechnung enthalten. In Leben Rücksicht nehmen muß, fte wird nach wie vor werden die staatlichen Eisenbahnen aufrecht erhalten. Eine Personen- Wirklichkeit stellt sich also die Gesamtausgabe um rund 7000 M. diesen Gesichtspunkt im Auge behalten. Die Dürre und der Berg- tarif- Reform muß fommen. Unser Personentarif steht noch auf dem höher als in der Abrechnung angegeben ist. arbeiter- Ausstand haben den Beweis geliefert, daß die Eisenbahn- Standpunkt des alten Postverkehrs. Unsere Ingenieure und Bauverwaltung imftande ist, große Krisen mit Leichtigkeit zu über- techniker haben riesige Fortschritte erzielt; das zeigt die Eröffnung winden. Von einer Privatgesellschaft würde eine solche Krisis nicht des Simplontunnels. Ich würde es sehr bedauern, wenn Aftenstücke so leicht überwunden werden können. Dazu gehört ein aus- und Tintenfässer ein größeres Hindernis wären als die Alpen. gezeichnetes Personal, das nach einheitlichen Grundfäßen( Beifall.) Zum Schluffe sei es noch gestattet, eine Aeußerung des Berichts über die gewerkschaftliche Tattit anzufügen, zu welcher die Generalfommission durch den ungünstigen Ausgang einer Anzahl von Kämpfen im Vorjahre veranlaßt wird. Es heißt da: Je umfangreicher die Organisationen der Arbeiter und der angestellt wird. Daß der richtige Geist im Personal Es folgt die Beratung der Einnahmen. Hierzu liegt ein Unternehmer werden, je größer infolgedessen die Zahl der Arbeiter vorhanden ist, dazu ist notwendig, daß die Eisenbahn- Antrag der Abgg. Dr. Wiemer( fr. Vp.), Goldschmidt( fr. Bp.) wird, die an den einzelnen Kämpfen beteiligt ist, um so geringer verwaltung dem Personal eine entsprechende Fürsorge zu teil vor, die Staatsregierung zu ersuchen, eine Reform des Eisenbahn- wird die Aussicht, einen unmittelbaren Erfolg für die Arbeiter bei werden läßt, daß sie sich nicht treiben läßt zu verbesserungen, Personentarifs baldmöglichst dahin in die Wege zu leiten, daß unter einem Streit zu erzielen. Es wird, wenn die Kräfte der Kämpfenden sondern sie selbst einführt. Sie werden im Etat große Neu- Aufhebung der Rückfahrkarten die Preise für die einfache Fahrt auf gleichwertig, find, immer mehr zu Vereinbarungen kommen, und aufwendungen für das Personal finden, das sich auf 389 000 Köpfe die Hälfte der Preise der jetzigen Rückfahrkarten festgesetzt werden. absolute Siege des einen oder anderen Teiles werden immer beläuft, und für welches eine halbe Milliarde oder 56 Proz. aller Abg. Gamp( fr.) stellt dazu einen Abänderungsantrag, nach feltener werden. Für eine solche Vereinbarung ist aber bei dem Betriebsaufwendungen ausgegeben werden. Die Vermehrung der Stellen welchem diese Reform unter dem Gesichtspunkt der Vereinfachung Unternehmertum genügendes Verständnis und die Absicht erforderlich, fällt meist auf den äußeren Dienst. Seit 1892 haben ständige Ver- des Fahrkartenwesens stattfinden soll und für Schnellzüge entsprechende die Gewerkschaft als Bertreterin der Arbeiter anzuerkennen. Beides befferungen der Anordnungen des Dienstes für das Personal stattgefunden. Buschläge eingeführt werden sollen. muß den Unternehmern, besonders denen in der Metall- und Textil Im allgemeinen sollen einzelne Beamtenfategorien nicht aufgebeffert Abg. Frhr. v. 3edlis( ft.): Eine Reform der Personentarife industrie, erst anerzogen werden. Dies geschieht am allerwerden, wenn nicht organisatorische Aenderungen des Dienstes vor- im Sinne einer Vereinfachung ist notwendig, allerdings müßte sie wenigsten dadurch, daß man in einem Kampfe die Kräfte der kommen. Trotzdem sind erhebliche Verbesserungen an den Besoldungen fich zum Ziele fegen, daß eine wesentliche Verringerung der Ein- Gewerkschaft völlig erschöpft, sondern es wird am zweckmäßigsten borgenommen bei Bahnmeistern, Rangiermeistern, Weichenstellern nahmen damit nicht verbunden sein soll. durch eine Reihe wiederholter Kämpfe erreicht. und Stationsvorstehern. Für Stellenzulagen der Beamten im Abg. Goldschmidt( frs. Bp.): Der Minister erkennt die Tüchtigäußeren Dienst find 11%, Millionen Mart aufgewendet worden. Zwei feit des ihm unterstellten Personals an. Wenn er uns aber neue Beamtenstellen, auf die besonderer Wert zu legen ist, sind die wegen der Erfüllung der Wünsche der Arbeiter und Beamten auf Das Solidaritätsgefühl der Berliner Arbeiter. Rottenführer und Schirrmänner. Schirrmänner. Auch bei den höheren den Etat verwiesen hat, so können wir das, was dieser gewährt, Beamten find Die Sammlungen für die ausständigen Bergarbeiter sind beendet. die Anstellungsverhältnisse in den letzten nicht als ausreichend für die Erfüllung berechtigter Wünsche vieler Da dürfte es die Leser des„ Vorwärts" intereffieren, welche Summen Jahren wesentlich gebessert worden. Durch die Vermehrung Beamtenkategorien anerkennen. Es ist sehr wichtig, daß die Fahrder etatsmäßigen Stellen für die Eisenbahnsekretäre wird geschwindigkeit der Büge noch gesteigert wird, vielleicht haben wir seitens der organisierten Arbeiter in Berlin und Bororten aufeine erhebliche Verbesserung der Verhältnisse der älteren da einen guten Erfolg von der neuen Schnellzuglokomotive zu erwarten. gebracht wurden. Bureaudiätare herbeigeführt. Die Zahl der Lokomotivführer Die Heizungsanlagen in den Wagen find vielfach verbesserungsfähig. In der letzten Nummer der„ Bergarbeiter- Beitung" vom 4. März und Maschinisten wird um 779, die der Zugführer um 567, die der Durch die jezigen Rückfahrkarten wird dem Betrug Tor und Tür werden vom Kaffierer des Bergarbeiter- Verbandes 1 585 523,75 M. Weichensteller 1. Klasse um 500, die der Weichensteller um 1221, der geöffnet. Wenn aber jetzt für die Beförderung zum halben Preise quittiert. Den sechsten Teil davon hat Groß- Berlin aufSchaffner um 1650, der Rangiermeister uni 180, der Werkführer von der Rechten noch Zuschläge für die Benutzung der Schnellzüge gebracht. Bei der Sammelstelle des Parteivorstandes gingen um 35, der Wagenmeister um 37, der Lademeister um 95, der verlangt werden, so würde das auf eine Verteuerung hinauslaufen, 277 908,16 m. ein, doch sind davon nur 101 237,98 m. aus GroßLokomotivheizer um 756 vermehrt werden. Das ist eine Ver- die der Minister Hoffentlich nicht einführen wird. Bei der Beseitigung Berlin gegeben. 176 670,18 m. wurden wie folgt aufgebracht: mehrung, wie sie fich die Beamten nicht beffer wünschen können. der Rückfahrkarten könnte auch die Beseitigung der vierten Wagen 25 000,- M. Parteivorstand, 100 338,12 m. Partei- Zeitungen, Für die Stellenzulagen werden 7/2 Millionen Mart verwendet gegen flaffe in ernstliche Erwägung gezogen werden. Gewerkschaftliches. Berlin und Amgegend. 26 142,40 M. Wahlfreise, 12 220,21 m. Startelle, 3102,44 M. Gewert fchaften, 3237,10 M. Private, Vereine usw., 4364,67 M. Wahlkreise und Kartelle und 2264,18 m. vom Ausland. Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen ein 157 689,26 M. Davon Tommen auf Groß- Berlin 145 022,30 M., auf Zentralvorstände 11 000,- M., auswärtige Gewerkschaften 805,20 M., politische Vereine 33,70 M., Private und Bereine 289,05 M., Ausland 538,95 m. Sehen wir von den auswärtigen Geldern ab, so verbleibt für Berlin und Vororte ein Betrag: Gewerkschaftskommission 145022,30 m., Parteivorstand 101 237,98 m., zusammen 246 260,28 M. Gewiß ein Zeichen nachahmenswerter Solidarität für die im Kampfe gewesenen Klassengenossen. über 2 Millionen 1904. Die Stellenzulagen haben sich da bewährt, Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Mittwoch wo bei plöglicher Anschwellung des Verkehrs stärkere Dienstleistungen 11 Uhr. gefordert werden müssen. Für die Werkstellenarbeiter sind 3½ Mill. Schluß 4 Uhr. Mark mehr in den Etat eingestellt worden, die um so mehr ins Gewicht fallen, als durch das Zusammenlegen von Stellen eine Anzahl von besser bezahlten Stellen beseitigt wird. Die besonderen Dienstprämien für langjährigen Dienst betragen jetzt nach 20, 30, 40, 45 und 50 Jahren 20, 30, 40, 80, 100 und 150 m. Das Die Tätigkeit der Generalfommission im Jahre 1904. Wohnungswesen für die Beamten und Arbeiter ist außerordentlich In der letzten Nummer des„ Correspondenzblattes" gibt die gefördert worden. Weiter lege ich Wert darauf, daß für das Fahr Generalfommission der Gewerkschaften ihren Rechenpersonal, das unterwegs ist, geeignete lebernachtungslokale geschaffen schaftsbericht, der wieder ein erfreuliches Bild von dem Fortschritt werden. Fürsorge wird auch getroffen für Krankheitsfälle und für die der deutschen Gewerkschaftsbewegung bietet. Kleinen Kinder der Beamten und Arbeiter, die in der Einsamkeit wohnen. Bekanntlich konnte vor etwa einem halben Jahre der„ Borwärts" Unsere Fürsorge wird nicht verhindern, daß an das Haus immer in einem Leitartikel die erfreuliche Tatsache konstatieren, daß die wieder Petitionen von Beamten und Arbeitern kommen. Ich möchte Zahl der in den freien Gewerkschaften organisierten Arbeiter die an die Beamten die Mahnung richten, immer das Ganze ins Auge erste Million überschritten habe. Diese Zunahme der Achtung, Metallarbeiter! Um Mißverständnissen vorzubeugen, zu fassen und nicht unzufrieden zu sein, wenn eine andere Beamten- organisierten Arbeiter hat weiter angedauert. Die Generalfommission möchten wir nochmals auf den Beschluß aufmerksam machen, daß fategorie nach ihrer Ansicht besser gestellt ist. Und ich möchte bitten, fonnte außerdem auch noch einen Zuwachs dadurch verzeichnen, daß bis vier Wochen nach Beendigung des Streits in der Gelbmetalldaß auch jeder aus dem hohen Hause die Mahnung an die Beamten sich die Aſphalteure, die Portefeuiller und die Wäschearbeiter ihr industrie die doppelten Beiträge bezahlt werden müssen. richtet. Bei einem so großen Heer von Beamten und Arbeitern anschlossen. können wir nicht jeden einzelnen zufrieden machen. Ich erkenne an, Zum Zwecke der Förderung der Agitation in Gegenden, Nach diesem Beschluß muß also der doppelte Beitrag bis zur daß die Beamten und Arbeiter eine außerordentliche Pflichterfüllung in welchen die Organisationen noch nicht genügend festen Fuß gefaßt elften oche dieses Jahres bezahlt werden. betwiesen haben, und ich hoffe, daß das Band zwischen ihnen und haben, hat die Generalfommission verschiedentlich Agitationsder Verwaltung immer fester wird, so daß kein Raum für störende fommissionen mit befoldeten Beamten an der Spize geschaffen oder Die Tarifbewegung der Brauerei- Handwerker. Am Sonntag Elemente vorhanden ist. Ich hoffe aber auch, daß die höheren aber Arbeitersekretariate geschaffen. nachmittag fand im Gewerkschaftshaus eine recht zahlreich besuchte Beamten nicht nur Verfügungen in bezug auf die soziale Fürsorge Es find zurzeit tätig: 1. Die Agitationskommission für Dft öffentliche Versammlung der in den Brauereien beschäftigten Hands treffen, sondern auch mit ihren Untergebenen stets als Menschen ver- und Westpreußen mit einem befoldeten Beamten, der seinen verker, Maschinister und Heizer statt, in der die zur Anbahnung fehren, wie ich es selbst tue.( Beifall.) Wohnsiz in Elbing hat. 2. Die Agitationskommission für die von Tarifverhandlungen gewählte Kommission über ihre Tätigkeit be Die Eisenbahnen sollen sich aber auch rentieren. Die voraus- Provinz Bosen mit einem besoldeten Beamten in Bromberg. An richtete. Der Bevollmächtigte Cohen vom Metallarbeiterverband sichtlichen Mehrüberschüsse des Jahres 1904 werden 27 Millionen diesem Orte wird auch ein Arbeitersekretariat erhalten. 3. Die und Siering vom Schmiedeverband hatten am Freitag mit dem Mart betragen. Der Streit im Ruhrrevier hat im Januar einen Agitationskommission für Oberschlesien mit einem befoldeten Syndikus des Vereins der Brauereibejizer, Assessor Meyer, eine Ausfall von 7 Millionen Mark gebracht, dieser wird aber voraus Beamten in Kattowig. Der Beamte steht zugleich dem Arbeiter Unterredung über die Angelegenheit, deren Verlauf und Ergebnis, sichtlich durch Mehreinnahmen im Februar und März ausgeglichen jetretariat vor. 4. Die Agitationsfommission für das Saargebiet wie Cohen bemerkte, sich recht vorteilhaft von dem bei den Metallwerden. Im ganzen sollen die Eisenbahnen 206 Millionen für den mit einem befoldeten Beamten in St. Johann- Saarbrücken. Hier industriellen üblichen Verhalten unterscheidet. Assessor Meher erStaat einbringen, das find 20 Millionen mehr als der Ertrag der ist gleichfalls ein Arbeitersekretariat errichtet, dessen Erhaltungskosten flärte, der Verein der Brauereibefizer fei bereit, mit den Organi Einkommensteuer. Diese Einnahmen sind also ein Geschent an ieden von der Generalfommission in Gemeinschaft mit den Verbänden der fationen der Handwerker zu verhandeln, wie es seiner Tradition = Deutscher Metallarbeiter- Verband, Drtsverwaltung Berlin. . Verfammlungen. entspräche; man müsse jedoch befürchten, daß diese Organisationen| handeln jene Unternehmer insofern, als sie sich nicht nur nach dem fort. Am Sonnabend ist es gelegentlich einer Demonstration der faum die Garantien für die Innehaltung von Tarifabmachungen§ 153 der Gewerbe- Ordnung strafbar machen, sondern auch eine letzteren zu einem blutigen Zusammenstoß mit der Polizei gekommen, übernehmen könnten, weil, wie ihm bekannt sei, nur ein Teil der in Nötigung begehen, die seitens der Gerichte Arbeitern gegenüber wobei zwei der Manifestanten durch die Polizei schwer verletzt den Brauereien tätigen Handwerker organisiert sei. Leider mußten gewöhnlich mit hohen Gefängnisstrafen geahndet wird. Aber auch wurden. Fünf Unternehmer haben bewilligt. In den Ausstand Cohen und Siering zugeben, daß es mit der Organisation unter den Brauerei- Handwerkern noch mangelhaft bestellt ist; sie anderweitig haben die Unternehmer insgesamt nur Nachteil von getreten find zirka 1500 Arbeiter und Arbeiterinnen einer großen Bariser Schuhfabrit. Sie verlangen eine Erhöhung des Lohnes verſprachen jedoch, daß in nächster Zeit alles aufgeboten werden solle, solchen gewalttätigen Maßnahmen. Die Nachricht von solcher Be- und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Die Durchschnittsum diesen Mangel zu beseitigen. Assessor Meyer sprach dann den handlung der Ausländer durch die hiesigen Schildermalerei- Inhaber wird löhne der Männer variieren in diesem Betriebe zwischen 22 und Wunsch aus, daß ihm demnächst mitgeteilt werde, wie viel von den auch den Kollegen derselben im Ausland zugehen. Es ist dafür gesorgt 30 Fr., die der Frauen zwischen 12 und 20 Fr. pro Woche. Brauerei- Handwerkern organisiert seien, welche Organisationen in Be- worden, daß jene Arbeiter beizeiten von den Möglichkeiten, die ihnen hier tracht kämen und was von den verschiedenen Handwerkern als Forde- widerfahren können, unterrichtet werden. Schon aus diesem Grunde rung aufgestellt werde. Das Bier, das den Handwerkern in den also dürften die Unternehmer auf feinen Zuzug vom Auslande Brauereien geliefert werde, müsse seiner Meinung nach mit ange- rechnen. Aber wie unflug die Unternehmer ferner durch diesen rechnet werden. Im Anschluß an seinen Bericht forderte Cohen Schritt handelten, zeigt die tiefgreifende Gärung und Mißstimmung die Anwesenden dringend auf, mit allem nur möglichen Eifer dafür in den Arbeiterkreisen. Auch die Lauesten wurden durch diese Vorzu sorgen, daß alle in den Brauereien tätigen Handwerker ihrer tommnisse aufgerüttelt und, ohne es zu wollen, haben die Arbeits Die Frage einer Lohnbewegung der Berliner Maurer wurde Berufsorganisation zugeführt werden. Dieselbe Aufforderung richtete geber die Reihen der Arbeiter fester geschlossen. Die festesten Stützen am Sonntag in einer stark besuchten außerordentlichen Generalauch der zweite Referent, Siering, an die Anwesenden. Im der Unternehmerversammlung des Vereins zur Wahrung der Interman hielt sie wenigstens von seiten der Arbeitübrigen berichtete er über die von der Kommission ausgearbeiteten geber dafür die Zeichner, Werkführer 2c., gehören dem Verbande essen der Maurer diskutiert. Die Angelegenheit ist in einer Tarifvorschläge. In der Diskussion wurde zunächst die Frage er an, nehmen an der Bewegung teil. Vor allen Dingen früheren Versammlung angeregt und dann in den Zahlstellen beörtert, ob auch für die Maschinisten und Heizer Forderungen aufge- bitten die Schildermaler die inländischen und sprochen worden. Ueber das Ergebnis dieser Beratungen referierte stellt werden sollten, was von den Vertretern dieser Berufe als recht ausländischen Kollegen, den Zuzug nach Berlin Meske. Er verwies darauf, daß die Unternehmer angesichts der wünschenswert und notwendig bezeichnet wurde. Die Versammlung zu unterlassen. Gleichzeitig ersuchen sie die schwebenden Verhandlungen mit den. Zentralverband beschlossen war jedoch der Meinung, daß, da in dem bis zum 31. Dezember arbeiterfreundliche Preise des In- und Aus- haben, einer Verlängerung des bestehenden Vertrages auf zwei Jahre 1906 geltenden Tarifvertrag der Brauereiarbeiter bestimmte Ab- landes um Abdruck vorstehender Zeilen. zuzustimmen mit der Maßgabe, daß der Stundenlohn in diesem machungen für die Maschinisten und Heizer enthalten sind, für sie Jahre um 3 Pf., und im nächsten Jahre um weitere 2 Pf. erhöht gegenwärtig leider keine Forderungen gestellt werden könnten. Der Die bekehrten Bäckermeister! wird. Dieser Beschluß sei durch Zeitungsberichte bekannt geworden Vertreter ihres Verbandes soll an den Verhandlungen teilnehmen, Die Feiertags- Betriebsruhe im Bädergewerbe und dem Redner durch einen Unternehmer als zutreffend bestätigt und es soll darauf hingewirkt werden, soviel wie möglich Ver- wollen die Berliner Bäckermeister jetzt durch eine Polizei- worden. Der Redner bedauert, daß bei den Vertragsverhandlungen besserungen der allerdings sehr verbesserungsbedürftigen Be- verfügung einheitlich geregelt wissen, nachdem sich in den letzten nicht auf eine Verkürzung der Arbeitszeit Bedacht genommen sei. ſtimmungen zu erzielen. Es wurden dann als Forderung für die Weihnachtsfeiertagen herausgestellt hat, daß die damals erlassene Die 9stündige Arbeitszeit bestehe jetzt seit 9 Jahren, eine Verkürzung verschiedenen Handwerker folgende Anfangslöhne aufgestellt: für Polizeiverordnung, die sich nur auf die Arbeit von Gesellen bezog, derselben sei mit Rücksicht auf die inzwischen veränderten Verhältnisse Metallarbeiter( Schlosser, Rohrleger, Dreher, Klempner, Elektro- die arbeitenden Meister aber nicht berührte, ihren Zweck durchaus ebenso notwendig, wie die Erhöhung des Lohnes. Die Vereinsmonteure) und für Schmiede, Holzarbeiter( Tischler, Stellmacher) verfehlte. Man wünscht jetzt die obligatorische Einführung der leitung habe anfangs in Aussicht genommen, den Achtstundentag und Maurer, Zimmerer, Sattler, Maler und Anstreicher und für Gärtner Feiertagsruhe für sämtliche Betriebe. Zu diesem Zweck 80 Pf. Stundenlohn zu fordern. Da diese Forderung aber zurzeit 32 M., für Kupferschmiede 34 M. wöchentlich. Die Löhne sollen wird eine Abstimmung unter den Meistern, ähnlich wie beim Acht- nicht durchführbar scheine, so habe man sich beschränkt auf die Forde von Jahr zu Jahr um 1 M. steigen bis zum Höchstbetrag von 36 M. uhr- Ladenschluß vorgenommen, deren Resultat dann für die Ein- rung: 8% stündige Arbeitszeit und 75 Pf. Stunden Verlangen die Brauereibesizer, daß das Bier mit angerechnet werde, führung der neuen Verordnung ausschlaggebend ist. Die Neu- Lohn. Diese Forderung müsse im Intereſſe der Berliner Maurer so sollen die Forderungen um 3 M. erhöht werden. Die Arbeitszeit regelung erfolgt, wenn zwei Drittel der Abstimmenden sich unbedingt durchgesetzt werden. Eine Verkürzung der Arbeitszeit um foll 9 Stunden nicht übersteigen und nicht vor 6 Uhr beginnen. An dafür erklären. Von heute ab werden die Abstimmungsden Tagen vor den hohen Festen soll nur bis 2 Uhr mittags ge- listen an die Bäckermeister Berlins und der Umgebung Arbeitsgelegenheit schaffen und also einen bemerkenswerten sozialen arbeitet, der Tag aber voll bezahlt werden. Für Ueberstunden bis herumgeschickt; sie haben folgenden Wortlaut:„ Die Unter- Fortschritt bedeuten. Die Unter- Fortschritt bedeuten. Als Ergebnis der Beratungen in den Zahl 9 Uhr abends soll ein Zuschlag von 15 Pf., von da ab bis 6 Uhr zeichneten erklären sich damit einverstanden, daß für die drei stellen empfahl der Redner die folgende Resolution: morgens ein solcher von 30 Pf. gezahlt werden. Der Tarifvertrag hohen Festtage in der Zeit vom ersten Feiertag 9½ Uhr vormittags Verkürzung der Arbeitszeit und der Erhöhung des Stundenlohnes für foll bis zum 31. Dezember 1906 gelten. Der Entwurf, der schließ- bis zum ztveiten Feiertag abends 91, Uhr in den Berliner Bäckereien lich von der Versammlung einstimmig gutgeheißen wurde, enthält und Konditoreien jegliche auf die Herstellung von Backwaren ge- sämtliche Sollegen au und beschließt: außerdem Bestimmungen über humane Behandlung, Reinlichkeit in richtete gewerbliche Tätigkeit zu unterbleiben hat." den Arbeitsräumen, Aufrechterhaltung des§ 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches usw. Die Gärtner wurden, nachdem in der Versamm Tung festgestellt war, daß eine größere Anzahl Gärtner in Brauereien tätig sind, unter der Bedingung in den Tarifentwurf mit aufgenommen, daß sich auch ihre Berufsorganisation mit an den Abmachungen beteiligt. Deutsches Reich. An die Delegierten zum Kölner Gewerkschaftskongreß! Werte Genossen! Die Wohnungskommission hat sich konstituiert und bitten wir dringend, daß die Delegierten Eine Lohnbewegung der Tapezierer.( Polsterer und Defora- zum Kongreß beim Unterzeichneten baldigst ihre Anmeldung teure) ist durch Beschluß einer am Sonntag abgehaltenen Werkstatt- besorgen wollen. delegierten- Versammlung eingeleitet worden. Es soll gefordert Wir bitten, bei der Anmeldung die Preise der gewünschten werden: Erhöhung des Stundenlohnes von 60 auf 70 Bf., eine Wohnungen, welche hier von 1,50 M. an bis 2,50 M. zu haben wöchentliche Arbeitszeit von 50 Stunden( Montag und Sonnabend sind, mit anzugeben. 8 Stunden, an den übrigen Tagen 8% Stunden). Im Prinzip Die Kommission wird bestrebt sein, soweit es irgend mögsoll auch die Abschaffung der Affordarbeit angestrebt werden, wo aber diese Forderung nicht durchgesetzt werden kann, sollen die Afford- lich ist, allen Wünschen und Anforderungen der Delegierten preise um 20 Proz. erhöht und der übliche Lohn garantiert werden. Rechnung zu tragen. J. A.: Th. Bartels, Köln, Im Weichserhof 49, II. Die Parteipresse wird freundlichst um Abdruck obigen AufFür Ueberstunden soll ein Zuschlag von je 25 Bf. gezahlt werden. In der Versammlung waren 132 Werkstellen mit 1258 Arbeitern vertreten. In 70 Werkstellen wird im Lohn, in 45 im Afford, in rufs gebeten. 27 im Lohnafford gearbeitet. 54 Werkstellen haben reichlich Arbeit, 46 find mittelmäßig und 32 schtvach beschäftigt. Die Konjunktur Steinseher. Bei der Firma Schmidt in Prenzlau sind die Steinkann demnach als günstig angesehen werden. Die Forderungen, fezer wegen Nichtbewilligung des aufgestellten Lohntarifs in den denen die Versammlung einstimmig zustimmte, sollen einer am Streit getreten. Die Firma Pfeil( Jnnungsvorsitzender) hat die aufDienstag stattfindenden Versammlung aller Tapezierer sur end- gestellten Forderungen bewilligt. gültigen Beschlußfassung unterbreitet werden. Auch in Erfurt bei der Firma Spieß find Differenzen ausgebrochen. Zuzug ist fernzuhalten. Bom Terrorismus der Unternehmer. Kaum ist die Lohnbewegung der Berliner Schildermaler in Fluß ge- Achtung! Former und Gießerei- Arbeiter! In der Gießerei von raten, da werden seitens einzelner Unternehmer Maßnahmen gegen C. Großmann in Wald bei Solingen reichten am Sonnabend die Arbeiter ergriffen, zu denen die Ungeschicklichkeit und die Brutalität 4. März, 74 Stahl, Grau- und Tempergußformer ihre Kündigung sich die Hand reichen. In der Schildermalerei sind vielfach Aus- ein. Grund derselben ist, daß sich die Firma weigert, feste Lohnländer beschäftigt: Desterreicher, Holländer, Dänen, Schweden und und Arbeitsbedingungen zu schaffen resp. mit den Arbeitern darüber zu verhandeln. Bei eventuellem Auftauchen von Inseraten, FormerRussen. Einige Arbeitgeber glauben aus diesem Umstand eine Waffe gesuche betreffend, ist Mitteilung an die hiesige Ortsverwaltung erfür sich schmieden zu können. So tritt man an die Ausländer heran wünscht. Im übrigen wird gebeten Zuzug fernzuhalten. und bringt in fie, aus der Organisation auszutreten und von der Die Ortsverwaltung Solingen des Metallarbeiter- Verbands. Lohnbewegung der anderen Kollegen sich abzusondern. Die gütliche lleberredung verfängt nicht, man verfällt deshalb auf ein anderes Saarbrüden hat der Gehülfenschaft des Deutschen Schneider Achtung, Schneider! Der Arbeitgeberverband für den Kreis denkt an die entgegenkommende Hülfsbereitschaft verbandes einen reduzierten Lohntarif vorgelegt, der zugleich einen der preußischen Polizei, auf Wunsch der Unternehmer ausländische Bassus enthält, der die Arbeiter rechtlos macht. Aus diesen Arbeiter, die sich nicht als Streitbrecher hergeben wollen, Gründen ist Buzug strengstens fernzuhalten. Sämtliche Parteiauszuweisen. So wurden uns Fälle bekannt, in denen Schilder- blätter werden um Abdruck gebeten. malerei- Besizer bei ihnen tätige Ausländer drängten, ihnen zu Willen Die Ortsverwaltung St. Johann, Saar, des Deutschen Schneiderverbandes. zu sein, widrigenfalls die Polizei von dem Verhalten der betreffenden Arbeiter erfahren könnte"." Die Ausweisung wäre dann Husland. Abgesehen von den für die deutschen Verficher die Folge." Mittel und eine halbe Stunde täglich würde für etwa 100 arbeitslose Maurer 1. Infolge der enormen Ausdehnung und Entwickelung Groß Berlins, der fast stundenlangen Eisenbahn- oder Straßenbahnfahrten zu und von der Arbeitsstätte und der damit verbundenen Entziehung der Erholungszeit der Maurer ist die Ver. kürzung der Arbeitszeit um mindestens eine halbe Stunde täglich zum zwingenden Bedürfnis ge= worden. 2. Jn Anbetracht der Tatsache, daß das verflossene Jahr den Bauspekulanten und sonstigen Interessenten des Baugewerbes une geheuren Gewinn gebracht, an dem die Maurer fast gar keinen Anteil hatten, und in Anbetracht dessen, daß. trotz der günstigen Konjunktur ein erheblicher Teil der Berliner Maurer mit ArbeitsTofigkeit zu kämpfen gezwungen war, so daß der verdiente Lohn nicht im entferntesten ausreicht, um die Lebensbedürfnisse, welche durch die Mietssteigerung, die namentlich Arbeiterwohnungen be trifft, sowie durch die in Aussicht stehenden Zollerhöhungen noch be= deutend schlechter zu werden versprechen, wird jedes Mitglied ver pflichtet, dahin zu wirken, daß für Groß- Berlin mit Einschluß der nächstliegenden Vororte die Arbeitszeit für Maurer um mindestens eine halbe Stunde verkürzt wird, so daß sie im Sommer nicht mehr als 8½ Stunden betragen darf. Desgleichen erflärt die Versammlung, mit aller Kraft dahin zu streben, daß der Stundenlohn um mindestens 5 Pf. erhöht wird, so daß derselbe nicht unter 75 Pf. betragen darf. Die Versammlung hält diese Forderung für das Mindestmaß dessen, was die Maurer Berlins zu fordern gezwungen sind. Die Versammlung beauftragt den Vorstand, diese Fordes rungen dem Verband der Baugeschäfte Berlins und der Vororte zu unterbreiten mit der Erklärung, daß der Verein gewillt ist, in Unterhandlung darüber einzutreten. Des weiteren beauftragt die Versammlung den Vorstand, die weitgehendste Propaganda für diese Forderung in geeigneter Weise unter den Berliner Maurern zu betreiben." In der Diskussion herrschte vollkommenes Einverständnis über die in der Resolution aufgestellten Forderungen und die Notwendigs feit ihrer Durchführung. Besonders wurde betont, daß infolge der Antreiberei der Poliere die Arbeitskraft der Maurer in unerhörtem gesteigert werde. Auch gegen diesen empfindlichen Mißstand müsse Maße angespannt und die Arbeitsleistung des Einzelnen fortgesetzt eingeschritten werden. Die Resolution wurde einstimmig ange. nommen. Hierauf teilte Mette mit, daß außer der Agitation in den Zahlstellen und auf Bauten in öffentlichen Vers sammlungen Propaganda für die Lohnbewegung gemacht werden soll, um auch die außerhalb des Vereins stehenden Kollegen für die Bewegung zu gewinnen. Die Erbitterung über die durch den Vertrag geschaffenen Verhältnisse sei so start, daß man auf eine Die Streits in Paris. Der Stand des Streits der Pariser hältnisse recht bezeichnenden Auffassungen, die diese Arbeitgeber von Eisen- und Metallformer ist noch immer ber gleiche; bie lebhafte Teilnahme an der Bewegung rechnen könne. den Aufgaben der Polizeibehörden haben, liegt in diesen Drohungen Unternehmer lehnen Zugeständnisse ab, die Arbeiter beharren auf eine unglaubliche Brutalität und Ungeschicklichkeit. Ungeschickt ihren Forderungen. Auch der Streit der Wagenarbeiter dauert GA Säuglingen, denen die Muttermilch versagt ist, dient Rufeles Kindermehl, mit oder ohne Milch, zur ausschließlichen Ernährung, da es die in der Muttermilch vorhandenen Nährstoffe im richtigen Berhältnisse enthält, von Kindern gern genommen und vollständig verdaut wird. Es besikt ausreichende Mengen von Mineralstoffen zur Knochen- und Fleischbildung, von Eiweißstoffen zur Bildung von Muskelfubstanz und fördert die Kräftezunahme in hervorragender Beise. Mit Kufetes Kindermehl ernährte Kinder zeichnen sich durch gute geregelte Verdauung und prächtiges Gedeihen aus. Lachmann& Scholz Turm- Straße 76. Warenhaus. Notsmeid Otto- Straße 1. neadh odleh 2297L Wir haben das das Warenlager einer großen Weißwaren- Fabrik aufgekauft und bietet sich Gelegenheit, wirklich elegante Artikel zu fabelhaft billigen Preisen zu kaufen. Wir offerieren, soweit die Vorräte reichen: Ein Posten Chiffon- Schleifen mit Seidenspitze garniert. 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Frucht- Konserven Dunstfrüchte: Stachelbeeren, Johannisbeeren, Dose 2 Dose 1/1 Dose 1/2 Dose Mirabellen 62 Pf. mit 65 38 Pf. 80 45 PL 55 Pf. Pflaumen balbe Frucht Pflaumen Pflaumen in Essig u. Zucker Birnen 1 Dose 54 PG Preisselbeeren 62 Pf. Apfelmuss 60 PL 60 Pf. Pflaumen ohne Steine, Kirschen, 52 P ganze Frucht 45 Pf. Heidelbeeren, Birnen Glas 70 PL. 5 Pfd. 10 Pfd. Kirschen ohne Stein 1.50 2.90 95 53 Pf. Saure Kirschen ge 95 Pf. Stein Saure Kirschen Stein ohne Kaiserkirschen 1 Mk. Reineclauden Erdbeeren naturell Stein 1 MK. 1.15 Aprikosen halbe Frucht 1.15 63 PC Melangefrüchte Himbeeren Dunstfrüchte in Zucker: Aprikosen und Pfirsiche, Glas 65 PL. halbe Frucht, geschält Glas 1.25 Marmelade u. Konfitüren Erdbeer- Himbeer- Aprikosen-| Gemischte Marmelade u. Johannisbeer- Marmelade ca. 1 Pfd. 45 PT. Rheinisch. Kraut Dose Kasserolle 90 Pr. Erdbeer- Himbeer- Aprikosena. Johannisbeer- Konfituren ca. 8 Pfd. Dose ca. 1 Pfund 55 Pr. Gemischte Marmelade Eimer ca. 10 Pfd. 2.10 Glas 68 Pf. " " 90 PL. Steffansberg 1.30 " 1 Rhein- u.Pfalzweine 33 39 1902 Lorcher ½ Fl. 75 Pt. 1900 Niersteiner 1 Mk. 1902 Rüdesheimer 1.10 1902 Bing. Rochusbg. 1.25 1900 Rüdesh.Rottland 1.60 1900 Deidesheimer 1.30 1900 Neustädt. Kies. 1.60 1902er Deidesh.Schloss 2.25 Originalabfüllung F. P. Buhl, Deidesheim 1902 Deidesheimer " Kieselberg 2.35 1902 Forst.Kirchenst. 3.50 Originalabfüllung F. P. Buhl, Deidesheim 95 ¼ Fl. 75 Pf. 90 Pf. 23 90 Pf. Bordeauxweine 1901er Pauillac 1900 St. Vivien 1900 Latresne 1899 Libardac Listrac 1.15 1899 Beychevelle 1.25 Cognac " Deutscher Cognac FL 1.10 Feiner deutsch. Cognac 1.65 Französischer Cognac J. Dupont& Co., Goldetikette 2.80 Jas. Prünier& Co. Fisch- Konserven Bratheringe Bismarckheringe Heringe in Aspic Dose 45 Pr. Russ. Sardinen Dose 45 Pf. Dose 36 Pr. Saucen Delikatessheringe in versch, Don 78 Pf. 50 Pf. Russ. Anchovis Amieux frères Dose Glas 24 P Franz. Ölsardinen Glas 24 Pf. Forellen- Heringe in Gelse 53 Pf. Heringe in Senfsauce Neunaugen Dose Dose à 1 Liter Dose 80 Pl. 1.35 Dose, 78 PT. sans 90 Pf. in Tomaten aretes 95 PL Chancerelle frères Dose 85 Pf. Ölsardinen D.1.20 MK, Dose 32 u. 42 Pf. 3.60 13 1885 fin champagne 5.20 33 1883 fin champagne 5.60 Rum, Arrak Rum- Verschnitt, FL. 95 P, 1.40 Hülsenfrüchte etc. Jamaika- Rum 2.10 Jamaika- Rum feiner 2.65, 3.25 Jamaika- Rum extra feiner 4.20 Victoria- Erbsen Kleine Erbsen Pid. 13 Pf. Pfd. 12 P. Pfd. 17 Pf. Halbe Erbsen glasiert, Pfd. 14 Pf. Algier- Erbsen grün, gespalter 27 P. Grüne Erbsen Glasierte Erbsen Pfd. Pfd. 14 Pr. Gemischtes Backobst Gebrannter Kaffee Grosse Linsen Mittel- Linsen Grosse Bohnen Mittel- Bohnen Kleine Bohnen Rangoon- Reis Bassin- Reis Pfd. 24 Pf. Java- Reis Pid. 22 und 28 PL Pfd. 18 Pf. Deutsche Makkaroni Pfd. 22 Pf. leicht gefärbt, Pld, 29 Pl. Pid. 18 Pf. Eierschnittnudeln Paket 37 Pf. Pfd. 17 Pf. Eierfadennudeln Paket 37 Pf. Pfd. 15 Pt Eierschnittnudeln leicht ge 34 Pf. Pfund 28 u. 42 Pf. Pfd. 18 Pr Jamaika- Rum extra feiner alter 4.75 Arrak- Verschnitt 1.90 Arrak de Goa 2.80 Arrak de Batavia 3.90 färbt, Pak. Engl. Porter. Ale Imperial stout Fl. 32 Pf. Pfund Mischung III 1.05 Mischung IV 1.25 Mischung V Pfund 1.45 Cervelatwurst in Rinddarm Salamiwurst in Rinddarm Schinkenwurst Pfund 1.10 Mk. Pfund 1.10 Mk. Pfund 1 Mk. Beranito. Rebatteur: Baul Büttner, Berlin. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW Nr. 56. 22. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 7. März 1905. Parteigenoffen! Ifittwoch ift Zahlabend in Berlin und den Vororten! Das Gebiet der Wollankschen Erben. Der Magistrat hat eine getroffen" zusammen. Der zweite Schußmann lief sofort zu einem Aenderung des Bebauungsplanes für die Abteilungen XI und IX Arzt, nach dessen Feststellungen das Geschoß Krause in den UnterLeopold Engel. Ausgedehnte Laubenkolonien find das Charakteristische Berliner Partei- Angelegenheiten.( Gesundbrunnen) zwischen der Berliner Ningbahn( Bahnhof Geſund- leib gedrungen war. Mit einem Notverband versehen, wurde er durch brunnen), Hochstraße, Humboldthain, Bad straße, Grünthaler- den Schußmann P. in einer Droschte nach dem Krankenhause Wilmersdorf. Am Mittwoch, abends 81%, Uhr, findet in Salomons straße, der Weichbildgrenze mit Pankow und Malmöerstraße 2c. be- Friedrichshain gebracht. Dann meldete der Beamte den Vorfall auf Bollsgarten, Berlinerstr. 40, die regelmäßige Versammlung des Wahl- fchloffen. Dieses große Gelände, das jetzt nach Fertigstellung der dem zuständigen Polizeirevier, wo der Tatbestand zu Protokoll gevereins statt. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Wichtige Vereins- fogenannten Millionen brüde erschlossen werden soll, gehört zum nommen wurde. Nach dem ärztlichen Gutachten ist die Verwundung angelegenheiten. Der Referent wird in der Versammlung bekannt größten Teil der Wollandschen Familienstiftung und dem Rentner Krauses schwer. gegeben. Frauen haben Zutritt. Gescheitert ist die Verschmelzung der beiden Berliner BäderOber- Schöneweide. Heute abend 8% Uhr findet im Schloß- des fupierten Geländes. Da eine Einigung mit den Kuratoren der Innungen und deren Ersetzung durch eine Zwangsinnung. part", Wilhelminenhof, eine öffentliche Einwohnerversammlung statt. Wollantschen Familienstiftung bei deren übertriebenen Forderungen Während die Vorstandsmitglieder der„ Germania" eifrig für die Tagesordnung: 1. Bericht von der Gemeindevertretung. 2. Welche nicht zu erzielen war, so wird nach Abänderung des Bebauungs- Vereinigung beider Innungen eintreten, lehnt der Vorstand der Stellung nimmt die Arbeiterschaft zu der am Mittwoch, den planes wohl zu einer Enteignung der erforderlichen Flächen als Zu-" Concordia" den Zusammenschluß entschieden ab und will diese 8. März, nachmittags 5-7 Uhr, stattfindenden Gemeindevertreter- gang zur Millionenbrücke 2c. geschritten werden müssen. Organisation in voller Selbständigkeit erhalten wissen. Ersazwahl. Den Mitgliedern des Wahlvereins zur Kenntnis, daß die Mitgliederversammlung am Mittwoch abend ausfällt. Zur Krankenhausfrage wird magistratsoffiziös gemeldet: Gegenwärtig finden genaue statistische Erhebungen über die Zahl der in Groß- Lichterfelde. Morgen, Mittwoch abend 8 Uhr bei Reisen, den letzten Jahren in städtischen Krantenanstalten verpflegten aus Chauffeestr. 104, Mitgliederversammlung des Wahlvereins. wärtigen Armen statt, die vielfach zur Ueberfüllung der Berliner Vortrag über„ Das Parteiprogramm". Ref. Genosse Dr. Borchardt. Krankenanstalten beigetragen haben, ohne daß für sie der wirkliche Die Sammelliste Nr 2926 für die Bergleute ist auf dem Wege: Selbstkostenpreis vergütet worden ist. Da fast ein Siebentel aller Chauffeestraße- Lichterfelde- Süd verloren gegangen. Der Finder Berliner Krankenhausbetten durch Tuberkulöse eingenommen werden, wird gebeten, fie bei Reisen, Chausseestr. 104, Groß- Lichterfelde so ist die Frage der Errichtung einer Anstalt für sieche Tuberkulöse oder in der Expedition des Vorwärts" abzugeben. in Erwägung gezogen worden. " Bankow. Reichstags- Abgeordneter Genosse v. E Im referiert am Donnerstag, den 9. d. M., in einer öffentlichen Versammlung im Gesellschaftshause, Kreuzstraße 3/4; Vortragsthema: Bon unten auf". Lokales. Aus der Gasdeputation. Die auswärtigen Armen werden das Krankenhaus- Elend nicht verschuldet haben. Das scheint der Magistrat auch selber einzusehen. da er an die Erbauung einer Heilanstalt für Tuberkulöse denkt, trotzdem es vor kurzem nach seiner Auffassung keine Krankenhaus not gab. Straßensperrung. Der Schiffbauerdamm wird von der Marschallbrüde ab auf eine Strede von 85 Meter öftlich derselben mit Ausnahme eines Bufahrtsweges für die Grundstücke Nr. 20, 21 und 22, behuss Umpflasterung vom 7. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrbehufs Umpflasterung vom 7. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Zu der Verhaftung des Kaufmanns Karl Kopitsch, über die wir am Sonntag berichteten, teilt uns dessen früherer Sozius, Herr Arnold Feuer zur Richtigstellung folgendes mit:" Es trifft nicht zu, daß ich nach Portugal geflüchtet bin, weil mir der Boden in Deutschland zu heiß wurde; den Anlaß zu dieser irrigen Meldung mag der Umstand gegeben haben, daß ich vor Monaten eine Geschäftsreise nach Bortugal machte, von der ich jedoch bereits Ende Dezember vorigen Jahres wieder zurückgekehrt bin. Ich sah dann sofort, daß mein Geschäftsteilhaber Kopitsch Ungehörigkeiten be gangen hatte, von denen ich die mit mir in Verbindung stehenden Firmen in Kenntnis fezte. Ich löste selbstverständlich die Beziehungen zu Kopitsch, verpflichtete mich aber den Gläubigern gegenüber zur vollständigen Deckung der von diesem Herrn eingegangenen Verbindlichfeiten." Er hatte Zur Frage der Fleischuntersuchung. Der StadtverordnetenVersammlung ist eine Vorlage zugegangen betreffend die Alenderung der Vorschriften für die Untersuchung des trichinenschaupflichtig bezeichneten rohen und zubereiteten Fleisches( Wurst). Die Einfuhr In der Sigung vom 6. d. Mts. tam die abgeänderte ist nur gegen eine Bescheinigung der betreffenden Polizeiverwaltung Arbeitsordnung für die Revierarbeiter( Schlosser, zulässig. Arbeiter usw.) der städtischen Gaswerke zur Verhandlung. Die Kaiserkeller Wärmehalle. Jm Kaiserkeller wurde am Sonntag Heilmittelschwindel. Arbeiterausschüsse hatten verschiedene Bedenten gegen die Abänderung Warnung: Von der Firma Brockhaus u. Co. in Berlin- Halensee in der Solmsstraße 5 wohnte, vom Tode überrascht. Das Polizeipräsidium erläßt folgende mittag der 64 Jahre alte Photograph Ernst Lucke, der als Junggeselle geltend gemacht. Die Deputation stimmte dem Vorschlage zu, den wird in zahlreichen Annoncen, welche die Ueberschrift Frohe Bot- sich um 12% Uhr zu einem Schoppen Wein niedergesezt und von Revierarbeitern Dienstmügen auf Rechnung der Gaswerke( an- fchaft für Lungenleidende" tragen, eine kostenlose Probe eines einem Kaviarbrötchen gerade den ersten Bissen zu sich genommen, statt der in Aussicht genommenen Brustschilder) zu gewähren. Nicht Tees angeboten, welcher aus den Blättern und Blüten der Galeopsis als er bewußtlos auf seinem Stuhle zusammenfant. Alle Hülfe, die zugestimmt wurde dem Wunsche der Revierarbeiter auf Streichung ochroleuca vulcania bestehen soll und auch" Johannistee" von der man ihm angedeihen ließ. blieb erfolglos. Der Mann starb nach der in die Abänderung aufgenommenen Bestimmung: Ueber pflicht Firma genannt wird. Dieser Tee besteht nach den angestellten Unter- furzer Zeit, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben, nach dem widrige und unerlaubte Handlungen ist von demjenigen Arbeiter, juchungen aus dem zerkleinerten Straute und Samen des in West Gutachten eines Arztes am Herzschlag. Seine Leiche wurde beschlagder ste bemerkt, dem nächsten Vorgesezten Anzeige zu deutschland häufig wild wachsenden gelbweißen Holzzahnes" nahmt und von der Revierpolizei nach dem Schauhause gebracht. erstatten. Ferner wurde, entgegen dem Wunsche der Arbeiter( Galeopsis ochroleuca L.) und wurde früher gegen Katarrhe der Vor der Wärmehalle gestorben ist der 43 Jahre alte frühere Stauf nahmt und von der Rebierpolizei nach dem Schauhause gebracht. ausschüsse, der Wachtdienst von 12 Uhr früh bis 10 Uhr abends Luftwege, ja auch gegen Lungenschwindsucht ärztlich verordnet, auch als mann Hermann Diers, dessen Verhältnisse noch nicht näher bekannt ohne Extraentschädigung festgesetzt, so daß gegenüber dem Blankenheimer Tee"," Liebersche Kräuter" und„ Auszehrungskräuter" find. Man weiß mur, daß er aus der Gegend von Gera gebürtig bisherigen Arbeitsverhältnis zwar die Arbeitszeit um drei verkauft, wird aber von den Aerzten wegen mangelnder Heilwirkung war, sich zuletzt als Schreiber ernährte und durch Krankheit sehr Stunden berkürzt wird, die Extraeinnahme aber, die nicht mehr verordnet. Das Driginalpatet" Johannistee" enthält zurüdgekommen war. Da er feine Wohnung hatte, so hielt er sich jährlich an 40 Mart ausmacht, in Wegfall fommt. etwa 100 Gramm und wird für 1,50 M. von der Firma Brockhaus viel im Obdach und in der Wärmehalle in der Dircksenstraße auf. Bergeblich hatte Wurm befürwortet, den Wachtdienst mit einem u. Co. verkauft, der reelle Einkaufswert beträgt etwa 20 Pf. für Ms er diese gestern nachmittag verließ, brach er vor der Tür auf Zuschlage von 25 Broz. zu entlohnen, weil er zum Teil außerhalb 100 Gramm. Da durch längere Anwendung dieses für die Heilung dem Bürgersteig zusammen und blieb besinnungslos liegen. Man Ser regulären ortsüblichen Arbeitszeit fällt. Ebenso blieben in der von Lungenkrankheiten völlig wertlosen Tees der Krante nur von wollte ihn noch in das Krankenhaus am Friedrichshain bringen, aber Abänderung der Arbeitsordnung die Bestimmungen fort, nach denen einer sachgemäßen Behandlung abgehalten wird, so sei hiermit vor es ergab sich, daß er schon tot war. die erkrankten Arbeiter einen Zuschuß bis zur Höhe ihres Antauf des Tees gewarnt. Lohnes zum Krankengeld erhalten können. Seitens der Direttion wurde aber ausdrücklich erklärt, daß diese Bekanntmachung nur deshalb unterbleibt, weil sie nicht in die Arbeitsordnung gehört, sondern auf einer Magistratsverordnung beruht, die für alle städtischen Arbeiter gilt, im übrigen aber von dem bisherigen Zuschuß nichts in Wegfall tomme. Wurm beantragte, die Ein heftiger Zusammenstoß, bei dem mehrere Personen leichte Berordnung wenigstens als Anhang zur Arbeitsordnung zu verVerlegungen erlitten, erfolgte gestern nachmittag zwischen einer öffentlichen, um fie den Arbeitern zur Kenntnis zu bringen. Bürgermechanischen Leiter der Feuerwehr und einem Anhängewagen deputierter Silbermann schlug vor, diese Bestimmung durch eines elettrischen Straßenbahnwagens der Linie 64( Boologischer Anschlag in den Revierinspektionen bekannt zu geben. Die Mehr Garten- Landsberger Allee) an der Ecke der Schützen- und Jerusa heit der Deputation war aber der Meinung, daß die Arbeiter ihre Temerstraße. Die Elektrische fam vom Belle- Allianceplay her und Bon den alten hölzernen Klappenbrücken Berlins wird mit dem wollte die Schützenstraße treuzen, als das Feuerwehrgefährt unter Rechte auch ohne diesen Hinweis zur Genüge kennen. Die Abbruch der Oranienbrücke, der nächstens beginnt, wieder eine ver- fortwährendem, Tautem Klingeln die Schützenstraße entlang fam, um Anträge Wurm und Silbermann wurden abgelehnt. Ebenso der schwinden und durch ein festes Brückenbauwert ersegt werden. Unter sich in die Hauptfeuerwache in der Lindenstraße zu begeben. Der Antrag Wurm, in der Arbeitsordnung so wie bisher zu bestimmen, den 76 innerhalb des Stadtgebietes liegenden Brücken, die die Straßenbahnführer glaubte nun noch bequem über die Straßendaß von der erfolgten Entlassung eines Arbeiters der Revier- Stadtgemeinde zu unterhalten hat, sind nur noch sechs Brüden mit freuzung hinwegzukommen, fuhr aber etwas zu langsam, so daß der inspektor sofort dem Revier Oberinspektor Meldung zu beweglichen Klappen und außerdem noch drei mit festgelegten Leiterivagen der Wehr direkt in den Anhängewagen hineinfuhr, troz machen habe. Abgelehnt wurde ferner der Antrag Wurm, daß Slappen. Im letzten Etatsjahre hat die Stadt aus den Zahlungen dem sich der Feuerwehrtutscher alle Mühe gegeben hatte, die Pferde Arbeiter, die länger als 1 Jahr beschäftigt sind, nur vom Ober- der Schiffer für Aufziehen der Klappenbrüden nur noch 185. ein vorher zum Stehen zu bringen. Der Anprall war inspektor eutlassen werden können. gewaltig, daß Das Gesuch der Arbeiterausschüsse, den Anfangslohn der genommen, während die Löhne bes Personals, das hierfür bereit die dicken Wagenscheiben zertrümmert und die Seitenwand start gehalten werden muß, fich auf 8191 m. beliefen. Die legte Klappen- eingebelickt wurde. Sofarbeiter mit 4 M.( anstatt 3,80 M.) und nach zwei Jahren brücke Berlins wird voraussichtlich die Schloßbrücke sein, an deren herumfliegende Glassplitter am Kopfe leicht berlegt. Die Von den Fahrgästen wurden mehrere durch auf 4,20 m.( anstatt 4 M.) festzusetzen, kam nicht zur Beratung, da Umbau noch nicht zu denken ist. bei der Etatsfeststellung die Anträge aller städtischer Arbeiter auf Schuld an dem Zusammenstoße trifft offenbar den StraßenbahnLohnerhöhung zur Erörterung kommen sollen. Vorläufig wurde führer allein. daher die Beratung des Antrages der Hofarbeiter auf etwa vier Wochen vertagt. Der von der Stadtverordneten- Versammlung eingesetzte Ausschuß für Regulierung der Besoldungsordnung für die höheren Lehranstalten und Erhöhung der Mietsentschädigung für die im Gemeindeschuldienst beschäftigten Lehrer und Lehrerinnen sette am Montag feine Beratungen fort. Bur Debatte standen zunächst die vom Magistrat vorgeschlagenen Erhöhungen der Mietsentschädigungen; diese sollen betragen vom 1. April ab: 1. für die Rektoren ftatt 800 m. 900 M. 2." Lehrer 3. . 4. " " Lehrerinnen Fachlehrerinnen 648 " D 432 " 750 500 " D " 300 400 " 7 " " Der StadtverordnetenDas Marienbad" für Damen auf dem rechten Spree- Ufer beabsichtigt der Magistrat anzukaufen. Versammlung ist schon eine Vorlage zugegangen. Kommt der Kauf zustande, dann sollen die kleine städtische Frauen- Flußbadeanstalt unterhalb der Schillingsbrücke und auch das Schwimmbaffin unter diefer Brücke beseitigt werden. Das Marienbad" gehört dem Lehrer Bangier, der dafür 8300 m. verlangt, obgleich das Bad etwa 40 000 m. geloftet hat. Die notwendigen Reparaturkosten sind mit rund 15 000 m. veranschlagt. Ein auch in Berlin bekannter Schauspieler, Herr Karl Bander, ist in Bergedorf bei Hamburg gestorben. Pander war am 18. Mai 1844 in Bofen geboren. Besonders ist er durch seinen Lotteriefolletteur Hirsch in der alten Schnurre Heines junge Leiden" bekannt geworden. Ein Hülfstaffiererbuch mit 30 Marken ist auf dem Wege von der Koppenstraße nach dem Küstriner Blag verloren gegangen. Der Finder wird gebeten, das Buch im Verbandsbureau der Maurer, Engel- Ufer 15, Zimmer 29, abzugeben. Die phantasievolle Buchhalterin. Als erfunden hat sich der Ueberfall erwiesen, von dem das angebliche Opfer, die Buchhalterin Elise Schönrock eine romanhafte Schilderung gab. Gestern räumte das Wcädchen ein, den Ueberfall erdichtet zu haben, um UnterBefähigungszeugnisse für Hühneraugen- Operateure. Daß es schlagungen und Bücherfälschungen zu verdecken. Sie hatte sich schon besondere Befähigungszeugnisse für Hühneraugen- Operateure gibt, längere Zeit größere und kleinere Beträge angeeignet, um Theater erfährt man jetzt aus einem Erlaß des Unterrichtsministers an den und Vergnügungen besuchen und sich allerhand Luxussachen kaufen Polizeipräsidenten in Berlin und die Regierungspräsidenten. Der zu können. Die Ungetreue wurde verhaftet. Unterrichtsminister hatte im Herbst Erhebungen über diese Zeugnisse Die Sammellifte Nr. 10 364 für Bergarbeiter, auf welche bereits angeordnet. Sie haben ergeben, daß sie nur noch selten zur An- 3 Mart gezeichnet waren, ist berloren gegangen. Abzugeben Kolbergerwendung kommen, auch nicht mehr zivedmäßig erscheinen. Es straße 8 bei Hermann Seeger, Schuhlaben. empfehle sich, diese Tätigkeit den Heilgehülfen zuzuweisen und deren Feuer in der Meierei von C. Bolle. Montag abend wurde die Prüfung wie Beugnis in Zukunft auch hierauf zu erstrecken. Die Feuerwehr nach der Meierei von E. Bolle, Alt- Moabit 99/103, Heilgehülfen wären in der Wundbehandlung und besonders in der gerufen, weil hier aus unbekannter Ursache in der Waschküche Feuer Aseptik ausgebildet worden. ausgekommen war, das im Nu auf den Trockenboden übersprang. Die Säße der Lehrer sollen auch für die Lehrer an den VorEine russische Eheirrung. Einen nüchternen Ausgang hat eine Sier fanden die Flammen an den großen Vorräten von Wäsche schulen und Turnlehrer an den höheren Lehranstalten gelten. Hierzu sind Anträge gestellt: Liebesgeschichte genommen, über die vor einiger Zeit berichtet wurde. ftücken reiche Nahrung, so daß der 15. Löschzug aus der nahen 1. Von unseren Genossen:„ Das Grundgehalt der im Gemeinde- Der russische Gutsbefizer v. Koralew tam auf der Hochzeitsreise mit Turmstraße bei seiner Ankunft einen ausgedehnten Brandherd vorschuldienste beschäftigten Lehrer und Lehrerinnen angemessen zu er- feiner jungen Frau Ludmilla nach Berlin und stieg im Hotel de fand. Es wurden sofort mehrere Schlauchleitungen in Tätigkeit höhen und den Magistrat zu ersuchen, der Stadtverordneten Beruffie ab. Neben dem Ehepaar erhielt fein Zimmer der 28 Jahre gesetzt und von verschiedenen Seiten aus vorgegangen. Trotzdem fammlung eine diesbezügliche Vorlage zu machen." alte ehemalige Schauspieler Nikolai Robinski, der es als Dolmetsch dauerte es doch fast eine Stunde, bevor die Gefahr beseitigt war. 2. Antrag Wallach:„ Die Erhöhung der Wietsentschädigung nur begleitete. Gleich nach der Ankunft in Berlin ging Frau v. Koralew Die Aufräumungsarbeiten hielten die Wehr noch lange Zeit am denjenigen Lehrern und Lehrerinnen zuteil werden zu lassen, welche mit dem Dolmetsch und der Geldfage, die 25 000 Stubel enthielt, Brandplage fest. Der entstandene Schaden ist erheblich. durch. Die von der Polizei gefundenen Spuren des Pärchens im Gemeindebezirk Berlin wohnen." Fenerbericht. Montag mittag wurde die Wehr nach dem BahnMehrere Petitionen der Lehrer und Lehrerinnen auf Erhöhung führten über Leipzig nach Lausanne. Dort ließ der Dolmetsch, der hof Friedrichstraße gerufen, weil hier am Viadukt ein Gerüst, das Mehrere Betitionen der Lehrer und Lehrerinnen auf Erhöhung schon früher in der Familie des Ehemannes verkehrt hatte, die vergur Ausbesserung des Eisenwerks angebracht ist, durch Umfallen einer des Grundgehalts lagen vor. Im Laufe der Diskussion, an der sich auch der Oberbürger- führte Frau mittellos sigen. Unterdeffen hatte Herr b. S. aus seiner Netherlampe in Brand geraten war. Die Gefahr konnte in furzer meister und die Stadtschulräte beteiligten, wurden weitere Anträge Heimat neue Mittel und einen Bolizeibeamten geholt. Mit diesem Beit beseitigt werden. In der Ruppinerstraße 30 war dann durch meister und die Stadtschulräte beteiligten, wurden weitere Anträge folgte er den Spuren und fand seine Frau in Lausanne. Sie hatte einen eifernen Ofen in einer Wohnung Feuer ausgekommen, das gestellt: 1. Den Magistat zu ersuchen, Grundgehalt und Alterszulagen zu fich in ihrer Not bereits an die Polizei gewandt, die den treulofen Möbel und Kleidungsstücke im wesentlichen beschädigten.- Ein regeln wie in den Vororten und der Versammlung eine Borlage zu Berführer in Lausanne ermittelte und festnahm. Einen großen Teil zweiter Wohnungsbrand mußte später am Binostirchplay 5 abgelöscht des Geldes erhielt der Ehemann zurüď. werden. Allerlei Gerümpel, alter Hausrat und VerpadungsDer Revolver des Schutzmanns. Der 25 Jahre alte Schloffer material stand abends in der Pallisadenstraße 47 in einem Steller in August Krause, der in der Memelerstraße wohnt und bei der Eisen- brannie. In beiden Fällen konnte aber die Ablöschung in furzer Zeit Flammen, während es in der Prenzlauerstraße 28 auf dem Boden bahn beschäftigt wurde, hatte sich in einem Wirtshaus an. Sonnabend an einem kleinen Gelage beteiligt, das sich bis zum Morgenstraße 31, Oranienstraße und noch aus einigen anderen Orten einerfolgen. Die übrigen Alarmierungen, die noch aus der Ruppiner ausgedehnt hatte. Um 7 Uhr morgens betraten zwei Schußleute die Wirtschaft und setzten sich bei einem Glase Bier nieder. Sie be- liefen, waren durchweg auf ganz geringfügige Anläffe zurückzuführen. fanden sich bald im Gespräch mit den anderen Gästen, und Krause machen. In Erwägung zu ziehen: 2. Eine Erhöhung des Grundgehalts unter Herabsehung der Alterszulagen vorzunehmen. Nach langen Debatten wurde der letzte Antrag mit 8 gegen 5 Stimmen angenommen und alle übrigen abgelehnt. Die Erhöhung des Honorars für außerordentliche Lehrstunden, sowie Bertretungsstunden an den höheren städtischen Lehranstalten wurde einstimmig befchloffen. Bum Berichterstatter wurde Stadtv. Barth gewählt. Durch die Annahme des Antrages werden nur die jüngeren Lehrer und Lehrerinnen einen Nugen haben, während die älteren bei den bisherigen Sägen bleiben würden. Die Erhöhung der Mietsentschädigung wurde gegen eine Stimme beschloffen. sprach dem Schußmann Porschmann gegenüber den Wunsch aus, Die diesjährige Ausstellung von Schülerarbeiten der Fachschule seinen Revolver sich anzusehen. Der Beamte holte darauf eine Waffe für Maler beginnt am Freitag, den 10. März, vormittags 9 Uhr, heraus und zeigte sie, obgleich der Wirt zur Vorsicht gemahnt haben und dauert bis Sonntag, den 12. März, nachmittags 4 Uhr, und will. Ob nun durch die Unvorsichtigkeit des Schußmannes oder durch zwar wie alljährlich im Schulgebäude Waffertorstr. 4. Die Prämiendie Schuld des Krause die Katastrophe eintrat, muß bis zum Ab- berteilung findet beim Schluß der Ausstellung statt. schluß der amtlichen Untersuchung dahingestellt bleiben. Die Waffe entlud fich plöglich, und Krause brach mit den Worten:" Ich bin Eine Menzelfeier würdiger Art ist am Sonntag vom Verein zur Förderung der Kunst veranstaltet worden. Der Kumriftsteller " Fris Stahl verstand es, von dem Entwidelungsgange des Malers politischem Verständnis zeugenden Pathos den Stadtverordneten der verstanden, sie zu gefügigen Werkzeugen seiner Begierde zu machen. ein lebensvolles Bild zu geben, in welchem sowohl der selbständige, britten Abteilung zu, daß fie doch alle Veranlassung hätten, an- Dies Treiben foll sich fünf Jahre lang fortgesetzt haben, bis auf Inorrige Charakter Menzels als auch die Besonderheiten seiner Kunft zuerkennen, wieviel die Stadt für ihre" Kinder, foll heißen für die Grund einer Anzeige einer Verkäuferin, bei welcher der Angeklagte zur Geltung famen. In dem von Herrn Stahl entworfenen Arbeiterkinder, getan habe. Diese Entgegnung zu entkräften, war an die falsche Adresse gekommen war, die ganze Angelegenheit zur Lebensbilde wurde auch das Verhältnis des Künstlers zu den Hof- dem Stadtv. Dr. Silberstein ein Leichtes; er fügte hinzu, daß es Kenntnis der Behörde gelangte. Ein umfangreiches Ermittelungsfreisen beleuchtet und so gewissermaßen ein Stück preußischer Kultur- ihm und seinen Freunden darauf ankomme, abzuhelfen und nicht zu verfahren hatte die jetzige Anklage zur Folge. Vor Gericht waren geschichte gegeben, in welchem es nicht an drastischen Zügen fehlte. Aber vertuschen. die Angeklagten, mit Ausnahme von Solzien, der jede Schuld bestritt, der Anekdoten, welche für die Standfestigkeit Menzels zeugen Neben Straßenregulierungen genehmigte dann die Versammlung geständig. Die Rechtsanwälte Bahn, Justizrat Cohn und follten, hätte es kaum bedurft, da durch die Bor- die Einrichtung des Dekonomiegebäudes der Krankenanstalt zu Kranken- Morris hatten einen größeren Entlastungsbeweis angetreten. führung einer vortrefflichen Auswahl von Lichtbildern dem Publikum räumen. Die gleiche Erledigung fanden die Vorlagen für die Grenz- Der Gerichtshof erklärte sich nach langer Verhandlung, die bis in die selbst Gelegenheit gegeben wurde, sich von der Unbestechlichkeit des regulierung des Waisenhausgrundstücks und für die Errichtung einer späten Nachmittagsstunden währte, für unzuständig und verwies die Künstlers, von seiner Abneigung, im Porträt zu schmeicheln, zu Wassergasanlage sowie Erweiterung des Kesselhauses und der Kessel- Sache an das Schwurgericht. Dieser Fall beweist von neuem die überzeugen. Während der erste Teil des Abends sich ausschließlich anlage der Gasanstalt. Notwendigkeit des von der Sozialdemokratie im Reichstage bean mit dem verstorbenen Maler befaßte, sollte der zweite Teil die Zeit Einige andere Vorlagen wurden vertagt. tragten Arbeitgeber- Paragraphen", der von den lex HeinzeFriedrichs II., die von Menzel in unsterblichen Bildern dargestellt Hierauf wurde in die Etatsberatung eingetreten. Eine Männern abgelehnt wurde. ist, dem Publikum auch in Dichtung und Musik näher bringen. Generaldebatte wurde nicht gewünscht. Beim Kapitel„ Allgemeine Verwaltung" brachte die sozial- lederte, der gestern wegen Gefangenenbefreiung vor der Dichtungen von Fontane, Vorlesungen aus den Briefen des Königs Eine mitleidige Seele ist der jezige Heilgehülfe Robert und besonders Konzertstücke, die er fomponiert hat, wurden dieser demokratische Fraktion eine Resolution ein, die den Magistrat ersucht, Straffammer des Landgerichts II zur Verantwortung gezogen wurde. fulturgeschichtlich nicht uninteressanten Aufgabe gerecht. für die städtischen Arbeiter die Alters- und Hinterbliebenen- Versiche- Der Angeklagte, der früher Offizier der Heilsarmee gewesen ist, ber Der Schwimmklub„ Vorwärts" hielt am Sonntag in der städti- rung einzuführen. Bürgermeister Voigt gab sofort die Erklärung sah eine zeitlang das Amt eines Hülfswärters in der Frrenanstalt Rüd- fah schen Badeanstalt an der Schillingsbrüde sein diesjähriges Schwimm- ab, daß eine solche Vorlage bereits in Vorbereitung sei. Mit Rüd- Herzberge. Als solcher hatte er auch die Obhut über den dort wegen schen Badeanstalt an der Schillingsbrücke sein diesjähriges Schwimm- ficht darauf verzichtete Stadtv. Wutzky( Soz.) auf eine Begründung Geisteskrankheit internierten Kaufmann Kirsch, der im öffentlichen fest ab, das unter zahlreicher Beteiligung des Publikums einen fest ab, das unter zahlreicher Beteiligung des Publikums einen vor der Resolution und wünschte, daß recht bald die Forderungen der Sicherheitsinteresse von der Polizei der Frrenanstalt überwiesen trefflichen Verlauf nahm. Besonders die humoristischen Veranselben verwirklicht werden. staltungen wurden mit Beifall belohnt; in der Taucherkunst leistete worden war. Dieser wollte gern aus der Anstalt heraus und wußte Frl. Dora Parnis Tüchtiges. Nachstehend das Resultat der Kon- den Antrag, die Entschädigung der Gewerbegerichts- Beisitzer von Biel erreichte. Er verstand es, dem Angeklagten klar zu machen, Zum Titel 11 im Kapitel II stellte Stadtv. Mitschke( Soz.) das Herz des Angeklagten dermaßen zu rühren, daß er schließlich sein furrenzen: Knabenspringen: 1. G. Schüße 13 Punkte. Schwimmen: Kurze Strecke: 45 Meter. 1. Karl Tezlaff 32 Set., 4 auf 6 M. zu erhöhen. Derselbe wurde abgelehnt. daß er absolut nicht geistesfrank, sondern nur das Opfer schlechter Beim Kapitel III, Titel 2 wird von den Stadtvy. Mitschte, Menschen geworden sei, die ihm in eigensüchtigen Interesse unschäd 2. Ernst Wolter 32, Sef., 3. Paul Wolter 32% Sef. Jugendschwimmen: 60 Meter. Brust: 1. Franz Reimann 1 Min. 3% Set., Hoppe, wusky( Soz.) Kritik geübt an dem System der Ent- lich machen wollten und deshalb in die Irrenanstalt gesperrt hätten. 2. Arthur Stroh 1 Min. 4 Set. Seite: 1. Ernst Schrinner 51%. Ser., boten eingestellt werden, so daß dieser letztere eine Art Zwischen- Angeklagte schließlich tiefes Mitleid mit dem Armen empfand und lohnung der Scheuerfrauen im Rathause, die von einem Magistrats- Er wußte seine Leidensgeschichte so glaubhaft zu gestalten, daß der 2. G. Wähnelt 57 Set. Rücken: 1. Karl Enders 55%. Set. Kürmeister darstellt. springen: 1. Mar Böhl 26. Punkte, 2. Mar Klose I 26% Punkte, deffen immer wiederholter Bitte um Befreiung Gehör gab. Eines 3. Richard Hoffmann 25 Buntte. Knabenschwimmen: 45 Meter. Groger( Soz.) hervor, der eine Lohnaufbesserung der Gasanstalts- bringen, den er angeblich dazu verwenden wollte, um ihm gehörige Eine lebhafte Debatte rief der Antrag des Stadtverordneten Tages ließ der Angeklagte einen großen Reisekorb in die Anstalt ( Nur Brustschwimmen gestattet.) 1. Georg Schüße 46% Ser., arbeiter wollte. Sowohl der Antragsteller als auch die Stadtvv. Kleidungsstücke und andere Sachen wegzubefördern. In Wirklichkeit 2. Ernst Keichel 52% Set., 3. Mar Gäbler 54 Set., 4. Kurt Grazig Baerschke und Conrad( Soz.) befürworteten sehr warm eine Lohn- froch aber Kirsch in den Korb und ließ sich als Gepäckstück aus der 55 Sek. Jugend- Zweikampf: Tauchen- und Schnellschwimmen. 1. G. Wähnelt 9% Punkte, 2. Stroh 8 Punkte. Hauptschwimmen: erhöhung für diese Arbeiter, die zum Teil eine zwölfftündige Anstalt hinausfahren. Er harrte auch in dem etwas unbequemen Arbeitszeit hätten. Die Redner der Mehrheit, die Stadtvv. Belß, Raum so lange aus, bis der Korb an seinem Bestimmungsort, einem 180 Meter. 1. Friz Buschmann 2 Min. 44 Set., 2. Paul Busch Abraham und Rahmig waren anderer Meinung. Der Legtgenannte Hause der Frankfurter Chaussee angelangt war. Vor dem Schöffen mann 3 Min. 12 Set. Juniorenschwimmen: 60 Meter. 1. Matuhn meinte sogar, daß die städtischen Arbeiter, sehr gut" entlohnt würden. Der gericht hatte sich herausgestellt, daß der Angeklagte sich bei seiner 56%, Sef., 2. R. Norfus 57 Set., 3. M. Spanzel 58% Set. Jugend- Antrag wurde gegen die Stimmen der sozialdemokratischen Fraktion förichten Handlung keineswege von eigensüchtigen Motiven, sondern springen: 1. Joh. Wüller 22 Punkte mit 3 Punkte Vorgabe. abgelehnt, nachdem Bürgermeister Voigt erklärt hatte, daß endlich lediglich von seinem Mitgefühl für einen Unglücklichen, dessen Worten Rückenschwimmen: 60 Meter. 1. H. Muschert 54% Sek. Schwer- Schluß gemacht werden müsse mit den Lohnerhöhungen. gewichtschwimmen: 30 Meter. 1. Emil Gerstmann 1 Min. 17 Get., er geglaubt, hatte leiten lassen. Das Schöffengericht hielt daher eine 2. Richard Fertig 1 Min. 17% Set. Schulschwimmen: 90 Meter. gegen legte der Staatsanwalt Berufung ein, indem er das Vorgehen Strafe von 3 Tagen Gefängnis für eine ausreichende Sühne. Hier 1. E. Wolter 4% Punkte, 2. R. Schüße 4 Punkte. Ein Unterhaltungsabend in den Andreasfestsälen hielt die Beteiligten noch lange des Angeklagten für ein so strafwürdiges erachtete, als diesem der Kirsch als gemeingefährlich geisteskrant zu ganz besonderer Obhut übergeben worden sei. Dies bestritt der Angeklagte entschieden und behauptete, daß ihm von einer Gemeingefährlichkeit des Geistes franken, der nach seiner Behauptung inzwischen als geistesgesund erklärt worden sei, nichts mitgeteilt worden sei. Der Gerichtshof hielt eine weitere Aufflärung nach dieser Nichtung hin für notwendig und vertagte deshalb die Verhandlung. zusammen. Aus den Nachbarorten. Schöneberg. Krankenhausnot bewilligen. Hospital führte Stadtv. Dr. Silberstein( Soz.) aus, daß seine Bei der Forderung von 1000 M. für das Elisabeth- KinderFreunde und er diese Summe nur im Hinblick auf die Rixdorfer Der Schluß der Sigung war nicht öffentlich und beschäftigte sich mit den Magistrats- und Beamtengehältern. Fortsetzung der Etatsberatung am Dienstagnachmittag um 4 Uhr. Spandau. Aufnahme folgender Mitteilung: Ihr Artikel Erfinderschicksal", der Die Firma Walter Lion, Waldemarstraße 45, ersucht uns um die Verurteilung eines gewissen Schrader meldet, ist in einem Punkte irrig. Herr Schrader wurde auf sein Angebot bei unserer Firma In der gestrigen Stadtverordneten- Sigung kam endlich die An- Aus der Stadtverordneten- Sigung. Zum wiederholten Male hielt gelegenheit des Oberbürgermeisters Wilde kontra Stadtverordnete es der Magistrat für angebracht, von der Stadtverordneten- VerHoffmann und Lohausen zum Abschluß. Die Ursachen der- sammlung die Neuanstellung eines Polizeifommissars zu felben, die seinerzeit einen Strafantrag des Stadtoberhauptes gegen fordern, nachdem sowohl das Plenum als die eingesetzte gemischte die genannten Stadtverordneten zeitigte, dürften wohl hinlänglich Kommission diese Forderung bereits abgelehnt haben. Auch diesmal gebnis der vom Ausschuß gepflogenen Ausgleichsverhandlungen mit, sammlungsmehrheit lehnte die Vorlage ab. bekannt sein. Stadtv. v. Gordon teilte dem Plenum das Er hatte der Magistrat kein Glück mit seinem Verlangen. Die Verangestellt, die Ladfabrikation einzurichten. Er erwies sich für diesen worauf die Stadtvv. Lohausen und hoffmann getrennte ErGeschäftszweig völlig ungeeignet. Doch nicht nur das allein. Er ents Eine lebhafte Aussprache über die Entwickelung des neuen wendete auch ein der Firma überlassenes Rezept eines unentbehrlichen tlärungen abgaben. Hiernach gab der Oberbürgermeister Wilde folgende Erklärung von 18 200" M. für die Befestigung des einzigen Verbindungsweges Lion dem Artikel gegeben hatte, nicht geschützt war, gab Schrader Stadtteils Nonnendamm" zeitigte die Vorlage: Bewilligung Sülfsmittels für das Malergewerbe. Da die Bezeichnung, die Herr ab:" Der Magistrat und ich werden nunmehr die gegen Herrn nach dem Nonnendamm. Zunächst soll dieser Weg mit einem fünf seinem Konkurrenzprodukt den von Lion dem Produkt gegebenen Stadtv. Lohausen gestellten Strafanträge zurückziehen. Dasselbe Meter breiten Pflaster aus alten Steinen versehen werden. Der werde ich nach der Erklärung des Herrn Stadtv. Hoffmann auch Referent Stadtv. Bender schlug vor, diesen Weg auch sogleich mit Im übrigen ist„ Opanta" feine Lackfarbe, sondern ein Mittel zur EntNamen und gerierte sich der Kundschaft gegenüber als der Erfinder. bezüglich des Strafantrages gegen diesen tun. Und ich glaube zur einem Radfahrerweg und mit einem befestigten Bürgersteig verfernung Wahrung eines gedeihlichen Zusammenwirkens der städtischen Körper- sehen, falls die Siemens- Schudert- Gesellschaft, was zu hoffen sei, fernung von Wasserflecken in Decken. schaften meiner Genugtuung Ausdruck gegeben zu haben, daß der einen Teil des Weges auf eigene Kosten pflastern würde. Von Zivischenfall hiermit eine gütliche Erledigung gefunden hat." Magistratsfeite wurde berichtet, daß nach dem Fortschreiten der Der nächste Punkt der Tagesordnung gehörte den üblichen Wohnhausbauten am Nonnendamm zu erwarten sei, daß dieser StadtEtatsreden des Oberbürgermeisters, die immer nur die Licht, aber teil noch in diesem Jahre von etwa 2000 Seelen besiedelt sein nie die Schattenseiten unseres Gemeinwesens berührten und, wie in werde, im Jahre 1908 dürfte die Einwohnerzahl bereits auf 8000 hier in der Woche vom 26. Februar bis 4. März fünf Erwachsene und Genidstarre. Wie das Königshütter Tageblatt" meldet, find früheren Jahren, auf eine gute Entwickelung" derselben ausflangen. anwachsen. Der Oberbürgermeister riet, alles daran zu Sodann beschäftigte sich die Versammlung mit dem schon vor setzen, um diesen Stadtteil der Stadt Spandau zu erhalten, da dreißig Kinder an Genickstarre erkrankt. Hiervon sind zwei Erlängerer Zeit angeregten, aber stets auf Widerstand gestoßenen An- dunkle Mächte im Spiele seien", um die Aus gemeindung des wachsene und siebzehn Kinder gestorben. trag auf stenographische Aufnahme der Stadtver Nonnendammes aus Spandau zu erwirken. ordneten Verhandlungen. Für denselben scheint die letzte Affäre nicht unwesentlich beigetragen zu haben. Beschlossen wurde, vorläufig mit der vollständigen Aufnahme von 10 Sigungen zu beginnen und die Uebertragung in drei Exemplaren anfertigen zu Lassen, Korrekturen im Stenogramm dürfen jedoch nur durch Protest Zu der Affäre Mertens- Feldtmann wird uns mitgeteilt, daß der zu den Akten erledigt werden. Ebenso sollen der Presse die Ver- in geheimer Sigung gefaßte Beschluß, nach dem sich die Gemeindehandlungen zur Verfügung gestellt werden. Im Etat werden für vertretung dem Strafantrage gegen Mertens anschloß, gegen die Anstellung 3600 Mart eingestellt. Die Vorlage wurde mit dem Abänderungsantrage Bender an genommen! Weißensee. Steglit. Vermischtes. Revision des Freiherrn v. Grabow und Genossen. Zu dem Hochstapeleiprozeß wird uns jetzt gemeldet, daß drei der Angeklagten, der Leutnant a. D. Freiherr v. Grabow, sowie die Kaufleute Hildebrandt und Schreiber, furz vor Ablauf der gefeßmäßigen Frist die Revision gegen das von der Straffammer in Dresden gefällte Urteil ans gemeldet haben. Wegen versuchten Gattenmordes verurteilte das Schwurgericht in Dresden den Geldbriefträger Hermann Priebus zu acht seiner Ehefrau Kamilla, geborene Kaiser, einer ehemaligen Gouver nante, Arsenik in die Speisen und den Kaffee gemischt. Der Etat für Schöneberg pro 1905 ist im Voranschlag endlich fand. Unsere Genossen vertraten den Standpunkt, daß Mertens fertiggestellt worden. In Einnahme und Ausgabe schließt derselbe nicht dem Urteil des Strafrichters, sondern des Arztes unterzogen mit 17 368 633 m. ab.( Gegen das Vorjahr ein Minus von werden müsse. Das ist auch die Meinung der Deffentlichkeit, soweit Ein Bergsturz am Friescoberg( Südtirol) zerstörte die Straße 2 100 845 M.) Die Mehrausgaben für 1904 dürften wesentlich aus sie von dem Inhalt seiner Broschüre Kenntnis erlangt hatte. Riva- Campi. Im Fumotale versperrte ein starker Bergstura den den Kosten für die neue Kanalisation entstanden sein. Die ordent Taleingang. In vielen anderen Teilen Südtirols, wo jetzt der Föhn liche Verwaltung schließt ab mit 5 935 339 M. Daran find Die letzte Gemeindevertretersitzung beschäftigte sich unter anderem weht, sind zahlreiche Lawinen und Felsstürze, weil der neulich beteiligt in Ausgabe: Etat der allgemeinen Verwaltung 1084 854 2. mit einer Neuregelung der 2ohnverhältnisse der massenhaft gefallene Schnee schnell schmilzt, niedergegangen. Im ( Einnahme 51 292 M.), Kapital- und Schuldenverwaltung 1 274 718 M. Gemeindearbeiter. So sehr der Anschauung des Gemeinde- Eschtal ist kein Schnee mehr. ( Einnahme 498 195 M.), Grundstücs- Etat 5070 W.( Einnahme vorstehers beizupflichten ist, daß die Fürsorge für die Gemeinde- Untergang eines italienischen Postdampfers. Gestern früh ist 19 870 M.), Steuer- Etats 326 480 M.( 4181 360 M.), Schul- Etats arbeiter eine sozialpolitische Pflicht der Gemeinde ist, so wenig ent- der italienische Postdampfer„ Kairo" vor dem Hafen von Alexandria 1 268 630.( 325 560 M.), Armen- Etats 339 480 W.( 95 925 W.), spricht das neue Lohnreglement diesem Grundsage. Bisher Betrug untergegangen; die gesamte Post ist vermutlich verloren. Ein VerBau- Etats 1072 895 M.( 338 929 M.), Verkehrs- Etats 337 767 W. Der Anfangslohn bei allen Arbeitern 3,50 M. pro Tag bei zehn- lust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. ( 373 609 M.). An Ueberschüssen weisen auf: der Grundstücks- Etat stündiger Arbeitszeit. Nach dem neuen Reglement beträgt der An14 800 M., Steuer- Etat 3854 880 M.( 394 100 M. mehr als im fangslohn für die Straßenreiniger und Vermessungs- tamen auf dem Hauptbahnhofe in München aus einem Postwagen Drei inhaltsreiche Postbeutel verschwunden. Am Sonnabend Vorjahre), Verkehrs- Etat 35 842 M., Friedhofs- Etat 28 930 m.- Die außerordentliche Verwaltung schließt ab mit 11 433 294 m. arbeiter nur noch 3,25, für die Arbeiter der Spülber Strede Ulm- Salzburg drei Postbeutel mit etwa 12 000 bis kolonne und die Gartenarbeiter 3,50 m., für Aufseher 15 000 Mark Wertinhalt abhanden. ( gegen das Vorjahr weniger 2 885 429 M.). Daran sind beteiligt und Vorarbeiter 4,50 M. Außerdem beziehen diejenigen Ardie Hochbauverwaltung 4 763 024 M., Tiefbauverwaltung 143 670 W., beiter, die gleichzeitig Mitglieder der Freiwilligen 20 000 Renntiere sind einer Seuche erlegen, die in den TungufenKanalbauverwaltung 4 597 600 M., Sapital- und Schuldenverwaltung euerwehr sind, einen täglichen Zuschuß von 25 Pf., die Vor- tundren hinter Turuchanst, wie aus Irkutsk gemeldet wird, aus Für das Rechnungsjahr 1905 werden im Gemeindebezirk Schöne und zwar von drei zu drei Jahren um je 25 Pf., so daß nach neun fiere genossen hatten, find an den Folgen der Vergiftung geftorben. Für das Rechnungsjahr 1905 werden im Gemeindebezirk Schöne- arbeiter einen solchen von 50 Pf. Diese Lohnfäße steigen dreimal gebrochen ist. Mehrere Tungusen, die das Fleisch erkrankter Rennberg dieselben Steuerzuschläge erhoben wie im Vorjahre: Jahren die höchsten Lohnstufen mit 4, 4,25 und 5,25 M. 100 Proz. zur Staatseinkommensteuer und zu den fingiert veranlagten Staatseinkommensteuersägen von den Forensen, juristischen erreicht sind. Die Zurückverbesserung" die Anfangslöhne der Personen und Handelsgesellschaften; 10 Proz. vom gemeinen Wert der Grundstüde als Gemeindegrundsteuer; 150 Broz. der staatlich veranlagten Gewerbesteuer der Klassen I und II; 100 Proz. der staatlich veranlagten Gewerbesteuer der Klassen III und IV, und 50 Proz. Gemeindesteuerzuschlag zur Betriebssteuer. 1929 000. beraten. Nixdorf. " Briefkaften der Redaktion. Juriftifcher Teil. Die juristische Sprechstunde findet täglich mit Ausnahme des Sonnabends Straßenreiniger und Vermessungsarbeiter wurde damit bemüssen und durch den Feuerwehrzuschuß von 25 Pf. ein Lohngründet, daß die Straßenreiniger der Feuerwehr angehören ausgleich stattfindet, andererseits sollen dadurch die Vermessungs- von 7 bis 9% Uhr abends statt. Geöffnet: 7 Uhr. arbeiter veranlagt werden, gleichfalls der Freiwilligen" Feuerwehr 2. G. Ist Ihre Tochter 26 Wochen ununterbrochen erwerbsunfähig und beizutreten, um so in den Genuß eines Anfangslohnes von 3,50 M. hat sie mindestens 200 Marken geklebt, so hat sie der Versicherungsanstalt zu kommen. Der Befürchtung, daß die Gartenarbeiter durch eine gegenüber Anspruch auf vorübergehende Invalidenrente. A. F. 49. Ja. Lenz 7. Sie sind an Ihren Vertrag gebunden und haben eventuell Geftern begann die Stadtverordneten- Bersammlung die Beratung ohnzulage von 25 Pf. vielleicht übermütig werden, ist dadurch vorgenau wie im umgekehrten Fall der Gastwirt des Haushalts- Etats. Zuvor wurden noch einige andere gebeugt, daß sie sich ihre Arbeitsgeräte, wie Schaufeln usw., Schadenersatz zu leisten D. T. R. 1. Steuerpflichtig felbst beschaffen müssen. So sieht das Lohureglement aus, Ihnen gegenüber schadenersabpflichtig wäre. Borlagen sowohl als auch der Verwaltungsbericht des Magistrats mit dessen Annahme nach Meinung des Gemeindevorstehers alles zuziehen; ebenso liegt es mit dem Schlafstellengeld. find Sie. 2. Die Miete haben Sie auch dann zu zahlen, wenn Sie nicht R. R. Rheins1. und 3. Nein. 2. Lohnarrest wegen Alimente für ein Zu dem letteren nahm Stadtv. Dr. Silberstein( Soz.) das getan sei, um die Gemeindearbeiter zufrieden und seßhaft zu machen! berger 61. Die durch diese Neuregelung für das Etatsjahr 1905 entstehenden außerehelich geborenes Kind ist zulässig. Jedoch muß dem Erzeuger der Wort. Er müsse gegenüber den einleitenden Worten des Berichts, Mehrkosten von 3500 M. wurden bewilligt. Außerdem bewilligte die für ihn notwendige und der für seine Familie erforderliche ſtandesmäßige daß das Berichtsjahr im allgemeinen für unsere Stadt als ein Versammlung 706 m. als Anteilfosten für eine von der Stadt Unterhalt belassen werden. Wie viel das ist, hat das Gericht von Fall zu günstiges bezeichnet werden kann", es unternehmen, auch die Berlin anläßlich der nächsten Volkszählung aufzunehmende aufzunehmende Fall zu entscheiden. H. D. F. Wenden Sie Zahlung unter Eides. ungünstigen Momente hervorzuheben. So bedürfen beispielsweise die ohnungsstatistit für Groß- Berlin. zuschiebung und Verjährung ein. Der Einwand der Verjährung greift nicht Schulverhältnisse noch vielfach der Besserung. Der Bericht weist eine durch, wenn fein Kauf, sondern ein Mietsvertrag vorlag. Durchschnitts- Klassenfrequenz von 57,7 und 63,6 Kindern auf eine E. G. 43. Der Ehemann ist nicht verpflichtet, für den Unterhalt seiner Ehefrau Sorge zu fragen, wenn diese ohne Grund und ohne seine Zu Lehrkraft nach. Das seien so hohe Ziffern, daß es nicht Wunder nehmen könne, wenn bei der dadurch eintretenden Ueberbürdung stimmung außerhalb der Ehewohnung Aufnahme genommen hat. F. K. Bis spätestens am 3. April fönnten die Erben eines im ersten der Lehrer von diesen das Züchtigungsrecht überschritten werde. Quartal verstorbenen den auf längere Zeit vom Verstorbenen abgeschlossenen Ebenso müsse es als sehr änderungsbedürftig angesehen werden, daß Wegen Verbrechens gegen keimendes Leben beziv. Anstiftung und Mietsvertrag zum 1. Juli kündigen. Hat aber die Witwe einen selbständigen die Nixdorfer Volksschulen noch 63 fliegende Klaffen aufweisen. Das Beihülfe waren der Butterhändler Paul Solin, die Hebamme Bertrag geschlossen, so ist Vereinbarung mit dem Vermieter erforderlich, um Gesundheitswesen lasse ebenfalls zu wünschen übrig. Das fomme Mathilde Hoth und zwei bei dem ersten Angeklagten angestellt ge- den Bertrag vorzeitig aufzuheben. Florentine 12. 1. Nein. 2. Der aber daher, weil die Gesundheitskommission nicht den Einfluß aus- wesene Verkäuferinnen angeflagt. Solkin war Inhaber eines im Stutscher soll beim Gewerbegericht auf Zahlung des ihm zu Unrecht vors übe, der ihr zukomme. Der Dezernent für das Schulwesen, Stadtrat Norden Berlins gelegenen Buttergeschäfts, für welches er nach und Polizeipräsidium. Die Kosten des späteren Kursus betragen etwas über enthaltenen Lohnes flagen. Dr. Weinreich, trat diesen Ausführungen entgegen und versuchte nach eine Anzahl junger Verkäuferinnen und Lehrmädchen engagierte. 300 Mart. D. 20. Strafantrag tönnen Sie stellen. Beeidigt wird nachzuweisen, daß die hiesigen Verhältnisse durchaus erfreulich seien. Wie von der Anklage behauptet wird, ist er an diese schon bald nach voraussichtlich keiner von den Schlägern, sondern alle drei angeklagt werden. Schließlich rief der Magistratsvertreter mit einem von sonderbarem sozial- ihrer Anstellung mit unsittlichen Anträgen herangetreten und hat es Es ist ratsamer, Sie nehmen beide die Strafanträge zurüd: Darin, daß Gerichts- Zeitung. A. M. 24. Anmeldung zu richten an das Marktpreise von Berlin am 4. März. Nach Ermittelungen des fgl. Polizei- Präsidiums. Für 1 Doppel- Zentner: Weizen**), gute Sorte mittel 00,00-00,00 M., geringe 00,00-00,00. 17,40-00,00., Roggen**), gute Sorte 13,70-00,00., mittel 00,00-00,00 2., geringe 00,00-00,00 M. Futtergerste*), gute Sorte 16,40-15,10 m., mittel 15,00 bis 13,70 M., geringe 13,60-12,40 M. Hafer*), gute Sorte 16,20-15,50 m., mittel 15,40-14,70 M., geringe 14,60-14,00 M. Erbsen, gelbe, zum Kochen 45,00-30,00 9. Speisebohnen, weiße 50,00-30,00 M. Linsen 60,00-30,00. Startoffeln 10,00-8,00 m. Richtstroh 5,00-4,32 M. Heu 9,20-7,40 m. Für ein Kilogramm Butter 2,80-2,00 M. Eier per Schod 4,80-3,40 m. *) Frei Wagen und ab Bahn.**) Ab Bahn. Witterungsübersicht vom 6. März 1905, morgens 8 Uhr. Better Temp. n. E. 09. Sie beide verurteilt werden und Gerichtskosten zu zahlen haben, liegt doch-H. W. 25. Richten Sie ein derartiges Gesuch direkt an die Verfeine verständige Sühne. E. R. 100. Die Eltern haben für den ohne sicherungsanstalt. Die Entscheidung hängt von dem Ermessen der Anstalt ihr Wissen durch Diebstahl ihrer 19 Jahre alten Kinder angerichteten Schaden ab.- Nußland. Die Ware wird auf dem Zollamt geöffnet und ist zu nicht aufzukommen. Sokrates. 1. Eine derartige Manipulation wäre verzollen. Der Zoll wird nach dem Gewicht der Waren berechnet und ist zwedlos. Gütergemeinschaft besteht für Ehegatten nicht. Wollen Sie Klar- für die einzelnen Waren verschieden hoch, je nachdem aus welchem Stoff heit und möglichsten Schutz der Ehefrau, so wählen Sie den Weg eines die Wäschestücke hergestellt sind. Wenden Sie sich an ein Zollamt um Ausgerichtlichen oder notariellen Vertrages. Ein Beispiel für solchen Vertrag kunft oder, was ratsamer ist, schiden Sie Ihrer Tochter statt Waren, deren finden Sie S. 225 Nr. 22 des dem Arbeiterrecht beigefügten Führers. Das Duantität auf der Reise in Rußland außerordentlich schwinden kann, Geld.- Ect Buch liegt in den öffentlichen Bibliotheken aus. 2. S. 1. und 2. Ja. stein. Haben Sie eine Verpflichtung Ihrerseits anerkannt, so müssen Sie zahlen. Klemz. It fein schriftlicher Mietsvertrag abgeschlossen, so find Sie im H. N. 47. Die Drohung, falls nicht gezahlt würde, strafrechtlich vorRecht. Was für den Fall des Vorliegens eines schriftlichen Mietsvertrages zugehen, kann als Nötigungs- oder Erpressungsversuch erachtet werden. Rechtens wäre, ist ohne Einsicht in den Vertrag nicht zu beantworten. Die Strafantrag ist unter Beifügung des Drohbriefes und Schilderung des Sachjuristische Sprechstunde steht jedem Abonnenten frei. Gewerbegericht. verhalts an die Staatsanwaltschaft zu richten. 2. C. 8. 1. Die Aus1. Jedes Gewerbegericht hat verschiedene Bureaustunden. 2. Ja. schlagefrist würde erst nach ungültigkeitserklärung des Testaments für Sie 2. P. 87. Ergänzungssteuer haben Sie nur zu zahlen, wenn Sie min- beginnen fönnen. 2. Das Testament im zweiten Falle tönnte soweit andestens 6000 M. Vermögen besigen. Sie scheinen Ergänzungssteuer mit gefochten werden, als es die Pflichtteile der Kinder verlegt. Ihre Kommunalsteuer zu verwechseln. Ist dies nicht der Fall, so müssen Sie für den testamentslosen Fall ausgesprochenen Annahmen treffen zu. J. D. Leider steht der Herrschaft Wahnig. Fragen, ob bestimmte Länder megen bestimmter Vergehen Stationen gegen die Veranlagung reklamieren. das Recht zu.- Schmuhl. 1. Falls nicht besondere aus der Lage der ausliefern, lehnen wir aus strafrechtlichen Gründen ab zu beantworten. Grundstücke fich ergebende Umstände dem entgegenstehen, steht Ihnen das D. N. 62. Ja. O. 5. 3000 und Unleserlich. Weder Alter noch Verbotsrecht zu. 2. Schadenersatz steht Ihnen nicht zu. 3. Ja. 4. Zur abgeleistete Militärpflicht schüßt vor Steuerzahlung. Maßgebend ist lediglich Anlaage jeder Schlächterei ist die im§ 16 G.D. vorgeschriebene Ge- das tatsächliche Einkommen. Im Einzelfall fann mit Rücksicht auf Militär Swinemde. 764 G nehmigung erforderlich. 2. Wenn übungen und dergleichen Außerhebungsezen stattfinden. Unwissende in Sch. 1. Nein. Das Gesuch Hamburg 763 SS Lohn oder Gehaltszahlung vorliegt, find Lehrlinge franken- und, ist an die Steuerdeputation zu richten. A. A. 1. Ja. 2. Nein Berlin 764 SD falls fte über sechzehn Jahre alt find, invaliden- versicherungspflichtig. 44. Ist vierteljährliche Kündigung vereinbart, so ist spätestens am Franks.a.M. 764 S 22. Für eine Klage auf Schadenersatz wegen des durch einen Hund 31. Dezember zum 1. April zu fündigen. Soweit ersichtlich ist der Vertrag München 765 SD 1 bedeckt zugefügten Schadens ist bei Beträgen bis 300 Mark das Amtsgericht zu- fortlaufend. Es ist nicht angängig, auf Anfragen über Rechte oder Pflichten Wien 765 1 bedeckt Die ständig. Ob in Shrem Fall Schadenersatzpflicht vorliegt, läßt Ihre Schilderung aus Verträgen ohne Einsicht in diese genaue Auskunft zu erteilen. Wetter- Prognose für Dienstag, den 7. März 1905. nicht erkennen. A. 2. 7. 1. und 2. Nein. 3. Das ist möglich, aber nicht juristische Sprechstunde steht jedem Abonnenten frei. E. R. 1. und 2. Etwas wärmer, vorwiegend trübe mit geringen Niederschlägen und 2. R. 81. Nein. borgeschrieben. P. W. D. 6. 1. Ja. 2. Nein. R. H. Das Verbot die schwachen südwestlichen Winden. 5. G. 17. Sie können den An- Nein. trag stellen, Ihnen zu gestatten, getrennt von Ihrem Ehemann zu leben Berson zu heiraten, mit der die geschiedene Ehe gebrochen ist, ist zeitlich und können auch die Scheidungsflage anstellen. A. S. Ein Recht unbegrenzt. Es kann Dispens von diesem Verbot erteilt werden. Das auf Naturalisation hat ein Nicht- Deutscher nicht. A. M. 100. Nein. Gesuch um Dispens ist an das Landgericht zu richten, das geschieden hat. N. 0. Für den Inhalt der Inserate Wallner- Theater. übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 7. März. Anfang 7, Uhr: Opernhaus. Cosi fan tutte.( So machen es alle.) Neues tönigl. Opern Theater. Nathan der Weise. Dentiches. Don Carlos.( Anfang 7 Uhr.) Berliner. Der Kaiserjäger. Weften. Die neugierigen Frauen. Zentral. Die Jurheirat. National. Der Waffenschmied. Nenes. Ein Sommernachtstraum. Thalia. Der Kilometerfresser. Anfang 8 Uhr: Leffing. Elga. Schiller 0.( Wallner Theater.) Im Hafen. B Schiller N.( Friedrich Wilhelmstädtisches Theater). Der Leibalte. Kleines. Der Bär. Angele. Residenz. Hotel Pompadour. Lustspielhaus. Der Familientag. Trianon. Das Abenteuer des Herrn Malezieur. Die Brieftasche. Ein peinlicher Zwischenfall. Deutsch- Amerikanisches. New York. Luisen. Unsere Frauen. Belle Alliance. Der beste Tip. Carl Weiß. Die Kinder des Kapitän Grant. Metropol. Die Herren von Marim. Apollo. Das Spezialitäten. Schiller- Theater rebri Bilhelm Achtung! Dienstag, abends 8 Uhr: Im Hafen. Drama in 3 Aften von Georg Engel. Mittwoch, abends 8 Uhr: Im Hafen. städtisches Theater. Dienstag, abends 8 Uhr: Der Leibalte. Komödie in 3 Atten v. Lothar Schmidt. Mittwoch, abends 8 Uhr: In Behandlung. Donnerstag, abends8Uhr: Donnerstag, abends 8 Uhr: Der Leibalte. Thalia- Theater. Im Hafen. Belle Alliance- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Direktion: Kren& Schönfeld. Täglich abends 712 Uhr: Stürmischer Lacherfolg! Der Kilometerfrefler Belle Alliancestr. 7/8. Täglich abends 8 Uhr: Durchschlagender Lacherfolg! Der beste Tip. Sonntag nachmittags 3 Uhr: Sonntag nam. Charleys Tante. Kean ober: Genie und Leidenschaft. 32 Uhr: In Vorbereitung: Die Rote. Deutsche Konzert- Hallen. An der Spandauer Brücke 3. Täglich: Großes Urbock- Jubelfest. Internationale Künstlerkonzerte. x Theater- Abteilung. Spezial- Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. Urania, Taubenstr. 48/49 Metropol- Theater 8. Uhr: Professor Dr. Nordenskjöld: Zwei Jahre im Eise des Südpols. Die Herren von Maxim. Große Ausstattungsposse mit GeInvaliden- sang und Tanz in 5 Bildern von Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Better 1 bededt 2bedect 2 bedeckt 3 bedeckt Temp. n. C. 5° C.= 4° R. Stationen Barometer. Wind -1 Haparanda 766 SD -0 Scilly 1 Petersburg 760 SD Bunzpla Windstärke 2heiter 1 bedeckt 5 767 2N 3bedeckt 1wollig 763 S 3bedect 2 Aberdeen 758 28 1 Paris Berliner Wetterbureau. IV. Wahlkreis- Ost! Achtung! Sonntag, den 12. März, in L. Kellers Festsälen: Frühjahrs- Vergnügen 214/ 2* arrangiert von den Parteigenossen. Konzert. Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. TANZ. Von 6 Uhr im oberen Saale: Nach dem Konzert im großen Saale: Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pfennige nach. Billetts im Vorverkauf 25 Pf., an der Kasse 30 f. Tische und Stühle dürfen nicht reserviert oder mit Garderobe belegt werden. Anfang nachmittags 5 Uhr. Zirkus Schumann. Heute Dienstag, den 7. März, abends präz. 72 Uhr: Galakostüme. Parade- Uniformen. Extra- Gala- Vorstellung anläßlich 75. Aufführung der großen Nur noch 2 Tage! Schluß der Saison Zirkus Busch. am 9. März cr. Um 7 Uhr: der Schumannschen Ausstatt.- Pantomime Mit noch nie dagewesenem Erfolge die große Ausstattungs- Feerie: Eine Nordlandsreise Katharina II. Michele Ausstattung. Märchenhafte Ausstattung. Feenhafte Effekte. ca. 400 Mitwirkende. Zwei Musikkorps. Neue Einlage. Vorher: Großartiges Gala- Parforce- Programm und Beilchenmädchen. Sternwarte Invaliden- sang und Tanz in 5 Bildern von s str. 57/62. Rafino. Heirat auf Probe. Herrnfeld Theater. Die Meher hains. Passage Theater. Die 5 Lorrisons. Botten Laffon. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Palast. Wie man Weiber fesselt. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. Urania. Taubenstraße 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Zwei Jahre im Eise des Südpols. Invalidenstraße 57/62. Stern warte. Täglich geöffnet von 7 bis 11 Uhr. Neues Theater. Anfang 7 Uhr. Ein Sommernachtstraum. Mittwoch, Donnerstag: Ein Sommernachtstraum. Freitag: Der Graf von Charolais. Sonnabend, Sonntag: Ein Sommernachtstraum. Kleines Theater Anfang 8 Uhr. Angele. Borher: Der Bär. Mittwoch: Angele. Regiment. Abschied vom Donnerstag: Nachtasyl. Freitag zum erstenmal: Sanna. Sonnabend: Angele. Der Bär. Sonntag: Angele. Abschied vom Regiment. National- Theater Beinbergsweg 19. Dienstag, den 7. März 1905: CASTAN'S PANA ANOPTICUM. Friedrichstr. 165. Das sensationelle Riesen- Mädchen!!! Rosa Wested, 2 Meter 20 cm hoch, größte lebende Riesin Dder Welt. Luisen- Theater. Abends 8 Uhr: Unsere Frauen. Mittwoch: Göz v. Berlichingen. Donnerstag: Opern Gastspiel des National Theaters: Die Jüdin. Freitag: Das Stiftungsfest. Sonnabend: Der neue Stiftsarzt. Sonntag nachm.: Dorf und Stadt. Abends: Registrator auf Reisen. Montag: Göz v. Berlichingen. Apollo- Theater. 82 Uhr! Das 8% upr: Veilchenmädel. Musit von Prof. Josef Hellmesberger, t. t. Hostapellmeister. Josefine Vettori a. G. Willi Bauer a. G. Annie Tharau. X Robert Steidl. Ida Perry. XXMartin Kettner. Arnold Rieck. Borher: Die neuen März- Spezialitäten. Der Waffenschmied Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Anfang 72 Uhr. Mittwoch: Die Jüdin. Donnerstag: Ensemble Gastspiel des Theater des Westens: Die neugierigen Frauen. # Zentral- Theater Abends 72 Uhr: Die Juxheirat. Operette in 3 Atten von Jul. Bauer. Musik Trianon- Theater. Heute und folgende Tage: Das Abenteuer d.Hru. Malezieux Die Brieftasche. Ein peinlicher Zwischenfall. Anfang 8 Uhr. Sonntag nachm.: Die glückliche Gilberte. Morgen und folgende Lage: Die Etablissement Buggenhagen Jurheirat. Sonnabend nachm.: Der gestiefelte Kater. Abends: Die Juxheirat. Moritzplatz. Sonntag nachm.: Die Fledermaus. Täglich von 12-4 Uhr: Mittagstisch. Abends: Die Juxheirat. In den unteren Sälen jeden Abend: Volksgarten- Theater Bockbierfest. ( früher Weimann). KONZERT. Dienstag, den 7. März cr.: Großes Der dumme May u. der Kluge Hans. humoristisch. Kostümfest veranstalt. v. d. Mitgliedern d. Boltsgarten- Theaters: Dienstag, Donnerstag, Sonnabend, Sonntag: Nach jeder Borstellung im Raisersaal: Tanz. Julius Freund. Musik von Viktor Hollaender. Inszeniert vom Berlins neueste und größte Sensation. Sehenswürdigkeit: Eine absolute Direktor Richard Schultz. Mr. Eph. Thompsons Henry Bender. Josef Giampietro. Wunder- Elefanten- Herde. Josef Josephi. Anton Grünfeld. Ferner: Die glänzenden Spezialitäten Frid Frid. Fritzi Massary. und Dir. Albert Schumanns Das Fest des Lichts.( Ballett.) Rauchen gestattet. Anf. 8 Uhr. Sonnabend, den 11. März: Monster- Dreſsuren. Morgen Mittwoch, abends 7%, Uhr Gr. Wohltätigkeits- Vorstellung zum 5. Lokal- Kommissariats des des Großer Metropol- Theater- Ball. Nationaldank für Veteranen. Deutsch- Amerikanisches Theater. Köpnickerstr. 67/68, Stat. Jannowitzbr. Jed. Abd. 8 Uhr: Gastsp. Ad. Philipp. Zum Der große Erfolg!! Male: 106.... NEW- YORK Sonntag nachm. 3 Uhr, halbe Preise Ueber'n großen Teich. Kasino- Theater Lothringerstraße 37( Rosenthaler Tor.) Täglich 8 Uhr, Sonnt. 7-8 Konzert. Heirat lauf Probe. Borher das vollst. neue Programm. Sonntag nachmittags 4 Uhr: Mutter Gräbert.( leine Breise.) Passage- Theater. Anfg. d. Abendvorstellung 8 Uhr. Anf. nahm.Sonnt.3, Wochentg.5Uhr. Das beste Programm Berlins The five sisters Lorrison die bekannten Frauenschönheiten. Bokken Lasson Jm die erotische Straßenfängerin. Die Picchiani- Truppe. 14 neue Nummern, jede hervorragend. Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Viktoria- Theater zu Berlin über 700. Mal aufgeführt. Residenz- Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. Dir.: Richard Alexander. Heute und folgende Eage 8 Uhr: Hotel Pompadour. Schwant in 3 Aften v. Anthony Mars u. Leon Xanrof. Deutsch v. M.Schönau. Sonntag, den 12. März, nachmittags 3 Uhr: Nora. Abends 8 Uhr: Morgen und folgende Tage: Die Kinder des Kapitän Grant. Sonnabend nahm. 4 Uhr Kindervorstellung: Aschenbrödel oder Der silberne Pantoffel. Lustspielhaus. Palast- Theater Abends 8 Uhr: Burgstr. 22, früher Feen- Palast. Bis- a- vis d. Börse, 2 Min. v. Bhf. Börje. 9 Uhr! Ein stürmischer Lacherfolg! Der Familientag. Wie man Weiber fesselt. Sonntagmittags 12 Uhr zum ersten mal: Hans im Glück. W. Noacks Theater. Direktion: Rob. Dill. Brunnenstr. 16. Bum legtenmal: Der tolle Wenzel. Eine Zigeunerhochzeit in der Walachei. Fritz Steidl- Sänger. Boffe mit Gef. in 4 Atten v. Mannstädt. Entsprechende künstlerische Dekoration bes ganzen Etablissements. Saaleröffnung 8 Uhr. Großer Ball. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pj. Mittwoch: Pension Schöller. Militär- Gesangsposse von Reiflingen, Verfasser von Mutter Gräbert", Onkel Cohn" ,,, Wie einst im Mai". Vor und nachher: Die glänzenden März: Spezialitäten ersten Ranges. Um 9 Uhr: Beginn d. circensischen Vorstellung. Unter anderem: Hr. Burkhardt- Foottit, Schulreiter. Mademoiselle de Holstein, Schulreiterin. Die berühmte franz. Reiterfamilie Lécusson. Die beiden SistersAmalia- Leonora Phänomenel u. d. vorzüglichft. Programmnummern. Um zirka 10 Uhr: Fortsetzung der Gr. Internationalen Ringkampf- Konkurrenz Mk. 7500.- Geldpreise in bar. Ehren- Protektorat: Herr Professor Reinhold Begas. Alle Kämpfe werden jetzt bis zur Entscheidung ausgerungen. Gebrüder Herrnfeld- Theater. Novität! Täglich: Novität! Das Komitee. Skala- Theater. Lintenstr. 132( a. d. Friedrichstr.) Sensationelles Programm! Deta Waldau sowie 20 internat. Spezialitäten. Anfang 7, Uhr. Vor der Vorstellung: Konzert. Sanssouci. 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Mädchenz., 21961 InventurRäumungs- Preise! G Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berliner Reichstagswahlkreis( 6st). Dienstag, den 7. März, abends 8½ Uhr, im Elysium, Landsberger Allee 40/41: Versammlung. Tages- Drdnung: 242/ 6* 1. Zur Landarbeiterfrage. Referent Genosse Albert Schmidt- Sonnenburg. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Gäfte haben Zutritt. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Vorstand. Zahlreichen Besuch erwartet ardinen Sozialdem. Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkr. abgepasste Fenster, weiß und crême Shawllänge pro M. 250 3 Mtr. Fstr. Shawllänge pro M. 385 3,20 Mtr. Fstr. Imit. Point- lace. Gardinen, pr. Fstr. M. 585 Eleg. SezessionsTüll- Stores M. 165 Gestickte echte M. 565 Spachtel- Stores Goldfarb. reichgestickte Band- Stores cm. Tüllbett- 180/220 decken Reichgest. Erbstüllbettdecken M. 435 M. 235 M. 535 Teppich- Spezial- Haus Emil Lefèvre Berlin Oranien- Straße 158. S. Nachauswärts per Nachnahme. Inventur- Extraliste( gratis u. Katalog mit ca. 600 Illustrat. Reichel's und franko Dienstag, den 7. März, abends 8% Uhr, im ,, Swinemünder Gesellschaftshause", Swinemünderstr. 42: Versammlung. Tages- Ordnung: Socialdemokratisch. Wahlverein r Mariendorf und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Sonnabend, den 4. März, unser Mitglied Karl Franke ( Lichtenrade) verstorben ist. Die Beerdigung findet Dienstag, den 7. d. M., nachmittags 42 Uhr, vom Lichtenrader Kirch hof aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 202/7 Der Vorstand. Freitag nacht 114 Uhr, entschlief sanft nach langem schweren Leiden mein linnigstgeliebter Mann, unfer guter Vater, Schwiegerund Großvater 27776 Hermann Brausewetter im 74. Lebensjahre. 1. Bortrag des Genoffen Kaliski über: Das gebildete Proletariat". Sinterbliebenen 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäfte Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! Damen und Herren haben Zutritt. Der Vorstand. Achtung 246/ 17* Zentralverband der Maurer Deutschlands Zweigverein Berlin. Donnerstag, den 9. März, abends 8 Uhr, in Kellers feftfälen, Koppenstr. 29: Außerordentliche General- Versammlung aller zum Zweigverein Berlin gehörigen Zahlstellen und Sektionen. Tages- Ordnung: 137/ 1* 1. Die lehten Vorkommnisse im Fliesenleger- Beruf. 2. Diskussion. 3. Diskussion über die vorgeschlagenen Kandidaten der neuzutvählenden Verbandsleitung. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen aller Kollegen notwendig. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Zweigvereins- Borstand. J. A.: E. Thöns. Würzburger Hohneraugenmittel Rabatt- Spar- u. Konsumverein 20 Sn Berlin: Salomon- Apotheke, Charlottenstraße. Greif- Apotheke, Barnimstr. 33. In Breslau: Victoria Apotheke, Friedr.Wihelmstr.34. 16371* Hustentropfen unübertroffen wirksam gegen Huften, Heiferkeit, Verschleimung, Sals Kinderwagen- Kuhlicke schmerzen sowie alle Beschwerden der Atmungsorgane. Fl. 50 Pf. Echt nur mit Marke Lichthers", 6tto Reichel, Gisenbahnstr. 4. Berlin 43, Gänsefedern 60 Pf. pr. Pfund( gröbere zum Reißen). 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März, abends 8 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstraße 18c: Delegierten- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht des Borstandes und Vorlegung der Bilanz. 2. Statutenänderung. 105/20 Königgrätzerstr.84 being. 3. Ersatzwahlen zum Borstand. 4. Verschiedenes. Kinderwagen, KinderSportwagen, Kinder- Bettstellen. Riesen- Auswahl. Spotthillige Preise, Gegen Kaffe billigste Preise. Ein Versuch dauernde Kundschaft! Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Haupt- Bureau: Engel- Ufer 15, Zimmer 1-5. Fernsprecher: Amt IV, 9679. Arbeitsnachweis: 8immer 34. Amt IV, 3353. Donnerstag, 9. März, abends 7 1hr, bei Gebr. Leder, Reinickendorf, Residenzstraße 1-3( großer Saal): Im Namen der trauernden Henriette Brausewetter geb. Slaws nebst Kindern. Die Beerdigung findet heute, den 7. März, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Dreifaltigkeits- Kirchhofes aus statt. Verband der Schneider und Schneiderinnen. ( Filiale Berlin.) Todes Anzeige. Am 3. März verstarb unser Mitglied 162/3 Hermann Brausewetter Wilhelmstr. 119/120 im 74. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Dienstag, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des DreifaltigkeitsFriedhofes in Mariendorf aus statt. Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Berwaltungsstelle Berlin. Todes- Anzeige. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Rohrleger Max Bauer am 5. d. Mts. plöglich gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 8. März, nach mittags 4 Uhr, vom Kvanten haus Friedrichshain aus nach dem Georgen- Kirchhof statt. Rege Beteiligung erwartet 112/18 Die Ortsverwaltung. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands Zweigverein Berlin. Allen Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied Bon 1 M. wöchtt. Teilzahlung Große Metallarbeiter- und-Arbeiterinnen- Versammlung Gustav Pötter an liefere elegante, fertige Herren- Moden. Anfertigung nach Maß. feinste Verarbeitung. Garantie tadelloser Sitz. 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Alle Metallarbeiter und Arbeiterinnen, die in Reinickendorf arbeiten und wohnen, werden ersucht, pünktlich in der Versammlung zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Bautischler. Bez. So. Dienstag, den 7. März, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engel- Ufer 15, Saal 8: Versammlung. Tagesordnung wird in der Versammlung befannt gegeben. Die Ortsverwaltung. Donnerstag abend 8 Uhr: Kommissions- Sigung. Otto Maaß, Obmann, Forsterstr. 46. am 4. d. Mis. im Alter von 50 Jahren an Herzschwäche verstorben ist. 137/2 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 8. März, nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes am Strugsteg in Lichten berg aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Die Verbandsleitung. Den Parteigenossen des 511. Bezirtes des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises zur Nachricht, daß Frau Rahn plöblich am Kindbettfieber berstorben ist. 2806b amt Die Beerdigung findet Dienstag, den 7. März, nachm. 3 Uhr, vom Krankenhause am Friedrichshain aus nach dem Achtung! Musikinstrumentenarbeiter. Achtung! ions- Stirchhof Nordend statt. Mittwoch, 8. März, abends 81%, Uhr, im Gewerkschaftshause, Saal 5: Vertrauensmänner Versammlung. Tages Ordnung: 81/8 1. Der Streit bei der Firma Nösener. 2. Die Lohndifferenzen in der Pianofabrik Merkur. 3. Bericht der Kommission und Verbandsangelegenheiten. Die Kollegen haben die Pflicht, dafür zu sorgen, daß alle Fabriken vers treten sind. Die Branchenkommission. Möbel- und Polsterwaren- Fabrik bon Die Genossen des 511. Bezirkes. Für die herzliche Teilnahme und Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes Fritz Völs fage ich allen feinen Kollegen und Mitarbeitern der Firma F. Rösner meinen innigsten Dank. 27925 Emma Völs. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange meines geliebten Mannes sprechen wir hiermit unseren tiefgefühlsten Dant aus. Bw. O. Burkmann nebst Familie. Danksagung. Allen Freunden und Kollegen der 19872 Firma Schollwer sowie dem Gesangberein Freiheit- West" für die zahlreichen Kranzspenden bei der Be erdigung meiner Frau spreche ich hiermit meinen Dank aus. A. Schulz Reichenbergerstraße 5 empfiehlt Einrichtungen von 240 bis 5000 von nur anerkannt gediegener Qualität zu äußerst billigen Preisen. Streng reelle und gewiffenhafte Bedienung. Rulanteste Bedingungen. Telephon: Amt IV 6877. Berantwo. Redakteur: Paul Büttner, Berlin. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul 27785 Fritz Höft nebst Sohn. Kranz- und Blumenbinderei von Robert Meyer, nr Mariaunen- Straße 2. Bereins- Kränze, Palmen- u. Blumen Arrangements, Bouquets, Guirlanden usw. werden fein u. preiswert geliefert Singer& Co., Berlin SW Mr. 56. 22. Jahrgang. 3. Beilage des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. 149 Dienstag, 7. März 1905. 2ifte 5680, desgl., Abt. 8 6,15. Nachtrag z. d. L., desgl., Abt. Bartsch 11,75. 7873, Haschte, Landsberger Allee 3,95. Verb. der Schneider, Fil. Berlin 17 Für die ausständigen Bergarbeiterte 2638, ungenpieper Beelib, B. I 7,40. Lifte 4818, Buchdr. E. Streisand a tonto a. 2. 200,- Liste 5581 2,80. Rifte 4868, Gießerei Mathes 8,95. Reft d. Unterhaltungsabends d. Frauenver. Pankow 5,- Arb. d. Liste 4875, Turbinenfabrik, Abt. Scheit, 3. Rate 14,15. 2ifte 4874, desgl., gingen bei der Berliner Gewerkschaftskommission folgende Beiträge ein: Kunstsandstein- Fabr. Charnikow, Waidmannslust 5,75. Malerwerfft. Gathe- Abt. Nestmann, 3. Rate 23,60. Liste 4873, desgl., 4. Rate 16,50. Rifte 4857, mann, 2. Rate 8,30. Lifte 9628, Bildh. b. Prof. Taubert 10,40. Riste 9451, Maschinenfabr. Gebauer 6,35. Lifte 4869, Gasmotorenfabr. Deus 23,40. Verband der Schneider, Fil. Berl., Konto auf Listen 75,- Verband Buchb. Riefenstahl, Bumpe u. Co., 3. Rate 25,85. Lifte 5482 4,40. Lifte 9740, Lifte 2635 Pianofabr. Wiesner 3,45. Liste 9878 Otto Fieber, Drechsler 10,50. der städt. Arb.: Lifte 2205, Seft. V, Straßenreiniger 14,10, Liste 7602, 8,- Person. d. F. H. H. u. Co. 6,15. Liste 8830, Arb. d. F. Westendarp Verb. d. Bäcker, Mitgl. Berlin, auf Listen 152,10. Lifte 8993 2,15. Lifte Seft. X, Röhrensystem 7,65, Lifte 7604, Seft. X, Röhrensystem 5,10, Liste u. Pühbar 16,40. Listen 840, 43, Verb. d. Dachdecker 13,95. Pubertol. 2804 Handwerker b. Schultheiß, Abt. 4 12,70. Liste 4806 Handw. u. Maschin. 2269, Rigdorf, Gasanstalt 12,85, Lifte 7611, Seft. Ia, Gasanstalt Müller- Lehmann, d. Schulz 3,-. Lifte 9813, Drechslerei Blumenthal, Schöneberg, Böhm. Brauhaus 12,10. Riste 8415 Handw. u. Maschin. Schultheiß I 11,90. straße 15,15, Lifte 7684, Sett. VII, Schlacht- und Biehhof 15,10. Liste 7685, 6. Rate 3,85. Lifte 8632, Möbeltischl. Alfr. Wilhelm, Ritterstraße 7,30. Verb. d. Kupferschmiede auf Listen: 4678 3,60, 4680 14,80, 4682 7,45, 4683 Tegel, Waffertert 14,55. Lifte 7686, Tegel, Wafferwert 8,60, Lifte 2245, Lifte 4856 10,20. Lifte 4778, Verb.- Mitgl. b. Schirmer, Blau u. Co. 6,70. 5,75, 4690 6,-, 4693 9,50, 4694 8,50, 4695 2,50, 8404 10,10, 8411 20, Seft. XI, Strankenh. Friedrichshain 14,20, Liste 2166, Seft. II, Stanalarb. Lifte 9789, d. Brüggemann 12,40. Gemütl. Abend d. Scherlschen Buch- 8417 21,25. A. E.-G. Brunnenstr. 107, a. 2. 9570, Abt. Storth 31,80. Lifte Stat. 5 4,60. Geburtst. F. Gust. Winkel, Kaiser Wilhelmstr. 32, 11,16. binder 6,-. Lifte 8860 8,05. 2iste 7322, 1,20. Berl. Musikaliendruckerei, 9525 Abt. Eigenbrodt 10,85. Liste 6866 Abt. Kienscherper 25,60. Liſte 8299 Zentralverb. d. Konditoren d. Weidler auf Listen: 7172 4,50, 8901 1, Charlottenburg 5,15. Liste 5993, Wrangelstr. 105 13,85. Tischlerei Abt. Beder 42,90. 2iste 8300 Abt. Scharnow 10,35. Liste 9568 Abt. Düll 7174 5,65, 8903,50, 2849 3,80. Deutsche Wasserwerke 15, Buchdr. von Scherler 7,75. Liste 7175, Berband der Konditoren 1,50. mann 31,25. Lifte 9567 Abt. Scheer 20,25. Liste 9572 Abt. Schwittau 34,75. Otto Köhler, Usedomstraße, 4. Rate 6,20. 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Streis 1,-. 192 8,50, 198 2,30, 201 7,30, gaad 6,50. Lifte 8912, M. u. G., Saal Bahrow 27,75. Mafch.- und Wert Lifte 913 1,85. Vereinig. d. Maler, auf Listen: 5449 7,25; 773, Elfert 1610; 211 6,15, 212 14, 213 22,50, 224 3,229 10,15, 244 7,05, 267 1,40, zeugbau Ludw. Löwe, dar. Restaur. Näther 1,50, Riste 8841, Abt. Rettau 4118, Stoberstein 1,30; 4119, Terste 13,40; 4121, Gibbe 8,50; 8246, Stonlom 276 8,10, 277 14,15, 3525 10,65, 3526 9,05, 3544 2,-, 4337 7,15 4343 9,55, 19,85, Lifte 8843, Abt. Stoffert 9,50, ifte 8846, Abt. Lukaß 7,-, Lifte 4868 3,20; 8247, Rudomste 16,15; 8249, Ohm 6,10. Verein d. Berl. Droschten. 4352 1,10, 4365 10,75, 4366 10,85, 4367 7,60, 4368 2,20, 4369 6,55, ( ang. berl.) 2,80. Lifte 8748, Bodenleger b. Amann 5,50. Lifte 8752, tutscher, auf Listen: 852 7,50, 6930 6,80, 6931 10,60, 6932 1,30, 6933 11,50, 4372 7,40, 4373 3,65, 4375 7,75, 4383, Lehrter Speicher 8,45, 4386 0,70, Bodenleger b. Badmeher 7,30. Lifte 8479, 3. Rate, dar. Tapez. 2. Gerlach 6934 35,70, 6935 6,50, 6936 12,20, 6937 8,15, 6938 27,30, 4395 17,85, 4399 11,70, 7028 13,95, 7031 1,7033 9,85, 7040 15,15, 6,-, 15,85. Rifte 5204, d. Weber, Zehlendorf 6,40. Modelltischt. Niles 6939 27,75, 8441 12,60, 8442 12,35, 8443 7,45, 8444 0,50, 7043 16,40, 7048 2,- 7051 3,65, 7054 Motorfahrer Engelhardt, Weißen Werte, Ober- Schöneweide, 6. Rate 14,50. Liste 4663, d. Wahnschaff 5,60. 8445 6,50, 8446 7,75, 8447 1,70, 8448 20,90, 8449 3,40, 8450 4,50. fee 33,85, 7060 7,25, 7069 11,90, 7076 D. Paul 1,95, 7077 9,75. Liste 5696, Gebr. Nothmann, Rirdorf 9,85. Liste 8889, Lederfabr. Salomon, Lifte 5400 d. Weber 11,40. Arbeiter- Union St. Gallen: Arbeiter- Bildungs: Lifte 2465 K. B. D., Lager u. Versand II 9,65. Lifte 2466, Treptow, 4. Rate 15,80. Lifte 8890, Lederfabr. Römer, 3. Rate 13,20. verein 45 Fr., Schneider- Fachverein 20 Fr., Deutsch- österreich. Partei 30 Fr., desgl. Rohstofflager 4,10 Liste 6990, desgl. Weichgummi 19,35. Lifte 4704, Lederfabr. Bäge 4,80. Liste 9452 3,20. Lifte 7502, d. Herold, Bierbrauer- Fachverein 50,50 Fr., Glaser- Fachverein 30 Fr., Schweizerische Liste 6999, desgl. Versand I 7,50. Selma Toni, Sagomstraße 1,05. Arb. Maschinenarb. Reichelt 10,35. Lifte 8514 13,90. Liste 5539, d. Starnal Partei 20,50 Fr., Zimmerleute- Berband 15 Fr., zusammen 211 Fr. 168,80 M. der Firma Schack Gebr., Halensee 6,50. Liste 8093, Startonarbeiterinnen d. 9,85. Liste 6988, d. Wilh. Otto 10,45. Ein ausländischer Student 5,- Die Zeit am Montag", 2. Nate 208,35. Potsdamer Gewerkschafts- Startell F. Pohl 3,75. Lifte 7995, Dachdecker Kuhnert 8,50. Berbandsmitglieder deutscher Buchdruder im Vorwärts", 6. Rate 100,- Bautischl. Roll, Ackerstr. 4,60. C. S., Charlottenburg 5,-. Lokal Summa 6104,79 M. Bereits quittiert 151 584,47. Sm ganzen 22,-. Listen 5508, 5516, Eisengießerei Zachmann 15,75. Liften Union d. Glasarbeiter v. Toluca, Merifo 100,-. Verband der Formstecher 157 689,26 M. 5510, 5514, Stahlwert Archimedes 25,75. Liste 5580 6,95. Gesang auf Listen: 499 20,75, 5888 4,50, 5889 15,50, 5890 18,50, 5891 8,75, Es wird darum gebeten, alle noch im Besiz befindlichen Listen, verein Eintracht", Teltow 3,90. Möbelfabrik Bollmar u. Hanfe, 9301 10,- 9302 7,50. Tischlerei Kaeftle, Koloniestr. 3/4 5,50. Sektion der Teer oder gezeichnet, sobald als möglich abzuliefern. Borhagenerstraße 10,-. 25jähr. Arb.- Jubiläum ans Ederts Maschinenfabrit Buzer auf Listen: 3101 11,-, 3100 7,50, 3052 17,15, 3054 3,55, 3060 6,-, Der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission. d. Heinr. Hoffmann 5,- Musterwerkstelle St. P. M. 23,30. Liste 4131 durch 3075 16,70, 3078 6,30, 3082 15,40, 3084 5,45, 3085 7,-. Liste 7182 2,80. N. Barsch, Köpeniderstraße 25,-. Verb. d. Fabrikarbeiter, Bahlst. Belten, Liste 7228, G. Schmidt, Jasmunderstr. 5,05. Liste 9796 u. 9797, Mechaniker Berichtigung. 6. State 100,- Liste 4271 3,35. Puberkolonne Ahl 14,-. A. E.-G., Ader- b. Kaiser u. Schmidt 27,65. Liste 9749 u. 9750, Buchbinder b. Kämmerer, 100 M. find als Beitrag aus der Verbandstasse der Kupferschmiede zu bestraße, auf Listen: 4974 4,50, 4977 9,20, 4984 1,-, 7359 25,45, 7365 18,90, 5. State 22,50. Kommandanten- Seller 9,40. Menzenhauer u. Schmidt, 7366 7,30, 7375 3,40, 7376 8,05, 7377 13,90, 7380 8,10, 7381 14,95, 8685 Stungestraße, 2. Rate 7,40. Verband der Bauarbeiter auf Listen: zeichnen. 1,50, 8696 17,80, 8697 0,50, 8695 30,88, 8698 18,75, 8699 12,55, 8701 5,45, 3601 3,60, 3583 1,30, 3585 5,05, 3584 1,35, 3567 8,20. 8702 23,-, 8703 12,80, 8704 24,80, 8705 24,75, 8706 30,40, 8707 19,80, 2iste 9811 Bodenleger d. Ja. Kampmeyer, 6. Rate 31,70. Liste 9780 Bohner Für die ausständigen Bergarbeiter im Ruhrgebiet gingen beim 8708 13, 8709 21,50, 8710 7,10, 8711 12,40. Lifte 8996, Steinbildh. 12,- Stiepsch 14,85. Kistenfabrik Th. Adolf, Rummelsburg, 5. u. 6. Rate 25,40. Liften 8451, 7717, Steinbildh. d. Drake 16,50. Lifte 8211, Telegr.- Bauanstalt Liste 807 5,20. Bentral- Berb. d. Töpfer, Filiale Neuenhagen a. Ditb. 20,80. Rigdorfer Gewerkschaftskartell folgende Beträge ein: Krüger, Saal 3 Tr. 15,-. Frau Wachsmund, Ansichtskartenverk., Gesango. Rauchtl. Henfeltöppten"( M. d. A.-R.-B.) 5,-. Harmonie Dst", HeidenBuzerkolonne Chemnik 3. und 4. Rate 22,50. Auf Listen: 885 4,70. Namenlos 1889 11,75. Lifte 9803, Möbeltischl. Heim u. Gehrke, Heidenfeld- feldstraße, Uebersch. v. Matinee 39,85. Organ. Tabatarb. zu Schwedt a. D. 892 3,40. 896 13,-. 897 11,50. 898 4,45. 905, gef. Bau ftraße, 5. Rate 32,95. Tischl. Hindrichs, Ritterstraße, 3. Rate 10,- Arb. b. 20,- Arb. d. Auer- Gesellschaft, Abt. A., 3. Rate auf Listen 8856, 57, 58, 59 Kleinfeld, Selchowerstraße 11,30. 913 4,85. 927 9,40. 928 5,90. 929 4,85. Moldenhauer u. Mezdorf, 4. Nate 7,50. Die Glenden aus d. Neuen König- 35,55. 2ifte 7280, 8930 11,85. Straßenbahner a. Listen 7311, 12, 7460, 5921, 930 9,70. 932 2,90. 933 6,25. 934, gej. von den Malern d. Firma Gneist, ftraße, 6. Rate 8, Verb. d. Glaser, Bahlst. Berlin, auf Listen: 877 17,10, 5936 43,70. Lifte 4665 1,60. D. Jakobsen Liste 1449 Milanit- Fabr. R. 2. Rigdorf 3,15. 936 9,- 937 2, 941 10,35, 942, gef. Tischlerei Krüger 878 3,80, 5407 8,65, 5415 3,70, 5416 20,-, 5424 4,55, 5427 8,10, 5428,90, D. 27,45. Liste 1464 Tischlerei St. 23. D. 16,50. Liste 4758 desgl. 22,90. 944, gef. Tischlerei Richter, 2. Rate 18,55. 945 4,30. 946, gej. 8648 3,-, 8779 3,25. Listen 8568, 8569 2,80. Lifte 3895 3,95. Liste 9631, Liste 4759 Schultheiß Brauerei N.- Schöneweide 10,45. 949 9,70. Liste 4760 Masch. Tischlerei Emellut, 2. Rate 11,50. 950 6, 953, Maler bon 954 4,70. 955 9,10. Pianofabr. Engelmann u. Guntermann 4,45. Lifte 8562, Maschinenfabrit Bers. Bentr. Oberspree 20,10. Lifte 7105 Former Niles 25,65. Liste 7139 Hänisch, Bau Emserstraße, und Zimmerpolier 21,10. Hauff 13,05. Lifte 7317 6,50. Lifte 7318 5,65. Lifte 8645 2,65. Rifte 7748, Arb.- Radf.- Ber. Ober- Schöneweide 13,-. Liste 8036 Gummifabr... D.958 2,85. 959 3,20. 962, Bau Vereinsbrauerei, Maurer 10,-. Arb. d. Firma Buzte, Ritterstraße 17,- Schleifer b. Köhler, Waffertor Saal 22 12,70. Liste 8038 desgl. 11,-. Liste 9243 Reparat. M.-W., s. 23: Da die Sammlungen jezt eingestellt werden, ersuche die noch straße 46, 2 r. 4, Liste 2634, Deutsch. Holzarb. Berb., Bahlft. 16 5,15. D. 13,45. Rifte 9244 Reparat.- Schloffer M.-W., K. 28. D. 18,15. Liste 9245 ausstehenden Listen innerhalb 8 Tagen abzuliefern. Lifte 2631, Werfft. Heinzel, Friedrichsbg. 3,50 Lifte 9765, Buchdr.- Hülfsarb. Töff Töff, davon 5,85 Stehkragen- Auftion 12,85. Steinarb. Berlin I auf Der Obmann: Hendrischte, Thomasstr. 16. d. Nordd. Druderei 5,95. Liste 8639 4,35. Liste 8640 7 Liste 115, Listen 5760, 8494, 8500, 03, 05, 07, 09 38,50. Liste 4939 Lichtdrucker Hogelin Aug. Meyer 11,30. Lifte 5031, Firma Theod. Guiremand, Brinzessinnenstr. u. Schwabe 2,-. Hängeler u. Krauje 1.- Liste 8521 Blumenarb.- Verb. 15,-. 11,90. Liste 2618 11,75. Rifte 2579 6,25. Lifte 2577 24,30. Rifte 2593 4,10. Ueberschuß von der Matinee im„ Rösliner Hof" 26. 2. 05, Gesangverein Lifte 2620 4,35. Lifte 2643, Ginseter Beamtenhäuser Rummelsbg., 4. Rate Rosenrot", M. d. A.-S.-B., Musikverein Reinickendorf- West" u. Theater 16,10. Liste 2580 8,25. Lifte 2641 7,10. Siemens ut. Halste, Blockwert, berein„ Vorwärts" 103,10. Vom Konzert des Frl. Holgers 11,-. Liste Riften 5640, 5658, 5659, 5660, 5661, 5669, 5670, 5671, 5672 123,45. 9791 d. Donner 9,50. Liſten 5022, 23, 30, Daimler Motorbau d. Lüthte Siemens u. Halste, Glühlampenwert, Listen 5644, 5645, 5646 57,75. 89,55. Liste 5007 d. Peters 1720. Liste 5051 d. Balzer 10,95. Liste 5018 Lifte 5632, Siemens- Schudert, Abt. 52 15,95. Liste 5666, desgl., Abt. 12 d. Lehmann 12,55. Liste 5003 d. Lobischeck 7,20. Arb. d. Maschinenfabrik 22,25. Liste 5668, desgl., Abt. Arnhold 14,95. Liste 5677, desgl., Abt. 87 Schwarzkopff, Scheringstraße, auf Listen: 8001 11,30. 8002 16,75. 8003 15,45. Lifte 5678, desgl., Abt. 73b 14,70. Lifte 5679, desgl, Abt. 12 27,75. 14, 8004 17,15. 8005 13,85. 8006 27,30. 8007 7,75. 8008 24,-. Liste T Z " 1 Die vom Verband der Kupferschmiede als Borschuß auf Listen quittierten 889 7, 7,15. Wafferftand am 4. März. Elbe bei Aussig+0,64 Meter, bei Dresden 0,78 Meter, bei Magdeburg+ 1,71 Meter. Unstrut bei Straußfurt+1,40 Meter. Dder bei Ratibor+ 2,09 Meter, bei Breslau Ober Begel.+ 5,28 Meter, bei Breslau Unter Begel-0,26 Meter, bei Frankfurt+ 1,78 Meter.. 23 eichsel bei Brahemünde+3,52 Meter. Barthe bei Posen+0,00 Meter. Nete bei Usch+1,54 Meter. Waarenhaus Hermann Tietz Leipzigerstrasse 46-50. Krausenstrasse 44-49. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag. Soweit der Vorrath reicht Vorzugspreise für Lebensmittel Gemüse- Conserven per Dose Ries.- Stang.- Spargel 15/18 Stg.) Pa. Stangel- Spargel 20/24 Stg. Pa. Stang.- Sparg. extr. 20/24 St. Pa. Stang.- Sparg. extr. 26/30 St. Pa. Stang.- Sparg. extr. 32/36 St. Pa. Stangen- Spargel 36/40 Stg. Pa. Stangen- Spargel 40/48 Stg. Pa. Stangeu- Spargel 50/55 Stg. Pa. Stangen- Spargel Consum Pa. Riesen- Brech- Spargel m. Köpfen Pa. Brech- Spargel 1. mit Köpfen Pa. Brech- Spargel II. mit Köpfen Pa. Brech- Spargel dunn m. Köpfen Kaiserschoten feinste Siebung 1 1/2 Dose 190 Früchte- Conserven Fisch- Conserven D. D. Sardinen in Oel Marke„, Saupiquet" feinste franz. Marke Dose 95 Pf.%, Dose 160%, Dose 275 Marke Carnot"/ Dose 110/ Dose 200 Marke„ Deffes"/ Dose 65 Pf./ Dose 115 Marke„ Lambert" Sardinen in Tomaten Dose 70 Pf. Gebrannter Kaffee Mischung II HI IV Pfd. 95 Pf. 100 115 180 Conditorei- Mischung Pfd. 170 Postpacket 9 Pfd. netto franke jede Station. Getrocknete Pflaumen 1 Pfd. 20 23 28 35 45 55 Pt. Pfd. 60 70 80 Pt. Pfd. 38Pf. Mirabellen( Metzer) 62 36 Pf. Walderdbeeren 115 63 Pf. 88 Pf. Apricosen/, Frucht 110 60 Pf. 175 95 Pf. Pfirsiche/ Frucht geschält 120 65 Pf. 155 83 Pf. Kirschen sauer ohne Stein 95- Pf. Dose 215 140 75 PL Pf. Kirschen sauer mit Stein 65- Pf. 100 130 70 Pf. Kaiserkirschen ohne Stein 95 53 Pt. 120 65 Pf. Sardinen in Mixed Pickles Kirschen schwarz mit Stein 65 38 Pt. Thon- Fisch 110 60 Pf. Birnen/ Frucht weiss 68 39.Pf. 85 Pf. 48 Pf. Sardellen Birnen/ Frucht( Bergamot) 75 43 Pf. 130 70 Pf. Pflaumen süss- sauer 60 35 Pf. Sardellen ausgewogen Neunaugen 6 Stück Inhalt 60 Pf. Pflaumen'%, Frucht süss 55 33 Pf. 90 Pf. Aepfel in Stücken ohne Herz 65 38 Pf. 65 Pf. 38 Pf. Preiselbeeren 115 63 PL. Kaiserschoten feine Siebung 100 55 Pf. 145 285 725 Junge Schoten Siebung I 80 45 Pf. Heidelbeeren 58- Pf. Junge Schoten Siebung III 50 30 Pf. Gemüse Schoten Siebung I 38 24 Pf. Ananas in Scheiben 1%, Dose 45 Pt. 150 80 Pt. Marmelade in 12 verschiedenen Schoten und Carotten 60 35 Pf. Leipziger Allerlei extra 90 Garotten geschnitten 55 Pf. Früchtesorten per Topf ca. 1 Pfd. 56 Pf. Gemischte Früchte Marmelade 35 23 Pf. Eimer ca. 5 Pfd. 110 ca. 10 Pfd. 200 155 83 Pf. 120 Ingber bella, pe 90 Pt. ca 2 Pid. 165 70- Pr. Ingber dunkelblau, Töpfe 100. ca 2 Pfd. 175 ca. 1 Pfd. ca 1 Prd. Hülsenfrüchte I. Chocolade: 6 Tafeln in verschiedenem Geschmack Russ. Schoten Grüne Erbsen 1 Pfd. 15 Pf. bei 6 Pfd. 14 Pt. Viktoria- Erbsen 1 Pfd. 14 bei 5 Pfd. 13 Pf. Viktoria- Erbsen geschält 1 Pfd. 17 bei 5 Pfd. 16 Pf. Bohnen weisse 1 Pfd. 17 Pf. bei 5 Pfd. 16 Pt. Viktoria- Erbsen geschalt 1 Pfd. 15 bei 5 Pfd. 14 Pf. Bohnen Per 1 Pfd. 15 Pf. bei 5 Pfd. 14 Pt. Viktoria- Erbsen Fr 1 Ptd. 14 bei 5 Pfd. 13 Pt. Linsen mittel 1 Pfd. 19 Pf. bei 5 Pfd. 18 Pf. II. Frucht weiss Dose 40 Pf. 75 Pf. 135 Glas 75 Pf. Pfd. 100 110 Dose 85 Pf. Kronen Hummer extra Prima 1/2 Dose 100 Dose 190 Kronen Hummer Prima Dose 175 % Dose 95 Pf. Bismark- und Bratheringe Dose 45 Pt. Hering in Aspic Dose 45 Pf. Aal in Gelé Dose ca. 1 Pfd. 85 Pf. Apricosen Dose 50 Pf. Ringäpfel Bohräpfel Loriot Bisquit Pfd. 45- Pf. Dose 80Pt; Caces: Figaro Pfd. 45 Pf. Krone Haushalt 35. " 55P • 1/4 1 40 80 Pt. Lobeck& Co. Pfd. 160 gebündelt 100 Pfd. 180 210 Champignon I. Wahl Champignon grössere Pilze Tomaten Puré ca. 2 Pfd. 5 Pfd. 10 Pfd. D. ca. 25 Pfd. Eimer 64 Pt. Deutscher Cacao in Dosen Chaiselongue, TipTop Chr. Haufler, D. R. G. Durch einen Griff in ein zweischläfriges Bett verwandelt. Alte Schönhauserstr. 5. Bettstühle v. 24,50 Bettsofas an ein- auch zweischläfrig. Chaisel.- Bett ,, Herbert" v. 17 Mk. an, mit Bettbehälter bis 65 Mk. Reiche Auswahl in Metall- Bettstellen. Sport- u. Kinderwagen zu billigen Preisen. 2295L+ am Schmöckwitz Gasthaus zur Palme ebbinice. Seddinsee. ( Endstation der ,, Stern"-Dampfer.) Hermann Peter. Telephon: Grünau No. 39. Empfehle mein allbekanntes, herrlich am Wald und Wasser belegenes Lokal den geehrten Vereinen und Gesellschaften zu Ausflügen. Ausspannung und Dampferstege, Kegelbahnen, große Kaffeeküche. Säle, Hallen, großer schattiger Garten, 2000 Personen fassend. Berlin SO. 16, H.& P. Uder, Engel- Ufer 5. Tabak- Grosshandlung u. Tabakfabrik. 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Fälle, in welchen solche Nachahmungen unter dem Namen Kapitän- Tabak verkauft werden, bitte ich mir zur Kenntnis zu bringen, damit ich dieselben strafrechtlich verfolgen lassen kann. Carl Röcker, Berlin, Grüner Weg 112. Fernsprecher Amt VII, 3861. Empfehle gleichzeitig meine seit Jahren hier eingeführten Schnupf- und Rauchtabake sowie Nordhäuser und Kopenhagener Kautabake. Alle gangbaren Zigaretten zu Originalpreisen( Garbâty, Josetti, Manoli, Phänomen und viele andere Marken). Einsegnungs- Anzüge von 12-27 Jedes Wort: 5 Pfennig. Das erste fettgedruckte Wort 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Spottbilliger Ausverkauf ver fallener Pfandstücke, Resteverkauf. Weidenweg neunzehn. 45* Anzüge nach Maß von Mk. 25 Mk. an. 2296L* Wir empfehlen: Sechzehn Jahre in Sibirien von Leo Deutsch. Der Verfasser, welcher im Jahre 1884 von deutschen Behörden verhaftet und der russischen Regierung ausgeliefert wurde, erzählt in anziehender Weise seine Erlebnisse in deutschen und ruffischen Gefängnissen, auf dem und in Transport nach Sibirien Sibirien selbst. Besonders interessant ist die Schilderung des Lebens der Verbannten in den sibirischen Gefängnissen. Das Buch ist illustriert und Loftet brosch. 3, M., geb. 3,50 M. Königsberg, der Geheimbund des Zaren von Kurt Eisner. Das vorliegende Buch gibt nicht nur einen genauen Bericht der Gerichtsverhandlung, sondern auch einen historischen Ueberblick der Entwickelung des preußisch- deutschen Russendienstes, der im Königsberger Prozeß seinen Gipfel erreichte. 233/14 Bu beziehen in 11 Lieferungen a 20 Pf., geb. zum Preise von 3,- M. durch Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 68, Lindenstr. 69, Laden. M. Schulmeister, 21612* Kleine Anzeigen. Möbeltischlerei liefert geschmackbolle Wohnungseinrichtungen sowie einzelne Möbel. Moderne Küchen. 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